Annual Report • Mar 31, 2020
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer

Das Tempo der Veränderungen durch Digitalisierung und Globalisierung ist für uns eine genauso große Herausforderung wie für unsere Kunden. Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit kümmern wir uns in erster Linie darum, dass es unseren Kunden gut geht. Wir machen deshalb nur das, was wir wirklich können. Immer im Bemühen, dabei besser zu sein als unsere Mitbewerber.
Das kann aber nur gelingen, wenn wir einander empathisch und auf Augenhöhe begegnen und auf herzliche und wertschätzende Art miteinander umgehen. Deshalb legen wir großen Wert auf persönliche Beziehungen und schaffen dadurch neben ausgezeichneter Beratungs-, Service- und Produktqualität vor allem ein wertstiftendes Netzwerk, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.
Nur starke lokale Beziehungen und die Verwurzelung in der Region geben uns die Sicherheit und Möglichkeit, vor Ort einen spürbaren Beitrag zu leisten. Dabei sind wir uns der Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt immer bewusst.
Corporate Governance in der BKS Bank 14 Vorstand und Aufsichtsrat 16 Vergütungsbericht 29 Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung 33 Compliance-Management-System 35 Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements 37 Rechnungslegung und Publizität 38 Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden 39
Über uns 52 Wofür wir stehen 53 Worauf wir stolz sind 54 Unsere Strategie 56
Wirtschaftliches Umfeld 64 Management und Aufbauorganisation 66 Aktionärsstruktur der BKS Bank 69 Marktgebiete der BKS Bank 72 Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 76 Vermögens- und Finanzlage 80 Ertragslage 84 Segmentbericht 90 Konsolidierte Eigenmittel 100 Risikomanagement 102 Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 104 Ausblick 112
Inhaltsverzeichnis Notes 116 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2019 118 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 121 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 122 Konzern-Geldflussrechnung 123 Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 124 Organe der Gesellschaft 190 Schlussbemerkungen des Vorstandes 191 Gewinnverteilungsvorschlag 192 Bestätigungsvermerk 193
Aktionärsstruktur der 3 Banken Gruppe 200 Unsere Unternehmenshistorie 201 Glossar 202 Abkürzungsverzeichnis 207 Zukunftsbezogene Aussagen 210 Impressum 210
Die BKS Bank im Überblick 214 Lagebericht 215 Anhang 245 Organe der Gesellschaft 266 Gewinnverteilungsvorschlag 267 Schlussbemerkungen des Vorstandes 268 Bestätigungsvermerk 269 Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates 274
Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.
| ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR | 2017 | 2018 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 120,7 | 129,7 | 135,8 | |
| Risikovorsorgen | -26,7 | -18,3 | -18,6 | |
| Provisionsüberschuss | 49,9 | 55,5 | 58,2 | |
| Verwaltungsaufwand | -107,8 | -114,6 | -121,0 | |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 77,2 | 87,0 | 103,1 | |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 68,0 | 77,4 | 92,9 | |
| BILANZZAHLEN in Mio. EUR | ||||
| Bilanzsumme | 7.579,5 | 8.434,9 | 8.857,6 | |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen | 5.313,2 | 5.918,0 | 6.288,1 | |
| Primäreinlagen | 5.669,1 | 6.218,2 | 6.668,3 | |
| • hiervon Spareinlagen | 1.475,1 | 1.429,4 | 1.413,5 | |
| • hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inklusive Nachrangkapital |
712,6 | 750,7 | 854,4 | |
| Eigenkapital | 1.046,5 | 1.210,7 | 1.301,5 | |
| Betreute Kundengelder | 14.150,7 | 14.518,4 | 18.548,0 | |
| • hiervon Depotvolumen | 8.481,6 | 8.300,2 | 11.879,7 | |
| EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR | ||||
| Total Risk Exposure Amount | 5.016,7 | 5.283,1 | 5.449,6 | |
| Eigenmittel | 701,6 | 779,2 | 881,4 | |
| • hiervon hartes Kernkapital (CET1) | 614,5 | 593,7 | 629,6 | |
| • hiervon Kernkapital (CET1 und AT1) | 627,8 | 645,2 | 690,8 | |
| Kernkapitalquote (in %) | 12,5 | 12,2 | 12,7 | |
| Gesamtkapitalquote (in %) | 14,0 | 14,8 | 16,2 | |
| UNTERNEHMENSKENNZAHLEN | ||||
| Return on Equity nach Steuern | 6,8 | 6,8 | 7,4 | |
| Return on Assets nach Steuern | 0,9 | 1,0 | 1,1 | |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 51,9 | 50,3 | 50,7 | |
| Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) | 16,7 | 10,5 | 10,2 | |
| Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote) | 3,5 | 3,31) | 2,4 | |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 105,0 | 110,2 | 112,4 | |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 145,2 | 137,7 | 151,8 | |
| Leverage Ratio | 8,0 | 7,5 | 7,8 | |
| RESSOURCEN | ||||
| Durchschnittlicher Mitarbeiterstand | 928 | 932 | 962 | |
| Anzahl der Geschäftsstellen | 63 | 63 | 63 | |
| DIE BKS BANK-AKTIE | ||||
| Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) | 37.839.600 | 41.142.900 | 41.142.900 | |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) | 1.800.000 | 1.800.000 | 1.800.000 | |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 18,5/17,8 | 19,8/18,2 | 17,2/17,0 | |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,8/15,4 | 16,5/16,9 | 15,0/13,4 | |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 17,8/17,7 | 16,8/17,0 | 16,0/14,3 | |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR zum 31.12. | 705,3 | 721,8 | 684,0 | |
| Dividende pro Aktie in EUR | 0,23 | 0,23 | 0,252) | |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Stamm-/Vorzugsaktie | 10,4/10,3 | 9,2/9,3 | 7,4/6,7 |
1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking
Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.
2) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung der BKS Bank AG am 06. Mai 2020

in diesem Geschäftsbericht blicken wir auf ein Jahr zurück, das uns besonders in Erinnerung bleiben wird. Wir hatten viele Höhepunkte zu feiern. Neben der überaus positiven wirtschaftlichen Entwicklung der BKS Bank freuten wir uns vor allem über den Staatspreis für Unternehmensqualität 2019. Wir sind die erste Bank in Österreich, der diese Ehre zuteilwurde. Gleichzeitig verliehen uns die Assessoren der Quality Austria den Status "Global Role Model in Sachen Nachhaltigkeit". Ebenso freuten wir uns über die Auszeichnung "Nachhaltigste Bank" durch das Magazin "Der Börsianer" und über mehrere österreichweite Testsiege bei Studien der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien. Zum Jahresende 2019 haben uns unsere Kunden bei einer Kundenzufriedenheitsanalyse ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt. Auf einer fünfstelligen Skala erreichten wir eine sehr gute Gesamtzufriedenheitsnote von 1,5. Unsere Kunden fühlen sich bei uns wohl und exzellent beraten. In der hohen Beratungsqualität unserer Mitarbeiter sehen wir ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Die Kundenbefragung hat deutlich gezeigt, dass die fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter wichtig ist und von unseren Kunden wertgeschätzt wird.
Erfreulicherweise spiegelt sich diese Wertschätzung auch in der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Hauses wider. Beim Jahresüberschuss nach Steuern von 92,9 Mio. EUR (+20,0 %) können wir ein neues Rekordergebnis vermelden. Die Bilanzsumme stieg um 422,7 Mio. EUR auf 8,9 Mrd. EUR. Auch das Kreditgeschäft entwickelte sich sehr zufriedenstellend. Ein Neukreditvolumen von 1,8 Mrd. EUR und ein Gesamtkreditvolumen von 6,4 Mrd. EUR belegen, dass die angekündigte Konjunkturabschwächung die Investitionsfreude der Unternehmer nicht wesentlich gedämpft hat. Trotz anhaltender Tiefzinsphase blieben die Primäreinlagen hoch, diese betrugen am Jahresende 6,7 Mrd. EUR (+7,2 %). Besonders freut uns der Anstieg der Kundenzahl auf rund 191.200 (16,4 %). Ein Großteil davon resultiert aus der erfolgreichen Übernahme von Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d., durch die wir zum größten Wertpapierdienstleister Sloweniens avancierten.
Wir sehen unseren wirtschaftlichen Erfolg als Bestätigung dafür, dass unsere Strategie aufgeht, die Digitalisierung und die persönliche Kundenberatung in unseren Filialen als Erfolgspotential zu nutzen. 2019 können wir guten Gewissens als Jahr der Digitalisierung bezeichnen. Wir haben eine Reihe von digitalen Produkten und Lösungen, darunter den BKS Wohnkredit und das digitale Onboarding, auf den Markt gebracht. Die Basis für unsere digitale Welt bildet eine einfach zu bedienende Web-Oberfläche. Mit dieser Plattform können unsere Kunden und Mitarbeiter digital kommunizieren und gemeinsam am Geschäftsabschluss arbeiten.
Auch MyNet und BizzNet haben mit der BKS Security App ein neues Authentifizierungsverfahren und zahlreiche neue Funktionen erhalten, wie den individuell einstellbaren Kontorahmen. Im Firmenkundengeschäft wurde mit "Garantie online" ebenfalls eine einzigartige digitale Lösung am Bankenmarkt etabliert. Die digitale Reise ist für uns damit aber noch lange nicht zu Ende, für 2020 befinden sich bereits weitere Innovationen in Vorbereitung.
Untrennbar mit der Reputation unseres Hauses verbunden sind mittlerweile die Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Verantwortungsbewusstsein". Wir sind zuversichtlich, unseren Wettbewerbsvorsprung auch in Zeiten halten zu können, in denen viele Banken durch den "EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" Nachhaltigkeit für sich erst entdecken. Unsere ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie ist seit vielen Jahren essentieller Teil der Unternehmensstrategie. Mit nachhaltigen Produkten leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Wir setzen aktiv Maßnahmen, um unseren Carbon Footprint stetig zu reduzieren. Seit der Erstmessung im Jahr 2012 konnten wir einen Rückgang um 59 % auf 982 t CO2 -Äquivalente erreichen. Eine Leistung, die im Zuge der EMAS-Zertifizierung von den Umweltgutachtern besonderes hervorgehoben wurde. Mit der erfolgreichen Validierung nach dem in Europa bekanntesten Umweltmanagementsystem "EMAS" im Dezember konnten wir einen weiteren großen Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2018-2022 umsetzen.
2019 haben wir uns auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Marke BKS Bank die großartigen Erfolge der letzten Jahre ausreichend abbildet. Wir haben ein Markenprojekt gestartet, in dem eine Reihe von Analysen durchgeführt wurden. Diese ergaben, dass viele der bisherigen Unternehmenswerte wie Verantwortungsbewusstsein, regionale Verbundenheit oder Zukunftsorientierung sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Kunden eindeutig der BKS Bank zugeschrieben wurden. Es zeigte sich aber auch, dass viele Kunden und Mitarbeiter die Werte Herzlichkeit und Beziehungsstärke in der BKS Bank besonders intensiv wahrnehmen. Die neue Markenstrategie haben wir in einen neuen Markenstil übersetzt, den wir Ihnen mit der Publikation dieses Geschäftsberichtes erstmals vorstellen.
Wie Ihnen als Aktionär bekannt ist, beschäftigte uns im Jahr 2019 auch ein wenig erfreuliches Thema, nämlich die von der UniCredit Bank Austria AG und einem ihrer Tochterunternehmen eingeleiteten Gerichtsverfahren. Diese betreffen neben der BKS Bank auch unsere Schwesterbanken. Für uns ist diese Vorgehensweise nach wie vor nicht nachvollziehbar und ich möchte auch an dieser Stelle wieder darauf hinweisen, dass wir alle geäußerten Vorwürfe für völlig haltlos erachten.
Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG (derzeit noch nicht rechtskräftig) abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichtes stehen die wechselseitigen Beteiligungen und deren Finanzierung nicht im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung und einschlägigen Rechtsprechung. Eine von den Antragstellern behauptete Unredlichkeit der Organe der BKS Bank konnte das Gericht ausdrücklich nicht feststellen. Auch ein Schiedsgericht aus namhaften, unabhängigen österreichische Universitätsprofessoren hat sich mit den Kapitalerhöhungen der BKS Bank befasst. Wir haben den Schiedsspruch im Februar 2020 erhalten. Auch dieser Schiedsspruch bekräftigt unseren Standpunkt, dass sich die BKS Bank bei den vergangenen Kapitalerhöhungen korrekt verhalten hat.
Abschließend bedanke ich mich bei allen, die die oben genannten Erfolge möglich gemacht haben. Allen voran bei unseren Mitarbeitern, die 2019 wieder Herausragendes geleistet haben. Auch den Mitgliedern des Aufsichtsrates gebührt mein Dank, da sie uns großartig unterstützen und uns Rückhalt geben. Und Ihnen, liebe Aktionäre, danke ich besonders dafür, dass Sie an uns glauben und uns Ihr Vertrauen schenken.
Herzlichst
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Herzlichkeit und Empathie sind Zeichen unserer Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitern.
Vorwort der Vorstandsvorsitzenden Vorwort der Vorstandsvorsitzenden
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Corporate Governance in der BKS Bank 14
Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung 33
Compliance-Management-System 35
Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements 37
Rechnungslegung und Publizität 38
Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden 39

Corporate
Bericht
Corporate Governance in der BKS Bank 14
Compliance-Management-System 35
Rechnungslegung und Publizität 38
Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden 39
Governance
Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung 33
Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements 37
Die BKS Bank bekennt sich zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) verankert sind. Darüber hinaus verpflichten wir uns, unsere soziale, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung gegenüber unseren Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit wahrzunehmen. In unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir die Prinzipien unserer verantwortungsbewussten Geschäftspolitik festgelegt.
Der ÖCGK stellt ein selbstverpflichtendes Regelwerk für österreichische börsenotierte Unternehmen dar, welches das österreichische Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrecht um Regeln für eine gute Unternehmensführung ergänzt. Der ÖCGK verfolgt das Ziel, eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle sicherzustellen. Mit dem ÖCGK soll erreicht werden, dass für alle Stakeholder – Aktionäre, Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter – eine hohe Transparenz geschaffen wird.
Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte, ein offener Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten sowie die Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und in den Finanzplatz Österreich stärken.
Die Standards für verantwortungsbewusste Unternehmensführung werden in drei Kategorien eingeteilt: In L-Regeln ("Legal Requirements") – sie basieren auf zwingenden Rechtsvorschriften. In C-Regeln ("Comply or Explain") – hier sind zulässige Abweichungen zu begründen. Darüber hinaus beinhaltet der Kodex noch R-Regeln ("Recommendations") mit reinem Empfehlungscharakter. Werden R-Regeln nicht eingehalten, braucht das weder offengelegt noch begründet zu werden. Sonderregelungen für Banken und Versicherungen bleiben vom Kodex unberührt. Der Kodex erfordert jedoch nicht die Offenlegung von Betriebsund Geschäftsgeheimnissen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes der BKS Bank bekennen sich ausdrücklich und umfassend zu den im ÖCGK dargelegten Grundsätzen und Zielen. Der Aufsichtsrat hat sein Bekenntnis zum ÖCGK in der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2019 erneuert.
Im Berichtsjahr hat die BKS Bank den L-Regeln und R-Regeln entsprochen, bei einigen C-Regeln gab es Abweichungen, die sich aus der individuellen Situation der BKS Bank AG und der 3 Banken Gruppe ergaben. In der nachfolgenden Tabelle werden die Abweichungen zu den C-Regeln 2, 31 und 45 erklärt und begründet.
Der ÖCGK, die Leitlinien für die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates, der Corporate Governance Bericht der BKS Bank sowie die Satzung der BKS Bank sind auf www.bks.at/investor-relations/corporate-governance abrufbar.
Der gegenständliche Bericht beschreibt die Corporate Governance-Strukturen und -Prozesse, die in der BKS Bank verankert sind. Der Bericht wurde nach § 243c und § 267b Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt und entspricht den Vorgaben des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG). Der Aufbau des Berichtes orientiert sich an den Vorgaben des Anhangs 2a des ÖCGK. Weitere ÖCGK-relevante Themenbereiche, wie Aktionärsstruktur und Hauptversammlung, Unternehmenskommunikation und Informationsweitergabe, werden im Konzernlagebericht, im Kapitel Investor Relations sowie in den Notes zum Konzernabschluss beschrieben.
Die BKS Bank hat neben Stamm- auch stimmrechtslose Vorzugs-Stückaktien ausgegeben, die für die Aktionäre aufgrund der bevorzugten Dividendenberechtigung eine interessante Veranlagungsalternative darstellen. Die von der BKS Bank emittierten Stamm-Stückaktien sind jeweils nur mit einem Stimmrecht ausgestattet. Kein Aktionär verfügt über ein überproportionales Stimmrecht. Die Entscheidung, stimmrechtslose Vorzugsaktien zu begeben, wurde im Jahr 1991 getroffen.
Die Offenlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen. Aus Gründen des Datenschutzes sowie aus Rücksicht auf das Recht auf Privatsphäre des einzelnen Vorstandsmitglieds unterbleibt eine Aufgliederung in fixe und variable Anteile je Vorstandsmitglied. Die in der BKS Bank festgelegten Vergütungsregeln stellen sicher, dass die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstandes den persönlichen Leistungen des jeweiligen Mitglieds Rechnung trägt. Ferner werden auch die Ertrags-, Risiko- und Liquiditätslage des Institutes entsprechend berücksichtigt.
Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur wurden Repräsentanten der größten Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. Da es sich bei den Hauptaktionären auch um Banken handelt, nehmen deren Vertreter auch Organmandate in anderen, mit der BKS Bank in Wettbewerb stehenden Kreditinstituten wahr. Diese haben sich in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert.
Die Regeln des Corporate Governance Kodex gelten für alle Gesellschaften im BKS Bank Konzern. Alle Konzerngesellschaften sind in das Berichtswesen des BKS Bank Konzerns eingebunden. Darüber hinaus berichten die Geschäftsleiter dieser Tochtergesellschaften regelmäßig an ihre Aufsichtsräte bzw. an den Vorstand der Muttergesellschaft. Sie sind in die Risiko- und Compliance-Management-Systeme der BKS Bank Gruppe umfassend eingebunden.
Die Vergütungsprinzipien der vom Aufsichtsrat der BKS Bank AG genehmigten Vergütungsrichtlinie gelten auch für deren Führungskräfte. Über die Entwicklung wesentlicher, operativ tätiger Tochtergesellschaften wird regelmäßig an den Aufsichtsrat des Mutterunternehmens berichtet.
Die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA und ESMA veröffentlichten im September 2017 Leitlinien zur Bewertung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans und Inhabern einer Schlüsselfunktion (ESMA71-99-598 EBA/GL/2017/12) sowie Leitlinien zur internen Governance (EBA/GL/2017/11). Der österreichische Gesetzgeber hat die Vorgaben der beiden Leitlinien im Bankwesengesetz konkretisiert und mit 14. Juni 2018 im Bundesgesetzblatt kundgemacht. Es wurde allen Bestimmungen im Berichtsjahr entsprochen.
Neben den neuen Regelungen über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat, siehe dazu Seite 29, brachte die 2019 in Österreich umgesetzte zweite EU-Aktionärsrechte-Richtlinie insbesondere folgende Neuerungen:
Börsenotierte Aktiengesellschaften wie die BKS Bank dürfen von Intermediären, zum Beispiel Verwahrstellen, bei denen Aktien der Gesellschaft für bestimmte Aktionäre lagern, die Identifizierung ihrer Aktionäre verlangen, die mehr als 0,5 % an Aktien oder Stimmrechten halten. Damit soll eine direkte Kommunikation zwischen der Gesellschaft und ihren Aktionären erleichtert werden, um etwa über Hauptversammlungstermine oder andere Gesellschafterereignisse zu informieren. Bisher hatte eine Gesellschaft, die Inhaberaktien emittiert, nicht ohne weiteres die Möglichkeit zu wissen, wer ihre Aktionäre sind.
Geschäfte von börsenotierten Aktiengesellschaften mit ihr nahestehenden Personen, sogenannte "related parties transactions", müssen vom Aufsichtsrat vorab genehmigt werden, wenn der Wert des Geschäftes 5 % der Bilanzsumme übersteigt. Sie müssen zudem auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht werden, wenn ihr Wert 10 % der Bilanzsumme übersteigt.
Weitere Verpflichtungen, die insbesondere der Steigerung der Transparenz für Aktionäre dienen sollen, wurden für institutionelle Anleger, Vermögensverwalter und Stimmrechtsberater geschaffen.
| Adressen im Internet |
|---|
| www.corporate-governance.at |
| www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie |
| www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur |
| www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender |
| www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung |
| www.bks.at/investor-relations/corporate-governance |
| www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen |
| www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen |
| www.bks.at/news-presse |
Der Vorstand leitet eigenverantwortlich den BKS Bank Konzern unter Wahrung der Interessen der Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und der Öffentlichkeit. Er führt die Geschäfte auf Basis der Gesetze, der Satzung sowie der Geschäftsordnung. Der Vorstand erarbeitet die strategische Ausrichtung des Instituts, legt die Unternehmensziele fest und stimmt die Unternehmensstrategie mit dem Aufsichtsrat ab. Er trifft geeignete Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Gesetzesbestimmungen eingehalten werden, und gewährleistet ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling.
Das für ein Ressort zuständige Vorstandsmitglied trägt die unmittelbare Verantwortung für diesen Aufgabenbereich. Die anderen Mitglieder bleiben aber jeweils umfassend über das Gesamtunternehmen unterrichtet und legen dem Gesamtvorstand grundlegende Entscheidungen zur Beschlussfassung vor. Im eigenen Aufgabengebiet sind die Vorstandsmitglieder in das Tagesgeschäft eingebunden und über die Geschäftssituation und bedeutende Transaktionen unterrichtet. In den regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen werden unternehmensrelevante Vorkommnisse, strategische Fragen und zu treffende Maßnahmen besprochen, die durch das Vorstandsmitglied in seinem Wirkungsbereich oder vom Gesamtvorstand umgesetzt werden.
Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt in der Regel einstimmig. Für Vertragsunterzeichnungen und risikorelevante interne Genehmigungen gilt das Vier-Augen-Prinzip. Ein umfassendes internes Berichtswesen begleitet die sorgfältige Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.
Dem Vorstand der BKS Bank gehörten im Berichtsjahr als gemeinschaftlich verantwortliches Organ drei Personen an. Die Verantwortungsbereiche der Vorstände sind auf Seite 18 angeführt.
Vorsitzende des Vorstandes, geb. 1960 Datum der Erstbestellung: 01. Juli 2004 Ende der Funktionsperiode: 30. Juni 2024
Dr. Herta Stockbauer studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften und war danach als Universitätsassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt tätig. 1992 trat sie in die BKS Bank ein und arbeitete im Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft, bevor sie in die Abteilung Controlling und Rechnungswesen wechselte. 1996 wurde sie zur Abteilungsleiterin bestellt, 2004 zum Mitglied des Vorstandes und im März 2014 zur Vorsitzenden des Vorstandes ernannt.
Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:
Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:
Weitere Funktionen:
Mitglied des Vorstandes, geb. 1959 Datum der Erstbestellung: 01. September 2010 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2023
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Mag. Kraßnitzer für den Börsenkurier journalistisch tätig und absolvierte diverse Praktika bei Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien. Seit 1987 ist er in der BKS Bank tätig. Ab 1992 leitete er die interne Revision der Bank und schloss 2006 die Ausbildung zum Certified Internal Auditor, CIA©, des Institute of Internal Auditors, USA, ab.
Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.
Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:
• Mitglied des Fachbeirates der 3 Banken IT GmbH
Weitere Funktionen:
• Präsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten
Mitglied des Vorstandes, geb. 1971 Datum der Erstbestellung: 01. September 2018 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2021
Mag. Alexander Novak wurde 1971 in Bad Eisenkappel geboren. Er studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. Nach dem Studium war er zunächst in der Steuerberatung und im internationalen Rohstoffhandel tätig, bevor er seine Laufbahn im Jahr 2000 als Mitarbeiter des Rechnungswesens und Controlling in der BKS Bank begann. Seit 2004 wirkte er am Aufbau der Direktion Slowenien mit. Er leitete die Direktion von deren Gründung bis zu seiner Bestellung zum Vorstand im Jahr 2018.
Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: • Mitglied des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.
| MAG. DR. HERTA STOCKBAUER |
MAG. DIETER KRASSNITZER, CIA |
MAG. ALEXANDER NOVAK |
|---|---|---|
| Interne Revision Compliance Geldwäsche (Anti-Money Laundering) Zuständiges Mitglied des Leitungsorgans im Sinne des § 23 (4) Finanzmarkt-Geldwäschegesetz: Mag. Dieter Kraßnitzer Sorgfaltspflicht und Risikoverantwortung im Sinne von Geschäftsordnung, ÖCGK und Aufsichtsrecht |
||
| • Vertrieb Inland • Private Banking • Kundenbedürfniszentrierte Fachabteilungen • Rechnungswesen und Vertriebscontrolling • Human Resources • Öffentlichkeitsarbeit und Marketing • CSR und Nachhaltigkeit • Konzerntöchter Inland und Beteiligungen • Investors Relations |
• Risikomanagement • Risikocontrolling • Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH • IKT, Betriebsorganisation, 3 Banken IT Gesellschaft m.b.H. • Backoffice Treasury, Wertpapierservice • Internationales Geschäft: Marktfolge und Risiko management |
• Vertrieb Ausland • Treasury und Bankenbetreuung • BCS Fiduciaria • Leasing- und Immobilien töchter Ausland • IKT Ausland |
1) ab 04. Dezember 2019
Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate der Mitglieder des Vorstandes stehen im Einklang mit den in der C-Regel 26 des ÖCGK festgelegten Richtlinien und den Bestimmungen des § 28a BWG.
Der Aufsichtsrat verfolgt das Ziel, seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion durch fachliche Qualifikation, Diversität und persönliche Kompetenz seiner Mitglieder optimal gerecht zu werden.
Dem Aufsichtsrat der BKS Bank gehören zehn Kapitalvertreter und vier vom Betriebsrat entsandte Mitglieder an. Er berät und überwacht den Vorstand, wobei die Sacharbeit sowohl im Plenum als auch in einzelnen Ausschüssen erfolgt. Der Aufsichtsrat entscheidet autonom über die Bestellung des Vorstandes sowie die Etablierung eines Vorstandsvorsitzenden und erarbeitet gemeinsam mit dem Vorstand die langfristige Nachfolgeplanung. Er überwacht die Geschäftsführung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, der Satzung und der Geschäftsordnung.
Er erörtert mit dem Vorstand die Umsetzung strategischer Planungen und Vorhaben und entscheidet über die ihm zugewiesenen unternehmensrelevanten Angelegenheiten.
Der Aufsichtsrat kann überdies jederzeit selbst umfassende Prüfungshandlungen vornehmen oder durch Sachverständige durchführen lassen. Er befasst sich insbesondere mit der Prüfung des Jahresabschlusses der BKS Bank AG und des BKS Bank Konzerns nach internationalen Prüfungsgrundsätzen (ISAs) und ist somit auch mittelbar in die Entscheidung für einen Vorschlag an die Hauptversammlung über die Dividendenausschüttung einbezogen. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist für die Organisation des Aufsichtsrates, die Sitzungsvorbereitungen und das Zusammenspiel mit dem Vorstand verantwortlich. Zudem leitet er die Hauptversammlungen der BKS Bank und hat in den Ausschüssen des Aufsichtsrates den Vorsitz inne.
Die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmervertreter gleichen grundsätzlich jenen der Kapitalvertreter. Dies gilt insbesondere für die Informations- und Überwachungsrechte, die Sorgfaltspflicht, die Pflicht zur Verschwiegenheit und eine allfällige Haftung bei Pflichtverletzungen. Bei persönlichen Interessenkonflikten haben sich die Arbeitnehmervertreter – wie auch die Kapitalvertreter – der Stimme zu enthalten. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt im Sinne der C-Regel 46 des ÖCGK offengelegt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates ist im Vergütungsbericht auf Seite 31 detailliert erläutert.
Herr Dkfm. Dr. Hermann Bell wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 15. Mai 2014 zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit gewählt.
Vorsitzender, unabhängig*, geb. 1967 erstmals gewählt: 19. Mai 2016, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: • Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Oberbank AG
unabhängig*, geb. 1970 erstmals gewählt: 15. Mai 2012, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)
Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig*, geb. 1959 erstmals gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 85. ordentlichen Hauptversammlung (2024) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft • Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG bis 10. April 2019
unabhängig*, geb. 1972
erstmals gewählt: 09. Mai 2017, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)
AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
unabhängig*, geb. 1949 erstmals gewählt: 26. April 2000, bestellt bis zur 84. ordentlichen Hauptversammlung (2023) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: • Mitglied des Aufsichtsrates der SW-Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
unabhängig*, geb. 1968 erstmals gewählt: 09. Mai 2018, bestellt bis zur 84. ordentlichen Hauptversammlung (2023)
unabhängig*, geb. 1947 erstmals gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 85. ordentlichen Hauptversammlung (2024)
unabhängig*, geb. 1944 erstmals gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
unabhängig*, geb. 1967 erstmals gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)
unabhängig*, geb. 1966 erstmals gewählt: 20. Mai 2015, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)
Mag. Maximilian Medwed, geb. 1963, erstmals entsandt: 01. Dezember 2012 Herta Pobaschnig, geb. 1960, erstmals entsandt: 01. Juni 2007 Hanspeter Traar, geb. 1956, erstmals entsandt: 01. Jänner 2003 Mag. Ulrike Zambelli, geb. 1972, erstmals entsandt: 15. Juni 2015
Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate entsprechen bei allen Mitgliedern des Aufsichtsrates den Mandatsbeschränkungen gemäß § 28a Abs. 5 BWG.
Wolfgang Eder, MA, geb. 1964 Datum der Erstbestellung: 01. September 2017 Dietmar Klanatsky, MA, geb. 1971 Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2018
Im Sinne der C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex sollte die Mehrheit der Mitglieder des Aufsichtsrates unabhängig sein. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur BKS Bank oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet wäre, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.
Die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich jeweils auf Basis nachstehender Leitlinien in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert. Zudem sind – mit Ausnahme von Dr. Franz Gasselsberger, Gerhard Burtscher, Karl Samstag und Mag. Gregor Hofstätter-Pobst – keine Organmitglieder von Anteilseignern mit einer Beteiligung von mehr als 10 % im Aufsichtsrat vertreten.
Die BKS Bank unterhält außerhalb ihrer gewöhnlichen Banktätigkeit keine Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen oder Personen, einschließlich der Mitglieder des Aufsichtsrates, die deren Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.
Der Aufsichtsrat hat nachstehende Kriterien für die Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds festgelegt:
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen drei Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der BKS Bank gewesen sein. Eine vorangehende Vorstandstätigkeit führt vor allem dann nicht zur Qualifikation als nicht unabhängig, wenn nach Vorliegen aller Umstände im Sinne des § 87 Abs. 2 AktG keine Zweifel an der unabhängigen Ausübung des Mandats bestehen.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein Geschäftsverhältnis zur BKS Bank oder zu einem ihrer Tochterunternehmen in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig. Der Abschluss bzw. das Bestehen von banküblichen Verträgen mit der Gesellschaft beeinträchtigen die Unabhängigkeit nicht.
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BKS Bank oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.
Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der BKS Bank Aufsichtsratsmitglied ist, es sei denn, eine Gesellschaft ist mit der anderen konzernmäßig verbunden oder an ihr unternehmerisch beteiligt.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Elternteil, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitgliedes oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.
Corporate Governance Bericht Corporate Governance Bericht
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Ein solides
für einen
Wertefundament
in die Zukunft.
optimistischen Blick
Zusätzlich zu den Unabhängigkeitskriterien im Sinne dieser Leitlinie sieht das BWG weitere, teilweise restriktivere Unabhängigkeitskriterien für die Kapitalvertreter in einzelnen Ausschüssen des Aufsichtsrates vor. Diese Unabhängigkeitskriterien sind bei den Beschreibungen der jeweiligen Ausschüsse angeführt. Dem Gesamtaufsichtsrat müssen zumindest zwei Kapitalvertreter angehören, welche die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 28a Abs. 5a Z 2 BWG vollumfänglich erfüllen. Der Gesamtaufsichtsrat erfüllt diese Bestimmung im Berichtsjahr (seit Inkrafttreten der Bestimmung) vollumfänglich.
Der Aufsichtsrat kommt seinen Aufgaben in der Regel im Plenum nach, delegiert aber einzelne Sachthemen an sieben fachlich qualifizierte Ausschüsse. Die Einrichtung dieser Ausschüsse und deren Entscheidungsbefugnisse sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt. Die Nominierung von Ausschussmitgliedern aus dem Kreis der Betriebsräte erfolgt entsprechend den Bestimmungen des Arbeitsverfassungsgesetzes. Der Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig an das Plenum des Aufsichtsrates über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses.
Zu den wesentlichen Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen gemäß § 63a Abs. 4 BWG die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance Berichts. Darüber hinaus überwacht der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse, prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS), des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems. Dem Prüfungsausschuss obliegt zudem die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung. Er bereitet den Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers vor und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, insbesondere ob die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 63a Abs. 4 BWG erfüllt sind.
Der Arbeitsausschuss trifft seine Entscheidungen in der Regel in Form von Umlaufbeschlüssen zu Themen, die aufgrund ihrer Dringlichkeit weder dem Plenum noch dem Kreditausschuss zugewiesen werden. Dieses Gremium wird bei Bedarf einberufen und steht in engem Kontakt mit dem Vorstand. Die an ihn herangetragenen Anträge und die Abstimmungsergebnisse werden dem Gesamtaufsichtsrat nachträglich zur Kenntnis gebracht. Der Arbeitsausschuss ist kein gesetzlich normierter Ausschuss.
Zu den wesentlichen Aufgaben des Risikoausschusses zählen gemäß § 39d BWG die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und der Risikostrategie des Kreditinstitutes sowie die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie. Darüber hinaus überprüft der Risikoausschuss, ob die Preisgestaltung das Geschäftsmodell und die Risikostrategie des Kreditinstituts angemessen berücksichtigt. Die Mitglieder des Risikoausschusses erfüllen die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 39d Abs. 3 BWG.
Der Kreditausschuss entscheidet über Neueinräumungen und Verlängerungen von Kredit-, Leasing- und Garantiegeschäften ab einer gewissen Obligohöhe und ist kein gesetzlich normierter Ausschuss.
Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und Aufsichtsrat und beschäftigt sich mit der Nachfolgeplanung. Darüber hinaus befasst sich der Nominierungsausschuss mit Fragen der Diversität und überprüft die Fit & Properness der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Er evaluiert auch die Grundsätze der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Führungsebene. Für die Mitglieder dieses Ausschusses gibt es keine gesetzlich normierten Unabhängigkeitskriterien.
Der Vergütungsausschuss befasst sich mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen von Mitgliedern des Vorstandes und überwacht die Vergütungspolitik, die angewandten Praktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage. Er diskutiert und regt Änderungen der Richtlinien über die Vergütungspolitik in der BKS Bank und der Kreditinstitutsgruppe an und legt diese dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor. Sämtliche Mitglieder des Vergütungsausschusses erfüllen die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 39c Abs. 4 BWG.
Aufgrund der seit Mitte März des Berichtsjahres andauernden und mittlerweile gerichtsanhängigen Streitigkeiten mit den beiden Minderheitsaktionären UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen eigenen Ausschuss einzurichten. Der Aufgabenbereich des Rechtsausschusses lautet "Auseinandersetzung mit der UniCredit-Gruppe und der Generali 3Banken Holding AG samt allen damit zusammenhängenden Verfahren" und umfasst sämtliche damit zusammenhängende Aufgaben des Aufsichtsrats einschließlich der Beauftragung externer Dienstleister, insbesondere Rechtsvertreter, die Vertretung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat nach außen, die Abgabe allenfalls erforderlicher Stellungnahmen des Aufsichtsrats in gerichtlichen oder behördlichen Verfahren sowie auch die Entscheidungskompetenz in diesen Angelegenheiten (Beschlusskompetenz), soweit nicht eine zwingende Kompetenz des Gesamtaufsichtsrats besteht. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses berichtet dem Plenum des Aufsichtsrates regelmäßig über die Arbeit dieses Ausschusses, der kein gesetzlich normierter Ausschuss ist.
| Name | Prüfungs ausschuss |
Arbeits ausschuss |
Risiko ausschuss |
Nominie rungs ausschuss |
Vergütungs ausschuss |
Kredit ausschuss |
Rechts ausschuss |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gerhard Burtscher, Vorsitzender | |||||||
| Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch | |||||||
| Dr. Franz Gasselsberger, MBA | |||||||
| Dr. Reinhard Iro | |||||||
| Dkfm. Dr. Heimo Penker | |||||||
| Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik | |||||||
| Mag. Klaus Wallner | |||||||
| Mag. Maximilian Medwed | |||||||
| Herta Pobaschnig | |||||||
| Hanspeter Traar | |||||||
| Mag. Ulrike Zambelli |
Die Arbeit in den Ausschüssen ist breit gestreut und nach den Kompetenzen und Erfahrungen der Mitglieder ausgerichtet.
Im Geschäftsjahr 2019 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Bei jeder Aufsichtsratssitzung berichteten die Vorstandsmitglieder über die aktuelle Entwicklung der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage und über die Risikolage der BKS Bank und ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden in jeder Sitzung aktuelle aufsichtsrechtliche Vorgaben und deren Auswirkungen auf die BKS Bank behandelt. Der Vorstand erörterte ausführlich die Geschäftsstrategie und legte sämtliche zustimmungspflichtigen Angelegenheiten rechtzeitig dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor. Im Berichtsjahr wurden im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen Fit & Proper-Schulungen abgehalten.
Die erste Sitzung des Aufsichtsrates der BKS Bank fand am 26. März 2019 statt. Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss und Lagebericht der BKS Bank AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Corporate Governance Bericht für das Jahr 2018. Mit den Vertretern des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH wurden die Prüfberichte eingehend besprochen. Entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat festgestellt und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 sowie der Vorschlag für die Gewinnverteilung 2018 gebilligt. Der Vorsitzende des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses berichtete über wesentliche Themen aus den Ausschüssen. Der Aufsichtsrat ist dem Vorschlag des Vergütungsausschusses hinsichtlich der Änderung der Vergütungsrichtlinie für die BKS Bank AG und die Kreditinstitutsgruppe gefolgt.
Die zweite Aufsichtsratssitzung fand im Anschluss an die 80. ordentliche Hauptversammlung am 08. Mai 2019 statt. In dieser Sitzung befasste sich das Plenum mit der Wahl des Präsidiums sowie mit der personellen Besetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrates. Die aktuelle personelle Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrates ist auf Seite 25 dargestellt. Den Vorsitz übt in allen Ausschüssen der Aufsichtsratsvorsitzende aus. Darüber hinaus wurde über die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der Risikolage im ersten Quartal berichtet.
Die dritte Sitzung fand am 12. September 2019 statt. Der Vorstand berichtete über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2019, präsentierte die Vorschau auf das Gesamtjahr 2019 und erstattete den Risikobericht. Danach erfolgten ausführliche Berichte aus dem Prüfungsausschuss. Des Weiteren wurde der überarbeitete und an die aufsichtsrechtlichen Vorgaben angepasste Sanierungsplan gebilligt und der Vorschlag zur Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands genehmigt. Ein Sonderausschuss (Rechtsausschuss), welcher die im Zusammenhang mit den Klagsführungen der UniCredit Bank Austria und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. stehenden Themen behandelt und auch die in diesem Zusammenhang notwendigen Beschlüsse fasst, wurde eingerichtet. Außerdem vereinbarten sowohl die Kapital- als auch die Arbeitnehmervertreter, auf ein Widerspruchsrecht bei der Zusammenrechnung der Mindestanteile zur Erfüllung der 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat zu verzichten.
In der vierten Sitzung des Aufsichtsrates am 04. Dezember 2019 präsentierte der Vorstand dem Plenum des Aufsichtsrates die Weiterentwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie 2023. Zudem wurde dem Aufsichtsrat die Vorschau für 2019 präsentiert und das Ertrags-, Kostenund Investitionsbudget 2020 sowie der Emissionsplan für 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt. Das Plenum befasste sich darüber hinaus mit dem jährlichen Bericht zu Großkrediten gemäß § 28b BWG. Weiters wurden die Anpassungen der Geschäftsordnungen für den Vorstand und für den Aufsichtsrat beschlossen. Über Vorschlag des Nominierungsausschusses wurde das Vorstandsmandat von Mag. Dieter Kraßnitzer um weitere drei Jahre, bis zum 31. August 2023, einstimmig verlängert.
Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. In der ersten Sitzung am 26. März 2019 wurden der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht 2018, der Jahresabschluss samt Lagebericht 2018, der Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Vorschlag zur Gewinnverteilung, der Corporate Governance Bericht sowie der Risikobericht eingehend geprüft. Des Weiteren wurde beschlossen, dem Aufsichtsrat und somit in weiterer Folge der 80. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2020 der BKS Bank AG und des Konzernabschlusses 2020 zu beauftragen. Außerdem wurde beschlossen, als Abschlussprüfer für die EU-Zweigstelle in der Slowakei für die Jahre 2019 und 2020 die KPMG Slovensko spol. s r.o. in Abstimmung mit dem Gesamtaufsichtsrat der Hauptversammlung vorzuschlagen.
In der zweiten Sitzung am 12. September 2019 wurde der vom Vorstand gestellte Antrag für etwaige erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers genehmigt. Über die tatsächlich erbrachten Nicht-Prüfungsleistungen wird dem Prüfungsausschuss zweimal jährlich berichtet. Gemäß § 63a Abs. 4 Ziffern 1 und 2 BWG erstattete der Vorstand ausführliche Berichte zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems. An beiden Sitzungen nahmen Vertreter des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH als sachverständige Auskunftspersonen teil.
Der Arbeitsausschuss fasste im Berichtsjahr einen Beschluss im Umlaufwege.
In der Sitzung vom 04. Dezember 2019 befasste sich das Gremium mit der Risikolage der BKS Bank und den im § 39 Abs. 2b BWG angeführten bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken. Die Ausschussmitglieder setzten sich eingehend mit dem Risikomanagement und der ausgearbeiteten Risikostrategie auseinander. Dabei stellten sie fest, dass die eingesetzten Verfahren zur Risikosteuerung wirken, angemessen sind und die Überwachung der Risikoentwicklung ordnungsgemäß erfolgt.
Der Kreditausschuss fasste seine Beschlüsse im Berichtsjahr aufgrund der Notwendigkeit zeitnaher Entscheidungen fast ausschließlich im Umlaufweg und behandelte 51 Kreditanträge. Über diese wurde in den jeweils folgenden Sitzungen des Plenums ausführlich berichtet.
In seiner ersten Sitzung am 25. März 2019 führte der Nominierungsausschuss die Fit & Proper-Evaluierung für alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie der zweiten Führungsebene der BKS Bank durch. Diese umfassende Reevaluierung war notwendig, da der Aufsichtsrat aufgrund tiefgreifender Änderungen im BWG zum Thema Fit & Proper eine neue Fit & Proper-Policy verabschiedet hatte und die darin festgeschriebenen Vorgehensweisen nun erstmalig anzuwenden waren. Die Fit & Proper-Evaluierung der Mitglieder des Nominierungsausschusses wurde in der Sitzung des Gesamtaufsichtsrates am 26. März 2019 durchgeführt. Weiters befasste sich der Nominierungsausschuss mit der Verlängerung der Aufsichtsratsmandate von Dr. Franz Gasselsberger und Dr. Heimo Penker.
In seiner zweiten Sitzung am 23. November 2019 befasste sich der Nominierungsausschuss mit der Verlängerung des Vorstandsmandates von Mag. Dieter Kraßnitzer. Es wurde der Beschluss gefasst, die Verlängerung des Vorstandsmandates bis zum 31. August 2023 dem Gesamtaufsichtsrat vorzuschlagen.
Am 25. März 2019 fand die jährliche Sitzung des Vergütungsausschusses statt. In der Sitzung befassten sich die Ausschussmitglieder mit der Prüfung der Grundsätze der Vergütungspolitik und deren Umsetzung. Zu diesem Zweck stand u. a. auch der Leiter der Risikomanagementfunktion den Ausschussmitgliedern beratend zur Seite.
Der Vergütungsausschuss beschloss einstimmig die Anpassungen der Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der Kreditinstitutsgruppe und schlug dem Gesamtaufsichtsrat die Genehmigung vor. Die Mitglieder des Vergütungsausschusses beschäftigten sich darüber hinaus mit den Vergütungen des höheren Managements, des höheren Risikomanagements, der Compliance-Funktionen, der Verantwortlichen in Kontrollfunktionen und der Risikokäufer. Der Vergütungsausschuss gelangte zur Überzeugung, dass die fixen und variablen Bezüge der betroffenen Personen keine fehlleitenden Anreize bieten und dass die gewährten Bezüge im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen stehen. Weiters beschloss der Vergütungsausschuss die Auszahlung von jeweils einem Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für den Vorstand für die Jahre 2013 bis 2017 sowie eine Anpassung der Vorstandsbezüge.
In seiner ersten Sitzung am 23. November 2019 befasste sich dieser Ausschuss mit jenen Themen, die in den laufenden Gerichtsverfahren von den Minderheitsaktionären UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. vorgebracht wurden. Weiters wurden auch die damit in Zusammenhang stehenden behördlichen Anfragen besprochen.
In seiner zweiten Sitzung am 04. Dezember 2019 wurde vor allem über die am 26. November 2019 durchgeführte Tagsatzung in dem Verfahren vor dem Landesgericht Klagenfurt, in welchem einige Beschlüsse der 80. Hauptversammlung angefochten wurden, berichtet.
Der Aufsichtsrat führte im Berichtsjahr gemäß der C-Regel 36 des ÖCGK eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. In der Sitzung am 26. März 2019 beschäftigte er sich mit der Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere mit seiner Organisation und Arbeitsweise. Er beschloss, die bestehende Organisation und die als effizient und effektiv bewertete Arbeitsweise beizubehalten.
Der Vergütungsbericht nennt nachstehend die Kriterien, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BKS Bank angewendet werden, und erläutert Höhe und Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sowie die Prüfungshonorare und -leistungen der Abschlussprüfer.
Das Aktienrechts-Änderungsgesetz 2019 erweitert die Einflussmöglichkeiten der Aktionäre auf die Vergütungspolitik für Aufsichtsrat und Vorstand:
Gemäß den neu eingeführten §§ 78a bis 78e und 98a AktG hat der Aufsichtsrat die Grundsätze für die Vergütung des Vorstandes aufzustellen. Diese schriftliche Vergütungspolitik stellt jeweils für die nächsten vier Jahre den verbindlichen Rahmen dar, innerhalb dessen die Vergütung der Vorstandsmitglieder liegen muss. Für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist ebenso eine Vergütungspolitik zu erstellen. Die Vergütungspolitik muss auf die Kriterien für die Gewährung fester und variabler Vergütungsbestandteile eingehen. Der Einfluss der Beschäftigungsbedingungen der Arbeitnehmer auf die Vergütung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern ist ebenso darzulegen wie die Vertragslaufzeit jedes Vorstandsmitglieds. Bestehen Zusatzpensionssysteme, sind diese anzuführen. Die Vergütungspolitik und der Vergütungsbericht sind der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Entscheidung der Hauptversammlung hat bloß empfehlenden Charakter. Eine Ablehnung durch die Hauptversammlung führt nicht zur Unwirksamkeit der Vergütungspolitik, jedoch zu einer Pflicht des Aufsichtsrates darzulegen, wie die Ansichten der Aktionäre für die Vergütungspolitik berücksichtigt werden können. Der Abschlussprüfer hat den Vergütungsbericht auf inhaltliche Vollständigkeit sowie ordnungsgemäße Veröffentlichung zu überprüfen. Bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände darf von der Vergütungspolitik, soweit sie diese Möglichkeit vorsieht, vorübergehend abgewichen werden.
Details zur Umsetzung der Vergütungspolitik sind in der CRR-Offenlegungsverordnung, die auf www.bks.at unter » Über uns » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen abrufbar ist, publiziert.
Der Aufsichtsrat übertrug in seiner Sitzung vom 25. November 2010 alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung dem Vergütungsausschuss. Dieses Gremium regelt seither die Beziehung zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands und überwacht die Vergütungspolitik, die Vergütungspraktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage.
Die Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der Kreditinstitutsgruppe wurde auf Vorschlag des Vergütungsausschusses vom Aufsichtsrat mit Wirksamkeitsbeginn 01. Jänner 2019 genehmigt. Neben den Grundzügen der Vergütungspolitik sind in diesem Regelwerk auch eine ausführliche, schriftlich dokumentierte Komplexitätsanalyse sowie Parameter für die Bemessung und Überprüfung der variablen Vergütungen festgelegt. Die Vergütungspolitik der BKS Bank und der Kreditinstitutsgruppe steht im Einklang mit allen in der Anlage zu § 39b BWG definierten Grundsätzen. Durch die Erfüllung dieser detaillierten bankaufsichtlichen Bestimmungen zur Ausgestaltung der Vergütungspolitik in Kreditinstituten wird auch den Anforderungen des § 78 Abs. 1 AktG in vollem Umfang entsprochen.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der BKS Bank orientieren sich an deren Tätigkeitsund Verantwortungsbereichen, der Umsetzung der Unternehmensstrategie, am Beitrag zum Geschäftserfolg und an angemessenen branchenüblichen Standards für Unternehmen vergleichbarer Größe. Berücksichtigt ist ein ausgewogenes Verhältnis von fixen und variablen Bezügen, wobei für die variablen Bezüge ein Richtwert von 25 % des Fixbezuges festgelegt ist. Der variable Bezug ist mit maximal 40 % des Fixbezuges begrenzt.
Kennzahlen für die Bemessung der variablen Bezüge sind der Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der Return on Equity nach Steuern, die Cost-Income-Ratio, die Risk-Earnings-Ratio, die Personalfluktuationsrate, die Entwicklung der Kundenanzahl sowie die Kernkapital- und Eigenmittelquote als Messlatte der gesamten operativen Geschäftsentwicklung und der Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder. Darüber hinaus werden Zielgrößen zur Risikotragfähigkeit, zum Kredit-, Zinsänderungs-, Markt-, Liquiditäts- und operationalen Risiko sowie zum Risiko einer übermäßigen Verschuldung als Maßstäbe für die Zuerkennung variabler Bezüge berücksichtigt.
Dazu zählen beispielsweise:
Es werden sowohl gemeinsame als auch persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder berücksichtigt. Auch nichtfinanzielle Aspekte fließen in die Beurteilung ein. Sollte sich ex post herausstellen, dass variable Vergütungskomponenten auf Basis offensichtlich falscher Daten ausgezahlt wurden, können diese Bezüge zurückgefordert werden.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr insgesamt 1.490 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.460 Tsd. EUR), hiervon rund 84 % fixe und rund 16 % variable Komponenten. Im Einklang mit der Vergütungsrichtlinie und auf Basis eines Beschlusses des Vergütungsausschusses wurde ein Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017 ausgezahlt. Eine Zuerkennung variabler Vergütungskomponenten in Form von Instrumenten erfolgte nicht. Es gibt in der BKS Bank auch kein Stock-Option-Programm und daher keine auch nur teilweise Auszahlung variabler Bezüge in Form von Aktien der BKS Bank oder von Optionen auf diese. Demgemäß boten die variablen Bezüge des Vorstandes keine Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken.
Die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes werden im Bericht 2019 auf Seite 31 dargestellt. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit 194 Tsd. EUR dotiert.
Die Geschäftsordnung für den Vorstand sieht vor, dass der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates den Nebenfunktionen von Vorstandsmitgliedern zustimmen muss, um etwaigen Interessenkonflikten vorzubeugen und um fehlleitende finanzielle Anreize einzudämmen. Hiervon ausgenommen sind Mandate in Tochtergesellschaften der BKS Bank, deren Ausübung nicht vergütet wird.
Die betriebliche Altersversorgung der aktiven Vorstandsmitglieder wird monatlich bei einer Pensionskasse angespart. Bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses erhalten sie zudem eine Abfertigung unter sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes und des Bankenkollektivvertrages. Für Vorstandsmitglieder, deren Bestellung ab 2018 erfolgt, findet hinsichtlich der Abfertigung das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz Anwendung. Die Regelungen über eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit stehen im Einklang mit den Bestimmungen der C-Regel 27a des ÖCGK. Vereinbarungen über Abfindungszahlungen berücksichtigen die Umstände des Ausscheidens des betreffenden Vorstandsmitgliedes und die wirtschaftliche Lage der BKS Bank.
Abfindungszahlungen dürfen lediglich die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags abdecken. Falls ein Vorstandsmitglied den Vertrag aus einem von ihm zu vertretenden Grund vorzeitig beendet, entfallen diese Abfindungen in Höhe von maximal zwei Jahresgesamtbezügen zur Gänze.
Ehemalige Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf eine Alterspension. Die Höhe der jeweils vertraglich zugesagten Firmenpension richtet sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses und der Höhe des seinerzeitigen pensionsfähigen Fixgehalts. Hinterbliebenen stehen Pensionsleistungen nach dem Ableben des berechtigten Vorstandsmitgliedes zu. Die Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 805,1 Tsd. EUR (Vorjahr: 865,2 Tsd. EUR).
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder | 1.460 | 1.490 |
| • hiervon Mag. Dr. Herta Stockbauer | 664 | 761 |
| • hiervon Mag. Dieter Kraßnitzer | 407 | 455 |
| • hiervon Mag. Alexander Novak | 84 | 274 |
| Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen |
865 | 805 |
| Dotation/Auflösung von Abfertigungs- und Pensions rückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder |
-367 | 194 |
Die Abteilungsleiter der Zentrale, die Leiter der in- und ausländischen Direktionen und die Geschäftsführer der vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften sind ebenfalls von der Vergütungsrichtlinie erfasst. Die für den Markt verantwortlichen Mitarbeiter im höheren Management sind als Risikokäufer eingestuft. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist mit 25 % des Fixbezuges oder dem absoluten Betrag von EUR 30.000, begrenzt. Das Entlohnungssystem bietet daher keine Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken. Der Vergütungsausschuss evaluiert regelmäßig die variablen Zuwendungen und die Einhaltung der Vergütungsregeln. Die Mitarbeiter im höheren Management unterliegen den Fit & Proper-Bestimmungen der BKS Bank.
Die BKS Bank hat für die Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates, für Mitarbeiter der zweiten Führungsebene und für Prokuristen sowie für Geschäftsführer von Tochtergesellschaften eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (Directors and Officers-Versicherung) abgeschlossen und deren Kosten übernommen.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat sind in der Satzung der BKS Bank geregelt. Bei Bedarf werden die Vergütungen von der Hauptversammlung angepasst. Dies erfolgte zuletzt in der Hauptversammlung am 09. Mai 2017. Die Auszahlung erfolgt erst nach der Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder durch die Hauptversammlung.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Plenarsitzungen teil. Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter erreichte 94,6 %.
| Name | feste AR Vergütung |
Ausschuss tätigkeit |
Sitzungs geld |
Vergütungen 2019 in Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gerhard Burtscher | 24.000 | 18.000 | 600 | 42.600 |
| Dr. Franz Gasselsberger, MBA | 20.000 | 14.000 | 450 | 34.450 |
| Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch | 18.000 | - | 600 | 18.600 |
| Mag. Gregor Hofstätter-Pobst1) | - | - | - | - |
| Dr. Reinhard Iro | 18.000 | 5.000 | 600 | 23.600 |
| Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt | 18.000 | - | 450 | 18.450 |
| Dkfm. Dr. Heimo Penker | 18.000 | 12.000 | 600 | 30.600 |
| Karl Samstag | 18.000 | - | 450 | 18.450 |
| Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik | 18.000 | 6.000 | 600 | 24.600 |
| Mag. Klaus Wallner2) | 18.000 | 6.000 | 600 | 24.600 |
1) Dieses AR-Mitglied erhält aufgrund einer internen Regelung im UniCredit-Konzern keine Vergütungen.
2) Auch die Generali-Gruppe hat interne Regelungen im Hinblick auf Vergütungen für Organfunktionen. Die Vergütung für die
Aufsichtsratstätigkeit von Mag. Klaus Wallner wird nicht ihm persönlich, sondern der Gesellschaft, bei der er tätig ist, zuerkannt.
Die 79. ordentliche Hauptversammlung betraute die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, am 09. Mai 2018 einstimmig mit der Abschlussprüfung der Geschäftsgebarung der BKS Bank AG und ihres Konzerns für das Geschäftsjahr 2019. Der Bankprüfer präsentierte dem Aufsichtsrat eine nach Leistungskategorien gegliederte Aufstellung zu den im vorangegangenen Geschäftsjahr erhaltenen Gesamteinnahmen sowie eine Vorschau auf die zu erwartenden Prüfungskosten für das Geschäftsjahr 2020. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, unterrichtete den Aufsichtsrat auch über die Einbeziehung in ein Qualitätssicherungssystem und erklärte sich schlüssig für unbefangen und bestätigte das Nichtvorliegen von Ausschließungsgründen.
Das Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016 (APRÄG 2016) sieht eine strikte Trennung zwischen Prüfungsleistungen und Nicht-Prüfungsleistungen, die vom Abschlussprüfer und seinem Netzwerk erbracht werden dürfen, vor. Der Prüfungsausschuss genehmigte das Budget für erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen und kontrollierte die Einhaltung der Budgetgrenze.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss |
654 | 559 |
| Honorare für sonstige Bestätigungs leistungen |
166 | 116 |
| Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung |
61 | 85 |
| Summe | 881 | 760 |
Die Personalpolitik der BKS Bank ist nachhaltig darauf ausgerichtet, allen Mitarbeitern gleiche Chancen und Rechte zu bieten und jede Form von Diskriminierung zu vermeiden. Wir achten bei der Zusammensetzung des Vorstandes, der Besetzung von Führungspositionen und bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsräten auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Bewerber und auf Aspekte der Diversität.
Zu unserem Selbstverständnis zählt, dass wir unsere Mitarbeiter gleich behandeln und jeder Form der Benachteiligung oder Diskriminierung entschieden entgegentreten. In der Personalauswahl entscheiden wir uns stets für den Mitarbeiter, der die geeignetsten Voraussetzungen mitbringt, unabhängig von Geschlecht, Alter und soziokulturellem Hintergrund. Bei der Besetzung von Führungspositionen stehen allen Mitarbeitern dieselben Karrierechancen offen. Wir haben uns vorgenommen, Spitzenpositionen im Management und Führungspositionen vorrangig mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen zu besetzen, und haben dafür auch eine Zielquote festgelegt. Damit wir diese erreichen, gibt es eine Reihe von Förder- und Entwicklungsprogrammen. Interessierte können sich eigenverantwortlich zu diesen Förder- und Entwicklungsprogrammen bewerben, eine Nominierung durch Führungskräfte ist nicht erforderlich. Damit stellen wir Chancengleichheit sicher. Darüber hinaus haben wir uns vor Jahren einen Code of Conduct auferlegt, in dem wir unsere Haltung zu Chancengleichheit, Gleichbehandlung und Diversität offen darlegen.
Bei den Vorschlägen an die Hauptversammlung zur Besetzung frei werdender Mandate achten der Nominierungsausschuss und der Aufsichtsrat auf die adäquate Vertretung beider Geschlechter, die Internationalität, die Altersstruktur sowie auf den Bildungs- und Berufshintergrund potentieller Bewerber. Die Kriterien für die Auswahl von Vorstandsmitgliedern und Aufsichtsräten sind in der Fit & Proper-Policy der BKS Bank festgeschrieben.
Für die Auswahl von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind eine entsprechende theoretische Ausbildung, praktische Kenntnisse sowie eine mehrjährige Führungserfahrung erforderlich. Darüber hinaus setzt die Eignung als Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied voraus, dass persönliche Qualifikationen wie Aufrichtigkeit und Unvoreingenommenheit, persönliche Zuverlässigkeit, guter Ruf und die Kriterien der ordnungsgemäßen Governance erfüllt sind.
Die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der BKS Bank sind hochqualifizierte Bank- und Wirtschaftsexperten mit einschlägigen Erfahrungen in strategischen Fragen und verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse im Rechnungslegungs- und Finanzierungsbereich und im Bereich der Digitalisierung.
Alle Vorstandsmitglieder und die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder haben einen Universitätsabschluss und sind oder waren in führenden Positionen im Bank- und Versicherungsgeschäft und der Industrie tätig. Zwei Aufsichtsratsmitglieder lehren und forschen an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind langjährige Mitarbeiter und profunde Kenner der BKS Bank.
Die Vorstandsmitglieder und die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat verfügen über breite Führungserfahrungen in nationalen und international tätigen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Mit den Besonderheiten, die sich entweder durch unterschiedliche kulturelle Gepflogenheiten oder durch andere Rechtssysteme ergeben, sind sie bestens vertraut. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte zeichnen sich durch gute Fremdsprachenkenntnisse aus.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, qualifizierte Frauen für verantwortungsvolle Aufgaben zu gewinnen. Der Nominierungsausschuss hat 2014 eine Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der Geschäftsleitung und im Aufsichtsrat in Höhe von 30 % festgelegt. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses überwachen die Einhaltung der Zielquote und überprüfen die Wirksamkeit festgelegter Maßnahmen zur Frauenförderung.
Im Berichtsjahr waren 30 % der Kapitalvertreter und die Hälfte der Arbeitnehmervertreter Frauen, das entspricht einer Gesamtquote von 36 %. Der Anteil der Frauen im Vorstand betrug zum Jahresultimo 33 %.
Das Alter spielt bei der Beurteilung der Eignung von potentiellen Kandidaten insofern eine wesentliche Rolle, als eine ausgewogene Altersverteilung für die Beurteilung von Sachfragen und aus Nachfolgegründen relevant ist. Wir wollen niemanden aufgrund eines bestimmten Alters diskriminieren, achten aber auf einen Altersmix, der auch der Verteilung in der arbeitenden Bevölkerung bzw. in den jeweiligen Berufspositionen entspricht. Demgemäß liegt das Alter der Aufsichtsratsmitglieder zwischen 47 und 75 Jahren, die Vorstandsmitglieder sind zwischen 48 und 60 Jahre alt.
In der BKS Bank beschäftigen wir 1.128 Mitarbeiter, darunter 637 Frauen. Erfreulicherweise sind mittlerweile 31,4 % der Führungspositionen in der Hand von Frauen. Im Berichtsjahr wurden von 20 neu zu besetzenden Führungspositionen acht mit Frauen besetzt – ein Anteil von 40 %.
Bis Ende 2020 wollen wir den Anteil an weiblichen Führungskräften auf 35 % ausbauen. Damit uns das gelingt, haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Frauenförderung gesetzt: Mit dem im Jahr 2012 initiierten Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft" wollen wir Frauen ermutigen, eine Führungs- oder Expertenkarriere anzustreben. Bisher haben 57 Frauen das Frauenkarriereprogramm absolviert. Davon haben 16 den Sprung in die Führungslaufbahn geschafft und 14 weitere Frauen das Aufgabengebiet gewechselt. Vier Mitarbeiterinnen befinden sich derzeit in Karenz.
Bei Karriereüberlegungen spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine entscheidende Rolle. Die BKS Bank unterstützt ihre Mitarbeiter mit vielfältigen Angeboten, um die Balance zwischen Beruf und Familie gut bewerkstelligen zu können. Flexible Arbeitszeitmodelle, eine umfassende Aus- und Weiterbildung, eine Kleinkinderbetreuung, Unterstützung bei der Ferienbetreuung sowie eine aktive Befürwortung der Väterkarenz sind nur ein paar Beispiele, für die auch entsprechende finanzielle Mittel aufgewendet wurden. Diese Initiativen wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend 2010, 2013, 2016 und 2019 mit dem Zertifikat des Audit "berufundfamilie" gewürdigt. In Slowenien trägt die BKS Bank das entsprechende landesspezifische Zertifikat seit 2015. In Kroatien sind wir seit 2017 mit dem "MAMFORCE©-Standard" als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.
Dem Grundsatz "gleiche Arbeit, gleiches Entgelt" (Equal Pay) folgend, setzen wir alles daran, die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern weiter zu verkleinern. Die Einkommensschere ergibt sich vor allem daraus, dass deutlich mehr Frauen als Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen und dadurch in der beruflichen Entwicklung einen flacheren Karriereverlauf aufweisen. Männer verfügen zudem häufiger über Pauschalvergütungen für Mehrleistungen.
2019 haben wir die Einkommensdifferenz von 17,0 % auf 16,5 % reduzieren können, ein Minus von 0,5 %-Punkten. Die Teilzeitquote der Frauen mit 38,8 % wollen wir in den nächsten Jahren ebenfalls reduzieren. Viele Jahre in Teilzeit wirken sich negativ auf künftige Pensionszahlungen aus. Wir wollen daher Maßnahmen setzen, damit Vollzeitbeschäftigung auch für Mitarbeiterinnen mit Kindern möglich ist. Wichtig ist uns auch, das durchschnittliche Pensionsantrittsalter unserer weiblichen Mitarbeiter dem 60. Lebensjahr anzunähern. Während 2018 dieses bei 59,8 Jahren lag, haben wir 2019 mit 60,01 Jahren den Zielwert erreicht.
| Anzahl | Anzahl | |||
|---|---|---|---|---|
| Stichtag 31.12.2019 | Frauen | Quote | Männer | Quote |
| Vorstand | 1 | 33 % | 2 | 66 % |
| Aufsichtsrat (Kapitalvertreter) | 3 | 30 % | 7 | 70 % |
| Aufsichtsrat (Belegschaftsvertreter) | 2 | 50 % | 2 | 50 % |
| Sonstige Führungspositionen | 56 | 32 % | 121 | 68 % |
Compliance ist neben dem Risikomanagement und dem internen Kontrollsystem die dritte Säule der Unternehmensüberwachung. Oberstes Ziel ist es, Gesetzes- und Regelverstöße zu verhindern und den BKS Bank Konzern, seine Mitarbeiter, Leiter und Organe wie auch Eigentümer vor dem Eintritt von Compliance-Risiken zu schützen. Zu diesem Zweck ist ein Compliance-Management-System im BKS Bank Konzern implementiert.
Wir nehmen die umfassenden Compliance-Pflichten sehr ernst. Von unseren Führungskräften und Mitarbeitern erwarten wir, dass sie sich im täglichen Tun an Gesetze, Regularien und interne Regelwerke halten und sich dabei von unseren Unternehmenswerten leiten lassen. Dabei kommt dem Wert "Integrität" eine entscheidende Rolle zu: Integrität sichert das Vertrauen der Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner in unser Haus und damit den langfristigen Erfolg. Zur Sicherstellung eines rechts-, regel- und ethikkonformen Verhaltens haben wir ein Compliance-Management-System geschaffen, das auf den drei Elementen "Erkennen", "Vorbeugen" und "Handeln" basiert. Dem Thema "Vorbeugen" widmen wir mit gezielten Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen besonderes Augenmerk.

Neue Mitarbeiter werden unmittelbar nach Dienstbeginn über Compliance-Agenden geschult. In weiterer Folge absolvieren alle Mitarbeiter mindestens im 3-Jahres-Rhythmus verpflichtende Compliance-Seminare. Darüber hinaus müssen regelmäßig E-Learnings absolviert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strikten Einhaltung des Know-your-Customer-Prinzips. Dieses umfasst u. a. die Feststellung und Dokumentation der Identität des Kunden und seiner wirtschaftlichen Eigentümer sowie der Herkunft der Vermögenswerte, die im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt werden. Ferner wird auch der Zweck der durchgeführten Transaktionen risikobasiert hinterfragt.
Die umfangreichen Compliance-Agenden umfassen vor allem folgende Kern-Compliance-Gebiete: Geldwäschereiprävention, Prävention von Terrorismusfinanzierung, Einhaltung von Finanzsanktionen, Kapitalmarkt- und Wertpapiercompliance, Antikorruption, sowie BWG-Compliance gemäß den gesetzlichen Vorgaben.
Die Geldwäschereibeauftragte und ihr Team befassen sich mit umfangreichen Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung und zur Einhaltung von Finanzsanktionen. Zusätzlich obliegt es diesem Team, ein funktionierendes System zur Fraudprävention zu etablieren und weiterzuentwickeln.
Neben den risikobasierten Maßnahmen im laufenden Geschäftsbetrieb, die den Missbrauch der BKS Bank zu Zwecken der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierung verhindern sollen, war auch die Vorbereitung auf die Umsetzung der 5. EU-Geldwäsche-Richtlinie ein wichtiges Ziel im Geschäftsjahr 2019. Weiters waren die organisatorischen Maßnahmen aufgrund mehrerer im Geschäftsjahr 2019 erschienener Rundschreiben der FMA mit deren Vorgaben abzugleichen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Der WAG-Compliance-Beauftragte kümmert sich mit seinem Team "Kapitalmarktcompliance" um jene Compliance-Themen, die die BKS Bank als börsenotiertes Unternehmen und als Dienstleister für Finanzinstrumente zu beachten hat. Dazu zählen insbesondere die Erstellung von Compliance-Regelwerken, die Entwicklung und Durchführung von Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen, die Einrichtung von Systemen zur Prävention und Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation sowie die regelmäßige Bewertung von Compliance-Risiken. Prozesse und Regelwerke betreffend Antikorruption ergänzen diesen Aufgabenbereich.
MiFID II samt ihren umfangreichen Begleitnormen stellte weiterhin eine Herausforderung dar. Die besondere Dichte an Rechtsakten und verschiedenen Formen von Soft-law machen die Handhabung dieser Bestimmungen besonders aufwändig. Dass gesetzlich angeordneten Formalismen jeweils ein Nutzen für Kunden oder Marktteilnehmer gegenübersteht, ist nicht immer klar ersichtlich.
In der BKS Bank wurde ferner ein BWG-Compliance-Beauftragter bestellt. Dieser sorgt mit einem Team von Spezialisten im Rahmen der Regulatory-Compliance dafür, dass in den gesetzlich vorgegebenen Bereichen von der BKS Bank einzuhaltende Bestimmungen laufend überwacht, gesetzliche Änderungen erkannt und gegebenenfalls Umsetzungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Die im Bereich der BWG-Compliance tätigen Mitarbeiter waren aufgrund der zahlreichen rechtlichen Neuerungen im Geschäftsjahr 2019 gefordert, den Überblick über diese Normen zu wahren und ein System zu betreiben, das das Risiko, gegen diese Bestimmungen zu verstoßen, so weit wie möglich reduziert.
Diese Beauftragten treffen eine Reihe von Aufsichts-, Kontroll-, Melde-, Berichts- und Informationspflichten. Demgegenüber verfügen sie über umfangreiche Weisungs-, Informationsund Untersuchungsbefugnisse. Ein unabhängiges Reporting an den Vorstand, den Aufsichtsrat, an die Finanzmarktaufsicht sowie gegebenenfalls an staatliche Stellen ist eingerichtet. In den ausländischen Niederlassungen und Tochtergesellschaften bestehen ebenso Compliance-Management-Systeme.
Die BKS Bank ist zur Veröffentlichung von Directors' Dealings-Meldungen verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Börsenultimo 2019 auf ihren bei der BKS Bank geführten Wertpapierdepots insgesamt 3.243 Stamm- und 4.279 Vorzugs-Stückaktien; auf Aufsichtsratsmitglieder entfielen 6.275 Stamm- und 2.755 Vorzugs-Stückaktien. In Summe entsprach dies einem Anteil von rund 0,04 % der ausgegebenen Aktien. Käufe und Verkäufe durch Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie durch eng verbundene Personen werden gemäß der EU-Marktmissbrauchsverordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) gemeldet, europaweit durch Nachrichtenagenturen veröffentlicht und auf der Internetseite der BKS Bank offengelegt. Dies erfolgt, sofern der Wert der jeweiligen Geschäfte auf eigene Rechnung im Kalenderjahr insgesamt jeweils EUR 5.000,- erreicht oder übersteigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Directors' Dealings-Meldungen.
Adressen im Internet
| • Extract from registers | |||
|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | -------------------------- |
www.bks.at/investor-relations/compliance-informationen
Die KPMG Austria GmbH führte die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des BKS Bank-Risikomanagements gemäß der C-Regel 83 des ÖCGK durch. Dabei orientierte sich der Abschlussprüfer an dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) veröffentlichten Rahmenwerk für ein unternehmensweites Risikomanagement.
Der Abschlussprüfer beurteilte u. a. die Risikopolitik, die Risikostrategie sowie die Organisation des Risikomanagements. Die Vorgehensweise im Rahmen der Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken wurde ebenso beleuchtet wie die Maßnahmen zur Risikosteuerung. Des Weiteren wurden die Risikoüberwachung und das Berichtswesen über das Risikomanagement eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer legte seinen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vor.
In der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses am 26. März 2019 wurde das Ergebnis der Prüfung ausführlich behandelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete dem Gesamtaufsichtsrat, dass die Prüfung nach der C-Regel 83 zu keinen Beanstandungen führte und die BKS Bank über ein funktionierendes Risikomanagementsystem verfügt. In der zweiten Sitzung des Prüfungsausschusses wurden in Übereinstimmung mit den Vorgaben des § 63a Abs. 4 BWG das Risikomanagement und dessen aktuelle Weiterentwicklungen ausführlich behandelt. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Management von Risiken im Zahlungsverkehr. In der Sitzung des Risikoausschusses am 04. Dezember 2019 wurden die Ziele und die Umsetzung der Maßnahmen der Risikostrategie erörtert. Das Risikomanagement der BKS Bank wird im Geschäftsbericht 2019 ab Seite 159 detailliert beschrieben.
Die BKS Bank verfügt in Erfüllung der C-Regel 18 des ÖCGK bzw. gemäß § 42 BWG über eine interne Revision, deren Tätigkeit sich an einem vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss bzw. dem Plenum des Aufsichtsrates abgestimmten Revisionsplan orientiert. Die interne Revision bewertet die Risiken sämtlicher Unternehmensaktivitäten und operativer Prozesse, identifiziert Effizienzsteigerungspotentiale und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien.
Ein weiteres zentrales Element unserer Unternehmensüberwachung stellt das interne Kontrollsystem (IKS) dar. Das IKS ist risikobasiert aufgebaut und umfasst eine Vielzahl an Kontrollmaßnahmen, die eine effiziente und korrekte Arbeitsweise unterstützen. Das Kernstück bildet eine Risiko-Kontrollmatrix, in der die Kontrollen mit den identifizierten und bewerteten Risiken je Geschäfts- und Supportprozess verknüpft werden. Zusätzlich überprüfen wir regelmäßig die Qualität der Kontrollen anhand eines Reifegradmodells. Der Aufbau und die Verantwortlichkeiten im IKS sind klar geregelt. IKS-Koordinatoren entwickeln das interne Kontrollsystem laufend weiter und berichten regelmäßig an den Vorstand. Dadurch verbessern wir fortlaufend die Unternehmensüberwachung und stellen sicher, dass Vermögenswerte gesichert und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden.
Als börsenotiertes Unternehmen erstellt die BKS Bank AG den Konzernabschluss und den im Halbjahresfinanzbericht enthaltenen verkürzten Konzernzwischenbericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen worden sind. Die Jahresfinanzberichte veröffentlichen wir spätestens vier Monate, Halbjahresfinanzberichte und Zwischenberichte spätestens drei Monate nach Ende der Berichtsperiode. Die genannten Berichte halten wir jedenfalls zehn Jahre lang öffentlich zugänglich, dabei nützen wir das Issuer Information Center der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) als amtlich bestelltes System für die zentrale Speicherung vorgeschriebener Informationen. Auf der BKS Bank-Webseite werden die Finanzberichte in deutscher und englischer Sprache publiziert.
Die Rechnungslegung des BKS Bank Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, Risiko- und Ertragslage. Die Gesellschaft legt im Konzernlagebericht eine angemessene Analyse des Geschäftsverlaufes vor und beschreibt darin wesentliche finanzielle Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess werden ebenfalls dargelegt. Über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informieren wir in den Notes. Wir veröffentlichen einen gesonderten Nachhaltigkeitsbericht, der die Anforderungen der nichtfinanziellen Erklärung beinhaltet.
Der Einzelabschluss der BKS Bank AG wird gemäß den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellt. Konzern- und Einzelabschluss werden von der Gesellschaft erstellt, von dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat gebilligt bzw. festgestellt.
In den Finanzberichten und im Internet wird der Unternehmenskalender für das laufende bzw. jeweils nächste Jahr publiziert. Wir veröffentlichen Insider-Informationen unverzüglich auf unserer Internetseite und belassen diese jedenfalls fünf Jahre online.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

2019 war für die BKS Bank erneut ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Herausforderungen blieben hoch, dennoch hat die BKS Bank wieder eindrucksvoll gezeigt, dass es trotz des schwierigen Marktumfeldes möglich ist, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die BKS Bank hat erneut ihren Kunden, Aktionären und Mitarbeitern bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Partnerin ist. Ebenso beeindruckend war, mit welcher Konsequenz und Innovationskraft die Digitalisierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden.
Leider hat sich das Verhältnis zu den beiden zur UniCredit-Gruppe gehörenden Minderheitsaktionären eingetrübt. Durch die Anfechtung gültig gefasster Mehrheitsbeschlüsse der letzten Hauptversammlung vor Gericht und die zudem beantragte Sonderprüfung betreffend Geschäftsjahre bis 1994 zurück ist das Verhältnis zu diesen beiden Aktionären ein anderes als in den letzten Jahrzehnten geworden. Nichtsdestotrotz besteht seitens des Vorstandes der BKS Bank und von meiner Seite als Vorsitzender des Aufsichtsrates nach wie vor die Bereitschaft, alle von diesen Aktionären aufgeworfenen Fragen und Themen gemeinsam sachlich zu diskutieren und eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.
Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der Konzernunternehmen. Es wurden vier Sitzungen abgehalten, in denen die Mitglieder des Aufsichtsrates die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, aber auch die strategische Weiterentwicklung und sonstige bankrelevante Ereignisse gemeinsam mit dem Vorstand erörtert haben.
Der Aufsichtsrat wurde zeitnah und umfassend anhand von schriftlichen und mündlichen Berichten vom Vorstand informiert. Ich stand regelmäßig im Kontakt mit der Vorsitzenden des Vorstandes und habe mit ihr unter anderem Geschäftsentwicklung, Risikomanagement und Strategie erörtert und analysiert. Der Aufsichtsrat war somit in alle für die BKS Bank bedeutenden Entscheidungen eingebunden. Er konnte so die ihm nach Gesetz, Satzung und den Vorgaben des Österreichischen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrnehmen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung überzeugt.
Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in sieben Ausschüssen. Auf Seite 27 f. in diesem Bericht wird über die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeiten ausführlich berichtet. Die Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, die Kriterien für dessen Unabhängigkeit, seine Arbeitsweise und seine Entscheidungsbefugnisse werden ausführlich ab den Seiten 19 ff. erläutert. Ich schließe mich in meinem Bericht diesen Darlegungen vollinhaltlich an.
In der 80. Hauptversammlung am 05. Mai 2019 wurden Dr. Franz Gasselsberger und Dr. Heimo Penker auf die satzungsgemäße Höchstdauer von fünf Jahren wiedergewählt. Die beiden wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert und die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG abgegeben. Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen des nun in der Fit & Proper-Policy der BKS Bank standardisierten Verfahrens die Qualifikation von Dr. Gasselsberger überprüft. Bei Dr. Penker erfolgte dies durch das Plenum des Aufsichtsrates, da er Mitglied des Nominierungsausschusses ist.
In der im Anschluss an die 80. Hauptversammlung abgehaltenen Plenarsitzung des Aufsichtsrates wurde ich als Vorsitzender und Dr. Franz Gasselsberger als mein Stellvertreter bestätigt. Die Mitglieder von sechs Ausschüssen wurden ebenfalls in dieser Sitzung bestellt. Die Mitglieder des Rechtsausschusses wurden in der dritten Sitzung des Aufsichtsrates, nachdem auch die Einrichtung dieses Ausschusses in dieser Sitzung beschlossen worden war, gewählt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil der Frauen im Aufsichtsrat rund 36 %. Die im Aktiengesetz normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat wird sowohl bei den Kapitalvertretern als auch bei den gemäß § 110 ArbVG entsandten Arbeitnehmervertretern erfüllt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass der Nominierungsausschuss bei seinen Vorschlägen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates darauf achtet, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildung und Bildungshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Finanz- und IT-Branche, der Industrie sowie von Universitäten. Sie gestalten mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mit.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen nicht teilgenommen. Die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsräte in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug 92,9 %.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2019 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Für die Jahresabschlussprüfung 2019 wurden folgende Sachverhalte als Key Audit Matters identifiziert und das Risiko daraus sowie die Vorgehensweise bei der Prüfung dazu detailliert im Prüfungsurteil festgehalten:
Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2019 eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der nach IFRS erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie der mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften in Einklang stehende Konzernlagebericht wurden ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Allen gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen und auch diese Prüfung führte zu keinen Einwendungen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des BKS Bank Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2019 währenden Geschäftsjahres. Die Abschlussprüfer bestätigten, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht, sodass die Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind. Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2019 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest. Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der jährliche Risikobericht, der nichtfinanzielle Bericht und der Corporate Governance Bericht wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen.
Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Kunden und Aktionären, die der BKS Bank großes Vertrauen entgegenbringen.
Klagenfurt am Wörthersee, im März 2020
Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender

Unsere Aktionäre schätzen die BKS-Bank Aktie als zukunftsorientiertes Investment mit langfristigem Wertsteigerungspotential. Regionale Verbundenheit und wirtschaftliche Stärke sind tragende Säulen unseres Unternehmens. Auch in Zeiten eines schwierigen Marktumfelds konnte die BKS Bank neben ihren Mitbewerbern nicht nur bestehen, sondern ihre Exzellenz beweisen. Die Unabhängigkeit der BKS Bank ist jenes wertvollste Gut, das uns erfolgreich macht und das unsere Aktionäre besonders schätzen.
Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind in der Kategorie Standard Market Auction gelistet. Jede Aktie entspricht einem gleich hohen Anteil am gezeichneten Kapital. Das nominelle Grundkapital beträgt 85.885.800,- EUR und ist in 41.142.900 Stamm-Stückaktien und 1.800.000 Vorzugs-Stückaktien unterteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie keine Stimmrechte, gewährt aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital. Wird die Mindestdividende für ein Geschäftsjahr nicht oder nicht ganz bezahlt, ist dieser Rückstand aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre aufzuholen.
Der Schlusskurs der Stamm-Stückaktie zum Jahresende 2019 lag bei 16,00 EUR, jener der Vorzugs-Stückaktie bei 14,30 EUR. Die Marktkapitalisierung betrug 684 Mio. EUR.

Wir freuen uns über ein ausgezeichnetes Ergebnis im Geschäftsjahr 2019. Es bleibt unser Bestreben, unsere Aktionäre an dieser erfolgreichen Entwicklung teilhaben zu lassen und unser Eigenkapital weiter zu stärken.
Für das Geschäftsjahr 2019 wird der Vorstand der 81. Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 10.735.725,- EUR auszuschütten. Dies entspricht 0,25 EUR pro Aktie und auf Basis des Jahresultimokurses 2019 einer Rendite von 1,56 % der Stamm-Stückaktien bzw. von 1,75 % der Vorzugs-Stückaktien.

(die Kurse sind um die Dividenden und einen Aktiensplit bereinigt)
Die dargestellte vergangene Kursentwicklung hat einen rein informativen Charakter und beinhaltet keine Aussagen über zukünftige Kursentwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu.
Weiterführende Informationen zur Aktionärsstruktur der BKS Bank finden sich unter anderem im Konzernlagebericht auf der Seite 69 ff. sowie auf der Website www.bks.at » Investor Relations » Aktionärsstruktur.
Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2018:
Entlastung Herta Stockbauer:
Entlastung Dieter Kraßnitzer:
Entlastung Wolfgang Mandl:
Entlastung Gerhard Burtscher:
Entlastung Christina Fromme-Knoch:
Entlastung Herta Pobaschnig:
Wahl Franz Gasselsberger:
Wahl des Bankprüfers für die EU-Zweigstelle in Bratislava (BKS Bank AG, pobocka zahranicnej banky v SR) für die Geschäftsjahre 2019 und 2020:
Beschlussfassung über die Änderung der Satzung in § 22 Abs. 2, § 24 Abs. 1 und § 25 Abs. 1:
Beschlussfassung über die Durchführung einer Sonderprüfung der Geschäftsführung gemäß § 130 AktG dahingehend, ob anlässlich oder im Rahmen der vom Vorstand
Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.
Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken.
Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.
Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird.
In der Finanzkommunikation legen wir bei Pressekonferenzen und im Berichtswesen besonderen Wert auf Best Practices für Transparenz und faire Information aller Marktteilnehmer.
Unsere Internetseite www.bks.at, Rubrik » Über uns » Investor Relations bietet umfangreiche Unternehmensinformationen und stellt einen laufenden Informationsfluss sicher. Pressemitteilungen veröffentlichen wir auf der Internetseite der BKS Bank unter der Rubrik » Über uns » News & Presse.
Seit 2012 erstellen wir jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht, der nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt wird und den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) entspricht. Wir berichten darin detailliert über unsere Nachhaltigkeitsstrategie sowie über die zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Strategie und Governance, Mitarbeiter, Produkte und Innovation, Gesellschaft und Soziales, Umwelt und Klimaschutz. Den Nachhaltigkeitsbericht 2019 veröffentlichen wir zeitgleich mit diesem Geschäftsbericht auf unserer Internetseite www.bks.at » Über uns » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen.
| Datum | Inhalt der Mitteilung |
|---|---|
| 31. März 2020 | Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2019 im Internet und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung |
| 06. Mai 2020 | 81. ordentliche Hauptversammlung |
| 11. Mai 2020 | Dividenden-Ex-Tag |
| 12. Mai 2020 | Record Date |
| 13. Mai 2020 | Dividenden-Zahl-Tag |
| 29. Mai 2020 | Zwischenbericht zum 31. März 2020 |
| 28. August 2020 | Halbjahresfinanzbericht 2020 |
| 27. November 2020 | Zwischenbericht zum 30. September 2020 |
Mag. Herbert Titze Leiter Investor Relations E-Mail: [email protected]

| Über uns 52 |
|---|
| Wofür wir stehen 53 |
| Worauf wir stolz sind 54 |
| Unsere Strategie 56 |
Unsere Wurzeln liegen im Süden Österreichs, in Kärnten. Dort haben wir vor knapp 100 Jahren begonnen, Kärntner Betriebe bei ihren unternehmerischen Vorhaben zu unterstützen. Ein verlässlicher Partner für die regionale Wirtschaft sind wir bis heute geblieben. Die Anzahl der Regionen, in denen wir tätig sind, hat sich allerdings seit den Gründungstagen stetig vergrößert. Wir sind stolz darauf, heute in fünf Ländern mit insgesamt 63 Filialen vertreten zu sein. Wir bieten 1.128 Mitarbeitern einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz.
Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen hat sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. Damit haben wir auch neue Kundensegmente angesprochen. In den 1960er Jahren begann die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit auf das Privatkundengeschäft. Die internationale Expansion in benachbarte Länder erfolgte in den späten 1990er Jahren. Wir freuen uns, dass mehr als 190.000 Privat- und Firmenkunden zum Kundenkreis der BKS Bank gehören. Seit 1986 notieren die BKS Stamm-Stückaktien an der Wiener Börse.
Im Firmenkundengeschäft setzen wir vor allem auf die Ansprache von Industriebetrieben, Gewerbekunden, Wohnbauträgern, Gemeinden und Freiberuflern. Unser Beratungs- und Produktangebot umfasst Betriebsmittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen, die Förderberatung, den Zahlungsverkehr, das Leasinggeschäft, das Einlagengeschäft und Produkte zur Veranlagung von Liquiditätsüberschüssen und zum Vermögensaufbau. Wir sind stolz, dass wir unseren Firmenkunden auch ein attraktives digitales Angebot an Produkten und Dienstleistungen bieten können. Wir betreuen rund 23.500 Firmenkunden.
Zum Segment Privatkunden zählen Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Unser Angebotsspektrum deckt alle klassischen Bankprodukte sowie eine Vielzahl an digitalen Services ab. Dazu zählen Wohnbaufinanzierungen, Vorsorge-, Spar- und Veranlagungsprodukte, die Vermögensverwaltung, der Zahlungsverkehr, digitale Dienstleistungen, das Leasing und die Versicherungsvermittlung. Wir betreuen rund 167.700 Privatkunden.
Detaillierte Ausführungen zum Firmen- und Privatkundengeschäft stellen wir Ihnen im Segmentbericht auf Seite 90 ff. vor.
Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet und umfasst die Regionen Kärnten, Steiermark, Wien, Niederösterreich und Burgenland. Neben Österreich sind wir in Slowenien, Kroatien und der Slowakischen Republik mit Bankfilialen und Leasinggesellschaften vertreten. In Italien halten wir eine BKS Bank Repräsentanz und betreiben die Gesellschaft BCS Fiduciaria Srl.
Die Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe, welche die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft mit uns bilden, gibt uns die Stärke einer Großbank. Gegenseitige Beteiligungen sichern unsere Unabhängigkeit, gemeinsame Tochtergesellschaften bieten Synergieeffekte. Über unsere langjährigen Partnerschaften mit der Bausparkasse Wüstenrot und der Generali Versicherung runden wir unser Angebotsspektrum ab.
Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit sorgen wir dafür, dass es unseren Kunden gut geht. Wir bieten ihnen ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität sowie ein wertstiftendes Netzwerk. So gestalten wir gemeinsam eine langfristig lebenswerte Zukunft.
herzlich Wir sorgen für zwischenmenschliche Nähe und interagieren auf Augenhöhe: besonders wertschätzend und empathisch.
beziehungsstark Wir entwickeln Mitarbeiter, Kunden und Partner zu echten Fans und bauen ein wertstiftendes Netzwerk auf.
zukunftsorientiert Wir sind neugierig, erkennen zu uns passende Trends frühzeitig und nutzen diese vorausschauend, ohne den Blick auf das Wesentliche zu verlieren.
verantwortungsbewusst Wir sind Aushängeschild und Multiplikator gesellschaftlicher Verantwortung, arbeiten für und investieren in ein gesundes und langfristiges Wachstum.
exzellent Wir machen nur das, was wir wirklich können, dafür besser als der Wettbewerb und übertreffen die Erwartungen unseres Gegenübers.
regional verbunden Wir zeigen mit Stolz, woher wir kommen, arbeiten regionsübergreifend zusammen und leisten vor Ort einen spürbaren Beitrag.


Für die Erreichung unserer Ziele haben wir ein Strategiegebäude, das an einen griechischen Tempel erinnert, entwickelt. Wir haben drei Maßnahmenblöcke als tragende Säulen unseres zukünftigen Erfolges definiert. Verbunden mit der Risikostrategie wollen wir unsere Zukunft aktiv gestalten und nachhaltig sichern. Qualität und Nachhaltigkeit bilden das tragfähige Fundament.
Unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie hat sich in den letzten Jahren vielfach bewährt. Wir erzielen kontinuierlich stabile Ergebnisse, verfügen über eine gute Eigenmittelausstattung und gewinnen neue Kunden. Unseren Aktionären schütten wir jährlich eine Dividende aus. In Sachen Nachhaltigkeit zählen wir weltweit zu den besten Banken. Darauf sind wir stolz:

Vision und Mission
Solide Kapitaldecke 12,7 % Kernkapitalquote 16,2 % Gesamtkapitalquote
Leverage Ratio 7,8 %
1,5 Gesamtnote auf 5-stelliger Skala
91 % der Privatkunden und 86 % der Firmenkunden sind mit unseren Leistungen zufrieden bzw. sehr zufrieden.

Jahresüberschuss 92,9 Mio. EUR
Kundenzahl 191.200
Cost-Income-Ratio 50,7 %
PRIME ISS-oekom verlieh unseren CSR-Aktivitäten erneut den Prime-Status. Die BKS Bank-Stammaktie wird im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse gelistet.

Verantwortungsbewusste Führungskräfte Unsere Führungskräfte übernehmen Verantwortung und agieren selbständig und professionell.
Zielwert bei Jahresüberschuss klar übertroffen 126,8 %
Fluktuationsrate 6,6 %
Die BKS Bank erhielt im Juni 2019 als erste Bank in Östereich den Staatspreis Unternehmensqualität 2019.

Wir agieren in einem anspruchsvollen Umfeld: Nullzinsniveau, technologischer Wandel, Regulatorik, Kostendruck und hoch kompetitive Märkte fordern uns Jahr für Jahr aufs Neue. Die Herausforderungen in unserer Branche sind mannigfaltig, dennoch gelingt es uns sehr gut, wirtschaftlich erfolgreich zu sein und konstante Ergebniszuwächse zu erzielen. Diese Entwicklung macht uns außerordentlich stolz und motiviert uns, kontinuierlich an unserer Weiterentwicklung zu arbeiten.
Unsere Erfolge führen wir darauf zurück, dass wir Wandel stets als Chance begriffen haben. Wir haben die Fähigkeit entwickelt, uns schnell an neue Begebenheiten anzupassen. Dabei haben wir auch immer wieder unsere Innovationskraft unter Beweis gestellt. Über die Jahre haben wir dadurch eine wertvolle Marke aufgebaut. Für unsere Kunden sind wir ein verlässlicher Anker, der auch in stürmischen Zeiten Orientierung und Stabilität bietet.
Starke Marken schaffen Werte. Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv mit unserer Marke beschäftigt und unsere Positionierung von mehreren unterschiedlichen Blickpunkten beleuchtet.
Das Ergebnis dieser Reflexion mündete in ein Markenprojekt, wo wir gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern eine neue Markenstrategie erarbeitet haben. In diesen Findungsprozess haben wir auch Kunden eingebunden. Auf Basis unserer Geschichte, unserer erbrachten Leistungen und aus uns zugeschriebenen Merkmalen haben wir Markenkernwerte destilliert. Diese Werte stehen für die Art und Weise, wie wir mit Kunden, Mitarbeitern, Aktionären oder Geschäftspartnern in Beziehung treten.
Die Markenstrategie haben wir in einen neuen Markenstil übersetzt, den wir Ihnen mit der Publikation dieses Geschäftsberichtes erstmals vorstellen. In den kommenden Monaten wird der neue Markenstil konzernweit ausgerollt.
Die neue Markenpositionierung bringt frischen Wind in unsere vielfältigen Initiativen, die wir für die Erreichung unserer strategischen Ziele definiert haben. Die festgelegten strategischen Schwerpunkte der kommenden Jahre dienen auch dazu, unsere Markenkernwerte zu stärken, sodass das Markenerlebnis für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter spürbar wird.
Wir unterscheiden uns von anderen Banken durch unsere Herzlichkeit. Wir sorgen dafür, dass es unseren Kunden gut geht, und bieten ihnen erstklassige Produkte und Dienstleistungen. Wir haben ein Herz für unsere Region, für die Natur und gehen mit unseren Ressourcen verantwortungsvoll um. Die Nähe zum Menschen und zur Region ist uns wichtig, daher bleiben wir eine Beraterbank, die individuelle Beratung und digitale Lösungen bietet. Wir stellen die Bedürfnisse unserer Kunden konsequent in den Mittelpunkt unseres Tuns und ermöglichen dadurch gesundes Wachstum.
Kunden wollen Bankgeschäfte rund um die Uhr und ortsunabhängig abwickeln. Bei komplexen Bankgeschäften wünschen sich aber sehr viele Kunden einen kompetenten Ansprechpartner an ihrer Seite. Der Bedarf an persönlicher Betreuung ist demnach weiter hoch. Die Filiale ist der geeignete Ort, um diesem Kundenbedürfnis zu entsprechen. Unser Bekenntnis zur Filiale haben wir durch ein zukunftsfähiges Filialkonzept bekräftigt. Wir werden unsere Filialen sukzessive modernisieren und an die Anforderungen des digitalen Zeitalters heranführen. In unseren Wachstumsregionen – allen voran Wien und die Auslandsmärkte – wollen wir weitere Standorte eröffnen.
Nähe soll auch digital spürbar sein, daher arbeiten wir daran, Kundenschnittstellen optimal aufeinander abzustimmen. Ganz gleich, ob unsere Kunden digital in Kontakt mit uns treten oder den Besuch in der Filiale bevorzugen. Wir vermitteln auf allen Kanälen zwischenmenschliche Nähe und wertschätzende Kommunikation. Im Berichtsjahr haben wir eine Vielzahl an neuen digitalen Lösungen am Markt eingeführt, die kanalübergreifend von Kunden und Betreuern genutzt werden können. Und die digitale Reise geht weiter. Auch in den kommenden Monaten werden wir Produkte und Dienstleistungen vorstellen, die sowohl digital als auch vor Ort in den Filialen abgeschlossen werden können.
Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Hauses gleicht einer Erfolgsstory. Von Jahr zu Jahr haben wir unsere Ergebnisse gesteigert, trotz Null- bzw. Negativzinsen, hohen Ressourceneinsatz für regulatorische Maßnahmen oder Millioneninvestitionen im Bereich der Digitalisierung.
Die wichtigste Ertragssäule ist das Zinsgeschäft. Wir wollen aber die Abhängigkeit davon durch den Ausbau der eigenmittelschonenden Geschäftsfelder kontinuierlich verringern. Vor allem im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr gibt es noch große Marktchancen. Rückenwind erhalten wir durch die vielen positiven Erfolge, die wir bereits in diesem Geschäftsfeld erzielt haben. Wir verfügen über eine sehr hohe Kompetenz für Zahlungsverkehrslösungen, die wir weiter ausbauen werden.
Ein weiteres attraktives Geschäftsfeld bleibt auch das Wertpapiergeschäft. Im vergangenen Jahr sind wir durch die Übernahme von rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. zum größten Wertpapierdienstleister in Slowenien aufgestiegen. Die Übernahme war ein sehr wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie. Auch in Österreich sehen wir im Veranlagungsgeschäft noch Ertragspotentiale, die wir durch die Stärkung der Beratungskompetenz und durch exzellente Vertriebsleistungen heben wollen.
In unseren Auslandsmärkten wollen wir unsere Marktposition weiter stärken und unsere Präsenz erhöhen. Konkrete Expansionspläne gibt es beispielsweise bereits für Kroatien, wo wir in den kommenden Monaten einen zweiten Standort in Zagreb eröffnen werden. Der slowenische Markt hat sich in den letzten Jahren dank der getätigten Zukäufe im Wertpapiergeschäft sehr dynamisch entwickelt. Unsere Marktstellung werden wir durch verstärkte Vertriebsmaßnahmen festigen. Auch in der Slowakei wollen wir weiter wachsen und neue Kunden gewinnen. Auf allen Auslandsmärkten laufen derzeit Digitalisierungsprojekte, mit denen wir unser Produktund Serviceangebot stetig erweitern wollen. Darüber hinaus bereiten wir den Markteintritt für Serbien im Leasinggeschäft vor.
Neue Technologien verändern die Art und Weise, wie Kunden Produkte und Dienstleistungen auswählen und erwerben und wie Unternehmen interne Prozesse gestalten. Diese Entwicklung erfordert auch Anpassungen in der Qualifikation unserer Mitarbeiter. Digitale Kompetenzen werden heute in sämtlichen Aufgabenbereichen gefordert. Um die digitale Transformation zügig voranzubringen, investieren wir in Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die unsere Mitarbeiter fit für die Digitalisierung machen. Wir beschäftigen uns außerdem mit der Frage, welche neuen Berufsbilder im Zusammenhang mit der Digitalisierung entstehen werden. Unverändert bleibt hingegen unser Anspruch, auch künftig bestausgebildete Mitarbeiter zu beschäftigen.
Seit vielen Jahren bildet Nachhaltigkeit einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie der BKS Bank. Wir haben eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert, die wir kontinuierlich weiterentwickeln. Nachhaltig leben bedeutet für uns, für unsere Region und unsere Zukunft Verantwortung zu übernehmen. Deshalb bauen wir den Anteil an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen beständig aus und setzten vielfältige Maßnahmen für unsere Mitarbeiter, die Gesellschaft und den Umwelt- und Klimaschutz.
Durch den von der EU 2018 vorgelegten "Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" und den damit verbundenen neuen Richtlinien hat Nachhaltigkeit im Berichtsjahr in der gesamten Bankenbranche an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Anleger legen Wert darauf, in ökologisch nachhaltige Projekte zu investieren, die einen Beitrag zur CO2 -Reduktion leisten. Für Unternehmen wird der Umwelt- und Klimaschutz ebenfalls ein zentrales Element der Unternehmensführung, nicht zuletzt durch die höheren Auflagen im Umweltbereich und die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell insgesamt. Diese Entwicklungen kommen uns zugute, da wir schon früh in Nachhaltigkeitsaspekte investiert und Nachhaltigkeitsthemen in unserem Kerngeschäft verankert haben.
Wir haben an vielen Stellen echte Pionierarbeit geleistet. So waren wir die Ersten am österreichischen Bankenmarkt, die einen Social Bond begeben haben. Unserem frühen Engagement ist auch zu verdanken, dass wir heute klar zu den Branchenleadern im Bereich Nachhaltigkeit zählen. Darauf sind wir sehr stolz und wir werden alles daransetzen, diese Position zu festigen. So werden wir auch in den kommenden Jahren mit weiteren Green und Social Bonds unser Spektrum nachhaltiger Produkte ausbauen und unseren Carbon Footprint weiter senken.
Im Berichtsjahr haben wir wichtige Meilensteine in der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie erreicht. Vor allem in der Digitalisierung haben wir mit innovativen Produkten und Dienstleistungen überzeugen können. Im Nachfolgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die gesetzten Maßnahmen. Über die strategischen Initiativen im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft berichten wir auch im Segmentbericht ab Seite 90.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns voll und ganz auf die Umsetzung unserer Digitalisierungsprojekte konzentriert. Mit großartigen Produktneuheiten sind wir unserem Anspruch, die Bedürfnisse unserer Kunden ins Zentrum unserer Anstrengungen zu stellen, mehr als gerecht geworden. Den Anfang machte das digitale Garantiemodul, das speziell für unsere Firmenkunden entwickelt wurde. Seit dem Sommer können Bankgarantien vollständig im Kundenportal BizzNET beantragt und abgewickelt werden. Und das 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Dieses innovative Angebot sucht seinesgleichen in der österreichischen Bankenbranche und wir freuen uns, dass wir damit unseren Kunden eine echte Arbeitserleichterung bieten können.
Individuelle Wohnträume zu erfüllen, zählt zu unseren Kernkompetenzen. Kunden auf dem Weg zur eigenen Immobilie zu begleiten, ist eine der vielen schönen Seiten im Bankgeschäft. In der Regel werden solche Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen. Kunden vergleichen, wägen ab und wenn die Entscheidung für die Traumimmobilie getroffen ist, soll rasch eine passende Finanzierung gefunden werden. Am besten online und mit persönlicher Beratung. Der neu entwickelte digitale BKS Wohnkredit erfüllt genau dieses Kundenbedürfnis. Der Kunde wählt, ob er selbständig die Wohnfinanzierung beantragt oder ob er sich mit einem kompetenten Kundenbetreuer austauschen möchte. Möglich ist das durch eine Plattform, auf der der Kunde und der Kundenbetreuer gemeinsam am Antrag arbeiten. Der Wechsel zwischen Kunde und Betreuer ist über die gesamte Antragsstrecke jederzeit möglich.
Der digitale Wohnkredit wurde sehr gut angenommen, sodass bis zum Jahresende bereits über 130 Kunden aktiv über diese Anwendung mit uns in Kontakt getreten sind. Wenige Wochen nach der Vorstellung des digitalen Wohnkredites haben wir auch den Online-Konsumkredit gelauncht.
Knapp vor Jahresende haben wir ein weiteres Prestige-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Mit dem digitalen Onboarding haben wir die Kundenannahme und den Kontoeröffnungsprozess maßgeblich vereinfacht. Wie beim digitalen Wohnkredit verwenden wir dieselbe innovative Plattform, auf der potentielle Kunden selbständig die Legitimierung und Kontoeröffnung durchführen oder bei Bedarf einen Betreuer zuziehen können.
2019 haben wir nicht nur eine Reihe von innovativen Produkten auf den Markt gebracht, sondern auch unsere digitalen Kundenportale MyNet und BizzNET mit neuen Funktionen ausgestattet. Seit Sommer bieten wir unseren Privatkunden die Möglichkeit, Kontorahmen individuell und selbständig zu ändern – vorausgesetzt, die Bonitätskriterien sind erfüllt. Die Abwicklung von Bankgeschäften in der BKS Bank App oder in den Kundenportalen wurde durch ein neues Autorisierungsverfahren wesentlich komfortabler. Die neue BKS Security App hat von Anfang an unsere Kunden überzeugt, sodass wir die Ablöse des bisherigen Verfahrens über den Sommer abschließen konnten.
Immer mehr Kunden wünschen sich, mit dem Smartphone zu bezahlen. Auch in diesem Bereich sind wir 2019 gut vorangekommen und haben eine Kooperation mit Blue Code abgeschlossen. Mit der BKS Blue Code App können Kunden, die ein Android-Betriebssystem haben, in 85 % der Lebensmitteleinzelhandelsniederlassungen mit dem Smartphone bezahlen. Der Start dieser cleveren Bezahlmethode war sehr erfolgreich.
In Slowenien haben wir im vergangenen Geschäftsjahr einen wichtigen Expansionsschritt gesetzt. Vom slowenischen Wertpapierdienstleister ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. haben wir im ersten Quartal 2019 erfolgreich rund 25.000 Kunden übernommen. Mit dieser Akquisition sind wir zum größten Wertpapierdienstleister am slowenischen Markt geworden. Die Übernahme der Depots hat reibungslos funktioniert. Wir freuen uns sehr, dass wir binnen zehn Jahren seit Einführung des Wertpapiergeschäfts konstant gewachsen sind und unsere Marktposition kräftig ausgebaut haben. Unser Augenmerk liegt nun vor allem darin, die neu gewonnenen Kunden nachhaltig und partnerschaftlich zu beraten und an unser Haus zu binden. Damit uns das gelingt, investieren wir laufend in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, um die Beratungsqualität auf hohem Niveau zu halten.
Der Schutz der Umwelt ist ein Schlüsselthema in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wirksamer Umwelt- und Klimaschutz brauchen einen kräftigen Motor. Im Berichtsjahr haben wir uns entschlossen, EMAS, das Eco-Management and Audit Scheme, einzuführen. EMAS ist ein anspruchsvolles System für Umweltmanagement, das Unternehmen dabei hilft, ihren betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. Die Vorbereitung auf die EMAS-Zertifizierung hat ein ganzes Jahr beansprucht. So wurde beispielsweise ein eigenes Umweltteam mit zwei Umweltbeauftragten implementiert, das für die Erreichung der Umweltziele verantwortlich ist.
Im Zuge der Vorbereitungen auf das Audit haben wir mit externer Begleitung unsere Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen im Hinblick auf Auswirkungen auf die Umwelt einem intensiven Überprüfungsprozess unterzogen. Auch eine erste Umwelterklärung wurde erstellt. Einen wesentlichen Baustein für unser Umweltmanagement bildete die Gewährleistung der Legal Compliance im Umweltbereich. Dafür haben wir ein eigenes Rechtsregister für die Bereiche Umwelt, Arbeitssicherheit, Abfallwirtschaft und Energie sowie ein Bescheidregister entwickelt.
Wir freuen uns sehr, dass das Ergebnis des im Dezember 2019 durchgeführten Audits durch die Quality Austria sehr positiv ausfiel. Wir haben die EMAS-Validierung erfolgreich durchgeführt und damit einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie erreicht. Unsere erste Umwelterklärung wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2020 im EMAS-Register eingetragen werden, was uns dann zur Führung des EMAS-Zertifikates berechtigt.
Die Europäische Union präsentierte im März 2018 den Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Dieser soll wichtige Impulse für ein nachhaltiges Finanzwesen setzen und dabei unterstützen, dass die EU-Klimaziele bis 2030 erreicht werden. Wir begrüßen den EU-Aktionsplan, da dieser Themen aufgreift, die wir schon lange in unserer Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt haben und konsequent umsetzen. Dennoch haben wir noch ein großes Stück Arbeit vor uns, da der EU-Aktionsplan in weite Teile unseres Kerngeschäftes einwirkt. Im Berichtsjahr haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, das sich mit den neuen Anforderungen auseinandersetzt. Die Projektarbeit geht gut voran, erste wichtige Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden, darunter die Integration von ESG-Faktoren in das Risikomanagement oder die Evaluierung der Taxonomie.
Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken. Dabei gilt es, alle relevanten bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung zu managen und zu begrenzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir durch unser verantwortungsbewusstes Risikomanagement die NPL-Quote weiter gesenkt und die Coverage Ratio III sukzessive ausgebaut. Im Neukundengeschäft setzen wir konsequent die Vorgaben aus der Risikostrategie um und sind vor allem in den besten und guten Bonitätsklassen gewachsen. Darüber hinaus arbeiten wir auch konstant an der Weiterentwicklung des Risikomanagements. Im Rahmen eines 2019 gestarteten Projektes zur Umsetzung des EU-Aktionsplanes wurden ESG-Risiken durchleuchtet und in der Risikostrategie und im Risikomanagement integriert. Im vierten Quartal 2019 haben wir ein Projekt zur Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse gestartet.

Wirtschaftliches Umfeld 64 Management und Aufbauorganisation 66 Aktionärsstruktur der BKS Bank 69 Marktgebiete der BKS Bank 72 Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 76 Vermögens- und Finanzlage 80 Ertragslage 84 Segmentbericht 90 Konsolidierte Eigenmittel 100 Risikomanagement 102 Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 104 Ausblick 112
Das globale Wachstum setzte den Ende 2018 begonnenen Rückgang weiter fort. Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2018 noch um 3,6 % gewachsen ist, wird das globale Wachstum im Jahr 2019 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei 2,9 % liegen.
Auch die US-amerikanische Wirtschaft ist 2019 verhaltener gewachsen als noch im Jahr davor. Das vierte Quartal blieb durch eine gedämpftere Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte hinter den Erwartungen zurück. Für das Gesamtjahr 2019 erreichte das BIP-Wachstum in den USA 2,3 %. Die Hauptgründe für den Konjunkturrückgang waren rückläufige Exporte, geringere Investitionen und ein etwas schwächerer privater Konsum.
Kräftig verlangsamt hat sich die Konjunkturentwicklung in China. Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit 6,1 % so langsam gewachsen wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Ökonomen führen das Schwächeln der chinesischen Wirtschaft auf das Nachlassen der Binnennachfrage sowie auf den Handelskonflikt mit den USA zurück.
Die Eurozone ist im Herbst 2019 mit einer Wachstumsrate von 0,1 % kaum noch gewachsen. Über das Gesamtjahr lag das BIP-Wachstum bei 1,2 %. Gebremst wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch einen erneuten Produktionsrückgang in der Industrie. Stimmungsindikatoren deuten allerdings darauf hin, dass der Tiefpunkt im Sektor durchschritten ist. Belastet wurde das Wachstum im vierten Quartal vor allem durch die schwache Entwicklung in Frankreich und Italien, in beiden Ländern ist die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,1 % bzw. 0,3 % geschrumpft.
Auch das Wachstum der österreichischen Wirtschaft verlor zuletzt deutlich an Schwung. Einer Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zufolge bremste sich das Wachstum der heimischen Wirtschaft im Jahr 2019 auf 1,6 % ein. Vor allem die Schwäche des Welthandels war für den Konjunkturrückgang verantwortlich, da Österreich als Exportnation besonders davon betroffen ist. Gestützt wurde das Wachstum jedoch weiterhin vom öffentlichen sowie privaten Konsum.
Mario Draghi beendete im Herbst 2019 seine Tätigkeit als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Nachfolge trat Christine Lagarde an, die bis auf weiteres an der aktuellen Politik aus Null-Leitzins und Anleiheaufkäufen festhalten wird. Nachdem man gegen Ende des Jahres 2018 noch davon ausgehen konnte, dass die Notenbankpolitik nach dem Auslaufen des Anleihenankaufprogrammes wieder etwas strikter werden würde, vollzog die EZB nur knapp ein Jahr später einen Paradigmenwechsel. Seit November 2019 kauft die EZB wieder monatlich Anleihen mit einem Volumen von 20 Mrd. Euro. Der Einlagenzins wurde im Jahr 2019 auf -0,5 % gesenkt. Ähnlich agierte auch die US-Notenbank. Nachdem der Leitzins seit 2015 in mehreren Schritten von 0,25 % auf 2,50 % erhöht wurde, führte die amerikanische Notenbank im Jahr 2019 das erste Mal seit einem Jahrzehnt wieder eine Zinssenkung durch und wiederholte diesen Schritt zwei weitere Male. Ende Dezember lag der US-Leitzins in einer Spanne von 1,50 % bis 1,75 %.
Das Jahr 2019 entpuppte sich trotz der schlechten Stimmung zum Jahresende 2018 als eines der besten Veranlagungsjahre des vergangenen Jahrzehnts. Allerdings war das Jahr nicht frei von Sorgen. Rezessionsängste, Brexit, wachsender Populismus in Europa und nicht zuletzt der amerikanisch-chinesische Handelskrieg hielten die Anleger dennoch in Atem. Doch gerade dies könnte einer der Gründe für die Erfolge an der Börse sein, verhinderte er doch, dass die Anleger allzu euphorisch und damit übermütig wurden. So verteuerten sich deutsche Aktien im Jahr 2019 um rund ein Viertel, während österreichische Aktien um rund 19 % zulegten. Europäische Aktien legten mit 28,0 % zu, ihr US-Pendant sogar um rund 31 %.
Aufgrund fallender Zinsen stiegen auch die Anleihenkurse. Euro-Staatsanleihen verteuerten sich im Vorjahr um rund 6 %. Zu den erfolgreichsten Anleihen-Segmenten zählten Hochzinsanleihen mit rund 10 % (EUR-Anleihen) bzw. 16 % (USD-Anleihen) Wertsteigerung sowie Schwellenländeranleihen in Hartwährung mit rund 16 % an Wertzuwachs.
Die globale Rohstoffnachfrage erholte sich vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2019. Besonders hervor stachen dabei die Entwicklung von Gold mit rund 21 % sowie Energierohstoffe mit rund 32 % an Wertzuwachs. Auch andere Rohstoffe wie Industriemetalle oder Agrarrohstoffe entwickelten sich positiv, wenngleich die Dynamik mit rund 5 % bzw. 2 % deutlich geringer ausfiel. Alle Performancezahlen verstehen sich in Euro.
Der Euro wertete im Vorjahr gegenüber den meisten Leitwährungen ab. Das Verhältnis zum Schweizer Franken veränderte sich von 1,126 auf 1,086, ein Minus von rund 4 %. Gegenüber dem japanischen Yen fiel der Euro von 125,83 auf 121,77, was einen Verlust von 3 % bedeutete. Auch gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,147 auf 1,121 EUR je USD ab, ein Minus von 2 %. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro von 0,899 auf 0,846 EUR je GBP, ein Rückgang um 6,0 %. Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi wertete der Euro um 1 % von 7,867 auf 7,815 EUR je CNY ab. Einzig gegenüber der kroatischen Kuna, einer für unser Haus wichtigen Währung, wertete der Euro um 0,4 % leicht auf und notierte per Ende Dezember mit 7,442 HRK je EUR nach 7,411 je EUR zum Jahresende 2018. Kroatien nimmt seit 2020 am europäischen Wechselkurs-Mechanismus teil. Eine Einführung des Euro könnte frühestens 2023 erfolgen. In der Zwischenzeit sollte sich die kroatische Kuna in einer Spanne zwischen 7,4 und 7,7 Kuna je Euro bewegen.

Das Bankgeschäft hat sich im letzten Jahrzehnt grundlegend verändert. Um den Wandel aktiv zu gestalten, braucht es Führungskräfte, die vorausschauend und mutig agieren und gleichzeitig für Stabilität und Orientierung sorgen. Der Blick auf die positive Entwicklung unseres Hauses zeigt, dass unsere Führungskräfte diesem Anspruch entsprechen und die Geschicke der Bank mit unternehmerischem Weitblick und mit großem Verantwortungsbewusstsein für unsere Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner lenken.
Unser Führungsteam besteht konzernweit aus 57 Frauen und 123 Männern. Der Anteil an weiblichen Führungskräften liegt mit 31,6 % noch unter unserem strategischen Zielwert. Bis zum Jahr 2022 haben wir uns das Ziel gesetzt, den Anteil an Frauen in Führungspositionen auf 35,0 % anzuheben. Damit uns das gelingt, setzen wir auf verschiedene Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Wir haben auch ein eigenes Frauenkarriereprogramm institutionalisiert, in dem engagierte Mitarbeiterinnen an ihren persönlichen Karrierevorstellungen arbeiten können. Weiterführende Details dazu finden Sie auch auf Seite 33 f.
Verantwortungsbewusste Führungskräfte zu entwickeln, ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu sichern. Wir betreiben daher eine aktive Nachfolgeplanung und streben danach, Führungs- und Schlüsselpositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Engagierten Mitarbeitern bieten wir umfangreiche Förder- und Entwicklungsprogramme, die ihnen unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund offenstehen.
Unsere Mitarbeiter sind unserem Unternehmen gegenüber sehr loyal. Das trifft auch auf unsere Führungskräfte zu. Viele von ihnen gehören schon lange dem Führungskader an und verfügen über jahrzehntelange Führungserfahrung. Diese Kontinuität spiegelt sich auch in der Alterspyramide wider: 47 % unserer Führungskräfte sind über 50 Jahre alt, 52 % weisen ein Alter zwischen 30 und 49 Jahren auf.
In der ersten Führungsebene gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. In der zweiten Ebene wurden im Zuge der Neustrukturierung der zentralen Abteilungen neue Führungskräfte ernannt. Seit 01. Oktober leitet Günther Offner, bisheriger Leiter der Gruppe Zahlungsverkehr, die neu gegründete Abteilung Zahlen und Überweisen. Herr Offner ist ein profunder Kenner des überaus dynamischen Geschäftsfeldes Zahlungsverkehr und hat in den letzten Jahren namhafte Projekte in diesem Bereich geleitet.
Neu im Führungskreis ist Herr Mag. (FH) Ronald Hassler, der seit 01. Dezember 2019 die ebenfalls neu gegründete Abteilung Finanzieren und Investieren leitet. Herr Mag. (FH) Hassler startete seine Berufslaufbahn in der BKS Bank im Jahr 2002. Seine Karriere setzte er ab 2005 in anderen Häusern fort. 2016 kehrte er zur BKS Bank zurück, wo er in der Direktion Kärnten bis zu seiner Bestellung zum Abteilungsleiter als Großkundenbetreuer tätig war.
In der österreichischen Leasinggesellschaft gab es per 01. Dezember 2019 einen Führungswechsel. Frau Mag. Silvia Gaber wurde zur Geschäftsführerin der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. bestellt, da die bisherige Geschäftsführerin, Frau Mag. Wilma Kovačič, aus eigenem Wunsch aus der Geschäftsführung ausschied. Frau Mag. Gaber war vor der Bestellung im Rechnungswesen der BKS Bank tätig.
Im Berichtsjahr haben wir die zentrale Vertriebsorganisation neu ausgerichtet, um unsere Kunden noch stärker in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. Wir haben daher Organisationsstrukturen geschaffen, die nach den Bedürfnisfeldern Finanzieren und Investieren, Veranlagen und Vorsorgen und Zahlen und Überweisen ausgerichtet sind. Damit stellen wir sicher, dass die Kundenbedürfnisse entlang der gesamten Wertschöpfungskette optimal berücksichtigt werden. Ein wichtiger Aspekt für ein gelungenes Kundenerlebnis ist ein optimales Zusammenspiel zwischen den Filialen und zentralen Einheiten. Damit diese Zusammenarbeit noch besser funktioniert, haben wir eine zentrale Abteilung Sales gegründet, die als Drehscheibe zwischen Direktionen, Filialen und zentralen Abteilungen fungiert. Diese Abteilung steuert darüber hinaus die Ergebnisentwicklung des österreichischen Filialgeschäfts und ist auch für die Entwicklung von Vertriebsmaßnahmen verantwortlich.
Jungen Kunden wird die klassische Bankfiliale zunehmend fremd. Um diesen Kunden einen Zugang zur BKS Bank zu geben, haben wir beschlossen, eine digitale Filiale zu errichten. Digital Sales als neue zentrale Abteilung wird die digitale Bank in der BKS Bank aufbauen und sich fortan um das Onlinegeschäft und um die Weiterentwicklung unserer digitalen Kanäle kümmern.
Die BKS Bank stellt durch regelmäßige Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicher. Fachliche Fortbildungsmaßnahmen für Aufsichtsräte werden insbesondere im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen durchgeführt.

Tochtergesellschaften BKS-Leasing s.r.o. (Bratislava) BKS-leasing d.o.o. (Ljubljana) BKS-leasing Croatia d.o.o. (Zagreb)
Repräsentanzen Italien (Padova)
Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Satzungsgemäß ist das Grundkapital in 41.142.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Nominalwert von 2,- EUR je Aktie aufgeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital.
Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.
Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfallen 38,8 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 % der Stimmrechte. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil der Syndikatspartner betrug zum Jahresultimo 46,6 %.
| BASISINFORMATIONEN ZUR BKS BANK-AKTIE | |
|---|---|
| 2018 | 2019 |
| 41.142.900 | 41.142.900 |
| 1.800.000 | 1.800.000 |
| 19,8/18,2 | 17,2/17,0 |
| 16,5/16,9 | 15,0/13,4 |
| 16,8/17,0 | 16,0/14,3 |
| 721,8 | 684,0 |
| 1,82 | 2,15 |
| 0,23 | 0,251) |
| 9,2/9,3 | 7,4/6,7 |
| 1,37 | 1,56 |
| 1,35 | 1,75 |
1) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung am 06. Mai 2020

| in % | ||
|---|---|---|
| 1 | Oberbank AG | 19,3 |
| 2 | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 19,5 |
| 3 | Generali 3Banken Holding AG | 7,8 |
| 4 | Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,1 |
| 5 | BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 0,6 |
| 6 | UniCredit Bank Austria AG | 6,1 |
| 7 | CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 24,2 |
| 8 | Streubesitz | 19,4 |

| in % | ||
|---|---|---|
| 1 | Oberbank AG | 18,5 |
| 2 | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 18,9 |
| 3 | Generali 3Banken Holding AG | 7,4 |
| 4 | Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,0 |
| 5 | BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 1,0 |
| 6 | UniCredit Bank Austria AG | 6,6 |
| 7 | CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 23,2 |
| 8 | Streubesitz | 21,4 |
Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.
Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 614.614 Stamm-Stückaktien und 164.698 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,5 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,8 % nach Kapitalanteilen.
Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Im Zeitraum von 03. April bis 17. April 2019 wurden davon 17.989 Stück zum Kurs von 17,- EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2019 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 96.011 Stück nach 14.000 Stück im Vorjahr.
Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.
Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.
Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.
| Adressen im Internet | |
|---|---|
| Österreichischer Corporate Governance Kodex | www.corporate-governance.at |
| BKS Bank-Aktie | www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie |
| Aktionärsstruktur | www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur |
| Unternehmenskalender | www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender |
| Hauptversammlung | www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung |
| Corporate Governance – Entsprechenserklärung der BKS Bank AG: • Leitlinien für die Unabhängigkeit • Bericht der BKS Bank zum Österreichischen Corporate Governance Kodex • Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG betreffend Corporate Governance & Vergütung • Satzung der BKS Bank |
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance |
| Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte der BKS Bank |
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen |
| Informationen gemäß Offenlegungsverordnung | www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen |
| Pressemitteilungen der BKS Bank | www.bks.at/news-presse |
Die BKS Bank ist seit fast 100 Jahren am Markt erfolgreich. Sie wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Heute umfasst der BKS Bank Konzern 63 Filialen und vier Leasinggesellschaften in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie eine Repräsentanz in Italien.
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Die innerösterreichische Expansion startete 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. 1990 haben wir den Schritt nach Wien gewagt, erst kürzlich haben wir unser 30-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der "Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG" geschlossen. Von unseren 49 Filialen in Österreich befinden sich 20 in Kärnten, 12 in der Steiermark und 17 in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen und daher kaum Filialschließungen vornehmen werden.
Kärnten ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 41,7 % der Finanzierungen und 48,2 % des Einlagenvolumens werden in den Kärntner Niederlassungen gestioniert. In der Organisationseinheit Corporate Banking, die ebenfalls von Kärnten aus tätig ist, werden international tätige Großunternehmen betreut. Auf dieses Profit-Center entfielen zuletzt 12,5 % des Finanzierungsvolumens. Mit 549,5 Mitarbeitern (in PJ) zählt die BKS Bank zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Lande.
In der Steiermark beschäftigen wir 71,6 Mitarbeiter (in PJ) und betreuen rund 24.400 Kunden. Die grüne Mark ist traditionell sehr industriell geprägt. Unser breites Know-how und die exzellenten Beratungsleistungen im Firmenkundengeschäft machen die BKS Bank auch in diesem Marktgebiet zu einem gefragten Bankpartner für Unternehmen.
In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass Wien 2027 zur Zwei-Millionen-Stadt werden wird. Mit dem Bevölkerungswachstum geht auch ein steigender Bedarf nach Bankdienstleistungen einher. Die BKS Bank konnte sich in den vergangenen Jahren als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. Die Herzlichkeit und Beziehungsstärke in Verbundenheit mit einem ausgezeichneten Angebot heben uns vom Mitbewerb ab und sind mit ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Kundenwachstum. Zum Jahresende 2019 betreuten 95,9 Mitarbeiter (in PJ) im Raum Wien-Niederösterreich-Burgenland rund 26.000 Kunden.
Slowenien ist der wichtigste Auslandsmarkt im BKS Bank Konzern. Ein Großteil des Kundenwachstums im Jahr 2019 stammt aus diesem Gebiet, da wir 2018 und 2019 rund 34.000 Kunden von zwei Brokergesellschaften übernommen haben. Insgesamt vertrauen uns in Slowenien rund 50.000 Bankkunden, die von 126,6 Mitarbeitern (in PJ) in acht Filialen betreut werden. Der Sitz unserer Direktion Slowenien ist in Ljubljana.
Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in Slowenien sehr zufrieden. Das Kreditvolumen stieg um 13,9 % auf 694,9 Mio. EUR, das Primäreinlagenvolumen um 12,4 % auf über 1,1 Mrd. EUR. Durch die Übernahmen der Kunden der beiden Brokergesellschaften avancierte die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister des Landes. Wir freuen uns, dass die Börse in Ljubljana uns zum aktivsten Mitglied 2019 kürte.
Bevor wir 2004 die erste Bankfiliale in Ljubljana eröffneten, erwarben wir 1998 die heutige BKS-leasing d.o.o. Diese verfügt durch eine exzellente Beratungsqualität und rasche Abwicklung über einen ausgezeichneten Ruf, der sich in einem stetig wachsenden Geschäftsvolumen niederschlägt. Am 31. Dezember 2019 beschäftigte die BKS-leasing d.o.o. 18,7 Mitarbeiter (in PJ), der Barwert der Leasingforderungen lag bei 159,1 Mio. EUR.
Der Markteintritt der BKS Bank in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Seit 2001 betreiben wir die BKS-leasing Croatia d.o.o. mit Sitz in Zagreb, die sich erfolgreich entwickelt. Mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. starteten wir 2007 das Bankgeschäft. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz um je eine Stelle in Zagreb und Split erweitert, 2020 wird eine weitere Niederlassung in Zagreb folgen. Die Direktion Kroatien betreut 5.720 Privat- und Firmenkunden und beschäftigt 59,5 Mitarbeiter (in PJ). Sie gestioniert ein Kreditvolumen vor Risiko von 276,7 Mio. EUR und verwaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 118,6 Mio. EUR.
In der Slowakei sind wir mit dem Leasinggeschäft seit 2007 aktiv. Die erste Bankniederlassung in der Slowakei wurde 2011 gegründet und hat ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir zwei weitere Filialen. Die BKS-Leasing s.r.o. hat ihren Sitz ebenfalls in Bratislava und ist darüber hinaus an den gleichen Standorten wie die Bank mit Niederlassungen vertreten. Insgesamt beschäftigen wir in der Slowakei 40,2 Mitarbeiter in PJ.

Unser Engagement für eine lebenswerte Zukunft öffnet die Türen zu Regionen und Menschen.
74
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 15 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.
Verbundene Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.
| Vollkon | at Equity | quotale | |
|---|---|---|---|
| Kredit- und Finanzinstitute | solidierung | Bilanzierung | Konsolidierung |
| BKS Bank AG, Klagenfurt | |||
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | |||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | |||
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | |||
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | |||
| Oberbank AG, Linz | |||
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | |||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | |||
| Sonstige konsolidierte Unternehmen | |||
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt | |||
| Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt | |||
| IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt | |||
| BKS Service GmbH, Klagenfurt | |||
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | |||
| BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt | |||
| BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt |
Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 11 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernjahresabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.
Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2019 an den oben genannten Kreditinstituten mit 15,2 % bzw. 14,7 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.
| Unternehmenszweck | Kreditinstitut | ||
|---|---|---|---|
| Firmensitz | Klagenfurt | ||
| Gründungsjahr | 1922 | ||
| Bilanzsumme | 8,3 Mrd. EUR | ||
| Anzahl Geschäftsstellen | 63 | ||
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 912,9 PJ | ||
| Vertrieb und Verwaltung von | |||
|---|---|---|---|
| Unternehmenszweck | Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | ||
| Anteile am Gesellschaftskapital | 99,75 % direkt, 0,25 % indirekt | ||
| Firmensitz | Klagenfurt | ||
| Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR | ||
| Gründungsjahr | 1989 | ||
| Leasingvolumen | 233,0 Mio. EUR | ||
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 11,3 PJ | ||
| Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
|---|---|
| Firmensitz | Ljubljana |
| Stammkapital | 260 Tsd. EUR |
| Erwerbsjahr | 1998 |
| Leasingvolumen | 159,1 Mio. EUR |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 18,7 PJ |
| Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
|---|---|
| Firmensitz | Zagreb |
| Stammkapital | 1,2 Mio. EUR |
| Gründungsjahr | 2002 |
| Leasingvolumen | 69,0 Mio. EUR |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 12,3 PJ |
| Vertrieb und Verwaltung von | |
|---|---|
| Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | |
| 100 % | |
| Bratislava | |
| 15,0 Mio. EUR | |
| 2007 | |
| 53,2 Mio. EUR | |
| 12,4 PJ | |
| Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 14,21 % |
| Firmensitz | Linz |
| Gründungsjahr | 1869 |
| Bilanzsumme | 21,6 Mrd. EUR |
| Anzahl Geschäftsstellen | 177 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 2.150 |
| Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 13,59 % |
| Firmensitz | Innsbruck |
| Gründungsjahr | 1904 |
| Bilanzsumme | 11,9 Mrd. EUR |
| Anzahl Geschäftsstellen | 36 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 1.455 |
| Unternehmenszweck | Absicherung von Großkreditrisiken |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 25 % |
| Stammkapital | 8,0 Mio. EUR |
| Firmensitz | Linz |
| Gründungsjahr | 1984 |
| Unternehmenszweck | Immobilienerrichtung und -verwaltung |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % indirekt |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 36,4 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 1990 |
| Erwerb, Errichtung, Vermietung und | |
|---|---|
| Unternehmenszweck | Verpachtung von Immobilien |
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % Kommanditist1) |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Kommanditeinlage | 750 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 1988 |
1) Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100 %-Tochter der BKS Bank AG.
| Unternehmenszweck | Komplementär der IEV GmbH & Co KG |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2007 |
| Unternehmenszweck | Emission einer Hybridanleihe |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2009 |
| Unternehmenszweck | Dienstleistungs- und Servicegesellschaft für banknahe Tätigkeiten |
|---|---|
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2011 |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 52,9 |
| Unternehmenszweck | Erwerb, Errichtung, Vermietung | |
|---|---|---|
| von Immobilien und Hausverwaltung | ||
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % | |
| Firmensitz | Klagenfurt | |
| Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR | |
| Gründungsjahr | 1973 | |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 12,0 | |
| Unternehmenszweck | Beteiligungsgesellschaft | ||
|---|---|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % | ||
| Firmensitz | Klagenfurt | ||
| Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR | ||
| Gründungsjahr | 1995 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. | 15,43 |
| Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft | 3,06 |
| BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft | 0,89 |
| 3-Banken Wohnbaubank AG | 10,00 |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 10,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 100,00 |
| Pekra Holding GmbH | 100,00 |
| E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH | 99,0 % direkt, 1,0 % indirekt |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | ||
|---|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | 30,00 | |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | 30,00 | |
| Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH | 3,10 | |
| Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. | 0,19 | |
| CEESEG Aktiengesellschaft | 0,38 | |
| PSA Payment Services Austria GmbH | 1,46 |
Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns lag mit 8,9 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2019 deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 (+5,0 %). Der kräftige Zuwachs resultierte maßgeblich aus den gestiegenen Forderungen an Kunden. Bei den Primäreinlagen verzeichneten wir ebenfalls einen starken Anstieg.
Für unsere in- und ausländischen Kunden sind wir ein verlässlicher Finanzierungspartner mit Handschlagqualität. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unsere Kompetenz im Finanzierungsgeschäft wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen können und ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,8 Mrd. EUR akquiriert. Trotz Konjunktureintrübung blieb die Investitionsbereitschaft der Unternehmer hoch und auch viele Privatkunden haben sich Wohnträume erfüllt. Die Finanzierungsnachfrage war vor allem in Kärnten deutlich stärker als in anderen Regionen. Auf unserem Stammmarkt haben wir rund 575 Mio. EUR an neuen Finanzierungen vergeben, den Großteil an Firmenkunden. Die Region Wien-Niederösterreich-Burgenland zählt zu unseren Wachstumsmärkten, dort wollen wir neue Firmen- und Privatkunden gewinnen und unsere Präsenz erhöhen. Im Kredit- und Leasinggeschäft sind wir mittlerweile auch in dieser Region ein angesehener Marktteilnehmer und haben im Berichtsjahr ein Neufinanzierungsvolumen in Höhe von 359 Mio. EUR vergeben. Die steirischen Betriebe haben ebenfalls in die Erweiterung, Internationalisierung und Digitalisierung investiert und uns als Finanzpartner ihr Vertrauen geschenkt. Wir vergaben ein Neugeschäftsvolumen bei Firmen- und Privatkunden in Höhe von rund einer Viertelmilliarde Euro.
27,9 % des Neugeschäftsvolumens entfielen auf unsere Auslandsmärkte. In Slowenien und in Kroatien verzeichneten wir kräftige Zuwächse bei den Privatfinanzierungen und im Leasinggeschäft. Das Finanzierungsgeschäft im Firmenkundensegment entwickelte sich konstant, die Investitionsfreude der Unternehmen war jedoch etwas zurückhaltender als im Jahr davor.
Die Kundenforderungen vor Risikovorsorgen erreichten zum 31. Dezember 2019 konzernweit ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,4 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von erfreulichen 5,9 % bedeutete. In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG und die Leasingforderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.

Bei den Risikovorsorgen setzte sich der Trend aus den Vorjahren fort. Sie gingen um weitere 17,1 Mio. EUR auf 90,8 Mio. EUR zurück. Die Risikosituation blieb dank unserer umsichtigen Vergabepolitik das gesamte Geschäftsjahr 2019 über entspannt. Größere Kreditausfälle waren nicht zu verzeichnen. Die Quote der Non-performing Loans entwickelte sich demzufolge ebenfalls in die richtige Richtung und betrug zum Jahresultimo 2,4 %1).
Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging auch im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote – ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien – erreichte zum 31. Dezember 2019 einen Wert von 1,9 %, ein Rückgang in Höhe von 0,5 %-Punkte.
Die Nachfrage nach Leasingfinanzierungen ist nach wie vor hoch, da sich Leasing als attraktive Alternative zum klassischen Kredit durchgesetzt hat. Im BKS Bank Konzern betreiben wir vier Leasinggesellschaften.
Die österreichische Leasinggesellschaft mit Sitz in Klagenfurt erreichte zum 31. Dezember 2019 ein Leasingbarwertvolumen in Höhe von 233,0 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Volumen um 11,3 % gewachsen. Ähnlich die Entwicklung in Slowenien. Dort sind wir seit über 20 Jahren mit einer Leasingtochter vertreten und erzielen Jahr für Jahr konstant Zuwächse. Auch 2019 war die Geschäftsentwicklung hervorragend. Der Barwert der Leasingforderungen stieg auf 159,1 Mio. EUR, ein Zuwachs um erfreuliche 16,4 %. In Kroatien verlief das Leasinggeschäft auch sehr zufriedenstellend. Von Jänner bis Dezember 2019 wurden 38,6 Mio. EUR an Neugeschäften abgeschlossen. In der Slowakei entwickelte sich das Leasinggeschäft ebenfalls sehr dynamisch und legte im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Mio. EUR auf 53,2 Mio. EUR zu.
Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren reduzierte sich infolge von Tilgungen um -1,6 % auf 890,1 Mio. EUR. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir Investitionen im Ausmaß von 37,5 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen und Verkäufe in Höhe von 52,3 Mio. EUR gegenüber. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar.
Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen erhöhten sich im Berichtsjahr auf 635,9 Mio. EUR (+6,0 %). Der Anstieg ist auf die Zuschreibung der anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen.
Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, betrug 550,8 Mio. EUR. Der hohe Bestand repräsentiert die gute Liquiditätssituation unseres Hauses.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 war der neue Leasingstandard IFRS 16 erstmalig anzuwenden. Gemäß den Anforderungen des neuen Standards sind die Nutzungsrechte aus Mietverträgen als Vermögenswerte sowie die dazugehörigen Zahlungsverpflichtungen als Leasingverbindlichkeiten jeweils mit ihren Barwerten in der Bilanz auszuweisen. Die aktivierten Nutzungsrechte werden unter den Sachanlagen erfasst und über die Laufzeit abgeschrieben. Daher erhöhte sich diese Position um 45,9 %. Der Buchwert dieser Nutzungsrechte betrug zum Berichtsstichtag 22,3 Mio. EUR.
1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.
Die Primäreinlagen wiesen mit 6,7 Mrd. EUR erneut einen Rekordwert aus. Erst letztes Jahr haben wir die 6-Milliarden-Euro-Schwelle übertroffen und im Geschäftsjahr 2019 den sehr guten Vorjahreswert um knapp eine halbe Milliarde Euro wieder kräftig ausgebaut.
Auf der einen Seite freuen wir uns über den großen Zuspruch unserer Kunden, auf der anderen Seite belastet der hohe Primäreinlagenstand die Ertragslage. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei den Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,5 % zu zahlen. Der Zinssatz für die Einlagenfazilität wurde im September von der Europäischen Zentralbank (EZB) von -0,4 % auf -0,5 % weiter gesenkt.
Die dominierende Position bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind seit Längerem die Sichteinlagen, die mit 3,3 Mrd. EUR um 7,6 % erneut stark zugelegt haben. Der Großteil stammt von Firmenkunden, die über hohe Liquiditätsstände verfügen. Auch Privatkunden entscheiden sich immer häufiger für Veranlagungen in Sichteinlagen. Das Mein Geld-Konto hat sich zu einer beliebten Sparform entwickelt, da immer mehr Kunden bequem, flexibel und auch digital über ihr Gespartes verfügen wollen. Dementsprechend hat sich das Volumen auf dem Mein Geld-Konto – über das auch online verfügt werden kann – von 326,8 Mio. EUR auf 385,4 Mio. EUR erhöht, ein Anstieg von rund 17,9 % im Vergleich zum Jahresende 2018.
Auch die Termineinlagen sind im Berichtsjahr um erfreuliche 15,6 % auf 1,1 Mrd. EUR gewachsen. Der Anstieg freut uns besonders, weil damit die Fristigkeitsstruktur der Refinanzierung verbessert werden konnte. Insgesamt beliefen sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf 4,4 Mrd. EUR, ein Anstieg um 9,0 %. Mit Blick auf die regionale Verteilung der Kundengelder zeigt sich, dass knapp 1,0 Mrd. EUR der Sicht- und Termineinlagen von slowenischen Privat- und Firmenkunden stammen.
In Österreich wiederum ist das Sparbuch noch immer die beliebteste Sparform. Und das, obwohl seit vielen Jahren eine Zinsflaute herrscht. Aber die jüngsten Berichte über einige österreichische Banken, die das klassische Sparbuch aus der Angebotspalette streichen wollen, lassen erkennen, dass das klassische Sparbuch an Bedeutung verlieren wird. Wir werden aber auch künftig das klassische Sparbuch in unserem Angebot haben. Rechtzeitig zum Weltspartag haben wir ein "Grünes Sparbuch" aufgelegt, mit dem wir auch einen Beitrag zum aktiven Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen. Mit diesen Einlagen werden ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert. Insgesamt verwalten wir auf klassischen Sparbüchern ein Volumen in Höhe von 1,4 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert bedeutete das einen geringfügigen Rückgang von 1,1 %.

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich. Vor allem bei institutionellen Anlegern erwies sich die BKS Bank als verlässliche und kompetente Emittentin. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 100,9 Mio. EUR an Privatplatzierungen begeben. Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr fünf neue Nachrang-Obligationen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt. Das Anlegerinteresse war dank einer attraktiven Verzinsung sehr hoch, sodass eine Tranche binnen weniger Tage ausverkauft war. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 64,1 Mio. EUR an Nachrangkapital platziert. Von einer AT-1-Anleihe, die bereits Ende 2018 aufgelegt wurde, wurden im Berichtsjahr weitere 11,7 Mio. EUR am Markt platziert. Zur Stärkung der MREL-Quote haben wir erstmals Senior-Non-Preferred-Obligationen begeben, die ausschließlich von institutionellen Anlegern gezeichnet wurden. Diese neue Bankanleihenklasse ist im Insolvenz- und "Bailin"-Fall der Emittentin zwischen gewöhnlichen Senior Bonds und klassischen Nachrangobligationen angesiedelt.
Wir freuen uns, dass im Berichtsjahr das Volumen nachhaltiger Geldanlagen gestiegen ist. Dem vermehrten Kundeninteresse tragen wir Rechnung, indem wir das Angebot nachhaltiger Veranlagungen sukzessive erweitern. So legten wir im Herbst unseren dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5 Mio. EUR auf. Das Besondere an der Emission: Das Emissionsvolumen wird ausschließlich für die Finanzierung von Vorhaben verwendet, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen. Insgesamt haben sich die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital auf 854,4 Mio. EUR erhöht, ein Zuwachs von erfreulichen 13,8 %.
Das Konzerneigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2019 einen Anstieg um 7,5 % auf 1,3 Mrd. EUR. Der Zuwachs des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes ab Seite 122 im Detail dokumentiert. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR.
| ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
|---|---|---|
| AT0000A28032 | 0,676 % BKS Bank Obligation 2019-2023/1/PP | 20.000.000,00 |
| AT0000A28792 | 4,54 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000.000,00 |
| AT0000A28J42 | 2,165 % BKS Bank Obligation 2019-2039/3/PP | 10.000.000,00 |
| AT0000A2AXN1 | 3,85 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400.000,00 |
| AT0000A2AZ36 | 0,24 % BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2019-2021/5/PP | 10.000.000,00 |
| AT0000A2AZ44 | 0,40 % BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2019-2022/6/PP | 10.000.000,00 |
| AT0000A2B6A8 | Variable BKS Bank Obligation 2019-2029/7/PP | 15.500.000,00 |
| AT0000A2C5M4 | 0,56 % BKS Bank Obligation 2019-2024/8/PP | 20.000.000,00 |
| AT0000A2C5W3 | 1,40 % BKS Bank Obligation 2019-2029/9/PP | 4.000.000,00 |
| AT0000A28KW9 | 0,60 % BKS Bank Obligation 2019-2026/1 | 7.600.000,00 |
| AT0000A28XQ4 | 0,375 % BKS Bank Green Bond 2019-2024/2 | 3.995.000,00 |
| AT0000A29T23 | 3 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-29/3 | 20.000.000,00 |
| AT0000A2AE49 | 3 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-30/4 | 20.000.000,00 |
| AT0000A2B493 | 3,125 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-2031/5 | 12.655.000,00 |
Die operative Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2019 war ausgesprochen erfolgreich, wenngleich die Herausforderungen in der Branche weiterhin anspruchsvoll sind. Dank unserer exzellenten Beratungsqualität und unserer hohen Innovationskraft, die wir insbesondere in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie gezeigt haben, sind wir im Kerngeschäft erneut kräftig gewachsen.
Die BKS Bank erwirtschaftete zum 31. Dezember 2019 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 92,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis bedeutete das ein kräftiges Wachstum um 20,0 %. Beim Jahresüberschuss vor Steuern haben wir sogar erstmals die Schallmauer von 100 Mio. EUR durchbrochen. Besonders erfreulich ist, dass wir im operativen Geschäft in allen wichtigen Ertragskomponenten deutlich zugelegt haben. Ergebnisstützen waren darüber hinaus die sehr gute Entwicklung des Ergebnisses der finanziellen Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und die moderate Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen.
Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge erhöhte sich von 129,7 Mio. EUR auf 135,8 Mio. EUR, ein Zuwachs um 4,7 %. Vor allem die gute Entwicklung der Zinserträge aus dem Kreditgeschäft (+5,1 %) machte sich im höheren Zinsergebnis bemerkbar. Die Erträge aus den Leasingforderungen haben sich dank der guten Performance unserer Leasinggesellschaften im In- und Ausland ebenfalls sehr positiv entwickelt (+16,9 %). Die Zinsaufwendungen mit 29,8 Mio. EUR waren leicht rückläufig (-2,0 %).
Der Druck auf die Margen hielt unvermindert an und forderte von unseren Kundenbetreuern viel Verhandlungsgeschick. Im Finanzierungsgeschäft gaben die Margen von 1,87 % auf 1,82 % nach. Im Einlagengeschäft sind wir bereits seit mehreren Jahren mit negativen Margen konfrontiert, die mit -0,13 % gegenüber 2018 weiter ins Negative abglitten. Nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 18,6 Mio. EUR ergab sich ein Zinsüberschuss nach Risiko von 117,3 Mio. EUR, ein erfreulicher Zuwachs von 5,3 %.
| in Mio. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 129,7 | 135,8 | 4,7 |
| Risikovorsorge | -18,3 | -18,6 | 1,6 |
| Provisionsüberschuss | 55,5 | 58,2 | 5,0 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 44,8 | 45,9 | 2,4 |
| Handelsergebnis | 0,3 | 1,2 | >100 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | -7,9 | 3,7 | >100 |
| Verwaltungsaufwand | -114,6 | -121,0 | 5,6 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 87,0 | 103,1 | 18,5 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -9,6 | -10,2 | 6,1 |
| Jahresüberschuss | 77,4 | 92,9 | 20,0 |
Das Geschäftsjahr 2019 war durch eine entspannte Risikosituation im Kreditgeschäft geprägt. Dementsprechend moderat entwickelte sich der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen und blieb zum 31. Dezember 2019 nahezu auf dem sehr guten Niveau des Vorjahreswertes. Für Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten wurden per Saldo Risikovorsorgen in Höhe von 18,9 Mio. EUR gebildet. Die Bildung von Risikovorsorgen erfolgt seit der Einführung des IFRS 9-Standards in drei unterschiedlichen Stufen. Für Kundenforderungen der Stufe 3 werden für signifikante Forderungen die Risikovorsorgen nach der DCF-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien ermittelt. Für Forderungen mit guter Bonität – Ratingstufe AA bis 4b – erfolgt die Bildung auf Basis des ECL-Modells. Auf Stufe 1 und 2 entfielen Risikovorsorgen in Höhe von 4,0 Mio. EUR, 14,6 Mio. EUR auf Stufe 3.
Wir verfolgen das strategische Ziel, die Abhängigkeit vom zinstragenden Geschäft konstant zu reduzieren. Wir freuen uns sehr, dass die positive Entwicklung des Provisionsergebnisses (58,2 Mio. EUR; +5,0 %) bereits davon zeugt, dass unsere Aktivitäten zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes Wirkung zeigen. Vor allem im Wertpapiergeschäft haben wir 2019 wichtige Expansionsschritte gesetzt.
Das Ergebnis im Wertpapiergeschäft entwickelte sich sehr positiv und belief sich zum Jahresultimo 2019 auf 15,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 20 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die deutliche Ertragssteigerung ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen:
Im März 2019 haben wir erfolgreich rund 25.000 Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. übernommen. Mit diesem Zukauf haben wir unsere Marktstellung in Slowenien kräftig ausgebaut und sind zum größten slowenischen Wertpapierdienstleister geworden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wurde durch die erfolgreiche Expansion um 1,9 Mio. EUR gestärkt.
Im Berichtsjahr haben wir im Inland die Vermögensverwaltung grundlegend verändert und als Ergänzung der Produktpalette zwei neue vermögensverwaltende Publikums-Dachfonds gegründet. Die Neuausrichtung wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Das Volumen in der Vermögensverwaltung konnte von 183,0 Mio. EUR. auf 209 Mio. EUR gesteigert werden, ein Zuwachs um 14,2 %. Darüber hinaus wirkte sich auch die positive Entwicklung der Finanzmärkte stimulierend auf das Anlegerverhalten aus.
Die zu Jahresbeginn noch zögerlichen Wertpapierumsätze entwickelten sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte dynamischer und bescherten uns Zuwächse bei den Provisionseinnahmen. Die Kurswerte der bei der BKS Bank angeführten Wertpapierdepots lagen Ende 2019 bei 11,9 Mrd. EUR nach 8,3 Mrd. EUR im Vorjahr.
Die BKS Bank ist eine mehrfach ausgezeichnete Beraterbank, die mit exzellenter Beratung und erstklassigem Produkt- und Serviceangebot überzeugt. Wir freuen uns sehr, dass uns diese Qualitäten auch immer wieder von unabhängigen Dritten bestätigt werden. Im Jänner 2019 haben wir den landesweiten ÖGVS-Test zur Anlageberatung gewonnen, den die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und das Magazin trend vergibt. Sechs überregionale und 14 regionale Filialbanken in Österreich wurden in Form von Mystery Shoppings in Hinblick auf Beratung, Transparenz, Service und Ambiente bewertet. Wir überzeugten zum wiederholten Male mit Top-Noten in allen Testkategorien und erreichten den ersten Platz.

Das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen verlief im Berichtsjahr wieder sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis um 3,5 % auf 21,5 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem erfreulichen Zuwachs an neuen Kunden, die auf unsere langjährige Expertise im Bereich der Zahlungsdienste vertrauen.
Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr befindet sich durch die voranschreitende Digitalisierung in einem grundlegenden Wandel. Zwar haben Bargeld und klassische Überweisungen nach wie vor einen hohen Stellenwert, werden aber immer mehr durch moderne digitale Angebote ersetzt. Gerade in diesem anspruchsvollen Umfeld sehen wir es als unsere Aufgabe, unseren Kunden mit modernen Zahlungsverkehrslösungen zur Seite zu stehen und auf Marktentwicklungen einzugehen. Erreichbarkeit, schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Fragen und Reklamationen sind dabei erfolgsentscheidende Faktoren.
Ein Trend, der unaufhaltsam seinen Weg nimmt, ist das Bezahlen mit Karten. Die höchsten Zuwächse bei den Transaktionszahlen verzeichneten wir in diesem Bereich. Vor allem die Kontaktlosfunktion ist binnen kürzester Zeit zu einer beliebten Bezahlmethode geworden. Hier zeichnet sich schon der nächste Wandel ab: Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist stark im Kommen. Wir haben mit der Einführung der BKS Bluecode App eine weitere moderne Zahlungsmethode über Smartphone im Berichtsjahr in Betrieb genommen. Die Anzahl an Kunden, die diese smarte Bezahlmethode verwenden, steigt seit der Einführung im Oktober konstant an.
Die Geschäfte der Oberbank und BTV verliefen im vergangenen Jahr ebenfalls sehr zufriedenstellend. Dementsprechend positiv entwickelte sich das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen, welches um 2,4 % auf 45,9 Mio. EUR zulegte.
Die internationalen Börsen präsentierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz höherer Volatilität insgesamt sehr freundlich. Die gute Börsenentwicklung schlug sich auch in einem deutlich verbesserten Ergebnis der finanziellen Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten nieder.
Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt: Die Position "Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten" verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreswert, blieb aber dennoch mit -1,6 Mio. EUR im negativen Bereich. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)" sehr zufriedenstellend und erreichte einen Wert von 5,1 Mio. EUR. Auch das "Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten" verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr und erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 auf 0,5 Mio. EUR. Das "sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten" fiel mit -0,4 Mio. EUR negativ aus. Insgesamt entwickelte sich das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sehr positiv und erzielte einen Wert von 3,7 Mio. EUR. Im Vorjahr wies diese Position noch einen Aufwandssaldo von -7,9 Mio. EUR aus.
Der Verwaltungsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % auf 121,0 Mio. EUR. Die dominierende Position im Verwaltungsaufwand ist der Personalaufwand, der mit 76,7 Mio. EUR leicht zunahm (+2,8 %). Die Gründe für den Anstieg lagen zum einen in der deutlichen Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in Österreich um durchschnittlich 3,0 %. Zum anderen führte die Zinsentwicklung zu einem höheren Dotationsbedarf für die Jubiliäumsgeld-Rückstellung und für das Sterbequartal. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich gegenüber 2018 von 932 auf 962 Personaljahre, da vor allem die Übernahme von Wertpapierkunden in Slowenien auch eine Ausweitung der Personalressourcen erforderte.
Die Sachaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 33,5 Mio. EUR um 2,1 % über dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position werden unter anderem die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH abgebildet. Die BKS Bank investiert direkt oder über die 3 Banken IT GmbH jährlich in zahlreiche IKT-Projekte und in die Erneuerung der Hard- und Netzwerkinfrastruktur. 2019 waren dies rund 11,6 Mio. Euro.
Wie bereits mehrfach vermerkt, stand das Geschäftsjahr 2019 ganz im Zeichen der Digitalisierung. Wir haben eine Reihe von innovativen digitalen Produkten und Services auf den Markt gebracht, die unsere Ertragskraft stärken, vorerst aber mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden sind. Für die Umsetzung solcher Projekte und für den laufenden IKT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH mitverantwortlich.
Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Tochter der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 294 Mitarbeiter.
Im Berichtsjahr wurden 154 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, realisiert bzw. bearbeitet. Darunter einige Projekte, die durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie z. B. PSD 2 oder Verbraucherzahlungsgesetz notwendig waren. Neben den bereits erwähnten Digitalisierungsprojekten gab es noch zahlreiche weitere Projekte wie die Übernahme der ALTA-Invest-Kunden in unsere Kernsysteme, die Einführung einer neuen Software für Kassenterminals oder die Erneuerung der Hardware-Infrastruktur in Slowenien.
Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich zum 31. Dezember 2019 auf -2,2 Mio. EUR. In dieser Position werden primär die regulatorischen Kosten, die die Banken belasten, abgebildet. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) für den Abwicklungsund Einlagensicherungsfonds und 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) für die Stabilitätsabgabe aufgewendet.
Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2019 einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 103,1 Mio. EUR nach 87,0 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 10,2 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 92,9 Mio. EUR, eine Steigerung von 20,0 %.
Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Konzernmuttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss von 45,6 Mio. EUR nach 33,0 Mio. EUR im Vorjahr. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 34,9 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,5 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 11.138.720,09 EUR aus. Wir werden der 81. Hauptversammlung am 06. Mai 2020 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie, das sind 10.735.725,- EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,4 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Unter Berücksichtigung des hervorragenden Jahresergebnisses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum 31. Dezember 2019 folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich um 0,6 %-Punkte auf 7,4 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern legte auf sehr erfreuliche 1,1 % zu.
Die Cost-Income-Ratio betrug 50,7 % und lag damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 62,6 % (09/2019). Die Risk-Earnings-Ratio entwickelte sich angesichts der guten Risikosituation weiter rückläufig und erreichte einen neuen Bestwert von 10,2 %. Die Berechnung der Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote) wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Die NPL-Quote nach EBA belief sich zum Jahresende 2019 auf 2,4 %.
Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,8 %, während sich die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) um beachtliche 14,1 %-Punkte auf 151,8 % verbesserte. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit 3,0 % bzw. 100 % mehr als deutlich.
Damit wir unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wachstumsstrategie weiterhin erfolgreich umsetzen können, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Wir freuen uns, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das ausgezeichnete Ergebnis und durch verschiedene Kapitalmaßnahmen die Kapitalquoten kräftig gestärkt haben. Die Kernkapitalquote verbesserte sich um 0,5 %-Punkte auf 12,7 % und die Gesamtkapitalquote erreichte 16,2 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie betrug 2,15 EUR zum 31. Dezember 2019.
| WICHTIGE UNTERNEHMENSKENNZAHLEN | |||
|---|---|---|---|
| in % | 2018 | 2019 | ± in %-Pkte. |
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 6,8 | 7,4 | 0,6 |
| ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) | 1,0 | 1,1 | 0,1 |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 50,3 | 50,7 | 0,4 |
| Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) | 10,5 | 10,2 | -0,3 |
| NPL-Quote1) | 3,31) | 2,4 | -0,9 |
| Leverage Ratio | 7,5 | 7,8 | 0,3 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 137,7 | 151,8 | 14,1 |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 110,2 | 112,4 | 2,2 |
| Kernkapitalquote | 12,2 | 12,7 | 0,5 |
| Gesamtkapitalquote | 14,8 | 16,2 | 1,4 |
| in % | |||
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,82 | 2,15 | 18,1 |
1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt.
Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.
Der Segmentbericht gliedert sich in die vier Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld. Das Segment Financial Markets entwickelte sich trotz volatiler Marktbedingungen zu einem stabilen Ergebnisbringer. Die Profitabilität im Privatkundengeschäft nimmt weiter zu.
Im Segment Firmenkunden betreuten wir im Geschäftsjahr 2019 konzernweit rund 23.500 Firmenkunden, ein Zuwachs von 9,9 % gegenüber 2018. Der starke Anstieg ist vor allem auf die erfolgreiche Übernahme der ALTA-Kunden zurückzuführen. Aber auch in den anderen Wachstumsregionen haben wir neue Kunden von unserem Produkt- und Serviceangebot sowie von unserem breiten Know-how im Firmenkundengeschäft überzeugen können.
Zu unseren Kunden zählen Betriebe der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte und institutionelle Kunden sowie die öffentliche Hand.
Das Geschäftsjahr 2019 war für das Firmenkundengeschäft ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Zinsüberschuss entwickelte sich – trotz herausforderndem Niedrigzinsumfeld – mit 105,8 Mio. EUR sehr positiv. Gegenüber dem Vorjahr erreichten wir einen Zuwachs um 3,4 %. Das gestiegene Kreditvolumen und die Konsequenz in unserer Konditionenpolitik spiegeln sich in dem guten Zinsergebnis wider. Der Provisionsüberschuss, die zweite bedeutende Ergebnissäule, ist um 5,2 % auf 32,1 Mio. EUR gestiegen. Vor allem höhere Erträge im Zahlungsverkehr und im Wertpapiergeschäft waren für das gute Ergebnis verantwortlich.
| in Mio. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 102,3 | 105,8 |
| Risikovorsorge | -18,9 | -18,7 |
| Provisionsergebnis | 30,6 | 32,1 |
| Verwaltungsaufwand | -50,0 | -51,8 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,2 | 0,4 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 65,2 | 68,4 |
| ROE vor Steuern | 17,4 % | 16,7 % |
| Cost-Income-Ratio | 37,3 % | 37,5 % |
| Risk-Earnings-Ratio | 18,5 % | 17,7 % |
Die gute Risikolage der BKS Bank zeigt sich vor allem in diesem Segment. Im Geschäftsjahr 2019 verzeichneten wir keine großen Insolvenzfälle und auch unsere konsequente Vorgehensweise beim Abbau von Risikofällen beeinflusste die Entwicklung der Risikokosten positiv. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 konnten die Risikovorsorgen in Höhe von 18,7 Mio. EUR stabil gehalten werden.
Der Verwaltungsaufwand nahm um 3,7 % auf 51,8 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte aus höheren IT-Aufwendungen und den gestiegenen Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Sterbequartale bedingt durch den höheren KV-Abschluss und die Zinsentwicklung. Der Jahresüberschuss vor Steuern belief sich zum 31. Dezember 2019 auf erfreuliche 68,4 Mio. EUR und fiel um 3,2 Mio. EUR oder 4,9 % höher aus als im Jahr davor.
Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen entwickelten sich angesichts des hervorragenden Segmentergebnisses sehr positiv. Der Return on Equity nahm aufgrund der höheren Eigenmittelbindung von 17,4 % auf 16,7 % leicht ab. Die Cost-Income-Ratio erreichte mit 37,5 % erneut einen Spitzenwert und die Risk-Earnings-Ratio reduzierte sich um 0,8 %-Punkte auf erfreuliche 17,7 %.
Im Berichtsjahr haben wir zum dritten Mal in Folge eine Kundenzufriedenheitsanalyse durchgeführt. Wir freuen uns, dass die Beteiligung an der Umfrage insgesamt gestiegen ist und dass viele Firmenkunden die Gelegenheit nutzten, uns Feedback zu geben. 86 % unserer Firmenkunden sind mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Besonders erfreulich war, dass die Weiterempfehlungsrate der Firmenkunden im zweistelligen Bereich zugenommen hat. Die Kompetenz unserer Kundenbetreuer sowie die Schnelligkeit bei Entscheidungen und Services wurden von den Firmenkunden ebenfalls mit sehr gut bzw. gut bewertet. Wir freuen uns sehr über die guten Bewertungen und arbeiten daran, die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern.
Finanzieren und Investieren sind die wichtigsten Kundenbedürfnisse im Firmenkundengeschäft. In diesem Bereich verfügen wir über exzellentes Beratungs-Know-how und über langjährige Erfahrungen. Unsere hohe Kompetenz, insbesondere im Finanzierungsgeschäft, zeigt sich auch darin, dass über drei Viertel der gesamten Ausleihungen im Konzern auf das Firmenkundengeschäft entfallen.
Im Berichtsjahr ist die Nachfrage nach Finanzierungen erneut gestiegen. Trotz Konjunkturabschwächung verzeichneten wir einen kräftigen Anstieg und erzielten ein Kreditwachstum in Höhe von 5,3 %. Von Jänner bis Dezember 2019 haben wir konzernweit 1,5 Mrd. EUR an neuen Finanzierungslinien an Firmenkunden vergeben. Der Stand der Kundenforderungen inkl. Leasingfinanzierungen erhöhte sich von 4,7 Mrd. EUR auf 5,0 Mrd. EUR. Im Leasinggeschäft war die Nachfrage ebenfalls unvermindert hoch. Konzernweit haben wir Leasinggeschäfte mit einem Volumen von 216,1 Mio. EUR neu abgeschlossen.
In Slowenien sind wir neben dem Leasinggeschäft auch stark im Bereich der Kommunalfinanzierungen vertreten. Das aushaftende Kreditvolumen an slowenische Gemeinden betrug 91,5 Mio. EUR. Rund 17,5 % des gesamten Finanzierungsvolumens im Firmenkundengeschäft, welches in Slowenien vergeben wird, entfallen auf den Kommunalbereich.
Ein Geschäftsfeld, das sich in den letzten Jahren sehr erfolgreich entwickelt hat, ist die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir rund 30 neue Exportprojekte betreut und insgesamt 44,2 Mio. EUR neu finanziert. In Summe gestionierten wir zum Jahresende 2019 ein Volumen an Exportfinanzierungen in Höhe von 184,5 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 21 %. Auch bei den geförderten Investitionsfinanzierungen haben wir einen Anstieg verzeichnet. Wir haben 96 geförderte Investitionsprojekte mit rund 82,8 Mio. EUR finanziert. Insgesamt verwalten wir ein Finanzierungsvolumen in dieser Produktsparte von 176,6 Mio. EUR, eine Steigerung um 15,0 % gegenüber 2018.

Zum Corporate Banking zählen wir Großkunden, die über eine Betriebsleistung von mehr als 75,0 Mio. EUR verfügen, institutionelle Kunden, größere Kommunen und strukturierte Finanzierungen. Dieses Geschäftsfeld entwickelte sich im Jahr 2019 ebenfalls sehr zufriedenstellend. Insgesamt betreuten wir im Corporate Banking ein Finanzierungsvolumen in Höhe von rund 670,0 Mio. EUR.
Vor einigen Jahren haben wir begonnen, uns intensiver um die Bedürfnisse von Landwirten zu kümmern. In jeder Region gibt es Kundenbetreuer, die sich auf den Agrarbereich spezialisiert haben. Die Neukundenakquisition hat sich positiv entwickelt: Mittlerweile betreuen wir rund 700 Landwirte und verwalten ein Finanzierungsvolumen von über 110,0 Mio. EUR.
Nachhaltige Finanzierungen gewinnen im Firmenkundengeschäft massiv an Bedeutung. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir das Thema Nachhaltigkeit schon seit mehreren Jahren im Kerngeschäft verankert haben und nachhaltige Finanzierungen anbieten. Beispielsweise haben wir im Geschäftsjahr 2019 bereits den dritten Green Bond emittiert. Mit dem Emissionserlös werden nachhaltige Investitionen finanziert. Den Anteil von Finanzierungen mit einem ökologischen oder sozialen Verwendungszweck haben wir im Berichtsjahr auf 137,8 Mio. EUR ausgebaut.
Wir verfügen am Markt über einen ausgezeichneten Ruf und sind dank unserer sehr guten Bonität auch als Veranlagungspartner stark gefragt. Im Berichtsjahr verzeichneten wir bei den sonstigen Verbindlichkeiten im Firmenkundensegment einen kräftigen Anstieg um 7,1 % auf 3,2 Mrd. EUR. Die darin enthaltenen Termineinlagen erhöhten sich sogar um 13,6 %.
Wir verfolgen das strategische Ziel, vom zinstragenden Geschäft unabhängiger zu werden, und forcieren den Ausbau eigenmittelschonender Geschäftsfelder. Die darauf gerichteten Vertriebsmaßnahmen zeigten im Berichtsjahr Wirkung und ermöglichten einen Zuwachs von 5,2 % im Dienstleistungsgeschäft. Wir freuen uns, dass wir vor allem im Zahlungsverkehr (+7,0 %) und im Wertpapiergeschäft (+20,7 %) höhere Ergebnisse erzielt haben.
Die Herausforderungen, mit denen das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr konfrontiert ist, sind sehr vielfältig. Der Markt ist hoch kompetitiv und kommt durch die rasanten technologischen Entwicklungen zusätzlich unter Druck. Die regulatorischen Vorgaben wurden insbesondere durch die Umsetzung der Payment Service Directive 2 (PSD 2) massiv verschärft. Trotz dieses anspruchsvollen Umfeldes haben sich die Erträge aus dem Zahlungsverkehr zu einer wichtigen Ergebnisstütze entwickelt. Wir haben 3.700 neue Firmenkonten eröffnet, die auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind und eine transparente und nachvollziehbare Preisgestaltung gewährleisten. Insgesamt erzielten wir aus dem Konto- und Zahlungsverkehrsgeschäft im Firmenkundensegment ein Ergebnis von 12,0 Mio. EUR, ein Zuwachs um erfreuliche 7,0 %.
Die Digitalisierung hat das klassische Firmenkundengeschäft voll erfasst. Firmenkunden, egal welcher Betriebsgröße, wollen bequem und sicher ihre Bankgeschäfte online erledigen. Wir haben im Vorjahr mit dem Launch der Firmenkundenportale BizzNet und BizzNet Plus wichtige Meilensteine in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie erreicht. BizzNet wird von unseren Kunden sehr geschätzt.
Im Geschäftsjahr 2019 nutzten bereits über 1.700 User das moderne Portal, das einfach zu bedienen ist. Vor allem die Trennung zwischen privaten Bankgeschäften und Firmenkonten ist mit wenigen Mausklicks möglich und ein gelungenes Feature, wie unsere Firmenkunden in Gesprächen immer wieder betonen.
2019 haben wir uns darauf konzentriert, die Angebote an digitalen Services und Produkten speziell für Firmenkunden weiterzuentwickeln. Mit "Garantien online" brachten wir als erste Bank eine sehr innovative Anwendung für Firmenkunden auf den Markt. In- und Auslandsgarantien können orts- und zeitunabhängig beauftragt werden, Garantiekonten mit allen Details einfach und bequem im Firmenkundenportal BizzNet verwaltet werden.
Im Firmenkundengeschäft sind wir zwar traditionell stärker im Kreditals im Veranlagungsgeschäft vertreten, allerdings konnten wir 2019 im Wertpapiergeschäft kräftig zulegen. Der Anstieg um ein Fünftel auf 5,4 Mio. EUR ist auch von der erfolgreichen Übernahme der slowenischen ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. beeinflusst.
Im Versicherungsgeschäft bildet die betriebliche Altersvorsoge einen wichtigen Beratungsschwerpunkt. 2019 haben wir Vorsorgeprodukte mit einer Prämiensumme von 6,5 Mio. EUR abgeschlossen, was einer Steigerung von 16,1 % entspricht.
Im Firmenkundengeschäft überzeugen wir mit persönlicher Betreuung und Handschlagqualität. Wir sind eine Beraterbank, die unseren Kunden auch ein breites Angebot an innovativen digitalen Produkten und Services bietet. Die Kombination aus persönlicher Nähe und digitalen Dienstleistungen hat sich bewährt.
Wir gewinnen konstant neue Firmenkunden und diesen Trend wollen wir 2020 weiter fortsetzen. Einerseits werden wir in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland und auf unseren Auslandsmärkten unsere Präsenz erhöhen, andererseits werden wir am Ausbau unserer digitalen Kompetenz arbeiten.
In wenigen Monaten werden wir bereits das nächste Online-Produkt am Markt einführen. Voraussichtlich im Frühjahr werden wir unseren Firmenkunden die Möglichkeit einräumen, Leasinggeschäfte komplett digital abzuwickeln. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Digitalisierung des Kundenannahmeprozesses und die digitale Eröffnung von Geschäftskonten. Im Laufe des Jahres wollen wir auch in diesem Bereich neue digitale Möglichkeiten bieten. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Einführung eines Corporate Finance Management, um die Finanz- und Liquiditätsplanung unserer Firmenkunden zu unterstützen.
Ein großes Thema, dem wir uns in den kommenden Monaten ebenfalls intensiv widmen werden, ist die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Damit soll das Finanzierungsgeschäft und die damit bereitgestellten Finanzmittel stärker in Richtung ökologische Projektfinanzierungen gelenkt werden.
Im Segment Privatkunden betreuen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Per 31. Dezember 2019 haben wir rund 167.700 Kunden diesem Segment zugeordnet, um 17,4 % mehr als im Jahr davor. Der Großteil der Neukunden stammt aus der erfolgreichen Übernahme der Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d.
Das Geschäftsjahr 2019 haben wir im Privatkundengeschäft erneut positiv abgeschlossen und ein Segmentergebnis in Höhe von 1,6 Mio. EUR erzielt, ein Zuwachs um erfreuliche 24,6 % gegenüber 2018. Der Ergebniszuwachs wurde vom Zins- und Provisionsergebnis bestimmt. Trotz historisch tiefem Zinsniveaus ist im Vergleich zum Vorjahr das Zinsergebnis um 7,8 % auf 27,6 Mio. EUR gestiegen. Im Provisionsergebnis von 25,7 Mio. EUR ist vor allem der gute Verlauf des Wertpapiergeschäftes für den Anstieg um 4,1 % verantwortlich. Darüber hinaus hat die entspannte Risikosituation bei Privatfinanzierungen zu einer Auflösung von Vorsorgen in Höhe von 0,3 Mio. EUR geführt. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 4,5 % auf 53,5 Mio. EUR und ist dem höheren Lohnniveau geschuldet. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug 1,6 Mio. EUR.
Die segmentspezifischen Kennzahlen zum 31. Dezember 2019 verbesserten sich aufgrund des positiven Segmentergebnisses wie folgt: Der Return on Equity erreichte 1,9 %, während die Cost-Income-Ratio sich auf 97,3 % verbesserte.
| in Mio. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 25,6 | 27,6 |
| Risikovorsorge | 0,5 | 0,3 |
| Provisionsergebnis | 24,7 | 25,7 |
| Verwaltungsaufwand | -51,2 | -53,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,7 | 1,6 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 1,3 | 1,6 |
| ROE vor Steuern | 2,1 % | 1,9 % |
| Cost-Income-Ratio | 98,4 % | 97,3 % |
| Risk-Earnings-Ratio | - | - |
Wir haben uns als exzellente Beraterbank etabliert. Unser Anspruch ist, qualitativ hochwertige Beratungs-, Produkt- und Servicequalität im gesamten Unternehmen zu gewährleisten. Im Herbst 2019 haben wir unsere Kunden eingeladen, unsere Leistungen zu beurteilen. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden – wir konnten in allen Bereichen wie Gesamtzufriedenheit, Weiterempfehlungsrate, Betreuerkompetenz oder Schnelligkeit zulegen. 91 % unserer Privatkunden sind mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Unsere Leistungen werden auch laufend durch unabhängige Dritte auf den Prüfstand gestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) gemeinsam mit dem Magazin trend die BKS Bank-Filialen mehrfach in Mystery Shoppings getestet. Auch diese Ergebnisse sind hervorragend ausgefallen, so wurden wir zur besten überregionalen Filialbank bei der Anlageberatung und der privaten Pensionsvorsorge gekürt und wurden mit einem Service-Award ausgezeichnet.
Das Finanzierungsgeschäft zählt zu unseren Kernkompetenzen, auch im Privatkundengeschäft. Dort ist vor allem die Nachfrage nach Wohnraumfinanzierungen 2019 deutlich gestiegen. Die Kundenforderungen an Privatpersonen sind konzernweit um 7,8 % auf 1,4 Mrd. EUR gewachsen. Erfreulich ist, dass wir das Neugeschäftsvolumen auf den Auslandsmärkten nahezu verdoppelt haben. Im Inland hat vor allem in Kärnten das Neugeschäftsvolumen zugelegt.
Nachhaltige Finanzierungsprodukte sind schon seit mehreren Jahren ein fixer Bestandteil unseres Finanzierungsangebotes. Im Berichtsjahr haben wir den Anteil der Finanzierungen, die für ökologische und soziale Zwecke verwendet wurden, weiter ausgebaut. Insgesamt haben wir 158,7 Mio. EUR an nachhaltigen Finanzierungen im Privatkundensegment vergeben. Sehr zufriedenstellend ist auch die Nachfrage nach dem 2015 in Slowenien eingeführten Green Loan, der Investitionen in den Klimaschutz begünstigt. Das vergebene Kreditvolumen stieg im Berichtsjahr auf 29,2 Mio. EUR an (+46,9 %).
Bei den Wohnraumfinanzierungen haben wir 2019 einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie erreicht. Wir haben den digitalen BKS Wohnkredit gelauncht, der neben der komfortablen Usability und Interaktion mit dem Betreuer vor allem durch eine transparente und faire Abrechnung punktet. Mit dem neuen digitalen Wohnkredit haben wir darüber hinaus den Kreditprozess wesentlich vereinfacht und die Durchlaufzeit um 40 % verkürzt. Seit Herbst bieten wir auch einen Online-Konsumkredit an, der ebenfalls durch seine einfache digitale Abwicklung besticht.
Der Abbau der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken geht ebenfalls zügig voran. Das Kreditvolumen in Schweizer Franken verringerte sich um erfreuliche 11,9 % auf 75,3 Mio. EUR. Die FX-Quote (ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien) belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 5,9 % nach 7,2 % im Jahr 2018.
Das tiefe Zinsniveau begleitet uns mittlerweile seit vielen Jahren und ungeachtet dessen generieren wir jedes Jahr konstante Zuwächse bei den Verbindlichkeiten gegenüber Privatkunden. Zum 31. Dezember 2019 sind diese um 6,1 % auf 2,5 Mrd. EUR gewachsen. Dabei zeigt sich, dass immer mehr Privatkunden zeit- und ortsunabhängig und online über ihr Erspartes verfügen wollen. Die Einlagen im täglich fälligen Bereich haben dementsprechend zugelegt und betrugen 963,1 Mio. EUR, ein kräftiger Anstieg um 13,9 %. Rechnet man die Termineinlagen in Höhe von 287,3 Mio. EUR dazu, haben die sonstigen Verbindlichkeiten die Volumina auf klassischen Sparbüchern überholt. Bei den Spareinlagen haben wir einen leichten Rückgang in Höhe von 0,8 % auf 1,2 Mrd. EUR hinnehmen müssen. Der Bausparvertrag zählt hingegen nach wie vor zu den beliebteren Sparformen. Im Berichtsjahr haben wir 3.778 Bausparverträge, die wir als langjähriger Vertriebspartner von Wüstenrot vertreiben, abgeschlossen.

Im Privatkundensegment wollen wir ebenfalls in den eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern wachsen. Die positive Entwicklung des Provisionsüberschusses mit einem Zuwachs von 4,1 % zeigt deutlich, dass die gesetzten Maßnahmen zur Ankurbelung des Dienstleistungsgeschäftes wirken. Das Provisionsergebnis wird auch im Privatkundensegment maßgeblich von den Zahlungsverkehrsprovisionen und dem erfolgreich gelaufenen Wertpapiergeschäft getragen.
Der rasante technologische Wandel berührt viele Lebensbereiche. Das Bankgeschäft ist davon ebenso betroffen wie unsere Kunden. Im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr merkt man die voranschreitende Digitalisierung und das damit einhergehende veränderte Kundenverhalten besonders stark. Wir lassen uns von diesen Herausforderungen nicht entmutigen, sondern sehen darin große Chancen für weiteres Wachstum. Wir investieren kräftig in den Ausbau unseres digitalen Angebotes, um mit Innovationen vorne dabei zu sein. Dass uns dies im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gelungen ist, zeigt das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das um 3,4 % auf 10,2 Mio. EUR gestiegen ist.
Im Berichtsjahr haben wir die europäische Payment Service Directive 2, kurz PSD 2, umgesetzt. Die PSD 2-Bestimmungen zielen darauf ab, einheitliche Regelungen für digitale Entwicklungen im Zahlungsverkehr festzulegen, den Wettbewerb zu steigern, die Sicherheit von Zahlungsdiensten zu gewährleisten und den Verbraucherschutz zu stärken. Die wichtigsten Vorgaben haben wir bis 14. September 2019 umgesetzt, darunter die Umsetzung der sogenannten Strong Customer Authentication. Dieses neue Authentifizierungsverfahren bringt verbesserte Sicherheitsstandards bei der Nutzung von elektronischen Zahlungsdiensten und elektronischen Fernzahlungen. Wir haben mit der BKS Security App eine moderne, sichere und vor allem bedienerfreundliche Lösung eingeführt. Die Umstellung erfolgte planmäßig über die Sommermonate.
Im klassischen Kontobereich haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 7.000 neue Privatkunden von unserem Kontoangebot überzeugen können. Wir bieten unseren Kunden das moderne und benutzerfreundliche Kundenportal MyNet, welches wir im Berichtsjahr mit neuen Funktionen, darunter dem individuell einstellbaren Kontorahmen, ausgestattet haben. MyNET wird von unseren Kunden sehr gut angenommen, die Anzahl der aktiven User steigt von Jahr zu Jahr. Zum 31. Dezember haben rund 42.900 User das Kundenportal MyNet aktiv genutzt.
Kurz vor dem Jahresende 2019 haben wir unsere digitale Kompetenz mit dem Onboarding-Prozess wesentlich erhöht. Parallel dazu haben wir auch die Kontoeröffnung digitalisiert, vereinfacht und somit wesentlich beschleunigt. Im Herbst haben wir die Kooperation mit Blue Code gestartet. Kunden, die ein Smartphone mit Android-Benutzersystem besitzen, können mit der Blue Code App sicher in einer Vielzahl von Geschäften bezahlen.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Anleger eines der besten Veranlagungsjahre des vergangenen Jahrzehnts. Die Börsen zeigten sich durchwegs freundlich, was viele private Anleger dazu motiviert hat, am Kapitalmarkt zu veranlagen. In Slowenien haben wir durch den Zukauf von Wertpapierkunden unsere Marktstellung kräftig ausgebaut und sind dort zum größten Wertpapierdienstleister geworden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft mit Privatkunden hat sich daher gegenüber 2018 um 15,7 % von 9,2 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR erhöht.
An drei Standorten in Wien, Kärnten und in der Steiermark bieten speziell ausgebildete Kundenbetreuer maßgeschneiderte Dienstleistungen für vermögende Privatkunden an. Im Berichtsjahr sind wir sowohl bei der Anzahl der Privat Banking-Kunden als auch im Volumen zufriedenstellend gewachsen. Zu unseren Kernkompetenzen im Private Banking zählen die Vermögensverwaltung und unsere Brokerage-Dienstleistungen.
Die Vermögensverwaltung, die wir österreichischen Privatkunden anbieten, hat sich im Berichtsjahr sehr positiv entwickelt. In den drei Varianten – BKS Portfoliostrategie, individuelle Vermögensverwaltung und BKS Anlagemix – haben wir die Volumina gesteigert. Wir freuen uns sehr, dass die Neuausrichtung der Vermögensverwaltung erwartungsgemäß neuen Schwung in das Veranlagungsgeschäft gebracht hat.
Das Volumen nachhaltiger Geldanlagen ist im Berichtsjahr erneut gestiegen. Seit mehreren Jahren fokussieren wir auf nachhaltige Veranlagungsprodukte und leisten beispielsweise mit der Emission von Green und Social Bonds Pionierarbeit an der Wiener Börse. Für verantwortungsvolle Anleger haben wir im August 2019 den dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR zur Zeichnung aufgelegt. Mit dem Emissionsvolumen werden ausschließlich Vorhaben finanziert, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen.
Als verantwortungsbewusste Bank bieten wir unseren Privatkunden auch eine umfangreiche Produktpalette aus dem Versicherungsbereich an. Wir treten dabei als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie, fondsgebundene Lebensversicherungen, auch auf Basis von Einmalerlägen sowie Risiko- und Unfallversicherungen. Im Berichtsjahr waren wir mit der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts sehr zufrieden. Die Kapitalversicherungen legten gemessen am Prämienvolumen um 3,3 % zu, während die Jahresnettoprämie für Risikoversicherungen um erfreuliche 18,1 % zunahmen. Der Vertrieb von Unfallversicherungen entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Die Ertragskraft im Privatkundensegment nachhaltig zu stärken, bleibt ein bestimmendes Thema für die kommenden Monate. Ein Mix aus mehreren Maßnahmen wird uns dabei unterstützen, die gesetzten Ertragsziele zu erreichen. Zum einen wollen wir unsere digitale Kompetenz stärker ins Bewusstsein unserer Kunden und unserer Mitarbeiter rücken, um den Vertrieb der digitalen Produkte und Dienstleistungen anzukurbeln. Zum anderen arbeiten wir daran, interne Prozesse, allen voran die Filial- und Verkaufsprozesse, zu optimieren, um höhere Cross- und Up-Selling-Quoten zu erreichen. Wir werden in diesem Zusammenhang auch über neue Rollenbilder im Vertrieb nachdenken und die Filialorganisation im Schalter- und Servicebereich optimieren. Die exzellente Beratungsqualität unserer Kundenbetreuer werden wir durch laufende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiter stärken.
Im aktuellen Geschäftsjahr erneuern wir auch wieder einige Filialen und werden das Konzept der Filiale der Zukunft sowie unseren neuen Markenauftritt entsprechend umsetzen. Im Frühjahr planen wir darüber hinaus für Bargeldtransaktionen in den Filialen das sogenannte Whitecard-System zu implementieren.
Im Segment Financial Markets sind neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.
Das Zinsniveau blieb auch 2019 auf sehr tiefem Niveau, sodass die Erwirtschaftung von zusätzlichen Erträgen auf Basis der Fristentransformation nur eingeschränkt möglich war. Im Gegensatz dazu führte die positive Entwicklung der Finanzmärkte zu einem starken Zuwachs beim Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten, was das Segmentergebnis im Vergleich zum Vorjahr maßgeblich verbesserte.
| in Mio. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 43,7 | 44,9 |
| Risikovorsorge | 0,1 | -0,1 |
| Provisionsergebnis | -0,2 | -0,3 |
| Handelsergebnis | 0,3 | 1,2 |
| Verwaltungsaufwand | -7,4 | -8,4 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 0,5 | 0,2 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | -7,8 | 3,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 29,2 | 40,8 |
| ROE vor Steuern | 4,3 % | 5,6 % |
| Cost-Income-Ratio | 16,7 % | 18,2 % |
| Risk-Earnings-Ratio | - | 0,2 % |
Im Segment Financial Markets erwirtschafteten wir zum 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 40,8 Mio. EUR, ein Zuwachs um beachtliche 39,7 %. Das deutlich verbesserte Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten mit 3,2 Mio. EUR beeinflusste das hervorragende Segmentergebnis maßgeblich. Der Zinsüberschuss, in dem auch die Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen abgebildet sind, erhöhte sich um 1,3 Mio. EUR auf 44,9 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind auch die Erträge aus Beteiligungen enthalten, die sich zum 31. Dezember 2019 auf 6,3 Mio. EUR beliefen. Zu unseren Beteiligungsportfolio zählen unter anderem die Österreichische Kontrollbank (OeKB), die 3 Banken KFZ-Leasing, die 3 Banken Generali Investment GmbH sowie die CEESEG AG.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte sich das Exposure im Interbankenverkehr sehr positiv. Unsere Partner im Bankenbereich weisen alle erstklassige Ratingstufen von AA bis A3 auf. Dementsprechend gering fielen die Dotierungen für die Risikovorsorge aus. Im Berichtsjahr haben wir lediglich Risikovorsorgen von 0,1 Mio. EUR gebildet. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 7,4 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR.
Im Aktiv-Passiv-Gremium steuern wir unter anderem auch die langfristige oder strukturelle Liquidität. Eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die ab 28.06.2021 verpflichtend einzuhalten ist und die die langfristige Liquidationssituation abbildet, ist die NSFR. Um die Net Stable Funding Ratio (NSFR) zu stärken, haben wir im Berichtsjahr 185,8 Mio. EUR an längerfristigen Anleihen emittiert und von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine sogenannte Targeted Longer-Term Refinancing Operation im Rahmen der TLTRO III-Serie in Höhe von 150 Mio. EUR durchzuführen. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) hat sich dementsprechend auf 112,4 % erhöht.
Die steuerungsrelevanten Kennzahlen entwickelten sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Der Return on Equity verbesserte sich von 4,3 % auf 5,6 %. Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich durch den gestiegenen Verwaltungsaufwand von 16,7 % auf 18,2 %, was einen hervorragenden Wert darstellt.
Wir wollen auch weiterhin ein solider und verlässlicher Emittent von Wertpapieren sein und werden daher auch im laufenden Jahr eigene Emissionen begeben. Unseren Kunden bieten wir damit attraktive Veranlagungsmöglichkeiten. Eine aktive Emissionspolitik hilft uns zudem, die MREL-Quote (Minimum Requirement for Eligible Liabilities) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) dauerhaft auf soliden Werten zu halten. Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2020 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und vorrangig in High Quality Liquid Assets investieren. Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge abgebildet, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können. In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden.
Der Jahresüberschuss vor Steuern betrug -7,7 Mio. EUR nach -8,6 Mio. EUR im Vorjahr. Das negative Ergebnis ist vor allem auf die hohen regulatorischen Kosten zurückzuführen, die die Banken seit Jahren massiv belasten. Die Kosten für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,2 Mio. EUR und die Beiträge zum Abwicklungsfonds im Ausmaß von 2,7 Mio. EUR sind diesem Segment zugeordnet. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 6,0 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR.
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.
Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2019 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen:
Das gute Konzernergebnis sowie die erfolgreiche Platzierung einer AT-1-Anleihe haben die Eigenmittelausstattung deutlich gestärkt. Dementsprechend erhöhte sich das harte Kernkapital um 35,9 Mio. EUR auf 629,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 6,0 %. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von 11,2 % auf 11,6 %. Das zusätzliche Kernkapital nahm um 9,7 Mio. EUR auf 61,2 Mio. EUR zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 190,6 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 881,4 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 13,1 %. Die Gesamtkapitalquote erreichte demnach einen hervorragenden Wert von 16,2 %.
| in Mio. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 83,7 | 83,4 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.061,8 | 1.134,0 |
| Abzugsposten | -551,8 | -587,8 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 593,7 | 629,61) |
| Harte Kernkapitalquote | 11,2 % | 11,6 % |
| Hybridkapital | 8,0 | 6,0 |
| AT1-Anleihe | 43,5 | 55,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 51,5 | 61,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 645,2 | 690,8 |
| Kernkapitalquote | 12,2 % | 12,7 % |
| Ergänzungskapital | 134,0 | 190,6 |
| Eigenmittel insgesamt | 779,2 | 881,4 |
| Gesamtkapitalquote | 14,8 % | 16,2 % |
| Total Risk Exposure Amount | 5.283,1 | 5.449,6 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2019. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,8 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0 % und den internen Benchmarkwert von > 5 %.

mit Nutzung der Übergangsbestimmungen
Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der BKS Bank einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,69 % der Gesamtverbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, TLOF) auf konsolidierter Ebene vorgeschrieben. Die MREL-Quote wird auf monatlicher Basis berechnet und an die OeNB gemeldet. Die geforderten monatlichen Mindestquoten haben wir eingehalten.
Die Beschreibung der Ziele und Methoden des Risikomanagements sowie die Erläuterungen zu den wesentlichen Risiken sind in den Notes ab Seite 159 im Kapitel Risikobericht dargestellt.
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.
Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkonsolidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet.
Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.
Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.
Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2019. Dieser ist unter www.bks.at/Nachhaltigkeit downloadbar. Die Informationen auf den folgenden Seiten stellen nur einen Auszug über ausgewählte Entwicklungen unserer nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar.
Die BKS Bank hat seit vielen Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die stetig weiterentwickelt wird. Viele Auszeichnungen, wie im Berichtsjahr jene als "Global Role Model in Sachen Nachhaltigkeit" durch die Assessoren der Quality Austria, zur "Nachhaltigsten Bank Österreichs" durch das Magazin "Der Börsianer" und die neuerliche Aufnahme der BKS Bank-Stammaktie in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX, belegen den Status der BKS Bank als Branchenleader.
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie gliedert sich in fünf Handlungsfelder, für die wir jeweils messbare Ziele definiert haben, die wir bis 2020 erreichen wollen:
Im Handlungsfeld Strategie und Governance erfolgt die Steuerung unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Unser Nachhaltigkeitsmanagement stellt sicher, dass wir unsere CSR-Aktivitäten auf der Basis von internationalen Anforderungen, wie jenen des UN Global Compacts oder der Sustainable Development Goals, weiterentwickeln, die geplanten Maßnahmen umsetzen und unsere Ziele erreichen.
Im Jahr 2019 beschäftigten wir uns intensiv mit dem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums der Europäischen Union. Obwohl wir über langjährige Nachhaltigkeitsexpertise verfügen, ist die Umsetzung der vielen neuen Richtlinien eine Herausforderung, da nahezu unser gesamtes Kerngeschäft davon betroffen ist. Um sicherzustellen, dass wir allen Anforderungen zeitgerecht nachkommen können, haben wir ein umfangreiches Umsetzungsprojekt gestartet. Sehr gute Fortschritte gab es im Jahr 2019 bereits bei der Integration von ESG-Faktoren in das Risikomanagement. Auch die neue Taxonomie wurde von uns evaluiert. Es zeigte sich, dass die Kriterien, nach denen wir die Nachhaltigkeit von Finanzierungsprojekten beurteilen, in hohem Ausmaß mit den Entwürfen übereinstimmen. Auch unsere Green Bonds entsprechen nach derzeitigem Stand den Entwürfen zum Green Bond-Standard.
Regelmäßige Stakeholder-Dialoge bilden einen wertvollen Baustein unserer nachhaltigen Entwicklung. Im Berichtsjahr luden wir zu einem Expertenworkshop, in dem wir die Frage diskutierten: "Welche Chancen und Risiken bringt der Klimawandel für Österreichs Wirtschaft?" An der Diskussion beteiligten sich Vertreter von Kärntner Städten und Gemeinden, des Landes Kärnten und Vertreter von Unternehmen sowie Vertreter von Interessenverbänden und NGOs. Bei einer Kundenzufriedenheitsanalyse stellten uns unsere Kunden ein hervorragendes Zeugnis aus. Und unsere Mitarbeiter zeigten sich in Befragungen mit der Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen aus der letzten Mitarbeiterbefragung sowie mit unserer betrieblichen Gesundheitsförderung sehr zufrieden.
Durch kontinuierliches Wachstum stieg unser Personalstand auf 1.128 Beschäftigte an, die aus zehn verschiedenen Nationen stammen. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang prägt den Unternehmensalltag in der BKS Bank. Unsere Führungskräfte geben ihren Mitarbeitern klare Zielvorgaben, angemessenen Handlungsspielraum und ermöglichen vorausschauendes flexibles Agieren. Unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln sind selbstverständlich und tragen wesentlich zum Erfolg unseres Hauses bei.
Die Aus- und Weiterbildung spielt eine Schlüsselrolle in der Personalentwicklung der BKS Bank und steht allen Mitarbeitern offen. Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeiter so zu qualifizieren, dass sie mit den Veränderungen des Berufsbildes gut Schritt halten können. 2019 verbrachten unsere Beschäftigten 36.049 Stunden auf Aus- und Weiterbildung, 18.499 dieser Stunden wurden von Frauen absolviert. Die Förderung von Frauen ist uns ein besonderes Anliegen. Bis 2022 wollen wir einen Anteil von Frauen in Führungspositionen von 35 % erreichen. Ein bewährtes Instrument ist unser Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft", das im Berichtsjahr 12 Teilnehmerinnen abschlossen. Auch unter den 15 Mitarbeitern, die das Talenteprogramm absolvierten, waren sechs Frauen.
Neben einem adäquaten Einkommen, vielen Sozialleistungen und einer guten Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Österreich trägt die BKS Bank seit 2010 das Gütezeichen des Audit "berufundfamilie", im Berichtsjahr freuten wir uns über die erfolgreiche Rezertifizierung. Auch in Slowenien und Kroatien tragen wir die landesübliche Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen. In der Slowakei gibt es kein entsprechendes Zertifikat. Von unseren familienfreundlichen Angeboten besonders gerne genutzt werden die kostenlose Ferien- und Fenstertagsbetreuung für Mitarbeiterkinder, das Karenzfrühstück oder der Familientag. Auch ein Vortrag zu den Themen Erwachsenenschutzgesetz und Erben und Vererben stieß auf großes Echo.
| Mitarbeiter nach Personen | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 1.099 | 1.119 | 1.128 |
| • davon in Österreich | 860 | 861 | 851 |
| • davon in Slowenien | 121 | 137 | 150 |
| • davon in Kroatien | 73 | 74 | 76 |
| • davon in der Slowakei | 40 | 42 | 46 |
| • davon in Italien | 4 | 4 | 4 |
| • davon in Ungarn | 1 | 1 | 1 |
| • davon Frauen | 623 | 619 | 637 |
| • davon Männer | 476 | 500 | 491 |
| • davon Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen |
28 | 27 | 29 |
Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht besonders vermerkt – in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch Mitarbeiter nicht konsolidierter Gesellschaften.
Bei den Mitarbeitern beliebt sind auch die Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Das Jahresprogramm "Durch die Bank gesund" stand 2019 unter dem Motto "Air-holen in der BKS Bank" und wurde in Österreich, Slowenien und Kroatien von 313 Mitarbeitern besucht. 2020 ist geplant, das Jahresprogramm zur Darmgesundheit erstmals auch in der Slowakei anzubieten.
Seit wir 2013 die heutige BKS Portfolio-Strategie nachhaltig auf den Markt gebracht haben, wurde das Spektrum nachhaltiger Produkte sukzessive ausgebaut und umfasst nun auch Green und Social Bonds, nachhaltige Sparbücher, den Silberkredit und Green Leasing in Österreich sowie einen Green Loan in Slowenien. 2019 emittierten wir unseren Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR und legten das "Grüne Sparbuch" auf. Auch in anderen Anlagebausteinen, wie der individuellen Vermögensverwaltung (iVV), werden Kundengelder nachhaltig veranlagt. Seit 2018 kennzeichnen wir in Österreich Finanzierungen mit sozialem oder ökologischem Verwendungszweck.
Das erweiterte Produktspektrum, die deutlich gestiegene Nachfrage danach und eine verbesserte Datenerfassung führten zu einem deutlichen Anstieg des Volumens nachhaltiger Produkte um 103,1 % auf 385,4 Mio. EUR. Der im nachfolgenden Chart ersichtliche enorme Sprung vom Jahr 2017 auf 2018 ist unter anderem auf die verbesserte Datenbasis für nachhaltige Finanzierungen zurückzuführen. Seit 2018 wird auch der Green Leasing-Barwert erfasst. Seit dem Berichtsjahr führen wir auch die Grünen Sparbücher und die nachhaltig investierten Kundengelder aller BKS Portfolio-Strategie-Varianten sowie der individuellen Vermögensverwaltung (iVV) und die Volumina nachhaltiger Fonds der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft, die auf Kundendepots bei der BKS Bank veranlagt sind, in dieser Kennzahl an.
Durch den EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und den von Kommissionspräsidentin Frau Dr. Ursula von der Leyen präsentierten Green Deal rückten Green Bonds im Jahr 2019 verstärkt in den Fokus von Anbietern und Anlegern. In Österreich zählt die BKS Bank zu den Vorreitern bei der Emission von Green Bonds. Im Berichtsjahr emittierten wir unseren dritten Green Bond. Das Emissionvolumen betrug 5 Mio. EUR. Um die Nachhaltigkeit der grünen und sozialen Anleihe transparent darzustellen, erstellte die rfu – Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung für alle Green und Social Bonds jeweils eine Sustainability Second Party Opinion. Diese Gutachten bescheinigen allen BKS Green und Social Bonds eine klar positive Wirkung in Hinblick auf Ökologie und Soziales.


Mit der BKS Portfolio-Strategie nachhaltig bietet die BKS Bank ihren Kunden auch eine ökologisch und sozial nachhaltige Vermögensverwaltung an. Die von den BKS Bank-Portfoliomanagern aktiv verwaltete BKS Portfolio-Strategie nachhaltig investiert ausschließlich in Nachhaltigkeits-, Ethik- und Umweltfonds. Sehr erfreulich war im Berichtsjahr die Wertentwicklung mit einer Performance von 10,8 %. Im Jahr 2019 stieg das in die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig investierte Volumen von 16,3 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR an (+8,0 %).
Auch unsere nachhaltigen Finanzierungsprodukte waren im Berichtsjahr sehr gefragt. Wir verzeichnen einen Anstieg des nachhaltigen Finanzierungsvolumens auf 296,5 Mio. EUR. Davon wurden 158,7 Mio. EUR an Privatkunden und 137,8 Mio. EUR an Firmenkunden vergeben. Mehr als zwei Drittel (220,2 Mio. EUR) dieser Kredite hatten einen ökologisch nachhaltigen Verwendungszweck. Der Green Leasing-Barwert in der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. wuchs von 7,6 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR. Um das Bewusstsein verstärkt auf nachhaltige Mobilität zu lenken, gab es erstmals eine Marketingkampagne zu Green Leasing, die wesentlich dazu beitrug, dass die Anzahl geleaster Hybridbzw. E-Fahrzeuge um 128,8 % gesteigert werden konnte. Ebenso erhöhte sich das Volumen des in Slowenien vergebenen Green Loans von 19,8 Mio. EUR auf 29,2 Mio. EUR. Die gestiegene Nachfrage nach unseren ökologischen Finanzierungsprodukten sehen wir als erfreulichen Beleg, dass immer mehr Unternehmer und Privatpersonen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen und entsprechend investieren.
Mit dem Silberkredit offeriert die BKS Bank seit 2016 auch einen sozial nachhaltigen Kredit. Der Silberkredit richtet sich an ältere Menschen, die aufgrund ihres Alters einen sehr beschränkten Zugang zum Kreditmarkt haben. Dass entsprechender Bedarf am Markt gegeben ist, zeigt die mehr als positive Volumensentwicklung dieses Produkts. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Anstieg von 27,4 Mio. EUR auf 37,4 Mio. EUR verzeichnet.
Die BKS Bank nimmt ihre Verantwortung als verlässlicher Partner in der Region wahr. 2019 förderten wir 302 Initiativen mit 210 Tsd. EUR, darunter die Flaggschiffe der Kärntner Kultur: die Tage der deutschsprachigen Literatur und den Carinthischen Sommer. Mit dem Hauptsponsoring der Oper "Koma" am Stadttheater Klagenfurt unterstützten wir eine auch international sehr beachtete Aufführung. Unser größtes Sozialsponsoring ist die langjährige Partnerschaft mit Kärntner in Not, einem Verein, der seit dem Jahr 2000 unverschuldet in Not geratene Kärntner unbürokratisch unterstützt. Seit 2010 trägt der Verein das Spendengütesiegel. 2019 übertraf das Spendenaufkommen mit über 1,3 Mio. EUR erstmals die Ein-Millionen-Euro-Grenze.
Die BKS Bank möchte einen spürbaren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Daher haben wir in den vergangenen Jahren unser Umweltmanagement konsequent auf- und ausgebaut. Zur weiteren Professionalisierung unser Umweltaktivitäten führten wir im Berichtsjahr das Umweltmanagementsystem EMAS ein. EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und zählt zu den verbreitetsten und anspruchsvollsten Umweltmanagementsystemen in Europa. Die Begutachtung erfolgte durch zwei Umweltgutachter der Quality Austria. Der Feedbackreport der Umweltgutachter hat uns viele Stärken, aber auch Empfehlungen für Verbesserungen aufgezeigt. Positiv hervorgehoben wurden unter anderem die professionelle Kontextanalyse, die Bewusstseinsbildung durch sogenannte "Pop-ups", Umweltsteckbriefe für unsere Standorte sowie das Engagement der Mitarbeiter.
Explizit hervorgestrichen wurden auch unsere Erfolge bei der Reduktion des Carbon Footprints. Seit der Erstmessung im Jahr 2012 konnten wir diesen um 59 % reduzieren. Damals emittierten wir 2.390 t CO2 - Äquivalente. Hauptverantwortlich für den Rückgang ist, dass wir in Österreich und Kroatien nun umweltfreundlicheren Strom nutzen. 20191) können wir über eine Reduktion des Carbon Footprints um 219 t CO2 -Äquivalente auf 982 t CO2 -Äquivalente berichten. Unser Carbon Footprint je Personaljahr liegt nun bei 1,0 t CO2 -Äquivalenten (-0,3 t CO2 -Äquivalente).
Die Dekarbonisierung, also der Ausstieg aus fossilen Energieträgern, ist ein entscheidender Faktor auf dem Weg zur Klimaneutralität der EU und Österreichs. Für unser Haus sehen wir ein Dekarbonisierungspotenzial vor allem im Kerngeschäft über unsere nachhaltigen Produkte, in der Mobilität und im Bau. Daher rüsten wir unseren Fuhrpark sukzessive auf alternative Antriebssysteme um und bemühen uns, die Anzahl der Fahrzeuge zu reduzieren. 2019 waren von 71 Fahrzeugen 34 der Emissionsklasse sechs zuzuordnen, darunter sechs Hybridfahrzeuge und ein E-Fahrzeug. Erstmals setzten wir auch Maßnahmen, um unsere Mitarbeiter zu bewegen, den Arbeitsweg nachhaltiger zurückzulegen. Im System "EcoPoints" erfassen Mitarbeiter den nachhaltig zurückgelegten Arbeitsweg und werden dafür mit Geschenken belohnt. Bis Jahresende haben sich rund 100 Mitarbeiter im System registriert.
Im Eigentum der BKS Bank stehen 65 Immobilien mit einer Gesamtfläche von 84,9 Tsd. m2 . Davon werden 42,6 Tsd. m2 für den Bankbetrieb genutzt, 34,1 Tsd. m2 werden fremdvermietet. Bei der Sanierung von Gebäuden ersetzen wir in der Regel veraltete Öl- oder Gasheizungen durch klimafreundliche Varianten. Auch bei Neubauten bemühen wir uns, möglichst umweltschonende Heizungen einzubauen.
1) Da wir die mit unseren Immobilien verbundenen Umweltdaten wie Strom- und Wärmeverbrauch von vielen Hausverwaltungen nicht zeitgerecht erhalten, basieren die veröffentlichten Daten für 2019 auf Hochrechnungen. Die genaue Berechnungsmethode wird im Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 110 f. erläutert. Pünktlich zum Jahresende 2019 schlossen wir die Bauarbeiten am BKS-Wohnpark am Gelände der BKS Bank Zentrale ab. Der BKS-Wohnpark besteht aus 50 Wohnungen in bester Klagenfurter Innenstadtlage, von denen 23 in Kooperation mit dem Hilfswerk Kärnten als betreubares Wohnen konzipiert sind. Die Wärmeerzeugung erfolgt umweltfreundlich mit einer Grundwasserwärmepumpe. Eine Photovoltaikanlage erzeugt die für die Wärmepumpe und für Allgemeinflächen benötigte Energie.
2019 erhielten wir die Baubewilligung für das BKS-Holzquartier, das 16 Kleinwohnhäuser mit einer Fläche von 40 bis 60 m2 Wohnfläche umfasst. Der Baubeginn erfolgte Anfang des Jahres 2020. Dieses Projekt ist das erste, das wir nach ÖGNI zertifizieren lassen. Je nach Erfüllungsgrad werden Zertifikate in Platin, Gold und Silber vergeben. Das BKS-Holzquartier strebt eine Gold-Zertifizierung an. Für diese Zertifizierung sprechen zum Beispiel die nachhaltige Holzbauweise, die geplante Grundwasserwärmepumpe, die zentrale Lage in der Stadt mit einer sehr guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr.
| 2017 | 2018 | 2019 | |
|---|---|---|---|
| Zahl Immobilien | 60 | 59 | 59 |
| Gesamtfläche verwaltete Immobilien m2 | 68.247 | 68.495 | 68.689 |
| hievon für Bankbetrieb genutzt m2 | 36.737 | 37.561 | 37.908 |
| hievon fremdvermietet | 26.673 | 25.817 | 23.093 |
| Vermietungsgrad in % | 92,9 | 92,5 | 88,8 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 2,6 | 2,6 | 2,5 |
| Slowenien 2018 |
Slowenien 2019 |
Kroatien 2018 |
Kroatien 2019 |
|
|---|---|---|---|---|
| Zahl Immobilien | 4 | 4 | 2 | 2 |
| Gesamtfläche verwaltete Immobilien m2 | 14.460 | 14.460 | 1.724 | 1.724 |
| hievon für Bankbetrieb genutzt m2 | 2.653 | 3.144 | 1.499 | 1.499 |
| hievon fremdvermietet | 11.035 | 10.544 | 225 | - |
| Vermietungsgrad in % | 94,7 | 94,7 | 100 | 87 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 1,4 | 1,4 | 0,03 | 0,03 |
1) In der Slowakei verwaltet die BKS Bank keine Immobilien.
| Indikatoren 2017 |
Indikatoren 2018 |
Indikatoren 2019 |
|
|---|---|---|---|
| Nachhaltigkeitsrating durch ISS ESG (Skala von A+ bis D-) | C "Prime" | C+ "Prime" | C+ "Prime" |
| Bewertung der Unternehmensqualität | R4E 5*1) | R4E 5* | R4E 5* |
| Anzahl Beschwerden konzernweit | 667 | 761 | 2.237 |
| 1) EFQM Recognised for Excellence 5 Star |
| Indikatoren 2017 |
Indikatoren 2018 |
Indikatoren 2019 |
|
|---|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter Konzern | 1.099 | 1.119 | 1.128 |
| Frauenanteil im Vorstand in % | 33,3 | 25 | 33,3 |
| Frauenanteil im Aufsichtsrat in % | 33,3 | 35,7 | 35,7 |
| Anteil weiblicher Führungskräfte an der Gesamtzahl leitender Mitarbeiter in % |
32,4 | 32,4 | 31,6 |
| Durchschnittliche Ausbildungstage pro Mitarbeiter | 4,2 | 4,2 | 4,5 |
| Bereinigte Fluktuationsrate in %1) | 5,2 | 6,3 | 6,6 |
| Teilnehmer am Jahresprojekt der betrieblichen Gesundheitsförderung |
266 | 379 | 313 |
| Krankenstandsquote in %2) | 3,1 | 2,8 | 2,7 |
| Durchschnittliche Elternkarenzdauer in Jahren | 2,3 | 1,8 | 2,0 |
| Rückkehrrate aus der Elternkarenz in %3) | 92 | 96 | 73 |
| Auszeichnungen für mitarbeiterbezogene Aktivitäten bzw. Mitgliedschaften in mitarbeiterbezogenen Netzwerken: |
|||
| – Zertifikat Audit "berufundfamilie" | |||
| – Zertifikat "Familienfreundliches Unternehmen" in Slowenien – MAMFORCE©-Standard in Kroatien |
|||
| – Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung | |||
| – Unternehmen für Familien | |||
| – Carinthian International Club | |||
| – Charta der Vielfalt |
1) Die Fluktuationsrate wurde auf Basis der Austritte berechnet (ohne Pensionierungen sowie ohne Mitarbeiter in der
Freizeitphase eines Altersteilzeitmodells, in Elternkarenz, Bildungskarenz oder Sabbatical).
2) Die Krankenstandsquote setzt die Zahl der Arbeitstage, an denen Mitarbeiter krank waren, in prozentuelle Relation zur Gesamtarbeitszeit. Sie bezieht sich nur auf Österreich.
3) Die Rückkehrrate setzt die Gesamtzahl der Angestellten, die nach der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sind, in prozentuelle Relation zu der Gesamtzahl der Angestellten, deren Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Elternzeit vereinbart war.
| Indikatoren 2017 |
Indikatoren 2018 |
Indikatoren 2019 |
|
|---|---|---|---|
| Anzahl der gesponserten Projekte | 405 | 505 | 302 |
| Sponsoringbeiträge in Tsd. EUR | 254 | 294 | 210 |
| Teilnehmer an Corporate Volunteering-Projekten | 108 | 101 | 117 |
| Arbeitsstunden bei Corporate Volunteering-Projekten | 658 | 442 | 670 |
| Einreichungen TRIGOS Steiermark (2017, 2019) bzw. Kärnten (2018) | 24 | 22 | 37 |
| Mitgliedschaften in Netzwerken der Verantwortung (Auswahl): | |||
| – UN Global Compact – respACT – Verantwortung zeigen! – WWF CLIMATE GROUP |
| Indikatoren 2017 |
Indikatoren 2018 |
Indikatoren 2019 |
|
|---|---|---|---|
| Anzahl Kunden | 152.800 | 164.400 | 191.200 |
| Anzahl Filialen | 63 | 63 | 63 |
| Volumen nachhaltiger Produkte in Mio. EUR1) | 58,6 | 189,9 | 385,4 |
| Nachhaltige Finanzierungen in Mio. EUR2) | - | 164,9 | 296,5 |
| Veranlagungsvolumen in BKS Portfolio-Strategie nachhaltig in Mio. EUR | 19,7 | 16,3 | 17,6 |
| Emittiertes Volumen an Green und Social Bonds in Mio. EUR | 8,0 | 11,0 | 15,0 |
| Quote klimabezogener grüner Anleihen in %3) | - | - | 1,25 |
| Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Publikumsfonds in Mio. EUR |
142,7 | 165,4 | 406,7 |
| Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Spezialfonds in Mio. EUR | 450,0 | 611,9 | 648,9 |
| Einlagen auf nachhaltigen Sparbüchern in Mio. EUR | 8,2 | 8,6 | 14,6 |
| Anteil der Lieferanten, die dem Verhaltenskodex für Lieferanten zugestimmt haben (in %) |
100 | 100 | 100 |
1) Die Aufstellung umfasst die Volumina von BKS Portfolio-Strategie nachhaltig, der emittierten Green und Social Bonds, der nachhaltigen Investmentbausteine in den BKS Portfolio-Strategie-Varianten, des Öko-Sparbuchs, des Grünen Sparbuchs, der nachhaltigen Finanzierungen, des Green Loans und Green Leasings. 2017 wurden die nachhaltigen Finanzierungen noch nicht erfasst, daher ist der angegebene Wert mit jenen von 2018 und 2019 nur bedingt vergleichbar.
2) Die Erfassung nachhaltiger Finanzierungen in Österreich startete Anfang 2018. Der angegebene Wert bezieht sich auf das seither vergebene Neukreditvolumen. Bei einer Systemprüfung der Erfassungslogik wurde festgestellt, dass im Jahr 2018 einzelne Kredite nicht als nachhaltig erfasst wurden. Dies wurde im Berichtsjahr bereinigt. Daher unterscheidet sich der hier angegebene Wert für 2018 von jenem im Nachhaltigkeitsbericht 2018 publizierten.
3) Die EU-Kommission hat 2019 neue "Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen: Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung" veröffentlicht und dabei auch diese Quote eingeführt. Sie berechnet sich aus dem Gesamtbetrag am Jahresende ausstehender grüner Anleihen geteilt durch einen gleitenden Fünfjahresdurchschnitt des Gesamtbetrags ausstehender Anleihen.
| Indikatoren 2017 |
Indikatoren 2018 |
Indikatoren 2019 |
|
|---|---|---|---|
| Carbon Footprint in t CO2 -Äquivalenten |
1.297 | 1.201 | 982 |
| Carbon Footprint pro Personaljahr in t CO2 -Äquivalenten |
1,4 | 1,3 | 1,0 |
| Gesamtenergieverbrauch2) | 7,6 | 7,5 | 7,6 |
| Stromverbrauch in GWh3) | 3,5 | 3,6 | 3,6 |
| Anteil Strom aus erneuerbarer Energie (in %) | k.A. | 92 | 93 |
| Fernwärmeverbrauch in GWh | 2,3 | 2,2 | 2,2 |
| Treibstoff in 1.000 l4) | 138 | 122 | 127 |
| Indikatoren 2017 |
Indikatoren 2018 |
Indikatoren 2019 |
|
|---|---|---|---|
| Einsparung gefahrener Kilometer durch Videokonferenzen | 274.440 | 290.820 | 362.964 |
| Mit der Bahn gefahrene Kilometer in 1.000 km | 107 | 129 | 176 |
| Papierverbrauch in t | 46 | 47 | 43 |
| Papierverbrauch pro Personaljahr in kg 5) | 50 | 50 | 45 |
| Über AfB wiederverwendete Hardware in Stück | 661 | 305 | 428 |
1) Da wir die Eigenstromproduktion unserer Photovoltaikanlagen und Änderungen beim Treibstoff- und Papierverbrauch beim
Carbon Footprint und Energieverbrauch berücksichtigt haben, weichen hier Werte von der Darstellung im Nachhaltigkeitsbericht 2018 ab.
2) 2019 haben wir uns erstmals ein Ziel zur Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs gesetzt und diesen Wert daher in die Tabelle aufgenommen. 3) In den vergangenen Jahren haben wir in dieser Tabelle ausschließlich den auf Österreich bezogenen Anteil des Stroms aus erneuerbarer Energie
berichtet und nun auf eine konzernweite Berichterstattung umgestellt.
5) In der Vergangenheit haben wir hier den Verbrauch je Mitarbeiter in Köpfen dargestellt.
4) Da wir in unserem Fuhrpark mehrere Dieselfahrzeuge durch Hybridfahrzeuge ersetzt haben, steigt der Benzinverbrauch bei gleichzeitigem Rückgang des Dieselverbrauchs. Daher stellen wir hier nun den gesamten Treibstoffverbrauch dar und nicht nur den Dieselverbrauch wie in den Vorjahren.
Die Prognosen für die Weltwirtschaft waren zu Beginn des Jahres vielversprechend. Wirtschaftsforscher rund um den Globus waren sich einig, dass die Konjunkturzeichen wieder auf Wachstum stünden. Mit der globalen Ausbreitung des Virus Covid-19 wurde eine Revision der bisherigen Wirtschaftserwartungen für das Jahr 2020 erforderlich.
Die Weltkonjunktur wird – ausgehend von China – vor allem im ersten Halbjahr 2020 schwächer ausfallen als zu Jahresanfang angenommen. Ein globales Wirtschaftswachstum von bisher geschätzten 3,3 % wird aller Voraussicht nach nicht zu halten sein. Der Internationale Währungsfonds hat Anfang März bekanntgegeben, dass durch die Ausbreitung des Coronavirus ein schwächeres Wachstum zu erwarten sei. Konkrete Wachstumszahlen nannte der IWF jedoch noch nicht, da die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft noch nicht abschätzbar sind. Die Einschätzung ist auch deshalb schwierig, weil die verschiedenen Branchen unterschiedlich stark von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind.
Die Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) hat als erste ihre globale BIP-Prognose von 2,9 % auf 2,4 % reduziert. Die Wirtschaftsdynamik wird durch die temporäre Unterbrechung von Lieferketten und die zeitweilige Schließung von Fabriken und Geschäften negativ beeinflusst. Sollte sich die Lage stabilisieren, dürfte die Konjunkturdynamik an den vormaligen Wachstumspfad anknüpfen. Gelingt das nicht, könnte das weltweite Wirtschaftswachstum um die Hälfte auf 1,5 % sinken und einige Länder, darunter Deutschland oder die USA, in eine Rezession schlittern lassen, so die Einschätzung der OECD Anfang März 2020. Auch die Welthandelsorganisation (WTO) erwartet durch die Corona-Epidemie einen substanziellen Einfluss auf die Weltwirtschaft.
Die Aktienmärkte ließen sich von der allgemeinen Hysterie zunächst nicht anstecken. Das änderte sich in der letzten Feberwoche schlagartig, als die Börsen weltweit heftig korrigierten. Die New Yorker Börse verzeichnete die schlimmsten Kurseinbrüche seit Ausbruch der Finanzkrise. Die Aktienmärkte haben sich mittlerweile wieder stabilisiert, dennoch herrscht unter Investoren eine spürbare Verunsicherung. Wir rechnen in den kommenden Monaten mit einer erhöhten Volatilität an den internationalen Aktienmärkten.
Regierungen und Notenbanken rund um den Globus signalisieren Bereitschaft, notwendige Stützungsmaßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu setzen. Marktbeobachter rechnen damit, dass die wichtigsten Notenbanken gemeinsam vorgehen werden und konzentrierte Maßnahmen setzen werden. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bereits mit einer Zinssenkung um 0,5 % reagiert.
Die kurzfristigen Konjunkturaussichten sind durch die rasante globale Verbreitung des Coronavirus getrübt, mittel- bis langfristig bleibt der Ausblick jedoch positiv. Da die geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft weltweit stützen werden, dürfte die aktuelle Situation lediglich zu einer Delle im Wirtschaftsaufschwung führen.
Die angespannte Situation bei den Zinsen wird weiterhin Druck auf die Erträge im zinstragenden Geschäft ausüben. Eine markante Trendwende in der Zinspolitik ist – verstärkt durch die jüngsten Konjunktursorgen – in weite Ferne gerückt. Wir rechnen aber damit, dass wir das Niveau der Zinserträge im kommenden Geschäftsjahr halten werden können. Um die Abhängigkeit vom Zinsgeschäft zu reduzieren, fokussieren wir uns auch weiterhin auf den Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes.
Insbesondere durch unsere gestärkte Marktstellung in Slowenien erwarten wir im Wertpapiergeschäft deutliche Ergebniszuwächse, auch wenn die Börsenstimmung im aktuellen Geschäftsjahr insgesamt volatiler sein wird als im Vorjahr. Auch im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr haben wir wieder viel vor, um unsere Ertragskraft zu stärken. Schon in wenigen Wochen werden wir mit weiteren innovativen und smarten Bezahlmethoden auf den Markt gehen. Neben der Einführung von neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen wollen wir neue Kunden gewinnen und den Einsatz unserer Sales-Experten erhöhen.
Im Finanzierungsgeschäft rechnen wir aufgrund der verzögerten Konjunkturerholung in beiden Kundensegmenten mit einer deutlich geringeren Dynamik bei der Kreditnachfrage. Bei den Kreditrisikovorsorgen versprechen wir uns aufgrund unserer verantwortungsbewussten Kreditvergabe eine moderate Entwicklung. Im Primäreinlagengeschäft wollen wir verstärkt durch die Emission von Anleihen wachsen und insbesondere institutionelle Anleger erreichen.
Wir haben nicht nur das operative Geschäft im Blick, sondern arbeiten auch konsequent an der Umsetzung strategischer Initiativen. Das Projektportfolio für die kommenden Monate beinhaltet eine Fülle von Initiativen, die wir konsequent umsetzen werden. Darunter finden sich Aufgaben wie die Umsetzung der Anforderungen aus dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums oder die Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse. Wir beschäftigen uns aber primär mit der Weiterentwicklung unseres digitalen Produkt- und Serviceangebotes. In wenigen Monaten werden wir eine Anwendung auf den Markt bringen, mit der Leasinggeschäfte digital abgeschlossen werden können. Auf unseren Auslandsmärkten planen wir die nächsten Expansionsschritte: Die Eröffnung eines zweiten Filialstandortes in Zagreb wird noch vor dem Sommer erfolgen und die Vorbereitungen für den Markteintritt in Serbien mit dem Leasinggeschäft laufen auf Hochtouren.
Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die Corona-Epidemie, mit den dadurch ausgelösten Marktturbulenzen, durch aufsichtsrechtliche oder konkurrenzbedingte Änderungen beeinträchtigt werden. Die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen war stabil, sodass wir derzeit noch von der Erreichung unserer gesetzten Ziele ausgehen. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das aktuelle Geschäftsjahr an.
In den Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit den von der UniCredit Bank Austria AG erhobenen Vorwürfen sind die Gerichte bisher erwartungsgemäß unserem Standpunkt gefolgt. Wir rechnen jedoch noch mit länger dauernden Auseinandersetzungen, die dementsprechende Ressourcen binden werden.
Klagenfurt am Wörthersee, 9. März 2020
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Inhaltsverzeichnis Notes 116 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2019 118 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 121 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 122 Konzern-Geldflussrechnung 123 Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 124 Organe der Gesellschaft 190 Schlussbemerkungen des Vorstandes 191 Gewinnverteilungsvorschlag 192 Bestätigungsvermerk 193
(36) Eigenmittel 158
| in Tsd. EUR | Anhang/Notes | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode | 139.308 | 140.803 | 1,1 | |
| Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 20.839 | 24.882 | 19,4 | |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -30.454 | -29.843 | -2,0 | |
| Zinsüberschuss | (1) | 129.693 | 135.842 | 4,7 |
| Risikovorsorge | (2) | -18.293 | -18.582 | 1,6 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 111.400 | 117.260 | 5,3 | |
| Provisionserträge | 59.906 | 63.213 | 5,5 | |
| Provisionsaufwendungen | -4.439 | -4.993 | 12,5 | |
| Provisionsüberschuss | (3) | 55.467 | 58.220 | 5,0 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | (4) | 44.848 | 45.915 | 2,4 |
| Handelsergebnis | (5) | 280 | 1.244 | >100 |
| Verwaltungsaufwand | (6) | -114.577 | -120.956 | 5,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (7) | 6.467 | 6.856 | 6,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -8.992 | -9.084 | 1,0 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -7.852 | 3.663 | >100 | |
| • Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | (8) | -2.841 | -1.586 | 44,2 |
| • Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) |
(9) | -5.125 | 5.072 | >100 |
| • Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV |
(10) | 179 | 540 | >100 |
| • Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | (11) | -65 | -363 | >-100 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 87.041 | 103.118 | 18,5 | |
| Steuern vom Einkommen | (12) | -9.621 | -10.211 | 6,1 |
| Jahresüberschuss | 77.420 | 92.907 | 20,0 | |
| Nicht beherrschende Anteile | -3 | -2 | -19,2 | |
| Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen | 77.417 | 92.905 | 20,0 | |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 77.420 | 92.907 | 20,0 |
| Sonstiges Ergebnis | -6.883 | -207 | 97,0 |
| Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | -5.360 | -2.883 | 46,1 |
| ± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | -3.444 | -4.782 | -38,9 |
| ± Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | 860 | 1.188 | 38,2 |
| ± Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden | |||
| Zeitwert bewertet werden | -1.339 | 5.720 | >100 |
| ± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, | |||
| die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 412 | -1.410 | >-100 |
| ± Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten | |||
| zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| werden (designiert) | -56 | 355 | >100 |
| ± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller | |||
| Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden | |||
| Zeitwert bewertet werden (designiert) | 14 | -89 | >-100 |
| ± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assozi | |||
| ierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -1.807 | -3.866 | >-100 |
| Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | -1.523 | 2.676 | >100 |
| ± Währungsumrechnungsdifferenzen | 16 | -20 | >-100 |
| ± Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert | |||
| bewertet werden | -1 | 2.134 | >100 |
| ± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes | 75 | 2.134 | >100 |
| ± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust | -76 | - | - |
| ± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, | |||
| die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 18 | -533 | >-100 |
| ± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von | |||
| assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -1.556 | 1.097 | >100 |
| Gesamtergebnis | 70.537 | 92.700 | 31,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | -3 | -2 | -19,2 |
| Gesamtergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | 70.534 | 92.698 | 31,4 |
| 2018 | 2019 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf (Stamm- und Vorzugsaktien) | 41.476.708 | 42.073.075 |
| Dividende je Aktie in Euro (Stamm- und Vorzugsaktien) | 0,23 | 0,25 |
| Gewinn je Stamm- und Vorzugsaktie in Euro (verwässert und unverwässert) | 1,82 | 2,15 |
In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren. Für die Ermittlung des Gewinns je Aktie wurde vom Jahresüberschuss die Kuponzahlung 2019 in Höhe von 3.396 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.333 Tsd. EUR) auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen.
| in Tsd. EUR | Q1/2019 | Q2/2019 | Q3/2019 | Q4/2019 |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 43.383 | 42.034 | 39.137 | 41.131 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -7.554 | -7.401 | -7.677 | -7.211 |
| Zinsüberschuss | 35.829 | 34.634 | 31.459 | 33.920 |
| Risikovorsorge | -8.194 | -4.997 | -3.259 | -2.132 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 27.635 | 29.636 | 28.200 | 31.788 |
| Provisionserträge | 15.225 | 16.250 | 15.936 | 15.802 |
| Provisionsaufwendungen | -1.029 | -1.230 | -1.291 | -1.442 |
| Provisionsüberschuss | 14.196 | 15.020 | 14.645 | 14.360 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 8.773 | 11.800 | 14.949 | 10.394 |
| Handelsergebnis | 229 | 486 | 462 | 66 |
| Verwaltungsaufwand | -29.324 | -32.080 | -31.255 | -28.297 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.471 | 1.850 | 1.207 | 2.329 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.108 | -720 | -1.279 | -978 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 2.985 | 761 | 697 | -781 |
| • Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | -206 | -1.100 | -207 | -73 |
| • Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) |
3.238 | 909 | 843 | 82 |
| • Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV |
-38 | 856 | 299 | -577 |
| • Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten |
-9 | 97 | -238 | -213 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 19.857 | 26.753 | 27.628 | 28.880 |
| Steuern vom Einkommen | -2.544 | -1.951 | -3.145 | -2.571 |
| Periodenüberschuss | 17.312 | 24.802 | 24.483 | 26.310 |
| Nicht beherrschende Anteile | -2 | -1 | - | - |
| Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen | 17.311 | 24.801 | 24.483 | 26.310 |
| in Tsd. EUR | Q1/2018 | Q2/2018 | Q3/2018 | Q4/2018 |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 39.041 | 42.560 | 38.606 | 39.940 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -8.466 | -7.422 | -7.599 | -6.968 |
| Zinsüberschuss | 30.575 | 35.137 | 31.007 | 32.973 |
| Risikovorsorge | -2.867 | -6.208 | -5.098 | -4.119 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 27.708 | 28.929 | 25.909 | 28.853 |
| Provisionserträge | 13.506 | 15.999 | 13.906 | 16.494 |
| Provisionsaufwendungen | -1.042 | -1.113 | -1.130 | -1.155 |
| Provisionsüberschuss | 12.464 | 14.886 | 12.776 | 15.339 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 7.488 | 11.329 | 12.826 | 13.205 |
| Handelsergebnis | -13 | -192 | 913 | -429 |
| Verwaltungsaufwand | -27.607 | -30.353 | -27.044 | -29.573 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.271 | 1.844 | 1.126 | 2.226 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.075 | -1.504 | -1.383 | -1.030 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -932 | -3.641 | 1.725 | -5.004 |
| • Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | -203 | -2.909 | 315 | -44 |
| • Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) |
-1.819 | 561 | 826 | -4.693 |
| • Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV |
-143 | 49 | 501 | -228 |
| • Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten |
1.233 | -1.341 | 82 | -39 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 15.305 | 21.299 | 26.849 | 23.588 |
| Steuern vom Einkommen | -1.889 | -2.091 | -3.663 | -1.979 |
| Periodenüberschuss | 13.416 | 19.209 | 23.186 | 21.609 |
| Nicht beherrschende Anteile | -1 | -1 | -1 | - |
| Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen | 13.414 | 19.208 | 23.185 | 21.609 |
| in Tsd. EUR | Anhang/Notes | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | (13) | 571.963 | 550.752 | -3,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | (14) | 177.248 | 200.333 | 13,0 |
| • Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute | (15) | -322 | -118 | -63,4 |
| Forderungen an Kunden | (16) | 6.025.858 | 6.378.787 | 5,9 |
| • Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden | (17) | -107.879 | -90.735 | -15,9 |
| Handelsaktiva | (18) | 8.045 | 8.755 | 8,8 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | (19) | 904.421 | 890.116 | -1,6 |
| • Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen | (20) | -258 | -337 | 30,7 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | (21) | 135.609 | 135.878 | 0,2 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | (22) | 599.668 | 635.931 | 6,0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (23) | 3.859 | 10.960 | >100 |
| Sachanlagen | (24) | 53.336 | 77.842 | 45,9 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (25) | 34.530 | 37.374 | 8,2 |
| Latente Steuerforderungen | (26) | 6.363 | 7.404 | 16,4 |
| Sonstige Aktiva | (27) | 22.497 | 14.654 | -34,9 |
| Summe der Aktiva | 8.434.938 | 8.857.596 | 5,0 | |
| in Tsd. EUR | Anhang/Notes | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (28) | 836.489 | 689.224 | -17,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (29) | 5.467.463 | 5.813.967 | 6,3 |
| • hiervon Spareinlagen | 1.429.395 | 1.413.530 | -1,1 | |
| • hiervon sonstige Verbindlichkeiten | 4.038.068 | 4.400.437 | 9,0 | |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (30) | 571.052 | 623.792 | 9,2 |
| • hiervon at Fair Value through Profit or Loss | 84.744 | 84.237 | -0,6 | |
| Handelspassiva | (31) | 8.362 | 10.848 | 29,7 |
| Rückstellungen | (32) | 134.485 | 138.743 | 3,2 |
| Sonstige Passiva | (33) | 26.699 | 48.913 | 83,2 |
| Nachrangkapital | (34) | 179.667 | 230.584 | 28,3 |
| Eigenkapital | 1.210.721 | 1.301.525 | 7,5 | |
| • Konzerneigenkapital | (35) | 1.210.696 | 1.301.498 | 7,5 |
| • Nicht beherrschende Anteile | 25 | 27 | 9,7 | |
| Summe der Passiva | 8.434.938 | 8.857.596 | 5,0 |
| ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 2019 | Jahres | zusätzliche | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes | Kapital | Währungs | Fair Value | Gewinn | über | Eigenkapital | ||
| in Tsd. EUR | Kapital | rücklagen | veränderung | Rücklage | rücklagen | schuss | instrumente1) | Eigenkapital |
| Stand 01.01.2019 | 85.886 | 241.416 | -335 | 21.338 | 741.475 | 77.417 | 43.500 | 1.210.696 |
| Ausschüttung | -9.677 | -9.677 | ||||||
| Kuponzahlungen auf zusätz liche Eigenkapitalinstrumente |
-3.396 | -3.396 | ||||||
| Dotierung Gewinnrücklagen | 64.343 | -64.343 | - | |||||
| Jahresüberschuss | 92.905 | 92.905 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 218 | 6.993 | -7.418 | -207 | ||||
| Kapitalerhöhung | - | |||||||
| Sonstige Veränderung aus at Equity-Bilanzierung |
23 | 23 | ||||||
| Veränderung eigener Aktien | -452 | -452 | ||||||
| Emission zusätzlicher Eigen kapitalinstrumente |
11.700 | 11.700 | ||||||
| Übrige Veränderungen | -94 | -94 | ||||||
| Stand 31.12.2019 | 85.886 | 241.416 | -117 | 28.331 | 797.877 | 92.905 | 55.200 | 1.301.498 |
| Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten | |
|---|---|
| Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) | 19.941 |
| Stand der Steuerlatenz-Rücklage | -4.985 |
1) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
| ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 2018 | Jahres | zusätzliche | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes | Kapital | Währungs | Fair Value | Gewinn | über | Eigenkapital | ||
| in Tsd. EUR | Kapital | rücklagen | veränderung | Rücklage | rücklagen1) | schuss | instrumente2) | Eigenkapital |
| Stand 31.12.2017 | 79.279 | 193.032 | -168 | 31.956 | 638.184 | 68.035 | 36.200 | 1.046.518 |
| Auswirkung aus Erstanwendung IFRS 9 |
-6.635 | 16.203 | 9.568 | |||||
| Stand 01.01.2018 | 79.279 | 193.032 | -168 | 25.321 | 654.387 | 68.035 | 36.200 | 1.056.086 |
| Ausschüttung | -8.935 | -8.935 | ||||||
| Kuponzahlungen auf zusätz liche Eigenkapitalinstrumente |
-2.333 | -2.333 | ||||||
| Dotierung Gewinnrücklagen | 56.768 | -56.768 | - | |||||
| Jahresüberschuss | 77.417 | 77.417 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | -167 | -3.983 | -2.734 | -6.883 | ||||
| Kapitalerhöhung | 6.607 | 48.384 | 54.991 | |||||
| Sonstige Veränderung aus at Equity-Bilanzierung |
35.175 | 35.175 | ||||||
| Veränderung eigener Aktien | -1.810 | -1.810 | ||||||
| Emission zusätzlicher Eigen kapitalinstrumente |
7.300 | 7.300 | ||||||
| Übrige Veränderungen | -311 | -311 | ||||||
| Stand 31.12.2018 | 85.886 | 241.416 | -335 | 21.338 | 741.475 | 77.417 | 43.500 | 1.210.696 |
| Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) |
12.178 |
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -3.045
1) In der Zeile Veränderung aus at Equity-Bilanzierung sind 29,9 Mio. EUR enthalten, die auf Grund der Anwendung von IFRS 9 aus den Schwesterbanken resultieren. 2) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (35) Konzerneigenkapital.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Steuern | 77.420 | 92.907 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit |
||
| • Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen | 22.393 | 26.517 |
| • Veränderungen der Rückstellungen | 12.732 | 6.700 |
| • Veräußerungsgewinne und -verluste | -641 | -223 |
| • Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen | 3.953 | -3.704 |
| • Gewinn/Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | -44.848 | -45.915 |
| • Nettozinsertrag | -129.693 | -135.842 |
| • Steueraufwand | 9.622 | 10.211 |
| Zwischensumme | -49.062 | -49.349 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer | ||
| Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: | ||
| • Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | -628.120 | -409.462 |
| • Handelsaktiva | 1.792 | -710 |
| • Übrige Aktiva | -1.412 | 1.432 |
| • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 655.567 | 198.207 |
| • Handelspassiva | -6.245 | 2.486 |
| • Rückstellungen und Sonstige Passiva | -13.966 | -5.428 |
| • Erhaltene Zinsen | 156.612 | 159.721 |
| • Gezahlte Zinsen | -33.477 | -28.641 |
| • Erhaltene Dividenden | 4.260 | 7.609 |
| • Gezahlte Steuern | -4.078 | -7.237 |
| Cash Flow aus operativer Tätigkeit | 81.871 | -131.371 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von: | ||
| • Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 67.312 | 52.350 |
| • Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 13.081 | 29.891 |
| • Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | 1.556 | 201 |
| Mittelabfluss durch Investitionen in: | ||
| • Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -110.859 | -37.519 |
| • Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -30.024 | -20.362 |
| • Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | -12.884 | -20.509 |
| • At equity bilanzierte Unternehmen | -8.501 | - |
| Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen | 5.846 | 6.906 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -74.473 | 10.958 |
| Kapitalerhöhung | 54.991 | - |
| Dividendenzahlungen | -8.935 | -9.677 |
| Emission zusätzlicher Eigenkapitalbestandteile | 7.300 | 11.700 |
| Kuponzahlung zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente | -2.333 | -3.396 |
| Rückkauf von eigenen Aktien | -2.815 | -3.725 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 1.005 | 3.273 |
| Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungstätigkeit | 112.912 | 204.952 |
| Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungstätigkeit | -74.300 | -101.700 |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | - | -2.591 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 87.825 | 98.836 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres | 476.589 | 571.963 |
| Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 81.871 | -131.371 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -74.473 | 10.958 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 87.825 | 98.836 |
| Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelstand | 151 | 366 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres | 571.963 | 550.752 |
Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2019 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der "Bank für Kärnten". 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik und in Oberitalien tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank.
Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 09. März 2020 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.
Die im Geschäftsjahr 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Berichtsjahr Pflicht war, auch 2019 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäfts jahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen |
||
|---|---|---|---|
| IFRS 9 – Finanzinstrumente (Amendment) | 01.01.2019 | März 2018 | |
| IFRS 16 – Leasing | 01.01.2019 | Oktober 2017 | |
| IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer (Amendment) | 01.01.2019 | März 2019 | |
| IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Amendment) | 01.01.2019 | Februar 2019 | |
| IFRIC Interpretation 23 – Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung | 01.01.2019 | Oktober 2018 | |
| Annual Improvements to IFRS Standards 2015-2017 Cycle | 01.01.2019 | März 2019 | |
Generell verlangt IFRS 9, dass für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) das SPPI-Kriterium (Zahlungsstrombedingung) erfüllt ist. Das heißt, der finanzielle Vermögenswert darf nur Zahlungsströme aufweisen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Eine Vertragsbedingung, die die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung einräumt, ist bei der Beurteilung des SPPI-Kriteriums dahingehend zu berücksichtigen, ob diese eine SPPI Schädlichkeit bewirkt.
Bisher hat IFRS 9 bereits die Ausnahme enthalten, dass das SPPI-Kriterium nicht verletzt wird, soweit bei einer vereinbarten vorzeitigen Rückzahlung des Schuldners ein angemessenes Entgelt geleistet wird (Entschädigungszahlung im Kündigungsfall).
Die neue Ergänzung zu IFRS 9 beinhaltet nun, dass die bisher schon geltende Ausnahme auch dann zutreffen kann, wenn das dort erwähnte angemessene Entgelt für die vorzeitige Kündigung negativ ist, d. h. die kündigende Partei erhält das Entgelt. Dies trifft z. B. zu, wenn ein Kreditvertrag die Klausel enthält, dass bei Kündigung des Vertrags durch den Schuldner eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird, die auf Basis des Marktzinses im Kündigungszeitpunkt ermittelt wird, und sowohl positiv als auch negativ sein kann. Bei einer negativen Entschädigung ist diese vom Kreditgeber an den kündigenden Kreditnehmer zu leisten. Unter den bisherigen Regelungen wäre für diesen Fall das SPPI-Kriterium nicht erfüllt. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern, da es keine derartigen Vertragsbestandteile gibt.
IFRS 16: Der BKS Bank Konzern wendete IFRS 16 erstmalig am 01. Jänner 2019 an. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung sowie Anhangsangaben von Leasinggeschäften bei Leasinggeber und Leasingnehmer. Aus der Einführung von IFRS 16 ergeben sich insbesondere für den Leasingnehmer umfangreiche Neuerungen. Für die Bilanzierung eines Leasingverhältnisses beim Leasinggeber bleiben die bisher in IAS 17 enthaltenen Regelungen bestehen und finden sich nunmehr in IFRS 16.
Die gemäß IAS 17 bestehende Unterscheidung zwischen Finance Lease und Operating Lease entfällt beim Leasingnehmer, es gibt mit IFRS 16 nur mehr das "Right-of-Use"-Modell. Dementsprechend hat der Leasingnehmer am Bereitstellungsdatum einen Vermögenswert mit dem gewährten Nutzungsrecht sowie die dazugehörige Leasingverbindlichkeit mit ihrem Barwert zu erfassen.
Als Erleichterung beinhaltet IFRS 16 jedoch das Wahlrecht, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (Laufzeit < 1 Jahr) sowie bei Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (< 5.000,- EUR) von dieser Ansatzpflicht abzusehen. Die BKS Bank nimmt beide Ansatzwahlrechte in Anspruch. IFRS 16 beinhaltet des Weiteren mehrere Wahlrechte, die nur im Übergangszeitpunkt angewandt werden können.
Hinsichtlich des von IFRS 16 gewährten Wahlrechts bezüglich der Definition von Leasingverhältnissen wurde im BKS Bank Konzern vom sogenannten Grandfathering für Altverträge Gebrauch gemacht. Dies bedeutet, dass die in der Vergangenheit vorgenommene Einschätzung für Altverträge nach IAS 17 im Übergangszeitpunkt beibehalten wurde. Im BKS Bank Konzern handelt es sich bei den aktivierten Nutzungsrechten überwiegend um Nutzungsrechte aus Mietverträgen für Immobilien. Für Mobilien ist die Anzahl der aktivierten Nutzungsrechte äußerst gering. Die Anwendung der neuen Leasingdefinition gemäß IFRS 16 erfolgt somit nur auf Neuverträge, die nach dem Erstanwendungszeitpunkt abgeschlossen wurden.
Im Übergangszeitpunkt bestand für den Leasingnehmer auch ein Wahlrecht, welche Methode für den Übergang auf IFRS 16 gewählt wird. IFRS 16 unterscheidet zwischen der retrospektiven Methode und der modifizierten retrospektiven Methode. Während bei der ersten Methode eine volle rückwirkende Anwendung auf alle in Übereinstimmung mit IAS 8 dargestellten früheren Berichtsperioden gefordert ist, verlangt die zweite Methode eine rückwirkende Anwendung zum Erstanwendungszeitpunkt mit Erfassung der Umstellungseffekte im Eigenkapital-Eröffnungswert. Eine Anpassung der Vergleichswerte erfolgt somit nicht. Im BKS Bank Konzern kam als Übergangsmethode die modifizierte retrospektive Methode zum Einsatz.
Im Zusammenhang mit dieser Methode besteht auch ein Wahlrecht hinsichtlich der Bewertung des anzusetzenden Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. Entweder erfolgt der Ansatz zum Buchwert, d. h., so als ob IFRS 16 seit Beginn des Leasingverhältnisses angewandt worden wäre, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung oder der Ansatz erfolgt in Höhe der Leasingverbindlichkeit korrigiert um vorausbezahlte oder abgegrenzte Leasingraten. Die BKS Bank hat sich entschieden, zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 die Nutzungsrechte in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Somit ergaben sich keine Umstellungseffekte im Eigenkapital zum Erstanwendungszeitpunkt.
Ferner gewährt IFRS 16 das Wahlrecht, einen einheitlichen Zinssatz für ähnliche Leasingportfolien zu verwenden, sowie die Möglichkeit, eine Klassifikation als kurzfristiger Leasingvertrag anhand der Restlaufzeit im Übergangszeitpunkt vorzunehmen. Von beiden Wahlrechten macht die BKS Bank Gebrauch. Die sonstigen von IFRS 16 gewährten Wahlrechte im Übergangszeitpunkt waren für den BKS Bank Konzern nicht von Bedeutung.
Die operativen Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 lassen sich auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten gem. IFRS 16 wie folgt überleiten:
| 27.752 |
|---|
| -1.519 |
| 26.233 |
| -4 |
| -102 |
| 1.555 |
| -17 |
| 27.665 |
Der gewichtete Durchschnittswert des Grenzfremdkapitalzinssatzes betrug bei der Berechnung der erstmalig zum 01. Januar 2019 erfassten Leasingverbindlichkeiten 0,91 %.
Die Änderung an IAS 19 verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind. Ferner wird klargestellt, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern, da es keine leistungsorientierten Versorgungspläne gibt.
IFRIC 23 stellt klar, wie die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von IAS 12 Ertragsteuern bei unsicheren ertragsteuerlichen Behandlungen, d. h. Steuerrisikopositionen, anzuwenden sind. Eine Steuerrisikoposition liegt vor, wenn die Anwendung des jeweils geltenden Steuerrechts auf eine spezifische Transaktion nicht eindeutig ist und somit (auch) von der Auslegung durch die Steuerbehörde abhängt, die dem Unternehmen bei der Aufstellung des Abschlusses jedoch nicht bekannt ist. Bei der Beurteilung ist von einem vollumfänglichen Informationsstand der Steuerbehörde auszugehen. Bestehen nun Unsicherheiten darüber, ob die Behandlung von der Steuerbehörde anerkannt werden wird, ist diese Unsicherheit entsprechend in der Periode ihrer Feststellung, beispielsweise durch den Ansatz einer zusätzlichen Steuerschuld, zu erfassen. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.
Mit den Änderungen an IAS 28 wird klargestellt, nach welchem Standard (IAS 28/ IFRS 9) die Bilanzierung von langfristigen Anteilen, die wirtschaftlich als Nettoinvestition in ein assoziiertes oder Gemeinschaftsunternehmen anzusehen sind, zu erfolgen hat, sofern diese nicht nach der Equity-Methode dargestellt werden. Dies hat zukünftig nach IFRS 9 zu erfolgen. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.
Die jährlichen Verbesserungen der IFRS beinhalten Änderungen an den folgenden Standards:
Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BKS Bank.
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäfts jahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen |
Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 1 – Darstellung des Abschlusses und IAS 8 – Rechnungslegungs methoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Amendment) |
01.01.2020 | November 2019 |
| IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse (Amendment) | 01.01.2020* | Ausständig |
| IFRS 9 – Finanzinstrumente, IAS 39 – Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung und IFRS 7 – Finanzinstrumente: Angaben (Amendment) |
01.01.2020 | Januar 2020 |
| Anpassungen der Querverweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards (Amendment) |
01.01.2020 | November 2019 |
* vorausgesetzt EU-Endorsement findet statt
Mit den Änderungen von IAS 1 und IAS 8 wird in den IFRS-Standards ein einheitlicher und genau umrissener Definitionsbegriff von Wesentlichkeit geschaffen. Diese Definition ist zukünftig nur noch in IAS 1 enthalten, in IAS 8 ist nur mehr ein Verweis auf IAS 1 enthalten. Die Änderungen sind ab dem 01. Januar 2020 anzuwenden. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.
Die Änderungen betreffen die Definition eines Geschäftsbetriebs. Sie dienen als Klarstellung, ob ein Unternehmenserwerb bei der Aufstellung eines Konzernabschlusses als Erwerb einer Gruppe von Vermögensgegenständen oder als Erwerb eines Geschäftsbetriebs zu bilanzieren ist. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.
Mit den Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 reagiert das IASB auf bestehende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinssätzen (sog. IBOR-Reform). Die Änderungen betreffen bestimmte Hedge Accounting-Vorschriften und sollen die gegenwärtige Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gewährleisten. Die Änderungen sind ab dem 01. Januar 2020 anzuwenden. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Der IASB hat Änderungen zu Verweisen auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards veröffentlicht. Diese Änderungen gehen zurück auf die Überarbeitung des Rahmenkonzepts und betreffen folgende Standards und Interpretationen: IAS 1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC-32. Inhaltlich werden hierdurch bestehende Verweise auf das Rahmenkonzept konkretisiert, indem entweder explizit auf das IASC-Rahmenkonzept von 2001 oder auf das neue IASB-Rahmenkonzept verwiesen wird. Die geänderten Standards sind ab dem 01. Januar 2020 anzuwenden. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.
| Anzuwenden für Geschäfts | ||
|---|---|---|
| Standards/Amendments | jahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen |
Endorsement durch die EU |
| IAS 1 – Darstellung des Abschlusses | 01.01.2022 | Ausständig |
| IFRS 17 – Versicherungsverträge | 01.01.2021 | Ausständig |
Aus den oben angeführten Standards und Amendments ergeben sich keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss.
Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.
In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen (11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 "Konzernabschlüsse" unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist.
Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeiter berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode.
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Folgende Gesellschaften erfüllen das Control-Konzept nach IFRS 10. Die BKS Bank AG als Mutter verfügt über eine Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann. Somit werden neben der BKS Bank AG folgende nachstehende Unternehmen vollkonsolidiert:
| Kapitalanteil | Kapitalanteil | Datum des | ||
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Firmensitz | direkt | indirekt | Abschlusses |
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | 99,75 % | 0,25 % | 31.12.2019 |
| BKS-leasing d.o.o. | Ljubljana | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o. | Zagreb | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| BKS-Leasing s.r.o. | Bratislava | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| IEV Immobilien GmbH | Klagenfurt | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG | Klagenfurt | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| BKS 2000 – Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH | Klagenfurt | 100,00 % | 31.12.2019 | |
| BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH | Klagenfurt | - | 100,00 % | 31.12.2019 |
| BKS Hybrid beta GmbH | Klagenfurt | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| BKS Immobilien-Service GmbH | Klagenfurt | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
| BKS Service GmbH | Klagenfurt | 100,00 % | - | 31.12.2019 |
Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt |
Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| Oberbank AG | Linz | 14,2 % | 30.09.2019 |
| BTV AG | Innsbruck | 13,6 % | 30.09.2019 |
Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 15,2 % bzw. 14,7 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,2 % bzw. 13,6 % jeweils weniger als 20 % der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und BTV AG sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für den Konzernabschluss der BKS Bank der letzte vorliegende Quartalsabschluss dieser Institute herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.
Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.
| Datum des | |||
|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Abschlusses |
| ALGAR | Linz | 25,0 % | 31.12.2019 |
Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20 % hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt |
Kapitalanteil indirekt |
Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | Linz | 30,0 % | - | 31.12.2019 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Klagenfurt | 100,0 % | - | 31.12.2019 |
| E 2000 Liegenschaftsverwaltungs GmbH | Klagenfurt | 99,0 % | 1,0 % | 31.12.2019 |
| Pekra Holding GmbH | Klagenfurt | 100,0 % | - | 31.12.2019 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | Innsbruck | 30,0 % | - | 31.12.2019 |
| VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Klagenfurt | 100,0 % | - | 31.12.2019 |
| in Tsd. EUR | Nettozins ertrag |
Betriebs ertrag |
Mitarbeiter anzahl (in PJ) |
Jahresergebnis vor Steuern |
Steuern vom Einkommen |
Jahresergebnis nach Steuern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | ||||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 12.079 | 18.457 | 126,6 | 6.167 | -986 | 5.181 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 9.980 | 10.922 | 59,5 | 4.019 | -807 | 3.212 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 2.305 | 2.657 | 27,8 | 223 | - | 223 |
| Tochtergesellschaften | ||||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 5.097 | 5.577 | 18,7 | 2.466 | -468 | 1.998 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 2.170 | 2.364 | 12,3 | 864 | -166 | 698 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 1.583 | 1.746 | 12,4 | 524 | -124 | 400 |
| Nettozins | Betriebs | Mitarbeiter | Jahresergebnis | Steuern vom | Jahresergebnis | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | ertrag | ertrag | anzahl (in PJ) | vor Steuern | Einkommen | nach Steuern |
| Auslandsfilialen | ||||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 11.236 | 15.067 | 114,1 | 4.592 | 16 | 4.608 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 9.154 | 10.424 | 59,5 | 3.787 | -305 | 3.482 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 1.888 | 2.181 | 25,8 | -170 | - | -170 |
| Tochtergesellschaften | ||||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 3.905 | 4.418 | 19,2 | 2.197 | -439 | 1.757 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 2.137 | 2.276 | 13,3 | 958 | -173 | 784 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 1.139 | 1.223 | 12,8 | 111 | 25 | 136 |
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.
Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.
Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.
Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, in welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium).
Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile ("Covenants") enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest). Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests. Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums.
Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (> 10 %), ist das geforderte SPPI-Kriterium nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.
Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die Barwertmethode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuVneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.
Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen ("Fair Value-OCI-Option"). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden diese in der Position Handelsaktiva/ Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt, der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen.
Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden.
In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.
Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:
| AKTIVA | Fair Value |
fortgeführte Anschaffungs kosten |
Sonstige | Kategorie |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Forderungen an Kunden | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| - | FV PL designiert (Fair Value-Option) | |||
| - | FV PL verpflichtend | |||
| Handelsaktiva | - | FV PL verpflichtend | ||
| Schuldverschreibungen und andere | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| festverzinsliche Wertpapiere | - | FV OCI verpflichtend (mit Recycling) | ||
| - | FV PL designiert (Fair Value-Option) | |||
| - | FV PL verpflichtend | |||
| Anteilsrechte und andere nicht | - | FV OCI designiert (ohne Recycling) | ||
| verzinsliche Wertpapiere | - | FV PL verpflichtend |
Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Die Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten wird im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.
| PASSIVA | Fair | fortgeführte Anschaffungs |
||
|---|---|---|---|---|
| Value | kosten | Sonstige | Kategorie | |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||
| - | FV PL designiert (Fair Value-Option) | |||
| Handelspassiva | - | FV PL verpflichtend | ||
| Nachrangkapital | - | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht.
Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eintritt. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (30-Tage-Überfälligkeit, Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko schätzen wir bei den Ratingeinstufungen im Investmentgrade von AA bis 1b ein.
Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn das Finanzinstrument eine beeinträchtigte Bonität (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c) aufweist (credit impaired). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.
| Kriterium | Stage |
|---|---|
| Non-performing Loans | 3 |
| Erstmalige Erfassung des Vertrages | 1 |
| 30 Tage überfällig | 2 |
| 90 Tage überfällig | 3 |
| Fremdwährungskredit | 2 |
| Rating entspricht Investmentgrade | 1 |
| Kein Initial Risk Rating feststellbar | 2 |
| Kein aktuelles Rating | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um bzw. | |
| mehr als 1 Ratingstufe | 2 |
| Forbearance | 2 |
| Forbearance bei Non-performing Loans | 3 |
Finanzinstrumente, die sich zum jeweiligen Bilanzstichtag in Stage 2 befinden und keinen Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Zugang mehr aufweisen, können wieder in Stage 1 zurücktransferiert werden.
Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Informationen.
| Parameter im ECL-Modell | Erklärung |
|---|---|
| Exposure at Default (EAD) | Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der zukünfti |
| gen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige Geschäfte wie Haftun | |
| gen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden werden unter Berücksichtigung | |
| eines CCFs in einen EAD umgerechnet. | |
| Probability of Default (PD) | Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer Schätzverfahren |
| ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der Ermittlung der zukünfti | |
| gen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die Einschätzung über die zukünftigen | |
| wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in | |
| die PD mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische Migrationsmatrizen im | |
| ECL-Modell unterlegt. | |
| Forward-looking Information (FLI) | Die Forward-looking Informationen fließen über den jeweiligen makroökonomischen |
| Ausblick gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank unter Anwendung eines | |
| linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte Ausfallswahrscheinlich | |
| keit mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische Verlustquoten herangezogen. | |
| Loss given Default (LGD) | Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kredit |
| ausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs, | |
| welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben ist. Die | |
| LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt und folgt wie die | |
| Ausfallswahrscheinlichkeit dem Life-Time-Konzept. | |
| Diskontsatz (D) | Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes. |
| (Unbedingte) marginale (m) PD | Diese wird aus der Point-in-time PD abgeleitet und gibt die jährliche Veränderung |
| der Lifetime PD an. |
Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen (m=marginal):
$$ECL = \sum_{t=1}^{T} ECL_{t} = \sum_{t=1}^{T} mPDD_{t}^{\text{prr}} \cdot LGD_{t} \cdot EAD_{t} \cdot D_{t}$$
Die Besicherung und der potentielle Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt.
Der Expected Credit Loss wird auf Basis mehrerer Szenarien berechnet. Die BKS Bank wendet drei Szenarien an. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case noch einen Worst-Case oder einen Most-likely-Case darstellt. Bei der Berechnung des Expected Credit Loss (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: GDP (Bruttoinlandsprodukt), Inflationsrate, Quote der Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzsaldo und Zinsrate. Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PD je Segment separat berechnet. Die Segmentierung der Portfolien erfolgt in Privatkunden, Firmenkunden, Banken und Staaten.
Während der Berichtsperiode wurden keine Änderungen von Schätzverfahren oder von signifikanten Annahmen vorgenommen.
In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,5 Mio. EUR überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,5 Mio. EUR), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor.
Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Ausweis der gebildeten Risikovorsorgen erfolgt offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto). Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte wird die bonitätsbedingte Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst. Die für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildete Risikovorsorge wird unter den Rückstellungen ausgewiesen.
Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von Forderungsbeträgen sind deren Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung der mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Grundsätzlich werden keine finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, die einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Eine Forderungsausbuchung wird dann vorgenommen, wenn eine Forderung auf Basis eines Exekutionstitels zwei Jahre erfolglos betrieben wurde, mindestens zwei Mal erfolglos exekutiert wurde, mit Geldeingängen auf die Restforderung nicht mehr zu rechnen ist oder die Beschaffung eines Titels nicht mehr möglich ist. Alle ausgebuchten Forderungen, die nicht mit einer Liberierung von der Restschuld verbunden sind, werden an Dritte (z. B. Inkassobüro) zur Eintreibung der Forderung übergeben.
In der BKS Bank kann es im Kreditgeschäft zu Vertragsanpassungen bei bestehenden Finanzierungen kommen. Dies geschieht einerseits aufgrund sich ändernder Marktgegebenheiten oder andererseits aufgrund von bestehenden Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers. Dabei wird zwischen einer signifikanten und einer nicht signifikanten Vertragsänderung unterschieden. In der BKS Bank kann es u. a. im Falle eines Produktwechsels, eines Inhaberwechsels, eines Währungswechsels, einer Aufstockung oder Prolongation zu einer wesentlichen Vertragsmodifikation kommen. Diese führt zu einer Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts vor Vertragsanpassung und einer Einbuchung des modifizierten finanziellen Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt. Die sich daraus ergebende Differenz wird in der Gewinnund Verlustrechnung als Ergebnis aus der Ausbuchung ausgewiesen.
Ist die Vertragsanpassung jedoch nicht wesentlich, d. h. es kommt zu keiner Ein- bzw. Ausbuchung, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bruttobuchwert vor Vertragsanpassung und dem Bruttobuchwert nach Vertragsanpassung als Änderungsgewinn/-verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20 % der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity bilanziert. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und BTV AG at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG unter 20 % liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise ("triggering events") für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.
In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen beeideter Gutachter ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5 % bis 2,5 %. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.
Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden, sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebsund Geschäftsausstattung beinhalten, und aus den Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:
• Unbewegliche Anlagegüter 1,5 % bis 2,5 % (d. h. 66,7 bis 40 Jahre)
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 % bis 20 % (d. h. 10 bis 5 Jahre)
Für Nutzungsrechte aus Liegenschaften erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die Vertragslaufzeit der Leasingverhältnisse. Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.
Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus erworbenen Kundenstöcken und aus Software zusammen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25 % (d. h. vier Jahre), bei erworbenen Kundenstöcken wird nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10 % (d. h. 10 Jahre) herangezogen.
Das im BKS Bank Konzern als Leasinggeber befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IFRS 16) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.
Für Verträge, bei denen die Gesellschaften des BKS Bank Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden und zum Zeitpunkt des Leasingbeginns noch nicht gezahlten Leasingzahlungen. Diese Zahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert. Ist dieser Zinssatz nicht bestimmbar, wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (effektivzinskonstant) und durch Reduzierung des Buchwerts um gezahlte Leasingraten. Das Nutzungsrecht entspricht im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit. Zusätzlich sind zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes bereits geleistete Leasingzahlungen sowie anfängliche direkte Kosten zu berücksichtigen. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen, Nutzungsrechte unter den Sachanlagen.
In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Des weiteren erfolgt der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Passiva, hinsichtlich der Bewertung wird auf den Abschnitt Leasing verwiesen.
Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt und eine Bewertung zum Fair Value vorgenommen.
Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungsoder Steuerentlastungseffekte.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet.
Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Fair Value-Rücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015, 2017, 2018 und 2019 wurden Additional Tier 1-Anleihen begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.
Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem "angemessenen Aufwandsposten" auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst.
In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen. Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).
Als Provisionsüberschuss werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen. Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.
Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.
In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
In dieser Position wird neben dem Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind. Dies umfasst Nettogewinne oder -verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, für die nicht die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde, sowie aus finanziellen Vermögenswerten, deren vertragliche Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren werden in dieser Position Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dies beinhaltet Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Modifikationsgewinne oder -verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, sowie das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) bewertet werden, werden im sonstigen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Für die Bilanzierung nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Die BKS Bank ist in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Oberitalien und in der Slowakischen Republik mit Niederlassungen und einer Repräsentanz vertreten. In Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:
Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.
Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.
Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.
Bei den finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme. Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarf beinhaltet wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessungsspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildete Risikovorsorge für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes und Verlustquote und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.
| Sensitivitätsszenario in Tsd. EUR |
Erläuterung | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Stageing: negatives Szenario |
Finanzinstrumente der Bonitätsstufe "Investmentgrade" wandern von Stage 1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel aus der 12-Monatsbetrachtung hin |
||
| zum Life-Time-Konzept. | -21.582 | -16.808 | |
| Stageing: | Finanzinstrumente, die aufgrund einer historischen Bonitätsver | ||
| positives Szenario | schlechterung in Stage 2 eingestuft wurden, wandern von Stage 2 in Stage | ||
| 1. Das entspricht dem Wechsel aus dem Life-Time-Konzept hin zum | |||
| 12-Months Expected Credit Loss. | 5.821 | 3.718 | |
| Makroökonomische | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen | ||
| Einschätzung: negatives | Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um | ||
| Szenario | 5 % höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5 % geringer. | -1.728 | -2.494 |
| Makroökonomische | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen | ||
| Einschätzung: positives | Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario | ||
| Szenario | wird um 5 % höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5 % geringer. | 1.728 | 2.494 |
| Makroökonomische | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen | ||
| Einschätzung: negatives | Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um | ||
| Szenario | 5 % höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer. | -1.344 | -1.960 |
| Makroökonomische | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen | ||
| Einschätzung: positives | Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario | ||
| Szenario | wird um 5 % höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer. | 384 | 534 |
| Ausfallswahrscheinlichkeit: | Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den | ||
| negatives Szenario | Faktor 1,1. | -5.122 | -3.215 |
| Ausfallswahrscheinlichkeit: | Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix sinkt um den | ||
| positives Szenario | Divisor 1,1. | 2.117 | 2.922 |
Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden.
Gemäß IFRS 13 werden die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:
Umgliederungen erfolgen grundsätzlich zum Ende einer Berichtsperiode.
Über die Ausübung der Fair Value-Option, das heißt die Designierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Fair Value, wird im APM-Gremium entschieden. Die Fair Value-Option dient der Vermeidung von Bewertungsinkongruenzen bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die miteinander verbunden sind.
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 32 zu entnehmen.
Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.
Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve.
Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
| 2019 | 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungs wirksame Zinsab grenzung und sonstige Veränderungen |
31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| Nachrangige Verbindlichkeiten und | |||||
| sonstige Finanzierungstätigkeit | 750.719 | -101.700 | 204.952 | 405 | 854.377 |
| • Verbriefte Verbindlichkeiten | 571.052 | -81.700 | 134.143 | 297 | 623.792 |
| • Nachrangkapital | 179.667 | -20.000 | 70.809 | 109 | 230.584 |
| 2018 | 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungs wirksame Zinsab grenzung und sonstige Veränderungen |
31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| Nachrangige Verbindlichkeiten und | |||||
| sonstige Finanzierungstätigkeit | 712.574 | -74.300 | 112.912 | -467 | 750.719 |
| • Verbriefte Verbindlichkeiten | 553.952 | -54.300 | 72.057 | -657 | 571.052 |
| • Nachrangkapital | 158.622 | -20.000 | 40.855 | 190 | 179.667 |
| (1) ZINSÜBERSCHUSS | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
| Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 113.068 | 118.876 | 5,1 |
| Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 14.856 | 13.202 | -11,1 |
| Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI | 687 | 529 | -23,0 |
| Positive Zinsaufwendungen1) | 10.698 | 8.196 | -23,4 |
| Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt | 139.308 | 140.803 | 1,1 |
| Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value | 3.513 | 2.740 | -22,0 |
| Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss | 451 | 451 | - |
| Leasingforderungen | 9.485 | 11.088 | 16,9 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 4.260 | 7.609 | 78,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 3.129 | 2.995 | -4,3 |
| Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt | 20.839 | 24.882 | 19,4 |
| Zinserträge gesamt | 160.147 | 165.685 | 3,5 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für: | |||
| Einlagen von Kreditinstituten und Kunden | 4.620 | 5.831 | 26,2 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 19.146 | 17.955 | -6,2 |
| Negative Zinserträge1) | 6.056 | 5.140 | -15,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 632 | 685 | 8,3 |
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 232 | - |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt | 30.454 | 29.843 | -2,0 |
| Zinsüberschuss | 129.693 | 135.842 | 4,7 |
| 1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus |
positiv/negativ sind.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||
| • Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 18.904 | 18.945 | 0,2 |
| Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI | |||
| • Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 70 | 9 | -86,5 |
| Kreditzusagen und Finanzgarantien | |||
| • Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) | -681 | -372 | -45,4 |
| Risikovorsorge | 18.293 | 18.582 | 1,6 |
In den Risikovorsorgen ist eine Zuführung von Risikovorsorgen für Leasingforderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Auflösung 0,1 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge: | |||
| Zahlungsverkehr | 23.002 | 23.937 | 4,1 |
| Wertpapiergeschäft | 14.479 | 17.643 | 21,8 |
| Kreditgeschäft | 18.356 | 17.799 | -3,0 |
| Devisengeschäft | 2.877 | 2.571 | -10,6 |
| Sonstige Dienstleistungen | 1.191 | 1.263 | 6,0 |
| Provisionserträge gesamt | 59.906 | 63.213 | 5,5 |
| Provisionsaufwendungen: | |||
| Zahlungsverkehr | 2.233 | 2.443 | 9,4 |
| Wertpapiergeschäft | 1.284 | 1.803 | 40,4 |
| Kreditgeschäft | 701 | 490 | -30,2 |
| Devisengeschäft | 178 | 197 | 10,6 |
| Sonstige Dienstleistungen | 44 | 60 | 37,3 |
| Provisionsaufwendungen gesamt | 4.440 | 4.993 | 12,5 |
| Provisionsüberschuss | 55.467 | 58.220 | 5,0 |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 44.848 | 45.915 | 2,4 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 44.848 | 45.915 | 2,4 |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Kursbezogene Geschäfte | 61 | -22 | >-100 |
| Zins- und währungsbezogene Geschäfte | 219 | 1.266 | >100 |
| Handelsergebnis | 280 | 1.244 | >100 |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Personalaufwand | 74.628 | 76.687 | 2,8 |
| • Löhne und Gehälter | 55.068 | 56.650 | 2,9 |
| • Sozialabgaben | 12.724 | 13.322 | 4,7 |
| • Aufwendungen für Altersversorgung | 4.046 | 4.255 | 5,2 |
| • Sonstiger Sozialaufwand | 2.790 | 2.460 | -11,8 |
| Sachaufwand | 32.845 | 33.533 | 2,1 |
| Abschreibungen | 7.103 | 10.736 | 51,1 |
| Verwaltungsaufwand | 114.577 | 120.956 | 5,6 |
In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) enthalten. Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16-Standards erhöhte sich die Abschreibung um 2,7 Mio. EUR, der Sachaufwand ging dementsprechend zurück.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 6.467 | 6.856 | 6,0 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -8.992 | -9.084 | 1,0 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -2.525 | -2.228 | -11,8 |
Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) sowie Mieterträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).
In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) und die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) enthalten.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Fair Value-Option | -2.841 | -1.586 | 44,2 |
| Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | -2.841 | -1.586 | 44,2 |
Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 79,1 Mio. EUR (Vorjahr: 85,3 Mio. EUR), Anleihen aus dem Aktivbestand in Höhe von 21,6 Mio. EUR (Vorjahr: 22,0 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 84,2 Mio. EUR (Vorjahr: 84,7 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen jene Wertanpassung wider, welche nicht auf Änderungen im Marktrisiko, sondern auf das Kontrahentenund Bonitätsrisiko zurückzuführen ist.
| ZUM FAIR VALUE ZU BEWERTEN SIND (VERPFLICHTEND) | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
| Ergebnis aus Bewertung | -5.130 | 4.752 | >100 |
| Ergebnis aus Veräußerung | 5 | 320 | >100 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) |
-5.125 | 5.072 | >100 |
ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV)
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Forderungen Kreditinstitute | -104 | - | - |
| • davon Gewinn | - | - | - |
| • davon Verlust | -104 | - | - |
| Forderungen Kunden | -35 | 540 | >100 |
| • davon Gewinn | 1.080 | 1.887 | 74,8 |
| • davon Verlust | -1.115 | -1.348 | 20,8 |
| Schuldverschreibungen | 319 | - | - |
| • davon Gewinn | 319 | - | - |
| • davon Verlust | - | - | - |
| Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
179 | 540 | >100 |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Änderungsgewinne/-verluste | -128 | -306 | >-100 |
| • aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV | -128 | -306 | >-100 |
| • aus FV at Fair Value through OCI | - | - | - |
| • aus zu fortgeführten AK bewerteten finanziellen Verpflichtungen | - | - | - |
| Ergebnis aus der Ausbuchung | 63 | -58 | >-100 |
| • von FV at Fair Value through OCI | 63 | -58 | >-100 |
| • von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -65 | -363 | >-100 |
Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf 53,8 Mio. EUR (Vorjahr: 149,2 Mio EUR). Aus den Vertragsänderungen resultiert ein Änderungsverlust in Höhe von -305,7 Tsd. EUR (Vorjahr: -128,1 Tsd. EUR).
| 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|
| -10.092 | -12.128 | 20,2 |
| 471 | 1.917 | >100 |
| -9.621 | -10.211 | 6,1 |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss vor Steuern | 87.041 | 103.118 |
| Anzuwendender Steuersatz | 25 % | 25 % |
| Errechneter Steueraufwand | 21.760 | 25.780 |
| Auswirkung abweichender Steuersätze | -560 | -861 |
| Steuerminderungen | ||
| • aus steuerfreien Beteiligungserträgen | -841 | -2.007 |
| • Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen | -11.212 | -11.479 |
| • aus sonstigen steuerfreien Erträgen | -19 | -36 |
| • aus sonstigen Wertanpassungen | -170 | -892 |
| Steuermehrungen | ||
| • aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 339 | 449 |
| • aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | 48 | 39 |
| Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag | 276 | -782 |
| Ertragsteueraufwand der Periode | 9.621 | 10.211 |
| Effektiver Steuersatz | 11,1 % | 9,9 % |
| (13) BARRESERVE | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
| Kassenbestand | 85.576 | 88.253 | 3,1 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 486.387 | 462.499 | -4,9 |
| Barreserve | 571.963 | 550.752 | -3,7 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 123.532 | 93.585 | -24,2 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 53.716 | 106.748 | 98,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 177.248 | 200.333 | 13,0 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 25.531 | 29.004 | 13,6 |
| bis 3 Monate | 45.391 | 52.346 | 15,3 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 82.265 | 97.797 | 18,9 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 24.061 | 21.185 | -12,0 |
| über 5 Jahre | - | - | - |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten | 177.248 | 200.333 | 13,0 |
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2019 |
|---|---|---|---|---|
| Stand am Beginn der Berichtsperiode | 318 | 4 | - | 322 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 58 | - | - | 58 |
| Veränderung innerhalb der Stufe: | ||||
| • Zuweisung/Auflösung | -106 | 2 | - | -104 |
| • Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
| Stufentransfer: | ||||
| • Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| • Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -2 | 7 | 5 | |
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -163 | - | - | -163 |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 105 | 13 | - | 118 |
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt verändert:
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2019 |
|---|---|---|---|---|
| Stand am Beginn der Berichtsperiode | 170.183 | 7.065 | - | 177.248 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 129.051 | - | - | 129.051 |
| Veränderung innerhalb der Stufe: | ||||
| • Erhöhung/Verminderung der Forderung | 3.329 | -2.293 | - | 1.036 |
| • Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
| Stufentransfer: | ||||
| • Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| • Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -3.441 | 1.989 | - | -1.452 |
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -105.550 | - | - | -105.550 |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 193.572 | 6.761 | - | 200.333 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Firmenkunden | 4.727.697 | 4.978.964 | 5,3 |
| Privatkunden | 1.298.161 | 1.399.823 | 7,8 |
| Forderungen an Kunden nach Kundengruppen | 6.025.858 | 6.378.787 | 5,9 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.885.821 | 6.241.353 | 6,0 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 85.287 | 79.078 | -7,3 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 54.750 | 58.356 | 6,6 |
| Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien | 6.025.858 | 6.378.787 | 5,9 |
In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 498,4 Mio. EUR (Vorjahr: 422,7 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 203.503 | 207.939 | 2,2 |
| bis 3 Monate | 1.090.238 | 1.098.030 | 0,7 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 429.586 | 641.015 | 49,2 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.812.321 | 1.031.316 | -43,1 |
| über 5 Jahre | 2.490.210 | 3.400.487 | 36,6 |
| Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten | 6.025.858 | 6.378.787 | 5,9 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2019 |
|---|---|
| Weniger als ein Jahr | 157.082 |
| Ein bis zwei Jahre | 127.581 |
| Zwei bis drei Jahre | 92.081 |
| Drei bis vier Jahre | 61.107 |
| Vier bis fünf Jahre | 51.347 |
| Mehr als fünf Jahre | 42.457 |
| Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen | 531.656 |
| Nicht realisierter Finanzertrag | 33.297 |
| Nettoinvestition in das Leasingverhältnis | 498.359 |
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Bruttoinvestitionswerte | 109.693 | 239.997 | 97.738 | 447.428 |
| nicht realisierte Finanzerträge | 7.909 | 13.690 | 3.103 | 24.702 |
| Nettoinvestitionswerte | 101.784 | 226.307 | 94.635 | 422.726 |
Leasingforderungen sind im Wesentlichen in den Laufzeitbändern > 1 Jahr enthalten.
| 2019 | |||
|---|---|---|---|
| 8.670 | 13.763 | 85.445 | 107.878 |
| 5.862 | 839 | - | 6.701 |
| 1.538 | -70 | 6.354 | 7.822 |
| - | - | -33.051 | -33.051 |
| 374 | -3.995 | - | -3.621 |
| 70 | - | -279 | -209 |
| - | 69 | -531 | -462 |
| -475 | 3.597 | - | 3.122 |
| -27 | - | 2.893 | 2.866 |
| - | -427 | 4.396 | 3.969 |
| -901 | -2.524 | -856 | -4.281 |
| 15.111 | 11.252 | 64.371 | 90.734 |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR) enthalten.
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2019 |
|---|---|---|---|---|
| Stand am Beginn der Berichtsperiode | 4.914.212 | 749.719 | 221.890 | 5.885.821 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 1.380.727 | 73.147 | - | 1.453.874 |
| Veränderung innerhalb der Stufe | ||||
| • Erhöhung/Verminderung der Forderung | -301.484 | -26.276 | -10.643 | -338.403 |
| • Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung | - | - | -34.399 | -34.399 |
| Stufentransfer: | ||||
| • Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | 158.100 | -177.088 | - | -18.988 |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | 10.830 | - | -11.412 | -582 |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | 3.752 | -5.057 | -1.305 |
| • Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -167.766 | 155.912 | - | -11.854 |
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | -12.165 | - | 10.813 | -1.352 |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | -16.062 | 14.935 | -1.127 |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -511.379 | -164.251 | -14.702 | -690.332 |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 5.471.075 | 598.853 | 171.425 | 6.241.353 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte aus derivativen Produkten | 8.045 | 8.755 | 8,8 |
| • Währungsbezogene Geschäfte | 1.464 | 1.515 | 3,5 |
| • Zinsbezogene Geschäfte | 2 | - | - |
| • Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 6.580 | 7.240 | 10 |
| Handelsaktiva | 8.045 8.755 |
8,8 | |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 813.421 | 797.761 | -1,9 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 21.978 | 21.586 | -1,8 |
| FV at Fair Value OCI | 68.977 | 70.720 | 2,5 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 45 | 50 | 11,8 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 904.421 | 890.116 | -1,6 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| • bis 3 Monate | 43.927 | 16.860 | -61,6 |
| • über 3 Monate bis 1 Jahr | 16.600 | 16.909 | 1,9 |
| • über 1 Jahr bis 5 Jahre | 315.356 | 376.715 | 19,5 |
| • über 5 Jahre | 528.537 | 479.632 | -9,3 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nach Restlaufzeiten |
904.421 | 890.116 | -1,6 |
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2019 |
|---|---|---|---|---|
| Stand am Beginn der Berichtsperiode | 258 | - | - | 258 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 75 | - | - | 75 |
| Veränderung innerhalb der Stufe | ||||
| - Zuweisung/Auflösung | 15 | - | - | 15 |
| - Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
| Stufentransfer: | ||||
| • Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| • Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -11 | - | - | -11 |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 337 | - | - | 337 |
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt verändert:
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2019 |
|---|---|---|---|---|
| Stand am Beginn der Berichtsperiode | 813.421 | - | - | 813.421 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 36.128 | - | - | 36.128 |
| Veränderung innerhalb der Stufe | -33 | - | - | -33 |
| Stufentransfer: | ||||
| • Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| • Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -51.755 | -51.755 | ||
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 797.761 | - | - | 797.761 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 45.780 | 43.687 | -4,6 |
| FV at Fair Value OCI | 89.829 | 92.190 | 2,6 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 135.609 | 135.878 | 0,2 |
In der Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) werden die Investmentfondsanteile im Eigenportfolio des BKS Bank Konzerns ausgewiesen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Oberbank AG | 385.277 | 407.340 | 5,7 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG | 214.391 | 228.591 | 6,6 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 599.668 | 635.931 | 6,0 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.859 | 10.960 | >100 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.859 | 10.960 | >100 |
Der Anstieg bei den immateriellen Vermögenswerten ist auf die Aktivierung des Kundenstocks von rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. in Slowenien zurückzuführen. Durch die Übernahme im ersten Halbjahr 2019 kam es zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um 6,9 Mio. EUR.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Grund | 8.024 | 8.777 | 9,4 |
| Gebäude | 37.647 | 37.764 | 0,3 |
| Sonstige Sachanlagen | 7.665 | 9.031 | 17,8 |
| Nutzungsrechte | n/a | 22.269 | - |
| Sachanlagen | 53.336 | 77.842 | 45,9 |
Die ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich überwiegend auf Mietverträge für Filialen und Büroräumlichkeiten im Inund Ausland. Die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte betrug im Geschäftsjahr 2019 2,7 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde ein Zinsaufwand von 0,2 Mio. EUR für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 gab es keine Zugänge bei den Nutzungsrechten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassen 2,8 Mio. EUR.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Grund | 8.422 | 7.978 | -5,3 |
| Gebäude | 26.108 | 29.396 | 12,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 34.530 | 37.374 | 8,2 |
Die Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrugen zum 31.12.2019 insgesamt 59,0 Mio. EUR (Vorjahr: 56,3 Mio. EUR). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01.2019 | 132.588 | 15.444 | 58.485 | 206.517 |
| Zugang | 6.577 | 9.156 | 4.776 | 20.509 |
| Abgang | 339 | 863 | 247 | 1.449 |
| Währungsveränderung | - | - | - | - |
| Umgliederung | 1.460 | - | -1.460 | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2019 | 140.286 | 23.737 | 61.554 | 225.578 |
| Abschreibung kumuliert | 84.714 | 12.777 | 24.180 | 121.671 |
| Buchwert zum 31.12.2019 | 55.572 | 10.960 | 37.374 | 103.907 |
| Buchwert zum 31.12.2018 | 53.336 | 3.859 | 34.530 | 91.725 |
| Abschreibung 2019 | 4.918 | 2.124 | 973 | 8.015 |
| 1) immaterielle Vermögenswerte |
2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| in Tsd. EUR | Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01.2018 | 130.120 | 11.976 | 53.992 | 196.088 |
| Zugang | 9.566 | 3.315 | 7 | 12.888 |
| Abgang | 931 | 85 | 1.443 | 2.459 |
| Währungsveränderung | - | - | - | - |
| Umgliederung | -6.167 | 238 | 5.929 | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2018 | 132.588 | 15.444 | 58.485 | 206.517 |
| Abschreibung kumuliert | 79.252 | 11.585 | 23.955 | 114.792 |
| Buchwert zum 31.12.2018 | 53.336 | 3.859 | 34.530 | 91.725 |
| Buchwert zum 31.12.2017 | 55.174 | 1.638 | 30.868 | 87.680 |
| Abschreibung 2018 | 4.705 | 1.354 | 1.044 | 7.103 |
1) immaterielle Vermögenswerte 2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | Latente Steuer forderungen |
Latente Steuer rückstellung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 3.859 | 4.150 | 4.150 | - |
| Risikovorsorgen | 2.300 | 3.387 | 3.387 | - |
| Handelsaktiva/Handelspassiva | -104 | 172 | 1.794 | 1.622 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -967 | -1.447 | - | 1.447 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -8.474 | -9.943 | - | 9.943 |
| Sachanlagen | -660 | -5.446 | - | 5.446 |
| Sonstige Aktiva/Passiva | 601 | 5.311 | 5.311 | - |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.334 | 2.363 | 2.363 | - |
| Rückstellungen/Sozialkapital | 7.682 | 9.069 | 9.069 | - |
| Eigenkapital – Emission | -208 | -212 | - | 212 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 6.363 | 7.404 | 26.074 | 18.670 |
| Verrechnung der Steuern | - | - | -18.670 | -18.670 |
| Latente Steueransprüche/-schulden netto | - | - | 7.404 | - |
| Latente Steuer | Latente Steuer | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2018 | forderungen | rückstellung |
| 5.191 | 3.859 | 3.859 | - |
| 5.425 | 2.300 | 2.300 | - |
| -4 | -104 | 1.368 | 1.472 |
| -9.064 | n/a | n/a | n/a |
| -228 | n/a | n/a | n/a |
| -1.798 | n/a | n/a | n/a |
| n/a | -967 | - | 967 |
| n/a | -8.474 | - | 8.474 |
| -662 | -660 | - | 660 |
| 254 | 601 | 601 | - |
| 2.408 | 2.334 | 2.334 | - |
| 6.417 | 7.682 | 7.682 | - |
| -192 | -208 | - | 208 |
| 7.747 | 6.363 | 18.144 | 11.781 |
| - | - | -11.781 | -11.781 |
| - | - | 6.363 | - |
Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.71 saldiert.
Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf eigene Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).
Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die der Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen.
Aus der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuerabgrenzungen, die sich fast zur Gänze aufheben.
Die Vorschaurechnungen für die kommenden drei Jahre zeigen, dass ausreichend zu versteuernde Einkommen vorliegen werden, um die latenten Steueransprüche auch verwerten zu können. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 19.037 | 9.905 | -48,0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.459 | 4.748 | 37,3 |
| Sonstige Aktiva | 22.497 | 14.654 | -34,9 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten | 732.544 | 611.321 | -16,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten | 103.945 | 77.903 | -25,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 836.489 | 689.224 | -17,6 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 49.629 | 61.883 | 24,7 |
| bis 3 Monate | 193.273 | 121.906 | -36,9 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 247.551 | 225.200 | -9,0 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 308.724 | 233.405 | -24,4 |
| über 5 Jahre | 37.312 | 46.830 | 25,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten | 836.489 | 689.224 | -17,6 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 1.429.395 | 1.413.530 | -1,1 |
| • Firmenkunden | 178.506 | 172.047 | -3,6 |
| • Privatkunden | 1.250.889 | 1.241.483 | -0,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.038.068 | 4.400.437 | 9,0 |
| • Firmenkunden | 2.940.119 | 3.150.069 | 7,1 |
| • Privatkunden | 1.097.949 | 1.250.368 | 13,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5.467.463 | 5.813.967 | 6,3 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 3.959.195 | 4.289.263 | 8,3 |
| bis 3 Monate | 298.621 | 258.840 | -13,3 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 560.116 | 703.261 | 25,6 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 606.757 | 506.258 | -16,6 |
| über 5 Jahre | 42.774 | 56.344 | 31,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten | 5.467.463 | 5.813.967 | 6,3 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen | 499.690 | 552.404 | 10,5 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 71.362 | 71.388 | - |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 571.052 | 623.792 | 9,2 |
In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 84,2 Mio. EUR (Vorjahr: 84,7 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 5.436 | 10.615 | 95,3 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 47.714 | 45.356 | -4,9 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 188.135 | 248.122 | 31,9 |
| über 5 Jahre | 329.767 | 319.699 | -3,1 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten | 571.052 | 623.792 | 9,2 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Negative Marktwerte aus derivativen Produkten | 8.362 | 10.848 | 29,7 |
| • Währungsbezogene Geschäfte | 2.369 | 3.077 | 29,9 |
| • Zinsbezogene Geschäfte | 2 | - | - |
| • Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 5.991 | 7.771 | 29,7 |
| Handelspassiva | 8.362 | 10.848 | 29,7 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 72.702 | 75.604 | 4,0 |
| Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) | 5.233 | 3.622 | -30,8 |
| Rückstellung für Garantien und Rahmen | 1.384 | 1.773 | 28,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 55.166 | 57.744 | 4,7 |
| Rückstellungen | 134.485 | 138.743 | 3,2 |
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 27,3 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 41,2 Mio. EUR (Vorjahr: 40,7 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 40,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,3 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).
Für österreichische BKS Bank-Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Personen mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren grundsätzlich ein Anspruch auf zwei zusätzliche Monatsentgelte im Fall einer vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge aus der Mitarbeitervorsorgekasse gedeckt.
Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeiter oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.
| in % | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Finanzielle Annahmen | ||
| Zinssatz | 2,01 % | 1,30 % |
| Gehaltstrend aktive Mitarbeiter | 2,76 % | 2,99 % |
| Pensionsdynamik | 2,10 % | 2,00 % |
| Karrieredynamik | 0,25 % | 0,25 % |
| Demographische Annahmen | ||
| Pensionsantrittsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Sterbetafel | AVÖ 2018 | AVÖ 2018 |
Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen.
| ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
| Rückstellungen zum 01.01. | 69.693 | 72.702 | 4,3 |
| + Zinsaufwand | 2.582 | 1.846 | -28,5 |
| + Dienstzeitaufwand | 1.575 | 1.468 | -6,8 |
| - Zahlungen im Berichtsjahr | -4.592 | -5.195 | 13,1 |
| ± versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust1) | 3.444 | 4.782 | 38,9 |
| Rückstellungen zum 31.12. | 72.702 | 75.603 | 4,0 |
1) auf Basis veränderter finanzieller Annahmen
| Rückstellungen zum 31.12. | 134.485 | 75.603 | 63.139 | 138.743 | 3,2 |
|---|---|---|---|---|---|
| - Auflösung | -3.807 | -1.379 | -1.976 | -3.355 | -11,9 |
| - Inanspruchnahme | -6.588 | -1.751 | -5.474 | -7.225 | 9,7 |
| + Zuführung | 21.250 | 6.031 | 8.806 | 14.837 | -30,2 |
| ± Veränderung Währung | -1 | - | - | - | - |
| Rückstellung zum 01.01. | 123.631 | 72.702 | 61.783 | 134.485 | 8,8 |
| in Tsd. EUR | 2018 | Verpflichtungen | sonstige | Gesamt 2019 | ± in % |
| Gesamt | Pensionen und ähnliche | Steuern und |
| Sensitivitätsanalyse der DBO/Barwert der Verpflichtungen in Tsd. EUR |
Abfertigungen 31.12.2018 |
Pensionen 31.12.2018 |
Abfertigungen 31.12.2019 |
Pensionen 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz +0,5 % (VJ: +1,0 %) | -2.936 | -3.868 | -1.058 | -2.092 |
| Diskontierungszinssatz -0,5 % (VJ: +1,0 %) | 1.131 | 4.666 | 1.124 | 2.302 |
| Gehaltssteigerung +0,5 % | -12 | 174 | 1.097 | 175 |
| Gehaltssteigerung -0,5 % | -2.018 | -166 | -1.044 | -167 |
| Rentensteigerung +0,5 % | - | 1.846 | - | 1.894 |
| Rentensteigerung -0,5 % | - | -1.721 | - | -1.765 |
| Anstieg der Lebenserwartung um rund 1 Jahr | - | 2.504 | - | 2.674 |
Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2019 hätte.
| FÄLLIGKEITSANALYSE | |||
|---|---|---|---|
| Abfertigungen | Pensionen | ||
| Cash Flows in Tsd. EUR | 31.12.2019 | 31.12.2019 | |
| Erwartete Zahlungen 2020 | 2.566 | 2.959 | |
| Erwartete Zahlungen 2021 | 1.497 | 2.770 | |
| Erwartete Zahlungen 2022 | 1.718 | 2.585 | |
| Erwartete Zahlungen 2023 | 1.873 | 2.407 | |
| Erwartete Zahlungen 2024 | 3.328 | 2.227 | |
| Summe der erwarteten Zahlungen 2020 bis 2024 | 10.982 | 12.948 | |
| Gewichtete durchschnittliche Laufzeit | 8,48 | 10,88 | |
Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich auf 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).
| Sonstige Passiva | 26.699 | 48.913 | 83,2 |
|---|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeit | n/a | 22.398 | - |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.739 | 4.661 | -1,7 |
| Sonstige Passiva | 21.960 | 21.854 | -0,5 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten. Die gemäß IFRS 16 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten stammen überwiegend aus Mietverträgen von Filialen und Büroräumlichkeiten und sind wie folgt fällig:
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | - | 2.454 | - |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | - | 9.214 | - |
| über 5 Jahre | - | 10.730 | - |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 22.398 | - |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Ergänzungskapital | 159.667 | 210.584 | 31,9 |
| Hybridkapital | 20.000 | 20.000 | - |
| Nachrangkapital | 179.667 | 230.584 | 28,3 |
Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 227,7 Mio. EUR (Vorjahr: 176,9 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 3.044 | 3.035 | -0,3 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 20.000 | 31.000 | 55,0 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 73.375 | 42.331 | -42,3 |
| über 5 Jahre | 83.248 | 154.218 | 85,3 |
| Nachrangkapital nach Restlaufzeiten | 179.667 | 230.584 | 28,3 |
Im Geschäftsjahr 2020 werden Ergänzungskapitalemissionen in Höhe von 31,0 Mio. EUR fällig (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR). Das Hybridkapital in Höhe von 20 Mio. EUR (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR) wird gemäß Artikel 484 CRR in die konsolidierten Eigenmittel einberechnet. Es stellt kein Konzerneigenkapital dar.
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | Gesamtlaufzeit |
|---|---|---|
| 2.350 | 2.350 | 15 Jahre |
| 15.000 | 15.000 | 12 Jahre |
| 16.000 | 16.000 | 10 Jahre |
| 20.000 | - | 8 Jahre |
| 20.000 | 20.000 | unbegrenzt |
| 20.000 | 20.000 | 9 Jahre |
| 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
| 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 13.000 | 13.000 | 10 Jahre |
| 10.533 | 17.287 | 8 Jahre |
| - | 8.000 | 15 Jahre |
| - | 20.000 | 10 Jahre |
| - | 20.000 | 11 Jahre |
| - | 3.400 | 15 Jahre |
| - | 12.655 | 11,5 Jahre |
| 176.883 | 227.692 | |
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 85.886 | 85.886 | - |
| • Aktienkapital | 85.886 | 85.886 | - |
| Kapitalrücklagen | 241.416 | 241.416 | - |
| Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen | 839.919 | 919.023 | 9,4 |
| Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) | 43.500 | 55.200 | 26,9 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 1.210.721 | 1.301.525 | 7,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | -25 | -27 | 9,7 |
| Konzerneigenkapital | 1.210.696 | 1.301.498 | 7,5 |
Das Aktienkapital setzt sich aus 41.142.900 (Vorjahr: 41.142.900) stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 (Vorjahr: 1.800.000) stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Durch die im ersten Quartal 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der BKS Bank AG von bisher 79.279.200,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht. Auf Basis des Ausgabepreises in Höhe von 16,7 EUR pro junger Aktie betrug der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung 55,2 Mio. EUR. Die Transaktionskosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurden vom Eigenkapital abgezogen.
Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die in den Jahren 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), 2017 (Nominale 12,8 Mio. EUR), 2018 (Nominale 7,3 Mio. EUR) und 2019 (Nominale 11,7 Mio. EUR) emittierten Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die gemäß § 57 (5) BWG zu bildende Haftrücklage in Höhe von 84,5 Mio. EUR (Vorjahr: 83,3 Mio. EUR) ist in den Gewinnrücklagen enthalten.
Nicht beherrschende Anteile sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des BKS Bank Konzerns von untergeordneter Bedeutung (2019: 26,9 Tsd. EUR; Vorjahr: 24,5 Tsd. EUR). Diese resultieren aus der Nichteinbeziehung einer unwesentlichen Tochtergesellschaft.
| IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN 2019 | ||
|---|---|---|
| Stamm | Vorzugs | |
| Anzahl Aktien | Stückaktien | Stückaktien |
| Stand 01.01.2019 | 40.468.228 | 1.624.510 |
| Ordentliche Kapitalerhöhung | - | - |
| Veränderung eigene Aktien | -35.953 | 10.792 |
| Stand 31.12.2019 | 40.432.275 | 1.635.302 |
| Eigene Aktien im Bestand | 710.625 | 164.698 |
| Ausgegebene Aktien | 41.142.900 | 1.800.000 |
| Stamm | Vorzugs | |
|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Stückaktien | Stückaktien |
| Stand 01.01.2018 | 37.254.925 | 1.635.467 |
| Ordentliche Kapitalerhöhung | 3.303.300 | - |
| Veränderung eigene Aktien | -89.997 | -10.957 |
| Stand 31.12.2018 | 40.468.228 | 1.624.510 |
| Eigene Aktien im Bestand | 674.672 | 175.490 |
| Ausgegebene Aktien | 41.142.900 | 1.800.000 |
Das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen ist auf die Veränderung folgender Rücklagen zurückzuführen:
| 2018 | 2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Neubewertung aus | Rücklage | Neubewertung aus | Rücklage | |
| leistungsorientierten | für eigenes | leistungsorientierten | für eigenes | |
| in Tsd. EUR | Versorgungsplänen | Kreditrisiko | Versorgungsplänen | Kreditrisiko |
| Stand 01.01. | -20.213 | - | -23.329 | -42 |
| Sonstiges Ergebnis | -3.116 | -42 | -7.684 | 266 |
| • Veränderung aus der Neubewertung gem. IAS 19 | -2.584 | - | -3.594 | - |
| • Veränderung der Rücklage für eigenes Kreditrisiko |
- | -42 | - | 266 |
| • Veränderung aus at Equity bilanzierten Unternehmen (IAS 19) |
-532 | - | -4.090 | - |
| Stand 31.12. | -23.329 | -42 | -31.013 | 224 |
Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).
Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung.
Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio.
Mit der zu Jahresbeginn 2014 erfolgten Implementierung von Basel III durch die CRD IV und CRR bzw. im Einklang mit dem novellierten Bankwesengesetz (BWG neu) änderte sich der Modus für die Ermittlung der Eigenmittel und Eigenkapitalquoten signifikant. Gemäß den CRR/CRD IV-Übergangsregeln werden Kapitalinstrumente, die nicht mehr anrechnungsfähig sind, schrittweise eliminiert, während die neuen Regeln zu den aufsichtsrechtlichen Anpassungen sukzessive eingeführt werden. Zum Stichtag entspricht der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis dem IFRS-Konsolidierungskreis.
| in Mio. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 83,7 | 83,4 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.061,8 | 1.134,0 |
| Abzugsposten | -551,8 | -587,8 |
| Hartes Kernkapital (CET1)1) | 593,7 | 629,6 |
| Harte Kernkapitalquote | 11,2 % | 11,6 % |
| Hybridkapital | 8,0 | 6,0 |
| AT1-Anleihe | 43,5 | 55,20 |
| Zusätzliches Kernkapital | 51,5 | 61,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 645,2 | 690,8 |
| Kernkapitalquote | 12,2 % | 12,7 % |
| Ergänzungskapital | 134,0 | 190,6 |
| Eigenmittel insgesamt | 779,2 | 881,4 |
| Gesamtkapitalquote | 14,8 % | 16,2 % |
| Total Risk Exposure Amount | 5.283,1 | 5.449,6 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2019. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2019 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,5 % und für die Gesamtkapitalquote gesamt 9,7 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2019 lagen über diesen Anforderungen.
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert.
In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen.
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung quantifiziert.
Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst die Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.
Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.
Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.
Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium.
Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremien tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen getroffene Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.
In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.
Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotential, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.
In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste im Liquidationsansatz für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9 % ermittelt. Zum 31. Dezember 2019 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 529,6 Mio. EUR nach 513,2 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.397,3 Mio. EUR nach 1.256,0 Mio. EUR zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg der Risikodeckungsmasse ist vor allem auf den erwirtschafteten Jahresüberschuss und die Emission vom Nachrangkapital zurückzuführen.

| in % | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| 1 Kreditrisiko | 64,7 | 63,5 |
| 2 Zinsänderungsrisiko im Bankbuch1) | 14,0 | 16,6 |
| 3 Aktienkursrisiko1) | 1,0 | 1,5 |
| 4 Risiko aus Fremdwährungspositionen1) | 0,4 | 0,4 |
| 5 Credit Spread-Risiko | 7,7 | 6,0 |
| 6 Operationales Risiko | 5,1 | 4,9 |
| 7 Liquiditätsrisiko | 0,8 | 0,9 |
| 8 Makroökonomisches Risiko | 3,6 | 3,6 |
| 9 Sonstige Risiken | 2,7 | 2,6 |
1) Diversifikationseffekte abgezogen
Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für etwa 63,5 % (2018: 64,7 %) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich.
Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kredit-Risiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.
Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten.
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
4) Abteilung Vorstandsbüro
Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unseres Konzernreportings.
Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.
Die interne Risikosteuerung erfolgt auf Portfolioebene und kann wie folgt dargestellt werden.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Kundenforderungen | 6.454.514 | 6.804.265 |
| Zugesagte Kreditrahmen1) | 158.822 | 162.111 |
| Bankenforderungen | 190.037 | 214.936 |
| Wertpapiere und Fonds | 887.814 | 874.020 |
| Beteiligungen | 685.307 | 724.068 |
| Kreditrisikovolumen | 8.376.493 | 8.779.400 |
1) auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Kundenforderungen Konzern gemäß Note (16.1) | 6.025.858 | 6.378.787 |
| + Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (60) | 428.023 | 467.093 |
| + Corporate Bonds | 66.577 | 63.837 |
| + Risikoposition aus Derivatgeschäften mit Kunden/Sonstiges | 13.036 | -14.419 |
| - Kundenforderungen gemäß Note (60) mit Hausbankhaftung | -78.981 | -91.034 |
| Kundenforderungen laut interner Risikosteuerung | 6.454.514 | 6.804.265 |
| Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (60) | 1.337.235 | 1.324.057 |
| Zugesagte Kreditrahmen auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens | 158.822 | 162.111 |
| Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14) | 177.248 | 200.333 |
| + Risikopositionswert aus Derivatgeschäften mit Banken | 12.789 | 14.603 |
| Bankenforderungen laut interner Risikosteuerung | 190.037 | 214.936 |
| + Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note (19) | 904.421 | 890.116 |
| - Corporate Bonds/Sonstiges (Umgliederung zu Kundenforderungen) | -66.577 | -63.837 |
| + Fonds aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (21) |
45.780 | 43.687 |
| + Aktien aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (21) |
4.190 | 4.053 |
| Wertpapiere und Fonds laut interner Risikosteuerung | 887.814 | 874.020 |
| Beteiligungen aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ||
| gemäß Note (21) | 85.639 | 88.137 |
| + Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (22) | 599.668 | 635.931 |
| Beteiligungen laut interner Risikosteuerung | 685.307 | 724.068 |
| Kreditrisikovolumen gemäß ICAAP | 8.376.493 | 8.779.400 |
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.
| AA | Erstklassige beste Bonität |
|---|---|
| A1 | Erstklassige hervorragende Bonität |
| 1a | Erstklassige Bonität |
| 1b | Sehr gute Bonität |
| 2a | Gute Bonität |
| 2b | Noch gute Bonität |
| 3a | Akzeptable Bonität |
| 3b | Noch akzeptable Bonität |
| 4a | Mangelhafte Bonität |
| 4b | Schlechte Bonität |
| 5a | Ausfall im Fortbetrieb |
| 5b | Ausfall – Notleidend |
| 5c | Ausfall – Uneinbringlich |
| Gesamt | 1.617.784 | 1.979.273 | 2.594.662 | 2.121.535 | 288.792 | 173.778 | 3.576 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 697.379 | 16.801 | 8.193 | 164 | - | - | 1.532 |
| Wertpapiere und Fonds | 740.058 | 116.264 | 13.402 | 4.247 | 50 | - | - |
| Bankenforderungen | 116.228 | 88.325 | 4.848 | 5.537 | - | - | - |
| Zugesagte Kreditrahmen | 6.997 | 45.021 | 62.778 | 44.712 | 1.827 | 759 | 16 |
| Kundenforderungen | 57.122 | 1.712.863 | 2.505.442 | 2.066.875 | 286.915 | 173.019 | 2.029 |
| Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR |
AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
| Gesamt | 1.584.873 | 1.923.142 | 2.137.536 | 2.121.174 | 377.042 | 223.959 | 8.768 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 663.800 | 11.373 | 6.804 | 281 | 45 | - | 3.005 |
| Wertpapiere und Fonds | 762.805 | 103.579 | 16.525 | - | - | - | 4.904 |
| Bankenforderungen | 99.264 | 60.997 | 22.318 | 7.457 | 1 | - | - |
| Zugesagte Kreditrahmen | 7.058 | 54.424 | 59.944 | 30.569 | 4.751 | 2.068 | 9 |
| Kundenforderungen | 51.945 | 1.692.770 | 2.031.945 | 2.082.867 | 372.246 | 221.890 | 850 |
| Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR |
AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
Die Kreditqualität hat sich auch im Berichtsjahr wieder deutlich verbessert. Dies zeigt der erfreuliche Anstieg in den Klassen 2b und besser sowie der Rückgang des Exposures in den Ratingstufen 4a-4b und in den Non-performing-Klassen 5a-5c.
Die Ausfallsdefinition der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 2,5 % des vereinbarten Rahmens und mindestens 250,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird.
Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,4 % (2018: 3,3 %1)). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staaten, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden. Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 37,2 % zum 31. Dezember 2019 (2018: 38,3 %). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 88,2 % (2018: 85,5 %).
| in Tsd. EUR | Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 26.592 | 1.188 | 27.780 |
| • hiervon Zugeständnisse bei Raten | 17.287 | 895 | 18.182 |
| • hiervon Refinancing | 9.305 | 293 | 9.598 |
| Non-performing Exposures | 48.715 | 2.519 | 51.234 |
| • hiervon Zugeständnisse bei Raten | 47.389 | 1.963 | 49.352 |
| • hiervon Refinancing | 1.326 | 556 | 1.882 |
| Gesamt | 75.307 | 3.707 | 79.014 |
| in Tsd. EUR | Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 31.822 | 1.126 | 32.948 |
| • hiervon Zugeständnisse bei Raten | 22.494 | 764 | 23.258 |
| • hiervon Refinancing | 9.328 | 362 | 9.690 |
| Non-performing Exposures | 52.522 | 2.526 | 55.048 |
| • hiervon Zugeständnisse bei Raten | 51.913 | 2.344 | 54.257 |
| • hiervon Refinancing | 609 | 182 | 791 |
| Gesamt | 84.344 | 3.652 | 87.996 |
Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff "Forbearance" bzw. "Nachsicht" wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die notwendig sind, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:
| 1a | 150.495 | 1.023 | - | 151.518 | 31 | 10 | - | 41 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1b | 270.981 | 234 | - | 271.215 | 38 | 5 | - | 43 |
| 2a | 522.352 | 48.497 | - | 570.849 | 147 | 29 | - | 176 |
| 2b | 296.065 | 28.048 | - | 324.113 | 135 | 44 | - | 179 |
| 3a | 301.501 | 47.422 | - | 348.923 | 205 | 142 | - | 347 |
| 3b | 91.835 | 69.583 | - | 161.418 | 115 | 446 | - | 561 |
| 4a | 10.457 | 30.984 | - | 41.441 | 22 | 91 | - | 113 |
| 4b | 3.315 | 5.336 | - | 8.651 | 25 | 62 | - | 87 |
| 5a – 5c | - | - | 2.817 | 2.817 | - | - | 226 | 226 |
| OR | 138 | 22 | - | 160 | 1 | - | - | 1 |
| Gesamt | 1.650.755 | 231.149 | 2.817 | 1.884.721 | 719 | 829 | 226 | 1.774 |
| Rückstellungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| AA | 866 | - | - | 866 | - | - | - | - |
| A1 | 31 | - | - | 31 | - | - | - | - |
| 1a | 442.478 | 382 | - | 442.860 | 42 | 18 | - | 60 |
| 1b | 466.731 | 847 | - | 467.578 | 51 | 9 | - | 60 |
| 2a | 154.541 | 57.561 | - | 212.102 | 74 | 75 | - | 149 |
| 2b | 217.105 | 113.638 | - | 330.743 | 104 | 51 | - | 155 |
| 3a | 170.611 | 58.041 | - | 228.652 | 126 | 265 | - | 391 |
| 3b | 76.186 | 56.091 | - | 132.277 | 104 | 204 | - | 308 |
| 4a | 10.631 | 29.965 | - | 40.596 | 29 | 99 | - | 128 |
| 4b | 6.210 | 14.923 | - | 21.133 | 21 | 111 | - | 132 |
| 5a – 5c | - | - | - | - | - | - | - | - |
| OR | 225 | 5 | - | 230 | 1 | - | - | 1 |
| Gesamt | 1.545.615 | 331.453 | - | 1.877.068 | 553 | 832 | - | 1.384 |
| Wertberichtigungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Buchwerte Stufe 2 |
Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| AA | 710.475 | - | - | 710.475 | 129 | - | - | 129 |
| A1 | 96.241 | - | - | 96.241 | 32 | - | - | 32 |
| 1a | 848.121 | 41.661 | - | 889.782 | 207 | 195 | - | 402 |
| 1b | 865.597 | 25.720 | - | 891.317 | 764 | 214 | - | 978 |
| 2a | 1.076.259 | 19.091 | - | 1.095.350 | 1.738 | 296 | - | 2.034 |
| 2b | 1.101.527 | 50.817 | - | 1.152.344 | 2.758 | 866 | - | 3.624 |
| 3a | 1.038.873 | 135.714 | - | 1.174.587 | 2.954 | 1.927 | - | 4.881 |
| 3b | 560.580 | 199.759 | - | 760.339 | 3.149 | 3.545 | - | 6.694 |
| 4a | 92.543 | 87.904 | - | 180.447 | 550 | 2.129 | - | 2.679 |
| 4b | 48.040 | 44.499 | - | 92.539 | 1.157 | 2.074 | - | 3.231 |
| 5a – 5c | - | - | 171.425 | 171.425 | - | - | 64.371 | 64.371 |
| OR | 24.152 | 449 | - | 24.601 | 2.115 | 19 | - | 2.134 |
| Gesamt | 6.462.408 | 605.614 | 171.425 | 7.239.447 | 15.553 | 11.265 | 64.371 | 91.189 |
| Wertberichtigungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| AA | 1.085.622 | - | - | 1.085.622 | 109 | - | - | 109 |
| A1 | 113.627 | - | - | 113.627 | 33 | - | - | 33 |
| 1a | 863.319 | 43.741 | - | 907.060 | 191 | 327 | - | 518 |
| 1b | 758.086 | 28.920 | - | 787.006 | 398 | 324 | - | 722 |
| 2a | 881.082 | 38.380 | - | 919.462 | 1.020 | 554 | - | 1.574 |
| 2b | 927.352 | 48.162 | - | 975.513 | 1.266 | 846 | - | 2.112 |
| 3a | 944.590 | 146.446 | - | 1.091.036 | 2.119 | 2.879 | - | 4.998 |
| 3b | 593.121 | 266.565 | - | 859.686 | 2.109 | 3.915 | - | 6.024 |
| 4a | 110.674 | 119.573 | - | 230.248 | 520 | 3.036 | - | 3.556 |
| 4b | 56.240 | 64.986 | - | 121.226 | 1.059 | 1.886 | - | 2.945 |
| 5a – 5c | - | - | 221.890 | 221.890 | - | - | 85.445 | 85.445 |
| OR | 7.754 | 10 | - | 7.764 | 422 | - | - | 422 |
| Gesamt | 6.341.467 | 756.783 | 221.890 | 7.320.140 | 9.246 | 13.767 | 85.445 | 108.458 |
| Gesamt | 8.779.400 | 4.333.486 | 131.603 | 220.010 3.085.233 896.640 | 4.445.913 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| • hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen |
635.931 | – | – | – | – | – | 635.931 |
| • hiervon Beteiligungen at Fair Value OCI |
88.137 | – | – | – | – | – | 88.137 |
| Beteiligungen | 724.068 | – | – | – | – | – | 724.068 |
| • hiervon Anteilsrechte at Fair Value OCI |
4.053 | – | – | – | – | – | 4.053 |
| • hiervon Fonds at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
43.687 | – | – | – | – | – | 43.687 |
| • hiervon Schuldverschreibungen at Fair Value through Profit or Loss (designiert) |
21.588 | – | – | – | – | – | 21.588 |
| Wertpapiere und Fonds | 874.020 | 145.168 | - | 80.231 | - | 64.937 | 728.852 |
| Bankenforderungen | 214.936 | – | – | – | – | – | 214.936 |
| Zugesagte Kreditrahmen | 162.111 | – | – | – | – | – | 162.111 |
| • hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
58.356 | 48.181 | 81 | 41.966 | 5.525 | 10.175 | |
| • hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) |
79.078 | 43.368 | – | 19.609 | 23.760 | – | 35.710 |
| Kundenforderungen | 6.804.265 | 4.188.318 | 131.603 | 139.779 | 3.085.233 | 831.703 | 2.615.947 |
| in Tsd. EUR | max. Aus fallsrisiko |
Sicherheiten gesamt |
finanzielle Sicherheiten |
persönliche Sicherheiten |
Immobilien sicherheiten |
hiervon sonstige |
Risiko position2) |
| volumen/ | hiervon | hiervon | hiervon | ||||
| (41.6) KREDITSICHERHEITEN 20191) Kreditrisiko |
1) Belehnwerte der gemäß internen Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2) Exposure abzüglich Sicherheiten
| 1) Belehnwerte der gemäß internen Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 8.376.493 | 3.980.950 | 132.527 | 167.606 | 2.862.044 | 818.773 | 4.395.543 |
| • hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen |
599.668 | – | – | – | – | – | 599.668 |
| • hiervon Beteiligungen at Fair Value OCI |
85.639 | – | – | – | – | – | 85.639 |
| Beteiligungen | 685.307 | – | – | – | – | – | 685.307 |
| • hiervon Anteilsrechte at Fair Value OCI |
4.190 | – | – | – | – | – | 4.190 |
| • hiervon Fonds at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
45.780 | – | – | – | – | – | 45.780 |
| • hiervon Schuldverschreibungen at Fair Value through Profit or Loss (designiert) |
21.978 | – | – | – | – | – | 21.978 |
| Wertpapiere und Fonds | 887.814 | 92.674 | - | 34.941 | - | 57.733 | 795.140 |
| Bankenforderungen | 190.037 | – | – | – | – | – | 190.037 |
| Zugesagte Kreditrahmen | 158.822 | – | – | – | – | – | 158.822 |
| • hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
54.750 | 46.888 | 672 | 10 | 40.848 | 5.359 | 7.862 |
| • hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) |
85.287 | 39.050 | – | 24.304 | 14.746 | – | 46.237 |
| Kundenforderungen | 6.454.514 | 3.888.276 | 132.527 | 132.665 | 2.862.044 | 761.040 | 2.566.238 |
| in Tsd. EUR | max. Aus fallsrisiko |
Sicherheiten gesamt |
finanzielle Sicherheiten |
persönliche Sicherheiten |
Immobilien sicherheiten |
hiervon sonstige |
Risiko position2) |
| KREDITSICHERHEITEN 20181) | Kreditrisiko volumen/ |
hiervon | hiervon | hiervon |
2) Exposure abzüglich Sicherheiten
| 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2019 | ||||
| in Tsd. EUR | in % | in Tsd. EUR | in % | |
| 1.170.307 | 18,1 | 1.239.302 | 18,2 | |
| 1.056.818 | 16,4 | 1.345.474 | 19,8 | |
| 879.749 | 13,6 | 740.963 | 10,9 | |
| 742.159 | 11,5 | 765.241 | 11,2 | |
| 555.120 | 8,6 | 564.414 | 8,3 | |
| 354.868 | 5,5 | 349.758 | 5,1 | |
| 353.205 | 5,5 | 385.250 | 5,7 | |
| 250.204 | 3,9 | 235.912 | 3,5 | |
| 203.428 | 3,2 | 200.784 | 3,0 | |
| 174.010 | 2,7 | 239.521 | 3,5 | |
| 149.760 | 2,3 | 136.979 | 2,0 | |
| 148.000 | 2,3 | 174.679 | 2,6 | |
| 78.648 | 1,2 | 87.817 | 1,3 | |
| 101.737 | 1,6 | 98.880 | 1,5 | |
| 55.139 | 0,9 | 29.395 | 0,4 | |
| 46.134 | 0,7 | 51.835 | 0,8 | |
| 55.729 | 0,9 | 57.181 | 0,8 | |
| 35.671 | 0,6 | 56.722 | 0,8 | |
| 26.893 | 0,4 | 23.098 | 0,3 | |
| 16.937 | 0,3 | 21.058 | 0,3 | |
| 6.454.514 | 100,0 | 6.804.265 | 100,0 | |
| Gesamt | 499.662 | 116.754 | 2.997 | 2.295 | 621.708 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige | 13.457 | 2.120 | 1 | – | 15.578 |
| Schweiz | 25.010 | 206 | – | – | 25.216 |
| Ungarn | 8.310 | – | - | 690 | 9.000 |
| Kroatien | 452.885 | 304 | - | – | 453.190 |
| Slowenien | – | 3.999 | - | – | 3.999 |
| Österreich | – | 110.125 | 2.996 | 1.605 | 114.725 |
| in Tsd. EUR | EUR1) | CHF | USD | JPY | Gesamt |
1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
| Slowenien | - | 5.085 | – | – | 5.085 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kroatien | 426.158 | 289 | – | – | 426.447 |
| Ungarn | 20.445 | – | – | 802 | 21.247 |
| Schweiz | 26.996 | 223 | – | – | 27.219 |
| Sonstige | 24.398 | 2.148 | 1 | – | 26.547 |
| Gesamt | 497.997 | 132.546 | 9.943 | 2.751 | 643.238 |
1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
| Sicherheiten | |||
|---|---|---|---|
| Forderungen 1) |
überfällig2) | Einzelwert berichtigung3) |
für überfällige Forderungen |
| 4.934.820 | 85.560 | 31.141 | 45.097 |
| 913.973 | 47.115 | 15.775 | 28.150 |
| 524.539 | 24.091 | 12.033 | 14.120 |
| 20.909 | 3.899 | 1.830 | 1.949 |
| 164.417 | 10.802 | 3.525 | 6.806 |
| 10.628 | 1.452 | 32 | 1.111 |
| 173.144 | 40 | 6 | 33 |
| 61.835 | 60 | 29 | 22 |
| 6.804.265 | 173.019 | 64.371 | 97.288 |
1) Siehe Tabelle Risikovolumen gemäß ICAAP auf Seite 161
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.
| KUNDENFORDERUNGEN NACH LÄNDERN 2018 | Einzelwert | Sicherheiten für überfällige |
||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Forderungen 1) |
überfällig2) | berichtigung3) | Forderungen |
| Österreich | 4.707.725 | 126.777 | 49.837 | 59.854 |
| Slowenien | 792.919 | 49.770 | 13.290 | 28.257 |
| Kroatien | 505.689 | 24.763 | 12.090 | 15.938 |
| Ungarn | 21.175 | 5.424 | 3.686 | 1.518 |
| Slowakische Republik | 158.318 | 13.369 | 6.011 | 6.418 |
| Italien | 12.639 | 1.922 | 530 | 1.371 |
| Deutschland | 193.694 | 75 | 1 | 74 |
| Sonstige | 62.355 | 1 | - | - |
| Gesamt | 6.454.514 | 222.101 | 85.445 | 113.430 |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
| Anschaffungskosten | Buchwert nach IFRS1) | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR Regionen |
2018 | 2019 | 2018 | 2019 |
| Österreich | 411.608 | 369.874 | 411.021 | 372.033 |
| Deutschland | 93.551 | 99.407 | 98.409 | 105.179 |
| Belgien | 34.727 | 34.727 | 35.041 | 35.067 |
| Finnland | 15.137 | 15.137 | 15.158 | 15.144 |
| Frankreich | 41.073 | 41.544 | 41.194 | 41.789 |
| Griechenland | - | – | 45 | 50 |
| Irland | 26.085 | 26.085 | 26.411 | 26.403 |
| Kroatien | 5.100 | 10.122 | 5.200 | 10.239 |
| Litauen | 3.052 | 3.052 | 3.043 | 3.036 |
| Luxemburg | 114.432 | 114.484 | 116.631 | 117.559 |
| Niederlande | 14.946 | 14.946 | 14.991 | 14.997 |
| Norwegen | 24.829 | 25.869 | 24.982 | 31.332 |
| Polen | 10.057 | 5.083 | 10.180 | 5.092 |
| Portugal | 10.141 | 10.141 | 10.199 | 10.185 |
| Slowakische Republik | 24.782 | 24.782 | 25.285 | 25.308 |
| Slowenien | 9.812 | 9.812 | 9.941 | 9.959 |
| Spanien | 19.829 | 29.955 | 20.020 | 30.168 |
| Schweden | 20.000 | 20.000 | 20.062 | 20.481 |
| Gesamt | 879.162 | 855.020 | 887.814 | 874.020 |
| 1) inklusive Stückzinsen |
Auf Positionen im Wertpapier- und Fonds-Portfolio gab es in den Jahren 2018 und 2019 keine Impairments.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Börsenotierte Kreditinstitute | 599.668 | 635.931 |
| Nicht börsenotierte Kreditinstitute | 15.762 | 17.098 |
| Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen | 69.877 | 71.039 |
| Gesamt | 685.307 | 724.068 |
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.
Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.
Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.

2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
| Währung | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| EUR | 3,43 | 2,46 % |
| CHF | 0,02 | 0,25 % |
| USD | - | -0,03 % |
| JPY | - | - |
| Sonstige | 0,03 | - |
| Gesamt | 3,48 | 2,68 % |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| EUR | 26.690 | 21.576 |
| CHF | 160 | 2.235 |
| USD | 13 | -221 |
| JPY | 4 | - |
| Sonstige | 216 | - |
| Gesamt | 27.084 | 23.590 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| < 1 Monat | -102.962 | 278.803 |
| 1 bis 3 Monate | 552.123 | 317.612 |
| 3 bis 6 Monate | 781.369 | 552.899 |
| 6 bis 12 Monate | -883.985 | -1.626.335 |
| 1 bis 2 Jahre | -559.952 | 149.219 |
| 2 bis 3 Jahre | -461.205 | 246.738 |
| 3 bis 4 Jahre | 156.824 | -402.712 |
| 4 bis 5 Jahre | 128.624 | 80.313 |
| > 5 Jahre | 425.000 | 425.876 |
Positive Werte in den Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang, negative Werte einen Passivüberhang des Volumens, welches in den entsprechenden Laufzeitbändern zur Zinsanpassung gelangt, dar.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 21.746 | 25.030 |
| Maximalwerte | 24.944 | 30.890 |
| Durchschnittswerte | 23.136 | 26.696 |
| Werte zum Jahresende | 24.944 | 30.890 |
1) inklusive Credit Spread-Risiken
Der Value-at-Risk aus dem Zinsänderungsrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95 % berechnet.
Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.
Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert.

2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 1.366 | 2.351 |
| Maximalwerte | 1.708 | 3.104 |
| Durchschnittswerte | 1.523 | 2.834 |
| Werte zum Jahresende | 1.366 | 2.351 |
Der dargestellte Value-at-Risk aus dem Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95 % berechnet.
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigengeschäft und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 581 | 437 |
| Maximalwerte | 699 | 731 |
| Durchschnittswerte | 640 | 595 |
| Werte zum Jahresende | 673 | 699 |
Der dargestellte Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95 % berechnet.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| HRK | -2.901 | -1.429 |
| USD | -4 | 42 |
| GBP | 80 | 78 |
| JPY | -16 | 18 |
| CHF | 2.134 | 2.194 |
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.
Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.
Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.
Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
| 2018 | 2019 | |
|---|---|---|
| Einlagenkonzentration | 0,38 | 0,38 |
| Loan-Deposit-Ratio (LDR) | 91,7 % | 91,2 % |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 137,8 % | 151,8 % |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 110,2 % | 112,4 % |
| 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|
| 763.667 | 736.658 |
| 47.372 | 47.081 |
| 60.753 | 71.854 |
| 302.531 | 336.629 |
| 3.077 | 41.396 |
| 1.177.400 | 1.233.618 |
| -296.943 | -297.863 |
| -3.225 | -3.148 |
| 877.232 | 932.607 |
| 85.619 | 88.005 |
| 426.223 | 376.717 |
| 1.389.074 | 1.397.329 |
| 51.989 | 50.918 |
| 1.441.063 | 1.448.247 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Spareinlagen | 1.429.395 | 1.413.530 |
| Sonstige Kundeneinlagen | 4.038.068 | 4.400.437 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 571.052 | 623.792 |
| Nachrangkapital | 179.667 | 230.584 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 836.489 | 689.224 |
| Vertragliche | 1 Monat bis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Buchwerte | Cash Flows1) | < 1 Monat | 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 7.357.567 | 7.463.082 | 913.028 | 2.758.542 | 932.203 | 2.859.309 |
| • Einlagen von Kreditinstituten | 689.224 | 699.927 | 177.548 | 281.159 | 192.751 | 48.469 |
| • Einlagen von Kunden | 5.813.967 | 5.811.358 | 733.661 | 2.358.585 | 406.145 | 2.312.967 |
| • Verbriefte Verbindlichkeiten | 623.792 | 673.607 | 1.819 | 59.454 | 268.265 | 344.068 |
| • Nachrangige Verbindlichkeiten | 230.584 | 278.190 | - | 59.343 | 65.042 | 153.804 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 10.848 | 3.841 | 294 | 1.785 | 1.190 | 572 |
| • Derivate im Bankbuch | 10.848 | 3.841 | 294 | 1.785 | 1.190 | 572 |
| Gesamt | 7.368.415 | 7.466.923 | 913.322 | 2.760.327 | 933.393 | 2.859.880 |
| 1) nicht abgezinst |
1) nicht abgezinst
| Vertragliche | 1 Monat bis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Buchwerte | Cash Flows1) | < 1 Monat | 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 7.054.671 | 7.363.611 | 899.449 | 2.489.679 | 1.163.156 | 2.811.328 |
| • Einlagen von Kreditinstituten | 836.489 | 853.971 | 190.246 | 310.648 | 313.405 | 39.672 |
| • Einlagen von Kunden | 5.467.462 | 5.658.626 | 707.376 | 2.094.315 | 522.880 | 2.334.055 |
| • Verbriefte Verbindlichkeiten | 571.052 | 641.768 | 1.826 | 57.254 | 236.111 | 346.577 |
| • Nachrangige Verbindlichkeiten | 179.667 | 209.245 | - | 27.461 | 90.760 | 91.023 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 7.871 | 2.007 | 143 | 1.273 | 579 | 12 |
| • Derivate im Bankbuch | 7.871 | 2.007 | 143 | 1.273 | 579 | 12 |
| Gesamt | 7.062.542 | 7.365.618 | 899.592 | 2.490.952 | 1.163.734 | 2.811.340 |
1) nicht abgezinst
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.
Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
2) Operationales Risiko-Gremium
Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 26,2 Mio. EUR (Vorjahr: 25,9 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von 1,9 Mio. EUR (2018: 1,9 Mio. EUR) gegenüber. Die gesamte Schadenssumme betrug somit lediglich rund 7 % des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das operationale Risiko.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Betrug | 60 | 67 |
| Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit | 47 | 68 |
| Kunden, Produkte, Geschäftspraxis | 1.576 | 1.453 |
| Sachschäden | 9 | 27 |
| Systemfehler | 33 | 10 |
| Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement | 142 | 315 |
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,8 % (Vorjahr: 7,5 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der geplanten Mindestquote von 3 %.
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
| 31.12.2019 | LEVEL 3 | |||
|---|---|---|---|---|
| LEVEL 1 | LEVEL 2 "Marktwert |
"Interne Bewertungs |
Fair Value | |
| in Tsd. EUR | "Marktwert" | basierend" | methode" | total |
| Aktiva | ||||
| Forderungen an Kunden | ||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 58.356 | 58.356 |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 79.078 | 79.078 |
| Handelsaktiva (Derivate) | - | 8.755 | - | 8.755 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 50 | - | - | 50 |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 21.586 | - | - | 21.586 |
| • at Fair Value OCI | 69.701 | - | 1.018 | 70.720 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 43.687 | - | - | 43.687 |
| • at Fair Value OCI | 4.053 | 4.094 | 84.042 | 92.190 |
| Passiva | ||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss | ||||
| (designiert) | - | - | 84.237 | 84.237 |
| Handelspassiva | - | 10.848 | - | 10.848 |
Im Berichtsjahr gab es zwischen den einzelnen Levelstufen keine Umgliederungen.
| 31.12.2018 | LEVEL 3 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| LEVEL 2 | "Interne Be | ||||
| LEVEL 1 | "Marktwert | wertungsme | Fair Value | ||
| in Tsd. EUR | "Marktwert" | basierend" | thode" | total | |
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kunden | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 54.750 | 54.750 | |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 85.287 | 85.287 | |
| Handelsaktiva (Derivate) | - | 8.045 | - | 8.045 | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 45 | - | - | 45 | |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 21.978 | - | - | 21.978 | |
| • at Fair Value OCI | 68.977 | - | - | 68.977 | |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 45.780 | - | - | 45.780 | |
| • at Fair Value OCI | 4.191 | 3.665 | 81.973 | 89.829 | |
| Passiva | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten – at Fair Value through Profit or Loss | |||||
| (designiert) | - | - | 84.744 | 84.744 | |
| Handelspassiva | - | 8.362 | - | 8.362 |
Aufgrund der Änderung der Bewertungsmethode wurden zum Fair Value im OCI bewertetete Beteiligungen in Höhe von 50,3 Mio. EUR von Level 1 in Level 3 umgegliedert.
| in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (designiert) |
Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
Schuldverschreibungen und andere verzins liche Wertpapiere at Fair Value OCI |
Anteilsrechte und andere nicht verzins liche Wertpapiere at Fair Value OCI |
Verbriefte Verbind lichkeiten at Fair Value through Profit or Loss |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2019 | 85.287 | 54.750 | - | 81.973 | 84.744 |
| GuV-Rechnung1) | 442 | -740 | - | - | -507 |
| Umgliederungen | - | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 4.827 | - |
| Käufe/Zugänge | - | 12.988 | 1.018 | 700 | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -6.651 | -8.642 | - | -3.458 | - |
| Stand zum 31.12.2019 | 79.078 | 58.356 | 1.018 | 84.042 | 84.237 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
| in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (designiert) |
Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
Anteilsrechte und andere nicht verzins liche Wertpapiere at Fair Value OCI |
Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2018 | 55.805 | 48.138 | 29.662 | 84.688 |
| GuV-Rechnung1) | -1.515 | 181 | - | 56 |
| Umgliederungen | - | - | 50.309 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | -1.788 | - |
| Käufe/Zugänge | 35.391 | 15.821 | 4.115 | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -4.394 | -9.390 | -325 | - |
| Stand zum 31.12.2018 | 85.287 | 54.750 | 81.973 | 84.744 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.
Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.
In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.
Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).
Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank-spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2019 auf den Marktwert mit -0,9 Mio. EUR (Vorjahr: -1,1 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2019 auf den Marktwert mit -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) aus.
Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) führen.
Von den Level 3-Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 21,7 Mio. EUR ist der Zinssatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Für Level 3-Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 52,4 Mio. EUR führt eine Veränderung externer Preisangaben um 10 % zu einer Veränderung des Fair Values um 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Für Level 3-Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9,2 Mio. EUR ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.
| LEVEL 3 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | LEVEL 2 | "Interne | |||
| LEVEL 1 | "Marktwert | Bewertungs | Fair Value | Buchwert | |
| in Tsd. EUR | "Marktwert" | basierend" | methode" | total | 31.12.2019 |
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute1) | - | - | 200.272 | 200.272 | 200.215 |
| Forderungen an Kunden1) | - | - | 6.237.762 | 6.237.762 | 6.150.619 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche | |||||
| Wertpapiere | 853.379 | - | - | 853.379 | 797.761 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 686.495 | 686.495 | 689.224 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 5.815.920 | 5.815.920 | 5.813.967 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 174.003 | 301.079 | 81.163 | 556.244 | 539.555 |
| Nachrangkapital | 207.211 | 3.428 | 26.519 | 237.158 | 230.584 |
| 1) vermindert um EWB/ECL |
| 31.12.2018 | LEVEL 2 | LEVEL 3 "Interne |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| LEVEL 1 | "Marktwert | Bewertungs | Fair Value | Buchwert | |
| in Tsd. EUR | "Marktwert" | basierend" | methode" | total | 31.12.2018 |
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute1) | - | - | 177.116 | 177.116 | 176.926 |
| Forderungen an Kunden1) | - | - | 5.850.304 | 5.850.304 | 5.777.942 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche | |||||
| Wertpapiere | 861.721 | - | - | 861.721 | 813.421 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 833.011 | 833.011 | 836.489 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 5.467.571 | 5.467.571 | 5.467.463 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 169.344 | 251.349 | 79.874 | 500.566 | 486.308 |
| Nachrangkapital | 167.178 | 13.354 | 2.340 | 182.872 | 179.667 |
1) vermindert um EWB/ECL
Mit Ausnahme der Investmentfondsanteile im Eigenportfolio des BKS Bank Konzerns wird für alle Eigenkapitalinstrumente gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Dabei handelt es sich neben einer äußerst geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.
Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt.
Aus dem Verkauf von Aktien sowie aus dem Abgang sonstiger Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2019 keine wesentlichen Effekte.
| in Tsd. EUR | Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2018 |
in 2018 erfasste Dividenden erträge |
Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2019 |
in 2019 erfasste Dividenden erträge |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 15.118 | 231 | 11.479 | 3.900 |
| Generali 3Banken Holding AG | 33.712 | 465 | 38.556 | 379 |
| Wienerberger AG | 1.420 | 32 | 1.292 | 39 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH | 2.187 | - | 1.048 | - |
| Oesterreichische Kontrollbank AG | 14.531 | 1.000 | 15.866 | 1.000 |
| BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft | 3.665 | - | 4.094 | - |
| PEKRA Holding GmbH | 4.326 | - | 5.843 | - |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 3.371 | - | 4.188 | - |
| Drei Banken Versicherungsagentur GmbH (in Liquidation) | 1.694 | - | - | - |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 1.551 | 404 | 2.251 | 662 |
| 3 Banken IT GmbH | 1.050 | - | 1.050 | - |
| Sonstige strategische Beteiligungen | 3.013 | 742 | 2.468 | 287 |
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 2.284 | 1.789 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -4.845 | 6.316 |
| Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | -2.561 | 8.105 |
| Zinsertrag | 3.214 | 2.391 |
| Zinsaufwand | -2.010 | -2.010 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -2.841 | -1.586 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | -56 | 355 |
| Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | -1.693 | -850 |
| Zinsertrag | 148.586 | 151.676 |
| Provisionsüberschuss | 41.123 | 41.177 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 51 | 234 |
| Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 189.760 | 193.087 |
| Zinsertrag | 3.311 | 6.708 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | -1.763 | 5.638 |
| Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (designiert) |
1.547 | 12.346 |
| Zinsertrag | 687 | 529 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 64 | -58 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | -70 | 2.124 |
| Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis | 680 | 2.595 |
| Zinsaufwand | -28.875 | -27.320 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | - | - |
| Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | -28.875 | -27.320 |
| 1) FV = Finanzielle Vermögenswerte |
2) FI = Finanzinstrumente
Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die BTV AG aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20 %-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank, der BTV AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. bzw. für die Beteiligung an der BTV AG besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG, der Generali 3Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.
Die Oberbank AG und BTV AG wurden mit Stichtag 30. September 2019 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen.
| Werte | Stimmrechte in % |
Kapitalanteile in % |
Beizulegender Zeitwert des Anteils |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| jeweils zum 31.12. |
Art der Beziehung des Unternehmens |
Sitz der Gesellschaft |
2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 |
| Oberbank AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit |
Linz | 15,2 | 15,2 | 14,2 | 14,2 | 449.828 | 477.959 |
| BTV AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit |
Innsbruck | 14,7 | 14,7 | 13,6 | 13,6 | 110.065 | 133.305 |
| Oberbank AG | BTV AG | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Zinsüberschuss | 345,2 | 345,8 | 123,01) | 139,9 |
| Provisionsüberschuss | 159,2 | 163,0 | 51,8 | 49,4 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 225,6 | 216,1 | 107,1 | 126,7 |
| Bilanzsumme | 22.212,6 | 22.829,0 | 11.630,1 | 12.549,2 |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge | 15.633,0 | 16.570,2 | 7.753,5 | 7.938,3 |
| Eigenkapital | 2.797,9 | 2.960,5 | 1.639,0 | 1.749,3 |
| Primärmittel | 14.244,0 | 14.166,0 | 8.162,3 | 8.936,6 |
| • hiervon Spareinlagen | 2.684,1 | 2.697,4 | 1.260,0 | 1.390,7 |
| • hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital | 2.098,3 | 2.185,4 | 1.356,5 | 1.420,7 |
| Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) | 4.515 | 5.519 | 1.261 | 1.387 |
| 1) Vorjahreswerte wurden angepasst |
Nach IFRS 11 ist die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Die ALGAR wird von der Oberbank AG, BTV AG und der BKS Bank AG gemeinschaftlich geführt und dient der Absicherung von Risiken aus Großkrediten der Gesellschafterbanken. Je ein Geschäftsführer wird pro Bank entsendet, die gemeinsame Vertretung erfolgt durch zwei Geschäftsführer. Die Generalversammlung beschließt stets einstimmig. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.
Nicht beherrschende Anteile stellen in der BKS Bank Gruppe einen minimalen Anteil dar, weshalb Angaben aufgrund der Unwesentlichkeit unterbleiben.
Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können.
Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei neben den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der BKS Bank AG auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeschlossen werden müssen.
| Höhe der erhaltene ausstehenden Salden per Garantien per |
gewährte Garantien per |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | - | - | - | - | ||
| • Forderungen | 2.927 | 24.529 | ||||
| • Verbindlichkeiten | 2.287 | 4.003 | ||||
| Assoziierte Unternehmen | - | - | - | - | ||
| • Forderungen | 2.451 | 4.425 | ||||
| • Verbindlichkeiten | 669 | 3.690 | ||||
| Mitglieder des Managements | - | - | - | - | ||
| • Forderungen | 235 | 1.113 | ||||
| • Verbindlichkeiten | 1.417 | 2.361 | ||||
| Sonstige nahestehende Personen | - | - | - | - | ||
| • Forderungen | 117 | 173 | ||||
| • Verbindlichkeiten | 827 | 805 |
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer | 1.001 | 1.032 |
| • davon Arbeiter | 54 | 55 |
| • davon Angestellte | 947 | 977 |
| Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen | 3.540 | 3.605 |
| Bezüge des Vorstandes | ||
| • Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder | 1.460 | 1.490 |
| • Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener | 865 | 805 |
| Bezüge des Aufsichtsrates | ||
| • Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder | 236 | 230 |
| • Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebener | - | - |
| Vergütungen des Managements gemäß IAS 24 | 1.880 | 1.721 |
| • Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen | 1.503 | 1.519 |
| • Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 377 | 202 |
| • Vergütungen für andere langfristige Leistungen | - | - |
| • Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
| • anteilsbasierte Vergütungen | - | - |
| Gewährte Vorschüsse und Kredite | ||
| • Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Vorstand | 25 | 20 |
| • Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Aufsichtsrat | 210 | 184 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | ||
| • Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern | -367 | 194 |
| • Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer | 5.322 | 5.561 |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt.
Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.
| Risk-Earnings-Ratio | - | 17,7 % | 0,2 % | - | 10,2 % |
|---|---|---|---|---|---|
| Cost-Income-Ratio | 97,3 % | 37,5 % | 18,2 % | - | 50,7 % |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss | 1,9 % | 16,7 % | 5,6 % | - | 8,2 % |
| Segmentverbindlichkeiten | 2.971.204 | 4.167.239 | 1.492.342 | 226.811 | 8.857.596 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 88.089 | 409.917 | 730.120 | 27.997 | 1.256.123 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 727.159 | 3.390.382 | 782.898 | 110.908 | 5.011.347 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 1.641 | 68.369 | 40.766 | -7.658 | 103.118 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -125 | 628 | 3.159 | - | 3.662 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.643 | 417 | 219 | -4.506 | -2.227 |
| Verwaltungsaufwand | -53.462 | -51.838 | -8.402 | -7.254 | -120.956 |
| Handelsergebnis | - | - | 1.244 | - | 1.244 |
| Provisionsüberschuss | 25.671 | 32.148 | -278 | 680 | 58.221 |
| Risikovorsorge | 268 | -18.739 | -111 | - | -18.582 |
| • hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 45.915 | - | 45.915 |
| Zinsüberschuss | 27.646 | 105.754 | 44.935 | 3.423 | 181.758 |
| in Tsd. EUR | kunden | kunden | Markets | Sonstige | Summe |
| SEGMENTERGEBNIS 2019 | Privat | Firmen | Financial |
| Privat | Firmen | Financial | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | kunden | kunden | Markets | Sonstige | Summe |
| Zinsüberschuss | 25.636 | 102.306 | 43.660 | 2.939 | 174.541 |
| • hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 44.848 | - | 44.848 |
| Risikovorsorge | 491 | -18.901 | 118 | - | -18.293 |
| Provisionsüberschuss | 24.670 | 30.555 | -192 | 434 | 55.467 |
| Handelsergebnis | - | - | 280 | - | 280 |
| Verwaltungsaufwand | -51.153 | -49.985 | -7.413 | -6.026 | -114.577 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.673 | 1.190 | 536 | -5.924 | -2.525 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | - | - | -7.816 | -36 | -7.851 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 1.317 | 65.164 | 29.173 | -8.612 | 87.041 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 537.961 | 3.208.736 | 953.340 | 59.082 | 4.759.119 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 62.847 | 374.815 | 681.621 | 14.128 | 1.133.410 |
| Segmentverbindlichkeiten | 2.809.587 | 3.831.417 | 1.615.911 | 178.023 | 8.434.938 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss | 2,1 % | 17,4 % | 4,3 % | - | 7,7 % |
| Cost-Income-Ratio | 98,4 % | 37,3 % | 16,7 % | - | 50,3 % |
| Risk-Earnings-Ratio | - | 18,5 % | - | - | 10,5 % |
Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5 % verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.
Im Segment Firmenkunden wurden zum Ende 2019 rund 23.500 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.
Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2019 waren diesem Segment rund 167.700 Kunden zugeordnet.
Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.
| (58) ZINSLOSE AKTIVA | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
| Zinslose Aktiva | 146.868 | 152.097 | 3,6 |
Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2019 1,07 % (Vorjahr: 0,96 %).
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 40 | - | - |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 314.891 | 293.997 | -6,6 |
| Verbindlichkeiten | 288.913 | 293.279 | 1,5 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen | 1.770 | 1.953 | 10,3 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Bürgschaften und Garantien | 426.642 | 463.620 | 8,7 |
| Akkreditive | 1.381 | 3.473 | >100 |
| Eventualverbindlichkeiten | 428.023 | 467.093 | 9,1 |
| Sonstige Kreditrisiken | 1.337.235 | 1.324.057 | -1,0 |
| Kreditrisiken | 1.337.235 | 1.324.057 | -1,0 |
Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.
In dem im Berichtsjahr durchgeführten Schiedsverfahren zwischen der Generali 3Banken Holding AG (G3BH) und der BKS Bank wurde im Februar 2020 der Schiedsspruch gefällt. In diesem Schiedsverfahren hat sich das Schiedsgericht sowohl mit den von der UniCredit Bank Austria (UCBA) in ihren gegen die BKS Bank angestrengten Gerichtsverfahren vertretenen Rechtsansichten, die die BKS Bank im Schiedsverfahren umfassend vorgetragen hatte, eingehend auseinandergesetzt als auch mit der Rechtsansicht der BKS Bank und jener der G3BH.
Das Schiedsgericht hat nunmehr ausgesprochen, dass
Im Sonderprüfungsverfahren der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank hat das Landesgericht Klagenfurt im Februar 2020 den Antrag auf Sonderprüfung abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichtes stehen die wechselseitigen Beteiligungen und deren Finanzierung nicht im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung und einschlägigen Rechtsprechung. Eine von den Antragstellern behauptete Unredlichkeit der Organe der BKS Bank konnte das Gericht ausdrücklich nicht feststellen.
Hinsichtlich der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. verweisen wir auch auf Punkt 2.5. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
| Vermögenswerte | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Wertpapiere | 11.894 | 11.906 |
| Wertpapiere | 1.588 | 1.590 |
| Forderung Kreditinstitute | 757 | 3.987 |
| Wertpapiere | 3.969 | 3.975 |
| Wertpapiere | 10.090 | 10.077 |
| Wertpapiere | 3.552 | 3.458 |
| Forderung Kreditinstitute | 4.135 | 6.127 |
| Kredite | 56.502 | 76.356 |
| Kredite | 296.943 | 297.863 |
| Kredite | 261.049 | 293.161 |
| Kredite | 9.920 | 8.540 |
| Forderung Kreditinstitute | 60 | 75 |
| Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen für fundierte Schuldverschreibungen |
Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss | 654 | 559 | -14,5 |
| Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen | 166 | 116 | -30,1 |
| Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung | 61 | 85 | 39,3 |
| Summe Honorare | 881 | 760 | -13,7 |
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | 40.000 | 107.664 | 191.330 |
| Zinsswaps | 40.000 | 107.664 | 191.330 |
| • Kauf | 20.000 | 53.832 | 95.665 |
| • Verkauf | 20.000 | 53.832 | 95.665 |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - |
| • Kauf | - | - | - |
| • Verkauf | - | - | - |
| Wechselkursverträge | 842.872 | 184.010 | - |
| Devisentermingeschäfte | 506.066 | - | - |
| • Kauf | 252.209 | - | - |
| • Verkauf | 253.857 | - | - |
| Kapitalmarktswaps | - | 184.010 | - |
| • Kauf | - | 91.878 | - |
| • Verkauf | - | 92.132 | - |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 336.806 | - | - |
| • Kauf | 168.779 | - | - |
| • Verkauf | 168.027 | - | - |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - |
| Aktienoptionen | - | - | - |
| • Kauf | - | - | - |
| • Verkauf | - | - | - |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Verzinsliche Wertpapiere | - | - |
| Substanzwerte | - | - |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| 352.064 | 338.994 | 5.964 | 6.558 | 5.544 | 7.316 |
| 352.064 | 338.994 | 5.964 | 6.558 | 5.544 | 7.316 |
| 176.032 | 169.497 | - | - | 5.544 | 7.198 |
| 176.032 | 169.497 | 5.964 | 6.558 | - | 118 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| 1.079.776 | 1.026.882 | 1.464 | 1.516 | 2.377 | 3.077 |
| 509.497 | 506.066 | 935 | 139 | 987 | 2.639 |
| 255.230 | 252.209 | 909 | 130 | 960 | 2.594 |
| 254.267 | 253.857 | 26 | 9 | 27 | 45 |
| 177.317 | 184.010 | - | - | 257 | 234 |
| 88.578 | 91.878 | - | - | - | - |
| 88.739 | 92.132 | - | - | 257 | 234 |
| 392.962 | 336.806 | 529 | 1.377 | 1.133 | 204 |
| 195.910 | 168.779 | 13 | - | 10 | 95 |
| 197.052 | 168.027 | 516 | 1.377 | 1.123 | 109 |
| - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | |
(67) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH
DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| 13.274 | 10.962 | 2 | - | 2 | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| 13.274 | 10.962 | 2 | - | 2 | - |
| 6.637 | 5.481 | 2 | - | - | - |
| 6.637 | 5.481 | - | - | 2 | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Mag. Ulrike Zambelli
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
190
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Filialservice und Treasury, IKT und Betriebsorganisation, Wertpapierservice, 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge und das Risikomanagement
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für den Vertrieb Inland, Private Banking, Kundenbedürfniszentrierte Fachabteilungen, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Social Media, CSR und Nachhaltigkeit, Investor Relations, Konzerntöchter Inland und Beteiligungen
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb Ausland, Konzerntreasury und Bankenbetreuung, BCS Fiduciaria, Leasing- und Immobilientöchter im Ausland, IKT Ausland
Das Geschäftsjahr 2019 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 11.138.720,09 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,25 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 42.942.900 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 10.735.725,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020
Der Vorstand
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes
Wir haben den Konzernabschluss der
und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von TEUR 6.378.787 ausgewiesen. Die Risikovorsorgen betragen TEUR 90.735. Wir verweisen auf die Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Risikovorsorge)" sowie in Abschnitt "Ermessensentscheidungen und Schätzungen (Unterpunkt Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge)".
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten sind und somit eine Risikovorsorge zu bilden ist. Im IFRS 9 sind Kredite – abhängig von ihrer Kreditqualität (Rating) – in drei Stufen einzuordnen, wobei nicht ausfallsgefährdete Forderungen der Stufe 1 und der Stufe 2, ausfallsgefährdete Forderungen der Stufe 3 zugeordnet werden. Je nach Stufe werden Wertberichtigungen für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) berechnet. Die Berechnung des erwarteten Verlustes basiert auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsorientierten Schätzungen.
Die Risikovorsorgen für Forderungen der Stufen 1 und 2 bzw für nicht signifikante Forderungen der Stufe 3 (Ausfall) basieren auf Modellen mit statistischen Parametern wie beispielsweise von 1 Year- bzw Lifetime-Ausfallswahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten und sind durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich vor allem daraus, dass Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt
werden und dass der Ermittlung der Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.
Wir haben die Werthaltigkeit der Forderungen Kunden wie folgt beurteilt:
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at Equity-Methode bilanziert. Insgesamt belaufen sich die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der at Equity-bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf TEUR 635.931. Die wesentlichsten Beteiligungen betreffen die Oberbank AG sowie die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft. Wir verweisen auf die Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen
Bilanzposten (Unterpunkt Anteile an at Equity-bilanzierten Unternehmen)".
Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung der at Equity-bilanzierten Unternehmen vor, wird auf Basis eines Dividend Discount-Modells ein Nutzungswert ermittelt. Dabei stellen Annahmen zu zukünftig ausschüttbaren Ergebnissen unter Beachtung der relevanten Eigenkapitalvorschriften die bewertungsrelevanten Erträge dar, welche mit einem Eigenkapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Diese Bewertung ist von internen und externen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von der Unternehmensplanung, der Höhe des Diskontierungszinssatzes und dem in der ewigen Rente zugrunde gelegten nachhaltigen Zukunftserfolg.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Bewertung mit wesentlichen Ermessens- und Schätzunsicherheiten verbunden ist.
Wir haben die Klassifikation und Bewertung von at Equitybilanzierten Unternehmen wie folgt beurteilt:
Der Vorstand der BKS Bank AG beschreibt in den Notes den Stand der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken (BKS Bank AG, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie die aktuelle Einschätzung hierzu (siehe
Note "Ermessensentscheidungen und Schätzungen"). Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, die Einhaltung übernahmerechtlicher Vorschriften (Angebotspflicht) zu überprüfen.
Der Vorstand hat auf Basis von Einschätzungen externer Rechtsexperten, vorliegender Gutachten und den aktuellen Verfahrensständen eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der weiteren Entscheidungen in den laufenden Verfahren und der Einschätzung hinsichtlich etwaiger Ansprüche der Aktionäre, sollte die Bank (als Mitglied der Syndikate der Oberbank und BTV) zur Legung eines Angebotes verpflichtet gewesen sein. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Wir haben die Rechtsrisiken in diesem Zusammenhang wie folgt beurteilt:
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 11. Juni 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr beauftragt.
Am 8. Mai 2019 wurden wir für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewählt und am 19. Juni 2019 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Klagenfurt am Wörthersee, am 9. März 2020
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Aktionärsstruktur 3 Banken Gruppe 200 Unsere Unternehmenshistorie 201 Glossar 202 Abkürzungsverzeichnis 207 Zukunftsbezogene Aussagen 210 Impressum 210
| nach | nach | |
|---|---|---|
| in % | Stimmrechten | Kapitalanteilen |
| 1 Oberbank AG | 19,3 | 18,5 |
| 2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 19,5 | 18,9 |
| 3 Generali 3Banken Holding AG | 7,8 | 7,4 |
| 4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,1 | 3,0 |
| 5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 0,6 | 1,0 |
| 6 UniCredit Bank Austria AG | 6,1 | 6,6 |
| 7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 24,2 | 23,2 |
| 8 Streubesitz | 19,4 | 21,4 |
| Grundkapital in EUR | 85.885.800 | |
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 41.142.900 |
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 1.800.000
Die in rot gehaltenen Aktionäre haben Syndikatsvereinbarungen abgeschlossen.

| nach | nach | ||
|---|---|---|---|
| in % | Stimmrechten | Kapitalanteilen | |
| 1 BKS Bank AG | 15,2 | 14,2 | |
| 2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 17,0 | 16,2 | |
| 3 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 4,9 | 4,5 | |
| 4 Generali 3Banken Holding AG | 1,8 | 1,6 | |
| 5 Mitarbeiterbeteiligung | 4,1 | 4,0 | |
| 6 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 26,0 | 23,8 | |
| 7 Streubesitz | 31,0 | 35,8 | |
| Grundkapital in EUR | 105.921.900 | ||
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 32.307.300 | ||
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 3.000.000 |

| in % | nach Stimmrechten |
nach Kapitalanteilen |
|---|---|---|
| 1 BKS Bank AG | 14,7 | 13,6 |
| 2 Oberbank AG | 14,3 | 13,2 |
| 3 Generali 3Banken Holding AG | 16,0 | 14,8 |
| 4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 2,7 | 2,5 |
| 5 BTV Privatstiftung | 0,6 | 0,9 |
| 6 UniCredit Bank Austria AG | 6,3 | 9,9 |
| 7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 40,5 | 37,5 |
| 8 Streubesitz | 4,9 | 7,6 |
| Grundkapital in EUR | 68.062.500 | |
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 31.531.250 | |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 2.500.000 |

1922 A. v. Ehrfeld tritt mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in ein Kommanditverhältnis unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" ein.
1928 Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führen zur Gründung der "Bank für Kärnten".
1939 Änderung des Firmenwortlautes "Bank für Kärnten" in "Bank für Kärnten Aktiengesellschaft".
1964 Es wird mit dem Ausbau des Zweigstellennetzes begonnen.
1983 Mit der Expansion in die Steiermark wird der Firmenwortlaut in "Bank für Kärnten und Steiermark Aktiengesellschaft" (kurz: BKS) geändert.
1986 Going Public der BKS-Stammaktie im Amtlichen Handel an der Wiener Börse.
1990 Eröffnung der ersten Filiale in Wien.
1998 Beginn der internationalen Expansion mit Gründung einer Repräsentanz in Kroatien und dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien.
2000 Erstmaliger gemeinsamer Auftritt der BKS Bank mit den Schwesterbanken als 3 Banken Gruppe.
2003 Erwerb der Mehrheit an der "Die Burgenländische Anlage & Kredit Bank AG" (Die BAnK).
2004 Inbetriebnahme der ersten slowenischen Bankfiliale in Slowenien und Errichtung einer Repräsentanz in Italien.
2005 Gründung einer Repräsentanz in Ungarn. Der Firmenwortlaut wird an die Expansion der letzten Jahre angepasst und lautet nun "BKS Bank AG".
2007 Übernahme der Kvarner banka d.d. und damit Eintritt in den Bankenmarkt in Kroatien. Kauf der slowakischen "KOFIS Leasing".
2011 Markteintritt in das slowakische Bankgeschäft.
2015 Die renommierte Ratingagentur oekom research AG erkannte der BKS Bank den "Prime"-Status erstmalig zu.
2016 Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank werden in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen. Die kroatische BKS Bank d.d. wird mit der BKS Bank AG verschmolzen.
2017 Als erstes Kreditinstitut in Österreich haben wir einen Social Bond begeben. Die BKS Bank war erstmals für den Staatspreis Unternehmensqualität nominiert.
2018 ISS-oekom (vormals oekom research AG) verlieh der BKS Bank erneut den "Prime-Status". Damit zählen wir zu den nachhaltigsten Banken weltweit.
2019 Als erste Bank gewann die BKS Bank den Staatspreis Unternehmensqualität 2019. In der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie haben wir wichtige Meilensteine erreicht. In Slowenien sind wir durch die Übernahme von einer weiteren Brokergesellschaften größter Wertpapierdienstleister geworden.
Amendment: Änderungen, Ergänzungen oder Nachbesserungen bei bestehenden IFRS-Standards werden in Form sogenannter Amendments erlassen.
APM-Gremium: Das Aktiv-Passiv-Management-Gremien (Asset Liability Management) ist ein internes Gremium der BKS Bank und verantwortlich für die Steuerung der Bilanzstruktur, des Zinsänderungsrisikos und der Liquidität.
At Equity bilanzierte Gesellschaften sind Beteiligungsunternehmen, die nicht beherrscht werden, bei denen jedoch die Möglichkeit besteht, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen maßgeblich mitzugestalten. Sie werden in die Konzernbilanz mit dem anteiligen Eigenkapital am Beteiligungsunternehmen aufgenommen. In die Konzern-GuV-Rechnung geht der dem Beteiligungsverhältnis entsprechende aliquote Anteil am Jahresüberschuss des Beteiligungsunternehmens ein.
Das Bankbuch umfasst alle bilanziellen und außerbilanziellen Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.
BIP: Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen, an, die von einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres nach Abzug aller Vorleistungen hergestellt wurden. Um das BIP losgelöst von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet werden.
Die Capital Requirements Directive (CRD IV) ebnete den Weg zu einem solideren und sichereren europäischen Finanzsystem. Die Richtlinie war von den EU-Mitgliedsstaaten bis zum 31. Dezember 2013 in nationales Recht umzusetzen. In Österreich wurde das Bankwesengesetz (BWG) sowie verwandte Aufsichtsgesetze umfassend novelliert.
Die unmittelbar im österreichischen Rechtssystem anwendbare Capital Requirements Regulation - CRR I enthält ein einheitliches Mindestinstrumentarium für die nationalen Aufsichtsbehörden, somit bindende Vorschriften für alle Mitgliedsstaaten u. a. zu den Bestandteilen der Eigenmittel, zu den Eigenmittelanforderungen, zu Großkrediten (Großveranlagungen), zur Liquidität, zur Verschuldung (Leverage) und zur Offenlegung.
Corporate Social Responsibility (CSR) ist eine unternehmerische Praxis, die soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung mit ökonomischen Zielen verbindet: systematisch, nachvollziehbar, transparent und freiwillig.
Corporate Volunteering bezeichnet einerseits den freiwilligen Einsatz der Mitarbeiter bei sozialen Projekten und andererseits die Förderung des bereits bestehenden Freiwilligenengagements von Mitarbeitern.
Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsaufwand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz. Je niedriger die Quote, desto besser wirtschaftet das Unternehmen.
Counterbalancing Capacity (CBC) ist die Bezeichnung für die Liquiditätsreserve, die aus leicht liquidierbaren Asset-Positionen gebildet wird.
Credit Spread: Der Credit Spread ist die Risikoprämie bzw. Renditedifferenz zwischen einem verzinslichen Wertpapier und einem risikolosen Referenzzinssatz mit gleicher Laufzeit. Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar.
DBO steht für: Defined Benefit Obligation, der Wert einer Verpflichtung aus betrieblicher Altersversorgung nach der Projected Unit Credit Method.
Derivate bezeichnen Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Finanzinstrumente richten. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Optionen, Futures und Swaps.
Die Kennzahl Einlagenkonzentration dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen.
Endorsement: Damit neue International Financial Reporting Standards in Österreich anwendbar sind, bedarf es eines sogenannten Endorsements durch die Europäische Union. Als Endorsement bezeichnet man den Prozess, mit dem die Europäische Union die International Financial Reporting Standards übernimmt.
Expected-Loss-Modell: Erwartete Kreditverluste, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten oder über die gesamte Laufzeit (Lifetime Expected Credit Loss) nach dem Abschlussstichtag eintreten können.
Fair Value definiert den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde.
Der FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) wurde am 18. März 2010 vom US-Kongress mit der Zielsetzung erlassen, die Einhaltung der steuerlichen Verpflichtungen von US-Personen mit Konten im Ausland zu gewährleisten. Demnach sind alle Kreditinstitute verpflichtet, ihre Kunden mit US-Bezug zu identifizieren und – vorbehaltlich deren Zustimmung – namentlich an die US-amerikanische Steuerbehörde zu melden.
FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering) ist ein internationales Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche mit dem Sitz bei der OECD in Paris mit dem Auftrag, die Methoden der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu analysieren und Maßnahmen zu deren Bekämpfung zu entwickeln.
Unter Forbearance sind Zugeständnisse an einen Schuldner (z. B. Modifikationen von Verträgen) zu verstehen, wenn dieser Gefahr läuft, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Hiervon erfasst werden Kredite, Schuldverschreibungen, widerrufbare und unwiderrufbare Kreditzusagen mit Ausnahme von im Handelsstand gehaltenen Exposures. Der Forbearance-Status ist nach den Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) vierteljährlich zu melden.
Geschäftsmodell gemäß IFRS 9: Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 einem Geschäftsmodell zuzuordnen. Das Geschäftsmodell bestimmt, wie die Steuerung und Bewertung der Finanzinstrumente zu erfolgen hat.
Das Going Concern-Prinzip besagt, dass bei der Rechnungslegung oder Risikobetrachtung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Unter anderem ist dies wichtig für die Bewertung von Vermögenswerten.
Green Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter grüner Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Green Bond Principles erfüllen. Dabei kann es sich um neue und/oder bereits bestehende Projekte handeln. Die ausgewählten grünen Projekte sollten einen klaren Umweltnutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.
Das Handelsbuch umfasst alle Positionen eines Kreditinstituts aus dem Eigenhandel mit Finanzinstrumenten, die es zum Zweck des Wiederverkaufs hält oder übernommen hat, um bestehende oder erwartete Unterschiede zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen oder um Preis- und Zinsschwankungen kurzfristig zu nutzen. Nicht zum Handelsbuch zählende Positionen werden im Bankbuch geführt.
Hedging dient der Absicherung bestehender oder künftiger Positionen gegen Risiken, wie z. B. Kurs- und Zinsänderungsrisiken. Zu einer Position wird dabei eine korrespondierende Gegenposition aufgebaut, um damit das Risiko ganz oder teilweise auszugleichen.
Die Historische Simulation ist ein auf Verwendung historischer Zeitreihen basierendes statistisches Verfahren zur Ermittlung des Value-at-Risk.
ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) bezeichnet den umfassenden Prozess und die dazugehörige Strategie, mit denen Kreditinstitute die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des (internen) Kapitals vornehmen. Mit der Verteilung des ökonomischen Kapitals werden alle wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken gesteuert und begrenzt.
Das IFRS-Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien eines Unternehmens.
ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) ist neben dem ICAAP ein Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Liquidität nach Säule 2 und somit ein für Kreditinstitute wichtiges Instrument des Risikomanagements.
International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) in Form von einzelnen Standards verabschiedeten Rechnungslegungsvorschriften. Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie deren Veränderungen im Zeitablauf zu vermitteln. Im Gegensatz dazu orientiert sich ein nach dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellter Jahresabschluss vorrangig am Gläubigerschutzgedanken.
Die International Standards on Auditing (ISAs) sind international anerkannte, im jährlich erscheinenden Handbuch der International Federation of Accountants (IFAC) veröffentlichte Grundsätze der Abschlussprüfung, die entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) einzuhalten sind.
ISIN steht für International Securities Identification Number und dient der weltweit eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren. Die ISIN ist ein zwölfstelliger alphanumerischer Code und besteht aus einem zweistelligen internationalen Länderkürzel (z. B. AT für Österreich), einer neunstelligen nationalen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer. Die ISIN der Stammaktie der BKS Bank AG lautet AT0000624705, die der Vorzugsaktie AT0000624739.
ISS-oekom (vormals oekom research AG) ist eine weltweit führende Rating-Agentur im nachhaltigen Anlagesegment. Unternehmenssitz ist München. Geratet werden Unternehmen und Länder. Zusätzlich bietet oekom auch Strategieberatungen zu verschiedensten Nachhaltigkeitsthemen an.
Das Kernkapital gliedert sich in hartes und zusätzliches Kernkapital. Das harte Kernkapital umfasst die Positionen Grundkapital, einbehaltene Gewinne und sonstige Rücklagen. Zu den zusätzlichen Kernkapitalkomponenten zählen verbriefte Verbindlichkeiten, welche die Anforderungen des Artikels 52 CRR erfüllen.
Key Audit Matters sind die bedeutsamsten Prüfsachverhalte, die aus Sicht des Abschlussprüfers das größte Risiko einer wesentlichen Fehldarstellung beinhalten könnten.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine für Investoren wichtige Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Hierbei wird der Börsekurs der Aktie in Relation zu dem im Vergleichszeitraum erzielten bzw. erwarteten Gewinn je Aktie gesetzt. Bei einem relativ niedrigen KGV wird eine Aktie als günstig bewertet angesehen, bei einem relativ hohen KGV als ungünstig.
Die Leverage Ratio wird aus dem Verhältnis des harten Kernkapitals zur nicht-risikogewichteten Aktiva inklusive außerbilanzieller Geschäfte ermittelt. Sie dient dem Ziel, jene Geschäftsmodelle zu begrenzen, welche auf hohen Bilanzständen und hoher Kreditqualität bei gleichzeitig geringem Eigenkapitaleinsatz basieren.
Lifetime Expected Loss: Die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments resultieren.
Liquidity Coverage Ratio (LCR): Mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicherzustellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss (Cash-Abfluss abzüglich Cash-Zufluss) der nächsten 30 Tage gegenübergestellt.
Loan-Deposit-Ratio ist das Verhältnis von Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Die Kennzahl beschreibt, zu welchem Prozentsatz die Ausleihungen durch Primäreinlagen refinanziert werden können.
Marktkapitalisierung ist der börsemäßige Wert eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der umlaufenden Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsekurs der jeweiligen Aktien.
MiFID II/MiFIR (Markets in Financial Instruments Directive) legt einheitliche Regeln für Wertpapierdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum fest. Primäre Ziele sind die Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung des Wettbewerbs unter Anbietern von Finanzdienstleistungen und damit die Verbesserung des Anlegerschutzes. MiFID II/MiFIR zielt auf die Verbesserung des bestehenden Regelwerkes ab, wobei ein Fokus auch auf den Handel auf regulierten Plattformen und auf mehr Transparenz im Hochfrequenzhandel gelegt wird.
berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten gemäß Art. 45 BRRD. Die EU-Mitgliedsstaaten haben dafür zu sorgen, dass die Institute zu jedem Zeitpunkt eine Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für den Abwicklungsfall vorhalten.
Modified Duration ist eine Kennzahl zur Evaluierung der Zinsempfindlichkeit von Finanzanlagen. Ergebnis dieser Kennzahl ist ein Maß zur Approximation von Marktwertänderungen.
Net Stable Funding Ratio (NSFR): Diese Kennzahl beurteilt die Stabilität einer Refinanzierung über einen Zeithorizont von mehr als einem Jahr. Die NSFR soll sicherstellen, dass die Vermögenswerte in Relation zu deren Liquidierbarkeit zumindest anteilig mit langfristig gesicherten ("stabilen") Mitteln refinanziert werden. Damit soll die Abhängigkeit von der Funktionsfähigkeit und Liquidität des Interbankenmarkts reduziert werden.
Die Grundlage für die Berechnung der NPL-Quote bilden die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, zugesagten Kreditrahmen, Bankenforderungen und festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt wurden.
ÖNACE ist die österreichische Version des aus den NACE (Nomenclature statistique des activités économiques dans la Communauté européenne) abgeleiteten europäischen Klassifikationssystems von Wirtschaftszweigen. Die derzeitige NACEkompatible Statistik heißt ÖNACE 2008.
Payment Services Directive: Die Zahlungsdiensterichtlinie (PSD, PSD 2) bildet die rechtliche Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarkts für den Zahlungsverkehr.
Primäreinlagen sind die einer Bank zur Verfügung gestellten Kundengelder in Form von Spar-, Sicht- und Termineinlagen, verbrieften Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital.
Projected Unit Credit-Methode oder Anwartschaftsbarwertverfahren bezeichnet ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung, das im internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 19 und in vielen ausländischen Rechnungslegungsstandards vorgeschrieben ist. Es wird zu jedem Bewertungsstichtag nur jener Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits verdient ist. Der Barwert des verdienten Teils der Verpflichtung wird als Defined Benefit Obligation bezeichnet.
Return on Assets (ROA) ist das Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss ohne Fremdanteile) zu durchschnittlicher Bilanzsumme in Prozent.
Return on Equity (ROE) vor und nach Steuern ist das Verhältnis des Ergebnisses vor bzw. nach Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital. Diese Kennziffer beschreibt die Eigenkapitalverzinsung eines Unternehmens. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Gewinn wurde auf das Eigenkapital des Unternehmens erwirtschaftet.
Risk-Earnings-Ratio (RER) bezeichnet das Verhältnis des Kreditrisikoaufwandes zum Zinsergebnis. Der Prozentsatz gibt an, welcher Anteil des Zinsergebnisses für die Abdeckung des Kreditrisikos verwendet wird.
Social Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter sozialer Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Social Bond Principles erfüllen. Die ausgewählten Projekte sollten einen klaren sozialen Nutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.
Solvabilität bezeichnet die Gegenüberstellung des sich aus den (gewichteten) Bilanzaktiva und außerbilanzmäßigen Geschäften ergebenden Eigenmittelerfordernisses mit den anrechenbaren Eigenmitteln gemäß CRR. Die Solvabilität wird in der CRR geregelt.
SPPI-Kriterium: Ein Kriterium für die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten stellt das SPPI-Kriterium dar. SPPI steht für "solely payment of principal and interest" und zielt auf die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswertes ab. SPPI-konform bedeutet, dass sich in den Zinsen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko und für andere grundlegende Risiken, die Kosten des Kreditgeschäfts sowie eine Gewinnmarge widerspiegeln. Die Ausprägung des SPPI-Kriteriums führt in Kombination mit dem Geschäftsmodell zu einer bestimmten Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9.
Supervisory Review and Evaluation Process (SREP): Der aufsichtsrechtliche Überprüfungs- und Evaluierungsprozess ist im Rahmen der Säule 2 (bankenaufsichtlicher Überprüfungsprozess) der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung neben dem internen Kapitaladäquanzverfahren Teil des Überprüfungsverfahrens hinsichtlich der Beaufsichtigung und Evaluierung des Risikomanagements des Kreditinstituts sowie der Angemessenheit seines ICAAP. Er wird in Österreich für less significant banks von der FMA als zuständiger Aufsichtsbehörde wahrgenommen. Weiters umfasst er die Überprüfung der Einhaltung sämtlicher relevanter Vorschriften, die Identifikation regelwidriger Zustände sowie die Verhängung von Aufsichtsmaßnahmen.
Swap ist die angloamerikanische Bezeichnung für ein Tauschgeschäft. Die Partner tauschen dabei Zahlungs verpflichtungen, wobei feste Zinszahlungen gegen variable getauscht (Zinsswaps) oder Beträge in verschiedenen Währungen ausgetauscht (Währungsswaps) werden. Zinsswaps ermöglichen eine Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken und damit eine feste Kalkulationsbasis durch Zinsfestschreibung. Währungsswaps ermöglichen eine Absicherung der Währungsrisiken durch den Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen, einschließlich der damit verbundenen Zinszahlungen.
Total risk exposure amount ist die Summe der nach Adresse- bzw. Partnerrisiko gewichteten Aktiva inklusive Erfordernissen aus dem operationalen Risiko, außerbilanzmäßigen und besonderen außerbilanzmäßigen Positionen des Bankbuches, die nach österreichischen bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften berechnet werden.
Value-at-Risk ist eine Methode zur Risikoquantifizierung. Sie misst die potentiellen künftigen Verluste, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.
Vollkonsolidierte Gesellschaften sind wesentliche, beherrschte Unternehmen, deren Aktiva, Passiva, Erträge und Aufwendungen nach Abzug von Konsolidierungsposten zur Gänze in den Konzernabschluss der BKS Bank einbezogen sind.
| ABGB | Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch |
|---|---|
| AfA | Absetzung für Abnutzung |
| AfB | "Arbeit für Menschen mit Behinderung"; mildtätige und gemeinnützige GmbH |
| AK | Anschaffungskosten |
| AktG | Aktiengesetz |
| ALGAR | ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. |
| AML | Anti-Money Laundering |
| APM | Aktiv-Passiv-Management |
| APRÄG 2016 | Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016 |
| AR | Aufsichtsrat |
| ArbVG | Arbeitsverfassungsgesetz |
| ATX | Austrian Traded Index (Österreichischer Aktienindex) |
| AT1 | Additional Tier 1 Capital |
| AVÖ | Aktuarvereinigung Österreichs |
| BIP | Bruttoinlandsprodukt |
| BRRD | Bank Recovery and Resolution Directive |
| BSG | BKS Service GmbH |
| BTV AG | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft |
| BWG | Bankwesengesetz |
| CBC | Counterbalancing Capacity |
| CCF | Credit Conversion Factor |
| CCPA | California Consumer Privacy Act |
| CET1 | Common Equity Tier 1 Capital |
| CHF | Schweizer Franken |
| CIA | Certified Internal Auditor |
| CNY | Internationaler Währungscode für chinesischen Renminbi (Yuán) |
| CO2 | Kohlendioxid |
| COSO | Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission |
| CRD | Capital Requirements Directive |
| C-Regeln | "Comply or Explain"-Regeln |
| CRR | Capital Requirements Regulation |
| CSR | Corporate Social Responsibility |
| D | Diskontsatz |
| DAX | Deutscher Aktienindex |
| DBO | Defined Benefit Obligation |
| DCF-Methode | Discounted-Cash-Flow-Methode |
| EAD | Exposure at Default |
| EBA | European Banking Authority |
| ECL | Expected Credit Loss |
| EMAS | Eco-Management and Audit Scheme |
| ESG | Environmental, Social, Governance |
| ESMA | European Securities and Markets Authority |
| ESZB | Europäisches System der Zentralbanken |
| EUREX | European Exchange (Terminbörse für Finanzderivate) |
| EWB | Einzelwertberichtigung |
| EZB | Europäische Zentralbank |
| FATCA | Foreign Account Tax Compliance Act |
| FATF | Financial Action Task Force on Money Laundering |
| FBSchVG | Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen |
| FI | Finanzinstrumente |
| FLI | Forward-looking Information |
| FMA | Finanzmarktaufsicht |
| FV | Finanzielle Vermögenswerte |
| FV OCI | Fair Value Through Other Comprehensive Income |
| FV PL | Fair Value Through Profit or Loss |
| FX-Quote | Fremdwährungsquote |
| GBP | Great Britain Pound (Britisches Pfund) |
| GDP | Gross Domestic Product (Bruttoinlandsprodukt) |
| GL | Guidelines |
|---|---|
| GRI | Global Reporting Initiative |
| GWh | Gigawattstunden |
| GuV | Gewinn- und Verlustrechnung |
| G3BH | Generali 3Banken Holding AG |
| HRK | Kroatische Kuna |
| IAS | International Accounting Standard |
| IASB | International Accounting Standards Board |
| IASC | International Accounting Standards Committee |
| IBOR | Inter-Bank Offered Rate |
| ICAAP | Internal Capital Adequacy Assessment Process |
| IFAC | International Federation of Accountants |
| IFRIC | International Financial Reporting Interpretations Committee |
| IFRS | International Financial Reporting Standards |
| IKS | Internes Kontrollsystem |
| IKT | Informations- und Kommunikationstechnologie |
| ILAAP | Internal Liquidity Adequacy Assessment Process |
| ISAs | International Standards on Auditing |
| ISIN | International Securities Identification Number |
| IWF | Internationaler Währungsfonds |
| JPY | Japanischer Yen |
| k.A. | keine Angabe |
| KGV | Kurs-Gewinn-Verhältnis |
| KV | Kollektivvertrag |
| LAA | Verlustabsorptionsbetrag |
| LCR | Liquidity Coverage Ratio |
| LDR | Loan-Deposit-Ratio |
| LGD | Loss given Default |
| L-Regeln | "Legal Requirements"-Regeln |
| MCC | Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens |
| MiFID II | Markets in Financial Instruments Directive |
| MiFIR | Regulation on markets in financial instruments |
| MREL | Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities |
| n/a | not applicable |
| NaDiVeg | Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz |
| NGOs | Non-governmental Organizations |
| NPL-Quote | Non-performing Loan-Quote |
| NSFR | Net Stable Funding Ratio |
| ÖCGK | Österreichischer Corporate Governance Kodex |
| OCI | Other Comprehensive Income |
| OECD | Organisation for Economic Cooperation and Development |
| OeKB | Oesterreichische Kontrollbank AG |
| OeNB | Oesterreichischen Nationalbank |
| ÖGNI | Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft |
| ÖGVS | Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien |
| ÖNACE | Österreichische Version des NACE Nomenclature statistique des |
| activités économiques dans la Communauté européenne | |
| OR-Gremium | Operationales Risiko-Gremium |
| PD | Probability of Default (Ausfallsquote) |
| PJ | Personaljahre |
| PSD 2 | Payment Services Directive (EU-Richtlinie für Zahlungsdienste) |
| RCA | Recapitalization Amount (Rekapitalisierungsbetrag) |
| RER | Risk-Earnings-Ratio |
| ROA | Return on Assets (Gesamtkapitalrendite) |
| ROE | Return on Equity (Eigenkapitalrendite) |
| R-Regeln | "Recommendations"-Regeln |
| SIC | Standing Interpretations Committee |
| SPPI-Kriterium | Solely Payments of Principal and Interest |
| SREP | Supervisory Review and Evaluation Process |
|---|---|
| TLOF | Total Liabilities and Own Funds |
| TLTRO | Targeted Longer-Term Refinancing Operation |
| UCBA | UniCredit Bank Austria |
| UGB | Unternehmensgesetzbuch |
| USD | US-Dollar |
| VAR | Value-at-Risk |
| VJ | Vorjahr |
| Vst.-Dir. | Vorstandsdirektor |
| Vst.-Vors. | Vorstandsvorsitzende |
| WAG | Wertpapieraufsichtsgesetz |
| WIFO | Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung |
| WTO | World Trade Organization (Welthandelsorganisation) |
| Xetra | Exchange Electronic Trading (elektronischer Handelsplatz) |
| ZCR/RC | Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling |
| ZEA | Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft |
| ZEA/GDH | Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft/Geld- und Devisenhandel |
| ZKM | Abteilung Kreditmanagement |
| ZVB | Abteilung Vorstandsbüro |
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 09. März 2020 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.
| Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG | |
|---|---|
| St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee | |
| Telefon: +43(0)463 5858-0 | |
| Fax: +43(0)463 5858-329 | |
| UID: ATU25231503 | |
| FN: 91810s | |
| Internet: www.bks.at | |
| E-Mail: [email protected], [email protected] | |
| Redaktion: | BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation |
| Idee, Konzept und Layout: gantnerundenzi.at | |
| Fotos: | Gernot Gleiss (Seite 11, 23, 75), Thomas Schrott (Seite 39) |
| Grafik: | boss grafik, Sigrid Bostjancic |
| Lektorat: | Mag. Andreas Hartl |
| Druck und Lithografie: | Satz- & Druck-Team GesmbH/Druckbotschafter |
| Papier: | Gedruckt auf Munken Lynx, Naturpapier holzfrei |


Gedruckt nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens UZ24, UW-Nr. 931, Satz- & Druck-Team GmbH
Gedruckt nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens UZ24, UW-Nr. 931, Satz- & Druck-Team GmbH


| BILANZZAHLEN in Mio. EUR | 2017 | 2018 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 7.145,3 | 7.918,4 | 8.255,8 | |
| Forderungen an Kunden | 5.449,0 | 5.984,1 | 6.338,5 | |
| Festverzinsliche Wertpapiere (Position 2. + 5.) | 853,3 | 895,8 | 882,2 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.987,2 | 5.484,9 | 5.822,7 | |
| • hiervon Spareinlagen | 1.475,1 | 1.428,5 | 1.412,6 | |
| • hiervon sonstige Verbindlichkeiten | 3.512,1 | 4.056,4 | 4.410,1 | |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 549,7 | 574,7 | 629,5 | |
| Anrechenbare Eigenmittel | 691,3 | 784,5 | 875,5 | |
| • hiervon Kernkapital | 558,0 | 637,1 | 679,8 | |
| Eigenmittelüberschuss | 249,0 | 283,5 | 241,6 | |
| Wertpapiervolumen auf Kundendepots | 8.481,6 | 8.300,2 | 11.879,7 | |
| Primäreinlagen | 5.695,7 | 6.239,6 | 6.683,0 | |
| ERFOLGSRECHNUNG in Mio. EUR | ||||
| Betriebsergebnis | 60,0 | 70,7 | 69,4 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 34,6 | 42,3 | 56,4 | |
| Jahresüberschuss | 25,9 | 33,0 | 45,6 | |
| UNTERNEHMENSKENNZAHLEN | ||||
| Kernkapitalquote | 11,7 | 12,6 | 13,1 | |
| Gesamtkapitalquote | 14,5 | 15,5 | 16,9 | |
| Return on Equity nach Steuern | 4,5 | 5,3 | 6,7 | |
| Return on Assets nach Steuern | 0,4 | 0,4 | 0,6 | |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 65,4 | 62,4 | 63,9 | |
| Betriebsergebnis in % der durchschnittl. Bilanzsumme | 0,8 | 0,9 | 0,9 | |
| RESSOURCEN | ||||
| Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt ohne Vorstand1) | 819 | 816 | 841 | |
| Anzahl der Geschäftsstellen | 63 | 63 | 63 | |
| 1) ohne entsandte Mitarbeiter | ||||
| KENNZAHLEN ZUR BKS BANK-AKTIE | ||||
| Gewinn pro Aktie | 0,65 | 0,77 | 1,06 | |
| Dividende pro Aktie | 0,23 | 0,23 | 0,251) | |
| Stammaktie: Höchstkurs | 18,5 | 19,8 | 17,2 | |
| Stammaktie: Tiefstkurs | 16,8 | 16,5 | 15,0 | |
| Stammaktie: Schlusskurs | 17,8 | 16,8 | 16,0 | |
| Vorzugsaktie: Höchstkurs | 17,8 | 18,2 | 17,0 | |
| Vorzugsaktie: Tiefstkurs | 15,4 | 16,9 | 13,4 | |
| Vorzugsaktie: Schlusskurs | 17,7 | 17,0 | 14,3 |
1) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung der BKS Bank AG am 06. Mai 2020
Das globale Wachstum setzte den Ende 2018 begonnenen Rückgang weiter fort. Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2018 noch um 3,6 % gewachsen ist, wird das globale Wachstum im Jahr 2019 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei 2,9 % liegen.
Auch die US-amerikanische Wirtschaft ist 2019 verhaltener gewachsen als noch im Jahr davor. Das vierte Quartal blieb durch eine gedämpftere Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte hinter den Erwartungen zurück. Für das Gesamtjahr 2019 erreichte das BIP-Wachstum in den USA 2,3 %. Die Hauptgründe für den Konjunkturrückgang waren rückläufige Exporte, geringere Investitionen und ein etwas schwächerer privater Konsum.
Kräftig verlangsamt hat sich die Konjunkturentwicklung in China. Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit 6,1 % so langsam gewachsen wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Ökonomen führen das Schwächeln der chinesischen Wirtschaft auf das Nachlassen der Binnennachfrage sowie auf den Handelskonflikt mit den USA zurück.
Die Eurozone ist im Herbst 2019 mit einer Wachstumsrate von 0,1 % kaum noch gewachsen. Übers Gesamtjahr lag das BIP-Wachstum bei 1,2 %. Gebremst wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch einen erneuten Produktionsrückgang in der Industrie. Stimmungsindikatoren deuten allerdings darauf hin, dass der Tiefpunkt im Sektor durchschritten ist. Belastet wurde das Wachstum im vierten Quartal vor allem durch die schwache Entwicklung in Frankreich und Italien, in beiden Ländern ist die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,1 % bzw. 0,3 % geschrumpft.
Auch das Wachstum der österreichischen Wirtschaft verlor zuletzt deutlich an Schwung. Einer Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zufolge bremste sich das Wachstum der heimischen Wirtschaft im Jahr 2019 auf 1,6 % ein. Vor allem die Schwäche des Welthandels war für den Konjunkturrückgang verantwortlich, da Österreich als Exportnation besonders davon betroffen ist. Gestützt wurde das Wachstum jedoch weiterhin von öffentlichen sowie privaten Konsumausgaben.
Mario Draghi beendete im Herbst 2019 seine Tätigkeit als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Nachfolge trat Christine Lagarde an, die bis auf weiteres an der aktuellen Politik aus Null-Leitzins und Anleiheaufkäufen festhalten wird. Nachdem man gegen Ende des Jahres 2018 noch davon ausging, dass die Notenbankpolitik nach dem Auslaufen des Anleihenankaufprogrammes nun wieder etwas strikter werden würde, vollzog die Notenbank nur knapp ein Jahr später einen Paradigmenwechsel. Seit November 2019 kauft die EZB wieder monatlich Anleihen mit einem Volumen von 20 Mrd. EUR. Der Einlagenzins wurde im Jahr 2019 auf -0,5 % gesenkt. Ähnlich agierte auch die US-Notenbank. Nachdem der Leitzins seit 2015 in mehreren Schritten von 0,25 % auf 2,50 % erhöht wurde, führte die amerikanische Notenbank im Jahr 2019 das erste Mal seit einem Jahrzehnt wieder eine Zinssenkung durch und wiederholte diesen Schritt zwei weitere Male. Ende Dezember lag der US-Leitzins in einer Spanne von 1,50 % bis 1,75 %.
Das Jahr 2019 entpuppte sich trotz der schlechten Stimmung zum Jahresende 2018 als eines der besten Veranlagungsjahre des vergangenen Jahrzehnts. Allerdings war das Jahr nicht frei von Sorgen. Rezessionsängste, Brexit, wachsender Populismus in Europa und nicht zuletzt der amerikanisch-chinesische Handelskrieg hielten die Anleger dennoch in Atem. Doch gerade dies könnte einer der Gründe für die Erfolge an der Börse sein, verhinderte er doch, dass die Anleger allzu euphorisch und damit übermütig wurden. So verteuerten sich deutsche Aktien im Jahr 2019 um rund ein Viertel, während österreichische Aktien um rund 19 % zulegten. Europäische Aktien legten mit 28,0 % zu, ihr US-Pendant sogar um rund 31 %.
Aufgrund fallender Zinsen stiegen auch die Anleihenkurse. Euro-Staatsanleihen verteuerten sich im Vorjahr um rund 6 %. Zu den erfolgreichsten Anleihen-Segmenten zählten Hochzinsanleihen mit rund 10 % (EUR-Anleihen) bzw. 16 % (USD-Anleihen) Wertsteigerung sowie Schwellen-Länderanleihen in Hartwährung mit rund 16 %.
Die globale Rohstoffnachfrage erholte sich vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2019. Besonders hervor stach dabei die Entwicklung von Gold mit rund 21 % sowie Energierohstoffe mit rund 32 %. Auch andere Rohstoffe wie Industriemetalle oder Agrarrohstoffe entwickelten sich positiv, wenngleich die Dynamik mit rund 5 % bzw. 2 % deutlich geringer ausiel. Alle Performancezahlen verstehen sich in Euro.
Der Euro wertete im Vorjahr gegenüber den meisten Leitwährungen ab. Das Verhältnis zum Schweizer Franken veränderte sich von 1,126 auf 1,086, ein Minus von rund 4 %. Gegenüber dem japanischen Yen fiel der Euro von 125,83 auf 121,77, was einen Verlust von 3 % bedeutete. Auch gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,147 auf 1,121 EUR je USD ab, ein Minus von 2 %. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro von 0,899 auf 0,846 EUR je GBP, ein Rückgang um 6,0 %. Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi wertete der Euro um 1 % von 7,867 auf 7,815 EUR je CNY ab. Einzig gegenüber der kroatischen Kuna, einer für unser Haus wichtigen Währung, wertete der Euro um 0,4 % leicht auf und notierte per Ende Dezember mit 7,442 HRK je EUR nach 7,411 je EUR zum Jahresende 2018. Kroatien nimmt seit 2020 am europäischen Wechselkurs-Mechanismus teil. Eine Einführung des Euro könnte frühestens 2023 erfolgen. In der Zwischenzeit sollte sich die Kuna in einer Spanne zwischen 7,4 und 7,7 Kuna je Euro bewegen.

Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Satzungsgemäß ist das Grundkapital in 41.142.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Nominalwert von 2,- EUR je Aktie aufgeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital.
Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.
Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfallen 38,8 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 % der Stimmrechte. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil der Syndikatspartner betrug zum Jahresultimo 46,6 %.
| BASISINFORMATIONEN ZUR BKS BANK-AKTIE | |||
|---|---|---|---|
| 2018 | 2019 | ||
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 41.142.900 | 41.142.900 | |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien ISIN AT0000624739 | 1.800.000 | 1.800.000 | |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 19,8/18,2 | 17,2/17,0 | |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,5/16,9 | 15,0/13,4 | |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,8/17,0 | 16,0/14,3 | |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 721,8 | 684,0 | |
| Dividende pro Aktie | 0,23 | 0,251) | |
| KGV Stamm-/Vorzugs-Stückaktie | 21,9/22,1 | 15,1/13,5 | |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 1,37 | 1,56 | |
| Dividendenrendite Vorzugs-Stückaktie | 1,35 | 1,75 |
1) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung am 06. Mai 2020

| in % | ||
|---|---|---|
| 1 | Oberbank AG | 19,3 |
| 2 | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 19,5 |
| 3 | Generali 3Banken Holding AG | 7,8 |
| 4 | Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,1 |
| 5 | BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 0,6 |
| 6 | UniCredit Bank Austria AG | 6,1 |
| 7 | CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 24,2 |
| 8 | Streubesitz | 19,4 |

| in % | ||
|---|---|---|
| 1 | Oberbank AG | 18,5 |
| 2 | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 18,9 |
| 3 | Generali 3Banken Holding AG | 7,4 |
| 4 | Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,0 |
| 5 | BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 1,0 |
| 6 | UniCredit Bank Austria AG | 6,6 |
| 7 | CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 23,2 |
| 8 | Streubesitz | 21,4 |
Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.
Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 614.614 Stamm-Stückaktien und 164.698 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,5 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,8 % nach Kapitalanteilen.
Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Im Zeitraum von 03. April bis 17. April 2019 wurden davon 17.989 Stück zum Kurs von 17,- EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2019 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 96.011 Stück nach 14.000 Stück im Vorjahr.
Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.
Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.
Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.
| Adressen im Internet | |
|---|---|
| Österreichischer Corporate Governance Kodex | www.corporate-governance.at |
| BKS Bank-Aktie | www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie |
| Aktionärsstruktur | www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur |
| Unternehmenskalender | www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender |
| Hauptversammlung | www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung |
| Corporate Governance – Entsprechenserklärung der BKS Bank AG: • Leitlinien für die Unabhängigkeit • Bericht der BKS Bank zum Österreichischen Corporate Governance Kodex • Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG betreffend Corporate Governance & Vergütung • Satzung der BKS Bank |
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance |
| Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte der BKS Bank |
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen |
| Pressemitteilungen der BKS Bank | www.bks.at/news-presse |
Die BKS Bank ist seit fast 100 Jahren am Markt erfolgreich. Sie wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Heute sind wir in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bankund Leasinggeschäft tätig. Das Bankgeschäft wird dabei über Auslandsdirektionen abgewickelt, während das Leasinggeschäft über eigene Leasinggesellschaften erfolgt. In Italien haben wir eine Repräsentanz.
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Die innerösterreichische Expansion startete 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. 1990 haben wir den Schritt nach Wien gewagt, erst kürzlich haben wir unser 30-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der "Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG" geschlossen. Von unseren 49 Filialen in Österreich befinden sich 20 in Kärnten, 12 in der Steiermark und 17 in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen und daher kaum Filialschließungen vornehmen werden.
Kärnten ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 41,7 % der Finanzierungen und 48,2 % des Einlagenvolumens werden in den Kärntner Niederlassungen gestioniert. In der Organisationseinheit Corporate Banking, die ebenfalls von Kärnten aus tätig ist, werden international tätige Großunternehmen betreut. Auf dieses Profit-Center entfielen zuletzt 12,5 % des Finanzierungsvolumens. Mit 549,5 Mitarbeitern (in PJ) zählt die BKS Bank zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Lande.
In der Steiermark beschäftigen wir 71,6 Mitarbeiter (in PJ) und betreuen rund 24.400 Kunden. Die grüne Mark ist traditionell sehr industriell geprägt. Unser breites Know-how und die exzellenten Beratungsleistungen im Firmenkundengeschäft machen die BKS Bank auch in diesem Marktgebiet zu einem gefragten Bankpartner für Unternehmen.
In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass Wien 2027 zur Zwei-Millionen-Stadt werden wird. Mit dem Bevölkerungswachstum geht auch ein steigender Bedarf nach Bankdienstleistungen einher. Die BKS Bank konnte sich in den vergangenen Jahren als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. Die Herzlichkeit und Beziehungsstärke in Verbundenheit mit einem ausgezeichneten Angebot heben uns vom Mitbewerb ab und sind mit ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Kundenwachstum. Zum Jahresende 2019 betreuten 95,9 Mitarbeiter (in PJ) der Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland rund 26.000 Kunden.
Slowenien ist heute die drittgrößte Vertriebsregion in der BKS Bank. Ein Großteil des Kundenwachstums im Jahr 2019 stammt aus diesem Gebiet, da wir 2018 und 2019 rund 34.000 Kunden von zwei Brokergesellschaften übernommen haben. Insgesamt vertrauen uns in Slowenien rund 50.000 Kunden, die von 126,6 Mitarbeitern (in PJ) in acht Filialen betreut werden. Der Sitz unserer Direktion Slowenien ist in Ljubljana.
Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in Slowenien sehr zufrieden. Das Kreditvolumen stieg um 13,9 % auf 694,9 Mio. EUR, das Primäreinlagenvolumen um 12,4 % auf über 1,1 Mrd. EUR. Durch die Übernahmen der Kunden der beiden Brokergesellschaften avancierte die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister des Landes. Wir freuen uns, dass die Börse in Ljubljana uns zum aktivsten Mitglied 2019 kürte.
Der Markteintritt der BKS Bank in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. starteten wir 2007 das Bankgeschäft. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz um je eine Stelle in Zagreb und Split erweitert, 2020 wird eine weitere Niederlassung in Zagreb folgen. Die Bankdirektion Kroatien betreut rund 5.720 Privat- und Firmenkunden und beschäftigt 59,5 Mitarbeiter (in PJ). Sie gestioniert ein Kreditvolumen von 276,7 Mio. EUR und ein Einlagenvolumen von 118,6 Mio. EUR.
In der Slowakei sind wir seit 2007 aktiv. Die erste Bankniederlassung in der Slowakei wurde 2011 gegründet und hat ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir weitere Filialen. Insgesamt beschäftigen wir in der Slowakei 27,8 Mitarbeiter in PJ.

Die Bilanzsumme der BKS Bank AG lag mit 8,3 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2019 deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 (+4,3 %). Der kräftige Zuwachs resultierte maßgeblich aus den gestiegenen Forderungen an Kunden (+5,9 %). Bei den Primäreinlagen verzeichneten wir ebenfalls einen starken Anstieg (+7,1 %).
Für unsere in- und ausländischen Kunden sind wir ein verlässlicher Finanzierungspartner mit Handschlagqualität. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unsere Kompetenz im Finanzierungsgeschäft eindrucksvoll unter Beweis stellen können und ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,6 Mrd. EUR erzielt. Trotz Konjunktureintrübung blieb die Investitionsbereitschaft der Unternehmer ungebrochen hoch und auch viele Privatkunden haben sich Wohnträume erfüllt. Wir vergaben ein Neugeschäftsvolumen bei Firmenkunden in Höhe von 1,3 Mrd. EUR und bei Privatkunden in Höhe von 0,3 Mrd. EUR. 21,0 % des Neugeschäftsvolumens entfielen auf unsere Auslandsmärkte.
Die Kundenforderungen erreichten zum 31. Dezember 2019 ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,3 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von erfreulichen 5,9 % bedeutete.

Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging auch im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote – ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien – erreichte zum 31. Dezember 2019 einen Wert von 1,9 %, ein Rückgang in Höhe von 0,5 %-Punkten.
Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren reduzierte sich von 895,8 Mio. EUR um 1,5 % auf 882,2 Mio. EUR. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir Investitionen im Ausmaß von 39,9 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen und Verkäufe in Höhe von 52,1 Mio. EUR gegenüber. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar. Der Beteiligungsbestand konnte mit 126,5 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.
Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, betrug 550,8 Mio. EUR. Der hohe Bestand repräsentiert die gute Liquiditätssituation unserer Firmenkunden, die Überschüsse über den Jahresultimo veranlagten.
Die Primäreinlagen wiesen mit 6,7 Mrd. EUR (+7,1 %) erneut einen Rekordwert aus. Erst letztes Jahr haben wir die 6-Milliarden-Eruo-Schwelle übertroffen und im Geschäftsjahr 2019 haben wir den sehr guten Vorjahreswert mit knapp einer halben Milliarde Euro kräftig ausgebaut.
Auf der einen Seite freuen wir uns über den großen Zuspruch unserer Kunden, auf der anderen Seite belastet der hohe Primäreinlagenstand die Ertragslage. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei den Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,5 % zu zahlen. Der Zinssatz für die Einlagenfazilität wurde im September von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf -0,5 % gesenkt.
Die dominierende Position innerhalb der Primäreinlagen sind seit längerer Zeit die Sicht- und Termineinlagen, die um 8,7 % auf 4,4 Mrd. EUR kräftig gewachsen sind. Der Großteil davon stammt von Firmenkunden, die nach wie vor über hohe Liquiditätsstände verfügen. Aber auch immer mehr Privatkunden entscheiden sich für Veranlagungen im täglich fälligen Bereich oder mit kurzen Bindungsfristen.
In Österreich wiederum zählt das Sparbuch immer noch zu den beliebteren Sparformen. Und das, obwohl seit vielen Jahren eine Zinsflaute herrscht. Auch die jüngsten Berichte über einige österreichische Banken, die das klassische Sparbuch aus der Angebotspalette streichen wollen, lässt die Liebe zum Sparbuch nicht schmälern. Viele Anleger scheuen sich davor, in alternative Veranlagungsformen zu investieren. Wir werden daher auch künftig das klassische Sparbuch in unserem Angebot haben. Rechtzeitig zum Weltspartag haben wir ein "Grünes Sparbuch" aufgelegt, mit dem wir auch einen Beitrag zum aktiven Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen. Mit diesen Einlagen werden ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert. Insgesamt verwalten wir auf klassischen Sparbüchern ein Volumen in Höhe von 1,4 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert bedeutete das einen geringfügigen Rückgang von 1,1 %.
Anders ist die Entwicklung beim täglich fälligen Mein Geld-Konto. Immer mehr Privatkunden wollen bequem, flexibel und auch online über ihr Gespartes verfügen. Dementsprechend hat sich das Volumen auf dem Mein Geld-Konto von 326,8 Mio. EUR auf 385,4 Mio. EUR erhöht, ein Anstieg von rund 17,9 % im Vergleich zum Jahresende 2018.

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich. Vor allem bei institutionellen Anlegern erwies sich die BKS Bank als verlässliche und kompetente Emittentin. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 100,9 Mio. EUR an Privatplatzierungen, darunter 11,4 Mio. EUR als Nachrangkapital, begeben. Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr drei Nachrang-Obligationen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt. Das Anlegerinteresse war dank einer attraktiven Verzinsung sehr hoch, sodass eine Zeichnung binnen weniger Tage ausverkauft war. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 52,7 Mio. EUR platziert. Ende 2018 haben wir eine AT 1-Anleihe zur Zeichnung aufgelegt, die wir 2019 weiter im Angebot gehabt haben. Von dieser haben wir im Berichtsjahr 11,7 Mio. EUR am Markt untergebracht.
Wir freuen uns, dass im Berichtsjahr das Volumen nachhaltiger Geldanlagen gestiegen ist. Dem vermehrten Kundeninteresse tragen wir Rechnung, indem wir das Angebot nachhaltiger Geldanlagebausteine sukzessive erweitern. So legten wir im Herbst unseren dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5 Mio. EUR auf. Das Besondere an der Emission: Das Emissionsvolumen wird ausschließlich für die Finanzierung von Vorhaben verwendet, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen. Insgesamt haben sich die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital auf 860,4 Mio. EUR erhöht, ein Zuwachs im Ausmaß von erfreulichen 14,0 %.
Das Eigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2019 einen Anstieg um 5,2 % auf 710,1 Mio. EUR. Der Zuwachs beruhte auf der Zuschreibung des sehr guten Periodenergebnisses des abgelaufenen Wirtschaftsjahres. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio EUR.
Die BKS Bank hat das Geschäftsjahr 2019 trotz unverminderter Herausforderungen für Banken mit einem sehr erfreulichen Ergebnis abgeschlossen. Dank unserer exzellenten Beratungsqualität und unserer hohen Innovationskraft, die wir insbesondere in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie gezeigt haben, sind wir im Kerngeschäft erneut kräftig gewachsen.
Die BKS Bank erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 45,6 Mio. EUR und übertraf das Vorjahresergebnis um 12,6 Mio. EUR (+38,3 %). Das starke Ergebnis baut auf mehreren positiven Entwicklungen auf. Besonders erfreulich ist, dass wir in allen wichtigen Ertragskomponenten zugelegt haben. Die gute wirtschaftliche Entwicklung führte außerdem zu einem weit geringeren Aufwand für Kreditrisikovorsorgen (-19,2 %). Wesentlich beigetragen haben darüber hinaus unsere verstärkten Akquisitionsund Beratungsleistungen.
Der Nettozinsertrag konnte mit 116,1 Mio. EUR auf dem Vorjahreswert gehalten werden. Die Zinserträge legten demnach um 1,4 % auf 134,8 Mio. EUR zu, konnten aber die höheren Zinsaufwendungen nicht vollständig kompensieren.
Der Druck auf die Margen hielt unvermindert an und forderte von unseren Kundenbetreuern viel Verhandlungsgeschick. Im Finanzierungsgeschäft gaben die Margen von 1,87 % auf 1,82 % nach. Im Einlagengeschäft sind wir bereits seit mehreren Jahren mit negativen Margen konfrontiert, die mit -0,13 % gegenüber 2018 weiter ins Negative abglitten.
Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sanken um 4,7 % auf 13,9 Mio. EUR. Grund dafür war der Rückgang aus Erträgen aus verbundenen Unternehmen (-1,5 Mio. EUR), welcher nicht vollständig durch die Erträge aus Beteiligungen (0,9 Mio. EUR) und aus Aktien kompensiert werden konnte.
Wir verfolgen das strategische Ziel, die Abhängigkeit vom zinstragenden Geschäft konstant zu reduzieren. Wir freuen uns sehr, dass die positive Entwicklung des Provisionsergebnisses (58,3 Mio. EUR; +8,9 %) bereits davon zeugt, dass unsere Aktivitäten zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes Wirkung zeigen.
Das Ergebnis im Wertpapiergeschäft entwickelte sich sehr positiv und belief sich zum Jahresultimo 2019 auf 15,9 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 20 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die deutliche Ertragssteigerung ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen:
Im März 2019 haben wir erfolgreich rund 25.000 Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. übernommen. Mit diesem Zukauf haben wir unsere Marktstellung in Slowenien kräftig ausgebaut und sind zum größten slowenischen Wertpapieranbieter geworden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wurde durch die erfolgreiche Expansion um 2,0 Mio. EUR gestärkt.
Im Berichtsjahr haben wir im Inland die Vermögensverwaltung grundlegend verändert und als Ergänzung der Produktpalette zwei neue vermögensverwaltende Publikums-Dachfonds gegründet. Die Neuausrichtung wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Das Volumen in der Vermögensverwaltung konnte von 183,0 Mio. EUR auf 209,0 Mio. EUR gesteigert werden, ein Zuwachs um 14,2 %. Darüber hinaus wirkte sich auch die positive Entwicklung der Finanzmärkte stimulierend auf das Anlegerverhalten aus.
Die zu Jahresbeginn noch zögerlichen Umsätze entwickelten sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte dynamischer und bescherten uns Zuwächse bei den Provisionseinnahmen. Die Kurswerte der bei der BKS Bank angeführten Wertpapierdepots lagen Ende 2019 bei 11,9 Mrd. EUR nach 8,3 Mrd. EUR im Vorjahr.
Die BKS Bank ist eine mehrfach ausgezeichnete Beraterbank, die mit exzellenter Beratung und erstklassigem Produkt- und Serviceangebot überzeugt. Wir freuen uns sehr, dass uns diese Qualitäten auch immer wieder von unabhängigen Dritten bestätigt werden. Im Jänner 2019 haben wir den landesweiten ÖGVS-Test zur Anlageberatung gewonnen, den die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und das Magazin trend vergibt. Sechs überregionale und 14 regionale Filialbanken in Österreich wurden in Form von Mystery Shoppings in Hinblick auf Beratung, Transparenz, Service und Ambiente bewertet. Wir überzeugten zum wiederholten Male mit dem besten Gesamtpaket aus Top-Noten in allen Testkategorien und den passendsten Anlageempfehlungen und erreichten den ersten Platz.
Vor allem das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen verlief im Berichtsjahr sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis um 3,5 % auf 21,5 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte unter anderem aus dem erfreulichen Zuwachs an neuen Kunden, die auf unsere langjährige Expertise im Bereich der Zahlungsdienste vertrauen.
Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr befindet sich durch die voranschreitende Digitalisierung in einem immer schneller werdenden Wandel. Zwar haben Bargeld und klassische Überweisungen nach wie vor einen hohen Stellenwert, werden aber immer mehr durch moderne digitale Angebote ersetzt. Gerade in diesem anspruchsvollen Umfeld sehen wir es als unsere Aufgabe, unseren Kunden mit modernen Zahlungsverkehrslösungen zur Seite zu stehen und auf Marktentwicklungen einzugehen. Erreichbarkeit, schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Fragen und Reklamationen sind dabei erfolgsentscheidene Faktoren.
Ein Trend, der unaufhaltsam seinen Weg nimmt, ist das Bezahlen mit Karte. Die höchsten Transaktionszahlen verzeichnen wir in diesem Bereich. Vor allem die Kontaktlosfunktion ist binnen kürzester Zeit zu einer beliebten Bezahlmethode geworden. Hier zeichnet sich schon der nächste Wandel ab: Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist stark im Kommen. Wir haben mit der Einführung der BKS Bluecode App eine Vorreiterrolle bei modernen Zahlungsmethoden über Smartphones eingenommen. Die Anzahl an Kunden, die diese smarte Bezahlmethode verwenden, steigt seit der Einführung im Oktober konstant an.
Der Verwaltungsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 % auf 111,6 Mio. EUR. Die dominierende Position im Verwaltungsaufwand ist der Personalaufwand, der mit 69,2 Mio. EUR leicht zunahm (+3,4 %). Die Gründe für den Anstieg lagen zum einen in der deutlichen Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 3,0 %. Zum anderen führte der deutlich höhere Personalstand zum Anstieg der Aufwandsposition. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich gegenüber 2018 um 25 auf 841 Personaljahre, da vor allem die Übernahme von Wertpapierkunden in Slowenien auch eine Ausweitung der Personalressourcen erforderte.
Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 42,4 Mio. EUR um 7,6 % über dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position werden unter anderem die Aufwendungen für die Informationsund Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH abgebildet. Darüber hinaus investiert die BKS Bank direkt oder über die 3Banken IT GmbH jährlich in zahlreiche IKT-Projekte und in die Erneuerung der Hard- und Netzwerkinfrastruktur. Wie bereits mehrfach vermerkt, stand das Geschäftsjahr 2019 ganz im Zeichen der Digitalisierung. Wir haben eine Reihe von innovativen digitalen Produkten und Services auf den Markt gebracht, die unsere Ertragskraft stärken und gleichzeitig mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden sind. Für die Umsetzung solcher Projekte und für den laufenden IKT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH mitverantwortlich.
Im Berichtsjahr wurden 154 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, realisiert bzw. bearbeitet. Darunter einige Projekte, die durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie z. B. PSD 2 oder Verbraucherzahlungsgesetz notwendig waren. Neben den bereits erwähnten Digitalisierungsprojekten gab es noch zahlreiche weitere IKT-Projekte wie die Übernahme der ALTA-Invest-Kunden in unsere Kernsysteme, die Einführung einer neuen Software für Kassenterminals oder die Erneuerung der Hardware-Infrastruktur in Slowenien.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 6,4 Mio. EUR (-6,0 % gg VJ). In dieser Position werden die regulatorischen Kosten, die Banken zu leisten haben, abgebildet. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds aufgewendet.
In Summe sind die Betriebsaufwendungen gegenüber den Betriebserträgen etwas angestiegen. Dies spiegelt sich in einer leicht über dem Vorjahr liegenden Cost-Income-Ratio von 63,9 (Vorjahr: 62,4) wider. In Summe liegt das Betriebsergebnis mit 69,4 Mio. EUR um 1,9 % unter dem Vorjahr.
Das Geschäftsjahr 2019 war durch eine entspannte Risikosituation im Kreditgeschäft geprägt. Der Kreditrisikobedarf entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr sehr gut und reduzierte sich von 24,4 auf 19,7 Mio. EUR. Das BGT wird auch durch die gute Performance der Börsen gestärkt.
Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern von 45,6 Mio. EUR nach 33,0 Mio. EUR (+38,3 %) im Vorjahr.
Unter Berücksichtigung des hervorragenden Jahresergebnisses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum 31. Dezember 2019 folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich um 1,4 %-Punkte auf 6,7 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern legte auf 0,6 % zu.
Die Cost-Income-Ratio betrug 63,9 %. Die Berechnung der Nonperforming Loan-Quote (NPL-Quote) wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode des Risk Dashboards der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Die NPL-Quote nach EBA belief sich zum Jahresende 2019 auf 2,4 %1).
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) verbesserte sich um beachtliche 15,6 %-Punkte auf 144,9 %.
Damit wir unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wachstumsstrategie weiterhin erfolgreich umsetzen können, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Wir freuen uns, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das ausgezeichnete Ergebnis die Kapitalquoten kräftig gestärkt haben. Die Kernkapitalquote verbesserte sich um 0,5 %-Punkte auf 13,1 % und die Gesamtkapitalquote erreichte 16,9 %.
| in % | 2018 | 2019 | ± in %-Pkte. |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 5,3 | 6,7 | 1,4 |
| ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) | 0,4 | 0,6 | 0,2 |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 62,4 | 63,9 | 1,5 |
| LCR-Quote | 129,3 | 144,9 | 15,6 |
| Kernkapitalquote | 12,6 | 13,1 | 0,5 |
| Gesamtkapitalquote | 15,5 | 16,9 | 1,4 |
1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.
Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2019 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen:
Das gute Ergebnis sowie die erfolgreiche Platzierung von Kapitalmaßnahmen wie beispielsweise die Emission einer AT 1-Anleihe haben die Eigenmittelausstattung deutlich gestärkt. Dementsprechend positiv haben sich die Eigenmittel entwickelt. Das harte Kernkapital erhöhte sich um 31,0 Mio. EUR auf 624,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 5,2 %. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von 11,8 % auf 12,1 %. Das zusätzliche Kernkapital nahm um 11,7 Mio. EUR auf 55,2 Mio. EUR zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 195,6 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 875,5 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 11,6 %. Die Gesamtkapitalquote erreichte demnach einen hervorragenden Wert von 16,9 %.
| in Mio. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 83,7 | 83,4 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 569,8 | 598,1 |
| Abzugsposten | -59,9 | -56,8 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 593,6 | 624,6 |
| Harte Kernkapitalquote | 11,8 % | 12,1 % |
| AT1-Anleihe | 43,5 | 55,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 43,5 | 55,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 637,1 | 679,8 |
| Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) | 12,6 % | 13,1 % |
| Ergänzungskapital | 147,3 | 195,6 |
| Eigenmittel insgesamt | 784,5 | 875,5 |
| Gesamtkapitalquote | 15,5 % | 16,9 % |
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,7 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindest-quote von 3,0 % und den internen Benchmarkwert von > 5 %.

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.
In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen.
Gemäß der Bestimmungen des §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.
Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst die Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie auch entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.
Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.
Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.
Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig.
Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer vom Risikocontrolling durchgeführten Risikoanalyse in Form einer Risikomatrix durch das ICAAP-Gremium.
Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen getroffene Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.
In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jour fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.
Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotential, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.
Im vierten Quartal 2019 wurde ein Projekt zur Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse für die Umsetzung der Anforderungen des Leitfadens der EZB für den bankinternen Prozess zur Sicherstellung eines angemessenen ICAAPs gestartet.
Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind. =
Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach das Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.
Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten.

1) Abteilung Kreditmanagement
2) BKS Service GmbH
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
4) Abteilung Vorstandsbüro
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb der BKS Bank. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.
| RATINGSTUFEN | |||
|---|---|---|---|
| AA | Erstklassige beste Bonität | ||
| A1 | Erstklassige hervorragende Bonität | ||
| 1a | Erstklassige Bonität | ||
| 1b | Sehr gute Bonität | ||
| 2a | Gute Bonität | ||
| 2b | Noch gute Bonität | ||
| 3a | Akzeptable Bonität | ||
| 3b | Noch akzeptable Bonität | ||
| 4a | Mangelhafte Bonität | ||
| 4b | Schlechte Bonität | ||
| 5a | Ausfall im Fortbetrieb | ||
| 5b | Ausfall – Notleidend | ||
| 5c | Ausfall – Uneinbringlich | ||
Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,4 %1) (2018: 3,3 %). Grundlage für die Berechnung bildeten ab 30. Juni 2019 die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staatssektoren, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden gemäß Berechnungsschema des Risk Dashboards der EBA.
Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken in den Ausfallsklassen wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien Rechnung getragen. Ein objektiver Hinweis auf eine eingetretene Wertminderung für eine Forderung liegt vor, wenn die Basel III-Ausfallskriterien eingetreten sind, d. h. wenn eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber dem Kreditinstitut mehr als 90 Tage überfällig ist oder eines der anderen Ausfallskriterien zutrifft.
Grundlage für die Bildung von Wertberichtigungen ist eine Richtlinie und ein standardisierter Prozess, nach dem für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt.
1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen der Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus in der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kreditund Finanzinstitute sowie banknaher Hilfsdienste gelegt.
Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unserer Berichterstattung.
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.
Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.
Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß Interest-Rate-Risk in the Banking Book und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.

2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.
Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert.

1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
3)Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.
Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.
Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.
Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.
Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Alle drei Jahre findet ein Self-Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutzund Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Die Qualität der IKT-Infrastruktur wird mit der Quote der Systemverfügbarkeit gemessen.
Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling 2) Operationales Risiko-Gremium
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,7 % (2018: 7,5 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der geplanten Mindestquote von 3 %.
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontrollund Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.
Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Handbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse der BKS Bank entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet.
Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.
Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.
Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeitsund Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2019. Dieser ist unter www.bks.at/Nachhaltigkeit downloadbar.
Die Prognosen für die Weltwirtschaft waren zu Beginn des Jahres vielversprechend. Wirtschaftsforscher rund um den Globus waren sich einig, dass die Konjunkturzeichen wieder auf Wachstum stünden. Mit der globalen Ausbreitung des Virus Covid-19 wurde eine Revision der bisherigen Wirtschaftserwartungen für das Jahr 2020 erforderlich.
Die Weltkonjunktur wird – ausgehend von China – vor allem im ersten Halbjahr 2020 schwächer ausfallen als zu Jahresanfang angenommen. Ein globales Wirtschaftswachstum von bisher geschätzten 3,3 % wird aller Voraussicht nach nicht zu halten sein. Der Internationale Währungsfonds hat Anfang März bekanntgegeben, dass durch die Ausbreitung des Coronavirus ein schwächeres Wachstum zu erwarten sei. Konkrete Wachstumszahlen nannte der IWF jedoch noch nicht, da die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft noch nicht abschätzbar sind. Die Einschätzung ist auch deshalb schwierig, weil die verschiedenen Branchen unterschiedlich stark von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind.
Die Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) hat als erste ihre globale BIP-Prognose von 2,9 % auf 2,4 % reduziert. Die Wirtschaftsdynamik wird durch die temporäre Unterbrechung von Lieferketten und die zeitweilige Schließung von Fabriken und Geschäften negativ beeinflusst. Sollte sich die Lage stabilisieren, dürfte die Konjunkturdynamik an den vormaligen Wachstumspfad anknüpfen. Gelingt das nicht, könnte das weltweite Wirtschaftswachstum um die Hälfte auf 1,5 % sinken und einige Länder, darunter Deutschland oder die USA, in eine Rezession schlittern lassen, so die Einschätzung der OECD Anfang März 2020. Auch die Welthandelsorganisation (WTO) erwartet durch die Corona-Epidemie einen substanziellen Einfluss auf die Weltwirtschaft.
Die Aktienmärkte ließen sich von der allgemeinen Hysterie zunächst nicht anstecken. Das änderte sich in der letzten Feberwoche schlagartig, als die Börsen weltweit heftig korrigierten. Die New Yorker Börse verzeichnete die schlimmsten Kurseinbrüche seit Ausbruch der Finanzkrise. Die Aktienmärkte haben sich mittlerweile wieder stabilisiert, dennoch herrscht unter Investoren eine spürbare Verunsicherung. Wir rechnen in den kommenden Monaten mit einer erhöhten Volatilität an den internationalen Aktienmärkten.
Regierungen und Notenbanken rund um den Globus signalisieren Bereitschaft, notwendige Stützungsmaßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu setzen. Marktbeobachter rechnen damit, dass die wichtigsten Notenbanken gemeinsam vorgehen werden und konzentrierte Maßnahmen setzen werden. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bereits mit einer Zinssenkung um 0,5 % reagiert.
Die kurzfristigen Konjunkturaussichten sind durch die rasante globale Verbreitung des Coronavirus getrübt, mittel- bis langfristig bleibt der Ausblick jedoch positiv. Da die geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft weltweit stützen werden, dürfte die aktuelle Situation lediglich zu einer Delle im Wirtschaftsaufschwung führen.
Die angespannte Situation bei den Zinsen wird weiterhin Druck auf die Erträge im zinstragenden Geschäft ausüben. Eine markante Trendwende in der Zinspolitik ist – verstärkt durch die jüngsten Konjunktursorgen – in weite Ferne gerückt. Wir rechnen aber damit, dass wir das Niveau der Zinserträge im kommenden Geschäftsjahr halten werden können. Um die Abhängigkeit vom Zinsgeschäft zu reduzieren, fokussieren wir uns auch weiterhin auf den Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes.
Insbesondere durch unsere gestärkte Marktstellung in Slowenien erwarten wir im Wertpapiergeschäft deutliche Ergebniszuwächse, auch wenn die Börsenstimmung im aktuellen Geschäftsjahr insgesamt volatiler sein wird als im Vorjahr. Auch im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr haben wir wieder viel vor, um unsere Ertragskraft zu stärken. Schon in wenigen Wochen werden wir mit weiteren innovativen und smarten Bezahlmethoden auf den Markt gehen. Neben der Einführung von neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen wollen wir neue Kunden gewinnen und den Einsatz unserer Sales-Experten erhöhen.
Im Finanzierungsgeschäft rechnen wir aufgrund der verzögerten Konjunkturerholung in beiden Kundensegmenten mit einer deutlich geringeren Dynamik bei der Kreditnachfrage. Bei den Kreditrisikovorsorgen versprechen wir uns aufgrund unserer verantwortungsbewussten Kreditvergabe eine moderate Entwicklung. Im Primäreinlagengeschäft wollen wir verstärkt durch die Emission von Anleihen wachsen und insbesondere institutionelle Anleger erreichen.
Wir haben nicht nur das operative Geschäft im Blick, sondern arbeiten auch konsequent an der Umsetzung strategischer Initiativen. Das Projektportfolio für die kommenden Monate beinhaltet eine Fülle von Initiativen, die wir konsequent umsetzen werden. Darunter finden sich Aufgaben wie die Umsetzung der Anforderungen aus dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums oder die Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse. Wir beschäftigen uns aber primär mit der Weiterentwicklung unseres digitalen Produkt- und Serviceangebotes. In wenigen Monaten werden wir eine Anwendung auf den Markt bringen, mit der Leasinggeschäfte digital abgeschlossen werden können. Auf unseren Auslandsmärkten planen wir die nächsten Expansionsschritte: Die Eröffnung eines zweiten Filialstandortes in Zagreb wird noch vor dem Sommer erfolgen und die Vorbereitungen für den Markteintritt in Serbien mit dem Leasinggeschäft laufen auf Hochtouren.
Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die Corona-Epidemie, mit den dadurch ausgelösten Marktturbulenzen, durch aufsichtsrechtliche oder konkurrenzbedingte Änderungen beeinträchtigt werden. Die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen war stabil, sodass wir derzeit noch von der Erreichung unserer gesetzten Ziele ausgehen. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das aktuelle Geschäftsjahr an.
In den Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit den von der UniCredit Bank Austria AG erhobenen Vorwürfen sind die Gerichte bisher erwartungsgemäß unserem Standpunkt gefolgt. Wir rechnen jedoch noch mit länger dauernden Auseinandersetzungen, die dementsprechende Ressourcen binden werden.
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Lagebericht Lagebericht
| in EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in EUR ± in % | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern |
571.952.874,18 | 550.746.919,88 | -21.205.954,30 | -3,7 |
| 2. | Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung | ||||
| bei der Zentralnotenbank zugelassen sind | 652.797.103,25 | 624.208.162,13 | -28.588.941,12 | -4,4 | |
| 3. | Forderungen an Kreditinstitute | 134.341.072,76 | 159.065.933,75 | 24.724.860,99 | 18,4 |
| a) täglich fällig | 25.530.395,19 | 28.928.369,87 | 3.397.974,68 | 13,3 | |
| b) sonstige Forderungen | 108.810.677,57 | 130.137.563,88 | 21.326.886,31 | 19,6 | |
| 4. | Forderungen an Kunden | 5.984.095.336,23 | 6.338.491.497,16 | 354.396.160,93 | 5,9 |
| 5. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
243.004.269,91 | 258.008.405,18 | 15.004.135,27 | 6,2 |
| a) von öffentlichen Emittenten | 5.121.232,88 | 5.120.901,64 | -331,24 | -0,0 | |
| b) von anderen Emittenten | 237.883.037,03 | 252.887.503,54 | 15.004.466,51 | 6,3 | |
| darunter: eigene Schuldverschreibungen | 12.023.693,60 | 14.162.487,58 | 2.138.793,98 | 17,8 | |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 53.560.778,29 | 50.034.464,73 | -3.526.313,56 | -6,6 |
| 7. | Beteiligungen | 127.560.106,09 | 126.530.426,61 | -1.029.679,48 | -0,8 |
| darunter: an Kreditinstituten | 118.057.562,91 | 118.057.562,91 | - | - | |
| 8. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 79.690.731,02 | 81.338.665,28 | 1.647.934,26 | 2,1 |
| darunter: an Kreditinstituten | - | - | - | - | |
| 9. | Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage vermögens |
3.515.553,00 | 10.692.180,80 | 7.176.627,80 > 100 | |
| 10. Sachanlagen | 31.824.290,41 | 32.374.992,71 | 550.702,30 | 1,7 | |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut | |||||
| im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden | 14.302.443,52 | 14.836.227,88 | 533.784.36 | 3,7 | |
| 11. Sonstige Vermögensgegenstände | 24.313.103,24 | 9.445.130,85 | -14.867.972,39 | -61,2 | |
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.032.293,69 | 6.068.969,87 | 1.036.676,18 | 20,6 | |
| 13. Aktive latente Steuern | 6.704.235,11 | 8.744.653,81 | 2.040.418,70 | 30,4 | |
| 7.918.391.747,18 | 8.255.750.402,76 | 337.358.655,58 | 4,3 |
| in EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. Auslandsaktiva |
2.288.847.302,98 | 2.566.899.550,96 | 278.052.247,98 | 12,1 |
| in EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in EUR ± in % | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 850.708.587,18 | 699.237.792,15 | -151.470.795,03 | -17,8 |
| a) täglich fällig | 50.445.155,39 | 61.860.058,44 | 11.414.903,05 | 22,6 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 800.263.431,79 | 637.377.733,71 | -162.885.698,08 -20,4 | ||
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5.484.930.967,69 | 5.822.713.459,46 | 337.782.491,77 | 6,2 |
| a) Spareinlagen | 1.428.486.645,44 | 1.412.638.661,43 | -15.847.984,01 | -1,1 | |
| aa) täglich fällig | 847.629.135,74 | 876.282.212,48 | 28.653,076,74 | 3,4 | |
| ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 580.857.509,70 | 536.356.448,95 | -44.501.060,75 | -7,7 | |
| b) sonstige Verbindlichkeiten | 4.056.444.322,25 | 4.410.074.798,03 | 353.630.475,78 | 8,7 | |
| ba) täglich fällig | 3.124.516.187,43 | 3.335.457.160,32 | 210.940.972,89 | 6,8 | |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 931.928.134,82 | 1.074.617.637,71 | 142.689.502,89 | 15,3 | |
| 3. | Verbriefte Verbindlichkeiten | 574.749.159,67 | 629.510.409,43 | 54.761.249,76 | 9,5 |
| a) begebene Schuldverschreibungen | 503.386.777,53 | 558.122.544,76 | 54.735.767,23 | 10,9 | |
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 71.362.382,14 | 71.387.864,67 | 25.482,53 | 0,0 | |
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten | 20.184.958,37 | 18.899.180,89 | -1.285.777,48 | -6,4 |
| 5. | Rechnungsabgrenzungsposten | 2.061.255,11 | 2.296.337,51 | 235.082,40 | 11,4 |
| 6. | Rückstellungen | 86.720.500,35 | 86.087.448,03 | -633.052,32 | -0,7 |
| a) Rückstellungen für Abfertigungen | 23.303.562,20 | 23.826.024,75 | 522.462,55 | 2,2 | |
| b) Rückstellungen für Pensionen | 38.372.215,00 | 36.993.308,00 | -1.378.907,00 | -3,6 | |
| c) Steuerrückstellungen | 3.897.640,21 | 3.227.008,55 | -670.631,66 | -17,2 | |
| d) Sonstige | 21.147.082,94 | 22.041.106,73 | 894.023,79 | 4,2 | |
| 7. | Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 |
180.044.387,15 | 230.843.304,21 | 50.798.917,06 | 28,2 |
| 8. | Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3 | ||||
| der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 44.330.399,19 | 56.049.722,54 | 11.719.323,35 | 26,4 | |
| 9. | Gezeichnetes Kapital | 85.885.800,00 | 85.885.800,00 | - | - |
| abzüglich Nennbetrag eigener Aktien | -1.700.324,00 | -1.750.646,00 | -50.322,00 | -3,0 | |
| 10. Gebundene Kapitalrücklagen | 243.586.795,78 | 243.586.795,78 | - | - | |
| 11. Gewinnrücklagen | 253.444.004,91 | 286.752.078,67 | 33.308.073,76 | 13,1 | |
| a) gesetzliche Rücklage | 503.410,04 | 503.410,04 | - | - | |
| b) andere Rücklagen | 252.940.594,87 | 286.248.668,63 | 33.308.073,76 | 13,2 | |
| 12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG | 83.300.000,00 | 84.500.000,00 | 1.200.000,00 | 1,4 | |
| 13. Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 10.145.255,78 | 11.138.720,09 | 993.464,31 | 9,8 | |
| 7.918.391.747,18 | 8.255.750.402,76 | 337.358.655,58 | 4,3 |
| in EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Eventualverbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung | |||||
| aus der Bestellung von Sicherheiten | 428.233.602,43 | 467.303.736,53 | 39.070.134,10 | 9,1 | |
| 2. | Kreditrisiken | 1.361.273.425,93 | 1.337.896.567,64 | -23.376.858,29 | -1,7 |
| 3. | Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | 79.725.829,76 | 91.033.799,74 | 11.307.969,98 | 14,2 |
| 4. | Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 |
784.460.911,27 | 875.473.502,22 | 91.012.590,95 | 11,6 |
| darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 |
147.331.558,99 | 195.647.789,38 | 48.316.230,39 | 32,8 | |
| 5. | Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag) |
5.054.082.385,61 | 5.176.382.412,34 | 122.300.026,73 | 2,4 |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1 | |||||
| lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in % | 11,8% | 12,1% | 0,28% | 2,4 | |
| lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in % | 12,6% | 13,1% | 0,50% | 4,0 | |
| lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in % | 15,5% | 16,9% | 1,40% | 9,0 | |
| 6. | Auslandspassiva | 1.441.283.975,21 | 1.497.387.017,35 | 56.103.042,14 | 3,9 |
| in EUR | 2018 | 2019 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Zinsen und ähnliche Erträge darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren |
132.925.193,18 15.884.877,06 |
134.762.890,99 14.071.305,73 |
1.837.697,81 -1.813.571,33 |
1,4 -11,4 |
| 2. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 16.650.790,34 | 18.681.901,07 | 2.031.110,73 | 12,2 |
| I. | Nettozinsertrag | 116.274.402,84 | 116.080.989,92 | -193.412,92 | -0,2 |
| 3. | Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 14.592.257,56 | 13.908.490,74 | -683.766,82 | -4,7 |
| a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und | |||||
| nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.423.414,74 | 1.370.686,88 | -52.727,86 | -3,7 | |
| b) Erträge aus Beteiligungen | 7.992.908,51 | 8.855.468,36 | 862.559,85 | 10,8 | |
| c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | 5.175.934,31 | 3.682.335,50 | -1.493.598,81 | -28,9 | |
| 4. | Provisionserträge | 57.668.263,75 | 63.380.843,90 | 5.712.580,15 | 9,9 |
| 5. | Provisionsaufwendungen | 4.180.142,72 | 5.111.219,76 | 931.077,04 | 22,3 |
| 6. | Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 1.040.488,35 | 720.089,87 | -320.398,48 | -30,8 |
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | 2.838.872,87 | 3.487.560,80 | 648.687,93 | 22,9 |
| II. | Betriebserträge | 188.234.142,65 | 192.466.755,47 | 4.232.612,82 | 2,2 |
| 8. | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 106.321.943,07 | 111.596.264,22 | 5.274.321,15 | 5,0 |
| a) Personalaufwand | 66.891.643,19 | 69.178.636,89 | 2.286.993,70 | 3,4 | |
| darunter: | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 47.368.040,62 | 48.724.116,31 | 1.356.075,69 | 2,9 | |
| ab) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene | |||||
| soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige | |||||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | 11.972.194,48 | 12.359.439,18 | 387.244,70 | 3,2 | |
| ac) sonstiger Sozialaufwand | 2.520.214,13 | 2.308.150,44 | -212.063,69 | -8,4 | |
| ad) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung |
4.386.233,73 | 4.450.055,02 | 63.821,29 | 1,5 | |
| ae) Dotierung der Pensionsrückstellung | -1.788.755,00 | -1.378.907,00 | 409.848,00 | 22,9 | |
| af) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | |||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 2.433.715,23 | 2.715.782,94 | 282.067,71 | 11,6 | |
| b) Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) | 39.430.299,88 | 42.417.627,33 | 2.987.327,45 | 7,6 | |
| 9. | Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und | ||||
| 10. | 10 enthaltenen Vermögensgegenstände Sonstige betriebliche Aufwendungen |
4.382.121,74 6.785.789,27 |
5.091.289,19 6.380.559,65 |
709.167,45 -405.229,62 |
16,2 -6,0 |
| III. | Betriebsaufwendungen | 117.489.854,08 | 123.068.113,06 | 5.578.258,98 | 4,7 |
| IV. | Betriebsergebnis | 70.744.288,57 | 69.398.642,41 | -1.345.646,16 | -1,9 |
| 11. | Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen | ||||
| zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für | |||||
| Kreditrisiken | -41.714.598,83 | -30.121.994,86 | 11.592.603,97 | -27,8 | |
| 12. | Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf | ||||
| Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual | |||||
| verbindlichkeiten und für Kreditrisiken | 12.900.345,60 | 15.798.658,02 | 2.898.312,42 | 22,5 | |
| 13. | Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanz anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und |
||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | -743.989,00 | -1.092.080,95 | -348.091,95 | -46,8 | |
| 14. | Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie | ||||
| Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligungen | |||||
| und Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.131.709,67 | 2.407.578,95 | 1.275.869,28 | > 100 | |
| V. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 42.317.756,01 | 56.390.803,57 | 14.073.047,56 | 33,3 |
| in EUR | 2018 | 2019 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| V. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 42.317.756,01 | 56.390.803,57 | 14.073.047,56 | 33,3 |
| 15. | Steuern vom Einkommen und Ertrag | 8.001.635,10 | 9.311.575,52 | 1.309.940,42 | > 100 |
| darunter: latente Steuern | -1.642.083,24 | -2.043.476,54 | -401.393,30 | -24,4 | |
| 16. | Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | 1.349.397,29 | 1.498.612,70 | 149.215,41 | 11,1 |
| VI. | Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 32.966.723,62 | 45.580.615,35 | 12.613.891,73 | 38,3 |
| 17. | Rücklagenbewegung | 23.259.318,77 | 34.909.662,76 | 11.650.343,99 | 50,1 |
| darunter: Dotierung Haftrücklage | 2.500.000,00 | 1.200.000,00 | -1.300.000,00 | -52,0 | |
| VII. | Jahresgewinn | 9.707.404,85 | 10.670.952,59 | 963.547,74 | 9,9 |
| 18. | Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 437.850,93 | 467.767,50 | 29.916,57 | 6,8 |
| VIII. | Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 10.145.255,78 | 11.138.720,09 | 993.464,31 | 9,8 |
Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt.
Die Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bildung von Wertberichtigungen erfolgt auf der Grundlage einer internen Richtlinie auf Basis eines standardisierten Prozesses, in Rahmen dessen für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt. Für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen werden Wertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien gebildet. Vom Bewertungsspielraum gemäß § 57 Abs. 1 BWG wurde Gebrauch gemacht. Weiters wurde eine Portfoliowertberichtigung auf Basis statistisch ermittelter Bewertungsfaktoren gebildet. Hierbei werden Verluste erfasst, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Bei der Bewertung von Forderungen gegenüber Risikoländern kommen höhere Abschläge bei den Sicherheiten zum Ansatz.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten.
Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell).
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 400,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt.
Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen. Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit
am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 7.722 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.388 Tsd. EUR) enthalten.
Agio und Disagio aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der interne Zinsfuß herangezogen. Im Berichtsjahr wurden keine fundierten Bankschuldverschreibungen (Vorjahr: 40 Mio. EUR) begeben.
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG seit dem Geschäftsjahr 2014 die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens ("Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches") vorgenommen. Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Zinssatzes und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2019 wurde der Berechnung ein Zinssatz von 2,17% (Vorjahr: 2,52%) zu Grunde gelegt. Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und dieser mit 2,09% (Vorjahr: 2,17%) errechnet. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden seit dem Jahr 2005 im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. 2018 wurden die neuen "AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" veröffentlicht, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten (neue Sterbetafel). Diese Rechnungsgrundlagen sind relevant für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen.
Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.
Im Berichtsjahr wurden 11,7 Mio. EUR zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2019 betrug 56,0 Mio. EUR (Vorjahr: 44,3 Mio. EUR).
Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H sowie seit 2019 die BKS Service GmbH und die BKS 2000 GmbH. Eine Steuerumlage wird nur mit der BKS 2000 GmbH verrechnet, mit den anderen Gruppenmitgliedern liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die Steuerumlagevereinbarung mit der BKS 2000 GmbH ist als "stand alone" (Belastungsmethode) ausgestaltet, das bedeutet, die Steuerumlage entspricht im Wesentlichen der Körperschaftssteuer.
In dem im Berichtsjahr durchgeführten Schiedsverfahren zwischen der Generali 3Banken Holding AG (G3BH) und der BKS Bank wurde im Februar 2020 der Schiedsspruch gefällt. In diesem Schiedsverfahren hat sich das Schiedsgericht sowohl mit dem von der UniCredit Bank Austria (UCBA) in ihren gegen die BKS Bank angestrengten Gerichtsverfahren vertretenen Rechtsansichten, die die BKS Bank im Schiedsverfahren umfassend vorgetragen hatte, eingehend auseinandergesetzt, als auch mit der Rechtsansicht der BKS Bank und jener der G3BH.
Das Schiedsgericht hat nunmehr ausgesprochen, dass
• dass die Kapitalerhöhungen der BKS Bank der Vergangenheit rechtmäßig waren und die von UCBA vertretene Mehrleistungsthese einer gesetzlichen Grundlage entbehrt.
Im Sonderprüfungsverfahren der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank hat das Landesgericht Klagenfurt im Februar 2020 den Antrag auf Sonderprüfung abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichtes stehen die wechselseitigen Beteiligungen und deren Finanzierung nicht im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung und einschlägigen Rechtsprechung. Eine von den Antragstellern behauptete Unredlichkeit der Organe der BKS Bank konnte das Gericht ausdrücklich nicht feststellen.
Hinsichtlich der Rechtsstreitigkeiten der 3Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. verweisen wir auch auf Punkt 3. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden.
Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.
Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.
Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.
Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Aktiva | 265.045 | 224.588 |
| Passiva | 287.584 | 291.597 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| bis 3 Monate | 1.101.467 | 1.097.853 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 508.358 | 658.465 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.893.124 | 1.104.007 |
| mehr als 5 Jahre | 3.274.290 | 4.276.215 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
| in Tsd. EUR 31.12.2018 |
31.12.2019 |
|---|---|
| bis 3 Monate 496.244 |
395.025 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 882.552 |
995.461 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.199.612 |
1.058.321 |
| mehr als 5 Jahre 524.314 |
629.816 |
Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2019 stille Lasten in Höhe von 57 Tsd. EUR (Vorjahr: 355 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Buchwert | Marktwert | Stille Last | Buchwert | Marktwert | Stille Last |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 29.904 | 29.549 | 355 | - | - | - |
| Schuldverschreibungen und andere | ||||||
| festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - | 5.955 | 5.898 | 57 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche | ||||||
| Wertpapiere | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 29.904 | 29.549 | 355 | 5.955 | 5.898 | 57 |
Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2019 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0).
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. |
börsen notiert |
nicht börsen- notiert | börsen notiert |
nicht börsen- notiert |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 14.848 | 38.712 | 3.901 | 46.133 |
| Beteiligungen | 7. | 109.273 | 18.287 | 109.273 | 17.257 |
Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.
Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 2. | 145 | 459 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 18 | 25 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | - | 2.787 |
| Summe | 163 | 3.271 | |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 175.530 | 188.484 |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 64.785 | 66.948 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 14.848 | 3.902 |
Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen, Schuldtitel öffentlicher Stellen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
2. und 5. | 51.842 | 25.988 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 3. | 48.700 | 51.000 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Ausschüttungserträge | ||
| • inländische | 676 | 551 |
| • ausländische | 274 | 349 |
| Summe | 950 | 900 |
| Zu- und Abschreibungen | ||
| • inländische | -2.921 | 1.866 |
| • ausländische | -1.272 | 802 |
| Summe | -4.193 | 2.668 |
| Kurserfolge aus Verkäufen | 113 | 1.967 |
| Summe | 113 | 1.967 |
| Summe Erfolge aus Investmentfonds | -3.130 | 5.535 |
Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 4. | 40 | - |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 | 3.634 |
In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:
| in Tsd. EUR | |||
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | Vermögensgegenstände | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Mündelgelder gemäß § 230a ABGB | Wertpapiere | 11.876 | 11.876 |
| Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.575 | 1.575 |
| Kaution für Handel an EUREX | Wertpapiere/Cash Collateral | 749 | 3.987 |
| Sicherheiten Xetra | Wertpapiere | 3.937 | 3.937 |
| Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 10.000 | 10.000 |
| Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung | Kredite | 296.943 | 297.863 |
| Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 3.552 | 3.485 |
| Margin Finanztermingeschäfte | Cash Collateral | 4.135 | 6.127 |
| Hypothekarischer Deckungsstock | Kredite | 261.049 | 293.161 |
| Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen | Kredite | 9.920 | 8.540 |
| Solidarfonds OeKB | Cash Collateral | 60 | 75 |
| An die ÖeKB zedierte Forderungen | Kredite | 56.502 | 76.356 |
In den Forderungen an Kreditinstitute sind keine eigenen, nicht börsennotierten Schuldverschreibungen im Nostrobestand enthalten (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 12. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Steuerverrechnung | 8.547 | 1.502 | |
| Verrechnung mit verbundenen Unternehmen | 9.579 | 2.118 | |
| Sonstige | 4.897 | 4.753 | |
| Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 1.290 | 1.072 | |
| Summe | 24.313 | 9.445 | |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) als Erträge erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 4. 31.12.2018 |
31.12.2019 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 1.629 | 2.222 |
| Verbindlichkeiten Finanzamt | 976 | 1.360 |
| KESt-Verbindlichkeiten | 1.304 | 814 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 1.537 | 1.490 |
| Verbindlichkeiten Auslandsdirektionen | 5.982 | 2.957 |
| Sonstige | 8.757 | 10.056 |
| Summe | 20.185 | 18.899 |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 16,7 Mio. EUR (Vorjahr 18,6 Mio. EUR) erst nach dem Abschlussstichttag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr.
| Eigenkapital | Anteil BKS Bank in % |
bzw. -fehlbetrag | Jahresüberschuss | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2018 | 2019 | direkt | indirekt | 2018 | 2019 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 18,87 | 19,26 | 100,00 | - | 0,17 | 0,39 |
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 2,03 | 2,03 | 99,75 | 0,25 | 1,20 | 0,89 |
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 14,10 | 15,97 | 100,00 | - | 2,03 | 1,86 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 5,18 | 5,85 | 100,00 | - | 0,87 | 0,66 |
| Immobilien Errichtungs- u. Vermietungs gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt |
6,93 | 7,51 | 100,00 | - | 0,99 | 0,58 |
| IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt | 0,05 | 0,06 | 100,00 | - | 0,01 | - |
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungs gesellschaft m.b.H., Klagenfurt1) |
4,27 | 4,51 | - | 100,00 | 0,29 | 0,24 |
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt |
3,22 | 3,22 | 100,00 | - | 0,96 | 0,49 |
| BKS Service GmbH, Klagenfurt | 0,04 | 0,04 | 100,00 | 0,02 | -0,01 | |
| BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt |
28,10 | 24,62 | 100,00 | - | 4,51 | 1,81 |
| Oberbank AG, Linz | 1.959,87 | 2.085,50 | 14,21 | - 156,84 | 162,27 | |
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck | 1.071,98 | 1.108,01 | 13,59 | - | 142,10 | 45,87 |
| Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz | 8,89 | 8,89 | 25,00 | - | - | - |
| 3 Banken IT GmbH, Linz | 3,64 | 3,66 | 30,00 | - | 0,04 | 0,02 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 8,29 | 2,41 | - | 30,00 | 0,52 | 0,13 |
| E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt | 0,23 | 0,31 | 99,00 | 1,00 | 0,04 | 0,08 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt |
3,05 | 4,34 | 100,00 | - | 0,06 | 1,29 |
| BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt | 0,12 | 0,13 | 100,00 | - | 0,01 | 0,01 |
| VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt | 0,03 | 0,03 | 100,00 | - | -0,02 | - |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Inns bruck |
0,81 | 0,87 | 30,00 | - | 0,27 | 0,32 |
| PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt | 4,01 | 4,01 | 100,00 | - | 0,02 | - |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 31,87 | 21,84 | 30,0 | 18,79 | 2,97 |
1) Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines
nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR.
Das in der vorigen Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils den Jahresabschlüssen zum 31.12.2019 bzw. 31.12.2018 entnommen.
Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 3. | 2.533 | 4.518 |
| Forderungen an Kunden | 4. | 7.221 | 8.416 |
| Passiva | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1. | 162.539 | 199.928 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 13.444 | 388 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | - | 3.688 |
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Forderungen an Kunden | 4. | 469.152 | 550.221 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 | 3.634 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 11. | 9.678 | 2.118 |
| Passiva | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1. | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 21.026 | 19.400 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | 476 | 229 |
| Ergänzungskapital | 7. | 20.000 | 20.117 |
Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 493 Tsd. EUR (Vorjahr: 956 Tsd. EUR), von der BKS-Leasing GmbH 889 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.204 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, -8 Tsd. EUR (Vorjahr: 16 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet. Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH und der BKS-Leasing GmbH sowie seit diesem Jahr mit der BKS Service GmbH und der BKS 2000 GmbH. Die Steuerumlage mit der BKS 2000 GmbH beläuft sich auf TEUR 11. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt, wurde mit Wirkung zum 15.12.2019 einvernehmlich aufgelöst.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert in der Bilanz von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.967 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.967 Tsd. EUR). Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Wert "davon Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner betrieblichen Tätigkeit genutzt werden" wurde um selbst genutzte Einbauten in fremde Gebäude erhöht. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Der Anstieg bei den immateriellen Vermögenswerten ist auf die Aktivierung des Kundenstocks mit rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. in Slowenien zurückzuführen. Durch die Übernahme im ersten Halbjahr 2019 kam es zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte von 6,9 Mio. EUR.
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Aktive Steuerlatenz | ||
| Sachanlagen | 567 | 479 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.292 | 2.163 |
| Beteiligungen | 200 | - |
| Pauschalwertberichtigung § 57/1 BWG | 2.000 | 8.000 |
| Langfristige Personalrückstellungen | 23.375 | 23.998 |
| Sonstige Rückstellungen | 408 | 334 |
| Bemessungsgrundlage Aktive Steuerlatenz | 28.842 | 34.974 |
| • hiervon 25% | 7.211 | 8.744 |
| Passive Steuerlatenz | ||
| Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke | 5.006 | 4.883 |
| Bemessungsgrundlage Passive Steuerlatenz | 5.006 | 4.883 |
| • hiervon 25% | 1.252 | 1.221 |
| Aktivseitiger Überhang Inland | 5.959 | 7.523 |
| Aktivseitiger Überhang Kroatien 18% | 745 | 1.222 |
| Aktiver Überhang insgesamt | 6.704 | 8.745 |
Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 2.043 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.642 Tsd. EUR).
Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stück | in Tsd. EUR | Stück | in Tsd. EUR | ||
| Stammaktien | 41.142.900 | 82.286 | 41.142.900 | 82.286 | |
| Vorzugsaktien | 1.800.000 | 3.600 | 1.800.000 | 3.600 | |
| in Summe | 42.942.900 | 85.886 | 42.942.900 | 85.886 |
Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 908.816 Stück, das sind 2,12% des Grundkapitals (Vorjahr: 868.678 Stück, das sind 2,02%).
| ZUSAMMENSETZUNG DES ERGÄNZUNGSKAPITALS | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 | Gesamtlaufzeit |
| Var. Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP | 2.350 | 2.350 | 15 Jahre |
| Stufenzins-Ergänzungskapital-Obligation 2008-2020/4 | 15.000 | 15.000 | 12 Jahre |
| Stufenzins-Ergänzungskapital Obligation 2010-2020/2 | 16.000 | 16.000 | 10 Jahre |
| 6,10 % Ergänzungskapital-Obligation 2010/PP | 20.000 | 20.000 | unbegrenzt |
| 4 3/4 % Ergänzungskapital-Obligation 2011-2019/3 | 20.000 | - | 8 Jahre |
| 5 % Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre |
| 4 % Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 2 3/4 % Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
| 3 % Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 3,43 % Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP | 13.000 | 13.000 | 10 Jahre |
| 2 1/4 % Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 10.533 | 17.287 | 8 Jahre |
| 4,54 % Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | - | 8.000 | 15 Jahre |
| 3 % Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | - | 20.000 | 10 Jahre |
| 3 % Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | - | 20.000 | 11 Jahre |
| 3,85 % Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | - | 3.400 | 15 Jahre |
| 3 1/8 % Nachrangige Obligation 2019-2031/5 | - | 12.655 | 11,5 Jahre |
| Summe Ergänzungskapital | 176.883 | 227.692 | |
Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 7.513 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.480 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2020 werden 31,0 Mio. EUR Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR).
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | 40.000 | 107.664 | 191.330 |
| Zinsswaps | 40.000 | 107.664 | 191.330 |
| • Kauf | 20.000 | 53.832 | 95.665 |
| • Verkauf | 20.000 | 53.832 | 95.665 |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - |
| • Kauf | - | - | - |
| • Verkauf | - | - | - |
| Wechselkursverträge | 842.872 | 184.010 | - |
| Devisentermingeschäfte | 506.066 | - | - |
| • Kauf | 252.209 | - | - |
| • Verkauf | 253.857 | - | - |
| Kapitalmarktswaps | - | 184.010 | - |
| • Kauf | - | 91.878 | - |
| • Verkauf | - | 92.132 | - |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 336.806 | - | - |
| • Kauf | 168.779 | - | - |
| • Verkauf | 168.027 | - | - |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - |
| Aktienoptionen | - | - | - |
| • Kauf | - | - | - |
| • Verkauf | - | - | - |
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|
| 10.090 | - | 872 |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| 10.090 | - | 872 |
| 5.045 | - | 436 |
| 5.045 | - | 436 |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | |
| 352.064 | 338.994 | 5.964 | 6.558 | 5.544 | 7.316 | |
| 352.064 | 338.994 | 5.964 | 6.558 | 5.544 | 7.316 | |
| 176.032 | 169.497 | - | - | 5.544 | 7.198 | |
| 176.032 | 169.497 | 5.964 | 6.558 | - | 118 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| 1.079.776 | 1.026.882 | 1.464 | 1.516 | 2.377 | 3.077 | |
| 509.497 | 506.066 | 935 | 139 | 987 | 2.639 | |
| 255.230 | 252.209 | 909 | 130 | 960 | 2.594 | |
| 254.267 | 253.857 | 26 | 9 | 27 | 45 | |
| 177.317 | 184.010 | - | - | 257 | 234 | |
| 88.578 | 91.878 | - | - | - | - | |
| 88.739 | 92.132 | - | - | 257 | 234 | |
| 392.962 | 336.806 | 529 | 1.377 | 1.133 | 204 | |
| 195.910 | 168.779 | 13 | - | 10 | 95 | |
| 197.052 | 168.027 | 516 | 1.377 | 1.123 | 109 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | ||
| - | - | - | - | - | ||
| - | - | - | - | - | - | |
DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH
DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | |
| 13.274 | 10.962 | 2 | - | 2 | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| 13.274 | 10.962 | 2 | - | 2 | - | |
| 6.637 | 5.481 | 2 | - | - | - | |
| 6.637 | 5.481 | - | - | 2 | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
In den anderen verbrieften Verbindlichkeiten sind strukturierte Produkte mit eingebetteten Derivaten enthalten. Der Nominalwert der strukturierten Produkte zum Bilanzstichtag betrug 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Die Risiken der eingebetteten Derivate wurden durch entsprechende Sicherungsinstrumente mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Gänze abgesichert.
Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen.
Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Grundgeschäften gegenlaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2019 der Grundgeschäfte nach Abzug des Nominalwertes betrug -4,2 Mio. EUR (Vorjahr: -4,2 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.
Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% - 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2019 gab es keine Drohverlustrückstellung aus der Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehungen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Rückstellungen gem. § 14 EStG | 24.821 | 23.678 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 13.551 | 13.315 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 38.372 | 36.993 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Rückstellungen gem. § 14 EStG | 17.234 | 17.297 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 6.070 | 6.529 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 23.304 | 23.826 |
| Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag | 85,3 | 87,9 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Jubiläumsgelder | 5.930 | 5.969 |
| Sterbequartale | 3.723 | 3.843 |
| Urlaubsrückstellung | 1.202 | 1.386 |
| Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand | 1.675 | 1.775 |
| Zinsen für Stufenzinssparbücher | 49 | 248 |
| Zinsen für Stufenzinsobligation | 1.735 | 1.561 |
| Schadensfälle | 917 | 1.018 |
| Rückstellungen für Beratungs- und Haftungsrisiken | 4.889 | 5.113 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.027 | 1.128 |
| Summe | 21.147 | 22.041 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Verzinsliche Wertpapiere | - | - |
| Substanzwerte | - | - |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellungen für Haftungsrisiken | 426.853 | 463.831 |
| Akkreditive | 1.381 | 3.473 |
| Eventualverbindlichkeiten | 428.234 | 467.304 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| nicht ausgenützter Kreditrahmen | 1.354.795 | 1.329.795 |
| Promessen | 6.479 | 8.102 |
| Kreditrisiken | 1.361.273 | 1.337.897 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Hartes Kernkapital | 593.629 | 624.626 |
| Zusätzliches Kernkapital | 43.500 | 55.200 |
| Ergänzende Eigenmittel | 147.332 | 195.648 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 784.461 | 875.474 |
Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,55% (Vorjahr: 0,42%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR.
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 4.704.256 | 4.823.363 |
| Operationales Risiko | 318.685 | 327.828 |
| Fremdwährungsrisiko | 23.489 | 19.231 |
| CVA Risiko | 7.652 | 5.961 |
| Eigenmittelanforderungen gesamt | 5.054.082 | 5.176.382 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| im folgenden Geschäftsjahr | 6.997 | 7.224 |
| in den folgenden 5 Jahren | 36.381 | 37.568 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| • im folgenden Geschäftsjahr | 5.072 | 5.243 |
| • in den folgenden 5 Jahren | 26.286 | 27.171 |
Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.953 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.770 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt.
Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 7. | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Vermittlungsprovision Versicherungen | 1.228 | 1.416 | |
| Erträge aus der Vermietung von Realitäten | 928 | 851 | |
| Auflösung Rückstellung für Schadensfälle | 240 | 630 | |
| Sonstige Positionen | 443 | 589 | |
| Summe | 2.839 | 3.488 | |
| ANALYSE DER ZINSERTRÄGE UND ZINSAUFWENDUNGEN | ||
|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 2018 | 2019 |
| Negative Ertragszinsen | 6.057 | 5.140 |
| Positive Aufwandszinsen | 10.698 | 8.196 |
Im Nichtverbrauchergeschäft kommt in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (Euribor, Libor) negativ, gilt für die Sollzins-berechnung ein Mindestwert von 0,0%. Im Jahr 2019 kam der Floor bei einem Neufinanzierungsvolumen von 437,4 Mio. EUR (Vorjahr: 441,5 Mio. EUR) zu tragen.
| 841 |
|---|
| 74 |
| 63 |
| 977 |
| 16 |
| 55 |
| 1.490 |
| 805 |
| 194 |
| 1.411 |
| 5.561 |
| 230 |
| 204 |
Von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB wird nicht Gebrauch gemacht.
Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2019 auf 1.375 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.339 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 2.948 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.047 Tsd. EUR). Bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder wurden 39 Tsd. EUR dotiert (Vorjahr: 968 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind 337 Tsd. EUR Zahlungen (Vorjahr: 311 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 10. | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für zur Vermietung bestimmter Realitäten | 171 | 201 | |
| Schadensfälle | 430 | 299 | |
| Aufwendungen Einlagensicherungsfonds | 1.900 | 2.162 | |
| Aufwendungen Abwicklungsfonds | 2.847 | 2.673 | |
| Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs- und Haftungsrisiken | 1.400 | 1.000 | |
| Sonstige Positionen | 38 | 46 | |
| Summe | 6.786 | 6.381 | |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 6.591 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.627 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 67 Tsd. EUR (Vorjahr: 58 Tsd. EUR) weiterverrechnet.
| in Tsd. EUR | Anschaffungs-/ Herstellungs kosten zum 01.01.2019 |
Zugänge | Abgänge | Anschaffungs-/ Herstellungs kosten zum 31.12.2019 |
Abschreibungen kumuliert 01.01.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 620.667 | 15.149 | 42.856 | 592.960 | 2.625 |
| Forderungen an Kunden | 8.499 | - | - | 8.499 | - |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten |
176.295 | 21.370 | 8.029 | 189.636 | 765 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
- | - | - | - | - |
| Beteiligungen | 132.579 | 700 | 1.744 | 131.535 | 5.019 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.650 | - | 35 | 85.615 | 5.960 |
| Summe Finanzanlagen | 1.023.690 | 37.219 | 52.664 | 1.008.245 | 14.369 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 14.456 | 9.112 | 863 | 22.705 | 10.940 |
| Sachanlagen | 91.301 | 3.721 | 231 | 94.790 | 59.476 |
| Summe | 1.129.447 | 50.052 | 53.758 | 1.125.740 | 84.786 |
| Zuschrei | Abschreibungen kumuliert |
Buchwert | Buchwert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Zugänge | bungen | Abgänge | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 149 | - | - | 2.773 | 618.042 | 590.186 |
| Forderungen an Kunden | - | - | - | - | 8.499 | 8.499 |
| Schuldverschreibungen und andere festver | ||||||
| zinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 416 | - | 29 | 1.152 | 175.530 | 188.484 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche | ||||||
| Wertpapiere | - | - | - | - | - | - |
| Beteiligungen | 510 | 429 | 95 | 5.005 | 127.560 | 126.530 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | 1.683 | - | 4.277 | 79.690 | 81.339 |
| Summe Finanzanlagen | 1.074 | 2.112 | 124 | 13.207 | 1.009.321 | 995.038 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.934 | - | 861 | 12.013 | 3.516 | 10.692 |
| Sachanlagen | 3.157 | - | 218 | 62.415 | 31.824 | 32.375 |
| Summe | 6.165 | 2.112 | 1.204 | 87.634 | 1.044.661 | 1.038.106 |
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Mag. Ulrike Zambelli
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Das Geschäftsjahr 2019 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 11.138.720,09 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,25 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 42.942.900 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 10.735.725,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020
Der Vorstand

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes
267
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 82 Abs. 4 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Filialservice und Treasury, IKT und Betriebsorganisation, Wertpapierservice, 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge und das Risikomanagement
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für den Vertrieb Inland, Private Banking, Kundenbedürfniszentrierte Fachabteilungen, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Social Media, CSR und Nachhaltigkeit, Investor Relations, Konzerntöchter Inland und Beteiligungen
Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb Ausland, Konzerntreasury und Bankenbetreuung, BCS Fiduciaria, Leasing- und Immobilientöchter im Ausland, IKT Ausland
Wir haben den Jahresabschluss der
BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von EUR 6.338.491.497,16 ausgewiesen. In diesem Betrag sind die Risikovorsorgen bereits in Abzug gebracht. Siehe Anhang (Punkt II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Risikovorsorge) und Lagebericht (Risikomanagement/Unterpunkt Kreditrisiko). Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten und dafür Einzelwertberichtigungen zu bilden sind. Weiters ermittelt die Bank eine Portfoliowertberichtigung für Forderungen ohne Wertminderungsereignis.
Die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen für signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen erfolgt individuell auf Basis einer Einschätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows unter Anwendung von Szenariogewichtungen. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.
Die pauschalen Einzelwertberichtigungen für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen und die Portfoliowertberichtigungen für Forderungen, bei denen keine Wertminderungsereignisse identifiziert wurden, basieren auf Modellen mit statistischen Annahmen wie beispielsweise Ausfallswahrscheinlichkeit sowie Verlustquote und werden durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt werden dass der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben..
Wir haben die Werthaltigkeit der Forderungen Kunden wie folgt beurteilt:
• Wir haben den Kreditvergabe- und Überwachungsprozess der Bank analysiert. Hierzu haben wir die diesbezüglichen internen Richtlinien eingesehen und beurteilt, ob die Prozesse geeignet sind, die Wertminderungsereignisse entsprechend zu erkennen und daraus die erforderlichen Wertberichtigungen abzuleiten zu können. Wir haben die relevanten Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.
Der Vorstand der BKS Bank AG beschreibt im Anhang den Stand der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken (BKS Bank AG, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie die aktuelle Einschätzung. Siehe Anhang (Punkt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen). Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, die Einhaltung übernahmerechtlicher Vorschriften (Angebotspflicht) zu überprüfen.
Der Vorstand hat auf Basis von Einschätzungen externer Rechtsexperten, vorliegender Gutachten und den aktuellen Verfahrensständen eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der weiteren Entscheidungen in den laufenden Verfahren und der Einschätzung hinsichtlich etwaiger Ansprüche der Aktionäre, sollte die Bank (als Mitglied der Syndikate der Oberbank und BTV) zur Legung eines Angebotes
verpflichtet gewesen sein. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H..
Wir haben die Rechtsrisiken in diesem Zusammenhang wie folgt beurteilt:
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungspro-zesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen
Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 11. Juni 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr beauftragt.
Am 8. Mai 2019 wurden wir für das am bereits für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewählt und am 19. Juni 2019 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Klagenfurt am Wörthersee, am 9. März 2020
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

2019 war für die BKS Bank erneut ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Herausforderungen blieben hoch, dennoch hat die BKS Bank wieder eindrucksvoll gezeigt, dass es trotz des schwierigen Marktumfeldes möglich ist, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die BKS Bank hat erneut ihren Kunden, Aktionären und Mitarbeitern bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Partnerin ist. Ebenso beeindruckend war, mit welcher Konsequenz und Innovationskraft die Digitalisierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden.
Leider hat sich das Verhältnis zu den beiden zur UniCredit-Gruppe gehörenden Minderheitsaktionär eingetrübt. Durch die Anfechtung gültig gefasster Mehrheitsbeschlüsse der letzten Hauptversammlung vor Gericht und die zudem beantragte Sonderprüfung betreffend Geschäftsjahre bis 1994 zurück ist das Verhältnis zu diesen beiden Aktionären ein anderes als in den letzten Jahrzehnten geworden. Nichtsdestotrotz besteht seitens des Vorstandes der BKS Bank und von meiner Seite als Vorsitzender des Aufsichtsrates nach wie vor die Bereitschaft, alle die von diesen Aktionären aufgeworfenen Fragen und Themen gemeinsam sachlich zu diskutieren und eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.
Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der Konzernunternehmen. Es wurden vier Sitzungen abgehalten, in denen die Mitglieder des Aufsichtsrates die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, aber auch die strategische Weiterentwicklung und sonstige bankrelevante Ereignisse gemeinsam mit dem Vorstand erörtert haben.
Der Aufsichtsrat wurde zeitnah und umfassend anhand von schriftlichen und mündlichen Berichten vom Vorstand informiert. Ich stand regelmäßig im Kontakt mit der Vorsitzenden des Vorstandes und habe mit ihr unter anderem Geschäftsentwicklung, Risikomanagement und Strategie erörtert und analysiert. Der Aufsichtsrat war somit in alle für die BKS Bank bedeutenden Entscheidungen eingebunden. Er konnte so die ihm nach Gesetz, Satzung und den Vorgaben des Österreichischen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrnehmen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung überzeugt.
Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in sieben Ausschüssen. Im Corporate Governance Bericht 2019 wird über die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeiten ausführlich berichtet. Die Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, die Kriterien für dessen Unabhängigkeit, seine Arbeitsweise und seine Entscheidungsbefugnisse werden ebenfalls ausführlich im Corporate Governance Bericht 2019 erläutert. Ich schließe mich in meinem Bericht diesen Darlegungen vollinhaltlich an.
In der 80. Hauptversammlung am 05. Mai 2019 wurden Dr. Franz Gasselsberger und Dr. Heimo Penker auf die satzungsgemäße Höchstdauer von fünf Jahren wiedergewählt. Die beiden wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert und die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG abgegeben. Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen des nun in der Fit & Proper-Policy der BKS Bank standardisierten Verfahrens die Qualifikation von Dr. Gasselsberger überprüft. Bei Dr. Penker erfolgte dies durch das Plenum des Aufsichtsrates, da er Mitglied des Nominierungsausschusses ist.
In der im Anschluss an die 80. Hauptversammlung abgehaltenen Plenarsitzung des Aufsichtsrates wurden ich als Vorsitzender und Dr. Franz Gasselsberger als mein Stellvertreter bestätigt. Die Mitglieder von sechs Ausschüssen wurden ebenfalls in dieser Sitzung bestellt. Die Mitglieder des Rechtsausschusses wurden in der dritten Sitzung des Aufsichtsrates, nachdem auch die Einrichtung dieses Ausschusses in dieser Sitzung beschlossen worden war, gewählt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil der Frauen im Aufsichtsrat rund 36 %. Die im Aktiengesetz normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat wird sowohl bei den Kapitalvertretern als auch bei den gemäß § 110 ArbVG entsandten Arbeitnehmervertretern erfüllt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass der Nominierungsausschuss bei seinen Vorschlägen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates darauf achtet, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildung und Bildungshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Finanz- und IT-Branche, der Industrie sowie von Universitäten. Sie gestalten mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mit.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen nicht teilgenommen. Die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsräte in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug 92,9 %.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2019 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2019 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest.
Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2019 eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.
Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Kunden und Aktionären, die der BKS Bank großes Vertrauen entgegenbringen.
Klagenfurt am Wörthersee, im März 2020
Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender
| Medieninhaber (Verleger): | BKS Bank AG |
|---|---|
| St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee | |
| Telefon: +43(0)463 5858-0 | |
| Fax: +43(0)463 5858-329 | |
| UID: ATU25231503 | |
| FN: 91810s | |
| Internet: www.bks.at | |
| E-Mail: [email protected], [email protected] | |
| Redaktion: | BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation |
| Idee, Konzept und Layout: | gantnerundenzi.at |
| Fotos: | Thomas Schrott (Seite 274) |
| Grafik: | boss grafik, Sigrid Bostjancic |
| Lektorat: | Mag. Andreas Hartl |

Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.