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BKS Bank AG

Annual Report Mar 31, 2020

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2019

Herzlich willkommen in der Welt der BKS Bank!

Das Tempo der Veränderungen durch Digitalisierung und Globalisierung ist für uns eine genauso große Herausforderung wie für unsere Kunden. Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit kümmern wir uns in erster Linie darum, dass es unseren Kunden gut geht. Wir machen deshalb nur das, was wir wirklich können. Immer im Bemühen, dabei besser zu sein als unsere Mitbewerber.

Das kann aber nur gelingen, wenn wir einander empathisch und auf Augenhöhe begegnen und auf herzliche und wertschätzende Art miteinander umgehen. Deshalb legen wir großen Wert auf persönliche Beziehungen und schaffen dadurch neben ausgezeichneter Beratungs-, Service- und Produktqualität vor allem ein wertstiftendes Netzwerk, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

Nur starke lokale Beziehungen und die Verwurzelung in der Region geben uns die Sicherheit und Möglichkeit, vor Ort einen spürbaren Beitrag zu leisten. Dabei sind wir uns der Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt immer bewusst.

Inhaltsverzeichnis

BKS BANK IM ÜBERBLICK 6

VORWORT DER VORSTANDSVORSITZENDEN 7

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 12

Corporate Governance in der BKS Bank 14 Vorstand und Aufsichtsrat 16 Vergütungsbericht 29 Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung 33 Compliance-Management-System 35 Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements 37 Rechnungslegung und Publizität 38 Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden 39

INVESTOR RELATIONS 43

Die BKS Bank-Aktie 44

UNTERNEHMENSSTRATEGIE 51

Über uns 52 Wofür wir stehen 53 Worauf wir stolz sind 54 Unsere Strategie 56

KONZERNLAGEBERICHT 63

Wirtschaftliches Umfeld 64 Management und Aufbauorganisation 66 Aktionärsstruktur der BKS Bank 69 Marktgebiete der BKS Bank 72 Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 76 Vermögens- und Finanzlage 80 Ertragslage 84 Segmentbericht 90 Konsolidierte Eigenmittel 100 Risikomanagement 102 Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 104 Ausblick 112

KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS 115

Inhaltsverzeichnis Notes 116 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2019 118 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 121 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 122 Konzern-Geldflussrechnung 123 Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 124 Organe der Gesellschaft 190 Schlussbemerkungen des Vorstandes 191 Gewinnverteilungsvorschlag 192 Bestätigungsvermerk 193

ERGÄNZENDE ANGABEN 199

Aktionärsstruktur der 3 Banken Gruppe 200 Unsere Unternehmenshistorie 201 Glossar 202 Abkürzungsverzeichnis 207 Zukunftsbezogene Aussagen 210 Impressum 210

JAHRESABSCHLUSS BKS BANK AG 213

Die BKS Bank im Überblick 214 Lagebericht 215 Anhang 245 Organe der Gesellschaft 266 Gewinnverteilungsvorschlag 267 Schlussbemerkungen des Vorstandes 268 Bestätigungsvermerk 269 Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates 274

Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.

Dreijahresvergleich

ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR 2017 2018 2019
Zinsüberschuss 120,7 129,7 135,8
Risikovorsorgen -26,7 -18,3 -18,6
Provisionsüberschuss 49,9 55,5 58,2
Verwaltungsaufwand -107,8 -114,6 -121,0
Jahresüberschuss vor Steuern 77,2 87,0 103,1
Jahresüberschuss nach Steuern 68,0 77,4 92,9
BILANZZAHLEN in Mio. EUR
Bilanzsumme 7.579,5 8.434,9 8.857,6
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 5.313,2 5.918,0 6.288,1
Primäreinlagen 5.669,1 6.218,2 6.668,3
• hiervon Spareinlagen 1.475,1 1.429,4 1.413,5
• hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inklusive
Nachrangkapital
712,6 750,7 854,4
Eigenkapital 1.046,5 1.210,7 1.301,5
Betreute Kundengelder 14.150,7 14.518,4 18.548,0
• hiervon Depotvolumen 8.481,6 8.300,2 11.879,7
EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR
Total Risk Exposure Amount 5.016,7 5.283,1 5.449,6
Eigenmittel 701,6 779,2 881,4
• hiervon hartes Kernkapital (CET1) 614,5 593,7 629,6
• hiervon Kernkapital (CET1 und AT1) 627,8 645,2 690,8
Kernkapitalquote (in %) 12,5 12,2 12,7
Gesamtkapitalquote (in %) 14,0 14,8 16,2
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
Return on Equity nach Steuern 6,8 6,8 7,4
Return on Assets nach Steuern 0,9 1,0 1,1
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 51,9 50,3 50,7
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 16,7 10,5 10,2
Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote) 3,5 3,31) 2,4
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 105,0 110,2 112,4
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 145,2 137,7 151,8
Leverage Ratio 8,0 7,5 7,8
RESSOURCEN
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 928 932 962
Anzahl der Geschäftsstellen 63 63 63
DIE BKS BANK-AKTIE
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) 37.839.600 41.142.900 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 18,5/17,8 19,8/18,2 17,2/17,0
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/15,4 16,5/16,9 15,0/13,4
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,8/17,7 16,8/17,0 16,0/14,3
Marktkapitalisierung in Mio. EUR zum 31.12. 705,3 721,8 684,0
Dividende pro Aktie in EUR 0,23 0,23 0,252)
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stamm-/Vorzugsaktie 10,4/10,3 9,2/9,3 7,4/6,7

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking

Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

2) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung der BKS Bank AG am 06. Mai 2020

Vorwort der Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Geschäftsbericht blicken wir auf ein Jahr zurück, das uns besonders in Erinnerung bleiben wird. Wir hatten viele Höhepunkte zu feiern. Neben der überaus positiven wirtschaftlichen Entwicklung der BKS Bank freuten wir uns vor allem über den Staatspreis für Unternehmensqualität 2019. Wir sind die erste Bank in Österreich, der diese Ehre zuteilwurde. Gleichzeitig verliehen uns die Assessoren der Quality Austria den Status "Global Role Model in Sachen Nachhaltigkeit". Ebenso freuten wir uns über die Auszeichnung "Nachhaltigste Bank" durch das Magazin "Der Börsianer" und über mehrere österreichweite Testsiege bei Studien der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien. Zum Jahresende 2019 haben uns unsere Kunden bei einer Kundenzufriedenheitsanalyse ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt. Auf einer fünfstelligen Skala erreichten wir eine sehr gute Gesamtzufriedenheitsnote von 1,5. Unsere Kunden fühlen sich bei uns wohl und exzellent beraten. In der hohen Beratungsqualität unserer Mitarbeiter sehen wir ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Die Kundenbefragung hat deutlich gezeigt, dass die fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter wichtig ist und von unseren Kunden wertgeschätzt wird.

Rekordergebnis erzielt

Erfreulicherweise spiegelt sich diese Wertschätzung auch in der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Hauses wider. Beim Jahresüberschuss nach Steuern von 92,9 Mio. EUR (+20,0 %) können wir ein neues Rekordergebnis vermelden. Die Bilanzsumme stieg um 422,7 Mio. EUR auf 8,9 Mrd. EUR. Auch das Kreditgeschäft entwickelte sich sehr zufriedenstellend. Ein Neukreditvolumen von 1,8 Mrd. EUR und ein Gesamtkreditvolumen von 6,4 Mrd. EUR belegen, dass die angekündigte Konjunkturabschwächung die Investitionsfreude der Unternehmer nicht wesentlich gedämpft hat. Trotz anhaltender Tiefzinsphase blieben die Primäreinlagen hoch, diese betrugen am Jahresende 6,7 Mrd. EUR (+7,2 %). Besonders freut uns der Anstieg der Kundenzahl auf rund 191.200 (16,4 %). Ein Großteil davon resultiert aus der erfolgreichen Übernahme von Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d., durch die wir zum größten Wertpapierdienstleister Sloweniens avancierten.

Digital innovativ

Wir sehen unseren wirtschaftlichen Erfolg als Bestätigung dafür, dass unsere Strategie aufgeht, die Digitalisierung und die persönliche Kundenberatung in unseren Filialen als Erfolgspotential zu nutzen. 2019 können wir guten Gewissens als Jahr der Digitalisierung bezeichnen. Wir haben eine Reihe von digitalen Produkten und Lösungen, darunter den BKS Wohnkredit und das digitale Onboarding, auf den Markt gebracht. Die Basis für unsere digitale Welt bildet eine einfach zu bedienende Web-Oberfläche. Mit dieser Plattform können unsere Kunden und Mitarbeiter digital kommunizieren und gemeinsam am Geschäftsabschluss arbeiten.

Auch MyNet und BizzNet haben mit der BKS Security App ein neues Authentifizierungsverfahren und zahlreiche neue Funktionen erhalten, wie den individuell einstellbaren Kontorahmen. Im Firmenkundengeschäft wurde mit "Garantie online" ebenfalls eine einzigartige digitale Lösung am Bankenmarkt etabliert. Die digitale Reise ist für uns damit aber noch lange nicht zu Ende, für 2020 befinden sich bereits weitere Innovationen in Vorbereitung.

Nachhaltig aktiv

Untrennbar mit der Reputation unseres Hauses verbunden sind mittlerweile die Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Verantwortungsbewusstsein". Wir sind zuversichtlich, unseren Wettbewerbsvorsprung auch in Zeiten halten zu können, in denen viele Banken durch den "EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" Nachhaltigkeit für sich erst entdecken. Unsere ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie ist seit vielen Jahren essentieller Teil der Unternehmensstrategie. Mit nachhaltigen Produkten leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Wir setzen aktiv Maßnahmen, um unseren Carbon Footprint stetig zu reduzieren. Seit der Erstmessung im Jahr 2012 konnten wir einen Rückgang um 59 % auf 982 t CO2 -Äquivalente erreichen. Eine Leistung, die im Zuge der EMAS-Zertifizierung von den Umweltgutachtern besonderes hervorgehoben wurde. Mit der erfolgreichen Validierung nach dem in Europa bekanntesten Umweltmanagementsystem "EMAS" im Dezember konnten wir einen weiteren großen Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2018-2022 umsetzen.

Neue Markenstrategie

2019 haben wir uns auch mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Marke BKS Bank die großartigen Erfolge der letzten Jahre ausreichend abbildet. Wir haben ein Markenprojekt gestartet, in dem eine Reihe von Analysen durchgeführt wurden. Diese ergaben, dass viele der bisherigen Unternehmenswerte wie Verantwortungsbewusstsein, regionale Verbundenheit oder Zukunftsorientierung sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Kunden eindeutig der BKS Bank zugeschrieben wurden. Es zeigte sich aber auch, dass viele Kunden und Mitarbeiter die Werte Herzlichkeit und Beziehungsstärke in der BKS Bank besonders intensiv wahrnehmen. Die neue Markenstrategie haben wir in einen neuen Markenstil übersetzt, den wir Ihnen mit der Publikation dieses Geschäftsberichtes erstmals vorstellen.

Wie Ihnen als Aktionär bekannt ist, beschäftigte uns im Jahr 2019 auch ein wenig erfreuliches Thema, nämlich die von der UniCredit Bank Austria AG und einem ihrer Tochterunternehmen eingeleiteten Gerichtsverfahren. Diese betreffen neben der BKS Bank auch unsere Schwesterbanken. Für uns ist diese Vorgehensweise nach wie vor nicht nachvollziehbar und ich möchte auch an dieser Stelle wieder darauf hinweisen, dass wir alle geäußerten Vorwürfe für völlig haltlos erachten.

Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG (derzeit noch nicht rechtskräftig) abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichtes stehen die wechselseitigen Beteiligungen und deren Finanzierung nicht im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung und einschlägigen Rechtsprechung. Eine von den Antragstellern behauptete Unredlichkeit der Organe der BKS Bank konnte das Gericht ausdrücklich nicht feststellen. Auch ein Schiedsgericht aus namhaften, unabhängigen österreichische Universitätsprofessoren hat sich mit den Kapitalerhöhungen der BKS Bank befasst. Wir haben den Schiedsspruch im Februar 2020 erhalten. Auch dieser Schiedsspruch bekräftigt unseren Standpunkt, dass sich die BKS Bank bei den vergangenen Kapitalerhöhungen korrekt verhalten hat.

Abschließend bedanke ich mich bei allen, die die oben genannten Erfolge möglich gemacht haben. Allen voran bei unseren Mitarbeitern, die 2019 wieder Herausragendes geleistet haben. Auch den Mitgliedern des Aufsichtsrates gebührt mein Dank, da sie uns großartig unterstützen und uns Rückhalt geben. Und Ihnen, liebe Aktionäre, danke ich besonders dafür, dass Sie an uns glauben und uns Ihr Vertrauen schenken.

Herzlichst

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Herzlichkeit und Empathie sind Zeichen unserer Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitern.

Vorwort der Vorstandsvorsitzenden Vorwort der Vorstandsvorsitzenden

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance in der BKS Bank 14

Vorstand und Aufsichtsrat 16

Vergütungsbericht 29

Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung 33

Compliance-Management-System 35

Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements 37

Rechnungslegung und Publizität 38

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden 39

Corporate

Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat 16

Vergütungsbericht 29

Corporate Governance in der BKS Bank 14

Compliance-Management-System 35

Rechnungslegung und Publizität 38

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden 39

Governance

Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung 33

Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements 37

Corporate Governance in der BKS Bank

Die BKS Bank bekennt sich zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) verankert sind. Darüber hinaus verpflichten wir uns, unsere soziale, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung gegenüber unseren Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit wahrzunehmen. In unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir die Prinzipien unserer verantwortungsbewussten Geschäftspolitik festgelegt.

ÖSTERREICHISCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ÖCGK)

Der ÖCGK stellt ein selbstverpflichtendes Regelwerk für österreichische börsenotierte Unternehmen dar, welches das österreichische Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrecht um Regeln für eine gute Unternehmensführung ergänzt. Der ÖCGK verfolgt das Ziel, eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle sicherzustellen. Mit dem ÖCGK soll erreicht werden, dass für alle Stakeholder – Aktionäre, Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter – eine hohe Transparenz geschaffen wird.

Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte, ein offener Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten sowie die Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und in den Finanzplatz Österreich stärken.

Die Standards für verantwortungsbewusste Unternehmensführung werden in drei Kategorien eingeteilt: In L-Regeln ("Legal Requirements") – sie basieren auf zwingenden Rechtsvorschriften. In C-Regeln ("Comply or Explain") – hier sind zulässige Abweichungen zu begründen. Darüber hinaus beinhaltet der Kodex noch R-Regeln ("Recommendations") mit reinem Empfehlungscharakter. Werden R-Regeln nicht eingehalten, braucht das weder offengelegt noch begründet zu werden. Sonderregelungen für Banken und Versicherungen bleiben vom Kodex unberührt. Der Kodex erfordert jedoch nicht die Offenlegung von Betriebsund Geschäftsgeheimnissen.

BEKENNTNIS ZUM ÖCGK

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes der BKS Bank bekennen sich ausdrücklich und umfassend zu den im ÖCGK dargelegten Grundsätzen und Zielen. Der Aufsichtsrat hat sein Bekenntnis zum ÖCGK in der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2019 erneuert.

Im Berichtsjahr hat die BKS Bank den L-Regeln und R-Regeln entsprochen, bei einigen C-Regeln gab es Abweichungen, die sich aus der individuellen Situation der BKS Bank AG und der 3 Banken Gruppe ergaben. In der nachfolgenden Tabelle werden die Abweichungen zu den C-Regeln 2, 31 und 45 erklärt und begründet.

Der ÖCGK, die Leitlinien für die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates, der Corporate Governance Bericht der BKS Bank sowie die Satzung der BKS Bank sind auf www.bks.at/investor-relations/corporate-governance abrufbar.

Der gegenständliche Bericht beschreibt die Corporate Governance-Strukturen und -Prozesse, die in der BKS Bank verankert sind. Der Bericht wurde nach § 243c und § 267b Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt und entspricht den Vorgaben des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG). Der Aufbau des Berichtes orientiert sich an den Vorgaben des Anhangs 2a des ÖCGK. Weitere ÖCGK-relevante Themenbereiche, wie Aktionärsstruktur und Hauptversammlung, Unternehmenskommunikation und Informationsweitergabe, werden im Konzernlagebericht, im Kapitel Investor Relations sowie in den Notes zum Konzernabschluss beschrieben.

BEGRÜNDUNG DER BKS BANK ZUR ABWEICHUNG VON C-REGELN

Regel 2 C ("one share – one vote")

Die BKS Bank hat neben Stamm- auch stimmrechtslose Vorzugs-Stückaktien ausgegeben, die für die Aktionäre aufgrund der bevorzugten Dividendenberechtigung eine interessante Veranlagungsalternative darstellen. Die von der BKS Bank emittierten Stamm-Stückaktien sind jeweils nur mit einem Stimmrecht ausgestattet. Kein Aktionär verfügt über ein überproportionales Stimmrecht. Die Entscheidung, stimmrechtslose Vorzugsaktien zu begeben, wurde im Jahr 1991 getroffen.

Regel 31 C

Die Offenlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen. Aus Gründen des Datenschutzes sowie aus Rücksicht auf das Recht auf Privatsphäre des einzelnen Vorstandsmitglieds unterbleibt eine Aufgliederung in fixe und variable Anteile je Vorstandsmitglied. Die in der BKS Bank festgelegten Vergütungsregeln stellen sicher, dass die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstandes den persönlichen Leistungen des jeweiligen Mitglieds Rechnung trägt. Ferner werden auch die Ertrags-, Risiko- und Liquiditätslage des Institutes entsprechend berücksichtigt.

Regel 45 C

Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur wurden Repräsentanten der größten Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. Da es sich bei den Hauptaktionären auch um Banken handelt, nehmen deren Vertreter auch Organmandate in anderen, mit der BKS Bank in Wettbewerb stehenden Kreditinstituten wahr. Diese haben sich in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert.

Die Regeln des Corporate Governance Kodex gelten für alle Gesellschaften im BKS Bank Konzern. Alle Konzerngesellschaften sind in das Berichtswesen des BKS Bank Konzerns eingebunden. Darüber hinaus berichten die Geschäftsleiter dieser Tochtergesellschaften regelmäßig an ihre Aufsichtsräte bzw. an den Vorstand der Muttergesellschaft. Sie sind in die Risiko- und Compliance-Management-Systeme der BKS Bank Gruppe umfassend eingebunden.

Die Vergütungsprinzipien der vom Aufsichtsrat der BKS Bank AG genehmigten Vergütungsrichtlinie gelten auch für deren Führungskräfte. Über die Entwicklung wesentlicher, operativ tätiger Tochtergesellschaften wird regelmäßig an den Aufsichtsrat des Mutterunternehmens berichtet.

Die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA und ESMA veröffentlichten im September 2017 Leitlinien zur Bewertung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans und Inhabern einer Schlüsselfunktion (ESMA71-99-598 EBA/GL/2017/12) sowie Leitlinien zur internen Governance (EBA/GL/2017/11). Der österreichische Gesetzgeber hat die Vorgaben der beiden Leitlinien im Bankwesengesetz konkretisiert und mit 14. Juni 2018 im Bundesgesetzblatt kundgemacht. Es wurde allen Bestimmungen im Berichtsjahr entsprochen.

Neben den neuen Regelungen über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat, siehe dazu Seite 29, brachte die 2019 in Österreich umgesetzte zweite EU-Aktionärsrechte-Richtlinie insbesondere folgende Neuerungen:

Börsenotierte Aktiengesellschaften wie die BKS Bank dürfen von Intermediären, zum Beispiel Verwahrstellen, bei denen Aktien der Gesellschaft für bestimmte Aktionäre lagern, die Identifizierung ihrer Aktionäre verlangen, die mehr als 0,5 % an Aktien oder Stimmrechten halten. Damit soll eine direkte Kommunikation zwischen der Gesellschaft und ihren Aktionären erleichtert werden, um etwa über Hauptversammlungstermine oder andere Gesellschafterereignisse zu informieren. Bisher hatte eine Gesellschaft, die Inhaberaktien emittiert, nicht ohne weiteres die Möglichkeit zu wissen, wer ihre Aktionäre sind.

Geschäfte von börsenotierten Aktiengesellschaften mit ihr nahestehenden Personen, sogenannte "related parties transactions", müssen vom Aufsichtsrat vorab genehmigt werden, wenn der Wert des Geschäftes 5 % der Bilanzsumme übersteigt. Sie müssen zudem auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht werden, wenn ihr Wert 10 % der Bilanzsumme übersteigt.

Weitere Verpflichtungen, die insbesondere der Steigerung der Transparenz für Aktionäre dienen sollen, wurden für institutionelle Anleger, Vermögensverwalter und Stimmrechtsberater geschaffen.

INFORMATIONEN ZUM ÖCGK UND ZUR BKS BANK IM INTERNET

Adressen im Internet
www.corporate-governance.at
www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie
www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur
www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender
www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
www.bks.at/news-presse

Vorstand und Aufsichtsrat

ARBEITSWEISE DES VORSTANDES

Der Vorstand leitet eigenverantwortlich den BKS Bank Konzern unter Wahrung der Interessen der Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und der Öffentlichkeit. Er führt die Geschäfte auf Basis der Gesetze, der Satzung sowie der Geschäftsordnung. Der Vorstand erarbeitet die strategische Ausrichtung des Instituts, legt die Unternehmensziele fest und stimmt die Unternehmensstrategie mit dem Aufsichtsrat ab. Er trifft geeignete Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Gesetzesbestimmungen eingehalten werden, und gewährleistet ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling.

Das für ein Ressort zuständige Vorstandsmitglied trägt die unmittelbare Verantwortung für diesen Aufgabenbereich. Die anderen Mitglieder bleiben aber jeweils umfassend über das Gesamtunternehmen unterrichtet und legen dem Gesamtvorstand grundlegende Entscheidungen zur Beschlussfassung vor. Im eigenen Aufgabengebiet sind die Vorstandsmitglieder in das Tagesgeschäft eingebunden und über die Geschäftssituation und bedeutende Transaktionen unterrichtet. In den regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen werden unternehmensrelevante Vorkommnisse, strategische Fragen und zu treffende Maßnahmen besprochen, die durch das Vorstandsmitglied in seinem Wirkungsbereich oder vom Gesamtvorstand umgesetzt werden.

Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt in der Regel einstimmig. Für Vertragsunterzeichnungen und risikorelevante interne Genehmigungen gilt das Vier-Augen-Prinzip. Ein umfassendes internes Berichtswesen begleitet die sorgfältige Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

MITGLIEDER DES VORSTANDES

Dem Vorstand der BKS Bank gehörten im Berichtsjahr als gemeinschaftlich verantwortliches Organ drei Personen an. Die Verantwortungsbereiche der Vorstände sind auf Seite 18 angeführt.

Dr. Herta Stockbauer

Vorsitzende des Vorstandes, geb. 1960 Datum der Erstbestellung: 01. Juli 2004 Ende der Funktionsperiode: 30. Juni 2024

Dr. Herta Stockbauer studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften und war danach als Universitätsassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt tätig. 1992 trat sie in die BKS Bank ein und arbeitete im Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft, bevor sie in die Abteilung Controlling und Rechnungswesen wechselte. 1996 wurde sie zur Abteilungsleiterin bestellt, 2004 zum Mitglied des Vorstandes und im März 2014 zur Vorsitzenden des Vorstandes ernannt.

Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

  • Vorsitzende des Aufsichtsrates der Oberbank AG
  • Stv. Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft

Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der Österreichischen Post Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der SW-Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG (bis 01.06.2019)
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.

Weitere Funktionen:

  • Mitglied des Vorstandes des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers
  • Vorstandsmitglied der Vereinigung Österreichischer Industrieller für Kärnten
  • Vorstandsmitglied der Österreichischen Bankwissenschaftlichen Gesellschaft
  • Spartenobfrau der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Kärnten
  • Mitglied des Beirates der Einlagensicherung der Banken und Bankiers (in Liquidation)
  • Vizepräsidentin von respACT austrian business council for sustainable development
  • Honorarkonsulin von Schweden für das Bundesland Kärnten

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA

Mitglied des Vorstandes, geb. 1959 Datum der Erstbestellung: 01. September 2010 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2023

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Mag. Kraßnitzer für den Börsenkurier journalistisch tätig und absolvierte diverse Praktika bei Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien. Seit 1987 ist er in der BKS Bank tätig. Ab 1992 leitete er die interne Revision der Bank und schloss 2006 die Ausbildung zum Certified Internal Auditor, CIA©, des Institute of Internal Auditors, USA, ab.

Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.

Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:

• Mitglied des Fachbeirates der 3 Banken IT GmbH

Weitere Funktionen:

• Präsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten

Mag. Alexander Novak

Mitglied des Vorstandes, geb. 1971 Datum der Erstbestellung: 01. September 2018 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2021

Mag. Alexander Novak wurde 1971 in Bad Eisenkappel geboren. Er studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. Nach dem Studium war er zunächst in der Steuerberatung und im internationalen Rohstoffhandel tätig, bevor er seine Laufbahn im Jahr 2000 als Mitarbeiter des Rechnungswesens und Controlling in der BKS Bank begann. Seit 2004 wirkte er am Aufbau der Direktion Slowenien mit. Er leitete die Direktion von deren Gründung bis zu seiner Bestellung zum Vorstand im Jahr 2018.

Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: • Mitglied des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.

VERANTWORTUNGSBEREICHE DES VORSTANDES1)

MAG. DR. HERTA
STOCKBAUER
MAG. DIETER
KRASSNITZER, CIA
MAG. ALEXANDER
NOVAK
Interne Revision
Compliance
Geldwäsche (Anti-Money Laundering)
Zuständiges Mitglied des Leitungsorgans im Sinne des § 23 (4) Finanzmarkt-Geldwäschegesetz:
Mag. Dieter Kraßnitzer
Sorgfaltspflicht und Risikoverantwortung
im Sinne von Geschäftsordnung, ÖCGK und Aufsichtsrecht
• Vertrieb Inland
• Private Banking
• Kundenbedürfniszentrierte
Fachabteilungen
• Rechnungswesen und
Vertriebscontrolling
• Human Resources
• Öffentlichkeitsarbeit und
Marketing
• CSR und Nachhaltigkeit
• Konzerntöchter Inland und
Beteiligungen
• Investors Relations
• Risikomanagement
• Risikocontrolling
• Marktfolge Kredit, BKS Service
GmbH
• IKT, Betriebsorganisation,
3 Banken IT Gesellschaft m.b.H.
• Backoffice Treasury,
Wertpapierservice
• Internationales Geschäft:
Marktfolge und Risiko
management
• Vertrieb Ausland
• Treasury und Bankenbetreuung
• BCS Fiduciaria
• Leasing- und Immobilien
töchter Ausland
• IKT Ausland

1) ab 04. Dezember 2019

Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate der Mitglieder des Vorstandes stehen im Einklang mit den in der C-Regel 26 des ÖCGK festgelegten Richtlinien und den Bestimmungen des § 28a BWG.

ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat verfolgt das Ziel, seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion durch fachliche Qualifikation, Diversität und persönliche Kompetenz seiner Mitglieder optimal gerecht zu werden.

Dem Aufsichtsrat der BKS Bank gehören zehn Kapitalvertreter und vier vom Betriebsrat entsandte Mitglieder an. Er berät und überwacht den Vorstand, wobei die Sacharbeit sowohl im Plenum als auch in einzelnen Ausschüssen erfolgt. Der Aufsichtsrat entscheidet autonom über die Bestellung des Vorstandes sowie die Etablierung eines Vorstandsvorsitzenden und erarbeitet gemeinsam mit dem Vorstand die langfristige Nachfolgeplanung. Er überwacht die Geschäftsführung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, der Satzung und der Geschäftsordnung.

Er erörtert mit dem Vorstand die Umsetzung strategischer Planungen und Vorhaben und entscheidet über die ihm zugewiesenen unternehmensrelevanten Angelegenheiten.

Der Aufsichtsrat kann überdies jederzeit selbst umfassende Prüfungshandlungen vornehmen oder durch Sachverständige durchführen lassen. Er befasst sich insbesondere mit der Prüfung des Jahresabschlusses der BKS Bank AG und des BKS Bank Konzerns nach internationalen Prüfungsgrundsätzen (ISAs) und ist somit auch mittelbar in die Entscheidung für einen Vorschlag an die Hauptversammlung über die Dividendenausschüttung einbezogen. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist für die Organisation des Aufsichtsrates, die Sitzungsvorbereitungen und das Zusammenspiel mit dem Vorstand verantwortlich. Zudem leitet er die Hauptversammlungen der BKS Bank und hat in den Ausschüssen des Aufsichtsrates den Vorsitz inne.

Die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmervertreter gleichen grundsätzlich jenen der Kapitalvertreter. Dies gilt insbesondere für die Informations- und Überwachungsrechte, die Sorgfaltspflicht, die Pflicht zur Verschwiegenheit und eine allfällige Haftung bei Pflichtverletzungen. Bei persönlichen Interessenkonflikten haben sich die Arbeitnehmervertreter – wie auch die Kapitalvertreter – der Stimme zu enthalten. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt im Sinne der C-Regel 46 des ÖCGK offengelegt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates ist im Vergütungsbericht auf Seite 31 detailliert erläutert.

DIE MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATES DER BKS BANK AG

Ehrenpräsident

Dkfm. Dr. Hermann Bell

Herr Dkfm. Dr. Hermann Bell wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 15. Mai 2014 zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit gewählt.

Kapitalvertreter

Gerhard Burtscher

Vorsitzender, unabhängig*, geb. 1967 erstmals gewählt: 19. Mai 2016, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: • Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Oberbank AG

Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch

unabhängig*, geb. 1970 erstmals gewählt: 15. Mai 2012, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig*, geb. 1959 erstmals gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 85. ordentlichen Hauptversammlung (2024) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft • Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG bis 10. April 2019

  • Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der voestalpine AG

Mag. Gregor Hofstätter-Pobst

unabhängig*, geb. 1972

erstmals gewählt: 09. Mai 2017, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)

AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG

Dr. Reinhard Iro

unabhängig*, geb. 1949 erstmals gewählt: 26. April 2000, bestellt bis zur 84. ordentlichen Hauptversammlung (2023) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: • Mitglied des Aufsichtsrates der SW-Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG

Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt

unabhängig*, geb. 1968 erstmals gewählt: 09. Mai 2018, bestellt bis zur 84. ordentlichen Hauptversammlung (2023)

Dkfm. Dr. Heimo Penker

unabhängig*, geb. 1947 erstmals gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 85. ordentlichen Hauptversammlung (2024)

Karl Samstag

unabhängig*, geb. 1944 erstmals gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG

Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik

unabhängig*, geb. 1967 erstmals gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)

Mag. Klaus Wallner

unabhängig*, geb. 1966 erstmals gewählt: 20. Mai 2015, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)

VOM BETRIEBSRAT ENTSANDTE ARBEITNEHMERVERTRETER

Mag. Maximilian Medwed, geb. 1963, erstmals entsandt: 01. Dezember 2012 Herta Pobaschnig, geb. 1960, erstmals entsandt: 01. Juni 2007 Hanspeter Traar, geb. 1956, erstmals entsandt: 01. Jänner 2003 Mag. Ulrike Zambelli, geb. 1972, erstmals entsandt: 15. Juni 2015

Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate entsprechen bei allen Mitgliedern des Aufsichtsrates den Mandatsbeschränkungen gemäß § 28a Abs. 5 BWG.

VERTRETER DER AUFSICHTSBEHÖRDE

Wolfgang Eder, MA, geb. 1964 Datum der Erstbestellung: 01. September 2017 Dietmar Klanatsky, MA, geb. 1971 Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2018

UNABHÄNGIGKEIT DES AUFSICHTSRATES

Im Sinne der C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex sollte die Mehrheit der Mitglieder des Aufsichtsrates unabhängig sein. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur BKS Bank oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet wäre, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich jeweils auf Basis nachstehender Leitlinien in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert. Zudem sind – mit Ausnahme von Dr. Franz Gasselsberger, Gerhard Burtscher, Karl Samstag und Mag. Gregor Hofstätter-Pobst – keine Organmitglieder von Anteilseignern mit einer Beteiligung von mehr als 10 % im Aufsichtsrat vertreten.

Die BKS Bank unterhält außerhalb ihrer gewöhnlichen Banktätigkeit keine Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen oder Personen, einschließlich der Mitglieder des Aufsichtsrates, die deren Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.

Der Aufsichtsrat hat nachstehende Kriterien für die Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds festgelegt:

LEITLINIEN DES AUFSICHTSRATES DER BKS BANK ZUR UNABHÄNGIGKEIT

Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen drei Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der BKS Bank gewesen sein. Eine vorangehende Vorstandstätigkeit führt vor allem dann nicht zur Qualifikation als nicht unabhängig, wenn nach Vorliegen aller Umstände im Sinne des § 87 Abs. 2 AktG keine Zweifel an der unabhängigen Ausübung des Mandats bestehen.

Das Aufsichtsratsmitglied soll kein Geschäftsverhältnis zur BKS Bank oder zu einem ihrer Tochterunternehmen in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig. Der Abschluss bzw. das Bestehen von banküblichen Verträgen mit der Gesellschaft beeinträchtigen die Unabhängigkeit nicht.

Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BKS Bank oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der BKS Bank Aufsichtsratsmitglied ist, es sei denn, eine Gesellschaft ist mit der anderen konzernmäßig verbunden oder an ihr unternehmerisch beteiligt.

Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Elternteil, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitgliedes oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Ein solides Wertefundament für einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Corporate Governance Bericht Corporate Governance Bericht

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Ein solides

für einen

Wertefundament

in die Zukunft.

optimistischen Blick

Zusätzlich zu den Unabhängigkeitskriterien im Sinne dieser Leitlinie sieht das BWG weitere, teilweise restriktivere Unabhängigkeitskriterien für die Kapitalvertreter in einzelnen Ausschüssen des Aufsichtsrates vor. Diese Unabhängigkeitskriterien sind bei den Beschreibungen der jeweiligen Ausschüsse angeführt. Dem Gesamtaufsichtsrat müssen zumindest zwei Kapitalvertreter angehören, welche die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 28a Abs. 5a Z 2 BWG vollumfänglich erfüllen. Der Gesamtaufsichtsrat erfüllt diese Bestimmung im Berichtsjahr (seit Inkrafttreten der Bestimmung) vollumfänglich.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES UND DEREN ENTSCHEIDUNGSBEFUGNISSE

Der Aufsichtsrat kommt seinen Aufgaben in der Regel im Plenum nach, delegiert aber einzelne Sachthemen an sieben fachlich qualifizierte Ausschüsse. Die Einrichtung dieser Ausschüsse und deren Entscheidungsbefugnisse sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt. Die Nominierung von Ausschussmitgliedern aus dem Kreis der Betriebsräte erfolgt entsprechend den Bestimmungen des Arbeitsverfassungsgesetzes. Der Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig an das Plenum des Aufsichtsrates über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses.

Prüfungsausschuss

Zu den wesentlichen Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen gemäß § 63a Abs. 4 BWG die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance Berichts. Darüber hinaus überwacht der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse, prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS), des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems. Dem Prüfungsausschuss obliegt zudem die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung. Er bereitet den Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers vor und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, insbesondere ob die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 63a Abs. 4 BWG erfüllt sind.

Arbeitsausschuss

Der Arbeitsausschuss trifft seine Entscheidungen in der Regel in Form von Umlaufbeschlüssen zu Themen, die aufgrund ihrer Dringlichkeit weder dem Plenum noch dem Kreditausschuss zugewiesen werden. Dieses Gremium wird bei Bedarf einberufen und steht in engem Kontakt mit dem Vorstand. Die an ihn herangetragenen Anträge und die Abstimmungsergebnisse werden dem Gesamtaufsichtsrat nachträglich zur Kenntnis gebracht. Der Arbeitsausschuss ist kein gesetzlich normierter Ausschuss.

Risikoausschuss

Zu den wesentlichen Aufgaben des Risikoausschusses zählen gemäß § 39d BWG die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und der Risikostrategie des Kreditinstitutes sowie die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie. Darüber hinaus überprüft der Risikoausschuss, ob die Preisgestaltung das Geschäftsmodell und die Risikostrategie des Kreditinstituts angemessen berücksichtigt. Die Mitglieder des Risikoausschusses erfüllen die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 39d Abs. 3 BWG.

Kreditausschuss

Der Kreditausschuss entscheidet über Neueinräumungen und Verlängerungen von Kredit-, Leasing- und Garantiegeschäften ab einer gewissen Obligohöhe und ist kein gesetzlich normierter Ausschuss.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und Aufsichtsrat und beschäftigt sich mit der Nachfolgeplanung. Darüber hinaus befasst sich der Nominierungsausschuss mit Fragen der Diversität und überprüft die Fit & Properness der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Er evaluiert auch die Grundsätze der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Führungsebene. Für die Mitglieder dieses Ausschusses gibt es keine gesetzlich normierten Unabhängigkeitskriterien.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss befasst sich mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen von Mitgliedern des Vorstandes und überwacht die Vergütungspolitik, die angewandten Praktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage. Er diskutiert und regt Änderungen der Richtlinien über die Vergütungspolitik in der BKS Bank und der Kreditinstitutsgruppe an und legt diese dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor. Sämtliche Mitglieder des Vergütungsausschusses erfüllen die Unabhängigkeitskriterien gemäß § 39c Abs. 4 BWG.

Rechtsausschuss

Aufgrund der seit Mitte März des Berichtsjahres andauernden und mittlerweile gerichtsanhängigen Streitigkeiten mit den beiden Minderheitsaktionären UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen eigenen Ausschuss einzurichten. Der Aufgabenbereich des Rechtsausschusses lautet "Auseinandersetzung mit der UniCredit-Gruppe und der Generali 3Banken Holding AG samt allen damit zusammenhängenden Verfahren" und umfasst sämtliche damit zusammenhängende Aufgaben des Aufsichtsrats einschließlich der Beauftragung externer Dienstleister, insbesondere Rechtsvertreter, die Vertretung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat nach außen, die Abgabe allenfalls erforderlicher Stellungnahmen des Aufsichtsrats in gerichtlichen oder behördlichen Verfahren sowie auch die Entscheidungskompetenz in diesen Angelegenheiten (Beschlusskompetenz), soweit nicht eine zwingende Kompetenz des Gesamtaufsichtsrats besteht. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses berichtet dem Plenum des Aufsichtsrates regelmäßig über die Arbeit dieses Ausschusses, der kein gesetzlich normierter Ausschuss ist.

Name Prüfungs
ausschuss
Arbeits
ausschuss
Risiko
ausschuss
Nominie
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ausschuss
Vergütungs
ausschuss
Kredit
ausschuss
Rechts
ausschuss
Gerhard Burtscher, Vorsitzender
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Dr. Reinhard Iro
Dkfm. Dr. Heimo Penker
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik
Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed
Herta Pobaschnig
Hanspeter Traar
Mag. Ulrike Zambelli

VOM AUFSICHTSRAT EINGERICHTETE AUSSCHÜSSE

Die Arbeit in den Ausschüssen ist breit gestreut und nach den Kompetenzen und Erfahrungen der Mitglieder ausgerichtet.

SITZUNGEN UND TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE DES AUFSICHTSRATES

Im Geschäftsjahr 2019 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Bei jeder Aufsichtsratssitzung berichteten die Vorstandsmitglieder über die aktuelle Entwicklung der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage und über die Risikolage der BKS Bank und ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden in jeder Sitzung aktuelle aufsichtsrechtliche Vorgaben und deren Auswirkungen auf die BKS Bank behandelt. Der Vorstand erörterte ausführlich die Geschäftsstrategie und legte sämtliche zustimmungspflichtigen Angelegenheiten rechtzeitig dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor. Im Berichtsjahr wurden im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen Fit & Proper-Schulungen abgehalten.

Die erste Sitzung des Aufsichtsrates der BKS Bank fand am 26. März 2019 statt. Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss und Lagebericht der BKS Bank AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Corporate Governance Bericht für das Jahr 2018. Mit den Vertretern des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH wurden die Prüfberichte eingehend besprochen. Entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat festgestellt und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 sowie der Vorschlag für die Gewinnverteilung 2018 gebilligt. Der Vorsitzende des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses berichtete über wesentliche Themen aus den Ausschüssen. Der Aufsichtsrat ist dem Vorschlag des Vergütungsausschusses hinsichtlich der Änderung der Vergütungsrichtlinie für die BKS Bank AG und die Kreditinstitutsgruppe gefolgt.

Die zweite Aufsichtsratssitzung fand im Anschluss an die 80. ordentliche Hauptversammlung am 08. Mai 2019 statt. In dieser Sitzung befasste sich das Plenum mit der Wahl des Präsidiums sowie mit der personellen Besetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrates. Die aktuelle personelle Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrates ist auf Seite 25 dargestellt. Den Vorsitz übt in allen Ausschüssen der Aufsichtsratsvorsitzende aus. Darüber hinaus wurde über die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der Risikolage im ersten Quartal berichtet.

Die dritte Sitzung fand am 12. September 2019 statt. Der Vorstand berichtete über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2019, präsentierte die Vorschau auf das Gesamtjahr 2019 und erstattete den Risikobericht. Danach erfolgten ausführliche Berichte aus dem Prüfungsausschuss. Des Weiteren wurde der überarbeitete und an die aufsichtsrechtlichen Vorgaben angepasste Sanierungsplan gebilligt und der Vorschlag zur Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands genehmigt. Ein Sonderausschuss (Rechtsausschuss), welcher die im Zusammenhang mit den Klagsführungen der UniCredit Bank Austria und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. stehenden Themen behandelt und auch die in diesem Zusammenhang notwendigen Beschlüsse fasst, wurde eingerichtet. Außerdem vereinbarten sowohl die Kapital- als auch die Arbeitnehmervertreter, auf ein Widerspruchsrecht bei der Zusammenrechnung der Mindestanteile zur Erfüllung der 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat zu verzichten.

In der vierten Sitzung des Aufsichtsrates am 04. Dezember 2019 präsentierte der Vorstand dem Plenum des Aufsichtsrates die Weiterentwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie 2023. Zudem wurde dem Aufsichtsrat die Vorschau für 2019 präsentiert und das Ertrags-, Kostenund Investitionsbudget 2020 sowie der Emissionsplan für 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt. Das Plenum befasste sich darüber hinaus mit dem jährlichen Bericht zu Großkrediten gemäß § 28b BWG. Weiters wurden die Anpassungen der Geschäftsordnungen für den Vorstand und für den Aufsichtsrat beschlossen. Über Vorschlag des Nominierungsausschusses wurde das Vorstandsmandat von Mag. Dieter Kraßnitzer um weitere drei Jahre, bis zum 31. August 2023, einstimmig verlängert.

SITZUNGEN UND TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE DER AUSSCHÜSSE Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. In der ersten Sitzung am 26. März 2019 wurden der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht 2018, der Jahresabschluss samt Lagebericht 2018, der Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Vorschlag zur Gewinnverteilung, der Corporate Governance Bericht sowie der Risikobericht eingehend geprüft. Des Weiteren wurde beschlossen, dem Aufsichtsrat und somit in weiterer Folge der 80. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2020 der BKS Bank AG und des Konzernabschlusses 2020 zu beauftragen. Außerdem wurde beschlossen, als Abschlussprüfer für die EU-Zweigstelle in der Slowakei für die Jahre 2019 und 2020 die KPMG Slovensko spol. s r.o. in Abstimmung mit dem Gesamtaufsichtsrat der Hauptversammlung vorzuschlagen.

In der zweiten Sitzung am 12. September 2019 wurde der vom Vorstand gestellte Antrag für etwaige erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers genehmigt. Über die tatsächlich erbrachten Nicht-Prüfungsleistungen wird dem Prüfungsausschuss zweimal jährlich berichtet. Gemäß § 63a Abs. 4 Ziffern 1 und 2 BWG erstattete der Vorstand ausführliche Berichte zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems. An beiden Sitzungen nahmen Vertreter des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH als sachverständige Auskunftspersonen teil.

Arbeitsausschuss

Der Arbeitsausschuss fasste im Berichtsjahr einen Beschluss im Umlaufwege.

Risikoausschuss

In der Sitzung vom 04. Dezember 2019 befasste sich das Gremium mit der Risikolage der BKS Bank und den im § 39 Abs. 2b BWG angeführten bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken. Die Ausschussmitglieder setzten sich eingehend mit dem Risikomanagement und der ausgearbeiteten Risikostrategie auseinander. Dabei stellten sie fest, dass die eingesetzten Verfahren zur Risikosteuerung wirken, angemessen sind und die Überwachung der Risikoentwicklung ordnungsgemäß erfolgt.

Kreditausschuss

Der Kreditausschuss fasste seine Beschlüsse im Berichtsjahr aufgrund der Notwendigkeit zeitnaher Entscheidungen fast ausschließlich im Umlaufweg und behandelte 51 Kreditanträge. Über diese wurde in den jeweils folgenden Sitzungen des Plenums ausführlich berichtet.

Nominierungsausschuss

In seiner ersten Sitzung am 25. März 2019 führte der Nominierungsausschuss die Fit & Proper-Evaluierung für alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie der zweiten Führungsebene der BKS Bank durch. Diese umfassende Reevaluierung war notwendig, da der Aufsichtsrat aufgrund tiefgreifender Änderungen im BWG zum Thema Fit & Proper eine neue Fit & Proper-Policy verabschiedet hatte und die darin festgeschriebenen Vorgehensweisen nun erstmalig anzuwenden waren. Die Fit & Proper-Evaluierung der Mitglieder des Nominierungsausschusses wurde in der Sitzung des Gesamtaufsichtsrates am 26. März 2019 durchgeführt. Weiters befasste sich der Nominierungsausschuss mit der Verlängerung der Aufsichtsratsmandate von Dr. Franz Gasselsberger und Dr. Heimo Penker.

In seiner zweiten Sitzung am 23. November 2019 befasste sich der Nominierungsausschuss mit der Verlängerung des Vorstandsmandates von Mag. Dieter Kraßnitzer. Es wurde der Beschluss gefasst, die Verlängerung des Vorstandsmandates bis zum 31. August 2023 dem Gesamtaufsichtsrat vorzuschlagen.

Vergütungsausschuss

Am 25. März 2019 fand die jährliche Sitzung des Vergütungsausschusses statt. In der Sitzung befassten sich die Ausschussmitglieder mit der Prüfung der Grundsätze der Vergütungspolitik und deren Umsetzung. Zu diesem Zweck stand u. a. auch der Leiter der Risikomanagementfunktion den Ausschussmitgliedern beratend zur Seite.

Der Vergütungsausschuss beschloss einstimmig die Anpassungen der Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der Kreditinstitutsgruppe und schlug dem Gesamtaufsichtsrat die Genehmigung vor. Die Mitglieder des Vergütungsausschusses beschäftigten sich darüber hinaus mit den Vergütungen des höheren Managements, des höheren Risikomanagements, der Compliance-Funktionen, der Verantwortlichen in Kontrollfunktionen und der Risikokäufer. Der Vergütungsausschuss gelangte zur Überzeugung, dass die fixen und variablen Bezüge der betroffenen Personen keine fehlleitenden Anreize bieten und dass die gewährten Bezüge im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen stehen. Weiters beschloss der Vergütungsausschuss die Auszahlung von jeweils einem Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für den Vorstand für die Jahre 2013 bis 2017 sowie eine Anpassung der Vorstandsbezüge.

Rechtsausschuss

In seiner ersten Sitzung am 23. November 2019 befasste sich dieser Ausschuss mit jenen Themen, die in den laufenden Gerichtsverfahren von den Minderheitsaktionären UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. vorgebracht wurden. Weiters wurden auch die damit in Zusammenhang stehenden behördlichen Anfragen besprochen.

In seiner zweiten Sitzung am 04. Dezember 2019 wurde vor allem über die am 26. November 2019 durchgeführte Tagsatzung in dem Verfahren vor dem Landesgericht Klagenfurt, in welchem einige Beschlüsse der 80. Hauptversammlung angefochten wurden, berichtet.

SELBSTEVALUIERUNG GEMÄSS C-REGEL 36

Der Aufsichtsrat führte im Berichtsjahr gemäß der C-Regel 36 des ÖCGK eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. In der Sitzung am 26. März 2019 beschäftigte er sich mit der Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere mit seiner Organisation und Arbeitsweise. Er beschloss, die bestehende Organisation und die als effizient und effektiv bewertete Arbeitsweise beizubehalten.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht nennt nachstehend die Kriterien, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BKS Bank angewendet werden, und erläutert Höhe und Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sowie die Prüfungshonorare und -leistungen der Abschlussprüfer.

Das Aktienrechts-Änderungsgesetz 2019 erweitert die Einflussmöglichkeiten der Aktionäre auf die Vergütungspolitik für Aufsichtsrat und Vorstand:

Gemäß den neu eingeführten §§ 78a bis 78e und 98a AktG hat der Aufsichtsrat die Grundsätze für die Vergütung des Vorstandes aufzustellen. Diese schriftliche Vergütungspolitik stellt jeweils für die nächsten vier Jahre den verbindlichen Rahmen dar, innerhalb dessen die Vergütung der Vorstandsmitglieder liegen muss. Für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist ebenso eine Vergütungspolitik zu erstellen. Die Vergütungspolitik muss auf die Kriterien für die Gewährung fester und variabler Vergütungsbestandteile eingehen. Der Einfluss der Beschäftigungsbedingungen der Arbeitnehmer auf die Vergütung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern ist ebenso darzulegen wie die Vertragslaufzeit jedes Vorstandsmitglieds. Bestehen Zusatzpensionssysteme, sind diese anzuführen. Die Vergütungspolitik und der Vergütungsbericht sind der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Entscheidung der Hauptversammlung hat bloß empfehlenden Charakter. Eine Ablehnung durch die Hauptversammlung führt nicht zur Unwirksamkeit der Vergütungspolitik, jedoch zu einer Pflicht des Aufsichtsrates darzulegen, wie die Ansichten der Aktionäre für die Vergütungspolitik berücksichtigt werden können. Der Abschlussprüfer hat den Vergütungsbericht auf inhaltliche Vollständigkeit sowie ordnungsgemäße Veröffentlichung zu überprüfen. Bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände darf von der Vergütungspolitik, soweit sie diese Möglichkeit vorsieht, vorübergehend abgewichen werden.

Details zur Umsetzung der Vergütungspolitik sind in der CRR-Offenlegungsverordnung, die auf www.bks.at unter » Über uns » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen abrufbar ist, publiziert.

VERGÜTUNGEN AN DEN VORSTAND

Der Aufsichtsrat übertrug in seiner Sitzung vom 25. November 2010 alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung dem Vergütungsausschuss. Dieses Gremium regelt seither die Beziehung zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands und überwacht die Vergütungspolitik, die Vergütungspraktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage.

Die Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der Kreditinstitutsgruppe wurde auf Vorschlag des Vergütungsausschusses vom Aufsichtsrat mit Wirksamkeitsbeginn 01. Jänner 2019 genehmigt. Neben den Grundzügen der Vergütungspolitik sind in diesem Regelwerk auch eine ausführliche, schriftlich dokumentierte Komplexitätsanalyse sowie Parameter für die Bemessung und Überprüfung der variablen Vergütungen festgelegt. Die Vergütungspolitik der BKS Bank und der Kreditinstitutsgruppe steht im Einklang mit allen in der Anlage zu § 39b BWG definierten Grundsätzen. Durch die Erfüllung dieser detaillierten bankaufsichtlichen Bestimmungen zur Ausgestaltung der Vergütungspolitik in Kreditinstituten wird auch den Anforderungen des § 78 Abs. 1 AktG in vollem Umfang entsprochen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der BKS Bank orientieren sich an deren Tätigkeitsund Verantwortungsbereichen, der Umsetzung der Unternehmensstrategie, am Beitrag zum Geschäftserfolg und an angemessenen branchenüblichen Standards für Unternehmen vergleichbarer Größe. Berücksichtigt ist ein ausgewogenes Verhältnis von fixen und variablen Bezügen, wobei für die variablen Bezüge ein Richtwert von 25 % des Fixbezuges festgelegt ist. Der variable Bezug ist mit maximal 40 % des Fixbezuges begrenzt.

Kennzahlen für die Bemessung der variablen Bezüge sind der Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der Return on Equity nach Steuern, die Cost-Income-Ratio, die Risk-Earnings-Ratio, die Personalfluktuationsrate, die Entwicklung der Kundenanzahl sowie die Kernkapital- und Eigenmittelquote als Messlatte der gesamten operativen Geschäftsentwicklung und der Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder. Darüber hinaus werden Zielgrößen zur Risikotragfähigkeit, zum Kredit-, Zinsänderungs-, Markt-, Liquiditäts- und operationalen Risiko sowie zum Risiko einer übermäßigen Verschuldung als Maßstäbe für die Zuerkennung variabler Bezüge berücksichtigt.

Dazu zählen beispielsweise:

  • der Ausnutzungsgrad des ökonomischen Kapitals
  • die NPL-Quote
  • Messgrößen zum Konzentrationsrisiko im Kreditgeschäft
  • das Zinsänderungsrisiko in Prozent der Eigenmittel
  • die Loan-Deposit-Ratio
  • die absolute Höhe des operationalen Risikos

Es werden sowohl gemeinsame als auch persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder berücksichtigt. Auch nichtfinanzielle Aspekte fließen in die Beurteilung ein. Sollte sich ex post herausstellen, dass variable Vergütungskomponenten auf Basis offensichtlich falscher Daten ausgezahlt wurden, können diese Bezüge zurückgefordert werden.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr insgesamt 1.490 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.460 Tsd. EUR), hiervon rund 84 % fixe und rund 16 % variable Komponenten. Im Einklang mit der Vergütungsrichtlinie und auf Basis eines Beschlusses des Vergütungsausschusses wurde ein Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017 ausgezahlt. Eine Zuerkennung variabler Vergütungskomponenten in Form von Instrumenten erfolgte nicht. Es gibt in der BKS Bank auch kein Stock-Option-Programm und daher keine auch nur teilweise Auszahlung variabler Bezüge in Form von Aktien der BKS Bank oder von Optionen auf diese. Demgemäß boten die variablen Bezüge des Vorstandes keine Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken.

Die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes werden im Bericht 2019 auf Seite 31 dargestellt. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit 194 Tsd. EUR dotiert.

Die Geschäftsordnung für den Vorstand sieht vor, dass der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates den Nebenfunktionen von Vorstandsmitgliedern zustimmen muss, um etwaigen Interessenkonflikten vorzubeugen und um fehlleitende finanzielle Anreize einzudämmen. Hiervon ausgenommen sind Mandate in Tochtergesellschaften der BKS Bank, deren Ausübung nicht vergütet wird.

Die betriebliche Altersversorgung der aktiven Vorstandsmitglieder wird monatlich bei einer Pensionskasse angespart. Bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses erhalten sie zudem eine Abfertigung unter sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes und des Bankenkollektivvertrages. Für Vorstandsmitglieder, deren Bestellung ab 2018 erfolgt, findet hinsichtlich der Abfertigung das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz Anwendung. Die Regelungen über eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit stehen im Einklang mit den Bestimmungen der C-Regel 27a des ÖCGK. Vereinbarungen über Abfindungszahlungen berücksichtigen die Umstände des Ausscheidens des betreffenden Vorstandsmitgliedes und die wirtschaftliche Lage der BKS Bank.

Abfindungszahlungen dürfen lediglich die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags abdecken. Falls ein Vorstandsmitglied den Vertrag aus einem von ihm zu vertretenden Grund vorzeitig beendet, entfallen diese Abfindungen in Höhe von maximal zwei Jahresgesamtbezügen zur Gänze.

Ehemalige Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf eine Alterspension. Die Höhe der jeweils vertraglich zugesagten Firmenpension richtet sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses und der Höhe des seinerzeitigen pensionsfähigen Fixgehalts. Hinterbliebenen stehen Pensionsleistungen nach dem Ableben des berechtigten Vorstandsmitgliedes zu. Die Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 805,1 Tsd. EUR (Vorjahr: 865,2 Tsd. EUR).

BEZÜGE DES VORSTANDES

in Tsd. EUR 2018 2019
Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder 1.460 1.490
• hiervon Mag. Dr. Herta Stockbauer 664 761
• hiervon Mag. Dieter Kraßnitzer 407 455
• hiervon Mag. Alexander Novak 84 274
Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und
ihrer Hinterbliebenen
865 805
Dotation/Auflösung von Abfertigungs- und Pensions
rückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder
-367 194

VERGÜTUNGEN AN MITARBEITER IM HÖHEREN MANAGEMENT

Die Abteilungsleiter der Zentrale, die Leiter der in- und ausländischen Direktionen und die Geschäftsführer der vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften sind ebenfalls von der Vergütungsrichtlinie erfasst. Die für den Markt verantwortlichen Mitarbeiter im höheren Management sind als Risikokäufer eingestuft. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist mit 25 % des Fixbezuges oder dem absoluten Betrag von EUR 30.000, begrenzt. Das Entlohnungssystem bietet daher keine Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken. Der Vergütungsausschuss evaluiert regelmäßig die variablen Zuwendungen und die Einhaltung der Vergütungsregeln. Die Mitarbeiter im höheren Management unterliegen den Fit & Proper-Bestimmungen der BKS Bank.

D & O-VERSICHERUNG

Die BKS Bank hat für die Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates, für Mitarbeiter der zweiten Führungsebene und für Prokuristen sowie für Geschäftsführer von Tochtergesellschaften eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (Directors and Officers-Versicherung) abgeschlossen und deren Kosten übernommen.

VERGÜTUNGEN AN DEN AUFSICHTSRAT

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat sind in der Satzung der BKS Bank geregelt. Bei Bedarf werden die Vergütungen von der Hauptversammlung angepasst. Dies erfolgte zuletzt in der Hauptversammlung am 09. Mai 2017. Die Auszahlung erfolgt erst nach der Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder durch die Hauptversammlung.

Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Plenarsitzungen teil. Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter erreichte 94,6 %.

Name feste AR
Vergütung
Ausschuss
tätigkeit
Sitzungs
geld
Vergütungen
2019 in Summe
Gerhard Burtscher 24.000 18.000 600 42.600
Dr. Franz Gasselsberger, MBA 20.000 14.000 450 34.450
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch 18.000 - 600 18.600
Mag. Gregor Hofstätter-Pobst1) - - - -
Dr. Reinhard Iro 18.000 5.000 600 23.600
Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt 18.000 - 450 18.450
Dkfm. Dr. Heimo Penker 18.000 12.000 600 30.600
Karl Samstag 18.000 - 450 18.450
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik 18.000 6.000 600 24.600
Mag. Klaus Wallner2) 18.000 6.000 600 24.600

VERGÜTUNGEN AN DEN AUFSICHTSRAT

1) Dieses AR-Mitglied erhält aufgrund einer internen Regelung im UniCredit-Konzern keine Vergütungen.

2) Auch die Generali-Gruppe hat interne Regelungen im Hinblick auf Vergütungen für Organfunktionen. Die Vergütung für die

Aufsichtsratstätigkeit von Mag. Klaus Wallner wird nicht ihm persönlich, sondern der Gesellschaft, bei der er tätig ist, zuerkannt.

VERGÜTUNGEN AN DEN BANKPRÜFER

Die 79. ordentliche Hauptversammlung betraute die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, am 09. Mai 2018 einstimmig mit der Abschlussprüfung der Geschäftsgebarung der BKS Bank AG und ihres Konzerns für das Geschäftsjahr 2019. Der Bankprüfer präsentierte dem Aufsichtsrat eine nach Leistungskategorien gegliederte Aufstellung zu den im vorangegangenen Geschäftsjahr erhaltenen Gesamteinnahmen sowie eine Vorschau auf die zu erwartenden Prüfungskosten für das Geschäftsjahr 2020. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, unterrichtete den Aufsichtsrat auch über die Einbeziehung in ein Qualitätssicherungssystem und erklärte sich schlüssig für unbefangen und bestätigte das Nichtvorliegen von Ausschließungsgründen.

Das Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016 (APRÄG 2016) sieht eine strikte Trennung zwischen Prüfungsleistungen und Nicht-Prüfungsleistungen, die vom Abschlussprüfer und seinem Netzwerk erbracht werden dürfen, vor. Der Prüfungsausschuss genehmigte das Budget für erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen und kontrollierte die Einhaltung der Budgetgrenze.

in Tsd. EUR 2018 2019
Honorare für Pflichtprüfungen für
Einzel- und Konzernabschluss
654 559
Honorare für sonstige Bestätigungs
leistungen
166 116
Honorare für wirtschaftliche Beratung
inklusive steuerliche Beratung
61 85
Summe 881 760

ANGABEN ZU VERGÜTUNGEN AN DEN BANKPRÜFER

Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung

Die Personalpolitik der BKS Bank ist nachhaltig darauf ausgerichtet, allen Mitarbeitern gleiche Chancen und Rechte zu bieten und jede Form von Diskriminierung zu vermeiden. Wir achten bei der Zusammensetzung des Vorstandes, der Besetzung von Führungspositionen und bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsräten auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Bewerber und auf Aspekte der Diversität.

CHANCENGLEICHHEIT VON ANFANG AN

Zu unserem Selbstverständnis zählt, dass wir unsere Mitarbeiter gleich behandeln und jeder Form der Benachteiligung oder Diskriminierung entschieden entgegentreten. In der Personalauswahl entscheiden wir uns stets für den Mitarbeiter, der die geeignetsten Voraussetzungen mitbringt, unabhängig von Geschlecht, Alter und soziokulturellem Hintergrund. Bei der Besetzung von Führungspositionen stehen allen Mitarbeitern dieselben Karrierechancen offen. Wir haben uns vorgenommen, Spitzenpositionen im Management und Führungspositionen vorrangig mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen zu besetzen, und haben dafür auch eine Zielquote festgelegt. Damit wir diese erreichen, gibt es eine Reihe von Förder- und Entwicklungsprogrammen. Interessierte können sich eigenverantwortlich zu diesen Förder- und Entwicklungsprogrammen bewerben, eine Nominierung durch Führungskräfte ist nicht erforderlich. Damit stellen wir Chancengleichheit sicher. Darüber hinaus haben wir uns vor Jahren einen Code of Conduct auferlegt, in dem wir unsere Haltung zu Chancengleichheit, Gleichbehandlung und Diversität offen darlegen.

KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL VON VORSTAND UND AUFSICHTSRÄTEN

Bei den Vorschlägen an die Hauptversammlung zur Besetzung frei werdender Mandate achten der Nominierungsausschuss und der Aufsichtsrat auf die adäquate Vertretung beider Geschlechter, die Internationalität, die Altersstruktur sowie auf den Bildungs- und Berufshintergrund potentieller Bewerber. Die Kriterien für die Auswahl von Vorstandsmitgliedern und Aufsichtsräten sind in der Fit & Proper-Policy der BKS Bank festgeschrieben.

Für die Auswahl von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind eine entsprechende theoretische Ausbildung, praktische Kenntnisse sowie eine mehrjährige Führungserfahrung erforderlich. Darüber hinaus setzt die Eignung als Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied voraus, dass persönliche Qualifikationen wie Aufrichtigkeit und Unvoreingenommenheit, persönliche Zuverlässigkeit, guter Ruf und die Kriterien der ordnungsgemäßen Governance erfüllt sind.

Die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der BKS Bank sind hochqualifizierte Bank- und Wirtschaftsexperten mit einschlägigen Erfahrungen in strategischen Fragen und verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse im Rechnungslegungs- und Finanzierungsbereich und im Bereich der Digitalisierung.

Alle Vorstandsmitglieder und die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder haben einen Universitätsabschluss und sind oder waren in führenden Positionen im Bank- und Versicherungsgeschäft und der Industrie tätig. Zwei Aufsichtsratsmitglieder lehren und forschen an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind langjährige Mitarbeiter und profunde Kenner der BKS Bank.

Die Vorstandsmitglieder und die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat verfügen über breite Führungserfahrungen in nationalen und international tätigen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Mit den Besonderheiten, die sich entweder durch unterschiedliche kulturelle Gepflogenheiten oder durch andere Rechtssysteme ergeben, sind sie bestens vertraut. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte zeichnen sich durch gute Fremdsprachenkenntnisse aus.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, qualifizierte Frauen für verantwortungsvolle Aufgaben zu gewinnen. Der Nominierungsausschuss hat 2014 eine Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der Geschäftsleitung und im Aufsichtsrat in Höhe von 30 % festgelegt. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses überwachen die Einhaltung der Zielquote und überprüfen die Wirksamkeit festgelegter Maßnahmen zur Frauenförderung.

Im Berichtsjahr waren 30 % der Kapitalvertreter und die Hälfte der Arbeitnehmervertreter Frauen, das entspricht einer Gesamtquote von 36 %. Der Anteil der Frauen im Vorstand betrug zum Jahresultimo 33 %.

Das Alter spielt bei der Beurteilung der Eignung von potentiellen Kandidaten insofern eine wesentliche Rolle, als eine ausgewogene Altersverteilung für die Beurteilung von Sachfragen und aus Nachfolgegründen relevant ist. Wir wollen niemanden aufgrund eines bestimmten Alters diskriminieren, achten aber auf einen Altersmix, der auch der Verteilung in der arbeitenden Bevölkerung bzw. in den jeweiligen Berufspositionen entspricht. Demgemäß liegt das Alter der Aufsichtsratsmitglieder zwischen 47 und 75 Jahren, die Vorstandsmitglieder sind zwischen 48 und 60 Jahre alt.

MASSNAHMEN ZUR FRAUENFÖRDERUNG

In der BKS Bank beschäftigen wir 1.128 Mitarbeiter, darunter 637 Frauen. Erfreulicherweise sind mittlerweile 31,4 % der Führungspositionen in der Hand von Frauen. Im Berichtsjahr wurden von 20 neu zu besetzenden Führungspositionen acht mit Frauen besetzt – ein Anteil von 40 %.

Bis Ende 2020 wollen wir den Anteil an weiblichen Führungskräften auf 35 % ausbauen. Damit uns das gelingt, haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Frauenförderung gesetzt: Mit dem im Jahr 2012 initiierten Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft" wollen wir Frauen ermutigen, eine Führungs- oder Expertenkarriere anzustreben. Bisher haben 57 Frauen das Frauenkarriereprogramm absolviert. Davon haben 16 den Sprung in die Führungslaufbahn geschafft und 14 weitere Frauen das Aufgabengebiet gewechselt. Vier Mitarbeiterinnen befinden sich derzeit in Karenz.

Bei Karriereüberlegungen spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine entscheidende Rolle. Die BKS Bank unterstützt ihre Mitarbeiter mit vielfältigen Angeboten, um die Balance zwischen Beruf und Familie gut bewerkstelligen zu können. Flexible Arbeitszeitmodelle, eine umfassende Aus- und Weiterbildung, eine Kleinkinderbetreuung, Unterstützung bei der Ferienbetreuung sowie eine aktive Befürwortung der Väterkarenz sind nur ein paar Beispiele, für die auch entsprechende finanzielle Mittel aufgewendet wurden. Diese Initiativen wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend 2010, 2013, 2016 und 2019 mit dem Zertifikat des Audit "berufundfamilie" gewürdigt. In Slowenien trägt die BKS Bank das entsprechende landesspezifische Zertifikat seit 2015. In Kroatien sind wir seit 2017 mit dem "MAMFORCE©-Standard" als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Dem Grundsatz "gleiche Arbeit, gleiches Entgelt" (Equal Pay) folgend, setzen wir alles daran, die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern weiter zu verkleinern. Die Einkommensschere ergibt sich vor allem daraus, dass deutlich mehr Frauen als Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen und dadurch in der beruflichen Entwicklung einen flacheren Karriereverlauf aufweisen. Männer verfügen zudem häufiger über Pauschalvergütungen für Mehrleistungen.

2019 haben wir die Einkommensdifferenz von 17,0 % auf 16,5 % reduzieren können, ein Minus von 0,5 %-Punkten. Die Teilzeitquote der Frauen mit 38,8 % wollen wir in den nächsten Jahren ebenfalls reduzieren. Viele Jahre in Teilzeit wirken sich negativ auf künftige Pensionszahlungen aus. Wir wollen daher Maßnahmen setzen, damit Vollzeitbeschäftigung auch für Mitarbeiterinnen mit Kindern möglich ist. Wichtig ist uns auch, das durchschnittliche Pensionsantrittsalter unserer weiblichen Mitarbeiter dem 60. Lebensjahr anzunähern. Während 2018 dieses bei 59,8 Jahren lag, haben wir 2019 mit 60,01 Jahren den Zielwert erreicht.

FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN

Anzahl Anzahl
Stichtag 31.12.2019 Frauen Quote Männer Quote
Vorstand 1 33 % 2 66 %
Aufsichtsrat (Kapitalvertreter) 3 30 % 7 70 %
Aufsichtsrat (Belegschaftsvertreter) 2 50 % 2 50 %
Sonstige Führungspositionen 56 32 % 121 68 %

Compliance-Management-System

Compliance ist neben dem Risikomanagement und dem internen Kontrollsystem die dritte Säule der Unternehmensüberwachung. Oberstes Ziel ist es, Gesetzes- und Regelverstöße zu verhindern und den BKS Bank Konzern, seine Mitarbeiter, Leiter und Organe wie auch Eigentümer vor dem Eintritt von Compliance-Risiken zu schützen. Zu diesem Zweck ist ein Compliance-Management-System im BKS Bank Konzern implementiert.

Wir nehmen die umfassenden Compliance-Pflichten sehr ernst. Von unseren Führungskräften und Mitarbeitern erwarten wir, dass sie sich im täglichen Tun an Gesetze, Regularien und interne Regelwerke halten und sich dabei von unseren Unternehmenswerten leiten lassen. Dabei kommt dem Wert "Integrität" eine entscheidende Rolle zu: Integrität sichert das Vertrauen der Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner in unser Haus und damit den langfristigen Erfolg. Zur Sicherstellung eines rechts-, regel- und ethikkonformen Verhaltens haben wir ein Compliance-Management-System geschaffen, das auf den drei Elementen "Erkennen", "Vorbeugen" und "Handeln" basiert. Dem Thema "Vorbeugen" widmen wir mit gezielten Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen besonderes Augenmerk.

COMPLIANCE-MANAGEMENT-SYSTEM DER BKS BANK

Neue Mitarbeiter werden unmittelbar nach Dienstbeginn über Compliance-Agenden geschult. In weiterer Folge absolvieren alle Mitarbeiter mindestens im 3-Jahres-Rhythmus verpflichtende Compliance-Seminare. Darüber hinaus müssen regelmäßig E-Learnings absolviert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strikten Einhaltung des Know-your-Customer-Prinzips. Dieses umfasst u. a. die Feststellung und Dokumentation der Identität des Kunden und seiner wirtschaftlichen Eigentümer sowie der Herkunft der Vermögenswerte, die im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt werden. Ferner wird auch der Zweck der durchgeführten Transaktionen risikobasiert hinterfragt.

Die umfangreichen Compliance-Agenden umfassen vor allem folgende Kern-Compliance-Gebiete: Geldwäschereiprävention, Prävention von Terrorismusfinanzierung, Einhaltung von Finanzsanktionen, Kapitalmarkt- und Wertpapiercompliance, Antikorruption, sowie BWG-Compliance gemäß den gesetzlichen Vorgaben.

Die Geldwäschereibeauftragte und ihr Team befassen sich mit umfangreichen Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung und zur Einhaltung von Finanzsanktionen. Zusätzlich obliegt es diesem Team, ein funktionierendes System zur Fraudprävention zu etablieren und weiterzuentwickeln.

Neben den risikobasierten Maßnahmen im laufenden Geschäftsbetrieb, die den Missbrauch der BKS Bank zu Zwecken der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierung verhindern sollen, war auch die Vorbereitung auf die Umsetzung der 5. EU-Geldwäsche-Richtlinie ein wichtiges Ziel im Geschäftsjahr 2019. Weiters waren die organisatorischen Maßnahmen aufgrund mehrerer im Geschäftsjahr 2019 erschienener Rundschreiben der FMA mit deren Vorgaben abzugleichen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Der WAG-Compliance-Beauftragte kümmert sich mit seinem Team "Kapitalmarktcompliance" um jene Compliance-Themen, die die BKS Bank als börsenotiertes Unternehmen und als Dienstleister für Finanzinstrumente zu beachten hat. Dazu zählen insbesondere die Erstellung von Compliance-Regelwerken, die Entwicklung und Durchführung von Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen, die Einrichtung von Systemen zur Prävention und Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation sowie die regelmäßige Bewertung von Compliance-Risiken. Prozesse und Regelwerke betreffend Antikorruption ergänzen diesen Aufgabenbereich.

MiFID II samt ihren umfangreichen Begleitnormen stellte weiterhin eine Herausforderung dar. Die besondere Dichte an Rechtsakten und verschiedenen Formen von Soft-law machen die Handhabung dieser Bestimmungen besonders aufwändig. Dass gesetzlich angeordneten Formalismen jeweils ein Nutzen für Kunden oder Marktteilnehmer gegenübersteht, ist nicht immer klar ersichtlich.

In der BKS Bank wurde ferner ein BWG-Compliance-Beauftragter bestellt. Dieser sorgt mit einem Team von Spezialisten im Rahmen der Regulatory-Compliance dafür, dass in den gesetzlich vorgegebenen Bereichen von der BKS Bank einzuhaltende Bestimmungen laufend überwacht, gesetzliche Änderungen erkannt und gegebenenfalls Umsetzungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Die im Bereich der BWG-Compliance tätigen Mitarbeiter waren aufgrund der zahlreichen rechtlichen Neuerungen im Geschäftsjahr 2019 gefordert, den Überblick über diese Normen zu wahren und ein System zu betreiben, das das Risiko, gegen diese Bestimmungen zu verstoßen, so weit wie möglich reduziert.

Diese Beauftragten treffen eine Reihe von Aufsichts-, Kontroll-, Melde-, Berichts- und Informationspflichten. Demgegenüber verfügen sie über umfangreiche Weisungs-, Informationsund Untersuchungsbefugnisse. Ein unabhängiges Reporting an den Vorstand, den Aufsichtsrat, an die Finanzmarktaufsicht sowie gegebenenfalls an staatliche Stellen ist eingerichtet. In den ausländischen Niederlassungen und Tochtergesellschaften bestehen ebenso Compliance-Management-Systeme.

DIRECTORS' DEALINGS

Die BKS Bank ist zur Veröffentlichung von Directors' Dealings-Meldungen verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Börsenultimo 2019 auf ihren bei der BKS Bank geführten Wertpapierdepots insgesamt 3.243 Stamm- und 4.279 Vorzugs-Stückaktien; auf Aufsichtsratsmitglieder entfielen 6.275 Stamm- und 2.755 Vorzugs-Stückaktien. In Summe entsprach dies einem Anteil von rund 0,04 % der ausgegebenen Aktien. Käufe und Verkäufe durch Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie durch eng verbundene Personen werden gemäß der EU-Marktmissbrauchsverordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) gemeldet, europaweit durch Nachrichtenagenturen veröffentlicht und auf der Internetseite der BKS Bank offengelegt. Dies erfolgt, sofern der Wert der jeweiligen Geschäfte auf eigene Rechnung im Kalenderjahr insgesamt jeweils EUR 5.000,- erreicht oder übersteigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Directors' Dealings-Meldungen.

COMPLIANCE- UND AML-INFORMATIONEN ZUR BKS BANK IM INTERNET

Adressen im Internet

• Extract from registers
-- -- -- --------------------------
  • AML-Declaration
  • Bankkonzession
  • USA Patriot Act Certification
  • Wolfsberg Questionnaire of BKS Bank AG
  • W-8BEN-E, W-8IMY
  • Directors' Dealings-Meldungen

www.bks.at/investor-relations/compliance-informationen

Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements

Die KPMG Austria GmbH führte die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des BKS Bank-Risikomanagements gemäß der C-Regel 83 des ÖCGK durch. Dabei orientierte sich der Abschlussprüfer an dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) veröffentlichten Rahmenwerk für ein unternehmensweites Risikomanagement.

Der Abschlussprüfer beurteilte u. a. die Risikopolitik, die Risikostrategie sowie die Organisation des Risikomanagements. Die Vorgehensweise im Rahmen der Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken wurde ebenso beleuchtet wie die Maßnahmen zur Risikosteuerung. Des Weiteren wurden die Risikoüberwachung und das Berichtswesen über das Risikomanagement eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer legte seinen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vor.

In der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses am 26. März 2019 wurde das Ergebnis der Prüfung ausführlich behandelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete dem Gesamtaufsichtsrat, dass die Prüfung nach der C-Regel 83 zu keinen Beanstandungen führte und die BKS Bank über ein funktionierendes Risikomanagementsystem verfügt. In der zweiten Sitzung des Prüfungsausschusses wurden in Übereinstimmung mit den Vorgaben des § 63a Abs. 4 BWG das Risikomanagement und dessen aktuelle Weiterentwicklungen ausführlich behandelt. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Management von Risiken im Zahlungsverkehr. In der Sitzung des Risikoausschusses am 04. Dezember 2019 wurden die Ziele und die Umsetzung der Maßnahmen der Risikostrategie erörtert. Das Risikomanagement der BKS Bank wird im Geschäftsbericht 2019 ab Seite 159 detailliert beschrieben.

Die BKS Bank verfügt in Erfüllung der C-Regel 18 des ÖCGK bzw. gemäß § 42 BWG über eine interne Revision, deren Tätigkeit sich an einem vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss bzw. dem Plenum des Aufsichtsrates abgestimmten Revisionsplan orientiert. Die interne Revision bewertet die Risiken sämtlicher Unternehmensaktivitäten und operativer Prozesse, identifiziert Effizienzsteigerungspotentiale und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien.

Ein weiteres zentrales Element unserer Unternehmensüberwachung stellt das interne Kontrollsystem (IKS) dar. Das IKS ist risikobasiert aufgebaut und umfasst eine Vielzahl an Kontrollmaßnahmen, die eine effiziente und korrekte Arbeitsweise unterstützen. Das Kernstück bildet eine Risiko-Kontrollmatrix, in der die Kontrollen mit den identifizierten und bewerteten Risiken je Geschäfts- und Supportprozess verknüpft werden. Zusätzlich überprüfen wir regelmäßig die Qualität der Kontrollen anhand eines Reifegradmodells. Der Aufbau und die Verantwortlichkeiten im IKS sind klar geregelt. IKS-Koordinatoren entwickeln das interne Kontrollsystem laufend weiter und berichten regelmäßig an den Vorstand. Dadurch verbessern wir fortlaufend die Unternehmensüberwachung und stellen sicher, dass Vermögenswerte gesichert und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden.

Rechnungslegung und Publizität

Als börsenotiertes Unternehmen erstellt die BKS Bank AG den Konzernabschluss und den im Halbjahresfinanzbericht enthaltenen verkürzten Konzernzwischenbericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen worden sind. Die Jahresfinanzberichte veröffentlichen wir spätestens vier Monate, Halbjahresfinanzberichte und Zwischenberichte spätestens drei Monate nach Ende der Berichtsperiode. Die genannten Berichte halten wir jedenfalls zehn Jahre lang öffentlich zugänglich, dabei nützen wir das Issuer Information Center der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) als amtlich bestelltes System für die zentrale Speicherung vorgeschriebener Informationen. Auf der BKS Bank-Webseite werden die Finanzberichte in deutscher und englischer Sprache publiziert.

Die Rechnungslegung des BKS Bank Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, Risiko- und Ertragslage. Die Gesellschaft legt im Konzernlagebericht eine angemessene Analyse des Geschäftsverlaufes vor und beschreibt darin wesentliche finanzielle Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess werden ebenfalls dargelegt. Über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informieren wir in den Notes. Wir veröffentlichen einen gesonderten Nachhaltigkeitsbericht, der die Anforderungen der nichtfinanziellen Erklärung beinhaltet.

Der Einzelabschluss der BKS Bank AG wird gemäß den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellt. Konzern- und Einzelabschluss werden von der Gesellschaft erstellt, von dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat gebilligt bzw. festgestellt.

In den Finanzberichten und im Internet wird der Unternehmenskalender für das laufende bzw. jeweils nächste Jahr publiziert. Wir veröffentlichen Insider-Informationen unverzüglich auf unserer Internetseite und belassen diese jedenfalls fünf Jahre online.

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

2019 war für die BKS Bank erneut ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Herausforderungen blieben hoch, dennoch hat die BKS Bank wieder eindrucksvoll gezeigt, dass es trotz des schwierigen Marktumfeldes möglich ist, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die BKS Bank hat erneut ihren Kunden, Aktionären und Mitarbeitern bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Partnerin ist. Ebenso beeindruckend war, mit welcher Konsequenz und Innovationskraft die Digitalisierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden.

Leider hat sich das Verhältnis zu den beiden zur UniCredit-Gruppe gehörenden Minderheitsaktionären eingetrübt. Durch die Anfechtung gültig gefasster Mehrheitsbeschlüsse der letzten Hauptversammlung vor Gericht und die zudem beantragte Sonderprüfung betreffend Geschäftsjahre bis 1994 zurück ist das Verhältnis zu diesen beiden Aktionären ein anderes als in den letzten Jahrzehnten geworden. Nichtsdestotrotz besteht seitens des Vorstandes der BKS Bank und von meiner Seite als Vorsitzender des Aufsichtsrates nach wie vor die Bereitschaft, alle von diesen Aktionären aufgeworfenen Fragen und Themen gemeinsam sachlich zu diskutieren und eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.

Intensive Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der Konzernunternehmen. Es wurden vier Sitzungen abgehalten, in denen die Mitglieder des Aufsichtsrates die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, aber auch die strategische Weiterentwicklung und sonstige bankrelevante Ereignisse gemeinsam mit dem Vorstand erörtert haben.

Der Aufsichtsrat wurde zeitnah und umfassend anhand von schriftlichen und mündlichen Berichten vom Vorstand informiert. Ich stand regelmäßig im Kontakt mit der Vorsitzenden des Vorstandes und habe mit ihr unter anderem Geschäftsentwicklung, Risikomanagement und Strategie erörtert und analysiert. Der Aufsichtsrat war somit in alle für die BKS Bank bedeutenden Entscheidungen eingebunden. Er konnte so die ihm nach Gesetz, Satzung und den Vorgaben des Österreichischen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrnehmen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung überzeugt.

Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in sieben Ausschüssen. Auf Seite 27 f. in diesem Bericht wird über die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeiten ausführlich berichtet. Die Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, die Kriterien für dessen Unabhängigkeit, seine Arbeitsweise und seine Entscheidungsbefugnisse werden ausführlich ab den Seiten 19 ff. erläutert. Ich schließe mich in meinem Bericht diesen Darlegungen vollinhaltlich an.

Keine personellen Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

In der 80. Hauptversammlung am 05. Mai 2019 wurden Dr. Franz Gasselsberger und Dr. Heimo Penker auf die satzungsgemäße Höchstdauer von fünf Jahren wiedergewählt. Die beiden wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert und die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG abgegeben. Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen des nun in der Fit & Proper-Policy der BKS Bank standardisierten Verfahrens die Qualifikation von Dr. Gasselsberger überprüft. Bei Dr. Penker erfolgte dies durch das Plenum des Aufsichtsrates, da er Mitglied des Nominierungsausschusses ist.

In der im Anschluss an die 80. Hauptversammlung abgehaltenen Plenarsitzung des Aufsichtsrates wurde ich als Vorsitzender und Dr. Franz Gasselsberger als mein Stellvertreter bestätigt. Die Mitglieder von sechs Ausschüssen wurden ebenfalls in dieser Sitzung bestellt. Die Mitglieder des Rechtsausschusses wurden in der dritten Sitzung des Aufsichtsrates, nachdem auch die Einrichtung dieses Ausschusses in dieser Sitzung beschlossen worden war, gewählt.

Diversität

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil der Frauen im Aufsichtsrat rund 36 %. Die im Aktiengesetz normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat wird sowohl bei den Kapitalvertretern als auch bei den gemäß § 110 ArbVG entsandten Arbeitnehmervertretern erfüllt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass der Nominierungsausschuss bei seinen Vorschlägen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates darauf achtet, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildung und Bildungshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Finanz- und IT-Branche, der Industrie sowie von Universitäten. Sie gestalten mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mit.

Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen nicht teilgenommen. Die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsräte in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug 92,9 %.

Abschlussprüfung

Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2019 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Für die Jahresabschlussprüfung 2019 wurden folgende Sachverhalte als Key Audit Matters identifiziert und das Risiko daraus sowie die Vorgehensweise bei der Prüfung dazu detailliert im Prüfungsurteil festgehalten:

  • Werthaltigkeit der Forderungen von Kunden
  • Klassifikationen und Bewertung von at Equity bilanzierten Unternehmen
  • Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2019 eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der nach IFRS erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie der mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften in Einklang stehende Konzernlagebericht wurden ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Allen gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen und auch diese Prüfung führte zu keinen Einwendungen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des BKS Bank Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2019 währenden Geschäftsjahres. Die Abschlussprüfer bestätigten, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht, sodass die Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind. Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2019 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest. Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der jährliche Risikobericht, der nichtfinanzielle Bericht und der Corporate Governance Bericht wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Kunden und Aktionären, die der BKS Bank großes Vertrauen entgegenbringen.

Klagenfurt am Wörthersee, im März 2020

Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender

Investor Relations

Die BKS Bank-Aktie 44

Die BKS Bank-Aktie

ZUKUNFTSORIENTIERTES INVESTMENT

Unsere Aktionäre schätzen die BKS-Bank Aktie als zukunftsorientiertes Investment mit langfristigem Wertsteigerungspotential. Regionale Verbundenheit und wirtschaftliche Stärke sind tragende Säulen unseres Unternehmens. Auch in Zeiten eines schwierigen Marktumfelds konnte die BKS Bank neben ihren Mitbewerbern nicht nur bestehen, sondern ihre Exzellenz beweisen. Die Unabhängigkeit der BKS Bank ist jenes wertvollste Gut, das uns erfolgreich macht und das unsere Aktionäre besonders schätzen.

Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind in der Kategorie Standard Market Auction gelistet. Jede Aktie entspricht einem gleich hohen Anteil am gezeichneten Kapital. Das nominelle Grundkapital beträgt 85.885.800,- EUR und ist in 41.142.900 Stamm-Stückaktien und 1.800.000 Vorzugs-Stückaktien unterteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie keine Stimmrechte, gewährt aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital. Wird die Mindestdividende für ein Geschäftsjahr nicht oder nicht ganz bezahlt, ist dieser Rückstand aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre aufzuholen.

Der Schlusskurs der Stamm-Stückaktie zum Jahresende 2019 lag bei 16,00 EUR, jener der Vorzugs-Stückaktie bei 14,30 EUR. Die Marktkapitalisierung betrug 684 Mio. EUR.

Wir freuen uns über ein ausgezeichnetes Ergebnis im Geschäftsjahr 2019. Es bleibt unser Bestreben, unsere Aktionäre an dieser erfolgreichen Entwicklung teilhaben zu lassen und unser Eigenkapital weiter zu stärken.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird der Vorstand der 81. Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 10.735.725,- EUR auszuschütten. Dies entspricht 0,25 EUR pro Aktie und auf Basis des Jahresultimokurses 2019 einer Rendite von 1,56 % der Stamm-Stückaktien bzw. von 1,75 % der Vorzugs-Stückaktien.

KURSVERLAUF DER BKS BANK-STAMMSTÜCK-AKTIE SEIT BÖRSENEINFÜHRUNG

(die Kurse sind um die Dividenden und einen Aktiensplit bereinigt)

Die dargestellte vergangene Kursentwicklung hat einen rein informativen Charakter und beinhaltet keine Aussagen über zukünftige Kursentwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu.

Weiterführende Informationen zur Aktionärsstruktur der BKS Bank finden sich unter anderem im Konzernlagebericht auf der Seite 69 ff. sowie auf der Website www.bks.at » Investor Relations » Aktionärsstruktur.

ABSTIMMUNGSERGEBNISSE DER HAUPTVERSAMMLUNG AM 08. MAI 2019

Tagesordnungspunkt 2

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2018:

  • Ja-Stimmen: 693 Aktionäre mit 23.842.325 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen

Tagesordnungspunkt 3

Entlastung Herta Stockbauer:

  • Ja-Stimmen: 685 Aktionäre mit 23.834.060 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Dieter Kraßnitzer:

  • Ja-Stimmen: 685 Aktionäre mit 23.834.060 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Alexander Novak:

  • Ja-Stimmen: 685 Aktionäre mit 23.834.060 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Wolfgang Mandl:

  • Ja-Stimmen: 685 Aktionäre mit 23.834.060 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Tagesordnungspunkt 4

Entlastung Gerhard Burtscher:

  • Ja-Stimmen: 685 Aktionäre mit 23.834.060 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Franz Gasselsberger:

  • Ja-Stimmen: 685 Aktionäre mit 23.834.060 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Christina Fromme-Knoch:

  • Ja-Stimmen: 692 Aktionäre mit 36.303.873 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Gregor Hofstätter-Pobst:

  • Ja-Stimmen: 36 Aktionäre mit 14.725.857 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 653 Aktionäre mit 21.273.597 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 4 Aktionäre mit 304.479 Stimmen

Entlastung Reinhard Iro:

  • Ja-Stimmen: 691 Aktionäre mit 36.303.623 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Josef Korak:

  • Ja-Stimmen: 691 Aktionäre mit 36.303.623 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Stefanie Lindstaedt:

  • Ja-Stimmen: 691 Aktionäre mit 36.303.623 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Heimo Penker:

  • Ja-Stimmen: 691 Aktionäre mit 36.303.623 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Karl Samstag:

  • Ja-Stimmen: 34 Aktionäre mit 15.097.247 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 69 Aktionäre mit 316.138 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 588 Aktionäre mit 20.890.238 Stimmen

Entlastung Sabine Urnik:

  • Ja-Stimmen: 689 Aktionäre mit 36.300.439 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Klaus Wallner:

  • Ja-Stimmen: 690 Aktionäre mit 36.300.449 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Maximilian Medwed:

  • Ja-Stimmen: 690 Aktionäre mit 36.300.449 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Herta Pobaschnig:

  • Ja-Stimmen: 690 Aktionäre mit 36.300.449 Stimmen
  • Nein-Stimmen: mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Hanspeter Traar:

  • Ja-Stimmen: 690 Aktionäre mit 36.300.449 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Ulrike Zambelli:

  • Ja-Stimmen: 690 Aktionäre mit 36.300.449 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Entlastung Gertrude Wolf:

  • Ja-Stimmen: 690 Aktionäre mit 36.300.449 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Tagesordnungspunkt 5.1

Wahl Franz Gasselsberger:

  • Ja-Stimmen: 693 Aktionäre mit 23.844.326 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen

Tagesordnungspunkt 5.2

  • Wahl Heimo Penker:
  • Ja-Stimmen: 691 Aktionäre mit 36.314.139 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Tagesordnungspunkt 6.1

  • Wahl des Bankprüfers für das Geschäftsjahr 2020 für die BKS Bank AG:
  • Ja-Stimmen: 693 Aktionäre mit 23.844.326 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 7 Aktionäre mit 12.469.813 Stimmen

Tagesordnungspunkt 6.2

Wahl des Bankprüfers für die EU-Zweigstelle in Bratislava (BKS Bank AG, pobocka zahranicnej banky v SR) für die Geschäftsjahre 2019 und 2020:

  • Ja-Stimmen: 694 Aktionäre mit 23.871.326 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 6 Aktionäre mit 12.442.813 Stimmen

Tagesordnungspunkt 7

Beschlussfassung über die Änderung der Satzung in § 22 Abs. 2, § 24 Abs. 1 und § 25 Abs. 1:

  • Ja-Stimmen: 700 Aktionäre mit 36.314.139 Stimmen
  • Nein-Stimmen: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen
  • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

Tagesordnungspunkt 8

Beschlussfassung über die Durchführung einer Sonderprüfung der Geschäftsführung gemäß § 130 AktG dahingehend, ob anlässlich oder im Rahmen der vom Vorstand

  • (i) am 23.11.2017, 22.1.2018 und 6.03.2018 vom Vorstand beschlossenen Durchführung der Kapitalerhöhung des Grundkapitals um EUR 6.606.600,-- (im Firmenbuch eingetragen am 8.3.2018),
  • (ii) am 8.09.2016 und 20.10.2016 vom Vorstand beschlossenen Durchführung der Kapitalerhöhung des Grundkapitals um EUR 7.207.200,-- (im Firmenbuch eingetragen am 28.10.2016),
  • (iii) am 26.09.2014 und 29.10.2014 vom Vorstand beschlossenen Durchführung der Kapitalerhöhung des Grundkapitals um EUR 6.552.000,-- (im Firmenbuch eingetragen am 31.10.2014),
  • (iv) am 24.09.2009 und 27.10.2009 vom Vorstand beschlossenen Durchführung der Kapitalerhöhung des Grundkapitals um EUR 9.360.000,-- (im Firmenbuch eingetragen am 31.10.2009),
  • (v) am 26.4.2000 von der Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossenen Durchführung der Kapitalerhöhung des Grundkapitals um EUR 1.308.600,-- (im Firmenbuch eingetragen am 11.5.2000),
  • (vi) am 8.3.1994 vom Vorstand beschlossenen Durchführung der Kapitalerhöhung des Grundkapitals um ATS 6.000.000,-- (im Firmenbuch eingetragen am 22.4.1994) gegen Bareinlagen im Hinblick auf die Zeichnung von neuen Stammaktien durch Aktionäre, welche mit der Gesellschaft in einem wechselseitigen Beteiligungsverhältnis stehen,
    • a) Zahlungen oder sonstige Leistungen zwischen der Gesellschaft und ihren Aktionären, insbesondere der Generali 3Banken Holding AG, aufgegliedert nach Aktionären, Datum, Rechtsgrund, Betrag und einer allfälligen Widmung;
    • b) den Grundsätzen der effektiven Kapitalaufbringung entsprochen wurde in dem aufgrund der bestehenden wechselseitigen Beteiligungsverhältnisse in Höhe der in Hundert gerechneten wechselseitigen Beteiligung ein entsprechend erhöhter Kapitalbetrag aufgebracht wurde;
    • c) die Einlageforderungen aus der Zeichnung der neuen Aktien durch diese Aktionäre vollständig und wirksam erfüllt wurden, wobei die Beteiligung am eigenen Vermögen der Gesellschaft herauszurechnen ist;
    • d) Rückforderungsmöglichkeiten hinsichtlich allfälliger in Punkt a) genannter finanzieller Mittel bestehen und wenn ja in welcher Höhe, gegen wen und aus welchem Rechtsgrund;
    • e) einzelnen Aktionären ein gesellschaftsfremder (Sonder-)Vorteil entstanden ist;
    • f) ein allfälliger (Sonder-)Vorteil gemäß Punkt e) unter Ausnutzung von Einfluss auf die Gesellschaft durch Bestimmung eines Mitgliedes des Vorstands oder des Aufsichtsrats entstanden ist;
    • g) aus den möglichen Konstellationen der Gesellschaft und/oder einzelnen Aktionären ein Schaden erwachsen ist, in welcher Höhe dieser Schaden zu beziffern ist, und ob dieser Schaden gegenüber dem Vorstand, gegenüber dem Aufsichtsrat oder gegenüber den (anderen) Aktionären geltend gemacht werden kann.
    • Ja-Stimmen: 12 Aktionäre mit 12.550.251 Stimmen
    • Nein-Stimmen: 673 Aktionäre mit 23.748.002 Stimmen
    • Stimmenthaltung: 0 Aktionäre mit 0 Stimmen

LAUFENDE VERFAHREN

Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.

Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken.

Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.

Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird.

INVESTOR RELATIONS-KOMMUNIKATION

In der Finanzkommunikation legen wir bei Pressekonferenzen und im Berichtswesen besonderen Wert auf Best Practices für Transparenz und faire Information aller Marktteilnehmer.

Unsere Internetseite www.bks.at, Rubrik » Über uns » Investor Relations bietet umfangreiche Unternehmensinformationen und stellt einen laufenden Informationsfluss sicher. Pressemitteilungen veröffentlichen wir auf der Internetseite der BKS Bank unter der Rubrik » Über uns » News & Presse.

Seit 2012 erstellen wir jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht, der nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt wird und den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) entspricht. Wir berichten darin detailliert über unsere Nachhaltigkeitsstrategie sowie über die zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Strategie und Governance, Mitarbeiter, Produkte und Innovation, Gesellschaft und Soziales, Umwelt und Klimaschutz. Den Nachhaltigkeitsbericht 2019 veröffentlichen wir zeitgleich mit diesem Geschäftsbericht auf unserer Internetseite www.bks.at » Über uns » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen.

UNTERNEHMENSKALENDER 2020

Datum Inhalt der Mitteilung
31. März 2020 Veröffentlichung des Jahresabschlusses und
des Konzernabschlusses 2019 im Internet und
im Amtsblatt zur Wiener Zeitung
06. Mai 2020 81. ordentliche Hauptversammlung
11. Mai 2020 Dividenden-Ex-Tag
12. Mai 2020 Record Date
13. Mai 2020 Dividenden-Zahl-Tag
29. Mai 2020 Zwischenbericht zum 31. März 2020
28. August 2020 Halbjahresfinanzbericht 2020
27. November 2020 Zwischenbericht zum 30. September 2020

INVESTOR RELATIONS-ANSPRECHPARTNER

Mag. Herbert Titze Leiter Investor Relations E-Mail: [email protected]

Unternehmensstrategie

Über uns 52
Wofür wir stehen 53
Worauf wir stolz sind 54
Unsere Strategie 56

Über uns

Unsere Wurzeln liegen im Süden Österreichs, in Kärnten. Dort haben wir vor knapp 100 Jahren begonnen, Kärntner Betriebe bei ihren unternehmerischen Vorhaben zu unterstützen. Ein verlässlicher Partner für die regionale Wirtschaft sind wir bis heute geblieben. Die Anzahl der Regionen, in denen wir tätig sind, hat sich allerdings seit den Gründungstagen stetig vergrößert. Wir sind stolz darauf, heute in fünf Ländern mit insgesamt 63 Filialen vertreten zu sein. Wir bieten 1.128 Mitarbeitern einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz.

Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen hat sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. Damit haben wir auch neue Kundensegmente angesprochen. In den 1960er Jahren begann die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit auf das Privatkundengeschäft. Die internationale Expansion in benachbarte Länder erfolgte in den späten 1990er Jahren. Wir freuen uns, dass mehr als 190.000 Privat- und Firmenkunden zum Kundenkreis der BKS Bank gehören. Seit 1986 notieren die BKS Stamm-Stückaktien an der Wiener Börse.

UNSERE KUNDEN

Im Firmenkundengeschäft setzen wir vor allem auf die Ansprache von Industriebetrieben, Gewerbekunden, Wohnbauträgern, Gemeinden und Freiberuflern. Unser Beratungs- und Produktangebot umfasst Betriebsmittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen, die Förderberatung, den Zahlungsverkehr, das Leasinggeschäft, das Einlagengeschäft und Produkte zur Veranlagung von Liquiditätsüberschüssen und zum Vermögensaufbau. Wir sind stolz, dass wir unseren Firmenkunden auch ein attraktives digitales Angebot an Produkten und Dienstleistungen bieten können. Wir betreuen rund 23.500 Firmenkunden.

Zum Segment Privatkunden zählen Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Unser Angebotsspektrum deckt alle klassischen Bankprodukte sowie eine Vielzahl an digitalen Services ab. Dazu zählen Wohnbaufinanzierungen, Vorsorge-, Spar- und Veranlagungsprodukte, die Vermögensverwaltung, der Zahlungsverkehr, digitale Dienstleistungen, das Leasing und die Versicherungsvermittlung. Wir betreuen rund 167.700 Privatkunden.

Detaillierte Ausführungen zum Firmen- und Privatkundengeschäft stellen wir Ihnen im Segmentbericht auf Seite 90 ff. vor.

UNSER MARKTGEBIET

Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet und umfasst die Regionen Kärnten, Steiermark, Wien, Niederösterreich und Burgenland. Neben Österreich sind wir in Slowenien, Kroatien und der Slowakischen Republik mit Bankfilialen und Leasinggesellschaften vertreten. In Italien halten wir eine BKS Bank Repräsentanz und betreiben die Gesellschaft BCS Fiduciaria Srl.

UNSERE PARTNER

Die Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe, welche die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft mit uns bilden, gibt uns die Stärke einer Großbank. Gegenseitige Beteiligungen sichern unsere Unabhängigkeit, gemeinsame Tochtergesellschaften bieten Synergieeffekte. Über unsere langjährigen Partnerschaften mit der Bausparkasse Wüstenrot und der Generali Versicherung runden wir unser Angebotsspektrum ab.

Wofür wir stehen

Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit sorgen wir dafür, dass es unseren Kunden gut geht. Wir bieten ihnen ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität sowie ein wertstiftendes Netzwerk. So gestalten wir gemeinsam eine langfristig lebenswerte Zukunft.

UNSERE MISSION

  • Unsere tiefen regionalen Wurzeln geben uns Stabilität und lassen uns in unseren Regionen gesund wachsen.
  • Wir verstehen uns als Geschäftsbank, die unabhängig und selbständig in ihren Entscheidungen ist.
  • Unsere Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe und die gleichberechtigte Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes geben uns die Kraft einer Großbank.
  • Wir gehen einen selbstbestimmten Weg. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt unter die zehn wichtigsten Banken Österreichs vor.
  • Wir gehen Risiken nur dann ein, wenn wir sie auch aus eigener Kraft bewältigen können. Dadurch bleiben wir unabhängig und eigenständig.
  • Wir verstehen die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden besser. Als Topadresse für anspruchsvolle Kunden schaffen wir es hervorragend, Beratungsexzellenz mit zeitgemäßen technischen Lösungen zu verbinden.
  • Nachhaltig leben bedeutet für uns, Verantwortung für unsere Region und unsere Zukunft zu übernehmen.
  • Unsere Mitarbeiter handeln eigenverantwortlich und qualitätsbewusst. Wir bieten ihnen einen attraktiven Arbeitsplatz und herausfordernde Perspektiven. Wir investieren in ihre Ausbildung und fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
  • Wir bieten Aktionären eine langfristige Wertsteigerung und eine angemessene jährliche Verzinsung. Damit sind wir attraktiv für Investoren und stärken so unsere Eigenmittelausstattung.

UNSERE WERTE

herzlich Wir sorgen für zwischenmenschliche Nähe und interagieren auf Augenhöhe: besonders wertschätzend und empathisch.

beziehungsstark Wir entwickeln Mitarbeiter, Kunden und Partner zu echten Fans und bauen ein wertstiftendes Netzwerk auf.

zukunftsorientiert Wir sind neugierig, erkennen zu uns passende Trends frühzeitig und nutzen diese vorausschauend, ohne den Blick auf das Wesentliche zu verlieren.

verantwortungsbewusst Wir sind Aushängeschild und Multiplikator gesellschaftlicher Verantwortung, arbeiten für und investieren in ein gesundes und langfristiges Wachstum.

exzellent Wir machen nur das, was wir wirklich können, dafür besser als der Wettbewerb und übertreffen die Erwartungen unseres Gegenübers.

regional verbunden Wir zeigen mit Stolz, woher wir kommen, arbeiten regionsübergreifend zusammen und leisten vor Ort einen spürbaren Beitrag.

Worauf wir stolz sind

STRATEGIEGEBÄUDE

Für die Erreichung unserer Ziele haben wir ein Strategiegebäude, das an einen griechischen Tempel erinnert, entwickelt. Wir haben drei Maßnahmenblöcke als tragende Säulen unseres zukünftigen Erfolges definiert. Verbunden mit der Risikostrategie wollen wir unsere Zukunft aktiv gestalten und nachhaltig sichern. Qualität und Nachhaltigkeit bilden das tragfähige Fundament.

Unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie hat sich in den letzten Jahren vielfach bewährt. Wir erzielen kontinuierlich stabile Ergebnisse, verfügen über eine gute Eigenmittelausstattung und gewinnen neue Kunden. Unseren Aktionären schütten wir jährlich eine Dividende aus. In Sachen Nachhaltigkeit zählen wir weltweit zu den besten Banken. Darauf sind wir stolz:

Liquidity Coverage Ratio

EIGENKAPITAL

Vision und Mission

Solide Kapitaldecke 12,7 % Kernkapitalquote 16,2 % Gesamtkapitalquote

Leverage Ratio 7,8 %

1,5 Gesamtnote auf 5-stelliger Skala

Kundenzufriedenheit

91 % der Privatkunden und 86 % der Firmenkunden sind mit unseren Leistungen zufrieden bzw. sehr zufrieden.

Vision und Mission

RISIKO

Entwicklung Risk-Earnings Ratio

Jahresüberschuss 92,9 Mio. EUR

Kundenzahl 191.200

Cost-Income-Ratio 50,7 %

Digital auf Kurs

  • 1.700 BizzNet-User
  • 42.900 MyNet-User

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT

Qualität und Nachhaltigkeit

PRIME ISS-oekom verlieh unseren CSR-Aktivitäten erneut den Prime-Status. Die BKS Bank-Stammaktie wird im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse gelistet.

Entwicklung NPL-Quote

ERTRAG UND KOSTEN EIGENVERANTWORTUNG

Verantwortungsbewusste Führungskräfte Unsere Führungskräfte übernehmen Verantwortung und agieren selbständig und professionell.

Zielwert bei Jahresüberschuss klar übertroffen 126,8 %

Fluktuationsrate 6,6 %

Auszeichnung

Die BKS Bank erhielt im Juni 2019 als erste Bank in Östereich den Staatspreis Unternehmensqualität 2019.

Unsere Strategie

Wir wollen wachsen, Schritt für Schritt, aus eigener Kraft – das bleibt unsere strategische Ausrichtung für die Zukunft.

UNSERE WESENTLICHEN STRATEGISCHEN ZIELE

Wir agieren in einem anspruchsvollen Umfeld: Nullzinsniveau, technologischer Wandel, Regulatorik, Kostendruck und hoch kompetitive Märkte fordern uns Jahr für Jahr aufs Neue. Die Herausforderungen in unserer Branche sind mannigfaltig, dennoch gelingt es uns sehr gut, wirtschaftlich erfolgreich zu sein und konstante Ergebniszuwächse zu erzielen. Diese Entwicklung macht uns außerordentlich stolz und motiviert uns, kontinuierlich an unserer Weiterentwicklung zu arbeiten.

Unsere Erfolge führen wir darauf zurück, dass wir Wandel stets als Chance begriffen haben. Wir haben die Fähigkeit entwickelt, uns schnell an neue Begebenheiten anzupassen. Dabei haben wir auch immer wieder unsere Innovationskraft unter Beweis gestellt. Über die Jahre haben wir dadurch eine wertvolle Marke aufgebaut. Für unsere Kunden sind wir ein verlässlicher Anker, der auch in stürmischen Zeiten Orientierung und Stabilität bietet.

Starke Marken schaffen Werte. Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv mit unserer Marke beschäftigt und unsere Positionierung von mehreren unterschiedlichen Blickpunkten beleuchtet.

Das Ergebnis dieser Reflexion mündete in ein Markenprojekt, wo wir gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern eine neue Markenstrategie erarbeitet haben. In diesen Findungsprozess haben wir auch Kunden eingebunden. Auf Basis unserer Geschichte, unserer erbrachten Leistungen und aus uns zugeschriebenen Merkmalen haben wir Markenkernwerte destilliert. Diese Werte stehen für die Art und Weise, wie wir mit Kunden, Mitarbeitern, Aktionären oder Geschäftspartnern in Beziehung treten.

Die Markenstrategie haben wir in einen neuen Markenstil übersetzt, den wir Ihnen mit der Publikation dieses Geschäftsberichtes erstmals vorstellen. In den kommenden Monaten wird der neue Markenstil konzernweit ausgerollt.

Die neue Markenpositionierung bringt frischen Wind in unsere vielfältigen Initiativen, die wir für die Erreichung unserer strategischen Ziele definiert haben. Die festgelegten strategischen Schwerpunkte der kommenden Jahre dienen auch dazu, unsere Markenkernwerte zu stärken, sodass das Markenerlebnis für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter spürbar wird.

HERZLICH

Wir unterscheiden uns von anderen Banken durch unsere Herzlichkeit. Wir sorgen dafür, dass es unseren Kunden gut geht, und bieten ihnen erstklassige Produkte und Dienstleistungen. Wir haben ein Herz für unsere Region, für die Natur und gehen mit unseren Ressourcen verantwortungsvoll um. Die Nähe zum Menschen und zur Region ist uns wichtig, daher bleiben wir eine Beraterbank, die individuelle Beratung und digitale Lösungen bietet. Wir stellen die Bedürfnisse unserer Kunden konsequent in den Mittelpunkt unseres Tuns und ermöglichen dadurch gesundes Wachstum.

BEZIEHUNGSSTARK

Kunden wollen Bankgeschäfte rund um die Uhr und ortsunabhängig abwickeln. Bei komplexen Bankgeschäften wünschen sich aber sehr viele Kunden einen kompetenten Ansprechpartner an ihrer Seite. Der Bedarf an persönlicher Betreuung ist demnach weiter hoch. Die Filiale ist der geeignete Ort, um diesem Kundenbedürfnis zu entsprechen. Unser Bekenntnis zur Filiale haben wir durch ein zukunftsfähiges Filialkonzept bekräftigt. Wir werden unsere Filialen sukzessive modernisieren und an die Anforderungen des digitalen Zeitalters heranführen. In unseren Wachstumsregionen – allen voran Wien und die Auslandsmärkte – wollen wir weitere Standorte eröffnen.

Nähe soll auch digital spürbar sein, daher arbeiten wir daran, Kundenschnittstellen optimal aufeinander abzustimmen. Ganz gleich, ob unsere Kunden digital in Kontakt mit uns treten oder den Besuch in der Filiale bevorzugen. Wir vermitteln auf allen Kanälen zwischenmenschliche Nähe und wertschätzende Kommunikation. Im Berichtsjahr haben wir eine Vielzahl an neuen digitalen Lösungen am Markt eingeführt, die kanalübergreifend von Kunden und Betreuern genutzt werden können. Und die digitale Reise geht weiter. Auch in den kommenden Monaten werden wir Produkte und Dienstleistungen vorstellen, die sowohl digital als auch vor Ort in den Filialen abgeschlossen werden können.

EXZELLENT

Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Hauses gleicht einer Erfolgsstory. Von Jahr zu Jahr haben wir unsere Ergebnisse gesteigert, trotz Null- bzw. Negativzinsen, hohen Ressourceneinsatz für regulatorische Maßnahmen oder Millioneninvestitionen im Bereich der Digitalisierung.

Die wichtigste Ertragssäule ist das Zinsgeschäft. Wir wollen aber die Abhängigkeit davon durch den Ausbau der eigenmittelschonenden Geschäftsfelder kontinuierlich verringern. Vor allem im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr gibt es noch große Marktchancen. Rückenwind erhalten wir durch die vielen positiven Erfolge, die wir bereits in diesem Geschäftsfeld erzielt haben. Wir verfügen über eine sehr hohe Kompetenz für Zahlungsverkehrslösungen, die wir weiter ausbauen werden.

Ein weiteres attraktives Geschäftsfeld bleibt auch das Wertpapiergeschäft. Im vergangenen Jahr sind wir durch die Übernahme von rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. zum größten Wertpapierdienstleister in Slowenien aufgestiegen. Die Übernahme war ein sehr wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie. Auch in Österreich sehen wir im Veranlagungsgeschäft noch Ertragspotentiale, die wir durch die Stärkung der Beratungskompetenz und durch exzellente Vertriebsleistungen heben wollen.

REGIONAL VERBUNDEN

In unseren Auslandsmärkten wollen wir unsere Marktposition weiter stärken und unsere Präsenz erhöhen. Konkrete Expansionspläne gibt es beispielsweise bereits für Kroatien, wo wir in den kommenden Monaten einen zweiten Standort in Zagreb eröffnen werden. Der slowenische Markt hat sich in den letzten Jahren dank der getätigten Zukäufe im Wertpapiergeschäft sehr dynamisch entwickelt. Unsere Marktstellung werden wir durch verstärkte Vertriebsmaßnahmen festigen. Auch in der Slowakei wollen wir weiter wachsen und neue Kunden gewinnen. Auf allen Auslandsmärkten laufen derzeit Digitalisierungsprojekte, mit denen wir unser Produktund Serviceangebot stetig erweitern wollen. Darüber hinaus bereiten wir den Markteintritt für Serbien im Leasinggeschäft vor.

ZUKUNFTSORIENTIERT

Neue Technologien verändern die Art und Weise, wie Kunden Produkte und Dienstleistungen auswählen und erwerben und wie Unternehmen interne Prozesse gestalten. Diese Entwicklung erfordert auch Anpassungen in der Qualifikation unserer Mitarbeiter. Digitale Kompetenzen werden heute in sämtlichen Aufgabenbereichen gefordert. Um die digitale Transformation zügig voranzubringen, investieren wir in Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die unsere Mitarbeiter fit für die Digitalisierung machen. Wir beschäftigen uns außerdem mit der Frage, welche neuen Berufsbilder im Zusammenhang mit der Digitalisierung entstehen werden. Unverändert bleibt hingegen unser Anspruch, auch künftig bestausgebildete Mitarbeiter zu beschäftigen.

VERANTWORTUNGSBEWUSST

Seit vielen Jahren bildet Nachhaltigkeit einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie der BKS Bank. Wir haben eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert, die wir kontinuierlich weiterentwickeln. Nachhaltig leben bedeutet für uns, für unsere Region und unsere Zukunft Verantwortung zu übernehmen. Deshalb bauen wir den Anteil an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen beständig aus und setzten vielfältige Maßnahmen für unsere Mitarbeiter, die Gesellschaft und den Umwelt- und Klimaschutz.

Durch den von der EU 2018 vorgelegten "Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" und den damit verbundenen neuen Richtlinien hat Nachhaltigkeit im Berichtsjahr in der gesamten Bankenbranche an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Anleger legen Wert darauf, in ökologisch nachhaltige Projekte zu investieren, die einen Beitrag zur CO2 -Reduktion leisten. Für Unternehmen wird der Umwelt- und Klimaschutz ebenfalls ein zentrales Element der Unternehmensführung, nicht zuletzt durch die höheren Auflagen im Umweltbereich und die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell insgesamt. Diese Entwicklungen kommen uns zugute, da wir schon früh in Nachhaltigkeitsaspekte investiert und Nachhaltigkeitsthemen in unserem Kerngeschäft verankert haben.

Wir haben an vielen Stellen echte Pionierarbeit geleistet. So waren wir die Ersten am österreichischen Bankenmarkt, die einen Social Bond begeben haben. Unserem frühen Engagement ist auch zu verdanken, dass wir heute klar zu den Branchenleadern im Bereich Nachhaltigkeit zählen. Darauf sind wir sehr stolz und wir werden alles daransetzen, diese Position zu festigen. So werden wir auch in den kommenden Jahren mit weiteren Green und Social Bonds unser Spektrum nachhaltiger Produkte ausbauen und unseren Carbon Footprint weiter senken.

UNSERE ERFOLGE IM JAHR 2019

Im Berichtsjahr haben wir wichtige Meilensteine in der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie erreicht. Vor allem in der Digitalisierung haben wir mit innovativen Produkten und Dienstleistungen überzeugen können. Im Nachfolgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die gesetzten Maßnahmen. Über die strategischen Initiativen im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft berichten wir auch im Segmentbericht ab Seite 90.

Wichtige Meilensteine in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie erreicht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns voll und ganz auf die Umsetzung unserer Digitalisierungsprojekte konzentriert. Mit großartigen Produktneuheiten sind wir unserem Anspruch, die Bedürfnisse unserer Kunden ins Zentrum unserer Anstrengungen zu stellen, mehr als gerecht geworden. Den Anfang machte das digitale Garantiemodul, das speziell für unsere Firmenkunden entwickelt wurde. Seit dem Sommer können Bankgarantien vollständig im Kundenportal BizzNET beantragt und abgewickelt werden. Und das 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Dieses innovative Angebot sucht seinesgleichen in der österreichischen Bankenbranche und wir freuen uns, dass wir damit unseren Kunden eine echte Arbeitserleichterung bieten können.

Individuelle Wohnträume zu erfüllen, zählt zu unseren Kernkompetenzen. Kunden auf dem Weg zur eigenen Immobilie zu begleiten, ist eine der vielen schönen Seiten im Bankgeschäft. In der Regel werden solche Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen. Kunden vergleichen, wägen ab und wenn die Entscheidung für die Traumimmobilie getroffen ist, soll rasch eine passende Finanzierung gefunden werden. Am besten online und mit persönlicher Beratung. Der neu entwickelte digitale BKS Wohnkredit erfüllt genau dieses Kundenbedürfnis. Der Kunde wählt, ob er selbständig die Wohnfinanzierung beantragt oder ob er sich mit einem kompetenten Kundenbetreuer austauschen möchte. Möglich ist das durch eine Plattform, auf der der Kunde und der Kundenbetreuer gemeinsam am Antrag arbeiten. Der Wechsel zwischen Kunde und Betreuer ist über die gesamte Antragsstrecke jederzeit möglich.

Der digitale Wohnkredit wurde sehr gut angenommen, sodass bis zum Jahresende bereits über 130 Kunden aktiv über diese Anwendung mit uns in Kontakt getreten sind. Wenige Wochen nach der Vorstellung des digitalen Wohnkredites haben wir auch den Online-Konsumkredit gelauncht.

Knapp vor Jahresende haben wir ein weiteres Prestige-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Mit dem digitalen Onboarding haben wir die Kundenannahme und den Kontoeröffnungsprozess maßgeblich vereinfacht. Wie beim digitalen Wohnkredit verwenden wir dieselbe innovative Plattform, auf der potentielle Kunden selbständig die Legitimierung und Kontoeröffnung durchführen oder bei Bedarf einen Betreuer zuziehen können.

2019 haben wir nicht nur eine Reihe von innovativen Produkten auf den Markt gebracht, sondern auch unsere digitalen Kundenportale MyNet und BizzNET mit neuen Funktionen ausgestattet. Seit Sommer bieten wir unseren Privatkunden die Möglichkeit, Kontorahmen individuell und selbständig zu ändern – vorausgesetzt, die Bonitätskriterien sind erfüllt. Die Abwicklung von Bankgeschäften in der BKS Bank App oder in den Kundenportalen wurde durch ein neues Autorisierungsverfahren wesentlich komfortabler. Die neue BKS Security App hat von Anfang an unsere Kunden überzeugt, sodass wir die Ablöse des bisherigen Verfahrens über den Sommer abschließen konnten.

Immer mehr Kunden wünschen sich, mit dem Smartphone zu bezahlen. Auch in diesem Bereich sind wir 2019 gut vorangekommen und haben eine Kooperation mit Blue Code abgeschlossen. Mit der BKS Blue Code App können Kunden, die ein Android-Betriebssystem haben, in 85 % der Lebensmitteleinzelhandelsniederlassungen mit dem Smartphone bezahlen. Der Start dieser cleveren Bezahlmethode war sehr erfolgreich.

Marktposition in Slowenien kräftig ausgebaut

In Slowenien haben wir im vergangenen Geschäftsjahr einen wichtigen Expansionsschritt gesetzt. Vom slowenischen Wertpapierdienstleister ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. haben wir im ersten Quartal 2019 erfolgreich rund 25.000 Kunden übernommen. Mit dieser Akquisition sind wir zum größten Wertpapierdienstleister am slowenischen Markt geworden. Die Übernahme der Depots hat reibungslos funktioniert. Wir freuen uns sehr, dass wir binnen zehn Jahren seit Einführung des Wertpapiergeschäfts konstant gewachsen sind und unsere Marktposition kräftig ausgebaut haben. Unser Augenmerk liegt nun vor allem darin, die neu gewonnenen Kunden nachhaltig und partnerschaftlich zu beraten und an unser Haus zu binden. Damit uns das gelingt, investieren wir laufend in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, um die Beratungsqualität auf hohem Niveau zu halten.

Umweltmanagementsystem EMAS erfolgreich validiert

Der Schutz der Umwelt ist ein Schlüsselthema in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wirksamer Umwelt- und Klimaschutz brauchen einen kräftigen Motor. Im Berichtsjahr haben wir uns entschlossen, EMAS, das Eco-Management and Audit Scheme, einzuführen. EMAS ist ein anspruchsvolles System für Umweltmanagement, das Unternehmen dabei hilft, ihren betrieblichen Umweltschutz eigenverantwortlich und kontinuierlich zu verbessern. Die Vorbereitung auf die EMAS-Zertifizierung hat ein ganzes Jahr beansprucht. So wurde beispielsweise ein eigenes Umweltteam mit zwei Umweltbeauftragten implementiert, das für die Erreichung der Umweltziele verantwortlich ist.

Im Zuge der Vorbereitungen auf das Audit haben wir mit externer Begleitung unsere Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen im Hinblick auf Auswirkungen auf die Umwelt einem intensiven Überprüfungsprozess unterzogen. Auch eine erste Umwelterklärung wurde erstellt. Einen wesentlichen Baustein für unser Umweltmanagement bildete die Gewährleistung der Legal Compliance im Umweltbereich. Dafür haben wir ein eigenes Rechtsregister für die Bereiche Umwelt, Arbeitssicherheit, Abfallwirtschaft und Energie sowie ein Bescheidregister entwickelt.

Wir freuen uns sehr, dass das Ergebnis des im Dezember 2019 durchgeführten Audits durch die Quality Austria sehr positiv ausfiel. Wir haben die EMAS-Validierung erfolgreich durchgeführt und damit einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie erreicht. Unsere erste Umwelterklärung wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2020 im EMAS-Register eingetragen werden, was uns dann zur Führung des EMAS-Zertifikates berechtigt.

Projekt zur Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums gut gestartet

Die Europäische Union präsentierte im März 2018 den Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Dieser soll wichtige Impulse für ein nachhaltiges Finanzwesen setzen und dabei unterstützen, dass die EU-Klimaziele bis 2030 erreicht werden. Wir begrüßen den EU-Aktionsplan, da dieser Themen aufgreift, die wir schon lange in unserer Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt haben und konsequent umsetzen. Dennoch haben wir noch ein großes Stück Arbeit vor uns, da der EU-Aktionsplan in weite Teile unseres Kerngeschäftes einwirkt. Im Berichtsjahr haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, das sich mit den neuen Anforderungen auseinandersetzt. Die Projektarbeit geht gut voran, erste wichtige Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden, darunter die Integration von ESG-Faktoren in das Risikomanagement oder die Evaluierung der Taxonomie.

Wirksame Risikosteuerung als strategischer Erfolgsgarant

Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken. Dabei gilt es, alle relevanten bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung zu managen und zu begrenzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir durch unser verantwortungsbewusstes Risikomanagement die NPL-Quote weiter gesenkt und die Coverage Ratio III sukzessive ausgebaut. Im Neukundengeschäft setzen wir konsequent die Vorgaben aus der Risikostrategie um und sind vor allem in den besten und guten Bonitätsklassen gewachsen. Darüber hinaus arbeiten wir auch konstant an der Weiterentwicklung des Risikomanagements. Im Rahmen eines 2019 gestarteten Projektes zur Umsetzung des EU-Aktionsplanes wurden ESG-Risiken durchleuchtet und in der Risikostrategie und im Risikomanagement integriert. Im vierten Quartal 2019 haben wir ein Projekt zur Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse gestartet.

Konzernlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld 64 Management und Aufbauorganisation 66 Aktionärsstruktur der BKS Bank 69 Marktgebiete der BKS Bank 72 Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 76 Vermögens- und Finanzlage 80 Ertragslage 84 Segmentbericht 90 Konsolidierte Eigenmittel 100 Risikomanagement 102 Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 104 Ausblick 112

Wirtschaftliches Umfeld

KONJUNKTUR SCHWÄCHTE SICH 2019 AB, EINE REZESSION BLIEB JEDOCH AUS

Das globale Wachstum setzte den Ende 2018 begonnenen Rückgang weiter fort. Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2018 noch um 3,6 % gewachsen ist, wird das globale Wachstum im Jahr 2019 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei 2,9 % liegen.

Auch die US-amerikanische Wirtschaft ist 2019 verhaltener gewachsen als noch im Jahr davor. Das vierte Quartal blieb durch eine gedämpftere Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte hinter den Erwartungen zurück. Für das Gesamtjahr 2019 erreichte das BIP-Wachstum in den USA 2,3 %. Die Hauptgründe für den Konjunkturrückgang waren rückläufige Exporte, geringere Investitionen und ein etwas schwächerer privater Konsum.

Kräftig verlangsamt hat sich die Konjunkturentwicklung in China. Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit 6,1 % so langsam gewachsen wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Ökonomen führen das Schwächeln der chinesischen Wirtschaft auf das Nachlassen der Binnennachfrage sowie auf den Handelskonflikt mit den USA zurück.

Die Eurozone ist im Herbst 2019 mit einer Wachstumsrate von 0,1 % kaum noch gewachsen. Über das Gesamtjahr lag das BIP-Wachstum bei 1,2 %. Gebremst wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch einen erneuten Produktionsrückgang in der Industrie. Stimmungsindikatoren deuten allerdings darauf hin, dass der Tiefpunkt im Sektor durchschritten ist. Belastet wurde das Wachstum im vierten Quartal vor allem durch die schwache Entwicklung in Frankreich und Italien, in beiden Ländern ist die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,1 % bzw. 0,3 % geschrumpft.

Auch das Wachstum der österreichischen Wirtschaft verlor zuletzt deutlich an Schwung. Einer Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zufolge bremste sich das Wachstum der heimischen Wirtschaft im Jahr 2019 auf 1,6 % ein. Vor allem die Schwäche des Welthandels war für den Konjunkturrückgang verantwortlich, da Österreich als Exportnation besonders davon betroffen ist. Gestützt wurde das Wachstum jedoch weiterhin vom öffentlichen sowie privaten Konsum.

PARADIGMENWECHSEL IN DER NOTENBANKPOLITIK VOLLZOGEN

Mario Draghi beendete im Herbst 2019 seine Tätigkeit als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Nachfolge trat Christine Lagarde an, die bis auf weiteres an der aktuellen Politik aus Null-Leitzins und Anleiheaufkäufen festhalten wird. Nachdem man gegen Ende des Jahres 2018 noch davon ausgehen konnte, dass die Notenbankpolitik nach dem Auslaufen des Anleihenankaufprogrammes wieder etwas strikter werden würde, vollzog die EZB nur knapp ein Jahr später einen Paradigmenwechsel. Seit November 2019 kauft die EZB wieder monatlich Anleihen mit einem Volumen von 20 Mrd. Euro. Der Einlagenzins wurde im Jahr 2019 auf -0,5 % gesenkt. Ähnlich agierte auch die US-Notenbank. Nachdem der Leitzins seit 2015 in mehreren Schritten von 0,25 % auf 2,50 % erhöht wurde, führte die amerikanische Notenbank im Jahr 2019 das erste Mal seit einem Jahrzehnt wieder eine Zinssenkung durch und wiederholte diesen Schritt zwei weitere Male. Ende Dezember lag der US-Leitzins in einer Spanne von 1,50 % bis 1,75 %.

EIN GUTES JAHR FÜR ANLEGER

Das Jahr 2019 entpuppte sich trotz der schlechten Stimmung zum Jahresende 2018 als eines der besten Veranlagungsjahre des vergangenen Jahrzehnts. Allerdings war das Jahr nicht frei von Sorgen. Rezessionsängste, Brexit, wachsender Populismus in Europa und nicht zuletzt der amerikanisch-chinesische Handelskrieg hielten die Anleger dennoch in Atem. Doch gerade dies könnte einer der Gründe für die Erfolge an der Börse sein, verhinderte er doch, dass die Anleger allzu euphorisch und damit übermütig wurden. So verteuerten sich deutsche Aktien im Jahr 2019 um rund ein Viertel, während österreichische Aktien um rund 19 % zulegten. Europäische Aktien legten mit 28,0 % zu, ihr US-Pendant sogar um rund 31 %.

Aufgrund fallender Zinsen stiegen auch die Anleihenkurse. Euro-Staatsanleihen verteuerten sich im Vorjahr um rund 6 %. Zu den erfolgreichsten Anleihen-Segmenten zählten Hochzinsanleihen mit rund 10 % (EUR-Anleihen) bzw. 16 % (USD-Anleihen) Wertsteigerung sowie Schwellenländeranleihen in Hartwährung mit rund 16 % an Wertzuwachs.

ROHSTOFFMÄRKTE ENTWICKELTEN SICH POSITIV

Die globale Rohstoffnachfrage erholte sich vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2019. Besonders hervor stachen dabei die Entwicklung von Gold mit rund 21 % sowie Energierohstoffe mit rund 32 % an Wertzuwachs. Auch andere Rohstoffe wie Industriemetalle oder Agrarrohstoffe entwickelten sich positiv, wenngleich die Dynamik mit rund 5 % bzw. 2 % deutlich geringer ausfiel. Alle Performancezahlen verstehen sich in Euro.

EURO GAB GEGENÜBER DEN WICHTIGSTEN WÄHRUNGEN NACH

Der Euro wertete im Vorjahr gegenüber den meisten Leitwährungen ab. Das Verhältnis zum Schweizer Franken veränderte sich von 1,126 auf 1,086, ein Minus von rund 4 %. Gegenüber dem japanischen Yen fiel der Euro von 125,83 auf 121,77, was einen Verlust von 3 % bedeutete. Auch gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,147 auf 1,121 EUR je USD ab, ein Minus von 2 %. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro von 0,899 auf 0,846 EUR je GBP, ein Rückgang um 6,0 %. Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi wertete der Euro um 1 % von 7,867 auf 7,815 EUR je CNY ab. Einzig gegenüber der kroatischen Kuna, einer für unser Haus wichtigen Währung, wertete der Euro um 0,4 % leicht auf und notierte per Ende Dezember mit 7,442 HRK je EUR nach 7,411 je EUR zum Jahresende 2018. Kroatien nimmt seit 2020 am europäischen Wechselkurs-Mechanismus teil. Eine Einführung des Euro könnte frühestens 2023 erfolgen. In der Zwischenzeit sollte sich die kroatische Kuna in einer Spanne zwischen 7,4 und 7,7 Kuna je Euro bewegen.

PERFORMANCE EUROPÄISCHER AKTIENINDIZES

Management und Aufbauorganisation

VERANTWORTUNGSBEWUSSTES MANAGEMENT

Das Bankgeschäft hat sich im letzten Jahrzehnt grundlegend verändert. Um den Wandel aktiv zu gestalten, braucht es Führungskräfte, die vorausschauend und mutig agieren und gleichzeitig für Stabilität und Orientierung sorgen. Der Blick auf die positive Entwicklung unseres Hauses zeigt, dass unsere Führungskräfte diesem Anspruch entsprechen und die Geschicke der Bank mit unternehmerischem Weitblick und mit großem Verantwortungsbewusstsein für unsere Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner lenken.

Unser Führungsteam besteht konzernweit aus 57 Frauen und 123 Männern. Der Anteil an weiblichen Führungskräften liegt mit 31,6 % noch unter unserem strategischen Zielwert. Bis zum Jahr 2022 haben wir uns das Ziel gesetzt, den Anteil an Frauen in Führungspositionen auf 35,0 % anzuheben. Damit uns das gelingt, setzen wir auf verschiedene Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Wir haben auch ein eigenes Frauenkarriereprogramm institutionalisiert, in dem engagierte Mitarbeiterinnen an ihren persönlichen Karrierevorstellungen arbeiten können. Weiterführende Details dazu finden Sie auch auf Seite 33 f.

Verantwortungsbewusste Führungskräfte zu entwickeln, ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu sichern. Wir betreiben daher eine aktive Nachfolgeplanung und streben danach, Führungs- und Schlüsselpositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Engagierten Mitarbeitern bieten wir umfangreiche Förder- und Entwicklungsprogramme, die ihnen unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund offenstehen.

Unsere Mitarbeiter sind unserem Unternehmen gegenüber sehr loyal. Das trifft auch auf unsere Führungskräfte zu. Viele von ihnen gehören schon lange dem Führungskader an und verfügen über jahrzehntelange Führungserfahrung. Diese Kontinuität spiegelt sich auch in der Alterspyramide wider: 47 % unserer Führungskräfte sind über 50 Jahre alt, 52 % weisen ein Alter zwischen 30 und 49 Jahren auf.

NOMINIERUNGEN 2019

In der ersten Führungsebene gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. In der zweiten Ebene wurden im Zuge der Neustrukturierung der zentralen Abteilungen neue Führungskräfte ernannt. Seit 01. Oktober leitet Günther Offner, bisheriger Leiter der Gruppe Zahlungsverkehr, die neu gegründete Abteilung Zahlen und Überweisen. Herr Offner ist ein profunder Kenner des überaus dynamischen Geschäftsfeldes Zahlungsverkehr und hat in den letzten Jahren namhafte Projekte in diesem Bereich geleitet.

Neu im Führungskreis ist Herr Mag. (FH) Ronald Hassler, der seit 01. Dezember 2019 die ebenfalls neu gegründete Abteilung Finanzieren und Investieren leitet. Herr Mag. (FH) Hassler startete seine Berufslaufbahn in der BKS Bank im Jahr 2002. Seine Karriere setzte er ab 2005 in anderen Häusern fort. 2016 kehrte er zur BKS Bank zurück, wo er in der Direktion Kärnten bis zu seiner Bestellung zum Abteilungsleiter als Großkundenbetreuer tätig war.

In der österreichischen Leasinggesellschaft gab es per 01. Dezember 2019 einen Führungswechsel. Frau Mag. Silvia Gaber wurde zur Geschäftsführerin der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. bestellt, da die bisherige Geschäftsführerin, Frau Mag. Wilma Kovačič, aus eigenem Wunsch aus der Geschäftsführung ausschied. Frau Mag. Gaber war vor der Bestellung im Rechnungswesen der BKS Bank tätig.

NEUE PROKURISTEN

  • Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurden 2019
  • Frau Renata Maurer-Nikolic, Leiterin der Gruppe Auslandsniederlassungen,
  • Frau Martina Štefančič Vrščaj, Leiterin des Wertpapiergeschäfts der Direktion Slowenien, sowie
  • Herr Jaroslav Zvolensky, Geschäftsführer der BKS Service GmbH,
  • zu Prokuristen ernannt. Damit sind auch erstmals mehr als 10 % der Prokuristen weiblich.

KUNDENBEDÜRFNISSE IM MITTELPUNKT

Im Berichtsjahr haben wir die zentrale Vertriebsorganisation neu ausgerichtet, um unsere Kunden noch stärker in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. Wir haben daher Organisationsstrukturen geschaffen, die nach den Bedürfnisfeldern Finanzieren und Investieren, Veranlagen und Vorsorgen und Zahlen und Überweisen ausgerichtet sind. Damit stellen wir sicher, dass die Kundenbedürfnisse entlang der gesamten Wertschöpfungskette optimal berücksichtigt werden. Ein wichtiger Aspekt für ein gelungenes Kundenerlebnis ist ein optimales Zusammenspiel zwischen den Filialen und zentralen Einheiten. Damit diese Zusammenarbeit noch besser funktioniert, haben wir eine zentrale Abteilung Sales gegründet, die als Drehscheibe zwischen Direktionen, Filialen und zentralen Abteilungen fungiert. Diese Abteilung steuert darüber hinaus die Ergebnisentwicklung des österreichischen Filialgeschäfts und ist auch für die Entwicklung von Vertriebsmaßnahmen verantwortlich.

Jungen Kunden wird die klassische Bankfiliale zunehmend fremd. Um diesen Kunden einen Zugang zur BKS Bank zu geben, haben wir beschlossen, eine digitale Filiale zu errichten. Digital Sales als neue zentrale Abteilung wird die digitale Bank in der BKS Bank aufbauen und sich fortan um das Onlinegeschäft und um die Weiterentwicklung unserer digitalen Kanäle kümmern.

FIT & PROPERNESS

Die BKS Bank stellt durch regelmäßige Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicher. Fachliche Fortbildungsmaßnahmen für Aufsichtsräte werden insbesondere im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen durchgeführt.

AUFBAUORGANISATION Stand: 31. Dezember 2019

Tochtergesellschaften BKS-Leasing s.r.o. (Bratislava) BKS-leasing d.o.o. (Ljubljana) BKS-leasing Croatia d.o.o. (Zagreb)

Repräsentanzen Italien (Padova)

Aktionärsstruktur der BKS Bank

Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Satzungsgemäß ist das Grundkapital in 41.142.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Nominalwert von 2,- EUR je Aktie aufgeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.

ZUSAMMENSETZUNG DES KAPITALS

Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfallen 38,8 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 % der Stimmrechte. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil der Syndikatspartner betrug zum Jahresultimo 46,6 %.

BASISINFORMATIONEN ZUR BKS BANK-AKTIE
2018 2019
41.142.900 41.142.900
1.800.000 1.800.000
19,8/18,2 17,2/17,0
16,5/16,9 15,0/13,4
16,8/17,0 16,0/14,3
721,8 684,0
1,82 2,15
0,23 0,251)
9,2/9,3 7,4/6,7
1,37 1,56
1,35 1,75

1) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung am 06. Mai 2020

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH STIMMRECHTEN ZUM 31. DEZEMBER 2019

in %
1 Oberbank AG 19,3
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 19,5
3 Generali 3Banken Holding AG 7,8
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,1
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,6
6 UniCredit Bank Austria AG 6,1
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 24,2
8 Streubesitz 19,4

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH KAPITALANTEILEN ZUM 31. DEZEMBER 2019

in %
1 Oberbank AG 18,5
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9
3 Generali 3Banken Holding AG 7,4
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,0
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 1,0
6 UniCredit Bank Austria AG 6,6
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 23,2
8 Streubesitz 21,4

Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.

Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 614.614 Stamm-Stückaktien und 164.698 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,5 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,8 % nach Kapitalanteilen.

AKTIENRÜCKERWERB

Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Im Zeitraum von 03. April bis 17. April 2019 wurden davon 17.989 Stück zum Kurs von 17,- EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2019 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 96.011 Stück nach 14.000 Stück im Vorjahr.

LAUFENDE VERFAHREN

Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.

Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.

Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.

Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.

INFORMATIONEN ZUM ÖCGK UND ZUR BKS BANK IM INTERNET

Adressen im Internet
Österreichischer Corporate Governance Kodex www.corporate-governance.at
BKS Bank-Aktie www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie
Aktionärsstruktur www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur
Unternehmenskalender www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender
Hauptversammlung www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung
Corporate Governance –
Entsprechenserklärung der BKS Bank AG:
• Leitlinien für die Unabhängigkeit
• Bericht der BKS Bank zum Österreichischen
Corporate Governance Kodex
• Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG
betreffend Corporate Governance & Vergütung
• Satzung der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance
Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte
der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
Informationen gemäß Offenlegungsverordnung www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
Pressemitteilungen der BKS Bank www.bks.at/news-presse

Marktgebiete der BKS Bank

Die BKS Bank ist seit fast 100 Jahren am Markt erfolgreich. Sie wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Heute umfasst der BKS Bank Konzern 63 Filialen und vier Leasinggesellschaften in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie eine Repräsentanz in Italien.

ÖSTERREICH

Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Die innerösterreichische Expansion startete 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. 1990 haben wir den Schritt nach Wien gewagt, erst kürzlich haben wir unser 30-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der "Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG" geschlossen. Von unseren 49 Filialen in Österreich befinden sich 20 in Kärnten, 12 in der Steiermark und 17 in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen und daher kaum Filialschließungen vornehmen werden.

Kärnten ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 41,7 % der Finanzierungen und 48,2 % des Einlagenvolumens werden in den Kärntner Niederlassungen gestioniert. In der Organisationseinheit Corporate Banking, die ebenfalls von Kärnten aus tätig ist, werden international tätige Großunternehmen betreut. Auf dieses Profit-Center entfielen zuletzt 12,5 % des Finanzierungsvolumens. Mit 549,5 Mitarbeitern (in PJ) zählt die BKS Bank zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Lande.

In der Steiermark beschäftigen wir 71,6 Mitarbeiter (in PJ) und betreuen rund 24.400 Kunden. Die grüne Mark ist traditionell sehr industriell geprägt. Unser breites Know-how und die exzellenten Beratungsleistungen im Firmenkundengeschäft machen die BKS Bank auch in diesem Marktgebiet zu einem gefragten Bankpartner für Unternehmen.

In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass Wien 2027 zur Zwei-Millionen-Stadt werden wird. Mit dem Bevölkerungswachstum geht auch ein steigender Bedarf nach Bankdienstleistungen einher. Die BKS Bank konnte sich in den vergangenen Jahren als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. Die Herzlichkeit und Beziehungsstärke in Verbundenheit mit einem ausgezeichneten Angebot heben uns vom Mitbewerb ab und sind mit ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Kundenwachstum. Zum Jahresende 2019 betreuten 95,9 Mitarbeiter (in PJ) im Raum Wien-Niederösterreich-Burgenland rund 26.000 Kunden.

SLOWENIEN

Slowenien ist der wichtigste Auslandsmarkt im BKS Bank Konzern. Ein Großteil des Kundenwachstums im Jahr 2019 stammt aus diesem Gebiet, da wir 2018 und 2019 rund 34.000 Kunden von zwei Brokergesellschaften übernommen haben. Insgesamt vertrauen uns in Slowenien rund 50.000 Bankkunden, die von 126,6 Mitarbeitern (in PJ) in acht Filialen betreut werden. Der Sitz unserer Direktion Slowenien ist in Ljubljana.

Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in Slowenien sehr zufrieden. Das Kreditvolumen stieg um 13,9 % auf 694,9 Mio. EUR, das Primäreinlagenvolumen um 12,4 % auf über 1,1 Mrd. EUR. Durch die Übernahmen der Kunden der beiden Brokergesellschaften avancierte die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister des Landes. Wir freuen uns, dass die Börse in Ljubljana uns zum aktivsten Mitglied 2019 kürte.

Bevor wir 2004 die erste Bankfiliale in Ljubljana eröffneten, erwarben wir 1998 die heutige BKS-leasing d.o.o. Diese verfügt durch eine exzellente Beratungsqualität und rasche Abwicklung über einen ausgezeichneten Ruf, der sich in einem stetig wachsenden Geschäftsvolumen niederschlägt. Am 31. Dezember 2019 beschäftigte die BKS-leasing d.o.o. 18,7 Mitarbeiter (in PJ), der Barwert der Leasingforderungen lag bei 159,1 Mio. EUR.

KROATIEN

Der Markteintritt der BKS Bank in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Seit 2001 betreiben wir die BKS-leasing Croatia d.o.o. mit Sitz in Zagreb, die sich erfolgreich entwickelt. Mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. starteten wir 2007 das Bankgeschäft. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz um je eine Stelle in Zagreb und Split erweitert, 2020 wird eine weitere Niederlassung in Zagreb folgen. Die Direktion Kroatien betreut 5.720 Privat- und Firmenkunden und beschäftigt 59,5 Mitarbeiter (in PJ). Sie gestioniert ein Kreditvolumen vor Risiko von 276,7 Mio. EUR und verwaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 118,6 Mio. EUR.

SLOWAKEI

In der Slowakei sind wir mit dem Leasinggeschäft seit 2007 aktiv. Die erste Bankniederlassung in der Slowakei wurde 2011 gegründet und hat ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir zwei weitere Filialen. Die BKS-Leasing s.r.o. hat ihren Sitz ebenfalls in Bratislava und ist darüber hinaus an den gleichen Standorten wie die Bank mit Niederlassungen vertreten. Insgesamt beschäftigen wir in der Slowakei 40,2 Mitarbeiter in PJ.

Unser Engagement für eine lebenswerte Zukunft öffnet die Türen zu Regionen und Menschen.

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Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen

Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 15 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.

Verbundene Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.

GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Vollkon at Equity quotale
Kredit- und Finanzinstitute solidierung Bilanzierung Konsolidierung
BKS Bank AG, Klagenfurt
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava
Oberbank AG, Linz
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt
IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt
BKS Service GmbH, Klagenfurt
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt

Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 11 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernjahresabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.

Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2019 an den oben genannten Kreditinstituten mit 15,2 % bzw. 14,7 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.

KREDIT- UND FINANZINSTITUTE

BKS BANK AG

Unternehmenszweck Kreditinstitut
Firmensitz Klagenfurt
Gründungsjahr 1922
Bilanzsumme 8,3 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen 63
Anzahl Mitarbeiter in PJ 912,9 PJ

BKS-LEASING GESELLSCHAFT M.B.H.

Vertrieb und Verwaltung von
Unternehmenszweck Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital 99,75 % direkt, 0,25 % indirekt
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1989
Leasingvolumen 233,0 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ 11,3 PJ

BKS-LEASING D.O.O.

Unternehmenszweck Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Firmensitz Ljubljana
Stammkapital 260 Tsd. EUR
Erwerbsjahr 1998
Leasingvolumen 159,1 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ 18,7 PJ

BKS-LEASING CROATIA D.O.O.

Unternehmenszweck Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Firmensitz Zagreb
Stammkapital 1,2 Mio. EUR
Gründungsjahr 2002
Leasingvolumen 69,0 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ 12,3 PJ

BKS-LEASING S.R.O.

Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
100 %
Bratislava
15,0 Mio. EUR
2007
53,2 Mio. EUR
12,4 PJ

Konzernlagebericht Konzernlagebericht

OBERBANK AG

Unternehmenszweck Kreditinstitut
Anteile am Gesellschaftskapital 14,21 %
Firmensitz Linz
Gründungsjahr 1869
Bilanzsumme 21,6 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen 177
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 2.150

BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG AG

Unternehmenszweck Kreditinstitut
Anteile am Gesellschaftskapital 13,59 %
Firmensitz Innsbruck
Gründungsjahr 1904
Bilanzsumme 11,9 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen 36
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 1.455

ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT M.B.H.

Unternehmenszweck Absicherung von Großkreditrisiken
Anteile am Gesellschaftskapital 25 %
Stammkapital 8,0 Mio. EUR
Firmensitz Linz
Gründungsjahr 1984

SONSTIGE KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

BKS ZENTRALE-ERRICHTUNGS- U. VERMIETUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.

Unternehmenszweck Immobilienerrichtung und -verwaltung
Anteile am Gesellschaftskapital 100 % indirekt
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 36,4 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1990

IMMOBILIEN ERRICHTUNGS- U. VERMIETUNGSGESELLSCHAFT M.B.H. & CO. KG

Erwerb, Errichtung, Vermietung und
Unternehmenszweck Verpachtung von Immobilien
Anteile am Gesellschaftskapital 100 % Kommanditist1)
Firmensitz Klagenfurt
Kommanditeinlage 750 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1988

1) Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100 %-Tochter der BKS Bank AG.

IEV IMMOBILIEN GMBH

Unternehmenszweck Komplementär der IEV GmbH & Co KG
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 2007

BKS HYBRID BETA GMBH

Unternehmenszweck Emission einer Hybridanleihe
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 2009

BKS SERVICE GMBH

Unternehmenszweck Dienstleistungs- und Servicegesellschaft
für banknahe Tätigkeiten
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 2011
Anzahl Mitarbeiter in PJ 52,9

BKS IMMOBILIEN-SERVICE GESELLSCHAFT M.B.H.

Unternehmenszweck Erwerb, Errichtung, Vermietung
von Immobilien und Hausverwaltung
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1973
Anzahl Mitarbeiter in PJ 12,0

BKS 2000 - BETEILIGUNGSVERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Unternehmenszweck Beteiligungsgesellschaft
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1995

WEITERE WESENTLICHE BETEILIGUNGEN

BETEILIGUNGEN AN KREDIT- UND FINANZINSTITUTEN

Anteile am Gesellschaftskapital in %
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. 15,43
Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft 3,06
BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft 0,89
3-Banken Wohnbaubank AG 10,00
3 Banken Kfz-Leasing GmbH 10,00

SONSTIGE ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Anteile am Gesellschaftskapital in %
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 100,00
Pekra Holding GmbH 100,00
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH 99,0 % direkt, 1,0 % indirekt

SONSTIGE BETEILIGUNGEN AN NICHTBANKEN

Anteile am Gesellschaftskapital in %
3 Banken IT GmbH 30,00
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. 30,00
Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH 3,10
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. 0,19
CEESEG Aktiengesellschaft 0,38
PSA Payment Services Austria GmbH 1,46

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns lag mit 8,9 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2019 deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 (+5,0 %). Der kräftige Zuwachs resultierte maßgeblich aus den gestiegenen Forderungen an Kunden. Bei den Primäreinlagen verzeichneten wir ebenfalls einen starken Anstieg.

AKTIVA

Nachfrage nach Krediten ungebrochen hoch

Für unsere in- und ausländischen Kunden sind wir ein verlässlicher Finanzierungspartner mit Handschlagqualität. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unsere Kompetenz im Finanzierungsgeschäft wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen können und ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,8 Mrd. EUR akquiriert. Trotz Konjunktureintrübung blieb die Investitionsbereitschaft der Unternehmer hoch und auch viele Privatkunden haben sich Wohnträume erfüllt. Die Finanzierungsnachfrage war vor allem in Kärnten deutlich stärker als in anderen Regionen. Auf unserem Stammmarkt haben wir rund 575 Mio. EUR an neuen Finanzierungen vergeben, den Großteil an Firmenkunden. Die Region Wien-Niederösterreich-Burgenland zählt zu unseren Wachstumsmärkten, dort wollen wir neue Firmen- und Privatkunden gewinnen und unsere Präsenz erhöhen. Im Kredit- und Leasinggeschäft sind wir mittlerweile auch in dieser Region ein angesehener Marktteilnehmer und haben im Berichtsjahr ein Neufinanzierungsvolumen in Höhe von 359 Mio. EUR vergeben. Die steirischen Betriebe haben ebenfalls in die Erweiterung, Internationalisierung und Digitalisierung investiert und uns als Finanzpartner ihr Vertrauen geschenkt. Wir vergaben ein Neugeschäftsvolumen bei Firmen- und Privatkunden in Höhe von rund einer Viertelmilliarde Euro.

27,9 % des Neugeschäftsvolumens entfielen auf unsere Auslandsmärkte. In Slowenien und in Kroatien verzeichneten wir kräftige Zuwächse bei den Privatfinanzierungen und im Leasinggeschäft. Das Finanzierungsgeschäft im Firmenkundensegment entwickelte sich konstant, die Investitionsfreude der Unternehmen war jedoch etwas zurückhaltender als im Jahr davor.

Die Kundenforderungen vor Risikovorsorgen erreichten zum 31. Dezember 2019 konzernweit ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,4 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von erfreulichen 5,9 % bedeutete. In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG und die Leasingforderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.

ENTWICKLUNG FORDERUNGEN AN KUNDEN

Bei den Risikovorsorgen setzte sich der Trend aus den Vorjahren fort. Sie gingen um weitere 17,1 Mio. EUR auf 90,8 Mio. EUR zurück. Die Risikosituation blieb dank unserer umsichtigen Vergabepolitik das gesamte Geschäftsjahr 2019 über entspannt. Größere Kreditausfälle waren nicht zu verzeichnen. Die Quote der Non-performing Loans entwickelte sich demzufolge ebenfalls in die richtige Richtung und betrug zum Jahresultimo 2,4 %1).

Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging auch im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote – ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien – erreichte zum 31. Dezember 2019 einen Wert von 1,9 %, ein Rückgang in Höhe von 0,5 %-Punkte.

Leasing als attraktive Finanzierungsalternative

Die Nachfrage nach Leasingfinanzierungen ist nach wie vor hoch, da sich Leasing als attraktive Alternative zum klassischen Kredit durchgesetzt hat. Im BKS Bank Konzern betreiben wir vier Leasinggesellschaften.

Die österreichische Leasinggesellschaft mit Sitz in Klagenfurt erreichte zum 31. Dezember 2019 ein Leasingbarwertvolumen in Höhe von 233,0 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Volumen um 11,3 % gewachsen. Ähnlich die Entwicklung in Slowenien. Dort sind wir seit über 20 Jahren mit einer Leasingtochter vertreten und erzielen Jahr für Jahr konstant Zuwächse. Auch 2019 war die Geschäftsentwicklung hervorragend. Der Barwert der Leasingforderungen stieg auf 159,1 Mio. EUR, ein Zuwachs um erfreuliche 16,4 %. In Kroatien verlief das Leasinggeschäft auch sehr zufriedenstellend. Von Jänner bis Dezember 2019 wurden 38,6 Mio. EUR an Neugeschäften abgeschlossen. In der Slowakei entwickelte sich das Leasinggeschäft ebenfalls sehr dynamisch und legte im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Mio. EUR auf 53,2 Mio. EUR zu.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren reduzierte sich infolge von Tilgungen um -1,6 % auf 890,1 Mio. EUR. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir Investitionen im Ausmaß von 37,5 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen und Verkäufe in Höhe von 52,3 Mio. EUR gegenüber. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar.

Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen erhöhten sich im Berichtsjahr auf 635,9 Mio. EUR (+6,0 %). Der Anstieg ist auf die Zuschreibung der anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen.

Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, betrug 550,8 Mio. EUR. Der hohe Bestand repräsentiert die gute Liquiditätssituation unseres Hauses.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 war der neue Leasingstandard IFRS 16 erstmalig anzuwenden. Gemäß den Anforderungen des neuen Standards sind die Nutzungsrechte aus Mietverträgen als Vermögenswerte sowie die dazugehörigen Zahlungsverpflichtungen als Leasingverbindlichkeiten jeweils mit ihren Barwerten in der Bilanz auszuweisen. Die aktivierten Nutzungsrechte werden unter den Sachanlagen erfasst und über die Laufzeit abgeschrieben. Daher erhöhte sich diese Position um 45,9 %. Der Buchwert dieser Nutzungsrechte betrug zum Berichtsstichtag 22,3 Mio. EUR.

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

PASSIVA

Primäreinlagen erneut auf Rekordniveau

Die Primäreinlagen wiesen mit 6,7 Mrd. EUR erneut einen Rekordwert aus. Erst letztes Jahr haben wir die 6-Milliarden-Euro-Schwelle übertroffen und im Geschäftsjahr 2019 den sehr guten Vorjahreswert um knapp eine halbe Milliarde Euro wieder kräftig ausgebaut.

Auf der einen Seite freuen wir uns über den großen Zuspruch unserer Kunden, auf der anderen Seite belastet der hohe Primäreinlagenstand die Ertragslage. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei den Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,5 % zu zahlen. Der Zinssatz für die Einlagenfazilität wurde im September von der Europäischen Zentralbank (EZB) von -0,4 % auf -0,5 % weiter gesenkt.

Die dominierende Position bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind seit Längerem die Sichteinlagen, die mit 3,3 Mrd. EUR um 7,6 % erneut stark zugelegt haben. Der Großteil stammt von Firmenkunden, die über hohe Liquiditätsstände verfügen. Auch Privatkunden entscheiden sich immer häufiger für Veranlagungen in Sichteinlagen. Das Mein Geld-Konto hat sich zu einer beliebten Sparform entwickelt, da immer mehr Kunden bequem, flexibel und auch digital über ihr Gespartes verfügen wollen. Dementsprechend hat sich das Volumen auf dem Mein Geld-Konto – über das auch online verfügt werden kann – von 326,8 Mio. EUR auf 385,4 Mio. EUR erhöht, ein Anstieg von rund 17,9 % im Vergleich zum Jahresende 2018.

Auch die Termineinlagen sind im Berichtsjahr um erfreuliche 15,6 % auf 1,1 Mrd. EUR gewachsen. Der Anstieg freut uns besonders, weil damit die Fristigkeitsstruktur der Refinanzierung verbessert werden konnte. Insgesamt beliefen sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf 4,4 Mrd. EUR, ein Anstieg um 9,0 %. Mit Blick auf die regionale Verteilung der Kundengelder zeigt sich, dass knapp 1,0 Mrd. EUR der Sicht- und Termineinlagen von slowenischen Privat- und Firmenkunden stammen.

In Österreich wiederum ist das Sparbuch noch immer die beliebteste Sparform. Und das, obwohl seit vielen Jahren eine Zinsflaute herrscht. Aber die jüngsten Berichte über einige österreichische Banken, die das klassische Sparbuch aus der Angebotspalette streichen wollen, lassen erkennen, dass das klassische Sparbuch an Bedeutung verlieren wird. Wir werden aber auch künftig das klassische Sparbuch in unserem Angebot haben. Rechtzeitig zum Weltspartag haben wir ein "Grünes Sparbuch" aufgelegt, mit dem wir auch einen Beitrag zum aktiven Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen. Mit diesen Einlagen werden ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert. Insgesamt verwalten wir auf klassischen Sparbüchern ein Volumen in Höhe von 1,4 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert bedeutete das einen geringfügigen Rückgang von 1,1 %.

ENTWICKLUNG PRIMÄREINLAGEN

Großes Anlegerinteresse bei eigenen Emissionen

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich. Vor allem bei institutionellen Anlegern erwies sich die BKS Bank als verlässliche und kompetente Emittentin. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 100,9 Mio. EUR an Privatplatzierungen begeben. Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr fünf neue Nachrang-Obligationen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt. Das Anlegerinteresse war dank einer attraktiven Verzinsung sehr hoch, sodass eine Tranche binnen weniger Tage ausverkauft war. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 64,1 Mio. EUR an Nachrangkapital platziert. Von einer AT-1-Anleihe, die bereits Ende 2018 aufgelegt wurde, wurden im Berichtsjahr weitere 11,7 Mio. EUR am Markt platziert. Zur Stärkung der MREL-Quote haben wir erstmals Senior-Non-Preferred-Obligationen begeben, die ausschließlich von institutionellen Anlegern gezeichnet wurden. Diese neue Bankanleihenklasse ist im Insolvenz- und "Bailin"-Fall der Emittentin zwischen gewöhnlichen Senior Bonds und klassischen Nachrangobligationen angesiedelt.

Wir freuen uns, dass im Berichtsjahr das Volumen nachhaltiger Geldanlagen gestiegen ist. Dem vermehrten Kundeninteresse tragen wir Rechnung, indem wir das Angebot nachhaltiger Veranlagungen sukzessive erweitern. So legten wir im Herbst unseren dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5 Mio. EUR auf. Das Besondere an der Emission: Das Emissionsvolumen wird ausschließlich für die Finanzierung von Vorhaben verwendet, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen. Insgesamt haben sich die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital auf 854,4 Mio. EUR erhöht, ein Zuwachs von erfreulichen 13,8 %.

Konzerneigenkapital gestiegen

Das Konzerneigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2019 einen Anstieg um 7,5 % auf 1,3 Mrd. EUR. Der Zuwachs des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes ab Seite 122 im Detail dokumentiert. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR.

ISIN Bezeichnung Nominale in EUR
AT0000A28032 0,676 % BKS Bank Obligation 2019-2023/1/PP 20.000.000,00
AT0000A28792 4,54 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP 8.000.000,00
AT0000A28J42 2,165 % BKS Bank Obligation 2019-2039/3/PP 10.000.000,00
AT0000A2AXN1 3,85 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP 3.400.000,00
AT0000A2AZ36 0,24 % BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2019-2021/5/PP 10.000.000,00
AT0000A2AZ44 0,40 % BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2019-2022/6/PP 10.000.000,00
AT0000A2B6A8 Variable BKS Bank Obligation 2019-2029/7/PP 15.500.000,00
AT0000A2C5M4 0,56 % BKS Bank Obligation 2019-2024/8/PP 20.000.000,00
AT0000A2C5W3 1,40 % BKS Bank Obligation 2019-2029/9/PP 4.000.000,00
AT0000A28KW9 0,60 % BKS Bank Obligation 2019-2026/1 7.600.000,00
AT0000A28XQ4 0,375 % BKS Bank Green Bond 2019-2024/2 3.995.000,00
AT0000A29T23 3 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-29/3 20.000.000,00
AT0000A2AE49 3 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-30/4 20.000.000,00
AT0000A2B493 3,125 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2019-2031/5 12.655.000,00

BEGEBENE EIGENE SCHULDVERSCHREIBUNGEN AUS 2019

Ertragslage

Die operative Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2019 war ausgesprochen erfolgreich, wenngleich die Herausforderungen in der Branche weiterhin anspruchsvoll sind. Dank unserer exzellenten Beratungsqualität und unserer hohen Innovationskraft, die wir insbesondere in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie gezeigt haben, sind wir im Kerngeschäft erneut kräftig gewachsen.

AUSGEZEICHNETE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die BKS Bank erwirtschaftete zum 31. Dezember 2019 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 92,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis bedeutete das ein kräftiges Wachstum um 20,0 %. Beim Jahresüberschuss vor Steuern haben wir sogar erstmals die Schallmauer von 100 Mio. EUR durchbrochen. Besonders erfreulich ist, dass wir im operativen Geschäft in allen wichtigen Ertragskomponenten deutlich zugelegt haben. Ergebnisstützen waren darüber hinaus die sehr gute Entwicklung des Ergebnisses der finanziellen Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und die moderate Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen.

Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge erhöhte sich von 129,7 Mio. EUR auf 135,8 Mio. EUR, ein Zuwachs um 4,7 %. Vor allem die gute Entwicklung der Zinserträge aus dem Kreditgeschäft (+5,1 %) machte sich im höheren Zinsergebnis bemerkbar. Die Erträge aus den Leasingforderungen haben sich dank der guten Performance unserer Leasinggesellschaften im In- und Ausland ebenfalls sehr positiv entwickelt (+16,9 %). Die Zinsaufwendungen mit 29,8 Mio. EUR waren leicht rückläufig (-2,0 %).

Der Druck auf die Margen hielt unvermindert an und forderte von unseren Kundenbetreuern viel Verhandlungsgeschick. Im Finanzierungsgeschäft gaben die Margen von 1,87 % auf 1,82 % nach. Im Einlagengeschäft sind wir bereits seit mehreren Jahren mit negativen Margen konfrontiert, die mit -0,13 % gegenüber 2018 weiter ins Negative abglitten. Nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 18,6 Mio. EUR ergab sich ein Zinsüberschuss nach Risiko von 117,3 Mio. EUR, ein erfreulicher Zuwachs von 5,3 %.

in Mio. EUR 2018 2019 ± in %
Zinsüberschuss 129,7 135,8 4,7
Risikovorsorge -18,3 -18,6 1,6
Provisionsüberschuss 55,5 58,2 5,0
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 44,8 45,9 2,4
Handelsergebnis 0,3 1,2 >100
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten -7,9 3,7 >100
Verwaltungsaufwand -114,6 -121,0 5,6
Jahresüberschuss vor Steuern 87,0 103,1 18,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag -9,6 -10,2 6,1
Jahresüberschuss 77,4 92,9 20,0

WICHTIGE POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KREDITRISIKOVORSORGEN AUF MODERATEM NIVEAU

Das Geschäftsjahr 2019 war durch eine entspannte Risikosituation im Kreditgeschäft geprägt. Dementsprechend moderat entwickelte sich der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen und blieb zum 31. Dezember 2019 nahezu auf dem sehr guten Niveau des Vorjahreswertes. Für Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten wurden per Saldo Risikovorsorgen in Höhe von 18,9 Mio. EUR gebildet. Die Bildung von Risikovorsorgen erfolgt seit der Einführung des IFRS 9-Standards in drei unterschiedlichen Stufen. Für Kundenforderungen der Stufe 3 werden für signifikante Forderungen die Risikovorsorgen nach der DCF-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien ermittelt. Für Forderungen mit guter Bonität – Ratingstufe AA bis 4b – erfolgt die Bildung auf Basis des ECL-Modells. Auf Stufe 1 und 2 entfielen Risikovorsorgen in Höhe von 4,0 Mio. EUR, 14,6 Mio. EUR auf Stufe 3.

GUTES ERGEBNIS IM PROVISIONSGESCHÄFT

Wir verfolgen das strategische Ziel, die Abhängigkeit vom zinstragenden Geschäft konstant zu reduzieren. Wir freuen uns sehr, dass die positive Entwicklung des Provisionsergebnisses (58,2 Mio. EUR; +5,0 %) bereits davon zeugt, dass unsere Aktivitäten zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes Wirkung zeigen. Vor allem im Wertpapiergeschäft haben wir 2019 wichtige Expansionsschritte gesetzt.

Kräftiger Anstieg der Wertpapierprovisionen

Das Ergebnis im Wertpapiergeschäft entwickelte sich sehr positiv und belief sich zum Jahresultimo 2019 auf 15,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 20 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die deutliche Ertragssteigerung ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Größter Wertpapieranbieter in Slowenien

Im März 2019 haben wir erfolgreich rund 25.000 Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. übernommen. Mit diesem Zukauf haben wir unsere Marktstellung in Slowenien kräftig ausgebaut und sind zum größten slowenischen Wertpapierdienstleister geworden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wurde durch die erfolgreiche Expansion um 1,9 Mio. EUR gestärkt.

Vermögensverwaltung neu ausgerichtet

Im Berichtsjahr haben wir im Inland die Vermögensverwaltung grundlegend verändert und als Ergänzung der Produktpalette zwei neue vermögensverwaltende Publikums-Dachfonds gegründet. Die Neuausrichtung wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Das Volumen in der Vermögensverwaltung konnte von 183,0 Mio. EUR. auf 209 Mio. EUR gesteigert werden, ein Zuwachs um 14,2 %. Darüber hinaus wirkte sich auch die positive Entwicklung der Finanzmärkte stimulierend auf das Anlegerverhalten aus.

Die zu Jahresbeginn noch zögerlichen Wertpapierumsätze entwickelten sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte dynamischer und bescherten uns Zuwächse bei den Provisionseinnahmen. Die Kurswerte der bei der BKS Bank angeführten Wertpapierdepots lagen Ende 2019 bei 11,9 Mrd. EUR nach 8,3 Mrd. EUR im Vorjahr.

Ausgezeichnete Anlageberatung

Die BKS Bank ist eine mehrfach ausgezeichnete Beraterbank, die mit exzellenter Beratung und erstklassigem Produkt- und Serviceangebot überzeugt. Wir freuen uns sehr, dass uns diese Qualitäten auch immer wieder von unabhängigen Dritten bestätigt werden. Im Jänner 2019 haben wir den landesweiten ÖGVS-Test zur Anlageberatung gewonnen, den die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und das Magazin trend vergibt. Sechs überregionale und 14 regionale Filialbanken in Österreich wurden in Form von Mystery Shoppings in Hinblick auf Beratung, Transparenz, Service und Ambiente bewertet. Wir überzeugten zum wiederholten Male mit Top-Noten in allen Testkategorien und erreichten den ersten Platz.

KOMPONENTEN DER ERFOLGSRECHNUNG

Positive Entwicklung im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr

Das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen verlief im Berichtsjahr wieder sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis um 3,5 % auf 21,5 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem erfreulichen Zuwachs an neuen Kunden, die auf unsere langjährige Expertise im Bereich der Zahlungsdienste vertrauen.

Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr befindet sich durch die voranschreitende Digitalisierung in einem grundlegenden Wandel. Zwar haben Bargeld und klassische Überweisungen nach wie vor einen hohen Stellenwert, werden aber immer mehr durch moderne digitale Angebote ersetzt. Gerade in diesem anspruchsvollen Umfeld sehen wir es als unsere Aufgabe, unseren Kunden mit modernen Zahlungsverkehrslösungen zur Seite zu stehen und auf Marktentwicklungen einzugehen. Erreichbarkeit, schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Fragen und Reklamationen sind dabei erfolgsentscheidende Faktoren.

Bargeldloses Bezahlen im Vormarsch

Ein Trend, der unaufhaltsam seinen Weg nimmt, ist das Bezahlen mit Karten. Die höchsten Zuwächse bei den Transaktionszahlen verzeichneten wir in diesem Bereich. Vor allem die Kontaktlosfunktion ist binnen kürzester Zeit zu einer beliebten Bezahlmethode geworden. Hier zeichnet sich schon der nächste Wandel ab: Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist stark im Kommen. Wir haben mit der Einführung der BKS Bluecode App eine weitere moderne Zahlungsmethode über Smartphone im Berichtsjahr in Betrieb genommen. Die Anzahl an Kunden, die diese smarte Bezahlmethode verwenden, steigt seit der Einführung im Oktober konstant an.

GUTE GESCHÄFTSENTWICKLUNG BEI SCHWESTERBANKEN

Die Geschäfte der Oberbank und BTV verliefen im vergangenen Jahr ebenfalls sehr zufriedenstellend. Dementsprechend positiv entwickelte sich das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen, welches um 2,4 % auf 45,9 Mio. EUR zulegte.

RÜCKENWIND DURCH EINE STARKE BÖRSENENTWICKLUNG

Die internationalen Börsen präsentierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz höherer Volatilität insgesamt sehr freundlich. Die gute Börsenentwicklung schlug sich auch in einem deutlich verbesserten Ergebnis der finanziellen Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten nieder.

Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt: Die Position "Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten" verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreswert, blieb aber dennoch mit -1,6 Mio. EUR im negativen Bereich. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)" sehr zufriedenstellend und erreichte einen Wert von 5,1 Mio. EUR. Auch das "Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten" verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr und erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 auf 0,5 Mio. EUR. Das "sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten" fiel mit -0,4 Mio. EUR negativ aus. Insgesamt entwickelte sich das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sehr positiv und erzielte einen Wert von 3,7 Mio. EUR. Im Vorjahr wies diese Position noch einen Aufwandssaldo von -7,9 Mio. EUR aus.

HÖHERE PERSONALAUFWENDUNGEN UND IKT-KOSTEN

Der Verwaltungsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % auf 121,0 Mio. EUR. Die dominierende Position im Verwaltungsaufwand ist der Personalaufwand, der mit 76,7 Mio. EUR leicht zunahm (+2,8 %). Die Gründe für den Anstieg lagen zum einen in der deutlichen Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in Österreich um durchschnittlich 3,0 %. Zum anderen führte die Zinsentwicklung zu einem höheren Dotationsbedarf für die Jubiliäumsgeld-Rückstellung und für das Sterbequartal. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich gegenüber 2018 von 932 auf 962 Personaljahre, da vor allem die Übernahme von Wertpapierkunden in Slowenien auch eine Ausweitung der Personalressourcen erforderte.

Moderne Informationstechnologie erfordert hohe Investitionen

Die Sachaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 33,5 Mio. EUR um 2,1 % über dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position werden unter anderem die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH abgebildet. Die BKS Bank investiert direkt oder über die 3 Banken IT GmbH jährlich in zahlreiche IKT-Projekte und in die Erneuerung der Hard- und Netzwerkinfrastruktur. 2019 waren dies rund 11,6 Mio. Euro.

Wie bereits mehrfach vermerkt, stand das Geschäftsjahr 2019 ganz im Zeichen der Digitalisierung. Wir haben eine Reihe von innovativen digitalen Produkten und Services auf den Markt gebracht, die unsere Ertragskraft stärken, vorerst aber mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden sind. Für die Umsetzung solcher Projekte und für den laufenden IKT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH mitverantwortlich.

Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Tochter der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 294 Mitarbeiter.

Im Berichtsjahr wurden 154 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, realisiert bzw. bearbeitet. Darunter einige Projekte, die durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie z. B. PSD 2 oder Verbraucherzahlungsgesetz notwendig waren. Neben den bereits erwähnten Digitalisierungsprojekten gab es noch zahlreiche weitere Projekte wie die Übernahme der ALTA-Invest-Kunden in unsere Kernsysteme, die Einführung einer neuen Software für Kassenterminals oder die Erneuerung der Hardware-Infrastruktur in Slowenien.

SONSTIGES BETRIEBLICHES ERGEBNIS VERBESSERT

Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich zum 31. Dezember 2019 auf -2,2 Mio. EUR. In dieser Position werden primär die regulatorischen Kosten, die die Banken belasten, abgebildet. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) für den Abwicklungsund Einlagensicherungsfonds und 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) für die Stabilitätsabgabe aufgewendet.

JAHRESÜBERSCHUSS

Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2019 einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 103,1 Mio. EUR nach 87,0 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 10,2 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 92,9 Mio. EUR, eine Steigerung von 20,0 %.

GEWINNVERTEILUNGSVORSCHLAG

Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Konzernmuttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss von 45,6 Mio. EUR nach 33,0 Mio. EUR im Vorjahr. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 34,9 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,5 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 11.138.720,09 EUR aus. Wir werden der 81. Hauptversammlung am 06. Mai 2020 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie, das sind 10.735.725,- EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,4 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

POSITIVE ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

Unter Berücksichtigung des hervorragenden Jahresergebnisses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum 31. Dezember 2019 folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich um 0,6 %-Punkte auf 7,4 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern legte auf sehr erfreuliche 1,1 % zu.

Die Cost-Income-Ratio betrug 50,7 % und lag damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 62,6 % (09/2019). Die Risk-Earnings-Ratio entwickelte sich angesichts der guten Risikosituation weiter rückläufig und erreichte einen neuen Bestwert von 10,2 %. Die Berechnung der Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote) wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Die NPL-Quote nach EBA belief sich zum Jahresende 2019 auf 2,4 %.

Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,8 %, während sich die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) um beachtliche 14,1 %-Punkte auf 151,8 % verbesserte. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit 3,0 % bzw. 100 % mehr als deutlich.

Damit wir unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wachstumsstrategie weiterhin erfolgreich umsetzen können, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Wir freuen uns, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das ausgezeichnete Ergebnis und durch verschiedene Kapitalmaßnahmen die Kapitalquoten kräftig gestärkt haben. Die Kernkapitalquote verbesserte sich um 0,5 %-Punkte auf 12,7 % und die Gesamtkapitalquote erreichte 16,2 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie betrug 2,15 EUR zum 31. Dezember 2019.

WICHTIGE UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
in % 2018 2019 ± in %-Pkte.
ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) 6,8 7,4 0,6
ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) 1,0 1,1 0,1
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 50,3 50,7 0,4
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 10,5 10,2 -0,3
NPL-Quote1) 3,31) 2,4 -0,9
Leverage Ratio 7,5 7,8 0,3
Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) 137,7 151,8 14,1
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 110,2 112,4 2,2
Kernkapitalquote 12,2 12,7 0,5
Gesamtkapitalquote 14,8 16,2 1,4
in %
IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR 1,82 2,15 18,1

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt.

Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

Segmentbericht

Der Segmentbericht gliedert sich in die vier Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld. Das Segment Financial Markets entwickelte sich trotz volatiler Marktbedingungen zu einem stabilen Ergebnisbringer. Die Profitabilität im Privatkundengeschäft nimmt weiter zu.

FIRMENKUNDEN

Im Segment Firmenkunden betreuten wir im Geschäftsjahr 2019 konzernweit rund 23.500 Firmenkunden, ein Zuwachs von 9,9 % gegenüber 2018. Der starke Anstieg ist vor allem auf die erfolgreiche Übernahme der ALTA-Kunden zurückzuführen. Aber auch in den anderen Wachstumsregionen haben wir neue Kunden von unserem Produkt- und Serviceangebot sowie von unserem breiten Know-how im Firmenkundengeschäft überzeugen können.

Zu unseren Kunden zählen Betriebe der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte und institutionelle Kunden sowie die öffentliche Hand.

Deutlich höheres Segmentergebnis erzielt

Das Geschäftsjahr 2019 war für das Firmenkundengeschäft ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Zinsüberschuss entwickelte sich – trotz herausforderndem Niedrigzinsumfeld – mit 105,8 Mio. EUR sehr positiv. Gegenüber dem Vorjahr erreichten wir einen Zuwachs um 3,4 %. Das gestiegene Kreditvolumen und die Konsequenz in unserer Konditionenpolitik spiegeln sich in dem guten Zinsergebnis wider. Der Provisionsüberschuss, die zweite bedeutende Ergebnissäule, ist um 5,2 % auf 32,1 Mio. EUR gestiegen. Vor allem höhere Erträge im Zahlungsverkehr und im Wertpapiergeschäft waren für das gute Ergebnis verantwortlich.

SEGMENT FIRMENKUNDEN

in Mio. EUR 2018 2019
Zinsüberschuss 102,3 105,8
Risikovorsorge -18,9 -18,7
Provisionsergebnis 30,6 32,1
Verwaltungsaufwand -50,0 -51,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,2 0,4
Jahresüberschuss vor Steuern 65,2 68,4
ROE vor Steuern 17,4 % 16,7 %
Cost-Income-Ratio 37,3 % 37,5 %
Risk-Earnings-Ratio 18,5 % 17,7 %

Die gute Risikolage der BKS Bank zeigt sich vor allem in diesem Segment. Im Geschäftsjahr 2019 verzeichneten wir keine großen Insolvenzfälle und auch unsere konsequente Vorgehensweise beim Abbau von Risikofällen beeinflusste die Entwicklung der Risikokosten positiv. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 konnten die Risikovorsorgen in Höhe von 18,7 Mio. EUR stabil gehalten werden.

Der Verwaltungsaufwand nahm um 3,7 % auf 51,8 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte aus höheren IT-Aufwendungen und den gestiegenen Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Sterbequartale bedingt durch den höheren KV-Abschluss und die Zinsentwicklung. Der Jahresüberschuss vor Steuern belief sich zum 31. Dezember 2019 auf erfreuliche 68,4 Mio. EUR und fiel um 3,2 Mio. EUR oder 4,9 % höher aus als im Jahr davor.

Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen entwickelten sich angesichts des hervorragenden Segmentergebnisses sehr positiv. Der Return on Equity nahm aufgrund der höheren Eigenmittelbindung von 17,4 % auf 16,7 % leicht ab. Die Cost-Income-Ratio erreichte mit 37,5 % erneut einen Spitzenwert und die Risk-Earnings-Ratio reduzierte sich um 0,8 %-Punkte auf erfreuliche 17,7 %.

Viel Lob von unseren Firmenkunden

Im Berichtsjahr haben wir zum dritten Mal in Folge eine Kundenzufriedenheitsanalyse durchgeführt. Wir freuen uns, dass die Beteiligung an der Umfrage insgesamt gestiegen ist und dass viele Firmenkunden die Gelegenheit nutzten, uns Feedback zu geben. 86 % unserer Firmenkunden sind mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Besonders erfreulich war, dass die Weiterempfehlungsrate der Firmenkunden im zweistelligen Bereich zugenommen hat. Die Kompetenz unserer Kundenbetreuer sowie die Schnelligkeit bei Entscheidungen und Services wurden von den Firmenkunden ebenfalls mit sehr gut bzw. gut bewertet. Wir freuen uns sehr über die guten Bewertungen und arbeiten daran, die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern.

Finanzierungsgeschäft als wichtiges Kundenbedürfnis

Finanzieren und Investieren sind die wichtigsten Kundenbedürfnisse im Firmenkundengeschäft. In diesem Bereich verfügen wir über exzellentes Beratungs-Know-how und über langjährige Erfahrungen. Unsere hohe Kompetenz, insbesondere im Finanzierungsgeschäft, zeigt sich auch darin, dass über drei Viertel der gesamten Ausleihungen im Konzern auf das Firmenkundengeschäft entfallen.

Im Berichtsjahr ist die Nachfrage nach Finanzierungen erneut gestiegen. Trotz Konjunkturabschwächung verzeichneten wir einen kräftigen Anstieg und erzielten ein Kreditwachstum in Höhe von 5,3 %. Von Jänner bis Dezember 2019 haben wir konzernweit 1,5 Mrd. EUR an neuen Finanzierungslinien an Firmenkunden vergeben. Der Stand der Kundenforderungen inkl. Leasingfinanzierungen erhöhte sich von 4,7 Mrd. EUR auf 5,0 Mrd. EUR. Im Leasinggeschäft war die Nachfrage ebenfalls unvermindert hoch. Konzernweit haben wir Leasinggeschäfte mit einem Volumen von 216,1 Mio. EUR neu abgeschlossen.

In Slowenien sind wir neben dem Leasinggeschäft auch stark im Bereich der Kommunalfinanzierungen vertreten. Das aushaftende Kreditvolumen an slowenische Gemeinden betrug 91,5 Mio. EUR. Rund 17,5 % des gesamten Finanzierungsvolumens im Firmenkundengeschäft, welches in Slowenien vergeben wird, entfallen auf den Kommunalbereich.

Spezialfinanzierungen und Förderberatung sehr gefragt

Ein Geschäftsfeld, das sich in den letzten Jahren sehr erfolgreich entwickelt hat, ist die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir rund 30 neue Exportprojekte betreut und insgesamt 44,2 Mio. EUR neu finanziert. In Summe gestionierten wir zum Jahresende 2019 ein Volumen an Exportfinanzierungen in Höhe von 184,5 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 21 %. Auch bei den geförderten Investitionsfinanzierungen haben wir einen Anstieg verzeichnet. Wir haben 96 geförderte Investitionsprojekte mit rund 82,8 Mio. EUR finanziert. Insgesamt verwalten wir ein Finanzierungsvolumen in dieser Produktsparte von 176,6 Mio. EUR, eine Steigerung um 15,0 % gegenüber 2018.

FORDERUNGEN AN FIRMENKUNDEN

Zum Corporate Banking zählen wir Großkunden, die über eine Betriebsleistung von mehr als 75,0 Mio. EUR verfügen, institutionelle Kunden, größere Kommunen und strukturierte Finanzierungen. Dieses Geschäftsfeld entwickelte sich im Jahr 2019 ebenfalls sehr zufriedenstellend. Insgesamt betreuten wir im Corporate Banking ein Finanzierungsvolumen in Höhe von rund 670,0 Mio. EUR.

Vor einigen Jahren haben wir begonnen, uns intensiver um die Bedürfnisse von Landwirten zu kümmern. In jeder Region gibt es Kundenbetreuer, die sich auf den Agrarbereich spezialisiert haben. Die Neukundenakquisition hat sich positiv entwickelt: Mittlerweile betreuen wir rund 700 Landwirte und verwalten ein Finanzierungsvolumen von über 110,0 Mio. EUR.

Nachhaltige Finanzierungen gewinnen im Firmenkundengeschäft massiv an Bedeutung. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir das Thema Nachhaltigkeit schon seit mehreren Jahren im Kerngeschäft verankert haben und nachhaltige Finanzierungen anbieten. Beispielsweise haben wir im Geschäftsjahr 2019 bereits den dritten Green Bond emittiert. Mit dem Emissionserlös werden nachhaltige Investitionen finanziert. Den Anteil von Finanzierungen mit einem ökologischen oder sozialen Verwendungszweck haben wir im Berichtsjahr auf 137,8 Mio. EUR ausgebaut.

Sonstige Verbindlichkeiten erneut kräftig gewachsen

Wir verfügen am Markt über einen ausgezeichneten Ruf und sind dank unserer sehr guten Bonität auch als Veranlagungspartner stark gefragt. Im Berichtsjahr verzeichneten wir bei den sonstigen Verbindlichkeiten im Firmenkundensegment einen kräftigen Anstieg um 7,1 % auf 3,2 Mrd. EUR. Die darin enthaltenen Termineinlagen erhöhten sich sogar um 13,6 %.

Diversifizierung gelungen

Wir verfolgen das strategische Ziel, vom zinstragenden Geschäft unabhängiger zu werden, und forcieren den Ausbau eigenmittelschonender Geschäftsfelder. Die darauf gerichteten Vertriebsmaßnahmen zeigten im Berichtsjahr Wirkung und ermöglichten einen Zuwachs von 5,2 % im Dienstleistungsgeschäft. Wir freuen uns, dass wir vor allem im Zahlungsverkehr (+7,0 %) und im Wertpapiergeschäft (+20,7 %) höhere Ergebnisse erzielt haben.

Die Herausforderungen, mit denen das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr konfrontiert ist, sind sehr vielfältig. Der Markt ist hoch kompetitiv und kommt durch die rasanten technologischen Entwicklungen zusätzlich unter Druck. Die regulatorischen Vorgaben wurden insbesondere durch die Umsetzung der Payment Service Directive 2 (PSD 2) massiv verschärft. Trotz dieses anspruchsvollen Umfeldes haben sich die Erträge aus dem Zahlungsverkehr zu einer wichtigen Ergebnisstütze entwickelt. Wir haben 3.700 neue Firmenkonten eröffnet, die auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind und eine transparente und nachvollziehbare Preisgestaltung gewährleisten. Insgesamt erzielten wir aus dem Konto- und Zahlungsverkehrsgeschäft im Firmenkundensegment ein Ergebnis von 12,0 Mio. EUR, ein Zuwachs um erfreuliche 7,0 %.

Digitale Innovationskraft unter Beweis gestellt

Die Digitalisierung hat das klassische Firmenkundengeschäft voll erfasst. Firmenkunden, egal welcher Betriebsgröße, wollen bequem und sicher ihre Bankgeschäfte online erledigen. Wir haben im Vorjahr mit dem Launch der Firmenkundenportale BizzNet und BizzNet Plus wichtige Meilensteine in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie erreicht. BizzNet wird von unseren Kunden sehr geschätzt.

Im Geschäftsjahr 2019 nutzten bereits über 1.700 User das moderne Portal, das einfach zu bedienen ist. Vor allem die Trennung zwischen privaten Bankgeschäften und Firmenkonten ist mit wenigen Mausklicks möglich und ein gelungenes Feature, wie unsere Firmenkunden in Gesprächen immer wieder betonen.

2019 haben wir uns darauf konzentriert, die Angebote an digitalen Services und Produkten speziell für Firmenkunden weiterzuentwickeln. Mit "Garantien online" brachten wir als erste Bank eine sehr innovative Anwendung für Firmenkunden auf den Markt. In- und Auslandsgarantien können orts- und zeitunabhängig beauftragt werden, Garantiekonten mit allen Details einfach und bequem im Firmenkundenportal BizzNet verwaltet werden.

Erträge aus dem Veranlagungsgeschäft gesteigert

Im Firmenkundengeschäft sind wir zwar traditionell stärker im Kreditals im Veranlagungsgeschäft vertreten, allerdings konnten wir 2019 im Wertpapiergeschäft kräftig zulegen. Der Anstieg um ein Fünftel auf 5,4 Mio. EUR ist auch von der erfolgreichen Übernahme der slowenischen ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. beeinflusst.

Im Versicherungsgeschäft bildet die betriebliche Altersvorsoge einen wichtigen Beratungsschwerpunkt. 2019 haben wir Vorsorgeprodukte mit einer Prämiensumme von 6,5 Mio. EUR abgeschlossen, was einer Steigerung von 16,1 % entspricht.

Ausblick Firmenkunden

Im Firmenkundengeschäft überzeugen wir mit persönlicher Betreuung und Handschlagqualität. Wir sind eine Beraterbank, die unseren Kunden auch ein breites Angebot an innovativen digitalen Produkten und Services bietet. Die Kombination aus persönlicher Nähe und digitalen Dienstleistungen hat sich bewährt.

Wir gewinnen konstant neue Firmenkunden und diesen Trend wollen wir 2020 weiter fortsetzen. Einerseits werden wir in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland und auf unseren Auslandsmärkten unsere Präsenz erhöhen, andererseits werden wir am Ausbau unserer digitalen Kompetenz arbeiten.

In wenigen Monaten werden wir bereits das nächste Online-Produkt am Markt einführen. Voraussichtlich im Frühjahr werden wir unseren Firmenkunden die Möglichkeit einräumen, Leasinggeschäfte komplett digital abzuwickeln. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Digitalisierung des Kundenannahmeprozesses und die digitale Eröffnung von Geschäftskonten. Im Laufe des Jahres wollen wir auch in diesem Bereich neue digitale Möglichkeiten bieten. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Einführung eines Corporate Finance Management, um die Finanz- und Liquiditätsplanung unserer Firmenkunden zu unterstützen.

Ein großes Thema, dem wir uns in den kommenden Monaten ebenfalls intensiv widmen werden, ist die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Damit soll das Finanzierungsgeschäft und die damit bereitgestellten Finanzmittel stärker in Richtung ökologische Projektfinanzierungen gelenkt werden.

PRIVATKUNDEN

Im Segment Privatkunden betreuen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Per 31. Dezember 2019 haben wir rund 167.700 Kunden diesem Segment zugeordnet, um 17,4 % mehr als im Jahr davor. Der Großteil der Neukunden stammt aus der erfolgreichen Übernahme der Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d.

Ertragskraft im Privatkundensegment gestärkt

Das Geschäftsjahr 2019 haben wir im Privatkundengeschäft erneut positiv abgeschlossen und ein Segmentergebnis in Höhe von 1,6 Mio. EUR erzielt, ein Zuwachs um erfreuliche 24,6 % gegenüber 2018. Der Ergebniszuwachs wurde vom Zins- und Provisionsergebnis bestimmt. Trotz historisch tiefem Zinsniveaus ist im Vergleich zum Vorjahr das Zinsergebnis um 7,8 % auf 27,6 Mio. EUR gestiegen. Im Provisionsergebnis von 25,7 Mio. EUR ist vor allem der gute Verlauf des Wertpapiergeschäftes für den Anstieg um 4,1 % verantwortlich. Darüber hinaus hat die entspannte Risikosituation bei Privatfinanzierungen zu einer Auflösung von Vorsorgen in Höhe von 0,3 Mio. EUR geführt. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 4,5 % auf 53,5 Mio. EUR und ist dem höheren Lohnniveau geschuldet. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug 1,6 Mio. EUR.

Die segmentspezifischen Kennzahlen zum 31. Dezember 2019 verbesserten sich aufgrund des positiven Segmentergebnisses wie folgt: Der Return on Equity erreichte 1,9 %, während die Cost-Income-Ratio sich auf 97,3 % verbesserte.

SEGMENT PRIVATKUNDEN

in Mio. EUR 2018 2019
Zinsüberschuss 25,6 27,6
Risikovorsorge 0,5 0,3
Provisionsergebnis 24,7 25,7
Verwaltungsaufwand -51,2 -53,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,7 1,6
Jahresüberschuss vor Steuern 1,3 1,6
ROE vor Steuern 2,1 % 1,9 %
Cost-Income-Ratio 98,4 % 97,3 %
Risk-Earnings-Ratio - -

Spitzenwerte bei der Zufriedenheit und Testsiege bei ÖGVS

Wir haben uns als exzellente Beraterbank etabliert. Unser Anspruch ist, qualitativ hochwertige Beratungs-, Produkt- und Servicequalität im gesamten Unternehmen zu gewährleisten. Im Herbst 2019 haben wir unsere Kunden eingeladen, unsere Leistungen zu beurteilen. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden – wir konnten in allen Bereichen wie Gesamtzufriedenheit, Weiterempfehlungsrate, Betreuerkompetenz oder Schnelligkeit zulegen. 91 % unserer Privatkunden sind mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Unsere Leistungen werden auch laufend durch unabhängige Dritte auf den Prüfstand gestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) gemeinsam mit dem Magazin trend die BKS Bank-Filialen mehrfach in Mystery Shoppings getestet. Auch diese Ergebnisse sind hervorragend ausgefallen, so wurden wir zur besten überregionalen Filialbank bei der Anlageberatung und der privaten Pensionsvorsorge gekürt und wurden mit einem Service-Award ausgezeichnet.

Nachfrage nach Privatfinanzierungen kräftig gestiegen

Das Finanzierungsgeschäft zählt zu unseren Kernkompetenzen, auch im Privatkundengeschäft. Dort ist vor allem die Nachfrage nach Wohnraumfinanzierungen 2019 deutlich gestiegen. Die Kundenforderungen an Privatpersonen sind konzernweit um 7,8 % auf 1,4 Mrd. EUR gewachsen. Erfreulich ist, dass wir das Neugeschäftsvolumen auf den Auslandsmärkten nahezu verdoppelt haben. Im Inland hat vor allem in Kärnten das Neugeschäftsvolumen zugelegt.

Nachhaltige Finanzierungsprodukte sind schon seit mehreren Jahren ein fixer Bestandteil unseres Finanzierungsangebotes. Im Berichtsjahr haben wir den Anteil der Finanzierungen, die für ökologische und soziale Zwecke verwendet wurden, weiter ausgebaut. Insgesamt haben wir 158,7 Mio. EUR an nachhaltigen Finanzierungen im Privatkundensegment vergeben. Sehr zufriedenstellend ist auch die Nachfrage nach dem 2015 in Slowenien eingeführten Green Loan, der Investitionen in den Klimaschutz begünstigt. Das vergebene Kreditvolumen stieg im Berichtsjahr auf 29,2 Mio. EUR an (+46,9 %).

Bei den Wohnraumfinanzierungen haben wir 2019 einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie erreicht. Wir haben den digitalen BKS Wohnkredit gelauncht, der neben der komfortablen Usability und Interaktion mit dem Betreuer vor allem durch eine transparente und faire Abrechnung punktet. Mit dem neuen digitalen Wohnkredit haben wir darüber hinaus den Kreditprozess wesentlich vereinfacht und die Durchlaufzeit um 40 % verkürzt. Seit Herbst bieten wir auch einen Online-Konsumkredit an, der ebenfalls durch seine einfache digitale Abwicklung besticht.

Der Abbau der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken geht ebenfalls zügig voran. Das Kreditvolumen in Schweizer Franken verringerte sich um erfreuliche 11,9 % auf 75,3 Mio. EUR. Die FX-Quote (ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien) belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 5,9 % nach 7,2 % im Jahr 2018.

Privatkunden veranlagen vermehrt im täglich fälligen Bereich

Das tiefe Zinsniveau begleitet uns mittlerweile seit vielen Jahren und ungeachtet dessen generieren wir jedes Jahr konstante Zuwächse bei den Verbindlichkeiten gegenüber Privatkunden. Zum 31. Dezember 2019 sind diese um 6,1 % auf 2,5 Mrd. EUR gewachsen. Dabei zeigt sich, dass immer mehr Privatkunden zeit- und ortsunabhängig und online über ihr Erspartes verfügen wollen. Die Einlagen im täglich fälligen Bereich haben dementsprechend zugelegt und betrugen 963,1 Mio. EUR, ein kräftiger Anstieg um 13,9 %. Rechnet man die Termineinlagen in Höhe von 287,3 Mio. EUR dazu, haben die sonstigen Verbindlichkeiten die Volumina auf klassischen Sparbüchern überholt. Bei den Spareinlagen haben wir einen leichten Rückgang in Höhe von 0,8 % auf 1,2 Mrd. EUR hinnehmen müssen. Der Bausparvertrag zählt hingegen nach wie vor zu den beliebteren Sparformen. Im Berichtsjahr haben wir 3.778 Bausparverträge, die wir als langjähriger Vertriebspartner von Wüstenrot vertreiben, abgeschlossen.

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER PRIVATKUNDEN

Provisionsgeschäft erfolgreich ausgebaut

Im Privatkundensegment wollen wir ebenfalls in den eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern wachsen. Die positive Entwicklung des Provisionsüberschusses mit einem Zuwachs von 4,1 % zeigt deutlich, dass die gesetzten Maßnahmen zur Ankurbelung des Dienstleistungsgeschäftes wirken. Das Provisionsergebnis wird auch im Privatkundensegment maßgeblich von den Zahlungsverkehrsprovisionen und dem erfolgreich gelaufenen Wertpapiergeschäft getragen.

Digitaler Wandel im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr

Der rasante technologische Wandel berührt viele Lebensbereiche. Das Bankgeschäft ist davon ebenso betroffen wie unsere Kunden. Im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr merkt man die voranschreitende Digitalisierung und das damit einhergehende veränderte Kundenverhalten besonders stark. Wir lassen uns von diesen Herausforderungen nicht entmutigen, sondern sehen darin große Chancen für weiteres Wachstum. Wir investieren kräftig in den Ausbau unseres digitalen Angebotes, um mit Innovationen vorne dabei zu sein. Dass uns dies im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gelungen ist, zeigt das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das um 3,4 % auf 10,2 Mio. EUR gestiegen ist.

Im Berichtsjahr haben wir die europäische Payment Service Directive 2, kurz PSD 2, umgesetzt. Die PSD 2-Bestimmungen zielen darauf ab, einheitliche Regelungen für digitale Entwicklungen im Zahlungsverkehr festzulegen, den Wettbewerb zu steigern, die Sicherheit von Zahlungsdiensten zu gewährleisten und den Verbraucherschutz zu stärken. Die wichtigsten Vorgaben haben wir bis 14. September 2019 umgesetzt, darunter die Umsetzung der sogenannten Strong Customer Authentication. Dieses neue Authentifizierungsverfahren bringt verbesserte Sicherheitsstandards bei der Nutzung von elektronischen Zahlungsdiensten und elektronischen Fernzahlungen. Wir haben mit der BKS Security App eine moderne, sichere und vor allem bedienerfreundliche Lösung eingeführt. Die Umstellung erfolgte planmäßig über die Sommermonate.

Im klassischen Kontobereich haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 7.000 neue Privatkunden von unserem Kontoangebot überzeugen können. Wir bieten unseren Kunden das moderne und benutzerfreundliche Kundenportal MyNet, welches wir im Berichtsjahr mit neuen Funktionen, darunter dem individuell einstellbaren Kontorahmen, ausgestattet haben. MyNET wird von unseren Kunden sehr gut angenommen, die Anzahl der aktiven User steigt von Jahr zu Jahr. Zum 31. Dezember haben rund 42.900 User das Kundenportal MyNet aktiv genutzt.

Kurz vor dem Jahresende 2019 haben wir unsere digitale Kompetenz mit dem Onboarding-Prozess wesentlich erhöht. Parallel dazu haben wir auch die Kontoeröffnung digitalisiert, vereinfacht und somit wesentlich beschleunigt. Im Herbst haben wir die Kooperation mit Blue Code gestartet. Kunden, die ein Smartphone mit Android-Benutzersystem besitzen, können mit der Blue Code App sicher in einer Vielzahl von Geschäften bezahlen.

Gutes Börsenjahr begünstigte Erträge aus dem Wertpapiergeschäft

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Anleger eines der besten Veranlagungsjahre des vergangenen Jahrzehnts. Die Börsen zeigten sich durchwegs freundlich, was viele private Anleger dazu motiviert hat, am Kapitalmarkt zu veranlagen. In Slowenien haben wir durch den Zukauf von Wertpapierkunden unsere Marktstellung kräftig ausgebaut und sind dort zum größten Wertpapierdienstleister geworden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft mit Privatkunden hat sich daher gegenüber 2018 um 15,7 % von 9,2 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR erhöht.

An drei Standorten in Wien, Kärnten und in der Steiermark bieten speziell ausgebildete Kundenbetreuer maßgeschneiderte Dienstleistungen für vermögende Privatkunden an. Im Berichtsjahr sind wir sowohl bei der Anzahl der Privat Banking-Kunden als auch im Volumen zufriedenstellend gewachsen. Zu unseren Kernkompetenzen im Private Banking zählen die Vermögensverwaltung und unsere Brokerage-Dienstleistungen.

Die Vermögensverwaltung, die wir österreichischen Privatkunden anbieten, hat sich im Berichtsjahr sehr positiv entwickelt. In den drei Varianten – BKS Portfoliostrategie, individuelle Vermögensverwaltung und BKS Anlagemix – haben wir die Volumina gesteigert. Wir freuen uns sehr, dass die Neuausrichtung der Vermögensverwaltung erwartungsgemäß neuen Schwung in das Veranlagungsgeschäft gebracht hat.

Nachhaltige Geldanlage gewinnt weiter an Zuspruch

Das Volumen nachhaltiger Geldanlagen ist im Berichtsjahr erneut gestiegen. Seit mehreren Jahren fokussieren wir auf nachhaltige Veranlagungsprodukte und leisten beispielsweise mit der Emission von Green und Social Bonds Pionierarbeit an der Wiener Börse. Für verantwortungsvolle Anleger haben wir im August 2019 den dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR zur Zeichnung aufgelegt. Mit dem Emissionsvolumen werden ausschließlich Vorhaben finanziert, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen.

Als verantwortungsbewusste Bank bieten wir unseren Privatkunden auch eine umfangreiche Produktpalette aus dem Versicherungsbereich an. Wir treten dabei als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie, fondsgebundene Lebensversicherungen, auch auf Basis von Einmalerlägen sowie Risiko- und Unfallversicherungen. Im Berichtsjahr waren wir mit der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts sehr zufrieden. Die Kapitalversicherungen legten gemessen am Prämienvolumen um 3,3 % zu, während die Jahresnettoprämie für Risikoversicherungen um erfreuliche 18,1 % zunahmen. Der Vertrieb von Unfallversicherungen entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Ausblick Privatkunden

Die Ertragskraft im Privatkundensegment nachhaltig zu stärken, bleibt ein bestimmendes Thema für die kommenden Monate. Ein Mix aus mehreren Maßnahmen wird uns dabei unterstützen, die gesetzten Ertragsziele zu erreichen. Zum einen wollen wir unsere digitale Kompetenz stärker ins Bewusstsein unserer Kunden und unserer Mitarbeiter rücken, um den Vertrieb der digitalen Produkte und Dienstleistungen anzukurbeln. Zum anderen arbeiten wir daran, interne Prozesse, allen voran die Filial- und Verkaufsprozesse, zu optimieren, um höhere Cross- und Up-Selling-Quoten zu erreichen. Wir werden in diesem Zusammenhang auch über neue Rollenbilder im Vertrieb nachdenken und die Filialorganisation im Schalter- und Servicebereich optimieren. Die exzellente Beratungsqualität unserer Kundenbetreuer werden wir durch laufende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiter stärken.

Im aktuellen Geschäftsjahr erneuern wir auch wieder einige Filialen und werden das Konzept der Filiale der Zukunft sowie unseren neuen Markenauftritt entsprechend umsetzen. Im Frühjahr planen wir darüber hinaus für Bargeldtransaktionen in den Filialen das sogenannte Whitecard-System zu implementieren.

FINANCIAL MARKETS

Im Segment Financial Markets sind neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.

Das Zinsniveau blieb auch 2019 auf sehr tiefem Niveau, sodass die Erwirtschaftung von zusätzlichen Erträgen auf Basis der Fristentransformation nur eingeschränkt möglich war. Im Gegensatz dazu führte die positive Entwicklung der Finanzmärkte zu einem starken Zuwachs beim Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten, was das Segmentergebnis im Vergleich zum Vorjahr maßgeblich verbesserte.

SEGMENT FINANCIAL MARKETS

in Mio. EUR 2018 2019
Zinsüberschuss inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 43,7 44,9
Risikovorsorge 0,1 -0,1
Provisionsergebnis -0,2 -0,3
Handelsergebnis 0,3 1,2
Verwaltungsaufwand -7,4 -8,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,5 0,2
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten -7,8 3,2
Jahresüberschuss vor Steuern 29,2 40,8
ROE vor Steuern 4,3 % 5,6 %
Cost-Income-Ratio 16,7 % 18,2 %
Risk-Earnings-Ratio - 0,2 %

Hervorragendes Segmentergebnis erzielt

Im Segment Financial Markets erwirtschafteten wir zum 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 40,8 Mio. EUR, ein Zuwachs um beachtliche 39,7 %. Das deutlich verbesserte Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten mit 3,2 Mio. EUR beeinflusste das hervorragende Segmentergebnis maßgeblich. Der Zinsüberschuss, in dem auch die Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen abgebildet sind, erhöhte sich um 1,3 Mio. EUR auf 44,9 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind auch die Erträge aus Beteiligungen enthalten, die sich zum 31. Dezember 2019 auf 6,3 Mio. EUR beliefen. Zu unseren Beteiligungsportfolio zählen unter anderem die Österreichische Kontrollbank (OeKB), die 3 Banken KFZ-Leasing, die 3 Banken Generali Investment GmbH sowie die CEESEG AG.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte sich das Exposure im Interbankenverkehr sehr positiv. Unsere Partner im Bankenbereich weisen alle erstklassige Ratingstufen von AA bis A3 auf. Dementsprechend gering fielen die Dotierungen für die Risikovorsorge aus. Im Berichtsjahr haben wir lediglich Risikovorsorgen von 0,1 Mio. EUR gebildet. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 7,4 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR.

Im Aktiv-Passiv-Gremium steuern wir unter anderem auch die langfristige oder strukturelle Liquidität. Eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die ab 28.06.2021 verpflichtend einzuhalten ist und die die langfristige Liquidationssituation abbildet, ist die NSFR. Um die Net Stable Funding Ratio (NSFR) zu stärken, haben wir im Berichtsjahr 185,8 Mio. EUR an längerfristigen Anleihen emittiert und von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine sogenannte Targeted Longer-Term Refinancing Operation im Rahmen der TLTRO III-Serie in Höhe von 150 Mio. EUR durchzuführen. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) hat sich dementsprechend auf 112,4 % erhöht.

Die steuerungsrelevanten Kennzahlen entwickelten sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Der Return on Equity verbesserte sich von 4,3 % auf 5,6 %. Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich durch den gestiegenen Verwaltungsaufwand von 16,7 % auf 18,2 %, was einen hervorragenden Wert darstellt.

Ausblick Financial Markets

Wir wollen auch weiterhin ein solider und verlässlicher Emittent von Wertpapieren sein und werden daher auch im laufenden Jahr eigene Emissionen begeben. Unseren Kunden bieten wir damit attraktive Veranlagungsmöglichkeiten. Eine aktive Emissionspolitik hilft uns zudem, die MREL-Quote (Minimum Requirement for Eligible Liabilities) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) dauerhaft auf soliden Werten zu halten. Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2020 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und vorrangig in High Quality Liquid Assets investieren. Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.

SONSTIGE

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge abgebildet, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können. In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden.

Der Jahresüberschuss vor Steuern betrug -7,7 Mio. EUR nach -8,6 Mio. EUR im Vorjahr. Das negative Ergebnis ist vor allem auf die hohen regulatorischen Kosten zurückzuführen, die die Banken seit Jahren massiv belasten. Die Kosten für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,2 Mio. EUR und die Beiträge zum Abwicklungsfonds im Ausmaß von 2,7 Mio. EUR sind diesem Segment zugeordnet. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 6,0 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR.

Konsolidierte Eigenmittel

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2019 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen:

  • 5,5 % für das harte Kernkapital
  • 7,3 % für das Kernkapital und
  • 9,7 % für die Gesamtkapitalquote gesamt

Eigenmittelausstattung gestärkt

Das gute Konzernergebnis sowie die erfolgreiche Platzierung einer AT-1-Anleihe haben die Eigenmittelausstattung deutlich gestärkt. Dementsprechend erhöhte sich das harte Kernkapital um 35,9 Mio. EUR auf 629,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 6,0 %. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von 11,2 % auf 11,6 %. Das zusätzliche Kernkapital nahm um 9,7 Mio. EUR auf 61,2 Mio. EUR zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 190,6 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 881,4 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 13,1 %. Die Gesamtkapitalquote erreichte demnach einen hervorragenden Wert von 16,2 %.

in Mio. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Grundkapital 83,7 83,4
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 1.061,8 1.134,0
Abzugsposten -551,8 -587,8
Hartes Kernkapital (CET1) 593,7 629,61)
Harte Kernkapitalquote 11,2 % 11,6 %
Hybridkapital 8,0 6,0
AT1-Anleihe 43,5 55,2
Zusätzliches Kernkapital 51,5 61,2
Kernkapital (CET1 + AT1) 645,2 690,8
Kernkapitalquote 12,2 % 12,7 %
Ergänzungskapital 134,0 190,6
Eigenmittel insgesamt 779,2 881,4
Gesamtkapitalquote 14,8 % 16,2 %
Total Risk Exposure Amount 5.283,1 5.449,6

1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2019. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.

Leverage Ratio entwickelte sich positiv

Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,8 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0 % und den internen Benchmarkwert von > 5 %.

LEVERAGE RATIO

mit Nutzung der Übergangsbestimmungen

Vorgaben zur MREL-Quote erfüllt

Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der BKS Bank einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,69 % der Gesamtverbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, TLOF) auf konsolidierter Ebene vorgeschrieben. Die MREL-Quote wird auf monatlicher Basis berechnet und an die OeNB gemeldet. Die geforderten monatlichen Mindestquoten haben wir eingehalten.

Risikomanagement

Die Beschreibung der Ziele und Methoden des Risikomanagements sowie die Erläuterungen zu den wesentlichen Risiken sind in den Notes ab Seite 159 im Kapitel Risikobericht dargestellt.

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.

Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkonsolidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.

Kontrollaktivitäten

Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet.

Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.

Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.

Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.

Information und Kommunikation

Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.

Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen

Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.

Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2019. Dieser ist unter www.bks.at/Nachhaltigkeit downloadbar. Die Informationen auf den folgenden Seiten stellen nur einen Auszug über ausgewählte Entwicklungen unserer nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar.

GANZHEITLICHE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Die BKS Bank hat seit vielen Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die stetig weiterentwickelt wird. Viele Auszeichnungen, wie im Berichtsjahr jene als "Global Role Model in Sachen Nachhaltigkeit" durch die Assessoren der Quality Austria, zur "Nachhaltigsten Bank Österreichs" durch das Magazin "Der Börsianer" und die neuerliche Aufnahme der BKS Bank-Stammaktie in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX, belegen den Status der BKS Bank als Branchenleader.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie gliedert sich in fünf Handlungsfelder, für die wir jeweils messbare Ziele definiert haben, die wir bis 2020 erreichen wollen:

  • Strategie und Governance
  • Mitarbeiter
  • Produkte und Innovation
  • Umwelt und Klimaschutz
  • Gesellschaft und Soziales

STRATEGIE UND GOVERNANCE

Im Handlungsfeld Strategie und Governance erfolgt die Steuerung unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Unser Nachhaltigkeitsmanagement stellt sicher, dass wir unsere CSR-Aktivitäten auf der Basis von internationalen Anforderungen, wie jenen des UN Global Compacts oder der Sustainable Development Goals, weiterentwickeln, die geplanten Maßnahmen umsetzen und unsere Ziele erreichen.

Im Jahr 2019 beschäftigten wir uns intensiv mit dem Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums der Europäischen Union. Obwohl wir über langjährige Nachhaltigkeitsexpertise verfügen, ist die Umsetzung der vielen neuen Richtlinien eine Herausforderung, da nahezu unser gesamtes Kerngeschäft davon betroffen ist. Um sicherzustellen, dass wir allen Anforderungen zeitgerecht nachkommen können, haben wir ein umfangreiches Umsetzungsprojekt gestartet. Sehr gute Fortschritte gab es im Jahr 2019 bereits bei der Integration von ESG-Faktoren in das Risikomanagement. Auch die neue Taxonomie wurde von uns evaluiert. Es zeigte sich, dass die Kriterien, nach denen wir die Nachhaltigkeit von Finanzierungsprojekten beurteilen, in hohem Ausmaß mit den Entwürfen übereinstimmen. Auch unsere Green Bonds entsprechen nach derzeitigem Stand den Entwürfen zum Green Bond-Standard.

Regelmäßige Stakeholder-Dialoge bilden einen wertvollen Baustein unserer nachhaltigen Entwicklung. Im Berichtsjahr luden wir zu einem Expertenworkshop, in dem wir die Frage diskutierten: "Welche Chancen und Risiken bringt der Klimawandel für Österreichs Wirtschaft?" An der Diskussion beteiligten sich Vertreter von Kärntner Städten und Gemeinden, des Landes Kärnten und Vertreter von Unternehmen sowie Vertreter von Interessenverbänden und NGOs. Bei einer Kundenzufriedenheitsanalyse stellten uns unsere Kunden ein hervorragendes Zeugnis aus. Und unsere Mitarbeiter zeigten sich in Befragungen mit der Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen aus der letzten Mitarbeiterbefragung sowie mit unserer betrieblichen Gesundheitsförderung sehr zufrieden.

MITARBEITER

Durch kontinuierliches Wachstum stieg unser Personalstand auf 1.128 Beschäftigte an, die aus zehn verschiedenen Nationen stammen. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang prägt den Unternehmensalltag in der BKS Bank. Unsere Führungskräfte geben ihren Mitarbeitern klare Zielvorgaben, angemessenen Handlungsspielraum und ermöglichen vorausschauendes flexibles Agieren. Unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln sind selbstverständlich und tragen wesentlich zum Erfolg unseres Hauses bei.

Die Aus- und Weiterbildung spielt eine Schlüsselrolle in der Personalentwicklung der BKS Bank und steht allen Mitarbeitern offen. Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeiter so zu qualifizieren, dass sie mit den Veränderungen des Berufsbildes gut Schritt halten können. 2019 verbrachten unsere Beschäftigten 36.049 Stunden auf Aus- und Weiterbildung, 18.499 dieser Stunden wurden von Frauen absolviert. Die Förderung von Frauen ist uns ein besonderes Anliegen. Bis 2022 wollen wir einen Anteil von Frauen in Führungspositionen von 35 % erreichen. Ein bewährtes Instrument ist unser Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft", das im Berichtsjahr 12 Teilnehmerinnen abschlossen. Auch unter den 15 Mitarbeitern, die das Talenteprogramm absolvierten, waren sechs Frauen.

Neben einem adäquaten Einkommen, vielen Sozialleistungen und einer guten Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Österreich trägt die BKS Bank seit 2010 das Gütezeichen des Audit "berufundfamilie", im Berichtsjahr freuten wir uns über die erfolgreiche Rezertifizierung. Auch in Slowenien und Kroatien tragen wir die landesübliche Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen. In der Slowakei gibt es kein entsprechendes Zertifikat. Von unseren familienfreundlichen Angeboten besonders gerne genutzt werden die kostenlose Ferien- und Fenstertagsbetreuung für Mitarbeiterkinder, das Karenzfrühstück oder der Familientag. Auch ein Vortrag zu den Themen Erwachsenenschutzgesetz und Erben und Vererben stieß auf großes Echo.

ÜBERBLICK ÜBER DEN PERSONALSTAND

Mitarbeiter nach Personen 2017 2018 2019
Gesamt 1.099 1.119 1.128
• davon in Österreich 860 861 851
• davon in Slowenien 121 137 150
• davon in Kroatien 73 74 76
• davon in der Slowakei 40 42 46
• davon in Italien 4 4 4
• davon in Ungarn 1 1 1
• davon Frauen 623 619 637
• davon Männer 476 500 491
• davon Mitarbeiter mit
Beeinträchtigungen
28 27 29

Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht besonders vermerkt – in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch Mitarbeiter nicht konsolidierter Gesellschaften.

Bei den Mitarbeitern beliebt sind auch die Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Das Jahresprogramm "Durch die Bank gesund" stand 2019 unter dem Motto "Air-holen in der BKS Bank" und wurde in Österreich, Slowenien und Kroatien von 313 Mitarbeitern besucht. 2020 ist geplant, das Jahresprogramm zur Darmgesundheit erstmals auch in der Slowakei anzubieten.

PRODUKTE UND INNOVATION

Seit wir 2013 die heutige BKS Portfolio-Strategie nachhaltig auf den Markt gebracht haben, wurde das Spektrum nachhaltiger Produkte sukzessive ausgebaut und umfasst nun auch Green und Social Bonds, nachhaltige Sparbücher, den Silberkredit und Green Leasing in Österreich sowie einen Green Loan in Slowenien. 2019 emittierten wir unseren Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR und legten das "Grüne Sparbuch" auf. Auch in anderen Anlagebausteinen, wie der individuellen Vermögensverwaltung (iVV), werden Kundengelder nachhaltig veranlagt. Seit 2018 kennzeichnen wir in Österreich Finanzierungen mit sozialem oder ökologischem Verwendungszweck.

Das erweiterte Produktspektrum, die deutlich gestiegene Nachfrage danach und eine verbesserte Datenerfassung führten zu einem deutlichen Anstieg des Volumens nachhaltiger Produkte um 103,1 % auf 385,4 Mio. EUR. Der im nachfolgenden Chart ersichtliche enorme Sprung vom Jahr 2017 auf 2018 ist unter anderem auf die verbesserte Datenbasis für nachhaltige Finanzierungen zurückzuführen. Seit 2018 wird auch der Green Leasing-Barwert erfasst. Seit dem Berichtsjahr führen wir auch die Grünen Sparbücher und die nachhaltig investierten Kundengelder aller BKS Portfolio-Strategie-Varianten sowie der individuellen Vermögensverwaltung (iVV) und die Volumina nachhaltiger Fonds der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft, die auf Kundendepots bei der BKS Bank veranlagt sind, in dieser Kennzahl an.

Vorreiter bei Green und Social Bonds

Durch den EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und den von Kommissionspräsidentin Frau Dr. Ursula von der Leyen präsentierten Green Deal rückten Green Bonds im Jahr 2019 verstärkt in den Fokus von Anbietern und Anlegern. In Österreich zählt die BKS Bank zu den Vorreitern bei der Emission von Green Bonds. Im Berichtsjahr emittierten wir unseren dritten Green Bond. Das Emissionvolumen betrug 5 Mio. EUR. Um die Nachhaltigkeit der grünen und sozialen Anleihe transparent darzustellen, erstellte die rfu – Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung für alle Green und Social Bonds jeweils eine Sustainability Second Party Opinion. Diese Gutachten bescheinigen allen BKS Green und Social Bonds eine klar positive Wirkung in Hinblick auf Ökologie und Soziales.

VOLUMEN NACHHALTIGER PRODUKTE EMISSIONSVOLUMEN GREEN UND SOCIAL BONDS

Mit der BKS Portfolio-Strategie nachhaltig bietet die BKS Bank ihren Kunden auch eine ökologisch und sozial nachhaltige Vermögensverwaltung an. Die von den BKS Bank-Portfoliomanagern aktiv verwaltete BKS Portfolio-Strategie nachhaltig investiert ausschließlich in Nachhaltigkeits-, Ethik- und Umweltfonds. Sehr erfreulich war im Berichtsjahr die Wertentwicklung mit einer Performance von 10,8 %. Im Jahr 2019 stieg das in die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig investierte Volumen von 16,3 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR an (+8,0 %).

Nachhaltige Finanzierungen

Auch unsere nachhaltigen Finanzierungsprodukte waren im Berichtsjahr sehr gefragt. Wir verzeichnen einen Anstieg des nachhaltigen Finanzierungsvolumens auf 296,5 Mio. EUR. Davon wurden 158,7 Mio. EUR an Privatkunden und 137,8 Mio. EUR an Firmenkunden vergeben. Mehr als zwei Drittel (220,2 Mio. EUR) dieser Kredite hatten einen ökologisch nachhaltigen Verwendungszweck. Der Green Leasing-Barwert in der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. wuchs von 7,6 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR. Um das Bewusstsein verstärkt auf nachhaltige Mobilität zu lenken, gab es erstmals eine Marketingkampagne zu Green Leasing, die wesentlich dazu beitrug, dass die Anzahl geleaster Hybridbzw. E-Fahrzeuge um 128,8 % gesteigert werden konnte. Ebenso erhöhte sich das Volumen des in Slowenien vergebenen Green Loans von 19,8 Mio. EUR auf 29,2 Mio. EUR. Die gestiegene Nachfrage nach unseren ökologischen Finanzierungsprodukten sehen wir als erfreulichen Beleg, dass immer mehr Unternehmer und Privatpersonen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen und entsprechend investieren.

Mit dem Silberkredit offeriert die BKS Bank seit 2016 auch einen sozial nachhaltigen Kredit. Der Silberkredit richtet sich an ältere Menschen, die aufgrund ihres Alters einen sehr beschränkten Zugang zum Kreditmarkt haben. Dass entsprechender Bedarf am Markt gegeben ist, zeigt die mehr als positive Volumensentwicklung dieses Produkts. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Anstieg von 27,4 Mio. EUR auf 37,4 Mio. EUR verzeichnet.

GESELLSCHAFT UND SOZIALES

Die BKS Bank nimmt ihre Verantwortung als verlässlicher Partner in der Region wahr. 2019 förderten wir 302 Initiativen mit 210 Tsd. EUR, darunter die Flaggschiffe der Kärntner Kultur: die Tage der deutschsprachigen Literatur und den Carinthischen Sommer. Mit dem Hauptsponsoring der Oper "Koma" am Stadttheater Klagenfurt unterstützten wir eine auch international sehr beachtete Aufführung. Unser größtes Sozialsponsoring ist die langjährige Partnerschaft mit Kärntner in Not, einem Verein, der seit dem Jahr 2000 unverschuldet in Not geratene Kärntner unbürokratisch unterstützt. Seit 2010 trägt der Verein das Spendengütesiegel. 2019 übertraf das Spendenaufkommen mit über 1,3 Mio. EUR erstmals die Ein-Millionen-Euro-Grenze.

UMWELT- UND KLIMASCHUTZ

Die BKS Bank möchte einen spürbaren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Daher haben wir in den vergangenen Jahren unser Umweltmanagement konsequent auf- und ausgebaut. Zur weiteren Professionalisierung unser Umweltaktivitäten führten wir im Berichtsjahr das Umweltmanagementsystem EMAS ein. EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und zählt zu den verbreitetsten und anspruchsvollsten Umweltmanagementsystemen in Europa. Die Begutachtung erfolgte durch zwei Umweltgutachter der Quality Austria. Der Feedbackreport der Umweltgutachter hat uns viele Stärken, aber auch Empfehlungen für Verbesserungen aufgezeigt. Positiv hervorgehoben wurden unter anderem die professionelle Kontextanalyse, die Bewusstseinsbildung durch sogenannte "Pop-ups", Umweltsteckbriefe für unsere Standorte sowie das Engagement der Mitarbeiter.

Carbon Footprint deutlich gesenkt

Explizit hervorgestrichen wurden auch unsere Erfolge bei der Reduktion des Carbon Footprints. Seit der Erstmessung im Jahr 2012 konnten wir diesen um 59 % reduzieren. Damals emittierten wir 2.390 t CO2 - Äquivalente. Hauptverantwortlich für den Rückgang ist, dass wir in Österreich und Kroatien nun umweltfreundlicheren Strom nutzen. 20191) können wir über eine Reduktion des Carbon Footprints um 219 t CO2 -Äquivalente auf 982 t CO2 -Äquivalente berichten. Unser Carbon Footprint je Personaljahr liegt nun bei 1,0 t CO2 -Äquivalenten (-0,3 t CO2 -Äquivalente).

Mobilität und Bau: Potenzial zur Dekarbonisierung

Die Dekarbonisierung, also der Ausstieg aus fossilen Energieträgern, ist ein entscheidender Faktor auf dem Weg zur Klimaneutralität der EU und Österreichs. Für unser Haus sehen wir ein Dekarbonisierungspotenzial vor allem im Kerngeschäft über unsere nachhaltigen Produkte, in der Mobilität und im Bau. Daher rüsten wir unseren Fuhrpark sukzessive auf alternative Antriebssysteme um und bemühen uns, die Anzahl der Fahrzeuge zu reduzieren. 2019 waren von 71 Fahrzeugen 34 der Emissionsklasse sechs zuzuordnen, darunter sechs Hybridfahrzeuge und ein E-Fahrzeug. Erstmals setzten wir auch Maßnahmen, um unsere Mitarbeiter zu bewegen, den Arbeitsweg nachhaltiger zurückzulegen. Im System "EcoPoints" erfassen Mitarbeiter den nachhaltig zurückgelegten Arbeitsweg und werden dafür mit Geschenken belohnt. Bis Jahresende haben sich rund 100 Mitarbeiter im System registriert.

Im Eigentum der BKS Bank stehen 65 Immobilien mit einer Gesamtfläche von 84,9 Tsd. m2 . Davon werden 42,6 Tsd. m2 für den Bankbetrieb genutzt, 34,1 Tsd. m2 werden fremdvermietet. Bei der Sanierung von Gebäuden ersetzen wir in der Regel veraltete Öl- oder Gasheizungen durch klimafreundliche Varianten. Auch bei Neubauten bemühen wir uns, möglichst umweltschonende Heizungen einzubauen.

1) Da wir die mit unseren Immobilien verbundenen Umweltdaten wie Strom- und Wärmeverbrauch von vielen Hausverwaltungen nicht zeitgerecht erhalten, basieren die veröffentlichten Daten für 2019 auf Hochrechnungen. Die genaue Berechnungsmethode wird im Nachhaltigkeitsbericht ab Seite 110 f. erläutert. Pünktlich zum Jahresende 2019 schlossen wir die Bauarbeiten am BKS-Wohnpark am Gelände der BKS Bank Zentrale ab. Der BKS-Wohnpark besteht aus 50 Wohnungen in bester Klagenfurter Innenstadtlage, von denen 23 in Kooperation mit dem Hilfswerk Kärnten als betreubares Wohnen konzipiert sind. Die Wärmeerzeugung erfolgt umweltfreundlich mit einer Grundwasserwärmepumpe. Eine Photovoltaikanlage erzeugt die für die Wärmepumpe und für Allgemeinflächen benötigte Energie.

2019 erhielten wir die Baubewilligung für das BKS-Holzquartier, das 16 Kleinwohnhäuser mit einer Fläche von 40 bis 60 m2 Wohnfläche umfasst. Der Baubeginn erfolgte Anfang des Jahres 2020. Dieses Projekt ist das erste, das wir nach ÖGNI zertifizieren lassen. Je nach Erfüllungsgrad werden Zertifikate in Platin, Gold und Silber vergeben. Das BKS-Holzquartier strebt eine Gold-Zertifizierung an. Für diese Zertifizierung sprechen zum Beispiel die nachhaltige Holzbauweise, die geplante Grundwasserwärmepumpe, die zentrale Lage in der Stadt mit einer sehr guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

ÜBERBLICK ÜBER DIE IMMOBILIEN IN ÖSTERREICH

2017 2018 2019
Zahl Immobilien 60 59 59
Gesamtfläche verwaltete Immobilien m2 68.247 68.495 68.689
hievon für Bankbetrieb genutzt m2 36.737 37.561 37.908
hievon fremdvermietet 26.673 25.817 23.093
Vermietungsgrad in % 92,9 92,5 88,8
Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR 2,6 2,6 2,5

ÜBERBLICK ÜBER DIE IMMOBILIEN IM AUSLAND 20191)

Slowenien
2018
Slowenien
2019
Kroatien
2018
Kroatien
2019
Zahl Immobilien 4 4 2 2
Gesamtfläche verwaltete Immobilien m2 14.460 14.460 1.724 1.724
hievon für Bankbetrieb genutzt m2 2.653 3.144 1.499 1.499
hievon fremdvermietet 11.035 10.544 225 -
Vermietungsgrad in % 94,7 94,7 100 87
Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR 1,4 1,4 0,03 0,03

1) In der Slowakei verwaltet die BKS Bank keine Immobilien.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU STRATEGIE UND GOVERNANCE

Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Indikatoren
2019
Nachhaltigkeitsrating durch ISS ESG (Skala von A+ bis D-) C "Prime" C+ "Prime" C+ "Prime"
Bewertung der Unternehmensqualität R4E 5*1) R4E 5* R4E 5*
Anzahl Beschwerden konzernweit 667 761 2.237
1) EFQM Recognised for Excellence 5 Star

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU MITARBEITERN

Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Indikatoren
2019
Anzahl Mitarbeiter Konzern 1.099 1.119 1.128
Frauenanteil im Vorstand in % 33,3 25 33,3
Frauenanteil im Aufsichtsrat in % 33,3 35,7 35,7
Anteil weiblicher Führungskräfte an der Gesamtzahl
leitender Mitarbeiter in %
32,4 32,4 31,6
Durchschnittliche Ausbildungstage pro Mitarbeiter 4,2 4,2 4,5
Bereinigte Fluktuationsrate in %1) 5,2 6,3 6,6
Teilnehmer am Jahresprojekt der
betrieblichen Gesundheitsförderung
266 379 313
Krankenstandsquote in %2) 3,1 2,8 2,7
Durchschnittliche Elternkarenzdauer in Jahren 2,3 1,8 2,0
Rückkehrrate aus der Elternkarenz in %3) 92 96 73
Auszeichnungen für mitarbeiterbezogene Aktivitäten bzw.
Mitgliedschaften in mitarbeiterbezogenen Netzwerken:
– Zertifikat Audit "berufundfamilie"
– Zertifikat "Familienfreundliches Unternehmen" in Slowenien
– MAMFORCE©-Standard in Kroatien
– Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung
– Unternehmen für Familien
– Carinthian International Club
– Charta der Vielfalt

1) Die Fluktuationsrate wurde auf Basis der Austritte berechnet (ohne Pensionierungen sowie ohne Mitarbeiter in der

Freizeitphase eines Altersteilzeitmodells, in Elternkarenz, Bildungskarenz oder Sabbatical).

2) Die Krankenstandsquote setzt die Zahl der Arbeitstage, an denen Mitarbeiter krank waren, in prozentuelle Relation zur Gesamtarbeitszeit. Sie bezieht sich nur auf Österreich.

3) Die Rückkehrrate setzt die Gesamtzahl der Angestellten, die nach der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sind, in prozentuelle Relation zu der Gesamtzahl der Angestellten, deren Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Elternzeit vereinbart war.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU GESELLSCHAFT UND SOZIALES

Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Indikatoren
2019
Anzahl der gesponserten Projekte 405 505 302
Sponsoringbeiträge in Tsd. EUR 254 294 210
Teilnehmer an Corporate Volunteering-Projekten 108 101 117
Arbeitsstunden bei Corporate Volunteering-Projekten 658 442 670
Einreichungen TRIGOS Steiermark (2017, 2019) bzw. Kärnten (2018) 24 22 37
Mitgliedschaften in Netzwerken der Verantwortung (Auswahl):
– UN Global Compact
– respACT
– Verantwortung zeigen!
– WWF CLIMATE GROUP
Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Indikatoren
2019
Anzahl Kunden 152.800 164.400 191.200
Anzahl Filialen 63 63 63
Volumen nachhaltiger Produkte in Mio. EUR1) 58,6 189,9 385,4
Nachhaltige Finanzierungen in Mio. EUR2) - 164,9 296,5
Veranlagungsvolumen in BKS Portfolio-Strategie nachhaltig in Mio. EUR 19,7 16,3 17,6
Emittiertes Volumen an Green und Social Bonds in Mio. EUR 8,0 11,0 15,0
Quote klimabezogener grüner Anleihen in %3) - - 1,25
Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Publikumsfonds
in Mio. EUR
142,7 165,4 406,7
Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Spezialfonds in Mio. EUR 450,0 611,9 648,9
Einlagen auf nachhaltigen Sparbüchern in Mio. EUR 8,2 8,6 14,6
Anteil der Lieferanten, die dem Verhaltenskodex für Lieferanten zugestimmt
haben (in %)
100 100 100

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU PRODUKTEN UND INNOVATION

1) Die Aufstellung umfasst die Volumina von BKS Portfolio-Strategie nachhaltig, der emittierten Green und Social Bonds, der nachhaltigen Investmentbausteine in den BKS Portfolio-Strategie-Varianten, des Öko-Sparbuchs, des Grünen Sparbuchs, der nachhaltigen Finanzierungen, des Green Loans und Green Leasings. 2017 wurden die nachhaltigen Finanzierungen noch nicht erfasst, daher ist der angegebene Wert mit jenen von 2018 und 2019 nur bedingt vergleichbar.

2) Die Erfassung nachhaltiger Finanzierungen in Österreich startete Anfang 2018. Der angegebene Wert bezieht sich auf das seither vergebene Neukreditvolumen. Bei einer Systemprüfung der Erfassungslogik wurde festgestellt, dass im Jahr 2018 einzelne Kredite nicht als nachhaltig erfasst wurden. Dies wurde im Berichtsjahr bereinigt. Daher unterscheidet sich der hier angegebene Wert für 2018 von jenem im Nachhaltigkeitsbericht 2018 publizierten.

3) Die EU-Kommission hat 2019 neue "Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen: Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung" veröffentlicht und dabei auch diese Quote eingeführt. Sie berechnet sich aus dem Gesamtbetrag am Jahresende ausstehender grüner Anleihen geteilt durch einen gleitenden Fünfjahresdurchschnitt des Gesamtbetrags ausstehender Anleihen.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU UMWELT UND KLIMASCHUTZ1)

Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Indikatoren
2019
Carbon Footprint in t CO2
-Äquivalenten
1.297 1.201 982
Carbon Footprint pro Personaljahr in t CO2
-Äquivalenten
1,4 1,3 1,0
Gesamtenergieverbrauch2) 7,6 7,5 7,6
Stromverbrauch in GWh3) 3,5 3,6 3,6
Anteil Strom aus erneuerbarer Energie (in %) k.A. 92 93
Fernwärmeverbrauch in GWh 2,3 2,2 2,2
Treibstoff in 1.000 l4) 138 122 127
Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Indikatoren
2019
Einsparung gefahrener Kilometer durch Videokonferenzen 274.440 290.820 362.964
Mit der Bahn gefahrene Kilometer in 1.000 km 107 129 176
Papierverbrauch in t 46 47 43
Papierverbrauch pro Personaljahr in kg 5) 50 50 45
Über AfB wiederverwendete Hardware in Stück 661 305 428

1) Da wir die Eigenstromproduktion unserer Photovoltaikanlagen und Änderungen beim Treibstoff- und Papierverbrauch beim

Carbon Footprint und Energieverbrauch berücksichtigt haben, weichen hier Werte von der Darstellung im Nachhaltigkeitsbericht 2018 ab.

2) 2019 haben wir uns erstmals ein Ziel zur Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs gesetzt und diesen Wert daher in die Tabelle aufgenommen. 3) In den vergangenen Jahren haben wir in dieser Tabelle ausschließlich den auf Österreich bezogenen Anteil des Stroms aus erneuerbarer Energie

berichtet und nun auf eine konzernweite Berichterstattung umgestellt.

5) In der Vergangenheit haben wir hier den Verbrauch je Mitarbeiter in Köpfen dargestellt.

4) Da wir in unserem Fuhrpark mehrere Dieselfahrzeuge durch Hybridfahrzeuge ersetzt haben, steigt der Benzinverbrauch bei gleichzeitigem Rückgang des Dieselverbrauchs. Daher stellen wir hier nun den gesamten Treibstoffverbrauch dar und nicht nur den Dieselverbrauch wie in den Vorjahren.

Ausblick

KONJUNKTURERHOLUNG VERZÖGERT SICH

Die Prognosen für die Weltwirtschaft waren zu Beginn des Jahres vielversprechend. Wirtschaftsforscher rund um den Globus waren sich einig, dass die Konjunkturzeichen wieder auf Wachstum stünden. Mit der globalen Ausbreitung des Virus Covid-19 wurde eine Revision der bisherigen Wirtschaftserwartungen für das Jahr 2020 erforderlich.

Die Weltkonjunktur wird – ausgehend von China – vor allem im ersten Halbjahr 2020 schwächer ausfallen als zu Jahresanfang angenommen. Ein globales Wirtschaftswachstum von bisher geschätzten 3,3 % wird aller Voraussicht nach nicht zu halten sein. Der Internationale Währungsfonds hat Anfang März bekanntgegeben, dass durch die Ausbreitung des Coronavirus ein schwächeres Wachstum zu erwarten sei. Konkrete Wachstumszahlen nannte der IWF jedoch noch nicht, da die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft noch nicht abschätzbar sind. Die Einschätzung ist auch deshalb schwierig, weil die verschiedenen Branchen unterschiedlich stark von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind.

Die Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) hat als erste ihre globale BIP-Prognose von 2,9 % auf 2,4 % reduziert. Die Wirtschaftsdynamik wird durch die temporäre Unterbrechung von Lieferketten und die zeitweilige Schließung von Fabriken und Geschäften negativ beeinflusst. Sollte sich die Lage stabilisieren, dürfte die Konjunkturdynamik an den vormaligen Wachstumspfad anknüpfen. Gelingt das nicht, könnte das weltweite Wirtschaftswachstum um die Hälfte auf 1,5 % sinken und einige Länder, darunter Deutschland oder die USA, in eine Rezession schlittern lassen, so die Einschätzung der OECD Anfang März 2020. Auch die Welthandelsorganisation (WTO) erwartet durch die Corona-Epidemie einen substanziellen Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Die Aktienmärkte ließen sich von der allgemeinen Hysterie zunächst nicht anstecken. Das änderte sich in der letzten Feberwoche schlagartig, als die Börsen weltweit heftig korrigierten. Die New Yorker Börse verzeichnete die schlimmsten Kurseinbrüche seit Ausbruch der Finanzkrise. Die Aktienmärkte haben sich mittlerweile wieder stabilisiert, dennoch herrscht unter Investoren eine spürbare Verunsicherung. Wir rechnen in den kommenden Monaten mit einer erhöhten Volatilität an den internationalen Aktienmärkten.

Regierungen und Notenbanken rund um den Globus signalisieren Bereitschaft, notwendige Stützungsmaßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu setzen. Marktbeobachter rechnen damit, dass die wichtigsten Notenbanken gemeinsam vorgehen werden und konzentrierte Maßnahmen setzen werden. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bereits mit einer Zinssenkung um 0,5 % reagiert.

Die kurzfristigen Konjunkturaussichten sind durch die rasante globale Verbreitung des Coronavirus getrübt, mittel- bis langfristig bleibt der Ausblick jedoch positiv. Da die geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft weltweit stützen werden, dürfte die aktuelle Situation lediglich zu einer Delle im Wirtschaftsaufschwung führen.

HERAUSFORDERUNGEN FÜR BANKEN BLEIBEN ANSPRUCHSVOLL

Die angespannte Situation bei den Zinsen wird weiterhin Druck auf die Erträge im zinstragenden Geschäft ausüben. Eine markante Trendwende in der Zinspolitik ist – verstärkt durch die jüngsten Konjunktursorgen – in weite Ferne gerückt. Wir rechnen aber damit, dass wir das Niveau der Zinserträge im kommenden Geschäftsjahr halten werden können. Um die Abhängigkeit vom Zinsgeschäft zu reduzieren, fokussieren wir uns auch weiterhin auf den Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes.

Insbesondere durch unsere gestärkte Marktstellung in Slowenien erwarten wir im Wertpapiergeschäft deutliche Ergebniszuwächse, auch wenn die Börsenstimmung im aktuellen Geschäftsjahr insgesamt volatiler sein wird als im Vorjahr. Auch im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr haben wir wieder viel vor, um unsere Ertragskraft zu stärken. Schon in wenigen Wochen werden wir mit weiteren innovativen und smarten Bezahlmethoden auf den Markt gehen. Neben der Einführung von neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen wollen wir neue Kunden gewinnen und den Einsatz unserer Sales-Experten erhöhen.

Im Finanzierungsgeschäft rechnen wir aufgrund der verzögerten Konjunkturerholung in beiden Kundensegmenten mit einer deutlich geringeren Dynamik bei der Kreditnachfrage. Bei den Kreditrisikovorsorgen versprechen wir uns aufgrund unserer verantwortungsbewussten Kreditvergabe eine moderate Entwicklung. Im Primäreinlagengeschäft wollen wir verstärkt durch die Emission von Anleihen wachsen und insbesondere institutionelle Anleger erreichen.

Wir haben nicht nur das operative Geschäft im Blick, sondern arbeiten auch konsequent an der Umsetzung strategischer Initiativen. Das Projektportfolio für die kommenden Monate beinhaltet eine Fülle von Initiativen, die wir konsequent umsetzen werden. Darunter finden sich Aufgaben wie die Umsetzung der Anforderungen aus dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums oder die Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse. Wir beschäftigen uns aber primär mit der Weiterentwicklung unseres digitalen Produkt- und Serviceangebotes. In wenigen Monaten werden wir eine Anwendung auf den Markt bringen, mit der Leasinggeschäfte digital abgeschlossen werden können. Auf unseren Auslandsmärkten planen wir die nächsten Expansionsschritte: Die Eröffnung eines zweiten Filialstandortes in Zagreb wird noch vor dem Sommer erfolgen und die Vorbereitungen für den Markteintritt in Serbien mit dem Leasinggeschäft laufen auf Hochtouren.

ERGEBNISENTWICKLUNG FÜR 2020 MIT UNSICHERHEITEN BEHAFTET

Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die Corona-Epidemie, mit den dadurch ausgelösten Marktturbulenzen, durch aufsichtsrechtliche oder konkurrenzbedingte Änderungen beeinträchtigt werden. Die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen war stabil, sodass wir derzeit noch von der Erreichung unserer gesetzten Ziele ausgehen. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das aktuelle Geschäftsjahr an.

In den Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit den von der UniCredit Bank Austria AG erhobenen Vorwürfen sind die Gerichte bisher erwartungsgemäß unserem Standpunkt gefolgt. Wir rechnen jedoch noch mit länger dauernden Auseinandersetzungen, die dementsprechende Ressourcen binden werden.

Klagenfurt am Wörthersee, 9. März 2020

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Konzernabschluss nach IFRS

Inhaltsverzeichnis Notes 116 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2019 118 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 121 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 122 Konzern-Geldflussrechnung 123 Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 124 Organe der Gesellschaft 190 Schlussbemerkungen des Vorstandes 191 Gewinnverteilungsvorschlag 192 Bestätigungsvermerk 193

Inhaltsverzeichnis Notes

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 141

  • (1) Zinsüberschuss 141
  • (2) Risikovorsorge 141
  • (3) Provisionsüberschuss 142
  • (4) Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 142
  • (5) Handelsergebnis 142
  • (6) Verwaltungsaufwand 142
  • (7) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 143
  • (8) Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten 143
  • (9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) 143
  • (10) Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten 143
  • (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten 144
  • (12) Steuern vom Einkommen 144

DETAILS ZUR BILANZ 145

  • (13) Barreserve 145
  • (14) Forderungen an Kreditinstitute 145
  • (15) Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute 145
  • (16) Forderungen an Kunden 146
  • (17) Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden 147
  • (18) Handelsaktiva 148
  • (19) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 148
  • (20) Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen 149
  • (21) Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 149
  • (22) Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen 150
  • (23) Immaterielle Vermögenswerte 150
  • (24) Sachanlagen 150
  • (25) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 150
  • (26) Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden 151
  • (27) Sonstige Aktiva 152
  • (28) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152
  • (29) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 152
  • (30) Verbriefte Verbindlichkeiten 153
  • (31) Handelspassiva 153
  • (32) Rückstellungen 153
  • (33) Sonstige Passiva 155
  • (34) Nachrangkapital 155
  • (35) Konzerneigenkapital 156

KAPITALMANAGEMENT 158

(36) Eigenmittel 158

RISIKOBERICHT 159

  • (37) Risikopolitik und Risikostrategie 159
  • (38) Struktur und Organisation des Risikomanagements 159
  • (39) Interne Kapitalausstattung im Gesamtbankrisikomanagement und der Riskotragfähigkeit (ICAAP) 161
  • (40) Stresstests in der Gesamtbankrisikosteuerung 162
  • (41) Kreditrisiko 162
  • (42) Beteiligungsrisiko 170
  • (43) Zinsänderungsrisiko 170
  • (44) Credit Spread Risiko 172
  • (45) Aktienkursrisiko 172
  • (46) Risiken aus Fremdwährungspositionen 173
  • (47) Liquiditätsrisiko und Liquiditätsrisikomanagement im ILAAP 173
  • (48) Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien 175
  • (49) Makroökonomisches Risiko 176
  • (50) Risiko einer übermäßigen Verschuldung 177
  • (51) Sonstige Risiken 177

ERGÄNZENDE ANGABEN 177

  • (52) Fair Values 177
  • (53) Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente 180
  • (54) Gewinne/Verluste nach Bewertungskategorien 181
  • (55) Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 181
  • (56) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 182
  • (57) Segmentberichterstattung 184
  • (58) Zinslose Aktiva 185
  • (59) Gesamtkapitalrentabilität 185
  • (60) Nachrangige Vermögenswerte 185
  • (61) Fremdwährungsvolumina 186
  • (62) Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen 186
  • (63) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 186
  • (64) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 186
  • (65) In den Aktivposten enthaltene Sicherheiten für Verbindlichkeiten 187
  • (66) Angaben zu Vergütungen an den Bankprüfer 187
  • (67) Derivatives Geschäftsvolumen 188

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2019

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. EUR Anhang/Notes 2018 2019 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode 139.308 140.803 1,1
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 20.839 24.882 19,4
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -30.454 -29.843 -2,0
Zinsüberschuss (1) 129.693 135.842 4,7
Risikovorsorge (2) -18.293 -18.582 1,6
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 111.400 117.260 5,3
Provisionserträge 59.906 63.213 5,5
Provisionsaufwendungen -4.439 -4.993 12,5
Provisionsüberschuss (3) 55.467 58.220 5,0
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen (4) 44.848 45.915 2,4
Handelsergebnis (5) 280 1.244 >100
Verwaltungsaufwand (6) -114.577 -120.956 5,6
Sonstige betriebliche Erträge (7) 6.467 6.856 6,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -8.992 -9.084 1,0
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten -7.852 3.663 >100
• Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten (8) -2.841 -1.586 44,2
• Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend)
(9) -5.125 5.072 >100
• Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten FV
(10) 179 540 >100
• Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (11) -65 -363 >-100
Jahresüberschuss vor Steuern 87.041 103.118 18,5
Steuern vom Einkommen (12) -9.621 -10.211 6,1
Jahresüberschuss 77.420 92.907 20,0
Nicht beherrschende Anteile -3 -2 -19,2
Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 77.417 92.905 20,0

SONSTIGES ERGEBNIS

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Jahresüberschuss 77.420 92.907 20,0
Sonstiges Ergebnis -6.883 -207 97,0
Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss -5.360 -2.883 46,1
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 -3.444 -4.782 -38,9
± Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 860 1.188 38,2
± Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden -1.339 5.720 >100
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 412 -1.410 >-100
± Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten
zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden (designiert) -56 355 >100
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller
Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden (designiert) 14 -89 >-100
± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assozi
ierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -1.807 -3.866 >-100
Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss -1.523 2.676 >100
± Währungsumrechnungsdifferenzen 16 -20 >-100
± Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden -1 2.134 >100
± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes 75 2.134 >100
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust -76 - -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 18 -533 >-100
± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -1.556 1.097 >100
Gesamtergebnis 70.537 92.700 31,4
Nicht beherrschende Anteile -3 -2 -19,2
Gesamtergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 70.534 92.698 31,4

GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE

2018 2019
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf (Stamm- und Vorzugsaktien) 41.476.708 42.073.075
Dividende je Aktie in Euro (Stamm- und Vorzugsaktien) 0,23 0,25
Gewinn je Stamm- und Vorzugsaktie in Euro (verwässert und unverwässert) 1,82 2,15

In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren. Für die Ermittlung des Gewinns je Aktie wurde vom Jahresüberschuss die Kuponzahlung 2019 in Höhe von 3.396 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.333 Tsd. EUR) auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen.

QUARTALSÜBERSICHT 2019

in Tsd. EUR Q1/2019 Q2/2019 Q3/2019 Q4/2019
Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 43.383 42.034 39.137 41.131
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -7.554 -7.401 -7.677 -7.211
Zinsüberschuss 35.829 34.634 31.459 33.920
Risikovorsorge -8.194 -4.997 -3.259 -2.132
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 27.635 29.636 28.200 31.788
Provisionserträge 15.225 16.250 15.936 15.802
Provisionsaufwendungen -1.029 -1.230 -1.291 -1.442
Provisionsüberschuss 14.196 15.020 14.645 14.360
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 8.773 11.800 14.949 10.394
Handelsergebnis 229 486 462 66
Verwaltungsaufwand -29.324 -32.080 -31.255 -28.297
Sonstige betriebliche Erträge 1.471 1.850 1.207 2.329
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.108 -720 -1.279 -978
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten 2.985 761 697 -781
• Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten -206 -1.100 -207 -73
• Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind
(verpflichtend)
3.238 909 843 82
• Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten FV
-38 856 299 -577
• Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten
-9 97 -238 -213
Periodenüberschuss vor Steuern 19.857 26.753 27.628 28.880
Steuern vom Einkommen -2.544 -1.951 -3.145 -2.571
Periodenüberschuss 17.312 24.802 24.483 26.310
Nicht beherrschende Anteile -2 -1 - -
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 17.311 24.801 24.483 26.310

QUARTALSÜBERSICHT 2018

in Tsd. EUR Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018
Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 39.041 42.560 38.606 39.940
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -8.466 -7.422 -7.599 -6.968
Zinsüberschuss 30.575 35.137 31.007 32.973
Risikovorsorge -2.867 -6.208 -5.098 -4.119
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 27.708 28.929 25.909 28.853
Provisionserträge 13.506 15.999 13.906 16.494
Provisionsaufwendungen -1.042 -1.113 -1.130 -1.155
Provisionsüberschuss 12.464 14.886 12.776 15.339
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 7.488 11.329 12.826 13.205
Handelsergebnis -13 -192 913 -429
Verwaltungsaufwand -27.607 -30.353 -27.044 -29.573
Sonstige betriebliche Erträge 1.271 1.844 1.126 2.226
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.075 -1.504 -1.383 -1.030
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten -932 -3.641 1.725 -5.004
• Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten -203 -2.909 315 -44
• Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind
(verpflichtend)
-1.819 561 826 -4.693
• Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten FV
-143 49 501 -228
• Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten
1.233 -1.341 82 -39
Periodenüberschuss vor Steuern 15.305 21.299 26.849 23.588
Steuern vom Einkommen -1.889 -2.091 -3.663 -1.979
Periodenüberschuss 13.416 19.209 23.186 21.609
Nicht beherrschende Anteile -1 -1 -1 -
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 13.414 19.208 23.185 21.609

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

in Tsd. EUR Anhang/Notes 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Barreserve (13) 571.963 550.752 -3,7
Forderungen an Kreditinstitute (14) 177.248 200.333 13,0
• Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute (15) -322 -118 -63,4
Forderungen an Kunden (16) 6.025.858 6.378.787 5,9
• Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden (17) -107.879 -90.735 -15,9
Handelsaktiva (18) 8.045 8.755 8,8
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (19) 904.421 890.116 -1,6
• Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen (20) -258 -337 30,7
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere (21) 135.609 135.878 0,2
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen (22) 599.668 635.931 6,0
Immaterielle Vermögenswerte (23) 3.859 10.960 >100
Sachanlagen (24) 53.336 77.842 45,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (25) 34.530 37.374 8,2
Latente Steuerforderungen (26) 6.363 7.404 16,4
Sonstige Aktiva (27) 22.497 14.654 -34,9
Summe der Aktiva 8.434.938 8.857.596 5,0

PASSIVA

in Tsd. EUR Anhang/Notes 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28) 836.489 689.224 -17,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (29) 5.467.463 5.813.967 6,3
• hiervon Spareinlagen 1.429.395 1.413.530 -1,1
• hiervon sonstige Verbindlichkeiten 4.038.068 4.400.437 9,0
Verbriefte Verbindlichkeiten (30) 571.052 623.792 9,2
• hiervon at Fair Value through Profit or Loss 84.744 84.237 -0,6
Handelspassiva (31) 8.362 10.848 29,7
Rückstellungen (32) 134.485 138.743 3,2
Sonstige Passiva (33) 26.699 48.913 83,2
Nachrangkapital (34) 179.667 230.584 28,3
Eigenkapital 1.210.721 1.301.525 7,5
• Konzerneigenkapital (35) 1.210.696 1.301.498 7,5
• Nicht beherrschende Anteile 25 27 9,7
Summe der Passiva 8.434.938 8.857.596 5,0

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 2019 Jahres zusätzliche
Gezeichnetes Kapital Währungs Fair Value Gewinn über Eigenkapital
in Tsd. EUR Kapital rücklagen veränderung Rücklage rücklagen schuss instrumente1) Eigenkapital
Stand 01.01.2019 85.886 241.416 -335 21.338 741.475 77.417 43.500 1.210.696
Ausschüttung -9.677 -9.677
Kuponzahlungen auf zusätz
liche Eigenkapitalinstrumente
-3.396 -3.396
Dotierung Gewinnrücklagen 64.343 -64.343 -
Jahresüberschuss 92.905 92.905
Sonstiges Ergebnis 218 6.993 -7.418 -207
Kapitalerhöhung -
Sonstige Veränderung aus at
Equity-Bilanzierung
23 23
Veränderung eigener Aktien -452 -452
Emission zusätzlicher Eigen
kapitalinstrumente
11.700 11.700
Übrige Veränderungen -94 -94
Stand 31.12.2019 85.886 241.416 -117 28.331 797.877 92.905 55.200 1.301.498
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 19.941
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -4.985

1) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 2018 Jahres zusätzliche
Gezeichnetes Kapital Währungs Fair Value Gewinn über Eigenkapital
in Tsd. EUR Kapital rücklagen veränderung Rücklage rücklagen1) schuss instrumente2) Eigenkapital
Stand 31.12.2017 79.279 193.032 -168 31.956 638.184 68.035 36.200 1.046.518
Auswirkung aus
Erstanwendung IFRS 9
-6.635 16.203 9.568
Stand 01.01.2018 79.279 193.032 -168 25.321 654.387 68.035 36.200 1.056.086
Ausschüttung -8.935 -8.935
Kuponzahlungen auf zusätz
liche Eigenkapitalinstrumente
-2.333 -2.333
Dotierung Gewinnrücklagen 56.768 -56.768 -
Jahresüberschuss 77.417 77.417
Sonstiges Ergebnis -167 -3.983 -2.734 -6.883
Kapitalerhöhung 6.607 48.384 54.991
Sonstige Veränderung aus at
Equity-Bilanzierung
35.175 35.175
Veränderung eigener Aktien -1.810 -1.810
Emission zusätzlicher Eigen
kapitalinstrumente
7.300 7.300
Übrige Veränderungen -311 -311
Stand 31.12.2018 85.886 241.416 -335 21.338 741.475 77.417 43.500 1.210.696
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden)
12.178

Stand der Steuerlatenz-Rücklage -3.045

1) In der Zeile Veränderung aus at Equity-Bilanzierung sind 29,9 Mio. EUR enthalten, die auf Grund der Anwendung von IFRS 9 aus den Schwesterbanken resultieren. 2) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (35) Konzerneigenkapital.

Konzern-Geldflussrechnung

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in Tsd. EUR 2018 2019
Jahresüberschuss nach Steuern 77.420 92.907
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash
Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
• Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen 22.393 26.517
• Veränderungen der Rückstellungen 12.732 6.700
• Veräußerungsgewinne und -verluste -641 -223
• Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen 3.953 -3.704
• Gewinn/Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen -44.848 -45.915
• Nettozinsertrag -129.693 -135.842
• Steueraufwand 9.622 10.211
Zwischensumme -49.062 -49.349
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
• Forderungen an Kreditinstitute und Kunden -628.120 -409.462
• Handelsaktiva 1.792 -710
• Übrige Aktiva -1.412 1.432
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 655.567 198.207
• Handelspassiva -6.245 2.486
• Rückstellungen und Sonstige Passiva -13.966 -5.428
• Erhaltene Zinsen 156.612 159.721
• Gezahlte Zinsen -33.477 -28.641
• Erhaltene Dividenden 4.260 7.609
• Gezahlte Steuern -4.078 -7.237
Cash Flow aus operativer Tätigkeit 81.871 -131.371
Mittelzufluss aus der Veräußerung von:
• Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 67.312 52.350
• Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 13.081 29.891
• Im Eigentum befindliches Anlagevermögen 1.556 201
Mittelabfluss durch Investitionen in:
• Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere -110.859 -37.519
• Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere -30.024 -20.362
• Im Eigentum befindliches Anlagevermögen -12.884 -20.509
• At equity bilanzierte Unternehmen -8.501 -
Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen 5.846 6.906
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -74.473 10.958
Kapitalerhöhung 54.991 -
Dividendenzahlungen -8.935 -9.677
Emission zusätzlicher Eigenkapitalbestandteile 7.300 11.700
Kuponzahlung zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente -2.333 -3.396
Rückkauf von eigenen Aktien -2.815 -3.725
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien 1.005 3.273
Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungstätigkeit 112.912 204.952
Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungstätigkeit -74.300 -101.700
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten - -2.591
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 87.825 98.836
Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres 476.589 571.963
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 81.871 -131.371
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -74.473 10.958
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 87.825 98.836
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelstand 151 366
Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres 571.963 550.752

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank

WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2019 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der "Bank für Kärnten". 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik und in Oberitalien tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank.

Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 09. März 2020 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.

II. AUSWIRKUNGEN NEUER UND GEÄNDERTER STANDARDS

Die im Geschäftsjahr 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Berichtsjahr Pflicht war, auch 2019 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.

ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS AB 01.01.2019

Standards/Amendments Anzuwenden für Geschäfts
jahre, die am oder nach
diesem Stichtag beginnen
IFRS 9 – Finanzinstrumente (Amendment) 01.01.2019 März 2018
IFRS 16 – Leasing 01.01.2019 Oktober 2017
IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer (Amendment) 01.01.2019 März 2019
IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Amendment) 01.01.2019 Februar 2019
IFRIC Interpretation 23 – Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung 01.01.2019 Oktober 2018
Annual Improvements to IFRS Standards 2015-2017 Cycle 01.01.2019 März 2019

IFRS 9 – Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichszahlung

Generell verlangt IFRS 9, dass für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) das SPPI-Kriterium (Zahlungsstrombedingung) erfüllt ist. Das heißt, der finanzielle Vermögenswert darf nur Zahlungsströme aufweisen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Eine Vertragsbedingung, die die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung einräumt, ist bei der Beurteilung des SPPI-Kriteriums dahingehend zu berücksichtigen, ob diese eine SPPI Schädlichkeit bewirkt.

Bisher hat IFRS 9 bereits die Ausnahme enthalten, dass das SPPI-Kriterium nicht verletzt wird, soweit bei einer vereinbarten vorzeitigen Rückzahlung des Schuldners ein angemessenes Entgelt geleistet wird (Entschädigungszahlung im Kündigungsfall).

Die neue Ergänzung zu IFRS 9 beinhaltet nun, dass die bisher schon geltende Ausnahme auch dann zutreffen kann, wenn das dort erwähnte angemessene Entgelt für die vorzeitige Kündigung negativ ist, d. h. die kündigende Partei erhält das Entgelt. Dies trifft z. B. zu, wenn ein Kreditvertrag die Klausel enthält, dass bei Kündigung des Vertrags durch den Schuldner eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird, die auf Basis des Marktzinses im Kündigungszeitpunkt ermittelt wird, und sowohl positiv als auch negativ sein kann. Bei einer negativen Entschädigung ist diese vom Kreditgeber an den kündigenden Kreditnehmer zu leisten. Unter den bisherigen Regelungen wäre für diesen Fall das SPPI-Kriterium nicht erfüllt. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern, da es keine derartigen Vertragsbestandteile gibt.

IFRS 16: Der BKS Bank Konzern wendete IFRS 16 erstmalig am 01. Jänner 2019 an. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung sowie Anhangsangaben von Leasinggeschäften bei Leasinggeber und Leasingnehmer. Aus der Einführung von IFRS 16 ergeben sich insbesondere für den Leasingnehmer umfangreiche Neuerungen. Für die Bilanzierung eines Leasingverhältnisses beim Leasinggeber bleiben die bisher in IAS 17 enthaltenen Regelungen bestehen und finden sich nunmehr in IFRS 16.

Die gemäß IAS 17 bestehende Unterscheidung zwischen Finance Lease und Operating Lease entfällt beim Leasingnehmer, es gibt mit IFRS 16 nur mehr das "Right-of-Use"-Modell. Dementsprechend hat der Leasingnehmer am Bereitstellungsdatum einen Vermögenswert mit dem gewährten Nutzungsrecht sowie die dazugehörige Leasingverbindlichkeit mit ihrem Barwert zu erfassen.

Als Erleichterung beinhaltet IFRS 16 jedoch das Wahlrecht, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (Laufzeit < 1 Jahr) sowie bei Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (< 5.000,- EUR) von dieser Ansatzpflicht abzusehen. Die BKS Bank nimmt beide Ansatzwahlrechte in Anspruch. IFRS 16 beinhaltet des Weiteren mehrere Wahlrechte, die nur im Übergangszeitpunkt angewandt werden können.

Hinsichtlich des von IFRS 16 gewährten Wahlrechts bezüglich der Definition von Leasingverhältnissen wurde im BKS Bank Konzern vom sogenannten Grandfathering für Altverträge Gebrauch gemacht. Dies bedeutet, dass die in der Vergangenheit vorgenommene Einschätzung für Altverträge nach IAS 17 im Übergangszeitpunkt beibehalten wurde. Im BKS Bank Konzern handelt es sich bei den aktivierten Nutzungsrechten überwiegend um Nutzungsrechte aus Mietverträgen für Immobilien. Für Mobilien ist die Anzahl der aktivierten Nutzungsrechte äußerst gering. Die Anwendung der neuen Leasingdefinition gemäß IFRS 16 erfolgt somit nur auf Neuverträge, die nach dem Erstanwendungszeitpunkt abgeschlossen wurden.

Im Übergangszeitpunkt bestand für den Leasingnehmer auch ein Wahlrecht, welche Methode für den Übergang auf IFRS 16 gewählt wird. IFRS 16 unterscheidet zwischen der retrospektiven Methode und der modifizierten retrospektiven Methode. Während bei der ersten Methode eine volle rückwirkende Anwendung auf alle in Übereinstimmung mit IAS 8 dargestellten früheren Berichtsperioden gefordert ist, verlangt die zweite Methode eine rückwirkende Anwendung zum Erstanwendungszeitpunkt mit Erfassung der Umstellungseffekte im Eigenkapital-Eröffnungswert. Eine Anpassung der Vergleichswerte erfolgt somit nicht. Im BKS Bank Konzern kam als Übergangsmethode die modifizierte retrospektive Methode zum Einsatz.

Im Zusammenhang mit dieser Methode besteht auch ein Wahlrecht hinsichtlich der Bewertung des anzusetzenden Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. Entweder erfolgt der Ansatz zum Buchwert, d. h., so als ob IFRS 16 seit Beginn des Leasingverhältnisses angewandt worden wäre, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung oder der Ansatz erfolgt in Höhe der Leasingverbindlichkeit korrigiert um vorausbezahlte oder abgegrenzte Leasingraten. Die BKS Bank hat sich entschieden, zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 die Nutzungsrechte in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Somit ergaben sich keine Umstellungseffekte im Eigenkapital zum Erstanwendungszeitpunkt.

Ferner gewährt IFRS 16 das Wahlrecht, einen einheitlichen Zinssatz für ähnliche Leasingportfolien zu verwenden, sowie die Möglichkeit, eine Klassifikation als kurzfristiger Leasingvertrag anhand der Restlaufzeit im Übergangszeitpunkt vorzunehmen. Von beiden Wahlrechten macht die BKS Bank Gebrauch. Die sonstigen von IFRS 16 gewährten Wahlrechte im Übergangszeitpunkt waren für den BKS Bank Konzern nicht von Bedeutung.

Die operativen Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 lassen sich auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten gem. IFRS 16 wie folgt überleiten:

ÜBERLEITUNGSTABELLE

27.752
-1.519
26.233
-4
-102
1.555
-17
27.665

Der gewichtete Durchschnittswert des Grenzfremdkapitalzinssatzes betrug bei der Berechnung der erstmalig zum 01. Januar 2019 erfassten Leasingverbindlichkeiten 0,91 %.

IAS 19 – Planänderung, -kürzung oder -abgeltung

Die Änderung an IAS 19 verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind. Ferner wird klargestellt, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze auswirkt. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern, da es keine leistungsorientierten Versorgungspläne gibt.

IFRIC 23 – Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung

IFRIC 23 stellt klar, wie die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von IAS 12 Ertragsteuern bei unsicheren ertragsteuerlichen Behandlungen, d. h. Steuerrisikopositionen, anzuwenden sind. Eine Steuerrisikoposition liegt vor, wenn die Anwendung des jeweils geltenden Steuerrechts auf eine spezifische Transaktion nicht eindeutig ist und somit (auch) von der Auslegung durch die Steuerbehörde abhängt, die dem Unternehmen bei der Aufstellung des Abschlusses jedoch nicht bekannt ist. Bei der Beurteilung ist von einem vollumfänglichen Informationsstand der Steuerbehörde auszugehen. Bestehen nun Unsicherheiten darüber, ob die Behandlung von der Steuerbehörde anerkannt werden wird, ist diese Unsicherheit entsprechend in der Periode ihrer Feststellung, beispielsweise durch den Ansatz einer zusätzlichen Steuerschuld, zu erfassen. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.

IAS 28 – Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Mit den Änderungen an IAS 28 wird klargestellt, nach welchem Standard (IAS 28/ IFRS 9) die Bilanzierung von langfristigen Anteilen, die wirtschaftlich als Nettoinvestition in ein assoziiertes oder Gemeinschaftsunternehmen anzusehen sind, zu erfolgen hat, sofern diese nicht nach der Equity-Methode dargestellt werden. Dies hat zukünftig nach IFRS 9 zu erfolgen. Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.

Annual Improvements to IFRS Standards 2015-2017 Cycle

Die jährlichen Verbesserungen der IFRS beinhalten Änderungen an den folgenden Standards:

  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse Behandlung bisher gehaltener Anteile an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Venture)
  • IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen Behandlung bisher gehaltener Anteile an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Venture)
  • IAS 12 Ertragsteuern Ertragsteuerliche Konsequenzen von Zahlungen aus Finanzinstrumenten, die als Eigenkapital qualifiziert worden sind
  • IAS 23 Fremdkapitalkosten Aktivierbare Fremdkapitalkosten

Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BKS Bank.

AB DEM 01.01.2020 ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS

Standards/Amendments Anzuwenden für Geschäfts
jahre, die am oder nach
diesem Stichtag beginnen
Endorsement
durch die EU
IAS 1 – Darstellung des Abschlusses und IAS 8 – Rechnungslegungs
methoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen
und Fehler (Amendment)
01.01.2020 November 2019
IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse (Amendment) 01.01.2020* Ausständig
IFRS 9 – Finanzinstrumente, IAS 39 – Finanzinstrumente: Ansatz und
Bewertung und IFRS 7 – Finanzinstrumente: Angaben (Amendment)
01.01.2020 Januar 2020
Anpassungen der Querverweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards
(Amendment)
01.01.2020 November 2019

* vorausgesetzt EU-Endorsement findet statt

IAS 1 und IAS 8 – Änderung der Definition von Wesentlichkeit

Mit den Änderungen von IAS 1 und IAS 8 wird in den IFRS-Standards ein einheitlicher und genau umrissener Definitionsbegriff von Wesentlichkeit geschaffen. Diese Definition ist zukünftig nur noch in IAS 1 enthalten, in IAS 8 ist nur mehr ein Verweis auf IAS 1 enthalten. Die Änderungen sind ab dem 01. Januar 2020 anzuwenden. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.

IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse

Die Änderungen betreffen die Definition eines Geschäftsbetriebs. Sie dienen als Klarstellung, ob ein Unternehmenserwerb bei der Aufstellung eines Konzernabschlusses als Erwerb einer Gruppe von Vermögensgegenständen oder als Erwerb eines Geschäftsbetriebs zu bilanzieren ist. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.

IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 – Interest Rate Benchmark Reform

Mit den Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 reagiert das IASB auf bestehende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinssätzen (sog. IBOR-Reform). Die Änderungen betreffen bestimmte Hedge Accounting-Vorschriften und sollen die gegenwärtige Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gewährleisten. Die Änderungen sind ab dem 01. Januar 2020 anzuwenden. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Verweise auf das Rahmenkonzept

Der IASB hat Änderungen zu Verweisen auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards veröffentlicht. Diese Änderungen gehen zurück auf die Überarbeitung des Rahmenkonzepts und betreffen folgende Standards und Interpretationen: IAS 1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC-32. Inhaltlich werden hierdurch bestehende Verweise auf das Rahmenkonzept konkretisiert, indem entweder explizit auf das IASC-Rahmenkonzept von 2001 oder auf das neue IASB-Rahmenkonzept verwiesen wird. Die geänderten Standards sind ab dem 01. Januar 2020 anzuwenden. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den BKS Bank Konzern.

AB DEM 01.01.2021 ODER ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS

Anzuwenden für Geschäfts
Standards/Amendments jahre, die am oder nach
diesem Stichtag beginnen
Endorsement
durch die EU
IAS 1 – Darstellung des Abschlusses 01.01.2022 Ausständig
IFRS 17 – Versicherungsverträge 01.01.2021 Ausständig

Aus den oben angeführten Standards und Amendments ergeben sich keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen (11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 "Konzernabschlüsse" unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist.

Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeiter berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises

Folgende Gesellschaften erfüllen das Control-Konzept nach IFRS 10. Die BKS Bank AG als Mutter verfügt über eine Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann. Somit werden neben der BKS Bank AG folgende nachstehende Unternehmen vollkonsolidiert:

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Kapitalanteil Kapitalanteil Datum des
Gesellschaft Firmensitz direkt indirekt Abschlusses
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. Klagenfurt 99,75 % 0,25 % 31.12.2019
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana 100,00 % - 31.12.2019
BKS-leasing Croatia d.o.o. Zagreb 100,00 % - 31.12.2019
BKS-Leasing s.r.o. Bratislava 100,00 % - 31.12.2019
IEV Immobilien GmbH Klagenfurt 100,00 % - 31.12.2019
Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG Klagenfurt 100,00 % - 31.12.2019
BKS 2000 – Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH Klagenfurt 100,00 % 31.12.2019
BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH Klagenfurt - 100,00 % 31.12.2019
BKS Hybrid beta GmbH Klagenfurt 100,00 % - 31.12.2019
BKS Immobilien-Service GmbH Klagenfurt 100,00 % - 31.12.2019
BKS Service GmbH Klagenfurt 100,00 % - 31.12.2019

At Equity bilanzierte Gesellschaften

Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:

AT EQUITY BILANZIERTE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Datum des
Abschlusses
Oberbank AG Linz 14,2 % 30.09.2019
BTV AG Innsbruck 13,6 % 30.09.2019

Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 15,2 % bzw. 14,7 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,2 % bzw. 13,6 % jeweils weniger als 20 % der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und BTV AG sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für den Konzernabschluss der BKS Bank der letzte vorliegende Quartalsabschluss dieser Institute herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

QUOTAL KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN

Datum des
Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil direkt Abschlusses
ALGAR Linz 25,0 % 31.12.2019

Sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften

Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20 % hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

SONSTIGE, NICHT IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Kapitalanteil
indirekt
Datum des
Abschlusses
3 Banken IT GmbH Linz 30,0 % - 31.12.2019
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,0 % - 31.12.2019
E 2000 Liegenschaftsverwaltungs GmbH Klagenfurt 99,0 % 1,0 % 31.12.2019
Pekra Holding GmbH Klagenfurt 100,0 % - 31.12.2019
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. Innsbruck 30,0 % - 31.12.2019
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,0 % - 31.12.2019

Ergebnisse ausländischer Tochtergesellschaften und Filialen

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 31. DEZEMBER 2019

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Jahresergebnis
vor Steuern
Steuern vom
Einkommen
Jahresergebnis
nach Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 12.079 18.457 126,6 6.167 -986 5.181
Filiale Kroatien (Bankfiliale) 9.980 10.922 59,5 4.019 -807 3.212
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 2.305 2.657 27,8 223 - 223
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 5.097 5.577 18,7 2.466 -468 1.998
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 2.170 2.364 12,3 864 -166 698
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 1.583 1.746 12,4 524 -124 400
Nettozins Betriebs Mitarbeiter Jahresergebnis Steuern vom Jahresergebnis
in Tsd. EUR ertrag ertrag anzahl (in PJ) vor Steuern Einkommen nach Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 11.236 15.067 114,1 4.592 16 4.608
Filiale Kroatien (Bankfiliale) 9.154 10.424 59,5 3.787 -305 3.482
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 1.888 2.181 25,8 -170 - -170
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 3.905 4.418 19,2 2.197 -439 1.757
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 2.137 2.276 13,3 958 -173 784
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 1.139 1.223 12,8 111 25 136

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN BILANZPOSTEN

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Finanzinstrumente gemäß IFRS 9

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

  • zu fortgeführten Anschaffungskosten
  • erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)
  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, in welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium).

Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile ("Covenants") enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest). Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests. Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums.

Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (> 10 %), ist das geforderte SPPI-Kriterium nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)

Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die Barwertmethode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuVneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.

Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen ("Fair Value-OCI-Option"). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.

Finanzinstrumente bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden diese in der Position Handelsaktiva/ Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt, der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen.

Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden.

In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:

AKTIVA Fair
Value
fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Sonstige Kategorie
Barreserve - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Forderungen an Kreditinstitute - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Forderungen an Kunden - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
- FV PL verpflichtend
Handelsaktiva - FV PL verpflichtend
Schuldverschreibungen und andere - zu fortgeführten Anschaffungskosten
festverzinsliche Wertpapiere - FV OCI verpflichtend (mit Recycling)
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
- FV PL verpflichtend
Anteilsrechte und andere nicht - FV OCI designiert (ohne Recycling)
verzinsliche Wertpapiere - FV PL verpflichtend

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

  • zu fortgeführten Anschaffungskosten
  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Die Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten wird im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.

PASSIVA Fair fortgeführte
Anschaffungs
Value kosten Sonstige Kategorie
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbriefte Verbindlichkeiten - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
Handelspassiva - FV PL verpflichtend
Nachrangkapital - zu fortgeführten Anschaffungskosten

Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9

Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht.

Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.

  • Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
  • Stufe 2: Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines Lifetime Expected Credit Loss (Lifetime ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments entspricht.
  • Stufe 3: Für Finanzinstrumente der Stufe 3 wird für signifikante Forderungen die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien (Basis bildet die nicht durch Sicherheiten gedeckte Risikoposition) ermittelt.

Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eintritt. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (30-Tage-Überfälligkeit, Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko schätzen wir bei den Ratingeinstufungen im Investmentgrade von AA bis 1b ein.

Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn das Finanzinstrument eine beeinträchtigte Bonität (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c) aufweist (credit impaired). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.

STAGEZUORDNUNG KRITERIEN

Kriterium Stage
Non-performing Loans 3
Erstmalige Erfassung des Vertrages 1
30 Tage überfällig 2
90 Tage überfällig 3
Fremdwährungskredit 2
Rating entspricht Investmentgrade 1
Kein Initial Risk Rating feststellbar 2
Kein aktuelles Rating 2
Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen 2
Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen 2
Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um bzw.
mehr als 1 Ratingstufe 2
Forbearance 2
Forbearance bei Non-performing Loans 3

Finanzinstrumente, die sich zum jeweiligen Bilanzstichtag in Stage 2 befinden und keinen Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Zugang mehr aufweisen, können wieder in Stage 1 zurücktransferiert werden.

Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Informationen.

Parameter im ECL-Modell Erklärung
Exposure at Default (EAD) Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der zukünfti
gen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige Geschäfte wie Haftun
gen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden werden unter Berücksichtigung
eines CCFs in einen EAD umgerechnet.
Probability of Default (PD) Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer Schätzverfahren
ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der Ermittlung der zukünfti
gen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die Einschätzung über die zukünftigen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in
die PD mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische Migrationsmatrizen im
ECL-Modell unterlegt.
Forward-looking Information (FLI) Die Forward-looking Informationen fließen über den jeweiligen makroökonomischen
Ausblick gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank unter Anwendung eines
linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte Ausfallswahrscheinlich
keit mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische Verlustquoten herangezogen.
Loss given Default (LGD) Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kredit
ausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs,
welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben ist. Die
LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt und folgt wie die
Ausfallswahrscheinlichkeit dem Life-Time-Konzept.
Diskontsatz (D) Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes.
(Unbedingte) marginale (m) PD Diese wird aus der Point-in-time PD abgeleitet und gibt die jährliche Veränderung
der Lifetime PD an.

WESENTLICHE PARAMETER DES ECL-MODELLS FÜR STAGE 1 UND STAGE 2

Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen (m=marginal):

$$ECL = \sum_{t=1}^{T} ECL_{t} = \sum_{t=1}^{T} mPDD_{t}^{\text{prr}} \cdot LGD_{t} \cdot EAD_{t} \cdot D_{t}$$

Die Besicherung und der potentielle Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt.

Der Expected Credit Loss wird auf Basis mehrerer Szenarien berechnet. Die BKS Bank wendet drei Szenarien an. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case noch einen Worst-Case oder einen Most-likely-Case darstellt. Bei der Berechnung des Expected Credit Loss (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: GDP (Bruttoinlandsprodukt), Inflationsrate, Quote der Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzsaldo und Zinsrate. Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PD je Segment separat berechnet. Die Segmentierung der Portfolien erfolgt in Privatkunden, Firmenkunden, Banken und Staaten.

Während der Berichtsperiode wurden keine Änderungen von Schätzverfahren oder von signifikanten Annahmen vorgenommen.

In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,5 Mio. EUR überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,5 Mio. EUR), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor.

Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Ausweis der gebildeten Risikovorsorgen erfolgt offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto). Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte wird die bonitätsbedingte Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst. Die für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildete Risikovorsorge wird unter den Rückstellungen ausgewiesen.

Abschreibungspolitik

Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von Forderungsbeträgen sind deren Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung der mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Grundsätzlich werden keine finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, die einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Eine Forderungsausbuchung wird dann vorgenommen, wenn eine Forderung auf Basis eines Exekutionstitels zwei Jahre erfolglos betrieben wurde, mindestens zwei Mal erfolglos exekutiert wurde, mit Geldeingängen auf die Restforderung nicht mehr zu rechnen ist oder die Beschaffung eines Titels nicht mehr möglich ist. Alle ausgebuchten Forderungen, die nicht mit einer Liberierung von der Restschuld verbunden sind, werden an Dritte (z. B. Inkassobüro) zur Eintreibung der Forderung übergeben.

Vertragsmodifikation

In der BKS Bank kann es im Kreditgeschäft zu Vertragsanpassungen bei bestehenden Finanzierungen kommen. Dies geschieht einerseits aufgrund sich ändernder Marktgegebenheiten oder andererseits aufgrund von bestehenden Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers. Dabei wird zwischen einer signifikanten und einer nicht signifikanten Vertragsänderung unterschieden. In der BKS Bank kann es u. a. im Falle eines Produktwechsels, eines Inhaberwechsels, eines Währungswechsels, einer Aufstockung oder Prolongation zu einer wesentlichen Vertragsmodifikation kommen. Diese führt zu einer Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts vor Vertragsanpassung und einer Einbuchung des modifizierten finanziellen Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt. Die sich daraus ergebende Differenz wird in der Gewinnund Verlustrechnung als Ergebnis aus der Ausbuchung ausgewiesen.

Ist die Vertragsanpassung jedoch nicht wesentlich, d. h. es kommt zu keiner Ein- bzw. Ausbuchung, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bruttobuchwert vor Vertragsanpassung und dem Bruttobuchwert nach Vertragsanpassung als Änderungsgewinn/-verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20 % der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity bilanziert. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und BTV AG at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG unter 20 % liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise ("triggering events") für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen beeideter Gutachter ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5 % bis 2,5 %. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden, sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebsund Geschäftsausstattung beinhalten, und aus den Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

• Unbewegliche Anlagegüter 1,5 % bis 2,5 % (d. h. 66,7 bis 40 Jahre)

• Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 % bis 20 % (d. h. 10 bis 5 Jahre)

Für Nutzungsrechte aus Liegenschaften erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die Vertragslaufzeit der Leasingverhältnisse. Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus erworbenen Kundenstöcken und aus Software zusammen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25 % (d. h. vier Jahre), bei erworbenen Kundenstöcken wird nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10 % (d. h. 10 Jahre) herangezogen.

Leasing

Das im BKS Bank Konzern als Leasinggeber befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IFRS 16) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Für Verträge, bei denen die Gesellschaften des BKS Bank Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden und zum Zeitpunkt des Leasingbeginns noch nicht gezahlten Leasingzahlungen. Diese Zahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert. Ist dieser Zinssatz nicht bestimmbar, wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (effektivzinskonstant) und durch Reduzierung des Buchwerts um gezahlte Leasingraten. Das Nutzungsrecht entspricht im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit. Zusätzlich sind zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes bereits geleistete Leasingzahlungen sowie anfängliche direkte Kosten zu berücksichtigen. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen, Nutzungsrechte unter den Sachanlagen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Des weiteren erfolgt der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Passiva, hinsichtlich der Bewertung wird auf den Abschnitt Leasing verwiesen.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt und eine Bewertung zum Fair Value vorgenommen.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungsoder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Fair Value-Rücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015, 2017, 2018 und 2019 wurden Additional Tier 1-Anleihen begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem "angemessenen Aufwandsposten" auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen. Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).

Provisionsüberschuss

Als Provisionsüberschuss werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen. Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten

In dieser Position wird neben dem Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind. Dies umfasst Nettogewinne oder -verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, für die nicht die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde, sowie aus finanziellen Vermögenswerten, deren vertragliche Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren werden in dieser Position Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dies beinhaltet Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Modifikationsgewinne oder -verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, sowie das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) bewertet werden, werden im sonstigen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ausgewiesen.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Für die Bilanzierung nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Die BKS Bank ist in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Oberitalien und in der Slowakischen Republik mit Niederlassungen und einer Repräsentanz vertreten. In Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:

Laufende Verfahren

Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.

Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.

Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.

Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.

Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge

Bei den finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme. Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarf beinhaltet wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessungsspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildete Risikovorsorge für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes und Verlustquote und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.

Sensitivitätsszenario
in Tsd. EUR
Erläuterung 2018 2019
Stageing:
negatives Szenario
Finanzinstrumente der Bonitätsstufe "Investmentgrade" wandern von Stage
1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel aus der 12-Monatsbetrachtung hin
zum Life-Time-Konzept. -21.582 -16.808
Stageing: Finanzinstrumente, die aufgrund einer historischen Bonitätsver
positives Szenario schlechterung in Stage 2 eingestuft wurden, wandern von Stage 2 in Stage
1. Das entspricht dem Wechsel aus dem Life-Time-Konzept hin zum
12-Months Expected Credit Loss. 5.821 3.718
Makroökonomische Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Einschätzung: negatives Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um
Szenario 5 % höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5 % geringer. -1.728 -2.494
Makroökonomische Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Einschätzung: positives Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario
Szenario wird um 5 % höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5 % geringer. 1.728 2.494
Makroökonomische Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Einschätzung: negatives Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um
Szenario 5 % höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer. -1.344 -1.960
Makroökonomische Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Einschätzung: positives Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario
Szenario wird um 5 % höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer. 384 534
Ausfallswahrscheinlichkeit: Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den
negatives Szenario Faktor 1,1. -5.122 -3.215
Ausfallswahrscheinlichkeit: Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix sinkt um den
positives Szenario Divisor 1,1. 2.117 2.922

SENSITIVITÄTSANALYSE

Ermittlung des Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden.

Gemäß IFRS 13 werden die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:

  • Level 1: Liegt ein aktiver Markt vor, so kann der Fair Value am besten durch notierte Preise am Hauptmarkt bzw.
  • dem vorteilhaftesten Markt sofern es keinen Hauptmarkt gibt ermittelt werden.
  • Level 2: Liegt keine Börsenotierung für ein Finanzinstrument vor, so wird der Fair Value über die am Markt verfügbaren
  • Inputfaktoren ermittelt. In der BKS Bank werden hauptsächlich Zinskurven und Wechselkurse als Inputfaktoren herangezogen. • Level 3: Bei Finanzinstrumenten dieser Kategorie liegen keine Inputfaktoren vor, die mittelbar oder unmittelbar beobachtbar sind.
  • Hier werden je nach Finanzinstrument geeignete allgemein anerkannte Bewertungsverfahren herangezogen.

Umgliederungen erfolgen grundsätzlich zum Ende einer Berichtsperiode.

Ausübung der Fair Value-Option

Über die Ausübung der Fair Value-Option, das heißt die Designierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Fair Value, wird im APM-Gremium entschieden. Die Fair Value-Option dient der Vermeidung von Bewertungsinkongruenzen bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die miteinander verbunden sind.

Rückstellungen für Sozialkapital

Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 32 zu entnehmen.

Sonstige Rückstellungen

Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.

DETAILS ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve.

Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

2019 01.01. Mittelabfluss Mittelzufluss Nicht zahlungs
wirksame Zinsab
grenzung und sonstige
Veränderungen
31.12.
Nachrangige Verbindlichkeiten und
sonstige Finanzierungstätigkeit 750.719 -101.700 204.952 405 854.377
• Verbriefte Verbindlichkeiten 571.052 -81.700 134.143 297 623.792
• Nachrangkapital 179.667 -20.000 70.809 109 230.584
2018 01.01. Mittelabfluss Mittelzufluss Nicht zahlungs
wirksame Zinsab
grenzung und sonstige
Veränderungen
31.12.
Nachrangige Verbindlichkeiten und
sonstige Finanzierungstätigkeit 712.574 -74.300 112.912 -467 750.719
• Verbriefte Verbindlichkeiten 553.952 -54.300 72.057 -657 571.052
• Nachrangkapital 158.622 -20.000 40.855 190 179.667

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ZINSÜBERSCHUSS
in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 113.068 118.876 5,1
Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 14.856 13.202 -11,1
Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI 687 529 -23,0
Positive Zinsaufwendungen1) 10.698 8.196 -23,4
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt 139.308 140.803 1,1
Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value 3.513 2.740 -22,0
Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss 451 451 -
Leasingforderungen 9.485 11.088 16,9
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 4.260 7.609 78,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.129 2.995 -4,3
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt 20.839 24.882 19,4
Zinserträge gesamt 160.147 165.685 3,5
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für:
Einlagen von Kreditinstituten und Kunden 4.620 5.831 26,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 19.146 17.955 -6,2
Negative Zinserträge1) 6.056 5.140 -15,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 632 685 8,3
Leasingverbindlichkeiten n/a 232 -
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt 30.454 29.843 -2,0
Zinsüberschuss 129.693 135.842 4,7
1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus

positiv/negativ sind.

(2) RISIKOVORSORGE

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
• Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) 18.904 18.945 0,2
Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI
• Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) 70 9 -86,5
Kreditzusagen und Finanzgarantien
• Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) -681 -372 -45,4
Risikovorsorge 18.293 18.582 1,6

In den Risikovorsorgen ist eine Zuführung von Risikovorsorgen für Leasingforderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Auflösung 0,1 Mio. EUR).

(3) PROVISIONSÜBERSCHUSS

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Provisionserträge:
Zahlungsverkehr 23.002 23.937 4,1
Wertpapiergeschäft 14.479 17.643 21,8
Kreditgeschäft 18.356 17.799 -3,0
Devisengeschäft 2.877 2.571 -10,6
Sonstige Dienstleistungen 1.191 1.263 6,0
Provisionserträge gesamt 59.906 63.213 5,5
Provisionsaufwendungen:
Zahlungsverkehr 2.233 2.443 9,4
Wertpapiergeschäft 1.284 1.803 40,4
Kreditgeschäft 701 490 -30,2
Devisengeschäft 178 197 10,6
Sonstige Dienstleistungen 44 60 37,3
Provisionsaufwendungen gesamt 4.440 4.993 12,5
Provisionsüberschuss 55.467 58.220 5,0

(4) ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 44.848 45.915 2,4
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 44.848 45.915 2,4

(5) HANDELSERGEBNIS

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Kursbezogene Geschäfte 61 -22 >-100
Zins- und währungsbezogene Geschäfte 219 1.266 >100
Handelsergebnis 280 1.244 >100

(6) VERWALTUNGSAUFWAND

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Personalaufwand 74.628 76.687 2,8
• Löhne und Gehälter 55.068 56.650 2,9
• Sozialabgaben 12.724 13.322 4,7
• Aufwendungen für Altersversorgung 4.046 4.255 5,2
• Sonstiger Sozialaufwand 2.790 2.460 -11,8
Sachaufwand 32.845 33.533 2,1
Abschreibungen 7.103 10.736 51,1
Verwaltungsaufwand 114.577 120.956 5,6

In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) enthalten. Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16-Standards erhöhte sich die Abschreibung um 2,7 Mio. EUR, der Sachaufwand ging dementsprechend zurück.

(7) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Sonstiger betrieblicher Ertrag 6.467 6.856 6,0
Sonstiger betrieblicher Aufwand -8.992 -9.084 1,0
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -2.525 -2.228 -11,8

Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) sowie Mieterträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) und die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) enthalten.

(8) ERGEBNIS AUS ZUM FAIR VALUE DESIGNIERTEN FINANZINSTRUMENTEN

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Ergebnis aus der Fair Value-Option -2.841 -1.586 44,2
Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten -2.841 -1.586 44,2

Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 79,1 Mio. EUR (Vorjahr: 85,3 Mio. EUR), Anleihen aus dem Aktivbestand in Höhe von 21,6 Mio. EUR (Vorjahr: 22,0 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 84,2 Mio. EUR (Vorjahr: 84,7 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen jene Wertanpassung wider, welche nicht auf Änderungen im Marktrisiko, sondern auf das Kontrahentenund Bonitätsrisiko zurückzuführen ist.

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV), DIE ERFOLGSWIRKSAM

ZUM FAIR VALUE ZU BEWERTEN SIND (VERPFLICHTEND)
in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Ergebnis aus Bewertung -5.130 4.752 >100
Ergebnis aus Veräußerung 5 320 >100
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend)
-5.125 5.072 >100

(10) ERGEBNIS AUS DER AUSBUCHUNG VON ZU FORTGEFÜHRTEN

ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV)

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Forderungen Kreditinstitute -104 - -
• davon Gewinn - - -
• davon Verlust -104 - -
Forderungen Kunden -35 540 >100
• davon Gewinn 1.080 1.887 74,8
• davon Verlust -1.115 -1.348 20,8
Schuldverschreibungen 319 - -
• davon Gewinn 319 - -
• davon Verlust - - -
Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten
179 540 >100

(11) SONSTIGES ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN/VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Änderungsgewinne/-verluste -128 -306 >-100
• aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV -128 -306 >-100
• aus FV at Fair Value through OCI - - -
• aus zu fortgeführten AK bewerteten finanziellen Verpflichtungen - - -
Ergebnis aus der Ausbuchung 63 -58 >-100
• von FV at Fair Value through OCI 63 -58 >-100
• von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten - - -
Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten -65 -363 >-100

Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf 53,8 Mio. EUR (Vorjahr: 149,2 Mio EUR). Aus den Vertragsänderungen resultiert ein Änderungsverlust in Höhe von -305,7 Tsd. EUR (Vorjahr: -128,1 Tsd. EUR).

(12) STEUERN VOM EINKOMMEN

2018 2019 ± in %
-10.092 -12.128 20,2
471 1.917 >100
-9.621 -10.211 6,1

ÜBERLEITUNGSTABELLE

in Tsd. EUR 2018 2019
Jahresüberschuss vor Steuern 87.041 103.118
Anzuwendender Steuersatz 25 % 25 %
Errechneter Steueraufwand 21.760 25.780
Auswirkung abweichender Steuersätze -560 -861
Steuerminderungen
• aus steuerfreien Beteiligungserträgen -841 -2.007
• Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen -11.212 -11.479
• aus sonstigen steuerfreien Erträgen -19 -36
• aus sonstigen Wertanpassungen -170 -892
Steuermehrungen
• aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 339 449
• aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 48 39
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag 276 -782
Ertragsteueraufwand der Periode 9.621 10.211
Effektiver Steuersatz 11,1 % 9,9 %

DETAILS ZUR BILANZ

(13) BARRESERVE
in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Kassenbestand 85.576 88.253 3,1
Guthaben bei Zentralnotenbanken 486.387 462.499 -4,9
Barreserve 571.963 550.752 -3,7

(14) FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 123.532 93.585 -24,2
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 53.716 106.748 98,7
Forderungen an Kreditinstitute 177.248 200.333 13,0

FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
täglich fällig 25.531 29.004 13,6
bis 3 Monate 45.391 52.346 15,3
über 3 Monate bis 1 Jahr 82.265 97.797 18,9
über 1 Jahr bis 5 Jahre 24.061 21.185 -12,0
über 5 Jahre - - -
Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten 177.248 200.333 13,0

(15) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 318 4 - 322
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 58 - - 58
Veränderung innerhalb der Stufe:
• Zuweisung/Auflösung -106 2 - -104
• Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
• Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
• Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -2 7 5
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -163 - - -163
Stand am Ende der Berichtsperiode 105 13 - 118

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt verändert:

BRUTTOBUCHWERTE ZU FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 170.183 7.065 - 177.248
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 129.051 - - 129.051
Veränderung innerhalb der Stufe:
• Erhöhung/Verminderung der Forderung 3.329 -2.293 - 1.036
• Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
• Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
• Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -3.441 1.989 - -1.452
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -105.550 - - -105.550
Stand am Ende der Berichtsperiode 193.572 6.761 - 200.333

(16) FORDERUNGEN AN KUNDEN

(16.1) FORDERUNGEN AN KUNDEN – KUNDENGRUPPE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Firmenkunden 4.727.697 4.978.964 5,3
Privatkunden 1.298.161 1.399.823 7,8
Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 6.025.858 6.378.787 5,9

(16.2) FORDERUNGEN AN KUNDEN – BEWERTUNGSKATEGORIE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.885.821 6.241.353 6,0
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 85.287 79.078 -7,3
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 54.750 58.356 6,6
Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien 6.025.858 6.378.787 5,9

In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 498,4 Mio. EUR (Vorjahr: 422,7 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.

FORDERUNGEN AN KUNDEN NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
täglich fällig 203.503 207.939 2,2
bis 3 Monate 1.090.238 1.098.030 0,7
über 3 Monate bis 1 Jahr 429.586 641.015 49,2
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.812.321 1.031.316 -43,1
über 5 Jahre 2.490.210 3.400.487 36,6
Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten 6.025.858 6.378.787 5,9

FINANCE-LEASE-FORDERUNGEN NACH RESTLAUFZEITEN - IFRS 16

in Tsd. EUR 31.12.2019
Weniger als ein Jahr 157.082
Ein bis zwei Jahre 127.581
Zwei bis drei Jahre 92.081
Drei bis vier Jahre 61.107
Vier bis fünf Jahre 51.347
Mehr als fünf Jahre 42.457
Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen 531.656
Nicht realisierter Finanzertrag 33.297
Nettoinvestition in das Leasingverhältnis 498.359

Zum 31.12.2019 bestehen keine nicht garantierten Restwerte.

FINANCE-LEASE-FORDERUNGEN NACH RESTLAUFZEITEN - IAS 17

in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2018
Bruttoinvestitionswerte 109.693 239.997 97.738 447.428
nicht realisierte Finanzerträge 7.909 13.690 3.103 24.702
Nettoinvestitionswerte 101.784 226.307 94.635 422.726

Leasingforderungen sind im Wesentlichen in den Laufzeitbändern > 1 Jahr enthalten.

(17) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN AN KUNDEN

2019
8.670 13.763 85.445 107.878
5.862 839 - 6.701
1.538 -70 6.354 7.822
- - -33.051 -33.051
374 -3.995 - -3.621
70 - -279 -209
- 69 -531 -462
-475 3.597 - 3.122
-27 - 2.893 2.866
- -427 4.396 3.969
-901 -2.524 -856 -4.281
15.111 11.252 64.371 90.734
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3

In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR) enthalten.

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt verändert:

BRUTTOBUCHWERTE ZU FORDERUNGEN AN KUNDEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 4.914.212 749.719 221.890 5.885.821
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 1.380.727 73.147 - 1.453.874
Veränderung innerhalb der Stufe
• Erhöhung/Verminderung der Forderung -301.484 -26.276 -10.643 -338.403
• Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung - - -34.399 -34.399
Stufentransfer:
• Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 158.100 -177.088 - -18.988
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 10.830 - -11.412 -582
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - 3.752 -5.057 -1.305
• Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -167.766 155.912 - -11.854
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 -12.165 - 10.813 -1.352
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - -16.062 14.935 -1.127
Abgang aufgrund von Rückzahlung -511.379 -164.251 -14.702 -690.332
Stand am Ende der Berichtsperiode 5.471.075 598.853 171.425 6.241.353

(18) HANDELSAKTIVA

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten 8.045 8.755 8,8
• Währungsbezogene Geschäfte 1.464 1.515 3,5
• Zinsbezogene Geschäfte 2 - -
• Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option 6.580 7.240 10
Handelsaktiva 8.045
8.755
8,8

(19) SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 813.421 797.761 -1,9
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 21.978 21.586 -1,8
FV at Fair Value OCI 68.977 70.720 2,5
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45 50 11,8
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 904.421 890.116 -1,6

SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
• bis 3 Monate 43.927 16.860 -61,6
• über 3 Monate bis 1 Jahr 16.600 16.909 1,9
• über 1 Jahr bis 5 Jahre 315.356 376.715 19,5
• über 5 Jahre 528.537 479.632 -9,3
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere nach Restlaufzeiten
904.421 890.116 -1,6

(20) RISIKOVORSORGE ZU SCHULDVERSCHREIBUNGEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 258 - - 258
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 75 - - 75
Veränderung innerhalb der Stufe
- Zuweisung/Auflösung 15 - - 15
- Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
• Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
• Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -11 - - -11
Stand am Ende der Berichtsperiode 337 - - 337

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt verändert:

BRUTTOBUCHWERTE ZU SCHULDVERSCHREIBUNGEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 813.421 - - 813.421
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 36.128 - - 36.128
Veränderung innerhalb der Stufe -33 - - -33
Stufentransfer:
• Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
• Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -51.755 -51.755
Stand am Ende der Berichtsperiode 797.761 - - 797.761

(21) ANTEILSRECHTE UND ANDERE NICHT VERZINSLICHE WERTPAPIERE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45.780 43.687 -4,6
FV at Fair Value OCI 89.829 92.190 2,6
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 135.609 135.878 0,2

In der Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) werden die Investmentfondsanteile im Eigenportfolio des BKS Bank Konzerns ausgewiesen.

(22) ANTEILE AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Oberbank AG 385.277 407.340 5,7
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 214.391 228.591 6,6
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen 599.668 635.931 6,0

(23) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Immaterielle Vermögenswerte 3.859 10.960 >100
Immaterielle Vermögenswerte 3.859 10.960 >100

Der Anstieg bei den immateriellen Vermögenswerten ist auf die Aktivierung des Kundenstocks von rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. in Slowenien zurückzuführen. Durch die Übernahme im ersten Halbjahr 2019 kam es zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um 6,9 Mio. EUR.

(24) SACHANLAGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Grund 8.024 8.777 9,4
Gebäude 37.647 37.764 0,3
Sonstige Sachanlagen 7.665 9.031 17,8
Nutzungsrechte n/a 22.269 -
Sachanlagen 53.336 77.842 45,9

Die ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich überwiegend auf Mietverträge für Filialen und Büroräumlichkeiten im Inund Ausland. Die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte betrug im Geschäftsjahr 2019 2,7 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde ein Zinsaufwand von 0,2 Mio. EUR für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 gab es keine Zugänge bei den Nutzungsrechten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassen 2,8 Mio. EUR.

(25) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Grund 8.422 7.978 -5,3
Gebäude 26.108 29.396 12,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 34.530 37.374 8,2

Die Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrugen zum 31.12.2019 insgesamt 59,0 Mio. EUR (Vorjahr: 56,3 Mio. EUR). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

IM EIGENTUM BEFINDLICHE SACHANLAGEN, IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN 2019

in Tsd. EUR Sachanlagen Vermögenswerte1) Immobilien2) Summe
Anschaffungskosten zum 01.01.2019 132.588 15.444 58.485 206.517
Zugang 6.577 9.156 4.776 20.509
Abgang 339 863 247 1.449
Währungsveränderung - - - -
Umgliederung 1.460 - -1.460 -
Anschaffungskosten zum 31.12.2019 140.286 23.737 61.554 225.578
Abschreibung kumuliert 84.714 12.777 24.180 121.671
Buchwert zum 31.12.2019 55.572 10.960 37.374 103.907
Buchwert zum 31.12.2018 53.336 3.859 34.530 91.725
Abschreibung 2019 4.918 2.124 973 8.015
1) immaterielle Vermögenswerte

2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

IM EIGENTUM BEFINDLICHE SACHANLAGEN, IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN 2018

in Tsd. EUR Sachanlagen Vermögenswerte1) Immobilien2) Summe
Anschaffungskosten zum 01.01.2018 130.120 11.976 53.992 196.088
Zugang 9.566 3.315 7 12.888
Abgang 931 85 1.443 2.459
Währungsveränderung - - - -
Umgliederung -6.167 238 5.929 -
Anschaffungskosten zum 31.12.2018 132.588 15.444 58.485 206.517
Abschreibung kumuliert 79.252 11.585 23.955 114.792
Buchwert zum 31.12.2018 53.336 3.859 34.530 91.725
Buchwert zum 31.12.2017 55.174 1.638 30.868 87.680
Abschreibung 2018 4.705 1.354 1.044 7.103

1) immaterielle Vermögenswerte 2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

(26) LATENTE STEUERFORDERUNGEN UND LATENTE STEUERSCHULDEN 2019

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 Latente Steuer
forderungen
Latente Steuer
rückstellung
Forderungen an Kunden 3.859 4.150 4.150 -
Risikovorsorgen 2.300 3.387 3.387 -
Handelsaktiva/Handelspassiva -104 172 1.794 1.622
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere -967 -1.447 - 1.447
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere -8.474 -9.943 - 9.943
Sachanlagen -660 -5.446 - 5.446
Sonstige Aktiva/Passiva 601 5.311 5.311 -
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.334 2.363 2.363 -
Rückstellungen/Sozialkapital 7.682 9.069 9.069 -
Eigenkapital – Emission -208 -212 - 212
Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung 6.363 7.404 26.074 18.670
Verrechnung der Steuern - - -18.670 -18.670
Latente Steueransprüche/-schulden netto - - 7.404 -

LATENTE STEUERFORDERUNGEN UND LATENTE STEUERSCHULDEN 2018

Latente Steuer Latente Steuer
31.12.2017 31.12.2018 forderungen rückstellung
5.191 3.859 3.859 -
5.425 2.300 2.300 -
-4 -104 1.368 1.472
-9.064 n/a n/a n/a
-228 n/a n/a n/a
-1.798 n/a n/a n/a
n/a -967 - 967
n/a -8.474 - 8.474
-662 -660 - 660
254 601 601 -
2.408 2.334 2.334 -
6.417 7.682 7.682 -
-192 -208 - 208
7.747 6.363 18.144 11.781
- - -11.781 -11.781
- - 6.363 -

Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.71 saldiert.

Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf eigene Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).

Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die der Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen.

Aus der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuerabgrenzungen, die sich fast zur Gänze aufheben.

Die Vorschaurechnungen für die kommenden drei Jahre zeigen, dass ausreichend zu versteuernde Einkommen vorliegen werden, um die latenten Steueransprüche auch verwerten zu können. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.

(27) SONSTIGE AKTIVA

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Sonstige Vermögenswerte 19.037 9.905 -48,0
Rechnungsabgrenzungsposten 3.459 4.748 37,3
Sonstige Aktiva 22.497 14.654 -34,9

(28) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 732.544 611.321 -16,5
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 103.945 77.903 -25,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 836.489 689.224 -17,6

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
täglich fällig 49.629 61.883 24,7
bis 3 Monate 193.273 121.906 -36,9
über 3 Monate bis 1 Jahr 247.551 225.200 -9,0
über 1 Jahr bis 5 Jahre 308.724 233.405 -24,4
über 5 Jahre 37.312 46.830 25,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten 836.489 689.224 -17,6

(29) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Spareinlagen 1.429.395 1.413.530 -1,1
• Firmenkunden 178.506 172.047 -3,6
• Privatkunden 1.250.889 1.241.483 -0,8
Sonstige Verbindlichkeiten 4.038.068 4.400.437 9,0
• Firmenkunden 2.940.119 3.150.069 7,1
• Privatkunden 1.097.949 1.250.368 13,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.467.463 5.813.967 6,3

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
täglich fällig 3.959.195 4.289.263 8,3
bis 3 Monate 298.621 258.840 -13,3
über 3 Monate bis 1 Jahr 560.116 703.261 25,6
über 1 Jahr bis 5 Jahre 606.757 506.258 -16,6
über 5 Jahre 42.774 56.344 31,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten 5.467.463 5.813.967 6,3

(30) VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Begebene Schuldverschreibungen 499.690 552.404 10,5
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 71.362 71.388 -
Verbriefte Verbindlichkeiten 571.052 623.792 9,2

In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 84,2 Mio. EUR (Vorjahr: 84,7 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.

VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
bis 3 Monate 5.436 10.615 95,3
über 3 Monate bis 1 Jahr 47.714 45.356 -4,9
über 1 Jahr bis 5 Jahre 188.135 248.122 31,9
über 5 Jahre 329.767 319.699 -3,1
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten 571.052 623.792 9,2

(31) HANDELSPASSIVA

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Negative Marktwerte aus derivativen Produkten 8.362 10.848 29,7
• Währungsbezogene Geschäfte 2.369 3.077 29,9
• Zinsbezogene Geschäfte 2 - -
• Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option 5.991 7.771 29,7
Handelspassiva 8.362 10.848 29,7

(32) RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 72.702 75.604 4,0
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 5.233 3.622 -30,8
Rückstellung für Garantien und Rahmen 1.384 1.773 28,1
Sonstige Rückstellungen 55.166 57.744 4,7
Rückstellungen 134.485 138.743 3,2

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 27,3 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 41,2 Mio. EUR (Vorjahr: 40,7 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 40,7 Mio. EUR (Vorjahr: 39,3 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).

Abfertigungsrückstellung

Für österreichische BKS Bank-Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Personen mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren grundsätzlich ein Anspruch auf zwei zusätzliche Monatsentgelte im Fall einer vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge aus der Mitarbeitervorsorgekasse gedeckt.

Pensionsrückstellung

Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeiter oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN

in % 2018 2019
Finanzielle Annahmen
Zinssatz 2,01 % 1,30 %
Gehaltstrend aktive Mitarbeiter 2,76 % 2,99 %
Pensionsdynamik 2,10 % 2,00 %
Karrieredynamik 0,25 % 0,25 %
Demographische Annahmen
Pensionsantrittsalter 65 Jahre 65 Jahre
Sterbetafel AVÖ 2018 AVÖ 2018

Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen.

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Rückstellungen zum 01.01. 69.693 72.702 4,3
+ Zinsaufwand 2.582 1.846 -28,5
+ Dienstzeitaufwand 1.575 1.468 -6,8
- Zahlungen im Berichtsjahr -4.592 -5.195 13,1
± versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust1) 3.444 4.782 38,9
Rückstellungen zum 31.12. 72.702 75.603 4,0

1) auf Basis veränderter finanzieller Annahmen

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen zum 31.12. 134.485 75.603 63.139 138.743 3,2
- Auflösung -3.807 -1.379 -1.976 -3.355 -11,9
- Inanspruchnahme -6.588 -1.751 -5.474 -7.225 9,7
+ Zuführung 21.250 6.031 8.806 14.837 -30,2
± Veränderung Währung -1 - - - -
Rückstellung zum 01.01. 123.631 72.702 61.783 134.485 8,8
in Tsd. EUR 2018 Verpflichtungen sonstige Gesamt 2019 ± in %
Gesamt Pensionen und ähnliche Steuern und

SENSITIVITÄTSANALYSE FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Sensitivitätsanalyse der DBO/Barwert der Verpflichtungen
in Tsd. EUR
Abfertigungen
31.12.2018
Pensionen
31.12.2018
Abfertigungen
31.12.2019
Pensionen
31.12.2019
Diskontierungszinssatz +0,5 % (VJ: +1,0 %) -2.936 -3.868 -1.058 -2.092
Diskontierungszinssatz -0,5 % (VJ: +1,0 %) 1.131 4.666 1.124 2.302
Gehaltssteigerung +0,5 % -12 174 1.097 175
Gehaltssteigerung -0,5 % -2.018 -166 -1.044 -167
Rentensteigerung +0,5 % - 1.846 - 1.894
Rentensteigerung -0,5 % - -1.721 - -1.765
Anstieg der Lebenserwartung um rund 1 Jahr - 2.504 - 2.674

Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2019 hätte.

FÄLLIGKEITSANALYSE
Abfertigungen Pensionen
Cash Flows in Tsd. EUR 31.12.2019 31.12.2019
Erwartete Zahlungen 2020 2.566 2.959
Erwartete Zahlungen 2021 1.497 2.770
Erwartete Zahlungen 2022 1.718 2.585
Erwartete Zahlungen 2023 1.873 2.407
Erwartete Zahlungen 2024 3.328 2.227
Summe der erwarteten Zahlungen 2020 bis 2024 10.982 12.948
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit 8,48 10,88

Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich auf 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).

(33) SONSTIGE PASSIVA

Sonstige Passiva 26.699 48.913 83,2
Leasingverbindlichkeit n/a 22.398 -
Rechnungsabgrenzungsposten 4.739 4.661 -1,7
Sonstige Passiva 21.960 21.854 -0,5
in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %

In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten. Die gemäß IFRS 16 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten stammen überwiegend aus Mietverträgen von Filialen und Büroräumlichkeiten und sind wie folgt fällig:

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
bis 1 Jahr - 2.454 -
über 1 Jahr bis 5 Jahre - 9.214 -
über 5 Jahre - 10.730 -
Leasingverbindlichkeiten - 22.398 -

(34) NACHRANGKAPITAL

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Ergänzungskapital 159.667 210.584 31,9
Hybridkapital 20.000 20.000 -
Nachrangkapital 179.667 230.584 28,3

Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 227,7 Mio. EUR (Vorjahr: 176,9 Mio. EUR).

NACHRANGKAPITAL NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
bis 3 Monate 3.044 3.035 -0,3
über 3 Monate bis 1 Jahr 20.000 31.000 55,0
über 1 Jahr bis 5 Jahre 73.375 42.331 -42,3
über 5 Jahre 83.248 154.218 85,3
Nachrangkapital nach Restlaufzeiten 179.667 230.584 28,3

Im Geschäftsjahr 2020 werden Ergänzungskapitalemissionen in Höhe von 31,0 Mio. EUR fällig (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR). Das Hybridkapital in Höhe von 20 Mio. EUR (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR) wird gemäß Artikel 484 CRR in die konsolidierten Eigenmittel einberechnet. Es stellt kein Konzerneigenkapital dar.

31.12.2018 31.12.2019 Gesamtlaufzeit
2.350 2.350 15 Jahre
15.000 15.000 12 Jahre
16.000 16.000 10 Jahre
20.000 - 8 Jahre
20.000 20.000 unbegrenzt
20.000 20.000 9 Jahre
20.000 20.000 10 Jahre
20.000 20.000 8 Jahre
20.000 20.000 10 Jahre
13.000 13.000 10 Jahre
10.533 17.287 8 Jahre
- 8.000 15 Jahre
- 20.000 10 Jahre
- 20.000 11 Jahre
- 3.400 15 Jahre
- 12.655 11,5 Jahre
176.883 227.692

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR).

(35) KONZERNEIGENKAPITAL

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Gezeichnetes Kapital 85.886 85.886 -
• Aktienkapital 85.886 85.886 -
Kapitalrücklagen 241.416 241.416 -
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen 839.919 919.023 9,4
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) 43.500 55.200 26,9
Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen 1.210.721 1.301.525 7,5
Nicht beherrschende Anteile -25 -27 9,7
Konzerneigenkapital 1.210.696 1.301.498 7,5

Das Aktienkapital setzt sich aus 41.142.900 (Vorjahr: 41.142.900) stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 (Vorjahr: 1.800.000) stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Durch die im ersten Quartal 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der BKS Bank AG von bisher 79.279.200,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht. Auf Basis des Ausgabepreises in Höhe von 16,7 EUR pro junger Aktie betrug der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung 55,2 Mio. EUR. Die Transaktionskosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurden vom Eigenkapital abgezogen.

Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die in den Jahren 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), 2017 (Nominale 12,8 Mio. EUR), 2018 (Nominale 7,3 Mio. EUR) und 2019 (Nominale 11,7 Mio. EUR) emittierten Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die gemäß § 57 (5) BWG zu bildende Haftrücklage in Höhe von 84,5 Mio. EUR (Vorjahr: 83,3 Mio. EUR) ist in den Gewinnrücklagen enthalten.

Nicht beherrschende Anteile sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des BKS Bank Konzerns von untergeordneter Bedeutung (2019: 26,9 Tsd. EUR; Vorjahr: 24,5 Tsd. EUR). Diese resultieren aus der Nichteinbeziehung einer unwesentlichen Tochtergesellschaft.

IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN 2019
Stamm Vorzugs
Anzahl Aktien Stückaktien Stückaktien
Stand 01.01.2019 40.468.228 1.624.510
Ordentliche Kapitalerhöhung - -
Veränderung eigene Aktien -35.953 10.792
Stand 31.12.2019 40.432.275 1.635.302
Eigene Aktien im Bestand 710.625 164.698
Ausgegebene Aktien 41.142.900 1.800.000

IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN 2018

Stamm Vorzugs
Anzahl Aktien Stückaktien Stückaktien
Stand 01.01.2018 37.254.925 1.635.467
Ordentliche Kapitalerhöhung 3.303.300 -
Veränderung eigene Aktien -89.997 -10.957
Stand 31.12.2018 40.468.228 1.624.510
Eigene Aktien im Bestand 674.672 175.490
Ausgegebene Aktien 41.142.900 1.800.000

Das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen ist auf die Veränderung folgender Rücklagen zurückzuführen:

2018 2019
Neubewertung aus Rücklage Neubewertung aus Rücklage
leistungsorientierten für eigenes leistungsorientierten für eigenes
in Tsd. EUR Versorgungsplänen Kreditrisiko Versorgungsplänen Kreditrisiko
Stand 01.01. -20.213 - -23.329 -42
Sonstiges Ergebnis -3.116 -42 -7.684 266
• Veränderung aus der Neubewertung gem. IAS 19 -2.584 - -3.594 -
• Veränderung der Rücklage für eigenes
Kreditrisiko
- -42 - 266
• Veränderung aus at Equity bilanzierten
Unternehmen (IAS 19)
-532 - -4.090 -
Stand 31.12. -23.329 -42 -31.013 224

KAPITALMANAGEMENT

(36) EIGENMITTEL

Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).

Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung.

Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio.

Mit der zu Jahresbeginn 2014 erfolgten Implementierung von Basel III durch die CRD IV und CRR bzw. im Einklang mit dem novellierten Bankwesengesetz (BWG neu) änderte sich der Modus für die Ermittlung der Eigenmittel und Eigenkapitalquoten signifikant. Gemäß den CRR/CRD IV-Übergangsregeln werden Kapitalinstrumente, die nicht mehr anrechnungsfähig sind, schrittweise eliminiert, während die neuen Regeln zu den aufsichtsrechtlichen Anpassungen sukzessive eingeführt werden. Zum Stichtag entspricht der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis dem IFRS-Konsolidierungskreis.

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: EIGENMITTEL GEMÄSS CRR

in Mio. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Grundkapital 83,7 83,4
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 1.061,8 1.134,0
Abzugsposten -551,8 -587,8
Hartes Kernkapital (CET1)1) 593,7 629,6
Harte Kernkapitalquote 11,2 % 11,6 %
Hybridkapital 8,0 6,0
AT1-Anleihe 43,5 55,20
Zusätzliches Kernkapital 51,5 61,2
Kernkapital (CET1 + AT1) 645,2 690,8
Kernkapitalquote 12,2 % 12,7 %
Ergänzungskapital 134,0 190,6
Eigenmittel insgesamt 779,2 881,4
Gesamtkapitalquote 14,8 % 16,2 %
Total Risk Exposure Amount 5.283,1 5.449,6

1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2019. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.

Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2019 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,5 % und für die Gesamtkapitalquote gesamt 9,7 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2019 lagen über diesen Anforderungen.

RISIKOBERICHT

(37) RISIKOPOLITIK UND RISIKOSTRATEGIE

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert.

In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen.

ICAAP

Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung quantifiziert.

ILAAP

Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst die Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

(38) STRUKTUR UND ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.

Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.

Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.

Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium.

Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.

Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.

RISIKOGREMIEN

ICAAP-Gremium

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.

Aktiv-Passiv-Management-Gremien

Das Aktiv-Passiv-Management-Gremien tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.

Gremium zum operationalen Risiko

Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen getroffene Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.

Kreditrisiko-Jour fixe

In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.

(39) INTERNE KAPITALAUSSTATTUNG UND RISIKOTRAGFÄHIGKEIT (ICAAP)

Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.

Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotential, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.

In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste im Liquidationsansatz für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9 % ermittelt. Zum 31. Dezember 2019 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 529,6 Mio. EUR nach 513,2 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.397,3 Mio. EUR nach 1.256,0 Mio. EUR zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg der Risikodeckungsmasse ist vor allem auf den erwirtschafteten Jahresüberschuss und die Emission vom Nachrangkapital zurückzuführen.

RISIKOTRAGFÄHIGKEITSRECHNUNG NACH DEM LIQUIDATIONSANSATZ

VERTEILUNG DER RISIKEN IM LIQUIDATIONSANSATZ

in % 2018 2019
1 Kreditrisiko 64,7 63,5
2 Zinsänderungsrisiko im Bankbuch1) 14,0 16,6
3 Aktienkursrisiko1) 1,0 1,5
4 Risiko aus Fremdwährungspositionen1) 0,4 0,4
5 Credit Spread-Risiko 7,7 6,0
6 Operationales Risiko 5,1 4,9
7 Liquiditätsrisiko 0,8 0,9
8 Makroökonomisches Risiko 3,6 3,6
9 Sonstige Risiken 2,7 2,6

1) Diversifikationseffekte abgezogen

Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für etwa 63,5 % (2018: 64,7 %) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich.

(40) STRESSTESTS IN DER GESAMTBANKRISIKOSTEUERUNG

Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.

(41) KREDITRISIKO

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

Steuerung der Kreditrisiken

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.

Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kredit-Risiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.

Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten.

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.

KREDITRISIKOSTEUERUNG

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

4) Abteilung Vorstandsbüro

Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unseres Konzernreportings.

Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.

Die interne Risikosteuerung erfolgt auf Portfolioebene und kann wie folgt dargestellt werden.

(41.1) KREDITRISIKOVOLUMEN GEMÄSS INTERNER RISIKOSTEUERUNG

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Kundenforderungen 6.454.514 6.804.265
Zugesagte Kreditrahmen1) 158.822 162.111
Bankenforderungen 190.037 214.936
Wertpapiere und Fonds 887.814 874.020
Beteiligungen 685.307 724.068
Kreditrisikovolumen 8.376.493 8.779.400

1) auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens

(41.2) ÜBERLEITUNG DER IFRS-POSITIONEN AUF INTERNE KREDITRISIKOPOSITIONEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Kundenforderungen Konzern gemäß Note (16.1) 6.025.858 6.378.787
+ Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (60) 428.023 467.093
+ Corporate Bonds 66.577 63.837
+ Risikoposition aus Derivatgeschäften mit Kunden/Sonstiges 13.036 -14.419
- Kundenforderungen gemäß Note (60) mit Hausbankhaftung -78.981 -91.034
Kundenforderungen laut interner Risikosteuerung 6.454.514 6.804.265
Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (60) 1.337.235 1.324.057
Zugesagte Kreditrahmen auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens 158.822 162.111
Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14) 177.248 200.333
+ Risikopositionswert aus Derivatgeschäften mit Banken 12.789 14.603
Bankenforderungen laut interner Risikosteuerung 190.037 214.936
+ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note (19) 904.421 890.116
- Corporate Bonds/Sonstiges (Umgliederung zu Kundenforderungen) -66.577 -63.837
+ Fonds aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
gemäß Note (21)
45.780 43.687
+ Aktien aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
gemäß Note (21)
4.190 4.053
Wertpapiere und Fonds laut interner Risikosteuerung 887.814 874.020
Beteiligungen aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
gemäß Note (21) 85.639 88.137
+ Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (22) 599.668 635.931
Beteiligungen laut interner Risikosteuerung 685.307 724.068
Kreditrisikovolumen gemäß ICAAP 8.376.493 8.779.400

Bonitätseinstufung im Kreditrisiko

Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.

RATINGSTUFEN

AA Erstklassige beste Bonität
A1 Erstklassige hervorragende Bonität
1a Erstklassige Bonität
1b Sehr gute Bonität
2a Gute Bonität
2b Noch gute Bonität
3a Akzeptable Bonität
3b Noch akzeptable Bonität
4a Mangelhafte Bonität
4b Schlechte Bonität
5a Ausfall im Fortbetrieb
5b Ausfall – Notleidend
5c Ausfall – Uneinbringlich

(41.3) KREDITQUALITÄT NACH FORDERUNGSKLASSEN 2019

Gesamt 1.617.784 1.979.273 2.594.662 2.121.535 288.792 173.778 3.576
Beteiligungen 697.379 16.801 8.193 164 - - 1.532
Wertpapiere und Fonds 740.058 116.264 13.402 4.247 50 - -
Bankenforderungen 116.228 88.325 4.848 5.537 - - -
Zugesagte Kreditrahmen 6.997 45.021 62.778 44.712 1.827 759 16
Kundenforderungen 57.122 1.712.863 2.505.442 2.066.875 286.915 173.019 2.029
Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR
AA-A1 1a-1b 2a-2b 3a-3b 4a-4b 5a-5c ohne
Rating

KREDITQUALITÄT NACH FORDERUNGSKLASSEN 2018

Gesamt 1.584.873 1.923.142 2.137.536 2.121.174 377.042 223.959 8.768
Beteiligungen 663.800 11.373 6.804 281 45 - 3.005
Wertpapiere und Fonds 762.805 103.579 16.525 - - - 4.904
Bankenforderungen 99.264 60.997 22.318 7.457 1 - -
Zugesagte Kreditrahmen 7.058 54.424 59.944 30.569 4.751 2.068 9
Kundenforderungen 51.945 1.692.770 2.031.945 2.082.867 372.246 221.890 850
Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR
AA-A1 1a-1b 2a-2b 3a-3b 4a-4b 5a-5c ohne
Rating

Die Kreditqualität hat sich auch im Berichtsjahr wieder deutlich verbessert. Dies zeigt der erfreuliche Anstieg in den Klassen 2b und besser sowie der Rückgang des Exposures in den Ratingstufen 4a-4b und in den Non-performing-Klassen 5a-5c.

Die Ausfallsdefinition der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 2,5 % des vereinbarten Rahmens und mindestens 250,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird.

Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:

  • Neubildung einer Einzelwertberichtigung
  • Restrukturierung des Kreditengagements verbunden mit einer Verschlechterung der Forderungsqualität
  • Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit, Betrug oder aus sonstigen Gründen
  • Abdeckung der Forderung nur mit Verlust für die BKS Bank möglich
  • Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust für die BKS Bank
  • Insolvenz des Schuldners
  • aus sonstigen Gründen uneinbringliche Kreditengagements

Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,4 % (2018: 3,3 %1)). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staaten, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden. Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 37,2 % zum 31. Dezember 2019 (2018: 38,3 %). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 88,2 % (2018: 85,5 %).

(41.4) ALS "FOREBORNE" KLASSIFIZIERTE VOLUMINA 2019

in Tsd. EUR Firmenkunden Privatkunden Gesamt
Performing Exposure 26.592 1.188 27.780
• hiervon Zugeständnisse bei Raten 17.287 895 18.182
• hiervon Refinancing 9.305 293 9.598
Non-performing Exposures 48.715 2.519 51.234
• hiervon Zugeständnisse bei Raten 47.389 1.963 49.352
• hiervon Refinancing 1.326 556 1.882
Gesamt 75.307 3.707 79.014

ALS "FOREBORNE" KLASSIFIZIERTE VOLUMINA 2018

in Tsd. EUR Firmenkunden Privatkunden Gesamt
Performing Exposure 31.822 1.126 32.948
• hiervon Zugeständnisse bei Raten 22.494 764 23.258
• hiervon Refinancing 9.328 362 9.690
Non-performing Exposures 52.522 2.526 55.048
• hiervon Zugeständnisse bei Raten 51.913 2.344 54.257
• hiervon Refinancing 609 182 791
Gesamt 84.344 3.652 87.996

Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff "Forbearance" bzw. "Nachsicht" wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die notwendig sind, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:

  • Verlängerung der Kreditlaufzeit
  • Zugeständnisse in Bezug auf die ursprünglich vereinbarten Raten
  • Zugeständnisse in Bezug auf die Kreditkonditionen
  • gänzliche Neugestaltung des Kreditengagements (Restrukturierung)
1a 150.495 1.023 - 151.518 31 10 - 41
1b 270.981 234 - 271.215 38 5 - 43
2a 522.352 48.497 - 570.849 147 29 - 176
2b 296.065 28.048 - 324.113 135 44 - 179
3a 301.501 47.422 - 348.923 205 142 - 347
3b 91.835 69.583 - 161.418 115 446 - 561
4a 10.457 30.984 - 41.441 22 91 - 113
4b 3.315 5.336 - 8.651 25 62 - 87
5a – 5c - - 2.817 2.817 - - 226 226
OR 138 22 - 160 1 - - 1
Gesamt 1.650.755 231.149 2.817 1.884.721 719 829 226 1.774

(41.5) BUCHWERTE NACH RATINGSTUFEN UND STAGES/OFF-BALANCE 2019

BUCHWERTE NACH RATINGSTUFEN UND STAGES/OFF-BALANCE 2018

Rückstellungen
in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AA 866 - - 866 - - - -
A1 31 - - 31 - - - -
1a 442.478 382 - 442.860 42 18 - 60
1b 466.731 847 - 467.578 51 9 - 60
2a 154.541 57.561 - 212.102 74 75 - 149
2b 217.105 113.638 - 330.743 104 51 - 155
3a 170.611 58.041 - 228.652 126 265 - 391
3b 76.186 56.091 - 132.277 104 204 - 308
4a 10.631 29.965 - 40.596 29 99 - 128
4b 6.210 14.923 - 21.133 21 111 - 132
5a – 5c - - - - - - - -
OR 225 5 - 230 1 - - 1
Gesamt 1.545.615 331.453 - 1.877.068 553 832 - 1.384

BUCHWERTE NACH RATINGSTUFEN UND STAGES/ON-BALANCE 2019

Wertberichtigungen
in Tsd. EUR Stufe 1 Buchwerte
Stufe 2
Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AA 710.475 - - 710.475 129 - - 129
A1 96.241 - - 96.241 32 - - 32
1a 848.121 41.661 - 889.782 207 195 - 402
1b 865.597 25.720 - 891.317 764 214 - 978
2a 1.076.259 19.091 - 1.095.350 1.738 296 - 2.034
2b 1.101.527 50.817 - 1.152.344 2.758 866 - 3.624
3a 1.038.873 135.714 - 1.174.587 2.954 1.927 - 4.881
3b 560.580 199.759 - 760.339 3.149 3.545 - 6.694
4a 92.543 87.904 - 180.447 550 2.129 - 2.679
4b 48.040 44.499 - 92.539 1.157 2.074 - 3.231
5a – 5c - - 171.425 171.425 - - 64.371 64.371
OR 24.152 449 - 24.601 2.115 19 - 2.134
Gesamt 6.462.408 605.614 171.425 7.239.447 15.553 11.265 64.371 91.189
Wertberichtigungen
in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AA 1.085.622 - - 1.085.622 109 - - 109
A1 113.627 - - 113.627 33 - - 33
1a 863.319 43.741 - 907.060 191 327 - 518
1b 758.086 28.920 - 787.006 398 324 - 722
2a 881.082 38.380 - 919.462 1.020 554 - 1.574
2b 927.352 48.162 - 975.513 1.266 846 - 2.112
3a 944.590 146.446 - 1.091.036 2.119 2.879 - 4.998
3b 593.121 266.565 - 859.686 2.109 3.915 - 6.024
4a 110.674 119.573 - 230.248 520 3.036 - 3.556
4b 56.240 64.986 - 121.226 1.059 1.886 - 2.945
5a – 5c - - 221.890 221.890 - - 85.445 85.445
OR 7.754 10 - 7.764 422 - - 422
Gesamt 6.341.467 756.783 221.890 7.320.140 9.246 13.767 85.445 108.458

BUCHWERTE NACH RATINGSTUFEN UND STAGES/ON-BALANCE 2018

Gesamt 8.779.400 4.333.486 131.603 220.010 3.085.233 896.640 4.445.913
• hiervon Anteile an at Equity
bilanzierten Unternehmen
635.931 635.931
• hiervon Beteiligungen at
Fair Value OCI
88.137 88.137
Beteiligungen 724.068 724.068
• hiervon Anteilsrechte at
Fair Value OCI
4.053 4.053
• hiervon Fonds at Fair Value
through Profit or Loss
(verpflichtend)
43.687 43.687
• hiervon Schuldverschreibungen
at Fair Value through Profit or
Loss (designiert)
21.588 21.588
Wertpapiere und Fonds 874.020 145.168 - 80.231 - 64.937 728.852
Bankenforderungen 214.936 214.936
Zugesagte Kreditrahmen 162.111 162.111
• hiervon at Fair Value through
Profit or Loss (verpflichtend)
58.356 48.181 81 41.966 5.525 10.175
• hiervon at Fair Value through
Profit or Loss (designiert)
79.078 43.368 19.609 23.760 35.710
Kundenforderungen 6.804.265 4.188.318 131.603 139.779 3.085.233 831.703 2.615.947
in Tsd. EUR max. Aus
fallsrisiko
Sicherheiten
gesamt
finanzielle
Sicherheiten
persönliche
Sicherheiten
Immobilien
sicherheiten
hiervon
sonstige
Risiko
position2)
volumen/ hiervon hiervon hiervon
(41.6) KREDITSICHERHEITEN 20191) Kreditrisiko

1) Belehnwerte der gemäß internen Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten

2) Exposure abzüglich Sicherheiten

1) Belehnwerte der gemäß internen Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
Gesamt 8.376.493 3.980.950 132.527 167.606 2.862.044 818.773 4.395.543
• hiervon Anteile an at Equity
bilanzierten Unternehmen
599.668 599.668
• hiervon Beteiligungen
at Fair Value OCI
85.639 85.639
Beteiligungen 685.307 685.307
• hiervon Anteilsrechte
at Fair Value OCI
4.190 4.190
• hiervon Fonds at Fair Value
through Profit
or Loss (verpflichtend)
45.780 45.780
• hiervon Schuldverschreibungen
at Fair Value through Profit
or Loss (designiert)
21.978 21.978
Wertpapiere und Fonds 887.814 92.674 - 34.941 - 57.733 795.140
Bankenforderungen 190.037 190.037
Zugesagte Kreditrahmen 158.822 158.822
• hiervon at Fair Value through
Profit or Loss (verpflichtend)
54.750 46.888 672 10 40.848 5.359 7.862
• hiervon at Fair Value through
Profit or Loss (designiert)
85.287 39.050 24.304 14.746 46.237
Kundenforderungen 6.454.514 3.888.276 132.527 132.665 2.862.044 761.040 2.566.238
in Tsd. EUR max. Aus
fallsrisiko
Sicherheiten
gesamt
finanzielle
Sicherheiten
persönliche
Sicherheiten
Immobilien
sicherheiten
hiervon
sonstige
Risiko
position2)
KREDITSICHERHEITEN 20181) Kreditrisiko
volumen/
hiervon hiervon hiervon

2) Exposure abzüglich Sicherheiten

2018
2019
in Tsd. EUR in % in Tsd. EUR in %
1.170.307 18,1 1.239.302 18,2
1.056.818 16,4 1.345.474 19,8
879.749 13,6 740.963 10,9
742.159 11,5 765.241 11,2
555.120 8,6 564.414 8,3
354.868 5,5 349.758 5,1
353.205 5,5 385.250 5,7
250.204 3,9 235.912 3,5
203.428 3,2 200.784 3,0
174.010 2,7 239.521 3,5
149.760 2,3 136.979 2,0
148.000 2,3 174.679 2,6
78.648 1,2 87.817 1,3
101.737 1,6 98.880 1,5
55.139 0,9 29.395 0,4
46.134 0,7 51.835 0,8
55.729 0,9 57.181 0,8
35.671 0,6 56.722 0,8
26.893 0,4 23.098 0,3
16.937 0,3 21.058 0,3
6.454.514 100,0 6.804.265 100,0

(41.8) KUNDENFORDERUNGEN IN FREMDWÄHRUNGEN NACH LÄNDERN UND WÄHRUNGEN 2019

Gesamt 499.662 116.754 2.997 2.295 621.708
Sonstige 13.457 2.120 1 15.578
Schweiz 25.010 206 25.216
Ungarn 8.310 - 690 9.000
Kroatien 452.885 304 - 453.190
Slowenien 3.999 - 3.999
Österreich 110.125 2.996 1.605 114.725
in Tsd. EUR EUR1) CHF USD JPY Gesamt

1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten

KUNDENFORDERUNGEN IN FREMDWÄHRUNGEN NACH LÄNDERN UND WÄHRUNGEN 2018

Slowenien - 5.085 5.085
Kroatien 426.158 289 426.447
Ungarn 20.445 802 21.247
Schweiz 26.996 223 27.219
Sonstige 24.398 2.148 1 26.547
Gesamt 497.997 132.546 9.943 2.751 643.238

1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten

Sicherheiten
Forderungen
1)
überfällig2) Einzelwert
berichtigung3)
für überfällige
Forderungen
4.934.820 85.560 31.141 45.097
913.973 47.115 15.775 28.150
524.539 24.091 12.033 14.120
20.909 3.899 1.830 1.949
164.417 10.802 3.525 6.806
10.628 1.452 32 1.111
173.144 40 6 33
61.835 60 29 22
6.804.265 173.019 64.371 97.288

1) Siehe Tabelle Risikovolumen gemäß ICAAP auf Seite 161

2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank

3) Stage 3 Risikovorsorge

Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.

KUNDENFORDERUNGEN NACH LÄNDERN 2018 Einzelwert Sicherheiten
für überfällige
in Tsd. EUR Forderungen
1)
überfällig2) berichtigung3) Forderungen
Österreich 4.707.725 126.777 49.837 59.854
Slowenien 792.919 49.770 13.290 28.257
Kroatien 505.689 24.763 12.090 15.938
Ungarn 21.175 5.424 3.686 1.518
Slowakische Republik 158.318 13.369 6.011 6.418
Italien 12.639 1.922 530 1.371
Deutschland 193.694 75 1 74
Sonstige 62.355 1 - -
Gesamt 6.454.514 222.101 85.445 113.430

1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung

2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank

3) Stage 3 Risikovorsorge

(41.10) WERTPAPIERE UND FONDS NACH SITZ DER EMITTENTEN

Anschaffungskosten Buchwert nach IFRS1)
in Tsd. EUR
Regionen
2018 2019 2018 2019
Österreich 411.608 369.874 411.021 372.033
Deutschland 93.551 99.407 98.409 105.179
Belgien 34.727 34.727 35.041 35.067
Finnland 15.137 15.137 15.158 15.144
Frankreich 41.073 41.544 41.194 41.789
Griechenland - 45 50
Irland 26.085 26.085 26.411 26.403
Kroatien 5.100 10.122 5.200 10.239
Litauen 3.052 3.052 3.043 3.036
Luxemburg 114.432 114.484 116.631 117.559
Niederlande 14.946 14.946 14.991 14.997
Norwegen 24.829 25.869 24.982 31.332
Polen 10.057 5.083 10.180 5.092
Portugal 10.141 10.141 10.199 10.185
Slowakische Republik 24.782 24.782 25.285 25.308
Slowenien 9.812 9.812 9.941 9.959
Spanien 19.829 29.955 20.020 30.168
Schweden 20.000 20.000 20.062 20.481
Gesamt 879.162 855.020 887.814 874.020
1) inklusive Stückzinsen

Auf Positionen im Wertpapier- und Fonds-Portfolio gab es in den Jahren 2018 und 2019 keine Impairments.

(42) BETEILIGUNGSRISIKO

BETEILIGUNGSPOSITIONEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Börsenotierte Kreditinstitute 599.668 635.931
Nicht börsenotierte Kreditinstitute 15.762 17.098
Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen 69.877 71.039
Gesamt 685.307 724.068

(43) ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.

STEUERUNG ZINSÄNDERUNGSRISIKO

2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.

(43.1) AUFSICHTSRECHTLICHES ZINSÄNDERUNGSRISIKO IN % DER EIGENMITTEL

Währung 31.12.2018 31.12.2019
EUR 3,43 2,46 %
CHF 0,02 0,25 %
USD - -0,03 %
JPY - -
Sonstige 0,03 -
Gesamt 3,48 2,68 %

(43.2) BARWERTSCHWANKUNGEN BEI ZINSSHIFT VON 200 BASISPUNKTEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
EUR 26.690 21.576
CHF 160 2.235
USD 13 -221
JPY 4 -
Sonstige 216 -
Gesamt 27.084 23.590

(43.3) ZINSBINDUNGSGAPS EUR UND FREMDWÄHRUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
< 1 Monat -102.962 278.803
1 bis 3 Monate 552.123 317.612
3 bis 6 Monate 781.369 552.899
6 bis 12 Monate -883.985 -1.626.335
1 bis 2 Jahre -559.952 149.219
2 bis 3 Jahre -461.205 246.738
3 bis 4 Jahre 156.824 -402.712
4 bis 5 Jahre 128.624 80.313
> 5 Jahre 425.000 425.876

Positive Werte in den Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang, negative Werte einen Passivüberhang des Volumens, welches in den entsprechenden Laufzeitbändern zur Zinsanpassung gelangt, dar.

(43.4) VALUE-AT-RISK-WERTE ZINSÄNDERUNGSRISIKO1)

in Tsd. EUR 2018 2019
Minimalwerte 21.746 25.030
Maximalwerte 24.944 30.890
Durchschnittswerte 23.136 26.696
Werte zum Jahresende 24.944 30.890

1) inklusive Credit Spread-Risiken

Der Value-at-Risk aus dem Zinsänderungsrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95 % berechnet.

(44) CREDIT SPREAD-RISIKO

Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

(45) AKTIENKURSRISIKO

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert.

STEUERUNG AKTIENKURSRISIKO

2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

VALUE-AT-RISK-WERTE AKTIENKURSRISIKO

in Tsd. EUR 2018 2019
Minimalwerte 1.366 2.351
Maximalwerte 1.708 3.104
Durchschnittswerte 1.523 2.834
Werte zum Jahresende 1.366 2.351

Der dargestellte Value-at-Risk aus dem Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95 % berechnet.

(46) RISIKEN AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigengeschäft und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.

VALUE-AT-RISK-WERTE AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

in Tsd. EUR 2018 2019
Minimalwerte 581 437
Maximalwerte 699 731
Durchschnittswerte 640 595
Werte zum Jahresende 673 699

Der dargestellte Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95 % berechnet.

(46.1) WECHSELKURSRISIKO – OFFENE DEVISENPOSITION

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
HRK -2.901 -1.429
USD -4 42
GBP 80 78
JPY -16 18
CHF 2.134 2.194

(47) LIQUIDITÄTSRISIKO UND LIQUIDITÄTSRISIKOMANAGEMENT IM ILAAP

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

LIQUIDITÄTSRISIKOSTEUERUNG

2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

Grundsätze des Liquiditätsmanagements

Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.

Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.

Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.

Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.

KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DES LIQUIDITÄTSRISIKOS

2018 2019
Einlagenkonzentration 0,38 0,38
Loan-Deposit-Ratio (LDR) 91,7 % 91,2 %
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 137,8 % 151,8 %
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 110,2 % 112,4 %

(47.1) REFINANZIERUNGSFÄHIGE SICHERHEITEN

31.12.2018 31.12.2019
763.667 736.658
47.372 47.081
60.753 71.854
302.531 336.629
3.077 41.396
1.177.400 1.233.618
-296.943 -297.863
-3.225 -3.148
877.232 932.607
85.619 88.005
426.223 376.717
1.389.074 1.397.329
51.989 50.918
1.441.063 1.448.247

(47.2) ENTWICKLUNG DER REFINANZIERUNGSSTRUKTUREN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Spareinlagen 1.429.395 1.413.530
Sonstige Kundeneinlagen 4.038.068 4.400.437
Verbriefte Verbindlichkeiten 571.052 623.792
Nachrangkapital 179.667 230.584
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 836.489 689.224

(47.3) DERIVATIVE UND NICHT-DERIVATIVE VERBINDLICHKEITEN AUF CASH FLOW-BASIS 2019

Vertragliche 1 Monat bis
in Tsd. EUR Buchwerte Cash Flows1) < 1 Monat 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Nicht-derivative Verbindlichkeiten 7.357.567 7.463.082 913.028 2.758.542 932.203 2.859.309
• Einlagen von Kreditinstituten 689.224 699.927 177.548 281.159 192.751 48.469
• Einlagen von Kunden 5.813.967 5.811.358 733.661 2.358.585 406.145 2.312.967
• Verbriefte Verbindlichkeiten 623.792 673.607 1.819 59.454 268.265 344.068
• Nachrangige Verbindlichkeiten 230.584 278.190 - 59.343 65.042 153.804
Derivative Verbindlichkeiten 10.848 3.841 294 1.785 1.190 572
• Derivate im Bankbuch 10.848 3.841 294 1.785 1.190 572
Gesamt 7.368.415 7.466.923 913.322 2.760.327 933.393 2.859.880
1) nicht abgezinst

1) nicht abgezinst

DERIVATIVE UND NICHT-DERIVATIVE VERBINDLICHKEITEN AUF CASH FLOW-BASIS 2018

Vertragliche 1 Monat bis
in Tsd. EUR Buchwerte Cash Flows1) < 1 Monat 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Nicht-derivative Verbindlichkeiten 7.054.671 7.363.611 899.449 2.489.679 1.163.156 2.811.328
• Einlagen von Kreditinstituten 836.489 853.971 190.246 310.648 313.405 39.672
• Einlagen von Kunden 5.467.462 5.658.626 707.376 2.094.315 522.880 2.334.055
• Verbriefte Verbindlichkeiten 571.052 641.768 1.826 57.254 236.111 346.577
• Nachrangige Verbindlichkeiten 179.667 209.245 - 27.461 90.760 91.023
Derivative Verbindlichkeiten 7.871 2.007 143 1.273 579 12
• Derivate im Bankbuch 7.871 2.007 143 1.273 579 12
Gesamt 7.062.542 7.365.618 899.592 2.490.952 1.163.734 2.811.340

1) nicht abgezinst

(48) OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN NACH EREIGNISKATEGORIEN

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).

Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.

Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.

Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN

1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

2) Operationales Risiko-Gremium

Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 26,2 Mio. EUR (Vorjahr: 25,9 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von 1,9 Mio. EUR (2018: 1,9 Mio. EUR) gegenüber. Die gesamte Schadenssumme betrug somit lediglich rund 7 % des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das operationale Risiko.

OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN NACH EREIGNISKATEGORIEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Betrug 60 67
Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit 47 68
Kunden, Produkte, Geschäftspraxis 1.576 1.453
Sachschäden 9 27
Systemfehler 33 10
Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement 142 315

(49) MAKROÖKONOMISCHES RISIKO

Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.

(50) RISIKO EINER ÜBERMÄSSIGEN VERSCHULDUNG

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,8 % (Vorjahr: 7,5 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der geplanten Mindestquote von 3 %.

(51) SONSTIGE RISIKEN

Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:

  • Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
  • Reputationsrisiken
  • Restwertrisiken im Leasinggeschäft
  • Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
  • Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
  • Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
  • Eigenkapitalrisiken
  • Verhaltensrisiken
  • Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreisrisiken (Zinsänderungsrisiken, Risiken aus Fremdwährungspositionen, Aktienkursrisiken) und Kreditrisiken
  • ESG-Risiken

ERGÄNZENDE ANGABEN

(52) FAIR VALUES

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden

31.12.2019 LEVEL 3
LEVEL 1 LEVEL 2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total
Aktiva
Forderungen an Kunden
• at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) - - 58.356 58.356
• at Fair Value through Profit or Loss (designiert) - - 79.078 79.078
Handelsaktiva (Derivate) - 8.755 - 8.755
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
• at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 50 - - 50
• at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 21.586 - - 21.586
• at Fair Value OCI 69.701 - 1.018 70.720
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
• at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 43.687 - - 43.687
• at Fair Value OCI 4.053 4.094 84.042 92.190
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss
(designiert) - - 84.237 84.237
Handelspassiva - 10.848 - 10.848

Im Berichtsjahr gab es zwischen den einzelnen Levelstufen keine Umgliederungen.

31.12.2018 LEVEL 3
LEVEL 2 "Interne Be
LEVEL 1 "Marktwert wertungsme Fair Value
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" thode" total
Aktiva
Forderungen an Kunden
• at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) - - 54.750 54.750
• at Fair Value through Profit or Loss (designiert) - - 85.287 85.287
Handelsaktiva (Derivate) - 8.045 - 8.045
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
• at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45 - - 45
• at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 21.978 - - 21.978
• at Fair Value OCI 68.977 - - 68.977
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
• at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45.780 - - 45.780
• at Fair Value OCI 4.191 3.665 81.973 89.829
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten – at Fair Value through Profit or Loss
(designiert) - - 84.744 84.744
Handelspassiva - 8.362 - 8.362

Aufgrund der Änderung der Bewertungsmethode wurden zum Fair Value im OCI bewertetete Beteiligungen in Höhe von 50,3 Mio. EUR von Level 1 in Level 3 umgegliedert.

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN 2019

in Tsd. EUR Forderungen
an Kunden at Fair
Value through Profit
or Loss (designiert)
Forderungen
an Kunden at Fair
Value through Profit or
Loss (verpflichtend)
Schuldverschreibungen
und andere verzins
liche Wertpapiere at
Fair Value OCI
Anteilsrechte und
andere nicht verzins
liche Wertpapiere at
Fair Value OCI
Verbriefte Verbind
lichkeiten at Fair
Value through Profit
or Loss
Stand zum 01.01.2019 85.287 54.750 - 81.973 84.744
GuV-Rechnung1) 442 -740 - - -507
Umgliederungen - - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - 4.827 -
Käufe/Zugänge - 12.988 1.018 700 -
Verkäufe/Tilgungen -6.651 -8.642 - -3.458 -
Stand zum 31.12.2019 79.078 58.356 1.018 84.042 84.237

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN 2018

in Tsd. EUR Forderungen an
Kunden at Fair Value
through Profit or Loss
(designiert)
Forderungen an
Kunden at Fair Value
through Profit or Loss
(verpflichtend)
Anteilsrechte und
andere nicht verzins
liche Wertpapiere
at Fair Value OCI
Verbriefte
Verbindlichkeiten at
Fair Value through
Profit or Loss
Stand zum 01.01.2018 55.805 48.138 29.662 84.688
GuV-Rechnung1) -1.515 181 - 56
Umgliederungen - - 50.309 -
Sonstiges Ergebnis - - -1.788 -
Käufe/Zugänge 35.391 15.821 4.115 -
Verkäufe/Tilgungen -4.394 -9.390 -325 -
Stand zum 31.12.2018 85.287 54.750 81.973 84.744

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank-spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2019 auf den Marktwert mit -0,9 Mio. EUR (Vorjahr: -1,1 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2019 auf den Marktwert mit -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) aus.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) führen.

Von den Level 3-Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 21,7 Mio. EUR ist der Zinssatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Für Level 3-Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 52,4 Mio. EUR führt eine Veränderung externer Preisangaben um 10 % zu einer Veränderung des Fair Values um 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Für Level 3-Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9,2 Mio. EUR ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN, DIE NICHT ZUM FAIR VALUE BILANZIERT WERDEN

LEVEL 3
31.12.2019 LEVEL 2 "Interne
LEVEL 1 "Marktwert Bewertungs Fair Value Buchwert
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total 31.12.2019
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute1) - - 200.272 200.272 200.215
Forderungen an Kunden1) - - 6.237.762 6.237.762 6.150.619
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 853.379 - - 853.379 797.761
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 686.495 686.495 689.224
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 5.815.920 5.815.920 5.813.967
Verbriefte Verbindlichkeiten 174.003 301.079 81.163 556.244 539.555
Nachrangkapital 207.211 3.428 26.519 237.158 230.584
1) vermindert um EWB/ECL
31.12.2018 LEVEL 2 LEVEL 3
"Interne
LEVEL 1 "Marktwert Bewertungs Fair Value Buchwert
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total 31.12.2018
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute1) - - 177.116 177.116 176.926
Forderungen an Kunden1) - - 5.850.304 5.850.304 5.777.942
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 861.721 - - 861.721 813.421
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 833.011 833.011 836.489
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 5.467.571 5.467.571 5.467.463
Verbriefte Verbindlichkeiten 169.344 251.349 79.874 500.566 486.308
Nachrangkapital 167.178 13.354 2.340 182.872 179.667

1) vermindert um EWB/ECL

(53) FINANZINVESTITIONEN IN EIGENKAPITALINSTRUMENTE

Mit Ausnahme der Investmentfondsanteile im Eigenportfolio des BKS Bank Konzerns wird für alle Eigenkapitalinstrumente gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Dabei handelt es sich neben einer äußerst geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.

Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt.

Aus dem Verkauf von Aktien sowie aus dem Abgang sonstiger Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2019 keine wesentlichen Effekte.

DARSTELLUNG WESENTLICHER SONSTIGER BETEILIGUNGEN

in Tsd. EUR Beizulegender
Zeitwert zum
31.12.2018
in 2018 erfasste
Dividenden
erträge
Beizulegender
Zeitwert zum
31.12.2019
in 2019 erfasste
Dividenden
erträge
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. 15.118 231 11.479 3.900
Generali 3Banken Holding AG 33.712 465 38.556 379
Wienerberger AG 1.420 32 1.292 39
3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH 2.187 - 1.048 -
Oesterreichische Kontrollbank AG 14.531 1.000 15.866 1.000
BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft 3.665 - 4.094 -
PEKRA Holding GmbH 4.326 - 5.843 -
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 3.371 - 4.188 -
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH (in Liquidation) 1.694 - - -
3 Banken Kfz-Leasing GmbH 1.551 404 2.251 662
3 Banken IT GmbH 1.050 - 1.050 -
Sonstige strategische Beteiligungen 3.013 742 2.468 287

(54) GEWINNE/VERLUSTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

in Tsd. EUR 2018 2019
Zinsertrag 2.284 1.789
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste -4.845 6.316
Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) -2.561 8.105
Zinsertrag 3.214 2.391
Zinsaufwand -2.010 -2.010
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste -2.841 -1.586
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste -56 355
Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert) -1.693 -850
Zinsertrag 148.586 151.676
Provisionsüberschuss 41.123 41.177
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste 51 234
Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 189.760 193.087
Zinsertrag 3.311 6.708
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste -1.763 5.638
Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis (designiert)
1.547 12.346
Zinsertrag 687 529
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste 64 -58
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste -70 2.124
Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis 680 2.595
Zinsaufwand -28.875 -27.320
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste - -
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -28.875 -27.320
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

2) FI = Finanzinstrumente

(55) ANGABEN ZU ANTEILEN AN ANDEREN UNTERNEHMEN

Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die BTV AG aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20 %-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank, der BTV AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. bzw. für die Beteiligung an der BTV AG besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG, der Generali 3Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die Oberbank AG und BTV AG wurden mit Stichtag 30. September 2019 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen.

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Werte Stimmrechte
in %
Kapitalanteile
in %
Beizulegender
Zeitwert des Anteils
jeweils
zum 31.12.
Art der Beziehung
des Unternehmens
Sitz der
Gesellschaft
2018 2019 2018 2019 2018 2019
Oberbank AG Strategische Beteiligung
zur Sicherung der
Eigenständigkeit
Linz 15,2 15,2 14,2 14,2 449.828 477.959
BTV AG Strategische Beteiligung
zur Sicherung der
Eigenständigkeit
Innsbruck 14,7 14,7 13,6 13,6 110.065 133.305

FINANZINFORMATIONEN ZU DEN WESENTLICHEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Oberbank AG BTV AG
in Mio. EUR 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
Zinsüberschuss 345,2 345,8 123,01) 139,9
Provisionsüberschuss 159,2 163,0 51,8 49,4
Konzernjahresüberschuss nach Steuern 225,6 216,1 107,1 126,7
Bilanzsumme 22.212,6 22.829,0 11.630,1 12.549,2
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge 15.633,0 16.570,2 7.753,5 7.938,3
Eigenkapital 2.797,9 2.960,5 1.639,0 1.749,3
Primärmittel 14.244,0 14.166,0 8.162,3 8.936,6
• hiervon Spareinlagen 2.684,1 2.697,4 1.260,0 1.390,7
• hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital 2.098,3 2.185,4 1.356,5 1.420,7
Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) 4.515 5.519 1.261 1.387
1) Vorjahreswerte wurden angepasst

Gemeinsame Vereinbarung – Gemeinschaftliche Tätigkeit

Nach IFRS 11 ist die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Die ALGAR wird von der Oberbank AG, BTV AG und der BKS Bank AG gemeinschaftlich geführt und dient der Absicherung von Risiken aus Großkrediten der Gesellschafterbanken. Je ein Geschäftsführer wird pro Bank entsendet, die gemeinsame Vertretung erfolgt durch zwei Geschäftsführer. Die Generalversammlung beschließt stets einstimmig. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.

Nicht beherrschende Anteile

Nicht beherrschende Anteile stellen in der BKS Bank Gruppe einen minimalen Anteil dar, weshalb Angaben aufgrund der Unwesentlichkeit unterbleiben.

(56) ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können.

Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei neben den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der BKS Bank AG auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeschlossen werden müssen.

Höhe der
erhaltene
ausstehenden Salden per
Garantien per
gewährte
Garantien per
in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - - -
• Forderungen 2.927 24.529
• Verbindlichkeiten 2.287 4.003
Assoziierte Unternehmen - - - -
• Forderungen 2.451 4.425
• Verbindlichkeiten 669 3.690
Mitglieder des Managements - - - -
• Forderungen 235 1.113
• Verbindlichkeiten 1.417 2.361
Sonstige nahestehende Personen - - - -
• Forderungen 117 173
• Verbindlichkeiten 827 805

ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

in Tsd. EUR 2018 2019
Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer 1.001 1.032
• davon Arbeiter 54 55
• davon Angestellte 947 977
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen 3.540 3.605
Bezüge des Vorstandes
• Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder 1.460 1.490
• Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener 865 805
Bezüge des Aufsichtsrates
• Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder 236 230
• Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebener - -
Vergütungen des Managements gemäß IAS 24 1.880 1.721
• Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen 1.503 1.519
• Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 377 202
• Vergütungen für andere langfristige Leistungen - -
• Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - -
• anteilsbasierte Vergütungen - -
Gewährte Vorschüsse und Kredite
• Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Vorstand 25 20
• Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Aufsichtsrat 210 184
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
• Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern -367 194
• Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer 5.322 5.561

Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt.

(57) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.

Risk-Earnings-Ratio - 17,7 % 0,2 % - 10,2 %
Cost-Income-Ratio 97,3 % 37,5 % 18,2 % - 50,7 %
ROE auf Basis Jahresüberschuss 1,9 % 16,7 % 5,6 % - 8,2 %
Segmentverbindlichkeiten 2.971.204 4.167.239 1.492.342 226.811 8.857.596
Ø zugeordnetes Eigenkapital 88.089 409.917 730.120 27.997 1.256.123
Ø risikogewichtete Aktiva 727.159 3.390.382 782.898 110.908 5.011.347
Jahresüberschuss vor Steuern 1.641 68.369 40.766 -7.658 103.118
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten -125 628 3.159 - 3.662
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen 1.643 417 219 -4.506 -2.227
Verwaltungsaufwand -53.462 -51.838 -8.402 -7.254 -120.956
Handelsergebnis - - 1.244 - 1.244
Provisionsüberschuss 25.671 32.148 -278 680 58.221
Risikovorsorge 268 -18.739 -111 - -18.582
• hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - - 45.915 - 45.915
Zinsüberschuss 27.646 105.754 44.935 3.423 181.758
in Tsd. EUR kunden kunden Markets Sonstige Summe
SEGMENTERGEBNIS 2019 Privat Firmen Financial

SEGMENTERGEBNIS 2018

Privat Firmen Financial
in Tsd. EUR kunden kunden Markets Sonstige Summe
Zinsüberschuss 25.636 102.306 43.660 2.939 174.541
• hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - - 44.848 - 44.848
Risikovorsorge 491 -18.901 118 - -18.293
Provisionsüberschuss 24.670 30.555 -192 434 55.467
Handelsergebnis - - 280 - 280
Verwaltungsaufwand -51.153 -49.985 -7.413 -6.026 -114.577
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen 1.673 1.190 536 -5.924 -2.525
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten - - -7.816 -36 -7.851
Jahresüberschuss vor Steuern 1.317 65.164 29.173 -8.612 87.041
Ø risikogewichtete Aktiva 537.961 3.208.736 953.340 59.082 4.759.119
Ø zugeordnetes Eigenkapital 62.847 374.815 681.621 14.128 1.133.410
Segmentverbindlichkeiten 2.809.587 3.831.417 1.615.911 178.023 8.434.938
ROE auf Basis Jahresüberschuss 2,1 % 17,4 % 4,3 % - 7,7 %
Cost-Income-Ratio 98,4 % 37,3 % 16,7 % - 50,3 %
Risk-Earnings-Ratio - 18,5 % - - 10,5 %

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5 % verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.

  • Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:
  • Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene
  • Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten
  • Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden zum Ende 2019 rund 23.500 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2019 waren diesem Segment rund 167.700 Kunden zugeordnet.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.

(58) ZINSLOSE AKTIVA
in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Zinslose Aktiva 146.868 152.097 3,6

Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).

(59) GESAMTKAPITALRENTABILITÄT

Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2019 1,07 % (Vorjahr: 0,96 %).

(60) NACHRANGIGE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Forderungen an Kunden 40 - -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - - -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - - -

(61) FREMDWÄHRUNGSVOLUMINA

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Vermögenswerte 314.891 293.997 -6,6
Verbindlichkeiten 288.913 293.279 1,5

(62) VERWALTUNGS- UND AGENTURDIENSTLEISTUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen 1.770 1.953 10,3

(63) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in %
Bürgschaften und Garantien 426.642 463.620 8,7
Akkreditive 1.381 3.473 >100
Eventualverbindlichkeiten 428.023 467.093 9,1
Sonstige Kreditrisiken 1.337.235 1.324.057 -1,0
Kreditrisiken 1.337.235 1.324.057 -1,0

Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.

(64) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

In dem im Berichtsjahr durchgeführten Schiedsverfahren zwischen der Generali 3Banken Holding AG (G3BH) und der BKS Bank wurde im Februar 2020 der Schiedsspruch gefällt. In diesem Schiedsverfahren hat sich das Schiedsgericht sowohl mit den von der UniCredit Bank Austria (UCBA) in ihren gegen die BKS Bank angestrengten Gerichtsverfahren vertretenen Rechtsansichten, die die BKS Bank im Schiedsverfahren umfassend vorgetragen hatte, eingehend auseinandergesetzt als auch mit der Rechtsansicht der BKS Bank und jener der G3BH.

Das Schiedsgericht hat nunmehr ausgesprochen, dass

  • die G3BH nicht verpflichtet ist, die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen der 3 Banken geleisteten Großmutterzuschüsse an die BKS Bank zurückzuzahlen;
  • hinsichtlich der Teilnahmen der G3BH an den Kapitalerhöhungen der BKS Bank das Kapital jeweils ordnungsgemäß aufgebracht worden ist;
  • daher die BKS Bank verpflichtet ist, die von der G3BH im April 2019 nochmals getätigten Einlageleistungen samt Zinsen an die G3BH zurückzuzuzahlen; und schließlich,
  • dass die Kapitalerhöhungen der BKS Bank der Vergangenheit rechtmäßig waren und die von UCBA vertretene Mehrleistungsthese einer gesetzlichen Grundlage entbehrt.

Im Sonderprüfungsverfahren der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank hat das Landesgericht Klagenfurt im Februar 2020 den Antrag auf Sonderprüfung abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichtes stehen die wechselseitigen Beteiligungen und deren Finanzierung nicht im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung und einschlägigen Rechtsprechung. Eine von den Antragstellern behauptete Unredlichkeit der Organe der BKS Bank konnte das Gericht ausdrücklich nicht feststellen.

Hinsichtlich der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. verweisen wir auch auf Punkt 2.5. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen.

Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.

(65) IN DEN AKTIVPOSTEN ENTHALTENE SICHERHEITEN FÜR VERBINDLICHKEITEN

Vermögenswerte 31.12.2018 31.12.2019
Wertpapiere 11.894 11.906
Wertpapiere 1.588 1.590
Forderung Kreditinstitute 757 3.987
Wertpapiere 3.969 3.975
Wertpapiere 10.090 10.077
Wertpapiere 3.552 3.458
Forderung Kreditinstitute 4.135 6.127
Kredite 56.502 76.356
Kredite 296.943 297.863
Kredite 261.049 293.161
Kredite 9.920 8.540
Forderung Kreditinstitute 60 75
Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen
Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen für fundierte Schuldverschreibungen

Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.

(66) ANGABEN ZU VERGÜTUNGEN AN DEN BANKPRÜFER

in Tsd. EUR 2018 2019 ± in %
Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss 654 559 -14,5
Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen 166 116 -30,1
Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung 61 85 39,3
Summe Honorare 881 760 -13,7

(67) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)

in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Zinssatzverträge 40.000 107.664 191.330
Zinsswaps 40.000 107.664 191.330
• Kauf 20.000 53.832 95.665
• Verkauf 20.000 53.832 95.665
Optionen auf zinsbezogene Instrumente - - -
• Kauf - - -
• Verkauf - - -
Wechselkursverträge 842.872 184.010 -
Devisentermingeschäfte 506.066 - -
• Kauf 252.209 - -
• Verkauf 253.857 - -
Kapitalmarktswaps - 184.010 -
• Kauf - 91.878 -
• Verkauf - 92.132 -
Geldmarktswaps (Devisenswaps) 336.806 - -
• Kauf 168.779 - -
• Verkauf 168.027 - -
Wertpapierbezogene Geschäfte - - -
Aktienoptionen - - -
• Kauf - - -
• Verkauf - - -

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 Zinssatzverträge 10.090 - 872 13.274 10.962 2 - 2 - Zinsswaps - - - - - - - - - • Kauf - - - - - - - - - • Verkauf - - - - - - - - - Zinssatzoptionen 10.090 - 872 13.274 10.962 2 - 2 - • Kauf 5.045 - 436 6.637 5.481 2 - - - • Verkauf 5.045 - 436 6.637 5.481 - - 2 - Wechselkursverträge - - - - - - - - - Devisenoptionen (Währungsoptionen) - - - - - - - - - • Kauf - - - - - - - - - • Verkauf - - - - - - - - -

FINANZINSTRUMENTE DES HANDELSBUCHES

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Verzinsliche Wertpapiere - -
Substanzwerte - -
Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
352.064 338.994 5.964 6.558 5.544 7.316
352.064 338.994 5.964 6.558 5.544 7.316
176.032 169.497 - - 5.544 7.198
176.032 169.497 5.964 6.558 - 118
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
1.079.776 1.026.882 1.464 1.516 2.377 3.077
509.497 506.066 935 139 987 2.639
255.230 252.209 909 130 960 2.594
254.267 253.857 26 9 27 45
177.317 184.010 - - 257 234
88.578 91.878 - - - -
88.739 92.132 - - 257 234
392.962 336.806 529 1.377 1.133 204
195.910 168.779 13 - 10 95
197.052 168.027 516 1.377 1.123 109
- - - - -
- - - - -
- - - - -
- - - - -

(67) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
13.274 10.962 2 - 2 -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
13.274 10.962 2 - 2 -
6.637 5.481 2 - - -
6.637 5.481 - - 2 -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -

Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak

Kapitalvertreter im Aufsichtsrat

Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Mag. Ulrike Zambelli

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

190

Schlussbemerkungen des Vorstandes

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 82 ABSATZ 4 BÖRSEGESETZ

Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Filialservice und Treasury, IKT und Betriebsorganisation, Wertpapierservice, 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge und das Risikomanagement

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für den Vertrieb Inland, Private Banking, Kundenbedürfniszentrierte Fachabteilungen, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Social Media, CSR und Nachhaltigkeit, Investor Relations, Konzerntöchter Inland und Beteiligungen

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb Ausland, Konzerntreasury und Bankenbetreuung, BCS Fiduciaria, Leasing- und Immobilientöchter im Ausland, IKT Ausland

Gewinnverteilungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2019 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 11.138.720,09 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,25 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 42.942.900 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 10.735.725,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Der Vorstand

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Konzernabschluss der

BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee,

und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

  • Werthaltigkeit der Forderungen Kunden
  • Klassifikationen und Bewertung von at Equity-bilanzierten Unternehmen
  • Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

WERTHALTIGKEIT DER FORDERUNGEN KUNDEN

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von TEUR 6.378.787 ausgewiesen. Die Risikovorsorgen betragen TEUR 90.735. Wir verweisen auf die Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Risikovorsorge)" sowie in Abschnitt "Ermessensentscheidungen und Schätzungen (Unterpunkt Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge)".

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten sind und somit eine Risikovorsorge zu bilden ist. Im IFRS 9 sind Kredite – abhängig von ihrer Kreditqualität (Rating) – in drei Stufen einzuordnen, wobei nicht ausfallsgefährdete Forderungen der Stufe 1 und der Stufe 2, ausfallsgefährdete Forderungen der Stufe 3 zugeordnet werden. Je nach Stufe werden Wertberichtigungen für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) berechnet. Die Berechnung des erwarteten Verlustes basiert auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsorientierten Schätzungen.

Die Risikovorsorgen für Forderungen der Stufen 1 und 2 bzw für nicht signifikante Forderungen der Stufe 3 (Ausfall) basieren auf Modellen mit statistischen Parametern wie beispielsweise von 1 Year- bzw Lifetime-Ausfallswahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten und sind durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.

Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich vor allem daraus, dass Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt

werden und dass der Ermittlung der Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Werthaltigkeit der Forderungen Kunden wie folgt beurteilt:

  • Wir haben die Prozesse und wesentliche Kontrollen zur Bildung von Vorsorgen für den erwarteten Kreditverlust analysiert und beurteilt, ob das ECL-Modell mit den Vorgaben des IFRS 9 konsistent und geeignet ist, die Werthaltigkeit der Kreditforderungen angemessen abzubilden. Wir haben die relevanten Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität gestestet.
  • Bei der Beurteilung der Vorsorgen für nicht ausgefallene Kredite und ausgefallene nicht signifikante Kredite haben wir Finanzmathematiker eingebunden und auf Basis von bankinternen Validierungen der verwendeten Parametern – insbesondere zu 1 Year- und Lifetime-Ausfallswahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten – beurteilt, ob die Annahmen angemessen sind. Zusätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Informationen und Szenarien analysiert. Weiters haben wir die rechnerische Richtigkeit der Berechnung nachvollzogen.
  • Auf Basis einer Stichprobe signifikanter Einzelkredite haben wir überprüft, ob Kreditausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichproben erfolgte hierbei großteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei festgestellten Kreditausfällen wurde beurteilt, ob die getroffenen Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und der Sicherheiten angemessen sind.
  • Darüber hinaus haben wir beurteilt, ob die qualitativen und quantitativen Angaben im Anhang betreffend der Wertminderung von Kreditforderungen vollständig und angemessen sind.

KLASSIFIKATION UND BEWERTUNG VON AT EQUITY-BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Das Risiko für den Abschluss

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at Equity-Methode bilanziert. Insgesamt belaufen sich die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der at Equity-bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf TEUR 635.931. Die wesentlichsten Beteiligungen betreffen die Oberbank AG sowie die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft. Wir verweisen auf die Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen

Bilanzposten (Unterpunkt Anteile an at Equity-bilanzierten Unternehmen)".

Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung der at Equity-bilanzierten Unternehmen vor, wird auf Basis eines Dividend Discount-Modells ein Nutzungswert ermittelt. Dabei stellen Annahmen zu zukünftig ausschüttbaren Ergebnissen unter Beachtung der relevanten Eigenkapitalvorschriften die bewertungsrelevanten Erträge dar, welche mit einem Eigenkapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Diese Bewertung ist von internen und externen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von der Unternehmensplanung, der Höhe des Diskontierungszinssatzes und dem in der ewigen Rente zugrunde gelegten nachhaltigen Zukunftserfolg.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Bewertung mit wesentlichen Ermessens- und Schätzunsicherheiten verbunden ist.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Klassifikation und Bewertung von at Equitybilanzierten Unternehmen wie folgt beurteilt:

  • Wir haben durch Einsichtnahme in die vorgelegten Unterlagen und Verträge untersucht, ob die Voraussetzungen für die Klassifizierung als assoziiertes Unternehmen vorliegen.
  • Von unseren eingebundenen Bewertungsspezialisten wurde die Angemessenheit des Bewertungsmodelles und die darin getroffenen wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen beurteilt. Dafür haben wir die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit überprüft und die Herleitung der Diskontierungssätze nachvollzogen. Wir haben die in das Bewertungsmodell eingehenden Datengrundlagen der Unternehmensplanungen analysiert und unter anderem auf ihre Planungstreue durch Vergleich der Ist-Werte des aktuellen Jahres mit den im Vorjahr verwendeten Planungswerten überprüft.
  • Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben in den Notes zu den at Equity-bilanzierten Unternehmen angemessen sind.

RECHTSSTREITIGKEITEN DER 3 BANKEN MIT DER UNICREDIT BANK AUSTRIA AG UND DER CABO BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.

Das Risiko für den Abschluss

Der Vorstand der BKS Bank AG beschreibt in den Notes den Stand der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken (BKS Bank AG, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie die aktuelle Einschätzung hierzu (siehe

Note "Ermessensentscheidungen und Schätzungen"). Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, die Einhaltung übernahmerechtlicher Vorschriften (Angebotspflicht) zu überprüfen.

Der Vorstand hat auf Basis von Einschätzungen externer Rechtsexperten, vorliegender Gutachten und den aktuellen Verfahrensständen eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der weiteren Entscheidungen in den laufenden Verfahren und der Einschätzung hinsichtlich etwaiger Ansprüche der Aktionäre, sollte die Bank (als Mitglied der Syndikate der Oberbank und BTV) zur Legung eines Angebotes verpflichtet gewesen sein. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Rechtsrisiken in diesem Zusammenhang wie folgt beurteilt:

  • Wir haben im Rahmen unserer Prüfung relevante Dokumente eingesehen, die Einschätzungen zur Bildung von Vorsorgen nachvollzogen und die bilanzielle Darstellung geprüft.
  • Wir haben die Beurteilung des Vorstands, insbesondere die darin enthaltenen Annahmen sowie bilanziellen Schlussfolgerungen, nachvollzogen. Dazu haben wir von den Klagsparteien eingebrachte Gutachten und Stellungnahmen der mit den Verfahren betreuten Rechtsanwaltskanzlei der Bank eingeholt und analysiert, ob die Einschätzungen des Vorstands mit den aktuellen Verfahrensständen konsistent sind.
  • Abschließend wurde beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben in den Notes zum Konzernabschluss angemessen sind.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von

wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen

resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen

Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

• Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 11. Juni 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr beauftragt.

Am 8. Mai 2019 wurden wir für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewählt und am 19. Juni 2019 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.

Klagenfurt am Wörthersee, am 9. März 2020

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Ergänzende Angaben

Aktionärsstruktur 3 Banken Gruppe 200 Unsere Unternehmenshistorie 201 Glossar 202 Abkürzungsverzeichnis 207 Zukunftsbezogene Aussagen 210 Impressum 210

Aktionärsstruktur 3 Banken Gruppe

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK AG

nach nach
in % Stimmrechten Kapitalanteilen
1 Oberbank AG 19,3 18,5
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 19,5 18,9
3 Generali 3Banken Holding AG 7,8 7,4
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,1 3,0
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,6 1,0
6 UniCredit Bank Austria AG 6,1 6,6
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 24,2 23,2
8 Streubesitz 19,4 21,4
Grundkapital in EUR 85.885.800
Anzahl Stamm-Stückaktien 41.142.900

Anzahl Vorzugs-Stückaktien 1.800.000

Die in rot gehaltenen Aktionäre haben Syndikatsvereinbarungen abgeschlossen.

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER OBERBANK AG

nach nach
in % Stimmrechten Kapitalanteilen
1 BKS Bank AG 15,2 14,2
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 17,0 16,2
3 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 4,9 4,5
4 Generali 3Banken Holding AG 1,8 1,6
5 Mitarbeiterbeteiligung 4,1 4,0
6 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 26,0 23,8
7 Streubesitz 31,0 35,8
Grundkapital in EUR 105.921.900
Anzahl Stamm-Stückaktien 32.307.300
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 3.000.000

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG AG

in % nach
Stimmrechten
nach
Kapitalanteilen
1 BKS Bank AG 14,7 13,6
2 Oberbank AG 14,3 13,2
3 Generali 3Banken Holding AG 16,0 14,8
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 2,7 2,5
5 BTV Privatstiftung 0,6 0,9
6 UniCredit Bank Austria AG 6,3 9,9
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 40,5 37,5
8 Streubesitz 4,9 7,6
Grundkapital in EUR 68.062.500
Anzahl Stamm-Stückaktien 31.531.250
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 2.500.000

Unsere Unternehmenshistorie

1922 A. v. Ehrfeld tritt mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in ein Kommanditverhältnis unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" ein.

1928 Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führen zur Gründung der "Bank für Kärnten".

1939 Änderung des Firmenwortlautes "Bank für Kärnten" in "Bank für Kärnten Aktiengesellschaft".

1964 Es wird mit dem Ausbau des Zweigstellennetzes begonnen.

1983 Mit der Expansion in die Steiermark wird der Firmenwortlaut in "Bank für Kärnten und Steiermark Aktiengesellschaft" (kurz: BKS) geändert.

1986 Going Public der BKS-Stammaktie im Amtlichen Handel an der Wiener Börse.

1990 Eröffnung der ersten Filiale in Wien.

1998 Beginn der internationalen Expansion mit Gründung einer Repräsentanz in Kroatien und dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien.

2000 Erstmaliger gemeinsamer Auftritt der BKS Bank mit den Schwesterbanken als 3 Banken Gruppe.

2003 Erwerb der Mehrheit an der "Die Burgenländische Anlage & Kredit Bank AG" (Die BAnK).

2004 Inbetriebnahme der ersten slowenischen Bankfiliale in Slowenien und Errichtung einer Repräsentanz in Italien.

2005 Gründung einer Repräsentanz in Ungarn. Der Firmenwortlaut wird an die Expansion der letzten Jahre angepasst und lautet nun "BKS Bank AG".

2007 Übernahme der Kvarner banka d.d. und damit Eintritt in den Bankenmarkt in Kroatien. Kauf der slowakischen "KOFIS Leasing".

2011 Markteintritt in das slowakische Bankgeschäft.

2015 Die renommierte Ratingagentur oekom research AG erkannte der BKS Bank den "Prime"-Status erstmalig zu.

2016 Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank werden in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen. Die kroatische BKS Bank d.d. wird mit der BKS Bank AG verschmolzen.

2017 Als erstes Kreditinstitut in Österreich haben wir einen Social Bond begeben. Die BKS Bank war erstmals für den Staatspreis Unternehmensqualität nominiert.

2018 ISS-oekom (vormals oekom research AG) verlieh der BKS Bank erneut den "Prime-Status". Damit zählen wir zu den nachhaltigsten Banken weltweit.

2019 Als erste Bank gewann die BKS Bank den Staatspreis Unternehmensqualität 2019. In der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie haben wir wichtige Meilensteine erreicht. In Slowenien sind wir durch die Übernahme von einer weiteren Brokergesellschaften größter Wertpapierdienstleister geworden.

Glossar

Amendment: Änderungen, Ergänzungen oder Nachbesserungen bei bestehenden IFRS-Standards werden in Form sogenannter Amendments erlassen.

APM-Gremium: Das Aktiv-Passiv-Management-Gremien (Asset Liability Management) ist ein internes Gremium der BKS Bank und verantwortlich für die Steuerung der Bilanzstruktur, des Zinsänderungsrisikos und der Liquidität.

At Equity bilanzierte Gesellschaften sind Beteiligungsunternehmen, die nicht beherrscht werden, bei denen jedoch die Möglichkeit besteht, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen maßgeblich mitzugestalten. Sie werden in die Konzernbilanz mit dem anteiligen Eigenkapital am Beteiligungsunternehmen aufgenommen. In die Konzern-GuV-Rechnung geht der dem Beteiligungsverhältnis entsprechende aliquote Anteil am Jahresüberschuss des Beteiligungsunternehmens ein.

Das Bankbuch umfasst alle bilanziellen und außerbilanziellen Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.

BIP: Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen, an, die von einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres nach Abzug aller Vorleistungen hergestellt wurden. Um das BIP losgelöst von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet werden.

Die Capital Requirements Directive (CRD IV) ebnete den Weg zu einem solideren und sichereren europäischen Finanzsystem. Die Richtlinie war von den EU-Mitgliedsstaaten bis zum 31. Dezember 2013 in nationales Recht umzusetzen. In Österreich wurde das Bankwesengesetz (BWG) sowie verwandte Aufsichtsgesetze umfassend novelliert.

Die unmittelbar im österreichischen Rechtssystem anwendbare Capital Requirements Regulation - CRR I enthält ein einheitliches Mindestinstrumentarium für die nationalen Aufsichtsbehörden, somit bindende Vorschriften für alle Mitgliedsstaaten u. a. zu den Bestandteilen der Eigenmittel, zu den Eigenmittelanforderungen, zu Großkrediten (Großveranlagungen), zur Liquidität, zur Verschuldung (Leverage) und zur Offenlegung.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist eine unternehmerische Praxis, die soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung mit ökonomischen Zielen verbindet: systematisch, nachvollziehbar, transparent und freiwillig.

Corporate Volunteering bezeichnet einerseits den freiwilligen Einsatz der Mitarbeiter bei sozialen Projekten und andererseits die Förderung des bereits bestehenden Freiwilligenengagements von Mitarbeitern.

Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsaufwand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz. Je niedriger die Quote, desto besser wirtschaftet das Unternehmen.

Counterbalancing Capacity (CBC) ist die Bezeichnung für die Liquiditätsreserve, die aus leicht liquidierbaren Asset-Positionen gebildet wird.

Credit Spread: Der Credit Spread ist die Risikoprämie bzw. Renditedifferenz zwischen einem verzinslichen Wertpapier und einem risikolosen Referenzzinssatz mit gleicher Laufzeit. Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar.

DBO steht für: Defined Benefit Obligation, der Wert einer Verpflichtung aus betrieblicher Altersversorgung nach der Projected Unit Credit Method.

Derivate bezeichnen Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Finanzinstrumente richten. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Optionen, Futures und Swaps.

Die Kennzahl Einlagenkonzentration dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen.

Endorsement: Damit neue International Financial Reporting Standards in Österreich anwendbar sind, bedarf es eines sogenannten Endorsements durch die Europäische Union. Als Endorsement bezeichnet man den Prozess, mit dem die Europäische Union die International Financial Reporting Standards übernimmt.

Expected-Loss-Modell: Erwartete Kreditverluste, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten oder über die gesamte Laufzeit (Lifetime Expected Credit Loss) nach dem Abschlussstichtag eintreten können.

Fair Value definiert den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde.

Der FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) wurde am 18. März 2010 vom US-Kongress mit der Zielsetzung erlassen, die Einhaltung der steuerlichen Verpflichtungen von US-Personen mit Konten im Ausland zu gewährleisten. Demnach sind alle Kreditinstitute verpflichtet, ihre Kunden mit US-Bezug zu identifizieren und – vorbehaltlich deren Zustimmung – namentlich an die US-amerikanische Steuerbehörde zu melden.

FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering) ist ein internationales Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche mit dem Sitz bei der OECD in Paris mit dem Auftrag, die Methoden der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu analysieren und Maßnahmen zu deren Bekämpfung zu entwickeln.

Unter Forbearance sind Zugeständnisse an einen Schuldner (z. B. Modifikationen von Verträgen) zu verstehen, wenn dieser Gefahr läuft, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Hiervon erfasst werden Kredite, Schuldverschreibungen, widerrufbare und unwiderrufbare Kreditzusagen mit Ausnahme von im Handelsstand gehaltenen Exposures. Der Forbearance-Status ist nach den Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) vierteljährlich zu melden.

Geschäftsmodell gemäß IFRS 9: Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 einem Geschäftsmodell zuzuordnen. Das Geschäftsmodell bestimmt, wie die Steuerung und Bewertung der Finanzinstrumente zu erfolgen hat.

Das Going Concern-Prinzip besagt, dass bei der Rechnungslegung oder Risikobetrachtung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Unter anderem ist dies wichtig für die Bewertung von Vermögenswerten.

Green Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter grüner Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Green Bond Principles erfüllen. Dabei kann es sich um neue und/oder bereits bestehende Projekte handeln. Die ausgewählten grünen Projekte sollten einen klaren Umweltnutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.

Das Handelsbuch umfasst alle Positionen eines Kreditinstituts aus dem Eigenhandel mit Finanzinstrumenten, die es zum Zweck des Wiederverkaufs hält oder übernommen hat, um bestehende oder erwartete Unterschiede zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen oder um Preis- und Zinsschwankungen kurzfristig zu nutzen. Nicht zum Handelsbuch zählende Positionen werden im Bankbuch geführt.

Hedging dient der Absicherung bestehender oder künftiger Positionen gegen Risiken, wie z. B. Kurs- und Zinsänderungsrisiken. Zu einer Position wird dabei eine korrespondierende Gegenposition aufgebaut, um damit das Risiko ganz oder teilweise auszugleichen.

Die Historische Simulation ist ein auf Verwendung historischer Zeitreihen basierendes statistisches Verfahren zur Ermittlung des Value-at-Risk.

ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) bezeichnet den umfassenden Prozess und die dazugehörige Strategie, mit denen Kreditinstitute die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des (internen) Kapitals vornehmen. Mit der Verteilung des ökonomischen Kapitals werden alle wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken gesteuert und begrenzt.

Das IFRS-Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien eines Unternehmens.

ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) ist neben dem ICAAP ein Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Liquidität nach Säule 2 und somit ein für Kreditinstitute wichtiges Instrument des Risikomanagements.

International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) in Form von einzelnen Standards verabschiedeten Rechnungslegungsvorschriften. Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie deren Veränderungen im Zeitablauf zu vermitteln. Im Gegensatz dazu orientiert sich ein nach dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellter Jahresabschluss vorrangig am Gläubigerschutzgedanken.

Die International Standards on Auditing (ISAs) sind international anerkannte, im jährlich erscheinenden Handbuch der International Federation of Accountants (IFAC) veröffentlichte Grundsätze der Abschlussprüfung, die entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) einzuhalten sind.

ISIN steht für International Securities Identification Number und dient der weltweit eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren. Die ISIN ist ein zwölfstelliger alphanumerischer Code und besteht aus einem zweistelligen internationalen Länderkürzel (z. B. AT für Österreich), einer neunstelligen nationalen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer. Die ISIN der Stammaktie der BKS Bank AG lautet AT0000624705, die der Vorzugsaktie AT0000624739.

ISS-oekom (vormals oekom research AG) ist eine weltweit führende Rating-Agentur im nachhaltigen Anlagesegment. Unternehmenssitz ist München. Geratet werden Unternehmen und Länder. Zusätzlich bietet oekom auch Strategieberatungen zu verschiedensten Nachhaltigkeitsthemen an.

Das Kernkapital gliedert sich in hartes und zusätzliches Kernkapital. Das harte Kernkapital umfasst die Positionen Grundkapital, einbehaltene Gewinne und sonstige Rücklagen. Zu den zusätzlichen Kernkapitalkomponenten zählen verbriefte Verbindlichkeiten, welche die Anforderungen des Artikels 52 CRR erfüllen.

Key Audit Matters sind die bedeutsamsten Prüfsachverhalte, die aus Sicht des Abschlussprüfers das größte Risiko einer wesentlichen Fehldarstellung beinhalten könnten.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine für Investoren wichtige Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Hierbei wird der Börsekurs der Aktie in Relation zu dem im Vergleichszeitraum erzielten bzw. erwarteten Gewinn je Aktie gesetzt. Bei einem relativ niedrigen KGV wird eine Aktie als günstig bewertet angesehen, bei einem relativ hohen KGV als ungünstig.

Die Leverage Ratio wird aus dem Verhältnis des harten Kernkapitals zur nicht-risikogewichteten Aktiva inklusive außerbilanzieller Geschäfte ermittelt. Sie dient dem Ziel, jene Geschäftsmodelle zu begrenzen, welche auf hohen Bilanzständen und hoher Kreditqualität bei gleichzeitig geringem Eigenkapitaleinsatz basieren.

Lifetime Expected Loss: Die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments resultieren.

Liquidity Coverage Ratio (LCR): Mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicherzustellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss (Cash-Abfluss abzüglich Cash-Zufluss) der nächsten 30 Tage gegenübergestellt.

Loan-Deposit-Ratio ist das Verhältnis von Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Die Kennzahl beschreibt, zu welchem Prozentsatz die Ausleihungen durch Primäreinlagen refinanziert werden können.

Marktkapitalisierung ist der börsemäßige Wert eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der umlaufenden Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsekurs der jeweiligen Aktien.

MiFID II/MiFIR (Markets in Financial Instruments Directive) legt einheitliche Regeln für Wertpapierdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum fest. Primäre Ziele sind die Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung des Wettbewerbs unter Anbietern von Finanzdienstleistungen und damit die Verbesserung des Anlegerschutzes. MiFID II/MiFIR zielt auf die Verbesserung des bestehenden Regelwerkes ab, wobei ein Fokus auch auf den Handel auf regulierten Plattformen und auf mehr Transparenz im Hochfrequenzhandel gelegt wird.

Minimum Requirement for Eligible Liabilities (MREL): Mindestanforderung an Eigenmittel und

berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten gemäß Art. 45 BRRD. Die EU-Mitgliedsstaaten haben dafür zu sorgen, dass die Institute zu jedem Zeitpunkt eine Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für den Abwicklungsfall vorhalten.

Modified Duration ist eine Kennzahl zur Evaluierung der Zinsempfindlichkeit von Finanzanlagen. Ergebnis dieser Kennzahl ist ein Maß zur Approximation von Marktwertänderungen.

Net Stable Funding Ratio (NSFR): Diese Kennzahl beurteilt die Stabilität einer Refinanzierung über einen Zeithorizont von mehr als einem Jahr. Die NSFR soll sicherstellen, dass die Vermögenswerte in Relation zu deren Liquidierbarkeit zumindest anteilig mit langfristig gesicherten ("stabilen") Mitteln refinanziert werden. Damit soll die Abhängigkeit von der Funktionsfähigkeit und Liquidität des Interbankenmarkts reduziert werden.

Die Grundlage für die Berechnung der NPL-Quote bilden die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, zugesagten Kreditrahmen, Bankenforderungen und festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt wurden.

ÖNACE ist die österreichische Version des aus den NACE (Nomenclature statistique des activités économiques dans la Communauté européenne) abgeleiteten europäischen Klassifikationssystems von Wirtschaftszweigen. Die derzeitige NACEkompatible Statistik heißt ÖNACE 2008.

Payment Services Directive: Die Zahlungsdiensterichtlinie (PSD, PSD 2) bildet die rechtliche Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarkts für den Zahlungsverkehr.

Primäreinlagen sind die einer Bank zur Verfügung gestellten Kundengelder in Form von Spar-, Sicht- und Termineinlagen, verbrieften Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital.

Projected Unit Credit-Methode oder Anwartschaftsbarwertverfahren bezeichnet ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung, das im internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 19 und in vielen ausländischen Rechnungslegungsstandards vorgeschrieben ist. Es wird zu jedem Bewertungsstichtag nur jener Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits verdient ist. Der Barwert des verdienten Teils der Verpflichtung wird als Defined Benefit Obligation bezeichnet.

Return on Assets (ROA) ist das Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss ohne Fremdanteile) zu durchschnittlicher Bilanzsumme in Prozent.

Return on Equity (ROE) vor und nach Steuern ist das Verhältnis des Ergebnisses vor bzw. nach Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital. Diese Kennziffer beschreibt die Eigenkapitalverzinsung eines Unternehmens. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Gewinn wurde auf das Eigenkapital des Unternehmens erwirtschaftet.

Risk-Earnings-Ratio (RER) bezeichnet das Verhältnis des Kreditrisikoaufwandes zum Zinsergebnis. Der Prozentsatz gibt an, welcher Anteil des Zinsergebnisses für die Abdeckung des Kreditrisikos verwendet wird.

Social Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter sozialer Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Social Bond Principles erfüllen. Die ausgewählten Projekte sollten einen klaren sozialen Nutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.

Solvabilität bezeichnet die Gegenüberstellung des sich aus den (gewichteten) Bilanzaktiva und außerbilanzmäßigen Geschäften ergebenden Eigenmittelerfordernisses mit den anrechenbaren Eigenmitteln gemäß CRR. Die Solvabilität wird in der CRR geregelt.

SPPI-Kriterium: Ein Kriterium für die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten stellt das SPPI-Kriterium dar. SPPI steht für "solely payment of principal and interest" und zielt auf die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswertes ab. SPPI-konform bedeutet, dass sich in den Zinsen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko und für andere grundlegende Risiken, die Kosten des Kreditgeschäfts sowie eine Gewinnmarge widerspiegeln. Die Ausprägung des SPPI-Kriteriums führt in Kombination mit dem Geschäftsmodell zu einer bestimmten Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9.

Supervisory Review and Evaluation Process (SREP): Der aufsichtsrechtliche Überprüfungs- und Evaluierungsprozess ist im Rahmen der Säule 2 (bankenaufsichtlicher Überprüfungsprozess) der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung neben dem internen Kapitaladäquanzverfahren Teil des Überprüfungsverfahrens hinsichtlich der Beaufsichtigung und Evaluierung des Risikomanagements des Kreditinstituts sowie der Angemessenheit seines ICAAP. Er wird in Österreich für less significant banks von der FMA als zuständiger Aufsichtsbehörde wahrgenommen. Weiters umfasst er die Überprüfung der Einhaltung sämtlicher relevanter Vorschriften, die Identifikation regelwidriger Zustände sowie die Verhängung von Aufsichtsmaßnahmen.

Swap ist die angloamerikanische Bezeichnung für ein Tauschgeschäft. Die Partner tauschen dabei Zahlungs verpflichtungen, wobei feste Zinszahlungen gegen variable getauscht (Zinsswaps) oder Beträge in verschiedenen Währungen ausgetauscht (Währungsswaps) werden. Zinsswaps ermöglichen eine Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken und damit eine feste Kalkulationsbasis durch Zinsfestschreibung. Währungsswaps ermöglichen eine Absicherung der Währungsrisiken durch den Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen, einschließlich der damit verbundenen Zinszahlungen.

Total risk exposure amount ist die Summe der nach Adresse- bzw. Partnerrisiko gewichteten Aktiva inklusive Erfordernissen aus dem operationalen Risiko, außerbilanzmäßigen und besonderen außerbilanzmäßigen Positionen des Bankbuches, die nach österreichischen bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften berechnet werden.

Value-at-Risk ist eine Methode zur Risikoquantifizierung. Sie misst die potentiellen künftigen Verluste, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.

Vollkonsolidierte Gesellschaften sind wesentliche, beherrschte Unternehmen, deren Aktiva, Passiva, Erträge und Aufwendungen nach Abzug von Konsolidierungsposten zur Gänze in den Konzernabschluss der BKS Bank einbezogen sind.

Abkürzungsverzeichnis

ABGB Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch
AfA Absetzung für Abnutzung
AfB "Arbeit für Menschen mit Behinderung"; mildtätige und gemeinnützige GmbH
AK Anschaffungskosten
AktG Aktiengesetz
ALGAR ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H.
AML Anti-Money Laundering
APM Aktiv-Passiv-Management
APRÄG 2016 Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016
AR Aufsichtsrat
ArbVG Arbeitsverfassungsgesetz
ATX Austrian Traded Index (Österreichischer Aktienindex)
AT1 Additional Tier 1 Capital
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs
BIP Bruttoinlandsprodukt
BRRD Bank Recovery and Resolution Directive
BSG BKS Service GmbH
BTV AG Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
BWG Bankwesengesetz
CBC Counterbalancing Capacity
CCF Credit Conversion Factor
CCPA California Consumer Privacy Act
CET1 Common Equity Tier 1 Capital
CHF Schweizer Franken
CIA Certified Internal Auditor
CNY Internationaler Währungscode für chinesischen Renminbi (Yuán)
CO2 Kohlendioxid
COSO Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission
CRD Capital Requirements Directive
C-Regeln "Comply or Explain"-Regeln
CRR Capital Requirements Regulation
CSR Corporate Social Responsibility
D Diskontsatz
DAX Deutscher Aktienindex
DBO Defined Benefit Obligation
DCF-Methode Discounted-Cash-Flow-Methode
EAD Exposure at Default
EBA European Banking Authority
ECL Expected Credit Loss
EMAS Eco-Management and Audit Scheme
ESG Environmental, Social, Governance
ESMA European Securities and Markets Authority
ESZB Europäisches System der Zentralbanken
EUREX European Exchange (Terminbörse für Finanzderivate)
EWB Einzelwertberichtigung
EZB Europäische Zentralbank
FATCA Foreign Account Tax Compliance Act
FATF Financial Action Task Force on Money Laundering
FBSchVG Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen
FI Finanzinstrumente
FLI Forward-looking Information
FMA Finanzmarktaufsicht
FV Finanzielle Vermögenswerte
FV OCI Fair Value Through Other Comprehensive Income
FV PL Fair Value Through Profit or Loss
FX-Quote Fremdwährungsquote
GBP Great Britain Pound (Britisches Pfund)
GDP Gross Domestic Product (Bruttoinlandsprodukt)
GL Guidelines
GRI Global Reporting Initiative
GWh Gigawattstunden
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
G3BH Generali 3Banken Holding AG
HRK Kroatische Kuna
IAS International Accounting Standard
IASB International Accounting Standards Board
IASC International Accounting Standards Committee
IBOR Inter-Bank Offered Rate
ICAAP Internal Capital Adequacy Assessment Process
IFAC International Federation of Accountants
IFRIC International Financial Reporting Interpretations Committee
IFRS International Financial Reporting Standards
IKS Internes Kontrollsystem
IKT Informations- und Kommunikationstechnologie
ILAAP Internal Liquidity Adequacy Assessment Process
ISAs International Standards on Auditing
ISIN International Securities Identification Number
IWF Internationaler Währungsfonds
JPY Japanischer Yen
k.A. keine Angabe
KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis
KV Kollektivvertrag
LAA Verlustabsorptionsbetrag
LCR Liquidity Coverage Ratio
LDR Loan-Deposit-Ratio
LGD Loss given Default
L-Regeln "Legal Requirements"-Regeln
MCC Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens
MiFID II Markets in Financial Instruments Directive
MiFIR Regulation on markets in financial instruments
MREL Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities
n/a not applicable
NaDiVeg Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz
NGOs Non-governmental Organizations
NPL-Quote Non-performing Loan-Quote
NSFR Net Stable Funding Ratio
ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex
OCI Other Comprehensive Income
OECD Organisation for Economic Cooperation and Development
OeKB Oesterreichische Kontrollbank AG
OeNB Oesterreichischen Nationalbank
ÖGNI Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft
ÖGVS Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien
ÖNACE Österreichische Version des NACE Nomenclature statistique des
activités économiques dans la Communauté européenne
OR-Gremium Operationales Risiko-Gremium
PD Probability of Default (Ausfallsquote)
PJ Personaljahre
PSD 2 Payment Services Directive (EU-Richtlinie für Zahlungsdienste)
RCA Recapitalization Amount (Rekapitalisierungsbetrag)
RER Risk-Earnings-Ratio
ROA Return on Assets (Gesamtkapitalrendite)
ROE Return on Equity (Eigenkapitalrendite)
R-Regeln "Recommendations"-Regeln
SIC Standing Interpretations Committee
SPPI-Kriterium Solely Payments of Principal and Interest
SREP Supervisory Review and Evaluation Process
TLOF Total Liabilities and Own Funds
TLTRO Targeted Longer-Term Refinancing Operation
UCBA UniCredit Bank Austria
UGB Unternehmensgesetzbuch
USD US-Dollar
VAR Value-at-Risk
VJ Vorjahr
Vst.-Dir. Vorstandsdirektor
Vst.-Vors. Vorstandsvorsitzende
WAG Wertpapieraufsichtsgesetz
WIFO Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
WTO World Trade Organization (Welthandelsorganisation)
Xetra Exchange Electronic Trading (elektronischer Handelsplatz)
ZCR/RC Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
ZEA Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
ZEA/GDH Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft/Geld- und Devisenhandel
ZKM Abteilung Kreditmanagement
ZVB Abteilung Vorstandsbüro

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 09. März 2020 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

Impressum

Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG
St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43(0)463 5858-0
Fax: +43(0)463 5858-329
UID: ATU25231503
FN: 91810s
Internet: www.bks.at
E-Mail: [email protected], [email protected]
Redaktion: BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation
Idee, Konzept und Layout: gantnerundenzi.at
Fotos: Gernot Gleiss (Seite 11, 23, 75), Thomas Schrott (Seite 39)
Grafik: boss grafik, Sigrid Bostjancic
Lektorat: Mag. Andreas Hartl
Druck und Lithografie: Satz- & Druck-Team GesmbH/Druckbotschafter
Papier: Gedruckt auf Munken Lynx, Naturpapier holzfrei

Gedruckt nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens UZ24, UW-Nr. 931, Satz- & Druck-Team GmbH

Gedruckt nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens UZ24, UW-Nr. 931, Satz- & Druck-Team GmbH

Jahresabschluss 2019 BKS Bank AG

Die BKS Bank im Überblick

BILANZZAHLEN in Mio. EUR 2017 2018 2019
Bilanzsumme 7.145,3 7.918,4 8.255,8
Forderungen an Kunden 5.449,0 5.984,1 6.338,5
Festverzinsliche Wertpapiere (Position 2. + 5.) 853,3 895,8 882,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.987,2 5.484,9 5.822,7
• hiervon Spareinlagen 1.475,1 1.428,5 1.412,6
• hiervon sonstige Verbindlichkeiten 3.512,1 4.056,4 4.410,1
Verbriefte Verbindlichkeiten 549,7 574,7 629,5
Anrechenbare Eigenmittel 691,3 784,5 875,5
• hiervon Kernkapital 558,0 637,1 679,8
Eigenmittelüberschuss 249,0 283,5 241,6
Wertpapiervolumen auf Kundendepots 8.481,6 8.300,2 11.879,7
Primäreinlagen 5.695,7 6.239,6 6.683,0
ERFOLGSRECHNUNG in Mio. EUR
Betriebsergebnis 60,0 70,7 69,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34,6 42,3 56,4
Jahresüberschuss 25,9 33,0 45,6
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
Kernkapitalquote 11,7 12,6 13,1
Gesamtkapitalquote 14,5 15,5 16,9
Return on Equity nach Steuern 4,5 5,3 6,7
Return on Assets nach Steuern 0,4 0,4 0,6
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 65,4 62,4 63,9
Betriebsergebnis in % der durchschnittl. Bilanzsumme 0,8 0,9 0,9
RESSOURCEN
Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt ohne Vorstand1) 819 816 841
Anzahl der Geschäftsstellen 63 63 63
1) ohne entsandte Mitarbeiter
KENNZAHLEN ZUR BKS BANK-AKTIE
Gewinn pro Aktie 0,65 0,77 1,06
Dividende pro Aktie 0,23 0,23 0,251)
Stammaktie: Höchstkurs 18,5 19,8 17,2
Stammaktie: Tiefstkurs 16,8 16,5 15,0
Stammaktie: Schlusskurs 17,8 16,8 16,0
Vorzugsaktie: Höchstkurs 17,8 18,2 17,0
Vorzugsaktie: Tiefstkurs 15,4 16,9 13,4
Vorzugsaktie: Schlusskurs 17,7 17,0 14,3

1) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung der BKS Bank AG am 06. Mai 2020

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

KONJUNKTUR SCHWÄCHTE SICH 2019 AB, EINE REZESSION BLIEB JEDOCH AUS

Das globale Wachstum setzte den Ende 2018 begonnenen Rückgang weiter fort. Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2018 noch um 3,6 % gewachsen ist, wird das globale Wachstum im Jahr 2019 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei 2,9 % liegen.

Auch die US-amerikanische Wirtschaft ist 2019 verhaltener gewachsen als noch im Jahr davor. Das vierte Quartal blieb durch eine gedämpftere Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte hinter den Erwartungen zurück. Für das Gesamtjahr 2019 erreichte das BIP-Wachstum in den USA 2,3 %. Die Hauptgründe für den Konjunkturrückgang waren rückläufige Exporte, geringere Investitionen und ein etwas schwächerer privater Konsum.

Kräftig verlangsamt hat sich die Konjunkturentwicklung in China. Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit 6,1 % so langsam gewachsen wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Ökonomen führen das Schwächeln der chinesischen Wirtschaft auf das Nachlassen der Binnennachfrage sowie auf den Handelskonflikt mit den USA zurück.

Die Eurozone ist im Herbst 2019 mit einer Wachstumsrate von 0,1 % kaum noch gewachsen. Übers Gesamtjahr lag das BIP-Wachstum bei 1,2 %. Gebremst wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch einen erneuten Produktionsrückgang in der Industrie. Stimmungsindikatoren deuten allerdings darauf hin, dass der Tiefpunkt im Sektor durchschritten ist. Belastet wurde das Wachstum im vierten Quartal vor allem durch die schwache Entwicklung in Frankreich und Italien, in beiden Ländern ist die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,1 % bzw. 0,3 % geschrumpft.

Auch das Wachstum der österreichischen Wirtschaft verlor zuletzt deutlich an Schwung. Einer Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zufolge bremste sich das Wachstum der heimischen Wirtschaft im Jahr 2019 auf 1,6 % ein. Vor allem die Schwäche des Welthandels war für den Konjunkturrückgang verantwortlich, da Österreich als Exportnation besonders davon betroffen ist. Gestützt wurde das Wachstum jedoch weiterhin von öffentlichen sowie privaten Konsumausgaben.

PARADIGMENWECHSEL IN DER NOTENBANKPOLITIK VOLLZOGEN

Mario Draghi beendete im Herbst 2019 seine Tätigkeit als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Nachfolge trat Christine Lagarde an, die bis auf weiteres an der aktuellen Politik aus Null-Leitzins und Anleiheaufkäufen festhalten wird. Nachdem man gegen Ende des Jahres 2018 noch davon ausging, dass die Notenbankpolitik nach dem Auslaufen des Anleihenankaufprogrammes nun wieder etwas strikter werden würde, vollzog die Notenbank nur knapp ein Jahr später einen Paradigmenwechsel. Seit November 2019 kauft die EZB wieder monatlich Anleihen mit einem Volumen von 20 Mrd. EUR. Der Einlagenzins wurde im Jahr 2019 auf -0,5 % gesenkt. Ähnlich agierte auch die US-Notenbank. Nachdem der Leitzins seit 2015 in mehreren Schritten von 0,25 % auf 2,50 % erhöht wurde, führte die amerikanische Notenbank im Jahr 2019 das erste Mal seit einem Jahrzehnt wieder eine Zinssenkung durch und wiederholte diesen Schritt zwei weitere Male. Ende Dezember lag der US-Leitzins in einer Spanne von 1,50 % bis 1,75 %.

EIN GUTES JAHR FÜR ANLEGER

Das Jahr 2019 entpuppte sich trotz der schlechten Stimmung zum Jahresende 2018 als eines der besten Veranlagungsjahre des vergangenen Jahrzehnts. Allerdings war das Jahr nicht frei von Sorgen. Rezessionsängste, Brexit, wachsender Populismus in Europa und nicht zuletzt der amerikanisch-chinesische Handelskrieg hielten die Anleger dennoch in Atem. Doch gerade dies könnte einer der Gründe für die Erfolge an der Börse sein, verhinderte er doch, dass die Anleger allzu euphorisch und damit übermütig wurden. So verteuerten sich deutsche Aktien im Jahr 2019 um rund ein Viertel, während österreichische Aktien um rund 19 % zulegten. Europäische Aktien legten mit 28,0 % zu, ihr US-Pendant sogar um rund 31 %.

Aufgrund fallender Zinsen stiegen auch die Anleihenkurse. Euro-Staatsanleihen verteuerten sich im Vorjahr um rund 6 %. Zu den erfolgreichsten Anleihen-Segmenten zählten Hochzinsanleihen mit rund 10 % (EUR-Anleihen) bzw. 16 % (USD-Anleihen) Wertsteigerung sowie Schwellen-Länderanleihen in Hartwährung mit rund 16 %.

ROHSTOFFMÄRKTE ENTWICKELTEN SICH POSITIV

Die globale Rohstoffnachfrage erholte sich vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2019. Besonders hervor stach dabei die Entwicklung von Gold mit rund 21 % sowie Energierohstoffe mit rund 32 %. Auch andere Rohstoffe wie Industriemetalle oder Agrarrohstoffe entwickelten sich positiv, wenngleich die Dynamik mit rund 5 % bzw. 2 % deutlich geringer ausiel. Alle Performancezahlen verstehen sich in Euro.

EURO GAB GEGENÜBER DEN WICHTIGSTEN WÄHRUNGEN NACH

Der Euro wertete im Vorjahr gegenüber den meisten Leitwährungen ab. Das Verhältnis zum Schweizer Franken veränderte sich von 1,126 auf 1,086, ein Minus von rund 4 %. Gegenüber dem japanischen Yen fiel der Euro von 125,83 auf 121,77, was einen Verlust von 3 % bedeutete. Auch gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,147 auf 1,121 EUR je USD ab, ein Minus von 2 %. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro von 0,899 auf 0,846 EUR je GBP, ein Rückgang um 6,0 %. Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi wertete der Euro um 1 % von 7,867 auf 7,815 EUR je CNY ab. Einzig gegenüber der kroatischen Kuna, einer für unser Haus wichtigen Währung, wertete der Euro um 0,4 % leicht auf und notierte per Ende Dezember mit 7,442 HRK je EUR nach 7,411 je EUR zum Jahresende 2018. Kroatien nimmt seit 2020 am europäischen Wechselkurs-Mechanismus teil. Eine Einführung des Euro könnte frühestens 2023 erfolgen. In der Zwischenzeit sollte sich die Kuna in einer Spanne zwischen 7,4 und 7,7 Kuna je Euro bewegen.

PERFORMANCE EUROPÄISCHER AKTIENINDIZES

Aktionärsstruktur der BKS Bank

Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Satzungsgemäß ist das Grundkapital in 41.142.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Nominalwert von 2,- EUR je Aktie aufgeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.

ZUSAMMENSETZUNG DES KAPITALS

Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfallen 38,8 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 % der Stimmrechte. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil der Syndikatspartner betrug zum Jahresultimo 46,6 %.

BASISINFORMATIONEN ZUR BKS BANK-AKTIE
2018 2019
Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 41.142.900 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien ISIN AT0000624739 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 19,8/18,2 17,2/17,0
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,5/16,9 15,0/13,4
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/17,0 16,0/14,3
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 721,8 684,0
Dividende pro Aktie 0,23 0,251)
KGV Stamm-/Vorzugs-Stückaktie 21,9/22,1 15,1/13,5
Dividendenrendite Stamm-Stückaktie 1,37 1,56
Dividendenrendite Vorzugs-Stückaktie 1,35 1,75

1) Vorschlag an die 81. ordentliche Hauptversammlung am 06. Mai 2020

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH STIMMRECHTEN ZUM 31. DEZEMBER 2019

in %
1 Oberbank AG 19,3
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 19,5
3 Generali 3Banken Holding AG 7,8
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,1
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,6
6 UniCredit Bank Austria AG 6,1
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 24,2
8 Streubesitz 19,4

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH KAPITALANTEILEN ZUM 31. DEZEMBER 2019

in %
1 Oberbank AG 18,5
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9
3 Generali 3Banken Holding AG 7,4
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,0
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 1,0
6 UniCredit Bank Austria AG 6,6
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 23,2
8 Streubesitz 21,4

Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.

Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 614.614 Stamm-Stückaktien und 164.698 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,5 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,8 % nach Kapitalanteilen.

AKTIENRÜCKERWERB

Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Im Zeitraum von 03. April bis 17. April 2019 wurden davon 17.989 Stück zum Kurs von 17,- EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2019 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 96.011 Stück nach 14.000 Stück im Vorjahr.

LAUFENDE VERFAHREN

Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.

Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.

Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.

Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.

INFORMATIONEN ZUM ÖCGK UND ZUR BKS BANK IM INTERNET

Adressen im Internet
Österreichischer Corporate Governance Kodex www.corporate-governance.at
BKS Bank-Aktie www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie
Aktionärsstruktur www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur
Unternehmenskalender www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender
Hauptversammlung www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung
Corporate Governance –
Entsprechenserklärung der BKS Bank AG:
• Leitlinien für die Unabhängigkeit
• Bericht der BKS Bank zum Österreichischen
Corporate Governance Kodex
• Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG
betreffend Corporate Governance & Vergütung
• Satzung der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance
Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte
der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
Pressemitteilungen der BKS Bank www.bks.at/news-presse

Marktgebiete der BKS Bank

Die BKS Bank ist seit fast 100 Jahren am Markt erfolgreich. Sie wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Heute sind wir in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bankund Leasinggeschäft tätig. Das Bankgeschäft wird dabei über Auslandsdirektionen abgewickelt, während das Leasinggeschäft über eigene Leasinggesellschaften erfolgt. In Italien haben wir eine Repräsentanz.

ÖSTERREICH

Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Die innerösterreichische Expansion startete 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. 1990 haben wir den Schritt nach Wien gewagt, erst kürzlich haben wir unser 30-Jahr-Jubiläum gebührend gefeiert. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der "Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG" geschlossen. Von unseren 49 Filialen in Österreich befinden sich 20 in Kärnten, 12 in der Steiermark und 17 in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen und daher kaum Filialschließungen vornehmen werden.

Kärnten ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 41,7 % der Finanzierungen und 48,2 % des Einlagenvolumens werden in den Kärntner Niederlassungen gestioniert. In der Organisationseinheit Corporate Banking, die ebenfalls von Kärnten aus tätig ist, werden international tätige Großunternehmen betreut. Auf dieses Profit-Center entfielen zuletzt 12,5 % des Finanzierungsvolumens. Mit 549,5 Mitarbeitern (in PJ) zählt die BKS Bank zu den bedeutendsten Arbeitgebern im Lande.

In der Steiermark beschäftigen wir 71,6 Mitarbeiter (in PJ) und betreuen rund 24.400 Kunden. Die grüne Mark ist traditionell sehr industriell geprägt. Unser breites Know-how und die exzellenten Beratungsleistungen im Firmenkundengeschäft machen die BKS Bank auch in diesem Marktgebiet zu einem gefragten Bankpartner für Unternehmen.

In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass Wien 2027 zur Zwei-Millionen-Stadt werden wird. Mit dem Bevölkerungswachstum geht auch ein steigender Bedarf nach Bankdienstleistungen einher. Die BKS Bank konnte sich in den vergangenen Jahren als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. Die Herzlichkeit und Beziehungsstärke in Verbundenheit mit einem ausgezeichneten Angebot heben uns vom Mitbewerb ab und sind mit ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Kundenwachstum. Zum Jahresende 2019 betreuten 95,9 Mitarbeiter (in PJ) der Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland rund 26.000 Kunden.

SLOWENIEN

Slowenien ist heute die drittgrößte Vertriebsregion in der BKS Bank. Ein Großteil des Kundenwachstums im Jahr 2019 stammt aus diesem Gebiet, da wir 2018 und 2019 rund 34.000 Kunden von zwei Brokergesellschaften übernommen haben. Insgesamt vertrauen uns in Slowenien rund 50.000 Kunden, die von 126,6 Mitarbeitern (in PJ) in acht Filialen betreut werden. Der Sitz unserer Direktion Slowenien ist in Ljubljana.

Wir sind mit der Geschäftsentwicklung in Slowenien sehr zufrieden. Das Kreditvolumen stieg um 13,9 % auf 694,9 Mio. EUR, das Primäreinlagenvolumen um 12,4 % auf über 1,1 Mrd. EUR. Durch die Übernahmen der Kunden der beiden Brokergesellschaften avancierte die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister des Landes. Wir freuen uns, dass die Börse in Ljubljana uns zum aktivsten Mitglied 2019 kürte.

KROATIEN

Der Markteintritt der BKS Bank in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. starteten wir 2007 das Bankgeschäft. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz um je eine Stelle in Zagreb und Split erweitert, 2020 wird eine weitere Niederlassung in Zagreb folgen. Die Bankdirektion Kroatien betreut rund 5.720 Privat- und Firmenkunden und beschäftigt 59,5 Mitarbeiter (in PJ). Sie gestioniert ein Kreditvolumen von 276,7 Mio. EUR und ein Einlagenvolumen von 118,6 Mio. EUR.

SLOWAKEI

In der Slowakei sind wir seit 2007 aktiv. Die erste Bankniederlassung in der Slowakei wurde 2011 gegründet und hat ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir weitere Filialen. Insgesamt beschäftigen wir in der Slowakei 27,8 Mitarbeiter in PJ.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der BKS Bank AG lag mit 8,3 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2019 deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 (+4,3 %). Der kräftige Zuwachs resultierte maßgeblich aus den gestiegenen Forderungen an Kunden (+5,9 %). Bei den Primäreinlagen verzeichneten wir ebenfalls einen starken Anstieg (+7,1 %).

AKTIVA

Nachfrage nach Krediten ungebrochen hoch

Für unsere in- und ausländischen Kunden sind wir ein verlässlicher Finanzierungspartner mit Handschlagqualität. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unsere Kompetenz im Finanzierungsgeschäft eindrucksvoll unter Beweis stellen können und ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,6 Mrd. EUR erzielt. Trotz Konjunktureintrübung blieb die Investitionsbereitschaft der Unternehmer ungebrochen hoch und auch viele Privatkunden haben sich Wohnträume erfüllt. Wir vergaben ein Neugeschäftsvolumen bei Firmenkunden in Höhe von 1,3 Mrd. EUR und bei Privatkunden in Höhe von 0,3 Mrd. EUR. 21,0 % des Neugeschäftsvolumens entfielen auf unsere Auslandsmärkte.

Die Kundenforderungen erreichten zum 31. Dezember 2019 ein Gesamtvolumen in Höhe von 6,3 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von erfreulichen 5,9 % bedeutete.

ENTWICKLUNG FORDERUNGEN KUNDEN

Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging auch im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote – ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien – erreichte zum 31. Dezember 2019 einen Wert von 1,9 %, ein Rückgang in Höhe von 0,5 %-Punkten.

Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren reduzierte sich von 895,8 Mio. EUR um 1,5 % auf 882,2 Mio. EUR. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir Investitionen im Ausmaß von 39,9 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen und Verkäufe in Höhe von 52,1 Mio. EUR gegenüber. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar. Der Beteiligungsbestand konnte mit 126,5 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, betrug 550,8 Mio. EUR. Der hohe Bestand repräsentiert die gute Liquiditätssituation unserer Firmenkunden, die Überschüsse über den Jahresultimo veranlagten.

PASSIVA

Primäreinlagen erneut auf Rekordniveau

Die Primäreinlagen wiesen mit 6,7 Mrd. EUR (+7,1 %) erneut einen Rekordwert aus. Erst letztes Jahr haben wir die 6-Milliarden-Eruo-Schwelle übertroffen und im Geschäftsjahr 2019 haben wir den sehr guten Vorjahreswert mit knapp einer halben Milliarde Euro kräftig ausgebaut.

Auf der einen Seite freuen wir uns über den großen Zuspruch unserer Kunden, auf der anderen Seite belastet der hohe Primäreinlagenstand die Ertragslage. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei den Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,5 % zu zahlen. Der Zinssatz für die Einlagenfazilität wurde im September von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf -0,5 % gesenkt.

Die dominierende Position innerhalb der Primäreinlagen sind seit längerer Zeit die Sicht- und Termineinlagen, die um 8,7 % auf 4,4 Mrd. EUR kräftig gewachsen sind. Der Großteil davon stammt von Firmenkunden, die nach wie vor über hohe Liquiditätsstände verfügen. Aber auch immer mehr Privatkunden entscheiden sich für Veranlagungen im täglich fälligen Bereich oder mit kurzen Bindungsfristen.

In Österreich wiederum zählt das Sparbuch immer noch zu den beliebteren Sparformen. Und das, obwohl seit vielen Jahren eine Zinsflaute herrscht. Auch die jüngsten Berichte über einige österreichische Banken, die das klassische Sparbuch aus der Angebotspalette streichen wollen, lässt die Liebe zum Sparbuch nicht schmälern. Viele Anleger scheuen sich davor, in alternative Veranlagungsformen zu investieren. Wir werden daher auch künftig das klassische Sparbuch in unserem Angebot haben. Rechtzeitig zum Weltspartag haben wir ein "Grünes Sparbuch" aufgelegt, mit dem wir auch einen Beitrag zum aktiven Umwelt- und Klimaschutz leisten wollen. Mit diesen Einlagen werden ausschließlich umweltfreundliche Projekte finanziert. Insgesamt verwalten wir auf klassischen Sparbüchern ein Volumen in Höhe von 1,4 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert bedeutete das einen geringfügigen Rückgang von 1,1 %.

Anders ist die Entwicklung beim täglich fälligen Mein Geld-Konto. Immer mehr Privatkunden wollen bequem, flexibel und auch online über ihr Gespartes verfügen. Dementsprechend hat sich das Volumen auf dem Mein Geld-Konto von 326,8 Mio. EUR auf 385,4 Mio. EUR erhöht, ein Anstieg von rund 17,9 % im Vergleich zum Jahresende 2018.

ENTWICKLUNG PRIMÄREINLAGEN

Großes Anlegerinteresse bei eigenen Emissionen

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich. Vor allem bei institutionellen Anlegern erwies sich die BKS Bank als verlässliche und kompetente Emittentin. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 100,9 Mio. EUR an Privatplatzierungen, darunter 11,4 Mio. EUR als Nachrangkapital, begeben. Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr drei Nachrang-Obligationen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt. Das Anlegerinteresse war dank einer attraktiven Verzinsung sehr hoch, sodass eine Zeichnung binnen weniger Tage ausverkauft war. Bis zum 31. Dezember 2019 haben wir 52,7 Mio. EUR platziert. Ende 2018 haben wir eine AT 1-Anleihe zur Zeichnung aufgelegt, die wir 2019 weiter im Angebot gehabt haben. Von dieser haben wir im Berichtsjahr 11,7 Mio. EUR am Markt untergebracht.

Wir freuen uns, dass im Berichtsjahr das Volumen nachhaltiger Geldanlagen gestiegen ist. Dem vermehrten Kundeninteresse tragen wir Rechnung, indem wir das Angebot nachhaltiger Geldanlagebausteine sukzessive erweitern. So legten wir im Herbst unseren dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5 Mio. EUR auf. Das Besondere an der Emission: Das Emissionsvolumen wird ausschließlich für die Finanzierung von Vorhaben verwendet, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen. Insgesamt haben sich die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital auf 860,4 Mio. EUR erhöht, ein Zuwachs im Ausmaß von erfreulichen 14,0 %.

Eigenkapital gestiegen

Das Eigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2019 einen Anstieg um 5,2 % auf 710,1 Mio. EUR. Der Zuwachs beruhte auf der Zuschreibung des sehr guten Periodenergebnisses des abgelaufenen Wirtschaftsjahres. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio EUR.

Ertragslage

Die BKS Bank hat das Geschäftsjahr 2019 trotz unverminderter Herausforderungen für Banken mit einem sehr erfreulichen Ergebnis abgeschlossen. Dank unserer exzellenten Beratungsqualität und unserer hohen Innovationskraft, die wir insbesondere in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie gezeigt haben, sind wir im Kerngeschäft erneut kräftig gewachsen.

AUSGEZEICHNETE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die BKS Bank erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 45,6 Mio. EUR und übertraf das Vorjahresergebnis um 12,6 Mio. EUR (+38,3 %). Das starke Ergebnis baut auf mehreren positiven Entwicklungen auf. Besonders erfreulich ist, dass wir in allen wichtigen Ertragskomponenten zugelegt haben. Die gute wirtschaftliche Entwicklung führte außerdem zu einem weit geringeren Aufwand für Kreditrisikovorsorgen (-19,2 %). Wesentlich beigetragen haben darüber hinaus unsere verstärkten Akquisitionsund Beratungsleistungen.

Der Nettozinsertrag konnte mit 116,1 Mio. EUR auf dem Vorjahreswert gehalten werden. Die Zinserträge legten demnach um 1,4 % auf 134,8 Mio. EUR zu, konnten aber die höheren Zinsaufwendungen nicht vollständig kompensieren.

Der Druck auf die Margen hielt unvermindert an und forderte von unseren Kundenbetreuern viel Verhandlungsgeschick. Im Finanzierungsgeschäft gaben die Margen von 1,87 % auf 1,82 % nach. Im Einlagengeschäft sind wir bereits seit mehreren Jahren mit negativen Margen konfrontiert, die mit -0,13 % gegenüber 2018 weiter ins Negative abglitten.

Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sanken um 4,7 % auf 13,9 Mio. EUR. Grund dafür war der Rückgang aus Erträgen aus verbundenen Unternehmen (-1,5 Mio. EUR), welcher nicht vollständig durch die Erträge aus Beteiligungen (0,9 Mio. EUR) und aus Aktien kompensiert werden konnte.

HERVORRAGENDES ERGEBNIS IM PROVISIONSGESCHÄFT ERZIELT

Wir verfolgen das strategische Ziel, die Abhängigkeit vom zinstragenden Geschäft konstant zu reduzieren. Wir freuen uns sehr, dass die positive Entwicklung des Provisionsergebnisses (58,3 Mio. EUR; +8,9 %) bereits davon zeugt, dass unsere Aktivitäten zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes Wirkung zeigen.

Kräftiger Anstieg im Wertpapiergeschäft erreicht

Das Ergebnis im Wertpapiergeschäft entwickelte sich sehr positiv und belief sich zum Jahresultimo 2019 auf 15,9 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 20 % gegenüber dem Vorjahreswert. Die deutliche Ertragssteigerung ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen:

BKS Bank wurde größter Wertpapieranbieter in Slowenien

Im März 2019 haben wir erfolgreich rund 25.000 Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. übernommen. Mit diesem Zukauf haben wir unsere Marktstellung in Slowenien kräftig ausgebaut und sind zum größten slowenischen Wertpapieranbieter geworden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft wurde durch die erfolgreiche Expansion um 2,0 Mio. EUR gestärkt.

Vermögensverwaltung neu ausgerichtet

Im Berichtsjahr haben wir im Inland die Vermögensverwaltung grundlegend verändert und als Ergänzung der Produktpalette zwei neue vermögensverwaltende Publikums-Dachfonds gegründet. Die Neuausrichtung wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Das Volumen in der Vermögensverwaltung konnte von 183,0 Mio. EUR auf 209,0 Mio. EUR gesteigert werden, ein Zuwachs um 14,2 %. Darüber hinaus wirkte sich auch die positive Entwicklung der Finanzmärkte stimulierend auf das Anlegerverhalten aus.

Die zu Jahresbeginn noch zögerlichen Umsätze entwickelten sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte dynamischer und bescherten uns Zuwächse bei den Provisionseinnahmen. Die Kurswerte der bei der BKS Bank angeführten Wertpapierdepots lagen Ende 2019 bei 11,9 Mrd. EUR nach 8,3 Mrd. EUR im Vorjahr.

Ausgezeichnete Anlageberatung

Die BKS Bank ist eine mehrfach ausgezeichnete Beraterbank, die mit exzellenter Beratung und erstklassigem Produkt- und Serviceangebot überzeugt. Wir freuen uns sehr, dass uns diese Qualitäten auch immer wieder von unabhängigen Dritten bestätigt werden. Im Jänner 2019 haben wir den landesweiten ÖGVS-Test zur Anlageberatung gewonnen, den die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und das Magazin trend vergibt. Sechs überregionale und 14 regionale Filialbanken in Österreich wurden in Form von Mystery Shoppings in Hinblick auf Beratung, Transparenz, Service und Ambiente bewertet. Wir überzeugten zum wiederholten Male mit dem besten Gesamtpaket aus Top-Noten in allen Testkategorien und den passendsten Anlageempfehlungen und erreichten den ersten Platz.

Positive Entwicklung im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr

Vor allem das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen verlief im Berichtsjahr sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis um 3,5 % auf 21,5 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte unter anderem aus dem erfreulichen Zuwachs an neuen Kunden, die auf unsere langjährige Expertise im Bereich der Zahlungsdienste vertrauen.

Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr befindet sich durch die voranschreitende Digitalisierung in einem immer schneller werdenden Wandel. Zwar haben Bargeld und klassische Überweisungen nach wie vor einen hohen Stellenwert, werden aber immer mehr durch moderne digitale Angebote ersetzt. Gerade in diesem anspruchsvollen Umfeld sehen wir es als unsere Aufgabe, unseren Kunden mit modernen Zahlungsverkehrslösungen zur Seite zu stehen und auf Marktentwicklungen einzugehen. Erreichbarkeit, schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Fragen und Reklamationen sind dabei erfolgsentscheidene Faktoren.

Bargeldloses Bezahlen im Vormarsch

Ein Trend, der unaufhaltsam seinen Weg nimmt, ist das Bezahlen mit Karte. Die höchsten Transaktionszahlen verzeichnen wir in diesem Bereich. Vor allem die Kontaktlosfunktion ist binnen kürzester Zeit zu einer beliebten Bezahlmethode geworden. Hier zeichnet sich schon der nächste Wandel ab: Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist stark im Kommen. Wir haben mit der Einführung der BKS Bluecode App eine Vorreiterrolle bei modernen Zahlungsmethoden über Smartphones eingenommen. Die Anzahl an Kunden, die diese smarte Bezahlmethode verwenden, steigt seit der Einführung im Oktober konstant an.

VERWALTUNGSAUFWAND DURCH HÖHERE PERSONALAUFWENDUNGEN UND IKT-KOSTEN GESTIEGEN

Der Verwaltungsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 % auf 111,6 Mio. EUR. Die dominierende Position im Verwaltungsaufwand ist der Personalaufwand, der mit 69,2 Mio. EUR leicht zunahm (+3,4 %). Die Gründe für den Anstieg lagen zum einen in der deutlichen Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 3,0 %. Zum anderen führte der deutlich höhere Personalstand zum Anstieg der Aufwandsposition. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich gegenüber 2018 um 25 auf 841 Personaljahre, da vor allem die Übernahme von Wertpapierkunden in Slowenien auch eine Ausweitung der Personalressourcen erforderte.

Moderne Informationstechnologie erfordert laufende Investitionen

Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 42,4 Mio. EUR um 7,6 % über dem Niveau des Vorjahres. In dieser Position werden unter anderem die Aufwendungen für die Informationsund Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH abgebildet. Darüber hinaus investiert die BKS Bank direkt oder über die 3Banken IT GmbH jährlich in zahlreiche IKT-Projekte und in die Erneuerung der Hard- und Netzwerkinfrastruktur. Wie bereits mehrfach vermerkt, stand das Geschäftsjahr 2019 ganz im Zeichen der Digitalisierung. Wir haben eine Reihe von innovativen digitalen Produkten und Services auf den Markt gebracht, die unsere Ertragskraft stärken und gleichzeitig mit hohen finanziellen Ausgaben verbunden sind. Für die Umsetzung solcher Projekte und für den laufenden IKT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH mitverantwortlich.

Im Berichtsjahr wurden 154 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, realisiert bzw. bearbeitet. Darunter einige Projekte, die durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie z. B. PSD 2 oder Verbraucherzahlungsgesetz notwendig waren. Neben den bereits erwähnten Digitalisierungsprojekten gab es noch zahlreiche weitere IKT-Projekte wie die Übernahme der ALTA-Invest-Kunden in unsere Kernsysteme, die Einführung einer neuen Software für Kassenterminals oder die Erneuerung der Hardware-Infrastruktur in Slowenien.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 6,4 Mio. EUR (-6,0 % gg VJ). In dieser Position werden die regulatorischen Kosten, die Banken zu leisten haben, abgebildet. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds aufgewendet.

BETRIEBSERGEBNIS

In Summe sind die Betriebsaufwendungen gegenüber den Betriebserträgen etwas angestiegen. Dies spiegelt sich in einer leicht über dem Vorjahr liegenden Cost-Income-Ratio von 63,9 (Vorjahr: 62,4) wider. In Summe liegt das Betriebsergebnis mit 69,4 Mio. EUR um 1,9 % unter dem Vorjahr.

GERINGER BEDARF AN KREDITRISIKOVORSORGEN

Das Geschäftsjahr 2019 war durch eine entspannte Risikosituation im Kreditgeschäft geprägt. Der Kreditrisikobedarf entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr sehr gut und reduzierte sich von 24,4 auf 19,7 Mio. EUR. Das BGT wird auch durch die gute Performance der Börsen gestärkt.

JAHRESÜBERSCHUSS

Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss nach Steuern von 45,6 Mio. EUR nach 33,0 Mio. EUR (+38,3 %) im Vorjahr.

POSITIVE ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

Unter Berücksichtigung des hervorragenden Jahresergebnisses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum 31. Dezember 2019 folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich um 1,4 %-Punkte auf 6,7 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern legte auf 0,6 % zu.

Die Cost-Income-Ratio betrug 63,9 %. Die Berechnung der Nonperforming Loan-Quote (NPL-Quote) wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode des Risk Dashboards der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Die NPL-Quote nach EBA belief sich zum Jahresende 2019 auf 2,4 %1).

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) verbesserte sich um beachtliche 15,6 %-Punkte auf 144,9 %.

Damit wir unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wachstumsstrategie weiterhin erfolgreich umsetzen können, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Wir freuen uns, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das ausgezeichnete Ergebnis die Kapitalquoten kräftig gestärkt haben. Die Kernkapitalquote verbesserte sich um 0,5 %-Punkte auf 13,1 % und die Gesamtkapitalquote erreichte 16,9 %.

in % 2018 2019 ± in %-Pkte.
ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) 5,3 6,7 1,4
ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) 0,4 0,6 0,2
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 62,4 63,9 1,5
LCR-Quote 129,3 144,9 15,6
Kernkapitalquote 12,6 13,1 0,5
Gesamtkapitalquote 15,5 16,9 1,4

WICHTIGE UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

Eigenmittel

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2019 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen:

  • 5,5 % für das harte Kernkapital
  • 7,3 % für das Kernkapital und
  • 9,7 % für die Gesamtkapitalquote gesamt

Eigenmittelausstattung gestärkt

Das gute Ergebnis sowie die erfolgreiche Platzierung von Kapitalmaßnahmen wie beispielsweise die Emission einer AT 1-Anleihe haben die Eigenmittelausstattung deutlich gestärkt. Dementsprechend positiv haben sich die Eigenmittel entwickelt. Das harte Kernkapital erhöhte sich um 31,0 Mio. EUR auf 624,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 5,2 %. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von 11,8 % auf 12,1 %. Das zusätzliche Kernkapital nahm um 11,7 Mio. EUR auf 55,2 Mio. EUR zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 195,6 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 875,5 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 11,6 %. Die Gesamtkapitalquote erreichte demnach einen hervorragenden Wert von 16,9 %.

BKS BANK AG: EIGENMITTEL GEMÄS CRR

in Mio. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Grundkapital 83,7 83,4
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 569,8 598,1
Abzugsposten -59,9 -56,8
Hartes Kernkapital (CET1) 593,6 624,6
Harte Kernkapitalquote 11,8 % 12,1 %
AT1-Anleihe 43,5 55,2
Zusätzliches Kernkapital 43,5 55,2
Kernkapital (CET1 + AT1) 637,1 679,8
Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) 12,6 % 13,1 %
Ergänzungskapital 147,3 195,6
Eigenmittel insgesamt 784,5 875,5
Gesamtkapitalquote 15,5 % 16,9 %

Leverage Ratio entwickelte sich positiv

Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,7 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindest-quote von 3,0 % und den internen Benchmarkwert von > 5 %.

LEVERAGE RATIO

Risikomanagement

RISIKOPOLITIK UND RISIKOSTRATEGIE

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.

In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen.

ICAAP

Gemäß der Bestimmungen des §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.

ILAAP

Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst die Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

STRUKTUR UND ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie auch entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied.

Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.

Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.

Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig.

Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer vom Risikocontrolling durchgeführten Risikoanalyse in Form einer Risikomatrix durch das ICAAP-Gremium.

Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.

Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.

RISIKOGREMIEN

ICAAP-Gremium

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.

Aktiv-Passiv-Management-Gremium

Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.

Gremium zum operationalen Risiko

Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen getroffene Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.

Kreditrisiko-Jour fixe

In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jour fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.

INTERNE KAPITALAUSSTATTUNG IM GESAMTBANKRISIKOMANAGEMENT UND RISIKOTRAGFÄHIGKEIT (ICAAP)

Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.

Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotential, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.

Im vierten Quartal 2019 wurde ein Projekt zur Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse für die Umsetzung der Anforderungen des Leitfadens der EZB für den bankinternen Prozess zur Sicherstellung eines angemessenen ICAAPs gestartet.

STRESSTESTS IN DER GESAMTBANKRISIKOSTEUERUNG

Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.

WESENTLICHE RISIKEN

1. KREDITRISIKO

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

Steuerung der Kreditrisiken

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind. =

Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach das Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.

Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten.

KREDITRISIKOSTEUERUNG

1) Abteilung Kreditmanagement

2) BKS Service GmbH

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

4) Abteilung Vorstandsbüro

Bonitätseinstufung im Kreditrisiko

Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb der BKS Bank. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.

RATINGSTUFEN
AA Erstklassige beste Bonität
A1 Erstklassige hervorragende Bonität
1a Erstklassige Bonität
1b Sehr gute Bonität
2a Gute Bonität
2b Noch gute Bonität
3a Akzeptable Bonität
3b Noch akzeptable Bonität
4a Mangelhafte Bonität
4b Schlechte Bonität
5a Ausfall im Fortbetrieb
5b Ausfall – Notleidend
5c Ausfall – Uneinbringlich

Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,4 %1) (2018: 3,3 %). Grundlage für die Berechnung bildeten ab 30. Juni 2019 die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staatssektoren, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden gemäß Berechnungsschema des Risk Dashboards der EBA.

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken in den Ausfallsklassen wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien Rechnung getragen. Ein objektiver Hinweis auf eine eingetretene Wertminderung für eine Forderung liegt vor, wenn die Basel III-Ausfallskriterien eingetreten sind, d. h. wenn eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber dem Kreditinstitut mehr als 90 Tage überfällig ist oder eines der anderen Ausfallskriterien zutrifft.

Grundlage für die Bildung von Wertberichtigungen ist eine Richtlinie und ein standardisierter Prozess, nach dem für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt.

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen der Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus in der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kreditund Finanzinstitute sowie banknaher Hilfsdienste gelegt.

Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unserer Berichterstattung.

2. ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß Interest-Rate-Risk in the Banking Book und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.

STEUERUNG ZINSÄNDERUNGSRISIKO

2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.

3. CREDIT SPREAD-RISIKO

Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

4. AKTIENKURSRISIKO

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert.

STEUERUNG AKTIENKURSRISIKO

1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

5. RISIKEN AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.

6. LIQUIDITÄTSRISIKO

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

LIQUIDITÄTSRISIKOSTEUERUNG

2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

3)Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

Grundsätze des Liquiditätsmanagements

Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.

Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.

Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.

Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.

7. OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.

Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).

Alle drei Jahre findet ein Self-Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutzund Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Die Qualität der IKT-Infrastruktur wird mit der Quote der Systemverfügbarkeit gemessen.

Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.

Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling 2) Operationales Risiko-Gremium

8. MAKROÖKONOMISCHES RISIKO

Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.

9. RISIKO EINER ÜBERMÄSSIGEN VERSCHULDUNG

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,7 % (2018: 7,5 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der geplanten Mindestquote von 3 %.

10. SONSTIGE RISIKEN

Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:

  • Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
  • Reputationsrisiken
  • Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
  • Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
  • Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
  • Eigenkapitalrisiken
  • Verhaltensrisiken
  • Modellrisiko aus Marktpreisrisiken (Zinsänderungsrisiken, Risiken aus Fremdwährungspositionen, Aktienkursrisiken) und Kreditrisiken
  • ESG-Risiken

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontrollund Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.

Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Handbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse der BKS Bank entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.

Kontrollaktivitäten

Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet.

Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.

Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.

Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.

Information und Kommunikation

Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.

Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen

Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.

Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeitsund Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2019. Dieser ist unter www.bks.at/Nachhaltigkeit downloadbar.

Ausblick

KONJUNKTURERHOLUNG VERZÖGERT SICH

Die Prognosen für die Weltwirtschaft waren zu Beginn des Jahres vielversprechend. Wirtschaftsforscher rund um den Globus waren sich einig, dass die Konjunkturzeichen wieder auf Wachstum stünden. Mit der globalen Ausbreitung des Virus Covid-19 wurde eine Revision der bisherigen Wirtschaftserwartungen für das Jahr 2020 erforderlich.

Die Weltkonjunktur wird – ausgehend von China – vor allem im ersten Halbjahr 2020 schwächer ausfallen als zu Jahresanfang angenommen. Ein globales Wirtschaftswachstum von bisher geschätzten 3,3 % wird aller Voraussicht nach nicht zu halten sein. Der Internationale Währungsfonds hat Anfang März bekanntgegeben, dass durch die Ausbreitung des Coronavirus ein schwächeres Wachstum zu erwarten sei. Konkrete Wachstumszahlen nannte der IWF jedoch noch nicht, da die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft noch nicht abschätzbar sind. Die Einschätzung ist auch deshalb schwierig, weil die verschiedenen Branchen unterschiedlich stark von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind.

Die Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) hat als erste ihre globale BIP-Prognose von 2,9 % auf 2,4 % reduziert. Die Wirtschaftsdynamik wird durch die temporäre Unterbrechung von Lieferketten und die zeitweilige Schließung von Fabriken und Geschäften negativ beeinflusst. Sollte sich die Lage stabilisieren, dürfte die Konjunkturdynamik an den vormaligen Wachstumspfad anknüpfen. Gelingt das nicht, könnte das weltweite Wirtschaftswachstum um die Hälfte auf 1,5 % sinken und einige Länder, darunter Deutschland oder die USA, in eine Rezession schlittern lassen, so die Einschätzung der OECD Anfang März 2020. Auch die Welthandelsorganisation (WTO) erwartet durch die Corona-Epidemie einen substanziellen Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Die Aktienmärkte ließen sich von der allgemeinen Hysterie zunächst nicht anstecken. Das änderte sich in der letzten Feberwoche schlagartig, als die Börsen weltweit heftig korrigierten. Die New Yorker Börse verzeichnete die schlimmsten Kurseinbrüche seit Ausbruch der Finanzkrise. Die Aktienmärkte haben sich mittlerweile wieder stabilisiert, dennoch herrscht unter Investoren eine spürbare Verunsicherung. Wir rechnen in den kommenden Monaten mit einer erhöhten Volatilität an den internationalen Aktienmärkten.

Regierungen und Notenbanken rund um den Globus signalisieren Bereitschaft, notwendige Stützungsmaßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu setzen. Marktbeobachter rechnen damit, dass die wichtigsten Notenbanken gemeinsam vorgehen werden und konzentrierte Maßnahmen setzen werden. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bereits mit einer Zinssenkung um 0,5 % reagiert.

Die kurzfristigen Konjunkturaussichten sind durch die rasante globale Verbreitung des Coronavirus getrübt, mittel- bis langfristig bleibt der Ausblick jedoch positiv. Da die geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft weltweit stützen werden, dürfte die aktuelle Situation lediglich zu einer Delle im Wirtschaftsaufschwung führen.

HERAUSFORDERUNGEN FÜR BANKEN BLEIBEN ANSPRUCHSVOLL

Die angespannte Situation bei den Zinsen wird weiterhin Druck auf die Erträge im zinstragenden Geschäft ausüben. Eine markante Trendwende in der Zinspolitik ist – verstärkt durch die jüngsten Konjunktursorgen – in weite Ferne gerückt. Wir rechnen aber damit, dass wir das Niveau der Zinserträge im kommenden Geschäftsjahr halten werden können. Um die Abhängigkeit vom Zinsgeschäft zu reduzieren, fokussieren wir uns auch weiterhin auf den Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes.

Insbesondere durch unsere gestärkte Marktstellung in Slowenien erwarten wir im Wertpapiergeschäft deutliche Ergebniszuwächse, auch wenn die Börsenstimmung im aktuellen Geschäftsjahr insgesamt volatiler sein wird als im Vorjahr. Auch im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr haben wir wieder viel vor, um unsere Ertragskraft zu stärken. Schon in wenigen Wochen werden wir mit weiteren innovativen und smarten Bezahlmethoden auf den Markt gehen. Neben der Einführung von neuen digitalen Produkten und Dienstleistungen wollen wir neue Kunden gewinnen und den Einsatz unserer Sales-Experten erhöhen.

Im Finanzierungsgeschäft rechnen wir aufgrund der verzögerten Konjunkturerholung in beiden Kundensegmenten mit einer deutlich geringeren Dynamik bei der Kreditnachfrage. Bei den Kreditrisikovorsorgen versprechen wir uns aufgrund unserer verantwortungsbewussten Kreditvergabe eine moderate Entwicklung. Im Primäreinlagengeschäft wollen wir verstärkt durch die Emission von Anleihen wachsen und insbesondere institutionelle Anleger erreichen.

Wir haben nicht nur das operative Geschäft im Blick, sondern arbeiten auch konsequent an der Umsetzung strategischer Initiativen. Das Projektportfolio für die kommenden Monate beinhaltet eine Fülle von Initiativen, die wir konsequent umsetzen werden. Darunter finden sich Aufgaben wie die Umsetzung der Anforderungen aus dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums oder die Neuausrichtung der Risikotragfähigkeitsanalyse. Wir beschäftigen uns aber primär mit der Weiterentwicklung unseres digitalen Produkt- und Serviceangebotes. In wenigen Monaten werden wir eine Anwendung auf den Markt bringen, mit der Leasinggeschäfte digital abgeschlossen werden können. Auf unseren Auslandsmärkten planen wir die nächsten Expansionsschritte: Die Eröffnung eines zweiten Filialstandortes in Zagreb wird noch vor dem Sommer erfolgen und die Vorbereitungen für den Markteintritt in Serbien mit dem Leasinggeschäft laufen auf Hochtouren.

ERGEBNISENTWICKLUNG FÜR 2020 MIT UNSICHERHEITEN BEHAFTET

Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die Corona-Epidemie, mit den dadurch ausgelösten Marktturbulenzen, durch aufsichtsrechtliche oder konkurrenzbedingte Änderungen beeinträchtigt werden. Die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen war stabil, sodass wir derzeit noch von der Erreichung unserer gesetzten Ziele ausgehen. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das aktuelle Geschäftsjahr an.

In den Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit den von der UniCredit Bank Austria AG erhobenen Vorwürfen sind die Gerichte bisher erwartungsgemäß unserem Standpunkt gefolgt. Wir rechnen jedoch noch mit länger dauernden Auseinandersetzungen, die dementsprechende Ressourcen binden werden.

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Lagebericht Lagebericht

BKS Bank Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

in EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in EUR ± in %
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken
und Postgiroämtern
571.952.874,18 550.746.919,88 -21.205.954,30 -3,7
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung
bei der Zentralnotenbank zugelassen sind 652.797.103,25 624.208.162,13 -28.588.941,12 -4,4
3. Forderungen an Kreditinstitute 134.341.072,76 159.065.933,75 24.724.860,99 18,4
a) täglich fällig 25.530.395,19 28.928.369,87 3.397.974,68 13,3
b) sonstige Forderungen 108.810.677,57 130.137.563,88 21.326.886,31 19,6
4. Forderungen an Kunden 5.984.095.336,23 6.338.491.497,16 354.396.160,93 5,9
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
243.004.269,91 258.008.405,18 15.004.135,27 6,2
a) von öffentlichen Emittenten 5.121.232,88 5.120.901,64 -331,24 -0,0
b) von anderen Emittenten 237.883.037,03 252.887.503,54 15.004.466,51 6,3
darunter: eigene Schuldverschreibungen 12.023.693,60 14.162.487,58 2.138.793,98 17,8
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 53.560.778,29 50.034.464,73 -3.526.313,56 -6,6
7. Beteiligungen 127.560.106,09 126.530.426,61 -1.029.679,48 -0,8
darunter: an Kreditinstituten 118.057.562,91 118.057.562,91 - -
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 79.690.731,02 81.338.665,28 1.647.934,26 2,1
darunter: an Kreditinstituten - - - -
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage
vermögens
3.515.553,00 10.692.180,80 7.176.627,80 > 100
10. Sachanlagen 31.824.290,41 32.374.992,71 550.702,30 1,7
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut
im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 14.302.443,52 14.836.227,88 533.784.36 3,7
11. Sonstige Vermögensgegenstände 24.313.103,24 9.445.130,85 -14.867.972,39 -61,2
12. Rechnungsabgrenzungsposten 5.032.293,69 6.068.969,87 1.036.676,18 20,6
13. Aktive latente Steuern 6.704.235,11 8.744.653,81 2.040.418,70 30,4
7.918.391.747,18 8.255.750.402,76 337.358.655,58 4,3

POSTEN UNTER DER BILANZ

in EUR 31.12.2018 31.12.2019
1.
Auslandsaktiva
2.288.847.302,98 2.566.899.550,96 278.052.247,98 12,1

BKS Bank Bilanz zum 31. Dezember 2019

PASSIVA

in EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in EUR ± in %
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 850.708.587,18 699.237.792,15 -151.470.795,03 -17,8
a) täglich fällig 50.445.155,39 61.860.058,44 11.414.903,05 22,6
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 800.263.431,79 637.377.733,71 -162.885.698,08 -20,4
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.484.930.967,69 5.822.713.459,46 337.782.491,77 6,2
a) Spareinlagen 1.428.486.645,44 1.412.638.661,43 -15.847.984,01 -1,1
aa) täglich fällig 847.629.135,74 876.282.212,48 28.653,076,74 3,4
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 580.857.509,70 536.356.448,95 -44.501.060,75 -7,7
b) sonstige Verbindlichkeiten 4.056.444.322,25 4.410.074.798,03 353.630.475,78 8,7
ba) täglich fällig 3.124.516.187,43 3.335.457.160,32 210.940.972,89 6,8
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 931.928.134,82 1.074.617.637,71 142.689.502,89 15,3
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 574.749.159,67 629.510.409,43 54.761.249,76 9,5
a) begebene Schuldverschreibungen 503.386.777,53 558.122.544,76 54.735.767,23 10,9
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 71.362.382,14 71.387.864,67 25.482,53 0,0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 20.184.958,37 18.899.180,89 -1.285.777,48 -6,4
5. Rechnungsabgrenzungsposten 2.061.255,11 2.296.337,51 235.082,40 11,4
6. Rückstellungen 86.720.500,35 86.087.448,03 -633.052,32 -0,7
a) Rückstellungen für Abfertigungen 23.303.562,20 23.826.024,75 522.462,55 2,2
b) Rückstellungen für Pensionen 38.372.215,00 36.993.308,00 -1.378.907,00 -3,6
c) Steuerrückstellungen 3.897.640,21 3.227.008,55 -670.631,66 -17,2
d) Sonstige 21.147.082,94 22.041.106,73 894.023,79 4,2
7. Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
180.044.387,15 230.843.304,21 50.798.917,06 28,2
8. Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 44.330.399,19 56.049.722,54 11.719.323,35 26,4
9. Gezeichnetes Kapital 85.885.800,00 85.885.800,00 - -
abzüglich Nennbetrag eigener Aktien -1.700.324,00 -1.750.646,00 -50.322,00 -3,0
10. Gebundene Kapitalrücklagen 243.586.795,78 243.586.795,78 - -
11. Gewinnrücklagen 253.444.004,91 286.752.078,67 33.308.073,76 13,1
a) gesetzliche Rücklage 503.410,04 503.410,04 - -
b) andere Rücklagen 252.940.594,87 286.248.668,63 33.308.073,76 13,2
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 83.300.000,00 84.500.000,00 1.200.000,00 1,4
13. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 10.145.255,78 11.138.720,09 993.464,31 9,8
7.918.391.747,18 8.255.750.402,76 337.358.655,58 4,3

POSTEN UNTER DER BILANZ

in EUR 31.12.2018 31.12.2019 ± in EUR ± in %
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten 428.233.602,43 467.303.736,53 39.070.134,10 9,1
2. Kreditrisiken 1.361.273.425,93 1.337.896.567,64 -23.376.858,29 -1,7
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 79.725.829,76 91.033.799,74 11.307.969,98 14,2
4. Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
784.460.911,27 875.473.502,22 91.012.590,95 11,6
darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
147.331.558,99 195.647.789,38 48.316.230,39 32,8
5. Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag)
5.054.082.385,61 5.176.382.412,34 122.300.026,73 2,4
darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1
lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in % 11,8% 12,1% 0,28% 2,4
lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in % 12,6% 13,1% 0,50% 4,0
lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in % 15,5% 16,9% 1,40% 9,0
6. Auslandspassiva 1.441.283.975,21 1.497.387.017,35 56.103.042,14 3,9

BKS Bank Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in EUR 2018 2019 ± in EUR ± in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
132.925.193,18
15.884.877,06
134.762.890,99
14.071.305,73
1.837.697,81
-1.813.571,33
1,4
-11,4
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.650.790,34 18.681.901,07 2.031.110,73 12,2
I. Nettozinsertrag 116.274.402,84 116.080.989,92 -193.412,92 -0,2
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 14.592.257,56 13.908.490,74 -683.766,82 -4,7
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und
nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.423.414,74 1.370.686,88 -52.727,86 -3,7
b) Erträge aus Beteiligungen 7.992.908,51 8.855.468,36 862.559,85 10,8
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 5.175.934,31 3.682.335,50 -1.493.598,81 -28,9
4. Provisionserträge 57.668.263,75 63.380.843,90 5.712.580,15 9,9
5. Provisionsaufwendungen 4.180.142,72 5.111.219,76 931.077,04 22,3
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 1.040.488,35 720.089,87 -320.398,48 -30,8
7. Sonstige betriebliche Erträge 2.838.872,87 3.487.560,80 648.687,93 22,9
II. Betriebserträge 188.234.142,65 192.466.755,47 4.232.612,82 2,2
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 106.321.943,07 111.596.264,22 5.274.321,15 5,0
a) Personalaufwand 66.891.643,19 69.178.636,89 2.286.993,70 3,4
darunter:
aa) Löhne und Gehälter 47.368.040,62 48.724.116,31 1.356.075,69 2,9
ab) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene
soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 11.972.194,48 12.359.439,18 387.244,70 3,2
ac) sonstiger Sozialaufwand 2.520.214,13 2.308.150,44 -212.063,69 -8,4
ad) Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung
4.386.233,73 4.450.055,02 63.821,29 1,5
ae) Dotierung der Pensionsrückstellung -1.788.755,00 -1.378.907,00 409.848,00 22,9
af) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 2.433.715,23 2.715.782,94 282.067,71 11,6
b) Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) 39.430.299,88 42.417.627,33 2.987.327,45 7,6
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und
10. 10 enthaltenen Vermögensgegenstände
Sonstige betriebliche Aufwendungen
4.382.121,74
6.785.789,27
5.091.289,19
6.380.559,65
709.167,45
-405.229,62
16,2
-6,0
III. Betriebsaufwendungen 117.489.854,08 123.068.113,06 5.578.258,98 4,7
IV. Betriebsergebnis 70.744.288,57 69.398.642,41 -1.345.646,16 -1,9
11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen
zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für
Kreditrisiken -41.714.598,83 -30.121.994,86 11.592.603,97 -27,8
12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf
Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual
verbindlichkeiten und für Kreditrisiken 12.900.345,60 15.798.658,02 2.898.312,42 22,5
13. Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanz
anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und
Anteile an verbundenen Unternehmen -743.989,00 -1.092.080,95 -348.091,95 -46,8
14. Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie
Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligungen
und Anteile an verbundenen Unternehmen 1.131.709,67 2.407.578,95 1.275.869,28 > 100
V. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 42.317.756,01 56.390.803,57 14.073.047,56 33,3

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in EUR 2018 2019 ± in EUR ± in %
V. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 42.317.756,01 56.390.803,57 14.073.047,56 33,3
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 8.001.635,10 9.311.575,52 1.309.940,42 > 100
darunter: latente Steuern -1.642.083,24 -2.043.476,54 -401.393,30 -24,4
16. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen 1.349.397,29 1.498.612,70 149.215,41 11,1
VI. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 32.966.723,62 45.580.615,35 12.613.891,73 38,3
17. Rücklagenbewegung 23.259.318,77 34.909.662,76 11.650.343,99 50,1
darunter: Dotierung Haftrücklage 2.500.000,00 1.200.000,00 -1.300.000,00 -52,0
VII. Jahresgewinn 9.707.404,85 10.670.952,59 963.547,74 9,9
18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 437.850,93 467.767,50 29.916,57 6,8
VIII. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 10.145.255,78 11.138.720,09 993.464,31 9,8

Anhang BKS Bank AG

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Grundlagen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.

Wertpapiere

Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt.

Risikovorsorge: Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bildung von Wertberichtigungen erfolgt auf der Grundlage einer internen Richtlinie auf Basis eines standardisierten Prozesses, in Rahmen dessen für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt. Für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen werden Wertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien gebildet. Vom Bewertungsspielraum gemäß § 57 Abs. 1 BWG wurde Gebrauch gemacht. Weiters wurde eine Portfoliowertberichtigung auf Basis statistisch ermittelter Bewertungsfaktoren gebildet. Hierbei werden Verluste erfasst, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Bei der Bewertung von Forderungen gegenüber Risikoländern kommen höhere Abschläge bei den Sicherheiten zum Ansatz.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten.

Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell).

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 400,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt.

Derivative Geschäfte

Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen. Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit

am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 7.722 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.388 Tsd. EUR) enthalten.

Eigene Emissionen

Agio und Disagio aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der interne Zinsfuß herangezogen. Im Berichtsjahr wurden keine fundierten Bankschuldverschreibungen (Vorjahr: 40 Mio. EUR) begeben.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG seit dem Geschäftsjahr 2014 die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens ("Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches") vorgenommen. Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Zinssatzes und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2019 wurde der Berechnung ein Zinssatz von 2,17% (Vorjahr: 2,52%) zu Grunde gelegt. Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und dieser mit 2,09% (Vorjahr: 2,17%) errechnet. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden seit dem Jahr 2005 im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. 2018 wurden die neuen "AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" veröffentlicht, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten (neue Sterbetafel). Diese Rechnungsgrundlagen sind relevant für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Zusätzliches Kernkapital

Im Berichtsjahr wurden 11,7 Mio. EUR zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2019 betrug 56,0 Mio. EUR (Vorjahr: 44,3 Mio. EUR).

Steuerliche Verhältnisse

Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H sowie seit 2019 die BKS Service GmbH und die BKS 2000 GmbH. Eine Steuerumlage wird nur mit der BKS 2000 GmbH verrechnet, mit den anderen Gruppenmitgliedern liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die Steuerumlagevereinbarung mit der BKS 2000 GmbH ist als "stand alone" (Belastungsmethode) ausgestaltet, das bedeutet, die Steuerumlage entspricht im Wesentlichen der Körperschaftssteuer.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In dem im Berichtsjahr durchgeführten Schiedsverfahren zwischen der Generali 3Banken Holding AG (G3BH) und der BKS Bank wurde im Februar 2020 der Schiedsspruch gefällt. In diesem Schiedsverfahren hat sich das Schiedsgericht sowohl mit dem von der UniCredit Bank Austria (UCBA) in ihren gegen die BKS Bank angestrengten Gerichtsverfahren vertretenen Rechtsansichten, die die BKS Bank im Schiedsverfahren umfassend vorgetragen hatte, eingehend auseinandergesetzt, als auch mit der Rechtsansicht der BKS Bank und jener der G3BH.

Das Schiedsgericht hat nunmehr ausgesprochen, dass

  • die G3BH nicht verpflichtet ist, die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen der 3Banken geleisteten Großmutterzuschüsse an die BKS Bank zurückzuzahlen;
  • hinsichtlich der Teilnahmen der G3BH an den Kapitalerhöhungen der BKS Bank das Kapital jeweils ordnungsgemäß aufgebracht worden ist;
  • daher die BKS Bank verpflichtet ist, die von der G3BH im April 2019 nochmals getätigten Einlageleistungen samt Zinsen an die G3BH zurückzuzahlen; und schließlich,

• dass die Kapitalerhöhungen der BKS Bank der Vergangenheit rechtmäßig waren und die von UCBA vertretene Mehrleistungsthese einer gesetzlichen Grundlage entbehrt.

Im Sonderprüfungsverfahren der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank hat das Landesgericht Klagenfurt im Februar 2020 den Antrag auf Sonderprüfung abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichtes stehen die wechselseitigen Beteiligungen und deren Finanzierung nicht im Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung und einschlägigen Rechtsprechung. Eine von den Antragstellern behauptete Unredlichkeit der Organe der BKS Bank konnte das Gericht ausdrücklich nicht feststellen.

Hinsichtlich der Rechtsstreitigkeiten der 3Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. verweisen wir auch auf Punkt 3. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen.

Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.

III. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden.

Laufende Verfahren

Am 06. Juni 2019 brachten die beiden Minderheitsaktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen einige, von der Hauptversammlung mehrheitlich gefasste Beschlüsse bzw. gegen einen mehrheitlich abgelehnten Beschluss eine Anfechtungsklage beim Landesgericht Klagenfurt ein. Angefochten wurden die Beschlüsse über die Entlastung aller im Jahr 2018 amtierenden Mitglieder des Vorstandes der BKS Bank sowie die Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates. Weiters wurde der Beschluss angefochten, mit welchem die Hauptversammlung den von den beiden Klägerinnen eingebrachten Antrag auf Durchführung einer Sonderprüfung bis in das Jahr 1994 zurück mehrheitlich abgelehnt hatte.

Am 18. Juni 2019 haben die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. ebenfalls beim Landesgericht Klagenfurt einen Antrag auf Bestellung eines gerichtlichen Sonderprüfers gemäß § 130 Abs. 2 AktG eingebracht. Die Sonderprüfung solle sich laut diesem Antrag ebenfalls auf alle seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen erstrecken. Das Landesgericht Klagenfurt hat mittlerweile den Sonderprüfungsantrag der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. abgewiesen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.

Die UniCredit hat Ende Februar 2020 bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, mit denen überprüft werden soll, ob die bei den 3 Banken bestehenden Aktionärssyndikate eine übernahmerechtliche Angebotspflicht verletzt haben. Die Übernahmekommission hat am 06. März 2020 bekannt gegeben, dass sie ein Nachprüfungsverfahren gemäß § 33 ÜbG eingeleitet hat. Die BKS Bank ist von diesen Verfahren als Mitglied der Syndikate der Kernaktionäre der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (kurz: "BTV") und der Oberbank AG (kurz: "OBK") unmittelbar betroffen.

Die Übernahmekommission hat sich bereits im Jahr 2003 mit den Syndikaten der 3 Banken befasst und diese nicht bemängelt. Die UniCredit erhebt den Einwand, dass sich seitdem die Zusammensetzung und Willensbildung der Syndikate verändert und dass sich die Stimmgewichte in übernahmerechtlich relevanter Weise erhöht hätten. Dadurch sei eine Angebotspflicht ausgelöst worden.

Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass auch eine neuerliche übernahmerechtliche Prüfung keine Angebotspflicht ergeben wird. Auch konnten keine relevanten bilanziellen Auswirkungen festgestellt werden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

BILANZVOLUMEN IN FREMDER WÄHRUNG

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Aktiva 265.045 224.588
Passiva 287.584 291.597

FRISTENGLIEDERUNG

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
bis 3 Monate 1.101.467 1.097.853
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 508.358 658.465
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.893.124 1.104.007
mehr als 5 Jahre 3.274.290 4.276.215

Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:

in Tsd. EUR
31.12.2018
31.12.2019
bis 3 Monate
496.244
395.025
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
882.552
995.461
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
1.199.612
1.058.321
mehr als 5 Jahre
524.314
629.816

WERTPAPIERE

Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2019 stille Lasten in Höhe von 57 Tsd. EUR (Vorjahr: 355 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.

AUFGLIEDERUNG STILLER LASTEN IM ANLAGEVERMÖGEN

31.12.2018 31.12.2019
in Tsd. EUR Buchwert Marktwert Stille Last Buchwert Marktwert Stille Last
Schuldtitel öffentlicher Stellen 29.904 29.549 355 - - -
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere - - - 5.955 5.898 57
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere - - - - - -
Summe 29.904 29.549 355 5.955 5.898 57

Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2019 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0).

AUFGLIEDERUNG DER WERTPAPIERE UND BETEILIGUNGEN NACH BÖRSENOTIERUNG (OHNE STÜCKZINSEN)

31.12.2018 31.12.2019
in Tsd. EUR Pos.
Nr.
börsen
notiert
nicht börsen- notiert börsen
notiert
nicht börsen- notiert
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 14.848 38.712 3.901 46.133
Beteiligungen 7. 109.273 18.287 109.273 17.257

Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.

Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Schuldtitel öffentlicher Stellen 2. 145 459
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5. 18 25
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. - 2.787
Summe 163 3.271

Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5. 175.530 188.484

Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5. 64.785 66.948
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 14.848 3.902

FÄLLIGE SCHULDVERSCHREIBUNGEN

Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Schuldverschreibungen, Schuldtitel öffentlicher Stellen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
2. und 5. 51.842 25.988
Verbriefte Verbindlichkeiten 3. 48.700 51.000

ERFOLGE VERANLAGUNGEN IN INVESTMENTFONDS

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Ausschüttungserträge
• inländische 676 551
• ausländische 274 349
Summe 950 900
Zu- und Abschreibungen
• inländische -2.921 1.866
• ausländische -1.272 802
Summe -4.193 2.668
Kurserfolge aus Verkäufen 113 1.967
Summe 113 1.967
Summe Erfolge aus Investmentfonds -3.130 5.535

SONSTIGE ANGABEN ZU VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN

Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Forderungen an Kunden 4. 40 -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 3.634 3.634

In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:

in Tsd. EUR
Verbindlichkeiten Vermögensgegenstände 31.12.2018 31.12.2019
Mündelgelder gemäß § 230a ABGB Wertpapiere 11.876 11.876
Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel Wertpapiere 1.575 1.575
Kaution für Handel an EUREX Wertpapiere/Cash Collateral 749 3.987
Sicherheiten Xetra Wertpapiere 3.937 3.937
Pfandsperre Euro-Clear Wertpapiere 10.000 10.000
Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung Kredite 296.943 297.863
Eurex Repo (GC Pooling) Wertpapiere 3.552 3.485
Margin Finanztermingeschäfte Cash Collateral 4.135 6.127
Hypothekarischer Deckungsstock Kredite 261.049 293.161
Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen Kredite 9.920 8.540
Solidarfonds OeKB Cash Collateral 60 75
An die ÖeKB zedierte Forderungen Kredite 56.502 76.356

In den Forderungen an Kreditinstitute sind keine eigenen, nicht börsennotierten Schuldverschreibungen im Nostrobestand enthalten (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).

DETAILS WESENTLICHER WERTE IN DEN SONSTIGEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN

in Tsd. EUR Pos. Nr. 12. 31.12.2018 31.12.2019
Steuerverrechnung 8.547 1.502
Verrechnung mit verbundenen Unternehmen 9.579 2.118
Sonstige 4.897 4.753
Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten 1.290 1.072
Summe 24.313 9.445

Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) als Erträge erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

DETAILS WESENTLICHER WERTE IN DEN SONSTIGEN VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR Pos. Nr. 4.
31.12.2018
31.12.2019
Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten 1.629 2.222
Verbindlichkeiten Finanzamt 976 1.360
KESt-Verbindlichkeiten 1.304 814
Sozialversicherungsbeiträge 1.537 1.490
Verbindlichkeiten Auslandsdirektionen 5.982 2.957
Sonstige 8.757 10.056
Summe 20.185 18.899

Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 16,7 Mio. EUR (Vorjahr 18,6 Mio. EUR) erst nach dem Abschlussstichttag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital Anteil BKS Bank
in %
bzw. -fehlbetrag Jahresüberschuss
in Mio. EUR 2018 2019 direkt indirekt 2018 2019
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 18,87 19,26 100,00 - 0,17 0,39
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt 2,03 2,03 99,75 0,25 1,20 0,89
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 14,10 15,97 100,00 - 2,03 1,86
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 5,18 5,85 100,00 - 0,87 0,66
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungs
gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt
6,93 7,51 100,00 - 0,99 0,58
IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt 0,05 0,06 100,00 - 0,01 -
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungs
gesellschaft m.b.H., Klagenfurt1)
4,27 4,51 - 100,00 0,29 0,24
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H.,
Klagenfurt
3,22 3,22 100,00 - 0,96 0,49
BKS Service GmbH, Klagenfurt 0,04 0,04 100,00 0,02 -0,01
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH,
Klagenfurt
28,10 24,62 100,00 - 4,51 1,81
Oberbank AG, Linz 1.959,87 2.085,50 14,21 - 156,84 162,27
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck 1.071,98 1.108,01 13,59 - 142,10 45,87
Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz 8,89 8,89 25,00 - - -
3 Banken IT GmbH, Linz 3,64 3,66 30,00 - 0,04 0,02
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 8,29 2,41 - 30,00 0,52 0,13
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt 0,23 0,31 99,00 1,00 0,04 0,08
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH,
Klagenfurt
3,05 4,34 100,00 - 0,06 1,29
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt 0,12 0,13 100,00 - 0,01 0,01
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt 0,03 0,03 100,00 - -0,02 -
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Inns
bruck
0,81 0,87 30,00 - 0,27 0,32
PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt 4,01 4,01 100,00 - 0,02 -
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. 31,87 21,84 30,0 18,79 2,97

LISTE AUSGEWÄHLTER BETEILIGUNGEN UND ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

1) Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines

nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR.

Das in der vorigen Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils den Jahresabschlüssen zum 31.12.2019 bzw. 31.12.2018 entnommen.

Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 3. 2.533 4.518
Forderungen an Kunden 4. 7.221 8.416
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1. 162.539 199.928
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2. 13.444 388
Sonstige Verbindlichkeiten 4. - 3.688

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Aktiva
Forderungen an Kunden 4. 469.152 550.221
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 3.634 3.634
Sonstige Vermögensgegenstände 11. 9.678 2.118
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1. - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2. 21.026 19.400
Sonstige Verbindlichkeiten 4. 476 229
Ergänzungskapital 7. 20.000 20.117

Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 493 Tsd. EUR (Vorjahr: 956 Tsd. EUR), von der BKS-Leasing GmbH 889 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.204 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, -8 Tsd. EUR (Vorjahr: 16 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet. Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH und der BKS-Leasing GmbH sowie seit diesem Jahr mit der BKS Service GmbH und der BKS 2000 GmbH. Die Steuerumlage mit der BKS 2000 GmbH beläuft sich auf TEUR 11. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt, wurde mit Wirkung zum 15.12.2019 einvernehmlich aufgelöst.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert in der Bilanz von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.967 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.967 Tsd. EUR). Der unter den Sachanlagen ausgewiesene Wert "davon Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner betrieblichen Tätigkeit genutzt werden" wurde um selbst genutzte Einbauten in fremde Gebäude erhöht. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Der Anstieg bei den immateriellen Vermögenswerten ist auf die Aktivierung des Kundenstocks mit rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. in Slowenien zurückzuführen. Durch die Übernahme im ersten Halbjahr 2019 kam es zu einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte von 6,9 Mio. EUR.

AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN

in Tsd. EUR 2018 2019
Aktive Steuerlatenz
Sachanlagen 567 479
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.292 2.163
Beteiligungen 200 -
Pauschalwertberichtigung § 57/1 BWG 2.000 8.000
Langfristige Personalrückstellungen 23.375 23.998
Sonstige Rückstellungen 408 334
Bemessungsgrundlage Aktive Steuerlatenz 28.842 34.974
• hiervon 25% 7.211 8.744
Passive Steuerlatenz
Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke 5.006 4.883
Bemessungsgrundlage Passive Steuerlatenz 5.006 4.883
• hiervon 25% 1.252 1.221
Aktivseitiger Überhang Inland 5.959 7.523
Aktivseitiger Überhang Kroatien 18% 745 1.222
Aktiver Überhang insgesamt 6.704 8.745

Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 2.043 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.642 Tsd. EUR).

EIGENKAPITAL UND EIGENKAPITALÄHNLICHE VERBINDLICHKEITEN

Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2018 31.12.2019
Stück in Tsd. EUR Stück in Tsd. EUR
Stammaktien 41.142.900 82.286 41.142.900 82.286
Vorzugsaktien 1.800.000 3.600 1.800.000 3.600
in Summe 42.942.900 85.886 42.942.900 85.886

Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 908.816 Stück, das sind 2,12% des Grundkapitals (Vorjahr: 868.678 Stück, das sind 2,02%).

ZUSAMMENSETZUNG DES ERGÄNZUNGSKAPITALS
in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019 Gesamtlaufzeit
Var. Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP 2.350 2.350 15 Jahre
Stufenzins-Ergänzungskapital-Obligation 2008-2020/4 15.000 15.000 12 Jahre
Stufenzins-Ergänzungskapital Obligation 2010-2020/2 16.000 16.000 10 Jahre
6,10 % Ergänzungskapital-Obligation 2010/PP 20.000 20.000 unbegrenzt
4 3/4 % Ergänzungskapital-Obligation 2011-2019/3 20.000 - 8 Jahre
5 % Nachrangige Obligation 2014-2023/2 20.000 20.000 9 Jahre
4 % Nachrangige Obligation 2015-2025/2 20.000 20.000 10 Jahre
2 3/4 % Nachrangige Obligation 2016-2024/2 20.000 20.000 8 Jahre
3 % Nachrangige Obligation 2017-2027/4 20.000 20.000 10 Jahre
3,43 % Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP 13.000 13.000 10 Jahre
2 1/4 % Nachrangige Obligation 2018-2026/3 10.533 17.287 8 Jahre
4,54 % Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP - 8.000 15 Jahre
3 % Nachrangige Obligation 2019-2029/3 - 20.000 10 Jahre
3 % Nachrangige Obligation 2019-2030/4 - 20.000 11 Jahre
3,85 % Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP - 3.400 15 Jahre
3 1/8 % Nachrangige Obligation 2019-2031/5 - 12.655 11,5 Jahre
Summe Ergänzungskapital 176.883 227.692

Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 7.513 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.480 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2020 werden 31,0 Mio. EUR Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR).

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)

in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Zinssatzverträge 40.000 107.664 191.330
Zinsswaps 40.000 107.664 191.330
• Kauf 20.000 53.832 95.665
• Verkauf 20.000 53.832 95.665
Optionen auf zinsbezogene Instrumente - - -
• Kauf - - -
• Verkauf - - -
Wechselkursverträge 842.872 184.010 -
Devisentermingeschäfte 506.066 - -
• Kauf 252.209 - -
• Verkauf 253.857 - -
Kapitalmarktswaps - 184.010 -
• Kauf - 91.878 -
• Verkauf - 92.132 -
Geldmarktswaps (Devisenswaps) 336.806 - -
• Kauf 168.779 - -
• Verkauf 168.027 - -
Wertpapierbezogene Geschäfte - - -
Aktienoptionen - - -
• Kauf - - -
• Verkauf - - -

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
10.090 - 872
- - -
- - -
- - -
10.090 - 872
5.045 - 436
5.045 - 436
- - -
- - -
- - -
- - -
Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
352.064 338.994 5.964 6.558 5.544 7.316
352.064 338.994 5.964 6.558 5.544 7.316
176.032 169.497 - - 5.544 7.198
176.032 169.497 5.964 6.558 - 118
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
1.079.776 1.026.882 1.464 1.516 2.377 3.077
509.497 506.066 935 139 987 2.639
255.230 252.209 909 130 960 2.594
254.267 253.857 26 9 27 45
177.317 184.010 - - 257 234
88.578 91.878 - - - -
88.739 92.132 - - 257 234
392.962 336.806 529 1.377 1.133 204
195.910 168.779 13 - 10 95
197.052 168.027 516 1.377 1.123 109
- - - - - -
- - - - -
- - - - -
- - - - - -

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
13.274 10.962 2 - 2 -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
13.274 10.962 2 - 2 -
6.637 5.481 2 - - -
6.637 5.481 - - 2 -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -

Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.

Verbindlichkeiten mit eingebetteten Derivaten

In den anderen verbrieften Verbindlichkeiten sind strukturierte Produkte mit eingebetteten Derivaten enthalten. Der Nominalwert der strukturierten Produkte zum Bilanzstichtag betrug 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Die Risiken der eingebetteten Derivate wurden durch entsprechende Sicherungsinstrumente mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Gänze abgesichert.

Absicherung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen.

Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Grundgeschäften gegenlaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2019 der Grundgeschäfte nach Abzug des Nominalwertes betrug -4,2 Mio. EUR (Vorjahr: -4,2 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.

Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% - 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2019 gab es keine Drohverlustrückstellung aus der Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehungen.

PENSIONSRÜCKSTELLUNG

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Rückstellungen gem. § 14 EStG 24.821 23.678
zusätzlich versteuerte Vorsorge 13.551 13.315
in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung 38.372 36.993

ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Rückstellungen gem. § 14 EStG 17.234 17.297
zusätzlich versteuerte Vorsorge 6.070 6.529
in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung 23.304 23.826
Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag 85,3 87,9

DETAILS WESENTLICHER SONSTIGER RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Jubiläumsgelder 5.930 5.969
Sterbequartale 3.723 3.843
Urlaubsrückstellung 1.202 1.386
Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand 1.675 1.775
Zinsen für Stufenzinssparbücher 49 248
Zinsen für Stufenzinsobligation 1.735 1.561
Schadensfälle 917 1.018
Rückstellungen für Beratungs- und Haftungsrisiken 4.889 5.113
Sonstige Rückstellungen 1.027 1.128
Summe 21.147 22.041

FINANZINSTRUMENTE DES HANDELSBUCHES ZU MARKTWERTEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Verzinsliche Wertpapiere - -
Substanzwerte - -

ANGABEN ZU POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICH

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellungen für Haftungsrisiken 426.853 463.831
Akkreditive 1.381 3.473
Eventualverbindlichkeiten 428.234 467.304

KREDITRISIKEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
nicht ausgenützter Kreditrahmen 1.354.795 1.329.795
Promessen 6.479 8.102
Kreditrisiken 1.361.273 1.337.897

EIGENKAPITAL UND ERGÄNZENDE EIGENMITTEL

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Hartes Kernkapital 593.629 624.626
Zusätzliches Kernkapital 43.500 55.200
Ergänzende Eigenmittel 147.332 195.648
Anrechenbare Eigenmittel 784.461 875.474

Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,55% (Vorjahr: 0,42%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR.

EIGENMITTELANFORDERUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
Kreditrisiko 4.704.256 4.823.363
Operationales Risiko 318.685 327.828
Fremdwährungsrisiko 23.489 19.231
CVA Risiko 7.652 5.961
Eigenmittelanforderungen gesamt 5.054.082 5.176.382

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN, DIE NICHT IN DER BILANZ AUSGEWIESEN SIND

VERPFLICHTUNGEN AUS DER NUTZUNG VON SACHANLAGEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 31.12.2019
im folgenden Geschäftsjahr 6.997 7.224
in den folgenden 5 Jahren 36.381 37.568
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
• im folgenden Geschäftsjahr 5.072 5.243
• in den folgenden 5 Jahren 26.286 27.171

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.953 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.770 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt.

Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

in Tsd. EUR Pos. Nr. 7. 2018 2019
Vermittlungsprovision Versicherungen 1.228 1.416
Erträge aus der Vermietung von Realitäten 928 851
Auflösung Rückstellung für Schadensfälle 240 630
Sonstige Positionen 443 589
Summe 2.839 3.488
ANALYSE DER ZINSERTRÄGE UND ZINSAUFWENDUNGEN
in Tsd. EUR 2018 2019
Negative Ertragszinsen 6.057 5.140
Positive Aufwandszinsen 10.698 8.196

Im Nichtverbrauchergeschäft kommt in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (Euribor, Libor) negativ, gilt für die Sollzins-berechnung ein Mindestwert von 0,0%. Im Jahr 2019 kam der Floor bei einem Neufinanzierungsvolumen von 437,4 Mio. EUR (Vorjahr: 441,5 Mio. EUR) zu tragen.

ANGABEN ZU ARBEITNEHMERN UND ORGANEN

841
74
63
977
16
55
1.490
805
194
1.411
5.561
230
204

Von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB wird nicht Gebrauch gemacht.

Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2019 auf 1.375 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.339 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 2.948 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.047 Tsd. EUR). Bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder wurden 39 Tsd. EUR dotiert (Vorjahr: 968 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind 337 Tsd. EUR Zahlungen (Vorjahr: 311 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tsd. EUR Pos. Nr. 10. 2018 2019
Aufwendungen für zur Vermietung bestimmter Realitäten 171 201
Schadensfälle 430 299
Aufwendungen Einlagensicherungsfonds 1.900 2.162
Aufwendungen Abwicklungsfonds 2.847 2.673
Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs- und Haftungsrisiken 1.400 1.000
Sonstige Positionen 38 46
Summe 6.786 6.381

WEITERVERRECHNETE KOSTEN AN TOCHTERGESELLSCHAFTEN

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 6.591 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.627 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 67 Tsd. EUR (Vorjahr: 58 Tsd. EUR) weiterverrechnet.

BKS BANK ANLAGENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

in Tsd. EUR Anschaffungs-/
Herstellungs
kosten zum
01.01.2019
Zugänge Abgänge Anschaffungs-/
Herstellungs
kosten zum
31.12.2019
Abschreibungen
kumuliert
01.01.2019
Schuldtitel öffentlicher Stellen 620.667 15.149 42.856 592.960 2.625
Forderungen an Kunden 8.499 - - 8.499 -
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere von anderen
Emittenten
176.295 21.370 8.029 189.636 765
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
- - - - -
Beteiligungen 132.579 700 1.744 131.535 5.019
Anteile an verbundenen Unternehmen 85.650 - 35 85.615 5.960
Summe Finanzanlagen 1.023.690 37.219 52.664 1.008.245 14.369
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.456 9.112 863 22.705 10.940
Sachanlagen 91.301 3.721 231 94.790 59.476
Summe 1.129.447 50.052 53.758 1.125.740 84.786
Zuschrei Abschreibungen
kumuliert
Buchwert Buchwert
in Tsd. EUR Zugänge bungen Abgänge 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019
Schuldtitel öffentlicher Stellen 149 - - 2.773 618.042 590.186
Forderungen an Kunden - - - - 8.499 8.499
Schuldverschreibungen und andere festver
zinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten 416 - 29 1.152 175.530 188.484
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere - - - - - -
Beteiligungen 510 429 95 5.005 127.560 126.530
Anteile an verbundenen Unternehmen - 1.683 - 4.277 79.690 81.339
Summe Finanzanlagen 1.074 2.112 124 13.207 1.009.321 995.038
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.934 - 861 12.013 3.516 10.692
Sachanlagen 3.157 - 218 62.415 31.824 32.375
Summe 6.165 2.112 1.204 87.634 1.044.661 1.038.106

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak

Kapitalvertreter im Aufsichtsrat

Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Mag. Ulrike Zambelli

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Gewinnverteilungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2019 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 11.138.720,09 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,25 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 42.942.900 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 10.735.725,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Der Vorstand

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

267

Schlussbemerkungen des Vorstandes

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 82 ABSATZ 4 BÖRSEG

Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 82 Abs. 4 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2020

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Filialservice und Treasury, IKT und Betriebsorganisation, Wertpapierservice, 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge und das Risikomanagement

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für den Vertrieb Inland, Private Banking, Kundenbedürfniszentrierte Fachabteilungen, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Social Media, CSR und Nachhaltigkeit, Investor Relations, Konzerntöchter Inland und Beteiligungen

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb Ausland, Konzerntreasury und Bankenbetreuung, BCS Fiduciaria, Leasing- und Immobilientöchter im Ausland, IKT Ausland

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der

BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

  • Werthaltigkeit der Forderungen Kunden
  • Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

WERTHALTIGKEIT DER FORDERUNGEN KUNDEN

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von EUR 6.338.491.497,16 ausgewiesen. In diesem Betrag sind die Risikovorsorgen bereits in Abzug gebracht. Siehe Anhang (Punkt II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Risikovorsorge) und Lagebericht (Risikomanagement/Unterpunkt Kreditrisiko). Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten und dafür Einzelwertberichtigungen zu bilden sind. Weiters ermittelt die Bank eine Portfoliowertberichtigung für Forderungen ohne Wertminderungsereignis.

Die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen für signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen erfolgt individuell auf Basis einer Einschätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows unter Anwendung von Szenariogewichtungen. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.

Die pauschalen Einzelwertberichtigungen für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen und die Portfoliowertberichtigungen für Forderungen, bei denen keine Wertminderungsereignisse identifiziert wurden, basieren auf Modellen mit statistischen Annahmen wie beispielsweise Ausfallswahrscheinlichkeit sowie Verlustquote und werden durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt werden dass der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben..

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Werthaltigkeit der Forderungen Kunden wie folgt beurteilt:

• Wir haben den Kreditvergabe- und Überwachungsprozess der Bank analysiert. Hierzu haben wir die diesbezüglichen internen Richtlinien eingesehen und beurteilt, ob die Prozesse geeignet sind, die Wertminderungsereignisse entsprechend zu erkennen und daraus die erforderlichen Wertberichtigungen abzuleiten zu können. Wir haben die relevanten Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.

  • Auf Basis einer Stichprobe signifikanter Einzelkredite aus dem Kredit- und Ausleihungsportefeuille haben wir überprüft, ob Wertminderungsereignisse zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte hierbei großteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko.
  • Bei festgestellten Wertminderungsereignissen wurde bei signifikanten Forderungen beurteilt, ob die getroffenen Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und aus der Verwertung der Sicherheiten in den einzelnen Szenarien nachvollziehbar sind. Weiters haben wir durch Befragung der im Kreditrisikomanagement zuständigen Mitarbeiter evaluiert, ob die Gewichtung der Szenarien angemessen ist.
  • Bei den pauschalen Einzelwertberichtigungen und den Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Berechnungsmodell gewürdigt. Die angewendeten Parameter und Sicherheiten wurden auf Basis der Ergebnisse aus dem Backtesting dahingehend analysiert, ob sie für die Bildung der Vorsorgen auf Portfolioebenen angemessen sind. Ebenso haben wir die zugrundeliegende Datenbasis auf Konsistenz untersucht und die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigung nachvollzogen.
  • Darüber hinaus haben wir beurteilt, ob die Anhangsangaben angemessen sind.

RECHTSSTREITIGKEITEN DER 3 BANKEN MIT DER UNICREDIT BANK AUSTRIA AG UND DER CABO BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.

Das Risiko für den Abschluss

Der Vorstand der BKS Bank AG beschreibt im Anhang den Stand der Rechtsstreitigkeiten der 3 Banken (BKS Bank AG, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft) mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie die aktuelle Einschätzung. Siehe Anhang (Punkt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen). Die UniCredit Bank Austria AG und die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben bei der Übernahmekommission Anträge gestellt, die Einhaltung übernahmerechtlicher Vorschriften (Angebotspflicht) zu überprüfen.

Der Vorstand hat auf Basis von Einschätzungen externer Rechtsexperten, vorliegender Gutachten und den aktuellen Verfahrensständen eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der weiteren Entscheidungen in den laufenden Verfahren und der Einschätzung hinsichtlich etwaiger Ansprüche der Aktionäre, sollte die Bank (als Mitglied der Syndikate der Oberbank und BTV) zur Legung eines Angebotes

verpflichtet gewesen sein. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H..

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Rechtsrisiken in diesem Zusammenhang wie folgt beurteilt:

  • Wir haben im Rahmen unserer Prüfung relevante Dokumente eingesehen, die Einschätzungen zur Bildung von Vorsorgen nachvollzogen und die bilanzielle Darstellung geprüft.
  • Wir haben die Beurteilung des Vorstands, insbesondere die darin enthaltenen Annahmen sowie bilanziellen Schlussfolgerungen, nachvollzogen. Dazu haben wir von den Klagsparteien eingebrachte Gutachten und Stellungnahmen der mit den Verfahren betreuten Rechtsanwaltskanzlei der Bank eingeholt und analysiert, ob die Einschätzungen des Vorstands mit den aktuellen Verfahrensständen konsistent sind.
  • Abschließend wurde beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben im Anhang zum Jahresabschluss angemessen sind.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungspro-zesses der Gesellschaft.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeab-sichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

BERICHT ZUM LAGEBERICHT

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen

Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 11. Juni 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr beauftragt.

Am 8. Mai 2019 wurden wir für das am bereits für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr gewählt und am 19. Juni 2019 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt.

Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.

Klagenfurt am Wörthersee, am 9. März 2020

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

2019 war für die BKS Bank erneut ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Herausforderungen blieben hoch, dennoch hat die BKS Bank wieder eindrucksvoll gezeigt, dass es trotz des schwierigen Marktumfeldes möglich ist, hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die BKS Bank hat erneut ihren Kunden, Aktionären und Mitarbeitern bewiesen, dass sie auch in schwierigen Zeiten eine verlässliche Partnerin ist. Ebenso beeindruckend war, mit welcher Konsequenz und Innovationskraft die Digitalisierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden.

Leider hat sich das Verhältnis zu den beiden zur UniCredit-Gruppe gehörenden Minderheitsaktionär eingetrübt. Durch die Anfechtung gültig gefasster Mehrheitsbeschlüsse der letzten Hauptversammlung vor Gericht und die zudem beantragte Sonderprüfung betreffend Geschäftsjahre bis 1994 zurück ist das Verhältnis zu diesen beiden Aktionären ein anderes als in den letzten Jahrzehnten geworden. Nichtsdestotrotz besteht seitens des Vorstandes der BKS Bank und von meiner Seite als Vorsitzender des Aufsichtsrates nach wie vor die Bereitschaft, alle die von diesen Aktionären aufgeworfenen Fragen und Themen gemeinsam sachlich zu diskutieren und eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden.

Intensive Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der Konzernunternehmen. Es wurden vier Sitzungen abgehalten, in denen die Mitglieder des Aufsichtsrates die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, aber auch die strategische Weiterentwicklung und sonstige bankrelevante Ereignisse gemeinsam mit dem Vorstand erörtert haben.

Der Aufsichtsrat wurde zeitnah und umfassend anhand von schriftlichen und mündlichen Berichten vom Vorstand informiert. Ich stand regelmäßig im Kontakt mit der Vorsitzenden des Vorstandes und habe mit ihr unter anderem Geschäftsentwicklung, Risikomanagement und Strategie erörtert und analysiert. Der Aufsichtsrat war somit in alle für die BKS Bank bedeutenden Entscheidungen eingebunden. Er konnte so die ihm nach Gesetz, Satzung und den Vorgaben des Österreichischen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrnehmen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsgemäßheit der Geschäftsführung überzeugt.

Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in sieben Ausschüssen. Im Corporate Governance Bericht 2019 wird über die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeiten ausführlich berichtet. Die Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, die Kriterien für dessen Unabhängigkeit, seine Arbeitsweise und seine Entscheidungsbefugnisse werden ebenfalls ausführlich im Corporate Governance Bericht 2019 erläutert. Ich schließe mich in meinem Bericht diesen Darlegungen vollinhaltlich an.

Keine personellen Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat

In der 80. Hauptversammlung am 05. Mai 2019 wurden Dr. Franz Gasselsberger und Dr. Heimo Penker auf die satzungsgemäße Höchstdauer von fünf Jahren wiedergewählt. Die beiden wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert und die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG abgegeben. Der Nominierungsausschuss hat im Rahmen des nun in der Fit & Proper-Policy der BKS Bank standardisierten Verfahrens die Qualifikation von Dr. Gasselsberger überprüft. Bei Dr. Penker erfolgte dies durch das Plenum des Aufsichtsrates, da er Mitglied des Nominierungsausschusses ist.

In der im Anschluss an die 80. Hauptversammlung abgehaltenen Plenarsitzung des Aufsichtsrates wurden ich als Vorsitzender und Dr. Franz Gasselsberger als mein Stellvertreter bestätigt. Die Mitglieder von sechs Ausschüssen wurden ebenfalls in dieser Sitzung bestellt. Die Mitglieder des Rechtsausschusses wurden in der dritten Sitzung des Aufsichtsrates, nachdem auch die Einrichtung dieses Ausschusses in dieser Sitzung beschlossen worden war, gewählt.

Diversität

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil der Frauen im Aufsichtsrat rund 36 %. Die im Aktiengesetz normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat wird sowohl bei den Kapitalvertretern als auch bei den gemäß § 110 ArbVG entsandten Arbeitnehmervertretern erfüllt. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass der Nominierungsausschuss bei seinen Vorschlägen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates darauf achtet, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildung und Bildungshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Finanz- und IT-Branche, der Industrie sowie von Universitäten. Sie gestalten mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mit.

Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen nicht teilgenommen. Die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsräte in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug 92,9 %.

Abschlussprüfung

Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2019 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2019 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest.

Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2019 eine Dividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Kunden und Aktionären, die der BKS Bank großes Vertrauen entgegenbringen.

Klagenfurt am Wörthersee, im März 2020

Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender

Impressum

Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG
St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43(0)463 5858-0
Fax: +43(0)463 5858-329
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FN: 91810s
Internet: www.bks.at
E-Mail: [email protected], [email protected]
Redaktion: BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation
Idee, Konzept und Layout: gantnerundenzi.at
Fotos: Thomas Schrott (Seite 274)
Grafik: boss grafik, Sigrid Bostjancic
Lektorat: Mag. Andreas Hartl

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