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BKS Bank AG

Annual Report Apr 2, 2019

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Annual Report

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–KOSTBARES BEWAHREN. FÜR NEUES AUFGESCHLOSSEN BLEIBEN–

Das Tempo der Digitalisierung ist für uns eine große Herausforderung. Einerseits müssen wir uns neue Technologien zu eigen machen, andererseits dürfen wir unsere Grundwerte nicht über Bord werfen. Die wertvollen handgearbeiteten Schlüssel aus der Schell Collection stehen für das jahrhundertealte Bedürfnis der Menschen nach Privatsphäre und Sicherheit. Ein Bedürfnis, das heute durch digitale Räume ganz neue Aktualität erhalten hat. In der Cyber Security werden aus Schlüsseln Verschlüsselungen. Und in diesem Sinne stehen die antiken Schlüssel als Symbol für einen Schatz, den es zu bewahren gilt, um Schutz und Sicherheit für unsere Kunden auch in Zukunft zu gewährleisten.

SCHELL COLLECTION

Die Schell Collection umfasst zurzeit ca. 13.000 Exponate und ist damit auf dem Sammelgebiet Schloss, Schlüssel, Kästchen, Kassetten, Truhen und Eisenkunstguss die umfangreichste Sammlung weltweit.

Die Ausstellungsstücke werden in einem eigens dafür errichteten Museumsgebäude in der Wienerstraße 10 in Graz auf 2.500 m2 präsentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von den zahlreichen Objekten sind ständig einige außer Haus, die bei Ausstellungen und befreundeten Museen präsentiert werden. Die gesamte Sammlung wurde mit privaten Mitteln und ohne öffentliche Förderungen im Laufe von über 50 Jahren aufgebaut und beständig erweitert. Über die Exponate sind bis jetzt sieben Fachbücher mit tausenden farblichen Abbildungen in deutscher und englischer Sprache publiziert worden.

Wir bedanken uns bei der Schell Collection für die Erlaubnis, wertvolle Exponate in diesem Geschäftsbericht abbilden zu dürfen.

www.schell-collection.com

Hanns Schell

HANNS SCHELL – ERFOLGREICHER UNTERNEHMER UND SAMMLER

Seit über 50 Jahren sammelt Hanns Schell Schlösser und Schlüssel.

Er wurde 1938 in Graz geboren. Schon im Alter von 18 Jahren trat er in den elterlichen Betrieb – den Eisenwarengroßhandel Odörfer – ein. 1962 heiratete er seine Ehefrau Liselotte. Der Ehe entstammen fünf Söhne und eine Tochter. Bereits ab 1969 führte Hanns Schell den Betrieb als geschäftsführender Gesellschafter. Er forcierte den Ausbau des Unternehmens durch Filialgründungen und Zukäufe. 1988 erfolgten die Übernahme des Stahlhandelsunternehmens Filli in Klagenfurt und der Aufbau des Unternehmens mit Hilfe des Herrn Dir. A. Kropfitsch zur heutigen Größe. Die Firma Filli-Stahl wurde zu einem bedeutenden Produktions- und Handelsunternehmen am österreichischen Markt.

Berufsbedingt und auch durch seine Bergexpeditionen entwickelte Hanns Schell schon früh eine Leidenschaft für alte Schlösser. Daraus entwickelte sich bis heute die weltgrößte Sammlung für Schloss, Schlüssel, Kästchen, Kassetten, Eisenkunstguss und Schmiedeeisen. Heute ist Hanns Schell nach eigener Angabe aktiv im "Vorruhestand" tätig. Er hat aber die Unternehmen schon lange an seine Söhne übertragen.

INHALTS-VERZEICHNIS

BKS BANK IM ÜBERBLICK –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 6 –
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
––––––––––––––––––––––––––––––––––
13 –
---------------------------------------------------------------------------- -- -- --
Corporate Governance in der BKS Bank –––––––––––––––––––––––––––––––––– 14 –
Vorstand und Aufsichtsrat
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
17 –
Vergütungsbericht –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 30 –
Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung –––––––––––––––––––– 35 –
Compliance-Management-System –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 38 –
Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements –––––––– 41 –
Rechnungslegung und Publizität –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 42 –
Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 43 –
INVESTOR RELATIONS ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 49 –
Die BKS Bank-Aktie –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 50 –
Investor Relations-Kommunikation –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 54 –
UNTERNEHMENSSTRATEGIE
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
57 –
Unternehmensporträt –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 58 –
Unternehmensleitbild –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 59 –
Strategieprozess –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 61 –
Sicher auf Zielkurs ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 62 –
Unternehmensstrategie 2022 –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 64 –
KONZERNLAGEBERICHT
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
71 –
Wirtschaftliches Umfeld –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 72 –
Management und Aufbauorganisation ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 75 –
Aktionärsstruktur der BKS Bank –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 78 –
Marktgebiete der BKS Bank ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 81 –
Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen –––––––––––––––––––––––––––– 85 –
Vermögens- und Finanzlage –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 90 –
Ertragslage –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 95 –
Segmentbericht ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 102 –
Konsolidierte Eigenmittel –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 114 –
Risikomanagement ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 116 –
Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren –––––––––––––––––––– 132 –
Ausblick ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 141 –
KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS –––––––––––––––––––––––––––––––––––– 145 –
Inhaltsverzeichnis Notes ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 146 –
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2018 ––––––––––––––– 148 –
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 ––––––––––––––––––––––––––––––––– 152 –
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ––––––––––––––––––––––––––––– 153 –
Konzerngeldflussrechnung ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 154 –
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank ––––––––––––––––– 155 –
Organe der Gesellschaft ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 224 –
Schlussbemerkungen des Vorstandes ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 225 –
Gewinnverteilungsvorschlag –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 226 –
Bestätigungsvermerk ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 227 –
ERGÄNZENDE ANGABEN
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
233 –
Aktionärsstruktur der 3 Banken Gruppe ––––––––––––––––––––––––––––––––– 234 –
Unsere Unternehmenshistorie –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 235 –
Glossar –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 236 –
Abkürzungsverzeichnis –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 243 –
Zukunftsbezogene Aussagen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 246 –
Impressum ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 246 –
JAHRESABSCHLUSS BKS BANK AG––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 249 –
BKS Bank AG im Überblick ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 250 –
Lagebericht BKS Bank AG –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 251 –
Anhang BKS Bank AG ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 285 –
Organe der Gesellschaft ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 304 –
Gewinnverteilungsvorschlag –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 305 –
Schlussbemerkung des Vorstandes ––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 306 –
Bestätigungsvermerk –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 307 –
Bericht des Aufsichtsratspräsidenten ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 312 –

Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen.

Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.

DREIJAHRESVERGLEICH

ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR 2016 2017 2018
Zinsüberschuss 120,5 120,7 129,7
Risikovorsorgen -31,0 -26,7 -18,3
Provisionsüberschuss 48,8 49,9 55,5
Verwaltungsaufwand -106,4 -107,8 -114,6
Jahresüberschuss vor Steuern 49,8 77,2 87,0
Jahresüberschuss nach Steuern 46,2 68,0 77,4
BILANZZAHLEN
in Mio. EUR
Bilanzsumme 7.581,1 7.579,5 8.434,9
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 5.175,3 5.313,2 5.918,0
Primäreinlagen 5.568,0 5.669,1 6.218,2
– hiervon Spareinlagen 1.529,0 1.475,1 1.429,4
– hiervon verbriefte Verbindlichkeiten
inkl. Nachrangkapital 743,2 712,6 750,7
Eigenkapital 958,8 1.046,5 1.210,7
Betreute Kundengelder 13.723,2 14.150,7 14.518,4
– hiervon Depotvolumen 8.155,1 8.481,6 8.300,2
EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR
Total risk exposure amount 4.974,1 5.016,7 5.283,1
Eigenmittel 670,0 701,6 779,2
– hiervon hartes Kernkapital (CET1) 625,9 614,5 593,7
– hiervon Kernkapital (CET1 und AT1) 625,9 627,8 645,2
Kernkapitalquote (in %) 12,6 12,5 12,2
Gesamtkapitalquote (in %) 13,5 14,0 14,8
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
Return on Equity nach Steuern 5,1 6,8 6,8
Return on Assets nach Steuern 0,6 0,9 1,0
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 56,2 51,9 50,3
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 20,1 16,7 10,5
Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote) 4,8 3,5 2,5
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 99,1 105,0 110,2
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 155,6 145,2 137,7
Leverage Ratio 8,5 8,0 8,0
RESSOURCEN
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 926 928 932
Anzahl der Geschäftsstellen 60 63 63
DIE BKS BANK-AKTIE
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) 37.839.600 37.839.600 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,3/15,4 18,5/17,8 19,8/18,2
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 15,8/13,9 16,8/15,4 16,5/16,9
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/15,4 17,8/17,7 16,8/17,0
Marktkapitalisierung in Mio. EUR zum 31.12. 662,7 705,3 721,8
Dividende pro Aktie in EUR 0,23 0,23 0,231)
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stamm-/Vorzugsaktie 13,7/12,5 10,4/10,3 9,2/9,3

1) Vorschlag an die 80. ordentliche Hauptversammlung der BKS Bank AG am 08. Mai 2019

BKS BANK IM ÜBERBLICK

VORWORT DER VORSTANDSVORSITZENDEN

–KONTINUITÄT UND INNOVATION ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG–

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Stahlschnitt-Schlüssel, 18. Jahrhundert

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

mit großem Stolz berichte ich über ein ausgezeichnetes Jahr 2018. Der Jahresüberschuss nach Steuern von 77,4 Mio. EUR liegt um 13,8 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Unsere Bilanzsumme übertrifft die Acht-Milliarden-Euro-Schwelle mittlerweile deutlich. Am Jahresende hatten wir ein Kreditvolumen von 6,0 Mrd. EUR aushaften – so viel wie nie zuvor. Auch die Primäreinlagen erreichten ein neues Rekordvolumen von 6,2 Mrd. EUR. Und eine erfolgreiche Kapitalerhöhung gleich am Beginn von 2018 verlieh viel Rückenwind. Insgesamt konnten 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien am Markt platziert werden. Mit dem Emissionserlös in Höhe von 55,2 Mio. EUR werden wir unseren auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wachstumskurs fortsetzen und weiter in den Ausbau des Filialnetzes und in die Digitalisierung investieren. Unser herzlicher Dank gilt allen, die unsere jungen Aktien gezeichnet haben.

MIT SCHWUNG INS NEUE JAHR

In Slowenien haben wir 2018 einen großen Meilenstein in der Umsetzung unseres Wachstumskurses erreicht: Im ersten Halbjahr haben wir rund 9.000 Kunden der Brokergesellschaft GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d.) übernommen. 2019 folgt eine weitere Transaktion. Von ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. werden wir ab März 2019 rund 25.000 Kunden übernehmen. Damit wird die BKS Bank der größte Wertpapieranbieter in Slowenien.

DIGITALE KOMPETENZ UND FILIALEN ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Große Fortschritte erzielten wir bei der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie. Unser neues Portal für Firmenkunden BizzNet greift wichtige Bedürfnisse von Unternehmern auf, z. B. eine klare Trennung zwischen Privatem und Geschäftlichem. Ebenfalls für Firmenkunden konzipiert ist die Business App. BKS Bank-Online wurde in MyNet umbenannt und mit neuen Funktionen ausgestattet. Privatkunden können seit dem Berichtsjahr auch die BKS Wallet mit der Funktion ZOIN nutzen. Die Website www.bks.at wurde neu gestaltet und zeichnet sich durch hohe Benutzerfreundlichkeit aus.

Unsere Filialen im In- und Ausland bleiben jedoch der Ankerpunkt unserer Kundeninteraktion. Daher haben wir 2018 die Filiale der Zukunft designt. Wir sind überzeugt, dass die Filiale nach wie vor der beste Ort ist, um erstklassige Beratungen anzubieten. Daher investieren wir weiter in den Ausbau unseres Filialnetzes. Im Berichtsjahr eröffneten wir je eine neue Stelle in Wien und Kranj.

EXZELLENZ ALS SCHLÜSSELWERT

Exzellenz ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmensstrategie und Exzellenz wird uns vielfach extern bestätigt. Bei der Kundenzufriedenheitsanalyse bewerteten uns unsere Kunden mit 1,59 – ein ausgezeichneter Score. Für unsere hohe Beratungsqualität werden wir regelmäßig ausgezeichnet. Im Juni 2018 wurde die BKS Bank von der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und dem Magazin trend zur Bank mit der besten Immobilienfinanzierungsberatung Österreichs gekürt. Anfang Jänner 2019 wurden wir von der ÖGVS und dem Magazin trend erneut zum Testsieger ernannt, diesmal in der Kategorie "Beste Anlageberatung Österreichs". Auf solche Ergebnisse sind wir sehr stolz, sie dienen uns als Ansporn für die Zukunft.

Ausschlaggebend für diese Erfolge ist unser Qualitätsmanagementsystem, das sich am EFQM-Excellence-Modell orientiert. In regelmäßigen Abständen lassen wir die Unternehmensqualität von der Quality Austria bewerten, so auch im Dezember 2018. Das erfreuliche Resultat: Eine erneute Auszeichnung mit "EFQM Recognised for Excellence 5*" und die Aufnahme in die Liste der "Exzellenten Unternehmen Österreichs". Die BKS Bank ist als einzige Bank dort vertreten.

NACHHALTIGKEIT ALS ERFOLGSFAKTOR

Nachhaltigkeit hat einen großen Stellenwert in der BKS Bank. Die Auswirkungen des Klimawandels sind sichtbar und spürbar und Maßnahmen zur Reduktion von Umweltbelastungen geraten international immer stärker in den Fokus. Im Mai präsentierte die Europäische Union den Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Dieser hat das Ziel, Investitionen in den Klimaschutz anzuregen. Die Finanzbranche kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Ein Instrument zur Finanzierung von Klimaschutzinvestitionen sind Green Bonds. Die BKS Bank emittierte 2018 erneut eine Anleihe, mit deren Emissionserlös ein ökologisch nachhaltiges Projekt finanziert wurde. Damit leistet unser Haus nach wie vor Pionierarbeit.

Im Berichtsjahr traten wir auch der WWF CLIMATE GROUP bei und starteten ein Projekt mit dem WWF Österreich. Ziel ist es, gemeinsam eine Dekarbonisierungsstrategie für unser Haus zu erarbeiten. Dies sind nur einige Beispiele jener nachhaltigen Aktivitäten, mit denen wir sicherstellen wollen, dass wir weiter Best in Class bleiben. Und Best in Class sind wir. Im Februar 2018 verlieh uns ISS-oekom erneut den Prime-Status für unsere CSR-Leistungen. Mit diesem Rating zählt die BKS Bank zu den weltweit besten Banken in Sachen Nachhaltigkeit.

AUFSICHTSRAT, VORSTAND UND MITARBEITER IM EINSATZ FÜR DIE BKS BANK

Seit 01. September 2018 ist Herr Mag. Alexander Novak, der viele Jahre lang unsere Direktion Slowenien leitete, Mitglied des Vorstandes. Herr Mag. Wolfgang Mandl, der über zwei Jahrzehnte in der BKS Bank tätig war, verzichtete auf eigenen Wunsch auf eine Verlängerung seines Vorstandsmandats und schied mit Jahresende 2018 aus der BKS Bank aus. Mit der 79. ordentlichen Hauptversammlung schied Herr DDI Dr. mont. Josef Korak aus dem Aufsichtsrat aus. Seine Expertise bereicherte unser Aufsichtsgremium 13 Jahre lang. Es freut mich, dass mit Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt eine der bekanntesten Digitalisierungsexpertinnen Österreichs neu im Aufsichtsrat vertreten ist.

Unsere Mitarbeiter haben 2018 wieder Herausragendes geleistet und die Mitglieder des Aufsichtsrates haben uns großartig unterstützt und uns Rückhalt gegeben. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für ihr Wirken.

Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Prunkkassette, Silber getrieben und vergoldet, um 1875

–WERTE SCHÜTZEN–

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Corporate Governance in der BKS Bank –14– Vorstand und Aufsichtsrat –17– Vergütungsbericht –30– Diversitätskonzept und Maßnahmen zur Frauenförderung –35– Compliance-Management-System –38– Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements –41– Rechnungslegung und Publizität –42– Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden –43–

CORPORATE GOVERNANCE IN DER BKS BANK

Die BKS Bank bekennt sich zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) verankert sind. Darüber hinaus verpflichten wir uns, unsere soziale, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung gegenüber unseren Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit wahrzunehmen. In unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir die Prinzipien unserer verantwortungsbewussten Geschäftspolitik festgelegt.

ÖSTERREICHISCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ÖCGK)

Der ÖCGK stellt ein selbstverpflichtendes Regelwerk für österreichische börsennotierte Unternehmen dar, welches das österreichische Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrecht um Regeln für eine gute Unternehmensführung ergänzt. Der ÖCGK verfolgt das Ziel, eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle sicherzustellen. Mit dem ÖCGK soll erreicht werden, dass für alle Stakeholder – Aktionäre, Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter – eine hohe Transparenz geschaffen wird.

Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte, ein offener Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten sowie die Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und in den Finanzplatz Österreich stärken.

Die Standards für verantwortungsbewusste Unternehmensführung werden in drei Kategorien eingeteilt: In L-Regeln ("Legal Requirements") – sie basieren auf zwingenden Rechtsvorschriften. In C-Regeln ("Comply or Explain") – hier sind zulässige Abweichungen zu begründen. Darüber hinaus beinhaltet der Kodex noch R-Regeln ("Recommendations") mit reinem Empfehlungscharakter. Werden R-Regeln nicht eingehalten, braucht das weder offengelegt noch begründet zu werden. Sonderregelungen für Banken und Versicherungen bleiben vom Kodex unberührt. Der Kodex erfordert jedoch nicht die Offenlegung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen.

BEKENNTNIS ZUM ÖCGK

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes der BKS Bank bekennen sich im Sinne der C-Regel 61 ausdrücklich und umfassend zu den im ÖCGK dargelegten Grundsätzen und Zielen. Der Aufsichtsrat hat sein Bekenntnis zum ÖCGK in der ersten Aufsichtsratssitzung am 27. März 2018 erneuert.

Im Berichtsjahr hat die BKS Bank den L-Regeln und R-Regeln entsprochen, bei einigen C-Regeln gab es Abweichungen, die sich aus der individuellen Situation der BKS Bank AG und der 3 Banken Gruppe ergaben. In der nachstehenden Tabelle werden die Abweichungen zu den C-Regeln 2, 31 und 45 erklärt und begründet.

BEGRÜNDUNG DER BKS BANK ZUR ABWEICHUNG VON C-REGELN

Regel 2 C ("one share – one vote"): Die BKS Bank hat neben Stamm- auch stimmrechtslose Vorzugs-Stückaktien ausgegeben, die für die Aktionäre aufgrund der bevorzugten Dividendenberechtigung eine interessante Veranlagungsalternative darstellen. Die von der BKS Bank emittierten Stamm-Stückaktien sind jeweils nur mit einem Stimmrecht ausgestattet. Kein Aktionär verfügt über ein überproportionales Stimmrecht. Die Entscheidung, stimmrechtslose Vorzugsaktien zu begeben, wurde im Jahr 1991 getroffen.

Regel 31 C: Die Offenlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen. Aus Gründen des Datenschutzes sowie aus Rücksicht auf das Recht auf Privatsphäre des einzelnen Vorstandsmitglieds unterbleibt eine Aufgliederung in fixe und variable Anteile je Vorstandsmitglied. Die in der BKS Bank festgelegten Vergütungsregeln stellen sicher, dass die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstandes den persönlichen Leistungen des jeweiligen Mitglieds Rechnung trägt. Ferner werden auch die Ertrags-, Risiko- und Liquiditätslage des Institutes entsprechend berücksichtigt.

Regel 45 C: Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur wurden Repräsentanten der größten Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. Da es sich bei den Hauptaktionären auch um Banken handelt, nehmen deren Vertreter auch Organmandate in anderen, mit der BKS Bank in Wettbewerb stehenden Kreditinstituten wahr. Diese haben sich in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert.

Der ÖCGK, die Leitlinien für die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates, der Corporate Governance Bericht der BKS Bank sowie die Satzung der BKS Bank sind auf www.bks.at/investor-relations/corporate-governance abrufbar.

Der gegenständliche Bericht beschreibt die Corporate Governance-Strukturen und -Prozesse, die in der BKS Bank verankert sind. Der Bericht wurde nach § 243c und § 267b Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt und entspricht den Vorgaben des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG). Der Aufbau des Berichtes orientiert sich an den Vorgaben des Anhangs 2a des ÖCGK. Weitere ÖCGKrelevante Themenbereiche, wie Aktionärsstruktur und Hauptversammlung, Unternehmenskommunikation und Informationsweitergabe, werden im Konzernlagebericht, im Kapitel Investor Relations sowie in den Notes zum Konzernabschluss beschrieben.

Die Regeln des Corporate Governance Kodex gelten für alle Gesellschaften im BKS Bank Konzern. In diesen Gesellschaften werden die Geschäftsführungsagenden und allenfalls notwendige Aufsichtsratsmandate von amtierenden Vorständen, Abteilungsleitern bzw. ehemaligen Führungskräften der BKS Bank wahrgenommen. Alle Konzerngesellschaften sind in das Berichtswesen des BKS Bank Konzerns eingebunden. Darüber hinaus berichten die Geschäftsleiter dieser Tochtergesellschaften regelmäßig an ihre Aufsichtsräte bzw. an den Vorstand der Muttergesellschaft. Sie sind in die Risiko- und Compliance-Management-Systeme der BKS Bank Gruppe umfassend eingebunden.

Die Vergütungsprinzipien der vom Aufsichtsrat der BKS Bank AG genehmigten Vergütungsrichtlinie gelten auch für deren Führungskräfte. Über die Entwicklung wesentlicher, operativ tätiger Tochtergesellschaften wird regelmäßig an den Aufsichtsrat des Mutterunternehmens berichtet.

Die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA und ESMA veröffentlichten im September 2017 Leitlinien zur Bewertung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans und Inhabern einer Schlüsselfunktion (ESMA71-99-598 EBA/GL/2017/12) sowie Leitlinien zur internen Governance (EBA/GL/2017/11). Der österreichische Gesetzgeber hat die Vorgaben der beiden Leitlinien im Bankwesengesetz konkretisiert und mit 14. Juni 2018 im Bundesgesetzblatt kundgemacht. Für einige Bestimmungen wurden Übergangsfristen vereinbart, sodass insbesondere die Neuerungen in Bezug auf die Definition der formalen Unabhängigkeit für Aufsichtsratsmitglieder oder die Zusammensetzung der Ausschüsse erst mit 01. Jänner 2019 bzw. mit der nächsten personellen Änderung im Aufsichtsrat, spätestens jedoch ab 01. Juli 2019, in Kraft treten (§ 103w Abs. 1 iVm § 107 Abs. 99 BWG).

Adressen im Internet
Österreichischer Corporate Governance Kodex www.corporate-governance.at
BKS Bank-Aktie www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie
Aktionärsstruktur www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur
Unternehmenskalender www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender
Hauptversammlung www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung
Corporate Governance –
Entsprechenserklärung der BKS Bank AG:

Leitlinien für die Unabhängigkeit

Bericht der BKS Bank zum Österreichischen
Corporate Governance Kodex 2018

Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG
betreffend Corporate Governance &
Vergütung

Satzung der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance
Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeits www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
berichte der BKS Bank
Informationen gemäß Offenlegungsverordnung www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
Pressemitteilungen der BKS Bank www.bks.at/news-presse

INFORMATIONEN ZUM ÖCGK UND ZUR BKS BANK IM INTERNET

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

ARBEITSWEISE DES VORSTANDES

Der Vorstand leitet eigenverantwortlich den BKS Bank Konzern unter Wahrung der Interessen der Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und der Öffentlichkeit. Er führt die Geschäfte auf Basis der Gesetze, der Satzung sowie der Geschäftsordnung. Der Vorstand erarbeitet die strategische Ausrichtung des Instituts, legt die Unternehmensziele fest und stimmt die Unternehmensstrategie mit dem Aufsichtsrat ab. Er trifft geeignete Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Gesetzesbestimmungen eingehalten werden, und gewährleistet ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling.

Das für ein Ressort zuständige Vorstandsmitglied trägt die unmittelbare Verantwortung für diesen Aufgabenbereich. Die anderen Mitglieder bleiben aber jeweils umfassend über das Gesamtunternehmen unterrichtet und legen dem Gesamtvorstand grundlegende Entscheidungen zur Beschlussfassung vor. Im eigenen Aufgabengebiet sind die Vorstandsmitglieder in das Tagesgeschäft eingebunden und über die Geschäftssituation und bedeutende Transaktionen unterrichtet. In den regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen werden unternehmensrelevante Vorkommnisse, strategische Fragen und zu treffende Maßnahmen besprochen, die durch das Vorstandsmitglied in seinem Wirkungsbereich oder vom Gesamtvorstand umgesetzt werden.

Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt in der Regel einstimmig. Für Vertragsunterzeichnungen und risikorelevante interne Genehmigungen gilt das Vier-Augen-Prinzip. Ein umfassendes internes Berichtswesen begleitet die sorgfältige Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

MITGLIEDER DES VORSTANDES

Dem Vorstand der BKS Bank gehörten im Berichtsjahr als gemeinschaftlich verantwortliches Organ vier Personen an.

MAG. DR. HERTA STOCKBAUER

Vorsitzende des Vorstandes, geb. 1960 Datum der Erstbestellung: 01. Juli 2004 Ende der Funktionsperiode: 30. Juni 2024

Frau Mag. Dr. Herta Stockbauer studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften und war danach als Universitätsassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt tätig. 1992 trat sie in die BKS Bank ein und arbeitete im Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft, bevor sie in die Abteilung Controlling und Rechnungswesen wechselte. 1996 wurde sie zur Abteilungsleiterin bestellt, 2004 zum Mitglied des Vorstandes und im März 2014 zur Vorsitzenden des Vorstandes ernannt.

In ihr Ressort fallen die Bereiche Firmenkunden- und Privatkundengeschäft in Österreich, Private Banking, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media, CSR und Investor Relations sowie Konzerntöchter Inland und Beteiligungen.

Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

  • Vorsitzende des Aufsichtsrates der Oberbank AG
  • Stv. Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft

Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der Österreichischen Post Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der SW-Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.

Weitere Funktionen:

  • Mitglied des Vorstandes des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers
  • Vorstandsmitglied der Vereinigung Österreichischer Industrieller für Kärnten
  • Vorstandsmitglied der Österreichischen Bankwissenschaftlichen Gesellschaft
  • Spartenobfrau der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Kärnten
  • Vizepräsidentin von respACT austrian business council for sustainable development
  • Honorarkonsulin von Schweden für das Bundesland Kärnten

MAG. DIETER KRASSNITZER, CIA

Mitglied des Vorstandes, geb. 1959 Datum der Erstbestellung: 01. September 2010 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2020

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Herr Mag. Kraßnitzer für den Börsenkurier journalistisch tätig und absolvierte diverse Praktika bei Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungskanzleien. Seit 1987 ist er in der BKS Bank tätig. Ab 1992 leitete er die interne Revision der Bank und schloss 2006 die Ausbildung zum Certified Internal Auditor, CIA©, des Institute of Internal Auditors, USA, ab.

Herr Mag. Kraßnitzer ist im Vorstand der BKS Bank für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit und Treasury, IKT, Betriebsorganisation, Wertpapierservice und für die 3 Banken IT GmbH zuständig. Im internationalen Geschäft unterstehen ihm die Marktfolge und das Risikomanagement.

Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: – Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.

Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:

– Mitglied des Fachbeirates der 3 Banken IT GmbH

Weitere Funktionen:

– Präsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten

MAG. ALEXANDER NOVAK

Mitglied des Vorstandes, geb. 1971 Datum der Erstbestellung: 01. September 2018 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2021

Herr Mag. Alexander Novak wurde 1971 in Bad Eisenkappel geboren. Er studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. Nach dem Studium war er zunächst in der Steuerberatung und im internationalen Rohstoffhandel tätig, bevor er seine Laufbahn im Jahr 2000 als Mitarbeiter des Rechnungswesens und Controlling in der BKS Bank begann. Seit 2004 wirkte er am Aufbau der Direktion Slowenien mit. Er leitete die Direktion von deren Gründung bis zu seiner Bestellung zum Vorstand im Jahr 2018.

Mag. Alexander Novak ist im Vorstand der BKS Bank für das Firmen- und Privatkundengeschäft im Ausland, für das Konzerntreasury, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland sowie für die IT-Agenden der Auslandsmärkte zuständig.

Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: – Mitglied des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.

MAG. WOLFGANG MANDL

Mitglied des Vorstandes, geb. 1969 Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2013 Ende der Funktionsperiode: 31. Dezember 2018

Herr Mag. Wolfgang Mandl begann seine Laufbahn 1990 als Privatkundenbetreuer in der Filiale Spittal und schloss 1997 das Studium der Angewandten Betriebswirtschaftslehre an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt im zweiten Bildungsweg ab. Anschließend übernahm er verschiedene Aufgaben in der Firmenkundenbetreuung der Direktion Klagenfurt, bevor er 2003 deren Leitung übernahm und für das Privatkundengeschäft verantwortlich zeichnete. Ab Jänner 2013 gehörte er dem Vorstand der BKS Bank AG an. Herr Mag. Wolfgang Mandl hat auf eigenen Wunsch auf die Verlängerung seines Vorstandsmandats verzichtet und ist mit 31. Dezember 2018 aus dem Vorstand und der BKS Bank ausgeschieden.

VERANTWORTUNGSBEREICHE DES VORSTANDES

MAG. DR. HERTA STOCKBAUER MAG. DIETER KRASSNITZER, CIA MAG. ALEXANDER NOVAK
1)
Interne Revision
Compliance
Geldwäsche (Anti-Money Laundering): Zuständiges Mitglied des Leitungsorgans im Sinne des § 23 (4)
Finanzmarkt-Geldwäschegesetz: Mag. Dieter Kraßnitzer
Sorgfaltspflicht und Risikoverantwortung im Sinne von Geschäftsordnung, ÖCGK und Aufsichtsrecht
– Firmen- und Privatkunden
geschäft im Inland
– Private Banking
– Rechnungswesen und Vertriebs
controlling
– Human Resources
– Öffentlichkeitsarbeit,
Marketing, Social Media, CSR,
Investor Relations
– Konzerntöchter Inland und
Beteiligungen
– Risikomanagement
– Risikocontrolling
– Marktfolge Kredit, Filialservice
und Treasury
– IKT und Betriebsorganisation
– 3 Banken IT
Gesellschaft m.b.H.
– Wertpapierservice
– Internationales Geschäft:
Marktfolge und Risiko
management
– Firmen- und Privatkunden
geschäft im Ausland
– Konzerntreasury
– Leasing- und Immobilien
töchter Ausland
– IKT Ausland

Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate der Mitglieder des Vorstandes stehen im Einklang mit den in der C-Regel 26 des ÖCGK festgelegten Richtlinien und den Bestimmungen des § 28a BWG.

ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat verfolgt das Ziel, seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion durch fachliche Qualifikation, Diversität und persönliche Kompetenz seiner Mitglieder optimal gerecht zu werden.

Dem Aufsichtsrat der BKS Bank gehören zehn Kapitalvertreter und vier vom Betriebsrat entsandte Mitglieder an. Er berät und überwacht den Vorstand, wobei die Sacharbeit sowohl im Plenum als auch in einzelnen Ausschüssen erfolgt. Der Aufsichtsrat entscheidet autonom über die Bestellung des Vorstandes sowie die Etablierung eines Vorstandsvorsitzenden und erarbeitet gemeinsam mit dem Vorstand die langfristige Nachfolgeplanung. Er überwacht die Geschäftsführung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, der Satzung und der Geschäftsordnung. Er erörtert mit dem Vorstand die Umsetzung strategischer Planungen und Vorhaben und entscheidet über die ihm zugewiesenen unternehmensrelevanten Angelegenheiten.

Der Aufsichtsrat kann überdies jederzeit selbst umfassende Prüfungshandlungen vornehmen oder durch Sachverständige durchführen lassen. Er befasst sich insbesondere mit der Prüfung des Jahresabschlusses der BKS Bank AG und des BKS Bank Konzerns nach internationalen Prüfungsgrundsätzen (ISAs) und ist somit auch mittelbar in die Entscheidung für einen Vorschlag an die Hauptversammlung über die Dividendenausschüttung einbezogen. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist für die Organisation des Aufsichtsrates, die Sitzungsvorbereitungen und das Zusammenspiel mit dem Vorstand verantwortlich. Zudem leitet er die Hauptversammlungen der BKS Bank und hat in den Ausschüssen des Aufsichtsrates den Vorsitz inne.

Die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmervertreter gleichen grundsätzlich jenen der Kapitalvertreter. Dies gilt insbesondere für die Informations- und Überwachungsrechte, die Sorgfaltspflicht, die Pflicht zur Verschwiegenheit und eine allfällige Haftung bei Pflichtverletzungen. Bei persönlichen Interessenkonflikten haben sich die Arbeitnehmervertreter – wie auch die Kapitalvertreter – der Stimme zu enthalten. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt im Sinne der C-Regel 46 des ÖCGK offengelegt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates ist im Vergütungsbericht auf Seite 33 f. detailliert erläutert.

DIE MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATES DER BKS BANK AG

EHRENPRÄSIDENT

Dkfm. Dr. Hermann Bell

Herr Dkfm. Dr. Hermann Bell wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 15. Mai 2014 zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit gewählt.

KAPITALVERTRETER

Gerhard Burtscher

Vorsitzender, unabhängig, geb. 1967

erstmalig gewählt: 19. Mai 2016, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021)

AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften:

– Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Oberbank AG

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, geb. 1959

erstmalig gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)

  • AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften:
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der voestalpine AG

Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch

unabhängig, geb. 1970 erstmalig gewählt: 15. Mai 2012, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)

Mag. Gregor Hofstätter-Pobst

unabhängig, geb. 1972 erstmalig gewählt: 09. Mai 2017, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: – Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG

Dr. Reinhard Iro

unabhängig, geb. 1949 erstmalig gewählt: 26. April 2000, bestellt bis zur 84. ordentlichen Hauptversammlung (2023) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: – Mitglied des Aufsichtsrates der SW-Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG

DDI Dr. mont. Josef Korak

unabhängig, geb. 1948 erstmalig gewählt: 26. April 2005, aus dem Aufsichtsrat mit Ende der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2018 ausgeschieden.

Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt

unabhängig, geb. 1968 erstmalig gewählt: 09. Mai 2018, bestellt bis zur 84. ordentlichen Hauptversammlung (2023)

Dkfm. Dr. Heimo Penker

unabhängig, geb. 1947 erstmalig gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 80. ordentlichen Hauptversammlung (2019)

Karl Samstag

unabhängig, geb. 1944 erstmalig gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: – Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG

Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik

unabhängig, geb. 1967 erstmalig gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)

Mag. Klaus Wallner

unabhängig, geb. 1966 erstmalig gewählt: 20. Mai 2015, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)

VOM BETRIEBSRAT ENTSANDTE ARBEITNEHMERVERTRETER

Mag. Maximilian Medwed, geb. 1963, erstmalig entsandt: 01. Dezember 2012 Herta Pobaschnig, geb. 1960, erstmalig entsandt: 01. Juni 2007 Hanspeter Traar, geb. 1956, erstmalig entsandt: 01. Jänner 2003 Mag. Ulrike Zambelli, geb. 1972, erstmalig entsandt: 15. Juni 2015 Gertrude Wolf, geb. 1960, erstmalig entsandt: 01. November 2013; aus dem Aufsichtsrat am 28. Feber 2018 ausgeschieden.

Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate entsprechen bei allen Mitgliedern des Aufsichtsrates den Mandatsbeschränkungen gemäß § 28a Abs. 5 BWG.

VERTRETER DER AUFSICHTSBEHÖRDE

Wolfgang Eder, MA, geb. 1964 Datum der Erstbestellung: 01. September 2017

Dietmar Klanatsky, MA, geb. 1971

Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2018

UNABHÄNGIGKEIT DES AUFSICHTSRATES

Im Sinne der C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex sollte die Mehrheit der Mitglieder des Aufsichtsrates unabhängig sein. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur BKS Bank oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet wäre, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich jeweils auf Basis nachstehender Leitlinien in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert. Zudem sind – mit Ausnahme von Herrn Dr. Franz Gasselsberger, Herrn Gerhard Burtscher, Herrn Karl Samstag und Herrn Mag. Gregor Hofstätter-Pobst – keine Organmitglieder von Anteilseignern mit einer Beteiligung von mehr als 10 % im Aufsichtsrat vertreten.

Die BKS Bank unterhält außerhalb ihrer gewöhnlichen Banktätigkeit keine Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen oder Personen (einschließlich der Mitglieder des Aufsichtsrates), die deren Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.

Der Aufsichtsrat hat nachstehende Kriterien für die Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds festgelegt:

LEITLINIEN DES AUFSICHTSRATES DER BKS BANK ZUR UNABHÄNGIGKEIT

Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen drei Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der BKS Bank gewesen sein. Eine vorangehende Vorstandstätigkeit führt vor allem dann nicht zur Qualifikation als nicht unabhängig, wenn nach Vorliegen aller Umstände im Sinne des § 87 Abs. 2 AktG keine Zweifel an der unabhängigen Ausübung des Mandats bestehen.

Das Aufsichtsratsmitglied soll kein Geschäftsverhältnis zur BKS Bank oder zu einem ihrer Tochterunternehmen in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig. Der Abschluss bzw. das Bestehen von banküblichen Verträgen mit der Gesellschaft beeinträchtigen die Unabhängigkeit nicht.

Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BKS Bank oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der BKS Bank Aufsichtsratsmitglied ist, es sei denn, eine Gesellschaft ist mit der anderen konzernmäßig verbunden oder an ihr unternehmerisch beteiligt.

Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Elternteil, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitgliedes oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES UND DEREN ENTSCHEIDUNGSBEFUGNISSE

Der Aufsichtsrat kommt seinen Aufgaben in der Regel im Plenum nach, delegiert aber einzelne Sachthemen an fünf fachlich qualifizierte Ausschüsse. Die Einrichtung dieser Ausschüsse und deren Entscheidungsbefugnisse sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt. Die Nominierung von Ausschussmitgliedern aus dem Kreis der Betriebsräte erfolgt entsprechend den Bestimmungen des Arbeitsverfassungsgesetzes. Der Ausschussvorsitzende berichtet regelmäßig an das Plenum des Aufsichtsrates über die Arbeit des jeweiligen Ausschusses.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Zu den wesentlichen Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen gemäß § 63a Abs. 4 BWG die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance Berichts. Darüber hinaus überwacht der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse, prüft die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS), des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems. Dem Prüfungsausschuss obliegt zudem die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung. Er bereitet den Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers vor und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

ARBEITSAUSSCHUSS

Der Arbeitsausschuss trifft seine Entscheidungen in der Regel in Form von Umlaufbeschlüssen zu Themen, die aufgrund ihrer Dringlichkeit weder dem Plenum noch dem Kreditausschuss zugewiesen werden. Dieses Gremium wird bei Bedarf einberufen und steht in engem Kontakt mit dem Vorstand. Die an ihn herangetragenen Anträge und die Abstimmungsergebnisse werden dem Gesamtaufsichtsrat nachträglich zur Kenntnis gebracht.

RISIKO- UND KREDITAUSSCHUSS

Zu den wesentlichen Aufgaben des Risiko- und Kreditausschusses zählen gemäß § 39d BWG die Beratung der Geschäftsleitung hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und der Risikostrategie des Kreditinstitutes sowie die Überwachung der Umsetzung dieser Risikostrategie. Darüber hinaus überprüft der Risiko- und Kreditausschuss, ob die Preisgestaltung das Geschäftsmodell und die Risikostrategie des Kreditinstituts angemessen berücksichtigt.

Der Risiko- und Kreditausschuss entscheidet zudem über Neueinräumungen und Verlängerungen von Kredit-, Leasing- und Garantiegeschäften ab einer gewissen Obligohöhe. In der Regel erfolgen diese Entscheidungen in Form von Umlaufbeschlüssen. In den jeweils folgenden Sitzungen wird der Aufsichtsrat über die getroffenen Entscheidungen informiert.

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und Aufsichtsrat und beschäftigt sich mit der Nachfolgeplanung. Darüber hinaus befasst sich der Nominierungsausschuss mit Fragen der Diversität und überprüft die Fit & Properness der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Er evaluiert auch die Grundsätze der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Führungsebene.

VERGÜTUNGSAUSSCHUSS

Der Vergütungsausschuss befasst sich mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen von Mitgliedern des Vorstandes und überwacht die Vergütungspolitik, die angewandten Praktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage. Er diskutiert und regt Änderungen der Richtlinien über die Vergütungspolitik in der BKS Bank und der Kreditinstitutsgruppe an und legt diese dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor.

Name Prüfungs
ausschuss
Arbeits
ausschuss
Risiko- und
Kredit
ausschuss
Nominie
rungs
ausschuss
Vergütungs
ausschuss
Gerhard Burtscher, Vorsitzender
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Dr. Reinhard Iro
Dkfm. Dr. Heimo Penker
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik
Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed
Herta Pobaschnig
Hanspeter Traar
Mag. Ulrike Zambelli

VOM AUFSICHTSRAT EINGERICHTETE AUSSCHÜSSE

SITZUNGEN UND TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE DES AUFSICHTSRATES

Im Geschäftsjahr 2018 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Bei jeder Aufsichtsratssitzung berichteten die Vorstandsmitglieder über die aktuelle Entwicklung der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage und über die Risikolage der BKS Bank und ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden in jeder Sitzung aktuelle aufsichtsrechtliche Vorgaben und deren Auswirkungen auf die BKS Bank behandelt. Der Vorstand erörterte ausführlich die Geschäftsstrategie und legte sämtliche zustimmungspflichtige Angelegenheiten rechtzeitig dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor. Im Berichtsjahr wurden im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen Fit & Proper-Schulungen abgehalten.

Die erste Sitzung des Aufsichtsrates der BKS Bank fand am 27. März 2018 statt. Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss und Lagebericht der BKS Bank AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Corporate Governance Bericht. Mit den Vertretern des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH wurden die Prüfberichte eingehend besprochen. Entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat festgestellt und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 sowie der Vorschlag für die Gewinnverteilung 2017 gebilligt. Der Vorsitzende des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses berichtete über wesentliche Themen aus den Ausschüssen. Der Aufsichtsrat ist dem Vorschlag des Vergütungsausschusses hinsichtlich der Änderung der Vergütungsrichtlinie für die BKS Bank AG und die Kreditinstitutsgruppe gefolgt. Weiters wurde Herr Mag. Alexander Novak einstimmig zum neuen Vorstandsmitglied bestellt und das Mandat von Frau Dr. Stockbauer um weitere fünf Jahre verlängert.

Die zweite Aufsichtsratssitzung fand im Anschluss an die 79. ordentliche Hauptversammlung am 09. Mai 2018 statt. In dieser Sitzung befasste sich das Plenum mit der Wahl des Präsidiums sowie mit der personellen Besetzung der fünf Ausschüsse des Aufsichtsrates. Die aktuelle personelle Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrates ist auf Seite 26 dargestellt. Den Vorsitz übt in allen Ausschüssen der Aufsichtsratsvorsitzende aus.

Die dritte Sitzung fand am 12. September 2018 statt. Der Vorstand berichtete über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2018, präsentierte die Vorschau auf das Gesamtjahr 2018 und erstattete den Risikobericht. Danach erfolgten ausführliche Berichte aus dem Prüfungsausschuss. Des Weiteren wurde der überarbeitete und an die aufsichtsrechtlichen Vorgaben angepasste Sanierungsplan gebilligt und der Vorschlag zur Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands genehmigt. Außerdem vereinbarten sowohl die Kapital- als auch die Arbeitnehmervertreter, auf ein Widerspruchsrecht bei der Zusammenrechnung der Mindestanteile zur Erfüllung der 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat zu verzichten.

In der vierten Sitzung des Aufsichtsrates am 05. Dezember 2018 präsentierte der Vorstand dem Plenum des Aufsichtsrates die Weiterentwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie 2022, die Zielgrößen sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Unternehmensziele. Zudem wurden dem Aufsichtsrat die Vorschau für 2018 präsentiert und das Ertrags-, Kosten- und Investitionsbudget 2019 sowie der Emissionsplan für 2019 zur Beschlussfassung vorgelegt. Das Plenum befasste sich darüber hinaus mit dem jährlichen Bericht zu Großkrediten gemäß § 28b BWG. Außerdem wurde über den Beschluss des Arbeitsausschusses zur Emission einer AT 1-Anleihe berichtet. Die gesetzlichen Fit & Proper-Neuerungen wurden in die Fit & Proper-Policy der BKS Bank aufgenommen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Sie trat mit 01. Jänner 2019 in Kraft.

SITZUNGEN UND TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE DER AUSSCHÜSSE

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. In der ersten Sitzung am 27. März 2018 wurden der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht 2017, der Jahresabschluss samt Lagebericht 2017, der Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Vorschlag zur Gewinnverteilung, der Corporate Governance Bericht sowie der Risikobericht eingehend geprüft. Weiters wurde beschlossen, dem Aufsichtsrat und somit in weiterer Folge der 79. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2019 der BKS Bank AG und des Konzernabschlusses 2019 zu beauftragen.

In der zweiten Sitzung am 12. September 2018 wurde der vom Vorstand gestellte Antrag für etwaige erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers genehmigt. Über die tatsächlich erbrachten Nicht-Prüfungsleistungen wird dem Prüfungsausschuss zweimal jährlich berichtet. Gemäß § 63a Abs. 4 Ziffern 1 und 2 BWG erstattete der Vorstand ausführliche Berichte zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems. An beiden Sitzungen nahmen Vertreter des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH als sachverständige Auskunftspersonen teil.

ARBEITSAUSSCHUSS

Der Arbeitsausschuss fasste im Berichtsjahr sechs Beschlüsse. Darunter fielen zwei Beschlüsse zur Kapitalerhöhung der BKS Bank sowie Beschlüsse zur Errichtung einer Filiale in Kranj, zum Erwerb des Kundenstocks der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d., zur Kapitalerhöhung der BTV im Herbst 2018 und zur Begebung einer AT 1-Anleihe im Dezember 2018.

RISIKO- UND KREDITAUSSCHUSS

Der Risiko- und Kreditausschuss fasste seine Beschlüsse im Berichtsjahr aufgrund der Notwendigkeit zeitnaher Entscheidungen fast ausschließlich im Umlaufweg und behandelte 44 Kreditanträge. Über diese wurde in den jeweils folgenden Sitzungen des Plenums ausführlich berichtet. In der Sitzung vom 05. Dezember 2018 befasste sich das Gremium mit der Risikolage der BKS Bank und den im § 39 Abs. 2b BWG angeführten bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken.

Die Ausschussmitglieder setzten sich eingehend mit dem Risikomanagement und der ausgearbeiteten Risikostrategie auseinander. Dabei stellten sie fest, dass die eingesetzten Verfahren zur Risikosteuerung wirken, angemessen sind und die Überwachung der Risikoentwicklung ordnungsgemäß erfolgt.

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Der Nominierungsausschuss tagte am 26. März 2018. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses führten die jährliche Fit & Proper-Evaluierung für den Aufsichtsrat und den Vorstand durch. Die Eignung der Mitglieder des Nominierungsausschusses wurde bereits in der vierten Aufsichtsratssitzung vom 23. November 2017 evaluiert.

Das Vorstandsmandat von Herrn Mag. Mandl lief zum 31. Dezember 2018 ab. Da Herr Mag. Mandl sich beruflich neu orientiert, hat er den Ausschussvorsitzenden gebeten, von einer Verlängerung seines Vorstandsmandates Abstand zu nehmen. Der Nominierungsausschuss hat daraufhin dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, Herrn Mag. Alexander Novak, bisheriger Leiter der Direktion Slowenien, mit 01. September 2018 zum neuen Vorstandsmitglied zu bestellen. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, das Vorstandsmandat von Frau Dr. Stockbauer um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Der Nominierungsausschuss beschäftigte sich weiters mit der Verlängerung und Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat. Da die Funktionsperiode von Herrn Dr. Reinhard Iro mit Ende der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2018 auslief, wurde seine Wiederwahl auf die satzungsmäßige Höchstdauer vorgeschlagen. Herr DDI Dr. mont. Josef Korak schied gemäß der Satzung der BKS Bank AG durch Los aus dem Aufsichtsrat aus. Er stand für ein Wiederwahl nicht zur Verfügung. Der Nominierungsausschuss unterbreitete daher den Vorschlag, Frau Univ.-Prof. Dr. Stefanie Lindstaedt auf die satzungsmäßige Höchstdauer neu in den Aufsichtsrat zu wählen.

VERGÜTUNGSAUSSCHUSS

Am 26. März 2018 fand die jährliche Sitzung des Vergütungsausschusses statt. In der Sitzung befassten sich die Ausschussmitglieder mit der Prüfung der Grundsätze der Vergütungspolitik und deren Umsetzung. Zu diesem Zweck stand u. a. auch der Leiter der Risikomanagementfunktion den Ausschussmitgliedern beratend zur Seite.

Der Vergütungsausschuss beschloss einstimmig die Anpassungen der Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der Kreditinstitutsgruppe und schlug dem Gesamtaufsichtsrat die Genehmigung vor.

Die Mitglieder des Vergütungsausschusses beschäftigten sich darüber hinaus mit den Vergütungen des höheren Managements, des höheren Risikomanagements, der Compliance-Funktionen, der Verantwortlichen in Kontrollfunktionen und der Risikokäufer. Der Vergütungsausschuss kam zur Überzeugung, dass die fixen und variablen Bezüge der betroffenen Personen keine fehlleitenden Anreize bieten und dass die gewährten Bezüge im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen stehen.

Weiters beschloss der Vergütungsausschuss die Auszahlung von jeweils einem Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für den Vorstand für die Jahre 2013 bis 2016 sowie eine Anpassung der Vorstandsbezüge.

SELBSTEVALUIERUNG GEMÄSS C-REGEL 36

Der Aufsichtsrat führte im Berichtsjahr gemäß der C-Regel 36 des ÖCGK eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. In der Sitzung am 27. März 2018 beschäftigte er sich mit der Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere mit seiner Organisation und Arbeitsweise. Er beschloss, die bestehende Organisation und die als effizient und effektiv bewertete Arbeitsweise beizubehalten.

VERGÜTUNGS-BERICHT

Der Vergütungsbericht nennt nachstehend die Kriterien, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BKS Bank angewendet werden, und erläutert Höhe und Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sowie die Prüfungshonorare und -leistungen der Abschlussprüfer.

Details zur Umsetzung der Vergütungspolitik sind in der CRR-Offenlegungsverordnung, die auf www.bks.at unter » Über uns » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen abrufbar ist, publiziert.

VERGÜTUNGEN AN DEN VORSTAND

Der Aufsichtsrat übertrug in seiner Sitzung vom 25. November 2010 alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung dem Vergütungsausschuss. Dieses Gremium regelt seither die Beziehung zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands und überwacht die Vergütungspolitik, die Vergütungspraktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage.

Die Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der BKS Kreditinstitutsgruppe wurde auf Vorschlag des Vergütungsausschusses vom Aufsichtsrat mit Wirksamkeitsbeginn 01. Jänner 2018 genehmigt. Neben den Grundzügen der Vergütungspolitik sind in diesem Regelwerk auch eine ausführliche, schriftlich dokumentierte Komplexitätsanalyse sowie Parameter für die Bemessung und Überprüfung der variablen Vergütungen festgelegt. Die Vergütungspolitik der BKS Bank steht im Einklang mit allen in der Anlage zu § 39b BWG definierten Grundsätzen. Durch die Erfüllung dieser detaillierten bankaufsichtlichen Bestimmungen zur Ausgestaltung der Vergütungspolitik in Kreditinstituten wird auch den Anforderungen des § 78 Abs. 1 AktG in vollem Umfang entsprochen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der BKS Bank orientieren sich an deren Tätigkeits- und Verantwortungsbereichen, der Umsetzung der Unternehmensstrategie, am Beitrag zum Geschäftserfolg und an angemessenen branchenüblichen Standards für Unternehmen vergleichbarer Größe. Berücksichtigt ist ein ausgewogenes Verhältnis von fixen und variablen Bezügen, wobei für die variablen Bezüge ein Richtwert von 25 % des Fixbezuges festgelegt ist. Der variable Bezug ist mit maximal 40 % des Fixbezuges begrenzt.

Kennzahlen für die Bemessung der variablen Bezüge sind der Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der Return on Equity nach Steuern, die Cost-Income-Ratio, die Risk-Earnings-Ratio, die Personalfluktuationsrate, die Entwicklung der Kundenanzahl sowie die Kernkapital- und Eigenmittelquote als Messlatte der gesamten operativen Geschäftsentwicklung und der Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder. Darüber hinaus werden Zielgrößen zur Risikotragfähigkeit, zum Kredit-, Zinsänderungs-, Markt-, Liquiditäts- und operationalen Risiko sowie zum Risiko einer übermäßigen Verschuldung als Maßstäbe für die Zuerkennung variabler Bezüge berücksichtigt.

Dazu zählen beispielsweise:

  • der Ausnutzungsgrad des ökonomischen Kapitals
  • die NPL-Quote
  • Messgrößen zum Konzentrationsrisiko im Kreditgeschäft
  • das Zinsänderungsrisiko in Prozent der Eigenmittel
  • die Loan-Deposit-Ratio
  • die absolute Höhe des operationalen Risikos

Es werden sowohl gemeinsame als auch persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder berücksichtigt. Auch nichtfinanzielle Aspekte fließen in die Beurteilung ein. Sollte sich ex post herausstellen, dass variable Vergütungskomponenten auf Basis offensichtlich falscher Daten ausgezahlt wurden, können diese Bezüge zurückgefordert werden.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr insgesamt 1.460,3 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.349,0 Tsd. EUR), hiervon rund 84 % fixe und rund 16 % variable Komponenten. Im Einklang mit der Vergütungsrichtlinie und auf Basis eines Beschlusses des Vergütungsausschusses wurde ein Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016 ausgezahlt. Eine Zuerkennung variabler Vergütungskomponenten in Form von Instrumenten erfolgte nicht. Es gibt in der BKS Bank auch kein Stock-Option-Programm und daher keine auch nur teilweise Auszahlung variabler Bezüge in Form von Aktien der BKS Bank oder von Optionen auf diese. Demgemäß boten die variablen Bezüge des Vorstandes keine Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken.

Die auf Basis des Rundschreibens der FMA zu den "Grundsätzen der Vergütungspolitik und -praktiken" getroffenen Regelungen über variable Bezüge wurden insoweit abgeändert, als die Basis für die Bemessung nicht mehr der Gesamtbezug, sondern der Fixbetrag ist.

Die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes werden auch in den Notes auf Seite 218 dargestellt. Die Abfertigungsaufwendungen betrugen saldiert mit den Rückstellungen 11 Tsd. EUR. Bei den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder kam es im Berichtsjahr zu einer Auflösung von 367 Tsd. EUR.

Die Geschäftsordnung für den Vorstand sieht vor, dass der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates den Nebenfunktionen von Vorstandsmitgliedern zustimmen muss, um etwaigen Interessenkonflikten vorzubeugen und um fehlleitende finanzielle Anreize einzudämmen. Hiervon ausgenommen sind Mandate in Tochtergesellschaften der BKS Bank, deren Ausübung nicht vergütet wird.

Die betriebliche Altersversorgung der aktiven Vorstandsmitglieder wird monatlich bei einer Pensionskasse angespart. Bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses erhalten sie zudem eine Abfertigung unter sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes und des Bankenkollektivvertrages. Für Vorstandsmitglieder, deren Bestellung ab 2018 erfolgt, findet hinsichtlich der Abfertigung das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz Anwendung.

Die Regelungen über eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit stehen im Einklang mit den Bestimmungen der C-Regel 27a des ÖCGK. Vereinbarungen über Abfindungszahlungen berücksichtigen die Umstände des Ausscheidens des betreffenden Vorstandsmitgliedes und die wirtschaftliche Lage der BKS Bank. Sofern kein triftiger Grund für eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit vorliegt, dürfen Abfindungszahlungen lediglich die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags abdecken. Falls ein Vorstandsmitglied den Vertrag aus einem von ihm zu vertretenden Grund vorzeitig beendet, entfallen diese Abfindungen in Höhe von maximal zwei Jahresgesamtbezügen zur Gänze.

Ehemalige Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf eine Alterspension. Die Höhe der jeweils vertraglich zugesagten Firmenpension richtet sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses und der Höhe des seinerzeitigen pensionsfähigen Fixgehalts. Hinterbliebenen stehen Pensionsleistungen nach dem Ableben des berechtigten Vorstandsmitgliedes zu. Die Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 865,2 Tsd. EUR (Vorjahr: 940,0 Tsd. EUR).

BEZÜGE DES VORSTANDES

2018
1.460
664
407
304
- 84
865
-367
2017
1.349
671
364
314
940
116

VERGÜTUNGEN AN MITARBEITER IM HÖHEREN MANAGEMENT

Die Abteilungsleiter der Zentrale, die Leiter der in- und ausländischen Direktionen und die Geschäftsführer der vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften sind ebenfalls von der Vergütungsrichtlinie erfasst. Die für den Markt verantwortlichen Mitarbeiter im höheren Management sind als Risikokäufer eingestuft. Der Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist mit 25 % des Fixbezuges oder dem absoluten Betrag von EUR 30.000,- begrenzt. Das Entlohnungssystem bietet daher keine Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken. Der Vergütungsausschuss evaluiert regelmäßig die variablen Zuwendungen und die Einhaltung der Vergütungsregeln. Die Mitarbeiter im höheren Management unterliegen den Fit & Proper-Bestimmungen der BKS Bank.

D & O-VERSICHERUNG

Die BKS Bank hat für die Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates, für Mitarbeiter der zweiten Führungsebene und für Prokuristen sowie für Geschäftsführer von Tochtergesellschaften eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (Directors and Officers-Versicherung) abgeschlossen und deren Kosten übernommen.

VERGÜTUNGEN AN DEN AUFSICHTSRAT

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat sind in der Satzung der BKS Bank geregelt. Bei Bedarf werden die Vergütungen von der Hauptversammlung angepasst. Dies erfolgte zuletzt in der Hauptversammlung am 09. Mai 2017.

Für das Berichtsjahr 2018 wurden dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates 24.000,- EUR, seinem Stellvertreter 20.000,- EUR und den weiteren Kapitalvertretern jeweils 18.000,- EUR zuerkannt. Die Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Sitzungen betrug 150,- EUR pro Sitzung. Aufsichtsräte, die einem oder mehreren Ausschüssen des Aufsichtsrates angehören, erhalten ein Entgelt für ihre Tätigkeit im jeweiligen Ausschuss. Die jährlichen Vergütungen für Mitglieder des Prüfungs-, Risiko- und Kreditausschusses betrugen jeweils 6.000,- EUR und für Mitglieder des Vergütungsausschusses 3.000,- EUR. Die Vergütungen für die Mitglieder des Arbeitsausschusses bzw. Nominierungsausschusses betrugen 2.000,- EUR bzw. 1.000,- EUR.

Das von der UniCredit Bank Austria AG nominierte Aufsichtsratsmitglied, Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst, erhält keine Tantiemen. Die Gesellschaft ersuchte uns, von einer Vergütung aufgrund interner Regelungen für Aufsichtsratstätigkeiten von aktiven Managern in der UniCredit-Gruppe abzusehen. Auch die Generali-Gruppe hat interne Regelungen im Hinblick auf Vergütungen für Organfunktionen. Die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit von Herrn Mag. Klaus Wallner wird nicht ihm persönlich, sondern der Gesellschaft, bei der er tätig ist, zuerkannt.

Im Berichtsjahr wurden den Kapitalvertretern im Aufsichtsrat Vergütungen in Höhe von insgesamt 236,1 Tsd. EUR zuerkannt. Die Auszahlung erfolgt erst nach der Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 durch die Hauptversammlung. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Plenarsitzungen teil. Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter erreichte 92,9 %.

feste Ausschuss Vergütungen
Name in EUR AR-Vergütung tätigkeit Sitzungsgeld 2018 in Summe
Gerhard Burtscher 24.000 18.000 600 42.600
Dr. Franz Gasselsberger, MBA 20.000 14.000 600 34.600
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch 18.000 - 600 18.600
Mag. Gregor Hofstätter-Pobst1) - - - -
Dr. Reinhard Iro 18.000 5.000 600 23.600
DDI Dr. mont. Josef Korak2) 6.337 - 150 6.487
Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt3) 11.663 - 450 12.113
Dkfm. Dr. Heimo Penker 18.000 12.000 600 30.600
Karl Samstag 18.000 - 450 18.450
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik 18.000 6.000 600 24.600
Mag. Klaus Wallner4) 18.000 6.000 450 24.450

VERGÜTUNGEN AN DEN AUFSICHTSRAT

1)Dieses AR-Mitglied erhält aufgrund einer internen Regelung im UniCredit-Konzern keine Tantiemen und kein Sitzungsgeld.

2) bis 09. Mai 2018

3) ab 09. Mai 2018

4) Dieses AR-Mitglied erhält die Aufsichtsratsvergütung aufgrund einer internen Regelung in der Generali-Gruppe nicht persönlich, sondern sie wird der Gesellschaft, bei der das AR-Mitglied tätig ist, zuerkannt.

–32– –33–

VERGÜTUNGEN AN DEN BANKPRÜFER

Die 78. ordentliche Hauptversammlung betraute die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, am 09. Mai 2017 einstimmig mit der Abschlussprüfung der Geschäftsgebarung der BKS Bank AG und ihres Konzerns für das Geschäftsjahr 2018. Der Bankprüfer präsentierte dem Aufsichtsrat eine nach Leistungskategorien gegliederte Aufstellung zu den im vorangegangenen Geschäftsjahr erhaltenen Gesamteinnahmen sowie eine Vorschau auf die zu erwartenden Prüfungskosten für das Geschäftsjahr 2019. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, unterrichtete den Aufsichtsrat auch über die Einbeziehung in ein Qualitätssicherungssystem und erklärte sich schlüssig für unbefangen und bestätigte das Nichtvorliegen von Ausschließungsgründen.

Das Abschlussprüfungs-Änderungsgesetz 2016 (APRÄG 2016) sieht eine strikte Trennung zwischen Prüfungsleistungen und Nicht-Prüfungsleistungen, die vom Abschlussprüfer und seinem Netzwerk erbracht werden dürfen, vor. Der Prüfungsausschuss genehmigte das Budget für erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen und kontrollierte die Einhaltung der Budgetgrenze. Im Berichtsjahr haben wir insgesamt 654 Tsd. EUR an Honoraren für Pflichtprüfungen aufgewendet. 166 Tsd. EUR entfielen auf sonstige Bestätigungsleistungen und 61 Tsd. EUR auf wirtschaftliche und steuerliche Beratungen.

ANGABEN ZU VERGÜTUNGEN AN DEN BANKPRÜFER

in Tsd. EUR 2017 2018
Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss 522 654
Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen 159 166
Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung 54 61
Summe 735 881

DIVERSITÄTSKONZEPT UND MASSNAHMEN ZUR FRAUENFÖRDERUNG

Die Personalpolitik der BKS Bank ist nachhaltig darauf ausgerichtet, allen Mitarbeitern gleiche Chancen und Rechte zu bieten und jede Form von Diskriminierung zu vermeiden. Wir achten bei der Zusammensetzung des Vorstandes, der Besetzung von Führungspositionen und bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsräten auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Bewerber und auf Aspekte der Diversität.

CHANCENGLEICHHEIT VON ANFANG AN

Zu unserem Selbstverständnis zählt, dass wir unsere Mitarbeiter gleich behandeln und jeder Form der Benachteiligung oder Diskriminierung entschieden entgegentreten. In der Personalauswahl entscheiden wir uns stets für den Mitarbeiter, der die geeignetsten Voraussetzungen mitbringt, unabhängig von Geschlecht, Alter und soziokulturellem Hintergrund. Bei der Besetzung von Führungspositionen stehen allen Mitarbeitern dieselben Karrierechancen offen. Wir haben uns vorgenommen, Spitzenpositionen im Management und Führungspositionen vorrangig mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen zu besetzen, und haben dafür auch eine Zielquote festgelegt. Damit wir diese erreichen, gibt es eine Reihe von Förder- und Entwicklungsprogrammen. Interessierte können sich eigenverantwortlich zu diesen Förder- und Entwicklungsprogrammen bewerben, eine Nominierung durch die unmittelbare Führungskraft ist nicht erforderlich. Damit stellen wir Chancengleichheit sicher. Darüber hinaus haben wir uns vor Jahren einen Code of Conduct auferlegt, in dem wir unsere Haltung zu Chancengleichheit, Gleichbehandlung und Diversität offen darlegen.

KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL VON VORSTAND UND AUFSICHTSRÄTEN

Bei den Vorschlägen an die Hauptversammlung zur Besetzung frei werdender Mandate achten der Nominierungsausschuss und der Aufsichtsrat auf die adäquate Vertretung beider Geschlechter, die Internationalität, die Altersstruktur sowie auf den Bildungsund Berufshintergrund potentieller Bewerber. Die Kriterien für die Auswahl von Vorstandsmitgliedern und Aufsichtsräten sind in der Fit & Proper Policy der BKS Bank festgeschrieben.

Für die Auswahl von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind eine entsprechende theoretische Ausbildung, praktische Kenntnisse sowie eine mehrjährige Führungserfahrung erforderlich. Darüber hinaus setzt die Eignung als Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied voraus, dass persönliche Qualifikationen wie Aufrichtigkeit und Unvoreingenommenheit, persönliche Zuverlässigkeit, guter Ruf und Kriterien der Governance erfüllt sind.

Die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der BKS Bank sind hochqualifizierte Bank- und Wirtschaftsexperten mit einschlägigen Erfahrungen in strategischen Fragen und verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse im Rechnungslegungs-, Finanzierungs- und IT-Bereich.

Seit Mai 2018 gehört dem Aufsichtsrat der BKS Bank eine erfahrene Digitalisierungsexpertin an. Alle Vorstandsmitglieder und die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder haben einen Universitätsabschluss und sind oder waren in führenden Positionen im Bank- und Versicherungsgeschäft und der Industrie tätig. Zwei Aufsichtsratsmitglieder lehren und forschen an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind langjährige Mitarbeiter und profunde Kenner der BKS Bank.

Die Vorstandsmitglieder und die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat verfügen über breite Führungserfahrungen in nationalen und international tätigen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen. Mit den Besonderheiten, die sich entweder durch unterschiedliche kulturelle Gepflogenheiten oder durch andere Rechtssysteme ergeben, sind sie bestens vertraut. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte zeichnen sich durch gute Fremdsprachenkenntnisse aus.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, qualifizierte Frauen für verantwortungsvolle Aufgaben zu gewinnen. Der Nominierungsausschuss hat 2014 eine Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der Geschäftsleitung und im Aufsichtsrat in Höhe von 30 % festgelegt. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses überwachen die Einhaltung der Zielquote und überprüfen die Wirksamkeit festgelegter Maßnahmen zur Frauenförderung.

Im Berichtsjahr wurde der Anteil an Frauen im Aufsichtsrat durch die Wahl von Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt weiter erhöht. 30 % der Kapitalvertreter und die Hälfte der Arbeitnehmervertreter sind Frauen, das entspricht einer Gesamtquote von 36 %. Im Berichtsjahr gab es einen Wechsel im Vorstand der BKS Bank. Um eine geordnete Übergabe zu garantieren, bestand der Vorstand ab September vorübergehend aus vier Personen, einer Frau und drei Männern. Der Anteil der Frauen im Vorstand betrug zum Jahresultimo daher 25 % und liegt seit Jahresbeginn wieder bei 33 %.

Das Alter spielt bei der Beurteilung der Eignung von potentiellen Kandidaten insofern ein wesentliche Rolle, als eine ausgewogene Altersverteilung für die Beurteilung von Sachfragen und aus Nachfolgegründen relevant ist. Wir wollen niemanden aufgrund eines bestimmten Alters diskriminieren, achten aber auf einen Altersmix, der auch der Verteilung in der arbeitenden Bevölkerung bzw. in den jeweiligen Berufspositionen entspricht. Demgemäß liegt das Alter der Aufsichtsratsmitglieder zwischen 46 und 74 Jahren, die Vorstandsmitglieder sind zwischen 47 und 60 Jahre alt.

MASSNAHMEN ZUR FRAUENFÖRDERUNG

In der BKS Bank beschäftigen wir 1.119 Mitarbeiter, darunter 618 Frauen. Erfreulicherweise sind mittlerweile 32,4 % der Führungspositionen in der Hand von Frauen. Im Berichtsjahr wurden von 18 neu zu besetzenden Führungspositionen sechs mit Frauen besetzt – ein Anteil von 33,3 %.

Bis 2020 wollen wir den Anteil an weiblichen Führungskräften auf 35 % ausbauen. Damit uns das gelingt, haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Frauenförderung gesetzt: Mit dem im Jahr 2012 initiierten Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft" wollen wir Frauen ermutigen, eine Führungs- oder Expertenkarriere anzustreben. Bisher haben 44 Frauen das Frauenkarriereprogramm absolviert. Davon haben zehn den Sprung in die Führungslaufbahn geschafft und zehn weitere Frauen das Aufgabengebiet gewechselt. Fünf Mitarbeiterinnen befinden sich derzeit in Karenz. Im Oktober 2018 startete der vierte Jahrgang des Qualifizierungsprogrammes mit 13 Teilnehmerinnen.

Bei Karriereüberlegungen spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine entscheidende Rolle. Die BKS Bank unterstützt ihre Mitarbeiter mit vielfältigen Angeboten, um die Balance zwischen Beruf und Familie gut bewerkstelligen zu können. Flexible Arbeitszeitmodelle, eine umfassende Aus- und Weiterbildung, eine Kleinkinderbetreuung, Unterstützung bei der Ferienbetreuung sowie eine aktive Befürwortung der Väterkarenz sind nur ein paar Beispiele, für die auch entsprechende finanzielle Mittel aufgewendet wurden. Diese Initiativen wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend 2010, 2013 und 2016 mit dem Zertifikat des Audit "berufundfamilie" gewürdigt. In Slowenien trägt die BKS Bank das entsprechende landesspezifische Zertifikat seit 2015. In Kroatien sind wir seit 2017 mit dem "MAMFORCE©-Standard" als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Im Berichtsjahr haben wir sowohl in Slowenien als auch in Kroatien erfolgreich die Rezertifizierung abgeschlossen.

Dem Grundsatz "gleiche Arbeit, gleiches Entgelt" (Equal Pay) folgend, setzen wir alles daran, die Gehaltsunterschiede zwischen den beiden Geschlechtern weiter zu verkleinern. Die Einkommensschere ergibt sich vor allem daraus, dass deutlich mehr Frauen als Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen und dadurch in der beruflichen Entwicklung einen flacheren Karriereverlauf aufweisen. Männer verfügen zudem häufiger über Pauschalvergütungen für Mehrleistungen.

2018 haben wir die Einkommensdifferenz von 17,5 % auf 17,0 % reduzieren können, ein Minus von 0,5 %-Punkten. Die Teilzeitquote mit 24,2 % wollen wir in den nächsten Jahren ebenfalls reduzieren. Viele Jahre in Teilzeit wirken sich negativ auf künftige Pensionszahlungen aus. Wir wollen daher Maßnahmen setzen, damit Vollzeitbeschäftigung auch für Mitarbeiterinnen mit Kindern möglich ist. Wichtig ist uns auch, das durchschnittliche Pensionsantrittsalter unserer weiblichen Mitarbeiter dem 60. Lebensjahr anzunähern. 2018 lag dieses mit 59,8 Jahren leicht über dem Vorjahreswert von 59,1 Jahren und sehr nahe am Zielwert.

FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN

Stichtag 31.12.2018 Anzahl Frauen Quote Anzahl Männer Quote
Vorstand 1 25 % 3 75 %
Aufsichtsrat (Kapitalvertreter) 3 30 % 7 70 %
Aufsichtsrat (Belegschaftsvertreter) 2 50 % 2 50 %
Sonstige Führungspositionen 55 32 % 115 68 %

COMPLIANCE-MANAGEMENT-SYSTEM

Compliance ist neben dem Risikomanagement und dem internen Kontrollsystem die dritte Säule der Unternehmensüberwachung. Oberstes Ziel ist es, Gesetzes- und Regelverstöße zu verhindern und den BKS Bank Konzern, seine Mitarbeiter, Leiter und Organe wie auch Eigentümer vor dem Eintritt von Compliance-Risiken zu schützen. Zu diesem Zweck ist ein Compliance-Management-System im BKS Bank Konzern implementiert.

Wir nehmen die umfassenden Compliance-Pflichten sehr ernst. Von unseren Führungskräften und Mitarbeitern erwarten wir, dass sie sich im täglichen Tun an alle Gesetze, Regularien und internen Regelwerke halten und sich dabei von unseren Unternehmenswerten leiten lassen. Dabei kommt dem Wert "Integrität" eine entscheidende Rolle zu: Integrität sichert das Vertrauen der Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner in unser Haus und damit den langfristigen Erfolg.

Zur Sicherstellung eines rechts-, regel- und ethikkonformen Verhaltens haben wir ein Compliance-Management-System geschaffen, das auf den drei Elementen "Erkennen", "Vorbeugen" und "Handeln" basiert. Dem Thema "Vorbeugen" widmen wir mit gezielten Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen besonderes Augenmerk.

COMPLIANCE-MANAGEMENT-SYSTEM DER BKS BANK

Neue Mitarbeiter werden unmittelbar nach Dienstbeginn über Compliance-Agenden geschult. In weiterer Folge absolvieren alle Mitarbeiter zumindest im 3-Jahres-Rhythmus verpflichtende Compliance-Seminare. Zudem müssen regelmäßig E-Learnings absolviert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strikten Einhaltung des Know-your-Customer-Prinzips. Dies umfasst u. a. die Feststellung und Dokumentation der Identität des Kunden und seiner wirtschaftlichen Eigentümer sowie der Herkunft der Vermögenswerte, die im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt werden. Ferner wird auch der Zweck der durchgeführten Transaktionen risikobasiert hinterfragt.

Den Compliance-Officer treffen eine Reihe von Aufsichts-, Kontroll-, Melde-, Berichtsund Informationspflichten. Demgegenüber verfügt er über umfangreiche Weisungs-, Informations- und Untersuchungsbefugnisse.

Die umfangreichen Compliance-Agenden umfassen vor allem folgende Kern-Compliance-Gebiete: Geldwäschereiprävention, Prävention von Terrorismusfinanzierung, Einhaltung von Finanzsanktionen, Kapitalmarkt- und Wertpapiercompliance, Antikorruption, sowie Regulatory-Compliance gemäß den gesetzlichen Vorgaben.

Der Geldwäschereibeauftragte und sein Team befassen sich mit Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung und zur Einhaltung von Finanzsanktionen. Zudem obliegt es diesem Team, ein funktionierendes System zur Fraudprävention zu etablieren und weiterzuentwickeln.

Das Team Kapitalmarktcompliance kümmert sich um jene Compliance-Themen, die die BKS Bank als börsennotiertes Unternehmen und als Dienstleister für Finanzinstrumente zu beachten hat. Dazu zählen insbesondere die Erstellung von Compliance-Regelwerken, die Entwicklung und Durchführung von Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen, die Einrichtung von Systemen zur Prävention und Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation sowie die regelmäßige Bewertung von Compliance-Risiken. Prozesse und Regelwerke betreffend Antikorruption ergänzen diesen Aufgabenbereich.

Im Rahmen der Regulatory-Compliance sorgt ein Team von Spezialisten dafür, dass in den gesetzlich vorgegebenen Bereichen von der BKS Bank einzuhaltende Bestimmungen laufend überwacht, gesetzliche Änderungen erkannt und gegebenenfalls Umsetzungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Ein unabhängiges Reporting ist sowohl an den Vorstand, den Aufsichtsrat und an die Finanzmarktaufsicht sowie gegebenenfalls an staatliche Stellen eingerichtet. In den ausländischen Niederlassungen und Tochtergesellschaften bestehen ebenso Compliance-Management-Systeme.

Das Geschäftsjahr 2018 war von ersten praktischen Erfahrungen mit den im Jänner 2018 neu in Kraft getretenen Vorgaben von MiFID II geprägt. Da zahlreiche ergänzende Rechtsakte erst im Laufe des Berichtsjahres erlassen worden sind, waren Regelwerke und IKT-Systeme laufend anzupassen. Auch die behördliche Auslegungspraxis ist erst dabei, sich zu entwickeln, sodass in der praktischen Anwendung der Regelungen von MiFID II weiterhin Herausforderungen bestehen.

Das Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) ist im Jahr 2018 vollständig in Kraft getreten. Es verpflichtet nun auch österreichische juristische Personen, ihren wirtschaftlichen Eigentümer und obersten Rechtsträger in ein öffentliches Register einzutragen. Nicht allen eintragungspflichtigen Unternehmen war das Thema "Feststellung des wirtschaftlichen Eigentümers" durchgängig vertraut. So gab es auch bei Kunden der BKS Bank Fragestellungen, wie bestimmte gesetzliche Vorgaben auszulegen sind.

Die BKS Bank setzt dieses Register als ergänzendes Mittel bei der Feststellung und Überprüfung der wirtschaftlichen Eigentümer von Kunden ein.

Die BKS Bank war auf das In-Kraft-Treten der neuen Datenschutzbestimmungen (DSGVO, Datenschutzgesetz 2018) im Mai 2018 durch ein bereits vor längerer Zeit begonnenes Projekt gut vorbereitet. Jene Fragestellungen, die sich auch hier in den ersten Monaten der Geltung der neuen Bestimmungen ergaben, wurden umfassend vom Projektteam bearbeitet und führten zu technischen wie organisatorischen Lösungen, die den Schutz der der BKS Bank anvertrauten Daten sicherstellen.

DIRECTORS' DEALINGS

Die BKS Bank ist zur Veröffentlichung von Directors' Dealings-Meldungen verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Börsenultimo 2018 auf ihren bei der BKS Bank geführten Wertpapierdepots insgesamt 3.954 Stamm- und 4.759 Vorzugs-Stückaktien; auf Aufsichtsratsmitglieder entfielen 6.229 Stamm- und 2.755 Vorzugs-Stückaktien. In Summe entsprach dies einem Anteil von rund 0,04 % der ausgegebenen Aktien. Käufe und Verkäufe durch Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie durch eng verbundene Personen werden gemäß der EU-Marktmissbrauchsverordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) gemeldet, europaweit durch Nachrichtenagenturen veröffentlicht und auf der Internetseite der BKS Bank offengelegt. Dies erfolgt, sofern der Wert der jeweiligen Geschäfte auf eigene Rechnung im Kalenderjahr insgesamt jeweils EUR 5.000,- erreicht oder übersteigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es 15 Directors' Dealings-Meldungen. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Anzahl resultiert vorwiegend aus Transaktionen eng verbundener Personen.

COMPLIANCE- UND AML-INFORMATIONEN ZUR BKS BANK IM INTERNET

Adressen im Internet


Extract from registers
– AML-Declaration

Bankkonzession

USA Patriot Act Certification
www.bks.at/investor-relations/compliance-informationen

Wolfsberg Questionnaire of BKS Bank AG

W-8BEN-E
– Directors' Dealings-Meldungen

UNABHÄNGIGE BEURTEILUNG DER FUNKTIONSFÄHIGKEIT DES RISIKOMANAGEMENTS

Die KPMG Austria GmbH führte die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des BKS Bank-Risikomanagements gemäß der C-Regel 83 des ÖCGK durch. Dabei orientierte sich der Abschlussprüfer an dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) veröffentlichten Rahmenwerk für ein unternehmensweites Risikomanagement.

Der Abschlussprüfer beurteilte u. a. die Risikopolitik, die Risikostrategie sowie die Organisation des Risikomanagements. Die Vorgehensweise im Rahmen der Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken wurde ebenso beleuchtet wie die Maßnahmen zur Risikosteuerung. Des Weiteren wurden die Risikoüberwachung und das Berichtswesen über das Risikomanagement eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer legte seinen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vor.

In der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses am 27. März 2018 wurde das Ergebnis der Prüfung ausführlich behandelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete dem Gesamtaufsichtsrat, dass die Prüfung nach der C-Regel 83 zu keinen Beanstandungen führte und die BKS Bank über ein funktionierendes Risikomanagementsystem verfügt. In der zweiten Sitzung des Prüfungsausschusses wurde in Übereinstimmung mit den Vorgaben des § 63a Abs. 4 BWG das Risikomanagement und dessen aktuelle Weiterentwicklungen ausführlich behandelt. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Management von Risiken im Zahlungsverkehr. In der Sitzung des Risiko- und Kreditausschusses am 05. Dezember 2018 wurden die Ziele und die Umsetzung der Maßnahmen der Risikostrategie erörtert. Das Risikomanagement der BKS Bank wird ab Seite 116 detailliert beschrieben.

Die BKS Bank verfügt in Erfüllung der C-Regel 18 des ÖCGK bzw. gemäß § 42 BWG über eine interne Revision, deren Tätigkeit sich an einem vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss bzw. dem Plenum des Aufsichtsrates abgestimmten Revisionsplan orientiert. Die interne Revision bewertet die Risiken sämtlicher Unternehmensaktivitäten und operativer Prozesse, identifiziert Effizienzsteigerungspotentiale und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien.

Ein weiteres zentrales Element unserer Unternehmensüberwachung stellt das interne Kontrollsystem (IKS) dar. In den 1980er Jahren haben wir bereits begonnen, ein IKS aufzubauen, welches sich an international anerkannten Standards orientiert. Das IKS ist risikobasiert aufgebaut und umfasst eine Vielzahl an Kontrollmaßnahmen, die eine effiziente und korrekte Arbeitsweise unterstützen. Das Kernstück bildet eine Risiko-Kontrollmatrix, in der die Kontrollen mit den identifizierten und bewerteten Risiken je Geschäfts- und Supportprozess verknüpft werden. Zusätzlich überprüfen wir regelmäßig die Qualität der Kontrollen anhand eines Reifegradmodells. Der Aufbau und die Verantwortlichkeiten im IKS sind klar geregelt. IKS-Koordinatoren entwickeln das interne Kontrollsystem laufend weiter und berichten regelmäßig an den Vorstand. Dadurch verbessern wir fortlaufend die Unternehmensüberwachung und stellen sicher, dass Vermögenswerte gesichert und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden.

RECHNUNGSLEGUNG UND PUBLIZITÄT

Als börsennotiertes Unternehmen erstellt die BKS Bank AG den Konzernabschluss und den im Halbjahresfinanzbericht enthaltenen verkürzten Konzernzwischenbericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden. Die Jahresfinanzberichte veröffentlichen wir spätestens vier Monate, Halbjahresfinanzberichte und Zwischenberichte spätestens drei Monate nach Ende der Berichtsperiode.

Die genannten Berichte halten wir mindestens zehn Jahre lang öffentlich zugänglich, dabei nützen wir das Issuer Information Center der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) als amtlich bestelltes System für die zentrale Speicherung vorgeschriebener Informationen. Auf der BKS Bank-Webseite werden die Finanzberichte in deutscher und englischer Sprache publiziert.

Die Rechnungslegung des BKS Bank Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, Risiko- und Ertragslage. Die Gesellschaft legt im Konzernlagebericht eine angemessene Analyse des Geschäftsverlaufes vor und beschreibt darin wesentliche finanzielle Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess werden ebenfalls dargelegt. Über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informieren wir in den Notes. Wir veröffentlichen einen gesonderten Nachhaltigkeitsbericht, der die Anforderungen der nichtfinanziellen Erklärung beinhaltet.

Der Einzelabschluss der BKS Bank AG wird gemäß den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellt. Konzern- und Einzelabschluss werden von der Gesellschaft erstellt, von dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat gebilligt bzw. festgestellt.

In den Finanzberichten und im Internet wird der Unternehmenskalender für das laufende bzw. jeweils nächste Jahr publiziert. Wir veröffentlichen Insider-Informationen unverzüglich auf unserer Internetseite und belassen diese fünf Jahre online.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

BERICHT DES AUFSICHTSRATSVORSITZENDEN

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

die BKS Bank blickt wieder auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Obwohl die Herausforderungen für Banken von Jahr zu Jahr zunehmen, schafft es die BKS Bank durch ihre verantwortungsbewusste Führung und ihre engagierten Mitarbeiter, kontinuierlich hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die BKS Bank begreift Wandel stets als Chance. Dadurch bleibt sie für ihre Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter eine verlässliche Partnerin und eine zukunftsfähige Bank. Die erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2018 zeugt von diesem Vertrauen, das der BKS Bank entgegengebracht wird.

INTENSIVE ABSTIMMUNG ZWISCHEN AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der mit ihr verbundenen Unternehmen. In vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen diskutierten und erörterten die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, die strategische Weiterentwicklung sowie weitere bankrelevante Ereignisse.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zeitnah und umfassend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Darüber hinaus stand ich zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig mit der Vorstandsvorsitzenden in Kontakt. Der Aufsichtsrat war somit in alle essentiellen Entscheidungen eingebunden. Dadurch konnten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.

Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in fünf Ausschüssen, in denen ich den Vorsitz ausübe. Auf Seite 25 ff. in diesem Bericht wird über die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeiten ausführlich berichtet.

Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, zu den Kriterien für dessen Unabhängigkeit, zu seiner Arbeitsweise und zu seinen Entscheidungsbefugnissen werden ausführlich im Kapitel Vorstand und Aufsichtsrat auf Seite 17 ff. erläutert.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Mit 01. September 2018 zog Herr Mag. Alexander Novak neu in den Vorstand der BKS Bank ein. Herr Mag. Novak ist seit 18 Jahren in der BKS Bank in verschiedenen leitenden Positionen tätig. Ab 2014 wirkte er maßgeblich am Aufbau der Direktion Slowenien mit, die er über mehrere Jahre erfolgreich leitete. In sein Vorstandsressort fällt die Zuständigkeit für die Auslandsmärkte, deren Bedeutung für die BKS Bank in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist und die sich wieder zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt haben. Ich freue mich sehr, dass diese Spitzenposition aus den eigenen Reihen der BKS Bank besetzt werden konnte. Die Neubesetzung im Vorstand wurde erforderlich, da Herr Mag. Wolfgang Mandl sich entschloss, beruflich neue Wege zu gehen. Mit Ablauf der Funktionsperiode am 31. Dezember 2018 ist Herr Mag. Mandl aus dem Vorstand der BKS Bank ausgeschieden. Im Namen des gesamten Aufsichtsrates bedanke ich mich bei Herrn Mag. Mandl für die verantwortungsvolle Führung der BKS Bank und für die konstruktive Zusammenarbeit.

Die Satzung der BKS Bank sieht vor, dass jedes Jahr mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung mindestens ein Fünftel der Mitglieder des Aufsichtsrates ausscheiden. Die Funktionsperiode von Herrn Dr. Reinhard Iro lief am Ende der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2018 ab. Er stellte sich der Wiederwahl und wurde von der Hauptversammlung auf die satzungsmäßige Höchstdauer wiedergewählt.

Per Losentscheid ist Herr DDI Dr. mont. Josef Korak aus dem Aufsichtsrat der BKS Bank ausgeschieden. Er stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Herr DDI Dr. mont. Josef Korak gehörte dem Aufsichtsrat 13 Jahre lang an. Ich möchte mich im Namen der BKS Bank und des Aufsichtsrates bei Herrn DDI Dr. mont. Josef Korak herzlich für seinen Einsatz bedanken. Sein branchenübergreifendes Fachwissen war eine große Bereicherung.

Die Hauptversammlung wählte Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt neu in den Aufsichtsrat. Sie leitet ein Forschungszentrum für Big Data und Data-driven Business. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, eine Digitalisierungsexpertin mit internationalem Erfahrungshintergrund für den Aufsichtsrat der BKS Bank zu gewinnen.

Alle neu- und wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert, die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG sind auf www.bks.at veröffentlicht.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde ich einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herr Dr. Franz Gasselsberger zu meinem Stellvertreter gewählt. Alle Mitglieder der Ausschüsse wurden ebenfalls einstimmig bestellt.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass der Nominierungsausschuss bei seinen Vorschlägen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates insbesondere darauf achtet, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des BKS Bank Aufsichtsrates sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Finanz- und IT-Branche, der Industrie sowie dem universitären Sektor, die mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mitgestalten.

DIVERSITÄT

Mit der Wahl von Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt in den Aufsichtsrat der BKS Bank erhöhte sich der Frauenanteil im Aufsichtsrat und betrug zum 31. Dezember 2018 rund 36 %. Die im § 86 Abs. 7 AktG normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat, die seit Jänner 2018 auf Wahlen und Entsendungen in den Aufsichtsrat anzuwenden ist, wird damit deutlich erfüllt.

Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug rund 92,9 %. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an mehr als der Hälfte der Sitzungen nicht teilgenommen.

ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2018 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Für die Jahresabschlussprüfung 2018 wurden folgende Sachverhalte als Key Audit Matters identifiziert und das Risiko daraus sowie die Vorgehensweise bei der Prüfung dazu detailliert im Prüfungsurteil festgehalten:

  • Werthaltigkeit der Forderungen von Kunden
  • Klassifikationen und Bewertung von at Equity bilanzierten Unternehmen

Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2018 eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der nach IFRS erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie der mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften in Einklang stehende Konzernlagebericht wurden ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Allen gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen und auch diese Prüfung führte zu keinen Einwendungen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des BKS Bank Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2018 währenden Geschäftsjahres. Die Abschlussprüfer bestätigten, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht, sodass die Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.

Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2018 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest. Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der jährliche Risikobericht, der nichtfinanzielle Bericht und der Corporate Governance Bericht wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Kunden und Aktionären, die der BKS Bank ein großes Vertrauen entgegenbringen.

Klagenfurt am Wörthersee, im März 2019

Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender

Feingeätzte Eisenkassette mit verborgenem Schlüsselloch und zwei Fallen, 1540

–BEIM INVESTIEREN AUF SICHERHEIT ACHTEN–

INVESTOR RELATIONS

Die BKS Bank-Aktie –50– Investor Relations-Kommunikation –54–

DIE BKS BANK-AKTIE

STETIGE UND NACHHALTIGE WERTSTEIGERUNG

Die BKS Bank-Aktien notieren seit über 30 Jahren an der Wiener Börse. Seit damals zeigt die BKS Bank Jahr für Jahr, dass es auch bei herausfordernden Marktumständen und gesellschaftlichen Entwicklungen möglich ist, ihren Aktionären eine langfristige Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zu bieten. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erwiesen sich die BKS Bank-Aktien als solides langfristiges Investment für private und institutionelle Anleger.

Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind in der Kategorie Standard Market Auction der Wiener Börse gelistet. Jede Aktie entspricht einem gleich hohen Anteil am gezeichneten Kapital. Demnach beträgt der rechnerische Nominalwert jeder Aktie 2,0 EUR. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital. Wird die Mindestdividende für ein Geschäftsjahr nicht oder nicht ganz bezahlt, ist dieser Rückstand aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre aufzuholen.

Um die Eigenkapitalausstattung weiter zu stärken und die gute konjunkturelle Lage zum Ausbau unserer Marktanteile zu nutzen, beschloss der Vorstand, eine Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2018 durchzuführen. Der Aufsichtsrat der BKS Bank genehmigte in seiner Sitzung vom 23. November 2017 den Vorschlag des Vorstandes einstimmig. Die Kapitalerhöhung fand im Verhältnis 12 : 1 statt.

Für zwölf "alte" Stamm-Stückaktien oder Vorzugs-Stückaktien konnte eine junge Stamm-Stückaktie erworben werden. Insgesamt wurden 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabekurs von 16,7 EUR emittiert. Das Grundkapital erhöhte sich um 6.606.600,- EUR auf 85.885.800,- EUR. Alle jungen Stammaktien konnten erfolgreich am Markt platziert werden. Damit notieren nach Abschluss der Kapitalerhöhung im März 2018 41.142.900 Stamm-Stückaktien und 1.800.000 Vorzugs-Stückaktien an der Wiener Börse. Das Vertrauen unserer Aktionäre erfüllt uns mit Stolz und ermöglicht uns gleichzeitig unsere Marktposition erfolgreich und nachhaltig auszubauen.

Der Schlusskurs der Stamm-Stückaktie zum Jahresende 2018 lag bei 16,8 EUR und jener der Vorzugs-Stückaktie bei 17,0 EUR. Mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 721,8 Mio. EUR haben wir unseren historischen Bestwert von 2017 – nicht zuletzt aufgrund unserer erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung – nochmals überboten.

Die anhaltend gute Konjunktur im Geschäftsjahr 2018 spiegelt sich in den guten Geschäftszahlen unseres Hauses wider. Wir konnten im Berichtsjahr erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Unser Bestreben bleibt auch weiterhin, bei der Verwendung des Bilanzgewinnes auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stärkung des Eigenkapitals und angemessener Aktionärsvergütung zu achten.

Unser Ziel ist es, unseren Aktionären eine langfristige Wertsteigerung ihres Kapitals und eine angemessene Verzinsung dieser Unternehmensanteile zu sichern. Für das Geschäftsjahr 2018 wird der Vorstand der 80. Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 9.876.867,- EUR auszuschütten.

Dies entspricht 0,23 EUR pro Aktie und einer Rendite von 1,37 % auf Basis des Jahresultimokurses 2018 der Stamm-Stückaktien bzw. von 1,35 % für Vorzugs-Stückaktien. Die Ausschüttungsquote (Payout-Ratio), bezogen auf den Jahresüberschuss nach Steuern der BKS Bank AG, würde sich auf 30,0 % belaufen.

KURSVERLAUF DER BKS BANK-STAMMSTÜCK-AKTIE SEIT BÖRSENEINFÜHRUNG

Kursverlauf der Stamm-Stückaktie (die Kurse sind um die Dividenden und einen Aktiensplit bereinigt)

Am stimmberechtigten Grundkapital sind die Schwesterbanken Oberbank AG, Linz, mit 19,3 % sowie die BTV AG, Innsbruck, mit 19,5 % beteiligt. Die Generali 3Banken Holding AG, Wien, hält 7,8 % der Stamm-Stückaktien. Diese drei Kernaktionäre haben eine Syndikatsvereinbarung abgeschlossen und halten gemeinsam 46,5 % der Stimmrechte. Die Syndizierung der Aktienbestände festigt die Eigenständigkeit des Institutes und bündelt die Interessen der Syndikatspartner hinsichtlich Kooperations- und Vertriebspartnerschaft. Das Übereinkommen beinhaltet im Wesentlichen Vereinbarungen zur gemeinsamen Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner.

Größter Einzelaktionär der BKS Bank AG ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %-Konzerngesellschaft der UniCredit Bank Austria AG mit Sitz in Wien. Unter Einbeziehung der von der UniCredit Bank Austria AG direkt gehaltenen Anteile entfallen somit 30,3 % der Stimmrechte auf die UniCredit-Gruppe. Die restlichen Stamm-Stückaktien befinden sich überwiegend im Besitz privater und institutioneller Investoren. Die BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung – sie dient ausschließlich der vollständigen Weitergabe von Beteiligungserträgen im Sinne des § 10 Abs. 1 KStG an Angestellte der BKS Bank – verfügte Ende 2018 über 0,4 % der Stimmrechte. Darüber hinaus sind der BKS Bank AG keine Konstellationen hinsichtlich einer Beherrschung und/ oder Kontrolle des Unternehmens durch einzelne oder mehrere Aktionäre bekannt. Weiterführende Informationen zur Aktionärsstruktur der BKS Bank finden sich u. a. im Konzernlagebericht auf der Seite 78 ff. sowie auf der Website www.bks.at » Investor Relations » Aktionärsstruktur.

BESCHLÜSSE DER 79. HAUPTVERSAMMLUNG

Die stimmberechtigten Aktionäre der BKS Bank üben in der Hauptversammlung ihr Stimmrecht aus und sind per Gesetz oder Satzung in wesentliche Unternehmensentscheidungen eingebunden. Beschlüsse werden im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen oder aber mit der gesetzlich vorgegebenen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst.

Bei der 79. ordentlichen Hauptversammlung der BKS Bank AG am 09. Mai 2018 waren rund 82 % des stimmberechtigten Kapitals vertreten, die Streubesitzpräsenz der stimmberechtigten Aktionäre betrug rund 2,5 %.

In der Hauptversammlung wurde den Aktionären

  • der festgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017,
  • der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017,
  • der nichtfinanzielle Bericht,
  • der Corporate Governance Bericht sowie
  • die Ausführungen des Vorsitzenden des Aufsichtsrates zu den Grundsätzen des Vergütungssystems des Vorstandes der BKS Bank vorgelegt.

Die Aktionäre nahmen die Ausführungen und Berichte zustimmend zur Kenntnis. Der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2017 wurde mehrheitlich angenommen. Demzufolge schlossen sich 99,9 % der anwesenden Aktionäre der Empfehlung an, aus dem zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,23 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden Rest unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz auf neue Rechnung vorzutragen. Als Dividenden-Zahltag wurde der 16. Mai 2018 vorgeschlagen.

Der Tagesordnungspunkt "Wahlen in den Aufsichtsrat" wurde einstimmig beschlossen. Herr Dr. Reinhard Iro wurde nach Ablauf seines Mandats auf die satzungsgemäße Höchstdauer von fünf Jahren in den Aufsichtsrat wiedergewählt, das ist jene Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt. Herr DDI Dr. mont. Josef Korak schied zuvor durch Los aus dem Aufsichtsrat aus und stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Neu in den Aufsichtsrat wurde Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt gewählt, ebenfalls auf die satzungsgemäße Höchstdauer von fünf Jahren. Die Beschlussfassung über die Wahl der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, als Bankprüfer für das Geschäftsjahr 2019 erfolgte einstimmig.

In der Beschlussfassung zum siebten Tagesordnungspunkt wurde der Vorstand ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen. Der Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen sind im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen. Gleichzeitig wurde die in der 78. ordentlichen Hauptversammlung vom 09. Mai 2017 erteilte und bis zum 19. Juli 2022 gültige Ermächtigung des Vorstandes, das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen, im bisher unausgenützten Umfang von 9.393.400,- EUR widerrufen.

Die 79. ordentliche Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand außerdem

  • eigene Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 AktG bis zum gesetzlich jeweils zulässigen Höchstausmaß zum Zweck des Angebotes an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes oder Aufsichtsrates der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens zu erwerben und
  • eigene Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 7 AktG zum Zweck des Wertpapierhandels im Ausmaß von bis zu 5 % des Grundkapitals sowie
  • eigene Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG bis zum gesetzlich jeweils zulässigen Höchstausmaß zweckfrei zu erwerben, und zwar

jeweils für die Dauer von 30 Monaten ab Datum der Beschlussfassung.

INVESTOR RELATIONS-KOMMUNIKATION

Wir legen besonderen Wert auf eine laufende, offene und aktive Kommunikation mit unseren Stakeholdern. Um bestmögliche Transparenz zu gewähren, informieren wir unsere Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Medienvertreter und die interessierte Öffentlichkeit zeitnah und ausführlich über die BKS Bank. Die veröffentlichten Informationen werden allen Aktionären zeitgleich zugänglich gemacht. In der Finanzkommunikation legen wir bei Pressekonferenzen und im Berichtswesen besonderen Wert auf Best Practices für Transparenz und faire Information aller Marktteilnehmer.

Unsere im Berichtsjahr neu gelaunchte Internetseite www.bks.at, Rubrik » Über uns » Investor Relations bietet umfangreiche Unternehmensinformationen wie beispielsweise die Jahres- und Halbjahresfinanzberichte, Zwischenberichte, Nachhaltigkeitsberichte, Berichte über geplante Neuemissionen von Anleihen, Änderungen wesentlicher Beteiligungsschwellen und sonstige anzeigepflichtige Kapitalmaßnahmen. Die Directors' Dealings-Meldungen werden ebenfalls unter Investor Relations » Compliance Informationen veröffentlicht. Für meldepflichtige Ad-hoc-Veröffentlichungen verwenden wir auch die Issuer Information Upload-Plattform der OeKB, den euro adhoc-Service der APA-OTS oder die Internetseite www.pressetext.com. Pressemitteilungen veröffentlichen wir auf der Internetseite der BKS Bank unter der Rubrik » Über uns » News & Presse.

Seit 2012 erstellen wir jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht, der nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt wird und den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) entspricht. Wir berichten darin detailliert über unsere Nachhaltigkeitsstrategie sowie über die zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Strategie und Governance, Mitarbeiter, Produkte und Innovation, Gesellschaft und Soziales, Umwelt und Klimaschutz. Den Nachhaltigkeitsbericht 2018 veröffentlichen wir Anfang April auf unserer Internetseite www.bks.at » Über uns » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen.

Datum Inhalt der Mitteilung 02. April 2019 Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2018 im Internet und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung 08. Mai 2019 80. ordentliche Hauptversammlung 14. Mai 2019 Dividenden-Ex-Tag 15. Mai 2019 Record Date 16. Mai 2019 Dividenden-Zahl-Tag 24. Mai 2019 Zwischenbericht zum 31. März 2019 30. August 2019 Halbjahresfinanzbericht 2019 29. November 2019 Zwischenbericht zum 30. September 2019

UNTERNEHMENSKALENDER 2019

INVESTOR RELATIONS-ANSPRECHPARTNER

Mag. Herbert Titze, MBA, Leiter Investor Relations, E-Mail: [email protected]

Massives Messing-Möbelschloss mit zwei Fallen und sechs Riegeln, 19. Jahrhundert

–INNOVATION ERSCHLIESST NEUE PERSPEKTIVEN–

UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Unternehmensporträt –58– Unternehmensleitbild –59– Strategieprozess –61– Sicher auf Zielkurs –62– Unternehmensstrategie 2022 –64–

UNTERNEHMENS-PORTRÄT

Als Bank mit starken Wurzeln in Kärnten sind wir mittlerweile in sechs Ländern mit Niederlassungen präsent und beschäftigen 1.119 Mitarbeiter in 63 Filialen. Seit 1922 bauen wir unsere Geschäftstätigkeit beständig aus. Ursprünglich als reine Firmenkundenbank konzipiert, begannen wir in den 1960er Jahren mit der Betreuung von Privatkunden. Die internationale Expansion starteten wir in den späten 1990er Jahren. Heute betreuen wir über 164.400 Firmen- und Privatkunden in Österreich und in unseren Auslandsmärkten. Seit 1986 notieren die BKS Stamm-Stückaktien an der Wiener Börse.

UNSERE KUNDEN

Als Universalbank bieten wir unseren Firmen- und Privatkunden ein umfassendes Angebot an Finanzdienstleistungen, welches auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Im Firmenkundengeschäft setzen wir vor allem auf die Ansprache von Industriebetrieben, Gewerbekunden, Wohnbauträgern, Gemeinden und Handelsunternehmen. Unser maßgeschneidertes Beratungs- und Produktangebot umfasst Betriebsmittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen, die Förderberatung, den Zahlungsverkehr, das Leasinggeschäft, das Einlagengeschäft und Produkte zur Veranlagung von Liquiditätsüberschüssen und zum Vermögensaufbau und digitale Services. Wir betreuen rund 21.400 Firmenkunden. Zum Segment Privatkunden zählen Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Unser Angebotsspektrum deckt alle klassischen Bankprodukte sowie digitale Services ab. Dazu zählen Wohnbaufinanzierungen, Vorsorge-, Spar- und Veranlagungsprodukte, die Vermögensverwaltung, der Zahlungsverkehr, digitale Dienstleistungen, das Leasing und die Versicherungsvermittlung. Wir betreuen rund 143.000 Privatkunden.

Detaillierte Ausführungen zum Firmen- und Privatkundengeschäft stellen wir Ihnen im Segmentbericht auf Seite 102 ff. vor.

UNSER MARKTGEBIET

Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet und umfasst die Regionen Kärnten, Steiermark, Wien, Niederösterreich und Burgenland. Neben Österreich sind wir in Slowenien, Kroatien und der Slowakischen Republik mit Bankfilialen und Leasinggesellschaften vertreten. In Italien und Ungarn verfügt die BKS Bank über je eine Repräsentanz. Kunden dieser Länder werden wie jene aus Deutschland ausschließlich Cross-Border betreut.

UNSERE PARTNER

Die Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe, welche die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft mit uns bilden, gibt uns die Stärke einer Großbank. Gegenseitige Beteiligungen sichern unsere Unabhängigkeit, gemeinsame Tochtergesellschaften bieten Synergieeffekte. Über unsere langjährigen Partnerschaften mit der Bausparkasse Wüstenrot und der Generali Versicherung runden wir unser Angebotsspektrum ab.

UNTERNEHMENS-LEITBILD

Wir wollen wachsen, Schritt für Schritt, aus eigener Kraft – das bleibt die strategische Ausrichtung für die Zukunft. Mit dem BKS Bank-Leitbild verdeutlichen wir, welche Ziele wir im Interesse unserer Stakeholder verfolgen und welche Werte unser Selbstverständnis, Denken und Handeln bestimmen. Seit 1922, heute und auch in Zukunft.

UNSERE VISION

REGIONAL VERWURZELT. OFFEN IM DENKEN. EXZELLENT IM TUN.

Unsere tiefen regionalen Wurzeln bilden die Basis für ein organisches Wachstum im In- und Ausland. Für anspruchsvolle Kunden sind wir die Topadresse. Warum? Weil wir es hervorragend schaffen, Beratungsexzellenz mit zeitgemäßen technischen Lösungen zu verbinden. Damit festigen wir unsere Position unter den führenden Banken Österreichs.

UNSERE MISSION

In unserer Mission drücken wir unser Selbstverständnis aus und zeigen, wofür die BKS Bank steht. Der Mission liegen unsere Überzeugungen und Werte sowie unsere Unternehmensgeschichte zugrunde. Mit ihr drücken wir aus, was die BKS Bank für ihre Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Partner und für die Gesellschaft sein will.

UNSERE MISSION

Unsere tiefen regionalen Wurzeln geben uns Stabilität und lassen uns national und international gesund wachsen.

Wir verstehen uns als internationale Universalbank, die unabhängig und selbständig in ihren Entscheidungen ist.

Unsere Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe und die gleichberechtigte Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes geben uns die Kraft einer Großbank.

Wir gehen einen selbstbestimmten Weg. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt unter die zehn wichtigsten Banken Österreichs vor.

Wir gehen Risiken nur dann ein, wenn wir sie auch aus eigener Kraft bewältigen können. So stellen wir unsere Unabhängigkeit und Eigenständigkeit sicher.

Wir verstehen die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden besser. Als Topadresse für anspruchsvolle Kunden schaffen wir es hervorragend, Beratungsexzellenz mit zeitgemäßen technischen Lösungen zu verbinden.

Weil wir Nachhaltigkeit umfassend leben, ist das Vertrauen in unser Haus groß und die Innovationskraft hoch.

Unsere Mitarbeiter handeln eigenverantwortlich und qualitätsbewusst. Wir bieten ihnen einen attraktiven Arbeitsplatz und herausfordernde Perspektiven. Wir investieren in ihre Ausbildung und fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Wir bieten Aktionären eine langfristige Wertsteigerung und eine angemessene jährliche Verzinsung. Damit sind wir attraktiv für Investoren und stärken so unsere Eigenmittelausstattung.

UNSERE WERTE

ZUKUNFTSORIENTIERUNG

"Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für Furchtsame das Unbekannte, für Mutige die Chance." Victor Hugo. Wir sind mutig.

STABILITÄT

Wir sind auch in herausfordernden Zeiten für unsere Kunden und Mitarbeiter ein verantwortungsvoller, berechenbarer und verlässlicher Partner.

PROFESSIONALITÄT

Wir erledigen die an uns gestellten Aufgaben auch unter schwierigen Rahmenbedingungen effizient und fachlich korrekt. Unsere hohe fachliche Qualifikation, unser glaubwürdiges Auftreten und unsere Termintreue gegenüber Kunden und Kollegen bilden dafür die Basis.

EIGENVERANTWORTUNG

Wir zeigen Eigenverantwortung, indem wir zielorientiert, gewissenhaft, sorgfältig und mit Blick für das große Ganze eigenständig handeln und arbeiten.

RESPEKT

Respekt und Achtung vor Kollegen, Kunden und Partnern sind zentrale Werte, die wir vertreten. Wir behandeln andere so, wie wir selbst behandelt werden wollen. Wir schätzen unsere Kunden und Kollegen.

INTEGRITÄT

Wir handeln nach hohen ethischen Prinzipien und treten gegen jede Form von Diskriminierung und Korruption auf. Wir arbeiten im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien.

STRATEGIEPROZESS

In der BKS Bank ist ein ausgereifter Strategieprozess etabliert. Einmal pro Jahr befasst sich das Top-Management in einer mehrtägigen Strategieklausur mit der Überprüfung und Neuausrichtung der Strategie. Die Strategieklausur stellt jeweils den Auftakt zum Planungs- und Budgetierungsprozess dar und wird konsequent jedes Jahr durchgeführt. Damit stellen wir sicher, dass das gesamte Managementteam die Strategie der nächsten Jahre mitgestaltet und kennt.

STRATEGIEPROZESS

Mit dem Aufsichtsrat werden alle wesentlichen strategischen Vorhaben diskutiert und abgestimmt. Wesentliche Ergebnisse der Klausur und der Fortschritt bei der Umsetzung strategisch relevanter Projekte werden den Mitarbeitern unter anderem in den zweimal jährlich stattfindenden Informationsgesprächen des Vorstandes kommuniziert. Die unterjährige Strategiekontrolle erfolgt in tourlichen Sitzungen des höheren Managements.

SICHER AUF ZIELKURS

STRATEGIEGEBÄUDE

Die Unternehmensstrategie mit ihren Eckpunkten und Zielwerten fassen wir in einem Strategiegebäude, das an einen griechischen Tempel erinnert, zusammen.

Unter dem Motto "Triple E!" wurden drei tragende Säulen für unseren zukünftigen Erfolg definiert. Verbunden mit der Risikostrategie wollen wir unsere Zukunft aktiv gestalten und nachhaltig sichern. Qualität und Nachhaltigkeit bilden dabei das tragfähige Fundament.

Unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie hat sich in den letzten Jahren vielfach bewährt. Wir erzielen kontinuierlich stabile Ergebnisse, verfügen über eine gute Eigenmittelausstattung und gewinnen neue Kunden. Unseren Aktionären schütten wir jährlich eine Dividende aus. In Sachen Nachhaltigkeit zählen wir weltweit zu den besten Banken. Eine Zwischenbilanz:

LIQUIDITY COVERAGE RATIO Die aufsichtsrechtliche Mindestquote von 100 % ist übererfüllt.

137,7 %

EIGENKAPITAL

SOLIDE KAPITALDECKE 12,2 % Kernkapitalquote 14,8 % Gesamtkapitalquote

Der Emissionserlös der durchgeführten Kapitalerhöhung betrug 55,2 Mio. EUR.

LEVERAGE RATIO 8,0 % erforderlich wären 3 %

KUNDENZUFRIEDENHEIT

Unsere Kunden bewerteten uns mit 1,6 auf einer 5-stelligen Skala.

VISION UND MISSION

RISIKO

ERTRAG UND KOSTEN

JAHRESÜBERSCHUSS NACH STEUERN

77,4 Mio. EUR

KUNDENANZAHL 164.400

COST-INCOME-RATIO 50,3% deutlich besser als im Branchendurchschnitt

BIZZNET ERFOLGREICH GELAUNCHT Das moderne Kundenportal für Firmenkunden bietet sichere und

ENTWICKLUNG NPL-QUOTE

EIGENVERANTWORTUNG

ZIELORIENTIERTE FÜHRUNGSKRÄFTE Unsere Führungskräfte übernehmen Verantwortung und agieren selbständig und professionell.

ZIELWERT KLAR ÜBERTROFFEN

116,3% Budgeterreichungsgrad beim Jahresüberschuss nach Steuern

FLUKTUATIONSRATE

komfortable Lösungen. hohe Loyalität der Mitarbeiter 6,3 %

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT

PRIME

ISS-oekom verlieh unseren CSR-Aktivitäten erneut den Prime-Status.

AUSZEICHNUNG

Wir sind erneut Trägerin des Gütesiegels "Recognised for Excellence 5 Star".

UNTERNEHMENS-STRATEGIE 2022

Die Herausforderungen für Banken sind seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise vor zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Dennoch ist die BKS Bank trotz anhaltendem Niedrigzinsumfeld und massiver Umbrüche in der Branche – Stichwort Digitalisierung – beständig gewachsen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung der BKS Bank lässt sich dadurch erklären, dass sie ihren geschäftspolitischen Prinzipien treu geblieben ist. Kunden exzellent zu betreuen, nachhaltig zu wachsen und stabile Erträge zu erwirtschaften bleiben auch künftig die bestimmenden Leitplanken.

In der Bankbranche wird schon seit längerem diskutiert, ob die klassische Bankfiliale aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung noch eine Existenzberechtigung hat. Die Anzahl der Bankstellen ist tatsächlich seit mehreren Jahren rückläufig. Dennoch sind wir überzeugt, dass die Filiale nach wie vor der geeignete Ort ist, um erstklassige Beratungen anzubieten. Auch wenn sich das Kundenverhalten stark verändert hat und viele Kunden ihre alltäglichen Bankgeschäfte lieber online erledigen, sehen wir, dass sich Kunden bei komplexeren Bankgeschäften einen kompetenten Ansprechpartner an ihrer Seite wünschen. Unser Bekenntnis zur Filiale haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch ein zukunftsfähiges Filialkonzept erneuert. Wir werden unsere Filialen sukzessive modernisieren und an die Anforderungen des digitalen Zeitalters heranführen. In unseren Wachstumsregionen – allen voran Wien und die Auslandsmärkte – wollen wir weitere Standorte eröffnen, da uns die Nähe zu unseren Kunden wichtig ist. Gleichzeitig steht die Entwicklung zusätzlicher digitaler Produkte und Dienstleistungen nicht im Widerspruch zum Filialbekenntnis. Vielmehr sehen wir darin eine sinnvolle Ergänzung. Selbstverständlich werden wir auch weiterhin kräftig in die Weiterentwicklung unserer hohen Sicherheitsstandards investieren.

Wachsen wollen wir auch in den eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern. Die Zahlungsverkehrsprovisionen haben sich in den letzten Jahren zu einem verlässlichen und stabilen Ertragsbringer entwickelt. Diesen Trend wollen wir durch den Ausbau unserer Produktpalette und unseres Beratungs-Know-hows noch stärker nutzen. Auch im Wertpapiergeschäft orten wir noch weitere Wachstumschancen. Diese wollen wir einerseits durch innovative Produkte, insbesondere im Bereich der nachhaltigen Veranlagungsprodukte, und andererseits durch höhere Akquisitions- und Abschlussquoten erzielen. Darüber hinaus arbeiten wir auch in diesem Bereich an der weiteren Digitalisierung unserer Services. In Slowenien haben wir im ersten Halbjahr 2018 eine große Anzahl von Veranlagungskunden einer Brokergesellschaft übernommen. 2019 steht eine weitere vergleichbare Transaktion zur Umsetzung an. Nun gilt es, diese neuen Kunden in unser Haus zu integrieren, sie umfassend zu betreuen und langfristig an unser Haus zu binden.

Für die nächsten Jahre haben wir uns zudem vorgenommen, einen Beitrag zur Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen und zur Begrenzung der globalen Erderwärmung auf deutlich unter 2° Celsius zu leisten. Gemeinsam mit dem WWF erarbeiten wir eine Dekarbonisierungsstrategie, mit der wir unser Kreditportfolio nachhaltiger ausrichten werden. Denn über Finanzierungen können Banken maßgeblich steuern, welche Branchen und Unternehmensprojekte zu welchen Bedingungen finanziert werden, und haben damit einen enormen Lenkungseffekt für den Umwelt- und Klimaschutz.

STRATEGISCHE ZIELE

Wir sind profitabel und produktiv und
erzielen kontinuierlich gute Ergebnisse.
Wir verfügen
über eine starke
Wir wertschätzen
unsere Kunden und steigern
kontinuierlich die Anzahl unserer
Firmen- und Privatkunden.
Wir begrenzen
(Kredit-)Risiken
angemessen.
(Kern-)Kapital
quote.
Wir fokussieren
unser Wachstum
auf eigenmittel
Wir haben
das Image einer
verantwortungs
bewusst
agierenden Bank.
Wir bauen unsere Marktanteile in Wien
und auf den Auslandsmärkten aus.
Wir transformie
ren unsere
Wir sind im
Privatkunden
rentabel.
Nachhaltigkeit
und Qualität
ist in unserem
unsere
täglichen Tun
Mitarbeiter.
verankert.
geschäft wieder
schonende
Geschäftsfelder.
Organisation in
das digitale
Zeitalter.
Wir wertschätzen
Unsere Führungskräfte übernehmen
Verantwortung und agieren

STRATEGISCHE INITIATIVEN 2018

Im Berichtsjahr konnten wir die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie planmäßig vorantreiben und wieder eine Reihe von wichtigen strategischen Projekten erfolgreich zum Abschluss bringen. Im Nachfolgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die gesetzten Maßnahmen. Über die strategischen Initiativen im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft berichten wir auch im Segmentbericht ab Seite 102.

selbständig und professionell.

KAPITALERHÖHUNG ERFOLGREICH PLATZIERT

Im ersten Quartal 2018 haben wir erfolgreich eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die BKS Bank AG gab insgesamt 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien aus, die vollständig am Markt platziert werden konnten. Auf Basis des Ausgabepreises von 16,7 EUR pro junger Aktie betrug der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung rund 55,2 Mio. EUR. Mit dem Emissionserlös wollen wir unseren auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wachstumskurs weiterführen und die erforderlichen Investitionen zum Ausbau unseres Filialnetzes und zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie tätigen.

MIT BIZZNET NEUE MASSSTÄBE GESETZT

Ende Oktober haben wir BizzNet – ein eigenes Kundenportal für Firmenkunden – gelauncht. Wir bieten BizzNet in zwei unterschiedlichen Varianten an. BizzNet und BizzNet Plus zeichnen sich durch eine hohe Userfreundlichkeit, moderne Funktionen und eine sichere Autorisierung aus. Wichtige Funktionen wie Lastschriften einreichen und verwalten, Sammelaufträge abwickeln, Datenträger importieren und exportieren sowie die einfache Handhabung von Zeichnungsrechten sind im Firmenkundenportal integriert bzw. als Modul wählbar. Firmenkunden haben zudem die Möglichkeit, mit nur zwei Klicks zwischen Firmen- und privaten Geschäften zu wechseln. Zur leichteren Unterscheidung wurde das Privatkundenportal BKS Bank-Online in MyNet umbenannt und mit neuen Funktionen ausgestattet. Mit dem Launch der Firmenkundenportale haben wir ein wichtiges Etappenziel in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie erreicht.

BKS.AT TECHNISCH UND OPTISCH MODERNISIERT

Der Internetauftritt der BKS Bank wurde im Berichtsjahr neu gestaltet. Zeitgemäße Services, benutzerfreundliches Design und eine moderne Technik standen im Zentrum der Überarbeitung. Die neue Webpage zeichnet sich durch eine Vielzahl von Neuerungen aus, darunter eine Chat-Funktion, eine für alle Endgeräte optimierte Anzeige sowie die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen online zu beantragen. Im August 2018 ging www.bks.at online.

MIT AGILEN METHODEN ENTWICKLUNGSZYKLEN VERKÜRZT

Im Privatkundengeschäft setzen wir unsere Digitalisierungsstrategie ebenfalls konsequent fort. Der Fokus liegt hier vor allem auf dem Finanzierungs- und Kontobereich. Mit MyNet und unserer Webpage sollen Finanzierungswünsche unserer Kunden rasch erfüllt und die Kontoeröffnung erleichtert werden. Damit wir schneller marktreife Lösungen auf den Markt bringen können, haben wir uns im Berichtsjahr einen starken Partner an Bord geholt. Wir freuen uns sehr, dass wir als Kooperationspartner ein international renommiertes Unternehmen für Omni-Channel-Lösungen gewinnen konnten. Gemeinsam mit einem hochmotivierten Projektteam wird in einem agilen Projekt an einer modernen Kommunikationsplattform gearbeitet, die von Kunden und Betreuern gemeinsam genutzt werden kann. Schon in wenigen Wochen können Kunden und Neukunden sich über diese neue Plattform ihre Wohnträume erfüllen.

WACHSTUMSKURS ERFOLGREICH FORTGESETZT

Wir leben die Nähe zu unseren Kunden. Aus diesem Grund bauen wir in unseren Wachstumsmärkten unser Filialnetz beständig aus. In Wien haben wir im vergangenen Oktober die neunte Filiale eröffnet, während wir in Slowenien die achte Filialeröffnung feierten. Unsere Wachstumspläne in Slowenien haben im Berichtsjahr durch Zukäufe von Kunden von Wertpapierdienstleistern enorm an Dynamik gewonnen. Im April 2018 haben wir rund 9.000 Veranlagungskunden der GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d.) übernommen. Im Herbst folgten Verhandlungen mit einem weiteren slowenischen Wertpapierdienstleister, die ebenfalls erfolgreich finalisiert wurden. Anfang März 2019 werden wir ca. 25.000 Depotkunden der slowenischen ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. übernehmen. Mit dieser zweiten Übernahme steigen wir endgültig zum größten Wertpapieranbieter in Slowenien auf.

MIT GREEN BONDS EINEN BEITRAG ZUM KLIMASCHUTZ GELEISTET

Nachhaltige Investments waren auch im Berichtsjahr sehr gefragt, denn immer mehr Anleger wollen wissen, in welche Projekte ihr Geld fließt. Im September 2018 haben wir einen weiteren Green Bond aufgelegt, mit dessen Emissionserlös Photovoltaikkraftwerke errichtet werden. Der zweite BKS Bank Green Bond stieß auf reges Anlegerinteresse. Binnen kurzer Zeit war die Emission vollständig am Markt platziert. Green Bonds sind eine wichtige Möglichkeit, Unternehmen bei Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen. Die Bedeutung von Green Bonds wird weiter zunehmen, da sie auch eine große Rolle im "Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der Europäischen Kommission spielen. Wir sind daher sehr stolz, dass die BKS Bank mit ihrer nachhaltigen Emissionspolitik zu den Pionieren an der Wiener Börse zählt.

BEKENNTNIS ZUR FILIALE BESTÄRKT

Im Projekt "Filiale der Zukunft" beschäftigte sich ein Team mit der Frage, wie die klassische Filiale an die Anforderungen des digitalen Zeitalters angepasst bzw. wie auf das geänderte Kundenverhalten – mehr online, weniger Frequenz in den Filialen – reagiert werden kann. Das neue Filialkonzept baut auf den Säulen modernes Design, leichte Orientierung und verständliche Abläufe auf. Um Prozesse in der Filiale zu vereinfachen, setzt das neue Konzept auf eine digitale Ausstattung mit Touchscreens, Unterschriftenpads, digitalen Werbetafeln und Tablets. Zudem wurden die Prozesse für das Kassa- und Schaltergeschäft optimiert. Der klassische Schalter wird durch ein ansprechendes Empfangspult ersetzt, Bargeldtransaktionen erfolgen diskret in separaten Räumen bzw. an modernen SB-Geräten. Das neue Filialkonzept ermöglicht den Kundenbetreuern mehr Raum und Zeit für die persönliche Beratung. Die neue Filiale in Wien/Hernals, die wir im Oktober 2018 eröffnet haben, wurde bereits nach dem neuen Filialkonzept gebaut. Ebenso die Filiale in Gleisdorf/Steiermark.

MIT NACHHALTIGKEIT AM BAU EINEN NEUEN SCHWERPUNKT GESETZT

In der Region, in der wir tätig sind, wollen wir auch Investitionen tätigen. Das ist uns als verantwortungsbewusste Bank ein zentrales Anliegen. Am Standort der Zentrale in Klagenfurt investieren wir 13 Mio. EUR in ein Wohnpark-Projekt, das von unserer Immobilientochter, BKS-Immobilien-Service GmbH, entwickelt und primär von Kärntner Unternehmen umgesetzt wird. In bester Klagenfurter Innenstadtlage entstehen vier Gebäude mit 50 Wohnungen, die viele ökologische Aspekte in sich vereinen. Das Besondere an dem Projekt ist außerdem, dass von den geplanten 50 Wohnungen 23 als betreubares Wohnen angeboten werden. Diese Wohnform ist vor allem für ältere Menschen interessant, die auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen wollen. Das betreubare Wohnen entsteht in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Kärnten. Im Mai 2018 erfolgte die Grundsteinlegung. Die Bauarbeiten für die Erweiterung der bestehenden Tiefgarage, die weitere 200 Stellplätze bietet, sind bereits abgeschlossen. Die Wohnungen sind ab Herbst 2019 bezugsfertig.

IFRS 9, MIFID II UND DATENSCHUTZGRUNDVERORDNUNG ERFOLGREICH UMGESETZT

Das Geschäftsjahr 2018 war durch die Umsetzung großer aufsichtsrechtlicher und gesetzlicher Vorgaben geprägt. Den Auftakt bildete die Novellierung der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (Markets in Financial Instruments Directive, kurz MiFID II), die gemeinsam mit weiteren Rechtsakten am 03. Jänner 2018 in Kraft trat. Die neuen MiFID II-Vorgaben veränderten das Wertpapiergeschäft von Grund auf. Die weitreichenden Änderungen betrafen sowohl die Produkt- und Preisgestaltung als auch die Dokumentation der Kundengespräche sowie den Beratungsprozess. Die Projektarbeiten zu MiFID II dauerten über zwei Jahre.

Ebenfalls im Jänner 2018 trat der neue IFRS 9-Standard in Kraft, den wir als international tätiger Konzern anzuwenden haben. Mit IFRS 9 wurde die bisherige Bewertung von Finanzinstrumenten zur Gänze neu geregelt. Als Konsequenz daraus wurde der gesamte Rechnungslegungsprozess erneuert, Wertpapiere neu klassifiziert sowie Produkte und Konditionen eingehend analysiert. Den Zwischenbericht zum 31. März 2018 erstellten wir erstmals nach den neuen Bilanzierungsvorschriften des IFRS 9.

Ende Mai 2018 trat die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft, mit der auch Anpassungen in unseren Prozessen und Systemen einhergingen. In einem Projekt wurden die Änderungen und Auswirkungen der DSGVO analysiert und Umsetzungsmaßnahmen für das In- und Ausland abgeleitet. Zu den durchgeführten Maßnahmen zählten unter anderem die Erstellung eines Verfahrensverzeichnisses, die Vorbereitung von Datenschutz-Folgenabschätzungen sowie die Ernennung einer Datenschutzbeauftragten. Der geforderten Datensicherheit begegnen wir mit vielen technischen und organisatorischen Maßnahmen, darunter Zugangs- und Zugriffskontrollen, Vorkehrungen zur Einhaltung des Need-to-know-Prinzips oder Dateienverschlüsselungen.

Wir möchten an dieser Stelle erneut betonen, dass die überbordende Regulatorik den Banken seit Jahren massiv zusetzt. Die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben erfordert einen enormen technischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand. Eine notwendige Entlastung in diesem Bereich ist nach wie vor nicht auszumachen. Dies wäre aus unserer Sicht aber dringend erforderlich, um die Ertragskraft der Banken zu stärken und die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

18. Jahrhundert

–SCHLÜSSEL-FAKTOREN ZUM ERFOLG–

KONZERNLAGEBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld –72– Management und Aufbauorganisation –75– Aktionärsstruktur der BKS Bank –78– Marktgebiete der BKS Bank –81– Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen –85– Vermögens- und Finanzlage –90– Ertragslage –95– Segmentbericht –102– Konsolidierte Eigenmittel –114– Risikomanagement –116– Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren –132– Ausblick –141–

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

KONJUNKTUR KÜHLTE WELTWEIT AB

Die Konjunkturerwartungen für 2018 waren nach einem sehr positiv verlaufenen Jahr 2017 sehr hoch, wurden aber nur teilweise erfüllt. Zwar verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018 durchaus robust, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik als im Vorjahr. Auch die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten schwächte sich im Jahresverlauf ab.

Die US-Wirtschaft hat 2018 ihren Wachstumsgipfel hinter sich gelassen. Das Wachstum verlangsamte sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Belastend auf die US-Konjunktur wirkte auch der relativ lange Government Shutdown, also die Stilllegung großer Teile der öffentlichen Verwaltung in Amerika gegen Ende des Jahres. Nach aktuellen Einschätzungen lag das reale Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 bei 2,6 %.

EUROPÄISCHE WIRTSCHAFT WUCHS LANGSAMER

1,8 % Wachstum in der Eurozone

In der Eurozone wuchs die Wirtschaft im vierten Quartal 2018 um 0,2 %. Über das Gesamtjahr 2018 gesehen ergibt sich ein BIP-Zuwachs von 1,8 % nach 2,4 % im Vorjahr. Während das erste Halbjahr 2018 noch zuversichtlich stimmte, enttäuschte das Wachstum vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Mit Deutschland und Italien haben zwei der großen vier Euro-Länder im 3. Quartal einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal gemeldet. Während Deutschland sich im vierten Quartal etwas erholt haben dürfte und ein leichtes Plus aufweisen sollte, schlitterte Italien im vierten Quartal in eine "technische Rezession".

In der Eurozone trübten sich auch die Stimmungsindikatoren ein, allerdings lagen diese immer noch über der 50-Punkte-Marke, die eine Expansion anzeigt. Es zeichnet sich ab, dass eher der Industrie- und weniger der Dienstleistungssektor von der gedämpften Stimmung betroffen ist. Dies erweckt den Eindruck, dass vor allem das globale Umfeld mit der Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China und den ungewissen Folgen des Brexits für die Eintrübung sorgt, während die binnenwirtschaftlich orientierten Bereiche der westlichen Volkswirtschaften besser abgeschirmt erscheinen.

Auch der europäische Arbeitsmarkt entwickelte sich im Jahr 2018 sehr positiv. In der Eurozone ist die Arbeitslosenrate auf 8,1 % zurückgegangen. Die Heterogenität zwischen den EU-Ländern ist allerdings sehr groß. Während in Deutschland die Arbeitslosenquote bei 3,3 % lag, erreichte sie in Spanien 14,8 %, jeweils berechnet von Eurostat. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte die Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Eurozone auch im neuen Jahr weiter beflügeln. Nach wie vor nicht einschätzbar ist, wie sich der EU-Austritt Großbritanniens auf die europäische Wirtschaft auswirken wird.

ÖSTERREICHISCHE WIRTSCHAFT LEGTE STÄRKER ZU

Die österreichische Wirtschaft konnte 2018 ihr Wachstumstempo beibehalten und legte im dritten und vierten Quartal jeweils um 0,4 % zu. Für das Gesamtjahr ergab sich ein BIP-Anstieg von 2,7 %, was ein Wachstum über dem EU-Schnitt bedeutet. Zur erfreulichen Konjunkturentwicklung beigetragen haben vor allem die Binnennachfrage sowie der Außenhandel, wenngleich die Exportentwicklung im Jahresverlauf etwas an Schwung verlor. Der österreichische Arbeitsmarkt entwickelte sich angesichts der guten Konjunktur sehr erfreulich. Das Arbeitsmarktservice verzeichnete den stärksten relativen Rückgang bei Arbeitssuchenden seit dem Jahr 2000. Und das trotz stärkerem Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote belief sich nach nationaler Berechnung auf 7,7 % zum 31. Dezember 2018.

2,7 %

BIP-Zuwachs in Österreich

Die Konjunktur auf unseren Auslandsmärkten entwickelte sich ebenfalls über dem Niveau der Eurozone. In Slowenien und in der Slowakei betrug der BIP-Zuwachs 4,3 % bzw. 4,0 %, während die kroatische Wirtschaft um 2,8 % zulegte.

VOLATILITÄT PRÄGTE DAS ANLEGERJAHR 2018

Für Aktieninvestoren verlief das Jahr 2018 sehr enttäuschend. Der globale Aktienmarkt lag in Euro per Ende Dezember bei -6 %. Alleine im Dezember verzeichneten die Aktien an der Wall Street das schlechteste Monatsergebnis seit 1931. Die Liste der schwachen Ergebnisse bei Aktien lässt sich wie folgt darstellen: Schwellenländer -10 %, japanische Aktien in Euro -10 %, europäische Small Caps -17 %, Österreich -18 %, Deutschland -18 %. US-Aktien erzielten im Jahr 2018 in Euro ein kleines Plus von 0,5 %. Dies lag aber daran, dass der US-Dollar um 5 % gegenüber dem Euro aufwertete.

Negativ verlief das Jahr 2018 auch für den Anleihenmarkt. Unternehmensanleihen verzeichneten sowohl bei guten Bonitäten und im Besonderen bei schwächeren Bonitäten Kursverluste von 2 % bzw. 4 %. Schwellenländeranleihen litten trotz ansehnlicher Renditen unter einer Verschiebung der Kapitalströme in US-Anleihen und verloren 9 %. Deutsche Staatsanleihen profitierten von der globalen Unsicherheit und erzielten einen Kursgewinn von 1 %. Allerdings lag die Rendite einer 10-jährigen deutschen Staatsanleihe per Ende des Jahres nur mehr bei 0,24 %.

GELDPOLITIK DER EZB IM WANDEL

-18 %

ATX

-18 %

DAX

Die Europäische Zentralbank (EZB) verabschiedete sich 2018 langsam von ihrer ultralockeren Geldpolitik und ließ das Anleihenankaufprogramm wie erwartet Ende 2018 auslaufen. Zukünftig werden nur mehr Tilgungen reinvestiert. Dennoch dürfte es noch bis mindestens Herbst 2019 dauern, bis die europäischen Währungshüter einen ersten Zinsschritt setzen. Die US-Notenbank hingegen hat im Jahr 2018 vier Leitzinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte durchgeführt. Der US-Leitzins liegt mittlerweile in einer Bandbreite zwischen 2,25 % und 2,50 %.

Weitere Zinsschritte sind aufgrund der zwar verlangsamten, aber immer noch guten Konjunktur und der anziehenden Inflation auch im Jahr 2019 möglich. Sollten sich die US-Wirtschaftsindikatoren jedoch abschwächen, ist eine Pause im Zinsanhebungszyklus nicht ausgeschlossen.

EURO-SCHWÄCHE

Der Euro wertete im Berichtsjahr gegenüber den meisten wichtigen Handelspartnern ab. Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich das Verhältnis 1,170 auf 1,126, ein Minus von 4 %. Das Verhältnis EUR/JPY fiel von 135,28 auf 125,83, was einen Verlust von 7 % bedeutete. Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,201 auf 1,147 EUR je USD ab, ein Minus von 5 %. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro von 0,888 auf 0,899 EUR je GBP (-1,0 %). Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi verteuerte sich der Euro um 1 % von 7,802 auf 7,867 EUR je CNY. Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro um 0,2 % leicht ab und notierte per Ende Dezember 2018 mit 7,411 HRK je EUR nach 7,433 HRK je EUR zum Jahresende 2017.

Gold je Unze 1.282,49 \$

NACHLASSENDE KONJUNKTURAUSSICHTEN BELASTETEN DIE ROHSTOFFMÄRKTE

Gold hat bis Ende September 2018 vor allem unter den steigenden US-Zinsen gelitten und verlor bis zu diesem Zeitpunkt rund 7 %. Im darauf folgenden deutlichen Rückgang an den globalen Aktienmärkten zeigte Gold allerdings seine Stärke als "Kriseninvestment" und legte wieder deutlich zu. Über das Gesamtjahr 2018 gesehen verteuerte sich der Goldpreis um rund 3 %. Abgesehen von Gold war das Jahr 2018 ein sehr schwaches Rohstoffjahr. Bedingt durch den nachlassenden Konjunkturausblick sowie den Handelsstreit zwischen China und den USA verloren vor allem Energierohstoffe sowie Industriemetalle deutlich an Wert. Der Ölpreis Brent reduzierte sich um rund 16 % (in Euro), während Industriemetalle um ca. 18 % an Wert verloren. Da die Erwartungen an das globale Wachstum und die weltweite Rohstoffnachfrage weiterhin gedämpft sind, ist eine volatile Seitwärtsbewegung der Rohstoffpreise in diesem Umfeld sehr wahrscheinlich.

MANAGEMENT UND AUFBAUORGANISATION

Die Aufbauorganisation blieb im Berichtsjahr weitgehend unverändert und ist wie folgt gegliedert:

  • Zentrale Stabsabteilungen, in denen das Controlling und Rechnungswesen, das Personalmanagement, die interne Revision und das Vorstandsbüro Aufgaben aus den Management- und Supportprozessen abdecken.
  • Zentrale Abteilungen, die den Vertrieb und die Neuproduktentwicklung steuern (Firmenkundengeschäft, Privatkundengeschäft, Private Banking- und Wertpapiergeschäft), das Kreditrisiko analysieren und kontrollieren (Kreditmanagement), für IT-Lösungen sorgen, um einen stabilen und sicheren IT-Betrieb zu gewährleisten, und das Konzerntreasury.
  • Internationale Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Repräsentanzen, die der Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft zugeordnet sind.
  • Direktionen Kärnten, Steiermark, Wien-Niederösterreich-Burgenland, Slowenien, Kroatien und Slowakei, die für den lokalen Vertrieb und die zugeordneten Filialen verantwortlich zeichnen.
  • Servicegesellschaften, in die Marktfolgetätigkeiten bzw. der technische Dienst (BKS Service GmbH) sowie das Bau- und Gebäudemanagement und der Fuhrpark (BKS Immobilien-Service GmbH) ausgegliedert wurden.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN

Herr Mag. Wolfgang Mandl verzichtete auf die Verlängerung seines mit Ende 2018 auslaufenden Vorstandsmandates und schied per 31. Dezember 2018 aus der BKS Bank aus. Herr Mag. Alexander Novak, langjähriger Leiter der BKS Bank in Slowenien, wechselte mit 01. September 2018 in den Vorstand der BKS Bank. Nähere Informationen zur Person von Herrn Mag. Novak entnehmen Sie bitte dem Corporate Governance Bericht auf Seite 19.

Zum Nachfolger von Herrn Mag. Novak als Leiter der Direktion Slowenien wurde Herr Dimitrij Pregelj ernannt. Er begann seine Bankkarriere in der BKS Bank 2011 und wurde 2014 zum stellvertretenden Leiter der Risikomanagementgruppe bestellt. In der Direktionsleitung ist er für die Bereiche Risiko und Marktfolge zuständig. Für den Vertrieb zeichnet nach wie vor univ. dipl. pol. Boštjan Dežman verantwortlich. Herr Damjan Hempt, langjähriger Geschäftsführer der BKS-leasing d.o.o., fungiert nun auch als stellvertretender Leiter der BKS Bank Direktion Slowenien.

Als Nachfolger von Herrn Mag. Harald Brunner als Direktionsleiter in der Slowakei und Geschäftsführer der BKS-Leasing s.r.o. wurde Herr Ing. Ladislav Fülöp bestellt. Herr Ing. Fülöp trat 2009 als Trainee in die BKS Bank ein. Anfang 2011 wechselte er in die BKS Bank Direktion Slowakei. Seit September 2012 verantwortete er den Retail Banking-Bereich.

Seit 01. Juni 2018 leitet Frau Mag. Wilma Kovačič gemeinsam mit Herrn Michael Meschnark die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. Vor der Bestellung zur Geschäftsführerin war Frau Mag. Kovačič in der internen Revision als Expertin für die Prüfung aufsichtsrechtlicher Themen tätig.

NEUE PROKURISTEN

Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurden 2018

  • Herr Damjan Hempt, stv. Leiter der BKS Bank Direktion Slowenien,
  • Herr Günther Offner, Leiter der Gruppe Zahlungsverkehr in der Abteilung Firmenkundengeschäft, und
  • Herr Dimitrij Pregelj, Leiter der BKS Bank Direktion Slowenien,
  • zu Prokuristen ernannt.

DIVERSITÄT IN DER FÜHRUNG

Für alle Beschäftigten in der BKS Bank bestehen unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund die gleichen Karrierechancen. Die Zahl der weiblichen (55) und männlichen Führungskräfte (115) blieb 2018 gegenüber 2017 unverändert. Ziel ist es, den Anteil an weiblichen Führungskräften bis 2022 auf 35,0 % zu erhöhen. Durch die hohe Konstanz in der Führung sind 47 % der Führungskräfte im BKS Bank Konzern über 50 Jahre alt, so dass auch Fragen des Generationswechsels in unserem Fokus sind. Bei der Besetzung von Führungspositionen in den internationalen Märkten setzt die BKS Bank vorrangig auf Personen aus der Region. Daher stammen in Slowenien, Kroatien und der Slowakei jeweils alle Direktionsleiter und Geschäftsführer aus dem entsprechenden Marktgebiet.

HOHE MANAGEMENTQUALITÄT

Die BKS Bank legt bei der Auswahl ihrer Führungskräfte großen Wert auf hohe soziale und fachliche Kompetenz. Wenn möglich, werden Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzt. Allen Führungskräften stehen vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Seit mehreren Jahren wird einmal jährlich eine Entwicklungskonferenz mit dem höheren Management durchgeführt. Diese Veranstaltung dient der Weiterentwicklung der eigenen Führungsqualität, der Stärkung der Personal- und Organisationsentwicklungskompetenz sowie der Identifizierung von potentiellen Führungskräften. Eine wichtige Rolle in der BKS Bank spielt die sogenannte Expertenkarriere. Wir haben 13 Schlüsselpositionen in der Zentrale definiert, die so eine sichtbare Karriere nach außen neben den klassischen Führungspositionen ermöglichen.

FIT & PROPERNESS

Die BKS Bank stellt durch regelmäßige Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicher. Fachliche Fortbildungsmaßnahmen für Aufsichtsräte werden insbesondere im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen durchgeführt.

AUFBAUORGANISATION

VORSTAND

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Alexander Novak1)

ZENTRALE STABSABTEILUNGEN

Vorstandsbüro Mag. Herbert Titze, MBA Dr. Dieter Kohl (BWG-Compliance, WAG-Compliance, AML)

Controlling u. Rechnungswesen Mag. Hubert Cuder

Personalmanagement Mag. Werner Laure, MBA

Interne Revision Mag. Robert Raunig

LEASING INLAND SERVICEGESELLSCHAFTEN INLAND

BKS Immobilien-Service GmbH Manfred Isopp, MSc

BKS Service GmbH Jaroslav Zvolensky Klaus Patterer

1) ab 01. September 2018

ZENTRALE

Firmenkundengeschäft Mag. Viktor König

Privatkundengeschäft DI Gudrun Matitz

Kreditmanagement Mag. Michael Oberwalder

Eigen- und Auslandsgeschäft Mag. Josef Morak

Private Banking und Wertpapiergeschäft Georg Svetnik

Betrieb Klaus Patterer

BKS-Leasing GmbH Michael Meschnark Mag. Wilma Kovačič

AUSLAND

Tochtergesellschaften BKS-Leasing s.r.o. (Bratislava) BKS-leasing d.o.o. (Ljubljana) BKS-leasing Croatia d.o.o. (Zagreb)

Repräsentanzen Italien (Padova) Ungarn (Sopron)

DIREKTIONEN

Kärnten Mag. Bernd Berger Mag. Sabine Lax Karl Mertel Dr. Diethmar Wölle

Steiermark Mag. Nikolaus Juhász Alfred Kordasch

Wien-Niederösterreich-Burgenland Mag. Martin Gratzer Mag. Anton Seebacher Dr. Diethmar Wölle

Slowenien univ. dipl. pol. Boštjan Dežman Dimitrij Pregelj Damjan Hempt (Stellvertretender Leiter)

Kroatien Tihomir Zadražil, dipl. oec. Juraj Pezelj, MBA

Slowakei Ing. Ladislav Fülöp Ing. Peter Chovanec

Stand: 01. Jänner 2019

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK

Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Im Berichtsjahr haben wir eine Kapitalerhöhung im Verhältnis von 12 : 1 durchgeführt. Durch die Ausgabe von 3.303.300 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien erhöhte sich das Grundkapital um 6.606.600,- EUR auf 85.885.800,- EUR. Satzungsgemäß ist dieses in 41.142.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Nominalwert von 2,- EUR aufgeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand wurde gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.

ZUSAMMENSETZUNG DES KAPITALS

Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfallen 38,7 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 % der Stimmrechte. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Nach der Kapitalerhöhung betrug der Stimmrechtsanteil der Syndikatspartner 46,5 %.

2017 2018
Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 37.839.600 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien ISIN AT0000624739 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 18,5/17,8 19,8/18,2
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/15,4 16,5/16,9
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,8/17,7 16,8/17,0
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 705,3 721,8
IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR 1,72 1,82
Dividende pro Aktie 0,23 0,231)
KGV Stamm-/Vorzugs-Stückaktie 10,4/10,3 9,2/9,3
Dividendenrendite Stamm-Stückaktie 1,29 1,37
Dividendenrendite Vorzugs-Stückaktie 1,30 1,35

BASISINFORMATIONEN ZUR BKS BANK-AKTIE

1) Vorschlag an die 80. ordentliche Hauptversammlung am 08. Mai 2019

in %
1 Oberbank AG 19,3
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 19,5
3 Generali 3Banken Holding AG 7,8
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,1
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,4
6 UniCredit Bank Austria AG 6,1
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 24,2
8 Streubesitz 19,6

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH STIMMRECHTEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH KAPITALANTEILEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

in %
1 Oberbank AG 18,5
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9
3 Generali 3Banken Holding AG 7,4
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,0
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,8
6 UniCredit Bank Austria AG 6,6
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 23,2
8 Streubesitz 21,6

Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.

Im Geschäftsjahr 2018 war die UniCredit Bank Austria AG mit ihrer Konzerntochter CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. der größte Einzelaktionär. Beide Gesellschaften nahmen an der Kapitalerhöhung teil und hielten zum Jahresultimo 6,1 % bzw. 24,2 % der Stamm-Stückaktien. Die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. war mit 3,1 % am stimmberechtigten Kapital der BKS Bank AG beteiligt. Der Streubesitz betrug nach der Kapitalerhöhung 19,7 % und zum Jahresende 19,6 %. Dazu zählen auch jene 0,7 % der Stamm-Stückaktien, die von Mitarbeitern der BKS Bank gehalten werden. Die BKS-Beleg schaftsbeteiligungsprivatstiftung – sie dient ausschließlich der vollständigen Weitergabe von Beteiligungserträgen im Sinne des § 10 Abs. 1 KStG 1988 an Angestellte der BKS Bank – hielt rund 0,4 % der Stimmrechte.

Nach Kapitalanteilen waren zum Stichtag 31. Dezember 2018 der Oberbank AG 18,5 %, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9 % sowie der Generali 3Banken Holding AG 7,4 % zuzurechnen. Die UniCredit Bank Austria AG hielt 6,6 % der Kapitalanteile direkt, unter Einbezug der Anteile der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. in Höhe von 23,2 % insgesamt 29,8 % der Kapitalanteile. Der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. rechnen wir 3,0 % sowie dem Streubesitz 21,6 % der Stamm- und Vorzugs-Stückaktien zu.

Darüber hinaus sind der BKS Bank AG keine Konstellationen hinsichtlich einer Beherrschung und/oder Kontrolle des Unternehmens durch einzelne oder mehrere Aktionäre bekannt. Aus unserer Sicht sind daher keine Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs der Kontrolle erforderlich.

Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 660.672 Stamm-Stückaktien und 175.490 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,6 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,9 % nach Kapitalanteilen.

AKTIENRÜCKERWERB

Unser Institut erwarb 2013 durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien. Im Zeitraum von 05. April bis 18. April 2018 wurde eine Tranche von 13.562 Stück zum Kurs von 19,1 EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2018 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 14.000 Stück oder 0,03 % der Stimmrechte nach 27.562 Stück im Vorjahr.

INFORMATIONEN ZUM ÖCGK UND ZUR BKS BANK IM INTERNET

Adressen im Internet
Österreichischer Corporate Governance Kodex www.corporate-governance.at
BKS Bank-Aktie www.bks.at/investor-relations/die-bks-bank-aktie
Aktionärsstruktur www.bks.at/investor-relations/aktionaersstruktur
Unternehmenskalender www.bks.at/investor-relations/unternehmenskalender
Hauptversammlung www.bks.at/investor-relations/hauptversammlung
Corporate Governance –
Entsprechenserklärung der BKS Bank AG:

Leitlinien für die Unabhängigkeit

Bericht der BKS Bank zum Österreichischen
Corporate Governance Kodex 2018

Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG
betreffend Corporate Governance &
Vergütung

Satzung der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/corporate-governance
Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeits
berichte der BKS Bank
www.bks.at/investor-relations/berichte-und-veroeffentlichungen
Pressemitteilungen der BKS Bank www.bks.at/news-presse

MARKTGEBIETE DER BKS BANK

Die heutige BKS Bank wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Seit der Gründung hat sich unser Marktgebiet deutlich vergrößert. Wir sind heute in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bank- und Leasinggeschäft aktiv. In Italien und Ungarn verfügen wir über je eine Repräsentanz. Kunden dieser Länder werden wie jene aus Deutschland ausschließlich Cross-Border betreut.

ÖSTERREICH

Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet, wo sich 49 der insgesamt 63 Filialen befinden. Regional erstreckt sich das Marktgebiet entlang der Süd-Ost-Achse zwischen Kärnten und Wien. Organisatorisch ist der inländische Markt in die Vertriebsdirektionen Kärnten, Steiermark und Wien-Niederösterreich-Burgenland unterteilt.

Kärnten, wo die Ursprünge unserer Bank liegen, ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 41,8 % der Finanzierungen sowie rund 55,3 % des Einlagenvolumens bezogen auf den inländischen Markt werden in den Kärntner Niederlassungen gestioniert. Auch der Großteil unserer Mitarbeiter ist in Kärnten beschäftigt. 1983 haben wir begonnen, unser Marktgebiet auf die Steiermark auszudehnen. Wir haben uns in Graz und vorwiegend in steirischen Bezirksstädten angesiedelt. Die BKS Bank Direktion Steiermark zählt 12 Filialen, beschäftigt 76,7 Mitarbeiter (in PJ) und betreut rund 24.000 Kunden.

In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum in Österreich. In den vergangenen Jahren konnte sich die BKS Bank als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. In dieser Region wollen wir unsere Expansionspläne zügig vorantreiben und weitere Standorte eröffnen. Zuletzt haben wir in Wien Hernals die neunte Filiale im Wiener Stadtgebiet eröffnet. Diese Filiale ist bereits nach dem neuen Filialkonzept errichtet worden. Die BKS Bank Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland betreut rund 25.500 Kunden in 17 Filialen und beschäftigt 102,1 Mitarbeiter (in PJ).

INTERNATIONALE MÄRKTE

Unsere Auslandsmärkte haben sich wieder zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt, die wir organisatorisch in die Direktion Slowenien, Kroatien und Slowakei einteilen. Slowenien, wo wir unsere schrittweise Auslandsexpansion begonnen haben, ist heute der drittwichtigste Markt im BKS Bank Konzern. Der Markteintritt erfolgte 1998 mit dem Erwerb einer Leasinggesellschaft, der heutigen BKS-leasing d.o.o. Die slowenische Leasinggesellschaft entwickelte sich zu einer herausragenden Erfolgsstory. Durch die exzellente Beratungsqualität und die rasche Abwicklung verfügt die BKS-leasing d.o.o. über einen ausgezeichneten Ruf, der sich in einer stetig wachsenden Geschäftsentwicklung niederschlägt. Im Berichtsjahr feierten wir das 20-Jahr-Jubiläum der Leasinggesellschaft im Beisein langjähriger Kunden, Partner und Mitarbeiter.

Sechs Jahre nach der Gründung der slowenischen Leasinggesellschaft eröffneten wir die erste Bankstelle in Ljubljana. Der Ausbau zur heutigen Universalbank erfolgte schrittweise. Kürzlich eröffneten wir in Kranj unsere achte Filiale. Unsere Expansionspläne in Slowenien verwirklichten wir durch Standorterweiterungen und Zukäufe im Wertpapiergeschäft.

Kunstvoller Schlüssel mit Kuppel und Blick auf zwei Frauen und Männer hinter Vorhängen, um 1800

–AUFGE-SCHLOSSEN FÜR DIE BEDÜRFNISSE DER KUNDEN–

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Im Berichtsjahr konnten wir 9.000 Wertpapierkunden der GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d.) übernehmen und haben Ende des Jahres die Verhandlungen zur Übernahme von weiteren Wertpapierkunden mit ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. erfolgreich zum Abschluss gebracht. Nach diesen beiden Übernahmen von insgesamt rund 34.000 Kunden sind wir in Slowenien der größte Wertpapierdienstleister.

Der erste Schritt nach Kroatien erfolgte ebenfalls 1998, allerdings starteten wir dort zuerst mit einer Repräsentanz. Später folgte die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft, BKS-leasing Croatia d.o.o., die seither stabil wächst. In den kroatischen Bankenmarkt sind wir 2007 mit dem Erwerb der Kvarner banka d.d. eingetreten. Zehn Jahre später haben wir die kroatische Bankentochter in die BKS Bank AG fusioniert. Die Direktion Kroatien betreut rund 5.300 Firmen- und Privatkunden in drei Filialen und beschäftigt 59,5 Mitarbeiter (in PJ).

In der Slowakei sind wir seit 2007 aktiv. Die Direktion Slowakei hat ihren Sitz in Bratislava und betreibt neben Bratislava auch Filialen in Banská Bystrica und Žilina. Auch in der Slowakei verfügen wir über eine Leasinggesellschaft, die wir 2007 erworben haben. Die BKS-Leasing s.r.o. hat ihren Sitz in Bratislava und ist darüber hinaus an den gleichen Standorten wie die Bank mit Niederlassungen vertreten. Insgesamt beschäftigen wir in der Slowakei 38,6 Mitarbeiter in PJ.

KERNREGIONEN DER BKS BANK

KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN

Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 15 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die inund ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.

Verbundene Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2018 haben wir folgende Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis eliminiert: Die Drei Banken Versicherungsagentur GmbH in Liquidation mit Sitz in Linz, die LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. in Liquidation mit Sitz in Wien sowie die BKS Hybrid alpha GmbH mit Sitz in Klagenfurt, die im kommenden Geschäftsjahr liquidiert werden soll. Die VBG-CH Verwaltungs und Beteiligungs GmbH mit Sitz in Klagenfurt hat als Muttergesellschaft der LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. in Liquidation ebenfalls ihre Geschäftstätigkeit eingestellt und wurde daher entkonsolidiert.

GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Vollkon at Equity quotale
Kredit- und Finanzinstitute solidierung Bilanzierung Konsolidierung
BKS Bank AG, Klagenfurt
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava
Oberbank AG, Linz
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt
IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt
BKS Service GmbH, Klagenfurt
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt

Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 11 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernjahresabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.

Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2018 an den oben genannten Kreditinstituten mit 15,2 % bzw. 14,7 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.

KREDIT- UND FINANZINSTITUTE

BKS BANK AG

Unternehmenszweck Kreditinstitut
Firmensitz Klagenfurt
Gründungsjahr 1922
Bilanzsumme 7,9 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen 63
Anzahl Mitarbeiter in PJ 908,9

BKS-LEASING GESELLSCHAFT M.B.H.

Unternehmenszweck Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital 99,75 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1989
Leasingvolumen 209,3 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ 10,7

BKS-LEASING D.O.O.

Unternehmenszweck Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Ljubljana
Stammkapital 260 Tsd. EUR
Erwerbsjahr 1998
Leasingvolumen 136,7 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ 19,2

BKS-LEASING CROATIA D.O.O.

Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
100 %
Zagreb
1,2 Mio. EUR
2002
50,1 Mio. EUR
13,3

BKS-LEASING S.R.O.

Unternehmenszweck Vertrieb und Verwaltung von
Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Bratislava
Stammkapital 15,0 Mio. EUR
Erwerbsjahr 2007
Leasingvolumen 42,9 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ 12,8

OBERBANK AG

Unternehmenszweck Kreditinstitut
Anteile am Gesellschaftskapital 14,21 %
Firmensitz Linz
Gründungsjahr 1869
Bilanzsumme 22,2 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen 170
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 2.101

BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG AG

Unternehmenszweck Kreditinstitut
Anteile am Gesellschaftskapital 13,59 %
Firmensitz Innsbruck
Gründungsjahr 1904
Bilanzsumme 11,6 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen 36
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 1.438

ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT M.B.H.

Unternehmenszweck Absicherung von Großkreditrisiken
Anteile am Gesellschaftskapital 25 %
Stammkapital 8,0 Mio. EUR
Firmensitz Linz
Gründungsjahr 1984

SONSTIGE KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

BKS ZENTRALE-ERRICHTUNGS- U. VERMIETUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.

Unternehmenszweck Immobilienerrichtung und -verwaltung
Anteile am Gesellschaftskapital 100 % indirekt
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 36,4 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1990

IMMOBILIEN ERRICHTUNGS- U. VERMIETUNGSGESELLSCHAFT M.B.H. & CO. KG

Unternehmenszweck Erwerb, Errichtung, Vermietung und
Verpachtung von Immobilien
Anteile am Gesellschaftskapital 100 % Kommanditist1)
Firmensitz Klagenfurt
Kommanditeinlage 750 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1988

1) Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100 %-Tochter der BKS Bank AG.

IEV IMMOBILIEN GMBH

Unternehmenszweck Komplementär der IEV GmbH & Co KG
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 2007

BKS HYBRID BETA GMBH

Unternehmenszweck Emission einer Hybridanleihe
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 2009

BKS SERVICE GMBH

Unternehmenszweck Dienstleistungs- und Servicegesellschaft
für banknahe Tätigkeiten
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 2011
Anzahl Mitarbeiter in PJ 55,5

BKS IMMOBILIEN-SERVICE GESELLSCHAFT M.B.H.

Erwerb, Errichtung, Vermietung von
Immobilien und Hausverwaltung
100 %
Klagenfurt
40,0 Tsd. EUR
1973
11,7

BKS 2000 - BETEILIGUNGSVERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Unternehmenszweck Beteiligungsgesellschaft
Anteile am Gesellschaftskapital 100 %
Firmensitz Klagenfurt
Stammkapital 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr 1995

WEITERE BETEILIGUNGEN

BETEILIGUNGEN AN KREDIT- UND FINANZINSTITUTEN

Anteile am Gesellschaftskapital in %
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. 15,43
Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft 3,06
BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft 0,89
3-Banken Wohnbaubank AG 10,00
3 Banken Kfz-Leasing GmbH 10,00

SONSTIGE ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Anteile am Gesellschaftskapital in %
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 100,00
Pekra Holding GmbH 100,00
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH 99,00

SONSTIGE BETEILIGUNGEN AN NICHTBANKEN

Anteile am Gesellschaftskapital in %
3 Banken IT GmbH 30,00
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. 30,00
Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH 3,10
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. 0,19
CEESEG Aktiengesellschaft 0,38
PSA Payment Services Austria GmbH 1,46

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns ist zum 31. Dezember 2018 um beachtliche 855,4 Mio. EUR auf 8,4 Mrd. EUR gewachsen. Die anhaltend gute Konjunktur führte zu einem außerordentlich starken Kreditwachstum und hat den Bedarf an Kreditvorsorgen erfreulicherweise deutlich reduziert. Die Primäreinlagen entwickelten sich ebenfalls besonders positiv und übertrafen erstmals die 6-Milliarden-Euro-Marke.

AKTIVA

IFRS 9 VERÄNDERT DAS BILANZBILD

Der BKS Bank Konzern wendet seit 01. Jänner 2018 den neuen IFRS 9-Standard an. Die geänderten Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 wirken sich auf die Bilanz und Erfolgsrechnung, auf die Rechnungslegungs- und Risikomanagementprozesse, die internen Kontrollen und auf die Berichterstattung aus. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2017 wurden – wie von den Übergangsbestimmungen des IFRS 9 ermöglicht – nicht angepasst und entsprechen daher den Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätzen des IAS 39, wie sie bis zum 31. Dezember 2017 angewendet wurden. Nachfolgend kommentieren wir die Entwicklung der Aktiva vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2018.

in Mio. EUR 31.12.2017 01.01.2018 31.12.2018 ± in %
Forderungen an Kreditinstitute 97,7 97,7 177,2 81,4
Forderungen an Kunden 5.450,2 5.506,1 6.025,9 9,4
– Risikovorsorge zu Forderungen -137,0 -122,7 -107,9 -12,0
Handelsaktiva 9,8 9,8 8,0 -18,2
Finanzielle Vermögenswerte (FV) 1.043,1 n/a n/a -
– FV at Fair Value through Profit or Loss 78,3 n/a n/a -
– FV Available-for-Sale 182,1 n/a n/a -
– FV Held-to-Maturity 782,8 n/a n/a -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere n/a 862,1 904,4 4,9
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere n/a 125,3 135,6 8,3

VERÄNDERUNG DER BILANZPOSITIONEN NACH IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018

STARKES KREDITWACHSTUM

Das Geschäftsjahr 2018 war durch eine außerordentlich starke Kreditnachfrage geprägt. In Österreich und auf unseren Auslandsmärkten haben wir ein beachtliches Neugeschäftsvolumen in Höhe von rund 1,8 Mrd. EUR vergeben. Die stabile konjunkturelle Entwicklung führte zu einer stärkeren Investitionsbereitschaft der Unternehmen und auch die Nachfrage von Privatkunden nach Wohnraumfinanzierungen war stark. Der steigende Finanzierungsbedarf war in allen Regionen, in denen wir tätig sind, spürbar. Am stärksten legten die neu vergebenen Kredite in der Wachstumsregion Wien-Niederösterreich-Burgenland zu. Dort vergaben wir rund 430 Mio. EUR an Neukrediten, die vorwiegend von Firmenkunden in Anspruch genommen wurden. Erfreulich war auch die Entwicklung am Kärntner Stammmarkt. Knapp ein Viertel des Neugeschäftsvolumens, nämlich 414,3 Mio. EUR, wurde an Kärntner Unternehmen und private Haushalte vergeben. Auch in der Steiermark führte die rege Investitionstätigkeit der Unternehmer zu Neufinanzierungen in Höhe von 266,1 Mio. EUR.

ENTWICKLUNG FORDERUNGEN AN KUNDEN

27,8 % des Neugeschäftsvolumens entfielen auf unsere Auslandsmärkte. Insgesamt beliefen sich die Ausleihungen vor Risikovorsorgen zum 31. Dezember 2018 auf 6,0 Mrd. EUR, ein Kreditwachstum von erfreulichen 9,4 % bezogen auf den 01. Jänner 2018. In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumen der Konzernmutter BKS Bank AG und die Ausleihungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.

Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen entwickelte sich im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend und belief sich auf nur 107,9 Mio. EUR. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert ist zum einen auf die gute Konjunktur zurückzuführen, zum anderen zeigten unsere konsequenten Bemühungen zur Verbesserung der Portfoliostruktur Wirkung. Die gleichen Gründe führten auch zu einer deutlich geringeren Quote der Nonperforming Loans, die zum 31. Dezember 2018 erfreuliche 2,5 % betrug.

Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging auch im Geschäftsjahr 2018 wieder deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote – ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien – erreichte zum 31. Dezember 2018 einen Wert von 2,4 %, ein Rückgang in Höhe von 0,8 %-Punkten.

LEASINGGESCHÄFTE NEU DURCHGESTARTET

Leasingfinanzierungen stellen eine attraktive Alternative zum klassischen Kredit dar. Sie erfreuen sich sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten hoher Beliebtheit. Seit vielen Jahren sind wir im Leasinggeschäft tätig und haben unser Knowhow und unsere Kompetenz in diesem Bereich ständig ausgebaut. Unsere exzellenten Beratungsleistungen gepaart mit echter Handschlagqualität werden von unseren Kunden sehr geschätzt. Unsere Leasinggesellschaften profitieren von dieser positiven Entwicklung und haben das Geschäftsjahr 2018 äußerst erfolgreich abgeschlossen. In allen Regionen verzeichneten wir zweistellige Zuwachsraten.

Das Leasingvolumen der BKS-Leasing GmbH stieg zum 31. Dezember 2018 auf 209,3 Mio. EUR, eine Steigerung von erfreulichen 19,3 %. Der kräftige Ausbau des Geschäftsvolumens hängt einerseits mit unseren verstärkten Vertriebsaktivitäten zusammen. Andererseits haben ein einfacheres und schnelleres digitales Antragsund Genehmigungsverfahren zu deutlich höheren Verkaufserfolgen geführt.

Die slowenische Leasinggesellschaft konnte ihr Rekordergebnis aus dem Vorjahr weiter toppen und erreichte ein Leasingvolumen von 136,7 Mio. EUR, ein Anstieg um beachtliche 30,8 %. In Kroatien entwickelte sich das Leasinggeschäft ebenfalls sehr zufriedenstellend und nahm um 16,6 % auf 50,1 Mio. EUR zu.

Besonders zufrieden sind wir mit der Entwicklung der slowakischen Leasinggesellschaft. Im Berichtsjahr haben wir Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsverlaufes gesetzt, die bereits zum Jahresende 2018 Wirkung zeigten. Das Leasingvolumen nahm im Vergleich zum Vorjahreswert um 67,7 % auf erfreuliche 42,9 Mio. EUR zu.

HOHER LIQUIDITÄTSPUFFER VORHANDEN

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 entfiel die Bilanzposition der finanziellen Vermögenswerte. Die Vermögensbestände wurden in die zwei neuen Bilanzpositionen "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" und "Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere" umgegliedert.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren legte um 4,9 % auf 904,4 Mio. EUR zu. Bis zum 31. Dezember 2018 haben wir Investitionen im Ausmaß von 110,9 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen und Verkäufe in Höhe von 67,3 Mio. EUR gegenüber. In dieser Position halten wir erstklassige liquide Aktiva, sogenannte High Quality Liquid Assets, zur Erfüllung der regulatorischen Liquiditätsbestimmungen.

Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen erhöhten sich im Berichtsjahr auf 599,7 Mio. EUR (+15,2 %). Der Anstieg ist auf die anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken sowie auf die Kapitalerhöhung der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zurückzuführen.

Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, lag um ein Fünftel höher als im Vergleichszeitraum und betrug 572,0 Mio. EUR. Der vergleichsweise hohe Stichtagswert kam deshalb zustande, da vor allem Firmenkunden Liquiditätsüberschüsse kurzfristig veranlagten.

PASSIVA

PRIMÄREINLAGEN ERSTMALS ÜBER SECHS MILLIARDEN EURO

Einen neuen Rekordwert haben wir bei den Primäreinlagen erreicht. Mit einem Stand von 6,2 Mrd. EUR haben wir erstmals die 6-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Insgesamt haben wir um 9,7 % mehr Primäreinlagen als im Jahr davor erzielt. Dieser Zuwachs zeugt von dem großen Vertrauen, das unsere Kunden der BKS Bank und ihren Mitarbeitern entgegenbringen. Der hohe Primäreinlagenstand belastet aber auch die Ertragslage, da für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern bei den Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,4 % zu zahlen sind.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dominierten erneut die Sicht- und Termineinlagen, die mit 4,0 Mrd. EUR um kräftige 16,0 % zulegten. Der Großteil davon stammt von Firmenkunden, die nach wie vor über hohe Liquiditätsstände verfügen. Aber auch immer mehr Privatkunden entscheiden sich für Veranlagungen im täglich fälligen Bereich oder mit kurzen Bindungsfristen. Zum 31. Dezember 2018 sind diese auf 1,1 Mrd. EUR gewachsen, ein Plus von 23,8 %. Unsere Kunden wollen bequem, flexibel und auch online über ihr Gespartes verfügen. Dieser Trend zeigt sich in der Entwicklung des Volumens unseres "Mein Geld-Kontos", das sich im Berichtsjahr um 37,0 Mio. EUR auf 326,8 Mio. EUR erhöhte. Bei den Spareinlagen verzeichneten wir hingegen einen leichten Rückgang. Das Volumen auf klassischen Sparbüchern betrug insgesamt 1,43 Mrd. EUR, ein Minus von 3,1 %.

Die BKS Bank verfügt am slowenischen Bankenmarkt über einen ausgezeichneten Ruf, der sich unter anderem in einem hohen Primäreinlagenstand zu Buche schlägt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Direktion Slowenien einen Anstieg bei den Primäreinlagen um 17,7 % auf 937,6 Mio. EUR.

ENTWICKLUNG PRIMÄREINLAGEN

5

GROSSES ANLEGERINTERESSE BEI EIGENEN EMISSIONEN

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2018 sehr erfolgreich. Vor allem bei institutionellen Anlegern erwies sich die BKS Bank als verlässliche und kompetente Emittentin. Bis zum 31. Dezember 2018 haben wir 75,0 Mio. EUR an Privatplatzierungen, darunter 13,0 Mio. EUR als Nachrangkapital, begeben. Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im September 2018 eine 2,25 % Nachrang-Obligation mit einer Laufzeit von 8 Jahren aufgelegt. Bis zum 31. Dezember 2018 hatten wir 10,5 Mio. EUR platziert. Kurz vor dem Jahresende 2018 haben wir auch eine Additional Tier 1-Anleihe zur Zeichnung aufgelegt.

Besonders erfreulich verlief die Emission unseres zweiten Green Bonds, den wir im September zur Zeichnung auflegten. Der Emissionserlös wird ausschließlich für die Errichtung von Photovoltaikkraftwerken verwendet. Es freut uns sehr, dass auch dieser Green Bond auf reges Anlegerinteresse stieß. Green Bonds sind eine wichtige Möglichkeit, Unternehmen bei Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen. Die Bedeutung von Green Bonds wird weiter zunehmen, da sie auch eine große Rolle im "Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der Europäischen Kommission spielen. Wir sind daher sehr stolz, dass die BKS Bank mit ihrer nachhaltigen Emissionspolitik zu den Pionieren zählt. Insgesamt haben sich die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital auf 750,7 Mio. EUR erhöht, ein Zuwachs im Ausmaß von 5,4 %.

Das Konzerneigenkapital stieg zum 31. Dezember 2018 auf 1,21 Mrd. EUR. Der Zuwachs beruhte zum einen auf der Zuführung des Emissionserlöses aus der im ersten Quartal 2018 durchgeführten Kapitalerhöhung und andererseits auf der Zuschreibung des Periodenergebnisses. Der Anstieg im Eigenkapital ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes ab Seite 153 im Detail dokumentiert. Das gezeichnete Kapital betrug 85,9 Mio. EUR, ein Anstieg um 8,3 %.

BEGEBENE EIGENE SCHULDVERSCHREIBUNGEN AUS 2018

ISIN Bezeichnung Nominale in EUR
AT0000A1ZYC1 1 % BKS Bank Obligation 2018-2024/1 10.500.000
AT0000A239X8 0,875 % BKS Bank Green Bond 2018-2024/2 3.000.000
AT0000A23JY8 2,25 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2018-2026/3 10.533.000
AT0000A23UM0 0,875 % BKS Bank Obligation 2018-2023/4 4.213.000
AT0000A203U0 Variable BKS Bank Obligation 2018-2028/1/PP 12.000.000
AT0000A205J8 2,22 % BKS Bank Obligation 2018-2028/2/PP 10.000.000
AT0000A20AY3 3,43 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP 13.000.000
AT0000A20CA9 1,26 % fundierte BKS Bank Obligation 2018-2028/4/PP 20.000.000
AT0000A20DL4 Variable fundierte BKS Bank Obligation 2018-2028/5/PP 10.000.000
AT0000A21AW5 1,26 % fundierte BKS Bank Obligation 2018-2028/6/PP 10.000.000
AT0000A250Y3 BKS Bank Additional Tier 1-Anleihe 2018 5.600.000

ERTRAGSLAGE

Die BKS Bank hat das Geschäftsjahr 2018 erneut mit einem Top-Ergebnis abgeschlossen. Das letztjährige Rekordergebnis haben wir mit 13,8 % nochmals deutlich steigern können. Die Herausforderungen für Banken waren auch im Berichtsjahr unvermindert hoch. Dennoch haben wir wieder unter Beweis gestellt, dass insbesondere unsere exzellente Beratungsqualität gepaart mit einem attraktiven digitalen Produkt- und Serviceangebot unsere Kunden begeistert. Und auch unsere kompromisslose Ausrichtung auf Ertrag und nachhaltiges Wachstum stellt die erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Ziele sicher.

TOP-ERGEBNIS IN FOLGE

Die BKS Bank erwirtschaftete zum 31. Dezember 2018 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 77,4 Mio. EUR und übertraf das sehr gute Vorjahresergebnis um 9,4 Mio. EUR. Daher können wir auch für 2018 über das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte berichten. Das starke Konzernergebnis baut auf mehreren positiven Entwicklungen auf: Die stabile Konjunktur bescherte uns ein außerordentlich starkes Kreditwachstum, das sich sowohl in einem verbesserten Zinsergebnis als auch im Provisionsüberschuss niederschlug. Die gute wirtschaftliche Entwicklung führte außerdem zu einem weit geringeren Bedarf an Kreditrisikovorsorgen. Wesentlich beigetragen haben darüber hinaus unsere verstärkten Akquisitions- und Beratungsleistungen.

Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge erhöhte sich von 120,7 Mio. EUR auf erfreuliche 129,7 Mio. EUR. Der Zuwachs um 9,0 Mio. EUR oder 7,5 % freut uns ganz besonders, da wir auch im Geschäftsjahr 2018 mit einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld konfrontiert waren. Die Zinserträge legten demnach um 3,8 % auf 160,1 Mio. EUR zu, während die Zinsaufwendungen auf 30,5 Mio. EUR (-9,3 %) zurückgingen. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge erhöhte sich um 17,4 Mio. EUR, ein Plus von beachtlichen 18,6 %.

Die positiven Konjunkturaussichten, die gestiegene Nachfrage nach Finanzierungen und die bessere Ergebnissituation in der Bankenlandschaft haben den Preiswettbewerb angeheizt. Dementsprechend gab die Finanzierungsmarge im Vergleich zum Vorjahr von 1,97 % auf 1,87 % nach. Die Einlagenmargen blieben aufgrund der vorherrschenden Niedrigzinslandschaft auf dem negativen Niveau des Vorjahres und betrugen -0,08 %, obwohl wir im institutionellen Einlagengeschäft vermehrt Negativzinsen verrechnen.

in Mio. EUR 2017 2018 ± in %
Zinsüberschuss 120,7 129,7 7,5
Risikovorsorge -26,7 -18,3 -31,5
Provisionsüberschuss 49,9 55,5 11,2
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 39,1 44,8 14,8
Handelsergebnis 1,5 0,3 -81,9
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 4,2 -7,9 >-100
Verwaltungsaufwand -107,8 -114,6 6,3
Jahresüberschuss vor Steuern 77,2 87,0 12,8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -9,1 -9,6 5,3
Jahresüberschuss 68,0 77,4 13,8

WICHTIGE POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

GERINGERER BEDARF AN KREDITRISIKOVORSORGEN

Die stabile Konjunkturlage und unsere verantwortungsvolle Kreditvergabepolitik wirkten sich sehr positiv auf die Risikosituation im Kreditgeschäft aus. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Risikovorsorgen um knapp ein Drittel auf 18,3 Mio. EUR. Für Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten wurden per Saldo Risikovorsorgen in Höhe von 18,9 Mio. EUR nach 24,8 Mio. EUR im Vorjahr gebildet.

RISIKOVORSORGE

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 25.936 18.904 -27,1
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) 24.775 18.904 -23,7
– Direktabschreibungen 2.097 n/a -
– Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -936 n/a -
Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI n/a 70 -
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) n/a 70 -
Kreditzusagen und Finanzgarantien 788 -681 >-100
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) 788 -681 >-100
Risikovorsorge 26.724 18.293 -31,5

Im Berichtsjahr verringerte sich der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen für unsere ausländischen Leasingtöchter. Für die slowenische bzw. kroatische Leasinggesellschaft haben wir per Saldo Vorsorgen in Höhe von 389,4 Tsd. EUR bzw. 71,3 Tsd. EUR aufgelöst, während wir für die slowakische Leasinggesellschaft Vorsorgen von nur 117,4 Tsd. EUR neu gebildet haben.

PROVISIONSERGEBNIS DEUTLICH GESTEIGERT

Im Provisionsgeschäft verzeichneten wir zum 31. Dezember 2018 einen kräftigen Anstieg um 11,2 % auf erfreuliche 55,5 Mio. EUR.

ZAHLUNGSVERKEHR ALS WICHTIGE ERGEBNISSTÜTZE

Vor allem das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen verlief sehr dynamisch. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis im Zahlungsverkehr um 5,2 % auf 20,8 Mio. EUR zu. Dieses Geschäftsfeld hat sich in den letzten Jahren zu einer stabilen und wichtigen Ergebnisstütze entwickelt. Um den Ausbau von eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern zügig voranzubringen, haben wir im Berichtsjahr die Weichen für eine Neupositionierung des Zahlungsverkehrs gestellt. Im Laufe der kommenden Monate soll die Neuausrichtung abgeschlossen sein.

Im Oktober 2018 haben wir BizzNet, ein Kundenportal, das auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten ist, neu auf den Markt gebracht. Mit BizzNet bieten wir ein modernes und flexibles Kundenportal, mit dem zentrale Firmenkunden-Transaktionen bequem und sicher durchgeführt werden können.

KOMPONENTEN DER ERFOLGSRECHNUNG

Parallel zur Einführung von BizzNet wurde das Onlinebanking für Privatkunden in MyNet umbenannt und mit neuen Funktionen ausgestattet. Wir investieren kräftig in den Ausbau unserer digitalen Produkt- und Serviceangebote. Wir vergessen dabei aber nicht auf die Belange des klassischen Bankgeschäftes. Eine flächendeckende Bargeldversorgung ist uns ebenso ein wichtiges Anliegen. Im Berichtsjahr haben wir an Standorten außerhalb unseres Filialnetzes die Anzahl an Bankomaten erhöht.

Die gute Entwicklung im Provisionsergebnis ist auch den kräftig gestiegenen Kreditprovisionen geschuldet, die durch die sehr gute Kreditnachfrage deutlich höher ausfielen als im Vorjahr. Diese erreichten zum 31. Dezember 2018 den erfreulichen Stand von 17,7 Mio. EUR.

WERTPAPIERGESCHÄFT HINTER UNSEREN ERWARTUNGEN

Das Ergebnis im Wertpapiergeschäft entwickelte sich hingegen rückläufig und belief sich zum Jahresultimo 2018 auf 13,2 Mio. EUR, ein Rückgang von 3,9 %. Die schwächere Performance lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Die Aktienmärkte zeigten sich im Geschäftsjahr 2018 deutlich volatiler als im Jahr davor. Anleger verhielten sich dementsprechend zurückhaltend und tätigten weniger Wertpapiertransaktionen. Auch die verschärften aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen, die 2018 mit MiFID II umgesetzt wurden, dämpften die Ertragschancen im Wertpapiergeschäft.

In Österreich haben wir im Bereich der Vermögensverwaltung Anpassungen und Änderungen vorgenommen. Durch eine schlankere Struktur und eine neue Zusammensetzung haben wir die Attraktivität der Vermögensverwaltung wesentlich erhöht. Darüber hinaus haben wir das Angebot um zwei vermögensverwaltende Dachfonds, den "BKS Anlagemix konservativ" und den "BKS Anlagemix dynamisch", erweitert.

Auch in Slowenien verfolgen wir das Ziel, unsere Marktanteile kontinuierlich auszubauen. Im Berichtsjahr haben wir einen großen Meilenstein in der Umsetzung unseres Wachstumskurses erreicht: Im ersten Halbjahr haben wir rund 9.000 Kunden der Brokergesellschaft GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d.) übernommen. Zum Jahresende 2018 betreuten wir in Slowenien rund 11.300 Depotkunden und verwalteten ein Depotvolumen in Höhe von rund 1,1 Mrd. EUR. Die nächste Transaktion im Wertpapiergeschäft steht bereits an: Im März 2019 übernehmen wir von einem weiteren Wertpapieranbieter, der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d., rund 25.000 Kunden. Damit steigt die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister in Slowenien auf.

Ausgezeichnete Wertpapierdienstleistungen

Die BKS Bank und ihre Mitarbeiter stehen für eine exzellente Beratungsleistung, die auch von externen Instituten immer wieder bestätigt wird. Zuletzt im Jänner 2019. Die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und das Magazin trend kürten die BKS Bank zur Testsiegerin in der Kategorie "Beste Anlageberatung Österreichs". Auch unsere Fondstochter, die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H, freute sich 2018 über eine Auszeichnung. Sie wurde seitens der Fachzeitschrift "Börsianer" als "Beste inländische Fondsgesellschaft 2018" prämiiert, und das bereits zum dritten Mal.

KAPITALMARKTTURBULENZEN BEEINFLUSSTEN DAS ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Mit der Einführung von IFRS 9 kam es zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Position "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten". Die beiden Positionen "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale" und "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity" entfielen. Dafür wurden drei neue Positionen geschaffen, die sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt entwickelten:

Die Position "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)" verzeichnete einen negativen Bewertungssaldo von -5,1 Mio. EUR, der vor allem auf die heftigen Kursausschläge an den internationalen Börsen in den letzten Dezembertagen 2018 zurückzuführen war. Die Turbulenzen an den Börsen führten vor allem bei Fondsveranlagungen zu Abwertungen. Das "Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten" belief sich zum 31. Dezember 2018 auf minimale 0,2 Mio. EUR.

Die neu eingeführte Position "Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten" zeigte ein marginales Minus in Höhe von 65 Tsd. EUR. Die Position "Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten" drehte im Vergleich zum Vorjahreswert ins Negative und betrug -2,8 Mio. EUR. In dieser Position sind nunmehr auch die Aufwendungen für Bonitätsrisiken von Kundenforderungen, die dieser Kategorie gewidmet sind, auszuweisen. Daraus resultierte primär das negative Bewertungsergebnis aus der Fair Value-Option. Das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten belief sich daher insgesamt zum Jahresende 2018 auf -7,9 Mio. EUR, im Vorjahr schloss diese Position mit 4,2 Mio. EUR.

PERSONALKOSTEN UND DIGITALISIERUNGSPROJEKTE ALS KOSTENTREIBER

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 % auf 114,6 Mio. EUR. Der größte Anteil im Verwaltungsaufwand entfällt auf den Personalaufwand, der mit 74,6 Mio. EUR deutlich zunahm (+6,5 %). Der Anstieg ist vor allem auf die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 2,8 % zurückzuführen und resultierte darüber hinaus aus den höheren Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Sterbequartale durch die Anwendung der neuen Sterbetafeln (AVÖ 2018-P). Von den Übergangsbestimmungen wurde nicht Gebrauch gemacht. Die Kosten stiegen daher für diese beiden Positionen um 2,0 Mio. EUR. Bei der Besetzung von freigewordenen Stellen gehen wir sehr defensiv vor. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich gegenüber 2017 daher lediglich um 4 auf 932 Personaljahre und trägt der Erweiterung unseres Filialnetzes und dem steten Ausbau der Digitalisierungskompetenzen Rechnung.

AUFWENDUNGEN FÜR DIGITALISIERUNGSPROJEKTE GESTIEGEN

Die Sachaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 32,8 Mio. EUR um 5,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg ist vor allem der konsequenten Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie geschuldet. Denn Digitalisierung und Informationsund Kommunikationstechnologie (IKT) nehmen einen zentralen Stellenwert in der BKS Bank ein und sind ein wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie. Ohne moderne digitale Kundenanwendungen mit einem störungsfreien und sicheren IT-Betrieb ist das Bankgeschäft heute nicht mehr denkbar.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 144 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, realisiert bzw. bearbeitet. Darunter einige Projekte, die durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie z. B. MiFID II, Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung, IFRS 9 und PSD 2 notwendig waren. Einen hohen Ressourceneinsatz erforderten aber insbesondere die zahlreichen Digitalisierungsprojekte, die neue innovative Lösungen für unsere Kunden bringen. Die neuen Firmenkundenportale BizzNet und BizzNet Plus, die Weiterentwicklungen im Privatkundenportal MyNet, die neu lancierte Business-App oder der Relaunch der BKS Bank Internetseite sind Beispiele dafür.

Auf unseren Auslandsmärkten wurden ebenfalls wichtige Projekte abgeschlossen, darunter die Implementierung eines digitalen Kreditantrags- und Genehmigungssystems, die Einführung eines Kampagnenmanagements und die erfolgreiche Integration der GBD-Depotkunden. Dementsprechend erhöhten sich die IKT-Kosten um 8,2 % auf 18,3 Mio. EUR.

Für die Umsetzung von IKT-Projekten und den IKT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH mitverantwortlich. Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Tochter der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 271 Mitarbeiter.

Der hohen Bedeutung der Informationstechnologie entsprechend, investiert die BKS Bank direkt oder über die 3 Banken IT GmbH jährlich intensiv in die Netzwerkinfrastruktur sowie in die Hard- und Softwareausstattung. 2018 waren dies 17,4 Mio. EUR.

SONSTIGES BETRIEBLICHES ERGEBNIS VERBESSERT

Im sonstigen betrieblichen Ergebnis schlägt sich vor allem die Belastung aus regulatorischen Kosten nieder. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis zwar um ein Drittel verbessert, dennoch blieb das Ergebnis mit -2,5 Mio. EUR unerfreulich. In diesem Ergebnis sind die Beiträge zum Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds im Ausmaß von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR) und die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) enthalten.

JAHRESÜBERSCHUSS

Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2018 einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 87,0 Mio. EUR nach 77,2 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 9,6 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 77,4 Mio. EUR, ein Plus von 13,8 %.

GEWINNVERTEILUNGSVORSCHLAG

Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Konzernmuttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2018 einen Jahresüberschuss von 33,0 Mio. EUR nach 25,9 Mio. EUR im Vorjahr. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 23,3 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,4 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 10.145.255,78 EUR aus. Wir werden der 80. Hauptversammlung am 08. Mai 2019 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie, das sind 9.876.867,- EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,3 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

POSITIVE ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickelten sich angesichts des ausgezeichneten Jahresergebnisses sehr zufriedenstellend. Der Return on Equity (ROE) nach Steuern blieb mit 6,8 % auf einem guten Niveau, der Return on Assets (ROA) nach Steuern erhöhte sich von 0,9 % auf 1,0 %.

Die Cost-Income-Ratio fiel auf erfreuliche 50,3 % und unterschritt den internen Benchmarkwert von < 55,0 % deutlich. Die Risk-Earnings-Ratio erreichte mit 10,5 % einen neuen Spitzenwert, eine Verringerung um 6,2 %-Punkte.

Die Quote der Non-performing Loans verbesserte sich dank des konsequenten Abbaus von Risikofällen von 3,5 % im Jahr 2017 auf erfreuliche 2,5 %.

Zum 31. Dezember 2018 betrug die Leverage Ratio 8,0 % und lag damit über der voraussichtlich gesetzlich geforderten Quote von 3,0 %. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) erreichte 137,7 %, während die Net Stable Funding Ratio (NSFR) 110,2 % betrug. Für beide Kennzahlen liegt die aufsichtsrechtliche Vorgabe bei jeweils 100 %. Die BKS Bank übertraf beide Quoten eindeutig.

Die Kapitalquoten haben sich dank der im ersten Quartal 2018 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung wie folgt verändert: Die Kernkapitalquote gab von 12,5 % auf 12,2 % nach, da sich die Abzugsposten durch auslaufende Übergangsbestimmungen markant erhöht haben. Die Gesamtkapitalquote verbesserte sich von 14,0 % auf 14,8 %. Beide Kapitalquoten lagen damit deutlich über den gesetzlichen Vorgaben. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie betrug 1,82 EUR zum 31. Dezember 2018.

in % 2017 2018 ± in %-Pkte.
ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) 6,8 6,8 -
ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) 0,9 1,0 0,1
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 51,9 50,3 -1,6
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 16,7 10,5 -6,2
NPL-Quote 3,5 2,5 -1,0
Leverage Ratio 8,0 8,0 -
Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) 145,2 137,7 -7,5
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 105,0 110,2 5,2
Kernkapitalquote 12,5 12,2 -0,3
Gesamtkapitalquote 14,0 14,8 0,8
in %
IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR 1,72 1,82 5,8

WICHTIGE UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

SEGMENTBERICHT

Der Segmentbericht gliedert sich in die vier Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld. Die kontinuierlichen Ergebnissteigerungen im Firmenkundengeschäft sind Ausdruck unseres exzellenten Beratungs-Know-hows und der starken Akquisitionsleistung. Das Segment Financial Markets entwickelte sich trotz volatiler Marktbedingungen zu einem verlässlichen Ergebnisbringer. Das Privatkundengeschäft war lange Zeit durch starke Ertragseinbußen geprägt. Umso mehr freut es uns, durch zahlreiche gesetzte Maßnahmen in diesem Segment wieder profitabel zu sein.

FIRMENKUNDEN

Im Segment Firmenkunden betreuten wir im Geschäftsjahr 2018 konzernweit rund 21.400 Firmenkunden, ein Zuwachs von 9,7 %. Vor allem auf unseren Wachstumsmärkten haben wir viele neue Kunden von unserem Produkt- und Dienstleistungsangebot und unserer ausgezeichneten Beratungsqualität überzeugen können.

Zu unseren Kunden zählen Betriebe der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte, Winzer und institutionelle Kunden sowie die öffentliche Hand.

AUSGEZEICHNETES SEGMENTERGEBNIS ERZIELT

Die Geschäftsentwicklung im Firmenkundengeschäft verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr hervorragend. In den wichtigen Ergebnissäulen – Zinsüberschuss und Provisionsergebnis – verzeichneten wir mit 13,7 % bzw. 11,5 % jeweils zweistellige Zuwachsraten. Das hervorragende Zinsergebnis von 102,3 Mio. EUR ist primär auf das starke Kreditwachstum zurückzuführen. Das Provisionsergebnis in Höhe von 30,6 Mio. EUR wurde durch einen deutlichen Ergebniszuwachs im Zahlungsverkehr und durch höhere Kreditprovisionen möglich.

in Mio. EUR 2017 2018
Zinsüberschuss 90,0 102,3
Risikovorsorge -23,4 -18,9
Provisionsergebnis 27,4 30,6
Verwaltungsaufwand -48,2 -50,0
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,2 1,2
Jahresüberschuss vor Steuern 47,0 65,2
ROE vor Steuern 15,7 % 17,4 %
Cost-Income-Ratio 40,6 % 37,3 %
Risk-Earnings-Ratio 26,1 % 18,5 %

SEGMENT FIRMENKUNDEN

Das Kreditrisiko entwickelte sich im Berichtsjahr dank der stabilen Konjunktur ebenfalls sehr zufriedenstellend. Und auch vor großen Insolvenzfällen sind wir im Jahr 2018 verschont geblieben. Dementsprechend fielen die Kreditrisikovorsorgen um 19,4 % geringer als im Vorjahr aus und betrugen 18,9 Mio. EUR.

Der Verwaltungsaufwand nahm um 3,7 % auf 50,0 Mio. EUR zu. Der Anstieg resultierte aus höheren IT-Aufwendungen und den gestiegenen Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Sterbequartale bedingt durch den höheren KV-Abschluss und die Anpassung an die neuen Sterbetafeln. Insgesamt erzielten wir zum 31. Dezember 2018 eine signifikante Ergebnissteigerung in Höhe von 38,7 % und erreichten einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 65,2 Mio. EUR.

Das sehr gute Segmentergebnis spiegelt sich in den verbesserten segmentspezifischen Steuerungskennzahlen wider: Der Return on Equity betrug 17,4 %, während die Cost-Income-Ratio von 40,6 % auf 37,3 % zurückging. Die Risk-Earnings-Ratio erreichte mit 18,5 % ein sehr gutes Niveau und verringerte sich um 7,6 %-Punkte gegenüber 2017.

STARKE NACHFRAGE NACH KREDITEN

Das Geschäftsjahr 2018 war von einer starken Kreditnachfrage geprägt. Viele Unternehmen nutzten die gute konjunkturelle Großwetterlage für Investitionen. Dank des kräftig gestiegenen Finanzierungsbedarfs haben wir konzernweit Neukredite an Firmenkunden in Höhe von 1,5 Mrd. EUR vergeben. Der Stand der Forderungen erhöhte sich auf 4,7 Mrd. EUR, das entsprach einem Kreditwachstum von 11,9 %. Mehr als drei Viertel aller Ausleihungen im Konzern entfallen auf das Firmenkundensegment.

Von der gestiegenen Kreditnachfrage hat auch das Leasinggeschäft profitiert und konzernweit deutlich an Dynamik gewonnen. Das Volumen an neu vergebenen Leasingfinanzierungen an Firmenkunden ist im Berichtsjahr auf 203,8 Mio. EUR gewachsen. Vor allem die österreichische und slowenische Leasingtochter haben mit jeweils 81,3 Mio. EUR bzw. 72,7 Mio. EUR an Neuproduktion wesentlich zu dieser starken Leistung beigetragen.

In Slowenien haben wir uns im Bereich der Kommunalfinanzierungen einen guten Ruf als verlässlicher Finanzpartner erarbeitet. Das aushaftende Kreditvolumen an slowenische Gemeinden betrug 89,9 Mio. EUR, das sind rund 15,0 % des Finanzierungsvolumens unserer slowenischen Niederlassungen.

FORDERUNGEN AN FIRMENKUNDEN

Am österreichischen Markt bildet die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung ein wichtiges Geschäftsfeld. Im Berichtsjahr haben wir 40 Projekte mit einem Kreditvolumen von 54,6 Mio. EUR finanziert, eine Verdoppelung im Vergleich zu 2017. Wir sehen darin eine Bestätigung, dass unser Ansatz – persönliche Beratung gepaart mit umfangreichem Spezial-Know-how – der richtige Weg ist, um exportorientierte Kunden bei der Realisierung ihrer Aufträge zu begleiten. Auch 2018 ist es uns gelungen, den ausgezeichneten 8. Platz bei der Vergabe von Exportfondskrediten in Österreich zu halten. Das aushaftende Volumen an Exportfinanzierungen belief sich per Jahresende 2018 auf 152,8 Mio. EUR, ein Anstieg um 34,0 %.

Im Bereich der geförderten Investitionsfinanzierung gab es bundesweit eine deutliche Steigerung bei der Anzahl der Projekte mit Zuschüssen. Hervorgerufen wurde diese Entwicklung durch Sondermaßnahmen wie den Beschäftigungsbonus oder die Investitionszuwachsprämie für Großunternehmen und KMU. Für unsere Kunden konnten wir auch im Berichtsjahr wieder das "Beste aus den Fördertöpfen" holen und für 78 Investitionsprojekte rund 35 Mio. EUR an Förderkrediten vergeben.

Im Corporate Banking betreuen wir Großkunden, die über eine Betriebsleistung von mehr als 75,0 Mio. EUR verfügen, institutionelle Kunden, größere Kommunen und strukturierte Finanzierungen. Dieses Geschäftsfeld entwickelte sich auch im Jahr 2018 sehr positiv, wir haben in dieser Organisationseinheit 155,7 Mio. EUR an Krediten neu vergeben.

Nachhaltiges Kreditgeschäft im Kommen

Im Kreditgeschäft gewinnt die Forcierung von nachhaltigen Finanzierungen zunehmend an Bedeutung. Wir haben schon sehr früh begonnen, nachhaltige Produkte im Finanzierungsbereich anzubieten. Wir haben damit Entwicklungen vorweggenommen, die jetzt durch den EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums ihre Bestätigung erfahren. So haben wir beispielsweise im Jahr 2018 bereits zum zweiten Mal einen Green Bond zur Zeichnung aufgelegt. Mit dem Emissionserlös finanzierte die BKS Bank die Errichtung von Photovoltaikkraftwerken in Österreich. 2018 haben wir im Firmenkundengeschäft ein Volumen an nachhaltigen Finanzierungen in Höhe von rund 65 Mio. EUR neu vergeben.

SICHT- UND TERMINEINLAGEN ERNEUT AUF REKORDHOCH

Bei den Sicht- und Termineinlagen, die wir von unseren Firmenkunden erhielten, verzeichneten wir erneut einen kräftigen Anstieg von 13,3 % auf 2,9 Mrd. EUR. Die gute Liquiditätssituation unserer Firmenkunden spiegelt sich in diesem Spitzenwert wider. Speziell für Großkunden haben wir mit dem "Liquiditätskonto" und dem "Business Profit Plus Konto" ein neues Angebot für Geldmarktveranlagungen geschaffen.

BIZZNET ERFOLGREICH GELAUNCHT

Im Firmenkundensegment haben wir im Geschäftsjahr 2018 einen großen Meilenstein in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie realisiert. Im Oktober haben wir die beiden Kundenportale BizzNet und BizzNet Plus gelauncht, die auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten sind. Die modernen und flexiblen Kundenportale erfreuen sich seit der Einführung einer regen Nachfrage. Wir arbeiten auch bereits an der nächsten Entwicklungsstufe. Im Laufe des kommenden Jahres wird es für Firmenkunden möglich sein, standardisierte Leasinggeschäfte oder die Erstellung von Haftbriefen direkt im Kundenportal abzuwickeln.

Für Firmenkunden haben wir 2018 auch eine eigene Informations- und Autorisierungs-App entwickelt. Mit der Business-App können ortsungebunden aktuelle Informationen zu Zahlungsverkehrskonten abgerufen und Zahlungsaufträge erteilt werden. Darüber hinaus bieten wir seit Anfang 2018 die vereinfachte GmbH-Gründung als zusätzliches Service an. Damit zählen wir in Österreich zu den ersten Banken, die diese Dienstleistung im Angebot haben.

Die Chancen der Digitalisierung nutzen wir auch für die Optimierung unserer Beratungsprozesse. Mit einer neu entwickelten Anwendung, dem Business-Check, unterstützen wir unsere Kundenbetreuer bei der Planung und Durchführung von Kundengesprächen.

DIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT IM AUFWIND

Wir verfolgen das strategische Ziel, unabhängiger vom zinstragenden Geschäft zu werden. Dafür forcieren wir den Ausbau eigenmittelschonender Geschäftsfelder. Wir freuen uns sehr, dass wir im Berichtsjahr im Dienstleistungsgeschäft um 11,5 % gewachsen sind. Wir haben in allen Produktsparten zulegen können, wobei der Zahlungsverkehr mit einem Zuwachs von 10,9 % besonders hervorragte. Der kräftige Zuwachs freut uns umso mehr, als der Zahlungsverkehr ein sehr wettbewerbsintensives Geschäftsfeld ist und stark von der voranschreitenden Digitalisierung geprägt ist. Darüber hinaus gibt es durch die Umsetzung der EU-Richtlinie für Zahlungsdienste (PSD 2) auch einen hohen Anpassungsbedarf. Im Berichtsjahr haben wir einige Teilaspekte der PSD 2 bearbeitet, darunter die Umsetzung neuer Risiko- und Sicherheitsbestimmungen oder wichtige Vorbereitungsarbeiten für die im Laufe des Jahres 2019 kommende Marktöffnung für Drittanbieter von Zahlungsdiensten.

Im Firmenkundengeschäft sind wir traditionell stärker im Kredit- als im Veranlagungsgeschäft vertreten. Wir haben uns aber vorgenommen, auch im Wertpapiergeschäft unsere Aktivitäten zu verstärken. Trotz volatiler Kapitalmärkte haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Verbesserung bei den Provisionen im Wertpapiergeschäft erzielt. Der Anstieg betrug 4,8 %. Im Dezember 2018 haben wir eine AT 1-Anleihe begeben, die vor allem von institutionellen Anlegern gezeichnet wurde. 5,6 Mio. EUR konnten noch vor dem Jahresende 2018 platziert werden.

Auch das Versicherungsgeschäft verlief 2018 zufriedenstellend. Die betriebliche Altersvorsorge stellt einen wichtigen Beratungsschwerpunkt im Firmenkundengeschäft dar. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr Vorsorgeprodukte mit einer Prämiensumme in Höhe von 5,3 Mio. EUR abgeschlossen. Im Sachversicherungsgeschäft konnten wir bei der Jahresnettoprämie um 34,4 % zulegen.

AUSBLICK FIRMENKUNDEN

Die großartigen Erfolge, die wir seit Jahren im Firmenkundengeschäft erzielen, stehen im engen Zusammenhang mit der ausgezeichneten Beratungsqualität. Damit wir diese auf hohem Niveau halten können, haben wir das Angebot an Produktschulungen und Fachseminaren sowie Verkaufstrainings systematisiert und erweitert.

Im Firmenkundengeschäft haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich neue Kunden gewonnen. Diesen Trend wollen wir auch 2019 weiter fortsetzen und in der Region Wien-Niederösterreich-Burgenland und auf unseren Auslandsmärkten unsere Präsenz erhöhen.

In der Produktentwicklung konzentrieren wir uns vor allem auf den Ausbau unserer digitalen Services für Firmenkunden. Die vollständige, digitale Abwicklung von Standardgeschäften ist uns ein besonderes Anliegen, da wir meinen, dass das unseren Firmenkunden viele Vorteile bringt. Auch der Einsatz der digitalen Signatur steht auf der Agenda.

Wichtig ist uns aber vor allem, das Kreditportfolio nachhaltiger auszurichten. Wir haben dafür eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Dekarbonisierung unseres Kreditportfolios und mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums beschäftigt. Darüber hinaus planen wir, im Geschäftsjahr 2019 einen weiteren Green oder Social Bond aufzulegen, um nachhaltige Investitionsprojekte zu finanzieren.

PRIVATKUNDEN

Im Segment Privatkunden betreuen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Per 31. Dezember 2018 haben wir rund 143.000 Kunden diesem Segment zugeordnet, um 7,2 % mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs resultierte vorwiegend aus der Übernahme von rund 9.000 Vermögensverwaltungs- und Brokerage-Kunden der GBD in Slowenien.

Im Privatkundengeschäft haben wir die Trendwende eingeläutet. Nach Jahren der rückläufigen Ergebnisse verzeichneten wir 2018 erstmals wieder einen signifikanten Ergebniszuwachs. Wir haben konsequent daran gearbeitet, das Privatkundengeschäft wieder profitabel zu machen. Dass uns das bereits im Berichtsjahr geglückt ist, hängt zum einen mit unserer Fähigkeit, Ziele kompromisslos zu verfolgen, zusammen. Und zum anderen verdanken wir das verbesserte Ergebnis auch dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Kreditnachfrage der privaten Haushalte wurde durch die gute Konjunktur beflügelt, die Kreditrisikovorsorgen gingen deutlich zurück.

in Mio. EUR 2017 2018
Zinsüberschuss 25,0 25,6
Risikovorsorge -1,6 0,5
Provisionsergebnis 21,8 24,7
Verwaltungsaufwand -51,8 -51,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,2 1,7
Jahresüberschuss vor Steuern -5,5 1,3
ROE vor Steuern -11,3 % 2,1 %
Cost-Income-Ratio 108,0 % 98,4 %
Risk-Earnings-Ratio 6,5 % -

SEGMENT PRIVATKUNDEN

SIGNIFIKANTE ERGEBNISVERBESSERUNG

Im Privatkundengeschäft haben wir das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 1,3 Mio. EUR abgeschlossen. Im Vorjahr war dieser noch negativ und betrug -5,5 Mio. EUR. Das deutlich verbesserte Ergebnis ist auf einen höheren Provisionsüberschuss (+13,5 %) und auf die positive Entwicklung bei den Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen. Im Berichtsjahr konnten wir per Saldo 0,5 Mio. EUR an Vorsorgen auflösen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 2,5 % auf 25,6 Mio. EUR. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 51,2 Mio. EUR fast unverändert auf dem Niveau vom Vorjahr. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug 1,7 Mio. EUR nach 1,2 Mio. EUR zum Vorjahr.

Das positive Segmentergebnis verbesserte auch die steuerungsrelevanten Segmentkennzahlen: Die Cost-Income-Ratio fiel von 108,0 % auf 98,4 %. Der Return on Equity drehte ins Positive und betrug 2,1 %.

DEUTLICH GESTIEGENE KREDITNACHFRAGE

Im Privatkundengeschäft verzeichneten wir ebenfalls einen deutlichen Anstieg der Finanzierungen. Die gute Konjunkturlage und die damit verbundene bessere Arbeitsmarktsituation führte zu einer stärkeren Nachfrage bei den Immobilien- und Wohnraumfinanzierungen sowie bei den Konsumkrediten. Die Ausleihungen an Privatkunden beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 1,3 Mrd. EUR, ein Zuwachs von 7,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Wir wollen unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten auch im Kerngeschäft sichtbar machen. Im Finanzierungsbereich bieten wir unseren in- und ausländischen Privatkunden spezielle Finanzierungen an, die dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung tragen. In Österreich haben wir seit 2016 den Silberkredit im Angebot, der auch älteren Menschen den Zugang zu Krediten ermöglicht. Dass ein entsprechender Bedarf am Markt gegeben ist, zeigt die mehr als positive Entwicklung des Volumens dieses Produktes. Gegenüber dem Vorjahr hat sich dieses von 12,7 Mio. EUR auf 27,4 Mio. EUR mehr als verdoppelt.

Auch in Slowenien war die Einführung des Green Loans, mit dem Investitionen in den Klimaschutz begünstigt werden, erfolgreich. Am Jahresende 2018 betrug das Volumen des Green Loans 24,6 Mio. EUR und hat sich gegenüber 2017 mehr als verdreifacht.

Die Risikosituation bei Privatfinanzierungen blieb auch im Berichtsjahr sehr entspannt, insgesamt konnten wir per Saldo 0,5 Mio. EUR an Kreditrisikovorsorgen auflösen. Der Abbau der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken bewegte sich 2018 weiter in die richtige Richtung. Das Kreditvolumen in Schweizer Franken verringerte sich um erfreuliche 15,2 % auf 85,5 Mio. EUR. Die FX-Quote (ohne EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien) belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 7,2 % nach 9,7 % im Jahr 2017.

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER PRIVATKUNDEN

KRÄFTIGER ANSTIEG DER KUNDENEINLAGEN

Ungeachtet des anhaltend tiefen Zinsniveaus sind wir bei den Verbindlichkeiten gegenüber Privatkunden um 8,1 % auf 2,3 Mrd. EUR gewachsen. Auffällig war, dass der Anstieg vor allem im kurzfristigen, täglich fälligen Bereich zu verzeichnen war. Privatkunden wollen zeit- und ortsunabhängig über ihr gespartes Geld verfügen und fragen vermehrt Online-Sparvarianten nach. Die Sicht- und Termineinlagen legten dementsprechend zum 31. Dezember 2018 kräftig um 23,8 % auf 1,1 Mrd. EUR zu. Klassische Sparbücher verlieren weiter an Attraktivität, der Spareinlagenstand nahm um 2,7 % auf 1,3 Mrd. EUR ab. Der klassische Bausparvertrag zählt hingegen nach wie vor zu den beliebteren Sparformen. Im Berichtsjahr haben wir 3.808 Bausparverträge, die wir als langjähriger Vertriebspartner von Wüstenrot vertreiben, abgeschlossen.

ERFOLGREICHER ZUWACHS IM PROVISIONSGESCHÄFT

Im Privatkundensegment wollen wir ebenfalls in den eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern wachsen. Das ist uns im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut gelungen. In allen Dienstleistungssparten haben wir zugelegt, der Provisionsüberschuss veränderte sich von 21,7 Mio. EUR auf erfreuliche 24,7 Mio. EUR, ein Anstieg von 13,5 %.

Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr hat sich auch im Privatkundensegment zu einer wichtigen Ertragssäule entwickelt. Gegenüber 2017 erhöhte sich das Ergebnis aus Zahlungsverkehrsprovisionen um 9,1 %. In dieser Sparte verfolgen wir konsequent die Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.

Zur Jahresmitte 2018 haben wir die BKS Wallet mit der Funktion Zoin und Debit Mobile erweitert und die BKS App mit neuen Funktionalitäten wie beispielsweise Limitanpassungen bei Bankomatkarten ausgestattet. Im Herbst 2018 wurde das Kundenportal segmentspezifischer ausgerichtet und MyNet für Privatkunden gelauncht. Wir freuen uns sehr, dass das moderne Kundenportal von den Kunden gut angenommen wird. Der gute Anklang bestätigt sich auch in der gestiegenen Anzahl an Portalnutzern (+21 %). Auch die Anzahl der BKS App-Nutzer steigerte sich gegenüber 2017 um 27 %. Zum Jahresende haben wir zudem die BKS Security App implementiert, mit der sicher und einfach Zahlungsaufträge durchgeführt werden können.

Bargeldloses Bezahlen auf Vormarsch

Das Kartengeschäft verlief auch im Geschäftsjahr 2018 sehr erfreulich. Die Anzahl der Maestrokarten konnte wieder deutlich gesteigert werden. Mittlerweile nutzen 66.000 Privatkunden ihre Debitkarten, inbesondere für bargeldlose Zahlungszwecke. Die Anzahl dieser Transaktionen stieg insgesamt um über 15 % auf knapp 5,0 Mio. Zahlungsvorgänge. Mehr als die Hälfte dieser Transaktionen wird übrigens kontaktlos mit der NFC-Funktion vorgenommen. Auch bei den Kreditkarten verzeichneten wir deutliche Zuwachsraten: +16 % bei der Anzahl der Transaktionen und knapp 11 % mehr beim Volumen. Über 65 % der mit unserer BKS MasterCard ausgeführten Transaktionen entfielen auf Internetzahlungen.

Im Versicherungsgeschäft treten wir als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie sowie Risiko- und Unfallversicherungen. Das Versicherungsgeschäft verlief im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend. Wir verzeichneten in allen Versicherungssparten sehr gute Wachstumsraten. Die Kapitalversicherungen legten um 20,2 %, die Risikoversicherungen um 10,0 % zu und der Anstieg bei den Unfallversicherungen betrug beachtliche 31,8 %. Auch in Slowenien sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Versicherungsbereich zufrieden. Am slowenischen Markt fungieren wir ebenfalls ausschließlich als Vermittler für Versicherungsprodukte.

TURBULENTES BÖRSENJAHR TRÜBTE DIE STIMMUNG DER ANLEGER

Das schwankungsintensive Börsenjahr 2018 forderte von Anlegern starke Nerven. Da fast alle Anlageklassen mit Kursverlusten konfrontiert waren, trübte die Stimmung der Anleger deutlich ein. Wir erzielten bei den Provisionen im Wertpapiergeschäft dennoch einen Anstieg in Höhe von 5,8 %, der unter anderem mit der Übernahme von Kunden der slowenischen Brokergesellschaft GBD zusammenhängt.

Seit vielen Jahren bieten wir unseren Kunden eine Vermögensverwaltung an. Im zweiten Halbjahr 2018 haben wir diese umfangreich weiterentwickelt. Mit den drei neuen Varianten – konservativ, dynamisch und nachhaltig – haben Anleger die Möglichkeit, unter Berücksichtigung der eigenen Risikobereitschaft und persönlicher Ziele, eine Portfolio-Strategie zu wählen. In den Vermögensverwaltungen werden in- und ausländische Investmentfonds und Dachfonds eingesetzt. Durch den verstärkten Einsatz von Dachfonds kommt es zu einer größeren Streuung innerhalb der Vermögensverwaltung und zu geringeren Kosten. Wir erwarten, dass die Neuausrichtung der Vermögensverwaltung neuen Schwung in das Veranlagungsgeschäft 2019 bringt.

Wie bereits an anderen Stellen vermerkt, haben wir im Geschäftsjahr 2018 neuerlich einen Green Bond aufgelegt. Nachhaltige Veranlagungen stoßen auf großes Anlegerinteresse, der Green Bond konnte innerhalb kürzester Zeit vollständig am Markt platziert werden. Mit dem Emissionserlös des Green Bonds finanziert die BKS Bank die Errichtung von Photovoltaikkraftwerken in mehreren österreichischen Bundesländern durch die Exklusivreal 4you GmbH. Wir werden unsere nachhaltige Emissionspolitik auch 2019 fortsetzen.

Einen ordentlichen Zuwachs verzeichneten wir auch bei den Kreditprovisionen. Diese sind dank des starken Kreditwachstums und unserer konsequenten Verrechnungsdisziplin gegenüber 2018 um 52,4 % gestiegen.

AUSBLICK PRIVATKUNDEN

In den kommenden Monaten werden wir uns darauf konzentrieren, die Ergebnislage weiter zu stärken. Um das zu erreichen, werden wir unsere Digitalisierungsstrategie zügig vorantreiben, innovative Produkte auf den Markt bringen und unsere exzellente Beratungsqualität weiter ausbauen. Bereits in wenigen Monaten werden wir eine neue digitale Plattform zur Finanzierung von Wohnträumen lancieren. Die Ablöse der Security Card durch die BKS Security App sowie Weiterentwicklungen im MyNet stehen ebenfalls auf der Digitalisierungsagenda.

Im klassischen Bankgeschäft setzen wir auf Initiativen, die darauf abzielen, die Kundenakquisition zu stärken und den Verkauf anzukurbeln. Dabei geht es vor allem auch darum, unsere Kundenbetreuer im Umgang mit den eigenen digitalen Produkten und Dienstleistungen besser zu schulen. Der Grundstein dazu wurde bereits im abgelaufenen Berichtsjahr mit der Einführung von Digital-Coaches gelegt. Darüber hinaus wollen wir vermehrt jüngere Kunden mit unserem Produkt- und Serviceangebot erreichen. Wir arbeiten daher an alternativen Zugangsformen für Jugendliche.

FINANCIAL MARKETS

Im Segment Financial Markets sind neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.

Die anhaltend flache Zinsstrukturkurve schränkt die Möglichkeiten zur Fristentransformation immer noch sehr ein. Darüber hinaus führten die heftigen Börsenturbulenzen in der zweiten Dezemberhälfte 2018 zu einem negativen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von -7,8 Mio. EUR. Dementsprechend gab das Segmentergebnis um 28,3 % auf 29,2 Mio. EUR nach.

FINANCIAL MARKETS

2017 2018
42,2 43,7
-1,7 0,1
0,3 -0,2
1,5 0,3
-5,9 -7,4
-0,06 0,5
4,2 -7,8
40,7 29,2
6,3 % 4,3 %
13,4 % 16,7 %
3,9 % -

ANHALTEND POSITIVES SEGMENTERGEBNIS

Unter Einbezug der Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen erhöhte sich der Zinsüberschuss um 1,5 Mio. EUR auf 43,7 Mio. EUR. Der konjunkturelle Aufschwung beflügelte die Geschäftsentwicklung der Schwesterbanken. Die Beteiligungserträge entwickelten sich ebenfalls positiv und steuerten 2,2 Mio. EUR zum Zinsüberschuss bei. Die Beteiligungen werden zum Bilanzstichtag vorwiegend mit der Discounted-Cash-Flow-Methode bewertet. Das Bewertungsergebnis belief sich auf -0,6 Mio. EUR. Das Strukturergebnis kam durch die flache Zinsstruktur weiter unter Druck. Darin enthalten sind die Ergebnisse aus dem Interbankengeschäft, dem Wertpapiereigengeschäft, aus den Derivaten des Bankbuches sowie der bankinternen Referenzzinsverrechnung.

Im Geschäftsjahr 2018 haben wir unverändert zu 2017 Liquidität in Höhe von 300 Mio. EUR über den langlaufenden OeNB/ESZB-Tender aufgenommen. Dieser Langfristtender läuft noch bis Mitte 2020. Die erstklassigen Bonitäten im Bankenbereich und auch unsere konservative Veranlagungsstrategie vorrangig in High Quality Liquid Assets führten zu einer Auflösung der Risikovorsorge in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Die Vorsorge wurde auf Basis der IFRS 9-Regeln als Expected Credit Loss berechnet.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 25,6 % und betrug 7,4 Mio. EUR. Die größte Ergebnisveränderung ergab sich beim Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten. Mit -7,8 Mio. EUR lag das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert von 4,2 Mio. EUR.

Die segmentspezifischen Kennzahlen entwickelten sich per 31. Dezember 2018 wie folgt: Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich um 3,3 %-Punkte auf 16,7 %. Der Return on Equity verringerte sich um 2,0 %-Punkte auf 4,3 %.

AUSBLICK FINANCIAL MARKETS

Wir wollen auch weiterhin ein solider und verlässlicher Emittent von Wertpapieren sein und werden daher auch im laufenden Jahr eigene Emissionen begeben. Unseren Kunden bieten wir damit attraktive Veranlagungsmöglichkeiten. Eine aktive Emissionspolitik hilft uns zudem dabei, die neu zu erfüllende MREL-Quote (Minimum Requirement for Eligible Liabilities) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) dauerhaft zu erfüllen. Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2019 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und vorrangig in High Quality Liquid Assets investieren. Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.

SONSTIGE

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können, abgebildet. In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden.

Der Jahresüberschuss vor Steuern betrug -8,6 Mio. EUR nach -5,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das negative Ergebnis ist vor allem auf die hohen regulatorischen Aufwendungen zurückzuführen. Die Kosten für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 1,9 Mio. EUR und die Beiträge zum Abwicklungsfonds im Ausmaß von 2,8 Mio. EUR sind diesem Segment zugeordnet. Auf eine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten wurde verzichtet, da diese aufsichtsrechtlichen Kosten in einem Zeitraum von 10 Jahren zum Aufbau der jeweiligen Fonds verwendet und danach wegfallen werden. Eine Zuordnung würde zu einer verzerrten Darstellung der Geschäftssegmente im Zeitablauf führen. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich durch nicht vertriebsrelevante IT-Kosten von 1,9 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR.

KONSOLIDIERTE EIGENMITTEL

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2018 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen:

– für das harte Kernkapital 5,7 %,

  • für das Kernkapital 7,6 % und
  • für die Gesamtkapitalquote gesamt 10,1 %.

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: EIGENMITTEL GEMÄSS CRR

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Grundkapital 77,5 83,7
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 909,3 1.061,8
Abzugsposten -372,3 -551,8
Hartes Kernkapital (CET1) 614,5 593,71)
Harte Kernkapitalquote 12,3 % 11,2 %
Hybridkapital 20,0 8,0
AT1-Anleihe 36,2 43,5
Abzugsposten -42,9 -
Zusätzliches Kernkapital 13,3 51,5
Kernkapital (CET1 + AT1) 627,8 645,2
Kernkapitalquote 12,5 % 12,2 %
Ergänzungskapital 116,5 134,0
Abzugsposten -42,7 -
Eigenmittel insgesamt 701,6 779,2
Gesamtkapitalquote 14,0 % 14,8 %
Total risk exposure amount 5.016,7 5.283,1

1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2018. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.

GESTÄRKTE KAPITALDECKE DANK ERFOLGREICHER KAPITALERHÖHUNG

Im ersten Quartal 2018 haben wir erfolgreich eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 12 : 1 durchgeführt. Die BKS Bank AG hat insgesamt 3.303.300 neue Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 16,7 EUR pro junger Aktie ausgegeben und damit einen Erlös von 55,2 Mio. EUR erzielt.

Das harte Kernkapital reduzierte sich jedoch wegen markant höherer Abzugsposten, die sich aus dem Auslaufen von Übergangsbestimmungen ergaben, auf 593,7 Mio. EUR. Demzufolge fiel auch die harte Kernkapitalquote von 12,3 % auf 11,2 %. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 134,0 Mio. EUR betrugen die Eigenmittel gesamt 779,2 Mio. EUR, eine Steigerung von 11,1 %. Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich auf erfreuliche 14,8 %.

AUSGEZEICHNETE LEVERAGE RATIO

Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 8,0 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0 % und den internen Benchmarkwert von > 5 %.

LEVERAGE RATIO

mit Nutzung der Übergangsbestimmungen

RISIKO-MANAGEMENT

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.

In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Nachhaltigkeit hat einen großen Stellenwert in der BKS Bank. Entsprechend vielfältig findet sich diese in unserer Geschäftspolitik wieder.

Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.

Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst eine Beschreibung der Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditätsund Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

STRUKTUR UND ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert.

Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risiko- und Kreditausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.

Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz misst sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.

Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig.

Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer vom Risikocontrolling durchgeführten Risikoanalyse in Form einer Risikomatrix durch das ICAAP-Gremium. Bei der jährlichen Festlegung der Risikostrategie fließen die Erkenntnisse aus der Risikoidentifikation in die Einschätzung der Risikoausprägung mit ein.

Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.

Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.

ICAAP-GREMIUM

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.

AKTIV-PASSIV-MANAGEMENT-KOMITEE

Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.

GREMIUM ZUM OPERATIONALEN RISIKO

Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen getroffene Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.

JOUR FIXE ZUM KREDITRISIKO

In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den raschen Einsatz von Steuerungsinstrumenten.

INTERNE KAPITALAUSSTATTUNG

Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.

Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotential, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.

In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste im Liquidationsansatz für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9 % ermittelt. Zum 31. Dezember 2018 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 513,2 Mio. EUR nach 487,8 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.256,0 Mio. EUR nach 1.117,7 Mio. EUR zum Jahresultimo 2017. Der Anstieg der Risikodeckungsmasse ist vor allem auf die Kapitalerhöhung und den erwirtschafteten Jahresüberschuss zurückzuführen.

RISIKOTRAGFÄHIGKEITSRECHNUNG NACH DEM LIQUIDATIONSANSATZ

VERTEILUNG DER RISIKEN IM LIQUIDATIONSANSATZ

in % 2017 2018
1 Kreditrisiko 61,8 64,7
2 Zinsänderungsrisiko im Bankbuch1) 15,9 14,0
3 Aktienkursrisiko1) 0,9 1,0
4 Risiko aus Fremdwährungspositionen1) 0,5 0,4
5 Credit Spread-Risiko 7,6 7,7
6 Operationales Risiko 5,4 5,1
7 Liquiditätsrisiko 2,5 0,8
8 Makroökonomisches Risiko 3,3 3,6
9 Sonstige Risiken 2,1 2,7

1) Diversifikationseffekte abgezogen

Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für etwa 64,7 % (2017: 61,8 %) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich.

STRESSTESTS IN DER GESAMTBANKRISIKOSTEUERUNG

Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.

Schloss mit Zählwerk, 19. Jahrhundert

–SCHLÜSSEL-KOMPETENZEN WEITER AUSBAUEN–

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

KREDITRISIKO

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

STEUERUNG DER KREDITRISIKEN

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.

Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Die unabhängige Risikokontrolle auf Portfolioebene wird vom Risikocontrolling wahrgenommen. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.

KREDITRISIKOSTEUERUNG

1) Abteilung Kreditmanagement

2) BKS Service GmbH

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

4) Abteilung Vorstandsbüro

KREDITSICHERHEITEN

Einen weiteren zentralen Bestandteil der Risikosteuerung bildet das Sicherheitenmanagement. Zugelassene Sicherheiten und die Methoden der Wertermittlung sind in umfassenden internen Bewertungsrichtlinien schriftlich festgehalten. Die Wertansätze für Sicherheiten sind konzerneinheitlich festgelegt, berücksichtigen jedoch die lokalen Marktgegebenheiten und orientieren sich an den in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen sowie an der erwarteten Entwicklung der Marktpreise. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft.

KREDITRISIKOKONZENTRATIONEN

Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Branchenentwicklungen werden genau beobachtet, regelmäßig ausgewertet und eine klare strategische Fokussierung vorgegeben. Großkreditrisiken der BKS Bank sind in der ALGAR durch eine Deckungsvorsorge abgesichert. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten der drei Kreditinstitute durch die Übernahme von Garantien, Bürgschaften und sonstigen Haftungen für Kredite, Darlehen und Leasingforderungen.

BETEILIGUNGSRISIKO

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen der Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus und ist darauf ausgerichtet, dem Bankgeschäft dienlich zu sein.

Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie banknaher Hilfsdienste gelegt. Die Übernahme von Beteiligungen in Ländern, die hinsichtlich ihrer rechtlichen, politischen oder ökonomischen Situation als risikobehaftet eingestuft werden, sowie ein laufender Handel mit derartigen Beteiligungen wird nicht durchgeführt.

Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unseres Konzernreportings.

MAKROÖKONOMISCHES RISIKO

Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. In der BKS Bank quantifizieren wir die Auswirkungen adverser makroökonomischer Entwicklungen im Kreditrisiko. Die Auswirkungen auf das Portfolio der BKS Bank werden dabei anhand der Veränderung ausgewählter makroökonomischer Kennzahlen, wie BIP-Wachstum, Arbeitslosenquote, Inflationsrate und Leistungsbilanzdefizit, ermittelt.

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.

STEUERUNG ZINSÄNDERUNGSRISIKO

1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.

CREDIT SPREAD-RISIKO

Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

AKTIENKURSRISIKO

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Alle internen Limite für Aktien und Aktienfonds wurden im Jahresverlauf eingehalten. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert und im APM-Gremium berichtet.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert.

STEUERUNG AKTIENKURSRISIKO

1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

RISIKO AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen.

Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt.

Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigengeschäft und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

LIQUIDITÄTSRISIKOSTEUERUNG

1) Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft/Gruppe Geld- und Devisenhandel

2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

GRUNDSÄTZE DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS

Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.

Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.

Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.

Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.

LIQUIDITÄTSSTEUERUNG

In der täglich erstellten Liquiditätsablaufbilanz ordnen wir alle für das Refinanzierungsprofil relevanten Aktiva und Passiva nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder ein. Die Ablaufbilanz zeigt für jedes Zeitband einen Liquiditätsüberschuss oder -fehlbetrag und ermöglicht so die sehr zeitnahe Steuerung offener Liquiditätspositionen. Weiters wurde ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit) ausgearbeitet, welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.

KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DES LIQUIDITÄTSRISIKOS

2017 2018
Einlagenkonzentration 0,36 0,38
Loan-Deposit-Ratio (LDR) 92,3 % 91,7 %
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 145,2 % 137,8 %
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 105,0 % 110,2 %

OPERATIONALES RISIKO INKLUSIVE IKT-RISIKEN

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir in Anlehnung an die CRR die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Die Qualität der IKT-Infrastruktur wird mit der Quote der Systemverfügbarkeit gemessen. Die sogenannte Online-Verfügbarkeit in der "Prime Shift" zwischen 08.00 und 17.00 Uhr lag 2018 bei ausgezeichneten 100 %. Ebenso beeindruckend ist, dass 99,7 % der Transaktionen mit einer Antwortzeit von unter einer Sekunde erfolgten. Auch die mehrfach durchgeführten Backup-Tests führten zu guten Ergebnissen.

Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.

Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

Im Jahr 2018 kam es in der BKS Bank zu 231 Schadensfällen exklusive solcher, die aus dem Kreditgeschäft resultieren (2017: 216 Schadensfälle). Die durchschnittliche Schadenshöhe belief sich auf 8,1 Tsd. EUR (2017: 12,1 Tsd. EUR), wobei Rückflüsse bereits abgezogen wurden. Auf die Kategorie Kunden, Produkte und Geschäftspraxis entfielen die meisten Schadensfälle.

Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 25,9 Mio. EUR (2017: 26,1 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von 1,9 Mio. EUR (2017: 2,6 Mio. EUR) gegenüber. Die gesamte Schadenssumme betrug somit lediglich rund 7 % des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das operationale Risiko.

Alle drei Jahre findet ein Self-Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.

Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).

OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN

1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling 2) Operationales Risiko-Gremium

RISIKO EINER ÜBERMÄSSIGEN VERSCHULDUNG

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 8,0 % (2017: 8,0 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der zurzeit diskutierten Mindestquote von 3 %.

SONSTIGE RISIKEN

Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:

  • Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
  • Reputationsrisiken
  • Restwertrisiken im Leasinggeschäft
  • Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
  • Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
  • Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
  • Eigenkapitalrisiken
  • Verhaltensrisiken
  • Modellrisiko aus dem Zinsänderungsrisiko, aus dem Fremdwährungsrisiko, aus dem Aktienkursrisiko und aus Kreditrisiken

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.

Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontrollund Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkonsolidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.

KONTROLLAKTIVITÄTEN

Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet.

Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.

Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.

Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.

ÜBERWACHUNG DER WIRKSAMKEIT DER MASSNAHMEN

Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.

NACHHALTIGKEIT UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die detaillierte Darstellung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemäß dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) erfolgt in unserem unter www.bks.at/Nachhaltigkeit abrufbaren Nachhaltigkeitsbericht. Die Informationen und Kennzahlen auf den folgenden Seiten stellen einen Überblick über die Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar.

GANZHEITLICHE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Nachhaltigkeit bildet gemeinsam mit Qualität das Fundament unserer Unternehmensstrategie. Dementsprechend setzen wir keine CSR-Einzelmaßnahmen, sondern haben seit mehreren Jahren eine ganzheitlich ausgerichtete Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen implementiert, die sich in fünf Handlungsfelder gliedert:

  • Strategie und Governance
  • Mitarbeiter
  • Produkte und Innovation
  • Gesellschaft und Soziales
  • Umwelt und Klimaschutz

Erfreulicherweise werden wir für unsere CSR-Aktivitäten immer wieder extern ausgezeichnet. Besonders stolz sind wir, dass wir Anfang 2018 erneut von ISS oekom den Prime-Status verliehen bekamen. Damit zählen wir weltweit zu den besten Banken in Sachen Nachhaltigkeit. Die BKS Bank wurde im Berichtsjahr erneut in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen.

STRATEGIE UND GOVERNANCE

Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde für den Zeitraum 2018 bis 2022 neu ausgerichtet und gibt uns den mit Zielen unterlegten Handlungsrahmen für die nächsten Jahre vor. Bei der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie orientierten wir uns an den Sustainable Development Goals und den Prinzipien des UN Global Compacts. Wertvolle Impulse lieferte uns ein mehrstufiger Stakeholder-Dialog zur Ableitung unserer wesentlichen Themen.

Im Handlungsfeld Strategie und Governance beschäftigten wir uns im Berichtsjahr unter anderem mit einem neuen Code of Conduct, der Anfang 2019 an die Mitarbeiter verteilt wurde. 343 österreichische Mitarbeiter absolvierten ein CSR-E-Learning, um über aktuelle Nachhaltigkeitstrends und die zahlreichen CSR-Aktivitäten der BKS Bank umfassend informiert zu sein. Mehrere Stakeholderbefragungen lieferten auch 2018 wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie.

Mitte Dezember 2018 veranstalteten wir in Kooperation mit dem WWF Österreich einen Workshop mit 26 Experten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie, Mobilität und Finanzwirtschaft. Diskutiert wurden Möglichkeiten der Dekarbonisierung im Kerngeschäft und in den Bereichen Bau und Mobilität, da wir dort die größten Ansatzpunkte für einen Dienstleistungsbetrieb sehen.

STAKEHOLDERBEFRAGUNGEN 2018

Befragte Stakeholder-Gruppe Befragung
Kunden in Österreich Online-Befragung zur Kundenzufriedenheit
Kunden in Gleisdorf In Gleisdorf eröffnete die erste nach dem Konzept "Filiale der Zukunft" gestaltete
Filiale. Die Kunden wurden um ihre Meinung zu der neuen Gestaltung befragt.
Mitarbeiter
in Slowenien
Erhebung der Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Teil der
Rezertifizierung als familienfreundliches Unternehmen
Mitarbeiter
in Österreich
Ideenscreening für neu geplante CSR-Maßnahmen (Jobticket, Bonifikation
nachhaltiger Arbeitsweg und Paketzustellung in größeren Einheiten)

MITARBEITER

Die BKS Bank beschäftigte im Berichtsjahr mit 1.119 Personen um 1,8 % mehr Mitarbeiter als 2017, da wir in Slowenien dem Wachstum, insbesondere im Wertpapier- und Leasinggeschäft, Rechnung getragen haben. Insgesamt haben wir 100 Personen neu eingestellt, darunter 41 Frauen. Unsere Mitarbeiter repräsentieren Vielfalt:

  • Sie stammen aus 10 verschiedenen Nationen.
  • 55 % unserer Beschäftigten sind weiblich.
  • 32,4 % unserer Führungskräfte sind Frauen.
  • 77 % arbeiten in Österreich, 12 % in Slowenien, 7 % in Kroatien und 4 % in der Slowakei.
  • Mit 55,0 % ist ein Großteil unserer Arbeitnehmer zwischen 30 und 50 Jahre alt.
  • Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer liegt bei 14,8 Jahren.
  • 47 Mitarbeiter feierten 2018 ein Dienstjubiläum, zwei davon waren schon 45 Jahre für die BKS Bank tätig.
Mitarbeiter nach Personen 2017 2018
Mitarbeiter gesamt 1.099 1.119
– hiervon in Österreich 860 861
– hiervon in Slowenien 121 137
– hiervon in Kroatien 73 74
– hiervon in der Slowakei 40 42
– hiervon in Italien 4 4
– hiervon in Ungarn 1 1
– hiervon Frauen 623 619
– hiervon Männer 476 500
Mitarbeiter Vollzeit 849 848
– hiervon Frauen 389 373
– hiervon Männer 460 475
Mitarbeiter Teilzeit 250 271
– hiervon Frauen 234 246
– hiervon Männer 16 25
Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen 28 27

BESCHÄFTIGUNGSSTRUKTUR

Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht

angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht besonders vermerkt –

in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch

Mitarbeiter nicht konsolidierter Gesellschaften.

GUTE VEREINBARKEIT VON BERUF UND FAMILIE

Die BKS Bank will ein fairer Arbeitgeber sein. Neben einem adäquaten Einkommen, vielen Sozialleistungen und einer guten Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Österreich trägt die BKS Bank seit 2010 das Gütezeichen des Audit "berufundfamilie". In Slowenien und Kroatien absolvierten wir im Berichtsjahr die Rezertifizierungen der landesüblichen Auszeichnungen für familienfreundliche Betriebe mit Bravour. Als Teil der Rezertifizierung fand in Slowenien eine Mitarbeiterbefragung statt. 92 % der Befragten sind mit den Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zufrieden. 79 % gaben an, dass sich seit der Erstzertifizierung im Jahr 2015 ihre Work-Life-Balance verbessert hat.

Das Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen wir auch als einen Baustein der Bemühungen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Ein weiteres bewährtes Instrument ist unser Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft". 2018 startete ein neuer Turnus mit 13 Teilnehmerinnen. Auch unter den 16 Mitarbeitern, die das Talenteprogramm 2018 absolvierten, waren sieben Frauen.

In Österreich freuten wir uns über eine weitere Auszeichnung. Für die Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erhielten wir wiederum das "Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung".

33.497 AUSBILDUNGSSTUNDEN

Eine exzellente Beratungsqualität zu bieten, ist eines unserer strategischen Ziele. Entsprechend vielfältig investieren wir in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. 2018 verbrachte jeder Beschäftigte im Schnitt 4,2 Tage bei Aus- und Weiterbildungen, dies ergibt insgesamt 33.497 Stunden. Im abgelaufenen Jahr haben wir eine neue Lernmanagementsoftware angeschafft, die vielseitige und moderne Möglichkeiten des Blended Learning und E-Learning bietet. Auch die Verwaltung im Bereich der Ausbildungsdaten wird mit dieser Anwendung wesentlich verbessert.

STEIGENDE PRODUKTIVITÄT

Die hohe Lernbereitschaft sowie regelmäßige Effizienzsteigerungsprojekte tragen laufend zu einer Erhöhung der Produktivität bei. Betrug das Geschäftsvolumen pro Mitarbeiter im Jahr 2009 noch 7,2 Mio. EUR, so lag es zehn Jahre später bei 9,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 26,4 %.

ENTWICKLUNG GESCHÄFTSVOLUMEN PRO MITARBEITER

PRODUKTE UND INNOVATION

Das Geschäftsmodell der BKS Bank ist nachhaltig ausgerichtet und verfolgt das Ziel, ein verlässlicher Partner der heimischen Wirtschaft zu sein. Wir verzichten auf spekulative Geschäfte und setzen auf die Integration von CSR ins Kerngeschäft. Wir

  • bieten eine breite Palette an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen an,
  • nehmen durch Kreditvergaberichtlinien und Eigeninvestments, denen ökologische und soziale Kriterien zugrunde liegen, unsere Lenkungsfunktion für die Wirtschaft wahr,
  • tragen zum Wirtschaftswachstum als verlässlicher Finanzierungspartner bei,
  • gestalten unsere Richtlinien und Prozesse möglichst nachhaltig,
  • engagieren uns mit Vorträgen für Kunden und Mitarbeiter und
  • arbeiten in Netzwerken der Verantwortung als Multiplikator von CSR mit.

Für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie beobachten wir internationale Entwicklungen intensiv. Aktuell befassen wir uns beispielsweise mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, dem Vorschlag der Finanz-Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zu neuen Prinzipien für verantwortungsvolles Banking oder mit den Green Bond Principles und Benchmark-Vorschlägen der EU.

VOLUMEN NACHHALTIGER PRODUKTE STARK AUSGEBAUT

In unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2018-2022 haben wir festgelegt, dass wir das Volumen nachhaltiger Produkte um 10 % p. a. steigern wollen. Erfreulicherweise konnten wir in den letzten Jahren dieses Ziel deutlich übertreffen.

VOLUMEN NACHHALTIGE PRODUKTE1)

1) Die Aufstellung umfasst die Volumina von AVM nachhaltig, der Green Bonds und Social Bonds, des Öko-Sparbuchs, Öko-Kredits, Green Loans und Silberkredits. 2018 wurde erstmals auch der Green Leasing-Barwert erfasst.

NACHHALTIGE FINANZIERUNGEN IM FOKUS

International zunehmend an Bedeutung gewinnen nachhaltige Finanzierungen. Seit Anfang 2018 kennzeichnen wir neu vergebene Privat- und Unternehmenskredite mit nachhaltigem Verwendungszweck in unseren IT-Systemen. Dabei kann zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit unterschieden werden. Die BKS Bank bietet ihren Kunden mehrere nachhaltige Kreditprodukte. Beispielsweise schließt der Silberkredit eine Marktlücke, da er auch von Personen über 65 Jahren beantragt werden kann. Dass entsprechender Bedarf am Markt gegeben ist, zeigt die mehr als positive Entwicklung des Finanzierungsvolumens, das sich gegenüber dem Vorjahr von 12,7 Mio. EUR auf 27,4 Mio. EUR mehr als verdoppelt hat.

Der Green Loan in Slowenien begünstigt Investitionen in den Klimaschutz. Am Jahresende 2018 hatte die BKS Bank ein Kreditvolumen von 24,6 Mio. EUR (2017: 7,4 Mio. EUR) in dieser Produktart vergeben. In Kroatien wird ein ähnlich dem slowenischen Angebot konzipierter Green Loan im ersten Quartal 2019 eingeführt werden. Ebenso planen wir, Green Leasing stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und so die Themen E-Mobilität und Photovoltaik weiter zu stärken.

ZWEITER GREEN BOND ERFOLGREICH PLATZIERT

Highlight bei den nachhaltigen Veranlagungen war die neuerliche Auflage eines Green Bonds. Mit dem Emissionserlös dieser Anleihe finanziert die BKS Bank die Errichtung von Photovoltaikkraftwerken in mehreren österreichischen Bundesländern durch die Exklusivreal 4you GmbH. Exklusivreal 4you GmbH ist einer der erfahrensten Errichter von Sonnenkraftwerken. Das Schwesterunternehmen Mein Kraftwerk PV GmbH stellt den langfristigen Betrieb der Sonnenkraftwerke sicher. Wie bisher war auch die neue ökologische Anleihe innerhalb kürzester Zeit am Markt platziert. Sie wurde so konzipiert, dass sie auch für Kleinanleger attraktiv ist. Eine Second Party Opinion (SPO), die von der rfu – Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung erstellt wurde, stellt die Nachhaltigkeit des Veranlagungsproduktes transparent dar. 2019 planen wir erneut die Auflage eines Green oder Social Bonds.

GESELLSCHAFT UND SOZIALES

Die BKS Bank nimmt ihre Verantwortung als verlässlicher Partner in der Region wahr. 2018 förderten wir 505 Initiativen mit 294 Tsd. EUR, darunter die Flaggschiffe der Kärntner Kultur: die Tage der deutschsprachigen Literatur und den Carinthischen Sommer. Erstmals unterstützten wir den Christine Lavant Preis, mit dem der Schriftsteller Klaus Merz ausgezeichnet wurde.

Zur Erhöhung des Finanzwissens der Bevölkerung luden wir Kunden zu Informationsveranstaltungen über Cybercrime oder Leserinnen der "Wienerin" zu einem Themenabend "Kann Geld auch bio sein?" ein. Facebook nutzten wir für ein Finanzquiz und unsere Website erweiterten wir um einen speziellen Wissensbereich.

UMWELT UND KLIMASCHUTZ

Wir wollen einen spürbaren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Daher verfügen wir seit 2012 über eine Klimaschutzstrategie, die regelmäßig, zuletzt 2018, adaptiert wird und unter www.bks.at/nachhaltigkeit/klimaschutzstrategie online abrufbar ist.

Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten für den Umwelt- und Klimaschutz liegt in der Reduktion unserer Treibhausgasemissionen und des Energieverbrauchs. Die Messung des Fortschritts erfolgt mittels der Erhebung des konzernweiten Carbon Footprints. Bei der Ermittlung des Carbon Footprints, der auch die Basis für die Messung des Energieverbrauchs bildet, liegen uns Umweltdaten aus Objekten, in denen wir eingemietet sind, oft erst mit deutlicher Verzögerung vor. Daher erfolgt die Berechnung des Carbon Footprints immer für das Jahr vor dem Berichtsjahr des Nachhaltigkeitsberichts oder Geschäftsberichts.

KONZERNWEITER CARBON FOOTPRINT SINKT UM 45 %

Erfreulicherweise konnten wir den Carbon Footprint 2017 um 45 % auf 1.275 t CO2 -Äquivalente senken. Hauptverantwortlich dafür war der Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Österreich, der mit einer Reduktion von 940 t CO2 -Äquivalenten zu Buche schlug. Dadurch veränderte sich auch die prozentuelle Zusammensetzung des Carbon Footprints stark. Der Anteil von Strom sank von 53 % im Jahr 2016 auf 23 % im Jahr 2017. Obwohl es auch bei der Fernwärme eine deutliche Einsparung von 128 t CO2 -Äquivalenten gab, stieg der Fernwärme-Anteil auf 30 %. Fernwärme ist nun der Hauptverursacher unserer Treibhausgasemissionen. Durch die Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS 2019 erwarten wir uns weitere Impulse für Einsparungen.

CARBON FOOTPRINT DER BKS BANK

DEKARBONISIERUNGSSTRATEGIE IN AUSARBEITUNG

Im Pariser Klimaschutzabkommen einigte sich die Weltgemeinschaft 2015 auf eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2° Celsius gegenüber vorindustriellen Werten. Von allen Klimaschutzexperten anerkannt wird, dass ohne Dekarbonisierung, sprich einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, die Klimaschutzziele nicht erreicht werden können. Der BKS Bank ist die Bedeutung der Dekarbonisierung im Kampf gegen den Klimawandel bewusst. Daher haben wir uns entschlossen, gemeinsam mit den Experten des World Wide Fund for Nature (WWF) vorerst über drei Jahre hinweg an der Dekarbonisierung zu arbeiten. Die Zusammenarbeit startete im Oktober 2018, gleichzeitig mit dem Beitritt der BKS Bank zur WWF CLIMATE GROUP.

MOBILITÄT UND BAU

Dekarbonisierungspotential bieten in der BKS Bank auch die Mobilität und der Bau. Bei der Anschaffung neuer Dienstfahrzeuge werden nur noch Neuwagen der Emissionsklasse 6, Hybrid- oder E-Fahrzeuge gekauft. 2018 wurden beispielsweise sechs neue Hybridfahrzeuge angeschafft. Positiv zu vermerken ist der seit 2016 deutlich gesunkene Treibstoffverbrauch. Zum Jahresende 2018 waren konzernweit 74 Fahrzeuge im Einsatz, mit denen 2.031 Tsd. Kilometer an Dienstreisen zurückgelegt wurden.

Im Eigentum der BKS Bank stehen 65 Immobilien mit einer Gesamtfläche von 84,7 Tsd. m². Hievon werden 41,7 Tsd. m² für den Bankbetrieb genutzt, 37,0 Tsd. m² werden fremdvermietet. Das Bau- und Gebäudemanagement erfolgt durch die BKS Immobilien-Service GmbH. Bei der Sanierung von Gebäuden ersetzen wir in der Regel veraltete Öl- oder Gasheizungen durch klimafreundliche Varianten. Auch bei Neubauten bemühen wir uns, möglichst umweltschonende Heizungen einzubauen. Bei dem am Gelände der Zentrale im Bau befindlichen BKS Wohnpark wurde beispielsweise eine Grundwasserwärmepumpe installiert. Um weiteres Nachhaltigkeitspotential im Baubereich zu nutzen, wird 2019 erstmals ein Bauprojekt nach ÖGNI zertifiziert.

2017 2018
60 59
68.247 68.495
36.737 37.561
26.673 25.817
92,9 92,5
2,6 2,6

ÜBERBLICK ÜBER DIE IMMOBILIEN IN ÖSTERREICH

ÜBERBLICK ÜBER DIE IMMOBILIEN IN DEN AUSLANDSMÄRKTEN 2018

Slowenien Kroatien
Anzahl Immobilien 4 2
Gesamtfläche Immobilien in m2 14.460 1.724
– hiervon für Bankbetrieb genutzt in m2 2.653 1.499
– hiervon fremdvermietet in m2 11.035 225
Vermietungsgrad in % 94,6 100
Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR 1,4 0,03

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU STRATEGIE UND GOVERNANCE

Indikatoren
2016
Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Nachhaltigkeitsrating durch ISS-oekom (Skala von A+ bis D-) C "Prime" C "Prime" C+ "Prime"
Bewertung der Unternehmensqualität R4E 5* R4E 5* R4E 5*1)
Anzahl Beschwerden konzernweit 403 667 761

1) EFQM Recognised for Excellence 5 Star

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU MITARBEITERN

Indikatoren Indikatoren Indikatoren
2016 2017 2018
Anzahl Mitarbeiter Konzern 1.071 1.099 1.119
Frauenanteil im Vorstand (in %) 33,3 33,3 25,0
Frauenanteil im Aufsichtsrat (in %) 35,7 33,3 35,7
Anteil weiblicher Führungskräfte an der Gesamtzahl
leitender Mitarbeiter (in %) 32,1 32,4 32,4
Durchschnittliche Ausbildungstage pro Mitarbeiter 5,0 4,2 4,2
Fluktuationsrate (in %)1) 5,2 5,2 6,3
Teilnehmer am Jahresprojekt der
betrieblichen Gesundheitsförderung 281 266 379
Krankenstandsquote (in %)2) 2,9 3,1 2,8
Durchschnittliche Elternkarenzdauer in Jahren 1,8 2,3 1,8
Rückkehrrate aus der Elternkarenz in %3) - 92 96
Auszeichnungen für mitarbeiterbezogene Aktivitäten bzw.
Mitgliedschaften in mitarbeiterbezogenen Netzwerken:
– Zertifikat Audit "berufundfamilie"
– Zertifikat "Familienfreundliches Unternehmen" in Slowenien
– MAMFORCE©-Standard in Kroatien
– Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung
– Unternehmen für Familien
– Carinthian International Club
– Charta der Vielfalt

1) Die Fluktuationsrate wurde auf Basis der Austritte berechnet (ohne Pensionierungen sowie ohne Mitarbeiter in der Freizeitphase eines

Altersteilzeitmodells, in Elternkarenz, Bildungskarenz oder Sabbatical).

2 ) Die Krankenstandsquote setzt die Zahl der Arbeitstage, an denen Mitarbeiter krank waren, in prozentuelle Relation zur Gesamtarbeitszeit.

3) Die Rückkehrrate setzt die Gesamtzahl der Angestellten, die nach der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sind, in prozentuelle Relation zu der Gesamtzahl der Angestellten, deren Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Elternzeit vereinbart war.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU GESELLSCHAFT UND SOZIALES

Indikatoren
2016
Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Anzahl der gesponserten Projekte 445 405 505
Sponsoringbeiträge in Tsd. EUR 267 254 294
Teilnehmer an Corporate Volunteering-Projekten 112 108 101
Arbeitsstunden bei Corporate Volunteering-Projekten 312 658 442
Einreichungen TRIGOS Steiermark (2017) bzw. Kärnten (2016, 2018) 25 24 22
Mitgliedschaften in Netzwerken der Verantwortung (Auswahl):
– UN Global Compact
– respACT
– Verantwortung zeigen!
– WWF CLIMATE GROUP
Indikatoren
2016
Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
152.000 152.800 164.400
60 63 63
38,4 58,6 100,3
- - 69,5
18,6 19,7 16,3
- 8,0 11,0
191,6 142,7 165,4
Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Spezialfonds in Mio. EUR
148,0
450,0 611,9
7,9 8,2 8,6
100 100 100

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU PRODUKTEN UND INNOVATION

1) Die Aufstellung umfasst die Volumina von AVM nachhaltig, der emittierten Green Bonds und des Social Bonds, des Öko-Sparbuchs,

Öko-Kredits, Green Loans und Silberkredits. 2018 wurde erstmals auch der Green Leasing-Barwert erfasst.

2) Die Erfassung nachhaltiger Finanzierungen startete Anfang 2018. Der angegebene Wert bezieht sich auf das Neukreditvolumen.

3) Am 01. Jänner 2019 änderte sich die Bezeichnung von AVM nachhaltig in BKS Portfolio-Strategie nachhaltig.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN ZU UMWELT UND KLIMASCHUTZ

Indikatoren
2015
Indikatoren
2016
Indikatoren
2017
Carbon Footprint in t CO2
-Äquivalenten
2.410 2.320 1.275
Carbon Footprint pro Mitarbeiter in t CO2
-Äquivalenten
2,3 2,2 1,2
Stromverbrauch in GWh 3,2 3,6 3,5
Anteil Strom aus erneuerbarer Energie1) (in %) 100 100 100
Fernwärmeverbrauch in GWh 3,0 2,9 2,3
Diesel in 1.000 l 137 124 125
Indikatoren
2016
Indikatoren
2017
Indikatoren
2018
Einsparung gefahrener Kilometer durch Videokonferenzen 256.890 274.440 290.820
Mit der Bahn gefahrene Kilometer 81.258 106.748 128.681
Papierverbrauch in t 45,1 46,3 46,6
Papierverbrauch pro Mitarbeiter in kg 42,1 42,1 41,6
Über AfB wiederverwendete Hardware in Stück 205 661 305

1) Nur im Inland.

AUSBLICK

KONJUNKTURAUSSICHTEN

Die globale Wirtschaft befindet sich immer noch auf einem robusten Wachstumspfad, auch wenn die Wachstumsraten und die Stimmungsindikatoren sich zuletzt abschwächten. Laut Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die globale Wirtschaft 2019 aller Voraussicht nach um 3,5 % wachsen. Der IWF erwartet zum jetzigen Zeitpunkt keine globale Rezession, allerdings ist das Risiko eines stärkeren Rückgangs gestiegen. Als Gefahr wird vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China gesehen. Darüber hinaus gebe es eine Reihe von weiteren Faktoren, die zu negativen Auswirkungen führen könnten, etwa ein ungeregelter Brexit oder eine stärkere Wirtschaftsabschwächung in China.

In den USA ist die Wachstumsdynamik dank der Konsumausgaben der privaten Haushalte weiterhin relativ hoch. Allerdings reicht das Expansionstempo nicht an die Entwicklung im letzten Jahr heran. Die Wachstumsspitze scheint im Vorjahr überschritten worden zu sein. Die Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) haben eine beabsichtigte konjunkturelle Verlangsamung herbeigeführt. Analysten erwarten für 2019 ein Wachstum von 2,5 %. Von Seiten der Inflation drohen derzeit keine Gefahren für ein zu stark steigendes Preisniveau, daher werden für 2019 nur moderate Zinserhöhungen in den USA erwartet.

In China deuten die jüngsten Daten darauf hin, dass die anhaltenden Handelsspannungen mit den USA allmählich eine Belastung darstellen. Die chinesische Zentralbank hat kürzlich eine Senkung ihres Mindestreservesatzes um 1 % angekündigt. Diese Kürzung dürfte nach Einschätzung der chinesischen Zentralbank der Wirtschaft rund 800 Mrd. RMB zuführen. Mit diesem Schritt soll die Nachfrage auf dem Binnenmarkt angekurbelt werden, um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren. Trotz der Handelsbeschränkungen wird für 2019 ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft von circa 6 % erwartet.

EUROPA

In Europa haben sich sowohl die Stimmungsindikatoren als auch die Wachstumsraten in der zweiten Jahreshälfte 2018 eingetrübt. Der europäische Wirtschaftsmotor Deutschland näherte sich zuletzt sogar kurz einer Rezession an. Ähnlich wie in Österreich leidet Deutschland als Exportland an dem Nachlassen der globalen Wirtschaft. Italien befindet sich in einer Rezession, das Bruttoinlandsprodukt war im dritten und vierten Quartal 2018 negativ. Der IWF senkte Anfang 2019 die Wachstumsprognose für die Euro-Zone von vormals 1,9 % auf aktuell 1,3 %. Die Europäische Kommission geht mit dieser Einschätzung konform und korrigierte ihre Prognose ebenfalls von vormals 1,9 % auf nunmehr 1,3 % Wachstum für 2019. Der Grund für die Korrektur liege vor allem in der geringeren Erwartung an Deutschland, Italien und auch Frankreich. Die Prognose sei wegen internationaler Spannungen und einem drohenden, chaotischen Brexit auch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

ÖSTERREICH

Ähnlich wie in den meisten anderen Volkswirtschaften hat auch Österreich 2018 allem Anschein nach den Wachstumsgipfel überschritten. Österreichs Wirtschaftsdynamik zeigt sich zwar weiterhin in einer robusten Verfassung, schwächt sich allerdings langsam ab. Dies ist insofern wenig überraschend, da Österreich traditionell eine exportorientierte Volkswirtschaft ist und sich daher dem globalen Trend einer nachlassenden Wirtschaftsleistung nicht entziehen kann. Für 2019 rechnen Ökonomen mit einem Wachstum von 2,0 %. Getragen wird das Wachstum zurzeit vor allem von der Industrieproduktion. Für 2019 kommt hinzu, dass der Familienbonus den privaten Konsum stärken sollte. Die gute Wirtschaftslage wirkt sich auch positiv auf die Lage am Arbeitsmarkt aus. Für 2019 wird eine Arbeitslosenquote von rund 4,6 % nach Eurostat-Berechnung erwartet.

AKTIENMÄRKTE BLEIBEN SCHWANKUNGSINTENSIV

Der Aktienmarkt hat zuletzt unter der Abschwächung der globalen Konjunkturaussichten und Rezessionsängsten gelitten. Politische Themen wie der ungelöste Brexit sowie zahlreiche negative unternehmensspezifische Nachrichten belasteten zusätzlich. In diesem Umfeld ist der Risikoappetit der Anleger begrenzt. Wegen der Kursrückgänge sind einige Märkte nun aber auch wieder deutlich günstiger bewertet. 2019 dürfte daher ein positives Aktienjahr werden, allerdings muss mit hohen Schwankungen und zwischenzeitlich rückläufigen Kursen gerechnet werden.

Anspruchsvoll bleibt es für Anleihen-Investoren. Investitionen in Euro-Staatsanleihen mit Top-Bonität bleiben wegen des allgemein niedrigen Renditeniveaus wenig attraktiv. Spekulationen, dass auch die Fed die Leitzinsen nicht mehr allzu weit anheben wird, drückten zuletzt auf die Renditen von langlaufenden Staatsanleihen. Sollten sich die Konjunktur- und Inflationsdaten allerdings verbessern, ist mit einem langsamen Anstieg der Staatsanleihen-Renditen zu rechnen. Dies würde sich negativ auf die Kurse dieser Anleihen auswirken. Auch Unternehmensanleihen mit guter Bonität könnten 2019 für Anleger interessant werden. Die Risikoaufschläge dieser Anleihen sind zuletzt gestiegen und bieten nun wieder vergleichsweise ansprechende Renditen.

BANKGESCHÄFT BLEIBT AUCH 2019 HERAUSFORDERND

Für Banken wird es auch im Geschäftsjahr 2019 zu keinen nennenswerten Erleichterungen kommen. Wir bleiben angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen – Niedrigzinsumfeld, Digitalisierung, Regulatorik und Kostendruck – weiterhin wachsam.

Für das kommende Jahr rechnen wir mit einer etwas gedämpfteren Geschäftsentwicklung, vor allem das Kreditwachstum wird geringer ausfallen. Wegen der pessimistischeren Konjunkturaussichten gehen wir davon aus, dass Unternehmer defensiver in ihren Investitionsentscheidungen vorgehen werden. Die entspannte Risikosituation dürfte jedoch noch weiter Bestand haben. Wir werden auch im kommenden Geschäftsjahr konsequent daran arbeiten, Risikofälle abzubauen, um die NPL-Quote weiter zu senken.

Angesichts der großen Unsicherheit, die sich aus dem Brexit und der Konjunkturabkühlung ergibt, scheint eine Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für 2019 immer unwahrscheinlicher. Das anhaltend tiefe Zinsniveau wird die Ertragssituation im zinstragenden Geschäft weiterhin belasten. Um die Abhängigkeit vom Zinsertrag zu schmälern, setzen wir auf den Ausbau der eigenmittelschonenden Geschäftsfelder. Im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr orten wir großes Wachstumspotential. Wie bereits an anderer Stelle vermerkt, werden wir in den nächsten Monaten dieses Geschäftsfeld organisatorisch neu strukturieren und am Markt neu positionieren. Dabei soll vor allem das Produkt- und Serviceangebot erweitert und die Beratung gestärkt werden.

Auch im Wertpapiergeschäft erwarten wir uns ein besseres Ergebnis als 2018. Vor allem am slowenischen Markt rechnen wir mit Ergebnissteigerungen. Parallel zu den Maßnahmen zur Stärkung unserer Ertragskraft üben wir auch weiterhin strikte Kostendisziplin. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, die Cost-Income-Ratio unter der internen Benchmark von 55,0 % zu halten.

Es zeichnet sich ab, dass Großbritannien ungeregelt aus der Europäischen Union ausscheiden wird. Wir haben analysiert, inwieweit wir vom Brexit – ob geregelt oder ungeregelt – betroffen sein könnten. Wir rechnen derzeit weder mit einem großen Anpassungsbedarf in unseren Prozessen noch mit finanziellen Einbußen. Es bestehen kaum Geschäftsverbindungen mit in Großbritannien ansässigen Unternehmen, Privatpersonen oder Kreditinstituten. Auch bei den Zahlungs- und Wertpapierabwicklungssystemen, die die BKS Bank nutzt, sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten.

OPTIMISTISCHER BLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres war erwartungsgemäß. Uns ist bewusst, dass die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie durch Marktturbulenzen, Konjunktureinbußen, aufsichtsrechtliche Änderungen, politische Ereignisse oder Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte. Wir sind dennoch optimistisch, dass wir dank unseres erprobten Geschäftsmodells, der soliden Eigenmittelausstattung und der guten Marktposition weiterhin unseren selbstbestimmten Weg fortsetzen können. Wir werden auch 2019 tatkräftig daran arbeiten, die BKS Bank auf Erfolgskurs zu halten. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das neue Geschäftsjahr an.

Die Arbeiten für die Übernahme der rund 25.000 Depotkunden vom slowenischen Wertpapieranbieter ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. laufen auf Hochtouren, sodass wir die Übernahme planmäßig im März abschließen werden. Darüber hinaus gab es im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer keine weiteren berichtsrelevanten Ereignisse.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Kombinations-Vorhangschloss, 20. Jahrhundert

–ZAHLEN GEBEN SICHERHEIT–

KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS

Inhaltsverzeichnis Notes –146– Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2018 –148– Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 –152– Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung –153– Konzerngeldflussrechnung –154– Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank –155– Organe der Gesellschaft –224– Schlussbemerkungen des Vorstandes –225– Gewinnverteilungsvorschlag –226– Bestätigungsvermerk –227–

INHALTSVERZEICHNIS NOTES

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG –––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 178 –

(1) Zinsüberschuss ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 178 –
(2) Risikovorsorge –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 178 –
(3) Provisionsüberschuss ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 179 –
(4) Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 179 –
(5) Handelsergebnis ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 179 –
(6) Verwaltungsaufwand ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 179 –
(7) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 180 –
(8) Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten –––––––––––––––––––––––––––––––– 180 –
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale (AfS) ––––––––––––––––––––––––––– 180 –
(10) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity (HtM) –––––––––––––––––––––––––– 180 –
(11) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend) –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 181 –
(12) Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten
finanziellen Vermögenswerten –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 181 –
(13) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ––––––––––––––––––––––– 181 –
(14) Steuern vom Einkommen –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 181 –

DETAILS ZUR BILANZ ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 182 –

(15) Barreserve ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 182 –
(16) Forderungen an Kreditinstitute ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 182 –
(17) Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 183 –
(18) Forderungen an Kunden ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 184 –
(19) Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 185 –
(20) Handelsaktiva ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 186 –
(21) Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss –––––––––––––––––––––––––––––– 186 –
(22) Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 186 –
(23) Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 187 –
(24) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ––––––––––––––––––––––––––––– 187 –
(25) Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 188 –
(26) Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere–––––––––––––––––––––––––––––––––––– 188 –
(27) Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 189 –
(28) Immaterielle Vermögenswerte –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 189 –
(29) Sachanlagen –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 189 –
(30) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 189 –
(31) Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 190 –
(32) Sonstige Aktiva ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 191 –
(33) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 191 –
(34) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 191 –
(35) Verbriefte Verbindlichkeiten ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 192 –
(36) Handelspassiva –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 192 –
(37) Rückstellungen –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 192 –
(38) Sonstige Passiva ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 194 –
(39) Nachrangkapital ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 195 –
(40) Konzerneigenkapital –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 196 –
KAPITALMANAGEMENT––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 197 –
(41) Eigenmittel ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 197 –
RISIKOBERICHT––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 198 –
(42) Kreditrisiko ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 198 –
(43) Beteiligungsrisiko –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 207 –
(44) Zinsänderungsrisiko –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 207 –
(45) Aktienkursrisiko ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 208 –
(46) Risiken aus Fremdwährungspositionen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 209 –
(47) Liquiditätsrisiko ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 209 –
(48) Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien –––––––––––––––––––––––––––––––– 210 –
ERGÄNZENDE ANGABEN ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 211 –
(49) Fair Values ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 211 –
(50) Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 214 –
(51) Gewinne/Verluste nach Bewertungskategorien ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 215 –
(52) Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 216 –
(53) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen –––––––––––––––––––––– 217 –
(54) Segmentberichterstattung ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 218 –
(55) Zinslose Aktiva –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 220 –
(56) Gesamtkapitalrentabilität –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 220 –
(57) Nachrangige Vermögenswerte –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 220 –
(58) Fremdwährungsvolumina –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 220 –
(59) Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 220 –
(60) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 220 –
(61) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 221 –
(62) In den Aktivposten enthaltene Sicherheiten für Verbindlichkeiten ––––––––––––––––––––––––––––– 221 –
(63) Angaben zu Vergütungen an den Bankprüfer ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 221 –
(64) Operating Leasing ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 221 –
(65) Derivatives Geschäftsvolumen –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– 222 –

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. EUR
Anhang / Notes
2017 2018 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode 137.538 141.844 3,1
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 16.735 18.303 9,4
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -33.587 -30.454 -9,3
Zinsüberschuss (1) 120.686 129.693 7,5
Risikovorsorge (2) -26.724 -18.293 -31,5
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 93.962 111.400 18,6
Provisionserträge 53.721 59.906 11,5
Provisionsaufwendungen -3.825 -4.439 16,1
Provisionsüberschuss (3) 49.896 55.467 11,2
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen (4) 39.068 44.848 14,8
Handelsergebnis (5) 1.544 280 -81,9
Verwaltungsaufwand (6) -107.754 -114.577 6,3
Sonstige betriebliche Erträge (7) 4.624 6.467 39,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -8.376 -8.992 7,4
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten 4.211 -7.852 >-100
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten (8) 1.300 -2.841 >-100
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale (9) 2.915 n/a -
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity (10) -4 n/a -
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend) (11) n/a -5.125 -
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten FV (12) n/a 179 -
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (13) n/a -65 -
Jahresüberschuss vor Steuern 77.175 87.041 12,8
Steuern vom Einkommen (14) -9.138 -9.621 5,3
Jahresüberschuss 68.038 77.420 13,8
Nicht beherrschende Anteile -3 -3 -2,1
Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 68.035 77.417 13,8

SONSTIGES ERGEBNIS

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Jahresüberschuss 68.038 77.420 13,8
Sonstiges Ergebnis 17.537 -6.883 >-100
Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss 2.405 -5.360 >-100
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 510 -3.444 >-100
± Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 -129 860 >100
± Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
n/a -1.339 -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden n/a 412 -
± Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten
zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden (designiert)
n/a -56 -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko
finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert)
n/a 14 -
± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
2.024 -1.807 >-100
Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss -1.523 >-100
± Währungsumrechnungsdifferenzen 57 16 -71,7
± Available-for-Sale-Rücklage 18.798 n/a -
± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes 19.775 n/a -
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust -977 n/a -
± Latente Steuern auf Posten Available-for-Sale-Rücklage -4.699 n/a -
± Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
n/a -1 -
± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes n/a 75 -
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust n/a -76 -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden n/a 18 -
± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
976 -1.556 >-100
Gesamtergebnis 85.575 70.537 -17,6
Nicht beherrschende Anteile -3 -3 -2,1
Gesamtergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 85.572 70.534 -17,6

GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE

2017 2018
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf (Stamm- und Vorzugsaktien) 38.955.556 41.476.708
Dividende je Aktie in Euro (Stamm- und Vorzugsaktien) 0,23 0,23
Gewinn je Stamm- und Vorzugsaktie in Euro (verwässert und unverwässert) 1,72 1,82

In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren. Für die Ermittlung des Gewinns je Aktie wurde vom Jahresüberschuss die Kuponzahlung 2018 auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen.

QUARTALSÜBERSICHT 2018

in Tsd. EUR Q1/2018 Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018
Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 39.041 42.560 38.606 39.940
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -8.466 -7.422 -7.599 -6.968
Zinsüberschuss 30.575 35.137 31.007 32.973
Risikovorsorge -2.867 -6.208 -5.098 -4.119
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 27.708 28.929 25.909 28.853
Provisionserträge 13.506 15.999 13.906 16.494
Provisionsaufwendungen -1.042 -1.113 -1.130 -1.155
Provisionsüberschuss 12.464 14.886 12.776 15.339
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 7.488 11.329 12.826 13.205
Handelsergebnis -13 -192 913 -429
Verwaltungsaufwand -27.607 -30.353 -27.044 -29.573
Sonstige betriebliche Erträge 1.271 1.844 1.126 2.226
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.075 -1.504 -1.383 -1.030
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten -932 -3.641 1.725 -5.004
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten -203 -2.909 315 -44
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale n/a n/a n/a n/a
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity n/a n/a n/a n/a
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten
sind (verpflichtend) -1.819 561 826 -4.693
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten FV -143 49 501 -228
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten 1.233 -1.341 82 -39
Periodenüberschuss vor Steuern 15.305 21.299 26.849 23.588
Steuern vom Einkommen -1.889 -2.091 -3.663 -1.979
Periodenüberschuss 13.416 19.209 23.186 21.609
Nicht beherrschende Anteile
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen
-1
13.414
-1
19.208
-1
23.185
-
21.609

QUARTALSÜBERSICHT 2017

in Tsd. EUR Q1/2017 Q2/2017 Q3/2017 Q4/2017
Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 37.780 39.766 38.145 38.582
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -8.887 -8.711 -8.619 -7.370
Zinsüberschuss 28.893 31.055 29.526 31.213
Risikovorsorge -8.345 -5.859 -2.885 -9.634
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 20.548 25.196 26.640 21.579
Provisionserträge 13.930 13.640 13.216 12.934
Provisionsaufwendungen -674 -970 -1.163 -1.018
Provisionsüberschuss 13.256 12.670 12.054 11.916
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 8.132 10.499 10.407 10.029
Handelsergebnis 383 591 10 561
Verwaltungsaufwand -26.594 -26.029 -26.670 -28.461
Sonstige betriebliche Erträge 1.952 282 934 1.457
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.837 -995 -2.539 995
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten 1.600 1.015 97 1.499
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten 1.143 154 15 -12
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale 460 861 82 1.511
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity -4 - - -
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten
sind (verpflichtend) n/a n/a n/a n/a
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten FV n/a n/a n/a n/a
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten n/a n/a n/a n/a
Periodenüberschuss vor Steuern 13.440 23.229 20.933 19.574
Steuern vom Einkommen -2.183 -1.358 -2.425 -3.170
Periodenüberschuss 11.256 21.870 18.507 16.404
Nicht beherrschende Anteile -1 - -1 -1

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

AKTIVA

Anhang / ± in %
(15) 476.589 571.963 20,0
(16) 97.711 177.248 81,4
(17) - -322 -
(18) 5.450.150 6.025.858 10,6
(19) -136.992 -107.879 -21,3
(20) 9.837 8.045 -18,2
1.043.134 n/a -
(21) 78.300 n/a -
(22) 182.069 n/a -
(23) 782.765 n/a -
(24) n/a 904.421 -
(25) n/a -258 -
(26) n/a 135.609 -
(27) 520.354 599.668 15,2
(28) 1.638 3.859 >100
(29) 55.174 53.336 -3,3
(30) 30.868 34.530 11,9
(31) 7.873 6.363 -19,2
(32) 23.161 22.497 -2,9
7.579.497 8.434.938 11,3
Notes 31.12.2017 31.12.2018

PASSIVA

in Tsd. EUR Anhang /
Notes
31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (33) 694.986 836.489 20,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (34) 4.956.489 5.467.463 10,3
– hiervon Spareinlagen 1.475.137 1.429.395 -3,1
– hiervon sonstige Verbindlichkeiten 3.481.352 4.038.068 16,0
Verbriefte Verbindlichkeiten (35) 553.952 571.052 3,1
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss 84.688 84.744 0,1
Handelspassiva (36) 14.608 8.362 -42,8
Rückstellungen (37) 123.631 134.485 8,8
Latente Steuerschulden (31) 127 - -
Sonstige Passiva (38) 30.542 26.699 -12,6
Nachrangkapital (39) 158.622 179.667 13,3
Eigenkapital 1.046.540 1.210.721 15,7
– Konzerneigenkapital (40) 1.046.518 1.210.696 15,7
– Nicht beherrschende Anteile 22 25 13,6
Summe der Passiva 7.579.497 8.434.938 11,3

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen1)
Jahres
überschuss
Eigenkapital
instrumente2)
Eigenkapital
79.279 193.032 -168 31.956 638.184 68.035 36.200 1.046.518
-6.635 16.203 9.568
79.279 193.032 -168 68.035 36.200 1.056.086
-8.935 -8.935
liche Eigenkapitalinstrumente -2.333 -2.333
56.768 -56.768 -
77.417 77.417
-167 -3.983 -2.734 -6.883
6.607 48.384 54.991
35.175 35.175
-1.810 -1.810
7.300 7.300
-311 -311
85.886 241.416 -335 21.338 741.475 77.417 43.500 1.210.696
25.321 654.387 zusätzliche
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 12.178
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -3.045

1) In der Zeile Veränderung aus at Equity-Bilanzierung sind 29,9 Mio. EUR enthalten, die auf Grund der Anwendung von IFRS 9 aus den Schwesterbanken resultieren.

2) Die 2015, 2017 und 2018 emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Jahres
überschuss
Eigenkapital
instrumente1)
Eigenkapital
79.279 193.032 -361 17.017 600.220 46.180 23.400 958.767
-8.965 -8.965
liche Eigenkapitalinstrumente -1.463 -1.463
35.752 -35.752 -
68.035 68.035
193 14.939 2.405 17.537
2.525 2.525
-2.699 -2.699
12.800 12.800
-19 -19
79.279 193.032 -168 31.956 638.184 68.035 36.200 1.046.518
zusätzliche
Stand der Available-for-Sale-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 22.918
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -5.729

1) Die 2015 und 2017 emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (40) Konzerneigenkapital.

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in Tsd. EUR 2017 2018
Jahresüberschuss nach Steuern 68.038 77.420
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit
– Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen 26.973 22.393
– Veränderungen der Rückstellungen 11.420 12.732
– Veräußerungsgewinne und -verluste -2.625 -641
– Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen 3.475 3.953
– Gewinn / Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen -39.068 -44.848
– Nettozinsertrag -120.686 -129.693
– Steueraufwand 9.138 9.622
Zwischensumme -43.335 -49.062
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
– Forderungen an Kreditinstitute und Kunden -20.228 -628.120
– Handelsaktiva 3 1.792
– Übrige Aktiva 4.125 -1.412
– Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden -40.207 655.567
– Handelspassiva -3 -6.245
– Rückstellungen und Sonstige Passiva -30.403 -13.966
– Erhaltene Zinsen 151.430 156.612
– Gezahlte Zinsen -35.980 -33.477
– Erhaltene Dividenden 3.906 4.260
– Gezahlte Steuern -9.261 -4.078
Cash Flow aus operativer Tätigkeit -19.953 81.871
Mittelzufluss aus der Veräußerung von:
– Finanziellen Vermögenswerten und Sachanlagen 175.353 81.949
Mittelabfluss durch Investitionen in:
– Finanzielle Vermögenswerte und Sachanlagen -198.545 -162.268
Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen 5.282 5.846
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -17.910 -74.473
Kapitalerhöhung - 54.991
Dividendenzahlungen -8.965 -8.935
Emission zusätzlicher Eigenkapitalbestandteile 12.800 7.300
Kuponzahlung zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente -1.463 -2.333
Mittelzufluss/-abfluss eigene Aktien -2.699 -1.810
Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungstätigkeit 125.127 112.912
Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und sonstiger Finanzierungstätigkeit -153.900 -74.300
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -29.100 87.825
Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres 543.542 476.589
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -19.953 81.871
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -17.910 -74.473
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -29.100 87.825
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelstand 10 151
Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres 476.589 571.963

ERLÄUTERUNGEN (NOTES) ZUM KONZERNABSCHLUSS DER BKS BANK

WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2018 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der "Bank für Kärnten". 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik, in Oberitalien und in Westungarn tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank.

Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 08. März 2019 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.

II. AUSWIRKUNGEN NEUER UND GEÄNDERTER STANDARDS

Die im Geschäftsjahr 2017 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Geschäftsjahr Pflicht war, auch 2018 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.

ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS AB 01.01.2018 In der EU anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am
Standards/Amendments oder nach diesem Stichtag
beginnen
Endorsement
durch die EU
IFRS 2 – Anteilsbasierte Vergütung (Amendment) 01.01.2018 Februar 2018
IFRS 4 – Versicherungsverträge (Amendment) 01.01.2018 November 2017
IFRS 9 – Finanzinstrumente 01.01.2018 November 2016
IFRS 15 – Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (inkl. Amendments an IFRS 15) 01.01.2018 September 2016
IFRS 15 – Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (Klarstellungen) 01.01.2018 Oktober 2017
IAS 40 – Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien (Amendment) 01.01.2018 März 2018
IFRIC Interpretation 22 – Interpretation zur Währungsumrechnung bei Anzahlungen 01.01.2018 März 2018
Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle: IFRS 1 – Erstmalige
Anwendung der International Financial Reporting Standards, IAS 28 Anteile an
assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2018 Februar 2018

IFRS 9: Am 24. Juli 2014 veröffentlichte der IASB die finale Version des IFRS 9, welcher IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzt und erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 01. Jänner 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden ist. Der BKS Bank Konzern wendete die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen des IFRS 9 erstmalig zum 01. Jänner 2018 an.

Die geänderten Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 wirkten sich auf die Bilanz und Erfolgsrechnung, auf die Rechnungslegungs- und Risikomanagementprozesse, die internen Kontrollen und auf die Berichterstattung aus. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2017 wurden – wie von IFRS 9 ermöglicht – nicht angepasst und entsprechen daher den bis zum 31. Dezember 2017 gültigen Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätzen des IAS 39.

Die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des IFRS 9 sind im Abschnitt "Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten" beschrieben.

IFRS 15 sowie die Klarstellung zu IFRS 15: Am 28. Mai 2014 wurde IFRS 15 vom IASB gemeinsam mit dem FASB (Financial Accounting Standards Board) veröffentlicht. Die Klarstellungen zu IFRS 15 wurden im April 2016 veröffentlicht. IFRS 15 regelt die Erfassung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden. Zielsetzung dieses Standards ist es, die Vielzahl der bisher vorhandenen Regelungen zu diesem Thema in einem Standard abzubilden. Dieser Standard ersetzt Fertigungsaufträge (IAS 11), Erträge (IAS 18), Kundenbindungsprogramme (IFRIC 13), Verträge über die Errichtung von Immobilien (IFRIC 15), Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden (IFRIC 18) sowie Umsatzerlöse – Tausch von Werbedienstleistungen (SIC 31).

Die Analyse des BKS Bank Konzerns im Geschäftsjahr 2017 hat gezeigt, dass die Einführung dieses Standards keine Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern hat.

IAS 40: Dieses Amendment regelt, ab und bis wann eine Immobilie, die sich im Bau oder in der Entwicklung befindet, als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" zu klassifizieren ist. Die Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien war bisher noch nicht klar geregelt. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf die Bilanzierung im BKS Bank Konzern.

Aus den restlichen in der Tabelle angeführten Amendments, Interpretations und Improvements ergeben sich keine wesentlichen Änderungen für den BKS Bank Konzern.

2019 ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS

Standards/Amendments In der EU anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder
nach diesem Stichtag beginnen
Endorsement
durch die EU
IFRS 9 – Finanzinstrumente (Amendment) 01.01.2019 März 2018
IFRS 16 – Leasing 01.01.2019 Oktober 2017
IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Amendment) 01.01.2019 Feber 2019
IFRIC Interpretation 23 – Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung 01.01.2019 Oktober 2018

IFRS 16: Das IASB veröffentlichte am 13. Jänner 2016 IFRS 16 Leasing, welcher IAS 17 Leasingverhältnisse ersetzt. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Jänner 2019 beginnen, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist. Der BKS Bank Konzern wendet IFRS 16 erstmalig am 01. Jänner 2019 an.

IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung sowie Anhangsangaben von Leasinggeschäften bei Leasinggeber und Leasingnehmer. Aus der Einführung von IFRS 16 ergeben sich insbesondere für den Leasingnehmer umfangreiche Neuerungen. Die gemäß IAS 17 bestehende Unterscheidung zwischen Finance Lease und Operating Lease entfällt, es gibt mit IFRS 16 nur mehr das "Right-of-Use"-Modell. Dementsprechend hat der Leasingnehmer am Bereitstellungsdatum einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie die dazugehörige Leasingverbindlichkeit mit ihrem Barwert zu erfassen.

Als Erleichterung beinhaltet IFRS 16 jedoch das Wahlrecht, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (Laufzeit < 1 Jahr) sowie bei Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (< 5.000,- EUR) von dieser Ansatzpflicht abzusehen. Die BKS Bank wird beide Ansatzwahlrechte in Anspruch nehmen.

IFRS 16 beinhaltet des Weiteren mehrere Wahlrechte, die nur im Übergangszeitpunkt angewandt werden können. Hinsichtlich des von IFRS 16 gewährten Wahlrechts bezüglich der Definition von Leasingverhältnissen wird im BKS Bank Konzern vom sogenannten Grandfathering für Altverträge Gebrauch gemacht. Dies bedeutet, dass die in der Vergangenheit vorgenommene Einschätzung für Altverträge nach IAS 17 beibehalten wird. Im BKS Bank Konzern handelt es sich bei den zu aktivierenden Nutzungsrechten überwiegend um Nutzungsrechte aus Mietverträgen für Immobilien. Für Mobilien ist die Anzahl der zu aktivierenden Nutzungsrechte äußerst gering. Die Anwendung der neuen Leasingdefinition gemäß IFRS 16 erfolgt somit nur auf Neuverträge, die nach dem Erstanwendungszeitpunkt abgeschlossen werden.

Im Übergangszeitpunkt besteht für den Leasingnehmer auch ein Wahlrecht, welche Methode für den Übergang auf IFRS 16 gewählt wird. IFRS 16 unterscheidet zwischen der retrospektiven Methode und der modifizierten retrospektiven Methode. Während bei der ersten Methode eine volle rückwirkende Anwendung auf alle in Übereinstimmung mit IAS 8 dargestellten früheren Berichtsperioden gefordert ist, verlangt die zweite Methode eine rückwirkende Anwendung zum Erstanwendungszeitpunkt mit Erfassung der Umstellungseffekte im Eigenkapital-Eröffnungswert. Eine Anpassung der Vergleichswerte erfolgt somit nicht. Im BKS Bank Konzern kommt als Übergangsmethode die modifizierte retrospektive Methode zum Einsatz. Im Zusammenhang mit dieser Methode besteht auch ein Wahlrecht hinsichtlich der Bewertung des anzusetzenden Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. Entweder erfolgt der Ansatz zum Buchwert, d. h. so als ob IFRS 16 seit Beginn des Leasingverhältnisses angewandt worden wäre, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung oder der Ansatz erfolgt in Höhe der Leasingverbindlichkeit korrigiert um vorausbezahlte oder abgegrenzte Leasingraten. Die BKS Bank hat sich entschieden, zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 die Nutzungsrechte in gleicher Höhe zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Somit ergeben sich keine Umstellungseffekte im Eigenkapital zum Erstanwendungszeitpunkt.

Ferner gewährt IFRS 16 das Wahlrecht, einen einheitlichen Zinssatz für ähnliche Leasingportfolien zu verwenden, sowie die Möglichkeit, eine Klassifikation als kurzfristiger Leasingvertrag anhand der Restlaufzeit im Übergangszeitpunkt vorzunehmen. Von beiden Wahlrechten macht die BKS Bank Gebrauch. Die sonstigen von IFRS 16 gewährten Wahlrechte im Übergangszeitpunkt sind für den BKS Bank Konzern nicht von Bedeutung.

Die BKS Bank hat im Geschäftsjahr 2018 sämtliche unter IAS 17 bestehenden Miet- und Leasingverträge hinsichtlich der Auswirkungen von IFRS 16 überprüft. Zum 01.01.2019 ergibt sich aus diesen Verträgen ein zu aktivierendes Nutzungsrecht in Höhe von 27,5 Mio. EUR und eine Leasingverbindlichkeit in Höhe von 27,4 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir Abschreibungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR und Zinsaufwendungen von 0,2 Mio. EUR anstelle des bisher im Sachaufwand ausgewiesenen Miet- und Leasingaufwandes. Somit wird erwartet, dass im Geschäftsjahr 2019 der Jahresüberschuss durch die Anwendung von IFRS 16 mit rund -0,2 Mio. EUR beeinflusst wird.

Unter Berücksichtigung des zu aktivierenden Nutzungsrechts in Höhe von 27,5 Mio. EUR erhöht sich der Total risk exposure amount von 5.283,1 Mio. EUR auf 5.310,6 Mio. EUR. Dementsprechend verringert sich die Gesamtkapitalquote von 14,8% auf 14,7%.

Für die Bilanzierung eines Leasingverhältnisses beim Leasinggeber bleiben die bisher in IAS 17 enthaltenen Regelungen bestehen und finden sich nunmehr in IFRS 16. Daher erwartet sich die BKS Bank keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss, sondern lediglich erweiterte Anhangsangaben im Geschäftsbericht 2019.

Aus den restlichen angeführten Amendments und Interpretations ergeben sich keine wesentlichen Änderungen für den BKS Bank Konzern.

Standards/Amendments In der EU anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder
nach diesem Stichtag beginnen
Endorsement
durch die EU
IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse (Amendment) 01.01.2020* Ausständig
IFRS 17 – Versicherungsverträge 01.01.2021* Ausständig
IAS 1 – Darstellung des Abschlusses und IAS 8 – Rechnungslegungsmethoden,
Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern (Amendment) 01.01.2020* Ausständig
IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer (Amendment) 01.01.2019* Ausständig
Annual Improvements to IFRS Standards 2015-2017 Cycle 01.01.2019* Ausständig
Anpassungen der Querverweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards (Amendment) 01.01.2020* Ausständig

AB DEM 01.01.2020 ODER ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS

* vorausgesetzt EU-Endorsement findet statt

Aus den oben angeführten Standards und Amendments sind keine wesentlichen Änderungen für den BKS Bank Konzern zu erwarten.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen (11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden all jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 "Konzernabschlüsse" unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist.

Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeiter berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode.

Im Vergleich zum Vorjahr sind drei vollkonsolidierte Unternehmen sowie ein at Equity bilanziertes Unternehmen aus dem Konsolidierungskreis mit 31. Dezember 2018 aufgrund von Unwesentlichkeit ausgeschieden. Das Ergebnis aus der Entkonsolidierung dieser Gesellschaften hat keinen Effekt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises

Folgende Gesellschaften erfüllen das Control-Konzept nach IFRS 10. Die BKS Bank AG als Mutter verfügt über eine Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann. Somit werden neben der BKS Bank AG folgende nachstehende Unternehmen vollkonsolidiert:

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Kapitalanteil
indirekt
Datum des
Abschlusses
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. Klagenfurt 99,75% 0,25% 31.12.2018
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana 100,00% - 31.12.2018
BKS-leasing Croatia d.o.o. Zagreb 100,00% - 31.12.2018
BKS-Leasing s.r.o. Bratislava 100,00% - 31.12.2018
IEV Immobilien GmbH Klagenfurt 100,00% - 31.12.2018
Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG Klagenfurt 100,00% - 31.12.2018
BKS 2000 - Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH Klagenfurt 100,00% 31.12.2018
BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH Klagenfurt - 100,00% 31.12.2018
BKS Hybrid beta GmbH Klagenfurt 100,00% - 31.12.2018
BKS Immobilien-Service GmbH Klagenfurt 100,00% - 31.12.2018
BKS Service GmbH Klagenfurt 100,00% - 31.12.2018

At Equity bilanzierte Gesellschaften

Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:

AT EQUITY BILANZIERTE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil direkt Datum des Abschlusses
Oberbank AG Linz 14,2% 30.09.2018
BTV AG Innsbruck 13,6% 30.09.2018

Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 15,2% bzw. 14,7% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,2% bzw. 13,6% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und BTV AG sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für den Konzernabschluss der BKS Bank der letzte vorliegende Quartalsabschluss dieser Institute herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

QUOTAL KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil direkt Datum des Abschlusses
ALGAR Linz 25,0% 31.12.2018

Sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften

Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20% hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

SONSTIGE, NICHT IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil direkt Kapitalanteil indirekt Datum des Abschlusses
3 Banken IT GmbH Linz 30,0% - 31.12.2018
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,0% - 31.12.2018
E 2000 Liegenschaftsverwaltungs GmbH Klagenfurt 99,0% 1,0% 31.12.2018
PEKRA Holding GmbH Klagenfurt 100,0% - 31.12.2018
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. Innsbruck 30,0% - 31.12.2018
BKS Hybrid alpha GmbH Klagenfurt 100,0% - 31.12.2018
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,0% - 31.12.2018
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. Wien - 100,0% 31.12.2018
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH Linz 20,0% - 31.12.2018

Ergebnisse ausländischer Tochtergesellschaften und Filialen

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Jahresergebnis
vor Steuern
Steuern vom
Einkommen
Jahresergebnis
nach Steuern
11.236 15.067 114,1 4.592 16 4.608
9.154 10.424 59,5 3.787 -305 3.482
1.888 2.181 25,8 -170 - -170
3.905 4.418 19,2 2.197 -439 1.757
2.137 2.276 13,3 958 -173 784
1.139 1.223 12,8 111 25 136

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 31. DEZEMBER 2017

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Jahresergebnis
vor Steuern
Steuern vom
Einkommen
Jahresergebnis
nach Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 10.748 13.542 100,8 3.586 -683 2.903
Filiale Kroatien (Bankfiliale) 7.386 8.677 58,5 2.603 -325 2.278
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 1.449 1.757 25,0 -1.929 - -1.929
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 2.427 2.774 14,9 1.231 -152 1.079
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.357 1.424 11,3 749 -139 610
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 744 1.289 8,8 -28 -27 -55

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN BILANZPOSTEN

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Finanzinstrumente gemäß IFRS 9

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten: – zu fortgeführten Anschaffungskosten – erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, in welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium).

Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile ("Covenants") enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest). Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests. Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums. Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (>10%), gilt das geforderte SPPI-Kriterium als nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsekurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die Barwertmethode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuV-neutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.

Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen ("Fair Value-OCI-Option"). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig. In der BKS Bank werden diese den Gewinnrücklagen zugeführt.

Finanzinstrumente bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden diese in der Position Handelsaktiva/Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt, der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen.

Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden. In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:

AKTIVA

fortgeführte
Fair Value Anschaffungskosten Sonstige Kategorie
Barreserve Nominale nicht zuordenbar
Forderungen an Kreditinstitute - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Forderungen an Kunden - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
- FV PL verpflichtend
Handelsaktiva - FV PL verpflichtend
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV OCI verpflichtend (mit Recycling)
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
FV PL verpflichtend
Anteilsrechte und andere nicht
verzinsliche Wertpapiere
- FV OCI designiert (ohne Recycling)
- FV PL verpflichtend

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

– zu fortgeführten Anschaffungskosten

– erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören der Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Die Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten wird im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.

PASSIVA

fortgeführte
Fair Value Anschaffungskosten Sonstige Kategorie
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbriefte Verbindlichkeiten - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
Handelspassiva - Held-for-Trading
Nachrangkapital - zu fortgeführten Anschaffungskosten

Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9

Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht.

Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.

  • Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
  • Stufe 2: Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines Lifetime Expected Credit Loss (ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments entspricht.
  • Stufe 3: Für Finanzinstrumente der Stufe 3 wird für signifikante Forderungen die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien (Basis bildet die nicht durch Sicherheiten gedeckte Risikoposition) ermittelt.

Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eintritt. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (30-Tage-Überfälligkeit, Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko schätzen wir bei den Ratingeinstufungen im Investmentgrade von AA bis 1b ein.

Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn das Finanzinstrument eine beeinträchtigte Bonität (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c) aufweist (credit impaired). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.

STAGEZUORDNUNG KRITERIEN

Kriterium Stage
Non-performing Loans 3
Erstmalige Erfassung des Vertrages 1
30 Tage überfällig 2
90 Tage überfällig 3
Fremdwährungskredit 2
Rating entspricht Investmentgrade 1
Kein Initial Risk Rating feststellbar 2
Kein aktuelles Rating 2
Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um bzw. mehr als 3 Ratingstufen 2
Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um bzw. mehr als 2 Ratingstufen 2
Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um bzw.
mehr als 1 Ratingstufe 2

Finanzinstrumente, die sich zum jeweiligen Bilanzstichtag in Stage 2 befinden und keinen Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Zugang mehr aufweisen, können wieder in Stage 1 zurücktransferiert werden.

Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Informationen.

Parameter im ECL-Modell Erklärung
Exposure at Default (EAD) Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der
zukünftigen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige
Geschäfte wie Haftungen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden
werden unter Berücksichtigung eines CCFs in einen EAD umgerechnet.
Probability of Default (PD) Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer
Schätzverfahren ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der
Ermittlung der zukünftigen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die
Einschätzung über die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in
Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in die PD mit ein. Es werden für jedes
Segment spezifische Migrationsmatrizen im ECL-Modell unterlegt.
Forward-looking Information (FLI) Die Forward-looking Informationen fließen über den jeweiligen makroöko
nomischen Ausblick gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank unter
Anwendung eines linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte
Ausfallswahrscheinlichkeit mit ein. Es werden für jedes Segment spezifische
Verlustquoten herangezogen.
Loss given Default (LGD) Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kredit
ausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs,
welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben
ist. Die LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt und folgt
wie die Ausfallswahrscheinlichkeit dem Life-Time-Konzept.
Diskontsatz (D) Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes.

WESENTLICHE PARAMETER DES ECL-MODELLS FÜR STAGE 1 UND STAGE 2

Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen:

$$ECL = \sum_{\iota=1}^{r} ECL_{\iota} = \sum_{\iota=1}^{r} mPDD_{\iota}^{\rho\upsilon} \cdot LGD_{\iota} \cdot EAD_{\iota} \cdot D_{\iota}$$

Die Besicherung und der potentielle Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt.

Der Expected Credit Loss wird auf Basis mehrerer Szenarien berechnet. Die BKS Bank wendet drei Szenarien an. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case noch einen Worst-Case oder einen Mostlikely-Case darstellt.

Bei der Berechnung des Expected Credit Losses (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: GDP (Bruttoinlandsprodukt), Inflationsrate, Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzsaldo und Zinsrate.

Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PD je Segment separat berechnet. Die Segmentierung der Portfolien erfolgt in Privatkunden, Firmenkunden, Banken und Staaten.

Während der Berichtsperiode wurden keine Änderungen von Schätzverfahren oder von signifikanten Annahmen vorgenommen.

Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Ausweis der gebildeten Risikovorsorgen erfolgt offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto). Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte wird die bonitätsbedingte Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst. Die für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildete Risikovorsorge wird unter den Rückstellungen ausgewiesen.

Abschreibungspolitik

Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von als uneinbringlich geltenden Forderungsbeträgen sind deren Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung aller mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Grundsätzlich werden keine finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, die einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Eine Forderungsausbuchung wird dann vorgenommen,

  • wenn eine Forderung auf Basis eines Exekutionstitels zwei Jahre erfolglos betrieben wurde,
  • mindestens zwei Mal erfolglos exekutiert wurde,
  • mit Geldeingängen auf die Restforderung nicht mehr zu rechnen ist oder
  • die Beschaffung eines Titels nicht mehr möglich ist.

Alle ausgebuchten Forderungen, die nicht mit einer Liberierung von der Restschuld verbunden sind, werden an Dritte (z. B. Inkassobüro) zur Eintreibung der Forderung übergeben.

Vertragsmodifikation

In der BKS Bank kann es im Kreditgeschäft zu Vertragsanpassungen bei bestehenden Finanzierungen kommen. Dies geschieht einerseits aufgrund sich ändernder Marktgegebenheiten oder andererseits aufgrund von bestehenden Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers. Dabei wird zwischen einer signifikanten und einer nicht signifikanten Vertragsänderung unterschieden. In der BKS Bank kommt es u. a. im Falle eines Produktwechsels, eines Inhaberwechsels, eines Währungswechsels, einer Aufstockung oder Prolongation zu einer wesentlichen Vertragsmodifikation. Diese führt zu einer Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts vor Vertragsanpassung und einer Einbuchung des modifizierten finanziellen Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt. Die sich daraus ergebende Differenz wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ergebnis aus der Ausbuchung ausgewiesen. Ist die Vertragsanpassung jedoch nicht wesentlich, d. h. es kommt zu keiner Ein- bzw. Ausbuchung, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bruttobuchwert vor Vertragsanpassung und dem Bruttobuchwert nach Vertragsanpassung als Änderungsgewinn/-verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die für die Vorjahreszahlen zur Anwendung kommenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß IAS 39 werden im Folgenden beschrieben:

Finanzinstrumente gemäß IAS 39

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Die Erstbewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Die Folgebewertung erfolgt anhand der Regelungen des IAS 39 und der Zuordnung in folgende Kategorien:

– Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten sind, unterteilt nach

  • Handelsaktiva bzw. Handelspassiva, das sind Finanzinstrumente, die zum Handel bestimmt sind (Held-for-Trading), inklusive aller Derivate mit Ausnahme jener, die in einer ökonomischen Sicherungsbeziehung zu anderen Instrumenten stehen
  • Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss, das sind Finanzinstrumente, die zum Fair Value designiert wurden (Fair Value-Option)
  • Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale, das sind zur Veräußerung bestimmte Finanzinstrumente
  • Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity, das sind bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte
  • Forderungen und Kredite
  • Finanzielle Verbindlichkeiten (Other liabilities)

Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Die finanziellen Vermögenswerte werden zu jedem Stichtag daraufhin untersucht, ob es objektive Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Solche objektiven Hinweise sind beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten der Schuldner, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, Zugeständnisse der BKS Bank AG oder der einbezogenen Tochterunternehmen an die Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers, die ansonsten nicht gewährt werden würden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Einteilung und Bewertung der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 und IFRS 7 wird in der BKS Bank wie folgt vorgenommen:

Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss

Ausgewählte Positionen werden unter Nutzung der Fair Value-Option in der Position at Fair Value through Profit or Loss in der Aktiva bzw. Passiva zusammengefasst. Die Zuordnung erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus Finanzinstrumenten (FI) at Fair Value through Profit or Loss in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale

Zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available-for-Sale) bilden eine abgegrenzte Kategorie von Finanzinstrumenten. Sie bilden die Residualgröße, wenn finanzielle Vermögenswerte nicht nach Held-to-Maturity, nach Fair Value through Profit or Loss oder als Forderungen und Kredite bilanziert werden. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsekurs herangezogen. Ist ein solcher nicht verfügbar, wird bei Zinsprodukten die Barwertmethode angewendet. Für Eigenkapitalinstrumente werden verschiedene Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet (Discounted-Cash-Flow-Methode, Multiplikatormethode, Net-Asset-Value-Methode). Die aus der Bewertung resultierenden Marktwertschwankungen werden erfolgsneutral in der AfS-Rücklage ausgewiesen. Kommt es zu einer Veräußerung der betreffenden Wertpapiere, wird der entsprechende Teil der AfS-Rücklage erfolgswirksam erfasst. Bei Vorliegen von Wertminderungsgründen, z. B. in Form von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners oder im Falle einer messbaren Verringerung der erwarteten Cash Flows, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Bei Wegfall des Wertminderungsgrundes erfolgt eine Zuschreibung, und zwar bei Eigenkapitalinstrumenten über die AfS-Rücklage im Eigenkapital und bei Schuldinstrumenten über die Gewinn- und Verlustrechnung. Anteile an Unternehmen, auf die die Bestimmungen des IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28 nicht anwendbar sind, gehören zum AfS-Bestand. Beteiligungen werden, sofern kein Marktwert vorhanden ist bzw. nicht zielführend ermittelt werden kann, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity

In dieser Position weisen wir Finanzinvestitionen aus, die bis zur Endfälligkeit (Held-to-Maturity) zu halten sind. Ein Agio bzw. Disagio wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt. Wertminderungen im Sinne eines Impairments werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten

Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie entspricht bei der BKS Bank den Positionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen werden als Risikovorsorge erfasst. Sofern Agien oder Disagien bestehen, werden diese über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Risikovorsorge

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, die für wesentliche Engagements auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet werden, durch Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.64 Rechnung getragen. Letztere erfassen Verluste, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Für Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden Rückstellungen gemäß IAS 37 gebildet. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto) ausgewiesen. Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von als uneinbringlich geltenden Forderungsbeträgen sind deren vollständige Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung aller mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten.

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity bilanziert. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und BTV AG at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise ("triggering events") für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen (beeidete Gutachter) ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 2,5%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden und sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebsund Geschäftsausstattung beinhalten. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

  • Unbewegliche Anlagegüter 1,5% bis 2,5% (d. h. 66,7 bis 40 Jahre)
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% bis 20% (d. h. 10 bis 5 Jahre)

Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus dem im Geschäftsjahr 2018 erworbenen Kundenstock der slowenischen Gesellschaft Gorenjska borznoposredniška družba d.d. und aus Software zusammen. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25% (d. h. vier Jahre), bei dem erworbenen Kundenstock wird nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10% (d. h. 10 Jahre) herangezogen.

Leasing

Das im Konzern befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IAS 17) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet. Zum 31. Dezember 2000 wurden die Pensionsanwartschaften aller aktiven Mitarbeiter an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG übertragen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Bewertungsrücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015, 2017 und 2018 wurde je eine Additional Tier 1-Anleihe begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem "angemessenen Aufwandsposten" auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen. Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).

Provisionsüberschuss

Als Provisionsüberschuss werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen. Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten

In dieser Position werden Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen werden ebenfalls dieser Position zugerechnet.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Für die Bilanzierung nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Die BKS Bank ist in den Märkten Österreich, Kroatien,

Slowenien, Oberitalien, Westungarn und Slowakische Republik mit Niederlassungen und Repräsentanzen vertreten. In einzelnen Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:

Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge

Bei den finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, wird zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme. Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen beinhalten wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildeten Vorsorgen für Portfoliowertberichtigungen für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes und Verlustquote und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten.

Sensitivitätsszenario Erläuterung in Tsd. EUR
Stageing:
negatives Szenario
Finanzinstrumente der Bonitätsstufe "Investmentgrade" wandern von Stage
1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel aus der 12-Monatsbetrachtung hin
zum Life-Time-Konzept.
-21.582
Stageing:
positives Szenario
Finanzinstrumente, die aufgrund einer historischen Bonitätsverschlechterung
in Stage 2 eingestuft wurden, wandern von Stage 2 in Stage 1. Das ent
spricht dem Wechsel aus dem Life-Time-Konzept hin zum 12-Months
Expected Credit Loss.
5.821
Makroökonomische
Einschätzung:
negatives Szenario
Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um
5% höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5% geringer.
-1.728
Makroökonomische
Einschätzung:
positives Szenario
Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario
wird um 5% höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5% geringer.
1.728
Makroökonomische
Einschätzung:
negatives Szenario
Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um
5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer.
-1.344
Makroökonomische
Einschätzung:
positives Szenario
Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen
Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario
wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer.
384
Ausfallswahrscheinlichkeit:
negatives Szenario
Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den
Faktor 1,1.
-5.122
Ausfallswahrscheinlichkeit:
positives Szenario
Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix sinkt um den
Divisor 1,1.
2.117

SENSITIVITÄTSANALYSE

Ermittlung des Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden.

Gemäß IFRS 13 werden die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:

  • Level 1: Liegt ein aktiver Markt vor, so kann der Fair Value am besten durch notierte Preise am Hauptmarkt bzw. dem vorteilhaftesten Markt – sofern es keinen Hauptmarkt gibt – ermittelt werden.
  • Level 2: Liegt keine Börsennotierung für ein Finanzinstrument vor, so wird der Fair Value über die am Markt verfügbaren Inputfaktoren ermittelt. In der BKS Bank werden hauptsächlich Zinskurven und Wechselkurse als Inputfaktoren herangezogen.
  • Level 3: Bei Finanzinstrumenten dieser Kategorie liegen keine Inputfaktoren vor, die mittelbar oder unmittelbar beobachtbar sind. Hier werden je nach Finanzinstrument geeignete allgemein anerkannte Bewertungsverfahren herangezogen.

Umgliederungen erfolgen grundsätzlich zum Ende einer Berichtsperiode.

Ausübung der Fair Value-Option

Über die Ausübung der Fair Value-Option, das heißt die Designierung eines Finanzinstrumentes zum Fair Value, wird im APM-Komitee entschieden.

Rückstellungen für Sozialkapital

Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 37 zu entnehmen.

Sonstige Rückstellungen

Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.

DETAILS ZUR KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve.

Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER UNTER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT AUSGEWIESENEN FINANZVERBINDLICHKEITEN 2018

Nicht zahlungswirksame
Zinsabgrenzung und
Konzernbilanz 01.01. Mittelabfluss Mittelzufluss sonstige Veränderungen Konzernbilanz 31.12.
Nachrangige Verbindlichkeiten 158.622 -20.000 40.855 190 179.667

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER UNTER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT AUSGEWIESENEN FINANZVERBINDLICHKEITEN 2017

Nicht zahlungswirksame
Zinsabgrenzung und
Konzernbilanz 01.01. Mittelabfluss Mittelzufluss sonstige Veränderungen Konzernbilanz 31.12.
Nachrangige Verbindlichkeiten 198.585 -48.600 9.651 -1.014 158.622

ERLÄUTERUNGEN ZUR ERSTANWENDUNG IFRS 9

In der folgenden Tabelle erfolgt eine Gegenüberstellung der Bewertungskategorien und Buchwerte gemäß IAS 39 mit den gemäß IFRS 9 ermittelten Bewertungskategorien und Buchwerten zum 01. Jänner 2018.

GEGENÜBERSTELLUNG DER BEWERTUNGSKATEGORIEN UND BUCHWERTE GEMÄSS IAS 39 UND IFRS 9 PER 01. JÄNNER 2018

Aktiva
in Mio. EUR
IAS 39
Bewertungskategorie
Buchwert IFRS 9
Bewertungskategorie
Buchwert
Barreserve Nominale 476,6 Nominale 476,6
Forderungen
an Kreditinstitute
Fortgeführte Anschaffungskosten
(Forderungen und Kredite)
97,7 Fortgeführte
Anschaffungskosten
97,7
Forderungen
an Kunden
Fortgeführte Anschaffungskosten
(Forderungen und Kredite)
5.450,2 Fortgeführte
Anschaffungskosten
5.402,2
- Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert (FV PL)
48,1
FV through Profit or
Loss designated
(Fair Value-Option)
55,8 FV through Profit or Loss
designated
(Fair Value-Option)
55,8
Handelsaktiva Held-for-Trading 0,0 Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert (FV PL)
0,0
Schuldverschreibungen
und sonstige verzins
liche Wertpapiere
Fortgeführte Anschaffungskosten
(Held-to-Maturity)
782,8 Fortgeführte
Anschaffungskosten
782,8
FV through Profit or
Loss designated
(Fair Value-Option)
22,5 FV through Profit or Loss
designated
(Fair Value-Option)
22,4
- Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert (FV PL)
0,1
Available-for-Sale 56,8 Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis
(FV OCI)
56,8
Anteilsrechte und
andere nicht verzins
liche Wertpapiere
Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis -
Available-for-Sale 125,3 EK-Instrumente (FV OCI)
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert -
FK-Instrumente (FV PL)
83,1
42,2

ÜBERLEITUNG DER BUCHWERTE GEMÄSS IAS 39 AUF IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018 ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Aktiva Buchwert
gemäß IAS 39
Buchwert
gemäß IFRS 9
in Mio. EUR zum 31.12.2017 Umgliederungen Umwertungen zum 01.01.2018
Barreserve
Eröffnungswert gemäß IAS 39 476,6
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 476,6
Forderungen an Kreditinstitute
Eröffnungswert gemäß IAS 39 97,7
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 97,7
Forderungen an Kunden
Eröffnungswert gemäß IAS 39 5.450,2
– Umgliederung: zu Fair Value through P&L (FV PL) -48,0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 5.402,2
Schuldverschreibungen: zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von Held-to-Maturity 782,8
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 782,8
Schuldverschreibungen: Held-to-Maturity
Eröffnungswert gemäß IAS 39 782,8
– Umgliederung: zu fortgeführten Anschaffungskosten -782,8
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -
Risikovorsorge zur Forderungen
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -137,0
– Forderungen KI: Umwertung ECL-Risikovorsorge -0,2
– Forderungen KU: Umwertung ECL-Risikovorsorge -22,5
– Schuldverschreibungen: Umwertung ECL-Risikovorsorge
(aus HtM-Umgliederung) -0,5
– Forderungen: Auflösung IBNR1) 36,9
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -123,2
Summe finanzieller Vermögenswerte bewertet
zu fortgeführten Anschaffungskosten 6.670,2 -48,0 13,8 6.636,1

1) Die Auflösung der IBNR beinhaltet in der Spalte "Umwertungen" auch die Auflösung der IBNR für Kundenforderungen, die in die Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) umgegliedert wurden.

Buchwert Buchwert
Aktiva
in Mio. EUR
gemäß IAS 39
zum 31.12.2017
Umgliederungen Umwertungen gemäß IFRS 9
zum 01.01.2018
Handelsaktiva
Eröffnungswert gemäß IAS 39 0,0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 0,0
Schuldverschreibungen: Fair Value through Profit or Loss
(designiert)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 22,5
– Umgliederung: zu Fair Value through Profit or Loss
(verpflichtend) -0,1
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 22,4
Schuldverschreibungen: Fair Value through Profit or
Loss (verpflichtend)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von Fair Value through Profit or Loss
(designiert) 0,1
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 0,1
Kredite: Fair Value through Profit or Loss (designiert)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 55,8
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 55,8
Kredite: Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von fortgeführten Anschaffungskosten 48,0
– Umwertung: von fortgeführten Anschaffungskosten zu FV 0,2
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 48,1
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere:
Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von FV - Available-for-Sale 42,2
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 42,2
Summe finanzieller Vermögenswerte erfolgs
wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 78,3 90,2 0,2 168,7

ÜBERLEITUNG DER BUCHWERTE GEMÄSS IAS 39 AUF IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018 FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS (FV PL)

ÜBERLEITUNG DER BUCHWERTE GEMÄSS IAS 39 AUF IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018 FAIR VALUE THROUGH OTHER COMPREHENSIVE INCOME (FV OCI)

Aktiva
in Mio. EUR
Buchwert
gemäß IAS 39
zum 31.12.2017
Umgliederungen Umwertungen Buchwert
gemäß IFRS 9
zum 01.01.2018
Schuldverschreibungen - FV OCI (mit Recycling)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von FV - Available-for-Sale 56,8
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 56,8
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche
Wertpapiere - FV OCI (ohne Recycling)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von FV - Available-for-Sale 83,1
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 83,1
Schuldverschreibungen - Available-for-Sale
Eröffnungswert gemäß IAS 39 56,8
– Umgliederung: zu FV OCI -56,8
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche
Wertpapiere - Available-for-Sale
Eröffnungswert gemäß IAS 39 125,3
– Umgliederung: zu FV OCI -83,1
– Umgliederung: zu FV PL -42,2
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -
Summe finanzieller Vermögenswerte erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet 182,1 -42,2 - 139,9

Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 am 01.01.2018 hatte folgende Auswirkungen auf die finanziellen Vermögenswerte in der BKS Bank: Kredite in Höhe von 47,9 Mio. EUR, die gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, wurden aufgrund der Anwendung von IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL) kategorisiert. Diese finanziellen Vermögenswerte erfüllen das von IFRS 9 geforderte SPPI-Kriterium für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nicht. Der Fair Value zum Erstanwendungszeitpunkt beträgt 48,1 Mio. EUR, der Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurde erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen als Anpassung des Eigenkapital-Eröffnungswertes ausgewiesen.

Der gesamte Bestand an finanziellen Vermögenswerten, die nach IAS 39 als "Held-to-Maturity" klassifiziert waren, wurde dem Geschäftsmodell "halten und vereinnahmen" zugeordnet. Da diese finanziellen Vermögenswerte das SPPI-Kriterium erfüllen, werden diese auch unter IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Für den überwiegenden Teil der gemäß IAS 39 als Available-for-Sale ausgewiesenen Finanzinstrumente erfolgt im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI), da für diese Eigenkapitalinstrumente die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Das Investmentfondsvermögen wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL) bewertet.

Eine Schuldverschreibung mit einem Buchwert von 80 Tsd. EUR, für welche im Anwendungsbereich von IAS 39 die Fair Value-Option ausgeübt wurde, wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL) kategorisiert. Da das von IFRS 9 geforderte SPPI-Kriterium für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nicht erfüllt ist, ist somit die Ausübung einer Fair Value-Option nicht mehr möglich.

Die Überleitung vom Endbetrag der Risikovorsorgen zum 31. Dezember 2017 gemäß IAS 39 auf die Eröffnungswerte zum 01. Jänner 2018 gemäß IFRS 9 wird in folgender Tabelle dargestellt:

ZUM 01. JÄNNER 2018
Aktiva Risikovorsorge gemäß IAS 39 /
Rückstellung gemäß IAS 37
Risikovorsorge
gemäß IFRS 9
in Mio. EUR zum 31.12.2017 Umgliederungen Umwertungen zum 01.01.2018
Kredite und Forderungen (IAS 39) / zu fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Forderungen an Kreditinstitute -
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 0,2
Forderungen an Kunden 137,0
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 22,5
– Auflösung IBNR -36,9
Gesamt 137,0 - -14,3 122,7
Held-to-Maturity (IAS 39) / zu fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Schuldverschreibungen -
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 0,5
Gesamt - - 0,5 0,5
Available-for-Sale (IAS 39) / FV OCI (IFRS 9)
Schuldverschreibungen -
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 0,0
Gesamt - - 0,0 0,0
Kreditzusagen und Finanzgarantien - 1,3 1,3
Gesamt 137,0 - -12,5 124,5

ÜBERLEITUNG DER RISIKOVORSORGEN GEMÄSS IAS 39 AUF DIE ERÖFFNUNGSWERTE NACH IFRS 9

Die Auswirkung auf das Konzerneigenkapital aus der Erstanwendung von IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:

DARSTELLUNG DES ERSTANWENDUNGSEFFEKTS AUF DAS EIGENKAPITAL

in Mio. EUR Buchwert
Bewertungsrücklage
Buchwert gemäß IAS 39 zum 31.12.2017 32,0
Umgliederung Investmentfondsvermögen von FV - Available-for-Sale zu FV PL -0,8
Ausweis ECL für Schuldverschreibungen FV OCI 0,0
Available-for-Sale Impairment -8,1
Latente Steuer 2,2
Buchwert gemäß IFRS 9 zum 01.01.2018 25,3
Gewinnrücklage
Buchwert gemäß IAS 39 zum 31.12.2017 638,2
Umgliederung Investmentfondsvermögen von FV - Available-for-Sale zu FV PL 0,8
Umwertung Kredite von fortgeführten Anschaffungskosten zu FV PL 0,2
Erfassung ECL gemäß IFRS 9 -24,4
Auflösung IBNR 36,9
Erfassung von Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzu
führen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert) -
Available-for-Sale Impairment 8,1
Latente Steuer -5,4
Buchwert gemäß IFRS 9 zum 01.01.2018 654,4

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ZINSÜBERSCHUSS
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode:
Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 114.832 115.603 0,7
Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu
fortgeführten Anschaffungskosten n/a 14.856 -
Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI n/a 687 -
Festverzinsliche Wertpapiere Held-to-Maturity 16.558 n/a -
Positive Zinsaufwendungen1) 6.148 10.698 74,0
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt 137.538 141.844 3,1
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge:
Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value n/a 977 -
Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss 451 451 -0,1
Festverzinsliche Wertpapiere Available-for-Sale 836 n/a -
Leasingforderungen 8.279 9.485 14,6
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 3.906 4.260 9,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.263 3.129 -4,1
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt 16.735 18.303 9,4
Zinserträge gesamt 154.273 160.147 3,8
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für:
Einlagen von Kreditinstituten und Kunden 7.223 4.620 -36,0
Verbriefte Verbindlichkeiten 20.432 19.146 -6,3
Negative Zinserträge1) 5.419 6.056 11,8
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 513 632 23,2
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt 33.587 30.454 -9,3
Zinsüberschuss 120.686 129.693 7,5

1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ sind.

In der Position Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode sind im Vorjahr Erträge aus dem Unwinding, d. h. aus den Barwertänderungen von Zahlungsströmen, in Höhe von 2,4 Mio. EUR enthalten.

(2) RISIKOVORSORGE

Risikovorsorge 26.724 18.293 -31,5
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) 788 -681 >-100
Kreditzusagen und Finanzgarantien 788 -681 >-100
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) n/a 70 -
Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI n/a 70 -
– Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -936 n/a -
– Direktabschreibungen 2.097 n/a -
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) 24.775 18.904 -23,7
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 25.936 18.904 -27,1
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %

In den Risikovorsorgen ist eine Auflösung von Risikovorsorgen für Leasingforderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Zuweisung 0,2 Mio. EUR).

(3) PROVISIONSÜBERSCHUSS

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Provisionserträge:
Zahlungsverkehr 21.905 23.002 5,0
Wertpapiergeschäft 14.726 14.479 -1,7
Kreditgeschäft 12.582 18.356 45,9
Devisengeschäft 3.107 2.877 -7,4
Sonstige Dienstleistungen 1.400 1.191 -14,9
Provisionserträge gesamt 53.721 59.906 11,5
Provisionsaufwendungen:
Zahlungsverkehr 2.168 2.233 3,0
Wertpapiergeschäft 1.000 1.284 28,4
Kreditgeschäft 374 701 87,3
Devisengeschäft 230 178 -22,4
Sonstige Dienstleistungen 53 44 -17,2
Provisionsaufwendungen gesamt 3.825 4.440 16,1
Provisionsüberschuss 49.896 55.467 11,2
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 39.068 44.848 14,8
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 39.068 44.848 14,8
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
(4) ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

(5) HANDELSERGEBNIS

Handelsergebnis 1.544 280 -81,9
Zins- und währungsbezogene Geschäfte 1.558 219 -86,0
Kursbezogene Geschäfte -14 61 >100
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %

(6) VERWALTUNGSAUFWAND

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Personalaufwand 70.060 74.628 6,5
– Löhne und Gehälter 52.394 55.068 5,1
– Sozialabgaben 12.524 12.724 1,6
– Aufwendungen für Altersversorgung 3.765 4.046 7,5
– Sonstiger Sozialaufwand 1.377 2.790 >100
Sachaufwand 31.038 32.845 5,8
Abschreibungen 6.656 7.103 6,7
Verwaltungsaufwand 107.754 114.577 6,3

In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) enthalten.

(7) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -3.752 -2.525 -32,7
Sonstiger betrieblicher Aufwand -8.376 -8.992 7,4
Sonstiger betrieblicher Ertrag 4.624 6.467 39,9
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %

Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) sowie Mieterträge in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).

In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) und die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) enthalten.

(8) ERGEBNIS AUS ZUM FAIR VALUE DESIGNIERTEN FINANZINSTRUMENTEN

Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten 1.300 -2.841 >-100
Ergebnis aus der Fair Value-Option 1.373 -2.841 >-100
Ergebnis aus der Bewertung und Veräußerung von Derivaten -73 - -
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %

Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 85,3 Mio. EUR (Vorjahr: 55,8 Mio. EUR), Anleihen aus dem Aktivbestand in Höhe von 22,0 Mio. EUR (Vorjahr: 22,5 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 84,7 Mio. EUR (Vorjahr: 84,7 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen jene Wertanpassung wider, welche nicht auf Änderungen im Marktrisiko, sondern auf das Kontrahenten- und Bonitätsrisiko zurückzuführen ist.

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN AVAILABLE-FOR-SALE

Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale 2.915 n/a -
Ergebnis aus Veräußerungen 2.725 n/a -
Ergebnis aus Bewertungen 190 n/a -
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %

(10) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN HELD-TO-MATURITY

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Ergebnis aus Bewertungen 0 n/a -
Ergebnis aus Veräußerungen -4 n/a -
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity -4 n/a -

(11) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV), DIE ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE ZU BEWERTEN SIND (VERPFLICHTEND)

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Ergebnis aus Bewertung n/a -5.130 -
Ergebnis aus Veräußerung n/a 5 -
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum
Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) n/a -5.125 -

(12) ERGEBNIS AUS DER AUSBUCHUNG VON ZU FORTGEFÜHRTEN

ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV)

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Forderungen Kreditinstitute n/a -104 -
– davon Gewinn n/a - -
– davon Verlust n/a -104 -
Forderungen Kunden n/a -35 -
– davon Gewinn n/a 1.080 -
– davon Verlust n/a -1.115 -
Schuldverschreibungen n/a 319 -
– davon Gewinn n/a 319 -
– davon Verlust n/a 0 -
Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten n/a 179 -

(13) SONSTIGES ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN/VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Änderungsgewinne/-verluste n/a -128 -
– aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV n/a -128 -
– aus FV at Fair Value through OCI n/a - -
– aus zu fortgeführten AK bewerteten finanziellen Verpflichtungen n/a - -
Ergebnis aus der Ausbuchung n/a 63 -
– von FV at Fair Value through OCI n/a 63 -
– von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten n/a - -
Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten n/a -65 -

Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf € 149,2 Mio. EUR. Aus den Vertragsänderungen resultiert ein Änderungsverlust in Höhe von -128,1 Tsd. EUR.

(14) STEUERN VOM EINKOMMEN

Steuern vom Einkommen -9.138 -9.621 5,3
Latente Steuern -4.458 471 >-100
Laufende Steuern -4.680 -10.092 >100
in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG

in Tsd. EUR 2017 2018
Jahresüberschuss vor Steuern 77.175 87.041
Anzuwendender Steuersatz 25% 25%
Errechneter Steueraufwand 19.294 21.760
Auswirkung abweichender Steuersätze -443 -560
Steuerminderungen
– aus steuerfreien Beteiligungserträgen -720 -841
– Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen -9.767 -11.212
– aus sonstigen steuerfreien Erträgen -146 -19
– aus sonstigen Wertanpassungen -329 -170
Steuermehrungen
– aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 302 339
– aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 475 48
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag 472 276
Ertragsteueraufwand der Periode 9.138 9.621
Effektiver Steuersatz 11,8% 11,1%

DETAILS ZUR BILANZ

(15) BARRESERVE

Barreserve 476.589 571.963 20,0
Guthaben bei Zentralnotenbanken 391.494 486.387 24,2
Kassenbestand 85.095 85.576 0,6
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(16) FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 75.741 123.532 63,1
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 21.970 53.716 >100
Forderungen an Kreditinstitute 97.711 177.248 81,4

FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE NACH RESTLAUFZEITEN

Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten 97.711 177.248 81,4
über 5 Jahre - - -
über 1 Jahr bis 5 Jahre 20.000 24.061 20,3
über 3 Monate bis 1 Jahr 589 82.265 >100
bis 3 Monate 36.371 45.391 24,8
täglich fällig 40.751 25.531 -37,3
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(17) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 150 2 - 152
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 16 4 - 20
Veränderung innerhalb der Stufe:
– Zuweisung/Auflösung 155 - - 155
– Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
– Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
– Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
– Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
– Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
– Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
– Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -3 -2 - -5
Stand am Ende der Berichtsperiode 318 4 - 322

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt verändert:

BRUTTOBUCHWERTE ZU FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 90.607 7.104 - 97.711
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 18.319 7.100 - 25.419
Veränderung innerhalb der Stufe:
– Erhöhung/Verminderung der Forderung 78.584 - - 78.584
– Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
– Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 1.801 -4.728 -2.927
– Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
– Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
– Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -1 1 - -
– Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
– Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -19.127 -2.412 - -21.539
Stand am Ende der Berichtsperiode 170.183 7.065 - 177.248

(18) FORDERUNGEN AN KUNDEN

(18.1) FORDERUNGEN AN KUNDEN – KUNDENGRUPPE

Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 5.450.151 6.025.858 10,6
Privatkunden 1.209.047 1.298.161 7,4
Firmenkunden 4.241.104 4.727.697 11,5
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(18.2) FORDERUNGEN AN KUNDEN – BEWERTUNGSKATEGORIE

FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)
n/a
54.750
-
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert)
n/a
85.287
-
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
5.450.151
5.885.821
8,0
in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
± in %

In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 422,7 Mio. EUR (Vorjahr: 316,5 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.

FORDERUNGEN AN KUNDEN NACH RESTLAUFZEITEN

Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten 5.450.151 6.025.858 10,6
über 5 Jahre 1.896.318 2.490.210 31,3
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.830.053 1.812.321 -1,0
über 3 Monate bis 1 Jahr 663.983 429.586 -35,3
bis 3 Monate 938.299 1.090.238 16,2
täglich fällig 121.498 203.503 67,5
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

FINANCE-LEASE-FORDERUNGEN NACH RESTLAUFZEITEN

Nettoinvestitionswerte 316.455 101.784 226.307 94.635 422.726 33,6
nicht realisierte Finanzerträge 22.623 7.909 13.690 3.103 24.702 9,2
Bruttoinvestitionswerte 339.078 109.693 239.997 97.738 447.428 32,0
in Tsd. EUR 2017 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 2018 ± in %

Leasingforderungen sind im Wesentlichen in den Laufzeitbändern > 1 Jahr enthalten.

(19) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN AN KUNDEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 8.146 14.313 100.123 122.582
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 2.813 1.632 - 4.445
Veränderung innerhalb der Stufe
– Zuweisung/Auflösung -768 -783 12.866 11.315
– Abgang aufgrund von Verwendung - - -30.019 -30.019
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 535 -4.855 - -4.320
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 297 - -1.543 -1.246
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - 169 -1.449 -1.280
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -549 4.890 - 4.341
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 -64 - 3.163 3.099
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - -166 4.831 4.665
Abgang aufgrund von Rückzahlung -1.740 -1.437 -2.527 -5.704
Stand am Ende der Berichtsperiode 8.670 13.763 85.445 107.879

In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR) enthalten.

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt verändert:

BRUTTOBUCHWERTE ZU FORDERUNGEN AN KUNDEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 4.340.347 773.532 288.320 5.402.199
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 1.342.552 146.438 - 1.488.990
Veränderung innerhalb der Stufe
– Erhöhung/Verminderung der Forderung -224.385 -23.727 -22.004 -270.116
– Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung - - -31.135 -31.135
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 238.695 -272.252 - -33.557
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 13.373 - -16.397 -3.024
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - 9.859 -12.788 -2.929
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko: - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -244.463 237.655 - -6.808
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 -14.006 - 11.677 -2.329
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - -14.731 14.157 -574
Abgang aufgrund von Rückzahlung -537.901 -107.055 -9.940 -654.896
Stand am Ende der Berichtsperiode 4.914.212 749.719 221.890 5.885.821

RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN ZUM 31. DEZEMBER 2017

Stand am Ende der Berichtsperiode 100.123 36.869 136.992
Verbrauch -38.461 - -38.461
Wechselkurseffekte 16 - 16
Auflösungen -16.450 -2.862 -19.312
Zuführungen 38.272 1.341 39.613
Stand am Beginn der Berichtsperiode 116.746 38.390 155.136
in Tsd. EUR Einzelwert
berichtigung
Portfolio
wertberichtigung
gem. IAS 39
2017

(20) HANDELSAKTIVA

Handelsaktiva 9.837 8.045 -18,2
– hiervon Fair Value-Option 7.292 6.580 -9,8
– hiervon zinsbezogene Geschäfte 7 2 -69,5
– hiervon währungsbezogene Geschäfte 2.539 1.464 -42,3
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten 9.837 8.045 -18,2
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(21) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss 78.300 n/a -
Kredite 55.805 n/a -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 22.495 n/a -
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS NACH RESTLAUFZEITEN

Fin. Vermögenswerte at FV through Profit or Loss nach Restlaufzeiten 78.300 n/a -
über 5 Jahre 69.998 n/a -
über 1 Jahr bis 5 Jahre 7.644 n/a -
über 3 Monate bis 1 Jahr 563 n/a -
bis 3 Monate 95 n/a -
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(22) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AVAILABLE-FOR-SALE

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 56.799 n/a -
Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere 45.268 n/a -
Sonstige Beteiligungen 80.003 n/a -
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale 182.069 n/a -

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AVAILABLE-FOR-SALE NACH RESTLAUFZEITEN

-
-
-
-
± in %
31.12.2018
n/a

(23) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE HELD-TO-MATURITY

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 782.765 n/a -
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 782.765 n/a -

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE HELD-TO-MATURITY NACH RESTLAUFZEITEN

Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity nach Restlaufzeiten 782.765 n/a -
– über 5 Jahre 465.643 n/a -
– über 1 Jahr bis 5 Jahre 262.336 n/a -
– über 3 Monate bis 1 Jahr 21.005 n/a -
– bis 3 Monate 33.781 n/a -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(24) SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere n/a 904.421 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) n/a 45 -
FV at Fair Value OCI n/a 68.977 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) n/a 21.978 -
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten n/a 813.421 -
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE NACH RESTLAUFZEITEN

Wertpapiere nach Restlaufzeiten n/a 904.421 -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
– über 5 Jahre n/a 528.537 -
– über 1 Jahr bis 5 Jahre n/a 315.356 -
– über 3 Monate bis 1 Jahr n/a 16.600 -
– bis 3 Monate n/a 43.927 -
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(25) RISIKOVORSORGE ZU SCHULDVERSCHREIBUNGEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 453 - - 453
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 97 - - 97
Veränderung innerhalb der Stufe -218 - - -218
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -74 - - -74
Stand am Ende der Berichtsperiode 258 - - 258

Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt verändert:

BRUTTOBUCHWERTE ZU SCHULDVERSCHREIBUNGEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 782.765 - - 782.765
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 91.629 - - 91.629
Veränderung innerhalb der Stufe - - - -
Stufentransfer
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -60.973 - - -60.973
Stand am Ende der Berichtsperiode 813.421 - - 813.421

(26) ANTEILSRECHTE UND ANDERE NICHT VERZINSLICHE WERTPAPIERE

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere n/a 135.609 -
FV at Fair Value OCI n/a 89.829 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) n/a 45.780 -
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

In der Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) wird das Fondsvermögen des BKS Bank Konzerns ausgewiesen.

(27) ANTEILE AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

1) Die Gesellschaft wurde mit Jahresende 2018 entkonsolidiert.
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen 520.354 599.668 15,2
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH1) 1.721 - -
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 180.492 214.391 18,8
Oberbank AG 338.141 385.277 13,9
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(28) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte 1.638 3.859 >100
Immaterielle Vermögenswerte 1.638 3.859 >100
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(29) SACHANLAGEN

Sachanlagen 55.174 53.336 -3,3
Sonstige Sachanlagen 7.894 7.665 -2,9
Gebäude 38.912 37.647 -3,3
Grund 8.368 8.024 -4,1
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(30) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 30.868 34.530 11,9
Gebäude 22.461 26.108 16,2
Grund 8.407 8.422 0,2
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

Die Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrugen zum 31.12.2018 insgesamt 56,3 Mio. EUR (Vorjahr: 51,8 Mio. EUR). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR).

SACHANLAGEN, IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN 2018

in Tsd. EUR Sachanlagen Vermögenswerte1) Immobilien2) Summe
Anschaffungskosten zum 01.01.2018 130.120 11.976 53.992 196.088
Zugang 9.566 3.315 7 12.888
Abgang 931 85 1.443 2.459
Währungsveränderung - - - -
Umgliederung -6.167 238 5.929 -
Anschaffungskosten zum 31.12.2018 132.588 15.444 58.485 206.517
Abschreibung kumuliert 79.252 11.585 23.955 114.792
Buchwert zum 31.12.2018 53.336 3.859 34.530 91.725
Buchwert zum 31.12.2017 55.174 1.638 30.868 87.680
Abschreibung 2018 4.705 1.354 1.044 7.103

1) immaterielle Vermögenswerte

2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

SACHANLAGEN, IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN 2017

in Tsd. EUR Sachanlagen Vermögenswerte1) Immobilien2) Summe
Anschaffungskosten zum 01.01.2017 127.627 11.044 52.452 191.123
Zugang 5.303 930 628 6.861
Abgang 763 - 1.137 1.900
Währungsveränderung 2 2 - 4
Umgliederung -2.049 - 2.049 -
Anschaffungskosten zum 31.12.2017 130.120 11.976 53.992 196.088
Abschreibung kumuliert 74.946 10.338 23.124 108.408
Buchwert zum 31.12.2017 55.174 1.638 30.868 87.680
Buchwert zum 31.12.2016 56.274 1.735 30.720 88.729
Abschreibung 2017 4.581 1.027 1.048 6.656
1) immaterielle Vermögenswerte

2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

(31) LATENTE STEUERFORDERUNGEN UND LATENTE STEUERSCHULDEN 2018

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 Latente Steuer
forderungen
Latente Steuer
rückstellung
Forderungen an Kunden 5.191 3.859 3.859 -
Risikovorsorgen 5.425 2.300 2.300 -
Handelsaktiva/Handelspassiva -4 -104 1.368 1.472
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale -9.064 n/a n/a n/a
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity -228 n/a n/a n/a
Finanzanlagen at Fair Value through Profit or Loss -1.798 n/a n/a n/a
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere n/a -967 - 967
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere n/a -8.474 - 8.474
Sachanlagen -662 -660 - 660
Sonstige Aktiva/Passiva 254 601 601 -
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.408 2.334 2.334 -
Rückstellungen/Sozialkapital 6.417 7.682 7.682 -
Eigenkapital - Emission -192 -208 - 208
Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung 7.747 6.363 18.144 11.781
Verrechnung der Steuern - - -11.781 -11.781
Latente Steueransprüche/-schulden netto - - 6.363 -

LATENTE STEUERFORDERUNGEN UND LATENTE STEUERSCHULDEN 2017

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2017 Latente Steuer
forderungen
Latente Steuer
rückstellung
Forderungen an Kunden 4.220 5.191 5.191 -
Risikovorsorgen 10.172 5.425 5.425 -
Handelsaktiva/Handelspassiva -6 -4 12 16
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale -4.682 -9.064 80 9.144
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity -168 -228 623 851
Finanzanlagen at Fair Value through Profit or Loss -2.232 -1.798 - 1.798
Sachanlagen -681 -662 620 1.283
Sonstige Aktiva/Passiva 612 254 1.936 1.682
Verbriefte Verbindlichkeiten 3.024 2.408 2.408 -
Rückstellungen/Sozialkapital 6.768 6.417 6.417 -
Eigenkapital - Emission - -192 - 192
Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung 17.027 7.747 22.712 14.966
Verrechnung der Steuern -14.839 -14.839
Latente Steueransprüche/-schulden netto 7.873 127

Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.71 saldiert.

Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf eigene Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR).

Die Vorschaurechnungen für die kommenden drei Jahre zeigen, dass ausreichend zu versteuernde Einkommen vorliegen werden, um die latenten Steueransprüche auch verwerten zu können. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.

Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die in die Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen.

(32) SONSTIGE AKTIVA

Sonstige Aktiva 23.161 22.497 -2,9
Rechnungsabgrenzungsposten 2.334 3.459 48,2
Sonstige Vermögenswerte 20.826 19.037 -8,6
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(33) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 571.672 732.544 28,1
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 123.314 103.945 -15,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.986 836.489 20,4

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN NACH RESTLAUFZEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten 694.986 836.489 20,4
über 5 Jahre 5.769 37.312 >100
über 1 Jahr bis 5 Jahre 309.002 308.724 -0,1
über 3 Monate bis 1 Jahr 193.985 247.551 27,6
bis 3 Monate 56.793 193.273 >100
täglich fällig 129.437 49.629 -61,7
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(34) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
± in %
Spareinlagen
1.475.137
1.429.395
-3,1
– Firmenkunden
189.578
178.506
-5,8
– Privatkunden
1.285.559
1.250.889
-2,7
Sonstige Verbindlichkeiten
3.481.352
4.038.068
16,0
– Firmenkunden
2.594.792
2.940.119
13,3
– Privatkunden
886.560
1.097.949
23,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
4.956.489
5.467.463
10,3

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN NACH RESTLAUFZEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten 4.956.489 5.467.463 10,3
über 5 Jahre 17.342 42.774 >100
über 1 Jahr bis 5 Jahre 304.557 606.757 99,2
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.044.294 560.116 -46,4
bis 3 Monate 538.818 298.621 -44,6
täglich fällig 3.051.479 3.959.195 29,7
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(35) VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN

Andere verbriefte Verbindlichkeiten 76.053 71.362 -6,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 553.952 571.052 3,1

In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 80,0 Mio. EUR (Vorjahr: 80,0 Mio. EUR) und andere verbriefte Verbindlichkeiten in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.

VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
bis 3 Monate 32.293 5.436 -83,2
über 3 Monate bis 1 Jahr 26.479 47.714 80,2
über 1 Jahr bis 5 Jahre 231.836 188.135 -18,8
über 5 Jahre 263.345 329.767 25,2
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten 553.952 571.052 3,1

(36) HANDELSPASSIVA

Handelspassiva 14.608 8.362 -42,8
– Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option 5.329 5.991 12,4
– Zinsbezogene Geschäfte 7 2 -70,2
– Währungsbezogene Geschäfte 9.272 2.369 -74,5
Negative Marktwerte aus derivativen Produkten 14.608 8.362 -42,8
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(37) RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen 123.631 134.485 8,8
Sonstige Rückstellungen 49.463 55.166 11,5
Rückstellung für Garantien und Rahmen n/a 1.384 -
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 4.475 5.233 16,9
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 69.693 72.702 4,3
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 25,4 Mio. EUR (Vorjahr: 23,0 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 40,7 Mio. EUR (Vorjahr: 41,6 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 39,3 Mio. EUR (Vorjahr: 33,9 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR).

Abfertigungsrückstellung

Für österreichische BKS Bank-Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Personen mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren grundsätzlich ein Anspruch auf zwei zusätzliche Monatsentgelte im Fall einer vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge aus der Mitarbeitervorsorgekasse gedeckt.

Pensionsrückstellung

Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeiter oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN

in %
2017
2018
Finanzielle Annahmen
Zinssatz
1,82%
2,01%
Gehaltstrend aktive Mitarbeiter
1,28%
2,76%
Pensionsdynamik
1,28%
2,10%
Karrieredynamik
0,25%
0,25%
Demographische Annahmen
Pensionsantrittsalter
65 Jahre
65 Jahre
Sterbetafel
AVÖ 2008
AVÖ 2018

Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen.

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Rückstellungen zum 01.01. 72.480 69.693 -3,8%
+ Zinsaufwand 1.182 2.582 >100
+ Dienstzeitaufwand 1.259 1.575 25,1%
- Zahlungen im Berichtsjahr -4.717 -4.592 -2,6%
± versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust1) -511 3.444 >100
Rückstellungen zum 31.12. 69.693 72.702 4,3%

1) auf Basis veränderter finanzieller Annahmen

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. EUR Gesamt 2017 Pensionen
und ähnliche
Verpflichtungen
Steuern und
sonstige
Gesamt 2018 ± in %
Rückstellung zum 01.01. 126.902 69.693 53.938 123.631 -2,6
± Veränderung Währung 15 -1 - -1 >-100
± Umbuchung - - - - -
+ Zuführung 16.338 5.986 15.264 21.250 30,1
- Inanspruchnahme -14.182 -1.183 -5.405 -6.588 -53,5
- Auflösung -5.442 -1.793 -2.014 -3.807 -30,0
Rückstellungen zum 31.12. 123.631 72.702 61.783 134.485 8,8

SENSITIVITÄTSANALYSE FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Abfertigungen
31.12.2017
Pensionen
31.12.2017
Abfertigungen
31.12.2018
Pensionen
31.12.2018
-2.434 -4.148 -2.936 -3.868
1.016 5.076 1.131 4.666
65 348 -12 174
-1.660 -331 -2.018 -166
- 1.841 - 1.846
- -1.715 - -1.721
- 2.058 - 2.504

Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2018 hätte.

FÄLLIGKEITSANALYSE

Cash Flows in Tsd. EUR Abfertigungen
31.12.2018
Pensionen
31.12.2018
Erwartete Zahlungen 2019 1.033 2.993
Erwartete Zahlungen 2020 2.505 2.601
Erwartete Zahlungen 2021 1.844 2.265
Erwartete Zahlungen 2022 2.214 1.974
Erwartete Zahlungen 2023 1.914 1.721
Summe der erwarteten Zahlungen 2019 bis 2023 9.510 11.555
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit 8,54 10,85

Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich auf 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR).

(38) SONSTIGE PASSIVA

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Sonstige Passiva 25.799 24.242 -6,0
Rechnungsabgrenzungsposten 4.743 2.458 -48,2
Sonstige Passiva 30.542 26.699 -12,6

In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten.

(39) NACHRANGKAPITAL

Nachrangkapital 158.622 179.667 13,3
Hybridkapital 40.000 20.000 -50,0
Ergänzungskapital 118.622 159.667 34,6
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 176,9 Mio. EUR (Vorjahr: 156,0 Mio. EUR).

NACHRANGKAPITAL NACH RESTLAUFZEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
bis 3 Monate 2.618 3.044 16,3
über 3 Monate bis 1 Jahr 20.000 20.000 -
über 1 Jahr bis 5 Jahre 73.351 73.375 -
über 5 Jahre 62.653 83.248 32,9
Nachrangkapital nach Restlaufzeiten 158.622 179.667 13,3

Im Geschäftsjahr 2019 werden Ergänzungskapitalemissionen in Höhe von 20,0 Mio. EUR fällig (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Das Hybridkapital in Höhe von 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 40,0 Mio. EUR) wird gemäß Artikel 484 CRR in die konsolidierten Eigenmittel einberechnet. Es stellt kein Konzerneigenkapital dar.

DETAILS ZUM NACHRANGKAPITAL (NOMINALWERTE)

31.12.2017 31.12.2018 Gesamtlaufzeit
2.350 2.350 15 Jahre
15.000 15.000 12 Jahre
20.000 - -
16.000 16.000 10 Jahre
20.000 20.000 unbegrenzt
20.000 20.000 8 Jahre
20.000 20.000 9 Jahre
20.000 20.000 10 Jahre
20.000 20.000 8 Jahre
2.678 20.000 10 Jahre
- 13.000 10 Jahre
- 10.533 8 Jahre
156.028 176.883

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 8,4 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR).

(40) KONZERNEIGENKAPITAL

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Gezeichnetes Kapital 79.279 85.886 8,3
– Aktienkapital 79.279 85.886 8,3
Kapitalrücklagen 193.032 241.416 25,1
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen 738.029 839.919 13,8
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) 36.200 43.500 20,2
Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen 1.046.540 1.210.721 15,7
Nicht beherrschende Anteile -22 -25 13,6
Konzerneigenkapital 1.046.518 1.210.696 15,7

Das Aktienkapital setzt sich aus 41.142.900 (Vorjahr: 37.839.600) stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 (Vorjahr: 1.800.000) stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne.

Durch die im ersten Quartal 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der BKS Bank AG von bisher 79.279.200,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht. Auf Basis des Ausgabepreises in Höhe von 16,7 EUR pro junger Aktie beträgt der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung 55,2 Mio. EUR. Die Transaktionskosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurden vom Eigenkapital abgezogen. Die jungen Aktien verfügen über eine volle Dividendenberechtigung für das laufende Geschäftsjahr 2018.

Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die in den Jahren 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), 2017 (Nominale 12,8 Mio. EUR) und 2018 (Nominale 7,3 Mio. EUR) emittierten Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die gemäß § 57 (5) BWG zu bildende Haftrücklage in Höhe von 83,3 Mio. EUR (Vorjahr: 80,8 Mio. EUR) ist in den Gewinnrücklagen enthalten.

Nicht beherrschende Anteile sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des BKS Bank Konzerns von untergeordneter Bedeutung (2018: 24,5 Tsd. EUR; Vorjahr: 21,6 Tsd. EUR).

IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN 2018

Anzahl Aktien Stamm
Stückaktien
Vorzugs
Stückaktien
Stand 01.01.2018 37.254.925 1.635.467
Ordentliche Kapitalerhöhung 3.303.300 -
Veränderung eigene Aktien -89.997 -10.957
Stand 31.12.2018 40.468.228 1.624.510
Eigene Aktien im Bestand 674.672 175.490
Ausgegebene Aktien 41.142.900 1.800.000

IM UMLAUF BEFINDLICHE AKTIEN 2017

Stamm Vorzugs
Anzahl Aktien Stückaktien Stückaktien
Stand 01.01.2017 37.401.538 1.643.277
Ordentliche Kapitalerhöhung - -
Veränderung eigene Aktien -146.613 -7.810
Stand 31.12.2017 37.254.925 1.635.467
Eigene Aktien im Bestand 584.675 164.533
Ausgegebene Aktien 37.839.600 1.800.000

KAPITALMANAGEMENT

(41) EIGENMITTEL

Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).

Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung.

Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio.

Mit der zu Jahresbeginn 2014 erfolgten Implementierung von Basel III durch die CRD IV und CRR bzw. im Einklang mit dem novellierten Bankwesengesetz (BWG neu) änderte sich der Modus für die Ermittlung der Eigenmittel und Eigenkapitalquoten signifikant. Gemäß den CRR/CRD IV-Übergangsregeln werden Kapitalinstrumente, die nicht mehr anrechnungsfähig sind, schrittweise eliminiert, während die neuen Regeln zu den aufsichtsrechtlichen Anpassungen sukzessive eingeführt werden. Zum Stichtag entspricht der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis dem IFRS-Konsolidierungskreis.

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Grundkapital 77,5 83,7
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 909,3 1.061,8
Abzugsposten -372,2 -551,8
Hartes Kernkapital (CET1)1) 614,5 593,7
Harte Kernkapitalquote 12,3% 11,2%
Hybridkapital 20,0 8,0
AT1-Anleihe 36,2 43,5
Abzugsposten -42,9 -
Zusätzliches Kernkapital 13,3 51,5
Kernkapital (CET1 + AT1) 627,8 645,2
Kernkapitalquote 12,5% 12,2%
Ergänzungskapital 116,5 134,0
Abzugsposten -42,7 -
Eigenmittel insgesamt 701,6 779,2
Gesamtkapitalquote 14,0% 14,8%
Total risk exposure amount 5.016,7 5.283,1

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: EIGENMITTEL GEMÄSS CRR

1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2018. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.

Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2018 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,7% und für die Gesamtkapitalquote gesamt 10,1%. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2018 lagen deutlich über diesen Anforderungen.

RISIKOBERICHT

Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.

(42) KREDITRISIKO

(42.1) KREDITRISIKOVOLUMEN GEMÄSS INTERNER RISIKOSTEUERUNG

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Kundenforderungen 5.990.445 6.454.514
Zugesagte Kreditrahmen1) 166.745 158.822
Bankenforderungen 109.754 190.037
Wertpapiere und Fonds 817.086 887.814
Beteiligungen 600.357 685.307
Kreditrisikovolumen 7.684.387 8.376.493
1) auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens

(42.2) ÜBERLEITUNG DER IFRS-POSITIONEN AUF INTERNE KREDITRISIKOPOSITIONEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Kundenforderungen Konzern gemäß Note (18.1) 5.450.151 6.025.858
+ Kredite at Fair Value through Profit or Loss gemäß Note (21) 55.805 -
+ Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (60) 387.344 428.023
+ Corporate Bonds 90.240 66.577
+ Risikoposition aus Derivatgeschäften mit Kunden/Sonstiges 6.905 13.036
- Kundenforderungen gemäß Note (60) mit Hausbankhaftung n/a -78.981
Kundenforderungen laut interner Risikosteuerung 5.990.445 6.454.514
Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (60) 1.377.699 1.337.235
Zugesagte Kreditrahmen auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens 166.745 158.822
Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (16) 97.711 177.248
+ Risikopositionswert aus Derivatgeschäften mit Banken 12.043 12.789
Bankenforderungen laut interner Risikosteuerung 109.754 190.037
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity gemäß Note (23) 782.765 n/a
+ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note (24) n/a 904.421
+ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
at Fair Value through Profit or Loss gemäß Note (21) 22.495 n/a
+ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Available-for-Sale gemäß Note (22) 56.799 n/a
+ Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (22) 45.268 n/a
- Corporate Bonds/Sonstiges (Umgliederung zu Kundenforderungen) -90.240 -66.577
+ Fonds aus der Position Anteilsrechte und andere n/a 45.780
nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (26)
+ Aktien aus der Position Anteilsrechte und andere n/a 4.190
nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (26)
Wertpapiere und Fonds laut interner Risikosteuerung 817.086 887.814
Beteiligungen aus der Position Anteilsrechte und andere n/a 85.639
nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (26)
Sonstige Beteiligungen gemäß Note (22) 80.003 n/a
+ Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (27) 520.354 599.668
Beteiligungen laut interner Risikosteuerung 600.357 685.307
Kreditrisikovolumen gemäß ICAAP 7.683.942 8.376.493

Die Forderungswerte nach IFRS wurden gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 auf die Kreditrisikoposition gemäß interner Risikosteuerung übergeleitet.

Bonitätseinstufung im Kreditrisiko

Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.

RATINGSTUFEN

AA Erstklassige beste Bonität
A1 Erstklassige hervorragende Bonität
1a Erstklassige Bonität
1b Sehr gute Bonität
2a Gute Bonität
2b Noch gute Bonität
3a Akzeptable Bonität
3b Noch akzeptable Bonität
4a Mangelhafte Bonität
4b Schlechte Bonität
5a Ausfall im Fortbetrieb
5b Ausfall – Notleidend
5c Ausfall – Uneinbringlich

(42.3) KREDITQUALITÄT NACH FORDERUNGSKLASSEN 2018

Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR
AA-A1 1a-1b 2a-2b 3a-3b 4a-4b 5a-5c ohne Rating
Kundenforderungen 51.945 1.692.770 2.031.945 2.082.867 372.246 221.890 850
Zugesagte Kreditrahmen 7.058 54.424 59.944 30.569 4.751 2.068 9
Bankenforderungen 99.264 60.997 22.318 7.457 1 - -
Wertpapiere und Fonds 762.805 103.579 16.525 - - - 4.904
Beteiligungen 663.800 11.373 6.804 281 45 - 3.005
Gesamt 1.584.873 1.923.142 2.137.536 2.121.174 377.042 223.959 8.768

KREDITQUALITÄT NACH FORDERUNGSKLASSEN 2017

Gesamt 1.382.630 1.699.174 1.997.804 1.863.166 437.114 292.343 12.157
Beteiligungen 580.865 9.533 6.628 943 80 - 2.307
Wertpapiere und Fonds 708.921 62.229 37.316 - - - 8.620
Bankenforderungen 46.637 26.238 29.963 6.891 - - 25
Zugesagte Kreditrahmen 2.265 51.625 65.674 39.446 3.706 4.024 5
Kundenforderungen 43.941 1.549.548 1.858.223 1.815.886 433.327 288.320 1.200
Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR
AA-A1 1a-1b 2a-2b 3a-3b 4a-4b 5a-5c ohne Rating

Die Kreditqualität hat sich auch im Berichtsjahr wieder deutlich verbessert. Dies zeigt der Rückgang des Exposures in den Ratingstufen 4a - 4b sowie in den Non-performing-Klassen 5a - 5c.

Die Ausfallsdefinition der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 2,5% des vereinbarten Rahmens und mindestens 250,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird. Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:

  • Neubildung einer Einzelwertberichtigung
  • Restrukturierung des Kreditengagements verbunden mit einer Verschlechterung der Forderungsqualität
  • Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit, Betrug oder aus sonstigen Gründen
  • Abdeckung der Forderung nur mit Verlust für die BKS Bank möglich
  • Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust für die BKS Bank
  • Insolvenz des Schuldners
  • aus sonstigen Gründen uneinbringliche Kreditengagements

Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,5% (2017: 3,5%). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, den zugesagten Kreditrahmen, den Bankenforderungen und den festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt wurden. Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 38,3% zum 31. Dezember 2018 (2017: 34,7%). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 85,5% (2017: 79,9%).

(42.4) ALS "FOREBORNE" KLASSIFIZIERTE VOLUMINA 2018

in Tsd. EUR Firmenkunden Privatkunden Gesamt
Performing Exposure 31.822 1.126 32.948
– hiervon Zugeständnisse bei Raten 22.494 764 23.258
– hiervon Refinancing 9.328 362 9.690
Non-performing Exposures 52.522 2.526 55.048
– hiervon Zugeständnisse bei Raten 51.913 2.344 54.257
– hiervon Refinancing 609 182 791
Gesamt 84.344 3.652 87.996

ALS "FOREBORNE" KLASSIFIZIERTE VOLUMINA 2017

in Tsd. EUR Firmenkunden Privatkunden Gesamt
Performing Exposure 40.356 915 41.271
– hiervon Zugeständnisse bei Raten 37.832 710 38.542
– hiervon Refinancing 2.524 205 2.729
Non-performing Exposures 68.266 3.815 72.081
– hiervon Zugeständnisse bei Raten 67.152 3.276 70.428
– hiervon Refinancing 1.114 539 1.653
Gesamt 108.622 4.730 113.352

Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff "Forbearance" bzw. "Nachsicht" wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die notwendig sind, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:

  • Verlängerung der Kreditlaufzeit
  • Zugeständnisse in Bezug auf die ursprünglich vereinbarten Raten
  • Zugeständnisse in Bezug auf die Kreditkonditionen
  • gänzliche Neugestaltung des Kreditengagements (Restrukturierung)
Buchwert/max. Ausfallsrisiko je Klasse in Tsd. EUR FI1), die weder
in Verzug noch
wertgemindert
sind
in Verzug
befindliche
FI1)
wertgeminderte
FI1)
überfällige,
aber noch nicht
wertgeminderte
FI1)
Kundenforderungen 6.232.413 222.101 190.511 31.590
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 85.287 - - -
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 54.750 - - -
Zugesagte Kreditrahmen 156.786 2.036 - 2.036
Bankenforderungen 190.037 - - -
Wertpapiere und Fonds 887.814 - - -
– hiervon Schuldverschreibungen at Fair Value through
Profit or Loss (designiert) 21.978 - - -
– hiervon Fonds at Fair Value through Profit or Loss
(verpflichtend)
45.780 - - -
– hiervon Anteilsrechte at Fair Value OCI 4.190 - - -
Beteiligungen 685.307 - -
2)
-
– hiervon Beteiligungen at Fair Value OCI 85.639 - - -
– hiervon Anteile at Equity bilanzierten Unternehmen 599.668 - - -
Gesamt 8.152.357 224.137 190.511 33.626
1) Finanzinstrumente

(42.5) ANGABEN ZU WERTGEMINDERTEN UND IN VERZUG BEFINDLICHEN FINANZINSTRUMENTEN 2018

2) Die wertgeminderten Beteiligungen aus dem Jahr 2017 werden

ab dem Jahr 2018 at Fair Value OCI bewertet.

ANGABEN ZU WERTGEMINDERTEN UND IN VERZUG BEFINDLICHEN FINANZINSTRUMENTEN 2017

Buchwert/max. Ausfallsrisiko je Klasse in Tsd. EUR FI1), die weder in
Verzug noch wert
gemindert sind
in Verzug
befindliche
FI1)
wertgeminderte
FI1)
überfällige,
aber noch nicht
wertgeminderte
FI1)
Kundenforderungen 5.702.125 288.320 238.189 50.131
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 55.805 - - -
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) n/a n/a n/a n/a
Zugesagte Kreditrahmen 162.721 4.024 - 4.024
Bankenforderungen 109.754 - - -
Wertpapiere und Fonds 817.086 - - -
– hiervon Schuldverschreibungen at Fair Value through
Profit or Loss (designiert) 22.495 - - -
– hiervon Fonds at Fair Value through Profit or Loss
(verpflichtend) n/a n/a n/a n/a
– hiervon Anteilsrechte at Fair Value OCI n/a n/a n/a n/a
Beteiligungen 600.357 - 10.123 -
– hiervon Beteiligungen at Fair Value OCI n/a n/a n/a n/a
– hiervon Anteile at Equity bilanzierten Unternehmen 520.354 - - -
Gesamt 7.392.043 292.344 248.312 54.155

1) Finanzinstrumente

Die BKS Bank setzt keine Kreditderivate zur Absicherung von Ausfallsrisiken ein. Die in den hiervon Ziffern dargestellten Teilportfolien unterliegen keiner Wertminderung gemäß IFRS 9.

5c - - - - 1
5b 438 2.637 521 3.494 7.121
5a 383 991 1.377 7.806 6.821
Ratingstufe in Tsd. EUR < 1 Monat 1 bis 6 Monate 6 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre > 5 Jahre

(42.6) ÜBERFÄLLIGE, NOCH NICHT WERTGEMINDERTE KUNDENFORDERUNGEN NACH AUSFALLSDATUM 2018

ÜBERFÄLLIGE, NOCH NICHT WERTGEMINDERTE KUNDENFORDERUNGEN NACH AUSFALLSDATUM 2017

Ratingstufe in Tsd. EUR < 1 Monat 1 bis 6 Monate 6 Monate bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre > 5 Jahre
5a 523 629 767 23.764 8.998
5b 8 1.870 2.193 6.144 5.598
5c - - - 1 -
Gesamt 530 2.498 2.960 29.909 14.596

(42.7) EINZELWERTBERICHTIGUNGEN NACH KUNDENGRUPPEN 2018

in Tsd. EUR Buchwert
ausfall1)
Einzelwert
berichtigung
Sicherheiten
Firmenkunden 203.143 76.618 81.533
Privatkunden 18.958 8.827 6.236
Gesamt 222.101 85.445 87.769

1) Buchwert der wertberichtigten Forderungen

EINZELWERTBERICHTIGUNGEN NACH KUNDENGRUPPEN 2017

in Tsd. EUR Buchwert
ausfall1)
Einzelwert
berichtigung
Sicherheiten
Firmenkunden 265.337 89.605 126.514
Privatkunden 22.982 10.518 11.578
Gesamt 288.319 100.123 138.092

1) Buchwert der wertberichtigten Forderungen

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch entsprechende Rückstellungen gemäß IAS 37 Rechnung getragen. Ein objektiver Hinweis auf eine eingetretene Wertminderung für eine Forderung liegt vor, wenn die Basel III-Ausfallskriterien eingetreten sind, d. h. wenn eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber dem Kreditinstitut mehr als 90 Tage überfällig ist oder eines der anderen Ausfallskriterien zutrifft.

Grundlage für die Bildung von Wertberichtigungen ist eine konzernweite Richtlinie und ein standardisierter Prozess, nach dem für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt.

Buchwerte Rückstellungen
in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AA 866 - - 866 - - - -
A1 31 - - 31 - - - -
1a 442.478 382 - 442.860 42 18 - 60
1b 466.731 847 - 467.578 51 9 - 60
2a 154.541 57.561 - 212.102 74 75 - 149
2b 217.105 113.638 - 330.743 104 51 - 155
3a 170.611 58.041 - 228.652 126 265 - 391
3b 76.186 56.091 - 132.277 104 204 - 308
4a 10.631 29.965 - 40.596 29 99 - 128
4b 6.210 14.923 - 21.133 21 111 - 132
5a - 5c - - - - - - - -
OR 225 5 - 230 1 - - 1
Gesamt 1.545.615 331.453 - 1.877.068 553 832 - 1.384

(42.8) BUCHWERTE NACH RATINGSTUFEN UND STAGES / OFF-BALANCE

BUCHWERTE NACH RATINGSTUFEN UND STAGES / ON-BALANCE

Buchwerte Wertberichtigungen
in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
AA 1.085.622 - - 1.085.622 109 - - 109
A1 113.627 - - 113.627 33 - - 33
1a 863.319 43.741 - 907.060 191 327 - 518
1b 758.086 28.920 - 787.006 398 324 - 722
2a 881.082 38.380 - 919.462 1.020 554 - 1.574
2b 927.352 48.162 - 975.513 1.266 846 - 2.112
3a 944.590 146.446 - 1.091.036 2.119 2.879 - 4.998
3b 593.121 266.565 - 859.686 2.109 3.915 - 6.024
4a 110.674 119.573 - 230.248 520 3.036 - 3.556
4b 56.240 64.986 - 121.226 1.059 1.886 - 2.945
5a - 5c - - 221.890 221.890 - - 85.445 85.445
OR 7.754 10 - 7.764 422 - - 422
Gesamt 6.341.467 756.783 221.890 7.320.140 9.246 13.767 85.445 108.458

(42.9) KREDITSICHERHEITEN 20181)

in Tsd. EUR Kreditrisiko
volumen/max.
Ausfallsrisiko
Sicherheiten
gesamt
hiervon
finanzielle
Sicherheiten
hiervon
persönliche
Sicherheiten
hiervon
Immobilien
sicherheiten
hiervon
sonstige
Risiko
position2)
Kundenforderungen 6.454.514 3.888.276 132.527 132.665 2.862.044 761.040 2.566.238
– hiervon at Fair Value
through Profit or Loss
(designiert)
85.287 39.050 - 24.304 14.746 - 46.237
– hiervon at Fair Value
through Profit or Loss
(verpflichtend)
54.750 46.888 672 10 40.848 5.359 7.862
Zugesagte Kreditrahmen 158.822 - - - - - 158.822
Bankenforderungen 190.037 - - - - - 190.037
Wertpapiere und Fonds 887.814 92.674 - 34.941 - 57.733 795.140
– hiervon Schuldver
schreibungen at Fair
Value through Profit
or Loss (designiert)
21.978 - - - - - 21.978
– hiervon Fonds at Fair
Value through Profit
or Loss (verpflichtend)
45.780 - - - - - 45.780
– hiervon Anteilsrechte
at Fair Value OCI
4.190 - - - - - 4.190
Beteiligungen 685.307 - - - - - 685.307
– hiervon Beteiligungen
at Fair Value OCI
85.639 - - - - - 85.639
– hiervon Anteile an at
Equity bilanzierten
Unternehmen
Gesamt
599.668
8.376.493
-
3.980.950
-
132.527
- -
167.606 2.862.044
- 599.668
818.773 4.395.543

1) Belehnwerte der gemäß internen Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten

2) Exposure abzüglich Sicherheiten

KREDITSICHERHEITEN 20171)

in Tsd. EUR Kreditrisiko
volumen/max.
Ausfallsrisiko
Sicherheiten
gesamt
hiervon
finanzielle
Sicherheiten
hiervon
persönliche
Sicherheiten
hiervon
Immobilien
sicherheiten
hiervon
sonstige
Risiko
position2)
Kundenforderungen 5.990.445 3.621.585 157.613 122.937 2.648.387 692.647 2.368.860
Zugesagte Kreditrahmen 166.745 - - - - - 166.745
Bankenforderungen 109.754 - - - - - 109.754
Wertpapiere und Fonds 817.086 76.535 - 44.941 - 31.5943) 740.551
Beteiligungen 600.357 - - - - - 600.357
Gesamt 7.684.387 3.698.120 157.613 167.878 2.648.387 724.241 3.986.267

1) Belehnwerte der gemäß internen Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten

2) Exposure abzüglich Sicherheiten

3) durch Deckungsstock besicherte Covered Bonds

(42.10) GRÖSSENVERTEILUNG DER KUNDENFORDERUNGEN

2017 2018
Kundenforderungen nach Größenklassen Größen Größen
Basis: IFRS-Wertansätze in Tsd. EUR verteilung in % Obligo verteilung in %
< 0,15 Mio. EUR 860.968 14,4 920.634 14,3
0,15 Mio. EUR bis 0,5 Mio. EUR 845.749 14,1 925.663 14,3
0,5 Mio. EUR bis 1,0 Mio. EUR 368.638 6,2 408.940 6,3
1,0 Mio. EUR bis 3,0 Mio. EUR 695.327 11,6 758.988 11,8
3,0 Mio. EUR bis 14,0 Mio. EUR 1.850.320 30,9 1.893.504 29,3
14 Mio. EUR bis 20 Mio. EUR 508.799 8,5 472.987 7,3
> 20 Mio. EUR 860.643 14,4 1.073.797 16,6
Gesamt 5.990.445 100,0 6.454.514 100,0

(42.11) KUNDENFORDERUNGEN NACH BRANCHEN

2017 2018
Branchenklassifizierung nach ÖNACE (Statistik Austria) in Tsd. EUR in % in Tsd. EUR in %
Private 1.107.347 18,5 1.170.307 18,1
Grundstücks- und Wohnungswesen 977.652 16,3 1.056.818 16,4
Bau 834.271 13,9 879.749 13,6
Herstellung von Waren 716.678 12,0 742.159 11,5
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz 456.023 7,6 555.120 8,6
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 316.872 5,3 354.868 5,5
Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und
technischen Dienstleistungen 289.274 4,8 353.205 5,5
Verkehr und Lagerei 230.410 3,8 250.204 3,9
Beherbergung und Gastronomie 195.019 3,3 203.428 3,2
Gesundheits- und Sozialwesen 175.654 2,9 174.010 2,7
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen 158.897 2,7 149.760 2,3
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung 147.896 2,5 148.000 2,3
Energieversorgung 86.291 1,4 78.648 1,2
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 68.556 1,1 101.737 1,6
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 58.569 1,0 55.139 0,9
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 57.101 1,0 46.134 0,7
Information und Kommunikation 44.781 0,7 55.729 0,9
Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und
Beseitigung von Umweltverschmutzungen 33.732 0,6 35.671 0,6
Kunst, Unterhaltung und Erholung 25.281 0,4 26.893 0,4
Erziehung und Unterricht 10.140 0,2 16.937 0,3
Gesamt 5.990.445 100,0 6.454.514 100,0

(42.12) KUNDENFORDERUNGEN IN FREMDWÄHRUNGEN NACH LÄNDERN UND WÄHRUNGEN 2018

in Tsd. EUR EUR1) CHF USD JPY Gesamt
Österreich - 124.802 9.943 1.949 136.694
Slowenien - 5.085 - - 5.085
Kroatien 426.158 289 - - 426.447
Ungarn 20.445 - - 802 21.247
Schweiz 26.996 223 - - 27.219
Sonstige 24.398 2.148 1 - 26.547
Gesamt 497.997 132.546 9.943 2.751 643.238

1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten

KUNDENFORDERUNGEN IN FREMDWÄHRUNGEN NACH LÄNDERN UND WÄHRUNGEN 2017
in Tsd. EUR EUR1) CHF USD JPY Gesamt
Österreich - 147.744 12.187 1.914 161.845
Slowenien - 5.973 - - 5.973
Kroatien 367.043 270 - - 367.313
Ungarn 20.578 - - 873 21.451
Schweiz 26.760 1.601 - - 28.361
Sonstige 12.479 3.053 - - 15.532
Gesamt 426.860 158.641 12.187 2.787 600.475

1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten

(42.13) KUNDENFORDERUNGEN NACH LÄNDERN 2018

Einzelwert Sicherheiten
für überfällige
in Tsd. EUR 1)
Forderungen
überfällig2) berichtigung3) Forderungen
Österreich 4.707.725 126.777 49.837 59.854
Slowenien 792.919 49.770 13.290 28.257
Kroatien 505.689 24.763 12.090 15.938
Ungarn 193.694 5.424 3.686 1.518
Slowakische Republik 158.318 13.369 6.011 6.418
Italien 21.175 1.922 530 1.371
Deutschland 12.639 75 1 74
Sonstige 62.355 1 - -
Gesamt 6.454.514 222.101 85.445 113.430

1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung

2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank

3) Stage 3 Risikovorsorge

Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.

KUNDENFORDERUNGEN NACH LÄNDERN 2017

Gesamt 5.990.445 288.319 100.123 138.092
Sonstige 50.246 171 634 172
Deutschland 190.129 1.273 168 1.086
Italien 17.208 6.323 4.678 1.147
Slowakische Republik 104.518 13.126 5.221 6.057
Ungarn 21.363 6.616 4.476 1.841
Kroatien 412.718 24.351 11.577 14.672
Slowenien 741.171 58.349 18.302 31.500
Österreich 4.453.092 178.110 55.067 81.617
in Tsd. EUR 1)
Forderungen
überfällig2) Einzelwert
berichtigung
Sicherheiten
für überfällige
Forderungen

1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung

2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank

Anschaffungskosten Buchwert nach IFRS1)
in Tsd. EUR
Regionen
2017 2018 2017 2018
Österreich 380.301 411.608 384.929 411.021
Deutschland 82.894 93.551 82.921 93.432
Belgien 25.692 34.727 25.980 35.041
Finnland 15.137 15.137 15.172 15.158
Frankreich 42.302 41.073 42.419 41.194
Irland 26.085 26.085 26.419 26.411
Italien 15.087 - 15.272 -
Kroatien 5.100 5.100 5.212 5.200
Litauen 3.052 3.052 3.051 3.043
Luxemburg 109.433 114.432 113.557 116.631
Niederlande 14.946 14.946 14.986 14.991
Norwegen 5.022 24.829 5.019 24.982
Polen 4.975 10.057 5.073 10.180
Portugal 10.141 10.141 10.213 10.199
Slowakische Republik 24.782 24.782 25.262 25.285
Slowenien 9.812 9.812 9.943 9.941
Spanien 19.829 19.829 20.009 20.020
Schweden 11.608 20.000 11.648 20.062
USA - - - -
Gesamt 806.197 879.162 817.086 882.793
1) inklusive Stückzinsen

Auf Positionen im Wertpapier- und Fonds-Portfolio gab es in den Jahren 2017 und 2018 keine Impairments.

(43) BETEILIGUNGSRISIKO

BETEILIGUNGSPOSITIONEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Börsennotierte Kreditinstitute 518.633 599.668
Nicht börsennotierte Kreditinstitute 18.333 15.762
Sonstige, nicht börsennotierte Beteiligungen 63.500 69.877
Gesamt 600.466 685.307

(44) ZINSÄNDERUNGSRISIKO

(44.1) AUFSICHTSRECHTLICHES ZINSÄNDERUNGSRISIKO IN % DER EIGENMITTEL

Währung 31.12.2017 31.12.2018
EUR 4,34 3,43
CHF - 0,02
USD 0,06 -
JPY - -
Sonstige 0,01 0,03
Gesamt 4,41 3,48

(44.2) BARWERTSCHWANKUNGEN BEI ZINSSHIFT VON 200 BASISPUNKTEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
EUR 28.681 26.690
CHF 5 160
USD 400 13
JPY 9 4
Sonstige 86 216
Gesamt 29.181 27.084

(44.3) ZINSBINDUNGSGAPS EUR UND FREMDWÄHRUNGEN

< 1 Monat
122.949
-102.962
1 bis 3 Monate
633.277
552.123
3 bis 6 Monate
372.671
781.369
6 bis 12 Monate
-1.013.078
-883.985
1 bis 2 Jahre
-116.198
-559.952
2 bis 3 Jahre
-471.762
-461.205
3 bis 4 Jahre
55.807
156.824
4 bis 5 Jahre
179.711
128.624
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
> 5 Jahre 383.000 425.000

Positive Werte in den Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang, negative Werte einen Passivüberhang an Zinsanpassungen in den entsprechenden Laufzeitbändern dar.

(44.4) VALUE-AT-RISK-WERTE ZINSÄNDERUNGSRISIKO1)

in Tsd. EUR 2017 2018
Minimalwerte 6.801 21.746
Maximalwerte 27.982 24.944
Durchschnittswerte 15.915 23.136
Werte zum Jahresende 27.982 24.944
1) inklusive Credit Spread-Risiken

Der Value-at-Risk aus dem Zinsänderungsrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95% berechnet.

(45) AKTIENKURSRISIKO

VALUE-AT-RISK-WERTE AKTIENKURSRISIKO

in Tsd. EUR
2017
2018
Minimalwerte
991
1.366
Maximalwerte
1.169
1.708
Durchschnittswerte
1.098
1.523
Werte zum Jahresende
1.169
1.366

Der Value-at-Risk aus dem Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95% berechnet.

(46) RISIKEN AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

VALUE-AT-RISK-WERTE AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

in Tsd. EUR 2017 2018
Minimalwerte 599 581
Maximalwerte 665 699
Durchschnittswerte 628 640
Werte zum Jahresende 599 673

Der Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95% berechnet.

(46.1) WECHSELKURSRISIKO – OFFENE DEVISENPOSITION

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
HRK -2.881 -2.901
USD -780 -4
GBP 383 80
JPY - -16
CHF -1.566 2.134

(47) LIQUIDITÄTSRISIKO

(47.1) REFINANZIERUNGSFÄHIGE SICHERHEITEN

in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
bei der OeNB hinterlegte Wertpapiere
688.084
763.667
bei Clearstream hinterlegte Wertpapiere
63.357
47.372
bei Euroclear hinterlegte Wertpapiere
60.694
60.753
an die OeNB zedierte Kreditforderungen
384.695
302.531
an die Slowenische Nationalbank zedierte Kreditforderungen
9.551
3.077
Summe EZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten
1.206.381
1.177.400
abzüglich Tendersperre OeNB
-300.000
-296.943
abzüglich EUREX Repo
-3.121
-3.225
Summe freie ESZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten
903.260
877.232
Barmittel
84.924
85.619
OeNB-Guthaben
333.649
426.223
Liquiditätspuffer
1.321.833
1.389.074
sonstige Wertpapiere
46.993
51.989
Counterbalancing Capacity
1.368.826
1.441.063

(47.2) ENTWICKLUNG DER REFINANZIERUNGSSTRUKTUREN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Spareinlagen 1.475.137 1.429.395
Sonstige Kundeneinlagen 3.481.351 4.038.068
Verbriefte Verbindlichkeiten 553.952 571.052
Nachrangkapital 158.622 179.667
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.986 836.489

(47.3) DERIVATIVE UND NICHT-DERIVATIVE VERBINDLICHKEITEN AUF CASH FLOW-BASIS 2018

in Tsd. EUR Buchwerte Vertragliche
Cash Flows1)
< 1Monat 1 Monat bis
1 Jahr
1-5 Jahre > 5 Jahre
Nicht-derivative Verbindlichkeiten 7.054.671 7.363.611 899.449 2.489.679 1.163.156 2.811.328
– Einlagen von Kreditinstituten 836.489 853.971 190.246 310.648 313.405 39.672
– Einlagen von Kunden 5.467.462 5.658.626 707.376 2.094.315 522.880 2.334.055
– Verbriefte Verbindlichkeiten 571.052 641.768 1.826 57.254 236.111 346.577
– Nachrangige Verbindlichkeiten 179.667 209.245 - 27.461 90.760 91.023
Derivative Verbindlichkeiten 7.871 2.007 143 1.273 579 12
– Derivate im Bankbuch 7.871 2.007 143 1.273 579 12
Gesamt 7.062.542 7.365.618 899.592 2.490.952 1.163.734 2.811.340
1) nicht abgezinst

DERIVATIVE UND NICHT-DERIVATIVE VERBINDLICHKEITEN AUF CASH FLOW-BASIS 2017

in Tsd. EUR Buchwerte Vertragliche
Cash Flows1)
< 1Monat 1 Monat bis
1 Jahr
1-5 Jahre > 5 Jahre
Nicht-derivative Verbindlichkeiten 6.364.049 6.662.401 751.010 2.811.506 683.470 2.416.416
– Einlagen von Kreditinstituten 694.986 692.595 110.950 565.349 10.027 6.269
– Einlagen von Kunden 4.956.489 5.165.963 638.234 2.154.819 318.523 2.054.387
– Verbriefte Verbindlichkeiten 553.952 618.715 1.826 63.586 265.123 288.180
– Nachrangige Verbindlichkeiten 158.622 185.128 - 27.751 89.797 67.580
Derivative Verbindlichkeiten 14.273 8.008 358 7.650 - -
– Derivate im Bankbuch 14.273 8.008 358 7.650 - -
Gesamt 6.378.322 6.670.410 751.368 2.819.156 683.470 2.416.416
1) nicht abgezinst

(48) OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN NACH EREIGNISKATEGORIEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Betrug 17 60
Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit 22 47
Kunden, Produkte, Geschäftspraxis 2.354 1.576
Sachschäden 11 9
Systemfehler 14 33
Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement 203 142

ERGÄNZENDE ANGABEN

(49) FAIR VALUES

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden

31.12.2018

31.12.2018 LEVEL 3
LEVEL 2 "Interne
in Tsd. EUR LEVEL 1
"Marktwert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Aktiva
Forderungen an Kunden
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) - - 54.750 54.750
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) - - 85.287 85.287
Handelsaktiva (Derivate) - 8.045 - 8.045
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45 - - 45
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 21.978 - - 21.978
– at Fair Value OCI 68.977 - - 68.977
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45.780 - - 45.780
– at Fair Value OCI 4.191 3.665 81.973 89.829
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - - 84.744 84.744
Handelspassiva - 8.362 - 8.362

Aufgrund der Änderung der Bewertungsmethode wurden zum Fair Value im OCI bewertetete Beteiligungen in Höhe von 50,3 Mio. EUR von Level 1 in Level 3 umgegliedert.

31.12.2017
in Tsd. EUR
LEVEL 1
"Marktwert"
LEVEL 2
"Marktwert
basierend"
LEVEL 3
"Interne
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Aktiva
Handelsaktiva - 9.837 - 9.837
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 22.495 - 55.805 78.300
FV Available-for-Sale 148.930 3.477 29.662 182.069
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - - 84.688 84.688
Handelspassiva - 14.608 - 14.608

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

Bei den im AfS-Bestand unter Level 3 ausgewiesenen Werten handelt es sich in Höhe von 22,0 Mio. EUR um zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Beteiligungen. Des Weiteren sind sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften mit einem Buchwert von 7,2 Mio. EUR enthalten, von welchem Beteiligungen in Höhe von 5,7 Mio. EUR zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Für unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wurde keine Fair Value-Bewertung durchgeführt.

in Tsd. EUR Forderungen an Kunden
at Fair Value through Profit
or Loss (designiert)
Forderungen an Kunden
at Fair Value through Profit
or Loss (verpflichtend)
Anteilsrechte und andere
nicht verzinsliche Wert
papiere at Fair Value OCI
Verbriefte Verbindlichkeiten
at Fair Value through
Profit or Loss
Stand zum 01.01.2018 55.805 48.138 29.662 84.688
GuV-Rechnung1) -1.515 181 - 56
Umgliederungen - - 50.309 -
Sonstiges Ergebnis - - -1.788 -
Käufe/Zugänge 35.391 15.821 4.115 -
Verkäufe/Tilgungen -4.394 -9.390 -325 -
Stand zum 31.12.2018 85.287 54.750 81.973 84.744

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN 2017

Stand zum 31.12.2017 55.805 84.688 22.033
Verkäufe/Tilgungen -12.131 - -
Käufe/Zugänge 16.700 - -
Umgliederung in Level 2 - - -3.477
Sonstiges Ergebnis - - 12.518
GuV-Rechnung1) -1.439 -442 -
Stand zum 01.01.2017 52.675 85.130 12.992
in Tsd. EUR FV at Fair Value through
Profit or Loss
verbriefte Verbindlichkeiten
hiervon at Fair Value
through Profit or Loss
FV Available-for-Sale

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2018 auf den Marktwert mit -1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2018 auf den Marktwert mit 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) aus.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,8 Mio. EUR) führen.

Von den Level 3 Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 18,9 Mio. EUR ist der Zinssatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduzierte den Fair Value um 1,2 Mio. EUR. Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkte führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 1,4 Mio. EUR. Für Level 3 Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 52,4 Mio. EUR sind Kurswerte die wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter. Eine Veränderung der Kurswerte um 10 %, verändert den Fair Value um 3,6 Mio. EUR. Für Level 3 Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9,2 Mio. EUR ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.

31.12.2018 LEVEL 3
LEVEL 1 LEVEL 2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value Buchwert
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total 31.12.2018
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute1) - - 177.116 177.116 176.926
Forderungen an Kunden1) - - 5.850.304 5.850.304 5.777.942
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 861.721 - - 861.721 813.421
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 833.011 833.011 836.489
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 5.467.571 5.467.571 5.467.463
Verbriefte Verbindlichkeiten 169.344 251.349 79.874 500.566 486.308
Nachrangkapital 167.178 13.354 2.340 182.872 179.667
1) vermindert um EWB/ECL

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN, DIE NICHT ZUM FAIR VALUE BILANZIERT WERDEN

31.12.2017 LEVEL 2 LEVEL 3
"Interne
in Tsd. EUR LEVEL 1
"Marktwert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Buchwert
31.12.2017
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute - - 117.300 117.300 117.227
Forderungen an Kunden - - 5.515.865 5.515.865 5.451.120
FV1) Held-to-Maturity 837.465 - - 837.465 782.765
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 695.447 695.447 694.986
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 4.983.585 4.983.585 4.975.840
Verbriefte Verbindlichkeiten 226.207 178.019 82.342 486.568 469.264
Nachrangkapital 161.333 - 2.355 163.688 158.622

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

(50) FINANZINVESTITIONEN IN EIGENKAPITALINSTRUMENTE

Für alle Eigenkapitalinstrumente, die unter IAS 39 als Available-for-Sale ausgewiesen wurden, wird gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde. Dabei handelt es sich neben einer geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 4,2 Mio. EUR überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Anteile an Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden.

Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt.

Aus dem Verkauf von Aktien im Geschäftsjahr 2018 schlagen sich 424,4 Tsd. EUR in den Gewinnrücklagen nieder. Es handelt sich dabei um geringfügige Transaktionen.

DARSTELLUNG WESENTLICHER SONSTIGER BETEILIGUNGEN

in Tsd. EUR Beizulegender
Zeitwert zum
31.12.2018
in 2018 erfasste
Dividenden
erträge
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. 15.118 231
Generali 3Banken Holding AG 33.712 465
Wienerberger AG 1.420 32
3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH 2.187 -
Oesterreichische Kontrollbank AG 14.531 1.000
BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft 3.665 -
PEKRA Holding GmbH 4.326 -
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH 3.371 -
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH (in Liquidation) 1.694 -
3 Banken Kfz-Leasing GmbH 1.551 404
3 Banken IT GmbH 1.050 -
Sonstige strategische Beteiligungen 3.013 742

(51) GEWINNE/VERLUSTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN 2018

in Tsd. EUR 2018
Zinsertrag 1.746
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste -4.845
Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) -3.099
Zinsertrag 1.216
Zinsaufwand -2.010
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste -2.841
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste -56
Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert) -3.690
Zinsertrag 151.121
Provisionsüberschuss 41.123
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste 51
Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 192.295
Zinsertrag 3.311
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste -1.763
Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis (designiert) 1.547
Zinsertrag 687
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste 64
Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste -70
Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis 680
Zinsaufwand -28.875
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste -
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -28.875
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

2) FI = Finanzinstrumente

ERFOLGSRECHNUNG NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN 2017

Zinsertrag Handelsbestand
17
Gewinne/Verluste aus Handelsbestand
1.527
Ergebnis aus Handelsbestand
1.544
Zinsertrag aus FV1) at Fair Value through Profit or Loss
3.440
Zinsaufwand aus FI2) at Fair Value through Profit or Loss
-2.012
Gewinne/Verluste aus FV at Fair Value through Profit or Loss
1.300
Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss3)
2.728
Zinsertrag aus FV Available-for-Sale
4.742
Gewinne/Verluste aus FV Available-for-Sale
2.725
Bewertungsergebnis von FV Available-for-Sale
190
Ergebnis aus FV Available-for-Sale
7.656
Zinsertrag aus Krediten und Forderungen
127.529
Wertminderungen (Risikovorsorge) aus Krediten und Forderungen
-26.724
Provisionsgeschäft im Zusammenhang mit Krediten und Forderungen
34.821
Ergebnis aus Krediten und Forderungen
135.627
Zinsertrag aus FV Held-to-Maturity
16.558
Gewinne/Verluste aus FV Held-to-Maturity
-4
Ergebnis aus FV Held-to-Maturity
16.555
Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten at amortised cost
-32.422
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten at amortised cost
-32.422
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen4)
-54.513
in Tsd. EUR 2017
Jahresüberschuss vor Steuern 77.175

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte 2) FI = Finanzinstrument

3) Fair Value-Option sowie Bewertungsergebnis von Derivaten aus der Sonstigen Aktiva und Sonstigen Passiva

4) inkludiert übriges Zins- und Provisionsergebnis, Verwaltungsaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

(52) ANGABEN ZU ANTEILEN AN ANDEREN UNTERNEHMEN

Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die BTV AG aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20%-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank, der BTV AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. bzw. für die Beteiligung an der BTV AG besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG, der Generali 3Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag.

Die Oberbank AG und BTV AG wurden mit Stichtag 30. September 2018 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen.

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Stimmrechte in % Kapitalanteile in % Beizulegender
Zeitwert des Anteils
Werte
jeweils zum 31.12.
Art der Beziehung
des Unternehmens
Sitz der
Gesellschaft
2017 2018 2017 2018 2017 2018
Oberbank AG Strategische Beteiligung
zur Sicherung der
Eigenständigkeit
Linz 15,2 15,2 14,2 14,2 410.051 449.828
BTV AG Strategische Beteiligung
zur Sicherung der
Eigenständigkeit
Innsbruck 14,8 14,7 13,6 13,6 96.065 110.065

FINANZINFORMATIONEN ZU DEN WESENTLICHEN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Oberbank AG BTV AG
in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018
Zinsüberschuss 315,31) 345,2 119,61) 123,8
Provisionsüberschuss 140,6 159,2 50,9 51,8
Konzernjahresüberschuss nach Steuern 200,5 225,6 76,0 107,1
Bilanzsumme 20.830,6 22.212,6 10.462,6 11.630,1
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge 14.367,6 15.633,0 7.141,9 7.753,5
Eigenkapital 2.466,8 2.797,9 1.367,3 1.639,0
Primärmittel 13.394,7 14.244,0 7.605,7 8.162,3
– hiervon Spareinlagen 2.719,0 2.684,1 1.265,7 1.260,0
– hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital 1.997,4 2.098,3 1.318,1 1.356,5
Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) 3.261 4.515 1.121 1.261

1) Vorjahreswerte wurden angepasst

Gemeinsame Vereinbarung – Gemeinschaftliche Tätigkeit

Nach IFRS 11 ist die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Die ALGAR wird von der Oberbank AG, BTV AG und der BKS Bank AG gemeinschaftlich geführt und dient der Absicherung von Risiken aus Großkrediten der Gesellschafterbanken. Je ein Geschäftsführer wird pro Bank entsendet, die gemeinsame Vertretung erfolgt durch zwei Geschäftsführer. Die Generalversammlung beschließt stets einstimmig. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.

Nicht beherrschende Anteile

Nicht beherrschende Anteile stellen in der BKS Bank Gruppe einen minimalen Anteil dar, weshalb Angaben aufgrund der Unwesentlichkeit unterbleiben.

(53) ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können.

Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates eingeschlossen werden müssen.

Höhe der ausstehenden Salden erhaltene Garantien gewährte Garantien
in Tsd. EUR per 31.12.2017 per 31.12.2018 per 31.12.2017 per 31.12.2018 per 31.12.2017 per 31.12.2018
Nicht konsolidierte
Tochterunternehmen - - - -
Forderungen 2.914 2.927
Verbindlichkeiten 1.234 2.287
Assoziierte Unternehmen und
gemeinsame Vereinbarungen
- - - -
Forderungen 2.494 2.451
Verbindlichkeiten 65.464 669
Mitglieder des Managements - - - -
Forderungen 424 235
Verbindlichkeiten 1.151 1.417
Sonstige nahestehende Personen - - - -
Forderungen 166 117
Verbindlichkeiten 726 827

ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

in Tsd. EUR
2017
2018
Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer
996
997
– davon Arbeiter
55
54
– davon Angestellte
941
943
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen
3.452
3.540
Bezüge des Vorstandes
– Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder
1.349
1.460
– Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener
940
865
Bezüge des Aufsichtsrates
– Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder
234
236
– Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebener
-
-
Vergütungen des Managements gemäß IAS 24
1.583
1.880
– Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen
1.336
1.503
– Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
156
377
– Vergütungen für andere langfristige Leistungen
91
-
– Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
-
-
– anteilsbasierte Vergütungen
-
-
Gewährte Vorschüsse und Kredite
– Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Vorstand
57
25
– Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Aufsichtsrat
367
210
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
– Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern
116
-367
– Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer
6.204
5.322

Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt.

(54) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.

SEGMENTERGEBNIS 2018

Privatkunden Firmen
kunden
Financial
Markets
Sonstige Summe
25.636 102.306 43.660 2.939 174.541
- - 44.848 - 44.848
491 -18.901 118 - -18.293
24.670 30.555 -192 434 55.467
- - 280 - 280
-51.153 -49.985 -7.413 -6.026 -114.577
1.673 1.190 536 -5.924 -2.525
- -7.816 -36 -7.851
1.317 65.164 29.173 -8.612 87.041
537.961 3.208.736 953.340 59.082 4.759.119
62.847 374.815 681.621 14.128 1.133.410
2.809.587 3.831.417 1.615.911 178.023 8.434.938
2,1% 17,4% 4,3% - 7,7%
98,4% 37,3% 16,7% - 50,3%
- 18,5% - - 10,5%

SEGMENTERGEBNIS 2017

in Tsd. EUR Privatkunden Firmen
kunden
Financial
Markets
Sonstige Summe
Zinsüberschuss 25.012 89.978 42.197 2.568 159.754
– hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - - 39.068 - 39.068
Risikovorsorge -1.622 -23.444 -1.658 - -26.724
Provisionsüberschuss 21.737 27.415 326 418 49.896
Handelsergebnis - - 1.545 - 1.545
Verwaltungsaufwand -51.782 -48.201 -5.900 -1.872 -107.755
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen 1.192 1.223 -60 -6.107 -3.752
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten - - 4.211 - 4.211
Jahresüberschuss vor Steuern -5.464 46.970 40.662 -4.993 77.175
Ø risikogewichtete Aktiva 496.525 3.100.220 955.081 52.452 4.604.277
Ø zugeordnetes Eigenkapital 48.236 299.023 644.008 11.395 1.002.663
Segmentverbindlichkeiten 2.679.816 3.345.919 1.373.547 180.215 7.579.497
ROE auf Basis Jahresüberschuss -11,3% 15,7% 6,3% - 7,7%
Cost-Income-Ratio 108,0% 40,6% 13,4% - 51,9%
Risk-Earnings-Ratio 6,5% 26,1% 3,9% - 16,7%

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand. Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:

– Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene

– Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten

– Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden zum Ende 2018 rund 21.400 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2018 waren diesem Segment rund 143.000 Kunden zugeordnet.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.

(55) ZINSLOSE AKTIVA

Zinslose Aktiva 194.229 146.868 -24,4
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 59,2 Mio. EUR).

(56) GESAMTKAPITALRENTABILITÄT

Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2018 0,96% (Vorjahr: 0,90%).

(57) NACHRANGIGE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Forderungen an Kunden 40 40 -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - - -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - - -

(58) FREMDWÄHRUNGSVOLUMINA

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Vermögenswerte 287.556 314.891 9,5
Verbindlichkeiten 215.367 288.913 34,1

(59) VERWALTUNGS- UND AGENTURDIENSTLEISTUNGEN

Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen 1.769 1.770 0,1
in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %

(60) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in %
Bürgschaften und Garantien 383.312 426.642 11,3
Akkreditive 4.032 1.381 -65,7
Eventualverbindlichkeiten 387.344 428.023 10,5
Sonstige Kreditrisiken 1.377.699 1.337.235 -2,9
Kreditrisiken 1.377.699 1.337.235 -2,9

Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.

(61) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Im ersten Quartal 2019 übernehmen wir von der slowenischen Wertpapiergesellschaft ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. rund 25.000 Kunden. Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.

(62) IN DEN AKTIVPOSTEN ENTHALTENE SICHERHEITEN FÜR VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten Vermögenswerte 31.12.2017 31.12.2018
Mündelgelder gemäß § 230a ABGB Wertpapiere 12.999 11.894
Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel Wertpapiere 1.585 1.588
Kaution für Handel an EUREX Wertpapiere 788 757
Sicherheiten Xetra Wertpapiere 1.486 3.969
Pfandsperre Euro-Clear Wertpapiere 25.107 10.090
EUREX Repo (GC Pooling) Wertpapiere 3.036 3.552
Margin Finanztermingeschäfte Forderung Kreditinstitute 8.463 4.135
Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung Kredite 300.000 296.943
Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte
Schuldverschreibungen Kredite 234.348 261.049
Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen
für fundierte Schuldverschreibungen Kredite 11.232 9.920
Solidarpfand OeKB CCPA Forderung Kreditinstitute 50 60

Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.

(63) ANGABEN ZU VERGÜTUNGEN AN DEN BANKPRÜFER

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss 522 654 25,3
Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen 159 166 4,4
Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung 54 61 13,0
Summe Honorare 735 881 19,9

(64) OPERATING LEASING

Die Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen lassen sich wie folgt darstellen:

in Tsd. EUR 2017 2018 ± in %
bis zu 1 Jahr 3.106 3.107 -
zwischen 1 Jahr und 5 Jahren 11.354 11.902 4,8
länger als 5 Jahre 15.917 13.529 -15,0
Mindestleasingzahlungen gesamt 30.377 28.538 -6,1

(65) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Zinssatzverträge 5.000 128.234 218.830
Zinsswaps 5.000 128.234 218.830
– Kauf 2.500 64.117 109.415
– Verkauf 2.500 64.117 109.415
Optionen auf zinsbezogene Instrumente - - -
– Kauf - - -
– Verkauf - - -
Wechselkursverträge 902.459 177.317 -
Devisentermingeschäfte 509.497 - -
– Kauf 255.230 - -
– Verkauf 254.267 - -
Kapitalmarktswaps - 177.317 -
– Kauf - 88.578 -
– Verkauf - 88.739 -
Geldmarktswaps (Devisenswaps) 392.962 - -
– Kauf 195.910 - -
– Verkauf 197.052 - -
Wertpapierbezogene Geschäfte - - -
Aktienoptionen - - -
– Kauf - - -
– Verkauf - - -

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
1.200 11.070 1.004
- - -
- - -
- - -
1.200 11.070 1.004
600 5.535 502
600 5.535 502
- - -
- - -
- - -
- - -
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten

FINANZINSTRUMENTE DES HANDELSBUCHES

in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
Verzinsliche Wertpapiere
-
-
Substanzwerte
-
-
Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2017 31.12.2018
31.12.2017
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018
289.788 352.064
6.687
5.964 4.991 5.544
289.788 352.064
6.687
5.964 4.991 5.544
144.894 176.032
71
- 4.991 5.544
144.894 176.032
6.616
5.964 - -
- -
-
- - -
- -
-
- - -
- -
-
- - -
1.277.527 1.079.776
2.542
1.464 9.274 2.377
538.228 509.497
85
935 3.176 987
267.980 255.230
12
909 3.176 960
270.248 254.267
73
26 - 27
335.557 177.317
129
- 6.089 257
164.646 88.578
-
- - -
170.911 88.739
129
- 6.089 257
403.742 392.962
2.328
529 9 1.133
202.715 195.910
68
13 - 10
201.027 197.052
2.260
516 9 1.123
- -
-
- -
- -
-
- -
- -
-
- -
- -
-
- -

(65) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018
14.918 13.274 6 2 6 2
120 - - - - -
60 - - - - -
60 - - - - -
14.798 13.274 6 2 6 2
7.399 6.637 6 2 - -
7.399 6.637 - - 6 2
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -

Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Wolfgang Mandl bis 31. Dezember 2018 Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak ab 01. September 2018

Kapitalvertreter im Aufsichtsrat

Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro DDI Dr. mont. Josef Korak bis 09. Mai 2018 Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt ab 09. Mai 2018 Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Gertrude Wolf bis 28. Feber 2018 Mag. Ulrike Zambelli

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

SCHLUSSBEMERKUNGEN DES VORSTANDES

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 82 ABSATZ 4 BÖRSEGESETZ

Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft im Inland, Private Banking, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media, CSR und Investor Relations, Konzerntöchter und Beteiligungen

Mag. Alexander Novak

Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft im Ausland, Konzerntreasury, Leasing- und Immobilientöchter im Ausland, IKT Ausland

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Filialservice und Treasury, IKT und Betriebsorganisation, Wertpapierservice, 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge und das Risikomanagement

–224– –225–

GEWINNVERTEILUNGS-VORSCHLAG

Das Geschäftsjahr 2018 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 10.145.255,78 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,23 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 42.942.900 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 9.876.867,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

–226–

BESTÄTIGUNGS-VERMERK

GEWINNVERTEILUNGSVORSCHLAG

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Prüfungsurteil Wir haben den Konzernabschluss der

BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee,

und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a UGB sowie 59a BWG.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des

Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Für den diesjährigen Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:

  • Werthaltigkeit der Forderungen Kunden
  • Klassifikationen und Bewertung von at Equitybilanzierten Unternehmen

Werthaltigkeit der Forderungen Kunden

Siehe Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Risikovorsorge)" sowie in Abschnitt "Ermessensentscheidungen und Schätzungen (Unterpunkt Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge)".

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von TEUR 6.025.858 ausgewiesen. Die Risikovorsorgen betragen TEUR 107.879.

Der Konzern überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob ein Kreditausfall vorliegt und somit eine Einzelwertberichtigung zu bilden ist (Stufe 3). Für nicht ausgefallene Forderungen (Stufen 1 und 2) werden Portfoliowertberichtigungen für den erwarteten Kreditverlust (ECL-Expected Credit Loss) berechnet. Die Stufenzuordnung basiert auf Annahmen und Ermessensentscheidungen.

Die Vorsorgen für Forderungen der Stufen 1 und 2 bzw für nicht signifikante Forderungen der Stufe 3 (Ausfall) basieren auf Modellen mit statistischen Parametern wie beispielsweise von 1 Year- bzw Lifetime-Ausfallswahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten und sind durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich vor allem daraus, dass der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Prozesse und wesentliche Kontrollen zur Bildung von Vorsorgen für den erwarteten Kreditverlust erhoben und beurteilt, ob das ECL-Modell mit den Vorgaben des IFRS 9 konsistent und geeignet ist, die Werthaltigkeit der Kreditforderungen angemessen abzubilden. Weiters haben wir wesentliche Schlüsselkontrollen innerhalb dieser Prozesse getestet. Dabei haben wir die Kontrollen auf ihr Design, ihre Implementierung und ihre Effektivität überprüft.

Bei der Beurteilung der Vorsorgen für nicht ausgefallene Kredite und ausgefallene nicht signifikante Kredite haben wir Finanzmathematiker eingebunden und auf Basis von bankinternen Validierungen der verwendeten Parametern – insbesondere zu 1 Year- und Lifetime-Ausfallswahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten – beurteilt, ob die Annahmen angemessen sind. Zusätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien analysiert und deren Berücksichtigung in Stufenzuordnung und Parameterschätzung überprüft. Weiters haben wir die rechnerische Richtigkeit der Berechnung nachvollzogen. Wir haben die dargestellten Prüfungshandlungen aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 sowohl für die Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2018 als auch zum Stichtag 31. Dezember 2018 durchgeführt.

Auf Basis einer Stichprobe signifikanter Einzelkredite haben wir überprüft, ob Kreditausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichproben erfolgte hierbei großteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei festgestellten Kreditausfällen wurde beurteilt, ob die getroffenen

Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und der Sicherheiten angemessen sind.

Abschließend haben wir beurteilt, ob die qualitativen und quantitativen Angaben im Anhang insbesondere auch zur Erstanwendung des IFRS 9 betreffend der Wertminderung von Kreditforderungen vollständig und angemessen sind.

KLASSIFIKATION UND BEWERTUNG VON AT EQUITY-BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Siehe Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Anteile an at Equitybilanzierten Unternehmen)".

Das Risiko für den Abschluss

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at Equity-Methode bilanziert. Insgesamt belaufen sich die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der at Equitybilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf TEUR 599.668. Die wesentlichsten Beteiligungen betreffen die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft.

Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung der at Equity-bilanzierten Unternehmen vor, wird auf Basis eines Dividend Discount-Modells ein Nutzungswert ermittelt. Dabei stellen Annahmen zu zukünftig ausschüttbaren Ergebnissen unter Beachtung der relevanten Eigenkapitalvorschriften die bewertungsrelevanten Erträge dar, welche mit einem Eigenkapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Diese Bewertung ist von internen und externen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von der Unternehmensplanung, der Höhe des Diskontierungszinssatzes und dem in der ewigen Rente zugrunde gelegten nachhaltigen Zukunftserfolg.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Bewertung mit wesentlichen Ermessens- und Schätzunsicherheiten verbunden ist.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben durch Einsichtnahme in die vorgelegten Unterlagen und Verträge untersucht, ob die Voraussetzungen für die Klassifizierung als assoziiertes Unternehmen vorliegen.

Von unseren eingebundenen Bewertungsspezialisten wurde die Angemessenheit des Bewertungsmodelles und die darin getroffenen wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen beurteilt. Dafür haben wir die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit marktund branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit überprüft und die Herleitung der Diskontierungssätze nachvollzogen. Wir haben die in das Bewertungsmodell eingehenden Datengrundlagen der Unternehmensplanungen analysiert und unter anderem auf ihre Planungstreue durch Vergleich der Ist-Werte des aktuellen Jahres mit den im Vorjahr verwendeten Planungswerten überprüft.

Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben in den Notes zu den at Equity-bilanzierten Unternehmen angemessen sind.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a UGB sowie 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

– Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. – Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im

internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 7. Juni 2017 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Abschluss zum 31. Dezember 1991, der erstmalig durch KPMG geprüft wurde, Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von den Konzernunternehmen gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.

Klagenfurt, am 8. März 2019

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer

Chimären-Stahlschnitt-Schlüssel, 17. Jahrhundert

ERGÄNZENDE ANGABEN

Aktionärsstruktur 3 Banken Gruppe –234– Unsere Unternehmenshistorie –235– Glossar –236– Abkürzungsverzeichnis –243– Zukunftsbezogene Aussagen –246– Impressum –246–

AKTIONÄRSSTRUKTUR 3 BANKEN GRUPPE

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK AG

nach nach
in % Stimmrechten Kapitalanteilen
1 Oberbank AG 19,3 18,5
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 19,5 18,9
3 Generali 3Banken Holding AG 7,8 7,4
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,1 3,0
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,4 0,8
6 UniCredit Bank Austria AG 6,1 6,6
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 24,2 23,2
8 Streubesitz 19,6 21,6
Grundkapital in EUR 85.885.800
Anzahl Stamm-Stückaktien 41.142.900

Anzahl Vorzugs-Stückaktien 1.800.000

Die in Rot gehaltenen Aktionäre haben Syndikatsvereinbarungen abgeschlossen.

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER OBERBANK AG

nach nach
in % Stimmrechten Kapitalanteilen
1 BKS Bank AG 15,2 14,2
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 17,0 16,2
3 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 5,0 4,5
4 Generali 3Banken Holding AG 1,8 1,6
5 Mitarbeiterbeteiligung 3,9 3,8
6 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 26,0 23,8
7 Streubesitz 31,2 36,0
Grundkapital in EUR 105.921.900
Anzahl Stamm-Stückaktien 32.307.300
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 3.000.000

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG AG

nach nach
in %
1 BKS Bank AG
Stimmrechten
14,7
Kapitalanteilen
13,6
2 Oberbank AG 14,3 13,2
3 Generali 3Banken Holding AG 16,0 14,8
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg.
Gen.m.b.H. 2,7 2,5
5 BTV Privatstiftung 0,6 0,6
6 UniCredit Bank Austria AG 6,3 9,9
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 40,5 37,5
8 Streubesitz 4,9 7,8
Grundkapital in EUR 68.062.500
Anzahl Stamm-Stückaktien 31.531.250

Anzahl Vorzugs-Stückaktien 2.500.000

UNSERE UNTERNEHMENSHISTORIE

1922

A. v. Ehrfeld tritt mit der Bayerischen Hypothekenund Wechselbank in ein Kommanditverhältnis unter dem Namen "Kärntner Kreditund Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" ein.

1928

Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führen zur Gründung der "Bank für Kärnten".

1939

Änderung des Firmenwortlautes "Bank für Kärnten" in "Bank für Kärnten Aktiengesellschaft".

1964

Es wird mit dem Ausbau des Zweigstellennetzes begonnen.

1983

Mit der Expansion in die Steiermark wird der Firmenwortlaut in "Bank für Kärnten und Steiermark Aktiengesellschaft" (kurz: BKS) geändert.

1986

Going Public der BKS-Stammaktie im Amtlichen Handel an der Wiener Börse.

1990

Eröffnung der ersten Filiale in Wien.

1998

Beginn der internationalen Expansion mit Gründung einer Repräsentanz in Kroatien und dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien.

2000

Erstmaliger gemeinsamer Auftritt der BKS Bank mit den Schwesterbanken als 3 Banken Gruppe.

2003

Erwerb der Mehrheit an der "Die Burgenländische Anlage & Kredit Bank AG" (Die BAnK).

2004

Inbetriebnahme der ersten slowenischen Bankfiliale in Slowenien und Errichtung einer Repräsentanz in Italien.

2005

Gründung einer Repräsentanz in Ungarn. Der Firmenwortlaut wird an die Expansion der letzten Jahre angepasst und lautet nun "BKS Bank AG".

2007

Übernahme der Kvarner banka d.d. und damit Eintritt in den Bankenmarkt in Kroatien. Kauf der slowakischen "KOFIS Leasing".

2011

Markteintritt in das slowakische Bankgeschäft.

2015

Die renommierte Ratingagentur oekom research AG erkannte der BKS Bank den "Prime"- Status erstmalig zu.

2016

Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank werden in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen. Die kroatische BKS Bank d.d. wird mit der BKS Bank AG verschmolzen.

2017

Als erstes Kreditinstitut in Österreich haben wir einen Social Bond begeben. Die BKS Bank war erstmals für den Staatspreis Unternehmensqualität nominiert.

2018

ISS-oekom (vormals oekom research AG) verlieh der BKS Bank erneut den "Prime-Status". Damit zählen wir zu den nachhaltigsten Banken weltweit. Durch den Kauf von Kunden zweier slowenischer Brokergesellschaften werden die Weichen für die Marktführerschaft im Wertpapiergeschäft in Slowenien gestellt. Das Firmenkundenportal BizzNet geht online.

GLOSSAR

Amendment: Änderungen, Ergänzungen oder Nachbesserungen bei bestehenden IFRS-Standards werden in Form sogenannter Amendments erlassen.

APM-Komitee: Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (Asset Liability Management) ist ein internes Gremium der BKS Bank und verantwortlich für die Steuerung der Bilanzstruktur, des Zinsänderungsrisikos und der Liquidität.

At Equity bilanzierte Gesellschaften sind Beteiligungsunternehmen, die nicht beherrscht werden, bei denen jedoch die Möglichkeit besteht, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen maßgeblich mitzugestalten. Sie werden in die Konzernbilanz mit dem anteiligen Eigenkapital am Beteiligungsunternehmen aufgenommen. In die Konzern-GuV-Rechnung geht der dem Beteiligungsverhältnis entsprechende aliquote Anteil am Jahresüberschuss des Beteiligungsunternehmens ein.

Das Bankbuch umfasst alle bilanziellen und außerbilanziellen Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.

Mit dem BaSAG (Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken) wurde in Österreich die Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (siehe auch unter BRRD) umgesetzt, mit der sich Europa gemeinsam zu neuen Regeln für eine Bankenabwicklung verständigt hat. Die Banken haben präventiv Sanierungspläne auszuarbeiten und darzustellen, welche Maßnahmen sie bei einer Verschlechterung der finanziellen Lage ergreifen werden und wie eine geordnete Abwicklung oder Restrukturierung des Instituts erfolgen könnte.

BIP: Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen, an, die von einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres nach Abzug aller Vorleistungen hergestellt wurden. Um das BIP losgelöst von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet werden.

BRRD: Die Bank Recovery and Resolution Directive 2014/59/EU zur Sanierung und Abwicklung von Banken stellt den Rechtsrahmen für das Krisenmanagement im Finanzsektor dar. Ziel ist, dass jede Bank unabhängig von Größe und Komplexität abgewickelt werden kann, ohne die Stabilität des Finanzmarktes zu gefährden.

Die Capital Requirements Directive (CRD IV) ebnete den Weg zu einem solideren und sichereren europäischen Finanzsystem. Die Richtlinie war von den EU-Mitgliedsstaaten bis zum 31. Dezember 2013 in nationales Recht umzusetzen. In Österreich wurde das Bankwesengesetz (BWG) sowie verwandte Aufsichtsgesetze umfassend novelliert.

Die unmittelbar im österreichischen Rechtssystem anwendbare Capital Requirements Regulation - CRR I enthält ein einheitliches Mindestinstrumentarium für die nationalen Aufsichtsbehörden, somit bindende Vorschriften für alle Mitgliedsstaaten u. a. zu den Bestandteilen der Eigenmittel, zu den Eigenmittelanforderungen, zu Großkrediten (Großveranlagungen), zur Liquidität, zur Verschuldung (Leverage) und zur Offenlegung.

Corporate Social Responsibility (CSR) ist eine unternehmerische Praxis, die soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung mit ökonomischen Zielen verbindet: systematisch, nachvollziehbar, transparent und freiwillig.

Corporate Volunteering bezeichnet einerseits den freiwilligen Einsatz der Mitarbeiter bei sozialen Projekten und andererseits die Förderung des bereits bestehenden Freiwilligenengagements von Mitarbeitern.

Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsaufwand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz. Je niedriger die Quote, desto besser wirtschaftet das Unternehmen.

Counterbalancing Capacity (CBC) ist die Bezeichnung für die Liquiditätsreserve, die aus leicht liquidierbaren Asset-Positionen gebildet wird.

Credit Spread: Der Credit Spread ist die Risikoprämie bzw. Renditedifferenz zwischen einem verzinslichen Wertpapier und einem risikolosen Referenzzinssatz mit gleicher Laufzeit. Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar.

DBO steht für: Defined Benefit Obligation, der Wert einer Verpflichtung aus betrieblicher Altersversorgung nach der Projected Unit Credit Method.

Derivate bezeichnen Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Finanzinstrumente richten. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Optionen, Futures und Swaps.

Die Kennzahl Einlagenkonzentration dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen.

Endorsement: Damit neue International Financial Reporting Standards in Österreich anwendbar sind, bedarf es eines sogenannten Endorsements durch die Europäische Union. Als Endorsement bezeichnet man den Prozess, mit dem die Europäische Union die International Financial Reporting Standards übernimmt.

Expected-Loss-Modell: Erwartete Kreditverluste, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten oder über die gesamte Laufzeit (Lifetime Expected Credit Loss) nach dem Abschlussstichtag eintreten können.

Fair Value definiert den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde.

Der FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) wurde am 18. März 2010 vom US-Kongress mit der Zielsetzung erlassen, die Einhaltung der steuerlichen Verpflichtungen von US-Personen mit Konten im Ausland zu gewährleisten. Demnach sind alle Kreditinstitute verpflichtet, ihre Kunden mit US-Bezug zu identifizieren und – vorbehaltlich deren Zustimmung – namentlich an die US-amerikanische Steuerbehörde zu melden.

FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering) ist ein internationales Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche mit dem Sitz bei der OECD in Paris mit dem Auftrag, die Methoden der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu analysieren und Maßnahmen zu deren Bekämpfung zu entwickeln.

Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale (AfS) sind die zur Veräußerung zur Verfügung stehenden finanziellen Vermögenswerte eines Unternehmens.

Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity (HtM) sind erworbene Finanzinstrumente, die eine bestimmte Laufzeit und bestimmbare Zinszahlungen aufweisen. Es besteht die Absicht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten.

Unter Forbearance sind Zugeständnisse an einen Schuldner (z. B. Modifikationen von Verträgen) zu verstehen, wenn dieser Gefahr läuft, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Hiervon erfasst werden Kredite, Schuldverschreibungen, widerrufbare und unwiderrufbare Kreditzusagen mit Ausnahme von im Handelsstand gehaltenen Exposures. Der Forbearance-Status ist nach den Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) vierteljährlich zu melden.

Die Fristentransformation umfasst die professionelle Steuerung unterschiedlicher Fälligkeiten und der damit in Zusammenhang stehenden unterschiedlichen Verzinsungen von Aktiv- und Passivpositionen in der Bankbilanz unter Berücksichtigung aktueller und erwarteter Marktzinskurven sowie Fälligkeitsstrukturen.

Geschäftsmodell gemäß IFRS 9: Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 einem Geschäftsmodell zuzuordnen. Das Geschäftsmodell bestimmt, wie die Steuerung und Bewertung der Finanzinstrumente zu erfolgen hat.

Das Going Concern-Prinzip besagt, dass bei der Rechnungslegung oder Risikobetrachtung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Unter anderem ist dies wichtig für die Bewertung von Vermögenswerten.

Green Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter grüner Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Green Bond Principles erfüllen. Dabei kann es sich um neue und/oder bereits bestehende Projekte handeln. Die ausgewählten grünen Projekte sollten einen klaren Umweltnutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.

Das Handelsbuch umfasst alle Positionen eines Kreditinstituts aus dem Eigenhandel mit Finanzinstrumenten, die es zum Zweck des Wiederverkaufs hält oder übernommen hat, um bestehende oder erwartete Unterschiede zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen oder um Preis- und Zinsschwankungen kurzfristig zu nutzen. Nicht zum Handelsbuch zählende Positionen werden im Bankbuch geführt.

Hedging dient der Absicherung bestehender oder künftiger Positionen gegen Risiken, wie z. B. Kurs- und Zinsänderungsrisiken. Zu einer Position wird dabei eine korrespondierende Gegenposition aufgebaut, um damit das Risiko ganz oder teilweise auszugleichen.

Die Historische Simulation ist ein auf Verwendung historischer Zeitreihen basierendes statistisches Verfahren zur Ermittlung des Value-at-Risk.

ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) bezeichnet den umfassenden Prozess und die dazugehörige Strategie, mit denen Kreditinstitute die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des (internen) Kapitals vornehmen. Mit der Verteilung des ökonomischen Kapitals werden alle wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken gesteuert und begrenzt.

Das IFRS-Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien eines Unternehmens.

ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) ist neben dem ICAAP ein Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Liquidität nach Säule 2 und somit ein für Kreditinstitute wichtiges Instrument des Risikomanagements.

International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) in Form von einzelnen Standards verabschiedeten Rechnungslegungsvorschriften. Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie deren Veränderungen im Zeitablauf zu vermitteln. Im Gegensatz dazu orientiert sich ein nach dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellter Jahresabschluss vorrangig am Gläubigerschutzgedanken.

Die International Standards on Auditing (ISAs) sind international anerkannte, im jährlich erscheinenden Handbuch der International Federation of Accountants (IFAC) veröffentlichte Grundsätze der Abschlussprüfung, die entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) einzuhalten sind.

ISIN steht für International Securities Identification Number und dient der weltweit eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren. Die ISIN ist ein zwölfstelliger alphanumerischer Code und besteht aus einem zweistelligen internationalen Länderkürzel (z. B. AT für Österreich), einer neunstelligen nationalen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer. Die ISIN der Stammaktie der BKS Bank AG lautet AT0000624705, die der Vorzugsaktie AT0000624739.

ISS-oekom (vormals oekom research AG) ist eine weltweit führende Rating-Agentur im nachhaltigen Anlagesegment. Unternehmenssitz ist München. Geratet werden Unternehmen und Länder. Zusätzlich bietet oekom auch Strategieberatungen zu verschiedensten Nachhaltigkeitsthemen an.

Das Kernkapital gliedert sich in hartes und zusätzliches Kernkapital. Das harte Kernkapital umfasst die Positionen Grundkapital, einbehaltene Gewinne und sonstige Rücklagen. Zu den zusätzlichen Kernkapitalkomponenten zählen verbriefte Verbindlichkeiten, welche die Anforderungen des Artikels 52 CRR erfüllen.

Key Audit Matters sind die bedeutsamsten Prüfsachverhalte, die aus Sicht des Abschlussprüfers das größte Risiko einer wesentlichen Fehldarstellung beinhalten könnten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine für Investoren wichtige Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Hierbei wird der Börsekurs der Aktie in Relation zu dem im Vergleichszeitraum erzielten bzw. erwarteten Gewinn je Aktie gesetzt. Bei einem relativ niedrigen KGV wird eine Aktie als günstig bewertet angesehen, bei einem relativ hohen KGV als ungünstig.

Die Leverage Ratio wird aus dem Verhältnis des harten Kernkapitals zur nichtrisikogewichteten Aktiva inklusive außerbilanzieller Geschäfte ermittelt. Sie dient dem Ziel, jene Geschäftsmodelle zu begrenzen, welche auf hohen Bilanzständen und hoher Kreditqualität bei gleichzeitig geringem Eigenkapitaleinsatz basieren.

Lifetime Expected Loss: Die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments resultieren.

Liquidity Coverage Ratio (LCR): Mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicherzustellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss (Cash-Abfluss abzüglich Cash-Zufluss) der nächsten 30 Tage gegenübergestellt.

Loan-Deposit-Ratio ist das Verhältnis von Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Die Kennzahl beschreibt, zu welchem Prozentsatz die Ausleihungen durch Primäreinlagen refinanziert werden können.

Marktkapitalisierung ist der börsemäßige Wert eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der umlaufenden Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsekurs der jeweiligen Aktien.

MiFID II/MiFIR (Markets in Financial Instruments Directive) legt einheitliche Regeln für Wertpapierdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum fest. Primäre Ziele sind die Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung des Wettbewerbs unter Anbietern von Finanzdienstleistungen und damit die Verbesserung des Anlegerschutzes. MiFID II/MiFIR zielt auf die Verbesserung des bestehenden Regelwerkes ab, wobei ein Fokus auch auf den Handel auf regulierten Plattformen und auf mehr Transparenz im Hochfrequenzhandel gelegt wird.

Minimum Requirement for Eligible Liabilities (MREL): Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten gemäß Art. 45 BRRD. Die EU-Mitgliedsstaaten haben dafür zu sorgen, dass die Institute zu jedem Zeitpunkt eine Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für den Abwicklungsfall vorhalten.

Modified Duration ist eine Kennzahl zur Evaluierung der Zinsempfindlichkeit von Finanzanlagen. Ergebnis dieser Kennzahl ist ein Maß zur Approximation von Marktwertänderungen.

Net Stable Funding Ratio (NSFR): Diese Kennzahl beurteilt die Stabilität einer Refinanzierung über einen Zeithorizont von mehr als einem Jahr. Die NSFR soll sicherstellen, dass die Vermögenswerte in Relation zu deren Liquidierbarkeit zumindest anteilig mit langfristig gesicherten ("stabilen") Mitteln refinanziert werden. Damit soll die Abhängigkeit von der Funktionsfähigkeit und Liquidität des Interbankenmarkts reduziert werden.

NFC-Funktion: Die Abkürzung NFC steht für Near Field Communication. Eine NFC-Karte ermöglicht kontaktloses Bezahlen von Kleinbeträgen bis 25,- EUR. Der Bezahlvorgang wird gegenüber einer herkömmlichen Zahlung beschleunigt. Daten, die bisher durch Stecken der Karte ins Terminal ausgelesen wurden, werden per Funk übertragen.

Die Grundlage für die Berechnung der NPL-Quote bilden die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, zugesagten Kreditrahmen, Bankenforderungen und festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt wurden.

ÖNACE ist die österreichische Version des aus den NACE (Nomenclature statistique des activités économiques dans la Communauté européenne) abgeleiteten europäischen Klassifikationssystems von Wirtschaftszweigen. Die derzeitige NACE-kompatible Statistik heißt ÖNACE 2008.

OTC (over the counter)-Derivate sind außerbörsliche Finanzinstrumente, die direkt zwischen den Marktteilnehmern gehandelt werden.

Payment Services Directive: Die Zahlungsdiensterichtlinie (PSD, PSD 2) bildet die rechtliche Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarkts für den Zahlungsverkehr.

Primäreinlagen sind die einer Bank zur Verfügung gestellten Kundengelder in Form von Spar-, Sicht- und Termineinlagen, verbrieften Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital.

Projected Unit Credit-Methode oder Anwartschaftsbarwertverfahren bezeichnet ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung, das im internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 19 und in vielen ausländischen Rechnungslegungsstandards vorgeschrieben ist. Es wird zu jedem Bewertungsstichtag nur jener Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits verdient ist. Der Barwert des verdienten Teils der Verpflichtung wird als Defined Benefit Obligation bezeichnet.

Die Random Walk Simulation ist ein mathematisches Modell für eine Zufallsbewegung, die aus einer historischen Zeitreihe abgeleitet wird.

Return on Assets (ROA) ist das Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss ohne Fremdanteile) zu durchschnittlicher Bilanzsumme in Prozent.

Return on Equity (ROE) vor und nach Steuern ist das Verhältnis des Ergebnisses vor bzw. nach Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital. Diese Kennziffer beschreibt die Eigenkapitalverzinsung eines Unternehmens. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Gewinn wurde auf das Eigenkapital des Unternehmens erwirtschaftet.

Risk-Earnings-Ratio (RER) bezeichnet das Verhältnis des Kreditrisikoaufwandes zum Zinsergebnis. Der Prozentsatz gibt an, welcher Anteil des Zinsergebnisses für die Abdeckung des Kreditrisikos verwendet wird.

Social Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter sozialer Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Social Bond Principles erfüllen.

Die ausgewählten Projekte sollten einen klaren sozialen Nutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.

Solvabilität bezeichnet die Gegenüberstellung des sich aus den (gewichteten) Bilanzaktiva und außerbilanzmäßigen Geschäften ergebenden Eigenmittelerfordernisses mit den anrechenbaren Eigenmitteln gemäß CRR. Die Solvabilität wird in der CRR geregelt.

SPPI-Kriterium: Ein Kriterium für die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten stellt das SPPI-Kriterium dar. SPPI steht für "solely payment of principal and interest" und zielt auf die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswertes ab. SPPI-konform bedeutet, dass sich in den Zinsen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko und für andere grundlegende Risiken, die Kosten des Kreditgeschäfts sowie eine Gewinnmarge widerspiegeln. Die Ausprägung des SPPI-Kriteriums führt in Kombination mit dem Geschäftsmodell zu einer bestimmten Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9.

Supervisory Review and Evaluation Process (SREP): Der aufsichtsrechtliche Überprüfungs- und Evaluierungsprozess ist im Rahmen der Säule 2 (bankenaufsichtlicher Überprüfungsprozess) der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung neben dem internen Kapitaladäquanzverfahren Teil des Überprüfungsverfahrens hinsichtlich der Beaufsichtigung und Evaluierung des Risikomanagements des Kreditinstituts sowie der Angemessenheit seines ICAAP. Er wird in Österreich für less significant banks von der FMA als zuständiger Aufsichtsbehörde wahrgenommen. Weiters umfasst er die Überprüfung der Einhaltung sämtlicher relevanter Vorschriften, die Identifikation regelwidriger Zustände sowie die Verhängung von Aufsichtsmaßnahmen.

Swap ist die angloamerikanische Bezeichnung für ein Tauschgeschäft. Die Partner tauschen dabei Zahlungsverpflichtungen, wobei feste Zinszahlungen gegen variable getauscht (Zinsswaps) oder Beträge in verschiedenen Währungen ausgetauscht (Währungsswaps) werden. Zinsswaps ermöglichen eine Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken und damit eine feste Kalkulationsbasis durch Zinsfestschreibung. Währungsswaps ermöglichen eine Absicherung der Währungsrisiken durch den Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen, einschließlich der damit verbundenen Zinszahlungen.

Total risk exposure amount ist die Summe der nach Adresse- bzw. Partnerrisiko gewichteten Aktiva inklusive Erfordernissen aus dem operationalen Risiko, außerbilanzmäßigen und besonderen außerbilanzmäßigen Positionen des Bankbuches, die nach österreichischen bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften berechnet werden.

Value-at-Risk ist eine Methode zur Risikoquantifizierung. Sie misst die potentiellen künftigen Verluste, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.

Vollkonsolidierte Gesellschaften sind wesentliche, beherrschte Unternehmen, deren Aktiva, Passiva, Erträge und Aufwendungen nach Abzug von Konsolidierungsposten zur Gänze in den Konzernabschluss der BKS Bank einbezogen sind.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

ABGB Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch
AfA Absetzung für Abnutzung
AfB "Arbeit für Menschen mit Behinderung"; mildtätige und gemeinnützige
Gmbh
AfS Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale
AktG Aktiengesetz
ALGAR ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H.
AML Anti-Money Laundering
APA-OTS APA-OTS Originaltext-Service GmbH
APM Aktiv-Passiv-Management
APRÄG 2016 Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016
AR Aufsichtsrat
ATX Austrian Traded Index (Österreichischer Aktienindex)
AT1 Additional Tier 1 Capital
AVM Aktives Vermögensmanagement
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs
BaSAG Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken
BIP Bruttoinlandsprodukt
BörseG Börsegesetz
BRRD Bank Recovery and Resolution Directive
BSG BKS Service GmbH
BTV AG Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
BWG Bankwesengesetz
CBC Counterbalancing Capacity
CCF Credit Conversion Factor
CET1 Common Equity Tier 1 Capital
CHF Schweizer Franken
CIA© Certified Internal Auditor
CIR Cost-Income-Ratio
COSO Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission
CRD IV Capital Requirements Directive IV
C-Regeln "Comply or Explain"-Regeln
CRR Capital Requirements Regulation
CSR Corporate Social Responsibility
DAX Deutscher Aktienindex
DBO Defined Benefit Obligation
DCF-Methode Discounted-Cash-Flow-Methode
DSGVO Datenschutz-Grundverordnung
EAD Exposure at Default
EBA European Banking Authority
ECL Expected Credit Loss
EFQM European Foundation for Quality Management
EK-Instrumente Eigenkapitalinstrumente
ESMA European Securities and Markets Authority
ESZB Europäisches System der Zentralbanken
EUREX European Exchange (Terminbörse für Finanzderivate)
EU-RL EU-Richtlinie
Eurostat Statistisches Amt der Europäischen Union
EWB Einzelwertberichtigung
EZB Europäische Zentralbank
FASB Financial Accounting Standards Board
FATCA Foreign Account Tax Compliance
FATF Financial Action Task Force on Money Laundering
FBSchVG Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen
Fed Federal Reserve System
FI Finanzinstrument
FK-Instrumente Fremdkapitalinstrumente
FLI Forward-looking Information
FMA Finanzmarktaufsicht
FV Finanzielle Vermögenswerte
FV OCI Fair Value Through Other Comprehensive Income
FV PL Fair Value Through Profit or Loss
FX-Quote Fremdwährungsquote
GBD Gorenjska borznoposredniška družba d.d.
GBP Great Britain Pound (Britisches Pfund)
GRI Global Reporting Initiative
GuV-Rechnung Gewinn- und Verlustrechnung
GWh Gigawattstunden
HQLA High Quality Liquid Assets
HRK Kroatische Kuna
HtM Held-to-Maturity
IAS International Accounting Standard
IASB International Accounting Standards Board
IBNR Incurred but not reported
ICAAP Internal Capital Adequacy Assessment Process
IFAC International Federation of Accountants
IFRIC International Financial Reporting Interpretations Committee
IFRS International Financial Reporting Standards
IKS Internes Kontrollsystem
IKT Informations- und Kommunikationstechnologie
ILAAP Internal Liquidity Adequacy Assessment Process
ISA International Standards on Auditing
ISIN International Securities Identification Number
IWF Internationaler Währungsfonds
JPY Japanischer Yen
KAG Kapitalanlagegesellschaft
KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis
KI Kreditinstitut
KMU Kleine und mittlere Unternehmen
KStG Körperschaftsteuergesetz
KV Kollektivvertrag
LCR Liquidity Coverage Ratio
LDR Loan-Deposit-Ratio
LGD Loss given Default
LIP Loss Identification Period
L-Regeln "Legal Requirements"-Regeln
MiFID II Markets in Financial Instruments Directive
MiFIR Regulation on markets in financial instruments
MREL Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities
n/a not applicable
NaDiVeG Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz
NFC Near Field Communication
NPL-Quote Non-performing Loans-Quote
NSFR Net Stable Funding Ratio
ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex
OCI Other Comprehensive Income
OECD Organisation for Economic Cooperation and Development
OeKB Oesterreichische Kontrollbank AG
OeNB Oesterreichische Nationalbank
ÖGNI Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft
ÖGVS Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien
ÖNACE Österreichische Version des NACE Nomenclature statistique des activités
économiques dans la Communauté européenne
OR-Gremium Operationales Risiko-Gremium
OTC-Produkte Over-the-Counter-Produkte
PD Propability of Default (Ausfallsquote)
PIT Point-in-Time
PJ Personaljahre
PSD 2 Payment Services Directive (EU-Richtlinie für Zahlungsdienste)
RMB Chinesischer Renminbi
RER Risk-Earnings-Ratio
ROA Return on Assets (Gesamtkapitalrendite)
ROE Return on Equity (Eigenkapitalrendite)
R-Regeln "Recommendations"-Regeln
RTU Risk-Taking-Units
SIC Standing Interpretations Committee
SPO Second Party Opinion
SPPI-Kriterium Solely Payments of Principal and Interest
SREP Supervisory Review and Evaluation Process
t CO2-Äqu./a Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente pro Jahr
UGB Unternehmensgesetzbuch
USD US-Dollar
VAR Value-at-Risk
Vst.-Dir. Vorstandsdirektor
Vst.-Vors. Vorstandsvorsitzende
WAG Wertpapieraufsichtsgesetz
WiEReG Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz
WWF World Wide Fund for Nature
WIFO Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Xetra Exchange Electronic Trading (elektronischer Handelsplatz)
ZCR/RC Abteilung Controlling/Risikocontrolling
ZEA Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
ZEA/GDH Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft/Geld- und Devisenhandel
ZKM Abteilung Kreditmanagement
ZVB Abteilung Vorstandsbüro

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 08. März 2019 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

IMPRESSUM

Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG
St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43(0)463 5858-0
Fax: +43(0)463 5858-329
UID: ATU25231503
FN: 91810s
Internet: www.bks.at
E-Mail: [email protected], [email protected]
Redaktion: BKS Bank AG, Vorstandsbüro
Idee, Konzept und Layout: gantnerundenzi.at
Fotos: Gernot Gleiss (Seite 9, 83, 121), Thomas Schrott (Seite 43)
Martina Pall (Umschlag innen)
Die Bilder der Museumsexponate wurden von der Schell
Collection zur Verfügung gestellt. Fotograf: Edmund Hofer
Grafik: boss grafik, Sigrid Bostjancic
Lektorat: Mag. Andreas Hartl
Druck und Lithografie: Christian Theiss GmbH / Druckbotschafter
Papier: Gedruckt auf Munken Lynx, Naturpapier holzfrei

ERGÄNZENDE ANGABEN

–246–

JAHRESABSCHLUSS 2018 BKS BANK AG

DIE BKS BANK AG IM ÜBERBLICK

BILANZZAHLEN
in Mio. EUR
2016 2017 2018
Bilanzsumme 7.232,5 7.145,3 7.918,4
Forderungen an Kunden 5.338,5 5.449,0 5.984,1
Festverzinsliche Wertpapiere (Position 2. + 5.) 852,6 853,3 895,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.843,0 4.987,2 5.484,9
– hiervon Spareinlagen 1.529,0 1.475,1 1.428,5
– hiervon sonstige Verbindlichkeiten 3.314,1 3.512,1 4.056,4
Verbriefte Verbindlichkeiten 555,4 549,7 574,7
Anrechenbare Eigenmittel 693,2 691,3 784,5
– hiervon Kernkapital (Tier I) 543,3 558,0 637,1
Eigenmittelüberschuss 280,7 249,0 283,5
Wertpapiervolumen auf Kundendepots 8.155,1 8.481,6 8.300,2
Primäreinlagen 5.597,2 5.695,7 6.239,6
ERFOLGSRECHNUNG in Mio. EUR
Betriebsergebnis 64,5 60,0 70,7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 37,1 34,6 42,3
Jahresüberschuss 29,4 25,9 33,0
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
Kernkapitalquote 11,4 11,7 12,6
Gesamtkapitalquote 14,5 14,5 15,5
Return on Equity nach Steuern 5,5 4,5 5,3
Return on Assets nach Steuern 0,4 0,4 0,4
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 62,7 65,4 62,4
Betriebsergebnis in % der durchschnittl. Bilanzsumme 0,9 0,8 0,9
RESSOURCEN
Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt ohne
Vorstand1) 819 819 816
Anzahl der Geschäftsstellen 60 63 63
1) ohne entsandte Mitarbeiter
KENNZAHLEN ZUR BKS BANK-AKTIE
Gewinn pro Aktie 0,74 0,65 0,77
Dividende pro Aktie 0,23 0,23 0,23
Stammaktie: Höchstkurs 17,3 18,5 19,8
Stammaktie: Tiefstkurs 15,8 16,8 16,5
Stammaktie: Schlusskurs 16,8 17,8 16,8
Vorzugsaktie: Höchstkurs 15,4 17,8 18,2
Vorzugsaktie: Tiefstkurs 13,9 15,4 16,9
Vorzugsaktie: Schlusskurs 15,4 17,7 17,0

LAGEBERICHT

BKS BANK IM ÜBERBLICK

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

KONJUNKTUR KÜHLTE WELTWEIT AB

Die Konjunkturerwartungen für 2018 waren nach einem sehr positiv verlaufenen Jahr 2017 sehr hoch, wurden aber nur teilweise erfüllt. Zwar verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018 durchaus robust, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik als im Vorjahr. Auch die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten schwächte sich im Jahresverlauf ab.

Die US-Wirtschaft hat 2018 ihren Wachstumsgipfel hinter sich gelassen. Das Wachstum verlangsamte sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Belastend auf die US-Konjunktur wirkte auch der relativ lange Government Shutdown, also die Stilllegung großer Teile der öffentlichen Verwaltung in Amerika gegen Ende des Jahres. Nach aktuellen Einschätzungen lag das reale Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 bei 2,6 %.

EUROPÄISCHE WIRTSCHAFT WUCHS LANGSAMER

1,8 % Wachstum in der Eurozone

In der Eurozone wuchs die Wirtschaft im vierten Quartal 2018 um 0,2 %. Über das Gesamtjahr 2018 gesehen ergibt sich ein BIP-Zuwachs von 1,8 % nach 2,4 % im Vorjahr. Während das erste Halbjahr 2018 noch zuversichtlich stimmte, enttäuschte das Wachstum vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Mit Deutschland und Italien haben zwei der großen vier Euro-Länder im 3. Quartal einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal gemeldet. Während Deutschland sich im vierten Quartal etwas erholt haben dürfte und ein leichtes Plus aufweisen sollte, schlitterte Italien im vierten Quartal in eine "technische Rezession".

In der Eurozone trübten sich auch die Stimmungsindikatoren ein, allerdings lagen diese immer noch über der 50-Punkte-Marke, die eine Expansion anzeigt. Es zeichnet sich ab, dass eher der Industrie- und weniger der Dienstleistungssektor von der gedämpften Stimmung betroffen ist. Dies erweckt den Eindruck, dass vor allem das globale Umfeld mit der Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China und den ungewissen Folgen des Brexits für die Eintrübung sorgt, während die binnenwirtschaftlich orientierten Bereiche der westlichen Volkswirtschaften besser abgeschirmt erscheinen.

Auch der europäische Arbeitsmarkt entwickelte sich im Jahr 2018 sehr positiv. In der Eurozone ist die Arbeitslosenrate auf 8,1 % zurückgegangen. Die Heterogenität zwischen den EU-Ländern ist allerdings sehr groß. Während in Deutschland die Arbeitslosenquote bei 3,3 % lag, erreichte sie in Spanien 14,8 %, jeweils berechnet von Eurostat. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte die Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Eurozone auch im neuen Jahr weiter beflügeln. Nach wie vor nicht einschätzbar ist, wie sich der EU-Austritt Großbritanniens auf die europäische Wirtschaft auswirken wird.

ÖSTERREICHISCHE WIRTSCHAFT LEGTE STÄRKER ZU

Die österreichische Wirtschaft konnte 2018 ihr Wachstumstempo beibehalten und legte im dritten und vierten Quartal jeweils um 0,4 % zu. Für das Gesamtjahr ergab sich ein BIP-Anstieg von 2,7 %, was ein Wachstum über dem EU-Schnitt bedeutet. Zur erfreulichen Konjunkturentwicklung beigetragen haben vor allem die Binnennachfrage sowie der Außenhandel, wenngleich die Exportentwicklung im Jahresverlauf etwas an Schwung verlor. Der österreichische Arbeitsmarkt entwickelte sich angesichts der guten Konjunktur sehr erfreulich. Das Arbeitsmarktservice verzeichnete den stärksten relativen Rückgang bei Arbeitssuchenden seit dem Jahr 2000. Und das trotz stärkerem Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote belief sich nach nationaler Berechnung auf 7,7 % zum 31. Dezember 2018.

2,7 % BIP-Zuwachs in

Österreich

Die Konjunktur auf unseren Auslandsmärkten entwickelte sich ebenfalls über dem Niveau der Eurozone. In Slowenien und in der Slowakei betrug der BIP-Zuwachs 4,3 % bzw. 4,0 %, während die kroatische Wirtschaft um 2,8 % zulegte.

VOLATILITÄT PRÄGTE DAS ANLEGERJAHR 2018

Für Aktieninvestoren verlief das Jahr 2018 sehr enttäuschend. Der globale Aktienmarkt lag in Euro per Ende Dezember bei -6 %. Alleine im Dezember verzeichneten die Aktien an der Wall Street das schlechteste Monatsergebnis seit 1931. Die Liste der schwachen Ergebnisse bei Aktien lässt sich wie folgt darstellen: Schwellenländer -10 %, japanische Aktien in Euro -10 %, europäische Small Caps -17 %, Österreich -18 %, Deutschland -18 %. US-Aktien erzielten im Jahr 2018 in Euro ein kleines Plus von 0,5 %. Dies lag aber daran, dass der US-Dollar um 5 % gegenüber dem Euro aufwertete.

Negativ verlief das Jahr 2018 auch für den Anleihenmarkt. Unternehmensanleihen verzeichneten sowohl bei guten Bonitäten und im Besonderen bei schwächeren Bonitäten Kursverluste von 2 % bzw. 4 %. Schwellenländeranleihen litten trotz ansehnlicher Renditen unter einer Verschiebung der Kapitalströme in US-Anleihen und verloren 9 %. Deutsche Staatsanleihen profitierten von der globalen Unsicherheit und erzielten einen Kursgewinn von 1 %. Allerdings lag die Rendite einer 10-jährigen deutschen Staatsanleihe per Ende des Jahres nur mehr bei 0,24 %.

GELDPOLITIK DER EZB IM WANDEL

-18 %

ATX

-18 %

DAX

Die Europäische Zentralbank (EZB) verabschiedete sich 2018 langsam von ihrer ultralockeren Geldpolitik und ließ das Anleihenankaufprogramm wie erwartet Ende 2018 auslaufen. Zukünftig werden nur mehr Tilgungen reinvestiert. Dennoch dürfte es noch bis mindestens Herbst 2019 dauern, bis die europäischen Währungshüter einen ersten Zinsschritt setzen. Die US-Notenbank hingegen hat im Jahr 2018 vier Leitzinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte durchgeführt. Der US-Leitzins liegt mittlerweile in einer Bandbreite zwischen 2,25 % und 2,50 %.

Weitere Zinsschritte sind aufgrund der zwar verlangsamten, aber immer noch guten Konjunktur und der anziehenden Inflation auch im Jahr 2019 möglich. Sollten sich die US-Wirtschaftsindikatoren jedoch abschwächen, ist eine Pause im Zinsanhebungszyklus nicht ausgeschlossen.

EURO-SCHWÄCHE

Der Euro wertete im Berichtsjahr gegenüber den meisten wichtigen Handelspartnern ab. Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich das Verhältnis 1,170 auf 1,126, ein Minus von 4 %. Das Verhältnis EUR/JPY fiel von 135,28 auf 125,83, was einen Verlust von 7 % bedeutete. Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,201 auf 1,147 EUR je USD ab, ein Minus von 5 %. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro von 0,888 auf 0,899 EUR je GBP (-1,0 %). Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi verteuerte sich der Euro um 1 % von 7,802 auf 7,867 EUR je CNY. Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro um 0,2 % leicht ab und notierte per Ende Dezember 2018 mit 7,411 HRK je EUR nach 7,433 HRK je EUR zum Jahresende 2017.

Gold je Unze 1.282,49 \$

NACHLASSENDE KONJUNKTURAUSSICHTEN BELASTETEN DIE ROHSTOFFMÄRKTE

Gold hat bis Ende September 2018 vor allem unter den steigenden US-Zinsen gelitten und verlor bis zu diesem Zeitpunkt rund 7 %. Im darauf folgenden deutlichen Rückgang an den globalen Aktienmärkten zeigte Gold allerdings seine Stärke als "Kriseninvestment" und legte wieder deutlich zu. Über das Gesamtjahr 2018 gesehen verteuerte sich der Goldpreis um rund 3 %. Abgesehen von Gold war das Jahr 2018 ein sehr schwaches Rohstoffjahr. Bedingt durch den nachlassenden Konjunkturausblick sowie den Handelsstreit zwischen China und den USA verloren vor allem Energierohstoffe sowie Industriemetalle deutlich an Wert. Der Ölpreis Brent reduzierte sich um rund 16 % (in Euro), während Industriemetalle um ca. 18 % an Wert verloren. Da die Erwartungen an das globale Wachstum und die weltweite Rohstoffnachfrage weiterhin gedämpft sind, ist eine volatile Seitwärtsbewegung der Rohstoffpreise in diesem Umfeld sehr wahrscheinlich.

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK

Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Im Berichtsjahr haben wir eine Kapitalerhöhung im Verhältnis von 12 : 1 durchgeführt. Durch die Ausgabe von 3.303.300 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien erhöhte sich das Grundkapital um 6.606.600,- EUR auf 85.885.800,- EUR. Satzungsgemäß ist dieses in 41.142.900 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Nominalwert von 2,- EUR aufgeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand wurde gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.

ZUSAMMENSETZUNG DES KAPITALS

Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfallen 38,7 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 % der Stimmrechte. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Nach der Kapitalerhöhung betrug der Stimmrechtsanteil der Syndikatspartner 46,5 %.

BASISINFORMATIONEN ZUR BKS BANK-AKTIE

2017 2018
Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 37.839.600 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien ISIN AT0000624739 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 18,5/17,8 19,8/18,2
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/15,4 16,5/16,9
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,8/17,7 16,8/17,0
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 705,3 721,8
Dividende pro Aktie 0,23 0,231)
KGV Stamm-/Vorzugs-Stückaktie 27,3/27,1 21,9/22,1
Dividendenrendite Stamm-Stückaktie 1,29 1,37
Dividendenrendite Vorzugs-Stückaktie 1,30 1,35

1) Vorschlag an die 80. ordentliche Hauptversammlung am 08. Mai 2019

Im Geschäftsjahr 2018 war die UniCredit Bank Austria AG mit ihrer Konzerntochter CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. der größte Einzelaktionär. Beide Gesellschaften nahmen an der Kapitalerhöhung teil und hielten zum Jahresultimo 6,1 % bzw. 24,2 % der Stamm-Stückaktien. Die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. war mit 3,1 % am stimmberechtigten Kapital der BKS Bank AG beteiligt. Der Streubesitz betrug nach der Kapitalerhöhung 19,7 % und zum Jahresende 19,6 %. Dazu zählen auch jene 0,7 % der Stamm-Stückaktien, die von Mitarbeitern der BKS Bank gehalten werden. Die BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung – sie dient ausschließlich der vollständigen Weitergabe von Beteiligungserträgen im Sinne des § 10 Abs. 1 KStG 1988 an Angestellte der BKS Bank – hielt rund 0,4 % der Stimmrechte.

Nach Kapitalanteilen waren zum Stichtag 31. Dezember 2018 der Oberbank AG 18,5 %, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9 % sowie der Generali 3Banken Holding AG 7,4 % zuzurechnen. Die UniCredit Bank Austria AG hielt 6,6 % der Kapitalanteile direkt, unter Einbezug der Anteile der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. in Höhe von 23,2 % insgesamt 29,8 % der Kapitalanteile. Der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. rechnen wir 3,0 % sowie dem Streubesitz 21,6 % der Stamm- und Vorzugs-Stückaktien zu.

Darüber hinaus sind der BKS Bank AG keine Konstellationen hinsichtlich einer Beherrschung und/oder Kontrolle des Unternehmens durch einzelne oder mehrere Aktionäre bekannt. Aus unserer Sicht sind daher keine Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs der Kontrolle erforderlich.

Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 660.672 Stamm-Stückaktien und 175.490 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,6 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,9 % nach Kapitalanteilen.

AKTIENRÜCKERWERB

Unser Institut erwarb 2013 durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien. Im Zeitraum von 05. April bis 18. April 2018 wurde eine Tranche von 13.562 Stück zum Kurs von 19,1 EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2018 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 14.000 Stück oder 0,03 % der Stimmrechte nach 27.562 Stück im Vorjahr.

8 1
2
7
6
5
3
4

in % AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH STIMMRECHTEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

1 Oberbank AG 19,3
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 19,5
3 Generali 3Banken Holding AG 7,8
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,1
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,4
6 UniCredit Bank Austria AG 6,1
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 24,2
8 Streubesitz 19,6

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER BKS BANK NACH KAPITALANTEILEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

in %
1 Oberbank AG 18,5
2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9
3 Generali 3Banken Holding AG 7,4
4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. 3,0
5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung 0,8
6 UniCredit Bank Austria AG 6,6
7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 23,2
8 Streubesitz 21,6

Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.

MARKTGEBIETE DER BKS BANK

Die heutige BKS Bank wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Seit der Gründung hat sich unser Marktgebiet deutlich vergrößert. Wir sind heute in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bank- und Leasinggeschäft aktiv. In Italien und Ungarn verfügen wir über je eine Repräsentanz. Kunden dieser Länder werden wie jene aus Deutschland ausschließlich Cross-Border betreut.

ÖSTERREICH

Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet, wo sich 49 der insgesamt 63 Filialen befinden. Regional erstreckt sich das Marktgebiet entlang der Süd-Ost-Achse zwischen Kärnten und Wien. Organisatorisch ist der inländische Markt in die Vertriebsdirektionen Kärnten, Steiermark und Wien-Niederösterreich-Burgenland unterteilt.

Kärnten, wo die Ursprünge unserer Bank liegen, ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 41,8 % der Finanzierungen sowie rund 55,3 % des Einlagenvolumens bezogen auf den inländischen Markt werden in den Kärntner Niederlassungen gestioniert. Auch der Großteil unserer Mitarbeiter ist in Kärnten beschäftigt. 1983 haben wir begonnen, unser Marktgebiet auf die Steiermark auszudehnen. Wir haben uns in Graz und vorwiegend in steirischen Bezirksstädten angesiedelt. Die BKS Bank Direktion Steiermark zählt 12 Filialen, beschäftigt 76,7 Mitarbeiter (in PJ) und betreut rund 24.000 Kunden.

In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum in Österreich. In den vergangenen Jahren konnte sich die BKS Bank als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. In dieser Region wollen wir unsere Expansionspläne zügig vorantreiben und weitere Standorte eröffnen. Zuletzt haben wir in Wien Hernals die neunte Filiale im Wiener Stadtgebiet eröffnet. Diese Filiale ist bereits nach dem neuen Filialkonzept errichtet worden. Die BKS Bank Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland betreut rund 25.500 Kunden in 17 Filialen und beschäftigt 102,1 Mitarbeiter (in PJ).

INTERNATIONALE MÄRKTE

Unsere Auslandsmärkte haben sich wieder zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt, die wir organisatorisch in die Direktion Slowenien, Kroatien und Slowakei einteilen. Slowenien, wo wir unsere schrittweise Auslandsexpansion begonnen haben, ist heute der drittwichtigste Markt in der BKS Bank.

Der erste Schritt nach Kroatien erfolgte ebenfalls 1998, allerdings starteten wir dort zuerst mit einer Repräsentanz. In den kroatischen Bankenmarkt sind wir 2007 mit dem Erwerb der Kvarner banka d.d. eingetreten.

In der Slowakei sind wir seit 2007 aktiv. Die Direktion Slowakei hat ihren Sitz in Bratislava und betreibt neben Bratislava auch Filialen in Banská Bystrica und Žilina.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme der BKS Bank AG ist zum 31. Dezember 2018 um beachtliche 773,1 Mio. EUR auf 7,92 Mrd. EUR gewachsen. Die anhaltend gute Konjunktur führte zu einem außerordentlich starken Kreditwachstum und hat den Bedarf an Kreditvorsorgen erfreulicherweise deutlich reduziert. Die Primäreinlagen entwickelten sich ebenfalls besonders positiv und übertrafen erstmals die 6-Milliarden-Euro-Marke.

STARKES KREDITWACHSTUM

Das Geschäftsjahr 2018 war durch eine außerordentlich starke Kreditnachfrage geprägt. In Österreich und auf unseren Auslandsmärkten haben wir ein beachtliches Neugeschäftsvolumen in Höhe von rund 1,62 Mrd. EUR vergeben. Die stabile konjunkturelle Entwicklung führte zu einer stärkeren Investitionsbereitschaft der Unternehmen und auch Privatkunden haben wieder vermehrt nach Wohnraumfinanzierungen nachgefragt.

Der steigende Finanzierungsbedarf war in allen Regionen, in denen wir tätig sind, spürbar. Am stärksten legten die neu vergebenen Kredite in der Wachstumsregion Wien-Niederösterreich-Burgenland zu. Dort vergaben wir rund 430 Mio. EUR, die vorwiegend von Firmenkunden in Anspruch genommen wurden. Erfreulich war auch die Entwicklung am Kärntner Stammmarkt. Gut ein Viertel des Neugeschäftsvolumens, 414,3 Mio. EUR, wurde an Kärntner Betriebe und private Haushalte vergeben. Auch in der Steiermark führte die rege Investitionstätigkeit der Unternehmer zu einem Anstieg der Neufinanzierungen in Höhe von 266,1 Mio. EUR. Ein Fünftel des Neugeschäftsvolumens entfiel auf unsere Auslandsmärkte. Insgesamt beliefen sich die Ausleihungen zum 31. Dezember 2018 auf 5,98 Mrd. EUR, ein Kreditwachstum von erfreulichen 9,8 %.

Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung der Non-performing Loans. Der Rückgang der Non-performing Loan-Quote um 100 BP auf 2,33 % ist zum einen auf die gute Konjunktur zurückzuführen und zum anderen zeigen unsere konsequenten Bemühungen zur Verbesserung der Portfoliostruktur Wirkung.

Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging auch wieder im Geschäftsjahr 2018 ordentlich zurück. Die Fremdwährungsquote (FX-Quote) erreichte zum 31. Dezember 2018 einen Wert von 2,4 %, ein Rückgang in Höhe von 0,8 %-Punkten.

ENTWICKLUNG FORDERUNGEN AN KUNDEN

HOHER LIQUIDITÄTSPUFFER VORHANDEN

Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren legte um 5,0 % auf 895,8 Mio. EUR zu. Zum 31. Dezember 2018 haben wir Investitionen im Ausmaß von 110,9 Mio. EUR getätigt, diesen standen Verkäufe und Tilgungen in Höhe von nur 67,3 Mio. EUR gegenüber. In dieser Position halten wir erstklassige liquide Aktiva, sogenannte High Quality Liquid Assets, zur Erfüllung der regulatorischen Liquiditätsbestimmungen.

Der Beteiligungsbestand erhöhte sich im Jahr 2018 um 11,6 Mio. EUR auf 127,6 Mio. EUR. Der Hauptgrund dafür war die Teilnahme an der Kapitalerhöhung der BTV AG im Ausmaß von 10,2 Mio. EUR.

Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, lag um ein Fünftel höher als im Vergleichszeitraum und betrug 572,0 Mio. EUR. Der vergleichsweise hohe Stichtagswert kam deshalb zustande, da vor allem Firmenkunden Liquiditätsüberschüsse kurzfristig veranlagten.

PASSIVA

PRIMÄREINLAGEN ERSTMALS ÜBER SECHS MILLIARDEN EURO

Einen neuen Rekordwert haben wir bei den Primäreinlagen erreicht. Mit einem Stand von 6,24 Mrd. EUR haben wir erstmals die 6-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Insgesamt haben wir um 9,6 % mehr Kundeneinlagen als im Jahr davor erzielt. Dieser Zuwachs zeugt von dem großen Vertrauen, das unsere Kunden der BKS Bank und ihren Mitarbeitern entgegenbringen. Der hohe Primäreinlagenstand birgt auch einen unerfreulichen Aspekt in sich. Für die kurzfristige Veranlagung von Kundengeldern müssen wir bei den Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,4 % zahlen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dominierten erneut die Sicht- und Termineinlagen, die mit 4,06 Mrd. EUR um kräftige 15,5 % zulegten. Der Großteil davon stammt von Firmenkunden, die nach wie vor über hohe Liquiditätsstände verfügen. Aber auch immer mehr Privatkunden entscheiden sich für eine Veranlagung in Sicht- und Termingelder.

ENTWICKLUNG PRIMÄREINLAGEN

Unsere Kunden wollen bequem, flexibel und auch online über ihr Gespartes verfügen. Dieser Trend zeigt sich in der Entwicklung des Volumens unseres Sparproduktes "Mein Geld-Konto", das sich im Berichtsjahr um 12,8 % auf 326,8 Mio. EUR erhöhte.

Bei den Spareinlagen verzeichneten wir hingegen einen leichten Rückgang. Das Volumen auf klassischen Sparbüchern betrug insgesamt 1,4 Mrd. EUR, ein Minus von 3,2 %.

GROSSES ANLEGERINTERESSE BEI EIGENEN EMISSIONEN

Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2018 sehr erfolgreich. Vor allem bei institutionellen Anlegern erwies sich die BKS Bank als verlässliche und kompetente Emittentin. Im Geschäftsjahr haben wir 75,0 Mio. EUR an Privatplatzierungen, darunter 13,0 Mio. EUR als Nachrangkapital, begeben. Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im September 2018 eine 2,25 % Nachrang-Obligation mit einer Laufzeit von 8 Jahren aufgelegt. Bis zum 31. Dezember 2018 haben wir 10,5 Mio. EUR platziert. Kurz vor dem Jahresende haben wir auch eine Additional Tier 1-Anleihe zur Zeichnung aufgelegt.

Besonders erfreulich verlief die Emission unseres zweiten Green Bonds, den wir im September zur Zeichnung auflegten. Der Emissionserlös wird ausschließlich für die Errichtung von Photovoltaikkraftwerken verwendet. Es freut uns sehr, dass auch dieser Green Bond auf reges Anlegerinteresse stieß. Green Bonds sind eine wichtige Möglichkeit, Unternehmen bei Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen. Die Bedeutung von Green Bonds wird weiter zunehmen, da sie auch eine große Rolle im "Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums" der Europäischen Kommission spielen. Wir sind daher sehr stolz, dass die BKS Bank mit ihrer nachhaltigen Emissionspolitik zu den Pionieren zählt. Insgesamt haben sich die eigenen Emissionen inkl. Nachrangkapital auf 754,8 Mio. EUR erhöht, ein Zuwachs im Ausmaß von 6,5 %.

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2018 auf 674,7 Mio. EUR. Der Zuwachs beruhte zum einen auf der Zuführung des Emissionserlöses aus der im ersten Quartal 2018 durchgeführten Kapitalerhöhung und andererseits auf der Zuschreibung des Periodenergebnisses. Das gezeichnete Kapital betrug 85,9 Mio. EUR, eine Erhöhung um 8,3 %.

ERTRAGSLAGE

Die BKS Bank hat das Geschäftsjahr 2018 trotz unverminderter Herausforderungen für Banken mit einem erfreulichen Ergebnis abgeschlossen. Wir haben wieder unter Beweis gestellt, dass insbesondere unsere exzellente Beratungsqualität gepaart mit einem attraktiven digitalen Produkt- und Serviceangebot unsere Kunden begeistert. Und auch unsere kompromisslose Ausrichtung auf Ertrag und nachhaltiges Wachstum stellt die erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Ziele sicher.

SEHR GUTES JAHRESERGEBNIS ERZIELT

Die BKS Bank erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 33,0 Mio. EUR und übertraf das Vorjahresergebnis um 7,1 Mio. EUR. Das starke Ergebnis baut auf mehreren positiven Entwicklungen auf: Die stabile Konjunktur bescherte uns ein außerordentlich starkes Kreditwachstum, das sich sowohl in einem verbesserten Zinsergebnis als auch im Provisionsüberschuss niederschlug. Die gute wirtschaftliche Entwicklung führte außerdem zu einem weit geringeren Bedarf an Kreditrisikovorsorgen. Wesentlich beigetragen haben darüber hinaus unsere verstärkten Akquisitions- und Beratungsleistungen.

Der Nettozinsertrag erhöhte sich um 10,2 Mio. EUR auf erfreuliche 116,3 Mio. EUR. Der Zuwachs um 10,2 Mio. EUR oder 9,6 % freut uns ganz besonders, da wir auch im Geschäftsjahr 2018 mit einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld konfrontiert waren. Die Zinserträge legten demnach um 1,7 % auf 132,9 Mio. EUR zu, während die Zinsen und ähnliche Aufwendungen um 8,0 Mio. EUR auf 16,7 Mio. EUR (-32,4 %) zurückgingen.

Die positiven Konjunkturaussichten, die gestiegene Nachfrage nach Finanzierungen und die bessere Ergebnissituation in der Bankenlandschaft haben den Preiswettbewerb angeheizt. Dementsprechend gab die Finanzierungsmarge im Vergleich zum Vorjahr von 1,97 % nach 1,87 % nach. Die Einlagenmargen blieben aufgrund der vorherrschenden Niedrigzinslandschaft auf dem negativen Niveau des Vorjahres und betrugen -0,08 %, obwohl wir im institutionellen Einlagengeschäft vermehrt Negativzinsen verrechnen.

Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen erhöhten sich kräftig. Mit 14,6 Mio. EUR wurde der Vorjahreswert um 4,1 Mio. EUR übertroffen. Ausschüttungen von BKS Bank Tochtergesellschaften führten zu dem erfreulichen Ertragszuwachs.

PROVISIONSERGEBNIS DEUTLICH GESTEIGERT

Im Provisionsgeschäft verzeichneten wir im Geschäftsjahr 2018 einen Anstieg um 443,2 Tsd. EUR auf erfreuliche 53,5 Mio. EUR.

ZAHLUNGSVERKEHR ALS WICHTIGE ERGEBNISSTÜTZE

Vor allem das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen verlief sehr dynamisch. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis im Zahlungsverkehr um 5,2 % auf 20,8 Mio. EUR zu. Dieses Geschäftsfeld hat sich in den letzten Jahren zu einer stabilen und wichtigen Ergebnisstütze entwickelt. Um den Ausbau von eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern zügig voranzubringen, haben wir im Berichtsjahr die Weichen für eine Neupositionierung des Zahlungsverkehrs gestellt. Im Laufe der kommenden Monate soll die Neuausrichtung abgeschlossen sein.

Im Oktober 2018 haben wir BizzNet, ein Kundenportal, das auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten ist, neu auf den Markt gebracht. Mit BizzNet bieten wir ein modernes und flexibles Kundenportal, mit dem zentrale Firmenkunden-Transaktionen bequem und sicher durchgeführt werden können. Parallel zur Einführung von BizzNet wurde das Onlinebanking für Privatkunden in MyNet umbenannt und mit neuen Funktionen ausgestattet. Wir investieren kräftig in den Ausbau unserer digitalen Produkt- und Serviceangebote. Wir vergessen dabei aber nicht auf die Belange des klassischen Bankgeschäftes. Eine flächendeckende Bargeldversorgung ist uns ebenso ein wichtiges Anliegen. Im Berichtsjahr haben wir an Standorten außerhalb unseres Filialnetzes die Anzahl an Bankomaten erhöht.

Die gute Entwicklung im Provisionsergebnis ist auch der soliden Ertragsentwicklung bei den Kreditprovisionen geschuldet. Das Kreditgeschäft steuerte 15,9 Mio. EUR zum gesamten Provisionergebnis bei.

WERTPAPIERGESCHÄFT HINTER UNSEREN ERWARTUNGEN

Das Ergebnis im Wertpapiergeschäft entwickelte sich hingegen rückläufig und belief sich zum Jahresultimo 2018 auf 13,2 Mio. EUR, ein Rückgang von 3,9 %. Die schwächere Performance lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Die Aktienmärkte zeigten sich im Geschäftsjahr 2018 deutlich volatiler als im Jahr davor. Anleger verhielten sich dementsprechend zurückhaltend und tätigten weniger Wertpapiertransaktionen. Auch die verschärften aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen, die 2018 mit MiFID II umgesetzt wurden, dämpften die Ertragschancen im Wertpapiergeschäft.

In Österreich haben wir im Bereich der Vermögensverwaltung Anpassungen und Änderungen vorgenommen. Durch eine schlankere Struktur und eine neue Zusammensetzung haben wir die Attraktivität der Vermögensverwaltung wesentlich erhöht. Darüber hinaus haben wir das Angebot um zwei vermögensverwaltende Dachfonds, den "BKS Anlagemix konservativ" und den "BKS Anlagemix dynamisch", erweitert.

Auch in Slowenien verfolgen wir das Ziel, unsere Marktanteile kontinuierlich auszubauen. Im Berichtsjahr haben wir einen großen Meilenstein in der Umsetzung unseres Wachstumskurses erreicht: Im ersten Halbjahr haben wir rund 9.000 Kunden der Brokergesellschaft GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d) übernommen. Zum Jahresende 2018 betreuten wir in Slowenien rund 11.300 Depotkunden und verwalteten ein Depotvolumen in Höhe von rund 1,1 Mrd. EUR. Die nächste Transaktion im Wertpapiergeschäft steht bereits an: Im März 2019 übernehmen wir von einem weiteren Wertpapieranbieter, der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. rund 25.000 Kunden. Damit steigt die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister in Slowenien auf.

PERSONALKOSTEN UND DIGITALISIERUNGSPROJEKTE ALS KOSTENTREIBER

Der Betriebsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf 117,5 Mio. EUR. Der größte Anteil im Verwaltungsaufwand entfällt auf den Personalaufwand, der mit 66,9 Mio. EUR um 1,7 Mio. EUR über dem Vorjahr zu liegen kam. Der Anstieg ist vor allem auf die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 2,8 % zurückzuführen. Die neuen Sterbetafeln, welche im Jahr 2018 zur Anwendung gelangten, wirkten sich für die BKS Bank AG mit rund 2,3 Mio. EUR positiv aus. Die positive Auswirkung ist vor allem durch den erschwerten Zugang zur Berufsunfähigkeitspension begründet. Bei der Besetzung von freigewordenen Stellen gehen wir sehr defensiv vor. Der durchschnittliche Personalstand verringerte sich gegenüber 2017 daher um 3 Personaljahre auf 816 Personaljahre.

AUFWENDUNGEN FÜR DIGITALISIERUNGSPROJEKTE GESTIEGEN

Die Sonstigen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 39,4 Mio. EUR um 6,2 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg ist vor allem der konsequenten Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie geschuldet. Denn Digitalisierung und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) nehmen einen zentralen Stellenwert in der BKS Bank ein und sind ein wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie. Ohne moderne digitale Kundenanwendungen mit einem störungsfreien und sicheren IT-Betrieb ist das Bankgeschäft heute nicht mehr denkbar.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 144 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, realisiert bzw. bearbeitet. Darunter einige Projekte, die durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie z. B. MiFID II, Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung, IFRS 9 und PSD 2 notwendig waren. Einen hohen Ressourceneinsatz erforderten aber insbesondere die zahlreichen Digitalisierungsprojekte, die neue innovative Lösungen für unsere Kunden bringen. Die neuen Firmenkundenportale BizzNet und BizzNet Plus, die Weiterentwicklungen im Privatkundenportal MyNet, die neu lancierte Business-App oder der Relaunch der BKS Bank-Internetseite sind Beispiele dafür.

Für die Umsetzung von IKT-Projekten und den IKT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH mitverantwortlich. Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Tochter der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN VERBESSERT

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen schlägt sich vor allem die Belastung aus regulatorischen Kosten nieder. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis zwar um 503,8 Tsd. EUR verbessert, dennoch blieben die Aufwendungen mit 6,8 Mio. EUR unerfreulich. In diesem Ergebnis sind die Beiträge zum Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds im Ausmaß von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR) enthalten.

Unter Berücksichtigung der Betriebserträge und Betriebsaufwendungen erreichten wir im Jahr 2018 ein Betriebsergebnis von 70,7 Mio. EUR. Ein respektabler Zuwachs um 10,7 Mio. EUR oder 17,8 %.

GERINGERER BEDARF AN KREDITRISIKOVORSORGEN, HÖHERE AUFWENDUNGEN FÜR BEWERTUNGEN IM WERTPAPIERBEREICH

Die stabile Konjunkturlage und unsere verantwortungsvolle Kreditvergabepolitik wirkten sich sehr positiv auf die Risikosituation im Kreditgeschäft aus. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Risikovorsorgen um knapp ein Fünftel auf 24,4 Mio. EUR.

Auf Grund des Kursrückganges an den Börsen in den letzten Dezembertagen des Jahres 2018 mussten die gehaltenen Wertpapiere entsprechend bewertet werden. Mit 5,5 Mio. EUR wurde der Jahresüberschuss entsprechend belastet.

POSITIVE ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickelten sich angesichts des ausgezeichneten Jahresergebnisses sehr zufriedenstellend. Der Return on Equity (ROE) nach Steuern verbesserte sich auf 5,3 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern erreichte mit 0,4 % den Vorjahrswert. Die Cost-Income-Ratio entwickelte sich positiv und belief sich auf 62,4 %.

Die Kapitalquoten haben sich auch dank der im ersten Quartal 2018 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung wie folgt verändert: Die Kernkapitalquote erhöhte sich von 11,7 % auf 12,6 %. Die Gesamtkapitalquote verbesserte sich von 14,5 % auf 15,5 %. Beide Kapitalquoten lagen damit deutlich über den gesetzlichen Vorgaben.

in % 2017 2018 ± in %-Pkte.
ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) 4,5 5,3 0,8
ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) 0,4 0,4 -
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 65,4 62,4 -3,0
LCR-Quote 133,4 129,3 -4,1
Kernkapitalquote 11,7 12,6 0,9
Gesamtkapitalquote 14,5 15,5 1,0

WICHTIGE UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

EIGENMITTEL

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen in der BKS Bank nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko errechnen wir anhand der Vorgaben des Standardansatzes.

Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2018 folgende Mindesterfordernisse als Prozentsatz der risikogewichteten Aktiva zu erfüllen: Für das harte Kernkapital 4,5 % und für die Eigenmittelquote gesamt 8,0 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2018 lagen deutlich über diesen Anforderungen.

BKS BANK AG: EIGENMITTEL GEMÄSS CRR

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Grundkapital 77,5 83,7
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 497,0 569,8
Abzugsposten -47,5 -59,9
Hartes Kernkapital (CET1) 527,0 593,6
Harte Kernkapitalquote 11,0 % 11,8 %
AT1-Anleihe 36,2 43,5
Abzugsposten -5,2 -
Zusätzliches Kernkapital 31,0 43,5
Kernkapital (CET1 + AT1) 558,0 637,1
Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) 11,7 % 12,6 %
Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals 138,2 147,3
Abzugsposten -5,0 -
Ergänzungskapital 133,2 147,3
Eigenmittel insgesamt 691,3 784,5
Gesamtkapitalquote 14,5 % 15,5 %

GESTÄRKTE KAPITALDECKE DANK ERFOLGREICHER KAPITALERHÖHUNG

Im ersten Quartal 2018 haben wir erfolgreich eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 12 : 1 durchgeführt. Die BKS Bank AG hat insgesamt 3.303.300 neue Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 16,7 EUR pro junger Aktie ausgegeben und damit einen Erlös von 55,2 Mio. EUR erzielt.

Das harte Kernkapital erhöhte sich im Wesentlichen wegen der durchgeführten Kapitalerhöhung von 527,0 Mio. EUR auf 593,6 Mio. EUR. Dementsprechend nahm auch die harte Kernkapitalquote von 11,0 % auf 11,8 % zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 147,3 Mio. EUR erreichten die Eigenmittel einen Stand von insgesamt 784,5 Mio. EUR, eine Steigerung in Höhe von 13,5 %. Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich ebenfalls und betrug zum 31. Dezember 2018 erfreuliche 15,5 %.

AUSGEZEICHNETE LEVERAGE RATIO

Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 7,5 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0 % und den internen Benchmarkwert von > 5 %.

LEVERAGE RATIO DER BKS BANK AG

RISIKO-MANAGEMENT

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittelund langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.

In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Nachhaltigkeit hat einen großen Stellenwert in der BKS Bank. Entsprechend vielfältig findet sich diese in unserer Geschäftspolitik wieder.

Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.

Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst eine Beschreibung der Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditätsund Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

STRUKTUR UND ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert.

Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risiko- und

Kreditausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.

Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz misst sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.

Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig.

Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer vom Risikocontrolling durchgeführten Risikoanalyse in Form einer Risikomatrix durch das ICAAP-Gremium. Bei der jährlichen Festlegung der Risikostrategie fließen die Erkenntnisse aus der Risikoidentifikation in die Einschätzung der Risikoausprägung mit ein.

Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.

Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.

ICAAP-GREMIUM

Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.

AKTIV-PASSIV-MANAGEMENT-KOMITEE

Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.

GREMIUM ZUM OPERATIONALEN RISIKO

Die Sitzungen des OR-Gremiums finden ebenfalls vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen getroffene Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.

JOUR FIXE ZUM KREDITRISIKO

In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den raschen Einsatz von Steuerungsinstrumenten.

INTERNE KAPITALAUSSTATTUNG

Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.

Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotential, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.

STRESSTESTS IN DER GESAMTBANKRISIKOSTEUERUNG

Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potenziellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.

KREDITRISIKO

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

STEUERUNG DER KREDITRISIKEN

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen.

Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Die unabhängige Risikokontrolle auf Portfolioebene wird vom Risikocontrolling wahrgenommen. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.

KREDITRISIKOSTEUERUNG

1) Abteilung Kreditmanagement

2) BKS Service GmbH

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

4) Abteilung Vorstandsbüro

KREDITSICHERHEITEN

Einen weiteren zentralen Bestandteil der Risikosteuerung bildet das Sicherheitenmanagement. Zugelassene Sicherheiten und die Methoden der Wertermittlung sind in umfassenden internen Bewertungsrichtlinien schriftlich festgehalten. Die Wertansätze für Sicherheiten sind konzerneinheitlich festgelegt, berücksichtigen jedoch die lokalen Marktgegebenheiten und orientieren sich an den in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen sowie an der erwarteten Entwicklung der Marktpreise. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft.

KREDITRISIKOKONZENTRATIONEN

Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Branchenentwicklungen werden genau beobachtet, regelmäßig ausgewertet und eine klare strategische Fokussierung vorgegeben. Großkreditrisiken der BKS Bank sind in der ALGAR durch eine Deckungsvorsorge abgesichert. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten der drei Kreditinstitute durch die Übernahme von Garantien, Bürgschaften und sonstigen Haftungen für Kredite, Darlehen und Leasingforderungen.

BETEILIGUNGSRISIKO

Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen der Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus und ist darauf ausgerichtet, dem Bankgeschäft dienlich zu sein.

Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie banknaher Hilfsdienste gelegt. Die Übernahme von Beteiligungen in Ländern, die hinsichtlich ihrer rechtlichen, politischen oder ökonomischen Situation als risikobehaftet eingestuft werden, sowie ein laufender Handel mit derartigen Beteiligungen wird nicht durchgeführt.

Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unserer Berichterstattung.

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses.

Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.

STEUERUNG ZINSÄNDERUNGSRISIKO

1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.

CREDIT SPREAD-RISIKO

Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.

AKTIENKURSRISIKO

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Alle internen Limite für Aktien und Aktienfonds wurden im Jahresverlauf eingehalten. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert und im APM-Gremium berichtet.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert.

STEUERUNG AKTIENKURSRISIKO

1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

RISIKO AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen.

Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt oder durch Fremdwährungsderivate geschlossen.

Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigengeschäft und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

LIQUIDITÄTSRISIKOSTEUERUNG

1) Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft/Gruppe Geld- und Devisenhandel

2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee

3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

GRUNDSÄTZE DES LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS

Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind.

Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.

Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.

Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.

LIQUIDITÄTSSTEUERUNG

In der täglich erstellten Liquiditätsablaufbilanz ordnen wir alle für das Refinanzierungsprofil relevanten Aktiva und Passiva nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder ein. Die Ablaufbilanz zeigt für jedes Zeitband einen Liquiditätsüberschuss oder -fehlbetrag und ermöglicht so die sehr zeitnahe Steuerung offener Liquiditätspositionen. Weiters wurde ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit) ausgearbeitet, welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in makroökonomische Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.

OPERATIONALES RISIKO INKLUSIVE IKT-RISIKEN

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir in Anlehnung an die CRR die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutzund Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Die Qualität der IKT-Infrastruktur wird mit der Quote der Systemverfügbarkeit gemessen. Die sogenannte Online-Verfügbarkeit in der "Prime Shift"

zwischen 08.00 und 17.00 Uhr lag 2018 bei ausgezeichneten 100 %. Ebenso beeindruckend ist, dass 99,7 % der Transaktionen mit einer Antwortzeit von unter einer Sekunde erfolgten. Auch die mehrfach durchgeführten Backup-Tests führten zu guten Ergebnissen.

Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.

Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.

Im Jahr 2018 kam es in der BKS Bank zu 212 Schadensfällen exklusive solcher, die aus dem Kreditgeschäft resultieren (2017: 207 Schadensfälle). Auf die Kategorie Kunden, Produkte und Geschäftspraxis entfielen die meisten Schadensfälle.

Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 25,5 Mio. EUR (2017: 25,5 Mio. EUR).

Alle drei Jahre findet ein Self-Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.

Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).

OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN

1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling

2) Operationales Risiko-Gremium

RISIKO EINER ÜBERMÄSSIGEN VERSCHULDUNG

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.

Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,5 % (2017: 7,2 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der zurzeit diskutierten Mindestquote von 3 %.

SONSTIGE RISIKEN

Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:

  • Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
  • Reputationsrisiken
  • Restwertrisiken im Leasinggeschäft
  • Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
  • Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
  • Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
  • Eigenkapitalrisiken
  • Verhaltensrisiken
  • Modellrisiko aus dem Zinsänderungsrisiko, aus dem Fremdwährungsrisiko, aus dem Aktienkursrisiko und aus Kreditrisiken

RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM

Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt.

Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Handbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontrollund Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse der BKS Bank entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen und das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben.

KONTROLLAKTIVITÄTEN

Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet.

Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.

Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.

Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.

ÜBERWACHUNG DER WIRKSAMKEIT DER MASSNAHMEN

Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.

NACHHALTIGKEIT UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die gemäß dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) zu erstellende konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung (§ 267a UGB) wird in Form eines eigenständigen nichtfinanziellen Berichts (Nachhaltigkeitsbericht) erstellt.

Der Bericht mit detaillierten Informationen zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird unter www.bks.at/Nachhaltigkeit veröffentlicht und beinhaltet auch die Angaben nach § 243b UGB.

AUSBLICK

KONJUNKTURAUSSICHTEN

Die globale Wirtschaft befindet sich immer noch auf einem robusten Wachstumspfad, auch wenn die Wachstumsraten und die Stimmungsindikatoren sich zuletzt abschwächten. Laut Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die globale Wirtschaft 2019 aller Voraussicht nach um 3,5 % wachsen. Der IWF erwartet zum jetzigen Zeitpunkt keine globale Rezession, allerdings ist das Risiko eines stärkeren Rückgangs gestiegen. Als Gefahr wird vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China gesehen. Darüber hinaus gebe es eine Reihe von weiteren Faktoren, die zu negativen Auswirkungen führen könnten, etwa ein ungeregelter Brexit oder eine stärkere Wirtschaftsabschwächung in China.

In den USA ist die Wachstumsdynamik dank der Konsumausgaben der privaten Haushalte weiterhin relativ hoch. Allerdings reicht das Expansionstempo nicht an die Entwicklung im letzten Jahr heran. Die Wachstumsspitze scheint im Vorjahr überschritten worden zu sein. Die Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) haben eine beabsichtigte konjunkturelle Verlangsamung herbeigeführt. Analysten erwarten für 2019 ein Wachstum von 2,5 %. Von Seiten der Inflation drohen derzeit keine Gefahren für ein zu stark steigendes Preisniveau, daher werden für 2019 nur moderate Zinserhöhungen in den USA erwartet.

In China deuten die jüngsten Daten darauf hin, dass die anhaltenden Handelsspannungen mit den USA allmählich eine Belastung darstellen. Die chinesische Zentralbank hat kürzlich eine Senkung ihres Mindestreservesatzes um 1 % angekündigt. Diese Kürzung dürfte nach Einschätzung der chinesischen Zentralbank der Wirtschaft rund 800 Mrd. RMB zuführen. Mit diesem Schritt soll die Nachfrage auf dem Binnenmarkt angekurbelt werden, um die Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren. Trotz der Handelsbeschränkungen wird für 2019 ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft von circa 6 % erwartet.

EUROPA

In Europa haben sich sowohl die Stimmungsindikatoren als auch die Wachstumsraten in der zweiten Jahreshälfte 2018 eingetrübt. Der europäische Wirtschaftsmotor Deutschland näherte sich zuletzt sogar kurz einer Rezession an. Ähnlich wie in Österreich leidet Deutschland als Exportland an dem Nachlassen der globalen Wirtschaft. Italien befindet sich in einer Rezession, das Bruttoinlandsprodukt war im dritten und vierten Quartal 2018 negativ. Der IWF senkte Anfang 2019 die Wachstumsprognose für die Euro-Zone von vormals 1,9 % auf aktuell 1,3 %. Die Europäische Kommission geht mit dieser Einschätzung konform und korrigierte ihre Prognose ebenfalls von vormals 1,9 % auf nunmehr 1,3 % Wachstum für 2019. Der Grund für die Korrektur liege vor allem in der geringeren Erwartung an Deutschland, Italien und auch Frankreich. Die Prognose sei wegen internationaler Spannungen und einem drohenden, chaotischen Brexit auch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

ÖSTERREICH

Ähnlich wie in den meisten anderen Volkswirtschaften hat auch Österreich 2018 allem Anschein nach den Wachstumsgipfel überschritten. Österreichs Wirtschaftsdynamik zeigt sich zwar weiterhin in einer robusten Verfassung, schwächt sich allerdings langsam ab. Dies ist insofern wenig überraschend, da Österreich traditionell eine exportorientierte Volkswirtschaft ist und sich daher dem globalen Trend einer nachlassenden Wirtschaftsleistung nicht entziehen kann. Für 2019 rechnen Ökonomen mit einem Wachstum von 2,0 %. Getragen wird das Wachstum zurzeit vor allem von der Industrieproduktion. Für 2019 kommt hinzu, dass der Familienbonus den privaten Konsum stärken sollte. Die gute Wirtschaftslage wirkt sich auch positiv auf die Lage am Arbeitsmarkt aus. Für 2019 wird eine Arbeitslosenquote von rund 4,6 % nach Eurostat-Berechnung erwartet.

AKTIENMÄRKTE BLEIBEN SCHWANKUNGSINTENSIV

Der Aktienmarkt hat zuletzt unter einer Abschwächung der globalen Konjunkturaussichten und Rezessionsängsten gelitten. Politische Themen wie der ungelöste Brexit sowie zahlreiche negative unternehmensspezifische Nachrichten belasteten zusätzlich. In so einem Umfeld ist der Risikoappetit der Anleger begrenzt. Wegen der Kursrückgänge sind einige Märkte nun aber auch wieder deutlich günstiger bewertet. 2019 dürfte daher ein positives Aktienjahr werden, allerdings muss mit hohen Schwankungen und zwischenzeitlich rückläufigen Kursen gerechnet werden.

Anspruchsvoll bleibt es für Anleihen-Investoren. Investitionen in Euro-Staatsanleihen mit Top-Bonität bleiben wegen des allgemein niedrigen Renditeniveaus wenig attraktiv. Spekulationen, dass auch die Fed die Leitzinsen nicht mehr allzu weit anheben wird, drückten zuletzt auf die Renditen von langlaufenden Staatsanleihen. Sollten sich die Konjunktur- und Inflationsdaten allerdings verbessern, ist mit einem langsamen Anstieg der Staatsanleihen-Renditen zu rechnen. Dies würde sich negativ auf die Kurse dieser Anleihen auswirken. Auch Unternehmensanleihen mit guter Bonität könnten 2019 für Anleger interessant werden. Die Risikoaufschläge dieser Anleihen sind zuletzt gestiegen und bieten nun wieder vergleichsweise ansprechende Renditen.

BANKGESCHÄFT BLEIBT AUCH 2019 HERAUSFORDERND

Für Banken wird es auch im Geschäftsjahr 2019 zu keinen nennenswerten Erleichterungen kommen. Wir bleiben angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen – Niedrigzinsumfeld, Digitalisierung, Regulatorik und Kostendruck – weiterhin wachsam.

Für das kommende Jahr rechnen wir mit einer etwas gedämpfteren Geschäftsentwicklung, vor allem das Kreditwachstum wird geringer ausfallen. Wegen der pessimistischeren Konjunkturaussichten gehen wir davon aus, dass Unternehmer defensiver in ihren Investitionsentscheidungen vorgehen werden. Die entspannte Risikosituation dürfte jedoch noch weiter Bestand haben. Wir werden auch im kommenden Geschäftsjahr weiter konsequent daran arbeiten, Risikofälle abzubauen, um die NPL-Quote weiter zu senken.

Angesichts der großen Unsicherheit, die sich aus dem Brexit und der Konjunkturabkühlung ergibt, scheint eine Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für 2019 immer unwahrscheinlicher. Das anhaltend tiefe Zinsniveau wird die Ertragssituation im zinstragenden Geschäft weiterhin belasten. Um die Abhängigkeit vom Zinsertrag zu schmälern, setzen wir auf den Ausbau der eigenmittelschonenden Geschäftsfelder. Im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr orten wir großes Wachstumspotential. Wie bereits an anderer Stelle vermerkt, werden wir in den nächsten Monaten dieses Geschäftsfeld organisatorisch neu strukturieren und am Markt neu positionieren. Dabei soll vor allem das Produkt- und Serviceangebot erweitert und die Beratung gestärkt werden. Auch im Wertpapiergeschäft erwarten wir uns ein besseres Ergebnis als 2018. Parallel zu den Maßnahmen zur Stärkung unserer Ertragskraft üben wir auch weiterhin strikte Kostendisziplin. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, die Cost-Income-Ratio unter der internen Benchmark von 55,0 % zu halten.

Es zeichnet sich ab, dass Großbritannien ungeregelt aus der Europäischen Union ausscheiden wird. Wir haben bereits analysiert, inwieweit wir vom Brexit – ob geregelt oder ungeregelt – betroffen sein könnten. Wir rechnen derzeit weder mit einem großen Anpassungsbedarf in unseren Prozessen noch mit finanziellen Einbußen. Es bestehen kaum Geschäftsverbindungen mit in Großbritannien ansässigen Unternehmen, Privatpersonen oder Kreditinstituten. Auch bei den Zahlungs- und Wertpapierabwicklungssystemen, die die BKS Bank nutzt, sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten.

OPTIMISTISCHER BLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres war erwartungsgemäß. Uns ist bewusst, dass die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie durch Marktturbulenzen, Konjunktureinbußen, aufsichtsrechtliche Änderungen, politische Ereignisse oder Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte. Wir sind dennoch optimistisch, dass wir dank unseres erprobten Geschäftsmodells, der soliden Eigenmittelausstattung und der guten Marktposition weiterhin unseren selbstbestimmten Weg fortsetzen können. Wir werden auch 2019 tatkräftig daran arbeiten, die BKS Bank auf Erfolgskurs zu halten. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das neue Geschäftsjahr an.

Die Arbeiten für die Übernahme der rund 25.000 Depotkunden vom slowenischen Wertpapieranbieter ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. laufen auf Hochtouren, sodass wir die Übernahme planmäßig im März abschließen werden. Darüber hinaus gab es im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer keine wesentlichen, berichtsrelevanten Ereignisse.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Kunstvoll gestaltete Schlüssel, Ende 19. Jahrhundert

ANHANG

BKS BANK BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

AKTIVA

in EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in EUR ± in %
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken
und Postgiroämtern 476.578.818,43 571.952.874,18 95.374.055,75 20,0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung
bei der Zentralnotenbank zugelassen sind 619.682.088,88 652.797.103,25 33.115.014,37 5,3
3. Forderungen an Kreditinstitute 61.539.229,67 134.341.072,76 72.801.843,09 > 100
a) täglich fällig 25.489.213,53 25.530.395,19 41.181,66 0,2
b) sonstige Forderungen 36.050.016,14 108.810.677,57 72.760.661,43 > 100
4. Forderungen an Kunden 5.448.956.452,30 5.984.095.336,23 535.138.883,93 9,8
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 233.559.623,08 243.004.269,91 9.444.646,83 4,0
a) von öffentlichen Emittenten 5.121.232,88 5.121.232,88 - -
b) von anderen Emittenten 228.438.390,20 237.883.037,03 9.444.646,83 4,1
darunter: eigene Schuldverschreibungen 3.633.846,45 12.023.693,60 8.389.847,15 > 100
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 47.637.697,71 53.560.778,29 5.923.080,58 12,4
7. Beteiligungen 115.984.095,22 127.560.106,09 11.576.010,87 10,0
darunter: an Kreditinstituten 106.617.322,21 118.057.562,91 11.440.240,70 10,7
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.703.409,74 79.690.731,02 4.987.321,28 6,7
darunter: an Kreditinstituten - - - -
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage
vermögens 1.378.105,03 3.515.553,00 2.137.447,97 > 100
10. Sachanlagen 33.156.392,02 31.824.290,41 -1.332.101,61 -4,0
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut
im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 11.474.981,57 10.532.208,07 -942.773,50 -8,2
11. Sonstige Vermögensgegenstände 22.635.587,04 24.313.103,24 1.677.516,20 7,4
12. Rechnungsabgrenzungsposten 4.038.664,73 5.032.293,69 993.628,96 24,6
13. Aktive latente Steuern 5.433.245,02 6.704.235,11 1.270.990,09 23,4
7.145.283.408,87 7.918.391.747,18 773.108.338,31 10,8

POSTEN UNTER DER BILANZ

in EUR 31.12.2017 31.12.2018
1. Auslandsaktiva 1.997.238.149,87 2.288.847.302,98 291.609.153,11 14,6

Jahresabschlussposten sind nur insoweit angeführt, als dafür Wertansätze vorhanden sind.

BKS BANK BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

PASSIVA

in EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in EUR ± in %
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 695.735.555,39 850.708.587,18 154.973.031,79 22,3
a) täglich fällig 51.020.155,44 50.445.155,39 -575.000,05 -1,1
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 644.715.399,95 800.263.431,79 155.548.031,84 24,1
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.987.234.108,78 5.484.930.967,69 497.696.858,91 10,0
a) Spareinlagen 1.475.136.911,58 1.428.486.645,44 -46.650.266,14 -3,2
aa) täglich fällig 681.795.752,15 847.629.135,74 165.833.383,59 24,3
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 793.341.159,43 580.857.509,70 -212.483.649,73 -26,8
b) sonstige Verbindlichkeiten 3.512.097.197,20 4.056.444.322,25 544.347.125,05 15,5
ba) täglich fällig 2.769.107.278,64 3.124.516.187,43 355.408.908,79 12,8
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 742.989.918,56 931.928.134,82 188.938.216,26 25,4
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 549.707.146,89 574.749.159,67 25.042.012,78 4,6
a) begebene Schuldverschreibungen 473.344.778,29 503.386.777,53 30.041.999,24 6,3
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 76.362.368,60 71.362.382,14 -4.999.986,46 -6,5
4. Sonstige Verbindlichkeiten 30.155.632,21 20.184.958,37 -9.970.673,84 -33,1
5. Rechnungsabgrenzungsposten 2.145.114,61 2.061.255,11 -83.859,50 -3,9
6. Rückstellungen 87.250.594,61 86.720.500,35 -530.094,26 -0,6
a) Rückstellungen für Abfertigungen 22.496.815,66 23.303.562,20 806.746,54 3,6
b) Rückstellungen für Pensionen 40.160.970,00 38.372.215,00 -1.788.755,00 -4,5
c) Steuerrückstellungen 4.680.201,81 3.897.640,21 -782.561,60 -16,7
d) Sonstige 19.912.607,14 21.147.082,94 1.234.475,80 6,2
7. Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 158.812.108,63 180.044.387,15 21.232.278,52 13,4
8. Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 36.968.008,22 44.330.399,19 7.362.390,97 19,9
9. Gezeichnetes Kapital 79.279.200,00 85.885.800,00 6.606.600,00 8,3
abzüglich Nennbetrag eigener Aktien -1.498.416,00 -1.700.324,00 -201.908,00 -13,5
10. Gebundene Kapitalrücklagen 194.948.563,63 243.586.795,78 48.638.232,15 24,9
11. Gewinnrücklagen 234.372.812,19 253.444.004,91 19.071.192,72 8,1
a) gesetzliche Rücklage 503.410,04 503.410,04 - -
b) andere Rücklagen 233.869.402,15 252.940.594,87 19.071.192,72 8,2
12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 80.800.000,00 83.300.000,00 2.500.000,00 3,1
13. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 9.372.979,71 10.145.255,78 772.276,07 8,2
7.145.283.408,87 7.918.391.747,18 773.108.338,31 10,8

POSTEN UNTER DER BILANZ

in EUR 31.12.2017 31.12.2018 ± in EUR ± in %
1. Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten 387.574.472,23 428.233.602,43 40.659.130,20 10,5
2. Kreditrisiken 1.441.750.351,61 1.361.273.425,93 -80.476.925,68 -5,6
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 117.777.575,33 79.725.829,76 -38.051.745,57 -32,3
4. Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 691.253.484,51 784.460.911,27 93.207.426,76 13,5
darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I
Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 133.218.240,65 147.331.558,99 14.113.318,34 10,6
5. Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag) 4.781.465.741,94 5.054.082.385,61 272.616.643,67 5,7
darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1
lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 11,0% 11,8% 0,8% 7,3
lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 11,7% 12,6% 1,0% 8,7
lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 14,5% 15,5% 1,2% 8,0
6. Auslandspassiva 1.289.639.065,10 1.441.283.975,21 151.644.910,11 11,8

BKS BANK GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in EUR 2017 2018 ± in EUR ± in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge 130.703.358,20 132.925.193,18 2.221.834,98 1,7
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 17.818.656,99 15.884.877,06 -1.933.779,93 -10,9
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.614.787,91 16.650.790,34 -7.963.997,57 -32,4
I. Nettozinsertrag 106.088.570,29 116.274.402,84 10.185.832,55 9,6
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 10.449.038,69 14.592.257,56 4.143.218,87 39,7
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und
nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.550.465,80 1.423.414,74 -127.051,06 -8,2
b) Erträge aus Beteiligungen 7.093.502,84 7.992.908,51 899.405,67 12,7
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 1.805.070,05 5.175.934,31 3.370.864,26 >100
4. Provisionserträge 56.850.098,42 57.668.263,75 818.165,33 1,4
5. Provisionsaufwendungen 3.805.226,62 4.180.142,72 374.916,10 9,9
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 1.563.750,42 1.040.488,35 -523.262,07 -33,5
7. Sonstige betriebliche Erträge 2.402.335,06 2.838.872,87 436.537,81 18,2
II. Betriebserträge 173.548.566,26 188.234.142,65 14.685.576,39 8,5
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 102.317.687,48 106.321.943,07 4.004.255,59 3,9
a) Personalaufwand 65.193.285,56 66.891.643,19 1.698.357,63 2,6
darunter:
aa) Löhne und Gehälter 46.114.367,06 47.368.040,62 1.253.673,56 2,7
ab) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene
soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 11.829.523,67 11.972.194,48 142.670,81 1,2
ac) sonstiger Sozialaufwand 1.306.197,48 2.520.214,13 1.214.016,65 92,9
ad) Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung 4.433.465,41 4.386.233,73 -47.231,68 -1,1
ae) Dotierung der Pensionsrückstellung -872.873,00 -1.788.755,00 -915.882,00 >-100
af) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 2.382.604,94 2.433.715,23 51.110,29 2,1
b) Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) 37.124.401,92 39.430.299,88 2.305.897,96 6,2
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und
10 enthaltenen Vermögensgegenstände 3.899.261,41 4.382.121,74 482.860,33 12,4
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.289.620,57 6.785.789,27 -503.831,30 -6,9
III. Betriebsaufwendungen 113.506.569,46 117.489.854,08 3.983.284,62 3,5
IV. Betriebsergebnis 60.041.996,80 70.744.288,57 10.702.291,77 17,8
11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen
zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für
Kreditrisiken -45.750.659,56 -41.714.598,83 4.036.060,73 -8,8
12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf
Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual
verbindlichkeiten und für Kreditrisiken 18.115.781,63 12.900.345,60 -5.215.436,03 -28,8
13. Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanz
anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und
Anteile an verbundenen Unternehmen -444.314,40 -743.989,00 -299.674,60 -67,4
14. Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die
wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteili
gungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 2.632.457,49 1.131.709,67 -1.500.747,82 -57,0
V. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.595.261,96 42.317.756,01 7.722.494,05 22,3

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in EUR 2017 2018 ± in EUR ± in %
V. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.595.261,96 42.317.756,01 7.722.494,05 22,3
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 6.560.353,10 8.001.635,10 1.441.282,00 22,0
darunter: latente Steuern 2.733.910,93 -1.642.083,24 -4.375.994,17 >-100
16. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen 2.174.394,90 1.349.397,29 -824.997,61 -37,9
VI. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 25.860.513,96 32.966.723,62 7.106.209,66 27,5
17. Rücklagenbewegung 16.907.388,46 23.259.318,77 6.351.930,31 37,6
darunter: Dotierung Haftrücklage - 2.500.000,00 2.500.000,00 >100
VII. Jahresgewinn 8.953.125,50 9.707.404,85 754.279,35 8,4
18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 419.854,21 437.850,93 17.996,72 4,3
VIII. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 9.372.979,71 10.145.255,78 772.276,07 8,2

ANHANG BKS BANK AG

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Grundlagen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.

Wertpapiere

Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt.

Risikovorsorge: Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bildung von Wertberichtigungen erfolgt auf der Grundlage einer internen Richtlinie auf Basis eines standardisierten Prozesses, in Rahmen dessen für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt. Für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen werden Wertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien gebildet. Vom Bewertungsspielraum gemäß § 57 Abs. 1 BWG wurde Gebrauch gemacht. Weiters wurde eine Portfoliowertberichtigung auf Basis statistisch ermittelter Bewertungsfaktoren gebildet. Hierbei werden Verluste erfasst, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Bei der Bewertung von Forderungen gegenüber Risikoländern kommen höhere Abschläge bei den Sicherheiten zum Ansatz.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten.

Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell).

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw.

außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 400,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt.

Derivative Geschäfte

Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen.

Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 8.388 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.368 Tsd. EUR) enthalten.

Eigene Emissionen

Agio und Disagio aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der interne Zinsfuß herangezogen. Im Berichtsjahr wurden fundierte Bankschuldverschreibungen in Höhe von 40 Mio. EUR (Vorjahr: 20 Mio. EUR) begeben.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG seit dem Geschäftsjahr 2014 die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens ("Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches") vorgenommen. Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Zinssatzes und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2018 wurde der Berechnung ein Zinssatz von 2,52% (Vorjahr: 2,91%) zu Grunde gelegt. Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und dieser mit 2,17% (Vorjahr: 2,10%) errechnet. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden seit dem Jahr 2005 im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. MItte August 2018 wurden die neuen "AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" veröffentlicht, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten (neue Sterbetafel). Diese Rechnungsgrundlagen sind relevant für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungsund Jubiläumsgeldverpflichtungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Zusätzliches Kernkapital

Im Berichtsjahr wurden 7,3 Mio. EUR zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 12,8 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2018 betrug 44,3 Mio. EUR (Vorjahr: 37,0 Mio. EUR).

Steuerliche Verhältnisse

Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. Es wird keine Steuerumlage verrechnet, da für beide Gesellschaften Ergebnisabführungsverträge vorliegen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im ersten Quartal 2019 übernehmen wir von der slowenischen Wertpapiergesellschaft ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. rund 25.000 Kunden. Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.

III. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

BILANZVOLUMEN IN FREMDER WÄHRUNG

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Aktiva 245.710 265.045
Passiva 214.244 287.584

FRISTENGLIEDERUNG

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:

in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
bis 3 Monate
1.222.977
1.101.467
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
677.795
508.358
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
1.998.922
1.893.124
mehr als 5 Jahre
2.299.869
3.274.290

Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
bis 3 Monate 701.996 496.244
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.312.571 882.552
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 869.260 1.199.612
mehr als 5 Jahre 420.579 524.314

WERTPAPIERE

Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2018 stille Lasten in Höhe von 355 Tsd. EUR (Vorjahr: 527 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.

Summe 57.810 57.283 527 29.904 29.549 355
zinsliche Wertpapiere - - - - - -
Aktien und andere nicht festver
festverzinsliche Wertpapiere 24.906 24.824 82 - - -
Schuldverschreibungen und andere
Schuldtitel öffentlicher Stellen 32.904 32.459 445 29.904 29.549 355
in Tsd. EUR Buchwert 31.12.2017
Marktwert
Stille Last Buchwert 31.12.2018
Marktwert
Stille Last

AUFGLIEDERUNG STILLER LASTEN IM ANLAGEVERMÖGEN

Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2018 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0).

AUFGLIEDERUNG DER WERTPAPIERE UND BETEILIGUNGEN NACH BÖRSENOTIERUNG (OHNE STÜCKZINSEN)

31.12.2017 31.12.2018
in Tsd. EUR Pos. Nr. börsennotiert nicht börsennotiert börsennotiert nicht börsennotiert
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 9.962 37.676 14.848 38.712
Beteiligungen 7. 99.078 16.906 109.273 18.287

Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.

Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
Schuldtitel öffentlicher Stellen 2a. - 145
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5. - 18
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 238 -
Summe 238 163

Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5. 186.341 175.530

Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5. 44.037 64.785
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 9.962 14.848

FÄLLIGE SCHULDVERSCHREIBUNGEN

Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
Schuldtitel öffentlicher Stellen, Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere 2. und 5. 49.691 51.842
Verbriefte Verbindlichkeiten 3. 54.300 48.700

SONSTIGE ANGABEN ZU VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN

Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
Forderungen an Kunden 4. 40 40
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6. 3.634 3.634

In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:

in Tsd. EUR Verbindlichkeiten Vermögensgegenstände 31.12.2017 31.12.2018
Mündelgelder gemäß § 230a ABGB Wertpapiere 12.955 11.876
Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel Wertpapiere 1.575 1.575
Kaution für Handel an EUREX Wertpapiere 749 749
Sicherheiten Xetra Wertpapiere 1.477 3.937
Pfandsperre Euro-Clear Wertpapiere 25.000 10.000
Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung Kredite 300.000 296.943
Eurex Repo (GC Pooling) Wertpapiere 3.036 3.552
Margin Finanztermingeschäfte Cash Collateral 8.463 4.135
Hypothekarischer Deckungsstock Kredite 234.348 261.049
Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen Kredite 11.232 9.920
Solidarfond OeKB Cash Collateral 50 60

In den Forderungen an Kreditinstitute sind keine eigenen, nicht börsennotierten Schuldverschreibungen im Nostrobestand enthalten (Vorjahr: 660 Tsd. EUR).

DETAILS WESENTLICHER WERTE IN DEN SONSTIGEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN

in Tsd. EUR Pos. Nr. 12. 31.12.2017 31.12.2018
Steuerverrechnung 10.665 8.547
Verrechnung mit verbundenen Unternehmen 4.147 9.579
Sonstige 5.282 4.897
Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten 2.542 1.290
Summe 22.636 24.313

Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR) als Erträge erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

DETAILS WESENTLICHER WERTE IN DEN SONSTIGEN VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR Pos. Nr. 4. 31.12.2017 31.12.2018
Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten 9.275 1.629
Verbindlichkeiten Finanzamt 1.972 976
KESt-Verbindlichkeiten 2.657 1.304
Sozialversicherungsbeiträge 1.481 1.537
Verbindlichkeiten Auslandsdirektionen 8.546 5.982
Sonstige 6.225 8.757
Summe 30.156 20.185

Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 18,6 Mio. EUR (Vorjahr: 20,9 Mio. EUR) als Aufwendungen erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital Anteil BKS Bank in % Jahresüberschuss
bzw. -fehlbetrag
in Mio. EUR 2017 2018 direkt indirekt 2017 2018
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 18,76 18,87 100,00 - -0,04 0,17
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt 2,03 2,03 99,75 0,25 0,99 1,20
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 8,60 14,10 100,00 - 0,67 2,03
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 4,29 5,18 100,00 - 0,58 0,87
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungs
gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt 5,95 6,93 100,00 - 0,75 0,99
IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt 0,05 0,05 100,00 - 0,00 0,01
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungs
gesellschaft m.b.H., Klagenfurt1) 3,98 4,27 - 100,00 0,26 0,29
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H.,
Klagenfurt 3,22 3,22 100,00 - 0,51 0,96
BKS Service GmbH, Klagenfurt 0,04 0,04 100,00 -0,01 0,02
BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft
mbH, Klagenfurt 23,59 28,10 100,00 - 0,69 4,51
Oberbank AG, Linz 1.837,81 1.959,87 14,21 - 127,28 156,84
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck 864,64 1.071,98 13,59 - 23,65 142,10
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT
m.b.H., Linz 3,89 8,89 25,00 - 0,00 0,00
3 Banken IT GmbH, Linz 3,60 3,64 30,00 - -0,01 0,04
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 7,76 8,29 - 30,00 0,10 0,52
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH, Linz 8,60 8,47 20,00 - 0,03 0,21
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt 0,19 0,23 99,00 1,00 0,01 0,04
VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH,
Klagenfurt 1,34 3,05 100,00 - 0,12 0,06
BKS Hybrid alpha GmbH, Klagenfurt 0,13 0,14 100,00 - 0,01 0,01
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt 0,11 0,12 100,00 - 0,01 0,01
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH,
Klagenfurt 0,65 0,03 100,00 - -0,04 -0,02
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Wien 0,64 0,00 - 100,00 -0,03 -0,02
3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck 0,83 0,81 30,00 - 0,28 0,27
PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt 3,99 4,01 100,00 - 0,87 0,02

LISTE AUSGEWÄHLTER BETEILIGUNGEN UND ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

1) Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR.

Das in der vorigen Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils den Jahresabschlüssen zum 31.12.2018 bzw. 31.12.2017 entnommen.

Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG. Weiters halten wir indirekt 30% am Stammkapital von 4,7 Mio. EUR der Beteiligungsverwaltung GmbH, Linz.

in Tsd. EUR Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 3. 3.000 2.533
Forderungen an Kunden 4. 8.061 7.221
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1. 140.122 162.539
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2. 9.166 13.444

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Pos. Nr. 31.12.2017 31.12.2018
4. 378.559 469.152
6. 3.634 3.634
12. 4.147 9.678
1. - -
2. 13.236 21.026
7. 40.000 20.000
4. 221 476

Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt, der VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt, und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 956 Tsd. EUR (Vorjahr: 511 Tsd. EUR ), von der BKS-Leasing GmbH 1.204 Tsd. EUR (Vorjahr: 994 Tsd. EUR ), von der VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH -20 Tsd. EUR (Vorjahr: -37 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, 16 Tsd. EUR (Vorjahr: -13 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet. Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH und der BKS-Leasing GmbH.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.967 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.980 Tsd. EUR).

AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN

in Tsd. EUR 2017 2018
Aktive Steuerlatenz
Sachanlagen 655 567
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.492 2.292
Beteiligungen 320 200
Pauschalwertberichtigung § 57/1 BWG - 2.000
Langfristige Personalrückstellungen 22.979 23.725
Sonstige Rückstellungen 417 408
Bemessungsgrundlage Aktive Steuerlatenz 28.862 29.192
– hiervon 25% 6.716 7.298
Passive Steuerlatenz
Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke 5.129 5.006
Bemessungsgrundlage Passive Steuerlatenz 5.129 5.356
– hiervon 25% 1.282 1.339
Aktivseitiger Überhang Inland 5.433 5.959
Aktivseitiger Überhang Kroatien 18% - 745
Passive Steuerlatenz Kroatien 18% 371 -

Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 1.673 Tsd. EUR (Vorjahr: -2.734 Tsd. EUR).

EIGENKAPITAL UND ERGÄNZENDE EIGENMITTEL

in Tsd. EUR
2017
2018
Hartes Kernkapital
527.019
593.629
Zusätzliches Kernkapital
31.016
43.500
Ergänzende Eigenmittel
133.218
147.332

Die ergänzenden Eigenmittel betrugen 147,3 Mio. EUR (Vorjahr: 133,2 Mio. EUR). Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,42% (Vorjahr: 0,36%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR.

EIGENKAPITAL UND EIGENKAPITALÄHNLICHE VERBINDLICHKEITEN

Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2018
Stück in Tsd. EUR Stück in Tsd. EUR
Stammaktien 37.839.600 75.679 41.142.900 82.286
Vorzugsaktien 1.800.000 3.600 1.800.000 3.600
in Summe 39.639.600 79.279 42.942.900 85.886

Im ersten Quartal 2018 haben wir eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 12 : 1 durchgeführt und 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien ausgegeben. Der Emissionserlös betrug 55,2 Mio. EUR. Das Grundkapital erhöhte sich auf 85.885.800,- EUR. Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 868.678 Stück, d. s. 2,02% des Grundkapitals (Vorjahr: 757.675 Stück, d. s. 1,91%).

ZUSAMMENSETZUNG DES ERGÄNZUNGSKAPITALS

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018 Gesamtlaufzeit
Var. Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP 2.350 2.350 15 Jahre
Stufenzins-Ergänzungskapital-Obligation 2008-2020/4 15.000 15.000 12 Jahre
7,45% Ergänzungskapital-Obligation 2008/PP 20.000 - unbegrenzt
Stufenzins-Ergänzungskapital Obligation 2010-2020/2 16.000 16.000 10 Jahre
6,10% Ergänzungskapital-Obligation 2010/PP 20.000 20.000 unbegrenzt
4 3/4% Ergänzungskapital-Obligation 2011-2019/3 20.000 20.000 8 Jahre
5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 20.000 20.000 9 Jahre
4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 20.000 20.000 10 Jahre
2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 20.000 20.000 8 Jahre
3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 2.678 20.000 10 Jahre
3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP - 13.000 10 Jahre
2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3 - 10.533 8 Jahre
Summe Ergänzungskapital 156.028 176.883

Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 8.480 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.960 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2019 werden 20,0 Mio. EUR Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 0).

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

Nominalbetrag nach Restlaufzeiten
in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Zinssatzverträge 5.000 128.234 218.830
Zinsswaps 5.000 128.234 218.830
– Kauf 2.500 64.117 109.415
– Verkauf 2.500 64.117 109.415
Optionen auf zinsbezogene Instrumente - - -
– Kauf - - -
– Verkauf - - -
Wechselkursverträge 902.459 177.317 -
Devisentermingeschäfte 509.497 - -
– Kauf 255.230 - -
– Verkauf 254.267 - -
Kapitalmarktswaps - 177.317 -
– Kauf - 88.578 -
– Verkauf - 88.739 -
Geldmarktswaps (Devisenswaps) 392.962 - -
– Kauf 195.910 - -
– Verkauf 197.052 - -
Wertpapierbezogene Geschäfte - - -
Aktienoptionen - - -
– Kauf - - -
– Verkauf - - -

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
1.200 11.070 1.004
- - -
- - -
- - -
1.200 11.070 1.004
600 5.535 502
600 5.535 502
- - -
- - -
- - -
- - -
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten
Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018
289.788 352.064 6.687 5.964 4.991 5.544
289.788 352.064 6.687 5.964 4.991 5.544
144.894 176.032 71 - 4.991 5.544
144.894 176.032 6.616 5.964 - -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
1.277.527 1.079.776 2.542 1.464 9.274 2.377
538.228 509.497 85 935 3.176 987
267.980 255.230 12 909 3.176 960
270.248 254.267 73 26 - 27
335.557 177.317 129 - 6.089 257
164.646 88.578 - - - -
170.911 88.739 129 - 6.089 257
403.742 392.962 2.328 529 9 1.133
202.715 195.910 68 13 - 10
201.027 197.052 2.260 516 9 1.123
- - - - - -
- - - - -
- - - - -
- - - - -

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: BANKBUCH

DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN: HANDELSBUCH

Nominalbetrag Marktwert (positiv) Marktwert (negativ)
31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018
14.918 13.274 6 2 6 2
120 - - - - -
60 - - - - -
60 - - - - -
14.798 13.274 6 2 6 2
7.399 6.637 6 2 - -
7.399 6.637 - - 6 2
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -
- - - - - -

Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.

Verbindlichkeiten mit eingebetteten Derivaten

In den anderen verbrieften Verbindlichkeiten sind strukturierte Produkte mit eingebetteten Derivaten enthalten. Der Nominalwert der strukturierten Produkte zum Bilanzstichtag betrug 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Die Risiken der eingebetteten Derivate wurden durch entsprechende Sicherungsinstrumente mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Gänze abgesichert.

Absicherung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen.

Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Grundgeschäften gegenlaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2018 der Grundgeschäfte nach Abzug des Nominalwertes betrug -4,2 Mio. EUR (Vorjahr: -2,5 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.

Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% - 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2018 gab es keine Drohverlustrückstellung aus der Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehungen.

PENSIONSRÜCKSTELLUNG

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Rückstellungen gem. § 14 EStG 25.840 24.821
zusätzlich versteuerte Vorsorge 14.321 13.551
in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung 40.161 38.372

ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Rückstellungen gem. § 14 EStG 16.812 17.234
zusätzlich versteuerte Vorsorge 5.685 6.070
in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung 22.497 23.304
Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag 82,4% 85,3%

DETAILS WESENTLICHER SONSTIGER RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
Jubiläumsgelder
4.962
5.930
Sterbequartale
3.445
3.723
Urlaubsrückstellung
1.147
1.202
Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand
1.569
1.675
Zinsen für Stufenzinssparbücher
704
49
Zinsen für Stufenzinsobligation
1.812
1.735
Schadensfälle
880
917
Rückstellungen für Beratungs- und Haftungsrisiken
3.300
4.889
Sonstige Rückstellungen
2.094
1.027
Summe
19.913
21.147

FINANZINSTRUMENTE DES HANDELSBUCHES ZU MARKTWERTEN

in Tsd. EUR
31.12.2017
31.12.2018
Verzinsliche Wertpapiere
-
-
Substanzwerte
-
-

ANGABEN ZU POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICH

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellungen für Haftungsrisiken 383.542 426.853
Akkreditive 4.032 1.381
Eventualverbindlichkeiten 387.574 428.234

KREDITRISIKEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
nicht ausgenützter Kreditrahmen 1.427.655 1.354.795
Promessen 14.096 6.479
Kreditrisiken 1.441.750 1.361.273

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN, DIE NICHT IN DER BILANZ AUSGEWIESEN SIND

VERPFLICHTUNGEN AUS DER NUTZUNG VON SACHANLAGEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 31.12.2018
im folgenden Geschäftsjahr 7.107 6.997
in den folgenden 5 Jahren 36.959 36.381
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
– im folgenden Geschäftsjahr 4.972 5.072
– in den folgenden 5 Jahren 25.768 26.286

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.770 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.769 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt.

Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Vermittlungsprovision Versicherungen
1.050
2018
1.228
Erträge aus der Vermietung von Realitäten
955
928
Auflösung Rückstellung für Schadensfälle
25
240
Sonstige Positionen
372
443
Summe
2.402
2.839

ANALYSE DER ZINSERTRÄGE UND ZINSAUFWENDUNGEN

in Tsd. EUR 2017 2018
Negative Ertragszinsen 5.419 6.057
Positive Aufwandszinsen 6.148 10.698

Im Nichtverbrauchergeschäft kommt in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (Euribor, Libor) negativ, gilt für die Sollzinsberechnung ein Mindestwert von 0,0%. Im Jahr 2018 kam der Floor bei einem Neufinanzierungsvolumen von 441,5 Mio. EUR (im Vorjahr: 377,2 Mio. EUR) zu tragen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tsd. EUR
Pos. Nr. 10.
2017
2018
Aufwendungen für zur Vermietung bestimmter Realitäten
211
171
Schadensfälle
148
430
Aufwendungen Einlagensicherungsfonds
2.043
1.900
Aufwendungen Abwicklungsfonds
2.297
2.847
Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs- und Haftungsrisiken
2.500
1.400
Sonstige Positionen
91
38
Summe
7.290
6.786

WEITERVERRECHNETE KOSTEN AN TOCHTERGESELLSCHAFTEN

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 6.627 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.311 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 58 Tsd. EUR (Vorjahr: 59 Tsd. EUR) weiterverrechnet.

ANGABEN ZU ARBEITNEHMERN UND ORGANEN

in Tsd. EUR 2017 2018
durchschnittliche Anzahl der Angestellten:
– für die BKS Bank tätige Angestellte 819 816
– in BKS Bank für nahestehende Unternehmen tätig 78 76
– in nahestehenden Unternehmen tätig 44 51
Angestellte des BKS Bank Konzerns 941 948
– aus Konzernsicht sind für nahestehende Unternehmen tätig 16 16
– durchschnittliche Anzahl der Arbeiter/-innen 55 54
Bezüge des Vorstandes 1.349 1.460
Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen 940 865
Erträge/Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder 116 -367
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder
und ihre Hinterbliebenen
497 1.862
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Arbeitnehmer
(auch ehemaliger und ihrer Hinterbliebenen) 6.204 5.322
Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates 234 236
Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates (sofern solche
gewährt werden, erfolgen Rückzahlungen und Verzinsung zu marktüblichen
Bedingungen) 424 235

Von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB wird nicht Gebrauch gemacht.

Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2018 auf 1.339 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.272 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 3.047 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.148 Tsd. EUR). Bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder wurden 968 Tsd. EUR dotiert (Vorjahr: -55 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind 311 Tsd. EUR Zahlungen (Vorjahr: 293 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.

Schuldtitel öffentlicher Stellen 586.651 59.929 25.913 620.667 2.415
Forderungen an Kunden - 8.499 - 8.499 -
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere von anderen
Emittenten 187.196 32.652 43.553 176.295 854
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere - - - - -
Beteiligungen 120.759 12.145 325 132.579 4.775
Anteile an verbundenen Unternehmen 81.187 5.150 687 85.650 6.484
Summe Finanzanlagen 975.793 118.375 70.478 1.023.690 14.528
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.145 3.148 75 14.456 9.767
Sachanlagen 89.696 2.588 745 91.301 56.540
Summe 1.076.634 124.111 71.298 1.129.447 80.835

BKS BANK ANLAGENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

in Tsd. EUR Zugänge Zuschrei
bungen
Abgänge Abschreibungen
kumuliert
31.12.2018
Buchwert
31.12.2017
Buchwert
31.12.2018
Schuldtitel öffentlicher Stellen 210 - - 2.625 584.235 618.042
Forderungen an Kunden - - - - - 8.499
Schuldverschreibungen und andere fest
verzinsliche Wertpapiere von anderen
Emittenten 6 - 95 765 186.341 175.530
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere - - - - -
Beteiligungen 432 188 - 5.019 115.984 127.560
Anteile an verbundenen Unternehmen - 524 - 5.960 74.703 79.690
Summe Finanzanlagen 647 712 95 14.369 961.264 1.009.321
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.248 - 75 10.940 1.378 3.516
Sachanlagen 3.426 - 488 59.477 33.156 31.824
Summe 5.321 712 658 84.786 995.799 1.044.661

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Wolfgang Mandl bis 31. Dezember 2018 Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak ab 01. September 2018

Kapitalvertreter im Aufsichtsrat

Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak bis 09. Mai 2018 Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt ab 09. Mai 2018 Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner

Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat

Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Gertrude Wolf bis 28. Feber 2018 Mag. Ulrike Zambelli

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

GEWINNVERTEILUNGS-VORSCHLAG

Das Geschäftsjahr 2018 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 10.145.255,78 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,23 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 42.942.900 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 9.876.867,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

SCHLUSSBEMERKUNGEN DES VORSTANDES

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 82 ABSATZ 4 BÖRSEG

Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 82 Abs. 4 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Klagenfurt am Wörthersee, 08. März 2019

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit und Treasury, IKT und Betriebsorganisation, Wertpapierservice, 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge und das Risikomanagement

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft im Inland, Private Banking, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media, CSR und Investor Relations, Konzerntöchter und Beteiligungen

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft im Ausland, Konzerntreasury, Leasing- und Immobilientöchter im Ausland, IKT Ausland

BESTÄTIGUNGS-VERMERK

BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS

Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der

BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Forderungen Kunden Siehe Anhang (Punkt II. Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden/Risikovorsorge) und Lagebericht (Risikomanagement/Unterpunkt Kreditrisiko).

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einen Betrag in Höhe von TEUR 5.984.096 ausgewiesen. In diesem Betrag sind die Risikovorsorgen bereits in Abzug gebracht.

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten und dafür Einzelwertberichtigungen zu bilden sind.

Die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen für signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen erfolgt individuell auf Basis einer Einschätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows unter Anwendung von Szenariogewichtungen. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.

Die pauschalen Einzelwertberichtigungen für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen und Portfoliowertberichtigungen für Forderungen, bei denen keine Wertminderungsereignisse identifiziert wurden, basieren auf Modellen mit statistischen Annahmen wie beispielsweise Ausfallswahrscheinlichkeit sowie Verlustquote und sind durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, ob Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt werden und ob die bei der Ermittlung der Wertberichtigung zugrunde liegenden Ermessensspielräumen und Schätzungsunsicherheiten angemessen sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben den Kreditvergabe- und Überwachungsprozess der Bank erhoben. Hierzu haben wir die diesbezüglichen internen Richtlinien eingesehen, analysiert und beurteilt, ob diese geeignet sind, die Wertminderungsereignisse entsprechend zu erkennen und daraus adäquate Wertberichtigungen abzuleiten zu können. Wir haben die relevanten Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.

Auf Basis einer Stichprobe signifikanter Einzelkredite aus dem Kredit- und Ausleihungsportefeuille haben wir überprüft, ob Wertminderungsereignisse zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte hierbei großteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko.

Bei festgestellten Wertminderungsereignissen wurde bei signifikanten Forderungen beurteilt, ob die getroffenen Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und der Sicherheiten in den einzelnen Szenarien nachvollziehbar sind. Weiters haben wir durch Befragung der im Kreditrisikomanagement zuständigen Mitarbeiter evaluiert, ob die Gewichtung der Szenarien angemessen ist.

Für die pauschalen Einzelwertberichtigungen und für die Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Berechnungsmodell gewürdigt. Die angewendeten Parameter wurden auf Basis der Ergebnisse aus dem Backtesting dahingehend analysiert, ob sie für die Bildung der Vorsorgen auf Portfolioebenen angemessen sind. Ebenso haben wir die zugrundeliegende Datenbasis auf Konsistenz untersucht und die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigung nachvollzogen.

Abschließend wurde beurteilt, ob die Anhangsangaben angemessen sind.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde

liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld, haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2017 als Bankprüfer gewählt und am 7. Juni 2017 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der BKS Bank AG, Klagenfurt, beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991, der erstmalig durch KPMG geprüft wurde, Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.

Klagenfurt am Wörthersee, am 8. März 2019

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT DES VORSITZENDEN DES AUFSICHTSRATES

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BERICHT DES AUFSICHTSRATSVORSITZENDEN

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

die BKS Bank blickt wieder auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Obwohl die Herausforderungen für Banken von Jahr zu Jahr zunehmen, schafft es die BKS Bank durch ihre verantwortungsbewusste Führung und ihre engagierten Mitarbeiter, kontinuierlich hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die BKS Bank begreift Wandel stets als Chance. Dadurch bleibt sie für ihre Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter eine verlässliche Partnerin und eine zukunftsfähige Bank. Die erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2018 zeugt von diesem Vertrauen, das der BKS Bank entgegengebracht wird.

INTENSIVE ABSTIMMUNG ZWISCHEN AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der mit ihr verbundenen Unternehmen. In vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen diskutierten und erörterten die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risiko-managements, die strategische Weiterentwicklung sowie weitere bankrelevante Ereignisse.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zeitnah und umfassend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Darüber hinaus stand ich zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig mit der Vorstandsvorsitzenden in Kontakt. Der Aufsichtsrat war somit in alle essentiellen Entscheidungen eingebunden. Dadurch konnten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.

Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in fünf Ausschüssen, in denen ich den Vorsitz ausübe. Informationen zur Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, zu den Kriterien für dessen Unabhängigkeit, zu seiner Arbeitsweise und zu seinen Entscheidungsbefugnissen sowie zu den Sitzungen und Schwerpunkten des Aufsichtsrates und der Ausschüsse wird ausführlich im Corporate Governance Bericht 2018 im Kapitel Vorstand und Aufsichtsrat erläutert.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Mit 01. September 2018 zog Herr Mag. Alexander Novak neu in den Vorstand der BKS Bank ein. Herr Mag. Novak ist seit 18 Jahren in der BKS Bank in verschiedenen leitenden Positionen tätig. Ab 2014 wirkte er maßgeblich am Aufbau der Direktion Slowenien mit, die er über mehrere Jahre erfolgreich leitete. In sein Vorstandsressort fällt die Zuständigkeit für die Auslandsmärkte, deren Bedeutung für die BKS Bank in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist und die sich wieder zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt haben. Ich freue mich sehr, dass diese Spitzenposition aus den eigenen Reihen der BKS Bank besetzt werden konnte. Die Neubesetzung im Vorstand wurde erforderlich, da Herr Mag. Wolfgang Mandl sich entschloss, beruflich neue Wege zu gehen. Mit Ablauf der Funktionsperiode am 31. Dezember 2018 ist Herr Mag. Mandl aus dem Vorstand der BKS Bank ausgeschieden. Im Namen des gesamten Aufsichtsrates bedanke ich mich bei Herrn Mag. Mandl für die verantwortungsvolle Führung der BKS Bank und für die konstruktive Zusammenarbeit.

Die Satzung der BKS Bank sieht vor, dass jedes Jahr mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung mindestens ein Fünftel der Mitglieder des Aufsichtsrates ausscheiden. Die Funktionsperiode von Herrn Dr. Reinhard Iro lief am Ende der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2018 ab. Er stellte sich der Wiederwahl und wurde von der Hauptversammlung auf die satzungsmäßige Höchstdauer wiedergewählt.

Per Losentscheid ist Herr DDI. Dr. mont. Josef Korak aus dem Aufsichtsrat der BKS Bank ausgeschieden. Er stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Herr DDI. Dr. mont. Josef Korak gehörte dem Aufsichtsrat 13 Jahre lang an. Ich möchte mich im Namen der BKS Bank und des Aufsichtsrates bei Herrn DDI. Dr. mont. Josef Korak herzlich für seinen Einsatz bedanken. Sein branchenübergreifendes Fachwissen war eine große Bereicherung.

Die Hauptversammlung wählte Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt neu in den Aufsichtsrat. Sie leitet ein Forschungszentrum für Big Data und Data-driven Business. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, eine Digitalisierungsexpertin mit internationalem Erfahrungshintergrund für den Aufsichtsrat der BKS Bank zu gewinnen.

Alle neu- und wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert, die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG sind auf www.bks.at veröffentlicht.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde ich einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Dr. Franz Gasselsberger zu meinem Stellvertreter gewählt. Alle Mitglieder der Ausschüsse wurden ebenfalls einstimmig bestellt.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass der Nominierungsausschuss bei seinen Vorschlägen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates insbesondere darauf achtet, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des BKS Bank Aufsichtsrates sind erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Finanz- und IT-Branche, der Industrie sowie dem universitären Sektor, die mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mitgestalten.

DIVERSITÄT

Mit der Wahl von Frau Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt in den Aufsichtsrat der BKS Bank erhöhte sich der Frauenanteil im Aufsichtsrat und betrug zum 31. Dezember 2018 rund 36 %. Die im § 86 Abs. 7 AktG normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat, die seit Jänner 2018 auf Wahlen und Entsendungen in den Aufsichtsrat anzuwenden ist, wird damit deutlich erfüllt.

Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug rund 92,9 %. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an mehr als der Hälfte der Sitzungen nicht teilgenommen.

ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2018 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2018 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest.

Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2018 eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Kunden und Aktionären, die der BKS Bank ein großes Vertrauen entgegenbringen.

Klagenfurt am Wörthersee, im März 2019

Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender

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Redaktion: BKS Bank AG, Vorstandsbüro
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Fotos: Die Bilder der Museumsexponate wurden von der Schell
Collection zur Verfügung gestellt. Fotograf: Edmund Hofer
Thomas Schrott (Seite 310)
Grafik: boss grafik, Sigrid Bostjancic
Lektorat: Mag. Andreas Hartl

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