Annual Report • Apr 4, 2018
Annual Report
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| BKS BANK IM ÜBERBLICK | 6 |
|---|---|
| VORWORT DER VORSTANDSVORSITZENDEN | 7 |
| CORPORATE GOVERNANCE BERICHT | 13 |
| Corporate Governance in der BKS Bank | 14 |
| Vorstand und Aufsichtsrat | 17 |
| Vergütungsbericht | 34 |
| Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements | 39 |
| Rechnungslegung und Publizität | 40 |
| Compliance-Management-System | 41 |
| Maßnahmen zur Frauenförderung | 44 |
| Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden | 46 |
| INVESTOR RELATIONS | 51 |
|---|---|
| Die BKS Bank-Aktie | 52 |
| Investor Relations-Kommunikation | 56 |
| UNTERNEHMENSSTRATEGIE | 59 |
|---|---|
| Unternehmensporträt | 60 |
| Unternehmensleitbild | 63 |
| Strategieprozess | 65 |
| Auf dem richtigen Weg | 66 |
| Unternehmensstrategie 2022 | 68 |
| KONZERNLAGEBERICHT | 75 |
|---|---|
| Wirtschaftliches Umfeld | 76 |
| Management und Aufbauorganisation | 80 |
| Aktionärsstruktur der BKS Bank | 83 |
| Ressourcen und Services | 85 |
| Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen | 90 |
| Vermögens- und Finanzlage | 96 |
| Ertragslage | 100 |
| Segmentbericht | 105 |
| Konsolidierte Eigenmittel | 120 |
| Risikobericht | 122 |
| Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 163 |
| Ausblick | 166 |
| KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS | 171 |
|---|---|
| Inhaltsverzeichnis Notes | 172 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2017 | 174 |
| Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 | 176 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 177 |
| Konzerngeldflussrechnung | 178 |
| Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank | 179 |
| Organe der Gesellschaft | 214 |
| Schlussbemerkungen des Vorstandes | 215 |
| Gewinnverteilungsvorschlag | 216 |
| Bestätigungsvermerk | 217 |
| ERGÄNZENDE ANGABEN | 223 |
|---|---|
| Aktionärsstruktur der 3 Banken Gruppe | 224 |
| Unsere Unternehmenshistorie | 225 |
| Glossar | 226 |
| Abkürzungsverzeichnis | 234 |
| Zukunftsbezogene Aussagen | 237 |
| Impressum | 238 |
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| ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR | 2015 | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 123,5 | 120,5 | 120,7 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | -48,5 | -31,0 | -26,7 |
| Provisionsüberschuss | 53,0 | 48,8 | 49,9 |
| Verwaltungsaufwand | -105,1 | -106,4 | -107,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 60,7 | 49,8 | 77,2 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 53,6 | 46,2 | 68,0 |
| BILANZZAHLEN in Mio. EUR |
|||
| Bilanzsumme | 7.063,4 | 7.581,1 | 7.579,5 |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen | 4.920,1 | 5.175,3 | 5.313,2 |
| Primäreinlagen | 5.109,8 | 5.568,0 | 5.669,1 |
| – hiervon Spareinlagen | 1.629,8 | 1.529,0 | 1.475,1 |
| – hiervon verbriefte Verbindlichkeiten | |||
| inkl. Nachrangkapital | 758,1 | 743,2 | 712,6 |
| Eigenkapital | 860,2 | 958,8 | 1.046,5 |
| Betreute Kundengelder | 13.212,1 | 13.723,2 | 14.150,7 |
| – hiervon Depotvolumen | 8.102,3 | 8.155,1 | 8.481,6 |
| EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR | |||
| Total risk exposure amount | 4.883,4 | 4.974,1 | 5.016,7 |
| Eigenmittel | 599,9 | 670,0 | 701,6 |
| – hiervon hartes Kernkapital (CET1) | 575,6 | 625,9 | 614,5 |
| – hiervon Kernkapital (CET1 und AT1) | 575,6 | 625,9 | 627,8 |
| Harte Kernkapitalquote (in %) | 11,8 | 12,6 | 12,3 |
| Gesamtkapitalquote (in %) | 12,3 | 13,5 | 14,0 |
| UNTERNEHMENSKENNZAHLEN | |||
| Return on Equity nach Steuern | 6,5 | 5,1 | 6,8 |
| Return on Assets nach Steuern | 0,8 | 0,6 | 0,9 |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 48,7 | 56,2 | 51,9 |
| Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) | 29,2 | 20,1 | 16,7 |
| NPL-Quote | 6,6 | 4,8 | 3,5 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 130,7 | 155,6 | 145,2 |
| Leverage Ratio | 7,7 | 8,5 | 8,0 |
| RESSOURCEN | |||
| Durchschnittlicher Mitarbeiterstand | 923 | 926 | 928 |
| Anzahl der Geschäftsstellen | 59 | 60 | 63 |
| DIE BKS BANK-AKTIE | |||
| Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) | 34.236.000 | 37.839.600 | 37.839.600 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) | 1.800.000 | 1.800.000 | 1.800.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 17,5/15,7 | 17,3/15,4 | 18,5/17,8 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,5/14,8 | 15,8/13,9 | 16,8/15,4 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,9/15,1 | 16,8/15,4 | 17,8/17,7 |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR zum 31.12. | 605,8 | 662,7 | 705,3 |
| Dividende pro Aktie in EUR | 0,23 | 0,23 | 0,231) |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Stamm-/Vorzugsaktie | 11,3/10,1 | 13,7/12,5 | 10,4/10,3 |
1) Vorschlag an die 79. ordentliche Hauptversammlung der BKS Bank AG am 09. Mai 2018
schon Victor Hugo sagte "Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für Furchtsame das Unbekannte, für Mutige die Chance". Die BKS Bank stellt sich mutig den Herausforderungen, die die gesamte Bankenbranche mehr denn je fordern: die Digitalisierung, das historisch tiefe Zinsumfeld und die überbordende Regulierung.
Um mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten, investieren wir in die IT und unser digitales Angebot. 2017 sind wesentliche Weichenstellungen zur Fertigstellung eines eigenen Kundenportals für Firmenkunden erfolgt. Die digitalen Services für Privatkunden haben wir deutlich erweitert. Auch die internen Prozesse richten wir digitaler aus. Parallel dazu erhöhen wir die digitale Fitness unserer Mitarbeiter. Denn wir sind davon überzeugt, dass das Erfolgsrezept für die Zukunft eine Kombination aus einem zeitgemäßen digitalen Angebot und exzellenter Beratungsleistung sein wird.
Kaum verändert hat sich 2017 die Zinslandschaft. Das Anleiheankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde bis September 2018 verlängert und daher hat sich die Profitabilität im zinstragenden Geschäft weiter eingeengt. Dem stand aber eine markante Verbesserung der konjunkturellen Situation gegenüber. In allen Märkten, in denen wir operativ tätig sind, ist das Bruttoinlandsprodukt kräftig gewachsen und hat die Kreditnachfrage deutlich beflügelt. Auch die wirtschaftliche Situation unserer Kreditnehmer wurde davon positiv beeinflusst. Unser gutes Ergebnis ist Ausdruck dieser aufgehellten Stimmungslage, zeigt aber auch, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns über einen signifikanten Anstieg beim Jahresüberschuss von 47,3 % auf 68,0 Mio. EUR.
Sehr zufrieden sind wir vor allem mit dem Neukundengeschäft. Im Berichtsjahr generierten wir ein Neukreditvolumen von 1,5 Mrd. EUR. Die Primäreinlagen erhöhten sich von 5,57 Mrd. EUR auf 5,76 Mrd. EUR, ein Zeichen des großen Vertrauens der Kunden in die BKS Bank. Die Bilanzsumme blieb konstant bei 7,58 Mrd. EUR. Unsere Kennzahlen zeigen sich durchwegs mit deutlichen Verbesserungen. Die Gesamtkapitalquote stieg auf 14,0 %, die Cost-Income-Ratio betrug nur 51,9 % und der Return on Assets nach Steuern kletterte auf erfreuliche 0,9 %. Die verbesserte Risikolage im Kreditgeschäft ist an der deutlich gesunkenen Risk-Earnings-Ratio ablesbar.
Auch abseits der Finanzkennzahlen war 2017 ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnetes Jahr für die BKS Bank. Im Mai ging die BKS Bank beim Staatspreis für Unternehmensqualität in der Kategorie "Großbetriebe" als Sieger hervor und war damit erstmals für den Staatspreis nominiert. Unsere slowenische Leasingtochter darf als eine von nur wenigen Leasinggesellschaften das AAA-Siegel von Bisnode tragen. In Kroatien wurde die BKS Bank von MAMFORCE© als besonders familienfreundlich ausgezeichnet. Ein weiteres Highlight war das Ergebnis des Ratings unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten durch die oekom research AG. Wir haben unser Rating erneut verbessert und dürfen weiterhin den Prime-Status tragen. Damit zählen wir zu den nachhaltigsten Banken weltweit. Zu feiern gab es 2017 auch einiges: unser 10-Jahres-Jubiläum im kroatischen Bankgeschäft, den 15. Geburtstag der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie die Eröffnung je einer neuen Filiale in Wien, Ljubljana und Split.
Eine verantwortungsbewusste Geschäftspolitik hilft uns nicht nur, unsere Reputation hoch zu halten, sondern ist auch ein Motor für Innovation. Als erste Bank in Österreich emittierte die BKS Bank im Berichtsjahr einen Social Bond1), mit dem der MaVida-Park der AHA-Gruppe, ein Kompetenzzentrum für demenzkranke Menschen und deren Angehörige, finanziert wurde. Im Herbst 2017 legten wir unseren ersten Green Bond1) auf, der Emissionserlös floss in die Finanzierung einer Kleinwasserkraftanlage der HASSLACHER Energie GmbH. Beide Produkte stießen auf reges Anlegerinteresse. Besonders innovativ ist auch BKS Bank-Komplett, ein Komplettangebot für Privatkunden, das das gesamte Leistungsspektrum einer Bank zu einem günstigen monatlichen Pauschalpreis umfasst. Einfach, transparent und kostengünstig.
Eine starke Eigenmittelausstattung bleibt der Garant für künftiges Wachstum. Im ersten Quartal 2018 führten wir erfolgreich eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 12 : 1 durch. Mit dem erzielten Emissionserlös in Höhe 55,2 Mio. EUR wollen wir unseren Wachstumskurs mutig fortsetzen und vor allem weiter in die Digitalisierung investieren.
Nachdem Mag. Peter Hofbauer sein Aufsichtsratsmandat per 30. September 2016 zurückgelegt hat, wurde Mag. Gregor Hofstätter-Pobst, Vorstandsmitglied der Unicredit Bank Austria AG, neu in den BKS Bank Aufsichtsrat bestellt. Wir sagen Herrn Mag. Hofbauer herzlich Danke für seinen Einsatz, seine Expertise war eine Bereicherung. Frau Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch und Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik wurden von der Hauptversammlung wieder in den Aufsichtsrat gewählt.
Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern, ihrer hohen Loyalität und Einsatzbereitschaft. Unser ganz persönlicher Dank gilt auch allen Kapital- und Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat. Ihr engagiertes und kompetentes Mitwirken leistet Wertvolles für die BKS Bank.
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
1) Die Angaben in diesem Text dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihen, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für die beschriebenen Anleihen stellen der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 06.04.2017 einschließlich aller in Form eines Verweises einbezogenen Dokumente und aller Nachträge sowie die jeweiligen veröffentlichten endgültigen Bedingungen dar, die auf der Homepage der Emittentin unter Investor Relations > Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind.
Corporate Governance in der BKS Bank Vorstand und Aufsichtsrat Vergütungsbericht Unabhängige Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements Rechnungslegung und Publizität Compliance-Management-System Maßnahmen zur Frauenförderung Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden
Die BKS Bank bekennt sich zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) verankert sind. Wir verpflichten uns zudem, unsere soziale, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung gegenüber unseren Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit wahrzunehmen. In unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir die Prinzipien unserer verantwortungsbewussten Geschäftspolitik festgelegt.
Der ÖCGK stellt ein selbstverpflichtendes Regelwerk für österreichische börsennotierte Unternehmen dar, welches das österreichische Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrecht um Regeln für eine gute Unternehmensführung ergänzt. Der ÖCGK verfolgt das Ziel, eine verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle sicherzustellen. Mit dem ÖCGK soll erreicht werden, dass für alle Stakeholder – Aktionäre, Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter – eine hohe Transparenz geschaffen wird.
Wesentliche Grundsätze wie die Gleichbehandlung aller Aktionäre, Transparenz, die Unabhängigkeit der Aufsichtsräte, offener Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, die Vermeidung von Interessenkonflikten sowie die effiziente Kontrolle durch Aufsichtsrat und Abschlussprüfer sollen das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und in den Finanzplatz Österreich stärken.
Die Standards für verantwortungsbewusste Unternehmensführung werden in drei Kategorien eingeteilt: In L-Regeln ("Legal Requirements") – sie basieren auf zwingenden Rechtsvorschriften. In C-Regeln ("Comply or Explain") – hier sind zulässige Abweichungen zu begründen. Darüber hinaus beinhaltet der Kodex noch R-Regeln ("Recommendations") mit reinem Empfehlungscharakter. Werden R-Regeln nicht eingehalten, braucht das weder offengelegt noch begründet zu werden. Sonderregelungen für Banken und Versicherungen bleiben vom Kodex unberührt. Der Kodex erfordert jedoch nicht die Offenlegung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes der BKS Bank bekennen sich im Sinne der C-Regel 61 ausdrücklich und umfassend zu den im ÖCGK dargelegten Grundsätzen und Zielen. Der Aufsichtsrat hat sein Bekenntnis zum ÖCGK in der ersten Aufsichtsratssitzung am 30. März 2017 erneuert.
Im Berichtsjahr hat die BKS Bank den L-Regeln und R-Regeln entsprochen, bei einigen C-Regeln gab es Abweichungen, die sich aus der individuellen Situation der BKS Bank AG und der 3 Banken Gruppe ergaben. In der nachstehenden Tabelle werden die Abweichungen zu den C-Regeln 2, 31 und 45 erklärt und begründet.
Regel 2 C ("one share – one vote"): Die BKS Bank hat neben Stamm- auch stimmrechtslose Vorzugs-Stückaktien ausgegeben, die für die Aktionäre aufgrund der bevorzugten Dividendenberechtigung eine interessante Veranlagungsalternative darstellen. Die von der BKS Bank emittierten Stamm-Stückaktien sind jeweils nur mit einem Stimmrecht ausgestattet. Kein Aktionär verfügt über ein überproportionales Stimmrecht. Die Entscheidung, stimmrechtslose Vorzugsaktien zu begeben, wurde im Jahr 1991 getroffen.
Regel 31 C: Die Offenlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen. Aus Gründen des Datenschutzes sowie aus Rücksicht auf das Recht auf Privatsphäre des einzelnen Vorstandsmitglieds unterbleibt eine Aufgliederung in fixe und variable Anteile je Vorstandsmitglied. Die in der BKS Bank festgelegten Vergütungsregeln stellen sicher, dass die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstandes den persönlichen Leistungen des jeweiligen Mitglieds Rechnung trägt. Ferner werden auch die Ertrags-, Risiko- und Liquiditätslage des Institutes entsprechend berücksichtigt.
Regel 45 C: Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur wurden Repräsentanten der größten Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. Da es sich bei den Hauptaktionären auch um Banken handelt, nehmen deren Vertreter auch Organmandate in anderen, mit der BKS Bank in Wettbewerb stehenden Kreditinstituten wahr. Diese haben sich in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert.
Der ÖCGK, die Leitlinien für die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates, der Corporate Governance Bericht der BKS Bank sowie die Satzung der BKS Bank sind auf www.bks.at/Corporate_Governance abrufbar.
Der gegenständliche Bericht wurde gemäß § 243c und § 267b Unternehmensgesetzbuch (UGB) sowie im Einklang mit den Regeln 60 ff. des ÖCGK erstellt. Weitere ÖCGK-relevante Themenbereiche, wie Aktionärsstruktur und Hauptversammlung, Unternehmenskommunikation und Informationsweitergabe, werden im Konzernlagebericht, im Kapitel Investor Relations sowie in den Notes zum Konzernabschluss beschrieben.
Die Regeln des Corporate Governance Kodex gelten für alle Gesellschaften im BKS Bank Konzern. In diesen Gesellschaften werden die Geschäftsführungsagenden und allenfalls notwendige Aufsichtsratsmandate von amtierenden Vorständen, Abteilungsleitern bzw. ehemaligen Führungskräften der BKS Bank wahrgenommen. Alle Konzerngesellschaften sind in das Berichtswesen des BKS Bank Konzerns eingebunden. Darüber hinaus berichten die Geschäftsleiter dieser Tochtergesellschaften regelmäßig an ihre Aufsichtsräte bzw. an den Vorstand der Muttergesellschaft. Auch sind sie in das Anti-Money-Laundering- (AML-), Risiko- und Compliance-Management-System des BKS Bank Konzerns umfassend eingebunden.
Die Vergütungsprinzipien der vom Aufsichtsrat der BKS Bank AG genehmigten Vergütungsrichtlinie gelten – sofern die jeweiligen Organe für ihre Tätigkeit in diesen Gesellschaften eine Vergütung erhalten – auch für deren Führungskräfte. Über die Entwicklung wesentlicher, operativ tätiger Tochtergesellschaften wird regelmäßig an den Aufsichtsrat des Mutterunternehmens berichtet.
Im Jänner 2018 gab der Österreichische Arbeitskreis für Corporate Governance eine Revision des ÖCGK bekannt. Es wurden Anpassungen an L-Regeln, die sich aus geänderten nationalen und internationalen Normen ergaben, vorgenommen. Des Weiteren wurde der Anhang 2a an die überarbeitete AFRAC-Stellungnahme angepasst. Der gegenständliche Corporate Governance Bericht entspricht bereits den Vorgaben des überarbeiteten ÖCGK.
Die C-Regel 62 des ÖCGK sieht vor, die Einhaltung der C-Regeln regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, durch eine externe Institution evaluieren zu lassen. Im Berichtsjahr hat die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, die Einhaltung der C-Regeln mit Ausnahme der Nr. 77 bis 83 auf Basis des Corporate Governance Berichtes aus dem Geschäftsjahr 2016 geprüft. Die externe Prüfung ergab, dass die BKS Bank den Anforderungen des ÖCGK nachgekommen ist. Das Ergebnis der Prüfung wurde in der 2. Sitzung des Prüfungsausschusses behandelt und danach dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht.
| Adressen im Internet | |
|---|---|
| Österreichischer Corporate Governance Kodex | www.corporate-governance.at |
| BKS Bank-Aktie | www.bks.at/Aktie |
| Aktionärsstruktur | www.bks.at/Aktionaersstruktur |
| Unternehmenskalender | www.bks.at/Unternehmenskalender |
| Hauptversammlung | www.bks.at/Hauptversammlung |
| Corporate Governance – Entsprechenserklärung der BKS Bank AG: | www.bks.at/Corporate_Governance |
| – Leitlinien für die Unabhängigkeit |
|
| – Bericht der BKS Bank zum Österreichischen Corporate Governance |
|
| Kodex 2017 | |
| – Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG betreffend Corporate |
|
| Governance & Vergütung | |
| – Satzung der BKS Bank |
|
| Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte der BKS Bank | www.bks.at/Berichte |
| Informationen gemäß Offenlegungsverordnung | www.bks.at/Berichte |
| Pressemitteilungen der BKS Bank | www.bks.at/Pressemitteilungen |
Der Vorstand leitet eigenverantwortlich den BKS Bank Konzern unter Wahrung der Interessen der Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden und der Öffentlichkeit. Er führt die Geschäfte auf Basis der Gesetze, der Satzung sowie der Geschäftsordnung. Der Vorstand erarbeitet die strategische Ausrichtung des Instituts, legt die Unternehmensziele fest und stimmt die Unternehmensstrategie mit dem Aufsichtsrat ab. Er trifft geeignete Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Gesetzesbestimmungen eingehalten werden, und gewährleistet ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling.
Das für ein Ressort zuständige Vorstandsmitglied trägt die unmittelbare Verantwortung für diesen Aufgabenbereich. Die anderen Mitglieder bleiben aber jeweils umfassend über das Gesamtunternehmen unterrichtet und legen dem Gesamtvorstand grundlegende Entscheidungen zur Beschlussfassung vor. Im eigenen Aufgabengebiet sind die Vorstandsmitglieder in das Tagesgeschäft eingebunden und über die Geschäftssituation und bedeutende Transaktionen unterrichtet. In den regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen werden unternehmensrelevante Vorkommnisse, strategische Fragen und zu treffende Maßnahmen besprochen, die durch das Vorstandsmitglied in seinem Wirkungsbereich oder vom Gesamtvorstand umgesetzt werden.
Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt in der Regel einstimmig. Für Vertragsunterzeichnungen und risikorelevante interne Genehmigungen gilt das Vier-Augen-Prinzip. Ein umfassendes internes Berichtswesen begleitet die sorgfältige Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.
Dem Vorstand der BKS Bank gehörten im Berichtsjahr als gemeinschaftlich verantwortliches Organ drei Personen an.
Vorsitzende des Vorstandes, geb. 1960 Datum der Erstbestellung: 01. Juli 2004 Ende der Funktionsperiode: 30. Juni 2019
Mag. Dr. Herta Stockbauer studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften und war danach als Universitätsassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt tätig. 1992 trat sie in die BKS Bank ein und arbeitete im Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft, bevor sie in die Abteilung Controlling und Rechnungswesen wechselte. 1996 wurde sie zur Abteilungsleiterin bestellt, 2004 zum Mitglied des Vorstandes und im März 2014 zur Vorsitzenden des Vorstandes ernannt.
In ihr Ressort fallen die Bereiche Firmenkundengeschäft, Treasury und Eigengeschäft, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media, Investor Relations, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Immobilien und Bau, Töchter und Beteiligungen sowie das Auslandsgeschäft in Slowenien, Kroatien, Ungarn und in der Slowakei.
Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:
Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind:
Weitere Funktionen:
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Mitglied des Vorstandes, geb. 1959 Datum der Erstbestellung: 01. September 2010 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2020
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Herr Mag. Kraßnitzer für den Börsenkurier journalistisch tätig und absolvierte diverse Praktika bei Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzleien. Seit 1987 ist er in der BKS Bank tätig. Ab 1992 leitete er die interne Revision der Bank und schloss 2006 die Ausbildung zum Certified Internal Auditor, CIA©, des Institute of Internal Auditors, USA, ab. Herr Mag. Kraßnitzer feierte 2017 sein 30-jähriges Dienstjubiläum.
Mag. Kraßnitzer ist im Vorstand der BKS Bank für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Backoffice Treasury, IT, Betriebsorganisation und Technischer Dienst sowie für die Kooperation mit der 3 Banken IT GmbH1) zuständig. Im internationalen Geschäft unterstehen ihm die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT.
Mandate bei in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen: – Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS-leasing Croatia d.o.o.
Mandate in anderen inländischen Gesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind: – Mitglied des Fachbeirates der 3 Banken IT GmbH1)
Weitere Funktionen:
– Präsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten
Mitglied des Vorstandes, geb. 1969 Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2013 Ende der Funktionsperiode: 31. Dezember 2018
Mag. Wolfgang Mandl begann seine Laufbahn 1990 als Privatkundenbetreuer in der Filiale Spittal und schloss 1997 das Studium der Angewandten Betriebswirtschaftslehre an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt im zweiten Bildungsweg ab. Anschließend übernahm er verschiedene Aufgaben in der Firmenkundenbetreuung der Direktion Klagenfurt, bevor er 2003 deren Leitung übernahm und für das Privatkundengeschäft verantwortlich zeichnete.
Mag. Wolfgang Mandl ist im Vorstand der BKS Bank für das Privatkundengeschäft, das Private Banking sowie das Wertpapier- und Depotbankgeschäft zuständig. Zudem obliegt ihm die Kooperation mit den Vertriebspartnern wie Wüstenrot, card complete Service Bank AG, 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. als gemeinsamer Kapitalanlagegesellschaft der 3 Banken Gruppe. Im internationalen Geschäft der BKS Bank ist er für die Region Italien verantwortlich.
Weitere Funktionen:
| MAG. DR. HERTA STOCKBAUER | MAG. DIETER KRASSNITZER, CIA | MAG. WOLFGANG MANDL |
|---|---|---|
| Interne Revision | ||
| Compliance | ||
| Geldwäsche (Anti-Money Laundering): Zuständiges Mitglied des Leitungsorgans im Sinne des § 23 (4) | ||
| Finanzmarkt-Geldwäschegesetz: Mag. Dieter Kraßnitzer | ||
| Sorgfaltspflicht und Risikoverantwortung im Sinne von Geschäftsordnung, ÖCGK und Aufsichtsrecht | ||
| – Firmenkundengeschäft | – Risikomanagement | – Privatkundengeschäft |
| – Treasury und Eigengeschäft | – Risikocontrolling | und Heilberufe |
| – Human Resources | – IT, Betriebsorganisation, | – Private Banking, |
| – Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, | Technischer Dienst | Wertpapiergeschäft |
| Social Media, Investor Relations | – Marktfolge Kredit, | – KAG und Depotbankgeschäft |
| – Rechnungswesen und Vertriebs | BKS Service GmbH | – Vertriebspartner |
| controlling | – 3 Banken IT GmbH1) | – Internationales Geschäft: Italien |
| – Immobilienservice und Bau | Gesellschaft m.b.H. | |
| – Konzerntöchter und Beteiligungen | – Backoffice Treasury | |
| – Internationales Geschäft: | – Internationales Geschäft: | |
| Slowakische Republik, Slowenien, | Marktfolge, Risikomanagement | |
| Kroatien, Ungarn | und IT |
Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate der Mitglieder des Vorstandes stehen im Einklang mit den in der C-Regel 26 des ÖCGK festgelegten Richtlinien und den Bestimmungen des § 28a BWG.
Der Aufsichtsrat verfolgt das Ziel, seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion durch fachliche Qualifikation, Diversität und persönliche Kompetenz seiner Mitglieder optimal gerecht zu werden.
Dem Aufsichtsrat der BKS Bank gehören seit 09. Mai 2017 zehn Kapitalvertreter sowie drittelparitätisch fünf vom Betriebsrat entsandte Mitglieder an. Er berät und überwacht den Vorstand der Bank, wobei die Sacharbeit sowohl im Plenum als auch in einzelnen Ausschüssen erfolgt. Der Aufsichtsrat entscheidet autonom über die Bestellung des Vorstandes sowie die Etablierung eines Vorstandsvorsitzenden und erarbeitet gemeinsam mit dem Vorstand die langfristige Nachfolgeplanung. Er überwacht die Geschäftsführung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, der Satzung und der Geschäftsordnung. Er erörtert mit dem Vorstand die Umsetzung strategischer Planungen und Vorhaben und entscheidet über die ihm zugewiesenen unternehmensrelevanten Angelegenheiten.
Der Aufsichtsrat kann überdies jederzeit selbst umfassende Prüfungshandlungen vornehmen oder durch Sachverständige durchführen lassen. Er befasst sich insbesondere mit der Prüfung des Jahresabschlusses der BKS Bank AG und des BKS Bank Konzerns nach internationalen Prüfungsgrundsätzen (ISAs) und ist somit auch mittelbar in die Entscheidung für einen Vorschlag an die Hauptversammlung über die Dividendenausschüttung einbezogen. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist für die Organisation des Aufsichtsrates, die Sitzungsvorbereitungen und das Zusammenspiel mit dem Vorstand verantwortlich. Zudem leitet er die Hauptversammlungen der BKS Bank und hat in den Ausschüssen des Aufsichtsrates den Vorsitz inne.
Die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmervertreter gleichen grundsätzlich jenen der Kapitalvertreter. Dies gilt insbesondere für die Informations- und Überwachungsrechte, die Sorgfaltspflicht, die Pflicht zur Verschwiegenheit und eine allfällige Haftung bei Pflichtverletzungen. Bei persönlichen Interessenkonflikten haben sich die Arbeitnehmervertreter – wie auch die Kapitalvertreter – der Stimme zu enthalten. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt im Sinne der C-Regel 46 des ÖCGK offengelegt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates ist im Vergütungsbericht auf Seite 34 ff. detailliert erläutert.
EHRENPRÄSIDENT
Herr Dkfm. Dr. Hermann Bell wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 15. Mai 2014 zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit gewählt.
Vorsitzender, unabhängig, geb. 1967 erstmalig gewählt: 19. Mai 2016, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021)
AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften:
– Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Oberbank AG
Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, geb. 1959 erstmalig gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)
AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften:
unabhängig, geb. 1970 erstmalig gewählt: 15. Mai 2012, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)
unabhängig, geb. 1972 erstmalig gewählt: 09. Mai 2017, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: – Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
– Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG
unabhängig, geb. 1949 erstmalig gewählt: 26. April 2000, bestellt bis zur 79. ordentlichen Hauptversammlung (2018) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: – Mitglied des Aufsichtsrates der SW-Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
unabhängig, geb. 1948 erstmalig gewählt: 26. April 2005, bestellt bis zur 80. ordentlichen Hauptversammlung (2019)
unabhängig, geb. 1947 erstmalig gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 80. ordentlichen Hauptversammlung (2019)
unabhängig, geb. 1944 erstmalig gewählt: 19. April 2002, bestellt bis zur 82. ordentlichen Hauptversammlung (2021) AR-Mandate bzw. vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen börsennotierten Gesellschaften: – Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG
unabhängig, geb. 1967 erstmalig gewählt: 15. Mai 2014, bestellt bis zur 83. ordentlichen Hauptversammlung (2022)
unabhängig, geb. 1966 erstmalig gewählt: 20. Mai 2015, bestellt bis zur 81. ordentlichen Hauptversammlung (2020)
MAG. MAXIMILIAN MEDWED, geb. 1963, erstmalig entsandt: 01. Dezember 2012 HERTA POBASCHNIG, geb. 1960, erstmalig entsandt: 01. Juni 2007 HANSPETER TRAAR, geb. 1956, erstmalig entsandt: 01. Jänner 2003 GERTRUDE WOLF, geb. 1960, erstmalig entsandt: 01. November 2013 MAG. ULRIKE ZAMBELLI, geb. 1972, erstmalig entsandt: 15. Juni 2015
Die Anzahl und die Art sämtlicher zusätzlicher Mandate entsprechen bei allen Mitgliedern des Aufsichtsrates den Mandatsbeschränkungen gemäß § 28a Abs 5 BWG.
Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2016 Ende der Funktionsperiode: 31. August 2017
Datum der Erstbestellung: 01. Jänner 2017 Ende der Funktionsperiode: 30. November 2017
Datum der Erstbestellung: 01. September 2017
Im Sinne der C-Regel 53 des Corporate Governance Kodex sollte die Mehrheit der Mitglieder des Aufsichtsrates unabhängig sein. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur BKS Bank oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet wäre, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.
Die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich jeweils auf Basis nachstehender Leitlinien in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert. Zudem sind – mit Ausnahme von Dr. Franz Gasselsberger, Gerhard Burtscher, Karl Samstag und Mag. Gregor Hofstätter-Pobst – keine Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % im Aufsichtsrat vertreten.
Die BKS Bank unterhält außerhalb ihrer gewöhnlichen Banktätigkeit keine Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen oder Personen (einschließlich der Mitglieder des Aufsichtsrates), die deren Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.
Der Aufsichtsrat hat nachstehende Kriterien für die Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds festgelegt:
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen drei Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der BKS Bank gewesen sein. Eine vorangehende Vorstandstätigkeit führt vor allem dann nicht zur Qualifikation als nicht unabhängig, wenn nach Vorliegen aller Umstände im Sinne des § 87 Abs. 2 AktG keine Zweifel an der unabhängigen Ausübung des Mandats bestehen.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein Geschäftsverhältnis zur BKS Bank oder zu einem ihrer Tochterunternehmen in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig. Der Abschluss bzw. das Bestehen von banküblichen Verträgen mit der Gesellschaft beeinträchtigen die Unabhängigkeit nicht.
Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BKS Bank oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein. Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der BKS Bank Aufsichtsratsmitglied ist, es sei denn, eine Gesellschaft ist mit der anderen konzernmäßig verbunden oder an ihr unternehmerisch beteiligt.
Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Elternteil, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitgliedes oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.
Der Aufsichtsrat kommt seinen Aufgaben in der Regel im Plenum nach, delegiert aber einzelne Sachthemen an fünf fachlich qualifizierte Ausschüsse. Die Einrichtung dieser Ausschüsse und deren Entscheidungsbefugnisse sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat festgelegt. Die Nominierung von Ausschussmitgliedern aus dem Kreis der Betriebsräte erfolgt entsprechend den Bestimmungen des Arbeitsverfassungsgesetzes. Die im Berichtsjahr eingebrachten Anträge zur personellen Bestellung der Ausschüsse des Aufsichtsrates wurden jeweils ohne Gegenstimme angenommen.
Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und nimmt seine Aufgaben gemäß § 63a Abs. 4 BWG in mindestens zwei Sitzungen im Geschäftsjahr wahr. Die EU-Auditreform fordert auch in jenen Ländern, in denen die BKS Bank EU-Zweigniederlassungen betreibt, neue Prüfungs- und Dokumentationspflichten. Dementsprechend behandelt der Prüfungsausschuss auch die Abläufe der Rechnungslegung, des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementprozesses in Slowenien, Kroatien und der Slowakei.
Ergänzt um die Änderungen aus dem APRÄG 2016 nimmt der Prüfungsausschuss gemäß § 63a Abs. 4 BWG folgende Prüfhandlungen vor:
Der Arbeitsausschuss trifft laut Geschäftsordnung seine Entscheidungen in der Regel in Form von Umlaufbeschlüssen zu Themen, die aufgrund ihrer Dringlichkeit weder dem Plenum noch dem Kreditausschuss zugewiesen werden. Dieses Gremium wird bei Bedarf einberufen, steht in engem Kontakt mit dem Vorstand und verfügt somit über eine geeignete Basis zur Überwachung der Geschäftsführung. Die an ihn herangetragenen Anträge und die Abstimmungsergebnisse werden dem Gesamtaufsichtsrat nachträglich zur Kenntnis gebracht.
Der Risiko- und Kreditausschuss nimmt gemäß § 39d BWG nachstehende Aufgaben wahr:
Darüber hinaus entscheidet der Risiko- und Kreditausschuss über Neueinräumungen und Verlängerungen von Kredit-, Leasing- und Garantiegeschäften ab einer gewissen Obligohöhe. In der Regel erfolgen diese Entscheidungen in Form von Umlaufbeschlüssen. In den jeweils folgenden Sitzungen wird der Aufsichtsrat über die getroffenen Entscheidungen informiert.
Dieses Gremium legt dem Aufsichtsrat auf Basis gesetzlicher Vorgaben (§ 29 BWG) und vorbehaltlich der Zuständigkeit des Vergütungsausschusses Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und Aufsichtsrat vor. Der Nominierungsausschuss legt eine Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der Geschäftsleitung und im Aufsichtsrat fest und entwickelt eine Strategie, um dieses Ziel zu erreichen. Er nimmt regelmäßig, jedenfalls jedoch, wenn Ereignisse die Notwendigkeit zur Neubeurteilung anzeigen, eine Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrates vor. Wenn es erforderlich erscheint, unterbreitet er dem Aufsichtsrat Änderungsvorschläge. Er unterstützt den Aufsichtsrat auch mindestens einmal jährlich bei der Bewertung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und bei der Bewertung des jeweiligen Organs in seiner Gesamtheit.
Ferner evaluiert er die Grundsätze der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der oberen Führungsebene. Wie alle anderen Ausschüsse berichtet auch der Nominierungsausschuss eingehend dem Plenum in der auf die Beschlussfassung folgenden Sitzung des Aufsichtsrates.
Der Vergütungsausschuss befasst sich mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen von Mitgliedern des Vorstandes und überwacht die Vergütungspolitik, die angewandten Praktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage. Er diskutiert und regt Änderungen der Richtlinien über die Vergütungspolitik in der BKS Bank und der Kreditinstitutsgruppe an und legt diese dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor.
| Name | Prüfungs ausschuss |
Arbeits ausschuss |
Risiko- und Kredit ausschuss |
Nominie rungs ausschuss |
Vergütungs ausschuss |
|---|---|---|---|---|---|
| Gerhard Burtscher, Vorsitzender | |||||
| Dr. Franz Gasselsberger, MBA | |||||
| Dr. Reinhard Iro | |||||
| Dkfm. Dr. Heimo Penker | |||||
| Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik | |||||
| Mag. Klaus Wallner1) | |||||
| Mag. Maximilian Medwed | |||||
| Herta Pobaschnig | |||||
| Hanspeter Traar | |||||
| Mag. Ulrike Zambelli | |||||
1) ab 09. Mai 2017
Im Geschäftsjahr 2017 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Bei jeder Aufsichtsratssitzung berichteten die Vorstandsmitglieder über die aktuelle Entwicklung der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage und über die Risikolage der BKS Bank und ihrer Tochtergesellschaften. Darüber hinaus wurden in jeder Sitzung aktuelle aufsichtsrechtliche Vorgaben und deren Auswirkungen auf die BKS Bank erörtert. Der Vorstand legte sämtliche zustimmungspflichtige Angelegenheiten rechtzeitig dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vor.
Die erste Sitzung fand am 30. März 2017 statt. Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss und Lagebericht 2016 der BKS Bank AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2016 sowie den Corporate Governance Bericht 2016. Mit den Vertretern des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH wurden die Prüfberichte eingehend besprochen. Entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2016 vom Aufsichtsrat festgestellt und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 sowie der Vorschlag für die Gewinnverteilung 2016 gebilligt.
Der Vorsitzende des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses berichtete über wesentliche Themen aus den Ausschüssen. Der Aufsichtsrat ist dem Vorschlag des Vergütungsausschusses hinsichtlich der Änderung der Vergütungsrichtlinie für die BKS Bank AG und die Kreditinstitutsgruppe gefolgt. Weiters wurden Berichte über die Entwicklungen des laufenden Geschäftsjahres und über Kreditangelegenheiten dem Plenum zur Kenntnis gebracht. Darüber hinaus ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand Organgeschäfte unter den beantragten Bedingungen abzuschließen. Wie in den Jahren zuvor wurde auch ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Rahmen der Bilanzgeldauszahlung beschlossen.
Weiters wurde der Compliance- und AML-Jahresbericht vorgelegt und die Selbstevaluierung des Aufsichtsrates gemäß C-Regel 36 des ÖCGK durchgeführt. Die Tagesordnung sowie die Beschlussvorlagen für die 78. ordentliche Hauptversammlung wurden ebenfalls vorbereitet. Im Anschluss an die Sitzung fand eine Fit & Proper-Schulung zum Thema "Beschwerdemanagement" statt.
Die zweite Aufsichtsratssitzung fand im Anschluss an die 78. ordentliche Hauptversammlung am 09. Mai 2017 statt. In dieser Sitzung befasste sich das Plenum mit der Wahl des Präsidiums sowie mit der personellen Besetzung der fünf Ausschüsse des Aufsichtsrates. Die aktuelle personelle Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrates ist auf Seite 29 dargestellt. Den Vorsitz übt in allen Ausschüssen der Aufsichtsratsvorsitzende aus.
Nach der Konstituierung des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse erfolgten Berichte über das laufende Geschäftsjahr sowie über die Risikolage. Danach wurden die Ergebnisse der Prüfungen der internen Revision über das erste Quartal 2017, Kreditangelegenheiten, der Antikorruptionsbericht 2016 sowie die Teilnahme der BKS Bank an der Kapitalerhöhung der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft erörtert. Weiters wurden die Erhöhung des Emissionsvolumens der AT 1-Anleihe und Ernennungen behandelt.
Die dritte Sitzung fand am 14. September 2017 statt. Der Vorstand berichtete über das erste Halbjahr, präsentierte die Vorschau auf das Gesamtjahr 2017 und erstattete den Risikobericht. Danach erfolgten ausführliche Berichte aus dem Prüfungsausschuss. Zum einen wurde über die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das interne Revisionssystem sowie über das Risikomanagementsystem berichtet. Darüber hinaus wurde die Unabhängigkeit des Abschluss
prüfers festgestellt. Danach folgten Ausführungen zu den vom Risiko- und Kreditausschuss genehmigten Krediten. Des Weiteren wurde der überarbeitete und an die aufsichtsrechtlichen Vorgaben angepasste Sanierungsplan gebilligt und der Vorschlag zur Änderung der Geschäftsordnung des Vorstands genehmigt. Außerdem vereinbarten sowohl die Kapital- als auch die Arbeitnehmervertreter, auf ein Widerspruchsrecht bei der Zusammenrechnung der Mindestanteile zur Erfüllung der 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat zu verzichten. Es folgten Berichte zum Cyber-Security-Management und zu den neuen Aufgaben des Aufsichtsrates nach dem Nachhaltigkeitsund Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG). Die dritte Aufsichtsratssitzung endete mit einer Fit & Proper-Schulung zum Thema "MiFID II/MiFIR".
In der vierten Sitzung des Aufsichtsrates am 23. November 2017 erläuterte der Vorstand die wirtschaftliche Entwicklung des BKS Bank Konzerns für die ersten drei Quartale und erstattete den Segment- und Risikobericht. Die Inhalte und Ergebnisse der zuvor abgehaltenen Sitzung des Risiko- und Kreditausschusses wurden vom Aufsichtsratsvorsitzenden erörtert. Der Vorstand präsentierte dem Plenum des Aufsichtsrates die Unternehmensstrategie 2022, die Zielgrößen sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Unternehmensziele. Zudem wurden dem Aufsichtsrat die Vorschau für 2017 präsentiert und das Ertrags-, Kostenund Investitionsbudget 2018 sowie der Emissionsplan für 2018 zur Beschlussfassung vorgelegt. Das Plenum befasste sich darüber hinaus mit den vom Risiko- und Kreditausschuss genehmigten Krediten und mit dem jährlichen Bericht zu Großkrediten gemäß § 28b BWG. Außerdem wurde über den Beschluss des Arbeitsausschusses zu Filialschließungen berichtet, geplante Filialeröffnungen und -verlegungen genehmigt sowie der Beschluss über die Durchführung einer Kapitalerhöhung gefasst.
Weiters attestierte das Plenum den Mitgliedern des Nominierungsausschusses die Fit & Properness gemäß § 29 BWG in Verbindung mit dem Rundschreiben der FMA sowie der Fit & Proper-Richtlinie der BKS Bank. Am Ende der vierten Aufsichtsratssitzung wurde noch auf die Directors' Dealings-Sperrfristen gemäß MAR hingewiesen und es fand eine Fit & Proper-Schulung zum Thema "IFRS 9" statt.
Gerhard Burtscher, Vorsitzender
Dr. Franz Gasselsberger, MBA Stellvertreter des Vorsitzenden
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst Dr. Reinhard Iro DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Gertrude Wolf Mag. Ulrike Zambelli
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Reinhard Iro Dkfm. Dr. Heimo Penker Herta Pobaschnig
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dkfm. Dr. Heimo Penker
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dkfm. Dr. Heimo Penker Hanspeter Traar Mag. Ulrike Zambelli
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA Dr. Reinhard Iro Dkfm. Dr. Heimo Penker Hanspeter Traar Mag. Ulrike Zambelli
Stand: 31. Dezember 2017
Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. In der ersten Sitzung am 30. März wurden der Konzernjahresabschluss samt Konzernlagebericht 2016, der Jahresabschluss samt Lagebericht 2016, der Bericht des Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Vorschlag zur Gewinnverteilung, der Corporate Governance Bericht sowie der Risikobericht eingehend geprüft. Weiters wurde beschlossen, dem Aufsichtsrat und somit in weiterer Folge der 78. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 der BKS Bank AG und des Konzernabschlusses 2018 zu beauftragen. Es folgten der Bericht der internen Revision über die durchgeführten Prüfungshandlungen im vierten Quartal 2016 sowie der Prüfungsplan für 2017.
In der zweiten Sitzung am 14. September 2017 wurden die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr, die Risikosituation und die Vorbereitung der Jahresabschlussprüfung 2017 besprochen sowie der Revisionsbericht für das zweite Quartal dargelegt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses genehmigten den vom Vorstand gestellten Antrag über erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers. Über die tatsächlich erbrachten Nicht-Prüfungsleistungen wird dem Prüfungsausschuss zweimal jährlich berichtet. Gemäß § 63a Abs. 4 Ziffern 1 und 2 BWG erstattete der Vorstand ausführliche Berichte zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems sowie des Risikomanagementsystems.
An beiden Sitzungen nahmen Vertreter des Abschlussprüfers KPMG Austria GmbH als sachverständige Auskunftspersonen teil.
Der Arbeitsausschuss fasste im Berichtsjahr zwei Beschlüsse. Am 24. April stimmte der Ausschuss dem Beschluss des Vorstandes zu, an der Kapitalerhöhung der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft im Ausmaß von rund 12,4 Mio. EUR teilzunehmen. Weiters wurde dem Vorstandsbeschluss vom 27. Oktober zugestimmt, zwei Filialen der BKS Bank zu schließen. In beiden Fällen wären größere Umbau- bzw. Modernisierungsarbeiten notwendig gewesen – eine Filiale wurde daher auf Basis von wirtschaftlichen Überlegungen geschlossen.
Der Risiko- und Kreditausschuss fasste seine Beschlüsse im Berichtsjahr aufgrund der Notwendigkeit zeitnaher Entscheidungen fast ausschließlich im Umlaufweg und behandelte 51 Kreditanträge. Über diese wurde in den jeweils folgenden Sitzungen des Plenums ausführlich berichtet. In der Sitzung vom 23. November 2017 befasste sich das Gremium mit der Risikolage der BKS Bank und den im § 39 Abs. 2b BWG angeführten bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken.
Zudem wurde geprüft, ob die Preisgestaltung im Einklang mit dem Geschäftsmodell und der Risikobereitschaft der BKS Bank steht. Die Überprüfung des Vergütungssystems der BKS Bank ergab, dass bei den mit dem Vergütungssystem in Zusammenhang stehenden Anreizen das Risiko, das Kapital, die Liquidität und die Gewinnsituation entsprechend berücksichtigt und keine fehlleitenden Anreize geboten werden. Danach erfolgte die Beratung des Vorstandes hinsichtlich der aktuellen und der zukünftigen Risikostrategie und Risikobereitschaft. Die Ausschussmitglieder setzten sich dafür eingehend mit dem Risikomanagement und der ausgearbeiteten Risikostrategie auseinander. Dabei stellten sie fest, dass die Risikostrategie umfassend ist und die darin verankerten Limite eingehalten werden. Die eingesetzten Verfahren zur Risikosteuerung wirken und sind angemessen und die Überwachung der Risikoentwicklung erfolgt ordnungsgemäß.
Der Nominierungsausschuss tagte am 29. März 2017. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses überzeugten sich von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Zuge der jährlichen Fit & Proper-Evaluierung. Die entsprechende Eignung der Mitglieder des Nominierungsausschusses wurde bereits in der vierten Aufsichtsratssitzung vom 24. November 2016 evaluiert und einstimmig bekräftigt.
Im Berichtsjahr lief keine Funktionsperiode eines Aufsichtsratsmitglieds aus. Gemäß § 11 Absatz 2 der Satzung der BKS Bank scheiden alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung mindestens ein Fünftel der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates aus. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates schieden durch Losentscheid aus: Frau Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch und Frau Univ.-Prof. Dr. Sabine Urnik. Für beide wurde die Wiederwahl auf die satzungsmäßige Höchstdauer vorgeschlagen.
Zur Nachbesetzung von Herrn Mag. Peter Hofbauer, der sein Mandat bereits im September 2016 niedergelegt hat, wurde Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst auf die Restlaufzeit des Mandates von Herrn Mag. Hofbauer vorgeschlagen. Der Nominierungsausschuss führte für die Neu- bzw. Wiederwahl der vorgeschlagenen Kandidaten die Eignungsbeurteilung durch. Darüber hinaus befasste sich der Nominierungsausschuss mit der Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung des Vorstandes und des Aufsichtsrates und überprüfte den Kurs des Vorstandes hinsichtlich der Auswahl des höheren Managements.
Am 29. März 2017 fand eine Sitzung des Vergütungsausschusses statt. In der Sitzung befassten sich die Ausschussmitglieder mit der Prüfung der Grundsätze der Vergütungspolitik und deren Umsetzung. Der Vergütungsausschuss stellte insbesondere auf Basis des Berichtes der Konzernrevision fest, dass die Vergütungspraxis mit den gesetzlichen Vorschriften und mit den vom Vergütungsausschuss verabschiedeten Richtlinien übereinstimmt.
Nach einstimmigem Beschluss des Vergütungsausschusses wurde die Abänderung der Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der Kreditinstitutsgruppe gemäß EBA/GL/2015/22 (in der Fassung vom 27. Juni 2016) dem Gesamtaufsichtsrat zur Genehmigung vorgeschlagen. Die Vergütung des höheren Managements im Risikomanagement und in Compliance-Funktionen sowie die Bemessung der variablen Vergütung für Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 wurden ebenfalls behandelt. Darüber hinaus beschloss der Vergütungsausschuss die Auszahlung von jeweils einem Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für die Jahre 2012 bis 2015 sowie eine Anpassung der Vorstandsbezüge.
Der Aufsichtsrat führte im Berichtsjahr gemäß der C-Regel 36 des ÖCGK eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. In der Sitzung am 30. März 2017 beschäftigte er sich mit der Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere mit seiner Organisation und Arbeitsweise. Er beschloss, die bestehende Organisation und effiziente Arbeitsweise beizubehalten.
Für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte gelten aufgrund ihrer Verantwortung für die Leitung und Überwachung des Instituts spezifische Anforderungen in Bezug auf ihre fachliche und persönliche Eignung. Bei den Vorschlägen an die Hauptversammlung zur Besetzung frei werdender Mandate achten der Nominierungsausschuss und der Aufsichtsrat auf die adäquate Vertretung beider Geschlechter, die Internationalität, die Altersstruktur sowie auf den Bildungs- und Berufshintergrund potentieller Bewerber.
Die Kriterien für die Auswahl von Vorstandsmitgliedern und Aufsichtsräten sind in der Fit & Proper Policy der BKS Bank festgeschrieben. Wir verfolgen dabei zum einen das Ziel, frühzeitig und vorausschauend geeignete Nachfolgekandidaten für Aufsichtsrat und Vorstand zu finden. Zum anderen wollen wir auch eine angemessene Aus- und Weiterbildung für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte garantieren.
Für die Auswahl von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind eine entsprechende theoretische Ausbildung, praktische Kenntnisse sowie ausreichende Leitungserfahrungen erforderlich. Darüber hinaus setzt die Eignung als Vorstandsoder Aufsichtsratsmitglied voraus, dass persönliche Qualifikationen wie Aufrichtigkeit und Unvoreingenommenheit, persönliche Zuverlässigkeit, guter Ruf und Kriterien der Governance erfüllt sind.
Alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der BKS Bank sind hochqualifizierte Bank- und Wirtschaftsexperten mit einschlägigen Erfahrungen in strategischen Fragen und verfügen über ausgezeichnete Kenntnisse im Rechnungslegungs- und Finanzierungsbereich.
Alle Vorstandsmitglieder und die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder haben einen Universitätsabschluss und sind oder waren im Bank- und Versicherungsgeschäft tätig, ein Aufsichtsratsmitglied lehrt und forscht an einer Universität. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind langjährige Mitarbeiter und profunde Kenner der BKS Bank.
Alle Vorstandsmitglieder und die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat verfügen über breite Führungserfahrungen in international tätigen Unternehmen. Mit den Besonderheiten, die sich entweder durch unterschiedliche kulturelle Gepflogenheiten oder durch andere Rechtssysteme ergeben, sind sie bestens vertraut. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte zeichnen sich durch gute Fremdsprachenkenntnisse aus.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, qualifizierte Frauen für verantwortungsvolle Aufgaben zu gewinnen. Wir streben daher auch im Vorstand und Aufsichtsrat eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter an. Der Nominierungsausschuss hat 2014 eine Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in der Geschäftsleitung und im Aufsichtsrat in Höhe von 30 % festgelegt. Die gesetzlich geforderte 30 %-Quote, die ab Jänner 2018 in Kraft trat, erfüllen wir schon seit mehreren Jahren. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses überwachen die Einhaltung der Zielquote und überprüfen die Wirksamkeit festgelegter Maßnahmen zur Frauenförderung.
Das Alter spielt bei der Beurteilung der Eignung von potentiellen Kandidaten eine untergeordnete Rolle. Wir wollen niemanden aufgrund eines bestimmten Alters diskriminieren. Vielmehr sind wir der Überzeugung, dass ein entsprechender Bildungshintergrund gepaart mit einschlägigen Berufs- und Führungserfahrungen die besten Voraussetzungen dafür sind, die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens nachhaltig zu gestalten. Die Aufsichtsratsmitglieder sind zwischen 45 und 73 Jahre alt.
Zwischen dem Abschlussstichtag und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Corporate Governance Berichtes gab es keine wesentlichen berichtspflichtigen Veränderungen.
Der Vergütungsbericht nennt nachstehend die Kriterien, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BKS Bank angewendet werden, und erläutert Höhe und Struktur der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sowie die Prüfungshonorare und -leistungen der Abschlussprüfer.
Details zur Umsetzung der Vergütungspolitik sind in der CRR-Offenlegungsverordnung, die auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen abrufbar ist, publiziert.
Der Aufsichtsrat übertrug in seiner Sitzung vom 25. November 2010 alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung dem Vergütungsausschuss. Dieses Gremium regelt seither die Beziehung zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands und überwacht die Vergütungspolitik, die Vergütungspraktiken sowie die vergütungsbezogenen Anreize gemäß § 39b BWG und der dazugehörigen Anlage.
Die Vergütungsrichtlinie der BKS Bank AG und der BKS Kreditinstitutsgruppe wurde auf Vorschlag des Vergütungsausschusses vom Aufsichtsrat mit Wirksamkeitsbeginn 01. Jänner 2017 genehmigt. Neben den Grundzügen der Vergütungspolitik sind in diesem Regelwerk auch eine ausführliche, schriftlich dokumentierte Komplexitätsanalyse sowie Parameter für die Bemessung und Überprüfung der variablen Vergütungen festgelegt. Die Vergütungspolitik der BKS Bank steht im Einklang mit allen in der Anlage zu § 39b BWG definierten Grundsätzen. Durch die Erfüllung dieser detaillierten bankaufsichtlichen Bestimmungen zur Ausgestaltung der Vergütungspolitik in Kreditinstituten wurde auch den Anforderungen der Bestimmung des § 78 Abs. 1 AktG in vollem Umfang entsprochen.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder der BKS Bank orientieren sich an deren Tätigkeits- und Verantwortungsbereichen, an deren Beitrag zum Geschäftserfolg und an angemessenen branchenüblichen Standards für Unternehmen vergleichbarer Größe. Berücksichtigt ist ein ausgewogenes Verhältnis von fixen und variablen Bezügen, wobei für die variablen Bezüge ein Richtwert von 25 % des Gesamtbezuges festgelegt ist. Der variable Bezug ist mit maximal 40 % des Gesamtbezuges begrenzt.
Der fixe Vergütungsbestandteil richtet sich nach den jeweiligen Aufgabengebieten. Die variablen Bezüge sind an die nachhaltige und langfristige Erfüllung der Geschäftsstrategie, der Risikostrategie sowie an die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der BKS Bank geknüpft. Eine Mindererfüllung dieser Faktoren schlägt sich in der Bemessung der variablen Jahresvergütung nieder. Kriterien für die Bemessung der variablen Bezüge sind der Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der Return on Equity nach Steuern, die Cost-Income-Ratio, die Risk-Earnings-Ratio, die Personalfluktuationsrate, die Entwicklung der Kundenanzahl sowie die Kernkapital- und Eigenmittelquote als Messlatte der gesamten operativen Geschäftsentwicklung und der Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder. Darüber hinaus werden Zielgrößen zur Risikotragfähigkeit, zum Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationalen Risiko sowie zum Risiko einer übermäßigen Verschuldung als Maßstäbe für die Zuerkennung variabler Bezüge berücksichtigt.
Dazu zählen beispielsweise:
Es werden sowohl gemeinsame als auch persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder berücksichtigt. Auch nichtfinanzielle Aspekte fließen in die Beurteilung ein. Sollte sich ex post herausstellen, dass variable Vergütungskomponenten auf Basis offensichtlich falscher Daten ausgezahlt wurden, können diese Bezüge zurückgefordert werden.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr insgesamt 1.349,0 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.212,6 Tsd. EUR), hiervon rund 84 % fixe und rund 16 % variable Komponenten. Der Vergütungsrichtlinie entsprechend und auf Basis eines Beschlusses des Vergütungsausschusses wurde ein Fünftel der rückgestellten variablen Vergütung für 2012, 2013, 2014 und 2015 ausgezahlt. Eine Zuerkennung variabler Vergütungskomponenten in Form von Instrumenten erfolgte nicht. Es gibt in der BKS Bank kein Stock-Option-Programm und daher keine auch nur teilweise Auszahlung variabler Bezüge in Form von Aktien der BKS Bank oder Optionen auf diese.
Die auf Basis des Rundschreibens der FMA zu den "Grundsätzen der Vergütungspolitik und -praktiken" getroffenen Regelungen über variable Bezüge blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Demgemäß boten weder die variablen Bezüge des Vorstandes noch die Entlohnungssysteme für die zweite Führungsebene, für Mitarbeiter in Kontrollfunktionen und für Risikokäufer Anreize zur Übernahme unangemessen hoher Risiken.
Die im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Vorstandes werden auch in den Notes zum Jahresabschluss auf Seite 208 dargestellt. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit 116,1 Tsd. EUR dotiert.
Die Geschäftsordnung für den Vorstand sieht vor, dass der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrates den Nebenfunktionen von Vorstandsmitgliedern zustimmen muss, um etwaigen Interessenkonflikten vorzubeugen und um fehlleitende finanzielle Anreize einzudämmen. Hiervon ausgenommen sind Mandate in Tochtergesellschaften der BKS Bank. Deren Ausübung wird nicht vergütet.
Die betriebliche Altersversorgung der aktiven Vorstandsmitglieder wird monatlich bei einer Pensionskasse angespart. Zudem erhalten diese bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung unter sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes und des Bankenkollektivvertrages. Die Regelungen über eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit stehen im Einklang mit den Bestimmungen der C-Regel 27a des ÖCGK. Vereinbarungen über Abfindungszahlungen berücksichtigen die Umstände des Ausscheidens des betreffenden Vorstandsmitgliedes und die wirtschaftliche Lage der BKS Bank. Sofern kein triftiger Grund für eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit vorliegt, dürfen Abfindungszahlungen lediglich die Restlaufzeit des Vorstandsvertrags abdecken. Falls ein Vorstandsmitglied den Vertrag aus einem von ihm zu vertretenden Grund vorzeitig beendet, entfallen diese Abfindungen in Höhe von maximal zwei Jahresgesamtbezügen zur Gänze.
Ehemalige Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf eine Alterspension. Die Höhe der jeweils vertraglich zugesagten Firmenpension richtet sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses und der Höhe des pensionsfähigen Fixgehalts. Hinterbliebenen stehen Pensionsleistungen nach dem Ableben des berechtigten Vorstandsmitgliedes zu. Die Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 940,0 Tsd. EUR (Vorjahr: 940,0 Tsd. EUR).
Die BKS Bank hat für die Mitglieder des Vorstandes, des Aufsichtsrates, für Mitarbeiter der zweiten Führungsebene und Prokuristen sowie für Geschäftsführer von Tochtergesellschaften eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (Directors and Officers-Versicherung) abgeschlossen und deren Kosten übernommen.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr | 1.213 | 1.349 |
| – hiervon Mag. Dr. Herta Stockbauer1) | 551 | 671 |
| – hiervon Mag. Dieter Kraßnitzer | 354 | 364 |
| – hiervon Mag. Wolfgang Mandl | 308 | 314 |
| Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 940 | 940 |
| Dotation Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder | 113 | 116 |
1) inklusive Jubiläumsgeld
Die Geschäftsführer der vollkonsolidierten Gesellschaften sowie die Niederlassungsleiter der ausländischen Filialen sind ebenfalls von der Vergütungsrichtlinie erfasst und als Risikokäufer eingestuft. Der Vergütungsausschuss evaluiert regelmäßig ihre variablen Zuwendungen. Diese Führungskräfte unterliegen auch den Fit & Proper-Bestimmungen der BKS Bank.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat sind in der Satzung der BKS Bank geregelt. In der 78. Hauptversammlung am 09. Mai 2017 wurden die Vergütungen für den Aufsichtsrat erhöht.
Für das Berichtsjahr 2017 wurden rückwirkend zum 01. Jänner 2017 dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates 24.000,- EUR, seinem Stellvertreter 20.000,- EUR und den weiteren Kapitalvertretern jeweils 18.000,- EUR p. a. zuerkannt. Die Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Sitzungen wurde mit 150,- EUR pro Sitzung festgelegt. Aufsichtsräte, die einem oder mehreren Ausschüssen des Aufsichtsrates angehören, erhielten ein Entgelt für ihre Tätigkeit im jeweiligen Ausschuss. Die Vergütungen für Mitglieder des Prüfungs-, Risiko- und Kreditausschusses wurden auf jeweils 6.000,- EUR p. a., für den Vergütungsausschuss auf 3.000,- EUR erhöht. Unverändert blieben hingegen die Vergütungen für die Mitglieder des Arbeitsausschusses bzw. Nominierungsausschusses in Höhe von 2.000,- EUR bzw. 1.000,- EUR p. a.
Das von der UniCredit Bank Austria AG nominierte Aufsichtsratsmitglied, Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst, erhält keine Tantiemen. Die Gesellschaft ersuchte uns, von einer Vergütung aufgrund bestehender interner Regelungen für Aufsichtsratstätigkeiten von aktiven Managern in der UniCredit-Gruppe abzusehen.
Im Berichtsjahr wurden den Kapitalvertretern im Aufsichtsrat Vergütungen in Höhe von insgesamt 233,5 Tsd. EUR zuerkannt. Die Auszahlung erfolgt erst nach der Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 durch die Hauptversammlung. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Plenarsitzungen teil. Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter erreichte 88 %.
| Name | in EUR | feste AR-Vergütung |
Ausschuss tätigkeit |
Sitzungsgeld | Vergütungen 2017 in Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Gerhard Burtscher | 24.000 | 18.000 | 600 | 42.600 | |
| Dr. Franz Gasselsberger, MBA | 20.000 | 14.000 | 600 | 34.600 | |
| Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch | 18.000 | - | 450 | 18.450 | |
| Mag. Gregor Hofstätter-Pobst1) | - | - | - | - | |
| Dr. Reinhard Iro | 18.000 | 5.000 | 600 | 23.600 | |
| DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak | 18.000 | - | 450 | 18.450 | |
| Dkfm. Dr. Heimo Penker | 18.000 | 12.000 | 600 | 30.600 | |
| Karl Samstag | 18.000 | - | 300 | 18.300 | |
| Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik | 18.000 | 6.000 | 600 | 24.600 | |
| Mag. Klaus Wallner2) | 18.000 | 3.896 | 450 | 22.346 | |
1)Dieses AR-Mitglied erhält aufgrund einer internen Regelung im UniCredit-Konzern keine Tantiemen und kein Sitzungsgeld. 2) ab 09. Mai 2017 Mitglied des Prüfungsausschusses
Die Mitglieder des Vorstandes hielten zum Börsenultimo 2017 auf ihren bei der BKS Bank geführten Wertpapierdepots insgesamt 2.556 Stamm- und 4.665 Vorzugs-Stückaktien; auf Aufsichtsratsmitglieder entfielen 4.830 Stamm- und 2.951 Vorzugs-Stückaktien. In Summe entsprach dies einem Anteil von knapp weniger als 0,04 % der ausgegebenen Aktien. Käufe und Verkäufe durch Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie durch deren eng verbundene Personen werden gemäß der EU-Marktmissbrauchsverordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) gemeldet, europaweit durch Nachrichtenagenturen veröffentlicht und auf der Internetseite der BKS Bank offengelegt. Dies erfolgt, sofern der Wert der Geschäfte auf eigene Rechnung im Kalenderjahr 5.000,- EUR erreicht oder übersteigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es eine Directors' Dealings-Meldung.
Die BKS Bank hat kein Aktien-Optionsprogramm für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder oder für Führungskräfte eingerichtet oder vorgesehen. Sie gestionierte aber 2017 im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von insgesamt 367 Tsd. EUR (Vorjahr: 386 Tsd. EUR). Vorstandsmitgliedern wurden Kredite in Höhe von 57 Tsd. EUR (Vorjahr: 72 Tsd. EUR) eingeräumt.
Die 77. ordentliche Hauptversammlung betraute die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, am 19. Mai 2016 einstimmig mit der Abschlussprüfung der Geschäftsgebarung der BKS Bank AG und ihres Konzerns für das Geschäftsjahr 2017. Nach seiner Wahl und noch vor dem Abschluss des Vertrags über die Durchführung der Abschlussprüfung informierte der Abschlussprüfer unverzüglich den Aufsichtsrat über den voraussichtlichen Umfang der Prüfung. Diese hat gemäß C-Regel 77 des ÖCGK nach internationalen Prüfungsgrundsätzen (ISAs) zu erfolgen. Zudem präsentierte der Bankprüfer dem Aufsichtsrat eine nach Leistungskategorien gegliederte Aufstellung zu den im vorangegangenen Geschäftsjahr erhaltenen Gesamteinnahmen. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, unterrichtete den Aufsichtsrat auch über die Einbeziehung in ein Qualitätssicherungssystem und erklärte sich schlüssig für unbefangen und bestätigte das Nichtvorliegen von Ausschließungsgründen.
Das Abschlussprüfungs-Änderungsgesetz 2016 (APRÄG 2016) sieht eine strikte Trennung zwischen Prüfungsleistungen und Nicht-Prüfungsleistungen, die vom Abschlussprüfer und seinen Netzwerken erbracht werden dürfen, vor. Der Prüfungsausschuss genehmigte das Budget für Nicht-Prüfungsleistungen und kontrollierte die Einhaltung der Budgetgrenze. Im Berichtsjahr haben wir insgesamt 0,5 Mio. EUR an Honoraren für Pflichtprüfungen aufgewendet. 0,2 Mio. EUR entfielen auf sonstige Bestätigungsleistungen und 0,1 Mio. EUR auf wirtschaftliche und steuerliche Beratungen.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss | 427 | 522 |
| Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen | 49 | 159 |
| Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung | 124 | 54 |
| Summe | 600 | 735 |
Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Klagenfurt, führte die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des BKS Bank-Risikomanagements gemäß der C-Regel 83 des ÖCGK durch. Dabei orientierte sich der Abschlussprüfer an dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) veröffentlichten Rahmenwerk für ein unternehmensweites Risikomanagement.
Der Abschlussprüfer beurteilte u. a. die Risikopolitik, die Risikostrategie sowie die Organisation des Risikomanagements. Die Vorgehensweise im Rahmen der Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken wurde ebenso beleuchtet wie die Maßnahmen zur Risikosteuerung. Des Weiteren wurden die Risikoüberwachung und das Berichtswesen über das Risikomanagement eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer legte seinen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vor.
In der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses am 30. März 2017 wurde das Ergebnis der Prüfung ausführlich behandelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete dem Gesamtaufsichtsrat, dass die Prüfung nach der C-Regel 83 zu keinen Beanstandungen führte und die BKS Bank über ein funktionierendes Risikomanagementsystem verfügt. In der zweiten Sitzung des Prüfungsausschusses wurde in Übereinstimmung mit den Vorgaben des § 63a Abs. 4 BWG das Risikomanagement und dessen aktuelle Weiterentwicklungen ausführlich behandelt. Einen Schwerpunkt bildete dabei auch das Management von Cyber-Risiken. In der Sitzung des Risiko- und Kreditausschusses am 23. November 2017 wurden die Ziele und die Umsetzung der Maßnahmen der Risikostrategie erörtert. Das Risikomanagement der BKS Bank wird im Risikobericht als integrierender Bestandteil des gegenständlichen Konzernlageberichtes auf den Seiten 122 ff. detailliert erörtert.
Die BKS Bank verfügt in Erfüllung der C-Regel 18 des ÖCGK bzw. gemäß § 42 BWG über eine interne Revision, deren Tätigkeit sich an einem vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss bzw. dem Plenum des Aufsichtsrates abgestimmten Revisionsplan orientiert. Die interne Revision bewertet die Risiken sämtlicher Unternehmensaktivitäten und operativer Prozesse, identifiziert Effizienzsteigerungspotenziale und überwacht die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien.
Ein weiteres zentrales Element unserer Unternehmensüberwachung stellt das interne Kontrollsystem (IKS) dar. Bereits in den 1980er Jahren haben wir uns mit dem systematischen Ausbau eines IKS beschäftigt, das in erster Linie dazu dient, Vermögenswerte zu sichern, die Gesetzmäßigkeit sicherzustellen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Details dazu sind im Risikobericht auf Seite 160 f. beschrieben.
Als börsennotiertes Unternehmen erstellt die BKS Bank AG gemäß der L-Regel 65 des ÖCGK den Konzernabschluss und den im Halbjahresfinanzbericht enthaltenen verkürzten Konzernzwischenbericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden. Die Jahresfinanzberichte veröffentlichen wir spätestens vier Monate, Halbjahresfinanzberichte und Zwischenberichte spätestens drei Monate nach Ende der Berichtsperiode.
Die genannten Berichte halten wir mindestens zehn Jahre lang öffentlich zugänglich, dabei nützen wir das Issuer Information Center der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) als amtlich bestelltes System für die zentrale Speicherung vorgeschriebener Informationen. Unser Haus hat über die gesetzliche Verpflichtung hinaus auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Zwischenberichte zum 31. März und 30. September 2017 veröffentlicht. Auf der BKS Bank-Webseite werden die Finanzberichte gemäß C-Regel 68 des ÖCGK in deutscher und englischer Sprache publiziert.
Die Rechnungslegung des BKS Bank Konzerns vermittelt gemäß L-Regel 69 und C-Regel 70 des ÖCGK ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, Risiko- und Ertragslage. Die Gesellschaft legt im Konzernlagebericht eine angemessene Analyse des Geschäftsverlaufes vor und beschreibt darin wesentliche finanzielle Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess werden ebenfalls dargelegt. Der ausführliche Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert, ist den Seiten 122 ff. dieses Geschäftsberichtes zu entnehmen. Wir veröffentlichen einen gesonderten Nachhaltigkeitsbericht, der die Anforderungen der nichtfinanziellen Erklärung beinhaltet. Im Konzernlagebericht findet sich daher nur ein kurzer Abriss dazu.
Der Einzelabschluss der BKS Bank AG wird gemäß den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellt. Konzern- und AG-Abschluss werden von der Gesellschaft aufgestellt, von dem in der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat gebilligt bzw. festgestellt.
Im Rahmen der Jahres- und Zwischenberichterstattung erläutert der Vorstand wesentliche Änderungen oder Abweichungen sowie deren Ursachen und Auswirkungen für das laufende bzw. folgende Geschäftsjahr sowie wesentliche Abweichungen von bisher veröffentlichten Umsatz-, Gewinn- und Strategiezielen.
In den Finanzberichten und im Internet wird der Unternehmenskalender für das laufende bzw. jeweils nächste Jahr gemäß C-Regel 74 ÖCGK publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und das Datum der nächsten Hauptversammlung. Im Einklang mit der L-Regel 71 veröffentlichen wir Insider-Informationen unverzüglich auf unserer Internetseite und belassen diese fünf Jahre online. Im Kapitel "IR-Kommunikation" werden weitere Details zu der Beziehung der BKS Bank zu ihren Aktionären und Stakeholdern beleuchtet.
Compliance ist neben dem Risikomanagement und dem internen Kontrollsystem die dritte Säule der Unternehmensüberwachung. Oberstes Ziel ist es, Gesetzes- und Regelverstöße zu verhindern und den BKS Bank Konzern, seine Mitarbeiter, Leiter und Organe wie auch Eigentümer vor dem Eintritt von Compliance-Risiken zu schützen. Zu diesem Zweck ist ein Compliance-Management-System im BKS Bank Konzern implementiert.
Wir nehmen die umfassenden Compliance-Pflichten sehr ernst. Von unseren Führungskräften und Mitarbeitern erwarten wir, dass sie sich im täglichen Tun an alle Gesetze, Regularien und internen Regelwerke halten und sich dabei von unseren Unternehmenswerten leiten lassen. Dabei kommt dem Wert "Integrität" eine ganz entscheidende Rolle zu: Integrität sichert das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter und Geschäftspartner in unser Haus und damit unseren langfristigen Erfolg.
Zur Sicherstellung eines rechts-, regel- und ethikkonformen Verhaltens haben wir ein Compliance-Management-System geschaffen, das auf den drei Elementen "Erkennen", "Vorbeugen" und "Handeln" basiert. Dem Thema "Vorbeugen" widmen wir mit gezielten Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen besonderes Augenmerk.
Neue Mitarbeiter werden unmittelbar nach Dienstbeginn über Anti-Geldwäsche- und Compliance-Agenden geschult. In weiterer Folge absolvieren alle Mitarbeiter zumindest im 3-Jahres-Rhythmus verpflichtende Compliance-Seminare. Zudem müssen jährlich Lernmodule zu Geldwäsche- und Compliance-Themen über E-Learning absolviert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strikten Einhaltung des Know-your-Customer-Prinzips. Dies umfasst u. a. die Feststellung und Dokumentation der Identität des Kunden und seiner wirtschaftlichen Eigentümer sowie der Herkunft
der Vermögenswerte, die im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt werden. Ferner wird auch der Zweck der durchgeführten Transaktionen risikobasiert hinterfragt.
Die umfangreichen Compliance-Agenden werden in zwei fachlich voneinander unabhängigen Teams – Kapitalmarktcompliance und AML/CFT – bearbeitet. Organisatorisch sind die beiden Teams der Gruppe "Recht und Compliance" zugeordnet. Der Leiter dieser Gruppe übt sowohl die Funktion des Compliance-Officer als auch die des Geldwäscherei-Beauftragten aus. Er ist direkt dem Gesamtvorstand unterstellt.
Den Compliance-Officer treffen eine Reihe von Aufsichts-, Kontroll-, Melde-, Berichtsund Informationspflichten. Demgegenüber verfügt er über umfangreiche Weisungs-, Informations- und Untersuchungsbefugnisse.
Das Team Kapitalmarktcompliance kümmert sich um die aus den gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen abzuleitenden Compliance-Aufgaben. Dazu zählen insbesondere die Erstellung von Compliance-Regelwerken, die Entwicklung und Durchführung von Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen, die Einrichtung von Systemen zur Prävention und Bekämpfung von Insiderhandel und Marktmanipulation sowie die regelmäßige Bewertung von Compliance-Risiken.
Der Geldwäschereibeauftragte und sein Team befassen sich mit Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung und zur Einhaltung von Finanzsanktionen. Zudem obliegt es diesem Team, ein effektives System zur Fraudprävention zu etablieren und weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus zeichnen beide Organisationseinheiten für ein unabhängiges Reporting an den Vorstand, den Aufsichtsrat und an die Finanzmarktaufsicht sowie gegebenenfalls weitere staatliche Stellen verantwortlich. In den ausländischen Niederlassungen und Tochtergesellschaften bestehen ebenso Compliance-Management-Systeme.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten wir uns intensiv mit den neuen Vorgaben der MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive II). Dieses europäische Regelwerk, das unter anderem die Stärkung des Vertrauens der Anleger in Kapitalmärkte zum Ziel hat, bedingt auch die Umsetzung weiterer Compliance-Maßnahmen. Insbesondere gilt es, Prüfmechanismen und Kontrollen sowie Risikoanalysen zu erstellen, die aufzeigen sollen, ob die aufgrund dieses europäischen Regelwerks und der ergangenen Umsetzungsrechtsakte in der BKS Bank gesetzten Maßnahmen wirksam sind.
Weitere Schwerpunkte waren die Umsetzung der Vorgaben des neuen Finanzmarkt-Geldwäschegesetzes, des Gesetzes über das Register wirtschaftlicher Eigentümer und die Umsetzung der EU-Geldtransfer-Verordnung. Diese Normen sind im Jahr 2017 in Kraft getreten und regeln die Maßnahmen zur Prävention von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung umfassend neu. Die Regelungen erfordern es, noch mehr Informationen über den Kunden und seine Geschäftstätigkeit zu erheben, die möglichen daraus entstehenden Risiken zu bewerten und risikomindernde Maßnahmen zu setzen.
– AML-Declaration
Adressen im Internet www.bks.at/Compliance
Die Personalpolitik der BKS Bank ist nachhaltig darauf ausgerichtet, allen Mitarbeitern gleiche Chancen und Rechte zu bieten und jede Form von Diskriminierung zu vermeiden. Im Einklang mit der L-Regel 52 achten wir bei der Zusammensetzung des Vorstandes, der Besetzung von Führungspositionen und bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsräten auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Bewerber und auf Aspekte der Diversität.
Im Vorstand beträgt der Anteil der Frauen 33 %. Im Aufsichtsrat der BKS Bank sind 20 % der Kapitalvertreter und bereits drei Fünftel der Arbeitnehmervertreter weiblich. Der Nominierungsausschuss hat 2014 eine Zielquote für das unterrepräsentierte Geschlecht in Höhe von 30 % festgelegt. Im Berichtsjahr betrug der Anteil an weiblichen Aufsichtsräten 33 %.
In der BKS Bank beschäftigen wir 1.099 Mitarbeiter, darunter 623 Frauen. Erfreulicherweise sind mittlerweile 32,4 % der Führungspositionen in der Hand von Frauen. Im Berichtsjahr wurden von zwanzig neu zu besetzenden Führungspositionen acht mit Frauen besetzt – ein Anteil von 40 %. Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel, bis 2020 den Anteil an weiblichen Führungskräften auf 35 % zu steigern, erreichen werden.
Allen Mitarbeitern stehen bei der Besetzung von Führungspositionen dieselben Karrierechancen unabhängig von Geschlecht, Alter und soziokulturellem Hintergrund offen. Dennoch liegt der Anteil der Frauen in Führungspositionen konzernweit im Berichtsjahr noch hinter jenem der Männer zurück. Mit dem im Jahr 2012 initiierten Frauenkarriereprogramm "Frauen.Perspektiven.Zukunft" fördern wir daher bewusst die Karrieren von Frauen. Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag, Frauen mit entsprechender Expertise für Führungspositionen zu gewinnen. Im März 2017 beendeten die Teilnehmerinnen des dritten Jahrgangs das Qualifizierungsprogramm. Von den 44 Absolventinnen der drei Lehrgänge haben bereits acht Frauen den Sprung in die Führungslaufbahn geschafft. Sechs weitere Mitarbeiterinnen schlugen den Weg einer Expertenkarriere ein, während acht Frauen derzeit in Karenz sind. Positiv ist auch das stetig steigende Engagement hochmotivierter Frauen in jüngeren Jahrgängen.
| Stichtag 31.12.2017 | Anzahl Frauen | Quote | Anzahl Männer | Quote |
|---|---|---|---|---|
| Vorstand | 1 | 33 % | 2 | 67 % |
| Aufsichtsrat (Kapitalvertreter) | 2 | 20 % | 8 | 80 % |
| Aufsichtsrat (Belegschaftsvertreter) | 3 | 60 % | 2 | 40 % |
| Sonstige Führungspositionen | 55 | 32 % | 115 | 68 % |
Die BKS Bank unterstützt ihre Mitarbeiter vielfältig bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Flexible Arbeitszeitmodelle, eine umfassende Aus- und Weiterbildung, eine Kleinkinderbetreuung in der Krabbelstube "Kinki", Unterstützung bei der Ferienbetreuung sowie eine aktive Befürwortung der Väterkarenz oder eine kostenlose, anonyme Beratung für Mitarbeiter in schwierigen Lebenssituationen durch das EAP-Institut für Mitarbeiterberatung sind nur ein paar Beispiele, für die auch entsprechende finanzielle Mittel aufgewendet wurden. Diese Initiativen wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend 2010, 2013 und 2016 mit dem Zertifikat des Audit "berufundfamilie" gewürdigt. In Slowenien trägt die BKS Bank das entsprechende landesspezifische Zertifikat seit 2015. In Kroatien wurde uns heuer erstmals der "MAMFORCE©-Standard" als familienfreundliches Unternehmen verliehen.
Dem Grundsatz "gleiche Arbeit, gleiches Entgelt" (Equal Pay) folgend, setzen wir alles daran, die Gehaltsunterschiede zwischen den beiden Geschlechtern weiter zu verkleinern. Die Einkommensschere ergibt sich vor allem daraus, dass deutlich mehr Frauen als Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen und dadurch in der beruflichen Entwicklung einen flacheren Karriereverlauf aufweisen. Männer verfügen zudem häufiger über Pauschalvergütungen für Mehrleistungen. 2017 haben wir die Einkommensdifferenz von 19,23 % auf 17,53 % reduzieren können, ein Minus von 1,7 %-Punkten. Die Teilzeitquote mit knapp 23 % wollen wir in den nächsten Jahren ebenfalls reduzieren. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass viele Jahre in Teilzeit sich negativ auf künftige Pensionszahlungen auswirken, wollen wir Maßnahmen setzen, damit Vollzeitbeschäftigung auch für Mitarbeiterinnen mit Kindern möglich ist. Wichtig ist uns auch, das durchschnittliche Pensionsantrittsalter unserer weiblichen Mitarbeiter dem 60. Lebensjahr anzunähern. 2017 lag dieses mit 59,1 Jahren leicht unter dem Vorjahreswert von 59,5 Jahren.
Klagenfurt am Wörthersee, im März 2018
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
2017 war für die BKS Bank erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Herausforderungen blieben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hoch, dennoch zeigte die BKS Bank wieder eindrucksvoll, dass es trotz schwierigem Marktumfeld möglich ist, hervorragende Ergebnisse zu erzielen.
Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der mit ihr verbundenen Unternehmen. In vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen diskutierten und erörterten die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Vorstand die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, die strategische Weiterentwicklung sowie weitere bankrelevante Ereignisse. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zeitnah und umfassend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Darüber hinaus stand ich zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig mit der Vorstandsvorsitzenden in Kontakt.
Der Aufsichtsrat war somit in alle essentiellen Entscheidungen eingebunden. Dadurch konnten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.
Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in fünf Ausschüssen, in denen ich den Vorsitz ausübe. Im Nachfolgenden darf ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten des jeweiligen Ausschusses geben. Auf Seite 30 ff. in diesem Bericht wird ausführlich über die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeiten berichtet.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt und alle ihm laut Gesetz obliegenden Aufgaben erfüllt. Der Arbeitsausschuss fasste 2017 zwei Beschlüsse im Umlaufweg. Über die vom Arbeitsausschuss bewilligten Geschäftsfälle wurde der Aufsichtsrat in der jeweils nächsten Sitzung ausführlich unterrichtet. Der Risiko- und Kreditausschuss hat in seiner Funktion als Risikoausschuss eine Sitzung abgehalten, in der der Leiter der Risikomanagementfunktion über die Risikolage und über die Risikoarten Bericht erstattete. Darüber hinaus bewilligte der Risiko- und Kreditausschuss 51 Kreditanträge im Umlaufweg, die in der jeweils nächsten, auf die Beschlussfassung folgenden Sitzung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht wurden. Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 einmal und erarbeitete u. a. Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat. Auch der Vergütungsausschuss hat im Berichtsjahr eine Sitzung abgehalten, in der sich die Ausschussmitglieder mit der Prüfung der Grundsätze der Vergütungspolitik und deren Umsetzung befassten.
Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, die Kriterien für dessen Unabhängigkeit, seine Arbeitsweise und Entscheidungsbefugnisse werden ausführlich im Kapitel Vorstand und Aufsichtsrat auf Seite 24 ff. erläutert.
In der 78. ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2017 wurde Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er folgte Herrn Mag. Peter Hofbauer nach, der sein Mandat bereits am 30. September 2016 zurückgelegt hat. Herr Mag. Hofstätter-Pobst ist Chief Financial Officer (CFO) in der UniCredit Bank Austria und verfügt über ausgezeichnete Fach- und Branchenkenntnisse. Ich freue mich sehr, dass wir einen erfahrenen Bankmanager als Aufsichtsratsmitglied gewinnen konnten.
Frau Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch und Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, die per Los aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, wurden auf die satzungsmäßige Höchstdauer wiedergewählt. Alle neu- und wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert, die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG sind auf www.bks.at veröffentlicht.
In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde ich einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Dr. Franz Gasselsberger zu meinem Stellvertreter gewählt. Die Mitglieder der Ausschüsse wurden ebenfalls bestellt. Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug rund 88 %. Herr Samstag konnte an zwei Sitzungen des Plenums nicht teilnehmen. Frau Dipl.-Ing. Fromme-Knoch, Herr DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak, Herr Mag. Klaus Wallner, Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst und Frau Gertrude Wolf blieben jeweils einer Sitzung entschuldigt fern.
Der Aufsichtsrat der BKS Bank umfasst nach der Wahl von Mag. Gregor Hofstätter-Pobst wieder 15 Mitglieder, darunter fünf Frauen. Ich bin sehr stolz darauf, dass es gelungen ist, qualifizierte Frauen in den Aufsichtsrat der BKS Bank zu holen. Die im § 86 Abs 7 AktG normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat, die zwar erst ab Jänner 2018 auf Wahlen und Entsendungen in den Aufsichtsrat anzuwenden ist, erfüllten wir bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Mindestanteil ist vom Aufsichtsrat insgesamt zu erfüllen, das heißt, dass Kapitalvertreter und Arbeitnehmervertreter bei der Berechnung der Mindestanteile zusammengezählt werden. Dieser Zusammenrechnung kann bis spätestens sechs Wochen vor der Wahl oder Entsendung gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates widersprochen werden. Die Kapitalvertreter und die Arbeitnehmervertreter des BKS Bank Aufsichtsrates haben einen Verzicht auf das Widerspruchsrecht vereinbart.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrates achtet insbesondere der Nominierungsausschuss darauf, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des BKS Bank Aufsichtsrates sind durch die Bank erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Industrie, der Finanzbranche und dem öffentlichen Sektor, die mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mitgestalten.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2017 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Für die Jahresabschlussprüfung 2017 wurden folgende Sachverhalte als Key Audit Matters identifiziert und das Risiko daraus sowie die Vorgehensweise bei der Prüfung dazu detailliert im Prüfungsurteil festgehalten:
Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2017 eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der nach IFRS erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie der mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften in Einklang stehende Konzernlagebericht wurden ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Allen gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen und auch diese Prüfung führte zu keinen Einwendungen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des BKS Bank Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2017 währenden Geschäftsjahres. Die Abschlussprüfer bestätigten, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im Einklang steht, sodass die Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.
Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2017 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest. Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht, der jährliche Risikobericht und der Corporate Governance Bericht wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen.
Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement.
Klagenfurt am Wörthersee, im März 2018
Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender
–50–
Die BKS Bank-Aktie Investor Relations-Kommunikation
Die BKS Bank-Aktien notieren seit über 30 Jahren an der Wiener Börse. Seit damals zeigt die BKS Bank Jahr für Jahr, dass es auch bei herausfordernden Marktumständen und gesellschaftlichen Entwicklungen möglich ist, ihren Aktionären eine langfristige Wertsteigerung des eingesetzten Kapitals zu bieten. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erwiesen sich die BKS Bank-Aktien als solides langfristiges Investment für private und institutionelle Anleger.
Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind in der Kategorie Standard Market Auction der Wiener Börse gelistet. Jede Aktie entspricht einem gleich hohen Anteil am gezeichneten Kapital. Demnach beträgt der rechnerische Nominalwert jeder Aktie 2,0 EUR. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital. Wird die Mindestdividende für ein Geschäftsjahr nicht oder nicht ganz bezahlt, ist dieser Rückstand aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre aufzuholen.
Der Schlusskurs der Stamm-Stückaktie zum Jahresende 2017 lag bei 17,8 EUR und jener der Vorzugs-Stückaktie bei 17,7 EUR. Mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 705,3 Mio. EUR haben wir einen historischen Bestwert erreicht.
Die positiven Auswirkungen des weltweiten Konjunkturbooms spiegeln sich nicht nur in der Entwicklung der internationalen Finanzmärkte wider, sondern auch in den Geschäftszahlen unseres Hauses. Auch 2017 konnte wieder ein sehr respektables Ergebnis erwirtschaftet werden. Es ist unser Bestreben, bei der Verwendung des Bilanzgewinnes auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stärkung des Eigenkapitals und angemessener Aktionärsvergütung zu achten.
Ferner haben wir uns das Ziel gesetzt, unseren Aktionären eine langfristige Wertsteigerung ihres Kapitals und eine angemessene Verzinsung dieser Unternehmensanteile zu sichern. Für das Geschäftsjahr 2017 wird der Vorstand der 79. Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 9.117.108,- EUR auszuschütten.
Dies entspricht 0,23 EUR pro Aktie und einer Rendite von 1,29 % auf Basis des Jahresultimokurses 2017 der Stamm-Stückaktien bzw. von 1,30 % für Vorzugs-Stückaktien. Die Ausschüttungsquote (Payout-Ratio), bezogen auf den Jahresüberschuss nach Steuern der BKS Bank AG, würde sich auf 35,3 % belaufen.
Um die Eigenkapitalausstattung weiter zu stärken und die gute konjunkturelle Lage zum Ausbau unserer Marktanteile zu nutzen, beschloss der Vorstand eine Kapitalerhöhung im ersten Quartal 2018 durchzuführen. Der Aufsichtsrat der BKS Bank genehmigte in seiner Sitzung vom 23. November 2017 den Vorschlag des Vorstandes einstimmig. Die Kapitalerhöhung findet im Verhältnis 12 : 1 statt.
Für zwölf "alte" Stamm-Stückaktien kann eine junge Stamm-Stückaktie erworben werden. Insgesamt werden 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabekurs von 16,70 EUR emittiert. Das Grundkapital soll um 6.606.600,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht werden. Nach Abschluss der Kapitalerhöhung werden bei einer vollen Zeichnung 41.142.900 Stamm-Stückaktien und 1.800.000 Vorzugs-Stückaktien an der Börse platziert sein. Das im Geschäftsjahr 2017 gezeichnete Kapital der BKS Bank AG in Höhe von 79.279.200,- EUR wurde durch 37.839.600 Stamm-Stückaktien und 1.800.000 Vorzugs-Stückaktien vertreten.
Die solide Marktposition der BKS Bank ist auch im Konnex mit den beiden anderen selbständigen und unabhängigen Regionalbanken, der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, zu sehen. In der Öffentlichkeit treten die BKS Bank und ihre Schwesterbanken unter der Marke "3 Banken Gruppe" auf.
Am stimmberechtigten Grundkapital sind die Schwesterbanken Oberbank AG, Linz, mit 19,4 % sowie die BTV AG, Innsbruck, mit 19,5 % beteiligt. Die Generali 3Banken Holding AG, Wien, hält 7,8 % der Stamm-Stückaktien. Diese drei Kernaktionäre haben eine Syndikatsvereinbarung abgeschlossen und halten gemeinsam 46,7 % der Stimmrechte. Die Syndizierung der Aktienbestände festigt die Eigenständigkeit des Institutes und bündelt die Interessen der Syndikatspartner hinsichtlich Kooperations- und Vertriebspartnerschaft. Das Übereinkommen beinhaltet im Wesentlichen Vereinbarungen zur gemeinsamen Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner.
Größter Einzelaktionär der BKS Bank AG ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %-Konzerngesellschaft der UniCredit Bank Austria AG mit Sitz in Wien. Unter Einbeziehung der von der UniCredit Bank Austria AG direkt gehaltenen Anteile entfallen somit 30,4 % der Stimmrechte auf die UniCredit-Gruppe. Die restlichen Stamm-Stückaktien befinden sich überwiegend im Besitz privater und institutioneller Investoren. Die BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung – sie dient ausschließlich der vollständigen Weitergabe von Beteiligungserträgen im Sinne des § 10 Abs. 1 KStG an Angestellte der BKS Bank – verfügte Ende 2017 über knapp 0,4 % der Stimmrechte. Darüber hinaus sind der BKS Bank AG keine Konstellationen hinsichtlich einer Beherrschung und/oder Kontrolle des Unternehmens durch einzelne oder mehrere Aktionäre bekannt. Weiterführende Informationen zur Aktionärsstruktur der BKS Bank finden sich u. a. im Konzernlagebericht auf der Seite 83 f. sowie auf der Website www.bks.at » Investor Relations » Aktionärsstruktur.
Die stimmberechtigten Aktionäre der BKS Bank üben in der Hauptversammlung ihr Stimmrecht aus und sind per Gesetz oder Satzung in wesentliche Unternehmensentscheidungen eingebunden. Beschlüsse werden im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen oder aber, falls zur Genehmigung eines Vorhabens die Mehrheit des vertretenen Grundkapitals erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst.
Bei der 78. ordentlichen Hauptversammlung der BKS Bank AG am 09. Mai 2017 waren rund 84 % des stimmberechtigten Kapitals vertreten, die Streubesitzpräsenz der stimmberechtigten Aktionäre betrug rund 4,3 %.
Die Aktionäre nahmen die Ausführungen und Berichte zustimmend zur Kenntnis. Die Beschlüsse über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2016 und über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates erfolgten jeweils einstimmig. Demzufolge schlossen sich die Aktionäre der Empfehlung an, aus dem zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,23 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden Rest unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz auf neue Rechnung vorzutragen. Als Dividenden-Zahltag wurde der 17. Mai 2017 vorgeschlagen.
Der Tagesordnungspunkt "Wahlen in den Aufsichtsrat" wurde einstimmig beschlossen. Die zuvor durch Los ausgeschiedenen Aufsichtsrätinnen DI Christina Fromme-Knoch und Univ.-Prof. Dr. Sabine Urnik wurden auf die satzungsmäßige Höchstdauer, bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt, wieder in den Aufsichtsrat gewählt. Neu in den Aufsichtsrat wurde Mag. Gregor Hofstätter-Pobst gewählt. Er folgte dem zuvor im September 2016 ausgeschiedenen Mag. Peter Hofbauer. Sein Mandat läuft auf die Restlaufzeit des Mandats von Mag. Hofbauer, bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt.
Die Beschlussfassung über die Vergütung für den Aufsichtsrat und die Wahl der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, als Bankprüfer für das Geschäftsjahr 2018 erfolgten mehrheitlich.
Im letzten Tagesordnungspunkt wurde der Beschlussantrag auf Ergänzung des § 4 der Satzung – die Begebung von Instrumenten des harten Kernkapitals gemäß § 26a BWG (Instrumente ohne Stimmrecht) – von der Hauptversammlung mehrheitlich angenommen.
Wir legen besonderen Wert auf eine laufende, offene und aktive Kommunikation mit unseren Stakeholdern. Um bestmögliche Transparenz zu gewähren, informieren wir unsere Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Medienvertreter und die interessierte Öffentlichkeit zeitnah und ausführlich über die BKS Bank. Die veröffentlichten Informationen werden allen Aktionären zeitgleich zugänglich gemacht. Unsere Berichterstattung steht im Einklang mit den Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex. In der Finanzkommunikation legen wir bei Pressekonferenzen und im Berichtswesen besonderen Wert auf Best Practices für Transparenz und faire Information aller Marktteilnehmer.
Unsere Internetseite www.bks.at, Rubrik » Investor Relations bietet umfangreiche Unternehmensinformationen wie beispielsweise die Jahres- und Halbjahresfinanzberichte sowie Zwischenberichte über die Ergebnisse zum 31. März und 30. September, geplante Neuemissionen von Anleihen, Änderungen wesentlicher Beteiligungsschwellen und sonstige anzeigepflichtige Kapitalmaßnahmen. Die Directors' Dealings-Meldungen werden ebenfalls in dieser Rubrik veröffentlicht. Für meldepflichtige Ad-hoc-Veröffentlichungen verwenden wir auch die Issuer Information Upload-Plattform der OeKB, den euro adhoc-Service der APA-OTS oder die Internetseite www.pressetext.com. Pressemitteilungen veröffentlichen wir auf der Internetseite der BKS Bank unter der Rubrik » Newsroom » BKS News.
Am 06. Dezember 2014 trat die EU-Richtlinie zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen in Kraft. Damit soll die Transparenz in sozialen und ökologischen Fragen erhöht und das Vertrauen von Investoren und Verbrauchern gestärkt werden. Die Umsetzung der Richtlinie 2014/95/EU in die nationale Gesetzgebung erfolgte im Dezember 2016 durch das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG). Die Auswirkungen des neuen Gesetzes sind sehr gering, da wir seit 2012 jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) erstellen. Wir berichten darin detailliert über unsere Nachhaltigkeitsstrategie sowie über die zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Führen und Gestalten, Mitarbeiter, Markt, Gesellschaft und Umwelt. Neu ist, dass der Aufsichtsrat in seiner ersten Sitzung des jeweiligen Geschäftsjahres eine Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts vornehmen muss. Weiters hat der Aufsichtsrat der Hauptversammlung einen Bericht hierüber vorzulegen. Ebenso erfolgt durch den Wirtschaftsprüfer eine Prüfung über die Vorlage des Berichtes. Den Nachhaltigkeitsbericht 2017 veröffentlichen wir Anfang April 2018 ebenso wie alle vorangegangenen Berichte auf unserer Internetseite www.bks.at, Rubrik » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen.
| Datum | Inhalt der Mitteilung |
|---|---|
| Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2017 | |
| 04. April 2018 | im Internet und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung |
| 09. Mai 2018 | 79. ordentliche Hauptversammlung |
| 14. Mai 2018 | Dividenden-Ex-Tag |
| 15. Mai 2018 | Record Date |
| 16. Mai 2018 | Dividenden-Zahl-Tag |
| 25. Mai 2018 | Zwischenbericht zum 31. März 2018 |
| 24. August 2018 | Halbjahresfinanzbericht 2018 |
| 30. November 2018 | Zwischenbericht zum 30. September 2018 |
Mag. Herbert Titze, MBA, Leiter Investor Relations, E-Mail: [email protected]
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Unternehmensporträt Unternehmensleitbild Strategieprozess Auf dem richtigen Weg Unternehmensstrategie 2022
Als Regionalbank mit Hauptsitz in Kärnten sind wir in sechs Ländern mit Niederlassungen präsent, beschäftigen 1.099 Mitarbeiter und betreiben 63 Filialen im In- und Ausland. Seit 1922 bauen wir unsere Geschäftstätigkeit beständig aus. Ursprünglich als reine Firmenkundenbank konzipiert, begannen wir in den 1960er Jahren mit der Betreuung von Privatkunden. Die internationale Expansion starteten wir in den späten 1990er Jahren. Heute betreuen wir über 152.800 Firmenund Privatkunden in Österreich und in unseren Auslandsmärkten. Seit 1986 notieren die BKS Stamm-Stückaktien an der Wiener Börse.
Als Universalbank bieten wir unseren Firmen- und Privatkunden ein umfassendes Angebot an Finanzdienstleistungen, welches auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Im Firmenkundengeschäft setzen wir vor allem auf die Ansprache von Industriebetrieben, Gewerbekunden, Wohnbauträgern, Gemeinden und Handelsunternehmen. Unser Beratungs- und Produktangebot fokussiert sich auf Betriebsmittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen, Förderberatung, Zahlungsverkehr, Anlageprodukte sowie das Leasinggeschäft. Wir betreuen rund 19.500 Firmenkunden. Zum Segment Privatkunden zählen Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Unsere Produktpalette umfasst klassische Bankprodukte wie Kontodienstleistungen, Wohnraumfinanzierungen, Vorsorge-, Spar- und Veranlagungsprodukte, aber auch digitale Dienstleistungen für die Erledigung der täglichen Bankgeschäfte. Wir betreuen rund 133.300 Privatkunden.
Detaillierte Ausführungen zum Firmen- und Privatkundengeschäft stellen wir Ihnen im Segmentbericht auf Seite 105 ff. vor.
Seit der Gründung im Jahr 1922 hat sich unser Marktgebiet deutlich vergrößert. Wir sind heute in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bank- und Leasinggeschäft aktiv. In Italien und Ungarn verfügen wir über je eine Repräsentanz. Kunden dieser Länder werden wie jene aus Deutschland ausschließlich Cross-Border betreut.
Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet und umfasst die Regionen Kärnten, Steiermark, Burgenland, Wien und Niederösterreich. Kärnten, wo die Ursprünge unserer Bank liegen, ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Rund 32,6 % der Finanzierungen sowie rund 44,0 % des Einlagenvolumens werden an Kärntner Kunden vergeben. Auch der Großteil unserer Mitarbeiter ist in Kärnten beschäftigt. 1983 haben wir begonnen, unser Marktgebiet auf die Steiermark auszudehnen. Wir haben uns in Graz und vorwiegend in steirischen Bezirksstädten angesiedelt. Die BKS Bank Direktion Steiermark zählt heute 12 Filialen, beschäftigt 74,5 Mitarbeiter (in PJ) und betreut rund 23.900 Kunden.
In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum. In den vergangenen Jahren konnte sich die BKS Bank als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren.
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In dieser Region wollen wir unsere Expansionspläne zügig vorantreiben und weitere Standorte eröffnen. Die BKS Bank Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland betreut über 25.000 Kunden in neun Filialen und beschäftigt 96,1 Mitarbeiter (in PJ).
Unsere Auslandsmärkte haben sich zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt. Slowenien, wo wir unsere schrittweise Expansion begonnen haben, ist heute der drittwichtigste Markt im BKS Bank Konzern. Seit 2004 haben wir dort unsere Marktstellung beständig ausbauen können. Heute betreiben wir in Slowenien sieben Filialen, beschäftigen rund 100 Mitarbeiter und betreuen rund 16.400 Kunden.
| Staat | Gesellschaften | Status, Standorte | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|
| Österreich | BKS Bank AG | Bankgeschäft seit 1922 | 860 |
| BKS-Leasing GmbH | 50 Bankfilialen | ||
| Slowenien | BKS-leasing d.o.o. | Bankgeschäft seit 2004 | 121 |
| 7 Bankfilialen | |||
| Kroatien | BKS-leasing Croatia d.o.o. | Bankgeschäft seit 2007 | 73 |
| Repräsentanz Zagreb | 3 Bankfilialen | ||
| Slowakische Republik | BKS-Leasing s.r.o. | Bankgeschäft seit 2011 | 40 |
| 3 Bankfilialen | |||
| Italien | Repräsentanz Padova BCS Fiduciaria S.r.l. |
Cross-Border-Geschäft | 4 |
| Ungarn | Repräsentanz Sopron | Cross-Border-Geschäft | 1 |
Stand: 31. Dezember 2017
Neben dem Bankgeschäft sind wir auch im Leasinggeschäft tätig. Die BKS-leasing d.o.o. verfügt am slowenischen Leasingmarkt über einen ausgezeichneten Ruf, der sich in einer herausragenden Geschäftsentwicklung niederschlägt.
In Kroatien sind wir seit zehn Jahren im Bankgeschäft tätig. Seit dem Kauf der kroatischen Kvarner banka d.d. hat sich das Ergebnis vervierfacht. Nachdem wir die BKS Bank d.d. erfolgreich in die BKS Bank AG fusioniert haben, konzentrieren wir uns nunmehr wieder auf die Expansion. 2017 haben wir in Split unseren dritten kroatischen Standort eröffnet. Auch in Kroatien betreiben wir eine Leasinggesellschaft, die sich ebenfalls gut am Markt etabliert hat.
In der Slowakei befindet sich das Bankgeschäft nach wie vor im Aufbau und konzentriert sich auf Produkte, die unbar abgewickelt werden können. Unser Ziel ist es, auch dort unsere Marktstellung sukzessive auszubauen. Unsere slowakische Leasinggesellschaft BKS-Leasing s.r.o. hat ihren Sitz in Bratislava und ist darüber hinaus noch in Banská Bystrica und Žilina mit Niederlassungen vertreten.
Die Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe, welche die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft mit uns bilden, gibt uns die Stärke einer Großbank. Gegenseitige Beteiligungen sichern unsere Unabhängigkeit, gemeinsame Tochtergesellschaften bieten Synergieeffekte. Über unsere langjährigen Partnerschaften mit der Bausparkasse Wüstenrot und der Generali Versicherung runden wir unser Angebotsspektrum ab.
Wir wollen wachsen, Schritt für Schritt, aus eigener Kraft – das bleibt die strategische Ausrichtung für die Zukunft. Mit dem BKS Bank-Leitbild verdeutlichen wir, welche Ziele wir im Interesse unserer Stakeholder verfolgen und welche Werte unser Selbstverständnis, Denken und Handeln bestimmen. Seit 1922, heute und auch in Zukunft.
REGIONAL VERWURZELT. OFFEN IM DENKEN. EXZELLENT IM TUN.
Unsere tiefen regionalen Wurzeln bilden die Basis für ein organisches Wachstum im In- und Ausland. Für anspruchsvolle Kunden sind wir die Topadresse. Warum? Weil wir es hervorragend schaffen, Beratungsexzellenz mit zeitgemäßen technischen Lösungen zu verbinden. Damit festigen wir unsere Position unter den führenden Banken Österreichs.
In unserer Mission drücken wir unser Selbstverständnis aus und zeigen, wofür die BKS Bank steht. Der Mission liegen unsere Überzeugungen und Werte sowie unsere Unternehmensgeschichte zugrunde. Mit ihr drücken wir aus, was die BKS Bank für ihre Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Partner und für die Gesellschaft sein will.
Unsere tiefen regionalen Wurzeln geben uns Stabilität und lassen uns national und international gesund wachsen.
Wir verstehen uns als internationale Universalbank, die unabhängig und selbständig in ihren Entscheidungen ist.
Unsere Zugehörigkeit zur 3 Banken Gruppe und die gleichberechtigte Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes geben uns die Kraft einer Großbank.
Wir gehen einen selbstbestimmten Weg. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt unter die zehn wichtigsten Banken Österreichs vor.
Wir gehen Risiken nur dann ein, wenn wir sie auch aus eigener Kraft bewältigen können. So stellen wir unsere Unabhängigkeit und Eigenständigkeit sicher.
Wir verstehen die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden besser. Als Topadresse für anspruchsvolle Kunden schaffen wir es hervorragend, Beratungsexzellenz mit zeitgemäßen technischen Lösungen zu verbinden.
Weil wir Nachhaltigkeit umfassend leben, ist das Vertrauen in unser Haus groß und die Innovationskraft hoch.
Unsere Mitarbeiter handeln eigenverantwortlich und qualitätsbewusst. Wir bieten ihnen einen attraktiven Arbeitsplatz und herausfordernde Perspektiven. Wir investieren in ihre Ausbildung und fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Wir bieten Aktionären eine langfristige Wertsteigerung und eine angemessene jährliche Verzinsung. Damit sind wir attraktiv für Investoren und stärken so unsere Eigenmittelausstattung.
"Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für Furchtsame das Unbekannte, für Mutige die Chance." Victor Hugo. Wir sind mutig.
Wir sind auch in herausfordernden Zeiten für unsere Kunden und Mitarbeiter ein verantwortungsvoller, berechenbarer und verlässlicher Partner.
Wir erledigen die an uns gestellten Aufgaben auch unter schwierigen Rahmenbedingungen effizient und fachlich korrekt. Unsere hohe fachliche Qualifikation, unser glaubwürdiges Auftreten und unsere Termintreue gegenüber Kunden und Kollegen bilden dafür die Basis.
Wir zeigen Eigenverantwortung, indem wir zielorientiert, gewissenhaft, sorgfältig und mit Blick für das große Ganze eigenständig handeln und arbeiten.
Respekt und Achtung vor Kollegen, Kunden und Partnern sind zentrale Werte, die wir vertreten. Wir behandeln andere so, wie wir selbst behandelt werden wollen. Wir schätzen unsere Kunden und Kollegen.
Wir handeln nach hohen ethischen Prinzipien und treten gegen jede Form von Diskriminierung und Korruption auf. Wir arbeiten im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien.
In der BKS Bank ist ein ausgereifter Strategieprozess etabliert. Einmal pro Jahr befasst sich das Top-Management in einer mehrtägigen Strategieklausur mit der Überprüfung und Neuausrichtung der Strategie. Die Strategieklausur stellt jeweils den Auftakt zum Planungs- und Budgetierungsprozess dar und wird konsequent jedes Jahr durchgeführt. Damit stellen wir sicher, dass das gesamte Managementteam die Strategie der nächsten Jahre mitgestaltet und kennt.
Mit dem Aufsichtsrat werden alle wesentlichen strategischen Vorhaben diskutiert und abgestimmt. Wesentliche Ergebnisse der Klausur und der Fortschritt bei der Umsetzung strategisch relevanter Projekte werden den Mitarbeitern unter anderem in den zweimal jährlich stattfindenden Informationsgesprächen des Vorstandes kommuniziert. Die unterjährige Strategiekontrolle erfolgt in tourlichen Sitzungen des höheren Managements.
Für die Erreichung unserer Ziele haben wir ein Strategiegebäude, das an einen griechischen Tempel erinnert, entwickelt. Unter dem Motto "Triple E!" wurden drei Maßnahmenblöcke als tragende Säulen unseres zukünftigen Erfolges definiert. Verbunden mit der Risikostrategie wollen wir unsere Zukunft aktiv gestalten und nachhaltig sichern. Qualität und Nachhaltigkeit bilden dabei das tragfähige Fundament.
Unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie hat sich in den letzten Jahren mehrfach bewährt. Wir erzielen kontinuierlich stabile Ergebnisse, verfügen über eine gute Eigenmittelausstattung und gewinnen neue Kunden. Unseren Aktionären schütten wir jährlich eine Dividende aus. In Sachen Nachhaltigkeit zählen wir zu den Besten in Österreich. Eine Zwischenbilanz:
SOLIDE KAPITALDECKE
12,5 % Kernkapitalquote 14,0 % Gesamtkapitalquote Das Konzerneigenkapital übertraf 2017 erstmals die 1-Milliarde-Euro-Grenze.
LEVERAGE RATIO
erforderlich wären 3 %
JAHRESÜBERSCHUSS NACH STEUERN
Mio. EUR
AUSLANDSGESCHÄFT Jahresergebnis: 4,9 Mio. EUR
KUNDENANZAHL 152.800
COST-INCOME-RATIO
Interne Benchmark erreicht
BKS BANK-ONLINE + 8,6 % mehr Nutzer im Jahr 2017
ZUFRIEDENHEIT DER MITARBEITER Note 2,0
ZIELORIENTIERTE FÜHRUNGSKRÄFTE Unsere Führungskräfte übernehmen Verantwortung und agieren selbständig und professionell.
LIQUIDITY COVERAGE RATIO Die aufsichtsrechtliche Mindestquote von 80 % ist übererfüllt. BKS Bank:
145,2 %
Die BKS Bank-Stammaktie ist im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX an der Wiener Börse gelistet.
Wir sind Trägerin des international anerkannten Gütesiegels "Recognised for Excellence 5 Star".
Die guten Ergebnisse der letzten Jahre bilden eine starke Basis für die künftige Entwicklung unseres Hauses. Dennoch sind wir mehr denn je gefordert, um die großen Herausforderungen in der Bankenbranche zu meistern. Das Klima ist seit Ausbruch der Finanzund Wirtschaftskrise rauer geworden, von mehreren Seiten wird den Banken zugesetzt. Wir lassen uns dadurch aber nicht entmutigen, sondern richten unsere Strategie kompromisslos darauf aus, Kunden exzellent zu betreuen, Erträge zu erwirtschaften und gesund zu wachsen.
Die voranschreitende Digitalisierung und das damit einhergehende veränderte Kundenverhalten erfordern ständige Anpassungen in der Geschäftspolitik. Um mit den rasanten technologischen Entwicklungen Schritt halten zu können, investieren wir in die IT und den Ausbau des digitalen Angebotes, was enorme Kosten verursacht. Wir suchen ständig nach geeigneten Preismodellen für digitale Services, stellt doch die vorherrschende Gratismentalität eine zusätzliche Belastungsprobe dar. Wir begegnen dem digitalen Wandel mit einer Reihe von Digitalisierungsprojekten, die darauf abzielen, unsere gesamte Organisation ins digitale Zeitalter zu transformieren. Dabei haben wir nicht nur den Ausbau der digitalen Kundenangebote im Visier, sondern auch die weitere Digitalisierung unserer internen Prozesse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der permanenten Weiterentwicklung der Sicherheit digitaler Transaktionen, die aufgrund verstärkter Cyber-Kriminalität gefährdet ist.
Der Ausbau des digitalen Angebotes bedeutet aber nicht, dass in Zukunft keine Filialen mehr nötig sein werden. Digitale Angebote und persönliche Beratung schließen einander nicht aus. Die Filiale ist der geeignete Ort, unseren Kunden eine kompetente Beratung für komplexe Themen wie Wohnraumfinanzierungen oder Altersvorsorge zu bieten. Allerdings beschäftigen wir uns sehr wohl mit der Frage, wie die Filiale der Zukunft aussehen wird. Große Filialbereinigungen streben wir dabei nicht an, sondern wir befassen uns intensiv mit der Anpassung der Filialorganisation an das digitale Zeitalter. Unser Bekenntnis zur Filiale, die fest in der jeweiligen Region verankert ist, bleibt. Wir werden daher, entgegen dem allgemeinen Trend, weitere Standorte in unseren Wachstumsregionen eröffnen.
Zu unseren Stärken zählt die exzellente Beratungsqualität unserer Betreuer. Sie genießen am Markt einen ausgezeichneten Ruf und überzeugen mit Handschlagqualität und profundem Know-how. Diese Stärken wollen wir künftig besser für die Akquisition neuer Kunden nutzen und das Empfehlungsmarketing intensiver betreiben. Darüber hinaus investieren wir in Aus- und Weiterbildungen zur weiteren Stärkung der Abschluss- und Akquisitionsorientierung und bauen die digitale Kompetenz unserer Mitarbeiter weiter aus.
Die Profitabilität der Banken wird durch die extrem niedrige Zinslandschaft belastet. Obwohl die Wirtschaft kräftig wächst, rückt die Europäische Zentralbank (EZB) noch nicht von ihrer expansiven Geldpolitik ab. Wir erwarten, dass die niedrigen Zinsen uns noch länger begleiten werden. Dazu kommt, dass die hohen regulatorischen Vorgaben, bankspezifische steuerliche Abgaben und die Beiträge an den Einlagensicherungs- und Abwicklungsfonds zusätzlich die Ertragskraft der Kreditinstitute strapazieren. Eine effektive Regulierung der Finanzbranche ist notwendig, allerdings wird derzeit den Banken zu viel zugemutet. Es bedarf großer finanzieller und personeller Kraftanstrengungen, allen geforderten rechtlichen Vorschriften gerecht zu werden. Eine Entlastung in diesem Bereich ist mehr als wünschenswert. Der Blick in die nahe Zukunft lässt aber wenig Raum für Optimismus, dass die regulatorischen Vorgaben oder die finanziellen Beiträge und Abgaben weniger werden könnten.
Den Ergebnisrückgängen im Zinsgeschäft begegnen wir mit verstärkten Vertriebsaktivitäten im Zahlungsverkehr und im Wertpapiergeschäft. Vor allem im Ausbau des Zahlungsverkehrsgeschäftes sehen wir große Chancen, wenngleich die Herausforderungen – Digitalisierung, PSD 2, Konkurrenzdruck durch alternative Zahlungsdienstleister und Blockchain-Technologie – enorm bleiben. In den letzten Jahren haben wir in diesem Geschäftsfeld schon wichtige Weichen für die Zukunft gestellt, darunter die Einführung von Sales-Spezialisten. Wir haben die Neuausrichtung des Geschäftsfelds Zahlungsverkehr auf die strategische Agenda genommen. Dabei werden wir vor allem Know-how bündeln, die Zahlungsverkehrsdienstleistungen in den Auslandsmärkten ausbauen und die Chancen, die sich aus der neuen Zahlungsdiensterichtlinie ergeben, bestmöglich nutzen. Im Wertpapiergeschäft verfolgen wir zwei strategische Ansätze. Zum einen wollen wir unsere Vertriebsleistungen verstärken und unsere Akquisitions- und Abschlussquoten erhöhen und zum anderen neue digitale Wertpapier-Dienstleistungen anbieten.
In den 1990er Jahren starteten wir unsere erfolgreiche Expansion ins benachbarte Ausland. Heute sind wir in Slowenien, Kroatien und in der Slowakei mit Bank- und Leasingniederlassungen vertreten. Unsere Auslandsmärkte haben sich zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt, bereits ein Fünftel des gesamten Kredit- und Einlagengeschäftes entfällt auf Slowenien und Kroatien. Wir wollen unsere Marktanteile in diesen Ländern weiter ausbauen und weitere Standorte eröffnen. Die Erschließung weiterer Märkte steht derzeit nicht auf unserer strategischen Agenda. Neben den generellen Expansionsplänen in unseren bestehenden Märkten setzen wir auch auf länderspezifische Schwerpunkte: In Slowenien wollen wir unsere gute Marktstellung im Wertpapiergeschäft durch weitere Zukäufe von Wertpapierdienstleistern festigen. In Kroatien konzentrieren wir uns auf die Akquisition neuer Privat- und Firmenkunden, während wir in der Slowakei weiter am Aufbau des Bankgeschäftes arbeiten. In allen Auslandsmärkten wollen wir auch die Digitalisierung voranbringen. Unter Berücksichtigung der länderspezifischen Besonderheiten – wie beispielsweise unterschiedliches Nutzungsverhalten – arbeiten wir daran, sowohl unser Produkt- und Dienstleistungsangebot als auch unsere internen Arbeitsabläufe zu digitalisieren.
Unsere innovative Produktpolitik trägt ebenfalls zur Stärkung unserer Ertragskraft bei und hat sich zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal entwickelt. Produktinnovationen sind stark von unserem Bestreben geprägt, Nachhaltigkeit im Kerngeschäft zu verankern. In den letzten Jahren konnten wir hier sehr schöne Erfolge verbuchen. So haben wir mit dem Social Bond und Green Bond bei unseren Kunden und auch in der medialen Öffentlichkeit sehr viel positive Aufmerksamkeit erhalten. Wir werden auch in Zukunft daran arbeiten, mit innovativen Produkten am Markt zu überzeugen.
Wir wollen unsere Position unter den führenden Banken Österreichs in den kommenden Jahren ausbauen und arbeiten daran,
Wir haben uns auch eine Reihe von nichtfinanziellen Zielen gesteckt. Allen voran wollen wir die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit erhöhen, unser Image als verantwortungsbewusst agierende Bank stärken und unserem hohen Qualitätsanspruch weiter gerecht werden. Das alles wollen wir u. a. damit erreichen, dass wir auf Führungskräfte setzen, die eigenverantwortlich, professionell und zielorientiert agieren. Details zu unseren nichtfinanziellen Zielen sind im gesondert publizierten Nachhaltigkeitsbericht beschrieben.
Im Berichtsjahr konnten wir wieder eine Reihe von wichtigen strategischen Projekten initiieren bzw. abschließen. Im Nachfolgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die gesetzten Maßnahmen. Über die strategischen Initiativen im Firmenkunden- und Privatkundengeschäft berichten wir auch im Segmentbericht ab Seite 105.
Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen der voranschreitenden Digitalisierung. Sowohl im Firmenkundengeschäft als auch für unsere Privatkunden haben wir eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen. Der Bogen an Themen spannt sich von der digitalen Kontoeröffnung über das Angebot von Onlinekrediten bis hin zur Entwicklung eines neuen Kundenportals für unsere Firmenkunden.
Im Firmenkundenbereich haben wir drei große Digitalisierungsprojekte gestartet. Im ersten Projekt entwickeln wir ein eigenes Kundenportal für unsere Firmenkunden. Wir setzen dabei auf ein bedürfnisgerechtes Angebot und werden unseren Firmenkunden unterschiedliche Portaltypen anbieten, die im Leistungsumfang variieren. Im zweiten Quartal 2018 wollen wir das Firmenkundenportal in Betrieb nehmen. Im zweiten Projekt geht es darum, relevante Zahlungsverkehrsfunktionen wie beispielsweise die Einreichung von Lastschriften und die Erteilung von Sammelaufträgen ins Portal zu integrieren. Und im dritten Projekt beschäftigen wir uns damit, Standardgeschäfte wie beispielsweise Haftbriefe, Kfz-Leasing oder Anderkonten direkt im Firmenkundenportal abzuschließen bzw. zu beauftragen.
Im Privatkundengeschäft konzentrieren wir uns darauf, das digitale Angebot weiter auszubauen. eService-Funktionen rund um die Maestro Karte wie beispielsweise Kartenbestellung, Kartensperren, Pin-Änderungen und Geo-Blocking sind bereits realisiert. Im Sommer 2017 wurde der Online-Shop gelauncht. Unsere Kunden können Sparprodukte wie Bausparen und das Mein Geld-Onlinekonto direkt im BKS Bank-Online abschließen sowie die BKS MasterCard online beantragen. Darüber hinaus arbeiten wir daran, Finanzierungen und Kontoeröffnungen durch Automatisierung zu beschleunigen und zu verbessern. Auch im Wertpapiergeschäft haben wir Digitalisierungsprojekte aufgesetzt. Dabei verfolgen wir das Ziel, smarte Lösungen zu finden und Wertpapier-Dienstleistungen stärker im Kundenportal zu verankern.
Unser Ziel ist es, kontinuierlich Marktanteile zu gewinnen. Dieser Ansatz wird über zwei Wege verfolgt: Einerseits über eine Erhöhung der Kundenanzahl und andererseits eröffnen wir dort, wo wir gute Marktchancen sehen, noch neue Filialen. 2017 haben wir in Slowenien und in Kroatien je eine neue Filiale eröffnet.
Im Projekt "Move" haben wir die Vertriebsstruktur nach den Kundengruppen Privat-, Firmen- und Großkunden neu ausgerichtet. Die Einführung der neuen Vertriebsstruktur auf unseren Auslandsmärkten erfolgte länderweise. Nachdem wir in der Slowakei und in Slowenien das Projekt "Move" im Vorjahr umgesetzt haben, folgte im Berichtsjahr Kroatien. Mit dem erfolgreichen Projektabschluss in Kroatien haben wir flächendeckend im gesamten Konzern die Vertriebsorganisationen vereinheitlicht und das Vertriebscockpit zur Steuerung der Vertriebsaktivitäten eingeführt.
2004 sind wir in den slowenischen Bankenmarkt eingetreten. Schrittweise haben wir die Direktion Slowenien zu einer Vollbank ausgebaut. Heute betreiben wir in Slowenien sieben Filialen, bieten unseren Firmen- und Privatkunden die gesamte Produktpalette einer Universalbank und beschäftigen über 100 Mitarbeiter (100,8 PJ). Damit wir unseren erfolgreichen Expansionskurs fortsetzen können, haben wir im Berichtsjahr ein umfangreiches Optimierungs- und Einsparungsprojekt gestartet. Die Aufbau- und Ablauforganisation der Direktion Slowenien stand dabei auf dem Prüfstand.
Gemeinsam mit einem externen Berater analysierten wir, wo Einsparungspotentiale realisiert werden können. Die Ausgestaltung der neuen Aufbau- und Ablauforganisation wurde Ende des Jahres 2017 finalisiert. Die Umsetzung der Neuorganisation erfolgt in Teilprojekten ab 2018.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir mit zwei Produktinnovationen aus dem Veranlagungsbereich punkten können: Zum Jahresbeginn 2017 haben wir als erstes österreichisches Kreditinstitut einen Social Bond1) begeben. Mit dem Emissionserlös finanzieren wir ein Pflegezentrum für Menschen mit Demenzerkrankung. Der Spatenstich für das Projekt "MaVidaVelden" fand im Herbst 2017 statt. Im dritten Quartal 2017 folgte ein Green Bond1). Mit der Zeichnung des Green Bonds hatten Anleger die Möglichkeit, ihr Kapital in Umweltprojekte aus unserer Region fließen zu lassen. Mit dem Emissionserlös wurde die Finanzierung einer Kleinwasserkraftanlage der HASSLACHER Energie GmbH in Spittal an der Drau ermöglicht. Wie bereits beim Social Bond haben wir auch beim Green Bond eine externe Nachhaltigkeitsprüfung veranlasst. Mit der Erstellung der Second Party Opinion (SPO) wurde wiederum die rfu – Mag. Reinhard Friesenbichler Unternehmensberatung beauftragt. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir beide Anleihen vollständig am Markt platziert haben.
Im Zuge der Neupositionierung unserer österreichischen Leasinggesellschaft haben wir das Antrags- und Genehmigungsverfahren im Bereich Kfz-Leasing standardisiert und die Abwicklung in unseren Filialen beschleunigt. Zu diesem Zweck haben wir ein neues EDV-System (POS-Tool) eingeführt, das von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen wurde. Seit Projektende hat das Leasinggeschäft deutlich an Dynamik gewonnen. Im Vergleich zum Jahresultimo 2016 verzeichnete das Leasingvolumen einen Anstieg um 9,8 %.
Mit der Novellierung der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (Markets in Financial Instruments Directive, kurz MiFID II) wurde das Wertpapiergeschäft von Grund auf verändert. MiFID II wurde in Österreich mit dem Wertpapieraufsichtsgesetz 2018 (WAG 2018) umgesetzt und trat gemeinsam mit der unmittelbar anwendbaren EU-Verordnung MiFIR (Markets in Financial Instruments Regulation) und zahlreichen begleitenden Regelungen am 03. Jänner 2018 in Kraft.
1) Die Angaben in diesem Text dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihen, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für die beschriebenen Anleihen stellen der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 06.04.2017 einschließlich aller in Form eines Verweises einbezogenen Dokumente und aller Nachträge sowie die jeweiligen veröffentlichten endgültigen Bedingungen dar, die auf der Homepage der Emittentin unter Investor Relations > Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind.
Die Neuerungen zielen dabei auf folgende Verbesserungen ab:
Über zwei Jahre lang arbeitete ein engagiertes Team an der Umsetzung des Projektes. Die weitreichenden Änderungen betrafen die Produkt- und Preisgestaltung, die Dokumentation aller Kundengespräche und den Beratungsprozess. Mit der planmäßigen Einführung der MiFID II/MiFIR-Vorgaben haben wir aufs Neue bewiesen, dass wir komplexe Projekte dank unserer engagierten und kompetenten Mitarbeiter erfolgreich abschließen können.
Als international tätiger Konzern bilanziert die BKS Bank nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Ab Jänner 2018 tritt IFRS 9 in Kraft, der die bisherige Bewertung von Finanzinstrumenten zur Gänze neu regelt. Der neue Standard besteht aus den Teilbereichen Klassifizierung und Bewertung, Wertminderung und dem derzeit in der BKS Bank nicht praktizierten Hedge Accounting. Die Umsetzung von IFRS 9 bedeutet einen hohen technischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand. Der gesamte Rechnungslegungsprozess wurde neu strukturiert, Wertpapiere neu klassifiziert sowie Produkte und Konditionen analysiert. Auch das Auslandsgeschäft sowie die Vertragsgestaltung sind von den neuen Vorschriften betroffen. Darüber hinaus erforderten die neuen Vorgaben die Einführung neuer IT-Lösungen, die im Projekt ausführlich getestet wurden. Der Konzernabschluss zum 31. März 2018 wird nach den neuen Bilanzierungsvorschriften des IFRS 9 bilanziert. Im Konzernabschluss nach IFRS ab Seite 180 ff. wird ausführlich über den Umsetzungsstand des Projektes berichtet.
Wirtschaftliches Umfeld Management und Aufbauorganisation Aktionärsstruktur der BKS Bank Ressourcen und Services Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Segmentbericht Konsolidierte Eigenmittel Risikobericht Nachhaltigkeit und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ausblick
Von der globalen Wirtschaft gab es viel Positives zu berichten: Die Mehrzahl der Wirtschaftsprognosen für die großen Volkswirtschaften wurde im Laufe des Jahres 2017 nach oben revidiert. Das Wachstum war – für Nachkrisenverhältnisse – äußerst dynamisch und betrug jüngsten Prognosen zufolge 3,6 %. Das vergangene Jahr war ein sogenanntes "Goldilocks"-Jahr, also ein Jahr mit sehr guter wirtschaftlicher Dynamik und nur moderaten Inflationsraten.
In den USA zog die wirtschaftliche Dynamik nach dem enttäuschenden Vorjahr wieder an. Im Gesamtjahr 2017 wuchs die amerikanische Wirtschaft um 2,3 %. Die gute Inlandsnachfrage, der private Konsum und die hohe Investitionsfreude der Unternehmen befeuerten das Wachstum kräftig. Die ausgezeichnete Konjunkturlage bescherte auch dem Arbeitsmarkt eine sehr gute Entwicklung. Im Oktober 2017 verzeichneten die USA eine Arbeitslosenquote von 4,1 %, der niedrigste Wert seit 15 Jahren. Angesichts des anhaltenden Aufschwungs hielt die US-Notenbank an ihrem geldpolitischen Kurs fest und erhöhte 2017 insgesamt drei Mal die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte. Auch für 2018 stehen weitere Leitzinserhöhungen an, wobei diese Prognosen nicht in Stein gemeißelt sind. Im Februar 2018 übernahm Jerome Powell die Agenden der bisherigen Notenbank-Präsidentin Janet Yellen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es in der Ausrichtung der Fed zu Veränderungen kommen könnte.
In der Eurozone stieg das Wachstum im Jahr 2017 auf rund 2,3 %. Die deutsche Wirtschaft hat 2017 um 2,2 % zugelegt und somit das stärkste Wachstum seit 2011 erzielt. Getragen wurde der kräftige Aufschwung von höheren Konsumausgaben, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen sowie der verbesserten Nachfrage nach deutschen Exportprodukten. Erfreulich ist auch, dass im Vorjahr nicht nur das Wachstum in der Wirtschaftslokomotive Deutschland anstieg, sondern auch in Peripherieländern wie Spanien, Portugal oder Griechenland. So wuchs die Wirtschaft in Spanien um 3,1 %, während Portugal um 2,6 % zulegen konnte. Die griechische Wirtschaft – das Problemkind der Eurozone – wies nach einer Vielzahl von negativen Jahren ein positives Wachstum von 1,3 % aus. Das lag vor allem daran, dass in sämtlichen früheren Krisenländern des Südens die Exporte 2017 schneller wuchsen als in anderen Ländern der Eurozone. Eine weitere Erfolgsgeschichte ist Frankreich. Das Land wurde in den letzten Jahren oftmals als "Kranker Mann Europas" belächelt, da die Konjunkturentwicklung in den letzten Jahren meist deutlich unter dem Schnitt der Eurozone lag. Im Jahr 2017 legte das Wachstum aber deutlich zu und betrug 1,8 % nach 1,2 % im Jahr davor. Die erfreuliche Wirtschaftslage spiegelte sich auch in den Arbeitsmarktzahlen für die Eurozone wider: Im Dezember 2017 lag die Arbeitslosenquote bei 8,7 % laut Eurostat, das war der niedrigste Wert seit 2009.
3,6 % Globales Wachstum
BIP-Zuwachs in der Eurozone Erfreulich ist auch die gute konjunkturelle Entwicklung in den für uns wichtigen Ländern Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Das Wachstum in diesen Ländern lag 2017 über dem Schnitt der Eurozone. In Kroatien wird das Wirtschaftswachstum aller Voraussicht nach 2,9 % betragen, in der Slowakei wird ein BIP-Zuwachs von 3,3 % erwartet. Hervorzuheben ist aber vor allem Slowenien, dessen Wachstumsrate mit 4,4 % knapp doppelt so hoch ausfallen sollte wie jene der Eurozone.
3,1 % Wachstum in Österreich
Die heimische Wirtschaft wuchs 2017 kräftig und wird erstmals seit den beiden Hochkonjunkturjahren 2006 und 2007 wieder über 3 % wachsen. Die Wachstumsprognosen für 2017 wurden zuletzt auf real 3,1 % angehoben. Die Gründe für das kräftige Wachstum liegen in der Belebung des Welthandels, was zu einer Zunahme der realen Exporte führte. Während im Jahr 2016 die Steuerreform den privaten Konsum beflügelte, wirkte sich im Vorjahr die hohe Beschäftigungsdynamik und die Beschleunigung des Lohnwachstums positiv auf die Konsumlaune der privaten Haushalte aus. Ein positiver Effekt des robusten Wachstums war zudem, dass sich die Lage am heimischen Arbeitsmarkt deutlich verbessert hat. Zum Jahresende 2017 betrug die Arbeitslosenquote nach Eurostat-Berechnungen erfreuliche 5,3 %.
Das Jahr 2017 wird an den Kapitalmärkten als ein sehr erfolgreiches Jahr in die Geschichtsbücher eingehen. Es war ein Jahr, in dem es praktisch keine größeren Rücksetzer gab. Aktien haben in nahezu allen Teilen der Welt kräftig zugelegt. Da sich die Konjunktur weltweit in einem homogenen Aufschwung befindet und die Inflation noch kein Thema ist, haben die Gewinne der Unternehmen die hohen Erwartungen zum Großteil übertroffen. Getragen wurde die allgemein freundliche Marktstimmung somit von einem Mix aus Niedrigzinspolitik der großen Notenbanken, dem positiven Wirtschaftsumfeld und den steigenden Gewinnen bei den Unternehmen.
Begünstigt durch die vollmundigen Versprechungen des neuen US-Präsidenten war der Optimismus der US-Leitbörsen schon früh im Jahr spürbar. Im Gegensatz dazu herrschte in anderen Regionen der Welt zu Jahresbeginn 2017 noch Skepsis. In Europa sah man vor allem die Drohkulisse populistischer Wahlsiege in den Niederlanden und Frankreich als unkalkulierbares Risiko an. Im Jahresverlauf drehte sich das Bild jedoch. Es zeigte sich, dass viele der im "Trump Trade" eingepreisten Verheißungen wohl nicht eintreten würden, wogegen sich die politischen Risiken in Europa verflüchtigten. In Asien präsentierte sich das Wachstum viel dynamischer als erwartet.
Der breit aufgestellte US-Aktienindex S&P 500 legte in US-Dollar um 21,8 % zu, während europäische Aktien ein Plus von 11,2 % erreichten. Der deutsche Aktienindex DAX verzeichnete einen Anstieg um 12,5 %. Sensationell gut lief es für österreichische Aktien.
Der ATX erreichte einen Rekordzuwachs in Höhe von 34 % und zählte somit zu den globalen Top-Performern. Der japanische Aktienindex TOPIX verteuerte sich in Yen um rund 22,2 %. Wegen einer deutlichen Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem Euro lag die Entwicklung für Euro-Investoren mit +11,1 % jedoch deutlich darunter. Chinesische Aktien legten in Euro um 1,8 % zu. Sehr positiv verlief auch die Entwicklung bei slowenischen Aktien, die ein Plus von 18,1 % verzeichneten. Slowakische Aktien konnten 2017 um 4,8 % zulegen, während der kroatische Aktienmarkt – gemessen in Euro – 3,6 % an Wert verlor.
2017 war für den Anleihenmarkt ein durchwachsenes Jahr. Die Renditen von Staatsanleihen beendeten Mitte 2016 ihren jahrelangen Abwärtstrend und steigen – unter Schwankungen – seither leicht an, was bei den Kursen der Anleihen zu Verlusten führte. Deutsche Bundesanleihen verloren im Vorjahr im Schnitt rund 1,0 %, österreichische Staatsanleihen 0,5 %. Andere europäische Staatsanleihen legten hingegen im Schnitt um 0,6 % zu. Aufgrund des starken Euros gab es auch bei Fremdwährungsanleihen wenig Grund zur Freude. Als Beispiel seien US-Staatsanleihen genannt: Diese legten zwar um 2,3 % zu, aufgrund von Währungsverlusten ergab sich jedoch in Euro ein Minus von 10,2 %. Besser lief es bei Unternehmensanleihen. Diese profitierten vom verlängerten Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Europäische Unternehmensanleihen mit guter Bonität legten im Jahresverlauf 2,4 % zu, europäische Hochzinsanleihen gewannen sogar 4,8 % dazu. Bei US-Hochzinsanleihen zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei den US-Staatsanleihen: In US-Dollar ergab sich ein Plus von 6,3 %, in Euro jedoch ein Minus von 6,7 %.
Die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bescherte uns auch 2017 wieder Leitzinsen unter der Nulllinie. Das Anleihenankaufprogramm, welches ursprünglich im Jahr 2017 hätte auslaufen sollen, wurde bis September 2018 verlängert. Der Betrag der monatlichen Anleihenkäufe wurde jedoch ab Jänner 2018 von 60 auf 30 Milliarden Euro halbiert. Auch wenn die EZB das Anleihenankaufprogramm mit Ende September 2018 abschließen wird, dürfte es noch länger dauern, bis es zu einer Erhöhung der Leitzinsen kommt.
Der Euro konnte sich im vierten Quartal 2017 erneut gegenüber den wichtigsten Handelswährungen durchsetzen. Gegenüber dem Schweizer Franken wertete der Euro von 1,072 auf 1,170 auf, ein Plus von 9,4 %. Zulegen konnte der Euro auch zum japanischen Yen. Das Verhältnis EUR/JPY stieg von 122,97 auf 135,28, das ist ein Zuwachs von 10,0 %. Gegenüber dem US-Dollar verteuerte sich der Euro von 1,05 auf 1,20 EUR je USD, ein Anstieg von 14,0 %. Im Vergleich zum britischen Pfund legte der Euro von 0,854 auf 0,888 EUR je GBP (+4,0 %) zu, und auch gegenüber dem chinesischen Renminbi verteuerte sich der Euro um 6,3 % von 7,338 auf 7,802 EUR je CNY. Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro hingegen ab und notierte Ende Dezember 2017 bei 7,433 HRK je EUR nach 7,557 je EUR zum Jahresende 2016, ein Minus von 1,6 %.
Im Laufe des Jahres 2017 setzte sich der bereits im Vorjahr begonnene Preisanstieg bei Rohstoffen weiter fort. Beflügelt wurden die Preise vor allem durch den äußerst positiven globalen wirtschaftlichen Aufschwung. Da aber Rohstoffe vornehmlich in US-Dollar gehandelt werden und dieser sich 2017 deutlich abschwächte, sanken die Preise aus Sicht von Euro-Investoren. So gab es bei Agrarrohstoffen (-22,7 %), Edelmetallen (-1,8 %) sowie Energierohstoffen (-6,7 %) in Euro ordentliche Preisrückgänge, nur Industriemetalle verteuerten sich (+13,3 %). Bei der Angebots- und Preisentwicklung von Industriemetallen macht sich bemerkbar, dass die Unternehmensinvestitionen im Bereich der Minen zwischen 2012 und 2016 um mehr als 60 % eingebrochen sind. Dieses Phänomen dürfte noch einige Zeit einen preisstützenden Einfluss auf die Industriemetalle ausüben.
Ölpreis je Fass 66,87 \$ Der Ölpreis (Brent) stieg 2017 in US-Dollar um rund +17,7 % und lag Ende Dezember 2017 bei USD 66,87 je Fass (Barrel). Auch hier machte sich der schwache US-Dollar bemerkbar. Aus Sicht des Euros blieb vom Ölpreisanstieg nur noch ein Plus in Höhe von 3,3 % übrig. Gerade Rohstoffe wie beispielsweise das Rohöl befinden sich momentan jedoch in einem Dilemma. Jede Förderkürzung der OPEC, die zu einem Preisanstieg führt, wird von der US-Fracking-Industrie im Sinne einer margenträchtigen Ausweitung der Produktion genutzt. Das lässt den Ölpreis in Folge wieder fallen. Daher wird damit gerechnet, dass Energierohstoffe, darunter insbesondere Rohöl, auch weiterhin die Tendenz einer Seitwärtsbewegung aufweisen werden. Mittel- bis langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass die Rohstoffpreise aufgrund des erfreulichen globalen Wirtschaftswachstums weiter steigen sollten.
Der Goldpreis entwickelte sich 2017 weniger positiv. Zwar legte der Goldpreis in US-Dollar im Jahresverlauf um 13,1 % zu. Aufgrund des schwachen Dollars verlor Gold aus Sicht von Euro-Investoren im Vorjahr 0,8 %. Ende Dezember 2017 kostete eine Unze Gold 1.302,8 US-Dollar. Die bereits eingeleiteten Zinsschritte der Fed und der Ausblick auf einen langsamen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB könnten zu einem Belastungstest für Gold werden, da steigende Zinsen höhere Opportunitätskosten für Gold bedeuten. Daher wird von vielen Marktteilnehmern ein leichter Goldpreisrückgang erwartet. Da aber das Realzinsniveau noch für längere Zeit niedrig bleiben dürfte, sollte dieser Rückgang moderat ausfallen.
Gold je Unze 1.302,8 \$
Die BKS Bank setzt in der Aufbauorganisation auf eine flache Hierarchie. Als oberstes Leitungsorgan des BKS Bank Konzerns führt der Vorstand die Geschäfte. Näheres zur Verantwortungs- und Ressortaufteilung entnehmen Sie bitte dem Corporate Governance Bericht auf Seite 19.
Zur optimalen Steuerung des Unternehmens ist die Aufbauorganisation wie folgt gegliedert:
Die erste Führungsebene, die die genannten Stabsstellen, zentralen Abteilungen, Direktionen und Servicegesellschaften leitet, ist personell sehr konstant. Personelle Änderungen gab es im Berichtsjahr in unseren Auslandsdirektionen.
In Kroatien verließ Direktionsleiter Dr. Christian Pettinger Mitte des Jahres die BKS Bank. Er steht unserem Haus weiterhin als Berater zur Verfügung. Direktionsleiter Goran Rameša, dipl. oec. trat mit Jahresende 2017 in den Ruhestand. Um in diesem für uns wichtigen Auslandsmarkt eine geordnete Übergabe der Leitungsfunktionen zu gewährleisten, wurden mit Tihomir Zadražil, dipl. oec. und Juraj Pezelj, MBA zwei Nachfolger bereits mit 01. Juli 2017 ernannt. Beide sind bereits seit längerem für die BKS Bank in Kroatien tätig. Tihomir Zadražil leitete unsere Filiale in Zagreb, Juraj Pezelj die Abteilung Controlling und Rechnungswesen. In der Slowakei wurde Ing. Peter Chovanec als neuer Leiter unserer Direktion und der BKS-Leasing s.r.o. ernannt. Ing. L'udovít Oravec verstärkt seit Herbst 2017 die Geschäftsführung unserer slowakischen Leasingtochter.
In unserer österreichischen Leasinggesellschaft BKS-Leasing GmbH ging der langjährige Geschäftsführer Mag. Heimo Hebein zu Jahresende 2017 in Pension. Seine Leitungsfunktion übernahm Herr Michael Meschnark.
Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurden 2017
für ihre erfolgreiche Arbeit und nachhaltigen Leistungen in ihrem Aufgabengebiet zu Prokuristen ernannt.
Für alle Beschäftigten in der BKS Bank bestehen unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund die gleichen Karrierechancen. Dennoch übten konzernweit nur 55 (2016: 51) Frauen eine Führungsposition aus. Die Anzahl männlicher Führungskräfte betrug 115 (2016: 108). Ziel ist es, den Anteil an weiblichen Führungskräften bis 2022 auf 35,0 % zu erhöhen. Durch die hohe Konstanz in der Führung ist ein hoher Anteil der Führungskräfte im BKS Bank Konzern über 50 Jahre (46 %) alt, so dass auch Fragen des Generationswechsels in unserem Fokus sind. Bei der Besetzung von Führungspositionen in unseren internationalen Märkten setzt die BKS Bank vorrangig auf Personen, die aus der jeweiligen Region stammen bzw. diese gut kennen. So stammen in Kroatien 100 % des Top-Managements aus diesem Land, in Slowenien und der Slowakei jeweils 66 %.
Die BKS Bank legt bei der Auswahl ihrer Führungskräfte großen Wert auf hohe soziale und fachliche Kompetenz. Wenn möglich, werden Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzt. Allen Führungskräften stehen vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Seit mehreren Jahren wird einmal jährlich eine Entwicklungskonferenz mit dem höheren Management durchgeführt. Diese Veranstaltung dient der Weiterentwicklung der eigenen Führungsqualität, der Stärkung der Wahrnehmung von strategischen Personalentwicklungs- und Organisationsentwicklungsthemen sowie der Identifizierung von potentiellen Führungskräften.
Eine wichtige Rolle in der BKS Bank spielt die sogenannte Expertenkarriere. Wir haben 15 Schlüsselpositionen in der Zentrale definiert, die so eine sichtbare Karriere nach außen neben den klassischen Führungspositionen ermöglichten. Zu den Auswahlkriterien für eine Expertenkarriere zählen unter anderem:
Weiters sorgt die BKS Bank für eine umfassende Fit & Properness ihrer Aufsichtsräte, Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Inhaber von Schlüsselfunktionen. Von der Bankwissenschaftlichen Gesellschaft hat die BKS Bank ein zeit- und ortsunabhängiges E-Learning-Tool für Aufsichtsratsmitglieder angeschafft. Zusätzlich wurden im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen Fit & Proper-Schulungen für Organmitglieder durchgeführt.
Die heutige BKS Bank wurde 1922 als "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Seither hat sich unser Marktgebiet deutlich vergrößert. Heute sind wir in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bank- und Leasinggeschäft tätig. Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet. Die Abwicklung des Bankgeschäftes erfolgt hierbei über Zweigstellen und das Leasinggeschäft über eigene Gesellschaften. Die Betreuung von Kunden aus anderen Ländern erfolgt ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen.
| VORSTAND | |||
|---|---|---|---|
| Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mag. Wolfgang Mandl |
|||
| ZENTRALE STABSABTEILUNGEN |
ZENTRALE | DIREKTIONEN | |
| Vorstandsbüro Mag. Herbert Titze, MBA Dr. Dieter Kohl (Compliance und AML) Controlling u. Rechnungswesen Mag. Hubert Cuder Personalmanagement Mag. Werner Laure, MBA Interne Revision Mag. Robert Raunig |
Firmenkundengeschäft Mag. Viktor König Privatkundengeschäft DI Gudrun Matitz Kreditmanagement Mag. Michael Oberwalder Eigen- und Auslandsgeschäft Mag. Josef Morak Private Banking und Wertpapiergeschäft Georg Svetnik Betrieb |
Kärnten Mag. Bernd Berger Mag. Sabine Lax Karl Mertel Dr. Diethmar Wölle Steiermark Mag. Nikolaus Juhász Alfred Kordasch Wien-Niederösterreich Burgenland Mag. Martin Gratzer Mag. Anton Seebacher Dr. Diethmar Wölle |
|
| Klaus Patterer | Slowenien | ||
| SERVICEGESELLSCHAFTEN INLAND |
LEASING INLAND | univ. dipl. pol. Boštjan Dežman Mag. Alexander Novak |
|
| BKS Immobilien-Service GmbH Manfred Isopp BKS Service GmbH Jaroslav Zvolensky Klaus Patterer |
BKS-Leasing GmbH Michael Meschnark Mag. Karl Schabus AUSLAND |
Kroatien Tihomir Zadražil, dipl.oec. Juraj Pezelj, MBA Slowakei Mag. Harald Brunner Ing. Peter Chovanec |
|
| Tochtergesellschaften BKS-Leasing s.r.o. (Bratislava) BKS-leasing d.o.o. (Ljubljana) BKS-leasing Croatia d.o.o. (Zagreb) Repräsentanzen Kroatien (Zagreb) |
Italien (Padova) Ungarn (Sopron)
Stand: 31. Dezember 2017
Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Das gezeichnete Kapital der BKS Bank AG beträgt 79.279.200,- EUR und ist satzungsgemäß in 37.839.600 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien eingeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital. Wird die Mindestdividende für ein Geschäftsjahr nicht oder nicht ganz bezahlt, ist dieser Rückstand aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre aufzuholen. Bis zur vollständigen Nachzahlung haben Vorzugs-Aktionäre zudem dieselben Rechte wie die Stamm-Aktionäre (z. B. das Stimmrecht). Das genehmigte Kapital laut Satzung beträgt 16.000.000,- EUR.
| 2016 | 2017 | |
|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 37.839.600 | 37.839.600 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien ISIN AT0000624739 | 1.800.000 | 1.800.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 17,3/15,4 | 18,5/17,8 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 15,8/13,9 | 16,8/15,4 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,8/15,4 | 17,8/17,7 |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 662,7 | 705,3 |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,23 | 1,72 |
| Dividende pro Aktie | 0,23 | 0,231) |
| KGV Stamm-/Vorzugs-Stückaktie | 13,7/12,5 | 10,4/10,3 |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 1,37 | 1,29 |
| Dividendenrendite Vorzugs-Stückaktie | 1,49 | 1,30 |
1) Vorschlag an die 79. ordentliche Hauptversammlung am 09. Mai 2018
Der Großteil der BKS Bank-Aktien wird von institutionellen Anlegern gehalten, die zusammen knapp 77 % des stimmberechtigten Kapitals halten. Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen 38,9 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 %. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Das Syndikat hielt zum Ende des Berichtsjahres 46,7 % an stimmberechtigten Unternehmensanteilen. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern.
Größter Einzelaktionär war auch 2017 die UniCredit Bank Austria AG mit ihrer Konzerntochter CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. Diese beiden Gesellschaften hielten 6,1 % bzw. 24,3 % der Stamm-Stückaktien. Die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. war mit 3,1 % am stimmberechtigten Kapital der BKS Bank AG beteiligt. 19,5 % der BKS Bank-Aktien befanden sich im Streubesitz. Dazu zählen auch jene 0,6 % der Stamm-Stückaktien, die von Mitarbeitern der BKS Bank gehalten werden. Die BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung – sie dient ausschließlich der vollständigen Weitergabe von Beteiligungserträgen im Sinne des § 10 Abs. 1 KStG 1988 an Angestellte der BKS Bank – hielt rund 0,42 % der Stimmrechte.
Nach Kapitalanteilen waren zum Stichtag 31. Dezember 2017 der Oberbank AG 18,5 %, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9 % sowie der Generali 3Banken Holding AG 7,4 % zuzurechnen. Die UniCredit Bank Austria AG hielt 6,6 % der Kapitalanteile direkt, unter Einbezug der Anteile der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. in Höhe von 23,2 % insgesamt 29,8 % der Kapitalanteile. Der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. rechnen wir 3,0 % sowie dem Streubesitz 21,7 % der Stamm- und Vorzugs-Stückaktien zu.
Darüber hinaus sind der BKS Bank AG keine Konstellationen hinsichtlich einer Beherrschung und/oder Kontrolle des Unternehmens durch einzelne oder mehrere Aktionäre bekannt. Aus unserer Sicht sind daher keine Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs der Kontrolle erforderlich.
Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 584.675 Stamm-Stückaktien und 164.533 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,5 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,9 % nach Kapitalanteilen.
Unser Institut erwarb 2013 im Zuge eines öffentlich bekanntgegebenen Aktienrückkaufprogramms börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien. Im Zeitraum von 03. April bis 18. April 2017 wurde eine Tranche von 12.556 Stück zum Kurs von 17,60 EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2017 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 27.562 Stück oder 0,07 % der Stimmrechte nach 40.118 Stück im Vorjahr.
| in % | ||
|---|---|---|
| 1 | Oberbank AG | 19,36 |
| 2 | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 19,50 |
| 3 | Generali 3Banken Holding AG | 7,80 |
| 4 | Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,09 |
| 5 | BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 0,42 |
| 6 | UniCredit Bank Austria AG | 6,10 |
| 7 | CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 24,25 |
| 8 | Streubesitz | 19,47 |
Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.
Die BKS Bank beschäftigte im Berichtsjahr 1.099 Personen (+2,6 %). Mit der Ausweitung des Beschäftigtenstandes trugen wir unserer Filialexpansion Rechnung. Zudem haben wir verstärkt Experten eingestellt, um Herausforderungen wie die Digitalisierung gut bewältigen zu können. Insgesamt haben wir 93 Personen neu eingestellt, darunter 38 Frauen. Unsere Mitarbeiter repräsentieren Vielfalt:
| Mitarbeiter nach Personen | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Mitarbeiter gesamt | 1.071 | 1.099 |
| – hiervon in Österreich | 844 | 860 |
| – hiervon in Slowenien | 115 | 121 |
| – hiervon in Kroatien | 68 | 73 |
| – hiervon in der Slowakei | 39 | 40 |
| – hiervon in Italien | 4 | 4 |
| – hiervon in Ungarn | 1 | 1 |
| – hiervon Frauen | 619 | 623 |
| – hiervon Männer | 452 | 476 |
| Mitarbeiter Vollzeit | 822 | 849 |
| – hiervon Frauen | 384 | 389 |
| – hiervon Männer | 438 | 460 |
| Mitarbeiter Teilzeit | 249 | 250 |
| – hiervon Frauen | 235 | 234 |
| – hiervon Männer | 14 | 16 |
| Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen | 21 | 28 |
Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht besonders vermerkt –
in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch
Mitarbeiter nicht konsolidierter Gesellschaften.
Eine exzellente Beratungsqualität zu bieten, ist unser wichtigstes strategisches Ziel. Entsprechend vielfältig investieren wir in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. 2017 verbrachte jeder Beschäftigte im Schnitt 4,2 Tage auf Ausbildung, dies ergibt insgesamt 33.013 Stunden. Besondere Schwerpunkte lagen im Berichtsjahr auf der EIP-Zertifizierung unserer Anlageberater sowie auf dem Aufbau eines Digi-Campus. Dieser ermöglicht eine Kombination aus Präsenzkursen mit E-Trainings ("Blended Learning").
Die Teilnehmer profitieren damit weiterhin von der gewohnten sozialen Interaktion, können sich aber einen Teil des Wissens zeitlich und räumlich flexibel aneignen. Zahlreiche Wiederholungen bzw. das Aufteilen in kleine Lernimpulse sorgen für eine nachhaltigere Wissenserweiterung. Parallel dazu wurde im Sommer unser neues Ausbildungszentrum in den aufwändig sanierten Räumlichkeiten des Palais Christalnigg in Klagenfurt bezogen. Dort findet ein Großteil unserer Präsenzschulungen statt.
Die hohe Lernbereitschaft sowie regelmäßige Effizienzsteigerungsprojekte tragen wesentlich zu einer Erhöhung der Produktivität bei. Betrug das Geschäftsvolumen pro Mitarbeiter im Jahr 2008 noch 6,9 Mio. EUR, so lag es zehn Jahre später bei 8,2 Mio EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 17,2 %.
Die hohe Loyalität unserer Mitarbeiter und 2.048 Bewerbungen im Jahr zeigen, dass die BKS Bank ein attraktiver Arbeitgeber ist. Die 2017 durchgeführte Mitarbeiterbefragung ergab einen Gesamtzufriedenheitsscore von 2,0 und lag damit um 0,2 Punkte besser als der Vergleichswert der letzten Mitarbeiterbefragung. Um diese guten Werte zu erreichen, bietet unser Haus seinen Mitarbeitern zahlreiche Leistungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Flexible Arbeitszeitmodelle und modern ausgestattete Arbeitsplätze tragen ebenso zur Zufriedenheit bei wie ein gutes Unternehmensklima und ein respektvoller Umgang miteinander. Nähere Details zu den Leistungen für unsere Mitarbeiter entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Mitarbeiter" des Nachhaltigkeitsberichts 2017.
Digitalisierung und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) haben einen zentralen Stellenwert in jeder Bank. Denn ohne reibungslos ablaufende Prozesse und benutzerfreundliche Kundenanwendungen ist das Bankgeschäft heute nicht mehr möglich. Die digitale Transformation ist somit zentraler Teil der Unternehmensstrategie der BKS Bank. Unsere Digitalisierungspläne sind im Kapitel "Unternehmensstrategie" ab Seite 70 f. sowie im Segmentbericht ab Seite 105 ff. des Berichts dargestellt.
Verantwortlich für die Umsetzung von IT-Projekten und den IT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH1). Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Tochter der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank und beschäftigte im Jahresschnitt 253 Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Linz, weiters betreibt sie Kompetenzzentren in Klagenfurt und Innsbruck. Die Schnittstellenfunktion zur 3 Banken IT GmbH wird von unserer Abteilung Betrieb wahrgenommen.
2017 wurden 134 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, bearbeitet. Der hohen Bedeutung der Informationstechnologie entsprechend, investiert die BKS Bank direkt oder über die 3 Banken IT GmbH jährlich intensiv in die Netzwerkinfrastruktur sowie in die Hard- und Softwareausstattung. Die IKT-Kosten lagen 2017 bei 16,9 Mio. EUR, eine Kostensteigerung von 6,2 % im Vergleich zu 2016. Auch 2018 erwarten wir deutliche Steigerungen in dieser Kostenart.
Auch im Berichtsjahr haben aufsichtsrechtliche Anforderungen viele IT-Projekte getrieben. Beispielhaft genannt seien MiFID II, die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung, IFRS 9 und PSD 2.
Zusätzlich investierten wir intensiv in die Effizienzsteigerung der internen Prozesse. 2017 standen
Ein Schwerpunktthema für die BKS Bank und die 3 Banken IT GmbH war und bleibt Cyber-Security. Fast täglich berichten Medien über mögliche Gefahren durch Hackerangriffe und verschiedenste Betrugsversuche wie Phishing, Social Engineering oder Identitätsdiebstahl, die sich gezielt gegen Unternehmen richten. Als Bank verfügt die BKS Bank naturgemäß über den höchsten Sicherheitsstandard. Um diesen entsprechend hoch zu halten, investierten wir auch 2017 massiv in den Ausbau unserer Sicherheitssysteme.
Ein besonderer Risikofaktor bei vielen Betrugsversuchen ist der Faktor Mensch. Unbedacht angeklickte E-Mails können eine Schadsoftware ins Unternehmen bringen. Auch ein CEO-Fraud funktioniert nur dann, wenn leichtgläubige Mitarbeiter den vermeintlichen Anweisungen eines gefakten Chefs folgen und die Überweisung unter Umgehung der sonst üblichen Prozessschritte durchführen. Um solchen Fällen vorzubeugen, setzen wir viele Maßnahmen zur Bewusstseinsschärfung. Auch unsere Kunden informierten wir in Veranstaltungen mit diversen Cyber-Security-Experten, wie sie sich möglichst gut gegen Angriffe schützen können.
In unseren internationalen Marktgebieten lag der Schwerpunkt der IT-Projekte auf der Einführung eines Partnerverwaltungssystems sowie eines Frühwarnindikatorensystems in Slowenien und Kroatien. Die auf Seite 71 dargestellte, 2017 abgeschlossene Umsetzung von "Move" in allen internationalen Marktgebieten erforderte auch Umstellungen in den IKT-Systemen.
Die Qualität der IKT-Infrastruktur wird mit der Quote der Systemverfügbarkeit gemessen. Die sogenannte Online-Verfügbarkeit in der "Prime Shift" zwischen 08.00 und 17.00 Uhr lag bei 100 %. Ebenso beeindruckend ist, dass 99,7 % der Transaktionen mit einer Antwortzeit von unter einer Sekunde erfolgten. Auch die mehrfach durchgeführten Backup-Tests führten zu guten Ergebnissen.
Für alle baurelevanten Tätigkeiten des BKS Bank Konzerns zeichnet die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. verantwortlich. Sie ist zuständig für die Bereiche
Der BKS Bank Konzern verwaltet und betreut in Österreich 60 konzerneigene Immobilien mit über 68.000 m2 Fläche. Der Großteil davon wird von der BKS Bank selbst genutzt, die übrigen Flächen werden vermietet. Der Mietertrag aus der Vermietung an Dritte betrug in Österreich 2,6 Mio. EUR. Auch in Slowenien und Kroatien, wo zusammen sechs weitere Immobilien betreut werden, ist der Vermietungsgrad sehr erfreulich und führte zu Mieterträgen in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Insgesamt investierten wir 4,9 Mio. EUR in bauliche Maßnahmen, die in der Regel von heimischen Professionisten durchgeführt wurden.
| ÜBERBLICK ÜBER DIE KONZERNIMMOBILIEN IN ÖSTERREICH | |
|---|---|
| 2016 | 2017 | |
|---|---|---|
| Anzahl Immobilien | 59 | 60 |
| Gesamtfläche Immobilien in m2 | 67.991 | 68.247 |
| – hievon für Bankbetrieb genutzt in m2 | 36.848 | 36.737 |
| – hievon fremdvermietet in m2 | 26.059 | 26.673 |
| Vermietungsgrad in % | 92,0 | 92,9 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 2,2 | 2,6 |
| Slowenien | Kroatien | |
|---|---|---|
| Anzahl Immobilien | 4 | 2 |
| Gesamtfläche Immobilien in m2 | 14.460 | 1.724 |
| – hievon für Bankbetrieb genutzt in m2 | 2.653 | 1.437 |
| – hievon fremdvermietet in m2 | 11.123 | 287 |
| Vermietungsgrad in % | 95,26 | 100 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 1,3 | 0,03 |
Größere von der BKS Immobilien-Service GmbH betreute Bauprojekte im Berichtsjahr waren beispielsweise die Arbeiten an unserer neuen Filiale in Split. Die über mehrere Jahre hinweg erfolgte, aufwändige Renovierung des Palais Christalnigg in Klagenfurt wurde abgeschlossen und unser Aus- und Weiterbildungszentrum dort angesiedelt. Die vorherigen Schulungsräume in Pörtschach wurden so umgebaut, dass sie nun gewerblich vermietet werden können. Erfreulicherweise wurde auch sofort ein Mieter dafür gefunden. Weitere Umbaumaßnahmen betrafen die Räumlichkeiten des Private Bankings in Wien sowie zwei unserer Mietobjekte in Graz.
Zu den Aufgabengebieten der BKS Immobilien-Service GmbH zählt auch das Management des Fuhrparks. Bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge wird besonders auf Energieeffizienz geachtet. Angekauft werden ausschließlich Neuwagen der Emissionsklassen 5 und 6, Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Im Jahresverlauf waren konzernweit 76 Fahrzeuge im Einsatz, mit denen 2.173 Tsd. Kilometer für Dienstreisen zurückgelegt wurden.
Die Sicherheit der Mitarbeiter ist der BKS Bank ein hohes Anliegen. Erfreulicherweise fand 2017 kein Banküberfall in unseren Filialen statt, auch die Zahl der Arbeitsunfälle blieb mit 4 äußerst niedrig. Regelmäßige Investitionen in moderne Sicherungstechnik sowie Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern zur Arbeitssicherheit helfen, den Standard hoch zu halten.
Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 19 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die inund ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.
Verbundene Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine Veränderungen im Konsolidierungskreis.
| BKS Bank AG, Klagenfurt |
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt |
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana |
|---|---|---|
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb |
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava |
Drei Banken Versicherungs agentur GmbH, Linz |
| Oberbank AG, Linz |
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck |
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz |
| Sonstige konsolidierte Unternehmen | ||
| BKS Zentrale-Errichtungs u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt |
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt |
IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt |
| VBG-CH Verwaltungs und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt |
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Wien |
BKS Service GmbH, Klagenfurt |
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt |
BKS Hybrid alpha GmbH, Klagenfurt |
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt |
| BKS 2000 – Beteiligungs verwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt |
Vollkonsolidierung at Equity-Einbezug quotale Konsolidierung |
Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 14 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernjahresabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.
Bei den drei gemäß IAS 28 at Equity einbezogenen Unternehmen werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Neben der Drei Banken Versicherungsagentur GmbH sind auch die Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft at Equity einbezogen. Die BKS Bank hielt zum Jahresultimo 2017 an diesen Kreditinstituten mit 15,21 % bzw. 14,78 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.
Die sonstigen, überwiegend dem Immobilienbereich zugeordneten vollkonsolidierten Gesellschaften leisten vorwiegend bankbezogene Hilfsdienste. Alle übrigen Unternehmensanteile werden im "Available-for-Sale"-Bestand geführt.
| Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
|---|---|
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Gründungsjahr | 1922 |
| Bilanzsumme | 7,15 Mrd. EUR |
| Anzahl Geschäftsstellen | 63 |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 895,3 |
| Vertrieb und Verwaltung von |
|---|
| Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing |
| 99,75 % |
| Klagenfurt |
| 40,0 Tsd. EUR |
| 1989 |
| 175,4 Mio. EUR |
| 10,5 |
| Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von |
|---|---|
| Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | |
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Ljubljana |
| Stammkapital | 260 Tsd. EUR |
| Erwerbsjahr | 1998 |
| Leasingvolumen | 104,5 Mio. EUR |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 14,9 |
| Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von |
|---|---|
| Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | |
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Zagreb |
| Stammkapital | 1,2 Mio. EUR |
| Gründungsjahr | 2002 |
| Leasingvolumen | 43,0 Mio. EUR |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 11,3 |
| Unternehmenszweck | Vertrieb und Verwaltung von |
|---|---|
| Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | |
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Bratislava |
| Stammkapital | 15,0 Mio. EUR |
| Erwerbsjahr | 2007 |
| Leasingvolumen | 25,6 Mio. EUR |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 8,8 |
| Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 15,21 % |
| Firmensitz | Linz |
| Gründungsjahr | 1869 |
| Bilanzsumme | 20,83 Mrd. EUR |
| Anzahl Geschäftsstellen | 161 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 2.050 |
| Unternehmenszweck | Kreditinstitut |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 14,78 % |
| Firmensitz | Innsbruck |
| Gründungsjahr | 1904 |
| Bilanzsumme | 10,46 Mrd. EUR |
| Anzahl Geschäftsstellen | 36 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 1.401 |
| Unternehmenszweck | Absicherung von Großkreditrisiken |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 25 % |
| Stammkapital | 3,0 Mio. EUR |
| Firmensitz | Linz |
| Gründungsjahr | 1984 |
| Verwaltung des Restvermögens der |
|---|
| 3 Banken Versicherungsgesellschaft |
| 20 % |
| Linz |
| 7,5 Mio. EUR |
| 2016 |
| Unternehmenszweck | Immobilienerrichtung und -verwaltung |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % indirekt |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 36,4 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 1990 |
| Erwerb, Errichtung, Vermietung und |
|---|
| Verpachtung von Immobilien |
| 100 % Kommanditist1) |
| Klagenfurt |
| 750 Tsd. EUR |
| 1990 |
1) Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100 %-Tochter der BKS Bank AG.
| Unternehmenszweck | Geschäftsführung als Komplementär |
|---|---|
| der IEV GmbH & Co KG | |
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2007 |
| Unternehmenszweck | Emission einer Hybridanleihe |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2008 |
| Unternehmenszweck | Emission einer Hybridanleihe |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2009 |
| Unternehmenszweck | Beteiligungsgesellschaft |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 2007 |
| Unternehmenszweck | Übernahme der Finanzierung ausländischer | |
|---|---|---|
| Konzerntochtergesellschaften | ||
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % indirekt | |
| Firmensitz | Klagenfurt | |
| Stammkapital | 36,3 Tsd. EUR | |
| Gründungsjahr | 1988 |
| Unternehmenszweck | Dienstleistungs- und Servicegesellschaft | |
|---|---|---|
| für banknahe Tätigkeiten | ||
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % | |
| Firmensitz | Klagenfurt | |
| Stammkapital | 35,0 Tsd. EUR | |
| Gründungsjahr | 2011 | |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 50,2 |
| Unternehmenszweck | Erwerb, Errichtung, Vermietung von |
|---|---|
| Immobilien und Hausverwaltung | |
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 1973 |
| Anzahl Mitarbeiter in PJ | 11,3 |
| Unternehmenszweck | Beteiligungsgesellschaft |
|---|---|
| Anteile am Gesellschaftskapital | 100 % |
| Firmensitz | Klagenfurt |
| Stammkapital | 40,0 Tsd. EUR |
| Gründungsjahr | 1995 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. | 15,43 |
| Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft | 3,06 |
| BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft | 0,89 |
| 3-Banken Wohnbaubank AG | 10,00 |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 10,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 100,00 |
| E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH | 99,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | 30,00 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | 30,00 |
| Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH | 3,10 |
| Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. | 1,00 |
| CEESEG Aktiengesellschaft | 0,38 |
| PSA Payment Services Austria GmbH | 1,46 |
Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns zum 31. Dezember 2017 blieb mit 7,58 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die positive Konjunkturentwicklung hat die Kreditnachfrage belebt und den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen deutlich reduziert. Auf der Passivseite ist es uns gelungen, den bereits sehr guten Vorjahreswert bei den Primäreinlagen weiter zu steigern.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Nachfrage nach Krediten spürbar an Dynamik zugelegt. Der konjunkturelle Aufschwung wirkte sich positiv auf die Investitionsfreude unserer Firmenkunden aus und auch auf der Privatkundenseite verzeichneten wir einen Anstieg der Kreditnachfrage. Im Berichtsjahr haben wir ein beachtliches Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR erzielt. Vor allem in unseren Wachstumsmärkten – Wien-Niederösterreich-Burgenland, Slowenien und Kroatien – konnten wir neue Privat- und Firmenkunden mit unserem ausgezeichneten Beratungs-Know-how in Finanzierungsfragen überzeugen. Rund 40,0 % des Neugeschäftsvolumens entfielen bereits auf diese Märkte.
Viele Firmenkunden nutzten aber auch die gute Liquiditätslage für vorzeitige Kreditrückführungen. Das Kreditwachstum betrug im Vergleich zum Jahresultimo 2016 dennoch erfreuliche 2,2 % und die Kundenforderungen beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 5,45 Mrd. EUR. In der Position Kundenforderungen sind neben dem Kreditvolumen der Konzernmutter BKS Bank AG auch die Ausleihungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten. Rund ein Viertel (25,7 %) der Kredite wurde auf unseren Auslandsmärkten vergeben.
Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen entwickelte sich im Berichtsjahr aufgrund der deutlich verbesserten Portfoliostruktur und dank der guten Konjunkturlage sehr positiv. Per Jahresende 2017 belief sich der Stand der Kreditrisikovorsorgen auf 137,0 Mio. EUR. Im Vergleich zum Dezemberultimo 2016 bedeutet das eine Verringerung um 11,7 %. Die gute Portfoliostruktur spiegelt sich auch in der Quote der Non-performing Loans wider, die sich im Jahresverlauf von 4,8 % auf 3,5 % weiter verbesserte.
Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging im Berichtszeitraum erneut deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote (FX-Quote) betrug zum Dezemberultimo 2017 nur noch 3,2 %, ein Rückgang in Höhe von 1,3 %-Punkten.
Die Geschäfte unserer in- und ausländischen Leasinggesellschaften verliefen im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positiv. In der österreichischen Leasinggesellschaft haben wir in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 umfangreiche Maßnahmen zur Neuausrichtung, darunter den Ausbau des Direktvertriebs, die Beschleunigung der Antrags- und Genehmigungsverfahren sowie die Einführung einer neuen IT-Lösung zum Abschluss von Leasingverträgen am Point of Sale, gesetzt.
Bilanzsumme Forderungen an Kunden Finanzielle Vermögenswerte Forderungen an Kreditinstitute
Wir freuen uns sehr, dass das Vorhaben geglückt ist und die umgesetzten Maßnahmen bereits Erfolge zeigen: Das Leasingvolumen erhöhte sich von 159,7 Mio. EUR auf 175,4 Mio. EUR, ein Zuwachs von erfreulichen 9,8 %. Die slowenische Leasinggesellschaft konnte die ausgezeichnete Entwicklung des Jahres 2016 fortsetzen: Das Leasingvolumen in Höhe von 104,5 Mio. EUR legte um beachtliche 14,7 % weiter zu. Dieser anhaltend positive Geschäftsverlauf bestärkt uns in dem Bestreben, unseren guten Ruf als verlässlicher Leasingpartner am slowenischen Markt auch 2018 weiter auszubauen. In Kroatien verlief das Leasinggeschäft ebenfalls zufriedenstellend. Von Anfang Jänner bis Ende Dezember 2017 wurden 14,1 Mio. EUR an Neugeschäften abgeschlossen. Auch in der Slowakei war durch Veränderungen im Management im letzten Quartal 2017 eine deutliche Belebung im Leasinggeschäft zu verzeichnen.
Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere sind ein wichtiger Steuerungsfaktor zur Einhaltung der gesetzlichen Liquiditätsbestimmungen. In Zeiten historisch tiefer Zinsen ist und bleibt es schwierig, geeignete Investitionen zu tätigen. Zwar hat die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen im Jahresverlauf 2017 von 0,21 % auf 0,43 % zugelegt, allerdings sind diese Bedingungen für Investoren nach wie vor wenig attraktiv.
In der Position der finanziellen Vermögenswerte kam es im Berichtsjahr zu einer Ausweisänderung: Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen werden nunmehr als eigene Bilanzposition ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde der Wert angepasst.
Zum 31. Dezember 2017 erreichten die finanziellen Vermögenswerte einen Stand von 1,04 Mrd. EUR, ein Zuwachs um 3,0 %. Die at Fair Value through Profit or Loss bewerteten finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 3,6 % auf 78,3 Mio. EUR. Der leichte Anstieg resultierte aus neu vergebenen Fixzinskrediten, welche mit fristenkonformen Zinsswaps abgesichert wurden. Im Gegensatz dazu nahm der Available-for-Sale-Bestand von 189,3 Mio. EUR auf 182,1 Mio. EUR ab. Der Rückgang ist vorrangig auf Tilgungen von festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen.
Die dem Available-for-Sale-Bestand zugeordneten Eigenkapitalinstrumente erhöhten sich aufgrund einer erstmalig durchgeführten Fair Value-Bewertung für wesentliche Beteiligungen um 12,4 Mio. EUR. Die Bewertungsänderung erfolgte aufgrund der erstmaligen Verfügbarkeit einer verlässlichen Bewertung.
Der Held-to-Maturity-Bestand legte durch Zukäufe um 4,7 % auf 782,8 Mio. EUR zu. In dieser Position halten wir erstklassige liquide Aktiva, sogenannte High Quality Liquid Assets, um einen komfortablen Liquiditätspuffer zu haben und um die gesetzlichen Liquiditätsstandards zu erfüllen.
Die Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen erhöhten sich um 10,5 % auf 520,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs ergab sich durch die Zuführung der Jahresergebnisse der at Equity einbezogenen Unternehmen, vorrangig unserer Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft.
Zum Jahresultimo 2017 hielten wir 476,6 Mio. EUR an Barreserven. Diese Position setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Zentralbanken zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Barreserve um 12,3 %. Die übrigen Positionen der Aktivseite wie etwa Sachanlagen, die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die Immateriellen Vermögenswerte sowie die Sonstigen Aktiva wiesen im Berichtsjahr keine nennenswerten Veränderungen auf. Die latenten Steuerforderungen verringerten sich auf 7,9 Mio. EUR (-54,5 %).
Bei den Primäreinlagen haben wir den guten Wert aus dem Jahr 2016 nochmals übertreffen können: Mit 5,67 Mrd. EUR erreichten wir einen neuen Rekordstand, der Zuwachs betrug 1,8 %. Die Primäreinlagen stellen für uns die wichtigste Refinanzierungsquelle dar. Umso mehr freut es uns, dass die BKS Bank als vertrauenswürdiger Partner von unseren Kunden geschätzt wird. Gleichzeitig beinhaltet diese Entwicklung aber auch einen Wermutstropfen, da wir für die kurzfristige Veranlagung von Kundengeldern bei Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,4 % zahlen müssen, selbst aber im Privatkundengeschäft keine negativen Zinsen verrechnen.
Der größte Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren einmal mehr die Sicht- und Termineinlagen, die um 185,6 Mio. EUR auf 3,48 Mrd. EUR zulegten. Der beachtliche Anstieg ist fast zur Gänze auf die gute Liquiditätslage unserer Firmenkunden zurückzuführen. Die Firmenkundeneinlagen legten um 7,5 % zu.
Im Gegensatz dazu verringerten sich die Spareinlagen aufgrund des schwierigen Zinsumfeldes um 3,5 % auf 1,48 Mrd. EUR. Mit dem Spareinlagenstand sind wir dennoch zufrieden, da klassische Sparprodukte wegen der Niedrigzinspolitik seit Jahren an Attraktivität verlieren. Ein Trend, den wir 2018 aber durch attraktive Produkte stoppen wollen.
Bilanzsumme Sonstige Verbindlichkeiten Spareinlagen Verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital
Die verbrieften Verbindlichkeiten entwickelten sich angesichts des herausfordernden Marktumfeldes sehr positiv und erreichten 554,0 Mio. EUR, ein Plus von 1,7 %. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir bei Neuemissionen neue Akzente gesetzt: Im ersten Quartal 2017 haben wir als erstes Kreditinstitut in Österreich einen Social Bond1) begeben. Mit dem Emissionserlös finanzieren wir ein Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenzerkrankungen in Kärnten, der Spatenstich ist bereits erfolgt. Im Herbst folgte die Emission eines Green Bonds1). Mit dem Emissionserlös dieser Anleihe finanzieren wir eine Kleinwasserkraftanlage der HASSLACHER Energie GmbH in Spittal an der Drau. Darüber hinaus haben wir 2017 eine BKS Bank Obligation1) mit einer Laufzeit von 8 Jahren und einer Verzinsung von 1,375 % im Retailgeschäft und 73 Mio. EUR als Privatplatzierungen bei institutionellen Kunden platziert.
Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im November 2017 eine 3 % Nachrangobligation1) mit einer Laufzeit von 10 Jahren aufgelegt. Das Nachrangkapital reduzierte sich durch Tilgungen dennoch um 20,1 % auf 158,6 Mio. EUR. Seit Ende Mai 2017 lag eine Additional Tier 1-Anleihe zur Zeichnung auf, von der wir 12,8 Mio. EUR bis zum Jahresende 2017 platziert haben.
Das Konzerneigenkapital – es enthält das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklagen, die Gewinn- und sonstigen Rücklagen – stieg im Berichtsjahr auf 1,05 Mrd. EUR (+9,2 %) und übertraf erstmals die 1-Milliarde-Euro-Grenze. Der Zuwachs im Eigenkapital ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung im Detail dokumentiert und ist vor allem der guten Ergebnislage und der damit einhergehenden Veränderung der Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen geschuldet. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente trugen mit 12,8 Mio. EUR zum Anstieg bei.
1) Die Angaben in diesem Text dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihen, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für die beschriebenen Anleihen stellen der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 06.04.2017 einschließlich aller in Form eines Verweises einbezogenen Dokumente und aller Nachträge sowie die jeweiligen veröffentlichten endgültigen Bedingungen dar, die auf der Homepage der Emittentin unter Investor Relations > Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind.
Das Geschäftsjahr 2017 haben wir mit einer signifikanten Ergebnissteigerung abgeschlossen. Obwohl die Herausforderungen für Banken auch im abgelaufenen Geschäftsjahr enorm waren, haben wir erneut eindrucksvoll bewiesen, dass die konzentrierte Ausrichtung auf Kunden, Ertrag und Wachstum eine erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Ziele sicherstellt.
Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2017 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 68,0 Mio. EUR – das ist das beste Ergebnis seit unserem Bestehen. Dieser großartige Erfolg basiert auf mehreren Faktoren: Die gute Entwicklung auf den Kapitalmärkten und Bewertungsgewinne aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die der Fair Value-Option gewidmet sind, bescherten uns einen deutlichen Ergebniszuwachs bei den finanziellen Vermögenswerten. Die gute Risikosituation verringerte den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen und im Provisionsgeschäft konnten wir leichte Ergebnissteigerungen verzeichnen. Ferner fielen einmalige Belastungen im Vorjahr in Form der Abschlagszahlung auf die Stabilitätsabgabe 2017 nicht mehr an. Das Zinsgeschäft blieb aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auch im Jahr 2017 herausfordernd.
Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge bewegte sich mit 120,7 Mio. EUR nahezu unverändert auf dem Niveau zum 31. Dezember 2016. Die Zinserträge gingen um 4,2 % auf 154,3 Mio. EUR zurück, während die Zinsaufwendungen einen Rückgang von 17,0 % auf 33,6 Mio. EUR verzeichneten. Die Finanzierungsmarge konnten wir mit 1,97 % nach 1,86 % im Vorjahr sogar leicht verbessern. Die durch das Marktzinsniveau belasteten Einlagenmargen flachten jedoch im Periodenvergleich auf -0,07 % weiter ab. Im institutionellen Einlagengeschäft werden zunehmend negative Zinsen verrechnet.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 120,5 | 120,7 | 0,2 |
| Risikovorsorge | -31,0 | -26,7 | -13,8 |
| Provisionsüberschuss | 48,8 | 49,9 | 2,2 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 33,7 | 39,1 | 15,9 |
| Handelsergebnis | 1,7 | 1,5 | -10,0 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | -2,1 | 4,2 | >100 |
| Verwaltungsaufwand | -106,4 | -107,8 | 1,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 49,8 | 77,2 | 55,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -3,6 | -9,1 | >100 |
| Jahresüberschuss | 46,2 | 68,0 | 47,3 |
Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge erhöhte sich um 5,0 % auf 94,0 Mio. EUR nach 89,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum.
Der konjunkturelle Aufschwung hat die Risikosituation spürbar entlastet. Die neu gebildeten Kreditrisikovorsorgen betrugen zum 31. Dezember 2017 per Saldo nur 26,7 Mio. EUR, das ist ein um 13,8 % geringerer Wert als noch vor einem Jahr.
Im Berichtsjahr haben wir 42,5 Mio. EUR neue Risikovorsorgen gebildet. Das Volumen in den ausfallsgefährdeten Ratingstufen 5a bis 5c hat sich weiter reduziert und betrug zum Jahresultimo 292,0 Mio. EUR, ein Minus von 93,0 Mio. EUR. Zudem konnten wir im Berichtsjahr 17,0 Mio. EUR an Kreditvorsorgen auflösen. Der Stand der Kreditrisikovorsorgen in Prozent der durchschnittlich aushaftenden Forderungen einschließlich des Eventualobligos belief sich auf 2,4 % (2016: 2,7 %).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die Berechnung der Wertberichtigungen weiterentwickelt. Während wir die DCF-Methode zur Ermittlung von Wertberichtigungen für signifikante Forderungen weiter verwenden, wurde für Forderungen unter 1,5 Mio. EUR ein neuer risikosensitiverer Bewertungsansatz nach pauschalen Kriterien eingeführt.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Direktabschreibungen | 1,0 | 2,1 | >100 |
| Neubildung von Vorsorgen | 42,4 | 42,5 | 0,3 |
| Auflösung von Vorsorgen | -11,3 | -17,0 | 49,8 |
| nachträgliche Eingänge | -1,0 | -0,9 | 10,1 |
| Risikovorsorge | 31,0 | 26,7 | -13,8 |
Für die Kreditrisiken unserer ausländischen Leasinggesellschaften wurde mit insgesamt 70,4 Tsd. EUR vorgesorgt. Davon entfielen auf die slowenische und slowakische Leasinggesellschaft 166,3 Tsd. EUR bzw. 168,6 Tsd. EUR, die BKS-leasing Croatia d.o.o. konnte per Saldo Vorsorgen in Höhe von 264,0 Tsd. EUR auflösen.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich von 48,8 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR, ein Anstieg von 2,2 %. Besonders erfreulich war, dass sich das Wertpapiergeschäft im Jahresverlauf 2017 zunehmend verbesserte. Die gute Entwicklung der Aktienmärkte beflügelte die Investitionslaune unserer Kunden und führte zu höheren Wertpapierumsätzen. Vor allem in unseren Wachstumsregionen Slowenien, Wien-Niederösterreich-Burgenland und Steiermark verzeichneten wir einen starken Anstieg im Veranlagungsgeschäft und bei den damit einhergehenden Provisionserträgen (+27,5 %, +20,4 % bzw. +18,5 %). Insgesamt betrug das Provisionsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft 13,7 Mio. EUR, ein Zuwachs um 5,2 %.
Der Zahlungsverkehr ist die ertragsstärkste Sparte im Dienstleistungsgeschäft. 40 % des gesamten Provisionsüberschusses erzielen wir mit diesem Geschäftsfeld. Zum 31. Dezember 2017 erreichten wir im Zahlungsverkehr einen Provisionsüberschuss in Höhe von 19,7 Mio. EUR, ein Anstieg um 1,7 %. Mit diesem Ergebnis sind wir zwar zufrieden, dennoch werden wir in den kommenden Monaten daran arbeiten, das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr neu zu ordnen und zukunftsfit zu gestalten. Denn dieser Geschäftsbereich ist mit großen Veränderungen konfrontiert: Auf der einen Seite steht der rasante technologische Wandel, der auch viele FinTechs und branchenfremde Anbieter ermutigt, in dieser Sparte Fuß zu fassen. Auf der anderen Seite bieten neue regulatorische Vorgaben wie die Zahlungsdiensterichtlinie II (PSD 2) enorme Chancen, die eigene Position im Zahlungsverkehr zu stärken. Und diese werden wir nützen.
Im Gegensatz dazu waren die Provisionen im Finanzierungsgeschäft rückläufig. Zum Jahresende 2017 erreichten wir bei den Kreditprovisionen ein Ergebnis in Höhe von 12,2 Mio. EUR (-6,1 %). Der Rückgang resultierte unter anderem aus der Verteilung von up-front fees auf die gesamte Kreditlaufzeit. Das Devisengeschäft verzeichnete hingegen einen Anstieg um 29,3 % auf 2,9 Mio. EUR.
Die Ergebnisse aus at Equity bilanzierten Unternehmen entwickelten sich wieder sehr positiv und betrugen zum Jahresende 2017 erfreuliche 39,1 Mio. EUR nach 33,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steigerung spiegelt den sehr guten Geschäftsverlauf unserer Schwesterbanken wider.
Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten erreichte zum 31. Dezember 2017 ein ausgezeichnetes Niveau und lag deutlich über dem negativen Vorjahreswert. Der Grund für die markante Ergebnissteigerung ist unter anderem auf die gute Entwicklung der Börsen zurückzuführen, die wir für Gewinnmitnahmen genutzt haben.
Im Detail zeigte sich zum 31. Dezember 2017 folgendes Bild: Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss erhöhte sich auf 1,3 Mio. EUR. Dieser Zuwachs ist in erster Linie auf ein Bewertungsplus bei den auf Basis der Fair Value-Option bewerteten Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten zurückzuführen. Auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten des Available-for-Sale-Bestandes verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert erheblich und betrug 2,9 Mio. EUR. Nur das Ergebnis des Held-to-Maturity-Bestandes drehte leicht ins Minus und betrug per Jahresende 4 Tsd. EUR.
Das Handelsergebnis verringerte sich im Berichtszeitraum auf 1,5 Mio. EUR. Ausschlaggebend für die Abnahme waren rückläufige Erträge im Devisenhandel.
Dank unserer strikten Kostendisziplin und umsichtigen Investitionspolitik haben wir die Kosten gut im Griff. Auch im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 107,8 Mio. EUR in engen Grenzen zu halten, eine Zunahme um lediglich 1,2 %. Der größte Anteil im Verwaltungsaufwand entfällt auf den Personalaufwand, der mit 70,1 Mio. EUR (+0,9 %) nur einen leichten Anstieg verzeichnete. Die kollektivvertragliche Erhöhung der Gehälter um durchschnittlich 1,28 % findet in dieser Entwicklung ihren Niederschlag. Generell gehen wir bei der Besetzung vakanter Stellen sehr defensiv vor. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich gegenüber 2016 lediglich um 2 auf 928 Personaljahre, obwohl wir unser Filialnetz weiter ausgebaut haben.
Die Sachaufwendungen verzeichneten ebenfalls nur einen leichten Anstieg von 1,6 % auf 31,0 Mio. EUR. Der Anstieg ist vor allem auf höhere IT-Kosten zurückzuführen und ist Ausdruck der enormen Digitalisierungsanstrengungen unseres Hauses. Auf die Abschreibungen entfielen 6,7 Mio. EUR nach 6,5 Mio. EUR im Vorjahr.
Das sonstige betriebliche Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr weniger negativ aus und belief sich zum 31. Dezember 2017 auf -3,8 Mio. EUR. Im Vorjahr war diese Position durch die Abschlagszahlung zur Stabilitätsabgabe in Höhe von 7,8 Mio. EUR stark belastet. In dem Ergebnis 2017 sind die Beiträge zum Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds im Ausmaß von 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) und die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten.
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 77,2 Mio. EUR nach 49,8 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 9,1 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 68,0 Mio. EUR, ein Plus von 47,3 %.
Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Konzernmuttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2017 einen Jahresüberschuss von 25,9 Mio. EUR nach 29,4 Mio. EUR im Vorjahr. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 17,0 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,4 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 9.372.979,71 EUR aus. Wir werden der 79. Hauptversammlung am 09. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie, das sind 9.117.108,- EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,3 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Unter Berücksichtigung des hervorragenden Jahresergebnisses zeigten die Unternehmenskennzahlen per 31. Dezember 2017 folgendes Bild: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich von 5,1 % auf 6,8 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern von 0,6 % auf 0,9 %.
Die Cost-Income-Ratio betrug erfreuliche 51,9 % und unterschritt den internen Benchmarkwert von < 55,0 % deutlich. Ebenso positiv entwickelte sich die Risk-Earnings-Ratio, die mit 16,7 % einen sehr guten Wert erreichte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das eine Verbesserung im Ausmaß von 3,4 %-Punkten. Auch die NPL-Quote bewegte sich in die richtige Richtung und betrug zum Jahresende erfreuliche 3,5 % nach 4,8 % im Vorjahr.
Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 8,0 %, während die Liquidity Coverage Ratio 145,2 % erreichte. Sowohl die Leverage Ratio als auch die Liquidity Coverage Ratio wiesen im Vergleich zu den aufsichtsrechtlich geforderten Werten komfortable Größen auf. Beide Werte übertrafen die gesetzlich geforderten Quoten in Höhe von 3,0 % bzw. 100 % deutlich.
Die BKS Bank verfügt mit einer Kernkapitalquote von 12,5 % und einer Eigenmittelquote von 14,0 % über eine gute Eigenmittelausstattung, zumal die Quoten durch hohe abzuziehende Bankanteile belastet sind. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie betrug 1,72 EUR zum 31. Dezember 2017.
| in % | 2016 | 2017 | ± in %-Pkte. |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 5,1 | 6,8 | 1,7 |
| ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) | 0,6 | 0,9 | 0,3 |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 56,2 | 51,9 | -4,3 |
| Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) | 20,1 | 16,7 | -3,4 |
| LCR-Quote | 155,6 | 145,2 | -10,4 |
| Leverage Ratio | 8,5 | 8,0 | -0,5 |
| Kernkapitalquote | 12,6 | 12,5 | -0,1 |
| Eigenmittelquote | 13,5 | 14,0 | 0,5 |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,23 | 1,72 | 0,49 |
Das Segment Firmenkunden ist mit Abstand das erfolgreichste Geschäftsfeld der BKS Bank. Den Großteil unseres Jahresüberschusses erwirtschaften wir mit dem Firmenkundengeschäft. Im Segment Financial Markets gelingt es uns trotz des volatilen Marktumfeldes, konstant gute Ergebnisse zu erzielen. Im Privatkundengeschäft ist es nach wie vor sehr schwierig, zurück in die Gewinnzone zu kommen. Mit der erfolgreichen Umsetzung der festgelegten Maßnahmen und dem Ende der Niedrigzinspolitik wollen wir bis 2020 die Trendwende herbeiführen.
Im Segment Firmenkunden betreuten wir im Geschäftsjahr 2017 rund 19.500 Firmenkunden, ein Zuwachs von 4,8 %. Zu unseren Kunden zählen Betriebe der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte, Wohnbauträger sowie Gemeinden und die öffentliche Hand.
Das Firmenkundengeschäft hat in unserem Haus die längste Tradition. Bereits bei der Gründung im Jahr 1922 lag unser Geschäftszweck primär auf der Betreuung von Firmenkunden. Auch heute noch bildet dieser Bereich die wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil unserer Kredite wird von Firmenkunden in Anspruch genommen.
Der Zinsüberschuss entwickelte sich im Geschäftsjahr erneut sehr positiv und belief sich auf 90,0 Mio. EUR nach 85,5 Mio. EUR im Vorjahr. Das gute Zinsergebnis lässt sich auf zwei Erfolgsfaktoren zurückführen: Zum einen ist es uns gelungen, die Margen um fünf Basispunkte auf 2,21 % auszubauen. Und zum anderen wirkte sich das gestiegene Kreditvolumen positiv auf das Zinsergebnis aus. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 2,4 % auf 27,4 Mio. EUR. Der Anstieg ist den höheren Kreditprovisionen und Mehrerträgen aus dem Zahlungsverkehr geschuldet. Das Kreditrisiko entwickelte sich im Berichtsjahr dank der guten Konjunkturlage sehr positiv. Vor großen Insolvenzfällen sind wir im abgelaufenen Geschäftsjahr verschont geblieben. Gegenüber den Vorjahren verringerten sich die Risikovorsorgen erneut um erfreuliche 6,3 Mio. EUR auf 23,4 Mio. EUR.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 85,5 | 90,0 |
| Risikovorsorge | -29,7 | -23,4 |
| Provisionsergebnis | 26,8 | 27,4 |
| Verwaltungsaufwand | -45,9 | -48,2 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,7 | 1,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 38,4 | 47,0 |
| ROE vor Steuern | 15,4 % | 15,7 % |
| Cost-Income-Ratio | 40,2 % | 40,6 % |
| Risk-Earnings-Ratio | 34,7 % | 26,1 % |
Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich hingegen um 5,1 % auf 48,2 Mio. EUR. Der Grund für den Anstieg lag in der weiteren Filialexpansion und in einer Verfeinerung der Kostensegmentierung. Das sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr marginal um 0,5 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR. Insgesamt erzielten wir im Geschäftsjahr 2017 ein Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 47,0 Mio. EUR, ein signifikanter Zuwachs um 22,2 % oder 8,5 Mio. EUR.
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich in den verbesserten Steuerungskennzahlen wider. Der Return on Equity auf Basis des Jahresüberschusses und eines gebundenen Eigenkapitals von 299,0 Mio. EUR erhöhte sich auf 15,7 %, ein Plus von 30 Basispunkten. Die Cost-Income-Ratio blieb mit 40,6 % per 31. Dezember 2017 auf dem Niveau des Vorjahres. Dank der ausgezeichneten Risikolage verbesserte sich die Risk-Earnings-Ratio um 8,6 %-Punkte auf 26,1 %.
Unseren Firmenkunden bieten wir eine breite Palette an Finanzierungsprodukten. In individuellen Beratungsgesprächen werden Betriebsmittel- und Projektfinanzierungen, Leasing- und Exportfinanzierungen, Garantien und geförderte Finanzierungen sorgfältig auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir konzernweit insgesamt Finanzierungen in Höhe von beachtlichen 1,27 Mrd. EUR neu an Firmenkunden vergeben. Der Stand der Forderungen an Firmenkunden belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 4,24 Mrd. EUR, das entsprach einem Kreditwachstum in Höhe von 2,2 %. Gut 75 % der gesamten Ausleihungen im Konzern entfallen auf das Firmenkundensegment.
Das Neugeschäft im Leasinggeschäft stieg auf 127,6 Mio. EUR. Die gute Geschäftsentwicklung resultierte zum einen aus dem deutlich höheren Geschäftsaufkommen der österreichischen Leasingtochter und zum anderen aus dem sehr guten Geschäftsverlauf der slowenischen Leasinggesellschaft. Sowohl in Österreich als auch in Slowenien wird Leasing von unseren Firmenkunden als liquiditätsschonende und bilanzneutrale Finanzierungsform geschätzt. Besonders stolz sind wir, dass sich die Neupositionierung der österreichischen BKS-Leasing GmbH so schnell in den Geschäftszahlen niederschlug. Im Berichtsjahr wurden im österreichischen Firmenkundengeschäft 975 Leasingverträge mit einem Volumen in Höhe von 67,7 Mio. EUR neu abgeschlossen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Slowenien: Dort wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Leasingverträge in Höhe von rund 37,2 Mio. EUR neu mit Firmenkunden abgeschlossen.
In Slowenien konnten wir den Marktanteil im Bereich der Kommunalfinanzierungen ebenfalls weiter ausbauen. 2017 stieg das Kreditvolumen, das wir an slowenische Gemeinden vergaben, von 68,6 Mio. EUR auf 85,1 Mio. EUR.
Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld stellt die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung dar. Unsere langjährige Erfahrung und die hohe Expertise unserer Firmenkundenbetreuer in diesem Bereich werden von unseren exportorientierten Betrieben sehr geschätzt. Wir freuen uns sehr, dass wir 2017 unter den österreichischen Banken den 8. Platz bei der Vergabe von Exportfondskrediten einnahmen. Auch im Bereich der geförderten Investitionsfinanzierungen konnten wir unsere Marktposition weiter stärken. Bei den Förderrichtlinien gab es im Geschäftsjahr 2017 zahlreiche Neuerungen, wie z. B. die Einführung einer Investitionszuwachsprämie, die Ausweitung der AWS-Garantieübernahmen, die Erhöhung der Betragsgrenze für ERP-Kleinkredite etc. In vielen individuellen Beratungsgesprächen haben wir unsere Kunden bei der Bewältigung des "Förderdschungels" unterstützt und ihnen mit dem richtigen Mix aus Finanzierungs-, Förderungs- und Absicherungsbedarf maßgeschneiderte Lösungen anbieten können. Im letzten Jahr haben wir 45,1 Mio. EUR an geförderten Krediten vergeben.
Im Corporate Banking betreuen wir Großkunden, die über eine Betriebsleistung von mehr als 75,0 Mio. EUR verfügen, sowie institutionelle Kunden. Mit Jahresende 2017 gestionierten wir ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 528 Mio. EUR, davon entfielen 304,8 Mio. EUR auf Konsortialfinanzierungen.
Wir haben in der Vergangenheit kaum Fremdwährungskredite an Firmenkunden vergeben. Die FX-Quote war dementsprechend immer schon sehr niedrig. Im Berichtsjahr flachte diese weiter ab und betrug zum 31. Dezember 2017 nur noch 1,7 %.
Mittelfristig wollen wir unser Finanzierungsgeschäft nachhaltiger ausrichten und vor allem nachhaltig wirkende Projekte unserer Kunden in den Fokus des Kreditgeschäftes rücken. Im Berichtsjahr haben wir zwei sozial und ökologisch herausragende Projektfinanzierungen mit einem Social Bond und Green Bond refinanziert (vergleiche dazu Seite 72).
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Bei den Sicht- und Termineinlagen, die wir von unseren Firmenkunden erhielten, verzeichneten wir wieder einen kräftigen Anstieg in Höhe von 7,5 % auf 2,59 Mrd. EUR. Die gute Liquiditätssituation unserer Firmenkunden spiegelt sich in diesem hohen Wert wider. Auch im Geschäftsjahr 2017 erzielten wir im Firmenkundengeschäft mehr Einlagen als im traditionell deutlich einlagenstärkeren Privatkundengeschäft.
Sehr gut verlief das Emissionsgeschäft mit institutionellen Anlegern. Im Berichtsjahr haben wir das platzierte Volumen mit 73,0 Mio. EUR mehr als verdoppelt.
Wir verfolgen das strategische Ziel, in eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Vor allem das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr wollen wir in den kommenden Jahren kräftig ausbauen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir diesem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen: Bei den Zahlungsverkehrsprovisionen haben wir im Firmenkundenbereich um 4,2 % zugelegt.
Dieser Zuwachs freut uns ganz besonders, da der Zahlungsverkehr heftig umkämpft ist. Nicht nur unter Banken herrscht in dieser Geschäftssparte ein erbitterter Preiskampf, auch immer mehr branchenfremde Dienstleister und FinTechs drängen in diesen Markt. Der rasante technologische Wandel bringt viele innovative Lösungen auf den Markt. Damit unsere Kunden bei der Vielzahl an Angeboten nicht den Überblick verlieren, bieten wir eine Analyse ihres Zahlungsverkehrs an. Wir beraten unsere Kunden über neue Bezahlmethoden, moderne Kassenlösungen, kontaktloses Bezahlen oder Bezahlmöglichkeiten für den Online-Vertrieb. Der Fokus in der Analyse liegt dabei auf der Identifizierung potentieller Einsparungen, die sich durch die digitalen Möglichkeiten ergeben.
Im Berichtsjahr haben wir uns auch intensiv mit den regulatorischen Neuerungen, die sich aus der EU-Richtlinie für den Zahlungsverkehr (PSD 2) ergeben, befasst. Mit dieser EU-Richtlinie wird der europäische Zahlungsverkehrsraum für Nicht-Banken geöffnet und die Anforderungen zum Risikomanagement und zur Sicherheit im Zahlungsverkehr verschärft. Wir haben die Chancen und Risiken, die sich aus der PSD 2 ergeben, analysiert und ein Maßnahmenpaket erarbeitet. In mehreren Teilprojekten werden wir die festgelegten Maßnahmen konsequent umsetzen, wobei einige wichtige Vorbereitungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Entscheidung über neue Verfahren zur Kundenauthentifizierung oder der Einsatz des Fraud Detection Center bereits abgeschlossen sind.
Im Geschäftsjahr 2017 haben wir darüber hinaus die Weichen für das neue Firmenkundenportal gestellt, das wir in wenigen Monaten lancieren werden. Unseren Firmenkunden bieten wir damit ein modernes Kundenportal, in dem es mehrere Portaltypen mit unterschiedlichem Leistungsumfang, unterschiedlichen Verfügerrechten und individueller Limitsteuerung geben wird.
Die Provisionen aus dem Wertpapiergeschäft im Firmenkundensegment entwickelten sich im Berichtsjahr leicht rückläufig. Der Provisionsüberschuss betrug zum Jahresende 4,3 Mio. EUR (-0,4 Mio. EUR). Unser Ziel ist es, in diesem Geschäftsbereich weiter zu wachsen und die Firmenkunden noch stärker in das Veranlagungsgeschäft zu führen. Im Mai 2017 haben wir eine AT 1-Anleihe begeben, die vor allem von institutionellen Anlegern gezeichnet wurde. Ende Dezember haben wir ein Volumen in Höhe von 12,8 Mio. EUR platzieren können.
Auch das Versicherungsgeschäft hat sich zunehmend zu einem stabilen Ergebnisbringer entwickelt. In Zusammenarbeit mit der 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. legten wir auch im Geschäftsjahr 2017 den Fokus auf die betriebliche Altersvorsorge. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Prämiensumme in diesem Bereich um 9,0 %. Im vergangenen Jahr haben wir zudem begonnen, regelmäßige Beratertage mit Versicherungsschwerpunkten zu veranstalten, die von unseren Kunden sehr gut angenommen wurden.
Unsere Stärke im Firmenkundengeschäft liegt in der ausgezeichneten Beratungsqualität, die wir durch eine persönliche Betreuung und ständige Weiterbildung unserer Kundenbetreuer gewährleisten. Im Firmenkundengeschäft erzielen wir zufriedenstellende Wachstumsraten bei der Akquisition neuer Kunden, dennoch sehen wir in unseren Wachstumsmärkten in Wien und Umgebung und auf den Auslandsmärkten noch Marktchancen. In diesen Regionen werden wir in den nächsten Jahren weitere Standorte eröffnen. Darüber hinaus konzentrieren wir uns darauf, unsere langjährigen Kundenbeziehungen zu vertiefen und unsere Cross-Selling-Aktivitäten auszubauen. Dabei sollen die Sales-Spezialisten, die wir bei komplexeren Themen wie Exportförderung oder Zahlungsverkehr einsetzen, noch stärker in den Verkauf und in das Kampagnenmanagement einbezogen werden.
Die kompromisslose Ausrichtung auf Kunden, Wachstum und Ertrag soll sich auch in einer verbesserten Steuerung der Verkaufsleistungen widerspiegeln. In den letzten Jahren haben wir hier schon wichtige Verbesserungen, wie etwa durch die Einführung eines Vertriebscockpits, erzielt. Der Erfolg dieser Maßnahmen spornt uns an, weitere Akzente im Verkauf, darunter den Ausbau des Leasing-Direktvertriebs oder die stärkere Nutzung von Data & Analytics, zu setzen.
Zudem wollen wir unser Angebot für Winzer und Landwirte sowie Gemeinden weiter ausbauen. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, werden wir uns in den kommenden Monaten auch ganz intensiv mit der Neuausrichtung des Zahlungsverkehrs beschäftigen. Im Vordergrund steht dabei die passive und aktive Umsetzung der PSD 2. Darüber hinaus stehen aber auch die künftige organisatorische Ausgestaltung, die Entwicklung innovativer Zahlungsverkehrslösungen sowie Sicherheitsthemen auf der Projektagenda. Und natürlich investieren wir auch im kommenden Jahr wieder kräftig in die Digitalisierung unserer Produkte und Prozesse, wobei der Fokus derzeit auf der Entwicklung des Firmenkundenportals liegt, das auch den Abschluss von Standardgeschäften im Firmenkundengeschäft beinhalten wird.
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
–110–
Im Segment Privatkunden betreuen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren rund 133.300 Kunden diesem Segment zugeordnet.
Im Privatkundengeschäft sind wir schon seit Längerem mit mangelnder Profitabilität konfrontiert. Die angespannte Ertragssituation wird durch das extrem niedrige Zinsumfeld weiter verstärkt, allerdings gibt es auch andere Faktoren, die dem Privatkundengeschäft zusetzen. Allen voran sorgt der technologische Wandel dafür, dass immer mehr Bankgeschäfte ins Internet verlagert werden. Dadurch und auch durch den rückläufigen Bargeldbedarf nimmt die Frequenz am Schalter und in den SB-Zonen stark ab. Wir sehen in der Filiale aber immer noch den geeigneten Ort zur persönlichen und kompetenten Beratung.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 26,2 | 25,0 |
| Risikovorsorge | -1,3 | -1,6 |
| Provisionsergebnis | 21,7 | 21,8 |
| Verwaltungsaufwand | -51,9 | -51,8 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,9 | 1,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | -3,5 | -5,5 |
| ROE vor Steuern | -8,8 % | -11,3 % |
| Cost-Income-Ratio | 104,4 % | 108,0 % |
| Risk-Earnings-Ratio | 5,1 % | 6,5 % |
Die Geschäftsentwicklung im Privatkundensegment verlief im Berichtsjahr weiterhin unbefriedigend. Trotz der intensiven Cross-Selling-Aktivitäten konnte eine Trendwende nicht erreicht werden. Der Jahresüberschuss vor Steuern betrug Ende Dezember -5,5 Mio. EUR, eine Verschlechterung um 2,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss gab um 4,4 % auf 25,0 Mio. EUR nach. Angesichts des seit Jahren auf mittlerweile nahe null gesunkenen Zinsniveaus und des harten Wettbewerbs ein durchaus respektabler Wert. Auch das Provisionsgeschäft entwickelte sich unter unseren Erwartungen. Mit 21,7 Mio. EUR verharrte der Provisionsüberschuss nahezu unverändert auf dem Jahresniveau 2016.
Der Grund für das stagnierende Provisionsergebnis lag an rückläufigen Erträgen aus dem Kreditgeschäft und aus dem Zahlungsverkehr. Die diesem Segment zuordenbaren Aufwendungen in Höhe von 51,8 Mio. EUR fielen im Vergleich zu 2016 marginal geringer aus. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug 1,2 Mio. EUR nach 1,9 Mio. EUR zum Vorjahr.
Durch das negative Segmentergebnis zeigen auch die steuerungsrelevanten Kennzahlen eine negative Tendenz: Die Cost-Income-Ratio verschlechterte sich um 3,6 %-Punkte auf 108,0 %. Der Return on Equity gab ergebnisbedingt von -8,8 % auf -11,3 % nach.
Aus den Kennzahlen sticht die gute Risk-Earnings-Ratio mit 6,5 % hervor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese zwar leicht an, die Risikosituation der Privatkunden ist dennoch dank unserer konsequenten Vergabepolitik vergleichsweise entspannt.
Das Kreditgeschäft entwickelte sich im Geschäftsverlauf 2017 zufriedenstellend. Die Nachfrage nach Finanzierungen für Wohnraumschaffung und Immobilien sowie für Konsumausgaben ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hat ein Kreditwachstum von 2,3 % auf 1,21 Mrd. EUR mit sich gebracht.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, unsere zahlreichen Nachhaltigkeitsaktivitäten auch im Kerngeschäft zu verankern und nachhaltige Produkte anzubieten. Vor zwei Jahren haben wir dazu einen neuen Kredit auf den Markt gebracht, der speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist. Viele ältere Menschen hatten bis dahin nur einen eingeschränkten Zugang zum Kreditmarkt. Der sogenannte BKS Silberkredit stieß von Anbeginn an auf reges Kundeninteresse, da auch im höheren Alter noch der Wunsch nach Investitionen gegeben ist. Es freut uns sehr, dass wir im Berichtsjahr das Kreditvolumen auf 13,8 Mio. EUR ausbauen konnten. Unseren slowenischen Kunden bieten wir ebenfalls ein nachhaltiges Kreditprodukt an: Mit dem "Green Loan" können energiesparende Baumaßnahmen oder Sanierungen finanziert werden. Auch diese Kreditvariante wurde von unseren slowenischen Kunden gut angenommen: Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich das Kreditvolumen auf 19,1 Mio. EUR.
Die Risikosituation bei Privatfinanzierungen blieb auch im Berichtsjahr sehr entspannt. Die Kreditvorsorgen betrugen zum Jahresende 1,6 Mio. EUR. Der Abbau der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken bewegte sich 2017 weiter in die richtige Richtung. Das Kreditvolumen in Schweizer Franken verringerte sich um erfreuliche 36,0 Mio. EUR auf 100,6 Mio. EUR. Die FX-Quote belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 9,7 % nach 12,4 % im Jahr 2016. Trotz der guten Tendenz werden wir weiter daran arbeiten, unsere Kunden umfangreich über die Risiken einer Fremdwährungsfinanzierung aufzuklären.
Im Privatkundengeschäft kämpfen wir zwar schon seit einigen Jahren mit der Profitabilität. Trotz der Einbußen und massiven Umbrüche bleibt dieses Segment für uns unverzichtbar. Einen Großteil unserer Spareinlagen – nämlich stattliche 87 % – generieren wir von unseren treuen Sparkunden. Im Berichtsjahr verzeichneten wir bei den Spareinlagen zwar Abflüsse in Höhe von 3,3 %, mit einem Spareinlagenstand in Höhe von 1,29 Mrd. EUR sind wir trotzdem zufrieden. Die Termin- und Sichteinlagen verzeichneten ein leichtes Plus von 0,6 % und beliefen sich zum Jahresultimo auf 0,9 Mrd. EUR.
Im Privatkundensegment verfolgen wir ebenfalls das strategische Ziel, in eigenmittelschonenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Im Berichtsjahr haben wir mit einer Reihe an innovativen Produkten und Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr und dem Veranlagungsbereich bei Kunden und der medialen Öffentlichkeit punkten können.
Unter dem Motto "einfach, innovativ und transparent" haben wir im April 2017 mit BKS Bank-Komplett ein neuartiges Angebot für unsere Privatkunden geschaffen. BKS Bank-Komplett umfasst das gesamte Leistungsspektrum einer Bank zu einem günstigen Pauschalpreis. Enthalten sind neben dem BKS Bank-Kundenportal ein Gehaltskonto mit zinsfreiem Kontorahmen, ein Zweitkonto, eine VISA Gold Card sowie ein Online-Sparkonto. Damit ist der gesamte Standardbedarf an Bankdienstleistungen eines Privatkunden abgedeckt.
Auch in unseren Digitalisierungsprojekten haben wir Neues hervorgebracht: Zur Jahresmitte 2017 haben wir den eShop gelauncht. Unseren Kunden bieten wir damit die Möglichkeit, Sparprodukte wie beispielsweise Bausparen und das Mein Geld-Onlinekonto direkt im Kundenportal abzuschließen sowie die BKS MasterCard online zu beantragen. Die eService-Funktionen für die Maestro Karten haben wir ebenfalls erweitert. Einstellungen zu Geoblocking oder Pin- und Kartennachbestellungen können schnell und unkompliziert online vorgenommen werden.
FORDERUNGEN AN PRIVATKUNDEN
Wir freuen uns sehr, dass das moderne Kundenportal von den Kunden gut angenommen wird. Der gute Anklang bestätigt sich auch in der gestiegenen Anzahl an Portalnutzern. Im Berichtsjahr haben wir knapp 3.100 neue User gewonnen, das entspricht einem Zuwachs von beachtlichen 8,6 %. Beeindruckend ist auch die Anzahl an Dokumenten, die wir im letzten Jahr in der eBox zugestellt haben: rund 800.000 Dokumente, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.
Die BKS App verzeichnete im Jahr 2017 einen Zuwachs von 23,3 % auf 12.741 Kunden. Gezählt wurden dabei Kunden, die unsere BKS App zumindest einmal im Jahr benutzt haben. Seit Herbst 2017 bieten wir – in Kooperation mit Payment Services Austria – mit der BKS Wallet eine Bezahl-App an. Mit diesem Bezahlservice kann Geld in Echtzeit direkt von Smartphone zu Smartphone gesandt werden. Der Empfänger kann unmittelbar nach Ausführung von "ZOIN" über den erhaltenen Betrag verfügen.
Die Maestro Karte – auch gerne als Bankomatkarte bezeichnet – ist nach dem Bargeld das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Zahlungsinstrument. Während die Anzahl an Bargeldtransaktionen merklich zurückgeht, verzeichnen die bargeldlosen Transaktionen dynamische Zuwächse. Die NFC-Funktion hat sich – wie erwartet – zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Anzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und bereits jede dritte Transaktion mit der Maestro Karte wird "kontaktlos" durchgeführt.
Das Kreditkartengeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls positiv. Die Anzahl der BKS MasterCard-Inhaber erhöhte sich um 4,4 % auf 13.900 Kunden, während die Kartenumsätze mit der BKS MasterCard sogar um stattliche 28,6 % zulegten.
Das Geschäftsjahr 2017 war ein gutes Jahr für Aktien-Investoren, die aufgrund der guten Stimmung kräftig an den Börsen investierten. Kunden mit Aktienbeständen konnten sich über Kursgewinne freuen, während Kunden mit hohen Anleihenbeständen nur geringfügige Wertzuwächse erzielten. Dank der gestiegenen Wertpapierumsätze und der höheren Kursgewinne legte das Provisionsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft im Privatkundensegment um 6,7 % auf erfreuliche 8,7 Mio. EUR zu.
Mit den Vermögensverwaltungsstrategien der BKS Bank sowie dem Brokerage bieten wir unseren Privatkunden neben unseren eigenen Anleiheemissionen attraktive Produkte und Dienstleistungen an. Ein gesunder Anlagemix aus Aktien- und Anleihepositionen war im Berichtsjahr auch der wesentlichste Erfolgsfaktor für die erfreuliche Entwicklung der Kundendepots.
Die Entwicklung im Brokerage-Bereich verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend. Unsere Experten stehen dabei Kunden, die über langjährige Erfahrung an den Kapitalmärkten verfügen, als "Sparringpartner" zur Seite und unterstützen sie bei der Entscheidungsfindung. Der Schwerpunkt der Gespräche liegt dabei neben der grundsätzlichen Optimierung der Depotstruktur auf Einzelaktien und Indexfonds. Das betreute Depotvolumen legte um gut ein Fünftel auf 82,4 Mio. EUR zu.
Im Bereich der Vermögensverwaltung haben wir zwei Varianten im Angebot: Beim "aktiven Vermögensmanagement (AVM)" wird die Depotstruktur mit Investmentfonds zusammengestellt, während bei der "individuellen Vermögensverwaltung (iVV) auch Einzeltitel gehalten werden können. Beide Vermögensverwaltungen entwickelten sich im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend und verwalteten zusammen rund 202,0 Mio. EUR.
2013 haben wir das Geschäftsfeld Private Banking in der BKS Bank etabliert. Seit damals hat sich das Private Banking positiv entwickelt. Wir betreuen rund 2.100 Private Banking-Kunden mit einem Depotvolumen von knapp 737,0 Mio. EUR. In dieser Entwicklung sehen wir eine Bestätigung, dass wir mit unserer professionellen und kundenorientierten Betreuung in Kombination mit exklusiven, maßgeschneiderten Dienstleistungen richtig liegen. Dennoch haben wir im Berichtsjahr den Entschluss gefasst, eine Private Banking Offensive mit Fokus auf der Neukundenakquisition zu starten, da wir in diesem Bereich noch weiteres Potential orten.
Wie bereits an anderer Stellen vermerkt, haben wir im Geschäftsjahr 2017 im Veranlagungsbereich neue Wege beschritten. Als erstes österreichisches Kreditinstitut legten wir zu Beginn des Jahres 2017 einen Social Bond auf, im Herbst folgte ein Green Bond. Ebenfalls gestiegen ist das Volumen der nachhaltig angelegten Kundengelder. Zum Jahresende 2017 vertrauten bereits 350 Kunden mit einem Volumen von 19,7 Mio. EUR auf unsere Vermögensverwaltung AVM nachhaltig, die im Berichtsjahr erneut mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte1) ausgezeichnet wurde.
Im Versicherungsgeschäft treten wir als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie sowie Risiko- und Unfallversicherungen. Das Versicherungsgeschäft verlief im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend, insbesondere bei den Risiko- und Unfallversicherungen konnten wir deutlich zulegen. Auch in Slowenien sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Versicherungsbereich zufrieden. Am slowenischen Markt fungieren wir ebenfalls ausschließlich als Vermittler für Versicherungsprodukte.
1) Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Lebensministerium für "AVM nachhaltig" verliehen, weil bei der Auswahl von Investmentfonds neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Investmentfonds auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Investments zu.
In unserer Unternehmensstrategie haben wir das Ziel verankert, im Privatkundengeschäft wieder profitabel zu werden. Wir haben dazu ein Maßnahmenbündel geschnürt, das wir in den nächsten Monaten und Jahren konsequent und kompromisslos umsetzen werden. Wir verfolgen dabei mehrere Ansätze: Zum einen wollen wir unser digitales Angebot ausweiten und die Chancen, die sich aus der voranschreitenden Digitalisierung ergeben, für die Entwicklung neuer Produkte und Services nutzen. In der Pipeline steht hier bereits das Projekt "Privatkredite digitalisieren", das wir im kommenden Geschäftsjahr abschließen wollen. Zum anderen beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie die Filiale der Zukunft aussieht. Unser Bekenntnis zur Filiale steht dabei nicht auf dem Prüfstand, sehr wohl aber die Filialorganisation und das Filialangebot sowie der dafür benötigte Ressourceneinsatz. Ein weiteres Maßnahmenpaket umfasst Initiativen, die darauf abzielen, die Kundenakquisition zu stärken und den Verkauf anzukurbeln. Dabei geht es vor allem auch darum, unsere Kundenbetreuer im Umgang mit den eigenen digitalen Produkten und Dienstleistungen besser zu schulen.
Im Segment Financial Markets sind neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity einbezogenen Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.
Die noch immer sehr flache Zinsstrukturkurve schränkt die Möglichkeiten zur Fristentransformation sehr ein. Daher ist es umso erfreulicher, dass wir in diesem Segment einen deutlichen Ergebniszuwachs erzielen konnten. Der Konzernjahresüberschuss vor Steuern erhöhte sich im Berichtsjahr um 7,0 Mio. EUR auf 40,7 Mio. EUR.
Das Strukturergebnis reduzierte sich, unter dem Einfluss der flachen Zinsstrukturkurve, um 2,8 Mio. EUR oder 23,7 % auf 9,0 Mio. EUR deutlich. Darin erfasst sind die Ergebnisse aus dem Interbankengeschäft, dem Wertpapiereigengeschäft sowie aus Derivaten des Bankbuches und der bankinternen Referenzzinsverrechnung. Bei sämtlichen Investitionen und Deinvestitionen loteten wir die Risiko-/Ertrags-Relationen und das zu erwartende Marktszenario aus. Das geringere Strukturergebnis wirkte sich direkt auf das Zinsergebnis aus. Dieses reduzierte sich demnach um 3,5 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Im Gegenzug dazu entwickelten sich die Erträge aus der at Equity-Konsolidierung zufriedenstellend. Diese erhöhten sich im Jahresverlauf um 5,4 Mio. EUR auf 39,1 Mio. EUR. Ein gutes Zeichen einer starken Performance der gesamten 3 Banken Gruppe.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 entwickelte sich das Exposure im Interbankenverkehr sehr positiv. Unsere Partner im Bankenbereich weisen alle erstklassige Ratingstufen von AA bis A3 auf. Im Berichtsjahr gab es daher, wie auch in den Jahren zuvor, keinen Wertberichtigungsbedarf für Forderungen gegenüber Kreditinstituten. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir unverändert zu 2016 Liquidität in Höhe von 300 Mio. EUR über den langlaufenden OeNB/ESZB-Tender aufgenommen.
| FINANCIAL MARKETS | |
|---|---|
| 2016 | 2017 |
|---|---|
| 6,6 | 3,1 |
| 33,7 | 39,1 |
| 0,04 | -1,7 |
| 0,3 | |
| 1,5 | |
| -5,9 | |
| -0,06 | |
| 4,2 | |
| 33,7 | 40,7 |
| 5,5 % | 6,3 % |
| 15,2 % | 13,4 % |
| - | 3,9 % |
| 0,2 1,7 -6,4 -0,06 -2,1 |
Der Verwaltungsaufwand ging im Vergleich zum Vorjahr zurück und betrug erfreulicherweise nur 5,9 Mio. EUR, ein Minus von 7,7 %. Die Reduktion ist unserer strikten Kostendisziplin geschuldet. Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten erreichte 4,2 Mio. EUR und lag klar über dem Vorjahreswert mit -2,1 Mio. EUR. Wir nutzten die durchaus volatile Entwicklung der Börsen, um gezielt Erträge aus unseren Eigenveranlagungen zu erzielen.
Die Cost-Income-Ratio verringerte sich um 1,8 %-Punkte auf 13,4 %. Der Return on Equity auf Basis des Segmentergebnisses verbesserte sich um 0,8 %-Punkte auf 6,3 % per 31. Dezember 2017.
Mit der Begebung von 14 Tranchen an eigenen Emissionen wurde dem Bedarf an langfristigen Refinanzierungsmitteln Rechnung getragen. Besonders erfreulich war die Begebung von 10 Tranchen in Form von Privatplatzierungen, darunter zwei fundierte Obligationen, die mit unserem hypothekarischen Deckungsstock besichert sind. Der hypothekarische Deckungsstock entwickelte sich im Jahresverlauf sehr dynamisch. Er erhöhte sich um 29,3 Mio. EUR auf 234,3 Mio. EUR.
Wir wollen auch 2017 ein solider und verlässlicher Emittent von Wertpapieren sein und werden daher auch im laufenden Jahr eigene Emissionen begeben. Damit wollen wir einerseits unseren Kunden gute Veranlagungsmöglichkeiten bieten und andererseits setzen wir damit Maßnahmen, um die Net Stable Funding Ratio (NSFR) dauerhaft zu erfüllen. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 betrug diese 105,0 %, bei einem geplanten aufsichtsrechtlichen Zielwert von 100,0 %. Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2017 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und vorrangig in High Quality Liquid Assets investieren. Darüber hinaus werden wir selbstverständlich auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen und damit unsere gemeinsame Schlagkraft erhöhen.
| BEGEBENE EIGENE SCHULDVERSCHREIBUNGEN AUS 2017 | ||
|---|---|---|
| ------------------------------------------------ | -- | -- |
| ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
|---|---|---|
| AT0000A1QCM5 | 0,625 % BKS Bank Obligation Social Bond 2017-2022/1 | 5.000.000 |
| AT0000A1VGB9 | 1,375 % BKS Bank Obligation 2017-2025/2 | 14.700.000 |
| AT0000A1Y6S4 | 0,85 % BKS Bank Green Bond 2017-2023/3 | 3.000.000 |
| AT0000A1Z0R8 | 3 % BKS Bank Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 2.678.000 |
| AT0000A1TS43 | 0,40 % BKS Bank Obligation 2017-2020/1/PP | 5.000.000 |
| AT0000A1U1H2 | 1,76 % BKS Bank Obligation 2017-2025/2/PP | 5.000.000 |
| AT0000A1U800 | variable BKS Bank Obligation 2017-2027/3/PP | 10.000.000 |
| AT0000A1UBX6 | 0,45 % BKS Bank Obligation 2017-2020/4/PP | 10.000.000 |
| AT0000A1VHE1 | 0,965 % fundierte BKS Bank Obligation 2017-2027/5/PP | 10.000.000 |
| AT0000A1X325 | 1 % BKS Bank Obligation 2017-2022/6/PP | 5.000.000 |
| AT0000A1X333 | variable BKS Bank Obligation 2017-2024/7/PP | 5.000.000 |
| AT0000A1YQ63 | 1,18 % fundierte BKS Bank Obligation 2017-2027/8/PP | 10.000.000 |
| AT0000A1YYT8 | 0,40 % BKS Bank Obligation 2017-2020/9/PP | 5.000.000 |
| AT0000A1Z2X2 | 0,40 % BKS Bank Obligation 2017-2020/10/PP | 8.000.000 |
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen in der BKS Bank nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko errechnen wir anhand der Vorgaben des Standardansatzes.
Die CRR kennt drei definierte Eigenmittelkategorien:
Als Ergebnis des im Vorjahr durchgeführten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2017 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz der risikogewichteten Aktiva zu erfüllen: Für das harte Kernkapital 5,66 % und für die Eigenmittelquote gesamt 10,1 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2017 lagen deutlich über diesen Anforderungen.
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 77,8 | 77,5 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 831,4 | 909,3 |
| Abzugsposten | -283,3 | -372,3 |
| Hartes Kernkapital (CET1)1) | 625,9 | 614,5 |
| Harte Kernkapitalquote | 12,6 % | 12,3 % |
| Hybridkapital | 24,0 | 20,0 |
| AT1-Anleihe | 23,4 | 36,2 |
| Abzugsposten | -47,4 | -42,9 |
| Zusätzliches Kernkapital | - | 13,3 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 625,9 | 627,8 |
| Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) | 12,6 % | 12,5 % |
| Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals | 120,6 | 116,5 |
| Abzugsposten | -76,5 | -42,7 |
| Ergänzungskapital | 44,1 | 73,8 |
| Eigenmittel insgesamt | 670,0 | 701,6 |
| Gesamtkapitalquote | 13,5 % | 14,0 % |
| Total risk exposure amount | 4.974,1 | 5.016,7 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2017. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Zusätzlich zu den Mindesteigenmittelanforderungen sind Kapitalpuffer aufzubauen, um für Krisenzeiten gewappnet zu sein. Bis zum Jahr 2019 sind 2,5 % der risikogewichteten Aktiva als Kapitalerhaltungspuffer zu halten.
Eine weitere relevante Vorgabe betrifft gemäß § 23a BWG den antizyklischen Puffer mit einer maximalen Höhe von 2,5 % der risikogewichteten Aktiva. Dieser wird von der FMA in Abhängigkeit von der Konjunkturlage bei übermäßiger Kreditvergabe schrittweise festgelegt. Im Berichtsjahr hat die FMA für Österreich keinen antizyklischen Puffer festgelegt, wohl aber sind für Risikopositionen in der Slowakei, Schweden, Norwegen, Tschechien und Island antizyklische Eigenmittelpuffer zu halten. Durch unser Engagement in der Slowakei ist bei der Ermittlung der bankbetrieblichen Eigenmittel der antizyklische Puffer für die Slowakei in Höhe von 0,5 % zu beachten. Dieser wirkte sich auf die zu haltenden Eigenmittel mit 0,5 Mio. EUR aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich das Kernkapital von 625,9 Mio. EUR auf 627,8 Mio. EUR. Der leichte Zuwachs ergab sich durch höhere Gewinnrücklagen und durch die Stärkung des zusätzlichen Kernkapitals mit der Emission einer AT 1-Anleihe. Die Kernkapitalquote verringerte sich dennoch leicht auf 12,5 %, da sich die Abzugsposten durch das Auslaufen der Übergangsbestimmungen erhöht haben. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von insgesamt 73,8 Mio. EUR belief sich der Eigenmittelbestand zum 31. Dezember 2017 auf 701,6 Mio. EUR. Die Eigenmittelquote verbesserte sich auf erfreuliche 14,0 %.
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 8,0 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote, die voraussichtlich mit 3,0 % festgelegt werden wird, und den internen Benchmarkwert von > 5 %.
ohne Nutzung der Übergangsbestimmungen mit Nutzung der Übergangsbestimmungen
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.
Die BKS Bank setzt alles daran, den sich ständig ändernden Anforderungen im Bereich des Risikomanagements proaktiv zu begegnen. Der Fokus lag im Berichtsjahr dabei auf
Die finale Leitlinie zur Beurteilung der Risiken aus Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wurde durch die europäische Bankenaufsicht im Mai veröffentlicht. Mit dieser Leitlinie werden folgende Risiken angesprochen:
Die Banken sind dabei gefordert, durch geeignete Strategien, Governanceund Kontrollsysteme IKT-Risiken hintanzuhalten.
Für die Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD 2) haben wir im Herbst 2017 ein Projekt ins Leben gerufen. Wir verfolgen dabei im Einklang mit der Richtlinie folgende Ziele:
| Geschäfts modellanalyse |
Interne Governance und unternehmens weites internes Kontrollsystem |
Kapitalrisiken und Angemessenheit der Kapital ausstattung |
Liquiditäts- und Refinanzierungs risiken |
|---|---|---|---|
| ---------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------- | -------------------------------------------------------------------- | ------------------------------------------------ |
Aufsichtliche Maßnahmen
Quelle: EBA/GL/2014/13
Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.
Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst eine Beschreibung der Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte. Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.
Ein Schwerpunkt im Risikomanagement war 2017 der aufsichtsrechtliche Überprüfungsund Evaluierungsprozess (SREP). Neben der Analyse des Geschäftsmodells, der internen Governance und des unternehmensweiten internen Kontrollsystems (IKS) integriert der SREP auch den Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) und den Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP). Im Bereich des ILAAPs gab es wesentliche Weiterentwicklungen. Die entsprechenden Fragebögen wurden sorgfältig bearbeitet und an die Aufsichtsbehörde übermittelt.
Als Ergebnis des durchgeführten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) wurde von der Finanzmarktaufsicht eine Mindestkapitalquote für das harte Kernkapital (CET1) von 5,66 %, für das Kernkapital von 7,58 % und für die Gesamtkapitalquote von 10,1 % festgelegt. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2017 liegen deutlich über diesen Anforderungen.
Die BKS Bank hat gemäß § 15 BaSAG (Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken) einen Gruppensanierungsplan erstellt, welcher jährlich aktualisiert wird. Dieser soll sicherstellen, dass die BKS Bank Krisen aus eigener Kraft rasch bewältigen kann, und dient auch der Krisenvermeidung durch Messung und Beobachtung von Frühwarnindikatoren, die wiederum frühzeitig Gegenmaßnahmen auslösen sollen. Unsere Frühwarnindikatoren umfassen Kennzahlen zur Kapitalausstattung, Liquiditätslage, Profitabilität und Aktivaqualität. Diese werden in einem BaSAG-Dashboard überwacht und dem Aufsichtsrat periodisch berichtet. Ein wesentlicher Bestandteil der Abwicklungsplanung bildet die MREL-Quote (Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten). Bislang wurde für die BKS Bank noch keine MREL-Quote festgelegt.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Es gehört zu unseren Grundsätzen, die Angemessenheit und Zuverlässigkeit der Überwachungsverfahren ständig zu überprüfen, um diese bei Bedarf den sich ändernden Marktgegebenheiten anpassen zu können.
Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird während des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risiko- und Kreditausschusses diskutiert und evaluiert. Wesentliches Augenmerk wird dabei auch auf Risikokonzentrationen gelegt. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.
Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz misst sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Dem Aufsichtsrat, dem Risiko- und Kreditausschuss sowie dem Prüfungsausschuss werden alle Informationen zur Verfügung gestellt, damit diese ihre Funktion als überwachende Instanz wahrnehmen können. Einmal jährlich berichtet ein Vertreter dieser Einheit dem Risiko- und Kreditausschuss des Aufsichtsrates über die Risikoarten und die Risikolage und dem Vergütungsausschuss über die Übereinstimmung von Risikostrategie und Vergütungssystem.
Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig.
Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer vom Risikocontrolling durchgeführten Risikoanalyse in Form einer Risikomatrix durch das ICAAP-Gremium. Bei der jährlichen Festlegung der Risikostrategie fließen die Erkenntnisse aus der Risikoidentifikation in die Einschätzung der Risikoausprägung mit ein. Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden in Abstimmung mit der Risikoeinschätzung und Geschäftsstrategie jährlich adaptiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Folgende Themenfelder werden detailliert besprochen und erforderlichenfalls entsprechende Maßnahmen gesetzt:
Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden ebenfalls vierteljährlich statt. Das OR-Gremium
Das Kreditrisiko ist gemäß Risikostrategie die bei weitem wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank. Ein effektives Kreditrisikomanagement, das die Risiken treffsicher identifiziert, das Risiko-/Ertragsprofil des Instituts optimiert und die Vereinbarkeit mit der Risikotragfähigkeit der BKS Bank sicherstellt, ist somit Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg unseres Instituts.
In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmenund Privatkundengeschäft ergeben.
Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den raschen Einsatz von Steuerungsinstrumenten. Die Einbindung der verantwortlichen Entscheidungsträger aus den unterschiedlichen Organisationsbereichen ist neben der ganzheitlichen Betrachtung des Kreditrisikos essentiell für das effektive Management des Kreditrisikos. Zu den wesentlichen Aufgaben des erweiterten Kreditrisiko-Jour fixe zählen:
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risiken. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.
Das Gesamtbankrisiko entspricht dem ökonomischen Kapitalbedarf, also dem zur Deckung unerwarteter Verluste notwendigen Mindestkapital. Die "vorhersehbaren Kosten" aus dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko fließen als Risikoprämien (Standardrisikokosten, Liquiditätsaufschläge) in die den Kunden in Rechnung gestellten Preise ein. Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassen gegenübergestellt, um abzuwägen, ob die Bank in der Lage ist, auch unerwartete Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit zu tragen.
Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotenzial, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.
Auf Basis des Liquidationsansatzes wurde zum 31. Dezember 2017 ein ökonomischer Kapitalbedarf von 487,8 Mio. EUR nach 521,5 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.117,7 Mio. EUR nach 992,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2016. Der Anstieg der Risikodeckungsmasse ist vor allem auf den erwirtschafteten Jahresüberschuss zurückzuführen.
In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste im Liquidationsansatz für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9 % ermittelt. Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für etwa 61,8 % (2016: 76,8 %) des gesamten Verlustpotenzials verantwortlich. Das Marktund Zinsänderungsrisiko nimmt einen Anteil von 25,0 % (2016: 10,3 %) ein und hat sich gegenüber dem sehr niedrigen Niveau zum Jahresende 2016 merklich erhöht.
| 2016 | 2017 |
|---|---|
| 76,8 | 61,8 |
| 10,3 | 25,0 |
| 5,0 | 5,4 |
| 1,5 | 2,5 |
| 4,9 | 3,3 |
| 1,5 | 2,1 |
| in % 1 Kreditrisiko 2 Markt- und Zinsänderungsrisiko 3 Operationales Risiko 4 Liquiditätsrisiko 5 Makroökonomisches Risiko 6 Sonstige Risiken |
1
Wir führen Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potenziellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
In unseren Stresstests werden adverse Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds in verschiedenen Szenarien dargestellt. Im Jahr 2017 war die Risikotragfähigkeit in allen Szenarien und zu allen Analysezeitpunkten gegeben. Zusätzlich wird ein inverser Stresstest durchgeführt, welcher speziell die risikosensitiven Bereiche der Bank im Visier hat. Dieser liefert dem Management wichtige Informationen über die maximalen Verluste, welche das Institut tragen könnte. Dabei werden die risikosensitiven Bereiche bis zum vollständigen Verzehr der Risikodeckungsmasse gestresst.
Neben den Gesamtbankrisikostresstests im Rahmen des ICAAP erfolgen spezifische Stresstests
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
2) BKS Service GmbH
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
4) Abteilung Vorstandsbüro
Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Die unabhängige Risikokontrolle auf Portfolioebene wird von der Abteilung Controlling und Rechnungswesen, Gruppe Risikocontrolling, wahrgenommen. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.
| in Mio. EUR | Risikoposition 31.12.2016 |
Risikoposition 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kundenforderungen | 5.913 | 5.990 |
| Eventualverbindlichkeiten1) | 236 | 167 |
| Bankenforderungen | 263 | 110 |
| Wertpapiere und Fonds | 815 | 817 |
| Beteiligungen | 529 | 600 |
| Kreditrisikovolumen | 7.756 | 7.684 |
1) zugesagte Kreditrahmen auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens
| in Mio. EUR | Forderungswert 31.12.2016 |
Forderungswert 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kundenforderungen Konzern gemäß Note (14) | 5.330 | 5.450 |
| + Kredite at Fair Value gemäß Note (17) | 53 | 56 |
| + Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (45) | 391 | 388 |
| + Corporate Bonds | 84 | 90 |
| + Risikoposition aus Derivatgeschäften mit Kunden/Sonstiges | 55 | 6 |
| Kundenforderungen laut interner Risikosteuerung | 5.913 | 5.990 |
| Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (45) | 1.244 | 1.353 |
| Eventualverbindlichkeiten gemäß intern ermitteltem Ziehungsverhalten | 236 | 167 |
| Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (13) | 242 | 98 |
| + Risikopositionswert aus Derivatgeschäften mit Banken | 21 | 12 |
| Bankenforderungen laut interner Risikosteuerung | 263 | 110 |
| Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity gemäß Note (19) | 748 | 783 |
| + Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value | ||
| gemäß Note (17) | 23 | 22 |
| + Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Available-for-Sale gemäß Note (18) |
83 | 57 |
| + Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere gemäß Note (18) | 48 | 45 |
| - Corporate Bonds/Sonstiges (Umgliederung zu Kundenforderungen) | -87 | -90 |
| Wertpapiere und Fonds laut interner Risikosteuerung | 815 | 817 |
| Sonstige Beteiligungen gemäß Note (18) | 58 | 80 |
| + Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (20) | 471 | 520 |
| Beteiligungen laut interner Risikosteuerung | 529 | 600 |
| Kreditrisikovolumen gemäß ICAAP | 7.756 | 7.684 |
Eine wesentliche Säule der Risikobeurteilung bildet ein umfassendes Ratingsystem als Grundlage für die Entscheidungsprozesse sowie für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Insgesamt kommen 13 verschiedene Ratingverfahren zum Einsatz. Die bankinternen Ratingmodelle unterliegen einer jährlichen quantitativen und qualitativen Validierung. Dabei wird das betreffende Ratingmodell daraufhin geprüft, ob es die zu messenden Risiken treffsicher abbildet.
| AA | Erstklassige beste Bonität | A1 | Erstklassige hervorragende Bonität |
|---|---|---|---|
| 1a | Erstklassige Bonität | 1b | Sehr gute Bonität |
| 2a | Gute Bonität | 2b | Noch gute Bonität |
| 3a | Akzeptable Bonität | 3b | Noch akzeptable Bonität |
| 4a | Mangelhafte Bonität | 4b | Schlechte Bonität |
| 5a | Ausfall im Fortbetrieb | 5b | Ausfall – Notleidend |
| 5c | Ausfall – Uneinbringlich | ||
Die BKS Bank verwendet eine 13-stufige Ratingskala. Rund 66,1 % (2016: 62,9 %) des gesamten Kreditportfolios entfallen auf die Ratingstufen AA bis 2b. Erfreulich ist der Anstieg der Kundenforderungen in diesen Ratingstufen von 3,16 Mrd. EUR auf 3,45 Mrd. EUR. Die Kreditnehmer in diesen Ratingstufen weisen eine sehr gute bis gute Rückzahlungsfähigkeit auf. Der Fokus im Neugeschäft lag auf Kunden in den Bonitätsstufen AA bis 3a. In den Ratingstufen 4a bis 5c konnte das Volumen um 201 Mio. EUR reduziert werden.
| Risikopositionen nach Rating in Mio. EUR für das Jahr 2017 |
AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kundenforderungen | 44 | 1.550 | 1.858 | 1.816 | 433 | 288 | 1 |
| Eventualverbindlichkeiten | 2 | 52 | 66 | 39 | 4 | 4 | - |
| Bankenforderungen | 47 | 26 | 30 | 7 | - | - | - |
| Wertpapiere und Fonds | 709 | 62 | 37 | - | - | - | 9 |
| Beteiligungen | 581 | 10 | 7 | 1 | - | - | 2 |
| Summe | 1.383 | 1.699 | 1.998 | 1.863 | 437 | 292 | 12 |
| Risikopositionen nach Rating |
| in Mio. EUR für das Jahr 2016 | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kundenforderungen | 40 | 1.316 | 1.799 | 1.823 | 538 | 385 | 12 |
| Eventualverbindlichkeiten | 2 | 60 | 105 | 57 | 9 | 3 | - |
| Bankenforderungen | 133 | 94 | 27 | 8 | - | 1 | - |
| Wertpapiere und Fonds | 685 | 76 | 16 | - | - | - | 38 |
| Beteiligungen | 512 | 9 | 5 | 1 | - | - | 2 |
| Summe | 1.372 | 1.555 | 1.952 | 1.889 | 547 | 389 | 52 |
Die Ausfallsdefinition der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 2,5 % des vereinbarten Rahmens und mindestens 250,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird. Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
Unsere intensiven Anstrengungen zur nachhaltigen Verbesserung der Portfolioqualität zeigen sich im erfreulichen Rückgang des Exposures in den Ratingstufen 4a - 4b sowie in den Non-performing-Klassen 5a - 5c.
Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2017 3,5 % (2016: 4,8 %). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, Eventualverbindlichkeiten, Bankenforderungen und festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt wurden. Das Verlustpotential notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 34,7 % zum 31. Dezember 2017. Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 79,9 %.
Wesentlich für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff "Forbearance" bzw. "Nachsicht". Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Vereinbarungen zu verstehen, die eine Neuregelung erfordern, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:
| in Mio. EUR für das Jahr 2017 | Firmenkunden | Privatkunden | Summe |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 40,4 | 0,9 | 41,3 |
| – hiervon Zugeständnisse bei Raten | 37,8 | 0,7 | 38,5 |
| – hiervon Refinancing | 2,5 | 0,2 | 2,7 |
| Non-performing Exposures | 68,3 | 3,8 | 72,1 |
| – hiervon Zugeständnisse bei Raten | 67,2 | 3,3 | 70,4 |
| – hiervon Refinancing | 1,1 | 0,5 | 1,7 |
| Gesamt | 108,6 | 4,7 | 113,4 |
| Firmenkunden | Privatkunden | Summe |
|---|---|---|
| 25,0 | ||
| 19,8 | ||
| 5,2 | ||
| 78,2 | ||
| 74,5 | ||
| 3,7 | ||
| 98,3 | 5,0 | 103,3 |
| 24,1 19,1 5,0 74,1 71,0 3,2 |
0,9 0,7 0,2 4,1 3,6 0,5 |
Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch entsprechende Rückstellungen gemäß IAS 37 Rechnung getragen. Ein objektiver Hinweis auf eine eingetretene Wertminderung für eine Forderung liegt vor, wenn die Basel III-Ausfallskriterien eingetreten sind, d. h. eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber dem Kreditinstitut mehr als 90 Tage überfällig ist oder eines der anderen Ausfallskriterien zutrifft. Gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien werden darüber hinaus Portfoliowertberichtigungen auf Basis von IAS 39.64 für Forderungen in den Lebendratingstufen vorgenommen.
Grundlage für die Bildung von Wertberichtigungen ist eine konzernweite Richtlinie und ein standardisierter Prozess, nach dem für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt.
| Finanzinstrumente, die weder in Verzug noch wertgemindert sind |
in Verzug befindliche Finanzinstrumente |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/max. Ausfallsrisiko je Klasse in Mio. EUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | |
| Kundenforderungen | 5.490 | 5.702 | 385 | 288 | |
| – hiervon at Fair Value | 52 | 56 | - | - | |
| Eventualverbindlichkeiten | 233 | 163 | 3 | 4 | |
| Bankenforderungen | 262 | 110 | 1 | - | |
| Wertpapiere und Fonds | 815 | 817 | - | - | |
| – hiervon at Fair Value | 149 | 107 | - | - | |
| Beteiligungen | 521 | 600 | - | - | |
| Summe | 7.321 | 7.392 | 389 | 292 | |
| Buchwert/max. Ausfallsrisiko je Klasse in Mio. EUR Kundenforderungen – hiervon at Fair Value Eventualverbindlichkeiten |
wertgeminderte Finanzinstrumente |
überfällige, aber noch nicht wert geminderte Finanzinstrumente |
||
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | |
| 318 | 238 | 105 | 50 | |
| - | - | - | - | |
| - | - | 3 | 4 | |
| Bankenforderungen | 1 | - | - | - |
| Wertpapiere und Fonds | - | - | - | - |
| – hiervon at Fair Value | - | - | - | - |
| Beteiligungen | 8 | 10 | - | - |
| Summe | 327 | 248 | 108 | 54 |
Die BKS Bank setzt keine Kreditderivate zur Absicherung von Ausfallsrisiken ein.
| Ratingstufe | < 1 Monat | 1 bis 6 Monate | 6 Monate bis 1 Jahr | 1 Jahr bis 5 Jahre | > 5 Jahre | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | |
| 5a | 0,7 | 0,5 | 15,9 | 0,6 | 10,7 | 0,8 | 41,8 | 23,8 | 2,6 | 9,0 | |
| 5b | 0,6 | 0,0 | 2,1 | 1,9 | 2,1 | 2,2 | 20,5 | 6,1 | 7,3 | 5,6 | |
| 5c | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | |
| Gesamt | 2,0 | 0,5 | 18,1 | 2,5 | 12,8 | 3,0 | 62,3 | 29,9 | 9,9 | 14,6 |
Die Risikovorsorgen für Forderungen werden offen in der Bilanz des BKS Bank Konzerns ausgewiesen. Sie betrugen 137,0 Mio. EUR (2016: 155,1 Mio. EUR) zum Jahresende 2017. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste jährliche Zuführung zur Risikovorsorge beinhaltet als Saldogröße die Zuführung und Auflösung von Risikovorsorgen, nachträgliche Eingänge aus bereits abgeschriebenen Forderungen, Direktabschreibungen, Risikovorsorgen aus der quotalen Einbeziehung der ALGAR, der gemeinsamen Tochter der 3 Banken Gruppe zur Absicherung von Großkreditrisiken, und Portfoliowertberichtigungen nach IAS 39.64. Die Direktabschreibungen betrugen im Berichtsjahr 2,1 Mio. EUR (2016: 1,0 Mio. EUR).
| in Mio. EUR | Einzelwert berichtigungen |
berichtigungen gem. IAS 39 |
Risikovorsorge zu Forderungen |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 116,7 | 38,4 | 155,1 |
| Zuführungen | 38,3 | 1,3 | 39,6 |
| Auflösungen | -16,5 | -2,9 | -19,3 |
| Wechselkurseffekte | - | - | - |
| Verbrauch | -38,5 | - | -38,5 |
| Stand 31.12.2017 | 100,1 | 36,9 | 137,0 |
| in Mio. EUR | Buchwert ausfall1) |
2016 Einzelwert berichtigung |
Sicherheiten | Buchwert ausfall |
2017 Einzelwert berichtigung |
Sicherheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Firmenkunden | 297,8 | 105,7 | 135,9 | 265,3 | 89,6 | 126,5 |
| Privatkunden | 19,7 | 10,6 | 7,7 | 23,0 | 10,5 | 11,6 |
| Gesamt | 317,5 | 116,3 | 143,6 | 288,3 | 100,1 | 138,1 |
1) Buchwert der wertberichtigten Forderungen
Der Risikovorsorge wurden 2017 insgesamt 39,6 Mio. EUR (2016: 43,1 Mio. EUR) zugewiesen, während Risikovorsorgen von 19,3 Mio. EUR aufgelöst werden konnten (2016: 16,6 Mio. EUR).
Darüber hinaus wurden in den sonstigen Rückstellungen der BKS Bank Gruppe die freien Rückstellungen der ALGAR quotal im Ausmaß von 25 % oder 33,9 Mio. EUR (2016: 30,2 Mio. EUR) berücksichtigt. Die freien Rückstellungen der ALGAR sind potentielle Vorsorgen für mögliche Großkreditrisiken.
Der Vorsorgebedarf der ausländischen Tochtergesellschaften war mit 0,1 Mio. EUR (2016: 0,4 Mio. EUR) sehr gering. Von den 2017 neu gebildeten Risikovorsorgen entfielen 23,4 Mio. EUR (2016: 29,7 Mio. EUR) auf das Firmenkundengeschäft.
Die Risk-Earnings-Ratio für das Geschäftsjahr 2017 betrug 16,8 % (2016: 20,1 %). Während im Privatkundenbereich der Quotient aus Risikokosten und Zinsüberschuss von 5,1 % auf 6,5 % leicht anstieg, fiel die Quote im volumenmäßig wesentlich stärkeren Firmenkundenbereich von 34,7 % auf erfreuliche 26,1 %.
Einen weiteren zentralen Bestandteil der Risikosteuerung bildet das Sicherheitenmanagement. Zugelassene Sicherheiten und die Methoden der Wertermittlung sind in umfassenden internen Bewertungsrichtlinien schriftlich festgehalten. Die Wertansätze für Sicherheiten sind konzerneinheitlich festgelegt, berücksichtigen jedoch die lokalen Marktgegebenheiten und orientieren sich an den in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen sowie an der erwarteten Entwicklung der Marktpreise. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft.
| Beteiligungen | 600 | - | - | - | - | - | 600 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertpapiere und Fonds | 817 | 77 | - | 45 | - | 322) | 740 |
| Bankenforderungen | 110 | - | - | - | - | - | 110 |
| Eventualverbindlichkeiten | 167 | - | - | - | - | - | 167 |
| Kundenforderungen | 5.990 | 3.622 | 158 | 123 | 2.648 | 693 | 2.369 |
| in Mio. EUR | Kreditrisiko volumen/max. Ausfallsrisiko |
Sicherheiten gesamt |
hiervon finanzielle Sicherheiten |
hiervon persönliche Sicherheiten |
hiervon Immobilien sicherheiten |
hiervon sonstige |
Risiko position1) |
1) Exposure abzüglich Sicherheiten; 2) durch Deckungsstock besicherte Covered Bonds
| Kreditrisiko | hiervon | hiervon | hiervon | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| volumen/max. | Sicherheiten | finanzielle | persönliche | Immobilien | hiervon | Risiko | |
| in Mio. EUR | Ausfallsrisiko | gesamt | Sicherheiten | Sicherheiten | sicherheiten | sonstige | position1) |
| Kundenforderungen | 5.913 | 3.422 | 165 | 141 | 2.443 | 673 | 2.491 |
| Eventualverbindlichkeiten | 236 | - | - | - | - | - | 236 |
| Bankenforderungen | 263 | - | - | - | - | - | 263 |
| Wertpapiere und Fonds | 815 | 60 | - | 45 | - | 152) | 755 |
| Beteiligungen | 529 | - | - | - | - | - | 529 |
| Summe | 7.756 | 3.482 | 165 | 186 | 2.443 | 688 | 4.274 |
1) Exposure abzüglich Sicherheiten; 2) durch Deckungsstock besicherte Covered Bonds
Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Branchenentwicklungen werden genau beobachtet, regelmäßig ausgewertet und eine klare strategische Fokussierung vorgegeben. Großkreditrisiken der BKS Bank sind in der ALGAR durch eine Deckungsvorsorge abgesichert. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten der drei Kreditinstitute durch die Übernahme von Garantien, Bürgschaften und sonstigen Haftungen für Kredite, Darlehen und Leasingforderungen.
Das Größenklassenkonzentrationsrisiko wird in der Risikotragfähigkeitsrechnung gesondert quantifiziert. Es misst das Risiko der Granularität des Kreditportfolios, insbesondere aus hohen Forderungsbeträgen an Kreditnehmerverbünde. Dabei handelt es sich um rechtlich oder wirtschaftlich derart miteinander verbundene Kunden, sodass finanzielle Schwierigkeiten eines einzelnen Kreditnehmers in dieser Gruppe auch Rückzahlungsprobleme für andere Kunden in diesem Verbund bedeuten könnten.
Das Risiko bzw. der unerwartete Verlust, der aus dem Größenklassenkonzentrationsrisiko entspringt, wird als "add-on" für die Granularitätsanpassung (GA) in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt. Der dazu berechnete Herfindahl Hirschman-Index betrug zum Jahresultimo 0,00162 und zeigt eine breite Streuung des Kundenkreditportfolios nach Größenklassen. Die Steuerung des Größenklassenkonzentrationsrisikos erfolgt auch durch die Festlegung von Limiten für die Größenverteilung des Kreditportfolios, wobei die Verteilung in den Steuerungsgremien laufend überwacht wird.
| Kundenforderungen nach Größenklassen | 2016 | Größen | 2017 | Größen |
|---|---|---|---|---|
| Basis: IFRS-Wertansätze in Mio. EUR | Obligo | verteilung in % | Obligo | verteilung in % |
| EUR < 0,15 Mio. |
839,2 | 14,2 | 861,0 | 14,4 |
| 0,15 Mio. EUR bis 0,5 Mio. EUR |
811,1 | 13,7 | 845,7 | 14,1 |
| 0,5 Mio. EUR bis 1,0 Mio. EUR |
337,0 | 5,7 | 368,6 | 6,2 |
| 1,0 Mio. EUR bis 3,0 Mio. EUR |
669,2 | 11,3 | 695,3 | 11,6 |
| EUR bis 14,0 Mio. EUR 3,0 Mio. |
1.852,7 | 31,3 | 1.850,3 | 30,9 |
| 14 Mio. EUR bis 20 Mio. EUR |
452,5 | 7,7 | 508,8 | 8,5 |
| > 20 Mio. EUR |
951,3 | 16,1 | 860,6 | 14,4 |
| Summe | 5.913,1 | 100,0 | 5.990,4 | 100,0 |
Die Branchenverteilung wird in der BKS Bank gemäß den ÖNACE-Branchengruppen dargestellt. Schwerpunkte bilden dabei die Kategorien Privatkunden (18,5 %), Grundstücks- und Wohnungswesen (16,3 %), Bau (13,9 %), Herstellung von Waren (12,0 %) sowie Handel (7,6 %). Das Kundenkreditportfolio der BKS Bank ist somit nicht nur hinsichtlich Größenklassen, sondern auch in Hinblick auf Branchen breit gestreut und gut diversifiziert. Mehr als drei Viertel des gemanagten Kreditportfolios entfallen auf das Firmenkundensegment.
| 2016 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Branchenklassifizierung nach ÖNACE (Statistik Austria) | in Mio. EUR | in % | in Mio. EUR | in % |
| Private | 1.085 | 18,3 | 1.107 | 18,5 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 857 | 14,5 | 978 | 16,3 |
| Bau | 869 | 14,7 | 834 | 13,9 |
| Herstellung von Waren | 739 | 12,5 | 717 | 12,0 |
| Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 468 | 7,9 | 456 | 7,6 |
| Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 365 | 6,2 | 317 | 5,3 |
| Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen |
260 | 4,4 | 289 | 4,8 |
| Verkehr und Lagerei | 229 | 3,9 | 230 | 3,8 |
| Beherbergung und Gastronomie | 185 | 3,1 | 195 | 3,3 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 158 | 2,7 | 176 | 2,9 |
| Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 169 | 2,9 | 159 | 2,7 |
| Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 132 | 2,2 | 148 | 2,5 |
| Energieversorgung | 91 | 1,5 | 86 | 1,4 |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 60 | 1,0 | 69 | 1,1 |
| Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 60 | 1,0 | 59 | 1,0 |
| Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 68 | 1,1 | 57 | 1,0 |
| Information und Kommunikation | 46 | 0,8 | 45 | 0,7 |
| Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen |
36 | 0,6 | 34 | 0,6 |
| Kunst, Unterhaltung und Erholung | 23 | 0,4 | 25 | 0,4 |
| Erziehung und Unterricht | 13 | 0,2 | 10 | 0,2 |
| Summe | 5.913 | 100,0 | 5.990 | 100,0 |
Das Risiko aus Fremdwährungskrediten stellt eine weitere Art der Kreditrisikokonzentration dar. Das vom Kreditnehmer zu tragende Wechselkursrisiko kann die Rückzahlungsfähigkeit im Falle ungünstiger Kursentwicklungen maßgeblich beeinträchtigen. Das FX-induzierte Kreditrisiko wird für Fremdwährungsobligos von Firmen- und Privatkunden berechnet. Es wird für die Hauptwährungen der BKS Bank AG (CHF/JPY/USD) und für EUR-Kredite an Kunden ohne währungskongruentes Einkommen sowie für alle sonstigen Währungen ermittelt. Dabei wird das Risikopotential anhand der Kursveränderungen der letzten 1.000 Tage mittels der Random Walk Simulation mit einem Konfidenzintervall von 95 % bzw. 99,9 % berechnet.
Die Länderverteilung der Fremdwährungskredite zeigt, dass das Fremdwährungsrisiko hauptsächlich auf den österreichischen sowie kroatischen Markt beschränkt ist. Das Fremdwährungsvolumen in Kroatien besteht fast ausschließlich aus in Euro vergebenen Krediten an Kreditnehmer mit Einkommen in kroatischen Kuna.
| EUR* | CHF | USD | JPY | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| Österreich | - | - | 210,7 | 147,7 | 15,6 | 12,2 | 4,2 | 1,9 | 230,5 | 161,8 |
| Slowenien | - | - | 7,9 | 6,0 | - | - | - | - | 7,9 | 6,0 |
| Kroatien | 359,6 | 367,0 | 0,4 | 0,3 | - | - | - | - | 360,0 | 367,3 |
| Ungarn | 25,8 | 20,6 | - | - | - | - | 1,1 | 0,9 | 26,9 | 21,5 |
| Schweiz | 30,6 | 26,8 | 1,3 | 1,6 | - | - | - | - | 32,0 | 28,4 |
| Sonstige | 13,0 | 12,5 | 3,8 | 3,1 | - | - | - | - | 16,8 | 15,5 |
| Gesamt | 429,1 | 426,9 | 224,1 | 158,6 | 15,6 | 12,2 | 5,3 | 2,8 | 674,0 | 600,5 |
* Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
Die BKS Bank verfolgt seit Jahren die Strategie, das Volumen an Fremdwährungsund Tilgungsträgerkrediten nachhaltig zu vermindern. Wir führen laufend Gespräche mit Kunden und erarbeiten gegebenenfalls gemeinsam individuelle Lösungen zur Risikobegrenzung. Das CHF-Fremdwährungsvolumen hat sich 2017 um 65,5 Mio. EUR auf 158,6 Mio. EUR (2016: 224,1 Mio. EUR) vermindert. Der Anteil des Kreditvolumens in CHF, USD und JPY am Gesamtkreditvolumen fiel bis Jahresende auf 3,2 % (2016: 4,5 %).
Das Volumen von Euro-Krediten an Kreditnehmer ohne währungskongruenten Einkommen ist leicht gesunken und erreichte einen Wert von 426,9 Mio. EUR. Am kroatischen Markt wird ein großer Teil des Neukreditgeschäftes weiterhin mit EUR-Bindung abgewickelt, wobei der HRK als mit dem EUR eng verbundene Währung gilt. Die Steuerung des fremdwährungsinduzierten Kreditrisikos erfolgt durch Festlegung von Limiten auf Profit-Center- und Gesamtbankebene, welche laufend überwacht werden.
Das Länder- bzw. Transferrisiko ist die Gefahr, dass der Kontraktpartner seinen Verpflichtungen deshalb nicht nachkommen kann, weil die Zentralbank seines Landes nicht die notwendigen Devisen zur Verfügung stellt. Neben dem Transferrisiko können sich auch die wirtschaftlichen oder politischen Entwicklungen eines Landes direkt auf die Bonität der Kreditnehmer auswirken. Die für die BKS Bank wesentlichen Länder hinsichtlich des Konzentrationsrisikos sind die Zielmärkte Slowenien, Kroatien, Slowakische Republik und Deutschland. Das Länderrisiko wird ebenfalls in der Risikostrategie limitiert. Für Kredite an Nichtbanken im Ausland war für 2017 eine institutsweite Obergrenze von 1,85 Mrd. EUR (2016: 1,6 Mrd. EUR) festgelegt. Dieses Limit wurde während des gesamten Jahres eingehalten.
Für Risikosteuerungs- und Kontrollzwecke werden im in- und ausländischen Kreditgeschäft unterschiedliche Bonitätsmaßstäbe angelegt, wobei im Ausland strengere, auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes abgestimmte Richtlinien angewandt werden.
| KUNDENFORDERUNGEN NACH LÄNDERN 2017 | Sicherheiten | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Forderungen 1) |
überfällig2) | Risikovorsorge | für überfällige Forderungen |
| Österreich | 4.453,1 | 178,1 | 55,1 | 81,6 |
| Slowenien | 741,2 | 58,3 | 18,3 | 31,5 |
| Kroatien | 412,7 | 24,4 | 11,6 | 14,7 |
| Ungarn | 21,4 | 6,6 | 4,5 | 1,8 |
| Slowakische Republik | 104,5 | 13,1 | 5,2 | 6,1 |
| Italien | 17,2 | 6,3 | 4,7 | 1,1 |
| Deutschland | 190,1 | 1,3 | 0,2 | 1,1 |
| Sonstige | 50,2 | 0,2 | 0,6 | 0,2 |
| Summe 2017 | 5.990,4 | 288,3 | 100,1 | 138,1 |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
| KUNDENFORDERUNGEN NACH LÄNDERN 2016 in Mio. EUR |
Forderungen 1) |
überfällig2) | Risikovorsorge | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 4.424,7 | 241,0 | 66,3 | 121,8 |
| Slowenien | 722,1 | 68,6 | 18,1 | 35,1 |
| Kroatien | 407,2 | 45,6 | 19,1 | 23,2 |
| Ungarn | 27,0 | 9,1 | 4,0 | 3,6 |
| Slowakische Republik | 92,1 | 14,0 | 4,3 | 7,4 |
| Italien | 14,2 | 6,3 | 3,7 | 2,6 |
| Deutschland | 171,1 | 0,3 | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige | 54,6 | 0,2 | - | 0,2 |
| Summe 2016 | 5.913,1 | 385,0 | 116,2 | 194,0 |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
| 2016 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | in % | Mio. EUR | in % | |
| 1 Österreich | 4.425 | 74,8 | 4.453 | 74,3 |
| 2 Slowenien | 722 | 12,2 | 741 | 12,4 |
| 3 Kroatien | 407 | 6,9 | 413 | 6,9 |
| 4 Deutschland | 171 | 2,9 | 190 | 3,2 |
| 5 Slowakische | ||||
| Republik | 92 | 1,6 | 105 | 1,8 |
| 6 Ungarn | 27 | 0,5 | 21 | 0,4 |
| 7 Italien | 14 | 0,2 | 17 | 0,3 |
| 8 Sonstige | 55 | 0,9 | 50 | 0,8 |
| Summe | 5.913 | 100 | 5.990 | 100 |
| Anschaffungskosten | Buchwert nach IFRS1) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR Regionen |
2016 | 2017 | 2016 | 2017 | ||
| Österreich | 452,7 | 380,3 | 457,7 | 384,9 | ||
| Deutschland | 63,2 | 82,9 | 63,3 | 82,9 | ||
| Belgien | 15,7 | 25,7 | 15,9 | 26,0 | ||
| Finnland | 10,2 | 15,1 | 10,2 | 15,2 | ||
| Frankreich | 42,4 | 42,3 | 42,4 | 42,4 | ||
| Irland | 26,1 | 26,1 | 26,4 | 26,4 | ||
| Italien | 15,1 | 15,1 | 15,3 | 15,3 | ||
| Kroatien | 9,9 | 5,1 | 9,9 | 5,2 | ||
| Litauen | 3,1 | 3,1 | 3,1 | 3,1 | ||
| Luxemburg | 92,2 | 109,4 | 96,4 | 113,6 | ||
| Niederlande | 10,0 | 14,9 | 10,0 | 15,0 | ||
| Norwegen | - | 5,0 | - | 5,0 | ||
| Polen | 5,0 | 5,0 | 5,1 | 5,1 | ||
| Portugal | 5,1 | 10,1 | 5,1 | 10,2 | ||
| Slowakische Republik | 20,0 | 24,8 | 20,6 | 25,3 | ||
| Slowenien | - | 9,8 | - | 9,9 | ||
| Spanien | 13,8 | 19,8 | 13,9 | 20,0 | ||
| Schweden | - | 11,6 | - | 11,6 | ||
| U.S.A. | 18,9 | - | 19,0 | - | ||
| Summe | 803,1 | 806,2 | 814,4 | 817,1 | ||
1) inklusive Stückzinsen
Auf Positionen im Wertpapier- und Fonds-Portfolio gab es in den Jahren 2016 und 2017 keine Impairments.
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen der Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus und ist darauf ausgerichtet, dem Bankgeschäft dienlich zu sein.
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Börsenotierte Kreditinstitute | 468,3 | 518,6 |
| Nicht börsenotierte Kreditinstitute | 7,6 | 18,3 |
| Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen | 53,4 | 63,5 |
| Gesamt | 529,3 | 600,4 |
Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf strategische Partner in den Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie banknaher Hilfsdienste gelegt. Die Übernahme von Beteiligungen in Ländern, die hinsichtlich ihrer rechtlichen, politischen oder ökonomischen Situation als risikobehaftet eingestuft werden, sowie ein laufender Handel mit derartigen Beteiligungen wird nicht durchgeführt.
Die BKS Bank verfügt über ein strategisches und ein operatives Beteiligungsmanagement. Die strategische Ausrichtung der Beteiligungen liegt in der Verantwortung des Vorstands, das operative Beteiligungsmanagement erfolgt durch das Vorstandsbüro und für die Risikokontrolle ist die Gruppe Risikocontrolling verantwortlich.
Der Beteiligungsbuchwert gemäß IFRS erreichte per 31. Dezember 2017 einen Wert von 600,4 Mio. EUR nach 529,3 Mio. EUR im Vorjahr. Darin inkludiert sind die Beteiligungen an der Oberbank AG und an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft mit einem Wert von 518,6 Mio. EUR (2016: 468,3 Mio. EUR).
Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil unseres Konzernreportings.
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. In der BKS Bank quantifizieren wir die Auswirkungen adverser makroökonomischer Entwicklungen im Kreditrisiko. Die Auswirkungen auf das Portfolio der BKS Bank werden dabei anhand der Veränderung ausgewählter makroökonomischer Kennzahlen, wie BIP-Wachstum, Arbeitslosenquote, Inflationsrate und Leistungsbilanzdefizit, ermittelt. Die herangezogenen Korrelationen, welche auf die Ausfallsquote (PD) wirken, basieren auf historischen Daten der BKS Bank und werden regelmäßig validiert. Den größten Einfluss auf das Kreditrisiko hat dabei die Inflation, gefolgt vom BIP-Wachstum. Das makroökonomische Risiko wird im ICAAP im Going Concern- und im Liquidationsansatz quantifiziert.
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Wir unterscheiden zwischen:
Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.
Als Teil des Zinsrisikos wird zusätzlich das Credit Spread-Risiko berechnet. Dieses bildet die Auswirkungen von bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise auf das zinstragende Wertpapierportfolio ab. Der an die OeNB zu meldende Quotient aus Zinsänderungsrisiko und anrechenbaren Eigenmitteln auf Basis eines Zinsshifts von 200 Basispunkten belief sich zum Jahresultimo auf 4,41 % nach 0,71 % im Vorjahr. Der Anstieg ergab sich durch Investitionen in langfristige Kapitalmarktanleihen. Anzumerken ist, dass die Bankenaufsicht ab einer Quote von 20 % ein Kreditinstitut als "Outlier Bank" qualifiziert. Dieser Wert wird von unserem Haus nicht annähernd erreicht. Die höchsten Zinsbindungsgaps liegen in den Laufzeitbändern 1 bis 3 Monate und 6 bis 12 Monate.
| Währung | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| EUR | 0,20 | 4,34 |
| CHF | 0,10 | 0,00 |
| USD | 0,39 | 0,06 |
| JPY | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige | 0,02 | 0,01 |
| Gesamt | 0,71 | 4,41 |
AUFSICHTSRECHTLICHES ZINS-RISIKO IN % DER EIGENMITTEL
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| EUR | 1,3 | 28,7 |
| CHF | 0,6 | 0,01 |
| USD | 2,5 | 0,4 |
| JPY | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige | 0,04 | 0,09 |
| Gesamt | 4,5 | 29,2 |
3-4 Jahre 4-5 Jahre Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2017 < 1 Monat 1-3 Monate 3-6 Monate 6-12 Monate 1-2 Jahre 2-3 Jahre < 5 Jahre Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Limit für das Zinsänderungsrisiko wird im ICAAP werden einmal jährlich im Rahmen der Überarbeitung der Risikostrategie vom Vorstand unter Einbindung des Risikocontrollings festgelegt. Das Risikocontrolling ermittelt den VAR für das Zinsrisiko, Fremdwährungsrisiko und Aktienkursrisiko. Unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten wird der gesamte VAR dem festgelegten Limit gegenübergestellt und darüber dem APM-Gremium berichtet.
Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Diesem gehören der Vorstand und die Leiter der betroffenen Fachabteilungen an. Das APM-Komitee analysiert monatlich die Ergebnisse von Barwert- und Durationsanalysen, Value-at-Risk-Analysen und Zinsänderungssimulationen. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.
1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Die BKS Bank wies Ende 2017 ein Zinsänderungsrisiko (inkl. Credit Spread-Risiko) von 28,0 Mio. EUR gemessen am Value-at-Risk aus. Der Value-at-Risk gibt an, welcher Verlust in einer festgelegten Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird.
Die BKS Bank ermittelt den VAR anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen. Für die laufende Steuerung und im Going Concern-Ansatz der Risikotragfähigkeitsrechnung rechnen wir den VAR mit einer Haltedauer von 90 Tagen (Vorjahr: 180 Tage) und einem Konfidenzniveau von 95 %. Die Liquidationssicht des ICAAP basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen und einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 99,9 %.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 6,6 | 6,8 |
| Maximalwerte | 12,3 | 28,0 |
| Durchschnittswerte | 8,6 | 15,9 |
| Werte zum Jahresende | 6,7 | 28,0 |
| 1) inklusive Credit Spread-Risiken |
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps. Durch das APM-Gremium werden je nach Zins- und Strukturlage Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis, aber auch auf Portfoliobasis beschlossen. Gegebenenfalls werden bei Zinssicherungsgeschäften das Grundgeschäft sowie das entsprechende Zinsderivat zur Bewertung als Fair Value-Option gemäß IAS/IFRS designiert.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Alle internen Limite für Aktien und Aktienfonds wurden im Jahresverlauf eingehalten. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert und im APM-Gremium berichtet. Per 31. Dezember 2017 belief sich der Valueat-Risk dieser Risikoposition bei einer Haltezeit von 90 Tagen (Vorjahr: 180 Tage) und einem Konfidenzintervall von 95 % auf einen Wert von 1,2 Mio. EUR (2016: 1,2 Mio. EUR).
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 1,2 | 1,0 |
| Maximalwerte | 2,2 | 1,2 |
| Durchschnittswerte | 1,8 | 1,1 |
| Werte zum Jahresende | 1,2 | 1,2 |
Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktienund Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Das Aktienkursrisiko ist hinsichtlich Volumen und Value-at-Risk limitiert und wird durch das Risikocontrolling überwacht.
1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Der Value-at-Risk aus der Fremdwährungsposition wird mit einem Konfidenzintervall von 95 % und einer Haltedauer von 90 Tagen (Vorjahr: 180 Tage) berechnet und betrug zum Jahresultimo 0,6 Mio. EUR (2016: 0,9 Mio. EUR).
| 2016 | 2017 |
|---|---|
| 0,7 | 0,6 |
| 0,7 | |
| 0,6 | |
| 0,6 | |
| 0,9 0,8 0,9 |
Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt. Zum Ausgleich von Währungsrisiken werden in der BKS Bank zum Teil derivative Geschäfte wie Cross Currency Swaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps abgeschlossen. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigengeschäft und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
1) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
1) Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft/Gruppe Geld- und Devisenhandel
2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Gruppe Risikocontrolling
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen Liquiditätsplanung stellt der Fundingplan der BKS Bank dar.
Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.
Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Der interne Liquiditätspuffer betrug zum Jahresultimo 1,32 Mrd. EUR (2016: 1,17 Mrd. EUR) und setzte sich aus OeNB-refinanzierungsfähigen Kundenforderungen (Credit Claims) und festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Die Counterbalancing Capacity beinhaltet noch zusätzliche Aktien und Fonds und erreichte zum Jahresultimo rund 1,37 Mrd. EUR (2016: 1,38 Mrd. EUR). Damit ist ein komfortabler Liquiditätspolster für etwaige Störungen am Geldund Kapitalmarkt gegeben. Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee überwacht weiters monatlich die Liquiditätssituation der BKS Bank über definierte Frühwarnindikatoren. Für den Fall, dass Frühwarnindikatoren die definierten Schwellen überschreiten, hat das APM-Komitee zu tagen und ist verpflichtet, Maßnahmen zu setzen. Weiters werden im Risikomanagementhandbuch Notfallkonzepte mit Verantwortlichkeiten, Maßnahmen und Prozessen bei Störungen am Geld- und Kapitalmarkt festgelegt.
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| bei der OeNB hinterlegte Wertpapiere | 584,3 | 688,1 |
| bei Clearstream hinterlegte Wertpapiere | 66,1 | 63,4 |
| bei Euroclear hinterlegte Wertpapiere | - | 60,7 |
| an die OeNB zedierte Credit Claims | 365,1 | 384,7 |
| an die Slowenische Nationalbank zedierte Credit Claims | 24,7 | 9,6 |
| Summe EZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 1.040,2 | 1.206,4 |
| abzüglich Tendersperre OeNB | -300,0 | -300,0 |
| abzüglich EUREX Repo | -28,3 | -3,1 |
| Summe freie ESZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 711,9 | 903,3 |
| Barmittel | 34,1 | 84,9 |
| OeNB-Guthaben | 424,9 | 333,6 |
| Liquiditätspuffer | 1.170,9 | 1.321,8 |
| sonstige Wertpapiere | 213,7 | 47,0 |
| Counterbalancing Capacity | 1.384,6 | 1.368,8 |
Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.
In der täglich erstellten Liquiditätsablaufbilanz ordnen wir alle für das Refinanzierungsprofil relevanten Aktiva und Passiva nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder ein. Die Ablaufbilanz zeigt für jedes Zeitband einen Liquiditätsüberschuss oder -fehlbetrag und ermöglicht so die sehr zeitnahe Steuerung offener Liquiditätspositionen. Weiters wurde ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit) ausgearbeitet, welches dem Vorstand und den zuständigen Risikomanagementeinheiten einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um aussagekräftige Stresstests, die wir je nach Art des Stressauslösers in allgemeine makroökonomische Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien kategorisieren.
Die Messung des Liquiditätsrisikos im Going Concern-Ansatz sowie im Liquidationsansatz in der Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem VAR-Ansatz. Das Risiko wird auf Basis der Nettogaps mit einer angenommenen Refinanzierungsverteuerung nach einer hypothetischen Bonitätsverschlechterung der Bank ermittelt. Das Konfidenzintervall beträgt im Going Concern-Ansatz 95 %, im Liquidationsansatz 99,9 %.
Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Die BKS Bank nimmt am General Collateral (GC) Pooling-Markt der EUREX Clearing AG teil. Im Rahmen des GC-Poolings kann Liquidität in den Währungen Euro, US-Dollar und Schweizer Franken mit Laufzeiten von Overnight (für EUR und USD) bis 12 Monate aufgenommen oder veranlagt werden. Die BKS Bank ist somit einer von vielen Teilnehmern in einem stetig wachsenden Marktsegment für standardisierte und besicherte Finanzierungsgeschäfte unter Einbezug eines Clearinghauses.
Die folgende Grafik zeigt die Refinanzierungsstruktur der BKS Bank nach Produktarten.
| in Mio. EUR | Buchwerte | Vertragliche Cash Flows1) |
< 1Monat | 1 Monat bis 1 Jahr |
1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 6.364 | 6.663 | 751 | 2.812 | 684 | 2.416 |
| – Einlagen von Kreditinstituten | 695 | 692 | 111 | 565 | 10 | 6 |
| – Einlagen von Kunden | 4.956 | 5.166 | 638 | 2.155 | 319 | 2.054 |
| – Verbriefte Verbindlichkeiten | 554 | 619 | 2 | 64 | 265 | 288 |
| – Nachrangige Verbindlichkeiten | 159 | 186 | - | 28 | 90 | 68 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 15 | 8 | - | 8 | - | - |
| – Derivate im Bankbuch | 15 | 8 | - | 8 | - | - |
| Summe | 6.379 | 6.671 | 751 | 2.820 | 684 | 2.416 |
1) nicht abgezinst
| Vertragliche | 1 Monat bis 1 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Buchwerte | Cash Flows1) | < 1Monat | Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 6.436 | 6.986 | 804 | 2.670 | 1.470 | 2.042 |
| – Einlagen von Kreditinstituten | 867 | 1.182 | 187 | 369 | 621 | 5 |
| – Einlagen von Kunden | 4.825 | 4.944 | 595 | 2.146 | 497 | 1.706 |
| – Verbriefte Verbindlichkeiten | 545 | 628 | 22 | 96 | 238 | 272 |
| – Nachrangige Verbindlichkeiten | 199 | 232 | - | 59 | 114 | 59 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 31 | 23 | - | 1 | 22 | - |
| – Derivate im Bankbuch | 31 | 23 | - | 1 | 22 | - |
| Summe | 6.467 | 7.009 | 804 | 2.671 | 1.492 | 2.042 |
1) nicht abgezinst
Bedingt durch das rückläufige CHF-Kreditvolumen ist auch der Refinanzierungsbedarf in Schweizer Franken auf 158,6 Mio. EUR (2016: 224,1 Mio. EUR) gesunken und beträgt nur noch 2,9 % des gesamten Refinanzierungsbedarfs.
| in % | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| 1 EUR | 95,4 | 96,8 |
| 2 CHF | 4,2 | 2,9 |
| 3 USD | 0,3 | 0,2 |
| 4 JPY | 0,1 | 0,1 |
Die in nachstehender Grafik skizzierte Einlagenkonzentration, die im Berichtsjahr einen Wert von 0,36 erreichte, dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen. Sämtliche Kundeneinlagen werden nach definierten Größenklassen und mit ihrem jeweiligen Anteil ermittelt sowie mit Gewichtungsfaktoren zwischen 0 und 1 bewertet.
Die Loan-Deposit-Ratio, ein weiterer wichtiger Indikator für die Liquiditätssteuerung, zeigt die Relation der Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Mit 92,3 % bewegen wir uns deutlich unter der Benchmark und somit auf einem ausgezeichneten Niveau. Als Benchmark setzen wir ein ausgewogenes Verhältnis von 100 % an. Wir interpretieren diese Entwicklung als Zeichen des Vertrauens in unser Haus und als Ergebnis unserer intensiven Bemühungen zur Gewinnung von Primäreinlagen.
Mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicherzustellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss (Cash-Abfluss abzüglich Cash-Zufluss) der nächsten 30 Tage gegenübergestellt. Diese aufsichtsrechtliche Liquiditätsquote erreichte zum 31. Dezember 2017 einen Wert von 145,2 % und erfüllt somit die ab Anfang Oktober 2015 stufenweise bis 2018 zu erreichende Quote von 100 % mehr als deutlich.
Kreditinstitute sind gemäß Artikel 100 CRR in Verbindung mit der Durchführungsverordnung (EU) 2015/79 der Kommission verpflichtet, belastete Vermögenswerte quartalsweise an die Aufsicht zu melden. Im Rahmen dieser Meldung werden Vermögenswerte als belastet angesehen, wenn sie verpfändet wurden oder "on-balance" und "off-balance"-Transaktionen besichern. Der Anteil der belasteten Vermögenswerte lag in der Kreditinstitutsgruppe zum 31. Dezember 2017 bei 8,1 % (2016: 7,8 %). Dieser Wert ist vergleichsweise gering und unterschreitet den aufsichtsrechtlichen Schwellenwert von 15,0 %, so dass lediglich reduzierte Meldeanforderungen für unser Haus zu tragen kommen.
Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine strukturelle Liquiditätsquote, die ein stabiles Finanzierungsprofil der Bank über einen Zeitraum von über einem Jahr sicherstellen soll. Dabei wird die verfügbare stabile Refinanzierung der erforderlichen stabilen Refinanzierung gegenübergestellt. Diese zusätzliche Liquiditätskennzahl wird voraussichtlich ab 2019 verpflichtend auszuweisen sein und soll mindestens 100 % betragen. Im ILAAP-Bericht der BKS Bank überwachen wir die NSFR bereits jetzt laufend. Per Jahresende 2017 belief sich die NSFR auf 105,0 %.
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir in Anlehnung an die CRR die Gefahr von Verlusten, die vorrangig den Betriebsbereich der BKS Bank betreffen und infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH1) und durch umfangreiche Datenschutzund Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Von der Revision festgestellte Systemschwächen werden einer umgehenden Bereinigung zugeführt.
Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Quartalsweise ergeht ein Bericht zum operationalen Risiko an die relevanten Entscheidungsträger.
1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
2) Operationales Risiko-Gremium
Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt. Die Steuerung von IKT-Risiken erfolgt auf Basis der IKT-Governance-Richtlinie, die von der Abteilung Betrieb erstellt und vom Gesamtvorstand verabschiedet wurde.
Wir wenden verschiedene Techniken zur effektiven Steuerung des operationalen Risikos an, wie z. B:
Operationale Risiken werden in folgende Kategorien gegliedert:
Im Jahr 2017 kam es in der BKS Bank zu 216 Schadensfällen exklusive solcher, die aus dem Kreditgeschäft resultieren (2016: 240 Schadensfälle). Die durchschnittliche Schadenshöhe belief sich auf 12.135,- EUR (2016: 2.224,- EUR), wobei Rückflüsse bereits abgezogen wurden. Auf die Kategorie Kunden, Produkte und Geschäftspraxis entfielen die meisten Schadensfälle.
Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 26,1 Mio. EUR (2016: 26,2 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von 2,6 Mio. EUR (2016: 0,5 Mio. EUR) gegenüber. Die gesamte Schadenssumme betrug lediglich 10 % des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das operationale Risiko.
Alle drei Jahre findet ein Self-Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt. Das letzte Self-Risk-Assessment fand im Jahr 2016 statt. Die Ergebnisse des Risk-Assessment werden im OR-Gremium behandelt und relevante Themenbereiche für eine vertiefende Analyse definiert sowie Maßnahmen abgeleitet.
Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Unter dem Reputationsrisiko werden negative Folgen aus der Wahrnehmung der interessierten Öffentlichkeit (Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Medien, Geschäftspartner, Teilnehmer des Interbankenmarkts usw.) verstanden. Ein wesentlicher Baustein zur Steuerung des Reputationsrisikos ist das Beschwerdemanagement.
Verhaltensrisiken (conduct risk) werden durch umfangreiche Regelungen im Code of Conduct, Compliance Code, in der Compliance Charta sowie den Handbüchern zur Antikorruption und Geldwäsche erfasst.
Unter Modellrisiken werden Risiken aus den in der BKS Bank verwendeten Berechnungsmodellen sowie Modellen für Entscheidungsprozesse verstanden. Diese werden im Bereich des Kreditrisikos wie auch des Marktrisikos mit Puffern in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt.
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Im Bereich des IKT-Risikos hat die BKS Bank ein stringentes Konzept für das Berechtigungssystem, wie auch klare Richtlinien zur Kontrolle des Datenschutzes. Die ständige Schulung der Mitarbeiter erhöht das Bewusstsein, zudem werden tourliche Kontrollen im Rahmen des IKS durchgeführt. Umfassende technische und organisatorische Vorkehrungen sowie regelmäßige Backuptests stellen die Verfügbarkeit der Systeme und Daten im Schadensfall sicher. Cyber-Risiken begegnen wir durch ein professionelles Risikomanagement, das sowohl auf Ebene der 3 Banken IT GmbH als auch in der BKS Bank eingerichtet ist. Die Summe dieser Maßnahmen zielt darauf ab, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verarbeiteten Informationen sicherzustellen und diese gesetzeskonform zu verwenden.
Zur Identifizierung kritischer Systeme wird ein Risikokatalog geführt, der durch den Security-Manager der 3 Banken IT GmbH tourlich angepasst wird. Dieser enthält die Einstufungen der Kritikalität und der Risiken aller Systeme und Anwendungen. Die Bewertungskriterien der Risikoanalysen sind u. a. maximal tolerierbare Ausfallzeiten, mögliche Schadensszenarien bei Ausfällen außerhalb der Toleranzgrenze und Notfallprozeduren. Zudem werden ausführliche Schutzbedarfsanalysen bestehender Anwendungen und Systeme erstellt. Das Sicherheitskonzept, die Notfallpläne und das Notfallhandbuch werden tourlich adaptiert. Gemäß den Vorschriften zur PSD 2 (Payment Services Directive 2) wird darüber hinaus im Management operationaler Risiken ein spezieller Fokus auf Betrugsfälle und sicherheitsrelevante Risiken im Zahlungsverkehr gelegt.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 8,0 % (2016: 8,5 %). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der zurzeit diskutierten Mindestquote von 3 %.
1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
Für die sonstigen Risiken werden in der Risikotragfähigkeitsrechnung im Going Concern- wie auch im Liquidationsansatz entsprechende Risikopuffer angesetzt, welche jährlich evaluiert und erforderlichenfalls angepasst werden. Die Steuerung dieser Risiken erfolgt im ICAAP-Gremium.
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt. Anzumerken ist, dass die Merkmale des Risikomanagementsystems bereits in den zuvor beschriebenen Kapiteln ausführlich erläutert wurden.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein über Jahre gewachsenes System von Überwachungsmaßnahmen, die dazu bestimmt sind, die Vermögenswerte zu sichern und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Darüber hinaus stellt das IKS die Einhaltung von Gesetzen und internen Regelwerken sowie die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der betrieblichen Aufzeichnungen sicher. Bereits in den 1980er Jahren hat sich unser Haus mit dem systematischen Ausbau des IKS beschäftigt. Seit damals wurde das IKS ständig weiterentwickelt und an nationalen und internationalen Standards ausgerichtet. Das international anerkannte Rahmenwerk "COSO Internal Control – Integrated Framework" dient dazu als Referenzmodell.
Im IKS-Rahmenwerk der BKS Bank sind die Ziele, Vorgehensweisen und Gestaltungsprinzipien des IKS gesamthaft beschrieben. Neben der übersichtlichen Darstellung aller IKS-Maßnahmen sind die organisatorische Ausgestaltung des IKS sowie das jährliche Berichtswesen beschrieben.
Darüber hinaus gelten neben den gesetzlichen Vorgaben in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei auch die von der BKS Bank definierten Verhaltensgrundsätze. Zudem haben wir ein Compliance-Management-System, das dem "Tone from the Top"- Prinzip folgt, und einen Code of Conduct implementiert. Weiters beachten wir die Corporate Governance-Grundsätze und legen großen Wert auf die strikte Einhaltung der internen Richtlinien.
Die regelmäßigen und gesetzlich vorgesehenen Kontrollen des IKS werden durch die Abteilung interne Revision auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten Revisionsplanes und einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüft. Die Überwachung der Effizienz des internen Kontrollsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates.
Wir arbeiten laufend an der Verbesserung des internen Kontrollsystems. Das Kernstück der letzten Weiterentwicklung war die Implementierung einer Risiko-Kontrollmatrix. Darin wurden die vorhandenen Kontrollen mit den identifizierten Risiken je Geschäfts- und Supportprozess verknüpft und bewertet. Durch die prozessbasierte Risikobeurteilung und detaillierte Kontrollbeschreibung wird eine effiziente und korrekte Arbeitsweise unterstützt und die Unternehmenssteuerung maßgeblich verbessert. Zudem stellen wir damit sicher, dass wir bei geänderten Risikogegebenheiten rasch reagieren können. Zusätzlich wird die Qualität der bereits etablierten Kontrollen anhand eines Reifegradmodells bewertet. Das Modell besteht aus fünf aufsteigenden Reifegraden (von "1 – wenig zuverlässig" bis "5 – optimiert"), wobei ein Reifegrad von "3 – standardisiert" die unterste Benchmark für uns darstellt.
Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkonsolidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind zudem in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet. Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert.
Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen geregelt.
Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den verpflichtend eingesetzten Prüfungsausschuss wahrgenommen.
Qualität und Nachhaltigkeit bilden das Fundament unserer Unternehmensstrategie. Die BKS Bank verfolgt bereits seit vielen Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie und setzt keine CSR-Einzelmaßnahmen. Erfreulicherweise werden wir für unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten immer wieder extern ausgezeichnet. Besonders stolz sind wir, dass wir Anfang 2018 erneut von der oekom research AG für unsere CSR-Aktivitäten den Prime-Status verliehen bekamen. Beim Rating konnten wir uns um eine Ratingstufe von C auf C+ verbessern. Die Ratingskala reicht von A+ bis D-. Damit zählen wir weltweit zu den besten Banken in Sachen Nachhaltigkeit. Zudem wurde die BKS Bank 2017 zum zweiten Mal in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen.
Die detaillierte Darstellung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemäß dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) erfolgt in unserem unter www.bks.at/Nachhaltigkeit abrufbaren Nachhaltigkeitsbericht. Dieser wurde nach den GRI-Standards, Option Kern erstellt. Die Kennzahlen auf den folgenden Seiten geben einen Überblick über unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren und deren Entwicklung.
Im Berichtsjahr hat die BKS Bank ihre Nachhaltigkeitsstrategie unter Einbezug der Sustainable Development Goals (SDGs) und der Prinzipien des UN Global Compact neu ausgerichtet. Ein mehrstufiger Stakeholder-Dialog bildete die Basis für die Erstellung der Wesentlichkeitsmatrix. Teil des Stakeholder-Dialogs war unter anderem eine Online-Stakeholder-Befragung mit 265 Teilnehmern. In unserer neu definierten Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir uns Ziele bis 2022, deren Erreichung wir zum Großteil mit quantitativen Indikatoren messen. Die detaillierte Darstellung des Strategieprozesses sowie die festgelegten Ziele lesen Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2017 ab Seite 37 ff.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 haben wir wieder eine Vielzahl an CSR-Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Zu den Highlights zählten:
1) Die Angaben in diesem Text dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihen, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für die beschriebenen Anleihen stellen der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 06.04.2017 einschließlich aller in Form eines Verweises einbezogenen Dokumente und aller Nachträge sowie die jeweiligen veröffentlichten endgültigen Bedingungen dar, die auf der Homepage der Emittentin unter Investor Relations > Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind.
2) Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Lebensministerium für "AVM nachhaltig" verliehen, weil bei der Auswahl von Investmentfonds neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Investmentfonds auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Investments zu.
| Indikatoren 2016 |
Indikatoren 2017 |
|
|---|---|---|
| Nachhaltigkeitsrating durch oekom research AG (Skala von A+ bis D-) | C "Prime" | C "Prime"1) |
| Bewertung der Unternehmensqualität | R4E 5*2) | R4E 5*2) |
| Anzahl Beschwerden | 403 | 584 |
1) Die BKS Bank wurde Ende 2017 erneut von oekom geratet. Das Ergebnis – eine Verbesserung um eine Ratingstufe auf C+ – lag erst im
Februar 2018 vor. 2) EFQM Recognised for Excellence 5 Star
| Indikatoren 2016 |
Indikatoren 2017 |
|
|---|---|---|
| Anzahl Mitarbeiter Konzern | 1.071 | 1.099 |
| Frauenanteil im Vorstand in % | 33,3 | 33,3 |
| Frauenanteil im Aufsichtsrat in % | 35,7 | 33,3 |
| Anteil weiblicher Führungskräfte an der Gesamtzahl | ||
| leitender Mitarbeiter in % | 32,1 | 32,4 |
| Durchschnittliche Ausbildungstage pro Mitarbeiter | 5,0 | 4,2 |
| Fluktuationsrate in % | 5,2 | 5,2 |
| Teilnehmer am Jahresprojekt | ||
| betriebliche Gesundheitsförderung | 281 | 266 |
| Krankenstandsquote in % | 2,9 | 3,1 |
| Durchschnittliche Elternkarenzdauer in Jahren | 1,8 | 2,3 |
| Rückkehrrate aus der Elternkarenz in % | - | 923) |
| Auszeichnungen für mitarbeiterbezogene Aktivitäten bzw. | ||
| Mitgliedschaften in mitarbeiterbezogenen Netzwerken: | ||
| – Zertifikat Audit "berufundfamilie" | ||
| – Zertifikat "Familienfreundliches Unternehmen" in Slowenien | ||
| – MAMFORCE©-Standard in Kroatien | ||
| – Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung | ||
| – Unternehmen für Familien | ||
| – Carinthian International Club | ||
| – Charta der Vielfalt |
3) Die Berechnung wurde 2017 an die in den GRI-Standards vorgegebene Methodik angepasst. Daher weisen wir hier nur Werte für das aktuelle Berichtsjahr aus.
| Indikatoren | Indikatoren | |
|---|---|---|
| 2016 | 2017 | |
| Anzahl Kunden 152.000 |
152.800 | |
| Anzahl Filialen | 60 | 63 |
| Veranlagungsvolumen in AVM nachhaltig in Mio. EUR | 18,6 | 19,7 |
| Anteil des in AVM nachhaltig investierten Vermögens an AVM gesamt in % | 20 | 20 |
| Emittiertes Volumen an Green und Social Bonds in Mio. EUR | - | 8,0 |
| Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Publikumsfonds in Mio. EUR | 191,6 | 142,7 |
| Nachhaltige Assets der 3 Banken KAG im Bereich Spezialfonds in Mio. EUR | 148,0 | 450,0 |
| Einlagen auf Öko-Sparbüchern in Mio. EUR | 7,9 | 8,2 |
| Anteil der Lieferanten, die dem Verhaltenskodex für Lieferanten | ||
| zugestimmt haben in % | 100 | 100 |
| Indikatoren | Indikatoren | |
|---|---|---|
| 2016 | 2017 | |
| Anzahl der gesponserten Projekte | 445 | 405 |
| Sponsoringbeiträge in Tsd. EUR | 267 | 254 |
| Teilnehmer an Corporate Volunteering-Projekten | 112 | 108 |
| Geleistete Arbeitsstunden bei Corporate Volunteering-Projekten | 312 | 658 |
| Einreichungen TRIGOS Steiermark (2015, 2017) bzw. Kärnten (2016) | 25 | 24 |
| Mitgliedschaften in Netzwerken der Verantwortung: | ||
| – UN Global Compact | ||
| – respACT | ||
| – Verantwortung zeigen! | ||
| – Unternehmen für Familien | ||
| – Green Tech Cluster | ||
| Indikatoren 20151) |
Indikatoren 20161) |
|
|---|---|---|
| Carbon Footprint in t CO2 -Äquivalenten |
2.410 | 2.320 |
| Carbon Footprint pro Mitarbeiter in t CO2 -Äquivalenten |
2,3 | 2,2 |
| Stromverbrauch in GWh | 3,2 | 3,6 |
| Anteil Strom aus erneuerbarer Energie in % | 1002) | 1002) |
| Erdgasverbrauch in GWh | 0,20 | 0,30 |
| Diesel in 1.000 l | 137 | 124 |
1) Die Berechnung des Carbon Footprint erfolgt immer auf Basis der jeweiligen Vorjahreswerte. 2) nur im Inland
| Indikatoren 2016 |
Indikatoren 2017 |
|
|---|---|---|
| Einsparung gefahrener Kilometer durch Videokonferenzen | 256.890 | 274.440 |
| Mit der Bahn gefahrene Kilometer | 81.258 | 106.748 |
| Papierverbrauch in t | 45,1 | 46,3 |
| Über AfB wiederverwendete Hardware in Stück | 205 | 661 |
Die globalen Wirtschaftsaussichten bleiben für 2018 äußert positiv. Die Weltkonjunktur und der Welthandel sollten ihren Wachstumskurs unvermindert fortsetzen. Die USamerikanische Wirtschaft wird auch im kommenden Jahr kräftig wachsen, eine Abkühlung der Konjunktur ist derzeit nicht zu erwarten. Die US-amerikanische Notenbank (Fed) hat die Wachstumsprognosen für das Jahr 2018 von vormals 2,1 % auf nunmehr 2,5 % angehoben. Vor allem die US-Konsumenten blicken zuversichtlich in die Zukunft und erwarten in den kommenden Monaten weitere wirtschaftliche Verbesserungen. Die Verbraucher bilden das Rückgrat der US-Wirtschaft – etwa 70 % der US-Wirtschaft entfallen auf Konsumausgaben. Die positive Stimmung ist auch der guten Lage am US-Arbeitsmarkt geschuldet, der derzeit mit niedrigen Arbeitslosenraten und neuer Rekordbeschäftigung viel Beachtung findet.
Auch in China stehen die Anzeichen auf Aufschwung. Obwohl im letzten Jahr die Prognosen für die chinesische Wirtschaft gedämpfter ausfielen, verzeichnete Chinas Wirtschaft den höchsten Zuwachs seit 2010 (+7,0 %). Dieser Trend sollte sich 2018 fortsetzen, wenngleich das Wachstum vor allem wieder durch höhere Staatsausgaben und neue Kredite getragen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bekräftigte zuletzt seine Sorgen, dass wichtige Reformen in China nach wie vor ausbleiben und stattdessen neue Schulden für ein hohes Wachstum in Kauf genommen werden.
Die Einschätzungen für die europäische Wirtschaft sind für 2018 euphorisch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fiel das Wachstum sowohl in der EU als auch in der Eurozone stärker aus als erwartet. Die Europäische Kommission hat daher in ihrer jüngst veröffentlichten Zwischenprognose die Wachstumsraten für die EU und für den Euroraum von 1,9 % auf 2,0 % bzw. von 2,1 % auf 2,3 % angehoben. Das robuste Wachstum wird von mehreren Faktoren gestützt. Die Arbeitslosigkeit und die Haushaltsdefizite sinken, und dank der starken Nachfrage und der guten Kapazitätsauslastungen steigen die Investitionen. Positiv ist auch die Stimmung der Unternehmen und das Vertrauen der Konsumenten ist ebenfalls ungebrochen hoch. Auch die Konjunktur auf unseren Auslandsmärkten bleibt schwungvoll. Für Slowenien, Kroatien und die Slowakei wird ein kräftiger BIP-Zuwachs prognostiziert: 3,3 % für Slowenien, 2,8 % für Kroatien und das slowakische BIP soll um 3,6 % zulegen.
Prognosen über die Entwicklung der Inflation gestalten sich derzeit schwierig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hegt Zweifel an der Nachhaltigkeit des im Jahr 2017 beobachteten Preisauftriebs. Für das Jahr 2018 rechnet die EZB mit einer Inflation von 1,4 % für die Eurozone.
Sämtliche Wirtschaftsexperten sind sich einig: Auch 2018 wird die österreichische Wirtschaft kräftig wachsen. Die österreichische Nationalbank (OeNB) hob ihre Wachstumsprognose für 2018 auf 2,8 % an, das österreichische
Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) rechnet sogar mit einem BIP-Zuwachs von 3,0 %. Die heimische Sachgütererzeugung wird von der dynamischen internationalen Konjunktur weiter gestärkt und die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten lässt die Investitionen kräftig ansteigen. Auch der private Konsum wird 2018 wieder eine wichtige Stütze für den Konjunkturaufschwung sein. Die günstigen Wirtschaftsaussichten sollten auch die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessern, dennoch bleibt die Arbeitslosenquote vergleichsweise hoch. Trotz der guten Beschäftigungslage bleibt es für bestimmte Gruppen von Arbeitssuchenden schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Das Umfeld für Aktien bleibt 2018 weiterhin gut, auch wenn die Entwicklung im Jahresverlauf etwas ruppiger ausfallen könnte als zuletzt. Die Kombination aus stabilem Wachstum und niedriger Inflation schafft hervorragende Bedingungen für unternehmerische Aktivitäten. Allerdings haben Investoren bislang Risikofaktoren, wie beispielsweise die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea, die Erhöhung der US-Leitzinsen oder widersprüchliche Aussagen des US-Präsidenten, ignoriert. Diese Situation lässt das Risiko für eine zwischenzeitliche Kurskorrektur ansteigen.
Der Anleihenmarkt ist im Lichte der Ankündigung der EZB, das Ankaufprogramm bis September 2018 zu verlängern, zu sehen. Dies könnte zu weiteren leichten Anstiegen der Renditen von Staatsanleihen führen. Größere Anstiege erwarten wir 2018 allerdings nicht. Unternehmensanleihen mit guter Bonität profitieren weiterhin vom Ankaufprogramm der EZB. Hochzinsanleihen haben unserer Meinung nach zuletzt an Attraktivität verloren. Im Gegensatz dazu sollte sich der Rentenmarkt für Schwellenländer aufgrund guter makroökonomischer Daten aufhellen.
Die Herausforderungen für Banken bleiben auch für das kommende Geschäftsjahr hoch. Das tiefe Zinsniveau führt dazu, dass die angespannte Ertragssituation im zinstragenden Geschäft auch 2018 ein wichtiges Thema bleibt. Wir gehen davon aus, dass sich die Zinsen erst im Jahr 2019 normalisieren werden, wobei eine mögliche Anhebung der Leitzinsen langsam vonstattengehen wird. Auf der Kostenseite sind wir aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung mit höheren IT-Investitionen konfrontiert. Die rasanten technologischen Entwicklungen drängen uns dazu, Umsetzungszyklen zu verkürzen und marktreife Services und Produkte schneller zu entwickeln. Das wiederum treibt die Kosten in die Höhe. Ein entscheidendes Erfolgskriterium dabei ist auch die digitale Kompetenz unserer Mitarbeiter, die wir umfassend auf die neuen technologischen Herausforderungen vorbereiten. Ein anderes Dauerthema ist die weitreichende Verschärfung der regulatorischen Vorgaben. Die Anforderungen, die sich aus PSD 2, IFRS 9 und dergleichen ergeben, werden uns auch im neuen Geschäftsjahr weiter intensiv beschäftigen.
Auch wenn die Rahmenbedingungen mit Niedrigzinsumfeld, Regulatorik und Kostendruck derzeit unfreundlich erscheinen, gibt es auch einige positive Indikatoren zu berücksichtigen. Dank der anhaltend guten Konjunkturlage rechnen wir damit, dass die bereits deutlich gestiegene Kreditnachfrage im heurigen Geschäftsjahr weiter zulegen wird. Auch die entspannte Risikosituation sollte noch länger Bestand haben. Im Provisionsgeschäft erwarten wir, dass sich die gute Geschäftsentwicklung der letzten Monate im neuen Geschäftsjahr fortsetzt.
Darüber hinaus haben wir in der letztjährigen Strategieklausur unsere Unternehmensstrategie weiterentwickelt und die Weichen für eine zukunftsfähige Bank gestellt. Die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen werden wir mutig verfolgen, damit wir weiter wachsen und unsere Position unter den führenden Banken Österreichs ausbauen können. Parallel zu den Maßnahmen zur Stärkung unserer Ertragskraft üben wir auch weiterhin strikte Kostendisziplin. Auf der Agenda für 2018 stehen daher auch Optimierungsund Einsparungsprojekte. Wir haben uns beispielsweise vorgenommen, einzelne Geschäftsbereiche neu auszurichten und vereinzelt Veränderungen in unserem Filialnetz vorzunehmen. Wir verfolgen dabei weiterhin das Ziel, die Cost-Income-Ratio unter der internen Benchmark von 55,0 % zu halten.
Eine starke Eigenmittelausstattung ist der Schlüssel für Wachstum in der Zukunft. Zum 31. Dezember 2017 erreichten wir eine Gesamtkapitalquote von 14,0 % und eine harte Kernkapitalquote von 12,3 %. Beide Quoten lagen zwar deutlich über den aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen, erfüllen aber unsere internen Zielwerte noch nicht. Damit wir unseren Wachstumskurs fortsetzen und die Anforderungen der Digitalisierung bewältigen können, führten wir im ersten Quartal 2018 erfolgreich eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 12 : 1 durch. Insgesamt hat die BKS Bank 3.303.300 neue Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 16,70 EUR pro junger Aktie ausgegeben. Der Emissionserlös betrug 55,2 Mio. EUR.
Natürlich sind wir uns bewusst, dass die planmäßige Umsetzung unserer Strategieziele durch Marktturbulenzen, Konjunktureinbußen, aufsichtsrechtliche Änderungen oder konkurrenzbedingten Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte. Wir sind aber optimistisch und davon überzeugt, dass wir dank unseres bewährten Geschäftsmodells, der stabilen Eigenmittelausstattung sowie der guten Marktposition weiterhin unseren selbstbestimmten Weg fortsetzen können. Wie in den Vorjahren werden wir auch 2018 alles tun, um die BKS Bank auf Erfolgskurs zu halten. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das neue Geschäftsjahr an.
An dieser Stelle möchten wir noch anmerken, dass im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer – bis auf die bereits erwähnte Kapitalerhöhung – keine wesentlichen, berichtsrelevanten Ereignisse eingetreten sind.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
| Adressen im Internet | |
|---|---|
| Österreichischer Corporate Governance Kodex | www.corporate-governance.at |
| BKS Bank-Aktie | www.bks.at/Aktie |
| Aktionärsstruktur | www.bks.at/Aktionaersstruktur |
| Unternehmenskalender | www.bks.at/Unternehmenskalender |
| Hauptversammlung | www.bks.at/Hauptversammlung |
| Corporate Governance – Entsprechenserklärung der BKS Bank AG: – Leitlinien für die Unabhängigkeit – Bericht der BKS Bank zum Österreichischen Corporate Governance Kodex 2017 – Veröffentlichungen gemäß § 65a BWG betreffend Corporate Governance & Vergütung – Satzung der BKS Bank |
www.bks.at/Corporate_Governance |
| Geschäfts-, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte der BKS Bank | www.bks.at/Berichte |
| Informationen gemäß Offenlegungsverordnung | www.bks.at/Berichte |
| Pressemitteilungen der BKS Bank | www.bks.at/Pressemitteilungen |
| Adressen im Internet | |
|---|---|
| – AML-Declaration |
www.bks.at/Compliance |
| – Bankkonzession |
|
| – USA Patriot Act Certification |
|
Inhaltsverzeichnis Notes –172– Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2017 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 –176– Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung –177– Konzerngeldflussrechnung –178– Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank –179– Organe der Gesellschaft Schlussbemerkungen des Vorstandes Gewinnverteilungsvorschlag Bestätigungsvermerk
| DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 191 | ||
|---|---|---|
| (1) | Zinsüberschuss 191 | |
| (2) | Risikovorsorge 191 | |
| (3) | Provisionsüberschuss 191 | |
| (4) | Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 192 | |
| (5) | Handelsergebnis 192 | |
| (6) | Verwaltungsaufwand 192 | |
| (7) | Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 192 | |
| (8) | Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss (FV) 192 | |
| (9) | Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale (AfS) 193 | |
| (10) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity (HtM) 193 | ||
| (11) Steuern 193 |
| DETAILS ZUR BILANZ 194 | |
|---|---|
| (12) Barreserve 194 | |
| (13) Forderungen an Kreditinstitute 194 | |
| (14) Forderungen an Kunden 194 | |
| (15) Risikovorsorge zu Forderungen 195 | |
| (16) Handelsaktiva 195 | |
| (17) Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss 195 | |
| (18) Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale 195 | |
| (19) Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 196 | |
| (20) Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen 196 | |
| (21) Immaterielle Vermögenswerte 196 | |
| (22) Sachanlagen 196 | |
| (23) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 196 |
| (24) Latente Steuerforderungen 197 |
|---|
| (25) Sonstige Aktiva 198 |
| (26) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 198 |
| (27) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 198 |
| (28) Verbriefte Verbindlichkeiten 199 |
| (29) Handelspassiva 199 |
| (30) Rückstellungen 199 |
| (31) Sonstige Passiva 201 |
| (32) Nachrangkapital 201 |
| (33) Konzernkapital 202 |
| (34) Kapitalmanagement 203 |
| (35) Fair Values 204 |
| (36) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien 206 |
| (37) Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 207 |
| (38) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 207 |
| (39) Segmentberichterstattung 209 |
| (40) Zinslose Aktiva 210 |
| (41) Gesamtkapitalrentabilität 210 |
| (42) Nachrangige Vermögenswerte 210 |
| (43) Fremdwährungsvolumina 210 |
| (44) Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen 211 |
| (45) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 211 |
| (46) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 211 |
| (47) In den Aktivposten enthaltene Sicherheiten für Verbindlichkeiten 211 |
| (48) Angaben zu Vergütungen an den Bankprüfer 211 |
| (49) Risikobericht 211 |
| (50) Derivatives Geschäftsvolumen 212 |
| Anhang / Notes | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| -4,2 | |||
| -17,0 | |||
| 0,2 | |||
| -13,8 | |||
| 5,0 | |||
| 2,2 | |||
| 1,8 | |||
| 2,2 | |||
| 15,9 | |||
| -10,1 | |||
| 1,2 | |||
| -29,8 | |||
| -61,8 | |||
| >100 | |||
| >100 | |||
| >100 | |||
| >-100 | |||
| 55,0 | |||
| >100 | |||
| 47,3 | |||
| -34,8 | |||
| 46.180 | 68.035 | 47,3 | |
| (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (7) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (8) (9) (10) (11) |
160.967 -40.476 120.491 -31.007 89.484 52.586 -3.756 48.830 33.696 1.717 -106.428 6.590 -22.012 -2.076 -1.863 -366 153 49.801 -3.617 46.184 -4 |
154.273 -33.587 120.686 -26.724 93.962 53.721 -3.825 49.896 39.068 1.544 -107.754 4.624 -8.376 4.211 1.300 2.915 -4 77.175 -9.138 68.038 -3 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 46.184 | 68.038 | 47,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.679 | 17.537 | >100 |
| Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | 2.649 | 2.405 | -9,2 |
| ± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | 815 | 510 | -37,4 |
| ± Latente Steuern | -204 | -129 | -36,7 |
| ± Anteil der gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | |||
| von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 2.038 | 2.024 | -0,7 |
| Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | 1.030 | 15.132 | >100 |
| ± Währungsumrechnungsdifferenzen | 971 | 57 | -94,2 |
| ± Available-for-Sale-Rücklage | 940 | 18.798 | >100 |
| ± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes | 1.254 | 19.775 | >100 |
| ± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust | -314 | -977 | >100 |
| ± Latente Steuern auf Posten Available-for-Sale-Rücklage | -238 | -4.699 | >100 |
| ± Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziier | |||
| ten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -643 | 976 | >100 |
| Gesamtergebnis | 49.863 | 85.575 | 71,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | -4 | -3 | -25,0 |
| Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen | 49.859 | 85.572 | 71,6 |
| GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2017 | |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf (Stamm- und Vorzugsaktien) | 36.667.864 | 38.955.556 |
| Dividende je Aktie in Euro (Stamm- und Vorzugsaktien) | 0,23 | 0,23 |
| Gewinn je Stamm- und Vorzugsaktie in Euro (verwässert und unverwässert) | 1,23 | 1,72 |
In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren. Für die Ermittlung des Gewinns je Aktie wurde vom Jahresüberschuss die Kuponzahlung 2017 auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen.
| QUARTALSUBERSICHT 2017 | |
|---|---|
| QUARTALSÜBERSICHT 2017 | 2017 | 2017 | 2017 | 2017 |
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 1. Quartal | 2. Quartal | 3. Quartal | 4. Quartal |
| Zinserträge | 37.780 | 39.766 | 38.145 | 38.582 |
| Zinsaufwendungen | -8.887 | -8.711 | -8.619 | -7.370 |
| Zinsüberschuss | 28.893 | 31.055 | 29.526 | 31.213 |
| Risikovorsorge | -8.345 | -5.859 | -2.885 | -9.634 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 20.548 | 25.196 | 26.640 | 21.579 |
| Provisionserträge | 13.930 | 13.640 | 13.216 | 12.934 |
| Provisionsaufwendungen | -674 | -970 | -1.163 | -1.018 |
| Provisionsüberschuss | 13.256 | 12.670 | 12.054 | 11.916 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 8.132 | 10.499 | 10.407 | 10.029 |
| Handelsergebnis | 383 | 591 | 10 | 561 |
| Verwaltungsaufwand | -26.594 | -26.029 | -26.670 | -28.461 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.952 | 282 | 934 | 1.457 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.837 | -995 | -2.539 | 995 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ | ||||
| Verbindlichkeiten | 1.600 | 1.015 | 97 | 1.499 |
| – Ergebnis aus FI at Fair Value through Profit or Loss | 1.143 | 154 | 15 | -12 |
| – Ergebnis aus FV Available-for-Sale | 460 | 861 | 82 | 1.511 |
| – Ergebnis aus FV Held-to-Maturity | -4 | 0 | 0 | 0 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 13.440 | 23.229 | 20.933 | 19.574 |
| Steuern vom Einkommen | -2.183 | -1.358 | -2.425 | -3.170 |
| Periodenüberschuss | 11.256 | 21.870 | 18.507 | 16.404 |
| Nicht beherrschende Anteile | -1 | 0 | -1 | -1 |
| Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen | 11.256 | 21.870 | 18.506 | 16.403 |
| in Tsd. EUR | 2016 1. Quartal |
2016 2. Quartal |
2016 3. Quartal |
2016 4. Quartal |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge | 42.319 | 40.300 | 40.108 | 38.240 |
| Zinsaufwendungen | -10.644 | -10.617 | -9.969 | -9.246 |
| Zinsüberschuss | 31.675 | 29.683 | 30.139 | 28.994 |
| Risikovorsorge | -8.793 | -3.608 | -13.361 | -5.245 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 22.882 | 26.075 | 16.778 | 23.749 |
| Provisionserträge | 13.864 | 13.301 | 12.176 | 13.245 |
| Provisionsaufwendungen | -974 | -828 | -908 | -1.046 |
| Provisionsüberschuss | 12.890 | 12.473 | 11.268 | 12.199 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 5.726 | 10.211 | 9.728 | 8.031 |
| Handelsergebnis | 199 | 779 | -61 | 800 |
| Verwaltungsaufwand | -26.898 | -27.400 | -26.100 | -26.030 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.239 | 953 | 1.583 | 2.816 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.039 | -3.424 | -1.512 | -12.037 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ | ||||
| Verbindlichkeiten | -61 | -120 | -1.297 | -598 |
| – Ergebnis aus FI at Fair Value through Profit or Loss | -195 | -414 | -1.553 | 299 |
| – Ergebnis aus FV Available-for-Sale | 134 | 294 | 103 | -897 |
| – Ergebnis aus FV Held-to-Maturity | - | - | 153 | - |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 10.938 | 19.547 | 10.387 | 8.929 |
| Steuern vom Einkommen | -2.414 | -3.362 | 1.778 | 381 |
| Periodenüberschuss | 8.524 | 16.185 | 12.165 | 9.310 |
| Nicht beherrschende Anteile | -1 | -1 | - | -2 |
| Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen | 8.523 | 16.184 | 12.165 | 9.308 |
| in Tsd. EUR | Anhang / Notes | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | (12) | 543.542 | 476.589 | -12,3 |
| Forderungen an Kreditinstitute | (13) | 242.347 | 97.711 | -59,7 |
| Forderungen an Kunden | (14) | 5.330.395 | 5.450.150 | 2,2 |
| – Risikovorsorge zu Forderungen | (15) | -155.136 | -136.992 | -11,7 |
| Handelsaktiva | (16) | 10 | 7 | -32,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte (FV) | 1.012.676 | 1.043.134 | 3,0 | |
| – FV at Fair Value through Profit or Loss | (17) | 75.568 | 78.300 | 3,6 |
| – FV Available-for-Sale | (18) | 189.335 | 182.069 | -3,8 |
| – FV Held-to-Maturity | (19) | 747.773 | 782.765 | 4,7 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | (20) | 470.907 | 520.354 | 10,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 1.735 | 1.638 | -5,6 |
| Sachanlagen | (22) | 56.274 | 55.174 | -2,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (23) | 30.720 | 30.868 | 0,5 |
| Latente Steuerforderungen | (24) | 17.288 | 7.873 | -54,5 |
| Sonstige Aktiva | (25) | 30.298 | 32.991 | 8,9 |
| Summe der Aktiva | 7.581.056 | 7.579.497 | 0,0 | |
| in Tsd. EUR | Anhang / Notes | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (26) | 867.494 | 694.986 | -19,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (27) | 4.824.760 | 4.956.489 | 2,7 |
| – hiervon Spareinlagen | 1.528.994 | 1.475.137 | -3,5 | |
| – hiervon sonstige Verbindlichkeiten | 3.295.766 | 3.481.352 | 5,6 | |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (28) | 544.656 | 553.952 | 1,7 |
| – hiervon at Fair Value through Profit or Loss | 85.130 | 84.688 | -0,5 | |
| Handelspassiva | (29) | 10 | 7 | -31,9 |
| Rückstellungen | (30) | 126.902 | 123.631 | -2,6 |
| Latente Steuerschulden | (24) | 261 | 127 | -51,2 |
| Sonstige Passiva | (31) | 59.602 | 45.143 | -24,3 |
| Nachrangkapital | (32) | 198.585 | 158.622 | -20,1 |
| Eigenkapital | (33) | 958.786 | 1.046.540 | 9,2 |
| – Konzerneigenkapital | 958.767 | 1.046.518 | 9,2 | |
| – Nicht beherrschende Anteile | 19 | 22 | 13,6 | |
| Summe der Passiva | 7.581.056 | 7.579.497 | 0,0 | |
| zusätzliche | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Währungs | Eigen | |||||||
| Gezeichnetes | Kapital | verän | Bewertungs | Gewinn | Jahres | kapitalin | Eigen | |
| in Tsd. EUR | Kapital | rücklagen | derung | rücklage | rücklagen | überschuss | strumente1) | kapital |
| Stand 01.01.2017 | 79.279 193.032 | -361 | 17.017 600.220 | 46.180 | 23.400 | 958.767 | ||
| Ausschüttung | -8.965 | -8.965 | ||||||
| Kuponzahlungen auf zusätzliche | ||||||||
| Eigenkapitalinstrumente | -1.463 | -1.463 | ||||||
| Dotierung Gewinnrücklagen | 35.752 | -35.752 | - | |||||
| Jahresüberschuss | 68.035 | 68.035 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 193 | 14.939 | 2.405 | 17.537 | ||||
| Veränderung aus at Equity-Bilanzierung | 2.525 | 2.525 | ||||||
| Veränderung eigener Aktien | -2.699 | -2.699 | ||||||
| Emission zusätzlicher | ||||||||
| Eigenkapitalinstrumente | 12.800 | 12.800 | ||||||
| Übrige Veränderungen | -19 | -19 | ||||||
| Stand 31.12.2017 | 79.279 193.032 | -168 | 31.956 638.184 68.035 36.200 | 1.046.518 | ||||
| Stand der Available-for-Sale-Rücklage (ohne der Rücklage von assoziierten | |
|---|---|
| Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) | 22.918 |
| Stand der Steuerlatenz-Rücklage | -5.729 |
1) Die 2015 und 2017 emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
| Währungs | zusätzliche Eigen |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen |
verän derung |
Bewertungs rücklage |
Gewinn rücklagen |
Jahres überschuss |
kapitalin strumente2) |
Eigen kapital |
| Stand 01.01.2016 | 72.072 143.056 | -1.151 | 16.777 552.460 | 53.613 | 23.400 | 860.227 | ||
| Ausschüttung | -8.124 | -8.124 | ||||||
| Kuponzahlungen auf zusätzliche | ||||||||
| Eigenkapitalinstrumente | -1.462 | -1.462 | ||||||
| Dotierung Gewinnrücklagen | 44.027 | -44.027 | - | |||||
| Jahresüberschuss | 46.180 | 46.180 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 790 | 240 | 2.649 | 3.679 | ||||
| Kapitalerhöhung | 7.207 | 49.976 | 57.183 | |||||
| Veränderung aus at Equity-Bilanzierung | 780 | 780 | ||||||
| Veränderung eigener Aktien | 1.758 | 1.758 | ||||||
| Übrige Veränderungen | -1.454 | -1.454 | ||||||
| Stand 31.12.2016 | 79.279 193.032 | -361 | 17.017 600.220 | 46.180 | 23.400 | 958.767 | ||
| Stand der Available-for-Sale-Rücklage (ohne der Rücklage von assoziierten | |
|---|---|
| Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) | 4.120 |
| Stand der Steuerlatenz-Rücklage | -1.031 |
2) Die 2015 emittierte Additional Tier 1-Anleihe wird gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (33) Konzernkapital.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Steuern | 46.184 | 68.038 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den | ||
| Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| – Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen | 33.076 | 26.973 |
| – Veränderungen der Rückstellungen | 10.265 | 11.420 |
| – Veräußerungsgewinne und -verluste | -1.222 | -2.625 |
| – Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen | 625 | 3.475 |
| – Gewinn / Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | -26.931 | -33.786 |
| – Nettozinsertrag | -120.490 | -120.686 |
| – Steueraufwand | 3.617 | 9.138 |
| Zwischensumme | -54.876 | -38.053 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer | ||
| Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: | ||
| – Forderungen an Kreditinstitute, an Kunden und aus der Fair Value-Option | -137.407 | -20.228 |
| – Handelsaktiva | 36 | 3 |
| – Übrige Aktiva | -1.732 | 4.125 |
| – Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 437.931 | -40.207 |
| – Verbriefte Verbindlichkeiten | -31.251 | 10.176 |
| – Handelspassiva | -36 | -3 |
| – Rückstellungen und Sonstige Passiva | 2.662 | -30.403 |
| – Erhaltene Zinsen | 159.975 | 151.430 |
| – Gezahlte Zinsen | -46.156 | -35.980 |
| – Erhaltene Dividenden | 3.272 | 3.906 |
| – Gezahlte Steuern | -9.808 | -9.261 |
| Cash Flow aus operativer Tätigkeit | 322.611 | -4.495 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von: | ||
| – Finanziellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 160.964 | 175.353 |
| Mittelabfluss durch Investitionen in: | ||
| – Finanzielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -196.898 | -198.545 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -35.934 | -23.192 |
| Kapitalerhöhung | 57.297 | - |
| Dividendenzahlungen | -8.124 | -8.965 |
| Emission zusätzlicher Eigenkapitalbestandteile | - | 12.800 |
| Kuponzahlung zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente | -1.462 | -1.463 |
| Mittelzufluss/-abfluss eigene Aktien | 1.758 | -2.699 |
| Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten | 24.515 | 9.651 |
| Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten | -7.700 | -48.600 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 66.284 | -39.276 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres | 190.310 | 543.542 |
| Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 322.611 | -4.495 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -35.934 | -23.192 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 66.284 | -39.276 |
| Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelstand | 271 | 10 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres | 543.542 | 476.589 |
Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2017 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der "Bank für Kärnten". 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986, die Vorzugs-Stückaktien seit 1991 an der Wiener Börse. Beide Aktiengattungen sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik, in Oberitalien und in Westungarn tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank.
Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 09. März 2018 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.
Die im Geschäftsjahr 2016 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Geschäftsjahr Pflicht war, auch 2017 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.
| ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS AB 01.01.2017 Standards/Amendments |
In der EU anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen |
Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 7 – Kapitalflussrechnung (Amendment): Angabeninitiative | 01.01.2017 | November 2017 |
| IAS 12 – Ertragsteuern (Amendment): Ansatz latenter Steueran | ||
| sprüche für nicht realisierte Verluste | 01.01.2017 | November 2017 |
| Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 | ||
| Cycle: IFRS 12 – Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.2017 | Februar 2018 |
IAS 7: Im Jänner 2016 wurden Amendments am IAS 7 vom IASB veröffentlicht. Die Änderungen an IAS 7 haben das Ziel, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung eines Unternehmens zu verbessern. Demnach sollen Angaben über Zu- und Abflüsse von Finanzverbindlichkeiten und zu den unter Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten detaillierter offengelegt werden. Diesem Erfordernis kommt der BKS Bank Konzern mit einer Überleitungsrechnung der Finanzverbindlichkeiten, die unter dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen sind, nach.
IAS 12 (Amendment): Das Amendment zu IAS 12 wurde im Jänner 2016 veröffentlicht. Es stellt klar, wie die Bilanzierung von latenten Steuern für nicht realisierte Verluste in Bezug auf schuldrechtliche Instrumente, die zum Fair Value bewertet werden, zu erfolgen hat, da es in der Praxis unterschiedliche Vorgehensweisen gegeben hat. Diese Änderung an IAS 12 hat jedoch keine Auswirkung auf den BKS Bank Konzern, da es keine nicht realisierten Verluste gibt. IFRS 12: Die Änderung von IFRS 12 als Teil des Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle beinhaltet die Klarstellung, dass die Angabevorschriften des IFRS 12, mit Ausnahme von IFRS 12.B10-B16, auch für Anteile gelten, die in den Anwendungsbereich des IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" fallen. Da es im BKS Bank Konzern keine nach IFRS 5 klassifizierten Vermögenswerte gibt, hat diese Änderung keine Auswirkung.
| ANZUWENDENDE STANDARDS/AMENDMENTS AB 01.01.2018 Standards/Amendments |
In der EU anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen |
Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IFRS 2 – Anteilsbasierte Vergütung (Amendment) | 01.01.2018 | Februar 2018 |
| IFRS 9 – Finanzinstrumente | 01.01.2018 | November 2016 |
| IFRS 15 – Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | ||
| (inkl. Amendments an IFRS 15) | 01.01.2018 | September 2016 |
| IFRS 15 – Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden - Klarstellungen | 01.01.2018 | Oktober 2017 |
| IFRS 4 – Versicherungsverträge (Amendment) | 01.01.2018 | November 2017 |
| Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle: | ||
| IFRS 1 – Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, | ||
| IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2018 | Februar 2018 |
IFRS 9: Am 24. Juli 2014 veröffentlichte der IASB die finale Version des IFRS 9, welcher IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzt. Das EU-Endorsement erfolgte am 22. November 2016. IFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 01. Jänner 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist. Der BKS Bank Konzern wendet IFRS 9 erstmalig zum 01. Jänner 2018 an.
Die Umstellung auf IFRS 9 hat Auswirkungen auf die Bilanz und Erfolgsrechnung, auf die Rechnungslegungs- und Risikomanagementprozesse, die internen Kontrollen und auf die Berichterstattung.
Für die Umsetzung von IFRS 9 war die Implementierung einer neuen Software notwendig. Das Implementierungsprojekt zu IFRS 9 startete 2015, wobei der Schwerpunkt wie im Jahr 2016 zunächst auf die Entwicklung von Fachkonzepten gelegt wurde. 2017 lag der Fokus auf der Konfiguration und Implementierung der neuen Software. Während der Implementierung wurden aufgrund der stetig steigenden Klarheit aus der Marktpraxis und der veröffentlichten Richtlinien des IASB die Projektanforderungen weiterentwickelt.
Die hier veröffentlichten Auswirkungen können von den bei Übergang auf IFRS 9 am 01.01.2018 abweichen. Mögliche Abweichungen können aus Marktentwicklungen, Käufen und Verkäufen von Finanzinstrumenten, aber auch aus der Weiterentwicklung der Datenqualität resultieren und stellen somit Schätzungen dar.
Der Standard lässt sich in drei Hauptbereiche, nämlich Klassifizierung und Bewertung, Impairment und Hedge Accounting, gliedern. Im BKS Bank Konzern wird kein Hedge Accounting praktiziert.
IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften der Cash Flows aus den Instrumenten widerspiegelt. Die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten sehen daher zwei gänzlich neue Gliederungskriterien vor, nämlich die Einteilung in Geschäftsmodelle sowie die Gliederung nach dem SPPI-Kriterium (solely payment of principal and interest). Als SPPI-konforme Instrumente gelten Instrumente, die ausschließlich mit Zahlungsströmen verbunden sind, die den Charakter von Zins- und Tilgungszahlungen aufweisen.
Im BKS Bank Konzern werden Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden dem Geschäftsmodell "halten und vereinnahmen" zugeordnet. Nach umfangreichen Analysen erfüllt ein Großteil der Kredite an Kunden und Kreditinstitute das SPPI-Kriterium. Damit wird ein Großteil der Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden auch unter IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Auf Basis des derzeitigen Projektstandes wird unter Anwendung eines retrospektiven Benchmarktests geschätzt, dass voraussichtlich Forderungen in Höhe von rund
55 Mio. EUR in die Bewertungsklasse at Fair Value Through Profit or Loss (FVPL) umzuwidmen sind, nachdem das SPPI-Kriterium nicht erfüllt sein dürfte. Weitere Analysen und Überprüfungen der Datenqualität erfolgen tourlich. Der derzeitige Bestand an finanziellen Vermögenswerten, die nach IAS 39 als "held-to-maturity" klassifiziert sind, wird ebenfalls dem Geschäftsmodell "halten und vereinnahmen" zugeordnet. Da diese finanziellen Vermögenswerte das SPPI-Kriterium erfüllen, werden diese auch weiterhin voraussichtlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
Jene Schuldverschreibungen, die sich unter IAS 39 im "Available-for-Sale"-Bestand befinden, werden dem Geschäftsmodell "halten und verkaufen" zugerechnet und erfüllen nach derzeitigem Stand der Analyse das SPPI– Kriterium. Sie werden unter IFRS 9 zum Fair Value Through Other Comprehensive Income (FVOCI) mit Recycling bewertet werden, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind.
Für die bisher in die Fair Value-Option designierten Instrumente wird auch unter IFRS 9 unverändert die Option ausgeübt.
Von IFRS 9 erfasste Eigenkapitalinstrumente stellen im BKS Bank Konzern in der Regel nicht notierte Minderheitsbeteiligungen dar. Im BKS Bank Konzern werden verschiedene Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet (Discounted-Cash-Flow-Methode, Multiplikatormethode und Net-Asset-Value-Methode). Jede Beteiligung wird einzeln überprüft und danach die zweckmäßige Bewertungsmethode festgelegt, wobei gegebenenfalls Abschläge für mangelnde Marktgängigkeit in der Bewertung berücksichtigt werden. Alle wesentlichen Beteiligungen werden zum Fair Value bewertet, daher ist als Folge von IFRS 9 mit keinem wesentlichen Umstellungseffekt zu rechnen.
Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel unter IFRS 9 zum Fair Value Through Profit or Loss (FVPL) zu bewerten. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen ("Fair Value-OCI-Option"). Im BKS Bank Konzern wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten zum Fair Value Through Other Comprehensive Income (FVOCI) ohne Recycling durchgeführt. Die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen sind im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen, wobei bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden darf (kein Recycling). Eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.
Derivate werden wie bisher zum Fair Value erfasst.
Bei den finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich grundsätzlich keine Veränderungen in der Kategorisierung im Vergleich zu IAS 39. Für finanzielle Verpflichtungen, die durch Nutzung der Fair Value-Option der Bewertungsklasse Fair Value Through Profit or Loss (FVPL) zugeordnet sind, gelten in Bezug auf die Darstellung der Wertänderung besondere Ausweisvorschriften. Bei einer Bewertung zum Fair Value sind jene Fair Value-Änderungen, die auf das eigene Kreditrisiko zurückzuführen sind, im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Die übrigen Fair Value-Änderungen sind nach den allgemeinen Bewertungs- und Ausweisgrundsätze in der GuV darzustellen.
IFRS 9 beinhaltet auch umfassende Änderungen am bisherigen Wertberichtigungsmodell gemäß IAS 39. Das Wertberichtigungsmodell nach IAS 39 ist ein Incurred-Loss-Modell, wohingegen das nach IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ein Expected-Loss-Modell ist. Neu ist daher, dass unter IFRS 9 auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen gebildet werden müssen. Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
– Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-months expected credit loss (ECL). Der 12-months expected credit loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos vorliegt. Für die Entscheidung über eine Zuordnung zu Stufe 2 können verschiedenste Faktoren verwendet werden. Diese können strategischer, operativer, geographischer oder auch makroökonomischer Natur sein. Der BKS Bank Konzern verwendet sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (30-Tage-Überfälligkeit, Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer.
Im Zusammenhang mit der Umstellung auf IFRS 9 wird der Bestand an Risikovorsorgen gemäß IAS 39.64 für Incurred but not reported losses aufgelöst. Nach derzeitigem Stand ergibt sich aus der Umstellung auf IFRS 9 kein höherer Risikovorsorgebedarf als unter IAS 39.64. Der derzeitige Berechnungsstand zeigt einen um 10 bis 15 Mio. EUR geringeren Wert, welcher aus den im Moment sehr positiven makroökonomischen Inputfaktoren resultiert, die den prospektiv positiven wirtschaftlichen Ausblick in den Zielmärkten des BKS Bank Konzerns widerspiegeln. Es kommt daher zu einer Erhöhung des Eigenkapitals.
Die hier veröffentlichten Angaben stellen Schätzungen dar, da noch laufend Überprüfungen der Datenqualität erfolgen. Da es sich um Schätzungen handelt, sind mit den Angaben Unsicherheiten verbunden.
IFRS 15 sowie die Klarstellung zu IFRS 15: Am 28. Mai 2014 wurde IFRS 15 vom IASB gemeinsam mit dem FASB (Financial Accounting Standards Board) veröffentlicht. Er regelt die Erfassung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden. Zielsetzung dieses Standards ist es, die Vielzahl der bisher vorhandenen Regelungen zu diesem Thema in einem Standard abzubilden. Dieser Standard ersetzt Fertigungsaufträge (IAS 11), Erträge (IAS 18), Kundenbindungsprogramme (IFRIC 13), Verträge über die Errichtung von Immobilien (IFRIC 15), Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden (IFRIC 18) sowie Umsatzerlöse – Tausch von Werbedienstleistungen (SIC 31). Die Einführung dieses Standards wird keine Auswirkung auf den BKS Bank Konzern haben.
Aus den restlichen oben angeführten Amendments und Improvements ergeben sich keine wesentlichen Änderungen für den BKS Bank Konzern.
| Standards/Amendments | In der EU anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen |
Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IFRS 16 – Leasing | 01.01.2019 | Oktober 2017 |
| IFRS 17 – Versicherungsverträge | 01.01.2021* | Ausständig |
| IFRS 9 – Finanzinstrumente (Amendment) | 01.01.2019* | Ausständig |
| IAS 40 – Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien (Amendment) | 01.01.2018* | Ausständig |
| IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Amendment) | 01.01.2019* | Ausständig |
| IFRIC Interpretation 22 – Interpretation zur Währungsumrechnung bei Anzahlungen | 01.01.2018* | Ausständig |
| IFRIC Interpretation 23 – Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung | 01.01.2019* | Ausständig |
| Annual Improvements to IFRS Standards 2015-2017 Cycle | 01.01.2019* | Ausständig |
* vorausgesetzt EU-Endorsement findet statt
IFRS 16: Das IASB veröffentlichte am 13. Jänner 2016 den IFRS 16 "Leasing". Der IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung sowie Anhangsangaben von Leasinggebern und Leasingnehmern und wird zur Gänze den derzeit gültigen IAS 17 ersetzen. Kerngedanke des neuen IFRS 16 ist, dass bei Leasingnehmern künftig generell alle, auch bisher als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse und damit verbundene Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen sind. Vor allem für Leasingnehmer ergeben sich aufgrund des IFRS 16 wesentliche Neuerungen. Für Leasinggeber werden im Wesentlichen die Regelungen des IAS 17 übernommen. Da der BKS Bank Konzern ausschließlich als Leasinggeber
fungiert, erwarten wir uns keine signifikanten Änderungen in der Bilanzierung, sondern lediglich erweiterte Anhangsangaben. Jedoch wird dieser Standard in Hinblick auf laufende Mietverhältnisse untersucht. Eine vorzeitige Anwendung der genannten Standards, Amendments und Interpretationen ist nicht vorgesehen.
IFRS 9: Im Oktober 2017 hat das IASB eine Änderung an IFRS 9 "Finanzinstrumente" unter dem Titel "Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung" veröffentlicht, um etwaige Unklarheiten bezüglich der Klassifizierung bestimmter Finanzinstrumente mit Vorfälligkeitsregelungen zu beseitigen. Diese Änderung ist mit 01.01.2019 verpflichtend anzuwenden, das Endorsement dieser Änderung ist jedoch noch ausständig.
IAS 40: Dieses Amendment regelt, ab und bis wann eine Immobilie, die sich im Bau oder in der Entwicklung befindet, als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" zu klassifizieren ist. Die Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien war bisher noch nicht klar geregelt. Diese Änderung wird Auswirkung auf die Bilanzierung im BKS Bank Konzern haben, da die Tochtergesellschaften der BKS Bank AG auch Immobilien zum Zwecke der Fremdnutzung bauen und entwickeln.
Aus den restlichen oben angeführten Standards/Amendments ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.
Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.
In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 18 Unternehmen einbezogen (14 Vollkonsolidierungen, drei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Änderungen im Konsolidierungskreis. Mittels Vollkonsolidierung werden all jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 "Konzernabschlüsse" unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeiter berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode.
Folgende Gesellschaften erfüllen das Control-Konzept nach IFRS 10. Die BKS Bank AG als Mutter verfügt über eine Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann. Somit werden neben der BKS Bank AG nachstehende Unternehmen im Konzern vollkonsolidiert:
| Firmensitz | Kapitalanteil direkt |
Kapitalanteil indirekt |
Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| Klagenfurt | 99,75% | 0,25% | 31.12.2017 |
| Ljubljana | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Zagreb | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Bratislava | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | 31.12.2017 | |
| Klagenfurt | - | 100,00% | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | - | 100,00% | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| Oberbank AG | Linz | 14,21% | 30.09.2017 |
| BTV AG | Innsbruck | 13,59% | 30.09.2017 |
| Drei Banken Versicherungsagentur GmbH | Linz | 20,00% | 31.12.2017 |
Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 15,21% bzw. 14,78% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,21% bzw. 13,59% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und BTV AG sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für den Konzernabschluss der BKS Bank der letzte vorliegende Quartalsabschluss dieser Institute herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutenden Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.
Gemäß der Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| ALGAR | Linz | 25,00% | 31.12.2017 |
Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20% hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|
| 3 Banken IT GmbH1) | Linz | 30,00% | - | 31.12.2017 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| E 2000 Liegenschaftsverwaltungs GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| PEKRA Holding GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2017 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | Innsbruck | 30,00% | - | 31.12.2017 |
1) vormals DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H.
Die Gesellschaften werden wie alle übrigen Unternehmensanteile unter der Rubrik "Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale" geführt.
| in Tsd. EUR | Nettozins ertrag |
Betriebs ertrag |
Mitarbeiter anzahl (in PJ) |
Jahresergebnis vor Steuern |
Steuern vom Einkommen |
Jahresergebnis nach Steuern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | ||||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 10.748 | 13.542 | 100,8 | 3.586 | -683 | 2.903 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 7.386 | 8.677 | 58,5 | 2.603 | -325 | 2.278 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 1.449 | 1.757 | 25,0 | -1.929 | - | -1.929 |
| Tochtergesellschaften | ||||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 2.427 | 2.774 | 14,9 | 1.231 | -152 | 1.079 |
| 610 | ||||||
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 744 | 1.289 | 8,8 | -28 | -27 | -55 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 1.357 | 1.424 | 11,3 | 749 | -139 |
| in Tsd. EUR | Nettozins ertrag |
Betriebs ertrag |
Mitarbeiter anzahl (in PJ) |
Jahresergebnis vor Steuern |
Steuern vom Einkommen |
Jahresergebnis nach Steuern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | ||||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 10.763 | 13.129 | 101,6 | 3.888 | -666 | 3.221 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 6.808 | 7.881 | 55,2 | 3.915 | -526 | 3.389 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 1.280 | 1.536 | 23,5 | -1.646 | - | -1.646 |
| Tochtergesellschaften | ||||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 2.283 | 2.668 | 13,4 | 1.057 | -95 | 962 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 1.521 | 1.737 | 11,8 | 839 | -212 | 627 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 831 | 1.482 | 9,3 | 122 | -1 | 121 |
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.
Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Die Erstbewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Die Folgebewertung erfolgt anhand der Regelungen des IAS 39 und der Zuordnung in folgende Kategorien:
– Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten sind, unterteilt nach
Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.
Die finanziellen Vermögenswerte werden zu jedem Stichtag daraufhin untersucht, ob es objektive Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Solche objektiven Hinweise sind beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten der Schuldner, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, Zugeständnisse der BKS Bank AG oder der einbezogenen Tochterunternehmen an die Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers, die ansonsten nicht gewährt werden würden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Einteilung und Bewertung der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 und IFRS 7 wird in der BKS Bank wie folgt vorgenommen:
| Sonstige / | ||||
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | At Fair Value | Anschaffungs- kosten | Anmerkung | Kategorie gemäß IAS 39 |
| Barreserve | Nominale | nicht zuordenbar | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | - | Forderungen und Kredite | ||
| Forderungen an Kunden | - | Forderungen und Kredite | ||
| Handelsaktiva | - | Held-for-Trading | ||
| Finanzielle Vermögenswerte at FV through Profit or Loss | - | Fair Value-Option | ||
| Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale | - | Available-for-Sale | ||
| Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity | - | Held-to-Maturity | ||
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | at Equity | nicht zuordenbar | ||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | nicht zuordenbar | ||
| Sonstige Aktiva | ||||
| – hiervon Derivate | - | Held-for-Trading | ||
| – hiervon sonstige Aktiva | Nominale | nicht zuordenbar | ||
1) Im Berichtszeitraum wurden – wie auch im Vorjahr – keine Umgliederungen gemäß IFRS 7.12 vorgenommen.
| PASSIVA | At Fair Value | At amortised cost |
Sonstige / Anmerkung |
Kategorie gemäß IAS 39 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | Other liabilities | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | Other liabilities | ||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | ||||
| – hiervon at Fair Value through Profit or Loss | - | Fair Value-Option | ||
| – hiervon sonstige Verbriefte Verbindlichkeiten | - | Other liabilities | ||
| Handelspassiva | - | Held-for-Trading | ||
| Sonstige Passiva | ||||
| – hiervon Derivate | - | Held-for-Trading | ||
| – hiervon sonstige Passiva | Nominale | nicht zuordenbar | ||
| Nachrangkapital | - | Other liabilities |
Ausgewählte Positionen werden unter Nutzung der Fair Value-Option in der Position at Fair Value through Profit or Loss in der Aktiva bzw. Passiva zusammengefasst. Die Zuordnung erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus Finanzinstrumenten (FI) at Fair Value through Profit or Loss in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.
Zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available-for-Sale) bilden eine abgegrenzte Kategorie von Finanzinstrumenten. Sie bilden die Residualgröße, wenn finanzielle Vermögenswerte nicht nach Held-to-Maturity, nach Fair Value through Profit or Loss oder als Forderungen und Kredite bilanziert werden. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsekurs herangezogen. Ist ein solcher nicht verfügbar, wird bei Zinsprodukten die Barwertmethode angewendet. Für Eigenkapitalinstrumente werden verschiedene Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet (Discounted Cash Flow Methode, Multiplikatormethode, Net-Asset-Value-Methode). Die aus der Bewertung resultierenden Marktwertschwankungen werden erfolgsneutral in der AfS-Rücklage ausgewiesen. Kommt es zu einer Veräußerung der betreffenden Wertpapiere, wird der entsprechende Teil der AfS-Rücklage erfolgswirksam erfasst. Bei Vorliegen von Wertminderungsgründen, z. B. in Form von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners oder im Falle einer messbaren Verringerung der erwarteten Cash Flows, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Bei Wegfall des Wertminderungsgrundes erfolgt eine Zuschreibung, und zwar bei Eigenkapitalinstrumenten über die AfS-Rücklage im Eigenkapital und bei Schuldinstrumenten über die Gewinn- und Verlustrechnung. Anteile an Unternehmen, auf die die Bestimmungen des IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28 nicht anwendbar sind, gehören zum AfS-Bestand. Beteiligungen werden, sofern kein Marktwert vorhanden ist bzw. nicht zielführend ermittelt werden kann, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
In dieser Position weisen wir Finanzinvestitionen aus, die bis zur Endfälligkeit (Held-to-Maturity) zu halten sind. Ein Agio bzw. Disagio wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt. Wertminderungen im Sinne eines Impairments werden erfolgswirksam berücksichtigt.
Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity in den Konzernabschluss eingezogen. Weiters werden noch die Oberbank AG und die BTV AG at Equity in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise ("triggering events") für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.
Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie entspricht bei der BKS Bank den Positionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen werden als Risikovorsorge erfasst. Sofern Agien oder Disagien bestehen, werden diese über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.
Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, die für wesentliche Engagements auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet werden, durch Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.64 Rechnung getragen. Letztere erfassen Verluste, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Für Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden Rückstellungen gemäß IAS 37 gebildet. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto) ausgewiesen. Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von als uneinbringlich geltenden Forderungsbeträgen sind deren vollständige Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung aller mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten.
In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost-Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen (beeidete Gutachter) ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 2,5%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.
In den Handelsaktiva werden originäre Finanzinstrumente mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten werden in der Bilanzposition Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus dieser Position werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert bilanziert. Wertänderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden und sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebsund Geschäftsausstattung beinhalten. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:
– Unbewegliche Anlagegüter 1,5% bis 2,5% (d. h. 66,7 bis 40 Jahre)
– Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% bis 20% (d. h. 10 bis 5 Jahre)
Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben, haben eine begrenzte Nutzungsdauer und bestehen zum größten Teil aus Software. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25% (d. h. vier Jahre).
Das im Konzern befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IAS 17) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.
In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden neben Rechnungsabgrenzungsposten sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten sowie Marktwerte aus derivativen Geschäften ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum Fair Value.
Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt.
Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden bei der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Zum 31. Dezember 2000 wurden die Pensionsanwartschaften aller aktiven Mitarbeiter an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG übertragen.
Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Bewertungsrücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Kapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015 und 2017 wurde je eine Additional Tier 1-Anleihe begeben. Sie sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.
Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) nicht als Erträge gemäß IAS 18, sondern in einem "angemessenen Aufwandsposten" auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst.
In dieser Position werden Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen erfasst. Nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen werden ebenfalls dieser Position zugerechnet. Details siehe auch unter Note (2).
Als Provisionsüberschuss werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen. Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.
Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.
In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
Für die Bilanzierung nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden.
Die BKS Bank ist in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Oberitalien, Westungarn und Slowakische Republik mit Niederlassungen und Repräsentanzen vertreten. In einzelnen Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen.
Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:
Bei den finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, wird zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme. Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen beinhalten wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die
Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildeten Vorsorgen für Portfoliowertberichtigungen für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit und Verlustquote und beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten. Nähere Erläuterungen sind dem Risikobericht zu entnehmen.
Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden. Gemäß IFRS 13 werden die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:
Umgliederungen erfolgen grundsätzlich zum Ende einer Berichtsperiode.
Über die Ausübung der Fair Value-Option, das heißt die Designierung eines Finanzinstrumentes zum Fair Value, wird im APM-Komitee entschieden. Nähere Erläuterungen hierzu sind dem Risikobericht zu entnehmen.
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 30 zu entnehmen.
Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.
Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve.
Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
| Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernbilanz 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | sonstige Veränderungen | Konzernbilanz 31.12. | |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 198.585 | -48.600 | 9.651 | -1.014 | 158.622 |
| Nicht zahlungswirksame | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernbilanz 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen |
Konzernbilanz 31.12. | |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 181.752 | -7.700 | 24.515 | 18 | 198.585 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge aus: | |||
| Kreditgeschäften | 119.778 | 114.832 | -4,1 |
| Festverzinslichen Wertpapieren at Fair Value through Profit or Loss | 1.017 | 451 | -55,7 |
| Festverzinslichen Wertpapieren Available-for-Sale | 849 | 836 | -1,5 |
| Festverzinslichen Wertpapieren Held-to-Maturity | 19.068 | 16.558 | -13,2 |
| Leasingforderungen | 8.219 | 8.279 | 0,7 |
| Aktien | 1.536 | 1.518 | -1,2 |
| Positiven Zinsaufwendungen1) | 5.720 | 6.148 | 7,5 |
| Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 3.044 | 3.263 | 7,2 |
| Sonstigen Beteiligungen | 1.736 | 2.388 | 37,6 |
| Zinserträge gesamt | 160.967 | 154.273 | -4,2 |
| Zinsaufwendungen für: | |||
| Einlagen von Kreditinstituten und Kunden | 12.842 | 7.223 | -43,8 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 22.984 | 20.432 | -11,1 |
| Negative Zinserträge1) | 4.014 | 5.419 | 35,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 636 | 513 | -19,4 |
| Zinsaufwendungen gesamt | 40.476 | 33.587 | -17,0 |
| Zinsüberschuss | 120.491 | 120.686 | 0,2 |
1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ sind.
In der Position Zinserträge sind Erträge von ausgefallenen Forderungen in Höhe von 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR) sowie Erträge aus dem Unwinding, d. h. aus den Barwertänderungen von Zahlungsströmen, in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) enthalten.
| (2) RISIKOVORSORGE | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
| Zuweisung zur Risikovorsorge | 42.374 | 42.514 | 0,3 |
| Auflösung von Risikovorsorgen | -11.318 | -16.951 | 49,8 |
| Direktabschreibungen | 993 | 2.097 | >100 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | -1.042 | -936 | -10,1 |
| Risikovorsorge | 31.007 | 26.724 | -13,8 |
Diese Position beinhaltet Risikovorsorgen für Leasingforderungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge aus: | |||
| Zahlungsverkehr | 21.138 | 21.905 | 3,6 |
| Wertpapiergeschäft | 13.918 | 14.726 | 5,8 |
| Kreditgeschäft | 13.587 | 12.582 | -7,4 |
| Devisengeschäft | 2.734 | 3.107 | 13,6 |
| Sonstigen Dienstleistungen | 1.209 | 1.400 | 15,8 |
| Provisionserträge gesamt | 52.586 | 53.721 | 2,2 |
| Provisionsaufwendungen für: | |||
| Zahlungsverkehr | 1.727 | 2.168 | 25,6 |
| Wertpapiergeschäft | 870 | 1.000 | 14,9 |
| Kreditgeschäft | 582 | 374 | -35,7 |
| Devisengeschäft | 510 | 230 | -55,0 |
| Sonstige Dienstleistungen | 66 | 53 | -20,1 |
| Provisionsaufwendungen gesamt | 3.756 | 3.825 | 1,8 |
| Provisionsüberschuss | 48.830 | 49.896 | 2,2 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 33.696 | 39.068 | 15,9 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen1) | 33.696 | 39.068 | 15,9 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
1) In den at Equity-Erträgen des Jahres 2016 wurde ein Verwässerungseffekt in Höhe von 2,4 Mio. EUR berücksichtigt.
| Handelsergebnis | 1.717 | 1.544 | -10,1 |
|---|---|---|---|
| Zins- und währungsbezogene Geschäfte | 1.727 | 1.558 | -9,8 |
| Kursbezogene Geschäfte | -10 | -14 | 36,4 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
| Verwaltungsaufwand | 106.428 | 107.754 | 1,2 |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen | 6.480 | 6.656 | 2,7 |
| Sachaufwand | 30.547 | 31.038 | 1,6 |
| – Aufwendungen für Altersversorgung | 4.285 | 3.765 | -12,1 |
| – Sozialabgaben | 13.806 | 13.901 | 0,7 |
| – Löhne und Gehälter | 51.310 | 52.394 | 2,1 |
| Personalaufwand | 69.401 | 70.060 | 0,9 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) enthalten.
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -15.422 | -3.752 | -75,7 |
|---|---|---|---|
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -22.012 | -8.376 | -61,9 |
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 6.590 | 4.624 | -29,8 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) sowie Mieterträge in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR).
In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) und die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) enthalten. Im Vorjahr war der sonstige betriebliche Aufwand insbesondere durch die Abschlagszahlung für die Stabilitätsabgabe in Höhe von 7,8 Mio. EUR belastet.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Bewertung und Veräußerung von Derivaten | 11 | -73 | >100 |
| Ergebnis aus der Fair Value-Option | -1.874 | 1.373 | >100 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten at Fair Value through Profit or Loss | -1.863 | 1.300 | >100 |
Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 55,8 Mio. EUR (Vorjahr: 52,7 Mio. EUR), Anleihen aus dem Aktivbestand in Höhe von 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 22,9 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 84,7 Mio. EUR (Vorjahr: 85,1 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen jenen Wert wider, welcher nicht auf Änderungen im Marktrisiko, sondern auf das Kontrahenten- und Bonitätsrisiko zurückzuführen ist.
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale | -366 | 2.915 | >100 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Veräußerungen | 1.386 | 2.725 | 96,6 |
| Ergebnis aus Bewertungen | -1.752 | 190 | >100 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Bewertungen | - | - | 0,0 |
| Ergebnis aus Veräußerungen | 153 | -4 | >-100 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity | 153 | -4 | >-100 |
| Steuern | -3.617 | -9.138 | >100 |
|---|---|---|---|
| Latente Steuern | 3.106 | -4.458 | >-100 |
| Laufende Steuern | -6.723 | -4.680 | -30,4 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
| in Tsd. EUR 2016 |
2017 |
|---|---|
| Jahresüberschuss vor Steuern 49.801 |
77.175 |
| Anzuwendender Steuersatz 25% |
25% |
| Errechneter Steueraufwand 12.450 |
19.294 |
| Auswirkung abweichender Steuersätze -624 |
-443 |
| Steuerminderungen | |
| – aus steuerfreien Beteiligungserträgen -499 |
-720 |
| – Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen -8.424 |
-9.767 |
| – aus sonstigen steuerfreien Erträgen -669 |
-146 |
| – aus sonstigen Wertanpassungen 35 |
-329 |
| Steuermehrungen | |
| – aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 111 |
302 |
| – aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 237 |
475 |
| Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag 1.000 |
472 |
| Ertragsteueraufwand der Periode 3.617 |
9.138 |
| Effektiver Steuersatz 7,3% |
11,8% |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand | 35.727 | 85.095 | >100 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 507.815 | 391.494 | -22,9 |
| Barreserve | 543.542 | 476.589 | -12,3 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 242.347 | 97.711 | -59,7 |
|---|---|---|---|
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 148.581 | 21.970 | -85,2 |
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 93.766 | 75.741 | -19,2 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 81.109 | 40.751 | -49,8 |
| bis 3 Monate | 160.141 | 36.371 | -77,3 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 414 | 589 | 42,3 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 537 | 20.000 | >100 |
| über 5 Jahre | 146 | - | -100,0 |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten | 242.347 | 97.711 | -59,7 |
| Forderungen an Kunden nach Kundengruppen | 5.330.395 | 5.450.151 | 2,2 |
|---|---|---|---|
| Privatkunden | 1.181.965 | 1.209.047 | 2,3 |
| Firmenkunden | 4.148.430 | 4.241.104 | 2,2 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 316,5 Mio. EUR (Vorjahr: 302,9 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 252.359 | 121.498 | -51,9 |
| bis 3 Monate | 842.656 | 938.299 | 11,4 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 815.192 | 663.983 | -18,5 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.514.625 | 1.830.053 | 20,8 |
| über 5 Jahre | 1.905.563 | 1.896.318 | -0,5 |
| Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten | 5.330.395 | 5.450.151 | 2,2 |
| Nettoinvestitionswerte | 302.941 | 84.090 | 175.549 | 56.816 | 316.455 | 4,5 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| nicht realisierte Finanzerträge | 22.362 | 6.837 | 12.095 | 3.691 | 22.623 | 1,2 |
| Bruttoinvestitionswerte | 325.303 | 90.927 | 187.644 | 60.507 | 339.078 | 4,2 |
| in Tsd. EUR | 2016 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | 2017 | ± in % |
Leasingforderungen sind im Wesentlichen in den Laufzeitbändern > 1 Jahr enthalten.
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 155.136 | 100.123 | 36.869 | 136.992 | -11,7 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbrauch | -65.208 | -38.461 | - | -38.461 | -41,0 |
| Wechselkurseffekte | 57 | 16 | - | 16 | -71,9 |
| Auflösungen | -16.574 | -16.450 | -2.862 | -19.312 | 16,5 |
| Zuführungen | 43.113 | 38.272 | 1.341 | 39.613 | -8,1 |
| Stand am Beginn der Berichtsperiode | 193.748 | 116.746 | 38.390 | 155.136 | -19,9 |
| (15) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN in Tsd. EUR |
31.12.2016 | Einzelwert berichtigung |
Portfolio wertberichtigung gem. IAS 39 |
31.12.2017 | ± in % |
In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR) enthalten. Weitere Erläuterungen zur Risikovorsorge sind dem Risikobericht zu entnehmen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte aus derivativen Produkten | 10 | 7 | -32,6 |
| – hiervon währungsbezogene Geschäfte | - | - | 0,0 |
| – hiervon zinsbezogene Geschäfte | 10 | 7 | -32,6 |
| Handelsaktiva | 10 | 7 | -32,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss | 75.568 | 78.300 | 3,6 |
|---|---|---|---|
| Kredite | 52.675 | 55.805 | 5,9 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 22.893 | 22.495 | -1,7 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 1.904 | 95 | -95,0 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 9.224 | 563 | -93,9 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 17.168 | 7.644 | -55,5 |
| über 5 Jahre | 47.272 | 69.998 | 48,1 |
| Fin. Vermögenswerte at FV through Profit or Loss nach Restlaufzeiten | 75.568 | 78.300 | 3,6 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 83.093 | 56.799 | -31,6 |
| Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere | 47.882 | 45.268 | -5,5 |
| Sonstige Beteiligungen | 58.360 | 80.003 | 37,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale | 189.335 | 182.069 | -3,8 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| – bis 3 Monate | 358 | 905 | >100 |
| – über 3 Monate bis 1 Jahr | 52.478 | 2.060 | -96,1 |
| – über 1 Jahr bis 5 Jahre | 14.869 | 12.166 | -18,2 |
| – über 5 Jahre | 15.388 | 41.668 | >100 |
| Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale nach Restlaufzeiten | 83.093 | 56.799 | -31,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity | 747.773 | 782.765 | 4,7 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 747.773 | 782.765 | 4,7 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| – bis 3 Monate | 55.059 | 33.781 | -38,6 |
| – über 3 Monate bis 1 Jahr | 29.992 | 21.005 | -30,0 |
| – über 1 Jahr bis 5 Jahre | 192.134 | 262.336 | 36,5 |
| – über 5 Jahre | 470.588 | 465.643 | -1,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity nach Restlaufzeiten | 747.773 | 782.765 | 4,7 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 470.907 | 520.354 | 10,5 |
|---|---|---|---|
| Drei Banken Versicherungsagentur GmbH | 2.615 | 1.721 | -34,2 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 159.514 | 180.492 | 13,2 |
| Oberbank AG | 308.778 | 338.141 | 9,5 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.735 | 1.638 | -5,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.735 | 1.638 | -5,6 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Grundstücke | 8.072 | 8.368 | 3,7 |
| Gebäude | 40.238 | 38.912 | -3,3 |
| Sonstige Sachanlagen | 7.964 | 7.894 | -0,9 |
| Sachanlagen | 56.274 | 55.174 | -2,0 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Grundstücke | 8.643 | 8.407 | -2,7 |
| Gebäude | 22.077 | 22.461 | 1,7 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 30.720 | 30.868 | 0,5 |
Die Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrugen zum 31.12.2017 insgesamt 51,8 Mio. EUR (Vorjahr: 45,4 Mio. EUR). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01.2017 | 127.627 | 11.044 | 52.452 | 191.123 |
| Zugang | 5.303 | 930 | 628 | 6.861 |
| Abgang | 763 | 0 | 1.137 | 1.900 |
| Währungsveränderung | 2 | 2 | - | 4 |
| Umgliederung | -2.049 | - | 2.049 | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2017 | 130.120 | 11.976 | 53.992 | 196.088 |
| Abschreibung kumuliert | 74.946 | 10.338 | 23.124 | 108.408 |
| Buchwert zum 31.12.2017 | 55.174 | 1.638 | 30.868 | 87.680 |
| Buchwert zum 31.12.2016 | 56.274 | 1.735 | 30.720 | 88.729 |
| Abschreibung 2017 | 4.581 | 1.027 | 1.048 | 6.656 |
1) sonstige immaterielle Vermögenswerte; 2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| in Tsd. EUR | Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01.2016 | 126.731 | 11.630 | 50.817 | 189.178 |
| Zugang | 3.813 | 855 | 4.449 | 9.117 |
| Abgang | 4.113 | 1.442 | 1.620 | 7.175 |
| Währungsveränderung | 2 | 1 | - | 3 |
| Umgliederung | 1.194 | - | -1.194 | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2016 | 127.627 | 11.044 | 52.452 | 191.123 |
| Abschreibung kumuliert | 71.353 | 9.309 | 21.732 | 102.394 |
| Buchwert zum 31.12.2016 | 56.274 | 1.735 | 30.720 | 88.729 |
| Buchwert zum 31.12.2015 | 58.437 | 1.868 | 29.690 | 89.995 |
| Abschreibung 2016 | 4.508 | 975 | 997 | 6.480 |
1) sonstige immaterielle Vermögenswerte; 2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| in Tsd. EUR | 01.01.2017 | 31.12.2017 | Latente Steuer forderungen |
Latente Steuer rückstellung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 4.220 | 5.191 | 5.191 | - |
| Risikovorsorgen | 10.172 | 5.425 | 5.425 | - |
| Handelsaktiva/Handelspassiva | -6 | -4 | 12 | 16 |
| Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale | -4.682 | -9.064 | 80 | 9.144 |
| Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity | -168 | -228 | 623 | 851 |
| Finanzanlagen at Fair Value through Profit or Loss | -2.232 | -1.798 | - | 1.798 |
| Sachanlagen | -681 | -662 | 620 | 1.283 |
| Sonstige Aktiva/Passiva | 612 | 254 | 1.936 | 1.682 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 3.024 | 2.408 | 2.408 | - |
| Rückstellungen/Sozialkapital | 6.768 | 6.417 | 6.417 | - |
| Eigenkapital - Emission | - | -192 | - | 192 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 17.027 | 7.747 | 22.712 | 14.966 |
| Verrechnung der Steuern | -14.839 | -14.839 | ||
| Latente Steueransprüche/-schulden netto | 7.873 | 127 |
| in Tsd. EUR | 01.01.2016 | 31.12.2016 | Latente Steuer forderungen |
Latente Steuer rückstellung |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 3.857 | 4.220 | 4.246 | 26 |
| Risikovorsorgen | 8.057 | 10.172 | 10.667 | 495 |
| Handelsaktiva/Handelspassiva | -7 | -6 | 18 | 24 |
| Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale | -4.146 | -4.682 | 206 | 4.888 |
| Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity | -204 | -168 | 631 | 799 |
| Finanzanlagen at Fair Value through Profit or Loss | -2.515 | -2.232 | - | 2.232 |
| Sachanlagen | 609 | -681 | 639 | 1.320 |
| Sonstige Aktiva/Passiva | 1.027 | 612 | 2.589 | 1.977 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.410 | 3.024 | 3.024 | - |
| Rückstellungen/Sozialkapital | 7.040 | 6.768 | 6.768 | - |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 16.128 | 17.027 | 28.788 | 11.761 |
| Verrechnung der Steuern | -11.500 | -11.500 | ||
| Latente Steueransprüche/-schulden netto | 17.288 | 261 |
Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.71 saldiert.
Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IAS 39, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, der Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gem. IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).
Die Vorschaurechnungen für die kommenden drei Jahre zeigen, dass ein ausreichend zu versteuerndes Einkommen vorliegen wird, um die latenten Steueransprüche auch verwerten zu können. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.
Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value sowie auf die Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen.
| Sonstige Aktiva | 30.298 | 32.991 | 8,9 |
|---|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.547 | 2.334 | -8,3 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14.801 | 20.826 | 40,7 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften | 12.950 | 9.830 | -24,1 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
In den sonstigen Vermögenswerten sind vor allem KöSt-Vorauszahlungen in Höhe von 10,0 Mio. EUR enthalten.
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 867.494 | 694.986 | -19,9 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten | 134.015 | 123.314 | -8,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten | 733.479 | 571.672 | -22,1 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| -45,5 >100 -35,5 |
|---|
| -83,6 |
| 58,1 |
| ± in % |
| in Tsd. EUR 31.12.2016 |
31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|
| Spareinlagen 1.528.994 |
1.475.137 | -3,5 |
| Firmenkunden 199.001 |
189.578 | -4,7 |
| Privatkunden 1.329.993 |
1.285.559 | -3,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten 3.295.766 |
3.481.352 | 5,6 |
| Firmenkunden 2.414.114 |
2.594.792 | 7,5 |
| Privatkunden 881.652 |
886.560 | 0,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.824.760 |
4.956.489 | 2,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten | 4.824.760 | 4.956.489 | 2,7 |
|---|---|---|---|
| über 5 Jahre | 5.295 | 17.342 | >100 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 430.092 | 304.557 | -29,2 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.055.196 | 1.044.294 | -1,0 |
| bis 3 Monate | 398.061 | 538.818 | 35,4 |
| täglich fällig | 2.936.116 | 3.051.479 | 3,9 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 544.656 | 553.952 | 1,7 |
|---|---|---|---|
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 68.814 | 76.053 | 10,5 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 475.842 | 477.899 | 0,4 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 80,0 Mio. EUR (Vorjahr: 81,2 Mio. EUR) und andere verbriefte Verbindlichkeiten in Höhe von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 10,6 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten | 544.656 | 553.952 | 1,7 |
|---|---|---|---|
| über 5 Jahre | 244.366 | 263.345 | 7,8 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 199.085 | 231.836 | 16,5 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 56.737 | 26.479 | -53,3 |
| bis 3 Monate | 44.468 | 32.293 | -27,4 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| Handelspassiva | 10 | 7 | -31,9 |
|---|---|---|---|
| Zinsbezogene Geschäfte | 10 | 7 | -31,9 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| (30) RÜCKSTELLUNGEN | |||
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 72.480 | 69.693 | -3,8 |
| Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) | 2.238 | 4.475 | >100 |
| Sonstige Rückstellungen | 52.184 | 49.463 | -5,2 |
| Rückstellungen | 126.902 | 123.631 | -2,6 |
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 22,8 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 41,6 Mio. EUR (Vorjahr: 44,4 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 33,9 Mio. EUR (Vorjahr: 30,2 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR), sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR).
Für österreichische BKS Bank Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Personen mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren grundsätzlich ein Anspruch auf zwei zusätzliche Monatsentgelte im Fall einer vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung.
Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeiter oder deren Hinterbliebene.
| in % | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Finanzielle Annahmen | ||
| Zinssatz | 1,77% | 1,82% |
| Gehaltstrend | 1,24% | 1,28% |
| Karrieredynamik | 0,25% | 0,25% |
| Demographische Annahmen | ||
| Pensionsantrittsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Sterbetafel | AVÖ 2008 | AVÖ 2008 |
Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen zum 01.01. | 74.498 | 72.480 | -2,7 |
| + Zinsaufwand | 1.668 | 1.182 | -29,1 |
| + Dienstzeitaufwand | 1.336 | 1.259 | -5,8 |
| - Zahlungen im Berichtsjahr | -4.207 | -4.717 | 12,1 |
| ± versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust1) | -815 | -511 | -37,3 |
| Rückstellungen zum 31.12. | 72.480 | 69.693 | -3,8 |
1) auf Basis veränderter finanzieller Annahmen
| in Tsd. EUR | Gesamt 2016 | Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
Steuern und sonstige |
Gesamt 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellung zum 01.01. | 125.973 | 72.480 | 54.422 | 126.902 | 0,7 |
| ± Veränderung Währung | - | 9 | 6 | 15 | 100 |
| ± Umbuchung | - | - | - | - | - |
| + Zuführung | 14.474 | 2.455 | 13.883 | 16.338 | 12,9 |
| - Inanspruchnahme | -8.725 | -1.047 | -13.135 | -14.182 | 62,5 |
| - Auflösung | -4.820 | -4.204 | -1.238 | -5.442 | 12,9 |
| Rückstellungen zum 31.12. | 126.902 | 69.693 | 53.938 | 123.631 | -2,6 |
| Sensitivitätsanalyse der DBO/Barwert der Verpflichtungen in Tsd. EUR | Abfertigungen 31.12.2016 |
Pensionen 31.12.2016 |
Abfertigungen 31.12.2017 |
Pensionen 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz +1,0% | -2.575 | -4.563 | -2.434 | -4.148 |
| Diskontierungszinssatz -1,0% | 1.094 | 5.608 | 1.016 | 5.076 |
| Gehaltssteigerung +0,5% | 79 | 401 | 65 | 348 |
| Gehaltssteigerung -0,5% | -1.754 | -382 | -1.660 | -331 |
| Rentensteigerung +0,5% | - | 2.022 | - | 1.841 |
| Rentensteigerung -0,5% | - | -1.881 | - | -1.715 |
| Anstieg der Lebenserwartung um rund 1 Jahr | - | 2.041 | - | 2.058 |
Seit 01.01.2013 ist eine Sensitivitätsanalyse gemäß IAS 19.145a verpflichtend durchzuführen. Diese Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2017 hätte.
| Cash Flows in Tsd. EUR | Abfertigungen 31.12.2017 |
Pensionen 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Erwartete Zahlungen 2018 | 983 | 3.154 |
| Erwartete Zahlungen 2019 | 1.541 | 2.937 |
| Erwartete Zahlungen 2020 | 2.930 | 2.719 |
| Erwartete Zahlungen 2021 | 2.697 | 2.513 |
| Erwartete Zahlungen 2022 | 2.653 | 2.315 |
| Summe der erwarteten Zahlungen 2018 bis 2022 | 10.804 | 13.638 |
| Gewichtete durchschnittliche Laufzeit | 7,96 | 11,51 |
Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR).
| Sonstige Passiva | 59.602 | 45.143 | -24,3 |
|---|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.215 | 4.743 | -9,0 |
| Sonstige Passiva | 23.566 | 25.798 | 9,5 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften | 30.821 | 14.602 | -52,6 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Ergänzungskapital | 158.585 | 118.622 | -25,2 |
| Hybridkapital | 40.000 | 40.000 | 0,0 |
| Nachrangkapital | 198.585 | 158.622 | -20,1 |
Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 156,0 Mio. EUR (Vorjahr: 195,0 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 23.560 | 2.618 | -88,9 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 28.598 | 20.000 | -30,1 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 93.352 | 73.351 | -21,4 |
| über 5 Jahre | 53.075 | 62.653 | 18,0 |
| Nachrangkapital nach Restlaufzeiten | 198.585 | 158.622 | -20,1 |
Im Geschäftsjahr 2018 werden keine Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 48,6 Mio. EUR). Das Hybridkapital in Höhe von 40,0 Mio. EUR (Vorjahr: 40,0 Mio. EUR) wird gemäß Artikel 484 CRR in die konsolidierten Eigenmittel einberechnet. Es stellt kein Konzerneigenkapital dar.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | Gesamtlaufzeit |
|---|---|---|---|
| Variable Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP | 2.350 | 2.350 | 15 Jahre |
| 5% Ergänzungskapital-Obligation 2007-2017/3 | 9.100 | - | 10 Jahre |
| Stufenzins-Ergänzungskapital-Obligation 2008-2020/4 | 15.000 | 15.000 | 12 Jahre |
| 5% Ergänzungskapital-Obligation 2009-2017/3 | 20.000 | - | 8 Jahre |
| 4 ¾% Ergänzungskapital-Obligation 2009-2017/8 | 19.500 | - | 8 Jahre |
| Stufenzins-Ergänzungskapital-Obligation 2010-2020/2 | 16.000 | 16.000 | 10 Jahre |
| 4 ¾% Ergänzungskapital-Obligation 2011-2019/3 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
| 7,35% Hybridanleihe der BKS Hybrid alpha GmbH 2008 | 20.000 | 20.000 | unbegrenzt |
| 6% Hybridanleihe der BKS Hybrid beta GmbH 2010 | 20.000 | 20.000 | unbegrenzt |
| 5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre |
| 4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 2 ¾% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 13.027 | 20.000 | 8 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | - | 2.678 | 10 Jahre |
| Summe Nachrangkapital | 194.977 | 156.028 |
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 8,9 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 79.279 | 79.279 | 0,0 |
| – Aktienkapital | 79.279 | 79.279 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 193.032 | 193.032 | 0,0 |
| Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen | 663.075 | 738.029 | 11,3 |
| Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT1-Anleihe) | 23.400 | 36.200 | 54,7 |
| Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen | 958.786 | 1.046.540 | 9,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | -19 | -22 | 13,6 |
| Konzernkapital | 958.767 | 1.046.518 | 9,2 |
Das Aktienkapital setzt sich aus 37.839.600 (Vorjahr: 37.839.600) stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 (Vorjahr: 1.800.000) stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne.
Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die in den Jahren 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR) und 2017 (Nominale 12,8 Mio. EUR) emittierten Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die gemäß § 57 (5) BWG zu bildende Haftrücklage in Höhe von 80,8 Mio. EUR ist in den Gewinnrücklagen enthalten.
Nicht beherrschende Anteile sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des BKS Bank Konzerns von untergeordneter Bedeutung (2017: 21,6 Tsd. EUR; Vorjahr: 19,0 Tsd. EUR).
| Anzahl Aktien | Stamm Stückaktien |
Vorzugs Stückaktien |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 37.401.538 | 1.643.277 |
| Ordentliche Kapitalerhöhung | - | - |
| Veränderung eigene Aktien | -146.613 | -7.810 |
| Stand 31.12.2017 | 37.254.925 | 1.635.467 |
| Eigene Aktien im Bestand | 584.675 | 164.533 |
| Ausgegebene Aktien | 37.839.600 | 1.800.000 |
| Stand 01.01.2016 33.678.716 1.661.333 Ordentliche Kapitalerhöhung 3.603.600 - Veränderung eigene Aktien 119.222 -18.056 Stand 31.12.2016 37.401.538 1.643.277 Eigene Aktien im Bestand 438.062 156.723 |
Stamm | Vorzugs | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Stückaktien | Stückaktien | |
| Ausgegebene Aktien | 37.839.600 | 1.800.000 |
Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).
Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung.
Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio.
Mit der zu Jahresbeginn 2014 erfolgten Implementierung von Basel III durch die CRD IV und CRR bzw. im Einklang mit dem novellierten Bankwesengesetz (BWG neu) änderte sich der Modus für die Ermittlung der Eigenmittel und Eigenkapitalquoten signifikant. Gemäß den CRR/CRD IV-Übergangsregeln werden Kapitalinstrumente, die nicht mehr anrechnungsfähig sind, schrittweise eliminiert, während die neuen Regeln zu den aufsichtsrechtlichen Anpassungen sukzessive eingeführt werden. Zum Stichtag entspricht der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis dem IFRS-Konsolidierungskreis.
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 77,8 | 77,5 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 831,4 | 909,3 |
| Abzugsposten | -283,3 | -372,2 |
| Hartes Kernkapital1) | 625,9 | 614,5 |
| Harte Kernkapitalquote | 12,6% | 12,3% |
| Hybridkapital | 24,0 | 20,0 |
| AT1-Anleihe | 23,4 | 36,2 |
| Abzugsposten | -47,4 | -42,9 |
| Kernkapital | 625,9 | 627,8 |
| Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) | 12,6% | 12,5% |
| Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals | 120,6 | 116,5 |
| Abzugsposten | -76,5 | -42,7 |
| Ergänzungskapital | 44,1 | 73,8 |
| Eigenmittel insgesamt | 670,0 | 701,6 |
| Eigenmittelquote | 13,5% | 14,0% |
| Total risk exposure amount | 4.974,1 | 5.016,7 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2017. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Als Ergebnis des im Vorjahr durchgeführten Supervisory Review and Evaluation Prozess (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2017 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total risk exposure amount zu erfüllen: Für das harte Kernkapital 5,66 % und für die Eigenmittelquote gesamt 10,1 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2017 lagen deutlich über diesen Anforderungen.
| LEVEL 3 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | LEVEL 1 | LEVEL 2 | "Interne | |
| in Tsd. EUR | "Markt wert" |
"Marktwert basierend" |
Bewertungs methode" |
Fair Value total |
| Aktiva | ||||
| Handelsaktiva | - | 7 | - | 7 |
| FV1) at Fair Value through Profit or Loss | 22.495 | - | 55.805 | 78.300 |
| FV Available-for-Sale | 148.930 | 3.477 | 29.662 | 182.069 |
| Sonstige Aktiva (Derivate) | - | 9.830 | - | 9.830 |
| Passiva | ||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - | - | 84.688 | 84.688 |
| Handelspassiva | - | 7 | - | 7 |
| Sonstige Passiva (Derivate) | - | 14.602 | - | 14.602 |
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte
Bei den im AfS-Bestand unter Level 3 ausgewiesenen Werten handelt es sich in Höhe von 22,0 Mio. EUR um zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Beteiligungen. Diese Beteiligungen wurden im Vorjahr noch zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da noch keine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verfügbar war. Des Weiteren sind sonstige, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaften mit einem Buchwert von 7,2 Mio. EUR enthalten, von welchem Beteiligungen in Höhe von 5,7 Mio. EUR zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Für unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wurde keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.
| LEVEL 3 | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | LEVEL 1 "Markt |
LEVEL 2 "Marktwert |
"Interne Bewertungs |
Fair Value |
| in Tsd. EUR | wert" | basierend" | methode" | total |
| Aktiva | ||||
| Handelsaktiva | - | 10 | - | 10 |
| FV1) at Fair Value through Profit or Loss | 22.893 | - | 52.675 | 75.568 |
| FV Available-for-Sale | 169.215 | - | 20.120 | 189.335 |
| Sonstige Aktiva (Derivate) | - | 12.950 | - | 12.950 |
| Passiva | ||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - | - | 85.130 | 85.130 |
| Handelspassiva | - | 10 | - | 10 |
| Sonstige Passiva (Derivate) | - | 30.821 | - | 30.821 |
| 1) FV = Finanzielle Vermögenswerte |
LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN
| in Tsd. EUR | FV at Fair Value through Profit or Loss |
verbriefte Verbindlichkeiten hiervon at Fair Value through Profit or Loss |
FV Available-for-Sale2) |
|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2017 | 52.675 | 85.130 | 12.992 |
| GuV-Rechnung1) | -1.439 | -442 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 12.518 |
| Umgliederung in Level 2 | - | - | -3.477 |
| Käufe/Zugänge | 16.700 | - | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -12.131 | - | - |
| Stand zum 31.12.2017 | 55.805 | 84.688 | 22.033 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss
2) Zum 01.01. des Berichtsjahres waren alle Beteiligungen noch mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
| in Tsd. EUR | FV at Fair Value through Profit or Loss |
hiervon at Fair Value through Profit or Loss |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2016 | 73.627 | 103.512 |
| Umgliederung | - | - |
| GuV-Rechnung1) | -1.047 | 1.618 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - |
| Käufe | - | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -19.905 | -20.000 |
| Stand zum 31.12.2016 | 52.675 | 85.130 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss
Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.
Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.
In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Für den Großteil der Beteiligungen im AfS-Bestand wird der Fair Value basierend auf verschiedenen Methoden ermittelt. Hier kommt vor allem die Discounted-Cash-Flow-Methode zum Einsatz, die auf Basis externer Zinskurven, Beta-Faktoren und Budgetwerten den Fair Value ermittelt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.
Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).
Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2017 auf den Marktwert mit 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2017 auf den Marktwert mit +0,3 Mio. EUR (Vorjahr: +0,7 Mio. EUR) aus.
Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) führen.
Bei den zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten ergibt eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte einen um 1,4 Mio. EUR reduzierten Fair Value. Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 1,7 Mio. EUR.
| 31.12.2017 | LEVEL 3 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | LEVEL 1 "Marktwert" |
LEVEL 2 "Marktwert basierend" |
"Interne Bewertungs methode" |
Fair Value total |
Buchwert 31.12.2017 |
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute | - | - | 117.300 | 117.300 | 117.227 |
| Forderungen an Kunden | - | - | 5.515.865 | 5.515.865 | 5.451.120 |
| FV1) Held-to-Maturity | 837.465 | - | - | 837.465 | 782.765 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 695.447 | 695.447 | 694.986 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 4.983.585 | 4.983.585 | 4.975.840 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 226.207 | 178.019 | 82.342 | 486.568 | 469.264 |
| Nachrangkapital | 161.333 | - | 2.355 | 163.688 | 158.622 |
| 1) FV = Finanzielle Vermögenswerte |
LEVEL 1 "Marktwert" LEVEL 2 "Marktwert basierend" LEVEL 3 "Interne Bewertungsmethode" Fair Value total Buchwert 31.12.2016 31.12.2016 in Tsd. EUR Aktiva Forderungen an Kreditinstitute - - 242.392 242.392 242.347 Forderungen an Kunden - - 5.397.186 5.397.186 5.330.395 FV1) Held-to-Maturity 816.054 - - 816.054 747.773 Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 870.217 870.217 867.494 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 4.835.759 4.835.759 4.824.760 Verbriefte Verbindlichkeiten2) 265.985 132.825 77.811 476.621 459.526 Nachrangkapital2) 200.510 - 2.355 202.865 198.585 1) FV = Finanzielle Vermögenswerte
2) Vorjahreswerte wurden angepasst.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Zinsertrag Handelsbestand | 29 | 17 |
| Gewinne/Verluste aus Handelsbestand | 1.688 | 1.527 |
| Ergebnis aus Handelsbestand | 1.717 | 1.544 |
| Zinsertrag aus FV1) at Fair Value through Profit or Loss | 4.324 | 3.440 |
| Zinsaufwand aus FI2) at Fair Value through Profit or Loss | -2.130 | -2.012 |
| Gewinne/Verluste aus FV at Fair Value through Profit or Loss | -1.862 | 1.300 |
| Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss3) | 332 | 2.728 |
| Zinsertrag aus FV Available-for-Sale | 4.120 | 4.742 |
| Gewinne/Verluste aus FV Available-for-Sale | 1.386 | 2.725 |
| Bewertungsergebnis von FV Available-for-Sale | -1.752 | 190 |
| Ergebnis aus FV Available-for-Sale | 3.754 | 7.656 |
| Zinsertrag aus Krediten und Forderungen | 131.405 | 127.529 |
| Wertminderungen (Risikovorsorge) aus Krediten und Forderungen | -31.007 | -26.724 |
| Provisionsgeschäft im Zusammenhang mit Krediten und Forderungen | 34.640 | 34.821 |
| Ergebnis aus Krediten und Forderungen | 135.038 | 135.627 |
| Zinsertrag aus FV Held-to-Maturity | 19.068 | 16.558 |
| Gewinne/Verluste aus FV Held-to-Maturity | 153 | -4 |
| Ergebnis aus FV Held-to-Maturity | 19.221 | 16.555 |
| Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten at amortised cost | -38.720 | -32.422 |
| Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten at amortised cost | -38.720 | -32.422 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen4) | -71.541 | -54.513 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 49.801 | 77.175 |
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte
2) FI= Finanzinstrument
3) Fair Value-Option sowie Bewertungsergebnis von Derivaten aus der Sonstigen Aktiva und Sonstigen Passiva
4) inkludiert übriges Zins- und Provisionsergebnis, Verwaltungsaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge
Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die BTV AG aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20%-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank, der BTV AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. bzw. für die Beteiligung an der BTV AG besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG, der Generali 3Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag.
Die Oberbank AG und BTV AG werden mit Stichtag 30. September 2017 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen. Der at Equity-Buchwert der Beteiligung an der Drei Banken Versicherungsagentur GmbH betrug zum 31.12.2017 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss nach Steuern belief sich auf 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR).
| Stimmrechte in % | Kapitalanteile in % | Zeitwert des Anteils | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Werte jeweils zum 31.12. | Art der Beziehung des Unternehmens |
Sitz der Gesellschaft |
2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| Oberbank AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit |
Linz | 15,21 | 15,21 | 14,21 | 14,21 | 301.717 | 410.051 |
| BTV AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit |
Innsbruck | 14,95 | 14,78 | 13,59 | 13,59 | 78.478 | 96.065 |
| 3 Banken Versicherungs agentur GmbH |
Beteiligung, Geschäfts betrieb eingestellt, Liquidation 2018 geplant |
Linz | 20,00 | 20,00 | 20,00 | 20,00 | 2.6151) | 1.7211) |
1) Diese Beteiligung wird zu Anschaffungskosten bewertet, da sich kein verlässlicher
Fair Value ermitteln lässt.
| Oberbank AG | BTV AG | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | |
| Zinsüberschuss | 359,6 | 387,5 | 144,8 | 165,8 | |
| Provisionsüberschuss | 130,9 | 140,6 | 47,5 | 50,9 | |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 181,3 | 200,5 | 63,8 | 76,0 | |
| Bilanzsumme | 19.158,5 | 20.830,6 | 10.013,8 | 10.462,6 | |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge | 13.328,2 | 14.367,6 | 6.754,2 | 7.141,9 | |
| Eigenkapital | 2.282,8 | 2.466,8 | 1.219,4 | 1.367,3 | |
| Primärmittel | 13.008,9 | 13.394,7 | 7.323,4 | 7.605,7 | |
| – hiervon Spareinlagen | 2.794,2 | 2.719,0 | 1.248,2 | 1.265,7 | |
| – hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital | 2.064,5 | 1.997,4 | 1.392,8 | 1.318,1 | |
| Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) | 2.713 | 3.261 | 1.121 | 1.121 | |
Nach IFRS 11 ist die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Die ALGAR wird von der Oberbank AG, BTV AG und der BKS Bank AG gemeinschaftlich geführt und dient der Absicherung von Großkrediten der Gesellschafterbanken. Je ein Geschäftsführer wird pro Bank entsendet, die gemeinsame Vertretung erfolgt durch zwei Geschäftsführer. Die Generalversammlung beschließt stets einstimmig. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.
Nicht beherrschende Anteile stellen in der BKS Bank Gruppe einen minimalen Anteil dar, weshalb Angaben aufgrund der Unwesentlichkeit unterbleiben.
Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß UGB § 245a sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können.
Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei Mitglieder der Geschäftsführung und Aufsichtsratsorgane eingeschlossen werden müssen.
| Höhe der ausstehenden Salden | erhaltene Garantien | gewährte Garantien | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | per 31.12.2016 | per 31.12.2017 | per 31.12.2016 | per 31.12.2017 | per 31.12.2016 | per 31.12.2017 |
| Nicht konsolidierte | ||||||
| Tochterunternehmen | - | - | - | - | ||
| Forderungen | 3.213 | 2.914 | ||||
| Verbindlichkeiten | 1.379 | 1.234 | ||||
| Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen |
- | - | - | - | ||
| Forderungen | 17.799 | 2.494 | ||||
| Verbindlichkeiten | 67.767 | 65.464 | ||||
| Mitglieder des Managements | - | - | - | - | ||
| Forderungen | 458 | 424 | ||||
| Verbindlichkeiten | 859 | 1.151 | ||||
| Sonstige nahestehende Personen | - | - | - | - | ||
| Forderungen | 124 | 166 | ||||
| Verbindlichkeiten | 753 | 726 | ||||
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer | 998 | 996 |
| – davon Arbeiter | 56 | 55 |
| – davon Angestellte | 942 | 941 |
| Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen | 3.400 | 3.452 |
| Bezüge des Vorstandes | ||
| – Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder | 1.213 | 1.349 |
| – Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener | 940 | 940 |
| Bezüge des Aufsichtsrates | ||
| – Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder | 183 | 234 |
| – Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebener | - | - |
| Vergütungen des Managements gemäß IAS 24 | 1.407 | 1.583 |
| – Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen | 1.277 | 1.336 |
| – Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 130 | 156 |
| – Vergütungen für andere langfristige Leistungen | - | 91 |
| – Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
| – anteilsbasierte Vergütungen | - | - |
| Gewährte Vorschüsse und Kredite | ||
| – Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Vorstand | 72 | 57 |
| – Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Aufsichtsrat | 386 | 367 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | ||
| – Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern | 113 | 116 |
| – Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer | 5.721 | 6.204 |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt.
Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.
| Privatkunden | Firmenkunden | Financial Markets | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| Zinsüberschuss | 26.172 | 25.012 | 85.499 | 89.978 | 6.605 | 3.129 |
| Ergebnis aus at Equity | ||||||
| bilanzierten Unternehmen | - | - | - | - | 33.696 | 39.068 |
| Risikovorsorge | -1.339 | -1.622 | -29.703 | -23.444 | 35 | -1.658 |
| Provisionsüberschuss | 21.668 | 21.737 | 26.776 | 27.415 | 173 | 326 |
| Handelsergebnis | - | - | - | - | 1.717 | 1.545 |
| Verwaltungsaufwand | -51.893 | -51.782 | -45.877 | -48.201 | -6.388 | -5.900 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge | ||||||
| bzw. Aufwendungen | 1.872 | 1.192 | 1.742 | 1.223 | -62 | -60 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögens | ||||||
| werten/Verbindlichkeiten | - | - | - | - | -2.076 | 4.211 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | -3.520 | -5.464 | 38.437 | 46.970 | 33.700 | 40.662 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 499.294 | 496.525 | 3.119.765 | 3.100.220 | 898.800 | 955.081 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 39.944 | 48.236 | 249.581 | 299.023 | 609.187 | 644.008 |
| Segmentverbindlichkeiten | 2.777.915 | 2.679.816 | 3.031.078 | 3.345.919 | 1.573.821 | 1.373.547 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss | -8,8% | -11,3% | 15,4% | 15,7% | 5,5% | 6,3% |
| Cost-Income-Ratio | 104,4% | 108,0% | 40,2% | 40,6% | 15,2% | 13,4% |
| Risk-Earnings-Ratio | 5,1% | 6,5% | 34,7% | 26,1% | - | 3,9% |
| Sonstige | Summe | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| Zinsüberschuss | 2.215 | 2.568 | 120.491 | 120.686 |
| Ergebnis aus at Equity | ||||
| bilanzierten Unternehmen | - | - | 33.696 | 39.068 |
| Risikovorsorge | - | - | -31.007 | -26.724 |
| Provisionsüberschuss | 213 | 418 | 48.830 | 49.896 |
| Handelsergebnis | - | - | 1.717 | 1.545 |
| Verwaltungsaufwand | -2.270 | -1.872 | -106.428 | -107.755 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | -18.974 | -6.107 | -15.422 | -3.752 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | - | - | -2.076 | 4.211 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | -18.816 | -4.993 | 49.801 | 77.175 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 54.280 | 52.452 | 4.572.139 | 4.604.277 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 10.802 | 11.395 | 909.514 | 1.002.663 |
| Segmentverbindlichkeiten | 198.241 | 180.215 | 7.581.055 | 7.579.497 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss | 5,5% | 7,70% | ||
| Cost-Income-Ratio | 56,2% | 51,94% | ||
| Risk-Earnings-Ratio | 20,1% | 16,73% | ||
Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten.
Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.
Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:
Im Segment Firmenkunden wurden zum Dezemberultimo 2017 rund 19.500 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.
Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden und unselbständig Erwerbstätigen gebündelt. Ende Dezember 2017 waren diesem Segment rund 133.300 Kunden zugeordnet.
Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.
Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Geschäftssegmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Ertrags- und Aufwandspositionen sowie jene Ergebnisbeiträge abgebildet, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten.
| Zinslose Aktiva 197.273 |
194.229 | -1,5 |
|---|---|---|
| in Tsd. EUR 31.12.2016 |
31.12.2017 | ± in % |
Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 59,2 Mio. EUR (Vorjahr: 107,1 Mio. EUR).
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2017 0,90 % (Vorjahr: 0,61%).
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 40 | 40 | 0,0 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 387.512 | 287.556 | -25,8 |
| Verbindlichkeiten | 277.824 | 215.367 | -22,5 |
Detaillierte Informationen zu Währungsrisiken finden Sie im Risikobericht ab Seite 122 ff.
| Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen | 1.538 | 1.769 | 15,0 |
|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
| Kreditrisiken | 1.243.552 | 1.377.699 | 10,8 |
|---|---|---|---|
| Sonstige Kreditrisiken | 1.243.552 | 1.377.699 | 10,8 |
| Eventualverbindlichkeiten | 390.545 | 387.344 | -0,8 |
| Akkreditive | 2.583 | 4.032 | 56,1 |
| Bürgschaften und Garantien | 387.962 | 383.312 | -1,2 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in % |
Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.
Im ersten Quartal 2018 führten wir eine Kapitalerhöhung im Verhältnis von 12 : 1 durch. Insgesamt wurden 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabekurs von 16,70 EUR emittiert. Das Grundkapital wird damit um 6.606.600,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht werden. Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2017 und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
| Verbindlichkeiten | Vermögenswerte | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Mündelgelder gemäß § 230a ABGB | Wertpapiere | 12.994 | 12.999 |
| Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.583 | 1.585 |
| Kaution für Handel an EUREX | Wertpapiere | 550 | 788 |
| Sicherheiten Xetra | Wertpapiere | 1.484 | 1.486 |
| Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 15.019 | 25.107 |
| EUREX Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 21.858 | 3.036 |
| Margin Finanztermingeschäfte | Forderung Kreditinstitute | 25.270 | 8.463 |
| Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung | Kredite | 300.000 | 300.000 |
| Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte | |||
| Schuldverschreibungen | Kredite | 205.072 | 234.348 |
| Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen | |||
| für fundierte Schuldverschreibungen | Kredite | 12.485 | 11.232 |
| Solidarpfand OeKB CCPA | Forderung Kreditinstitute | 25 | 50 |
Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss | 427 | 522 | 22,2 |
| Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen | 49 | 159 | >100 |
| Honorare für wirtschaftliche Beratung inklusive steuerliche Beratung | 124 | 54 | -56,5 |
| Summe Honorare | 600 | 735 | 22,5 |
Hinsichtlich der Angaben zum Risikobericht gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 wird von der Bestimmung im IFRS 7.B6 Gebrauch gemacht, wonach ein eigener Risikobericht, der einen Teil des Lageberichts darstellt, Angaben in den Notes ersetzt. Der Risikobericht wird gemeinsam mit dem Geschäftsbericht und Finanzbericht veröffentlicht und ist den Abschlussadressaten zu denselben Bedingungen und zur selben Zeit wie der Abschluss zugänglich.
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Zinssatzverträge | - | 133.788 | 156.000 | |
| OTC-Produkte | - | 133.788 | 156.000 | |
| Zinsswaps | - | 133.788 | 156.000 | |
| – Kauf | - | 66.894 | 78.000 | |
| – Verkauf | - | 66.894 | 78.000 | |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - | |
| – Kauf | - | - | - | |
| – Verkauf | - | - | - | |
| Wechselkursverträge | 1.277.527 | - | - | |
| OTC-Produkte | 1.277.527 | - | - | |
| Devisentermingeschäfte | 538.228 | - | - | |
| – Kauf | 267.980 | - | - | |
| – Verkauf | 270.248 | - | - | |
| Kapitalmarktswaps | 335.557 | - | - | |
| – Kauf | 164.646 | - | - | |
| – Verkauf | 170.911 | - | - | |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 403.742 | - | - | |
| – Kauf | 202.715 | - | - | |
| – Verkauf | 201.027 | - | - | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - | |
| Börsegehandelte Produkte | - | - | - | |
| Aktienoptionen | - | - | - | |
| – Kauf | - | - | - | |
| – Verkauf | - | - | - | |
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Zinssatzverträge | 332 | 13.448 | 1.138 | |
| OTC-Produkte | 332 | 13.448 | 1.138 | |
| Zinsswaps | 120 | - | - | |
| – Kauf | 60 | - | - | |
| – Verkauf | 60 | - | - | |
| Zinssatzoptionen | 212 | 13.448 | 1.138 | |
| – Kauf | 106 | 6.724 | 569 | |
| – Verkauf | 106 | 6.724 | 569 | |
| Wechselkursverträge | - | - | - | |
| OTC-Produkte | - | - | - | |
| Devisenoptionen (Währungsoptionen) | - | - | - | |
| – Kauf | - | - | - | |
| – Verkauf | - | - | - | |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verzinsliche Wertpapiere | - | - |
| Substanzwerte | - | - |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
| 284.142 | 289.788 | 7.870 | 6.687 | 6.821 | 4.991 |
| 284.142 | 289.788 | 7.870 | 6.687 | 6.821 | 4.991 |
| 284.142 | 289.788 | 7.870 | 6.687 | 6.821 | 4.991 |
| 142.071 | 144.894 | - | 71 | 6.821 | 4.991 |
| 142.071 | 144.894 | 7.870 | 6.616 | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| 1.672.477 | 1.277.527 | 4.494 | 2.542 | 23.629 | 9.274 |
| 1.672.477 | 1.277.527 | 4.494 | 2.542 | 23.629 | 9.274 |
| 714.549 | 538.228 | 2.786 | 85 | 858 | 3.176 |
| 358.513 | 267.980 | 2.750 | 12 | 827 | 3.176 |
| 356.036 | 270.248 | 36 | 73 | 31 | - |
| 350.883 | 335.557 | - | 129 | 21.048 | 6.089 |
| 164.646 | 164.646 | - | - | - | - |
| 186.237 | 170.911 | - | 129 | 21.048 | 6.089 |
| 607.045 | 403.742 | 1.708 | 2.328 | 1.723 | 9 |
| 303.314 | 202.715 | 886 | 68 | 5 | - |
| 303.731 | 201.027 | 822 | 2.260 | 1.718 | 9 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
| 17.684 | 14.918 | 10 | 6 | 10 | 6 |
| 17.684 | 14.918 | 10 | 6 | 10 | 6 |
| 600 | 120 | 5 | - | 5 | - |
| 300 | 60 | - | - | 5 | - |
| 300 | 60 | 5 | - | - | - |
| 17.084 | 14.798 | 5 | 6 | 5 | 6 |
| 8.542 | 7.399 | 5 | 6 | - | - |
| 8.542 | 7.399 | - | - | 5 | 6 |
| - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | |
Dem Handelsbuch sind jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Wolfgang Mandl
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Dr. Reinhard Iro DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Gregor Hofstätter-Pobst ab 09. Mai 2017 Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Gertrude Wolf Mag. Ulrike Zambelli
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Backoffice Treasury, Betriebsorganisation, IT und Technischer Dienst sowie 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für das Firmenkundengeschäft, für das Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Treasury und Eigengeschäft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media und Investor Relations, Immobilienangelegenheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen; im Ausland zuständig für Slowenien, Kroatien, Ungarn und die Slowakische Republik
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für das Privatkundengeschäft, das Private Banking und Wertpapiergeschäft, das Depotbankengeschäft sowie für die Kooperation mit Vertriebspartnern; im Ausland zuständig für die Region Italien
Das Geschäftsjahr 2017 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 9.372.979,71 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,23 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 39.639.600 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 9.117.108,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Der Vorstand
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a UGB sowie 59a BWG.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Für den diesjährigen Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
Siehe Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Risikovorsorge)" sowie in Abschnitt "Ermessensentscheidungen und Schätzungen (Unterpunkt Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge)".
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einen Betrag in Höhe von TEUR 5.450.150 ausgewiesen. Die Risikovorsorgen betragen TEUR -136.992.
Der Konzern überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten und damit Einzelwertberichtigungen zu bilden sind.
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen signifikanter ausfallsgefährdeter Forderungen erfolgt individuell auf Basis einer Einschätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Diese sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.
Die pauschalen Einzelwertberichtigungen für nicht signifikante ausfallsgefährdete Forderungen und Portfoliowertberichtigungen für Forderungen, bei denen keine Wertminderungsereignisse identifiziert wurden, basieren auf Modellen mit statistischen Annahmen wie beispielsweise Ausfallswahrscheinlichkeit sowie Verlustquote und sind durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt werden und dass den Ermittlungen der Wertberichtigungen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, die mit Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten behaftet sind.
Wir haben den Kreditvergabe- und Überwachungsprozess des Konzerns überprüft. Hierzu haben wir Gespräche mit den zuständigen Mitarbeitern geführt und die internen Richtlinien eingesehen, analysiert und beurteilt, ob diese geeignet sind, die innewohnenden Risiken entsprechend zu erkennen und daraus adäquate Wertberichtigungen abzuleiten. Wir haben die relevanten Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.
Auf Basis einer Stichprobe aus dem Kredit- und Ausleihungsportefeuille mit signifikanten Einzelkrediten haben wir überprüft, ob Wertminderungsereignisse zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichproben erfolgte hierbei großteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko.
Bei festgestellten Wertminderungsereignissen wurde bei signifikanten Forderungen beurteilt, ob die getroffenen Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und der Sicherheiten angemessen sind.
Für die pauschalen Einzelwertberichtigungen und für die Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Berechnungsmodell beurteilt. Die angewendeten Parameter wurden auf Basis der Ergebnisse aus dem Backtesting dahingehend gewürdigt, ob sie für die Bildung der Vorsorgen auf Portfolioebenen angemessen sind. Ebenso haben wir die zugrundeliegende Datenbasis auf Konsistenz untersucht und die rechnerische Richtigkeit der der Wertberichtigung nachvollzogen.
Weiters haben wir in Testfällen die intern durchgeführten Bewertungen von Sicherungsimmobilien überprüft. Zur Unterstützung unsers Kernprüfungsteams haben wir unsere Bewertungsspezialisten hinzugezogen, die für ausgewählte Immobilienschätzgutachten anhand des Vergleichs mit Marktdaten beurteilt haben, ob der Wert in einer angemessenen Bandbreite liegt.
Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben in den Notes angemessen sind.
Siehe Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen)".
Der Konzern bilanziert seine Anteile an assoziierten Unternehmen nach der at Equity-Methode. Insgesamt belaufen sich die at Equity bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf einen Buchwert von TEUR 520.354. Die wesentlichsten Beteiligungen betreffen die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft.
Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung der at Equity bilanzierten Unternehmen vor, wird auf Basis eines Dividend Discount-Modells ein Nutzungswert ermittelt. Dabei stellen Annahmen zu zukünftig ausschüttbaren Ergebnissen unter Beachtung der relevanten Eigenkapitalvorschriften die bewertungsrelevanten Erträge dar, welche mit einem Eigenkapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Diese Bewertung ist von internen und externen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von der Unternehmensplanung, der Höhe des Diskontierungszinssatzes und dem in der ewigen Rente zugrunde gelegten nachhaltigen Zukunftserfolg.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Bewertung mit wesentlichen Ermessens- und Schätzunsicherheiten verbunden ist.
Wir haben durch Einsichtnahme in die Syndikatsverträge untersucht, ob die Voraussetzungen für die Klassifizierung als assoziiertes Unternehmen vorliegen.
Von unseren eingebundenen Bewertungsspezialisten wurde die Angemessenheit des Bewertungsmodelles und die darin getroffenen wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen beurteilt. Dafür haben wir die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt und die Herleitung der Diskontierungssätze nachvollzogen. Wir haben die in das Bewertungsmodell eingehenden Zahlen der Unternehmensplanungen überprüft, unter anderem indem wir die Planungstreue durch Vergleich der Ist-Werte des aktuellen Jahres mit den im Vorjahr verwendeten Planungswerten beurteilt haben.
Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben in den Notes zu den at Equity bilanzierten Unternehmen angemessen sind.
Siehe Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Notes im Abschnitt "Erläuterung zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Ermittlung des Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten)" sowie in Note 35.
Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz Kategorien zuzuweisen. Die Zuweisung zu einer Kategorie ist wesentlich für die Folgebewertung. Im Abschluss werden zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Level 2 und 3) mit einem Betrag von TEUR 98.781 (aktivisch) und TEUR 99.297 (passivisch) ausgewiesen.
Die Bewertung von aktivisch und passivisch zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanzierten Finanzinstrumenten, ist vor allem bei Level 2 und Level 3 Instrumenten aufgrund der starken Abhängigkeit von Parametereinschätzungen anhand von nicht beobachtbaren Inputfaktoren und internen Bewertungsmodellen in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet.
Dies stellt ein Risiko für den Abschluss dar.
Wir haben bei der Kategorisierung der Finanzinstrumente in Stichproben geprüft, ob die zugrundeliegenden Kriterien für die Zuordnung zu den Kategorien erfüllt sind und untersucht, ob die Folgebewertung der jeweiligen Kategorisierung entspricht.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir Treasuryspezialisten und im Falle von Bewertung von Anteilen an nicht börsenotierten Unternehmen auch Bewertungsspezialisten eingesetzt, die sich kritisch mit den Bewertungsmodellen und den einfließenden Parametern hinsichtlich deren Angemessenheit und Marktkonformität auseinandergesetzt haben.
Wir haben in Testfällen die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte nachvollzogen.
Abschließend wurde beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben in den Notes zum Konzernabschluss betreffend die Kategorisierung und Darstellung der Bewertungsmethoden vollständig und angemessen sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a UGB sowie 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 als Abschlussprüfer gewählt und am 19. Mai 2016 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Abschluss zum 31. Dezember 1991, der erstmalig durch KPMG geprüft wurde, Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von den Konzernunternehmen gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Klagenfurt, am 9. März 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Aktionärsstruktur 3 Banken Gruppe Unsere Unternehmenshistorie –225– Glossar –226– Abkürzungsverzeichnis Zukunftsbezogene Aussagen
Impressum
| in % | nach Stimmrechten |
nach Kapitalanteilen |
|---|---|---|
| 1 Oberbank AG | 19,36 | 18,52 |
| 2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 19,50 | 18,89 |
| 3 Generali 3Banken Holding AG | 7,80 | 7,44 |
| 4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,09 | 2,99 |
| 5 BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 0,42 | 0,73 |
| 6 UniCredit Bank Austria AG | 6,10 | 6,63 |
| 7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 24,25 | 23,15 |
| 8 Streubesitz | 19,47 | 21,65 |
| Grundkapital in EUR | 79.279.200 | |
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 37.839.600 | |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 1.800.000 |
Die in Rot gehaltenen Aktionäre haben Syndikatsvereinbarungen abgeschlossen.
| Grundkapital in EUR | 105.921.900 | |
|---|---|---|
| 7 Streubesitz | 31,25 | 36,01 |
| 6 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 25,97 | 23,76 |
| 5 Mitarbeiterbeteiligung | 3,76 | 3,61 |
| 4 Generali 3Banken Holding AG | 1,93 | 1,76 |
| 3 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 4,90 | 4,50 |
| 2 Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 16,98 | 16,15 |
| 1 BKS Bank AG | 15,21 | 14,21 |
| in % | nach Stimmrechten |
nach Kapitalanteilen |
Anzahl Stamm-Stückaktien 32.307.300 Anzahl Vorzugs-Stückaktien 3.000.000
| in % | nach Stimmrechten |
nach Kapitalanteilen |
|---|---|---|
| 1 BKS Bank AG | 14,78 | 13,59 |
| 2 Oberbank AG | 14,38 | 13,22 |
| 3 Generali 3Banken Holding AG | 15,77 | 14,49 |
| 4 Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 2,66 | 2,45 |
| 5 BTV Privatstiftung | 0,40 | 0,45 |
| 6 UniCredit Bank Austria AG | 5,96 | 9,85 |
| 7 CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 40,83 | 37,53 |
| 8 Streubesitz | 5,22 | 8,42 |
| Grundkapital in EUR | 61.875.000 | |
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 28.437.500 |
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 2.500.000
A. v. Ehrfeld tritt mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in ein Kommanditverhältnis unter dem Namen "Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co" ein.
Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führen zur Gründung der "Bank für Kärnten".
Änderung des Firmenwortlautes "Bank für Kärnten" in "Bank für Kärnten Aktiengesellschaft".
Es wird mit dem Ausbau des Zweigstellennetzes begonnen.
Mit der Expansion in die Steiermark wird der Firmenwortlaut in "Bank für Kärnten und Steiermark Aktiengesellschaft" (kurz: BKS) geändert.
Going Public der BKS-Stammaktie im Amtlichen Handel an der Wiener Börse.
1990 Eröffnung der ersten Filiale in Wien.
Beginn der internationalen Expansion mit Gründung einer Repräsentanz in Kroatien und dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien.
Erstmaliger gemeinsamer Auftritt der BKS Bank mit den Schwesterbanken als 3 Banken Gruppe.
Erwerb der Mehrheit an der "Die Burgenländische Anlage & Kredit Bank AG" (Die BAnK).
Inbetriebnahme der ersten slowenischen Bankfiliale in Slowenien und Errichtung einer Repräsentanz in Italien.
Gründung einer Repräsentanz in Ungarn. Der Firmenwortlaut wird an die Expansion der letzten Jahre angepasst und lautet nun "BKS Bank AG".
Übernahme der Kvarner banka d.d. und damit Eintritt in den Bankenmarkt in Kroatien. Kauf der slowakischen "KOFIS Leasing".
Markteintritt in das slowakische Bankgeschäft.
Die renommierte Ratingagentur oekom research AG erkannte der BKS Bank den "Prime"-Status erstmalig zu. Die Bank zählt somit in Sachen Nachhaltigkeit weltweit zu den Besten ihrer Branche.
Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank werden in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen. Die kroatische BKS Bank d.d. wird mit der BKS Bank AG verschmolzen.
Als erstes Kreditinstitut in Österreich haben wir einen Social Bond begeben. Die BKS Bank war erstmals für den Staatspreis Unternehmensqualität nominiert und wird erneut mit "EFQM Recognised for Excellence 5 Star" ausgezeichnet.
Amendment: Sollte es bei bereits bestehenden IFRS-Standards zu Änderungen, Ergänzungen oder Nachbesserungen kommen, werden diese in Form sogenannter Amendments erlassen.
APM-Komitee: Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (Asset Liability Management) ist ein internes Gremium der BKS Bank und verantwortlich für die Steuerung der Bilanzstruktur und Liquidität.
At Equity bilanzierte Gesellschaften sind Beteiligungsunternehmen, die nicht beherrscht werden, bei denen jedoch die Möglichkeit besteht, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen maßgeblich mitzugestalten. Sie werden in die Konzernbilanz mit dem anteiligen Eigenkapital am Beteiligungsunternehmen aufgenommen. In die Konzern-GuV-Rechnung geht der dem Beteiligungsverhältnis entsprechende aliquote Anteil am Jahresüberschuss des Beteiligungsunternehmens ein.
Das Bankbuch umfasst alle bilanziellen und außerbilanziellen Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.
Mit dem BaSAG (Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken) wurde in Österreich die Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (siehe auch unter BRRD) umgesetzt, mit der sich Europa gemeinsam zu neuen Regeln für eine Bankenabwicklung verständigt hat. Die Banken haben präventiv Sanierungspläne auszuarbeiten und darzustellen, welche Maßnahmen sie bei einer Verschlechterung der finanziellen Lage ergreifen werden und wie eine geordnete Abwicklung oder Restrukturierung des Instituts erfolgen könnte. Diese Pläne sind von der zuständigen Aufsichtsbehörde (in Österreich: Finanzmarktaufsichtsbehörde, FMA) zu prüfen und zu bewerten. Die Aufsichtsbehörde ist mit umfangreichen Eingriffsbefugnissen ausgestattet. Sie kann u. a. anordnen, dass zusätzliches Eigenkapital zu halten ist und Maßnahmen und Regelungen aus dem Sanierungsplan umzusetzen sind.
Basel III: Das unter dem Schlagwort "Basel III" bekannt gewordene Regelwerk benennt die durch den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) im Dezember 2010 beschlossenen Änderungen internationaler bankaufsichtlichen Anforderungen. Diese Regelungen ergänzen bzw. ändern das in Basel im Jahr 2004 beschlossene Rahmenwerk für die Eigenkapitalanforderungen für Banken ("Basel II"). Die Neuerungen zielen insgesamt darauf ab, die Regulierung, die Aufsicht und das Risikomanagement im Bankensektor zu stärken und damit den Bankensektor widerstandsfähiger gegen Krisen zu machen. Wesentliche Elemente aus "Basel III" wurden in die Capital Requirements Directive (CRD IV) und die Capital Requirements Regulation (CRR I) übernommen. Die Europäische Kommission veröffentlichte am 23. November 2016 einen Entwurf zur Novellierung der CRD IV und CRR I. Schwerpunkte der Novelle betreffen Vorgaben zur Ermittlung der Net Stable Funding Ratio (NSFR), Änderungen bei der Ermittlung des Marktrisikos und Modifizierungen zur Berechnung des Gegenparteiausfallrisikos (SA-CRR).
BIP: Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen, an, die von einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres nach Abzug aller Vorleistungen hergestellt wurden. Um das BIP losgelöst von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet werden.
BRRD: Die Bank Recovery and Resolution Directive 2014/59/EU zur Sanierung und Abwicklung von Banken stellt den Rechtsrahmen für das Krisenmanagement im Finanzsektor dar. Ziel ist, dass jede Bank unabhängig von Größe und Komplexität abgewickelt werden kann, ohne die Stabilität des Finanzmarktes zu gefährden.
Die Capital Requirements Directive (CRD IV) ebnet den Weg zu einem solideren und sichereren europäischen Finanzsystem. Die Richtlinie war entsprechend von den Mitgliedsstaaten bis zum 31. Dezember 2013 in nationales Recht umzusetzen. Allerdings mussten bestehende nationale Rechtsnormen um alle konkurrierenden oder der Verordnung (CRR) entgegenstehenden Vorschriften bereinigt werden. In Österreich entstand der weitaus größte Teil des Gesetzesänderungsbedarfs im Bankwesengesetz (BWG) sowie in verwandten Aufsichtsgesetzen, die umfassend novelliert wurden.
Die unmittelbar im österreichischen Rechtssystem anwendbare Capital Requirements Regulation - CRR I enthält ein einheitliches Mindestinstrumentarium für die nationalen Aufsichtsbehörden, somit bindende Vorschriften für alle Mitgliedsstaaten u. a. zu den Bestandteilen der Eigenmittel, zu den Eigenmittelanforderungen, zu Großkrediten (Großveranlagungen), zur Liquidität, zur Verschuldung (Leverage) und zur Offenlegung.
Corporate Social Responsibility (CSR) ist eine unternehmerische Praxis, die soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung mit ökonomischen Zielen verbindet: systematisch, nachvollziehbar, transparent und freiwillig.
Corporate Volunteering bezeichnet einerseits den freiwilligen Einsatz der Mitarbeiter bei sozialen Projekten und andererseits die Förderung des bereits bestehenden Freiwilligenengagements von Mitarbeitern.
Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsaufwand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz. Je niedriger die Quote, desto besser wirtschaftet das Unternehmen.
Counterbalancing Capacity (CBC) ist die Bezeichnung für die Liquiditätsreserve, die aus leicht liquidierbaren oder repofähigen Asset-Positionen gebildet wird.
Credit Spread: Der Credit Spread ist die Risikoprämie bzw. Renditedifferenz zwischen einem verzinslichen Wertpapier und einem risikolosen Referenzzinssatz mit gleicher Laufzeit. Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar.
DBO steht für: Defined Benefit Obligation, der Wert einer Verpflichtung aus betrieblicher Altersversorgung nach der Projected Unit Credit Method.
Derivate bezeichnen Finanzinstrumente, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Finanzinstrumente richten. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Optionen, Futures und Swaps. Endorsement: Damit neue International Financial Reporting Standards in Österreich anwendbar sind, bedarf es eines sogenannten Endorsements durch die Europäische Union. Als Endorsement bezeichnet man den Prozess, mit dem die Europäische Union die International Financial Reporting Standards übernimmt.
Expected-Loss-Modell: Erwartete Kreditverluste, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten oder über die gesamte Laufzeit (life time expected credit loss) nach dem Abschlussstichtag eintreten können.
Fair Value ist definiert als der Preis, zu dem ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit im Rahmen einer Transaktion zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen und vertragswilligen Geschäftspartnern zum jetzigen Zeitpunkt ausgetauscht werden könnte. Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar sind, werden diese als Fair Value angesetzt.
Der FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) wurde am 18. März 2010 vom US-Kongress mit der Zielsetzung erlassen, die Einhaltung der steuerlichen Verpflichtungen von US-Personen mit Konten im Ausland zu gewährleisten. Demnach sind alle Kreditinstitute verpflichtet, ihre Kunden mit US-Bezug zu identifizieren und – vorbehaltlich deren Zustimmung – namentlich an die US-amerikanische Steuerbehörde zu melden.
FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering) ist ein internationales Gremium zur Bekämpfung der Geldwäsche mit dem Sitz bei der OECD in Paris mit dem Auftrag, die Methoden der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu analysieren und Maßnahmen zu deren Bekämpfung zu entwickeln.
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale (AfS) sind die zur Veräußerung zur Verfügung stehenden finanziellen Vermögenswerte eines Unternehmens.
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity (HtM) sind erworbene Finanzinstrumente, die eine bestimmte Laufzeit und bestimmbare Zinszahlungen aufweisen. Es besteht die Absicht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten.
Unter Forbearance sind Zugeständnisse an einen Schuldner (z. B. Modifikationen von Verträgen) zu verstehen, wenn dieser Gefahr läuft, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Hiervon erfasst werden Kredite, Schuldverschreibungen, widerrufbare und unwiderufbare Kreditzusagen mit Ausnahme von im Handelsstand gehaltenen Exposures. Der Forbearance-Status ist nach den Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) vierteljährlich zu melden.
Die Fristentransformation umfasst die professionelle Steuerung unterschiedlicher Fälligkeiten und der damit in Zusammenhang stehenden unterschiedlichen Verzinsungen von Aktiv- und Passivpositionen in der Bankbilanz unter Berücksichtigung aktueller und erwarteter Marktzinskurven sowie Fälligkeitsstrukturen.
Geschäftsmodell gemäß IFRS 9: Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 einem Geschäftsmodell zuzuordnen. Das Geschäftsmodell bestimmt, wie die Steuerung und Bewertung der Finanzinstrumente zu erfolgen hat. Im IFRS 9 wird zwischen den Geschäftsmodellen "Halten und Vereinnahmen", "Halten und Verkaufen" sowie "Anderen" unterschieden.
Das Going Concern-Prinzip besagt, dass bei der Rechnungslegung oder Risikobetrachtung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen ist, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Unter anderem ist dies wichtig für die Bewertung von Vermögenswerten.
Green Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter grüner Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Green Bond Principles erfüllen. Dabei kann es sich um neue und/oder bereits bestehende Projekte handeln. Die ausgewählten grünen Projekte sollten einen klaren Umweltnutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.
Das Handelsbuch umfasst alle Positionen eines Kreditinstituts aus dem Eigenhandel mit Finanzinstrumenten, die es zum Zweck des Wiederverkaufs hält oder übernommen hat, um bestehende oder erwartete Unterschiede zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen oder um Preis- und Zinsschwankungen kurzfristig zu nutzen. Nicht zum Handelsbuch zählende Positionen werden im Bankbuch geführt.
Hedging dient der Absicherung bestehender oder künftiger Positionen gegen Risiken, wie z. B. Kurs- und Zinsänderungsrisiken. Zu einer Position wird dabei eine korrespondierende Gegenposition aufgebaut, um damit das Risiko ganz oder teilweise auszugleichen.
Die Historische Simulation ist ein auf Verwendung historischer Zeitreihen basierendes statistisches Verfahren zur Ermittlung des Value-at-Risk.
ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) bezeichnet den umfassenden Prozess und die dazugehörige Strategie, mit denen Kreditinstitute die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des (internen) Kapitals vornehmen. Mit der Verteilung des ökonomischen Kapitals werden alle wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken gesteuert und begrenzt.
Das IFRS-Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien eines Unternehmens.
ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) ist neben dem ICAAP ein Verfahren zur Beurteilung der Angemessenheit der internen Liquidität nach Säule 2 und somit ein für Kreditinstitute wichtiges Instrument des Risikomanagements.
Nach dem Incurred-Loss-Modell werden Kreditrisikovorsorgen erst dann im Jahresabschluss berücksichtigt, wenn sie auf ein bereits eingetretenes Verlustereignis zurückzuführen sind.
International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) in Form von einzelnen Standards verabschiedeten Rechnungslegungsvorschriften. Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie deren Veränderungen im Zeitablauf zu vermitteln. Im Gegensatz dazu orientiert sich ein nach dem Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellter Jahresabschluss vorrangig am Gläubigerschutzgedanken.
Die International Standards on Auditing (ISAs) sind international anerkannte, im jährlich erscheinenden Handbuch der International Federation of Accountants (IFAC) veröffentlichte Grundsätze der Abschlussprüfung, die entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) einzuhalten sind.
ISIN steht für International Securities Identification Number, dient der weltweit eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren und löste 2003 die nationalen Wertpapierkennnummern (WKN) ab. Die ISIN ist ein zwölfstelliger alphanumerischer Code und besteht aus einem zweistelligen internationalen Länderkürzel (z. B. AT für Österreich), einer neunstelligen nationalen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer. Die ISIN der Stammaktie der BKS Bank AG lautet AT0000624705, die der Vorzugsaktie AT0000624739.
Das Kernkapital gliedert sich in hartes und zusätzliches Kernkapital. Das harte Kernkapital umfasst die Positionen Grundkapital, einbehaltene Gewinne und sonstige Rücklagen. Zu den zusätzlichen Kernkapitalkomponenten zählen verbriefte Verbindlichkeiten, welche die Anforderungen des Artikels 52 CRR erfüllen.
Key Audit Matters sind die bedeutsamsten Prüfsachverhalte, die aus Sicht des Abschlussprüfers das größte Risiko einer wesentlichen Fehldarstellung beinhalten könnten.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine für Investoren wichtige Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Hierbei wird der Börsekurs der Aktie in Relation zu dem im Vergleichszeitraum erzielten bzw. erwarteten Gewinn je Aktie gesetzt. Bei einem relativ niedrigen KGV wird eine Aktie als günstig bewertet angesehen, bei einem relativ hohen KGV als ungünstig.
Die Leverage Ratio wird aus dem Verhältnis des harten Kernkapitals zur nichtrisikogewichteten Aktiva inklusive außerbilanzieller Geschäfte ermittelt. Sie dient dem Ziel, jene Geschäftsmodelle zu begrenzen, welche auf hohen Bilanzständen und hoher Kreditqualität bei gleichzeitig geringem Eigenkapitaleinsatz basieren.
Lifetime Expected Loss: Die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments resultieren.
Liquidity Coverage Ratio (LCR): Mit der Implementierung der Mindestliquiditätsquote verfolgt der Baseler Ausschuss das Ziel, die jederzeitige, kurzfristige Zahlungsfähigkeit einer Bank in einem Stressszenario von 30 Tagen sicherzustellen. Dies soll dadurch gewährleistet werden, dass die gestressten Netto-Zahlungsausgänge – die sogenannte Liquiditätslücke einer Bank – durch einen Liquiditätspuffer in Form von hochliquiden und qualitativ hochwertigen Vermögenswerten gedeckt sind.
Loan-Deposit-Ratio ist das Verhältnis von Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Die Kennzahl beschreibt, zu welchem Prozentsatz die Ausleihungen durch Primäreinlagen refinanziert werden können.
Marktkapitalisierung ist der börsemäßige Wert eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der umlaufenden Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsekurs der jeweiligen Aktien.
MiFID II/MiFIR (Markets in Financial Instruments Directive) legt einheitliche Regeln für Wertpapierdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum fest. Primäre Ziele sind die Erhöhung der Markttransparenz, die Stärkung des Wettbewerbs unter Anbietern von Finanzdienstleistungen und damit die Verbesserung des Anlegerschutzes. MiFID II/MiFIR zielt auf die Verbesserung des bestehenden Regelwerkes ab, wobei ein Fokus auch auf den Handel auf regulierten Plattformen und auf mehr Transparenz im Hochfrequenzhandel gelegt wird.
Minimum Requirement for Eligible Liabilities (MREL): Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten gemäß Art. 45 BRRD. Die EU-Mitgliedsstaaten haben dafür zu sorgen, dass die Institute zu jedem Zeitpunkt eine Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für den Abwicklungsfall vorhalten.
Modified Duration ist eine Kennzahl zur Evaluierung der Zinsempfindlichkeit von Finanzanlagen. Ergebnis dieser Kennzahl ist ein Maß zur Approximation von Marktwertänderungen.
Net Stable Funding Ratio (NSFR): Diese strukturelle Kennzahl beurteilt die Stabilität einer Refinanzierung über einen Zeithorizont von mehr als einem Jahr und ist Teil der neuen Liquiditätsvorschriften. Die NSFR soll sicherstellen, dass die Vermögenswerte in Relation zu deren Liquidierbarkeit zumindest anteilig mit langfristig gesicherten ("stabilen") Mitteln refinanziert werden. Damit soll die Abhängigkeit von der Funktionsfähigkeit und Liquidität des Interbankenmarkts reduziert werden.
NFC-Funktion: Die Abkürzung NFC steht für Near Field Communication. Eine NFC-Karte ermöglicht kontaktloses Bezahlen von Kleinbeträgen bis 25,- EUR. Der Bezahlvorgang wird gegenüber einer herkömmlichen Zahlung beschleunigt. Daten, die bisher durch Stecken der Karte ins Terminal ausgelesen wurden, werden per Funk übertragen.
Die oekom research AG ist eine weltweit führende Rating-Agentur im nachhaltigen Anlagesegment. Unternehmenssitz ist München. Geratet werden Unternehmen und Länder. Zusätzlich bietet oekom auch Strategieberatungen zu verschiedensten Nachhaltigkeitsthemen an.
ÖNACE ist die österreichische Version des aus den NACE (Nomenclature statistique des activités économiques dans la Communauté européenne) abgeleiteten europäischen Klassifikationssystems von Wirtschaftszweigen. Die derzeitige NACE-kompatible Statistik heißt ÖNACE 2008.
OTC (over the conter)-Derivate sind außerbörsliche Finanzinstrumente, die direkt zwischen den Marktteilnehmern gehandelt werden.
Payment Services Directive: Die Zahlungsdiensterichtlinie (PSD, PSD 2) bildet die rechtliche Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarkts für den Zahlungsverkehr.
Primäreinlagen sind die einer Bank zur Verfügung gestellten Kundengelder in Form von Spar-, Sicht- und Termineinlagen, verbrieften Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital.
Projected Unit Credit-Methode oder Anwartschaftsbarwertverfahren bezeichnet ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung, das im internationalen Rechnungslegungsstandard IAS 19 und in vielen ausländischen Rechnungslegungsstandards vorgeschrieben ist. Es wird zu jedem Bewertungsstichtag nur jener Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits verdient ist. Der Barwert des verdienten Teils der Verpflichtung wird als Defined Benefit Obligation bezeichnet.
Die Random Walk Simulation ist ein mathematisches Modell für eine Zufallsbewegung, die aus einer historischen Zeitreihe abgeleitet wird.
Return on Assets (ROA) ist das Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss ohne Fremdanteile) zu durchschnittlicher Bilanzsumme in Prozent.
Return on Equity (ROE) vor und nach Steuern ist das Verhältnis des Ergebnisses vor bzw. nach Steuern zum durchschnittlichen Eigenkapital. Diese Kennziffer beschreibt die Eigenkapitalverzinsung eines Unternehmens. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Gewinn wurde auf das Eigenkapital des Unternehmens erwirtschaftet.
Risk-Earnings-Ratio (RER) bezeichnet das Verhältnis des Kreditrisikoaufwandes zum Zinsergebnis. Der Prozentsatz gibt an, welcher Anteil des Zinsergebnisses für die Abdeckung des Kreditrisikos verwendet wird.
Social Bonds sind Anleihen, deren Emissionserlöse ausschließlich zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung geeigneter sozialer Projekte verwendet werden und die alle vier Kernkomponenten der Social Bond Principles erfüllen. Die ausgewählten Projekte sollten einen klaren sozialen Nutzen schaffen, der evaluiert und, wo durchführbar, quantifiziert werden sollte.
Solvabilität bezeichnet die Gegenüberstellung des sich aus den (gewichteten) Bilanzaktiva und außerbilanzmäßigen Geschäften ergebenden Eigenmittelerfordernisses mit den anrechenbaren Eigenmitteln gemäß CRR. Die Solvabilität wird in der CRR geregelt.
SPPI-Kriterium: Ein Kriterium für die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten stellt das SPPI-Kriterium dar. SPPI steht für "solely payment of principal and interest" und zielt auf die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswertes ab. SPPI-konform bedeutet, dass sich in den Zinsen das Entgelt für den Zeitwert des Geldes, für das Ausfallrisiko und für andere grundlegende Risiken, die Kosten des Kreditgeschäfts sowie eine Gewinnmarge widerspiegeln. Die Ausprägung des SPPI-Kriteriums führt in Kombination mit dem Geschäftsmodell zu einer bestimmten Klassifizierung und Bewertung nach IFRS 9.
Supervisory Review and Evaluation Process (SREP): Der aufsichtsrechtliche Überprüfungs- und Evaluierungsprozess ist im Rahmen der Säule 2 (bankenaufsichtlicher Überprüfungsprozess) der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung neben dem internen Kapitaladäquanzverfahren Teil des Überprüfungsverfahrens hinsichtlich der Beaufsichtigung und Evaluierung des Risikomanagements des Kreditinstituts sowie der Angemessenheit seines ICAAP. Er wird in Österreich für less significant banks von der FMA als zuständiger Aufsichtsbehörde wahrgenommen. Weiters umfasst er die Überprüfung der Einhaltung sämtlicher relevanter Vorschriften, die Identifikation regelwidriger Zustände sowie die Verhängung von Aufsichtsmaßnahmen.
Swap ist die angloamerikanische Bezeichnung für ein Tauschgeschäft. Die Partner tauschen dabei Zahlungsverpflichtungen, wobei feste Zinszahlungen gegen variable getauscht (Zinsswaps) oder Beträge in verschiedenen Währungen ausgetauscht (Währungsswaps) werden. Zinsswaps ermöglichen eine Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken und damit eine feste Kalkulationsbasis durch Zinsfestschreibung. Währungsswaps ermöglichen eine Absicherung der Währungsrisiken durch den Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen, einschließlich der damit verbundenen Zinszahlungen.
Total risk exposure amount ist die Summe der nach Adresse- bzw. Partnerrisiko gewichteten Aktiva inklusive Erfordernissen aus dem operationalem Risiko, außerbilanzmäßigen und besonderen außerbilanzmäßigen Positionen des Bankbuches, die nach österreichischen bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften berechnet werden.
Unter Unwinding versteht man die Erfassung der Barwertänderung von wertberichtigten Forderungen als Zinsertrag.
Value-at-Risk ist eine Methode zur Risikoquantifizierung. Sie misst die potenziellen künftigen Verluste, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten werden.
Vollkonsolidierte Gesellschaften sind wesentliche, beherrschte Unternehmen, deren Aktiva, Passiva, Erträge und Aufwendungen nach Abzug von Konsolidierungsposten zur Gänze in den Konzernabschluss der BKS Bank einbezogen sind.
| ABGB | Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch |
|---|---|
| AfA | Absetzung für Abnutzung |
| AfB | "Arbeit für Menschen mit Behinderung"; mildtätige und gemeinnützige |
| Gmbh | |
| AFRAC | Austrian Financial Reporting and Auditing Committee |
| AfS | Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale |
| AktG | Aktiengesetz |
| ALGAR | ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. |
| AML | Anti-Money Laundering |
| APA-OTS | APA-OTS Originaltext-Service GmbH |
| APM | Aktiv-Passiv-Management |
| APRÄG 2016 | Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetz 2016 |
| AR | Aufsichtsrat |
| ATX | Austrian Traded Index (Österreichischer Aktienindex) |
| AT1 | Additional Tier 1 Capital |
| AVM | Aktives Vermögensmanagement |
| AVÖ | Aktuarvereinigung Österreichs |
| AWS | Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH |
| BaSAG | Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken |
| BCBS | Basel Committee on Banking Supervision |
| BIP | Bruttoinlandsprodukt |
| BörseG | Börsegesetz |
| BP | Basispunkte |
| BRRD | Bank Recovery and Resolution Directive |
| BSG | BKS Service GmbH |
| BTV AG | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft |
| BWG | Bankwesengesetz |
| CEO | Chief Executive Officer |
| CBC | Counterbalancing Capacity |
| CET1 | Common Equity Tier 1 Capital |
| CFO | Chief Financial Officer |
| CFT | Combating the Financing of Terrorism |
| CHF | Schweizer Franken |
| CIA© | Certified Internal Auditor |
| CIR | Cost-Income-Ratio |
| CNY | Chinesischer Renminbi |
| COSO | Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission |
| CRD IV | Capital Requirements Directive IV |
| C-Regeln | "Comply or Explain"-Regeln |
| CRR | Capital Requirements Regulation |
| CRS | Common Reporting Standards |
| CSR | Corporate Social Responsibility |
| DAX | Deutscher Aktienindex |
| DBO | Defined Benefit Obligation |
| DCF-Methode | Discounted-Cash-Flow-Methode |
| EAD | Exposure at Default |
| EAP | Employee Assistance Program |
| EBA | European Banking Authority |
| ECL | Expected Credit Loss |
| EFQM | European Foundation for Quality Management |
|---|---|
| EIP | European Investment Practitioner |
| ERP | European Recovery Program |
| ESZB | Europäisches System der Zentralbanken |
| EUREX | European Exchange (Terminbörse für Finanzderivate) |
| EU-RL | EU-Richtlinie |
| Eurostat | Statistisches Amt der Europäischen Union |
| EU-VO | EU-Verordnung |
| EWB | Einzelwertberichtigung |
| EZB | Europäische Zentralbank |
| FASB | Financial Accounting Standards Board |
| FATCA | Foreign Account Tax Compliance |
| FATF | Financial Action Task Force on Money Laundering |
| FBSchVG | Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen |
| Fed | Federal Reserve System |
| FI | Finanzinstrument |
| FinTechs | Finanztechnologie-Unternehmen |
| FMA | Finanzmarktaufsicht |
| FSC | Forest Stewardship Council |
| FTE | Full Time Equivalent (Vollzeitäquivalent) |
| FV | Finanzielle Vermögenswerte |
| FVOCI | Fair Value Through Other Comprehensive Income |
| FVPL | Fair Value Through Profit or Loss |
| FX-Quote | Fremdwährungsquote |
| GA | Granularitätsanpassung |
| GBP | Great Britain Pound (Britisches Pfund) |
| GC | General Collateral |
| GRI | Global Reporting Initiative |
| GuV-Rechnung | Gewinn- und Verlustrechnung |
| GWh | Gigawattstunden |
| HQLA | High Quality Liquid Assets |
| HRK | Kroatische Kuna |
| HtM | Held-to-Maturity |
| IAASB | International Auditing and Assurance Standards Board |
| IASB | International Accounting Standards Board |
| IAS | International Accounting Standard |
| IC | IFRIC Interpretations Commitee |
| ICAAP | Internal Capital Adequacy Assessment Process |
| IFAC | International Federation of Accountants |
| IFRIC | International Financial Reporting Interpretations Committee |
| IFRS | International Financial Reporting Standards |
| IKS | Internes Kontrollsystem |
| ILAAP | Internal Liquidity Adequacy Assessment Process |
| IR | Investor Relations |
| ISA | International Standards on Auditing |
| ISIN | International Securities Identification Number |
| iVV | individuelle Vermögensverwaltung |
| IWF | Internationaler Währungsfonds |
| JPY | Japanischer Yen |
| KAG | Kapitalanlagegesellschaft |
|---|---|
| KGV | Kurs-Gewinn-Verhältnis |
| KMU | Kleine und mittlere Unternehmen |
| KStG | Körperschaftsteuergesetz |
| LAR | Loans and Receivables |
| LCR | Liquidity Coverage Ratio |
| LR | Leverage Ratio |
| L-Regeln | "Legal Requirements"-Regeln |
| MiFID; MiFID II | Markets in Financial Instruments Directive |
| MiFIR | Regulation on markets in financial instruments |
| MREL | Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities |
| NaDiVeG | Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz |
| NSFR | Net Stable Funding Ratio |
| NPL-Quote | Non-performing Loans-Quote |
| ÖCGK | Österreichischer Corporate Governance Kodex |
| OECD | Organisation for Economic Cooperation and Development |
| OeKB | Oesterreichische Kontrollbank AG |
| OeNB | Oesterreichische Nationalbank |
| ÖNACE | Österreichische Version des NACE Nomenclature statistique des activités |
| économiques dans la Communauté européenne | |
| OPEC | Organization of Petroleum Exporting Countries |
| OR-Gremium | Operationales Risiko-Gremium |
| OTC-Produkte | Over-the-Counter-Produkte |
| PD | Propability of Default (Ausfallsquote) |
| PJ | Personaljahre |
| PSD | Payment Services Directive |
| RÄG | Rechnungslegungs-Änderungsgesetz 2014 |
| Repo | Repurchase Agreement (Rückkaufvereinbarung) |
| RER | Risk-Earnings-Ratio |
| ROA | Return on Assets (Gesamtkapitalrendite) |
| ROE | Return on Equity (Eigenkapitalrendite) |
| R-Regeln | "Recommendations"-Regeln |
| RTU | Risk-Taking-Units |
| SIC | Standing Interpretations Committee |
| SPPI-Kriterium | Solely Payments of Principal and Interest |
| SREP | Supervisory Review and Evaluation Process |
| UGB | Unternehmensgesetzbuch |
| USD | US-Dollar |
| VAR | Value-at-Risk |
| VStG | Verwaltungsstrafgesetz |
| Vst.-Vors. | Vorstandsvorsitzende |
| WAG | Wertpapieraufsichtsgesetz |
| WIFO | Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung |
| Xetra | Exchange Electronic Trading (elektronischer Handelsplatz) |
| ZCR/RC | Abteilung Controlling/Risikocontrolling |
| ZEA | Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft |
| ZKM | Abteilung Kreditmanagement |
| ZVB | Abteilung Vorstandsbüro |
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 09. März 2018 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.
| Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG | |
|---|---|
| St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee | |
| Telefon: +43(0)463 5858-0 | |
| Fax: +43(0)463 5858-329 | |
| DVR: 0063703 | |
| UID: ATU25231503 | |
| FN: 91810s | |
| Internet: www.bks.at | |
| E-Mail: [email protected], [email protected] | |
| Redaktion: | BKS Bank AG, Vorstandsbüro |
| Idee, Konzept und Layout: | gantnerundenzi.at |
| Fotos: | Gernot Gleiss (Seite 8, 111, 127), gettyimages, |
| Thomas Schrott (Seite 46), Gabriele Sturm (Umschlag innen) | |
| Grafik: | boss grafik, Sigrid Bostjancic |
| Lektorat: | Mag. Andreas Hartl |
| Druck und Lithografie: | Christian Theiss GmbH / Druckbotschafter |
| Papier: | Gedruckt auf Munken Lynx, Naturpapier holzfrei |
| BILANZZAHLEN in Mio. EUR |
2015 | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 6.648,0 | 7.232,5 | 7.145,3 |
| Forderungen an Kunden | 4.885,3 | 5.338,5 | 5.449,0 |
| Festverzinsliche Wertpapiere (Position 2. + 5.) | 847,8 | 852,6 | 853,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.286,5 | 4.843,0 | 4.987,2 |
| – hiervon Spareinlagen | 1.599,2 | 1.529,0 | 1.475,1 |
| – hiervon sonstige Verbindlichkeiten | 2.687,3 | 3.314,1 | 3.512,1 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 604,2 | 555,4 | 549,7 |
| Anrechenbare Eigenmittel (ohne Tier III) | 624,0 | 693,2 | 691,3 |
| – hiervon Kernkapital (Tier I) | 470,1 | 543,3 | 558,0 |
| Eigenmittelüberschuss | 251,6 | 280,7 | 249,0 |
| Wertpapiervolumen auf Kundendepots | 8.102,3 | 8.155,1 | 8.481,6 |
| Primäreinlagen | 5.072,6 | 5.597,2 | 5.695,7 |
| ERFOLGSRECHNUNG in Mio. EUR | |||
| Betriebsergebnis | 68,7 | 64,5 | 60,0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 42,5 | 37,1 | 34,6 |
| Jahresüberschuss | 25,7 | 29,4 | 25,9 |
| UNTERNEHMENSKENNZAHLEN | |||
| Kernkapitalquote | 10,1 | 11,4 | 11,7 |
| Gesamtkapitalquote | 13,4 | 14,5 | 14,5 |
| Return on Equity nach Steuern | 5,3 | 5,5 | 4,5 |
| Return on Assets nach Steuern | 0,4 | 0,4 | 0,4 |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 60,1 | 62,7 | 65,4 |
| Betriebsergebnis in % der durchschnittl. Bilanzsumme | 1,1 | 0,9 | 0,8 |
| RESSOURCEN | |||
| Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt ohne | |||
| Vorstand1) | 766 | 819 | 819 |
| Anzahl der Geschäftsstellen | 57 | 60 | 63 |
| 1) ohne entsandte Mitarbeiter | |||
| KENNZAHLEN ZUR BKS BANK-AKTIE | |||
| Gewinn pro Aktie | 0,71 | 0,74 | 0,65 |
| Dividende pro Aktie | 0,23 | 0,23 | 0,23 |
| Stammaktie: Höchstkurs | 17,5 | 17,3 | 18,5 |
| Stammaktie: Tiefstkurs | 16,5 | 15,8 | 16,8 |
| Stammaktie: Schlusskurs | 16,9 | 16,8 | 17,8 |
| Vorzugsaktie: Höchstkurs | 15,7 | 15,4 | 17,8 |
| Vorzugsaktie: Tiefstkurs | 14,8 | 13,9 | 15,4 |
| Vorzugsaktie: Schlusskurs | 15,1 | 15,4 | 17,7 |
Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.
Von der globalen Wirtschaft gab es viel Positives zu berichten: Die Mehrzahl der Wirtschaftsprognosen für die großen Volkswirtschaften wurde im Laufe des Jahres 2017 nach oben revidiert. Das Wachstum war – für Nachkrisenverhältnisse – äußerst dynamisch und betrug jüngsten Prognosen zufolge 3,6 %. Das vergangene Jahr war ein sogenanntes "Goldilocks"-Jahr, also ein Jahr mit sehr guter wirtschaftlicher Dynamik und nur moderaten Inflationsraten.
In den USA zog die wirtschaftliche Dynamik nach dem enttäuschenden Vorjahr wieder an. Im Gesamtjahr 2017 wuchs die amerikanische Wirtschaft um 2,3 %. Die gute Inlandsnachfrage, der private Konsum und die hohe Investitionsfreude der Unternehmen befeuerten das Wachstum kräftig. Die ausgezeichnete Konjunkturlage bescherte auch dem Arbeitsmarkt eine sehr gute Entwicklung. Im Oktober 2017 verzeichneten die USA eine Arbeitslosenquote von 4,1 %, der niedrigste Wert seit 15 Jahren. Angesichts des anhaltenden Aufschwungs hielt die US-Notenbank an ihrem geldpolitischen Kurs fest und erhöhte 2017 insgesamt drei Mal die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte. Auch für 2018 stehen weitere Leitzinserhöhungen an, wobei diese Prognosen nicht in Stein gemeißelt sind. Im Feber 2018 übernahm Jerome Powell die Agenden der bisherigen Notenbank-Präsidentin Janet Yellen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es in der Ausrichtung der Fed zu Veränderungen kommen könnte.
In der Eurozone stieg das Wachstum im Jahr 2017 auf rund 2,3 %. Die deutsche Wirtschaft hat 2017 um 2,2 % zugelegt und somit das stärkste Wachstum seit 2011 erzielt. Getragen wurde der kräftige Aufschwung von höheren Konsumausgaben, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen sowie der verbesserten Nachfrage nach deutschen Exportprodukten. Erfreulich ist auch, dass im Vorjahr nicht nur das Wachstum in der Wirtschaftslokomotive Deutschland anstieg, sondern auch in Peripherieländern wie Spanien, Portugal oder Griechenland. So wuchs die Wirtschaft in Spanien um 3,1 %, während Portugal um 2,6 % zulegen konnte. Die griechische Wirtschaft – das Problemkind der Eurozone – wies nach einer Vielzahl von negativen Jahren ein positives Wachstum von 1,3 % aus. Das lag vor allem daran, dass in sämtlichen früheren Krisenländern des Südens die Exporte 2017 schneller wuchsen als in anderen Ländern der Eurozone. Eine weitere Erfolgsgeschichte ist Frankreich. Das Land wurde in den letzten Jahren oftmals als "Kranker Mann Europas" belächelt, da die Konjunkturentwicklung in den letzten Jahren meist deutlich unter dem Schnitt der Eurozone lag. Im Jahr 2017 legte das Wachstum aber deutlich zu und betrug 1,8 % nach 1,2 % im Jahr davor. Die erfreuliche Wirtschaftslage spiegelte sich auch in den Arbeitsmarktzahlen für die Eurozone wider: Im Dezember 2017 lag die Arbeitslosenquote bei 8,7 % laut Eurostat, das war der niedrigste Wert seit 2009.
3,6 % Globales Wachstum
BIP-Zuwachs in der Eurozone Erfreulich ist auch die gute konjunkturelle Entwicklung in den für uns wichtigen Ländern Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Das Wachstum in diesen Ländern lag 2017 über dem Schnitt der Eurozone. In Kroatien wird das Wirtschaftswachstum aller Voraussicht nach 2,9 % betragen, in der Slowakei wird ein BIP-Zuwachs von 3,3 % erwartet. Hervorzuheben ist aber vor allem Slowenien, dessen Wachstumsrate mit 4,4 % knapp doppelt so hoch ausfallen sollte wie jene der Eurozone.
3,1 % Wachstum in Österreich
Die heimische Wirtschaft wuchs 2017 kräftig und wird erstmals seit den beiden Hochkonjunkturjahren 2006 und 2007 wieder über 3 % wachsen. Die Wachstumsprognosen für 2017 wurden zuletzt auf real 3,1 % angehoben. Die Gründe für das kräftige Wachstum liegen in der Belebung des Welthandels, was zu einer Zunahme der realen Exporte führte. Während im Jahr 2016 die Steuerreform den privaten Konsum beflügelte, wirkte sich im Vorjahr die hohe Beschäftigungsdynamik und die Beschleunigung des Lohnwachstums positiv auf die Konsumlaune der privaten Haushalte aus. Ein positiver Effekt des robusten Wachstums war zudem, dass sich die Lage am heimischen Arbeitsmarkt deutlich verbessert hat. Zum Jahresende 2017 betrug die Arbeitslosenquote nach Eurostat-Berechnungen erfreuliche 5,3 %.
Das Jahr 2017 wird an den Kapitalmärkten als ein sehr erfolgreiches Jahr in die Geschichtsbücher eingehen. Es war ein Jahr, in dem es praktisch keine größeren Rücksetzer gab. Aktien haben in nahezu allen Teilen der Welt kräftig zugelegt. Da sich die Konjunktur weltweit in einem homogenen Aufschwung befindet und die Inflation noch kein Thema ist, haben die Gewinne der Unternehmen die hohen Erwartungen zum Großteil übertroffen. Getragen wurde die allgemein freundliche Marktstimmung somit von einem Mix aus Niedrigzinspolitik der großen Notenbanken, dem positiven Wirtschaftsumfeld und den steigenden Gewinnen bei den Unternehmen.
Begünstigt durch die vollmundigen Versprechungen des neuen US-Präsidenten war der Optimismus der US-Leitbörsen schon früh im Jahr spürbar. Im Gegensatz dazu herrschte in anderen Regionen der Welt zu Jahresbeginn 2017 noch Skepsis. In Europa sah man vor allem die Drohkulisse populistischer Wahlsiege in den Niederlanden und Frankreich als unkalkulierbares Risiko an. Im Jahresverlauf drehte sich das Bild jedoch. Es zeigte sich, dass viele der im "Trump Trade" eingepreisten Verheißungen wohl nicht eintreten würden, wogegen sich die politischen Risiken in Europa verflüchtigten. In Asien präsentierte sich das Wachstum viel dynamischer als erwartet.
Der breit aufgestellte US-Aktienindex S&P 500 legte in US-Dollar um 21,8 % zu, während europäische Aktien ein Plus von 11,2 % erreichten. Der deutsche Aktienindex DAX verzeichnete einen Anstieg um 12,5 %. Sensationell gut lief es für österreichische Aktien.
Der ATX erreichte einen Rekordzuwachs in Höhe von 34 % und zählte somit zu den globalen Top-Performern. Der japanische Aktienindex TOPIX verteuerte sich in Yen um rund 22,2 %. Wegen einer deutlichen Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem Euro lag die Entwicklung für Euro-Investoren mit +11,1 % jedoch deutlich darunter. Chinesische Aktien legten in Euro um 1,8 % zu. Sehr positiv verlief auch die Entwicklung bei slowenischen Aktien, die ein Plus von 18,1 % verzeichneten. Slowakische Aktien konnten 2017 um 4,8 % zulegen, während der kroatische Aktienmarkt – gemessen in Euro – 3,6 % an Wert verlor.
2017 war für den Anleihenmarkt ein durchwachsenes Jahr. Die Renditen von Staatsanleihen beendeten Mitte 2016 ihren jahrelangen Abwärtstrend und steigen – unter Schwankungen – seither leicht an, was bei den Kursen der Anleihen zu Verlusten führte. Deutsche Bundesanleihen verloren im Vorjahr im Schnitt rund 1,0 %, österreichische Staatsanleihen 0,5 %. Andere europäische Staatsanleihen legten hingegen im Schnitt um 0,6 % zu. Aufgrund des starken Euros gab es auch bei Fremdwährungsanleihen wenig Grund zur Freude. Als Beispiel seien US-Staatsanleihen genannt: Diese legten zwar um 2,3 % zu, aufgrund von Währungsverlusten ergab sich jedoch in Euro ein Minus von 10,2 %. Besser lief es bei Unternehmensanleihen. Diese profitierten vom verlängerten Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Europäische Unternehmensanleihen mit guter Bonität legten im Jahresverlauf 2,4 % zu, europäische Hochzinsanleihen gewannen sogar 4,8 % dazu. Bei US-Hochzinsanleihen zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei den US-Staatsanleihen: In US-Dollar ergab sich ein Plus von 6,3 %, in Euro jedoch ein Minus von 6,7 %.
Die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bescherte uns auch 2017 wieder Leitzinsen unter der Nulllinie. Das Anleihenankaufprogramm, welches ursprünglich im Jahr 2017 hätte auslaufen sollen, wurde bis September 2018 verlängert. Der Betrag der monatlichen Anleihenkäufe wurde jedoch ab Januar 2018 von 60 auf 30 Milliarden Euro halbiert. Auch wenn die EZB das Anleihenankaufprogramm mit Ende September 2018 abschließen wird, dürfte es noch länger dauern, bis es zu einer Erhöhung der Leitzinsen kommt.
+ 10,0 % EUR/JPY Der Euro konnte sich im vierten Quartal 2017 erneut gegenüber den wichtigsten Handelspartnern durchsetzen. Gegenüber dem Schweizer Franken wertete der Euro von 1,072 auf 1,170 auf, ein Plus von 9,4 %. Zulegen konnte der Euro auch zum japanischen Yen. Das Verhältnis EUR/JPY stieg von 122,97 auf 135,28, das ist ein Zuwachs von 10,0 %. Gegenüber dem US-Dollar verteuerte sich der Euro von 1,05 auf 1,20 EUR je USD, ein Anstieg von 14,0 %. Im Vergleich zum britischen Pfund legte der Euro von 0,854 auf 0,888 EUR je GBP (+4,0 %) zu, und auch gegenüber dem chinesischen Renminbi verteuerte sich der Euro um 6,3 % von 7,338 auf 7,802 EUR je CNY. Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro hingegen ab und notierte Ende Dezember 2017 bei 7,433 HRK je EUR nach 7,557 je EUR zum Jahresende 2016, ein Minus von 1,6 %.
Im Laufe des Jahres 2017 setzte sich der bereits im Vorjahr begonnene Preisanstieg bei Rohstoffen weiter fort. Beflügelt wurden die Preise vor allem durch den äußerst positiven globalen wirtschaftlichen Aufschwung. Da aber Rohstoffe vornehmlich in US-Dollar gehandelt werden und dieser sich 2017 deutlich abschwächte, sanken die Preise aus Sicht von Euro-Investoren. So gab es bei Agrarrohstoffen (-22,7 %), Edelmetallen (-1,8 %) sowie Energierohstoffen (-6,7 %) in Euro ordentliche Preisrückgänge, nur Industriemetalle verteuerten sich (+13,3 %). Bei der Angebots- und Preisentwicklung von Industriemetallen macht sich bemerkbar, dass die Unternehmensinvestitionen im Bereich der Minen zwischen 2012 und 2016 um mehr als 60 % eingebrochen sind. Dieses Phänomen dürfte noch einige Zeit einen preisstützenden Einfluss auf die Industriemetalle ausüben.
Ölpreis je Fass 66,87 \$ Der Ölpreis (Brent) stieg 2017 in US-Dollar um rund +17,7 % und lag Ende Dezember 2017 bei USD 66,87 je Fass (Barrel). Auch hier machte sich der schwache US-Dollar bemerkbar. Aus Sicht des Euros blieb vom Ölpreisanstieg nur noch ein Plus in Höhe von 3,3 % übrig. Gerade Rohstoffe wie beispielsweise das Rohöl befinden sich momentan jedoch in einem Dilemma. Jede Förderkürzung der OPEC, die zu einem Preisanstieg führt, wird von der US-Fracking-Industrie im Sinne einer margenträchtigen Ausweitung der Produktion genutzt. Das lässt den Ölpreis in Folge wieder fallen. Daher wird damit gerechnet, dass Energierohstoffe, darunter insbesondere Rohöl, auch weiterhin die Tendenz einer Seitwärtsbewegung aufweisen werden. Mittel- bis langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass die Rohstoffpreise aufgrund des erfreulichen globalen Wirtschaftswachstums weiter steigen sollten.
Der Goldpreis entwickelte sich 2017 weniger positiv. Zwar legte der Goldpreis in US-Dollar im Jahresverlauf um 13,1 % zu. Aufgrund des schwachen Dollars verlor Gold aus Sicht von Euro-Investoren im Vorjahr 0,8 %. Ende Dezember 2017 kostete eine Unze Gold 1.302,8 US-Dollar. Die bereits eingeleiteten Zinsschritte der Fed und der Ausblick auf einen langsamen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB könnten zu einem Belastungstest für Gold werden, da steigende Zinsen höhere Opportunitätskosten für Gold bedeuten. Daher wird von vielen Marktteilnehmern ein leichter Goldpreisrückgang erwartet. Da aber das Realzinsniveau noch für längere Zeit niedrig bleiben dürfte, sollte dieser Rückgang moderat ausfallen.
Gold je Unze 1.302,8 \$
Die BKS Bank-Aktien notieren im Standard Market Auction Segment der Wiener Börse. Das gezeichnete Kapital der BKS Bank AG beträgt 79.279.200,- EUR und ist satzungsgemäß in 37.839.600 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.800.000 auf Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien eingeteilt. Im Unterschied zur Stamm-Stückaktie verbrieft die Vorzugs-Stückaktie für den Aktionär keine Stimmrechte, gewährt aber ein Recht auf eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6,0 % vom anteiligen Grundkapital. Wird die Mindestdividende für ein Geschäftsjahr nicht oder nicht ganz bezahlt, ist dieser Rückstand aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre aufzuholen. Bis zur vollständigen Nachzahlung haben Vorzugs-Aktionäre zudem dieselben Rechte wie die Stamm-Aktionäre (z. B. das Stimmrecht). Das genehmigte Kapital laut Satzung beträgt 16.000.000,- EUR.
| 2016 | 2017 | |
|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 37.839.600 | 37.839.600 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien ISIN AT0000624739 | 1.800.000 | 1.800.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 17,3/15,4 | 18,5/17,8 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 15,8/13,9 | 16,8/15,4 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR | 16,8/15,4 | 17,8/17,7 |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 662,7 | 705,3 |
| Dividende pro Aktie | 0,23 | 0,231) |
| KGV Stamm-/Vorzugs-Stückaktie | 22,6/20,7 | 27,3/27,1 |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 1,37 | 1,29 |
| Dividendenrendite Vorzugs-Stückaktie | 1,49 | 1,30 |
1) Vorschlag an die 79. ordentliche Hauptversammlung am 09. Mai 2018
Der Großteil der BKS Bank-Aktien wird von institutionellen Anlegern gehalten, die zusammen knapp 77 % des stimmberechtigten Kapitals halten. Auf die beiden Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen 38,9 % und auf die Generali 3Banken Holding AG 7,8 %. Diese drei Investoren sind syndikatsmäßig miteinander verbunden. Das Syndikat hielt zum Ende des Berichtsjahres 46,7 % an stimmberechtigten Unternehmensanteilen. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie gegenseitige Vorkaufsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern.
Größter Einzelaktionär war auch 2017 die UniCredit Bank Austria AG mit ihrer Konzerntochter CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. Diese beiden Gesellschaften hielten 6,1 % bzw. 24,3 % der Stamm-Stückaktien. Die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. war mit 3,1 % am stimmberechtigten Kapital der BKS Bank AG beteiligt. 19,5 % der BKS Bank-Aktien befanden sich im Streubesitz. Dazu zählen auch jene 0,6 % der Stamm-Stückaktien, die von Mitarbeitern der BKS Bank gehalten werden. Die BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung – sie dient ausschließlich der vollständigen Weitergabe von Beteiligungserträgen im Sinne des § 10 Abs. 1 KStG 1988 an Angestellte der BKS Bank – hielt rund 0,42 % der Stimmrechte.
Nach Kapitalanteilen waren zum Stichtag 31. Dezember 2017 der Oberbank AG 18,5 %, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 18,9 % sowie der Generali 3Banken Holding AG 7,4 % zuzurechnen. Die UniCredit Bank Austria AG hielt 6,6 % der Kapitalanteile direkt, unter Einbezug der Anteile der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. in Höhe von 23,2 % insgesamt 29,8 % der Kapitalanteile. Der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. rechnen wir 3,0 % sowie dem Streubesitz 21,7 % der Stamm- und Vorzugs-Stückaktien zu.
Darüber hinaus sind der BKS Bank AG keine Konstellationen hinsichtlich einer Beherrschung und/oder Kontrolle des Unternehmens durch einzelne oder mehrere Aktionäre bekannt. Aus unserer Sicht sind daher keine Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs der Kontrolle erforderlich.
Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 584.675 Stamm-Stückaktien und 164.533 Vorzugs-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,5 % nach Stimmrechten bzw. rund 1,9 % nach Kapitalanteilen.
Unser Institut erwarb 2013 im Zuge eines öffentlich bekanntgegebenen Aktienrückkaufprogramms börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien. Im Zeitraum von 03. April bis 18. April 2017 wurde eine Tranche von 12.556 Stück zum Kurs von 17,60 EUR für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet und – unter bestimmten Bedingungen – als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2017 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 27.562 Stück oder 0,07 % der Stimmrechte nach 40.118 Stück im Vorjahr.
| 1 | 1 | Oberbank AG | 19,36 | |
|---|---|---|---|---|
| 2 | Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | 19,50 | ||
| 3 | Generali 3Banken Holding AG | 7,80 | ||
| 4 | Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. | 3,09 | ||
| 5 | BKS-Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung | 0,42 | ||
| 2 | 6 | UniCredit Bank Austria AG | 6,10 | |
| 7 | CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. | 24,25 | ||
| 6 5 |
3 4 |
8 | Streubesitz | 19,47 |
7
8
Die in den Grafiken rot hinterlegten Aktionäre schlossen eine Syndikatsvereinbarung ab.
in %
Die BKS Bank AG beschäftigte im Berichtsjahr 971 Personen gegenüber 975 im Vorjahr. Wir haben verstärkt Experten eingestellt, um Herausforderungen wie die Digitalisierung gut bewältigen zu können. Insgesamt haben wir 93 Personen neu eingestellt, darunter 38 Frauen.
Eine exzellente Beratungsqualität zu bieten, ist unser wichtigstes strategisches Ziel. Entsprechend vielfältig investieren wir in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. 2017 verbrachte jeder Beschäftigte im Schnitt 4,2 Tage auf Ausbildung, dies ergibt insgesamt 33.013 Stunden. Besondere Schwerpunkte lagen im Berichtsjahr auf der EIP-Zertifizierung unserer Anlageberater sowie auf dem Aufbau eines Digi-Campus. Dieser ermöglicht eine Kombination aus Präsenzkursen mit E-Trainings ("Blended Learning").
Die Teilnehmer profitieren damit weiterhin von der gewohnten sozialen Interaktion, können sich aber einen Teil des Wissens zeitlich und räumlich flexibel aneignen. Zahlreiche Wiederholungen bzw. das Aufteilen in kleine Lernimpulse sorgen für eine nachhaltigere Wissenserweiterung. Parallel dazu wurde im Sommer unser neues Ausbildungszentrum in den aufwändig sanierten Räumlichkeiten des Palais Christalnigg in Klagenfurt bezogen. Dort findet ein Großteil unserer Präsenzschulungen statt.
Die hohe Loyalität unserer Mitarbeiter und 2.048 Bewerbungen im Jahr zeigen, dass die BKS Bank ein attraktiver Arbeitgeber ist. Die 2017 durchgeführte Mitarbeiterbefragung ergab einen Gesamtzufriedenheitsscore von 2,0 und lag damit um 0,2 Punkte besser als der Vergleichswert der letzten Mitarbeiterbefragung. Um diese guten Werte zu erreichen, bietet unser Haus seinen Mitarbeitern zahlreiche Leistungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Flexible Arbeitszeitmodelle und modern ausgestattete Arbeitsplätze tragen ebenso zur Zufriedenheit bei wie ein gutes Unternehmensklima und ein respektvoller Umgang miteinander. Nähere Details zu den Leistungen für unsere Mitarbeiter entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Mitarbeiter" des Nachhaltigkeitsberichts 2017.
Digitalisierung und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) haben einen zentralen Stellenwert in jeder Bank. Denn ohne reibungslos ablaufende Prozesse und benutzerfreundliche Kundenanwendungen ist das Bankgeschäft heute nicht mehr möglich. Die digitale Transformation ist somit zentraler Teil der Unternehmensstrategie der BKS Bank.
Verantwortlich für die Umsetzung von IT-Projekten und den IT-Betrieb der BKS Bank ist die 3 Banken IT GmbH1). Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Tochter der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank und beschäftigte im Jahresschnitt 253 Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Linz, weiters betreibt sie Kompetenzzentren in Klagenfurt und Innsbruck. Die Schnittstellenfunktion zur 3 Banken IT GmbH wird von unserer Abteilung Betrieb wahrgenommen.
2017 wurden 134 Projekte, von denen manche über mehrere Jahre angelegt sind, bearbeitet. Der hohen Bedeutung der Informationstechnologie entsprechend, investiert die BKS Bank direkt oder über die 3 Banken IT GmbH jährlich intensiv in die Netzwerkinfrastruktur sowie in die Hard- und Softwareausstattung. Die IKT-Kosten lagen 2017 bei 16,9 Mio. EUR, eine Kostensteigerung von 6,2 % im Vergleich zu 2016. Auch 2018 erwarten wir deutliche Steigerungen in dieser Kostenart.
Auch im Berichtsjahr haben aufsichtsrechtliche Anforderungen viele IT-Projekte getrieben. Beispielhaft genannt seien MiFID II, die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung, IFRS 9 und PSD 2.
Zusätzlich investierten wir intensiv in die Effizienzsteigerung der internen Prozesse. 2017 standen
Ein Schwerpunktthema für die BKS Bank und die 3 Banken IT GmbH war und bleibt Cyber-Security. Fast täglich berichten Medien über mögliche Gefahren durch Hackerangriffe und verschiedenste Betrugsversuche wie Phishing, Social Engineering oder Identitätsdiebstahl, die sich gezielt gegen Unternehmen richten. Als Bank verfügt die BKS Bank naturgemäß über den höchsten Sicherheitsstandard. Um diesen entsprechend hoch zu halten, investierten wir auch 2017 massiv in den Ausbau unserer Sicherheitssysteme.
Ein besonderer Risikofaktor bei vielen Betrugsversuchen ist der Faktor Mensch. Unbedacht angeklickte E-Mails können eine Schadsoftware ins Unternehmen bringen. Auch ein CEO-Fraud funktioniert nur dann, wenn leichtgläubige Mitarbeiter den vermeintlichen Anweisungen eines gefakten Chefs folgen und die Überweisung unter Umgehung der sonst üblichen Prozessschritte durchführen. Um solchen Fällen vorzubeugen, setzen wir viele Maßnahmen zur Bewusstseinsschärfung. Auch unsere Kunden informierten wir in Veranstaltungen mit diversen Cyber-Security-Experten, wie sie sich möglichst gut gegen Angriffe schützen können.
In unseren internationalen Marktgebieten lag der Schwerpunkt der IT-Projekte auf der Einführung eines Partnerverwaltungssystems sowie eines Frühwarnindikatorensystems in Slowenien und Kroatien.
Die Qualität der IKT-Infrastruktur wird mit der Quote der Systemverfügbarkeit gemessen. Die sogenannte Online-Verfügbarkeit in der "Prime Shift" zwischen 08.00 und 17.00 Uhr lag bei 100 %. Ebenso beeindruckend ist, dass 99,7 % der Transaktionen mit einer Antwortzeit von unter einer Sekunde erfolgten. Auch die mehrfach durchgeführten Backup-Tests führten zu guten Ergebnissen.
Für alle baurelevanten Tätigkeiten des BKS Bank Konzerns zeichnet die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. verantwortlich. Sie ist zuständig für die Bereiche
Die BKS Bank und ihre Töchter verwalten und betreuen in Österreich 60 konzerneigene Immobilien mit über 68.000 m2 Fläche. Der Großteil davon wird von der BKS Bank selbst genutzt, die übrigen Flächen werden vermietet. Der Mietertrag aus der Vermietung an Dritte betrug in Österreich 2,6 Mio. EUR. Auch in Slowenien und Kroatien, wo zusammen sechs weitere Immobilien betreut werden, ist der Vermietungsgrad sehr erfreulich und führte zu Mieterträgen in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Insgesamt investierten wir 4,9 Mio. EUR in bauliche Maßnahmen, die in der Regel von heimischen Professionisten durchgeführt wurden.
| 2017 |
|---|
| 60 |
| 68.247 |
| 36.737 |
| 26.673 |
| 92,9 |
| 2,6 |
| Slowenien | Kroatien | |
|---|---|---|
| Anzahl Immobilien | 4 | 2 |
| Gesamtfläche Immobilien in m2 | 14.460 | 1.724 |
| – hievon für Bankbetrieb genutzt in m2 | 2.653 | 1.437 |
| – hievon fremdvermietet in m2 | 11.123 | 287 |
| Vermietungsgrad in % | 95,26 | 100 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 1,3 | 0,03 |
Größere von der BKS Immobilien-Service GmbH betreute Bauprojekte im Berichtsjahr waren beispielsweise die Arbeiten an unserer neuen Filiale in Split. Die über mehrere Jahre hinweg erfolgte, aufwändige Renovierung des Palais Christalnigg in Klagenfurt wurde abgeschlossen und unser Aus- und Weiterbildungszentrum dort angesiedelt. Die vorherigen Schulungsräume in Pörtschach wurden so umgebaut, dass sie nun gewerblich vermietet werden können. Erfreulicherweise wurde auch sofort ein Mieter dafür gefunden. Weitere Umbaumaßnahmen betrafen die Räumlichkeiten des Private Bankings in Wien sowie zwei unserer Mietobjekte in Graz.
Zu den Aufgabengebieten der BKS Immobilien-Service GmbH zählt auch das Management des Fuhrparks. Bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge wird besonders auf Energieeffizienz geachtet. Angekauft werden ausschließlich Neuwagen der Emissionsklassen 5 und 6, Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Im Jahresverlauf waren konzernweit 76 Fahrzeuge im Einsatz, mit denen 2.173 Tsd. Kilometer für Dienstreisen zurückgelegt wurden.
Die Sicherheit der Mitarbeiter ist der BKS Bank ein hohes Anliegen. Erfreulicherweise fand 2017 kein Banküberfall in unseren Filialen statt, auch die Zahl der Arbeitsunfälle blieb mit 4 äußerst niedrig. Regelmäßige Investitionen in moderne Sicherungstechnik sowie Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern zur Arbeitssicherheit helfen, den Standard hoch zu halten.
Seit der Gründung im Jahr 1922 hat sich unser Marktgebiet deutlich vergrößert. Wir sind heute in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei im Bankgeschäft aktiv. In Italien und Ungarn verfügen wir über je eine Repräsentanz. Kunden dieser Länder werden wie jene aus Deutschland ausschließlich Cross-Border betreut.
Österreich ist unser dominierendes Marktgebiet und umfasst die Regionen Kärnten, Steiermark, Burgenland, Wien und Niederösterreich. Kärnten, wo die Ursprünge unserer Bank liegen, ist nach wie vor unser Hauptmarkt. Auch der Großteil unserer Mitarbeiter ist in Kärnten beschäftigt. 1983 haben wir begonnen, unser Marktgebiet auf die Steiermark auszudehnen. Wir haben uns in Graz und vorwiegend in steirischen Bezirksstädten angesiedelt. Die BKS Bank Direktion Steiermark zählt heute 12 Filialen, beschäftigt 74,5 Mitarbeiter (in PJ) und betreut rund 23.900 Kunden.
In Wien und Umgebung sehen wir die größten Marktchancen für weiteres Wachstum. In den vergangenen Jahren konnte sich die BKS Bank als solide Alternative zu den Wiener Großbanken etablieren. In dieser Region wollen wir unsere Expansionspläne zügig vorantreiben und weitere Standorte eröffnen. Die BKS Bank Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland betreut rund 25.000 Kunden in neun Filialen und beschäftigt 96,1 Mitarbeiter (in PJ).
Unsere Auslandsmärkte haben sich zu dynamischen Wachstumsmärkten entwickelt. Slowenien, wo wir unsere schrittweise Expansion begonnen haben, ist heute der drittwichtigste Markt im BKS Bank Konzern. Seit 2004 haben wir dort unsere Marktstellung beständig ausbauen können. Heute betreiben wir in Slowenien sieben Filialen, beschäftigen rund 100,8 Mitarbeiter (in PJ) und betreuen rund 16.400 Kunden.
In Kroatien sind wir seit zehn Jahren im Bankgeschäft tätig. Seit dem Kauf der kroatischen Kvarner banka d.d. hat sich das Ergebnis vervierfacht. Nachdem wir die BKS Bank d.d. erfolgreich in die BKS Bank AG fusioniert haben, konzentrieren wir uns nunmehr wieder auf die Expansion. 2017 haben wir in Split unseren dritten kroatischen Standort eröffnet.
In der Slowakei befindet sich das Bankgeschäft nach wie vor im Aufbau und konzentriert sich auf Produkte, die unbar abgewickelt werden können. Unser Ziel ist es, auch dort unsere Marktstellung sukzessive auszubauen.
Die Bilanzsumme der BKS Bank zum 31. Dezember 2017 blieb mit 7,14 Mrd. EUR nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die positive Konjunkturentwicklung hat die Kreditnachfrage belebt und den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen deutlich reduziert. Auf der Passivseite ist es uns gelungen, den bereits sehr guten Vorjahreswert bei den Primäreinlagen weiter zu steigern.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Nachfrage nach Krediten spürbar an Dynamik zugelegt. Der konjunkturelle Aufschwung wirkte sich positiv auf die Investitionsfreude unserer Firmenkunden aus und auch auf der Privatkundenseite verzeichneten wir einen Anstieg der Kreditnachfrage. Im Berichtsjahr haben wir ein beachtliches Neugeschäftsvolumen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR erzielt. Vor allem in unseren Wachstumsmärkten – Wien-Niederösterreich-Burgenland, Slowenien und Kroatien – konnten wir neue Privat- und Firmenkunden mit unserem ausgezeichneten Beratungs-Know-how in Finanzierungsfragen überzeugen. Rund 40,0 % des Neugeschäftsvolumens entfielen bereits auf diese Märkte.
Viele Firmenkunden nutzten aber auch die gute Liquiditätslage für vorzeitige Kreditrückführungen. Das Kreditwachstum betrug im Vergleich zum Jahresultimo 2016 dennoch erfreuliche 2,1 % und die Kundenforderungen beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 5,45 Mrd. EUR.
Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen entwickelte sich im Berichtsjahr aufgrund der deutlich verbesserten Portfoliostruktur und dank der guten Konjunkturlage sehr positiv. Per Jahresende 2017 belief sich der Stand der Kreditrisikovorsorgen auf 100,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum Dezemberultimo 2016 bedeutet das eine Verringerung um 2,2 %.
Der Fremdwährungsanteil an den Finanzierungen ging im Berichtszeitraum erneut deutlich zurück. Die Fremdwährungsquote (FX-Quote) betrug zum Dezemberultimo 2017 nur noch 3,2 %, ein Rückgang in Höhe von 1,3 %-Punkten.
Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere sind ein wichtiger Steuerungsfaktor zur Einhaltung der gesetzlichen Liquiditätsbestimmungen. In Zeiten historisch tiefer Zinsen ist und bleibt es schwierig, geeignete Investitionen zu tätigen. Zwar hat die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen im Jahresverlauf 2017 von 0,21 % auf 0,43 % zugelegt, allerdings sind diese Bedingungen für Investoren nach wie vor wenig attraktiv.
Zum 31. Dezember 2017 erreichten die festverzinslichen Wertpapiere einen Stand von 0,85 Mrd. EUR, ein Zuwachs um 0,1 %. Die Beteiligungen erhöhten sich um 11,5 Mio. EUR oder 11,0 % auf 116,0 Mio. EUR. Wesentlich dazu beigetragen hat die Teilnahme an der Kapitalerhöhung der BTV im Ausmaß von 10,1 Mio. EUR. Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich ebenfalls um 1,7 Mio. EUR auf 74,7 Mio. EUR. Verantwortlich dafür waren Beteiligungszuschreibungen, welche durch die positive Entwicklung der betroffenen Unternehmen hervorgerufen wurden.
Zum Jahresultimo 2017 hielten wir 476,6 Mio. EUR an Barreserven. Diese Position setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Zentralbanken zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Barreserve um 12,3 %. Die latenten Steuerforderungen verringerten sich von 8,3 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR (-34,4 %).
Bei den Primäreinlagen haben wir den guten Wert aus dem Jahr 2016 nochmals übertreffen können: Mit 5,7 Mrd. EUR erreichten wir einen neuen Rekordstand, der Zuwachs betrug 1,8 %. Die Primäreinlagen stellen für uns die wichtigste Refinanzierungsquelle dar. Umso mehr freut es uns, dass die BKS Bank als vertrauenswürdiger Partner von unseren Kunden geschätzt wird. Gleichzeitig beinhaltet diese Entwicklung aber auch einen Wermutstropfen, da wir für die kurzfristige Veranlagung von Kundengeldern bei Zentralbanken negative Zinsen in Höhe von 0,4 % zahlen müssen, selbst aber im Privatkundengeschäft keine negativen Zinsen verrechnen.
Der größte Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren einmal mehr die Sicht- und Termineinlagen, die um 198,1 Mio. EUR auf 3,51 Mrd. EUR zulegten. Der beachtliche Anstieg ist fast zur Gänze auf die gute Liquiditätslage unserer Firmenkunden zurückzuführen.
Im Gegensatz dazu verringerten sich die Spareinlagen aufgrund des schwierigen Zinsumfeldes um 3,5 % auf 1,48 Mrd. EUR. Mit dem Spareinlagenstand sind wir dennoch zufrieden, da klassische Sparprodukte wegen der Niedrigzinspolitik seit Jahren an Attraktivität verlieren. Ein Trend, den wir 2018 aber durch attraktive Produkte stoppen wollen.
Die verbrieften Verbindlichkeiten entwickelten sich angesichts des herausfordernden Marktumfeldes sehr positiv und erreichten 549,7 Mio. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir bei Neuemissionen neue Akzente gesetzt: Im ersten Quartal 2017 haben wir als erstes Kreditinstitut in Österreich einen Social Bond1) begeben. Mit dem Emissionserlös finanzieren wir ein Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenzerkrankungen in Kärnten, der Spatenstich ist bereits erfolgt. Im Herbst folgte die Emission eines Green Bonds1). Mit dem Emissionserlös dieser Anleihe finanzieren wir eine Kleinwasserkraftanlage der HASSLACHER Energie GmbH in Spittal an der Drau. Darüber hinaus haben wir 2017 eine BKS Bank Obligation1) mit einer Laufzeit von 8 Jahren und einer Verzinsung von 1,375 % im Retailgeschäft und 73 Mio. EUR als Privatplatzierungen bei institutionellen Kunden platziert.
Zur Stärkung des Nachrangkapitals haben wir im November 2017 eine 3 % Nachrangobligation1) mit einer Laufzeit von 10 Jahren aufgelegt. Das Nachrangkapital reduzierte sich durch Tilgungen dennoch um 20,1 % auf 158,8 Mio. EUR. Seit Ende Mai 2017 lag eine Additional Tier 1-Anleihe zur Zeichnung auf, von der wir 12,8 Mio. EUR bis zum Jahresende 2017 platziert haben.
Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr auf 597,3 Mio. EUR (+2,4 %). Der Zuwachs im Eigenkapital ist vor allem der guten Ergebnislage und der damit einhergehenden Veränderung der Gewinnrücklagen geschuldet.
1) Die Angaben in diesem Text dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihen, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für die beschriebenen Anleihen stellen der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 06.04.2017 einschließlich aller in Form eines Verweises einbezogenen Dokumente und aller Nachträge sowie die jeweiligen veröffentlichten endgültigen Bedingungen dar, die auf der Homepage der Emittentin unter Investor Relations > Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind.
Das Geschäftsjahr 2017 haben wir mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Obwohl die Herausforderungen für Banken auch im abgelaufenen Geschäftsjahr enorm waren, haben wir erneut eindrucksvoll bewiesen, dass die konzentrierte Ausrichtung auf Kunden, Ertrag und Wachstum eine erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Ziele sicherstellt.
Die BKS Bank erzielte per 31. Dezember 2017 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 25,9 Mio. EUR. Dieser Erfolg basiert auf mehreren Faktoren. Die gute Risikosituation verringerte den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen und im Provisionsgeschäft konnten wir Ergebnissteigerungen verzeichnen. Ferner fielen einmalige Belastungen im Vorjahr in Form der Abschlagszahlung auf die Stabilitätsabgabe 2017 nicht mehr an. Das Zinsgeschäft blieb aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auch im Jahr 2017 herausfordernd.
Der Nettozinsertrag bewegte sich mit 106,1 Mio. EUR leicht über dem Niveau zum 31. Dezember 2016. Die Zinserträge gingen um 5,0 % auf 130,7 Mio. EUR zurück, während die Zinsaufwendungen einen Rückgang von 26,4 % auf 24,6 Mio. EUR verzeichneten.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss und Erträge aus Wertpapieren | |||
| und Beteiligungen | 116,2 | 116,5 | -0,3 |
| Provisionsüberschuss | 51,0 | 53,0 | 3,9 |
| Betriebsaufwendungen | 108,6 | 113,5 | 4,5 |
| Betriebsergebnis | 64,5 | 60,0 | -6,9 |
| Jahresüberschuss vor Steuern (EGT) | 37,1 | 34,6 | -6,8 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag inkl. sonstige Steuern | 10,7 | 8,7 | -18,3 |
| Verschmelzungsergebnis | 3,0 | - | <100 |
| Jahresüberschuss | 29,4 | 25,9 | -12,2 |
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich von 51,0 Mio. EUR auf 53,0 Mio. EUR, ein Anstieg von 3,9 %. Besonders erfreulich war, dass sich das Wertpapiergeschäft im Jahresverlauf 2017 zunehmend verbesserte. Die gute Entwicklung der Aktienmärkte beflügelte die Investitionslaune unserer Kunden und führte zu höheren Wertpapierumsätzen. Vor allem in unseren Wachstumsregionen Slowenien, Wien-Niederösterreich-Burgenland und Steiermark verzeichneten wir einen starken Anstieg im Veranlagungsgeschäft und bei den damit einhergehenden Provisionserträgen (+27,5 %, +20,4 % bzw. +18,5 %).
Der Zahlungsverkehr ist die ertragsstärkste Sparte im Dienstleistungsgeschäft. Rund 40 % des gesamten Provisionsüberschusses erzielen wir mit diesem Geschäftsfeld. Zum 31. Dezember 2017 erreichten wir im Zahlungsverkehr einen Provisionsüberschuss in Höhe von 19,8 Mio. EUR, ein Anstieg um 1,6 %. Mit diesem Ergebnis sind wir zwar zufrieden, dennoch werden wir in den kommenden Monaten daran arbeiten, das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr neu zu ordnen und zukunftsfit zu gestalten. Denn dieser Geschäftsbereich ist mit großen Veränderungen konfrontiert: Auf der einen Seite steht der rasante technologische Wandel, der auch viele FinTechs und branchenfremde Anbieter ermutigt, in dieser Sparte Fuß zu fassen. Auf der anderen Seite bieten neue regulatorische Vorgaben wie die Zahlungsdiensterichtlinie II (PSD 2) enorme Chancen, die eigene Position im Zahlungsverkehr zu stärken. Und diese werden wir nützen.
Zum Jahresende 2017 erreichten wir bei den Kreditprovisionen ein Ergebnis in Höhe von 15,9 Mio. EUR (+5,0 %).
Der konjunkturelle Aufschwung hat die Risikosituation entlastet. Die neu gebildeten Kreditrisikovorsorgen betrugen zum 31. Dezember 2017 per Saldo 35,0 Mio. EUR.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die Berechnung der Wertberichtigungen weiterentwickelt. Während wir die DCF-Methode zur Ermittlung von Wertberichtigungen für signifikante Forderungen weiter verwenden, wurde für Forderungen unter 1,5 Mio. EUR ein neuer risikosensitiverer Bewertungsansatz nach pauschalen Kriterien eingeführt.
Die Risikovorsorge blieb mit 30,4 Mio. EUR leicht unter dem Ausweis des Vorjahres in Höhe von 31,1 Mio. EUR. Die Neubildungen für Risikovorsorgen betrugen 35,0 Mio. EUR nach 32,7 Mio. EUR im Vorjahr. Diesen Neubildungen standen Auflösungen von Risikovorsorgen im Ausmaß von 26,8 Mio. EUR gegenüber. Wir haben uns im Berichtsjahr entschlossen, die Vorsorge gemäß § 57 BWG in voller Höhe (12,6 Mio. EUR) aufzulösen und im Gegenzug eine Portfolio-Wertberichtigung einzustellen. Der Wertberichtigung wurde ein Betrag von 16,2 Mio. EUR zugeführt.
| in Mio. EUR | 2016 | 2017 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Direktabschreibungen | 1,0 | 2,1 | >100 |
| Neubildung von Vorsorgen | 32,7 | 35,0 | 7,0 |
| Dotation Portfolio-Wertberichtigung | - | 16,2 | >100 |
| Auflösung Vorsorgen § 57 BWG | 5,0 | -12,6 | >100 |
| Provision ALGAR | 4,0 | 4,8 | 20,5 |
| Auflösung von Vorsorgen | -10,6 | -14,2 | 33,4 |
| nachträgliche Eingänge | -1,0 | -0,9 | 11,7 |
| Risikovorsorge | 31,1 | 30,4 | -2,3 |
Dank unserer strikten Kostendisziplin und umsichtigen Investitionspolitik haben wir die Kosten gut im Griff. Auch im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 113,5 Mio. EUR in engen Grenzen zu halten, eine Zunahme um 4,5 %. Der größte Anteil im Verwaltungsaufwand entfällt auf den Personalaufwand, der mit 65,2 Mio. EUR (+5,3 %) einen Anstieg verzeichnete. Die kollektivvertragliche Erhöhung der Gehälter um durchschnittlich 1,28 % findet in dieser Entwicklung ihren Niederschlag. Generell gehen wir bei der Besetzung vakanter Stellen sehr defensiv vor. Der durchschnittliche Personalstand blieb mit 819 Personaljahren auf dem Niveau um Vorjahr, obwohl wir unser Filialnetz weiter ausgebaut haben.
Die Sachaufwendungen verzeichneten ebenfalls nur einen moderaten Anstieg von 2,3 % auf 37,1 Mio. EUR. Der Anstieg ist vor allem auf höhere IT-Kosten zurückzuführen und ist Ausdruck der enormen Digitalisierungsanstrengungen unseres Hauses. Auf die Abschreibungen entfielen 3,9 Mio. EUR nach 4,0 Mio. EUR im Vorjahr.
Das Betriebsergebnis blieb mit 60,0 Mio. EUR um 6,9 % unter dem Wert des Vorjahres.
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von 25,9 Mio. EUR nach 29,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2017 einen Jahresüberschuss von 25,9 Mio. EUR nach 29,4 Mio. EUR im Vorjahr. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 17,0 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,4 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 9.372.979,71 EUR aus. Wir werden der 79. Hauptversammlung am 09. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie, das sind 9.117.108,- EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,3 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Unter Berücksichtigung des zufriedenstellenden Jahresergebnisses zeigten die Unternehmenskennzahlen per 31. Dezember 2017 folgendes Bild: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern betrug 4,5 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern 0,4 % .
Die Cost-Income-Ratio belief sich auf 65,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das eine Verbesserung im Ausmaß von 2,7 %-Punkten. Auch die NPL-Quote bewegte sich in die richtige Richtung und betrug zum Jahresende 3,3 % nach 4,3 % im Vorjahr.
Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 7,2 %, während die Liquidity Coverage Ratio 133,4 % erreichte. Sowohl die Leverage Ratio als auch die Liquidity Coverage Ratio wiesen im Vergleich zu den aufsichtsrechtlich geforderten Werten komfortable Größen auf. Beide Werte übertrafen die gesetzlich geforderten Quoten in Höhe von 3,0 % bzw. 100 % deutlich.
| in % | 2016 | 2017 | ± in %-Pkte. |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 5,5 | 4,5 | -1,0 |
| ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) | 0,4 | 0,4 | - |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 62,7 | 65,4 | -2,7 |
| LCR-Quote | 149,3 | 133,4 | -15,9 |
| Leverage Ratio ohne Nutzung der Übergangsbestimmungen | 7,0 | 6,7 | -0,3 |
| Leverage Ratio mit Nutzung der Übergangsbestimmungen | 7,1 | 7,2 | 0,1 |
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen in der BKS Bank nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko errechnen wir anhand der Vorgaben des Standardansatzes.
Die CRR kennt drei definierte Eigenmittelkategorien:
Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2017 folgende Mindesterfordernisse als Prozentsatz der risikogewichteten Aktiva zu erfüllen: Für das harte Kernkapital 4,5 % und für die Eigenmittelquote gesamt 8,0 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2017 lagen deutlich über diesen Anforderungen.
| in Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 77,8 | 77,5 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 481,1 | 497,0 |
| Abzugsposten | -30,4 | -47,5 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 528,5 | 527,0 |
| Harte Kernkapitalquote | 11,1 % | 11,0 % |
| AT1-Anleihe | 23,4 | 36,2 |
| Abzugsposten | -8,6 | -5,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 14,8 | 31,0 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 543,3 | 558,0 |
| Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) | 11,4 % | 11,7 % |
| Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals | 158,1 | 138,2 |
| Abzugsposten | -8,1 | -5,0 |
| Ergänzungskapital | 149,9 | 133,2 |
| Eigenmittel insgesamt | 693,2 | 691,3 |
| Gesamtkapitalquote | 14,5 % | 14,5 % |
Zusätzlich zu den Mindesteigenmittelanforderungen sind Kapitalpuffer aufzubauen, um für Krisenzeiten gewappnet zu sein. Bis zum Jahr 2019 sind 2,5 % der risikogewichteten Aktiva als Kapitalerhaltungspuffer zu halten.
Eine weitere relevante Vorgabe betrifft gemäß § 23a BWG den antizyklischen Puffer mit einer maximalen Höhe von 2,5 % der risikogewichteten Aktiva. Dieser wird von der FMA in Abhängigkeit von der Konjunkturlage bei übermäßiger Kreditvergabe schrittweise festgelegt. Im Berichtsjahr hat die FMA für Österreich keinen antizyklischen Puffer festgelegt, wohl aber sind für Risikopositionen in der Slowakei, Schweden, Norwegen, Tschechien und Island antizyklische Eigenmittelpuffer zu halten. Durch unser Engagement in der Slowakei ist bei der Ermittlung der bankbetrieblichen Eigenmittel der antizyklische Puffer für die Slowakei in Höhe von 0,5 % zu beachten. Dieser wirkte sich auf die zu haltenden Eigenmittel mit 0,5 Mio. EUR aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich das Kernkapital von 543,3 Mio. EUR auf 558,0 Mio. EUR. Der leichte Zuwachs ergab sich durch höhere Gewinnrücklagen und durch die Stärkung des zusätzlichen Kernkapitals mit der Emission einer AT 1-Anleihe. Die Kernkapitalquote erhöhte sich auf 11,7 %. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von insgesamt 133,2 Mio. EUR belief sich der Eigenmittelbestand zum 31. Dezember 2017 auf 691,3 Mio. EUR. Die Eigenmittelquote blieb unverändert auf 14,5 %.
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 7,2 %. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote, die voraussichtlich mit 3,0 % festgelegt werden wird, und den internen Benchmarkwert von > 5 %.
ohne Nutzung der Übergangsbestimmungen mit Nutzung der Übergangsbestimmungen
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.
Die BKS Bank setzt alles daran, den sich ständig ändernden Anforderungen im Bereich des Risikomanagements proaktiv zu begegnen. Der Fokus lag im Berichtsjahr dabei auf
Die finale Leitlinie zur Beurteilung der Risiken aus Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wurde durch die europäische Bankenaufsicht im Mai veröffentlicht. Mit dieser Leitlinie werden folgende Risiken angesprochen:
Die Banken sind dabei gefordert, durch geeignete Strategien, Governance- und Kontrollsysteme IKT-Risiken hintanzuhalten.
Für die Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) haben wir im Herbst 2017 ein Projekt ins Leben gerufen. Wir verfolgen dabei im Einklang mit der Richtlinie folgende Ziele:
| KATEGORISIERUNG VON INSTITUTEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| ÜBERWACHUNG VON KEY INDICATORS | |||||
| Interne Kapitalrisiken und Governance und Liquiditäts- und Geschäfts Angemessenheit unternehmens Refinanzierungs modellanalyse der Kapital weites internes risiken ausstattung Kontrollsystem |
|||||
| SREP-Gesamtbewertung | |||||
| Aufsichtliche Maßnahmen | |||||
| "early intervention measures" |
Quelle: EBA/GL/2014/13
Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.
Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst eine Beschreibung der Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die BKS Bank hat gemäß § 15 BaSAG (Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken) einen Gruppensanierungsplan erstellt, welcher jährlich aktualisiert wird. Dieser soll sicherstellen, dass die BKS Bank Krisen aus eigener Kraft rasch bewältigen kann, und dient auch der Krisenvermeidung durch Messung und Beobachtung von Frühwarnindikatoren, die wiederum frühzeitig Gegenmaßnahmen auslösen sollen. Unsere Frühwarnindikatoren umfassen Kennzahlen zur Kapitalausstattung, Liquiditätslage, Profitabilität und Aktivaqualität. Diese werden in einem BaSAG-Dashboard überwacht und dem Aufsichtsrat periodisch berichtet. Ein wesentlicher Bestandteil der Abwicklungsplanung bildet die MREL-Quote (Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten). Bislang wurde für die BKS Bank noch keine MREL-Quote festgelegt.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Es gehört zu unseren Grundsätzen, die Angemessenheit und Zuverlässigkeit der Überwachungsverfahren ständig zu überprüfen, um diese bei Bedarf den sich ändernden Marktgegebenheiten anpassen zu können.
Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird während des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risiko- und Kreditausschusses diskutiert und evaluiert. Wesentliches Augenmerk wird dabei auch auf Risikokonzentrationen gelegt. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken.
Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken verantwortlich. Diese berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz misst sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen.
Dem Aufsichtsrat, dem Risiko- und Kreditausschuss sowie dem Prüfungsausschuss werden alle Informationen zur Verfügung gestellt, damit diese ihre Funktion als überwachende Instanz wahrnehmen können. Einmal jährlich berichtet ein Vertreter dieser Einheit dem Risiko- und Kreditausschuss des Aufsichtsrates über die Risikoarten und die Risikolage und dem Vergütungsausschuss über die Übereinstimmung von Risikostrategie und Vergütungssystem.
Das Risikocontrolling ist darüber hinaus für die Entwicklung und Implementierung der Methoden der Risikomessung, für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Steuerungsinstrumente sowie für die Weiterentwicklung und Wartung der Risikostrategie und weiterer Regelwerke zuständig.
Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer vom Risikocontrolling durchgeführten Risikoanalyse in Form einer Risikomatrix durch das ICAAP-Gremium. Bei der jährlichen Festlegung der Risikostrategie fließen die Erkenntnisse aus der Risikoidentifikation in die Einschätzung der Risikoausprägung mit ein. Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden in Abstimmung mit der Risikoeinschätzung und Geschäftsstrategie jährlich adaptiert oder gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme.
Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des ökonomischen Kapitalbedarfs und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Folgende Themenfelder werden detailliert besprochen und erforderlichenfalls entsprechende Maßnahmen gesetzt:
Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden ebenfalls vierteljährlich statt. Das OR-Gremium
Das Kreditrisiko ist gemäß Risikostrategie die bei weitem wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank. Ein effektives Kreditrisikomanagement, das die Risiken treffsicher identifiziert, das Risiko-/Ertragsprofil des Instituts optimiert und die Vereinbarkeit mit der Risikotragfähigkeit der BKS Bank sicherstellt, ist somit Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg unseres Instituts.
In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben.
Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den raschen Einsatz von Steuerungsinstrumenten. Die Einbindung der verantwortlichen Entscheidungsträger aus den unterschiedlichen Organisationsbereichen ist neben der ganzheitlichen Betrachtung des Kreditrisikos essentiell für das effektive Management des Kreditrisikos. Zu den wesentlichen Aufgaben des erweiterten Kreditrisiko-Jour fixe zählen:
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risiken. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.
Das Gesamtbankrisiko entspricht dem ökonomischen Kapitalbedarf, also dem zur Deckung unerwarteter Verluste notwendigen Mindestkapital. Die "vorhersehbaren Kosten" aus dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko fließen als Risikoprämien (Standardrisikokosten, Liquiditätsaufschläge) in die den Kunden in Rechnung gestellten Preise ein. Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassen gegenübergestellt, um abzuwägen, ob die Bank in der Lage ist, auch unerwartete Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit zu tragen.
Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotenzial, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger.
Wir führen Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potenziellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Stresstests liefern ergänzende Informationen zu den Value-at-Risk-Analysen und zeigen potentielle zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
In unseren Stresstests werden adverse Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds in verschiedenen Szenarien dargestellt. Zusätzlich wird ein inverser Stresstest durchgeführt, welcher speziell die risikosensitiven Bereiche der Bank im Visier hat. Dieser liefert dem Management wichtige Informationen über die maximalen Verluste, welche das Institut tragen könnte. Dabei werden die risikosensitiven Bereiche bis zum vollständigen Verzehr der Risikodeckungsmasse gestresst.
Neben den Gesamtbankrisikostresstests im Rahmen des ICAAP erfolgen spezifische Stresstests
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
1) Abteilung Kreditmanagement
2) BKS Service GmbH
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
4) Abteilung Vorstandsbüro
Die Abteilung Kreditmanagement hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Die unabhängige Risikokontrolle auf Portfolioebene wird von der Abteilung Controlling und Rechnungswesen, Gruppe Risikocontrolling, wahrgenommen. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist.
Eine wesentliche Säule der Risikobeurteilung bildet ein umfassendes Ratingsystem als Grundlage für die Entscheidungsprozesse sowie für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Insgesamt kommen 13 verschiedene Ratingverfahren zum Einsatz. Die bankinternen Ratingmodelle unterliegen einer jährlichen quantitativen und qualitativen Validierung. Dabei wird das betreffende Ratingmodell daraufhin geprüft, ob es die zu messenden Risiken treffsicher abbildet.
| AA | Erstklassige beste Bonität | A1 | Erstklassige hervorragende Bonität |
|---|---|---|---|
| 1a | Erstklassige Bonität | 1b | Sehr gute Bonität |
| 2a | Gute Bonität | 2b | Noch gute Bonität |
| 3a | Akzeptable Bonität | 3b | Noch akzeptable Bonität |
| 4a | Mangelhafte Bonität | 4b | Schlechte Bonität |
| 5a | Ausfall im Fortbetrieb | 5b | Ausfall – Notleidend |
| 5c | Ausfall – Uneinbringlich | ||
Die Ausfallsdefinition der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR.
Unsere intensiven Anstrengungen zur nachhaltigen Verbesserung der Portfolioqualität zeigen sich im erfreulichen Rückgang des Exposures in den Ratingstufen 4a - 4b sowie in den Non-performing-Klassen 5a - 5c.
Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Ein objektiver Hinweis auf eine eingetretene Wertminderung für eine Forderung liegt vor, wenn die Basel III-Ausfallskriterien eingetreten sind, d. h. eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber dem Kreditinstitut mehr als 90 Tage überfällig ist oder eines der anderen Ausfallskriterien zutrifft.
Grundlage für die Bildung von Wertberichtigungen ist eine konzernweite Richtlinie und ein standardisierter Prozess, nach dem für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt.
Einen weiteren zentralen Bestandteil der Risikosteuerung bildet das Sicherheitenmanagement. Zugelassene Sicherheiten und die Methoden der Wertermittlung sind in umfassenden internen Bewertungsrichtlinien schriftlich festgehalten. Die Wertansätze für Sicherheiten sind konzerneinheitlich festgelegt, berücksichtigen jedoch die lokalen Marktgegebenheiten und orientieren sich an den in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen sowie an der erwarteten Entwicklung der Marktpreise. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft.
Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limits für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Branchenentwicklungen werden genau beobachtet, regelmäßig ausgewertet und eine klare strategische Fokussierung vorgegeben. Großkreditrisiken der BKS Bank sind in der ALGAR durch eine Deckungsvorsorge abgesichert. Als Tochterunternehmen der 3 Banken Gruppe dient die ALGAR der Absicherung von Großkrediten der drei Kreditinstitute durch die Übernahme von Garantien, Bürgschaften und sonstigen Haftungen für Kredite, Darlehen und Leasingforderungen.
Das Größenklassenkonzentrationsrisiko wird in der Risikotragfähigkeitsrechnung gesondert quantifiziert. Es misst das Risiko der Granularität des Kreditportfolios, insbesondere aus hohen Forderungsbeträgen an Kreditnehmerverbünde. Dabei handelt es sich um rechtlich oder wirtschaftlich derart miteinander verbundene Kunden, sodass finanzielle Schwierigkeiten eines einzelnen Kreditnehmers in dieser Gruppe auch Rückzahlungsprobleme für andere Kunden in diesem Verbund bedeuten könnten.
Das Volumen von Euro-Krediten an Kreditnehmer ohne währungskongruentes Einkommen ist leicht gesunken. Am kroatischen Markt wird ein großer Teil des Neukreditgeschäftes weiterhin mit EUR-Bindung abgewickelt, wobei der HRK als mit dem EUR eng verbundene Währung gilt. Die Steuerung des fremdwährungsinduzierten Kreditrisikos erfolgt durch Festlegung von Limiten auf Profit-Center- und Gesamtbankebene, welche laufend überwacht werden.
Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen der Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus und ist darauf ausgerichtet, dem Bankgeschäft dienlich zu sein.
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. In der BKS Bank quantifizieren wir die Auswirkungen adverser makroökonomischer Entwicklungen im Kreditrisiko. Die Auswirkungen auf das Portfolio der BKS Bank werden dabei anhand der Veränderung ausgewählter makroökonomischer Kennzahlen, wie BIP-Wachstum, Arbeitslosenquote, Inflationsrate und Leistungsbilanzdefizit, ermittelt. Die herangezogenen Korrelationen, welche auf die Ausfallsquote (PD) wirken, basieren auf historischen Daten der BKS Bank und werden regelmäßig validiert. Den größten Einfluss auf das Kreditrisiko hat dabei die Inflation, gefolgt vom BIP-Wachstum. Das makroökonomische Risiko wird im ICAAP im Going Concern- und im Liquidationsansatz quantifiziert.
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Wir unterscheiden zwischen:
Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem "Riding the Yield-Curve"-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten.
Als Teil des Zinsrisikos wird zusätzlich das Credit Spread-Risiko berechnet. Dieses bildet die Auswirkungen von bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise auf das zinstragende Wertpapierportfolio ab.
Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Limit für die marktpreisinduzierten Risiken wird im ICAAP werden einmal jährlich im Rahmen der Überarbeitung der Risikostrategie vom Vorstand unter Einbindung des Risikocontrollings festgelegt. Das Risikocontrolling ermittelt den VAR für das Zinsrisiko, Fremdwährungsrisiko und Aktienkursrisiko. Unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten wird der gesamte VAR dem festgelegten Limit gegenübergestellt und darüber dem APM-Gremium berichtet.
1) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
2) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft 3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Diesem gehören der Vorstand und die Leiter der betroffenen Fachabteilungen an. Das APM-Komitee analysiert monatlich die Ergebnisse von Barwert- und Durationsanalysen, Value-at-Risk-Analysen und Zinsänderungssimulationen. Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft.
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps. Durch das APM-Gremium werden je nach Zins- und Strukturlage Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis, aber auch auf Portfoliobasis beschlossen.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Alle internen Limite für Aktien und Aktienfonds wurden im Jahresverlauf eingehalten. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert und im APM-Gremium berichtet.
Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktienund Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Das Aktienkursrisiko ist hinsichtlich Volumen und Value-at-Risk limitiert und wird durch das Risikocontrolling überwacht.
2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen.
Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt. Zum Ausgleich von Währungsrisiken werden in der BKS Bank zum Teil derivative Geschäfte wie Cross Currency Swaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps abgeschlossen. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Eigengeschäft und Auslandsgeschäft, Gruppe Geld- und Devisenhandel. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
1) Abteilung Eigenhandel und Auslandsgeschäft
2) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
1) Abteilung Eigen- und Auslandsgeschäft/Gruppe Geld- und Devisenhandel
2) Aktiv-Passiv-Management-Komitee
3) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Gruppe Risikocontrolling
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen Liquiditätsplanung stellt der Fundingplan der BKS Bank dar.
Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kreditgeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.
Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand.
In der täglich erstellten Liquiditätsablaufbilanz ordnen wir alle für das Refinanzierungsprofil relevanten Aktiva und Passiva nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder ein. Die Ablaufbilanz zeigt für jedes Zeitband einen Liquiditätsüberschuss oder -fehlbetrag und ermöglicht so die sehr zeitnahe Steuerung offener Liquiditätspositionen. Weiters wurde ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit) ausgearbeitet, welches dem Vorstand und den zuständigen Risikomanagementeinheiten einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um aussagekräftige Stresstests, die wir je nach Art des Stressauslösers in allgemeine makroökonomische Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien kategorisieren.
Die Messung des Liquiditätsrisikos im Going Concern-Ansatz sowie im Liquidationsansatz in der Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem VAR-Ansatz. Das Risiko wird auf Basis der Nettogaps mit einer angenommenen Refinanzierungsverteuerung nach einer hypothetischen Bonitätsverschlechterung der Bank ermittelt. Das Konfidenzintervall beträgt im Going Concern-Ansatz 95 %, im Liquidationsansatz 99,9 %.
Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Die BKS Bank nimmt am General Collateral (GC) Pooling-Markt der EUREX Clearing AG teil. Im Rahmen des GC-Poolings kann Liquidität in den Währungen Euro, US-Dollar und Schweizer Franken mit Laufzeiten von Overnight (für EUR und USD) bis 12 Monate aufgenommen oder veranlagt werden. Die BKS Bank ist somit einer von vielen Teilnehmern in einem stetig wachsenden Marktsegment für standardisierte und besicherte Finanzierungsgeschäfte unter Einbezug eines Clearinghauses.
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir in Anlehnung an die CRR die Gefahr von Verlusten, die vorrangig den Betriebsbereich der BKS Bank betreffen und infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in
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Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH1) und durch umfangreiche Datenschutzund Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Von der Revision festgestellte Systemschwächen werden einer umgehenden Bereinigung zugeführt. Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt. Mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software werden zudem die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Quartalsweise ergeht ein Bericht zum operationalen Risiko an die relevanten Entscheidungsträger.
1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
2) Operationales Risiko-Gremium
Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt. Die Steuerung von IKT-Risiken erfolgt auf Basis der IKT-Governance Richtlinie, die von der Abteilung Betrieb erstellt und vom Gesamtvorstand verabschiedet wurde.
Wir wenden verschiedene Techniken zur effektiven Steuerung des operationalen Risikos an, wie z. B:
des "Self-Assessments" als auch aus der Analyse tatsächlicher Verluste
Operationale Risiken werden in folgende Kategorien gegliedert:
Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Unter dem Reputationsrisiko werden negative Folgen aus der Wahrnehmung der interessierten Öffentlichkeit (Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre, Medien, Geschäftspartner, Teilnehmer des Interbankenmarkts usw.) verstanden. Ein wesentlicher Baustein zur Steuerung des Reputationsrisikos ist das Beschwerdemanagement.
Verhaltensrisiken (conduct risk) werden durch umfangreiche Regelungen im Code of Conduct, Compliance Code, in der Compliance Charta sowie den Handbüchern zur Antikorruption und Geldwäsche erfasst.
Unter Modellrisiken werden Risiken aus den in der BKS Bank verwendeten Berechnungsmodellen sowie Modellen für Entscheidungsprozesse verstanden. Diese werden im Bereich des Kreditrisikos wie auch des Marktrisikos mit Puffern in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt.
Im Bereich des IKT-Risikos hat die BKS Bank ein stringentes Konzept für das Berechtigungssystem, wie auch klare Richtlinien zur Kontrolle des Datenschutzes. Die ständige Schulung der Mitarbeiter erhöht das Bewusstsein, zudem werden tourliche Kontrollen im Rahmen des IKS durchgeführt. Umfassende technische und organisatorische Vorkehrungen sowie regelmäßige Backuptests stellen die Verfügbarkeit der Systeme und Daten im Schadensfall sicher. Cyber-Risiken begegnen wir durch ein professionelles Risikomanagement, das sowohl auf Ebene der 3 Banken IT GmbH als auch in der BKS Bank eingerichtet ist. Die Summe dieser Maßnahmen zielt darauf ab, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verarbeiteten Informationen sicherzustellen und diese gesetzeskonform zu verwenden.
Zur Identifizierung kritischer Systeme wird ein Risikokatalog geführt, der durch den Security-Manager der 3 Banken IT GmbH tourlich angepasst wird. Dieser enthält die Einstufungen der Kritikalität und der Risiken aller Systeme und Anwendungen. Die Bewertungskriterien der Risikoanalysen sind u. a. maximal tolerierbare Ausfallzeiten, mögliche Schadensszenarien bei Ausfällen außerhalb der Toleranzgrenze und Notfallprozeduren. Zudem werden ausführliche Schutzbedarfsanalysen bestehender Anwendungen und Systeme erstellt. Das Sicherheitskonzept, die Notfallpläne und das Notfallhandbuch werden tourlich adaptiert. Gemäß den Vorschriften zur PSD 2 (Payment Services Directive 2) wird darüber hinaus im Management operationaler Risiken ein spezieller Fokus auf Betrugsfälle und sicherheitsrelevante Risiken im Zahlungsverkehr gelegt.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten.
1) Abteilung Controlling und Rechnungswesen/Risikocontrolling
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
Für die sonstigen Risiken werden in der Risikotragfähigkeitsrechnung im Going Concernwie auch im Liquidationsansatz entsprechende Risikopuffer angesetzt, welche jährlich evaluiert und erforderlichenfalls angepasst werden. Die Steuerung dieser Risiken erfolgt im ICAAP-Gremium.
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt. Anzumerken ist, dass die Merkmale des Risikomanagementsystems bereits in den zuvor beschriebenen Kapiteln ausführlich erläutert wurden.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein über Jahre gewachsenes System von Überwachungsmaßnahmen, die dazu bestimmt sind, die Vermögenswerte zu sichern und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Darüber hinaus stellt das IKS die Einhaltung von Gesetzen und internen Regelwerken sowie die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der betrieblichen Aufzeichnungen sicher. Bereits in den 1980er Jahren hat sich unser Haus mit dem systematischen Ausbau des IKS beschäftigt. Seit damals wurde das IKS ständig weiterentwickelt und an nationalen und internationalen Standards ausgerichtet. Das international anerkannte Rahmenwerk "COSO Internal Control – Integrated Framework" dient dazu als Referenzmodell.
Im IKS-Rahmenwerk der BKS Bank sind die Ziele, Vorgehensweisen und Gestaltungsprinzipien des IKS gesamthaft beschrieben. Neben der übersichtlichen Darstellung aller IKS-Maßnahmen sind die organisatorische Ausgestaltung des IKS sowie das jährliche Berichtswesen beschrieben.
Darüber hinaus gelten neben den gesetzlichen Vorgaben in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei auch die von der BKS Bank definierten Verhaltensgrundsätze. Zudem haben wir ein Compliance-Management-System, das dem "Tone from the Top"- Prinzip folgt, und einen Code of Conduct implementiert. Weiters beachten wir die Corporate Governance-Grundsätze und legen großen Wert auf die strikte Einhaltung der internen Richtlinien.
Die regelmäßigen und gesetzlich vorgesehenen Kontrollen des IKS werden durch die Abteilung interne Revision auf Grundlage eines vom Vorstand genehmigten Revisionsplanes und einer konzernweiten Risikobewertung aller Unternehmensaktivitäten überprüft. Die Überwachung der Effizienz des internen Kontrollsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates.
Wir arbeiten laufend an der Verbesserung des internen Kontrollsystems. Das Kernstück der letzten Weiterentwicklung war die Implementierung einer Risiko-Kontrollmatrix. Darin wurden die vorhandenen Kontrollen mit den identifizierten Risiken je Geschäfts- und Supportprozess verknüpft und bewertet. Durch die prozessbasierte Risikobeurteilung und detaillierte Kontrollbeschreibung wird eine effiziente und korrekte Arbeitsweise unterstützt und die Unternehmenssteuerung maßgeblich verbessert. Zudem stellen wir damit sicher, dass wir bei geänderten Risikogegebenheiten rasch reagieren können. Zusätzlich wird die Qualität der bereits etablierten Kontrollen anhand eines Reifegradmodells bewertet. Das Modell besteht aus fünf aufsteigenden Reifegraden (von "1 – wenig zuverlässig" bis "5 – optimiert"), wobei ein Reifegrad von "3 – standardisiert" die unterste Benchmark für uns darstellt.
Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkonsolidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind zudem in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie "Hauptkontrollen" zugeordnet. Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet.
Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen geregelt.
Der Vorstand der BKS Bank wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den verpflichtend eingesetzten Prüfungsausschuss wahrgenommen.
Qualität und Nachhaltigkeit bilden das Fundament unserer Unternehmensstrategie. Die BKS Bank verfolgt bereits seit vielen Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie und setzt keine CSR-Einzelmaßnahmen. Erfreulicherweise werden wir für unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten immer wieder extern ausgezeichnet. Besonders stolz sind wir, dass wir Anfang 2018 erneut von der oekom research AG für unsere CSR-Aktivitäten den Prime-Status verliehen bekamen. Beim Rating konnten wir uns um eine Ratingstufe von C auf C+ verbessern. Die Ratingskala reicht von A+ bis D-. Damit zählen wir weltweit zu den besten Banken in Sachen Nachhaltigkeit. Zudem wurde die BKS Bank 2017 zum zweiten Mal in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen.
Die detaillierte Darstellung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemäß dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) erfolgt in unserem unter www.bks.at/Nachhaltigkeit abrufbaren Nachhaltigkeitsbericht. Dieser wurde nach den GRI-Standards 2017, Option Kern erstellt. Die Kennzahlen auf den folgenden Seiten geben einen Überblick über unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren und deren Entwicklung.
Im Berichtsjahr hat die BKS Bank ihre Nachhaltigkeitsstrategie unter Einbezug der Sustainable Development Goals (SDGs) und der Prinzipien des UN Global Compact neu ausgerichtet. Ein mehrstufiger Stakeholder-Dialog bildete die Basis für die Erstellung der Wesentlichkeitsmatrix. Teil des Stakeholder-Dialogs war unter anderem eine Online-Stakeholder-Befragung mit 265 Teilnehmern. In unserer neu definierten Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir uns Ziele bis 2022, deren Erreichung wir zum Großteil mit quantitativen Indikatoren messen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 haben wir wieder eine Vielzahl an CSR-Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Zu den Highlights zählten:
1) Die Angaben in diesem Text dienen lediglich der unverbindlichen Information und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Anleihen, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Ausschließliche Rechtsgrundlage für die beschriebenen Anleihen stellen der veröffentlichte Basisprospekt der BKS Bank AG vom 06.04.2017 einschließlich aller in Form eines Verweises einbezogenen Dokumente und aller Nachträge sowie die jeweiligen veröffentlichten endgültigen Bedingungen dar, die auf der Homepage der Emittentin unter Investor Relations > Anleiheemissionen abrufbar sowie in den Geschäftsstellen der BKS Bank AG, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, während üblicher Geschäftszeiten kostenlos erhältlich sind.
2) Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Lebensministerium für "AVM nachhaltig" verliehen, weil bei der Auswahl von Investmentfonds neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Investmentfonds auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Umweltzeichen lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Investments zu.
| Indikatoren 2016 |
Indikatoren 2017 |
|
|---|---|---|
| Nachhaltigkeitsrating durch oekom research AG (Skala von A+ bis D-) | C "Prime" | C "Prime"1) |
| Bewertung der Unternehmensqualität | R4E 5*2) | R4E 5*2) |
| Anzahl Beschwerden | 403 | 584 |
1) Die BKS Bank wurde Ende 2017 erneut von oekom geratet. Das Ergebnis – eine Verbesserung um eine Ratingstufe auf C+ – lag erst im
Februar 2018 vor. 2) EFQM Recognised for Excellence 5 Star
| Indikatoren 2016 |
Indikatoren 2017 |
|
|---|---|---|
| Frauenanteil im Vorstand in % | 33,3 | 33,3 |
| Frauenanteil im Aufsichtsrat in % | 35,7 | 33,3 |
| Anteil weiblicher Führungskräfte an der Gesamtzahl | ||
| leitender Mitarbeiter in % | 32,1 | 32,4 |
| Durchschnittliche Ausbildungstage pro Mitarbeiter | 5,0 | 4,2 |
| Fluktuationsrate in % | 5,2 | 5,2 |
| Teilnehmer am Jahresprojekt | ||
| betriebliche Gesundheitsförderung | 281 | 266 |
| Krankenstandsquote in % | 2,9 | 3,1 |
| Durchschnittliche Elternkarenzdauer in Jahren | 1,8 | 2,3 |
| Rückkehrrate aus der Elternkarenz in % | - | 923) |
| Auszeichnungen für mitarbeiterbezogene Aktivitäten bzw. | ||
| Mitgliedschaften in mitarbeiterbezogenen Netzwerken: | ||
| – Zertifikat Audit "berufundfamilie" | ||
| – Zertifikat "Familienfreundliches Unternehmen" in Slowenien | ||
| – MAMFORCE©-Standard in Kroatien | ||
| – Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung | ||
| – Unternehmen für Familien | ||
| – Carinthian International Club | ||
| – Charta der Vielfalt |
3) Die Berechnung wurde 2017 an die in den GRI-Standards vorgegebene Methodik angepasst. Daher weisen wir hier nur Werte für das aktuelle Berichtsjahr aus.
| Indikatoren |
|---|
| 2017 |
| 19,7 |
| 20 |
| 8,0 |
| 142,7 |
| 450,0 |
| 8,2 |
| 100 |
| Indikatoren | Indikatoren | |
|---|---|---|
| 2016 | 2017 | |
| Anzahl der gesponserten Projekte | 445 | 405 |
| Sponsoringbeiträge in Tsd. EUR | 267 | 254 |
| Teilnehmer an Corporate Volunteering-Projekten | 112 | 108 |
| Geleistete Arbeitsstunden bei Corporate Volunteering-Projekten | 312 | 658 |
| Einreichungen TRIGOS Steiermark (2015, 2017) bzw. Kärnten (2016) | 25 | 24 |
| Mitgliedschaften in Netzwerken der Verantwortung: | ||
| – UN Global Compact | ||
| – respACT | ||
| – Verantwortung zeigen! | ||
| – Unternehmen für Familien | ||
| – Green Tech Cluster |
| Indikatoren 20151) |
Indikatoren 20161) |
|
|---|---|---|
| Carbon Footprint in t CO2 -Äquivalenten |
2.410 | 2.320 |
| Carbon Footprint pro Mitarbeiter in t CO2 -Äquivalenten |
2,3 | 2,2 |
| Stromverbrauch in GWh | 3,2 | 3,6 |
| Anteil Strom aus erneuerbarer Energie in % | 1002) | 1002) |
| Erdgasverbrauch in GWh | 0,20 | 0,30 |
| Diesel in 1.000 l | 137 | 124 |
1) Die Berechnung des Carbon Footprint erfolgt immer auf Basis der jeweiligen Vorjahreswerte. 2) nur im Inland
| Indikatoren 2016 |
Indikatoren 2017 |
|
|---|---|---|
| Einsparung gefahrener Kilometer durch Videokonferenzen | 256.890 | 274.440 |
| Mit der Bahn gefahrene Kilometer | 81.258 | 106.748 |
| Papierverbrauch in t | 45,1 | 46,3 |
| Über AfB wiederverwendete Hardware in Stück | 205 | 661 |
Die globalen Wirtschaftsaussichten bleiben für 2018 äußert positiv. Die Weltkonjunktur und der Welthandel sollten ihren Wachstumskurs unvermindert fortsetzen. Die USamerikanische Wirtschaft wird auch im kommenden Jahr kräftig wachsen, eine Abkühlung der Konjunktur ist derzeit nicht zu erwarten. Die US-amerikanische Notenbank (Fed) hat die Wachstumsprognosen für das Jahr 2018 von vormals 2,1 % auf nunmehr 2,5 % angehoben. Vor allem die US-Konsumenten blicken zuversichtlich in die Zukunft und erwarten in den kommenden Monaten weitere wirtschaftliche Verbesserungen. Die Verbraucher bilden das Rückgrat der US-Wirtschaft – etwa 70 % der US-Wirtschaft entfallen auf Konsumausgaben. Die positive Stimmung ist auch der guten Lage am US-Arbeitsmarkt geschuldet, der derzeit mit niedrigen Arbeitslosenraten und neuer Rekordbeschäftigung viel Beachtung findet.
Auch in China stehen die Anzeichen auf Aufschwung. Obwohl im letzten Jahr die Prognosen für die chinesische Wirtschaft gedämpfter ausfielen, verzeichnete Chinas Wirtschaft den höchsten Zuwachs seit 2010 (+7,0 %). Dieser Trend sollte sich 2018 fortsetzen, wenngleich das Wachstum vor allem wieder durch höhere Staatsausgaben und neue Kredite getragen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bekräftigte zuletzt seine Sorgen, dass wichtige Reformen in China nach wie vor ausbleiben und stattdessen neue Schulden für ein hohes Wachstum in Kauf genommen werden.
Die Einschätzungen für die europäische Wirtschaft sind für 2018 euphorisch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fiel das Wachstum sowohl in der EU als auch in der Eurozone stärker aus als erwartet. Die Europäische Kommission hat daher in ihrer jüngst veröffentlichten Zwischenprognose die Wachstumsraten für die EU und für den Euroraum von 1,9 % auf 2,0 % bzw. von 2,1 % auf 2,3 % angehoben. Das robuste Wachstum wird von mehreren Faktoren gestützt. Die Arbeitslosigkeit und die Haushaltsdefizite sinken, und dank der starken Nachfrage und der guten Kapazitätsauslastungen steigen die Investitionen. Positiv ist auch die Stimmung der Unternehmen und das Vertrauen der Konsumenten ist ebenfalls ungebrochen hoch. Auch die Konjunktur auf unseren Auslandsmärkten bleibt schwungvoll. Für Slowenien, Kroatien und die Slowakei wird ein kräftiger BIP-Zuwachs prognostiziert: 3,3 % für Slowenien, 2,8 % für Kroatien und das slowakische BIP soll um 3,6 % zulegen.
Prognosen über die Entwicklung der Inflation gestalten sich derzeit schwierig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hegt Zweifel an der Nachhaltigkeit des im Jahr 2017 beobachteten Preisauftriebs. Für das Jahr 2018 rechnet die EZB mit einer Inflation von 1,4 % für die Eurozone.
Sämtliche Wirtschaftsexperten sind sich einig: Auch 2018 wird die österreichische Wirtschaft kräftig wachsen. Die österreichische Nationalbank (OeNB) hob ihre Wachstumsprognose für 2018 auf 2,8 % an, das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) rechnet sogar mit einem BIP-Zuwachs von 3,0 %. Die heimische Sachgütererzeugung wird von der dynamischen internationalen Konjunktur weiter gestärkt und die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten lässt die Investitionen kräftig ansteigen. Auch der private Konsum wird 2018 wieder eine wichtige Stütze für den Konjunkturaufschwung sein. Die günstigen Wirtschaftsaussichten sollten auch die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessern, dennoch bleibt die Arbeitslosenquote vergleichsweise hoch. Trotz der guten Beschäftigungslage bleibt es für bestimmte Gruppen von Arbeitssuchenden schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.
Das Umfeld für Aktien bleibt 2018 weiterhin gut, auch wenn die Entwicklung im Jahresverlauf etwas ruppiger ausfallen könnte als zuletzt. Die Kombination aus stabilem Wachstum und niedriger Inflation schafft hervorragende Bedingungen für unternehmerische Aktivitäten. Allerdings haben Investoren bislang Risikofaktoren, wie beispielsweise die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea, die Erhöhung der US-Leitzinsen oder widersprüchliche Aussagen des US-Präsidenten, ignoriert. Diese Situation lässt das Risiko für eine zwischenzeitliche Kurskorrektur ansteigen.
Der Anleihenmarkt ist im Lichte der Ankündigung der EZB, das Ankaufprogramm bis September 2018 zu verlängern, zu sehen. Dies könnte zu weiteren leichten Anstiegen der Renditen von Staatsanleihen führen. Größere Anstiege erwarten wir 2018 allerdings nicht. Unternehmensanleihen mit guter Bonität profitieren weiterhin vom Anhalten des Ankaufprogramms der EZB. Hochzinsanleihen haben unserer Meinung nach zuletzt an Attraktivität verloren. Im Gegensatz dazu sollte sich der Rentenmarkt für Schwellenländer aufgrund guter makroökonomischer Daten aufhellen.
Die Herausforderungen für Banken bleiben auch für das kommende Geschäftsjahr hoch. Das tiefe Zinsniveau führt dazu, dass die angespannte Ertragssituation im zinstragenden Geschäft auch 2018 ein wichtiges Thema bleibt. Wir gehen davon aus, dass sich die Zinsen erst im Jahr 2019 normalisieren werden, wobei eine mögliche Anhebung der Leitzinsen langsam vonstattengehen wird. Auf der Kostenseite sind wir aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung mit höheren IT-Investitionen konfrontiert. Die rasanten technologischen Entwicklungen drängen uns dazu, Umsetzungszyklen zu verkürzen und marktreife Services und Produkte schneller zu entwickeln. Das wiederum treibt die Kosten in die Höhe. Ein entscheidendes Erfolgskriterium dabei ist auch die digitale Kompetenz unserer Mitarbeiter, die wir umfassend auf die neuen technologischen Herausforderungen vorbereiten. Ein anderes Dauerthema ist die weitreichende Verschärfung der regulatorischen Vorgaben. Die Anforderungen, die sich aus PSD 2, IFRS 9 und dergleichen ergeben, werden uns auch im neuen Geschäftsjahr weiter intensiv beschäftigen.
Auch wenn die Rahmenbedingungen mit Niedrigzinsumfeld, Regulatorik und Kostendruck derzeit unfreundlich erscheinen, gibt es auch einige positive Indikatoren zu berücksichtigen. Dank der anhaltend guten Konjunkturlage rechnen wir damit, dass die bereits deutlich gestiegene Kreditnachfrage im heurigen Geschäftsjahr weiter zulegen wird. Auch die entspannte Risikosituation sollte noch länger Bestand haben. Im Provisionsgeschäft erwarten wir, dass sich die gute Geschäftsentwicklung der letzten Monate im neuen Geschäftsjahr fortsetzt.
Darüber hinaus haben wir in der letztjährigen Strategieklausur unsere Unternehmensstrategie weiterentwickelt und die Weichen für eine zukunftsfähige Bank gestellt. Die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen werden wir mutig verfolgen, damit wir weiter wachsen und unsere Position unter den führenden Banken Österreichs ausbauen können. Parallel zu den Maßnahmen zur Stärkung unserer Ertragskraft üben wir auch weiterhin strikte Kostendisziplin. Auf der Agenda für 2018 stehen daher auch Optimierungsund Einsparungsprojekte. Wir haben uns beispielsweise vorgenommen, einzelne Geschäftsbereiche neu auszurichten und vereinzelt Veränderungen in unserem Filialnetz vorzunehmen.
Eine starke Eigenmittelausstattung ist der Schlüssel für Wachstum in der Zukunft. Damit wir unseren Wachstumskurs fortsetzen und die Anforderungen der Digitalisierung bewältigen können, führten wir im ersten Quartal 2018 erfolgreich eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 12 : 1 durch. Insgesamt hat die BKS Bank 3.303.300 neue Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 16,70 EUR pro junger Aktie ausgegeben. Der Emissionserlös betrug 55,2 Mio. EUR.
Natürlich sind wir uns bewusst, dass die planmäßige Umsetzung unserer Strategieziele durch Marktturbulenzen, Konjunktureinbußen, aufsichtsrechtliche Änderungen oder konkurrenzbedingten Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte. Wir sind aber optimistisch und davon überzeugt, dass wir dank unseres bewährten Geschäftsmodells, der stabilen Eigenmittelausstattung sowie der guten Marktposition weiterhin unseren selbstbestimmten Weg fortsetzen können. Wie in den Vorjahren werden wir auch 2018 alles tun, um die BKS Bank auf Erfolgskurs zu halten. Die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende streben wir auch für das neue Geschäftsjahr an.
An dieser Stelle möchten wir noch anmerken, dass im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer – bis auf die bereits erwähnte Kapitalerhöhung – keine wesentlichen, berichtsrelevanten Ereignisse eingetreten sind.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
LAGEBERICHT LAGEBERICHT
–292–
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern |
543.530.247,52 | 476.578.818,43 | -66.951.429,09 | -12,3 |
| 2. | Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind |
596.144.025,83 | 619.682.088,88 | 23.538.063,05 | 3,9 |
| 3. | Forderungen an Kreditinstitute | 203.949.747,96 | 61.539.229,67 | -142.410.518,29 | -69,8 |
| a) täglich fällig | 41.400.659,81 | 25.489.213,53 | -15.911.446,28 | -38,4 | |
| b) sonstige Forderungen | 162.549.088,15 | 36.050.016,14 | -126.499.072,01 | -77,8 | |
| 4. | Forderungen an Kunden | 5.338.455.299,16 | 5.448.956.452,30 | 110.501.153,14 | 2,1 |
| 5. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche | ||||
| Wertpapiere | 256.491.643,11 | 233.559.623,08 | -22.932.020,03 | -8,9 | |
| a) von öffentlichen Emittenten | 19.004.660,37 | 5.121.232,88 | -13.883.427,49 | -73,1 | |
| b) von anderen Emittenten | 237.486.982,74 | 228.438.390,20 | -9.048.592,54 | -3,8 | |
| darunter: eigene Schuldverschreibungen | 20.505.780,43 | 3.633.846,45 | -16.871.933,98 | -82,3 | |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 50.114.196,75 | 47.637.697,71 | -2.476.499,04 | -4,9 |
| 7. | Beteiligungen | 104.467.491,89 | 115.984.095,22 | 11.516.603,33 | 11,0 |
| darunter: an Kreditinstituten | 96.480.601,21 | 106.617.322,21 | 10.136.721,00 | 10,5 | |
| 8. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 73.050.832,42 | 74.703.409,74 | 1.652.577,32 | 2,3 |
| darunter: an Kreditinstituten | - | - | - | - | |
| 9. | Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage | ||||
| vermögens | 1.616.925,84 | 1.378.105,03 | -238.820,81 | -14,8 | |
| 10. | Sachanlagen | 32.700.985,13 | 33.156.392,02 | 455.406,89 | 1,4 |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut | |||||
| im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden | 11.837.966,58 | 11.474.981,57 | -362.985,01 | -3,1 | |
| 11. | Sonstige Vermögensgegenstände | 19.634.805,35 | 22.635.587,04 | 3.000.781,69 | 15,3 |
| 12. | Rechnungsabgrenzungsposten | 4.100.235,57 | 4.038.664,73 | -61.570,84 | -1,5 |
| 13. | Aktive latente Steuern | 8.284.272,18 | 5.433.245,02 | -2.851.027,08 | -34,4 |
| 7.232.540.708,63 | 7.145.283.408,87 | -87.257.299,76 | -1,2 |
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Auslandsaktiva | 1.983.665.366,67 | 1.997.238.149,87 | 13.572.783,20 | 0,7 |
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 889.656.638,01 | 695.735.555,39 | -193.921.082,62 | -21,8 |
| a) täglich fällig | 85.685.671,02 | 51.020.155,44 | -34.665.515,58 | -40,5 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 803.970.966,99 | 644.715.399,95 | -159.255.567,04 | -19,8 | |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.843.043.508,66 | 4.987.234.108,78 | 144.190.600,12 | 3,0 |
| a) Spareinlagen | 1.528.994.252,72 | 1.475.136.911,58 | -53.857.341,14 | -3,5 | |
| aa) täglich fällig | 467.802.364,35 | 681.795.752,15 | 213.993.387,80 | 45,7 | |
| ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 1.061.191.888,37 | 793.341.159,43 | -267.850.728,94 | -25,2 | |
| b) sonstige Verbindlichkeiten | 3.314.049.255,94 | 3.512.097.197,20 | 198.047.941,26 | 6,0 | |
| ba) täglich fällig | 2.467.167.933,01 | 2.769.107.278,64 | 301.939.345,63 | 12,2 | |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 846.881.322,93 | 742.989.918,56 | -103.891.404,37 | -12,3 | |
| 3. | Verbriefte Verbindlichkeiten | 555.431.835,22 | 549.707.146,89 | -5.724.688,33 | -1,0 |
| a) begebene Schuldverschreibungen | 485.497.112,93 | 473.344.778,29 | -12.152.334,64 | -2,5 | |
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 69.934.722,29 | 76.362.368,60 | 6.427.646,31 | 9,2 | |
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten | 45.061.638,40 | 30.155.632,21 | -14.906.006,19 | -33,1 |
| 5. | Rechnungsabgrenzungsposten | 2.329.824,83 | 2.145.114,61 | -184.710,22 | -7,9 |
| 6. | Rückstellungen | 91.458.842,24 | 87.250.594,61 | -4.208.247,63 | -4,6 |
| a) Rückstellungen für Abfertigungen | 21.577.359,92 | 22.496.815,66 | 919.455,74 | 4,3 | |
| b) Rückstellungen für Pensionen | 41.033.843,00 | 40.160.970,00 | -872.873,00 | -2,1 | |
| c) Steuerrückstellungen | 2.589.809,98 | 4.680.201,81 | 2.090.391,83 | 80,7 | |
| d) Sonstige | 26.257.829,34 | 19.912.607,14 | -6.345.222,20 | -24,2 | |
| 7. | Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 | ||||
| der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 198.703.017,55 | 158.812.108,63 | -39.890.908,92 | -20,1 | |
| Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3 | |||||
| 8. | der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 23.776.643,84 | 36.968.008,22 | 13.191.364,38 | 55,5 |
| 9. | Gezeichnetes Kapital | 79.279.200,00 | 79.279.200,00 | 0,00 | 0,0 |
| abzüglich Nennbetrag eigener Aktien | -1.189.570,00 | -1.498.416,00 | -308.846,00 | -26,0 | |
| 10. Gebundene Kapitalrücklagen | 194.905.081,55 | 194.948.563,63 | 43.482,08 | 0,0 | |
| 11. Gewinnrücklagen | 219.899.075,37 | 234.372.812,19 | 14.473.736,82 | 6,6 | |
| a) gesetzliche Rücklage | 503.410,04 | 503.410,04 | 0,00 | 0,0 | |
| b) andere Rücklagen | 219.395.665,33 | 233.869.402,15 | 14.473.736,82 | 6,6 | |
| 12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG | 80.800.000,00 | 80.800.000,00 | 0,00 | 0,0 | |
| 13. Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 9.384.972,96 | 9.372.979,71 | -11.993,25 | -0,1 | |
| 7.232.540.708,63 | 7.145.283.408,87 | -87.257.299,76 | -1,2 |
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Eventualverbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung | |||||
| aus der Bestellung von Sicherheiten | 390.763.434,96 | 387.574.472,23 | -3.188.962,73 | -0,8 | |
| 2. | Kreditrisiken | 1.265.003.572,93 | 1.441.750.351,61 | 176.746.778,68 | 14,0 |
| 3. | Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | 116.962.654,05 | 117.777.575,33 | 814.921,28 | 0,7 |
| 4. | Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 | ||||
| der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 693.215.732,52 | 691.253.484,51 | -1.962.248,01 | -0,3 | |
| darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I | |||||
| Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 149.914.466,61 | 133.218.240,65 | -16.696.225,96 | -11,1 | |
| 5. | Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der | ||||
| Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Gesamtrisikobetrag) | 4.782.448.186,11 | 4.781.465.741,94 | -982.444,17 | 0,0 | |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs 1 | |||||
| lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 11,1% | 11,0% | -0,08% | 13,9 | |
| lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 11,4% | 11,7% | 0,27% | 2,4 | |
| lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 14,5% | 14,5% | -0,04% | -0,3 | |
| 6. | Auslandspassiva | 1.503.941.670,47 | 1.289.639.065,10 | -214.302.605,37 | -14,2 |
| in EUR | 2016 | 2017 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Zinsen und ähnliche Erträge | 137.552.542,80 | 130.703.358,20 | -6.849.184,60 | -5,0 |
| darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren | 20.905.472,63 | 17.818.656,99 | -3.086.815,64 | -14,8 | |
| 2. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 33.460.482,98 | 24.614.787,91 | -8.845.695,07 | -26,4 |
| I. | Nettozinsertrag | 104.092.059,82 | 106.088.570,29 | 1.996.510,47 | 1,9 |
| 3. | Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 12.154.063,06 | 10.449.038,69 | -1.705.024,37 | -14,0 |
| a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und | |||||
| nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.535.639,26 | 1.550.465,80 | 14.826,54 | 1,0 | |
| b) Erträge aus Beteiligungen | 7.956.465,97 | 7.093.502,84 | -862.963,13 | -10,8 | |
| c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | 2.661.957,83 | 1.805.070,05 | -856.887,78 | -32,2 | |
| 4. | Provisionserträge | 54.658.807,81 | 56.850.098,42 | 2.191.290,61 | 4,0 |
| 5. | Provisionsaufwendungen | 3.661.105,63 | 3.805.226,62 | 144.120,99 | 3,9 |
| 6. | Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 1.732.563,54 | 1.563.750,42 | -168.813,12 | -9,7 |
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | 4.149.341,31 | 2.402.335,06 | -1.747.006,25 | -42,1 |
| II. | Betriebserträge | 173.125.729,91 | 173.548.566,26 | 422.836,35 | 0,2 |
| 8. | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 98.170.276,95 | 102.317.687,48 | 4.147.410,53 | 4,2 |
| a) Personalaufwand | 61.883.107,86 | 65.193.285,56 | 3.310.177,60 | 5,3 | |
| darunter: | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 45.033.770,58 | 46.114.367,06 | 1.080.596,48 | 2,4 | |
| bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene | |||||
| soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige | |||||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | 11.691.004,42 | 11.829.523,67 | 138.519,25 | 1,2 | |
| cc) sonstiger Sozialaufwand | 1.329.123,36 | 1.306.197,48 | -22.925,88 | -1,7 | |
| dd) Aufwendungen für Altersversorgung und | |||||
| Unterstützung | 4.488.067,07 | 4.433.465,41 | -54.601,66 | -1,2 | |
| ee) Dotierung der Pensionsrückstellung | -2.583.406,42 | -872.873,00 | 1.710.533,42 | 66,2 | |
| ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | |||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 1.924.548,95 | 2.382.604,94 | 458.055,99 | 23,8 | |
| b) Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) | 36.287.168,99 | 37.124.401,92 | 837.232,93 | 2,3 | |
| 9. | Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 | ||||
| enthaltenen Vermögensgegenstände | 3.978.563,60 | 3.899.261,41 | -79.302,19 | -2,0 | |
| 10. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.468.619,36 | 7.289.620,57 | 821.001,21 | 12,7 |
| III. | Betriebsaufwendungen | 108.617.459,91 | 113.506.569,46 | 4.889.109,55 | 4,5 |
| IV. | Betriebsergebnis | 64.508.270,00 | 60.041.996,80 | -4.466.273,20 | -6,9 |
| 11. | Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen | ||||
| zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für | |||||
| Kreditrisiken | -43.781.470,18 | -45.750.659,56 | -1.969.189,38 | 4,5 | |
| 12. | Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf | ||||
| Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual | |||||
| verbindlichkeiten und für Kreditrisiken | 13.484.984,16 | 18.115.781,63 | 4.630.797,47 | 34,3 | |
| 13. | Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanz | ||||
| anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | -2.488.671,91 | -444.314,40 | 2.044.357,51 | 82,1 | |
| 14. | Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die | ||||
| wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteili | |||||
| gungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.383.580,02 | 2.632.457,49 | -2.751.122,53 | -51,1 | |
| V. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 37.106.692,09 | 34.595.261,96 | -2.511.430,13 | -6,8 |
| 2016 | 2017 | ± in EUR | ± in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 37.106.692,09 | 34.595.261,96 | -2.511.430,13 | -6,8 |
| Verschmelzungsgewinn | 3.027.044,65 | 0,00 | -3.027.044,65 | 100,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -4.923.388,77 | 6.560.353,10 | 11.483.741,87 | >100 |
| darunter: latente Steuern | -9.602.042,16 | 2.733.910,93 | 12.335.953,09 | >100 |
| Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | 15.609.437,58 | 2.174.394,90 | -13.435.042,68 | -86,1 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 29.447.687,93 | 25.860.513,96 | -3.587.173,97 | -12,2 |
| Rücklagenbewegung | 20.407.388,45 | 16.907.388,46 | -3.499.999,99 | -17,2 |
| darunter: Dotierung Haftrücklage | 900.000,00 | 0,00 | -900.000,00 -100,0 | |
| Jahresgewinn | 9.040.299,48 | 8.953.125,50 | -87.173,98 | -1,0 |
| Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 344.673,48 | 419.854,21 | 75.180,73 | 21,8 |
| VIII. Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 9.384.972,96 | 9.372.979,71 | -11.993,25 | -0,1 |
Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die bisher angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden wurden bis auf die erstmalige Bilanzierung einer Portfoliowertberichtigung für nicht ausfallsgefährdete Forderungen beibehalten.
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt.
Die Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bildung von Wertberichtigungen erfolgt auf der Grundlage einer internen Richtlinie auf Basis eines standardisierten Prozesses, in Rahmen dessen für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Für signifikante Forderungen wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode) ermittelt. Für nicht signifikante, ausfallsgefährdete Forderungen werden Wertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien gebildet. Vom Bewertungsspielraum gemäß § 57 Abs. 1 BWG wird nicht mehr Gebrauch gemacht. Die bestehende Risikovorsorge gemäß § 57 Abs. 1 BWG wurde im Berichtsjahr mit 12,6 Mio. EUR zur Gänze aufgelöst. Im Gegenzug wurde eine Portfoliowertberichtigung in Höhe von 16,2 Mio. EUR auf Basis statistisch ermittelter Bewertungsfaktoren gebildet. Hierbei werden Verluste erfasst, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Bei der Bewertung von Forderungen gegenüber Risikoländern kommen höhere Abschläge bei den Sicherheiten zum Ansatz.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten.
Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell). Das angewendete Rechenmodell ist zweistufig aufgebaut.
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern wird ein Abschreibungssatz von 25% angewandt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 400,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt.
Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen.
Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 8.368 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.093 Tsd. EUR) enthalten.
Agio und Disagio aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der interne Zinsfuß herangezogen. Im Berichtsjahr wurden fundierte Bankschuldverschreibungen in Höhe von 20 Mio. EUR (Vorjahr: 30 Mio. EUR) begeben.
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (projected unit credit method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG seit dem Geschäftsjahr 2014 die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens ("Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches") vorgenommen. Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Zinssatzes und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2017 wurde der Berechnung ein Zinssatz von 2,91% (Vorjahr: 3,26%) zu Grunde gelegt. Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und dieser mit 2,10% (Vorjahr: 2,06%) errechnet. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden seit dem Jahr 2005 im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.
Im Berichtsjahr wurde 12,8 Mio. EUR zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2017 betrug 37,0 Mio. EUR (Vorjahr: 23,8 Mio. EUR).
Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. Es wird keine Steuerumlage verrechnet, da für beide Gesellschaften Ergebnisabführungsverträge vorliegen.
Im ersten Quartal 2018 führen wir eine Kapitalerhöhung durch, die in einem Verhältnis von 12 : 1 stattfindet. Insgesamt werden 3.303.300 junge Stamm-Stückaktien zu einem Ausgabekurs von 16,70 EUR emittiert. Das Grundkapital soll um 6.606.600,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht werden. Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung bzw. Bestätigung des Jahresabschlusses durch die Abschlussprüfer gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Aktiva | 361.885 | 245.710 |
| Passiva | 273.004 | 214.244 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
| in Tsd. EUR 31.12.2016 |
31.12.2017 |
|---|---|
| bis 3 Monate 1.288.549 |
1.222.977 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 955.322 |
677.795 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.587.129 |
1.998.922 |
| mehr als 5 Jahre 2.386.918 |
2.299.869 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
| bis 3 Monate 825.805 |
701.996 |
|---|---|
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.520.988 |
1.312.571 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 760.735 |
869.260 |
| mehr als 5 Jahre 371.638 |
420.579 |
Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2017 stille Lasten in Höhe von 527 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.050 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.
| in Tsd. EUR | Buchwert | 31.12.2016 Marktwert |
Stille Last | Buchwert | 31.12.2017 Marktwert |
Stille Last |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 27.962 | 27.074 | 888 | 32.904 | 32.459 | 445 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
9.362 | 9.200 | 162 | 24.906 | 24.824 | 82 |
| Aktien und andere nicht festver zinsliche Wertpapiere |
- | - | - | - | - | |
| Summe | 37.324 | 36.274 | 1.050 | 57.810 | 57.283 | 527 |
Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2017 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 23.717).
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | börsenotiert | nicht börsenotiert | börsenotiert | nicht börsenotiert |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 12.873 | 37.241 | 9.962 | 37.676 |
| Beteiligungen | 7. | 88.941 | 15.526 | 99.078 | 16.906 |
Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.
Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 2a. | 28 | - |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 45 | - |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 184 | 238 |
| Summe | 257 | 238 |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 175.284 | 186.341 |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 78.144 | 44.037 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 12.873 | 9.962 |
Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Schuldverschreibungen folgende Werte fällig:
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2. und 5. | 128.281 | 49.691 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 3. | 105.300 | 54.300 |
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 4. | 40 | 40 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 | 3.634 |
In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:
| in Tsd. EUR Verbindlichkeiten |
Vermögensgegenstände | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Mündelgelder gemäß § 230a ABGB | Wertpapiere | 12.955 | 12.955 |
| Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.575 | 1.575 |
| Kaution für Handel an EUREX | Wertpapiere | 550 | 749 |
| Sicherheiten Xetra | Wertpapiere | 1.477 | 1.477 |
| Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 15.000 | 25.000 |
| Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung | Kredite | 300.000 | 300.000 |
| Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 21.748 | 3.036 |
| Margin Finanztermingeschäfte | Cash Collateral | 25.270 | 8.463 |
| Hypothekarischer Deckungsstock | Kredite | 205.072 | 234.348 |
| Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen | Kredite | 12.485 | 11.232 |
| Solidarfond OeKB | Cash Collateral | 25 | 50 |
In den Forderungen an Kreditinstitute sind eigene, nicht börsenotierte Schuldverschreibungen im Nostrobestand in Höhe von 660 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.312 Tsd. EUR) enthalten.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 12. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Steuerverrechnung | 3.597 | 10.665 | |
| Verrechnung mit verbundenen Unternehmen | 2.650 | 4.147 | |
| Sonstige | 8.891 | 5.282 | |
| Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 4.497 | 2.542 | |
| Summe | 19.635 | 22.636 | |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) als Erträge erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
| in Tsd. EUR Pos. Nr. 4. 31.12.2016 |
31.12.2017 |
|---|---|
| Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten 23.629 |
9.275 |
| Verbindlichkeiten Finanzamt 2.007 |
1.972 |
| EU-Quellensteuer 984 |
- |
| KESt-Verbindlichkeiten 1.436 |
2.657 |
| Sozialversicherungsbeiträge 1.438 |
1.481 |
| Verbindlichkeiten Direktion Slowenien 5.099 |
7.201 |
| Verbindlichkeiten Direktion Kroatien 2.265 |
1.345 |
| Sonstige 8.204 |
6.225 |
| Summe 45.062 |
30.156 |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 20,9 Mio. EUR (Vorjahr: 21,4 Mio. EUR) als Aufwendungen erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
| 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| -0,04 | |||||
| 0,99 | |||||
| 0,67 | |||||
| 0,58 | |||||
| 0,75 | |||||
| 0,00 | |||||
| 3,72 | 3,98 | - | 100,00 | 0,34 | 0,26 |
| 3,22 | 3,22 | 100,00 | - | 0,56 | 0,51 |
| 0,04 | 0,04 | 100,00 | 0,00 | -0,01 | |
| 23,20 | 23,59 | 100,00 | - | 0,37 | 0,69 |
| 1.733,30 | 1.837,81 | 14,21 | - | 131,17 | 127,28 |
| 775,46 | 864,64 | 13,59 | - | 27,67 | 23,65 |
| 3,89 | 3,89 | 25,00 | - | 0,00 | 0,00 |
| 3,61 | 3,60 | 30,00 | - | 0,11 | -0,01 |
| 7,67 | 7,76 | - | 30,00 | 0,39 | 0,10 |
| 13,08 | 8,60 | 20,00 | - | 3,81 | 0,03 |
| 0,18 | 0,19 | 99,00 | 1,00 | 0,03 | 0,01 |
| 0,12 | |||||
| 0,12 | 0,13 | 100,00 | - | 0,01 | 0,01 |
| 0,10 | 0,11 | 100,00 | - | 0,01 | 0,01 |
| -0,04 | |||||
| -0,03 | |||||
| 0,28 | |||||
| 2016 18,76 2,03 7,93 3,65 5,20 0,05 1,22 0,65 0,64 0,86 |
Eigenkapital 2017 18,75 2,03 8,60 4,29 5,95 0,05 1,34 0,65 0,64 0,83 |
direkt 100,00 99,75 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 - 30,00 |
Anteil BKS Bank in % indirekt - 0,25 - - - - - - 100,00 - |
Jahresüberschuss bzw. Fehlbetrag 2016 0,17 1,77 0,96 0,70 0,75 0,00 0,78 0,34 0,34 0,31 |
1) Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR.
2) vormals DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H.
Das in der vorigen Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils den Jahresabschlüssen zum 31.12.2017 bzw. 31.12.2016 entnommen.
Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG. Weiters halten wir indirekt 30% am Stammkapital von 4,7 Mio. EUR der Beteiligungsverwaltung GmbH, Linz.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 3. | 17.946 | 3.000 |
| Forderungen an Kunden | 4. | 5.158 | 8.061 |
| Passiva | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1. | 137.647 | 140.122 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 13.582 | 9.166 |
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Forderungen an Kunden | 4. | 356.846 | 378.559 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 | 3.634 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 12. | 2.650 | 4.147 |
| Passiva | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1. | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 20.472 | 13.236 |
| Ergänzungskapital | 7. | 40.000 | 40.000 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | 484 | 221 |
Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt, der VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt, und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 511 Tsd. EUR (Vorjahr: 556 Tsd. EUR ), von der BKS-Leasing GmbH 994 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.770 Tsd. EUR ), von der VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH -37 Tsd. EUR (Vorjahr: 336 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, -13 Tsd. EUR (Vorjahr: -5 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet. Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH und der BKS-Leasing GmbH.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.980 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.980 Tsd. EUR).
| 2017 |
|---|
| 655 |
| 2.492 |
| 320 |
| - |
| 22.979 |
| 417 |
| 28.682 |
| 6.716 |
| 5.129 |
| 5.129 |
| 1.282 |
| 5.433 |
| 371 |
Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 2.734 Tsd. EUR.
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Hartes Kernkapital | 528.522 | 527.019 |
| Zusätzliches Kernkapital | 14.779 | 31.016 |
| Ergänzende Eigenmittel | 149.914 | 133.218 |
Die ergänzenden Eigenmittel betrugen 133,2 Mio. EUR (Vorjahr: 149,9 Mio. EUR). Die Gesamtkapitalrendite verminderte sich leicht auf 0,36% (Vorjahr: 0,41%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR.
Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Stück | in Tsd. EUR | Stück | in Tsd. EUR | |
| Stammaktien | 37.839.600 | 75.679 | 37.839.600 | 75.679 |
| Vorzugsaktien | 1.800.000 | 3.600 | 1.800.000 | 3.600 |
| in Summe | 39.639.600 | 79.279 | 39.639.600 | 79.279 |
Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 757.675 Stück, d. s. 1,91% des Grundkapitals (Vorjahr: 746.281 Stück, d. s. 2,07%).
| Summe Ergänzungskapital | 194.977 | 156.028 | |
|---|---|---|---|
| 3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | - | 2.678 | 10 Jahre |
| 2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 13.027 | 20.000 | 8 Jahre |
| 4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre |
| 4 3/4% Ergänzungskapital-Obligation 2011-2019/3 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
| 6,10% Ergänzungskapital-Obligation 2010/PP | 20.000 | 20.000 | unbegrenzt |
| Stufenzins-Ergänzungskapital Obligation 2010-2020/2 | 16.000 | 16.000 | 10 Jahre |
| 4 3/4% Ergänzungskapital-Obligation 2009-2017/8 | 19.500 | - | 8 Jahre |
| 5% Ergänzungskapital-Obligation 2009-2017/3 | 20.000 | - | 8 Jahre |
| 7,45% Ergänzungskapital-Obligation 2008/PP | 20.000 | 20.000 | unbegrenzt |
| Stufenzins-Ergänzungskapital-Obligation 2008-2020/4 | 15.000 | 15.000 | 12 Jahre |
| 5% Ergänzungskapital-Obligation 2007-2017/3 | 9.100 | - | 10 Jahre |
| Var. Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP | 2.350 | 2.350 | 15 Jahre |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 | Gesamtlaufzeit |
Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 8.960 Tsd. EUR (Vorjahr: 9.742 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2018 werden keine Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 48,6 Mio. EUR).
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Zinssatzverträge | - | 133.788 | 156.000 | |
| OTC-Produkte | - | 133.788 | 156.000 | |
| Zinsswaps | - | 133.788 | 156.000 | |
| – Kauf | - | 66.894 | 78.000 | |
| – Verkauf | - | 66.894 | 78.000 | |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - | |
| – Kauf | - | - | - | |
| – Verkauf | - | - | - | |
| Wechselkursverträge | 1.277.527 | - | - | |
| OTC-Produkte | 1.277.527 | - | - | |
| Devisentermingeschäfte | 538.228 | - | - | |
| – Kauf | 267.980 | - | - | |
| – Verkauf | 270.248 | - | - | |
| Kapitalmarktswaps | 335.557 | - | - | |
| – Kauf | 164.646 | - | - | |
| – Verkauf | 170.911 | - | - | |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 403.742 | - | - | |
| – Kauf | 202.715 | - | - | |
| – Verkauf | 201.027 | - | - | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - | |
| Börsegehandelte Produkte | - | - | - | |
| Aktienoptionen | - | - | - | |
| – Kauf | - | - | - | |
| – Verkauf | - | - | - | |
| Nominalbetrag nach Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Zinssatzverträge | 332 | 13.448 | 1.138 | |
| OTC-Produkte | 332 | 13.448 | 1.138 | |
| Zinsswaps | 120 | - | - | |
| – Kauf | 60 | - | - | |
| – Verkauf | 60 | - | - | |
| Zinssatzoptionen | 212 | 13.448 | 1.138 | |
| – Kauf | 106 | 6.724 | 569 | |
| – Verkauf | 106 | 6.724 | 569 | |
| Wechselkursverträge | - | - | - | |
| OTC-Produkte | - | - | - | |
| Devisenoptionen (Währungsoptionen) | - | - | - | |
| – Kauf | - | - | - | |
| – Verkauf | - | - | - | |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
| 284.142 | 289.788 | 7.870 | 6.687 | 6.821 | 4.991 |
| 284.142 | 289.788 | 7.870 | 6.687 | 6.821 | 4.991 |
| 284.142 | 289.788 | 7.870 | 6.687 | 6.821 | 4.991 |
| 142.071 | 144.894 | - | 71 | 6.821 | 4.991 |
| 142.071 | 144.894 | 7.870 | 6.616 | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| 1.672.477 | 1.277.527 | 4.494 | 2.542 | 23.629 | 9.274 |
| 1.672.477 | 1.277.527 | 4.494 | 2.542 | 23.629 | 9.274 |
| 714.549 | 538.228 | 2.786 | 85 | 858 | 3.176 |
| 358.513 | 267.980 | 2.750 | 12 | 827 | 3.176 |
| 356.036 | 270.248 | 36 | 73 | 31 | - |
| 350.883 | 335.557 | - | 129 | 21.048 | 6.089 |
| 164.646 | 164.646 | - | - | - | - |
| 186.237 | 170.911 | - | 129 | 21.048 | 6.089 |
| 607.045 | 403.742 | 1.708 | 2.328 | 1.723 | 9 |
| 303.314 | 202.715 | 886 | 68 | 5 | - |
| 303.731 | 201.027 | 822 | 2.260 | 1.718 | 9 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
| 17.684 | 14.918 | 10 | 6 | 10 | 6 |
| 17.684 | 14.918 | 10 | 6 | 10 | 6 |
| 600 | 120 | 5 | - | 5 | - |
| 300 | 60 | - | - | 5 | - |
| 300 | 60 | 5 | - | 0 | - |
| 17.084 | 14.798 | 5 | 6 | 5 | 6 |
| 8.542 | 7.399 | 5 | 6 | - | - |
| 8.542 | 7.399 | - | - | 5 | 6 |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
| - | - | - | - | - | - |
Dem Handelsbuch sind jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
In den anderen verbrieften Verbindlichkeiten sind strukturierte Produkte mit eingebetteten Derivaten enthalten. Der Nominalwert der strukturierten Produkte zum Bilanzstichtag betrug 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Die Risiken der eingebetteten Derivate wurden durch entsprechende Sicherungsinstrumente mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Gänze abgesichert.
Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen.
Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch den Grundgeschäften gegenlaufende Zinsswaps. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2017 der Grundgeschäfte nach Abzug des Nominalwertes betrug -2,5 Mio. EUR (Vorjahr: -3,2 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.
Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% - 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2017 gab es keine Drohverlustrückstellung aus der Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehungen.
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Rückstellungen gem. § 14 EStG | 27.187 | 25.840 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 13.847 | 14.321 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 41.034 | 40.161 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Rückstellungen gem. § 14 EStG | 16.602 | 16.812 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 4.974 | 5.685 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 21.576 | 22.497 |
| Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag | 79,0% | 82,4% |
| in Tsd. EUR 31.12.2016 |
31.12.2017 |
|---|---|
| Jubiläumsgelder 5.017 |
4.962 |
| Sterbequartale 3.154 |
3.445 |
| Urlaubsrückstellung 943 |
1.147 |
| Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand 1.469 |
1.569 |
| Zinsen für Stufenzinssparbücher 2.274 |
704 |
| Zinsen für Stufenzinsobligation 2.094 |
1.812 |
| Schadensfälle 1.769 |
880 |
| Abschlagszahlung Stabilitätsabgabe 7.870 |
- |
| Rückstellungen für Beratungs- und Haftungsrisiken 35 |
3.300 |
| Sonstige Rückstellungen 1.633 |
2.094 |
| Summe 26.258 |
19.913 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verzinsliche Wertpapiere | - | - |
| Substanzwerte | - | - |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellungen für Haftungsrisiken | 388.181 | 383.542 |
| Akkreditive | 2.582 | 4.032 |
| Eventualverbindlichkeiten | 390.763 | 387.574 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| nicht ausgenützter Kreditrahmen | 1.255.965 | 1.412.018 |
| Promessen | 9.039 | 14.096 |
| Kreditrisken | 1.265.004 | 1.441.751 |
| 31.12.2017 |
|---|
| 7.107 |
| 36.959 |
| 4.972 |
| 25.768 |
Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.769 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.538 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt.
Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.
| 2016 2017 |
|---|
| 1.172 1.050 |
| 888 955 |
| 697 - |
| 994 25 |
| 398 372 |
| 4.149 2.402 |
| in Tsd. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Negative Ertragszinsen | 4.014 | 5.419 |
| Positive Aufwandszinsen | 5.720 | 6.148 |
Im Nichtverbrauchergeschäft kommt in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (Euribor, Libor) negativ, gilt für die Sollzinsberechnung ein Mindestwert von 0,0%. Im Jahr 2017 kam der Floor bei einem Neufinanzierungsvolumen von 377,2 Mio. EUR (im Vorjahr: 250,8 Mio. EUR) zu tragen.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 10. | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für zur Vermietung bestimmter Realitäten | 207 | 211 | |
| Schadensfälle | 1.895 | 148 | |
| Aufwendungen Einlagensicherungsfonds | 1.921 | 2.043 | |
| Aufwendungen Abwicklungsfonds | 2.206 | 2.297 | |
| Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs- und Haftungsrisiken | - | 2.500 | |
| Sonstige Positionen | 240 | 91 | |
| Summe | 6.469 | 7.290 | |
Im Geschäftsjahr 2017 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 6.311 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.270 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 59 Tsd. EUR (Vorjahr: 72 Tsd. EUR) weiterverrechnet.
| in Tsd. EUR | BKS Bank 2016 | BKS Bank 2017 |
|---|---|---|
| durchschnittliche Anzahl der Angestellten: | ||
| – für die BKS Bank tätige Angestellte | 819 | 819 |
| – in BKS Bank für nahestehende Unternehmen tätig | 81 | 78 |
| – in nahestehenden Unternehmen tätig | 42 | 44 |
| Angestellte des BKS Bank Konzerns | 942 | 941 |
| – aus Konzernsicht sind für nahestehende Unternehmen tätig | 16 | 16 |
| – durchschnittliche Anzahl der Arbeiter/-innen | 56 | 55 |
| Bezüge des Vorstandes | 1.213 | 1.349 |
| Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 940 | 940 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder | 113 | 116 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen |
579 | 497 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Arbeitnehmer | ||
| (auch ehemaliger und ihrer Hinterbliebenen) | 5.721 | 6.204 |
| Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates | 183 | 234 |
| Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates (sofern solche gewährt werden, erfolgen Rückzahlungen und Verzinsung zu marktüblichen |
||
| Bedingungen) | 458 | 424 |
Von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB wird nicht Gebrauch gemacht.
Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2017 auf 1.272 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.223 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 3.148 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.247 Tsd. EUR). Bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder wurden 55 Tsd. EUR aufgelöst. Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind 293 Tsd. EUR Zahlungen (Vorjahr: 274 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.
| in Tsd. EUR | Anschaffungs-/ Herstellungs kosten zum 01.01.2017 |
Zugänge | Abgänge | Anschaffungs-/ Herstellungs kosten zum 31.12.2017 |
Abschreibungen kumuliert 01.01.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 561.717 | 176.661 | 151.727 | 586.651 | 2.430 |
| Forderungen an Kunden | - | - | - | - | - |
| Schuldverschreibungen und andere | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere von anderen | |||||
| Emittenten | 176.019 | 43.546 | 32.369 | 187.196 | 735 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche | |||||
| Wertpapiere | - | - | - | - | - |
| Beteiligungen | 110.122 | 10.638 | - | 120.760 | 5.654 |
| – hiervon an wie assoziiert bewerteten | |||||
| Unternehmen | 3.561 | - | - | 3.561 | - |
| – hiervon übrige | 106.561 | 10.638 | - | 117.199 | 5.654 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 81.187 | - | - | 81.187 | 8.136 |
| Summe Finanzanlagen | 929.045 | 230.845 | 184.096 | 975.794 | 16.955 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 10.382 | 763 | - | 11.145 | 8.765 |
| Sachanlagen | 86.861 | 3.541 | 706 | 89.696 | 54.160 |
| Summe | 1.026.288 | 235.149 | 184.802 | 1.076.635 | 79.880 |
| in Tsd. EUR | Zugänge | Zuschrei bungen |
Abgänge | Abschreibungen kumuliert 31.12.2017 |
Buchwert 31.12.2016 |
Buchwert 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 154 | - | 168 | 2.416 | 559.287 | 584.235 |
| Forderungen an Kunden | - | - | - | - | - | - |
| Schuldverschreibungen und andere fest verzinsliche Wertpapiere von anderen |
||||||
| Emittenten | 123 | - | 3 | 855 | 175.284 | 186.341 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche | ||||||
| Wertpapiere | - | - | - | - | - | - |
| Beteiligungen | 27 | 906 | - | 4.775 | 104.467 | 115.984 |
| – hiervon an wie assoziiert bewerteten Unternehmen |
- | - | - | - | 3.561 | 3.561 |
| – hiervon übrige | 27 | 906 | - | 4.775 | 100.907 | 112.424 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | 1.653 | - | 6.483 | 73.051 | 74.703 |
| Summe Finanzanlagen | 304 | 2.559 | 171 | 14.529 | 912.089 | 961.265 |
| Immaterielle Vermögens-gegenstände | 1.002 | - | - | 9.767 | 1.617 | 1.378 |
| Sachanlagen | 2.880 | - | 500 | 56.540 | 32.701 | 33.156 |
| Summe | 4.186 | 2.559 | 671 | 80.836 | 946.407 | 995.799 |
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer Vst.-Dir. Mag. Wolfgang Mandl
Gerhard Burtscher, Vorsitzender Dr. Franz Gasselsberger, MBA; Stellvertreter des Vorsitzenden Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch Mag. Gregor Hofstätter-Pobst ab 09. Mai 2017 Dr. Reinhard Iro DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak Dkfm. Dr. Heimo Penker Karl Samstag Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik Mag. Klaus Wallner
Mag. Maximilian Medwed Herta Pobaschnig Hanspeter Traar Gertrude Wolf Mag. Ulrike Zambelli
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Das Geschäftsjahr 2017 der BKS Bank AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 9.372.979,71 EUR. Wir beantragen, von dem zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn eine Dividende von 0,23 EUR pro Aktie auszuschütten – dies ergibt bei 39.639.600 Aktien einen Ausschüttungsbetrag von 9.117.108,- EUR – und den unter Beachtung des § 65 Abs. 5 Aktiengesetz verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Der Vorstand
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 82 Abs. 4 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 09. März 2018
Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Backoffice Treasury, Betriebsorganisation, IT und Technischer Dienst sowie 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für das Firmenkundengeschäft, für das Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Treasury und Eigengeschäft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media und Investor Relations, Immobilienangelegenheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen; im Ausland zuständig für Slowenien, Kroatien, Ungarn und die Slowakische Republik
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für das Privatkundengeschäft, das Private Banking und Wertpapiergeschäft, das Depotbankengeschäft sowie für die Kooperation mit Vertriebspartnern; im Ausland zuständig für die Region Italien
BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS
Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der
BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Anhang Punkt II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Risikovorsorge und im Lagebericht (Risikobericht/Unterpunkt Kreditrisiko).
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag in Höhe von TEUR 5.448.957 ausgewiesen. In diesem Betrag sind die Risikovorsorgen schon in Abzug gebracht.
Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob bei Forderungen Wertminderungsereignisse eingetreten und damit Einzelwertberichtigungen zu bilden sind.
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen signifikanter ausfallsgefährdeter Forderungen erfolgt individuell auf Basis einer Einschätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Diese sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst.
Die pauschalen Einzelwertberichtigungen für nicht signifikante ausfallsgefährdete Forderungen und Portfoliowertberichtigungen für Forderungen, bei denen keine Wertminderungsereignisse identifiziert wurden, basieren auf Modellen mit statistischen Annahmen wie beispielsweise Ausfallswahrscheinlichkeit sowie Verlustquote und sind durch den Wert vorhandener Kreditsicherheiten beeinflusst.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass Wertminderungsereignisse rechtzeitig erkannt werden und dass den Ermittlungen der Wertberichtigungen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, die mit Ermessensspielräumen und Schätzunsicherheiten behaftet sind.
Wir haben den Kreditvergabe- und Überwachungsprozess der Bank überprüft. Hierzu haben wir Gespräche mit den zuständigen Mitarbeitern geführt und die internen Richtlinien eingesehen, analysiert und beurteilt, ob diese geeignet sind, die innewohnenden Risiken entsprechend
zu erkennen und daraus adäquate Wertberichtigungen abzuleiten. Wir haben die relevanten Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.
Auf Basis einer Stichprobe aus dem Kredit- und Ausleihungsportefeuille mit signifikanten Einzelkrediten haben wir überprüft, ob Wertminderungsereignisse zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichproben erfolgte hierbei großteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko.
Bei festgestellten Wertminderungsereignissen wurde bei signifikanten Forderungen beurteilt, ob die getroffenen Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und der Sicherheiten angemessen sind.
Für die pauschalen Einzelwertberichtigungen und für die Portfoliowertberichtigungen haben wir das zugrundeliegende Berechnungsmodell beurteilt. Die angewendeten Parameter wurden auf Basis der Ergebnisse aus dem Backtesting dahingehend gewürdigt, ob sie für die Bildung der Vorsorgen auf Portfolioebenen angemessen sind. Ebenso haben wir die zugrundeliegende Datenbasis auf Konsistenz untersucht und die rechnerische Richtigkeit der Wertberichtigung nachvollzogen.
Weiters haben wir in Testfällen die intern durchgeführten Bewertungen von Sicherungsimmobilien überprüft. Zur Unterstützung unseres Kernprüfungsteams haben wir unsere Bewertungsspezialisten hinzugezogen, die für ausgewählte Immobilienschätzgutachten anhand des Vergleichs mit Marktdaten beurteilt haben, ob der Wert in einer angemessenen Bandbreite liegt.
Abschließend wurde beurteilt, ob die Anhangsangaben angemessen sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld, haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 als Bankprüfer gewählt und am 19. Mai 2016 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee, beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991, der erstmalig durch KPMG geprüft wurde, Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christian Grinschgl.
Klagenfurt, am 09. März 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Christian Grinschgl Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
–319–
2017 war für die BKS Bank erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Herausforderungen blieben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hoch, dennoch zeigte die BKS Bank wieder eindrucksvoll, dass es trotz schwierigem Marktumfeld möglich ist, hervorragende Ergebnisse zu erzielen.
Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand und unterstützte diesen bei der Leitung der BKS Bank und der mit ihr verbundenen Unternehmen. In vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen diskutierten und erörterten die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Vorstand die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, die strategische Weiterentwicklung sowie weitere bankrelevante Ereignisse. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand zeitnah und umfassend anhand schriftlicher und mündlicher Berichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Darüber hinaus stand ich zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig mit der Vorstandsvorsitzenden in Kontakt.
Der Aufsichtsrat war somit in alle essentiellen Entscheidungen eingebunden. Dadurch konnten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.
Der Aufsichtsrat bündelt seine Kompetenz in fünf Ausschüssen, in denen ich den Vorsitz ausübe. Im Nachfolgenden darf ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Tätigkeiten des jeweiligen Ausschusses geben.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt und alle ihm laut Gesetz obliegenden Aufgaben erfüllt. Der Arbeitsausschuss fasste 2017 zwei Beschlüsse im Umlaufweg. Über die vom Arbeitsausschuss bewilligten Geschäftsfälle wurde der Aufsichtsrat in der jeweils nächsten Sitzung ausführlich unterrichtet. Der Risiko- und Kreditausschuss hat in seiner Funktion als Risikoausschuss eine Sitzung abgehalten, in der der Leiter der Risikomanagementfunktion über die Risikolage und über die Risikoarten Bericht erstattete. Darüber hinaus bewilligte der Risiko- und Kreditausschuss 51 Kreditanträge im Umlaufweg, die in der jeweils nächsten, auf die Beschlussfassung folgenden Sitzung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht wurden. Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 einmal und erarbeitete u. a. Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Aufsichtsrat. Auch der Vergütungsausschuss hat im Berichtsjahr eine Sitzung abgehalten, in der sich die Ausschussmitglieder mit der Prüfung der Grundsätze der Vergütungspolitik und deren Umsetzung befassten.
Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates, die Kriterien für dessen Unabhängigkeit, seine Arbeitsweise und Entscheidungsbefugnisse werden ausführlich im Corporate Governance Bericht 2017 im Kapitel Vorstand und Aufsichtsrat erläutert.
In der 78. ordentlichen Hauptversammlung am 09. Mai 2017 wurde Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er folgte Herrn Mag. Peter Hofbauer nach, der sein Mandat bereits am 30. September 2016 zurückgelegt hat. Herr Mag. Hofstätter-Pobst ist Chief Financial Officer (CFO) in der UniCredit Bank Austria und verfügt über ausgezeichnete Fach- und Branchenkenntnisse. Ich freue mich sehr, dass wir einen erfahrenen Bankmanager als Aufsichtsratsmitglied gewinnen konnten.
Frau Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch und Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, die per Los aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, wurden auf die satzungsmäßige Höchstdauer wiedergewählt. Alle neu- und wiedergewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sich als unabhängig deklariert, die entsprechenden Erklärungen gemäß § 87 Abs. 2 AktG sind auf www.bks.at veröffentlicht.
In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde ich einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Dr. Franz Gasselsberger zu meinem Stellvertreter gewählt. Die Mitglieder der Ausschüsse wurden ebenfalls bestellt.
Die Anwesenheitsrate der Kapital- und Arbeitnehmervertreter in den vier Aufsichtsratssitzungen betrug rund 88 %. Herr Samstag konnte an zwei Sitzungen des Plenums nicht teilnehmen. Frau DI Fromme-Knoch, Herr DDipl.-Ing. Dr. mont. Josef Korak, Herr Mag. Klaus Wallner, Herr Mag. Gregor Hofstätter-Pobst und Frau Gertrude Wolf blieben jeweils einer Sitzung entschuldigt fern.
Der Aufsichtsrat der BKS Bank umfasst nach der Wahl von Mag. Gregor Hofstätter-Pobst wieder 15 Mitglieder, darunter fünf Frauen. Ich bin sehr stolz darauf, dass es gelungen ist, qualifizierte Frauen in den Aufsichtsrat der BKS Bank zu holen. Die im § 86 Abs 7 AktG normierte 30 %-Quote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat, die zwar erst ab Jänner 2018 auf Wahlen und Entsendungen in den Aufsichtsrat anzuwenden ist, erfüllten wir bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Mindestanteil ist vom Aufsichtsrat insgesamt zu erfüllen, das heißt, dass Kapitalvertreter und Arbeitnehmervertreter bei der Berechnung der Mindestanteile zusammengezählt werden. Dieser Zusammenrechnung kann bis spätestens sechs Wochen vor der Wahl oder Entsendung gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates widersprochen werden. Die Kapitalvertreter und die Arbeitnehmervertreter des BKS Bank Aufsichtsrates haben einen Verzicht auf das Widerspruchsrecht vereinbart.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrates achtet insbesondere der Nominierungsausschuss darauf, allen Aspekten der Diversität wie Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund sowie Internationalität zu entsprechen. Die Kapitalvertreter des BKS Bank Aufsichtsrates sind durch die Bank erfahrene Führungspersönlichkeiten aus der Industrie, der Finanzbranche und dem öffentlichen Sektor, die mit Sorgfalt und unternehmerischem Weitblick die Geschicke der BKS Bank mitgestalten.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und Lagebericht 2017 der BKS Bank AG wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Klagenfurt, geprüft. Die Prüfung hat den gesetzlichen Vorschriften entsprochen und zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer bescheinigte dies ohne Einwand in einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Sämtliche Unterlagen der Abschlussprüfung, der Gewinnverteilungsvorschlag und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss eingehend geprüft und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärte sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einverstanden und stellte den Jahresabschluss 2017 der Gesellschaft somit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz fest.
Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2017 eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an.
Im Namen des Aufsichtsrates danke ich dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BKS Bank für ihr persönliches Engagement.
Klagenfurt am Wörthersee, im März 2018
Gerhard Burtscher Aufsichtsratsvorsitzender
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| DVR: 0063703 | |
| UID: ATU25231503 | |
| FN: 91810s | |
| Internet: www.bks.at | |
| E-Mail: [email protected], [email protected] | |
| Redaktion: | BKS Bank AG, Vorstandsbüro |
| Idee, Konzept und Layout: | gantnerundenzi.at |
| Fotos: | Gernot Gleiss, Thomas Schrott (nur Seite 79) |
| Grafik: | boss grafik, Sigrid Bostjancic |
| Lektorat: | Mag. Andreas Hartl |
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