Annual Report (ESEF) • Apr 4, 2024
Preview not available for this file type.
Download Source FileMinimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Alle Geschlechter werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.
Die US-Wirtschaft überraschte positiv. Analysten hatten erwartet, dass das Wachstum im vierten Quartal 2023 von 4,9% auf 2,0% zurückgehen würde. Die US-Wirtschaft zeigte sich jedoch widerstandsfähig und wuchs um 3,3%. Dieses Wachstum wurde durch den Konsum der privaten Haushalte getragen, der anscheinend weniger stark unter den hohen Zinssätzen litt als befürchtet. Mit einer Wachstumsrate in Höhe von 5,2% wuchs die chinesische Wirtschaft etwas schwächer als erwartet. Die Immobilienkrise verschärfte sich weiter und die Binnennachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück. Zudem schrumpfte die Bevölkerung Chinas zum zweiten Mal in Folge, eine direkte Folge der jahrzehntelangen Ein-Kind-Politik. Das Wachstum in der Eurozone stagnierte im vierten Quartal 2023. Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von 0,5% erwartet. Zu den Ländern mit der stärksten Wachstumsdynamik gehörten Spanien mit 0,6%, Portugal mit 0,8% sowie Italien und Österreich, die jeweils ein Wachstum von 0,2% verzeichneten. Während die Wirtschaft in Frankreich stagnierte, erlebte Deutschland einen Rückgang um 0,3%. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird, wobei die südeuropäischen Volkswirtschaften weiterhin vom stabilen Tourismussektor profitieren sollten. Im Gegensatz dazu kämpfen Industrienationen wie Deutschland und Österreich mit einer schlechten Industriestimmung und hohen Zinssätzen, die sowohl Investitionen als auch den Konsum bremsen. Österreich profitiert von den verbesserten Wachstumsaussichten seiner östlichen Nachbarländer, die in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich deutlich über dem EU-Durchschnitt wachsen werden.
Obwohl die Inflationsraten im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen, blieben sie auf hohem Niveau. Im Durchschnitt erreichte die Inflation in der Eurozone 5,4%. In Österreich sank die Rate im Vergleich zu 2022 nur um 0,8 Prozentpunkte und lag im Durchschnitt bei 7,8%, was deutlich über der Durchschnittsrate der Euro-Länder liegt.
Im Jahr 2023 setzten die Zentralbanken ihre Zinserhöhungen fort. Die US-Notenbank Federal Reserve erhöhte den Leitzins viermal, zuletzt im Juli 2023, auf ein Niveau zwischen 5,25% und 5,5%. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte den Leitzins insgesamt sechsmal, wobei der Hauptrefinanzierungssatz seit September 2023 bei 4,5% liegt. Es wird erwartet, dass der Zinshöhepunkt nun erreicht ist und die Leitzinsen im Jahr 2024 sinken werden. Dies wurde sowohl von der US-Notenbank als auch von der EZB kommuniziert. Allerdings sind die Zentralbanker hinsichtlich der Höhe und des Tempos der Zinssenkungen vorsichtiger als von Marktteilnehmern erwartet. Christine Lagarde, Notenbankpräsidentin der EZB, ließ zuletzt verlautbaren, dass sie erste EZB-Zinssenkungen im Sommer 2024 für wahrscheinlich hält. Sie wies allerdings auch darauf hin, dass mögliche Zinssenkungen datenabhängig sind und dass es ein gewisses Maß an Unsicherheit gibt. Auch andere Währungshüter sind im Moment dabei, die Erwartungen auf eine baldige Lockerung der Notenbankpolitik zu dämpfen. Die Notenbanken, insbesondere ihre Rhetorik, werden uns somit auch im Jahr 2024 weiter beschäftigen.
Das Jahr 2023 war aus Anlegersicht ein sehr erfolgreiches. Sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte konnten deutlich zulegen. Die Erholung der Anleihemärkte ließ länger auf sich warten, gegen Jahresende gab es aber deutliche Zuwächse. Im Detail verzeichneten US-Aktien, gemessen am S&P 500 und bewertet in USD, eine beeindruckende Wertsteigerung von 26,3%. Besonders hervorzuheben ist dabei die Rolle der sogenannten „Magnificent 7“ – Apple, Meta, Microsoft, Nvidia, Amazon, Tesla und Google –, die maßgeblich zur Aufwärtsbewegung der amerikanischen Indizes beitrugen. Europäische Aktien, repräsentiert durch den Stoxx 600, folgten mit einem soliden Plus von 16,8%. Der österreichische Aktienmarkt zeigte ebenfalls eine starke Performance: Der Aktienindex ATX legte 2023 um 9,9% zu. Der ATX Total Return, in dem Dividenden mitberücksichtigt werden, kam sogar auf ein Plus von 15,4%. Der japanische Aktien-Index Topix glänzte mit einem Zuwachs von rund 28,3%, gemessen in Yen. Für Anleiheinvestoren war 2023 ebenfalls ein ertragreiches Jahr. Euro-Staatsanleihen erzielten ein Plus von rund 7,1%, während Euro-Unternehmensanleihen sogar um 8,2% zulegten. Hochzinsanleihen und globale Wandelanleihen zählten mit Zuwächsen von rund 11,8% bzw. 9,6% zu den Spitzenreitern. Gold verzeichnete ein außerordentlich gutes Jahr und erreichte mit einem Anstieg von rund 13,1%, bewertet in USD, ein neues Rekordhoch. Im Gegensatz dazu standen die Rohstoffmärkte, insbesondere die Energierohstoffe, unter Druck. Der Preis für Brent-Öl sank infolge wirtschaftlicher Unsicherheiten im Laufe des Jahres um etwa 10,3%. Aus der Inflationsperspektive aber eine durchaus erfreuliche Entwicklung.
| Performance europäischer Aktienindizes |
|---|
Der österreichische Immobilienmarkt war 2023 geprägt von Zurückhaltung. Geopolitische Unsicherheiten, herausfordernde volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und die restriktive KIM-VO sorgten für Rückgänge bei Immobilien- finanzierung und -käufen. Das Jahr 2023 stellte den österreichischen Immobilienmarkt vor erhebliche Herausforderungen. Hohe Inflationsraten, restriktive Kriterien bei der Kreditvergabe durch die KIM-VO sowie hohe Energie- und Materialkosten: Eine Kombination aus verschiedenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgte für Verunsicherung und Zurückhaltung. Dies führte im Berichtsjahr – zum ersten Mal, nach zehn Jahren des kontinuierlichen Wachstums – zu einem Rückgang bei Immobilientransaktionen und -preisen in Österreich.
Ein wesentlicher Faktor, der den Markt belastete, waren die stark gestiegenen Baukosten.
| 2023-12-31 | 2022-12-31 | |
|---|---|---|
| ifrs-full:IssuedCapitalMember | ||
| ifrs-full:SharePremiumMember | ||
| ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember | ||
| ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember | ||
| ifrs-full:OtherReservesMember | ||
| ifrs-full:RetainedEarningsMember | ||
| ifrs-full:OtherEquityInterestMember |
| 2023-01-01 | 2023-12-31 | |
|---|---|---|
| ifrs-full:RetainedEarningsMember | ||
| ifrs-full:OtherReservesMember | ||
| ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember | ||
| ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember | ||
| ifrs-full:IssuedCapitalMember | ||
| ifrs-full:SharePremiumMember |
| 2023-12-31 | |
|---|---|
| ifrs-full:IssuedCapitalMember | |
| ifrs-full:SharePremiumMember | |
| ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember | |
| ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember | |
| ifrs-full:OtherReservesMember | |
| ifrs-full:RetainedEarningsMember | |
| ifrs-full:OtherEquityInterestMember |
| 2021-12-31 | |
|---|---|
| ifrs-full:IssuedCapitalMember | |
| ifrs-full:SharePremiumMember | |
| ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember | |
| ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember | |
| ifrs-full:OtherReservesMember | |
| ifrs-full:RetainedEarningsMember | |
| ifrs-full:OtherEquityInterestMember |
| 2021-12-31 | 2022-01-01 | 2022-12-31 | |
|---|---|---|---|
| ifrs-full:RetainedEarningsMember | |||
| ifrs-full:OtherReservesMember | |||
| ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember | |||
| ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember |
Laut Österreichischer Nationalbank (OeNB) war im Berichtsjahr das Auslaufen eines ausgeprägten Wohnbauzyklus in Österreich zu beobachten. Für 2023 wird ein Rückgang der Wohnbauinvestitionen um 8,4% prognostiziert¹. Ein weiterer Rückgang von 4,5% wird für 2024 erwartet, erst in den folgenden Jahren rechnet man wieder mit steigenden Investitionen. Das Volumen der neu vergebenen Wohnbaukredite ist dementsprechend seit dem dritten Quartal 2022 rückläufig: Im März 2023 lag dieses laut OeNB um 62% unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Um die BKS Bank mit den besten Köpfen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, betreiben wir eine aktive Nachfolgeplanung. Unterstützt wird diese durch gezielte Förder- und Entwicklungsprogramme, bei denen wir großen Wert auf Chancengleichheit legen.
Gleichberechtigung und Frauenfördermaßnahmen sind zentrale Anliegen der Personalentwicklung. In der Nachhaltigkeitsstrategie haben wir bereits vor Jahren festgelegt, den Anteil an Frauen unter den Führungskräften bis 2025 auf 35% zu erhöhen. Diesen Zielwert übertreffen wir bereits seit dem Jahr 2021. Im Berichtsjahr belief sich der Anteil an weiblichen Führungskräften auf 36,4%. In absoluten Zahlen bedeutet dies, von 176 Personen, die Ende 2023 als Führungskräfte in der BKS Bank tätig waren, sind 64 weiblich. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben unsere Investitionen in eine wirksame Frauenförderung. So absolvierten bislang 86 Mitarbeiterinnen das Frauenkarriereprogramm. 2022 wurde es erstmals als internationales Programm organisiert. Am „BKS Bank International Women's Career Program“, das bis Mai 2023 lief, nahmen 14 Mitarbeiterinnen aus der Slowakei, Slowenien, Kroatien und Österreich teil. Viele unserer Führungskräfte sind bereits seit Jahren Teil unseres Teams, was sich in einer ausgewogenen Altersstruktur widerspiegelt: 55% von ihnen sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, während 45% über 50 Jahre alt sind. Insbesondere bei der Hälfte unserer über 50-Jährigen, die das 55. Lebensjahr bereits erreicht haben, gehen wir den Generationenwechsel strategisch und zielgerichtet an.
Wir haben 2023 wichtige Weichenstellungen vorgenommen und unser Vorstandsteam um zwei Personen erweitert. Den Anfang machte Dietmar Boeckmann, der seit Juni den Bereich IT und Digitalisierung verantwortet. Als Experte auf diesem Gebiet ist er federführend für die Umsetzung innovativer Technologien und digitaler Strategien in unserem Haus verantwortlich. Claudia Höller ist seit September für das Risikomanagement der BKS Bank zuständig. Sie folgte Dieter Kraßnitzer als CRO nach, dessen Vorstandsmandat Ende August endete. Mit ihrer langjährigen Erfahrung wird unser effektives Risikomanagement erfolgreich weitergeführt. Finanzielle Risiken zu minimieren und langfristige Stabilität zu sichern, gehört zu den wesentlichsten Merkmalen unserer Geschäftstätigkeit. Im April 2023 haben wir unsere Leasinggesellschaft in Serbien eröffnet. Wir freuen uns, dass unser motiviertes Team rund um die Geschäftsführer Nada Jovanović und Marko Mijatović bereits erfolgreich am Markt Fuß fassen konnte. In den Direktionen gab es ebenfalls Änderungen in den Führungsteams: Seit August agiert in unserer bedeutendsten Auslandsdirektion, Slowenien, auch Jana Benčina Henigman als Direktionsleiterin. In der Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland wurde Peter Angerer als zweiter Direktionsleiter bestellt. Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurden Ivana Biga, Leiterin der Direktion Kroatien, und Christian Derler, Leiter der Abteilung „Veranlagen und Vorsorgen“, zu Prokuristen ernannt.
Im Berichtsjahr fanden wieder zahlreiche Fit & Proper-Ausbildungen statt, um die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicherzustellen. Das Spektrum an Themen reichte von Internal Governance über DORA und KIM-VO bis hin zu Geldwäschereiprävention und den Themenschwerpunkten der Aufsichtsbehörden. Auch ESG und Sustainable Finance standen auf der Agenda.
Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der Wiener Börse. Das Grundkapital der BKS Bank beträgt 91.611.520 Euro und ist in 45.805.760 Stamm-Stückaktien eingeteilt.
Am 31. Dezember 2023 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 18,12% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2023 17,87% der Stimmrechte. Die G3B Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2023 7,44% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner, einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 43,43%. Der Bestand eigener Aktien belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 252.875 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 0,6%.
Im Mai 2023 haben wir erfolgreich eine Kapitalerhöhung durchgeführt. 2.862.860 Stück neue Aktien, mit einem Bezugspreis von 13,2 EUR pro Stück, wurden erfolgreich am Markt platziert. Gezeichnet werden konnten die Aktien in Österreich, Slowenien und Kroatien. Der Bruttoemissionserlös betrug rund 38 Mio. EUR.
| Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 42.942.900 | 45.805.760 |
| ISIN | AT0000624705 | AT0000624705 |
| Höchstkurs Stammaktie in EUR | 15,9 | 16,6 |
| Tiefstkurs Stammaktie in EUR | 13,2 | 12,5 |
| Schlusskurs Stammaktie in EUR | 14,0 | 16,3 |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 601,2 | 746,6 |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,4 | 4,0 |
| Dividende pro Stamm-Stückaktie | 0,25 | 0,351) |
| KGV Stammaktie | 9,7 | 4,1 |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 1,8 | 2,1 |
1) Vorschlag an die 85. ordentliche Hauptversammlung am 08. Mai 2024
Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgeführt: Am 22. Mai 2023 wurden 6.265 Stück Aktien im Gegenwert von 14 EUR je Aktie für den Anteil der variablen Bezüge des Vorstandes gemäß Vergütungsrichtlinie zugeteilt. Per Jahresende 2023 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 102.798 Stück.
Die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben ihre im Jahr 2021 eingebrachte Feststellungs- und Unterlassungsklage in Bezug auf frühere und künftige Kapitalerhöhungen im September 2023 zurückgezogen, nachdem der OGH in einem Parallelverfahren der BTV vollständig Recht gegeben hatte. In erster Instanz zur Gänze im Sinne der BKS Bank entschieden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch das Nachprüfungsverfahren vor der Übernahmekommission, das die genannten Minderheitsaktionäre angestrengt hatten, und das nun aufgrund deren Berufung dem OLG Wien vorliegt. Das im Juni 2020 von den genannten Minderheitsaktionärinnen eingeleitete Verfahren auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29.# Märkte und Zielgruppen
1922 wurde die Kärntner Kredit- und Wechsel-Bank in Klagenfurt gegründet und damit der Grundstein für die heutige BKS Bank gelegt. Mit Mut, Weitsicht und der Überzeugung, dass Wachstum aus eigener Kraft erfolgen soll, hat sich die Bank zu einem international agierenden Kreditinstitut mit Niederlassungen in fünf Ländern entwickelt. Im Jahr 2023 haben wir unser Marktgebiet durch die Gründung einer Leasinggesellschaft in Serbien weiter ausgebaut.
| Bank | Anzahl Filialen | Anzahl Mitarbeitende |
|---|---|---|
| Österreich | 49 | 729,1 |
| Kärnten inkl. Corporate Banking | 20 | 595,7 |
| Steiermark | 12 | 55,9 |
| Wien-Niederösterreich-Burgenland | 17 | 77,5 |
| Auslandsmärkte | 15 | 228,6 |
| Slowenien | 8 | 131,6 |
| Kroatien | 4 | 67,0 |
| Slowakei | 3 | 30,0 |
| Barwertvolumen in Tsd. EUR | Anzahl Mitarbeitende | |
|---|---|---|
| BKS Leasing GmbH | 308.267 | 9,8 |
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 176.165 | 18,9 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 116.290 | 15,0 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 52.544 | 14,5 |
| BKS-Leasing d.o.o., Beograd | 6.123 | 5,0 |
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten; der Hauptsitz befindet sich bis heute in Klagenfurt. Bis 1983 waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig, dann wagten wir uns mit der Gründung einer Filiale in Graz erstmals über die Landesgrenzen hinaus. Sieben Jahre später wurde die Filiale in Wien eröffnet. Durch die Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ wurde die Süd-Ost-Achse im Jahr 2003 weiter gestärkt. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen.
Unsere internationale Expansion begann in den 1990er-Jahren mit dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien. 2004 nahm die erste Auslandsfiliale der BKS Bank in Laibach ihren Betrieb auf. Seither hat sich Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt entwickelt. Durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik konnten wir unter anderem die Marktführerschaft im Wertpapiergeschäft erlangen. Auch unsere Leasinggesellschaft behauptet sich sehr gut am Markt.
Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Der nächste Schritt war die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft BKS-leasing Croatia d.o.o. Im Jahr 2007 folgte die Übernahme der Kvarner banka d.d. mit Sitz in Rijeka. Seitdem haben wir das Filialnetz auf vier Standorte erweitert. Mit 01. Jänner 2023 trat Kroatien als 20. EU-Land der Eurozone bei. Mit dem Beitritt zur Eurozone war die Ablöse der kroatischen Kuna durch den Euro verbunden. Die Direktion Kroatien hat gemeinsam mit der Zentrale und der 3 Banken IT GmbH die Euro-Umstellung ein Jahr lang vorbereitet und erfolgreich vollzogen.
Seit der Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft sind wir auf einem dritten Auslandsmarkt aktiv: der Slowakei. Dies erfolgte im Jahr 2007. Vier Jahre später wurde die erste Bankniederlassung in der Slowakei gegründet. Sowohl Bank als auch Leasinggesellschaft haben ihren Sitz in Bratislava. Zwei weitere Bankfilialen und Leasingstandorte betreiben wir in Banská Bystrica und in Žilina.
2023 haben wir unsere kontinuierliche internationale Expansion fortgesetzt, indem wir eine Leasinggesellschaft in Serbien mit Sitz in Belgrad gegründet haben. Wir sehen im serbischen Markt großes Wachstumspotential, sind uns aber auch der Risiken auf diesem Markt bewusst.
Wir haben auch Kunden, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, wie beispielsweise in Italien, Ungarn oder Deutschland. Sie werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien verfügen wir über eine Repräsentanz.
Unser umfangreiches Angebot an Produkten und Dienstleistungen richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen. Im Bereich der Firmenkunden sind wir seit unserer Gründung besonders in der Industrie und im Gewerbe etabliert. Zudem unterstützen wir eine Vielzahl gemeinnütziger Wohnbaugesellschaften und Bauträger. In jüngerer Zeit haben wir unsere Zusammenarbeit mit Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen intensiviert. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner.
Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe. Ein Highlight in unserem Privatkundengeschäft war die Einführung von BKS Bank Connect, unserer digitalen Bank, die Kunden unsere Produkte online zur Verfügung stellt – von Konten und Wohnraumfinanzierungen bis hin zu Fondssparplänen und Wertpapiergeschäften. Im Unterschied zu reinen Online-Banken profitieren unsere Kunden bei BKS Bank Connect zusätzlich von der Expertise unserer Berater. Parallel dazu modernisieren wir unsere Filialen, um die Vorteile der digitalen Verfügbarkeit mit erstklassigen Beratungsleistungen zu vereinen. Uns ist es wichtig, über alle Kommunikationskanäle hinweg wertschätzend aufzutreten und individuell zugeschnittene Lösungen anzubieten. Die BKS Bank lebt persönliche und digitale Nähe.
Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 16 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Der Konsolidierungskreis wurde um die neu gegründete BKS Leasing d.o.o. Beograd erweitert. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsvorschriften dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind. Verbundene und assoziierte Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen.
| Gesellschaften | Kredit- und Finanzinstitute | Vollkonsolidierung | at Equity-Bilanzierung | quotale Konsolidierung |
|---|---|---|---|---|
| BKS Bank AG, Klagenfurt | ü | |||
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | ü | ||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | ü | ü | ||
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | ü | ü | ||
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | ü | ü | ||
| BKS Leasing d.o.o. Beograd | ü | ü | ||
| Oberbank AG, Linz | ü | ü | ||
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | ü | ü | ||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | ü | ü | ||
| Sonstige konsolidierte Unternehmen | ||||
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | |||
| Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt | ü | |||
| IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt | ü | |||
| BKS Service GmbH, Klagenfurt | ü | |||
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | |||
| E 2000 Liegenschaftsverwertung GmbH | ü | |||
| BKS 2000 – Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt | ü |
Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich verändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2023 an der Oberbank AG 14,15% direkt und inkl. Unterordnungssyndikat mit Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft m.b.H.# Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der BKS Bank belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 10,7 Mrd. EUR und legte im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% zu. Die Kundenforderungen erhöhten sich um 3,3% auf 7,4 Mrd. EUR, während die Primäreinlagen mit 7,8 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau blieben.
Das Jahr 2023 begann mit hohen Erwartungen an eine weltweite wirtschaftliche Erholung. Das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine und die Eskalation des Nahostkonflikts trübten jedoch die globale Stimmung. Hinzu kamen weiterhin hohe Inflationsraten, die Verbrauchern und Unternehmen zu schaffen machten und die Kaufkraft deutlich einschränkten. Gegen Jahresende nahmen Zuversicht und Optimismus wieder zu, was sich unter anderem an der steigenden Nachfrage nach Krediten im vierten Quartal 2023 zeigte.
Konzernweit wurden im Berichtsjahr 1,5 Mrd. EUR an neuen Finanzierungen vergeben. 90,9% davon wurden Firmenkunden gewährt. Gering war die Nachfrage im Privatkundenbereich: An diese Zielgruppe gingen lediglich 9% der Neufinanzierungen. 2022 wurden noch rund 14% an Privatkunden vergeben, im Jahr 2021 waren es sogar 15,1%. Etwa ein Fünftel der Neufinanzierungen wurde auf unseren Auslandsmärkten vergeben.
Im Privatkundensegment gab es einen massiven Rückgang bei den Wohnbaufinanzierungen. Dafür verantwortlich war – neben Inflation und Teuerungswellen – die Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung, kurz KIM-VO. Die Vergabe von Immobilienfinanzierungen wurde durch diese streng reglementiert. Potenziellen Häuslbauern wurde damit der Zugang zu Wohnbaukrediten erheblich erschwert. Auch in Slowenien verzeichneten wir Rückgänge bei der Vergabe von Wohnbaukrediten im Vergleich zu den Vorjahren, wobei hier der Konditionenwettbewerb eine entscheidende Rolle spielte. Konzernweit ging das Volumen an neu vergebenen Wohnbaukrediten um 47,7% zurück.
Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 7,4 Mrd. EUR, was einem Kreditwachstum von 3,3% entspricht. In der Bilanzposition „Forderungen an Kunden“ sind sowohl die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG als auch die Leasingforderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.
Zum Jahresende 2023 erreichten die Forderungen an Kreditinstitute einen Stand von 186,8 Mio. EUR. Wir legen auch im Interbankengeschäft großen Wert darauf, ausschließlich mit Bankpartnern zusammenzuarbeiten, die über erstklassige Ratings (AA bis A3) verfügen und vorzugsweise in der DACH-Region ansässig sind.
Die Trendwende in der Zinspolitik spiegelt sich auch in der Entwicklung der Barreserve wider, die sich aus den Kassenbeständen und den Guthaben bei den Zentralnotenbanken zusammensetzt. Im Vergleich zum Vorjahresende verzeichnete die Barreserve einen Rückgang von 264,6 Mio. EUR und belief sich zum Jahresultimo auf 584,5 Mio. EUR.
Die Barreserve ist ein wesentlicher Bestandteil der Counterbalancing Capacity (CBC), die die Fähigkeit eines Kreditinstitutes misst, ausreichend Liquidität auch über einen längerfristigen Horizont generieren zu können. Zum 31. Dezember 2023 betrug die CBC 1,9 Mrd. EUR, was als hervorragender Wert zu betrachten ist.
Die Quote der Non-performing Loans stieg von 2,1% auf 2,9%, was auf die schwächere wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen ist. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Trotz des Anstiegs liegen wir mit dieser NPL-Quote – im Branchenvergleich – auf einem guten Niveau. Alle im EBA Risk Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als sehr guter Wert.
In unserem Kreditportfolio gibt es nur mehr einen sehr geringen Anteil an Fremdwährungskrediten. Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir die Forderungen in Schweizer Franken kontinuierlich abgebaut. Zum 31. Dezember 2023 betrug das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite lediglich 66,5 Mio. EUR, dementsprechend gering fiel die Fremdwährungsquote mit 0,9% aus.
Leasingfinanzierungen sind eine attraktive Alternative zum klassischen Kredit und erfreuen sich sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten großer Beliebtheit für die Anschaffung von Fahrzeugen, Immobilien und Maschinen. Im Berichtsjahr vergab unsere österreichische Leasinggesellschaft neue Finanzierungen in Höhe von 113,3 Mio. EUR.
Kredit- und Finanzinstitute
| Unternehmenszweck | Firmensitz | Gründungsjahr | Bilanzsumme | Anzahl Geschäftsstellen | Anzahl Mitarbeitende in Personaljahren (PJ) |
| --------------------------------------------------------- | ------------ | ------------- | ----------- | --------------------- | ------------------------------------------ |
| Kreditinstitut | Klagenfurt | 1922 | 9,8 Mrd. EUR | 64 | 957,6 |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | Klagenfurt | 1989 | | | 9,8 |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | Ljubljana | 1998 | | | 18,9 |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | Zagreb | 2002 | | | 15 |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | Bratislava | 2007 | | | 14,5 |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz- und Mobilienleasing | Belgrad | 2023 | | | 5,0 |
| Kreditinstitut | Linz | 1869 | 26,7 Mrd. EUR | 178 | 2.142 |
| Kreditinstitut | Innsbruck | 1904 | 13,2 Mrd. EUR | 35 | 821 |
BKS Bank AG
| Unternehmenszweck | Firmensitz | Gründungsjahr | Bilanzsumme zum 30.09.2023 | Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2023 | Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende zum 30.09.2023 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditinstitut | Klagenfurt | 1922 | 9,8 Mrd. EUR | 64 | 957,6 |
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H.
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr | Leasingvolumen (Barwert) | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| --------------------------------------------------------- | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- | ------------------------ | ------------------------- |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | 99,75% direkt, 0,25% indirekt | Klagenfurt | 40,0 Tsd. EUR | 1989 | 308,3 Mio. EUR | 9,8 |
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Erwerbsjahr | Leasing- und Kreditvolumen | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| --------------------------------------------------------- | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ----------- | ------------------------ | ------------------------- |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | 100% | Ljubljana | 260 Tsd. EUR | 1998 | 176,6 Mio. EUR | 18,9 |
BKS-leasing Croatia d.o.o.
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr | Leasingvolumen (Barwert) | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| --------------------------------------------------------- | ------------------------------ | ---------- | ------------ | ------------- | ------------------------ | ------------------------- |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | 100% | Zagreb | 1,2 Mio. EUR | 2002 | 116,3 Mio. EUR | 15 |
BKS-Leasing s.r.o.
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr | Leasing- und Kreditvolumen | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| --------------------------------------------------------- | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- | ------------------------ | ------------------------- |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing | 100% | Bratislava | 15,0 Mio. EUR | 2007 | 88,0 Mio. EUR | 14,5 |
BKS Leasing d.o.o. Beograd
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr | Leasingvolumen (Barwert) | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| ------------------------------------------------ | ------------------------------ | ---------- | ------------ | ------------- | ------------------------ | ------------------------- |
| Vertrieb und Verwaltung von Kfz- und Mobilienleasing | 100% | Belgrad | 1,0 Mio. EUR | 2023 | 6,1 Mio. EUR | 5,0 |
Oberbank AG
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Gründungsjahr | Bilanzsumme zum 30.09.2023 | Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2023 | Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende zum 30.09.2023 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditinstitut | 14,15% | Linz | 1869 | 26,7 Mrd. EUR | 178 | 2.142 |
Bank für Tirol und Vorarlberg AG
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Gründungsjahr | Bilanzsumme zum 30.09.2023 | Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2023 | Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende zum 30.09.2023 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kreditinstitut | 12,83% | Innsbruck | 1904 | 13,2 Mrd. EUR | 35 | 821 |
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H.
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Stammkapital | Firmensitz | Gründungsjahr |
| ---------------------------------- | ------------------------------ | ------------ | ---------- | ------------- |
| Absicherung von Großkreditrisiken | 25% | 10,0 Mio. EUR | Linz | 1984 |
BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H.
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr |
| ------------------------------------ | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- |
| Immobilienerrichtung und -verwaltung | 100% indirekt | Klagenfurt | 36,4 Tsd. EUR | 1990 |
Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Kommanditeinlage | Gründungsjahr |
| -------------------------------------------------- | ------------------------------ | ------------ | -------------- | ------------- |
| Erwerb, Errichtung, Vermietung und Verpachtung von Immobilien | 100% Kommanditist1) | Klagenfurt | 750 Tsd. EUR | 1988 |
IEV Immobilien GmbH
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr |
| -------------------------------------- | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- |
| Komplementär der IEV GmbH & Co KG | 100% | Klagenfurt | 35,0 Tsd. EUR | 2007 |
BKS Service GmbH
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| ------------------------------------------------ | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- | ------------------------- |
| Dienstleistungs- und Servicegesellschaft für banknahe Tätigkeiten | 100% | Klagenfurt | 35,0 Tsd. EUR | 2011 | 53,1 |
BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H.
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr | Anzahl Mitarbeitende in PJ |
| ------------------------------------------------ | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- | ------------------------- |
| Erwerb, Errichtung, Vermietung von Immobilien und Hausverwaltung | 100% | Klagenfurt | 40,0 Tsd. EUR | 1973 | 14,3 |
BKS 2000 – Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr |
| ----------------------------- | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- |
| Beteiligungsgesellschaft | 100% | Klagenfurt | 40,0 Tsd. EUR | 1995 |
E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH
| Unternehmenszweck | Anteile am Gesellschaftskapital | Firmensitz | Stammkapital | Gründungsjahr |
| ------------------------ | ------------------------------ | ------------ | ------------ | ------------- |
| Liegenschaftsverwertung | 99,0% direkt, 1,0% indirekt | Klagenfurt | 37 Tsd. EUR | 2001 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. | 15,43 |
| Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft | 3,06 |
| Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft | 0,84 |
| 3-Banken Wohnbaubank AG | 10,00 |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 10,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 100,00 |
| Pekra Holding GmbH | 100,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | 30,00 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | 30,00 |
| Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. | 1,00 |
| Wiener Börse AG | 0,38 |
| PSA Payment Services Austria GmbH | 1,46 |
Die neu gegründete Leasinggesellschaft in Serbien konnte in ihrem ersten Geschäftsjahr ebenfalls bereits zum Neugeschäft beitragen. Insgesamt stieg der Forderungswert der nationalen und internationalen Leasinggesellschaften auf 659,4 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 6,7% gegenüber dem Vorjahresende entspricht. Um unsere Liquiditätsreserven weiter zu stärken, haben wir den Bestand an Anleihen und anderen festverzinslichen Wertpapieren um 10,5% auf rd. 1,2 Mrd. EUR ausgebaut. Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf 201,6 Mio. EUR, denen Tilgungen in Höhe von 89,0 Mio. EUR gegenüberstanden.
Die Anteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erhöhten sich zum 31. Dezember 2023 um 11,9% auf 813,9 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf die Zuschreibung der anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen.
Die Bilanzierung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde 2022 vom Modell der fortgeführten Anschaffungskosten auf das Modell des beizulegenden Zeitwerts umgestellt, um verlässlichere und sachgerechte Immobilienwerte auszuweisen, als es mit dem Anschaffungskostenmodell möglich ist. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Wert dieser Immobilien 120,9 Mio. EUR.
Die BKS Bank hat 65 Immobilien mit einer Gesamtfläche von rund 104 Tsd. Quadratmetern im Bestand. Von dieser Fläche sind etwa 40 Tsd. Quadratmeter für bankinterne Zwecke vorgesehen, während 54 Tsd. Quadratmeter an Dritte vermietet werden. Drei Immobilien wurden im Berichtsjahr mit Buchgewinnen verkauft, Zukäufe erfolgten keine. Im Bestreben, langfristig klimaneutral zu agieren, messen wir unserem Immobilienbestand eine zentrale Bedeutung bei. Es ist unser Ziel, durch Green Buildings einen nachhaltigen Beitrag zu leisten. Neue Bauprojekte lassen wir durch die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) zertifizieren. Sie bewertet nachhaltige Gebäude und Quartiere nach dem europäischen Qualitätszertifikat DGNB. Bei diesem Zertifizierungssystem werden – über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie hinweg – Ökologie, Ökonomie und soziokulturelle Aspekte berücksichtigt.
Im Berichtsjahr haben wir für das Immobilienprojekt „BKS Lebenswert“ in Eisenstadt den Zertifizierungsprozess abgeschlossen und freuten uns über die Bewertung mit dem DGNB-Standard „Gold“ durch die ÖGNI. Zwei weitere Projekte, nämlich der Umbau von Filialen in Villach zu Green Buildings, befinden sich kurz vor der Zertifizierung. In beiden Fällen wurden Filialstandorte erneuert und gleichzeitig neuer urbaner Wohnraum geschaffen. Auch hier streben wir eine ÖGNI-Zertifizierung mit dem DGNB-Standard „Gold“ an.
| 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Zahl Immobilien | 58 | 55 | 54 |
| Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2) | 69.884 | 73.095 | 73.043 |
| hievon für Bankbetrieb genutzt (m2) | 37.452 | 36.812 | 36.538 |
| hievon fremdvermietet | 26.955 | 30.131 | 30.174 |
| Vermietungsgrad (in %) | 92,2 | 91,6 | 91,3 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung (in Mio. EUR) | 3,0 | 3,8 | 4,1 |
| Slowenien 2022 | Slowenien 2023 | Kroatien 2022 | Kroatien 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| Zahl Immobilien | 9 | 8 | 4 | 3 |
| Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2) | 30.220 | 28.833 | 2.116 | 2.084 |
| hievon für Bankbetrieb genutzt (m2) | 3.183 | 2.330 | 1.429 | 1.516 |
| hievon fremdvermietet | 23.790 | 23.644 | 187,1 | 129,1 |
| Vermietungsgrad (in %) | 89,3 | 90,1 | 76,4 | 78,9 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung (in Mio. EUR) | 2,4 | 2,7 | 12,8 | 13,9 |
1) In der Slowakei und in Serbien verwaltet die BKS Bank keine Immobilien.
Im Vergleich zum Jahresende 2022 nahmen die Primäreinlagen leicht um 0,5% ab und betrugen 7,8 Mrd. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sanken um 1,2% auf 6,7 Mrd. EUR. Diese Position ist zweigeteilt: Während es bei den klassischen Spareinlagen einen deutlichen Rückgang gab, wuchs die Position der Sicht- und Termineinlagen um 4,6% auf 5,8 Mrd. EUR. Die Aufteilung auf die Kundensegmente zeigt, dass Firmenkunden den Hauptanteil der Sicht- und Termineinlagen beisteuern, und insgesamt 3,7 Mrd. EUR hielten. Bei der Zusammensetzung der Einlagen setzte sich der Trend zu längeren Bindungen fort. Während sich vor allem täglich fällige Einlagen auf Konten und Sparbüchern rückläufig entwickelten, konnte ein Zuwachs von 62,7% bei den Termineinlagen verbucht werden. Insbesondere im Privatkundensegment erfreuten sich Termineinlagen mit einem Anstieg von 73,0% großer Beliebtheit. Bei den Firmenkunden legten Termineinlagen um 57,5% zu. Laut Untersuchung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) war 2023 auch österreichweit ein deutlicher Umschichtungseffekt von täglich fälligen zu gebundenen Einlagen zu erkennen. Nach Jahren des Niedrigzinsumfelds, in denen gebundene Sparprodukte zugunsten täglich fälliger Einlagen abgebaut wurden, reagierten Kunden damit auf die Zinsentwicklung im Berichtsjahr, die mit attraktiveren Konditionen bei längeren Laufzeiten einherging.
Die Nachfrage nach digitalen Bankprodukten hat weiter zugenommen. Besonders unser online verfügbares „Mein Geld-Konto fix“ verzeichnete einen starken Volumenszuwachs und war entscheidend für den starken Zuwachs der Termineinlagen im Privatkundenbereich. Im Gegenzug verlor das traditionelle Sparbuch mit einem Rückgang des Volumens um 26,7% auf 922,5 Mio. EUR weiter an Relevanz.
Die Bereitschaft zu sparen ist im Berichtsjahr stabil geblieben. Nachdem die Sparquote der österreichischen Haushalte 2022 auf 9,2% sank, blieb sie 2023 weitgehend stabil und lag Ende des dritten Quartals bei 9,1%. Überschüssige Liquidität wurde zur Tilgung bestehender Kreditverbindlichkeiten als Reaktion auf die veränderte Zinssituation verwendet und nicht zur Erhöhung der Sparquote.
Die Nachfrage nach eigenen Emissionen war im Geschäftsjahr 2023 stark von der Zinswende beeinflusst. Wir konnten wieder drei Green Bonds erfolgreich platzieren, die auf die Förderung nachhaltiger Energieerzeugung abzielen. Dies verdeutlicht das zunehmende Bewusstsein und Engagement der Anleger in Bezug auf die Energiewende. Insgesamt haben wir Emissionen mit einem Volumen von knapp 100 Mio. EUR begeben. Die verbrieften Verbindlichkeiten erreichten am Jahresende einen Stand von 822,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 5,0% gegenüber dem Jahresultimo 2022. Das Nachrangkapital blieb mit 265,0 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
Das Eigenkapital des Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,8 Mrd. EUR, was einem Zuwachs von 14,6% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich im zweiten Quartal 2023 auf 91,6 Mio. EUR, nachdem unsere Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt war. Um weiteres Wachstum im Kerngeschäft zu ermöglichen, genehmigte der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstands der BKS Bank AG im März eine Aufstockung des Grundkapitals von 85,9 Millionen EUR auf bis zu 91,6 Millionen EUR durch die Ausgabe von maximal 2.862.860 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien. Die Kapitalerhöhung wurde erfolgreich durchgeführt, und der Handel mit den neuen Aktien startete am 22. Mai 2023 im amtlichen Handel der Wiener Börse. Der Zuwachs des Eigenkapitals resultierte des Weiteren aus der Zuschreibung des hervorragenden Jahresüberschusses. Die Änderungen des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes auf Seite 135 im Detail dokumentiert.
| ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
|---|---|---|
| AT0000A33941 | 3,55% fundierte BKS Bank Obligation 2023-2028/1/PP | 20.000.000 |
| AT0000A347Q3 | 3,85% BKS Bank Obligation 2023-2026/2/PP | 5.000.000 |
| AT0000A38JL3 | 4,11% BKS Bank Obligation 2023-2028/3/PP | 4.500.000 |
| AT0000A38MJ1 | 3,90% BKS Bank Obligation 2023-2026/4/PP | 5.000.000 |
| AT0000A32RN5 | 3,375% BKS Bank Green Bond 2023-2029/1 | 5.000.000 |
| AT0000A32T36 | 3,50% BKS Bank Green Bond 2023-2029/2 | 5.000.000 |
| AT0000A33107 | 5% BKS Bank Nachrangige Obligation 2023-2033/3 | 10.000.000 |
| AT0000A33N15 | 3,60% BKS Bank Obligation 2023-2029/4 | 10.000.000 |
| AT0000A36CD9 | 3,90% BKS Bank Obligation 2023-2029/5 | 10.000.000 |
| AT0000A38H18 | 3,75% BKS Bank Obligation 2023-2028/6 | 4.600.000 |
| AT0000A38M94 | 3,75% BKS Bank Green Bond 2023-2029/7 | 6.638.000 |
| AT0000A39427 | 4,80% BKS Bank Nachrangige Obligation 2023-2033/8 | 2.038.000 |
Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen geopolitischer Unsicherheiten und eines rückläufigen Wirtschaftswachstums. Zusätzlich zum Krieg in der Ukraine trug die Eskalation im Nahost-Konflikt zu globaler Unsicherheit bei. Trotz dieser widrigen Umstände entwickelte sich unser Ergebnis durch die Zinswende sehr positiv und erreichte ein Rekordhoch. Das abgelaufene Geschäftsjahr brachte der BKS Bank einen beeindruckenden Jahresüberschuss nach Steuern von 179,1 Mio. EUR, was einem Anstieg um 115,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieses herausragende Ergebnis lässt sich insbesondere auf die Zinswende zurückführen, die eine Normalisierung des Zinsgeschäftes bewirkte und den Zinsüberschuss auf 248,6 Mio. EUR ansteigen ließ. Zudem leistete das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen einen bedeutenden Beitrag, indem es von 20,7 Mio. EUR auf 90,4 Mio. EUR wuchs.
2023 stand im Zeichen deutlicher Zinserhöhungen durch die Zentralbanken als Antwort auf die anhaltend hohe Inflation. Die anhaltend hohen Preise für Energie, Lebensmittel und andere Güter belasteten die Kaufkraft der Konsumenten erheblich. Dies führte zu einer zunehmenden Verunsicherung unter Konsumenten. Geopolitische Unsicherheiten, einschließlich anhaltender Konflikte und Spannungen auf internationaler Ebene, trugen zur getrübten Stimmung bei.# All diese Faktoren beeinflussten die globalen Märkte deutlich und führten zu Volatilität auf den Finanzmärkten und zur Zurückhaltung der Kunden bei Finanzierungs- und Veranlagungsentscheidungen. Unser Fokus lag im Berichtsjahr darauf, uns schnell an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, unser Produktportfolio mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit weiter auszubauen und gleichzeitig die Risiken sorgfältig zu managen. Die zehn EZB-Zinserhöhungen seit Sommer 2022 leiteten nach über einem Jahrzehnt der Nullzinsen eine Rückkehr zu den traditionellen Prinzipien des Bankgeschäfts ein. Nach vier Anpassungen 2022 folgten 2023 sechs weitere, wodurch der Hauptrefinanzierungssatz im September auf 4,5% stieg. Unsere Zinserträge erhöhten sich auf 322,3 Mio. EUR; die sonstigen Zinserträge wuchsen um 21,7 Mio. EUR auf 47,4 Mio. EUR, während sich die Zinsaufwendungen vervierfachten und auf 121,1 Mio. EUR anstiegen. Per 31. Dezember 2023 resultierte daraus ein Zinsüberschuss von 248,6 Mio. EUR, um 58,8% mehr als im Vorjahresvergleich.
Das Wirtschaftswachstum war sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten gebremst. Angesichts dieser Entwicklung, und vor dem Hintergrund gestiegener Insolvenzrisiken, vor allem im Immobiliensektor, erhöhten wir die Vorsorgen für Kreditrisiken. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beliefen sich diese auf 38,4 Mio. EUR, was einem Anstieg um 12,5 Mio. EUR bzw. 48,1% entspricht. Unser Zinsergebnis nach Risikovorsorge stieg demnach signifikant von 130,7 Mio. EUR auf 210,3 Mio. EUR an, eine Steigerung von 60,9%. Diese Entwicklung spiegelt nicht nur unsere umsichtige Risikobewertung wider, sondern auch unsere Fähigkeit, in herausfordernden Zeiten sehr gute finanzielle Ergebnisse zu erzielen.
Das Provisionsgeschäft bildet eine wesentliche Säule unserer Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr lag das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft aber mit 64,9 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (-4,8%). Während wir im Bereich des Zahlungsverkehrs unsere Marktposition weiter ausbauen konnten und wieder sehr erfolgreich in der Akquisition neuer Mandate waren, verzeichnete das Wertpapiergeschäft leichte Rückgänge. 2023 konnten wir die Einnahmen aus dem Zahlungsverkehr signifikant steigern. Mit einem Anstieg von 11,4% und einem Überschuss von 27,7 Mio. EUR erwies sich der Zahlungsverkehr einmal mehr als die profitabelste Sparte unseres Provisionsgeschäfts. Dieses hervorragende Ergebnis zeigt unsere Fähigkeit, die Wünsche der Kunden zu erkennen und ihnen maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Der Trend geht deutlich in Richtung „bargeldloses Zahlen“: In den vergangenen Jahren nahm die Nutzung von Bargeld ab, während das bequeme und kontaktlose Bezahlen mit Karte, Smart-Watch oder Smartphone deutlich an Popularität gewannen.
Unsere Kundenportale MyNet und BizzNet verzeichneten in den letzten Jahren jeweils zweistellige Wachstumsraten hinsichtlich aktiver Nutzer. Auch im letzten Jahr hielt der positive Trend an. So gab es bei den Portalnutzern einen Anstieg von 8,5%. Stärker stieg die Zahl jener, die Bankgeschäfte per Smartphone erledigen: Die BKS App, die wir in Österreich anbieten, wurde im vergangenen Jahr von etwa 36.181 Kunden genutzt, was einem Zuwachs von 17,4% entsprach.
Seit Herbst 2022 erhalten alle Neukunden automatisch Zugang zu unseren Online-Portalen, was den Nutzungsgrad weiter erhöhte. Die Nachfrage nach digital abschließbaren Produkten steigt ebenfalls. Im Jahr 2023 wurden 62,2% mehr Produktanträge über die digitale Plattform „BKS Bank Connect“ bearbeitet als im Vorjahr. Der Erfolg unserer digitalen Angebote basiert auf der kontinuierlichen Erweiterung unserer Dienstleistungen, wie der Einführung neuer Funktionen in unseren Kundenportalen und den Apps. Dazu zählte im Berichtsjahr unter anderem die Einbindung von Konten anderer Banken in das Kundenportal oder die Einführung des Finanzplaners in der BKS App. Mit ihm wird Kunden der optimale Überblick über Einnahmen und Ausgaben über flexibel wählbare Zeiträume und Kategorien‘ geboten.
Geopolitische Spannungen und galoppierende Inflationsraten sorgen bereits seit längerem für Volatilität an den Aktienmärkten. Dennoch brachte das Jahr 2023 vor allem im zweiten Halbjahr gute Ergebnisse, auch wenn unsere Erwartungen etwas höher waren. Das Ergebnis aus dem Wertpapierprovisionsgeschäft ging nur leicht von 18,7 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR zurück (-1,9%). Anleihen gewannen durch die Zinswende an Terrain. Die Nachfrage nach Krediten war aufgrund der allgemeinen Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen im Berichtsjahr verhalten. Dementsprechend ging das Ergebnis aus den Kreditprovisionen von 20,3 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR zurück. Als positives Zeichen kann aber die Tatsache gesehen werden, dass die Kreditneuvergabe im letzten Quartal wieder an Fahrt gewann, was sich positiv auf die Kreditprovisionen auswirkte.
Das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen leistete ebenfalls einen signifikanten Beitrag zur Ergebnissteigerung. Es stieg von 20,7 Mio. EUR auf 90,4 Mio. EUR. Diese Zunahme ist auf die Zuschreibung der anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken, der Oberbank sowie der Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen, die ebenfalls von der Zinswende profitierten.
Nach anfänglicher Volatilität im Jahr 2023 zeigten die Aktienmärkte zu Jahresende eine deutliche Erholung. Diese Entwicklung spiegelte sich auch im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten wider, das im Jahresvergleich um 10,0 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR stieg. Zur Entwicklung der einzelnen Positionen: Das „Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die verpflichtend erfolgswirksam zu bewerten sind“ entwickelte sich sehr erfreulich. Zum 31. Dezember 2023 belief sich dieses auf 4,3 Mio. EUR. Die Zunahme in Höhe von 13,2 Mio. EUR ist auf die positive Entwicklung des Fondsportfolios, vor allem im letzten Quartal, zurückzuführen. Das „Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten“ verringerte sich durch Bewertungsinkongruenzen auf -1,7 Mio. EUR. Aus den übrigen Positionen ergaben sich keine nennenswerten Ergebnis- auswirkungen.
Vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Marktlage haben wir besonderen Wert auf konsequente Kostendisziplin gelegt. Trotzdem erhöhte sich der Verwaltungsaufwand um 12,7%, was einem Anstieg um 17,3 Mio. EUR entspricht. Der Gesamtverwaltungsaufwand belief sich im Jahr 2023 auf 153,3 Mio. EUR. Der Anstieg ist unter anderem auf die Auswirkungen der Teuerungswelle und bedeutende Investitionen in die digitale Transformation zurückzuführen. Der größte Anteil am Verwaltungsaufwand entfällt auf Personalkosten, die zum Ende des Jahres 2023 auf 93,8 Mio. EUR anstiegen, was einem Zuwachs von 15,5% gleichkommt. Wesentlich beeinflusst wurde dieser Anstieg durch die Erhöhung der kollektivvertraglichen Löhne und Ge-hälter in Österreich um durchschnittlich 9,5%. Ein weiterer Grund für den Anstieg waren die Aufwendungen für die Beteiligung der Mitarbeitenden am Erfolg des Unternehmens durch Zustiftungen an die BKS Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung sowie an die BKS Mitarbeiterbeteiligungsprivatstiftung. Bei den Sachkosten verzeichneten wir einen Anstieg auf 48,5 Mio. EUR, was einer Erhöhung um 10,0% entspricht. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie sowie für unseren IT-Dienstleister, die 3 Banken IT GmbH. Diese Gesellschaft, ein Gemeinschaftsunternehmen der Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg AG und BKS Bank AG, ist zuständig für die Realisierung der Digitalisierungsprojekte und den fortlaufenden IT-Betrieb. Ihr Hauptsitz befindet sich in Linz, mit Kompetenzzentren in Klagenfurt und Innsbruck.
Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich zum 31. Dezember 2023 auf -8,3 Mio. EUR. Das Ergebnis war vor allem durch die Bildung von Rückstellungen in Zusammenhang mit der „slowenischen CHF-Judikatur“ beeinträchtigt. Das slowenische Parlament verabschiedete ein Gesetz zur Überwälzung von Verlusten von bereits vor langer Zeit abgeschlossenen Schweizer-Franken-Krediten auf Banken. Dieses wurde zwar vom slowenische Verfassungsgerichtshof im Dezember 2022 für ungültig erklärt, dennoch gab es 2023 neue politische Vorstöße, um diese Regelungen zu implementieren. Wir haben daher vorsorglich Rückstellungen in der Höhe von 7,6 Mio. EUR gebildet. Weiters enthalten im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind Aufwendungen für die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe von 3,9 Mio. EUR bzw. 0,6 Mio. EUR. Beide sind nun gut gefüllt; in den kommenden Jahren werden geringere Kosten für diese Positionen erwartet. Aus dem Verkauf einer Liegenschaft in Slowenien resultierte ein Buchgewinn in der Höhe von 1,8 Mio. EUR in der BKS-leasing d.o.o., der ebenfalls in dieser Position erfasst ist.
| Wichtige Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. EUR | 2022 | 2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 156,6 | 248,6 | 58,8 |
| Risikovorsorge | -25,9 | -38,4 | 48,1 |
| Provisionsüberschuss | 68,2 | 64,9 | -4,8 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 20,7 | 90,4 | >100 |
| Handelsergebnis | -1,2 | 0,3 | >-100 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 4,3 | -8,3 | >100 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | -8,1 | 1,9 | >-100 |
| Verwaltungsaufwand | -136,0 | -153,3 | 12,7 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 78,6 | 206,3 | >100 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -15,0 | -27,2 | 81,3 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 63,6 | 179,1 | >100 |
Insgesamt erzielte die BKS Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern in der Höhe von 206,3 Mio. EUR. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 27,2 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 179,1 Mio. EUR.
Zum Jahresende ergaben sich bei den wesentlichen Steuerungskennzahlen fast durchwegs markante Steigerungen: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern stieg von 4,2% auf 10,8%. Der Return on Assets (ROA) nach Steuern betrug 1,7%, nach 0,6% im Vorjahr. Die Cost-Income-Ratio, die die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken misst, sank aufgrund der signifikanten Ertragssteigerung um 16%-Punkte auf 38,7%. Die Risk-Earnings-Ratio als Risikoindikator im Kreditbereich reduzierte sich weiter und betrug zufriedenstellende 15,4%, ein Rückgang um 1,1%-Punkte. Die NPL-Quote erhöhte sich auf 2,9%, blieb aber noch immer auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. Die Leverage Ratio erreichte zum 31. Dezember 2023 hervorragende 9,1%, nach 7,9% im Vorjahr. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) erreichte ebenfalls einen weit überdurchschnittlichen Wert von 223,2%. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben von 3,0% bzw. 100% deutlich. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist ein wichtiger Indikator für die langfristige Liquiditäts- und Finanzstabilität einer Bank. Die NSFR der BKS Bank stieg im Vorjahr – unter anderem aufgrund der Verlagerung der Einlagenstruktur hin zu langfristigen Einlagen – von 118,7% auf erfreuliche 123,3%. Das vergangene Wirtschaftsjahr hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig eine starke Eigenmittelausstattung ist. Die Kernkapitalquote der BKS Bank erhöhte sich von 13,6% auf erfreuliche 14,6% und die Gesamtkapitalquote legte von 17,0% auf 17,9% zu. Die harte Kernkapitalquote, die die finanzielle Stabilität einer Bank zeigt, erhöhte sich von 12,5% auf 13,6%, was unter anderem auf unsere erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung zurückzuführen war. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie betrug zum 31. Dezember 2023 4,0 Euro. Die Konzernabschlüsse wurden nach International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 idF VO (EG) 297/2008 und den nach § 59a BWG anzuwendenden bank- und unternehmensrechtlichen Vorschriften erstellt.
| 2022 | 2023 | ± in %-Pkte. | |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern¹⁾ | 4,2 | 10,8 | 6,6 |
| ROA nach Steuern | 0,6 | 1,7 | 1,1 |
| Cost-Income-Ratio²⁾ | 54,7 | 38,7 | -16,0 |
| Risk-Earnings-Ratio³⁾ | 16,5 | 15,4 | -1,1 |
| NPL-Quote | 2,1 | 2,9 | 0,8 |
| Leverage Ratio | 7,9 | 9,1 | 1,2 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 190,4 | 223,2 | 32,8 |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 118,7 | 123,3 | 4,6 |
| Harte Kernkapitalquote | 12,5 | 13,6 | 1,1 |
| Kernkapitalquote | 13,6 | 14,6 | 1,0 |
| Gesamtkapitalquote | 17,0 | 17,9 | 0,9 |
in %
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 2022 | 2023 | 285,7 |
|---|---|---|---|
| 1,4 | 4,0 |
1) Der Return on Equity (ROE) nach Steuern zeigt, wie das Eigenkapital des Unternehmens innerhalb eines Abrechnungszeitraums verzinst wird. Zur Berechnung setzt man den Jahresüberschuss (nach Steuern) ins Verhältnis zum durchschnittlichen an den Jahres- bzw. Quartalsstichtagen des Geschäftsjahres zur Verfügung stehenden Eigenkapital.
2) Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis, Erträgen aus at Equity bilanzierten Unternehmen und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsaufwand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz.
3) Die Risk-Earning-Ratio ist ein Risikoindikator im Kreditbereich und ist die Quote des Kreditrisikoaufwands im Verhältnis zum Zinsüberschuss. Der Prozentsatz zeigt das Verhältnis des Zinsüberschusses, der verwendet wird, um das Kreditrisiko zu decken. Zur Berechnung setzt man den Kreditrisikoaufwand ins Verhältnis zum Zinsüberschuss.
Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand der Muttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr von 01. Jänner bis 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss von 77,3 Mio. EUR. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 60,9 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,4 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 16,8 Mio. EUR aus. Wir werden der 85. Hauptversammlung am 8. Mai 2024 vorschlagen, eine Dividende in der Höhe von 0,35 EUR je Aktie, das sind 16.032.016,0 EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,8 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Segmentbericht gliedert sich in vier Segmente: Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das Geschäftsfeld mit der längsten Tradition und dem größten Anteil am Ergebnis. Auch im Berichtsjahr konnten in diesem Segment Zuwächse erzielt werden. Das Ergebnis des Privatkundensegments wurde durch die Zinswende beflügelt. Das Segment Financial Markets profitierte von einem ausgezeichneten at Equity-Ergebnis.
Seit unserer Gründung im Jahr 1922 sehen wir es als unsere Aufgabe, der Wirtschaft als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen. Diesem Prinzip sind wir bis heute treu geblieben. Die Betreuung von Firmenkunden stellt bis heute eine unserer Kernkompetenzen dar, was sich auch im Segmentergebnis widerspiegelt. Unser Kundenkreis ist vielfältig und umfasst Industriebetriebe ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handel, Gewerbe, Bauwesen und den zugehörigen Dienstleistungsbranchen sowie Freiberufler, Land- und Forstwirte, gemeinnützige Wohnbauträger, institutionelle Akteure und öffentliche Institutionen. Die langjährige Treue vieler unserer Kunden, teilweise über Generationen hinweg, unterstreicht die Wertschätzung für unsere Zuverlässigkeit, Innovationsbereitschaft und den persönlichen Service. Im Laufe der Jahre haben wir unser Angebot kontinuierlich erweitert, wobei wir besonderes Augenmerk auf die Integration digitaler Lösungen und die Förderung nachhaltiger Praktiken gelegt haben. Bis heute bildet das Firmenkunden- geschäft unsere wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil des Finanzierungsgeschäfts entfällt auf dieses Kundensegment.
Trotz herausfordernder Marktbedingungen entwickelte sich das Firmenkundengeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. Das Segmentergebnis verbesserte sich um 2,6% auf 88,9 Mio. EUR, getragen von einem starken Zinsgeschäft, während es im Provisionsgeschäft Rückgänge gab. Die Erhöhung der Leitzinsen wirkte sich günstig auf das zinstragende Geschäft aus: Der Zinsüberschuss stieg um 25,2% auf 157,1 Mio. EUR. Demgegenüber stand ein Rückgang im Provisionsgeschäft, dessen Überschuss vor allem aufgrund verminderter Kreditprovisionen um 6,5% auf 37,5 Mio. EUR sank. Die geringere Kreditnachfrage war von der schlechten Stimmungslage rund um hohe Inflationsraten und geopolitische Unsicherheiten geprägt. Die Situation verbesserte sich etwas gegen Jahresende. Die Nachfrage nach Krediten stieg im vierten Quartal 2023 wieder leicht an. Insgesamt sanken die Kreditprovisionen demnach um 19,7% auf 13,5 Mio. EUR, was deutlich unter unseren Erwartungen lag. Positiv hervorzuheben sind das Ergebnis im Zahlungsverkehr mit einem Beitrag von 15,9 Mio. EUR (+8,7%) und das stabile Ergebnis im Wertpapiergeschäft mit 6,2 Mio. EUR. Aufgrund der wirtschaftlichen Abkühlung und der verschlechterten makroökonomischen Aussichten wurden die Kreditrisikovorsorgen um 13,8 Mio. EUR, von 24,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 37,9 Mio. EUR, aufgestockt. Der Verwaltungsaufwand stieg durch die Inflation, durch deutlich höhere Personalkosten und stetig steigende Aufwendungen für die Digitalisierung um 21,4% auf 68,6 Mio. EUR.
| Segment Firmenkunden in Mio. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 125,5 | 157,1 |
| Risikovorsorge | -24,2 | -37,9 |
| Provisionsergebnis | 40,2 | 37,5 |
| Verwaltungsaufwand | -56,5 | -68,6 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,3 | 2,0 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 0,4 | -1,1 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 86,7 | 88,9 |
| ROE vor Steuern | 19,0% | 18,2% |
| Cost-Income-Ratio | 33,9% | 34,9% |
| Risk-Earnings-Ratio | 19,2% | 24,2% |
Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen veränderten sich wie folgt: Der Return on Equity fiel mit 18,2% sehr erfreulich aus, ebenso wie die Cost-Income-Ratio, die hervorragende 34,9% erreichte. Die Risk-Earnings-Ratio nahm aufgrund der gestiegenen Kreditrisikovorsorgen von 19,2% auf 24,2% zu.
Finanzieren und Investieren zählen zu den wichtigsten Kundenbedürfnissen im Firmenkundengeschäft. Unser Angebot umfasst daher eine breite Auswahl an Finanzierungsprodukten wie Betriebsmittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen sowie Leasinggeschäfte und Förderberatungen. Unser Ziel ist es, maßgeschneiderte Lösungen für die spezifischen Anforderungen unserer Kunden zu entwickeln und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Wie bereits angeführt, waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 besonders anspruchsvoll. Dies führte bei den Konsumenten, und in weiterer Folge auch bei den Unternehmen, zu einer großen Zurückhaltung bei Konsum und Investitionen. Dies hatte eine merkliche Dämpfung der Nachfrage nach Krediten, vor allem im Immobiliensektor, zur Folge. Trotz der unsicheren Wirtschaftslage konnten wir im Zeitraum von Januar bis Dezember 2023 konzernweit neue Finanzierungslinien in Höhe von 1.390,5 Mio. EUR an Firmenkunden vergeben. Besonders hervorzuheben ist die starke Nachfrage nach Leasingfinanzierungen, die wir sowohl in Österreich als auch auf internationalen Märkten verzeichnen konnten.# Die Forderungen an Firmenkunden, einschließlich der Leasingfinanzierungen, beliefen sich am Jahresende auf 6,1 Mrd. EUR, was einem Wachstum von 5,9% im Vergleich zum Vorjahr entsprach.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität sind hohe Investitionen notwendig, dementsprechend steigt der Bedarf an nachhaltigen Finanzierungen. Für Österreich ermittelte das Umweltbundesamt einen Investitionsbedarf für die Sektoren Industrie, Energie, Gebäude und Verkehr von insgesamt 145 Mrd. EUR bis zum Jahr 2030. Bei jeder Kreditvergabe prüfen wir, ob die Finanzierung einer nachhaltigen Investition dient. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir ein Neuvolumen von 169,4 Mio. EUR (+14,7%) bei ökologisch nachhaltigen Finanzierungen für Firmenkunden erzielt. Grüne Finanzierungen werden sehr stark nachgefragt, um grüne Technologien zu implementieren und um die Transition zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft zu erreichen. Einen erfreulichen Zuwachs konnten wir auch wieder bei Green Leasing-Produkten für Firmenkunden erzielen: Das Leasingvolumen stieg von 18,9 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR. Insgesamt betrug das Volumen an nachhaltigen Finanzierungen im Firmenkundensegment rd. 1,0 Mrd. EUR.
Die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung ist in unserem Haus seit langem etabliert. Bereits seit Anbeginn zählt die Begleitung unserer Kunden bei der Internationalisierung ihrer Geschäftstätigkeit zu unseren Kernkompetenzen. Unsere Firmenkunden wissen unser Know-how und die kompetente Beratung zu schätzen, gerade auch in herausfordernden Zeiten. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir etliche neue Exportprojekte betreut. In Summe gestionierten wir zum Jahresende ein Volumen an Exportfinanzierungen in Höhe von 243,6 Mio. EUR. Weiters können wir über eine positive Entwicklung in der Sparte Dokumentengeschäft und internationale Bankgarantien berichten. Sowohl bei den Volumina als auch bei den Erträgen haben wir deutliche Zuwächse verzeichnet, obwohl das internationale Geschäft im Berichtsjahr mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert war.
Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld stellt das Corporate Banking dar. Zu dieser Geschäftssparte zählen Großkunden, die eine Betriebsleistung von mehr als 75 Mio. EUR erwirtschaften, institutionelle Kunden und größere Kommunen. Im Berichtsjahr vergaben wir im Corporate Banking ein neues Finanzierungsvolumen in Höhe von 188,6 Mio. EUR. In dieser Einheit wickeln wir auch Konsortialkredite und Schuldscheindarlehen ab.
Bei den Einlagen von Firmenkunden verzeichneten wir ebenfalls Zuwächse, obwohl vielerorts die Liquidität der Unternehmen durch die angespannte Wirtschaftslage beeinträchtigt wurde. Während die Sichteinlagen um 16,7% zurückgingen, haben die Termineinlagen um mehr als die Hälfte zugelegt (+57,5%). Insgesamt betrugen die sonstigen Verbindlichkeiten zum Jahresultimo 3,7 Mrd. EUR, was einem Plus von 1,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Im Dienstleistungsgeschäft hat sich der Bereich Zahlungsverkehr erneut sehr erfreulich entwickelt. Das Ergebnis belief sich auf 15,9 Mio. EUR und erreichte einen Anstieg von 8,7%. Dieser Geschäftsbereich ist zwar hoch kompetitiv und mit dynamischen Veränderungen konfrontiert, bietet aber nach wie vor großes Wachstumspotential. Wir überzeugen Firmenkunden mit einem Kontoangebot, das auf die Bedürfnisse von Unternehmen abgestimmt ist und über eine transparente Preisgestaltung verfügt, sowie mit der kontinuierlichen Optimierung unseres Produktangebots und dessen Funktionalitäten. Darüber hinaus sorgen unsere Mitarbeitenden für einen exzellenten Kundenservice, was unsere Position als zuverlässiger Partner weiter stärkt.
Viele unserer Firmenkunden nutzen unsere modernen Online-Banking-Angebote, die wir speziell für Firmenkunden entwickelt haben. Ein Meilenstein war im vergangenen Jahr der Ausbau unseres digitalen Angebots im Bereich Finanzierung: Firmenkunden steht nun eine digitale Antragsstrecke zur Verfügung, über die sie selbstständig ein unverbindliches Angebot für verschiedene Kreditprodukte einholen können. Firmenkunden wird damit die Möglichkeit geboten, schnell und unkompliziert ein vorläufiges Kreditangebot einzuholen. Die User-Zahlen in der digitalen Welt wachsen stetig, so auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Anzahl der aktiven Nutzer von BizzNet und BizzNet Plus, unserer Portale für Firmenkunden, betrug zum Jahresultimo 9.332, ein Zuwachs von sehr erfreulichen 11,0%.
2023 war ein Veranlagungsjahr mit Höhen und Tiefen, in dem sich Anleger zurückhaltend zeigten. Erst im vierten Quartal stieg die Bereitschaft für eine Veranlagung in Wertpapieren wieder merklich an. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns über ein stabiles Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft im Firmenkundensegment von 6,2 Mio. EUR.
Im Versicherungsgeschäft beraten wir Firmenkunden vor allem bei der Etablierung einer betrieblichen Altersvorsorge. Dieses Instrument ist in der Personalstrategie von zentraler Bedeutung, da es nicht nur einen attraktiven Zusatznutzen für die Mitarbeitenden darstellt, sondern auch dazu beiträgt, sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Es dient zudem der Absicherung von im Unternehmen beschäftigten Familienangehörigen. Im Jahr 2023 konnten wir in diesem Bereich Verträge mit einer Jahresnettoprämie von 342,3 Tsd. EUR erfolgreich abschließen.
Vor 100 Jahren hat ein Kärntner Unternehmer den Grundstein für die heutige BKS Bank gelegt. Seitdem unterstützen wir Firmenkunden bei der Verwirklichung ihrer geschäftlichen Ziele. Unser Ansatz ist ganzheitlich: Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen, die auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Auch in schwierigen Zeiten stehen wir ihnen als kompetenter Partner zur Seite. Wir erweitern unser Portfolio kontinuierlich um innovative digitale Produkte und Dienstleistungen. Die Symbiose aus persönlicher Verbundenheit, Beständigkeit und exzellenten digitalen Angeboten hat sich seit vielen Jahren bewährt. 2024 streben wir danach, das digitale Bankerlebnis für unsere Firmenkunden noch weiter zu verbessern. Die Einführung eines speziell für Geschäftskunden konzipierten neuen Online-Portals wird einen weiteren Meilenstein unserer digitalen Entwicklung darstellen. Unser Ziel ist es, die Potenziale der Digitalisierung voll auszuschöpfen, um die Betreuung und den Service für unsere Kunden kontinuierlich zu optimieren. Ein besonderer Fokus liegt im kommenden Jahr auf dem Projekt zur Neugestaltung des Firmenkunden- kreditprozesses, das wir weiter voran- treiben wollen. In wenigen Wochen wird unseren Kunden ein digitales „Dokumentencenter“ zur Verfügung stehen, dass Kunden und Mitarbeitenden transparent macht, welche Dokumente und Unterlagen im Kredit-antragsprozess erforderlich sind bzw. welche Unterlagen im Prozess noch fehlen.
In den 1960er Jahren erweiterten wir unser Angebot auf Privatkunden und entwickelten uns damit zu einer Universalbank. Kontinuierliche Weiterentwicklung – das ist einer der Erfolgsfaktoren im Privatkundengeschäft. Wir sind sehr stolz auf unser umfangreiches Produkt- und Serviceangebot, das wir in den letzten Jahren digitalisiert und auch nachhaltiger ausgerichtet haben. Heute sind alle unsere Bankdienstleistungen für Privatkunden digital zugänglich, und in den Bereichen Finanzierung, Anlage und Zahlungsverkehr bieten wir durchwegs nachhaltige Alternativen an. Mit BKS Bank Connect haben wir eine eigene digitale Bank etabliert, die auf die Bedürfnisse von Kunden, die ihre Bankgeschäfte im digitalen Raum tätigen wollen, abgestimmt ist. Diese kontinuierliche Innovationskraft wird von unseren Kunden honoriert. Zum 31. Dezember 2023 schenkten uns rund 168.350 Privatkunden ihr Vertrauen. Zu diesem Segment zählen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe.
Im Jubiläumsjahr haben wir mit 46,1 Mio. EUR ein hervorragendes Segmentergebnis im Privatkundensegment erzielt. Gegenüber der Vorjahresperiode bedeutet das nahezu eine Vervierfachung des Ergebnisses (2022: 12,1 Mio. EUR). Das ist der höchste je ausgewiesene Jahresüberschuss vor Steuern im Privatkundensegment. Die signifikante Ergebnissteigerung ist in erster Linie auf die Trendumkehr in der Zinspolitik zurückzuführen. Das Zinsergebnis verbesserte sich gegenüber 2022 um 49,8 Mio. EUR auf 88,2 Mio. EUR. Im Provisionsgeschäft betrug das Ergebnis 27,8 Mio. EUR, ein Rückgang um 1,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Gründe dafür sind vor allem im Bereich der Kreditprovisionen zu finden. Das Ergebnis aus dem Kreditgeschäft lag mit 1,7 Mio. EUR rund 49,1% unter dem Vorjahreswert (3,4 Mio. EUR). Positiv hervorgetan hat sich hingegen wieder das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr, dessen Ergebnis um 1,1 Mio. EUR von 11,4 Mio. EUR auf 12,5 Mio. EUR gewachsen ist.
| Segment Privatkunden in Mio. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 38,4 | 88,2 |
| Risikovorsorge | -1,3 | 1,2 |
| Provisionsergebnis | 28,8 | 27,8 |
| Verwaltungsaufwand | -55,9 | -65,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,9 | -5,8 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 0,2 | 0,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 12,1 | 46,1 |
| ROE vor Steuern | 9,5% | 37,2% |
| Cost-Income-Ratio | 80,9% | 59,5% |
| Risk-Earnings-Ratio | 3,4% | <0,0% |
Der Verwaltungsaufwand hat um 9,6 Mio. EUR auf 65,5 Mio. EUR zugelegt, was vor allem auf den Anstieg der Personalkosten zurückzuführen war. Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 1,2 Mio. EUR konnten aufgelöst werden. Die segmentspezifischen Kennzahlen verbesserten sich dank des hervorragenden Segmentergebnisses wie folgt: Der Return on Equity erhöhte sich um höchst erfreuliche 27,7%-Punkte von 9,5% auf 37,2%. Die Cost-Income-Ratio fiel um 21,4%-Punkte auf 59,5%.# Top-Ergebnis bei After-Sales-Befragung
Wir legen großen Wert auf eine ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität. Umso mehr freuen wir uns über die hervorragenden Rückmeldungen unserer Kunden zu ihrer Zufriedenheit mit uns als Bankpartner. Der Großteil unserer Kunden gab uns Top-Noten. 87% der befragten Kunden beurteilten unsere Leistung als sehr gut und gut. Die Kompetenz unserer Kundenbetreuer sowie die Schnelligkeit bei Entscheidungen und Services wurden ebenfalls mit Top-Noten bewertet. Unsere Markenkernwerte „beziehungsstark“ und „herzlich“ haben wir so eindrucksvoll bestätigt bekommen. Diese Ergebnisse sehen wir als Bestätigung der hervorragenden Arbeit unserer Mitarbeitenden und als Ansporn, auch weiterhin unser Bestes für die Zufriedenheit unserer Kunden zu geben.
Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten ist im Berichtsjahr erneut deutlich zurückgegangen. Die Hauptgründe für die rückläufige Nachfrage liegen in den steigenden Zinsen, den hohen Immobilienpreisen und der hohen Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung. Ein weiterer wesentlicher Grund ist die Verschärfung der Kreditrichtlinien für Immobilienfinanzierungen, die den Zugang zu Finanzierungen für Wohnungskäufer oder Häuslbauer massiv erschweren. Seit dem Sommer 2022 ist die „Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung“, kurz KIM-VO, in Kraft. Gemäß der neuen Verordnung beträgt die maximale Beleihungsquote 90%, die Schuldendienstquote darf höchstens 40% ausmachen und die maximale Laufzeit ist auf 35 Jahre beschränkt. Erleichterungen gibt es für Finanzierungen unter 50.000 EUR, die für Renovierungen oder Sanierungen benötigt werden. Österreichweit, aber auch in der BKS Bank, wurde so ein starker Rückgang der Nachfrage nach Privatfinanzierungen ausgelöst, und der Bestand an Wohnbaufinanzierungen ist im Berichtsjahr sogar geschrumpft. Die Kundenforderungen an Privatkunden reduzierten sich um -7,3% auf 1,3 Mrd. EUR. Die Nachfrage nach nachhaltigen Kreditprodukten, die wir bereits seit einigen Jahren anbieten, ist weniger stark gesunken (-3,9%). Insgesamt hatten wir zum Jahresultimo nachhaltige Finanzierungen im Ausmaß von 272,9 Mio. EUR im Privatkundensegment aushaften. Um einen positiven Beitrag zu leisten und unsere Kunden bei der grünen Wende zu unterstützen, haben wir unser diesbezügliches Produktangebot im vergangenen Jahr erweitert. Der neu eingeführte Energie- und Zukunft-Kredit ermöglicht die Finanzierung von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Heizsystemumstellungen und Energieeffizienztechnologien. Zudem haben wir den Sanierungsbonus des Klimaschutzministeriums intensiv beworben. Unsere Kunden wurden in Beratungsgesprächen aktiv darüber informiert und ein eigenes Produkt, der Wohn- und Sanierungskredit, wurde im Berichtsjahr lanciert.
Im Kampf gegen die Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Berichtszeitraum die Leitzinsen sechs Mal erhöht. Dementsprechend wurde auch das Interesse unserer Privatkunden am Sparen wiedererweckt. Die Sicht- und Termineinlagen betrugen zum Jahresultimo 2,1 Mrd. EUR. Der größere Teil entfiel auf Sichteinlagen, die 1,3 Mrd. EUR ausmachten, aber um 8,5% sanken. Die Nachfrage und damit der Bestand an Termineinlagen stieg dagegen weiter an – von 452,5 Mio. EUR auf 782,9 Mio. EUR (+73,0%). Klassische Sparbücher verloren im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen weiter an Terrain. Wir verzeichneten Abflüsse in Höhe von 273,8 Mio. EUR bei Privatkunden. Die Spareinlagen von Privatkunden erreichten einen Stand in Höhe von 856,2 Mrd. EUR, ein Minus von 24,2%. Eine Alternative zum Sparbuch stellt das Mein Geld-Konto dar. Das online abschließbare Konto erzielte im Jahr 2023 4.460 Abschlüsse, was auch auf die attraktivere Zinslandschaft zurückzuführen ist. Mit diesem Konto können Privatkunden über ihr Gespartes ortsunabhängig und auch digital verfügen. Auf den Mein Geld-Konten verwalten wir zum Jahresultimo 2023 insgesamt Kundeneinlagen in Höhe von 0,95 Mio. EUR.
Das Veranlagungsjahr startete verhalten, entwickelte sich im Fortlauf der Monate immer besser. Sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte konnten wieder an Terrain gewinnen. Dementsprechend kehrte auch das Vertrauen der Anleger zurück. Zum Jahresende 2023 betrug der Überschuss aus dem Wertpapierprovisionsgeschäft im Privatkundensegment 12,7 Mio. EUR, ein Minus im Ausmaß von lediglich 1,5%. Die BKS Vermögensverwaltung hat sich in einem herausfordernden Umfeld gut entwickelt. Die Volumina erhöhten sich im Berichtsjahr von 250,00 EUR auf 261,5 Mio. EUR.
Nachhaltige Veranlagungen sind bei Privatkunden sehr gefragt, und dementsprechend bauen wir unser Angebot in diesem Bereich stetig aus. Im Berichtsjahr haben wir drei neue Green Bonds begeben. Mit den ersten beiden wurde die Errichtung eines Biomassewerkes der Hasslacher Energie GmbH finanziert. Unser bereits neunter Green Bond finanzierte ein Kärntner Leuchtturmprojekt: Die Errichtung von mehreren PV-Anlagen mit einer Leistung von 8,6 MWp durch die Kelag, Kärntens größten Stromanbieter. Mit einer Stückelung von 1.000,- EUR haben auch zahlreiche Privatanleger diese Anleihe gezeichnet. Die erfolgreiche Platzierung unseres Green Bonds zeigt das wachsende Bewusstsein und die Bereitschaft unserer Anleger, aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Es ist ein klares Zeichen dafür, dass nachhaltige Investitionen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Kunden attraktiv sind. Mit den Emissionen des Jahres 2023 erhöhte sich das Volumen unserer Green Bonds auf insgesamt 42,0 Mio. EUR. Seit 2017 haben wir neun Green Bonds, zwei Social Bonds und einen Sustainability Bond aufgelegt, die alle maßgeblich zur Förderung nachhaltiger Projekte beitragen. Damit tragen wir nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern bieten unseren Anlegern auch eine zukunftsorientierte und nachhaltige Investitionsmöglichkeit.
Auch im Rahmen der Vermögensverwaltung bieten wir unseren Kunden Möglichkeiten, nachhaltig zu investieren. Die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig trägt das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte. Sie wird aktiv gemanagt und investiert ausschließlich in Nachhaltigkeits-, Ethik- und Umweltfonds, die ihrerseits das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte tragen bzw. dessen hohen ESG-Anforderungen entsprechen. Am Jahresende 2023 waren 20,4 Mio. EUR in die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig veranlagt. Der Rückgang um 0,9 Mio. EUR ist vor allem auf marktbedingte Kursveränderungen zurückzuführen.
Weitere nachhaltige Investmentmöglichkeiten bieten wir unseren Kunden in Form von Fonds an, die von der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H.2), der gemeinsamen Kapitalanlagegesellschaft der drei Banken und der Generali Versicherung, aufgelegt werden. Auf der Auswahlliste der nachhaltigen Fonds befinden sich auch sieben Fonds, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet sind. Wesentliche Ökologiefaktoren, die in die Fondsgestaltung mit einfließen, sind unter anderem die Themen Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Erhalt der Biodiversität oder eine nachhaltige Ressourcennutzung. Sechs der Nachhaltigkeitsfonds dürfen das Europäische Transparenz-Logo Eurosif tragen. Derzeit verwaltet diese Gesellschaft, an der die BKS Bank mit 15,4% beteiligt ist, ein Volumen von 1,6 Mrd. EUR (+1,4%) an nachhaltigen Fonds. Auf Depots von BKS Bank-Kunden waren im Berichtsjahr 106,4 Mio. EUR (+19,2%) in nachhaltige Produkte der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft veranlagt.
Als Alternative für Kunden, die nicht in den Kapitalmarkt investieren möchten, bietet die BKS Bank ein Grünes Sparbuch an, welches ausschließlich als Prämiensparbuch verfügbar ist.
Der Zahlungsverkehr nimmt auch im Privatkundensegment eine strategisch bedeutsame Rolle. Wir freuen uns, dass wir im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder ein Ertragswachstum in Höhe von 10,0% in dieser Geschäftssparte erzielten. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr belief sich auf 12,5 Mio. EUR. Das wichtigste Produkt im Zahlungsverkehr ist das Konto. Wir sind stolz darauf, dass wir auch im Kontoangebot eine grüne Alternative anbieten können. Ungebrochen hoch ist die Beliebtheit unseres Natur & Zukunft-Kontos, das langfristige Projekte zur Aufforstung heimischer Schutzwälder unterstützt. Im Berichtsjahr konnte der Nettosaldo auf diesen Konten auf 94,4 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 32,0%. Die Zahl der insgesamt abgeschlossenen Natur & Zukunft-Konten betrug Ende 2023 knapp 11.000 Stück, ein Zuwachs von 4.439 Stück oder 67,7% im Berichtsjahr. Seit der Einführung des Natur- und Zukunft-Kontos im Jahr 2020 hat die BKS Bank 14.680 Bäume in besonders exponierter Lage gepflanzt. Darüber hinaus werden die auf dem Natur & Zukunft-Konto veranlagten Gelder ausschließlich für die Vergabe von ökologisch nachhaltigen Krediten verwendet. Um den Nachhaltigkeitscharakter des Natur & Zukunft-Kontos auch extern nachweisbar zu machen, wurde es 2022 nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens für Nachhaltige Finanzprodukte UZ 49 zertifiziert.
Im Berichtsjahr haben wir die Einführung eines neuen Kontos für Privatkunden vorbereitet. Das neue Du & Wir-Konto ermöglicht Kunden, sich an der Unterstützung sozialer Projekte zu beteiligen. Für jedes eröffnete Konto fließen 12 EUR an die „Du & Wir-Stiftung“. Die Stiftung unterstützt Menschen in Not sowie Personen, die Betreuungs- und Pflegebedarf haben. Das Konto ist einzigartig in Österreich und unterstreicht erneut unsere Fähigkeit, innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden als auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.# Digitales Angebot stetig ausgebaut
Der Zugang zu unseren Konten erfolgt einfach und sicher über das moderne und benutzerfreundliche Kundenportal MyNet. Im Berichtsjahr haben wir wieder neue Features und Verbesserungen im MyNet realisiert, wie beispielsweise eine neue Funktion, um Konten von anderen Banken einzubinden. Die Anzahl der MyNet-User steigt von Jahr zu Jahr, so auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Anzahl der aktivierten MyNet-Portale ist um 7,7% auf 70.277 Kunden gestiegen und auch die Anzahl der durchgeführten Transaktionen stieg weiter an (+7,14%). Damit man seine Finanzen immer und überall im Überblick hat, bieten wir die BKS App an. Auch dort verzeichnen wir einen starken Zulauf. 2023 wurde die BKS App von rund 36.200 Kunden aktiv genutzt. Das sind um 17,4% mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Wir arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung der BKS App und haben im Berichtjahr den Finanzplaner als neue Funktion eingeführt. Kunden wird damit eine graphisch aufbereitete Übersicht über ihre Einnahmen und Ausgaben geboten. Die Ausgaben werden in Kategorien zusammengefasst, die vom Kunden erweitert und geändert werden können. Zahlreiche Kunden nutzen die neue Funktion bereits. Weiters können Kunden seit 2023 die Zahlungsverkehrskonten anderer Banken in MyNet, unserem Kundenportal, einbinden.
Online-Geschäfte boomen und die Akzeptanz von digitalen Anwendungen hat seit der Pandemie massiv zugenommen. Unsere digitale Bank „BKS Bank Connect“ richtet sich vorwiegend an digital-affine Kunden: Privat- und Firmenkunden können sämtliche Bankgeschäfte des täglichen Lebens online abschließen. Wenn Kunden beraten werden wollen, steht ihnen ein Team an ausgebildeten Kundenbetreuern der BKS Bank Connect zur Seite. Uns ist es wichtig, dass wir auch auf unseren digitalen Kanälen Nähe vermitteln und für unsere Kunden erreichbar sind. Im Berichtsjahr 2023 wurden um 62,2% mehr Produktanträge in der digitalen Bank abgewickelt als im Jahr davor. Rund ein Drittel der Online-Anträge werden an das Filialnetz weitergeleitet. BKS Bank Connect entwickelte sich so zu einer optimalen Ergänzung unseres Filialnetzes. Ein wichtiger Vertriebskanal stellt auch unser Kundenservice-Center dar, welches wir in den letzten Jahren zu einem Kompetenz-Zentrum für Kundenanfragen per Telefon, E-Mail oder Chat entwickelt haben. Im Schnitt werden über 30.000 Anfragen im Monat professionell abgewickelt.
Als verantwortungsbewusste Bank bieten wir unseren Privatkunden auch eine umfangreiche Produktpalette aus dem Versicherungsbereich an. Wir treten dabei als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie, fondsgebundene Lebensversicherungen, auch auf Basis von Einmalerlägen, sowie Risiko- und Unfallversicherungen. Im Berichtsjahr entwickelte sich das Versicherungsgeschäft verhalten. Es gab aber dennoch einige erfreuliche Bereiche: Die Kapitalversicherungen mit laufender Prämiensumme legten, gemessen an der Jahresnettoprämie, um 1,6% zu. Der Vertrieb von Unfallversicherungen entwickelte sich mit einem Plus von 11,3% noch deutlich besser.
In den letzten Jahren ist es uns gelungen, im Privatkundengeschäft wieder profitabel zu sein. Die Zinswende hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Wir werden weiter daran arbeiten, diese positive Entwicklung fortzusetzen. Vor allem die Akquisition neuer Kunden werden wir weiter forcieren. Ein Erfolgsfaktor im Privatkundensegment ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktpalette. Wir werden unseren Fokus im Jahr 2024 unter anderem auf die Umsetzung zahlreicher Digitalisierungs-projekte legen, wie die Implementierung neuer Funktionen in der BKS App. Demnächst werden unsere Kunden beispielsweise ihre Wertpapier-Order auch per App aufgeben können. Weiters haben wir uns vorgenommen, unsere starke Position im Bereich Nachhaltigkeit weiter auszubauen und mit unserem nachhaltig ausgerichteten Produktangebot auch neue Zielgruppen anzusprechen. Ein großes Herzensprojekt haben wir bereits zu Jahresbeginn verwirklicht: Die Gründung der „Du & Wir-Stiftung“ mit einem Stiftungskapital von 500.000,- EUR unter dem Dach der Caritas Stiftung Österreich. Mit der erwirtschafteten Rendite werden Menschen in Not und Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf unterstützt. Unsere Kundinnen und Kunden sind dazu eingeladen, als Zustifterinnen und Zustifter zu agieren. Dies ist ab einem Beitrag von 5.000,- EUR möglich und damit auch für Privatkunden geeignet. Zusätzlich haben wir das “Du & Wir-Konto” eingeführt, das mit jeder Neueröffnung ebenfalls einen Beitrag leistet. Ein Teil des Kontoführungsentgelts fließt automatisch an die Stiftung und so soll das Stiftungskapital nachhaltig wachsen. Auf unseren Auslandsmärkten streben wir danach, weitere Marktanteile zu gewinnen. In Slowenien zählen wir bereits zum größten Wertpapierdienstleister. Um unsere Nr.-1-Position weiter auszubauen, haben wir 2023 die Anlageberatung in Slowenien eingeführt und wollen damit unser Angebot im Wertpapiergeschäft entscheidend erweitern.
Im Segment Financial Markets tragen, neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio, die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften sowie die Ergebnisse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wesentlich zum Ergebnis bei. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit. Der Jahresüberschuss vor Steuern im Segment Financial Markets betrug 84,2 Mio. EUR. Das signifikant gestiegene Segmentergebnis (+83,8 Mio. EUR) ist auf das hervorragende at Equity-Ergebnis zurückzuführen. Die Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen erhöhten sich auf 90,4 Mio. EUR, was auf die erfreulichen Ergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen war. Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten stieg auf 2,8 Mio. EUR. Das Wertpapierportfolio der BKS Bank besteht großteils aus Staatsanleihen solider europäischer Staaten. Als Beimischung zum Portfolio werden hypothekarisch gedeckte Bankschuldverschreibungen (Covered Bonds) mit höchster Bonität gekauft. Wir streben danach, den Anteil nachhaltiger Investments in unserem Nostro-Portfolio auszubauen. Im Berichtsjahr haben wir vorrangig Investments mit ausgezeichnetem ESG-Rating getätigt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | -7,3 | 3,4 |
| Risikovorsorge | -0,5 | -1,7 |
| Provisionsergebnis | -0,4 | -0,3 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 20,7 | 90,4 |
| Handelsergebnis | -1,2 | 0,3 |
| Verwaltungsaufwand | -8,7 | -8,7 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 2,7 | -2,1 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | -4,9 | 2,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 0,4 | 84,2 |
| ROE vor Steuern | - | 8,6% |
| Cost-Income-Ratio | 60,2% | 9,5% |
Das Beteiligungsportfolio ist wenig risikobehaftet. Außerhalb der Finanzbranche halten wir nur wenige Beteiligungen. Zu unseren wichtigsten Beteiligungen zählt unter anderem die 3 Banken-Generali Investment GmbH (3BG), an der wir 15,43% halten. Die 3BG ist eine Kapitalanlagegesellschaft mit Sitz in Linz und beschäftigt über 60 Mitarbeitende. Sie verwaltet rund 11,7 Mrd. EUR, verteilt auf 64 Publikumsfonds und 156 Spezial- und Großanlegerfonds mit deutlichem Fokus auf den Heimatmarkt Österreich. Aus der Depotbank-funktion lukrierten wir Erträge in Höhe von 1,8 Mio. EUR. Weitere Beteiligungen halten wir an der Österreichischen Kontrollbank AG (OeKB), der 3 Banken KFZ-Leasing sowie an der Wiener Börse. Im Berichtsjahr 2023 haben wir insgesamt 2,1 Mio. EUR an Erträgen aus Beteiligungen erzielt, darunter 1,0 Mio. EUR an Ausschüttung von der OeKB. Die Beteiligung an der 3 Banken KFZ-Leasing GmbH im Ausmaß von 10,0% hat Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR eingebracht. Mit dieser Beteiligung partizipieren wir am gesamten österreichischen KFZ-Leasingmarkt. Der Verwaltungsaufwand in diesem Segment blieb mit 8,7 Mio. EUR auf konstantem Niveau und entfiel mit 7,0 Mio. EUR überwiegend auf Personalkosten. Im Aktiv-Passiv-Gremium steuern wir unter anderem die langfristige oder strukturelle Liquidität. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist ein wichtiger Liquiditätsindikator für die langfristige Liquidität. Im Berichtsjahr erreichte die NSFR einen Wert von 123,3%. Zur Stärkung der NSFR haben wir langfristige Anleihen in Höhe von 100 Mio. EUR emittiert. Die steuerungsrelevanten Kennzahlen entwickelte sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Die Cost-Income-Ratio fiel auf 9,5%, der ROE erreichte 8,6%.
Wir gehen davon aus, dass die Leitzinssätze 2024 sinken werden und dass uns die inverse Zinsstruktur noch eine Zeitlang erhalten bleibt. Daher rechnen wir nur mit verhaltenen Ergebnisbeiträgen aus dem Zinsstrukturmanagement. Das Emissionsgeschäft bleibt weiterhin auf der strategischen Agenda, um unsere Liquidität langfristig abzusichern und unseren Kunden attraktive Veranlagungsmöglichkeiten zu bieten. Die Vermeidung von Risiken wird auch 2024 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und Investitionen vorrangig in High Quality Liquid Assets tätigen. Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge abgebildet, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können. In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden.# Jahresergebnis vor Steuern im sonstigen Segment
Das Jahresergebnis vor Steuern im sonstigen Segment betrug -12,9 Mio. EUR nach -20,7 Mio. EUR im Vorjahr. Das Segmentergebnis war weiterhin durch die regulatorischen Kosten belastet. Die Aufwendungen für die Stabilitätsabgabe in der Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe von 3,9 Mio. EUR bzw. 0,6 Mio. EUR schlugen sich hier zu Buche. Der Verwaltungsaufwand im Sonstigen Segment verringerte sich von 14,8 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR, da die Zustiftungen an die BKS Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung sowie an die BKS Mitarbeiterbeteiligungsprivatstiftung im Berichtsjahr den beiden Kundensegmenten zugeordnet wurden; im Jahr zuvor wurden diese im Sonstigen Segment ausgewiesen.
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Gesamtrisikoposition erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung. Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2023 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:
Das harte Kernkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 129,2 Mio. EUR auf 907,5 Mio. EUR, ein Zuwachs um 16,6%. Die harte Kernkapitalquote erhöhte sich von 12,5% auf 13,6%. Das zusätzliche Kernkapital belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 65,2 Mio. EUR. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 216,8 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 1.189,5 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 12,4%. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 17,9%.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Grundkapital | 85,9 | 91,6 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.360,6 | 1.566,3 |
| Abzugsposten | -668,2 | -750,4 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 778,3 | 907,5 |
| Harte Kernkapitalquote | 12,5% | 13,6% |
| AT1-Anleihe | 65,1 | 65,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 65,1 | 65,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 843,4 | 972,7 |
| Kernkapitalquote | 13,6% | 14,6% |
| Ergänzungskapital | 214,7 | 216,8 |
| Eigenmittel insgesamt | 1.058,1 | 1.189,5 |
| Gesamtkapitalquote | 17,0% | 17,9% |
| Total Risk Exposure Amount | 6.213,5 | 6.664,3 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2023. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Die Anforderungen an bankbetriebliche Eigenmittel werden ab 2025 eine wesentliche Veränderung erfahren. Durch die voraussichtliche Anwendung der überarbeiteten Capital Requirements Regulation (CRR III) ab 01. Jänner 2025 wird es teilweise zu einer Neuberechnung des Total Risk Exposure Amounts kommen. Betroffen werden insbesondere folgende Positionen sein:
Die BKS Bank hat sich schon früh mit den geplanten Änderungen durch die CRR III auseinandergesetzt. Es wurde ein Implementierungsprojekt mit allen betroffenen Einheiten aufgesetzt. Probeberechnungen haben dabei eine Erhöhung des Total Risk Exposure Amounts ohne erheblichen Einfluss auf die Eigenmittelquoten ergeben.
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum Jahresultimo 2023 auf 9,1%. Wir überschreiten damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0% deutlich.
Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt. Seit Jänner 2022 ist die MREL-Quote auf Basis des Total Risk Exposure Amount (TREA) zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2023 belief sich die MREL-Quote auf 28,1%. Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestquote von 20,1% haben wir deutlich übertroffen.
Die Beschreibung der Ziele und Methoden des Risikomanagements sowie die Erläuterungen zu den wesentlichen Risiken sind in den Notes ab Seite 178 im Kapitel Risikobericht dargestellt.
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungs-legungsprozess der BKS Bank angeführt. Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Unsere IKS-Koordinatoren unterstützen die Erfüllung der rechnungslegungsbezogenen Anforderungen an das IKS professionell. Gemeinsam mit der Abteilung Rechnungswesen erfolgt eine laufende Weiterentwicklung und eine tourliche Neubewertung der Risiken. Wir verwenden die Software easyGRC zur Unterstützung der Dokumentation und Analyse. In einem jährlichen Steuerungskreislauf wird das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch durchleuchtet. Neue Prozesse werden ergänzt sowie eventuell nicht mehr notwendige Schritte eliminiert. Die Moderation dieser Prozesse obliegt den IKS-Koordinatoren. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch umfassend das European Single Electronic Format (ESEF). Um die Bearbeitung von Eingangsrechnungen zu optimieren, wurde im Berichtsjahr ein elektronischer Workflow installiert, welcher einen Überblick über die Eingangsrechnungen gewährt und die Freigabe von Rechnungen durch die Kompetenzträger und die Zahlungsfreigabe automatisch steuert. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Detaillierte Prozessbeschreibungen und Checklisten ergänzen diese Regelwerke. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontroll- systems. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen und die Konzernkonsolidierung sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen übertragen täglich ihre Daten über Schnittstellen in den General Ledger, der im SAP geführt wird. Zentral verantwortliche Mitarbeitende sind gegebenenfalls auch vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeitenden wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Die ordnungsgemäße Berechnung und Zahlung der betrieblichen Steuern werden monatlich von der Abteilungsleitung Controlling und Rechnungswesen mit dem jeweils zuständigen Mitarbeitenden nachweislich kontrolliert. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet. Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Berechtigungen monitort, Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet. Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen wurden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse informiert.# Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen. Prüfpflichten bestehen auch für unsere Niederlassungen in der Slowakei und Kroatien sowie für alle Leasinggesellschaften.
Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem jährlich erstellten separaten Nachhaltigkeitsbericht. Dieser wird online unter www.bks.at/nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Die Informationen auf den folgenden Seiten stellen einen Auszug über ausgewählte Entwicklungen unserer nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar. Über die erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art. 8 der Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht berichtet.
Die BKS Bank hat seit langem eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert. Die derzeit gültige Nachhaltigkeitsstrategie 2021-2025 wurde im Jahr 2020 unter dem Motto „Verantwortungsbewusst in eine lebenswerte Zukunft“ erarbeitet. Zwischenzeitig führen wir Strategie-Updates durch, wenn wesentliche Änderungen in internationalen Standards oder sonstige Entwicklungen eine Anpassung erfordern. Im Zuge der Überprüfung der Unternehmensstrategie haben wir im Berichtsjahr leichte Anpassungen in der Ausformulierung der wesentlichen strategischen Ziele vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr werden wir die Nachhaltigkeitsstrategie umfangreich überarbeiten, um den Anforderungen aus der CSRD gerecht zu werden.
Die strategische Ausrichtung im Bereich der Nachhaltigkeit stellen wir mit einem strukturierten Nachhaltigkeitsstrategieprozess und einer seit vielen Jahren etablierten Nachhaltigkeitsorganisation sicher. Die Hauptverantwortung liegt aufgrund der hohen strategischen Bedeutung im Verantwortungsbereich der Vorstandsvorsitzenden. Diese informiert auch den Aufsichtsrat über die Nachhaltigkeitsaktivitäten und den Zielerreichungsgrad der Nachhaltigkeits-KPIs. Im Fokus ihrer Nachhaltigkeitsaufgaben steht auch die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie in Zusammenarbeit mit dem Top-Management. Unter der Koordination der Nachhaltigkeitsbeauftragten arbeiten mehrere ESG-Teams im In- und Ausland an unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Beispielhaft genannt seien das Team zur Umsetzung der Anforderungen aus dem EU-Aktionsplan, das Umweltteam oder das Team zum Audit „berufundfamilie“. In vierteljährlichen Nachhaltigkeits-Jours fixes wird mit mehreren Vorstandsmitgliedern der Fortschritt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert und die weiteren Schritte definiert.
Zu den ESG-Faktoren zählen in der Regel Umwelt, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Mit diesen gehen sowohl Chancen als auch Risiken einher. Ziel der BKS Bank ist es, Chancen aus ESG-Faktoren bestmöglich zu nutzen und aus adversen Entwicklungen resultierende Risiken zu mitigieren. ESG-Risiken und -Chancen, darunter im Speziellen auch Klimarisiken, werden im Risk-Assessment beurteilt, in der Risikostrategie verankert und auf Einzelkundenebene über Softfacts beurteilt. Sie werden im Kreditrisiko-Jour fixe und im Aktiv-Passiv-Management-Gremium mit dem Vorstand auf breiter Basis diskutiert und bewertet sowie Investitionsentscheidungen darauf abgestellt. Die Gesamtverantwortung für das ESG-Risikomanagement trägt der Vorstand. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der einzelnen Risikoarten.
Unter Nachhaltigkeits- oder ESG-Risiken verstehen wir Ereignisse oder Bedingungen aus Umwelt (E), Sozialem (S) oder Unternehmensführung (G), die tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Reputation haben können. Dazu zählen wir auch negative Auswirkungen, die unser Geschäftsmodell auf die Gesellschaft, auf Arbeitnehmer- und Umweltbelange haben könnten. Wir kategorisieren ESG-Faktoren unter dem Blickwinkel der doppelten Wesentlichkeit. Inside-out-Faktoren sind jene, bei denen unsere Aktivitäten Folgen für Umwelt und Gesellschaft haben könnten. Unter die Outside-in-Perspektive fallen Einflüsse, die von außen auf uns einwirken und Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben könnten. Auch die Betrachtung von Wechselwirkungen zwischen ESG- und finanziellen Risiken spielt eine essenzielle Rolle in unserem ESG-Risikomanagementprozess. Zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von ESG-Risiken und -Chancen setzen wir vielfältige Due-Diligence-Prozesse ein. Beispielhaft genannt seien das jährliche Riskassessment, eine Analyse hinsichtlich der Vulnerabilität unserer Kundenportfolios gegenüber Klimarisiken, regelmäßige Mitarbeiter- und Kundenbefragungen oder unser Compliance-, Antikorruptions- und AML-Management. Im Rahmen des ESG-Riskassessments wurden auch 2023 mehrere Analysen auf Einzelkunden- und Portfolio-Ebene durchgeführt. Die Stresstests erfolgten in Anlehnung an die Methodik des EZB-Stresstests aus dem Jahr 2022. So wurde unter anderem erneut eine Betroffenheitsanalyse erstellt, bei der – gegliedert nach Branchen – die Ausfallswahrscheinlichkeit und die zu erwartende Betroffenheit gegenübergestellt wurden. Das Ausmaß des Einflusses wurde anhand des an den jeweiligen Sektor vergebenen Kreditvolumens gewichtet. Ferner wurde eine Heatmap zu den ESG-Risikotreibern erstellt, welche die Eintrittswahrscheinlichkeit einzelner Risikotreiber festhält. Aus den Ergebnissen der Due-Diligence-Prozesse leiten wir Mitigationsmaßnahmen zur Risikominimierung ab.
| ESG-Risikomanagementprozess | Volumen nachhaltiger Produkte |
|---|---|
| BKS Portfolio-Strategie nachhaltig | 1,4 Mrd. EUR |
| Emittierte Green und Social Bonds | |
| Nachhaltige Investmentbausteine in den BKS Portfolio-Strategie-Varianten | |
| Öko-Sparbuch | |
| Grünes Sparbuch | |
| Nachhaltige Finanzierungen | |
| Green Loan in Slowenien und Kroatien | |
| Green Leasing |
Als verantwortungsvoll agierende Bank nutzt die BKS Bank schon viele Jahre Chancen, die aus ESG-Faktoren entstehen, als Innovationstreiber. Wir verfügen mittlerweile über ein großes Angebot an nachhaltigen Produkten und die Nachfrage wächst und wächst. Im Berichtsjahr ist das Volumen nachhaltiger Produkte auf 1,4 Mrd. EUR gestiegen, ein erfreulicher Zuwachs um 23,4%. Der Anteil der nachhaltigen Produkte an der Bilanzsumme nahm von 10,6% auf 13,1% zu. ESG-Chancen liegen aber auch im nichtfinanziellen Bereich wie beispielsweise im Personalmanagement. Zahlreiche Leistungen für unsere Beschäftigten schaffen ein positives Employer Branding, die betriebliche Gesundheitsförderung hält die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden hoch. Eine wirkungsvolle Compliance und gute Governance helfen, Reputationsschäden und Strafen zu vermeiden und unsere Position als verantwortungsbewusster Geschäftspartner am Markt zu stärken. Eine wichtige Quelle zum Erkennen von Chancen stellen auch die Dialoge mit unseren Stakeholdern dar. Im Berichtsjahr haben wir eine umfassende Stakeholder-Befragung als Vorbereitung auf die Neuerungen aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) durchgeführt. Die Befragung wurde als Online-Umfrage konzipiert, um eine möglichst große Gruppe von Stakeholdern zu erreichen.
Klimaschutz hat in der EU einen bedeutenden strategischen Stellenwert. Mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, dem Green Deal und Fit for 55 wurden in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen geschaffen, die die Erreichung der Klimaziele ermöglichen sollen. Diese regulatorischen Neuerungen betreffen nicht nur unser Kerngeschäft, sondern bringen auch für einen Großteil unserer Kunden wesentliche Veränderungen. Als Finanzinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, unsere Kunden bei dieser Transformation bestmöglich zu unterstützen. Wir zählen zu den Gründungsmitgliedern der Green Finance Alliance, einer Initiative des Klimaschutzministeriums für zukunftsorientierte Finanzinstitute. Mit dieser Mitgliedschaft gehen für uns weitreichende Verpflichtungen einher, wie beispielweise die Ausrichtung unseres Kredit- und Investmentportfolios an den Pariser Klimaschutzzielen oder das Erreichen der Klimaneutralität. Um diese Ziele zu erreichen, haben wir Ende 2023 wissenschaftsbasierte Ziele bei der Science-based-Target-Initiative zur Validierung eingereicht. Science-based-Targets unterstützen den Weg, um das eigene Geschäftsmodell zu dekarbonisieren und sich ambitionierte Klimaziele zu setzen. Darüber hinaus bilden sie die Basis für den Klimatransitionsplan, der ein Bestandteil der CSRD ist. Die Ergebnisse der Validierung durch die Science-based-Target-Initiative erwarten wir bis Mitte des Jahres 2024.# Klima- und Engagementstrategie entwickelt
Wir streben danach, klimabezogene Themen in allen Unternehmensbereichen zu berücksichtigen. Wir haben daher eine eigene Klimastrategie nach den Anforderungen der Green Finance Alliance erarbeitet, die die strategische, klimabezogene Ausrichtung und Zielsetzung der BKS Bank widerspiegelt. In der Klimastrategie sind unter anderem klare Zielvorgaben definiert, bis wann der Ausstieg aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernenergie zu erfolgen hat. Ein entscheidender Faktor zur Erreichung der Ziele der Klimastrategie ist der Ausbau grüner Wirtschaftstätigkeiten sowie die Dekarbonisierung bestehender Prozesse bei den Unternehmen. Um diese Transformation zu erreichen, sind wir als Mitglied der Green Finance Alliance aufgefordert, in den Dialog mit unseren Kunden zu treten, um mit ihnen gemeinsam Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz zu entwickeln. Dieses Vorgehen wird als Engagement bezeichnet. Wir haben unsere geplanten Aktivitäten in einer Engagement-Strategie festgehalten. Die Klima- und Engagementstrategie ist auf unserer Website veröffentlicht.
Mit ökologisch nachhaltigen Finanzierungen, Veranlagungsprodukten, dem Grünen Sparbuch und dem Natur & Zukunft-Konto bieten wir unseren Kunden bereits ein umfangreiches „grünes“ Produktangebot an. Im Berichtsjahr haben wir im Finanzierungsbereich das Produktangebot um den „Energie- und Zukunft-Kredit“ erweitert. Mit diesem Kredit werden Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, die Umstellung von Heizsystemen sowie Technologien für Energieeffizienz realisiert. Darüber hinaus forcierten wir im Berichtsjahr den Sanierungsbonus des Klimaschutzministeriums. Unsere Kunden wurden in Beratungsgesprächen aktiv über diese Förderoffensive informiert. Bei jeder neuen Kreditvergabe prüfen wir, ob der Verwendungszweck einer ökologisch nachhaltigen Investition zugeordnet werden kann. Im Berichtsjahr haben wir den bestehenden Kriterienkatalog zu einem Sustainable Finance Framework weiterentwickelt. Zur Beurteilung, ob die Finanzierung dem Sustainable Finance Pool zugerechnet werden kann, wurden klare Eignungskriterien festgelegt. Darüber hinaus soll durch das Sustainable Finance Framework garantiert werden, dass die Kontoeinlagen auf dem Natur & Zukunft-Konto ausschließlich für ökologisch nachhaltige Finanzierungen verwendet werden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Volumen an grünen Krediten von 508 Mio. EUR auf 622 Mio. EUR gewachsen. Der Bereich der ökologisch nachhaltigen Veranlagungen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls sehr gut entwickelt. Im Berichtsjahr haben wir drei neue Green Bonds begeben. Anfang des Jahres gleich zwei, welche in die Errichtung eines Biomassewerkes der Hasslacher Energie GmbH investierten. Ein weiterer Green Bond finanzierte ein Kärntner Leuchtturmprojekt – die Errichtung von mehreren PV-Anlagen mit einer Leistung von 8,6 MWp durch die Kelag, Kärntens größten Stromanbieter. Das gesamte Emissionsvolumen in Höhe von 8,0 Mio. EUR konnte in wenigen Wochen platziert werden. Die Zeichnung des Green Bonds war erstmalig auch für unsere slowenischen Kunden möglich. Eine hohe Transparenz in der Ausgestaltung unserer nachhaltigen Produkte liegt uns sehr am Herzen. Wir sind daher sehr stolz darauf, dass alle bisher emittierten Green, Social oder Sustainability Bonds extern geprüft wurden und dass für jeden Bond eine Second Party Opinion (SPO) vorliegt.
Ungebrochen hoch ist die Beliebtheit unseres Natur & Zukunft-Kontos, das ein langfristiges Projekt zur Aufforstung heimischer Schutzwälder unterstützt. Im Berichtsjahr konnte der Nettosaldo auf diesen Konten auf 94,4 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einen Zuwachs von 32,0%. Die Zahl der insgesamt abgeschlossenen Natur & Zukunft-Konten betrug Ende 2023 knapp 11.000 Stück, ein Zuwachs von 4.439 Stück oder 67,7% im Berichtsjahr. Es ist uns eine Freude, unserem Versprechen, pro abgeschlossenem Konto einen Baum zu pflanzen, stetig nachzukommen. Seit der Einführung des Natur- & Zukunft-Konto im Jahr 2020 – die Idee wurde im Rahmen einer Ausbildung von Nachwuchsführungskräften geboren – hat die BKS Bank 14.680 Bäume gepflanzt. Wie bereits erwähnt, werden die auf dem Natur & Zukunft-Kontos veranlagten Gelder ausschließlich für die Vergabe von ökologisch nachhaltigen Krediten verwendet. Das Natur & Zukunft-Konto ist nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens für Nachhaltige Finanzprodukte UZ 49 zertifiziert.
Seit 2012 erheben wir den Carbon Footprint aus unserer direkten Geschäftstätigkeit. Begonnen haben wir mit der Berechnung der Scope 1- und 2-Emissionen, seit 2021 erheben wir auch ausgewählte Scope 3-Emissionen. Da der Großteil der von uns verursachten Emissionen aber indirekt durch Kredite und Veranlagungsprodukte entsteht, ermitteln wir ebenfalls seit 2021 die indirekten Emissionen (Financed Emissions) nach dem Standard der Partnership für Carbon Accounting Financials.
Im Vergleich zu produzierenden Unternehmen der Industrie und des Gewerbes entsteht der Großteil unserer Emissionen durch von uns finanzierte CO2-Emissionen. Seit der erstmaligen Berechnung im Jahr 2021 haben wir uns stetig weiterentwickelt. Nachdem wir letztes Jahr weiter an der Datenqualität und der Standardisierung für die Erhebung der Daten gearbeitet haben, sind im Berichtsjahr drei weitere Produktgruppen hinzugekommen. Erstmals weisen wir die finanzierten Emissionen für Wohnhypothekarkredite, Gewerbeimmobilienkredite und für Projektfinanzierungen aus. Ferner haben wir zum Stichtag 31. Dezember 2023 die finanzierten Emissionen für Staatsanleihen im Eigenportfolio erhoben. In die Ermittlung der Financed Emissions wurden daher folgende Produktklassen einbezogen:
Die gesamten Financed Emissions für die oben beschriebenen Assetklassen beliefen sich zum Jahresende auf rund 2,5 Mio. t CO2-Äquivalente (Scope 1, 2 und 3).
| Assetklasse | Summe der erfassten Finanzierungen und Investitionen in Tsd. EUR | Scope 1- und 2-Emissionen in t CO2-Äqu. | Scope 3-Emissionen in t CO2-Äqu. | Emissionsintensität in t CO2-Äqu./ Mio. EUR Invested¹⁾ |
|---|---|---|---|---|
| Scope 3.15 Unternehmenskredite | 3.897.409 | 389.108 | 1.676.309 | 530 |
| Immobilienkredite²) | 1.657.321 | 29.327 | k.A. | 18 |
| Projektfinanzierungen | 98.161 | 3.367 | k.A. | 34 |
| Kfz-Kredite³) | 28.177 | 5.089 | k.A. | 181 |
| Eigenportfolio | 1.030.898 | 159.186 | 111.688 | 263 |
| Zwischensumme | 6.711.966 | 586.077 | 1.787.997 | 354 |
| Scope 3.13 KFZ-Leasingfinanzierungen⁴⁾ | 334.792 | 150.939 | k.A. | 451 |
| Summe | 7.046.758 | 737.016 | 1.787.997 | 358 |
1) Die Emissionsintensität von 358 t CO2-Äqu./Mio. EUR Invested ergibt sich nicht durch Summieren der darüberstehenden Werte, sondern wird anhand folgender Formel berechnet: Scope 1-, 2- und 3-Emissionen / Summe der erfassten Finanzierungen * 1.000
2) Bei Immobilienfinanzierungen wurden nur Scope 1- und 2-Daten herangezogen. Dies deckt sich auch mit der Empfehlung von PCAF für Immobilienfinanzierungen.
3) Bei Kfz-Krediten wurden nur Scope 1 und 2 Daten herangezogen. Dies deckt sich auch mit der Empfehlung von PCAF für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.
4) Für das Leasingportfolio erfolgte die Berechnung in Übereinstimmung mit dem Leitfaden des GHG Protocols zu nachgelagerten geleasten Assets (downstream leased assets), da diese nicht in der PCAF-Methodologie erfasst sind.
Der Carbon Footprint für die direkte Geschäftstätigkeit entwickelte sich im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend und betrug 2.038 t CO2-Äquivalente. Im Vergleich zu 2022 bedeutete dies einen Rückgang um erfreuliche 15%, obwohl wir die Berechnung auf unseren neuen Standort in Serbien ausgeweitet haben. Je Mitarbeitenden errechnet sich daraus ein Emissionswert von 2,0 t CO2-Äquivalente (-16,1%). Damit haben wir unser Ziel, bis 2025 eine Reduktion auf 2,0 t CO2-Äquivalente je Mitarbeitenden zu erreichen, bereits erfüllt. Die An- und Abreise unserer Mitarbeitenden verursacht die meisten Treibhaus-emissionen. Erfreulich ist, dass diese im Jahr 2023 um 19% zurückgingen und 990 t CO2-Äquivalente betrugen. Bei Fernwärme und Strom, die beiden verursachen nach der An- und Abreise zum Arbeitsplatz die meisten Emissionen, verzeichneten wir ebenfalls Rückgänge. Der Carbon Footprint bei der Fernwärme belief sich auf 206 t CO2-Äquivalente und bei Strom auf 117 t CO2-Äquivalente. In Slowenien haben wir unseren Carbon Footprint dank des Umstiegs auf erneuerbare Energiequellen um 31% gesenkt – von 647 t auf 448 t CO2-Äquivalente.
Das Handlungsfeld „S Gesellschaftliches und soziales Engagement“ unserer Nachhaltigkeitsstrategie umfasst Arbeitnehmerbelange und soziale und gesellschaftliche Aktivitäten. Die Entwicklung gesellschaftlich und sozial nachhaltiger Produkte und die vielfältigen Maßnahmen für das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden verfolgen wir damit in diesem Handlungsfeld.
Die BKS Bank strebt gesellschaftliche und soziale Nachhaltigkeit im Kerngeschäft an. Dabei fokussieren wir uns insbesondere auf das Produkt- und Serviceangebot für ältere Menschen, auf die Finanzierung von gemeinnützigen Wohnbauprojekten und die Errichtung von medizinischen Nahversorgungszentren. Im Berichtsjahr haben wir unser Produktangebot im Finanzierungsbereich erweitert. Zum Silberkredit, den wir bereits 2016 eingeführt haben und der sich speziell an Senioren richtet, haben wir für Menschen, die eine Aus- und Weiterbildung finanzieren wollen, den Bildung & Zukunft-Kredit neu entwickelt. Insgesamt belief sich das Volumen sozial nachhaltiger Finanzierungen im Berichtsjahr auf 482,6 Mio. EUR.# Du & Wir-Stiftung einzigartig in Österreich
Aus unseren Aktivitäten zur Nachhaltigkeit schöpfen wir eine große Innovationskraft. Im Dezember 2023 haben wir die „Du & Wir-Stiftung“ unter dem Dach der Caritas Stiftung Österreich gegründet. Wir sind die einzige Bank bisher, die eine solche Stiftung gegründet hat. Diese Stiftung verfolgt den Zweck der unmittelbaren Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen und von Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Staats- und ethnischer Zugehörigkeit oder politischer Überzeugung sowie unabhängig vom Verschulden. Die Stiftung wurde von der BKS Bank mit einem Stiftungskapital von 500.000,- EUR ausgestattet. Zustiftungen Dritter werden angestrebt, sodass langfristig und kontinuierlich Unterstützungsleistungen aus den Erträgen des veranlagten Stiftungskapitals an soziale Projekte fließen können.
Der BKS Bank Konzern ist Arbeitgeber für 1.146 Personen aus 15 Nationen, darunter 681 Frauen. Ein Fokus unserer Nachhaltigkeitsstrategie liegt auf der Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Erfreulicherweise haben wir im Berichtsjahr die interne Benchmark von 35,00% wieder übertroffen, der Frauenanteil in der Führung betrug zum Jahresultimo erfreuliche 36,4%. Einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hat das Frauenkarriereprogramm, das bislang 86 Mitarbeiterinnen absolviert haben. Im Berichtsjahr ist das erste internationale Frauenkarriereprogramm mit 14 Teilnehmerinnen abgeschlossen worden. Positiv auf die Entwicklung von Frauenkarrieren wirken auch Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erhöhen. In Österreich, Slowenien und Kroatien trägt die BKS Bank das jeweils landesübliche Zertifikat als familien-freundlicher Arbeitgeber.
Exzellente Beratungsleistungen können nur von gut ausgebildeten Mitarbeitenden erbracht werden. Die BKS Bank legt daher großen Wert auf eine hochwertige Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. 2023 verbrachten unsere Beschäftigten 41.024 Stunden auf Aus- und Weiterbildungen, die als Präsenz- und Online-Veranstaltungen, Webinare oder E-Learnings angeboten wurden. Das umfangreiche Angebot an Aus- und Weiterbildungschancen ist ein Kernelement unserer Employer Branding Strategie, um für bestehende und potentielle Mitarbeitende ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.
Großes Augenmerk legten wir auch auf die Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Das Jahresprogramm von „Durch die Bank gesund“ zum Thema Stoffwechsel besuchten 353 Mitarbeitende.
| Mitarbeitende | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 1.145 | 1.145 | 1.146 |
| •davon in Österreich | 856 | 854 | 851 |
| •davon in Slowenien | 158 | 152 | 155 |
| •davon in Kroatien | 82 | 90 | 85 |
| •davon in der Slowakei | 45 | 47 | 46 |
| •davon in Serbien | - | - | 6 |
| •davon in Italien | 4 | 2 | 3 |
| •davon Frauen | 663 | 664 | 681 |
| •davon Männer | 482 | 481 | 465 |
| •davon Mitarbeitende mit Beeinträchtigungen | 24 | 27 | 26 |
Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht besonders vermerkt – in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch Mitarbeitende nicht konsolidierter Gesellschaften.
Das Jahr 2023 war durch eine hohe Inflation geprägt, die zahlreiche Menschen stark getroffen hat. Auch soziale Einrichtungen waren mit deutlich höheren Betriebskosten konfrontiert. Als verlässlicher Partner der Gesellschaft unterstützen wir zahlreiche Organisationen mit finanziellen Mitteln, Sachleistungen oder Corporate Volunteerings. Bei der Entscheidung, welche Projekte wir unterstützen, leiten uns unsere Sponsoring-Grundsätze. Wir fokussieren beim Sponsoring auf die Bereiche Kultur, Soziales und Bildung. Wir streben nach langjährigen Partner-schaften, wo wir aus der Erfahrung wissen, dass mit einer kontinuierlichen Unterstützung ein höherer Impact erzielt werden kann als durch einmalige Förderungen. Im Berichtsjahr haben wir wieder eine Reihe von kulturellen Initiativen finanziell unterstützt, darunter den Carinthischen Sommer, das Stadttheater Klagenfurt oder die Tage der deutschsprachigen Literatur.
Auch die Beseitigung sozialer Ungleich-heiten ist uns eine Herzensangelegenheit. Seit 2008 ist die BKS Bank Hauptförderer von Kärntner in Not. Diese Initiative gibt Betroffenen in unterschiedlichen Notlagen unbürokratisch Hilfe. Im Sommer 2023 waren Kärnten, die Steiermark und Slowenien von schweren Unwettern betroffen. Bei einer Spendenaktion zugunsten der Unwetteropfer spendeten unsere Mitarbeitenden 11.893,- EUR. Die BKS Bank erhöhte diese Summe auf 26.000,- EUR, die zwischen dem Verein „Kärntner in Not“, der Caritas Steiermark und der Caritas Slowenien aufgeteilt wurde.
| Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2022 | Stand 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Wir sind die nachhaltigste Bank Österreichs | Best of Class in Sachen Nachhaltigkeit: ISS ESG-Prime | ü | ü | ü |
| VÖNIX-Indexmember | ü | ü | ü | |
| EMAS-zertifiziert | ü | ü | ü | |
| Green Brand | ü | ü | ü | |
| Eine gute Governance ist Bestandteil unseres täglichen Tuns | Keine maßgeblichen Strafen durch die Aufsichtsbehörden | Keine maßgebliche Strafe | 1 maßgebliche Strafe | Keine maßgebliche Strafe |
| Keine begründete Beschwerden bei der Datenschutzbehörde | ü | ü | ü | |
| Wir arbeiten für und investieren in ein nachhaltiges Wachstum | Kreditwachstum größer als 4,0% | 5,9% | 3,1% | 3,3% |
| Steigerung der Kundenanzahl um 2,0% pro Jahr | 191.200 | 196.200 | 195.800 | |
| Wir wertschätzen unsere Mitarbeitenden und sind stolz auf diese | Mitarbeiterbefragung: Gesamtzufriedenheit liegt mindestens bei 1,9 | 2,0 (Befragung 2021) | 2,0 (Befragung 2021) | |
| Der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt auf 35% | 31,6% | 35,9% | 36,4% | |
| Mindestens 25% der Mitarbeitenden nehmen p.a. am Programm der betrieblichen Gesund-heitsförderung teil | 27,7% | 17,6% | 30,8% | |
| Der Gender-Pay-Gap wird auf 12% reduziert | 16,5% | 16,7% | 15,8% | |
| Unsere Mitarbeitenden sind Multiplikatoren für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung | Mindestens 10% aller Mitarbeitenden beteiligen sich p.a. an einem Corporate Volunteering | 10,4% | 3,5% | 5,2% |
| 90% unserer Mitarbei-tenden haben eine CSR-Ausbildung absolviert | 40,5% | 79,0% | 95,3% |
1) Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.
| Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2022 | Stand 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Mit exzellenter Beratung begeistern wir unsere Kunden | EFQM – Recognised for Excellence 6 Star2) | EFQM – Recognised for Excellence 5 Star | EFQM – Recognised for Excellence 5 Star | EFQM – Recognised for Excellence 6 Star |
| Gesamtzufrieden-heitsnote von 1,5 in unserer Kunden-befragung | 1,5 | 1,5 | 1,5 | |
| Nachhaltigkeit verstehen wir als Innovationstreiber für nachhaltige Bankprodukte | Der Anteil unserer nachhaltigen Produkte an der Bilanzsumme beträgt 15% | 4,5% | 10,7% | 13,1% |
| Das Neukreditvolumen nachhaltiger Finanzierungen beträgt p.a. 200 Mio. EUR2) | 131,5 | 255,6 | 259,4 | |
| Der Anteil an ESG-Investmentbausteinen in der Vermögens-verwaltung erhöht sich auf über 30% | k.A. | 29,8% | 36,0% | |
| Wir streben Klima-neutralität an | Reduktion des Carbon Footprint je Mit-arbeitenden auf 2,0 t CO2-Äquivalente | 1,0 t CO2-Äquivalente | 2,4 t CO2-Äquivalente | 2,0 t CO2-Äquivalente |
| Der Gesamtenergie-verbrauch sinkt bis 2025 auf 7,2 GWh | 7,6 GWh | 8,3 GWh | 8,1 GWh | |
| Wir entwickeln unsere Immobilien zu Green Buildings | Mindestens fünf bauliche Maß-nahmen in Richtung Green Building p.a. | ü | ü | ü |
| Wir engagieren uns in Netz-werken der Verantwortung | UN Global Compact | ü | ü | ü |
| respACT – austrian business council for sustainable development | ü | ü | ü | |
| Verantwortung zeigen! | ü | ü | ü | |
| Wir tragen dazu bei, die Chancengleichheit in der Gesellschaft zu erhöhen | Mindestens fünf Financial Literacy-Maßnahmen jährlich | ü | ü | ü |
1) Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.
2) Das EFQM-Bewertungssystem wurde ab dem Jahr 2020 neu definiert und um weitere Exzellenzstufen ergänzt, die Bewertung der BKS Bank erfolgte noch nach dem vorher gültigen Modell. Im Oktober 2023 stellten wir uns erneut dem Assessment der Quality Austria und erhielten die Auszeichnung „EFQM recognised for Excellence 6 Stars“.
Die BKS Bank AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 UGB.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hob Ende Januar seine Konjunkturprognose für die Weltwirtschaft 2024 von 2,9% auf 3,1% an. Das prognostizierte Wachstum liegt dennoch deutlich unter dem Schnitt der Jahre 2000 bis 2019, in denen die globale Wirtschaft jährlich durchschnittlich um 3,8% wuchs. Während die chinesische Wirtschaft um 4,1% und die US-Wirtschaft um 2,1% wachsen sollen, wurde die Prognose für die Eurozone von 1,2% auf 0,9% gesenkt. Nahezu halbiert wurde die Wachstumserwartung für die deutsche Wirtschaft – von 0,9% auf 0,5%. Deutschland dürfte damit weiterhin das niedrigste Wachstum der G7-Länder bevorstehen. Für Österreich legte der IWF keine neue Prognose vor. Im Oktober ging man für 2024 von einem österreichischen Wirtschaftswachstum von 0,8% aus. Auf unseren Auslandsmärkten wird mehr Rückenwind für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet: Laut Bloomberg Konsensus-Einschätzungen wird es in Slowenien ein BIP-Wachstum von 2,2%, in Kroatien von 2,5%, in Serbien von 3,0% und in der Slowakei von 1,9% geben. Angesichts sinkender Inflationsraten und der Aussicht auf Zinsrückgänge hat sich die Wahrscheinlichkeit eines Konjunktureinbruchs verringert. Sollten die Inflationsrisiken weiter nachgeben und sich die Finanzierungsbedingungen schneller verbessern als derzeit erwartet, könnte das Wachstum nach oben hin überraschen.# Unsicherheitsfaktoren
Unsicherheitsfaktoren bleiben aber die jüngsten Anstiege der Rohstoffpreise, die Immobilienkrise in China, sowie geopolitische Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten.
Nach der fulminanten Jahresendrallye 2023 könnten die ersten Monate 2024 schwankungsintensiv sein. Insbesondere dann, wenn der Markt zu der Ansicht gelangt, dass die erwartenden Zinssenkungen im Jahr 2024 nicht in dem eingepreisten Umfang erfolgen. Auf Jahressicht sollten sich tiefere Zinsen auf die Aktienmärkte jedoch positiv auswirken; auch die schwache Industriestimmung scheint einen Boden gefunden zu haben. Immer noch attraktiv erscheinen Anleihemärkte. Insbesondere Anleihen mit guter Bonität bieten verhältnismäßig attraktive Renditen. Die wichtigsten Prognosen deuten daher darauf hin, dass 2024 mit einer moderaten Erholung der konjunkturellen Lage sowie nachlassendem Inflationsdruck gerechnet werden kann. Dementsprechend sollte die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Privatkunden in den kommenden Monaten wieder steigen. Auch der Außenhandel und der Industriesektor sollten sich im Laufe des Jahres 2024 wieder positiv entwickeln.
Vor allem in den ersten Monaten rechnen wir weiterhin mit einer verhaltenen Kreditnachfrage, wenngleich es im vierten Quartal 2023 erste Anzeichen für eine Erholung gab. Zäh gestaltet sich die Erholung der Bau- und Immobilienwirtschaft. Daher rechnen wir in diesem Segment noch mit höheren Kreditausfällen. Das jüngste Konjunkturpaket der Bundesregierung könnte aber zu einer weicheren Landung führen. In den nächsten Monaten sind Zinssenkungen der Zentralbanken zu erwarten. Zeitpunkt und Ausmaß sind abhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Die Herausforderung wird sein, den Druck auf die Margen im Kredit- und Einlagengeschäft angesichts des sich verändernden Zinsniveaus abzufedern.
Im Dienstleistungsgeschäft sehen wir weiterhin Wachstumspotenzial, insbesondere im Zahlungsverkehr, der bereits in den vergangenen Jahren für zweistellige Zuwachsraten gesorgt hat. Um in diesem hochkompetitiven Bereich erfolgreich zu bleiben, arbeiten wir derzeit an der Einführung eines neuen Kundenportals für Firmenkunden. Dieses Portal wird im Firmenkundengeschäft ab Sommer 2024 neue Maßstäbe setzen. Im Wertpapiergeschäft erwarten wir insgesamt verbesserte Ergebnisse. Die Einführung der Anlageberatung in Slowenien im vergangenen Jahr wird zusätzliche Erträge in diesem Bereich generieren.
Die digitale Transformation begleitet uns bereits seit vielen Jahren. Wir sind stolz darauf, dass wir im Privatkundengeschäft sämtliche Bankprodukte digitalisiert haben und auch im Firmenkundengeschäft bereits wichtige Meilensteine geschafft haben. Dazu zählen unter anderem die schrittweise Digitalisierung des komplexen Firmenkundenkreditprozesses oder digitale Services wie das Online-Garantie- modul, mit dem Garantien orts- und zeitunabhängig verwaltet werden können. Auch die Implementierung neuer Funktionen in die BKS App steht auf der Agenda. Demnächst werden unsere Kunden beispielsweise ihre Wertpapier-Order auch per App aufgeben können.
Im Hintergrund setzen wir verstärkt auf Automatisierungsprozesse und die individualisierte Kundenansprache über sämtliche Kanäle. Als Basis für diese Customer Journey Orchestration kommen Datenanalysen zum Einsatz. Das Ziel ist, dass Kunden individualisierte Angebote zum richtigen Zeitpunkt über den von ihnen genutzten Vertriebskanal erhalten. Die Ergebnisse der ersten gelaunchten Customer Journey im Jahr 2023 waren vielversprechend: 61% der Kunden, die ihr Kundenportal seit längerer Zeit nicht mehr nutzten, stiegen – nachdem wir digital auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht hatten – wieder in ihr Kundenportal ein. 41% der Kunden, die bisher nur das Kundenportal nutzten, aktivierten die BKS Banking App. 2024 werden wir den Einsatz der Customer Journey Orchestration weiter ausbauen.
Ein wahres Mammutprojekt, das uns 2024 weiter beschäftigen wird, ist die Vereinheitlichung unserer IT-Landschaft und eine Harmonisierung unserer Strukturen auf den In- und Auslandsmärkten. Dadurch wollen wir Kosten einsparen sowie Wachstums- und Effizienzpotenziale optimal nutzen.
Auch im kommenden Jahr wird Nachhaltigkeit ein zentrales Thema sein, mit einer besonderen Betonung auf der sozialen Komponente der Nachhaltigkeit. Während in den vergangenen Jahren vor allem der Klimaschutz im Fokus stand, gewinnt das gesellschaftliche Engagement immer mehr an Bedeutung. Wir werden uns 2024 verstärkt den großen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, die im Bildungsbereich, in der Migration oder in der Altenpflege zu bewältigen sind. Mit der Gründung der Du & Wir-Stiftung haben wir 2023 bereits einen ganz besonderen Meilenstein gesetzt. 2024 haben wir darüber hinaus mit dem Du & Wir-Konto auch ein sozial nachhaltiges Konto auf den Markt gebracht, welches ebenfalls laufend einen Beitrag zur Stiftung leisten wird.
Weiters verfolgen wir konsequent unser Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein und bis 2040 unser Kredit- und Investmentportfolio an den Klimaschutzzielen von Paris ausgerichtet zu haben. Im Dezember 2023 haben wir bereits wissenschaftsbasierte Klimaschutzziele bei der Science-based-Target-Initiative zur Validierung eingereicht haben. Wir gehen davon aus, dass der Validierungsprozess Ende des ersten Halbjahres 2024 abgeschlossen sein wird. Wichtige nachhaltige Schwerpunkte des Jahres 2024 sind außerdem die Weiterentwicklung unserer Immobilien zu Green Buildings sowie die Emission weiterer Green und Sustainability Bonds. Wir wollen weiterhin eine führende Rolle in der Finanzierung nachhaltiger Entwicklungen einnehmen und gleichzeitig attraktive Investitionsmöglichkeiten für unsere Kunden schaffen.
Bereits im Vorjahr haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt, indem wir unser Vorstandsteam verstärkt haben. Mag. Dietmar Böckmann bringt als Digitalisierungsexperte umfassende Erfahrung und ein tiefgreifendes Verständnis für technologische Entwicklungen und digitale Innovationen mit, während Claudia Höller als Risikovorständin sicherstellen wird, dass wir uns gut an die sich ständig ändernde Risikolandschaft anpassen und unsere Risikoträgfähigkeit nicht aus dem Auge verlieren werden. Im Juli 2024 steht schließlich ein Führungswechsel an: Nach mehr als 30 Jahren, die Dr. Herta Stockbauer für die BKS Bank gearbeitet hat – davon 20 Jahre als Teil des Vorstands und zehn Jahre als Vorstandsvorsitzende –, wird sie die Verantwortung in neue Hände legen: Mag. Nikolaus Juhász, der bereits seit 25 Jahren für die BKS Bank tätig ist, wird die Agenden des Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Er steht für Kontinuität und den besonderen Geist, der unser Haus auszeichnet und welcher uns in den letzten Jahren so erfolgreich gemacht hat.
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Claudia Höller, MBA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Dietmar Böckmann
Mitglied des Vorstandes
Gewinn- und Verlustrechnung in Tsd. EUR
| Anhang/Notes | 2022 | 2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge aus Anwendung der Effektivzinsmethode | 160.711 | 322.297 | >100 |
| Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 25.743 | 47.407 | 84,2 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -29.866 | -121.058 | >100 |
| Zinsüberschuss (1) | 156.588 | 248.646 | 58,8 |
| Risikovorsorge (2) | -25.898 | -38.360 | 48,1 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 130.690 | 210.286 | 60,9 |
| Provisionserträge | 74.948 | 72.111 | -3,8 |
| Provisionsaufwendungen | -6.775 | -7.222 | 6,6 |
| Provisionsüberschuss (3) | 68.173 | 64.889 | -4,8 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen (4) | 20.676 | 90.432 | >100 |
| Handelsergebnis (5) | -1.178 | 342 | >100 |
| Verwaltungsaufwand (6) | -136.013 | -153.296 | 12,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge (7) | 15.909 | 11.959 | -24,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) | -11.639 | -20.255 | 74,0 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten | -8.051 | 1.915 | >100 |
| •Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten (8) | 1.977 | -1.686 | >-100 |
| •Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) (9) | -8.885 | 4.289 | >100 |
| •Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV (10) | -626 | -917 | -46,6 |
| •Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (11) | -517 | 229 | >100 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 78.567 | 206.272 | >100 |
| Steuern vom Einkommen (12) | -15.006 | -27.204 | 81,3 |
| Jahresüberschuss | 63.561 | 179.068 | >100 |
Sonstiges Ergebnis in Tsd. EUR
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 63.561 | 179.068 | >100 |
| Sonstiges Ergebnis | 9.435 | 17.524 | 85,7 |
| Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | 17.551 | 15.542 | -11,4 |
| ± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | 851 | -5.445 | >-100 |
| ± Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. |
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf | 42.174.033 | 44.283.358 |
| Dividende je Aktie in Euro | 0,25 | 0,35 |
| Gewinn je Aktie in Euro (unverwässert) | 1,44 | 3,98 |
| Gewinn je Aktie in Euro (verwässert) | 1,44 | 3,98 |
In der Kennziffer „Gewinn je Aktie“ wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren. Für die Berechnung des Gewinns je Aktie wird vom Jahresüberschuss in Höhe von 179,1 Mio. EUR (Vorjahr: 63,6 Mio. EUR) die Kuponzahlung der emittierten Tier 1-Anleihen in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen, wodurch der Berechnung der Kennzahl ein Jahresüberschuss von 176,0 Mio. EUR (Vorjahr: 60,6 Mio. EUR) zugrunde liegt.
| Anhang/Notes | 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Barreserve (13) | 849.015 | 584.456 | -31,2 |
| Forderungen an Kreditinstitute (14) | 253.618 | 186.760 | -26,4 |
| Forderungen an Kunden (15) | 7.175.340 | 7.411.687 | 3,3 |
| Handelsaktiva (16) | 13.946 | 9.117 | -34,6 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (17) | 1.123.812 | 1.241.704 | 10,5 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere (18) | 150.240 | 171.176 | 13,9 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen (19) | 727.275 | 813.907 | 11,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte (20) | 9.319 | 9.239 | -0,9 |
| Sachanlagen (21) | 75.676 | 79.142 | 4,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (22) | 92.974 | 120.870 | 30,0 |
| Laufende Steuerforderungen (23) | 8.248 | 12.687 | 53,8 |
| Latente Steuerforderungen (24) | 6.010 | 8.447 | 40,6 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (25) | 29.458 | - | - |
| Sonstige Aktiva (26) | 18.117 | 23.870 | 31,8 |
| Summe der Aktiva | 10.533.048 | 10.673.064 | 1,3 |
| Anhang/Notes | 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (27) | 930.977 | 832.444 | -10,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (28) | 6.823.793 | 6.744.553 | -1,2 |
| •hiervon Spareinlagen | 1.258.886 | 922.509 | -26,7 |
| •hiervon sonstige Verbindlichkeiten | 5.564.907 | 5.822.044 | 4,6 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten (29) | 783.616 | 822.761 | 5,0 |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss | 35.336 | 36.015 | 1,9 |
| Handelspassiva (30) | 5.250 | 13.229 | >100 |
| Rückstellungen (31) | 122.281 | 157.603 | 28,9 |
| Laufende Steuerschulden (23) | 6.550 | 11.651 | 77,9 |
| Latente Steuerschulden (24) | 7.565 | 12.024 | 58,9 |
| Sonstige Passiva (32) | 44.484 | 44.914 | 1,0 |
| Nachrangkapital (33) | 264.719 | 264.957 | 0,1 |
| Eigenkapital (34) | 1.543.813 | 1.768.929 | 14,6 |
| •Konzern-Eigenkapital | 1.478.613 | 1.703.729 | 15,2 |
| •Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | 65.200 | 65.200 | - |
| Summe der Passiva | 10.533.048 | 10.673.064 | 1,3 |
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Währungsveränderung | Fair Value-Rücklage | Gewinnrücklagen | Jahresüberschuss | zusätzliche Eigenkapitalinstr.1) | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 | 85.886 | 241.416 | -274 | 38.188 | 1.049.836 | 63.561 | 65.200 | 1.543.813 |
| Ausschüttung | -10.612 | -10.612 | ||||||
| Kuponzahlung zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | -3.971 | -3.971 | ||||||
| Dotierung Gewinnrücklagen | 48.977 | -48.977 | - | |||||
| Jahresüberschuss | 179.068 | 179.068 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 754 | 20.482 | -3.713 | 17.524 | ||||
| Kapitalerhöhung | 5.726 | 31.677 | 37.403 | |||||
| Veränderung aus at Equity-Bilanzierung | 389 | 389 | ||||||
| Veränderung eigener Aktien | 5.508 | 5.508 | ||||||
| Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente | - | - | ||||||
| Umgliederung | 41 | -41 | - | |||||
| Übrige Veränderungen | -192 | -192 | ||||||
| Stand 31.12.2023 | 91.612 | 273.093 | 480 | 58.712 | 1.100.764 | 179.068 | 65.200 | 1.768.929 |
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 53.873
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -12.391
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Währungsveränderung | Fair Value-Rücklage | Gewinnrücklagen | Jahresüberschuss | zusätzliche Eigenkapitalinstr.1) | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2022 | 85.886 | 241.416 | -351 | 34.327 | 970.270 | 83.259 | 65.200 | 1.480.006 |
| Ausschüttung | -9.700 | -9.700 | ||||||
| Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | -3.971 | -3.971 | ||||||
| Dotierung Gewinnrücklagen | 69.587 | -69.587 | - | |||||
| Jahresüberschuss | 63.561 | 63.561 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 77 | 4.260 | 5.098 | 9.435 | ||||
| Kapitalerhöhung | - | |||||||
| Veränderung aus at Equity-Bilanzierung | 2.012 | 2.012 | ||||||
| Veränderung eigener Aktien | 2.487 | 2.487 | ||||||
| Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | ||||||
| Umgliederung | -399 | 399 | - | |||||
| Übrige Veränderungen | -16 | -16 | ||||||
| Stand 31.12.2022 | 85.886 | 241.416 | -274 | 38.188 | 1.049.836 | 63.561 | 65.200 | 1.543.813 |
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 31.863
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -7.329
1) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert. Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (34) Eigenkapital.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 63.561 | 179.068 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| •Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen | 33.314 | 25.494 |
| •Veränderung der Rückstellungen | 11.158 | 25.446 |
| •Veräußerungsgewinne und -verluste | -2.856 | -1.376 |
| •Veränderung beizulegender Zeitwert als Finanzinvestition gehaltener Immobilien | -2.688 | 57 |
| •Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen | 6.053 | -257 |
| •Gewinn / Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | -20.676 | -90.432 |
| Nettozinsertrag | -156.588 | -248.646 |
| Steueraufwand | 15.006 | 27.204 |
| Zwischensumme | -53.716 | -83.442 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | ||
| •Forderungen an Kreditinstitute, Kunden | -431.779 | -178.905 |
| •Übrige Aktiva | -1.641 | -3.727 |
| •Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | -218.864 | -213.877 |
| •Rückstellungen und Sonstige Passiva | -10.729 | -4.039 |
| Erhaltene Zinsen | 182.669 | 358.519 |
| Gezahlte Zinsen | -24.703 | -82.689 |
| Erhaltene Dividenden | 3.482 | 3.484 |
| Gezahlte Steuern | -13.969 | -21.700 |
| Cash Flow aus operativer Tätigkeit | -569.250 | -226.375 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung und Tilgung von: | ||
| •Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 198.966 | 89.000 |
| •Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 27.350 | 14.804 |
| •Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | 864 | 236 |
| •Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 3.250 |
| •Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | 2.504 |
| •At equity bilanzierte Unternehmen | 1.998 | - |
| Mittelabfluss durch Investitionen in: | ||
| •Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -327.743 | -201.585 |
| •Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -19.285 | -15.073 |
| •Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | -10.585 | -13.417 |
| •Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -3.743 | -959 |
| Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen | 6.447 | 8.819 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -125.731 | -112.422 |
| Kapitalerhöhung | - | 37.403 |
| Dividendenzahlungen | -9.700 | -10.612 |
| Emission zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | - | - |
| Kuponzahlung zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | -3.971 | -3.971 |
| Rückkauf von eigenen Aktien | -1.500 | -411 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 3.987 | 5.919 |
| Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten | 146.220 | 98.982 |
| Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten | -64.300 | -62.700 |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -2.711 | -2.922 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 68.025 | 61.688 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres | 1.509.091 | 882.136 |
| Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | -569.250 | -226.375 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -125.731 | -112.422 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 68.025 | 61.688 |
| Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand | 1 | 94 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres | 882.136 | 605.120 |
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank
Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze
I. Allgemeine Angaben
Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt am Wörthersee, St.# I. Geschäftsführung und Grundlagen
Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2023 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der „Bank für Kärnten“. 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986 an der Wiener Börse und sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik, in Serbien und in Oberitalien tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank. Als Kreditinstitut mit Sitz in Österreich ist es unser Zweck, Unternehmer und Privatpersonen bei ihren Finanzgeschäften zu unterstützen, um somit ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft und Gesellschaft zu sein. Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit bieten wir unseren Kunden eine ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität sowie ein wertstiftendes Netzwerk.
Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 01. März 2024 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.
Die im Geschäftsjahr 2022 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Berichtsjahr Pflicht war, auch 2023 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 1 – Darstellung des Abschlusses (Amendments) | 01.01.2023 | März 2022 |
| IAS 8 – Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Amendments) | 01.01.2023 | März 2022 |
| IAS 12 – Ertragsteuern (Amendments) | 01.01.2023 | August 2022 |
| IAS 12 – Ertragsteuern (Amendments) | 01.01.2023 | November 2023 |
| IFRS 17 – Versicherungsverträge und Amendments | 01.01.2023 | November 2021 |
| IFRS 17 – Versicherungsverträge und Amendments | 01.01.2023 | September 2022 |
Der IASB hat im Februar 2021 die Verlautbarung „Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ veröffentlicht. Diese Änderungen des IAS 1 sowie zusätzliche Leitlinien im Begleitmaterial konkretisieren, in welchem Umfang Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss zu erläutern sind. Dementsprechend ist nur auf wesentliche („material“) Methoden einzugehen und nicht mehr auf bedeutende („signifikant“). Wann eine Methode als wesentlich einzustufen ist, ist auf Basis der neuen Kriterien des IAS 1.117 zu beurteilen.
Die Änderungen des IAS 8 stellen klar, wie Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungsänderungen abgegrenzt werden können. Diese wurden im Februar 2021 vom IASB veröffentlicht.
Mit dieser Änderung gilt die Erstanwendungsausnahme des IAS 12.15(b) sowie IAS 12.24 nicht für Transaktionen, bei denen beim erstmaligen Ansatz abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen.
Der IASB hat das Amendment „Internationale Steuerreform — Säule-2-Modellregeln“ im Mai 2023 veröffentlicht, um eine Erleichterung bei der Bilanzierung latenter Steuern aus der globalen Mindestbesteuerung zu gewährleisten. Dementsprechend besteht eine vorübergehende Ausnahme von der Anwendung der Vorschriften zu latenten Steueransprüchen und -verbindlichkeiten, die sich aus der Umsetzung der Pillar-2-Modellregeln der OECD ergeben.
Bereits im Mai 2017 hat der IASB den neuen Standard IFRS 17 veröffentlicht, der den bisher geltenden „Übergangsstandard“ IFRS 4 ablöst. Der neue Standard regelt umfassend die Grundsätze hinsichtlich Identifikation, Ansatz, Bewertung, Ausweis und Anhangangaben für Versicherungsverträge und beseitigt die bisher fehlende Einheitlichkeit hinsichtlich der Vorschriften zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen.
Diese Änderung ermöglicht es Unternehmen, den Widerspruch bei der Darstellung der Vorjahreswerte bei gleichzeitiger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 zu lösen. Aus den angeführten Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 1 – Darstellung des Abschlusses (Amendments) | 01.01.2024 | Dezember 2023 |
| IFRS 16 – Leasingverhältnisse (Amendments) | 01.01.2024 | November 2023 |
Die folgenden drei Änderungen an IAS 1 treten mit 01. Januar 2024 in Kraft:
* Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (veröffentlicht Januar 2020): mit diesen Änderungen wird klargestellt, wie Schulden und andere finanzielle Verbindlichkeiten unter bestimmten Umständen als kurz- oder langfristig zu klassifizieren sind
* Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig – Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens (veröffentlicht Juli 2020)
* Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen (veröffentlicht Oktober 2022): mit diesen Änderungen wird klargestellt, dass sich Nebenbedingungen, die vor oder am Bilanzstichtag einzuhalten sind, auf die Klassifizierung als kurz- oder langfristig auswirken können.
Die im September 2022 veröffentlichten Änderungen an IFRS 16 betreffen die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Lease-back Transaktionen. Dementsprechend darf die Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten aus solchen Transaktionen zu keinem Gewinn oder Verlust hinsichtlich des zurückbehaltenen Nutzungsrechts führen. Aus diesen Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 21 – Auswirkungen von Wechselkursänderungen (Amendments) | 01.01.2025 | Ausständig |
| IAS 7 – Kapitalflussrechnungen und IFRS 7 – Finanzinstrumente (Amendments) | 01.01.2024 | Ausständig |
Aus den oben angeführten Amendments werden keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.
In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 15 Unternehmen einbezogen (12 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und das Eigenkapital berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ nach der Erwerbsmethode. Mit Ende Juni 2023 wurde das Unternehmen BKS Leasing d.o.o. Beograd erstmalig in den Konsolidierungskreis als vollkonsolidiertes Unternehmen einbezogen.
Die BKS Bank AG als Mutterunternehmen verfügt bei nachstehend angeführten Unternehmen über die Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann.# Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | 99,75% | 0,25% | 31.12.2023 |
| BKS-leasing d.o.o. | Ljubljana | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o. | Zagreb | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| BKS-Leasing s.r.o. | Bratislava | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| BKS Leasing d.o.o., Beograd | Belgrad | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| IEV Immobilien GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| BKS 2000 – Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH | Klagenfurt | 100,00% | 31.12.2023 | |
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | - | 100,00% | 31.12.2023 |
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| BKS Service GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH | Klagenfurt | 99,00% | 1,00% | 31.12.2023 |
Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| Oberbank AG | Linz | 14,2% | 30.09.2023 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | Innsbruck | 12,8% | 30.09.2023 |
Zur Oberbank AG und zur Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 14,2% bzw. 12,8% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile und Stimmrechtsanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.
Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss der BKS Bank auf Basis der öffentlich verfügbaren Informationen zum Stichtag 30.09.2023. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden im Anlassfall um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.
Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) | Linz | 25,0% | 31.12.2023 |
Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20% hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | Linz | 30,00% | - | 31.12.2023 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| PEKRA Holding GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2023 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | Innsbruck | 30,00% | - | 31.12.2023 |
Ausländische Tochtergesellschaften und Filialen zum 31. Dezember 2023 in Tsd. EUR
| Nettozinsertrag | Betriebs ertrag | Mitarbeiteranzahl (in PJ) | Jahresüberschuss vor Steuern | Steuern vom Einkommen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | |||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 30.625 | 38.362 | 130,3 | 14.751 | -3.562 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 8.515 | 9.580 | 66,2 | -18.488 | 1.050 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 3.457 | 4.137 | 30,1 | 529 | -54 |
| Tochtergesellschaften | |||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 11.391 | 13.033 | 19,3 | 5.377 | -958 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 5.507 | 6.213 | 14,6 | 1.701 | -308 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 3.692 | 3.833 | 14,8 | 839 | -189 |
| BKS-Leasing d.o.o., Beograd | 60 | 52 | 5,5 | -322 | 0 |
Ausländische Tochtergesellschaften und Filialen zum 31. Dezember 2022 in Tsd. EUR
| Nettozinsertrag | Betriebs ertrag | Mitarbeiteranzahl (in PJ) | Jahresüberschuss vor Steuern | Steuern vom Einkommen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | |||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 15.299 | 24.238 | 131,3 | 8.402 | -1.892 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 7.857 | 13.627 | 68,0 | 2.982 | -2.133 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 2.900 | 3.386 | 31,3 | -150 | -417 |
| Tochtergesellschaften | |||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 6.327 | 6.936 | 19,5 | 2.858 | -535 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 3.215 | 3.523 | 14,9 | 1.055 | -193 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 2.318 | 2.532 | 14,1 | 612 | -124 |
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen EZB-Kursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine serbische Leasinggesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern im serbischen Dinar (RSD) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.
Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die Eskalation im Nahost-Konflikt trugen wesentlich zur globalen Unsicherheit bei. Aktuell ist die wirtschaftliche Entwicklung der BKS Bank AG vom Kriegsgeschehen zwar nicht direkt beeinträchtigt, wir beobachten jedoch die geopolitischen Auswirkungen intensiv. Aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage, des raschen Zinsanstieges sowie der aktuellen Entwicklungen am Immobilienmarkt wurden folgende Management Overlays angewandt. Zum einen wird eine pauschale PD-Erhöhung im Firmenkundensegment um 10% und im Privatkundensegment um 5% durchgeführt. Des Weiteren wurde ein Aufschlag von 170 BP bei der LGD für Firmenkunden vorgenommen, um einen möglichen Wertverlust bei Gewerbeimmobilien abzubilden. Außerdem wurde ein kollektiver Stufentransfer der spekulativen Immobilienprojektfinanzierungen durchgeführt, d.h. die betroffenen Geschäfte wurden von Stufe 1 nach Stufe 2 transferiert. Das gesamte Volumen an spekulativen Immobilienprojektfinanzierungen betrug 526 Mio. EUR. Aus diesem kollektiven Stufentransfer resultierte eine zusätzliche Risikovorsorge in Höhe von 2,7 Mio. EUR. Des Weiteren wurden im vierten Quartal 2023 die Forward-Looking Information auf Basis der von Bloomberg veröffentlichten Prognosen aktualisiert und der ECL-Berechnung ab Dezember 2023 zugrunde gelegt.
Das Thema Klimawandel hat in den letzten Jahren starken Einfluss auf unser Geschäftsmodell genommen, indem wir uns auf Geschäfte fokussieren, die positiv zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, zur Bewahrung der Umwelt, zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Als Gründungsmitglied der Green Finance Alliance ist es unser Ziel, unsere Kredit- und Investmentportfolios an den Pariser Klimaschutzzielen auszurichten. Die Finanzierung von Investitionen mit ökologischem oder sozialem Verwendungszweck ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, daher strebt die BKS Bank danach das Volumen von Finanzierungen mit nachhaltigem Verwendungszweck und das Emissionsvolumen von Green, Social und Sustainability Bonds auszuweiten. Das nachhaltige Produktvolumen der BKS Bank überschritt im Geschäftsjahr 2022 erstmals die 1-Milliarde-Euro-Schwelle und erreichte 1.113,3 Mio. EUR. Die BKS Bank war bestrebt, auch 2023 das Volumen an nachhaltigen Finanzierungen sowie das Emissionsvolumen von Green Bonds, Social Bonds und Sustainability Bonds auszubauen. In den ersten drei Quartalen 2023 hat die BKS Bank zwei Green Bonds erfolgreich emittiert. Mit den Emissionserlösen wird ein Biomassekraftwerk finanziert. Des Weiteren hat die BKS Bank zu Jahresende einen Green Bond emittiert, bei dem die Anleger in die Errichtung von Photovoltaikanlagen investieren. Jedoch wird sich in den nächsten Jahren das Thema Klimawandel nicht nur in unserem Geschäftsmodell widerspiegeln, sondern die daraus resultierenden Risiken und Chancen können in Zukunft auch Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank haben. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 waren jedoch noch keine wesentlichen Risiken aus dem Klimawandel zu berücksichtigen.
Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Handelstag erfasst bzw. ausgebucht. Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.# Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, nach welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium). Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest).
Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests. Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums. Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (> 10%), ist das geforderte SPPI-Kriterium nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.
Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die DCF-Methode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuV-neutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen.
Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen („Fair Value-OCI-Option“). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden Derivate in der Position Handelsaktiva/Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, dieser Bewertungsklasse zugeordnet und in der Bilanz unter den jeweiligen Posten ausgewiesen.
Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden. In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.
Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:
| Aktiva | Fair Value | fortgeführte Anschaffungskosten | Sonstige Kategorie | Barreserve |
|---|---|---|---|---|
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | ü | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | ü | |||
| Forderungen an Kunden | ü | |||
| ü – FV PL designiert (Fair Value-Option) | ||||
| ü – FV PL verpflichtend | ||||
| Handelsaktiva | ü – FV PL verpflichtend | |||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ü | |||
| ü – FV OCI verpflichtend (mit Recycling) | ||||
| ü – FV PL designiert (Fair Value-Option) | ||||
| ü – FV PL verpflichtend | ||||
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ü – FV OCI designiert (ohne Recycling) | |||
| ü – FV PL verpflichtend |
Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Gewinne oder Verluste aus der Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (designiert), werden im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.# Passiva
Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell. Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung der Kreditqualität eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos eingetreten ist. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Verschlechterung der Ratingstufen, Verschlechterung der Lifetime-PD) als auch qualitative Kriterien für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko ist nach unserer Einschätzung in den Ratingklassen von AA bis 1b gegeben. Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn sich das Finanzinstrument im Ausfall befindet. Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.
Die Ausfallsdefinition für Rechnungslegungszwecke der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR und den Bestimmungen der EBA/GL/2016/07. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 1% des vereinbarten Rahmens und mindestens 100 Euro beträgt. Ferner werden in der BKS Bank auch Forderungen als ausgefallen eingestuft, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird („unlikeliness to pay“, kurz UTP). Dies wird insbesondere angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
Darüber hinaus sind in den internen Richtlinien eine Reihe von sonstigen Hinweisen auf „Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten“ festgelegt, bei deren Zutreffen UTP-Prüfungen durchgeführt werden, welche zur Abstufung von Kunden in eine Ausfallsklasse führen können. Die Definition von „wertgemindert“ deckt sich mit jener gemäß Artikel 442 (b) CRR.
| Kriterium | Stage |
|---|---|
| Non-performing Loans | 3 |
| Erstmalige Erfassung des Vertrages | 1 |
| Nachsicht im Lebendgeschäft | 2 |
| Mehr als 30 Tage überfällig | 2 |
| Fremdwährungskredit | 2 |
| Rating entspricht Investmentgrade (Ratingklassen AA bis 1b) | 1 |
| Kein Initial Risk Rating feststellbar | 2 |
| Kein aktuelles Rating | 2 |
| Signifikante Verschlechterung der Lifetime-PD von Einmalkrediten und Anleihen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um mindestens 1 Ratingstufe | 2 |
Ein Rücktransfer in Stage 1 erfolgt, sofern keine Hinweise auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wie bereits in den Kriterien für die Stagezuordnung beschrieben mehr vorliegen.
Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-Looking Information.
| Parameter im ECL-Modell | Erklärung |
|---|---|
| Exposure at Default (EAD) | Die Kredithöhe im Zeitpunkt des Kreditausfalls (EAD) ist die Summe der zukünftigen vertraglich vereinbarten Cash Flows. Außerbilanzmäßige Geschäfte wie Haftungen und nicht ausgenützte Kreditlinien von Kunden werden unter Berücksichtigung eines CCFs in einen EAD umgerechnet. |
| Probability of Default (PD) | Die Ausfallswahrscheinlichkeit wird je Kunde auf Basis statistischer Schätzverfahren ermittelt und folgt dem Life-Time-Konzept. So fließt bei der Ermittlung der zukünftigen Ausfallswahrscheinlichkeiten auch die Einschätzung über die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Form einer Point-in-Time-Kalibrierung in die PD mit ein. Es werden spezifische Migrationsmatrizen im ECL-Modell unterlegt. |
| Forward-looking Information (FLI) | Die Forward-looking Informationen fließen über den jeweiligen makroökonomischen Ausblick gewichtet nach den Zielmärkten der BKS Bank unter Anwendung eines linearen Regressionsverfahrens in die angepasste bedingte Ausfallswahrscheinlichkeit mit ein. |
| Loss given Default (LGD) | Der LGD kennzeichnet die relative Verlusthöhe zum Zeitpunkt des Kreditausfalls. Die Verlustquote bemisst sich am unbesicherten Teil des EADs, welcher im Fall der Uneinbringlichkeit des Forderungswertes abzuschreiben ist. Die LGD wird aus den Kundenportfolien der BKS Bank ermittelt. |
| Diskontsatz (D) | Die Diskontierung erfolgt auf Basis des effektiven Zinssatzes. Bei der Berechnung des ECL in Stage 1 und 2 werden das EAD, die PD und die LGD auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit hin modifiziert und diskontiert (D). |
Die Berechnung lässt sich wie folgt darstellen (m = marginal):
Der Verlust aus der offenen Risikoposition wird in der Verlustquote (LGD) ausgedrückt. Informationen zu den Kreditsicherheiten, zum Ausfallsrisiko ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten und eine Beschreibung der gehaltenen Sicherheiten sowie quantitative Angaben werden im Risikobericht dargelegt. Der Expected Credit Loss wird auf Basis von drei Szenarien berechnet. Das Ausgangsszenario bildet das Basisszenario. Darüber hinaus werden jeweils ein Auf- und ein Abschwung-Szenario der Berechnung des ECL zugrunde gelegt. Die Zusammenführung der Szenarien erfolgt über Gewichtungsfaktoren. Durch die Gewichtung wird ein risikoadäquater, erwartungstreuer und wahrscheinlichkeitsgewichteter Expected Credit Loss ermittelt, der dem Charakter nach weder einen Best-Case (Gewichtung 15%) noch einen Worst-Case (Gewichtung 30%) oder einen Most-likely-Case (Gewichtung 55%) darstellt.
Bei der Berechnung des Expected Credit Loss (ECL) werden nicht nur historische Informationen, sondern auch prognostizierte makroökonomische Einflussfaktoren in der Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) berücksichtigt. Die BKS Bank verwendet folgende Faktoren als Indikation zur Zukunftsprognose: Bruttoinlandsprodukt, Inflationsrate, Quote der Arbeitslosigkeit und Leistungsbilanzsaldo. Zur Bestimmung der durchschnittlichen Zahlungen aus finanziellen Vermögenswerten nach dem Ausfallereignis werden Verlustquoten eingesetzt. Die LGDs werden wie die PDs je Segment separat angewendet. Die Segmentierung der Portfolien erfolgt in Privatkunden, Firmenkunden, Banken und Staaten.
In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten je Einzelkunde überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode für die dazugehörende Gruppe der verbundenen Kunden ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. < 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor. Der pEWB-Faktor entspricht einer Verlustquote im Ausfallsbereich und wird nach Kundensegmenten getrennt angewendet.# Erfassung der Risikovorsorgen
Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte wird die bonitätsbedingte Wertminderung im Gewinn oder Verlust erfasst. Die für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildete Risikovorsorge wird unter den Rückstellungen ausgewiesen.
Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von Forderungsbeträgen sind deren Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung der mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Grundsätzlich werden keine finanziellen Vermögenswerte ausgebucht, die einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen. Eine Forderungsausbuchung wird dann vorgenommen, wenn eine Forderung auf Basis eines Exekutionstitels zwei Jahre erfolglos betrieben wurde, mindestens zwei Mal erfolglos exekutiert wurde, mit Geldeingängen auf die Restforderung nicht mehr zu rechnen ist oder die Beschaffung eines Titels nicht mehr möglich ist. Ausgebuchte Forderungen, die nicht mit einer Liberierung von der Restschuld verbunden sind, werden überwiegend an Dritte (z. B. Inkassobüro) zur Eintreibung der Forderung übergeben.
In der BKS Bank kann es im Kreditgeschäft zu Vertragsanpassungen bei bestehenden Finanzierungen kommen. Dies geschieht einerseits aufgrund sich ändernder Marktgegebenheiten oder andererseits aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten des Kreditnehmers. Dabei wird zwischen einer signifikanten und einer nicht signifikanten Vertragsänderung unterschieden. In der BKS Bank kann es u. a. im Falle eines Inhaberwechsels oder eines Währungswechsels zu einer wesentlichen Vertragsmodifikation kommen. Diese führt zu einer Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts vor Vertragsanpassung und einer Einbuchung des modifizierten finanziellen Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt. Die sich daraus ergebende Differenz wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ergebnis aus der Ausbuchung ausgewiesen. Ist die Vertragsanpassung jedoch nicht wesentlich, d. h., es kommt zu keiner Ein- bzw. Ausbuchung, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bruttobuchwert vor Vertragsanpassung und dem Bruttobuchwert nach Vertragsanpassung als Änderungsgewinn/-verluste im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity bilanziert. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft jeweils unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise („triggering events“) für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Der Wertminderungstest ergab keinen Wertberichtigungsbedarf.
In dieser Position werden zur Drittvermietung und zur Wertsteigerung bestimmte Immobilien ausgewiesen. Die BKS Bank bewertet diese Immobilien gemäß IAS 40 mit dem Modell des beizulegenden Zeitwerts. Der Marktwert wird durch beeidete Gutachter ermittelt, sämtliche Wertänderungen werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. Aufwand ausgewiesen. Änderungen des Nutzungsgrades werden erfolgsneutral als Umgliederung dargestellt.
Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden, sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten, und aus den Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich bei unbeweglichen Anlagegütern im Rahmen von 1,5% bis 2,5% (d. h. 66,7 bis 40 Jahre) und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen von 10% bis 20% (d. h. 10 bis 5 Jahre). Außerordentliche Wertminderungen von Sachanlagen werden gemäß IAS 36 durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand hat planmäßig erfolgswirksam in derjenigen Periode zu erfolgen, in der die BKS Bank die entsprechenden Aufwendungen, welche die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. Entsprechend werden Zuwendungen für abschreibungsfähige Vermögenswerte über jene Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Abschreibung auf diese Vermögenswerte angesetzt wird. Ebenfalls als eine Zuwendung der öffentlichen Hand wird der Vorteil eines öffentlichen Darlehens behandelt, sofern die Voraussetzungen des IAS 20 erfüllt sind, die u. a. verlangen, dass der Zinssatz unter dem Marktzins liegt. Der daraus resultierende Zinsvorteil ist gemäß IAS 20 als Differenzbetrag zwischen der erhaltenen Zahlung und dem nach IFRS 9 ermittelten Buchwert (beizulegender Zeitwert) des Darlehens zu bilanzieren.
Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus erworbenen Kundenstöcken und aus Software zusammen. Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software in der Regel 25% (d. h. vier Jahre), bei den erworbenen Kundenstöcken wurde nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10% (d. h. 10 Jahre) ermittelt.
Das im BKS Bank Konzern als Leasinggeber befindliche Leasingvermögen ist im Wesentlichen dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IFRS 16) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen. Für Verträge, bei denen die Gesellschaften des BKS Bank Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden und zum Zeitpunkt des Leasingbeginns noch nicht gezahlten Leasingzahlungen. Diese Zahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert. Ist dieser Zinssatz nicht bestimmbar, wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (effektivzinskonstant) und durch Reduzierung des Buchwerts um gezahlte Leasingraten. Das Nutzungsrecht entspricht im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit. Zusätzlich sind zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes bereits geleistete Leasingzahlungen sowie anfängliche direkte Kosten zu berücksichtigen. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Für Nutzungsrechte aus Liegenschaften erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die Vertragslaufzeit der Leasingverhältnisse. Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen, Nutzungsrechte unter den Sachanlagen.
Ein zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert ist ein Vermögenswert, dessen zugehöriger Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Für eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten muss ein Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf derartiger Vermögenswerte gängig und üblich sind, sofort veräußerbar sein. Zusätzlich muss die Veräußerung höchstwahrscheinlich sein. Werden diese Klassifizierungskriterien erfüllt, ist der Vermögenswert zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Der Ausweis zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte erfolgt in der Konzernbilanz in einer eigenen Position, die Erfassung von Wertänderungen erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. Aufwand. Sofern die Kriterien als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt sind, erfolgt eine Umgliederung in die entsprechende Bilanzposition.
In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Des Weiteren erfolgt der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Passiva, hinsichtlich der Bewertung wird auf den Abschnitt Leasing verwiesen.
Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.# Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt und eine Bewertung zum Fair Value vorgenommen.
Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Laufende Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden auf Basis der geltenden Steuersätze sowie Steuergesetze gebildet. Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte. Im Rahmen der „Ökosozialen Steuerreform 2022“ kam es im Vorjahr zu einer Reduktion des Steuersatzes. Für den Fall, dass der Zeitpunkt der Realisierung der temporären Differenzen nicht hinreichend absehbar ist, hat eine bestmögliche Schätzung zu erfolgen. Unter dieser Prämisse haben wir uns einheitlich für den Steuersatz mit 23%, welcher verpflichtend ab dem Jahr 2024 anzuwenden sein wird, entschieden und bereits im Jahr 2022 eine dementsprechende Abwertung der latenten Steuerforderungen vorgenommen.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen gemäß IAS 19 gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet. Des Weiteren werden in der BKS Bank Rückstellungen für Steuern gebildet. Auch wird der ermittelte ECL für Finanzgarantien sowie für den noch nicht in Anspruch genommenen Teil einer Kreditzusage bilanziell als Rückstellung erfasst.
Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Fair Value-Rücklage, Währungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015 und 2017-2021 wurden Additional Tier 1-Anleihen begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.
Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst. Des Weiteren werden Modifikationsgewinne oder -verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen.
In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen. Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).
Im Provisionsüberschuss werden alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen entstehen, periodengerecht dargestellt. Bei Provisionen für Dienstleistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt die Vereinnahmung über den entsprechenden Zeitraum. Das betrifft insbesondere bestimmte Provisionen aus dem Kreditgeschäft. Handelt es sich jedoch um Provisionen für transaktionsbezogene Leistungen, werden diese erst bei vollständiger Leistungserbringung vereinnahmt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Provisionen aus dem Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft.
In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden zum Fair Value bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.
Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt. Des Weiteren werden in diesem Posten die Wertänderungen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ausgewiesen.
In dieser Position wird neben dem Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind. Dies umfasst Nettogewinne oder -verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, für die nicht die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde, sowie aus finanziellen Vermögenswerten, deren vertragliche Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren werden in dieser Position Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dies beinhaltet Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) bewertet werden, wird im sonstigen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Der Krieg in der Ukraine und die damit in Zusammenhang stehenden weitreichenden Wirtschaftssanktionen sowie der Klimawandel erhöhen diese Unsicherheiten. Die weitere Entwicklung der Situation in Russland und der Ukraine und die Auswirkungen der Klimakrise können einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns haben. Insbesondere die Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten könnte in Zukunft davon negativ beeinflusst werden. Überdies kommt es auch bei laufenden rechtlichen Verfahren zu Schätzungsunsicherheiten. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 wurden sämtliche abschätzbaren Auswirkungen berücksichtigt. Details zur Berechnung der Risikovorsorge im Zusammenhang mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sind dem Punkt „Auswirkung aktueller volkswirtschaftlicher Entwicklungen auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ zu entnehmen. Die Auswirkung des Klimawandels sind im Punkt „Auswirkung der Klimakrise auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ enthalten. Des Weiteren ist die BKS Bank in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Serbien, Oberitalien und in der Slowakischen Republik mit Niederlassungen bzw. Leasinggesellschaften und einer Repräsentanz vertreten. In Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen.
Die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben ihre im Jahr 2021 eingebrachte Feststellungs- und Unterlassungsklage in Bezug auf frühere und künftige Kapitalerhöhungen im September 2023 zurückgezogen, nachdem der OGH in einem Parallelverfahren der BTV vollständig Recht gegeben hatte. In erster Instanz zur Gänze im Sinne der BKS Bank entschieden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch das Nachprüfungsverfahren vor der Übernahmekommission, das die genannten Minderheitsaktionäre angestrengt hatten, und das nun aufgrund deren Berufung dem OLG Wien vorliegt. Das im Juni 2020 von den genannten Minderheitsaktionärinnen eingeleitete Verfahren auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29.# Mai 2020, mit der die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen angefochten und ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen begehrt wurden, blieb im Berichtsjahr aufgrund des laufenden Nachprüfungsverfahrens gemäß ÜbG weiterhin unterbrochen.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben in der Hauptversammlung im Mai 2023 ein Minderheitsverlangen gemäß § 134 AktG gestellt und darin verlangt, dass ein gerichtlich zu bestellender Sondervertreter gegen vier Vorstandsmitglieder der BKS Bank Klage einzubringen habe. Mit dieser Klage sollen Ansprüche geltend gemacht werden, die laut Meinung der genannten Minderheitsaktionäre aus zwei Aktientransaktionen im Geschäftsjahr 2022 resultieren. Aufgrund der Ausgestaltung dieses Minderheitenrechts im Aktiengesetz wurde im November 2023 ein Sondervertreter gerichtlich bestellt, der sodann Klage eingebracht hat. Der Aufsichtsrat hatte sich zuvor nach eingehender Prüfung und Beiziehung externer Experten gegen eine Klagsführung ausgesprochen, da diese als offenkundig unbegründet beurteilt worden war.
Im Dezember 2022 hat die kroatische Steuerbehörde der dortigen Zweigniederlassung der BKS Bank eine Steuernachzahlung vorgeschrieben. Die Nachzahlung wurde mit einer Aufhebung einer 2017 im Zuge der Verschmelzung der BKS Bank d.d. mit der BKS Bank erlassenen Steuerresolution begründet. Die BKS Bank hat unter Vorbehalt die Zahlung geleistet und im Januar 2023 fristgerecht Berufung erhoben. Der Berufung der BKS Bank gegen diese Entscheidung wurde im Geschäftsjahr 2023 vollinhaltlich stattgegeben, sodass der BKS Bank die Rückzahlung dieses Betrages samt Zinsen zusteht. Bisher hat die kroatische Steuerbehörde diese Rückzahlung trotz Aufforderung der BKS Bank nicht geleistet. Am 05. Februar 2024 wurde ein abweisender Bescheid zugestellt, gegen den weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Des Weiteren bestehen laufende Verfahren im Zusammenhang mit Malversationen in Kroatien, zu der jedoch noch keine oberstgerichtliche Rechtsprechung vorliegt. Die bisher ergangenen unterinstanzlichen Entscheidungen haben die Emittentin veranlasst, unter Berücksichtigung der anwendbaren IAS Bestimmungen eine Rückstellung für diese Verfahren zu bilden.
Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs beinhaltet wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildete Risikovorsorge für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Verlustquote und Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes. Sie beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten. Des Weiteren wird bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung hinsichtlich der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme.
| Sensitivitätsszenario in Tsd. EUR | Erläuterung | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Stageing: negatives Szenario | Finanzinstrumente der Bonitätsstufe „Investmentgrade“ wandern von Stage 1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel aus der 12-Monatsbetrachtung hin zum Life-Time-Konzept. | -32.220 | -23.604 |
| Stageing: positives Szenario | Finanzinstrumente, die aufgrund einer historischen Bonitätsverschlechterung in Stage 2 eingestuft wurden, wandern von Stage 2 in Stage 1. Das entspricht dem Wechsel aus dem Life-Time-Konzept hin zum 12-Months Expected Credit Loss. | 4.064 | 7.445 |
| Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5% geringer. | -5.268 | -4.476 |
| Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5% geringer. | 5.268 | 4.476 |
| Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer. | -3.253 | -3.926 |
| Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario | Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer. | 2.015 | 551 |
| Ausfallswahrscheinlichkeit: negatives Szenario | Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den Faktor 1,1. | -5.524 | -5.426 |
| Ausfallswahrscheinlichkeit: positives Szenario | Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix sinkt um den Divisor 1,1. | 5.105 | 5.684 |
Die Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos eintritt. Die Beurteilung einer solchen Erhöhung unterliegt Ermessensspielräumen.
Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Values verlangt werden.
Die Unternehmensbewertungen erfolgen unter Anwendung der Dividend-Discount-Methode (DDM), welche den Unternehmenswert als Barwert der Zahlungsströme aus zukünftigen Unternehmensergebnissen unter Berücksichtigung der regulatorischen Eigenmittelerfordernisse ermittelt. Die Schätzung der künftigen Ergebnisse beruht auf plausiblen und vertretbaren Annahmen. Die Prognosen beruhen auf genehmigten fünfjährigen Geschäftsplänen. Eine Erhöhung der Marktrisikoprämie um 0,25% führt bei den Anteilen an Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu einer Reduktion des Nutzungswerts von 2,4% bzw. 21,7 Mio. EUR. Eine Senkung der Marktrisikoprämie um 0,25% erhöht den Nutzungswert um 2,6% bzw. 22,9 Mio. EUR. Die Sensitivitätsrechnung auf Basis der Marktrisikoprämie würde zu keinen bilanziellen Auswirkungen führen.
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 30 zu entnehmen.
Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.
Der in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve und den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute. Die dem Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
2023
| 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen | 31.12. | |
|---|---|---|---|---|---|
| Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten | 1.048.336 | -62.700 | 98.982 | 3.101 | 1.087.719 |
| •Verbriefte Verbindlichkeiten | 783.616 | -42.700 | 78.483 | 3.362 | 822.761 |
| •Nachrangkapital | 264.719 | -20.000 | 20.499 | -261 | 264.957 |
| Leasingverbindlichkeiten | 19.607 | -3.109 | - | 3.306 | 19.804 |
2022
| 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen | 31.12. | |
|---|---|---|---|---|---|
| Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten | 973.466 | -64.300 | 146.220 | -7.050 | 1.048.336 |
| •Verbriefte Verbindlichkeiten | 732.523 | -64.300 | 121.452 | -6.059 | 783.616 |
| •Nachrangkapital | 240.942 | 0 | 24.768 | -991 | 264.719 |
| Leasingverbindlichkeiten | 19.907 | -2.837 | - | 2.536 | 19.607 |
| EUR | 2022 | 2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 140.720 | 307.550 | >100 |
| Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 9.299 | 12.897 | 38,7 |
| Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI | 489 | 668 | 36,7 |
| Gewinne aus Vertragsänderungen | 285 | 1.151 | >100 |
| Positive Zinsaufwendungen¹⁾ | 9.918 | 32 | -99,7 |
| Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt | 160.711 | 322.297 | >100 |
| Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value | 2.928 | 9.431 | >100 |
| Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss | 355 | - | - |
| Leasingforderungen | 14.653 | 29.588 | >100 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 3.482 | 3.484 | 0,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4.325 | 4.903 | 13,4 |
| Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt | 25.743 | 47.407 | 84,2 |
| Zinserträge gesamt | 186.454 | 369.704 | 98,3 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für: | |||
| Einlagen von Kreditinstituten und Kunden | 7.175 | 94.247 | >100 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 19.039 | 24.336 | 27,8 |
| Verluste aus Vertragsänderungen | 291 | 1.224 | >100 |
| Negative Zinserträge¹⁾ | 2.301 | - | - |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 934 | 1.081 | 15,6 |
| Leasingverbindlichkeiten | 126 | 170 | 35,5 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt | 29.866 | 121.058 | >100 |
| Zinsüberschuss | 156.588 | 248.646 | 58,8 |
1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des tiefen Zinsniveaus in jüngerer Vergangenheit positiv/negativ waren. Aus den im Zinsüberschuss ausgewiesenen Vertragsänderungen resultiert ein Gewinn in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) und ein Verlust in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf 112,1 Mio. EUR (Vorjahr: 54,7 Mio. EUR).
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||
| • Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 26.666 | 17.192 | -35,5 |
| Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI | |||
| • Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 100 | -50 | >-100 |
| Kreditzusagen und Finanzgarantien | |||
| • Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) | -868 | 21.218 | >100 |
| Risikovorsorge | 25.898 | 38.360 | 48,1 |
Für Leasingforderungen ist in den Risikovorsorgen eine Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe von 1,4 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Zuführung 1,7 Mio. EUR).
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge: | |||
| Zahlungsverkehr | 28.020 | 31.271 | 11,6 |
| Wertpapiergeschäft | 20.912 | 20.601 | -1,5 |
| Kreditgeschäft | 21.605 | 16.017 | -25,9 |
| Devisengeschäft | 3.181 | 3.208 | 0,9 |
| Sonstige Dienstleistungen | 1.229 | 1.014 | -17,5 |
| Provisionserträge gesamt | 74.948 | 72.111 | -3,8 |
| Provisionsaufwendungen: | |||
| Zahlungsverkehr | 3.150 | 3.577 | 13,6 |
| Wertpapiergeschäft | 2.179 | 2.217 | 1,7 |
| Kreditgeschäft | 1.335 | 1.280 | -4,1 |
| Devisengeschäft | 83 | 113 | 35,8 |
| Sonstige Dienstleistungen | 28 | 35 | 24,3 |
| Provisionsaufwendungen gesamt | 6.775 | 7.222 | 6,6 |
| Provisionsüberschuss | 68.173 | 64.889 | -4,8 |
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 20.676 | 90.432 | >100 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 20.676 | 90.432 | >100 |
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Kursbezogene Geschäfte | -3.123 | 18 | >100 |
| Zins- und währungsbezogene Geschäfte | 1.945 | 324 | -83,3 |
| Handelsergebnis | -1.178 | 342 | >100 |
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Personalaufwand | 81.222 | 93.786 | 15,5 |
| • Löhne und Gehälter | 57.970 | 63.208 | 9,0 |
| • Sozialabgaben | 13.415 | 14.209 | 5,9 |
| • Aufwendungen für Altersversorgung | 3.607 | 5.330 | 47,8 |
| • Sonstiger Sozialaufwand | 6.229 | 11.040 | 77,2 |
| Sachaufwand | 44.116 | 48.524 | 10,0 |
| Abschreibungen | 10.675 | 10.985 | 2,9 |
| Verwaltungsaufwand | 136.013 | 153.296 | 12,7 |
In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) enthalten.
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 15.909 | 11.959 | -24,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -11.639 | -20.255 | 74,0 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | 4.270 | -8.296 | >-100 |
Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR), Erträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) sowie im Vorjahr eine Versicherungsentschädigung in Höhe von 5,0 Mio. EUR. In dieser Position sind auch die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von -0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) enthalten. In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) und Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) enthalten. Des Weiteren sind die Aufwendungen durch die Bildung von Rückstellungen in Zusammenhang mit der slowenischen Rechtslage und Judikatur zu Schweizer-Franken-Krediten in Höhe von 7,6 Mio. EUR beeinträchtigt.
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Fair Value-Option | 1.977 | -1.686 | >-100 |
| Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | 1.977 | -1.686 | >-100 |
Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 213,3 Mio. EUR (Vorjahr: 135,4 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 36,0 Mio. EUR (Vorjahr: 35,3 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen das Nettobewertungsergebnis aus Zinsswap und abzusicherndem Instrument wider.
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus Bewertung | -8.904 | 4.129 | >100 |
| Ergebnis aus Veräußerung | 19 | 160 | >100 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) | -8.885 | 4.289 | >100 |
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Forderungen Kreditinstitute | - | - | - |
| • davon Gewinn | - | - | - |
| • davon Verlust | - | - | - |
| Forderungen Kunden | -3.339 | -917 | 72,5 |
| • davon Gewinn | 1.073 | 810 | -24,5 |
| • davon Verlust | -4.413 | -1.727 | -60,9 |
| Schuldverschreibungen | 2.714 | - | - |
| • davon Gewinn | 2.714 | - | - |
| • davon Verlust | - | - | - |
| Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | -626 | -917 | -46,6 |
Im Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen an Kunden sind die Abgangsgewinne bzw. -verluste aufgrund wesentlicher Änderungen der Vertragskonditionen enthalten. Des Weiteren beinhaltet diese Position Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Im Geschäftsjahr 2022 führte ein Verkauf von Schuldverschreibungen zu einem Gewinn von 2,7 Mio. EUR.
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Ausbuchung | -517 | 229 | >100 |
| • von FV at Fair Value through OCI | - | - | - |
| • von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | -517 | 229 | >100 |
| Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -517 | 229 | >100 |
| 2022 | 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Laufende Steuern | -12.642 | -29.039 | >100 |
| Latente Steuern | -2.364 | 1.835 | >-100 |
| Steuern vom Einkommen | -15.006 | -27.204 | 81,3 |
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss vor Steuern | 78.567 | 206.272 |
| Anzuwendender Steuersatz | 25% | 24% |
| Errechneter Steueraufwand | 19.642 | 49.505 |
| Auswirkung abweichender Steuersätze | -1.325 | -975 |
| Steuerminderungen | ||
| • aus steuerfreien Beteiligungserträgen | -601 | -568 |
| • Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen | -5.169 | -20.799 |
| • aus sonstigen steuerfreien Erträgen | -9 | -14 |
| • aus sonstigen Wertanpassungen | -381 | 902 |
| Steuermehrungen | ||
| • aufgrund nichtabzugsfähiger Aufwendungen | 581 | 630 |
| • aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | 100 | 38 |
| Änderung Steuersatz | -177 | - |
| Aperiodischer Steueraufwand/Ertrag | 2.345 | -1.514 |
| Ertragsteueraufwand der Periode | 15.006 | 27.204 |
| Effektiver Steuersatz | 19,1% | 13,2% |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand | 39.212 | 44.383 | 13,2 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 809.803 | 540.073 | -33,3 |
| Barreserve | 849.015 | 584.456 | -31,2 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 45.126 | 26.322 | -41,7 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 208.492 | 160.438 | -23,0 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 253.618 | 186.760 | -26,4 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 33.107 | 20.662 | -37,6 |
| bis 3 Monate | 187.045 | 107.419 | -42,6 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 33.466 | 58.679 | 75,3 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | - | - | - |
| über 5 Jahre | - | - | - |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten | 253.618 | 186.760 | -26,4 |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||
|---|---|---|---|---|
| 2023 | ||||
| Stand 01.01.2023 | 107 | - | - | 107 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 9 | - | 9 | |
| Veränderung innerhalb der Stufe | ||||
| • Zuweisung/Auflösung | -1 | 1 | - | - |
| • Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
| Stufentransfer: | ||||
| • Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| • Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | ||||
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -1 | - | - | -1 |
| - Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| - Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -90 | - | - | -90 |
| Stand 31.12.2023 | 24 | 1 | - | 25 |
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert:
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Firmenkunden | 5.744.289 | 6.084.580 | 5,9 |
| Privatkunden | 1.431.051 | 1.327.107 | -7,3 |
| Forderungen an Kunden nach Kundengruppen | 7.175.340 | 7.411.687 | 3,3 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 7.000.547 | 7.157.207 | 2,2 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 135.413 | 213.310 | 57,5 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 39.381 | 41.170 | 4,5 |
| Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien | 7.175.340 | 7.411.687 | 3,3 |
In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 659,4 Mio. EUR (Vorjahr: 617,7 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 105.226 | 100.721 | -4,3 |
| bis 3 Monate | 1.042.445 | 1.003.167 | -3,8 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 474.586 | 602.226 | 26,9 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.401.662 | 1.710.194 | 22,0 |
| über 5 Jahre | 4.151.421 | 3.995.379 | -3,8 |
| Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten | 7.175.340 | 7.411.687 | 3,3 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Weniger als ein Jahr | 166.912 | 206.270 |
| Ein bis zwei Jahre | 147.992 | 157.327 |
| Zwei bis drei Jahre | 141.843 | 132.399 |
| Drei bis vier Jahre | 83.201 | 104.885 |
| Vier bis fünf Jahre | 58.931 | 65.293 |
| Mehr als fünf Jahre | 71.019 | 77.672 |
| Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen | 669.896 | 743.846 |
| Nicht realisierter Finanzertrag | 52.179 | 84.457 |
| Nettoinvestition in das Leasingverhältnis | 617.718 | 659.389 |
Zum 31.12.2023 bestehen keine nicht garantierten Restwerte.
| EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | |||||
| Stand 01.01.2023 | 36.615 | 20.125 | 64.301 | 121.040 | |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 5.215 | 3.129 | - | 8.344 | |
| Veränderung innerhalb der Stufe | |||||
| •Zuweisung/Auflösung | -8.040 | -4.705 | 12.396 | -349 | |
| •Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | -19.168 | -19.168 | |
| Stufentransfer: | |||||
| •Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | 652 | -6.455 | - | -5.803 | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | -31 | -31 | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | 52 | -340 | -288 | |
| •Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -6.221 | 12.676 | - | 6.455 | |
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | -1.179 | - | 11.801 | 10.622 | |
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | -951 | 5.269 | 4.318 | |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -2.884 | -2.870 | -4.708 | -10.462 | |
| Stand 31.12.2023 | 24.158 | 21.001 | 69.520 | 114.678 |
In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR) enthalten.
| EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | |||||
| Stand 01.01.2023 | 6.334.380 | 614.931 | 172.276 | 7.121.587 | |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 1.039.943 | 172.910 | 8.418 | 1.221.271 | |
| Veränderung innerhalb der Stufe | |||||
| •Erhöhung/Verminderung der Forderung | -326.336 | -26.961 | -11.912 | -365.209 | |
| •Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung | - | - | -20.675 | -20.675 | |
| Stufentransfer: | |||||
| •Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | 152.334 | -166.224 | - | -13.890 | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | 200 | - | -282 | -82 | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | 2.478 | -3.000 | -522 | |
| •Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -735.742 | 716.025 | - | -19.717 | |
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | -89.059 | - | 88.243 | -816 | |
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | -29.321 | 27.133 | -2.188 | |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -563.900 | -61.559 | -22.414 | -647.873 | |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 5.811.820 | 1.222.279 | 237.787 | 7.271.886 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte aus derivativen Produkten | 13.946 | 9.117 | -34,6 |
| •Währungsbezogene Geschäfte | 1.424 | 2.557 | 79,6 |
| •Zinsbezogene Geschäfte | 36 | 3 | -90,5 |
| •Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 12.487 | 6.557 | -47,5 |
| Handelsaktiva | 13.946 | 9.117 | -34,6 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1.067.861 | 1.177.252 | 10,2 |
| FV at Fair Value OCI | 55.920 | 64.411 | 15,2 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 31 | 42 | 33,6 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.123.812 | 1.241.704 | 10,5 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 15.542 | 16.958 | 9,1 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 77.845 | 99.677 | 28,0 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 588.226 | 675.159 | 14,8 |
| über 5 Jahre | 442.200 | 449.910 | 1,7 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nach Restlaufzeiten | 1.123.812 | 1.241.704 | 10,5 |
Im Geschäftsjahr 2024 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 109,9 Mio. EUR (Vorjahr: 88,9 Mio. EUR) fällig.
| EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | |||||
| Stand 01.01.2023 | 956 | - | - | 956 | |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 337 | - | - | 337 | |
| Veränderung innerhalb der Stufe | |||||
| •Zuweisung/Auflösung | 560 | - | - | 560 | |
| •Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - | |
| Stufentransfer: | |||||
| •Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - | |
| •Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -74 | 973 | - | 899 | |
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - | |
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - | |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -11 | - | - | -11 | |
| Stand 31.12.2023 | 1.768 | 973 | - | 2.741 |
| EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | |||||
| Stand 01.01.2023 | 1.068.817 | - | - | 1.068.817 | |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 190.165 | - | - | 190.165 | |
| Veränderung innerhalb der Stufe | |||||
| •Erhöhung/Verminderung der Forderung | 9.977 | - | - | 9.977 | |
| •Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung | - | - | - | - | |
| Stufentransfer: | |||||
| •Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - | |
| -Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - | |
| •Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | |||||
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -14.917 | 14.972 | - | 55 | |
| -Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - | |
| -Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - | |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -89.022 | - | - | -89.022 | |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 1.165.020 | 14.972 | - | 1.179.992 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 36.334 | 38.762 | 6,7 |
| FV at Fair Value OCI | 113.907 | 132.414 | 16,2 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 150.240 | 171.176 | 13,9 |
In der Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) werden die Investmentfondsanteile im Eigenportfolio ausgewiesen.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Oberbank AG | 466.723 | 532.134 | 14,0 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG | 260.551 | 281.773 | 8,1 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 727.275 | 813.907 | 11,9 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.319 | 9.239 | -0,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.319 | 9.239 | -0,9 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Grund | 6.106 | 6.110 | 0,1 |
| Gebäude | 37.711 | 36.360 | -3,6 |
| Sonstige Sachanlagen | 12.628 | 17.303 | 37,0 |
| Nutzungsrechte für gemietete Immobilien | 19.232 | 19.370 | 0,7 |
| Sachanlagen | 75.676 | 79.142 | 4,6 |
Die ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich überwiegend auf Mietverträge für Filialen und Büroräumlichkeiten im In- und Ausland. Die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte betrug im Geschäftsjahr 2023 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde ein Zinsaufwand von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2023 gab es 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) an Zugängen bei den Nutzungsrechten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassten 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR).
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 92.974 | 120.870 | 30,0 |
Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Die Zunahme bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist überwiegend auf eine Immobilie zurückzuführen, welche nach Ablauf der Frist von 12 Monaten die Kriterien als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zum Bilanzstichtag nicht erfüllt und dementsprechend in die Position als Finanzinvestition gehaltene Immobilie rückgeführt wurde.
Im Eigentum befindliche Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
2023 in Tsd.### Anlagespiegel
EUR Sachanlagen Vermögenswerte1) Immobilien2) Summe
Buchwert zum 1.1.2023 | 56.444 | 9.319 | 92.974 | 158.738
Zugang | 11.777 | 1.662 | 959 | 14.398
Abgang | 189 | 21 | 2.022 | 2.231
Währungsveränderung | - | - | - | -
Änderung des beizulegenden Zeitwerts | - | - | 1.982 | 1.982
Abschreibungen | 5.451 | 2.553 | - | 8.004
Umgliederung | -2.808 | 832 | 26.976 | 25.000
Buchwert zum 31.12.2023 | 59.773 | 9.239 | 120.870 | 189.882
1) immaterielle Vermögenswerte
2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien kam es im Berichtsjahr zu einem Zugang durch Nutzungsänderungen in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Diese werden als Umgliederungen im Anlagespiegel ausgewiesen.
Im Eigentum befindliche Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
2022 in Tsd. EUR
| Sachanlagen | Vermögenswerte1) | Immobilien2) | Summe |
|---|---|---|---|
| Buchwert zum 1.1.2022 | 62.093 | 9.655 | 78.367 |
| Zugang | 8.734 | 1.867 | 3.743 |
| Abgang | 512 | - | - |
| Währungsveränderung | - | - | - |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts | - | - | 2.688 |
| Abschreibungen | 5.695 | 2.203 | - |
| Umgliederung | -8.176 | - | 8.176 |
| Buchwert zum 31.12.2022 | 56.444 | 9.319 | 92.974 |
1) immaterielle Vermögenswerte
2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
(23) Laufende Steuerforderungen und laufende Steuerschulden in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Laufende Steuerforderungen | 8.248 | 12.687 | 53,8 |
| Laufende Steuerschulden | 6.550 | 11.651 | 77,9 |
(24) Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden in Tsd. EUR
| Stand 31.12.2022 | Stand 31.12.2023 | |||
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuerforderungen | ||||
| Latente Steuerrückstellung | ||||
| Forderungen an Kunden | 6.293 | 4.058 | 4.553 | 494 |
| Risikovorsorgen | 10.205 | 10.867 | 10.867 | - |
| Handelsaktiva/Handelspassiva | -2.660 | -717 | 736 | 1.453 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -726 | -1.196 | 359 | 1.556 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -12.279 | -16.934 | 20 | 16.954 |
| Sachanlagen | -4.777 | -4.787 | 36 | 4.823 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -6.746 | -7.172 | 376 | 7.548 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 11 | - | - | - |
| Sonstige Aktiva / Passiva | 3.757 | 5.205 | 5.205 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | - | - |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | -100 | 83 | 83 | - |
| Rückstellungen / Sozialkapital | 5.665 | 7.217 | 7.238 | 21 |
| Eigenkapital – Emission | -199 | -199 | - | 199 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | -1.556 | -3.575 | 29.472 | 33.048 |
| Verrechnung der Steuern | - | - | -21.024 | -21.024 |
| Latente Steueransprüche /-schulden netto | - | - | 8.447 | 12.023 |
Latente Steuerforderungen und latente Steuerschulden
2022 in Tsd. EUR
| Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2022 | |||
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuerforderungen | ||||
| Latente Steuerrückstellung | ||||
| Forderungen an Kunden | 3.385 | 6.293 | 6.366 | 73 |
| Risikovorsorgen | 11.627 | 10.205 | 10.205 | - |
| Handelsaktiva/Handelspassiva | -10 | -2.660 | 159 | 2.818 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -1.232 | -726 | - | 726 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -12.140 | -12.279 | - | 12.279 |
| Sachanlagen | -4.535 | -4.777 | 25 | 4.801 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -6.147 | -6.746 | 6.746 | - |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 11 | 11 | - | - |
| Sonstige Aktiva / Passiva | 4.118 | 3.757 | 3.794 | 37 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | -209 | - | - | - |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.549 | -100 | - | 100 |
| Rückstellungen / Sozialkapital | 6.148 | 5.665 | 5.665 | - |
| Eigenkapital – Emission | -217 | -199 | - | 199 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 2.338 | -1.556 | 26.225 | 27.780 |
| Verrechnung der Steuern | - | - | -20.215 | -20.215 |
| Latente Steueransprüche /-schulden netto | - | - | 6.010 | 7.565 |
Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.74 saldiert. Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: -0,6 Mio. EUR). Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Fair Value-Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die der Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen. Aus der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuerabgrenzungen, die sich fast zur Gänze aufheben. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.
(25) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Grund | 27.087 | - | - |
| Gebäude | 2.371 | - | - |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 29.458 | - | - |
In dieser Position wurden zum 31. Dezember 2022 zwei Immobilien ausgewiesen, die aus der Sicherstellung von Kreditsicherheiten stammen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Immobilie veräußert. Hinsichtlich der zweiten Immobilie wird von einem Ausweis als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte nach Ablauf der Frist von 12 Monaten Abstand genommen. Eine Rückführung in die Position als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wurde entsprechend vorgenommen.
(26) Sonstige Aktiva in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 8.012 | 14.457 | 80,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10.105 | 9.413 | -6,8 |
| Sonstige Aktiva | 18.117 | 23.870 | 31,8 |
(27) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten | 895.298 | 777.011 | -13,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten | 35.679 | 55.433 | 55,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 930.977 | 832.444 | -10,6 |
Die BKS Bank nimmt am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teil. Dieses Tenderprogramm stellte den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken bis 23. November 2022 davon abhängig war, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Seit diesem Zeitpunkt erfolgt die Verzinsung jeweils mit der gültigen Deposit Facility Rate (DFR). Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Tranche in Höhe von 200 Mio. EUR termingerecht rückgeführt, eine vorzeitige Rückzahlung fand nicht statt. Zum Stichtag werden Verbindlichkeiten in Höhe von 200 Mio. EUR aus dem TLTRO-III-Programm unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen und gemäß IFRS 9 bilanziert. Die BKS Bank hat außerdem im laufenden Jahr am LTRO-Programm (Longer-Term Refinancing Operations) teilgenommen, die Verbindlichkeiten daraus belaufen sich zum Stichtag auf 50 Mio. EUR. Die Verzinsung dieser Programme richtet sich nach der jeweils gültigen Main Refinancing Operations Rate (MRO).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 225.582 | 168.019 | -25,5 |
| bis 3 Monate | 9.172 | 89.192 | >100 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 223.844 | 261.391 | 16,8 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 421.140 | 288.185 | -31,6 |
| über 5 Jahre | 51.239 | 25.657 | -49,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten | 930.977 | 832.444 | -10,6 |
(28) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 1.258.886 | 922.509 | -26,7 |
| •Firmenkunden | 128.936 | 66.328 | -48,6 |
| •Privatkunden | 1.129.949 | 856.181 | -24,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.564.907 | 5.822.044 | 4,6 |
| •Firmenkunden | 3.696.251 | 3.743.210 | 1,3 |
| •Privatkunden | 1.868.657 | 2.078.834 | 11,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6.823.793 | 6.744.553 | -1,2 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 6.011.477 | 5.176.509 | -13,9 |
| bis 3 Monate | 68.451 | 106.557 | 55,7 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 201.468 | 614.721 | >100 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 503.858 | 785.810 | 56,0 |
| über 5 Jahre | 38.539 | 60.955 | 58,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten | 6.823.793 | 6.744.553 | -1,2 |
(29) Verbriefte Verbindlichkeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen | 731.788 | 771.405 | 5,4 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 51.828 | 51.355 | -0,9 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 783.616 | 822.761 | 5,0 |
In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 36,0 Mio. EUR (Vorjahr: 35,3 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt inklusive Stückzinsen um 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 6.253 | 48.067 | >100 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 41.477 | 50.601 | 22,0 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 431.257 | 515.174 | 19,5 |
| über 5 Jahre | 304.628 | 208.918 | -31,4 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten | 783.616 | 822.761 | 5,0 |
(30) Handelspassiva in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Negative Marktwerte aus derivativen Produkten | 5.250 | 13.229 | >100 |
| •Währungsbezogene Geschäfte | 4.278 | 10.248 | >100 |
| •Zinsbezogene Geschäfte | 7 | 74 | >100 |
| •Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 965 | 2.906 | >100 |
| Handelspassiva | 5.250 | 13.229 | >100 |
(31) Rückstellungen in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 58.207 | 61.230 | 5,2 |
| Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) | 4.260 | 15.008 | >100 |
| Rückstellung für das Kreditgeschäft | 45.665 | 56.806 | 24,4 |
| Sonstige Rückstellungen | 14.149 | 24.559 | 73,6 |
| Rückstellungen | 122.281 | 157.603 | 28,9 |
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 21,9 Mio. EUR (Vorjahr: 21,7 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 32,5 Mio. EUR (Vorjahr: 30,4 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR) enthalten.In den Rückstellungen für das Kreditgeschäft ist eine Rückstellung in Höhe von 30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 44,9 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche sonstige Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR), Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) sowie eine Rückstellung in Höhe von 7,6 Mio. EUR, die in Zusammenhang mit der slowenischen Rechtslage und Judikatur zu Schweizer-Franken-Krediten gebildet wurde.
Entwicklung der Rückstellungen in Tsd. EUR
| Gesamt 2022 | Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | Steuern | Rückstellung für das Kreditgeschäft | Sonstige | Gesamt 2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellung zum 1.1. | 119.385 | 58.207 | 4.260 | 45.665 | 14.149 | 122.281 | 2,4 |
| ±Währungsbedingte Veränderungen | - | - | - | - | - | - | - |
| +Zuführung | 18.885 | 6.297 | 13.406 | 26.050 | 13.931 | 59.683 | >100 |
| -Inanspruchnahme | -7.412 | -3.168 | -1.144 | - | -3.148 | -7.460 | 0,7 |
| -Auflösung | -8.577 | -105 | -1.514 | -14.909 | -372 | -16.900 | 97,0 |
| Rückstellung zum 31.12. | 122.281 | 61.230 | 15.008 | 56.806 | 24.559 | 157.603 | 28,9 |
Für österreichische BKS Bank-Mitarbeitende, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Arbeiter-Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren sieht der Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Mitarbeitende mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren im Fall einer vom Dienstgeber ausgesprochenen Kündigung einen zusätzlichen Abfertigungsanspruch von zwei Monatsentgelten vor. Bei einer Betriebszugehörigkeit von mindestens 15 anrechenbaren Dienstjahren gebührt dieser Anspruch auch im Zusammenhang mit dem Antritt der gesetzlichen Pension. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse (Abfertigung Neu) gedeckt.
Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeitende oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.
Versicherungsmathematische Annahmen in %
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Annahmen | ||
| Zinssatz Pensionsrückstellung | 4,14% | 3,49% |
| Zinssatz sonstige Sozialkapitalrückstellungen | 4,21% | 3,57% |
| Gehaltstrend aktive Mitarbeiter | 4,60% | 4,68% |
| Pensionsdynamik | 4,15% | 4,30% |
| Karrieredynamik | 0,25% | 0,25% |
| Demographische Annahmen | ||
| Pensionsantrittsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Sterbetafel | AVÖ 2018 | AVÖ 2018 |
Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen. Der Berechnung der Pensionsrückstellung wurde eine Duration von 10 Jahren, der Berechnung der Abfertigungsrückstellung eine Duration von 15 Jahren zugrunde gelegt.
Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Rückstellung zum 1.1. | 61.329 | 58.207 | -5,1 |
| +Zinsaufwand | 683 | 2.276 | >100 |
| +Dienstzeitaufwand | 1.679 | 1.098 | -34,6 |
| -Zahlungen im Berichtsjahr | -4.330 | -6.285 | 45,1 |
| ±versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+)1) | -851 | 5.445 | >100 |
| ±sonstige Gewinne und Verluste | -303 | 490 | >100 |
| Rückstellung zum 31.12. | 58.207 | 61.230 | 5,2 |
| 1) auf Basis veränderter finanzieller Annahmen |
Sensitivitätsanalyse der DBO/Barwert der Verpflichtungen in Tsd. EUR
| Abfertigungen 31.12.2022 | Pensionen 31.12.2022 | Abfertigungen 31.12.2023 | Pensionen 31.12.2023 | |
|---|---|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz +0,5% | -991 | -1.291 | -1.030 | -1.424 |
| Diskontierungszinssatz -0,5% | 495 | 1.402 | 582 | 1.550 |
| Gehaltssteigerung +0,5% | 488 | 84 | 568 | 96 |
| Gehaltssteigerung -0,5% | -990 | -81 | -1.025 | -93 |
| Rentensteigerung +0,5% | - | -1.198 | - | -1.303 |
| Rentensteigerung -0,5% | - | -1.126 | - | -1.223 |
| Anstieg der Lebenserwartung um rd. 1 Jahr | - | -2.028 | - | -2.310 |
Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2023 hätte.
Cash Flows in Tsd. EUR
| Abfertigungen 31.12.2023 | Pensionen 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Erwartete Zahlungen 2024 | 2.308 | 2.795 |
| Erwartete Zahlungen 2025 | 1.052 | 2.628 |
| Erwartete Zahlungen 2026 | 1.292 | 2.458 |
| Erwartete Zahlungen 2027 | 2.731 | 2.287 |
| Erwartete Zahlungen 2028 | 1.900 | 2.121 |
| Summe der erwarteten Zahlungen 2024-2028 | 9.283 | 12.290 |
| Gewichtete durchschnittliche Laufzeit | 7,61 | 9,32 |
Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus den Abfertigungs- und Pensionsansprüchen für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR).
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19.813 | 20.389 | 2,9 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.064 | 4.721 | -6,8 |
| Leasingverbindlichkeiten | 19.607 | 19.804 | 1,0 |
| Sonstige Passiva | 44.484 | 44.914 | 1,0 |
Die gemäß IFRS 16 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten stammen überwiegend aus Mietverträgen von Filialen und Büroräumlichkeiten und sind wie folgt fällig:
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 2.779 | 2.598 | -6,5 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 9.124 | 9.229 | 1,2 |
| über 5 Jahre | 7.705 | 7.977 | 3,5 |
| Leasingverbindlichkeiten | 19.607 | 19.804 | 1,0 |
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Ergänzungskapital | 264.719 | 264.957 | 0,1 |
| Nachrangkapital | 264.719 | 264.957 | 0,1 |
Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 262,7 Mio. EUR (Vorjahr: 262,2 Mio. EUR).
Nachrangkapital nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 24.008 | 3.704 | -84,6 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | - | 19.996 | - |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 77.296 | 70.231 | -9,1 |
| über 5 Jahre | 163.416 | 171.027 | 4,7 |
| Nachrangkapital nach Restlaufzeiten | 264.719 | 264.957 | 0,1 |
Im Geschäftsjahr 2024 werden Ergänzungskapitalemissionen in Höhe von 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR) fällig.
Details zum Nachrangkapital (Nominalwerte) in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | Gesamtlaufzeit | |
|---|---|---|---|
| 5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | - | 9 Jahre |
| 4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3 PP | 13.000 | 13.000 | 10 Jahre |
| 2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 17.287 | 17.287 | 8 Jahre |
| 4,54% Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000 | 8.000 | 15 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | 20.000 | 20.000 | 11 Jahre |
| 3,85% Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400 | 3.400 | 15 Jahre |
| 3 1/8% Nachrangige Obligation 2019-2031/5/ | 20.000 | 20.000 | 11,5 Jahre |
| 2 3/4% Nachrangige Obligation 2020-2032/1 | 8.433 | 8.433 | 12 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2020-2030/2 | 4.289 | 4.289 | 10 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2020-2030/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 3 1/4% Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre |
| 3,03% Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032 | 3.000 | 3.000 | 11 Jahre |
| 2,10% Nachrangige Obligation 2022-2032/1 | 1.229 | 1.229 | 10 Jahre |
| 3% Nachrangige Obligation 2022-2032/2 | 12.000 | 12.000 | 10 Jahre |
| 5% Nachrangige Obligation 2022-2032/6 | 11.539 | 20.000 | 10 Jahre |
| 5% Nachrangige Obligation 2023-2033/3 | - | 10.000 | 10 Jahre |
| 4,80% Nachrangige Obligation 2023-2033/8 | - | 2.038 | 10 Jahre |
| Summe Nachrangkapital | 262.177 | 262.676 |
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR).
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 85.886 | 91.612 | 6,7 |
| •Aktienkapital | 85.886 | 91.612 | 6,7 |
| Kapitalrücklagen | 241.416 | 273.093 | 13,1 |
| Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen | 1.151.312 | 1.339.025 | 16,3 |
| Konzern-Eigenkapital | 1.478.613 | 1.703.729 | 15,2 |
| Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) | 65.200 | 65.200 | - |
| Eigenkapital | 1.543.813 | 1.768.929 | 14,6 |
Durch die im Mai 2023 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der Gesellschaft von bisher 85.885.800 EUR auf 91.611.520 EUR erhöht, und setzt sich nunmehr aus 45.805.760 (Vorjahr: 42.942.900) stimmberechtigten Stamm-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Transaktionskosten in Höhe von 0,4 Mio. EUR wurden vom Eigenkapital abgezogen
Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die emittierten Additional Tier 1-Anleihen, und zwar BKS TIER 1 ANL 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2017 (Nominale 14,5 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2018 (Nominale 17,3 Mio. EUR) und BKS TIER 1 ANL 2020 (Nominale 10,0 Mio. EUR), die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind.
Im Umlauf befindliche Aktien 2023
| Anzahl Aktien | |
|---|---|
| Stamm-Stückaktien | |
| Stand 01.01.2023 | 42.331.964 |
| Ordentliche Kapitalerhöhung | 2.862.860 |
| Veränderung eigene Aktien | 358.061 |
| Stand 31.12.2023 | 45.552.885 |
| Eigene Aktien im Bestand | 252.875 |
| Ausgegebene Aktien | 45.805.760 |
Im Umlauf befindliche Aktien 2022
| Anzahl Aktien | |
|---|---|
| Stamm-Stückaktien | |
| Stand 01.01.2022 | 42.150.529 |
| Veränderung eigene Aktien | 181.435 |
| Stand 31.12.2022 | 42.331.964 |
| Eigene Aktien im Bestand | 610.936 |
| Ausgegebene Aktien | 42.942.900 |
Das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen ist auf die Veränderung folgender Rücklagen zurückzuführen:
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| in Tsd. |
| Stand 01.01. | -26.081 | 1.044 | -21.770 | 1.340 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstiges Ergebnis | 4.312 | 786 | -3.938 | 225 |
| •Veränderung aus der Neubewertung gem. IAS 19 | 235 | - | -4.195 | - |
| •Veränderung der Rücklage für eigenes Kreditrisiko | - | 786 | - | 225 |
| •Veränderung aus at Equity bilanzierten Unternehmen (IAS 19) | 4.077 | - | 258 | - |
| Umgliederung | - | -490 | - | - |
| Stand 31.12. | -21.770 | 1.340 | -25.707 | 1.565 |
Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process). Dabei wird zwischen der normativen und ökonomischen Perspektive differenziert. Das Ziel ist es, auch im Stressfall die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP aus ökonomischer Perspektive ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung. Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die harte Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio und die MREL-Quote. Die Ermittlungen der Eigenmittelquoten und des Total Risk Exposure Amounts erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung. Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hatte die BKS Bank zum 31. Dezember 2023 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,4% und für die Gesamtkapitalquote gesamt 9,6%. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2023 lagen über diesen Anforderungen.
BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR in Mio. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Grundkapital | 85,9 | 91,6 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.360,6 | 1.566,3 |
| Abzugsposten | -668,2 | -750,4 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 778,3 | 907,51) |
| Harte Kernkapitalquote | 12,5% | 13,6% |
| AT1-Anleihe | 65,1 | 65,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 65,1 | 65,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 843,4 | 972,7 |
| Kernkapitalquote | 13,6% | 14,6% |
| Ergänzungskapital | 214,7 | 216,8 |
| Eigenmittel insgesamt | 1.058,1 | 1.189,5 |
| Gesamtkapitalquote | 17,0% | 17,9% |
| Total Risk Exposure Amount | 6.213,5 | 6.664,3 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2023. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bank- geschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Die Risikostrategie der BKS Bank Gruppe wird von der Geschäftsstrategie abgeleitet. Diese wird einmal jährlich durch das Risikocontrolling nach Rücksprache mit den zentralen Abteilungsleitern einem Review unterzogen. Bei wesentlichen Strategieänderungen gibt es einen außerordentlichen Review. Das Ergebnis des Reviews bzw. die Evaluierung der Risikostrategie, sowie die Festlegung des Risikoappetits erfolgt gemeinsam mit dem Vorstand im ICAAP Gremium. Die Risikostrategie wird vom Gesamtvorstand genehmigt und in der ersten Sitzung des Jahres dem Aufsichtsrat vorgelegt. In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeitende im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in die Vergütungspolitik. So wird eine risiko- adäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien, wobei das Management innerhalb der einzelnen Risikoarten erfolgt.
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben Kreditinstitute Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.
Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierten Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind • der Sanierungsplan, • der Abwicklungsplan und • die MREL-Quote. Der Sanierungsplan wurde auch 2023 wieder zeitgerecht aktualisiert und der Aufsicht übermittelt. Im Rahmen der Anforderungen zur Erstellung des Abwicklungsplanes haben wir den Datenanforderungen der Abwicklungsbehörde entsprochen. Weiters wurde ein Selfassessment erstellt und im Rahmen eines Projektes ein Handbuch zum Collateral Management und ein FMI-Notfallplan für den Abwicklungsfall erstellt.
Im Jahr 2024 startet in der BKS Bank ein umfangreiches Projekt zur Umsetzung der neuen Regelungen von Basel IV. Das Projekt beschäftigt sich mit den geänderten Bestimmungen zur Ermittlung der Eigenmittelerfordernisse und enthält auch Aspekte zur Steuerung der risikobehafteten Aktiva. Die Schwerpunkte liegen auf der neuen Kategorisierung der Immobilienfinanzierungen, der Berechnung des RWA-Impacts auf das Beteiligungsportfolio, der Einstufung von Forderungen gegenüber Kreditinstituten, der Umsetzung der Anforderungen an das Mengengeschäft sowie auf dem außerbilanzmäßigen Geschäft in Säule I und Säule II. Es ist mit einer generellen Erhöhung der RWAs zu rechnen. Durch die frühe Einbindung unterschiedlicher Fachbereiche der BKS Bank kann auf die neuen Standards von der Kreditrisikosteuerung, über die Immobilienbewertung bis hin zur Erweiterung des Data-Warehouse und der notwendigen IT-Infrastrukur eingegangen werden.
Das Stresstesting der BKS Bank baut auf etablierten Steuerungs- und Bewertungsmodellen auf und basiert auf unterschiedlichen Stresstypen und einer abgestuften Intensität der Stress-Szenarien. Governance Aspekte sind in der Risikostrategie in Form risikopolitischer Grundsätze festgelegt. Mit dem tourlichen Stresstesting soll die Fähigkeit der BKS Bank gemessen werden, Verluste aus eigener Kraft zu tragen. Weiters wird die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Liquidität im Krisenfall beurteilt. Stresstests sind ein integraler Bestandteil der Kapital- und Liquiditätssteuerung. Die Stresstests erfolgen im Rahmen • des Internal Capital Adequacy Assessment Process – ICAAP, • des Internal Liquidity Adequacy Assessment Process – ILAAP sowie • der Sanierungsplanung. Die Stressparameter für die Stresstests der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus den EBA-Stresstests abgeleitet. Neben ökonomischen Aspekten werden die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen berücksichtigt. Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen hinsichtlich • des Total SREP Capital Requirements – TSCR, • des Overall Capital Requirements – OCR, • der Liquidity Coverage Ratio – LCR oder • der Net Stable Funding Ratio – NSFR bilden im Krisenfall die Begrenzung zur Abschöpfung freier Deckungsmassen.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) der BKS Bank sind ein über Jahre gewachsenes System von Maßnahmen und Kontrollschritten und sind in der Governance verankert. Grundlage und Referenzmodell für die Gestaltung und Systematisierung des internen Kontrollsystems bildet das „COSO Internal Control – Integrated Framework“. Die BKS Bank bekennt sich im Rahmen der Risikokontrolle zum Three-Lines-of-Defence-Modell, das besagt, dass Risiken in drei Stufen adressiert und gemanagt werden sollen.# Struktur und Organisation des Risikomanagements
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomes- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken. Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unab-hängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium. Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme. Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Credit Spread-Risiko sowie das Aktienkurs- und Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter. Ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben des Gremiums ist auch die Überwachung und Weiterentwicklung des IKT-Risikomanagements, insbesondere der Cyber-Security-Maßnahmen und des BCMs.
In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt. Ein wesentlicher Bestandteil des ICAAP in der normativen Perspektive ist neben der Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen die Erfüllung der intern festgelegten Zielwerte sowie die Einhaltung der intern festgelegten Limite des Risk-Appetite Frameworks. Das Risk-Appetite Framework ist ein Set an Steuerungskennzahlen mit Zielwerten und Limiten, welche über Managementpuffer von den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen abgeleitet werden. Das Set an risikorelevanten Steuerungskennzahlen im Risk-Appetite Framework umfasst Risikokategorien wie das Kapitalrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Kreditrisiko sowie Zinsänderungsrisiken und das Operationale Risiko. In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste in der ökonomischen Perspektive für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9% ermittelt. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 610,6 Mio. EUR nach 498,2 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.669,2 Mio. EUR nach 1.326,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2022.
Verteilung der Risiken aus Sicht der ökonomischen Perspektive in %
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| 1 Kreditrisiko | 67,4 | 63,4 |
| 2 Zinsänderungsrisiko im Bankbuch | 10,4 | 15,1 |
| 3 Aktienkursrisiko | 5,2 | 4,6 |
| 4 Risiko aus Fremdwährungspositionen | 0,2 | 0,2 |
| 5 Credit Spread-Risiko | 5,5 | 6,1 |
| 6 Operationales Risiko und IKT-Risiko | 6,2 | 5,9 |
| 7 Liquiditätsrisiko | 2,0 | 1,6 |
| 9 Modellfehler | 0,4 | 0,4 |
| 10 Sonstige Risiken | 2,8 | 2,7 |
Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für 63,4% (2022: 67,4%) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich. In der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit stehen die aufsichtsrechtlich geforderten Kapitalquoten, Liquiditätskennzahlen und Kreditrisikokennzahlen im Fokus. Die normative Perspektive unterliegt einem Planungshorizont von mindestens 3 Jahren. Dabei wird im ersten Schritt überprüft, ob die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen und die aus dem Risikoappetit abgeleiteten internen Limite über den Planungszeitraum eingehalten werden können. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die Limite und aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen auch im Stressfall erfüllt werden können. Die Stressparameter werden aus den EBA-Stresstests abgeleitet und mit den Stresstests in der ökonomischen Perspektive abgestimmt. Die Risikotragfähigkeitsrechnung in der normativen Perspektive zeigt, dass die im Risk Appetite Framework festgelegten Limite sowohl im Basisszenario als auch im Stressszenario eingehalten und damit auch die quantitativen gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.# Die Verteilung der Belastungen nach den einzelnen Risikoarten aus den Stresstests zeigt folgendes Bild:
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ist von der Betragshöhe, der Ratingstufe und/oder dem Produkt abhängig. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist. Darüber hinaus legt ein Katalog mit Positiv- und Ausschlusskriterien fest, welchen Unternehmen die BKS Bank keine Finanzierungen einräumt. Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden.
Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von großvolumigen Finanzierungen. Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.
Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil des Konzernreportings. Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung. Die interne Risikosteuerung erfolgt auf Portfolioebene und umfasst folgende Risikopositionen:
(39.1) Kreditrisikovolumen gemäß interner Risikosteuerung in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 7.296.381 | 7.526.365 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 253.724 | 186.785 |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventual- | 2.359.749 | 2.332.765 |
| verbindlichkeiten | ||
| Wertpapiere und Fonds | 1.162.949 | 1.286.433 |
| Beteiligungen | 839.334 | 943.095 |
| Kreditrisikovolumen | 11.912.137 | 12.275.443 |
(39.2) Überleitung der IFRS-Positionen auf interne Kreditrisikopositionen in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden gemäß Note (15.1) | 7.175.340 | 7.411.687 |
| + Risikovorsorgen zu Forderungen an Kunden gemäß Note (15.1) | 121.040 | 114.678 |
| Forderungen an Kunden | 7.296.381 | 7.526.365 |
| Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14) | 253.618 | 186.760 |
| + Risikovorsorgen zu Forderungen an Kreditinstitute gemäß Note (14) | 107 | 25 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 253.724 | 186.785 |
| Eventualverbindlichkeiten gemäß Note (61) | 638.877 | 612.188 |
| + Sonstige Kreditrisiken gemäß Note (61) | 1.706.925 | 1.711.460 |
| + positive Marktwerte aus derivativen Produkten gemäß Note (16) | 13.947 | 9.117 |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.359.749 | 2.332.765 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gemäß Note (17) | 1.123.812 | 1.241.704 |
| + Risikovorsorgen zu Schuldverschreibungen gemäß Note (17) | 956 | 2.741 |
| + Aktien und Fonds aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche | 38.181 | 41.988 |
| Wertpapiere gemäß Note (18) | ||
| Wertpapiere und Fonds | 1.162.949 | 1.286.433 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gemäß Note (19) | 727.275 | 813.907 |
| + Beteiligungen aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche | 112.059 | 129.188 |
| Wertpapiere gemäß Note (18) | ||
| Beteiligungen | 839.334 | 943.095 |
| Risikovolumen | 11.912.137 | 12.275.443 |
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentlichste Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich nach qualitativen und quantitativen Kriterien evaluiert. Insgesamt sind in der BKS Bank-Gruppe 14 Ratingverfahren im Einsatz.
Ratingstufen
(39.3) Kreditqualität nach Forderungsklassen 2023
| Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 122.116 | 1.703.593 | 2.908.665 | 2.238.429 | 298.362 | 237.936 | 17.265 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 114.612 | 64.484 | 7.678 | 1 | 10 | – | – |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 67.363 | 630.349 | 1.101.076 | 483.436 | 40.434 | 10.042 | 65 |
| Wertpapiere und Fonds | 963.178 | 259.124 | 60.341 | 3.748 | 42 | – | – |
| Beteiligungen | 839.904 | 102.129 | 1.058 | 0 | – | – | – |
| Gesamt | 2.107.173 | 2.759.678 | 4.078.817 | 2.725.615 | 338.848 | 247.978 | 17.334 |
(39.3) Kreditqualität nach Forderungsklassen 2022
| Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 98.315 | 1.905.975 | 2.660.478 | 2.222.310 | 235.755 | 172.442 | 1.106 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 188.995 | 52.279 | 12.448 | 1 | 1 | – | – |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 69.201 | 706.814 | 1.042.763 | 518.170 | 20.010 | 2.705 | 85 |
| Wertpapiere und Fonds | 858.911 | 283.997 | 18.990 | 1.018 | 31 | – | – |
| Beteiligungen | 747.617 | 90.659 | 1.058 | – | – | – | – |
| Gesamt | 1.963.040 | 3.039.725 | 3.735.738 | 2.741.500 | 255.797 | 175.146 | 1.191 |
Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,9% (2022: 2,1%). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staaten, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden. Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 29,4% zum 31. Dezember 2023 (2022: 37,3%). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch vorhandene Sicherheiten bewertet nach den internen Belehngrenzen in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 87,5% (2022: 86,0%).
(39.4) Als „forborne“ klassifizierte Volumina 2023 in Tsd. EUR
| Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 19.390 | 7.591 | 26.981 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 19.144 | 7.566 | 26.710 |
| •hiervon Refinanzierung | 246 | 25 | 271 |
| Non-performing Exposures | 56.827 | 10.040 | 66.867 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 53.926 | 8.297 | 62.223 |
| •hiervon Refinanzierung | 2.901 | 1.743 | 4.644 |
| Gesamt | 76.217 | 17.631 | 93.848 |
(39.4) Als „forborne“ klassifizierte Volumina 2022 in Tsd. EUR
| Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 49.646 | 5.385 | 55.031 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 42.512 | 5.237 | 47.749 |
| •hiervon Refinanzierung | 7.134 | 148 | 7.282 |
| Non-performing Exposures | 34.658 | 22.267 | 56.925 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 31.825 | 15.341 | 47.166 |
| •hiervon Refinanzierung | 2.833 | 6.926 | 9.759 |
| Gesamt | 84.304 | 27.652 | 111.956 |
Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff „Forbearance“ bzw. „Nachsicht“ wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die gesetzt wurden, weil der Kreditnehmer in finanziellen Schwierigkeiten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:
Nach dem Auslaufen der Nachsichtsmaßnahmen aus der COVID-19 Krise hat sich das als „forborne“ klassifizierte „Performing Exposure“ deutlich reduziert.
(39.5) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Risikopositionen nach Ratingstufen und Stages/ On-Balance 2023
| Buchwerte | Wertberichtigungen in Tsd. |
| :-------- | :------------------------- |# (39.6) Off-Balance-Risikopositionen nach Ratingstufen und Stages
Buchwerte Rückstellung in Tsd. EUR
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AA | 67.333 | – | – | 67.333 | 14 | – | – | 14 |
| A1 | 30 | – | – | 30 | – | – | – | – |
| 1a | 240.657 | 3.350 | – | 244.007 | 94 | 1 | – | 95 |
| 1b | 382.765 | 3.577 | – | 386.342 | 578 | 7 | – | 585 |
| 2a | 580.042 | 13.562 | – | 593.603 | 1.206 | 32 | – | 1.238 |
| 2b | 471.700 | 35.677 | – | 507.377 | 2.084 | 40 | – | 2.123 |
| 3a | 284.177 | 77.326 | – | 361.503 | 1.408 | 625 | – | 2.032 |
| 3b | 71.354 | 50.579 | – | 121.933 | 368 | 689 | – | 1.057 |
| 4a | 5.348 | 6.331 | – | 11.679 | 109 | 312 | – | 422 |
| 4b | 1.128 | 27.627 | – | 28.755 | 19 | 1.671 | – | 1.689 |
| 5a | – | – | 10.042 | 10.042 | – | – | 17.400 | 17.400 |
| OR | 65 | – | – | 65 | – | – | – | – |
| Gesamt | 2.104.598 | 218.029 | 10.042 | 2.332.670 | 5.879 | 3.376 | 17.400 | 26.655 |
In den Risikopositionen erfasst sind Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken gemäß Note 61.
Buchwerte Rückstellung in Tsd. EUR
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AA | 69.171 | – | – | 69.171 | – | – | – | – |
| A1 | 30 | – | – | 30 | – | – | – | – |
| 1a | 243.087 | 3.257 | – | 246.344 | 46 | 1 | - | 47 |
| 1b | 459.126 | 1.026 | – | 460.152 | 57 | 1 | - | 58 |
| 2a | 485.826 | 6.357 | – | 492.183 | 94 | 1 | - | 95 |
| 2b | 524.681 | 12.400 | – | 537.081 | 128 | 4 | - | 132 |
| 3a | 364.259 | 26.833 | – | 391.092 | 101 | 20 | - | 121 |
| 3b | 66.286 | 60.699 | – | 126.985 | 72 | 44 | - | 116 |
| 4a | 1.768 | 11.950 | – | 13.718 | 4 | 13 | - | 17 |
| 4b | 2.275 | 3.981 | – | 6.256 | 18 | 29 | - | 47 |
| 5a | – | – | 2.705 | 2.705 | - | - | 121 | 121 |
| OR | 70 | 15 | – | 85 | 1 | - | - | 1 |
| Gesamt | 2.216.579 | 126.518 | 2.705 | 2.345.802 | 521 | 113 | 121 | 755 |
In den Risikopositionen erfasst sind Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken gemäß Note 61.
in Tsd. EUR
| Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko | Sicherheiten gesamt | hiervon finanzielle Sicher-heiten | hiervon persönliche Sicherheiten | hiervon Immobiliensicherheiten | hiervon sonstige Risikoposition2) |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 7.526.365 | 4.852.188 | 78.168 | 152.326 | 3.861.836 |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 213.310 | 79.222 | – | – | 75.625 |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 41.170 | 28.689 | 381 | 5 | 27.734 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 186.785 | 81 | – | – | – |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.332.765 | 434.038 | 25.757 | 14.219 | 277.544 |
| Wertpapiere und Fonds | 1.286.433 | 329.970 | – | 121.980 | – |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | – | – | – | – | – |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 38.762 | – | – | – | – |
| •hiervon at Fair Value OCI | 67.636 | 42.117 | – | – | – |
| Beteiligungen | 943.095 | – | – | – | – |
| •hiervon at Fair Value OCI | 129.188 | – | – | – | – |
| •hievon Beteiligungen at Fair Value (verpflichtend) | – | – | – | – | – |
| •hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 813.907 | – | – | – | – |
| Gesamt | 12.275.443 | 5.616.276 | 103.925 | 288.526 | 4.139.380 |
1) Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2) Exposure abzüglich Sicherheiten
in Tsd. EUR
| Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko | Sicherheiten gesamt | hiervon finanzielle Sicher-heiten | hiervon persönliche Sicherheiten | hiervon Immobiliensicherheiten | hiervon sonstige Risikoposition2) |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 7.296.381 | 4.746.750 | 100.858 | 198.585 | 3.730.048 |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 135.413 | 57.120 | 1.991 | 13.454 | 41.675 |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 39.381 | 31.561 | 503 | 5 | 30.387 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 253.724 | 3.297 | – | – | – |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 2.359.749 | 511.458 | 41.046 | 7.985 | 329.658 |
| Wertpapiere und Fonds | 1.162.949 | 224.339 | – | 103.374 | – |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | – | – | – | – | – |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 34.732 | – | – | – | – |
| •hiervon at Fair Value OCI | 59.399 | 40.919 | – | – | – |
| Beteiligungen | 839.334 | – | – | – | – |
| •hiervon at Fair Value OCI | 110.427 | – | – | – | – |
| •hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 1.632 | – | – | – | – |
| •hv. Beteiligungen at Equity | 727.275 | – | – | – | – |
| Gesamt | 11.912.137 | 5.485.844 | 141.904 | 309.945 | 4.059.706 |
1) Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2) Exposure abzüglich Sicherheiten
| Branchenklassifizierung nach ÖNACE (Statistik Austria) | in Tsd. EUR | in % |
|---|---|---|
| Privatkunden | 1.353.827 | 18,6 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 1.564.530 | 21,4 |
| Bau | 788.415 | 10,8 |
| Herstellung von Waren | 714.083 | 9,8 |
| Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 486.429 | 6,7 |
| Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 457.368 | 6,3 |
| Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 386.019 | 5,3 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 256.921 | 3,5 |
| Verkehr und Lagerei | 213.811 | 2,9 |
| Beherbergung und Gastronomie | 235.556 | 3,2 |
| Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 168.039 | 2,3 |
| Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 190.855 | 2,6 |
| Energieversorgung | 123.006 | 1,7 |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 142.587 | 2,0 |
| Information und Kommunikation | 62.428 | 0,9 |
| Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 54.596 | 0,7 |
| Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 42.872 | 0,6 |
| Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 25.612 | 0,4 |
| Kunst, Unterhaltung und Erholung | 20.099 | 0,3 |
| Erziehung und Unterricht | 9.329 | 0,1 |
| Gesamt | 7.296.381 | 100,0 |
| Branchenklassifizierung nach ÖNACE (Statistik Austria) | in Tsd. EUR | in % |
|---|---|---|
| Privatkunden | 1.257.186 | 16,7 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 1.696.082 | 22,5 |
| Bau | 833.702 | 11,1 |
| Herstellung von Waren | 711.207 | 9,4 |
| Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 489.462 | 6,5 |
| Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 435.267 | 5,8 |
| Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 399.773 | 5,3 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 287.048 | 3,8 |
| Verkehr und Lagerei | 244.867 | 3,3 |
| Beherbergung und Gastronomie | 226.021 | 3,0 |
| Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 209.379 | 2,8 |
| Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 187.784 | 2,5 |
| Energieversorgung | 174.396 | 2,3 |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 147.773 | 2,0 |
| Information und Kommunikation | 62.330 | 0,8 |
| Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 56.112 | 0,7 |
| Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 45.363 | 0,6 |
| Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 27.187 | 0,4 |
| Kunst, Unterhaltung und Erholung | 26.614 | 0,4 |
| Erziehung und Unterricht | 8.813 | 0,1 |
| Gesamt | 7.526.365 | 100,0 |
Im Rahmen der Eintrübung des Immobilienmarktes haben wir bereits 2023 das Monitoring der Immobilienprojektfinanzierungen intensiviert. Weiters haben wir in der Bewertung der spekulativen Immobilienfinanzierungen ein kollektives Staging vorgenommen.
in Tsd. EUR
| | EUR1) | CHF | USD | JPY | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 1.866 | 62.832 | 1.937 | 125 | 1.629 | 68.389 |
| Slowenien | – | 1.016 | – | – | – | 1.016 |
| Kroatien | – | 384 | – | – | – | 384 |
| Deutschland | – | 836 | – | – | – | 836 |
| Ungarn | 3.480 | – | – | – | – | 3.480 |
| Schweiz | 9.394 | – | – | – | – | 9.394 |
| Sonstige | 17.499 | 1.414 | – | – | – | 18.914 |
| Gesamt | 32.239 | 66.482 | 1.937 | 125 | 1.630 | 102.413 |
1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
in Tsd. EUR
| | EUR1) | CHF | USD | JPY | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 2.029 | 70.685 | 2.201 | 151 | 3.283 | 78.350 |
| Slowenien | - | 1.572 | - | - | - | 1.572 |
| Kroatien | 546.701 | 351 | 22 | - | - | 547.073 |
| Deutschland | - | 786 | - | - | - | 786 |
| Ungarn | 4.332 | - | - | - | - | 4.332 |
| Schweiz | 17.441 | - | - | - | - | 17.441 |
| Sonstige | 14.625 | 1.373 | 2 | - | - | 16.001 |
| Gesamt | 585.129 | 74.768 | 2.226 | 151 | 3.283 | 665.556 |
1) Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
in Tsd. EUR
| | Forderungen1) | überfällig2) | Einzelwert-berichtigung3) | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 5.394.738 | 170.981 | 39.012 | 114.785 |
| Slowenien | 902.914 | 12.825 | 3.496 | 8.001 |
| Kroatien | 601.395 | 44.320 | 23.125 | 19.894 |
| Slowakische Republik | 326.322 | 7.875 | 3.106 | 4.509 |
| Deutschland | 213.202 | 8 | 7 | – |
| Ungarn | 26.040 | 1.813 | 745 | 1.021 |
| Sonstige | 61.755 | 116 | 29 | 103 |
| Gesamt | 7.526.365 | 237.936 | 69.520 | 148.313 |
1) Siehe Tabelle Risikovolumen gemäß ICAAP auf Seite 161
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.
in Tsd. EUR
| | Forderungen1) | überfällig2) | Einzelwert-berichtigung3) | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 5.255.720 | 100.285 | 33.120 | 57.095 |
| Slowenien | 923.938 | 9.885 | 3.247 | 6.252 |
| Kroatien | 584.639 | 51.737 | 22.112 | 22.072 |
| Slowakische Republik | 272.474 | 5.370 | 2.465 | 2.797 |
| Deutschland | 167.410 | 43 | 39 | – |
| Ungarn | 21.956 | 2.066 | 838 | 1.174 |
| Sonstige | 70.243 | 3.037 | 2.318 | 12 |
| Gesamt | 7.296.381 | 172.423 | 64.139 | 89.402 |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
in Tsd.EUR Anschaffungskosten Buchwert nach IFRS1)
Regionen | 2022 | 2023 | 2022 | 2023
------- | -------- | -------- | -------- | --------
Österreich | 482.974 | 443.213 | 479.592 | 450.498
Supranational, EU | 146.958 | 203.857 | 147.451 | 206.258
Deutschland | 152.627 | 189.601 | 151.520 | 190.141
Norwegen | 54.903 | 59.511 | 54.395 | 59.514
Frankreich | 46.748 | 56.044 | 46.965 | 56.562
Slowenien | 44.848 | 49.822 | 45.148 | 50.317
Belgien | 39.641 | 44.768 | 40.089 | 45.155
Schweden | 20.000 | 38.970 | 19.297 | 39.125
Slowakische Republik | 29.932 | 29.977 | 30.336 | 30.317
Spanien | 30.474 | 25.484 | 30.609 | 25.668
Irland | 29.070 | 23.149 | 29.334 | 23.135
Luxemburg | 11.127 | 20.921 | 10.718 | 20.708
Niederlande | 14.946 | 19.316 | 15.014 | 19.429
Portugal | 15.187 | 15.187 | 15.179 | 15.157
Finnland | 15.137 | 15.137 | 15.101 | 15.087
Kroatien | 10.122 | 10.122 | 10.195 | 10.179
Sonstige | 22.056 | 28.855 | 22.006 | 29.183
Summe | 1.166.748 | 1.273.933 | 1.162.949 | 1.286.433
1) inklusive Stückzinsen
(40) Beteiligungsrisiko
Beteiligungspositionen in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023
------- | -------- | --------
Börsenotierte Kreditinstitute | 727.275 | 813.907
Nicht börsenotierte Kreditinstitute | 25.955 | 31.529
Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen | 86.104 | 97.659
Gesamt | 839.334 | 943.095
(41) Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko negativer Auswirkungen auf das wirtschaftliche Eigenkapital des Instituts oder auf den Nettozinsertrag durch Veränderungen der Zinssätze oder der Struktur zinssensitiver Positionen. Das Zinsänderungsrisiko berücksichtigt daher Marktwertänderungen,
* die sich aus Zinssatzänderungen ergeben,
* die zinssensitive Instrumente betreffen,
* einschließlich Gap-Risiko,
* Basisrisiko und
* Optionsrisiko.
Die Steuerung, Bewertung und Limitierung erfolgt gemäß der EBA/GL/14/2022 und der EBA/RTS/2022/10. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen nicht im Fokus unserer Aktivitäten. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht wie dem Economic Value of Equity (kurz EVE) sowie der Net Interest Income-Perspektive (kurz NII) in Verbindung mit den aufsichtsrechtlich normierten Stresstests. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions und ist von untergeordneter Rolle. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Steuerung Zinsänderungsrisiko
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps. Im Oktober 2022 veröffentlichte die EBA eine neue Leitlinie zum Management von Zinsänderungsrisiken (IRRBB) und Credit Spread-Risiken (CSRBB) im Bankbuch. Diese wurden in die Risikosteuerung integriert. Die aufsichtsrechtlichen Ausreißertests (SOT, Supervisory Outlier Tests) werden quartalsweise intern überprüft und in die Steuerung des Zinsänderungsrisikos eingebunden. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos aus der ökonomischen Perspektive haben wir neben dem aufsichtsrechtlichen Limit von 15% des Kernkapitals ein internes Limit bei 12% eingezogen. Die Ergebnisse der aufsichtsrechtlichen Stresstests zeigen folgendes Bild:
Barwertänderung in Prozent des Kernkapitals
Das Zinsänderungsrisiko aus der Perspektive des Nettozinsertrages und der aufsichtsrechtlichen Schock-szenarien zeigt, dass das Limit von 5% des Kernkapitals eingehalten wurden:
Zinsänderungsrisiko aus der Perspektive des Nettozinsertrages
| (41.1) Zinsbindungsgaps EUR und Fremdwährungen in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| < 1 Monat | -398.522 | -144.723 |
| 1 bis 3 Monate | 827.662 | -315.803 |
| 3 bis 6 Monate | 901.369 | 1.648.871 |
| 6 bis 12 Monate | -1.695.548 | -1.918.801 |
| 1 bis 2 Jahre | -109.604 | -517.588 |
| 2 bis 3 Jahre | -764.204 | 474.086 |
| 3 bis 4 Jahre | 246.333 | 210.360 |
| 4 bis 5 Jahre | 183.496 | -52.415 |
| > 5 Jahre | 631.021 | 842.183 |
Positive Werte bei den angeführten Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang dar, negative Werte einen Passivüberhang des Volumens, welches in den entsprechenden Laufzeitbändern zur Zinsanpassung gelangt.
| (41.2) Zinsänderungsrisiko in Tsd. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 52.623 | 57.968 |
| Maximalwerte | 64.220 | 92.078 |
| Durchschnittswerte | 59.423 | 68.369 |
| Wert zum Jahresende | 64.220 | 92.078 |
Das nach internen Kriterien ermittelte Zinsänderungsrisiko wird anhand eines Worst-Case-Szenarios aus den 6 ökonomischen EVE (Economic Value of Equity) IRRBB-Schocks und dem steuerungsrelevanten „APM-Durationsrisiko“ (+100BP Schock) ermittelt. Die Angemessenheit des Verfahrens wird mindestens einmal jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
(42) Credit Spread-Risiko
Das Credit Spread Risiko im Bankbuch (CSRBB) wird gemäß EBA GL/14/2022 definiert als das Risiko, das durch Änderungen des Marktpreises
* für das Kreditrisiko,
* für die Liquidität und
* für potentielle andere Merkmale kreditrisikobehafteter Instrumente verursacht wird, die nicht von einem anderen aufsichtsrechtlichen Rahmen erfasst werden.
Das CSRBB erfasst das Risiko einer Veränderung des Spreads eines Instruments unter der Annahme der gleichen Bonitätseinstufung, d. h. wie sich der Credit Spread innerhalb einer bestimmten Bonitätseinstufung bzw. einer bestimmten Ausfallwahrscheinlichkeit bewegt. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling. In der BKS Bank wird das Credit Spread Risiko in der ökonomischen Perspektive für das gesamte Anleihenportfolio im Bankbuch, für die zum Fair Value bewerteten Kredite, für Schuldscheindarlehen aber auch für eigene Emissionen ermittelt. Die Ermittlung des Credit Spread Risikos erfolgt über das VaR Konzept nach der historischen Simulation.
| in Tsd. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 27.265 | 24.651 |
| Maximalwerte | 33.884 | 37.193 |
| Durchschnittswerte | 30.352 | 29.467 |
| Wert zum Jahresende | 27.265 | 37.193 |
(43) Aktienkursrisiko
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert. Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerte im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Steuerung Aktienkursrisiko
| Value-at-Risk-Werte Aktienkursrisiko in Tsd. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 17.458 | 18.229 |
| Maximalwerte | 25.686 | 28.197 |
| Durchschnittswerte | 23.334 | 22.169 |
| Wert zum Jahresende | 25.686 | 28.197 |
Der Value-at-Risk für das Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9% berechnet.
(44) Risiken aus Fremdwährungspositionen
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
| Value-at-Risk-Werte aus Fremdwährungspositionen in Tsd. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 703 | 595 |
| Maximalwerte | 1.276 | 2.789 |
| Durchschnittswerte | 993 | 1.431 |
| Wert zum Jahresende | 983 | 1.134 |
Der Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9% berechnet.
| (44.1) Wechselkursrisiko – Offene Devisenposition in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| USD | -945 | -172 |
| GBP | 142 | 526 |
| JPY | 17 | 5 |
| CHF | 401 | 310 |
Positive Werte stellen Netto-Long-Positionen, negative Werte stellen Netto-Short-Positionen zum jeweiligen Stichtag dar.
(45) Liquiditätsrisiko und Liquiditätsrisikomanagement (ILAAP)
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktpreisen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).# Liquiditätsrisikosteuerung
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.
Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen bzw. Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand. Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen. Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Einlagenkonzentration | 0,35 | 0,33 |
| Loan-Deposit-Ratio (LDR) | 88,2% | 91,8% |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 190,4% | 223,2% |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 118,7% | 123,3% |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| bei der OeNB hinterlegte Wertpapiere | 839.437 | 1.017.677 |
| bei Euroclear hinterlegte Wertpapiere | 89.534 | 84.747 |
| an die OeNB zedierte Kreditforderungen | 604.795 | 503.115 |
| an die Slowenische Nationalbank zedierte Kreditforderungen | 22.411 | 18.893 |
| Summe EZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 1.556.177 | 1.624.432 |
| abzüglich Tendersperre OeNB | -595.128 | -255.643 |
| Summe freie ESZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 961.049 | 1.368.789 |
| Barmittel | 35.943 | 41.977 |
| OeNB-Guthaben | 713.931 | 451.642 |
| Liquiditätspuffer | 1.710.923 | 1.862.408 |
| sonstige Wertpapiere | 23.159 | 41.363 |
| Counterbalancing Capacity | 1.734.082 | 1.903.770 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Spareinlagen | 1.258.885 | 922.509 |
| Sonstige Kundeneinlagen | 5.564.907 | 5.822.044 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 783.616 | 822.761 |
| Nachrangkapital | 264.719 | 264.957 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 930.977 | 832.444 |
| Buchwerte | Vertragliche Cash Flows¹⁾ | < 1 Monat | 1 Monat bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 8.664.714 | 8.881.463 | 830.743 | 3.046.289 | 1.125.493 | 3.878.937 |
| • Einlagen von Kreditinstituten | 832.444 | 849.389 | 226.050 | 540.791 | 37.988 | 44.561 |
| • Einlagen von Kunden²) | 6.744.553 | 6.813.472 | 572.158 | 2.400.489 | 428.818 | 3.412.008 |
| • Verbriefte Verbindlichkeiten | 822.761 | 898.132 | 32.536 | 76.234 | 559.224 | 230.138 |
| • Nachrangige Verbindlichkeiten | 264.957 | 320.468 | – | 28.775 | 99.463 | 192.231 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 13.229 | -7.189 | 46 | -3.819 | -2.502 | -914 |
| • Derivate im Bankbuch | 13.229 | -7.189 | 46 | -3.819 | -2.502 | -914 |
| Gesamt | 8.677.943 | 8.874.274 | 830.789 | 3.042.470 | 1.122.991 | 3.878.023 |
1) nicht abgezinst
2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.
| Buchwerte | Vertragliche Cash Flows¹⁾ | < 1 Monat | 1 Monat bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 8.803.105 | 8.972.714 | 841.433 | 2.696.463 | 1.199.844 | 4.234.973 |
| • Einlagen von Kreditinstituten | 930.977 | 947.909 | 242.231 | 431.604 | 234.736 | 39.339 |
| • Einlagen von Kunden²) | 6.823.793 | 6.890.905 | 596.780 | 2.183.233 | 424.417 | 3.686.476 |
| • Verbriefte Verbindlichkeiten | 783.616 | 814.084 | 2.422 | 52.825 | 435.616 | 323.220 |
| • Nachrangige Verbindlichkeiten | 264.719 | 319.815 | 0 | 28.801 | 105.076 | 185.938 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 5.250 | -27 | 471 | 356 | -1.011 | 157 |
| • Derivate im Bankbuch | 5.250 | -27 | 471 | 356 | -1.011 | 157 |
| Gesamt | 8.808.355 | 8.972.687 | 841.904 | 2.696.819 | 1.198.833 | 4.235.130 |
1) nicht abgezinst
2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken). Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Die Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) ist Anfang 2023 in Kraft getreten. Zu implementieren sind die Vorgaben von DORA bis Jänner 2025. DORA ist Teil des EU Digital Finance Package, einer Initiative der Europäischen Kommission, die darauf abzielt, den digitalen Wandel im Finanzsektor zu fördern und zu regulieren. DORA enthält Anforderungen in Bezug auf das IKT-Risikomanagement, die Klassifizierung und Meldung IKT-bezogener Vorfälle, digitale operationale Belastbarkeitstests, vertragliche Vereinbarungen zwischen IKT-Drittdienstleistern und Finanzunternehmen, den Aufsichtsrahmen für kritische IKT-Drittanbieter sowie Regeln für den Informationsaustausch. Zur Umsetzung von DORA wurde in der BKS Bank bereits eine GAP-Analyse unter externer Begleitung durchgeführt. Aus der GAP-Analyse wurden Maßnahmen abgeleitet, die in einzelnen Arbeitspaketen umgesetzt werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.
Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 36,1 Mio. EUR (Vorjahr: 31,0 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen in Höhe von 3,8 Mio. EUR gegenüber.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Betrug | 368 | 1.055 |
| Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit | 7 | -2 |
| Kunden, Produkte, Geschäftspraxis | -1.471 | 2.467 |
| Sachschäden | 11 | 10 |
| Systemfehler | 6 | 6 |
| Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement | 200 | 260 |
2023 kam es insgesamt zu 327 Schadensmeldungen (Vorjahr: 293) bzw. 192 (Vorjahr 201) ohne Kreditrisiko.# Die am stärksten betroffenen Schadenskategorien waren die Kategorie Betrug und die Kategorie Kunden, Produkte und Geschäftspraxis.
Die Kategorie Betrug wird nach wie vor durch Rechtskosten im Zusammenhang mit einem Betrugsfall in Kroatien aus dem Jahr 2022 belastet. In der Rubrik Kunden, Produkte und Geschäftspraxis dominieren Rechtskosten aus dem bereits mehrjährigen Rechtsstreit zwischen der UniCredit Bank Austria und der 3Bankengruppe das Ergebnis. Im Bereich IKT-Risiken kam es im Berichtsjahr zu keinen direkt zurechenbaren Schadensfällen. Der durch IKT-Risiken verursachte Schaden in der 3Banken IT GmbH, welcher an die BKS Bank weitergerechnet wird, belief sich auf unter 50 Tsd. EUR. Auf Schadensfälle im Zahlungsverkehr entfielen 46,0 Tsd. EUR.
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten. Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 9,1% (Vorjahr: 7,9%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.
ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können. Die BKS Bank verfügt bereits seit Jahren über eine Nachhaltigkeitsstrategie, die jährlich angepasst und erweitert wird. Sie umfasst Prinzipien zur aktiven Steuerung und Verringerung von negativen finanziellen, ökologischen und sozialen Auswirkungen auf die BKS Bank, die Umwelt und die Gesellschaft. Wir sehen ESG-Faktoren und damit verbundene Risiken als ganzheitliche Einflussgröße und berücksichtigen diese in unseren risikopolitischen Grundsätzen und im Risikomanagement.
Dabei verfolgen wir die duale Perspektive und damit potentielle Wechselwirkungen bzw. Rückkoppelungen von ESG-Faktoren hinsichtlich einer „Outside-in“- sowie „Inside-out“-Betrachtung. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank. Nachhaltigkeitsziele und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind auch Bestandteil der Vergütungspolitik der BKS Bank für den Vorstand und für Mitarbeiter mit variabler Vergütungskomponente. Die Sustainable Development Goals sind integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie und des Prozesses zur Einführung neuer Geschäfte und wesentlicher struktureller Änderungen der BKS Bank.
Die BKS Bank verfügt darüber hinaus über einen Katalog an Ausschluss- und Positivkriterien, der das Neukundengeschäft steuert sowie einen Katalog grundsätzlich abzulehnender Geschäftsbeziehungen im Rahmen der Regelungen zur Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Wir entwickeln Stresstests und Szenarioanalysen, um die Vulnerabilität der BKS Bank insgesamt und einzelner Kunden bezogen auf potentielle ESG-Risken zu messen und allokieren ökonomisches Kapital für ESG-Risiken als Puffergröße in der ökonomischen Perspektive des ICAAP. Zur nachhaltigen Reduktion von ESG-Risiken versuchen wir das Kredit- und Investmentportfolio schrittweise zu dekarbonisieren. Mit Science-Based-Targets (SBT) für definierte Portfolien haben wir einen Pfad festgelegt, um die Ziele des Pariser Abkommens bestmöglich zu erreichen. Dieses sieht eine Reduktion der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad C über dem vorindustriellen Niveau vor. Die Ziele wurden bereits der Science-Based-Targets Initiative zur Validierung vorgelegt.
Weiters werden das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und -Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells im Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel „Management von ESG-Faktoren“ im Detail erläutert. Die Betroffenheit unseres Kundenportfolios mit ESG-Risiken wird über ein extern zugekauftes System gemessen. Dieses ermittelt Scorewerte zwischen 0 bei unerheblichen Risiken und 100 bei extrem hohen Risiken. Solcherart haben wir bereits einen guten Überblick über ESG-Risiken in unserem Kreditportfolio, insbesondere auch über deren räumliche Verteilung.
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Steuerung in der Kategorie Sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
* Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
* Reputationsrisiken
* Restwertrisiken im Leasinggeschäft
* Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
* Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
* Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
* Eigenkapitalrisiken
* Verhaltensrisiken
* Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreis- und Kreditrisiken
Die Überwachung des Risikos aus der Umsetzung von Vorkehrungen zur Hintanhaltung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung erfolgt durch eine in der BKS Bank eigens dafür eingerichtete Organisationseinheit. Die Steuerung von Risiken aus der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung erfolgt auf der Basis von Arbeitshandbüchern, der Risikoanalyse und der Risikostrategie. Die Festlegungen gelten für alle Mitarbeitenden, Führungskräfte und Organe der BKS Bank. Die letzte vorliegende Risikoanalyse zeigt, dass 97,5% der Kunden in den niedrigen bis mittleren AML-Risikokategorien bzw. 89,2% in den beiden niedrigsten AML-Risikoklassen von insgesamt 5 Risikoklassen eingestuft werden.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden
31.12.2023 in Tsd. EUR
| Level 1 „Marktwert“ | Level 2 „Marktwert basierend“ | Level 3 „Interne Bewertungsmethode“ | Fair Value total | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Forderungen an Kunden | ||||
| •at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 41.170 | 41.170 |
| •at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 213.310 | 213.310 |
| Handelsaktiva (Derivate) | - | 9.117 | - | 9.117 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| •at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 42 | - | - | 42 |
| •at Fair Value OCI | 63.370 | - | 1.041 | 64.411 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ||||
| •at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 36.541 | - | 2.222 | 38.762 |
| •at Fair Value OCI | 3.225 | - | 129.189 | 132.414 |
| Passiva | ||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten – at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | 36.015 | - | 36.015 |
| Handelspassiva | - | 13.229 | - | 13.229 |
Im Berichtsjahr kam es bei den Fair Value OCI bewerteten Anteilsrechten zu einer Umgliederung von Level 2 nach Level 3 nachdem nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter deutlich an Einfluss gewonnen haben. Auf Basis der in der Bewertungstechnik verwendeten Inputfaktoren werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wie im Vorjahr dem Level 2 zugeordnet.
31.12.2022 in Tsd. EUR
| Level 1 „Marktwert“ | Level 2 „Marktwert basierend“ | Level 3 „Interne Bewertungsmethode“ | Fair Value total | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Forderungen an Kunden | ||||
| •at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 39.381 | 39.381 |
| •at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 135.413 | 135.413 |
| Handelsaktiva (Derivate) | - | 13.947 | - | 13.947 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| •at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 31 | - | - | 31 |
| •at Fair Value OCI | 54.901 | - | 1.018 | 55.920 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ||||
| •at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 34.701 | - | 1.632 | 36.334 |
| •at Fair Value OCI | 3.480 | 4.988 | 105.440 | 113.907 |
| Passiva | ||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten – at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | 35.336 | - | 35.336 |
| Handelspassiva | - | 5.250 | - | 5.250 |
Im Vorjahr gab es bei den verbrieften Verbindlichkeiten eine Umgliederung von Levelstufe 3 auf Levelstufe 2, da nun für die beobachtbaren Inputparameter eine externe Datenquelle herangezogen wird.
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2023 | 135.413 | 39.381 | 1.018 | 105.440 | - | 1.632 |
| GuV-Rechnung1) | 7.422 | 2.518 | 23 | - | - | 590 |
| Umgliederungen | - | - | - | 4.988 | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - | -1.000 | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 19.761 | - | - |
| Käufe/Zugänge | 76.885 | 4.552 | - | - | - | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -6.410 | -5.281 | - | - | - | - |
| Stand zum 31.12.2023 | 213.310 | 41.170 | 1.041 | 129.189 | - | 2.222 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
| in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2022 | 89.927 | 53.631 | 1.018 | 94.233 | 56.999 | 252 |
| GuV-Rechnung1) | -14.123 | -1.887 | - | - | - | - |
| Umgliederungen | - | - | - | - | -56.999 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 9.757 | - | - |
| Käufe/Zugänge | 68.500 | 3.079 | - | 1.450 | - | 1.632 |
| Verkäufe/Tilgungen | -8.891 | -15.442 | - | - | - | -252 |
| Stand zum 31.12.2022 | 135.413 | 39.381 | 1.018 | 105.440 | - | 1.632 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
Die unter der Kategorie Level 1 „Marktwerte“ dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet. Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 „Marktdaten basierend“ ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die DCF-Methode zur Anwendung. Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden die erwarteten Mieterträge abgezinst, auch der Standort der Immobilie wird miteinbezogen. In der Kategorie Level 3 „interne Bewertungsmethode“ werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die DCF-Methode zur Anwendung.
Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).
Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2023 auf den Marktwert mit -0,3 Mio. EUR (Vorjahr: -0,9 Mio. EUR) aus.
Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Von den Level 3-Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 43,6 Mio. EUR (Vorjahr: 32,6 Mio. EUR) ist der für die Berechnung angewandte Eigenkapitalkostensatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR). Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Für Level 3-Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 73,0 Mio. EUR (Vorjahr: 60,2 Mio. EUR) führt eine Veränderung externer Preisangaben um 10% zu einer Veränderung des Fair Values um 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Für Level 3-Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 11,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR) ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.
| 31.12.2023 in Tsd. EUR | Level 1 „Marktwert“ | Level 2 „Marktwert basierend“ | Level 3 „Interne Bewertungs- methode“ | Fair Value total | Buchwert 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute | - | - | 186.679 | 186.679 | 186.760 |
| Forderungen an Kunden | - | - | 7.306.732 | 7.306.732 | 7.157.207 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.121.152 | - | - | 1.121.152 | 1.177.252 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 822.765 | 822.765 | 832.444 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 6.695.884 | 6.695.884 | 6.744.553 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 64.327 | 689.382 | - | 753.708 | 786.745 |
| Nachrangkapital | 94.340 | 160.090 | - | 254.431 | 264.957 |
| 31.12.2022 in Tsd. EUR | Level 1 „Marktwert“ | Level 2 „Marktwert basierend“ | Level 3 „Interne Bewertungsmethode“ | Fair Value total | Buchwert 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute | - | - | 253.413 | 253.413 | 253.618 |
| Forderungen an Kunden | - | - | 6.882.816 | 6.882.816 | 7.000.547 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 968.745 | - | - | 968.745 | 1.067.861 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 906.672 | 906.672 | 930.977 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 6.693.932 | 6.693.932 | 6.823.793 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 39.761 | 647.601 | - | 687.362 | 748.280 |
| Nachrangkapital | 103.499 | 130.290 | - | 233.789 | 264.719 |
(52)
Für alle Eigenkapitalinstrumente, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet sind, wird gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Dabei handelt es sich neben einer geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Anteile an Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt. Aus dem Verkauf von Aktien sowie aus dem Abgang sonstiger Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Effekte.
| in Tsd. EUR | Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2022 | in 2022 erfasste Dividendenerträge | Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2023 | in 2023 erfasste Dividendenerträge |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 9.550 | 21 | 11.208 | 75 |
| G3B Holding AG | 48.554 | - | 59.306 | - |
| Wienerberger AG | 878 | 29 | 1.176 | 35 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH | 1.203 | - | 1.267 | - |
| Oesterreichische Kontrollbank AG | 19.582 | 1.000 | 25.236 | 1.000 |
| Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft | 4.988 | - | 4.908 | - |
| PEKRA Holding GmbH | 13.034 | - | 13.409 | - |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 5.760 | - | 6.798 | - |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 2.701 | 645 | 2.701 | 746 |
| 3 Banken IT GmbH | 1.050 | - | 1.050 | - |
| Sonstige strategische Beteiligungen | 3.130 | 269 | 2.130 | 340 |
| Summe | 110.427 | 1.964 | 129.189 | 2.196 |
(53)
| in Tsd. EUR | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 1.404 | 5.763 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -10.063 | 4.630 |
| Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | -8.659 | 10.394 |
| Zinsertrag | 2.562 | 7.806 |
| Zinsaufwand | -1.454 | -1.099 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 1.977 | -1.686 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 985 | 292 |
| Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 4.070 | 5.313 |
| Zinsertrag | 174.588 | 348.443 |
| Provisionsüberschuss | 48.238 | 45.526 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -626 | -917 |
| Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 222.200 | 393.053 |
| Zinsertrag | 2.404 | 2.478 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 10.879 | 19.889 |
| Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (designiert) | 13.283 | 22.367 |
| Zinsertrag | 489 | 668 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | -5.644 | 2.066 |
| Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis | -5.155 | 2.734 |
| Zinsaufwand | -26.669 | -119.066 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -517 | 229 |
| Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | -27.187 | -118.837 |
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte
2) FI = Finanzinstrumente
(54)
Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden## Assoziierte Unternehmen
die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20%-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG und der G3B Holding AG jeweils ein Syndikatsvertrag. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurden mit Stichtag 30.09.2023 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden im Anlassfall um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst.
| Art der Beziehung | Sitz der Gesellschaft | Direkte Stimmrechte in % | Direkte Kapitalanteile in % | Beizulegender Zeitwert des Anteils | Werte jeweils zum 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | ||
| Oberbank AG | Linz | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit | 14,2 | 14,2 | 14,2 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft | Innsbruck | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit | 12,8 | 12,8 | 12,8 |
| Oberbank | BTV | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio EUR | 30.09.2022 | 30.09.2023 | 30.09.2022 | 30.09.2023 |
| Zinsüberschuss | 285,3 | 439,3 | 112,3 | 184,1 |
| Provisionsüberschuss | 156,4 | 148,7 | 42,5 | 42,3 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 74,1 | 329,2 | 95,6 | 173,1 |
| Bilanzsumme | 27.910,7 | 27.977,4 | 14.249,5 | 14.141,9 |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge | 19.359,8 | 20.030,4 | 8.560,4 | 8.726,4 |
| Eigenkapital | 3.355,8 | 3.819,2 | 1.978,8 | 2.249,2 |
| Primärmittel | 17.377,0 | 18.570,6 | 9.274,6 | 9.923,2 |
| • hiervon Spareinlagen | 2.309,5 | 1.615,4 | 1.231,4 | 757,2 |
| • hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital | 2.759,8 | 3.266,2 | 1.296,3 | 1.618,9 |
| Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) | 5.017 | 7.247 | 1.429 | 1.572 |
Die Oberbank AG, die BKS AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sind zu 50% bzw. jeweils 25% an der Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H. (idF kurz „ALGAR“) beteiligt. Geschäftsgegenstand der ALGAR, die über eine eingeschränkte Bankkonzession verfügt, ist die Übernahme von Ausfallrisiken für definierte Kredite und Darlehen der Gesellschafterbanken, wobei das Ausmaß der Inanspruchnahme mit dem in der ALGAR vorhandenen Vermögen, welches nicht für bereits in Anspruch genommene Garantieleistungen reserviert ist, begrenzt ist (Höchstbetrag der Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen). Die Laufzeit der Garantie ist zeitlich unlimitiert. Die Gesellschafterbanken haben laufend ein Garantieentgelt zu leisten, welches sich im Falle einer Entnahme entsprechend zukünftig erhöht (Malusregelung). Zum 31. Dezember 2023 steht einem von den Gesellschafterbanken eingemeldeten und von der Garantie umfassten Volumen eine Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen in der ALGAR von TEUR 120.555 (Vorjahr: TEUR 179.640) gegenüber. Da der für das Garantievolumen ermittelte erwartete Kreditverlust den Höchstbetrag der Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen bei weitem übersteigt, greift zu diesem Stichtag die oben angeführte Begrenzungsregelung. Aufgrund der besonderen gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen sowie des mit der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und mit der Oberbank AG geschlossenen Gesellschafterübereinkommens wird die ALGAR als Gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) iSd IFRS 11 in den Konzern der BKS Bank AG einbezogen. Insoweit seitens der Gesellschafterbanken bereits Garantien der ALGAR aufgrund eines Ausfalles in Anspruch genommen wurden, werden im Rahmen der Konzernrechnungslegung die in der ALGAR dafür vorgenommenen Rückstellungen der jeweiligen betroffenen Gesellschafterbank zugeordnet. Dies betrifft ebenso die im Rahmen der vorläufigen Garantieerklärungen angemeldeten Kreditobligos, für die in der ALGAR bereits Risikovorsorgen gebildet wurden. Die seitens der ALGAR vorgenommenen Rückstellungen für erwartete Kreditverluste für das noch nicht ausgefallene Garantievolumen werden von den Gesellschafterbanken mangels einer eindeutigen Zuordenbarkeit der Vorsorgen zu spezifischen garantierten Krediten und Darlehen entsprechend dem Beteiligungsverhältnis in den Konzern einbezogen. Hieraus ergibt sich für die BKS Bank AG die Übernahme von Rückstellungen für erwartete Kreditverluste von nicht eindeutig zuordenbaren Kreditrisiken in Höhe von TEUR 30.139 (Vorjahr: TEUR 44.910). Der Ausweis erfolgt unter den Rückstellungen für das Kreditgeschäft. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.
Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können. Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei neben den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der BKS Bank AG auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeschlossen werden müssen.
| Höhe der ausstehenden Salden per | ||
|---|---|---|
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
| in Tsd. EUR | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | ||
| • Forderungen | 28.879 | 25.410 |
| • Verbindlichkeiten | 3.879 | 6.514 |
| Assoziierte Unternehmen | ||
| • Forderungen | 246 | 394 |
| • Verbindlichkeiten | 2.531 | 87.341 |
| Mitglieder des Managements | ||
| • Forderungen | 1.586 | 1.478 |
| • Verbindlichkeiten | 3.214 | 3.178 |
| Sonstige nahestehende Personen | ||
| • Forderungen | 628 | 585 |
| • Verbindlichkeiten | 623 | 486 |
Gegenüber Unternehmen, die die Möglichkeit haben, einen maßgeblichen Einfluss auf die BKS Bank AG auszuüben, bestehen Forderungen iHv. 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten iHv. 50,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Daraus resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen. Aus Bankgeschäften mit assoziierten Unternehmen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 Zinsaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR), mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen entstanden Zinserträge in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR).
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| in Tsd. EUR | ||
| Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer | 1.007 | 1.013 |
| • davon Arbeiter | 10 | 11 |
| • davon Angestellte | 997 | 1.002 |
| Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen | 3.606 | 3.696 |
| Bezüge des Vorstandes | ||
| • Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder | 2.333 | 2.597 |
| • Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener | 850 | 913 |
| Bezüge des Aufsichtsrates | ||
| • Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder | 277 | 358 |
| • Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebener | - | - |
| Vergütungen des Managements gemäß IAS 24 | 2.647 | 3.515 |
| • Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen | 2.361 | 2.576 |
| • Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 286 | 939 |
| • Vergütungen für andere langfristige Leistungen | - | - |
| • Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
| • anteilsbasierte Vergütung | - | - |
| Gewährte Vorschüsse und Kredite | ||
| • Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes | 144 | 107 |
| • Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates | 597 | 624 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | ||
| • Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern | -24 | 145 |
| • Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer | 6.185 | 7.953 |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt. Gemäß Artikel 94 (1) lit. l und m der Richtlinie 2013/36/EU bzw. RZ 260ff der EBA-Leitlinie für eine solide Vergütungspolitik (EBA/GL/2021/04) und gemäß der Z 11 der Anlage zu § 39 BWG erfolgt die Auszahlung der variablen Vergütung an die Vorstandsmitglieder zu 50% in Cash und zu 50% in BKS Bank Stammaktien. Die Aktien unterliegen einer dreijährigen Behalte- bzw. Sperrfrist.
Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.
| Privatkunden | Firmenkunden | Financial Markets | Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2023 in Tsd. EUR | |||||
| Zinsüberschuss | 88.161 | 157.094 | 3.392 | - | 248.646 |
| Risikovorsorge | 1.246 | -37.947 | -1.659 | - | -38.360 |
| Provisionsüberschuss | 27.761 | 37.538 | -339 | -70 | 64.889 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 90.432 | - | 90.432 |
| Handelsergebnis | - | - | 342 | - | 342 |
| Verwaltungsaufwand | -65.528 | -68.636 | -8.687 | -10.444 | -153.296 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. | |||||
| # Segment Reporting |
| Privatkunden | Firmenkunden | Financial Markets | Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 38.411 | 125.498 | -7.321 | - | 156.589 |
| Risikovorsorge | -1.289 | -24.157 | -452 | - | -25.898 |
| Provisionsüberschuss | 28.813 | 40.169 | -356 | -454 | 68.172 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 20.676 | - | 20.676 |
| Handelsergebnis | - | - | -1.178 | - | -1.178 |
| Verwaltungsaufwand | -55.935 | -56.539 | -8.727 | -14.811 | -136.013 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.898 | 1.297 | 2.667 | -1.592 | 4.270 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 210 | 439 | -4.906 | -3.794 | -8.051 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 12.107 | 86.708 | 403 | -20.651 | 78.567 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.047.797 | 3.754.092 | 682.579 | 205.625 | 5.690.094 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 127.307 | 456.079 | 873.875 | 54.649 | 1.511.910 |
| Segmentverbindlichkeiten | 3.448.192 | 5.015.275 | 1.826.578 | 243.003 | 10.533.048 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss vor Steuern | 9,5% | 19,0% | - | - | 5,2% |
| Cost-Income-Ratio | 80,9% | 33,9% | 60,2% | - | 54,7% |
| Risk-Earnings-Ratio | 3,4% | 19,2% | - | - | 16,5% |
| Privatkunden | Firmenkunden | Financial Markets | Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | -5.774 | 1.988 | -2.131 | -2.379 | -8.296 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 192 | -1.110 | 2.833 | - | -1.915 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 46.057 | 88.925 | 84.183 | -12.893 | 206.272 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.023.874 | 4.032.415 | 695.781 | 242.178 | 5.994.248 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 123.889 | 487.922 | 977.631 | 66.929 | 1.656.371 |
| Segmentverbindlichkeiten | 3.550.956 | 4.912.405 | 1.911.776 | 297.927 | 10.673.064 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss vor Steuern | 37,2% | 18,2% | 8,6% | - | 12,5% |
| Cost-Income-Ratio | 59,5% | 34,9% | 9,5% | - | 38,7% |
| Risk-Earnings-Ratio | - | 24,2% | - | - | 15,4% |
Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand. Die Berichte für die interne Steuerung umfassen monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene, quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten und Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse.
Im Segment Firmenkunden wurden Ende 2023 rund 27.500 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.
Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2023 waren diesem Segment rund 168.300 Kunden zugeordnet.
Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement. Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2023 1,7% (Vorjahr: 0,6%).
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | - | 700 | - |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | - | - | - |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.632 | 2.155 | 32,0 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 320.199 | 100.193 | -68,7 |
| Verbindlichkeiten | 219.124 | 153.882 | -29,8 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | in Tsd. EUR | |||
| Börsennotiert | Nicht börsennotiert | Börsennotiert | Nicht börsennotiert | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.123.718 | 1.050 | 1.243.362 | 1.083 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 3.480 | 146.761 | 3.225 | 167.951 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Bürgschaften und Garantien | 635.006 | 612.069 | -3,6 |
| Akkreditive | 3.871 | 119 | -96,9 |
| Eventualverbindlichkeiten | 638.877 | 612.188 | -4,2 |
| Sonstige Kreditrisiken | 1.706.925 | 1.711.460 | 0,3 |
| Kreditrisiken | 1.706.925 | 1.711.460 | 0,3 |
Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.
| Finanz- instrumente (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto) | Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen1) | Erhaltene/ Gegebene Barsicher-heiten1) | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Handelsaktiva | 9.104 | - | 9.104 | -3.940 | -4.480 | 684 |
| Summe der Aktiva | 9.104 | - | 9.104 | -3.940 | -4.480 | 684 |
| Passiva | ||||||
| Handelspassiva | 13.248 | - | 13.248 | -3.940 | -4.500 | 4.808 |
| Summe der Passiva | 13.248 | - | 13.248 | -3.940 | -4.500 | 4.808 |
| Finanz- instrumente (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto) | Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen1) | Erhaltene/ Gegebene Barsicher-heiten1) | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Handelsaktiva | 13.947 | - | 13.947 | -1.563 | -11.821 | 563 |
| Summe der Aktiva | 13.947 | - | 13.947 | -1.563 | -11.821 | 563 |
| Passiva | ||||||
| Handelspassiva | 5.250 | - | 5.250 | -1.563 | -1.824 | 1.863 |
| Summe der Passiva | 5.250 | - | 5.250 | -1.563 | -1.824 | 1.863 |
1) Bestehende Saldierungsmöglichkeiten, die in den vorliegenden Bilanzpositionen nicht saldiert wurden.
Die BKS Bank verwendet für Derivate Globalverrechnungsverträge zur Reduktion von Kreditrisiken. Diese Verträge qualifizieren sich als potentielle Saldierungsvereinbarungen. Globalverrechnungsverträge sind für Kontrahenten mit mehreren Derivateverträgen relevant. Aufgrund eines Ausfalls einer Gegenpartei erfolgt durch diese Verträge eine Nettoabwicklung über alle Verträge. Wenn darüber hinaus noch eine Absicherung in Form von Barsicherheiten erfolgt, werden diese in der entsprechenden Spalte „Erhaltene/Gegebene Barsicherheiten“ ausgewiesen. Diese Barsicherheiten sind bei den Forderungen an Kreditinstitute bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit- instituten bilanziell erfasst.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Konzernabschlusses gab es keine Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
| Verbindlichkeiten | Vermögenswert | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| Mündelgelder gemäß § 230 a ABGB | Wertpapiere | 11.922 | 14.977 |
| Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.551 | 1.527 |
| Kaution für Handel an EUREX | Forderung Kreditinstitut | 8.054 | 7.992 |
| Sicherheiten Xetra | Wertpapiere | 3.937 | 4.933 |
| Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 10.000 | 10.024 |
| Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | - | - |
| Margin Finanztermingeschäfte | Forderung Kreditinstitut | 9.740 | 12.040 |
| An die Oesterreichische Kontrollbank zedierte Forderungen | Kredite | 101.806 | 96.802 |
| Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung | Kredite | 595.128 | 255.643 |
| Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen | Kredite | 425.555 | 544.854 |
| Solidarpfand OeKB CCPA | Forderung Kreditinstitut | 110 | 110 |
Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss | 400 | 482 | 20,5 |
| Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen | 26 | 114 | >100 |
| Summe Honorare | 427 | 597 | 39,9 |
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | 0 | 172.566 | 337.421 |
| Zinsswaps | 0 | 172.566 | 337.421 |
| •Kauf | 0 | 86.283 | 168.710 |
| •Verkauf | 0 | 86.283 | 168.710 |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - |
| •Kauf | - | - | - |
| •Verkauf | - | - | - |
| Wechselkursverträge | 564.941 | 102.469 | - |
| Devisentermingeschäfte | 346.717 | - | - |
| •Kauf | 171.627 | - | - |
| •Verkauf | 175.089 | - | - |
| Kapitalmarktswaps | - | 102.469 | - |
| •Kauf | - | 48.473 | - |
| •Verkauf | - | 53.996 | - |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 218.224 | - | - |
| •Kauf | 109.968 | - | - |
| •Verkauf | 108.257 | - | - |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - |
| Aktienoptionen | - | - | - |
| •Kauf | - | - | - |
| •Verkauf | - | - | - |
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
```# EUR < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre
Zinssatzverträge | - | 335 | -
Zinsswaps | - | - | -
• Kauf | - | - | -
• Verkauf | - | - | -
Zinssatzoptionen | - | 335 | -
• Kauf | - | 168 | -
• Verkauf | - | 168 | -
Wechselkursverträge | - | - | -
Devisenoptionen (Währungsoptionen) | - | - | -
• Kauf | - | - | -
• Verkauf | - | - | -
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) |
|---|---|---|
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| 368.966 | 509.987 | 12.768 |
| 368.966 | 509.987 | 12.768 |
| 184.483 | 254.993 | 12.768 |
| 184.483 | 254.993 | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| 700.490 | 667.410 | 1.424 |
| 355.054 | 346.717 | 377 |
| 177.046 | 171.627 | 339 |
| 178.008 | 175.089 | 38 |
| 99.250 | 102.469 | - |
| 48.473 | 48.473 | - |
| 50.777 | 53.996 | - |
| 246.186 | 218.224 | 1.047 |
| 123.272 | 109.968 | 101 |
| 122.914 | 108.257 | 946 |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) |
|---|---|---|
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| 470 | 335 | 7 |
| - | - | - |
| - | - | - |
| 470 | 335 | 7 |
| 235 | 168 | 7 |
| 235 | 168 | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
| - | - | - |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 16.814.007,49 EUR für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von EUR 0,35 pro dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 16.032.016,00 EUR auszuschütten und den Restbetrag von 781.991,49 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Claudia Höller, MBA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Dietmar Böckmann
Mitglied des Vorstandes
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Claudia Höller, MBA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Dietmar Böckmann
Mitglied des Vorstandes
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Der Vorstand
Wir haben den Konzernabschluss der BKS Bank AG, Klagenfurt, und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Geldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie den Notes, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und dem Bankwesengesetz.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Folgende Sachverhalte waren am bedeutsamsten für unsere Prüfung:
Sachverhalt und Problemstellung
Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2023 Forderungen an Kunden iHv EUR 7.412 Mio ausgewiesen. Die Bank beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und die Vorgehensweise für die Ermittlung der Wertminderungen in den Notes im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 sowie im Abschnitt Risikobericht/Kreditrisiko. Die Bank hat zur Bestimmung der erwarteten Kreditverluste Prozesse zur Identifikation von Ausfallsereignissen und von signifikanten Kreditrisikoerhöhungen implementiert. Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene, individuell signifikante Kreditforderungen basiert auf erwarteten Rückflüssen in unterschiedlichen Szenarien. Diese Rückflüsse sind von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden sowie der erwarteten Verwertung von Kreditsicherheiten beeinflusst. Die Wertberichtigung für ausgefallene, individuell nicht signifikante Forderungen wird in Abhängigkeit vom Ausfallstatus als Prozentsatz der unbesicherten Forderung auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt.# Bewertung von at Equity bilanzierten Unternehmen
Im Konzernabschluss werden zum 31. Dezember 2023 at Equity bilanzierte Unternehmen iHv EUR 814 Mio ausgewiesen. Gemäß IAS 28 wurde für diese Unternehmen überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wird ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung identifiziert, schätzt die Bank den erzielbaren Betrag dieses Vermögenswertes gemäß IAS 36. Für diesen Zweck wurden Nutzungswerte („Value-in-Use“) auf Basis der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, siehe Notes im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden / Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten / Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen.
Den bei diesen Berechnungen verwendeten Parametern liegen Annahmen zugrunde, die mit Unsicherheiten und Ermessensentscheidungen behaftet sind. Geringfügige Änderungen in diesen Annahmen können zu wesentlich abweichenden Ergebnissen führen. Auf Grund des Ermessensspielraums in den Annahmen und der damit verbundenen Sensitivität des Bewertungsergebnisses haben wir die Bewertung von at Equity bilanzierten Unternehmen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.
Wir haben die Prozesse zur Überprüfung der Werthaltigkeit von at Equity bilanzierten Unternehmen untersucht und die Ausgestaltung und Implementierung der identifizierten wesentlichen Kontrolle evaluiert. Wir haben die Angemessenheit der vom Vorstand für die Value-in-Use-Berechnungen herangezogenen Jahresplanungen, der Überleitung auf den maximal jährlich ausschüttbaren Betrag und des angewandten Diskontierungszinssatzes unter Beiziehung von Spezialisten anhand der Anforderungen von IAS 36 und aktueller Kapitalmarktdaten sowie die mathematische Korrektheit der Berechnung überprüft. Wir haben die von der Bank getroffenen Annahmen und das durchgeführte Backtesting der historischen Planungen mit den erzielten Ergebnissen kritisch gewürdigt. Die verwendeten Zahlen und die gewählten Szenarien wurden mit der Bank unter Berücksichtigung der aktuellen Marktunsicherheit diskutiert und anhand interner und externer Prognosen plausibilisiert.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Den Geschäftsbericht (mit Ausnahme des Berichts der Aufsichtsratsvorsitzenden) haben wir vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhalten, der Bericht der Aufsichtsratsvorsitzenden wird uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellt werden.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, die oben angeführten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob sie wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, auf der Grundlage der Arbeiten, die wir zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhaltenen sonstigen Informationen durchgeführt haben, zur Schlussfolgerung gelangen, dass diese sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und dem Bankwesengesetz ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Unsere Meinung
Wir haben den Konzernabschluss der [Gesellschaftsname] (im Folgenden „der Konzern“), bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Veränderung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr sowie einem zusammenfassenden Überblick über die wesentlichen Rechnungslegungsmethoden und sonstigen erläuternden Angaben, geprüft.
Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Grundlage unserer Meinung
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014, dem österreichischen Gesetz über die Prüfung von Jahresabschlüssen (Wirtschaftsprüferordnung – WPO) und den nachstehend genannten nationalen und internationalen Prüfungsstandards durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung des Konzernabschlusses“ weiter erläutert.
Wir sind unabhängig von dem Konzern gemäß den für die Abschlussprüfung des Konzernabschlusses in Österreich geltenden nationalen und internationalen Vorschriften und ethischen Grundsätzen und haben unsere sonstigen ethischen Verpflichtungen gemäß diesen Vorschriften erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Meinung zu dienen.
Wesentliche Prüfungssachverhalte sind Sachverhalte, die nach unserem Urteils, unter Berücksichtigung der Prüfung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr am bedeutsamsten waren. Wir bestimmen die wesentlichen Prüfungssachverhalte nicht, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe von Sachverhalten aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Wir haben keine wesentlichen Prüfungssachverhalte für den Konzernabschluss des zum 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahres identifiziert.
Der Konzern hat weitere Angaben im Konzernabschluss und im Bericht zum Konzernlagebericht gemacht. Der Konzernlagebericht wurde nach den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie für die internen Kontrollen verantwortlich, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, und haben die Rechnungslegungsgrundsätze der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden und anzugeben, ob die Anwendung dieses Grundsatzes relevant ist, sowie die damit zusammenhängenden Sachverhalte offenzulegen. Sie sind außerdem dafür verantwortlich, die Rechnungslegungsmethoden auszuwählen und anzuwenden, die unter den gegebenen Umständen am zweckmäßigsten sind, um sicherzustellen, dass der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt.
Die für die Überwachung zuständigen Personen sind dafür verantwortlich, die Überwachung des Rechnungswesens des Konzerns zu beaufsichtigen.
Unsere Ziele sind es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Meinung enthält. Der Abschlussprüfer haftet nicht für die Richtigkeit von Angaben, die von den gesetzlichen Vertretern und den für die Überwachung zuständigen Personen in dem Lagebericht oder den sonstigen Bestandteilen des Jahresabschlusses gemacht wurden.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine nach den internationalen Prüfungsstandards durchgeführte Abschlussprüfung stets eine wesentliche falsche Darstellung aufdeckt, sofern eine solche vorhanden ist. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und gelten als wesentlich, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass sie einzeln oder in ihrer Gesamtheit die wirtschaftlichen Entscheidungen beeinflussen, die die Nutzer auf der Grundlage des Konzernabschlusses treffen.
Als Teil einer Abschlussprüfung nach den internationalen Prüfungsstandards üben wir professionelle Urteilsbildung aus und wahren professionelle Skepsis während der gesamten Prüfung. Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Meinung zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraft-setzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2022 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr gewählt und am 12. Juli 2022 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 24. Mai 2023 bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 26. Mai 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer des Konzerns.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EU-VO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von dem Konzern gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Wolfgang Wurm.
Wien, 1. März 2024
Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH
Mag. Wolfgang Wurm
Wirtschaftsprüfer
ppa. Mag. Christoph Tiefenböck
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Die US-Wirtschaft überraschte positiv. Analysten hatten erwartet, dass das Wachstum im vierten Quartal 2023 von 4,9% auf 2,0% zurückgehen würde. Die US-Wirtschaft zeigte sich jedoch widerstandsfähig und wuchs um 3,3%. Dieses Wachstum wurde durch den Konsum der privaten Haushalte getragen, der anscheinend weniger stark unter den hohen Zinssätzen litt als befürchtet. Mit einer Wachstumsrate in Höhe von 5,2% wuchs die chinesische Wirtschaft etwas schwächer als erwartet. Die Immobilienkrise verschärfte sich weiter und die Binnennachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück. Zudem schrumpfte die Bevölkerung Chinas zum zweiten Mal in Folge, eine direkte Folge der jahrzehntelangen Ein-Kind-Politik. Das Wachstum in der Eurozone stagnierte im vierten Quartal 2023. Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von 0,5% erwartet. Zu den Ländern mit der stärksten Wachstumsdynamik gehörten Spanien mit 0,6%, Portugal mit 0,8% sowie Italien und Österreich, die jeweils ein Wachstum von 0,2% verzeichneten. Während die Wirtschaft in Frankreich stagnierte, erlebte Deutschland einen Rückgang um 0,3%. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird, wobei die südeuropäischen Volkswirtschaften weiterhin vom stabilen Tourismussektor profitieren sollten. Im Gegensatz dazu kämpfen Industrienationen wie Deutschland und Österreich mit einer schlechten Industriestimmung und hohen Zinssätzen, die sowohl Investitionen als auch den Konsum bremsen. Österreich profitiert von den verbesserten Wachstumsaussichten seiner östlichen Nachbarländer, die in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich deutlich über dem EU-Durchschnitt wachsen werden.
Obwohl die Inflationsraten im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen, blieben sie auf hohem Niveau. Im Durchschnitt erreichte die Inflation in der Eurozone 5,4%. In Österreich sank die Rate im Vergleich zu 2022 nur um 0,8 Prozentpunkte und lag im Durchschnitt bei 7,8%, was deutlich über der Durchschnittsrate der Euro-Länder liegt.
Im Jahr 2023 setzten die Zentralbanken ihre Zinserhöhungen fort. Die US-Notenbank Federal Reserve erhöhte den Leitzins viermal, zuletzt im Juli 2023, auf ein Niveau zwischen 5,25% und 5,5%. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte den Leitzins insgesamt sechsmal, wobei der Hauptrefinanzierungssatz seit September 2023 bei 4,5% liegt. Es wird erwartet, dass der Zinshöhepunkt nun erreicht ist und die Leitzinsen im Jahr 2024 sinken werden. Dies wurde bereits sowohl von der US-Notenbank als auch von der EZB kommuniziert. Allerdings sind die Zentralbanken hinsichtlich der Höhe und des Tempos der Zinssenkungen vorsichtiger als von Marktteilnehmern erwartet. Christine Lagarde, Notenbankpräsidentin der EZB, ließ zuletzt verlautbaren, dass sie erste EZB-Zinssenkungen im Sommer 2024 für wahrscheinlich hält. Sie wies allerdings auch darauf hin, dass mögliche Zinssenkungen datenabhängig sind und dass es ein gewisses Maß an Unsicherheit gibt. Auch andere Währungshüter sind im Moment dabei, die Erwartungen auf eine baldige Lockerung der Notenbankpolitik zu dämpfen.# Die Notenbanken, insbesondere ihre Rhetorik, werden uns somit auch im Jahr 2024 weiter beschäftigen.
Das Jahr 2023 war aus Anlegersicht ein sehr erfolgreiches. Sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte konnten deutlich zulegen. Die Erholung der Anleihemärkte ließ länger auf sich warten, gegen Jahresende gab es aber deutliche Zuwächse. Im Detail verzeichneten US-Aktien, gemessen am S&P 500 und bewertet in USD, eine beeindruckende Wertsteigerung von 26,3%. Besonders hervorzuheben ist dabei die Rolle der sogenannten „Magnificent 7“ – Apple, Meta, Microsoft, Nvidia, Amazon, Tesla und Google –, die maßgeblich zur Aufwärtsbewegung der amerikanischen Indizes beitrugen. Europäische Aktien, repräsentiert durch den Stoxx 600, folgten mit einem soliden Plus von 16,8%. Der österreichische Aktienmarkt zeigte ebenfalls eine starke Performance: Der Aktienindex ATX legte 2023 um 9,9% zu. Der ATX Total Return, in dem Dividenden mitberücksichtigt werden, kam sogar auf ein Plus von 15,4%. Der japanische Aktien-Index Topix glänzte mit einem Zuwachs von rund 28,3%, gemessen in Yen. Für Anleiheinvestoren war 2023 ebenfalls ein ertragreiches Jahr. Euro-Staatsanleihen erzielten ein Plus von rund 7,1%, während Euro-Unternehmensanleihen sogar um 8,2% zulegten. Hochzinsanleihen und globale Wandelanleihen zählten mit Zuwächsen von rund 11,8% bzw. 9,6% zu den Spitzenreitern. Gold verzeichnete ein außerordentlich gutes Jahr und erreichte mit einem Anstieg von rund 13,1%, bewertet in USD, ein neues Rekordhoch. Im Gegensatz dazu standen die Rohstoffmärkte, insbesondere die Energierohstoffe, unter Druck. Der Preis für Brent-Öl sank infolge wirtschaftlicher Unsicherheiten im Laufe des Jahres um etwa 10,3%. Aus der Inflationsperspektive aber eine durchaus erfreuliche Entwicklung.
Der österreichische Immobilienmarkt war 2023 geprägt von Zurückhaltung. Geopolitische Unsicherheiten, herausfordernde volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und die restriktive KIM-VO sorgten für Rückgänge bei Immobilien- finanzierungen und -käufen. Das Jahr 2023 stellte den österreichischen Immobilienmarkt vor erhebliche Herausforderungen. Hohe Inflationsraten, restriktive Richtlinien bei der Kreditvergabe durch die KIM-VO sowie hohe Energie- und Materialkosten: Eine Kombination aus verschiedenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgten für Verunsicherung und Zurückhaltung. Dies führte im Berichtsjahr – zum ersten Mal, nach zehn Jahren des kontinuierlichen Wachstums, – zu einem Rückgang bei Immobilientransaktionen und -preisen in Österreich.
Ein wesentlicher Faktor, der den Markt belastete, waren die stark gestiegenen Baukosten. Verursacht durch geopolitische Unsicherheiten, erhöhten sich die Preise für Materialien und Arbeitskräfte und damit auch die Preise für Bauherren. Diese Entwicklung verschärfte sich weiter, nachdem die Europäische Zentralbank als Reaktion auf die hohen Inflationsraten die Zinsen erhöhte, was Kredite verteuerte und die Immobiliennachfrage zusätzlich dämpfte. Vor dem Hintergrund von Preissteigerungen und anhaltender Unsicherheiten kam die „Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung“ (KIM-VO), die im dritten Quartal 2022 in Österreich in Kraft trat, zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Gemäß der Verordnung beträgt die maximale Beleihungsquote 90%, die Schuldendienstquote darf höchstens 40% des verfügbaren Einkommens ausmachen und die maximale Laufzeit ist auf 35 Jahre beschränkt. Die strengeren Regeln für die Finanzierung von Immobilieneigentum führten dazu, dass viele potenzielle Kreditnehmer von Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschlossen wurden. Die Folge war eine spürbare Verringerung der Wohnbaukreditvergabe und ein Rückgang der Immobilienkäufe. Zwar wurden in der KIM-VO im Laufe des Jahres Erleichterungen bei Vor- und Zwischenfinanzierungen eingeführt, diese hatten aber lediglich auf einzelne Kunden Auswirkungen. Auch die Bautätigkeit der Projektentwickler reduzierte sich im Jahresverlauf empfindlich. Globale Lieferkettenstörungen, insbesondere im Jahr 2022, führten zu Verzögerungen und Kostenerhöhungen bei vielen Bauvorhaben. Zudem führten Unsicherheiten in der Energieversorgung zu einer Verteuerung des Betriebs und der Instandhaltung von Immobilien. Investi-tionen wurden aufgrund dieser Kostensteigerungen und der Ungewissheit, ob sich diese weiter fortsetzen würden, ausgesetzt oder verschoben. Zum Jahresende sorgte schließlich die bisher größte Insolvenz am österreichischen Immobilienmarkt für zusätzliche Verunsicherung.
Laut Österreichischer Nationalbank (OeNB) war im Berichtsjahr das Auslaufen eines ausgeprägten Wohnbauzyklus in Österreich zu beobachten. Für 2023 wurde ein Rückgang der Wohnbauinvestitionen um 8,4% prognostiziert2. Ein weiterer Rückgang von 4,5% wird für 2024 erwartet, erst in den folgenden Jahren rechnet man wieder mit steigenden Investitionen. Das Volumen der neu vergebenen Wohnbaukredite ist dementsprechend seit dem dritten Quartal 2022 rückläufig: Im März 2023 lag dieses laut OeNB um 62% unter dem Niveau des Vorjahres- monats.
Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der Wiener Börse. Das Grundkapital der BKS Bank beträgt 91.611.520 Euro und ist in 45.805.760 auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien eingeteilt.
Am 31. Dezember 2023 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 18,12% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2023 17,87% der Stimmrechte. Die G3B Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2023 7,44% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner, einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 43,43%. Der Bestand eigener Aktien belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 252.875 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 0,6%.
| Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 42.942.900 | 45.805.760 |
| ISIN | AT0000624705 | |
| Höchstkurs Stammaktie in EUR | 15,9 | 16,6 |
| Tiefstkurs Stammaktie in EUR | 13,2 | 12,5 |
| Schlusskurs Stammaktie in EUR | 14 | 16,3 |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 601,2 | 746,6 |
| Dividende pro Stamm-Stückaktie | 0,25 | 0,35 1) |
| KGV Stammaktie | 14,7 | 9,6 |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 1,8 | 2,2 |
1) Vorschlag an die 85. ordentliche Hauptversammlung am 8. Mai 2024
Im Mai 2023 haben wir erfolgreiche eine Kapitalerhöhung durchgeführt. 2.862.860 Stück neue Aktien, mit einem Bezugspreis von 13,2 EUR pro Stück, wurden erfolgreich am Markt platziert. Gezeichnet werden konnten die Aktien in Österreich, Slowenien und Kroatien. Der Brutto-emissionserlös betrug rund 38 Mio. EUR.
Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgeführt: Am 22. Mai 2023 wurden 6.265 Stück Aktien im Gegenwert von 14 EUR je Aktie für den Anteil der variablen Bezüge des Vorstandes gemäß Vergütungsrichtlinie zugeteilt. Per Jahresende 2023 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 102.798 Stück.
Die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben ihre im Jahr 2021 eingebrachte Feststellungs- und Unterlassungsklage in Bezug auf frühere und künftige Kapitalerhöhungen im September 2023 zurückgezogen, nachdem der OGH in einem Parallelverfahren der BTV vollständig Recht gegeben hatte. In erster Instanz zur Gänze im Sinne der BKS Bank entschieden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch das Nachprüfungsverfahren vor der Übernahmekommission, das die genannten Minderheitsaktionäre angestrengt hatten, und das nun aufgrund deren Berufung dem OLG Wien vorliegt. Das im Juni 2020 von den genannten Minderheitsaktionärinnen eingeleitete Verfahren auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020, mit der die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen angefochten und ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen begehrt wurden, blieb im Berichtsjahr aufgrund des laufenden Nachprüfungsverfahrens gemäß ÜbG weiterhin unterbrochen. Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise. Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben in der Hauptversammlung im Mai 2023 ein Minderheitsverlangen gemäß § 134 AktG gestellt und darin verlangt, dass ein gerichtlich zu bestellender Sondervertreter gegen vier Vorstandsmitglieder der BKS Bank Klage einzubringen habe. Mit dieser Klage sollen Ansprüche geltend gemacht werden, die laut Meinung der genannten Minderheitsaktionäre aus zwei Aktientransaktionen im Geschäftsjahr 2022 resultieren.# Berichtszeitraum
Aufgrund der Ausgestaltung dieses Minderheitenrechts im Aktiengesetz wurde im November 2023 ein Sondervertreter gerichtlich bestellt, der sodann Klage eingebracht hat. Der Aufsichtsrat hatte sich zuvor nach eingehender Prüfung und Beiziehung externer Experten gegen eine Klagsführung ausgesprochen, da diese als offenkundig unbegründet beurteilt worden war.
Im Dezember 2022 hat die kroatische Steuerbehörde der dortigen Zweigniederlassung der BKS Bank eine Steuernachzahlung vorgeschrieben. Die Nachzahlung wurde mit einer Aufhebung einer 2017 im Zuge der Verschmelzung der BKS Bank d.d. mit der BKS Bank erlassenen Steuerresolution begründet. Die BKS Bank hat unter Vorbehalt die Zahlung geleistet und im Januar 2023 fristgerecht Berufung erhoben. Der Berufung der BKS Bank gegen diese Entscheidung wurde im Geschäftsjahr 2023 vollinhaltlich stattgegeben, sodass der BKS Bank die Rückzahlung dieses Betrages samt Zinsen zusteht. Bisher hat die kroatische Steuerbehörde diese Rückzahlung trotz Aufforderung der BKS Bank nicht geleistet. Am 5. Februar 2024 wurde ein abweisender Bescheid zugestellt, gegen den weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Des Weiteren bestehen laufende Verfahren im Zusammenhang mit Malversationen in Kroatien, zu der jedoch noch keine oberstgerichtliche Rechtsprechung vorliegt. Die bisher ergangenen unterinstanzlichen Entscheidungen haben die Emittentin veranlasst, unter Berücksichtigung der anwendbaren IAS Bestimmungen eine Rückstellung für diese Verfahren zu bilden.
1922 wurde die Kärntner Kredit- und Wechsel-Bank in Klagenfurt gegründet und damit der Grundstein für die heutige BKS Bank gelegt. Mit Mut, Weitsicht und der Überzeugung, dass Wachstum aus eigener Kraft erfolgen soll, hat sich die Bank zu einem international agierenden Kreditinstitut mit Niederlassungen in fünf Ländern entwickelt. Im Jahr 2023 haben wir unser Marktgebiet durch die Gründung einer Leasinggesellschaft in Serbien weiter ausgebaut.
| Bank | Anzahl Filialen | Anzahl Mitarbeitende |
|---|---|---|
| Österreich | 49 | 729,1 |
| Kärnten | 20 | 595,7 |
| Steiermark | 12 | 55,9 |
| Wien-Niederösterreich-Burgenland | 17 | 77,5 |
| Privatkunden-Filialen | ||
| Auslandsmärkte | 15 | 228,6 |
| Slowenien | 8 | 131,6 |
| Kroatien | 4 | 67 |
| Slowakei | 3 | 30 |
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten; der Hauptsitz befindet sich bis heute in Klagenfurt. Bis 1983 waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig, dann wagten wir uns mit der Gründung einer Filiale in Graz erstmals über die Landesgrenzen hinaus. Sieben Jahre später wurde die Filiale in Wien eröffnet. Durch die Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ wurde die Süd-Ost-Achse im Jahr 2003 weiter gestärkt. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten angesiedelt, sodass wir über kein überdimensioniertes Filialnetz verfügen.
Unsere internationale Expansion begann in den 1990er-Jahren mit dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Slowenien. 2004 nahm die erste Auslandsfiliale der BKS Bank in Laibach ihren Betrieb auf. Seither hat sich Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt entwickelt. Durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik konnten wir unter anderem die Marktführerschaft im Wertpapiergeschäft erlangen. Auch unsere Leasinggesellschaft behauptet sich sehr gut am Markt.
Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Der nächste Schritt war die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft BKS-leasing Croatia d.o.o. Im Jahr 2007 folgte die Übernahme der Kvarner banka d.d. mit Sitz in Rijeka. Seitdem haben wir das Filialnetz auf vier Standorte erweitert. Mit 1. Jänner 2023 trat Kroatien als 20. EU-Land der Eurozone bei. Mit dem Beitritt zur Eurozone war die Ablöse der kroatischen Kuna durch den Euro verbunden. Die Direktion Kroatien hat gemeinsam mit der Zentrale und der 3 Banken IT GmbH die Euro-Umstellung ein Jahr lang vorbereitet und erfolgreich vollzogen.
Seit der Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft sind wir auf einem dritten Auslandsmarkt aktiv: der Slowakei. Dies erfolgte im Jahr 2007. Vier Jahre später wurde die erste Bankniederlassung in der Slowakei gegründet. Sowohl Bank als auch Leasinggesellschaft haben ihren Sitz in Bratislava. Zwei weitere Bankfilialen und Leasingstandorte betreiben wir in Banská Bystrica und in Žilina.
2023 haben wir unsere kontinuierliche internationale Expansion fortgesetzt, indem wir eine Leasinggesellschaft in Serbien mit Sitz in Belgrad gegründet haben. Wir sehen im serbischen Markt großes Wachstumspotential, sind uns aber auch der Risiken auf diesem Markt bewusst.
Wir haben auch Kunden, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, wie beispielsweise in Italien, Ungarn oder Deutschland. Sie werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien verfügen wir über eine Repräsentanz.
Unser umfangreiches Angebot an Produkten und Dienstleistungen richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen. Im Bereich der Firmenkunden sind wir seit unserer Gründung besonders in der Industrie und im Gewerbe etabliert. Zudem unterstützen wir eine Vielzahl gemeinnütziger Wohnbaugesellschaften und Bauträger. In jüngerer Zeit haben wir unsere Zusammenarbeit mit Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen intensiviert. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner.
Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe. Ein Highlight in unserem Privatkundengeschäft war die Einführung von BKS Bank Connect, unserer digitalen Bank, die Kunden unsere Produkte online zur Verfügung stellt – von Konten und Wohnraumfinanzierungen bis hin zu Fondssparplänen und Wertpapiergeschäften. Im Unterschied zu reinen Online-Banken profitieren unsere Kunden bei BKS Bank Connect zusätzlich von der Expertise unserer Berater. Parallel dazu modernisieren wir unsere Filialen, um die Vorteile der digitalen Verfügbarkeit mit erstklassigen Beratungsleistungen zu vereinen. Uns ist es wichtig, über alle Kommunikationskanäle hinweg wertschätzend aufzutreten und individuell zugeschnittene Lösungen anzubieten. Die BKS Bank lebt persönliche und digitale Nähe.
Die Bilanzsumme der BKS Bank belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 9,8 Mrd. EUR und legte im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% zu. Die Kundenforderungen erhöhten sich um 2,9% auf 7,4 Mrd. EUR, während die Primäreinlagen mit 7,9 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau blieben.
Das Jahr 2023 begann mit hohen Erwartungen an eine weltweite wirtschaftliche Erholung. Das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine und die Eskalation des Nahostkonflikts trübten jedoch die globale Stimmung. Hinzu kamen weiterhin hohe Inflationsraten, die Verbrauchern und Unternehmen zu schaffen machten und die Kaufkraft deutlich einschränkten. Gegen Jahresende nahmen Zuversicht und Optimismus wieder zu, was sich unter anderem an der steigenden Nachfrage nach Krediten im vierten Quartal 2023 zeigte. Im Berichtsjahr wurden 1,4 Mrd. EUR an neuen Krediten vergeben.
Im Privatkundensegment gab es einen massiven Rückgang bei den Wohnbaufinanzierungen. Dafür verantwortlich war – neben Inflation und Teuerungswellen – die Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung, kurz KIM-VO. Die Vergabe von Immobilienfinanzierungen wurde durch diese streng reglementiert. Potenziellen Häuslbauern wurde damit der Zugang zu Wohnbaukrediten erheblich erschwert. Auch in Slowenien verzeichneten wir Rückgänge bei der Vergabe von Wohnbaukrediten im Vergleich zu den Vorjahren, wobei hier der Konditionenwettbewerb eine entscheidende Rolle spielte. Das Volumen an neu vergebenen Wohnbaukrediten ging um 47,7% zurück.
Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 7,4 Mrd. EUR, was einem Kreditwachstum von 2,9% entspricht. Zum Jahresende 2023 erreichten die Forderungen an Kreditinstitute einen Stand von 180,6 Mio. EUR. Wir legen auch im Interbankengeschäft großen Wert darauf, ausschließlich mit Bankpartnern zusammenzuarbeiten, die über erstklassige Ratings (AA bis A3) verfügen und vorzugsweise in der DACH-Region ansässig sind.
Die Trendwende in der Zinspolitik spiegelt sich auch in der Entwicklung der Barreserve wider, die sich aus den Kassenbeständen und den Guthaben bei den Zentralnotenbanken zusammensetzt. Im Vergleich zum Vorjahresende verzeichnete die Barreserve einen Rückgang von 264,6 Mio. EUR und belief sich zum Jahresultimo auf 584,4 Mio. EUR. Die Barreserve ist ein wesentlicher Bestandteil der Counterbalancing Capacity, welche die Fähigkeit des Kreditinstitutes misst, ausreichend Liquidität auch über einen längerfristigen Horizont generieren zu können.
Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich durch Investitionen um 9,8% auf 1,2 Mrd. EUR. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar.
Die Quote der Non-performing Loans stieg von 2,0% auf 2,7%, was auf die schwächere wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen ist. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Trotz des Anstiegs liegen wir mit dieser NPL-Quote – im Branchenvergleich – auf einem guten Niveau. Alle im EBA Risk Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als sehr guter Wert.
In unserem Kreditportfolio gibt es nur mehr einen sehr geringen Anteil an Fremdwährungskrediten. Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir die Forderungen in Schweizer Franken kontinuierlich abgebaut. Zum 31. Dezember 2023 betrug das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite lediglich 66,5 Mio. EUR, dementsprechend gering fiel die Fremdwährungsquote mit 0,9% aus.# Passiva
Im Vergleich zum Jahresende 2022 nahmen die Primäreinlagen leicht um 0,6% ab und betrugen 7,9 Mrd. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sanken um 1,2% auf 6,8 Mrd. EUR. Diese Position ist zweigeteilt: Während es bei den klassischen Spareinlagen einen deutlichen Rückgang gab (-26,7%), wuchs die Position der Sicht- und Termineinlagen, um 4,6% auf 5,8 Mrd. EUR. Die Aufteilung auf die Kundensegmente zeigt, dass Firmenkunden den Hauptanteil der Sicht- und Termineinlagen beisteuern. Bei der Zusammensetzung der Einlagen setzte sich der Trend zu längeren Bindungen fort. Während täglich fällige Einlagen auf Konten und Sparbüchern um 20,1% zurückgingen, stiegen die Termineinlagen signifikant um 62,9%. Laut Untersuchung der Oesterreichischen Nationalbank (OenB) war 2023 österreichweit ein deutlicher Umschichtungseffekt von täglich fälligen zu gebundenen Einlagen zu erkennen. Nach Jahren des Niedrigzinsumfelds, in denen gebundene Sparprodukte zugunsten täglich fälliger Einlagen abgebaut wurden, reagierten Kunden damit auf die Zinsentwicklung im Berichtsjahr, die mit attraktiveren Konditionen bei längeren Laufzeiten einherging. Die Nachfrage nach digitalen Bankprodukten hat weiter zugenommen. Besonders unser online verfügbares „Mein Geld-Konto fix“ verzeichnete einen starken Volumenszuwachs und war entscheidend für den starken Zuwachs der Termineinlagen im Privatkundenbereich. Im Gegenzug verlor das traditionelle Sparbuch mit einem Rückgang des Volumens um 26,7% auf 922,5 Mio. EUR weiter an Relevanz. Die Bereitschaft zu sparen ist im Berichtsjahr stabil geblieben. Nachdem die Sparquote der österreichischen Haushalte 2022 auf 9,2% sank, blieb sie 2023 weitgehend stabil und lag Ende des dritten Quartals bei 9,1%. Überschüssige Liquidität wurde zur Tilgung bestehender Kreditverbindlichkeiten als Reaktion auf die veränderte Zinssituation verwendet und nicht zur Erhöhung der Sparquote.
Die Nachfrage nach eigenen Emissionen war im Geschäftsjahr 2023 stark von der Zinswende beeinflusst. Wir konnten wieder drei Green Bonds erfolgreich platzieren, die auf die Förderung nachhaltiger Energieerzeugung abzielen. Dies verdeutlicht das zunehmende Bewusstsein und Engagement der Anleger in Bezug auf die Energiewende. Insgesamt haben wir Emissionen mit einem Volumen von knapp 100 Mio. EUR begeben. Die verbrieften Verbindlichkeiten erreichten am Jahresende einen Stand von 830,00 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 4,7% gegenüber dem Jahresultimo 2022. Das Nachrangkapital legte um 0,1% auf 266,4 Mio. EUR zu.
Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 902,2 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 13,9% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich im zweiten Quartal 2023 auf 91,6 Mio. EUR, nachdem unsere Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt war. Um weiteres Wachstum im Kerngeschäft zu ermöglichen, genehmigte der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vorstands der BKS Bank AG im März eine Aufstockung des Grundkapitals von 85,9 Millionen EUR auf bis zu 91,6 Millionen EUR durch die Ausgabe von maximal 2.862.860 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien. Die Kapitalerhöhung wurde erfolgreich durchgeführt, und der Handel mit den neuen Aktien startete am 22. Mai 2023 im amtlichen Handel der Wiener Börse. Der Zuwachs des Eigenkapitals resultierte des Weiteren aus der Dotation der Gewinnrücklagen auf Basis des hervorragenden Jahresüberschusses.
| ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
|---|---|---|
| AT0000A33941 | 3,55% fundierte BKS Bank Obligation 2023-2028/1/PP | 20.000.000 |
| AT0000A347Q3 | 3,85% BKS Bank Obligation 2023-2026/2/PP | 5.000.000 |
| AT0000A38JL3 | 4,11% BKS Bank Obligation 2023-2028/3/PP | 4.500.000 |
| AT0000A38MJ1 | 3,90% BKS Bank Obligation 2023-2026/4/PP | 5.000.000 |
| AT0000A32RN5 | 3,375% BKS Bank Green Bond 2023-2029/1 | 5.000.000 |
| AT0000A32T36 | 3,50% BKS Bank Green Bond 2023-2029/2 | 5.000.000 |
| AT0000A33107 | 5% BKS Bank Nachrangige Obligation 2023-2033/3 | 10.000.000 |
| AT0000A33N15 | 3,60% BKS Bank Obligation 2023-2029/4 | 10.000.000 |
| AT0000A36CD9 | 3,90% BKS Bank Obligation 2023-2029/5 | 10.000.000 |
| AT0000A38H18 | 3,75% BKS Bank Obligation 2023-2028/6 | 4.600.000 |
| AT0000A38M94 | 3,75% BKS Bank Green Bond 2023-2029/7 | 6.638.000 |
| AT0000A39427 | 4,80% BKS Bank Nachrangige Obligation 2023-2033/8 | 2.038.000 |
Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen geopolitischer Unsicherheiten und eines rückläufigen Wirtschaftswachstums. Zusätzlich zum Krieg in der Ukraine trug die Eskalation im Nahost-Konflikt zu globaler Unsicherheit bei. Trotz dieser widrigen Umstände entwickelte sich unser Ergebnis durch die Zinswende sehr positiv und erreichte ein Rekordhoch. Das abgelaufene Geschäftsjahr brachte der BKS Bank einen beeindruckenden Jahresüberschuss nach Steuern von 77,3 Mio. EUR, was einem Anstieg um 36,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieses herausragende Ergebnis lässt sich insbesondere auf die Zinswende zurückführen, die eine Normalisierung des Zinsgeschäftes bewirkte und den Nettozinsertrag auf 228,1 Mio. EUR anstiegen ließ.
2023 stand im Zeichen deutlicher Zinserhöhungen durch die Zentralbanken als Antwort auf die anhaltend hohe Inflation. Die anhaltend hohen Preise für Energie, Lebensmittel und andere Güter belasteten die Kaufkraft der Konsumenten erheblich. Dies führte zu einer zunehmenden Verunsicherung unter Konsumenten. Geopolitische Unsicherheiten, einschließlich anhaltender Konflikte und Spannungen auf internationaler Ebene, trugen zur getrübten Stimmung bei. All diese Faktoren beeinflussten die globalen Märkte deutlich und führten zu Volatilität auf den Finanzmärkten und zur Zurückhaltung der Kunden bei Finanzierungs- und Veranlagungsentscheidungen. Unser Fokus lag im Berichtsjahr darauf, uns schnell an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, unser Produktportfolio mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit weiter auszubauen und gleichzeitig die Risiken sorgfältig zu managen. Die zehn EZB-Zinserhöhungen seit Sommer 2022 leiteten nach über einem Jahrzehnt der Nullzinsen eine Rückkehr zu den traditionellen Prinzipien des Bankgeschäfts ein. Nach vier Anpassungen 2022 folgten 2023 sechs weitere, wodurch der Hauptrefinanzierungssatz im September auf 4,5% stieg. Unsere Zinserträge erhöhten sich auf 350,7 Mio. EUR, während sich die Zinsaufwendungen vervielfachten und auf 122,6 Mio. EUR anstiegen. Per 31. Dezember 2023 resultierte daraus ein Nettozinsertrag von 228,1 Mio. EUR, um 72,6% höher als im Vorjahresvergleich.
Das Provisionsgeschäft bildet eine wesentliche Säule unserer Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr lag das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft aber mit 66,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (-1,9%). Während wir im Bereich des Zahlungsverkehrs unsere Marktposition weiter ausbauen konnten und wieder sehr erfolgreich in der Akquisition neuer Mandate waren, verzeichnete die Dienstleistungssparte leichte Rückgänge. 2023 konnten wir die Einnahmen aus dem Zahlungsverkehr signifikant steigern. Mit einem Anstieg von 11,4% und einem Überschuss von 27,7 Mio. EUR erwies sich der Zahlungsverkehr einmal mehr als die profitabelste Sparte unseres Provisionsgeschäfts. Dieses hervorragende Ergebnis zeigt unsere Fähigkeit, die Wünsche der Kunden zu erkennen und ihnen maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Im Fokus unserer strategischen Planung für diesen Geschäftsbereich liegen die Digitalisierung und das Vorantreiben innovativer Zahlungstechnologien. Der Trend geht deutlich in Richtung „bargeldloses Zahlen“: In den vergangenen Jahren nahm die Nutzung von Bargeld ab, während das bequeme und kontaktlose Bezahlen mit Karte, Smart-Watch oder Smartphone deutlich an Popularität gewann.
Unsere Kundenportale MyNet und BizzNet verzeichneten in den letzten Jahren jeweils zweistellige Wachstumsraten hinsichtlich aktiver Nutzer. Auch im letzten Jahr hielt der positive Trend an. Es gab bei den Portalen einen Anstieg von 8,1%. Noch stärker stieg die Zahl jener Nutzer, die Bankgeschäfte per Smartphone erledigen. So wurde die BKS App, die wir in Österreich anbieten, im vergangenen Jahr von etwa 36.181 Kunden genutzt, was einem Zuwachs von 17,4% entspricht. Seit Herbst 2022 erhalten alle Neukunden automatisch Zugang zu unseren Online-Portalen, was den Nutzungsgrad weiter erhöhte. Die Nachfrage nach digital abschließbaren Produkten steigt ebenfalls. Im Jahr 2023 wurden 62,2% mehr Produktanträge über die digitale Plattform „BKS Bank Connect“ bearbeitet als im Vorjahr. Der Erfolg unserer digitalen Angebote basiert auf der kontinuierlichen Erweiterung unserer Dienstleistungen, wie der Einführung neuer Funktionen in unseren Kundenportalen und den Apps. Dazu zählte im Berichtsjahr unter anderem die Einbindung von Konten anderer Banken in das Kundenportal oder die Einführung des Finanzplaners in der BKS App. Mit ihm wird Kunden der optimale Überblick über Einnahmen und Ausgaben über flexibel wählbare Zeiträume und Kategorien geboten.
Geopolitische Spannungen und galoppierende Inflationsraten sorgen bereits seit längerem für Volatilität an den Aktienmärkten. Demnach brachte das Jahr 2023 vor allem im zweiten Halbjahr gute Ergebnisse, auch wenn unsere Erwartungen etwas höher waren. Das Ergebnis aus dem Wertpapierprovisionsgeschäft ging nur leicht von 18,8 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR zurück (-1,9%). Anleihen gewannen durch die Zinswende an Terrain. Die Nachfrage nach Krediten war aufgrund der allgemeinen Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen im Berichtsjahr verhalten. Dementsprechend ging das Ergebnis aus den Kreditprovisionen von 19,0 Mio. EUR auf 16,0 Mio. EUR zurück.# BKS Bank Geschäftsbericht 2023
Als positives Zeichen kann aber die Tatsache gesehen werden, dass die Kreditneuvergaben im letzten Quartal wieder an Fahrt gewinnen, was sich positiv auf die Kreditprovisionen auswirkte.
Vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Marktlage haben wir besonderen Wert auf konsequente Kostendisziplin gelegt. Trotzdem erhöhte sich der Verwaltungsaufwand um 14,7%, was einem Anstieg um 18,7 Mio. EUR entspricht. Der Gesamtverwaltungsaufwand belief sich im Jahr 2023 auf 145,5 Mio. EUR. Der Anstieg ist unter anderem auf die Auswirkungen der Teuerungswelle und bedeutende Investitionen in die digitale Transformation zurückzuführen.
Der größte Anteil am Verwaltungsaufwand entfällt auf Personalkosten, die zum Ende des Jahres 2023 auf 86,7 Mio. EUR anstiegen, was einem Zuwachs von 18,0% gleichkommt. Wesentlich beeinflusst wurde dieser Anstieg durch die Erhöhung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in Österreich um durchschnittlich 9,5%. Ein weiterer Grund für den Anstieg waren die Aufwendungen für die Beteiligung der Mitarbeitenden am Erfolg des Unternehmens durch Zustiftungen an die BKS Belegschaftsbeteiligungsprivatstiftung sowie an die BKS Mitarbeiterbeteiligungsprivatstiftung.
Bei den Sachkosten verzeichneten wir einen Anstieg auf 58,9 Mio. EUR, was einer Erhöhung um 10,2% entspricht. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie sowie für unseren IT-Dienstleister, die 3 Banken IT GmbH. Diese Gesellschaft, ein Gemeinschaftsunternehmen der Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg AG und BKS Bank AG, ist zuständig für die Realisierung der Digitalisierungsprojekte und den fortlaufenden IT-Betrieb. Ihr Hauptsitz befindet sich in Linz, mit Kompetenzzentren in Klagenfurt und Innsbruck.
Das sonstige betriebliche Ergebnis, als Saldo von den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, belief sich zum 31. Dezember 2023 auf -11,8 Mio. EUR. Des Weiteren sind die Aufwendungen durch die Bildung von Rückstellungen in Zusammenhang mit der slowenischen Rechtslage und Judikatur zu Schweizer-Franken-Krediten in Höhe von 7,6 Mio. EUR beeinträchtigt. Weiters enthalten im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe von 3,9 Mio. EUR bzw. 0,6 Mio. EUR. Beide sind nun gut gefüllt; in den kommenden Jahren werden geringere Kosten für diese Positionen erwartet.
Das Betriebsergebnis als operatives Ergebnis der Banktätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 74,6% auf 147,2 Mio. EUR.
Das Wirtschaftswachstum war sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten gebremst. Angesichts dieser Entwicklung, und vor dem Hintergrund gestiegener Insolvenzrisiken, vor allem im Immobiliensektor, erhöhten wir die Vorsorgen für Kreditrisiken. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beliefen sich diese auf 50,8 Mio. EUR, was einem Anstieg um 22,6 Mio. EUR entspricht. Darin enthalten ist auch die Dotation der § 57 BWG Rücklage in Höhe von 10,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung spiegelt nicht nur unsere umsichtige Risikobewertung wider, sondern auch unsere Fähigkeit, in herausfordernden Zeiten sehr gute finanzielle Ergebnisse zu erzielen.
Die Erträge aus Beteiligungstransaktionen und Wertpapieren beliefen sich auf 1,5 Mio. EUR, nach 6,5 Mio. EUR im Vorjahr. Im Vorjahr kam es durch Wertpapier- und Aktientransaktionen zu entsprechenden Verkaufsgewinnen.
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Steuern in der Höhe von 101,3 Mio. EUR. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 23,9 Mio. EUR ergab sich ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 77,3 Mio. EUR.
Zum Jahresabschluss ergaben sich bei den wesentlichen Steuerungskennzahlen fast durchwegs markante Steigerungen:
Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben von 3,0% bzw. 100% deutlich.
Das vergangene Wirtschaftsjahr hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig eine starke Eigenmittelausstattung ist. Die Kernkapitalquote der BKS Bank erhöhte sich von 13,0% auf erfreuliche 13,9%. Ebenso erhöhte sich die Gesamtkapitalquote von 16,7% auf 17,3%.
| 2022 | 2023 | ± in %-Pkte. | |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 5.4 | 9.3 | 3.9 |
| ROA nach Steuern | 0.4 | 0.8 | 0.4 |
| Cost-Income-Ratio | 62.5 | 53.2 | -9.3 |
| NPL-Quote | 2.0 | 2.7 | 0.7 |
| Leverage Ratio | 7.2 | 8.2 | 1.0 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 177.8 | 201.3 | 23.5 |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 121.3 | 122.9 | 1.6 |
| Kernkapitalquote | 13.0 | 13.9 | 0.9 |
| Gesamtkapitalquote | 16.7 | 17.3 | 0.6 |
1) Der Return on Equity (ROE) nach Steuern zeigt, wie das Eigenkapital des Unternehmens innerhalb eines Abrechnungszeitraums verzinst wird. Zur Berechnung setzt man den Jahresüberschuss (nach Steuern) ins Verhältnis zum durchschnittlichen an den Jahres- bzw. Quartalsstichtagen des Geschäftsjahres zur Verfügung stehenden Eigenkapital.
2) Die Cost-Income-Ratio misst die operative Aufwand-Ertrags-Relation von Banken. Hierbei wird der im jeweiligen Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den operativen Erträgen der Bank gesetzt. Die operativen Erträge ergeben sich als Summe aus Zins- und Provisionserträgen, Handelsergebnis, Erträgen aus at Equity bilanzierten Unternehmen und dem sonstigen betrieblichen Erfolg. Diese Kennzahl sagt aus, welcher Prozentsatz der operativen Erträge durch den Verwaltungsaufwand aufgebraucht wird, und gibt Aufschluss über das Kostenmanagement und die Kosteneffizienz.
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Gesamtrisikoposition erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung. Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2023 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:
Das harte Kernkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 106,3 Mio. EUR auf 807,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 15,2%. Die harte Kernkapitalquote erhöhte sich von 11,9% auf 12,9%. Das zusätzliche Kernkapital belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 65,2 Mio. EUR. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 216,8 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 1.089,6 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 11,1%. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 17,3%.
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Grundkapital | 85.9 | 91.6 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 675.7 | 765.6 |
| Abzugsposten | -60.3 | -49.6 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 701.3 | 807.6 |
| Harte Kernkapitalquote | 11.9% | 12.8% |
| AT1-Anleihe | 65.2 | 65.2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 65.2 | 65.2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 766.4 | 872.8 |
| Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) | 13.0% | 13.9% |
| Ergänzungskapital | 214.7 | 216.8 |
| Eigenmittel insgesamt | 981.1 | 1089.6 |
| Gesamtkapitalquote | 16.7% | 17.3% |
| Total Risk Exposure Amount | 5885.5 | 6286.2 |
1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2023. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Die Anforderungen an bankbetriebliche Eigenmittel werden ab 2025 eine wesentliche Veränderung erfahren. Durch die voraussichtliche Anwendung der überarbeiteten Capital Requirements Regulation (CRR III) ab 1. Jänner 2025 wird es teilweise zu einer Neuberechnung des Total Risk Exposure Amounts kommen. Betroffen werden insbesondere folgende Positionen sein:
Die BKS Bank hat sich schon früh mit den geplanten Änderungen durch die CRR III auseinandergesetzt. Es wurde ein Implementierungsprojekt mit allen betroffenen Einheiten aufgesetzt. Probeberechnungen haben dabei eine Erhöhung des Total Risk Exposure Amounts ohne erheblichen Einfluss auf die Eigenmittelquoten ergeben.
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum Jahresultimo 2023 auf 8,2%. Wir überschreiten damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0% deutlich.
Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt. Seit Jänner 2022 ist die MREL-Quote auf Basis des Total Risk Exposure Amount (TREA) zu ermitteln. Zum 31.# Risikomanagement
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt. Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Unsere IKS-Koordinatoren unterstützen die Erfüllung der rechnungslegungsbezogenen IKS professionell. Gemeinsam mit der Abteilung Rechnungswesen erfolgt eine laufende Weiterentwicklung und eine tourliche Neubewertung der Risiken. Wir verwenden die Software easyGRC zur Unterstützung der Dokumentation und Analyse. In einem jährlichen Steuerungskreislauf wird das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch durchleuchtet. Neue Prozesse werden ergänzt sowie eventuell nicht mehr notwendige Schritte eliminiert. Die Moderation dieser Prozesse obliegt den IKS-Koordinatoren. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch umfassend das European Single Electronic Format (ESEF). Um die Bearbeitung von Eingangsrechnungen zu optimieren, wurde im Berichtsjahr ein elektronischer Workflow installiert, welcher einen Überblick über die Eingangsrechnungen gewährt und die Freigabe von Rechnungen durch die Kompetenzträger und die Zahlungsfreigabe automatisch steuert. Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Diese umfassen unter anderem detaillierte Prozessbeschreibungen zur Einführung neuer Geschäfte und eine Checkliste für den Neugeschäftsprozess. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen und die Konzernkonsolidierung sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen übertragen täglich ihre Daten über Schnittstellen in den General Ledger, der im SAP geführt wird. Zentral verantwortliche Mitarbeitende sind gegebenenfalls auch vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeitenden wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Die ordnungsgemäße Berechnung und Zahlung der betrieblichen Steuern werden monatlich von der Abteilungsleitung Controlling und Rechnungswesen mit dem jeweils zuständigen Mitarbeitenden nachweislich kontrolliert. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet. Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Berechtigungen gemonitort, Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet. Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen wurden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft.
Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen. Prüfpflichten bestehen auch für unsere Niederlassungen in der Slowakei, in Slowenien und Kroatien sowie für alle Leasinggesellschaften.
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Die Risikostrategie der BKS Bank Gruppe wird von der Geschäftsstrategie abgeleitet. Diese wird einmal jährlich durch das Risikocontrolling nach Rücksprache mit den zentralen Abteilungsleitern einem Review unterzogen. Bei wesentlichen Strategieänderungen gibt es einen außerordentlichen Review. Das Ergebnis des Reviews bzw. die Evaluierung der Risikostrategie, sowie die Festlegung des Risikoappetits erfolgt gemeinsam mit dem Vorstand im ICAAP Gremium. Die Risikostrategie wird vom Gesamtvorstand genehmigt und in der ersten Sitzung des Jahres dem Aufsichtsrat vorgelegt. In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeitende im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in die Vergütungspolitik. So wird eine risikoadäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien, wobei das Management innerhalb der einzelnen Risikoarten erfolgt.
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben Kreditinstitute Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeits-rechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.
Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität.# Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind
* der Sanierungsplan,
* der Abwicklungsplan und
* die MREL-Quote.
* Der Sanierungsplan wurde auch 2023 wieder zeitgerecht aktualisiert und der Aufsicht übermittelt.
Im Jahr 2024 startet in der BKS Bank ein umfangreiches Projekt zur Umsetzung der neuen Regelungen von Basel IV. Das Projekt beschäftigt sich mit den geänderten Bestimmungen zur Ermittlung der Eigenmittelerfordernisse und enthält auch Aspekte zur risikoorientierten Steuerung der risikobehafteten Aktiva. Die Schwerpunkte liegen auf der neuen Kategorisierung der Immobilienfinanzierungen, der Berechnung des RWA-Impacts auf das Beteiligungsportfolio, der Einstufung von Forderungen gegenüber Kreditinstituten, der Umsetzung der Anforderungen an das Mengengeschäft sowie auf dem außerbilanzmäßigen Geschäft in Säule I und Säule II. Es ist mit einer generellen Erhöhung der RWAs zu rechnen. Durch die frühe Einbindung unterschiedlicher Fachbereiche der BKS Bank kann auf die neuen Standards von der Kreditrisikosteuerung, über die Immobilienbewertung bis hin zur Erweiterung des Data-Warehouse und der notwendigen IT-Infrastruktur eingegangen werden.
Das Stresstesting der BKS Bank baut auf etablierten Steuerungs- und Bewertungsmodellen auf und basiert auf unterschiedlichen Stresstypen und einer abgestuften Intensität der Stress-Szenarien. Governance Aspekte sind in der Risikostrategie in Form risikopolitischer Grundsätze festgelegt. Mit dem tourlichen Stresstesting soll die Fähigkeit der BKS Bank gemessen werden, Verluste aus eigener Kraft zu tragen. Weiters wird die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Liquidität im Krisenfall beurteilt. Stresstests sind ein integraler Bestandteil der Kapital- und Liquiditätssteuerung. Die Stresstests erfolgen im Rahmen
* des Internal Capital Adequacy Assessemt Process – ICAAP,
* des Internal Liquidity Adequacy Assessment Process – ILAAP sowie
* der Sanierungsplanung.
* Die Stressparameter für die Stresstests der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus den EBA-Stresstests abgeleitet. Neben ökonomischen Aspekten werden die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen berücksichtigt. Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen hinsichtlich
* des Total SREP Capital Requirements – TSCR,
* des Overal Capital Requirements – OCR,
* der Liquidity Coverage Ratio – LCR oder
* der Net Stable Funding Ratio – NSFR bilden auch im Krisenfall die Begrenzung zur Abschöpfung freier Deckungsmassen und verfügbarer Puffer im laufenden Bankbetrieb.
Die internen Kontrollsysteme (IKS) der BKS Bank sind ein über Jahre gewachsenes System von Maßnahmen und Kontrollschritten und sind in der Governance verankert. Grundlage und Referenzmodell für die Gestaltung und Systematisierung des internen Kontrollsystems bildet das „COSO Internal Control – Integrated Framework“. Die BKS Bank bekennt sich im Rahmen der Risikokontrolle zum Three-Lines-of-Defence-Modell, das besagt, dass Risiken in drei Stufen adressiert und gemanagt werden sollen. Darüber hinaus wird durch den externen Wirtschaftsprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems im Rahmen der ÖCGK-Prüfung Regel C 83 geprüft. Mit unserer im IKS implementierten prozessorientierten Risikobeurteilung und Kontrollbeschreibung unterstützen wir eine effektive, effiziente und korrekte Arbeitsweise und schaffen die Voraussetzungen für eine effektive Unternehmenssteuerung. Durch eine zeitnahe und verlässliche Berichterstattung werden Risiken, Fehler und Unregelmäßigkeiten frühzeitig erkannt und reduziert. Das interne Kontrollsystem der BKS Bank ist nach folgenden Prinzipien ausgerichtet und wird laufend weiterentwickelt:
* Wirksamkeit durch die Verankerung in der Unternehmenskultur,
* klare Verantwortungen,
* risikoadäquate Kontrollen,
* Mitarbeiterschulung,
* definierte Informations- und Eskalationsprozesse,
* Nachvollziehbarkeit von definierten Zielen und Kontrollen,
* Effizienz durch die Optimierung des Kontrollaufwandes sowie
* Automatisierung der Prozesse wo möglich.
Ein jährliches prozessorientiertes Risikoassessment, das periodische Risikoassessment zum operationalen Risiko sowie die Analyse von Schadensfällen im Rahmen des OP-Risk Gremiums tragen wesentlich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS bei. Betrugsrisiken wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt. Das Management von Betrugsrisiken ist ein essentieller Teil unseres Risikomanagement- und IKS-Prozesses und darauf ausgerichtet, Betrugsrisiken durch geeignete präventive, technische und organisatorische Maßnahmen zu mitigieren. Unsere Rahmenwerke und Verhaltenskodizes, wie insbesondere der Code of Conduct, die Compliance Charter und die Grundsätze ordnungsgemäßer Geschäftsführung beinhalten klare Vorgaben für das Verhalten. Moderne Whistleblowing-Regelungen und -Systeme sind ebenso wie ein professionelles Beschwerdemanagement wichtige Kommunikationskanäle zur frühzeitigen Erkennung von Vor- und Verdachtsfällen. Die prozessbasierten Risiko-Kontroll- matrizen der Hauptprozesse sowie das Filial-IKS werden im zugekauften System, „easyGRC“, abgebildet.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstands- mitglied. Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken. Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium. Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme. Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Credit Spread-Risiko sowie das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter. Ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben des Gremiums ist auch die Überwachung und Weiterentwicklung des IKT-Risikomanagements, insbesondere der Cyber-Security-Maßnahmen und des BCMs.
In den wöchentlichen anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank.# Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung einen dualen Ansatz.
In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt.
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich bei risikorelevanten Geschäften nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind. Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist. Darüber hinaus legt ein Katalog mit Positiv- und Ausschlusskriterien fest, welchen Unternehmen die BKS Bank keine Finanzierungen einräumt. Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten. Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentlichste Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich nach qualitativen und quantitativen Kriterien evaluiert.
| Ratingstufen | |
|---|---|
| AA | Erstklassige beste Bonität |
| A1 | Erstklassige hervorragende Bonität |
| 1a | Erstklassige Bonität |
| 1b | Sehr gute Bonität |
| 2a | Gute Bonität |
| 2b | Noch gute Bonität |
| 3a | Akzeptable Bonität |
| 3b | Noch akzeptable Bonität |
| 4a | Mangelhafte Bonität |
| 4b | Schlechte Bonität |
| 5a | Ausfall im Fortbetrieb |
| 5b | Ausfall – Notleidend |
| 5c | Ausfall – Uneinbringlich |
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als das bestehende und künftige Risiko negativer Auswirkungen auf das wirtschaftliche Eigenkapital des Instituts oder auf den Nettozinsertrag des Instituts durch Veränderungen der Zinssätze oder der Struktur zinssensitiver Positionen. Das Zinsänderungsrisiko berücksichtigt daher Marktwertänderungen,
* die sich aus Zinssatzänderungen ergeben,
* die zinssensitive Instrumente betreffen,
* einschließlich Gap-Risiko,
* Basisrisiko und
* Optionsrisiko.
* Die Steuerung, Bewertung und Limitierung erfolgt gemäß der EBA/GL/14/2022 und der EBA/RTS/2022/10. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen nicht im Fokus unserer Aktivitäten. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht wie dem Economic Value of Equity (kurz EVE) sowie der Net Interest Income-Perspektive in Verbindung mit den aufsichtsrechtlich normierten Stresstests. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions und ist von untergeordneter Rolle. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risiko- controlling.
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
Das Credit Spread Risiko im Bankbuch (CSRBB) wird gemäß EBA GL/14/2022 definiert als das Risiko, das durch Änderungen des Marktpreises
* für das Kreditrisiko,
* für die Liquidität und
* für potentielle andere Merkmale kreditrisikobehafteter Instrumente verursacht wird, die nicht von einem anderen aufsichtsrechtlichen Rahmen erfasst werden.
Das CSRBB erfasst das Risiko einer Veränderung des Spreads eines Instruments unter der Annahme der gleichen Bonitätseinstufung, d. h. wie sich der Credit Spread innerhalb einer bestimmten Bonitätseinstufung bzw. einer bestimmten Ausfallwahrscheinlichkeitsbereichs bewegt. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling. In der BKS Bank wird das Credit Spread Risiko in der ökonomischen Perspektive für das gesamte Anleihenportfolio im Bankbuch, die Fair Value Kredite, Schuldscheindarlehen aber auch für eigene Emissionen ermittelt. Die Ermittlung des Credit Spread Risikos erfolgt über das VaR Konzept nach der historischen Simulation.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert. Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerte im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen.Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrunde-liegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert. Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird. Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festge-legten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen bzw. Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand. Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen. Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken). Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Die Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) ist Anfang 2023 in Kraft getreten. Zu implementieren sind die Vorgaben von DORA bis Jänner 2025. DORA ist Teil des EU Digital Finance Package, einer Initiative der Europäischen Kommission, die darauf abzielt, den digitalen Wandel im Finanzsektor zu fördern und zu regulieren. DORA enthält Anforderungen in Bezug auf das IKT-Risikomanagement, die Klassifizierung und Meldung IKT-bezogener Vorfälle, digitale operationale Belastbarkeitstests, vertragliche Vereinbarungen zwischen IKT-Drittdienstleistern und Finanzunternehmen, den Aufsichtsrahmen für kritische IKT-Drittanbieter sowie Regeln für den Informationsaustausch. Zur Umsetzung von DORA wurde in der BKS Bank bereits eine GAP-Analyse unter externer Begleitung durchgeführt. Aus der GAP-Analyse wurden Maßnahmen abgeleitet, die in einzelnen Arbeitspaketen umgesetzt werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten. Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 8,2% (Vorjahr: 6,9%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.
ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können. Die BKS Bank verfügt bereits seit Jahren über eine Nachhaltigkeitsstrategie, die jährlich angepasst und erweitert wird. Sie umfasst Prinzipien zur aktiven Steuerung und Verringerung von negativen finanziellen, ökologischen und sozialen Auswirkungen auf die BKS Bank, die Umwelt und die Gesellschaft. Wir sehen ESG-Faktoren und damit verbundene Risiken als ganzheitliche Einflussgröße und berücksichtigen diese in unseren risikopolitischen Grundsätzen und im Risikomanagement. Dabei verfolgen wir die duale Perspektive und damit potentielle Wechselwirkungen bzw. Rückkoppelungen von ESG-Faktoren hinsichtlich einer „Outside-in“- sowie „Inside-out“-Betrachtung. Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank.
Nachhaltigkeitsziele und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind auch Bestandteil der Vergütungspolitik der BKS Bank für den Vorstand und für Mitarbeiter mit variabler Vergütungskomponente. Die Sustainable Development Goals sind integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie und des Prozesses zur Einführung neuer Geschäfte und wesentlicher struktureller Änderungen der BKS Bank. Die BKS Bank verfügt darüber hinaus über einen Katalog an Ausschluss- und Positivkriterien, der das Neukundengeschäft mit Kunden steuert sowie einen Katalog grundsätzlich abzulehnender Geschäftsbeziehungen im Rahmen der Regelungen zur Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Wir entwickeln Stresstests und Szenarioanalysen, um die Vulnerabilität der BKS Bank insgesamt und einzelner Kunden bezogen auf potentielle ESG-Risken zu messen. Wir allokieren ökonomisches Kapital für ESG-Risiken als Puffergröße in der ökonomischen Perspektive des ICAAP, die wir von unserem ESG-Stresstest auf das Kundenkreditportfolio ableiten. Zur nachhaltigen Reduktion von ESG-Risiken versuchen wir das Kredit- und Investmentportfolio schrittweise zu dekarbonisieren. Mit Science-Based-Targets (SBT) für definierte Portfolien haben wir einen Pfad festgelegt, um die Ziele des Pariser Abkommens bestmöglich zu erreichen. Dieses sieht eine Reduktion der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad C über dem vorindustriellen Niveau vor. Die Ziele wurden bereits der Science-Based-Targets Initiative zur Validierung vorgelegt.# Management von Nachhaltigkeitsrisiken
Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und -Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells im Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel „Management von ESG-Faktoren“ im Detail erläutert. Die Betroffenheit unseres Kundenportfolios mit ESG-Risiken wird über ein extern zugekauftes System gemessen. Dieses ermittelt Scorewerte zwischen 0 bei unerheblichen Risiken und 100 bei extrem hohen Risiken. Solcherart haben wir bereits einen guten Überblick über ESG-Risiken in unserem Kreditportfolio, insbesondere auch über deren räumliche Verteilung.
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Steuerung in der Kategorie Sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
Die Überwachung des Risikos aus der Umsetzung von Vorkehrungen zur Hintanhaltung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung erfolgt durch eine in der BKS Bank eigens dafür eingerichtete Organisationseinheit. Die Steuerung von Risiken aus der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung erfolgt auf der Basis von Arbeitshandbüchern, der Risikoanalyse und der Risikostrategie. Die Festlegungen gelten für alle Mitarbeitenden, Führungskräfte und Organe der BKS Bank.
Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Über die ab 2021 erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8, Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2023 berichtet.
Die BKS Bank AG betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung im Sinne des § 243 UGB.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hob Ende Januar seine Konjunkturprognose für die Weltwirtschaft 2024 von 2,9% auf 3,1% an. Das prognostizierte Wachstum liegt dennoch deutlich unter dem Schnitt der Jahre 2000 bis 2019, in denen die globale Wirtschaft jährlich durchschnittlich um 3,8% wuchs. Während die chinesische Wirtschaft um 4,1% und die US-Wirtschaft um 2,1% wachsen sollen, wurde die Prognose für die Eurozone von 1,2% auf 0,9% gesenkt. Nahezu halbiert wurde die Wachstumserwartung für die deutsche Wirtschaft – von 0,9% auf 0,5%. Deutschland dürfte damit weiterhin das niedrigste Wachstum der G7-Länder bevorstehen. Für Österreich legte der IWF keine neue Prognose vor. Im Oktober ging man für 2024 von einem österreichischen Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent aus. Auf unseren Auslandsmärkten wird mehr Rückenwind für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet: Laut Bloomberg Konsensus-Einschätzungen wird es in Slowenien ein BIP-Wachstum von 2,2%, in Kroatien von 2,5%, in Serbien von 3,0% und in der Slowakei von 1,9% geben. Angesichts sinkender Inflationsraten und der Aussicht auf Zinsrückgänge hat sich die Wahrscheinlichkeit eines Konjunktureinbruchs verringert. Sollten die Inflationsrisiken weiter nachgeben und sich die Finanzierungsbedingungen schneller verbessern als derzeit erwartet, könnte das Wachstum nach oben hin überraschen. Unsicherheitsfaktoren bleiben aber die jüngsten Anstiege der Rohstoffpreise, die Immobilienkrise in China, sowie geopolitische Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten.
Nach der fulminanten Jahresendrallye 2023 könnten die ersten Monate 2024 schwankungsintensiv sein. Insbesondere dann, wenn der Markt zu der Ansicht gelangt, dass die erwartenden Zinssenkungen im Jahr 2024 nicht in dem eingepreisten Umfang erfolgen. Auf Jahressicht sollten sich tiefere Zinsen auf die Aktienmärkte jedoch positiv auswirken; auch die schwache Industriestimmung scheint einen Boden gefunden zu haben.
Insbesondere Anleihen mit guter Bonität bieten verhältnismäßig attraktive Renditen. Die wichtigsten Prognosen deuten daher darauf hin, dass 2024 mit einer moderaten Erholung der konjunkturellen Lage sowie nachlassendem Inflationsdruck gerechnet werden kann. Dementsprechend sollte die Investitions-bereitschaft von Unternehmen und Privatkunden in den kommenden Monaten wieder steigen. Auch der Außenhandel und der Industriesektor sollten sich im Laufe des Jahres 2024 wieder positiv entwickeln.
Vor allem in den ersten Monaten rechnen wir weiterhin mit einer verhaltenen Kreditnachfrage, wenngleich es im vierten Quartal 2023 erste Anzeichen für eine Erholung gab. In den nächsten Monaten sind Zinssenkungen der Zentralbanken zu erwarten. Zeitpunkt und Ausmaß sind abhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Die Herausforderung wird sein, den Druck auf die Margen im Kredit- und Einlagengeschäft angesichts des sich verändernden Zinsniveaus abzufedern
Im Dienstleistungsgeschäft sehen wir weiterhin Wachstumspotenzial, insbesondere im Zahlungsverkehr, der bereits in den vergangenen Jahren für zweistellige Zuwachsraten gesorgt hat. Um in diesem hochkompetitiven Bereich erfolgreich zu bleiben, arbeiten wir derzeit an der Einführung eines neuen Kundenportals für Firmenkunden in Österreich. Dieses Portal wird im Firmenkundengeschäft ab Sommer 2024 neue Maßstäbe setzen. Im Wertpapiergeschäft erwarten wir insgesamt verbesserte Ergebnisse. Die Einführung der Anlageberatung in Slowenien im vergangenen Jahr wird zusätzliche Erträge in diesem Bereich generieren.
Die digitale Transformation begleitet uns bereits seit vielen Jahren. Wir sind stolz darauf, dass wir im Privatkundengeschäft sämtliche Bankprodukte digitalisiert haben und auch im Firmenkundengeschäft bereits wichtige Meilensteine geschafft haben. Dazu zählen unter anderem die schrittweise Digitalisierung des komplexen Firmenkundenkreditprozesses oder digitale Services wie das Online-Garantiemodul, mit dem Garantien orts- und zeitunabhängig verwaltet werden können. Auch die Implementierung neuer Funktionen in die BKS App in Österreich steht auf der Agenda. Demnächst werden unsere Kunden beispielsweise ihre Wertpapier-Order auch per App aufgeben können. Im Hintergrund setzen wir verstärkt auf Automatisierungsprozesse und die individualisierte Kundenansprache über sämtliche Kanäle. Als Basis für diese Customer Journey Orchestration kommen Datenanalysen zum Einsatz. Das Ziel ist, dass Kunden individualisierte Angebote zum richtigen Zeitpunkt über den von ihnen genutzten Vertriebskanal erhalten. Die Ergebnisse der ersten gelaunchten Customer Journey im Jahr 2023 waren vielversprechend: 61% der Kunden, die ihr Kundenportal seit längerer Zeit nicht mehr nutzten, stiegen – nachdem wir digital auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht hatten –wieder in ihr Kundenportal ein. 41% der Kunden, die bisher nur das Kundenportal nutzten, aktivierten die BKS Banking App. 2024 werden wir den Einsatz der Customer Journey Orchestration weiter ausbauen. Ein wahres Mammutprojekt, das uns 2024 weiter beschäftigen wird, ist die Vereinheitlichung unserer IT-Landschaft und eine Harmonisierung unserer Strukturen auf den In- und Auslandsmärkten. Dadurch wollen wir Kosten einsparen sowie Wachstums- und Effizienzpotenziale optimal nutzen.
Auch im kommenden Jahr wird Nachhaltigkeit ein zentrales Thema sein, mit einer besonderen Betonung auf der sozialen Komponente der Nachhaltigkeit. Während in den vergangenen Jahren vor allem der Klimaschutz im Fokus stand, gewinnt das gesellschaftliche Engagement immer mehr an Bedeutung. Wir werden uns 2024 verstärkt den großen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, die im Bildungsbereich, in der Migration oder in der Altenpflege zu bewältigen sind. Mit der Gründung der Du & Wir-Stiftung haben wir 2023 bereits einen ganz besonderen Meilenstein gesetzt. 2024 haben wir darüber hinaus mit dem Du & Wir-Konto auch ein sozial nachhaltiges Konto auf den Markt gebracht, welches ebenfalls laufend einen Beitrag zur Stiftung leisten wird. Weiters verfolgen wir konsequent unser Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein und bis 2040 unser Kredit- und Investmentportfolio an den Klimaschutzzielen von Paris ausgerichtet zu haben. Im Dezember 2023 haben wir bereits wissenschaftsbasierte Klimaschutzziele bei der Science-based-Target-Initiative zur Validierung eingereicht haben. Wir gehen davon aus, dass der Validierungsprozess Ende des ersten Halbjahres 2024 abgeschlossen sein wird. Wichtige nachhaltige Schwerpunkte des Jahres 2024 sind außerdem die Weiterentwicklung unserer Immobilien zu Green Buildings sowie die Emission weiterer Green und Sustainability Bonds. Wir wollen weiterhin eine führende Rolle in der Finanzierung nachhaltiger Entwicklungen einnehmen und gleichzeitig attraktive Investitionsmöglichkeiten für unsere Kunden schaffen.
Bereits im Vorjahr haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt, indem wir unser Vorstandsteam verstärkt haben. Mag.# BKS Bank AG
Dietmar Böckmann bringt als Digitalisierungsexperte umfassende Erfahrung und ein tiefgreifendes Verständnis für technologische Entwicklungen und digitale Innovationen mit, während Claudia Höller als Risikovorständin sicherstellen wird, dass wir uns gut an die sich ständig ändernde Risikolandschaft anpassen und unsere Risikoträgfähigkeit nicht aus dem Auge verlieren.
Im Juli 2024 steht schließlich ein Führungswechsel an: Nach mehr als 30 Jahren, die Dr. Herta Stockbauer für die BKS Bank gearbeitet hat – davon 20 Jahre als Teil des Vorstands und zehn Jahre als Vorstandsvorsitzende –, wird sie die Verantwortung in neue Hände legen: Mag. Nikolaus Juhász, der bereits seit 25 Jahren für die BKS Bank tätig ist, wird die Agenden des Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Er steht für Kontinuität und den besonderen Geist, der unser Haus auszeichnet und welcher uns in den letzten Jahren so erfolgreich gemacht hat.
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Claudia Höller, MBA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Dietmar Böckmann
Mitglied des Vorstandes
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
| Aktiva in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| 1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern | 849.010,67 | 584.441.664,74 | -31,2 |
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind | 837.423,26 | 841.690.989,38 | 0,5 |
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | 222.689,46 | 180.647.699,70 | -18,9 |
| a)täglich fällig | 33.086,19 | 44.807.115,85 | 35,4 |
| b)sonstige Forderungen | 189.603,27 | 135.840.583,85 | -28,4 |
| 4. Forderungen an Kunden | 7.232.528,84 | 7.445.020.720,71 | 2,9 |
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 288.336,83 | 394.835.754,17 | 36,9 |
| a)von öffentlichen Emittenten | 5.121,23 | 5.120.901,64 | -0,0 |
| b)von anderen Emittenten | 283.215,60 | 389.714.852,53 | 37,6 |
| darunter: eigene Schuldverschreibungen | 7.096,86 | 6.149.074,00 | -13,4 |
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 41.584,30 | 43.208.156,52 | 3,9 |
| 7. Beteiligungen | 131.658,33 | 131.578.394,45 | -0,1 |
| darunter: an Kreditinstituten | 127.268,14 | 127.188.201,05 | -0,1 |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 88.917,13 | 92.238.127,46 | 3,7 |
| darunter: an Kreditinstituten | |||
| 9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 8.972,34 | 8.603.477,73 | -4,1 |
| 10. Sachanlagen | 36.879,19 | 40.627.885,23 | 10,2 |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden | 15.934,00 | 11.659.789,86 | -26,8 |
| 11. Sonstige Vermögensgegenstände | 46.371,92 | 49.800.567,64 | 7,4 |
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 12.048,77 | 11.252.917,44 | -6,6 |
| 13. Aktive latente Steuern | 16.226,04 | 21.402.816,41 | 31,9 |
| Gesamt | 9.812.647,08 | 9.845.349.171,58 | 0,3 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| 1. Auslandsaktiva | 3.004.056,52 | 3.163.491.663,06 | 5,3 |
Jahresabschlussposten sind nur insoweit angeführt, als dafür Wertansätze vorhanden sind.
| Passiva in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 949.565,65 | 856.217.145,90 | -9,8 |
| a)täglich fällig | 152.762,96 | 168.019.378,84 | 10,0 |
| b)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 796.802,69 | 688.197.767,06 | -13,6 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6.842.286,42 | 6.761.233.719,95 | -1,2 |
| a)Spareinlagen | 1.258.885,49 | 922.508.721,58 | -26,7 |
| aa)täglich fällig | 1.235.783,71 | 730.803.766,17 | -40,9 |
| ab)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 23.101,78 | 191.704.955,41 | > 100 |
| b)sonstige Verbindlichkeiten | 5.583.400,92 | 5.838.724.998,37 | 4,6 |
| ba)täglich fällig | 4.236.498,23 | 3.644.237.399,37 | -14,0 |
| bb)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 1.346.902,70 | 2.194.487.599,00 | 62,9 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | 793.006,34 | 830.033.423,69 | 4,7 |
| a)begebene Schuldverschreibungen | 741.179,30 | 830.033.423,69 | 12,0 |
| b)andere verbriefte Verbindlichkeiten | 51.827,04 | 0,00 | -100,0 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 23.297,50 | 36.141.573,49 | 55,1 |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.285,43 | 2.062.259,84 | -9,8 |
| 6. Rückstellungen | 77.722,81 | 124.967.979,33 | 60,8 |
| a)Rückstellungen für Abfertigungen | 21.596,67 | 21.077.733,79 | -2,4 |
| b)Rückstellungen für Pensionen | 31.729,19 | 31.865.781,00 | 0,4 |
| c)Steuerrückstellungen | 2.681,39 | 14.693.765,38 | > 100 |
| d)sonstige | 21.715,56 | 57.330.699,16 | > 100 |
| 7. Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 266.183,35 | 266.379.594,75 | 0,1 |
| 8. Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 66.066,23 | 66.063.861,88 | -0,0 |
| 9. Gezeichnetes Kapital | 85.885,80 | 91.611.520,00 | 6,7 |
| abzüglich Nennbetrag eigener Aktien | -1.221,87 | -505.750,00 | 58,6 |
| 10. Gebundene Kapitalrücklagen | 243.597,00 | 275.704.307,61 | 13,2 |
| 11. Gewinnrücklagen | 361.998,72 | 424.125.527,65 | 17,2 |
| a)gesetzliche Rücklage | 503,41 | 503.410,04 | - |
| b)andere Rücklagen | 361.495,31 | 423.622.117,61 | 17,2 |
| 12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs.5 BWG | 91.000,00 | 94.500.000,00 | 3,8 |
| 13. Bilanzgewinn | 10.973,71 | 16.814.007,49 | 53,2 |
| Gesamt | 9.812.647,08 | 9.845.349.171,58 | 0,3 |
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| 1. Eventualverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten | 639.100,48 | 596.263.717,68 | -6,7 |
| 2. Kreditrisiken | 1.733.838,09 | 1.739.421.299,47 | 0,3 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | 153.248,19 | 136.497.475,11 | -10,9 |
| 4. Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 981.092,30 | 1.089.588.681,01 | 11,1 |
| darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel 1 Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 214.655,56 | 216.799.517,46 | 1,0 |
| 5. Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 5.885.485,14 | 6.286.245.105,16 | 6,8 |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1 lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 11,9% | 12,9% | 8,4 |
| lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 13,0% | 13,9% | 6,7 |
| lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 16,7% | 17,3% | 3,7 |
| 6. Auslandspassiva | 1.846.115,76 | 1.982.351.715,49 | 7,4 |
| Gewinn- und Verlustrechnung in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % |
|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 151.929,16 | 350.650.616,44 | > 100 |
| darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren | 9.788,17 | 10.986.980,33 | 12,2 |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 19.762,62 | 122.580.307,96 | > 100 |
| I. Nettozinsertrag | 132.166,54 | 228.070.308,48 | 72,6 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 14.571,88 | 15.176.095,54 | 4,1 |
| a)Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.470,78 | 1.232.122,92 | -16,2 |
| b)Erträge aus Beteiligungen | 8.360,01 | 10.904.428,03 | 30,4 |
| c)Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | 4.741,08 | 3.039.544,59 | -35,9 |
| 4. Provisionserträge | 73.918,32 | 73.495.060,84 | -0,6 |
| 5. Provisionsaufwendungen | 6.427,98 | 7.310.405,35 | 13,7 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | -1.494,43 | 854.881,60 | > 100 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 12.320,87 | 4.361.244,48 | -64,6 |
| II. Betriebserträge | 225.055,20 | 314.647.185,59 | 39,8 |
| 8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 126.844,19 | 145.529.252,42 | 14,7 |
| a)Personalaufwand | 73.453,79 | 86.674.944,65 | 18,0 |
| aa)Löhne und Gehälter | 50.758,83 | 54.631.144,77 | 7,6 |
| ab)Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 12.437,32 | 13.085.554,07 | 5,2 |
| ac)sonstiger Sozialaufwand | 6.125,10 | 10.868.315,21 | 77,4 |
| ad)Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4.133,61 | 4.396.897,89 | 6,4 |
| ae)Dotierung der Pensionsrückstellung | -1.954,64 | 136.594,00 | > 100 |
| af)Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 1.953,57 | 3.556.438,71 | 82,0 |
| b)Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) | 53.390,40 | 58.854.307,77 | 10,2 |
| 9. Wertberichtigungen auf die im Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände | 5.702,21 | 5.774.607,17 | 1,3 |
| 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.173,61 | 16.124.771,00 | 97,3 |
| III. Betriebsaufwendungen | 140.720,01 | 167.428.630,59 | 19,0 |
| IV. Betriebsergebnis | 84.335,19 | 147.218.555,00 | 74,6 |
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | 31.12.2022 | 31.12.2023 | ± in % |
| 11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken | -66.682,99 | -74.674.230,21 | -12,0 |
| 12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken | 31.899,17 | 27.434.277,15 | -14,0 |
| 13. Wertberichtigungen auf Wertpapiere die wie Finanz-anlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | -316,20 | -259.940,46 | 17,8 |
| 14. Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.540,46 | 1.540.960,00 | -76,4 |
| V. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 55.775,64 | 101.259.621,48 | 81,5 |
| 15. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 13.107,48 | 22.399.384,63 | 70,9 |
| darunter: latente Steuern | 1.639,18 | -5.176.777,37 | -415,8 |
| 16. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | 1.662,20 | 1.529.250,88 | -8,0 |
| VI. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 41.005,96 | 77.330.985,97 | 88,6 |
| 17. Rücklagenbewegung | 30.884,95 | 60.878.654,21 | 97,1 |
| darunter: Dotierung der Haftrücklage | 2.200,00 | 3.500.000,00 | 59,1 |
| VII. Jahresgewinn | 10.121,01 | 16.452.331,76 | 62,6 |
| 18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 852,69 | 361.675,73 | -57,6 |
| VIII. Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 10.973,71 | 16.814.007,49 | 53,2 |
Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt.
Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Angaben nach § 64 Abs.# II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Im Berichtsjahr 2023 gab es keine wesentliche Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs bzw. Valutenkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren für die Bewertung der Wertpapiere angewandt. Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2023 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0 EUR).
Risikovorsorgen im Lebendgeschäft werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden gebildet. Das zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell. Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung der Kreditqualität abhängig. Dazu unterscheiden wir auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos eingetreten ist. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Verschlechterung der Ratingstufen) als auch qualitative Kriterien für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko ist nach unserer Einschätzung in den Ratingklassen von AA bis 1b gegeben. Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn sich das Finanzinstrument im Ausfall befindet (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.
Die Ausfallsdefinition für Rechnungslegungszwecke der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR und den Bestimmungen der EBA/GL/2016/07. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 1% des vereinbarten Rahmens und mindestens 100 Euro beträgt. Ferner werden in der BKS Bank auch Forderungen als ausgefallen eingestuft, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird („unlikeliness to pay“, kurz UTP). Dies wird insbesondere angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
Darüber hinaus sind in den internen Richtlinien eine Reihe von „sonstigen Hinweisen auf Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten“ festgelegt, bei deren Zutreffen UTP-Prüfungen durchgeführt werden, welche zur Abstufung von Kunden in eine Ausfallsklasse führen können. Die Definition von „wertgemindert“ deckt sich mit jener gemäß Artikel 442 (b) CRR.
| Kriterium | Stage |
|---|---|
| Non-performing Loans | 3 |
| Erstmalige Erfassung des Vertrages | 1 |
| Nachsicht im Lebendgeschäft | 2 |
| mehr als 30 Tage überfällig | 2 |
| Fremdwährungskredit | 2 |
| Rating entspricht Investmentgrade (Ratingklassen AA bis 1b) | 1 |
| Kein Initial Risk Rating feststellbar | 2 |
| Kein aktuelles Rating | 2 |
| Signifikante Verschlechterung der Lifetime-PD von Einmalkrediten und Anleihen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um mindestens eine Ratingstufe | 2 |
Ein Rücktransfer in Stage 1 erfolgt, sofern kein Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos, wie bereits in den Kriterien für die Stagezuordnung beschrieben, mehr vorliegt. Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Information.
| Parameter im ECL-Modell | Erklärung ## In Stufe 3 wird für signifikante Forderungen, die eine Obligohöhe von 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten je Einzelkunde überschreiten, die Risikovorsorge nach der Discounted-Cash-Flow-Methode für die dazugehörende Gruppe der verbundenen Kunden ermittelt. Die Wertminderung ergibt sich hier als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme aus der Forderung und den zu verwertenden Sicherheiten. Liegen objektive Hinweise zur Bildung von Wertberichtigungen in Stufe 3 vor und ist das Obligo nicht signifikant (Obligo < 1,0 Mio. EUR in Österreich bzw. < 0,5 Mio. EUR in den Auslandsmärkten), so werden die Kunden einem eigenen Portfolio für Firmenkunden bzw. Privatkunden zugeordnet und nach pauschalen Kriterien wertberichtigt. Der pEWB-Berechnung liegt folgende Formel zugrunde: pEWB = Unterdeckung x pEWB-Faktor. Der pEWB-Faktor entspricht einer Verlustquote im Ausfallsbereich und wird nach Kundensegmenten getrennt angewendet.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten. Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung kommen folgende Bewertungsmethoden zur Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell). Das ebenfalls zur Anwendung kommende Dividenden-Diskontierungs-Modell stellt im Gegenzug auf die künftigen Dividenden ab.
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 1.000,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt. Als Abschreibungsmethode kommt die Pro-rata-temporis-Abschreibung zur Anwendung.
Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank überwiegend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen. Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die BKS Bank nimmt am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teil. Dieses Tenderprogramm stellte den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken bis 23. November 2022 davon abhängig war, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Seit diesem Zeitpunkt erfolgt die Verzinsung jeweils mit der gültige Deposit Facility Rate (DFR). Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Tranche in Höhe von 200 Mio. EUR termingerecht rückgeführt, eine vorzeitige Rückzahlung fand nicht statt. Zum Stichtag werden Verbindlichkeiten in Höhe von 200 Mio. EUR aus dem TLTRO III-Programm unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen Die BKS Bank hat außerdem im laufenden Jahr am LTRO-Programm (Longer-Term Refinancing Operations) teilgenommen. Die Verbindlichkeiten daraus belaufen sich zum Stichtag auf 50 Mio. EUR. Die Verzinsung dieser Programme richtet sich nach der jeweils gültigen Main Refinancing Operations Rate (MRO).
Agio (passive Rechnungsabgrenzung) und Disagio (aktive Rechnungsabgrenzung) aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der annualisierte Durchschnittszinssatz herangezogen. Im Berichtsjahr wurde eine fundierte Bankschuldverschreibung in Höhe von Nominale 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) begeben. Die bisher unter der Position 3b ausgewiesenen nicht börsennotierte Schuldverschreibungen wurden im Berichtsjahr in die Position 3 umgegliedert.
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ vorgenommen. Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Stichtagszinssatz und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2023 wurde der Berechnung des Wertes für aktive Mitarbeiter ein Zinssatz von 2,18% (Vorjahr: 1,92%) zu Grunde gelegt. Für Pensionisten wurde der Berechnung des Durchschnittzinssatzes der Zinssatz für eine 10-jährige Duration zugrunde gelegt. Dieser betrug 1,96%. (Vorjahr: 1,66%). Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und eine Steigerungsrate von 2,82% für aktive Mitarbeiter bzw. 2,39% für Pensionisten (Vorjahr: 2,32% bzw. 1,95%) errechnet. Für die Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurde im Berichtsjahr ein Fluktuationsabschlag in Höhe von 8,96% (Vorjahr: 9,80%) angesetzt. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen sind die „AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ als Rechnungsgrundlage relevant, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten. Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.
Im Berichtsjahr wurde kein zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2023 betrug 66,1 Mio. EUR (Vorjahr: 66,1 Mio. EUR).
Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H sowie die BKS Service GmbH und die BKS 2000 GmbH. Eine Steuerumlage wird nur mit der BKS 2000 GmbH verrechnet, mit den anderen Gruppenmitgliedern liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die Steuerumlagevereinbarung mit der BKS 2000 GmbH ist als „stand alone“ (Belastungsmethode) ausgestaltet. Das bedeutet, die Steuerumlage entspricht dem aktuellen Körperschaftssteuersatz.
Die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben ihre im Jahr 2021 eingebrachte Feststellungs- und Unterlassungsklage in Bezug auf frühere und künftige Kapitalerhöhungen im September 2023 zurückgezogen, nachdem der OGH in einem Parallelverfahren der BTV vollständig Recht gegeben hatte. In erster Instanz zur Gänze im Sinne der BKS Bank entschieden wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch das Nachprüfungsverfahren vor der Übernahmekommission, das die genannten Minderheitsaktionäre angestrengt hatten, und das nun aufgrund deren Berufung dem OLG Wien vorliegt. Das im Juni 2020 von den genannten Minderheitsaktionärinnen eingeleitete Verfahren auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020, mit der die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen angefochten und ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen begehrt wurden, blieb im Berichtsjahr aufgrund des laufenden Nachprüfungs- verfahrens gemäß ÜbG weiterhin unterbrochen. Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten weiterhin davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise. Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungs GmbH haben in der Hauptversammlung im Mai 2023 ein Minderheitsverlangen gemäß § 134 AktG gestellt und darin verlangt, dass ein gerichtlich zu bestellender Sondervertreter gegen vier Vorstandsmitglieder der BKS Bank Klage einzubringen habe. Mit dieser Klage sollen Ansprüche geltend gemacht werden, die laut Meinung der genannten Minderheitsaktionäre aus zwei Aktientransaktionen im Geschäftsjahr 2022 resultieren.## V. Erläuterungen zur Bilanz
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Aktiva | 225.868 | 94.786 |
| Passiva | 212.920 | 153.885 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten: in Tsd. EUR
| | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :-------------------------------------------------- | ----------: | ----------: |
| bis 3 Monate | 1.198.345 | 1.071.730 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 561.775 | 729.988 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.581.033 | 1.931.893 |
| mehr als 5 Jahre | 5.118.823 | 5.000.808 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten: in Tsd. EUR
| | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :-------------------------------------------------- | ---------: | ---------: |
| bis 3 Monate | 97.618 | 236.206 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 486.773 | 964.546 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.456.955 | 1.687.926 |
| mehr als 5 Jahre | 562.398 | 533.707 |
Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2023 stille Lasten in Höhe von 57.753 Tsd. EUR (Vorjahr: 94.968 Tsd. EUR) enthalten. Der Rückgang der Marktwerte ist auf zinsbedingte Veränderungen zurückzuführen. Eine bonitätsbedingte Verschlechterung ist nicht gegeben.
Aufgliederung stiller Lasten im Anlagevermögen
| | 31.12.2022 | | | 31.12.2023 | | |
| :----------------------------------------- | --------------: | --------------: | -----------: | --------------: | --------------: | -----------: |
| | Buchwert | Marktwert | Stille Last | Buchwert | Marktwert | Stille Last |
| in Tsd. EUR | | | | | | |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 751.117 | 678.702 | 72.415 | 684.561 | 640.691 | 43.870 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 228.759 | 206.207 | 22.553 | 204.170 | 190.287 | 13.883 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – |
| Summe | 979.876 | 884.909 | 94.968 | 888.731 | 830.978 | 57.753 |
Aufgrund des Rückganges des Zinsniveaus gegenüber dem Vorjahrjahresstichtag kam es zu einer Entspannung bei den stillen Lasten.
Aufgliederung der Wertpapiere und Beteiligungen nach Börsennotierung
| Pos.Nr. | Art der Wertpapiere/Beteiligungen | 31.12.2022 börsen-notiert | 31.12.2022 nicht börsen-notiert | 31.12.2023 börsen-notiert | 31.12.2023 nicht börsen-notiert |
| :------ | :-------------------------------- | ------------------------: | ------------------------------: | ------------------------: | ------------------------------: |
| in Tsd. EUR | | | | | |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.431 | 38.153 | 3.035 | 40.173 |
| 7. | Beteiligungen | 112.842 | 18.816 | 112.842 | 18.736 |
Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.
Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:
| Pos.Nr. | Art der Wertpapiere/Beteiligungen | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :-------------------------------- | ---------: | ---------: |
| in Tsd. EUR | | | |
| 5. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 8 | 1.542 |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | 1.477 |
| Summe | | 8 | 3.019 |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet:
| Pos.Nr. | Art der Wertpapiere/Beteiligungen | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :-------------------------------- | ---------: | ---------: |
| in Tsd. EUR | | | |
| 5. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 233.470 | 337.902 |
Der Unterschied des Bilanzwertes zum Marktwert beträgt -9.897 Tsd. EUR (Vorjahr: -22.552 Tsd. EUR).
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet:
| Pos.Nr. | Art der Wertpapiere/Beteiligungen | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :-------------------------------- | ---------: | ---------: |
| in Tsd. EUR | | | |
| 5. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 53.542 | 53.924 |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.431 | 3.035 |
Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:
| Pos.Nr. | Art der Wertpapiere/Beteiligungen | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :-------------------------------- | ---------: | ---------: |
| in Tsd. EUR | | | |
| 2. und 5. | Schuldverschreibungen, Schuldtitel öffentlicher Stellen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 93.896 | 110.936 |
| 3. | Verbriefte Verbindlichkeiten | 42.700 | 91.750 |
Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:
| Pos.Nr. | Art der Wertpapiere/Beteiligungen | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :-------------------------------- | ---------: | ---------: |
| in Tsd. EUR | | | |
| 4. | Forderungen an Kunden | – | 700 |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.634 | 3.634 |
In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:
| | Verbindlichkeiten | Vermögensgegenstände | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :----------------------------------------------------- | :-------------------- | :----------------------- | ---------: | ---------: |
| Mündelgelder gemäß § 230a ABGB | Wertpapiere | 11.922 | 14.903 |
| Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.551 | 1.519 |
| Kaution für Handel an EUREX | Cash Collateral | 8.054 | 7.992 |
| Sicherheiten für XETRA | Wertpapiere | 3.937 | 4.917 |
| Pfandsperre Euro- Clear | Wertpapiere | 10.000 | 10.000 |
| Sicherheiten für OeNB- Refinanzierung | Kredite | 595.128 | 255.643 |
| Margin Finanztermingeschäfte | Cash Collaterial | 9.740 | 12.040 |
| Hypothekarischer Deckungsstock | Kredite | 425.555 | 544.854 |
| Solidarfonds | Cash Collaterial | 110 | 110 |
| An die OeKB zedierte Forderungen | Kredite | 101.806 | 96.802 |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 7.896 Tsd. EUR (Vorjahr: 10.163 Tsd. EUR) enthalten.
Details wesentlicher Werte in den sonstigen Vermögensgegenständen
| Pos.Nr. | Art der Vermögensgegenstände | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :---------------------------- | ---------: | ---------: |
| 12 | Steuerverrechnung Gesamtbank | 4.440 | 10.247 |
| | Verrechnung mit verbundenen Unternehmen | 4.870 | 6.051 |
| | Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 1.571 | 2.340 |
| | Realitäten im Umlaufvermögen | 29.689 | 25.186 |
| | Sonstige Positionen | 5.802 | 5.977 |
| Summe | | 46.372 | 49.801 |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Realitäten im Umlaufvermögen handelt es sich um in Besitz genommene Sicherungsliegenschaften mit unmittelbarer Verkaufsabsicht.
Details wesentlicher Werte in den sonstigen Verbindlichkeiten
| Pos.Nr. | Art der Verbindlichkeiten | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| :------ | :------------------------ | ---------: | ---------: |
| 4 | Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 4.479 | 9.614 |
| | Verbindlichkeiten Finanzamt | 2.288 | 1.765 |
| | KESt- Verbindlichkeiten | 155 | 2.149 |
| | Steuerverbindlichkeiten Auslandsdirektionen | 3.534 | 5.543 |
| | Sonstige Verbindlichkeiten der Auslandsdirektionen | 8.624 | 3.633 |
| | Verbindlichkeiten Altersteilzeit | 496 | 419 |
| | Sozialversicherungsbeiträge | 1.512 | 1.558 |
| | Verbindlichkeit Zuwendung an Mitarbeiterstiftungen | – | 5.000 |
| | Sonstige Positionen | 2.210 | 6.459 |
| Summe | | 23.298 | 36.142 |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 26,5 Mio. EUR (Vorjahr 18,8 Mio. EUR) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr.
| Name der Gesellschaft | Anteil BKS in % | Eigenkapital in Mio. EUR | Jahresüberschuss bzw.- fehlbetrag in Mio. EUR |
|---|---|---|---|
| direkt | indirekt | 2022 | |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 20,16 | 20,88 | 100,00 |
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 4,54 | 4,54 | 99,75 |
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 21,15 | 25,18 | 100,00 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 5,87 | 7,56 | 100,00 |
| BKS Leasing d.o.o., Beograd | – | 1,51 | 100,00 |
| Immobilen Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt | 7,77 | 7,70 | 100,00 |
| IEV Immobilen GmbH, Klagenfurt | 0,06 | 0,06 | 100,00 |
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt* | 5,35 | 5,14 | – |
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 3,22 | 3,24 | 100,00 |
| BKS Service GmbH, Klagenfurt | 0,04 | 0,04 | 100,00 |
| BKS 2000 – Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt | 24,36 | 24,40 | 100,00 |
| Oberbank AG, Linz | 2.428,19 | 2.618,19 | 14,16 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck | 1.287,30 | 1.324,29 | 12,83 |
| Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz | 10,95 | 10,95 | 25,00 |
| 3 Banken IT GmbH, Linz | 3,64 | 3,58 | 30,00 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 2,82 | 2,97 | – |
| E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt | 0,30 | 1,92 | 99,00 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt | 4,52 | 4,82 | 100,00 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck | 0,75 | 0,89 | 30,00 |
| PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt | 7,40 | 7,40 | 100,00 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H | 14,03 | 14,17 | – |
1) Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR. Das in der Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils dem vorläufigen Jahresabschluss 31.12.2023 bzw. dem Jahresabschluss zum 31.12.2022 entnommen. Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.# Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
in Tsd. EUR
| Pos. Nr. | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.062 | 3.029 |
| Forderungen an Kunden | 3.707 | 2.756 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | – | – |
| PASSIVA | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 249.474 | 333.784 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 3.270 | 2.353 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | – | – |
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Forderungen an Kunden | 696.509 | 742.958 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.634 | 3.634 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.421 | 5.559 |
| PASSIVA | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 22.650 | 23.722 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | – | – |
Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, der BKS-Leasing GmbH und der BKS Service GmbH. Im Geschäftsjahr 2023 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 98 Tsd. EUR (Vorjahr: 928 Tsd. EUR), von der BKS-Leasing GmbH 1.141 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.113 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH 0,5 Tsd. EUR (Vorjahr: -39 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet.
Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH, der BKS-Leasing GmbH, der BKS Service GmbH und der BKS 2000 GmbH. Im Berichtsjahr wurde keine Steuerumlage mit der BKS 2000 GmbH verrechnet (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert in der Bilanz von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.949 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.949 Tsd. EUR).
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Aktive Steuerlatenz | ||
| Sachanlagen | 137 | 49 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.928 | 1.563 |
| Beteiligungen | 1.771 | 1.777 |
| Pauschalwertberichtigung § 57/1 BWG | 4.000 | 14.000 |
| Langfristige Personalrückstellungen | 22.578 | 23.073 |
| Urlaubsrückstellung | 186 | 216 |
| Barwertrückstellung Leasing | 953 | 973 |
| Verbindlichkeiten gekündigte Kundeneinlagen | – | 1.452 |
| Rückstellung für unbewegte Spareinlagen | 2.484 | 2.617 |
| Rückstellung für Prozesskosten | 750 | 2.000 |
| Expected Credit loss | 19.009 | 12.673 |
| Zustiftung in betriebliche Stiftung | – | 5.000 |
| Bemessungsgrundlage aktive Steuerlatenz | 53.796 | 65.392 |
| • hiervon 23% | 12.373 | 15.040 |
| Passive Steuerlatenz | ||
| Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke | 4.482 | 4.326 |
| Unterschied Abschreibungsmethoden | 476 | 812 |
| Bemessungsgrundlage passive Steuerlatenz | 4.958 | 5.138 |
| • hiervon 23% | 1.140 | 1.182 |
| Aktivseitiger Überhang Inland | 11.233 | 13.859 |
| Aktivseitiger Überhang Kroatien 18% | 4.636 | 5.695 |
| Aktivseitiger Überhang Slowenien 19% | – | 1.444 |
| Aktivseitiger Überhang Slowakei 21% | 357 | 405 |
| Aktivseitiger Überhang gesamt | 16.226 | 21.403 |
Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |||
|---|---|---|---|---|
| Stück | in Tsd. EUR | Stück | in Tsd. EUR | |
| Stammaktien | 42.942.900 | 85.886 | 45.805.760 | 91.612 |
Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 610.936 Stück, das sind 1,42% des Grundkapitals (Vorjahr: 793.507 Stück, das sind 1,85%).
in Tsd. EUR
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| Gesamtlaufzeit 5% Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | – |
| 9 Jahre 4% Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 |
| 10 Jahre 2 3/4% Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 |
| 8 Jahre 3% Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 |
| 10 Jahre 3,43% Nachrangige Obligation 2018-2028/3 PP | 13.000 | 13.000 |
| 10 Jahre 2 1/4% Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 17.287 | 17.287 |
| 8 Jahre 4,54% Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000 | 8.000 |
| 15 Jahre 3% Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | 20.000 | 20.000 |
| 10 Jahre 3% Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | 20.000 | 20.000 |
| 11 Jahre 3,85% Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400 | 3.400 |
| 15 Jahre 3 1/8% Nachrangige Obligation 2019-2031/5/ | 20.000 | 20.000 |
| 11,5 Jahre 2 3/4% Nachrangige Obligation 2020-2032/1 | 8.433 | 8.433 |
| 12 Jahre 3% Nachrangige Obligation 2020-2030/2 | 4.289 | 4.289 |
| 10 Jahre 3% Nachrangige Obligation 2020-2030/3 | 20.000 | 20.000 |
| 10 Jahre 3 1/4% Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | 20.000 | 20.000 |
| 10 Jahre 3,03% Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032 | 3.000 | 3.000 |
| 11 Jahre 2,10% Nachrangige Obligation 2022-2032/1 | 1.229 | 1.229 |
| 10 Jahre 3% Nachrangige Obligation 2022-2032/2 | 12.000 | 12.000 |
| 10 Jahre 5% Nachrangige Obligation 2022-2032/6 | 11.539 | 20.000 |
| 10 Jahre 5% Nachrangige Obligation 2023-2033/3 | 10.000 | |
| 10 Jahre 4,80% Nachrangige Obligation 2023-2033/8 | 2.038 | |
| Summe Ergänzungskapital | 262.177 | 262.676 |
Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 8.585 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.079 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2024 werden 20,0 Mio. EUR fällig (Vorjahr: 20,0 Mio. EUR).
Der Bestand an zusätzlichem Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 beträgt zum Bilanzstichtag 65,2 Mio. EUR (Vorjahr: 65,2 Mio. EUR). Die Aufwendungen im Geschäftsjahr betragen 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 4,0 Mio. EUR).
Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen. Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Sicherungsgeschäften gegenlaufen.
Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2023 der Grundgeschäfte betrug -5,1 Mio. EUR (Vorjahr: -11,7 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft.
Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% – 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2023 wurde keine Drohverlustrückstellung (Vorjahr: 0 Tsd. EUR) resultierend aus der Ineffektivität der zugrundeliegenden Sicherungsbeziehungen gebildet.
31.12.2022 in Tsd. EUR
| Finanzielle Vermögenswerte (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Vermögenswerte (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Barsicherheiten | Netto-betrag Aktiva | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Derivate FX-Verträge | 1.945 | – | 1.945 | -1.493 | -310 | 142 |
| Summe der Aktiva | 1.945 | – | 1.945 | -1.493 | -310 | 142 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Verbindlichkeiten (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Barsicherheiten | Netto-betrag Passiva | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Derivate FX-Verträge | 4.985 | – | 4.985 | -1.493 | -1.843 | 1.649 |
| Summe der Passiva | 4.985 | – | 4.985 | -1.493 | -1.843 | 1.649 |
31.12.2023 in Tsd. EUR
| Finanzielle Vermögenswerte (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Vermögenswerte (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Netto- betrag Aktiva | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Derivate FX-Verträge | 2.581 | – | 2.581 | -1.034 | -1.290 | 257 |
| Summe der Aktiva | 2.581 | – | 2.581 | -1.034 | -1.290 | 257 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Verbindlichkeiten (netto) | Effekte von Aufrechnungs-vereinbarungen | Erhaltene Barsicherheiten | Netto- betrag Passiva | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Derivate FX-Verträge | 9.145 | – | 9.145 | -1.034 | -4.540 | 3.571 |
| Summe der Passiva | 9.145 | – | 9.145 | -1.034 | -4.540 | 3.571 |
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| < 1 Jahr | 1 – 5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | – | 172.566 | 337.421 |
| Zinsswaps | – | 172.566 | 337.421 |
| • Kauf | – | 86.283 | 168.710 |
| • Verkauf | – | 86.283 | 168.710 |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Wechselkursverträge | 564.941 | 102.469 | – |
| Devisentermingeschäfte | 346.717 | – | – |
| • Kauf | 171.627 | – | – |
| • Verkauf | 175.089 | – | – |
| Kapitalmarktswaps | – | 102.469 | – |
| • Kauf | – | 48.473 | – |
| • Verkauf | – | 53.996 | – |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 218.224 | – | – |
| • Kauf | 109.968 | – | – |
| • Verkauf | 108.257 | – | – |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | – | – | – |
| Aktienoptionen | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| < 1 Jahr | 1 – 5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | – | 335 | – |
| Zinsswaps | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Zinssatzoptionen | – | 335 | – |
| • Kauf | – | 168 | – |
| • Verkauf | – | 168 | – |
| Wechselkursverträge | – | – | – |
| Devisenoptionen (Währungsoptionen) | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | |
|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Bankbuch | 368.966 | 509.987 | 12.768 |
| Zinssatzverträge | 368.966 | 509.987 | 12.768 |
| Zinsswaps | 184.483 | 254.993 | 12.768 |
| • Kauf | 184.483 | 254.993 | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Wechselkursverträge | 700.490 | 667.410 | 1.571 |
| Devisentermingeschäfte | 355.054 | 346.717 | 626 |
| • Kauf | 177.046 | 171.627 | 592 |
| • Verkauf | 178.008 | 175.089 | 34 |
| Kapitalmarktswaps | 99.250 | 102.469 | – |
| • Kauf | 48.473 | 48.473 | – |
| • Verkauf | 50.777 | 53.996 | – |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 246.186 | 218.224 | 945 |
| • Kauf | 123.272 | 109.968 | 118 |
| • Verkauf | 122.914 | 108.257 | 827 |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | – | – | – |
| Aktienoptionen | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Handelsbuch | 470 | 335 | 7 |
| Zinssatzverträge | 470 | 335 | 7 |
| Zinsswaps | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
| Zinssatzoptionen | 470 | 335 | 7 |
| • Kauf | 235 | 168 | 7 |
| • Verkauf | 235 | 168 | – |
| Wechselkursverträge | – | – | – |
| Devisenoptionen (Währungsoptionen) | – | – | – |
| • Kauf | – | – | – |
| • Verkauf | – | – | – |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden.
Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt.Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Rückstellung | 19.781 | 19.931 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 11.948 | 11.935 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 31.729 | 31.866 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Rückstellung | 15.345 | 14.597 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 6.252 | 6.258 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 21.597 | 21.078 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Jubiläumsgelder | 6.121 | 6.605 |
| Sterbequartale | 4.168 | 4.385 |
| Urlaubsrückstellung | 1.398 | 1.635 |
| Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand | 2.372 | 2.455 |
| Zinsen für Stufenzinssparbücher | 8 | – |
| Zinsen für Stufenzinsobligation | 1.142 | 860 |
| Schadensfälle | 400 | 400 |
| Verjährte Sparbücher | 2.484 | 2.617 |
| Rückstellung ECL Off Balance Positionen | 617 | 9.255 |
| Rückstellung für Rechtsberatung | 878 | 2.915 |
| CHF-Kreditrisiken | – | 7.600 |
| Garantierisiken FRAUD-Case | – | 17.411 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.128 | 1.194 |
| Summe | 21.716 | 57.331 |
Des Weiteren sind die Aufwendungen durch die Bildung von Rückstellungen in Zusammenhang mit der slowenischen Rechtslage und Judikatur zu Schweizer-Franken-Krediten in Höhe von 7,6 Mio. EUR beeinträchtigt. Zu den Garantierückstellungen verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Ausführungen zu den laufenden Verfahren.
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Bürgschaften und Garantien abzüglich Rückstellung für Haftungsrisiken | 635.229 | 596.145 |
| Akkreditive | 3.871 | 119 |
| Eventualverbindlichkeiten | 639.101 | 596.264 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| nicht ausgenützte Kreditrahmen | 1.729.449 | 1.735.032 |
| Promessen | 4.390 | 4.390 |
| Kreditrisiken | 1.733.838 | 1.739.421 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Hartes Kernkapital | 701.281 | 807.627 |
| Zusätzliches Kernkapital | 65.156 | 65.162 |
| Ergänzende Eigenmittel | 214.656 | 216.800 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 981.093 | 1.089.589 |
Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,79% (Vorjahr: 0,42%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR).
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 5.497.719 | 5.830.121 |
| Operationales Risiko | 365.804 | 432.003 |
| Fremdwährungsrisiko | 19.745 | 22.479 |
| CVA Risiko | 2.217 | 1.642 |
| Eigenmittelanforderungen gesamt | 5.885.485 | 6.286.245 |
Die konsolidierten Eigenmittel gemäß § 64 (1) Z 17 BWG sind im Konzernanhang dargestellt.
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| im folgenden Geschäftsjahr | 8.124 | 8.171 |
| in den folgenden 5 Jahren | 42.246 | 42.485 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| * im folgenden Geschäftsjahr | 6.080 | 7.515 |
| * in den folgenden 5 Jahren | 31.510 | 39.085 |
Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.760 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.347 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzern- abschluss offengelegt. Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Negative Ertragszinsen | 1.190 | - |
| Positive Aufwandszinsen | 10.707 | 32 |
Im Nichtverbrauchergeschäft kam in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (z.B. Euribor) negativ, gilt für die Sollzins- berechnung ein Mindestwert von 0,0%.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 7 | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| Vermittlungsprovision Versicherungen | 1.733 | 1.390 | |
| Erträge aus der Vermietung von Realitäten | 960 | 1.112 | |
| Auflösung Rückstellung für Schadensfälle | 3.701 | 670 | |
| Sonstige Positionen | 5.928 | 1.190 | |
| Summe | 12.321 | 4.361 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| durchschnittliche Zahl der Angestellten | ||
| * für die BKS Bank tätige Angestellte | 860 | 861 |
| * in BKS Bank für nahestehende Unternehmen tätig | 56 | 53 |
| * in nahestehenden Unternehmen tätig | 81 | 88 |
| Angestellte des BKS Bank Konzerns | 997 | 1.002 |
| * aus Konzernsicht sind für nahestehende Unternehmen tätig | 8 | 8 |
| * durchschnittliche Anzahl der Arbeiter/-innen | 10 | 11 |
| Bezüge des Vorstandes | 2.333 | 2.597 |
| Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 850 | 913 |
| Erträge/Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder | -24 | 145 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | -73 | 2.215 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Arbeitnehmer (auch ehemaliger und ihrer Hinterbliebenen) | 6.185 | 7.953 |
| Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates | 277 | 358 |
| Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates (Rückzahlungen und Verzinsung erfolgen zu marktüblichen Bedingungen) | 741 | 731 |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt. Gemäß Artikel 94 (1) lit. l und m der Richtlinie 2013/36/EU bzw. RZ 260ff der EBA Leitlinie für solide Vergütungspolitik (EBA/GL/2015/22) und gemäß der Z 11 der Anlage zu § 39 BWG erfolgt die Auszahlung der variablen Vergütung an die Vorstandsmitglieder zu 50% in Cash und zu 50% in BKS Bank Stammaktien. Die Aktien unterliegen einer dreijährigen Behalte-bzw. Sperrfrist und dürfen von Vorstandsmitgliedern in dieser Zeit nicht verkauft werden. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keiner anteilsbasierten Transaktion.
Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2023 auf 1.615 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.473 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 2.782 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.661 Tsd. EUR). Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde mit 484 Tsd. EUR dotiert (Vorjahr: Dotation 20 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Zahlungen in Höhe von 461Tsd. EUR (Vorjahr: 407 Tsd. EUR) an Mitarbeiter- vorsorgekassen enthalten.
| in Tsd. EUR | Pos. Nr. 10 | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für zur Vermietung bestimmte Realitäten | 216 | 261 | |
| Schadensfälle | 448 | 167 | |
| Aufwendungen Einlagensicherungsfonds | 1.888 | 627 | |
| Aufwendungen Abwicklungsfonds | 4.971 | 3.949 | |
| Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs-und Haftungsrisiken | 499 | 93 | |
| Div. Rückstellungen | – | 7.600 | |
| Abwertung Grundstück | – | 2.087 | |
| Sonstige Positionen | 153 | 1.343 | |
| Summe | 8.174 | 16.125 |
Weiterverrechnete Kosten an Tochtergesellschaften
An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 711 Tsd. EUR (Vorjahr: 483 Tsd. EUR) weiterverrechnet.
| in Tsd. € | Anschaffungs-/ Herstellungsk. zum 1.1.2023 | Zugänge | Umgliederung | Abgänge | Anschafftungs-/ Herstellungsk. zum 31.12.2023 | Abschreibungen kumuliert zum 1.1.2023 | Um-gliederung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 828.884 | 88.785 | – | 85.817 | 831.852 | 2.869 | – |
| Forderungen an Kunden | 8.499 | – | – | – | 8.499 | – | – |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 234.622 | 119.367 | – | 14.977 | 339.012 | 1.152 | – |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 135.582 | – | – | – | 135.583 | 3.924 | – |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 89.944 | 3.000 | – | – | 92.944 | 1.027 | – |
| Summe Finanzanlagen | 1.297.531 | 211.152 | – | 109.293 | 1.399.391 | 8.972 | – |
| Immaterielle VG | 27.578 | 1.144 | 765 | – | 29.488 | 18.606 | – |
| Sachanlagen | 106.627 | 8.165 | -765 | 329 | 113.697 | 69.748 | – |
| Summe | 1.431.736 | 220.462 | – | 109.623 | 1.542.575 | 97.326 | – |
| in Tsd. € | Zugang | Zuschrei-bungen | Abgänge | Abschreibungen kumuliert zum 31.12.2023 | Buchwert zum 31.12.2022 | Buchwert zum 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 63 | – | 70 | 2.862 | 826.015 | 828.990 |
| Forderungen an Kunden | – | – | – | – | 8.499 | – |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 18 | – | 60 | 1.109 | 233.470 | 337.902 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 80 | – | – | 4.004 | 131.658 | 131.579 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 100 | 421 | – | 707 | 88.917 | 92.237 |
| Summe Finanzanlagen | 260 | 421 | 130 | 8.682 | 1.288.559 | 1.390.709 |
| Immaterielle VG | 2.278 | – | – | 20.884 | 8.972 | 8.603 |
| Sachanlagen | 3.496 | – | 175 | 73.068 | 36.879 | 40.629 |
| Summe | 6.035 | 421 | 303 | 102.636 | 1.334.411 | 1.439.941 |
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Jahresabschlusses gab es keine Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 16.814.007,49 EUR für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von EUR 0,35 pro dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 16.032.016,00 EUR auszuschütten und den Restbetrag von 781.991,49 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Claudia Höller, MBA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Dietmar Böckmann
Mitglied des Vorstandes
Vorstand
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vst.-Dir. Mag. Nikolas Juhász
Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Mag. Dietmar Böckmann (ab 01.06.2023)
Claudia Höller, MBA (ab 01.09.2023)
Mag. Dieter Kraßnitzer (bis 31.08.2023)
Kapitalvertreter im Aufsichtsrat
Mag. Hannes Bogner
Gerhard Burtscher
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Dr. Reinhard Iro
Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Kalss, LL.M.
Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt
Dkfm. Dr. Heimo Penker
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Vorsitzende
Mag.# Klaus Wallner, Stellvertreter der Vorsitzenden Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 124 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 1. März 2024
Der Vorstand
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit, das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen und Digital Solutions, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Investor Relations sowie die Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen und die BKS-Leasing GmbH; zuständiges Mitglied des Leitungsorgans im Sinne des § 23 Abs 4 FM-GwG
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche Treasury und Bankenbetreuung sowie die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für IKT und Betriebsorganisation im In- und Ausland, die 3 Banken IT GmbH, die BKS Service GmbH sowie Backoffice Treasury und Wertpapierservice
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit sowie Marktfolge im Ausland; zuständiges Mitglied des Leitungsorgans im Sinne der Rz 60 des FMA – Organisationsrundschreiben WAG 2018
Wir haben den Jahresabschluss der BKS Bank AG, Klagenfurt, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und dem Bankwesengesetz.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Im Jahresabschluss werden zum 31. Dezember 2023 Forderungen an Kunden iHv EUR 7.445 Mio ausgewiesen. Die Bank beschreibt den Prozess zur Überwachung des Kreditrisikos und die Vorgehensweise für die Ermittlung der Wertminderungen im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/ Risikovorsorge. Die Bank hat zur Bestimmung der erwarteten Kreditverluste Prozesse zur Identifikation von Ausfallsereignissen und von signifikanten Kreditrisikoerhöhungen implementiert. Die Berechnung der Wertberichtigung für ausgefallene, individuell signifikante Kreditforderungen basiert auf erwarteten Rückflüssen in unterschiedlichen Szenarien. Diese Rückflüsse sind von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden sowie der erwarteten Verwertung von Kreditsicherheiten beeinflusst. Die Wertberichtigung für ausgefallene, individuell nicht signifikante Forderungen wird in Abhängigkeit vom Ausfallstatus als Prozentsatz der unbesicherten Forderung auf Basis von Erfahrungswerten ermittelt. Bei nicht ausgefallenen Forderungen wird der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate (Stufe 1) oder – bei einer wesentlichen Erhöhung des Kreditrisikos seit Erstansatz der Forderung – der erwartete Kreditverlust über die gesamte Restlaufzeit bilanziert (Stufe 2). Bei der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes sind Schätzungen und Annahmen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen erforderlich. Diese umfassen neben der Identifikation von Ausfallsereignissen die Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verlustquoten und erwartete Forderungshöhen bei Ausfall. Bei der Ermittlung werden Ratings, gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigt. Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden ist in allen angeführten Ausprägungen mit erheblichen Unsicherheiten und Ermessensspielräumen verbunden. Daher haben wir die Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und dem Bankwesengesetz ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt: Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben. Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben. Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird. Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – auf vorgenommene Handlungen zur Beseitigung von Gefährdungen oder angewandte Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2022 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr gewählt und am 12. Juli 2022 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Außerdem wurden wir von der Hauptversammlung am 24. Mai 2023 bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt und am 26. Mai 2023 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EU-VO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Wolfgang Wurm.
Wien, 1. März 2024
Impressum
Medieninhaber (Verleger):
BKS Bank AG
St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43(0)463 5858-0
UID: ATU25231503
FN: 91810s
Internet: www.bks.at
E-Mail: [email protected], [email protected]
Redaktion:
BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation, Strategie & PR
Idee, Konzept und Layout:
gantnerundenzi.at
Grafik:
boss grafik, Sigrid Bostjancic
Dieser Jahresabschluss wurde mit firesys erstellt.
11) Quelle: OeNB Report 2023/7 vom Dezember 2023
2 Quelle: OeNB Report 2023/7 vom Dezember 2023
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.