Annual Report (ESEF) • Apr 4, 2022
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Das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. In manchen Regionen, wie z. B. in China und den USA, war der Wirtschaftsaufschwung besonders stark. Die US-Wirtschaft ist 2021 mit einer Wachstumsrate von 5,7% so stark gewachsen wie seit 1984 nicht mehr. Ausschlaggebend für das beeindruckende Wachstum waren gestiegene Konsumausgaben, Anlageinvestitionen sowie Exporte und Investitionen in Lagerbestände. Die chinesische Wirtschaft hat sich ebenfalls mit starken Wachstumsraten zurückgemeldet. Trotz der zwischenzeitlichen Schieflage des Immobiliensektors ist das BIP in China um 8,1% gewachsen. Etwas schwächer, aber immer noch äußerst respektabel wuchs die Wirtschaft in Europa. In der Eurozone wurde über das Gesamtjahr ein Wachstum von durchschnittlich 4,6% erzielt. In einigen Ländern verlief das Schlussquartal allerdings ein bisschen schwächer. Während Länder wie Spanien und Portugal im vierten Quartal 2021 um rund 2,0% bzw. 1,6% wuchsen, schnitten Länder wie Österreich und Deutschland deutlich schwächer ab. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,7% im Vergleich zum Vorquartal, während Frankreich und Italien mit einer positiven Wachstumsrate von 0,7% bzw. 0,6% im Mittelfeld lagen. Noch deutlich schlechter als in Deutschland lief es in Österreich. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde durch den vierten Lockdown massiv gestört und Milliarden Euro an Wertschöpfung konnten nicht generiert werden. Im vierten Quartal ging das österreichische BIP um 2,2% zurück. Das war die mit Abstand schlechteste konjunkturelle Entwicklung unter den Euro-Ländern. Ohne die Einschränkungen wäre das BIP nach Berechnungen des Wifo um 0,7% gegenüber dem Vorquartal gewachsen.
Die wirtschaftliche Erholung sowie weiterhin anhaltende Lieferengpässe, vor allem bei Halbleitern, führten zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten. In den USA erreichte die Inflation Ende 2021 ein Niveau von 7%. Ein Plateau, welches zuletzt im Jahr 1982 erreicht wurde. Auch in der Eurozone stieg die Inflation im Dezember auf 5%. Die hohen Inflationsraten rufen Sorgenfalten sowohl bei den Währungshütern der großen Industrienationen als auch bei den politischen Verantwortungsträgern hervor. Eine befürchtete restriktivere Notenbankenpolitik sowie geringere Fiskalausgaben könnten die Konjunkturaussichten ordentlich belasten.
Nach der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) herrscht nun Gewissheit: Im März erfolgt die erste US-Leitzinserhöhung. Jerome Powell, Notenbankchef der USA, schließt auch nicht aus, in jeder der sechs noch folgenden Sitzungen der Fed im Jahr 2022 weitere Zinserhöhungen vorzunehmen. Darüber hinaus wird das Anleihen-Ankaufprogramm monatlich um 30 Mrd. USD gekürzt und im März komplett beendet. Zudem behält man sich vor – beginnend mit Sommer – dem Markt Liquidität zu entziehen. Das Ziel der „neuen“ US-Notenbankpolitik ist es, durch eine restriktivere Geldpolitik bei weniger offensiver Fiskalpolitik die Inflation nach unten zu drücken. Eine etwas weniger restriktive Notenbankpolitik ist auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erwarten. Die EZB wird ihre Anleihenkäufe zwar weiter reduzieren, Zinserhöhungen sind zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht zu erwarten. Dies wurde von der EZB im Dezember bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde wurde mit den Worten zitiert: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir im kommenden Jahr die Zinsen anheben.“
Das Jahr 2021 war von einer deutlichen Erholung der globalen Wirtschaft sowie deutlich steigenden Kapitalmärkten geprägt. Auch das vierte Quartal 2021 schloss da nahtlos an und erfreute die Investoren. Abermals zulegen konnten vor allem die Rohstoffmärkte. Sowohl die europäische Rohölsorte Brent als auch das amerikanische Rohöl WTI konnten in EUR knapp 4,3% zulegen. Noch deutlicher stiegen die Preise für Industriemetalle wie Zink (rund 21,2%) bzw. Zinn (rund 18,9%). Auch Gold konnte, nach der vorhergegangenen schwachen Entwicklung, mit einem positiven Schlussquartal mit rund 5,7% wieder etwas an Terrain gewinnen.
Die Entwicklung der globalen Aktienmärkte war sehr erfreulich. Europäische Aktien legten von Ende September bis Ende Dezember rund 7,8% zu. Deutsche und österreichische Aktien verteuerten sich um rund 4,1% bzw. 6,5%. US-Aktien legten in Euro gerechnet um rund 13,8% zu. Schwächer entwickelten sich japanische Aktien, die ein Minus von rund 3,2% einfuhren. Unterdessen blieb die Entwicklung der Anleihenmärkte schwach. Euro-Staatsanleihen verloren im vierten Quartal 2021 im Schnitt 0,6% und Unternehmensanleihen knapp 0,7% an Wert. Anleihen von Schwellenländern in Hartwährung profitierten von einer Aufwertung des US-Dollars und konnten mit rund 1,9% leicht zulegen. Für Wandelanleihen, welche an die sehr positive Entwicklung im Jahr 2020 nicht anschließen konnten, ging es im Schnitt um 2,1% nach unten.
Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,158 auf 1,137 USD je EUR ab, ein Minus von rund 1,8%. Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich das Verhältnis von 1,079 auf 1,038, ein Minus von rund 3,8%. Das Verhältnis EUR/JPY erhöhte sich von 128,88 auf 130,90, was einen Wertzuwachs des EUR zum japanischen Yen von rund 1,6% bedeutete. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro um rund 2,1% (0,859 auf 0,841 GBP je EUR). Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro um rund 0,3% leicht auf und notierte per Ende Dezember bei 7,516 HRK je EUR.
Die Pandemie hatte die Welt auch im Geschäftsjahr 2021 fest im Griff. Sinkende Infektionszahlen im Sommer und die Schutzimpfungen ließen uns optimistisch in die kalte Jahreszeit blicken. Ein hohes Infektionsgeschehen brachte im November dennoch einen erneuten Lockdown mit sich.
| 2020-01-01 | 2020-12-31 | 2021-01-01 | 2021-12-31 | |
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Die BKS Bank-Filialen blieben durchgängig geöffnet. Auch im Bankgeschäft hat die Nutzung von digitalen Lösungen in Pandemiezeiten einen enormen Schub bekommen. Unsere digitalen Angebote ermöglichen es, alle Bankgeschäfte des täglichen Bedarfs auch ohne Filialbesuch durchzuführen. Sie werden – wie auch bargeldloses und smartes Bezahlen – von unseren Kunden deutlich öfter genutzt als früher. Um abschätzen zu können, wie stark unsere Firmenkunden wirtschaftlich von der Pandemie betroffen sein könnten, wurden regelmäßig Analysen durchgeführt. In der Risikostrategie wurden diverse Maßnahmen, wie eine intensivere Begleitung von stark betroffenen Kunden, etabliert. Durch den einsetzenden Wirtschaftsaufschwung im zweiten Quartal und durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen blieb die ursprünglich befürchtete Insolvenzwelle erfreulicherweise aus. Die Entwicklung des Kreditrisikos hatten wir das gesamte Berichtsjahr besonders stark auf dem Radar. Als Vorsichtsmaßnahme und im Einklang mit IFRS 9B5.5.1 ff. haben wir Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen und somit zusätzliche Sicherheitspolster geschaffen. Ein weiteres Augenmerk legten wir selbstverständlich auf die Unterstützung unserer Kunden. Unsere Kundenbetreuer und Förderexperten führten wieder zahlreiche Gespräche und halfen bei der Beantragung von Überbrückungsfinanzierungen und Stundungen. Allerdings wurden diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich seltener in Anspruch genommen. Insgesamt beliefen sich die Überbrückungsfinanzierungen am Jahresende auf 99,7 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2021 betrug das von Stundungen betroffene Kreditvolumen im Zusammenhang mit COVID-19 nur mehr 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 282,5 Mio. EUR). Wir haben das zweite Pandemiejahr sehr erfolgreich überstanden. Wir sind sehr dankbar und stolz, dass unsere Führungskräfte und Mitarbeiter trotz der herausfordernden Bedingungen die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen verloren haben. Wichtige Projekte wurden tatkräftig vorangetrieben bzw. erfolgreich abgeschlossen, sodass wir die BKS Bank auf Erfolgskurs halten konnten.
Verantwortungsbewusste Führungskräfte zu entwickeln ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunftsfähigkeit unserer Bank zu sichern. Wir betreiben daher eine aktive Nachfolgeplanung und streben danach, Führungs- und Schlüsselpositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Engagierten Mitarbeitern stehen – unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund – umfangreiche Förder- und Entwicklungsprogramme offen.
Zum Jahresende 2021 waren 185 Personen als Führungskräfte tätig. Ein Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, den Anteil an Frauen unter den Führungskräften bis 2025 auf 35% zu erhöhen. Wir freuen uns, dass dies zum Jahresende 2021 mit einem Frauenanteil von 36,5% erstmals gelungen ist. Einen wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben unsere Frauenfördermaßnahmen. So absolvierten bislang 72 Mitarbeiterinnen das Frauenkarriereprogramm in Österreich, 2022 wird dieses Programm auch erstmals für unsere internationalen Mitarbeiterinnen organisiert werden. Unsere Führungskräfte sind unserem Unternehmen gegenüber sehr loyal. Manche gehören schon lange dem Führungskader an, und das zeigt sich auch in der Altersstruktur. 42% (Vorjahr: 45%) unserer Führungskräfte sind über 50 Jahre alt, 57% (Vorjahr: 54%) weisen ein Alter zwischen 30 und 49 Jahren auf. Der Anteil der jüngeren Führungskräfte nimmt stetig zu und der Wechsel der Generationen findet reibungslos statt.
Mag. Nikolaus Juhász nahm seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied mit 01. Juli 2021 auf. Er ist im Vorstand unter anderem für wesentliche Bereiche des Vertriebs in Österreich mit den thematisch angrenzenden Bedürfnisfeldern „Finanzieren und Investieren“ sowie „Veranlagen und Vorsorgen“ und das Private Banking zuständig. Die Abteilung „Eigen- und Auslandsgeschäft“ wurde mit 01. Jänner 2021 in die beiden Abteilungen „Sales International“ und „Treasury and Financial Institutions“ gesplittet. „International Sales“ verantwortet den Vertrieb auf unseren Auslands-märkten, „Treasury and Financial Institutions“ das Eigengeschäft, den Kundenhandel und die Zusammenarbeit mit unseren Korrespondenzbanken. Herr Tihomir Zadražil wurde im Februar 2022 als Leiter der Zweigstelle Kroatien abberufen. Seine Funktion hat Herr Mag. Bahrudin Kovačević übernommen, der damit für den Bereich „Markt“ in der Zweigstelle Kroatien verantwortlich ist.
Über Vorschlag des Vorstandes und mit Zustimmung des Aufsichtsrates wurde
* Herr Manfred Isopp im Geschäftsjahr 2021 zum Prokuristen ernannt.
Die BKS Bank stellt durch regelmäßige Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen die Eignung von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und Inhabern von Schlüsselfunktionen sicher. Fachliche Fortbildungsmaßnahmen für Aufsichtsräte werden insbesondere im Anschluss an die Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. Diese fanden im Berichtsjahr überwiegend im digitalen Format statt.
Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der Wiener Börse. Am 31. Oktober 2020 wurde die Umwandlung der bis dahin noch bestehenden Vorzugsaktien in Stammaktien im Firmenbuch eingetragen, sodass seit diesem Tag das unveränderte nominelle Grundkapital in 42.942.900 Stamm-Stückaktien unterteilt ist. Die umgewandelten Vorzugs-Stückaktien wurden noch bis 19. Januar des Berichtsjahres unter einer gesonderten ISIN AT0000A2HQD1 als „BKS Bank Stammaktie aus Umtausch“ geführt. Ab 19. Januar waren alle Aktien der schon bisher für die Stammaktien geltenden ISIN AT0000624705 zugeordnet.
Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.
Am 31. Dezember 2021 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 19,2% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2021 18,9% der Stimmrechte. Die Generali 3Banken Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2021 7,4% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner, einschließlich des Untersyndikates der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 45,5%. Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 749.659 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,75%
| Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie | 2020 | 2021 |
|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 41.142.900 | 42.942.900 |
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN (AT0000A2HQD1) | 1.800.000 | - |
| Höchstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR | 16,0/13,6/15,0 | 16,7/13,8/- |
| Tiefstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR | 11,3/11,8/10,3 | 11,3/13,5/- |
| Schlusskurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR | 12,5/13,6/- | 15,3/-/- |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 538,8 | 657,0 |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,72 | 1,85 |
| Dividende pro Stamm-Stückaktie | 0,12 | 0,23¹⁾ |
| KGV Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugs-Stückaktie | 7,3/7,9/- | 8,3/-/- |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 0,96 | 1,5 |
| ¹⁾Vorschlag an die 83. ordentliche Hauptversammlung am 25. Mai 2022 |
Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79.# Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG.
Nachdem im Jahr 2019 für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bereits 17.989 Stück und im Jahr 2020 25.343 Stück Aktien verwendet worden waren, wurde im Berichtsjahr 2021 ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgeführt: Im Zeitraum von 02. April bis 16. April 2021 wurden 27.956 Stück Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm 2019 zum Kurs von 11,5 EUR für dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet. Die Aktien wurden unter näher definierten Bedingungen als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2021 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 42.712 Stück.
Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen.
Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt.
Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der 3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.
Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018. Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrens-ausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Die BKS Bank wurde 1922 als „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Seit den Gründungstagen hat sich das Marktgebiet stetig vergrößert. Heute umfasst der BKS Bank Konzern 64 Filialen und vier Leasinggesellschaften in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie eine Repräsentanz in Italien.
Unsere Kernregionen
| Bank | Anzahl Filialen | Anzahl Mitarbeiter |
|---|---|---|
| Österreich | 49 | 720,0 |
| Kärnten inkl. Corporate Banking | 20 | 572,6 |
| Steiermark | 12 | 62,8 |
| Wien-Niederösterreich-Burgenland | 17 | 84,6 |
| Auslandsmärkte | 15 | 223,7 |
| Slowenien | 8 | 129,7 |
| Kroatien | 4 | 65,2 |
| Slowakei | 3 | 28,8 |
Leasinggesellschaften
| Leasing- Barwertvolumen in Tsd. EUR | Anzahl Mitarbeiter | |
|---|---|---|
| BKS Leasing GmbH | 278.546 | 10,6 |
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 166.396 | 19,5 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 88.814 | 14,6 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 43.435 | 13,8 |
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Viele Jahrzehnte lang waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig. Die ersten Expansionsschritte unternahmen wir 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ geschlossen. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein über- dimensioniertes Filialnetz verfügen.
Die internationale Expansion starteten wir in den 1990er Jahren im benachbarten Slowenien. Seither hat sich die Direktion Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt innerhalb des BKS Bank Konzerns entwickelt. In den vergangenen Jahren sind wir insbesondere durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik kräftig gewachsen. Im Wertpapiergeschäft haben wir die Marktführerschaft erlangt. Wir betreiben außerdem eine eigene Leasinggesellschaft, die sehr gut reüssieren konnte.
Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Später folgte die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft, BKS-leasing Croatia d.o.o., die seither stabil wächst. In den kroatischen Bankenmarkt sind wir 2007 mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. eingetreten. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz erweitert, sodass wir heute vier Standorte in Kroatien zählen.
Seit 2007 sind wir durch die Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft in der Slowakei aktiv. Die erste Bankniederlassung gründeten wir 2011. Sowohl die Bank als auch die Leasinggesellschaft ha-ben ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir zwei Bankfilialen und zwei Leasingstandorte.
Zu unseren Kunden zählen auch Personen, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, darunter z. B. Italien oder Deutschland. Diese Kunden werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien betreiben wir eine Repräsentanz.
Mit unserem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot sprechen wir Privat- und Firmenkunden an. Im Firmenkundenbereich sind wir seit den Gründungstagen vor allem in der Industrie und im Gewerbe stark vertreten. Darüber hinaus betreuen wir auch eine große Anzahl an gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und Wohnbauträgern. In den letzten Jahren arbeiten wir auch verstärkt mit Gemeinden und öffentlichen Institutionen zusammen. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner. Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe. Die Ansprache jüngerer und digital-affiner Kundenschichten rückt stärker in unseren Fokus. Um diesen Personengruppen attraktive Angebote zu bieten, haben wir BKS Bank Connect, die digitale Bank, gelauncht. Im Unterschied zu reinen Onlinebanken bieten wir BKS Bank Connect-Kunden jederzeit die Möglichkeit, einen top ausgebildeten Kundenbetreuer zu Rate zu ziehen. Ganz gleich, ob unsere Kunden digital in Kontakt mit uns treten oder den Besuch in der Filiale bevorzugen: Wir vermitteln auf allen Kanälen zwischenmenschliche Nähe und wertschätzende Kommunikation.
Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält 15 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind. Verbundene und assoziierte Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeits- kriterien bilden vor allem die Bilanzsumme und das anteilige Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft.
Gesellschaften des Konsolidierungskreises
| Vollkonsolidierung | at Equity-Bilanzierung | quotale Konsolidierung | |
|---|---|---|---|
| BKS Bank AG, Klagenfurt | ü | ||
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | ||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | ü | ||
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | ü | ||
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | ü | ||
| Oberbank AG, Linz | ü | ||
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | ü | ||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | ü | ||
| Sonstige konsolidierte Unternehmen | |||
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H., Klagenfurt | ü | ||
| Immobilien Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. | ü | ||
| ## IEV Immobilien GmbH, Klagenfurt | |||
| ## BKS Service GmbH, Klagenfurt | |||
| ## BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | |||
| ## E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH | |||
| ## BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt |
Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 11 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernjahresabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 gab es zwei Änderungen im Konsolidierungskreis: Zum 31. Dezember 2021 wurde die E 2000 Beteiligungsgesellschaft m.b.H. erstkonsolidiert. Diese Gesellschaft errichtet, vermietet und verwaltet das Projekt „BKS-Lebenswert“ in Eisenstadt. Die BKS Hybrid beta GmbH wurde liquidiert und somit entkonsolidiert. Sie diente der Abwicklung einer Hybridanleihe, die im Berichtsjahr getilgt wurde.
Die Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft werden gemäß IAS 28 at Equity bilanziert. Bei diesen Gesellschaften werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Die BKS Bank hielt zum 31. Dezember 2021 an der Oberbank AG 14,2% direkt und inkl. Unterordnungssyndikat mit Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft m.b.H. 14,79% und an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft 14,0% direkt und inkl. Unterordnungssyndikat mit BTV Privatstiftung, Doppelmayr Seilbahnen GmbH und VORARLBERGER LANDES-VERSICHERUNG V.a.G 17,23% an Stimmrechten und damit jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile. Die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.
Unternehmenszweck: Kreditinstitut
Firmensitz: Klagenfurt
Gründungsjahr: 1922
Bilanzsumme: 9,9 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen: 64
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 925,1
Unternehmenszweck: Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital: 99,75% direkt, 0,25% indirekt
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 1989
Leasingvolumen: 278,5 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 10,6
Unternehmenszweck: Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Ljubljana
Stammkapital: 260 Tsd. EUR
Erwerbsjahr: 1998
Ausleihungsvolumen: 169,3 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 19,5
Unternehmenszweck: Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Zagreb
Stammkapital: 1,2 Mio. EUR
Gründungsjahr: 2002
Ausleihungsvolumen: 88,8 Mio. EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 14,6
Unternehmenszweck: Vertrieb und Verwaltung von Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Bratislava
Stammkapital: 15,0 Mio. EUR
Gründungsjahr: 2007
Ausleihungsvolumen: 62,1 Mio EUR
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 13,8
Unternehmenszweck: Kreditinstitut
Anteile am Gesellschaftskapital: 14,21%
Firmensitz: Linz
Gründungsjahr: 1869
Bilanzsumme zum 30.09.2021: 25,6 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2021: 177
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter zum 30.09.2021: 2.075
Unternehmenszweck: Kreditinstitut
Anteile am Gesellschaftskapital: 14,0%
Firmensitz: Innsbruck
Gründungsjahr: 1904
Bilanzsumme zum 30.09.2021: 13,2 Mrd. EUR
Anzahl Geschäftsstellen zum 30.09.2021: 35
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter zum 30.09.2021: 784
Unternehmenszweck: Absicherung von Großkreditrisiken
Anteile am Gesellschaftskapital: 25%
Stammkapital: 8,0 Mio. EUR
Firmensitz: Linz
Gründungsjahr: 1984
Unternehmenszweck: Immobilienerrichtung und -verwaltung
Anteile am Gesellschaftskapital: 100% indirekt
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 36,4 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 1990
Unternehmenszweck: Erwerb, Errichtung, Vermietung und Verpachtung von Immobilien
Anteile am Gesellschaftskapital: 100% Kommanditist1)
Firmensitz: Klagenfurt
Kommanditeinlage: 750 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 1988
1)Komplementär ist die IEV Immobilien GmbH, eine 100%-Tochter der BKS Bank AG.
Unternehmenszweck: Komplementär der IEV GmbH & Co KG
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 2007
Unternehmenszweck: Dienstleistungs- und Servicegesellschaft für banknahe Tätigkeiten
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 35,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 2011
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 56,4
Unternehmenszweck: Erwerb, Errichtung, Vermietung von Immobilien und Hausverwaltung
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 1973
Anzahl Mitarbeiter in PJ: 14,4
Unternehmenszweck: Beteiligungsgesellschaft
Anteile am Gesellschaftskapital: 100%
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 40,0 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 1995
Unternehmenszweck: Liegenschaftsverwertung
Anteile am Gesellschaftskapital: 99,0% direkt, 1,0% indirekt
Firmensitz: Klagenfurt
Stammkapital: 37 Tsd. EUR
Gründungsjahr: 2001
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. | 15,43 |
| Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft | 3,06 |
| BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft | 0,89 |
| 3-Banken Wohnbaubank AG | 10,00 |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 10,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 100,00 |
| Pekra Holding GmbH | 100,00 |
| Anteile am Gesellschaftskapital in % | |
|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | 30,00 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | 30,00 |
| Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. | 0,19 |
| Wiener Börse AG | 0,38 |
| PSA Payment Services Austria GmbH | 1,46 |
Bei den Bilanzzahlen haben wir im vergangenen Jahr einige wichtige Schwellenwerte überschritten: Das erste Mal in unserer 100-jährigen Geschichte durchbrach die Bilanzsumme die 10-Mrd.-EUR-Grenze. Die Primäreinlagen knackten im vergangenen Sommer die 8-Mrd. EUR-Marke und die Kundenforderungen erreichten zum Jahresende 2021 knapp die 7-Mrd.-EUR-Schwelle. Mit dieser stabilen Entwicklung sind wir für die Aufgaben, die vor uns liegen, gut gerüstet.
Das Finanzierungsgeschäft verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie setzte großflächig ein und viele Unternehmer holten verschobene Investitionen nach und investierten kräftig. Ähnlich das Bild im Privatkundensegment: Gleichsam mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entspannte sich die Situation am Arbeitsmarkt. Die verbesserte Einkommenssituation ließ die Konsumlaune der privaten Haushalte steigen. Dementsprechend erhöhte sich die Nachfrage nach Finanzierungen spürbar. Von Jänner bis Dezember 2021 vergaben wir konzernweit 2,2 Mrd. EUR an neuen Finanzierungen. Der Großteil des Finanzierungsvolumens entfiel auf Klein- und Mittelbetriebe, die ein wichtiges Kundensegment darstellen. Regional gesehen wurden die meisten Finanzierungen in Österreich vergeben. Die Auslandsmärkte steuerten rund 16% und die ausländischen Leasinggesellschaften knapp 7% bei. Insgesamt beliefen sich die gesamten Ausleihungen im Konzern auf knapp 7,0 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von 5,9% gegenüber dem Jahresultimo 2020 bedeutete.
In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG und die Leasingforderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten. Im Berichtsjahr kam es zu einer Veränderung in der Darstellung der Risikovorsorgen: Diese wurden bisher als eigener Aktivposten mit Negativwert ausgewiesen. Nunmehr werden die Risikovorsorgen mit den Kundenforderungen saldiert dargestellt.
Die Forderungen an Kreditinstituten reduzierten sich um zwei Drittel und erreichten zum 31. Dezember 2021 einen Wert von 94,6 Mio. EUR. Der Rückgang ist mit dem unverändert negativen Zinsumfeld begründet, da kurzfristige Veranlagungen bei Kreditinstituten unattraktiv sind.
Die Quote der Non-performing-Loans erhöhte sich auf 2,2%. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Im Branchenvergleich liegen wir mit dieser NPL-Quote auf einem sehr guten Niveau. Alle im EBA Risk-Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als guter Wert.
Der Anteil der Forderungen in Schweizer Franken ging auch im Berichtsjahr kontinuierlich zurück. Die Fremdwährungsquote betrug zum Jahresende lediglich 1,3%. In dieser Quote sind die EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien nicht enthalten. Das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite ist mittlerweile sehr überschaubar geworden und macht nur mehr 89,5 Mio. EUR aus.
Leasingfinanzierungen stellen eine attraktive Alternative zum klassischen Kredit dar.# Leasing
Sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten wird Leasing bei der Anschaffung von KFZ, Immobilien oder Maschinen gerne in Anspruch genommen. Die österreichische Leasinggesellschaft räumte 2021 117,5 Mio. EUR an neuen Leasingfinanzierungen ein, ein Zuwachs in Höhe von 21,6% gegenüber dem Jahr 2020. Der kräftige Zuwachs ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wir unseren Kunden bei der Nutzung der Investitionsprämie beratend zur Seite gestanden sind. Die Leasinggesellschaften in Slowenien, Kroatien und der Slowakei verzeichneten ebenfalls zufriedenstellende Zuwachsraten. Insgesamt belief sich der Forderungswert der in- und ausländischen Leasinggesellschaften auf 577,2 Mio. EUR, ein Zuwachs um 8,6% gegenüber dem Jahresendwert 2020.
Um unsere Liquiditätsreserven zu stärken, haben wir den Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere durch Investitionen um 8,9% auf knapp 1,0 Mrd. EUR erhöht. Im Berichtsjahr haben wir Investitionen im Ausmaß von 154,7 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen in Höhe von 69,1 Mio. EUR gegenüber. Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen nahmen zum 31. Dezember 2021 von 661,5 Mio. EUR auf 709,3 Mio. EUR zu. Der Anstieg ist auf die Zuschreibung der anteiligen Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, zurückzuführen.
Im Eigentum der BKS Bank stehen 69 Immobilien mit einer Gesamtfläche von knapp 104 Tsd. m2. Davon werden rund 42 Tsd. m2 für den Bankbetrieb genutzt und 51 Tsd. m2 werden fremdvermietet. Laut Berechnungen der Europäischen Union zählen Immobilien zu den größten Energieverbrauchern. Energieeffizientes Bauen kann daher wesentlich zum Klimaschutz beitragen. Als verantwortungsbewusstes Kreditinstitut ist es uns ein besonderes Anliegen, auch im Immobilienbereich „grüne“ Initiativen voranzubringen. Wir haben uns daher vorgenommen, bei mindestens fünf Bauaktivitäten pro Jahr Nachhaltigkeit in den Fokus zu stellen und neue Bauprojekte durch die ÖGNI – Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft als Green Building zertifizieren zu lassen. Im Berichtsjahr haben wir für drei Immobilienprojekte die Zertifizierung zum Green Building beantragt, wobei ein Projekt – das BKS Holzquartier in der Klagenfurter Innenstadt – bereits erfolgreich mit dem ÖGNI-Goldstandard zertifiziert wurde. Beim zweiten Projekt handelt es sich um das Wohnprojekt „Urban Living“, das ebenfalls in Klagenfurt errichtet wurde. Der Abschluss des Zertifizierungsprozesses steht noch aus. Mit „BKS-Lebenswert“ befindet sich ein drittes ökologisch nachhaltiges Projekt in der Umsetzung. In Eisenstadt entstehen 26 Mietwohnungen, rund 1.600 m2 Geschäftsfläche und eine BKS Bank-Filiale. Der Bauabschluss ist für das Frühjahr 2022 geplant.
| 2019 | 2020 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Zahl Immobilien | 59 | 60 | 58 |
| Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2) | 68.689 | 69.464 | 69.884 |
| hievon für Bankbetrieb genutzt (m2) | 37.908 | 37.122 | 37.452 |
| hievon fremdvermietet | 23.093 | 24.700 | 26.955 |
| Vermietungsgrad (in %) | 88,8 | 89,0 | 92,2 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung (in Mio. EUR) | 2,5 | 2,7 | 3,0 |
| Slowenien 2020 | Slowenien 2021 | Kroatien 2020 | Kroatien 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Zahl Immobilien | 8 | 9 | 2 | 2 |
| Gesamtfläche verwalteter Immobilien (m2) | 28.707 | 32.790 | 1.724 | 1.685 |
| hievon für Bankbetrieb genutzt (m2) | 3.182 | 3.182 | 1.499 | 1.429 |
| hievon fremdvermietet | 24.252 | 24.264 | 91 | 91 |
| Vermietungsgrad (in %) | 95,6 | 83,7 | 92,0 | 92,2 |
| Netto-Mieterträge aus Fremdvermietung in Mio. EUR | 2,5 | 2,1 | - | - |
1) In der Slowakei gibt es keine Immobilien im BKS Bank-Eigentum.
Die Barreserve, die sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei den Notenbanken zusammensetzt, verzeichnete zum Jahresultimo 2021 erneut einen historischen Rekordstand. Gegenüber dem Vorjahreswert nahm die Barreserve um mehr als ein Drittel – auf 1,5 Mrd. EUR – zu. Dieser hohe Stand ist ein Indikator dafür, dass es hohe Liquiditätsüberschüsse in unseren Kernmärkten gibt. Diese Bilanzposition ist ein wesentlicher Teil unserer Counterbalancing Capacity, die zum 31. Dezember 2021 ebenfalls ein Rekordniveau von insgesamt 2,4 Mrd. EUR erreichte. Im Berichtsjahr haben wir von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an zwei Targeted Longer-Term Refinancing Operations im Rahmen der TLTRO III-Serie mit 200 Mio. EUR teilzunehmen. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Tenderoperationen Mittel von 550 Mio. EUR aufgenommen.
Der Zufluss an Primäreinlagen hält unvermindert an und wir berichten jedes Jahr über neue Rekordstände. So auch dieses Mal: Zum 31. Dezember 2021 belief sich das Volumen der Primäreinlagen auf 8,1 Mrd. EUR, ein Zuwachs von 9,7%. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 erreichten wir erstmals die 6-Mrd.-EUR-Grenze bei den Primäreinlagen. Keine drei Jahre später verzeichneten wir in der gleichen Position knapp 2,0 Mrd. EUR mehr. Das ist eine beeindruckende Entwicklung und wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen unserer Kunden.
Dennoch bedeuten hohe Einlagenstände auch eine Bürde. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei der Europäischen Zentralbank negative Zinsen in Höhe von 0,5% zu entrichten. Staatsanleihen mit sehr guter Bonität rentierten im 10-Jahres-Bereich 2021 lediglich zwischen -0,25% bis +0,1%. Das wirkt sich ungünstig auf die Ertragssituation aus. Um dieser abnormalen Zinssituation entgegenzuwirken, verrechnen wir im Einklang mit den Geldmärkten bei größeren Sichteinlagen von Firmenkunden Negativzinsen.
Der hohe Primäreinlagenstand ist auch ein Stück weit der Pandemie geschuldet. Die Sparquote in Österreich lag nach Berechnungen der Österreichischen Nationalbank im dritten Quartal 2021 bei 13,6%, vor der Pandemie pendelte die Sparquote um die 8,0%. Es zeigt sich wieder einmal, dass in Krisenzeiten Menschen das Bedürfnis haben, zusätzliche finanzielle Sicherheitspolster anzulegen. Wir sehen diese Entwicklung vor allem bei den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2020 legte diese Position abermals stark zu und erreichte einen neuen Höchststand von 7,1 Mrd. EUR – ein Anstieg um 9,2%.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus mehreren Positionen zusammen, wobei der Löwenanteil auf die sonstigen Verbindlichkeiten entfällt. Darunter werden die Termin- und Sichteinlagen zusammengefasst, die zum 31. Dezember 2021 einen Stand von 5,8 Mrd. EUR erreichten. Davon entfielen 4,0 Mrd. EUR auf täglich fällige Einlagen. Der Großteil der Sichteinlagen – nämlich 3,1 Mrd. EUR – stammt von Firmenkunden, die kurzfristige Liquiditätsüberhänge veranlagten. Auch im Privatkundensegment beobachten wir, dass die Volumina der Sichteinlagen stetig steigen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich diese um 140,9 Mio. EUR auf 1,3 Mrd. EUR, ein Anstieg um 11,9%.
Insgesamt übersteigen die Sicht- und Termineinlagen schon längst die Guthaben, die auf klassischen Sparbüchern veranlagt sind. Zum 31. Dezember 2021 haben wir 1,4 Mrd. EUR an Spareinlagen verwaltet, das entsprach in etwa dem Vorjahreswert. Privatkunden bevorzugen auch Sparformen, über die sie zeit- und ortsunabhängig sowie online verfügen können. Das Mein-Geld-Konto wurde genau für dieses Kundenbedürfnis konzipiert. Im Berichtsjahr wurde über eine halbe Milliarde EUR in dieser Produktsparte veranlagt, die Zuwachsrate betrug beachtliche 21,3%.
Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend. Unser Ziel ist es, auch für institutionelle Anleger als verlässliche und kompetente Emittentin wahrgenommen zu werden. Das ist uns im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut gelungen. Das Volumen an Privatplatzierungen an institutionelle Anleger ist dafür ein guter Indikator. Im Berichtsjahr haben wir 154,5 Mio. EUR an diesen Kundenkreis platziert, 20 Mio. EUR davon als Nachrangkapital. Die noch im Dezember 2020 aufgelegte AT1-Obligation mit einem Emissionsvolumen von 10,0 Mio. EUR haben wir im ersten Quartal 2021 erfolgreich geschlossen.
Nachhaltige Veranlagungen zählen zu den bedeutendsten Megatrends im Wertpapiergeschäft. Wir haben diesen Trend schon früh erkannt und sind sehr stolz darauf, dass wir das erste Kreditinstitut in Österreich waren, das einen Social Bond begeben hat. Das war bereits im Jahr 2017. Seither haben viele Mitbewerber nachgezogen und das Angebot an Green und Social Bonds ist stark im Steigen. Wir begrüßen diese Entwicklung und freuen uns, dass die Anleger mitziehen und immer mehr nach ökologischen und/oder sozialen Geldanlagen nachfragen.
Im Berichtsjahr haben wir zwei weitere Green Bonds zur Zeichnung aufgelegt. Der erste Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR finanzierte das erste Green Building Gebäude der BKS Bank – das BKS Holzquartier. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang eine zukunftsträchtige Kooperation mit den Stadtwerken Klagenfurt. Bis 2025 sollen bis zu 59 Photovoltaikanlagen errichtet werden, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Ein Teil der Investition wird mit dem Green Bond der BKS Bank finanziert werden. Das Emissionsvolumen beträgt 5 Mio. EUR mit der Möglichkeit der Aufstockung auf 10 Mio. EUR, was zwischenzeitlich auch erfolgt ist.
Zum 31. Dezember 2021 erreichten die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital einen Wert von 973,5 Mio. EUR, was eine Zunahme von erfreulichen 13,6% bedeutet.
Das Konzerneigenkapital verzeichnete zum 31. Dezember 2021 einen Anstieg um erfreuliche 7,1% auf 1,5 Mrd. EUR. Der Zuwachs des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Notes ab Seite 130 im Detail dokumentiert.Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR. Begebene eigene Schuldverschreibungen aus 2021
| ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
|---|---|---|
| AT0000A2NPT7 | 0,75% BKS Bank Obligation 2021-2030/1 | 20.000.000 |
| AT0000A2SGK4 | 0,45% BKS Bank Green Bond 2021-2026/2 | 5.000.000 |
| AT0000A2U2E6 | 0,40% BKS Bank Obligation 2021-2026/3 | 5.000.000 |
| AT0000A2UWN1 | 0,75% BKS Bank Green Bond 2021-2028/4 | 2.219.000 |
| AT0000A2NPQ3 | 1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/1/PP | 5.000.000 |
| AT0000A2NPU5 | 0,02% BKS Bank Obligation 2021-2024/2/PP | 30.000.000 |
| AT0000A2NW00 | 1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/3/PP | 7.000.000 |
| AT0000A2QBH5 | 3,25% BKS Bank Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | 20.000.000 |
| AT0000A2QKB9 | 1,50% BKS Bank Obligation 2021-2032/5/PP | 20.000.000 |
| AT0000A2QS37 | Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/6/PP | 7.500.000 |
| AT0000A2QSD8 | Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/7/PP | 5.000.000 |
| AT0000A2R8M1 | 0,84% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/8/PP | 10.000.000 |
| AT0000A2R8T6 | 0,875% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/9/PP | 10.000.000 |
| AT0000A2RY12 | 0,98% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/10/PP | 5.000.000 |
| AT0000A2RZE9 | 0,885% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/11/PP | 8.000.000 |
| AT0000A2TLQ9 | 0,875% BKS Bank Obligation 2021-2030/12/PP | 2.000.000 |
| AT0000A2UNH2 | 0,90% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/13/PP | 15.000.000 |
| AT0000A2UTU2 | 0,60% BKS Bank Obligation 2021-2025/14/PP | 4.000.000 |
| AT0000A2UTV0 | 0,75% BKS Bank Obligation 2021-2026/16/PP | 6.000.000 |
Das Geschäftsjahr 2021 begann mit einem harten Lockdown, der bis Anfang Februar dauerte. Danach setzte aber sehr rasch ein massiver Wirtschaftsaufschwung ein, auch wenn die erhoffte Normalität noch nicht überall spürbar war. Dank der exzellenten Arbeit unserer Vertriebsmannschaft und der konsequenten Umsetzung unserer strategischen Ziele blicken wir auf ein sehr erfolgreiches operatives Jahr zurück. Dass es kein Rekordergebnis wurde, ist den schmerzhaften Malversationen in einer unserer kroatischen Niederlassungen zuzuschreiben.
Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern betrug zum 31. Dezember 2021 80,8 Mio. EUR. Damit lag das Ergebnis um 8,0% oder 6,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 74,8 Mio. EUR. Besonders positiv zu erwähnen ist, dass der Ergebniszuwachs im operativen Geschäft auf mehreren Säulen aufbaut. Vor allem der Zinsüberschuss und das Provisionsergebnis haben maßgeblich zum Ergebnis beigetragen.
Das Zinsgeschäft ist seit vielen Jahren durch die anhaltende Niedrigzinslandschaft belastet. Das Phänomen der Negativzinsen schwächt nicht nur unsere Ertragskraft, sondern hat auch Auswirkungen auf unsere Kunden und die Kaufwerterhaltung ihrer Ersparnisse. So hat einerseits die Inflation massiv angezogen, gleichzeitig sind wir aber auch gezwungen, bei größeren Sichteinlagen negative Zinsen zu verrechnen. Eine rasche Abkehr von der gegenwärtigen Zinspolitik wird angesichts der rigoros bekämpften Inflationsängste wohl nicht so schnell erfolgen, aber der Druck auf die Europäische Zentralbank wächst.
Wir haben im Berichtsjahr an zwei sogenannten Targeted Longer-Term Refinancing Operation im Rahmen der TLTRO III-Serie teilgenommen, und zwar im Ausmaß von insgesamt 200 Mio. EUR. Dadurch haben wir positive Zinsaufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. EUR generiert. Insgesamt beliefen sich die Zinserträge inklusive sonstiger Zinserträge auf 166,9 Mio. EUR. Diesen standen Zinsaufwendungen in Höhe von 28,0 Mio. EUR gegenüber. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 2021 ein Zinsüberschuss vor Risikovorsorge in Höhe von 138,9 Mio. EUR (+1,8%).
Die Risikosituation blieb 2021 weitgehend entspannt. Die vielerorts erwartete Insolvenzwelle ist erfreulicherweise ausgeblieben. Dennoch haben wir das gesamte Jahr über ein wachsames Auge auf die Entwicklung unseres Kreditportfolios gelegt und Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Im Einklang mit den Bestimmungen zu IFRS 9B5.5.1 ff. haben wir Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Neben Firmenkunden, die den Branchen Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstigen Dienstleistungen zugeordnet sind, wurde auch das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio von Stufe 1 in Stufe 2 transferiert. In einem weiteren Schritt haben wir zusätzlich sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem rechtlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, der Stufe 2 zugeordnet. In regelmäßigen Abständen haben wir die Situation neu bewertet und beispielsweise im Herbst Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a wieder aus dem kollektiven Stufentransfer herausgenommen.
Im Februar 2022 haben wir in der Direktion Kroatien Malversationen durch einen Mitarbeiter festgestellt. Die betroffenen Forderungspositionen wurden anhand der Discounted Cashflow-Methode (DCF) bewertet und ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 12,7 Mio. EUR ermittelt. Durch diesen Sondereffekt erhöhten sich die Kreditrisikovorsorgen um 29,4% auf 32,4 Mio. EUR. Durch die gestiegenen Risikokosten reduzierte sich der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge von 111,4 Mio. EUR auf 106,5 Mio. EUR, ein Rückgang um 4,4%.
Die zweite wichtige Säule im operativen Geschäft bildet das Provisionsgeschäft. Der Ausbau dieses Geschäftsfeldes bleibt ein wichtiges strategisches Thema, da wir damit auch dem begrenzten Ertragsspielraum im zinstragenden Geschäft entgegenwirken wollen. Wir freuen uns über ein Provisionsergebnis in Höhe von 67,1 Mio. EUR, welches im Vergleich zum Vorjahreswert um 4,3% oder 2,8 Mio. EUR höher ausfiel. In fast allen Dienstleistungssparten haben wir zufriedenstellende Zuwachsraten erzielt.
Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr hat sich zu einer stabilen und verlässlichen Ergebnisstütze entwickelt und überzeugt mit stabilen jährlichen Zuwachsraten. Im Geschäftsjahr 2021 betrug das Ergebnis aus den Zahlungsverkehrsprovisionen 23,3 Mio. EUR, ein Plus von 8,6% im Vergleich zum coronagebeutelten Geschäftsjahr 2020. Damals haben wir – bedingt durch die eingeschränkten Reisetätigkeiten – Rückgänge bei den Transaktionszahlen festgestellt, die sich aber im vergangenen Jahr wieder normalisiert haben. Der Zahlungsverkehr ist ein sehr interessantes, aber auch hart umkämpftes Geschäftsfeld mit einem sehr dynamischen Umfeld. Die voranschreitende Digitalisierung hinterlässt in diesem Bereich markante Spuren. Viele unserer Digitalisierungsprojekte zielen auf neue oder verbesserte Lösungen im Zahlungsverkehr ab. Beispielsweise hat das kontaktlose und smarte Bezahlen einen riesigen Schub durch die COVID-19-Pandemie erfahren. Wir haben schon vorher digitale Bezahlmethoden angeboten, allerdings haben wir das Angebot in Pandemiezeiten erweitert. Ein weites Bedienfeld ist auch die Weiterentwicklung der Kundenportale MyNet und BizzNet. Bei der Akzeptanz der Kundenportale hat die Pandemie ebenfalls unterstützend gewirkt – immer mehr Kunden lernen die Vorzüge digitaler Anwendungen kennen und lieben. Die Zuwachsraten bei Portal- und App-Nutzern sind sehr eindrucksvoll.
| 2020 | 2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 136,5 | 138,9 | 1,8 |
| Risikovorsorge | -25,0 | -32,4 | 29,4 |
| Provisionsüberschuss | 64,3 | 67,1 | 4,3 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 30,9 | 45,0 | 45,5 |
| Handelsergebnis | 2,2 | 0,8 | -64,8 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 3,6 | 5,5 | 51,2 |
| Verwaltungsaufwand | -123,2 | -125,3 | 1,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 84,9 | 92,9 | 9,5 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -10,2 | -12,2 | 20,1 |
| Jahresüberschuss | 74,8 | 80,8 | 8,0 |
Die BKS App, die wir österreichischen Kunden anbieten, wurde im letzten Jahr von rund 26.100 Nutzern verwendet, ein Zuwachs um 18,6%. Bei den Portalnutzern freuen wir uns über 12,7% mehr Kunden. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr das Kontoangebot für Privat- und Businesskunden grundlegend verändert und erweitert. Details dazu und weitere Informationen berichten wir auch im Segmentbericht ab Seite 94.
Die Geschäftsentwicklung im Wertpapiergeschäft verlief ebenfalls sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahreswert haben wir ein kräftiges Plus von 13,0% verbucht und ein Ergebnis aus Wertpapierprovisionen in Höhe von 21,0 Mio. EUR erzielt. Das attraktive Börsenumfeld beeinflusste das Anlegerverhalten positiv und führte auch hier zu einer höheren Anzahl von Wertpapiertransaktionen. Gleichzeitig stiegen die betreuten Kundengelder von 19,0 Mrd. EUR auf 21,2 Mrd. EUR. Ein Zeichen, dass immer mehr Anleger auch die besseren Renditechancen, die der Kapitalmarkt im Vergleich zum Sparbuch bietet, nutzen wollen.
Die Kreditprovisionen steuern ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Provisionsüberschuss bei. Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis aus Kreditprovisionen 18,4 Mio. EUR, um 11,6% weniger als im Vorjahr.
Die Konjunkturaufschwung kurbelte auch die Geschäfte der Oberbank und BTV an. Dementsprechend positiv entwickelte sich das Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen. Mit 45,0 Mio. EUR knüpft auch dieses Ergebnis wieder an Vor-Pandemie-Zeiten an.
Die internationalen Börsen trotzten der anhaltenden Pandemie und zeigten sich während des gesamten Geschäftsjahres von ihrer freundlichen Seite. Zwar nahm die Volatilität unterjährig zu, allerdings performten die Kapitalmärkte insgesamt sehr gut. Die starke Performance schlug sich in einem deutlich besseren Ergebnis bei den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten nieder. Im Berichtsjahr erzielten wir aus dem Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten erfreuliche 5,5 Mio. EUR, eine Steigerung von 51,2%.Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt: Die Position „Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten“ fiel mit 0,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert geringer aus (Vorjahreswert: 0,5 Mio. EUR). Im Gegensatz dazu entwickelte sich das „Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)“ äußerst zufriedenstellend und erreichte einen Wert von 4,2 Mio. EUR. Der Zuwachs in Höhe von 2,3 Mio. EUR ist auf die positive Börsenentwicklung zurückzuführen. Das „Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten“ erreichte 1,4 Mio. EUR, ein Zuwachs um 5,9%. Das „Sonstige Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten“ veränderte sich von -40 Tsd. EUR auf -287,9 Tsd. EUR.
Verwaltungsaufwand nur leicht gestiegen
Strikte Kostendisziplin gepaart mit einer umsichtigen Investitionspolitik unterstützen uns dabei, die Kosten gut im Griff zu halten. Auch im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 125,3 Mio. EUR (+1,8%) in engen Grenzen zu halten.
Komponenten der Erfolgsrechnung
Als Dienstleistungsunternehmen entfällt der größte Anteil des Verwaltungsaufwands traditionell auf die Personalkosten. Zum 31. Dezember 2021 beliefen sich diese auf 74,7 Mio. EUR, eine Erhöhung um 0,3%. Der Grund für den Anstieg ist primär auf die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 1,4% zurückzuführen. Die Anzahl der Beschäftigten – in Personaljahren gerechnet – betrug durchschnittlich 986 Beschäftigte. Obwohl das Geschäftsjahr 2021 noch von der Pandemie geprägt war, haben wir keine Personalmaßnahmen wie z. B. Kurzarbeit in Anspruch genommen. Wir haben unseren Mitarbeitern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz geboten.
Umsetzung der Digitalisierungsstrategie verursacht höheren Ressourceneinsatz
Auch im Jahr 2021 haben wir die digitale Transformation weiter vorangetrieben und unsere Digitalisierungsstrategie zielstrebig verfolgt. Dabei hatten wir immer den ganzheitlichen Blick auf das Thema vor Augen und haben sowohl für interne Prozesse als auch für Kundenbedürfnisse ansprechende digitale Lösungen geschaffen. Die Digitalisierung zählt neben der Nachhaltigkeit zu den bestimmenden Themen in der Bankbranche. Dass damit auch hohe Investitionen verbunden sind, ist unumstritten. Bei den Sachaufwendungen verzeichnen wir mit 38,6 Mio. EUR eine Erhöhung um 3,7% gegenüber dem Jahr 2020. In dieser Position dominieren vor allem die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH, die von 18,0 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR gestiegen sind. Für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte und für den laufenden IKT-Betrieb zeichnet die 3 Banken IT GmbH verantwortlich. Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft von Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren.
Sonstiges betriebliches Ergebnis durch regulatorische Kosten belastet
Das sonstige betriebliche Ergebnis gibt Auskunft darüber, welchen hohen Belastungen Banken ausgesetzt sind. Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich zum 31. Dezember 2021 auf unerfreuliche -6,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert (-4,5 Mio. EUR) verschlechterte sich das Ergebnis um weitere 2,0 Mio. EUR. Die Gründe dafür liegen vor allem in einem höheren Dotationserfordernis für den Einlagensicherungsfonds, das durch die Insolvenz der Mattersburger Commerzialbank, die Abwicklung der Autobank und den Ausstieg des Raiffeisensektors aus der Einlagensicherung Austria GmbH bedingt ist. Die jährlichen Aufwendungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds beliefen sich im Berichtsjahr 2021 auf 10,4 Mio. EUR, für die Stabilitätsabgabe waren 1,2 Mio. EUR fällig. Kurz vor dem Jahresende gab es eine OGH-Entscheidung in Bezug auf Stundungen für Verbraucher und die Verrechnung von Sollzinsen. Wir haben in unseren Kreditverträgen Vereinbarungen enthalten, wonach eine Zinsverrechnung zulässig ist, sodass wir von dieser OGH-Entscheidung nicht betroffen sind.
Jahresüberschuss gestiegen
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 92,9 Mio. EUR nach 84,9 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 12,2 Mio. EUR ergab sich ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 80,8 Mio. EUR, ein Zuwachs um 8,0%.
Gewinnverteilungsvorschlag
Der ausschüttungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft BKS Bank AG festgestellt. Diese erwirtschaftete im Geschäftsjahr vom 01. Jänner bis 31. Dezember 2021 einen Jahresüberschuss von 27,3 Mio. EUR. Aus dem Jahresüberschuss wurden den Rücklagen 16,9 Mio. EUR zugeführt. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrages von 0,1 Mio. EUR weist die BKS Bank AG einen Bilanzgewinn von 10,6 Mio. EUR aus. Wir werden der 83. Hauptversammlung am 25. Mai 2022 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,23 EUR je Aktie, das sind 9.876.867,00 EUR, auszuschütten und den verbleibenden Rest von rund 0,7 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Entwicklung der Unternehmenskennzahlen
Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum Jahresende folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erhöhte sich marginal von 5,6% auf 5,7%, der Return on Assets (ROA) nach Steuern verblieb mit 0,8% auf dem Vorjahresniveau. Die Cost-Income-Ratio betrug 51,1% und lag damit weiterhin auf einem guten Niveau. Die Risk-Earnings-Ratio erhöhte sich angesichts der gestiegenen Risikokosten auf 23,3%. Die NPL-Quote belief sich zum Jahresende 2021 auf 2,2%.
| Wichtige Unternehmenskennzahlen in % | 2020 | 2021 | ± in %-Pkte. |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 5,6 | 5,7 | 0,1 |
| ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) | 0,8 | 0,8 | 0,0 |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 53,9 | 51,1 | -2,8 |
| Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) | 18,5 | 23,3 | 4,9 |
| NPL-Quote | 1,7 | 2,2 | 0,5 |
| Leverage Ratio | 8,0 | 8,2 | 0,2 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 158,1 | 208,9 | 50,8 |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 117,2 | 122,9 | 5,7 |
| Kernkapitalquote | 12,8 | 13,0 | 0,2 |
| Gesamtkapitalquote | 16,2 | 16,6 | 0,4 |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie im Umlauf in EUR | 1,7 | 1,9 | 0,2 |
Die Leverage Ratio erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 leicht auf 8,2% nach 8,0% im Vorjahr, während sich die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) deutlich verbesserte und auf 208,9% kletterte. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit 3,0% bzw. 100% mehr als deutlich. Damit wir für die kommenden Wirtschaftsjahre gut gerüstet sind, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Die Kapitalquoten konnten trotz des guten Geschäftswachstums zum 31. Dezember 2021 durch Gewinnthesaurierungen leicht erhöht werden. Die Kernkapitalquote erreichte 13,0%, während die Gesamtkapitalquote auf 16,6% zulegte. Für 2021 betrug das IFRS-Ergebnis pro Aktie 1,9 EUR.
Segmentbericht
Der Segmentbericht gliedert sich in die vier Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstige. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld. Im Segment Financial Markets erzielten wir erfreuliche Ergebnisbeiträge und auch das Privatkundensegment entwickelte sich zufriedenstellend.
Firmenkunden
Im Segment Firmenkunden konnten wir im Geschäftsjahr 2021 unsere Kundenanzahl um 5,1% erhöhen und betreuten konzernweit rund 26.400 Kunden. Zu unseren Kunden zählen unter anderem Klein- und Mittelunternehmen der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte, gemeinnützige Wohnbauträger, institutionelle Kunden sowie die öffentliche Hand. Das Firmenkundengeschäft hat in der BKS Bank die längste Tradition. Seit der Gründung im Jahre 1922 lag der Geschäftszweck hauptsächlich auf der Betreuung von Firmenkunden. Auch heute bildet dieses Segment unsere wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil der Kredite wird von Firmenkunden in Anspruch genommen.
Segmentergebnis deutlich gestiegen
Das Segmentergebnis im Firmenkundenbereich entwickelte sich 2021 ausgezeichnet. Mit 76,1 Mio. EUR lag der Jahresüberschuss vor Steuern um erfreuliche 16,1% über dem Vorjahr. Wenn man die Entwicklung des operativen Geschäftes betrachtet, sieht man deutlich, dass der eingesetzte Wirtschaftsaufschwung sehr stimulierend wirkte. Die Auftragsbücher der Unternehmen füllten sich über den Jahresverlauf und viele Unternehmen investierten wieder kräftig. Die Nachfrage nach Krediten zog spürbar an. Dementsprechend erfreulich fiel das Ergebnis aus dem Zinsgeschäft aus und belief sich auf 110,1 Mio. EUR, ein Anstieg um 3,0% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Ähnlich positiv das Bild beim Provisionsüberschuss. 2021 erzielten wir ein Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft in Höhe von 36,6 Mio. EUR, ein Zuwachs um 1,6 Mio. EUR oder 4,6%. Diese Steigerung freut uns ganz besonders, da wir die Abhängigkeit vom Kreditgeschäft verringern und die eigenmittelschonenden Geschäftsfelder ausbauen wollen. Der von diesem Segment verursachte Verwaltungsaufwand betrug zum Jahresende 53,5 Mio. EUR und entwickelte sich damit erwartungsgemäß.# Segment Firmenkunden in Mio. EUR
| 2020 | 2021 | |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 106,9 | 110,1 |
| Risikovorsorge | -24,3 | -19,2 |
| Provisionsergebnis | 35,0 | 36,6 |
| Verwaltungsaufwand | -51,8 | -53,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 0,9 | 0,9 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | -1,0 | 1,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 65,6 | 76,1 |
| ROE vor Steuern | 15,6% | 17,4% |
| Cost-Income-Ratio | 36,3% | 36,2% |
| Risk-Earnings-Ratio | 22,8% | 17,4% |
Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen entwickelten sich wie folgt: Der Return on Equity erhöhte sich kräftig auf 17,4%. Die Cost-Income-Ratio erreichte mit 36,2% ein ausgezeichnetes Niveau. Die Risk-Earnings-Ratio ging von 22,8% auf 17,4% zurück.
Wir laden unsere Kunden regelmäßig ein, sich an Kundenumfragen zu beteiligen, so auch im Herbst 2021. Die Bereitschaft, an solchen Umfragen mitzuwirken, hat über die Jahre zugenommen und so freuen wir uns sehr, dass auch immer mehr Firmenkunden der Einladung folgen. 86% unserer Firmenkunden sind mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Besonders erfreulich war, dass die Weiterempfehlungsrate der Firmenkunden mit 30% auf einem sehr hohen Niveau lag. Die Kompetenz unserer Kundenbetreuer sowie die Schnelligkeit bei Entscheidungen und Services wurden ebenfalls mit Bestnoten bewertet. Wir freuen uns sehr über das gute Umfrageergebnis und arbeiten weiter daran, die Zufriedenheit unserer Kunden zu verbessern.
Finanzieren und Investieren sind die wichtigsten Kundenbedürfnisse im Firmenkundengeschäft. In diesem Bereich verfügen wir über exzellentes Beratungs-Know-how sowie langjährige Erfahrungen. Neben Betriebsmittel-, Investitions- und Exportfinanzierungen erstreckt sich unser Angebot auch auf KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasinggeschäfte sowie auf die Förderberatung. Das Finanzierungsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend. Zwar gab es durch die COVID-19-Pandemie im Wirtschaftsleben noch einige Einschränkungen, allerdings war auch eine Aufbruchsstimmung zu verzeichnen, die die Nachfrage nach Finanzierungen beflügelte. Von Jänner bis Dezember 2021 haben wir konzernweit 1,8 Mrd. EUR an neuen Finanzierungslinien an Firmenkunden vergeben. Im Leasinggeschäft war die Nachfrage ebenfalls ungebrochen hoch, in allen Leasingsparten sind wir kräftig gewachsen. Insgesamt belief sich der Stand der Kundenforderungen inklusive Leasingfinanzierungen auf 5,5 Mrd. EUR, ein Zuwachs um 7,1%.
Die Digitalisierung macht auch vor dem klassischen Firmenkundengeschäft nicht halt und immer mehr Firmenkunden wünschen sich smarte und anwenderfreundliche Lösungen auch für die Abwicklung von Finanzierungszusagen oder -linien. In der Regel entwickeln wir sehr viele digitale Produkte und Dienstleistungen selbst, manchmal suchen wir uns auch kompetente Partner. Im Berichtsjahr sind wir eine Kooperation mit dem Münchner Unternehmen DVS (Digital Vault Services) eingegangen. Unseren Großkunden bieten wir nun die Möglichkeit, Garantien digital zu erstellen, zu verwalten und aufzubewahren. Wir sehen darin eine sinnvolle Ergänzung zu unserem selbstentwickelten Garantiemodul, welches wir im Kundenportal BizzNet anbieten.
Ein Geschäftsfeld, das sich in den letzten Jahren sehr zufriedenstellend entwickelt hat, ist die Exportfinanzierung und die damit verbundene Förderberatung. Durch unsere umfassende Expertise in der Förderberatung konnten sich die Unternehmen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf unsere Förderexperten verlassen. Zufrieden sind wir auch mit der Entwicklung des Exportgeschäftes. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir 17 neue Exportprojekte betreut und insgesamt 25,8 Mio. EUR neu finanziert. In Summe gestionierten wir zum Jahresende ein Volumen an Exportfinanzierungen in Höhe von 239,5 Mio. EUR. Auch bei den geförderten Investitionsfinanzierungen haben wir einen Anstieg verzeichnet. Wir haben 673 geförderte Investitionsprojekte mit rund 133,8 Mio. EUR finanziert. Das Gesamtvolumen in dieser Geschäftssparte belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 355,9 Mio. EUR, eine Steigerung um 21,8% gegenüber 2020.
Rückläufig entwickelte sich hingegen das Dokumentengeschäft, welches stark von den globalen Lieferketten abhängig ist. Akkreditive sowie Inkassi nahmen wegen der Knappheit von Containern und der teilweisen exorbitanten Steigung der Transportkosten deutlich ab. Auch die unterbrochenen Lieferketten, die im Suezkanal ihren Anfang nahmen, beeinträchtigte den weltweiten Handel erheblich.
Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld stellt das Corporate Banking dar. Großkunden, die über eine Betriebsleistung von mehr als 75,0 Mio. EUR verfügen, institutionelle Kunden und größere Kommunen zählen zu dieser Geschäftssparte. Im Berichtsjahr betreuten wir ein Finanzierungsvolumen in Höhe von rund 689,9 Mio. EUR.
Nachhaltige Finanzierungen gewinnen wegen des Wandels zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft massiv an Bedeutung. Erfreulicherweise haben wir schon vor etlichen Jahren auf das Thema Nachhaltigkeit gesetzt und daran gearbeitet, nachhaltige Produkte im Kerngeschäft zu verankern. Den Anteil von Finanzierungen mit einem ökologischen oder sozialen Verwendungszweck im Bereich der Firmenkunden konnten wir im Berichtsjahr von 413,3 Mio. EUR auf 556,2 Mio. EUR weiter ausbauen.
Wir verfügen am Markt über einen ausgezeichneten Ruf als verlässliche Bank und sind dank unserer sehr guten Bonität auch als Veranlagungspartner gerne gefragt. Im Berichtsjahr verzeichneten wir bei den sonstigen Verbindlichkeiten im Firmenkundensegment einen kräftigen Anstieg um 10,9% auf 4,1 Mrd. EUR.
Die Stärkung des Dienstleistungsgeschäfts ist einer unserer strategischen Schwerpunkte, um der angespannten Ertragssituation im Zinsgeschäft entgegenzuwirken. Wir freuen uns, dass wir vor allem im Zahlungsverkehr (+13,1%) und im Wertpapiergeschäft (+17,2%) im zweistelligen Bereich gewachsen sind. Gegenüber dem Vorjahr ist der Provisionsüberschuss um 1,6 Mio. EUR auf 36,6 Mio. EUR angestiegen.
Im Zahlungsverkehr stabilisierten sich die Transaktionszahlen wieder weitgehend – zu Beginn der Corona-Pandemie war ein deutlicher Einbruch zu beobachten. Im zweiten Pandemie-Jahr blieben diese Einbußen erfreulicherweise aus, so dass wir wieder zweistellige Steigerungsraten beim Provisionsergebnis erzielen konnten. Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr ist sehr dynamisch und stark vom technologischen Wandel betroffen. Damit wir mit den rasanten Entwicklungen auch Schritt halten können, haben wir gerade in diesem Bereich viele Digitalisierungsprojekte am Laufen. Im Berichtsjahr haben wir einige Prestigeprojekte erfolgreich zum Abschluss gebracht, darunter die Einführung des neuen Businesskonto Smart & Simple, das vollständig digital eröffnet werden kann. Mit dem Business Smart & Simple Konto wollen wir Jungunternehmer und Gründer ansprechen. Parallel zum Produktlaunch haben wir auch den Onboarding-Prozess für unsere Firmenkunden digitalisiert, ein großer Meilenstein in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.
Im Firmenkundengeschäft sind wir traditionell stärker im Kredit- als im Veranlagungsgeschäft vertreten. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft aber um kräftige 17,2% auf 6,3 Mio. EUR steigern können. Ein schöner Erfolg, der auch ein Stück weit auf die abnormale Zinssituation zurückzuführen ist. Die Bereitschaft, in alternative Veranlagungsformen zu investieren, steigt auch im Firmensegment. Nachgefragt werden vor allem Eigene Emissionen und Vermögensverwaltungen.
Im Versicherungsgeschäft bildet die betriebliche Altersvorsorge einen wichtigen Beratungsschwerpunkt. 2021 haben wir Vorsorgeprodukte mit einer Prämiensumme von 6,8 Mio. EUR abgeschlossen, was einer Steigerung von 11,0% entspricht.
Im Berichtsjahr wurde uns eine besondere Ehre zuteil. Das Medienhaus Kurier kürte die innovativen Unternehmen Österreichs und wir wurden in der Kategorie Finanzdienstleister mit dem Gütesiegel Innovatives Unternehmen ausgezeichnet. Untersucht wurde, wie innovative Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Dazu wurden 84.000 Aussagen mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet. Teilgenommen haben rund 1.200 der größten Produktions- und Dienstleistungsunternehmen aus ganz Österreich. Auch 2021 haben wir mit einem Green Bond gemeinsam mit den Stadtwerken Klagenfurt wieder eine innovative Lösung für die Errichtung von 59 Photovoltaikanlagen für die Stadt Klagenfurt gefunden.
Im Firmenkundengeschäft überzeugen wir mit persönlicher Betreuung und Handschlagqualität. Wir sind eine Beraterbank, die unseren Kunden auch ein breites Angebot an innovativen digitalen Produkten und Services bietet. Die Kombination aus persönlicher Nähe und exzellenter digitalen Dienstleistungen hat sich bewährt. Wir haben mittlerweile eine breite Erfahrung in der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten und viele Kundenprozesse als auch interne Prozesse haben wir damit verbessert und effizienter ausgerichtet. In den kommenden Monaten haben wir uns ein großes Vorhaben vorgenommen: die Neugestaltung des Firmenkundenkreditprozesses, der mit Abstand zu den komplexesten Prozessen zählt. Unser Anspruch ist, dass wir die Antragsstrecken digitalisieren und damit die Durchlaufzeiten massiv reduzieren und das Kundenerlebnis grundlegend verbessern. Wir setzen große Erwartungen in die Neuausrichtung und rechnen damit, dass wir bis zum Jahresende das Projekt abschließen werden. Das zweite große Thema, dem wir uns mit viel Herzblut und Engagement widmen, ist die Begleitung unserer Firmenkunden beim Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft.# Privatkunden
Zum 31. Dezember 2021 betreuten wir konzernweit 168.100 Privatkunden und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Auf dem Privatkundensegment lastet ein großer Ergebnisdruck, der vor allem durch das anhaltende Niedrigzinsniveau, die kompetitive Marktsituation und die Kostenbelastung durch den Filialvertrieb und die Digitalisierung gegeben ist. Dennoch ist dieses Kundensegment unverzichtbar. Wir arbeiten intensiv daran, unseren geschätzten Privatkunden ein attraktives Produkt- und Serviceangebot zu bieten, insbesondere im digitalen Bereich.
Im Privatkundengeschäft erzielten wir zum Jahresende 2021 einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 4,2 Mio. EUR. Das Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr (5,0 Mio. EUR) um knapp 0,8 Mio. EUR geringer aus, da wir im Zinsgeschäft wegen des niedrigen Zinsniveaus weitere Ertragsrückgänge hinnehmen mussten. Der Zinsüberschuss reduzierte sich um 0,6 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR. Besser verlief die Ergebnisentwicklung im Provisionsgeschäft. Sowohl im Wertpapiergeschäft als auch im Zahlungsverkehr haben wir kräftige Ergebniszuwächse erzielt, insgesamt erreichte das Provisionsergebnis einen Wert von 29,6 Mio. EUR. Die Risikosituation war ganzjährig sehr entspannt, sodass lediglich 0,6 Mio. EUR an Kreditrisikovorsorgen dotiert wurden. Der Verwaltungsaufwand betrug 54,7 Mio. EUR und ist im erwarteten Ausmaß (+0,8 Mio. EUR) gestiegen. Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf 1,5 Mio. EUR. Die segmentspezifischen Kennzahlen zum 31. Dezember 2021 veränderten sich wie folgt: Der Return on Equity erreichte 3,4%, die Cost-Income-Ratio belief sich auf 92,3% und die Risk-Earnings-Ratio erreichte einen sehr niedrigen Wert von 2,0%.
Wir haben uns als exzellente Beraterbank etabliert. Unser Anspruch ist, qualitativ hochwertige Beratungs-, Produkt- und Servicequalität im gesamten Unternehmen zu gewährleisten. Im Herbst 2021 haben wir unsere Kunden wieder eingeladen, unsere Leistungen zu beurteilen. Das erfreuliche Ergebnis kann sich sehen lassen – bei der Gesamtzufriedenheit und der Weiterempfehlungsrate nahm die Zufriedenheit unserer Kunden im Vergleich zur letzten Umfrage aus 2019 weiter zu.
| Segment Privatkunden in Mio. EUR | 2020 | 2021 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 28,8 | 28,2 |
| Risikovorsorge | -0,4 | -0,6 |
| Provisionsergebnis | 28,9 | 29,6 |
| Verwaltungsaufwand | -53,9 | -54,7 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,4 | 1,5 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 0,2 | 0,2 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 5,0 | 4,2 |
| ROE vor Steuern | 4,3% | 3,4% |
| Cost-Income-Ratio | 91,2% | 92,3% |
| Risk-Earnings-Ratio | 1,4% | 2,0% |
Insgesamt sind 90% unserer Privatkunden mit unseren Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden und bei der Gesamtzufriedenheit erreichten wir die Gesamtnote 1,5 auf einer fünfstelligen Notenskala. Die Beratungskompetenz unserer Vertriebsmitarbeiter wird auch regelmäßig durch unabhängige Dritte auf den Prüfstand gestellt. Im Berichtsjahr hat die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) Testkäufe in unseren Filialen durchgeführt. Bereits zum dritten Mal wurden wir als Testsieger in der Anlageberatung auserkoren. Darüber hinaus wurde uns von der ÖGVS auch der Service-Award in der Kategorie „Beratung vor Ort“ verliehen. Wir freuen uns sehr über das positive Feedback unserer Kunden und über die zahlreichen Auszeichnungen. Darin sehen wir wertvolle Bestätigungen, unseren qualitätsbewussten Weg konsequent fortzusetzen.
Das Finanzierungsgeschäft zählt zu unseren Kernkompetenzen, auch im Privatkundengeschäft. Kredite zur Finanzierung der eigenen vier Wände waren auch 2021 wieder sehr gefragt. Solche Finanzierungen sind mitunter sehr komplex und viele Kunden nehmen dafür auch gerne eine Beratung in Anspruch. Wir bieten seit einigen Jahren die Möglichkeit, eine Wohnraumfinanzierung vollständig digital zu beantragen. Wir lassen unsere Kunden dabei aber nie allein. Während der gesamten Antragsstrecke besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Berater beizuziehen. Insgesamt beliefen sich die Kundenforderungen an Privatpersonen auf 1,5 Mrd. EUR, ein Zuwachs um 1,8%.
Nachhaltige Finanzierungsprodukte sind schon seit mehreren Jahren ein fixer Bestandteil unseres Finanzierungsangebotes. Im Berichtsjahr haben wir den Anteil der Finanzierungen, der für ökologische und soziale Zwecke verwendet wurde, weiter ausgebaut. Insgesamt haben wir 219,7 Mio. EUR an nachhaltigen Finanzierungen im Privatkundensegment aushaften. Sehr zufriedenstellend ist auch die Nachfrage nach dem Green Loan, der Investitionen in den Klimaschutz begünstigt und den wir in Slowenien und Kroatien anbieten. Das vergebene Kreditvolumen stieg im Berichtsjahr auf 37,4 Mio. EUR (+7,8%).
Das tiefe Zinsniveau begleitet uns mittlerweile seit vielen Jahren. Ungeachtet dessen verzeichnen wir bei den Sonstigen Verbindlichkeiten beachtliche Zuwächse. Zum 31. Dezember 2021 sind diese im Privatkundensegment um 17,0% auf 1,7 Mrd. EUR gewachsen. Privatkunden tendieren weiterhin dazu, in konservative Anlageformen wie Spar-, Termin- und Sichteinlagen anzulegen, wobei die Attraktivität der klassischen Sparbücher von Jahr zu Jahr weiter abnimmt. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir rund 4.900 Sparbücher weniger im Bestand. Zwar waren auch gesetzliche Änderungen für den Rückgang verantwortlich, dennoch ist der Trend aus unserer Sicht nicht umkehrbar. Insgesamt verwalteten wir zum Jahresultimo 1,2 Mrd. EUR an Spareinlagen von Privatkunden, ein Rückgang um 2,5%. Immer mehr Privatkunden wollen über ihr Erspartes orts- und zeitunabhängig sowie online verfügen. Das Mein Geld-Konto erfüllt diesen Anspruch. 2021 nahmen die Volumina auf diesen Einlagenkonten um 21,3% auf 0,6 Mio. EUR zu. Der Bausparvertrag zählt trotz rückläufiger Abschlüsse zu einer beliebten Form des Sparens, wenn es um Wohnen, Bildung oder Pflege geht. Im Berichtsjahr haben wir 2.795 Bausparverträge (Vorjahr: 3.023), als langjähriger Vertriebspartner von Wüstenrot, abgeschlossen.
Das Geschäftsjahr 2021 war trotz der anhaltenden Pandemie ein sehr erfolgreiches Jahr für Anleger. Die Börsen zeigten sich durchwegs freundlich, was viele private Anleger dazu motiviert hat, am Kapitalmarkt zu veranlagen. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft erhöhte sich gegenüber 2020 von 13,3 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR (+10,8%). Auch im Wertpapierbereich arbeiten wir daran, unser digitales Angebot auszubauen. Seit September ist es möglich, im Kundenportal MyNet das Anlegerprofil selbstständig zu verlängern. Der Trend, Bankgeschäfte online zu erledigen, zeigt sich beim An- und Verkauf von Wertpapieren am Depot. Bereits 44% unsere Kunden tätigen ihre Wertpapier-Aufträge über das Kundenportal MyNet. Die Anzahl der online eröffneten Fondssparpläne konnte im Berichtsjahr ebenfalls ausgebaut werden.
Für die BKS Vermögensverwaltung gab es im Jahr 2021 ein besonderes Jubiläum zu feiern. Seit 25 Jahren bieten wir diese Veranlagungsform an. Wichtige Erfolgsfaktoren sind ein stabiles und erfahrenes Vermögensverwaltungsteam, umfangreiches Know-how sowie hohe Flexibilität bei der Umsetzung der Strategien. In den drei Varianten – BKS Portfoliostrategie, individuelle Vermögensverwaltung und BKS Anlagemix – haben wir die Volumina gesteigert. Unsere BKS-Anlagemix-Variante wurde im April 2021 um eine nachhaltige Variante erweitert. Auch diese fand großen Zuspruch bei unseren Kunden, denn grüne Veranlagungen liegen klar im Trend. Besonders erfreulich war, dass bereits zum dritten Mal unsere BKS Portfolio-Strategie nachhaltig2) mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurde. Die erfolgreiche Vermögensverwaltung war 2013 die erste und einzige mit einem Umweltzeichen in ganz Österreich. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, da sie für den Anleger ein wichtiger Gradmesser in Sachen Qualität und geprüfter Nachhaltigkeit ist. Für die Betreuung vermögender Kunden haben wir speziell ausgebildete Kundenbetreuer im Einsatz, die an drei Standorten in Wien, Kärnten und in der Steiermark maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten. Zu unseren Kernprodukten- und Dienstleistungen im Private Banking zählen neben unseren eigenen Emissionen und einer breiten Fondspalette insbesondere die Vermögensverwaltung und das Brokerage.
Nachhaltige Veranlagungen sind ein Megatrend im Wertpapiergeschäft geworden. Die Zuwachsraten in Österreich liegen bei durchschnittlich 29%. Wir haben diese Entwicklung erwartet und schon früh damit begonnen, nachhaltige Veranlagungsprodukte in unser Portfolio aufzunehmen. Wir haben als erstes österreichische Kreditinstitut einen Social Bond begeben. Wir verfügen über viel Erfahrung in der Emission von Social und Green Bonds. Mit dem Emissionsvolumen werden ausschließlich Vorhaben finanziert, die den allgemeinen Ausschlusskriterien der BKS Bank sowie den ökologischen und sozialen Finanzierungskategorien der internationalen Green und Social Bond Principles entsprechen. Im Berichtsjahr haben wir zu den bisher emittierten fünf Green und Social Bonds zwei weitere Green Bonds aufgelegt. 40% des Energiebedarfes der EU entfallen auf Gebäude. Energieeffizientem Bauen kommt daher eine wichtige Rolle im Klimaschutz zu. Wir haben mit dem Emissionserlös des einen Green Bonds ein Green Building finanziert, nämlich das BKS Holzquartier. Dieses Gebäude wurde so geplant, dass es bei der Nachhaltigkeitszertifizierung „ÖGNI“ den Gold-Standard erreicht hat. Der Emissionserlös des zweiten Green Bonds, den wir kurz vor Weihnachten emittiert haben, finanziert einen Teil einer Großinvestition in Photovoltaikanlagen.# Neue Kontolandschaft implementiert
Die Entwicklung im Zahlungsverkehr war auch im Privatkundengeschäft im vergangenen Wirtschaftsjahr wieder sehr erfreulich. Wir erzielten 10,6 Mio. EUR an Provisionsüberschuss und sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um kräftige 6,8% gewachsen. Zum klassischen Zahlungsverkehrsgeschäft gehören das Konto- und Kartengeschäft.
Im Privatkundenbereich haben wir die Kontolandschaft komplett überarbeitet und an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet. Die Anzahl der Kontomodelle haben wir erheblich reduziert und damit ein besser vergleichbares Angebot geschaffen. Zum Konto bieten wir unseren Kunden das moderne und benutzerfreundliche Kundenportal MyNet an, welches wir im Berichtsjahr an den neuen Markenstil angepasst haben. Das Feedback der Kunden zum neuen Erscheinungsbild fiel durchgängig positiv aus.
Im MyNet gibt es viele praktische Features, die man selbst einstellen kann. Als Beispiel sei der Kontorahmen genannt. Mit nur wenigen Klicks kann dieser individuell zwischen 100,- EUR und 7.000,- EUR angepasst werden – vorausgesetzt alle Bonitätskriterien sind erfüllt. MyNet wird von unseren Kunden sehr gut angenommen, die Anzahl der aktiven User steigt von Jahr zu Jahr. Zum 31. Dezember 2021 haben rund 59.900 Kunden MyNet genutzt.
Internetbanking am Smartphone gelingt am besten mit der Nutzung unserer BKS App, die wir 2021 ebenfalls um neue Funktionen erweitert haben. Seit dem Sommer geben Push Nachrichten verlässlich Auskunft über Kontobewegungen und verfügbare Kontobeträge. Die Bewertung der BKS App ist sehr positiv – Android-Nutzer vergaben 4,8 Punkte von 5 möglichen Punkten und IOS-Nutzer 4,7. Insgesamt verwenden rund 26.100 österreichische Kunden die BKS App.
Das Kartengeschäft hat sich durch die Möglichkeiten der Digitalisierung ebenfalls zu einem dynamischen Geschäftsfeld entwickelt. Zum einen nimmt das kontaktlose und smarte Bezahlen rasant zu, wobei die Pandemie diesen Trend noch verstärkt hat. Das Angebot an smarten Bezahlmethoden wächst kontinuierlich. Im Berichtsjahr haben wir zu unseren bestehenden Lösungen wie Apple Pay, BKS Wallet oder Garmin Pay auch Swatchpay neu ins Programm aufgenommen.
Zum anderen beobachten wir schon seit längerem den Trend, dass viele Einkäufe in den Online-Bereich verlagert werden und die Kartentransaktionen steigen. Parallel dazu zeigt sich, dass der Bedarf an Bargeld zurückgeht. Beim Konzept der Filiale der Zukunft haben wir die rückläufige Kassenfrequenz bereits berücksichtigt und das Handling der Bargeldtransaktionen durch den Einsatz der White Card vereinfacht.
Der Trend zum Online-Banking hält unvermindert an. Mit der Gründung von BKS Bank Connect, unserer digitalen Bank, haben wir dieser Entwicklung Rechnung getragen. BKS Bank Connect ist ein Meilenstein in der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie. Unsere digitale Bank unterstützt uns wesentlich dabei das Privatkundengeschäft profitabel zu halten und insbesondere neue Kundenschichten anzusprechen. Wenn Kunden auch Beratung benötigen, steht ein Team an ausgebildeten Kundenbetreuern auch unseren Kunden der digitalen Bank zur Verfügung. Uns ist es wichtig, auch auf unseren digitalen Kanälen Nähe zu vermitteln und immer einen kompetenten Ansprechpartner zur Stelle zu haben.
Als verantwortungsbewusste Bank bieten wir unseren Privatkunden auch eine umfangreiche Produktpalette aus dem Versicherungsbereich an. Wir treten dabei als Vertriebspartner für unseren langjährigen Partner, die Generali Versicherung AG, auf. Wir vermitteln vorrangig Kapitalversicherungen mit laufender Prämie, fondsgebundene Lebensversicherungen, auch auf Basis von Einmalerlagen, sowie Risiko- und Unfallversicherungen.
Im Berichtsjahr waren wir mit der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts zufrieden. Im Gegensatz zum Vorjahr konnten wir in sämtlichen Sparten einen Zuwachs verzeichnen. Die Kapitalversicherungen legten gemessen am Prämienvolumen um 5,2% zu. Der Vertrieb von Unfallversicherungen entwickelte sich ebenfalls erfreulich mit einem Plus von 10,8%. Auch im Versicherungsgeschäft wollen wir digitale Services anbieten. Seit einigen Monaten haben wir eine Verbindung zwischen dem MyNet-Kundenportal und dem Generali Kundenportal geschaffen.
Die Ertragskraft im Privatkundensegment nachhaltig zu stärken, bleibt weiterhin ein bestimmendes Thema für die kommenden Monate. Ein Mix aus mehreren Maßnahmen unterstützt uns dabei, die gesetzten Ertragsziele zu erreichen. Zum einen wollen wir unsere digitale Kompetenz weiter ausbauen, um den Vertrieb der digitalen Produkte und Dienstleistungen anzukurbeln. Zum anderen arbeiten wir kontinuierlich daran, Filial- und Verkaufsprozesse zu optimieren. Beim Ausbau des digitalen Produktangebotes steht die Online-Depoteröffnung ante portas und auch das Kundenportal für unsere slowakischen Kunden wird in den kommenden Monaten mit weiteren eServices ausgestattet. In Slowenien arbeiten wir an der Einführung der Anlageberatung, um unsere Position als größter Wertpapierdienstleister zu festigen. Auf der strategischen Agenda finden sich selbstverständlich auch Initiativen zur Gewinnung neuer Kunden und zur Verbesserung der Up- und Cross-Selling-Raten. Mit einer Kombination aus individualisierten Angeboten und verbessertem Kontaktmanagement über alle digitalen Kanäle wollen wir in den kommenden Monaten unsere Vertriebsleistung kräftig ankurbeln.
Im Segment Financial Markets tragen neben den Ergebnissen aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentlich zum Ergebnis bei. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit. Das Segment Financial Markets hat sich im vergangenen Geschäftsjahr mit starken Ergebnisbeiträgen zurückgemeldet und befindet sich auf stabilem Kurs.
Zum 31. Dezember 2021 erzielten wir einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 35,2 Mio. EUR, ein kräftiger Zuwachs um 50%. Die signifikante Ergebnissteigerung ist im Wesentlichen auf den Zinsüberschuss, in dem auch die Erträge aus at Equity bilanzierten Unternehmen abgebildet sind, zurückzuführen. Dieser betrug zum Jahresultimo 40,6 Mio. EUR. Im Zinsergebnis sind auch die Erträge aus Beteiligungen enthalten. Das Beteiligungsportfolio ist wenig risikobehaftet, außerhalb der Finanzbranche halten wir nur wenige Beteiligungen. Zu unseren wichtigsten Beteiligungen zählen unter anderem die Beteiligung an der Österreichischen Kontrollbank (OeKB), der 3 Banken KFZ-Leasing, der 3 Banken-Generali Investment GmbH sowie an der Wiener Börse.
Im Geschäftsjahr 2021 haben wir insgesamt 2,0 Mio. EUR an Erträgen aus Beteiligungen generiert, darunter 1,0 Mio. EUR an Ausschüttung von der OeKB. Die Beteilung an der 3 Banken KFZ-Leasing im Ausmaß von 10,0% hat Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR eingebracht. Mit dieser Beteiligung partizipieren wir am gesamten österreichischen KFZ-Leasingmarkt.
Das Exposure im Interbankgeschäft entwickelte sich rückläufig, da aufgrund des niedrigen Zinsniveaus das Interbankgeschäft an Attraktivität verloren hat. Insgesamt betrug das Volumen 94,6 Mio. EUR. Wir arbeiten in erster Linie mit bonitätsstarken Bankpartnern zusammen, die über erstklassige Ratingstufen – AA bis A3 – verfügen. In dieser Geschäftssparte haben wir schon vor Jahren ein regelmäßiges Monitoring inklusive klarer Berichtslinien aufgebaut.
| Segment Financial Markets in Mio. EUR | 2020 | 2021 |
|---|---|---|
| Zinsüberschuss inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 27,7 | 40,6 |
| Risikovorsorge | -0,3 | 0,1 |
| Provisionsergebnis | -0,2 | -0,2 |
| Handelsergebnis | 2,2 | 0,8 |
| Verwaltungsaufwand | -10,5 | -10,1 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -0,1 | 0,0 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten | 4,5 | 4,0 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 23,4 | 35,2 |
| ROE vor Steuern | 3,1% | 4,4% |
| Cost-Income-Ratio | 36,3% | 24,5% |
| Risk-Earnings-Ratio | 1,1% | - |
Dementsprechend gering fielen die Dotierungen für die Risikovorsorge aus. Im Berichtsjahr haben wir 0,1 Mio. EUR aufgelöst. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 10,1 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert.
Im Aktiv-Passiv-Gremium steuern wir unter anderem auch die langfristige oder strukturelle Liquidität. Eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die ab 28. Juni 2021 verpflichtend einzuhalten ist und die die langfristige Liquidationssituation abbildet, ist die NSFR. Um die Net Stable Funding Ratio (NSFR) zu stärken, haben wir im Berichtsjahr 154,7 Mio. EUR an langfristigen Anleihen emittiert. Darüber hinaus haben wir von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an sogenannten Targeted Longer-Term Refinancing Operations im Rahmen der TLTRO III-Serie in Höhe von insgesamt 550,0 Mio. EUR teilzunehmen. Die Net Stable Funding Ratio (NSFR) hat sich auch dadurch auf 122,9% erhöht.
Die steuerungsrelevanten Kennzahlen entwickelten sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Der Return on Equity verbesserte sich durch das gute Segmentergebnis von 3,1% auf 4,4%. Die Cost-Income-Ratio reduzierte sich von 36,3% auf erfreuliche 24,5%.
Unser Ziel ist es, auch weiterhin ein solider und verlässlicher Emittent von Wertpapieren zu sein. Wir werden daher auch im laufenden Jahr eigene Emissionen begeben und unseren Kunden damit attraktive Veranlagungsmöglichkeiten bieten. Die Vermeidung von Marktrisiken wird auch 2022 unser Investitionsverhalten bestimmen. Wir werden unsere konservative Veranlagungsstrategie beibehalten und unsere Investitionen vorrangig in High Quality Liquid Assets tätigen. Darüber hinaus werden wir auch unsere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern – Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft – fortsetzen.# Sonstiges Segment
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge abgebildet, die wir nicht eindeutig den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zuordnen können. In der Segmentberechnung legen wir großen Wert darauf, den Geschäftssegmenten nur solche Ertrags- und Aufwandspositionen zuzuschreiben, die in diesem Segment erwirtschaftet bzw. von diesem Segment verursacht wurden. Das Jahresergebnis vor Steuern im sonstigen Segment betrug -22,7 Mio. EUR nach -9,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Ergebnisverschlechterung ist vor allem auf den Schadensfall in der Direktion Kroatien zurückzuführen, für den wir Risikovorsorgen in Höhe von 12,7 Mio. EUR gebildet haben. Wir haben die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Vorfalls in das Segment Sonstige zugeordnet, da dieser nicht mit der operativen Geschäftsentwicklung in Zusammenhang steht. Das Segmentergebnis war auch durch die hohen regulatorischen Kosten belastet. Die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds mit 6,6 Mio. EUR sowie die Beiträge zum Abwicklungsfonds mit 3,8 Mio. EUR schlugen sich ebenfalls hier zu Buche. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 7,0 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau.
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Gesamtrisikoposition erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung. Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2021 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:
* 5,5% für das harte Kernkapital
* 7,3% für das Kernkapital und
* 9,7% für die Gesamtkapitalquote gesamt
Das harte Kernkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 40,2 Mio. EUR auf 709,5 Mio. EUR, ein Zuwachs um 6,0%. Die harte Kernkapitalquote erhöhte sich leicht von 11,8% auf 11,9%. Das zusätzliche Kernkapital nahm durch die Emission von Nachrangobligationen um 9,3 Mio. EUR auf 65,2 Mio. EUR zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 209,1 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 983,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 7,4%. Die Gesamtkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 16,6%.
| BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR in Mio. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 85,9 | 85,9 |
| Rücklagen abzgl. immaterielle Vermögensgegenstände | 1.193,6 | 1.279,0 |
| Abzugsposten | -610,2 | -655,3 |
| Harte Kernkapital (CET1) | 669,3 | 709,5¹ |
| Harte Kernkapitalquote | 11,8% | 11,9% |
| AT1-Anleihe | 55,9 | 65,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 55,9 | 65,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 725,2 | 774,7 |
| Kernkapitalquote | 12,8% | 13,0% |
| Ergänzungskapital | 190,9 | 209,1 |
| Eigenmittel insgesamt | 916,1 | 983,8 |
| Gesamtkapitalquote | 16,2% | 16,6% |
| Total Risk Exposure Amount | 5.664,1 | 5.943,8 |
¹ Beinhaltet das Jahresergebnis 2021. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig.
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 8,2%. Wir überschreiten damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0%. Seit dem Jahr 2020 gibt es bei der Berechnung der Leverage Ratio eine wesentliche Neuerung. Forderungen an Zentralbanken können temporär von der Leverage Ratio ausgenommen werden. Im Berichtsjahr haben wir von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.
Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Eligible Liabilities and Own Funds und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der BKS Bank einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14,99% der Gesamtverbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, TLOF) auf konsolidierter Ebene vorgeschrieben. Die MREL-Quote betrug zum Jahresende 19,4% auf Basis TLOF. Ab Jänner 2022 ist die MREL-Quote auf Basis des Total Risk Exposure Amounts (TREA) neu zu ermitteln Die aufsichtsrechtlich vorgegebene Mindestquote beträgt 22,3%, welche wir zum Jahresende 2021 mit 32,3% bereits erfüllten.
Die Beschreibung der Ziele und Methoden des Risikomanagements sowie die Erläuterungen zu den wesentlichen Risiken sind in den Notes ab Seite 171 im Kapitel Risikobericht dargestellt.
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt. Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist. Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch das European Single Electronic Format (ESEF). Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des konzernweiten internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse des Konzerns entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen, die Konzernkonsolidierung sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen übertragen täglich ihre Daten über Schnittstellen in den General Ledger, der im SAP geführt wird. Zentral verantwortliche Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet. Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Berechtigungen monitort, Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet. Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen wurden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft. Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.
Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig.# Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.
Die BKS Bank veröffentlicht die nicht- finanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungs- gesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2021. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Die Informationen auf den folgenden Seiten stellen nur einen Auszug über ausgewählte Entwicklungen unserer nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dar. Über die ab 2021 erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8 der Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2021 berichtet.
Die BKS Bank hat seit vielen Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie implementiert. Unter dem Motto „Verantwortungsbewusst in eine lebenswerte Zukunft“ gliedert sich diese in fünf Handlungsfelder:
Je Handlungsfeld haben wir bis 2025 strategische Nachhaltigkeitsziele festgelegt, um den Erfolg messbar machen zu können. Beispielsweise wollen wir unseren Status als Branchenleader in Sachen Nachhaltigkeit beibehalten und weiterhin von ISS ESG mit dem Prime-Status geratet werden. Wir streben unter anderem langfristig Klimaneutralität an, wollen den Anteil der nachhaltigen Investmentbausteine in der Vermögensverwaltung auf 30% erhöhen und den Gender-Pay-Gap auf 12% reduzieren.
Nachhaltigkeit ist aufgrund ihrer hohen Bedeutung im Verantwortungsbereich der Vorstandsvorsitzenden verankert, die regelmäßig dem Aufsichtsrat über die Fortschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie berichtet. Die CSR-Verantwortliche entwickelt und koordiniert das CSR-Programm gemeinsam mit den in- und ausländischen CSR-Teams. In vierteljährlichen CSR-Jour fixes werden mit mehreren Vorstandsmitgliedern der Fortschritt bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert und weitere Schritte definiert.
Nachhaltigkeits- oder ESG-Risiken sind für die BKS Bank Ereignisse oder Bedingungen aus Umwelt (E), Sozialem (S) oder Unternehmensführung (G), die tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Reputation unseres Unternehmens haben können. Bei der Betrachtung dieser Risikoart legen wir die doppelte Wesentlichkeit zugrunde, insbesondere betrachten wir in unserem auf der Folgeseite dargestellten ESG-Risikomanagementprozess auch Wechselwirkungen zwischen ESG- und finanziellen Risiken. Die Gesamtverantwortung für das ESG-Risikomanagement trägt der Vorstand, mit dem Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen in mehreren Gremien, wie dem Kreditrisiko-Jour fixe, dem Aktiv-Passiv-Management-Gremium oder dem OR-Gremium auf breiter Basis diskutiert und bewertet werden. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt als feinmaschiges Netz innerhalb der einzelnen Risikoarten. Daher beziehen sich die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von ESG- und insbesondere Klimarisiken auf die unterschiedlichen Steuerungsebenen und Risikokategorien.
Zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von ESG-Risiken und -Chancen setzen wir vielfältige Due-Diligence-Prozesse ein. Beispielhaft genannt seien
Im Berichtsjahr führten wir mehrere Risk-assessments auf Einzelkunden- und Portfolio-Ebene durch. Dabei zeigte sich, dass nur ein sehr geringer Teil der Kunden unseres Hauses durch ESG-Risiken stärker gefährdet ist. Die höchste Risikoexponiertheit weisen Kunden aus der Landwirtschaft, der Wasserversorgung, der Abfallentsorgung und dem Tourismus auf. Aus den Ergebnissen der Due-Diligence-Prozesse leiten wir Mitigationsmaßnahmen zur Risikominimierung ab. Zu diesen zählen wir unter anderem
Der Austausch mit unseren Stakeholdern bildet eine wichtige Quelle für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. 2021 tauschten wir uns mit Nachhaltigkeitsexperten zum Green Deal aus und führten Mitarbeiter- und Kundenbefragungen durch.
94% unserer Mitarbeiter sind stolz, in der BKS Bank zu arbeiten. Die Gesamtzufriedenheit liegt bei 2,0 auf einer sechsteiligen Skala. Diese erfreulichen Werte sind zwei der Kernergebnisse der Mitarbeiterbefragung 2021. In Zeiten, in denen am Arbeitsmarkt ein starker Wettbewerb um die besten Köpfe herrscht, sehen wir diese Bewertung als Auszeichnung. Der BKS Bank Konzern ist Arbeitgeber für 1.145 Personen aus 15 Nationen. Um der steigenden Diversität Rechnung zu tragen, wurde 2020 eine Diversitätsbeauftragte ernannt und im Berichtsjahr das Ausbildungsprogramm um mehrere Angebote zum Thema erweitert.
Ein Fokus in der Beseitigung von Ungleichheiten liegt auf der Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte und der Reduktion des Gender-Pay-Gaps. Erfreulicherweise ist es uns erstmals gelungen, mit einem Frauenanteil unter Führungskräften von 36,5% unser Ziel von 35% zu übertreffen. Auch beim Gender-Pay-Gap, der bis 2025 auf 12% in Österreich sinken soll, konnten wir uns dem Zielwert weiter annähern. Am Jahresende lag die Einkommensdifferenz bei 16,2%.
Eine wichtige Rolle für die Erhöhung der Zahl weiblicher Führungskräfte und im Employer Branding spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In Österreich, Slowenien und Kroatien tragen wir die jeweils landesübliche Auszeichnung als familienfreundliches Unternehmen. In Kärnten wurden wir kürzlich zum „Familienfreundlichsten Großunternehmen 2021“ gekürt.
2021 verbrachten unsere Beschäftigten über 36.600 Stunden auf Ausbildung. Einer der Ausbildungsschwerpunkte lag auf dem Thema Nachhaltigkeit. So absolvierten alle als European Investment Practitioner zertifizierten Anlageberater eine mehrstufige Ausbildung zur nachhaltigen Geldanlage. Auf großes Echo stieß auch das erstmals angebotene Exzellenzprogramm für erfahrene Führungskräfte.
| Mitarbeiter nach Personen | 2019 | 2020 | 2021 |
|---|---|---|---|
| Gesamt | 1.128 | 1.133 | 1.145 |
| •davon in Österreich | 851 | 851 | 856 |
| •davon in Slowenien | 150 | 154 | 158 |
| •davon in Kroatien | 76 | 79 | 82 |
| •davon in der Slowakei | 46 | 45 | 45 |
| •davon in Italien | 4 | 4 | 4 |
| •davon in Ungarn | 1 | - | - |
| •davon Frauen | 637 | 641 | 663 |
| •davon Männer | 491 | 492 | 482 |
| •davon Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen | 27 | 25 | 24 |
Bitte beachten Sie, dass sämtliche an anderer Stelle im Geschäftsbericht angeführten Mitarbeiterkennzahlen – sofern nicht besonders vermerkt – in Personaljahren (PJ) angegeben werden. Die Tabelle beinhaltet auch Mitarbeiter nicht konsolidierter Gesellschaften.
Großes Augenmerk legten wir im Berichtsjahr wieder auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Über die Maßnahmen zur COVID-19-Prävention informieren wir Sie auf Seite 68 dieses Berichts. Darüber hinaus haben wir unsere Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung auch 2021 angeboten. Das Jahresprogramm „Durch die Bank gesund“ stand im Zeichen der Lebergesundheit. Es wurde von 255 Mitarbeitern in Anspruch genommen. Positiv zu vermerken ist auch, dass unser Haus erneut mit dem „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung“ ausgezeichnet wurde.
Mit unseren Aktivitäten für die Gesellschaft leisten wir unter anderem einen Beitrag zu den Sustainable Development Goals 1 „Keine Armut“ und 4 „Hochwertige Bildung“. Wichtige Instrumente dafür sind
2021 förderten wir 105 Initiativen mit 216 Tsd. EUR. Darunter die Tage der deutschsprachigen Literatur, den Carinthischen Sommer, den Brahms Wettbewerb, Kärntner in Not oder das SOS-Kinderdorf. Unsere Mitarbeiter zeigten auch ein großes Herz für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Kroatien. Sie spendeten rund 10.000,- EUR, die an die NGO Solidarna übergeben wurden.# Die BKS Bank
Die BKS Bank selbst stellte ein Mobile Home zur Verfügung, das über das Kroatische Rote Kreuz an eine Familie übergeben wurde.
Im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes gehen unsere Ziele zum Ausbau des nachhaltigen Produktangebots, der Dekarbonisierung und der Errichtung von Green Buildings Hand in Hand. Alle dazu initiierten Maßnahmen leisten einen Beitrag, damit unser Haus langfristig klimaneutral wird.
Im Berichtsjahr konnte die BKS Bank das Volumen nachhaltiger Produkte von 580 Mio. EUR auf 765 Mio. EUR ausbauen. Davon sind 556,2 Mio. EUR Finanzierungen mit nachhaltigem Verwendungszweck, wie die Finanzierung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Volumen nachhaltiger Produkte Die Aufstellung umfasst die Volumina von BKS Portfolio-Strategie nachhaltig, der emittierten Green und Social Bonds, der nachhaltigen Investmentbau steine in den BKS Portfolio-Strategie-Varianten, des Öko-Sparbuchs, des Grünen Sparbuchs, der nachhaltigen Finanzierungen, des Green Loans in Slowenien und Green Leasings und seit 2021 auch des Green Loans in Kroatien. Energie, Investitionen in die Kreislaufwirtschaft, die Erhöhung der Biodiversität oder nachhaltige Mobilität. Bislang erfolgt diese Klassifizierung nach einem von der BKS Bank erstellten Kriterienkatalog. 2021 arbeiteten wir intensiv an der Einführung einer Software zur Prüfung, ob eine Finanzierung taxonomiekonform ist, und konnten dabei gute Fortschritte erzielen. Dies erfolgt gemeinsam mit mehreren Banken, dem Verband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) und Dydon. Die Software wird unsere Mitarbeiter userfreundlich durch den Prüfprozess steuern und sicherstellen, dass alle für die Beurteilung notwendigen Kriterien korrekt abgefragt werden. Zusätzlich werden mit künstlicher Intelligenz und verfahrenstechnischen Berechnungen prüfungsrelevante Daten ermittelt. Dies sollte vor allem bei Finanzierungen von KMU Erleichterungen in der Datensammlung bringen.
2021 emittierte die BKS Bank zwei Green Bonds. Mit den Emissionserlösen des BKS 0,45% Green Bonds 21-26/2 finanzierten wir die Errichtung des BKS-Holzquartiers. Dies ist ein Green Building im Zentrum von Klagenfurt. Kurz vor Weihnachten setzten wir mit den Stadtwerken Klagenfurt ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz. Die Stadtwerke Klagenfurt tätigen mit 20 Mio. EUR eine Großinvestition in 59 Photovoltaikanlagen. Ein Teil dieser Investition wird mit einem Green Bond der BKS Bank finanziert. Durch diese Photovoltaikanlagen werden künftig rund 13.500 t CO2-Äquivalente jährlich eingespart.
2021 ermittelten wir zudem den Impact der in den Jahren 2017 bis 2020 aufgelegten Green und Social Bonds auf Umwelt und Gesellschaft. Wir freuen uns, mit unseren nachhaltigen Anleihen beizutragen, dass
* über 10.000 t CO2-Äquivalente pro Jahr vermieden werden,
* 39 GWh Strom jährlich aus erneuerbarer Energie produziert werden,
* 106 Pflegeplätzen für Demenzkranke geschaffen wurden und
* 290 Schüler ein energieeffizientes, modernes Schulgebäude nutzen können.
Auch im Rahmen der Vermögensverwaltung bieten wir unseren Kunden nachhaltige Alternativen an, allen voran die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig. Diese wurde 2021 erneut mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet1). Summa summarum lag der Anteil nachhaltiger Investmentbausteine in der Vermögensverwaltung am Jahresende 2021 bei 28,5%. Wir stehen somit knapp davor, unseren in der Nachhaltigkeitsstrategie definierten Zielwert von 30% zu erreichen, und zwar deutlich früher als es unserem festgelegten Zielpfad bis 2025 entspricht.
Auch in unserem Eigenportfolio soll der Anteil von Nachhaltigkeitsfonds kontinuierlich erhöht werden, um ein Paris Alignment zu erreichen. 2021 ist es uns gelungen, die CO2-Emissionen unseres Nostro-Fondsportfolios von 138 t CO2/1 Mio. $ Umsatz auf 105 t CO2/1 Mio. $ Umsatz zu senken, und dabei den gewichteten ESG-Risikoscorewert nach MSCI ESG von A auf AA zu verbessern.
1) Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Infrastruktur und Technologie (BMK) für die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig verliehen, weil bei der Auswahl von Aktien/Anleihen/Anteilscheinen/Immobilien bzw. mittels Giro-/Spareinlagen oder Green Bonds finanzierter Projekte neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Aktien/Anleihen/Anteilscheine bzw. Immobilien, Projekte oder Veranlagungs- formen auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen stellt keine ökonomische Bewertung dar und lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Finanzprodukts zu.
Die BKS Bank ermittelt ihren Carbon Foot-print für Scope 1, 2 und kleinere Teile von Scope 3 seit 2012. Der Großteil der von uns verursachten Emissionen entsteht indirekt durch Kredite und Veranlagungsprodukte. 2021 konnten wir erste Fortschritte bei der Berechnung dieser Financed Emissions nach dem Standard der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) erzielen und Emissionsdaten für von uns vergebene Unternehmenskredite und Kfz-Finanzierungen, unsere Vermögensverwaltungsvarianten und das Eigenportfolio ermitteln. Insgesamt zeigte sich, dass diese Assetklassen indirekte Emissionen im Ausmaß von rund 1,2 Mio. t CO2-Äquivalenten verursachten. Bei der Ermittlung der Emissionen aus dem direkten Geschäftsbetrieb konnten wir im Berichtsjahr die für die Berechnung herangezogene Datenbasis deutlich ausweiten.
So konnten wir zum ersten Mal Daten für die An- und Abreise der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz, für IT-Geräte, das Restaurant Oscar und den BKS-Wohnpark mit einbeziehen. Von konzernweit 2.247 t CO2-Äquivalenten entfielen 1.134 (51%) auf die An- und Abreise der Mitarbeiter. Zweitgrößte Emissionsquelle war der Stromverbrauch mit 277 t CO2-Äquivalenten, gefolgt von Fernwärme mit 209 t CO2-Äquivalenten. Auch hinsichtlich des Gesamtenergieverbrauchs mussten wir im Berichtsjahr eine Erhöhung von 7,18 GWh auf 7,92 GWh hinnehmen. Davon entfielen rund 97 MWh auf die erstmalige Einbeziehung des Restaurants Oscar und des BKS-Wohnparks.
| Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2020 | Stand 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Wir sind die nachhaltigste Bank Österreichs | Best of Class in Sachen Nachhaltigkeit: | |||
| ISS ESG-Prime | ü | ü | ü | |
| VÖNIX-Indexmember | ü | ü | ü | |
| EMAS zertifiziert | ü | ü | ü | |
| Green Brand | ü | ü | ü | |
| Wir nuzten digitale Lösungen für einen nachhaltigen Geschäfts- und Arbeitsalltag | Einsparung von 600 Tsd. km p.a. an Dienstreisen durch Videkonferenzen2) | 393 Tsd. | 203 Tsd. | 486 Tsd. |
| Wir wertschätzen unsere Mitarbeiter und sind stolz auf diese | Mitarbeiterbefragung: Gesamtzufriedenheit liegt mindestens bei 1,9 | 2,0 (letzte Befragung 2017) | 2,0 (letzte Befragung 2017) | 2,0 |
| Der Anteil von Frauen in Führungs-positionen steigt auf 35% | 31,6% | 33,2% | 36,5% | |
| Mindestens 25% der Mitarbeiter nehmen p.a. am Programm der betrieblichen Gesundheits-förderung teil | 27,7% | 16,2% | 22,4% | |
| Der Gender-Pay-Gap wurde auf 12% reduziert | 16,5% | 16,4% | 16,2% |
1)Der Indikator bezieht sich jeweils auf 2025. Wenn ein jährlich zu erreichendes Ziel angestrebt wird, wird dieses beim Indikator gesondert angemerkt.
2)Bis 2019 erfassten wir ausschließlich in unseren Videokonferenzräumen abgehaltene Online-Meetings. Seit 2020 kommen auch weitere Videokonferenzsysteme im Haus zum Einsatz. Die Ermittlung der dadurch eingesparten km ist nur mit großem Aufwand möglich. Für 2020 wurden deshalb nur jene Meetings erfasst, die im Videokonkonferenzraum stattgefunden haben. 2021 haben wir die Einsparung mit einer Hochrechnung basierend auf Daten aus allen eingesetzten Videokonferenzsystemen berechnet. Der Wert kann also nur als Richtwert betrachtet werden.
| Strategisches CSR-Ziel | Indikator1) | Ausgangswert 31.12.2019 | Stand 31.12.2020 | Stand 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Unser Mitarbeiter sind Multiplikatoren für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung | Mindestens 10% aller Mitarbeiter beteiligen sich p.a. an einem Corporate Volunteering | 10,4% | 3,9% | 3,5% |
| Nachhaltigkeit verstehen wir als Innovationstreiber für nachhaltige Bankprodukten | Das Neukredit-volumen nach-haltiger Finan-zierungen beträgt p.a. 200 Mio. EUR | 131,5 | 116,8 | 143,0 |
| Der Anteil an ESG-Investmentbau-steinen in der Ver-mögensverwaltung erhöht sich auf 30%.3) | k.A. |
| Assetklasse | Summe der erfassten Finanzierungen und Investitionen in Tsd. EUR | Scope 1 und 2 Emissionen in t CO2-Äqu. | Emissionsintensität in t CO2-Äqu./ Mio. EUR Invested | Scope 3.15 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzierungen | 4.090.361 | 1.005.262 | 245,8 | |
| Â Â Â Kfz-Kredite | 15.910 | 2.301 | 144,6 | |
|    Vermögensverwaltung | 204.584 | 13.498 | 66,0 | |
| Â Â Â Eigenportfolio | 224.444 | 12.426 | 55,4 | |
| Zwischensumme | 4.535.300 | 1.033.487 | 227,91) | |
| Scope 3.13 | ||||
| Â Â Â Kfz-Leasingfinanzierungen2) | Â | 146.580 | ||
| Summe | Â | 1.180.067 |
1) Die Emissionsintensität von 227,9 t CO2-Äqu./Mio. EUR ergibt sich nicht durch Summieren der darüberstehenden Werte, sondern wird anhand folgender Formel berechnet: Scope 1 und 2 Emissionen / Summe der erfassten Finanzierungen * 1.000.000
2) Für das Leasingportfolio erfolgte die Berechnung in Übereinstimmung mit dem Leitfaden des GHG Protocols zu nachgelagerten geleasten Assets (downstream leased assets), da diese nicht in der PCAF-Methodologie erfasst sind.## Ausblick
Ende Feber hat Russland die Ukraine angegriffen. Der russische Angriff hat globale Schockwellen ausgelöst und die Börsen und Wirtschaft hart getroffen. Zwar spielt Russland als Wirtschaftspartner für die EU und auch für Österreich eine kleinere Rolle, allerdings gibt es große Abhängigkeiten im Hinblick auf die Gasimporte. Die Preise für Energie sind seit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts bereits gestiegen. An den internationalen Aktienmärkten kam es zu heftigen Kurseinbrüchen und viele Anleger flüchteten in Anlagen wie Gold und Anleihen, die in Krisenzeiten als sicher gelten. Welche Auswirkungen der russische Einmarsch auf die weltweiten Konjunkturentwicklungen hat, ist zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses schwer abschätzbar. Experten sind sich einig, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen weltweit und besonders in Europa stark spürbar sein werden und den Wirtschaftsaufschwung beeinträchtigen werden. Auch die hohe Inflation dämpft die Konjunkturprognosen wie ein vor Kurzem veröffentlichter Konjunkturbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt.
Die Inflation wird im Jahr 2022 voraussichtlich deutlich höher sein, als noch vor wenigen Monaten erwartet wurde. Die hohen Inflationsraten sowie die Angst vor Zweitrundeneffekten, gepaart mit hohen Rohstoffpreisen, und die Aussicht auf eine restriktivere Notenbankpolitik werden im laufenden Jahr die grundsätzlich solide wirtschaftliche Entwicklung bremsen. So soll laut IWF die globale Wirtschaft im Jahr 2022 nunmehr um 4,4% wachsen, was um 0,5% unter der Herbstprognose liegt. Für die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt, wurde die Prognose seitens des IWF um 1,2% auf 4,0% gesenkt. In der Eurozone geht man im Moment von einem Wachstum von 3,9% aus, nicht eingerechnet sind hier etwaige Rückschläge durch den Russland-Ukraine-Konflikt. Die Prognose für das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China wurde seitens des IWF um 0,8% auf 4,8% gesenkt. China leidet vor allem an den Turbulenzen des Immobiliensektors. In den für unser Haus wichtigen Auslandsmärkten Slowenien, Kroatien und Slowakei wird seitens der Europäischen Kommission ein überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert. Laut Herbstprognose soll die Wirtschaft in Slowenien im Jahr 2022 um 4,2% wachsen, in Kroatien soll das Wachstum 5,6% betragen und in der Slowakei erwartet man ein Wachstum in Höhe von 5,3%. Wobei auch hier noch nicht abschätzbar ist, wie sich der Krieg in der Ukraine auf das BIP-Wachstum dieser Länder auswirken wird.
Der russische Einmarsch in der Ukraine hat bereits ein Beben an den internationalen Börsenplätzen ausgelöst. Aufgrund vieler Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass es im Jahresverlauf immer wieder zu temporären Kurskorrekturen kommen könnte, vor allem bei Aktienanlagen. Trotz der Aussicht auf höhere Kursschwankungen, bleibt der mittelfristige Ausblick unserer Meinung nach insbesondere für Aktien weiter positiv. Zudem ist der Aktienmarkt, vor allem in Anbetracht der hohen Inflationsraten, die einzige Chance auf einen realen Kapitalerhalt. Das ist vielen Anlegern bewusst, demnach sollten Aktienmärkte auch zukünftig gut unterstützt bleiben.
Das Umfeld für Anleihen gestaltet sich weiterhin äußerst schwierig. Das absolute Renditeniveau bei Staatsanleihen ist trotz Zinsanstiegen in den vergangenen Monaten immer noch unattraktiv. Zudem ist davon auszugehen, dass die Zinsen in diesem Segment weiter steigen werden, was die Kurse belasten wird. Unternehmensanleihen erscheinen in diesem Umfeld attraktiver. Aber auch hier ist, zumindest temporär, davon auszugehen, dass das Renditeniveau ansteigen könnte, was sich zwischenzeitlich negativ auf die Kurse auswirken dürfte. Eine sehr gute Ergänzung in diesem Segment sind Social und Green Bonds. Diese fördern soziale und umweltfreundliche Projekte. Somit hat man die Sicherheit, dass das zur Verfügung gestellte Kapital einen ökologischen und/oder einen sozialen Mehrwert bringt.
Wir gehen davon aus, dass uns die Verfahren, die die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank führen, auch im Jahr 2022 beschäftigen werden. Der bisherige Gang der Verfahren bestärkt uns aber in unserer Sichtweise, dass die BKS Bank sich stets rechtskonform verhalten hat und die von den genannten Minderheitsaktionärinnen erhobenen Vorwürfe haltlos sind.
Im aktuellen Geschäftsjahr feiern wir unser 100-jähriges Bestehen. Damals, im Jahr 1922, war der Erste Weltkrieg erst wenige Jahre zu Ende und die Wirtschaft erholte sich nur langsam von den Kriegsstrapazen. Bedauerlicherweise ist der Frieden in Europa 100 Jahre später erneut dramatisch bedroht. Die Gefahr eines länger anhaltenden Krieges könnte zu erheblichen wirtschaftlichen Rückschlägen führen, deren Auswirkungen auch auf unsere Kernmärkte ausstrahlen könnten. Wir rechnen mit einem herausfordernden Wirtschaftsjahr.
Die Kreditnachfrage dürfte nach den jüngsten Ereignissen deutlich weniger dynamisch ausfallen als noch vor Kurzem angenommen. Der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen könnte in den kommenden Monaten steigen. Im Primäreingelagen- geschäft rechnen wir mit weiteren Zuwächsen, wobei wir durch die Emission eigener Anleihen wachsen und insbesondere auch institutionelle Anleger gewinnen möchten. In der Ertragsrechnung bleibt das Zinsgeschäft der wichtigste Posten.
Ungewiss ist, ob es in den kommenden Monaten zu einer Trendwende in der Zinspolitik kommen wird. Vor wenigen Wochen noch waren wir bei dieser Frage optimistischer. Es schien, dass die Zeit des billigen Geldes und der historisch niedrigen Zinsen langsam zu Ende ginge. Durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse schwindet die Chance auf eine Trendumkehr. In den Planrechnungen für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit moderaten Steigerungen im Zinsergebnis.
Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes bleibt im Mittelpunkt unserer Vertriebsstrategie, wobei unser Fokus auf dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft liegt. Die Kostenentwicklung gut im Griff zu halten, bleibt auch für 2022 ein wichtiges Thema. Durch den Konkurs der EU-Tochter der russischen Sberbank ist mit höheren Beitragszahlungen für den Einlagensicherungsfonds zu rechnen und auch die hohe Inflation wird zu Kostensteigerungen in vielen Bereichen führen.
Strategisch werden wir uns den zwei bestimmenden Themen in der Finanzbranche – Nachhaltigkeit und Digitalisierung – widmen. Mit beiden Themen sind wir bereits bestens vertraut. Vor allem das Thema Nachhaltigkeit ist uns seit vielen Jahren eine besondere Herzensangelegenheit. Wir haben viel Überzeugungs- und Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet und zählen zu den Besten in Sachen Nachhaltigkeit. Um unsere Vorreiterrolle auszubauen, haben wir eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen bzw. neue Vorhaben in das Projektportfolio aufgenommen, darunter die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität oder den Ausbau des nachhaltigen Produktangebotes. Auch Maßnahmen zur Entwicklung grüner Immobilienprojekte finden sich auf unserer strategischen Agenda. Im Frühjahr 2022 werden wir unser drittes Green Building, einen Wohnpark mit Geschäftsflächen und einer BKS Bank-Filiale, in Eisenstadt fertigstellen und an die Mieter übergeben. Dem zweiten großen Thema, der Digitalisierung, widmen wir uns ebenfalls mit viel Elan. Auch in diesem Bereich ist das Projektportfolio prall gefüllt.Von der Digitalisierung des Firmenkundenkreditprozesses über den Ausbau des digitalen Produkt- und Serviceangebotes für Firmenkunden und Privatkunden bis hin zu einer personalisierten und individualisierten Kundenansprache reichen die geplanten Vorhaben.
Ergebnisentwicklung 2022 mit Unsicherheiten behaftet
Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse und die damit allenfalls verbundenen Marktverwerfungen beeinträchtigt werden. Die operative Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen verlief vielversprechend, nichtsdestotrotz wird es angesichts des eingetrübten Umfeldes herausfordernd werden, die Geschäftsziele für 2022 zu erreichen.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
| Anhang/Notes | 2020 | 2021 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Zinserträge aus Anwendung der Effektivzinsmethode | 142.305 | 144.685 | 1,7 |
| Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 23.584 | 22.222 | -5,8 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -29.417 | -27.989 | -4,9 |
| Zinsüberschuss1) (1) | 136.472 | 138.918 | 1,8 |
| Risikovorsorge (2) | -25.026 | -32.389 | 29,4 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 111.446 | 106.529 | -4,4 |
| Provisionserträge | 69.709 | 73.216 | 5,0 |
| Provisionsaufwendungen | -5.363 | -6.113 | 14,0 |
| Provisionsüberschuss (3) | 64.346 | 67.103 | 4,3 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen (4) | 30.903 | 44.959 | 45,5 |
| Handelsergebnis (5) | 2.231 | 785 | -64,8 |
| Verwaltungsaufwand (6) | -123.154 | -125.346 | 1,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge (7) | 7.939 | 8.460 | 6,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) | -12.416 | -14.996 | 20,8 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten | 3.608 | 5.454 | 51,2 |
| •Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten (8) | 457 | 170 | -62,8 |
| •Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) (9) | 1.866 | 4.168 | >100 |
| •Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV (10) | 1.326 | 1.404 | 5,9 |
| •Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten1) (11) | -41 | -288 | >-100 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 84.904 | 92.948 | 9,5 |
| Steuern vom Einkommen (12) | -10.152 | -12.189 | 20,1 |
| Jahresüberschuss | 74.752 | 80.759 | 8,0 |
1)Ab dem Halbjahr 2021 werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen und nicht mehr unter Note (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
| 2020 | 2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 74.752 | 80.759 | 8,0 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.001 | 11.316 | >100 |
| Posten ohne Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | 1.549 | 11.369 | >100 |
| ±Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | 2.463 | 2.959 | 20,2 |
| ±Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 | -616 | -737 | -19,6 |
| ±Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | -815 | 7.060 | >100 |
| ±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 108 | -1.765 | >-100 |
| ±Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert) | 668 | 388 | -42,0 |
| ±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert) | -167 | -97 | 42,0 |
| ±Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -91 | 3.561 | >100 |
| Posten mit Reklassifizierung in den Jahresüberschuss | -2.550 | -53 | -97,9 |
| ±Währungsumrechnungsdifferenzen | -83 | 23 | >100 |
| ±Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | 684 | -1.230 | >-100 |
| ±Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | 684 | -1.230 | >-100 |
| ±Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust | - | - | - |
| ±Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | -171 | 308 | >100 |
| ±Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -2.980 | 847 | >100 |
| Gesamtergebnis | 73.751 | 92.075 | 24,8 |
| 2020 | 2021 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf1) | 42.056.475 | 42.076.156 |
| Dividende je Aktie in Euro | 0,12 | 0,23 |
| Gewinn je Aktie in Euro (verwässert und unverwässert)2) | 1,72 | 1,85 |
1) Mit der Anfang November 2020 abgeschlossenen Umwandlung aller Vorzugsaktien in Stammaktien sind nur mehr Stammaktien im Umlauf (VJ: Stamm- und Vorzugsaktien).
2) Für die Berechnung des Gewinns je Aktie wird vom Jahresüberschuss in Höhe von 80,8 Mio. EUR (Vorjahr: 74,8 Mio. EUR) die Kuponzahlung der emittierten Tier 1-Anleihen in Höhe von 4,0 Mio, EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) unter Berücksichtigung des Steuereffekts abgezogen, wodurch der Berechnung der Kennzahl ein Jahresüberschuss von 77,8 Mio. EUR (Vorjahr: 72,3 Mio. EUR) zugrundeliegt. In der Kennziffer „Gewinn je Aktie“ wird der Konzernjahresüberschuss der Ø Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.
| Q1/2021 | Q2/2021 | Q3/2021 | Q4/2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 39.846 | 41.199 | 42.718 | 43.145 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -6.830 | -6.720 | -7.254 | -7.185 |
| Zinsüberschuss | 33.016 | 34.479 | 35.464 | 35.960 |
| Risikovorsorge | -6.156 | -3.309 | -2.669 | -20.254 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 26.860 | 31.170 | 32.794 | 15.706 |
| Provisionserträge | 18.375 | 17.913 | 17.913 | 19.015 |
| Provisionsaufwendungen | -1.533 | -1.412 | -1.175 | -1.993 |
| Provisionsüberschuss | 16.842 | 16.501 | 16.738 | 17.022 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 7.365 | 9.606 | 14.713 | 13.275 |
| Handelsergebnis | 39 | 167 | 352 | 226 |
| Verwaltungsaufwand | -32.673 | -31.700 | -31.573 | -29.400 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.735 | 2.227 | 2.456 | 2.042 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.326 | -1.442 | -1.423 | -3.805 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten | 2.300 | 2.836 | -1.374 | 1.692 |
| •Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | 7 | -322 | -1.165 | 1.649 |
| •Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) | 2.239 | 1.998 | -588 | 518 |
| •Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV | 51 | 1.149 | 340 | -135 |
| •Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 3 | 11 | 39 | -341 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 14.142 | 29.365 | 32.684 | 16.757 |
| Steuern vom Einkommen | -3.204 | -3.731 | -3.253 | -2.001 |
| Jahresüberschuss | 10.938 | 25.634 | 29.430 | 14.756 |
| Q1/2020 | Q2/2020 | Q3/2020 | Q4/2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge | 42.767 | 42.719 | 39.765 | 40.637 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen | -7.840 | -7.608 | -6.806 | -7.164 |
| Zinsüberschuss1) | 34.927 | 35.111 | 32.959 | 33.474 |
| Risikovorsorge | -6.251 | -9.133 | -6.728 | -2.913 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 28.676 | 25.978 | 26.231 | 30.561 |
| Provisionserträge | 18.245 | 16.180 | 16.529 | 18.755 |
| Provisionsaufwendungen | -1.315 | -1.141 | -1.414 | -1.493 |
| Provisionsüberschuss | 16.931 | 15.039 | 15.115 | 17.261 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | -267 | 2.778 | 12.100 | 16.292 |
| Handelsergebnis | 558 | 934 | -2 | 740 |
| Verwaltungsaufwand | -30.004 | -30.407 | -32.042 | -30.700 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.573 | 1.587 | 1.996 | 2.783 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.121 | -3.499 | -1.308 | -1.488 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV)/Verbindlichkeiten | -6.445 | 5.891 | 229 | 3.933 |
| •Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | 264 | 201 | -102 | 94 |
| •Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) | -6.531 | 4.075 | 988 | 3.335 |
| •Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV | -177 | 1.614 | -656 | 545 |
| •Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten1) | 0 | 1 | 0 | -41 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 4.900 | 18.301 | 22.320 | 39.383 |
| Steuern vom Einkommen | -2.368 | -1.045 | -4.240 | -2.499 |
| Jahresüberschuss | 2.532 | 17.256 | 18.080 | 36.884 |
1)Ab dem Halbjahr 2021 werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen und nicht mehr unter Note (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte in der Quartalsübersicht 2020 wurden entsprechend angepasst.
| Anhang/Notes | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Barreserve (13) | 1.102.688 | 1.479.418 | 34,2 |
| Forderungen an Kreditinstitute1) (14) | 282.770 | 94.582 | -66,6 |
| Forderungen an Kunden1) (15) | 6.569.965 | 6.958.625 | 5,9 |
| Handelsaktiva (16) | 10.526 | 8.561 | -18,7 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere1) (17) | 917.599 | 999.561 | 8,9 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere (18) | 153.426 | 154.548 | 0,7 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen (19) | 661.538 | 709.256 | 7,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte (20) | 10.153 | 9.655 | -4,9 |
| Sachanlagen (21) | 78.240 | 80.695 | 3,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (22) | 41.192 | 52.557 | 27,6 |
| Latente Steuerforderungen (23) | 10.988 | 8.484 | -22,8 |
| Sonstige Aktiva (24) | 17.391 | 22.026 | 26,7 |
| Summe der Aktiva | 9.856.476 | 10.577.968 | 7,3 |
1)Zum Bilanzstichtag 30.06.2021 kam es zu einer Darstellungsänderung bei den Risikovorsorgen.# Konzern-Anhang
Diese werden nicht mehr als eigene Bilanzposition mit Negativwert in der Bilanz ausgewiesen, sondern werden mit dem Bruttobuchwert der entsprechenden Bilanzposition saldiert. Die Darstellung der Vorjahreswerte wurde ebenfalls geändert.
| Anhang/Notes | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (25) | 899.929 | 826.912 | -8,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (26) | 6.542.245 | 7.142.532 | 9,2 |
| •hiervon Spareinlagen  | 1.401.674 | 1.351.180 | -3,6 |
| •hiervon sonstige Verbindlichkeiten  | 5.140.571 | 5.791.352 | 12,7 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten (27) | 647.463 | 732.523 | 13,1 |
| •hiervon at Fair Value through Profit or Loss  | 63.429 | 56.999 | -10,1 |
| Handelspassiva (28) | 13.711 | 7.886 | -42,5 |
| Rückstellungen (29) | 129.434 | 119.385 | -7,8 |
| Sonstige Passiva (30) | 51.440 | 48.442 | -5,8 |
| Nachrangkapital (31) | 209.583 | 240.942 | 15,0 |
| Eigenkapital (32) | 1.362.671 | 1.459.346 | 7,1 |
| Summe der Passiva  | 9.856.476 | 10.577.968 | 7,3 |
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Währungsveränderung | Fair Value-Rücklage | Gewinnrücklagen | Jahresüberschuss | zusätzliche Eigenkapitalinstr.1) | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | 85.886 | 241.416 | -752 | 26.022 | 879.451 | 74.748 | 55.900 | 1.362.671 |
| Ausschüttung      |  | -5.047 |  | -5.047 | ||||
| Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente      |  | -3.971 |  | -3.971 | ||||
| Dotierung Gewinnrücklagen     | 65.730 | -65.730 |  | - | ||||
| Jahresüberschuss      |  | 80.759 |  | 80.759 | ||||
| Sonstiges Ergebnis   | 401 | 7.486 | 3.429 |  |  | 11.316 | ||
| Kapitalerhöhung        |  |  |  | - | ||||
| Veränderung aus at Equity-Bilanzierung     | 2.685 |  |  |  | 2.685 | |||
| Veränderung eigener Aktien     | 1.289 |  |  |  | 1.289 | |||
| Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente      |  |  | 9.300 | 9.300 | ||||
| Umgliederung    | 820 | -820 |  |  |  | - | ||
| Übrige Veränderungen     | 345 |  |  |  | 345 | |||
| Stand 31.12.2021 | 85.886 | 241.416 | -351 | 34.327 | 952.109 | 80.759 | 65.200 | 1.459.346 |
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 27.147
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -6.787
1)Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Währungsveränderung | Fair Value-Rücklage | Gewinnrücklagen | Jahresüberschuss | zusätzliche Eigenkapitalinstr.1) | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2020 | 85.886 | 241.416 | -117 | 28.331 | 797.877 | 92.905 | 55.200 | 1.301.498 |
| Ausschüttung      |  | -5.045 |  | -5.045 | ||||
| Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalinstrumente      |  | -3.396 |  | -3.396 | ||||
| Dotierung Gewinnrücklagen     | 84.463 | -84.463 |  | - | ||||
| Jahresüberschuss      |  | 74.748 |  | 74.748 | ||||
| Sonstiges Ergebnis   | -635 | -2.662 | 2.296 |  |  | -1.001 | ||
| Kapitalerhöhung        |  |  |  | - | ||||
| Veränderung aus at Equity-Bilanzierung     | -4.586 |  |  |  | -4.586 | |||
| Veränderung eigener Aktien     | -260 |  |  |  | -260 | |||
| Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente      |  |  | 700 | 700 | ||||
| Umgliederung    | 352 | -352 |  |  |  | - | ||
| Übrige Veränderungen     | 13 |  |  |  | 13 | |||
| Stand 31.12.2020 | 85.886 | 241.416 | -752 | 26.022 | 879.451 | 74.748 | 55.900 | 1.362.671 |
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 20.242
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -5.060
1)Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert. Für weitere Angaben verweisen wir auf Note (32) Eigenkapital.
| 2020 | 2021 | |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 74.752 | 80.759 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit   |  |  |
| •Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Sachanlagen | 25.518 | 41.029 |
| •Veränderung der Rückstellungen | -1.212 | 4.175 |
| •Veräußerungsgewinne und -verluste | -246 | -118 |
| •Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Positionen | -9.414 | -14.169 |
| •Gewinn / Verlustanteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | -30.904 | -44.959 |
| Nettozinsertrag | -135.565 | -138.918 |
| Steueraufwand | 10.152 | 12.190 |
| Zwischensumme | -66.919 | -60.011 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile   |  |  |
| •Forderungen an Kreditinstitute, Kunden | -370.098 | -227.985 |
| •Handelsaktiva | -1.771 | 1.966 |
| •Übrige Aktiva | -1.363 | -5.181 |
| •Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 933.312 | 528.540 |
| •Handelspassiva | 2.863 | -5.825 |
| •Rückstellungen und Sonstige Passiva | -4.720 | -8.764 |
| Erhaltene Zinsen | 158.416 | 162.971 |
| Gezahlte Zinsen | -28.013 | -33.509 |
| Erhaltene Dividenden | 5.773 | 3.532 |
| Gezahlte Steuern | -11.651 | -14.796 |
| Cash Flow aus operativer Tätigkeit | 615.829 | 340.938 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von:   |  |  |
| •Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 38.566 | 70.461 |
| •Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 8.135 | 48.882 |
| •Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | 67 | 353 |
| Mittelabfluss durch Investitionen in: Â Â | Â | Â |
| •Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -66.811 | -154.689 |
| •Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -24.929 | -37.737 |
| •Im Eigentum befindliches Anlagevermögen | -13.093 | -13.793 |
| •At Equity bilanzierte Unternehmen | -3.836 | - |
| Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen | 36 | 4.335 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -61.865 | -82.188 |
| Kapitalerhöhung | - | - |
| Dividendenzahlungen | -196 | -5.047 |
| Emission zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 700 | 9.300 |
| Kuponzahlung zusätzliche Eigenkapitalinstrumente | -3.396 | -3.971 |
| Rückkauf von eigenen Aktien | -3.940 | -284 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien | 3.680 | 1.573 |
| Mittelzufluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten | 105.512 | 208.727 |
| Mittelabfluss aus nachrangigen Verbindlichkeiten und verbrieften Verbindlichkeiten | -102.000 | -89.750 |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -2.535 | -2.674 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -2.176 | 117.873 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Vorjahres | 550.752 | 1.102.688 |
| Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 615.829 | 340.938 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -61.865 | -82.188 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -2.176 | 117.873 |
| Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand | 147 | 106 |
| Zahlungsmittelstand zum Ende des Berichtsjahres | 1.102.688 | 1.479.418 |
Die BKS Bank AG mit Sitz in 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 43, hat als Mutterunternehmen des BKS Bank Konzerns den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, sowie nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) in der von der EU übernommenen Fassung für das Geschäftsjahr 2021 als befreienden Konzernabschluss gemäß § 59a BWG erstellt. Zusätzlich wurden die Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Die BKS Bank wurde 1922 unter dem Namen „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Jahrelange Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, führten 1928 zur Gründung der „Bank für Kärnten“. 1983 erfolgte der Schritt in den steirischen Markt. Die Stamm-Stückaktien der BKS Bank AG notieren seit 1986 an der Wiener Börse und sind im Segment Standard Market Auction gelistet. Seit 1990 ist die BKS Bank in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Marktes erfolgte ab 2003. Im Ausland ist das Institut auch in Slowenien, Kroatien, in der Slowakischen Republik und in Oberitalien tätig. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (BTV AG) bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe. Gemeinsam erreichen die 3 Banken die Stärke einer Großbank mit der Flexibilität und der Marktnähe einer Regionalbank. Als Kreditinstitut mit Sitz in Österreich ist es unser Zweck, Unternehmer und Privatpersonen bei ihren Finanzgeschäften zu unterstützen, um somit ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft und Gesellschaft zu sein. Als die herzliche Bank mit regionaler Verbundenheit bieten wir unseren Kunden ausgezeichnete Beratungs-, Service- und Produktqualität sowie ein wertstiftendes Netzwerk.
Der Vorstand der BKS Bank AG hat den Konzernabschluss am 11. März 2022 unterzeichnet und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gab es keinerlei Hinweise, die an einer Unternehmensfortführung zweifeln ließen.
Die im Geschäftsjahr 2020 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme der überarbeiteten Standards und Interpretationen, deren Anwendung im Berichtsjahr Pflicht war, auch 2021 beibehalten. Auch die Vergleichszahlen des Vorjahres basieren auf den entsprechenden Vorgaben. Eine vorzeitige Anwendung von Standards, die verlautbart wurden, aber deren Anwendung im Geschäftsjahr nicht verpflichtend war, wurde nicht vorgenommen.# Anzuwendende Standards/Amendments ab 01.01.2021
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IFRS 4 - Versicherungsverträge (Amendment) | 01.01.2021 | Dezember 2020 |
| IFRS 9 - Finanzinstrumente, IAS 39 - Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung und IFRS 7 - Finanzinstrumente: Angaben, IFRS 4 - Versicherungsverträge, IFRS 16 - Leasingverhältnisse (Amendments) | 01.01.2021 | Januar 2021 |
| IFRS 16 - Leasingverhältnisse (Amendment) | 01.04.2021 | August 2021 |
Mit den Änderungen von IFRS 4 wird die bestehende Option zur verzögerten Erstanwendung von IFRS 9 auf den neuen Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 verlängert. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.
Der IASB hat Ende März 2021 die praktische Erleichterung, die dem Leasingnehmern zur bilanziellen Abbildung von Zugeständnissen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie im Mai 2020 eingeräumt wurde, um ein Jahr verlängert. Diese Erleichterung erlaubt dem Leasingnehmer, im Falle von Mietzugeständnissen als direkte Folge der COVID-19-Pandemie auf die Beurteilung einer möglichen Modifikation gemäß IFRS 16 zu verzichten. Dementsprechend wird der Zeitraum nunmehr auf Zahlungen mit einer ursprünglichen Fälligkeit bis zum 30. Juni 2022 ausgeweitet. Im BKS Bank Konzern wird von dieser Erleichterung kein Gebrauch gemacht.
Die mit 13. Januar 2021 in EU-Recht übernommenen Änderungen beziehen sich auf Sachverhalte, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, wenn ein bestehender Referenzzinssatz tatsächlich ersetzt wird. Die Änderungen befassen sich mit der Modifikation von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten, mit Vorschriften in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie mit Angabevorschriften gemäß IFRS 7. Für Modifikationen, die als direkte Folge der IBOR-Reform erforderlich sind und auf einer wirtschaftlich gleichwertigen Grundlage vorgenommen werden, führt der IASB mit diesen Änderungen eine Erleichterung ein. Diese Modifikationen werden durch eine Aktualisierung des Effektivzinssatzes bilanziert, alle anderen Modifikationen werden unter Anwendung der bestehenden IFRS-Vorschriften bilanziert. Dementsprechend wurde auch IFRS 4 und IFRS 16 geändert, um auch hier ähnliche Erleichterungen anwenden zu können. Die Änderungen hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sehen vor, dass deren Bilanzierung nicht allein aufgrund der IBOR-Reform eingestellt werden kann. Zusätzlich sind gemäß IFRS 7 Anhangsangaben im Zusammenhang mit der IBOR-Reform vorzunehmen. Aus diesen Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 16 - Sachanlagen (Amendment) | 01.01.2022 | Juli 2021 |
| IAS 37 - Rückstellungen (Amendment) | 01.01.2022 | Juli 2021 |
| IFRS 3 - Unternehmenszusammenschlüsse (Amendment) | 01.01.2022 | Juli 2021 |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards - Zyklus 2018-2020 | 01.01.2022 | Juli 2021 |
Die Änderungen an IAS 16 beziehen sich auf die Behandlung von Erträgen, die entstehen, bevor sich eine Sachanlage im betriebsbereiten Zustand befindet. Dementsprechend ist ein Abzug möglicher Nettoerträge aus der Veräußerung von Gütern von den Anschaffungskosten einer Sachanlage nicht gestattet, während diese an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird.
Mit den änderungen von IAS 37 wird festgelegt, welche Kosten ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages berücksichtigen sollte, wenn das Unternehmen beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Die Erfüllungskosten umfassen demnach alle Kosten, die direkt dem Vertrag zuzurechnen sind. Damit sind sowohl Kosten zu berücksichtigen, die ohne den Auftrag nicht anfallen würden (incremental cost) als auch Kosten, die direkt der Vertragserfüllung zuzurechnen sind.
Mit der änderung an IFRS 3 wird ein Verweis auf das Conceptual Framework aktualisiert, ohne jedoch die Vorschriften im Standard bedeutend zu ändern.
Die jährlichen Verbesserungen der IFRS beinhalten änderungen an den folgenden Standards:
| Standards/Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Stichtag beginnen | Endorsement durch die EU |
|---|---|---|
| IAS 1 - Darstellung des Abschlusses (Amendments) | 01.01.2023 | März 2022 |
| IAS 8 - Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Amendment) | 01.01.2023 | März 2022 |
| IAS 12 - Ertragsteuern | 01.01.2023 | Ausständig |
| IFRS 17 - Versicherungsverträge und Amendments | 01.01.2023 | November 2021 |
| IFRS 17 - Versicherungsverträge (Amendment) | 01.01.2023 | Ausständig |
Aus den oben angeführten Standards und Amendments ergeben sich keine wesentlichen änderungen auf den Konzernabschluss.
Der Jahresabschluss wurde in der funktionalen Währung Euro erstellt. Alle Ziffern in den nachstehenden Erläuterungen zum Konzernabschluss werden – sofern nicht anders angegeben – auf Tsd. EUR gerundet. Die Bilanz ist nach absteigender Liquidität gegliedert. Bei der Abschlusserstellung wird von der Unternehmensfortführung (Going Concern) ausgegangen.
In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen (11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Mittels Vollkonsolidierung werden jene Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die gemäß IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ unter dem beherrschenden Einfluss der BKS Bank AG stehen und sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Beherrschung liegt vor, wenn die BKS Bank AG schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Für die Bestimmung der Wesentlichkeit werden unter anderem die Bilanzsumme und die Anzahl der Mitarbeiter berücksichtigt, bei assoziierten Unternehmen das anteilige Eigenkapital. Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ nach der Erwerbsmethode. Im Vergleich zum Vorjahr ist das vollkonsolidierte Unternehmen BKS Hybrid beta GmbH aus dem Konsolidierungskreis mit 31. März 2021 aufgrund von Unwesentlichkeit ausgeschieden. Das Ergebnis aus der Entkonsolidierung dieser Gesellschaft hat keinen Effekt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Ende Dezember 2021 wurde die Gesellschaft E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH erstkonsolert.
Folgende Gesellschaften erfüllen das Control-Konzept nach IFRS 10. Die BKS Bank AG als Mutter verfügt über eine Entscheidungsgewalt, mit der sie die variablen Rückflüsse steuern kann. Somit werden neben der BKS Bank AG folgende Unternehmen vollkonsolidiert:
| Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises | Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|---|
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. | Klagenfurt | 99,75% | 0,25% | 31.12.2021 | |
| BKS-leasing d.o.o. | Ljubljana | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| BKS-leasing Croatia d.o.o. | Zagreb | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| BKS-Leasing s.r.o. | Bratislava | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| IEV Immobilien GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| BKS 2000 - Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH | Klagenfurt | 100,00% | Â | 31.12.2021 | |
| BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH | Klagenfurt | - | 100,00% | 31.12.2021 | |
| BKS Immobilien-Service GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| BKS Service GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2021 | |
| E 2000 Liegenschaftsverwaltungs GmbH | Klagenfurt | 99,00% | 1,00% | 31.12.2021 |
Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Gesellschaften gemäß IAS 28 eingestuft, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Unternehmen gegeben ist:
| At Equity bilanzierte Gesellschaften | Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|
| Oberbank AG | Linz | 14,2% | 30.09.2021 | |
| BTV AG | Innsbruck | 14,0% | 30.09.2021 |
Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 14,8% bzw. 17,2% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,2% bzw. 14,0% jeweils weniger als 20 % der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird.Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Aufgrund der vorliegenden Ringbeteiligung zwischen BKS Bank AG, Oberbank AG und BTV AG sowie unter dem Aspekt, dass die Konzernabschlüsse in den Schwesterbanken parallel erstellt werden, wird für die Einbeziehung in den Konzernabschluss der BKS Bank der 30.09.2021 als Stichtag herangezogen. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 30.09. und dem Konzernabschlussstichtag am 31.12. angepasst. Da uns derartige Ereignisse nicht bekannt sind, erfolgte keine Anpassung.
Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|
| ALGAR | Linz | 25,0% | 31.12.2021 |
Folgende Gesellschaften, an denen die BKS Bank eine Beteiligung von mehr als 20% hält, wurden nach den vorgenannten Wesentlichkeitsbestimmungen aufgrund eigenen Ermessens wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
| Gesellschaft | Firmensitz | Kapitalanteil direkt | Kapitalanteil indirekt | Datum des Abschlusses |
|---|---|---|---|---|
| 3 Banken IT GmbH | Linz | 30,00% | - | 31.12.2021 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2021 |
| Pekra Holding GmbH | Klagenfurt | 100,00% | - | 31.12.2021 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H. | Innsbruck | 30,00% | - | 31.12.2021 |
| Nettozinsertrag | Betriebsertrag | Mitarbeiteranzahl (in PJ) | Jahresüberschuss vor Steuern | Steuern vom Einkommen | Jahres-überschuss | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | ||||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 10.745 | 19.536 | 129,7 | 5.338 | -1.571 | 3.768 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 9.873 | 11.109 | 65,2 | -11.523 | 2.065 | -9.458 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 2.711 | 3.448 | 28,8 | 560 | -375 | 186 |
| Tochtergesellschaften | ||||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 5.454 | 6.339 | 19,5 | 3.210 | -606 | 2.604 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 2.767 | 3.135 | 14,6 | 944 | -172 | 772 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 1.971 | 1.994 | 13,8 | 664 | -150 | 515 |
| Nettozinsertrag | Betriebsertrag | Mitarbeiteranzahl (in PJ) | Jahresüberschuss vor Steuern | Steuern vom Einkommen | Jahres-überschuss | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auslandsfilialen | ||||||
| Filiale Slowenien (Bankfiliale) | 13.441 | 21.555 | 129,0 | 8.133 | -1.426 | 6.707 |
| Filiale Kroatien (Bankfiliale) | 8.594 | 9.555 | 63,8 | 61 | -97 | -36 |
| Filiale Slowakei (Bankfiliale) | 2.387 | 2.763 | 28,8 | 497 | 183 | 680 |
| Tochtergesellschaften | ||||||
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 5.491 | 5.874 | 18,9 | 2.288 | -429 | 1.859 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 2.502 | 3.357 | 13,3 | 1.107 | -200 | 908 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 1.755 | 2.047 | 13,4 | 249 | -55 | 194 |
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.
In 2020 wurden von der österreichischen Regierung sowie von den Regierungen der Länder, in denen die BKS Bank tätig ist – Slowenien, Kroatien und Slowakei –, Maßnahmen erlassen, um die negativen wirtschaftlichen Folgen aus der COVID-19-Krise einzudämmen. Neben gesetzlichen Moratorien wurden in der BKS Bank Gruppe vereinzelt auch freiwillige Stundungen im Firmen- und Privatkundenbereich sowohl im Inland als auch im Ausland angeboten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es im Inland und Ausland keine gesetzlichen oder privaten Moratorien mehr, die neu vergeben werden. Alle Stundungen, die aktuell von der BKS Bank Gruppe gewährt werden, sind individuelle Vereinbarungen mit den Kunden. Von den in 2020 gestundeten Krediten reduzierte sich das von EBA-konformen Moratorien betroffene Kreditvolumen seit dem Jahresende 2020 von 282,5 Mio. EUR auf 21,7 Mio. EUR. Des Weiteren bestehen zum Jahresende 2021 Überbrückungsfinanzierungen mit staatlichen Garantien in Höhe von 99,7 Mio. EUR.
Im 02. Quartal 2020 hat die BKS Bank eine Analyse der Betroffenheit von Firmenkunden nach Branchen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise durchgeführt. Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, nämlich Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstige Dienstleistungen, wurden einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Im 03. Quartal 2020 wurden zusätzlich das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio sowie die Branche Verkehr einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Ende März 2021 wurde neuerlich eine kollektive Beurteilung des Stufentransfers durchgeführt. Sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem aufrechten öffentlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, wurden in Stage 2 migriert. Im dritten Quartal 2021 haben wir die Situation neu bewertet und Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a aus dem kollektiven Stufentransfer ausgenommen. Insgesamt waren somit auch am Jahresende Finanzinstrumente gemäß IFRS 9.B5.5.1 ff. aus Stufe 1 in Stufe 2 zugeordnet, auch wenn auf individueller Schuldnerebene noch kein signifikanter Anstieg im Kreditrisiko zu identifizieren war.
Das Thema Klimawandel hat in den letzten Jahren starken Einfluss auf unser Geschäftsmodell genommen, indem wir uns auf Geschäfte fokussieren, die positiv zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, zur Bewahrung der Umwelt, zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. In Österreich ist die BKS Bank Vorreiter bei der Emission von Green und Social Bonds. Die Finanzierung von Investitionen mit ökologischem oder sozialem Verwendungszweck ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Jedoch wird sich in den nächsten Jahren das Thema Klimawandel nicht nur in unserem Geschäftsmodell widerspiegeln, sondern die daraus resultierenden Risiken und Chancen können in Zukunft auch Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank haben. Aktuell befindet sich die Integration von ESG-Beurteilungskriterien in den Ratingprozess und in die Sicherheitenbewertung in der technischen Umsetzungsphase, die Finalisierung ist für 2022 geplant. Auf Basis des letzten ESG-Riskassessments gehen wir beim Klimarisiko davon aus, dass Übergangsrisiken bereits kurz- und mittelfristig eine Auswirkung auf die BKS Bank und unsere Kunden mit sich bringen werden. Beispiele für Übergangsrisiken sind höhere Kosten durch CO2-Steuern, teurere Rohstoffe und höhere Energiekosten, Gesetzesänderungen sowie Änderungen im Konsumverhalten. Längerfristig werden schneeärmere Winter und verstärkte Unwetter Auswirkungen auf den Tourismus sowie auf die Land- und Forstwirtschaft haben. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2021 waren jedoch noch keine wesentlichen Risiken aus dem Klimawandel zu berücksichtigen.
Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht. Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, in welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium). Die Überprüfung, ob es sich bei den vertraglichen Cash Flows nur um Zins- und Tilgungszahlungen handelt und somit das SPPI-Kriterium erfüllt ist, erfolgt in der BKS Bank anhand eines Benchmarktests. Bei jedem Neuvertrag bzw. bei sämtlichen Vertragsänderungen wird überprüft, ob der Vertrag Bestandteile („Covenants“) enthält, die gegen das SPPI-Kriterium verstoßen (qualitativer Benchmarktest). Die Überprüfung des SPPI-Kriteriums bei Neuverträgen mit inkongruenten Zinskomponenten erfolgt in der BKS Bank mit Hilfe eines quantitativen Benchmarktests.Bei einer inkongruenten Zinskomponente stimmt die Laufzeit des Referenzzinssatzes nicht mit der Frequenz der Zinsanpassung zusammen. Dies führt per se jedoch noch nicht zu einer Nicht-Erfüllung des SPPI-Kriteriums. Anhand des quantitativen Benchmarktests werden im Zugangszeitpunkt die vertraglichen Zahlungsströme des zu klassifizierenden Finanzinstruments mit den Zahlungsströmen eines sogenannten Benchmark-Instruments verglichen. Die Konditionen des Benchmark-Instruments entsprechen mit Ausnahme der inkongruenten Zinskomponente denen des zu klassifizierenden Finanzinstruments. Ergibt sich aus diesem Vergleich eine wesentliche Abweichung der Zahlungsströme (> 10%), ist das geforderte SPPI-Kriterium nicht erfüllt, und das Finanzinstrument wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.
Finanzinstrumente bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)
Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die Barwertmethode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuV-neutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.
Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen („Fair Value-OCI-Option“). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsenkurs nicht vorhanden, wird insbesondere die Discounted-Cash-Flow-Methode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling), eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.
Finanzinstrumente bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). In der Bilanz werden diese in der Position Handelsaktiva/Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt, der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen. Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden. In der BKS Bank kommt für Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.
Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:
| Aktiva | Fair Value | fortgeführte Anschaffungs-kosten | Sonstige Kategorie |
|---|---|---|---|
| Barreserve | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| Forderungen an Kreditinstitute | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| Forderungen an Kunden | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| ü | - FV PL designiert (Fair Value-Option) | ||
| ü | - FV PL verpflichtend | ||
| Handelsaktiva | ü | - FV PL verpflichtend | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| ü | - FV OCI verpflichtend (mit Recycling) | ||
| ü | - FV PL designiert (Fair Value-Option) | ||
| ü | - FV PL verpflichtend | ||
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | ü | - FV OCI designiert (ohne Recycling) | |
| ü | - FV PL verpflichtend |
Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:
* zu fortgeführten Anschaffungskosten
* erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)
Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank negative Marktwerte aus Derivaten ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertungskategorie finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Gewinne oder Verluste aus der Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (designiert), werden im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.
| Passiva | Fair Value | fortgeführte Anschaffungs-kosten | Sonstige Kategorie |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten | |
| ü | - FV PL designiert (Fair Value-Option) | ||
| Handelspassiva | ü | - FV PL verpflichtend | |
| Nachrangkapital | ü | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Risikovorsorge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9
Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, für Schuldtitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht. Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
* Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten.# Finanzinstrumente und Kreditrisikosteuerung
Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos eingetreten ist. Die Zuordnung erfolgt auf Basis eines automatisierten Stageassessments, dem verschiedene Faktoren zugrunde liegen. Es werden sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer verwendet. Die BKS Bank nimmt das Wahlrecht hinsichtlich der Low Credit Risk Exemption im Stageassessment in Anspruch. So werden Finanzinstrumente, die ein niedriges Kreditrisiko aufweisen, mit dem 12-Monats-ECL bewertet. Ein niedriges Kreditrisiko ist nach unserer Einschätzung in den Ratingklassen von AA bis 1b gegeben. Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn das Finanzinstrument sich im Ausfall befindet (Rating in den Ausfallsklassen 5a bis 5c, credit impaired). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.
| Kriterium | Stage |
|---|---|
| Erstmalige Erfassung des Vertrages | 1 |
| 30 Tage überfällig | 2 |
| Fremdwährungskredit | 2 |
| Rating entspricht Investmentgrade (Ratingklassen AA bis 1b) | 1 |
| Kein Initial Risk Rating feststellbar | 2 |
| Kein aktuelles Rating | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus Investmentgrade um mehr als 3 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus guten Ratings um mehr als 2 Ratingstufen | 2 |
| Verschlechterung der Bonität aus mittleren und schlechteren Ratingstufen um bzw. mehr als 1 Ratingstufe | 2 |
| Nachsicht im Lebengeschäft | 2 |
| Non-performing Loans | 3 |
Finanzinstrumente, die sich zum jeweiligen Bilanzstichtag in Stage 2 befinden und keinen Hinweis auf eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos seit Zugang mehr aufweisen, können wieder in Stage 1 zurücktransferiert werden.
Die ECL-Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Forward-looking Informationen.
| Parameter im ECL-Modell | Erklärung # Anhang
Wenn objektive Hinweise („triggering events“) für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum wurde die COVID-19-Pandemie als ein „triggering event“ definiert und dementsprechend ein Wertminderungstest durchgeführt. Diese Überprüfung ergab jedoch keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.
In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen beeideter Gutachter ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 2,5%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.
Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden, sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten, und aus den Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:
Für Nutzungsrechte aus Liegenschaften erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die Vertragslaufzeit der Leasingverhältnisse. Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand hat planmäßig erfolgswirksam im Verlauf derjenigen Perioden zu erfolgen, in denen die BKS Bank die entsprechenden Aufwendungen, welche die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. Entsprechend werden Zuwendungen für abschreibungsfähige Vermögenswerte über die Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Abschreibung auf diese Vermögenswerte angesetzt wird. Ebenfalls als eine Zuwendung der öffentlichen Hand wird der Vorteil eines öffentlichen Darlehens behandelt, sofern die Voraussetzungen des IAS 20 erfüllt sind, die u.a. verlangen, dass der Zinssatz unter dem Marktzins liegt. Der daraus resultierende Zinsvorteil ist gemäß IAS 20 als Differenzbetrag zwischen der erhaltenen Zahlung und dem nach IFRS 9 ermittelten Buchwert (beizulegender Zeitwert) des Darlehens zu bilanzieren.
Die immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben und haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Im Wesentlichen setzt sich diese Position aus erworbenen Kundenstöcken und aus Software zusammen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software in der Regel 25% (d. h. vier Jahre), bei den erworbenen Kundenstöcken wurde nach eingehender Analyse ein Abschreibungssatz von 10% (d. h. 10 Jahre) ermittelt.
Das im BKS Bank Konzern als Leasinggeber befindliche Leasingvermögen ist im Wesentlichen dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IFRS 16) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.
Für Verträge, bei denen die Gesellschaften des BKS Bank Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit erfolgt zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden und zum Zeitpunkt des Leasingbeginns noch nicht gezahlten Leasingzahlungen. Diese Zahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz diskontiert. Ist dieser Zinssatz nicht bestimmbar, wird ein Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt durch Erhöhung des Buchwerts um die Verzinsung der Leasingverbindlichkeit (effektivzinskonstant) und durch Reduzierung des Buchwerts um gezahlte Leasingraten. Das Nutzungsrecht entspricht im Rahmen der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit. Zusätzlich sind zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes bereits geleistete Leasingzahlungen sowie anfängliche direkte Kosten zu berücksichtigen. Die Folgebewertung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen, Nutzungsrechte unter den Sachanlagen.
In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Des Weiteren erfolgt der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten unter den sonstigen Passiva, hinsichtlich der Bewertung wird auf den Abschnitt Leasing verwiesen.
Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt und eine Bewertung zum Fair Value vorgenommen.
Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Für die versicherungsmathematische Berechnung der Sozialkapitalrückstellung wurde die im August 2018 veröffentlichte Sterbetafel AVÖ 2018-P verwendet. Des Weiteren wird der ermittelte ECL für Finanzgarantien sowie für den noch nicht in Anspruch genommenen Teil einer Kreditzusage bilanziell als Rückstellung erfasst.
Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklage, Fair Value-Rücklage, Währungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015 und 2017-2021 wurden Additional Tier 1-Anleihen begeben. Diese Anleihen sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.
Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem „angemessenen Aufwandsposten“ auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst. Des Weiteren werden Modifikationsgewinne oder -verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen.
In dieser Position werden Aufwendungen und Erträge aus der Bildung und Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (Stufe 1) oder des Lifetime Expected Credit Loss (Stufe 2 und Stufe 3) ausgewiesen.# Die Bildung erfolgt für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien. Details siehe auch unter Note (2).
Im Provisionsüberschuss werden alle Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen entstehen, periodengerecht dargestellt. Bei Provisionen für Dienstleistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, erfolgt die Vereinnahmung über den entsprechenden Zeitraum. Das betrifft insbesondere bestimmte Provisionen aus dem Kreditgeschäft. Handelt es sich jedoch um Provisionen für transaktionsbezogene Leistungen, werden diese erst bei vollständiger Leistungserbringung vereinnahmt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Provisionen aus dem Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft.
Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.
In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
In dieser Position wird neben dem Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten auch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind. Dies umfasst Nettogewinne oder -verluste aus Eigenkapitalinstrumenten, für die nicht die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wurde, sowie aus finanziellen Vermögenswerten, deren vertragliche Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren werden in dieser Position Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Dies beinhaltet Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen. Das Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) bewertet werden, wird im sonstigen Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Für die Bilanzierung nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potentielle Unsicherheiten, mit denen Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Die seit 2020 weltweit herrschende COVID-19-Pandemie, der zunehmende Klimawandel, aber vor allem der Krieg in der Ukraine und die damit in Zusammenhang stehenden weitreichenden Wirtschaftssanktionen erhöhen diese Unsicherheiten. Die weitere Entwicklung der Situation in Russland und der Ukraine, die Folgen der Pandemie und die diesbezüglich in den einzelnen Ländern getroffenen Maßnahmen sowie die Auswirkungen der Klimakrise können einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns haben. Insbesondere die Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten könnte in Zukunft davon negativ beeinflusst werden. Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2021 wurden sämtliche abschätzbaren Auswirkungen berücksichtigt. Details zur Berechnung der Risikovorsorge im Zusammenhang mit COVID-19 sind dem Kapitel „Auswirkung von COVID-19 auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ zu entnehmen. Die Auswirkung des Klimawandels sind im Kapitel „Auswirkung der Klimakrise auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ enthalten. Des Weiteren ist die BKS Bank in den Märkten Österreich, Kroatien, Slowenien, Oberitalien und in der Slowakischen Republik mit Niederlassungen und einer Repräsentanz vertreten. In Bereichen, in denen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen ausgeübt werden, wird das konjunkturelle Umfeld der genannten Märkte genau analysiert und in die Entscheidungsfindung einbezogen. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden in folgenden Bereichen ausgeübt:
Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen. Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt. Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der 3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken. Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018. Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise. Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet. 3) Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.
Die Identifikation eines Wertminderungsereignisses und die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs beinhaltet wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers ergeben und die Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter zukünftiger Zahlungsströme mit sich bringen. Die nach statistischen Methoden gebildete Risikovorsorge für Kredite, wo noch keine Wertminderung identifiziert wurde, basieren auf Modellen und Parametern wie Ausfallswahrscheinlichkeit, Verlustquote und Szenarien hinsichtlich der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes. Sie beinhalten daher ebenfalls Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten. Des Weiteren wird bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, zu jedem Bilanzstichtag untersucht, ob es objektive Anhaltspunkte für eine eventuelle Wertminderung gibt. Dazu bedarf es einer Schätzung der Höhe und der Zeitpunkte künftiger Zahlungsströme.
| Sensitivitätsszenario in Tsd. EUR | Erläuterung | 2020 | 2021 |
|---|---|---|---|
| Stageing: negatives Szenario | Finanzinstrumente der Bonitätsstufe "Investmentgrade" wandern von Stage 1 zu Stage 2. Damit erfolgt ein Wechsel | ||
| aus der 12-Monatsbetrachtung hin zum Life-Time-Konzept. | |||
| 6.543 5.661 Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Best-Case-Szenario um 5% geringer. | |||
| -2.852 -3.068 Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5 % höher gewichtet, das Worst-Case-Szenario um 5% geringer. | |||
| 2.852 3.068 Makroökonomische Einschätzung: negatives Szenario Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung verschlechtern sich und das Worst-Case Szenario wird um 5 % höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5 % geringer. | |||
| -1.960 -2.268 Makroökonomische Einschätzung: positives Szenario Die Gewichtungsfaktoren hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Zielmärkte verbessern sich und das Best-Case-Szenario wird um 5% höher gewichtet, das Normal-Szenario um 5% geringer. | |||
| 892 800 Ausfallswahrscheinlichkeit: negatives Szenario Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix steigt um den Faktor 1,1. | |||
| -3.806 -2.992 Ausfallswahrscheinlichkeit: positives Szenario Die Ausfallswahrscheinlichkeit in der Migrationsmatrix sinkt um den Divisor 1,1. | |||
| 3.460 5.418 |
Die Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos eintritt. Die Beurteilung einer solchen Erhöhung unterliegt Ermessensspielräumen.
Ermittlung des Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Unter dem Fair Value versteht man jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. IFRS 13 regelt standardübergreifend die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die eine Bewertung zum Fair Value vorgeschrieben oder gestattet ist, sowie Angaben, die über die Bemessung des Fair Value verlangt werden. Gemäß IFRS 13 werden die Fair Values von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in drei Kategorien eingeteilt:
* Level 1: Liegt ein aktiver Markt vor, so kann der Fair Value am besten durch notierte Preise am Hauptmarkt bzw. dem vorteilhaftesten Markt – sofern es keinen Hauptmarkt gibt – ermittelt werden.
* Level 2: Liegt keine Börsenotierung für ein Finanzinstrument vor, so wird der Fair Value über die am Markt verfügbaren Inputfaktoren ermittelt. In der BKS Bank werden hauptsächlich Zinskurven und Wechselkurse als Inputfaktoren herangezogen.
* Level 3: Bei Finanzinstrumenten dieser Kategorie liegen keine Inputfaktoren vor, die mittelbar oder unmittelbar beobachtbar sind. Hier werden je nach Finanzinstrument geeignete allgemein anerkannte Bewertungsverfahren herangezogen. Umgliederungen erfolgen grundsätzlich zum Ende einer Berichtsperiode.
Beurteilung Zahlungsstrombedingung (SPPI-Kriterium)
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium). Diese Beurteilung unterliegt Ermessensentscheidungen.
Ausübung der Fair Value-Option
Über die Ausübung der Fair Value-Option, das heißt die Designierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Fair Value, wird im APM-Gremium entschieden. Die Fair Value-Option dient der Vermeidung von Bewertungsinkongruenzen bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die miteinander verbunden sind.
Werthaltigkeit von Anteilen von at Equity bilanzierten Unternehmen
Die Überprüfung eines möglichen Impairments erfolgt auf Basis eines Nutzungswerts, der auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt wird. Eine Erhöhung der Marktrisikoprämie um 0,25% führt zu einer Reduktion des Nutzungswerts von 2,6% bzw. 21,4 Mio. EUR. Eine Senkung der Marktrisikoprämie um 0,25% erhöht den Nutzungswert um 2,8% bzw. 22,8 Mio. EUR. Die Sensitivitätsrechnung auf Basis der Marktrisikoprämie würde zu keinen bilanziellen Auswirkungen führen.
Rückstellungen für Sozialkapital
Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- und Sterbegelder sind Schätzungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, der Gehaltsentwicklungen, der Karrieredynamik sowie des Pensionsantrittsalters erforderlich. Vor allem dem Diskontierungssatz kommt eine bedeutende Rolle zu, da eine Änderung des Zinssatzes eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung hat. Nähere Erläuterungen sind der Note 29 zu entnehmen.
Sonstige Rückstellungen
Das Ausmaß der sonstigen Rückstellungen wird auf Basis von Erfahrungswerten und Expertenschätzungen eruiert.
Details zur Konzerngeldflussrechnung
Die in der Konzerngeldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve. Die dem Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordneten Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
| 2021 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen | 31.12. | |
| Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten | 857.047 | -89.750 | 208.727 | -2.558 | 973.466 |
| •Verbriefte Verbindlichkeiten | 647.463 | -87.400 | 175.466 | -3.006 | 732.523 |
| •Nachrangkapital | 209.583 | -2.350 | 33.261 | 448 | 240.942 |
| Leasingverbindlichkeiten | 21.588 | -2.674 | - | 993 | 19.907 |
| 2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01. | Mittelabfluss | Mittelzufluss | Nicht zahlungswirksame Zinsabgrenzung und sonstige Veränderungen | 31.12. | |
| Nachrangige Verbindlichkeiten und verbriefte Verbindlichkeiten | 854.377 | -102.000 | 105.512 | -842 | 857.047 |
| •Verbriefte Verbindlichkeiten | 623.792 | -51.000 | 75.706 | -1.035 | 647.463 |
| •Nachrangkapital | 230.584 | -51.000 | 29.806 | 193 | 209.583 |
| Leasingverbindlichkeiten | 22.398 | -2.535 | - | 1.725 | 21.588 |
Details zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Zinsüberschuss in Tsd. EUR
| 2020 | 2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 121.720 | 118.898 | -2,3 |
| Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 12.501 | 11.594 | -7,3 |
| Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI | 618 | 525 | -15,1 |
| Änderungsgewinne1) | 1.059 | 421 | -60,2 |
| Positive Zinsaufwendungen2) | 6.407 | 13.246 | >100 |
| Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt | 142.305 | 144.685 | 1,7 |
| Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value | 2.016 | 2.113 | 4,8 |
| Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss | 452 | 451 | -0,3 |
| Leasingforderungen | 12.095 | 12.381 | 2,4 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 5.773 | 3.532 | -38,8 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 3.247 | 3.746 | 15,3 |
| Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt | 23.584 | 22.222 | -5,8 |
| Zinserträge gesamt | 165.889 | 166.908 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für: | |||
| Einlagen von Kreditinstituten und Kunden | 4.444 | 3.496 | -21,3 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 18.771 | 16.777 | -10,6 |
| Änderungsverluste1) | 153 | 470 | >100 |
| Negative Zinserträge2) | 5.089 | 6.117 | 20,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 796 | 993 | 24,7 |
| Leasingverbindlichkeiten | 164 | 137 | -16,6 |
| Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt | 29.417 | 27.989 | -4,9 |
| Zinsüberschuss | 136.472 | 138.918 | 1,8 |
1)Ab dem Halbjahr 2021 werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen von Vertragskonditionen, die nicht zu einem Abgang des Vermögenswerts führen, im Zinsüberschuss ausgewiesen und nicht mehr unter Note (11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst, die Umgliederung in den Zinsüberschuss betrug 0,9 Mio.EUR.
2)Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ sind. Aus den im Zinsüberschuss ausgewiesenen Vertragsänderungen resultiert ein Änderungsgewinn in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) und ein Änderungsverlust in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Die fortgeführten Anschaffungskosten vor Vertragsänderung belaufen sich auf 72,1 Mio. EUR (Vorjahr: 109,1 Mio. EUR).
(2) Risikovorsorge in Tsd. EUR
| 2020 | 2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||
| •Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 23.986 | 33.543 | 39,8 |
| Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI | |||
| •Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) | 19 | 17 | -11,3 |
| Kreditzusagen und Finanzgarantien | |||
| •Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) | 1.020 | -1.171 | >-100 |
| Risikovorsorge | 25.026 | 32.389 | 29,4 |
Für Leasingforderungen ist in den Risikovorsorgen eine Zuführung von Risikovorsorgen in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten (Vorjahr: Zuführung 2,4 Mio. EUR).
(3) Provisionsüberschuss in Tsd. EUR
| 2020 | 2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge: | |||
| Zahlungsverkehr | 23.980 | 26.056 | 8,7 |
| Wertpapiergeschäft | 20.553 | 23.033 | 12,1 |
| Kreditgeschäft | 21.520 | 19.563 | -9,1 |
| Devisengeschäft | 2.479 | 3.419 | 37,9 |
| Sonstige Dienstleistungen | 1.177 | 1.146 | -2,6 |
| Provisionserträge gesamt | 69.709 | 73.216 | 5,0 |
| Provisionsaufwendungen: | |||
| Zahlungsverkehr | 2.558 | 2.788 | 9,0 |
| Wertpapiergeschäft | 1.940 | 2.003 | 3,3 |
| Kreditgeschäft | 683 | 1.135 | 66,1 |
| Devisengeschäft | 136 | 144 | 5,7 |
| Sonstige Dienstleistungen | 46 | 43 | -6,2 |
| Provisionsaufwendungen gesamt | 5.363 | 6.113 | 14,0 |
| Provisionsüberschuss | 64.346 | 67.103 | 4,3 |
(4) Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen in Tsd.# EUR 2020 2021 ± in %
30.903 44.959 45,5
30.903 44.959 45,5
(5) Handelsergebnis in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Kursbezogene Geschäfte | -34 | 7 | >100 |
| Zins- und währungsbezogene Geschäfte | 2.265 | 777 | -65,7 |
| Handelsergebnis | 2.231 | 785 | -64,8 |
(6) Verwaltungsaufwand in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Personalaufwand | 74.551 | 74.750 | 0,3 |
| •Löhne und Gehälter | 54.732 | 54.526 | -0,4 |
| •Sozialabgaben | 13.365 | 13.538 | 1,3 |
| •Aufwendungen für Altersversorgung | 4.073 | 3.472 | -14,8 |
| •Sonstiger Sozialaufwand | 2.380 | 3.214 | 35,0 |
| Sachaufwand | 37.271 | 38.640 | 3,7 |
| Abschreibungen | 11.332 | 11.956 | 5,5 |
| Verwaltungsaufwand | 123.154 | 125.346 | 1,8 |
In den Aufwendungen für die Altersversorgung sind beitragsorientierte Zahlungen an eine Pensionskasse in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) enthalten.
(7) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Sonstiger betrieblicher Ertrag | 7.939 | 8.460 | 6,6 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -12.416 | -14.996 | 20,8 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -4.477 | -6.536 | 46,0 |
Die wesentlichsten sonstigen betrieblichen Erträge betreffen nicht zinsbezogene Leasingerträge in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR), Provisionserträge aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) sowie Mieterträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). In den Aufwendungen sind u. a. die Stabilitätsabgabe in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR), die Beiträge zum Abwicklungsfonds in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) und die Beiträge für den Einlagensicherungsfonds in Höhe von 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) enthalten.
(8) Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Ergebnis aus der Fair Value-Option | 457 | 170 | -62,8 |
| Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten | 457 | 170 | -62,8 |
Fixzinskredite an Kunden in Höhe von 89,9 Mio. EUR (Vorjahr: 75,7 Mio. EUR), Anleihen aus dem Aktivbestand in Höhe von 20,6 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR) sowie eigene Emissionen in Höhe von 57,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) wurden durch Zinsswaps im Rahmen der Fair Value-Option abgesichert. Das Ergebnis aus der Fair Value-Option spiegelt im Wesentlichen jene Wertanpassung wider, welche nicht auf Änderungen im Marktrisiko, sondern auf das Kontrahenten- und Bonitätsrisiko zurückzuführen ist.
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV), die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Ergebnis aus Bewertung | 1.806 | 4.267 | >100 |
| Ergebnis aus Veräußerung | 60 | -100 | >-100 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) | 1.866 | 4.168 | >100 |
(10) Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten (FV) in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Forderungen Kreditinstitute | - | - | - |
| •davon Gewinn | - | - | - |
| •davon Verlust | - | - | - |
| Forderungen Kunden | 1.028 | 1.404 | 36,5 |
| •davon Gewinn | 2.804 | 1.836 | -34,5 |
| •davon Verlust | -1.776 | -432 | -75,6 |
| Schuldverschreibungen | 298 | - | - |
| •davon Gewinn | 298 | - | - |
| •davon Verlust | - | - | - |
| Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten | 1.326 | 1.404 | 5,9 |
(11) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Ergebnis aus der Ausbuchung | -40 | -288 | >-100 |
| •von FV at Fair Value through OCI | - | - | - |
| •von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten | -40 | -288 | >-100 |
| Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | -40 | -288 | >-100 |
(12) Steuern vom Einkommen in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 | ± in % |
| ------------- | ---- | ---- | ------- |
| Laufende Steuern | -14.580 | -12.012 | -17,6 |
| Latente Steuern | 4.428 | -178 | >100 |
| Steuern vom Einkommen | -10.152 | -12.189 | 20,1 |
Überleitungstabelle in Tsd. EUR
| | 2020 | 2021 |
| ------------- | ---- | ---- |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 84.904 | 92.948 |
| Anzuwendender Steuersatz | 25% | 25% |
| Errechneter Steueraufwand | 21.226 | 23.237 |
| Auswirkung abweichender Steuersätze | -683 | -64 |
| Steuerminderungen |   | •aus steuerfreien Beteiligungserträgen | -1.443 | -700 |
| |   | •Effekt des Anteils an at Equity bilanzierten Unternehmen | -7.726 | -11.240 |
| |   | •aus sonstigen steuerfreien Erträgen | -2 | -6 |
| |   | •aus sonstigen Wertanpassungen | -969 | -1.000 |
| Steuermehrungen |   | •aufgrund nichtabzugsfähiger Aufwendungen | 500 | 428 |
| |   | •aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen | -152 | 308 |
| Aperiodischer Steueraufwand/Ertrag | -598 | 1.226 |
| Ertragsteueraufwand der Periode | 10.152 | 12.189 |
| Effektiver Steuersatz | 12,0% | 13,1% |
(13) Barreserve in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
| ------------- | ---------- | ---------- | ------- |
| Kassenbestand | 87.584 | 138.336 | 57,9 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 1.015.104 | 1.341.081 | 32,1 |
| Barreserve | 1.102.688 | 1.479.418 | 34,2 |
(14) Forderungen an Kreditinstitute in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
| ------------- | ---------- | ---------- | ------- |
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 46.919 | 45.211 | -3,6 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 235.851 | 49.372 | -79,1 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 282.769 | 94.582 | -66,6 |
Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
| ------------- | ---------- | ---------- | ------- |
| täglich fällig | 85.612 | 29.673 | -65,3 |
| bis 3 Monate | 52.039 | 34.919 | -32,9 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 145.119 | 29.990 | -79,3 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | - | - | - |
| über 5 Jahre | - | - | - |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Restlaufzeiten | 282.769 | 94.582 | -66,6 |
Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute in Tsd. EUR
| | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2021 |
| ------------- | ------- | ------- | ------- | ---- |
| Stand 01.01.2021 | 200 | 32 | - | 232 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 41 | - | - | 41 |
| Veränderung innerhalb der Stufe |   |   |   | •Zuweisung/Auflösung | -92 | -1 | - | -93 |
| |   |   |   | •Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
| Stufentransfer: |   |   |   | •Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko |   |   |   | |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| |   |   |   | •Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko |   |   |   | |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | - | 1 | - | 1 |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -95 | -31 | - | -126 |
| Stand 31.12.2021 | 54 | 1 | - | 55 |
Die Bruttobuchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt verändert:
Bruttobuchwerte zu Forderungen an Kreditinstitute in Tsd. EUR
| | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 2021 |
| ------------- | ------- | ------- | ------- | ---- |
| Stand 01.01.2021 | 279.163 | 3.839 | - | 283.002 |
| Zugänge aufgrund von Neugeschäft | 64.227 | - | - | 64.227 |
| Veränderung innerhalb der Stufe |   |   |   | •Erhöhung/Verminderung der Forderung | -14.382 | 15 | - | -14.367 |
| |   |   |   | •Abgang aufgrund von Verwendung | - | - | - | - |
| Stufentransfer: |   |   |   | •Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko |   |   |   | |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 | - | - | - | - |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 | - | - | - | - |
| |   |   |   | •Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko |   |   |   | |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 | -17 | 21 | - | 4 |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| | Â Â | Â Â | Â Â | -Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 | - | - | - | - |
| Abgang aufgrund von Rückzahlung | -234.495 | -3.734 | - | -238.229 |
| Stand am Ende der Berichtsperiode | 94.497 | 141 | - | 94.638 |
(15) Forderungen an Kunden
(15.1) Forderungen an Kunden – Kundengruppe1) in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
| ------------- | ---------- | ---------- | ------- |
| Firmenkunden | 5.110.127 | 5.472.015 | 7,1 |
| Privatkunden | 1.459.838 | 1.486.610 | 1,8 |
| Forderungen an Kunden nach Kundengruppen | 6.569.965 | 6.958.625 | 5,9 |
1) Änderung der Vorjahreswerte, da die Risikovorsorgen mit dem Bruttobuchwert der Forderungen an Kunden saldiert wurden.
(15.2) Forderungen an Kunden – Bewertungskategorie1) in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
| ------------- | ---------- | ---------- | ------- |
| FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 6.437.585 | 6.815.067 | 5,9 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 75.650 | 89.927 | 18,9 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 56.730 | 53.631 | -5,5 |
| Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien | 6.569.965 | 6.958.625 | 5,9 |
1) Änderung der Vorjahreswerte, da die Risikovorsorgen mit dem Bruttobuchwert der Forderungen an Kunden saldiert wurden.
In der Position Forderungen an Kunden sind Forderungen aus Leasinggeschäften in Höhe von 577,2 Mio. EUR (Vorjahr: 531,1 Mio. EUR) enthalten. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Sale-and-lease-back-Transaktionen.
Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten1) in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % |
| ------------- | ---------- | ---------- | ------- |
| täglich fällig | 201.559 | 135.496 | -32,8 |
| bis 3 Monate | 974.794 | 973.860 | -0,1 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 568.604 | 508.427 | -10,6 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.140.839 | 1.559.599 | 36,7 |
| über 5 Jahre | 3.684.168 | 3.781.243 | 2,6 |
| Forderungen an Kunden nach Restlaufzeiten | 6.569.964 | 6.958.625 | 5,9 |
1) Änderung der Vorjahreswerte, da die Risikovorsorgen mit dem Bruttobuchwert der Forderungen an Kunden saldiert wurden.
Finance-Lease-Forderungen nach Restlaufzeiten - IFRSÂ 16 in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
| ------------- | ---------- | ---------- |
| Weniger als ein Jahr | 158.626 | 153.469 |
| Ein bis zwei Jahre | 124.212 | 130.911 |
| Zwei bis drei Jahre | 100.255 | 110.296 |
| Drei bis vier Jahre | 70.438 | 81.100 |
| Vier bis fünf Jahre | 40.309 | 52.635 |
| Mehr als fünf Jahre | 69.275 | 78.739 |
| Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen | 563.115 | 607.150 |
| Nicht realisierter Finanzertrag | 31.983 | 29.959 |
| Nettoinvestition in das Leasingverhältnis | 531.132 | 577.192 |
Zum 31.12.2021 bestehen keine nicht garantierten Restwerte. Leasingforderungen sind im Wesentlichen in den Laufzeitbändern > 1 Jahr enthalten.
Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden in Tsd.## EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 2021
| Stand 01.01.2021 | Zugänge aufgrund von Neugeschäft | Veränderung innerhalb der Stufe | Stufentransfer: Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | Stufentransfer: Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | Abgang aufgrund von Rückzahlung | Stand 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 14.265 | 5.843 | •Zuweisung/Auflösung -834 | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 763 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -970 | -1.680 | 17.332 |
| Stufe 2 | 23.377 | 3.743 | •Abgang aufgrund von Verwendung - | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 3 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 -58 | -2.212 | 26.018 |
| Stufe 3 | 49.736 | - | •Zuweisung/Auflösung 2.891 | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 -47 | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - | -9.376 | 63.884 |
| Summe | 87.378 | 9.586 | •Abgang aufgrund von Verwendung -9.376 | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 -605 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 5.308 | -6.999 | 107.234 |
In der Risikovorsorge zu Forderungen sind Wertberichtigungen von Leasingforderungen in Höhe von 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) enthalten.
| Stand 01.01.2021 | Zugänge aufgrund von Neugeschäft | Veränderung innerhalb der Stufe | Stufentransfer: Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | Stufentransfer: Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | Abgang aufgrund von Rückzahlung | Stand am Ende der Berichtsperiode | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 4.965.173 | 1.306.304 | •Erhöhung/Verminderung der Forderung -222.189 | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 224.798 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 -268.522 | -541.065 | 5.451.900 |
| Stufe 2 | 1.421.863 | 200.144 | •Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung - | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 260 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 -12.859 | -188.583 | 1.279.856 |
| Stufe 3 | 137.927 |  | •Erhöhung/Verminderung der Forderung 5.999 | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 -79.911 | -24.717 | 190.545 |
| Summe | 6.524.963 | 1.506.449 | •Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung -9.763 | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 -378 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 12.855 | -754.364 | 6.922.301 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte aus derivativen Produkten | 10.526 | 8.561 | -18,7 |
| •Währungsbezogene Geschäfte | 3.610 | 3.546 | -1,8 |
| •Zinsbezogene Geschäfte | - | 1 | - |
| •Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 6.917 | 5.014 | -27,5 |
| Handelsaktiva | 10.526 | 8.561 | -18,7 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 828.140 | 917.463 | 10,8 |
| FV at Fair Value through Profit or Loss (designt) | 21.152 | 20.551 | -2,8 |
| FV at Fair Value OCI | 68.263 | 61.536 | -9,9 |
| FV at Fair Value durch Profit oder Loss (verpflichtend) | 44 | 11 | -74,0 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 917.599 | 999.561 | 8,9 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 7.836 | 50.758 | >100 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 69.150 | 91.435 | 32,2 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 449.905 | 518.053 | 15,1 |
| über 5 Jahre | 390.708 | 339.315 | -13,2 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere nach Restlaufzeiten | 917.599 | 999.561 | 8,9 |
| Stand 01.01.2021 | Zugänge aufgrund von Neugeschäft | Veränderung innerhalb der Stufe | Stufentransfer: Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | Stufentransfer: Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | Abgang aufgrund von Rückzahlung | Stand 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 420 | 209 | •Zuweisung/Auflösung -20 | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 78 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - | -8 | 679 |
| Stufe 2 | 630 | - | •Abgang aufgrund von Verwendung - | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - | -1 | - |
| Stufe 3 | - | - | •Zuweisung/Auflösung - | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - | - | - |
| Summe | 1.050 | 209 | •Abgang aufgrund von Verwendung - | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 -551 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - | -9 | 679 |
| Stand 01.01.2021 | Zugänge aufgrund von Neugeschäft | Veränderung innerhalb der Stufe | Stufentransfer: Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko | Stufentransfer: Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko | Abgang aufgrund von Rückzahlung | Stand am Ende der Berichtsperiode | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | 790.188 | 144.385 | •Erhöhung/Verminderung der Forderung 10.364 | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 28.925 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - | -55.720 | 918.142 |
| Stufe 2 | 39.002 | - | •Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung - | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - | -10.094 | - |
| Stufe 3 | - | - | •Erhöhung/Verminderung der Forderung - | •Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - | - | - |
| Summe | 829.190 | 144.385 | •Abgang aufgrund von Verwendung/Direktabschreibung - | •Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 17 | •Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - | -65.815 | 918.142 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| FV at Fair Value durch Profit oder Loss (verpflichtend) | 57.089 | 50.616 | -11,3 |
| FV at Fair Value OCI | 96.337 | 103.931 | 7,9 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | 153.426 | 154.548 | 0,7 |
In der Bewertungskategorie at Fair Value durch Profit oder Loss (verpflichtend) werden die Investmentfondsanteile im Eigenportfolio ausgewiesen.
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Oberbank AG | 418.759 | 453.678 | 8,3 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG | 242.779 | 255.578 | 5,3 |
| Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 661.538 | 709.256 | 7,2 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.153 | 9.655 | -4,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.153 | 9.655 | -4,9 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Grund | 8.252 | 8.316 | 0,8 |
| Gebäude | 36.517 | 38.579 | 5,6 |
| Sonstige Sachanlagen | 12.126 | 14.201 | 17,1 |
| Nutzungsrechte für gemietete Immobilien | 21.345 | 19.598 | -8,2 |
| Sachanlagen | 78.240 | 80.695 | 3,1 |
Die ausgewiesenen Nutzungsrechte beziehen sich überwiegend auf Mietverträge für Filialen und Büroräumlichkeiten im In- und Ausland. Die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte betrug im Geschäftsjahr 2021 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde ein Zinsaufwand von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) für Leasingverbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 gab es 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) an Zugängen bei den Nutzungsrechten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen umfassten 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Grund | 8.506 | 8.895 | 4,6 |
| Gebäude | 32.686 | 43.662 | 33,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 41.192 | 52.557 | 27,6 |
Die Marktwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrugen zum 31.12.2021 insgesamt 79,2 Mio. EUR (Vorjahr: 63,0 Mio. EUR). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR). Die mit der Erzielung der Mieteinnahmen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR).
| Sachanlagen | Immaterielle Vermögenswerte1) | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien2) | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01.2021 | 145.823 | 25.438 | 66.818 | 238.079 |
| Zugang | 14.551 | 1.708 | 9.331 | 25.590 |
| Abgang | 1.030 | 21 | 76 | 1.127 |
| Währungsveränderung | - | - | - | - |
| Umgliederung | -4.124 | 162 | 3.962 | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2021 | 155.220 | 27.287 | 80.035 | 262.542 |
| Abschreibung kumuliert | 94.124 | 17.632 | 27.478 | 139.234 |
| Buchwert zum 31.12.2021 | 61.096 | 9.655 | 52.557 | 123.308 |
| Buchwert zum 31.12.2020 | 56.894 | 10.154 | 41.192 | 108.240 |
| Abschreibung 2021 | 5.371 | 2.429 | 1.413 | 9.213 |
1) immaterielle Vermögenswerte
2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| Sachanlagen | Immaterielle Vermögenswerte1) | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien2) | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01.2020 | 140.286 | 23.737 | 61.554 | 225.578 |
| Zugang | 7.213 | 1.708 | 4.173 | 13.093 |
| Abgang | 575 | 6 | 9 | 591 |
| Währungsveränderung | -1 | -1 | - | -2 |
| Umgliederung | -1.101 | - | 1.101 | - |
| Anschaffungskosten zum 31.12.2020 | 145.823 | 25.438 | 66.818 | 238.079 |
| Abschreibung kumuliert | 88.929 | 15.284 | 25.626 | 129.839 |
| Buchwert zum 31.12.2020 | 56.894 | 10.154 | 41.192 | 108.240 |
| Buchwert zum 31.12.2019 | 55.572 | 10.960 | 37.374 | 103.907 |
| Abschreibung 2020 | 4.868 | 2.548 | 1.266 | 8.683 |
1) immaterielle Vermögenswerte
2) als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| Stand 31.12.2020 | Stand 31.12.2021 | Latente Steuerforderungen | Latente Steuerrückstellung | |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 2.569 | 3.385 | 3.509 | 124 |
| Risikovorsorgen | 10.226 | 11.627 | 11.627 | - |
| Handelsaktiva/Handelspassiva | 219 | -10 | 1.047 | 1.057 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -1.589 | -1.232 | - | 1.232 |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | -10.230 | -12.140 | - | 12.140 |
| Sachanlagen | -4.719 | -4.535 | 32 | 4.567 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | -209 | - | 209 |
| Sonstige Aktiva / Passiva | 4.548 | 4.118 | 4.143 | 24 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.041 | 1.549 | 1.549 | - |
| Rückstellungen / Sozialkapital | 8.136 | 6.148 | 6.148 | - |
| Eigenkapital - Emission | -213 | -217 | - | 217 |
| Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung | 10.988 | 8.485 | 28.054 | 19.570 |
| Verrechnung der Steuern | - | - | -19.570 | -19.570 |
| Latente Steueransprüche /-schulden netto | - | - | 8.484 | - |
Latente Steuerforderungen
Latente Steuerrückstellung
Forderungen an Kunden 4.150 2.569
Risikovorsorgen 3.387 10.226
Handelsaktiva/Handelspassiva 172 219
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere -1.447 -1.589
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere -9.943 -10.230
Sachanlagen -5.446 -4.719
Sonstige Aktiva / Passiva 5.311 4.548
Verbriefte Verbindlichkeiten 2.363 2.041
Rückstellungen / Sozialkapital 9.069 8.136
Eigenkapital - Emission -212 -213
Steueransprüche (-schulden) vor Verrechnung 7.404 10.988
Verrechnung der Steuern - -
Latente Steueransprüche /-schulden netto - -
Aktive und passive Steuerlatenzen wurden gemäß IAS 12.71 saldiert. Die aktive latente Steuerabgrenzung ist im Wesentlichen auf die Risikovorsorge gemäß IFRS 9, auf Derivate des Bankbuches mit negativen Marktwerten, auf die Inanspruchnahme der Fair Value-Option auf eigene Schuldverschreibungen, auf die Abgrenzung der Up-front fees in den Kundenforderungen sowie auf die von der steuerlichen Berechnung abweichende Bewertung des Sozialkapitals nach IAS 19 zurückzuführen. Der Betrag der im Berichtsjahr gemäß IAS 19 direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betrug -0,7 Mio. EUR (Vorjahr: -0,6 Mio. EUR). Die passive latente Steuerabgrenzung ist überwiegend auf die Bewertung der Finanzanlagen zum Fair Value, auf die Anwendung der Effektivzinsmethode bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapierbeständen, auf positive Marktwerte bei Wertpapieren, die der Fair Value-Option gewidmet sind, sowie auf Derivate des Bankbuches mit positiven Marktwerten zurückzuführen. Aus der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuerabgrenzungen, die sich fast zur Gänze aufheben. Die Vorschaurechnungen für die kommenden drei Jahre zeigen, dass ausreichend zu versteuernde Einkommen vorliegen werden, um die latenten Steueransprüche auch verwerten zu können. Es liegen keine Verlustvorträge vor, die der aktiven Steuerlatenz unterworfen werden.
(24) Sonstige Aktiva in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 13.235 | 12.433 | -6,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.156 | 9.593 | >100 |
| Sonstige Aktiva | 17.391 | 22.026 | 26,7 |
(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten | 799.242 | 806.982 | 1,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten | 100.688 | 19.930 | -80,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 899.929 | 826.912 | -8,1 |
Die BKS Bank hat im Geschäftsjahr 2021 mit einem Neuvolumen von 200 Mio. EUR am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teilgenommen. Dieses Tenderprogramm stellt den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken davon abhängt, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Hinsichtlich der bilanziellen Behandlung dieser Finanzierungen kam die BKS Bank auf Basis einer abschließenden Beurteilung zu dem Ergebnis, dass das TLTRO III-Programm keine Zuwendung der Öffentlichen Hand iSd IAS 20 „Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand“ darstellt und somit IAS 20 nicht anzuwenden ist. Eine Zuwendung der Öffentlichen Hand liegt nur dann vor, wenn die zuwendende Stelle gemäß IAS 20.3 als „Öffentliche Hand“ einzustufen ist, der im Rahmen des TLTRO III-Programms verrechnete Zinssatz unterhalb des Marktzinses liegt und darüber hinaus die im Rahmen des Programms durchgeführten Transaktionen von den normalen Geschäftsvorfällen des Unternehmens zu unterscheiden sind. Da aus Sicht der BKS Bank nicht alle drei Kriterien erfüllt sind, kommt IAS 20 nicht zur Anwendung. Zum Stichtag werden Verbindlichkeiten in Höhe von 550 Mio. EUR aus dem TLTRO III-Programm unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen und gemäß IFRS 9 bilanziert. Im Dezember 2021 hat die BKS Bank das Erreichen der Kreditvergabeziele für die besondere Periode Juni 2021 bis Juni 2022 als erfüllt eingeschätzt. Dementsprechend steht der BKS Bank für diesen Zeitraum die zusätzliche Zinssenkung von 0,5% auf -1,0% zu. Die BKS Bank erfasst die Änderung der Einschätzung der Erreichung der Kreditvergabeziele als Schätzungsänderung gemäß IFRS 9 B5.4.6. Im Geschäftsjahr 2021 resultiert insgesamt ein positiver Effekt von 6,0 Mio. EUR aus der Inanspruchnahme des TLTRO III-Programms, der als positiver Zinsaufwand im Zinsüberschuss ausgewiesen wird.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 148.786 | 118.435 | -20,4 |
| bis 3 Monate | 166.093 | 122.498 | -26,2 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 145.202 | 62.498 | -57,0 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 404.341 | 456.678 | 12,9 |
| über 5 Jahre | 35.507 | 66.802 | 88,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Restlaufzeiten | 899.929 | 826.912 | -8,1 |
(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 1.401.674 | 1.351.180 | -3,6 |
| •Firmenkunden | 151.156 | 131.819 | -12,8 |
| •Privatkunden | 1.250.518 | 1.219.361 | -2,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.140.571 | 5.791.352 | 12,7 |
| •Firmenkunden | 3.667.120 | 4.067.067 | 10,9 |
| •Privatkunden | 1.473.451 | 1.724.285 | 17,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6.542.245 | 7.142.532 | 9,2 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| täglich fällig | 5.047.621 | 5.716.656 | 13,3 |
| bis 3 Monate | 138.033 | 162.049 | 17,4 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 701.682 | 541.125 | -22,9 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 607.510 | 687.355 | 13,1 |
| über 5 Jahre | 47.398 | 35.347 | -25,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Restlaufzeiten | 6.542.245 | 7.142.532 | 9,2 |
(27) Verbriefte Verbindlichkeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen | 592.585 | 677.645 | 14,4 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 54.878 | 54.878 | - |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 647.463 | 732.523 | 13,1 |
In den verbrieften Verbindlichkeiten sind begebene Schuldverschreibungen in Höhe von 57,0 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) enthalten, die zum Fair Value bewertet werden (Zuordnung Fair Value-Option). Der Buchwert der zum Fair Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten liegt um 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) über dem Rückzahlungsbetrag.
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 20.813 | 9.225 | -55,7 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 68.926 | 59.532 | -13,6 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 257.189 | 321.328 | 24,9 |
| über 5 Jahre | 300.535 | 342.437 | 13,9 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten | 647.463 | 732.523 | 13,1 |
(28) Handelspassiva in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Negative Marktwerte aus derivativen Produkten | 13.711 | 7.886 | -42,5 |
| •Währungsbezogene Geschäfte | 5.667 | 3.121 | -44,9 |
| •Zinsbezogene Geschäfte | - | 1 | - |
| •Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option | 8.044 | 4.764 | -40,8 |
| Handelspassiva | 13.711 | 7.886 | -42,5 |
(29) Rückstellungen in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 68.885 | 61.329 | -11,0 |
| Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) | 5.914 | 2.943 | -50,2 |
| Rückstellung für Garantien und Rahmen | 2.794 | 1.623 | -41,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 51.842 | 53.491 | 3,2 |
| Rückstellungen | 129.434 | 119.385 | -7,8 |
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 21,4 Mio. EUR (Vorjahr: 24,5 Mio. EUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR) sowie Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) enthalten. In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung in Höhe von 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 37,8 Mio. EUR) enthalten, die aus der Quotenkonsolidierung der ALGAR resultiert. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Sterbequartale in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Remunerationen in Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR).
Abfertigungsrückstellung
Für österreichische BKS Bank-Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 01. Jänner 2003 begann, besteht nach den Bestimmungen des Angestelltengesetzes bzw. Abfertigungsgesetzes ein Anspruch auf Abfertigung, sofern entsprechende Beendigungsgründe vorliegen. Des Weiteren ergibt sich aus dem Kollektivvertrag für Banken und Bankiers für Personen mit einem Dienstverhältnis von mehr als 5 Jahren grundsätzlich ein Anspruch auf zwei zusätzliche Monatsentgelte im Fall einer vom Arbeitgeber ausgesprochenen Kündigung. Diese zusätzlichen Monatsentgelte sind nicht durch die Beiträge aus der Mitarbeitervorsorgekasse gedeckt.
Pensionsrückstellung
Die Grundlage der Pensionsverpflichtung bildet der Kollektivvertrag für die Neuregelung des Pensionsrechtes in der Fassung vom 23.12.1996. Die Leistungen der Pensionszusagen umfassen im Wesentlichen die Alterspension, die Berufsunfähigkeitspension und die Witwen/r- und Waisenpension. Im Geschäftsjahr 2000 erfolgte die Übertragung bestehender Leistungszusagen an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG. Leistungspflichten der BKS Bank ergeben sich aus bereits flüssigen Pensionen für ehemalige Mitarbeiter oder deren Hinterbliebene sowie aus der Berufsunfähigkeitspension für noch aktive Dienstnehmer.# Versicherungsmathematische Annahmen in %
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Annahmen | ||
| Zinssatz Pensionsrückstellung | 1,00% | 1,06% |
| Zinssatz sonstige Sozialkapitalrückstellungen | 1,00% | 1,31% |
| Gehaltstrend aktive Mitarbeiter | 2,00% | 1,40% |
| Pensionsdynamik | 1,50% | 1,40% |
| Karrieredynamik | 0,25% | 0,25% |
| Demographische Annahmen | ||
| Pensionsantrittsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Sterbetafel | AVÖ 2018 | AVÖ 2018 |
Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen. Der Berechnung der Pensionsrückstellung wurde ab dem 30. Juni 2021 eine Duration von 10 Jahren zugrunde gelegt (VJ: 15 Jahre).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Rückstellung zum 01.01. | 75.603 | 68.885 | -8,9 |
| +Zinsaufwand | 967 | 668 | -30,9 |
| +Dienstzeitaufwand | 1.698 | 1.399 | -17,6 |
| -Zahlungen im Berichtsjahr | -6.201 | -5.931 | -4,4 |
| ±versicherungsmathematische Gewinne / Verluste¹) | -2.463 | -2.959 | 20,2 |
| ±sonstige Gewinne und Verluste | -719 | -733 | 1,9 |
| Rückstellung zum 31.12. | 68.885 | 61.329 | -11,0 |
¹) auf Basis veränderter finanzieller Annahmen
| Gesamt 2020 | Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | Steuern und sonstige | Gesamt 2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellung zum 01.01. | 138.743 | 68.885 | 60.549 | 129.434 | -6,7 |
| ±Währungsbedingte Veränderungen | - | - | - | - | - |
| +Zuführung | 11.859 | 1.497 | 9.607 | 11.104 | -6,4 |
| -Inanspruchnahme | -11.593 | -5.359 | -8.688 | -14.047 | 21,2 |
| -Auflösung | -9.574 | -3.694 | -3.412 | -7.106 | -25,8 |
| Rückstellung zum 31.12. | 129.434 | 61.329 | 58.056 | 119.385 | -7,8 |
| Abfertigungen 31.12.2020 | Pensionen 31.12.2020 | Abfertigungen 31.12.2021 | Pensionen 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz +0,5% | -994 | -1.837 | -810 | -1.576 |
| Diskontierungszinssatz -0,5% | 956 | 2.015 | 797 | 1.723 |
| Gehaltssteigerung +0,5% | 939 | 135 | 790 | 101 |
| Gehaltssteigerung -0,5% | -987 | -130 | -811 | -97 |
| Rentensteigerung +0,5% | - | 1.664 | - | 1.436 |
| Rentensteigerung -0,5% | - | -1.555 | - | -1.345 |
| Anstieg der Lebenserwartung um rd. 1 Jahr | - | 2.458 | - | 2.241 |
Die Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss, den eine Parameteränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen auf die Abfertigungs- und Pensionsrückstellung per 31.12.2021 hätte.
| Abfertigungen 31.12.2021 | Pensionen 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Erwartete Zahlungen 2022 | 1.558 | 2.749 |
| Erwartete Zahlungen 2023 | 1.170 | 2.550 |
| Erwartete Zahlungen 2024 | 2.539 | 2.347 |
| Erwartete Zahlungen 2025 | 1.731 | 2.154 |
| Erwartete Zahlungen 2026 | 1.780 | 1.967 |
| Summe der erwarteten Zahlungen 2022-2026 | 8.778 | 11.767 |
| Gewichtete durchschnittliche Laufzeit | 7,67 | 9,90 |
Die Fälligkeitsanalyse zeigt die vom Aktuar berechneten zu erwartenden Zahlungen aus den Abfertigungs- und Pensionsansprüchen für die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die Zahlungen im Geschäftsjahr 2021 beliefen sich auf 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24.984 | 23.637 | -5,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.868 | 4.897 | 0,6 |
| Leasingverbindlichkeiten | 21.588 | 19.907 | -7,8 |
| Sonstige Passiva | 51.440 | 48.442 | -5,8 |
In den sonstigen Passiva sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt enthalten. Die gemäß IFRS 16 ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten stammen überwiegend aus Mietverträgen von Filialen und Büroräumlichkeiten und sind wie folgt fällig:
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 2.662 | 2.625 | -1,4 |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 9.386 | 8.962 | -4,5 |
| über 5 Jahre | 9.540 | 8.319 | -12,8 |
| Leasingverbindlichkeiten | 21.588 | 19.907 | -7,8 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Ergänzungskapital | 209.583 | 240.942 | 15,0 |
| Nachrangkapital | 209.583 | 240.942 | 15,0 |
Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 237,4 Mio. EUR (Vorjahr: 206,5 Mio. EUR).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 3.211 | 3.603 | 12,2 |
| über 3 Monate bis 1 Jahr | 2.350 | - | - |
| über 1 Jahr bis 5 Jahre | 59.983 | 77.306 | 28,9 |
| über 5 Jahre | 144.039 | 160.033 | 11,1 |
| Nachrangkapital nach Restlaufzeiten | 209.583 | 240.942 | 15,0 |
Im Geschäftsjahr 2022 werden keine Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | Gesamtlaufzeit | Variable | |
|---|---|---|---|---|
| Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP | 2.350 | - | 15 Jahre | 5% |
| Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre | 4% |
| Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre | 2 3/4% |
| Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre | 3,43% |
| Nachrangige Obligation 2018-2028/3/PP | 13.000 | 13.000 | 10 Jahre | 2 1/4% |
| Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 17.287 | 17.287 | 8 Jahre | 4,54% |
| Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000 | 8.000 | 15 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | 20.000 | 20.000 | 11 Jahre | 3,85% |
| Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400 | 3.400 | 15 Jahre | 3 1/8% |
| Nachrangige Obligation 2019-2031/5 | 20.000 | 20.000 | 11,5 Jahre | 2 3/4% |
| Nachrangige Obligation 2020-2032/1 | 8.433 | 8.433 | 12 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2020-2030/2 | 4.289 | 4.289 | 10 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2020-2030/3 | 9.739 | 20.000 | 10 Jahre | 3,25% |
| Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | - | 20.000 | 10 Jahre | 3,03% |
| Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032 | - | 3.000 | 10 Jahre | |
| Summe Nachrangkapital | 206.498 | 237.409 |
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 85.886 | 85.886 | - |
| •Aktienkapital | 85.886 | 85.886 | - |
| Kapitalrücklagen | 241.416 | 241.416 | - |
| Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen | 979.469 | 1.066.845 | 8,9 |
| Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) | 55.900 | 65.200 | 16,6 |
| Eigenkapital | 1.362.671 | 1.459.346 | 7,1 |
Mit der Anfang November 2020 abgeschlossenen Umwandlung aller Vorzugsaktien in Stammaktien im Verhältnis 1:1 setzt sich das Grundkapital nunmehr aus 42.942.900 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die emittierten Additional Tier 1-Anleihen, und zwar BKS TIER 1 ANL 2015 (Nominale 23,4 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2017 (Nominale 14,5 Mio. EUR), BKS TIER 1 ANL 2018 (Nominale 17,3 Mio. EUR) und BKS TIER 1 ANL 2020 (Nominale 10,0 Mio. EUR), die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die gemäß § 57 (5) BWG zu bildende Haftrücklage in Höhe von 88,8 Mio. EUR (Vorjahr: 86,3 Mio. EUR) ist in den Gewinnrücklagen enthalten.
| Anzahl Aktien | |
|---|---|
| Stamm-Stückaktien | |
| Stand 01.01.2021 | 42.060.932 |
| Veränderung eigene Aktien | 89.597 |
| Stand 31.12.2021 | 42.150.529 |
| Eigene Aktien im Bestand | 792.371 |
| Ausgegebene Aktien | 42.942.900 |
| Im Umlauf befindliche Aktien |
| Anzahl Aktien | |
|---|---|
| Stamm-Stückaktien | |
| Stand 01.01.2020 | 40.432.275 |
| Vorzugs-Stückaktien | 1.635.302 |
| Veränderung eigene Aktien | -24.086 |
| Umwandlung | 1.652.743 |
| Stand 31.12.2020 | 42.060.932 |
| Eigene Aktien im Bestand | 881.968 |
| Ausgegebene Aktien | 42.942.900 |
Das sonstige Ergebnis in den Gewinnrücklagen ist auf die Veränderung folgender Rücklagen zurückzuführen:
| 2020 | 2021 | in Tsd. EUR | |
|---|---|---|---|
| Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | Rücklage für eigenes Kreditrisiko | Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | |
| Stand 01.01. | -31.013 | 224 | -29.219 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.794 | 501 | 3.138 |
| •Veränderung aus der Neubewertung gem. IAS 19 | 1.846 | - | 2.222 |
| •Veränderung der Rücklage für eigenes Kreditrisiko | - | 501 | - |
| •Veränderung aus at Equity bilanzierten Unternehmen (IAS 19) | -52 | - | 917 |
| Umgliederung | - | -22 | - |
| Stand 31.12. | -29.219 | 704 | -26.081 |
Das Kapitalmanagement der BKS Bank umfasst zwei gleichwertige Verfahren, nämlich die Steuerung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung der Mindestkapitalquoten und die interne Steuerung im Rahmen des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process). Das Ziel ist es, zu jeder Zeit die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten gemäß CRR zu erfüllen sowie im Rahmen des ICAAP ein ausreichendes Maß an Risikodeckungsmasse vorzuhalten. Das Hauptaugenmerk des Kapitalmanagements liegt auf der Limitierung und Kontrolle der durch die Bank eingegangenen Risiken im Sinne der Gesamtbankrisikosteuerung. Zur Erfüllung der Ziele wird im Managementinformationsprozess der Grad der Limitausnützung aller Risiken überprüft und darüber berichtet. Kerngrößen der Analyse und Steuerung im Rahmen des Kapitalmanagements sind die Eigenmittelquote, die Kernkapitalquote, der Ausnützungsgrad der Risikodeckungsmasse, aber auch die Leverage Ratio. Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.
| ### BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR in Mio.EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Grundkapital | 85,9 | 85,9 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 1.193,6 | 1.279,0 |
| Abzugsposten | -610,2 | -655,3 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 669,3 | 709,51) |
| Harte Kernkapitalquote | 11,8% | 11,9% |
| AT1-Anleihe | 55,9 | 65,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 55,9 | 65,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 725,2 | 774,7 |
| Kernkapitalquote | 12,8% | 13,0% |
| Ergänzungskapital | 190,9 | 209,1 |
| Eigenmittel insgesamt | 916,1 | 983,8 |
| Gesamtkapitalquote | 16,2% | 16,6% |
| Total Risk Exposure Amount | 5.664,1 | 5.943,8 |
1.) Beinhaltet das Jahresergebnis 2021. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig. Als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die BKS Bank zum 31. Dezember 2021 folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalerhaltungspuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen: für das harte Kernkapital 5,5 % und für die Gesamtkapitalquote gesamt 9,7 %. Die Kapitalquoten per Ende Dezember 2021 lagen über diesen Anforderungen.
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in die Vergütungspolitik. So wird eine risiko- adäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nach-haltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien.
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.
Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR…) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind
* der Sanierungsplan,
* der Abwicklungsplan und
* die MREL-Quote.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken. Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unab-hängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen. Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium. Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme. Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.
In den wöchentlich anberaumten Jour fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jour fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten. Auch das Jahr 2021 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Maßnahmen zur Früherkennung von Kreditrisiken wie die Überprüfung der Entwicklung von NPLs, von Krediten mit Nachsicht, von Überziehungen und Stundungen oder von Überbrückungsfinanzierungen wurden auch 2021 laufend vereinbart und umgesetzt.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt. In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste in der ökonomischen Perspektive für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9% ermittelt. Zum 31. Dezember 2021 wurde ein ökonomischer Kapitalbedarf von 521,4 Mio. EUR nach 507,7 Mio. EUR im Vorjahr ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 1.303,1 Mio. EUR nach 1.239,7 Mio. EUR zum Jahresultimo 2020.# Risikotragfähigkeitsrechnung nach der ökonomischen Perspektive
Verteilung der Risiken aus Sicht der ökonomischen Perspektive in %
| 2020 | 2021 | |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 66,1 | 65,7 |
| Zinsänderungsrisiko im Bankbuch | 12,1 | 11,2 |
| Aktienkursrisiko | 3,9 | 5,6 |
| Risiko aus Fremdwährungspositionen | 0,4 | 0,1 |
| Credit Spread-Risiko | 7,3 | 6,7 |
| Operationales Risiko und IKT-Risiko | 5,4 | 5,7 |
| Liquiditätsrisiko | 1,8 | 2,0 |
| Modellfehler | 0,4 | 0,4 |
| Sonstige Risiken | 2,8 | 2,7 |
Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für 65,7% (2020: 66,1%) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich.
In der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit stehen die aufsichtsrechtlich geforderten Kapitalquoten, Liquiditätskennzahlen und Kreditrisikokennzahlen im Fokus. Die normative Perspektive unterliegt einem Planungshorizont von mindestens 3 Jahren. Dabei wird im ersten Schritt überprüft, ob die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen und die aus dem Risikoappetit abgeleiteten internen Limite über den Planungszeitraum eingehalten werden können. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die Limite und aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen auch im Stressfall erfüllt werden können. Die Stressparameter werden aus den EBA-Stresstests abgeleitet und mit den Stresstests in der ökonomischen Perspektive abgestimmt. Die Risikotragfähigkeitsrechnung in der normativen Perspektive zeigt, dass die im Risk Appetite Framework festgelegten Limite sowohl im Basisszenario als auch im Stressszenario eingehalten und damit auch die quantitativen gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.
Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Sensitivitätsanalysen liefern ergänzende Informationen zur Risikotragfähigkeit und zeigen zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind. Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour Fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist. Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten. Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.
Zur Steuerung und Kontrolle des ökonomischen Einzelrisikos werden jährlich Budgets für Tochtergesellschaften sowie Budgets und Vorschaurechnungen über zu erwartende Beteiligungserträge erstellt. Monatliche Berichte über operativ tätige Tochtergesellschaften sind ein integraler Bestandteil des Konzernreportings. Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung. Die interne Risikosteuerung erfolgt auf Portfolioebene und umfasst folgende Risikopositionen:
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Kundenforderungen | 7.184.620 | 7.562.928 |
| Zugesagte Kreditrahmen¹⁾ | 207.504 | 198.688 |
| Bankenforderungen | 300.881 | 106.773 |
| Wertpapiere und Fonds | 920.068 | 1.010.910 |
| Beteiligungen | 752.771 | 807.683 |
| Kreditrisikovolumen | 9.365.845 | 9.686.981 |
¹⁾ auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Kundenforderungen Konzern gem. Note (15.1) | 6.569.965 | 6.958.625 |
| + Risikovorsorgen zu Forderungen an Kunden gem. Note (15.1) | 87.378 | 107.234 |
| + Eventualverbindlichkeiten gem. Note (60) | 567.947 | 610.804 |
| + Corporate Bonds | 67.138 | 35.262 |
| + Sonstige Positionen und Derivatgeschäft | 43.218 | 12.980 |
| - Kundenforderungen gem. Note (60) mit Hausbankhaftung | -151.027 | -161.976 |
| Kundenforderungen laut interner Risikosteuerung | 7.184.620 | 7.562.928 |
| Sonstige Kreditrisiken gem. Note (60) | 1.693.658 | 1.702.081 |
| Zugesagte Kreditrahmen auf Basis des intern ermittelten Ziehungsverhaltens | 207.504 | 198.688 |
| Forderungen an Kreditinstitute gem. Note (14) | 282.769 | 94.582 |
| + Risikovorsorgen zu Forderungen an Kreditinstitute gem. Note (14) | 233 | 55 |
| + Wertpapier- und Derivatgeschäfte mit Banken | 17.879 | 12.136 |
| Bankenforderungen laut interner Risikosteuerung | 300.881 | 106.773 |
| + Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere gem. Note (17) | 917.599 | 999.561 |
| + Risikovorsorgen zu Schuldverschreibungen gem. Note (17) | 1.050 | 679 |
| - Corporate Bonds/Wertpapiere/Sonstiges (Umgliederung zu Banken- und Kundenforderungen) | -60.774 | -45.450 |
| + Fonds aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gem. Note (18) | 56.734 | 50.364 |
| + Aktien aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gem. Note (18) | 5.460 | 5.756 |
| Wertpapiere und Fonds laut interner Risikosteuerung | 920.068 | 1.010.910 |
| Beteiligungen aus der Position Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere gem. Note (18) | 91.233 | 98.176 |
| + Beteiligungen at Fair Value (verpflichtend) gem. Note (18) | – | 252 |
| + Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen gem. Note (19) | 661.538 | 709.256 |
| Beteiligungen laut interner Risikosteuerung | 752.771 | 807.683 |
| Kreditrisikovolumen gem. ICAAP | 9.365.845 | 9.686.981 |
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb des BKS Bank Konzerns. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.
Ratingstufen
| Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kundenforderungen | 95.606 | 1.844.654 | 2.700.144 | 2.410.087 | 318.585 | 191.578 | 2.274 |
| Zugesagte Kreditrahmen | 8.394 | 63.085 | 73.406 | 50.549 | 2.993 | 220 | 41 |
| Bankenforderungen | 53.975 | 45.706 | 3.718 | 3.381 | 2 | – | – |
| Wertpapiere und Fonds | 778.921 | 184.819 | 47.158 | – | 11 | – | – |
| Beteiligungen | 776.460 | 28.313 | 1.478 | 252 | – | – | 1.181 |
| Gesamt | 1.713.356 | 2.166.577 | 2.825.904 | 2.464.269 | 321.592 | 191.798 | 3.496 |
| Risikopositionen nach Rating in Tsd. EUR | AA-A1 | 1a-1b | 2a-2b | 3a-3b | 4a-4b | 5a-5c | ohne Rating |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kundenforderungen | 79.718 | 1.715.997 | 2.654.575 | 2.214.603 | 380.818 | 138.513 | 396 |
| Zugesagte Kreditrahmen | 13.958 | 60.523 | 76.049 | 50.772 | 5.425 | 748 | 29 |
| Bankenforderungen | 220.784 | 39.588 | 36.661 | 3.845 | 4 | – | – |
| Wertpapiere und Fonds | 740.636 | 139.418 | 35.420 | 4.550 | 44 | – | – |
| Beteiligungen | 723.658 | 25.198 | 2.482 | – | – | – | 1.433 |
| Gesamt | 1.778.755 | 1.980.723 | 2.805.187 | 2.273.770 | 386.291 | 139.261 | 1.859 |
In der BKS Bank gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 1,0% des vereinbarten Rahmens und mindestens 100,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird.## (38.3) Kreditrisikosteuerung
Dies wird angenommen, wenn eines der nachstehenden Kriterien zutrifft:
* Neubildung einer Einzelwertberichtigung
* Restrukturierung des Kreditengagements verbunden mit einer Verschlechterung der Forderungsqualität
* Einleitung von Betreibungsmaßnahmen wegen Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit, Betrug oder aus sonstigen Gründen
* Abdeckung der Forderung nur mit Verlust für die BKS Bank möglich
* Forderungsverkauf mit bedeutendem, bonitätsbedingtem Verlust für die BKS Bank
* Insolvenz des Schuldners
* aus sonstigen Gründen uneinbringliche Kreditengagements
Am 01.01.2021 traten die Bestimmungen der EBA/GL2016/07 Leitlinie zur Anwendung der Ausfallsdefinition in Kraft, die weitere Hinweise für die Unwahrscheinlichkeit des Begleichens von Verbindlichkeiten („unlikeliness to pay“) enthalten. Die Quote der Non-performing Loans betrug zum Jahresende 2,2% (2020: 1,7%). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen) und die bilanziellen Forderungen gegenüber Staaten, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden.
Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition und betrug 33,7% zum 31. Dezember 2021 (2020: 37,2 %). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum Jahresultimo auf 91,0% (2020: 88,7 %).
Als „foreborne“ klassifizierte Volumina 2021 in Tsd. EUR
| Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 69.818 | 20.084 | 89.902 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 60.548 | 19.437 | 79.985 |
| •hiervon Refinanzierung | 9.270 | 647 | 9.917 |
| Non-performing Exposures | 35.222 | 17.338 | 52.560 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 32.689 | 10.669 | 43.358 |
| •hiervon Refinanzierung | 2.533 | 6.669 | 9.202 |
| Gesamt | 105.040 | 37.422 | 142.462 |
Als „foreborne“ klassifizierte Volumina 2020 in Tsd. EUR
| Firmenkunden | Privatkunden | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Performing Exposure | 52.297 | 21.724 | 74.021 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 40.749 | 20.954 | 61.703 |
| •hiervon Refinanzierung | 11.548 | 770 | 12.318 |
| Non-performing Exposures | 27.277 | 8.945 | 36.222 |
| •hiervon Zugeständnisse bei Raten | 24.484 | 8.083 | 32.567 |
| •hiervon Refinanzierung | 2.793 | 862 | 3.655 |
| Gesamt | 79.574 | 30.669 | 110.243 |
Für die Steuerung von Problemengagements ist der Begriff „Forbearance“ bzw. „Nachsicht“ wesentlich. Unter diesem Begriff sind all jene vertraglichen Neuregelungen zu verstehen, die notwendig sind, weil der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Finanzielle Schwierigkeiten sind gegeben, wenn die Rückführbarkeit auf Basis realistischer Laufzeiten aus Cash Flows bzw. aus dem Ergebnis der Kreditfähigkeitsprüfung nicht gesichert ist. Diese Geschäftsfälle unterliegen gemäß CRR einer besonderen Kennzeichnungspflicht. Solche Nachsichtmaßnahmen sind beispielsweise:
* Verlängerung der Kreditlaufzeit
* Zugeständnisse in Bezug auf die ursprünglich vereinbarten Raten
* Zugeständnisse in Bezug auf die Kreditkonditionen
* gänzliche Neugestaltung des Kreditengagements (Restrukturierung)
Mit dem Auftreten der Coronapandemie beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 wurden eine Reihe von Nachsichtmaßnahmen ausgelöst sowie Stundungen und Überbrückungsfinanzierungen gewährt. In der nachfolgenden Tabelle werden die entsprechenden Kreditvolumina 2021, die zum Stichtag noch von diesen Maßnahmen betroffen waren, nach Branchen gegliedert angeführt.
in Tsd. EUR
| Kredite und Darlehen mit EBA-konformen Moratorien | Sonstige Kredite und Darlehen mit COVID-19-verursachten Forbearance-Maßnahmen | Neu gewährte Kredite und Darlehen mit staatlichen Garantien im Zusammenhang mit COVID-19 | Erhaltene öffentliche Garantien im Zusammenhang mit COVID-19 | |
|---|---|---|---|---|
| Privatkunden | 47.589 | 594 | 108 | 96 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 127.092 | 17.315 | 70 | 64 |
| Bau | 38.272 | 1.389 | 5.649 | 5.200 |
| Herstellung von Waren | 30.032 | 38 | 36.539 | 32.422 |
| Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 25.357 | 858 | 18.118 | 16.568 |
| Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 21.654 | 2.473 | 6.171 | 5.847 |
| Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 21.517 | 484 | 13.530 | 12.230 |
| Verkehr und Lagerei | 35.900 | – | 1.831 | 1.691 |
| Beherbergung und Gastronomie | 61.805 | 14.270 | 6.708 | 6.254 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 37.837 | – | 698 | 671 |
| Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 16.897 | 175 | 4.674 | 4.460 |
| Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | – | – | – | – |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 4.331 | 122 | 774 | 774 |
| Energieversorgung | 1.017 | – | 48 | 48 |
| Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 5.899 | – | – | – |
| Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 8.107 | 110 | 912 | 839 |
| Information und Kommunikation | 10.832 | 3.938 | 2.672 | 2.508 |
| Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 1.513 | 2.832 | 500 | 500 |
| Kunst, Unterhaltung und Erholung | 5.529 | 863 | 388 | 387 |
| Erziehung und Unterricht | 1.361 | 13 | 307 | 307 |
| Gesamt | 502.541 | 45.474 | 99.698 | 90.866 |
Die seit dem Geschäftsjahr 2020 aufgrund von COVID-19 gestundeten Kredite werden in der folgenden Tabelle auf Basis der Restlaufzeit der Stundungsmaßnahmen dargestellt.
in Tsd. EUR
| Buchwert | Kredite hievon Kredite mit aktiven Moratorien | <= 3 Monate | > 3 Monate <= 6 Monate | > 6 Monate <= 9 Monate | > 9 Monate <= 12 Monate | > 12 Monate <= 18 Monate | > 18 Monate | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kredite und Darlehen mit EBA-konformen Moratorien | 502.451 | – | – | – | – | – | – | – |
| Sonstige Kredite und Darlehen mit COVID-19-verursachten Forbearance-Maßnahmen | 45.474 | 21.687 | 11.074 | 3.309 | 110 | 2.832 | 4.064 | 298 |
| Gesamt | 547.925 | 21.687 | 11.074 | 3.309 | 110 | 2.832 | 4.064 | 298 |
Buchwerte Rückstellung
in Tsd. EUR
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AA | 716.016 | – | – | 716.016 | 173 | – | – | 173 |
| A1 | 90.086 | – | – | 90.086 | 42 | – | – | 42 |
| 1a | 897.258 | 30.906 | - | 928.164 | 408 | 129 | - | 537 |
| 1b | 924.601 | 38.783 | - | 963.384 | 1.221 | 902 | - | 2.123 |
| 2a | 1.176.423 | 13.267 | - | 1.189.690 | 2.712 | 255 | - | 2.967 |
| 2b | 1.158.965 | 171.474 | - | 1.330.439 | 4.181 | 1.573 | - | 5.754 |
| 3a | 1.030.507 | 427.165 | - | 1.457.672 | 4.706 | 7.932 | - | 12.638 |
| 3b | 403.480 | 352.540 | - | 756.020 | 3.233 | 6.620 | - | 9.853 |
| 4a | 47.527 | 169.025 | - | 216.552 | 552 | 4.358 | - | 4.910 |
| 4b | 16.933 | 76.144 | - | 93.077 | 616 | 4.215 | - | 4.831 |
| 5a – 5c | – | - | 190.545 | 190.545 | – | - | 63.884 | 63.884 |
| OR | 2.743 | 693 | - | 3.436 | 221 | 35 | - | 256 |
| Gesamt | 6.464.539 | 1.279.997 | 190.545 | 7.935.081 | 18.065 | 26.019 | 63.884 | 107.968 |
Buchwerte nach Ratingstufen und Stages/On-Balance 2020
Buchwerte Rückstellung
in Tsd. EUR
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AA | 847.942 | 1.423 | – | 849.366 | 155 | 6 | – | 161 |
| A1 | 75.901 | – | – | 75.901 | 32 | – | – | 32 |
| 1a | 867.430 | 89.440 | – | 956.870 | 302 | 455 | – | 757 |
| 1b | 740.464 | 42.819 | – | 783.283 | 734 | 229 | – | 964 |
| 2a | 1.028.682 | 82.025 | – | 1.110.707 | 2.200 | 931 | – | 3.132 |
| 2b | 1.041.503 | 273.094 | – | 1.314.597 | 3.474 | 2.898 | – | 6.372 |
| 3a | 952.504 | 326.553 | – | 1.279.057 | 4.007 | 4.714 | – | 8.720 |
| 3b | 380.871 | 380.274 | – | 761.145 | 2.324 | 6.096 | – | 8.420 |
| 4a | 67.150 | 188.593 | – | 255.743 | 552 | 5.873 | – | 6.425 |
| 4b | 31.440 | 80.434 | – | 111.873 | 1.072 | 2.834 | – | 3.905 |
| 5a – 5c | – | – | 137.927 | 137.927 | – | – | 49.736 | 49.736 |
| OR | 638 | 49 | – | 687 | 33 | 4 | – | 37 |
| Gesamt | 6.034.525 | 1.464.703 | 137.927 | 7.637.155 | 14.886 | 24.040 | 49.736 | 88.661 |
2021 haben wir wiederholt eine Analyse der Betroffenheit von Firmenkunden nach Branchen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise wiederholt durchgeführt. Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, nämlich Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie Sonstige Dienstleistungen und Verkehr, wurden ab einem festgelegten Ausmaß an Betroffenheit einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Wir gehen davon aus, dass Kunden, die schlechter als 2a gerated sind, mit einem höheren Risiko behaftet sind. Auf Grund der negativen Auswirkung der COVID-19 Pandemie auf die kroatische Wirtschaft wird auch das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Insgesamt wurden somit gemäß IFRS 9.B5.5.1 ff. Finanzinstrumente aus Stufe 1 in Stufe 2 transferiert, auch wenn auf individueller Schuldnerebene noch kein signifikanter Anstieg im Kreditrisiko zu identifizieren war. Aus diesem kollektiven Stufentransfer mit einem Volumen von 556,7 Mio. EUR resultiert eine Risikovorsorge in Höhe von 7,3 Mio. EUR.
Buchwerte Wertberichtigungen
in Tsd. EUR
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AA | 51.814 | – | – | 51.814 | – | – | – | – |
| A1 | 18.150 | – | – | 18.150 | – | – | – | – |
| 1a | 243.474 | 7.612 | – | 251.086 | 50 | 15 | – | 65 |
| 1b | 429.386 | 9.493 | – | 438.879 | 68 | 5 | – | 73 |
| 2a | 460.939 | 4.915 | – | 465.854 | 104 | 4 | – | 108 |
| 2b | 360.059 | 36.333 | – | 396.392 | 154 | 95 | – | 249 |
| 3a | 317.226 | 99.057 | – | 416.283 | 156 | 324 | – | 480 |
| 3b | 98.581 | 91.191 | – | 189.772 | 104 | 272 | – | 376 |
| 4a | 3.930 | 16.491 | – | 20.421 | 8 | 34 | – | 42 |
| 4b | 3.611 | 10.424 | – | 14.035 | 22 | 60 | – | 82 |
| 5a – 5c | – | - | 3.862 | 3.862 | – | – | 143 | 143 |
| OR | 282 | 86 | – | 368 | 1 | 4 | – | 5 |
| Gesamt | 1.987.452 | 275.602 | 3.862 | 2.266.916 | 667 | 813 | 143 | 1.623 |
Buchwerte nach Ratingstufen und Stages/Off-Balance 2020
Buchwerte Wertberichtigungen
in Tsd. EUR
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AA | 26.941 | 292 | – | 27.233 | 1 | – | – | 1 |
| A1 | 1.706 | – | – | 1.706 | 1 | – | – | 1 |
| 1a | 221.656 | 13.267 | – | 234.923 | 39 | 7 | – | 46 |
| 1b | 261.250 | 10.802 | – | 272.052 | 57 | 6 | – | 63 |
| 2a | 450.650 | 26.723 | – | 477.372 | 186 | 45 | – | 231 |
| 2b | 379.390 | 68.932 | – | 448.321 | 223 | 68 | – | 291 |
| 3a | 344.669 | 73.322 | – | 417.991 | 476 | 192 | – | 668 |
| 3b | 166.805 | 116.700 | – | 283.505 | 662 | 328 | – | 990 |
| 4a | 17.972 | 52.280 | – | 70.252 | 43 | 215 | – | 258 |
| 4b | 8.468 | 18.043 | – | 26.511 | 25 | 88 | – | 113 |
| 5a – 5c | – | – | 1.627 | 1.627 | – | – | 131 | 131 |
| OR | 86 | 26 | – | 111 | 1 | – | – | 1 |
| Gesamt | 1.879.592 | 380.385 | 1.627 | 2.261.604 | 1.714 | 949 | 131 | 2.794 |
1) in Tsd.## EUR Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko
Sicherheiten gesamt | hiervon finanzielle Sicherheiten | hiervon persönliche Sicherheiten | hiervon Immobiliensicherheiten | hiervon sonstige Risikoposition2)
---|---|---|---|---
Kundenforderungen | 7.562.928 | 5.088.097 | 127.622 | 278.722 | 3.802.032 | 879.721 | 2.474.831
hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 89.927 | 56.476 | – | 16.636 | 39.840 | – | 33.451
hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 53.631 | 38.763 | 564 | 7 | 36.547 | 1.645 | 14.867
Zugesagte Kreditrahmen | 198.688 | – | – | – | – | – | 198.688
Bankenforderungen | 106.773 | 13.340 | – | 10.188 | – | 3.152 | 93.433
Wertpapiere und Fonds | 1.010.910 | 150.441 | – | 59.721 | – | 90.720 | 860.469
hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 20.551 | – | – | – | – | – | 20.551
hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 50.364 | – | – | – | – | – | 50.364
hiervon at Fair Value OCI | 5.756 | – | – | – | – | – | 5.756
Beteiligungen | 807.683 | – | – | – | – | – | 807.683
hiervon at Fair Value OCI | 98.176 | – | – | – | – | – | 98.176
hiervon Beteiligungen at Fair Value (verpflichtend) | 252 | – | – | – | – | – | 252
hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 709.256 | – | – | – | – | – | 709.256
Gesamt | 9.686.981 | 5.251.878 | 127.622 | 348.631 | 3.802.032 | 973.593 | 4.435.103
1)Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2)Exposure abzüglich Sicherheiten
| in Tsd. EUR | Kreditrisikovolumen/ max. Ausfallsrisiko | Sicherheiten gesamt | hiervon finanzielle Sicherheiten | hiervon persönliche Sicherheiten | hiervon Immobiliensicherheiten | hiervon sonstige Risikoposition2) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kundenforderungen | 7.184.620 | 4.524.614 | 106.961 | 227.483 | 3.343.685 | 846.485 |
| hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 75.650 | 39.128 | – | 19.329 | 19.799 | – |
| hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 56.730 | 39.651 | 518 | 1.260 | 36.253 | 1.620 |
| Zugesagte Kreditrahmen | 207.504 | – | – | – | – | – |
| Bankenforderungen | 300.881 | 6.139 | 3.067 | – | – | 3.072 |
| Wertpapiere und Fonds | 920.068 | 147.342 | – | 69.666 | – | 77.676 |
| hiervon at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 21.152 | – | – | – | – | – |
| hiervon at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 56.734 | – | – | – | – | – |
| hiervon at Fair Value OCI | 3.836 | – | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 752.771 | – | – | – | – | – |
| hiervon at Fair Value OCI | 91.233 | – | – | – | – | – |
| hiervon Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen | 661.538 | – | – | – | – | – |
| Gesamt | 9.365.845 | 4.678.094 | 110.027 | 297.148 | 3.343.685 | 927.233 |
1)Belehnwerte der gemäß interner Vorschriften bewerteten Kreditsicherheiten
2)Exposure abzúglich Sicherheiten
| in Tsd. EUR | in % |
|---|---|
| Privatkunden | 1.287.356 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 1.378.862 |
| Bau | 757.444 |
| Herstellung von Waren | 878.682 |
| Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 521.956 |
| Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 424.172 |
| Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 399.331 |
| Verkehr und Lagerei | 256.608 |
| Beherbergung und Gastronomie | 224.809 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 257.302 |
| Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 162.783 |
| Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 155.186 |
| Energieversorgung | 136.850 |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 76.120 |
| Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 34.245 |
| Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 53.350 |
| Information und Kommunikation | 60.079 |
| Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 58.116 |
| Kunst, Unterhaltung und Erholung | 39.493 |
| Erziehung und Unterricht | 21.877 |
| Gesamt | 7.184.620 |
| in Tsd. EUR | in % |
|---|---|
| Privatkunden | 1.409.757 |
| Grundstücks- und Wohnungswesen | 1.480.970 |
| Bau | 853.059 |
| Herstellung von Waren | 884.645 |
| Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz | 486.799 |
| Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 484.601 |
| Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 409.638 |
| Verkehr und Lagerei | 230.567 |
| Beherbergung und Gastronomie | 240.776 |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 261.295 |
| Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 202.425 |
| Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 165.930 |
| Energieversorgung | 119.217 |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 82.061 |
| Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | 31.922 |
| Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 44.302 |
| Information und Kommunikation | 66.667 |
| Wasserversorgung; Abwasser-, Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | 66.389 |
| Kunst, Unterhaltung und Erholung | 24.157 |
| Erziehung und Unterricht | 17.752 |
| Gesamt | 7.562.928 |
| in Tsd. EUR | EUR1) | CHF | USD | JPY | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 313 | 80.229 | 3.592 | 228 | 84.362 |
| Slowenien | – | 2.387 | – | – | 2.387 |
| Kroatien | 561.987 | 330 | 31 | – | 562.348 |
| Ungarn | 5.102 | – | – | – | 5.102 |
| Schweiz | 18.583 | – | – | – | 18.583 |
| Sonstige | 11.211 | 1.325 | – | – | 12.536 |
| Gesamt | 597.196 | 84.271 | 3.624 | 228 | 685.319 |
1)Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
| in Tsd. EUR | EUR1) | CHF | USD | JPY | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | – | 92.062 | 29 | 1.139 | 93.230 |
| Slowenien | – | 3.155 | 0 | – | 3.155 |
| Kroatien | 493.189 | 310 | 39 | – | 493.538 |
| Ungarn | 6.782 | – | – | – | 6.782 |
| Schweiz | 22.883 | 183 | – | – | 23.066 |
| Sonstige | 12.031 | 2.192 | – | – | 14.223 |
| Gesamt | 534.885 | 97.902 | 68 | 1.139 | 633.994 |
1)Euro-Kredite an Kunden aus Nicht-Euro-Staaten
| in Tsd. EUR | Forderungen1) | überfällig2) | Einzelwertberichtigung3) | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 5.514.906 | 99.361 | 29.751 | 61.671 |
| Slowenien | 910.902 | 12.825 | 4.082 | 8.381 |
| Kroatien | 620.655 | 71.278 | 26.382 | 43.202 |
| Ungarn | 20.825 | 2.350 | 1.004 | 1.279 |
| Slowakische Republik | 249.546 | 5.698 | 2.626 | 2.379 |
| Italien | 8.234 | 25 | 25 | – |
| Deutschland | 185.387 | 39 | 13 | 25 |
| Sonstige | 52.472 | 2 | – | – |
| Gesamt | 7.562.928 | 191.578 | 63.883 | 116.937 |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
Bei allen Finanzinstrumenten, die in den Ausfallsklassen bilanziert werden (Rating 5a, 5b oder 5c), wird für den besicherten Teil keine Wertberichtigung gebildet.
| in Tsd. EUR | Forderungen1) | überfällig2) | Einzelwertberichtigung3) | Sicherheiten für überfällige Forderungen |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 5.230.204 | 84.977 | 26.676 | 46.790 |
| Slowenien | 917.763 | 20.093 | 7.756 | 11.976 |
| Kroatien | 560.036 | 20.749 | 9.070 | 10.351 |
| Ungarn | 20.931 | 2.970 | 1.374 | 1.510 |
| Slowakische Republik | 197.581 | 9.637 | 2.968 | 5.346 |
| Italien | 9.166 | 30 | 13,49299 | 15 |
| Deutschland | 183.123 | 36 | 2 | 34 |
| Sonstige | 65.816 | 20 | 2 | 17 |
| Gesamt | 7.184.620 | 138.513 | 47.861 | 76.040 |
1) Risikovolumen gemäß interner Risikosteuerung
2) überfällig gemäß Ausfallsdefinition der BKS Bank
3) Stage 3 Risikovorsorge
| in Tsd. EUR | Anschaffungskosten | Buchwert nach IFRS1) |
|---|---|---|
| Regionen | 2020 | 2021 |
| Österreich | 411.659 | 697.121 |
| Deutschland | 91.281 | 102.535 |
| Belgien | 34.675 | 34.727 |
| Finnland | 14.941 | 15.137 |
| Frankreich | 41.967 | 43.433 |
| Griechenland | – | – |
| Irland | 25.890 | 29.012 |
| Kroatien | 10.000 | 10.122 |
| Litauen | 6.000 | 6.072 |
| Luxemburg | 116.412 | 127.174 |
| Niederlande | 14.946 | 14.946 |
| Norwegen | 39.747 | 54.837 |
| Polen | 5.000 | 5.083 |
| Portugal | 15.000 | 15.187 |
| Slowakische Republik | 29.800 | 29.932 |
| Slowenien | 14.795 | 29.887 |
| Spanien | 19.773 | 24.928 |
| Schweden | 9.996 | 9.996 |
| USA | 1.573 | 1.444 |
| Gesamt | 903.456 | 1.262.702 |
1)inklusive Stückzinsen
Auf Positionen im Wertpapierportfolio gab es in den Jahren 2020 und 2021 keine Impairments.
| Beteiligungspositionen in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Börsenotierte Kreditinstitute | 661.538 | 709.256 |
| Nicht börsenotierte Kreditinstitute | 18.549 | 18.429 |
| Sonstige, nicht börsenotierte Beteiligungen | 72.684 | 79.998 |
| Gesamt | 752.771 | 807.683 |
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht sowie der NII-Perspektive und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
| in % der Eigenmittel | Währung | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| EUR | 1,43% | 2,69% | |
| CHF | 0,26% | 0,08% | |
| USD | -0,02% | -0,04% | |
| JPY | – | – | |
| Sonstige | – | – | |
| Gesamt | 1,67% | 2,73% |
| in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| EUR | 13.088 | 26.467 |
| CHF | 2.384 | 734 |
| USD | -176 | -373 |
| JPY | – | – |
| Sonstige | – | – |
| Gesamt | 15.297 | 26.828 |
EUR und Fremdwährungen in Tsd. EUR## Zinsänderungsrisiko
Positive Werte in den Zinsbindungsgaps stellen einen Aktivüberhang, negative Werte einen Passivüberhang des Volumens, welches in den entsprechenden Laufzeitbändern zur Zinsanpassung gelangt, dar.
| Laufzeitband | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| < 1 Monat | -138.660 | 75.726 |
| 1 bis 3 Monate | 539.628 | 471.092 |
| 3 bis 6 Monate | 686.701 | 782.352 |
| 6 bis 12 Monate | -1.760.056 | -2.088.705 |
| 1 bis 2 Jahre | 99.162 | 18.034 |
| 2 bis 3 Jahre | -23.551 | -691.931 |
| 3 bis 4 Jahre | -203.576 | 214.596 |
| 4 bis 5 Jahre | -132.984 | -126.769 |
| > 5 Jahre | 398.550 | 502.944 |
| Kennzahl | 20201) | 2021 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 47.789 | 43.100 |
| Maximalwerte | 77.679 | 58.521 |
| Durchschnittswerte | 64.979 | 52.424 |
| Wert zum Jahresende | 63.544 | 58.521 |
1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst
Für das Zinsänderungsrisiko wird ein Worst-Case-Szenario aus den sechs ökonomischen EVE (Economic Value of Equity) IRRBB-Schocks und dem steuerungsrelevanten „APM-Durationsrisiko“ (+100BP Schock) ermittelt. Diese Methode beinhaltet eine vollständige, ökonomische Bewertung und Steuerungsintegration des Zinsänderungsrisikos des Bankbuchs inklusive impliziter Zinsoptionalitäten und hinsichtlich verschiedenster unterschiedlicher Zinsszenarien.
| Kennzahl | 2020 | 2021 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 36.479 | 35.086 |
| Maximalwerte | 38.973 | 41.669 |
| Durchschnittswerte | 37.622 | 38.314 |
| Wert zum Jahresende | 36.479 | 35.086 |
Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert. Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerte im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
| Kennzahl | 20201) | 2021 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 15.989 | 22.554 |
| Maximalwerte | 19.964 | 28.977 |
| Durchschnittswerte | 17.614 | 26.092 |
| Wert zum Jahresende | 19.964 | 28.977 |
1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst
Der dargestellte Value-at-Risk für das Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet.
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
| Kennzahl | 20201) | 2021 |
|---|---|---|
| Minimalwerte | 682 | 706 |
| Maximalwerte | 1.762 | 1.355 |
| Durchschnittswerte | 1.237 | 1.011 |
| Wert zum Jahresende | 1.181 | 706 |
1) Konfidenzintervall der Vorjahreswerte von 95% auf 99,9% (ökonomische Perspektive) angepasst
Der dargestellte Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 99,9% berechnet.
| Währung | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| HRK | -2.259 | 80 |
| USD | 3.959 | 930 |
| GBP | -3.025 | 120 |
| JPY | 21 | -53 |
| CHF | 1.735 | 169 |
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.
Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird.
Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außergewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand. Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, institutsspezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen. Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
| Kennzahl | 2020 | 2021 |
|---|---|---|
| Einlagenkonzentration | 0,38 | 0,36 |
| Loan-Deposit-Ratio (LDR) | 85,7% | 83,2% |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 158,1% | 208,9% |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 117,2% | 122,9% |
| Art der Sicherheit | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| bei der OeNB hinterlegte Wertpapiere | 750.414 | 799.774 |
| bei Clearstream hinterlegte Wertpapiere | 47.279 | 45.567 |
| bei Euroclear hinterlegte Wertpapiere | 89.053 | 96.885 |
| an die OeNB zedierte Kreditforderungen | 410.014 | 562.146 |
| an die Slowenische Nationalbank zedierte Kreditforderungen | 39.732 | 26.138 |
| Summe EZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 1.336.492 | 1.530.510 |
| abzüglich Tendersperre OeNB | -349.057 | -544.983 |
| abzüglich EUREX Repo | -3.173 | -3.094 |
| Summe freie ESZB-refinanzierungsfähige Sicherheiten | 984.262 | 982.433 |
| Barmittel | 85.329 | 135.914 |
| OeNB-Guthaben | 929.705 | 1.235.012 |
| Liquiditätspuffer | 1.999.296 | 2.353.359 |
| sonstige Wertpapiere | 55.259 | 40.187 |
| Counterbalancing Capacity | 2.054.555 | 2.393.546 |
| Verbindlichkeitsart | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Spareinlagen | 1.401.674 | 1.351.180 |
| Sonstige Kundeneinlagen | 5.140.571 | 5.791.352 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 647.463 | 732.523 |
| Nachrangkapital | 209.583 | 240.942 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 899.929 | 826.912 |
| < 1 Monat | 1 Monat bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 8.942.909 | 8.969.876 | 825.436 |
| •Einlagen von Kreditinstituten | 826.912 | 830.675 | 213.489 |
| •Einlagen von Kunden²) | 7.142.532 | 7.114.394 | 609.960 |
| •Verbriefte Verbindlichkeiten | 732.523 | 732.350 | 1.987 |
| •Nachrangige Verbindlichkeiten | 240.942 | 292.457 | – |
| Derivative Verbindlichkeiten | 7.886 | -1.181 | 3.445 |
| •Derivate im Bankbuch | 7.886 | -1.181 | 3.445 |
| Gesamt | 8.950.795 | 8.968.695 | 828.881 |
1)nicht abgezinst
2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.
| Buchwerte | Vertragliche Cash Flows¹⁾ | < 1 Monat | 1 Monat bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Nicht-derivative Verbindlichkeiten | 8.299.220 | 8.372.603 | 442.573 | 2.823.460 | 1.336.805 |
| •Einlagen von Kreditinstituten | 899.929 | 893.277 | 263.352 | 217.622 | 376.881 |
| •Einlagen von Kunden²) | 6.542.245 | 6.529.187 | 162.050 | 2.526.240 | 587.581 |
| •Verbriefte Verbindlichkeiten | 647.463 | 691.861 | 17.171 | 70.192 | 287.868 |
| •Nachrangige Verbindlichkeiten | 209.583 | 258.279 | 0 | 9.406 | 84.476 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 13.711 | 6.273 | 2.106 | 1.989 | 1.460 |
| •Derivate im Bankbuch | 13.711 | 6.273 | 2.106 | 1.989 | 1.460 |
| Gesamt | 8.312.931 | 8.378.876 | 444.679 | 2.825.449 | 1.338.265 |
1)nicht abgezinst
2) Cash Flows täglich fälliger Kundeneinlagen werden anhand von Abreifungsprofilen modelliert.
(45) Operationales Risiko und IKT-Risiken nach Ereigniskategorien
Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden konzernweit über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operationalen Risikos befragt.
Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen.
Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerkes für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt.
Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 29,6 Mio. EUR (Vorjahr: 28,9 Mio. EUR). Diesem stand eine effektive Schadenssumme, unter Berücksichtigung von Schadensrückvergütungen, von 1,8 Mio. EUR (2020: -0,5 Mio. EUR) gegenüber. Der negative Wert resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen aus den Vorjahren.
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Betrug | 104 | 3 |
| Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit | 408 | 62 |
| Kunden, Produkte, Geschäftspraxis | -1.324 | 1.684 |
| Sachschäden | 15 | 10 |
| Systemfehler | 7 | 36 |
| Abwicklung, Vertrieb und Prozessmanagement | 299 | 45 |
Die BKS Bank quantifiziert Risiken und Verluste der COVID-19 Pandemie auf Basis des EBA-Berichtes über die Umsetzung ausgewählter COVID-19-Richtlinien.
(46) Makroökonomisches Risiko
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet. Die makroökonomischen Risiken und deren Einfluss auf das Kreditrisiko werden aufgrund des Abklingens der Pandemie, insbesondere durch den milderen Verlauf von Covid Erkrankungen bei der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante als mittel eingeschätzt. Zur Steuerung und Kontrolle der Risiken haben wir 2021 weiterhin Kontrollen in Form von kontinuierlich angepassten Szenarioanalysen und Ausfallsvorlaufindikatoren im Risikomanagement durchgeführt.
Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine könnten weitreichende wirtschaftliche Folgen für Europa haben. Die Auswirkungen reichen von rezessiven Einschnitten in der Realwirtschaft, Verwerfungen von Rohstoffpreisen und Aktienkursen auf den Weltmärkten bis zu Problemen in der Bankenlandschaft hinsichtlich der Werthaltigkeit von betroffenen Exposures. Ein weiterer Faktor sind zu erwartende Migrationsströme von Flüchtlingen und ein damit zusammenhängender politischer Diskurs in Europa. Die Weiterentwicklung des Konflikts und die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft lassen sich aktuell noch schwer abschätzen und hängen jedenfalls von der gebotenen Gesprächsbereitschaft der Konfliktparteien ab.
(47) Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten. Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 8,2% (Vorjahr: 8,0%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.
(48) ESG-Risiken
ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können. Die BKS Bank hat demnach ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken zu vermeiden und aktiv zu steuern. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank. Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells werden im Nachhaltigkeitsbereich im Kapitel „Chancen und Risiken aus ESG-Faktoren im Detail erläutert.
Im Jahr 2021 haben wir begonnen die Betroffenheit unseres Kundenportfolios im Zusammenhang mit ESG Risiken über ein extern zugekauftes Modul zu messen. Die Betroffenheit wird in Scorewerten zwischen 0 bei unerheblichen Risiken und 100 bei extrem hohen Risiken dargestellt.
Die Graphik zeigt, dass rund 80% des Kundenvolumens lediglich einem unerheblichen bzw. niedrigen ESG Risiko ausgesetzt sind. 16,8% unterliegen einem mäßigen ESG Risiko und lediglich 3,2% sind von einem höheren potenziellen ESG Risiko betroffen.
(49) Sonstige Risiken
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst.Diese umfassen:
* Risiken aus neuartigen Geschäften und wesentlichen strukturellen Änderungen
* Reputationsrisiken
* Restwertrisiken im Leasinggeschäft
* Risiken von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
* Risiken aus dem Geschäftsmodell der Bank
* Systemische Risiken und Risiken aus der Finanzierung von Schattenbanken
* Eigenkapitalrisiken
* Verhaltensrisiken
* Modellrisiken aus der Anwendung von Modellen zur Quantifizierung von Marktpreis- und Kreditrisiken
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden
| 31.12.2021 in Tsd. EUR | Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kunden | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 53.631 | 53.631 | |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 89.927 | 89.927 | |
| Handelsaktiva (Derivate) | - | 8.561 | - | 8.561 | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 11 | - | - | 11 | |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 20.551 | - | - | 20.551 | |
| • at Fair Value OCI | 60.518 | - | 1.018 | 61.536 | |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 50.364 | - | 252 | 50.616 | |
| • at Fair Value OCI | 5.756 | 3.942 | 94.233 | 103.931 | |
| Passiva | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| - at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 56.999 | 56.999 | |
| Handelspassiva | - | 7.886 | - | 7.886 |
Im Berichtsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Levels.
| 31.12.2020 in Tsd. EUR | Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kunden | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | - | - | 56.730 | 56.730 | |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 75.650 | 75.650 | |
| Handelsaktiva (Derivate) | - | 10.527 | - | 10.527 | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 44 | - | - | 44 | |
| • at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 21.152 | - | - | 21.152 | |
| • at Fair Value OCI | 67.245 | - | 1.018 | 68.263 | |
| Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere | |||||
| • at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 56.734 | - | 356 | 57.090 | |
| • at Fair Value OCI | 5.460 | 3.841 | 87.036 | 96.337 | |
| Passiva | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| - at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | - | - | 63.429 | 63.429 | |
| Handelspassiva | - | 13.711 | - | 13.711 |
Im Vorjahr gab es zwischen den einzelnen Levels keine Umgliederungen.
| in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or loss (designiert) | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2021 | 75.650 | 56.730 | 1.018 | 87.036 | 63.429 | 356 |
| GuV-Rechnung1) | -2.176 | -654 | - | - | -1.042 | -104 |
| Umgliederungen | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 5.853 | -388 | - | - |
| Käufe/Zugänge | 20.532 | 4.421 | - | 1.683 | - | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -4.079 | -6.866 | - | -339 | -5.000 | - |
| Stand zum 31.12.2021 | 89.927 | 53.631 | 1.018 | 94.233 | 56.999 | 252 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
| in Tsd. EUR | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or loss (designiert) | Forderungen an Kunden at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value OCI | Verbriefte Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss | Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2020 | 79.078 | 58.356 | 1.018 | 84.042 | 84.237 | 0 |
| GuV-Rechnung1) | 977 | 301 | - | -140 | - | - |
| Umgliederungen | - | - | - | -356 | 356 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | -12 | -668 | - | - |
| Käufe/Zugänge | - | 12.743 | - | 3.400 | - | - |
| Verkäufe/Tilgungen | -4.405 | -14.670 | - | -38 | -20.000 | - |
| Stand zum 31.12.2020 | 75.650 | 56.730 | 1.018 | 87.036 | 63.429 | 356 |
1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)
Die unter der Kategorie Level 1 „Marktwerte“ dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet. Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 „Marktdaten basierend“ ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung. In der Kategorie Level 3 „interne Bewertungsmethode“ werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.
Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).
Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bankspezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt.
Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 2021 auf den Marktwert mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 2021 auf den Marktwert mit -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR) aus.
Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) führen.
Von den Level 3-Eigenkapitalinstrumenten in Höhe von 30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 26,9 Mio. EUR) ist der Zinssatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).
Für Level 3-Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 53,5 Mio. EUR (Vorjahr: 49,4 Mio. EUR) führt eine Veränderung externer Preisangaben um 10% zu einer Veränderung des Fair Values um 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).
Für Level 3-Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR) ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.## Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum Fair Value bilanziert werden
31.12.2021 in Tsd. EUR
| Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total | Buchwert 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute | - | - | 94.593 | 94.593 | 94.582 |
| Forderungen an Kunden | - | - | 6.863.025 | 6.863.025 | 6.815.067 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 949.456 | - | - | 949.456 | 917.463 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | 820.874 | 820.874 | 826.912 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - | - | 7.146.637 | 7.146.637 | 7.142.532 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 161.307 | 461.663 | 62.477 | 685.448 | 675.524 |
| Nachrangkapital | 190.335 | 23.965 | 29.098 | 243.398 | 240.942 |
31.12.2020 in Tsd. EUR
| Level 1 "Marktwert" | Level 2 "Marktwert basierend" | Level 3 "Interne Bewertungsmethode" | Fair Value total | Buchwert 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Forderungen an Kreditinstitute | Â Â | 282.990 | 282.990 | 282.769 | |
| Forderungen an Kunden | Â Â | 6.477.780 | 6.477.780 | 6.437.585 | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 885.594 | Â Â | 885.594 | 828.140 | |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |   | 893.553 | 893.553 | 899.929 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |   | 6.545.783 | 6.545.783 | 6.542.245 | |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 178.118 | 356.913 | 64.236 | 599.267 | 584.034 |
| Nachrangkapital | 184.170 | 3.428 | 27.286 | 214.884 | 209.583 |
1)vermindert um EWB/ECL
Für alle Eigenkapitalinstrumente wird gemäß IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) vorgenommen, da für diese die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Dabei handelt es sich neben einer geringen Anzahl an Aktienbeständen mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR) überwiegend um sonstige Beteiligungen sowie um Anteile an Tochtergesellschaften, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Die Fair Value-OCI-Option wurde gewählt, weil diese Eigenkapitalinstrumente Finanzinvestitionen darstellen, für welche eine langfristige Behalteabsicht vorliegt. Aus dem Verkauf von Aktien sowie aus dem Abgang sonstiger Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 keine wesentlichen Effekte.
Darstellung wesentlicher sonstiger Beteiligungen in Tsd. EUR
| Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2020 | in 2020 erfasste Dividendenerträge | Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2021 | in 2021 erfasste Dividendenerträge | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 8.314 | 2.460 | 8.813 | - |
| Generali 3Banken Holding AG | 38.696 | - | 42.289 | - |
| Wienerberger AG | 1.275 | 29 | 1.258 | 23 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft mbH | 1.093 | - | 1.139 | - |
| Oesterreichische Kontrollbank AG | 17.317 | 1.000 | 17.043 | 1.000 |
| BWA Beteiligungs- und Verwaltungs-Aktiengesellschaft | 3.841 | - | 3.942 | - |
| PEKRA Holding GmbH | 9.540 | - | 13.034 | - |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH | 5.514 | - | 5.227 | - |
| 3 Banken Kfz-Leasing GmbH | 2.251 | 646 | 2.251 | 737 |
| 3 Banken IT GmbH | 1.050 | - | 1.050 | - |
| Sonstige strategische Beteiligungen | 1.985 | 315 | 2.130 | 201 |
| Summe | 90.877 | 4.450 | 98.176 | 1.961 |
in Tsd. EUR
| 2020 | 2021 | |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 1.661 | 1.931 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 4.096 | 4.952 |
| Ergebnis aus FV1) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) | 5.757 | 6.883 |
| Zinsertrag | 1.759 | 1.846 |
| Zinsaufwand | -1.935 | -1.500 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 457 | 170 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 668 | 388 |
| Ergebnis aus FI2) bewertet at Fair Value through Profit or Loss (designiert) | 949 | 904 |
| Zinsertrag | 153.111 | 156.509 |
| Provisionsüberschuss | 44.602 | 44.971 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | 2.232 | 1.404 |
| Ergebnis aus FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 199.945 | 202.883 |
| Zinsertrag | 4.832 | 1.961 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | -815 | 7.060 |
| Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (designiert) | 4.017 | 9.020 |
| Zinsertrag | 618 | 525 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | -40 | 0 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 665 | -1.247 |
| Ergebnis aus FV bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis | 1.243 | -722 |
| Zinsaufwand | -26.767 | -24.969 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste | - | -288 |
| Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | -26.767 | -25.257 |
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte
2) FI = Finanzinstrumente
Unter den at Equity bilanzierten Gesellschaften werden die Oberbank AG und die BTV AG aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20%-Beteiligungsgrenze nicht erreichten: Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BKS Bank, der BTV AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. bzw. für die Beteiligung an der BTV AG besteht zwischen der BKS Bank AG, der Oberbank AG, der Generali 3Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Die Oberbank AG und BTV AG wurden mit Stichtag 30.09.2021 in den Konzernabschluss einbezogen, da die Werte der IFRS-Konzernabschlüsse zum Jahresende aufgrund der knappen Zeitpläne nicht zur Verfügung stehen.
Assoziierte Unternehmen
| Art der Beziehung | Sitz der Gesellschaft | Stimmrechte in % | Kapitalanteile in % | Beizulegender Zeitwert des Anteils | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2021 | 2020 | |||
| Oberbank AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit | Linz | 14,2 | 14,8 | 14,2 |
| BTV AG | Strategische Beteiligung zur Sicherung der Eigenständigkeit | Innsbruck | 14,7 | 17,2 | 14,0 |
Finanzinformationen zu wesentlichen assoziierten Unternehmen
| Oberbank (Mio EUR) | BTV (Mio EUR) | |
|---|---|---|
| 31.12.2020 | 30.09.2021 | |
| Zinsüberschuss | 336,9 | 256,2 |
| Provisionsüberschuss | 170,7 | 143,1 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 123,5 | 189,8 |
| Bilanzsumme | 24.432,9 | 26.851,1 |
| Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge | 17.264,7 | 18.220,9 |
| Eigenkapital | 3.038,9 | 3.256,1 |
| Primärmittel | 15.426,9 | 16.631,0 |
| • hiervon Spareinlagen | 2.660,9 | 2.579,4 |
| • hiervon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital | 2.339,8 | 2.701,7 |
| Erhaltene Dividenden (in Tsd. EUR) | 903 | 2.910 |
Gemeinsame Vereinbarung – Gemeinschaftliche Tätigkeit
Nach IFRS 11 ist die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Die ALGAR wird von der Oberbank AG, BTV AG und der BKS Bank AG gemeinschaftlich geführt und dient der Absicherung von Risiken aus Großkrediten der Gesellschafterbanken. Die Generalversammlung beschließt stets einstimmig. Finanzinformationen zur ALGAR sind von untergeordneter Bedeutung.
Die folgenden Tabellen enthalten Pflichtangaben gemäß § 245a UGB sowie IAS 24 über Beziehungen der BKS Bank zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehend werden Unternehmen oder Personen qualifiziert, wenn diese einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben können. Mitglieder des Managements gemäß IAS 24.9 sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wobei neben den Mitgliedern der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates der BKS Bank AG auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften eingeschlossen werden müssen.
Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
| Höhe der ausstehenden Salden per 31.12.2020 | Höhe der ausstehenden Salden per 31.12.2021 | erhaltene Garantien per 31.12.2020 | erhaltene Garantien per 31.12.2021 | gewährte Garantien per 31.12.2020 | gewährte Garantien per 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR | ||||||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | ||||||
| • Forderungen | 35.920 | 28.584 | - | - | - | - |
| • Verbindlichkeiten | 5.838 | 3.584 | - | - | - | - |
| Assoziierte Unternehmen | ||||||
| • Forderungen | 5.874 | 869 | - | - | - | - |
| • Verbindlichkeiten | 34.785 | 1.600 | - | - | - | - |
| Mitglieder des Managements | ||||||
| • Forderungen | 1.012 | 1.301 | - | - | - | - |
| • Verbindlichkeiten | 2.979 | 3.197 | - | - | - | - |
| Sonstige nahestehende Personen | ||||||
| • Forderungen | 491 | 672 | - | - | - | - |
| • Verbindlichkeiten | 750 | 479 | - | - | - | - |
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Geschäftsjahr gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen. Aus Bankgeschäften mit assoziierten Unternehmen ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 Zinsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR), mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen entstanden Zinserträge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR).Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen in Tsd. EUR
| | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
| :------------------------- | :--------- | :--------- |
| Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer | 1.009 | 1.006 |
| •davon Arbeiter | 32 | 8 |
| •davon Angestellte | 977 | 998 |
| Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer anteilig einbezogener Unternehmen | 3.582 | 3.414 |
| Bezüge des Vorstandes | | |
| •Bezüge aktiver Vorstandsmitglieder | 1.688 | 1.892 |
| •Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene | 820 | 829 |
| Bezüge des Aufsichtsrates | | |
| •Bezüge aktiver Aufsichtsratsmitglieder | 283 | 276 |
| •Bezüge ehemaliger Aufsichtsratsmitglieder und deren Hinterbliebene | - | - |
| Vergütungen des Managements gemäß IAS 24 | 1.989 | 2.169 |
| •Vergütungen für kurzfristig fällige Leistungen | 1.762 | 1.915 |
| •Vergütungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 227 | 254 |
| •Vergütungen für andere langfristige Leistungen | - | - |
| •Vergütungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
| Gewährte Vorschüsse und Kredite | | |
| •Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes | 17 | 180 |
| •Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates | 141 | 320 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | | |
| •Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen von Vorstandsmitgliedern | -3 | 256 |
| •Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen anderer Arbeitnehmer | 6.856 | 5.384 |
Alle Vorschüsse, Kredite und Einlagen an bzw. von Mitglieder(n) des Vorstandes oder Aufsichtsrates wurden zu marktüblichen Konditionen gewährt. Gemäß Artikel 94 (1) lit. l und m der Richtlinie 2013/36/EU bzw. RZ 260ff der EBA Leitlinie für solide Vergütungspolitik (EBA/GL/2015/22) und gemäß der Z 11 der Anlage zu §39 BWG erfolgt die Auszahlung der variablen Vergütung an die Vorstandsmitglieder zu 50% in Cash und zu 50% in BKS Bank Stammaktien. Die Aktien unterliegen einer dreijährigen Behalte-bzw. Sperrfrist und dürfen von Vorstandsmitgliedern in dieser Zeit nicht verkauft werden. Im Geschäftsjahr 2021 kam es zu keiner anteilsbasierten Transaktion.
(55) Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.
Segmentergebnis 2021 in Tsd. EUR
| Privat kunden | Firmen- kunden | Financial Markets | Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 28.191 | 110.120 | 40.649 | 4.919 | 183.878 |
| •hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen |  | 44.959 |  |  | 44.959 |
| Risikovorsorge | -570 | -19.177 | 93 | -12.734 | -32.389 |
| Provisionsüberschuss | 29.589 | 36.578 | -194 | 1.131 | 67.103 |
| Handelsergebnis | - | - | 785 | - | 785 |
| Verwaltungsaufwand | -54.696 | -53.497 | -10.087 | -7.066 | -125.346 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.492 | 895 | -16 | -8.908 | -6.536 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 241 | 1.208 | 4.005 | - | 5.454 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 4.248 | 76.126 | 35.234 | -22.659 | 92.949 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.028.266 | 3.577.702 | 645.469 | 171.152 | 5.422.589 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 125.448 | 436.480 | 804.536 | 44.544 | 1.411.009 |
| Segmentverbindlichkeiten | 3.458.190 | 5.231.719 | 1.673.410 | 214.650 | 10.577.968 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss vor Steuern | 3,4% | 17,4% | 4,4% | - | 6,6% |
| Cost-Income-Ratio | 92,3% | 36,2% | 24,5% | - | 51,1% |
| Risk-Earnings-Ratio | 2,0% | 17,4% | - | - | 23,3% |
Segmentergebnis 2020 in Tsd. EUR
| Privat- kunden | Firmen- kunden | Financial Markets | Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 28.818 | 106.903 | 27.706 | 3.949 | 167.375 |
| •hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | - | - | 30.903 | - | 30.903 |
| Risikovorsorge | -389 | -24.344 | -292 | - | -25.026 |
| Provisionsüberschuss | 28.926 | 34.957 | -161 | 625 | 64.347 |
| Handelsergebnis | - | - | 2.231 | - | 2.231 |
| Verwaltungsaufwand | -53.921 | -51.795 | -10.453 | -6.984 | -123.154 |
| Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen | 1.388 | 851 | -53 | -6.663 | -4.477 |
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten | 156 | -1.007 | 4.458 | - | 3.608 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 4.977 | 65.565 | 23.436 | -9.074 | 84.904 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 947.685 | 3.448.292 | 643.215 | 158.852 | 5.198.044 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 115.618 | 420.692 | 755.078 | 40.711 | 1.332.098 |
| Segmentverbindlichkeiten | 3.285.382 | 4.628.755 | 1.719.200 | 223.140 | 9.856.477 |
| ROE auf Basis Jahresüberschuss vor Steuern | 4,3% | 15,6% | 3,1% | - | 6,4% |
| Cost-Income-Ratio | 91,2% | 36,3% | 36,3% | - | 53,9% |
| Risk-Earnings-Ratio | 1,4% | 22,8% | 1,1% | - | 18,3% |
Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand. Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:
* Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene
* Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten
* Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse
Firmenkundensegment
Im Segment Firmenkunden wurden Ende 2021 rund 26.400 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.
Privatkunden
Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Dezember 2021 waren diesem Segment rund 168.100 Kunden zugeordnet.
Financial Markets
Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.
Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.
(56) Zinslose Aktiva in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Zinslose Aktiva | 181.904 | 218.975 | 20,4 |
Die zinslosen Forderungen gegenüber Kunden betrugen nach Abzug von Wertberichtigungen 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR).
(57) Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt zum 31. Dezember 2021 0,79% (Vorjahr: 0,80%).
(58) Fremdwährungsvolumina in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 297.948 | 285.508 | -4,2 |
| Verbindlichkeiten | 219.095 | 171.227 | -21,8 |
(59) Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen | 1.972 | 1.917 | -2,8 |
(60) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken in Tsd. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Bürgschaften und Garantien | 567.205 | 607.637 | 7,1 |
| Akkreditive | 741 | 3.166 | >100 |
| Eventualverbindlichkeiten | 567.947 | 610.804 | 7,5 |
| Sonstige Kreditrisiken | 1.693.658 | 1.702.081 | 0,5 |
| Kreditrisiken | 1.693.658 | 1.702.081 | 0,5 |
Die sonstigen Kreditrisiken beinhalten im Wesentlichen bereits zugesagte, aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditrahmen. Die Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung dieser Rahmen wird laufend überwacht und die Ziehungswahrscheinlichkeit tourlich überprüft.
(61) Saldierung von Finanzinstrumenten
31.12.2021 in Tsd. EUR
| Finanzinstru-mente (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto) | Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen1) | Erhaltene/Ge-gebene Barsicher-heiten1) | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Handelsaktiva | 8.561 | - | 8.561 | -4.633 | - | 3.927 |
| Summe der Aktiva | 8.561 | - | 8.561 | -4.633 | - | 3.927 |
| Passiva | ||||||
| Handelspassiva | 7.886 | - | 7.886 | -4.633 | -2.432 | 820 |
| Summe der Passiva | 7.886 | - | 7.886 | -4.633 | -2.432 | 820 |
31.12.2020 in Tsd. EUR
| Finanzinstru-mente (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Bilanzierte Finanzinstru-mente (netto) | Effekte von Aufrechnungs-verein-barungen 1) | Erhaltene/Ge-gebene Barsicher-heiten 1) | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Handelsaktiva | 10.527 | - | 10.527 | -6.681 | -2.815 | 1.031 |
| Summe der Aktiva | 10.527 | - | 10.527 | -6.681 | -2.815 | 1.031 |
| Passiva | ||||||
| Handelspassiva | 13.711 | 0 | 13.711 | -6.681 | -6.226 | 805 |
| Summe der Passiva | 13.711 | 0 | 13.711 | -6.681 | -6.226 | 805 |
1)Bestehende Saldierungsmöglichkeiten, die in den vorliegenden Bilanzpositionen nicht saldiert wurden.
Die BKS Bank verwendet für Derivate Globalverrechnungsverträge zur Reduktion von Kreditrisiken. Diese Verträge qualifizieren sich als potentielle Saldierungsvereinbarungen. Globalverrechnungsverträge sind für Kontrahenten mit mehreren Derivateverträgen relevant. Aufgrund eines Ausfalls einer Gegenpartei erfolgt durch diese Verträge eine Nettoabwicklung über alle Verträge. Wenn darüber hinaus noch eine Absicherung in Form von Barsicherheiten erfolgt, werden diese in der entsprechenden Spalte „Erhaltene/Gegebene Barsicherheiten“ ausgewiesen.# (62) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Anfang Februar 2022 hat die slowenische Nationalversammlung das „Gesetz zur Begrenzung und Verteilung des Währungsrisikos zwischen Gläubigern und Kreditnehmern von Schweizer Franken“ verabschiedet. Dieses neue Gesetz verpflichtet Banken zu einer rückwirkenden Einführung einer Wechselkursobergrenze für Schweizer Franken-Kredite, die im Zeitraum von 2004 bis 2010 vergeben wurden. Die BKS Bank ist im Zeitraum von 2004 bis 2008 betroffen. Aktuell werden die Werte erhoben und wir rechnen mit einem Effekt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Beschluss nicht im Einklang mit dem Verfassungsrecht steht, und rechnen mit einer entsprechenden Aufhebung.
Mit 09. Februar 2022 wurde von Seiten der BKS Bank bekannt gegeben, dass es in der Zweigstelle in Kroatien zu Malversationen durch einen Mitarbeiter gekommen ist. Die Aufarbeitung dauert noch an.
Am 24. Februar 2022 hat Russland mit einer militärischen Invasion des souveränen Nachbarstaats, der Ukraine, begonnen. Dieser Einmarsch stellt aktuell den größten kriegerischen Konflikt in Europa seit Ende des 2. Weltkrieges dar. Die Vereinigten Staaten, die Mitgliedsstaaten der EU und der NATO sowie zahlreiche weitere Staaten verurteilen die russischen Kriegshandlungen auf das Schärfste und haben ihrerseits Sanktionen gegen über Russland verhängt. Die EU reagierte mit Sanktionen gegen Finanzinstitute und fror alle Vermögenswerte der russischen Zentralbank ein. Auch wurden russischen Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen. Des Weiteren wurden Sanktionen gegen den Energiesektor, den Verkehrssektor, den Technologiesektor sowie gegen Medien verhängt.
Die BKS Bank ist nur in einem geringen Ausmaß direkt von der Ukraine- bzw. Russland-Krise betroffen, da wir keine russischen Finanztitel im Eigenportfolio halten. Rund 250 österreichische und slowenische Wertpapierkunden halten russische Einzeltitel mit einem Volumen von rund 4,0 Mio. EUR auf ihren Depots. Es gibt eine geringe Anzahl an Konten von russischen Staatsbürgern und eine überschaubare Anzahl an Firmenkunden, die Geschäftsbeziehungen zu russischen Firmen pflegen und bei denen offene Kreditlinien bestehen. Insgesamt sind das Geschäftsvolumen und die Anzahl der Kunden überschaubar und beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung der BKS Bank derzeit nicht. Die geopolitischen Ereignisse der letzten Tage werden jedoch weitreichende Folgen auf die globale und europäische Konjunkturentwicklung haben. Diese indirekten Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Wir arbeiten intensiv daran, die EU-Sanktionen gegen Russland konsequent umzusetzen.
Die bereits erw ähnten geopolitischen Entwicklungen und die damit verbundenen massiven Liquiditätsabflüsse führten Ende Februar 2022 zur Zahlungsunfähigkeit der Sberbank Europe AG. Dementsprechend hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) am 01. März 2022 auf Basis einer Anweisung der EZB mit sofortiger Wirkung die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt. Zur Abdeckung der Kundeneinlagen trat die Einlagensicherung in Kraft, welche maximal 100.000,- EUR pro Einleger bet r ägt. Der sich daraus ergebende Aufwand in Form zusätzlicher Einlagensicherungsfondsbeiträge für die BKS Bank AG ist aktuell noch nicht quantifizierbar.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Konzernabschlusses gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
| Verbindlichkeiten | Vermögenswert | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Mündelgelder gemäß § 230 a ABGB | Wertpapiere | 11.919 | 11.932 |
| Arrangementkaution für Wertpapier börsehandel | Wertpapiere | 1.593 | 1.563 |
| Kaution für Handel an EUREX | Forderung Kreditinstitut | 2.103 | 1.556 |
| Sicherheiten Xetra | Wertpapiere | 3.982 | 3.908 |
| Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 10.064 | 10.051 |
| Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 3.592 | 3.178 |
| Margin Finanztermingeschäfte | Forderung Kreditinstitut | 5.490 | 6.063 |
| An die Oesterreichische Kontrollbank zedierte Forderungen | Kredite | 102.301 | 102.600 |
| Sicherheiten für OeNB-Refinanzierung | Kredite | 349.057 | 544.960 |
| Hypothekarischer Deckungsstock für fundierte Schuldverschreibungen | Kredite | 334.132 | 375.637 |
| Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen für fundierte Schuldverschreibungen | Kredite | 7.061 | 0 |
| Solidarpfand OeKB CCPA | Forderung Kreditinstitut | 110 | 110 |
Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach den gesetzlichen Vorgaben des § 68 BWG. Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG). Des Weiteren werden Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften verpfändet.
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| Honorare für Pflichtprüfungen für Einzel- und Konzernabschluss | 538 | 548 | 1,9 |
| Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen | 44 | 26 | -39,9 |
| Honorare für wirtschaftliche Beratung | 97 | 106 | 9,2 |
| Summe Honorare | 679 | 680 | 0,2 |
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | 76.468 | 71.480 | 165.436 |
| Zinsswaps | 76.468 | 71.480 | 165.436 |
| •Kauf | 38.234 | 35.740 | 82.718 |
| •Verkauf | 38.234 | 35.740 | 82.718 |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | - | - | - |
| •Kauf | - | - | - |
| •Verkauf | - | - | - |
| Wechselkursverträge | 1.071.222 | 96.605 | - |
| Devisentermingeschäfte | 540.970 | - | - |
| •Kauf | 272.159 | - | - |
| •Verkauf | 268.811 | - | - |
| Kapitalmarktswaps | - | 96.605 | - |
| •Kauf | - | 48.207 | - |
| •Verkauf | - | 48.398 | - |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 530.252 | - | - |
| •Kauf | 263.796 | - | - |
| •Verkauf | 266.456 | - | - |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | - | - | - |
| Aktienoptionen | - | - | - |
| •Kauf | - | - | - |
| •Verkauf | - | - | - |
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | - | 603 | - |
| Zinsswaps | - | - | - |
| •Kauf | - | - | - |
| •Verkauf | - | - | - |
| Zinssatzoptionen | - | 603 | - |
| •Kauf | - | 302 | - |
| •Verkauf | - | 302 | - |
| Wechselkursverträge | - | - | - |
| Devisenoptionen (Währungsoptionen) | - | - | - |
| •Kauf | - | - | - |
| •Verkauf | - | - | - |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 290.746 | 313.384 | 6.319 | 4.400 | 7.598 | 4.338 | |
| 290.746 | 313.384 | 6.319 | 4.400 | 7.598 | 4.338 | |
| 145.373 | 156.692 | - | 196 | 7.459 | 4.338 | |
| 145.373 | 156.692 | 6.319 | 4.204 | 139 | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| 1.093.177 | 1.167.827 | 3.610 | 3.546 | 5.668 | 3.121 | |
| 485.157 | 540.970 | 216 | 3.431 | 5.339 | 214 | |
| 240.085 | 272.159 | 134 | 3.401 | 5.322 | 194 | |
| 245.072 | 268.811 | 82 | 30 | 17 | 20 | |
| 184.725 | 96.605 | - | - | 40 | 224 | |
| 92.149 | 48.207 | - | - | - | - | |
| 92.576 | 48.398 | - | - | 40 | 224 | |
| 423.295 | 530.252 | 3.394 | 115 | 289 | 2.683 | |
| 213.146 | 263.796 | 27 | - | 109 | 265 | |
| 210.149 | 266.456 | 3.367 | 115 | 180 | 2.418 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 738 | 603 | - | 1 | - | 1 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| 738 | 603 | - | 1 | - | 1 | |
| 369 | 302 | - | 1 | - | - | |
| 369 | 302 | - | - | - | 1 | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - | |
| - | - | - | - | - | - |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Mag. Alexander Novak
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt, dass der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des BKS Bank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Der Vorstand
Mag. Dr.# Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit, das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Investor Relations, die Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH, IKT und Betriebsorganisation, 3 Banken IT GmbH, Backoffice Treasury und Wertpapierservice, für die Marktfolge und das Risikomanagement im Ausland
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche Treasury und Bankenbetreuung, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland und IKT im Ausland
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.553.163,27 EUR für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von EUR 0,23 pro dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 9.876.867,00 EUR auszuschütten und den Restbetrag von rund 676.296,27 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Wir haben den Konzernabschluss der BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee, und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungs-vermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz
* nach Abzug von Wertberichtigungen mit einem Betrag
* in Höhe von 6.959 Mio EUR ausgewiesen.
Der Vorstand beschreibt die Vorgangsweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden "Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Risikovorsorge)" sowie in Abschnitt "Ermessensentscheidungen und Schätzungen (Unterpunkt Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte – Risikovorsorge)". Der Konzern überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob ein Ausfall vorliegt und somit eine Risikovorsorge (Stufe 3) für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) zu bilden ist. Für nicht ausfallsgefährdete Forderungen (Stufe 1 und Stufe 2) werden Risikovorsorgen für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) modellbasiert berechnet.
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst. Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kreditforderungen führt die Bank eine Berechnung der Einzelwertberichtigung auf Basis festgesetzter pauschaler Verlustquoten durch. Bei allen anderen Forderungen wird für den erwarteten Verlust eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich der 12-Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit der Kundenforderung (Stufe 2) berechnet.
Bei der Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen. Die erwarteten Auswirkungen aus der COVID 19-Krise werden durch Adaptierungen von Parametern und Stufenumgliederungen berücksichtigt.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Ermittlung der Risikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen.
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der at Equity-Methode bilanziert. Insgesamt belaufen sich die fortgeschriebenen Anschaffungskosten der at Equity-bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 710 Mio EUR. Die wesentlichsten Beteiligungen betreffen die Oberbank AG sowie die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft.
Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise für die Bewertung von at-Equity-bilanzierten Unternehmen im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden "Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten (Unterpunkt Anteile an at Equity-bilanzierten Unternehmen)".
Die Beteiligungen an at Equity-bilanzierten Unternehmen werden vom Vorstand einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen, wenn objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Es wird auf Basis eines Dividend Discount-Modells ein Nutzungswert ermittelt. Dabei stellen die zukünftig ausschüttbaren Ergebnissen unter Beachtung der relevanten Eigenkapitalvorschriften die bewertungsrelevanten Erträge dar, welche mit einem Eigenkapitalkostensatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden.Diese Bewertung ist von internen und externen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel von der Unternehmensplanung, der Höhe des Diskontierungszinssatzes und dem in der ewigen Rente zugrunde gelegten nachhaltigen Zukunftserfolg. Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Bewertung mit wesentlichen Ermessens- und Schätzungsunsicherheiten verbunden ist.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Klassifikation und Bewertung von at Equity-bilanzierten Unternehmen haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
* Von unseren Bewertungsspezialisten wurde die Angemessenheit des Bewertungsmodelles und die darin getroffenen wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen beurteilt. Dafür haben wir die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit überprüft und die Herleitung der Diskontierungssätze nachvollzogen.
* Wir haben die in das Bewertungsmodell eingehenden Datengrundlagen der Unternehmensplanungen analysiert und unter anderem auf ihre Planungstreue durch Vergleich der Ist-Werte des aktuellen Jahres mit den im Vorjahr verwendeten Planungswerten überprüft.
Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Das Risiko für den Abschluss
Die Aktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben gegen einzelne Hauptversammlungsbeschlüsse der BKS Bank und die weiteren Banken der 3 Banken-Gruppe Anfechtungsklagen eingebracht. Die Vorhalte betreffen vor allem die Behandlung der wechselseitigen Beteiligungen. In sämtlichen Anfechtungsverfahren behaupten die Kläger außerdem, dass übernahmerechtliche Vorschriften verletzt worden seien und eine Verletzung der Angebotspflicht vorliegt. Sollte eine Angebotspflichtverletzung festgestellt werden, wären die Syndikate der 3 Banken-Gruppe voraussichtlich entweder zur Legung eines Pflichtangebots verpflichtet oder mit Schadensersatzansprüchen anderer Aktionäre konfrontiert. Der Vorstand beschreibt den Sachverhalt im Anhang des Konzernabschlusses im Punkt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Der Konzern hat zahlreiche Gutachten von externen Rechtsexperten eingeholt. Der Vorstand hat auf Basis der vorliegenden Gutachten und Verfahrensstände eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen. Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H..
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
* Wir haben im Rahmen unserer Prüfung relevante Dokumente eingesehen, die Einschätzungen zur Bildung von Vorsorgen nachvollzogen und die bilanzielle Darstellung geprüft.
* Wir haben die Beurteilung des Vorstands, insbesondere die darin enthaltenen Annahmen sowie die rechtlichen und bilanziellen Schlussfolgerungen nachvollzogen. Dazu haben wir von den Parteien eingebrachte Gutachten sowie Stellungnahmen der vom Konzern betrauten Rechtsanwaltskanzlei eingeholt und analysiert, ob die Einschätzungen des Vorstands mit den aktuell vorliegenden Informationen konsistent sind.
* Abschließend wurde beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben im Anhang des Konzernabschlusses angemessen sind.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage, der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
* Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
* Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
* Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
* Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.# Wirtschaftliches Umfeld
Inflation trübt positive Konjunkturentwicklung
Das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. In manchen Regionen, wie z. B. in China und den USA, war der Wirtschaftsaufschwung besonders stark. Die US-Wirtschaft ist 2021 mit einer Wachstumsrate von 5,7% so stark gewachsen wie seit 1984 nicht mehr. Ausschlaggebend für das beeindruckende Wachstum waren gestiegene Konsumausgaben, Anlageinvestitionen sowie Exporte und Investitionen in Lagerbestände. Die chinesische Wirtschaft hat sich ebenfalls mit starken Wachstumsraten zurückgemeldet. Trotz der zwischenzeitlichen Schieflage des Immobiliensektors ist das BIP in China um 8,1% gewachsen. Etwas schwächer, aber immer noch äußerst respektabel wuchs die Wirtschaft in Europa. In der Eurozone wurde über das Gesamtjahr ein Wachstum von durchschnittlich 4,6% erzielt. In einigen Ländern verlief das Schlussquartal allerdings ein bisschen schwächer. Während Länder wie Spanien und Portugal im vierten Quartal 2021 um rund 2,0% bzw. 1,6% wuchsen, schnitten Länder wie Österreich und Deutschland deutlich schwächer ab. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,7% im Vergleich zum Vorquartal, während Frankreich und Italien mit einer positiven Wachstumsrate von 0,7% bzw. 0,6% im Mittelfeld lagen. Noch deutlich schlechter als in Deutschland lief es in Österreich. Der wirtschaftliche Aufschwung wurde durch den vierten Lockdown massiv gestört und Milliarden Euro an Wertschöpfung wurden verschlungen. Im vierten Quartal ging das österreichische BIP um 2,2% zurück. Das war die mit Abstand schlechteste konjunkturelle Entwicklung unter den Euro-Ländern. Ohne die Einschränkungen wäre das BIP nach Berechnungen des Wifo um 0,7% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Die wirtschaftliche Erholung sowie weiterhin anhaltende Lieferengpässe, vor allem bei Halbleitern, führten zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten. In den USA erreichte die Inflation Ende 2021 ein Niveau von 7%. Ein Plateau, welches zuletzt im Jahr 1982 erreicht wurde. Auch in der Eurozone stieg die Inflation im Dezember auf 5%. Die hohen Inflationsraten rufen Sorgenfalten sowohl bei den Währungshütern der großen Industrienationen als auch bei den politischen Verantwortungsträgern hervor. Eine befürchtete restriktivere Notenbankenpolitik sowie geringere Fiskalausgaben könnten die Konjunkturaussichten ordentlich belasten.
Paradigmawechsel bei der Notenbankpolitik
Nach der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) herrscht nun Gewissheit: Im März erfolgt die erste US-Leitzinserhöhung. Jerome Powell, Notenbankchef der USA, schließt auch nicht aus, in jeder der sechs noch folgenden Sitzungen der Fed im Jahr 2022 weitere Zinserhöhungen vorzunehmen. Darüber hinaus wird das Anleihen-Ankaufprogramm monatlich um 30 Mrd. USD gekürzt und im März komplett beendet. Zudem behält man sich vor – beginnend mit Sommer – dem Markt Liquidität zu entziehen. Das Ziel der „neuen“ US-Notenbankpolitik ist es, durch eine restriktivere Geldpolitik bei weniger üppiger Fiskalpolitik die Inflation nach unten zu drücken. Eine etwas weniger restriktive Notenbankpolitik ist von der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erwarten. Die EZB wird ihre Anleihenkäufe zwar weiter reduzieren, Zinserhöhungen sind zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht zu erwarten. Dies wurde von der EZB im Dezember bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde wurde mit den Worten zitiert: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir im kommenden Jahr die Zinsen anheben.“
Ein erfreuliches Kapitalmarktjahr liegt hinter uns
Das Jahr 2021 war von einer deutlichen Erholung der globalen Wirtschaft sowie deutlich steigenden Kapitalmärkten geprägt. Auch das vierte Quartal 2021 schloss hier nahtlos an und erfreute die Investoren. Abermals zulegen konnten vor allem die Rohstoffmärkte. Sowohl die europäische Rohölsorte Brent als auch das amerikanische Rohöl WTI konnten in Euro knapp 4,2% zulegen. Noch deutlicher stiegen die Preise für Industriemetalle wie Zink (rund 21,2%) bzw. Zinn (rund 18,9%). Auch Gold konnte, nach der vorhergegangenen schwachen Entwicklung, mit einem positiven Schlussquartal von rund 5,7% wieder etwas an Terrain gewinnen. Die Entwicklung der globalen Aktienmärkte war sehr erfreulich. Europäische Aktien legten von Ende September bis Ende Dezember rund 7,8% zu. Deutsche und österreichische Aktien verteuerten sich um rund 4,1% bzw. 6,5%. US-Aktien legten in Euro gerechnet um rund 13,8% zu. Schwächer entwickelten sich japanische Aktien, die ein Minus von rund 3,2% einfuhren. Unterdessen blieb die Entwicklung der Anleihenmärkte schwach. Euro-Staatsanleihen verloren im vierten Quartal 2021 im Schnitt 0,6% und Unternehmensanleihen knapp 0,7%. Anleihen von Schwellenländern in Hartwährung profitierten von einer Aufwertung des US-Dollars und konnten mit rund 1,9% leicht zulegen. Für Wandelanleihen, welche an die sehr positive Entwicklung im Jahr 2020 nicht anschließen konnten, ging es im Schnitt um 2,1% nach unten.
Euro schwächt sich ab
Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro von 1,158 auf 1,137 USD je EUR ab, ein Minus von rund 1,8%.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am 3. Juni 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Mag. Wilhelm Kovsca
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich das Verhältnis von 1,079 auf 1,038, ein Minus von rund 3,8%. Das Verhältnis EUR/JPY erhöhte sich von 128,88 auf 130,90, was einen Wertzuwachs des EUR zum japanischen Yen von rund 1,6% bedeutete. Im Vergleich zum britischen Pfund verbilligte sich der Euro um rund 2,1% (0,859 auf 0,841 GBP je EUR). Im Verhältnis zu der für unser Haus wichtigen kroatischen Kuna wertete der Euro um rd. 0,3% leicht auf und notierte per Ende Dezember bei 7,516 HRK je EUR.
Die Pandemie hatte die Welt auch im Geschäftsjahr 2021 fest im Griff. Sinkende Infektionszahlen im Sommer und die Schutzimpfungen ließen uns optimistisch in die kalte Jahreszeit blicken. Ein hohes Infektionsgeschehen brachte im November dennoch einen erneuten Lockdown mit sich. Auch die zuletzt aufgetretene Omikron-Variante entwickelt sich besorgniserregend und erfordert spezielle Pläne für die kritische Infrastruktur, zu der auch das Bankgeschäft zählt. Der BKS Bank-Krisenstab war auch 2021 intensiv gefordert und hatte laufend Entscheidungen zu treffen, um Mitarbeiter und Kunden gesund durch die Krise zu führen. Die bereits 2020 eingeführten Schutzmaßnahmen, wie Ausweichquartiere, Infektionsschutzscheiben in den Filialen oder die stärkere Nutzung von Videokonferenzen, sind nach wie vor im Einsatz. Ein Jahr lang betrieben wir auch eine Antigenteststation in der Zentrale. Diese leistete wertvolle Dienste zur Eindämmung der Pandemie in unserem Haus. Insgesamt wurden rund 5.650 Antigentests durchgeführt. Die Schließung erfolgte im November 2021, als Antigentests als Gesundheitsnachweise an Bedeutung verloren haben. Im Vergleich zu 2020 hatten wir mit 149 positiv auf COVID-19 getesteten Mitarbeitern zwar mehr Fälle zu verzeichnen, erfreulicherweise sind aber alle Betroffenen wieder vollständig genesen.
Die BKS Bank-Filialen blieben durchgängig geöffnet. Auch im Bankgeschäft hat die Nutzung von digitalen Lösungen in Pandemiezeiten einen enormen Schub bekommen. Unsere digitalen Angebote ermöglichen es, alle Bankgeschäfte des täglichen Bedarfs auch ohne Filialbesuch durchzuführen. Sie werden – wie auch bargeldloses und smartes Bezahlen – von unseren Kunden deutlich öfter genutzt als früher.
In der Risikostrategie wurden diverse Maßnahmen, wie eine intensivere Begleitung von stark betroffenen Kunden, etabliert. Durch den einsetzenden Wirtschaftsaufschwung im zweiten Quartal und durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen blieb die ursprünglich befürchtete Insolvenzwelle erfreulicherweise aus. Die Entwicklung des Kreditrisikos hatten wir das gesamte Berichtsjahr besonders stark auf dem Radar. Als Vorsichtsmaßnahme und im Einklang mit IFRS 9B5.5.1 ff. haben wir Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen und somit zusätzliche Sicherheitspolster geschaffen. Diese Vorgangsweise wurde auch für das UGB uneingeschränkt übernommen. Ein weiteres Augenmerk legten wir selbstverständlich auf die Unterstützung unserer Kunden. Um die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie einzudämmen, wurde das Instrument der gesetzlichen und freiwilligen Kreditmoratorien und der Überbrückungsfinanzierungen von unseren Kunden in Anspruch genommen. Insgesamt beliefen sich die staatlich garantierten Überbrückungsfinanzierungen auf 99,7 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR). Zum 31.12.2021 betrug das von Stundungen betroffene Kreditvolumen im Zusammenhang mit COVID-19 21,7 Mio. EUR (Vorjahr 251,3 Mio. EUR). Wir haben das zweite Pandemiejahr sehr erfolgreich überstanden. Wir sind sehr dankbar und stolz, dass unsere Führungskräfte und Mitarbeiter trotz der herausfordernden Bedingungen die gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen verloren haben. Wichtige Projekte wurden tatkräftig vorangetrieben bzw. erfolgreich abgeschlossen, sodass wir die BKS Bank auf Erfolgskurs halten konnten.
Die BKS Bank-Aktien notieren im Segment Standard Market Auction der Wiener Börse.Am 31. Oktober 2020 wurde die Umwandlung der bis dahin noch bestehenden Vorzugsaktien in Stammaktien im Firmenbuch eingetragen, sodass seit diesem Tag das unveränderte nominelle Grundkapital in 42.942.900 Stückaktien unterteilt ist. Die umgewandelten Vorzugs-Stückaktien wurden noch bis 19. Januar des Berichtsjahres unter einer gesonderten ISIN AT0000A2HQD1 als „BKS Bank Stammaktie aus Umtausch“ geführt. Ab 19. Januar waren alle Aktien der schon bisher für die Stammaktien geltenden ISIN AT0000624705 zugeordnet.
Der Vorstand ist gemäß § 4 der Satzung der BKS Bank ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch gemäß § 169 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital um bis zu 16.000.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 8.000.000 Stück auf Inhaber lautende Stamm-Stückaktien zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Die Satzungsänderung wurde nach dem Beschluss der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 in das Firmenbuch eingetragen.
Am 31. Dezember 2021 hielt die Oberbank AG, einschließlich des Untersyndikates mit Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., 19,2% der Stimmrechte. Auf die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft entfielen am 31. Dezember 2021 18,9% der Stimmrechte. Die Generali 3Banken Holding AG hielt am Stichtag 31. Dezember 2021 7,4% der Stimmrechte. Diese Investoren sind miteinander in einem Syndikat verbunden. Zweck der Syndikatsvereinbarung ist es, durch gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Hauptversammlungen sowie durch gegenseitige Vorkaufs- und Aufgriffsrechte der Syndikatspartner die Unabhängigkeit der BKS Bank zu sichern. Der Stimmrechtsanteil aller Syndikatspartner, einschließlich des Untersyndikats der Oberbank AG mit der Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., betrug zum Jahresultimo 45,5%. Der Bestand eigener Anteile belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 749.659 Stamm-Stückaktien, das entsprach einer Quote von rund 1,75%
| Aktionärsstruktur der BKS Bank AG zum 31. Dezember 2021 | ||
|---|---|---|
| Basisinformationen zur BKS Bank-Aktie | ||
| 2020 | 2021 | |
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN AT0000624705 | 41.142.900 | 42.942.900 |
| Anzahl Stamm-Stückaktien ISIN (AT0000A2HQD1) | 1.800.000 | - |
| Höchstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR | 16,0/13,6/15,0 | 16,7/13,8/- |
| Tiefstkurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR | 11,3/11,8/10,3 | 11,3/13,5/- |
| Schlusskurs Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugsaktie in EUR | 12,5/13,6/- | 15,3/-/- |
| Marktkapitalisierung in Mio. EUR | 538,8 | 657,0 |
| Dividende pro Stamm-Stückaktie | 0,12 | 0,231) |
| KGV Stamm-/Stamm-Umtausch/Vorzugs-Stückaktie | 17,9/19,4/- | 23,9/-/- |
| Dividendenrendite Stamm-Stückaktie | 0,96 | 1,5 |
| 1)Vorschlag an die 83. ordentliche Hauptversammlung am 25. Mai 2022 |
Im Jahr 2019 wurde ein Aktienrückkaufprogramm erfolgreich durchgeführt. Zum Restbestand aus dem Aktienrückkaufprogramm 2013 von insgesamt 14.000 Stamm-Stückaktien wurden durch ein öffentlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm börslich und außerbörslich insgesamt 100.000 Stück Stamm-Stückaktien zu einem Durchschnittskurs von rund 17,1 EUR je Aktie zurückgekauft. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der in der 79. Hauptversammlung erteilten Ermächtigung gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG. Nachdem im Jahr 2019 für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bereits 17.989 Stück und im Jahr 2020 25.343 Stück Aktien verwendet worden waren, wurde im Berichtsjahr 2021 ein weiteres Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgeführt: Im Zeitraum von 02. April bis 16. April 2021 wurden 27.956 Stück Aktien aus dem Aktienrückkaufprogramm 2019 zum Kurs von 11,5 EUR für dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogramm verwendet. Die Aktien wurden unter näher definierten Bedingungen als Teil des Bilanzgeldes an Mitarbeiter ausbezahlt. Per Jahresende 2021 betrug der Stand der Stamm-Stückaktien, die dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zugeordnet sind, 42.712 Stück.
Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen. Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt. Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs.# 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der 3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken. Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018. Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrens-ausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise. Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Die BKS Bank wurde 1922 als „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ in Klagenfurt gegründet. Seit den Gründungstagen hat sich das Marktgebiet stetig vergrößert. Heute umfasst die BKS Bank 64 Filialen und vier Leasinggesellschaften in Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei sowie eine Repräsentanz in Italien.
| Bank | Anzahl Filialen | Anzahl Mitarbeiter |
|---|---|---|
| Österreich | 49 | 720,0 |
| Kärnten inkl. Corporate Banking | 20 | 572,6 |
| Steiermark | 12 | 62,8 |
| Wien-Niederösterreich-Burgenland | 17 | 84,6 |
| Auslandsmärkte | 15 | 223,7 |
| Slowenien | 8 | 129,7 |
| Kroatien | 4 | 65,2 |
| Slowakei | 3 | 28,8 |
| Leasinggesellschaften | Leasing- Forderungen | Anzahl Mitarbeiter |
|---|---|---|
| BKS-Leasing GmbH | 278.546 | 10,6 |
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 169.275 | 19,5 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 88.814 | 14,6 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 62.143 | 13,8 |
Die Ursprünge der BKS Bank liegen in Kärnten. Viele Jahrzehnte lang waren wir ausschließlich am Kärntner Markt tätig. Die ersten Expansionsschritte unternahmen wir 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. Die Süd-Ost-Achse wurde 2003 mit der Übernahme der „Die Burgenländische Anlage & Kreditbank AG“ geschlossen. Wir haben uns bevorzugt in Bezirksstädten mit guter Wirtschaftskraft angesiedelt, sodass wir über kein über- dimensioniertes Filialnetz verfügen.
Die internationale Expansion starteten wir in den 1990er Jahren im benachbarten Slowenien. Seither hat sich die Direktion Slowenien zum wichtigsten Auslandsmarkt innerhalb der BKS Bank entwickelt. In den vergangenen Jahren sind wir insbesondere durch eine erfolgreiche Akquisitionspolitik kräftig gewachsen. Im Wertpapiergeschäft haben wir die Marktführerschaft erlangt. Wir betreiben außerdem eine eigene Leasinggesellschaft, die sehr gut reüssieren konnte.
Der Markteintritt in Kroatien erfolgte 1998 mit der Gründung einer Repräsentanz. Später folgte die Gründung der kroatischen Leasinggesellschaft, BKS-leasing Croatia d.o.o., die seither stabil wächst. In den kroatischen Bankenmarkt sind wir 2007 mit dem Erwerb der in Rijeka beheimateten Kvarner banka d.d. eingetreten. Seit der Übernahme haben wir das Filialnetz erweitert, sodass wir heute vier Standorte in Kroatien zählen.
Seit 2007 sind wir durch die Übernahme einer slowakischen Leasinggesellschaft in der Slowakei aktiv. Die erste Bankniederlassung gründeten wir 2011. Sowohl die Bank als auch die Leasinggesellschaft haben ihren Sitz in Bratislava. In Banská Bystrica und Žilina betreiben wir zwei Bankfilialen und zwei Leasingstandorte.
Zu unseren Kunden zählen auch Personen, die außerhalb unserer definierten Auslandsmärkte leben, darunter z. B. Italien oder Deutschland. Diese Kunden werden ausschließlich Cross-Border durch unsere österreichischen Direktionen betreut. In Italien betreiben wir eine Repräsentanz.
Mit unserem vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot sprechen wir Privat- und Firmenkunden an. Im Firmenkundenbereich sind wir seit den Gründungstagen vor allem in der Industrie und im Gewerbe stark vertreten. Darüber hinaus betreuen wir auch eine große Anzahl an gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften und Wohnbauträgern. In den letzten Jahren arbeiten wir auch verstärkt mit Gemeinden und öffentlichen Institutionen zusammen. Für die attraktive Kundengruppe der freien Berufe sind wir ebenfalls ein verlässlicher Bankpartner. Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns auf gehobene Privatkunden und auf Zugehörige der Berufsgruppe Heilberufe. Die Ansprache jüngerer und digital-affiner Kundenschichten rückt stärker in unseren Fokus. Um diesen Personengruppen attraktive Angebote zu bieten, haben wir BKS Bank Connect, die digitale Bank, gelauncht. Im Unterschied zu reinen Onlinebanken bieten wir BKS Bank Connect-Kunden jederzeit die Möglichkeit, einen top ausgebildeten Kundenbetreuer zu Rate zu ziehen. Ganz gleich, ob unsere Kunden digital in Kontakt mit uns treten oder den Besuch in der Filiale bevorzugen: Wir vermitteln auf allen Kanälen zwischenmenschliche Nähe und wertschätzende Kommunikation.
Die Bilanzsumme der BKS Bank ist zum 31. Dezember 2021 um rund 0,7Â Mrd. EUR auf beachtliche 9,9 Mrd. EUR gewachsen.
Das Finanzierungsgeschäft verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Die wirtschaftliche Erholung setzte großflächig ein und viele Unternehmer holten verschobene Investitionen nach und investierten kräftig. Ähnlich das Bild im Privatkundensegment: Gleichsam mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entspannte sich die Situation am Arbeitsmarkt. Die verbesserte Einkommenssituation ließ die Konsumlaune der privaten Haushalte steigen. Dementsprechend erhöhte sich die Nachfrage nach Finanzierungen spürbar. Von Jänner bis Dezember 2021 vergaben wir 2,0 Mrd. EUR an neuen Finanzierungen. Der Großteil des Finanzierungsvolumens entfiel auf das Firmenkundensegment. Die Auslandsmärkte steuerten rund 17% bei. Insgesamt beliefen sich die gesamten Ausleihungen in der BKS Bank AG auf knapp 7,0 Mrd. EUR, was ein Kreditwachstum von 5,9% gegenüber dem Jahresultimo 2020 bedeutete.
Die Forderungen an Kreditinstituten reduzierten sich um drei Viertel und erreichten zum 31. Dezember 2021 einen Wert von 62,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist mit dem unverändert negativen Zinsumfeld begründet, da kurzfristige Veranlagungen bei Kreditinstituten unattraktiv sind.
Die Quote der Non-performing-Loans entwickelte sich stabil und betrug zum Jahresende 2,1%. Die NPL-Quote ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Qualität eines Kreditportfolios. Im Branchenvergleich liegen wir mit dieser NPL-Quote auf einem sehr guten Niveau. Alle im EBA Risk-Dashboard ausgewiesenen NPL-Quoten, die unter 3% liegen, werden dem grünen Bereich zugeordnet und gelten als guter Wert.
Der Anteil der Forderungen in Schweizer Franken ging auch im Berichtsjahr konstant zurück. Die Fremdwährungsquote betrug zum Jahresende lediglich 1,3%. In dieser Quote sind die EUR-Kredite an Kunden der Direktion Kroatien nicht enthalten. Das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite ist mittlerweile sehr überschaubar geworden und macht nur mehr 89,5 Mio. EUR aus.
Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich durch Investitionen um 8,2% auf 991,9 Mio. EUR. Bis zum 31. Dezember 2021 haben wir Investitionen im Ausmaß von 154,7 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen in Höhe von 69,1 Mio. EUR gegenüber. Diese Position stellt eine wesentliche Säule unseres Liquiditätsmanagements dar.
Die Barreserve, die sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei den Notenbanken zusammensetzt, verzeichnete zum Jahresultimo 2021 einen historischen Rekordstand. Gegenüber dem Vorjahreswert nahm die Barreserve um mehr als ein Drittel – auf 1,5 Mrd. EUR – zu. Dieser hohe Stand ist ein Indikator dafür, dass es insbesondere auf unseren Kernmärkten keine Liquiditätsengpässe gibt.
Der Zufluss an Primäreinlagen hält unvermindert an und wir berichten jedes Jahr über neue Rekordstände. So auch dieses Mal: Zum 31. Dezember 2021 belief sich der Wert der Primäreinlagen auf 8,1 Mrd. EUR, ein Zuwachs von 9,5%. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 erreichten wir erstmals die 6-Mrd.-EUR-Grenze bei den Primäreinlagen. Keine drei Jahre später verzeichneten wir in der gleichen Position knapp 2,0 Mrd. EUR mehr. Das ist eine beeindruckende Entwicklung und wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen unserer Kunden. Dennoch bedeuten hohe Einlagenstände auch eine Bürde. Für kurzfristige Veranlagungen von Kundengeldern sind bei der Europäischen Zentralbank negative Zinsen in Höhe von 0,5% zu entrichten. Staatsanleihen mit sehr guter Bonität rentieren im 10-Jahres-Bereich nur um 0,1%. Beides wirkt sich ungünstig auf die Ertragssituation aus.Um dieser anormalen Zinssituation entgegenzuwirken, verrechnen wir im Einklang mit den Geldmärkten bei größeren Sichteinlagen Negativzinsen. Der hohe Primäreinlagenstand ist auch ein Stück weit der Pandemie geschuldet. Die Sparquote in Österreich lag nach Berechnungen der Österreichischen Nationalbank im dritten Quartal 2021 bei 13,6%, in „normalen“ Zeiten pendelt die Sparquote traditionell um die 8,0%. Es zeigt sich, dass in Krisenzeiten Menschen das Bedürfnis haben, zusätzliche finanzielle Sicherheitspolster anzulegen. Wir sehen diese Entwicklung vor allem bei den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2020 legte diese Position abermals stark zu und erreichte einen neuen Höchststand von 7,2 Mrd. EUR – ein Anstieg um 9,0%. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus mehreren Positionen zusammen, wobei der Löwenanteil auf die sonstigen Verbindlichkeiten entfällt. Darunter werden die Termin- und Sichteinlagen zusammengefasst, die zum 31. Dezember 2021 einen Stand von 5,8 Mrd. EUR erreichten. Der Großteil der Sicht- und Termineinlagen – nämlich 4,1 Mrd. EUR – stammt von Firmenkunden, die kurzfristige Liquiditätsüberhänge darin veranlagen. Aber auch Privatkunden entscheiden sich immer öfters für Veranlagungen im kurzfristigen Bereich, sodass auch in diesem Kundensegment die Stände konstant steigen. Im Vergleich zum Vorjahreswert betrug der Anstieg beachtliche 17,0%.
Die Sicht- und Termineinlagen bei den Privatkunden erhöhten sich auf 1,7 Mrd. EUR und übersteigen damit schon längst die Guthaben, die auf klassischen Sparbüchern veranlagt sind. Zum 31. Dezember 2021 haben wir 1,4 Mrd. EUR an Spareinlagen verwaltet, das entsprach in etwa dem Vorjahreswert. Privatkunden bevorzugen auch Sparformen, über die sie zeit- und ortsunabhängig sowie online verfügen können. Das Mein-Geld-Konto wurde genau für dieses Kundenbedürfnis konzipiert. Im Berichtsjahr wurde über eine halbe Milliarde EUR in dieser Produktsparte veranlagt.
Das Emissionsgeschäft verlief im Geschäftsjahr 2021 sehr zufriedenstellend. Unser Ziel ist es, auch für institutionelle Anleger als verlässliche und kompetente Emittentin wahrgenommen zu werden. Das ist uns im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut gelungen, das Volumen an Privatplatzierungen ist dafür ein guter Indikator. Im Berichtsjahr haben wir 154,5 Mio. EUR mit solchen Emissionen platziert, 20 Mio. EUR davon als Nachrangkapital. Die noch im Dezember 2020 aufgelegte AT1-Obligation mit einem Emissionsvolumen von 10,0 Mio. EUR haben wir im ersten Quartal 2021 erfolgreich geschlossen.
Nachhaltige Veranlagungen zählen zu den bedeutendsten Megatrends im Wertpapiergeschäft. Wir haben diesen Trend schon früh erkannt und sind sehr stolz darauf, dass wir das erste Kreditinstitut in Österreich waren, das einen Social Bond begeben hat. Seither haben viele Mitbewerber nachgezogen und das Angebot an Green und Social Bonds ist stark im Steigen. Wir begrüßen diese Entwicklung. Im Berichtsjahr haben wir zwei weitere Green Bonds zur Zeichnung aufgelegt. Der erste Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5,0 Mio. EUR finanzierte das erste Green Building-Gebäude der BKS Bank – das BKS-Holzquartier. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang eine zukunftsträchtige Kooperation mit den Stadtwerken Klagenfurt. Bis 2025 sollen bis zu 59 Photovoltaikanlagen errichtet werden, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Ein Teil der Investition wird mit dem Green Bond der BKS Bank finanziert werden. Das beabsichtigte Emissionsvolumen beträgt 5 Mio. EUR mit der Möglichkeit der Aufstockung auf 10 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2021 erreichten die eigenen Emissionen inklusive Nachrangkapital einen Wert von 977,1 Mio. EUR, was eine Zunahme von erfreulichen 12,7% bedeutete.
| ISIN | Bezeichnung | Nominale in EUR |
|---|---|---|
| AT0000A2NPT7 | 0,75% BKS Bank Obligation 2021-2030/1 | 20.000.000 |
| AT0000A2SGK4 | 0,45% BKS Bank Green Bond 2021-2026/2 | 5.000.000 |
| AT0000A2U2E6 | 0,40% BKS Bank Obligation 2021-2026/3 | 5.000.000 |
| AT0000A2UWN1 | 0,75% BKS Bank Green Bond 2021-2028/4 | 2.219.000 |
| AT0000A2NPQ3 | 1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/1/PP | 5.000.000 |
| AT0000A2NPU5 | 0,02% BKS Bank Obligation 2021-2024/2/PP | 30.000.000 |
| AT0000A2NW00 | 1,16% BKS Bank Obligation 2021-2031/3/PP | 7.000.000 |
| AT0000A2QBH5 | 3,25% BKS Bank Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | 20.000.000 |
| AT0000A2QKB9 | 1,50% BKS Bank Obligation 2021-2032/5/PP | 20.000.000 |
| AT0000A2QS37 | Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/6/PP | 7.500.000 |
| AT0000A2QSD8 | Variable BKS Bank Obligation 2021-2028/7/PP | 5.000.000 |
| AT0000A2R8M1 | 0,84% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/8/PP | 10.000.000 |
| AT0000A2R8T6 | 0,875% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/9/PP | 10.000.000 |
| AT0000A2RY12 | 0,98% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/10/PP | 5.000.000 |
| AT0000A2RZE9 | 0,885% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2026/11/PP | 8.000.000 |
| AT0000A2TLQ9 | 0,875% BKS Bank Obligation 2021-2030/12/PP | 2.000.000 |
| AT0000A2UNH2 | 0,90% BKS Bank Obligation Senior Non-Preferred 2021-2027/13/PP | 15.000.000 |
| AT0000A2UTU2 | 0,60% BKS Bank Obligation 2021-2025/14/PP | 4.000.000 |
| AT0000A2UTV0 | 0,75% BKS Bank Obligation 2021-2026/16/PP | 6.000.000 |
Im Geschäftsjahr 2021 begünstigte der eingesetzte Wirtschaftsaufschwung die Geschäftsentwicklung, auch wenn die erhoffte Normalität noch nicht überall spürbar war. Dank der exzellenten Arbeit unserer Vertriebsmannschaft und der konsequenten Umsetzung unserer strategischen Ziele blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück.
Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 7,4 Mio. EUR auf erfreuliche 70,1 Mio. EUR. Besonders positiv zu erwähnen ist, dass der markante Ergebniszuwachs auf mehreren Säulen aufbaut. Vor allem das Provisionsergebnis hat maßgeblich zum Ergebnissprung beigetragen. Das Zinsgeschäft ist seit vielen Jahren durch die anhaltende Niedrigzinslandschaft belastet und bleibt trotz des eingesetzten Wirtschaftsaufschwunges die Schwachstelle in der Ertragsrechnung. Das Phänomen der Negativzinsen schwächt nicht nur unsere Ertragskraft, sondern hat auch Auswirkungen auf das Kundengeschäft. So verrechnen wir seit wenigen Monaten bei größeren Sichteinlagen negative Zinsen. Wir haben im Berichtsjahr von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an einer sogenannten Targeted Longer-Term Refinancing Operation im Rahmen der TLTRO III teilzunehmen, und zwar im Ausmaß von 550 Mio. EUR. Dadurch haben wir im zusätzliche Zinserträge in Höhe von 5,2 Mio. EUR generiert. Insgesamt belief sich der Nettozinsertrag auf 118,7 Mio. EUR.
Die zweite wichtige Säule im operativen Geschäft bildet das Provisionsgeschäft. Der Ausbau dieses Geschäftsfeldes bleibt ein wichtiges strategisches Thema, da wir damit auch dem begrenzten Ertragsspielraum im zinstragenden Geschäft entgegenwirken wollen. Wir freuen uns über ein Provisionsergebnis in Höhe von 67,3 Mio. EUR, welches im Vergleich zum Vorjahreswert um 9,1% oder 5,6 Mio. EUR höher ausfiel. In fast allen Dienstleistungssparten haben wir zufriedenstellende Zuwachsraten erzielt. Das Geschäftsfeld Zahlungsverkehr hat sich zu einer stabilen und verlässlichen Ergebnisstütze entwickelt und überzeugt mit stabilen Zuwächsen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug das Ergebnis aus den Zahlungsverkehrsprovisionen 23,2 Mio. EUR, ein Plus von 8,5% im Vergleich zum coronagebeuteten Geschäftsjahr 2020. Damals haben wir erstmalig Einbrüche beim Transaktionsverhalten festgestellt, die aber im vergangenen Jahr nicht mehr aufgetreten sind. Der Zahlungsverkehr ist ein sehr interessantes, aber auch hart umkämpftes Geschäftsfeld mit einem sehr dynamischen Umfeld. Die voranschreitende Digitalisierung hinterlässt in diesem Bereich markante Spuren. Viele unserer Digitalisierungsprojekte zielen auf neue oder verbesserte Lösungen im Zahlungsverkehr ab. Beispielsweise hat das kontaktlose und smarte Bezahlen einen riesigen Schub durch die COVID-19-Pandemie erfahren. Wir haben schon vorher digitale Bezahlmethoden angeboten, allerdings haben wir das Angebot in Pandemiezeiten erweitert, im Berichtsjahr beispielsweise um Swatch Payment. Ein weites Bedienfeld ist auch die Weiterentwicklung der Kundenportale MyNet und BizzNet. Bei der Akzeptanz der Kundenportale hat die Pandemie ebenfalls unterstützend gewirkt – immer mehr Kunden lernen die Vorzüge digitaler Anwendungen kennen und lieben. Die Zuwachsraten bei Portal- und App-Nutzern sind sehr eindrucksvoll. Die BKS App wurde im letzten Jahr von 26.100 Nutzern verwendet, ein Zuwachs um 18,6%. Bei den Portalnutzern freuen wir uns über 5% mehr Kunden. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr das Kontoangebot für Privat- und Businesskunden grundlegend verändert und erweitert. Die Geschäftsentwicklung im Wertpapiergeschäft verlief ebenfalls sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahreswert haben wir ein kräftiges Plus von 12,9% verbucht und ein Ergebnis aus Wertpapierprovisionen in Höhe von 21,1 Mio. EUR erzielt. Das attraktive Börsenumfeld beeinflusste das Anlegerverhalten positiv und führte auch hier zu einer höheren Anzahl von Wertpapiertransaktionen. Gleichzeitig stiegen die betreuten Kundengelder von 19,0 Mrd. EUR auf 21,2 Mrd. EUR. Ein Zeichen, dass immer mehr Anleger auch die besseren Renditechancen, die der Kapitalmarkt im Vergleich zum Sparbuch bietet, nutzen wollen. Die Kreditprovisionen steuern ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Provisionsüberschuss bei. Im Berichtsjahr betrug das Ergebnis aus den Kreditprovisionen 18,8 Mio. EUR.
Strikte Kostendisziplin gepaart mit einer umsichtigen Investitionspolitik unterstützen uns dabei, die Kosten gut im Griff zu halten.Auch im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns wieder gelungen, den Verwaltungsaufwand mit 134,1 Mio. EUR (+3,6%) in engen Grenzen zu halten. Als Dienstleistungsunternehmen entfällt der größte Anteil des Verwaltungsaufwands traditionell auf die Personalkosten. Zum 31. Dezember 2021 beliefen sich diese auf 68,3 Mio. EUR, eine Reduzierung um 1,5%. Der Grund für den Rückgang ist primär auf die Auflösung der Sozialkapitalrückstellungen (Pensionsrückstellung, Abfertigungsrückstellung) zurückzuführen. Im Jahresverlauf kam es zu einer Verringerung in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Die Anzahl der Beschäftigten – in Personaljahren gerechnet – betrug 860 Beschäftigte. Obwohl das Geschäftsjahr 2021 noch von der Pandemie geprägt war, haben wir keine Personalmaßnahmen wie z. B. Kurzarbeit in Anspruch genommen. Wir haben unseren Mitarbeitern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz geboten.
Umsetzung der Digitalisierungsstrategie verursacht höheren Ressourceneinsatz
Auch im Jahr 2021 haben wir die digitale Transformation weiter vorangetrieben und unsere Digitalisierungsstrategie zielstrebig verfolgt. Wir haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, uns mit der digitalen Transformation zu beschäftigen. Dabei hatten wir immer den ganzheitlichen Blick auf das Thema und haben sowohl für interne Prozesse als auch für Kundenbedürfnisse ansprechende digitale Lösungen geschaffen. Die Digitalisierung zählt neben der Nachhaltigkeit zu den bestimmenden Themen in der Bankbranche. Dass damit auch hohe Investitionen verbunden sind, ist unumstritten. Bei den Sachaufwendungen verzeichnen wir mit 47,8 Mio. EUR eine Erhöhung um 3,0% gegenüber dem Jahr 2020. In dieser Position dominieren vor allem die Aufwendungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und für unseren IT-Dienstleister 3 Banken IT GmbH, die von 17,7 Mio. EUR auf 19,1 Mio. EUR gestiegen sind. Für die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte und für den laufenden IKT-Betrieb zeichnet die 3 Banken IT GmbH verantwortlich. Die 3 Banken IT GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft von Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und BKS Bank und hat ihren Firmensitz in Linz. In Klagenfurt und Innsbruck betreibt sie Kompetenzzentren.
Sonstige betriebliche Aufwendungen durch regulatorische Kosten belastet
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen geben Auskunft darüber, welchen hohen Belastungen Banken ausgesetzt sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf 12,3 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert (8,4 Mio. EUR) erhöhten sich die Aufwendungen um 3,9 Mio. EUR. Die Gründe dafür liegen vor allem in einem höheren Dotationserfordernis für den Einlagensicherungsfonds, welches durch die Insolvenz der Mattersburger Commerzialbank und den Ausstieg des Raiffeisensektors aus der Einlagensicherung Austria GmbH hervorgerufen wurde. Die jährlichen Aufwendungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds beliefen sich im Berichtsjahr 2021 auf 10,4 Mio. EUR gegenüber 7,5 Mio. EUR im Vorjahr. Kurz vor dem Jahresende gab es eine OGH-Entscheidung in Bezug auf Stundungen und die Verrechnung von Sollzinsen. Wir haben in unseren Kreditverträgen Vereinbarungen enthalten, wonach eine Zinsverrechnung zulässig ist, sodass wir von dieser OGH-Entscheidung nicht betroffen sind.
Kreditrisikovorsorge durch Schadensfall Kroatien kräftig gestiegen
Bedauerlicherweise haben wir im Feber 2022 in der Direktion Kroatien Malversationen durch einen Mitarbeiter festgestellt. Die betroffenen Forderungspositionen wurden anhand der Discounted Cashflow-Methode (DCF) bewertet und ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 12,7 Mio. EUR ermittelt. Zur lückenlosen Aufklärung der Malversationen bedienen wir uns externer forensischer Spezialisten, die Untersuchungen sind im Laufen. Durch diesen Sondereffekt erhöhten sich die Kreditrisikovorsorgen um 13,1 Mio. EUR auf 37,8 Mio. EUR. Auch in der BKS Bank AG finden die Bestimmungen des IFRS 9B5.5.1 ff. Anwendung. Wir haben Regionen und Branchen, die besonders von der Pandemie betroffen waren, einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Neben Firmenkunden, die den Branchen Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstigen Dienstleistungen zugeordnet sind, wurde auch das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio von Stufe 1 in Stufe 2 transferiert. In einem weiteren Schritt haben wir zusätzlich sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem rechtlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, der Stufe 2 zugeordnet. In regelmäßigen Abständen haben wir die Situation neu bewertet und beispielsweise im Herbst Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a wieder aus dem kollektiven Stufentransfer herausgenommen.
Jahresüberschuss nach Steuern
Die BKS Bank erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss nach Steuern von 27,3 Mio. EUR nach 30,1 Mio. EUR im Vorjahr (-9,1%).
Entwicklung der Unternehmenskennzahlen
Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses zeigten die wichtigsten Steuerungskennzahlen zum Jahresende folgende Entwicklung: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern verringerte sich um 0,5%-Punkte auf 3,7%, der Return on Assets (ROA) nach Steuern blieb mit 0,3% konstant. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 67,4% auf 65,7%. Die NPL-Quote belief sich zum Jahresende 2021 auf 2,1% und war damit deutlich besser als im Durchschnitt der Branche. Die Leverage Ratio blieb mit 7,9% unverändert zum Vorjahr, während sich die Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) um 42,5%-Punkte auf 194,1% verbesserte. Sowohl die Leverage Ratio als auch die LCR-Quote erfüllten die aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit 3,0% bzw 100% mehr als deutlich. Damit wir die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlich angespannten Situation zukünftig gut stemmen können, brauchen wir eine starke Eigenmittelausstattung. Die Kernkapitalquote erreichte 13,0% und die Gesamtkapitalquote blieb mit 16,8% auf Vorjahresniveau.
Wichtige Unternehmenskennzahlen in %
| 2020 | 2021 | ± in %-Pkte. | |
|---|---|---|---|
| ROE nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Eigenkapital) | 4,2 | 3,7 | -0,5 |
| ROA nach Steuern (Jahresüberschuss/Ø Bilanzsumme) | 0,3 | 0,3 | - |
| Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) | 67,4 | 65,7 | -1,7 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR-Quote) | 151,6 | 194,1 | 42,5 |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | 116,3 | 126,4 | 10,1 |
| Kernkapitalquote | 13,1 | 13,0 | -0,1 |
| Gesamtkapitalquote | 16,8 | 16,8 | - |
Eigenmittel
Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung. Die BKS Bank hat zum 31. Dezember 2021 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) folgende Mindesterfordernisse ohne Kapitalpuffer als Prozentsatz des Total Risk Exposure Amount zu erfüllen:
• 5,5% für das harte Kernkapital
• 7,3% für das Kernkapital und
• 9,7% für die Gesamtkapitalquote gesamt
Solide Kapitalausstattung
Das harte Kernkapital erhöhte sich um 20,8 Mio. EUR auf 671,2 Mio. EUR, ein Zuwachs um 3,2%. Die harte Kernkapitalquote blieb mit 11,9% auf Vorjahresniveau. Das zusätzliche Kernkapital erhöhte sich von 55,9 Mio. EUR auf 65,2 Mio. EUR. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 213,5 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 949,8 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 4,9%. Die Gesamtkapitalquote erreichte einen Wert von 16,8%.
BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäß CRR in Mio. EUR
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Grundkapital | 85,9 | 85,9 |
| Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände | 622,5 | 644,0 |
| Abzugsposten | -58,0 | -58,7 |
| Hartes Kernkapital (CET1) | 650,4 | 671,21) |
| Harte Kernkapitalquote | 12,0% | 11,9% |
| Â Â Â AT1-Anleihe | 55,9 | 65,2 |
| Zusätzliches Kernkapital | 55,9 | 65,2 |
| Kernkapital (CET1 + AT1) | 706,3 | 736,4 |
| Kernkapitalquote | 13,1% | 13,0% |
|    Ergänzungskapital | 199,6 | 213,5 |
| Eigenmittel insgesamt | 905,8 | 949,8 |
| Gesamtkapitalquote | 16,8% | 16,8% |
| 1) Beinhaltet das Jahresergebnis 2021. Die formelle Beschlussfassung ist noch ausständig. |
Leverage Ratio entwickelte sich positiv
Die Leverage Ratio stellt das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank unter Einschluss außerbilanzieller Risikopositionen dar. Die Leverage Ratio belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 7,9%. Wir erfüllen damit deutlich die regulatorische Mindestquote von 3,0%. Seit dem Jahr 2020 gibt es bei der Berechnung der Leverage Ratio eine wesentliche Neuerung. Forderungen an Zentralbanken können temporär von der Leverage Ratio ausgenommen werden. Im Berichtsjahr haben wir von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.
Vorgaben zur MREL-Quote erfüllt
Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities und soll sicherstellen, dass Banken im Falle einer Schieflage geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt. Die MREL-Quote betrug zum Jahresende 32,3% auf Basis TREA (Total Risk Exposure Amount). Den vorgegebenen Zielwert in Höhe von 22,3% haben wir zum Jahresende deutlich übertroffen.
Risikomanagement
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
Im Folgenden werden wesentliche Angaben gemäß § 243a Abs. 2 UGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der BKS Bank angeführt. Das IKS stellt sicher, dass die Unternehmensberichterstattung, insbesondere die Finanzberichterstattung, richtig, zuverlässig und vollständig ist.# Rechnungslegung und Interne Kontrollsysteme
Wir erfüllen diese Anforderung durch eine dokumentierte und transparente Organisationsstruktur, eine entsprechende Risikoorientierung und Risikoanalyse und durch Kontrollaktivitäten. Zur Unterstützung einer professionellen Unternehmensberichterstattung verwenden wir firesys als Reportingsoftware. Mit Hilfe dieser Software können Zahlenänderungen bzw. -anpassungen prüfungssicher durchgeführt werden. Die Software unterstützt auch das European Single Electronic Format (ESEF). Alle Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS haben wir in einem eigenen Konzernhandbuch sowie in einer internen Richtlinie zur Bildung von Risikovorsorgen festgeschrieben. Die Rechnungslegung ist ein wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems und wird jährlich evaluiert. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches den Anforderungen der Rechnungslegungsprozesse der BKS Bank entspricht. Das Rechnungswesen mit den dazugehörigen Prozessen sowie das dazugehörige Risikomanagement sind in der Abteilung Controlling und Rechnungswesen angesiedelt. Für die einzelnen Funktionen gibt es eigene Stellenbeschreibungen mit definierten Kompetenz- und Verantwortungsbereichen. Sämtliche Verantwortlichkeiten sind in einer Aufgabenmatrix festgeschrieben. Die ausländischen Tochtergesellschaften unterliegen einer permanenten Überwachung und die zentral verantwortlichen Mitarbeiter sind zumindest quartalsweise vor Ort, um die für die Konsolidierung notwendigen Daten und Informationen zu prüfen. Die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Seminare sichergestellt.
Die Risiken und Kontrollen in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Anlagenwirtschaft, Bilanzerstellung, Steuern und Budgetierung wurden systematisch erfasst, bewertet und in einer Risiko-Kontrollmatrix miteinander verknüpft. Kontrollen, die hohe Risiken decken, stehen im Mittelpunkt der IKS-Berichterstattung und werden der Kategorie „Hauptkontrollen“ zugeordnet. Die Qualität der Hauptkontrollen wird mithilfe des Reifegradmodells klassifiziert. Je nach Einstufung in der Risiko-Kontrollmatrix werden den einzelnen Tätigkeiten bzw. Positionen bestimmte verpflichtende Kontrollaktivitäten zugeordnet. Dabei werden verschiedene Kontrollverfahren angewendet. Gemeinsam mit IT-Anwendern und mit externen Prüfern wurden für die eingesetzten IT-Systeme (z. B. SAP, GEOS etc.) wiederkehrende systemische Kontrollen implementiert. Der Prüfung unterliegen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten. Darüber hinaus werden Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, Checklisten eingesetzt sowie das Vier-Augen-Prinzip konsequent angewendet. Im Bereich der Finanzbuchhaltung wird insbesondere überprüft, ob ausgehende Beträge auch von den zuständigen Kompetenzträgern angewiesen werden und keine Kompetenzüberschreitungen vorliegen. Zahlungen werden im Vier-Augen-Prinzip freigegeben. Zwischen den Organisationseinheiten Rechnungswesen/Bilanzierung und Controlling gibt es für den Abgleich von Daten implementierte Abstimmungsprozesse. Damit wird die Konsistenz von Daten für das interne Berichtswesen, das Meldewesen und die externe Berichterstattung sichergestellt. Eine wesentliche Kontrollmaßnahme betrifft die restriktive Vergabe und Überprüfung der IT-Berechtigungen für SAP. Im Rahmen einer eigenen Berechtigungsverwaltung werden die Berechtigungen dokumentiert und die Vergabe von der internen Revision geprüft. Diese umfassenden Kontrollmaßnahmen werden in internen Handbüchern, Arbeitsbehelfen, Checklisten und Prozessbeschreibungen umfassend geregelt.
Der Vorstand wird regelmäßig und zeitgerecht über alle Belange der Rechnungslegung sowie über die wirtschaftlichen Ergebnisse in monatlichen Berichten informiert. Der Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss erhalten quartalsweise Berichte mit Erläuterungen zu Budgetabweichungen und wesentlichen und periodischen Veränderungen. Die Aktionäre erhalten quartalsweise einen Zwischenbericht, den wir auf www.bks.at unter » Investor Relations » Berichte und Veröffentlichungen publizieren.
Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt mehrstufig. Einerseits führen wir jährlich ein Self-Assessment durch und andererseits wird im Rahmen des Prozessmanagements das rechnungslegungsbezogene IKS kritisch gewürdigt. Darüber hinaus erfolgen unabhängige Prüfungen durch die interne Revision der BKS Bank, die direkt an den Vorstand berichtet. Der Abteilungsleiter sowie die verantwortlichen Gruppenleiter üben im Rechnungslegungsprozess gemäß Funktionsbeschreibung die primäre Überwachungs- und Aufsichtsfunktion aus. Um die Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des dazugehörigen Berichtswesens zu gewährleisten, werden zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch die gesetzlich vorgesehenen Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss wahrgenommen.
Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. In der BKS Bank ist eine solide und institutsweite Risikokultur auf Grundlage eines umfassenden Verständnisses unserer Risiken etabliert, die auf den Werten der BKS Bank gründet. Die Risikokultur wird auf oberster Ebene durch das Leitbild und die Risikostrategie der BKS Bank beschrieben und bildet ab, wie Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Risiken umgehen sollen. Ein zentrales Element in der Risikokultur ist die Einbindung einzelner Kennzahlen des Risk Appetite Frameworks in der Vergütungspolitik. So wird eine risikoadäquate Bemessung der Vergütung im Einklang mit dem Risikoappetit gewährleistet. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Risikokultur ist der Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien.
Gemäß den Bestimmungen der §§ 39 und 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnungen quantifiziert. Die Risikotragfähigkeitsrechnung folgt dem aufsichtsrechtlich empfohlenen dualen Ansatz und wird seit 2021 nach der normativen Perspektive und der ökonomischen Perspektive erstellt.
Der ILAAP umfasst die von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtenden Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Die BKS Bank misst die Liquidität und das Liquiditätsrisiko anhand mehrerer etablierter Methoden und Kennzahlen (z. B. Kapitalablaufbilanz, LCR, NSFR…) und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) fordern die Erstellung von Sanierungs- und Abwicklungsplänen für Banken. Die wesentlichen Elemente im Rahmen der Gesamtbanksteuerung nach dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz sind
* der Sanierungsplan,
* der Abwicklungsplan und
* die MREL-Quote.
Die Risikostrategie der BKS Bank ist von einem konservativen Umgang mit den bankgeschäftlichen und -betrieblichen Risiken geprägt. Diese werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren sowie durch entsprechende Organisationsstrukturen kontrolliert und gesteuert. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei einem vom Markt unabhängigen Vorstandsmitglied. Die Risikostrategie wird jährlich überarbeitet, vom Vorstand beschlossen und im Aufsichtsrat von den Mitgliedern des Risikoausschusses diskutiert und evaluiert. Der Vorstand entscheidet über die Grundsätze des Risikomanagements, die Limite für alle relevanten Risiken sowie die Verfahren zur Überwachung und Steuerung der Risiken. Das Risikocontrolling ist gemäß § 39 Abs. 5 BWG als zentrale und vom operativen Geschäft unabhängige Einheit in der BKS Bank für die Identifikation, Messung und Analyse von Risiken sowie für die laufende Weiterentwicklung und Verfeinerung der Risikosteuerungsinstrumente verantwortlich. Diese Organisationseinheit berichtet regelmäßig an den Vorstand sowie an die risikoverantwortlichen operativen Einheiten und beurteilt die aktuelle Risikosituation unter Berücksichtigung der entsprechenden Risikolimite und der Risikotragfähigkeit. Als unabhängige Instanz beurteilt sie, ob sich alle Risiken innerhalb der vom Vorstand beschlossenen Limite bewegen. Bei der jährlichen Überarbeitung der Risikostrategie wird in der BKS Bank eine Risikoinventur vorgenommen.# Die Identifikation von Risiken und die Einschätzung der Risikoausprägung erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse durch das ICAAP-Gremium. Die in der Risikostrategie abgebildeten Limit- und Zielvorgaben werden jährlich evaluiert und gegebenenfalls geändert. Als unabhängige interne Instanz überprüft die interne Revision der BKS Bank sämtliche Betriebs- und Geschäftsabläufe, die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Risikomanagement und Risikocontrolling gesetzten Maßnahmen sowie die internen Kontrollsysteme. Zur Gesamtbankrisikosteuerung sind eine Reihe von Gremien installiert. Sie gewährleisten eine umfassende Behandlung der einzelnen Risikoarten durch das breit gefächerte Know-how, das die einzelnen Gremiumsmitglieder in den Steuerungsprozess einbringen.
Das ICAAP-Gremium tagt vierteljährlich und erörtert die Risikotragfähigkeit anhand des normativen und ökonomischen Kapitalbedarfs auch unter adversen Bedingungen und der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse.
Das Aktiv-Passiv-Management-Gremium tagt monatlich, analysiert und steuert die Bilanzstruktur in Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch, das Aktienkurs- und das Liquiditätsrisiko. Das Gremium nimmt in diesem Zusammenhang auch wesentliche Aufgaben der Fundingplanung, des Funds-Transfer-Pricing und der Steuerung von Konzentrationsrisiken wahr.
Die Sitzungen des OR-Gremiums finden vierteljährlich statt. Die Mitglieder des OR-Gremiums analysieren die aufgetretenen Schadensfälle, unterstützen die Risk-Taking-Units und die Geschäftsführung bei der aktiven Steuerung des operationalen Risikos, überwachen die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen und entwickeln das OR-Risikomanagementsystem weiter.
In den wöchentlich anberaumten Jours fixes zum Kreditrisiko werden primär Fragestellungen erörtert, die sich aus dem Tagesgeschäft im Zusammenhang mit der Kreditvergabe, der Prolongation und sonstigen aktuellen Themen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft ergeben. Neben den wöchentlich stattfindenden Jours fixes tagt quartalsweise ein erweitertes Kreditrisikogremium. Dieses steuert das Kreditrisiko auf Portfolioebene, treibt die laufende Weiterentwicklung des Kreditrisikomanagements voran und ermöglicht den effektiven Einsatz von Steuerungsinstrumenten. Auch das Jahr 2021 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Maßnahmen zur Früherkennung von Kreditrisiken wie die Überprüfung der Entwicklung von NPLs, von Krediten mit Nachsicht, von Überziehungen und Stundungen oder von Überbrückungsfinanzierungen wurden auch 2021 laufend vereinbart und umgesetzt.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse anhand des internen Kapitaladäquanzverfahrens (ICAAP) ist ein essentieller Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung der BKS Bank. Seit 2021 verfolgen wir in der Gesamtbanksteuerung einen dualen Ansatz. In der normativen Perspektive beurteilen wir die Fähigkeit der Bank, quantitative regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen über einen mehrjährigen Zeitraum zu erfüllen. Hier liegt das Ziel in der Sicherstellung der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der ökonomischen Perspektive identifizieren und quantifizieren wir alle wesentlichen kapitalrelevanten Risiken und stellen diese der Risikodeckungsmasse gegenüber, wobei das Ziel die Sicherstellung der angemessenen Ausstattung mit internem Kapital darstellt.
Wir führen quartalsweise Stresstests durch, um die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitutsgruppe bei potentiellen negativen Ereignissen zu evaluieren. Die daraus resultierenden quantitativen Auswirkungen werden in Hinblick auf die Risikotragfähigkeit analysiert. Sensitivitätsanalysen liefern ergänzende Informationen zur Risikotragfähigkeit und zeigen zusätzliche Verlustpotentiale auf. Die Resultate der verschiedenen Szenarien werden dem Vorstand und den Risikosteuerungseinheiten vierteljährlich berichtet.
Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.
Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – sofern risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Immobiliensicherheiten werden von vom Vergabeprozess unabhängigen Experten aus dem Bereich Kreditmanagement bewertet und regelmäßig überprüft. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.
Die Abteilung Risikoanalyse und Service hat die Verantwortung für die Risikoanalyse und -steuerung auf Einzelkundenbasis. Auf Portfolioebene steuert der erweiterte Kreditrisiko-Jour fixe auf Basis von Berichten des Risikocontrollings. Wesentliche Ziele im Zusammenhang mit der Übernahme von neuen Risikopositionen betreffen die Ratingstruktur, wonach Neugeschäft nur bis zu bestimmten Ratingstufen und mit ausreichenden Sicherheiten anzustreben ist. Kreditrisikokonzentrationen werden auf Portfolioebene gesteuert, wobei eine ausgewogene Größenverteilung der Kreditobligos angestrebt wird und Limite für die Regionen- und Branchenverteilung sowie den Fremdwährungsanteil festgesetzt werden. Die ALGAR, an der die BKS Bank mit 25% beteiligt ist, dient der Absicherung von Großkrediten. Das Beteiligungsrisiko umfasst das Dividendenausfalls-, Abwertungs- und Veräußerungsverlustrisiko sowie das Risiko, dass stille Reserven aufgrund negativer wirtschaftlicher Entwicklungen jener Unternehmen, an denen die BKS Bank Beteiligungen hält, reduziert werden. Das Eingehen von Beteiligungen steht nicht im strategischen Fokus der BKS Bank. Bei verbundenen Unternehmen wird der Fokus auf die Sektoren Kredit- und Finanzinstitute sowie auf Unternehmen, die banknahe Hilfsdienste erbringen, gelegt.
Ein umfassendes Ratingsystem bildet die wesentliche Säule der Risikobeurteilung und ist die Grundlage für das Risikomanagement innerhalb der BKS Bank. Die bankinternen Ratingmodelle werden jährlich validiert.
| Ratingstufen |
|---|
| AA |
| A1 |
| 1a |
| 1b |
| 2a |
| 2b |
| 3a |
| 3b |
| 4a |
| 4b |
| 5a |
| 5b |
| 5c |
| Beschreibung |
|---|
| Erstklassige beste Bonität |
| Erstklassige hervorragende Bonität |
| Erstklassige Bonität |
| Sehr gute Bonität |
| Gute Bonität |
| Noch gute Bonität |
| Akzeptable Bonität |
| Noch akzeptable Bonität |
| Mangelhafte Bonität |
| Schlechte Bonität |
| Ausfall im Fortbetrieb |
| Ausfall – Notleidend |
| Ausfall – Uneinbringlich |
Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinsensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können. Die BKS Bank geht keine übermäßigen Fristentransformationen ein. Laufzeitarbitrage mit wesentlichen offenen Zinspositionen zur Generierung von Erträgen nach dem „Riding the Yield-Curve“-Ansatz stehen daher nicht im Fokus unserer Aktivitäten. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Modified Duration, Volumensgrößen, Szenarioanalysen gemäß den Regelungen zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (IRRBB) aus ökonomischer Sicht sowie der NII-Perspektive und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch liegt im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Managements.
Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Handelsbuch liegt im Zuständigkeitsbereich der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling. Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei insbesondere Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Die zentralen Zinssteuerungsinstrumente in der BKS Bank sind Zinsswaps.
Das Credit Spread-Risiko stellt die bonitäts- und/oder risikoprämieninduzierten Änderungen der Marktpreise des zinsbezogenen Wertpapierportfolios dar. Die BKS Bank quantifiziert das Credit Spread-Risiko für das Anleihenportfolio im Bankbuch. Die BKS Bank Gruppe verfolgt grundsätzlich eine konservative Strategie zur Vermeidung von Credit Spread-Risiken. Die Steuerung des Credit Spread-Risikos erfolgt monatlich im APM-Gremium. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben.# Aktienveranlagungen im Eigenportfolio
Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in europäischen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Das Aktienkursrisiko wird monatlich als Value-at-Risk auf Basis der historischen Simulation quantifiziert. Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktien- und Substanzwerten im Bankbuch tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Die Risikokontrolle erfolgt durch das Risikocontrolling.
Diese resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann somit zu Verlusten führen. Zur Überprüfung des Fremdwährungsrisikos werden täglich Auswertungen zu offenen Devisenpositionen erstellt und mit den entsprechenden Limiten verglichen. Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Das Management der Devisenpositionen obliegt der Abteilung Treasury und Financial Institutions. Die Überwachung von Devisenpositionen erfolgt durch das Risikocontrolling.
Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählt auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).
Der ILAAP ist grundlegender Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Überprüfung- und Evaluierungsprozesses (SREP) und soll eine angemessene Liquidität und ein wirksames Liquiditätsrisikomanagement sicherstellen. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Essenziell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kundengeschäft erfolgt unter anderem auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrunde-liegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds-Transfer-Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.
Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury über Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen. Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt auf Basis vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich ermittelt, analysiert und berichtet wird. Die Steuerung der mittel- und längerfristigen Liquidität sowie des Liquiditätspuffers erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee. Die Gruppe Risikocontrolling ist zuständig für die Liquiditätsrisikokontrolle, um die Einhaltung der festgelegten Grundsätze, Verfahren und Limite sicherzustellen. Die Berichterstattung erfolgt auf täglicher, wöchentlicher, monatlicher und quartalsweiser Basis. Werden außer-gewöhnliche Entwicklungen festgestellt oder bestimmte Vorwarnstufen/Limite erreicht, erfolgt eine entsprechende Ad-hoc-Berichterstattung an den Vorstand. Die BKS Bank verfügt über ein umfangreiches Limitsystem (Limit je Laufzeitband, Time-to-Wall-Limit), welches einen raschen Überblick über die aktuelle Situation gibt. Ergänzt werden die Analysen um Stresstests, die wir in marktweite Szenarien, instituts-spezifische Szenarien und kombinierte Stressszenarien einteilen. Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich auf Eurobasis. Bei den Fremdwährungen liegt das Hauptaugenmerk auf der Absicherung der Refinanzierung von Krediten in Schweizer Franken über mittelfristige bis langfristige Kapitalmarktswaps.
Mit dem Begriff operatives Risiko assoziieren wir die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, welche eng mit dem operativen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken).
Alle drei Jahre findet ein Risk-Assessment statt. Dabei werden über 100 Führungskräfte zu ihrer Risikoeinschätzung aus dem Bereich des operativen Risikos befragt. Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.
Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT-Risiken) begegnen wir durch ein professionelles IT-Security-Management in unserer gemeinsam mit den Schwesterbanken gehaltenen 3 Banken IT GmbH und durch umfangreiche Datenschutz- und Datensicherheitsmaßnahmen, wobei auch für ein professionelles Business Continuity-Management gesorgt wird. Regelmäßig überprüft die interne Revision die Angemessenheit dieser Vorkehrungen. Sämtliche Unternehmensprozesse stehen mit der Informations- und Kommunikationstechnologie in Verbindung, weshalb der IKT-Governance große Bedeutung zukommt. Unter IKT-Governance werden Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zusammengefasst, die sicherstellen, dass die IKT-Strategie die Geschäftsstrategie unterstützt und dass mit Hilfe der eingesetzten Hard- und Software die Geschäftsziele abgedeckt, Ressourcen verantwortungsvoll eingesetzt und Risiken angemessen überwacht werden.
Zur ganzheitlichen Steuerung der operationalen Risiken auf Gesamtbankebene besteht ein OR-Gremium, das vierteljährlich tagt. Das Risikocontrolling ist für die Messung und die Definition des Rahmenwerks für operationale Risiken zuständig, während die Verantwortung für die Umsetzung risikominimierender Maßnahmen bei den Risk-Taking-Units liegt. Als Basis für die aufsichtsrechtliche Unterlegung des operationalen Risikos wurde wie in den Vorjahren der Standardansatz angewandt. Das regulatorische Eigenmittelerfordernis betrug im Berichtsjahr 28,4 Mio. EUR (Vorjahr: 28,1 Mio. EUR).
Das makroökonomische Risiko beschreibt die Gefahr von negativen gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Risiken, welche sich für die BKS Bank ergeben könnten. Die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird laufend anhand eines Sets von Kennzahlen überprüft, in den Gremien diskutiert und in unseren Risikomodellen abgebildet. Die makroökonomischen Risiken und deren Einfluss auf das Kreditrisiko werden aufgrund des Abklingens der Pandemie, insbesondere durch den milderen Verlauf von Covid Erkrankungen bei der aktuell vorherrschenden Omikron-Varianten als mittel eingeschätzt. Zur Steuerung und Kontrolle der Risiken haben wir 2021 weiterhin Kontrollen in Form von kontinuierlich angepassten Szenarioanalysen und Ausfallsvorlaufindikatoren im Risikomanagement durchgeführt.
Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung zeigt die Gefahr einer hohen Verschuldung, welche eine negative Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb der BKS Bank haben könnte. Neben einer allenfalls erforderlichen Anpassung des Geschäftsplans könnten auch Refinanzierungsengpässe auftreten, welche die Veräußerung von Aktiva in einer Notlage erforderlich machen und somit zu Verlusten oder Bewertungsanpassungen der verbleibenden Aktiva führen könnten. Das Risiko einer übermäßigen Verschuldung wird mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gemessen. Die Verschuldungsquote ist der Quotient aus der Kapitalmessgröße (Kernkapital) und der Gesamtrisikopositionsmessgröße und betrug zum Jahresultimo 7,9% (Vorjahr: 7,9%). Somit liegt die Leverage Ratio deutlich über der aufsichtsrechtlich vorgegebenen Mindestquote von 3%.
ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, welche tatsächlich oder potenziell erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben können. Die BKS Bank hat demnach ESG- bzw. Nachhaltigkeitsrisiken zu vermeiden und aktiv zu steuern. Die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt innerhalb der Steuerung der einzelnen Risikoarten der BKS Bank. Die risikopolitischen Grundsätze zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken und im Speziellen von klimabezogenen Risiken beziehen sich demnach auf unterschiedliche Steuerungsebenen und Risikokategorien in der BKS Bank.# Management von Nachhaltigkeitsrisiken, sonstige Risiken und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Das Management von Nachhaltigkeitsrisiken, der Due Diligence-Prozess zum Erkennen von ESG-Risiken und Chancen, die Auswirkung von ESG-Faktoren auf die BKS Bank hinsichtlich des Kundenportfolios und des Geschäftsmodells werden im Nachhaltigkeitsbereich unter einem eigenen Kapitel „Chancen und Risiken aus ESG-Faktoren“ im Detail erläutert.
Weitere Risikoarten, welche in der BKS Bank derzeit als nicht wesentlich eingestuft werden, werden in der Kategorie sonstige Risiken zusammengefasst. Diese umfassen:
Die BKS Bank veröffentlicht die nichtfinanziellen Informationen gemäß § 243b UGB und gemäß § 267a UGB (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz NaDiVeG) gemeinsam in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht 2021. Dieser wird auf unserer Homepage unter www.bks.at/Nachhaltigkeit zur Verfügung gestellt. Über die ab 2021 erforderlichen Angaben zur Offenlegung gemäß Art 8 der Verordnung (EU) 2020/852 wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2021 berichtet.
Ende Feber hat Russland die Ukraine angegriffen. Der russische Angriff hat globale Schockwellen ausgelöst und die Börsen und Wirtschaft hart getroffen. Zwar spielt Russland als Wirtschaftspartner für die EU und auch für Österreich eine kleinere Rolle, allerdings gibt es große Abhängigkeiten im Hinblick auf die Gasimporte. Die Preise für Energie sind seit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts bereits gestiegen. An den internationalen Aktienmärkten kam es zu heftigen Kurseinbrüchen und viele Anleger flüchteten in Anlagen wie Gold und Anleihen, die in Krisenzeiten als sicher gelten. Welche Auswirkungen der russische Einmarsch auf die weltweiten Konjunkturentwicklungen hat, ist zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses schwer abschätzbar. Experten sind sich einig, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen weltweit und besonders in Europa stark spürbar sein werden und den eingesetzten Wirtschaftsaufschwung beeinträchtigen werden.
Auch die hohe Inflation dämpft die Konjunkturprognosen wie ein vor Kurzem veröffentlichter Konjunkturbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt. Die Inflation wird im Jahr 2022 voraussichtlich deutlich höher sein, als noch vor wenigen Monaten erwartet wurde. Die hohen Inflationsraten sowie die Angst vor Zweitrundeneffekten, gepaart mit hohen Rohstoffpreisen, und die Aussicht auf eine restriktivere Notenbankpolitik werden im laufenden Jahr die grundsätzlich solide wirtschaftliche Entwicklung bremsen.
So soll laut IWF die globale Wirtschaft im Jahr 2022 nurmehr um 4,4% wachsen, was um 0,5% unter der Herbstprognose liegt. Für die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt, wurde die Prognose seitens des IWF um 1,2% auf 4,0% gesenkt. In der Eurozone geht man im Moment von einem Wachstum von 3,9% aus, nicht eingerechnet sind hier etwaige Rückschläge durch den Russland-Ukraine-Konflikt. Die Prognose für das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China wurde seitens des IWF um 0,8% auf 4,8% gesenkt. China leidet vor allem an den Turbulenzen des Immobilien sektors.
In den für unser Haus wichtigen Auslandsmärkten Slowenien, Kroatien und Slowakei wird seitens der Europäischen Kommission ein überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert. Laut Herbstprognose soll die Wirtschaft in Slowenien im Jahr 2022 um 4,2% wachsen, in Kroatien soll das Wachstum 5,6% betragen und in der Slowakei erwartet man ein Wachstum in Höhe von 5,3%. Wobei auch hier noch nicht abschätzbar ist, wie sich der Krieg in der Ukraine auf das BIP-Wachstum dieser Länder auswirken wird.
Der russische Einmarsch in der Ukraine hat bereits ein Beben an den internationalen Börsenplätzen ausgelöst. Aufgrund vieler Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass es im Jahresverlauf immer wieder zu temporären Kurskorrekturen kommen könnte, vor allem bei Aktienanlagen. Trotz der Aussicht auf höhere Kursschwankungen bleibt der mittelfristige Ausblick unserer Meinung nach insbesondere für Aktien weiter positiv. Zudem ist der Aktienmarkt, vor allem in Anbetracht der hohen Inflationsraten, die einzige Chance auf einen realen Kapitalerhalt. Das ist vielen Anlegern bewusst, demnach sollten Aktienmärkte auch zukünftig gut unterstützt bleiben.
Das Umfeld für Anleihen gestaltet sich weiterhin als äußerst schwierig. Das absolute Renditeniveau bei Staatsanleihen ist trotz Zinsanstiegen in den vergangenen Monaten immer noch unattraktiv. Zudem ist davon auszugehen, dass die Zinsen in diesem Segment weiter steigen werden, was die Kurse belasten wird. Unternehmensanleihen erscheinen in diesem Umfeld attraktiver. Aber auch hier ist, zumindest temporär, davon auszugehen, dass das Renditeniveau ansteigen könnte, was sich zwischenzeitlich negativ auf die Kurse auswirken dürfte. Eine sehr gute Ergänzung in diesem Segment sind Social und Green Bonds. Diese fördern soziale und umweltfreundliche Projekte. Somit hat man die Sicherheit, dass das zur Verfügung gestellte Kapital einen ökologischen und/oder einen sozialen Mehrwert bringt.
Wir gehen davon aus, dass uns die Verfahren, die die Minderheitsaktionärinnen UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. gegen die BKS Bank führen, auch im Jahr 2022 beschäftigen werden. Der bisherige Gang der Verfahren bestärkt uns aber in unserer Sichtweise, dass die BKS Bank sich stets rechtskonform verhalten hat und die von den genannten Minderheitsaktionärinnen erhobenen Vorwürfe haltlos sind.
Im aktuellen Geschäftsjahr feiern wir unser 100-jähriges Bestehen. Damals, im Jahr 1922, war der Erste Weltkrieg erst wenige Jahre zu Ende und die Wirtschaft erholte sich nur langsam von den Kriegsstrapazen. Bedauerlicherweise ist der Frieden in Europa 100 Jahre später erneut dramatisch bedroht. Die Gefahr eines länger anhaltenden Krieges könnte zu erheblichen wirtschaftlichen Rückschlägen führen, dessen Auswirkungen auch auf unsere Kernmärkte ausstrahlen könnten.
Wir rechnen mit einem herausfordernden Wirtschaftsjahr. Die Kreditnachfrage dürfte nach den jüngsten Ereignissen deutlich weniger dynamisch ausfallen als noch vor Kurzem angenommen. Der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen könnte in den kommenden Monaten steigen. Im PrimäreInlagengeschäft rechnen wir mit weiteren Zuwächsen, wobei wir durch die Emission eigener Anleihen wachsen und insbesondere auch institutionelle Anleger gewinnen möchten.
In der Ertragsrechnung bleibt das Zinsgeschäft der wichtigste Posten. Ungewiss ist, ob es in den kommenden Monaten zu einer Trendwende in der Zinspolitik kommen wird. Vor wenigen Wochen noch waren wir bei dieser Frage optimistischer. Es schien, dass die Zeit des billigen Geldes und der historisch niedrigen Zinsen langsam zu Ende ginge. Durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse schwindet die Chance auf eine Trendumkehr. In den Planrechnungen für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit moderaten Steigerungen im Zinsergebnis.
Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes bleibt im Mittelpunkt unserer Vertriebsstrategie, wobei unser Fokus auf dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft liegt. Die Kostenentwicklung gut im Griff zu halten, bleibt auch für 2022 ein wichtiges Thema. Durch die Abwicklung der EU-Tochter der russischen Sberbank ist mit höheren Beitragszahlungen für den Einlagensicherungsfonds zu rechnen und auch die hohe Inflation wird zu Kostensteigerungen in vielen Bereichen führen.
Strategisch werden wir uns den zwei bestimmenden Themen in der Finanzbranche – Nachhaltigkeit und Digitalisierung – widmen. Mit beiden Themen sind wir bereits bestens vertraut. Vor allem das Thema Nachhaltigkeit ist uns seit vielen Jahren eine besondere Herzensangelegenheit. Wir haben viel Überzeugungs- und Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet und zählen zu den Besten in Sachen Nachhaltigkeit. Um unsere Vorreiterrolle auszubauen, haben wir eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen bzw. neue Vorhaben in das Projektportfolio aufgenommen, darunter die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, Maßnahmen zur Erreichung der Klima-neutralität oder den Ausbau des nachhaltigen Produktangebotes. Auch Maßnahmen zur Entwicklung grüner Immobilienprojekte finden sich auf unserer strategischen Agenda. Im Frühjahr 2022 werden wir unser drittes Green Building, einen Wohnpark mit Geschäftsflächen und einer BKS Bank-Filiale, in Eisenstadt fertigstellen und an die Mieter übergeben.
Dem zweiten großen Thema, der Digitalisierung, widmen wir uns ebenfalls mit viel Elan. Auch in diesem Bereich ist das Projektportfolio prall gefüllt. Von der Digitalisierung des Firmenkundenkreditprozesses über den Ausbau des digitalen Produkt- und Serviceangebotes für Firmenkunden und Privatkunden bis hin zu einer personalisierten und individualisierten Kundenansprache reichen die geplanten Vorhaben.
Die Umsetzung unserer Ziele kann durch die jüngsten geopolitischen Ereignisse und die damit allenfalls verbundenen Marktverwerfungen beeinträchtigt werden. Die operative Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen verlief vielversprechend, nichtsdestotrotz wird es angesichts des eingetrübten Umfeldes herausfordernd werden, die Geschäftsziele für 2022 zu erreichen.Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Mag. Alexander Novak
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | |||
| 1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern | 1.102.686,75 | 1.479.412.497,84 | 34,2 |
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind | 713.232,70 | 760.321.200,92 | 6,6 |
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | 248.415,96 | 62.332.695,16 | -74,9 |
| a)täglich fällig | 51.344,15 | 29.476.957,48 | -42,6 |
| b)sonstige Forderungen | 197.071,81 | 32.855.737,68 | -83,3 |
| 4. Forderungen an Kunden | 6.612.898,87 | 7.001.382.167,04 | 5,9 |
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 203.344,48 | 231.608.543,52 | 13,9 |
| a)von öffentlichen Emittenten | 5.121,23 | 5.121.232,88 | – |
| b)von anderen Emittenten | 198.223,24 | 226.487.310,64 | 14,3 |
| darunter: eigene Schuldverschreibungen | 17.211,41 | 8.464.448,63 | -50,8 |
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 62.668,40 | 54.655.241,44 | -12,8 |
| 7. Beteiligungen | 129.994,67 | 130.182.390,42 | 0,1 |
| darunter: an Kreditinstituten | 121.893,56 | 122.047.848,62 | 0,1 |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.819,44 | 87.537.127,46 | 2,0 |
| darunter: an Kreditinstituten | – | – | – |
| 9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 9.854,99 | 9.305.077,63 | -5,6 |
| 10. Sachanlagen | 33.859,23 | 34.659.754,89 | 2,4 |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden | 15.177,48 | 14.410.804,40 | -5,1 |
| 11. Sonstige Vermögensgegenstände | 13.731,40 | 16.109.056,88 | 17,3 |
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.845,30 | 10.197.057,66 | > 100 |
| 13. Aktive latente Steuern | 15.762,29 | 17.885.191,76 | 13,5 |
| Gesamt | 9.237.114,48 | 9.895.588.002,62 | 7,1 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | |||
| 1. Auslandsaktiva | 2.788.655,67 | 2.777.150.235,20 | -0,4 |
Jahresabschlussposten sind nur insoweit angeführt, als dafür Wertansätze vorhanden sind.
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 906.689,88 | 840.223.846,50 | -7,3 |
| a)täglich fällig | 148.786,27 | 118.435.424,23 | -20,4 |
| b)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 757.903,61 | 721.788.422,27 | -4,8 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 6.561.520,86 | 7.154.873.444,70 | 9,0 |
| a)Spareinlagen | 1.400.521,64 | 1.349.993.594,53 | -3,6 |
| aa)täglich fällig | 1.035.015,57 | 1.238.207.554,95 | 19,6 |
| ab)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 365.506,08 | 111.786.039,58 | -69,4 |
| b)sonstige Verbindlichkeiten | 5.160.999,22 | 5.804.879.850,17 | 12,5 |
| ba)täglich fällig | 4.163.765,34 | 4.480.738.167,38 | 7,6 |
| bb)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 997.203,88 | 1.324.141.682,79 | 32,8 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | 657.463,96 | 736.130.097,68 | 12,0 |
| a)begebene Schuldverschreibungen | 602.587,12 | 681.253.303,55 | 13,1 |
| b)andere verbriefte Verbindlichkeiten | 54.876,84 | 54.876.794,13 | -0,0 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 23.997,47 | 17.990.348,26 | -25,0 |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.181,61 | 2.030.604,08 | -6,9 |
| 6. Rückstellungen | 83.934,22 | 78.820.703,08 | -6,1 |
| a)Rückstellungen für Abfertigungen | 23.077,62 | 21.480.769,89 | -6,9 |
| b)Rückstellungen für Pensionen | 35.573,48 | 33.683.826,00 | -5,3 |
| c)Steuerrückstellungen | 5.555,61 | 2.291.458,31 | -58,8 |
| d)sonstige | 19.727,52 | 21.364.648,88 | 8,3 |
| 7. Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 209.708,43 | 241.012.084,97 | 14,9 |
| 8. Zusätzl. Kernkapital gem. Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 56.753,04 | 66.066.228,64 | 16,4 |
| 9. Gezeichnetes Kapital | 85.885,80 | 85.885.800,00 | - |
| abzüglich Nennbetrag eigener Aktien | -1.763,94 | -1.584.742,00 | 10,2 |
| 10. Gebundene Kapitalrücklagen | 243.597,00 | 243.597.000,42 | - |
| 11. Gewinnrücklagen | 309.672,16 | 331.189.423,02 | 6,9 |
| a)gesetzliche Rücklage | 503,41 | 503.410,04 | - |
| b)andere Rücklagen | 309.168,75 | 330.686.012,98 | 7,0 |
| 12. Haftrücklage gemäß § 57 Abs.5 BWG | 86.300,00 | 88.800.000,00 | 2,9 |
| 13. Bilanzgewinn | 11.173,96 | 10.553.163,27 | -5,6 |
| Gesamt | 9.237.114,48 | 9.895.588.002,62 | 7,1 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | |||
| 1. Eventualverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten | 568.157,70 | 611.026.670,75 | 7,5 |
| 2. Kreditrisiken | 1.718.586,09 | 1.747.973.132,62 | 1,7 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | 151.026,59 | 149.299.415,68 | -1,1 |
| 4. Anrechenbare Eigenmittel gem. Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 905.848,90 | 949.805.360,74 | 4,9 |
| darunter: Ergänzungskapital gem. Teil 2 Titel 1 Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 199.566,38 | 213.448.345,23 | 7,0 |
| 5. Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 5.407.923,01 | 5.657.489.773,37 | 4,6 |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1 lit a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 12,0% | 11,9% | -0,8 |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1 lit b der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 13,1% | 13,0% | -0,8 |
| darunter: Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 Abs. 1 lit c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | 16,8% | 16,8% | - |
| 6. Auslandspassiva | 1.797.340,11 | 1.998.726.245,25 | 11,2 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
|---|---|---|---|
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | |||
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 132.642,65 | 130.587.431,36 | -1,5 |
| darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren | 13.494,27 | 12.523.748,56 | -7,2 |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 19.455,59 | 11.855.310,80 | -39,1 |
| I. Nettozinsertrag | 113.187,06 | 118.732.120,56 | 4,9 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 10.559,87 | 12.572.814,69 | 19,1 |
| a)Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.369,10 | 1.607.019,20 | 17,4 |
| b)Erträge aus Beteiligungen | 3.435,55 | 6.271.884,54 | 82,6 |
| c)Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | 5.755,22 | 4.693.910,95 | -18,4 |
| 4. Provisionserträge | 67.088,98 | 73.168.790,04 | 9,1 |
| 5. Provisionsaufwendungen | 5.354,15 | 5.841.317,47 | 9,1 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 1.082,65 | 1.354.564,84 | 25,1 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 5.584,15 | 4.211.925,29 | -24,6 |
| II. Betriebserträge | 192.148,56 | 204.198.897,95 | 6,3 |
| 8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 115.649,91 | 116.037.329,25 | 0,3 |
| a)Personalaufwand | 69.275,72 | 68.250.944,97 | -1,5 |
| aa)Löhne und Gehälter | 48.972,91 | 48.782.257,21 | -0,4 |
| ab)Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 12.283,13 | 12.391.611,75 | 0,9 |
| ac)sonstiger Sozialaufwand | 2.292,03 | 3.125.919,55 | 36,4 |
| ad)Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4.364,31 | 4.223.255,22 | -3,2 |
| ae)Dotierung der Pensionsrückstellung | -1.419,83 | -1.889.649,00 | -33,1 |
| af)Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 2.783,17 | 1.617.550,24 | -41,9 |
| b)Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) | 46.374,19 | 47.786.384,28 | 3,0 |
| 9. Wertberichtigungen auf die im Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände | 5.406,50 | 5.762.434,13 | 6,6 |
| 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.355,02 | 12.283.139,73 | 47,0 |
| III. Betriebsaufwendungen | 129.411,43 | 134.082.903,11 | 3,6 |
| IV. Betriebsergebnis | 62.737,14 | 70.115.994,84 | 11,8 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | ± in % | |
| in EUR (Vorjahr in Tsd. EUR) | |||
| 11. Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken | -56.617,27 | -48.468.257,86 | 14,4 |
| 12. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus Rückstellungen für Eventual-verbindlichkeiten und für Kreditrisiken | 31.037,40 | 14.550.281,67 | -53,1 |
| 13. Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | -716,27 | -802.477,76 | -12,0 |
| 14. Erträge aus Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die wie Finanzanlagen bewertet werden, sowie auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.635,10 | 2.053.179,21 | 25,6 |
| V. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 38.076,08 | 37.448.720,10 | -1,6 |
| 15. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 6.545,51 | 8.660.757,42 | 32,3 |
| darunter: latente Steuern | -7.014,55 | -2.122.897,45 | 69,7 |
| 16. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | 1.472,98 | 1.454.280,14 | -1,3 |
| VI. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 30.057,59 | 27.333.682,54 | -9,1 |
| 17. Rücklagenbewegung | 19.207,39 | 16.907.388,46 | -12,0 |
| darunter: Dotierung der Haftrücklage | 1.800,00 | 2.500.000,00 | 38,9 |
| VII. Jahresgewinn | 10.850,20 | 10.426.294,08 | -3,9 |
| 18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 323,76 | 126.869,19 | -60,8 |
| VIII. Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 11.173,96 | 10.553.163,27 | -5,6 |
Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG) und – sofern relevant – nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) aufgestellt. Die Zahlenangaben erfolgen in Tsd. EUR, sofern im Posten nicht ausdrücklich etwas Abweichendes festgehalten ist. Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Im Berichtsjahr 2021 gab es keine wesentliche Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.# Auswirkung von COVID-19 auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Um die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie einzudämmen, wurde das Instrument der gesetzlichen und freiwilligen Kreditmoratorien und der Überbrückungsfinanzierungen von unseren Kunden in Anspruch genommen. Allerdings waren diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich seltener. Insgesamt beliefen sich die staatlich garantierten Überbrückungsfinanzierungen auf 99,7 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR). Zum 31.12.2021 betrug das von Stundungen betroffene Kreditvolumen im Zusammenhang mit COVID-19 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 251,3 Mio. EUR).
Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden zum jeweiligen Devisenmittelkurs, die Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet und Gewinne und Verluste erfolgswirksam berücksichtigt.
Die dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmeten Wertpapiere werden wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie des Handelsbuches werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Es wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren angewandt.
Die Buchforderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bildung von Wertberichtigungen für Kunden erfolgt auf der Grundlage einer internen Richtlinie auf Basis eines standardisierten Prozesses, in Rahmen dessen für nicht werthaltige Forderungen Risikovorsorgen für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Forderungsteil gebildet werden. Das zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodel ist ein Expected-Credit-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht. Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstrumentes nach dessen Zugang abhängig. Auf Basis dieses Verfahrens werden drei Stufen unterschieden, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.
Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-Months Expected Credit Loss (ECL). Der 12-Months Expected Credit Loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang grundsätzlich der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines Lifetime Expected Credit Loss (Lifetime ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstrumentes entspricht.
Für Finanzinstrumente der Stufe 3 wird für signifikante Forderungen die Risikovorsorge nach der Discounted Cash-Flow-Methode bzw. für nicht signifikante Forderungen nach pauschalen Kriterien ermittelt. Basis für die Berechnung bildet die nicht durch Sicherheiten gedeckte Risikoposition.
Im 02. Quartal 2020 hat die BKS Bank eine Analyse der Betroffenheit von Firmenkunden nach Branchen im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise durchgeführt. Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen, nämlich Beherbergung und Gastronomie, Kunst und Unterhaltung sowie sonstige Dienstleistungen, wurden einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Im 03. Quartal 2020 wurden zusätzlich das gesamte kroatische Firmenkunden-Portfolio sowie die Branche Verkehr einem kollektiven Stufentransfer unterzogen. Ende März 2021 wurde neuerlich eine kollektive Beurteilung des Stufentransfers durchgeführt. Sämtliche Kredite im Firmen- und Privatkundenbereich, die einem aufrechten öffentlichen oder freiwilligen Moratorium unterlagen, wurden in Stage 2 migriert. Im dritten Quartal 2021 haben wir die Situation neu bewertet und Kunden aus den betroffenen Branchen mit einer Ratingstufe bis 2a aus dem kollektiven Stufentransfer ausgenommen.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buche, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machten. Bei der Überprüfung des Bilanzansatzes auf Wertminderung finden unter anderem folgende Bewertungsmethoden Anwendung: Adjusted Net Asset Value-Methode, Multiple- und Barwertverfahren. Beim Barwertverfahren wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen cashwirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechnen sind, verglichen (Discounted-Cash-Flow-Modell).
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bewegen sich bei den unbeweglichen Anlagegütern zwischen 1,5% und 2,5% und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 10% und 25%. Bei immateriellen Anlagegütern bewegt sich der Abschreibungssatz zwischen 10% und 25%. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungswerten bis 800,- EUR wurden mit Inbetriebnahme voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt. Als Abschreibungsmethode kommt die Pro-rata-temporis-Abschreibung zur Anwendung.
Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen. Durch das Aktiv-Passiv-Management-Gremium (APM-Gremium) werden je nach Zinslage bzw. Zinserwartung Sicherungsgeschäfte auf Einzelgeschäftsbasis beschlossen. Bei der Sicherung von Grundgeschäften wird die Bildung der Bewertungseinheit am Beginn der Sicherungsbeziehung nach Identifizierung des abzusichernden Risikos im APM-Gremium beschlossen. Im APM-Protokoll werden die zur Bildung der Bewertungseinheit erforderlichen qualitativen Merkmale des Derivates und des Grundgeschäfts sowie der Absicherungsbedarf dokumentiert.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von 6.538 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.131 Tsd. EUR) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat die BKS Bank mit einem Volumen von 550 Mio. EUR (Vorjahr: 350 Mio. EUR) am TLTRO-Programm (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) der Europäischen Zentralbank (EZB) teilgenommen. Dieses Tenderprogramm stellt den Banken längerfristige Finanzierungen zu günstigen Konditionen zur Verfügung, wobei die Verzinsung für die einzelnen Banken davon abhängt, inwieweit in den relevanten Referenzperioden die Kreditvergabeziele erreicht wurden. Nach den Anpassungen des Tenderprogramms als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020 gilt für die Verzinsungsperioden bis Juni 2022 immer ein Abschlag von 0,5%. Dieser Abschlag gilt auch dann, wenn die Kreditvergabeziele in den relevanten Referenzperioden nicht erreicht werden. Aus Sicht der BKS Bank ist dieser Zinssatz aktuell auch durch Refinanzierungsmöglichkeiten am Markt erzielbar. Des Weiteren beinhaltet dieses Tenderprogramm die Möglichkeit, einen Zinssatz von -1,0% zu erhalten, wenn von Seiten der Bank die Kreditvergabeziele erreicht werden.
Agio und Disagio aus der Emission von Anleihen werden laufzeitkonform verteilt aufgelöst. Die Emissionskosten sind im Jahr der Begebung erfolgswirksam. Bei Stufenzinsobligationen wird zur Ermittlung des Zinsaufwandes der interne Zinsfuß herangezogen. Im Berichtsjahr wurden keine fundierten Bankschuldverschreibungen (Vorjahr: keine) begeben.
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen, Jubiläums- sowie für Sterbegelder werden nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) bilanziert. Für den UGB-Abschluss hat die BKS Bank AG die Herleitung des Rechnungszinssatzes auf Basis des AFRAC-Gutachtens „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches“ vorgenommen. Konkret wurde der Rechnungszinssatz aus dem Durchschnitt des für den IFRS-Abschluss zum Bilanzstichtag angewendeten Zinssatzes und der sechs vorangegangenen Bilanzstichtage errechnet. 2021 wurde der Berechnung des Wertes für aktive Mitarbeiter ein Zinssatz von 1,66% (Vorjahr: 1,79%) zu Grunde gelegt. Für Pensionisten wurde der Berechnung des Durchschnittzinssatzes der Zinssatz für eine 10-jährige Duration zugrunde gelegt und beträgt 1,36% (Vorjahr: Duration von 15 Jahren; Zinssatz 1,79%). Auch hinsichtlich des Gehaltstrends wurde dieselbe Durchschnittsbetrachtung angestellt und dieser mit 1,92% für aktive Mitarbeiter bzw. 1,62% für Pensionisten (Vorjahr: 2,04% bzw. 1,73%) errechnet. Für die Berücksichtigung der Karrieredynamik wurde unverändert zum Vorjahr ein Faktor von 0,25% herangezogen. Für die Bewertung von betrieblichen Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen sind die „AVÖ 2018-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ als Rechnungsgrundlage relevant, die neben Sterbewahrscheinlichkeiten auch Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeiten enthalten. Die bestehenden Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme des Altersteilzeitblockmodelles werden im Posten sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.
Im Berichtsjahr wurden 9,3 Mio. EUR zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begeben (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Der Bilanzstand inklusive abgegrenzter Zinsen zum 31. Dezember 2021 betrug 66,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,8 Mio. EUR).# Steuerliche Verhältnisse
Die BKS Bank AG ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe. Gruppenmitglieder sind die BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. und die BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H. sowie die BKS Service GmbH und die BKS 2000 GmbH. Eine Steuerumlage wird nur mit der BKS 2000 GmbH verrechnet, mit den anderen Gruppenmitgliedern liegen Ergebnisabführungsverträge vor. Die Steuerumlagevereinbarung mit der BKS 2000 GmbH ist als „stand alone“ (Belastungsmethode) ausgestaltet, das bedeutet, die Steuerumlage entspricht im Wesentlichen der Körperschaftsteuer.
Anfang Februar 2022 hat die slowenische Nationalversammlung das „Gesetz zur Begrenzung und Verteilung des Währungsrisikos zwischen Gläubigern und Kreditnehmern von Schweizer Franken“ verabschiedet. Dieses neue Gesetz verpflichtet Banken zu einer rückwirkenden Einführung einer Wechselkursobergrenze für Schweizer Franken-Kredite, die im Zeitraum von 2004 bis 2010 vergeben wurden. Die BKS Bank ist im Zeitraum von 2004 bis 2008 betroffen. Aktuell werden die Werte erhoben und wir rechnen mit einem Effekt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Wir gehen davon aus, dass der Beschluss nicht im Einklang mit dem Verfassungsrecht steht, und rechnen mit einer entsprechenden Aufhebung.
Mit 09. Februar 2022 wurde von Seiten der BKS Bank bekannt gegeben, dass es in der Zweigstelle in Kroatien zu Malversationen durch einen Mitarbeiter gekommen ist. Die Aufarbeitung dauert noch an.
Am 24. Februar 2022 hat Russland mit einer militärischen Invasion des souveränen Nachbarstaats, der Ukraine, begonnen. Dieser Einmarsch stellt aktuell den größten kriegerischen Konflikt in Europa seit Ende des 2. Weltkrieges dar. Die Vereinigten Staaten, die Mitgliedsstaaten der EU und der NATO sowie zahlreiche weitere Staaten verurteilen die russischen Kriegshandlungen auf das Schärfste und haben ihrerseits Sanktionen gegenüber Russland verhängt. Die EU reagierte mit Sanktionen gegen Finanzinstitute und fror alle Vermögenswerte der russischen Zentralbank ein. Auch wurden russische Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen. Des Weiteren wurden Sanktionen gegen den Energiesektor, den Verkehrssektor, den Technologiesektor sowie gegen Medien verhängt. Aktuell ist die BKS Bank nur zu einem geringen Ausmaß direkt von der Russland-Krise betroffen, da wir keine russischen Finanztitel im Eigenportfolio halten. Rund 250 österreichische und slowenische Wertpapierkunden halten russische Einzeltitel mit einem Volumen von rund 4,0 Mio. EUR auf ihren Depots. Es gibt eine geringe Anzahl an Konten von russischen Staatsbürgern und eine überschaubare Anzahl an Firmenkunden, die Geschäftsbeziehungen zu russischen Firmen pflegen und bei denen offene Kreditlinien bestehen. Insgesamt sind das Geschäftsvolumen und die Anzahl der Kunden sehr überschaubar und beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung der BKS Bank derzeit nicht. Die geopolitischen Ereignisse der letzten Tage werden jedoch weitreichende Folgen auf die globale und europäische Konjunkturentwicklung haben. Diese indirekten Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Wir arbeiten intensiv daran, die EU-Sanktionen gegen Russland konsequent umzusetzen.
Die bereits erwähnten geopolitischen Entwicklungen und die damit verbundenen massiven Liquiditätsabflüsse führten Ende Februar 2021 zur Zahlungsunfähigkeit der Sberbank Europe AG. Dementsprechend hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) am 01. März 2022 auf Basis einer Anweisung der EZB mit sofortiger Wirkung die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt. Zur Abdeckung der Kundeneinlagen trat die Einlagensicherung in Kraft, welche maximal 100.000, - EUR pro Einleger beträgt. Der sich daraus ergebende Aufwand in Form zusätzlicher Einlagensicherungsfondsbeiträge für die BKS Bank AG ist aktuell noch nicht quantifizierbar.
Im Zeitraum zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Erstellung des Jahresabschlusses gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung oder berichtsrelevante Ereignisse.
Für die Bilanzierung sind für einige Bilanzpositionen Schätzungen und Annahmen erforderlich. Die Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen, Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse, die nach heutigem Ermessen wahrscheinlich sind. Annahmen, die den Schätzungen zugrunde liegen, werden regelmäßig überprüft. Potenzielle Unsicherheiten, mit denen die Schätzungen behaftet sein können, erfordern in künftigen Perioden unter Umständen Anpassungen des Buchwertes von Vermögenswerten und Schulden. Dies betrifft insbesondere die Ermittlung des Expected Credit Losses. Während der Berichtsperiode führte vor allem die Entwicklung der COVID-19 Pandemie zu Änderungen von Annahmen, die sich in einem kollektiven Stufentransfer und einer geänderten Szenariogewichtung widerspiegelten.
Die UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. hatten als Minderheitsaktionäre beim Landesgericht Klagenfurt im Juni 2019 eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der Hauptversammlung vom 08. Mai 2019 unter anderem wegen der Ablehnung der Durchführung einer Sonderprüfung eingebracht. Die Kläger haben im Mai 2021 diese Klage zurückgezogen, das Verfahren ist somit rechtskräftig beendet. Die Kläger mussten der BKS Bank die gesetzlich festgelegten Verfahrenskosten ersetzen.
Im Juni 2020 wurde von denselben Minderheitsaktionären eine Klage auf Anfechtung von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2020 beim Landesgericht Klagenfurt eingebracht. Angefochten werden die beschlossene Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und die (Nicht-)Entlastung einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Ablehnung der Durchführung von verschiedenen Sonderprüfungen. Begehrt werden ferner die positive Beschlussfeststellung der Nichtentlastung der Mitglieder des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates, der Entlastung eines Aufsichtsratsmitglieds sowie die positive Beschlussfeststellung über die Durchführung der oben genannten Sonderprüfungen. Das Anfechtungsverfahren blieb im Berichtsjahr weiterhin unterbrochen, der Akt wurde der Übernahmekommission vorgelegt.
Weiters wurde im März 2020 auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Verfahrens gemäß § 33 ÜbG vor der Übernahmekommission beschlossen. Gegenstand der Untersuchung in diesem Nachprüfungsverfahren ist die Vorfrage zu den obengenannten Anfechtungsverfahren, ob eine Verletzung der Angebotspflicht, insbesondere gemäß § 22a Z 3 oder § 22 Abs. 4 ÜbG, durch die BKS Bank und die mit ihr verbundenen Rechtsträger vorliegt. Ebenso wurde auf Antrag der genannten Minderheitsaktionäre die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gemäß § 33 ÜbG betreffend die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg beschlossen. Die Übernahmekommission hat diese Verfahren miteinander verbunden und eine mündliche Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung steht noch aus. Angesichts der Verbindungen zwischen den Mitgliedern der 3 Banken Gruppe kann sich eine Verletzung der Angebotspflicht einer der drei Banken auch auf die beiden anderen Banken auswirken.
Im Juli 2021 wurde der BKS Bank eine von den genannten Minderheitsaktionären erhobene Unterlassungs- und Feststellungsklage zugestellt. Die Kläger begehren darin es zu unterlassen, die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die Oberbank AG und die Generali 3Banken Holding AG zu zukünftigen Kapitalerhöhungen der BKS Bank zuzulassen, oder bei Kapitalerhöhungen diesen Aktionären weniger Aktien zuzuteilen, und stützen sich dabei auf eine von den Klägerinnen behauptete „Mehrleistungsthese“. Sie begehren ferner die Feststellung der Nichtigkeit von Vorstands- und Aufsichtsratsbeschlüssen im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen in den Jahren 2009, 2014, 2016 und 2018. Das Verfahren ist derzeit unterbrochen.
Der Vorstand geht nach sorgfältiger Prüfung unter Beiziehung externer Experten davon aus, dass die von den genannten Minderheitsaktionären erhobenen Vorwürfe haltlos sind. Der bisherige Verfahrensverlauf und die nun schon mehrfachen Entscheidungen und Verfahrensausgänge zugunsten der BKS Bank bestärken uns in dieser Sichtweise.
Mit einer „beschleunigten Verfahrensbeendigung“ wurde ein gegen die BKS Bank wegen des Verdachtes der Marktmanipulation von der FMA geführtes Verfahren im Berichtsjahr rechtskräftig beendet.
Relevante bilanzielle Auswirkungen der genannten Verfahren sind nicht erkennbar.
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Aktiva | 219.239 | 196.301 |
| Passiva | 218.893 | 170.450 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen und Guthaben (in den Bilanzpositionen 2., 3., 4. und 5.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| bis 3 Monate | 1.011.532 | 985.394 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 712.036 | 612.746 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.259.736 | 1.678.710 |
| mehr als 5 Jahre | 4.532.650 | 4.608.269 |
Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen (in den Bilanzpositionen 1., 2., 3., 7. und 8.) gegenüber Kreditinstituten und Nichtbanken nach Restlaufzeiten:
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| bis 3 Monate | 358.708 | 288.929 |
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 881.834 | 662.923 |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.366.362 | 1.575.257 |
| mehr als 5 Jahre | 580.153 | 602.590 |
Die wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere sind dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmet. In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zum Stichtag 31.12.2021 stille Lasten in Höhe von 1.200 Tsd. EUR (Vorjahr: 12 Tsd. EUR) enthalten. Eine außerplanmäßige Abschreibung war nach den Kriterien gemäß AFRAC – Stellungnahme 24 (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nicht erforderlich.# Aufgliederung stiller Lasten im Anlagevermögen
| Buchwert | Marktwert | Stille Last |
|---|---|---|
| – | – | – |
| 5.000 | 4.988 | 12 |
| – | – | – |
| 5.000 | 4.988 | 12 |
| Buchwert | Marktwert | Stille Last |
|---|---|---|
| 79.851 | 79.151 | 700 |
| 58.235 | 57.735 | 500 |
| – | – | – |
| 138.086 | 136.886 | 1.200 |
Der über dem Rückzahlungsbetrag liegende Teil der Anschaffungskosten bei im Geschäftsjahr neu erworbenen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben und in der GuV-Rechnung verrechnet. Unter dem Rückzahlungsbetrag erworbene Wertpapiere werden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31.12.2021 gab es keine Pensionsgeschäfte gemäß § 50 BWG (Vorjahr: 0 EUR).
| Pos. Nr. | börse-notiert | nicht börse-notiert |
|---|---|---|
| Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 5.397 |
| Beteiligungen | 7. | 113.109 |
| Pos. Nr. | börse-notiert | nicht börse-notiert |
|---|---|---|
| Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 5.531 |
| Beteiligungen | 7. | 113.109 |
Die in den Posten 2. und 5. enthaltenen Schuldverschreibungen sind alle zum Börsehandel zugelassen.
Im Berichtsjahr erfolgten Zuschreibungen auf Wertpapiere von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen bis maximal auf den historischen Anschaffungswert:
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 157 |
| Summe | 157 |
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich einer allfälligen außerplanmäßigen Abschreibung bewertet (ohne Stückzinsen):
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 132.255 |
Der Unterschied des Bilanzwertes zum höheren Marktwert beträgt 3.818 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.220 Tsd. EUR).
Die zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet (ohne Stückzinsen):
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5. | 69.997 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 5.397 |
Im nächsten Jahr werden bei den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie bei den verbrieften Verbindlichkeiten folgende Werte fällig:
| Pos.Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen, Schuldtitel öffentlicher Stellen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 2. und 5. | 72.471 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 3. | 87.400 |
| in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Ausschüttungserträge | ||
| •inländische | 655 | |
| •ausländische | 287 | |
| Summe | 942 | |
| Zu- und Abschreibungen | ||
| •inländische | -291 | |
| •ausländische | -52 | |
| Summe | -343 | |
| Kurserfolge aus Verkäufen | 7 | |
| Summe | 7 | |
| Summe Erfolge aus Investmentfonds | 606 |
Vermögensgegenstände nachrangiger Art sind in folgenden Posten der Aktiva enthalten:
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 |
In den Aktivposten enthaltene Vermögensgegenstände, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt sind:
| Verbindlichkeiten | Vermögensgegenstände | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Mündelgelder gemäß § 230a ABGB | Wertpapiere | 11.876 | 11.876 |
| Arrangementkaution für Wertpapierbörsehandel | Wertpapiere | 1.575 | 1.575 |
| Kaution für Handel an EUREX | Wertpapiere/Cash Collateral | 2.103 | 1.556 |
| Sicherheiten für XETRA | Wertpapiere | 3.937 | 3.937 |
| Pfandsperre Euro-Clear | Wertpapiere | 10.000 | 10.000 |
| Sicherheiten für ÖeNB-Refinanzierung | Kredite | 349.057 | 544.960 |
| Eurex Repo (GC Pooling) | Wertpapiere | 3.592 | 3.178 |
| Margin Finanztermingeschäfte | Cash Collaterial | 5.490 | 6.063 |
| Hypothekarischer Deckungsstock | Kredite | 334.132 | 375.637 |
| Deckungsstock auf Basis öffentlicher Forderungen | Kredite | 7.061 | 0 |
| Solidarfonds OeKB | Cash Collaterial | 110 | 110 |
| An die OeKB zedierte Forderungen | Kredite | 102.282 | 102.600 |
In den Forderungen an Kreditinstitute sind keine eigenen, nicht börsennotierten Schuldverschreibungen im Nostrobestand enthalten (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).
Details wesentlicher Werte in den Sonstigen Vermögensgegenständen:
| Pos. Nr. 12 | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Steuerverrechnung | 1.535 | 1.443 |
| Verrechnung mit verbundenen Unternehmen | 3.036 | 5.983 |
| Forderungen aus Beteiligungen | 1.461 | – |
| Positive Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 3.503 | 3.557 |
| Sonstige Positionen | 4.196 | 5.126 |
| Summe | 13.731 | 16.109 |
Von den in der Tabelle dargestellten Beträgen sind 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) als Erträge erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Details wesentlicher Werte in den sonstigen Verbindlichkeiten:
| Pos. Nr. 4 | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte aus Fremdwährungsderivaten | 5.919 | 3.060 |
| Verbindlichkeiten Finanzamt | 2.297 | 3.720 |
| KESt-Verbindlichkeiten | 938 | 1.785 |
| Steuerverbindlichkeiten Auslandsdirektionen | 1.716 | 2.164 |
| Sonstige Verbindlichkeiten der Auslandsdirektionen | 2.449 | 2.342 |
| Verbindlichkeiten Altersteilzeit | 1.605 | 967 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 1.495 | 1.492 |
| Noch nicht ausbezahlte Dividenden | 4.852 | 3 |
| Sonstige Positionen | 2.726 | 2.457 |
| Summe | 23.997 | 17.990 |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 14,9 Mio. EUR (Vorjahr: 18,1 Mio. EUR) erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Alle Beträge haben im Wesentlichen eine Laufzeit von unter einem Jahr.
| Eigenkapital | Anteil BKS Bank in % | Jahresüberschuss bzw.- fehlbetrag in Mio. EUR |
|---|---|---|---|---|
| | | 2020 | 2021 |
| BKS-Leasing s.r.o., Bratislava | 19,36 | 19,74 | 100,00 | – | 0,13 | 0,39 |
| BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 2,03 | 4,54 | 99,75 | 0,25 | 0,76 | 4,02 |
| BKS-leasing d.o.o., Ljubljana | 17,78 | 18,89 | 100,00 | – | 1,82 | 2,61 |
| BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb | 4,01 | 4,03 | 100,00 | – | 0,26 | 0,74 |
| Immobilen Errichtungs- u. Vermietungsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt | 7,13 | 7,43 | 100,00 | – | 1,12 | 1,10 |
| IEV Immobilen GmbH, Klagenfurt | 0,06 | 0,06 | 100,00 | – | – | – |
| BKS Zentrale-Errichtungs- u. Vermietungs-gesellschaft m.b.H., Klagenfurt1) | 4,87 | 5,15 | – | 100,00 | 0,37 | 0,28 |
| BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt | 3,22 | 3,22 | 100,00 | – | 0,46 | 0,68 |
| BKS Service GmbH, Klagenfurt | 0,04 | 0,04 | 100,00 | – | 0,03 | 0,02 |
| BKS 2000 - Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Klagenfurt | 25,05 | 25,02 | 100,00 | – | 1,43 | 0,17 |
| Oberbank AG, Linz | 2.187,25 | 2.296,67 | 14,21 | – | 120,87 | 122,51 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck | 1.127,79 | 1.156,05 | 14,00 | – | 25,18 | 29,60 |
| Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H., Linz | 8,89 | 8,89 | 25,00 | – | – | – |
| 3 Banken IT GmbH, Linz | 3,68 | 3,68 | 30,00 | – | 0,02 | – |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 2,55 | 2,68 | – | 30,00 | 0,14 | 0,12 |
| E 2000 Liegenschaftsverwertungs GmbH, Klagenfurt | 0,34 | 0,32 | 99,00 | 1,00 | 0,03 | -0,01 |
| VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt | 4,36 | 4,25 | 100,00 | – | 0,02 | -0,10 |
| BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt | 0,14 | – | 100,00 | – | 0,01 | – |
| VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Klagenfurt | 0,03 | – | 100,00 | – | – | – |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck | 0,53 | 0,61 | 30,00 | – | -0,01 | 0,07 |
| PEKRA Holding GmbH, Klagenfurt | 7,41 | 7,41 | 100,00 | – | – | – |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 13,63 | 13,86 | – | 30,00 | 0,01 | 0,23 |
1)Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt unter Einbeziehung eines nachrangig gestellten Genussrechtes von 3,63 Mio. EUR. Das in der Beteiligungsaufstellung angegebene Eigenkapital und das Jahresergebnis wurden jeweils den Jahresabschlüssen zum 31.12.2021 bzw. 31.12.2020 entnommen.
Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der Oberbank AG und mit der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 3. | 5.064 |
| Forderungen an Kunden | 4. | 8.034 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 11. | 1.461 |
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1. | 268.746 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 48 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | 1.913 |
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 4. | 603.484 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6. | 3.634 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 11. | 3.036 |
| Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 2. | 26.815 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4. | 51 |
Ergebnisabführungsverträge bestehen mit der BKS Immobilien-Service GmbH, Klagenfurt, der BKS-Leasing GmbH, Klagenfurt, und der BKS Service GmbH, Klagenfurt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden von der BKS Immobilien-Service GmbH 684 Tsd. EUR (Vorjahr: 464 Tsd. EUR), von der BKS-Leasing GmbH 1.510 Tsd. EUR (Vorjahr: 760 Tsd. EUR) und der BKS Service GmbH, Klagenfurt, -20 Tsd. EUR (Vorjahr: 31 Tsd. EUR) Gewinne bzw. Verluste überrechnet.
Eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG besteht mit der BKS Immobilien-Service GmbH, der BKS-Leasing GmbH, der BKS Service GmbH und der BKS 2000 GmbH. Im Berichtsjahr wurde keine Steuerumlage mit der BKS 2000 GmbH verrechnet (Vorjahr: 0 Tsd. EUR).
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Grundwert in der Bilanz von bebauten und unbebauten Grundstücken beträgt 8.967 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.967 Tsd. EUR).
in Tsd.# EUR 31.12.2020 31.12.2021 Aktive Steuerlatenz
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 390 | 225 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.979 | 2.148 |
| Pauschalwertberichtigung § 57/1 BWG | – | 4.000 |
| Langfristige Personalrückstellungen | 24.472 | 23.466 |
| Sonstige Rückstellungen | 149 | 163 |
| Expected Credit loss | 31.681 | 27.637 |
| Bemessungsgrundlage aktive Steuerlatenz | 58.671 | 55.347 |
| •hiervon 25% | 14.668 | 13.837 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Bewertungsreserve auf Sachanlagen und Grundstücke | 4.759 | 4.636 |
| Unterschied Abschreibungsmethoden | 133 | 351 |
| Bemessungsgrundlage passive Steuerlatenz | 4.892 | 4.986 |
| •hiervon 25% | 1.223 | 1.247 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Inland | 13.445 | 12.590 |
| Kroatien 18% | 2.035 | 5.016 |
| Slowakei 21% | 282 | 279 |
| gesamt | 15.762 | 17.885 |
Alle Änderungen der latenten Steuer wurden erfolgswirksam verbucht. Die erfolgswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr 2.123 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.015 Tsd. EUR).
Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Stck in Tsd EUR | Stck in Tsd EUR | |
| Stammaktien | 41.142.900 82.286 | 42.942.900 85.886 |
| Stammaktien Umtausch 2020 | 1.800.000 3.600 | – – |
| Vorzugsaktien | – – | – – |
| Summe | 42.942.900 85.886 | 42.942.900 85.886 |
Der Höchststand an eigenen Aktien betrug im Berichtsjahr 903.327 Stück, das sind 2,10% des Grundkapitals (Vorjahr: 940.234 Stück, das sind 2,19%).
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | Gesamtlaufzeit | Var. | |
|---|---|---|---|---|
| Ergänzungskapital-Obligation 2006-2021/PP | 2.350 | – | 15 Jahre | 5% |
| Nachrangige Obligation 2014-2023/2 | 20.000 | 20.000 | 9 Jahre | 4% |
| Nachrangige Obligation 2015-2025/2 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre | 2 3/4% |
| Nachrangige Obligation 2016-2024/2 | 20.000 | 20.000 | 8 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2017-2027/4 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre | 3,43% |
| Nachrangige Obligation 2018-2028/3 PP | 13.000 | 13.000 | 10 Jahre | 2 1/4% |
| Nachrangige Obligation 2018-2026/3 | 17.287 | 17.287 | 8 Jahre | 4,54% |
| Nachrangige Obligation 2019-2034/2/PP | 8.000 | 8.000 | 15 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2019-2029/3 | 20.000 | 20.000 | 10 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2019-2030/4 | 20.000 | 20.000 | 11 Jahre | 3,85% |
| Nachrangige Obligation 2019-2034/4/PP | 3.400 | 3.400 | 15 Jahre | 3 1/8% |
| Nachrangige Obligation 2019-2031/5/ | 20.000 | 20.000 | 11,5 Jahre | 2 3/4% |
| Nachrangige Obligation 2020-2032/1 | 8.433 | 8.433 | 12 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2020-2030/2 | 4.289 | 4.289 | 10 Jahre | 3% |
| Nachrangige Obligation 2020-2030/3 | 9.739 | 20.000 | 10 Jahre | 3 1/4% |
| Nachrangige Obligation 2021-2031/4/PP | – | 20.000 | 10 Jahre | 3,03% |
| Nachrangiges Schuldscheindarlehen 2021-2032 | – | 3.000 | 10 Jahre | - |
| Summe Ergänzungskapital | 206.498 | 237.409 |
Die Aufwendungen für Ergänzungskapital betrugen im Geschäftsjahr 7.580 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.327 Tsd. EUR). Das Ergänzungskapital ist aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen zur Gänze nachrangig. Im Geschäftsjahr 2022 werden keine Ergänzungskapitalemissionen fällig (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurde zusätzliches Kernkapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 in Höhe von 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 EUR) begeben.
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | 76.468 | 71.480 | 165.436 |
| Zinsswaps | 76.468 | 71.480 | 165.436 |
| •Kauf | 38.234 | 35.740 | 82.718 |
| •Verkauf | 38.234 | 35.740 | 82.718 |
| Optionen auf zinsbezogene Instrumente | – | – | – |
| •Kauf | – | – | – |
| •Verkauf | – | – | – |
| Wechselkursverträge | 1.071.222 | 96.605 | – |
| Devisentermingeschäfte | 540.970 | – | – |
| •Kauf | 272.159 | – | – |
| •Verkauf | 268.811 | – | – |
| Kapitalmarktswaps | – | 96.605 | – |
| •Kauf | – | 48.207 | – |
| •Verkauf | – | 48.398 | – |
| Geldmarktswaps (Devisenswaps) | 530.252 | – | – |
| •Kauf | 263.796 | – | – |
| •Verkauf | 266.456 | – | – |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | – | – | – |
| Aktienoptionen | – | – | – |
| •Kauf | – | – | – |
| •Verkauf | – | – | – |
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten in Tsd. EUR
| < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Zinssatzverträge | – | 604 | 0 |
| Zinsswaps | – | – | – |
| •Kauf | – | – | – |
| •Verkauf | – | – | – |
| Zinssatzoptionen | – | 604 | 0 |
| •Kauf | – | 302 | 0 |
| •Verkauf | – | 302 | 0 |
| Wechselkursverträge | – | – | – |
| Devisenoptionen (Währungsoptionen) | – | – | – |
| •Kauf | – | – | – |
| •Verkauf | – | – | – |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominalbetrag | Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | Marktwert (negativ) | |
| 290.746 | 313.384 | 6.319 | 4.400 | 7.598 | 4.338 | |
| 290.746 | 313.384 | 6.319 | 4.400 | 7.598 | 4.338 | |
| 145.373 | 156.692 | – | 196 | 7.459 | 4.338 | |
| 145.373 | 156.692 | 6.319 | 4.204 | 139 | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| 1.093.177 | 1.167.827 | 3.503 | 3.557 | 5.919 | 3.060 | |
| 485.157 | 540.970 | 218 | 3.467 | 5.205 | 119 | |
| 240.085 | 272.159 | 137 | 3.443 | 5.188 | 98 | |
| 245.072 | 268.811 | 81 | 24 | 17 | 21 | |
| 184.725 | 96.605 | – | – | 427 | 191 | |
| 92.149 | 48.207 | – | – | – | – | |
| 92.576 | 48.398 | – | – | 427 | 191 | |
| 423.295 | 530.252 | 3.285 | 90 | 287 | 2.750 | |
| 213.146 | 263.796 | 27 | 1 | 108 | 252 | |
| 210.149 | 266.456 | 3.258 | 89 | 179 | 2.498 | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominalbetrag | Nominalbetrag | Marktwert (positiv) | Marktwert (positiv) | Marktwert (negativ) | Marktwert (negativ) | |
| 738 | 604 | – | 1 | – | 1 | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| 738 | 604 | – | 1 | – | 1 | |
| 369 | 302 | – | 1 | – | – | |
| 369 | 302 | – | – | – | 1 | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – | |
| – | – | – | – | – | – |
Dem Handelsbuch wurden jene Geschäfte (Wertpapiere und Derivate) zugerechnet, welche von der Organisationseinheit Geld-, Devisen- und Wertpapierhandel zur Erzielung von Kursgewinnen bzw. zur Nutzung von Zinsschwankungen eingegangen wurden. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstruments erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Sofern Marktpreise verfügbar waren, wurden diese als Marktwert angesetzt. Bei fehlenden Marktpreisen wurden interne Bewertungsmodelle, insbesondere die Barwertmethode, angewandt.
In den anderen verbrieften Verbindlichkeiten sind keine strukturierten Produkte mehr mit eingebetteten Derivaten enthalten (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Die Risiken der eingebetteten Derivate wurden im Vorjahr durch entsprechende Sicherungsinstrumente mit einem Nominalwert von 5,0 Mio. EUR zur Gänze abgesichert.
Die BKS Bank geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Zinsrisiken im Zusammenhang mit Kundenforderungen, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verbrieften Verbindlichkeiten eingegangen. Die Absicherung von Zinsrisiken erfolgt durch Zinsswaps, die den Grundgeschäften gegenlaufen. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2021 der Grundgeschäfte nach Abzug des Nominalwertes betrug -3,4 Mio. EUR (Vorjahr: -2,6 Mio. EUR) und wurde durch gegenläufige Derivate abgesichert. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente entspricht grundsätzlich dem jeweiligen Grundgeschäft. Die Marktwertschwankungen von Bewertungseinheiten werden durch die Dollar-Offset-Methode analysiert. Die Effektivitätsanalyse der Sicherungsbeziehung von Bewertungseinheiten erfolgt über die Bandbreiten 80% – 125% und einer Wertänderungsgrenze je Sicherungsbeziehung von 3,0%. Bei Ineffektivität erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung für negative Marktwerte der Derivate, ausgewiesen in den Sonstigen Rückstellungen. Zum 31.12.2021 wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1 Tsd. EUR (Vorjahr: 7 Tsd. EUR) resultierend aus der Ineffektivität der zugrundeliegenden Sicherungsbeziehungen gebildet.
| Finanzielle Vermögenswerte (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Vermögenswerte (netto) | Effekte von Aufrechnungsvereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Derivate FX-Verträge | 3.716 | - | 3.716 | -255 | - | 3.461 |
| Summe der Aktiva | 3.716 | - | 3.716 | -255 | - | 3.461 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Verbindlichkeiten (netto) | Effekte von Aufrechnungsvereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | ||||||
| Derivate FX-Verträge | 3.267 | - | 3.267 | -255 | -2.141 | 870 |
| Summe der Passiva | 3.267 | - | 3.267 | -255 | -2.141 | 870 |
| Finanzielle Vermögenswerte (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Vermögenswerte (netto) | Effekte von Aufrechnungsvereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Derivate FX-Verträge | 3.661 | - | 3.661 | -897 | -1.819 | 945 |
| Summe der Aktiva | 3.661 | - | 3.661 | -897 | -1.819 | 945 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (brutto) | Saldierte Beträge (brutto) | Finanzielle Verbindlichkeiten (netto) | Effekte von Aufrechnungsvereinbarungen | Erhaltene Bar-sicherheiten | Nettobetrag | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | ||||||
| Derivate FX-Verträge | 6.120 | - | 6.120 | -897 | -4.560 | 664 |
| Summe der Passiva | 6.120 | - | 6.120 | -897 | -4.560 | 664 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen gem. § 14 EStG | 22.324 | 20.798 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 13.249 | 12.886 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 35.573 | 33.684 |
| 31.12.2020 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen gem. § 14 EStG | 16.561 | 15.468 |
| zusätzlich versteuerte Vorsorge | 6.517 | 6.013 |
| in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung | 23.078 | 21.481 |
| Rückstellung in Prozent der fiktiven Ansprüche zum Bilanzstichtag | 91,2 | 92,7 |
| EUR 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|
| Jubiläumsgelder | 6.176 |
| Sterbequartale | 4.059 |
| Urlaubsrückstellung | 1.192 |
| Bilanzremuneration inklusive gesetzlicher Sozialaufwand | 1.863 |
| Zinsen für Stufenzinssparbücher | 327 |
| Zinsen für Stufenzinsobligation | 1.146 |
| Schadensfälle | 990 |
| Rückstellung ECL Off-Balance-Positionen | 35 |
| Rückstellung für Beratungs- und Haftungsrisiken | 3.074 |
| Sonstige Rückstellungen | 866 |
| Summe | 19.728 |
Angaben zu Posten unter dem Bilanzstrich
Eventualverbindlichkeiten in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021
---|---|---
Bürgschaften und Garantien abzuzüglich Rückstellung für Haftungsrisiken | 567.417 | 607.860
Akkreditive | 741 | 3.166
Eventualverbindlichkeiten | 568.158 | 611.026
| Kreditrisiken in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| nicht ausgenutzte Kreditrahmen | 1.714.442 | 1.741.337 |
| Promessen | 4.144 | 6.637 |
| Kreditrisiken | 1.718.586 | 1.747.974 |
| Eigenkapital und ergänzende Eigenmittel in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Hartes Kernkapital | 650.383 | 671.157 |
| Zusätzliches Kernkapital | 55.900 | 65.200 |
| Ergänzende Eigenmittel | 199.566 | 213.448 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 905.849 | 949.805 |
Die Gesamtkapitalrendite erhöhte sich auf 0,29% (Vorjahr: 0,34%). Im Berichtsjahr betrug das genehmigte Kapital gemäß Satzung 16,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR).
| Eigenmittelanforderungen in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 5.028.134 | 5.273.063 |
| Operationales Risiko | 351.058 | 355.003 |
| Fremdwährungsrisiko | 25.342 | 24.830 |
| CVA Risiko | 3.389 | 4.594 |
| Eigenmittelanforderungen gesamt | 5.407.923 | 5.657.490 |
Die konsolidierten Eigenmittel gemäß § 64 (1) Z 17 BWG sind im Konzernanhang dargestellt.
Finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind
Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021
---|---|---
im folgenden Geschäftsjahr | 7.288 | 7.193
in den folgenden 5 Jahren | 37.906 | 37.413
davon gegenüber verbundenen Unternehmen | |
•im folgenden Geschäftsjahr | 5.323 | 5.273
•in den folgenden 5 Jahren | 27.589 | 27.327
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Der Gesamtbetrag der Erträge für Verwaltungs- und Agenturdienstleistungen betrug im Geschäftsjahr 1.917 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.972 Tsd. EUR). Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer werden im Konzernabschluss und im Corporate Governance Bericht offengelegt. Eine Aufgliederung der Ertragsanteile nach geographischen Märkten (Ausland) wird nicht vorgenommen, da sich die Märkte und das Geschäftsmodell der BKS Bank AG nicht wesentlich vom Heimatmarkt unterscheiden.
| Sonstige betriebliche Erträge in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Vermittlungsprovision Versicherungen | 1.402 | 1.402 | |
| Erträge aus der Vermietung von Realitäten | 865 | 862 | |
| Auflösung Rückstellung für Schadensfälle | 2.207 | 966 | |
| Sonstige Positionen | 1.110 | 982 | |
| Summe | 5.584 | 4.212 |
| Analyse der Zinserträge und Zinsaufwendungen in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Negative Ertragszinsen | 5.089 | 6.117 |
| Positive Aufwandszinsen | 6.407 | 12.412 |
Im Nichtverbrauchergeschäft kommt in allen Währungen ein Mindestwert des Refinanzierungssatzes (konkret des Indikators) zur Anwendung (Floor). Wird der Refinanzierungssatz (Euribor, Libor) negativ, gilt für die Sollzinsberechnung ein Mindestwert von 0,0%.
| Angaben zu Arbeitnehmern und Organen in Tsd. EUR | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| durchschnittliche Zahl der Angestellten | ||
| •für die BKS Bank tätige Angestellte | 840 | 860 |
| •in BKS Bank für nahestehende Unternehmen tätig | 69 | 61 |
| •in nahestehenden Unternehmen tätig | 68 | 77 |
| Angestellte des BKS Bank Konzerns | 977 | 998 |
| •aus Konzernsicht sind für nahestehende Unternehmen tätig | 15 | 12 |
| •durchschnittliche Anzahl der Arbeiter/-innen | 32 | 8 |
| Bezüge des Vorstandes | 1.688 | 1.892 |
| Ruhegenüsse ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 820 | 829 |
| Erträge/Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder | -3 | 256 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 170 | 200 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Arbeitnehmer (auch ehemaliger und ihrer Hinterbliebenen) | 6.856 | 5.384 |
| Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates | 283 | 276 |
| Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates (Rückzahlungen und Verzinsung erfolgen zu marktüblichen Bedingungen) | 158 | 500 |
Von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB wird nicht Gebrauch gemacht.
Der Pensionskassenbeitrag belief sich 2021 auf 1.442 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.412 Tsd. EUR), die Pensionszahlungen auf 2.781 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.927 Tsd. EUR). Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde mit 75 Tsd. EUR aufgelöst (Vorjahr: Dotation 208 Tsd. EUR). Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Zahlungen in Höhe von 380 Tsd. EUR (Vorjahr: 353 Tsd. EUR) an Mitarbeitervorsorgekassen enthalten.
| Sonstige betriebliche Aufwendungen in Tsd. EUR | Pos. Nr. | 31.12.2020 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Aufwendungen für zur Vermietung bestimmte Realitäten | 242 | 233 | |
| Schadensfälle | 314 | 452 | |
| Aufwendungen Einlagensicherungsfonds | 4.091 | 6.612 | |
| Aufwendungen Abwicklungsfonds | 3.391 | 3.808 | |
| Aufwendungen für Rückstellungen aus Beratungs-und Haftungsrisiken | – | 1.079 | |
| Sonstige Positionen | 317 | 99 | |
| Summe | 8.355 | 12.283 |
Weiterverrechnete Kosten an Tochtergesellschaften
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Erträge aus weiterverrechneten Personalaufwendungen in Höhe von 5.595 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.143 Tsd. EUR) saldiert im Verwaltungsaufwand dargestellt. An die Töchter wurden sonstige Aufwendungen in Höhe von 40 Tsd. EUR (Vorjahr: 97 Tsd. EUR) weiterverrechnet.
BKS Bank Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021 in Tsd. €
| Anschaffungs-/ Herstellungsk. zum 01.01.2021 | Zugänge | Umgliederung | Abgänge | Anschafftungs-/ Herstellungsk. zum 31.12.2021 | Abschreibungen kumuliert zum 01.01.2021 | Umgliederung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 681.230 | 103.150 | – | 55.406 | 728.974 | 3.237 | – |
| Forderungen an Kunden | 8.499 | – | – | – | 8.499 | – | – |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 133.104 | 51.539 | – | 9.945 | 174.698 | 849 | – |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 134.962 | 190 | – | – | 135.152 | 4.967 | – |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 89.015 | – | – | 71 | 88.944 | 3.196 | – |
| Summe Finanzanlagen | 1.046.809 | 154.879 | – | 65.422 | 1.136.267 | 12.249 | – |
| Immaterielle VG | 24.248 | 1.504 | 162 | 6 | 25.908 | 14.393 | – |
| Sachanlagen | 98.821 | 4.713 | -162 | 971 | 102.401 | 64.962 | – |
| Summe | 1.169.879 | 161.096 | – | 66.399 | 1.264.576 | 91.604 | – |
in Tsd. €
| Buchwert zum 31.12.2020 | Zugang | Zuschreibungen | Abgänge | Abschreibungen kumuliert zum 31.12.2021 | Buchwert zum 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 677.993 | 355 | – | 419 | 3.173 | 725.801 |
| Forderungen an Kunden | 8.499 | – | – | – | – | 8.499 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere von anderen Emittenten | 132.255 | 303 | – | – | 1.152 | 173.546 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | – | – | – | – | – | – |
| Beteiligungen | 129.995 | 104 | 102 | – | 4.969 | 130.183 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.819 | – | 1.779 | 9 | 1.408 | 87.536 |
| Summe Finanzanlagen | 1.034.561 | 762 | 1.881 | 428 | 10.702 | 1.125.565 |
| Immaterielle VG | 9.855 | 2.216 | – | 6 | 16.603 | 9.305 |
| Sachanlagen | 33.859 | 3.546 | – | 767 | 67.741 | 34.660 |
| Summe | 1.078.275 | 6.524 | 1.881 | 1.201 | 95.046 | 1.169.530 |
Organe der Gesellschaft
Vorstand
Vst.-Vors. Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vst.-Dir. Mag. Dieter Kraßnitzer
Vst.-Dir. Mag. Alexander Novak
Vst.-Dir. Mag. Nikolaus Juhász
Kapitalvertreter im Aufsichtsrat
Mag. Hannes Bogner
Gerhard Burtscher
Dipl.-Ing. Christina Fromme-Knoch
Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Dr. Reinhard Iro
Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Kalss, LL.M
Univ.-Prof. Dipl.-Inf. Dr. Stefanie Lindstaedt
Dkfm. Dr. Heimo Penker
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Urnik, Vorsitzende ab 17. Mai 2021
Mag. Klaus Wallner, Stellvertreter der Vorsitzenden ab 17. Mai 2021
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat
Sandro Colazzo
Mag. Maximilian Medwed
Herta Pobaschnig
Mag. Ulrike Zambelli
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Gewinnverteilungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 10.553.163,27 EUR für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von EUR 0,23 pro dividendenberechtigter Aktie, somit einen Gesamtbetrag von 9.876.867,00 EUR auszuschütten und den Restbetrag von rund 676.296,27 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer
Vorstandsvorsitzende
Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA
Mitglied des Vorstandes
Mag. Alexander Novak
Mitglied des Vorstandes
Mag. Nikolaus Juhász
Mitglied des Vorstandes
Schlussbemerkungen des Vorstandes
Erklärung des Vorstandes gemäß § 124 Börsegesetz
Der Vorstand der BKS Bank AG erklärt gemäß § 124 BörseG in seiner Funktion als gesetzlicher Vertreter der BKS Bank AG, dass der vorliegende, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKS Bank AG vermittelt. Weiters erklärt er, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der BKS Bank AG so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht und auch die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
Der Vorstand
Mag. Dr. Herta Stockbauer
```# Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende
Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Unternehmensstrategie, für Nachhaltigkeit, das Corporate Banking, die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Zahlen und Überweisen, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Investor Relations, Konzerntöchter im Inland und für Beteiligungen
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, BKS Service GmbH, IKT und Betriebsorganisation, 3 Banken IT GmbH, Backoffice Treasury und Wertpapierservice, für die Marktfolge und das Risikomanagement im Ausland
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Auslandsdirektionen und die Bereiche Treasury und Bankenbetreuung, die Leasing- und Immobilientöchter im Ausland und IKT im Ausland
Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Vertrieb in den Inlandsdirektionen, das Private Banking, für die kundenbedürfniszentrierten Bereiche Finanzieren und Investieren sowie Veranlagen und Vorsorgen
Wir haben den Jahresabschluss der BKS Bank AG, Klagenfurt am Wörthersee, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Für den vorliegenden Abschluss wurden folgende besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
* Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden
* Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz nach Abzug von Wertberichtigungen mit einem Betrag in Höhe von 7.001 Mio. EUR ausgewiesen. Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise für die Bildung von Risikovorsorgen im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Punkt II Risikovorsorge. Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob ein Ausfall vorliegt und somit eine Risikovorsorge (Stufe 3) für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) zu bilden ist. Für nicht ausfallsgefährdete Forderungen (Stufe 1 und Stufe 2) werden Risikovorsorgen für den erwarteten Verlust (ECL – Expected Credit Loss) modellbasiert berechnet. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigung für ausgefallene signifikante Forderungen (Stufe 3) erfolgt individuell auf Basis einer Schätzung von Höhe und Zeitpunkt erwarteter Cashflows. Die Cashflows sind wesentlich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers, sowie durch den Wert von Kreditsicherheiten beeinflusst. Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kreditforderungen führt die Bank eine Berechnung der Einzelwertberichtigung auf Basis festgesetzter pauschaler Verlustquoten durch. Bei allen anderen Forderungen wird für den erwarteten Verlust eine Portfoliowertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich der 12-Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit der Kundenforderung (Stufe 2) berechnet. Bei der Ermittlung des ECL sind Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen berücksichtigen. Die erwarteten Auswirkungen aus der COVID 19-Krise werden durch Adaptierungen von Parametern und Stufenumgliederungen berücksichtigt.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Ermittlung der Wertberichtigungen in bedeutendem Ausmaß Schätzungen und Annahmen zugrunde liegen.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen an Kunden haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
* Wir haben den Überwachungsprozess der Bank analysiert, die diesbezüglichen internen Richtlinien eingesehen und beurteilt, ob der Prozess geeignet ist, die Werthaltigkeit der Kreditforderungen angemessen abzubilden. Weiters haben wir wesentliche Schlüsselkontrollen auf ihr Design, ihre Implementierung und in Stichproben ihre Effektivität überprüft.
* Auf Basis einer Stichprobe signifikanter Einzelkredite haben wir überprüft, ob Ausfälle zeitgerecht erkannt wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte hierbei größtenteils risikobasiert unter besonderer Gewichtung der Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko.
* Bei festgestellten Ausfällen wurde bei signifikanten Forderungen beurteilt, ob die getroffenen Einschätzungen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunktes der zukünftigen Zahlungsströme der Kunden und aus der Verwertung der Sicherheiten nachvollziehbar sind.
* Bei der Beurteilung der Vorsorgen für nicht ausgefallene Kredite und ausgefallene nicht signifikante Kredite haben wir Finanzmathematiker eingebunden und auf Basis von bankinternen Validierungen der verwendeten Parameter – insbesondere zu 1 Year- und Lifetime-Ausfallswahrscheinlichkeiten sowie Verlustquoten – beurteilt, ob die Annahmen auch hinsichtlich der Auswirkungen durch die COVID 19-Krise angemessen sind. Zusätzlich wurden die Auswahl und Bemessung von zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien analysiert und deren Berücksichtigung in Stufenzuordnung und Parameterschätzung überprüft.
Das Risiko für den Abschluss
Die Aktionäre UniCredit Bank Austria AG und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben gegen einzelne Hauptversammlungsbeschlüsse der BKS Bank und die weiteren Banken der 3 Banken-Gruppe Anfechtungsklagen eingebracht. Die Vorhalte betreffen vor allem die Behandlung der wechselseitigen Beteiligungen. In sämtlichen Anfechtungsverfahren behaupten die Kläger außerdem, dass übernahmerechtliche Vorschriften verletzt worden seien und eine Verletzung der Angebotspflicht vorliegt. Sollte eine Angebotspflichtverletzung festgestellt werden, wären die Syndikate der 3 Banken
voraussichtlich entweder zur Legung eines Pflichtangebots verpflichtet oder mit Schadensersatzansprüchen anderer Aktionäre konfrontiert.
Der Vorstand beschreibt den Sachverhalt im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt III. Ermessensentscheidungen und Schätzungen und im Lagebericht.
Die Bank hat Gutachten von externen Rechtsexperten eingeholt. Der Vorstand hat auf Basis der vorliegenden Gutachten und Verfahrensstände eine Beurteilung der Rechtsrisiken und der Auswirkungen auf den Abschluss vorgenommen.
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren. Daraus ergeben sich Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich potentiell erforderlicher Vorsorgen aus den Rechtsstreitigkeiten mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H..
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Rechtsstreitigkeiten der 3-Banken-Gruppe mit der UniCredit Bank Austria AG und der CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
* Wir haben im Rahmen unserer Prüfung relevante Dokumente eingesehen, die Einschätzungen zur Bildung von Vorsorgen nachvollzogen und die bilanzielle Darstellung geprüft.
* Wir haben die Beurteilung des Vorstands, insbesondere die darin enthaltenen Annahmen sowie die rechtlichen und bilanziellen Schlussfolgerungen nachvollzogen.# Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am 3. Juni 2020 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 1991 Abschlussprüfer der Gesellschaft.Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Wilhelm Kovsca.
Klagenfurt am Wörthersee, 11. März 2022
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Wilhelm Kovsca
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Impressum
Medieninhaber (Verleger):
BKS Bank AG
St. Veiter Ring 43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43(0)463 5858-0
UID: ATU25231503
FN: 91810s
Internet: www.bks.at
E-Mail: [email protected], [email protected]
Redaktion:
BKS Bank AG, Vorstandsbüro/Kommunikation, Strategie & PR
Idee, Konzept und Layout:
gantnerundenzi.at
Grafik:
boss grafik, Sigrid Bostjancic
Lektorat:
Mag. Andreas Hartl
Dieser Jahresabschluss wurde mit firesys erstellt.
1) FMA-Veröffentlichung: https://www.fma.gv.at/bekanntmachung-fma-verhaengt-sanktion-gegen-bks-bank-ag-wegen-verstoss-gegen-das-verbot-der-marktmanipulation/
25)Das Österreichische Umweltzeichen wurde vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Infrastruktur und Technologie (BMK) für die BKS Portfolio-Strategie nachhaltig verliehen, weil bei der Auswahl von Aktien/Anleihen/Anteilscheinen/Immobilien bzw. mittels Giro-/Spareinlagen oder Green Bonds finanzierter Projekte neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Kriterien beachtet werden. Das Umweltzeichen gewährleistet, dass diese Kriterien und deren Umsetzung geeignet sind, entsprechende Aktien/Anleihen/Anteilscheine bzw. Immobilien, Projekte oder Veranlagungsformen auszuwählen. Dies wurde von unabhängiger Stelle geprüft. Die Auszeichnung mit dem Umweltzeichen stellt keine ökonomische Bewertung dar und lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung des Finanzprodukts zu.
3)FMA-Veröffentlichung: https://www.fma.gv.at/bekanntmachung-fma-verhaengt-sanktion-gegen-bks-bank-ag-wegen-verstoss-gegen-das-verbot-der-marktmanipulation/
4) FMA-Veröffentlichung: https://www.fma.gv.at/bekanntmachung-fma-verhaengt-sanktion-gegen-bks-bank-ag-wegen-verstoss-gegen-das-verbot-der-marktmanipulation/
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