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Biotest AG — Investor Presentation 2016
Mar 23, 2016
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Investor Presentation
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WEITBLICK. FOKUSSIERUNG. TEAMGEIST. | Magazin zum Geschäftsbericht 2015
INHALTSVERZEICHNIS
- 2 Interview mit dem Vorstand
- 6 Höhepunkte des Geschäftsjahres 2015
- 8 WEITBLICK. FOKUSSIERUNG. TEAMGEIST.
- 28 Die Biotest-Aktie
- 30 2015 im Überblick
- 31 Facts & Figures 2015
- 32 Gewinn- und Verlustrechnung
- 33 Bilanz
- 34 Kapitalflussrechnung
- 35 Standorte der Biotest Gruppe
- 36 Kontakt/Impressum/Finanzkalender
- 37 Kennzahlen
"Biotest Next Level bedeutet eine große Veränderung für alle Unternehmensbereiche."
WEITBLICK. FOKUSSIERUNG. TEAMGEIST.
"WIR KÖNNEN DURCH DIE PORTFOLIO-AUSWEITUNG UNSERE PROFITABILITÄT WESENTLICH VERBESSERN UND DAMIT UNSERE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT STEIGERN."
> INTERVIEW MIT DEM VORSTAND
2015 war ein bewegtes Jahr für Biotest. Welche Ereignisse haben das Unternehmen am meisten geprägt auch im Hinblick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung?
DR. EHMER: Es war in der Tat für uns alle ein schwieriges Jahr. Wir mussten unerwartete Rückschläge in Bezug auf die Ergebnisse der klinischen Phase IIb-Studie von Tregalizumab (BT-061), dem in der Indikation Rheumatoide Arthritis in der klinischen Entwicklung befindlichen monoklonalen Antikörper, hinnehmen. Hinzu kamen die außerplanmäßigen Abschreibungen im dritten Quartal. Beides zusammen führte zu einer Neuformulierung unserer Strategie. In Zukunft wollen wir uns verstärkt auf das Geschäft mit den Plasmaproteinen konzentrieren. In diesem Zusammenhang ist es wichtig und gut, dass wir im Zuge unseres Expansions-Projektes Biotest Next Level 2015 alle Ziele erreicht haben.
DR. RAMROTH: Dabei ist Biotest weiterhin grundsolide finanziert und erwirtschaftet nach wie vor positive operative Cashflows, trotz der außerplanmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2015. Die Eigenkapitalquote lag Ende des Jahres bei gesunden 42,8% und das Ausbauprojekt Biotest Next Level und sämtliche Entwicklungsprojekte sind finanziert. Das letzte Jahr war stürmisch für uns. Wir sehen darin aber auch eine Chance uns sehr stark auf das Plasmageschäft zu fokussieren.
DR. EHMER: Wir wollen uns noch stärker auf unsere Endkunden konzentrieren. Dazu planen wir u.a. Vertriebs- und Marketingpartnerschaften in Märkten außerhalb Europas. Das gilt auch für die USA. Anfang 2016 haben wir über unsere US-Tochtergesellschaft Biotest Pharmaceuticals Corporation einen exklusiven Kooperationsvertrag mit Kedrion Biopharma abgeschlossen, um die Vertriebsmöglichkeiten für das dort produzierte Immunglobulin Bivigam® auszuweiten. Kedrion Biopharma plant bereits im ersten Jahr 30% mehr Einheiten Bivigam® zu vertreiben als die Biotest Pharmaceutical Corporation in den USA im Geschäftsjahr 2015.
Blicken wir in die Zukunft: Was steht für Sie im Mittelpunkt der künftigen Unternehmensentwicklung?
DR. EHMER: Das ist ganz klar: Biotest Next Level. Neben der Verdopplung der Produktionskapazität stehen vor allem die Erweiterung des Produktportfolios und damit die Steigerung der Profitabilität im Mittelpunkt. Wir wollen aus dem Rohstoff Plasma in Zukunft fünf statt bisher drei Produkte herstellen. Da circa 60% der Produktionskosten auf den Rohstoff Plasma entfallen, können wir durch die Portfolioausweitung den Rohstoff effektiver einsetzen, unsere Profitabilität wesentlich verbessern und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern.
DR. FLOß: Wir sind mit Biotest Next Level auf einem sehr guten Weg: Kosten und Umsetzungsfortschritt liegen gut im Plan. Den Rohbau der neuen Produktionsstätte haben wir im Herbst 2015 komplett fertig gestellt. Erste neue Mitarbeiter sind eingestellt und weitere Auszubildende gewonnen, um den Auf- und Ausbau der Anlagen zu begleiten und später dann qualifiziert in Betrieb zu nehmen. Die Fokussierung auf das Plasmageschäft, die Stabilisierung des US-Geschäftes, ein striktes Kostenmanagement und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern sind weitere wichtige Maßnahmen für unser zukünftiges Wachstum.
"Biotest Next Level ist der Schlüssel für unser zukünftiges Wachstum."
DR. BERNHARD EHMER
Welche Veränderungen sind notwendig, um das Projekt Biotest Next Level zum Erfolg zu führen?
DR. FLOß: Die sichtbarsten Veränderungen sind natürlich die neuen Gebäude, die in Dreieich entstehen. Das ist aber nicht der wichtigste Aspekt, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Die neuen Produktionsprozesse in ihrer optimierten Form werden zu einer höheren Effizienz, zu neuen Produkten, zu globalen Zulassungen und weiteren Vertriebsmöglichkeiten führen.
DR. RAMROTH: Das "Wir" steht bei Biotest im Vordergrund. Wir müssen unsere Kräfte und Ideen bündeln und entschlossen voranschreiten – in Dreieich, und auch mit unseren Kolleginnen und Kollegen in aller Welt! Dabei gilt es auch, viele neue Mitarbeiter einzuarbeiten und in bestehende Strukturen einzubinden. Biotest will auch in Zukunft ein starkes Wir-Gefühl beibehalten.
DR. EHMER: Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter unser Kapital und unsere wichtigste Ressource sind. Nach unserem Selbstverständnis trägt jeder einzelne maßgeblich zum Gesamterfolg des Unternehmens bei. Dabei bin ich von der hohen Fachkompetenz und der guten Zusammenarbeit der Biotest-Mitarbeiter überzeugt. Darin sehe ich den Schlüssel, um Biotest Next Level zum Erfolg zu führen.
Biotest und ADMA Biologics haben im letzten Jahr eine Fortsetzung ihrer Kooperation verkündet. Welche Chancen ergeben sich dadurch für die Zukunft?
DR. EHMER: Mit ADMA verbindet Biotest eine langjährige Zusammenarbeit, welche wir konstruktiv fortsetzen. Bei unserer Kooperation geht es primär um das Präparat RSV (Respiratory Synzytial Virus)-Hyperimmunglobulin RI-002. Biotest unterstützt die Produktion mit Plasma und Dienstleistungen. Wir haben die Vertriebslizenz für Europa und andere ausgewählte internationale Märkte erworben. Zudem wurde dieses Jahr nach einer erfolgreich verlaufenden Phase III-Studie von ADMA ein Zulassungsantrag bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (U.S. Food and Drug Administration) eingereicht.
Sind weitere Kooperationen geplant?
DR. FLOß: Ja, wir verfolgen das Ziel, in ausgewählten Bereichen und spezifischen Geschäftsfeldern mit passenden Kooperationspartnern strategische Allianzen zu bilden, insbesondere im Bereich der Plasmaprodukte, unserem Kerngeschäft. Der exklusive Kooperationsvertrag mit Kedrion Biopharma Inc., den wir im Januar 2016 abschließen konnten, ist ein gutes Beispiel für eine solche Allianz. Kedrion Biopharma ist als ein etablierter Hersteller und Distributor auf dem US-Markt mit einer gut ausgebauten Marketing- und Vertriebsorganisation ein optimaler Partner für Biotest, welcher den Vertrieb von Bivigam® in den USA bis zum 31. Dezember 2022 übernehmen wird. Auch im Bereich der monoklonalen Antikörper wollen wir Kooperationen für die zukünftige Entwicklung und Vermarktung schließen, nachdem in den jeweiligen Studien relevante Studienendpunkte erreicht worden sind.
"Der Markt für Plasmaproteine wächst dynamisch. Mit Biotest Next Level werden wir davon in Zukunft noch mehr profitieren."
DR. GEORG FLOß
"Neue Märkte, neue Technologien und neue Produkte waren und sind der Schlüssel unserer Wachstumsstrategie."
DR. MICHAEL RAMROTH
Eines der wichtigen Forschungsprojekte ist die Entwicklung des IgM Concentrates. Was waren hier die wesentlichen Fortschritte?
DR. EHMER: Wir konnten mit dem IgM Concentrate, einem mit IgM angereichertem Immunglobulinpräparat, in der klinischen Phase II ermutigende Ergebnisse bei lebensbedrohlicher Lungenentzündung zeigen. Die Studie wurde bei Patienten mit schwerer ambulant erworbener Lungenentzündung (sCAP = severe Community Acquired Pneumonia) durchgeführt. Diese Patientengruppe hat eine hohe Sterblichkeitsrate und umfasst schwerkranke Patienten auf der Intensivstation. Wir konnten hier einen klaren Trend sehen durch eine Verkürzung der Beatmungsdauer sowie einer Verringerung der Mortalität. Detaillierte Auswertungen haben ermutigende Erkenntnisse gebracht, die in die kommende Studienplanung einfließen werden." Aufgrund der gewonnenen Studienergebnisse bereiten wir derzeit die klinische Phase III vor.
Herr Dr. Ramroth, können Sie uns einen Ausblick in die Zukunft und vor allem für das nächste Jahr geben?
DR. RAMROTH: Wir haben seit der Entscheidung zum Ausbau im Jahr 2013 mit Biotest Next Level die Grundlagen für unser zukünftiges Wachstum gelegt. Mit der Erweiterung des Produktportfolios im Bereich des Plasmageschäftes wird es zu einer deutlichen Erhöhung des zukünftigen Ertragspotentials kommen. Neue Märkte, neue Technologien und neue Produkte waren und sind der Schlüssel unserer Wachstumsstrategie. Ich prognostiziere einen insgesamt guten zukünftigen Geschäftsverlauf. Für das Jahr 2016 gehen wir von einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Unsere EBIT-Prognose liegt, trotz erheblicher Belastungen für den Ausbau unseres Geschäfts und mit den positiven Effekten von der Kooperation mit Kedrion im Bereich von 30 Mio. €.
Dr. Bernhard Ehmer Dr. Michael Ramroth Dr. Georg Floß
> HÖHEPUNKTE DES GESCHÄFTSJAHRES 2015
>
- Februar: Biotest eröffnet Plasmasammelzentrum in Jacksonville, North Carolina, USA
>
- April: Biotest eröffnet Plasmasammelzentrum in Conway, Arkansas, USA
>
- April: Biotest präsentiert gute Zwischenergebnisse zu Civacir® auf dem 50. Internationalen Leberkongress 2015 in Wien, Österreich
>
- April: Biotest Phase IIb-Studie mit Tregalizumab (BT-061) erreicht den primären Endpunkt nicht
>
- Mai: Hauptversammlung beschließt Dividende von 0,20 €* je Stammaktie und 0,22 €* je Vorzugsaktie (für 2014)
>
- Juni: Biotest und AbbVie beenden Zusammenarbeit bei Tregalizumab (BT-061) nachdem die Phase-IIb-Studie den primären Endpunkt nicht erreicht hat
>
- Juni: IgM Concentrate von Biotest zeigt ermutigende Studienergebnisse bei lebensbedrohlicher Lungenentzündung
transplantation * 0,60 € je Stammaktie und 0,66 € je Vorzugsaktie auf Basis der alten Aktienzahl vor dem Aktiensplit am 15. Juli 2015
- Juli: Aktiensplit 1:3 und Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden durchgeführt, damit auf jede Stammbzw. Vorzugsaktie ein anteiliger Betrag am Grundkapital von € 1,00 entfällt. Börsennotierung und Depotbestände werden entsprechend umgestellt.
>
- September: Biotest und ADMA Biologics führen Kooperation bei RSV (Respiratory-Synzytial-Virus)-Hyperimmunglobulin RI-002 nach Abschluss einer Phase III-Studie und der Einreichung der Daten bei der FDA (US Food and Drug Administration) fort
>
-
Oktober: Start der klinischen Prüfung in Phase IIa-Studie (Nr. 990) des monoklonalen Antikörpers BT-063 in der Leitindikation Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)
-
Oktober: Biotest schreibt außerplanmäßig 84 Mio. € ab
>
- November: Biotest erhält positive Empfehlung des europäischen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) für den frühzeitigen Einsatz von Zutectra® nach Lebertransplantation
>
- Dezember: Beginn der Phase III-Studie bei angeborenem Fibrinogen-Mangel mit dem Fibrinogen Konzentrat
>
- Dezember: Inbetriebnahme des neuen Plasmawareneingangs und der neuen virologischen Labore
>
- Dezember: Biotest erhält Zulassung in der Europäischen Union für den frühzeitigen Einsatz von Zutectra® nach Leber-
Dividende zahlte die Biotest AG 2015 je Stammaktie
0,22€* je Aktie schüttete die Biotest AG
an Inhaber der Vorzugsaktien aus
> 21. Dezember
Biotest erhält die Zulassung in der Europäischen Union für den Einsatz von Zutectra®eine Woche nach Transplantation.
Weitblick. Unser Ziel für die Zukunft ist klar definiert. Biotest Next Level bedeutet für uns in erster Linie eine neue Qualität und Profitabilität unseres Plasmaproteingeschäfts, weil wir dann ab 2019/20 in einem neuen Verfahren aus einem Liter des wertvollen Rohstoffs Plasma nicht mehr nur drei, sondern fünf Produkte gewinnen und weltweit vermarkten möchten. Zur höheren Profitabilität tragen Skaleneffekte ebenso bei wie die Verdoppelung der Kapazität. Das eröffnet auch neue Perspektiven für bis zu 300 zusätzliche Mitarbeiter, die im Rahmen von Biotest Next Level die bisherige Belegschaft bei der Zielerreichung unterstützen werden.
>
Fokussierung. Mit Biotest Next Level fokussieren wir uns auf unser langjährig erfolgreiches Kerngeschäft. Biotest Next Level steht für die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Hierfür nutzen wir die bestehenden, wertvollen Ressourcen, um auch in Zukunft profitables Wachstum zeigen zu können. Dies soll unsere weltweite Marktposition weiter festigen mit dem klaren Ziel, in Dreieich produzierte Arzneimittel weltweit in allen wichtigen Märkten verfügbar zu machen.
>
Teamgeist. Teamgeist ist ein fester Bestandteil der Biotest-Unternehmenskultur. Eine intensive Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene schafft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung auch von Projekten mit der Dimension von Biotest Next Level. Größtmöglicher Freiraum wird neuen und kreativen Ideen von engagierten Mitarbeitern eingeräumt, um diese Innovationsmöglichkeit bestmöglich für Biotest zu nutzen.
> AUFBRUCH ZUM NÄCHSTEN LEVEL: ZIELE FÜR DIE ZUKUNFT
Biotest Next Level – drei Worte, die für so vieles stehen. Für eine Produktportfolioerweiterung, eine Effizienzsteigerung, eine Transformation des Unternehmens und einen Kulturwandel. Mit Biotest Next Level plant das Unternehmen, in Zukunft die Produktpalette zu erweitern und zeitgleich auch die Profitabilität zu steigern. Bei der Produkterweiterung fokussiert sich Biotest auf das Plasmageschäft, ein Markt mit deutlichem Wachstum und viel Potential. Für die Produktionserweiterung investiert Biotest rund 250 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktion in Dreieich und schafft mit dem Projekt Biotest Next Level 300 neue Arbeitsplätze. Das Unternehmen bekennt sich mit dem Ausbau der Produktion in Dreieich klar zur Region Rhein-Main – Heimat von Biotest und einer der stärksten Wirtschaftsräume Europas.
"Die Kapazitätserweiterung Biotest Next Level setzen wir mit einem starken Team um."
Biotest reagiert mit dem Projekt auf die weltweit steigende Nachfrage nach Immunglobulinen. Das sind Arzneimittel, die unter anderem gegen Immundefekte eingesetzt werden. Diese Produkte machen den größten Anteil des Umsatzes aus.
Bislang hat Biotest eine Produktionskapazität von 5,5 Tonnen Immunglobuline pro Jahr. Nach dem Ausbau sollen es 13 Tonnen pro Jahr sein – mehr als das Doppelte. Mit dem Projekt Biotest Next Level verfolgt das Unternehmen klare Ziele. Der Umsatz soll erhöht und die Profitabilität überproportional gesteigert werden. Mit modernen Produktionsanlagen und -verfahren können aus der gleichen Menge Rohstoff zukünftig fünf anstelle von bislang drei Produkte entstehen.
Für die Biotest Next Level Produktionsanlage wird die Zulassung und Zertifizierung sowohl durch EU Behörden als auch durch die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA angestrebt. Die Anforderungen der FDA-Zertifizierung und auch die der europäischen Behörden sind hoch. Zum einen zertifiziert die US-Behörde FDA die gesamte Produktionsanlage, wie auch die deutschen Behörden, das Paul-Ehrlich Insitut und das Regierungspräsidium Darmstadt. Zum anderen durchlaufen die einzelnen Produkte gesonderte Zulassungsprozesse bei den zuständigen Behörden. Dabei ist die FDA für die Prüfung und die Arzneimittelzulassung für den amerikanischen Markt zuständig, während der EMA die europäische Marktzulassung unterliegt.
Durch Veränderungen und Anpassungen des Produktionsprozesses inklusive der notwendigen Dokumentation und Qualifikation können die Präparate in Zukunft in Deutschland produziert werden und dann im Anschluss global zugelassen und vertrieben werden. Durch den Ausbau des Produktionsstandortes Deutschland kann das Unternehmen die Kosten weiter senken, Skalenerträge erzielen und im Ergebnis die Profitabilität steigern. Biotest will so die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken und zukünftiges Wachstum sichern. ⁄.
> AUS DREI PRODUKTEN WERDEN FÜNF
ALBIOMIN®
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Wirkung: Albiomin® wird unter anderem bei Blutvolumenmangel gegeben. Der Mangel kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise starke Verbrennungen oder eine Sepsis. Albiomin® kommt meistens in der Notfall- oder Intensivmedizin zum Einsatz.
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Status quo: Das Vorprodukt für Albiomin® wird von der Biotest AG in Dreieich bzw. der Tochtergesellschaft Biotest Pharmaceuticals Corp. in Boca Raton, Florida, USA, hergestellt und in der bestehenden Produktion in Dreieich, Deutschland, zum Endprodukt verarbeitet und in Märkten in und außerhalb von Deutschland vertrieben.
IgM CONCENTRATE
-
Wirkung: Dieses einzigartige Präparat enthält eine hohe Konzentration von IgM Antikörpern. IgM hat eine neutralisierende, immunmodulierende und entzündungshemmende Wirkung und unterstützt das Immunsystem. Das IgM Concentrate stellt damit eine vielversprechende Therapieoption in unterschiedlichen Indikationen dar.
-
Status quo: Die kürzlich abgeschlossene Analyse der klinischen Studie II von IgM Concentrate, die mit Patienten durchgeführt wurde, welche unter einer schweren ambulant erworbenen Lungenentzündung (sCAP) leiden, zeigt eine hohe Reduktion der Sterblichkeit in einer bestimmten Subkultur. Auf Basis dieser ermutigenden Ergebnisse bereitet Biotest derzeit eine klinische Studie der Stufe III vor, die im Verlauf der Jahre 2016/2017 initiiert werden soll. Darüber hinaus prüft Biotest weitere mögliche Einsatzbereiche von diesem einzigartigen Produkt.
IgG NEXT GENERATION
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Wirkung: Das Produkt wird bei primären Immundefizienzen (PID) und sekundären Antikörpermangelsyndromen sowie bei einigen Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Patienten mit einem primären oder sekundären Antikörpermangel benötigen Immunglobuline zur Aufrechterhaltung der immunologischen Abwehr und Verringerung des Infektionsrisikos. PID-Patienten müssen lebenslang behandelt werden. Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Dabei kann es zu schweren Störungen von einzelnen Organfunktionen oder auch zum Versagen von Organsystemen (einschließlich des Immunsystems) kommen. Immunglobuline wirken hierbei z.B. entzündungshemmend, stoppen das Fortschreiten der Erkrankung und unterstützen die Wiederherstellung von Organfunktionen.
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Status quo: In 2016 ist der Beginn von zwei Zulassungsstudien geplant: Untersuchungen im Bereich PID und primäre Immunthrombozytopenie (ITP).
FIBRINOGEN
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Wirkung: Fibrinogen ist ein Gerinnungsfaktor, der in der Leber gebildet wird. Er spielt eine zentrale Rolle in der Blutstillung und Wundheilung. Bei einem Mangel an körpereigenem Fibrinogen kann es zu starken Blutungen und Thrombosen kommen.
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Status quo: Die klinische Prüfung Phase III bei angeborenem Fibrinogenmangel könnte Anfang 2017 abgeschlossen werden. Biotest plant zurzeit weitere Forschungsprojekte gegen Fibrinogenmangel.
HAEMOCTIN®
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Wirkung: Haemoctin® kommt zum Einsatz bei einer Störung der Blutgerinnung, auch bekannt unter dem Namen Hämophilie A. Sie führt dazu, dass die Betroffenen bei Verletzungen deutlich länger bluten. Im schlimmsten Fall können schon kleine Verletzungen zu einer Verblutung führen.
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Status quo: Bereits im Jahr 1993 hat Biotest das Faktor VIII-Präparat (Haemoctin®) für Hämophilie-Patienten eingeführt.
EINE VORAUSSETZUNG FÜR DAS NEUE LEVEL: DIE FDA-ZERTIFIZIERUNG
Mit Biotest Next Level verfolgt das Unternehmen ein wichtiges strategisches Ziel: Biotest will die Produktion in Dreieich ausbauen und die dort produzierten Medikamente weltweit verkaufen. Biotest vertreibt die Produkte mittlerweile auf sechs Kontinenten. Das Unternehmen hat weltweit 10 Standorte und arbeitet darüber hinaus mit 75 Distributoren zusammen.
WER IST DIE FDA?
-
Die FDA (U.S. Food and Drug Administration) ist die behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika
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Die Behörde ist dem US-amerikanischen Gesundheitsministerium unterstellt und für den Schutz der öffentlichen Gesundheit zuständig
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Sie kontrolliert die Sicherheit und Wirksamkeit von u.a. Arzneimitteln, Medizinprodukten und Lebensmitteln
VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE ZERTIFIZIERUNG
-
Das Qualitätsmanagementsystem muss den Anforderungen des Code of Federal Regulations (CFR) entsprechen. Der Code of Federal Regulations umfasst die von den Bundesbehörden erlassenen Verwaltungsverordnungen. Wesentliche Punkte hieraus sind Produktions- und Prozesskontrollen, Korrekturund Vorbeugungsmaßnahmen, Produktentwicklung und Management-Verantwortung
-
Das Unternehmen muss einen Firmensitz in den USA haben. Ansonsten ist die Ernennung eines behördlichen Vertreters vorgeschrieben, des sogenannten FDA-US-Agenten. Der Vertreter verwaltet das Zulassungsverfahren in den USA
-
Das hergestellte Medikament muss in eine spezifische Produktklasse eingeordnet werden
Damit das strategische Ziel "Von Dreieich in die Welt" Realität wird, muss Biotest wichtige Voraussetzungen erfüllen: Zum einen braucht die Herstellungsstätte Zertifizierungen durch die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA und durch nationale Überwachungsbehörden wie beispielsweise dem Regierungspräsidium Darmstadt.
Zum anderen müssen die neu entwickelten und auf der neuen Anlage produzierten Präparate eine separate Marktzulassung der verschiedenen Zulassungsbehörden erhalten.
Nur auf der Basis dieser Zertifizierungen kann Biotest Medikamente in Deutschland produzieren und anschließend weltweit vertreiben.
Um die FDA-Zertifizierung für die Herstellungsstätte zu erhalten, muss Biotest einen langwierigen und anspruchsvollen Prozess durchlaufen. Die Anforderungen der FDA sind ähnlich wie die der europäischen Behörde; gleichzeitig gibt es Besonderheiten. Diese müssen in das Qualitätsmanagementsystem integriert werden. "Die FDA legt sehr hohen Wert auf die Dokumentation während der Produktion und der Qualitätskontrolle eines Produktes", erklärt Peter Seith, der für die FDA-Zertifizierung bei Biotest mitverantwortlich ist. "Hierbei wird ein hoher Detaillierungsgrad zum Nachweis der Erfüllung der Qualitätsstandards erwartet, insbesondere beim Risikomanagement."
Biotest muss daher von Beginn an zahlreiche Dokumente bei der Behörde einreichen, beispielsweise Ergebnisse klinischer Studien, Angaben zum Gebäude, zum Produktionsprozess und zu den Anlagen. Dies wird im Anschluss vor Ort durch die Behörde überprüft. Analysiert werden drei vollständige Produktionsdurchläufe eines Arzneimittels nacheinander. Im Ergebnis muss das Produkt immer die identisch hohe Qualität aufweisen, so dass ein einheitlicher, hochwertiger Produktionsprozess sichergestellt ist.
Nach der erstmaligen Zertifizierung wird das Unternehmen in der Regel alle zwei Jahre einer erneuten Überprüfung unterzogen. Dies dient der regelmäßigen Überwachung der behördlichen Anforderungen. Auch die anderen nationalen Überwachungsbehörden führen in regelmäßigen Abständen erneut Prüfungen durch. ⁄.
VON DREIEICH IN DIE WELT
"Biotest ist weltweit mit seinen Produkten vertreten. Zum einen über die >10 Standorte, zum anderen arbeiten wir auf >6 Kontinenten mit insgesamt >75Distributoren zusammen."
DR. BERNHARD EHMER
> BIOTEST NEXT LEVEL: DAS GRÖSSTE PROJEKT DER FIRMENGESCHICHTE
Mitte 2013 fuhren die ersten Bagger auf die Baustelle in Dreieich. Das erste Projekt wurde begonnen: Der Bau des Parkhauses – ein siebenstöckiges Gebäude mit 700 Stellplätzen. Im April 2014 wurde das Gebäude eingeweiht. Der Bau war bereits nach sieben Monaten fertig. Damit war das Grundstück des früheren Mitarbeiterparkplatzes nun für das neue Produktionsgebäude und die Energiezentrale frei geworden.
Für den Bau des Produktionsgebäudes hat sich Biotest starke Partner ins Boot geholt, unter anderem die Firma Drees&Sommer. Sie hat bereits den Bau der neuen Europäischen Zentralbank in Frankfurt a.M. koordiniert. Insgesamt sind ca. 100 Firmen an der Planung und Ausführung des Projekts beteiligt. Der Zeitplan für die Fertigstellung ist ehrgeizig und die Durchführung bedarf einer sehr guten Organisation. Die Projektleitung hat ein System eingeführt, in dem alle Schritte jeder ausführenden Firma tageweise dargestellt und offengelegt werden (Lean Site Management). Dadurch werden potentielle Konflikte im Vorfeld abgefangen. Auf der Baustelle sind täglich rund 300 Mitarbeiter von diversen Bau- und Dienstleistungsunternehmen im Einsatz.
Was für den Laien zunächst unübersichtlich wirken mag, folgt einem strikten Ablaufplan. Während an der einen Seite des Produktionsgebäudes im Jahr 2015 noch die Bagger rollten und die Trockenbauer zu Werke waren, starteten an der anderen Seite bereits Facharbeiter mit der Verglasung und Teilen des Innenausbaus. Hinter dem scheinbar quirligen Treiben steckt viel Präzision und langwierige Planungsarbeit. Im Herbst 2015 wurde der Rohbau abgeschlossen und es konnte Richtfest gefeiert werden. Der Zeitplan wurde damit perfekt eingehalten. Bis Mitte 2017 sollen die baulichen und technischen Installationen ausgeführt sein. Das neue Gebäude hat in etwa die Fläche eines Fußballfeldes, 60 × 100 Meter, etwa 31.750 m2 Nutzfläche sind auf sieben Geschoßebenen verteilt. Auf dem Dach ist auf einer zusätzlichen Ebene die Lüftungszentrale untergebracht. Diese eingeschlossen ragt das neue Gebäude mehr als dreißig Meter in den Himmel.
In dem Gebäude werden später Produktionsanlagen, Anlagen zur Erzeugung von Reinstmedien, Plasmalager, Produktlager, Büros, Umkleidebereiche, eine Cafeteria sowie Labore zur Qualitätskontrolle der Rohstoffe und Fertigprodukte untergebracht.
Etwas weniger beeindruckend von der Größe, aber genauso wichtig ist die neue Energiezentrale, die neben dem Produktionsgebäude entsteht. Dort wird das Abwasser aus dem Produktionsgebäude gesammelt und vor der Ableitung in das öffentliche Kanalnetz gereinigt. Netzersatzanlagen sichern die Produktion zudem gegen Stromausfall ab. Für das gesamte Bauvorhaben wurden insgesamt 68.000 Kubikmeter Erde bewegt und rund 22.000 Kubikmeter Beton verbaut. Allein mit letzterem hätte man rund zehn Schwimmbäder von olympischem Ausmaß befüllen können.
In Planung ist ebenfalls ein neues Logistikzentrum, das der Kapazitätsverdopplung des Wareneingangs und -ausgangs Rechnung tragen soll. Bereits im vergangenen Jahr wurde der neue Plasmawareneingang und die neuen virologischen Labore eingeweiht und in Betrieb genommen.
Alle neu geschaffenen Gebäude zeichnen sich durch eine umweltfreundliche Bauweise mit schadstoff- und emissionsarmen Materialien und einem energieeffizienten Betrieb aus. Das wird erreicht durch den Einsatz von hochisolierten Außenbauteilen bei der Fassade, einer Dreifachverglasung, speziellen hochisolierenden Dämmstoffen und schließlich auch durch die energieeffiziente Gebäudetechnik.
Durch das umweltschonende Energiekonzept wird Biotest zukünftig erhebliche Einsparungen bei den Energiekosten wie z.B. Heiz- und Stromkosten haben. Damit gewinnen alle. Die Umwelt wird durch das strenge Energiekonzept geschont und Biotest hat geringere Kosten: Indem das Unternehmen die energetischen Anforderungen des Gesetzgebers an Neubauten übertroffen hat, hat sich Biotest für zinsvergünstigte Kredite der KfW Bankengruppe qualifiziert. ⁄.
31.750 m2
Nutzfläche sind auf sieben Geschoßebenen verteilt
"Insgesamt plant Biotest ca. 250 Millionen Euro am Standort Dreieich zu investieren und bekennt sich damit klar zur Wirtschaftsregion Rhein-Main."
DR. BERNHARD EHMER
NEUE GEBÄUDE INNERHALB DER PRODUKTIONS-ERWEITERUNG BIOTEST NEXT LEVEL
- Parkhaus
- Produktionsgebäude mit Plasmalager und Qualitätskontrolle
- Energiezentrale
- Geplantes Logistikzentrum
- Plasmawareneingang
- Virologische Labore
> VERANTWORTUNG VON UND FÜR MITARBEITER
Auf der Baustelle kann jeder den Wandel des Unternehmens mit eigenen Augen sehen, welcher auch im Unternehmen selbst stattfindet. Biotest passt im Zuge der Expansion alle internen Prozesse an die Kapazitätsverdopplung an. Es besteht ein Bedarf an ca. 300 neuen Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen. So werden in der Produktion vor allem Chemikanten, Pharmakanten, Ingenieure und Wissenschaftler gesucht. Aber auch in der Qualitätssicherung, im Vertrieb und in der Personalabteilung besteht ein größerer Bedarf an neuen Mitarbeitern.
Biotest Next Level bedeutet auch, das Unternehmen wird in Zukunft noch globaler arbeiten. Die einzelnen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten werden noch enger und intensiver zusammenarbeiten. Hierfür ist es wichtig, dass ein gutes Netzwerk und eine gute Kommunikation unter den Mitarbeitern bestehen. Das bestätigt auch Michael Moritz. Er leitet das Projekt Biotest Next Level und ist mit dafür verantwortlich, dass Qualitäts-, Zeit- und Kostenziele innerhalb des Projektes eingehalten werden.
MICHAEL MORITZ
"Biotest Next Level ist für mich weit mehr als nur ein Projekt."
INTERVIEW MICHAEL MORITZ
Verantwortlicher Projektleiter für die neue Produktion und die Erweiterung der Logistik
Herr Moritz, Sie waren von Anfang an mit an der Planung von Biotest Next Level beteiligt und sind als verantwortlicher Projektleiter direkt am Puls des Geschehens. Wie managt man so ein Großprojekt?
MICHAEL MORITZ: Wir haben mit den Biotest-Mitarbeitern und unseren Planungspartnern weit über 100 Personen aktiv im Projekt, dazu kommen rund 300 Arbeiter auf der Baustelle und rund 80 Lieferanten, die vom einzelnen Laborgerät bis zur kompletten Produktionsanlage die neue Produktion ausstatten werden. Wir denken in Dimensionen von Kilometern von Rohrleitungen und Tonnen von Edelstahl. Mehr als 2.500 Fertigteile werden für den Rohbau benötigt. Zusammen mit unseren Partnern verfügen wir über ausgezeichnete Expertise auf den verschiedenen fachlichen Gebieten. Wichtig für den Erfolg sind eine interdisziplinär gut abgestimmte Kommunikation mit allen Beteiligten und ein proaktives Qualitäts-, Zeit- und Kostenmanagemen. Dies wird durch das Projektmanagement-Tool "Lean Site Management" ermöglicht. Das gesamte Gebäude wurde in einer 3D-Simulation geplant. Hiermit werden auch die voranschreitenden Baufortschritte überwacht. Diese kontinuierliche Projektabstimmung des "Lean Site Managements" sorgt für einen reibungslosen Ablauf des Bauvorhabens, d.h. die ausführenden Firmen müssen sich jeden Tag abstimmen, wer wo arbeitet.
Was bedeutet Biotest Next Level für Sie persönlich?
MICHAEL MORITZ: Ich sehe es als Ehre an, dieses Projekt leiten zu dürfen. Mit seinem Erfolg kann ich die Zukunft der Firma Biotest maßgeblich mitgestalten. ⁄.
>
EINKL ANG VON BERUF UND FAMILIE
"Für mich als junge Mutter ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig – ich bin froh, dass es dafür bei Biotest so gute Rahmenbedingungen gibt."
HANNA ÉRI
Für das geplante Firmenwachstum ist Mitarbeiterzufriedenheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Aspekt. Biotest möchte seine Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden, z. B. durch einen attraktiven Arbeitsplatz, Sozialleistungen, Weiterbildungen und eine gute Work-Life-Balance. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, hat Biotest im Sommer 2015 eine Betriebs-Kindertagesstätte eröffnet. Das "BioNest" bietet mit 1.400 Quadratmetern großzügigen Platz für 80 Kinder.
Hanna Éri – langjährige Mitarbeiterin bei Biotest – schätzt die Vorteile der neuen Betriebskindertagesstätte. Sie kommt ursprünglich aus Ungarn und hat anfangs bei Biotest Hungaria Kft. gearbeitet. Im Jahr 2012 ist sie nach Deutschland gekommen, um hier in der Finanzabteilung der Konzernzentrale zu arbeiten. Sie ist Mutter eines zwei Jahre alten Sohnes, den sie morgens auf dem Weg zur Arbeit in das 300 Meter entfernt gelegene Kinderparadies "BioNest" bringt. Die Entscheidung für das firmeneigene Betreuungsangebot fiel ihr leicht, denn die Kita beeindruckt nicht nur von außen mit ihren Türmchen und Säulen. Vor allem von innen ist sie ein richtiges Schmuckstück, so schön, dass sogar der Bürgermeister von Dreieich sie als schönste Kita im Ort bezeichnet hat.
Hanna Éris Sohn Samu hat bereits einen Lieblingsraum in der Kita. Er heißt "Der kleine Forscher" und ist mit Mikroskopen und Lupen ausgestattet. Samu fühlt sich in den restlichen Räumen auch sehr wohl, z.B. im Bewegungsraum, in den langen Fluren, in denen die Kinder mit Fahrzeugen fahren können, und in dem Handarbeitsraum. Es gibt sogar für die Kleinen einen sehr originellen Spielbereich mit sprudelnden Wassersäulen und einem beleuchteten Bällebad.
"Der große Vorteil der Kindertagesstätte ist einfach die Nähe zu meiner Arbeitsstelle", berichtet Hanna Éri. "Ich muss morgens nur einen Weg zurücklegen. Es beruhigt mich zu wissen, dass Samu ganz in meiner Nähe ist. Es ist zwar noch nicht vorgekommen, dass ich während der Arbeit nach meinem Sohn schauen musste, trotzdem ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass es jederzeit möglich wäre."
Die Ausstattung der Kindertagessstätte, aber auch das Betreuungskonzept unterscheidet sich stark von anderen Einrichtungen. Die Gruppengröße ist beispielsweise im "BioNest" sehr viel kleiner, denn der Betreuungsschlüssel liegt deutlich über den Vorgaben des Landes Hessen. Dadurch können sich die Erzieher intensiver um die Kinder kümmern und sich besser auf deren individuelle Bedürfnisse einstellen. Zudem entsteht ein engerer Kontakt zwischen Kind und Betreuer.
Der Dreieicher Architekt Matthias Wagner hat die Kita geplant und gebaut. Er hat bereits viel Erfahrung mit dem Bau von Kindertagesstätten: Mehr als 40 Kitas hat er bundesweit konzipiert und gebaut und seine ganze Erfahrung in der Biotest Kita "BioNest" gebündelt.
Die Kita bietet darüber hinaus nicht nur Betreuungsplätze für Biotest-Mitarbeiter. Auch an die Stadt Dreieich wurden 20 Plätze vergeben. "Was wirklich unschlagbar ist, sind die Öffnungszeiten der Kita", sagt Hanna Éri. Werktags hat die Kindertagesstätte von sechs bis 18 Uhr geöffnet. Schließzeiten gibt es keine, außer zwischen Weihnachten und Neujahr, ein Traum für berufstätige Eltern. ⁄.
> BIOTEST NEXT LEVEL BEDEUTET FÜR MICH…
DR. THOMAS BECKER Senior Director Haematology Corporate Marketing
"Mit Biotest Next Level ist ein neues Denken gefragt!"
Herr Becker, was bedeutet Biotest Next Level für Sie?
THOMAS BECKER: Es ist eine große Herausforderung insbesondere weil Biotest aus der Historie heraus starke nationale Wurzeln hat und jetzt auf einem großen Sprung zur Globalisierung ist – da ist auch ein neues Denken gefragt, ein globales Denken. Wir müssen noch stärker die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den Märkten sowie die jeweiligen Anforderungen anderer Länder im Blick behalten.
Was bedeutet Biotest Next Level für Sie persönlich?
THOMAS BECKER: Das Großprojekt Biotest Next Level ist sehr vielschichtig, zukunftsorientiert und damit motivierend. Umso schöner ist es persönlich dabei zu sein und einen Beitrag zu dem Erfolg leisten zu können. ⁄.
DR. KATRIN BERNÖSTER Leiterin der Projekt Management Organisation
"Biotest Next Level bedeutet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit auf einem neuen Niveau." PETER SEITH Leiter Quality Operations
"Biotest Next Level – mit Hochleistungschromatographie in der Produktion neue Wege gehen."
Frau Bernöster, wo liegen für Sie die größten Herausforderungen von Biotest Next Level?
KATRIN BERNÖSTER: Eine der Herausforderungen wird sein, die große Anzahl von neuen Mitarbeitern in kurzer Zeit in die bestehenden Abläufe und das Team zu integrieren. Biotest will bis zu 300 neue Mitarbeiter einstellen. Es sollte genügend Freiraum zur Entfaltung für deren neue Ideen und Input geben. Das ist eine große Chance. Wir bekommen neue Erfahrungen und Kreativität von außen und dies wird uns neue Impulse geben.
Wie entwickelt sich die Organisation bei Biotest durch das Projekt weiter?
KATRIN BERNÖSTER: Biotest Next Level ist maßstabgebend für das Projektmanagement. Wir haben bei Biotest schon immer sehr eng in Teams gearbeitet, aber durch Biotest Next Level wird das noch intensiver. Der straffe Zeitplan des Projekts fordert von uns, dass wir noch schnellere Entscheidungen treffen. Interdisziplinäre Teams müssen koordiniert werden und komplexe Projekte miteinander verzahnt werden. Das ganze Unternehmen verändert sich mit Biotest Next Level. Es ist sehr spannend für uns alle. ⁄.
Herr Seith, mit welchen Maßnahmen fördert Biotest den Wissensaustausch?
PETER SEITH: Mitarbeiter haben zum Beispiel die Möglichkeit, für ein paar Jahre in die USA zu gehen, um dort bei Biotest am Standort in Boca Raton, Florida, zu arbeiten. Gleiches machen unsere US-Kollegen und kommen für ein paar Jahre an den Standort Dreieich. Ich selbst habe ein Projekt in den USA geleitet. Dabei war ich zum einen verantwortlich für die Erweiterung der Produktionsanlagen an dem Standort und zum anderen habe ich die anschließende Zulassung des Produktes Bivigam® betreut.
Was sind die Vorteile davon?
PETER SEITH: Das Team wächst weltweit enger zusammen. Mitarbeiter aus anderen Ländern kommunizieren miteinander. Sie tauschen Ideen aus und kommen mit den verschiedenen Kulturen an den verschiedenen Standorten in Berührung. Somit entwickeln sie auch mehr Verständnis füreinander. Es entstehen wertvolle persönliche Kontakte, die das Netzwerk und die Teambildung auf einer weltweiten Ebene fördern.
Können Sie ein Beispiel nennen, wie der Wissensaustausch in der Praxis konkret funktioniert?
PETER SEITH: Ich war während meines Aufenthalts in den USA für die Einhaltung der FDA-Auflagen zuständig. Dabei habe ich gelernt, worauf die Prüfer Wert legen, beispielsweise die von der FDA geforderten Produktionsschritte und deren Dokumentation, man muss mit der FDA also in einer bestimmten Art und Weise kommunizieren. Dieses Wissen kann ich jetzt in Dreieich bei der geplanten FDA-Zertifizierung der Herstellungsstätte anwenden. ⁄.
WACHSTUMSMARKT PLASMAPROTEINE: WO SICH DAS POTENZIAL VERSTECKT
Das größte Marktvolumen von allen Plasmaproteinen haben die Immunglobuline (i.v. und s.c. Immunglobulin G-Präparate), gefolgt von Humanalbumin und Faktor VIII-Präparaten. Biotest generiert fast ein Drittel des Umsatzes mit Immunglobulinprodukten, dazu zählt insbesondere Intratect®, ein polyspezifisches Immunglobulin G (IgG).
Über die letzten Jahre ist die Nachfrage nach Immunglobulinen (IgG) stark gestiegen. Auch die Prognosen für die nächsten Jahre sind optimistisch. Die größte Nachfrage nach Plasmaproteinen kommt aus den USA, mit 40% des weltweiten Immunglobulin-Bedarfs. Auch Europa und speziell Deutschland sind wichtige Märkte. In Zukunft werden zudem die Schwellenländer eine noch bedeutendere Rolle spielen. Der Wohlstand wächst in vielen dieser Länder und damit verbessern sich das Gesundheitssystem und der Zugang zu Medikamenten.
Das geschätzte durchschnittliche jährliche Wachstum von Immunglobulinen in dem Bereich "Rest der Welt" beträgt bis zum Jahr 2023 über 10%. Für Europa liegt die geschätzte durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis 2023 bei 6%,
"Die Nachfrage nach Immunglobulinen steigt seit Jahren. Mit Biotest Next Level wollen wir von dieser höheren Nachfrage profitieren. "
für Nordamerika bei 4,5%. Das Wachstum wird unterstützt durch eine Marktausweitung aufgrund des verbesserten Zugangs zu Medikamenten, der Gesundheitsversorgung sowie der Erstattungsfähigkeit. Ein zusätzliches Wachstumspotenzial der Nachfrage nach Immunglobulinen ergibt sich aus der Tatsache, dass viele Patienten bislang nicht korrekt diagnostiziert sind und Ärzte oftmals nicht ausreichend über die Behandlungsoption mit diesem Plasmaprotein informiert sind.Hinzu kommt die normale globale demographische Entwicklung.
Die Pro-Kopf-Versorgung mit intravenösen Immunglobulinen ist von Land zu Land sehr verschieden. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist in den USA und Australien am höchsten. Deutliche Schwankungen sind zwischen Industrie- und Schwellenländern zu erkennen, wobei auch vereinzelt in einigen Ländern Europas der Pro-Kopf-Verbrauch noch vergleichsweise gering ist, wie zum Beispiel in Italien und Ungarn.
Ein niedriger Pro-Kopf-Verbrauch bedeutet generell großes Potenzial für die Zukunft. Dieses Potenzial sieht Biotest in Zukunft vor allem in den Schwellenländern.
Der zweitgrößte Markt für Plasmaproteine ist der Albuminmarkt. Er ist in der Regel preisgetrieben und nur in Einzelfällen werden Qualitätskriterien, wie "Aluminiumgehalt" oder "Salzkonzentration" herangezogen. Die Nachfrage nach Humanalbuminen übersteigt derzeit leicht das Angebot, was allgemein die Preise in vielen Ländern anhebt, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten.
Bei den Humanalbuminen haben der europäische und der US-Markt in etwa ein gleich großes Gewicht. Das größte Wachstumspotenzial liegt allerdings im Bereich "Rest der Welt". Insbesondere China ist ein sehr wichtiger Markt, es handelt sich um den größten Markt für Albumin weltweit. Allerdings sind die Import-Hürden hier auch sehr hoch. Es dürfen in China beispielsweise nur Produkte, die aus US-Plasma hergestellt sind, importiert werden. Diese Anforderung kann Biotest erfüllen. Im letzten Jahr hat sich das Unternehmen bereits auf die zukünftige Auslieferung nach China vorbereitet und zudem die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort ausgeweitet. Insgesamt sagen Marktforscher für die nächsten fünf Jahre eine globale Wachstumsrate des Albuminmarktes von jährlich 4% voraus. ⁄.
IgG-MARKT BIETET GROSSES POTENZIAL
DURCHSCHNIT TLICH JÄHRLICHE WACHSTUMSR ATE VON IMMUNGLOBULINEN
Das globale Marktvolumen soll bis 2023 von rund 170 auf 270 Tonnen steigen.
PRO-KOPF-VERBR AUCH INTRAVENÖSE IMMUNGLOBULINE IM JAHR 2014
Ein niedriger Pro-Kopf-Verbrauch bedeutet generell großes Potenzial für die Zukunft. Dieses Potenzial sieht Biotest in Zukunft vor allem in den Schwellenländern.
KG IVIG PRO
> MARKTSTELLUNG VON BIOTEST IN DER PLASMABRANCHE
Das Unternehmen ist weltweit die einzige Firma, die mit Pentaglobin® ein Immunglobulin M Präparat anbietet. Ferner hat Biotest einen fast 50-prozentigen Anteil am Hepatitis-B-Markt nach Lebertransplantationen. Eine herausragende Produktqualität zeigt u.a. das Immunglobulin Intratect®, dessen Absatzentwicklung parallel zum Marktwachstum liegt.
Biotest hat ein klares Verständnis von der Unternehmensentwicklung für die nächsten zehn Jahre. Die Portfolioausweitung verbunden mit den innovativen Produkten IgM Concentrate und Fibrinogen garantiert weiteres Wachstum. Biotest wird mit der breiteren Produktpalette, der Kapazitätsverdopplung und mit besseren Ausbeuten seine Wettbewerbsfähigkeit signifikant verbessern, um sich auch in wettbewerbsintensiven Bereichen erfolgreich behaupten zu können.
Bereits heute tragen auch die Hyperimmunglobuline deutlich zur Wirtschaftlichkeit bei. Biotest kann sich dadurch als Spezialanbieter weiter profilieren und hat in diesem Bereich auch im letzten Jahr weitere Fortschritte erzielt. Für das Arzneimittel Hepatect®, zur Prophylaxe der Hepatitis-B-Virus Reinfektion, hat Biotest im vergangenen Jahr Neuzulassungen in Norwegen, Finnland und dem Iran erhalten. Mit dem Medikament Zutectra® hat das Unternehmen mit der neuen Zulassung, die im Dezember 2015 erteilt wurde, einen guten Erfolg erzielt. Während die Behandlung mit Zutectra® bislang erst sechs Monate nach einer Lebertransplantation begonnen werden konnte, ist ab sofort der Einsatz eine Woche nach der Transplantation möglich. Die erfolgreiche Weiterentwicklung von Zutectra® stützt die Rolle von Biotest als führenden Anbieter von Hepatitis-B-Hyperimmunglobulinen weltweit.
Biotest investiert im Vergleich zu anderen Plasma-Firmen einen deutlich größeren Anteil der Umsatzerlöse in die Forschung und Entwicklung und damit in die Zukunft des Unternehmens.
Biotest will langfristig am Marktwachstum teilhaben. teilhaben. Biotest Next Level und die damit verbundene Kapazitätserweiterung ist dafür die entscheidende Voraussetzung, genauso wie der Ausbau des Produktportfolios. Hier werden sich auf lange Sicht die Investitionen in Produktionsanlagen, aber auch die hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auszahlen. ⁄.
"Forschung ist die beste Investition in die Zukunft unseres Unternehmens."
FORSCHUNG- UND ENTWICKLUNG
DR. BERNHARD EHMER
"Die kontinuierliche Entwicklung von neuen Plasmaprodukten ist die Zukunft von morgen."
BLICK IN DIE ZUKUNFT
DR. BERNHARD EHMER
"Wichtige Ziele wurden bereits erreicht. -Weitere Meilensteine warten auf das Biotest-Team. Die Aufbruchstimmung im Unternehmen ist spürbar. Die Vision ist klar: Biotest Next Level."
> BIOTEST NEXT LEVEL – BLICK IN DIE ZUKUNFT
Die Unternehmensziele von Biotest sind ambitioniert. Aber angesichts der Innovationskraft und hohen Wertigkeit der Produkte sind die Ziele realistisch. Bei allem Wachstum stellt Biotest das Wohlergehen der Patienten in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns.
Wichtige Ziele wurden bereits erreicht. Gleichzeitig warten noch große Herausforderungen auf das Biotest-Team. Ab Mitte 2017 sollen die finalen Qualifizierungsmaßnahmen der Produktionsanlagen und Reinstmediensysteme laufen. Die Herstellung der sogenannten Stabilitäts-Chargen ist ein wichtiger und zeitaufwendiger Schritt, der auf dem Weg zur Produktzulassung bei den US-amerikanischen und europäischen Behörden, benötigt wird.
Die Umsetzung von Biotest Next Level macht 2016 zu einem spannenden und richtungsweisenden Jahr. Doch trotz aller Veränderungen, unsere Werte müssen bestehen bleiben – die zielorientierte und pflichtbewusste Arbeitsweise der Mitarbeiter bei Biotest, die unsere Kunden immer wieder aufs Neue überzeugt, sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung im Umgang miteinander. Diese "Guiding Principles" als Grundsätze dienen als Eckpfeiler für die Zusammenarbeit und auch für die Unternehmenskultur.
Die Prinzipien von Biotest im Miteinander sind ein entscheidender Baustein für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes Biotest Next Level.
Die Aufbruchsstimmung im Unternehmen ist spürbar. Biotest Next Level ist präsent, nicht nur auf der Baustelle, sondern auch in den Köpfen der Mitarbeiter. Sie sind verantwortlich für den Fortschritt. Sie planen die weiteren Projektschritte auf der Baustelle. Sie suchen auf dem Arbeitsmarkt nach Verstärkung. Sie arbeiten an Zertifizierungen für den Vertrieb der Produkte und sie werden das Unternehmen auf ein neues Niveau heben, stärker und noch profitabler machen für das nächste Jahrzehnt – Biotest Next Level! ⁄.
DIE BIOTEST AKTIE
Im Geschäftsjahr 2015 konnte die Biotest-Aktie nicht an die erfolgreiche Entwicklung der letzten drei Jahre anknüpfen. Die Stammaktie verzeichnete einen Schlusskurs nach dem 1:3 Aktiensplit vom 15. Juli 2015 von 18,70€. Damit schnitt die Aktie auf Jahressicht schlechter ab als der Vergleichsindex SDAX. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Vorzugsaktien der Biotest. Am 30. Dezember 2015 schloss die Aktie im Xetra-Handel bei 15,40 €. Ein Teil des Kursverlustes ist zum einen auf das Verfehlen des klinischen Endpunktes der IIb-Studie von Tregalizumab (BT-061) zurückzuführen, zum anderen auf die außerplanmäßigen Abschreibungen im dritten Quartal.
Die Biotest AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse AG gelistet, dem Segment mit den höchsten Transparenzstandards. Seit 2007 notieren die Vorzugsaktien im SDAX. Damit gehört die Biotest AG zu den 50 größten Industriewerten unterhalb des MDAX. Am 30. Dezember 2015, dem letzten Handelstag des Geschäftsjahres, erreichte die Biotest-Marktkapitalisierung einen Wert von 674 Mio. €. Das durchschnittliche, tägliche Handelsvolumen mit Biotest-Vorzugsaktien lag im Xetra-Computerhandel im Jahr 2015 bei 61.647 Stück.
Im Juli 2015 hat Biotest einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln durchgeführt. Jeder Aktionär erhielt pro Biotest-Aktie ohne Zuzahlung zwei weitere Anteilsscheine. Der Aktiensplit soll den Handel in der Aktie fördern und sie für breite Anlegerkreise noch attraktiver machen.
Ein wichtiges Ziel der Investor Relations-Arbeit der Biotest AG ist es, den Kapitalmarkt umfassend über die auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensstrategie zu informieren. Zudem stärkt Biotest das Vertrauen durch eine ehrliche, vollständige und zeitnahe Informationspolitik gegenüber Anlegern und der Öffentlichkeit. Neben Presse- und Ad hoc-Meldungen und dem direkten Dialog mit Investoren gehört auch der enge und kontinuierliche Austausch mit Analysten und den Wirtschafts- und Finanzmedien dazu.
Feste Bestandteile der Kapitalmarktkommunikation sind die Bilanzpressekonferenz im Frühjahr und die Presse- und Analystenkonferenz im Herbst, die Teilnahme an internationalen Investorenkonferenzen, die Durchführung von Roadshows sowie Einzelgespräche mit Investoren. Im Investor Relations-Bereich der Biotest-Internetseite werden aktuelle und ausführliche Informationen bereitgestellt, die sich an Aktionäre ebenso wie an potenzielle Investoren richten.
Aktienanalysten verschiedener renommierter Banken und Wertpapierhäuser verfolgen die Entwicklung der Biotest AG und veröffentlichen regelmäßige Researchstudien. Dabei lag am Jahresende das prognostizierte Kursziel für die Biotest Vorzugsaktien zwischen 15 und 25€. Die Empfehlungen lauteten größtenteils "Buy" bzw. "Hold".
Biotest hält weiter an seiner Ausschüttungspolitik fest. Seit dem Geschäftsjahr 2004 ist die Dividende von Jahr zu Jahr gestiegen oder zumindest konstant geblieben. Aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen und des Rückschlags bei der klinischen Studie zu Tregalizumab (BT-061) wird für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,02 Euro je Stammaktie und von 0,04 Euro je Vorzugsaktie der Hauptversammlung vorgeschlagen. /.
"Wir danken den vielen Investoren, die trotz der Rückschläge im Jahr 2015 vom Biotest Erfolg überzeugt sind."
DR. MICHAEL R A MROTH, Vorstand für Finanzen und Zentrale Dienste
| BIOTEST-AKTIE: ENTWICKLUNG 2015 (Schlussstand 2014=100) | |
|---|---|
| 120,00 | |
| 110,00 | |
| 100,00 | |
| 90,00 | |
| 80,00 | |
| 70,00 | |
| 60,00 | |
| 50,00 | |
| 40,00 | |
| 30,00 | |
| 01.01.2015 30.06.2015 31.12.2015 |
|
Stammaktie Vorzugsaktie SDAX
2015 IM ÜBERBLICK
| BIOTEST GRUPPE | 2015 | 2014 | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 589,6 | 582,0 | 1,3 |
| davon: | ||||
| Inland | Mio. € | 123,3 | 106,0 | 16,3 |
| Ausland | Mio. € | 466,3 | 476,0 | –2,0 |
| davon: | ||||
| Therapie | Mio. € | 411,4 | 409,8 | 0,4 |
| Plasma & Services | Mio. € | 169,7 | 157,0 | 8,1 |
| Andere Segmente | Mio. € | 8,5 | 15,2 | –44,1 |
| EBITDA | Mio. € | 22,4 | 85,9 | –73,9 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | Mio. € | – 71,8 | 53,4 | –234,5 |
| EBIT in % vom Umsatz | % | – 12,2 | 9,2 | |
| Bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT)* | 91,2 | 123,2 | 26,0 | |
| Ergebnis vor Steuern | Mio. € | – 74,3 | 46,9 | –258,4 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | – 82,5 | 19,2 | –529,7 |
| Aufwandstruktur: | ||||
| Personalaufwendungen | Mio. € | 158,9 | 138,2 | 15,0 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | Mio. € | 98,8 | 67,2 | 47,0 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten in % vom Umsatz |
% | 16,8 | 11,5 | |
| Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte |
Mio. € | 109,9 | 47,1 | 133,3 |
| Finanzierung: | ||||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | Mio. € | 38,1 | –11,4 | 434,2 |
| Abschreibungen | Mio. € | 94,2 | 32,5 | 189,8 |
| Eigenkapital (am 31. Dezember) | Mio. € | 412,3 | 480,2 | –14,1 |
| Eigenkapitalquote (am 31. Dezember) | % | 42,8 | 46,5 | |
| Bilanzsumme (am 31. Dezember) | Mio. € | 962,7 | 1.032,6 | –6,8 |
| Mitarbeiter in Vollzeitstellen (am 31. Dezember) | Anzahl | 2.271 | 2.158 | 5,2 |
| Ergebnis je Stammaktie | € | – 2,10 | 0,48 | –537,5 |
* Herleitung Seite 16 Geschäftsbericht 2015 Biotest AG
FACTS & FIGURES 2015
BILANZSTRUKTUR
UMSATZ NACH REGIONEN MITARBEITER IN VOLLZEITSTELLEN Produktion (1.612) F&E (181) Verwaltung (265) Vertrieb (213) Mittlerer Osten und Afrika (20,0%) Mittelund Südamerika (2,1%) Restliches Asien und Pazifik (7,2%) USA (21,0%) Übriges Europa (28,8%) Deutschland (20,9%) Gesamt 589,6 Mio € Gesamt 2.271
DIVIDENDE JE AKTIE* in €
| 2015** | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stammaktie | 0,02 | 0,20 | 0,19 | 0,17 | 0,15 |
| Vorzugsaktie | 0,04 | 0,22 | 0,21 | 0,19 | 0,17 |
* Am 15. Juli 2015 hat die Biotest AG ihre Börsennotierung infolge eines Aktiensplits im Verhältnis 1:3 umgestellt. Die Vorjahreswerte wurden an die neue Aktienzahl angepasst.
** Für das Geschäftsjahr 2015 wird eine Dividende von 0,02 Euro je Stammaktie und von 0,04 Euro je Vorzugsaktie der Hauptversammlung vorgeschlagen.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
| in Millionen € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 589,6 | 582,0 |
| Herstellungskosten | –448,3 | –357,5 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 141,3 | 224,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,7 | 7,0 |
| Marketing- und Vertriebskosten | –77,8 | –74,2 |
| Verwaltungskosten | –35,6 | –31,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | –98,8 | –67,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –3,6 | –5,1 |
| Betriebsergebnis | – 71,8 | 53,4 |
| Finanzerträge | 38,4 | 21,4 |
| Finanzaufwendungen | –42,9 | –27,9 |
| Finanzergebnis | – 4,5 | – 6,5 |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 2,0 | — |
| Ergebnis vor Steuern | – 74,3 | 46,9 |
| Ertragsteuern | –8,2 | –27,7 |
| Ergebnis nach Steuern | – 82,5 | 19,2 |
| davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | – 82,5 | 19,2 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | – | — |
| Ergebnis je Aktie in € | – 2,10 | 0,48* |
| Mehrdividendenanspruch je Vorzugsaktie in € | 0,02 | 0,02 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie in € | – 2,08 | 0,50 |
* Das Ergebnis je Aktie wurde aufgrund IAS 33.26 angepasst.
BILANZ
der Biotest Gruppe zum 31. Dezember 2015
| in Millionen € | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 44,7 | 50,2 |
| Sachanlagen | 317,2 | 282,3 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 3,5 | 1,3 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1,0 | 0,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,8 | 5,2 |
| Latente Steueransprüche | 8,7 | 13,5 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 375,9 | 353,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorratsvermögen | 218,7 | 246,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 173,9 | 181,6 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 5,8 | 4,6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 13,8 | 12,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 120,8 | 55,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 53,8 | 179,4 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 586,8 | 679,3 |
| Bilanzsumme | 962,7 | 1.032,6 |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 39,6 | 33,8 |
| Kapitalrücklage | 219,8 | 225,6 |
| Gewinnrücklagen | 235,3 | 201,5 |
| Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Ergebnisanteile | –82,5 | 19,2 |
| Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 412,2 | 480,1 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0,1 | 0,1 |
| Summe Eigenkapital | 412,3 | 480,2 |
| Langfristiges Fremdkapital | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 72,6 | 77,5 |
| Sonstige Rückstellungen | 6,6 | 6,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 335,5 | 325,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2,2 | 2,5 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 7,7 | 11,4 |
| Summe langfristiges Fremdkapital | 424,6 | 423,5 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||
| Sonstige Rückstellungen | 27,5 | 23,5 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4,3 | 8,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 9,1 | 6,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 53,1 | 55,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31,8 | 32,7 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung | – | 2,5 |
| Summe kurzfristiges Fremdkapital | 125,8 | 128,9 |
| Summe Fremdkapital | 550,4 | 552,4 |
| Bilanzsumme | 962,7 | 1.032,6 |
KAPITALFLUSSRECHNUNG
der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
| in Millionen € | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | –74,3 | 46,9 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf | ||
| immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 94,2 | 32,5 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 6,5 | 4,9 |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | –2,0 | — |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 0,7 | 0,4 |
| Veränderungen der Pensionsrückstellungen | 1,4 | –0,1 |
| Finanzergebnis | 4,5 | 6,5 |
| Operativer Cash Flow vor Veränderung des Working Capital | 31,0 | 91,1 |
| Veränderungen der sonstigen Rückstellungen | 3,5 | –1,0 |
| Veränderungen des Vorratsvermögens, der Forderungen sowie anderer Aktiva | 45,9 | –70,3 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung | –2,5 | –6,9 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | –18,4 | 0,9 |
| Cash Flow aus der Änderung des Working Capital | 28,5 | – 77,3 |
| Gezahlte Zinsen | –6,1 | –5,6 |
| Gezahlte Steuern | –15,3 | –19,6 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 38,1 | – 11,4 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens | 0,1 | 0,8 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | –100,7 | –44,7 |
| Auszahlungen für sonstige finanzielle Vermögenswerte | –60,1 | –59,7 |
| Erhaltene Zinsen | 0,6 | 1,2 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 160,1 | – 102,4 |
| Dividendenzahlung für das Vorjahr | –8,3 | –7,9 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 10,5 | 100,5 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | –6,8 | –5,2 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gesamt | – 4,6 | 87,4 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–126,6 | –26,4 |
| Wechselkursbedingte Änderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
1,0 | 1,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar | 179,4 | 204,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember | 53,8 | 179,4 |
STANDORTE DER BIOTEST GRUPPE
DEUTSCHLAND
Biotest AG / Biotest Pharma GmbH Landsteinerstr. 5 63303 Dreieich Telefon: +49 (0) 6103 801 0 Fax: +49 (0) 6103 801 150 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.de
Plasma Service Europe GmbH Landsteinerstr. 5 63303 Dreieich Telefon: +49 (0) 6103 801 0 Fax: +49 (0) 6103 801 160 E-Mail: [email protected] Website: www.plasmaservice.de
USA
Biotest Pharmaceuticals Corporation 580 Park of Commerce Blvd., n.w. Boca Raton, FL 33487 Telefon: +1 561 989 5800 Fax: +1 561 989 5801 E-Mail: [email protected] Website: www.biotestpharma.com
BRASILIEN
Biotest Farmaceutica Ltda. Rua José Guimarães, 49 A Centro – cep: 12955-000 Bom Jesus dos Perdoes – SP Telefon: +55 114 891 1118 Fax: +55 114 891 1161 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.com
ENGLAND
Biotest UK Ltd. First Floor Park Point 17 High Street B31 2UQ Longbridge Birmingham Telefon: +44 121 733 3393 Fax: +44 121 733 3066 E-Mail: [email protected] Website: www.biotestuk.com
FRANKREICH
Biotest France SAS 45/47 rue d'Hauteville 75010 Paris Telefon: +33 1 84 17 56 20 Fax: +33 1 84 17 51 20 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest-france.com
ITALIEN
Biotest Italia S.r.l. Via Leonardo da V inci 43 20090 T rezzano sul Naviglio Telefon: +39 2 4844 2951 Fax: +39 2 4840 2068 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.it
ÖSTERREICH
Biotest Austria GmbH Einsiedlergasse 58 1053 Wien Telefon: +43 1 545 15 61 0 Fax: +43 1 545 15 61 45 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.at
SCHWEIZ
Biotest (Schweiz) AG Schützenstr. 17 5102 Rupperswil Telefon: +41 62 889 00 00 Fax: +41 62 889 00 01 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.ch
SPANIEN
Biotest Medical, S.L.U. C/Frederic Mompou, nº 5, 6º 3ª A 08960 Sant Just Desvern, Barcelona Telefon: +34 121 733 3393 Fax: +34 121 733 3066 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.com.es
UNGARN
Biotest Hungaria Kft. Torbágy u. 15/A 2045 Törökbálint Telefon: +36 23 511 311 Fax: +36 23 511 310 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.hu
Plazmaszolgálat Kft. Torbágy u. 15/A. 2045 Törökbálint
Kontakt Büro: Czuczor u. 10 1093 Budapest Telefon: +36 1 323 2100 Fax: +36 1 323 2107 E-Mail: plazmaszolgalat@plazmaszolgalat
FINANZKALENDER
12. MAI 2016 Drei-Monatsbericht 2016
12. MAI 2016 Hauptversammlung
11. AUGUST 2016 Halbjahresbericht 2016
10. NOVEMBER 2016 Neun-Monatsbericht 2016 Analystenkonferenz
Eine ausführliche Darstellung der Entwicklung und der Perspektiven von Biotest enthält der Geschäftsbericht 2015. Er steht auf der Biotest-Website zum Download bereit.
Auf www.biotest.de finden Sie außerdem umfassende und aktuelle Informationen zu Unternehmen, Projekten und Märkten. Im Bereich Investor Relations können sie unter anderem alle Finanzmitteilungen sowie die Geschäfts- und Zwischenberichte einsehen.
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FOTOGRAFIE
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VFT Film & TV Produktion GmbH & Co.KG, Wiesbaden, Deutschland (Seite 16–17)
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DRUCK
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KENNZAHLEN
| 2015 | 2014 | 2013 | 2012* | 2011* | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 589,6 | 582,0 | 500,8 | 440,0 | 422,0 |
| davon: | ||||||
| Inland | Mio. € | 123,3 | 106,0 | 93,4 | 89,4 | 96,9 |
| Ausland | Mio. € | 466,3 | 476,0 | 407,4 | 350,6 | 325,1 |
| davon: | ||||||
| Therapie | Mio. € | 411,4 | 409,8 | 386,2 | 330,9 | 324,7 |
| Plasma & Services | Mio. € | 169,7 | 157,0 | 102,5 | 97 | 87,9 |
| Andere Segmente | Mio. € | 8,5 | 15,2 | 12,1 | 12,1 | 9,4 |
| EBITDA | Mio. € | 22,4 | 85,9 | 85,6 | 76,1 | 72,4 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | Mio. € | – 71,8 | 53,4 | 53,8 | 44,7 | 41,6 |
| EBIT in % vom Umsatz | % | – 12,2 | 9,2 | 10,7 | 10,2 | 9,9 |
| Ergebnis vor Steuern | Mio. € | – 74,3 | 46,9 | 47,8 | 36,5 | 28,6 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | – 82,5 | 19,2 | 32,0 | 23,1 | 18,7 |
| Aufwandstruktur: | ||||||
| Personalaufwendungen | Mio. € | 158,9 | 138,2 | 126,2 | 116,1 | 106,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | Mio. € | 98,8 | 67,2 | 64,6 | 51,4 | 49,4 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten in % vom Umsatz |
% | 16,8 | 11,5 | 12,9 | 11,7 | 11,7 |
| Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte |
Mio. € | 109,9 | 47,1 | 42,9 | 34,5 | 26,7 |
| Finanzierung: | ||||||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | Mio. € | 38,1 | –11,4 | –7,2 | 34,7 | 72,5 |
| Abschreibungen | Mio. € | 94,2 | 32,5 | 31,8 | 31,4 | 30,8 |
| Eigenkapital (am 31. Dezember) | Mio. € | 412,3 | 480,2 | 460,7 | 369,4 | 346,7 |
| Eigenkapitalquote (am 31. Dezember) | % | 42,8 | 46,5 | 52,0 | 54,1 | 50,8 |
| Bilanzsumme (am 31. Dezember) | Mio. € | 962,7 | 1.032,6 | 886,5 | 682,3 | 682,8 |
| Mitarbeiter in Vollzeitstellen (am 31. Dezember) |
Anzahl | 2.271 | 2.158 | 1.997 | 1.727 | 1.662 |
| Ergebnis je Aktie | € | – 2,10 | 1,46 | 2,57 | 1,94 | 1,57 |
* fortgeführte Geschäftsbereiche
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