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Biotest AG Interim / Quarterly Report 2016

Jun 30, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Biotest AG

Dreieich

Halbjahresbericht zum 30.06.2016

KENNZAHLEN

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BIOTEST GRUPPE 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung in %
Umsatzerlöse Mio. € 306,1 287,7 6,4
davon:
Inland Mio. € 54,5 61,5 - 11,4
Ausland Mio. € 251,6 226,2 11,2
davon:
Therapie Mio. € 203,3 196,3 3,6
Plasma & Services Mio. € 99,1 87,0 13,9
Andere Segmente Mio. € 3,7 4,4 - 15,9
EBITDA Mio. € 30,7 17,6 74,4
Betriebsergebnis (EBIT) Mio. € 18,2 2,3 691,3
EBIT in % vom Umsatz % 5,9 0,8 -
Ergebnis vor Steuern Mio. € 13,9 2,1 561,9
Ergebnis nach Steuern Mio. € 7,7 - 2,2 450,0
Finanzierung
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Mio. € 49,6 31,2 59,0
Abschreibungen Mio. € 12,5 15,3 - 18,3
30. Juni 2016 31. Dezember 2015
Eigenkapital Mio. € 416,7 412,3 1,1
Eigenkapitalquote % 42,4 42,8 -
Mitarbeiter in Vollzeitstellen Anzahl 2.340 2.271 3,0

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT ZUM 30. JUNI 2016

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

I. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Die Biotest Gruppe mit Sitz in Dreieich, Deutschland, ist ein international tätiger Anbieter biologischer Arzneimittel.

Aktuell im Verkauf befindliche Präparate sowie Neuentwicklungen werden dabei sowohl aus menschlichem Blutplasma gewonnen

wie auch mithilfe biotechnologischer Verfahren hergestellt. Hauptindikationsgebiete für die Anwendung sind die Hämatologie,

die Klinische Immunologie sowie die Intensivmedizin.

Forschungs- und Entwicklungsarbeit betreibt die Biotest Gruppe in allen drei Indikationsgebieten. Biotest deckt dabei von

der präklinischen und klinischen Entwicklung - welche bei einigen Entwicklungsprojekten in Kooperation mit internationalen Partnern durchgeführt wird - bis hin zur weltweiten Vermarktung alle wesentlichen Stufen der Wertschöpfungskette ab.

A. SEGMENTE DER BIOTEST GRUPPE

Operativ gliedert sich das Unternehmen in die Segmente Therapie, Plasma & Services und Andere Segmente. Das Segment Therapie beinhaltet die Produkte und Entwicklungsprojekte, die den drei genannten Indikationsgebieten zugeordnet sind. Plasmaverkauf und Lohnherstellung werden im Segment Plasma & Services zusammengefasst. Im Segment Andere Segmente berichtet Biotest über das Geschäft mit Handelswaren sowie bereichsübergreifende Kosten, die nicht den Segmenten Therapie oder Plasma & Services

zugeordnet werden.

B. PERSONAL

Am 30. Juni 2016 waren, umgerechnet auf Vollzeitstellen, 2.340 Personen bei der Biotest Gruppe beschäftigt.

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahrs 2015 mit 2.271 Vollzeitstellen erhöhte sich die Personenanzahl damit um 3,0 %.

II. KONZERNSTRATEGIE

Im Mittelpunkt der Strategie von Biotest steht weiterhin die klare Fokussierung auf die Vermarktung und Weiterentwicklung

von Plasmaproteinen. Neben der konsequenten Fortführung der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentriert sich

das Unternehmen mit seinen Zulassungs- und Vermarktungsaktivitäten auf die weitere Internationalisierung

und die Diversifizierung des Portfolios.

Um am globalen Marktwachstum auch in Zukunft teilzuhaben, baut die Biotest Gruppe ihre Kapazitäten am Unternehmenssitz

in Dreieich aus. Mit dem Projekt Biotest Next Level werden das Produktportfolio erweitert, die Profitabilität gesteigert und die Produktionskapazitäten mehr als verdoppelt.

III. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG (ALLGEMEIN)

Im Rahmen der Unternehmensstrategie bilden Forschung und Entwicklung unter anderem die Basis für das zukünftige Wachstum der Biotest Gruppe. In diesem Bereich wird durch die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten erhebliches Potenzial erschlossen. Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind die Plasmaproteine. Biotest verfolgt außerdem aktiv das Ziel, im Bereich der monoklonalen Antikörper Produkte gemeinsam mit Partnern zu entwickeln. Nach Abschluss der laufenden Studien wird Biotest weitere Aktivitäten nur zusammen mit einem Partner vorantreiben. Hierdurch sollen Entwicklungsrisiken reduziert sowie Entwicklungskosten vermindert werden.

Eine detaillierte Auflistung des Fortschritts der im ersten Halbjahr 2016 ausgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist im Kapitel "Forschung und Entwicklung" des Wirtschaftsberichts abgebildet.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

In Deutschland entwickelt sich die wirtschaftliche Lage nach wie vor äußerst solide. Die wirtschaftliche Aktivität nahm in den ersten drei Monaten 2016 saisonal bereinigt um 0,7 % zu.1 Das stabile Preisniveau, die steigende Beschäftigung und zunehmende Einkommen der privaten Haushalte ermöglichten einen weiteren Anstieg der privaten Konsumausgaben. Konjunkturell stützend haben auch die staatlichen Ausgaben für die Versorgung der in Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge vor allem aus den Krisengebieten im Nahen Osten gewirkt.2 Nach dem positiven Start in das Jahr 2016 dürfte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Vierteljahr dennoch etwas verlangsamt haben. Für das Gesamtjahr 2016 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 %.3

In Europa hat sich die wirtschaftliche Erholung im ersten Halbjahr 2016 ebenfalls fortgesetzt. Für den Euroraum geht die Europäische Kommission in ihrer Frühjahrsprognose von einem Wachstum von 1,6 % für das Jahr 2016 und von 1,8 % für das Jahr 2017 aus.4 Allerdings warnen erste Konjunkturforscher bereits vor einem schwächeren Wirtschaftswachstum für 2016 und 2017 aufgrund des Volksentscheids in Großbritannien, die Europäische Union zu verlassen.5

Die globalen Rahmenbedingungen trüben sich weiter ein. Der Internationale Währungsfonds korrigierte seine Wachstumsprognose für das Jahr 2016 zuletzt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 % nach unten.6 Insgesamt seien die Unsicherheiten für die Weltwirtschaft gestiegen, so die IWF-Experten. Die größten Risiken seien weitere Finanzmarktturbulenzen, dauerhaft niedrige Ölpreise, eine starke Abschwächung der Konjunktur in China sowie nicht ökonomische Schocks wie geopolitische Konflikte, Terrorismus, Flüchtlingsbewegungen oder globale Epidemien. Den niedrigen Ölpreis werten die Ökonomen als Hindernis für die Weltwirtschaft, weil die positiven Effekte für die Importländer die negative Wirkung auf die Exportländer nicht kompensieren können.7

In den Vereinigten Staaten hat sich das Expansionstempo im ersten Halbjahr 2016 verlangsamt. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde von 2,6 % auf 2,4 % nach unten korrigiert.8 Für 2017 rechnen die Ökonomen des IWF jetzt sogar mit einer Schrumpfung um 0,1 %. Unter den Schwellenländern haben sich die Aussichten für Russland und Brasilien stark verschlechtert. Einzig China wird positiver gesehen. Die starke Binnennachfrage und ein robustes Wachstum des Dienstleistungssektors werden die rückläufige Industrieproduktion stärker als erwartet kompensieren.

Aufgrund des weltweit hohen medizinischen Bedarfs an Plasmaproteinprodukten ist die Biotest Gruppe grundsätzlich nur in geringem Maße von den globalen Konjunkturzyklen abhängig. Dennoch können Auswirkungen auf das operative Geschäft, insbesondere durch lokale Krisen, nicht ausgeschlossen werden.

1 BMWI (2016), Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2016, Berlin, S.1

2 BMWI (2016), Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2016, Berlin, S.1

3 BMWI (2016), Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2016, Berlin, S.1

4 European Commission (2016), European Economic Forecast. Spring 2016, Institutional Paper 25, S. 1

5 Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) (2016), Report 115, Juni 2016

6 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, April 2016

8 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, April 2016

II. BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Immunglobuline und Albumine, die umsatzstärksten Produkte der Biotest Gruppe, zeigen ein stabiles Wachstum. Das gilt sowohl für die etablierten Märkte wie die USA und Europa als auch für die weiteren Regionen der Welt. Als langfristigen Zielkorridor erwarten Industrie-Experten bspw. für den Markt der intravenösen Immunglobuline (IVIG) einen globalen Anstieg der nachgefragten Menge von jährlich rund 6 - 7 %.9 Um den Nachfragezuwachs befriedigen zu können, sammelt die Industrie verstärkt Source Plasma. So sind beispielsweise die Plasmasammlungen in den USA im Jahr 2015 um 8 % gestiegen.10 Mit der steigenden Plasmasammelmenge bereitet sich die Industrie auch auf die zusätzlichen Fraktionierkapazitäten vor.

Die EU-Preise für intravenöse Immunglobuline (IVIG) liegen weiter deutlich unter dem Preisniveau in den Vereinigten Staaten.11 Zwar sind die Preisniveaus in beiden Regionen stabil, aufgrund der Wechselkursentwicklung ist der Preisabstand jedoch größer geworden, sodass EU-Präparate derzeit rund 40 % weniger als vergleichbare US-Präparate kosten. Der deutsche Markt hat sich im ersten Quartal 2016 mengenmäßig positiv entwickelt, die Durchschnittspreise lagen knapp unterhalb des Vorjahresniveaus.12 Im Zuge des Marktwachstums für intravenöse Immunglobuline (IVIG) in Deutschland konnte das Biotest-Präparat Intratect® im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum seine Umsätze im öffentlichen Verschreibungsmarkt etwas ausbauen, während die Mengen im Krankenhausbereich aufgrund niedriger Preise zurückgenommen wurden. Insgesamt konnte damit das Intratect®-Preisniveau im deutschen Markt leicht gesteigert werden.

Das Wachstum des globalen Albuminmarkts wird jährlich auf 4 % bis zum Jahr 2020 geschätzt.13 Die Nachfrage nach Humanalbuminen übersteigt leicht das Angebot, was allgemein die Preise in vielen Ländern anhebt.14 In Deutschland und Österreich sind die Preise allerdings leicht rückläufig.

Auch der Bedarf an plasmatischen Faktor VIII-Produkten nimmt weiterhin zu. Das Wachstum wird vor allem durch die sich in Schwellenländern zunehmend etablierenden Faktor VIII-Therapien getrieben. In vielen dieser Länder haben Hämophilie-Patienten derzeit noch keinen Zugang zu einer Therapie mit Gerinnungsfaktoren. Bis zum Jahr 2020 wird für den Weltmarkt ein Wachstum von 2 % p. a. bei den plasmatischen Faktor VIII-Präparaten vorausgesagt.15 Der rekombinante Sektor wird maßgeblich von der Einführung neuer Faktor VIII-Präparate geprägt, die den Wettbewerb verschärfen und so den Preisdruck im Gesamtmarkt deutlich erhöhen könnten. In einzelnen Hochvolumenmärkten ist der steigende Preisdruck zudem auch auf Staatstender zurückzuführen. Bei diesen öffentlichen Ausschreibungen wird oft nur das Medikament mit dem günstigsten Preis zum Vertrieb im jeweiligen Land zugelassen.

9 Goldman Sachs: Morgan Stanley: Plasma Market Tracker No. 54 (6. April 2016)

10 PPTA (2016)

11 Goldman Sachs: IPPC 2016: Plasma product market healthy (29. März 2016)

12 IMS Health Deutschland, Stand: März 2016, Insight Health, Stand März 2016

13 Biotest Market Research based on MRB (2015)

14 Goldman Sachs: IPPC 2016: Plasma product market healthy (29. März 2016)

15 Biotest Market Research based on MRB (2015)

III. GESCHÄFTSVERLAUF

A. AUF EINEN BLICK

Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete die Biotest Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 306,1 Mio. €. Das entspricht einer Erhöhung um 6,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (287,7 Mio. €).

Die Märkte Nordamerika sowie Mittlerer Osten und Afrika trugen am deutlichsten zu dem Erlösanstieg bei. Die stärksten Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielte das Unternehmen aber in der Region Mittel- und Südamerika.

Das EBIT auf Konzernebene konnte im ersten Halbjahr 2016 auf 18,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahreszeitraum: 2,3 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug 5,9 % nach 0,8 % im Vorjahreszeitraum. Während Biotest im Segment Therapie im Vorjahreszeitraum mit - 11,2 Mio. € noch einen Verlust beim EBIT verzeichnete, fiel das operative Ergebnis mit 0,4 Mio. € in den ersten sechs Monaten 2016 positiv aus. Im Segment Plasma & Services stieg das EBIT um 25,5 % auf 18,7 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 14,9 Mio. €). Das EBIT im Segment Andere Segmente erreichte - 0,9 Mio. € nach - 1,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 wird sich der im Januar 2016 abgeschlossene Kooperationsvertrag mit Kedrion Biopharma Inc., USA, positiv auswirken. Kedrion Biopharma Inc. wird bis Ende 2022 exklusiv den Vertrieb von Bivigam® in den USA übernehmen und garantiert Biotest die Abnahme von Mindestmengen. Aus der Kooperation erwartet Biotest im Geschäftsjahr 2016 eine Ergebnisverbesserung in Höhe von 4 bis 5 Mio. USD.

Im ersten Halbjahr 2016 hat Biotest die Phase-II-Studie mit IgM Concentrate detailliert ausgewertet und die Daten beim ISICEM-Kongress in Brüssel bekanntgegeben. Demnach konnte die relative Mortalität einer Patientenuntergruppe um mehr als 50 % reduziert werden.

Im März 2016 wurden zudem die Studienergebnisse der Studie ZEUS (Zutectra Early Use) publiziert. Kurz darauf wurde in Deutschland mit dem frühzeitigen Einsatz von Zutectra® begonnen. In weiteren europäischen Märkten laufen die Verhandlungen über die Erstattung mit den Kostenträgern.

Im ersten Halbjahr 2016 wurden für Pentaglobin® beeindruckende Ergebnisse bei der Behandlung von spenderspezifischen Antikörpern nach Lungentransplantationen publiziert. Darüber hinaus ergab eine retrospektive Analyse der griechischen Sepsisgesellschaft (HSSG), dass Pentaglobin® einen signifikanten Überlebensvorteil bei schweren Infektionen, die durch multiresistente Keime verursacht wurden, zeigt.

Im zweiten Quartal 2016 gab Biotest außerdem die Eröffnung des vierten ungarischen Plasmasammelzentrums in Györ sowie die Eröffnung eines neuen Plasmasammelzentrums in Brookings, South Dakota, USA, bekannt. Damit verfügt Biotest insgesamt über zwölf Plasmasammelstationen in Europa sowie neunzehn Stationen in den USA und sichert sich somit eine langfristige Plasmaversorgung.

B. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Kosten für Forschung und Entwicklung reduzierten sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2016 um 35,2 % auf 26,0 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 40,1 Mio. €). Hier spiegelt sich die Reduktion der Aktivitäten im Bereich der monoklonalen Antikörper wider. Die Entwicklungsprojekte der Biotest Gruppe sind detailliert im Geschäftsbericht 2015 ab Seite 16 im Kapitel "Forschung und Entwicklung" des Konzernlageberichts aufgeführt.

Biotest konnte darüber hinaus bei einigen Projekten im ersten Halbjahr 2016 entscheidende Fortschritte erzielen.

Indikationsgebiet Hämatologie

Indatuximab Ravtansine (BT-062): In der laufenden Phase-I/II-Studie (Nr. 983), in der die Sicherheit und Wirksamkeit von Indatuximab Ravtansine (BT-062) in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason untersucht werden, wurde die Rekrutierung der insgesamt 47 Patienten abgeschlossen. In dem Erweiterungsarm der Studie, der die Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason untersucht, konnten alle 17 Patienten eingeschlossen und die Rekrutierung damit beendet werden. In beiden Behandlungsarmen befinden sich weiterhin Patienten in laufender Behandlung. Die bisherigen Studienergebnisse zeigen eine sehr gute Verträglichkeit und Effektivität.

Im Rahmen der Phase-I/IIa-Studie (Nr. 989), in der Patienten mit dreifach negativem metastasierendem Brustkrebs sowie Patienten mit metastasierendem Blasenkarzinom mit Indatuximab Ravtansine (BT-062) behandelt werden, wurde die Dosiseskalation abgeschlossen und die maximale tolerierte Dosis definiert. Für den zweiten Teil der Studie läuft die Rekrutierung. In der Studie wurden bereits 35 Patienten mit Indatuximab Ravtansine (BT-062) behandelt.

Indikationsgebiet Klinische Immunologie

BT-063: Die Behandlung im ersten Teil der IIa-Studie (Nr. 990) von Patienten, die an Systemischem Lupus Erythematodes (SLE) erkrankt sind, konnte im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Die Patienten erhielten über einen Behandlungszeitraum von drei Monaten entweder BT-063 oder Plazebo. Im dritten Quartal 2016 werden die Daten aus der Interimsanalyse zum Teil 1 der Studie erwartet. Diese Daten dienen als Grundlage für die abschließende Planung des zweiten Studienteils.

IgG Next Generation: Zur Behandlung primärer Immundefizienzen, sekundärer Antikörpermangelsyndrome sowie mehrerer Autoimmunerkrankungen wird das Immunglobulin G-Produkt IgG Next Generation entwickelt. Für dieses Projekt wurde ein komplett neuer Produktionsprozess mit deutlich höherer Ausbeute und weiter verbesserten Produkteigenschaften entwickelt. IgG Next Generation wird als globales Produkt und "Masterprodukt" für die neue Biotest Next Level-Produktionsanlage langfristig die beiden bestehenden Produkte Intratect® und Bivigam® ablösen. Im zweiten Quartal wurden zwei Zulassungsstudien für IgG Next Generation zur Genehmigung bei Behörden in mehreren Ländern eingereicht: Zum einen eine Phase-III-Studie (Nr. 991) zur Behandlung von Patienten mit primären Immundefizienzen (PID) und zum anderen eine Phase-III-Studie (Nr. 992) zur Behandlung der Immunthrombozytopenie (ITP).

Civacir®: In der Phase-III-Studie mit Civacir® ist die Behandlungs- und Nachbeobachtungsphase der Patienten beendet worden. Es wurden keine neuen Reinfektionen beobachtet und die zuvor berichteten positiven Daten konnten bestätigt werden. Dennoch rechnet Biotest nach einer im letzten Jahr durchgeführten Marktforschung nur noch mit stark verringerten Marktchancen infolge der neu eingeführten, hochwirksamen Virostatika, die die Reinfektionsrate auf unter 10 % absenken. Außerdem wird bei ihnen jetzt auch der Einsatz kurz nach der Lebertransplantation geprüft. Nach Beendigung der Studie werden die Ergebnisse der Phase-III-Studie dem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Es ist geplant, die weiteren Entwicklungsschritte zu Civacir® nur gemeinsam mit einem Partner durchzuführen.

Tregalizumab (BT-061): Derzeit prüft Biotest in vorklinischen Modellsystemen, in welchen alternativen Indikationen Tregalizumab (BT-061) Potenzial haben könnte.

Indikationsgebiet Intensivmedizin

IgM Concentrate: Im Indikationsgebiet Intensivmedizin konnte die Phase-II-Studie mit IgM Concentrate bei Patienten mit schwerer ambulant erworbener Lungenentzündung (sCAP) mit guten Ergebnissen im Jahr 2015 beendet werden. Es zeigte sich eine außergewöhnliche relative Reduktion der Mortalität bei einer Patientenuntergruppe (Patienten mit einer wesentlichen Erhöhung von Entzündungsmarkern) von mehr als 50 %. Im Rahmen der Vorbereitung der Phase-III-Studie in sCAP laufen derzeit Beratungsgespräche mit den entsprechenden internationalen Gesundheitsbehörden.

Pentaglobin®: Im ersten Halbjahr 2016 wurden für Pentaglobin® beeindruckende Ergebnisse bei der Behandlung von spenderspezifischen Antikörpern nach Lungentransplantationen publiziert. In einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover wurde eine relative Reduktion der Sterblichkeit von über 70 % bei den mit Pentaglobin® behandelten Patienten erzielt. Darüber hinaus belegte eine retrospektive Analyse der griechischen Sepsisgesellschaft (HSSG), dass Pentaglobin® einen signifikanten Überlebensvorteil bei schweren Infektionen, die durch multiresistente Keime verursacht wurden, zeigt. Bei Infektionen mit einer nachgewiesenen Antibiotikaresistenz senkte eine ergänzende Therapie mit Pentaglobin® die relative Mortalität um 33 %. Biotest sieht für die Zukunft großes Potenzial von Pentaglobin® für den Einsatz gegen antibiotikaresistente Keime.

Fibrinogen: Für das in der Entwicklung befindliche Präparat Fibrinogen wurde die Rekrutierung im ersten Teil der klinischen Phase-I/II-Studie (Nr. 984) im Jahr 2015 beendet. Dabei wurde ermittelt, wie sich das Präparat im Körper von Patienten verhält. Im weiterlaufenden Teil der Studie werden Patienten nach Bedarf, z. B. bei schweren Blutungen oder Operationen, behandelt. Das Paul-Ehrlich-Institut genehmigte kürzlich die Erweiterung dieser Studie zu einer Phase-III-Studie mit dem bisherigen Behandlungsplan und höherer Patientenzahl. Auf Basis der Ergebnisse dieser Studie kann die Arzneimittelzulassung für den angeborenen Fibrinogenmangel beantragt werden. Für den erworbenen Fibrinogenmangel laufen derzeit Abstimmungsgespräche für ein Studienkonzept für die Phase III mit den entsprechenden internationalen Gesundheitsbehörden.

C. MARKETING UND VERTRIEB

Indikationsgebiet Klinische Immunologie

Fovepta®, ein Hyperimmunglobulin für Neugeborene, wird unmittelbar nach der Geburt eingesetzt und bietet einen effektiven Schutz für Kinder von Müttern, die an Hepatitis B erkrankt sind. Im Mai 2016 erfolgten die Markteintritte in Saudi Arabien und Libyen. Darüber hinaus werden 2016 Zulassungen in Brasilien und weiteren Ländern erwartet.

Im April 2016 wurde die Haltbarkeitsverlängerung von Intratect® von 24 auf 36 Monate europaweit genehmigt. Im ersten Quartal 2016 hat Biotest die Zulassung von Intratect® 50 g/l (5 % ig) in Brasilien erhalten. Intratect® 50 g/l (5% ig) wurde im Mai 2016 erstmals nach Libyen verkauft. Auch in Slowenien konnten erste Umsätze mit dem Produkt erzielt werden. Nach dem Launch im ersten Quartal 2016 konnten erste Absätze in Indonesien erzielt werden. Im Juni 2016 wurde Intratect® 100 g/l (10% ig) erstmals in Portugal eingeführt.

Im Dezember 2015 hat die Europäische Kommission die Genehmigung für den frühzeitigen Einsatz des Hepatitis-B-Hyperimmunglobulins Zutectra® nach Lebertransplantationen erteilt. Während die Behandlung mit Zutectra® bislang erst 6 Monate nach einer Lebertransplantation begonnen werden konnte, ist ab sofort der Einsatz von Zutectra® bereits eine Woche nach der Transplantation möglich. In Deutschland wurde mit dem frühzeitigen Einsatz von Zutectra® nach Lebertransplantationen bereits begonnen. In weiteren europäischen Märkten laufen die Verhandlungen über die Erstattung mit den Kostenträgern. Mit den Markteinführungen und der Erstattung in weiteren europäischen Ländern wird noch im Jahr 2016 gerechnet. In Frankreich sind die Absätze mit Zutectra® weiterhin auf Wachstumskurs. Weitere Zulassungen von Zutectra® in Ländern außerhalb Europas (Brasilien, Golfstaaten und Saudi-Arabien) werden für 2016 erwartet.

Eine umfassende Aufarbeitung aktueller Literatur unterstreicht, dass der prophylaktische Einsatz von Cytotect® einen positiven Einfluss sowohl auf das Gesamtüberleben der Patienten nach Transplantation als auch auf die Gesundheit und Funktionsfähigkeit der transplantierten Organe hat. Die Erfahrungen der Experten und der herangezogenen Literatur deuten darauf hin, dass Patienten bei der Behandlung einer CMV-Erkrankung und damit assoziierter Komplikationen, wie beispielsweise Pneumonitis oder Resistenzbildung gegen gängige antivirale Medikamente, von einer Kombination von Cytotect® mit CMV-spezifischen Virostatika profitieren können.16 Basierend auf diesen Ergebnissen plant Biotest, in Kürze eine umfangreiche retrospektive Datenanalyse zum Einsatz von Cytotect® nach Herz- und Lungentransplantationen zu starten. Des Weiteren hat Cytotect® die Zulassung in den Niederlanden erhalten.

16 Transplantation, März 2016, Supplement 3, S. 1 - 18

Indikationsgebiet Intensivmedizin

Für die Biotest-Produkte Albiomin® 5 % und 20 % ist der Vermarktungsbeginn in der Schweiz für das zweite Halbjahr 2016 geplant.

Pentaglobin® wurde im ersten Quartal 2016 erfolgreich in Brasilien eingeführt.

Indikationsgebiet Hämatologie

Das plasmatische Faktor VIII-Präparat Haemoctin® zeigt weiterhin ein stabiles Wachstum im deutschen Markt. Wichtige Märkte sind des Weiteren Nordafrika, die Türkei und Asien. Die erste Studie zum Vergleich des Hemmkörperbildungsrisikos zwischen plasmatischen und rekombinanten Faktor VIII-Präparaten bei zuvor unbehandelten Hämophilie A-Patienten (SIPPET) zeigt einen deutlichen Vorteil der plasmatischen Präparate, die wie Haemoctin® den Von-Willebrand-Faktor besitzen. Die SIPPET-Studie ist die größte Studie, die bisher in der Hämophilie durchgeführt wurde, und könnte mittel- bis langfristig die Nachfrage nach Haemoctin® steigern.

Plasma & Services

Im ersten Halbjahr 2016 hat Biotest zwei neue Plasmasammelstationen eröffnet, und zwar in Brookings, South Dakota, USA, und in Györ, Ungarn. Biotest verfügt damit insgesamt über zwölf Plasmasammelstationen in Europa sowie neunzehn Stationen in den USA und sichert sich so eine langfristige Plasmaversorgung.

IV. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

A. ERTRAGSLAGE

Im ersten Halbjahr 2016 erwirtschaftete die Biotest Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 306,1 Mio. €. Das entspricht einer Zunahme um 6,4 % verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Umsatzsteigerungen konnten sowohl im Segment Therapie (+ 3,6 %) als auch im Segment Plasma & Services (+ 13,9 %) erzielt werden.

UMSATZ NACH SEGMENTEN

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in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung in %
Therapie 203,3 196,3 3,6
Plasma & Services 99,1 87,0 13,9
Andere Segmente 3,7 4,4 - 15,9
Biotest Gruppe 306,1 287,7 6,4

Im Heimatmarkt Deutschland erzielte Biotest Umsatzerlöse von 54,5 Mio. €. Das ist ein Rückgang von - 11,4 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, in dem in Deutschland einmalig größere Mengen Plasma verkauft wurden. Allerdings konnte die Entwicklung durch das stärkere Auslandsgeschäft kompensiert werden. Dabei erzielte Biotest in allen Auslandsmärkten Zuwächse, am stärksten in Mittel- und Südamerika (+ 39,6 %) und in der Region übriges Asien und Pazifik (+ 36,8 %). Mit einem Wachstum von 11,1 % verlief die Entwicklung in den USA ebenfalls positiv. In der Region Mittlerer Osten und Afrika stiegen die Umsätze um 13,3 % auf 62,3 Mio. €. Insgesamt verschob sich die Umsatzverteilung des Konzerns im ersten Halbjahr in Richtung des Auslandsmarktes. So generierte Biotest von Januar bis Juni 2016 82,2 % der Umsätze im Ausland (Vorjahreszeitraum: 78,6 %).

UMSATZENTWICKLUNG NACH REGIONEN 1. HALBJAHR 2016

Die Herstellkosten stiegen in den ersten sechs Monaten 2016 moderat auf 211,7 Mio. € nach 195,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist in erster Linie auf die produzierten Mehrmengen zurückzuführen. Die Marketing- und Vertriebskosten sanken absolut und in Relation zum Umsatz. Mit 30,1 Mio. € (Anteil am Umsatz: 9,8 %) lagen sie unter dem Vorjahresniveau von 34,1 Mio. € (Anteil am Umsatz: 11,9 %). Die geringeren Marketing- und Vertriebskosten sind insbesondere auf den neuen Kooperationsvertrag mit Kedrion Biopharma Inc. zurückzuführen.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf 20,2 Mio. €. Ihr Anteil am Umsatz lag mit 6,6 % über dem Vorjahresniveau von 5,9 %.

Die Ausgaben für Forschung- und Entwicklung reduzierten sich von 40,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 26,0 Mio. €. Der Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz lag im ersten Halbjahr bei 8,5 % (Anteil am Umsatz im Vorjahreszeitraum: 13,9 %). Die höheren Forschungs- und Entwicklungskosten im Vorjahreszeitraum resultierten insbesondere aus der gesteigerten Produktion klinischer Prüfware und den Aufwendungen für die Vorproduktion von Tregalizumab (BT-061).

Aufgrund der reduzierten Aufwendungen erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich von 2,3 Mio. € auf 18,2 Mio. €. Vergangenes Jahr hatten gleich mehrere Faktoren das EBIT belastet: Im Wesentlichen waren dies höhere F&E-Aufwendungen im Segment Therapie und Leerkosten aufgrund der gedrosselten Produktion von Bivigam®.

WESENTLICHE GuV-POSITIONEN DER BIOTEST GRUPPE*

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in Millionen € 1. Halbjahr 2016 in % vom Umsatz 1. Halbjahr 2015 in % vom Umsatz
Herstellungskosten - 211,7 69,2 - 195,0 67,8
Marketing- und Vertriebskosten - 30,1 9,8 - 34,1 11,9
Verwaltungskosten - 20,2 6,6 - 16,9 5,9
Forschungs- und Entwicklungskosten - 26,0 8,5 - 40,1 13,9
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 0,1 0,0 0,7 0,2
Finanzergebnis - 4,3 1,4 - 0,2 0,1

* Aufwendungen sind mit einem negativen Vorzeichen gekennzeichnet

Das EBIT im Segment Therapie stieg im ersten Halbjahr 2016 auf 0,4 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 11,2 Mio. €). Im Segment Plasma & Services erhöhte sich das operative Ergebnis um 25,5 % auf 18,7 Mio. €. Verantwortlich für diesen Erfolg sind deutlich gestiegene Plasmaumsätze in den USA. Das EBIT im Segment Andere Segmente lag bei - 0,9 Mio. € nach - 1,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Im ersten Halbjahr 2016 betrug das Finanzergebnis - 4,3 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 0,2 Mio. €). Im Vorjahreszeitraum hatte die schwächere Entwicklung des US-Dollar für Währungsgewinne gesorgt, was im ersten Halbjahr 2016 nur in geringem Umfang der Fall war. Für die Biotest Gruppe ergibt sich daraus ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 13,9 Mio. €, nach 2,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern (EAT) betrug 7,7 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 2,2 Mio. €). Somit erhöhte sich das Ergebnis je Aktie von - 0,05 € auf + 0,19 € im Berichtszeitraum.

ERGEBNISKENNZAHLEN DER BIOTEST GRUPPE

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in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung in %
EBIT 18,2 2,3 + 691,3
EBT 13,9 2,1 + 561,9
EAT 7,7 - 2,2 + 450,0
Ergebnis je Aktie (€) 0,19 - 0,05 + 480,0

B. VERMÖGENSLAGE

Zum Stichtag 30. Juni 2016 stieg die Bilanzsumme des Konzerns gegenüber dem 31. Dezember 2015 von 962,7 Mio. € auf 981,9 Mio. €.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte deutlich von 375,9 Mio. € zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 427,8 Mio. € zum 30. Juni 2016. Ausschlaggebend hierfür war ein Anstieg der Sachanlagen, der hauptsächlich auf das Kapazitätserweiterungsprojekt Biotest Next Level am Standort Dreieich zurückzuführen ist. Die Sachanlagen stiegen um 15,9 % auf 367,8 Mio. € zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: 317,2 Mio. €).

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2015 und betrugen insgesamt 554,1 Mio. € (31. Dezember 2015: 586,8 Mio. €). Wesentlicher Grund ist der Rückgang der sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zum Stichtag 51,8 Mio. € betrugen (31. Dezember 2015: 120,8 Mio. €). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verdoppelten sich hingegen und beliefen sich auf 114,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 53,8 Mio. €), was sich durch das planmäßige Auslaufen von Wertpapieren begründet. Diese Mittel stehen nun wie geplant für die weiteren Investitionen im Rahmen des Projekts Biotest Next Level zur Verfügung.

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2016 sind 86,2 % der Aktiva durch Eigenkapital oder langfristiges Fremdkapital finanziert, was die gesunde und nachhaltige Finanzierungsstruktur der Biotest Gruppe belegt.

Bei den Passiva erhöhte sich das Eigenkapital im Vergleich zum 31. Dezember 2015 leicht auf 416,7 Mio. € (31. Dezember 2015: 412,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote erreichte zum Stichtag 42,4 %. Das Fremdkapital erhöhte sich leicht auf 565,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 550,4 Mio. €). Dabei stieg insbesondere das kurzfristige Fremdkapital und hier wiederum die Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen. Diese summierten sich auf 57,8 Mio. € (31. Dezember 2015: 53,1 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen auf jetzt 34,0 Mio. € zu (31. Dezember 2015: 31,8 Mio. €).

C. FINANZLAGE

Der positive Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2016 49,6 Mio. €. Das ist eine Erhöhung um 59,0 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Positiv zu der Entwicklung beigetragen hat neben dem positiven Betriebsergebnis auch die Reduktion des Working Capitals, ausgelöst durch die geringeren Forderungen und Vorräte.

Im Berichtszeitraum lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit bei 7,9 Mio. €, nach - 113,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. In dieser Position kamen in Folge des Auslaufens von Wertpapieren insbesondere Zuflüsse aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten und aus Finanzanlagen in Höhe von 70,0 Mio. € zum Tragen (Vorjahreszeitraum: Abfluss in Höhe von 85,7 Mio. €). Bereinigt um diese Position betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit - 62,1 Mio. € nach - 27,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag in den ersten sechs Monaten 2016 bei 3,1 Mio. € nach - 1,2 Mio. € in der Vergleichsperiode.

D. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES UNTERNEHMENS

Die Biotest Gruppe hat von Januar bis Juni 2016 umsatzseitig ihren Wachstumskurs fortgesetzt. So konnten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 % gesteigert werden. Der operative Cashflow summierte sich auf 49,6 Mio. €. Insgesamt verfügt die Biotest Gruppe damit über die Ressourcen, um das operative Geschäft und die Forschungs- und Entwicklungsarbeit planmäßig voranzutreiben.

Zusätzliches Gewinnpotenzial für die Zukunft bieten die bereits erfolgten oder bevorstehenden Markteintritte von Plasmaprotein-Präparaten in weiteren lukrativen Regionen sowie mittel- und langfristig die potenziellen Weiterentwicklungen im Bereich der monoklonalen Antikörper in Verbindung mit Partnerschaften.

Die im Zuge der im Jahr 2013 erfolgreich durchgeführten Kapitalmaßnahmen nachhaltig gestärkte Finanzlage sowie die ausgewogene Finanzierungsstruktur bilden ein solides Fundament für das geplante künftige Wachstum der Biotest Gruppe.

C. NACHTRAGSBERICHT

Das Landgericht Darmstadt hat am 14. Juli 2016 eine ehemalige Biotest-Repräsentantin in Russland zu einer Haftstrafe von 5 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts hat sich die ehemalige Mitarbeiterin in den Jahren 2007 - 2011 der Beihilfe zur Untreue und der Steuerhinterziehung schuldig gemacht. Ihr Ehemann wurde zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Revision vor dem Bundesgerichtshof ist möglich. Das Unternehmen hatte der ehemaligen Mitarbeiterin 2013 gekündigt.

Das Unternehmen wird die schriftliche Urteilsbegründung abwarten, um auf dieser Grundlage etwaige finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen zu prüfen.

Am 3. August 2016 hat das Finanzamt Offenbach am Main der Biotest AG geänderte Bescheide über Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2005 bis 2008 zugestellt. Die Änderungen wurden mit dem Verweis auf die Ermittlungen der Steuerfahndung und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Zusammenhang mit dem Russland-Geschäft der Biotest AG begründet. Daraus ergeben sich Steuer- und Zinsforderungen in einer Gesamthöhe von zirka 20 Mio. €.

Die Gesellschaft wird die Bescheide von ihren steuerlichen Beratern prüfen lassen. Nach unserer ersten Einschätzung steht das Vorgehen der Finanzbehörde im Widerspruch zur kürzlich veröffentlichten höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zum Betriebsausgabenabzug.

D. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

I. PROGNOSEBERICHT

A. ERWARTETE ENTWICKLUNG DES MARKTUMFELDS

Laut aktuellen Studien wird die weltweite Nachfrage nach Immunglobulinen (IgG) in den kommenden Jahren weiter um jährlich 7 % zunehmen.17 Die Preise dieser Präparate haben sich im Jahr 2015 zwar weitgehend konstant entwickelt, jedoch sind einige Regionen und Distributionskanäle derzeit von steigendem Preisdruck gekennzeichnet.18 Dies liegt unter anderem auch an zusätzlichen Fraktionierkapazitäten, die bei den verschiedenen Plasmafirmen weltweit entstehen und nach und nach in den Markt kommen. Auch für 2016 wird mit einem zusätzlichen Angebot gerechnet, was sich erneut negativ auf die Preise auswirken könnte. Der Preisdruck wird sich erwartungsgemäß nur vorübergehend bemerkbar machen. Aufgrund des positiven Marktwachstums wird die Nachfrage wieder nachziehen, sodass mittelfristig mit einem Ausgleich gerechnet wird.19

Bei plasmatischen Gerinnungsfaktoren rechnet die Biotest Gruppe mit einer Zunahme des Weltmarktvolumens um etwa 2 % pro Jahr bis 2020.20 Daneben birgt der Vertriebsbeginn von Albiomin® 20 % in China mittelfristig neue Absatzpotenziale in einem Markt, für den bis 2020 ein durchschnittliches Wachstum von 10 % pro Jahr vorhergesagt wird.21 Im Rahmen neuer sowie der Verlängerung bestehender Zulassungen werden in allen Produktgruppen bis zum Jahr 2018 weitere Anstiege prognostiziert.

Im Bereich der monoklonalen Antikörper könnten sich für die Biotest Gruppe noch Potenziale ergeben. Präparate zur Behandlung des Multiplen Myeloms (Biotest-Entwicklungsprojekt Indatuximab Ravtansine (BT-062)) erlösten im Jahr 2015 einen weltweiten Umsatz in Höhe von ungefähr 8 Mrd. USD. Zudem bietet die Adressierung verschiedener solider Tumore durch Indatuximab Ravtansine (BT-062), bei einer Zulassung für entsprechende Indikationen, zusätzliches Absatzpotenzial, das wir aber nur gemeinsam mit einem Partner realisieren können.

17 Biotest Market Research based on MRB (2015)

18 IMS Health (2015), Goldman Sachs (18 May 2015): Global: Medical Technology- Medical Supplies: Industry structure to support demand, pricing; Buy CSL, GRLS

19 Goldman Sachs (18 May 2015): Global: Medical Technology-Medical Supplies: Industry structure to support demand, pricing; Buy CSL, GRLS

20 Biotest Market Research based on MRB (2015)

21 MRB (2015)

B. ERWARTETE ENTWICKLUNG DER BIOTEST GRUPPE

Umsatz und Ergebnis

Der Vorstand erwartet für das Jahr 2016 einen Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Die Profitabilität wird im Jahr 2016 von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Die weiter steigenden Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen werden zusätzliche Ausgaben in diesem Bereich in Höhe von 3 bis 5 Mio. € notwendig machen.

Die Belastungen aus dem begonnenen Expansionsprojekt Biotest Next Level werden im Jahr 2016 auf 10 bis 15 Mio. € bzw. inklusive der Entwicklungskosten auf 40 bis 45 Mio. € geschätzt, die Kosten für die Forschung und Entwicklung im Bereich der monoklonalen Antikörper auf 12 Mio. €. Zusätzliche Belastungen ergeben sich zudem aus Leerkosten aufgrund mangelnder Kapazitätsauslastung von 10 bis 12 Mio. €.

Trotz dieser Faktoren hat Biotest am 23. März 2016 die EBIT-Prognose für das Jahr 2016 um mehr als 10 % angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein EBIT im Bereich von 33 bis 35 Mio. €. Im November 2015 hatte Biotest eine EBIT-Prognose von 30 Mio. € kommuniziert.

Daraus resultierend erwartet der Vorstand für das Jahr 2016 einen Return on Capital Employed (RoCE) in Höhe von ca. 4 % sowie trotz eines erwarteten Anstiegs des Working Capitals weiterhin einen positiven Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ohne Berücksichtigung etwaiger Steuernachzahlungen aus dem im Nachtragsbericht beschriebenen Sachverhalt.

Finanzlage

Das Hauptaugenmerk der Biotest Gruppe liegt auf einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur, sowohl im Hinblick auf das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital als auch von kurzfristiger zu langfristiger Kreditfinanzierung. Einen erheblichen Teil der in den vergangenen Jahren erhaltenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird der Konzern für das Projekt Biotest Next Level einsetzen, um die Kapazitätsausweitung am Standort Dreieich zu finanzieren. Außerdem ist die für das weitere Umsatzwachstum notwendige Ausweitung des Umlaufvermögens zu finanzieren. Für das Geschäftsjahr 2016 sind Investitionen der Biotest Gruppe im Volumen von bis zu 160 Mio. € vorgesehen, wovon ein erheblicher Teil auf das Projekt Biotest Next Level entfällt. Daneben werden aber auch weitere Investitionen bei der Biotest Pharmaceuticals Corp. (BPC) für die Erweiterung bestehender und den Aufbau neuer Plasmazentren in den USA getätigt.

Neben dem dargestellten organischen Wachstum und dessen Finanzierung können in Zukunft auch Einlizenzierungen marktnaher Produkte eine strategische Option darstellen. Für die Ausweitung der Investitionen sowie die Erhöhung des Umsatzes und der damit verbundenen Erhöhung des Working Capital stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.

II. RISIKOBERICHT

Die Risikosituation der Biotest Gruppe hat sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2015 (Seite 27 bis 33) außer dem im Folgenden dargestellten Sachverhalt nicht wesentlich verändert.

Die Produktionsstätte für Immunglobuline der Biotest Pharmaceuticals Corp. in Boca Raton, Florida, USA, hat im vierten Quartal 2014 ein Schreiben ("warning letter") von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) erhalten. Das Schreiben enthielt Bedenken hinsichtlich verschiedener Mängel, die während einer Überprüfung in 2014 beobachtet wurden und mit der Einhaltung des Qualitätssicherungsstandards der aktuellen guten Herstellungspraxis (current good manufacturing practice (cGMP) ) in der Anlage zusammenhängen. Im ersten Quartal 2016 hat die FDA eine Nachkontrolle durchgeführt und wiederum verschiedene Mängel festgestellt. Das Unternehmen arbeitet gegenwärtig eng mit der FDA zusammen, um Lösungen für alle vorgebrachten Beanstandungen zu finden, und bereitet sich auf eine Besprechung mit der FDA im August 2016 vor, um die Situation zu besprechen. Bis jetzt haben die festgestellten Probleme nicht zu einer Herstellungsunterbrechung in der Anlage geführt und die FDA gibt weiterhin dort hergestellte Chargen zum Verkauf frei.

Derzeit werden verschiedene Chargen, für die die Freigabe von der FDA noch aussteht, von dieser wegen technischer Abweichungen innerhalb des Herstellungsprozesses geprüft. In der Vergangenheit wurde vergleichbares Material von der FDA frei gegeben. Wenn von der FDA keine Freigabe erteilt wird, wird in 2016 eine Abwertung bis zu 10 Mio. € notwendig werden.

III. CHANCENBERICHT

Die Chancensituation der Biotest Gruppe hat sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2015 (Seite 33 und 34) mit Ausnahme der beschriebenen Kooperationsvereinbarung mit Kedrion Biopharma nicht wesentlich verändert.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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in Millionen € Q2 2016 Q2 2015 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
Umsatzerlöse 159,0 145,2 306,1 287,7
Herstellungskosten - 110,6 - 96,9 - 211,7 - 195,0
Bruttoergebnis vom Umsatz 48,4 48,3 94,4 92,7
Sonstige betriebliche Erträge 0,7 1,0 1,4 2,1
Marketing- und Vertriebskosten - 15,6 - 16,2 - 30,1 - 34,1
Verwaltungskosten - 10,9 - 8,7 - 20,2 - 16,9
Forschungs- und Entwicklungskosten - 12,3 - 21,5 - 26,0 - 40,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 0,7 - 0,7 - 1,3 - 1,4
Betriebsergebnis 9,6 2,2 18,2 2,3
Finanzergebnis - 0,4 - 4,3 - 4,3 - 0,2
Ergebnis vor Steuern 9,2 - 2,1 13,9 2,1
Ertragsteuern - 3,3 - 1,5 - 6,2 - 4,3
Ergebnis nach Steuern 5,9 - 3,6 7,7 - 2,2
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 5,9 - 3,6 7,7 - 2,2
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis je Aktie in € 0,14 - 0,09 0,19 - 0,05

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

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in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
Konzernperiodenergebnis 7,7 - 2,2
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe - 2,1 14,3
darauf entfallende Ertragsteuereffekte 0,0 0,0
sonstiges Ergebnis nach Steuern, das zukünftig möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert wird - 2,1 14,3
sonstiges Ergebnis nach Steuern, das zukünftig nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert wird 0,0 0,0
sonstiges Ergebnis nach Steuern - 2,1 14,3
Gesamtergebnis nach Steuern 5,6 12,1
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 5,6 12,1
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,0

BILANZ

der Biotest Gruppe zum 30. Juni 2016

AKTIVA

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in Millionen € 30. Juni 2016 31. Dezember 2015
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 43,7 44,7
Sachanlagen 367,8 317,2
Anteile an assoziierten Unternehmen 2,2 3,5
Sonstige Vermögenswerte 0,7 1,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0,9 0,8
Latente Steueransprüche 12,5 8,7
Summe langfristige Vermögenswerte 427,8 375,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorratsvermögen 203,2 218,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 172,6 173,9
Laufende Ertragsteueransprüche 0,8 5,8
Sonstige Vermögenswerte 11,3 13,8
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 51,8 120,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 114,4 53,8
Summe kurzfristige Vermögenswerte 554,1 586,8
Bilanzsumme 981,9 962,7

PASSIVA

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in Millionen € 30. Juni 2016 31. Dezember 2015
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 39,6 39,6
Kapitalrücklage 219,8 219,8
Gewinnrücklagen 149,5 235,3
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Ergebnisanteile 7,7 - 82,5
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 416,6 412,2
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,1 0,1
Summe Eigenkapital 416,7 412,3
Fremdkapital
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 73,7 72,6
Sonstige Rückstellungen 6,8 6,6
Finanzverbindlichkeiten 334,6 335,5
Sonstige Verbindlichkeiten 2,5 2,2
Latente Steuerverbindlichkeiten 12,0 7,7
Summe langfristiges Fremdkapital 429,6 424,6
Sonstige Rückstellungen 25,2 27,5
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 3,6 4,3
Finanzverbindlichkeiten 15,0 9,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57,8 53,1
Sonstige Verbindlichkeiten 34,0 31,8
Summe kurzfristiges Fremdkapital 135,6 125,8
Summe Fremdkapital 565,2 550,4
Bilanzsumme 981,9 962,7

KAPITALFLUSSRECHNUNG

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

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in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
Operativer Cashflow vor Veränderung des Working Capital 32,4 18,6
Cashflow aus Veränderung des Working Capital 21,0 26,1
Bezahlte Zinsen und Steuern - 3,8 - 13,5
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 49,6 31,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit 7,9 - 113,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3,1 - 1,2
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 60,6 - 83,4
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0 0,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 53,8 179,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 114,4 96,8
davon im Cashflow aus Investitionstätigkeit aus Veränderungen der sonstigen finanziellen Vermögenswerte 70,0 - 85,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition - 62,1 - 27,7

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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in Millionen € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumulierte Unterschiede

aus Währungs-

umrechnung
Konzernergebnis und Gewinnrücklagen Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Stand am 1. Januar 2015 33,8 225,6 19,4 201,3 480,1 0,1
Erfolgsneutrale Veränderung - - 14,3 - 14,3 -
Konzernjahresergebnis - - - - 2,2 - 2,2 -
Gesamtergebnis 0,0 0,0 14,3 - 2,2 12,1 0,0
Dividendenzahlungen - - - - 8,3 - 8,3 -
Stand am 30. Juni 2015 33,8 225,6 33,7 190,8 483,9 0,1
Stand am 1. Januar 2016 39,6 219,8 37,0 115,8 412,2 0,1
Erfolgsneutrale Veränderung - - - 2,1 - - 2,1 -
Konzernjahresergebnis - - - 7,7 7,7 -
Gesamtergebnis 0,0 0,0 - 2,1 7,7 5,6 0,0
Dividendenzahlungen - - - - 1,2 - 1,2 -
Stand am 30. Juni 2016 39,6 219,8 34,9 122,3 416,6 0,1

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in Millionen € Summe

Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2015 480,2
Erfolgsneutrale Veränderung 14,3
Konzernjahresergebnis - 2,2
Gesamtergebnis 12,1
Dividendenzahlungen - 8,3
Stand am 30. Juni 2015 484,0
Stand am 1. Januar 2016 412,3
Erfolgsneutrale Veränderung - 2,1
Konzernjahresergebnis 7,7
Gesamtergebnis 5,6
Dividendenzahlungen - 1,2
Stand am 30. Juni 2016 416,7

AUSGEWÄHLTE ANHANGSANGABEN

AUFSTELLUNGSNORM

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Dementsprechend wurde dieser Konzernzwischenbericht zum 30. Juni 2016 gemäß lAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang. Die IFRS umfassen sowohl die International Financial Reporting Standards (IFRS) und die International Accounting Standards (IAS) als auch die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) sowie die Interpretationen des Standing Interpretation Committee (SIC). Die Rechnungslegung der Biotest Gruppe basiert auf den IFRS, die auf Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2016 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind.

Dieser Konzernzwischenabschluss wurde am 11. August 2016 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER SUMME DER SEGMENTERGEBNISSE ZUM ERGEBNIS NACH STEUERN DER BIOTEST GRUPPE

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in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015
Betriebsergebnis (EBIT) 18,2 2,3
Finanzergebnis - 4,3 - 0,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 13,9 2,1
Ertragsteuern - 6,2 - 4,3
Ergebnis nach Steuern (EAT) 7,7 - 2,2

NETTOVERSCHULDUNG

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in Millionen € 30. Juni 2016 31. Dezember 2015
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 345,9 340,8
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3,7 3,8
Finanzverbindlichkeiten 349,6 344,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 114,4 53,8
Finanzmittelanlagen in sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten* 50,0 119,9
Flüssige Mittel und Finanzanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 164,4 173,7
Nettoverschuldung 185,2 170,9

* In den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten sind die kurzfristigen Anlagen freier liquider Mittel enthalten.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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Umsatzerlöse EBIT
in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung in % 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung in %
--- --- --- --- --- --- ---
Therapie 203,3 196,3 3,6 0,4 - 11,2 103,6
Plasma & Services 99,1 87,0 13,9 18,7 14,9 25,5
Andere Segmente 3,7 4,4 - 15,9 - 0,9 - 1,4 35,7
Biotest Gruppe 306,1 287,7 6,4 18,2 2,3 691,3

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Umsatzerlöse mit Dritten nach Sitz des Kunden
in Millionen € 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung in %
--- --- --- ---
Deutschland 54,5 61,5 - 11,4
Übriges Europa 84,1 82,5 1,9
USA 70,3 63,3 11,1
Mittel- und Südamerika 7,4 5,3 39,6
Mittlerer Osten und Afrika 62,3 55,0 13,3
Übriges Asien und Pazifik 27,5 20,1 36,8
Biotest Gruppe 306,1 287,7 6,4

QUARTALSVERGLEICH

nach Geschäftssegmenten

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Umsatzerlöse
in Millionen € Q2/2016 Q1/2016 Q4/2015 Q3/2015 Q2/2015
--- --- --- --- --- ---
Therapie 103,0 100,3 123,4 91,7 98,0
Plasma & Services 54,3 44,8 46,5 36,2 44,8
Andere Segmente 1,7 2,0 1,8 2,3 2,4
Biotest Gruppe 159,0 147,1 171,7 130,2 145,2

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EBIT
in Millionen € Q2/2016 Q1/2016 Q4/2015 Q3/2015 Q2/2015
--- --- --- --- --- ---
Therapie - 0,1 0,5 2,8 - 88,8 - 4,8
Plasma & Services 10,3 8,4 7,5 5,2 7,8
Andere Segmente - 0,6 - 0,3 - 0,1 - 0,7 - 0,8
Biotest Gruppe 9,6 8,6 10,2 - 84,3 2,2
Ergebnis vor Steuern 9,2 4,7 10,9 - 87,3 - 2,1

SONSTIGE ANHANGSANGABEN

Anlagespiegel - Nettodarstellung

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in Millionen € Buchwert am 31.12.2015 Investitionen Abgänge netto Abschreibungen Währungsdifferenzen Buchwert am 30.6.2016
Immaterielle Vermögenswerte 44,7 0,6 - 0,1 - 0,8 - 0,7 43,7
Sachanlagen 317,2 63,6 - 0,4 - 11,7 - 0,9 367,8
summe 361,9 64,2 - 0,5 - 12,5 - 1,6 411,5

Mitarbeiter

nach Funktionsbereichen

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Vollzeitstellen 30. Juni 2016 31. Dezember 2015 Veränderung in %
Marketing und Vertrieb 204 213 - 4,2
Verwaltung 250 265 - 5,7
Produktion 1.709 1.612 6,0
Forschung und Entwicklung 177 181 - 2,2
Biotest Gruppe 2.340 2.271 3,0

Finanzinstrumente zum 30. Juni 2016

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in Millionen € Buchwert Beizulegender Zeitwert
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 172,6 172,6
Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Forderungen 11,0 11,0
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1,0 1,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 52,7 52,7
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57,8 57,8
Finanzverbindlichkeiten 349,6 366,3
Sonstige Verbindlichkeiten 34,8 34,8
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1,7 1,7

FAIR VALUE HIERARCHIE

Die Finanzinstrumente, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind gemäß IFRS 7.27A in eine dreistufige Hierarchie der Zeitwertermittlung einzuordnen. Die Stufe spiegelt jeweils die Marktnähe der bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einbezogenen Daten wider. Die Stufen der Fair Value Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

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Stufe 1: notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte

oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten,
Stufe 2: andere Informationen als notierte Marktpreise,

die direkt (zum Beispiel Preise) oder indirekt (zum Beispiel abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind, und
Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Um die Anforderungen zu den Angaben über die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Fair Value Hierarchie festgelegt.

Die Fair Values von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten annahmegemäß ihren Buchwerten.

Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, sind keine Marktpreise direkt beobachtbar. Die Bewertungen dieser Positionen erfolgen auf Basis von beobachtbaren Marktinformationen am Emissionszeitpunkt und Standard-Zinskurven. Die Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchiestufe 2.

Bei den derivativen finanziellen Vermögenswerten wird eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven vorgenommen. Die Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchiestufe 2.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der nach den einzelnen Währungen betrachteten Credit-Spread-Kurve bestimmt.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wurde das Counterparty-Risiko mittels eines Add on-Verfahrens berücksichtigt. Ferner erfolgte eine Berücksichtigung des Währungsbasisspreads.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Die Biotest Gruppe unterhält zu berichtende Beziehungen zu dem assoziierten Unternehmen BioDarou PJ.S. Co., Teheran, Iran, sowie zu dessen Tochterunternehmen Plasma Gostar Pars PJ.S, Teheran, Iran.

Die beiden Gesellschaften erwarben in den ersten sechs Monaten von Biotest Waren und Dienstleistungen in Höhe von 6,7 Mio. €. Die Forderungen von Biotest gegenüber der BioDarou PJ.S. Co. und der Plasma Gostar Pars PJ.S. betragen zum 30. Juni 2016 10,1 Mio. €. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der BioDarou PJ.S. Co. aus geleisteten Anzahlungen auf zukünftige Warenlieferungen in Höhe von 1,7 Mio. €.

Die Kreissparkasse Biberach führt als nahe stehendes Unternehmen der Biotest Gruppe im Rahmen des Long Term Incentive-Programms die Depots der Mitarbeiter.

Außer diesen Geschäftsbeziehungen gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Das Landgericht Darmstadt hat am 14. Juli 2016 eine ehemalige Biotest-Repräsentantin in Russland zu einer Haftstrafe von 5 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts hat sich die ehemalige Mitarbeiterin in den Jahren 2007 - 2011 der Beihilfe zur Untreue und der Steuerhinterziehung schuldig gemacht. Ihr Ehemann wurde zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Revision vor dem Bundesgerichtshof ist möglich. Das Unternehmen hatte der ehemaligen Mitarbeiterin 2013 gekündigt.

Das Unternehmen wird die schriftliche Urteilsbegründung abwarten, um auf dieser Grundlage etwaige finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen zu prüfen.

Es wurden zwei weitere Plasmapheresezentren eröffnet und zwar am 27. Juli 2016 in Clemson, South Carolina, USA, sowie am 29. Juli 2016 in Szeged, Ungarn.

Am 3. August 2016 hat das Finanzamt Offenbach am Main der Biotest AG geänderte Bescheide über Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2005 bis 2008 zugestellt. Die Änderungen wurden mit dem Verweis auf die Ermittlungen der Steuerfahndung und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Zusammenhang mit dem Russland-Geschäft der Biotest AG begründet. Daraus ergeben sich Steuer- und Zinsforderungen in einer Gesamthöhe von zirka 20 Mio. €.

Die Gesellschaft wird die Bescheide von ihren steuerlichen Beratern prüfen lassen. Nach unserer ersten Einschätzung steht das Vorgehen der Finanzbehörde im Widerspruch zur kürzlich veröffentlichten höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zum Betriebsausgabenabzug.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Erklärung entsprechend § 37y Nr. 1 WpHG in Verbindung mit §§ 297 Abs. 2 Satz 3 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dreieich, den 11. August 2016

Biotest Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Dr. Bernhard Ehmer Dr. Michael Ramroth Dr. Georg Floß
Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

FINANZKALENDER

10. NOVEMBER 2016

Quartalsmitteilung zum 30. September 2016

10. NOVEMBER 2016

Analystenkonferenz

30. MÄRZ 2017

Geschäftsbericht 2016

30. MÄRZ 2017

Bilanzpressekonferenz 2016

11. MAI 2017

Quartalsmitteilung zum 31. März 2017

11. MAI 2017

Hauptversammlung

14. AUGUST 2017

Halbjahresbericht 2017

14. NOVEMBER 2017

Quartalsmitteilung zum 30. September 2017

14. NOVEMBER 2017

Analystenkonferenz

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Biotest AG

Landsteinerstr. 5

63303 Dreieich

Deutschland

www.biotest.de

IR Kontakt

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Telefon +49-6103-801-4406

Fax +49-6103-801-347

[email protected]

PR Kontakt

Dirk Neumüller

Telefon +49-6103-801-269

[email protected]

KONZEPTION, GESTALTUNG UND PROJEKTMANAGEMENT

Scheufele Hesse Eigler

Kommunikationsagentur GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland

REDAKTION UND LEKTORAT

cometis AG

Wiesbaden, Deutschland

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts Gültigkeit. Biotest beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.

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