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Biotest AG Annual Report 2014

Jul 7, 2015

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Annual Report

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NACHDENKEN. WEITERDENKEN. NEUDENKEN. | Biotest aG 2014

Inhaltsverzeichnis

  • 2 Interview mit dem Vorstand
  • 6 Höhepunkte des Geschäftsjahrs 2014
  • 8 NACH DEN KEN . WEITER DEN KEN . NEUDEN KEN .
  • 26 Die Biotest-Aktie
  • 28 2014 im Überblick
  • 29 Facts & Figures 2014
  • 30 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 31 Bilanz
  • 32 Kapitalflussrechnung
  • 33 Standorte der Biotest Gruppe
  • 34 Kontakt/Impressum/Finanzkalender
  • 35 Kennzahlen

"Wir sind ein innovatives Unternehmen, unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit von heute sind die Produkte und damit die Ergebnisse von morgen."

NACH-DENKEN. WEITER-DENKEN. NEU-DENKEN.

"2015 ist fü r uns alle bei Biotest ein spannendes und richtungsweisendes Jahr."

2014 konnte die Biotest Gruppe erneut einen Umsatzrekord erzielen. Was waren die Treiber für diese Entwicklung?

Dr. Ramroth: Mit einem Umsatzanstieg von 16% auf jetzt 582 Mio. Euro haben wir unsere selbstgesteckten Ziele für 2014 deutlich übertroffen. Verantwortlich für diese Entwicklung war insbesondere das umsatzstarke vierte Quartal, hier konnten wir unter anderem in Asien von einer hohen Nachfrage nach unseren innovativen Produkten profitieren. In den USA sorgten zudem Plasmaverkäufe für steigende Erlöse.

Dr. Ehmer: Dabeihabenwirindenmeisten Produktgruppendie Umsätze ausgebaut. Insbesondere unsere Hepatitis B-Präparate und Albumine wurden weltweit stärker nachgefragt. Um den wachsenden Bedarf zu decken, hatten wir bereits im vergangenen Jahr die Produktionskapazitäten für Albumin am Standort Dreieich verdoppelt.

Dr. Floß: Somit war 2014 auch aus Sicht der Produktion ein erfolgreiches Jahr. Wir haben unsere Prozesse in Dreieich weiter optimiert und konnten damit unsere Effizienz erneut steigern. Dies und die konstant hohe Auslastung in Dreieich waren die Voraussetzungen für den deutlichen Umsatzanstieg.

Ergebnisseitig konnte Biotest hingegen nicht an die Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen. Welche Gründe spielten hier eine Rolle?

Dr. Ramroth: Ein Grund für die schwächere Ergebnisentwicklung war der geringe Absatz des Immunglobulins Bivigam® in den USA. Aufgrund des starken Wettbewerbs verlief die Vermarktung hier nicht so, wie wir es geplant hatten. Zusätzlich sorgten auch die politischen Krisen zum Beispiel in Russland für Gegenwind. Diese Entwicklungen sowie der anhaltende Preisdruck in einzelnen Produktbereichen und Regionen führten dazu, dass wir die Margen aus dem Vorjahr nicht erneut erzielen konnten.

Dr. Ehmer: Daneben haben wir 2014 allerdings auch kräftig in unsere Zukunft investiert. Aufgrund des Fortschritts der klinischen Studien haben wir unsere Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr erhöht. So wurde die Produktion von klinischem Prüfmaterial vorgezogen, die ursprünglich erst für das Folgejahr eingeplant war. Wir sind ein innovatives Unternehmen, unsere Forschungsarbeit von heute sind die Produkte und damit die Ergebnisse von morgen. Und trotz dieser zusätzlichen Kosten haben wir eine EBIT-Marge von 9% erreicht.

Eines der wichtigen Forschungsprojekte ist Civacir®. Was waren hier die wesentlichen Fortschritte?

Dr. Ehmer: Die Zwischendaten aus unserer Phase-III-Studie mit Civacir® waren sicherlich ein Highlight 2014. Das Präparat wird für die Behandlung von Hepatitis-C-Patienten nach einer Lebertransplantation geprüft. Die vorläufigen Daten geben Hinweise, dass Civacir® die Reinfektionsrate nach der Transplantation deutlich senken kann. Im vierten Quartal 2015 wollen wir die endgültigen Ergebnisse präsentieren. Damit wird Civacir® eines der entscheidenden Projekte des laufenden Geschäftsjahres.

Im April haben Sie erste Daten aus der TREAT 2b-Studie mit dem monoklonalen Antikörper Tregalizumab (BT-061) veröffentlicht. Keine der drei untersuchten Dosisgruppen zeigte eine signifikante Verbesserung gegenüber der aktuellen Standardtherapie. Was bedeuten diese Ergebnisse für Biotest?

Dr. Ehmer: Diese initialen Daten waren für uns alle, den Vorstand, die Mitarbeiter, die Aktionäre und die Investoren natürlich enttäuschend. Es handelt sich aktuell um eine Auswertung nach 12 Wochen Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit Tregalizumab (BT-061). Die gesamte Studie ist auf 24 Wochen angelegt, zudem werden Patienten in einer bis zu sechsmonatigen Verlängerungsphase behandelt. Daher werden wir in den kommenden Wochen noch große Mengen an Daten auswerten und die Erkenntnisse intensiv mit anerkannten Rheumaexperten und unserem Kooperationspartner AbbVie analysieren und diskutieren. Erst dann wird auch das weitere Vorgehen festgelegt und es wäre verfrüht, das Projekt bereits jetzt als gescheitert zu bezeichnen.

"Wir sind von unserer Innovationskraft und der Wertigkeit unserer Produkte und Projekte überzeugt. Sie bilden die Grundlage für die aktuellen und zukünftige Erfolge."

Dr. Bernhard Ehmer

Planmäßig voran ging es hingegen mit Indatuximab Ravtansine (BT-062)…

Dr. Ramroth: Bei diesem Wirkstoff, der aktuell unter anderem bei Patienten mit Multiplem Myelom getestet wird, stehen Ende 2015 Studiendaten an. Sind die Ergebnisse positiv, erwarten wir, dass sich unser Partner ImmunoGen für eine Entwicklungsund Vermarktungskooperation mit uns entscheiden wird.

Dr. Floß: Die Fortschritte bei den monoklonalen Antikörpern stellen klar unsere Vielseitigkeit unter Beweis: Biotest ist sowohl bei Plasmaprodukten als auch bei biotechnologischen Arzneimitteln hervorragend positioniert.

Wichtige klinische Daten und mögliche Meilenstein-Zahlungen – werden 2015 also die Weichen für die kommenden Jahre gestellt?

Dr. Ehmer: Ja, das laufende Jahr entscheidet mit über die Ausrichtung von Biotest in der Zukunft. Die Umsatzmilliarde ist unser klares Ziel für 2020, das wir allein durch die Kapazitätsverdopplung im Rahmen von "Biotest Next Level" erreichen können. Neben den bereits erwähnten Civacir® und Indatuximab Ravtansine (BT-062) treiben wir weitere Forschungsprojekte voran. Sollten unsere Studien und auch die weitere Entwicklungsarbeit – beispielsweise mit dem IgM Concentrate, ein Präparat gegen schwere bakterielle Infektionen, oder der möglichen Anwendung von BT-062 bei soliden Tumoren – positiv verlaufen, stünde ein weiterer Wachstumssprung bevor. 2015 ist für uns alle bei Biotest bereits jetzt ein spannendes und richtungsweisendes Jahr.

Als internationales Pharmaunternehmen mit Produktion in Deutschland und den USA ist Biotest mit hohen regulatorischen und rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Was bedeutet das für das Unternehmen?

Dr. Ehmer: Wir arbeiten in einem ethischen, hoch regulierten Umfeld. Daher unterliegen wir zu Recht einer engmaschigen Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Im vergangenen Jahr hat unser US-Werk in Boca Raton einen sogenannten "Warning Letter" der FDA erhalten. Wir haben unverzüglich Maßnahmen eingeleitet, um die Anforderungen der Behörden zu adressieren. Daneben haben wir verschiedene Adjustierungen der Qualitätsprozesse vorgenommen, um maximale Qualitätssicherheit unserer Produktionsprozesse zu gewährleisten. Es ist mir sehr wichtig zu betonen, dass die in den USA vermarkteten Produkte sicher sind und waren, denn die Sicherheit der Patienten steht für Biotest uneingeschränkt im Vordergrund.

Die Börse hat Ihre Geschäftsentwicklung 2014 honoriert. Die Nachrichten zu Tregalizumab (BT-061) sorgten 2015 allerdings für einen deutlichen Rücksetzer. Was dürfen die Aktionäre für das laufende Jahr von Biotest erwarten?

Dr. Ehmer: Wir wollen 2015 mit den etablierten Produkten weiter wachsen. Biotest ist und bleibt ein solides Investment. Mögliche Rückschläge gehören zur Arbeit eines forschenden Pharmaunternehmens. Unsere Pipeline ist gut gefüllt, die weiteren Projekte stehen für erhebliche Werte. So werden wir auch im laufenden Jahr weiter kräftig in unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit investieren. Mit einem Anteil dieser Aufwendungen am Umsatz von aktuell 11,5 % liegen wir deutlich über

"Biotest ist sowohl bei Plasmaprodukten als auch bei biotechnologischen Arzneimitteln hervorragend positioniert."

Dr. Georg Floß

"Mit unserem Kerngeschäft wollen wir im laufenden Jahr unseren Umsatz weiter steigern."

Dr. Michael Ramroth

dem Branchendurchschnitt. Wir sind von unserer Innovationskraft und der Wertigkeit der Projekte überzeugt, denn sie bilden die Grundlage für zukünftige Erfolge. Diese sollen sich mittelfristig auch in unserem Aktienkurs widerspiegeln.

Dr. Ramroth: Mit unserem Kerngeschäft wollen wir im laufenden Jahr unseren Umsatz weiter steigern – voraussichtlich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Dabei werden wir auch 2015 verstärkt in unsere Forschungsprojekte investieren, mit fortschreitender Studiendauer steigt hier der Kapitalbedarf. Unsere EBIT-Entwicklung wird insbesondere von den Entscheidungen bei BT-061 stark beeinflusst. Ohne diese Effekte peilen wir mit unserem Kerngeschäft ein EBIT im Bereich von etwa 50 Mio. Euro an. Dieser Betrag könnte sich um 25 – 30 Mio. Euro reduzieren, wenn die weitere Entwicklung von BT-061 komplett eingestellt werden würde.

Herr Dr. Ehmer, seit dem 1. Januar 2015 sind Sie Vorstandsvorsitzender bei Biotest und folgen damit auf eine lange und erfolgreiche Zeit von Herrn Prof. Dr. Schulz. Was ist für Sie das Besondere an Biotest, woraus ziehen Sie die Motivation für Ihre tägliche Arbeit?

Dr. Ehmer: Biotest-Produkte helfen Menschen weltweit. Dies gibt unserer täglichen Arbeit einen Sinn. Diesen Weg auch in Zukunft mitgestalten zu können, sehe ich als Privileg und großen persönlichen Antrieb. Dabei bin ich von der hohen Fachkompetenz und der tollen Zusammenarbeit der Biotest-Mitarbeiter fasziniert. Alle ziehen hier an einem Strang, um neue Produkte zu entwickeln und bestehende noch besser zu machen. Deshalb stehe ich hinter dem eingeschlagenen Weg, die Zukunft des Unternehmens durch Investitionen in Forschung und Entwicklung langfristig zu sichern – und dabei gleichzeitig profitabel zu arbeiten.

Dr. Bernhard Ehmer Dr. Michael Ramroth Dr. Georg Floß

> 7 / Mai

0,57 €

Dividende zahlte die Biotest aG 2014 je stammaktie

0,63 €

je aktie schüttete die Biotest aG an Inhaber der vorzugsaktien aus

> 10 / November

"Die vorläufigen Daten unserer US-amerikanischen Civacir®-Studie sind sehr vielversprechend. Sollten sich diese bestätigen, könnte das ein Durchbruch in der Hepatitis C-Behandlung sein."

proF. Dr. GreGor schUlz

12 / November

5 / November

> Höhepunkte des Geschäftsjahrs 2014

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27 / März

Erste Behandlung eines Patienten zur Anwendung von Indatuximab Ravtansine (BT-062) gegen Brust- und Blasenkrebs im Rahmen einer Phase-I/IIa-Studie.

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7 / Mai

Die Hauptversammlung der Biotest AG beschließt eine Dividende von 0,57 Euro je Stammaktie (+ 14% gegenüber dem Vorjahr) und 0,63 Euro je Vorzugsaktie (+ 12,5% gegenüber dem Vorjahr).

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9 / Juli

Dr. Bernhard Ehmer wird zum neuen Vorstand der Biotest AG bestellt und löst mit Wirkung zum 1. Januar 2015 Prof. Dr. Gregor Schulz als CEO ab.

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9 / September

Abschluss der Patientenrekrutierung für TREAT 2b, die größte Studie der Biotest-Unternehmensgeschichte. Seit November 2013 wurden mehr als 300 Patienten in die Studie eingeschlossen. Die Entwicklung des monoklonalen Antikörpers Tregalizumab (BT-061) gegen rheumatoide Arthritis wird von Biotest in Kooperation mit AbbVie durchgeführt.

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24 / Oktober

Im Rahmen des Fachkongresses "World ADC" in San Diego, USA, werden Ergebnisse präklinischer Untersuchungen präsentiert, die das Potenzial von Indatuximab Ravtansine (BT-062) bei soliden Tumoren unterstreichen.

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5 / November

Erhalt der Zulassung von Albumin 20% für China, dem weltweit zweitgrößten Markt für Arzneimittel.

10 / November

Sehr gute Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie mit dem Hepatitis-C-Hyperimmunglobulin Civacir® in den USA. Die auf dem Kongress der American Association for the Study of Liver Disease (AASL D) in Boston, USA, vorgestellten vorläufigen Daten zeigen eine gute Wirksamkeit zur Reinfektionsprophylaxe nach Lebertransplantation. So wurden in der Behandlungsgruppe mit der höchsten Civacir®-Dosierung keinerlei Reinfektionen beobachtet.

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12 / November

Biotest erhält Baugenehmigung für die Ausweitung der Produktionskapazität am Standort Dreieich.

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18 / November

Auf der Jahrestagung des "American College of Rheumatology" in Boston, USA, stellt Biotest neue präklinische Daten zu Tregalizumab (BT-061) vor, welche das Behandlungskonzept bei Mono- und Kombinationstherapie bestätigen: Proinflammatorische Zytokine, die in hoher Konzentration bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten auftreten, sowie das Begleitmedikament Methotrexat haben keinen negativen Einfluss auf den Wirkmechanismus von Tregalizumab (BT-061).

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9 / Dezember

Vielversprechende Ergebnisse zur Wirksamkeit von Indatuximab Ravtansine (BT-062) bei Multiplem Myelom in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason werden auf der 56. Jahrestagung der"American Society of Hematology" vorgestellt. Diese zeigen einen klinischen Nutzen bei allen Patienten sowie vollständige Remissionen der Tumore bei einzelnen Patienten.

> NACH DENKEN. WEITER DENKEN. NEU DENKEN.

>

Nachdenken ist für Biotest das Engagement für den Menschen, das für uns die Maxime unseres Handelns darstellt. Jeder Mitarbeiter, jede Entwicklung und jeder Prozessschritt sind darauf ausgelegt, anderen das Leben zu erleichtern oder zu retten. Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt, auch deshalb engagieren wir uns vielfältig für die Weiterbildung, den Einklang von Beruf und Familie, die Ausbildung und das soziale und kulturelle Miteinander.

>

Weiterdenken heißt bei uns, das Bewährte ständig zu überprüfen und – wo möglich – besser zu machen. Die Biotest-Produkte helfen teilweise schon seitJahrzehnten Patienten auf der ganzen Welt. Dennoch bemühen wir uns ständig, diese weiterzuentwickeln, um durch neue Darreichungsformen, verbesserte Wirkstoffe oder ertragreichere Produktionsverfahren unser Produktportfolio immer weiter zu optimieren.

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Neudenken bedeutet für Biotest die permanente Ideensuche. Stillstand ist Rückschritt, vor allem in einem sich ständig verändernden Umfeld. In unserer langen Historie haben wir schon manches Mal bewiesen, dass wir bereit sind neue und innovative Wege einzuschlagen. So betreten wir unter anderem mit unseren monoklonalen Antikörpern ein weiteres Mal Neuland – mit immensem Potenzial für die Zukunft.

"neuartiges" Prinzip mit zielgerichteter Wirku ng – Neuartige Tu morbekämpfung mit Indatuximab Ravtansine (BT-062)

Die monoklonalen Antikörper sind der Blick in die Zukunft von Biotest. Hinter den kompliziert klingenden Namen wie Tregalizumab (BT-061), Indatuximab Ravtansine (BT-062) oder einfach nur BT-063 verbergen sich Wirkstoffe, die sich sowohl durch die Art ihrer Herstellung als auch durch ihre Anwendungsbereiche deutlich von allen aktuellen Biotest-Produkten unterscheiden.

Fast wären diese Entwicklungen mitihrem teilweise immensen Potenzial allerdings gar nicht bei Biotest gelandet. Es war das Jahr 2003 als sich das Unternehmen im Umbruch befand. Das Ziel des gerade neu gestarteten Biotest-CEO s Prof. Dr. Gregor Schulz war die Fokussierung des Konzerns auf die Kernbereiche, nämlich die Herstellung und den Verkauf von Plasmaprodukten. Da passte die Tochtergesellschaft Diaclone SAS , Besançon, Frankreich, mit der Spezialisierung auf diagnostische Antikörper nicht mehr optimal in das Portfolio. Prof. Schulz erkannte das Potenzial der Vorläufer-Antikörper von BT-061, BT-062 und BT-063, sicherte die Rechte für die therapeutische Nutzung und ließ die Forschung bei Biotest fortführen. Ein Glücksgriff, wie sich bald herausstellen könnte.

Besonders interessant ist aktuell die Entwicklung von Indatuximab Ravtansine (BT-062), denn mit seinem Einsatzgebietin der Onkologie könnte es später einmal einer ganzen Reihe von Patienten das Leben erleichtern, oder sogar retten. BT-062 ist eines der komplexesten Biotest-Projekte. Nur durch ein kompetentes, interdisziplinäres Team konnte es gelingen, dieses Projekt bis in die Phase II in einer für Biotest neuen Indikation, dem Multiplen Myelom, voranzutreiben.

Dr. Christoph Uherek, der maßgeblich die präklinische Entwicklung mit Indatuximab Ravtansine (BT-062) prägte, beschreibt die Entwicklungsarbeit mit dem Wirkstoff: "Das Besondere an monoklonalen Antikörpern ist, dass sie speziell an bestimmte Bausteine auf der Oberfläche ihrer Zielzellen, sogenannte Rezeptoren, binden können, das klassische Schlüssel-Schloss-Prinzip. Unser Antikörper BT-062 ist der Schlüssel, der exakt in jene Schlösser passt, die besonders häufig auf den Zellen des Multiplen Myeloms, einem aggressiven Knochenmarkkrebs, vorkommen." Diese spezifische Bindung an den CD 138 genannten Rezeptor wurde schon in frühen Versuchen mit dem BT-062-Vorgänger B-B4 herausgefunden. Damit konnten mit dem Antikörper zuverlässig Krebszellen des Multiplen Myeloms (siehe Schaubild S. 13) markiert werden.

Um die Tumorzellen nicht nur zu erkennen, sondern auch wirkungsvoll zu zerstören, bedurfte es eines weiteren Schrittes: Der Verbindung mit einem Zellgift (Toxin), das nach dem "Andocken" an die Krebszelle gemeinsam mit dem Antikörper in diese eindringt, sie an der unkontrollierten Teilung hindert und zum Absterben bringt. Zur Herstellung dieses Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (antibody drug conjugate (ADC)) schloss Biotest im Jahr 2006 mit dem US-amerikanischen Biotech-Unternehmen ImmunoGen Inc., Waltham, MA, USA, eine Kooperation ab. ImmunoGen ist eine derführenden Entwicklungsfirmen bei der ADC-Technologie, zudem verfügt der Kooperationspartner über verschiedene Zellgifte, die wirkungsvoll Krebszellen zerstören. Zunächst wurde der Antikörper chimärisiert (siehe Faktenbox), danach wurde in ausgiebigen Laborversuchen die beste Kombination mit den verfügbaren Toxinen überprüft. Mit diesem optimierten Wirkstoff begann im Jahr 2008 die erste klinische

Chimärisierung eines Antikörpers

Die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs beginnt im Labor: Im sprichwörtlichen Reagenzglas (in vitro) werden die ersten Versuche und Tests auf Zellebene durchgeführt

  • Der nächste Schritt sind geeignete Tierversuche. In Tumormodellen (zumeist in Mäusen) wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffs im lebenden Organismus getestet

  • Für eine Anwendung im Menschen muss der Antikörper genetisch so verändert werden, dass zwar die Wirksamkeit erhalten bleibt, es aber zu keinen Abwehrreaktionen im menschlichen Körper kommt

  • Dazu wird der Antikörper chimärisiert hierbei wird ein Großteil der Mausbestandteile gegen die entsprechenden menschlichen Elemente ausgetauscht

> entWIcKlUnG Bt-062

Anwendungsmöglichkeiten von BT-062

  • Indatuximab Ravtansine (BT-062) wird aktuell sowohl zur Behandlung vom Multiplen Myelom als auch für verschiedene solide Tumorarten wie Brust- und Blasenkrebs in klinischen Studien getestet

  • Der Grund für die Vielseitigkeit ist die Tatsache, dass BT-062 an ein spezielles Eiweiß bindet, das auf den Zelloberflächen genau dieser Krebsarten besonders häufig vorkommt

  • Das Multiple Myelom ist eine bösartige, äußerst aggressive Krebserkrankung des Knochenmarks, für die es bislang keine Heilung gibt

  • Bösartige, solide Tumore sind Krebserkrankungen, die in unterschiedlichen Organen ihren Ursprung haben und sich im gesamten Körper ausbreiten können

  • Als Behandlung wird häufig die Chemotherapie eingesetzt. Diese hat aufgrund ihrer breitflächigen Wirkung allerdings eine Reihe von teils starken Nebenwirkungen

Kooperation mit ImmunoGen Inc.

  • ImmunoGen Inc. mit Sitz in Waltham, Massachusetts (USA), ist ein 1981 gegründetes Biotech-Unternehmen, das vor allem in der Entwicklung von Therapien gegen verschiedene Krebserkrankungen aktiv ist

  • Mit einer selbstentwickelten Technologie zur Verbindung von Antikörpern und Wirkstoffen (sogenanntes antibody-drug-conjugate (ADC)) entwickelt ImmunoGen eigene Medikamente und hat diese Technologie auch an andere Pharmaunternehmen auslizensiert

  • Seit 2006 arbeitet Biotest mit ImmunoGen bei der Entwicklung von BT-062 zusammen: Biotest liefert den spezifisch an Tumorzellen bindenden Antikörper, ImmunoGen die Technologie zur Kopplung sowie das Zellgift zur Zerstörung der Tumorzellen

Studie mit Patienten, die am Multiplen Myelom erkrankt sind. Dr. Thomas Häder, zuständig für die klinische Entwicklung von BT-062, erzählt: "In dieser Phase-I-Studie wurde zunächst die Sicherheit und Verträglichkeit des Wirkstoffs getestet. Darüber hinaus konnten wir aber auch schon ermutigende Rückschlüsse auf eine Wirksamkeit unseres Präparats ziehen."

Und auch wenn eine mögliche Markteinführung damals noch in weiter Ferne lag, wurden die Weichen für den Vertrieb früh gestellt: Sowohl in den USA als auch in der EU wurde für BT-062 der "Orphan Drug Status" erteilt (siehe Faktenbox S. 17). Hiermit haben die Zulassungsbehörden anerkannt, dass es einen großen medizinischen Bedarf für unseren Wirkstoff gibt. Biotest erhält so die Möglichkeit, den späteren Wirkstoff über bestimmte Zeiträume exklusiv zu vermarkten.

Nach den ersten Erfolgen konnte das Studienprogramm in den Folgejahren ausgeweitet werden: 2010 wurde die erste Studie mit Mehrfachgabe des Wirkstoffs gestartet, 2012 begann eine Kombinationsstudie. Dabei wurde BT-062 gemeinsam mit verschiedenen, bereits für die Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassenen Präparaten verabreicht. Es konnte gezeigt werden, dass die Kombination der Therapien zu einer deutlichen Verstärkung des Effekts führte – bei weiterhin guter Verträglichkeit.

Und noch eine aufsehenerregende Erkenntnis fiel in diese Zeit: Präklinische Daten zeigten, dass BT-062 auch gegen verschiedene solide Tumore wie Brust- und Blasenkrebs wirksam sein kann. Das war ein weiterer Meilenstein für Biotest. Somit könnten zukünftig erheblich mehr Patienten von einer Behandlung mit BT-062 profitieren. Im Jahr 2014 wurden nun die ersten Patienten mit metastasiertem Brust- und Blasenkrebs in einer Phase-I/IIa-Studie behandelt.

Das Projektteam unter der Leitung von Dr. Katrin Bernöster bereitet derzeitintensiv die Phase III im Multiplen Myelom vor: "Sei es Transfer und Upscale der Antikörper- und Konjugatproduktion, das klinische Konzept für die Phase-III-Studie oder auch die Abstimmung des weiteren Entwicklungsprogramms mit den Behörden – das Jahr 2015 wird entscheidend sein, um das Potenzial dieses Projektes voll zu heben und hoffentlich vielen Krebskranken in Zukunft ein wirksames und sehr gut verträgliches Medikament zur Verfügung stellen zu können." ⁄.

> WIrKmechanIsmUs Bt-062

KreBszelle KreBszelle Antikörper Zellgift abgestorbene Krebszelle schrItt 1 Indatuximab Ravtansine (BT-062) ist ein sogenanntes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, eine Kombination aus monoklonalem Antikörper und hochwirksamem Zellgift (Toxin), das gezielt Krebszellen vernichten kann. schrItt 2 BT-062 bindet nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip exakt an das Eiweiß molekül, das besonders häufi g auf der Oberfl äche von Zellen des Multiplen Myeloms vorkommt. Über diese Verbindung wird BT-062 von der Krebszelle aufgenommen. schrItt 3 Im Inneren der Krebszelle wird das Toxin freigesetzt und aktiviert. Dadurch wird die Krebszelle an der Teilung gehindert und stirbt ab.

Toxin wird aktiviert

>

Civacir® – Ei n neuartiger Ansatz bei d er Behandlung von Hepatitis-C-Patienten

Das Jahr 2007 war ein richtungsweisendes für die Biotest AG: Im September übernahm Biotest den Geschäftsbereich "Biologics" der US-amerikanischen Nabi Biopharmaceutical Corp. – damit war der Eintritt in den größten Pharmamarkt der Welt geschafft. Und durch die Übernahme sicherte sich Biotest auch gleich ein Entwicklungsprodukt, das aktuell in der Phase III der klinischen Erprobung steht: Civacir®.

Das Grundprinzip der Wirkungsweise ist seit dem Jahr 2007 unverändert: Civacir® ist ein sogenanntes Hyperimmunglobulin, in dem Antikörper zur Neutralisierung des Hepatitis-C-Virus in hoher Konzentration und Vielfalt vorhanden sind. Der damals erworbene Produktkandidat befand sich in der klinischen

> Phase IIb. Im Laufe der Jahre haben wir die Formulierung, aber auch den Herstellungsprozess von Civacir® immer weiter verbessert. Noch in diesem Jahr steht mit der Veröffentlichung der entscheidenden Phase-III-Ergebnisse ein weiterer Meilenstein an. Auf dem internationalen Fachkongress der American Association for the Study of Liver Disease (AASL D) konnten im Jahr 2014 erstmals Daten aus der laufenden Phase-III-Studie vorgestellt werden. Weitere Zwischenergebnisse aus der S tudie, die auf dem EASL-Kongress in Wien, Österreich, im April 2015 vorgestellt wurden, sind vielversprechend. Mittlerweile sind bereits mehr als zwei Drittel der Patienten in die Studie eingeschlossen. Die in Wien vorgestellten Daten zeigen, dass trotz Behandlung der Patienten mit modernen Virostatika vor der

Was ist Hepatitis C?

  • Hepatitis C ist eine Lebererkrankung, die durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) ausgelöst wird. Sie kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen und zu schweren Leberschädigungen (u.a. Leberzirrhose, Leberzellkarzinom) führen

  • Das Virus wird über das Blut übertragen, die häufigsten Ansteckungswege sind somit unsichere Injektionen, unzureichende Sterilisation medizinischer Geräte sowie verunreinigte Bluttransfusionen

  • 130 bis 150 Millionen Menschen weltweit haben eine chronische Hepatitis-C-Infektion, 350.000 bis 500.000 Patienten sterben jährlich an Leberkrankheiten, die auf eine HCV-Infektion zurückzuführen sind

  • Eine Impfung ist aktuell nicht möglich, die Behandlung erfolgt über den Einsatz von antiviralen Substanzen wie Virostatika

  • Ca. 15–30% aller chronisch HCV-Infizierten entwickeln innerhalb von 20 Jahren eine Leberzirrhose und sind häufig auf eine Organtransplantation angewiesen

Was macht Civacir®?

  • Civacir® ist ein von Biotest entwickeltes Hyperimmunglobulin, das zur Behandlung von Hepatitis-C-Patienten während und unmittelbar nach einer Lebertransplantation eingesetzt wird

  • Für die Herstellung von Civacir® werden Antikörper von hunderten Plasmaspendern gesammelt und aufbereitet, die einen hohen Antikörperspiegel gegen HCV aufweisen. So erhält man ein breites Spektrum von Antikörpern gegen die unterschiedlichen HCV-Varianten

  • Civacir® ist in der Lage, durch Bindung an das Virus, dieses zu neutralisieren. Die laufende klinische Phase-III-Studie untersucht den Einsatz von Civacir® als Reinfektionsprophylaxe nach Lebertransplantation in HCV-infizierten Patienten. Im Erfolgsfall führt dies zu einer Heilung des Patienten

  • Aktuell gibt es keine anerkannte Standardtherapie zur Reinfektionsprophylaxe nach Lebertransplantation in HCV-infizierten Patienten. Derzeitig verfügbare Virostatika werden aufgrund von Toxizitäten, Verträglichkeitsproblemen und Wechselwirkungen nicht direkt nach der Lebertransplantation eingesetzt

  • Da Civacir® ein Immunglobulin ist, das aus dem Plasma von Spendern hergestellt wird, wird eine sehr gute Verträglichkeit bei gleichzeitig hoher Wirksamkeit erwartet

> Fakten

900

Lebertransplantationen in Deutschland

Lebertransplantationen in der EU

5.000

Lebertransplantationen 5.000

in den USA

Risiko einer hepatitis-C-infektion weltweit

  • Risiko größer als 1,0%
  • Risiko 0,6–1,0%

  • Risiko 0,4–0,5%

  • Risiko 0,2–0,3%

  • Risiko weniger als 0,2%

  • Daten nicht vorhanden

3-4

Millionen jährliche Neuinfektionen mit Hepatitis C schätzt die WHO weltweit

Transplantation, etwa ein Drittel der Patienten reinfiziert werden (Kontrollgruppe). Bei Patienten, welche Civacir® erhielten, wurde bislang nur eine Reinfektion beobachtet (5%). Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es weltweit bis zu 150 Millionen Patienten, die an chronischer Hepatitis C leiden. Drei bis vier Millionen Menschen infizieren sich jährlich neu mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV ) – allerdings sind die Symptome nicht immer direkt zuzuordnen und entsprechend viele Infektionen werden daher zunächst überhaupt nicht erkannt. Hinzu kommt, dass die Krankheit von Patient zu Patient häufig unterschiedlich verläuft und so teilweise erst nach Jahren diagnostiziert wird. Eins haben aber alle Hepatitis-C-Patienten gemein: Das erhöhte Risiko einer Leberzirrhose – dem Endstadium vieler Lebererkrankungen – oder an der Krebsart Leberzellkarzinom zu erkranken.

Die Leber ist das wichtigste Organ des menschlichen Stoffwechsels. Hier findet unter anderem die Produktion lebenswichtiger Eiweiße statt, zudem sorgt sie für den Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und Giftstoffen. Die einzige Alternative für Patienten, die aufgrund von Hepatitis C an schweren Lebererkrankungen leiden, ist die Lebertransplantation. So ist die chronische Hepatitis C heutzutage auch der häufigste Grund für eine Transplantation dieses lebenswichtigen Organs.

Aufgrund der limitierten Verfügbarkeit von Spenderorganen können weltweit nicht alle Patienten ein neues Organ erhalten: In der EU und den USA zusammengenommen werden jährlich 10.000 Lebertransplantationen registriert, davon rund 900 in Deutschland. In Hochrisikogebieten für die Ansteckung mit Hepatitis C wie in Ländern Nordafrikas und Asiens, in denen die medizinische Versorgung meist schlechter ausgebaut ist als hierzulande, sind die Transplantationszahlen deutlich geringer. So sterben jährlich laut WHO noch immer mehr als 350.000 Menschen an Lebererkrankungen, die durch Hepatitis C verursacht wurden. Die relativ hohe Sterblichkeitsrate liegt unter anderem darin begründet, dass Patienten in vielen Regionen keinen Zugang zu teuren Standardtherapien haben.

Auch eine Transplantation bietet noch nicht die Sicherheit, dass das Hepatitis-C-Virus auch komplett eliminiert ist. Bei vielen Patienten kommt es zu einer Reinfektion aufgrund von noch vorhandenem Virus innerhalb von vier Wochen nach einer Lebertransplantation. Ein Großteil dieser Patienten benötigt innerhalb von nur fünf Jahren ein neues Organ. Gerade auch vor dem Hintergrund der äußerst begrenzten Organspenden ist dies ein großes Problem. Der Grund für diese Reinfektion ist, dass selbst bei einer Behandlung mit aktuellen Standardtherapien und bei einem Absenken des Virusspiegels, weiterhin Hepatitis-C-Viren im Körper verbleiben können. Diese sorgen für einen erneuten Ausbruch der Krankheit. In den Monaten nach der Transplantation ist der Einsatz von Virostatika, also jenen Medikamenten, die die Vermehrung des Virus hemmen sollen, limitiert. Gründe hierfür sind Toxizitäten, Verträglichkeitsprobleme und Arzneimittelwechselwirkungen. Es gibt aktuell keine anerkannte Behandlung zur Verhinderung der Hepatitis-C-Reinfektion nach Lebertransplantationen.

Und genau an dieser Stelle kommt Civacir® ins Spiel. Das Biotest-Produkt wird aus dem Blutplasma hunderter unterschiedlicher Spender gewonnen, die alle eins gemeinsam haben: Einen natürlich hohen Spiegel an Antikörpern, die für die Neutralisation von Hepatitis-C-Viren sorgen. Da es verschiedene HCV -Varianten gibt, stellt Biotest bei der Auswahl und der Zusammenstellung von Civacir® sicher, dass Antikörper in großer Vielfalt und in ausreichender Konzentration enthalten sind. "Damit liefern wir ein breites Spektrum an Antikörpern, die Hepatitis-C-Viren im Körper eliminieren und so die neue Leber wirkungsvoll vor einer Reinfektion schützen können", erklärt Shailesh Chavan den Nutzen von Civacir®. "Und da wir natürliche Rohstoffe verwenden, die das Immunsystem nicht – wie Virostatika – zusätzlich belasten, können wir unser Produkt direkt ab dem Tag der Transplantation geben, ohne hierdurch Komplikationen oder Nebenwirkungen zu erwarten."

Die neue Standardbehandlung von Patienten, die aufgrund einer Hepatitis-C-Infektion eine Lebertransplantation benötigen, soll in Zukunft wie folgt aussehen: Nach der Diagnose einer chronischen HCV -Infektion mit entsprechenden Leberschäden beginnt eine kurze Vorbehandlung bis der Virusspiegel im Körper des Patienten unter einen festgelegten Grenzwert abgesunken ist. Mit dem Tag der Lebertransplantation soll eine zehnwöchige Behandlung mit Civacir® beginnen, welche das Virus im Körper vollständig eliminieren und so die transplantierte Leber schützen soll.

Bevor diese neue Behandlungsmöglichkeit Realität werden kann, muss die finale Studienphase III abgeschlossen sowie eine Marktzulassung erlangt werden. Aktuell läuft eine Phase-III-Studie mit bis zu 84 Patienten an 23 Zentren in Nordamerika. Es handelt sich dabei um Patienten, die kurz vor einer Lebertransplantation stehen. Die Teilnahme an der Studie ist unabhängig von der HCV-Variante, dem sogenannten Virus-Genotyp, mit dem der Patient infiziert ist. Die Studienteilnehmer erhalten Civacir® in unterschiedlichen Dosen über eine Dauer von zehn Wochen oder in der Kontrollgruppe die aktuelle Standardtherapie (keine anti-virale Behandlung). In der 12. und 24. Woche nach Behandlungsende wird der Virusspiegel gemessen. Ist hier kein HCV mehr nachweisbar, gilt die Therapie als erfolgreich. Auf Basis von Zwischenergebnissen, die auf dem EASL -Kongress in Wien im April 2015 vorgestellt wurden, ist bislang nur bei einem der mit Civacir® behandelten Patienten eine HCV -Reinfektion festgestellt worden (5%), dagegen bei 32% der Patienten in der Kontrollgruppe. Sollten sich diese Ergebnisse auch nach dem Abschluss der Studie bestätigen, wäre dies ein wichtiger Meilenstein für die Behandlung von Transplantationspatienten mit Hepatitis C.

Als nächster Schritt vor der Markteinführung stünde dann das Zulassungsverfahren bei den entsprechenden Behörden an. Da Civacir® den sogenannten "Orphan Drug Status"(siehe Faktenbox) hat, soll ein beschleunigtes Zulassungsverfahren angewendet werden, sodass dieses wichtige Präparat bereits 2017/2018 auf den Markt kommen könnte. Über den Orphan Drug Status ist zudem die exklusive Vermarktung von Civacir® über sieben (USA) bzw. zehn Jahre (Europa) gesichert. Damit würde Biotest mit einem weiteren Plasmaprotein-Präparat Menschen weltweit helfen. ⁄.

Orphan Drug Designation

  • Zur Förderung der Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Krankheiten wurde 1983 in den USA und 2000 in der EU die sogenannte Orphan Drug Designation eingeführt (orphan = englisch "die Waise")

  • Mithilfe verschiedener Anreize soll die Entwicklung von Arzneimitteln zur Behandlung lebensbedrohlicher oder sehr schwerer, seltener Erkrankungen gefördert werden, für die es heute keine oder nur unzureichende Therapiemöglichkeiten gibt

  • Selten im Sinne des "Orphan Drug Status" ist eine Krankheit mit weniger als 230.000 Patienten pro Jahr (EU) bzw. 200.000 Patienten pro Jahr (USA)

  • Mit der Anerkennung als "Orphan Drug" ist das Recht verbunden, das betreffende Präparat im Falle einer Zulassung zehn Jahre lang (EU) bzw. sieben Jahre lang (USA) exklusiv zu vermarkten. Zudem ist ein beschleunigtes Zulassungsverfahren möglich

> Vielfältig engagieren

Das Wohlergehen der Patienten stellen wir seit jeher in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns und richten auch unsere Entwicklung vollumfänglich darauf aus. Unsere Teams arbeiten täglich daran, das Leben der Patienten durch unsere Produkte zu verbessern. Natürlich nehmen wir auch unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr ernst. So sehen wir es als unsere Aufgabe an, Mitarbeitern beispielsweise durch Aus- und Weiterbildungen oder durch unsere Betriebskindertagesstätte ein optimales Arbeitsumfeld zu schaffen. Unsere gesellschaftliche Verantwortung spiegelt sich u.a. in unserem umfangreichen sozialen und kulturellen Engagement wider.

Ausbildung, Weiterbildung und Förderung

"Wir beschäftigen aktuell 46 Auszubildende und zwei duale Studenten an unserem Standort in Dreieich", berichtet Christina Konzelmann, verantwortliche Leiterin für Berufsausbildung und Einstiegsprogramme bei Biotest."Die Ausbildungsmöglichkeiten bei uns sind äußerst vielfältig und reichen von Chemie- und Biologielaboranten über Elektroniker,

46

Auszubildende beschäftigt Biotest am Hauptsitz in Dreieich

Kaufleute für Büromanagement und Chemikanten bis hin zu dualen Studiengängen. Im Oktober 2014 erhielt Biotest das 'Zertifikat für Nachwuchsförderung' der Agentur für Arbeit für das vorbildliche Engagement in der Ausbildung. Auch für unsere Mitarbeiter bieten wir praxisgerechte Fort- und Weiterbildungen an, zum Beispiel ein berufsbegleitendes Studium in den Bereichen Prozesstechnik oder Wirtschaftsinformatik. Diese praxisnahe Weiterbildungen werden gerne angenommen."

Zudem bringt sich Biotest aktiv in die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein. Dr. Jörg Schüttrumpf, Geschäftsbereichsleiter Forschung sowie Koordinator der Hochschulpartnerschaften von Biotest, berichtet: "Wir beteiligen uns direkt an Lehrveranstaltungen verschiedener Universitäten, um auch im Rahmen von Vorlesungen und Seminaren praxisnahe Erfahrungen an zukünftige Wissenschaftler weiterzugeben." Daneben laden wir immer wieder zu Informationsveranstaltungen bei Biotest ein und gewähren einen Blick hinter die Kulissen eines forschenden und produzierenden Pharmaunternehmens. Wir nutzen damit die einmalige Gelegenheit, Biotest als attraktiven Arbeitgeber in der Region zu präsentieren und junge Talente auf unser Unternehmen aufmerksam zu machen. "Außerdem stiften wir jährlich zehn sogenannte Deutschland-Stipendien an der Goethe-Universität Frankfurt und unterstützen damit als Mentoren besonders engagierte Studenten bei vielfältigen Projektaktivitäten", erläutert Schüttrumpf.

Daneben fördert Biotest Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten und kooperiert dazu mit Universitäten und Hochschulen aus ganz Deutschland und insbesondere aus der Rhein-Main-Region (u. a. Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Gießen, Marburg und Wismar). Mit einer guten Betreuung während der Abschlussarbeit sowie interessanten Einstiegspositionen konnte das Unternehmen bereits viele sehr gut ausgebildete junge Fachkräfte frühzeitig an das Unternehmen binden. ⁄. "Jeden Morgen gehe ich gerne zu Biotest und freue mich darauf etwas Neues lernen zu können und im Team mitzuwirken."

Alexandra Schul z

Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement, 1. Ausbildungsjahr

"Die Ausbildung bei Biotest ist vielfältig und spannend. Mir gefällt es, dass ich ins Geschehen eingreifen kann. Man ist mittendrin statt nur dabei!"

Dogus Yasar

Auszubildender zum Chemikanten, 1. Ausbildungsjahr

"An der Ausbildung bei Biotest gefällt mir, dass man nicht nur während den Betriebseinsätzen die verschiedensten Bereiche und Tätigkeiten kennenlernt, sondern sich als Teil des Teams fühlt. Der Umgang zwischen Vorgesetzten bzw. Kollegen und Azubis ist familiär und professionell zugleich, sodass man einfach jeden Tag gerne zur Arbeit geht."

Carina Deptuch

Auszubildende zur Biologielaborantin, 2. Ausbildungsjahr

80

zu können", so Pötter. Kinder zwischen acht Monaten und sechs Jahren haben Platz in der Biotest-Kita

"Mit unserer Kita sorgen wir für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie."

Heinz Pötter

Biotest-Kindertagesstätte – Eröffnung Sommer 2015

Im Juli 2012 diskutierten Vorstand, Personalleiter und Vorsitzender des Betriebsrates zum ersten Mal über die Idee einer Betriebskindertagesstätte am Standort Dreieich. Sehr schnell waren sich alle einig, durch so ein Angebot die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die eigenen Mitarbeiter wesentlich zu verbessern. Eine Bedarfsabfrage zeigte einen überwältigenden Zuspruch. Gesagt, getan: Am 14. November 2014 konnten wir das Richtfest für unsere Firmen-Kita feiern, im Sommer 2015 werden die ersten Kinder den Neubau mit ihrem Lachen zum Leben erwecken. Direkt neben dem Firmengelände bietet das Gebäude auf zwei Stockwerken mit einer Fläche von insgesamt knapp 1.200 Quadratmetern in sechs Gruppen Platz für bis zu 80 Kinder zwischen acht Monaten und sechs Jahren.

"Angepasst an unsere flexiblen Arbeitszeitsysteme wird die Kindertagesstätte täglich von sechs bis 18 Uhr und auch in den Schulferien geöffnet sein", berichtet Projektleiter Heinz Pötter. Mit einem familienfreundlichen Angebot sollen sich in den kommenden Jahren junge qualifizierte Fachkräfte, die im Rahmen des Ausbaus der Produktionsstätten dringend benötigt werden, für Biotest entscheiden. Vorrangig werden die Kinder von Mitarbeiter-Eltern aufgenommen. Aufgrund freier Plätze in den ersten Jahren steht die Kita auch Eltern aus Dreieich offen:"Wir arbeiten eng mit der Stadtverwaltung zusammen, um die umfangreiche Betreuung weiteren Familien anbieten

Lachen macht glücklich!

Der medizinische Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen besuchte uns zu dem Thema "Kein Stress mit dem Stress" und präsentierte einen speziell auf Biotest abgestimmten Ausschnitt aus seinem aktuellen Programm. Der Veranstaltungsraum war bis auf den letzten Platz belegt – unsere Mitarbeiter waren begeistert. Die Teilnehmer lachten immer wieder herzhaft über die humorvollen Anekdoten vonDr. von Hirschhausen, der an diesem Nachmittag wertvolle Impulse und Ideen für körperliche und seelische Gesundheit mitbrachte. Er sprach zu Fragestellungen wie, wie lerne ich Stress zu vermeiden, oder wenn das nicht klappt, gut mit ihm umzugehen? Welche Rolle spielen Freude, Glück und Sinn für unseren Körper? Und wenn Lachen die beste Medizin ist, kann man sich öfter als zwei Mal halb tot lachen?

Im Anschluss an den Besuch konnten die Mitarbeiter am siebenwöchigen Online-Workshop "Versuch Dein Glück" teilnehmen, der ihnen weitere Möglichkeiten aufzeigte, im Alltag einfach glücklicher zu sein und dieses Glück auch mit anderen zu teilen. Biotest-Mitarbeiter aus den verschiedensten Abteilungen machten mit und sorgten so auch auf den Bürogängen oder in der Mittagspause für einen fröhlichen Gedankenaustausch.

HUMOR HILFT HEILEN

Biotest denkt auch an Menschen, die als Patienten aufgrund von Krankheit oder Verletzung aktuell eigentlich weniger zu lachen haben: Wir unterstützen die von Dr. Eckart von Hirschhausen gegründete Stiftung HUMOR H ILFT HE ILEN , die professionelle Clowns in Krankenhäuser schickt und damit Alt und Jung zum Lachen bringt. Dabei werden Hoffnung und Lebensmut der Patienten gestärkt, denn Lachen ist und bleibt nun mal die beste Medizin.

Neben dieser Patenschaft unterstützt Biotest zahlreiche weitere Patientenorganisationen finanziell. So werden unter anderem die Deutsche Hämophiliegesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankeiten e.V. (DHG), die World Federation of Hemophilia (WFH), die International Patient Organization for Primary Immunodeficiencies (IPOP I), die Deutsche Selbsthilfe Angeborene Immundefekte e.V. (dsai) und das European Haemophilia Consortium (EHC ) von Biotest mit Spenden bedacht.

400

bunte Goethe-Plastiken schmückten den Frankfurter Uni-Campus

Goethe is back!

Schon lange ist Biotest derJohannWolfgangGoethe-Universität Frankfurt eng verbunden – über Stipendien oder die Betreuung von Abschlussarbeiten, über Veranstaltungsreihen oder als Arbeitgeber für Absolventen. Deshalb war es für Biotest selbstverständlich, sich 2014 auch bei der 100-Jahr-Feier der Universität zu engagieren: Anlässlich des Jubiläums hatte der Konzeptkünstler Prof. Ottmar Hörl unter dem Motto "Goethe is back!" 400 verschiedenfarbige Plastiken des berühmten Frankfurter Dichters gestaltet und auf den Grünflächen des Campus der Universität ausgestellt. Biotest unterstützte mit Spendengeldern die Eröffnungsveranstaltung der Installationen und sorgte so u. a. mit dafür, dass die Figuren in den Farben der früheren Fakultäten zu einem echten "Hingucker" wurden.

"Jeder, der mit der Installation in Berührung kommt, wird ein Teil davon."

Prof. Ottmar Hörl

"Ganz entscheidend für den Erfolg der Biotest in den letzten Jahren war, dass wi r uns seit 2003 konsequent fokussiert haben."

Zwölf erfolgreiche Jahre stand Prof. Schulz an der Spitze des Unternehmens, unter seiner Führung wuchs die Marktkapitalisierung der Biotest AG von ca. 50 Mio. Euro auf aktuell fast 1,0 Mrd. Euro.

Herr Prof. Schulz, die Biotest AG steht heute sehr gut da. Was waren im Rückblick die wichtigsten Entscheidungen innerhalb Ihrer Amtszeit, die diese Entwicklung möglich machten?

Prof. Schulz: Ganz entscheidend für den Erfolg der Biotestin den letzten Jahren war, dass wir uns seit 2003 konsequent fokussiert haben und zurzeit ausschließlich Arzneimittel herstellen und vermarkten, die entweder aus Blutplasma oder biotechnologisch hergestellt werden, und dies ausschließlich in den drei Indikationsgebieten Klinische Immunologie, Hämatologie und Intensivmedizin.

Neben dem Verkauf von Randbereichen war eine wichtige Entscheidung in meiner Amtszeit die Akquisition von Nabi Biopharmaceuticals Corp. in den USA (2007), da in den USA für Plasmaproteine hohe Preise bezahlt und enorme Mengen benötigt werden.

"Der Wert unseres Vertrages mit AbbVie liegt bei ca. 500 Mio. US-Dollar."

Prof. Dr. Gregor Schul z

"Die erhebliche Ausweitung unserer Produktionskapazität ist eine wesentliche Herausforderung."

Prof. Dr. Gregor Schul z

Ganz wichtig war ein Kooperationsvertrag mit AbbVie (ehemals Abbott) zum Co-Development und Co-Marketing von unserem monoklonalen Antikörper Tregalizumab (BT-061), der 2011 abgeschlossen wurde.

Schließlich war es für Biotest in den letzten Jahren wichtig, neben der klinischen Entwicklung der drei monoklonalen Antikörper, auch die Plasmaprotein-Pipeline durch Neuentwicklungen konsequent zu erweitern.

Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft werfen. In welchen Bereichen sehen Sie in den nächsten Jahren die größten Herausforderungen für Ihren Nachfolger?

Die politischen Rahmenbedingungen werden in unseren Kernmärkten immer schwieriger. So haben wir z.B. in Deutschland immer noch ein Preismoratorium und es bestehen Zwangsrabatte in der Höhe von 7%.

Damit haben mein Nachfolger HerrDr. Ehmer und alle Biotest-Mitarbeiter die Herausforderung, trotz hoher Kosten für Forschung und Entwicklung, weiterhin ein Ergebnis auszuweisen, mit dem die Aktionäre zufrieden sind. Da wir in den nächsten

Dr. Bernhard Ehmer Prof. Dr. Gregor Schulz

"Wir werden als Managementteam die bisherige Strategie von Biotest konsequent weiterverfolgen. Wir werden weiterhin an der klinischen Entwicklung der Plasmaproteine arbeiten, sowie auch der monoklonalen Antikörper."

Dr. Bernhard Ehmer

"Es war für Biotest in den letzten Jahren wichtig, neben der klinischen Entwicklung der drei monoklonalen Antikörper, auch die Plasmaprotein-Pipeline konsequent zu erweitern."

Prof. Dr. Gregor Schul z

"Biotest hat ein spannendes Geschäftsmodell."

Dr. Bernhard Ehmer

Jahren mehrere Produkte haben, die in klinische Studien Phase III mit sehr hohen Entwicklungskosten eintreten, ist es ein "Muss" für unsere großen Projekte, eine Partnerschaft einzugehen, wie wir dies erfolgreich für den monoklonalen Antikörper BT-061 mit AbbVie durchführen.

Eine weitere wesentliche Herausforderung wird die erhebliche Ausweitung unserer Produktionskapazität in Dreieich darstellen. Wie Sie wissen, wollen wir die Produktionskapazität mit Investitionen von mehr als 250 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Die Baugenehmigung hierfür erhielten wir im Dezember 2014

"Erste Umsätze aus der Kapazitätserweiterung erwarten wir ab dem Jahr 2018."

Prof. Dr. Gregor Schul z

und konnten umgehend beginnen die Baugrube auszuheben. Erfreulicherweise läuft dieses große Projekt planmäßig voran: dies giltfür den Zeitplan und für die Kosten. Erste Umsätze aus der Kapazitätserweiterung erwarten wir ab dem Jahr 2018.

Es gibt also auch für den neuen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Ehmer, noch viel zu tun.

Zum Schluss eine private Frage: Nachdem die letzten 12 Jahre komplett von Biotest geprägt waren, was planen Sie – neue Pharmaprojekte oder einfach mal die Ruhe genießen?

Wie Sie wissen, bin ich bereits seit Anfang 2014 Mitglied des Gesellschafterrates sowie des Aufsichtsrates von Merck. Außerdem haben mir mehrere Biotech-Unternehmen angeboten, Mitglied ihrer Aufsichtsgremien zu werden.

Aber selbstverständlich werde ich es auch genießen, nichtjeden Tag unter dem hohen Druck eines Vorstandsvorsitzenden eines börsennotierten Unternehmens stehen zu müssen. Hoffentlich bleibt auch dann etwas mehr Zeit meinen Hobbys nachzugehen.

"Selbstverständlich werde ich es auch genießen, nicht jeden Tag unter dem hohen Druck eines Vorstandsvorsitzenden eines börsennotierten Unternehmens stehen zu müssen."

Prof. Dr. Gregor Schul z

Herr Dr. Ehmer, Sie waren früher bei Imclone, einem der Vorreiter im Bereich der monoklonalen Antikörper. Sind es die Antikörper oder was reizt Sie bei Biotest besonders?

Dr. Ehmer: Biotest hat ein spannendes Geschäftsmodell. Zum einen das Basisgeschäft mit lebensnotwendigen und lebensrettenden Plasmaproteinen wie Immunglobulinen und Albumin, mit welchen Biotest in vielen Ländern vertreten ist. Zum anderen bieten die monoklonalen Antikörper in der klinischen Entwicklung ein hohes Potenzial zur Behandlung von Krankheiten für die ein hoher medizinischer Bedarf besteht.

Darüber hinaus werden auch einige spezielle Plasmaproteine z.B. das Hyperimmunglobulin Civacir® in einer fortgeschrittenen klinischen Studie untersucht. Diese Präparate würden, bei guten Studienergebnissen, zu einer relevanten Verbesserung für Patienten führen.

Wird sich unter Ihrer Führung der Fokus, auch mit Blick auf die Entwicklung der monoklonalen Antikörper, verändern und wie planen Sie Chancen und Risiken in Einklang zu bringen?

Wir werden als Managementteam die bisherige Strategie von Biotest weiterverfolgen. Wir werden weiterhin an der klinischen Entwicklung der Plasmaproteine arbeiten, sowie auch der monoklonalen Antikörper. Dabei werden wir auch in Zukunft Chancen und Risiken der einzelnen Projekte sogfältig prüfen und auch weiter auf Kooperationen setzen. Die Daten unserer verschiedenen laufenden Studien werden uns weitere Anhaltspunkte geben für die zukünftige Umsetzung der Strategie.

Wir bedanken uns für das Interview! ⁄.

Die Fragen stellte Andrea s Schmidt, Andrea s Schmidt Consulting

Die Biotest Ak tie

Im Geschäftsjahr 2014 konnte die Biotest-Aktie an die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Die Stammaktie stieg über das Jahr von einem Vorjahresendkurs von 78,00 Euro auf 89,30 Euro.Damit schnitt die Aktie mit + 14,5% deutlich besser ab als der SDAX, der im selben Zeitraum um 5,9% zulegte. Sowohl die Biotest-Aktie als auch der SDAX erreichten im Jahresverlauf neue Allzeithochs.

Eine sehr erfreuliche Entwicklung zeigten auch die Vorzugsaktien der Biotest AG. Am letzten Handelstag des Geschäftsjahres 2014 schlossen die Papiere im Xetra-Handel bei 94,00 Euro, ein Plus von 23,7% gegenüber dem Vorjahresendkurs von 76,00 Euro. Damit übertrafen beide Papiere den SDAX-Performanceindex deutlich.

Einen entscheidenden Anteil an der über das Jahr gesehenen deutlich positiven Kursentwicklung der Biotest-Aktien hatte die solide und zukunftsorientierte Ausrichtung der Biotest AG. Das Unternehmen investiert mit Forschung und Entwicklung schon heute massiv in die Zukunft.

Die Biotest AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse AG gelistet, dem Segment mit den höchsten Transparenzstandards. Seit 2007 notieren die Vorzugsaktien außerdem im SDAX. Damit gehört die Biotest AGzu den 50 größten Industriewerten unterhalb des MDAX. Am 30. Dezember 2014, dem letzten Handelstag desGeschäftsjahres, hatte die Biotest-Marktkapitalisierung insgesamt einen Wertzuwachs von rund 190 Millionen Euro innerhalb eines Jahres erzielt.Die Marktkapitalisierung der Biotest AG lag Ende 2014 bei 1,21 Milliarden Euro (2013: 1,02 Milliarden Euro). Das durchschnittliche,tägliche Handelsvolumen mit Biotest-Vorzugsaktien lag im Xetra-Computerhandel im Jahr 2014 bei 14.442 Stück.

Ein wichtiges Ziel der Investor Relations-Arbeit der Biotest AG ist es, den Kapitalmarkt umfassend über die auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensstrategie zu informieren. Zudem stärkt Biotest das Vertrauen durch eine ehrliche, vollständige und zeitnahe Informationspolitik gegenüber Anlegern und der Öffentlichkeit. Neben öffentlichen Presse- und Ad hoc-Meldungen und dem direkten Dialog mit Investoren gehört auch der enge und kontinuierliche Austausch mit Analysten und den Wirtschafts- und Finanzmedien dazu.

Feste Bestandteile der Kapitalmarktkommunikation sind die Teilnahme an internationalen Investorenkonferenzen, dieDurchführung von Roadshows sowie Einzelgespräche mit Investoren. Im Investor Relations-Bereich der Biotest-Internetseite werden aktuelle und ausführliche Informationen bereitgestellt, die sich an bestehende Aktionäre ebenso wie an potenzielle Investoren richten.

Aktienanalysten verschiedener renommierter Banken und Wertpapierhäuser verfolgen die Entwicklung der Biotest AG und veröffentlichen regelmäßige Researchstudien. Dabei lag am Jahresende das prognostizierte Kursziel für die Biotest Vorzugsaktien zwischen 94–133 Euro. Die Empfehlungen lauteten größtenteils "Buy" bzw. "Accumulate". Neben der positiven Aktienkursentwicklung trägt auch die kontinuierliche Dividendenpolitik der Biotest AG zur Attraktivität der Aktien bei. Biotest strebt an, die Aktionäre in angemessenem Umfang am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Dabei werden die erheblichen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Sachanlagen im Rahmen der Expansion des Unternehmens berücksichtigt. Seit dem Geschäftsjahr 2004 ist die Dividende von Jahr zu Jahr gestiegen oder zumindest konstant geblieben. So wurde auch für das Geschäftsjahr 2014 eine erneut gestiegenen Dividende von 0,60 Euro je Stammaktie und von 0,66 Euro je Vorzugsaktie ausgeschüttet. /.

"Wir sind von unserer Innovationskraft überzeugt. Sie bildet die Grundlage für zukünftige Erfolge. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserem Aktienkurs wider."

Dr. Michael Ramroth, Finanzvorstand

Stammaktie Vorzugsaktie SDAX

2014 im Überblick

Biotest Gruppe 2014 2013 Veränderung in %
Umsatzerlöse io. € 582,0 500,8 16,2
davon:
Inland io. € 106,0 93,4 13,5
Ausland io. € 476,0 407,4 16,8
davon:
Therapie io. € 409,8 386,2 6,1
Plasma & Services io. € 157,0 102,5 53,2
Andere Segmente io. € 15,2 12,1 25,6
EBITDA io. € 85,9 85,6 0,4
Betriebsergebnis (EBIT) io. € 53,4 53,8 –0,7
EBIT in % vom Umsatz % 9,2 10,7
Ergebnis vor Steuern io. € 46,9 47,8 –1,9
Ergebnis nach Steuern io. € 19,2 32,0 –40,0
Aufwandstruktur:
Personalaufwendungen io. € 138,2 126,2 9,5
Forschungs- und Entwicklungskosten io. € 67,2 64,6 4,0
Forschungs- und Entwicklungskosten
in % vom Umsatz
% 11,5 12,9
Investitionen in Sachanlagevermögen und
immaterielle Vermögenswerte
io. € 47,1 42,9 9,8
Finanzierung:
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit io. € – 11,4 –7,2 –58,3
Abschreibungen io. € 32,5 31,8 2,2
Eigenkapital (am 31. Dezember) io. € 480,2 460,7 4,2
Eigenkapitalquote (am 31. Dezember) % 46,5 52,0
Bilanzsumme (am 31. Dezember) io. € 1.032,6 886,5 16,5
itarbeiter in Vollzeitstellen (am 31. Dezember) Anzahl 2.158 1.997 8,1
Ergebnis je Aktie 1,46 2,57 –43,2

Facts & Figu res 2014

Bilanzstruk tur

Stammaktie Vorzugsaktie

Gewinn- und V erlustrechnung

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

in M
illionen €
2014 2013
Umsatzerlöse 582,0 500,8
Herstellungskosten –357,5 –293,2
Bruttoergebnis vom Umsatz 224,5 207,6
Sonstige betriebliche Erträge 7,0 12,6
arketing- und Vertriebskosten –74,2 –60,1
Verwaltungskosten –31,6 –30,6
Forschungs- und Entwicklungskosten –67,2 –64,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen –5,1 –11,1
Betriebsergebnis 53,4 53,8
Finanzerträge 21,4 16,9
Finanzaufwendungen –27,9 –23,9
Finanzergebnis – 6,5 – 7,0
Erträge aus assoziierten Unternehmen 1,0
Ergebnis vor Steuern 46,9 47,8
Ertragsteuern –27,7 –15,8
Ergebnis nach Steuern 19,2 32,0
davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 19,2 32,0
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Ergebnis je Aktie in € 1,43 2,54
Mehrdividendenanspruch je Vorzugsaktie in € 0,06 0,06
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,49 2,60

Bilanz

der Biotest Gruppe zum 31. Dezember 2014

in M
illionen €
31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 50,2 48,1
Sachanlagen 282,3 254,9
Anteile an assoziierten Unternehmen 1,3 1,6
Sonstige Finanzanlagen 5,2 0,2
Sonstige Vermögenswerte 0,8 0,7
Latente Steueransprüche 13,5 18,5
Summe langfristige Vermögenswerte 353,3 324,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorratsvermögen 246,0 227,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 181,6 118,5
Laufende Ertragsteueransprüche 4,6 1,0
Sonstige Vermögenswerte 67,7 11,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 179,4 204,4
Summe kurzfristige Vermögenswerte 679,3 562,5
Bilanzsumme 1.032,6 886,5
passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 33,8 33,8
Kapitalrücklage 225,6 225,6
Gewinnrücklagen 201,5 169,2
Auf Anteilseigner des M
utterunternehmens entfallende Ergebnisanteile
19,2 32,0
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 480,1 460,6
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,1 0,1
Summe Eigenkapital 480,2 460,7
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 77,5 59,1
Sonstige Rückstellungen 6,3 5,4
Finanzverbindlichkeiten 325,8 226,2
Sonstige Verbindlichkeiten 2,5 0,5
Latente Steuerverbindlichkeiten 11,4 7,8
Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung 2,5
Summe langfristiges Fremdkapital 423,5 301,5
Kurzfristiges Fremdkapital
Sonstige Rückstellungen 23,5 24,5
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 8,6 10,0
Finanzverbindlichkeiten 6,1 5,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55,5 51,4
Sonstige Verbindlichkeiten 32,7 26,2
Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung 2,5 6,9
Summe kurzfristiges Fremdkapital
Summe Fremdkapital
128,9
552,4
124,3
425,8
Bilanzsumme 1.032,6 886,5

Kapitalflussrechnung

der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

in M
illionen €
2014 2013
Ergebnis vor Steuern 46,9 47,8
Abschreibungen und Wertminderungen auf
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
32,5 31,8
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 4,9
Erträge aus assoziierten Unternehmen –1,0
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 0,4 0,2
Veränderungen der Pensionsrückstellungen –0,1 0,6
Finanzergebnis 6,5 7,0
Operativer Cash Flow vor Veränderung des Working Capital 91,1 86,4
Veränderungen der sonstigen Rückstellungen –1,0 7,3
Veränderungen des Vorratsvermögens, der Forderungen sowie anderer Aktiva –70,3 –78,5
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung –6,9 –15,6
Veränderungen der Verbindlichkeiten und anderer Passiva 0,9 9,3
Cash Flow aus der Änderung des Working Capital – 77,3 – 77,5
Gezahlte Zinsen –5,6 –5,3
Gezahlte Steuern –19,6 –10,8
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit – 11,4 – 7,2
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 0,8
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen –44,7 –42,9
Einzahlung aus dem Verkauf des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 10,4
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen
im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
–59,7
Erhaltene Zinsen 1,2 0,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 102,4 – 32,3
Dividendenzahlung für das Vorjahr –7,9 –6,2
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 73,7
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 100,5 222,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –5,2 –102,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gesamt 87,4 186,9
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –26,4 147,4
Wechselkursbedingte Änderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,4 –0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 204,4 57,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember 179,4 204,4

Standorte der Biotest Gruppe

DEUTSCHLAnD

Biotest AG / Biotest Pharma GmbH Landsteinerstr. 5 63303 Dreieich Telefon: +49 (0) 6103 801 0 Fax: +49 (0) 6103 801 150 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.de

Plasma Service Europe GmbH Landsteinerstr. 5 63303 Dreieich Telefon: +49 (0) 6103 801 0 Fax: +49 (0) 6103 801 160 E-Mail: [email protected] Website: www.plasmaservice.de

USA

Biotest Pharmaceuticals Corporation 580 Park of Commerce Blvd., n.w. Boca Raton, FL 33487 Telefon: +1 561 989 5800 Fax: +1 561 989 5801 E-Mail: [email protected] Website: www.biotestpharma.com

BRASILIEn

Biotest Farmaceutica Ltda. Rua José Guimarães, 49 A Centro – cep: 12955-000 Bom Jesus dos Perdoes – SP Telefon: +55 114 891 1118 Fax: +55 114 891 1161 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.com

EnGLAnD

Biotest UK Ltd. First Floor Park Point 17 High Street B31 2UQ Longbridge Birmingham Telefon: +44 121 733 3393 Fax: +44 121 733 3066 E-Mail: [email protected] Website: www.biotestuk.com

FRANKREICH

Biotest France SAS 45/47 rue d'Hauteville 75010 Paris Telefon: +33 1 84 17 56 20 Fax: +33 1 84 17 51 20 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest-france.com

ITALIEn

Biotest Italia S.r.l. Via Leonardo da Vinci 43 20090 Trezzano sul Naviglio Telefon: +39 2 4844 2951 Fax: +39 2 4840 2068 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.it

ÖSTERREICH

Biotest Austria GmbH Einsiedlergasse 58 1053 Wien Telefon: +43 1 545 15 61 0 Fax: +43 1 545 15 61 45 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.at

SCHWEIZ

Biotest (Schweiz) AG Schützenstr. 17 5102 Rupperswil Telefon: +41 62 889 00 00 Fax: +41 62 889 00 01 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.ch

SPAnIEn

Biotest Medical, S.L.U. C/Frederic Mompou, nº 5, 6º 3ª A 08960 Sant Just Desvern, Barcelona Telefon: +34 121 733 3393 Fax: +34 121 733 3066 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.com.es

UnGARn

Biotest Hungaria Kft. Torbágy u. 15/A 2045 Törökbálint Telefon: +36 23 511 311 Fax: +36 23 511 310 E-Mail: [email protected] Website: www.biotest.hu

Plazmaszolgálat Kft. Torbágy u. 15/A. 2045 Törökbálint

Kontakt Büro: Czuczor u. 10 1093 Budapest Telefon: +36 1 323 2100 Fax: +36 1 323 2107 E-Mail: [email protected] Website: www.plazmaszolgalat.hu

Finanzkalender

11. August 2015 Halbjahresbericht 2015

10. November 2015 Neun-Monatsbericht 2015 Analystenkonferenz

Eine ausführliche Darstellung der Entwicklung und der Perspektiven von Biotest enthält der Geschäftsbericht 2014. Er steht auf der Biotest-Website zum Download bereit.

Auf www.biotest.de finden Sie außerdem umfassende und aktuelle Informationen zu Unternehmen, Projekten und Märkten. Im Bereich Investor Relations können sie unter anderem alle Finanzmitteilungen sowie die Geschäfts- und Zwischenberichte einsehen.

Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren:

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Dr. Monika Buttkereit Leiterin Investor Relations Telefon: +49 (0) 6103 801 4406 Fax: +49 (0) 6103 801 347 E-Mail: [email protected]

Kontakt Impressum

Herausgeber

Biotest AG Landsteinerstr. 5 63303 Dreieich Postfach 10 20 40 63266 Dreieich

Telefon: +49 (0) 6103 801 4406 Fax: +49 (0) 6103 801 347

Konzeption, Gestaltu ng und Projektma nageme nt

Scheufele Hesse Eigler Kommunikationsagentur GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland

Text und Lektorat

cometis AG, Wiesbaden, Deutschland

Fotografie

Katrin Binner, Frankfurt, Deutschland (Seite 3, 23, 24, 25)

Frank Eidel, Berlin, Deutschland (Seite 21 oben)

Stephan Minx, Fürth, Deutschland (Titel, Seite 6, 8, 16, 19, 24)

Thinkstock (Seite 6)

Druck

Druckhaus Becker GmbH, Ober-Ramstadt, Deutschland

Kennzahlen

2014 2013 2012* 2011* 2010*
Umsatzerlöse io. € 582,0 500,8 440,0 422,0 412,5
davon:
Inland io. € 106,0 93,4 89,4 96,9 101,5
Ausland io. € 476,0 407,4 350,6 325,1 310,7
davon:
Therapie io. € 409,8 386,2 330,9 324,7 303,4
Plasma & Services io. € 157,0 102,5 97 87,9 101,0
Andere Segmente io. € 15,2 12,1 12,1 9,4 8,1
EBITDA io. € 85,9 85,6 76,1 72,4 69,8
Betriebsergebnis (EBIT) io. € 53,4 53,8 44,7 41,6 42,9
EBIT in % vom Umsatz % 9,2 10,7 10,2 9,9 10,4
Ergebnis vor Steuern io. € 46,9 47,8 36,5 28,6 28,4
Ergebnis nach Steuern io. € 19,2 32,0 23,1 18,7 19,6
Aufwandstruktur:
Personalaufwendungen io. € 138,2 126,2 116,1 106,7 98,7
Forschungs- und Entwicklungskosten io. € 67,2 64,6 51,4 49,4 49,0
Forschungs- und Entwicklungskosten
in % vom Umsatz
% 11,5 12,9 11,7 11,7 11,9
Investitionen in Sachanlagevermögen und
immaterielle Vermögenswerte
io. € 47,1 42,9 34,5 26,7 31,1
Finanzierung:
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit io. € – 11,4 –7,2 34,7 72,5 41,7
Abschreibungen io. € 32,5 31,8 31,4 30,8 26,9
Eigenkapital (am 31. Dezember) io. € 480,2 460,7 369,4 346,7 307,6
Eigenkapitalquote (am 31. Dezember) % 46,5 52,0 54,1 50,8 48,6
Bilanzsumme (am 31. Dezember) io. € 1.032,6 886,5 682,3 682,8 632,3
itarbeiter in Vollzeitstellen
(am 31. Dezember)
Anzahl 2.158 1.997 1.727 1.662 1.611
Ergebnis je Aktie 1,46 2,57 1,94 1,57 1,64

* fortgeführte Geschäftsbereiche

BIOTEST AG | landsteinerstr. 5, 63303 Dreieich, postfach 10 20 40, 63266 Dreieich telefon +49 (0) 6103 801 4406, Fax +49 (0) 6103 801 347, [email protected], www.biotest.de