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Biotest AG — Annual Report 2013
Apr 29, 2014
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Annual Report
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Biotest AG
Dreieich
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Konzernabschluss 2013
BIOTEST GRUPPE
KENNZAHLEN
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| BIOTEST GRUPPE | 2013 | 2012* | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. € | 500,8 | 440,0 | 13,8 |
| davon: | ||||
| Irland | Mio. € | 93,4 | 89,4 | 4,5 |
| Ausland | Mio. € | 407,4 | 350,6 | 16,2 |
| davon: | ||||
| Therapie | Mio. € | 386,2 | 330,9 | 16,7 |
| Plasma & Services | Mio. € | 102,5 | 97,0 | 5,7 |
| Andere Segmente | Mio. € | 12,1 | 12,1 | 0,0 |
| EBITDA | Mio. € | 85,6 | 76,1 | 12,5 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | Mio. € | 53,8 | 44,7 | 20,4 |
| EBIT in % vom Umsatz | % | 10,7 | 10,2 | |
| Ergebnis vor Steuern | Mio. € | 47,8 | 36,5 | 31,0 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 32,0 | 23,1 | 38,5 |
| Aufwandstruktur: | ||||
| Personalaufwand | Mio. € | 126,2 | 116,1 | 8,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | Mio. € | 64,6 | 51,4 | 25,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten in % vom Umsatz | % | 12,9 | 11,7 | |
| Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | 42,9 | 34,5 | 24,3 |
| Finanzierung: | ||||
| Cashflow** | Mio. € | -7,2 | 34,7 | - |
| Abschreibungen | Mio. € | 31,8 | 31,4 | 1,3 |
| Eigenkapital (am 31. Dezember) | Mio. € | 460,7 | 369,4 | 24,7 |
| Eigenkapitalquote (am 31. Dezember) | % | 52,0 | 54,1 | |
| Bilanzsumme (am 31. Dezember) | Mio. € | 886,5 | 682,3 | 29,9 |
| Mitarbeiter in Vollzeitstellen (am 31. Dezember) | Anzahl | 1.997 | 1.727 | 15,6 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,54 | 1,94 | 30,9 |
* Fortgeführte Geschäftsbereiche
** aus betrieblicher Tätigkeit
Vorwort des Vorstands
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
Biotest konnte das Jahr 2013 mit neuen Rekorden abschließen. Mit dem erzielten Umsatz- und Ergebniswachstum sind wir mehr als zufrieden. Starken Einfluss auf diese positive Entwicklung hatte die Markteinführung unseres intravenösen Immunglobulins Bivigam® in den USA. Auch auf anderen internationalen Märkten konnten wir wegweisende Vertriebserfolge feiern. Daran sollen auch Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, partizipieren. Aus diesem Grund schlagen wir der diesjährigen Hauptversammlung erneut eine höhere Dividende vor und möchten damit unsere Dividendensumme um 28 % steigern.
Mit innovativen, qualitativ hochwertigen Produkten wollen wir Patienten weltweit ein besseres Leben ermöglichen. Auch deshalb werden die Biotest-Präparate fortlaufend weiterentwickelt, um diese noch anwenderfreundlicher zu machen und die Indikationsgebiete auszuweiten. Wir sind uns dabei stets unserer großen Verantwortung bewusst.
Einen Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit bildeten 2013 weiterhin die monoklonalen Antikörper, bei denen wir wichtige Fortschritte erzielen konnten: Mit dem Antikörper Tregalizumab (BT-061) haben wir die größte Studie der Unternehmensgeschichte begonnen, die planmäßig in 15 Ländern angelaufen ist. Und auch bei Indatuximab Ravtansine (BT-062) belegen vielversprechende Studienergebnisse in der Kombinationsstudie mit Lenalidomid in der Indikation Multiples Myelom, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.
Neue Möglichkeiten haben sich für unser Geschäft durch die weiter fortschreitende Internationalisierung ergeben. Biotest hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr daran gearbeitet, die Präsenz in wichtigen internationalen Märkten auszubauen. So erweiterte unsere Tochtergesellschaft Biotest Pharmaceutical Corporation (BPC) ihr Werk in Boca Raton, Florida, USA, in den vergangenen Jahren kontinuierlich und verfügt aktuell über Kapazitäten zur Herstellung von Bivigam® von bis zu 1,5 Tonnen jährlich. Die im Geschäftsjahr 2013 mit Bivigam® getätigten Umsätze belegen den medizinischen Bedarf und das Potenzial des Präparats.
Durch eine mit Wanbang Biopharmaceuticals, Shanghai, China, geschlossene Distributionsvereinbarung über die Vermarktung von Humanalbumin, erhalten wir Zugang zu dem hochpreisigen Wachstumsmarkt für Albumin in China. Bisher sind wir sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Wir gehen davon aus, in der zweiten Hälfte 2014 nach der Marktzulassung mit dem Vertrieb von Albiomin® in China beginnen zu können und damit mittelfristig Umsatzbeiträge in Höhe von bis zu 30 Mio. € zu generieren.
Daneben konnten wir in verschiedenen anderen Märkten der Welt wichtige Fortschritte in Bezug auf Zulassung und Vertrieb erzielen: So wurde im dritten Quartal 2013 ein Vertrag mit einem namhaften Distributor für die Belieferung von Mexiko, einem der größten südamerikanischen Märkte für Plasmaproteine, abgeschlossen. In Brasilien konnten wir die Zulassung für Albiomin® erreichen, aus der wir im laufenden Geschäftsjahr erste wesentliche Umsätze erwarten. Auch der Vertrieb in Russland wurde im vergangenen Jahr ausgebaut: Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 trat ein langfristiges Distributionsabkommen mit der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, Deutschland, in Kraft, wonach Merz zahlreiche Biotest-Produkte in Russland vertreibt. Merz verfügt dort über einen flächendeckenden Außendienst und kann somit die gezielte Bewerbung und den Vertrieb der Produkte steigern. Die von Biotest 2013 in Russland erwirtschafteten Umsätze bestätigen bereits im ersten Geschäftsjahr der Kooperation diese Entscheidung.
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Biotest Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um insgesamt 13,8 % von 440,0 Mio. € auf 500,8 Mio. € steigern können. Dabei wurde ein Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) von 44,7 Mio. € auf nun 53,8 Mio. € erzielt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 31,0 % auf 47,8 Mio. € (2012: 36,5 Mio. €). Zudem verzeichnete auch unser Ergebnis nach Steuern (EAT) einen Zuwachs und konnte von 23,1 Mio. € auf 32,0 Mio. € um 38,5 % gesteigert werden.
Im vierten Quartal 2013 haben wir aufgrund der sehr guten Geschäftslage die Prognose für eine Steigerung unseres Betriebsergebnisses (EBIT) von 10 - 15 % auf 15 - 20 % angehoben. Dieses Ziel konnten wir mit einem EBIT-Anstieg um 20,4 % vollumfänglich erreichen. Für den Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) des laufenden Geschäftsjahres rechnen wir mit einem Wachstum im Bereich von jeweils 10 %.
Ende Juni 2013 konnten wir die von der Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung mit einer deutlichen Überzeichnung erfolgreich abschließen. Der Bruttoemissionserlös betrug 76,1 Mio. €. Die maximal mögliche Anzahl von 1.461.909 neuen Vorzugsaktien wurde zum Preis von 52,00 € je Aktie entweder von unseren bisherigen Aktionären durch Ausnutzung der Bezugsrechte erworben oder bei institutionellen Investoren platziert. Einsetzen werden wir diese sowie die Mittel aus unserem Schuldscheindarlehen für unser Investitionsprogramm "Biotest Next Level", das eine Verdopplung der Produktionskapazitäten am Standort Dreieich bis 2018/19 vorsieht.
Die gute Geschäftsentwicklung 2013 und die Wachstumsperspektiven der Biotest Gruppe wurden am Kapitalmarkt mit neuen Höchstkursen belohnt. So verzeichnete unser Unternehmen Ende des vergangenen Geschäftsjahres erstmals eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei Ihnen, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Geschäftspartner und finanzierende Banken, und freuen uns, wenn Sie uns auch in Zukunft auf unserem spannenden Weg begleiten.
Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihr Engagement in der täglichen Arbeit zum langfristigen Erfolg der Biotest Gruppe beitragen.
Es grüßt Sie herzlichst
Prof. Dr. Gregor Schulz
Vorsitzender des Vorstands
Konzernlagebericht
A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
I. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS
Die Biotest Gruppe (nachfolgend kurz: Biotest) mit Sitz in Dreieich, Deutschland, ist ein international tätiger Anbieter biologischer Arzneimittel. Aktuell im Verkauf befindliche Präparate sowie Neuentwicklungen werden dabei sowohl aus menschlichem Blutplasma gewonnen, als auch mithilfe biotechnologischer Verfahren hergestellt. Hauptindikationsgebiete für die Anwendung sind die Hämatologie, die Klinische Immunologie sowie die Intensivmedizin.
A. GESELLSCHAFTSRECHTLICHE STRUKTUR
In den Konzernabschluss sind neben der Biotest AG als Muttergesellschaft 15 weitere vollkonsolidierte Gesellschaften einbezogen. Sämtliche Beteiligungen der Biotest Gruppe sind in der Anteilsbesitzliste in Kapitel F.10 des Konzernanhangs aufgeführt. Die Biotest AG hat Stamm- und Vorzugsaktien ausgegeben, die im Prime Standard-Segment der Deutschen Börse notieren.
Detaillierte Angaben zu Struktur, Steuerung und Kontrolle des Unternehmens enthält die "Erklärung zur Unternehmensführung", die auf der Internetseite der Gesellschaft eingesehen werden kann.
B. SEGMENTE DER BIOTEST GRUPPE
Operativ gliedert sich das Unternehmen in die Segmente Therapie, Plasma & Services und Andere Segmente. Das Segment Therapie beinhaltet die Produkte und Entwicklungsprojekte, die den drei Indikationsgebieten Hämatologie, Klinische Immunologie und Intensivmedizin zugeordnet sind. Plasmaverkauf und Lohnherstellung werden im Segment Plasma & Services zusammengefasst. Das Berichtssegment Andere Segmente beinhaltet das Geschäft mit Handelswaren sowie bereichsübergreifende Kosten, die nicht den Segmenten Therapie oder Plasma & Services zugeordnet werden.
Sämtliche aktuell operativen Tätigkeiten werden in den Fortgeführten Geschäftsbereichen berichtet. Die im ersten Quartal 2013 erhaltene Kaufpreisnachzahlung der Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland, im Zusammenhang mit der Veräußerung des früheren Segments Mikrobiologisches Monitoring wird im Cashflow des fortgeführten Geschäftsbereichs ausgewiesen.
C. WERTSCHÖPFUNG
Die Biotest Gruppe deckt für die Herstellung ihrer Hauptprodukte, der Plasmaproteine, die gesamte Wertschöpfungskette von der Sammlung der Rohstoffe über die Produktion bis hin zu Vermarktung und Vertrieb ab. Produziert wird dabei sowohl am deutschen Hauptsitz in Dreieich als auch in Boca Raton, Florida, USA, dem Standort der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Biotest Pharmaceuticals Corporation (BPC). Daneben unterhält Biotest in sechs Ländern Europas sowie in Brasilien eigene Vertriebsgesellschaften, die die Vermarktung der selbst hergestellten Produkte in diesen Ländern übernehmen. Zusätzlich ist die Biotest Gruppe durch lokale Partner in über 80 Ländern der Welt aktiv. Die entsprechenden Vertriebsaktivitäten werden dabei von Biotest strategisch zentral aus Dreieich gesteuert.
Grundlage für die Herstellung der aktuellen Biotest-Produkte ist das humane Blutplasma. Zur Gewinnung dieses Rohstoffes sowie zur teilweisen Weiterveräußerung von Rohstoff und Intermediaten an Vertragspartner betreibt Biotest sowohl in Europa als auch in den USA aktuell 26 eigene Sammelstationen. Hier wird qualifizierten und streng gesundheitlich überwachten Spendern Blut entnommen und mittels der Plasmapherese (Aufspaltung) das benötigte Blutplasma abgetrennt. Dieses wird dann an den Produktionsstandorten zu den jeweiligen Biotest-Präparaten weiterverarbeitet.
Im Bereich der monoklonalen Antikörper, die nicht aus menschlichem Blutplasma, sondern mithilfe biotechnologischer Verfahren hergestellt werden, deckt Biotest an seinen internationalen Standorten ebenfalls die wesentlichen Elemente der Wertschöpfungskette ab. Darüber hinaus werden Ressourcen durch die Zusammenarbeit mit renommierten Partnern ergänzt.
Um die Wertschöpfungskette weiter zu vertiefen und globale Wachstumspotenziale zu nutzen, startete im vergangenen Geschäftsjahr mit dem Projekt "Biotest Next Level" das größte Ausbauvorhaben der Unternehmensgeschichte. Mit dem Erwerb neuer Grundstücke und der Errichtung weiterer Gebäude und Anlagen am Standort in Dreieich, soll in den nächsten Jahren eine Verdopplung der Produktionskapazitäten erreicht werden.
D. PRODUKTPORTFOLIO
Das Produktspektrum der Biotest Gruppe gliedert sich in die Therapiegebiete Hämatologie, Klinische Immunologie sowie Intensivmedizin. Dabei setzt sich das Portfolio sowohl aus bereits im Markt befindlichen Produkten als auch aus solchen zusammen, die sich in verschiedenen Phasen der Forschung und (prä-)klinischen Entwicklung befinden. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über Präparate, Indikationen sowie den aktuellen Entwicklungs- oder Vermarktungsstand.
PRODUKTE UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE DER BIOTEST GRUPPE
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| Präparate | Leitindikation | Status |
|---|---|---|
| Therapiegebiet Hämatologie | ||
| Haemoctin® | Hämophilie A (Akut-Therapie und Prophylaxe) | Vermarktung in Europa, Asien, Südamerika und weiteren Regionen |
| Haemonine® | Hämophilie B (Akut-Therapie und Prophylaxe) | Vermarktung in Europa und weiteren Regionen |
| Indatuximab Ravtansine | Multiples Myelom | Klinische Entwicklung; verschiedene laufende Studien, Phase II |
| (BT-062)* | Solide Tumore (Brustkrebs, Blasenkrebs) | Phase-I/II-Studie bei Behörden eingereicht |
| Therapiegebiet Klinische Immunologie | ||
| Bivigam®** | Primäre Immundefizienz (PID) | Seit Februar 2013: Vermarktung in den USA |
| Cytotect® CP Biotest | Prophylaxe der klinischen Ausprägung einer Cytomegalie Virus (CMV)-Infektion bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung - insbesondere bei Transplantationspatienten | Vermarktung in Europa, Asien, Mittel- und Südamerika und weiteren Regionen |
| Fovepta® | Hepatitis-B-Prophylaxe bei Neugeborenen von mit dem Hepatitis-B-Virus infizierten Müttern | Zulassung für Deutschland in 2012, Einfuhrlizenz für Vietnam in 2013 erhalten; Zulassung in weiteren Ländern für 2014 und 2015 geplant |
| Hepatect® CP | • Prophylaxe der Hepatitis-B-Virus (HBV) (Re-) Infektion nach Lebertransplantation aufgrund von HBV-bedingtem Leberversagen • HBV-Postexpositionsprophylaxe nach Verletzung mit HBV-kontaminierten Materialien • Bei Patienten mit ungenügendem Impfschutz gegen HBV • Immunprophylaxe der Hepatitis B bei Neugeborenen von mit dem Hepatitis-B-Virus infizierten Müttern | Vermarktung in Europa, Asien und Südamerika |
| Intratect® 50 g/l (5 %ige Lösung) | Primäre Immundefizienz (PID) und sekundäre Antikörpermangelsyndrome sowie Autoimmunkrankheiten | Vermarktung in EU, Südamerika, Asien und weiteren Regionen |
| Intratect® 100 g/l (10 %ige Lösung) | Primäre Immundefizienz (PID) und sekundäre Antikörpermangelsyndrome sowie Autoimmunkrankheiten | Start der Vermarktung in Deutschland im Januar 2013, Vertrieb in weiteren europäischen Ländern in 2013 angelaufen; weitere Zulassungen in 2014 in Europa und weiteren Regionen eingereicht |
| Nabi-HB® | • Prophylaxe der Hepatitis-B-Virus-Infektion bei Nadelstichverletzungen • Bei Patienten mit ungenügendem Impfschutz gegen HBV • Immunprophylaxe der Hepatitis B bei Neugeborenen von mit dem Hepatitis-B-Virus infizierten Müttern | Vermarktung ausschließlich in den USA |
| Varitect® CP | Prophylaxe der klinischen Ausprägung von Infektionen mit dem Varizella-Zoster-Virus bei immungeschwächten Patienten | Vermarktung in EU, Asien und Südamerika |
| Zutectra® | Hepatitis-B-Virus Reinfektions-Prophylaxe nach Lebertransplantation> sechs Monate nach einer Lebertransplantation aufgrund einer HVB induzierten Leberinsuffizienz | Vermarktung in EU und Asien; zusätzliche laufende klinische Phase-III-Studie zur Ausweitung der Anwendung |
| BT-063* | Systemischer Lupus Erythematodes (SLE) | Klinische Entwicklung; Phase-I-Studie abgeschlossen; Vorbereitung einer Phase-I/II-Studie |
| BT-094 (Cytotect 70)* | Verhinderung einer CMV (Cytomegalie Virus)-Infektion des Fötus bei CMV-Infektion der Mutter in der Schwangerschaft | Klinische Entwicklung; laufende Phase-III-Studie |
| Civacir®* /** | Hepatitis-C-Virus (HCV) Reinfektions-Prophylaxe bei Patienten, die aufgrund eines HCV bedingten Leberversagens ein Lebertransplantat erhalten | Klinische Entwicklung; laufende Phase-III-Studie |
| Tregalizumab (BT-061)* | Rheumatoide Arthritis, Psoriasis | Klinische Entwicklung; laufende Phase-IIb-RA-Studie |
| Therapiegebiet Intensivmedizin | ||
| Albiomin® (20% und 5%) | Volumen-Mangel | Vermarktung in EU, Asien, Südamerika und weiteren Regionen |
| Biseko® | Volumen- und Serumprotein-Mangel | Vermarktung in Asien und EU |
| Cofact® | Mangel an Gerinnungsfaktoren | Vermarktung in Deutschland und Österreich |
| Fibrinogen* | Fibrinogen-Mangel | Klinische Entwicklung; laufende Phase-I/II-Studie |
| IgM concentrate* | Schwere, ambulant erworbene Lungenentzündung (severe community acquired pneumonia, sCAP) | Klinische Entwicklung; laufende Phase-II-Studie |
| Pentaglobin® | Schwere bakterielle Infektion | Vermarktung in EU, Asien, Südamerika und Mittlerer Osten |
* Präparate in der Entwicklung (Stand: 31. Dezember 2013)
** Markenbezeichnung bezogen auf die USA
E. PERSONAL
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Am 31. Dezember 2013 waren, umgerechnet auf Vollzeitstellen, 1.997 Personen bei der Biotest Gruppe beschäftigt. Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 mit 1.727 Vollzeitstellen erhöhte sich die Anzahl damit um 15,6 %.
Der Anstieg geht im Wesentlichen auf neue Stellen in der Plasmaprotem-Produktion der Biotest Pharmaceuticals Corporation (BPC) sowie der Biotest AG zurück, die geschaffen wurden, um die gestiegenen Produktionsvolumina abzudecken. Am 31. Dezember 2013 waren 800 Vollzeitstellen (40,1 %, Vorjahr: 42,1 %) der Biotest AG zugeordnet, weitere 858 Vollzeitstellen (43,0 %, Vorjahr: 40,3 %) der BPC. Etwa die Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (997) hatte den Arbeitsplatz in Deutschland.
Vergütung
Am 15. Mai 2013 wurde die nächste Tranche des Long Term Incentive-Programms zur erfolgsorientierten Vergütung von Führungskräften begeben. Diese variable Komponente der Vergütung orientiert sich an vorab definierten Zielen. Das Programm wird detailliert im Konzernanhang im Kapitel F.1 (Long Term Incentive-Programm) beschrieben.
Personal- und Organisationsentwicklung
Im Zuge der geplanten Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Dreieich wird auch der Personalbedarf in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. Insofern wurden auch im Geschäftsjahr 2013 vielfältigen Personalrekrutierungsaktivitäten und der bedarfsorientierten Weiterbildung und -entwicklung hohe Prioritäten eingeräumt.
Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr lag auf der strukturierten Ermittlung von Führungspotenzial, da die im Rahmen des Projektes "Biotest Next Level" zusätzlich benötigten Führungsfunktionen, unter anderem Gruppen- und Teamleitungen, vorrangig aus eigenen Reihen besetzt werden sollen. Aus dem Potenzialermittlungsprozess resultieren unter anderem die zu Beginn des Jahres 2014 gestartete Weiterbildung zum "Industriemeister Chemie" sowie verstärkt aufgenommene Führungstrainings in der Produktion.
Daneben startete 2013 erstmalig das Workshop-Programm "Erfolgsstrategien für weibliche Führungskräfte", in dem persönliche Strategien und Wege der Führungsentwicklung von Frauen aufgezeigt bzw. erarbeitet werden.
Mit einer gezielten Förderung von Bachelor- und Masterstudiengängen setzt Biotest außerdem Anreize für ein berufsbegleitendes Studium. So nahmen im Jahr 2013 unter anderem drei Mitarbeiter die in Kooperation mit der Fachhochschule Bingen und der Provadis Hochschule aufgelegten Studiengänge "Prozesstechnik B.Sc.", "Biopharmaceutical Science B.Sc." sowie "Wirtschaftsinformatik B.Sc." auf.
Einstiegsprogramme erhalten im Zuge des Ausbaus der Biotest Gruppe und der demografischen Lage zunehmende Bedeutung. So werden unter anderem im Trarneeprogramm des Geschäftsbereichs Commercial Operations aktuell drei Hochschulabsolventen gezielt auf Management- und Führungsaufgaben vorbereitet. Darüber hinaus wurde durch die Betreuung von Doktor-, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Informations- oder Mentoringveranstaltungen die Zusammenarbeit insbesondere mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main intensiviert.
Berufsausbildung
Auch in den Ausbildungsberufen hat die Biotest AG im vergangenen Jahr ihr Engagement weiter verstärkt. So waren zum 31. Dezember 2013 insgesamt 27 Auszubildende (Vorjahr: 22) in acht Berufen bei Biotest beschäftigt, davon eine B.A.-Studentin in der Fachrichtung "International Business Administration". Drei der neuen Ausbildungsplätze wurden im Bereich Produktion geschaffen, wo die Anzahl auf insgesamt sechs verdoppelt wurde.
Die Qualität der Ausbildung des Unternehmens spiegelt sich in den Abschlussleistungen der insgesamt sieben Absolventen im Jahr 2013 wider. Drei von ihnen wurden aufgrund ihrer außergewöhnlichen Prüfungsergebnisse von der Industrie- und Handelskammer geehrt.
Um sich weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, hat Biotest das Ausbildungsmarketing vorangetrieben und dabei unter anderem verschiedene regionale Ausbildungsmessen besucht.
Familienfreundliches Unternehmen
Neben dem Angebot vielfältiger flexibler Teilzeitmodelle erweitert Biotest die Möglichkeiten für ein familienfreundliches Arbeiten durch den Bau einer Kindertagesstätte erheblich. In unmittelbarer Nähe des Betriebsgeländes am Standort Dreieich beginnen im Frühjahr 2014 die Bauarbeiten. Bereits Anfang 2015 sollen dort bis zu 80 Kinder zwischen acht Monaten und sechs Jahren von erfahrenen Pädagogen betreut werden. Biotest bietet damit seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, Beruf und Kindererziehung besser in Einklang zu bringen.
F. EXTERNE EINFLUSSFAKTOREN FÜR DAS GESCHÄFT
Regulatorisches Umfeld
Die Produktionsanlagen für Plasmaproteine von Biotest unterliegen der Aufsicht und der Genehmigungspflicht des Regierungspräsidiums Darmstadt und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sowie der US-amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA).
In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erfolgt die Zulassung von Plasmaproteinen durch das zentralisierte Zulassungsverfahren oder durch die gegenseitige Anerkennung nationaler Zulassungen. In den USA unterliegen die Zulassungen der Biotest-Präparate den Bestimmungen der FDA. Im internationalen Umfeld werden die Zulassungen von der jeweiligen Landesbehörde ausgesprochen.
Die zuständigen Kontroll- und Genehmigungsbehörden für monoklonale Antikörper sind sowohl in Europa als auch in den USA jeweils identisch mit denen für Plasmaproteine.
Die für die Zulassung von Biotest-Präparaten in den Märkten gesetzlichen und behördlichen Regelungen unterliegen turnusgemäßen und anlassbezogenen Änderungen. Dabei verschärfen sich die Zulassungsvoraussetzungen im internationalen Umfeld kontinuierlich. So wurden im Geschäftsjahr 2013 - hinsichtlich der Anforderungen an die Pharmakovigilanz (Überwachung von Produktanwendung und Arzneimittelsicherheit) als Voraussetzung für Erhalt und Aufrechterhaltung von Arzneimittelzulassungen - die im Vorjahr begonnene Implementierung von Leitlinien zur "Good Vigilance Practice (GVP)" weiter vervollständigt. Diese für Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geltenden Leitlinien interpretieren detailliert die im Vorjahr implementierte umfassende Revision der europäischen Pharmakovigilanzgesetzgebung. Ziel ist dabei die Verbesserung der Arzneimittelsicherheit. Der Zulassungsinhaber ist verpflichtet, die Anpassung an die neuen Auflagen in einem sogenannten "Pharmacovigilance System Master File (PSMF)", einer Beschreibung seines Pharmakovigilanzsystems, zu dokumentieren und dieses kontinuierlich zu aktualisieren. Das Pharmakovigilanzsystem stellt sicher, dass nationale und gegebenenfalls internationale Anforderungen zur Überwachung der Produktanwendung und Arzneimittelsicherheit als Voraussetzung für Erhalt und Aufrechterhalt von Arzneimittelzulassungen erfüllt werden.
II. KONZERNSTRATEGIE
Im Mittelpunkt der Strategie von Biotest steht die klare Fokussierung auf die Vermarktung und Weiterentwicklung von biologischen Produkten in den drei Indikationsgebieten Hämatologie, Klinische Immunologie und Intensivmedizin.
Kernelement zur Umsetzung dieser Strategie ist die Abdeckung zentraler Teile der Wertschöpfungskette durch eigene Ressourcen. Hierzu zählen insbesondere Forschung und Entwicklung (F&E), Plasmagewinnung, Produktion, Qualitätssicherung und Vertrieb. Die vorhandene Expertise, vor allem in den Bereichen Plasmasammlung und -fraktionierung, wird darüber hinaus genutzt, um freie Kapazitäten von Vor- und Zwischenprodukten sowie in der Lohnherstellung auf dem Markt anzubieten.
Neben der konsequenten Fortführung der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentriert sich das Unternehmen mit seinen Zulassungs- und Vermarktungsaktivitäten auf die weitere Internationalisierung und die Diversifizierung des Portfolios, unter anderem durch ein konsequentes Lifecycle-Management bestehender Produkte. Nach der erfolgreichen Etablierung in europäischen Märkten, die unter anderem durch den Aufbau einer eigenen Tochtergesellschaft in Frankreich weiter vorangetrieben wird, liegt nun der Fokus auf den USA, Asien und Südamerika. Daneben gewinnen auch sich entwickelnde Märkte, unter anderem in Nordafrika sowie in Russland und den ehemalige Sowjetrepubliken, vermehrt an Bedeutung. Um am globalen Marktwachstum auch in Zukunft teilzuhaben, hat die Biotest Gruppe im Geschäftsjahr 2013 einen Ausbau der Kapazitäten am Unternehmenssitz in Dreieich beschlossen. Mit dem Projekt "Biotest Next Level" werden die Produktionskapazitäten bis zum Jahr 2018/2019 verdoppelt. Dieses Vorhaben soll zum einen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf den globalen Märkten weiter stärken, aber auch dazu beitragen, das gesetzte Umsatzziel von 1 Mrd. € bis zum Jahr 2020 zu erreichen.
Neben dem Vertrieb bestehender Produkte fokussiert sich Biotest mit den in der klinischen Entwicklung befindlichen monoklonalen Antikörpern und Plasmaproteinen auf zusätzliche Leitindikationen mit hohem therapeutischem Bedarf. Diese Präparate werden zukünftig nach Zulassung die Produktpalette entscheidend ergänzen. Sie zeichnen sich durch einzigartige Wirkmechanismen aus, die sie von anderen zugelassenen oder in der Entwicklung befindlichen Therapieansätzen unterscheiden.
Zusätzlich zu der konsequenten Fortführung der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit werden auch Möglichkeiten geprüft, durch internationale Akquisitionen und Einlizenzierungen das Geschäftsvolumen in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Dabei finden Einlizenzierungen im Rahmen von Kooperationen insbesondere zur Erweiterung der Technologieplattform oder für Produktverbesserungen statt.
Ein Beispiel für eine solche erfolgreiche Unternehmenskooperation ist der im Januar 2013 erfolgte Abschluss eines langfristigen, strategischen Vertrags der BPC mit ADMA Biologics Inc. (ADMA), Norcross, Georgia, USA. In diesem Vertrag hat sich ADMA verpflichtet, sein weltweites Produktionsvolumen an Respiratory-Syncytial-Virus (RSV)-Immunglobulm, das aus Humanplasma mit RSV-Antikörpern gewonnen wird, ausschließlich durch die BPC zu decken. Zudem hat ADMA eine Lizenz für das Marketing und den Verkauf von RSV-Immunglobulin in Europa und ausgewählten Ländern in Nordafrika und dem Mittleren Osten an die Biotest AG vergeben.
III. UNTERNEHMENSSTEUERUNG
Biotest wird anhand finanzieller und nichtfinanzieller Kenngrößen gesteuert, deren Entwicklung den Unternehmenswert in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden kontinuierlich erfasst und fließen in die monatliche Berichterstattung an den Vorstand ein.
Diese Berichterstattung beinhaltet die Analyse von Ist-Werten und deren Abweichungen gegenüber Plan- und Vorjahreswerten, ausgewiesen nach Segmenten sowie nach Gesellschaften. Anlassbezogen werden weitere spezifische Analysen vorgenommen.
A. FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN
Die für die Unternehmenssteuerung der Biotest Gruppe eingesetzten Kennzahlen sind gemeinsam mit ihren aktuellen Werten in folgender Tabelle dargestellt:
MASSGEBLICHE STEUERUNGSKENNZAHLEN AUF KONZERNEBENE
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| Kennzahl | Berechnungsmethode | Wert per 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|
| Return on Capital Employed (RoCE) | EBIT/gebundenes Kapital | 8,8 % |
| EBIT-Marge | EBIT/Umsatz | 10,7 % |
| EBT-Marge | EBT/Umsatz | 9,5 % |
| Deckungsbeitragsmarge | (Umsatz - Herstellkosten)/ Umsatz | 41,5 % |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | Detaillierte Herleitung siehe Kapitalflussrechnung | -7,2 Mio. € |
| Herstellkostenquote | Herstellkosten/Umsatz | 58,5 % |
| Kostenquote Marketing und Vertrieb | Kosten Marketing und Vertrieb/Umsatz | 12,0 % |
Auf der Ebene der Segmente ist das jeweilige Betriebsergebnis (EBIT) die wesentliche Steuerungsgröße. Weitere Größen sind der Umsatz und der Deckungsbeitrag je Produkt sowie im Außendienst je Mitarbeiter.
Im Vertrieb ist ein wichtiger Indikator der jeweilige Anteil von Biotest am Gesamtmarkt beziehungsweise im angestrebten Marktsegment.
Darüber hinaus unterliegen die Struktur der Forderungen und die darin enthaltenen Risiken einer ständigen Analyse. Zusätzlich wird auf monatlicher Basis das Vorratsvermögen evaluiert und geprüft.
B. STEUERUNG VON F&E-PROJEKTEN
Für die Steuerung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte erfolgt eine jährliche Portfolioanalyse. Hierfür werden die Parameter Entwicklungszeitlinien, Kosten, Risiken, strategische Bedeutung, Marktgrößen sowie das wirtschaftliche Potential in Form einer Net Present Value-Analyse herangezogen.
C. NICHTFINANZIELLE INDIKATOREN
Für die Steuerung relevante, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Gesamtunternehmen sind in der Produktion der Auslastungsgrad, die Durchlauf- und Ausfallzeiten, die Höhe der Vorräte entlang der Produktionskette und die Ausbeute je Mengeneinheit Plasma.
IV. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG (ALLGEMEIN)
Im Rahmen der Unternehmensstrategie bilden Forschung und Entwicklung die Basis für zukünftiges Wachstum. In diesem Bereich wird durch die Weiterentwicklung bestehender sowie die Neuentwicklung bisher noch nicht zugelassener Produkte erhebliches Potenzial erschlossen. Neben der Forschung und Entwicklung im Bereich der Plasmaproteine hat die Entwicklung der monoklonalen Antikörper eine hohe Bedeutung. Eine detaillierte Auflistung des Fortschrittes der im Geschäftsjahr 2013 ausgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekte ist im Kapitel "Forschung und Entwicklung" des Wirtschaftsberichts abgebildet.
Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten der Biotest Gruppe auf 64,6 Mio. € (Vorjahr: 51,4 Mio. €). Der Anteil dieser Ausgaben am Umsatz betrug 12,9 % nach 11,7 % im Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der in der Forschung und Entwicklung beschäftigten Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen) ist zum 31. Dezember 2013 mit 171 Vollzeitstellen (Vorjahr: 144) im Vergleich zum 31. Dezember 2012 deutlich angestiegen.
B. WIRTSCHAFTSBERICHT
I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die weltwirtschaftliche Entwicklung war 2013 durch eine insgesamt verhaltene Dynamik in unterschiedlichen Regionen geprägt. Sowohl in den entwickelten Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern fiel das Wachstum nach aktuellen Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) geringer aus als im Vorjahr. 2013 vermeldeten die Experten einen Anstieg des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 % gegenüber 2012. Dieser hatte im Vorjahr noch 3,1 % betragen. Für 2014 sagen die Ökonomen ein reales BIP-Wachstum von 3,7 % voraus.1
Die Eurozone konnte ihre negative Entwicklung aus dem Jahr 2012, als die Konjunktur um 0,7 % zurückging, eindämmen. Über alle Mitgliedsstaaten hinweg verringerte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 um 0,4 %.2 Dennoch machten sich weiterhin die Unsicherheiten hinsichtlich der Schuldenkrise verschiedener Staaten, insbesondere in Südeuropa, bemerkbar. Für das laufende Jahr sind die Experten der statistischen Abteilung der Europäischen Union (Eurostat) verhalten optimistisch: Hier wird - auch als Reaktion auf die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank - ein Anstieg des realen BIP der Eurozone um 1,1 % prognostiziert.3
Auch für die deutsche Wirtschaft war 2013 mit einem BIP-Wachstum von 0,4 % ein Übergangsjahr.4 Insbesondere die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern sowie die gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belasteten die Konjunktur der Bundesrepublik. 2012 konnte noch ein Anstieg von 0,7 % erwirtschaftet werden. Im laufenden Jahr soll dagegen die Konjunkturdynamik wieder deutlich zunehmen: Die Bundesregierung rechnet in ihrer aktuellen Prognose für 2014 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 % gegenüber dem Vorjahr.5
In den USA machten sich ebenfalls leichte Abkühlungstendenzen bemerkbar. Nach einem Wirtschaftswachstum von 2,8 % im Jahr 20126 erwartet die amerikanische Notenbank Fed für 2013 einen realen BIP-Anstieg im Vorjahresvergleich zwischen 2,2 % und 2,3 %. Im Jahr 2014 prognostiziert die Fed ein Wachstum zwischen 3,0 % und 3,4 %.7
Der Euro gewann im Jahresverlauf gegenüber dem US-Dollar bei einer hohen Volatilität kontinuierlich an Wert und konnte insgesamt einen Zuwachs von 4,5 % verzeichnen. So wurde bereits am 27. März 2013 bei 1,2768 EUR/USD der Jahrestiefstand erreicht. In der Folge legte die europäische Gemeinschaftswährung wieder deutlich zu und notierte am 27. Dezember 2013 auf ihrem Jahreshöchststand von 1,3814 EUR/USD. Die für Biotest wesentlichen Wechselkurse sind detailliert im Kapitel B.3 des Konzernanhangs dargestellt.
II. BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Die Märkte für Immunglobuline und Albumine, die umsatzstarken Produkte der Biotest Gruppe, befinden sich weiterhin in einem nachhaltig stabilen Wachstumskorridor. Auch im Jahr 2012 wurden mit rund 122 Tonnen weltweit wieder deutlich mehr Immunglobuline abgesetzt als noch 2011 (107 Tonnen).8
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 wird eine nochmalige Steigerung auf rund 132 Tonnen erwartet. Der Gesamtmarkt für intravenöse Immunglobuline (IVIG) in Deutschland ist Anfang 2013 deutlich gewachsen und konnte über den Jahresverlauf sein hohes Volumen beibehalten.9 Und auch für die kommenden Perioden rechnen die Marktforscher mit einer ähnlich ausgeprägten Dynamik: Mittelfristig wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 7 - 8 % pro Jahr gerechnet.10 Das größte Wachstum wird dabei in den Ländern außerhalb von Nordamerika und der Europäischen Union (EU) erwartet. Hier rechnen die Experten mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mindestens 10 %.11 Der deutliche Anstieg in der Vergangenheit in diesen Ländern bestätigt diesen Trend.
1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, 21. Januar 2014
2 Eurostat, Wachstumsrate des realen BIP, Stand: 17. Januar 2014
3 Eurostat, Wachstumsrate des realen BIP, Stand: 17. Januar 2014
4 Statistisches Bundesamt (DESTATIS), Pressemitteilung, "Moderates Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2013", 15. Januar 2014
5 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jahreswirtschaftsbericht 2014, 12. Februar 2014
6 Internationaler Währungsfonds (IWF),World Economic Outlook Update, 21. Januar 2014
7 Board of the Governors of the Federal Reserve System,Minutes of the Federal Open Market Committee, 17. Dezember 2013
8 Marketing Research Bureau (2012), The worldwide plasma proteins market 2011; Marketing Research Bureau (2013), The worldwide plasma proteins market 2012
9 IMS Health Deutschland, Datenbank, Stand: Januar 2014
10 Morgan Stanley Research, Ig Survey: growth and share OK, AD surprises, 29. Oktober 2013
11 UBS Investment Research, Dec-12 qtr Plasma Price & Supply Survey, 29. März 2013
WELTMARKT FÜR IMMUNGLOBULINE*
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| Marktvolumen 2012 in Tonnen |
Anteil am Weltmarkt in % |
|
|---|---|---|
| USA | 59 | 49 |
| Europa | 31 | 25 |
| Weitere Regionen | 32 | 26 |
* Schätzungen, basierend auf Daten des Marketing Research Bureaus
Im Zuge des Marktwachstums für IViGs in Deutschland konnte auch das Biotest-Präparat Intratect® , bei gleichzeitig stabilen Preisen, Zugewinne realisieren. In den USA liegen die erzielbaren Preise für Immunglobuline weiterhin rund 25 % über den Durchschnittspreisen auf den europäischen Märkten.13 Von dieser Entwicklung profitiert Biotest seit der im Februar 2013 erfolgten Markteinführung von Bivigam® .
Auch für Albumine wächst die Marktnachfrage konstant. So wird für das abgelaufene Geschäftsjahr ein weltweites Marktvolumen von rund 705 Tonnen erwartet. Im Jahr 2012 wurden auf dem Weltmarkt 665 Tonnen abgesetzt.14 Sowohl in der EU als auch in den USA ist von einem Wachstum von mindestens 5 % pro Jahr auszugehen. Außerhalb dieser beiden Märkte ist sogar mit noch stärkeren Zuwächsen zu rechnen.15 Insbesondere für China werden Wachstumsraten von bis zu 15 % vorhergesagt. Eine weitere Belebung des Marktes für humanes Albumin könnte sich aus dem Umsatzrückgang von Hydroxy-Ethyl-Stärke (HES), einem aus pflanzlicher Stärke bestehendem Substitutionspräparat für Albumin, ergeben, da die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) sowie das Europäische Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) Sicherheitswarnungen zu diesen Präparaten veröffentlicht hat.
Der Bedarf an Plasma-Faktor-VIII-Produkten wächst weiterhin. Das Wachstum wird vor allem durch die sich in weiteren Regionen der Welt zunehmend etablierenden Faktor-VIII-Therapien getrieben. Biotest unterstützt hier das Global Access-Programm der Welthämophilie-Organisation, welches das Ziel hat, die Behandlung von Patienten mit Blutgerinnungskrankheiten in Entwicklungsländern zu fördern.
III. GESCHÄFTSVERLAUF
A. BIOTEST IM JAHR 2013
Ziele 2013: Soll-Ist-Vergleich
Die Biotest Gruppe hat alle ihre im vorigen Geschäftsbericht ausgegebenen Ziele vollumfänglich erfüllt. Mit Bezug auf das Betriebsergebnis (EBIT) konnte die Prognose im vierten Quartal 2013 sogar deutlich angehoben werden. So generierte der Konzern 2013 einen Umsatzanstieg von 13,8 % und blieb damit innerhalb des prognostizierten Zielkorridors von 10 - 15 %. Nach dem positiven Verlauf der ersten neun Monate 2013 hob die Biotest Gruppe ihre Prognose für das EBIT von ebenfalls 10 - 15 % auf 15 - 20 % an. Auch dieses Ziel wurde mit einem EBIT-Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 % vollumfänglich erreicht.
Unternehmensstrategie und Umsetzung im Konzern im Geschäftsjahr 2013
Internationalisierung
Biotest hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 weiter daran gearbeitet, die Präsenz in wichtigen internationalen Märkten auszubauen. So ist es dem Unternehmen gelungen, durch die im Februar 2013 erlangte Zulassung von Bivigam® in den USA, das eigene Produktportfolio auf dem größten und wichtigsten Pharmamarkt der Welt entscheidend auszuweiten. Das intravenöse Immunglobulin wird zur Behandlung von Patienten mit primären Immundefekten (PID) eingesetzt. Die Biotest-Tochtergesellschaft BPC hat ihr Werk in Boca Raton, Florida, USA, in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert, sodass aktuell bis zu 1,5 Tonnen Bivigam® produziert werden können. Die im Geschäftsjahr 2013 mit Bivigam® getätigten Umsätze belegen den medizinischen Bedarf und das Potenzial dieser Eigenentwicklung.
Zusätzlich wird die Biotest Gruppe, wie geplant, ihr Engagement in China intensivieren. Durch eine im Geschäftsjahr 2013 geschlossene Distributionsvereinbarung mit Wanbang Biopharmaceuticals, Shanghai, China, einem Unternehmen der Fosun Pharma-Gruppe, über die Vermarktung von Humanalbumin erhält Biotest Zugang zu dem stark wachsenden, hochpreisigen chinesischen Albuminmarkt. Hiervon erwartet das Unternehmen mittelfristig zusätzliche Umsatzbeiträge in Höhe von bis zu 30 Mio. €. Der Vertriebsbeginn in China wird für 2014 erwartet.
12 Marketing Research Bureau (2013),The worldwide plasma proteins market 2012
13 UBS Investment Research, CSL Limited,Get volume right & you get the stock right, 21. Juni 2013
14 Marketing Research Bureau (2013),The worldwide plasma proteins market 2012
15 Credit Suisse Equity Research, Resuscitating the dragon, 5. September 2013
Auch die Position in Russland wurde im vergangenen Jahr ausgebaut. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 trat ein langfristiges Distributionsabkommen mit der Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, Deutschland, (Merz) in Kraft, wonach Merz verschiedene Biotest-Produkte wie unter anderem Intratect® und Pentaglobin® in Russland vertreibt. Merz verfügt in Russland über einen flächendeckenden Außendienst und kann somit die gezielte Bewerbung der Produkte sicherstellen. Die von Biotest 2013 in Russland erzielten Umsätze bestätigen bereits im ersten Geschäftsjahr der Kooperation diese Entscheidung.
Daneben konnten in verschiedenen anderen Märkten der Welt in Bezug auf Zulassung und Vertrieb wichtige Fortschritte erzielt werden: So wurde unter anderem im dritten Quartal 2013 ein Vertrag mit einem namhaften Distributor für die Belieferung von Mexiko, einem der größten südamerikanischen Märkte für Plasmaproteine, abgeschlossen. In Brasilien konnte die Zulassung für Albumin erreicht werden, aus der im kommenden Geschäftsjahr 2014 erste wesentliche Umsätze erwartet werden. Zusätzlich zum im Januar 2013 in Deutschland erfolgten Vermarktungsstart für die 10 %ige intravenöse Immunglobulinlösung Intratect® 100 g/l ist bis zum Jahresende 2013 der Vertrieb in mehreren europäischen Märkten angelaufen.
Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist die Basis für die künftige Unternehmensentwicklung und somit integraler Bestandteil der Strategie der Biotest Gruppe. So wurden in den folgenden Entwicklungsprojekten im Geschäftsjahr 2013 wichtige Fortschritte erzielt:
Therapiegebiet Hämatologie
Indatuximab Ravtansine (BT-062):
Das Präparat BT-062 hat im Geschäftsjahr 2013 den INN (International Non-proprietary Name) "Indatuximab Ravtansine" erhalten. In der Phase-I/IIa-Studie (Nr. 975) von Indatuximab Ravtansine (BT-062) zur Monotherapie des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, wurde die Rekrutierung der Patienten abgeschlossen: Es wurden insgesamt 35 Patienten mit dem Präparat behandelt. Bei einem dieser Patienten, bei dem seit zwei Jahren kein Fortschreiten der Erkrankung beobachtet werden konnte, dauert die Behandlung weiter an. In einer folgenden Phase-II-Studie (Nr. 983), in der Indatuximab Ravtansine (BT-062) mit Lenalidomid und Dexamethason kombiniert verabreicht wird, konnte bei 100 mg/m2 die maximal verträgliche Dosis dieser Kombinationsbehandlung definiert werden. Bei dieser Dosis wird nun in einer größeren Anzahl von Patienten die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Kombinationsbehandlung weiter untersucht. Es gibt bisher vielversprechende Ergebnisse: Die Kombinationstherapie zeigt über alle Dosisgruppen hinweg eine gute Wirksamkeit mit kompletten oder partiellen Remissionen bei mehr als 70 % der Patienten. Bei der gut verträglichen Dosis von 100 mg/m2 lag diese Ansprechrate sogar bei 89 %. Auch bei einer Patientengruppe, die auf vorherige Therapien mit Lenalidomid und Dexamethason nicht mehr ansprach, lag das Ergebnis bei 75 %.
Im dritten Quartal 2013 wurde zudem eine klinische Studie der Phase I/II (Nr. 989) in soliden Tumoren bei den Behörden zur Genehmigung eingereicht. Die Genehmigung für die Durchführung der Studie in Belgien wurde bereits erteilt. In dieser Monotherapiestudie sollen Patienten mit dreifach negativem metastasierenden Brustkrebs (diese Tumore reagieren nicht auf die Behandlung mit Östrogenen, Progesteron oder HER2-(Herzeptin 2) gerichteten Therapien) sowie Patienten mit metastasierenden Blasenkarzinom mit Indatuximab Ravtansine (BT-062) behandelt und das Präparat auf Wirksamkeit und Verträglichkeit untersucht werden. Mit dem Einschluss erster Patienten wird im ersten Quartal 2014 gerechnet.
Forschungskooperation mit EpiVax Inc. zur nicht-immunogenen Hämophilie-A-Therapie:
Anfang Dezember 2013 gab Biotest die gemeinsame Forschung mit EpiVax Inc., Providence, Rhode Island, USA (EpiVax), zu einer neuartigen, nicht-immunogenen Hämophilie-A-Therapie bekannt. Hierbei soll der für die Therapie verwendete Gerinnungsfaktor VIII so verändert werden, dass das Immunsystem des Patienten nicht mehr mit der Bildung von hemmenden Antikörpern reagieren kann. Antikörper gegen den therapeutischen Gerinnungsfaktor VIII sind eine häufige Nebenwirkung der Faktor VIII Substitutionstherapie. Sie machen diesen wirkungslos und führen zu schwer behandelbaren Blutungen. Die gemeinsame Entwicklung - unter Verwendung der sogenannten proprietären immunregulierenden "Tregitope"-Technologie von EpiVax - hat bereits begonnen. Aktuell befindet sich das Projekt in der präklinischen Testung.
Therapiegebiet Klinische Immunologie
BT-063:
Als Vorbereitung für die Durchführung einer Phase-I/II-Studie mit Patienten, die an Systemischem Lupus Erythematodes (SLE) erkrankt sind, wurde eine Toxizitätsstudie mit dreimonatiger Behandlung und anschließender Nachbeobachtung gestartet.
BT-094 (Cytotect 70):
In die laufende Phase-III-Studie (Nr. 963) zur Prävention der Cytomegalie-Virus (CMV)-Infektion des Ungeborenen bei primärer CMV-Infektion der Mutter in der Schwangerschaft wurden weitere Schwangere mit Serokonversion eingeschlossen.
Civacir® :
Im Zuge der pivotalen Phase-III-Studie (Nr. 988) konnten in den USA bereits die ersten Patienten mit Civacir® behandelt werden. Weitere Patienten befinden sich momentan im Screening. Civacir® soll zur Prophylaxe einer Hepatitis-C-Reinfektion nach Lebertransplantationen verwendet werden.
Tregalizumab (BT-061):
Im Zuge der in Zusammenarbeit mit AbbVie betriebenen Weiterentwicklung des monoklonalen Antikörpers Tregalizumab (BT-061) begann Biotest die klinische Phase-IIb-Studie (TREAT 2b - Tcell REgulating Arthritis Trial 2b, Nr. 986) mit voraussichtlich 304 Patienten. Die Patientenrekrutierung ist angelaufen, es wurden im Dezember 2013 bereits erste Patienten behandelt. Das Studienprotokoll wurde in mehreren Ländern - unter anderem auch in den USA und Kanada - von den nationalen Zulassungsbehörden genehmigt. Die Entscheidung zur Weiterentwicklung von Tregalizumab (BT-061) und zum Start der größten Phase-IIb-Studie der Firmengeschichte basiert auf Resultaten einer Zwischenanalyse der im dritten Quartal 2013 beendeten klinischen Phase-IIb-Studie (Nr. 979). Die finalen Daten, die die gute Wirksamkeit und Sicherheit früherer Studien bestätigten, wurden Ende Oktober 2013 auf dem internationalen Rheumatologiekongress ACR (American College of Rheumatology) in San Diego präsentiert. Daneben konnte die Auswertung einer weiteren Studie (Nr. 985), die zusätzliche pharmakodynamische und -kinetische Eigenschaften des Wirkstoffs untersucht hatte, abgeschlossen werden. Die gesammelten pharmakodynamischen Daten deuten darauf hin, dass höhere Dosierungen von Tregalizumab (BT-061) in einer noch höheren Effektivität resultieren könnten.
Biotest hat im Februar 2014 mit AbbVie eine Vorauszahlung für die Produktion von klinischem Prüfmaterial für Tregalizumab (BT-061) in Höhe von 3,9 Mio. USD vereinbart.
Zutectra® :
Die Patientenrekrutierung für die Phase-III-Studie (ZEUS - Zutectra Early USe, Nr. 987) läuft beschleunigt an. Zutectra® ist seit 2009 in der EU für die Indikation der Prävention einer Hepatitis-B-Virus (HBV)-Reinfektion, bei Patienten sechs Monate nach einer Lebertransplantation aufgrund einer HBV induzierten Leberinsuffizienz, zugelassen. Das Ziel ist, mit den Daten der ZEUS-Studie, die Zulassung für die Verwendung von Zutectra® bereits ein bis zwei Wochen nach der Transplantation zu erhalten. Diese Studie umfasst ca. 20 Studienzentren in Italien, Frankreich, England und Spanien.
Therapiegebiet Intensivmedizin
Fibrinogen:
Hinsichtlich des in der Entwicklung befindlichen Fibrinogenkonzentrats wurde in allen fünf geplanten Ländern die Genehmigung zur Durchführung der klinischen Phase-I/II-Studie (Nr. 984) erteilt. Im ersten Teil der Studie werden Patienten, die an angeborenem Fibrinogenmangel leiden, mit einer Einmalgabe behandelt, um die pharmakokinetischen Eigenschaften, Verträglichkeit und Sicherheit des Fibrinogenkonzentrats zu evaluieren. Auch im zweiten Teil der Studie - hier erfolgt die individuell auf den Patienten abgestimmte Gabe von Fibrinogen aufgrund akuter Blutungen bzw. als Prophylaxe bei geplanten Eingriffen mit Blutungsneigung - wurde bereits mit der Behandlung erster Patienten begonnen.
IgM concentrate:
Für die laufende Phase-II-Studie (Nr. 982) fand eine statistische Abschätzung nach 40 behandelten Patienten statt. Auf deren Basis wird die Studie auf 160 Patienten ausgeweitet. Eine zweite Zwischenanalyse ist nach 100 behandelten Patienten geplant.
Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die aktuellen Biotest Studien.
KLINISCHE STUDIEN IM ÜBERBLICK
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| Art der Studie | Studiennummer | Dosierung/ Studiendesign | Zahl der Studienteilnehmer | Status zum 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Indikationsgebiet Hämatologie | ||||
| Indatuximab Ravtansine (BT-062) | ||||
| Phase I Multiples Myelom | 969 | wiederholte Einfachgabe, intravenös alle 21 Tage, 10 - 200 mg/m2 | 32 | Studie abgeschlossen |
| Phase I/IIa Multiples Myelom | 975 | wiederholte Mehrfachgabe, intravenös Tag 1, 8 und 15; alle 28 Tage, Dosiseskalation ab 40 mg/m2 | 35 | Patientenrekrutierung abgeschlossen |
| Phase II Multiples Myelom | 983 | Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason basierend auf 975-Design (wiederholte Mehrfachgabe) | 46 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
| Phase I/IIa Brustkrebs, Blasenkrebs | 989 | wiederholte Mehrfachgabe, intravenös Tag 1, 8 und 15; alle 28 Tage, Dosiseskalation ab 100 mg/m2 | 80 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
| Indikationsgebiet Klinische Immunologie | ||||
| BT-094 (Cytotect 70) | ||||
| Phase III in der Schwangerschaft übertragene Cytomegalie-Virus-(CMV)-infektion | 963 | Mehrfachgabe bei Schwangeren mit einer primären CMV-Infektion (Serokonversion) Kontrollgruppe ohne Behandlung | Screening von ca. 25.000 Schwangeren | Patientenrekrutierung läuft |
| Civacir® | ||||
| Phase III HCV-induzierte Lebertransplantation | 988 | IV-Gabe nach HCV-induzierter Lebertransplantation zur Reinfektionsprophylaxe | 84 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
| Tregalizumab (BT-061) | ||||
| Phase IIb Rheumatoide Arthritis | 979 | Kombination mit Methotrexat, subkutan bis 75 mg, Mehrfachgabe, Behandlungsdauer zwölf Wochen, placebokontrolliert | 128 | Studie abgeschlossen |
| Phase I Anwendung bei Probanden Pharmakodynamik-/ Pharmakokinetik-Studie | 985 | subkutan bis 200 mg, Einfachgabe | 36 | Studie abgeschlossen |
| Phase IIb Rheumatoide Arthritis Studienname: "TREAT 2b" | 986 | Kombination mit Methotrexat, subkutan, Mehrfachgabe, Behandlungsdauer 24 Wochen mit anschließender optionalen 28-wöchiger Verlängerungsphase; placebokontrolliert | mehr als 300 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
| Zutectra® | ||||
| Phase III Hepatitis-B-Reinfektion in der Frühphase nach Lebertransplantation Studienname: "ZEUS" | 987 | Zutectra® (s.c. HBIG); Mehrfachgabe nach Lebertransplantation | 60 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
| Indikationsgebiet Intensivmedizin | ||||
| Fibrinogen | ||||
| Phase I/II angeborener Fibrinogenmangel | 984 | Einmalgabe zur Bestimmung der Pharmakokinetik, Verträglichkeit und Sicherheit; Behandlung akuter Blutungen individuell nach Bedarf der Patienten | 20 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
| IgM concentrate | ||||
| Phase II schwere, ambulant erworbene Lungenentzündung | 982 | Mehrfachgabe bei sCAP (severe community acquired pneumonia); Behandlung über fünf Tage, i.v. Applikation, placebokontrollierte Doppelblindstudie | 160 geplant | Patientenrekrutierung läuft |
Marketing &Vertrieb
Fovepta® :
Im Geschäftsjahr 2013 wurde in Vietnam die Vermarktung des Produkts im weltweit ersten Land gestartet. Vietnam wurde ausgewählt, da dieses innovative Produkt vor allem für Länder mit hoher Hepatitis B-Durchseuchung von Bedeutung ist (Südostasien, Süd- und Mittelamerika). Die Neugeborenen von Hepatitis B-infizierten Müttern können durch die subkutane Gabe unmittelbar nach der Geburt vor einer Übertragung der Virusinfektion geschützt werden. Weitere Zulassungen wurden eingereicht, sodass nach entsprechender Genehmigung auch hier mit dem Vertrieb begonnen werden soll.
Intratect® 100 g/l (10 %ige Lösung):
Nach der bereits im Oktober 2013 erhaltenen Zulassung im Rahmen des dezentralen europäischen Zulassungsverfahrens ist im Geschäftsjahr 2013 die Vermarktung von Intratect® 100 g/l (10 %ige Lösung) in mehreren Ländern Europas sowie des Nahen und Mittleren Ostens angelaufen. Dem deutschen Vertriebsstart im Januar 2013 folgten bis Jahresende die Aufnahme der Vermarktung unter anderem in Großbritannien, Italien, der Schweiz, Österreich, Irland sowie verschiedenen Golfstaaten. Weitere Zulassungen im internationalen Bereich wurden bei den Landesbehörden eingereicht, sodass nach Genehmigung auch hier mit dem Vertrieb begonnen werden soll.
Gesellschaftliche Verantwortung
Die Biotest Gruppe bewegt sich mit ihren Produkten und deren Anwendungsgebieten in einem hochethischen Umfeld. So helfen die Präparate von Biotest Leben zu retten und dem Alltag vieler (chronisch) Kranker ein Stück Normalität zurückzugeben. Auch darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in verschiedenen medizinisch-wissenschaftlichen Initiativen, Forschungsprojekten sowie Maßnahmen von Patientenorganisationen.
So ist Biotest Kooperationspartner in dem seit Oktober 2013 verwirklichten "Project Recovery". Dieses in jahrzehntelanger Partnersuche vom Canadian Blood Service (CBS) und dem kanadischen Verband für Hämophilie (CHS) initiierte Projekt wird nun von der Biotest AG in Partnerschaft mit dem CBS und der Grifols Inc. zugunsten des Weltverbandes für Hämophilie (WFH) realisiert. Im Zuge des Projekts Recovery stellt Biotest aus zuvor bei der Grifols Inc. produziertem Kryopräzipitat (einer Vorstufe des Faktor VIII innerhalb des Herstellungsverfahrens von Plasmaproteinen) von kanadischen Blutspendern das Faktor VIII-Konzentrat Haemoctin® her. Hämophilie ist eine vererbte lebenslange Blutgerinnungsstörung, die eine von 10.000 Personen weltweit betrifft. Von den Erkrankten erhalten nahezu 75 % nur eine geringe oder sogar gar keine Behandlung. Über das humanitäre Hilfsprogramm des WFH wird das Präparat kostenfrei Patienten in Entwicklungsländern bereitgestellt, wo Erkrankte bisher nur sehr geringen oder gar keinen Zugang zu Medikamenten zur Behandlung von Hämophilie haben. Dabei übernimmt Biotest neben der Produktion auch die komplette Koordination und Versandlogistik. Dieses Projekt ist weltweit einzigartig und verbindet die Verwendung von bisher ungenutzten Kryopräzipitaten mit einem humanitären Zweck.
Wie in den Vorjahren hat die Biotest AG auch im Geschäftsjahr 2013 Patientenorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene vielfältig unterstützt. Im Bereich der Immunologie begleitet Biotest - sowohl finanziell als auch organisatorisch -die "International Patient Organisation for Primary Immunodeficency" (IPOPI) in ihrer Arbeit zur Verbesserung der Diagnostik für Patienten mit immunologischen Erkrankungen und dem Zugang der Patienten zu adäquater Therapie.
Schließlich arbeitet Biotest auf politischer Ebene unter anderem im Rahmen der europäischen "Plasma Protein Therapeutics Association" (PPTA) an der Verbesserung der Situation der Patienten mit seltenen Erkrankungen und einer generellen Regelung der grenzüberschreitenden und notwendigen Behandlungen dieser Zielgruppen mit. Daneben unterwirft sich Biotest auch bei der Gewinnung und Verarbeitung von Blutplasma den strengen Sicherheitsstandards der PPTA, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen.
IV. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
A. ERTRAGSLAGE
Im Geschäftsjahr 2013 konnte die Biotest Gruppe ihren Umsatz erneut deutlich um 13,8 % steigern und dabei erstmals die 500-Millionen-Euro-Marke überschreiten. So generierte der Konzern Umsätze in Höhe von 500,8 Mio. € nach 440,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2012. Einhergehend mit der Markteinführung von Bivigam® in den USA wurde vor allem im Segment Therapie ein starkes Wachstum erzielt. Hier nahmen die Umsätze um 16,7 % von 330,9 Mio. € auf 386,2 Mio. € zu. Daneben konnte auch im Segment Plasma & Services ein Umsatzanstieg um 5,7 % auf 102,5 Mio. € (Vorjahr: 97,0 Mio. €) erwirtschaftet werden. Im Bereich Andere Segmente blieb der Umsatz mit 12,1 Mio. € konstant.
UMSATZENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Therapie | 386,2 | 330,9 | 16,7 |
| Plasma & Services | 102,5 | 97,0 | 5,7 |
| Andere Segmente | 12,1 | 12,1 | 0,0 |
| Biotest Gruppe | 500,8 | 440,0 | 13,8 |
Obwohl die Biotest Gruppe im Geschäftsjahr 2013 auch in Deutschland weiter gewachsen ist (+ 4,5 % gegenüber dem Vorjahr), sorgen vor allem die im Zuge der Internationalisierungsstrategie verstärkt bearbeiteten ausländischen Märkte für eine Beschleunigung der Umsatzdynamik. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits 81,3 % (Vorjahr: 79,7 %) der Biotest-Erlöse außerhalb des Heimatmarktes erwirtschaftet. Die größte Steigerung konnte in Nord- und Südamerika erzielt werden: Mit dem Vermarktungsstart von Bivigam® in den USA stiegen hier die Umsätze von 58,5 Mio. € auf 86,0 Mio. € an - eine Zunahme um 47,0 %. Und auch in Asien sowie in den übrigen Ländern der Welt lagen die Steigerungsraten mit 14,4 % bzw. 31,6 % im zweistelligen Prozentbereich.
UMSATZENTWICKLUNG NACH REGIONEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 93,4 | 89,4 | 4,5 |
| Übriges Europa | 169,1 | 160,5 | 5,4 |
| Nord- und Südamerika | 86,0 | 58,5 | 47,0 |
| Asien | 139,4 | 121,8 | 14,4 |
| Übrige Länder | 12,9 | 9,8 | 31,6 |
| Biotest Gruppe | 500,8 | 440,0 | 13,8 |
Einhergehend mit der deutlichen Umsatzausweitung nahmen auch die Herstellungskosten von 255,3 Mio. € auf 293,2 Mio. € zu. Die Herstellungskostenquote erhöhte sich dabei leicht auf 58,5 % (Vorjahr: 58,0 %). Zwar stiegen die Kosten für Marketing und Vertrieb, in Verbindung mit dem Vermarktungsstart von Bivigam® , absolut von 57,1 Mio. € auf 60,1 Mio. € an. Der um 1,0 Prozentpunkte auf 12,0 % verringerte Anteil dieser Kosten am Umsatz zeigt Skaleneffekte auf. Verwaltungskosten erhöhten sich von 27,9 Mio. € auf 30,6 Mio. €. Die Verwaltungskostenquote konnte ebenfalls aufgrund von Effizienzgewinnen auf 6,1 % gesenkt werden (Vorjahr: 6,3 %).
Für Biotest stand im Geschäftsjahr 2013 das Vorantreiben der Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Fokus. Aus diesem Grund stiegen die Aufwendungen in diesem Bereich auf 64,6 Mio. € deutlich (Vorjahr: 51,4 Mio. €). Auch ihr Anteil am Umsatz erhöhte sich um 1,2 Prozentpunkte und liegt nun bei 12,9 %. Der Start verschiedener, teils internationaler Studien - so wurde mit TREAT 2b unter anderem die größte Studie der Unternehmensgeschichte begonnen - dokumentiert die erfolgreiche Entwicklungspipeline von Biotest. Diese Projekte sollen in der Zukunft zu signifikanten Umsatz- und Ergebnisbeiträgen führen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen leicht auf 12,6 Mio. € zu (Vorjahr: 11,6 Mio. €). Dem gegenüber standen von 15,2 Mio. € auf 11,1 Mio. € gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Vorjahr hatten außerplanmäßige Abschreibungen sowie Abschreibungen auf Forderungen hier das Ergebnis stärker belastet.
Im Zuge dieser positiven Entwicklungen konnte die Biotest Gruppe ihr Betriebsergebnis (EBIT) deutlich um 20,4 % steigern. So erwirtschaftete der Konzern 2013 ein EBIT in Höhe von 53,8 Mio. € nach 44,7 Mio. € im Vorjahr. Aufgrund der im Vergleich zum Umsatz überproportionalen Ergebnisentwicklung erhöhte sich die EBIT-Marge auf 10,7 % (Vorjahr: 10,2 %). Den größten Beitrag zum EBIT lieferte erneut das Segment Therapie.
Hier wurden im Jahr 2013 mit 32,1 Mio. € 22,1 % mehr erwirtschaftet als im Vorjahr (26,3 Mio. €). Das Ergebnis im Segment Plasma & Services legte ebenfalls deutlich zu und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 23,7 Mio. € (Vorjahr: 18,4 Mio. €). Dabei machten sich verschiedene internationale Kooperationsvereinbarungen in der Lohnfraktionierung positiv bemerkbar. Im Segment Andere Segmente fiel dagegen ein Verlust von 2,0 Mio. € an, hier wurde im Geschäftsjahr 2012 noch ein ausgeglichenes Ergebnis (0,0 Mio. €) erwirtschaftet.
Das Finanzergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut verbessert werden und belief sich auf - 7,0 Mio. € nach - 9,2 Mio. € im Vorjahr. Verantwortlich hierfür waren im Wesentlichen rückläufige Aufwendungen aus der Währungsumrechnung aufgrund der positiven Euro-Entwicklung. Aus dieser Geschäftsentwicklung ergibt sich für die Biotest Gruppe ein deutlich gesteigertes Ergebnis vor Steuern (EBT). Dieses erhöhte sich um 31,0 % auf 47,8 Mio. € (Vorjahr: 36,5 Mio. €). Bei einer, aufgrund von weniger unbewerteten Verlusten, gesunkenen Steuerquote, konnte das Ergebnis nach Steuern (EAT) sogar noch stärker gesteigert werden und lag bei 32,0 Mio. € - ein Plus von 38,5 % gegenüber dem Vorjahresergebnis von 23,1 Mio. €. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 2,54 €. Dieses hatte im Vorjahr in den fortgeführten Geschäftsbereichen noch 1,94 € betragen. Der deutliche Anstieg ist insofern besonders positiv zu bewerten, da sich mit der Kapitalerhöhung Mitte 2013 die Aktienanzahl erhöht hatte.
ERGEBNISKENNZAHLEN DER BIOTEST GRUPPE
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| in Millionen € | 2013 | 2012* | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| EBIT | 53,8 | 44,7 | 20,4 |
| EBT | 47,8 | 36,5 | 31,0 |
| EAT | 32,0 | 23,1 | 38,5 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 2,54 | 1,94 | 30,9 |
* Fortgeführte Geschäftsbereiche
WESENTLICHE KOSTENBLÖCKE DER BIOTEST GRUPPE*
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| in Millionen € | 2013 | in % vom Umsatz | 2012 | in % vom Umsatz |
|---|---|---|---|---|
| Herstellungskosten | -293,2 | 58,5 | -255,3 | 58,0 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -60,1 | 12,0 | -57,1 | 13,0 |
| Verwaltungskosten | -30,6 | 6,1 | -27,9 | 6,3 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -64,6 | 12,9 | -51,4 | 11,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 1,5 | -0,3 | -3,6 | 0,8 |
| Finanzergebnis | -7,0 | 1,4 | -9,2 | 2,1 |
* Aufwendungen sind mit einem negativen Vorzeichen gekennzeichnet
B. VERMÖGENSLAGE
Insbesondere bedingt durch die sehr erfolgreichen Kapitalmaßnahmen verlängerte sich die Bilanz der Biotest Gruppe zum 31. Dezember 2013 deutlich auf 886,5 Mio. € (31. Dezember 2012: 682,3 Mio. €). Im Zuge der Kapitalerhöhung wurde die maximal mögliche Anzahl von 1.461.909 neuer Vorzugsaktien zu einem Preis von 52,00 € je Aktie platziert und dabei ein Emissionserlös nach Transaktionskosten und Steuern in Höhe von 73,7 Mio. € erzielt. Auch das Schuldscheindarlehen wurde in Höhe von 210,0 Mio. € voll platziert und bildet nun den Kern der Fremdkapitalfinanzierung des Konzerns.
Die Aktivseite der Bilanz war zum 31. Dezember 2013 somit von einer deutlichen Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der allgemeinen Ausweitung des Geschäftsbetriebs geprägt. Dabei nahmen die langfristigen Vermögenswerte von 314,9 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf jetzt 324,0 Mio. € zu. Erhöhten Sachanlagen sowie latenten Steueransprüchen standen gesunkene immaterielle Vermögenswerte gegenüber. Die Sachanlagen lagen zum 31. Dezember 2013 mit 254,9 Mio. € rund 4,9 % über dem Vorjahreswert (243,0 Mio. €). Während im Jahr 2013 insgesamt 40,1 Mio. € in das Sachanlagevermögen investiert wurden - insbesondere im Rahmen der Spiegelung der Albumin-Fertigung sowie dem Beginn der Arbeiten für das Vorhaben "Biotest Next Level" -betrugen die Abschreibungen hier 24,4 Mio. €. Bei den immateriellen Vermögenswerten standen Investitionen von 2,8 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 7,4 Mio. € gegenüber.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich - resultierend aus der Geschäftsausweitung sowie der Zuflüsse durch die Kapitalmaßnahmen - deutlich und standen zum 31. Dezember 2013 bei 562,5 Mio. € (31. Dezember 2012: 349,0 Mio. €). Vor allem bedingt durch den Vermarktungsstart und das Hochfahren der Produktion von Bivigam® sowie die Vorbereitung des für 2014 geplanten Wachstums nahm das Vorratsvermögen zum Jahresende 2013 auf 227,0 Mio. € (31. Dezember 2012: 184,2 Mio. €) zu. Durch die deutlichen Umsatzsteigerungen erhöhten sich analog auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 118,5 Mio. € (31. Dezember 2012: 96,1 Mio. €). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 31. Dezember 2013 insgesamt 204,4 Mio. € und konnten -aufgrund der Nettoerlöse der Kapitalmaßnahmen - signifikant gesteigert werden (31. Dezember 2012: 57,2 Mio. €). Die Mittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung und dem Schuldscheindarlehen dienen insbesondere dem Ausbau des Standortes Dreieich sowie der allgemeinen Unternehmensfinanzierung.
Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung sowie die Kapitalmaßnahmen prägten auch die Passivseite der Bilanz. So stieg das Eigenkapital der Gruppe auf 460,7 Mio. € (31. Dezember 2012: 369,4 Mio. €). Durch die Kapitalerhöhung nahm das gezeichnete Kapital von 30,0 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf jetzt 33,8 Mio. € zu. Daneben stieg auch die Kapitalrücklage deutlich von 153,3 Mio. € auf jetzt 225,6 Mio. € an. Zuzüglich des Konzernergebnisses des Vorjahres sowie abzüglich erfolgsneutraler Veränderungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und der Dividendenzahlung in Höhe von 6,2 Mio. € betrugen die Gewinnrücklagen 169,2 Mio. € (31. Dezember 2012: 152,6 Mio. €). Durch die deutlich gestiegene Bilanzsumme nahm die Eigenkapitalquote von 54,1 % auf 52,0 % ab.
Aufgrund der Umstrukturierung der Konzernfinanzierung stand einem deutlich gestiegenen langfristigen ein reduziertes kurzfristiges Fremdkapital gegenüber. So nahmen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten als Folge der Ablösung des im Vorjahr bestehenden Konsortialkredites durch das Schuldscheindarlehen auf 226,2 Mio. € zu. Zum 31. Dezember 2012 hatte diese Position noch 71,0 Mio. € betragen. Die Verbindlichkeiten aus der Umsatzabgrenzung reduzierten sich hingegen von 8,3 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf jetzt 2,5 Mio. €. Diese beinhalten einen nach der "Percentage-of-Completion-Methode" verbuchten Anteil der Zahlungen aus dem Vertrag mit AbbVie.
Im kurzfristigen Fremdkapital machte sich die Neuausrichtung der Finanzierung insbesondere in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten bemerkbar, die von 41,5 Mio. € auf 5,3 Mio. € abnahmen. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stiegen hingegen zum 31. Dezember 2013 um 5,5 Mio. € auf 24,5 Mio. € an. Stichtagsbedingt erhöhten sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht auf jetzt 51,4 Mio. € (31. Dezember 2012: 47,4 Mio. €).
Das langfristig der Gesellschaft zur Verfügung stehende Kapital (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und langfristige Bankverbindlichkeiten) deckt 84,2 % der gesamten Bilanzsumme ab (Vorjahr 72,9 %).
Die Nettoverschuldung sank von 55,2 Mio. € auf 27,1 Mio. € zum 31. Dezember 2013.
C. FINANZLAGE
Auch in der Cashflow-Rechnung spiegeln sich die getätigten Investitionen sowie die erfolgreichen Kapitalmaßnahmen wider. Aufgrund des gestiegenen Working Capital-Bedarfs, im Zusammenhang mit der deutlichen Umsatzausweitung und dem damit verbundenen Vorrats- und Forderungsaufbau, belief sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Jahr 2013 auf - 7,2 Mio. €. Im Vorjahr waren hier noch 34,7 Mio. € zugeflossen. Die gezahlten Zinsen und Steuern nahmen von 30,4 Mio. € im Jahr 2012 auf jetzt 16,1 Mio. € ab. Im Vorjahr wurden hier unter anderem noch die Steuern auf den Verkaufserlös des früheren Segments Mikrobiologisches Monitoring ausgewiesen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Jahr 2013 betrug - 32,3 Mio. €. Hierin enthalten sind insbesondere Investitionen in die Ausweitung der Albumin-Produktion am Standort Dreieich, den Start von "Biotest Next Level" sowie in den Aufbau von Plasmazentren. Positiv bemerkbar machte sich hier die zu Beginn des Geschäftsjahres eingegangene Kaufpreisnachzahlung der Merck KGaA im Zusammenhang mit der Veräußerung des früheren Segments Mikrobiologisches Monitoring in Höhe von 10,4 Mio. €. Im Vorjahr flossen aus Investitionstätigkeit 29,3 Mio. € ab.
Der Free Cashflow im Jahr 2013 betrug somit - 39,5 Mio. € nach 5,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2012.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg durch die Erlöse aus Kapitalerhöhung und Schuldscheindarlehen deutlich an. So wurde im Jahr 2013 ein erheblicher Zufluss von 186,9 Mio. € verbucht. Im vergangenen Jahr hatten planmäßig vorgenommene Kreditrückzahlungen hier noch zu einen Abfluss in Höhe von 31,4 Mio. € geführt.
Insgesamt glich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit die Abflüsse aus dem Free Cashflow mehr als aus, sodass die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2013 auf 204,4 Mio. € erheblich anstiegen (31. Dezember 2012: 57,2 Mio. €).
WESENTLICHE KENNGRÖSSEN DER KAPITALFLUSSRECHNUNG DER BIOTEST GRUPPE
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Operativer Cashflow vor Veränderung des Working Capital | 86,4 | 73,7 |
| Cashflow aus Veränderung des Working Capital | -77,5 | -8,6 |
| Gezahlte Zinsen und Steuern | -16,1 | -30,4 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -7,2 | 34,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -32,3 | -29,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 186,9 | -31,4 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 147,4 | -26,0 |
Die Biotest Gruppe verfügt aktuell über langfristig zur Verfügung gestellte Kredite in Höhe von 226,2 Mio. €. Daneben wurden Kreditlinien in Höhe von 99,7 Mio. € eingeräumt, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.
Für alle Darlehen wurden keine Sicherheiten gestellt und keine Finanzkennzahlen vereinbart.
Finanzierungsstrategie
Die Finanzierungsstrategie der Biotest Gruppe ist darauf ausgerichtet, die Liquidität des Konzerns zu jeder Zeit sicherzustellen, über Spielraum zur Finanzierung des Wachstums im operativen Geschäft zu verfügen und alle Investitionen im Vorfeld durchfinanziert zu haben.
Biotest setzt Eigen- und Fremdkapital zur Finanzierung ein und strebt eine solide und konservativ ausgerichtete Finanzierungsstruktur an. Die Zielmarke für die Eigenkapitalquote liegt bei mindestens 40,0 %. Mit einer Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2013 von 52,0 % besitzt Biotest weiterhin eine exzellente Basis für zukünftige Investitionen. Ein entscheidender Baustein für die künftige Finanzierung ist die im Juni 2013 erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung. Mit einem Emissionserlös nach Transaktionskosten und Steuern von 73,7 Mio. € hat diese die Liquiditätssituation des Konzerns im Hinblick auf die geplanten Investitionen und die Position bei der Schuldscheinverhandlung entscheidend gestärkt.
Daneben hat die Biotest AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Fremdfinanzierung vollständig neu strukturiert: Der im Vorjahr bestehende Konsortialkreditvertrag über ursprünglich 175,0 Mio. € wurde vollumfänglich getilgt und zum 11. November 2013 beendet. Diese Finanzierung wurde durch ein Schuldscheindarlehen über ursprünglich 210,0 Mio. € ersetzt, welches nun den Kern der Fremdfinanzierung bildet. Das Schuldscheindarlehen setzt sich aus Tranchen in Euro (EUR) und US-Dollar (USD) mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinskonditionen zusammen.
AUSGESTALTUNG DER TRANCHEN DES SCHULDSCHEINDARLEHENS
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| Währung | Laufzeit | Zins |
|---|---|---|
| EUR | 5 Jahre | fix |
| EUR | 5 Jahre | variabel |
| USD | 5 Jahre | variabel |
| EUR | 7 Jahre | fix |
| EUR | 7 Jahre | variabel |
| EUR | 10 Jahre | fix |
Das Eigenkapital und die langfristige Komponente der Fremdkapitalfinanzierung sollen zusammen das Anlagevermögen abdecken. Für die Finanzierung des operativen Geschäfts schließt Biotest revolvierende Vereinbarungen über Betriebsmittelkredite ab, die in der Regel eine Laufzeit von ein oder zwei Jahren haben.
Die Beschreibung der Kapitalstruktur ist dem Kapitel E.14 des Anhangs zu entnehmen.
V. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES UNTERNEHMENS
Die Biotest Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 ihren konstanten Wachstumskurs fortgesetzt und dabei auch die Profitabilität weiter gesteigert. Dabei wurden sowohl die Umsatzerlöse (+ 13,8 %) als auch das EBIT (+ 20,4 %) im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert.
Insgesamt verfügt die Biotest Gruppe über die Ressourcen, um das operative Geschäft planmäßig voranzutreiben. So bieten unter anderem die Ausweitung der Vermarktung von Bivigam® in den USA, die bereits erfolgten oder bevorstehenden Markteintritte in weiteren lukrativen Regionen sowie mittel- und langfristig die Weiterentwicklungen im Bereich der monoklonalen Antikörper zusätzliche Gewinnpotenziale. Die im Zuge der erfolgreichen Kapitalmaßnahmen nachhaltig gestärkte Vermögenslage sowie die ausgewogene Finanzierungsstruktur bilden das Fundament für das geplante zukünftige Wachstum der Biotest Gruppe.
C. NACHTRAGSBERICHT
Nach Ende des Berichtzeitraums wurde von der Biotest AG im Januar 2014 die Biotest France SAS, Paris, Frankreich gegründet.
Biotest Pharmaceuticals Corporation (BPC), die 100 %ige Tochtergesellschaft der Biotest AG mit Sitz in Boca Raton, Florida, USA, hat am 20. Februar 2014 einen Rückruf einiger Chargen Bivigam® 100 ml/10 g aus 2013 beschlossen. Grund des Rückrufs ist, dass herstellungsbedingt in sehr seltenen Fällen die Unversehrtheit (Integrität) der 100 ml Glasflasche möglicherweise nicht gewährleistet ist. Bisher wurden aus dem Markt keine derartigen Mängel berichtet. Die Kosten des Rückrufs führten zu einer Reduzierung des Betriebsergebnisses in Höhe von 5,9 Mio. €. Die finanziellen Auswirkungen wurden bereits im Konzernabschluss 2013 berücksichtigt.
D. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT
I. PROGNOSEBERICHT
A. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR ENTWICKLUNG DES KONZERNS
Der Vorstand geht auch für das laufende Geschäftsjahr 2014 von einer positiven Entwicklung der Biotest Gruppe aus. Die Nachfrage nach Plasmaproteinen befindet sich weltweit in einem konstanten Wachstumskorridor, zusätzlich sorgt kurz- und mittelfristig der Vermarktungsbeginn von bestehenden Produkten auf neuen Märkten für weitere Absatzpotenziale.
Mit dem abgeschlossenen Ausbau der Humanalbumin-Produktion, wichtigen Fortschritten in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie der richtungsweisenden Entscheidung zur Verdopplung der Kapazitäten am Standort Dreieich wurden entscheidende Grundlagen für die künftige Konzernentwicklung gelegt. Von dieser starken Basis aus wird die Biotest Gruppe nach Einschätzung des Vorstands auch im Jahr 2014 weiterhin auf ihrem konstanten Kurs des profitablen Wachstums bleiben.
B. AUSRICHTUNG DES KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2014
Die grundsätzliche Ausrichtung der Biotest Gruppe wird sich aus heutiger Sicht im Geschäftsjahr 2014 nicht verändern.
C. ENTWICKLUNG DES MARKTUMFELDS
Zielmärkte
Laut aktuellen Studien wird die weltweite Nachfrage nach Immunglobulinen im Geschäftsjahr 2013 sowie in den kommenden Jahren weiter um jährlich 7 - 8 % zunehmen.16 Das Angebot steigt leicht überproportional, somit bleibt nach Einschätzung der Biotest Gruppe trotz eines Nachfrageanstiegs der Preisdruck bei diesen Produkten bestehen. Dennoch bietet der mit dem Vermarktungsstart von Bivigam® erfolgte Markteintritt in den USA, dem größten Immunglobulin-Markt weltweit, zusätzliche, zuvor noch nicht vorhandene Absatzchancen.
16 Morgan Stanley Research, ig Survey: growth and share OK, AD surprises, 29. Oktober 2013
Auch bei plasmatischen Gerinnungsfaktoren rechnet die Biotest Gruppe mit einer Zunahme des Weltmarktvolumens um etwa 2 % pro Jahr.17 Daneben birgt die Wiederaufnahme der Aktivitäten in China mit Humanalbumin mittelfristig erhebliche Absatzpotenziale. Der Vertriebsbeginn in China wird für 2014 erwartet. Die im Juni 2013 von der FDA und dem europäischen PRAC (Pharmacovigilance Assesment Commitee) veröffentlichten Sicherheitswarnungen für Hydroxy-Ethyl-Stärkehaltige Lösungen könnten dem Albuminmarkt zu einem noch größeren als bisher erwarteten Wachstum verhelfen. Auch im Bereich der monoklonalen Antikörper ergeben sich für die Biotest Gruppe erhebliche zukünftige Potenziale. So lagen die Umsätze des Rheuma-Gesamtmarktes im Jahr 2012 bei rund 20,8 Mrd. USD. Bei der Indikation Psoriasis, die mit Tregalizumab (BT-061) adressiert wird, lagen die Umsätze im selben Zeitraum bei 4,1 Mrd. USD. Präparate gegen das Multiple Myelom (Biotest Entwicklungsprojekt Indatuximab Ravtansine (BT-062)) erlösten einen weltweiten Umsatz in Höhe von fast 6,0 Mrd. USD. Im Rahmen neuer sowie der Verlängerung bestehender Zulassungen werden in allen Produktgruppen bis 2018 weitere Anstiege prognostiziert.18
D. ERWARTETE ENTWICKLUNG DER BIOTEST-GRUPE
Erwartete Geschäfts- und Ertragslage der Biotest-Gruppe
Für den Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2014 erwartet der Vorstand ein Wachstum in einem Bereich von jeweils 10 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum resultiert aus der Erweiterung der Produktionsanlage für Humanalbumin und der Umsatzausweitung mit Bivigam® in den USA.
Erwartete Finanz- und Vermögenslage der Biotest Gruppe
Im Geschäftsjahr 2013 hat die Biotest Gruppe im Rahmen der Kapitalmaßnahmen sowie der damit verbundenen Ablösung des Konsortialkredites ihre Finanzierung neu strukturiert. Damit stellt der Konzern die ausgewogene Finanzierungsstruktur - sowohl im Hinblick auf das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital als auch von kurzfristiger zu langfristiger Kreditfinanzierung - auch für das Jahr 2014 und darüber hinaus sicher.
Einen erheblichen Teil der erhaltenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird der Konzern für das Projekt "Biotest Next Level" einsetzen, um die geplante Kapazitätsausweitung am Standort Dreieich abzudecken. Außerdem ist die geplante Ausweitung des Umlaufvermögens zu finanzieren.
Die angestrebte Expansion der Vermarktung von Bivigam® führt zum Aufbau von Beständen an Zwischen- und Endprodukten. Daneben wird sich das Umlaufvermögen auch aufgrund des erwarteten Anstiegs der Umsätze mit Intratect® 100 g/l (10 %ige Lösung) sowie durch die vollständige Inbetriebnahme der deutlich gesteigerten Albumin-Produktion erhöhen.
Für das Geschäftsjahr 2014 sind Investitionen der Biotest Gruppe im Volumen von bis zu 60 Mio. € vorgesehen, wovon bis zu 20 Mio. € auf das Projekt "Biotest Next Level" entfallen. Daneben werden aber auch weitere Investitionen bei der BPC für die Erweiterung bestehender und den Aufbau neuer Plasmazentren in den USA, für den Neubau des Plasma-Wareneingangs sowie für den Abschluss einzelner technischer Projekte in Dreieich vorgenommen.
Neben dem dargestellten organischen Wachstum und der Finanzierung dessen, können in Zukunft auch Einlizenzierungen marktnaher Produkte eine strategische Option darstellen.
Für die Ausweitung der Investitionen sowie die Erhöhung des Umsatzes und der damit verbundenen Erhöhung des Working Capital stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Auch langfristig ist das Wachstumsprogramm des Konzerns solide finanziert.
Erwartete Entwicklung in den Segmenten
Segment Therapie
Folgende signifikante Fortschritte und Entwicklungen werden im laufenden Geschäftsjahr 2014 im Segment Therapie erwartet:
Therapiegebiet Hämatologie
Indatuximab Ravtansine (BT-062):
In der Kombinationsstudie der Phase II (Nr. 983) gegen das Multiple Myelom läuft nach der Ermittlung der optimalen Dosis bei 100 mg/m2 die Behandlung und Patientenrekrutierung weiter. Insgesamt sollen 46 Patienten behandelt werden. Basierend auf den dann vorliegenden umfangreichen Daten wird Biotest die klinische Entwicklung von Indatuximab Ravtansine (BT-062) in dieser Indikation weiter vorantreiben. Daneben wird für die Phase-I/IIa-Studie (Nr. 989), die die Wirksamkeit und Sicherheit des Präparats gegen solide Tumore wie dreifach negativen metastasiertem Brustkrebs (diese Tumore reagieren nicht auf die Behandlung mit Östrogenen, Progesteron oder HER2- (Herzeptin 2) gerichteten Therapien) und metastasierten Blasenkrebs untersucht. Der erste Patient in Behandlung wird für Anfang 2014 erwartet.
17 Market Research Bureau (2012), Forecast of the global coagulation factors concentrates market 2010 to 2025
18 Evaluate Pharma, Yearly Product sales and forecast, 3. Januar 2013
Therapiegebiet Klinische Immunologie
BT-063:
Für den in der Entwicklung befindlichen monoklonalen Antikörper BT-063 befindet sich eine Phase-I/II-Studie mit Patienten, die am Systemischen Lupus Erythematodes erkrankt sind, in der Vorbereitung. Diese Studie soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2014 zur Genehmigung bei den Behörden eingereicht werden.
Civacir® :
In der Phase-III-Studie (Nr. 988) sollen im aktuellen Geschäftsjahr weitere Patienten gescreent und behandelt werden.
Fovepta® :
Nach dem im Jahr 2013 erfolgten Vermarktungsstart und ersten Umsätzen in Vietnam ist für das laufende sowie das kommende Jahr die Zulassung in weiteren Ländern geplant. Die Markteinführung in den entsprechenden Regionen ist für 2015 vorgesehen.
Intratect® 100g/l (10 % ige Lösung):
Im laufenden Geschäftsjahr 2014 soll die Vermarktung des Präparats auf dem spanischen Pharmamarkt erfolgen und somit die Abdeckung der wichtigsten europäischen Länder weiter vorangetrieben werden. Weitere Zulassungen im internationalen Bereich wurden bei den Landesbehörden eingereicht, sodass nach Genehmigung auch hier mit dem Vertrieb begonnen werden soll.
Tregalizumab (BT-061):
Für die internationale Phase-IIb-Studie TREAT 2b (Nr. 986) mit rund 300 Patienten wurden 2013 die ersten Patienten rekrutiert und behandelt. In dieser größten Studie der Unternehmensgeschichte wird Tregalizumab (BT-061) subkutan in Kombination mit Methotrexat für eine Behandlungsdauer von sechs Monaten verabreicht. Bei Ansprechen der Therapie können die Patienten für weitere sechs Monate mit dem Antikörper behandelt werden.
Therapiegebiet Intensivmedizin
Fibrinogen:
Die Phase-I/II-Studie (Nr. 984) wird sowohl zur Erhebung pharmakokinetischer Parameter als auch in der akuten "On Demand"-Behandlung mit dem Einschluss weiterer Patienten in insgesamt fünf Ländern fortgesetzt.
IgM concentrate:
Die laufende Phase-II-Studie (Nr. 982) in der Indikation schwere ambulante erworbene Lungenentzündung (sCAP) wird fortgeführt. Nach Behandlung des 100. Patienten wird im ersten Halbjahr 2014 eine weitere Interimanalyse erfolgen.
Segment Plasma & Services
Kernelement der Unternehmensstrategie innerhalb des Segments Plasma & Services ist die optimale Steuerung des Plasmaverkaufs sowie eine bestmögliche Auslastung der Kapazitäten. Dabei entscheidet Biotest je nach Einzelfall, wann Volumina in die Fertigung der eigenen Produkte fließen, wann es am effizientesten erscheint, gesammeltes Plasma zu veräußern und in welchem Maß Kapazitäten für eine Lohnherstellung für Dritte zur Verfügung gestellt werden.
Aufgrund der konstant hohen Nachfrage nach Biotest-Produkten sowie der geplanten erheblichen Ausweitung der Produktionskapazitäten im Rahmen von "Biotest Next Level" wird für die Zukunft erwartet, dass die Lohnherstellung in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2013 bleiben wird.
Bei wachsenden Kapazitäten in der Biotest Gruppe sollen die Umsätze im Segment Plasma & Services auch in den nächsten Jahren bei einem konstanten Profitabilitätsniveau weiter steigen.
II. RISIKOBERICHT
Die Biotest Gruppe ist als weltweit tätiger Konzern in einem hochtechnologischen Umfeld einer Vielzahl von Risikofaktoren ausgesetzt, die sich auf die Geschäftstätigkeit negativ auswirken und somit zur negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Der Eintritt der Risiken, die sich aus dem eigenen unternehmerischen Handeln sowie aus externen Faktoren ergeben, ist nicht immer vorhersehbar und kann nur bis zu einem gewissen Grad oder überhaupt nicht von Biotest beeinflusst werden.
Nachteilige Auswirkungen können sich im Bezug auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage ergeben. Der Risikobericht beschreibt die Risiken, denen Biotest als Konzern sowie auf Ebene der Segmente ausgesetzt ist. Gleichzeitig wird dargestellt, wie der Konzern diesen Risiken begegnet, sie kontrolliert und managt. Im Folgenden wird für die dargestellten Risiken jeweils eine Einschätzung des Vorstands zur Eintrittswahrscheinlichkeit angegeben.
A. RISIKOSTRATEGIE
Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer gemeinsamen Risikostrategie festgelegt, dass das Unternehmen kontrolliert Risiken eingeht, wenn dadurch die Perspektive auf ein dauerhaft ertragreiches Wachstum geschaffen wird. Die Risikostrategie ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und seinen Wert dauerhaft und systematisch zu steigern. Dies spiegelt sich auch in den abgegebenen Prognosen des Vorstands wider, die auf einer neutralen Entwicklung der in der Folge genannten Risikoereignisse beruhen.
B. RISIKOMANAGEMENT UND -CONTROLLING
Biotest erfasst und bewertet systematisch die operativen und strategischen Risiken. Alle Risiken von wesentlicher Tragweite und hinreichender Eintrittswahrscheinlichkeit werden engmaschig kontrolliert. Die Prozesse im Risikomanagement sind detailliert dokumentiert und entsprechend im Risikomanagement-System hinterlegt.
Ziel des implementierten Risikomanagement-Systems ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die der Regelkonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten. Ferner werden erkannte Risiken begrenzt, sofern notwendig durch Hinzuziehung externer Spezialisten. Schließlich dient das Risikomanagement-System der Überprüfung erkannter Risiken hinsichtlich ihres Einflusses auf den Konzernabschluss sowie der Abbildung dieser Risiken.
Wesentliche Gefährdungspotenziale sind Element der monatlichen internen Berichterstattung. Darüber hinaus fasst alle sechs Monate das Risikomanagement-Komitee den aktuellen Stand der Risikolage in allen Segmenten zusammen und erstellt einen detaillierten Risikobericht an den Vorstand. Dieser umfasst folgende Risikofelder: Marktrisiken, Prozess- und Produktionsrisiken, Finanzrisiken, Personalrisiken und Organisationsrisiken.
In der Zeit zwischen den Sitzungen des Risikomanagement-Komitees informieren die Bereichsverantwortlichen den Vorstand im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen über die aktuelle Risikosituation innerhalb ihres Verantwortungsbereichs. Gleichzeitig wird der Vorstand im Rahmen von Vorschaurechnungen auf das Jahresende hin über die aktuelle Risikosituation informiert. Ändert sich die Risikolage ad hoc, so wird der Vorstand kurzfristig und direkt darüber in Kenntnis gesetzt.
Jeder Mitarbeiter bei Biotest muss sich - im Rahmen der jeweils übertragenen Verantwortung - risikobewusst verhalten. Verantwortlich für Kontrolle und Steuerung der Risiken sind die jeweiligen Führungskräfte. Innerhalb der Gruppe gibt es etwa 60 Risikomelder, die sämtliche potenziellen Risiken abdecken. Für alle Risikomelder gelten verbindliche Grundsätze zum Umgang mit Risiken.
Standards und Abläufe im Risikomanagement und -controlling werden durch die Interne Revision regelmäßig auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft. Das letzte Audit fand 2012 statt.
Um die finanziellen Folgen von Haftungsrisiken und Elementarschäden zu begrenzen, hat Biotest Versicherungen abgeschlossen. Das Unternehmen kontrolliert regelmäßig, ob der Umfang des Versicherungsschutzes angemessen ist und passt ihn gegebenenfalls an.
C. INTERNE KONTROLLSYSTEME DER RECHNUNGSLEGUNGSPROZESSE
Biotest hat ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem etabliert, das alle wesentlichen Geschäftsprozesse in der Biotest AG und in sämtlichen Tochtergesellschaften umfasst. Ziel des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ist es, durch die Implementierung von Kontrollen eine hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, sodass trotz identifizierter Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Die einschlägigen Richtlinien sind in einem Organisationshandbuch zusammengefasst, das allen Mitarbeitern zugänglich ist.
Das den Vorgaben der International Financial Reporting Standards (IFRS) entsprechende Handbuch der Rechnungslegung der Biotest AG ist für alle Gesellschaften der Gruppe verbindlich und deckt alle für Biotest relevanten Rechnungslegungsvorschriften ab. Das Handbuch wird ständig an Änderungen der IFRS angepasst. Alle für die Rechnungslegung Verantwortlichen werden hierzu kontinuierlich informiert und geschult.
Die Rechnungslegung der Biotest AG und aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach festen Termin- und Ablaufplänen, in denen alle notwendigen Aktivitäten detailliert festgeschrieben sind.
Die Einzelabschlüsse und der Konzernabschluss werden mithilfe anerkannter Systeme erstellt. In den Konzerngesellschaften sind durch Organisationsanweisungen und klare Zuständigkeiten interne Kontrollprozesse etabliert, die unter anderem eine Funktionstrennung durch die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips beinhalten.
Die Gesellschaften erfassen die Daten für die Konzernrechnungslegung in einem einheitlichen, detaillierten Berichtswesen, über dessen Inhalt sich die zuständigen Abteilungen für Finanzen und Controlling monatlich abstimmen. Sämtliche Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden einer Plausibilitätskontrolle unterzogen, eventuelle Differenzen in Konsolidierungsprozessen werden analysiert und sofern erforderlich korrigiert.
Die im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses durchzuführenden Maßnahmen unterliegen systemseitigen sowie manuellen Kontrollen. Soll-ist-Vergleiche sowie die Analyse von Veränderungen in Bilanz- und GuV-Posten sind weitere Kontrollen auf Ebene des Konzernabschlusses.
Vertrauliche Daten und Dokumente sind vor dem Zugriff unberechtigter Personen geschützt. Dies gilt für die rechnungslegungsbezogenen EDV-Systeme (Zugriffsberechtigungen, Passwörter, Verschlüsselungen) sowie für sämtliche Gebäude (Zugangskontrolle, Zugangsrechte).
Die Einzelabschlüsse sowie der Konzernabschluss werden durch externe Prüfer geprüft beziehungsweise einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die interne Revision prüft die Geschäftsprozesse in allen Segmenten und Tochtergesellschaften. Ihre Befugnisse, Pflichten und Stellung im Konzern sind in der Revisionsrichtlinie festgelegt. Die Prüfung folgt einem Jahresrevisionsplan, der durch den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats beschlossen wird. Die einzelnen Prüfungsergebnisse werden dem Vorstand zeitnah vorgelegt. Die interne Revision berichtet darüber hinaus dem Vorstand und den Mitgliedern des Prüfungsausschusses jeweils einmal jährlich ausführlich.
D. RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE
Biotest nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungs- und Zinspositionen. Der Abschluss entsprechender Kontrakte erfolgt unter Berücksichtigung der definierten Risikogrenzen. Eine umfassende Darstellung des Risikomanagement-Systems in Bezug auf Finanzinstrumente enthält das Kapitel F.4 im Anhang zum Konzernabschluss.
E. DARSTELLUNG DER WESENTLICHEN RISIKOKATEGORIEN
Im Folgenden werden die der Biotest Gruppe bekannten wesentlichen Risiken für das Unternehmen beschrieben sowie eine Bewertung der jeweiligen Risiken durch den Vorstand vorgenommen. Darüber hinaus gibt es weitere Risiken und Unsicherheiten, denen Biotest ausgesetzt sein könnte, die derzeit aber nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als unwesentlich betrachtet werden. Auch sie können den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen und nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aus der Reihenfolge, in der die nachfolgenden Risiken aufgeführt sind, lässt sich keine Aussage über die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens ableiten.
Umfeldrisiken und Branchenrisiken
Konjunkturrisiken
Den Folgen einer tiefgreifenden und lang anhaltenden Rezession könnte sich Biotest nicht dauerhaft entziehen, wenn auch der unmittelbare Effekt begrenzt ist. Das Risiko möglicher Umsatzrückgänge ergibt sich aus einer eventuell geringeren Nachfrage und einem steigenden Druck seitens der Abnehmer, die Preise zu senken.
Ein weiterer potenziell dämpfender Effekt besteht darin, dass Biotest gezwungen sein könnte, die Belieferung einzelner Märkte zu reduzieren oder einzustellen. Dies könnte der Fall sein, wenn keine ausreichende Absicherung gegen den Ausfall entsprechender Forderungen möglich ist oder diese nur zu deutlich verschlechterten Konditionen zu erreichen wäre.
Wenn die gesamtwirtschaftliche Lage eines Landes sich so sehr verschlechtert, dass gravierende Auswirkungen auf dessen Zahlungsfähigkeit sowie auf das dortige Gesundheitssystem zu befürchten sind, könnte Biotest gezwungen sein, Lieferungen in solche Länder zur Risikoreduzierung einzustellen. Dies wurde so bereits im Geschäftsjahr 2012 in Griechenland praktiziert.
Die Konjunkturrisiken sieht der Vorstand als leicht erhöht an und die Entwicklung wird genau beobachtet.
Absatzmarktrisiken
Absatzmarktrisiken setzen sich aus Preis-, Mengen-, Substitutions- und Forderungsausfallrisiken zusammen.
Durch die Erschließung weiterer internationaler Märkte und durch den Abschluss längerfristiger Lieferverträge senkt die Biotest Gruppe das Risiko kurzfristiger Schwankungen von Absatzmenge und Preisen. Dennoch bergen insbesondere einzelne Ausschreibungsgeschäfte im Segment Therapie das Risiko, dass die absetzbare Menge niedriger als geplant ist.
Das Risiko kräftiger Preisrückgänge bei Plasmaproteinen hat sich aufgrund der Preisentwicklung der vergangenen Jahre, der stabil steigenden Nachfrage sowie der Angebotsentwicklung gegenüber der Vorjahressituation nicht gesteigert. Es ist aber nach wie vor als erhöht anzusehen. So gewinnt der Kostendruck im Gesundheitswesen hochentwickelter Märkte - auch unter dem Eindruck der Finanzkrise - immer mehr an Bedeutung. Staaten erlassen zunehmend Zwangsmaßnahmen, um die Kosten für Arzneimittel zu senken. Beispiele hierfür sind Herstellerrabatte und Preismoratorien in Deutschland sowie Zwangsrabatte in Griechenland und Italien. Daneben nimmt das Bestreben der Staaten zu, durch den Verweis auf Länder mit niedrigeren Preisen, die Preise im eigenen Land zu reduzieren.
Das Verhältnis zwischen den weltweit eingesetzten plasmatischen und rekombinanten Gerinnungsfaktoren ist nach den Beobachtungen der Biotest Gruppe bisher stabil, sodass das Unternehmen weitergehende Substitutionsrisiken momentan als überschaubar erachtet.
Das Forderungsausfallrisiko ist angesichts der teilweise geringeren Bonität von Unternehmen und Staaten in einigen Regionen erhöht. Biotest hat ein aktives Forderungsmanagement eingerichtet und ergreift gegebenenfalls Maßnahmen zur Risikominimierung wie zum Beispiel Belieferungsstopps.
Auch politische Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen können ein Absatzmarktrisiko bergen: In Italien wurden Höchstgrenzen für den Verbrauch von Arzneimitteln festgelegt, die 2013 erstmalig auch unter dem Wert des Vorjahres lagen. Die Unternehmen werden dabei verpflichtet, den Betrag, der über der festgelegten Höchstgrenze verkauft wird, an die Gesundheitsbehörde bis zu 100 % zu erstatten. Dies könnte dazu führen, dass Biotest in Italien Umsätze nur bis zu dieser Höchstgrenze tätigen wird. In diesem Zusammenhang lässt Biotest Italia S.r.l. von italienischen Gesundheitsbehörden ihr gegenüber geltend gemachte Ansprüche auf eine Rückvergütung von Zutectra® -Umsätzen der Jahre 2011 - 2012 zurzeit gerichtlich klären.
Der Eintritt in einen Markt ist mit hohen Kosten für Zulassungen von Produkten sowie auch mit Aufwendungen in eine Infrastruktur wie zum Beispiel in die Gründung einer Tochtergesellschaft verbunden. Wenn Länder, die sich ökonomisch in der Entwicklung befinden, ihre regulatorischen Rahmenbedingungen und bürokratischen Abläufe ändern, so kann dies unerwartete Verzögerungen beim Markteintritt bewirken. Biotest versucht hier, durch das Einbeziehen von Experten im betreffenden Markt, die Situation im Hinblick auf die Risiken abzuschätzen und gegebenenfalls zu minimieren. Beispiele für ein solches Vorgehen stellen die Markteintritte bzw. Zulassungsbemühungen in China und Brasilien dar.
Beschaffungsmarktrisiken
Für die Herstellung ihrer biologischen und biotechnologischen Arzneimittel benötigt die Biotest Gruppe spezielle Ausgangs- und Hilfsstoffe. Sollte es hier zu einer Verknappung oder wesentlichen Verteuerung kommen, besteht die Gefahr, dass die Produktions- und Lieferfähigkeit von Biotest eingeschränkt sein könnte. Biotest bezieht große Teile der benötigten Ausgangsstoffe aus eigenen Quellen, die zudem sukzessive ausgebaut werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen langfristige Lieferverträge geschlossen. Somit ist das Beschaffungsmarktrisiko aus Unternehmenssicht sehr begrenzt.
Politische Risiken
Einen Teil des Umsatzes erzielt Biotest über Ausschreibungsgeschäfte. Diese unterliegen in bestimmten Ländern einer hohen politischen Beeinflussbarkeit, was sich in Einzelfällen zu Ungunsten von Biotest auswirken könnte. Da Biotest in diesem Marktbereich sehr risikobewusst agiert, ist diese Gefahr überschaubar.
Biotest unterhält Beziehungen zu Unternehmen weltweit. Eine Destabilisierung der Lage in einzelnen Ländern kann unter ungünstigen Umständen die Geschäftsbeziehungen und Geschäftsaussichten beeinträchtigen. Im Extremfall kann sich das politische und wirtschaftliche System einzelner Länder destabilisieren. Mögliche Auswirkungen wären Devisenexportbeschränkungen sowie Import- und Exportverbote, wodurch die Geschäftsbeziehungen zwischen Biotest und den meist staatlichen Einrichtungen in solchen Ländern gefährdet würden.
Die Situation in mehreren Ländern des Nahen und Mittleren Ostens hat sich in den vergangenen Jahren destabilisiert. Da Biotest in diesen Ländern ebenfalls vertreten ist, ist hier ein erhöhtes Risiko zu verzeichnen. Als weiteres Risiko ist zu nennen, dass es immer schwieriger wird, Zahlungen für Arzneimittellieferungen, die derzeit von den Embargo- und Sanktionsmaßnahmen ausgenommen sind, aus Ländern zu erhalten, gegen die ansonsten ein Embargo verhängt ist. Die Biotest Gruppe versucht diese Schwierigkeiten durch intensiven Kontakt zu ihren Banken und Erläuterung der dahinterstehenden Geschäfte zu minimieren.
Biotest beobachtet sämtliche politischen Risiken kontinuierlich. Die im Falle eines Eintritts möglicherweise resultierenden wirtschaftlichen Folgen werden genau verfolgt.
Unternehmensstrategische Risiken
Risiken in Forschung und Entwicklung
Neue Arzneimittel müssen bis zur Zulassung und Markteinführung mehrere präklinische sowie klinische Prüfungen durchlaufen, wobei das Risiko besteht, dass sich eine zuvor vermutete therapeutische Wirkung nicht bestätigt oder unerwartete medizinische Risiken die Nutzen/Risiko-Balance nachteilig verändern. Außerdem lässt sich die Höhe der Investitionen in die Entwicklung nicht exakt vorhersagen - es können unerwartet Mehrkosten auftreten. Diese können auch als Folge der in Europa aktuell bestehenden und zukünftig weiter steigenden Anforderungen zum Nachweis des Zusatznutzens neuer Produkte im Vergleich zu bereits bestehenden Produkten bzw. des gesundheitsökonomischen Nutzens entstehen. Ein solcher Nachweis ist bereits während der Produktentwicklung notwendig, da ansonsten die Erzielung eines adäquaten Erstattungspreises bei der Markteinführung mit einem hohen Risiko belegt ist.
Anhand von Meilenstemplänen wird der Entwicklungsfortschritt der Projekte ständig überwacht. In regelmäßigen Zwischenanalysen werden die aus der präklinischen und klinischen Entwicklung neu gewonnenen Daten ausgewertet und so eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen zum weiteren Projektverlauf geschaffen.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Prozess- und Produktionsrisiken
Prozess- und Produktionsrisiken beinhalten die Beeinträchtigung einer effizienten, umweltfreundlichen Leistungserstellung durch ineffiziente Strukturen und Produktionsabläufe sowie durch Elementarschäden. Personalrisiken in der Produktion resultieren aus einem möglichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlverhalten von Mitarbeitern, das etwa die Effizienz oder die Sicherheit in der Produktion negativ beeinflusst.
Biotest beobachtet und analysiert die Prozesse in der Produktion ständig, um möglicherweise entstehenden Risiken frühzeitig entgegenzutreten. Die Abläufe in der Produktion sind über Arbeitsanweisungen jedem damit befassten Mitarbeiter bekannt. Durch umfassende und genau dokumentierte Standards und Arbeitsanweisungen sowie die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter wird möglichen Risiken begegnet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich Hygiene. Aktuell wird in diesem Bereich kein erhöhtes Risiko gesehen.
Risiko aus Lieferantenbeziehungen
Es besteht das Risiko, dass einzelne Geschäfts- oder Kooperationspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht ordnungsgemäß nachkommen oder bestehende Verträge kündigen. Außerdem unterliegt die Biotest Gruppe dem Risiko, für mögliche Pflichtverletzungen ihrer Partner haftbar gemacht zu werden. Aufgrund der in der Regel langjährigen Geschäftsbeziehung und des intensiven Dialogs, der durch Biotest mit den Zulieferern gepflegt wird, hält der Vorstand die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken für sehr gering.
Risiken in Bezug auf den Rohstoff Plasma
Es besteht ein sehr geringes Risiko, dass Plasma in die Produktion gelangt, das durch derzeit bekannte, aber unentdeckt gebliebene oder bislang unbekannte Bakterien, Viren oder Prionen verunreinigt ist. Das könnte zu einer Belastung der Endprodukte führen. Mögliche Folgen wären, dass Behörden den Rückruf einzelner Chargen aus dem Markt anordnen beziehungsweise die Zulassung einschränken oder aufheben. Daneben könnte eine Verunreinigung mit bislang unbekannten Bakterien, Viren oder Prionen dazu führen, dass die Produktion von Arzneimitteln auf Plasmabasis durch den Gesetzgeber schärfer reguliert wird. Sollten sich Verdachtsmeldungen auf belastete Endprodukte aus dem Markt ergeben, so werden diese im Rahmen des Pharmakovigilanzsystems erfasst und bewertet. Im sehr unwahrscheinlichen Fall einer bestätigten Belastung würde dies zu einer risikominimierenden Maßnahme, z. B. Chargenrückruf, führen. Zurzeit wird hier kein erhöhtes Risiko gesehen.
Die von Biotest eingesetzten Testverfahren entsprechen dem neuesten Stand der Wissenschaft. Im Herstellungsverfahren sind mehrere Schritte zur Virusinaktivierung beziehungsweise Virusabreicherung enthalten. Eine Belastung der Endprodukte kann daher weitestgehend ausgeschlossen werden.
Compliance
Im Wettbewerb um Lieferaufträge sowie bei der Beschaffung besteht grundsätzlich ein Korruptionsrisiko. Mitarbeiter der Biotest Gruppe könnten durch Vorteilsgewährung oder Vorteilsnahme in unzulässiger Weise Einfluss auf die jeweilige Auftragsvergabe nehmen. Biotest begegnet diesem Risiko durch verschiedene vorbeugende Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung. Hierzu ist ein internationales Compliance-System unter Berücksichtigung der länderspezifischen Besonderheiten etabliert, welches periodisch den aktuellen Anforderungen entsprechend angepasst wird.
Die Leiter der Konzerngesellschaften können Geschäfte mit einem wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage oder die Risikosituation des Konzerns nur mit Zustimmung der Unternehmensleitung des Konzerns abschließen.
Im Zusammenhang mit der staatsanwaltlichen Ermittlung gegen mehrere Mitarbeiter der Biotest AG bezüglich des Russlandgeschäftes wegen Untreue, Betrug, Bestechung und Steuerhinterziehung aus dem Mai 2012 führte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am 30. Oktober 2013 erneut eine Durchsuchung in den Geschäftsräumen der Biotest AG durch. Zu dieser wurde auch die Steuerfahndung Offenbach am Main hinzugezogen. Am 13. Januar 2014 wurde der Gesellschaft die Eröffnung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens angezeigt. Die Biotest AG weist die Vorwürfe entschieden zurück und unterstützt die Staatsanwaltschaft und die Steuerfahndung aktiv bei der Aufklärung. Aus dem Verfahren könnten Risiken von zusätzlichen Steuerzahlungen und Bußgeldern aus dem Ordnungswidrigkeitsverfahren resultieren. Die aus dem Verfahren resultierenden Risiken für die Kosten der Verteidigung sind durch angemessene Rückstellungen berücksichtigt.
Personalrisiken
Weitere Risiken bestehen darin, dass Biotest nicht in der Lage sein könnte, Mitarbeiter in Schlüsselpositionen an sich zu binden beziehungsweise entsprechende Positionen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Diesem Risiko begegnet Biotest durch ständige und gezielte Weiterbildung der Mitarbeiter, attraktive Einstiegs- und Ausbildungsprogramme sowie eine leistungsorientierte Vergütung von Fach- und Führungskräften.
Informationstechnische Risiken
Ein Großteil der Produktions- und sonstigen Geschäftsprozesse bei Biotest läuft IT-gestützt ab. Seit 2008 nutzt die Gruppe hierzu ein SAP-System. Die Sicherheit der eingesetzten Technik hat höchste Priorität. Das gilt sowohl im Hinblick auf die Stabilität der Systeme und entsprechende Ausfall-Lösungen als auch auf die Absicherung vor möglichen unberechtigten Zugriffen Dritter und auf mögliche Angriffe aus dem Internet. Die Produktion und die Verwaltung arbeiten in voneinander getrennten IT-Netzen.
Biotest baut den derzeit schon umfassenden Einsatz von IT-Systemen kontinuierlich aus und entwickelt die entsprechenden Sicherheitssysteme parallel in gleicher Weise weiter. Der ordnungsgemäße Umgang mit Systemen und Daten ist in Arbeitsanweisungen umfassend geregelt.
Finanzwirtschaftliche Risiken und Währungsrisiken
Die Biotest AG hat im Jahr 2013 eine Kapitalerhöhung durchgeführt sowie ein Schuldscheindarlehen emittiert. In diesem Zusammenhang wurde die Konsortialkredit-Vereinbarung beendet. Das Schuldscheindarlehen wurde ohne Sicherheiten und Einhaltung von Finanzkennzahlen begeben.
Finanzwirtschaftliche Risiken können aus der unerwarteten Kündigung von Kreditlinien resultieren. Die Biotest AG hat für einen großen Teil der Fremdkapitalfinanzierung langfristige Verträge abgeschlossen. Ein wesentlicher Teil des Schuldscheindarlehens ist mit einer variablen Verzinsung ausgestattet. Zur Begrenzung von Zinsrisiken hat die Biotest AG langfristige Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Biotest begegnet Währungsrisiken, soweit sinnvoll, durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Weiterhin stehen den Verkäufen in US-Dollar in erheblichem Umfang Einkäufe in derselben Währung gegenüber. Massive Wertverluste einzelner Währungen würden allerdings dennoch nicht ohne Folgen für das Konzernergebnis bleiben. Aus diesem Grund werden mögliche Währungsrisiken kontinuierlich überwacht und entsprechende Absicherungen vorgenommen.
Sonstige Risiken
Risiken durch Neben- oder Wechselwirkungen, Mängel der Qualität
Im Rahmen der Arzneimittelanwendung können sich unerwartet stärkere, häufigere oder bislang unbekannte Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln herausstellen. Nicht sachgerechte Handhabung, Lagerung oder Anwendung der Präparate kann ebenfalls erhebliche negative Auswirkungen bei Abnehmern und Patienten zur Folge haben. Des Weiteren können sich aus dem Markt Verdachtsfälle auf Mängel der Qualität ergeben.
Gemeldete Verdachtsfälle auf Neben-, Wechselwirkungen oder Mängel der Qualität werden im Rahmen des Pharmakovigilanzsystems erfasst, untersucht, bewertet und risikoabhängig weiteren Maßnahmen zugeführt.
Die in Abstimmung mit Aufsichtsbehörden zu treffenden Maßnahmen reichen von der Ergänzung der Risikokapitel in den Gebrauchsinformationen über die Anordnung eines Rückrufs einzelner Chargen bis hin zur Einschränkung oder Aufhebung der Zulassung. Zurzeit wird in diesem Bereich kein erhöhtes Risiko gesehen.
Risiken durch Mängel des Pharmakovigilanzsystems
Das Pharmakovigilanzsystem in Verantwortung des Zulassungsinhabers stellt sicher, dass nationale und ggf. Internationale Anforderungen zur Überwachung der Produktanwendung und Arzneimittelsicherheit als Voraussetzung für Erhalt und Aufrechterhalt von Arzneimittelzulassungen erfüllt werden.
Mit der Umsetzung im Unternehmen ist der Bereich Medical Regulatory Affairs/Corporate Drug Safety beauftragt.
Mängel des Pharmakovigilanzsystems, insbesondere nicht sachgerechte Handhabung von Verdachtsfällen auf Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Qualitätsmängel, könnten nicht nur die Reputation von Biotest bei Aufsichts- und Zulassungsbehörden beeinträchtigen, sondern sind für den Bereich der EU potentiell bußgeldbewehrt (bis max. 5 % des jährlichen Umsatzes in der EU pro Mangel). Sie könnten darüber hinaus in schweren, z.B. wiederholten Fällen zum Entzug der Arzneimittelzulassungsvoraussetzung führen. Durch ständig weiterentwickelte transparente Prozesse sowie schnittstellenübergreifende Trainings der mit diesen Themen befassten Mitarbeiter stellt Biotest eine sehr hohe Zuverlässigkeit in diesem Bereich sicher. Diese wurde in wiederholten Inspektionen durch Behörden bestätigt. Außerdem wird durch einen intensiven Dialog mit Kliniken und den betreffenden Facharztpraxen sichergestellt, frühzeitig über mögliche neu bekanntgewordene Neben- und Wechselwirkungen informiert zu sein.
Risiken aus laufenden Verfahren und Steuerrisiken
Aus den zuvor beschriebenen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bezüglich des Russlandgeschäfts der Biotest Gruppe können sowohl Risiken hinsichtlich der Kosten der Verteidigung als auch mit Blick auf Steuernachzahlungen resultieren. Als weiteres Risiko wäre auch eine Geldbuße oder -auflage denkbar.
Alle erkennbaren Risiken aus laufenden Verfahren sind im angemessenen Umfang durch Rückstellungen abgedeckt.
Steuerrisiken können sich des Weiteren aus den Betriebsprüfungen der zurückliegenden Jahre ergeben. Dies wäre der Fall, wenn die Finanzverwaltungen steuerliche Sachverhalte möglicherweise anders beurteilen als durch die Gesellschaften der Biotest Gruppe bilanziert.
F. GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS
Biotest ist aus Sicht des Vorstands derzeit keinen Risiken ausgesetzt, die über das untrennbar mit dem Geschäft verbundene Maß hinausgehen. Sämtliche wesentlichen Risiken werden kontinuierlich beobachtet; sofern möglich und sinnvoll, wurde und wird eine entsprechende Absicherung eventueller finanzieller Folgen vorgenommen. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, welche die wirtschaftliche Stabilität der Biotest Gruppe insgesamt gefährden könnten.
III. CHANCEN
Biotest betrachtet Chancen und Risiken im Rahmen eines ganzheitlichen Managementansatzes. Eine kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung von Absatzmärkten und regulatorischen Rahmenbedingungen ermöglicht es, frühzeitig Chancen zu erkennen. Die aktuelle Chancenlage ist Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung an den Vorstand. Ändert sich die Chancenlage so, dass rasches Handeln erforderlich ist, wird der Vorstand bei Bedarf kurzfristig und direkt darüber in Kenntnis gesetzt.
Biotest evaluiert identifizierte Chancen umfassend und entscheidet auf Basis der Ergebnisse über mögliche Investitionen. Zur Prüfung werden unter anderem risikoadjustierte Barwerte (Net Present Value-Verfahren) sowie der Vergleich mehrerer Szenarien herangezogen. Darüber hinaus fließen mögliche Risiken in die Bewertung der Chancen mit ein. Schließlich muss das potenzielle Vorhaben auch in der strategischen Ausrichtung des Segments und der Gruppe darstellbar sein.
A. CHANCEN AUS DER WEITERENTWICKLUNG DES PRODUKTPORTFOLIOS
Die Erweiterung der Anwendung bestehender Produkte oder Entwicklungsprojekte auf zusätzliche Indikationen könnte sowohl im Bereich der Immunglobuline als auch bei monoklonalen Antikörpern weitere Vermarktungspotenziale für die Biotest Gruppe eröffnen. So könnten sich aus den geplanten ersten klinischen Prüfungen für den Wirkstoff Indatuximab Ravtansine (BT-062) in soliden Tumoren erhebliche Opportunitäten ergeben, da somit über den Einsatz gegen das Multiple Myelom hinaus große Patientengruppen adressiert würden.
Daneben können erweiterte Indikationsfelder auch aus verbesserten beziehungsweise breiter eingesetzten Diagnoseverfahren resultieren, die dazu führen, dass potenziell therapierbare Erkrankungen besser entdeckt werden und durch die Gabe von Immunglobulinen behandelt werden können.
Zusätzliche Potenziale ergeben sich aus dem konsequenten Produkt- und Lifecycle-Management bestehender Präparate. Durch die Weiterentwicklung bereits am Markt befindlicher Produkte - unter anderem durch die Etablierung zusätzlicher Konzentrationen oder Darreichungsformen - wird das Produktportfolio weiter differenziert und somit die Adressierung weiterer Marktsegmente ermöglicht.
B. CHANCEN AUS DER UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Vor allem die Internationalisierungsstrategie des Konzerns bietet erhebliche Potenziale für das zukünftige Unternehmenswachstum. Die Einführung von Bivigam® in den USA, die Marktzulassung von Albumin in Brasilien sowie die im laufenden Geschäftsjahr geplante Wiederaufnahme der Aktivitäten im chinesischen Markt belegen diese Entwicklung.
Außerdem werden in zahlreichen Schwellenländern die Mittel für das Gesundheitssystem erhöht, Krankenversicherungen eingeführt und so die Patientenversorgung verbessert. Dieser positive Trend ist in den Golfstaaten, Saudi-Arabien, Tunesien und Algerien, aber auch in der Türkei und Mittel- und Südamerika zu erkennen - Länder, in denen Biotest bereits aktiv ist und von diesen Entwicklungen profitieren kann.
Daneben könnten in Zukunft auch aus weiteren strategischen Kooperationen in Forschung- und Entwicklung sowie im Vertrieb Wettbewerbsvorteile und somit Chancen erwachsen.
Aus der im Rahmen des Programms "Biotest Next Level" geplanten Verdopplung der Produktionskapazitäten bis zum Jahr 2018/2019 und der bis 2020 angestrebten Umsatzausweitung auf 1 Mrd. € ergeben sich vielfältige Chancen, die die Biotest Gruppe auf eine neue Stufe heben werden. In diesem Zusammenhang verbessern auch die im Geschäftsjahr 2013 sehr erfolgreich abgeschlossenen Kapitalmaßnahmen, wie die Kapitalerhöhung und die Platzierung eines Schuldscheindarlehens, die Chancensituation im Hinblick auf die Finanzierung des zukünftigen Wachstums erheblich.
Zusätzlich bietet die Entwicklung monoklonaler Antikörper und neuer Plasmaprotein-Produkte - die Zulassung vorausgesetzt - hohe Absatzpotenziale, da diese Therapieoptionen darstellen, die sich deutlich von den aktuell am Markt befindlichen Ansätzen unterscheiden.
C. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN
Biotest hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau von Ressourcen und Know-how in den Bereichen Arzneimittelentwicklung und -zulassung investiert. Zusätzlich stößt der Konzern durch die geplante Verdopplung der Produktionskapazitäten in eine neue Dimension vor. So werden auch in Zukunft die Vorteile einer zentral gesteuerten, effizienten Einheit mit der vornehmlichen Konzentration wichtiger Unternehmensbereiche am Standort Dreieich bewahrt. Hieraus entstehende Synergien und Potenziale sollen auch in Zukunft genutzt werden, um insbesondere Forschungs- und Entwicklungsprojekte schneller und kostengünstiger voranzutreiben und die Produktion noch effizienter zu gestalten.
E. VERGÜTUNGSBERICHT
Der im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 104 bis 105 enthaltene Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts. Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder maßgeblich sind und erläutert die Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung sowie die Vergütung des Aufsichtsrats.
F. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN § 315 ABSATZ 4 HGB
Das gezeichnete Kapital der Biotest AG beträgt satzungsgemäß 33.767.639,04 Euro. Es ist eingeteilt in 6.595.242 Stück-Stammaktien sowie 6.595.242 Stück-Vorzugsaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber, Vorzugsaktien gewähren kein Stimmrecht.
Die OGEL GmbH hat uns per Mitteilung vom 12. Februar 2008 angezeigt, dass sie 50,03 % der Stammaktien der Biotest AG hält. Die Gesellschaft wird von Dr. Cathrin Schleussner, Mitglied des Aufsichtsrats der Biotest AG, kontrolliert. Auf Grund der zum 1. Februar 2012 in Kraft getretenen Regelungen des § 41 Abs. 4d WpHG haben uns am 22. Februar 2012 Herr Dr. Martin Schleussner, Frau Renate Schleussner und Herr Dr. Hans Schleussner mitgeteilt, dass zum 1. Februar 2012 ein entsprechend § 41 Abs. 4d WpHG mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil von jeweils 50,27 % an der Biotest AG besteht. Die Kreissparkasse Biberach hat uns per Mitteilung angezeigt, dass der Stimmrechtsanteil am 20. Januar 2007 24,36 % betragen hat.
Darüber hinaus sind dem Vorstand keine direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die 10 % der Stimmrechte überschreiten. Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe der §§ 84 und 85 AktG sowie § 7 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Jede Satzungsänderung bedarf gem. § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung (§ 133 AktG). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 27 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden.
Nach näherer Maßgabe der Hauptversammlungsbeschlüsse vom 6. Mai 2010 ist die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG auf den Inhaber lautende Stammaktien und/oder auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals von 30.025.152,00 Euro zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung gilt bis zum 5. Mai 2015, die Gesellschaft hat von ihr bisher keinen Gebrauch gemacht.
Mit Beschluss derselben Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu 3.742.487,04 Euro (dies entspricht 1.461.909 auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien ohne Stimmrecht) zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2013 im vollen Umfang Gebrauch gemacht.
Wesentliche Vereinbarungen zwischen der Biotest AG und Dritten, die bei einem Kontrollwechsel (Change of Control) wirksam werden, bestehen hinsichtlich der Verträge zur langfristigen Finanzierung der Biotest AG und in diesem Rahmen auch des Konzerns. Die Finanzverträge geben den Gläubigern des Schuldscheindarlehens und den Gläubigerbanken bei einem Kontrollwechsel bei der Biotest AG das Recht auf Kündigung der Vereinbarung, sofern ihnen durch den Kontrollwechsel eine Fortsetzung des Vertrages unzumutbar erscheint.
Eine Ergänzungsvereinbarung zum Vorstandsvertrag aller Vorstandsmitglieder enthält eine Abfindungsregelung, die im Fall wirksam wird, dass der Vorstandsvertrag infolge einer näher definierten Change of Control vorzeitig beendet wird. Die Abfindung umfasst die feste Vergütung bis zum Ende der Laufzeit und ist maximal auf das Dreifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Hinzu kommen anteilige Tantiemen, die auf Basis des Durchschnittsbetrags der vorangegangenen zwei Geschäftsjahre zuzüglich einer Vergütung für den Nutzungswert des gewährten Dienstwagens ermittelt werden. Neben diesen Ansprüchen umfasst die Abfindung zusätzlich das Zweifache der jährlichen Festvergütung, soweit die Abfindung bezüglich der Festvergütung insgesamt nicht das Dreifache der jährlichen Festvergütung übersteigt.
Der Anspruch entsteht nicht, wenn die Beendigung des Vorstandsvertrags auf Kündigung aus wichtigem Grund, Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit beruht oder das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit dem Change of Control von dritter Seite Zuwendungen oder Wertvorteile erhält.
Konzernabschluss
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
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| in Millionen € | Anhang | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | D 1 | 500,8 | 440,0 |
| Herstellungskosten | -293,2 | -255,3 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 207,6 | 184,7 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | D 5 | 12,6 | 11,6 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -60,1 | -57,1 | |
| Verwaltungskosten | -30,6 | -27,9 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | D 4 | -64,6 | -51,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | D 6 | -11,1 | -15,2 |
| Betriebsergebnis | 53,8 | 44,7 | |
| Finanzerträge | D 7 | 16,9 | 20,6 |
| Finanzaufwendungen | D 8 | -23,9 | -29,8 |
| Finanzergebnis | -7,0 | -9,2 | |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | D 9 | 1,0 | 1,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 47,8 | 36,5 | |
| Ertragsteuern | D 10 | -15,8 | -13,4 |
| Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche | 32,0 | 23,1 | |
| Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | D 11 | - | 10,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 32,0 | 33,4 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 32,0 | 33,4 | |
| davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 32,0 | 23,1 | |
| davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich | - | 10,3 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - | |
| davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen | - | - | |
| davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich | - | - | |
| Ergebnis je Aktie in € | E 11 | 2,54 | 2,82 |
| davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 2,54 | 1,94 | |
| davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich | - | 0,88 | |
| Mehrdividendenanspruch je Vorzugsaktie in € | E 11 | 0,06 | 0,06 |
| davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,06 | 0,06 | |
| davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich | - | - | |
| Ergebnis je Vorzugsaktie in € | E 11 | 2,60 | 2,88 |
| davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 2,60 | 2,00 | |
| davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich | - | 0,88 |
Der Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
GESAMTERGEBNISRECHNUNG der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenergebnis | 32,0 | 33,4 |
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | -10,0 | -0,2 |
| darauf entfallende Ertragsteuereffekte | 1,5 | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern, das zukünftig möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert wird | -8,5 | -0,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (i.Vj. Verluste) aus leistungsorientierten Pensionsplänen | 0,5 | -7,0 |
| darauf entfallende Ertragsteuereffekte | -0,2 | 2,0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern, das zukünftig nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert wird | 0,3 | -5,0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -8,2 | -5,2 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 23,8 | 28,2 |
| davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 23,8 | 28,2 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - |
| davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 23,8 | 17,9 |
| davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich | - | 10,3 |
Der Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
BILANZ der Biotest Gruppe zum 31. Dezember 2013
AKTIVA
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| in Millionen € | Anhang | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2012 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | E 1 | 48,1 | 54,6 |
| Sachanlagen | E 2 | 254,9 | 243,0 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | E 3 | 1,6 | 2,8 |
| Sonstige Finanzanlagen | E 4 | 0,2 | 0,2 |
| Sonstige Vermögenswerte | E 8 | 0,7 | 0,5 |
| Latente Steueransprüche | E 5 | 18,5 | 13,8 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 324,0 | 314,9 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorratsvermögen | E 6 | 227,0 | 184,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | E 7 | 118,5 | 96,1 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 1,0 | 3,8 | |
| Sonstige Vermögenswerte | E 8 | 11,6 | 7,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | E 9 | 204,4 | 57,2 |
| 562,5 | 349,0 | ||
| Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | E 10 | - | 18,4 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 562,5 | 367,4 | |
| Bilanzsumme | 886,5 | 682,3 |
PASSIVA
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| Eigenkapital | Anhang | 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2012 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 33,8 | 30,0 | |
| Kapitalrücklage | 225,6 | 153,3 | |
| Gewinnrücklagen | 169,2 | 152,6 | |
| Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Ergebnisanteile | 32,0 | 33,4 | |
| Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | E 11 | 460,6 | 369,3 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0,1 | 0,1 | |
| Summe Eigenkapital | E 11 | 460,7 | 369,4 |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | E 12 | 59,1 | 57,1 |
| Sonstige Rückstellungen | E 13 | 5,4 | 4,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | E 14 | 226,2 | 71,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | E 15 | 0,5 | - |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | E 5 | 7,8 | 7,6 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung | E 16 | 2,5 | 8,3 |
| Summe langfristiges Fremdkapital | 301,5 | 148,0 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Sonstige Rückstellungen | E 13 | 24,5 | 19,0 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 10,0 | 5,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | E 14 | 5,3 | 41,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 51,4 | 47,4 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | E 15 | 26,2 | 27,2 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung | E 16 | 6,9 | 16,7 |
| 124,3 | 156,9 | ||
| Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | E 10 | - | 8,0 |
| Summe kurzfristiges Fremdkapital | 124,3 | 164,9 | |
| Summe Fremdkapital | 425,8 | 312,9 | |
| Bilanzsumme | 886,5 | 682,3 |
Der Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KAPITALFLUSSRECHNUNG der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013
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| in Millionen € | Anhang | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 47,8 | 36,5 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | E1, E2 | 31,8 | 31,4 |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | E9 | -1,0 | -1,0 |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 0,2 | 0,8 | |
| Veränderungen der Pensionsrückstellungen | E12 | 0,6 | -3,2 |
| Finanzergebnis | 7,0 | 9,2 | |
| Operativer Cash Flow vor Veränderung des Working Capital | 86,4 | 73,7 | |
| Veränderungen der sonstigen Rückstellungen | E13 | 7,3 | 0,5 |
| Veränderungen des Vorratsvermögens, der Forderungen sowie anderer Aktiva | -78,5 | -5,1 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzung | -15,6 | -16,7 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | 9,3 | 12,7 | |
| Cash Flow aus der Änderung des Working Capital | -77,5 | -8,6 | |
| Gezahlte Zinsen | -5,3 | -4,7 | |
| Gezahlte Steuern | -10,8 | -25,7 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | -7,2 | 34,7 | |
| Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens | - | 0,6 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | E1, E2 | -42,9 | -35,4 |
| Einzahlung aus dem Verkauf des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | 10,4 | - | |
| Veränderung der sonstigen Finanzanlagen | - | 4,0 | |
| Erhaltene Zinsen | 0,2 | 0,6 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -32,3 | -29,3 | |
| Dividendenzahlung für das Vorjahr | E11 | -6,2 | -5,5 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 73,7 | - | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | E14 | 222,0 | 1,3 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | E14 | -102,6 | -27,2 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gesamt | 186,9 | -31,4 | |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 147,4 | -26,0 | |
| Wechselkursbedingte Änderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -0,2 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar | E9 | 57,2 | 83,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember | E9 | 204,4 | 57,2 |
Der Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG der Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013
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| in Millionen € | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Kumulierte Unterschiede aus Währungs- umrechnung |
Gewinn- rücklagen |
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2012 | 30,0 | 153,3 | 8,2 | 155,1 | 346,6 | 0,1 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | - | - | -0,1 | -5,1 | -5,2 | - |
| Periodenergebnis | - | - | - | 33,4 | 33,4 | - |
| Gesamtergebnis | - | - | -0,1 | 28,3 | 28,3 | - |
| Dividendenausschüttung | - | - | - | -5,5 | -5,5 | - |
| Stand am 31. Dezember 2012 | 30,0 | 153,3 | 8,1 | 177,9 | 369,3 | 0,1 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | - | - | -8,5 | 0,3 | -8,2 | - |
| Periodenergebnis | - | - | - | 32,0 | 32,0 | - |
| Gesamtergebnis | - | - | -8,5 | 32,3 | 23,8 | - |
| Kapitalerhöhung | 3,8 | 72,3 | - | - | 76,1 | - |
| Kosten der Kapitalerhöhung | - | - | - | -2,4 | -2,4 | - |
| Dividendenausschüttung | - | - | - | -6,2 | -6,2 | - |
| Stand am 31. Dezember 2013 | 33,8 | 225,6 | -0,4 | 201,6 | 460,6 | 0,1 |
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| in Millionen € | Summe Eigenkapital |
|---|---|
| Stand am 1. Januar 2012 | 346,7 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | -5,2 |
| Periodenergebnis | 33,4 |
| Gesamtergebnis | 28,2 |
| Dividendenausschüttung | -5,5 |
| Stand am 31. Dezember 2012 | 369,4 |
| Erfolgsneutrale Veränderung | -8,2 |
| Periodenergebnis | 32,0 |
| Gesamtergebnis | 23,8 |
| Kapitalerhöhung | 76,1 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | -2,4 |
| Dividendenausschüttung | -6,2 |
| Stand am 31. Dezember 2013 | 460,7 |
Der Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Konzernanhang
A. GRUNDSÄTZLICHES
Die Biotest Gruppe umfasst die Biotest Aktiengesellschaft (Biotest AG) mit Sitz in Dreieich, Deutschland, als Konzernobergesellschaft sowie ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen. Die Konzernzentrale befindet sich in der Landsteinerstraße 5, 63303 Dreieich. Die Biotest AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 42396 eingetragen. Biotest ist ein Anbieter und Entwickler biologischer und biotechnologischer Arzneimittel. Mit einer Wertschöpfungskette, die von der vorklinischen und klinischen Entwicklung bis zur weltweiten Vermarktung reicht, hat sich Biotest vorrangig auf die Anwendungsgebiete Klinische Immunologie, Hämatologie und Intensivmedizin spezialisiert.
Mit der Fokussierung auf ihr Kerngeschäft gliedert sich die Biotest Gruppe seit Beginn des Geschäftsjahres 2012 in die Segmente Therapie, Plasma & Services und Andere Segmente.
Im Segment Therapie werden im Wesentlichen die ehemaligen Segmente Plasmaproteine und Biotherapeutika zusammengefasst. Somit sind hier zum einen die Entwicklung und die auf Basis von Blutplasma hergestellten Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren und Albumine, die bei Erkrankungen des Immunsystems, der Blut bildenden Systeme und in der Intensivmedizin zum Einsatz kommen, enthalten. Zum anderen ist hier die präklinische und klinische Entwicklung der monoklonalen Antikörper, unter anderem in den Indikationen Rheuma und Blutkrebs, dargestellt.
Das Segment Plasma & Services enthält die Bereiche Plasmaverkauf und Lohnherstellung.
Die Anderen Segmente berichten das Geschäft mit Handelswaren und die Kosten, die nicht auf die Segmente Therapie oder Plasma & Services aufgeteilt werden können.
Die Biotest Gruppe beschäftigt weltweit zum Bilanzstichtag 2.160 (i.Vj. 1.870) Mitarbeiter.
Der Abschluss der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die IFRS umfassen sowohl die International Financial Reporting Standards (IFRS) und die International Accounting Standards (IAS) als auch die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) sowie die Interpretationen des Standing Interpretation Committee (SIC). Die Rechnungslegung der Biotest Gruppe basiert auf den IFRS, die auf Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind.
Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315a des Handelsgesetzbuchs (HGB). Sie bildet die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002, betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards.
Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Biotest Gruppe hat aufgrund der erreichten Wertgrößen den Ausweis im Geschäftsjahr 2013 von Tausend Euro auf Millionen Euro umgestellt. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Der Abschluss wurde in Euro aufgestellt.
Im aktuellen Geschäftsjahr existiert kein aufzugebender Geschäftsbereich. Alle angegebenen Beträge im Konzernabschluss, soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich wie im Vorjahr ausschließlich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.
In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde im nicht fortgeführten Geschäftsbereich der Anspruch auf die Kaufpreisnachzahlung der Merck KGaA Gruppe, Darmstadt, Deutschland, ausgewiesen.
Der Vorstand der Biotest AG wird den Konzernabschluss am 12. März 2014 an den Aufsichtsrat weitergeben. Der Aufsichtsrat entscheidet am 21. März 2014 über die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses.
ÄNDERUNGEN VON BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
In diesem Abschluss werden alle am Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) - soweit sie für die Biotest Gruppe von Bedeutung sind - berücksichtigt.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten erstmalig angewendeten Standards sowie der Änderung der Bilanzierung von nicht rückzahlbaren Einmalzahlungen aus Entwicklungskooperationen ("Upfront Payments") den im Vorjahr angewandten Methoden.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (geändert)
Die Änderungen des IAS 1 führen zu einer geänderten Gruppierung der im Sonstigen Ergebnis dargestellten Posten. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist (sogenanntes Recycling), gesondert von Bestandteilen, die im Eigenkapital verbleiben, darzustellen. Diese Änderung betrifft allein die Darstellungsweise im Abschluss und hat daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (geändert)
Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Der geänderte IAS 19 schafft den Korridor-Ansatz ab und verlangt eine Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Sonstigen Ergebnis. Darüber hinaus werden der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen und der Zinsaufwand auf die Pensionsverpflichtung durch eine einheitliche Nettozinskomponente ersetzt. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird künftig vollständig in der Periode der zugehörigen Planänderung zu erfassen sein. Die Überarbeitung des IAS 19 ändert die Vorgaben für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und erweitert die Angabe- und Erläuterungspflichten. Die Änderung des IAS 19 hatte auf die Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen, da die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bereits vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden und kein wesentliches Planvermögen besteht.
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 13, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die neue Verlautbarung regelt nicht, inwieweit bestimmte Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, sondern definiert lediglich den Begriff beizulegender Zeitwert und vereinheitlicht die Angabepflicht für Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert. Die neue Verlautbarung tritt für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre in Kraft. Die Anwendung von IFRS 13 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts des Konzerns. Vorgeschriebene Angaben finden sich in den Anhangangaben zu den einzelnen Vermögenswerten und Schulden, deren beizulegende Zeitwerte ermittelt wurden.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gruppe hat zum 1. Januar 2013 die Ertragsrealisierung von nicht rückzahlbaren Einmalzahlungen aus Entwicklungskooperationen ("Upfront Payments") von der linearen Auflösung auf die Percentage-of-Completion-Methode umgestellt. Die Percentage-of-Completion-Methode führt zu einer besseren Darstellung der Finanz- und Ertragslage, da die lineare Methode nicht mehr dem tatsächlichen Kostenverlauf entspricht.
Die Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vergangener Perioden.
Ohne die Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wäre das operative Ergebnis in 2013 um 1,1 Mio. € höher sowie das Ergebnis nach Steuern um 0,8 Mio. € höher. Das Ergebnis je Aktie wäre um 0,06 € höher gewesen.
Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen - noch nicht umgesetzt
Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards werden nachfolgend aufgeführt. Diese Aufzählung bezieht sich auf veröffentlichte Standards und Interpretationen, bei denen der Konzern nach vernünftigem Ermessen von einer künftigen Anwendbarkeit ausgeht. Die Biotest Gruppe beabsichtigt, diese Standards anzuwenden, wenn sie verpflichtend in Kraft treten.
IFRS 9 Finanzinstrumente
IFRS 9 spiegelt die erste Phase des IASB-Projekts zum Ersatz von IAS 39 wieder und behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach IAS 39. Der Standard war erstmals für Geschäftsjahre bestimmt, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Mit der im Dezember 2011 veröffentlichten Änderung des IFRS 9 Mandatory Effective Date of IFRS 9 and Transition Disclosures verschob sich der Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung auf den 1. Januar 2015. In weiteren Projektphasen wird der IASB die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten behandeln. Der Konzern prüft derzeit die Auswirkungen der abgeschlossenen ersten Phase. Wenn der endgültige Standard einschließlich aller Phasen veröffentlicht ist, wird der Konzern die Auswirkungen in Verbindung mit den anderen Phasen quantifizieren.
IAS 32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (geändert)
Die Änderungen stellen die Formulierung "hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung" klar. Des Weiteren präzisieren sie die Anwendung der Saldierungskriterien des IAS 32 in Bezug auf Abwicklungssysteme (wie z. B. zentrale Clearingstellen), die einen Bruttoausgleich vornehmen, bei dem die einzelnen Geschäftsvorfälle nicht gleichzeitig stattfinden. Es wird nicht erwartet, dass diese Änderungen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden und sie sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)
Mit der Verabschiedung von IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen wurde IAS 28 in Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umbenannt und der Regelungsbereich, der sich bislang auf die assoziierten Unternehmen beschränkte, auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet.
IFRS 10 Konzernabschlüsse, IAS 27 Einzelabschlüsse
IFRS 10 ersetzt die Regelungen zu konsolidierten Abschlüssen in IAS 27, Konzern- und Einzelabschlüsse (geändert 2008) und außerdem SIC-12, Konsolidierung - Zweckgesellschaften. Ausgehend von den derzeit anzuwendenden Grundsätzen, regelt IFRS 10 anhand eines umfassenden Beherrschungskonzepts, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Die Verlautbarung bietet zusätzlich Leitlinien zur Auslegung des Beherrschungsbegriffs in Zweifelsfällen. Ein Investor beherrscht ein anderes Unternehmen, wenn er aufgrund seiner Beteiligung an variablen Ergebnissen teilhat und über Möglichkeiten verfügt, die für den wirtschaftlichen Erfolg wesentlichen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens zu beeinflussen. Erhebliche Änderungen zur heutigen Regelungslage können in Situationen vorliegen, in denen ein Investor weniger als die Hälfte der Stimmrechte an einem Unternehmen hält, aber mittels anderer Wege die Möglichkeit hat, die wesentlichen Geschäftsaktivitäten des anderen Unternehmens zu bestimmen
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 11 ersetzt IAS 31, Anteil an Gemeinschaftsunternehmen (geändert 2008), und SIC-13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und knüpft dabei an die Art der sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechte und Verpflichtungen statt an ihrer rechtlichen Formen an. IFRS 11 klassifiziert gemeinschaftliche Vereinbarungen in zwei Gruppen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden künftig allein nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
IFRS 12 regelt als neue und umfassende Verlautbarung die Angabepflichten für sämtliche Arten von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich gemeinschaftlicher Vereinbarungen, assoziierter Unternehmen, strukturierter Unternehmen und außerbilanziellen Einheiten. Es sind Angaben zu machen, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, das Wesen der Beteiligung an anderen Unternehmen, die damit verbundenen Risiken und die Auswirkungen dieser Beteiligungen auf seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu beurteilen.
IFRS 10, 11, 12 und die Folgeänderungen zu IAS 27 und IAS 28 treten für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre in Kraft. Die neuen oder geänderten Verlautbarungen können früher angewendet werden, wobei in diesem Fall ein einheitlicher Anwendungszeitpunkt für die Gesamtheit der genannten Neuregelungen gilt. Ausgenommen hiervon ist lediglich IFRS 12, dessen Angabevorschriften unabhängig von den anderen Verlautbarungen vorzeitig angewendet werden dürfen. Die Verlautbarungen gelten rückwirkend. Für Biotest ergeben sich lediglich Auswirkungen im Bereich der Anhangsangaben.
Änderung von IAS 39 - Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die Änderung ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbilanzierung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrumente designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation). Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der Konzern hat in der Berichtsperiode keine Novation seiner Derivate vorgenommen. Diese Änderung wird jedoch bei künftigen Novationen zur Anwendung kommen.
B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
1 KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss der Biotest AG werden mit drei (i.Vj. drei) inländischen und mit zwölf (i.Vj. zwölf) ausländischen Unternehmen, an denen die Biotest AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält, alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2013 hat sich der Konsolidierungskreis der Biotest Gruppe im Vergleich zum 31. Dezember 2012 nicht geändert.
Wie im Vorjahr wird die BioDarou PJ.S. Co. mit Sitz in Teheran, Iran, als assoziiertes Unternehmen at equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Übersicht der Beteiligungen der Biotest AG im Sinne des § 313 Abs. 2 HGB ist in Kapitel F10 Anteilsbesitzliste aufgeführt.
2 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Der Abschlussstichtag der Biotest AG sowie aller in den Abschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2013. Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden unter Anwendung einheitlicher, von der Biotest AG vorgegebener Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.
Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Beherrschung besteht dann, wenn das Mutterunternehmen über mehr als die Hälfte der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Bei Unternehmenszusammenschlüssen nach dem 1. Januar 2010 erfolgt die Einbeziehung unter Anwendung der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 (überarbeitet 2008). Danach bemessen sich die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird am Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden entweder ergebniswirksam oder in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss sind die Teile des Periodenergebnisses und des Reinvermögens der Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH, die auf Anteile entfallen, die nicht zu 100 % von der Biotest Gruppe gehalten werden. Die Minderheitsanteile werden in der Gewinn- und Verlustrechnung und innerhalb der Bilanz gesondert ausgewiesen.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 28 nach der Equity-Methode einbezogen. Nach der Equity-Methode werden Anteile an assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmens erfasst.
Im Periodenergebnis wird der Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens gesondert ausgewiesen. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und gegebenenfalls in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten beziehungsweise gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten und werden weder planmäßig abgeschrieben noch separat auf Werthaltigkeit getestet.
Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob es notwendig ist, eine zusätzliche Wertminderung für die Anteile an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Anteile an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnten. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Anteils und dem Buchwert für diesen Anteil als Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.
Nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" sind in den Beteiligungsansatz neben den Anschaffungskosten der Beteiligung auch sonstige finanzielle Engagements (zum Beispiel Darlehen) einzubeziehen.
3 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Währungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die in die Biotest Gruppe einbezogenen Tochtergesellschaften betreiben ihr Geschäft selbständig, so dass die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung ist. Bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Mittelkurs am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden kumulierten Unterschiedsbeträge werden erfolgsneutral in einem separaten Eigenkapitalposten erfasst, der innerhalb der Gewinnrücklagen in der Bilanz ausgewiesen ist.
Nach IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" werden die Firmenwerte als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbständigen ausländischen Tochtergesellschaften mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Währungsumrechnung innerhalb der Biotest Gruppe wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
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| Durchschnittskurse | Stichtagskurse | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 Euro entspricht | 2013 | 2012 | 31. Dez. 2013 | 31. Dez.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar | 1,3282 | 1,2856 | 1,3791 | 1,3194 |
| Britisches Pfund | 0,8493 | 0,8111 | 0,8337 | 0,8161 |
| Russischer Rubel | 42,3248 | 39,9238 | 45,3246 | 40,3295 |
| Schweizer Franken | 1,2309 | 1,2053 | 1,2276 | 1,2072 |
| Ungarischer Forint | 296,94 | 289,32 | 297,04 | 292,30 |
| Brasilianischer Real | 2,8669 | 2,5097 | 3,2576 | 2,7036 |
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelbilanzen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten) in fremder Währung zum Stichtagskurs bewertet. Entstehende Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen werden in den Finanzaufwendungen beziehungsweise Finanzerträgen ausgewiesen.
Eine Ausnahme hiervon bildet die nach IAS 21.15, 21.32 und 21.33 erfolgsneutrale Behandlung der Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.
Nichtmonetäre Posten in fremder Währung werden mit ihren historischen Werten angesetzt.
4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE DES ANLAGEVERMÖGENS
A) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich beim Erwerb von Unternehmen beziehungsweise Anteilen an Unternehmen aus den Unterschieden zwischen Anschaffungskosten (Kaufpreis) und den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderungen von Vermögenswerten" abgeschrieben. Wann immer darüber hinaus konkrete Anhaltspunkte auf eine Wertminderung vorliegen, erfolgt eine zusätzliche Überprüfung der Werthaltigkeit.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einer Gruppe von Cash Generating Units (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) zugeordnet. Diese Gruppen von Cash Generating Units entsprechen in der Biotest Gruppe den Segmenten und Projekten. In den Fällen, in denen der Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit darstellt und ein Teil des Geschäftsbereichs dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwertes des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Firmenwertes wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Im Zuge der Neuausrichtung der Segmentberichterstattung erfolgte im Geschäftsjahr 2012 eine Reallokation des Goodwills auf Basis von relativen Werten.
Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Auf Basis der den Cash Generating Units zuzurechnenden zukünftigen Zahlungsströme wird deren Nutzungswert für die Überprüfung der Werthaltigkeit mit Hilfe der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis einer mehrjährigen Geschäftsplanung sowie einer prognostizierten langfristigen Wachstumsrate Cashflows diskontiert. Die Wachstumsrate ist abhängig vom betrachteten Geschäft. Die nach Steuern verwendeten Diskontierungssätze richten sich nach dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital). Zur Bestimmung eines Wertberichtigungsbedarfs wird der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit ihrem Buchwert gegenübergestellt. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt, das auf der Diskontierung künftiger Cashflows beruht. Zur Objektivierung der Ergebnisse werden Bewertungsmultiplikatoren, Börsenkurse börsengehandelter Anteile an Unternehmen oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert herangezogen.
B) SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE DES ANLAGEVERMÖGENS
Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und in Vermögenswerte mit begrenzter und unbestimmter Nutzungsdauer unterteilt. Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig, werden nach IAS 36 Wertminderungen vorgenommen. Die angesetzten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren.
Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert, dem eine begrenzte Nutzungsdauer unterstellt wird, mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, so ist ein anderer Abschreibungszeitraum beziehungsweise eine andere Abschreibungsmethode zu wählen. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer beziehungsweise immaterielle Vermögenswerte, deren Abschreibungsdauer noch nicht begonnen hat, werden mindestens einmal jährlich, auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Wann immer darüber hinaus konkrete Anhaltspunkte auf eine Wertminderung vorliegen, erfolgt eine zusätzliche Überprüfung der Werthaltigkeit. Es erfolgen hierbei keine planmäßigen Abschreibungen. Die Nutzungsdauer dieser immateriellen Vermögenswerte ist mindestens einmal jährlich daraufhin zu überprüfen, ob die Einschätzung der unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur bestimmbaren Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.
Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Basis der der Cash Generating Unit zugerechneten zukünftigen Zahlungsströme; hierbei wird der erzielbare Betrag für die Überprüfung der Werthaltigkeit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis einer mehrjährigen Geschäftsplanung sowie einer prognostizierten langfristigen Wachstumsrate Cashflows diskontiert. Die Wachstumsrate ist abhängig vom betrachteten Geschäft. Die nach steuern verwendeten Diskontierungssätze richten sich nach dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital), Zur Bestimmung eines Wertberichtigungsbedarfs wird der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit ihrem Buchwert gegenübergestellt,
5 SACHANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen werden gemäß dem Anschaffungskostenmodell zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und die kumulierten Wertminderungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die wie folgt geschätzt werden:
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| Gebäude | bis zu 50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 - 12 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 10 Jahre |
Soweit erforderlich, werden gemäß IAS 36 Wertminderungen vorgenommen. Hierbei werden die Buchwerte der Sachanlagen, sobald Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, den jeweiligen erzielbaren Beträgen gegenübergestellt.
Bei selbst erstellten Sachanlagen enthalten die Herstellungskosten neben Material- und Personalaufwand auch angemessene anteilige Gemeinkosten. Laufende Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Entstehungszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. Erweiterungen und wesentliche Verbesserungen werden aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden als Aufwand erfasst, soweit sie gemäß IAS 23 nicht auf die Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten entfallen. Staatliche Zuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
6 LEASING
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Hierfür ist eine Einschätzung darüber erforderlich, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt (IFRIC 4).
Sind Anlagevermögenswerte gemietet beziehungsweise geleast und trägt die Biotest Gruppe im Wesentlichen alle Chancen und Risiken im Zusammenhang mit den Leasinggegenständen, werden solche Verträge als Finanzierungsleasingverträge (finance lease) klassifiziert. Diese werden mit dem geringeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert (fair value) und dem Barwert der Mindestleasingraten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gemäß IAS 17 "Leasingverhältnisse" aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit. Soweit notwendig, werden Wertminderungen gemäß IAS 36 vorgenommen. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden korrespondierend als Verbindlichkeiten passiviert. Der Zinsanteil der Leasingraten wird über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam als Zinsaufwand erfasst.
Soweit bei Leasingverträgen im Wesentlichen nicht alle Chancen und Risiken des Leasinggegenstands auf die Biotest Gruppe übergehen, erfolgt die Bilanzierung beim Leasinggeber (operate lease). In diesem Fall werden die Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ergebniswirksam erfasst.
7 WERTMINDERUNGEN
Ergeben sich aufgrund von Tatsachen oder Umständen Anhaltspunkte für eine Wertminderung von langlebigen Vermögenswerten oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird der erzielbare Betrag (recoverable amount), der den höheren Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, ermittelt.
Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind.
Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.
Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen. In Übereinstimmung mit IAS 1 werden wesentliche Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung in einem gesonderten Posten ausgewiesen.
Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaf-fungs- oder Herstellungskosten werden, außer bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, vorgenommen, wenn Schätzungen für den erzielbaren Betrag über dem Buchwert liegen.
8 VORRATSVERMÖGEN
Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren erzielbaren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet. Letzterer entspricht dem geschätzten Verkaufspreis, der im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt werden kann, vermindert um erwartete Fertigstellungs- und Verkaufskosten. Die Herstellungskosten werden auf Basis der "first in first out"-Methode beziehungsweise des gewogenen Durchschnitts ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 "Vorräte" neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Diese basieren auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.
9 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Ein entstehender Währungskursverlust beziehungsweise -gewinn wird aufwands- beziehungsweise ertragswirksam erfasst. Ausfall- und Transferrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertberichtigungen werden aufgrund von Erfahrungswerten und individuellen Risikoeinschätzungen ermittelt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substanzieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen vollständig oder teilweise einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.
Forderungen, die durch die Anwendung der Teilgewinnrealisierung (Percentage-of-Completion-Methode) entstehen, werden abzüglich erhaltener Anzahlungen ausgewiesen, wenn die bereits angefallenen Herstellungskosten einschließlich des Gewinnanteils die erhaltenen Anzahlungen übersteigen.
10 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Falls diese nicht unmittelbar zur Verfügung stehen, werden die beizulegenden Zeitwerte unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontierungsfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse.
11 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bar- und Kontokorrentbestände, Schecks sowie kurzfristig liquidierbare Finanzanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten und sind zu ihrem Nominalwert angesetzt.
12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
In der Biotest Gruppe existieren verschiedene beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne.
Die Verpflichtungen aus beitragsorientierten Plänen sind durch die für die Periode zu entrichtenden Beiträge bestimmt, so dass hier keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich sind.
Die Bewertung der leistungsorientierten Pläne erfolgt anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach der projected unit credit method. Dabei wird zu Beginn des Geschäftsjahres auf Basis der zu diesem Zeitpunkt ermittelten Ansätze der Pensionsaufwand für das Geschäftsjahr prognostiziert. Die einfließenden Parameter (Zinssatz, Fluktuationsrate, Gehaltssteigerungen etc.) sind Erwartungswerte.
Gemäß IAS 19R werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die retrospektive Anwendung hatte keine Auswirkungen auf die Darstellung im Konzernabschluss.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der sich in einem Geschäftsjahr aufgrund einer rückwirkenden Änderung von Versorgungszusagen ergibt, wird sofort und vollständig erfasst.
13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit eine gegenwärtige - rechtliche oder faktische - Verpflichtung besteht, aus der wahrscheinlich ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung resultieren wird, und der Abfluss der Ressourcen zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt mit dem wahrscheinlichsten Betrag. Rückstellungen mit einem erwarteten Erfüllungszeitpunkt von mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzierungszeitpunkt werden mit ihrem Barwert angesetzt.
Die Rückstellungen werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Hierbei wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung als Zinsaufwand erfasst.
Des Weiteren weist die Biotest Gruppe in den sonstigen Rückstellungen ein aktienbasiertes Vergütungssystem aus, welches nach iFRS 2 bilanziert wird. Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst unter Anwendung einer Monte-Carlo Simulation mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden den Kosten der Funktionsbereiche zugeordnet.
14 FINANZVERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten werden in Höhe des Darlehensbetrages abzüglich der Transaktionskosten erfasst und anschließend nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Jede Differenz zwischen dem Nettodarlehensbetrag und dem Tilgungswert wird über die Laufzeit der Finanzverbindlichkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
15 FINANZINSTRUMENTE
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten oder einem sonstigen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Schuldscheindarlehen und derivative Finanzinstrumente.
Die Biotest Gruppe setzt zur Absicherung der Zins- und Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente wie Devisenoptions- und Devisentermingeschäfte, Zinscaps und Payerswaps ein. Zu Handelszwecken werden keine derivativen Finanzinstrumente erworben.
Derivative Finanzinstrumente werden zum Marktwert bewertet. Die Marktwerte der Devisenoptionsgeschäfte und Payerswaps werden von den Finanzinstituten auf Basis der Marktbedingungen am Bilanzstichtag ermittelt.
Da die strengen formalen Voraussetzungen für ein Hedge Accounting in der Biotest Gruppe nicht erfüllt werden, obwohl aus wirtschaftlicher Sicht eine Absicherung vorliegt, erfolgt die Bilanzierung sämtlicher derivativen Finanzinstrumente entsprechend den Regeln für Handelsderivate. Hierbei werden die derivativen Finanzinstrumente zunächst zu Anschaffungskosten ohne Nebenkosten und danach zu Marktwerten erfasst. Die Bewertungsänderungen gehen dabei ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
| ― | Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen. |
| ― | Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertagen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer sogenannten Durchleitungsvereinbarung übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen. |
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht und dabei im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, jedoch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert behält, erfasst der Konzern einen Vermögenswert im Umfang des anhaltenden Engagements.
16 NICHT FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSBEREICH
Die im Geschäftsjahr 2010 getroffene Entscheidung zum Verkauf des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring wurde mit Vollzug des Kaufvertrags mit der Merck KGaA Gruppe am 1. August 2011 umgesetzt.
Zum Zeitpunkt des Verkaufs war noch ein Patentrechtsstreit anhängig, in dem der heipha Dr. Müller GmbH vorgeworfen wurde, ein Patent des Klägers zu verletzen. Deshalb wurde ein Teil des Kaufpreises vom Käufer einbehalten. Dieses geltend gemachte Patent hat der Bundesgerichtshof in der Vergangenheit rechtskräftig für nichtig erklärt. Daraufhin hat der Kläger die Klage gegen die heipha Dr. Müller GmbH zurückgezogen, so dass Biotest im Jahr 2012 einen Anspruch auf Zahlung des restlichen Kaufpreises gegen den Erwerber des verkauften Geschäftsbereichs hatte.
17 UMSÄTZE
Verkauf von Gütern:
Umsätze aus dem Verkauf von Produkten werden zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums, d. h. zum Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen, Lasten und Gefahr auf den Erwerber, basierend auf den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen, abzüglich etwaiger Rabatte und der Umsatzsteuer, erfasst.
Erbringung von Dienstleistungen:
Die Umsätze im Dienstleistungsgeschäft erfasst die Biotest Gruppe, sobald die Dienstleistungen erbracht worden sind. Dienstleistungsgeschäfte, bei denen das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads gemäß der Teilgewinnrealisierung (Percentage-of-Completion-Methode) gemäß IAS 18 "Erträge" bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Teilgewinnrealisierung.
Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die erhaltenen Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigstellungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Teilgewinnrealisierung. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, so wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Teilgewinnrealisierung ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden, werden durch Abwertungen beziehungsweise Rückstellungen gedeckt.
Umsatzerlöse aus nicht rückzahlbaren Gebühren für das Bereitstellen von Technologien, Gebühren für die Nutzung von Technologien und Lizenzgebühren werden ab dem 1. Januar 2013 nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert.
Umsatzlegung bei Mehrkomponentenverträgen:
Die Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen können mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten. In diesen Fällen stellt das Unternehmen fest, ob mehr als eine Bilanzierungseinheit vorliegt. Ein Geschäft wird separiert, sofern (1) die gelieferte(n) Komponente(n) einen selbstständigen Nutzen für den Kunden hat (haben), (2) der beizulegende Zeitwert der noch ausstehenden Komponente(n) zuverlässig ermittelt werden kann und (3) bei einem generellen Rückgaberecht der gelieferten Komponente(n) die Lieferung oder Leistungserbringung der noch ausstehenden Komponente(n) wahrscheinlich und im Wesentlichen durch das Unternehmen kontrollierbar ist. Sofern alle drei Kriterien erfüllt sind, wendet Biotest die für die jeweilige separate Bilanzierungseinheit maßgebliche Umsatzlegungsvorschrift an.
18 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden in der Regel ebenfalls zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst, da bis zum Zeitpunkt der behördlichen Zulassung von neuen Produkten und Produktionsverfahren, die typischerweise am Ende des Entwicklungsprozesses steht, nicht mit hinreichender Sicherheit von der Vermarktungsfähigkeit der Produkte beziehungsweise von dem Einsatz der Produktionsverfahren ausgegangen werden kann. Die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" sind nicht gänzlich erfüllt. Die nach den behördlichen Genehmigungen noch anfallenden Entwicklungskosten sind nicht wesentlich.
19 STAATLICHE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSZUSCHÜSSE
Staatliche Forschungs- und Entwicklungszuschüsse werden zum Zeitpunkt der Gewährung beziehungsweise entsprechend den anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfolgswirksam vereinnahmt. Sie werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen und nicht mit den Forschungs- und Entwicklungskosten saldiert.
20 FINANZERTRÄGE UND FINANZAUFWENDUNGEN
Zinsen werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst. Der bei Finanzierungsleasingverträgen in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil wird nach der Effektivzinsmethode ermittelt und als Zinsaufwand erfasst. Die Effektivzinsmethode verwendet einen Kalkulationszinssatz, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden. Sämtliche Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Gemäß IFRS 7 werden die Zinsen aus Finanzinstrumenten separat ausgewiesen.
21 STEUERN
Die tatsächlichen Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden beziehungsweise eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Für die Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, welche die jeweiligen landesrechtlichen Steuerregelungen der Länder, in denen die Unternehmen der Biotest Gruppe tätig sind, widerspiegeln.
Aktive latente Steuern werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Ebenfalls werden nicht angesetzte latente Steueransprüche an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.
Sowohl für die Ermittlung des laufenden Steueraufwands als auch zur Ermittlung der latenten Steuern werden die derzeit jeweils gültigen beziehungsweise die bereits parlamentarisch verabschiedeten Steuersätze herangezogen.
Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden miteinander verrechnet, wenn einklagbare Ansprüche auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten bestehen und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
22 FAIR VALUE ERMITTLUNG
Der Konzern bewertet Finanzinstrumente, beispielsweise Derivate, zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Kapitel F3 Fair Value Ermittlung aufgeführt.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem
| ― | Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder |
| ― | vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. |
Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.
Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.
Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nichtfinanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.
Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.
Die Finanzinstrumente, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind gemäß IFRS 7.27A in eine dreistufige Hierarchie der Zeitwertermittlung einzuordnen. Die Stufe spiegelt jeweils die Marktnähe der bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einbezogenen Daten wider. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
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| Stufe 1: | notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten, |
| Stufe 2: | andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (zum Beispiel Preise) oder indirekt (zum Beispiel abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind, und |
| Stufe 3: | Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.
Um die Anforderungen zu den Angaben über die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt.
23 SCHÄTZUNSICHERHEITEN UND ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN
Die Aufstellung des Abschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IFRS Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Bei den Schätzungen und Annahmen handelt es sich um Ermessensentscheidungen des Managements. Diese werden kontinuierlich überprüft. Änderungen werden prospektiv in der Berichtsperiode beziehungsweise in künftigen Perioden erfasst. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten, Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte, der Ausbuchung von Forderungen im Rahmen von Factoring-Verträgen, der Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen sowie bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten. Eine wesentliche Ermessensentscheidung betrifft die Umsatzrealisierung aus der Partnering-Vereinbarung mit AbbVie Inc., Illinois, USA, (ein weltweit tätiges, forschendes biopharmazeutisches Unternehmen, das 2013 als Ausgliederung von Abbott entstanden ist). Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Bei seinen Ermessensentscheidungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichenden und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegenden Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich erstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend angepasst. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern.
Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen und Ermessensentscheidungen sind im Anhang bei den einzelnen Sachverhalten erläutert.
C. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die im Segmentbericht dargestellten Informationen werden gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Die Biotest Gruppe segmentiert sich in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung nach Produkten und Dienstleistungen. Der Hauptentscheidungsträger (chief operating decision maker) im Sinne des IFRS 8 ist bei der Biotest AG der Vorstand.
Die unterjährig dem Hauptentscheidungsträger zur Verfügung gestellten Segmentinformationen basieren auf den IFRS-Werten und umfassen im Wesentlichen die Informationen bis hin zum Betriebsergebnis (EBIT). Das Betriebsergebnis (EBIT) wird als Messgröße für die Beurteilung des Erfolgs der Segmente herangezogen.
Die Biotest Gruppe gliedert sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2012 in die Segmente Therapie, Plasma & Services und Andere Segmente.
Die Geschäftssegmente der Biotest Gruppe stellen sich wie folgt dar:
Im Segment Therapie werden im Wesentlichen die ehemaligen Segmente Plasmaproteine und Biotherapeutika zusammengefasst. Somit sind hier zum einen die Entwicklung und die auf Basis von Blutplasma hergestellten Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren und Albumine, die bei Erkrankungen des Immunsystems, der Blut bildenden Systeme und in der Intensivmedizin zum Einsatz kommen, enthalten. Zum anderen ist hier die präklinische und klinische Entwicklung der monoklonalen Antikörper, unter anderem zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis und des multiplen Myeloms, dargestellt.
Das Segment Plasma & Services enthält die Bereiche Plasmaverkauf und Lohnherstellung.
Das Segment Andere Segmente ist ein Berichtssegment, das sich in ein operativ tätiges Geschäftssegment Handelsware und ein nicht operativ tätiges Segment Corporate aufgliedert. Unter Corporate werden die Aufwendungen der übergreifenden Konzernführung sowie sonstige Aufwendungen und Erträge, die aufgrund ihrer Eigenart nicht auf die Segmente Therapie oder Plasma & Services aufgeteilt werden können, zusammengefasst.
Unter dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich wurde im vergangenen Geschäftsjahr der Anspruch auf die Kaufpreisnachzahlung durch die Merck KGaA Gruppe, Darmstadt, Deutschland, ausgewiesen.
Die Biotest Gruppe erzielt aktuell Erträge aus Dienstleistungs- und Mietverträgen mit der Merck KGaA Gruppe und der Bio-Rad Medical Diagnostics GmbH, Dreieich, Deutschland, die die in der Vergangenheit veräußerten Geschäftsbereiche betreffen. Die Aufwendungen und Erträge aus den genannten Dienstleistungs- und Mietverträgen werden im aktuellen Geschäftsjahr unter den Anderen Segmenten gezeigt.
SEGMENTDATEN NACH GESCHÄFTSEGMENTEN
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| in Millionen € | Therapie | Plasma & Services | Andere Segmente | Summe der fortgeführten Geschäftsbereiche | Nicht fortgeführter Geschäftsbereich | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 2013 | 386,2 | 102,5 | 12,1 | 500,8 | - |
| 2012 | 330,9 | 97,0 | 12,1 | 440,0 | - | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2013 | 32,1 | 23,7 | -2,0 | 53,8 | - |
| 2012 | 26,3 | 18,4 | 0,0 | 44,7 | 10,5 | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 2013 | 1,6 | - | - | 1,6 | - |
| 2012 | 2,8 | - | - | 2,8 | - | |
| Investitionen | 2013 | 38,5 | 4,4 | - | 42,9 | - |
| 2012 | 31,9 | 2,6 | - | 34,5 | - | |
| Planmäßige Abschreibungen | 2013 | 26,1 | 4,5 | 1,2 | 31,8 | - |
| 2012 | 24,2 | 4,3 | 0,9 | 29,4 | - | |
| Wertminderungen | 2013 | - | - | - | - | - |
| 2012 | 2,0 | - | - | 2,0 | - |
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| in Millionen € | Gesamt | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 2013 | 500,8 |
| 2012 | 440,0 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2013 | 53,8 |
| 2012 | 55,2 | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 2013 | 1,6 |
| 2012 | 2,8 | |
| Investitionen | 2013 | 42,9 |
| 2012 | 34,5 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 2013 | 31,8 |
| 2012 | 29,4 | |
| Wertminderungen | 2013 | - |
| 2012 | 2,0 |
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG DER SUMME DER SEGMENTERGEBNISSE ZUM ERGEBNIS NACH STEUERN DER BIOTEST GRUPPE
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis (EBIT) | 53,8 | 44,7 |
| Finanzerträge | 16,9 | 20,6 |
| Finanzaufwendungen | -23,9 | -29,8 |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 1,0 | 1,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 47,8 | 36,5 |
| Ertragsteuern | -15,8 | -13,4 |
| Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | - | 10,3 |
| Ergebnis nach Steuern (EAT) | 32,0 | 33,4 |
SEGMENTDATEN NACH GEOGRAPHISCHER AUFGLIEDERUNG
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| Umsatzerlöse mit Dritten nach Sitz des Kunden | Umsatzerlöse mit Dritten nach Sitz der Gesellschaft | Langfristige Vermögenswerte nach Sitz der Gesellschaft | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Millionen € | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa | 262,5 | 249,9 | 413,6 | 374,7 | 191,3 | 173,0 |
| Amerika | 86,0 | 58,5 | 87,2 | 65,3 | 132,7 | 141,9 |
| Asien | 139,4 | 121,8 | - | - | - | - |
| Rest der Welt | 12,9 | 9,8 | - | - | - | - |
| Biotest Gruppe | 500,8 | 440,0 | 500,8 | 440,0 | 324,0 | 314,9 |
| davon: | ||||||
| Deutschland | 93,4 | 89,4 | 335,0 | 292,6 | 188,2 | 170,1 |
| Ausland | 407,4 | 350,6 | 165,8 | 147,4 | 135,8 | 144,8 |
| darin USA | 79,5 | 52,5 | 87,1 | 65,2 | 132,4 | 141,4 |
Zwischen den einzelnen Segmenten finden keine wesentlichen Lieferungen statt.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1 UMSATZERLÖSE
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Produkte der Biotest Gruppe | 429,9 | 372,8 |
| Lohnfraktionierung | 42,2 | 38,1 |
| Umsatzerlöse aus Kooperationsvereinbarungen | 16,2 | 16,7 |
| Handelsware | 12,1 | 12,1 |
| Sonstige | 0,4 | 0,3 |
| 500,8 | 440,0 |
Die Umsatzerlöse aus Kooperationsvereinbarungen stammen aus einer Vorauszahlung aus der Vereinbarung über die weltweite Entwicklung und Vermarktung des monoklonalen Antikörpers Tregalizumab (BT-061) mit AbbVie. Da sich die Vorauszahlung in Höhe von 85 Millionen US-Dollar im Wesentlichen auf noch durchzuführende Forschungsaktivitäten bezieht, wurde der Großteil als Verbindlichkeit aus Umsatzabgrenzung bilanziert. Die Ertragsrealisierung erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode. Für die im Geschäftsjahr 2013 erbrachten Forschungsleistungen realisierte die Biotest Gruppe 16,2 Mio. € (i.Vj. 16,7 Mio. €) erfolgswirksam.
In den Umsatzerlösen aus Produkten der Biotest Gruppe sind auch Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Plasma enthalten.
2 MATERIALAUFWENDUNGEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 184,5 | 145,6 |
| Bezogene Leistungen | 30,9 | 22,3 |
| 215,4 | 167,9 |
3 PERSONALAUFWENDUNGEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 104,8 | 95,2 |
| Soziale Abgaben | 17,5 | 16,2 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 3,9 | 4,7 |
| 126,2 | 116,1 |
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 0,7 Mio. € (i.Vj. 1,5 Mio. €) enthalten.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl, umgerechnet auf Vollzeitstellen, beträgt im Geschäftsjahr 2013 1.884 (i.Vj. 1.707). Am 31. Dezember 2013 sind 1.997 (i.Vj. 1.727) Mitarbeiter, umgerechnet auf Vollzeitstellen, in der Biotest Gruppe beschäftigt.
Am 31. Dezember 2013 beschäftigte die Biotest Gruppe 2.160 (i.Vj. 1.870) Mitarbeiter.
Die Mitarbeiter werden den Funktionsbereichen wie folgt zugeordnet:
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| in Vollzeitstellen | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Produktion | 1.402 | 1.185 |
| Vertrieb | 201 | 190 |
| Verwaltung | 223 | 208 |
| Forschung und Entwicklung | 171 | 144 |
| 1.997 | 1.727 |
4 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 64,6 Mio. € (i.Vj. 51,4 Mio. €) werden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Biotest hat im Februar 2014 mit AbbVie eine Vorauszahlung für die Produktion von klinischem Prüfmaterial für Tregalizumab (BT-061) in Höhe von 3,9 Mio. USD vereinbart.
5 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Erträge aus Dienstleistungsverträgen | 5,1 | 5,2 |
| Auflösung von Wertberichtigungen | 3,1 | 0,1 |
| Versicherungserträge und sonstige Erstattungen | 1,9 | 1,1 |
| Auflösung von sonstigen Rückstellungen | 1,1 | 1,5 |
| Ausbuchung von Verbindlichkeiten | - | 1,7 |
| Auflösung von Pensionsrückstellungen | - | 0,9 |
| Sonstige | 1,4 | 1,1 |
| 12,6 | 11,6 |
Die Erträge aus Dienstleistungsverträgen beziehen sich im Wesentlichen auf nach den Veräußerungen der ehemaligen Geschäftsbereiche Medizinische Diagnostik und Mikrobiologisches Monitoring geschlossene Verträge.
Im Geschäftsjahr 2013 hat die Biotest Gruppe 0,8 Mio. € (i.Vj. 0,7 Mio. €) staatliche Zuschüsse erfolgswirksam erfasst; hiervon betreffen 0,6 Mio. € (i.Vj. 0,6 Mio. €) Zuschüsse zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie 0,2 Mio. € (i.Vj. 0,1 Mio. €) Lohnkostenzuschüsse und Lohnersatzleistungen. Die Zuschüsse zu den Forschungs- und Entwicklungsprojekten sind in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten.
Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Biotest Gruppe als Leasinggeber Erträge aus Operating-Leasingverträgen in Höhe von 0,8 Mio. € (i.Vj. 1,0 Mio. €). Aus den am Bilanzstichtag geltenden Leasingverträgen, mit einer Laufzeit bis 2014, ergeben sich für das Geschäftsjahr 2014 zukünftige Leasingerträge in Höhe von 0,1 Mio. €. Für die darauf folgenden vier Geschäftsjahre (Jahre 2015 bis 2018) sowie für den Zeitraum ab 2019 fallen aus heutiger Sicht keine Leasingerträge mehr an. Die Erträge aus Operating-Leasingverträgen resultieren im Wesentlichen aus der vorübergehenden Vermietung von derzeit nicht betrieblich genutzten Grundstücken und Gebäuden.
6 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Erbringung von Dienstleistungen | 4,5 | 4,1 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 2,9 | 2,3 |
| Abschreibungen auf Forderungen | 1,3 | 3,6 |
| Spenden | 0,3 | 0,3 |
| Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens | 0,2 | 0,9 |
| Wertminderungen | - | 2,0 |
| Sonstige | 1,9 | 2,0 |
| 11,1 | 15,2 |
Die Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 1,3 Mio. € (i.Vj. 3,6 Mio. €) betreffen Forderungen, die nicht mehr als einbringlich erachtet werden. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Forderungen der Biotest AG gegen einen rumänischen Distributor.
Die Zuführungen zu Rückstellungen betreffen in diesem Geschäftsjahr im Wesentlichen Prozessrisiken in Höhe von 2,0 Mio. €.
Die Wertminderungen des Vorjahres betreffen im Wesentlichen eine Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts sowie eine Wertminderung aktivierter Produktregistrierungen der brasilianischen Gesellschaft Biotest Farmaceutica Ltda. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen wird auf die Angaben zu den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen verwiesen.
7 FINANZERTRÄGE
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnungen | 16,0 | 19,7 |
| Zinserträge | 0,3 | 0,5 |
| Sonstige | 0,6 | 0,4 |
| 16,9 | 20,6 | |
| davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 0,7 | 0,5 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 0,9 | 0,2 |
| zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 0,6 | 1,2 |
| zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 0,4 | 2,2 |
Die Erträge aus Währungsumrechnungen beinhalten Erträge aus realisierten Kursgewinnen im Zusammenhang mit Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, Erträge aus der Währungskursabsicherung sowie Erträge aus der Stichtagsbewertung von Fremdwährungspositionen.
8 FINANZAUFWENDUNGEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Währungsumrechnungen | 17,1 | 22,1 |
| Zinsaufwendungen | 3,7 | 3,6 |
| Nettozinsaufwendungen Pensionen | 1,8 | 2,3 |
| Zinssicherungskosten | 0,5 | 0,2 |
| Aufwendungen aus Fair Value Bewertung | 0,4 | - |
| Verlust aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | - | 0,7 |
| Sonstige | 0,4 | 0,9 |
| 23,9 | 29,8 | |
| davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||
| zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FAFVtPL) | - | 0,7 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 3,2 | 3,2 |
| zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 0,6 | 1,0 |
| zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 0,8 | 2,2 |
| Kredite und Forderungen (LaR) | 1,4 | 1,1 |
Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen beinhalten Aufwendungen aus realisierten Kursverlusten im Zusammenhang mit Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Aufwendungen aus der Währungskursabsicherung.
Die ausgewiesen Zinssicherungskosten beinhalten Aufwendungen aus der Bewertung von Zinssicherungsgeschäften zum beizulegenden Zeitwert, Zahlungen aus Zinssicherungsgeschäften sowie angefallene Gebühren.
Im Jahr 2012 wurden nach dem Zwangsumtausch alle griechischen Staatsanleihen veräußert. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2012 Finanzaufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. €.
9 ERTRÄGE AUS ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Im Geschäftsjahr 2013 wurden Erträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 1,0 Mio. € (i.Vj. 1,0 Mio. €) erwirtschaftet.
10 ERTRAGSTEUERN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Steuern des Geschäftsjahres | 17,5 | 18,2 |
| Periodenfremder laufender Steueraufwand (i.Vj. -ertrag ) | 3,2 | -0,7 |
| Laufende Steuern | 20,7 | 17,5 |
| Latente Steuern | -4,9 | -4,1 |
| Ertragsteueraufwand | 15,8 | 13,4 |
Der latente Steuerertrag aus Posten, die direkt im Eigen kapital gutgeschrieben wurden, beträgt 2,3 Mio. € (i.Vj. Eigenkapitalerhöhung durch latenten Steuerertrag in Höhe von 2,0 Mio. €).
Für das Geschäftsjahr 2013 weicht der erwartete Steueraufwand bei Anwendung eines nominellen Ertragsteuersatzes von 28,8 % (i.Vj. 28,8 %) wie folgt von den effektiven Werten ab:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 47,8 | 36,5 |
| Erwarteter Steueraufwand | 13,8 | 10,5 |
| Nicht bewertete Verluste des Geschäftsjahres | 0,2 | 0,7 |
| Ansatz von Steuergutschriften für Vorjahre | -2,0 | -0,2 |
| Effekt aus der Wertminderung des Firmenwerts | 0,4 | |
| Abschreibungen auf latente Steuern | - | 1,0 |
| Periodenfremder laufender Steueraufwand (i.Vj.-ertrag) | 3,2 | -0,7 |
| Steuereffekt aus der Anpassung latenter Steuern der Vorjahre | 0,1 | -0,3 |
| Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen | 2,0 | 3,2 |
| Steuereffekt aus der Anwendung ausländischer Steuersätze und Verbrauch ausländischer Verlustvorträge | -0,7 | -1,1 |
| Steuereffekt durch steuerfreie Erträge | -0,8 | -0,1 |
| Ertragsteuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung | 15,8 | 13,4 |
Die Berechnung des Steuersatzes von 28,8 % basiert auf einem Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem gewerbesteuerlichen Hebesatz der Gemeinde Dreieich (Sitz der Muttergesellschaft).
11 NICHT FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSBEREICH
Die im Geschäftsjahr 2010 getroffene Entscheidung zum Verkauf des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring wurde mit Vollzug des Kaufvertrags mit der Merck KGaA Gruppe am 1. August 2011 umgesetzt.
Sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Segmentberichterstattung und der Kapitalflussrechnung wurden die Werte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs von den fortgeführten Geschäftsbereichen getrennt ausgewiesen. Bilanziell wurden die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden in den Posten Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs und Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs dargestellt.
Zum Zeitpunkt des Verkaufs war noch ein Patentrechtsstreit anhängig, in dem der heipha Dr. Müller GmbH vorgeworfen wurde, ein Patent des Klägers zu verletzen. Deshalb wurde ein Teil des Kaufpreises vom Käufer einbehalten. Dieses geltend gemachte Patent hat der Bundesgerichtshof inzwischen rechtskräftig für nichtig erklärt. Daraufhin hat der Kläger die Klage gegen die heipha Dr. Müller GmbH zurückgezogen, so dass Biotest in 2012 einen Anspruch auf Zahlung des restlichen Kaufpreises gegen den Erwerber des verkauften Geschäftsbereichs hatte, der im Geschäftsjahr 2013 beglichen wurde.
Das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs stellt sich wie folgt dar:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Bewertungs-/Veräußerungsergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs vor Steuern | - | 10,5 |
| Steuern auf das Bewertungs-/ Veräußerungsergebnis | - | -0,2 |
| Bewertungs-/Veräußerungsergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs nach Steuern | - | 10,3 |
| Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | - | 10,3 |
Das Veräußerungsergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs stellt sich wie folgt dar:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Veräußerungserlös abzgl. Verkaufsnebenkosten | - | 10,5 |
| Abzgl. Steuern auf das Veräußerungsergebnis | - | -0,2 |
| Veräußerungsergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | - | 10,3 |
12 ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR
Die Hauptversammlung der Biotest AG hat am 8. Mai 2013 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 bestellt.
Das Gesamthonorar im Geschäftsjahr 2013 für den Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt 0,7 Mio. € (i.Vj. 0,3 Mio. €), davon betreffen 0,0 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) das Vorjahr. Das Honorar gliedert sich in 0,4 Mio. € (i.Vj. 0,3 Mio. €) für die Abschlussprüfung sowie 0,3 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) für andere Bestätigungsleistungen.
E. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die gesamten immateriellen Vermögenswerte sind dem langfristigen Vermögen zugeordnet.
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| in Millionen € | Geschäftswert | Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | Geleaste Vermögenswerte | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand zum 31. Dezember 2011 | 31,1 | 60,9 | 9,6 | - | 101,6 |
| Zugänge | - | 0,9 | - | 0,3 | 1,2 |
| Abgänge | - | -2,3 | - | - | -2,3 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,3 | -0,9 | - | - | -0,6 |
| Stand zum 31. Dezember 2012 | 31,4 | 58,6 | 9,6 | 0,3 | 99,9 |
| Zugänge | - | 0,9 | - | 1,9 | 2,8 |
| Abgänge | - | -0,1 | - | - | -0,1 |
| Umbuchungen | - | 0,2 | - | -0,2 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -1,5 | -1,9 | - | - | -3,4 |
| Stand zum 31. Dezember 2013 | 29,9 | 57,7 | 9,6 | 2,0 | 99,2 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand zum 31. Dezember 2011 | - | 32,3 | 6,5 | - | 38,8 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | - | 5,7 | 1,6 | - | 7,3 |
| Wertminderungen | 1,3 | 0,7 | - | - | 2,0 |
| Abgänge | - | -2,3 | - | - | -2,3 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | -0,5 | - | - | -0,5 |
| Stand zum 31. Dezember 2012 | 1,3 | 35,9 | 8,1 | - | 45,3 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | - | 5,9 | 1,5 | - | 7,4 |
| Abgänge | - | -0,1 | - | - | -0,1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -0,2 | -1,3 | - | - | -1,5 |
| Stand zum 31. Dezember 2013 | 1,1 | 40,4 | 9,6 | - | 51,1 |
| Buchwert zum | |||||
| 31. Dezember 2012 | 30,1 | 22,7 | 1,5 | 0,3 | 54,6 |
| 31. Dezember 2013 | 28,8 | 17,3 | - | 2,0 | 48,1 |
Die Wertminderungen im Vorjahr in Höhe von 2,0 Mio. € betrafen den Geschäftswert der Biotest Farmaceutica Ltda. mit 1,3 Mio. € sowie die Produktregistrierungen in Brasilien mit 0,7 Mio. €. Diese Werte sind dem Segment Therapie zugeordnet.
Mit dem Erwerb des Plasmaproteinbereichs der Nabi Bio-pharmaceuticals im Geschäftsjahr 2007 wurden zwei Entwicklungsprojekte erworben und im Konzernabschluss als immaterielle Vermögenswerte angesetzt. Hierbei handelt es sich um das intravenös zu verabreichende immunglobulin Bivigam® , das im Dezember 2012 die Zulassung erhalten hat, sowie um Civacir® , das bei durch Infektionen mit Hepatitis-C erforderlich gewordenen Lebertransplantationen eine Reinfektion mit dem Virus verhindern soll. Das Civacir-Projekt wurde im Geschäftsjahr 2013 nicht planmäßig abgeschrieben, da es sich noch in der Entwicklungsphase befand und keine Zulassungen vorlagen. Mit Beginn der Produktion werden die Projektwerte über zehn Jahre linear abgeschrieben. Der Beginn der Vermarktung von Civacir® wird im Geschäftsjahr 2017 erwartet. Der Beginn der Vermarktung hängt von der Zulassung durch die verantwortlichen Behörden ab. Die planmäßigen Abschreibungen für das Produkt Bivigam® begannen mit dem Vermarktungsstart im Februar 2013.
Für das Civacir-Projekt wurde ebenfalls ein Wertminderungstest durchgeführt, der wie im Vorjahr zu keinen Wertminderungen führte.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird über die Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Letztlich wird zur Bestimmung eines Wertminderungsbedarfs der erzielbare Betrag der jeweiligen Cash Generating Unit ihrem Buchwert gegenübergestellt.
Im Zuge der Neuausrichtung der Segmentierung wurden die vorhandenen Geschäftswerte im Vorjahr gemäß IAS 36.87 auf Basis relativer Nutzungswerte auf die neuen Cash Generating Units allokiert. Die Geschäftssegmente Therapie und Plasma & Services stellen die Cash Generating Units für den Wertminderungstest der Geschäftswerte dar.
Für den Wertminderungstest des Geschäftswerts des Segments Therapie wurde ein Diskontierungssatz vor Steuern in Höhe von 9,22 % (i.Vj. 8,10 %), der sich nach dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital) richtet, verwendet. Im Segment Plasma & Services wurde ein Diskontierungssatz vor Steuern in Höhe von 7,12 % (i.Vj. 6,55 %) verwendet. Die Ermittlung der erwarteten Cash Flows erfolgte auf Basis der von der Unternehmensleitung erstellten fünfjährigen Finanzplanung. Für den Wertbeitrag ab dem Jahr 2019 wird sie ergänzt durch die ewige Rente. Basis für die Ermittlung der ewigen Rente sind die Durchschnittswerte der Jahre 2014 bis 2018. Es wurde eine Wachstumsrate in Höhe von 1,00 % (i.Vj. 1,00 %) in der ewigen Rente angesetzt.
Das Civacir-Projekt wurde ebenfalls einem Wertminderungstest unterzogen. Hierbei betrug der verwendete Diskontierungssatz nach Steuern 7,88 % (i.Vj. 7,00 %). Dieser richtete sich ebenfalls an dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital) aus. Die Ermittlung der erwarteten Cash Flows erfolgte für die Jahre 2014 bis 2020 auf Basis einer detaillierten Finanzplanung. Für die Jahre 2021 bis 2027 wurde eine Wachstumsrate in Höhe von 2,00 % (i.Vj. 2,00 %) unterstellt.
Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen wurden die Auswirkungen von Änderungen des verwendeten Abzinsungsfaktors sowie eine Änderung der zugrunde gelegten Wachstumsrate bei den Entwicklungsprojekten ermittelt. Keine realistische Wertänderung der Parameter würde zu einer Wertminderung der Entwicklungsprojekte oder des Geschäftswertes führen.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, die einem Wertminderungstest unterzogen wurden, beziehen sich auf die folgenden Cash Generating Units:
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| Cash Generating Unit | Immaterieller Vermögenswert | Buchwert zum 31.12.2013 in Millionen € |
Buchwert zum 31.12.2012 in Millionen € |
|---|---|---|---|
| Segment Therapie | Geschäftswert | 22,2 | 23,3 |
| Segment Plasma & Services | Geschäftswert | 6,6 | 6,9 |
| Projekt | Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 8,0 | 10,5 |
| 36,8 | 40,7 |
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte des Geschäftsjahres sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten | 4,6 | 4,5 |
| Marketing- und Vertriebskosten | 0,1 | 0,1 |
| Verwaltungskosten | 2,7 | 2,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - | 0,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - | 2,0 |
| 7,4 | 9,3 |
2 SACHANLAGEN
Alle nachstehend aufgeführten Vermögenswerte sind dem langfristigen Vermögen zuzurechnen.
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| in Millionen € | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleaste Vermögenswerte | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- / Herstellungskosten | ||||||
| Stand zum 31. Dezember 2011 | 162,4 | 146,3 | 85,6 | 1,4 | 24,1 | 419,8 |
| Zugänge | 9,9 | 5,9 | 5,3 | - | 12,2 | 33,3 |
| Umbuchungen | 7,9 | 14,8 | 2,5 | - | -25,2 | - |
| Abgänge | -1,6 | -7,0 | -13,8 | - | -2,7 | -25,1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -1,0 | -0,8 | -0,1 | - | -0,2 | -2,1 |
| Stand zum 31. Dezember 2012 | 177,6 | 159,2 | 79,5 | 1,4 | 8,2 | 425,9 |
| Zugänge | 6,5 | 7,4 | 5,1 | - | 21,1 | 40,1 |
| Umbuchungen | 0,8 | 8,2 | 2,5 | - | -11,5 | - |
| Abgänge | -0,3 | -0,4 | -2,1 | - | - | -2,8 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -2,5 | -2,2 | -0,4 | - | - | -5,1 |
| Stand zum 31. Dezember 2013 | 182,1 | 172,2 | 84,6 | 1,4 | 17,8 | 458,1 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand zum 31. Dezember 2011 | 49,5 | 73,1 | 58,7 | 1,2 | 2,4 | 184,9 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | 3,9 | 12,2 | 5,8 | 0,2 | - | 22,1 |
| Abgänge | -1,6 | -6,3 | -13,4 | - | -2,4 | -23,7 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | -0,4 | - | - | - | -0,4 |
| Stand zum 31. Dezember 2012 | 51,8 | 78,6 | 51,1 | 1,4 | - | 182,9 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | 4,4 | 13,9 | 6,1 | - | - | 24,4 |
| Abgänge | -0,2 | -0,3 | -2,1 | - | - | -2,6 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -0,3 | -1,1 | -0,1 | - | - | -1,5 |
| Stand zum 31. Dezember 2013 | 55,7 | 91,1 | 55,0 | 1,4 | - | 203,2 |
| Buchwert zum | ||||||
| 31. Dezember 2012 | 125,8 | 80,6 | 28,4 | - | 8,2 | 243,0 |
| 31. Dezember 2013 | 126,4 | 81,1 | 29,6 | - | 17,8 | 254,9 |
In den Geleisteten Anzahlungen sind im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen Investitionen im Rahmen der Erweiterung der Kapazitäten am Standort Dreieich ausgewiesen.
Staatliche Zuschüsse für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögenswerten mindern die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten. Im Geschäftsjahr 2013 ergab sich hieraus ein kumulierte Verminderung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mio. € (i.Vj. 0,1 Mio. €).
Die Abschreibungen auf Sachanlagen des Geschäftsjahres sind in folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten | 17,6 | 15,8 |
| Marketing- und Vertriebskosten | 0,5 | 0,4 |
| Verwaltungskosten | 5,2 | 4,8 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 1,1 | 1,1 |
| 24,4 | 22,1 |
3 ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN
Bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen handelt es sich um einen 49 %-Anteil der Biotest Pharma GmbH an der BioDarou PJ.S. Co. mit Sitz in Teheran, Iran, der nach der Equity-Methode bewertet wird.
Zweck der Gesellschaft ist die Sammlung von Plasma, die Verarbeitung zu Immunglobulinen, Faktoren und Humanalbumin durch die Biotest AG und der Verkauf der Fertigprodukte im Iran.
Die Investoren haben vorgesehen, dass die Gesellschaft schrittweise mit einem Eigenkapital von bis zu 4,0 Mio. € ausgestattet wird. Die hierzu notwendigen Gesellschafterbeschlüsse werden entsprechend dem Finanzbedarf jeweils separat gefasst. Die Biotest Pharma GmbH hat bisher Einlagen in Höhe von 1,6 Mio. € geleistet. Das Kapital der BioDarou PJ.S. Co. beträgt zum 31. Dezember 2013 37,5 Mrd. Rial (i.Vj. 37,5 Mrd. Rial) und ist voll eingezahlt.
Da kein testierter Abschluss der BioDarou PJ.S. Co. zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses vorliegt, werden die Vorjahreszahlen der BioDarou P.J.S. Co. zum 31. Dezember 2012 berichtet.
Die Ergebnisvorschau der BioDarou P.J.S. Co. für das Geschäftsjahr 2013 zeigt aufgrund der Kursverluste durch die deutliche Abwertung des Rial zum 01. Juli 2013 ein niedrigeres positives Ergebnis als in den Vorjahren. Die Abwertung des Rial hat zu einer im sonstigen Ergebnis erfassten Fremdwährungsbewertung in Höhe von - 2,1 Mio. € geführt.
Das assoziierte Unternehmen verfügte am Bilanzstichtag 2012 über folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
Am 31. Dezember 2012 betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 1,1 Mio. € (i.Vj. 2,8 Mio. €) und der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte 7,9 Mio. € (i.Vj. 9,6 Mio. €).
Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden am 31. Dezember 2012 mit 0,1 Mio. € (i.Vj. 0,2 Mio. €) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit 5,7 Mio. € (i.Vj. 6,4 Mio. €) bewertet.
Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Umsatzerlöse 21,6 Mio. € (i.Vj. 11,1 Mio. €) sowie der Jahresüberschuss der Gesellschaft 2,0 Mio. € (i.Vj. 2,1 Mio. €).
Die BioDarou PJ.S. Co. besitzt einen Anteil von 60 % an der Plasma Gostar Pars (PJS) mit Sitz in Teheran, Iran.
Die politische Situation des Iran war auch im Jahr 2013 weiterhin angespannt. Die schwierige Situation im Zahlungsverkehr aufgrund der Sanktionen hat sich im Geschäftsjahr 2013 weiter verschärft. Die Biotest Gruppe geht davon aus, dass es nicht zu einer dauerhaften Einschränkung des Geschäfts mit pharmazeutischen Produkten mit dem Iran kommt.
4 SONSTIGE FINANZANLAGEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Rentenfonds (Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss) | 0,2 | 0,2 |
| 0,2 | 0,2 |
Die Kategorie Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss enthält Fondsanteile, deren Marktwerte von der depotführenden Bank schriftlich zum Bilanzstichtag mitgeteilt werden.
5 AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN
Die bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern betreffen folgende Bilanzposten:
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| Aktiva | Passiva | Ergebniswirksam | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Millionen € | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,3 | 0,2 | - | 0,3 | -0,4 | -0,4 |
| Sachanlagen | - | - | 13,8 | 16,3 | -2,4 | 0,3 |
| Sonstige Finanzanlagen | 1,0 | 0,9 | - | - | -0,1 | -0,4 |
| Vorratsvermögen | 10,5 | 11,5 | 0,1 | 0,1 | 1,0 | -5,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,1 | 0,1 | 2,1 | 1,4 | 0,8 | -1,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 2,8 | 1,6 | 0,1 | - | -1,2 | -0,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | - | - | 0,3 | 0,2 | 0,1 | -0,1 |
| Pensionsrückstellungen | 5,4 | 5,7 | - | - | 0,1 | 0,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,9 | 0,9 | 1,4 | 1,1 | 0,3 | 1,6 |
| Sonstige Bilanzposten | 0,4 | 0,2 | - | - | -0,2 | 0,2 |
| Steuergutschriften | 4,6 | 3,5 | - | - | -1,3 | 0,4 |
| Steuerwert des berücksichtigten Verlustvortrags | 2,5 | 1,0 | - | - | -1,6 | 0,3 |
| Summe latente Steuern | 28,5 | 25,6 | 17,8 | 19,4 | -4,9 | -4,1 |
| abzüglich Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern | -10,0 | -11,8 | -10,0 | -11,8 | ||
| Aktive / passive latente Steuern | 18,5 | 13,8 | 7,8 | 7,6 |
Im Konzern existieren steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 8,1 Mio. € (i.Vj. 8,8 Mio. €), welche begrenzt und unbegrenzt in verschiedenen Konzerngesellschaften zur Verfügung stehen und dort mit zukünftig anfallenden zu versteuernden Einkommen bei der jeweiligen Gesellschaft oder anderen Konzerngesellschaften verrechnet werden können. Von den bewerteten Verlustvorträgen entfallen 5,9 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) auf Steuerarten mit einem Steuersatz in Höhe von 36,74 %, 1,7 Mio. € (i.Vj. 3,8 Mio. €) auf Steuerarten mit einem Steuersatz in Höhe von 15,19 %, 0,5 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) auf Steuerarten mit Steuersatz in Höhe von 10 % und 0,0 Mio. € (i.Vj. 3,9 Mio. €) auf Steuerarten mit einem Steuersatz in Höhe von 5 %.
Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 16,2 Mio. € (i.Vj. 15,0 Mio. €) werden latente Steuern nicht gebildet, da derzeit nicht mit der erforderlichen Sicherheit mit einer Nutzung dieser Verlustvorträge gerechnet werden kann. Die nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträge betreffen ausschließlich ausländische Gesellschaften. Die ausländischen Verlustvorträge entfallen mit 3,3 Mio. € (i.Vj. 2,7 Mio. €) auf eine unbegrenzte Vortragsfähigkeit. Des Weiteren sind 12,9 Mio. € (i.Vj. 12,3 Mio € €) bis zu fünf Jahre vortragsfähig.
Aufgrund von nicht ausreichendem zukünftigen zu versteuernden Einkommen sind in diesem Geschäftsjahr latente Steuern auf Teile der potentiellen Steuergutschriften für Forschungs- und Entwicklungskosten der Biotest Pharmaceuticals Corporation in Höhe von 3,3 Mio. € (i.Vj. 2,9 Mio. €) nicht aktiviert.
In der Biotest Gruppe sind in einigen Ländern mehrere Jahre noch nicht endgültig durch die Betriebsprüfung veranlagt. Hierfür sind adäquate Vorsorgen für die offenen Veranlagungsjahre gebildet worden.
Zum 31. Dezember 2013 waren keine latenten Steuerschulden (i.Vj. keine) für Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochtergesellschaften oder assoziierten Unternehmen der Biotest Gruppe erfasst. Die Biotest Gruppe hat sich entschieden, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne ihrer Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen nicht ausgeschüttet werden, weil die Biotest Gruppe eine Vereinbarung getroffen hat, wonach die Gewinne des assoziierten Unternehmen erst dann ausgeschüttet werden, wenn die Biotest Gruppe hierzu ihre Zustimmung erteilt hat. Zum Abschlussstichtag beabsichtigt das Mutterunternehmen nicht, eine solche Zustimmung zu erteilen. Des Weiteren darf das assoziierte Unternehmen des Konzerns seine Gewinne erst dann ausschütten, wenn es hierzu von allen Gesellschaftern die Zustimmung erhalten hat.
Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, für die keine latenten Steuern bilanziert sind, belaufen sich auf 0,4 Mio. € (i.Vj. 0,5 Mio. €).
6 VORRATSVERMÖGEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 37,6 | 46,0 |
| Unfertige Erzeugnisse | 127,0 | 101,1 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 62,4 | 37,1 |
| 227,0 | 184,2 |
Zum Bilanzstichtag hat die Biotest Gruppe wie im Vorjahr keine Vorräte mit einer Reichweite von über einem Jahr.
Die Wertminderungen des Vorratsvermögens betragen zum Bilanzstichtag 13,6 Mio. € (i.Vj. 13,5 Mio. €); die entsprechenden Bestände haben nach Abwertung auf den realisierbaren Nettoverkaufswert einen Restbuchwert in Höhe von 51,3 Mio. € (i.Vj. 48,2 Mio. €).
7 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel innerhalb eines Jahres fällig. In diesem Geschäftsjahr sind von insgesamt 118,5 Mio. € (i.Vj. 96,1 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie im Vorjahr keine als langfristig eingestuft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Kategorie Kredite und Forderungen (LaR) zugeordnet. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) | 144,3 | 122,3 |
| Verkauf von Forderungen | -23,4 | -21,2 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | -2,4 | -5,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 118,5 | 96,1 |
Die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen werden als Differenz zwischen dem Nennbetrag der Forderungen und dem geschätzten einbringlichen Nettobetrag ermittelt. Die Biotest Gruppe verwendet für diese Einschätzung sowohl Erfahrungswerte über das Zahlungsverhalten bestimmter Kunden als auch Kenntnisse über Besonderheiten einzelner Länder. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Dies betrifft sowohl Änderungen des Länder- als auch des Einzelkundenrisikos. Die Biotest Gruppe verwendet bei den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausschließlich Einzelwertberichtigungen. Pauschalwertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
Aufgrund der verzögerten Zahlungen der öffentlichen Krankenhäuser und der geringen Finanzmittel der Haushalte wurden im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise wertberichtigt. Im aktuellen Geschäftsjahr ist die Wertberichtigung auf Forderungen deutlich zurückgegangen.
Die Biotest AG hat Forderungen in einem Volumen von insgesamt 13,4 Mio. € (i.Vj. 9,8 Mio. €) zum Bilanzstichtag im Rahmen von Factoring-Verträgen veräußert. Das Factoring-Programm sieht für die Biotest AG den Verkauf von inländischen und ausländischen Forderungen vor, bei dem für jeden Kunden ein individuelles Kreditlimit vorliegt. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Kunden.
Die Biotest Italia S.r.l. verkauft teilweise Forderungen gegen italienische Kunden. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Kunden (Delkredere). Zum Bilanzstichtag waren Forderungen der italienischen Gesellschaft mit einem Volumen in Höhe von 10,0 Mio. € (i.Vj. 11,4 Mio. €) verkauft. Diese Forderungen wurden wie im Vorjahr in voller Höhe in Übereinstimmung mit IAS 39 ausgebucht.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Teilgewinnrealisierung in Höhe von 9,9 Mio. € (i.Vj. 6,9 Mio. €) enthalten. Hierbei handelt es sich um kundenspezifische Fertigungsaufträge, die mit den entsprechend angefallenen Herstellungskosten zuzüglich Gewinnanteilen, sofern zuverlässig schätzbar, bewertet wurden.
Die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar | 5,0 | 1,8 |
| Zuführungen | 1,3 | 3,6 |
| Verbrauch | -1,0 | -0,3 |
| Auflösungen | -2,9 | -0,1 |
| Stand zum 31. Dezember | 2,4 | 5,0 |
Aus der Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich folgendes Bild:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Buchwert | 118,5 | 96,1 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und nicht überfällig | 78,3 | 55,6 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||
| < 90 Tage überfällig | 16,9 | 21,1 |
| 91 - 180 Tage überfällig | 5,9 | 6,9 |
| 181 - 365 Tage überfällig | 5,0 | 4,0 |
| > 1 Jahr überfällig | 3,0 | 1,0 |
Von den überfälligen Forderungen der Biotest Gruppe im Geschäftsjahr 2013 betreffen Forderungen in Höhe von 7,7 Mio. € (i.Vj. 3,8 Mio. €) die Forderungen der Biotest Medical S.L.U., Spanien, Forderungen in Höhe von 7,1 Mio. € (i.Vj. 8,6 Mio. €) die Forderungen der Biotest Italia S.r.l., Italien, und Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. € (i.Vj. 2,7 Mio. €) die Forderungen der Biotest Hellas MEPE, Griechenland.
Die Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich aus den folgenden Währungen zusammen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| EUR | 77,2 | 72,3 |
| USD | 33,2 | 20,2 |
| GBP | 1,0 | 1,6 |
| HUF | 1,9 | 1,5 |
| RUB | 4,6 | - |
| Sonstige Währungen | 0,6 | 0,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) | 118,5 | 96,1 |
8 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
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| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Millionen € | Gesamt | davon langfristig | Gesamt | davon langfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorsteuer- und sonstige Steuerforderungen | 4,7 | - | 2,4 | - |
| Rechnungsabgrenzungen | 3,1 | - | 2,0 | - |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 1,1 | - | 2,1 | - |
| Geleistete Anzahlungen | 0,6 | - | 0,6 | - |
| Forderungen gegen Versicherungsgesellschaften | 0,2 | - | - | - |
| Forderungen gegen Factoringgesellschaften | 0,2 | - | - | - |
| Derivate | - | - | 0,1 | - |
| Sonstige Vermögenswerte | 2,4 | 0,7 | 1,0 | 0,5 |
| 12,3 | 0,7 | 8,2 | 0,5 |
Die Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar | 1,0 | 1,0 |
| Auflösung | -0,2 | - |
| Stand zum 31. Dezember | 0,8 | 1,0 |
Aus der Analyse der Altersstruktur der sonstigen Vermögenswerte ergibt sich folgendes Bild:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Buchwert | 12,3 | 8,2 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und nicht überfällig | 12,1 | 8,2 |
| davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||
| < 90 Tage überfällig | - | - |
| 91 - 180 Tage überfällig | - | - |
| 181 - 365 Tage überfällig | - | - |
| > 1 Jahr überfällig | - | - |
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich aus den folgenden Währungen zusammen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| EUR | 8,4 | 5,9 |
| USD | 3,4 | 1,8 |
| GBP | 0,1 | 0,1 |
| HUF | 0,3 | 0,2 |
| Sonstige Währungen | 0,1 | 0,2 |
| 12,3 | 8,2 |
9 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Bankguthaben | 32,0 | 39,2 |
| Kassenbestand | 0,1 | 0,4 |
| Kurzfristige Einlagen | 172,3 | 17,6 |
| 204,4 | 57,2 |
Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist der Kapitalflussrechnung der Biotest Gruppe zu entnehmen. Zahlungsmittel in Höhe von 11,1 Mio. € (i.Vj. 4,0 Mio. €) unterliegen aufgrund von Sanktionen der Europäischen Union gegen den Iran Verfügungsbeschränkungen, da zum Bilanzstichtag die erforderlichen Freigaben der Deutschen Bundesbank in Zusammenhang mit den EU-Sanktionen gegen den Iran nicht vorlagen. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.
Bei den kurzfristigen Einlagen handelt es sich um Termingelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten.
10 VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN DES NICHT FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSBEREICHS
Aus dem in Kapitel D11 beschriebenen Anspruch auf Kaufpreisnachzahlung resultieren die folgenden Bilanzpositionen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | - | 18,4 |
| Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | - | 18,4 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 0,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | 7,9 |
| Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs | - | 8,0 |
11 EIGENKAPITAL
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und beträgt am 31. Dezember 2013 nach erfolgter Kapitalerhöhung vom 26. Juni 2013 33.767.639,04 € (i.Vj. 30.025.152,00 €), davon entfallen 16.883.819,52 € (i.Vj. 16.883.819,52 €) auf Stammaktien und 16.883.819,52 € (i.Vj. 13.141.332,48 €) auf Vorzugsaktien. Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2013 in 6.595.242 Stück nennwertlose Stammaktien und 6.595.242 Stück nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht eingeteilt. Eine Verbriefung ist ausgeschlossen. Der rechnerische Nennwert der Aktien beträgt daher je Gattung 2,56 €. Die Basis für die Gewinnausschüttung eines Geschäftsjahres ist der jeweilige handelsrechtliche Bilanzgewinn der Biotest AG.
Mit Schreiben vom 12. Februar 2008 teilte Frau Dr. Cathrin Schleussner der Biotest Gruppe mit, dass ihr Stimmrechtsanteil zu diesem Tag 50,03 % der Stimmrechte beträgt. Die Stimmrechte werden dabei über die OGEL GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Die OGEL GmbH wird als Unternehmen von Frau Dr. Cathrin Schleussner kontrolliert. Auf Grund der zum 1. Februar 2012 in Kraft getretenen Regelung des § 41 Abs. 4d WpHG haben der Biotest Gruppe am 22. Februar 2012 Herr Dr. Martin Schleussner, Frau Renate Schleussner und Herr Dr. Hans Schleussner mitgeteilt, dass zum 1. Februar 2012 ein entsprechend § 41 Abs. 4d WpHG mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil von jeweils 50,27 % an der Biotest AG besteht. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 hält die Kreissparkasse Biberach laut ihrer letzten Mitteilung 24,36 % der Stammaktien.
Der Gewinnverwendungsvorschlag sieht für das Jahr 2013 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7,9 Mio. € (i.Vj. 6,2 Mio. €) vor. Die Stammaktien erhalten eine Dividende in Höhe von 0,57 €/Aktie (i.Vj. 0,50 €/Aktie) und die Vorzugsaktien erhalten eine Dividende in Höhe von 0,63 €/Aktie (i.Vj. 0,56 €/ Aktie). Die Vorzugsaktien sind derart ausgestaltet, dass auf sie nach Ausschüttungsbeschluss der Hauptversammlung eine Vorzugsdividende von 0,11 €/Aktie entfällt. Ferner erhalten die Vorzugsaktionäre eine Mehrdividende von 0,06 €/Aktie, sobald an die Stammaktionäre eine Dividende von mehr als 0,11 €/Aktie gezahlt wird. Erhalten die Vorzüge in einem Jahr keine Dividende, ist diese im Folgejahr nachzuholen. Fällt die Dividendenzahlung auch im zweiten Jahr aus, erhalten die Vorzugsaktien Stimmrecht (vgl. § 140 Abs. 2 AktG).
Der Vorstand der Biotest AG wurde durch die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals in Höhe von 30,0 Mio. € zu erwerben.
Des Weiteren wurde der Vorstand mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu 3,7 Mio. € zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit Beschluss vom 10. Juni 2013 in voller Höhe Gebrauch gemacht. Zum 26. Juni 2013 wurden 1.461.909 neue auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien zum Ausgabebetrag in Höhe von 2,56 € der Biotest AG mit voller Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2013 ausgegeben. Die Aktien wurden den Aktionären der Biotest AG im Verhältnis von 8:1 im Wege des mittelbaren Bezugs angeboten. Der Bezugspreis wurde auf 52 € pro Aktie festgesetzt.
Das Gezeichnete Kapital beträgt nach erfolgter Kapitalerhöhung 33,8 Mio. € (i.Vj. 30,0 Mio. €) und die Kapitalrücklage beträgt 225,6 Mio. € (i.Vj. 153,3 Mio. €). Für die Kapitalerhöhung sind Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. € angefallen, die in den Gewinnrücklagen erfasst wurden. Ebenfalls in den Gewinnrücklagen sind die aus diesen Aufwendungen resultierenden Ertragsteuervorteile in Höhe von 1,0 Mio. € erfasst.
Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ermittelt sich, indem der auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Gewinn durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Bei der Biotest AG entspricht das verwässerte jeweils dem unverwässerten Ergebnis.
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 32,0 | 23,0 |
| Mehrdividende auf Vorzugsaktien | -0,4 | -0,3 |
| Um Mehrdividendenansprüche bereinigtes Ergebnis | 31,6 | 22,7 |
| Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (entspricht gewichtetem Durchschnitt) | 12.465.537 | 11.728.575 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in € | 2,54 | 1,94 |
| Mehrdividendenanspruch je Vorzugsaktie in € | 0,06 | 0,06 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € | 2,60 | 2,00 |
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Genehmigung des Konzernabschlusses haben keine weiteren Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.
12 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Die Zusagen basieren auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter. Die Pensionsverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mitarbeiter der deutschen Gesellschaften. Bei den ähnlichen Verpflichtungen handelt es sich um ausländische Verpflichtungen, die beim Eintritt in den Ruhestand als Einmalzahlung fällig werden und um Verpflichtungen des Biotest Vorsorge-Sparplans. Bei diesen Plänen handelt es sich um freiwillige Pensionspläne ohne regulatorische oder gesetzliche Verpflichtungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen ist abhängig von der Zinsentwicklung sowie der Lebenserwartung der Planteilnehmer.
Im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) hält im Geschäftsjahr 2013 ein Treuhänder, der Biotest Vorsorge Trust e.V., Vermögen in Höhe von 2,3 Mio. € (i.Vj. 2,3 Mio. €) zur externen Insolvenzsicherung von Teilen der betrieblichen Altersversorgung. Da die übertragenen Mittel als Planvermögen im Sinne von IAS 19 zu qualifizieren sind, wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit den übertragenen Vermögenswerten saldiert. Dadurch mindern sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend.
Die Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung setzt sich wie folgt zusammen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | ||
| aus Pensionsplänen | 57,7 | 56,4 |
| aus ähnlichen Verpflichtungen | 3,7 | 3,0 |
| 61,4 | 59,4 | |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | ||
| zu Pensionsplänen | 1,4 | 1,6 |
| zu ähnlichen Verpflichtungen | 0,9 | 0,7 |
| 2,3 | 2,3 | |
| Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung | ||
| aus Pensionsplänen | 56,3 | 54,8 |
| aus ähnlichen Verpflichtungen | 2,8 | 2,3 |
| 59,1 | 57,1 |
Die Kosten für leistungsorientierte Pläne setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3,1 | 2,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,8 | - |
| Ertrag aus Plankürzungen | - | -0,9 |
| Nettozinsaufwendungen | 1,8 | 2,3 |
| Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen | 5,7 | 4,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 0,7 | -2,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung der finanziellen Annahmen | -1,3 | 9,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung der demografischen Annahmen | - | - |
| Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen enthalten sind) | 0,1 | - |
| Erfolgsneutral erfasste Neubewertungen | -0,5 | 7,0 |
| Kosten für leistungsorientierte Pläne | 5,2 | 11,2 |
Im Geschäftsjahr 2013 werden versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 0,5 Mio. € (i.Vj. Verluste in Höhe von 7,0 Mio. €) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Insgesamt wurden bisher versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 16,5 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO):
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 1. Januar | 59,4 | 51,1 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3,1 | 2,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,8 | - |
| Plankürzungen/Planabgeltungen | - | -0,9 |
| Zinsaufwand | 1,9 | 2,3 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 5,8 | 4,2 |
| Versicherungsmathematische Verluste (i.Vj. Gewinne) aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 0,7 | -2,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (i.Vj. Verluste) aus der Veränderung der finanziellen Annahmen | -1,3 | 9,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Veränderung der demografischen Annahmen | - | - |
| In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen | -0,6 | 7,0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -3,2 | -2,9 |
| Barwert der leistungsorientierte Verpflichtung zum 31. Dezember | 61,4 | 59,4 |
In der folgenden Tabelle ist die Überleitungsrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens dargestellt:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar | 2,3 | 0,1 |
| Zinsertrag | 0,1 | - |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 0,1 | - |
| Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen enthalten sind) | -0,1 | - |
| In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen | -0,1 | - |
| Beiträge des Arbeitgebers | - | 2,2 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember | 2,3 | 2,3 |
Die Biotest Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2014 Zahlungen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 3,3 Mio. € zu leisten.
Die folgenden Auszahlungen werden in den folgenden Jahren aus den bestehenden Pensionsverpflichtungen erwartet:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| In den nächsten 12 Monaten | 3,3 | 2,9 |
| Zwischen 2 und 5 Jahren | 13,7 | 12,3 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 18,8 | 17,3 |
| Nach 10 Jahren | 75,7 | 71,0 |
| Summe der erwarteten Auszahlungen | 111,5 | 103,5 |
Zum 31. Dezember 2013 beträgt die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der leistungsorientierten Pensionspläne 37,3 Jahre (i.Vj. 36,8 Jahre).
Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in die folgenden Vermögenskategorien investiert:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Rückdeckungsversicherungen | 0,1 | 0,1 |
| Zahlungsmittel | 2,2 | 2,2 |
| 2,3 | 2,3 |
Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
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| in % | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz am 31. Dezember | 3,4 | 3,2 |
| Erwartete Rendite auf das Planvermögen | 3,4 | 0,3 |
| Steigerungsrate für Lohn und Gehalt | 3,4 | 3,4 |
| Rentensteigerungssatz | 2,0 | 2,0 |
| Fluktuationsrate | 0,0 - 6,8 | 0,0 - 6,6 |
Mit Ausnahme des Abzinsungssatzes basieren die versicherungsmathematischen Annahmen auf historischen Erfahrungswerten.
Nach IAS 19 ist für das Geschäftsjahr 2013 erstmals verpflichtend eine Sensitivitätsanalyse durchzuführen. Gemäß IAS 19.145 sind hierbei die Auswirkungen von möglichen Parameteränderungen der bei der Berechnung der Pensionsverbindlichkeiten zugrunde liegenden Annahmen darzustellen. Hierbei sind nur Änderungen zu betrachten, mit denen im folgenden Geschäftsjahr realistisch zu rechnen ist.
Als wesentliche Annahmen werden der Rechnungszinssatz, der Gehaltstrend, der Rententrend und die Lebenserwartung angesehen. Diese Parameter werden mit Angabe der Parameteränderungen und deren Ergebnisse der Barwertberechnung in der folgenden Übersicht dargestellt zum 31. Dezember 2013.
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| Parameter | Parameteränderung | Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung in Millionen € |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | Erhöhung um 100 Basispunkte | -6,6 |
| Rechnungszinssatz | Senkung um 100 Basispunkte | 8,0 |
| Gehaltstrend | Erhöhung um 100 Basispunkte | 0,8 |
| Gehaltstrend | Senkung um 100 Basispunkte | -0,7 |
| Rententrend | Erhöhung um 100 Basispunkte | 2,4 |
| Rententrend | Senkung um 100 Basispunkte | -2,2 |
| Lebenserwartung | Erhöhung um ein Jahr | 2,4 |
Im Geschäftsjahr wurden 7,1 Mio. € (i.Vj. 6,6 Mio. €) als Aufwand für beitragsorientierte Versorgungspläne erfasst.
Die Aufwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen gliedern sich wie folgt auf:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Beitragsorientierte Pläne des Unternehmens | 1,0 | 0,9 |
| Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung | 6,1 | 5,7 |
| 7,1 | 6,6 |
13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
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| in Millionen € | Altersteilzeit | Sonstige personalbezogene Verpflichtungen | Übrige | Gesamt | davon kurzfristig |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31. Dezember 2012 | 0,4 | 12,4 | 10,2 | 23,0 | 19,0 |
| Zuführungen | 0,8 | 11,5 | 10,5 | 22,8 | |
| Inanspruchnahme | 0,8 | 9,3 | 2,9 | 13,0 | |
| Auflösungen | - | 1,3 | 1,5 | 2,8 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - | - | -0,2 | -0,2 | |
| Aufzinsung | - | - | 0,1 | 0,1 | |
| Stand zum 31. Dezember 2013 | 0,4 | 13,3 | 16,2 | 29,9 | 24,5 |
Gemäß dem Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie e.V., der eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 hatte, ist eine entsprechende Rückstellung gebildet worden. In der Rückstellung sind nur noch Verpflichtungen für laufende Altersteilzeitverhältnisse (Erfüllungsrückstand, Aufstockungsbeträge und gegebenenfalls Abfindungen) enthalten, da nach Auslaufen des Tarifvertrags zukünftig keine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss neuer Altersteilzeitverträge mehr besteht.
Die sonstigen personalbezogenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen, das Long Term Incentive-Programm, Jubiläen, Abfindungen und Beiträge zur Berufsgenossenschaft.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Garantien, Prozessrisiken und ähnliche Sachverhalte.
In den Zuführungen des Geschäftsjahres 2013 sind im Wesentlichen Zuführungen zu Rückstellungen für die Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter in Höhe von 7,6 Mio. € (i.Vj. 7,6 Mio. €), Rückstellungen für das Long Term Incentive-Programm in Höhe von 2,7 Mio. € (i.Vj. 1,6 Mio. €), Rückstellungen für Verpflichtungen aus F&E-Kooperationen in Höhe von 2,4 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €), Rückstellungen wegen Prozessrisiken in Höhe von 2,0 Mio. € (i.Vj. 0,3 Mio. €) sowie Rückstellungen für Rücknahmeverpflichtungen in Höhe von 1,4 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) enthalten.
Die Auflösungen der sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit einem Betrag in Höhe von 0,5 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) Rückstellung für die Brandweinsteuer, in Höhe von 0,5 Mio. € (i.Vj. 0,3 Mio. €) Rückstellungen für das Beitragssatzsicherungsgesetz und in Höhe von 0,1 Mio. € (i.Vj. 0,3 Mio. €) Rückstellungen für sonstige Steuerrisiken.
Die Auswirkungen von Änderungen des Abzinsungssatzes auf den Barwert des Vorjahres betragen 0,1 Mio. € (i.Vj. 0,2 Mio. €).
14 FINANZVERBINDLICHKEITEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Schuldscheindarlehen | 208,5 | - |
| Besicherte Bankverbindlichkeiten | - | 63,7 |
| Unbesicherte nachrangige Darlehensverbindlichkeiten | 15,1 | 6,2 |
| Unbesicherte sonstige Darlehen | 2,6 | 1,1 |
| 226,2 | 71,0 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Schuldscheindarlehen | 0,8 | - |
| Besicherte Bankverbindlichkeiten | - | 26,3 |
| Unbesicherte nachrangige Darlehensverbindlichkeiten | 3,5 | 11,3 |
| Unbesicherte sonstige Darlehen | 1,0 | 2,1 |
| Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | 1,8 |
| 5,3 | 41,5 |
Mit Ausnahme des kurzfristigen Anteils der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entsprechen die Bilanzwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wegen deren kurzen Laufzeiten näherungsweise dem Marktwert.
Im Geschäftsjahr 2013 hat die Biotest AG als finanzierende Obergesellschaft des Biotest Konzerns ihre Fremdfinanzierung vollständig neu strukturiert.
Die im Vorjahr noch bestehende Konsortialkredit-Vereinbarung, die eine kurzfristige Tranche in Höhe von 33 Mio. €, eine langfristige Tranche in Höhe von 29 Mio. € mit einer Vollamortisation bis 2014 sowie eine im Jahr 2015 endfällige Tranche von 50 Mio. € per 31. Dezember 2012 beinhaltete, wurde im November 2013 komplett zurückgeführt.
Das nachrangige, endfällige Darlehen (Nennbetrag 10 Mio. €) aus dem Jahr 2005, dessen Verzinsung aus einer variablen und einer fixen Komponenten bestand, wurde bei Endfälligkeit am 15. Januar 2013 getilgt. Die variable Komponente war abhängig von Finanzkennzahlen des Unternehmens.
Den Kern der Finanzierung bildet zum Abschlussstichtag ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 210 Mio. €, das aus den folgenden Tranchen besteht:
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| Schuldscheindarlehen | Währung | Laufzeit | Verzinsung |
|---|---|---|---|
| Tranche 1 | EUR | 5 Jahre | fixer Zins |
| Tranche 2 | EUR | 5 Jahre | variabler Zins |
| Tranche 3 | USD | 5 Jahre | variabler Zins |
| Tranche 4 | EUR | 7 Jahre | fixer Zins |
| Tranche 5 | EUR | 7 Jahre | variabler Zins |
| Tranche 6 | EUR | 10 Jahre | fixer Zins |
Von den zugesagten bilateralen Kreditlinien bleiben zum 31. Dezember 2013 99,7 Mio. € (i.Vj. 56,0 Mio. €) ungenutzt.
Informationen über die Absicherung der Währungskurs- und Zinsrisiken sind in Kapitel F4 Finanzrisikomanagement zu finden.
Die Konditionen und Tilgungsmodalitäten der Finanzverbindlichkeiten sowie ihre Fälligkeitsstruktur sind im Folgenden dargestellt:
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| 2013 (in Millionen €) | Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit> 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen: | ||||
| Euro - fest zu 2,3 bis 3,8 % | 104,2 | 0,5 | 28,5 | 75,2 |
| Euro - variabel zu 1,4 % | 68,7 | 0,2 | 24,5 | 44,0 |
| USD - variabel zu 1,6 % | 36,4 | 0,1 | 36,3 | - |
| Sonstige Darlehen: | ||||
| USD - fest zu 1,2 - 1,7 % | 3,0 | 0,5 | 2,5 | - |
| Euro - fest zu 6,0 % | 0,5 | 0,4 | 0,1 | - |
| Euro - variabel zu 4,6 % | 0,1 | 0,1 | - | - |
| Unbesicherte Darlehensverbindlichkeiten: | ||||
| Euro - fest zu 3,0 bis 3,8 % | 18,6 | 3,5 | 9,2 | 5,9 |
| 231,5 | 5,3 | 101,1 | 125,1 |
Die Konditionen und Tilgungsmodalitäten der Finanzverbindlichkeiten des Vorjahres sowie ihre Fälligkeitsstruktur gliedern sich wie folgt:
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| 2012 (in Millionen €) | Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit> 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Besicherte Bankverbindlichkeiten: | ||||
| Euro - variabel zu 0,9 % | 49,9 | 0,3 | 49,6 | - |
| USD - variabel zu 1,0 % | 36,9 | 25,1 | 11,8 | - |
| Euro - fest zu 3,8 % | 3,2 | 0,9 | 2,3 | - |
| Sonstige Darlehen: | ||||
| USD - fest zu 1,7 - 3,5 % | 2,6 | 1,7 | 0,9 | - |
| Euro - fest zu 6,0 % | 0,5 | 0,4 | 0,1 | - |
| Euro - variabel zu 4,5 - 4,8 % | 0,1 | - | 0,1 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing: | ||||
| Euro - fest zu 4,6 % | 1,8 | 1,8 | - | - |
| Unbesicherte Darlehensverbindlichkeiten: | ||||
| Euro - variabel zu 6,9 % | 10,0 | 10,0 | - | - |
| Euro - fest zu 3,6 % | 7,5 | 1,3 | 6,2 | - |
| 112,5 | 41,5 | 71,0 | - |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr 2013 vollständig getilgt.
Die Biotest Gruppe hat keine Mietverträge abgeschlossen, aus denen Eventualmietzahlungen resultieren könnten.
Im Zuge der Rückführung der Konsortialkredit-Vereinbarung wurde die Grundschuld über 95 Mio. € für Grundstücke der Biotest Pharma GmbH und der Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH als Drittsicherungsgeber als Sicherheiten im dritten Quartal 2013 zurück gegeben. Ebenso wurde die Verpfändung der Geschäftsanteile der Biotest Pharmaceuticals Corporation als Sicherheit aufgehoben.
Für sämtliche zum Abschlussstichtag bestehende Darlehen wurden keine Sicherheiten gestellt und keine Finanzkennzahlen vereinbart.
15 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Provisionsverbindlichkeiten | 15,6 | 12,1 |
| Abgegrenzte Verbindlichkeiten | 3,0 | 2,9 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern | 1,5 | 1,3 |
| Erhaltene Anzahlungen | 1,5 | 6,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern | 1,2 | 1,1 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen sozialer Sicherheit | 1,1 | 0,8 |
| Rechnungsabgrenzungen | 1,0 | 0,8 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | 0,5 | 0,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 1,3 | 1,5 |
| 26,7 | 27,2 |
In diesem Geschäftsjahr bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.
16 VERBINDLICHKEITEN AUS UMSATZABGRENZUNG
Die Biotest Gruppe hat im Zusammenhang mit der Vereinbarung über die weltweite Entwicklung und Vermarktung des monoklonalen Antikörpers Tregalizumab (BT-061) mit AbbVie am Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzungen in Höhe von 9,4 Mio. € (i.Vj. 25,0 Mio. €) bilanziert. Da sich die Vorauszahlung in Höhe von 85 Millionen US-Dollar, die in 2011 geflossen ist, im Wesentlichen auf noch durchzuführende Forschungsaktivitäten bezog, wurde der Großteil als Verbindlichkeit aus Umsatzabgrenzung bilanziert.
F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
1 LONG TERM INCENTIVE-PROGRAMM
Die Biotest AG verfolgt eine an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik im Sinne des Shareholder Value-Prinzips, die die langfristige Wertsteigerung der Biotest Gruppe fördert. Die Gesellschaft hat deshalb in 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschieden, ein Long Term Incentive-Programm (LTIP) einzuführen, das mit der Zustimmung des Aufsichtsrats jährlich fortgesetzt werden kann.
In 2009 wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschieden, das Long Term Incentive-Programm mit dem LTIP 2009 in 2009 fortzusetzen. In 2010, 2011,2012 und 2013 wurde das in 2009 aufgesetzte LTIP um jeweils eine Tranche erweitert. Für das LTIP 2009 musste ein weiteres Eigeninvestment seitens der berechtigten Teilnehmer erbracht werden. Wie bereits in den vorherigen LTIPs kann das Eigeninvestment aus der ersten Tranche 2009 auf jede neue Tranche angerechnet werden.
Die Werte in der Darstellung der Tranchen 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013 beziehen sich auf alle Mitarbeiter, die berechtigt sind, an dem Programm teilzunehmen.
LONG TERM INCENTIVE-PROGRAMM 2009/ TRANCHE 2013 (LTIP 2013)
Das Programm begann am 15. Mai 2013 und läuft bis zum 31. Dezember 2015. Die Ausgestaltung der Tranche 2013 ist angelehnt an die Tranchen 2010, 2011 und 2012 und ist mit diesen fast identisch strukturiert.
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Eigeninvestment des Teilnehmers durch den Kauf von Vorzugsaktien der Biotest AG. Das Eigeninvestment besteht aus der Addition von neu im Rahmen vom LTIP zu erwerbenden Vorzugsaktien ("Neuinvestment") und einer vom Neuinvestment abhängigen Anzahl von zusätzlich einzubringenden Vorzugsaktien ("Zusatzinvestment").
Um an dem LTIP 2013 teilzunehmen, ist jeder berechtigte Teilnehmer verpflichtet, als Zusatzinvestment 50 % der Anzahl der im Rahmen des Neuinvestments erworbenen Vorzugsaktien zusätzlich bereitzustellen. Die Berechtigten können Vorzugsaktien, die sie im Rahmen des LTIP 2010, des LTIP 2011 und/oder des LTIP 2012 erworben und/oder eingebracht haben, als Neuinvestment und/oder Zusatzinvestment für das LTIP 2013 einbringen. Ausschließlich das Neuinvestment fließt in die Berechnung der Incentive-Zahlung im Rahmen des LTIP 2013 ein.
Das gesamte Eigeninvestment in Vorzugsaktien ist mindestens solange im Depot zu halten, bis die Incentive-Zahlung geleistet wird. Bei den Teilnehmern der Tochtergesellschaft Biotest Pharmaceuticals Corporation ist aus rechtlichen Gründen, die speziell aus dem Recht der USA resultieren, ein Eigeninvestment nicht erforderlich, die Incentive-Zahlung wurde dabei um 15 % niedriger angesetzt als bei Berechtigten der Biotest AG.
Nach Ablauf des Programms erhält jeder Berechtigte nach der Hauptversammlung voraussichtlich im Mai 2016 eine Incentive-Zahlung in bar, die abhängig ist vom Neuinvestment, dem Fixgehalt zum 1. Oktober 2013 sowie der Erreichung zweier Erfolgsziele. Den Erfolgszielen sind Faktoren zugeordnet, die beide mit dem Neuinvestment multipliziert werden.
Die Höhe der Incentive-Zahlung berechnet sich nach folgender Formel:
Die Höhe der Erfolgsfaktoren ergibt sich daraus, in welchem Umfang das Unternehmen vereinbarte Erfolgsziele erreicht hat.
Das Erfolgsziel 1 umfasst die Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu einem relevanten Vergleichsparameter. Hierzu wird die Performance der Vorzugsaktie der Biotest AG mit der Kursentwicklung der im Börsensegment SDAX gelisteten Aktien verglichen.
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| Position zur Benchmark (Aktien SDAX) | Erfolgsfaktor 1 |
|---|---|
| gleich oder besser als 3. Quartil und mindestens 15 % absolute Kurssteigerung auf den Vergleichsparameter | maximal 0,05 |
| gleich oder besser als 3. Quartil | 0,04 |
| gleich Median | 0,02 |
| gleich 1. Quartil oder mindestens 25 % absolute Kurssteigerung | 0,01 |
| schlechter als 1. Quartil und weniger als 25 % absolute Kurssteigerung | 0,00 |
Grundvoraussetzung für das Erfolgsziel 1 ist, dass im Geschäftsjahr 2015 ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von mindestens 15,0 Mio. € erreicht wird. Bleibt das EBIT im Jahr 2015 unter 15,0 Mio. €, ist der Faktor auf jeden Fall 0.
Das Erfolgsziel 2 bezieht sich auf die durchschnittlich erreichte EBIT-Marge auf Konzernebene in den Jahren 2013, 2014 und 2015. Hierzu wird aus den jährlichen EBIT-Margen die Summe gebildet und diese durch drei geteilt.
Auch der Erfolgsfaktor 2 ist an eine weitere Grundvoraussetzung geknüpft. Der Faktor wird nur wirksam, wenn sich der Kurs der Biotest-Vorzugsaktie während der Laufzeit besser entwickelt hat als das 1. Quartil der SDAX-Aktien beziehungsweise um mindestens 25 % absolut gestiegen ist. Die Berechnung erfolgt analog zum Erfolgsfaktor 1.
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| Durchschnittliche EBIT-Marge 2013 - 2015 | Erfolgsfaktor 2 |
|---|---|
| besser als 13,4 % | maximal 0,05 |
| gleich 13,4 % | 0,04 |
| gleich 11,9 % | 0,02 |
| gleich 10,9 % | 0,01 |
| unter 10,15 % | 0,00 |
Bei einer Zielerreichung zwischen den angegebenen Werten wird der jeweilige Faktor durch lineare Interpolation bestimmt.
Sind beide Performance-Kriterien erfüllt, so werden nach Ablauf des Performance-Zeitraums mindestens 1 % und maximal 10 % des Jahresfixgehalts per 1. Oktober 2013 bei einem Neuinvestment von 100 Aktien ausgezahlt.
Inklusive der Vorstandsmitglieder nehmen 108 Personen der Biotest Gruppe mit einem Neuinvestment von insgesamt 24.499 Vorzugsaktien am Long Term Incentive-Programm 2013 teil. Den Mitarbeitern der Biotest Pharmaceuticals Corporation wurden 6.175 Vorzugsaktien virtuell zugeordnet.
Die Bewertung wurde mit Hilfe der Monte Carlo-Simulation durch externe Gutachter (Towers Watson, Frankfurt am Main) durchgeführt. In der Bewertung der Market Conditions sowie der Non-Market Conditions nach IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" werden Bedingungen, die die Incentive-Zahlung beeinflussen, am Markt aber nicht zu beobachten sind, von den beobachtbaren Marktkonditionen getrennt. Die Ermittlung für die Market Conditions wird in einer Bewertung des Fair Value vorgenommen. Der Fair Value der Gewährung der Incentive-Zahlung bezüglich der Outperformance des SDAX beträgt zum 31. Dezember 2013 3,84 € pro 100 Vorzugsaktien und 100 € Fixum; zum Zeitpunkt der Gewährung am 15. Mai 2013 betrug der Fair Value 2,69 €. Die Berücksichtigung der Non-Market Conditions erfolgt durch Addition des Erfolgsfaktors 2, der auf Basis von Planungsrechnungen ermittelt wird. Die Summe der Faktoren ergibt zum 31. Dezember 2013 einen Wert von 5,62 %.
Alle nicht direkt beobachtbaren Marktparameter werden durch statistische Schätzungen ermittelt. Für die Schätzung der Volatilitäten werden historische Marktdaten für die Bewertung herangezogen. Der anzusetzende risikolose Marktzinssatz wird auf der Grundlage der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Parameter nach der Svensson-Methode ermittelt. Zur Ermittlung der Anzahl der voraussichtlich während des Zeitraums aus dem Programm ausscheidenden Personen wurde die Fluktuationsrate der begünstigten Mitarbeiter mit 4,0 % angenommen.
Als Rückstellung zum 31. Dezember 2013 wurde entsprechend der Verteilung über den Gesamtzeitraum bis zum 31. Dezember 2015 ein anteiliger Wert in Höhe von 0,6 Mio. € angesetzt, der auch dem Periodenaufwand in 2013 entspricht.
LONG TERM INCENTIVE-PROGRAMM 2009/ TRANCHEN 2012 (LTIP 2012) UND 2011 (LTIP 2011)
Das LTIP 2012 begann am 1. Juni 2012 und läuft bis zum 31. Dezember 2014, das LTIP 2010 begann am 1. Juni 2011 und läuft bis zum 31. Dezember 2013. Die Ausgestaltung der Tranchen 2012 und 2011 ist jeweils angelehnt an die Tranche 2009 und ist mit dieser identisch strukturiert. Die inhaltliche Beschreibung ist mit dem LTIP 2013 identisch. Die unterschiedlichen Parameter werden im Folgenden aufgeführt.
Der Erfolgsfaktor 1 des LTIP 2012 ist zum Erfolgsfaktor 1 des LTIP 2013 identisch. Der Erfolgsfaktor 1 des LTIP 2011 ist zum Erfolgsfaktor 1 des LTIP 2013 fast identisch und stellt sich wie folgt dar:
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| Position zur Benchmark (Aktien SDAX) | Erfolgsfaktor 1 |
|---|---|
| gleich oder besser als 3. Quartil und mindestens 15 % absolute Kurssteigerung auf den Vergleichsparameter | maximal 0,05 |
| gleich oder besser als 3. Quartil | 0,04 |
| gleich Median | 0,02 |
| gleich 1. Quartil | 0,01 |
| schlechter als 1. Quartil | 0,00 |
Grundvoraussetzung für das Erfolgsziel 1 ist, dass im Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von mindestens 15,0 Mio. € erreicht wird. Bleibt das EBIT im Jahr 2014 bzw. 2013 unter 15,0 Mio. €, ist der Faktor auf jeden Fall 0.
Auch der Erfolgsfaktor 2 ist an eine weitere Grundvoraussetzung geknüpft. Der Faktor wird nur wirksam, wenn sich der Kurs der Biotest-Vorzugsaktie während der Laufzeit besser entwickelt hat als das 1. Quartil der SDAX-Aktien. Die Berechnung erfolgt analog zum Erfolgsfaktor 1.
Für das LTIP 2012 gilt das Folgende:
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| Durchschnittliche EBIT-Marge 2012 - 2014 | Erfolgsfaktor 2 |
|---|---|
| besser als 13,1 % | maximal 0,05 |
| gleich 13,1 % | 0,04 |
| gleich 11,1 % | 0,02 |
| gleich 10,1 % | 0,01 |
| unter 9,6 % | 0,00 |
Für das LTIP 2011 gilt das Folgende:
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| Durchschnittliche EBIT-Marge 2011 - 2013 | Erfolgsfaktor 2 |
|---|---|
| besser als 14,8 % | maximal 0,05 |
| gleich 14,3 % | 0,04 |
| gleich 12,3 % | 0,02 |
| gleich 11,3 % | 0,01 |
| unter 10,3 % | 0,00 |
Die Höhe der incentive-Zahlung berechnet sich wie bereits für das LTIP 2013 beschrieben; das Jahresfixgehalt ist in der Berechnungsformel gegen das jeweilige Jahresfixgehalt des entsprechenden Tranchenjahres auszutauschen.
inklusive der Vorstandsmitglieder nehmen an dem LTIP 2012 98 Personen der Biotest Gruppe mit einem Neuinvestment von insgesamt 21.911 Vorzugsaktien am Long Term Incentive- Programm 2012 teil. Den Mitarbeitern der Biotest Pharmaceuticals Corporation wurden 5.875 Vorzugsaktien virtuell zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2013 sind zwei Personen mit einem Neuinvestment bzw. virtuellem Investment von 650 Vorzugsaktien aus der Biotest Gruppe ausgeschieden. Daraus ergab sich ein Ertrag von 0,1 Mio. €.
An dem LTIP 2011 nehmen inklusive der Vorstandsmitglieder 85 Personen der Biotest Gruppe mit einem Neuinvestment von insgesamt 20.665 Vorzugsaktien am Long Term Incentive-Programm 2011 teil. Den Mitarbeitern der Biotest Pharmaceuticals Corporation wurden 2.900 Vorzugsaktien virtuell zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2013 sind zwei Personen mit einem Neuinvestment bzw. virtuellem Investment von 650 Vorzugsaktien aus der Biotest Gruppe ausgeschieden. Daraus ergab sich ein Ertrag von 0,0 Mio. €.
Als Rückstellung zum 31. Dezember 2013 wurde für das LTIP 2012 entsprechend der Verteilung über den Gesamtzeitraum bis zum 31. Dezember 2014 ein anteiliger Wert in Höhe von 1,6 Mio. € angesetzt. Der Periodenaufwand für das LTIP 2012 beträgt in 2013 1,1 Mio. €. Dabei veränderte sich die Summe der Faktoren zum 31. Dezember 2013 von 3,7380 % am 31. Dezember 2012 auf 6,4 %.
Für das LTIP 2011 wurde als Rückstellung zum 31. Dezember 2013 entsprechend der Verteilung über den Gesamtzeitraum bis zum 31. Dezember 2013 ein anteiliger Wert in Höhe von 1,8 Mio. € angesetzt. Der Periodenaufwand für das LTIP 2011 in 2013 beträgt 1,0 Mio. €. Dabei veränderte sich die Summe der Faktoren zum 31. Dezember 2013 von 3,0110 % am 31. Dezember 2011 auf 5,0 %.
LONG TERM INCENTIVE-PROGRAMM 2009/ TRANCHE 2010 (LTIP 2010)
Die Tranche 2010 des Long Term Incentive-Programms wurde im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 ausführlich beschrieben.
Für die Tranche 2010 kam es im Geschäftsjahr 2013 zu einer Auszahlung von 0,8 Mio. €.
WEITERE ALLGEMEINE ANGABEN ZUM LTIP
Der Anspruch auf eine Incentive-Zahlung verfällt bei dem Programm und allen Tranchen, wenn das Beschäftigungsverhältnis - gleich aus welchem Grunde - innerhalb der Biotest Gruppe endet (außer bei Ruhestand, Vorruhestand, Altersteilzeit, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit).
Der Teilnehmer erhält eine anteilige Incentive-Zahlung bei einem Kontrollwechsel, bei dem mindestens 30 % der Stimmrechte auf einen Aktionär übergehen, der vorher noch nicht über diese Stimmrechte verfügen konnte, bei Delisting vom amtlichen Markt, bei einer Verschmelzung oder einem Formwechsel der Obergesellschaft oder einem Ausscheiden des Unternehmens, in dem der Teilnehmer beschäftigt ist, aus dem Beteiligungskreis der Obergesellschaft.
2 FINANZINSTRUMENTE
2.1 KLASSIFIKATION DER FINANZINSTRUMENTE
Die Biotest Gruppe klassifiziert die Finanzinstrumente entsprechend ihrer Bilanzierung. Die Unterscheidung basiert auf dem Wertansatz, dementsprechend werden die finanziellen Vermögenswerte und die finanziellen Verbindlichkeiten unterteilt in zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Derivate bilden eine eigenständige Klasse.
In eine Klasse können verschiedene Bilanzposten einfließen. Die Biotest Gruppe klassifiziert die Finanzinstrumente wie folgt:
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| Klasse der Finanzinstrumente | Bilanzposten | Bewertungskategorie |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | keine |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Vermögenswerte | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR |
| Sonstige Finanzanlagen | HtM | |
| Sonstige Vermögenswerte | LaR | |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | Sonstige Finanzanlagen | FAFVtPL |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten | Finanzverbindlichkeiten | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | keine |
| Derivate | Sonstige Vermögenswerte | FAHfT |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLHfT |
Die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden wie folgt abgekürzt: Kredite und Forderungen/Loans and Receivables (LaR), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen/Held to Maturity (HtM), zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss (FAFVtPL), zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte/Financial Assets Held for Trading (FAHfT), zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten/ Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten/ Financial Liabilities at Amortised Cost (FLAC).
Im Geschäftsjahr 2013 wurde wie im Vorjahr keine Reklassifizierung der Finanzinstrumente vorgenommen.
2.2 ÜBERLEITUNG BILANZPOSTEN ZU BEWERTUNGSKATEGORIEN SOWIE DEREN WERTANSÄTZE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE
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| in Millionen € | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert zum 31. Dezember 2013 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Anschaffungs- kosten |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 118,5 | 118,5 | - | - | - |
| Sonstige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Forderungen | LaR | 12,3 | 12,3 | - | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | - | - | - | - | - |
| Sonstige Finanzanlagen | ||||||
| Rentenfonds | FAFVtPL | 0,2 | - | - | - | 0,2 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 51,4 | 51,4 | - | - | - |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Besicherte Bankverbindlichkeiten | FLAC | - | - | - | - | - |
| Unbesicherte Bankverbindlichkeiten | FLAC | 227,9 | 227,9 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | - | - | - | - | - |
| Sonstige unbesicherte Darlehen | FLAC | 3,6 | 3,6 | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 26,2 | 26,2 | - | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 0,5 | - | - | - | 0,5 |
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| in Millionen € | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 | Beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2013 | Buchwert zum 31. Dezember 2012 | Fortgeführte Anschaffungskosten |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | - | 118,5 | 96,1 | 96,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||||
| Sonstige Forderungen | LaR | - | 12,3 | 8,1 | 8,1 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | - | - | 0,1 | - |
| Sonstige Finanzanlagen | |||||
| Rentenfonds | FAFVtPL | - | 0,2 | 0,2 | - |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | - | 51,4 | 47,4 | 47,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Besicherte Bankverbindlichkeiten | FLAC | - | - | 90,0 | 90,0 |
| Unbesicherte Bankverbindlichkeiten | FLAC | - | 228,6 | 17,5 | 17,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | - | - | 1,8 | - |
| Sonstige unbesicherte Darlehen | FLAC | - | 3,6 | 3,2 | 3,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | - | 26,2 | 27,1 | 27,1 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | - | 0,5 | 0,1 | - |
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| in Millionen € | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Anschaffungskosten | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 | Beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | - | - | - | - | 96,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Forderungen | LaR | - | - | - | - | 8,1 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | - | - | 0,1 | - | 0,1 |
| Sonstige Finanzanlagen | ||||||
| Rentenfonds | FAFVtPL | - | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | - | - | - | - | 47,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Besicherte Bankverbindlichkeiten | FLAC | - | - | - | - | 90,2 |
| Unbesicherte Bankverbindlichkeiten | FLAC | - | - | - | - | 18,1 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | - | - | - | 1,8 | 1,9 |
| Sonstige unbesicherte Darlehen | FLAC | - | - | - | - | 3,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | ||||||
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | - | - | - | - | 27,1 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | - | - | 0,1 | - | 0,1 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einem Buchwert in Höhe von 204,4 Mio. € (i.Vj. 57,2 Mio. €) sind in der obigen Tabelle nicht enthalten, da diese Finanzinstrumente keiner Bewertungskategorie von IAS 39 zugeordnet sind.
2.3 AGGREGATION DER BEWERTUNGSKATEGORIEN SAMT WERTANSÄTZEN UND BEIZULEGENDER ZEITWERTE
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| in Millionen € | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert zum 31. Dezember 2013 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Anschaffungskosten | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | LaR | 130,8 | 130,8 | - | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FAFVtPL | 0,2 | - | - | - | 0,2 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 309,1 | 309,1 | - | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 0,5 | - | - | - | 0,5 |
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| in Millionen € | |||
|---|---|---|---|
| Kategorien | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 | Beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2013 |
| --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | LaR | - | 130,8 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FAFVtPL | - | 0,2 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | - | 309,8 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | - | 0,5 |
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| in Millionen € | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert zum 31. Dezember 2012 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Anschaffungskosten | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | LaR | 104,2 | 104,2 | - | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FAFVtPL | 0,2 | - | - | - | 0,2 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 0,1 | - | - | - | 0,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 185,2 | 185,2 | - | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 0,1 | - | - | - | 0,1 |
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| in Millionen € | |||
|---|---|---|---|
| Kategorien | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 | Beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2012 |
| --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | LaR | - | 104,2 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | FAFVtPL | - | 0,2 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | - | 0,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | - | 185,9 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | - | 0,1 |
2.4 NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN
Im Folgenden ist das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien für das Geschäftsjahr 2013 dargestellt:
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| in Millionen € | aus der Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien | aus Zinsen | zum beizulegenden Zeitwert | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | aus Abgang | Nettoergebnis 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 0,3 | - | -1,0 | -1,8 | - | -2,5 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | - | - | - | - | - | |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | - | -0,4 | - | - | - | -0,4 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -2,6 | - | 0,3 | - | - | -2,3 |
| Gesamt | -2,3 | -0,4 | -0,7 | -1,8 | - | -5,2 |
Im Folgenden ist das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien für das Vorjahr dargestellt:
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| in Millionen € | aus der Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorien | aus Zinsen | zum beizulegenden Zeitwert | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | aus Abgang | Nettoergebnis 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 0,5 | - | -1,1 | -3,4 | - | -4,0 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | - | - | - | - | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | -0,7 | -0,7 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | - | 0,2 | - | - | - | 0,2 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -3,1 | - | 0,2 | - | - | -2,9 |
| Gesamt | -2,6 | 0,2 | -0,9 | -3,4 | -0,7 | -7,4 |
Alle Komponenten des Nettoergebnisses werden in den sonstigen Finanzaufwendungen beziehungsweise sonstigen Finanzerträgen erfasst. Ausnahme hierbei sind die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, diese werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
In dem Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zugeordnet sind, ist ein Verlust in Höhe von 0,4 Mio. € (i.Vj. Gewinn 0,2 Mio. €) enthalten, der sowohl Zins- als auch Währungseffekte beinhaltet.
2.5 CASHFLOW IN ZEITBÄNDERN
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich. Die zweite Tabelle enthält die Vergleichswerte für den Cashflow in Zeitbändern aus Sicht des vorigen Geschäftsjahres.
In dieser Darstellung werden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand sind und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart sind, einbezogen. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge werden jeweils mit dem entsprechenden Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten werden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2013 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
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| in Millionen € | Cashflow in 2014 | Cashflow in 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Buchwert per 31. Dezember 2013 | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -227,9 | -3,7 | -1,7 | -4,3 | -3,6 | -1,7 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | -3,6 | - | - | -1,0 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -51,4 | - | - | -51,4 | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -26,2 | - | - | -26,2 | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung | -0,5 | -0,3 | - | - | -0,3 | - |
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| in Millionen € | Cashflow in 2015 | Cashflow in 2016 | Cashflow in 2017 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung | fixierte zinsen | variable Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -3,8 | -3,4 | -1,7 | -3,0 | -3,4 | -1,7 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | -1,5 | - | - | -1,1 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung | - | -0,2 | - | - | - | - |
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| in Millionen € | Cashflow in 2017 | Cashflow in 2018 | Cashflow nach 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten: | |||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -1,3 | -3,3 | -1,7 | -90,5 | -7,5 | 1,4 | -125,9 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | |||||||
| Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung | - | - | 0,1 | - | - | 0,2 | - |
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| in Millionen € | Cashflow in 2013 | Cashflow in 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Buchwert per 31. Dezember 2012 | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -107,5 | -0,4 | -0,7 | -37,6 | -0,3 | -0,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -1,8 | - | - | -1,8 | - | - |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | -3,2 | -0,1 | - | -2,1 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -47,4 | - | - | -47,4 | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -27,1 | - | - | -27,1 | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | -0,1 | - | - | -0,1 | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | ||||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | 0,1 | - | - | 0,1 | - | - |
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| in Millionen € | Cashflow in 2014 | Cashflow in 2015 | Cashflow in 2016 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -15,2 | -0,1 | -0,4 | -53,4 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | -1,0 | - | - | -0,1 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | ||||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | - | - | - | - | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | ||||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | - | - | - | - | - | - |
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| in Millionen € | Cashflow in 2016 | Cashflow in 2017 | Cashflow nach 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung | fixierte Zinsen | variable Zinsen | Tilgung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten: | |||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -1,7 | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - | - |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: | |||||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | - | - | - | - | - | - | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte: | |||||||
| Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung | - | - | - | - | - | - | - |
3 FAIR VALUE ERMITTLUNG
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Aus diesem Grund entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausschließlich hinsichtlich der Beurteilung des Ausfall-/Kreditrisikos Level 3 zuzuordnen, da die Inputfaktoren wesentlich auf internen Einschätzungen hinsichtlich der Realisierbarkeit der jeweiligen Forderungen beruhen. Diese sind teilweise auf Klassifizierungen hinsichtlich des Alters der Forderung ("Aging"), der Herkunft des Schuldners ("Länderrisiken") bzw. einer Kombination aus den Faktoren zurückzuführen. Diese werden aus historischen Erfahrungswerten abgeleitet. Teilweise basieren die Einschätzungen auch auf individuellen Faktoren, wie z.B. die Kenntnis einer Insolvenz des betroffenen Kunden. Die Wertberichtigungsquote schwankt je nach Cluster zwischen 20 % und 100 %.
Bei sonstigen langfristigen Forderungen sowie bei Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden und die somit Restlaufzeiten von über ei nem Jahr aufweisen, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten weisen regelmäßig Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf. Daher stellen auch hier die Buchwerte näherungsweise die entsprechenden beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der nach den einzelnen Währungen betrachteten Credit-Spread-Kurve bestimmt. Die Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchiestufe 2.
Zum 31. Dezember 2013 hat die Biotest Gruppe keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.
Bei den derivativen finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten (Devisengeschäften) wird eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven vorgenommen. Die Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchiestufe 2.
Die Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts der Rentenfonds erfolgt in der Hierarchiestufe 1.
4 FINANZRISIKOMANAGEMENT
Biotest ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und den bestehenden internationalen Liefer- und Leistungsbeziehungen Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt.
Biotest nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungspositionen, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Risiken zu minimieren. Darüber hinaus hat Biotest auch während des Geschäftsjahres Finanzinstrumente zur Zinssicherung eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente sind grundsätzlich dem Risiko sich ändernder Marktpreise ausgesetzt.
Biotest erfüllt die formalen Voraussetzungen nach IAS 39 für ein Hedge Accounting nicht vollumfänglich. Folglich wurden alle Gewinne und Verluste aus den Marktbewertungen der zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzten derivativen Finanzinstrumente ergebniswirksam berücksichtigt.
Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt mit dem Abschluss der entsprechenden Verträge. Die Finanzinstrumente werden ursprünglich zu Anschaffungskosten bilanziert und zum Bilanzstichtag zu den jeweiligen aktuellen Marktwerten bewertet. Die Ausbuchung der Finanzinstrumente erfolgt, wenn die aus dem Vertrag resultierenden Verpflichtungen beider Parteien erfüllt wurden oder bei Glattstellung des Instruments.
Der Ausweis der Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2013 sind 0,0 Mio. € (i.Vj. 0,1 Mio. €) unter den sonstigen Vermögenswerten und 0,5 Mio. € (i.Vj. 0,1 Mio. €) unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
KREDITRISIKEN
Das Kreditrisiko stellt das finanzielle Risiko dar, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Durch ein fortlaufendes Forderungsmanagement wird dem Forderungsausfallrisiko begegnet. Die Bonität der Kunden wird bewertet, woraufhin das Zahlungsziel und die weiteren Konditionen festgelegt werden. Darüber hinaus werden Teile der Inlands- und ausgewählte Auslandsforderungen an Factoringunternehmen beziehungsweise Banken verkauft.
Zum Stichtag wurden für Forderungen gegen griechische Kunden eine Wertberichtigung in Höhe von 0,1 Mio. € (i.Vj. 2,7 Mio. €) vorgenommen. Länder mit einem Forderungsanteil von mehr als 10 % am Gesamtforderungswert sind Italien und Iran. In Italien wurden Forderungen in Höhe von 0,4 Mio. € (i.Vj. 0,6 Mio. €) wertberichtigt. Für Forderungen gegen Kunden im Iran wurden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen gebildet.
Für bestimmte Kunden in ausgewählten Ländern bestehen Kreditversicherungen mit verschiedenen Gesellschaften. Der im Rahmen der bestehenden Kreditversicherungen vereinbarte Selbstbehalt beläuft sich auf bis zu 10 %.
Mögliche Ausfallrisiken für originäre Finanzinstrumente sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Für die Darstellung des maximalen Ausfallrisikos der finanziellen Vermögenswerte wird der jeweilige Buchwert als Äquivalent für das maximale Ausfallrisiko herangezogen:
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| in Millionen € | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,5 | 96,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 12,3 | 8,2 |
| Sonstige Finanzanlagen | 0,2 | 0,2 |
MARKTRISIKEN
Marktpreisrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Diese führen dazu, dass der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Cashflows der Finanzinstrumente schwanken. Marktrisiken umfassen Währungsrisiken, Zinsrisiken und andere Preisrisiken.
WÄHRUNGSRISIKEN
Die Biotest Gruppe ist Währungsrisiken, die hauptsächlich aufgrund eines Ungleichgewichts der weltweiten Cashflows entstehen, ausgesetzt. Dieses Ungleichgewicht resultiert primär aus höheren Verkäufen in USD, denen geringere Einkäufe in USD gegenüberstehen. Gegen identifizierbare zukünftige Währungsrisiken schützt sich die Biotest Gruppe grundsätzlich, wenn sie sich diesen ausgesetzt sieht. Des Weiteren sichert sich die Biotest Gruppe selektiv gegen Risiken in der Bilanz ab. Die Biotest Gruppe nutzt Möglichkeiten zum natürlichen Ausgleich von Währungsrisiken sowie Devisentermingeschäfte für das Management von Währungsrisiken.
Die Biotest Gruppe hat in den für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen folgende Fremdwährungspositionen:
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| Fremdwährungsrisiko | USD | GBP | HUF | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Millionen € | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barreserve | 7,2 | 1,3 | 0,7 | 0,5 | 1,1 | 0,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37,2 | 20,2 | 1,0 | 1,6 | 1,9 | 1,5 |
| sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | 3,4 | 1,8 | 0,1 | 0,1 | 0,3 | 0,2 |
| sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -10,4 | -9,2 | -0,1 | -0,2 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -39,3 | -39,4 | - | - | - | - |
| sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | -7,3 | -5,9 | - | - | -0,5 | -0,3 |
| sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | -0,1 | - | - | - | - |
| Nettodarstellung | -9,2 | -31,3 | 1,7 | 2,0 | 2,8 | 1,6 |
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| Fremdwährungsrisiko | RUB | |
|---|---|---|
| in Millionen € | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- |
| Barreserve | 0,3 | 12,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4,6 | - |
| sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | - | - |
| sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | -0,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - |
| sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | -1,5 | - |
| sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | -0,1 |
| Nettodarstellung | 3,4 | 12,1 |
Zum Stichtag bestanden folgende Devisenoptions- und Devisentermingeschäfte:
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| in Millionen € | Nominalvolumen | Marktwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisenoptionsgeschäfte | - | - | - | - |
| Devisentermingeschäfte | - | 70,6 | - | -0,1 |
Die wesentlichen Wechselkurse während der Berichtsperiode sind im Kapitel B3 dargestellt.
ZINSRISIKEN
Durch die Veränderung der Zinsstrukturkurve ändert sich der Barwert der Zahlungsströme infolge eines sich ändernden Diskontierungssatzes. Die Barwertänderung kann zum einen bei den einzelnen Finanzinstrumenten aufgrund einer Verschiebung der risikolosen Zinskurve (Swapkurve) und zum anderen aufgrund einer Veränderung der in die Finanzinstrumente eingepreisten Bonitätsaufschläge (Spreadrisiken) entstehen.
Aufgrund der bestehenden Darlehensbeziehungen (siehe auch Ausführungen in Kapitel E14 Finanzverbindlichkeiten) ist die Biotest Gruppe Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Minimierung dieser Risiken wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2013 bestanden folgende Zinssicherungsgeschäfte:
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| in Millionen € | Nominalvolumen 2013 | Marktwerte 2013 |
|---|---|---|
| Zinsswaps | 30,0 | -0,5 |
| 30,0 | -0,5 |
Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit bis zum 10. September 2018 bzw. 23. September 2020 und einen festen Zinssatz von 1,45 % bzw. 1,8175 %. Im Vorjahr bestanden zum Stichtag keine Zinssicherungsgeschäfte.
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden von den jeweiligen beauftragten Banken ermittelt. Sie ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Sie entsprechen den Aufwendungen beziehungsweise Erträgen bei einer Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag.
LIQUIDITÄTSRISIKEN
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Unternehmen seine eigenen finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Durch finanzielle Engpässe können sich die Finanzierungskosten erhöhen.
Die Biotest Gruppe steuert ihre Liquidität, indem sie neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält.
Zum 31. Dezember 2013 hatte die Biotest Gruppe folgende vertraglich vereinbarte Kreditlinien:
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| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Millionen € | davon in Anspruch genommen | davon in Anspruch genommen | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eingeräumte Kreditlinien (frei abrufbar) | 331,2 | 231,5 | 191,7 | 110,7 |
| Erhaltene feste Kreditzusagen (an bestimmte Bedingungen gebunden) | - | - | 5,0 | 5,0 |
| 331,2 | 231,5 | 196,7 | 115,7 |
Das zentrale Treasury wird von den einzelnen Unternehmensbereichen mit Informationen versorgt, so dass ein Liquiditätsprofil erstellt werden kann. Einbezogen werden hierbei sämtliche finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten und erwartete Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen.
Eine Fälligkeitsübersicht, die zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2013 die Liquiditätssituation der Biotest Gruppe beeinflussen, ist in Kapitel F2.5 dargestellt.
Die vorgehaltene Liquidität, kurz- und langfristige Kreditlinien sowie die Möglichkeit, durch Verbriefungen von Forderungen Mittelzuflüsse zu generieren, geben der Biotest Gruppe eine ausreichende Flexibilität, um den Refinanzierungsbedarf des Konzerns zu decken. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen wie auch der liquiden Mittel unterliegt die Biotest Gruppe keinem Konzentrationsrisiko im Bereich der Liquidität.
5 SENSITIVITÄTSANALYSE GEMÄSS IFRS 7.40
Die Biotest Gruppe ist Marktrisiken, bestehend aus Währungsrisiken und Zinsrisiken, ausgesetzt.
Durch eine Anwendung von Sensitivitätsanalysen wird für jede Risikoart ermittelt, welche Auswirkungen eine Änderung der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne und Verluste sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag nehmen würde.
WÄHRUNGSRISIKEN
Für die Analyse der Währungsrisiken wird für bestimmte Fremdwährungen mit für die Biotest Gruppe signifikantem Risiko eine Sensitivitätsanalyse berechnet. Hierbei werden die folgenden wesentlichen Währungen betrachtet: USD, GBP, HUF und RUB.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2013 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Finanzergebnis um 0,7 Mio. € höher (i.Vj. 5,1 Mio. € höher) gewesen.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2013 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Finanzergebnis um 0,8 Mio. € niedriger (i.Vj. 4,7 Mio. € niedriger) gewesen.
Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 0,7 Mio. € beziehungsweise - 0,8 Mio. € ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten:
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| in Millionen € | Aufwertung des EUR um 10 % |
Abwertung des EUR um 10 % |
|---|---|---|
| EUR zu USD | 1,1 | -1,4 |
| EUR zu GBP | - | 0,1 |
| EUR zu HUF | -0,1 | 0,1 |
| EUR zu RUB | -0,3 | 0,4 |
| 0,7 | -0,8 |
Zu beachten ist, dass in der Sensitivitätsanalyse nach IFRS 7 nur das Wechselkursrisiko bezogen auf finanzielle Vermögenswerte und Schulden, nicht aber das Translationsrisiko berücksichtigt wird. Unter Berücksichtigung des Translationsrisikos würden sich entsprechend andere Auswirkungen ergeben.
ZINSRISIKEN
Für das Zinsrisiko wird durch eine Sensitivitätsanalyse der Effekt einer Änderung der Marktzinssätze auf die Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dargestellt.
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/ Währungsswaps und Zinscaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Währungsderivate und deren Wertänderungen aufgrund von Zinsänderungen wurden für die Berechnung der Zinssensitivitäten nicht berücksichtigt.
Die Sensitivitätsanalyse bezieht sich auf den Nettoeffekt von zinstragenden Verbindlichkeiten und Bankbeständen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre der Fair Value der Finanzinstrumente um 1,5 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 2,5 Mio. € (i.Vj. - 0,4 Mio. €) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von 1,5 Mio. € (i.Vj. 0,0 Mio. €) und originären finanziellen Verbindlichkeiten von 1,0 Mio. € (i.Vj. - 0,4 Mio. €).
Vor dem Hintergrund der zum Bilanzstichtag sehr niedrigen Referenzzinssätze wird aus Geringfügigkeitsgründen auf eine Sensitivitätsanalyse bei Abweichung des Markzinsniveaus nach unten verzichtet.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher beziehungsweise um 0 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unverändert geblieben.
MARKTRISIKEN
Die Angaben zur Sensitivitätsanalyse gemäß IFRS 7.40 b) umfassen sowohl das Fair Value Risiko als auch das Cash Flow Risiko. Da diese Werte in den Rechenmodellen simultan ermittelt werden, können keine differenzierten spezifischen Angaben zu den einzelnen Werten gemacht werden.
SONSTIGE PREISRISIKEN
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Die Sonstigen Preisrisiken haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Preise von Finanzinstrumenten der Biotest Gruppe.
6 KAPITALMANAGEMENT
Die primäre Zielsetzung für das Kapitalmanagement besteht darin, ein für Kapitalgeber attraktives Rating im Allgemeinen zu sichern und Kapitalrelationen einzuhalten, die die strategische Geschäftsentwicklung der Biotest Gruppe absichern.
Das Eigenkapital der Biotest Gruppe, das im Fokus der Optimierung der Kapitalstruktur steht, ist das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital, das den Eigentümern der Biotest AG als Mutterunternehmen zuzuordnen ist. Das Stammkapital besteht aus 6,6 Mio. Stück stimmberechtigten Stammaktien und 6,6 Mio. Stück stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Minderheitsanteile am Eigenkapital spielen beim Kapitalmanagement aufgrund des geringen Volumens nur noch eine untergeordnete Rolle.
Die Basis für die Analyse des strategischen Kapitalmanagements bilden Rechnungen zur langfristigen Unternehmensplanung, aus denen die entsprechenden zukünftigen Wertgrößen und Kennzahlen abgeleitet werden. Im kurzfristigen Bereich liefert die Budget-Planung für das Folgejahr die Basis für die Kennzahlen.
In der strategischen Ausrichtung verfolgt die Biotest Gruppe das Ziel, eine Eigenkapitalquote von mindestens 40 % zu halten. Die Eigenkapitalquote der Biotest Gruppe beträgt zum 31. Dezember 2013 52,0 % (i.Vj. 54,1 %). Daneben werden sowohl langfristig als auch quartalsweise spezielle Finanzkennzahlen zur Analyse und Steuerung herangezogen. Hier ist als wesentliche Kennzahl der Verschuldungsfaktor als Verhältnis der Nettoschulden zum EBITDA zu nennen.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine grundsätzlichen Veränderungen bei der Zielsetzung oder den Prozessen für das Management des Kapitals vorgenommen. Für das erforderliche Controlling des Projekts Biotest Next Level und der hierfür erforderlichen Finanzmittel wurden eine adäquate Organisationsstruktur sowie definierte Ablauf- und Kontrollprozesse implementiert.
Die Biotest Gruppe hat unterschiedliche Maßnahmenmöglichkeiten, um die Ziele des Kapitalmanagements zu erreichen. Diese bestehen aus Kapitalerhöhungen durch die Ausgabe neuer Aktien mit und ohne Bezugsrecht, aus Dividendenpolitik und aus dem Rückkauf von Aktien. Die Optimierung der Kapitalstruktur wird ebenfalls durch die Reduzierung von Schulden und durch ein aktives Working-Capital-Management unterstützt.
Im Juni 2013 hat Biotest AG eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die maximal mögliche Anzahl von 1.461.909 neuen Vorzugsaktien wurde zum Preis von 52 € pro Aktie entweder von den bisherigen Aktionären durch Ausnutzung der Bezugsrechte bezogen oder bei institutionellen Investoren platziert. Es wurden neue auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 € je Aktie ausgegeben. Damit wurde ein Bruttoemissionserlös von 76 Mio. € erzielt.
Im Geschäftsjahr 2013 hat die Biotest AG Schuldscheindarlehen im Volumen von 210 Mio. € Gegenwert am Kapitalmarkt platziert. Es wurden EUR-Tranchen mit Laufzeiten von 5, 7 und 10 Jahren sowie eine USD-Tranche mit einer Laufzeit von 5 Jahren gezeichnet. Die Tranchen mit 5 und 7 Jahren Laufzeit haben fixe und variable Zinsen. Die Tranche mit 10 Jahren Laufzeit hat einen fixen Zinscoupon.
Die Erlöse aus den Schuldscheindarlehen und aus der Kapitalerhöhung dienen insbesondere dem Ausbau des Standortes in Dreieich und darüber hinaus der allgemeinen Unternehmensfinanzierung.
7 EVENTUALFORDERUNGEN UND EVENTUALVERPFLICHTUNGEN
Eine Eventualforderung ist ein möglicher Vermögenswert, der aus vergangenen Ereignissen resultiert und dessen Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen.
Eventualverpflichtungen sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, erst noch bestätigt werden muss. Eventualverpflichtungen können auch aus gegenwärtigen Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, beruhen, die jedoch nicht erfasst sind, entweder weil der Ressourcenabfluss samt wirtschaftlichen Nutzeneinbußen nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.
Die Biotest Gruppe hat Eventualverbindlichkeiten durch Bürgschaften in Höhe von 20,8 Mio. € (i.Vj. 21,7 Mio. €). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Lieferungs- und Leistungsgarantien, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der Biotest Gruppe als gering eingeschätzt wird.
In Italien besteht das Risiko, dass aus dem Launch von Zutectra® in 2010 die italienischen Gesundheitsbehörden eine Rückvergütung fordern bezüglich der Mehrerlöse von Zutectra® in 2011 und 2012 im Retail Markt. Biotest stuft die Forderung als nicht gerechtfertigt ein, da der Gesamtmarkt für Hepatitis B Immunglobuline in 2011 und 2012 sich auf dem Niveau von 2010 in etwa stabil hielt und das staatlich italienische Gesundheitssystem keine Nachteile, sondern nur Vorteile durch den Launch von Zutectra® hatte. Im Januar 2014 konnte Biotest in erster Instanz erfolgreich gegen die Rückvergütungen vorgehen. Aus diesem Grund wurde wie im Vorjahr keine Rückstellung im Konzernabschluss erfasst. Das Risiko wird auf einen niedrigen einstelligen Millionen-Betrag geschätzt.
8 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| in Millionen € | in 2014 | 2015 bis 2018 | ab 2019 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen | 9,4 | 35,8 | - | 45,2 |
| Künftige Zahlungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen | 4,9 | 11,4 | 6,5 | 22,8 |
| Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen | 4,5 | - | - | 4,5 |
| 18,8 | 47,2 | 6,5 | 72,5 |
Die Zahlungen für die genehmigten Investitionen im Anlagevermögen erfolgen innerhalb eines Jahres.
Bei den Verpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen handelt es sich um Abnahmeverpflichtungen aus zwei Lohnfraktionierungsverträgen für die Jahre 2014 bis 2019 in Höhe von 45,2 Mio. € (i.Vj. 56,9 Mio. €).
Die Biotest Gruppe als Leasingnehmer mietet beziehungsweise least Betriebsausrüstung. Das Operating-Leasing umfasst Fahrzeuge und Bürogeräte, deren Verträge eine Basismietzeit von zwei bis fünf Jahren haben. Im Geschäftsjahr 2013 beträgt der Aufwand aus den Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen 3,2 Mio. € (i.Vj. 4,2 Mio. €).
Die Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträge in Bezug auf die Plasmastationen der Plasma Service Europe GmbH sind zum Teil mit Preisanpassungsklauseln versehen, die sich nach dem Verbrauchsindex der BRD richten.
9 BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die Biotest Gruppe unterhält zu berichtende Beziehungen zu dem assoziierten Unternehmen BioDarou PJ.S. Co., Teheran, Iran, sowie zu dessen Tochterunternehmen Plasma Gostar Pars PJ.S, Teheran, Iran, zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahe stehenden Personen sowie zu Aktionären mit wesentlichem Einfluss auf die Biotest AG.
A) ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Die BioDarou PJ.S. Co. erwarb im Geschäftsjahr von Unternehmen der Biotest Gruppe Waren und Dienstleistungen in Höhe von 0,2 Mio. € (i.Vj. 1,6 Mio. €). Die daraus resultierenden Forderungen gegen assoziierten Unternehmen betragen am Stichtag 0,9 Mio. € (i.Vj. 2,0 Mio. €).
B) ANDERE NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Frau Dr. Cathrin Schleussner informierte die Biotest Gruppe darüber, dass seit dem 19. Dezember 2007 ihr Stimmrechtsanteil 50,03 % der Stimmrechte beträgt. Die Stimmrechte werden dabei über die OGEL GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, gehalten. Die OGEL GmbH wird als Unternehmen von Frau Dr. Cathrin Schleussner kontrolliert.
Die Mitglieder der Familie von Herrn Dr. Hans Schleussner gelten als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24. Im Jahr 2013 gab es wie im Vorjahr geringfüge Aufwendungen für die nahe stehenden Personen der Familie Schleussner.
Die Kreissparkasse Biberach führt als nahe stehendes Unternehmen der Biotest Gruppe im Rahmen des Long Term Incentive-Programms die Depots der Mitarbeiter.
Die Plasma Gostar Pars PJ.S erwarb im Geschäftsjahr von Unternehmen der Biotest Gruppe Waren und Dienstleistungen in Höhe von 9,9 Mio. € (i.Vj. 9,8 Mio. €). Die daraus resultierenden Forderungen gegen das Tochterunternehmen des assoziierten Unternehmen betragen am Stichtag 6,0 Mio. € (i.Vj. 8,0 Mio. €).
C) AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Zusammensetzung der Gremien
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands bekleiden per 31. Dezember 2013 noch folgende Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:
Aufsichtsrat
Dr. Alessandro Banchi,
Mailand, Italien
Ehemaliger Sprecher der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim, Ingelheim am Rhein, Deutschland Aufsichtsratsvorsitzender der Biotest AG Consiglire di amministrazione von Enel S.p.A., Rom, Italien
Dr. Cathrin Schleussner,
Neu-Isenburg, Deutschland
Geschäftsführerin der OGEL GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Biotest AG
Dr. Christoph Schröder,
Berlin, Deutschland
Partner und Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Odewald &Compagnie, Berlin, Deutschland
Aufsichtsratsvorsitzender Oberberg Kliniken GmbH, Berlin, Deutschland
Thomas Jakob,
Ulm, Germany
Kaufmann
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, Biberach, Deutschland
Aktiengesellschaft für Umsatzfinanzierung S.A., Senningerberg, Luxemburg
Kerstin Birkhahn,
Langen, Deutschland
Ingenieurin
Jürgen Heilmann,
Dreieich, Deutschland
Kaufmännischer Angestellter
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 war in der bis zum 10. Mai 2012 gültigen Satzung geregelt. Die Neuregelung der Satzung vom 10. Mai 2012 trat am 1. Januar 2013 in Kraft.
Die Mitglieder erhalten eine jährliche feste Vergütung in Höhe von jeweils 15 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält jeweils den dreifachen, sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag. Die Tätigkeit in einem Ausschuss wird zusätzlich mit 4 T€ vergütet, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält 10 T€ und für die sonstigen Ausschüsse erhält der Vorsitzende 7,5 T€. Die Biotest AG erstattet die auf die Aufsichtsratsvergütung zu zahlende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten außerdem eine variable Vergütung in Höhe von 1 T€ für jeden 0,01 €, mit dem die für das Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende den Betrag von 0,24 € übersteigt. Die variable Vergütung ist auf einen Höchstbetrag von 10 T€ begrenzt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Biotest AG sind wie die Mitglieder des Vorstands in die konzernübergreifende Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung (D&O-Versicherung) eingebunden.
Biotest übernahm die hierfür fälligen Versicherungsprämien für alle Mitglieder des Aufsichtsrats. Ein Mitglied des Aufsichtsrats ist über die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung privathaftpflichtversichert. Weitere Sachleistungen wurden nicht gewährt.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 die im Folgenden aufgeführte Vergütung:
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| in Tausend € 2013 | fixe Vergütung | variable Vergütung | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|
| Dr. Alessandro Banchi (Vorsitzender) | 64 | 25 | 89 |
| Dr. Cathrin Schleussner (stellvertretende Vorsitzende) | 31 | 15 | 46 |
| Kerstin Birkhahn | 15 | 10 | 25 |
| Thomas Jakob | 19 | 10 | 29 |
| Jürgen Heilmann | 19 | 10 | 29 |
| Dr. Christoph Schröder | 29 | 10 | 39 |
| 177 | 80 | 257 |
Für das Geschäftsjahr 2012 wurde an die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Vergütung ausgezahlt:
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| in Tausend € 2012 | fixe Vergütung | variable Vergütung | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|
| Dr. Alessandro Banchi (Vorsitzender) (seit dem 10. Mai 2012) | 33 | 16 | 49 |
| Dr. Thorlef Spickschen (Vorsitzender) (bis zum 10. Mai 2012) | 18 | 9 | 27 |
| Dr. Cathrin Schleussner (stellvertretende Vorsitzende) | 29 | 15 | 44 |
| Kerstin Birkhahn | 15 | 10 | 25 |
| Thomas Jakob | 21 | 10 | 31 |
| Jürgen Heilmann | 18 | 10 | 28 |
| Dr. Christoph Schröder (seit dem 10. Mai 2012) | 15 | 6 | 21 |
| Prof. Dr. Marbod Muff (bis zum 10. Mai 2012) | 8 | 4 | 12 |
| 157 | 80 | 237 |
Neben den aufgeführten Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2013 sowie 2012 für die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats weitere Leistungen im Rahmen Ihres Arbeitnehmerverhältnisses aufwandswirksam erfasst. Die Höhe der Bezüge richtet sich nach tarifvertraglichen Regelungen bzw. den in der Gesellschaft geltenden Gehaltsstufen für außertarifliche Mitarbeiter.
Vorstand
Prof. Dr. Gregor Schulz,
Umkirch, Deutschland
Vorstandsvorsitzender
Dr. rer. pol. Michael Ramroth,
Mörfelden-Walldorf, Deutschland
Mitglied des Vorstands
Dr. Georg Floß,
Marburg, Deutschland
Mitglied des Vorstands
(seit dem 9. Januar 2013)
Die Gesamtbezüge des im Geschäftsjahr 2013 aktiven Vorstands betragen 2.597 T€ (i.Vj. 1.424 T€).
Auf Herrn Prof. Dr. Gregor Schulz entfallen hiervon ein Festgehalt von 340 T€, zuzüglich Zuschüsse, zum Beispiel zu Versicherungen, sowie Sachbezüge für einen Firmenwagen in Höhe von insgesamt 49 T€. Die erfolgsabhängige Vergütung beträgt 173 T€.
Auf Herrn Dr. Michael Ramroth entfallen von der Gesamtsumme ein Festgehalt von 300 T€, zuzüglich Zuschüsse, zum Beispiel zu Versicherungen, sowie Sachbezüge für einen Firmenwagen in Höhe von insgesamt 35 T€. Die erfolgsabhängige Vergütung beträgt 159 T€.
Auf Herrn Dr. Georg Floß entfallen von der Gesamtsumme ein Festgehalt von 254 T€, zuzüglich Zuschüsse, zum Beispiel zu Versicherungen, sowie Sachbezüge für einen Firmenwagen in Höhe von insgesamt 32 T€. Die erfolgsabhängige Vergütung beträgt 99 T€.
Eine Ergänzungsvereinbarung zum Vorstandsvertrag aller drei Vorstandsmitglieder enthält eine Abfindungsregelung, die im Fall wirksam wird, dass der Vorstandsvertrag infolge einer näher definierten Change of Control vorzeitig beendet wird. Die Abfindung umfasst die feste Vergütung bis zum Ende der Laufzeit und ist maximal auf das Dreifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Hinzu kommen anteilige Tantiemen, die auf Basis des Durchschnittsbetrags der vorangegangenen zwei Geschäftsjahre zuzüglich einer Vergütung für den Nutzungswert des gewährten Dienstwagens ermittelt werden. Neben diesen Ansprüchen umfasst die Abfindung zusätzlich das Zweifache der jährlichen Festvergütung. Insgesamt beläuft sich die Abfindung jedoch maximal auf das Dreifache der jährlichen Festvergütung.
Der Anspruch entsteht nicht, wenn die Beendigung des Vorstandsvertrags auf Kündigung aus wichtigem Grund, Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit beruht oder das Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Beendigung das 60. respektive 65. Lebensjahr bereits vollendet hat oder im Zusammenhang mit dem Change of Control von dritter Seite Zuwendungen oder Wertvorteile erhält.
Andere einmalige oder wiederkehrende Zusagen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen nicht.
Die Teilnahme der Vorstände am Long Term Incentive-Programm ist in den Gesamtbezügen enthalten und stellt sich wie folgt dar:
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| in Tausend € |
Eigeninvestment in Vorzugsaktien (in Stücken) | Beizulegender Zeitwert der Optionen zum 31. Dezember | Aufwand aus dem Optionsprogramm im Geschäftsjahr |
|---|---|---|---|
| 2013 | |||
| (Tranchen 2011, 2012 und 2013) | |||
| Prof. Dr. Gregor Schulz | 1.800 | 1.039 | 456 |
| Dr. Michael Ramroth | 1.800 | 917 | 394 |
| Dr. Georg Floß | 1.800 | 514 | 306 |
| 5.400 | 2.470 | 1.156 | |
| 2012 | |||
| (Tranchen 2010, 2011 und 2012) | |||
| Prof. Dr. Gregor Schulz | 1.800 | 673 | 216 |
| Dr. Michael Ramroth | 1.800 | 593 | 190 |
| 3.600 | 1.266 | 406 |
Das Long Term Incentive-Programm / Tranche 2010 kam im Geschäftsjahr 2013 zur Auszahlung; Herr Prof. Dr. Gregor Schulz erhielt 92 T€ und Herr Dr. Michael Ramroth erhielt 79 T€.
Die aktiven Mitglieder des Vorstands verfügen über Pensionsansprüche in Höhe von 5.283 T€ (i.Vj. 4.195 T€). Hiervon entfallen 2.565 T€ (i.Vj. 2.517 T€) auf Herrn Prof. Dr. Gregor Schulz, 1.806 T€ (i.Vj. 1.678 T€) auf Herrn Dr. Michael Ramroth und 912 T€ (i.Vj. 0 T€) auf Herrn Dr. Georg Floß. Zur Insolvenzsicherung der Pensionsansprüche sind zum 31. Dezember 2013 Vermögenswerte in Höhe von 1.782 T€ (i.Vj. 1.471 T€) auf den Biotest Vorsorge Trust e.V. übertragen.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und ihre Hinterbliebenen sind 4.096 T€ (i.Vj. 4.234 T€) zurückgestellt. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Darlehensforderungen gegen Organmitglieder.
Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2013 Pensionszahlungen in Höhe von 442 T€ (i.Vj. 415 T€) geleistet.
10 ANTEILSBESITZLISTE
Nachfolgend sind die Gesellschaften aufgeführt, die durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung zu dem Anteilsbesitz der Biotest AG gemäß § 313 Abs. 2 HGB gehören. Alle Zahlenangaben wurden für Zwecke des Konzernabschlusses nach den Vorschriften des IASB ermittelt.
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| Name der Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft | Eigenkapital in Mio € |
Anteil am Kapital in % |
Ergebnis nach Steuern in Mio € |
|---|---|---|---|---|
| Biotest Pharma GmbH | Dreieich, Deutschland | 103,1 | 100,00 | 0,1 |
| Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH* | Dreieich, Deutschland | 6,1 | 98,00 | 0,7 |
| Biotest (UK) Ltd. | Birmingham, Großbritannien | 2,4 | 100,00 | 0,3 |
| Biotest Italia S.r.l. | Mailand, Italien | 9,0 | 100,00 | -0,3 |
| Biotest Austria GmbH | Wien, Österreich | 2,0 | 100,00 | 0,4 |
| Biotest (Schweiz) AG | Rupperswil, Schweiz | 1,3 | 100,00 | 0,2 |
| Biotest Hungaria Kft. | Budapest, Ungarn | 3,6 | 100,00 | 0,2 |
| Biotest Farmaceutica Ltda. | São Paulo, Brasilien | 0,2 | 100,00 | -0,6 |
| Biotest Hellas MEPE | Athen, Griechenland | -8,0 | 100,00 | 0,3 |
| Biotest Medical S.L.U. | Barcelona, Spanien | 0,4 | 100,00 | 0,2 |
| Plasmadienst Tirol GmbH* | Innsbruck, Österreich | 0,1 | 100,00 | -0,2 |
| Plasma Service Europe GmbH*/** | Dreieich, Deutschland | 1,9 | 100,00 | 1,5 |
| Biotest Pharmaceutical Corporation* | Boca Raton, USA | 150,4 | 100,00 | -1,5 |
| Biotest US Corporation | Boca Raton, USA | 161,3 | 100,00 | 0,0 |
| Plazmaszolgálat Kft.* | Budapest, Ungarn | 0,2 | 100,00 | -0,1 |
| BioDarou PJ.S. Co.* | Teheran, Iran | 6,6 | 49,00 | 1,9 |
| Biotest Pharma OOO*** | Moskau, Russland | 0,0 | 100,00 | 0,0 |
| Biotest Seralc° NV.*** | Mechelen, Belgien | 0,0 | 100,00 | 0,0 |
* Mittelbare Beteiligung
** Nach Übernahme des HGB-Ergebnisses durch die Biotest Pharma GmbH
*** Nicht konsolidierte Gesellschaft
11 ANHÄNGIGE UND DROHENDE GERICHTSVERFAHREN
Für die zum Bilanzstichtag anhängigen und drohenden Gerichtsverfahren wurden Rückstellungen in Höhe von 2,5 Mio. € (i.Vj. 0,6 Mio. €) gebildet.
12 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Im Januar 2014 wurde eine neue Biotest-Gesellschaften in Frankreich, die Biotest France SAS mit Sitz in Paris, gegründet.
Biotest Pharmaceuticals Corporation (BPC), die 100 %ige Tochtergesellschaft der Biotest AG mit Sitz in Boca Raton, Florida, USA hat am 20. Februar 2014 einen Rückruf einiger Chargen Bivigam® 100ml/ 10g aus 2013 beschlossen. Grund des Rückrufs ist, dass herstellungsbedingt in sehr seltenen Fällen die Unversehrtheit (Integrität) der 100 ml Glasflasche möglicherweise nicht gewährleistet ist. Bisher wurden aus dem Markt keine derartigen Mängel berichtet. Die Kosten des Rückrufs führten zu einer Reduzierung des Betriebsergebnisses in Höhe von 5,9 Mio. €. Die finanziellen Auswirkungen wurden bereits im Konzernabschluss 2013 berücksichtigt.
13 CORPORATE GOVERNANCE
Vorstand und Aufsichtsrat der Biotest AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Dreieich, den 11. März 2014
Prof. Dr. Gregor Schulz, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Michael Ramroth, Mitglied des Vorstands
Dr. Georg Floß, Mitglied des Vorstands
VERSICHERUNG DES VORSTANDS ENTSPRECHEND § 37Y NR. 1 WPHG I.V.M. §§ 297 ABS. 2 SATZ 4 UND 315 ABS. 1 SATZ 6 HGB
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Dreieich, den 11. März 2014
Biotest Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Prof. Dr. Gregor Schulz, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Michael Ramroth, Mitglied des Vorstands
Dr. Georg Floß, Mitglied des Vorstands
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der Biotest Aktiengesellschaft, Dreieich, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang, - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, 11. März 2014
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Kretschmer, Wirtschaftsprüfer
Barkey, Wirtschaftsprüferin
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und insbesondere zu Themen der Governance, der Strategie und der Planung der Gruppe beraten. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets umfassend und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Entwicklungen informiert. Dies beinhaltete auch Informationen über die Planung, die Entwicklung des Geschäftsverlaufs, die Risikolage und das Risikomanagement. Außerdem wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand monatlich schriftlich über die Geschäftslage und Abweichungen von laufenden oder geplanten Entwicklungen informiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhielten automatisch alle Berichte der internen Revision.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten immer ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf der Basis der Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden.
Im Geschäftsjahr 2013 trat der Aufsichtsrat zu fünf regulären Sitzungen zusammen. Vier Beschlussfassungen fanden im Umlaufverfahren statt. Der Vorstandsvorsitzende hat den Vorsitzenden des Aufsichtsrats auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über Absichten und Geschäftsvorfälle, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung waren, informiert. In für das Unternehmen grundlegende Entscheidungen war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Der Vorstand legte zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle anhand ausführlicher Unterlagen jeweils ordnungsgemäß zur Beschlussfassung vor. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten im Berichtsjahr nicht auf.
SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT
Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren die Governance, die Strategie und die Planung der Gruppe, die aktuelle Geschäftsentwicklung des Unternehmens, die im Juni durchgeführte Kapitalerhöhung sowie das Projekt "Biotest Next Level", dessen Finanzierung und der jeweils aktuelle Stand der staatsanwaltlichen Ermittlungen zum Russlandgeschäft.
Im Umlaufverfahren hat der Aufsichtsrat am 9. Januar 2013 Herrn Dr. Floß zum Mitglied des Vorstands der Biotest AG bestellt und weitere Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten gefasst (siehe auch unten "Änderungen im Vorstand und Aufsichtsrat").
In der Sitzung vom 22. März 2013 beriet der Aufsichtsrat neben der aktuellen Geschäftsentwicklung als Schwerpunkt den Jahresabschluss der Biotest AG sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 gemeinsam mit den Wirtschaftsprüfern der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main. Einzelne Bilanzposten wurden eingehend diskutiert. Nach einer ausführlichen Erörterung wurden der Jahresabschluss der Biotest AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Weitere Tagesordnungspunkte umfassten u.a. die Beschlussfassung über die Gewinnverwendung, die Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats und des Corporate Governance Berichts. Außerdem wurden die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung verabschiedet und beschlossen, eine neue Tranche des Long Term Incentive-Programms für den Vorstand und die Unternehmensleitung zu begeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende berichtete über die Zielerreichung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2012 und stellte die für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 vereinbarten Ziele vor. Darüber hinaus stellte der Vorstand das Projekt "Biotest Next Level" über einen Ausbau der Kapazitäten am Standort Dreieich erstmals vor und erläuterte ausführlich die Hintergründe, den Finanzierungsbedarf und den Umfang des geplanten Ausbaus. Als Bausteine der Finanzierung wurden u. a. eine Kapitalerhöhung aus dem noch zur Verfügung stehenden genehmigten Kapital und ein Schuldscheindarlehen vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat einer Ergänzung des Vorstandsvertrags von Herrn Dr. Floß dahingehend zugestimmt, dass sein Vertrag künftig die gleiche Change-of-control-Vereinbarung enthalten soll wie die Verträge der übrigen Mitglieder des Vorstands.
In der Aufsichtsratssitzung vom 8. Mai 2013 unmittelbar vor der Hauptversammlung informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftsentwicklung anhand der aktuellen Geschäftszahlen des ersten Quartals 2013. Außerdem hat der Aufsichtsrat der vom Vorstand vorgeschlagenen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital grundsätzlich zugestimmt. Abschließend bereitete sich der Aufsichtsrat auf die Hauptversammlung vor.
Am 10. Juni 2013 hat der Aufsichtsrat im Wege des Umlaufverfahrens Beschlüsse über die Zustimmung zur Ausnutzung des genehmigten Kapitals, das Bezugsangebot, den Zeitplan und die Preisfestsetzung getroffen. Am 26. Juni 2013 hat der Aufsichtsrat mit einem weiteren Umlaufbeschluss dem finalen Kapitalerhöhungsbetrag zugestimmt.
In der Sitzung am 4. Juli 2013 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage des Konzerns mit dem Schwerpunkt auf Entwicklungen im Ausland, die erfolgreiche Durchführung der Kapitalerhöhung sowie über den Stand des Projekts "Biotest Next Level" Der Vorstand berichtete auch, neben der monatlichen Berichterstattung an den Aufsichtsrat, über die aktuellen Entwicklungen der staatsanwaltlichen Ermittlungen zu den Vorwürfen der Untreue und Bestechung im Russlandgeschäft. Der Vorstandsvorsitzende gab außerdem einen Überblick über die Pipeline der laufenden R&D Projekte. Der Aufsichtsrat diskutierte auch die Strategie für das Plasmageschäft in den kommenden Jahren.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung vom 18. September 2013 erneut über das Ermittlungsverfahren zum Russlandgeschäft, die aktuelle Geschäftslage des Konzerns, die Prognose für 2013 sowie die Eckpunkte für das Budget 2014. Der Vorstandsvorsitzende berichtete über die Strategie, gemeinsam mit Partnern die Entwicklung der monoklonalen Antikörper sowie eines igM Konzentrats voranzutreiben. Der aktuelle Stand des Projekts "Biotest Next Level" wurde vorgesellt. Der Projektleiter erläuterte den Projektfortgang und bestätigte, dass die bisherigen Meilensteine innerhalb des geplanten Budgets und des Zeitplans erreicht werden konnten. Außerdem wurde über die Finanzierung des Projekts über die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung hinaus beraten. Der Aufsichtsrat stimmte u. a. der Ausgabe von Schuldscheinen zu. Der Aufsichtsrat stimmte außerdem einer Veränderung der organisatorischen Anbindung des Compliance Officer unmittelbar an den Vorstand zu und beschäftigte sich mit der Nachfolgeplanung für den Vorstandsvorsitzenden.
In der Aufsichtsratssitzung vom 5. Dezember 2013 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Gruppe, die aktuellen Compliance Aktivitäten, den Stand der Gespräche mit potenziellen Entwicklungspartnern für den monoklonalen Antikörper BT-062 und den Status der Geschäfte in Brasilien und im Iran. Daneben berichtete der Vorstand über den aktuellen Stand der Ermittlungen zum Russlandgeschäft und die Einschätzung der Verfahrenslage nach Akteneinsicht. Außerdem begrüßte der Aufsichtsrat den Vorschlag, dass die Biotest AG in ihrem Namen eine neue Kindertagesstätte in der Nähe des Betriebsgeländes betreiben lassen will, um Betreuungsplätze für die Kinder von Mitarbeitern bereitstellen zu können. Der Vorstand bestätigte außerdem, dass das Projekt "Biotest Next Level" nach Plan verlaufe. Der Aufsichtsrat hat auch dem vom Vorstand vorgeschlagenen Budget 2014 nach Erörterung zugestimmt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat über die zehn größten Risiken für das Unternehmen, die Vorschläge für das Risikomanagement 2014 sowie über die Schwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung 2013, die einvernehmlich mit der Ernst & Young GmbH festgelegt wurden. Schließlich hat der Aufsichtsrat noch über die demographische Entwicklung im Konzern beraten und der Gründung von Tochtergesellschaften in Frankreich und in der Türkei zugestimmt.
AUSSCHÜSSE
Der Aufsichtsrat wurde in seiner Arbeit durch die von ihm gebildeten Ausschüsse, den Prüfungs-, den Personal- und Präsidialausschuss, unterstützt.
Der Personal- und Präsidialausschuss traf sich im Jahr 2013 gemeinsam mit dem Vorstand zu zwei Sitzungen und darüber hinaus zu zwei weiteren Sitzungen, an denen der Vorstand nur zu bestimmten Tagesordnungspunkten teilnahm. In der Sitzung am 22. März 2013 stimmte der Ausschuss Ergänzungen zum Vorstandsvertrag von Herrn Dr. Floß zu. Ferner wurden die Zielerreichung des Vorstands für das Jahr 2012 und die neuen Ziele für den Vorstand für das Jahr 2013 erörtert. Der Ausschuss bestätigte, dass er eine Fortführung des LTI Programms zu den gegenwärtigen Bedingungen befürwortet. In der zweiten Sitzung am 4. Juli 2013 beschäftigte sich der Personal- und Präsidialausschuss mit der Nachfolgeplanung für bestimmte Positionen des Senior Management und für den Vorstandsvorsitzenden. Die Nachfolgefolgeplanung für den CEO wurde frühzeitig in einem strukturierten Prozess mit Unterstützung einer international renommierten Personalberatungsfirma eingeleitet. Sie war auch Gegenstand der Tagesordnung in der Sitzung am 18. September 2013. Die Nachfolgeplanung für bestimmte Personen des Senior Management war wieder Thema der Ausschusssitzung am 5. Dezember 2013 ebenso wie die aktuelle Einschätzung des Ermittlungsverfahrens zum Russlandgeschäft.
Der Prüfungsausschuss traf sich im Jahr 2013 zu zwei Sitzungen. Schwerpunkte der ersten Sitzung am 18. März 2013 waren die Erörterung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Feststellungen des Abschlussprüfers. In der zweiten Sitzung am 4. Dezember 2013 beriet der Ausschuss u.a. über die Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung 2013 und die Tatsache, dass alle Werthaltigkeitstests (impairment Tests) ohne negative Auswirkungen abgeschlossen werden konnten. Der Bericht der internen Revision und der Beschluss über den Prüfungsplan 2014 standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Außerdem erörterte der Ausschuss die Darstellung des Risikomanagementsystems und die zehn größten Risiken.
CORPORATE GOVERNANCE
Der Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2013 die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im Unternehmen fortlaufend beobachtet. Über die Corporate Governance des Unternehmens berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate Governance Bericht, der zusammen mit der Entsprechungserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG veröffentlicht wird. Vorstand und Aufsichtsrat der Biotest AG gaben im März 2014 eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG ab.
ÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Wie bereits im letzten Bericht des Aufsichtsrats dargestellt, hat der Aufsichtsrat hat am 9. Januar 2013 Herrn Dr. Floß für drei Jahre zum Mitglied des Vorstands bestellt und die Amtszeit von Herrn Prof. Schulz bis 31. Dezember 2014 verlängert.
Weitere Veränderungen im Vorstand oder Aufsichtsrat gab es nicht.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS
Die Ernst &Young GmbH hat den Jahresabschluss der Biotest AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Abschlussunterlagen, der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 17. März 2014 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2014 eingehend behandelt. In beiden Sitzungen berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung und Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts sowie des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass er keine Einwendungen erhebt und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2013.
Dreieich, den 21. März 2014
Der Aufsichtsrat
Dr. Alessandro Banchi, Vorsitzender
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
GEMEINSAMER BERICHT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT DER BIOTEST AG GEMÄSS ZIFFER 3.10 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK)
Corporate Governance Grundsätze
Unternehmensführung und -kontrolle der Biotest AG sind auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng zusammen und orientieren sich an den international akzeptierten Standards guter Corporate Governance. Die Führung des Unternehmens und deren Kontrolle entsprechen den jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen und - soweit nicht im Rahmen der Entsprechenserklärung ausdrücklich ausgenommen - den Empfehlungen ("Soll"-Vorschriften) des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der in den zurückliegenden Jahren mehrfach geänderte und erweiterte Katalog der Empfehlungen und Anregungen stellt nach unserer Ansicht einen auch im internationalen Maßstab hohen Standard dar.
Erläuterungen zum DCGK
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat in ihrer Plenarsitzung am 13. Mai 2013 Änderungen im Kodex verabschiedet. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich somit sowohl auf die Fassung vom 15. Mai 2012 als auch auf die aktualisierte Fassung des Kodex vom 13. Mai 2013.
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Biotest AG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Govrenance Kodex gemäß § 161 AktG
Seit der letzten Entsprechenserklärung vom 22. März 2013, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und auf die Fassung vom 15. Mai 2012 bezog, hat die Biotest AG allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit folgenden Ausnahmen entsprochen:
| ― | Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex, einen Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Höhe, wie er in § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG für die Mitglieder des Vorstands vorgeschrieben ist, zu vereinbaren, folgt die Biotest AG auch weiterhin nicht. Die in der letzten Entsprechenserklärung genannten Erwägungen gelten weiterhin. Die Biotest AG hat für ihre Aufsichtsratsmitglieder einen nach ihrer Ansicht angemessenen Selbstbehalt vereinbart. Dieser erreicht allerdings nicht die gesetzlich geforderte Höhe eines Selbstbehalts für Vorstandsmitglieder. Eine Erhöhung des vereinbarten Selbstbehalts steht nach Ansicht der Biotest AG außer Verhältnis zur derzeitigen Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit. |
| ― | Die Biotest AG hat entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex keinen Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats gebildet. Dem Aufsichtsrat der Biotest AG gehören nur vier Aktionärsvertreter an. Die Biotest AG hält die Bildung eines Ausschusses aus dem kleinen Kreis der Aktionärsvertreter nicht für erforderlich. Die durch die Empfehlung angestrebte Verbesserung der Transparenz im Auswahlverfahren ist bei der Biotest AG auch im Aufsichtsratsplenum gewährleistet. |
| ― | Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenskonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. |
Der Aufsichtsrat der Biotest AG hat bereits in der Vergangenheit ein konkretes Ziel hinsichtlich des maximalen Alters seiner Mitglieder vorgegeben. Mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, der italienischer Staatsbürger ist, wird die internationale Tätigkeit des Unternehmens berücksichtigt. Zudem besteht der Aufsichtsrat zu einem Drittel aus weiblichen Mitgliedern. Die interne Analyse hat ergeben, dass im Fall der Biotest AG wegen der bisherigen und auch künftig zu erwartenden überdurchschnittlichen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat keine ausdrückliche Zielformulierung erforderlich ist. Der Empfehlung, für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats eine Zielvorgabe für die Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder festzulegen, folgt die Biotest AG ebenfalls nicht. Für die OGEL GmbH ist ein Entsenderecht in der Satzung niedergelegt. Darüber hinaus steht ein Aufsichtsratsmitglied in einer geschäftlichen Beziehung zur Kreissparkasse Biberach als wesentlicher Aktionärin. Eine interne Analyse hat ergeben, dass für die Biotest AG die Benennung konkreter Ziele für die Besetzung des Aufsichtsrats unter der bestehenden spezifischen Situation und Aktionärsstruktur nicht erforderlich ist.
Insofern wird eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex erklärt. So kann auch keine entsprechende Berichterstattung im Corporate Governance Bericht erfolgen. Von Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird deshalb ebenfalls eine Abweichung erklärt.
| ― | Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll eine mögliche erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. Dies erfordert nach allgemeiner Auffassung eine mehrjährige Bemessungsgrundlage für die erfolgsorientierte Vergütung. Die Biotest AG weicht von dieser Empfehlung ab. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Biotest AG erhalten gemäß § 16 (1) (b) der Satzung für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr eine jährliche variable Vergütung, die sich an der Höhe der ausgeschütteten Dividende orientiert. Die Biotest AG ist der Auffassung, dass die gegenwärtig festgelegte variable Vergütung des Aufsichtsrats hinsichtlich Berechnungsgrundlage und Höhe angemessen ist. Sollte die Gesellschaft bei der regelmäßig stattfindenden Überprüfung des Vergütungssystems zu dem Schluss kommen, dass die erfolgsorientierte Vergütung angepasst werden sollte, wird sie die Empfehlung der Ziffer 5.4.6. Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in ihre Analyse einbeziehen. |
Vorstand und Aufsichtsrat erklären außerdem, dass allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der neuen Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen:
| ― | Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex, einen Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Höhe, wie er in § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG für die Mitglieder des Vorstands vorgeschrieben ist, zu vereinbaren, wird die Biotest AG auch weiterhin nicht folgen. Die oben genannten Erwägungen haben weiterhin Gültigkeit. |
| ― | Die Biotest AG wird entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex auch weiterhin keinen Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats bilden. Die oben genannten Erwägungen haben weiterhin Gültigkeit. |
| ― | Aus den zur Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 oben genannten Erwägungen, wird die Biotest AG auch weiterhin diesen Empfehlungen nicht folgen. |
| ― | Der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird Biotest AG weiterhin nicht folgen. Die oben genannten Erwägungen zur Bemessung der erfolgsorientierten Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats haben weiterhin Gültigkeit. |
| ― | Gemäß der neuen Empfehlung der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sollen die Vergütung insgesamt und die variablen Vergütungsbestandteile für den Vorstand betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die mit den Vorstandsmitgliedern abgeschlossenen Verträge enthalten keine ausdrücklichen betragsmäßigen Höchstgrenzen. Allerdings sind sämtliche Vergütungsbestandteile in ihrer maximalen Höhe begrenzt. Die Tantieme errechnet sich aus maximal begrenzten Prozentsätzen des Festgehalts. Die Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter ist begrenzt durch eine festgelegte maximale Anzahl von teilnehmenden Vorzugsaktien, festgelegten und maximal begrenzten Multiplikatoren und einer Anknüpfung an das Festgehalt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass es weder erforderlich ist, noch angemessen wäre, in die bestehenden Vorstandsverträge einzugreifen, um ausdrückliche Höchstgrenzen der Vergütung betragsmäßig zu fixieren. |
| ― | Gemäß der neuen Empfehlung der Ziffer 4.2.3 Abs. 3 soll der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen das angestrebte Versorgungsniveau - auch nach Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus für das Unternehmen abgeleiteten, jährlichen Aufwand berücksichtigen. Die Mitglieder des Vorstands sind in die betriebliche Altersvorsorge der Biotest AG eingebunden. Für sie besteht in diesem Rahmen eine Einzelzusage. Die entsprechenden Leistungen leiten sich dabei nicht von einem vorab definierten Versorgungsniveau ab, so dass der Empfehlung der Ziffer 4.2.3 Abs. 3 derzeit nicht entsprochen wird. Der Aufsichtsrat beabsichtigt zurzeit nicht, das aus seiner Sicht angemessene Pensionssystem für die Vorstandsmitglieder der Biotest AG zu ändern. |
| ― | Gemäß einer Ergänzung in Ziffer 6.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Besitz von Aktien oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern nun im Corporate Governance Bericht getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Frau Dr. Schleussner, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, kontrolliert die OGEL GmbH, die nach Kenntnis der Gesellschaft ca. 50,03 % der ausgegebenen Stammaktien der Gesellschaft hält. Sie hält damit indirekt 50,03 % der Stammaktien der Biotest AG. Angaben hierzu finden sich im Konzernlagebericht unter "Erläuterungen zu den Angaben nach § 315 Absatz 4 HGB" Der Aktienbesitz der übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats sowie der Mitglieder des Vorstands liegt nach Kenntnis der Gesellschaft gemeinsam unter 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Stammaktien. Eine Wiederholung der Angaben aus dem Konzernlagebericht im Corporate Governance Bericht hält die Gesellschaft nicht für erforderlich. Sie weicht insoweit von der Empfehlung ab. |
Dreieich, den 21. März 2014
Für den Vorstand
Prof. Dr. Gregor Schulz
Dr. Michael Ramroth
Dr. Georg Floß
Für den Aufsichtsrat
Dr. Alessandro Banchi
CORPORATE GOVERNANCE IM GESCHÄFTSJAHR
Die Hauptversammlung der Biotest AG fand am 8. Mai 2013 in Frankfurt am Main statt. Dabei waren 82,4 % des stimmberechtigten Kapitals (Stammaktienkapital) vertreten. Die Beschlussvorlagen (Verwendung Bilanzgewinn, Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat und Wahl des Abschlussprüfers) wurden jeweils mit deutlicher Mehrheit angenommen.
DIRECTORS' DEALINGS (MITTEILUNGEN ÜBER GESCHÄFTE VON FÜHRUNGSPERSONEN NACH § 15A WPHG)
im Geschäftsjahr 2013 fanden folgende mitteilungspflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Organmitgliedern und sonstigen Führungskräften der Biotest AG statt:
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| Datum | Mitteilungspflichtiger | Funktion | Art und Ort der Transaktion | Finanzinstrument | ISIN | Stückzahl |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 14. Mai 2013 | Prof. Dr Markus Rothenburger | Leiter Medical/ Regulatory Affairs | Kauf/ Stuttgart | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 750 |
| 21. Mai 2013 | Dr. Jörg Schüttrumpf | Leitung GB Global Research | Kauf/ Stuttgart | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 750 |
| 21. Mai 2013 | Dr. Christina Erb | Leiterin Zentrales Projektmanagement | Kauf/ Stuttgart | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 105 |
| 27. Mai 2013 | Dr. Georg Floß | Vorstand | Kauf/ Stuttgart | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 1.200 |
| 28. Juni 2013 | Prof. Dr Markus Rothenburger | Leiter Medical/ Regulatory Affairs | Kauf/ außerbörslich | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 93 |
| 28. Juni 2013 | Dr. Georg Floß | Vorstand | Kauf/ außerbörslich | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 100 |
| 28. Juni 2013 | Dr. Joachim Herborg | Spartenleiter Marketing und Vertrieb | Kauf/ außerbörslich | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 250 |
| 28. Juni 2013 | Dr. Jörg Schüttrumpf | Leitung GB Global Research | Kauf/ außerbörslich | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 93 |
| 28. Juni 2013 | Dr. Michael Ramroth | Finanzvorstand | Kauf/ außerbörslich | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 537 |
| 28. Juni 2013 | Prof. Dr. Gregor Schulz | Vorstandsvorsitzender | Kauf/ außerbörslich | Vorzugsaktien | DE0005227235 | 425 |
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| Datum | Kurs in € |
Geschäftsvolumen in € |
|---|---|---|
| 14. Mai 2013 | 54,05 | 40.537,50 |
| 21. Mai 2013 | 56,00 | 42.000,00 |
| 21. Mai 2013 | 55,90 | 5.869,50 |
| 27. Mai 2013 | 55,60 | 66.720,00 |
| 28. Juni 2013 | 52,00 | 4.836,00 |
| 28. Juni 2013 | 52,00 | 5.200,00 |
| 28. Juni 2013 | 52,00 | 13.000,00 |
| 28. Juni 2013 | 52,00 | 4.836,00 |
| 28. Juni 2013 | 52,00 | 27.924,00 |
| 28. Juni 2013 | 52,00 | 22.100,00 |
VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Erläuterung zur Ausgestaltung des Vergütungssystems und zur Vergütung der in 2013 aktiven Mitglieder der Organe im Rahmen des Corporate Governance Berichts.
Der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.
Vergütung des Vorstands
Der Aufsichtsrat legt die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands fest. Sie besteht aus einer Festvergütung, einer Tantieme sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Hinzu kommen Sachbezüge.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt.
Festvergütung
Die erfolgsunabhängige Festvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einem Festgehalt und Nebenleistungen. Die Höhe orientiert sich an der wirtschaftlichen Lage und Zukunftsaussicht von Biotest sowie am Vergütungsniveau im Wettbewerbsumfeld. Das jährliche Festgehalt wird für die gesamte Laufzeit des jeweiligen Anstellungsvertrags festgelegt und in zwölf Monatsraten ausgezahlt.
Nebenleistungen
Über das Festgehalt hinaus erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen. Die Vorstandsmitglieder sind im Rahmen der kollektiven Unfallversicherung der Biotest AG beruflich und privat versichert. Daneben erhalten sie über die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung einen Privathaftpflichtschutz. Die Vorstandsmitglieder erhalten ferner einen Zuschuss zur Sozialversicherung beziehungsweise auch zur Direktversicherung.
Die Biotest AG hat für die Mitglieder des Vorstands unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen. Der Selbstbehalt beläuft sich auf 10 % des Versicherungsfalls, begrenzt auf 150 % der festen jährlichen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds und entspricht damit den Anforderungen des § 93 Absatz 2 Satz 3 AktG. Den Vorstandsmitgliedern wird ein Dienstwagen der Oberklasse kostenlos zur Verfügung gestellt, der auch privat genutzt werden darf.
Tantiemen
Der erfolgsabhängige Vergütungsanteil (Tantiemen) bemisst sich nach der Erreichung von Unternehmens- sowie persönlichen Zielen. In die Ermittlung gehen das EBIT und der Return on Capital Employed (RoCE) zu jeweils 20 % sowie die Erreichung individuell festgelegter Ziele im vorausgegangenen Geschäftsjahr zu 40 % ein. Darüber hinaus kann für die Erreichung von Zielen mit besonderer Tragweite eine gesonderte Prämie durch den Präsidialausschuss des Aufsichtsrats festgelegt werden.
Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter
Die Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter beruht auf dem Long Term Incentive-Programm (LTIP) der Biotest AG. Darin sind neben den Mitgliedern des Vorstands auch ausgewählte Führungskräfte eingebunden, die durch ihre Stellung innerhalb der Gruppe, ihre Entscheidungen, ihre Führung und ihr Handeln den Erfolg des Unternehmens maßgeblich beeinflussen.
Die Konstruktion des Programms orientiert sich an den gängigen Kriterien, die der Kapitalmarkt an solche Systeme anlegt, und entspricht den Anforderungen des DCGK. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Eigeninvestment des Teilnehmers durch den Kauf von Vorzugsaktien der Biotest AG. In Kapitel F1 des Anhangs zum Konzernabschluss ist das Programm einschließlich des Verfahrens zur Errechnung der jeweiligen Incentive-Zahlung detailliert dargestellt. Die Incentive-Komponente wird den Teilnehmern voraussichtlich jeweils im Mai des Folgejahres ausgezahlt, nachdem die Tranche ausgelaufen ist.
Gesamtvergütung des Vorstands
Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 betrug die Gesamtvergütung der in 2013 aktiven drei Mitglieder des Vorstands 2.597 T€ (2012: 1.424 T€ für nur 2 aktive Vorstandsmitglieder). Von diesem Betrag entfielen 1.018 T€ auf Herrn Prof. Dr. Gregor Schulz, 888 T€ auf Herrn Dr. Michael Ramroth und 691 T€ auf Herrn Dr. Georg Floß.
Das Festgehalt von Herrn Prof. Schulz belief sich im Jahr 2013 auf 340 T€, der Wert der gewährten Nebenleistungen auf 49 T€, die gewährte Tantieme auf 173 T€. Herr Dr. Ramroth erhielt im Geschäftsjahr 2013 ein Festgehalt von 300 T€ sowie Nebenleistungen im Wert von 35 T€. Die Tantieme belief sich auf 159 T€. Herr Dr. Floß erhielt im Geschäftsjahr 2013 ein Festgehalt von 254 T€ sowie Nebenleistungen im Wert von 32 T€. Die Tantieme belief sich auf 99 T€.
Zusätzlich betrug der Wert des noch nicht zur Auszahlung gekommenen LTIP über den Gesamtzeitraum zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2013 für Herrn Prof. Schulz 1.039 T€, für Herrn Dr. Ramroth 917 T€ und für Herrn Dr. Floß 514 T€. Kredite oder Vorschüsse wurden den Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 nicht gewährt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Pensionsansprüche
Der Vorstand ist in die betriebliche Altersvorsorge der Biotest AG eingebunden. Für die Mitglieder besteht eine Einzelzusage im Rahmen der bei der Biotest AG geltenden Altersvorsorge. Hierfür werden gemäß IFRS Rückstellungen gebildet. Am Bilanzstichtag bestanden Ansprüche in Höhe von 5.283 T€, davon waren 1.782 T€ durch eine Rückdeckung abgesichert. Die Höhe der Ansprüche ist von der Anzahl der Dienstjahre, dem anrechnungsfähigen Gehalt und der geltenden Zuschuss-Staffel unter und über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen deutschen Rentenversicherung abhängig.
Im Rahmen des bei Biotest bestehenden Entgeltumwandlungsprogramms sind 240 T€ zurückgestellt.
Die Bewertung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, die durch einen unabhängigen Versicherungsmathematiker ausgefertigt werden. Eine genauere Erläuterung enthält der Anhang zum Konzernabschluss in Punkt B12.
Zur Insolvenzsicherung der Pensionsansprüche wurden Vermögenswerte in Höhe von 1.782 T€ auf den Biotest Vorsorge Trust e.V. übertragen.
Change of Control
Für den Fall, dass der Vorstandsvertrag infolge eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) vorzeitig beendet wird, enthalten die Verträge für beide Vorstandsmitglieder eine Abfindungsregelung. Diese ist in den Erläuterungen nach § 315 Absatz 4 HGB beschrieben.
Vergütungssystem für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen
Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen werden vertraglich zugesagte Pensionen gezahlt. Die Ansprüche betragen 5.034 T€, davon sind 938 T€ durch eine Rückdeckung abgesichert. Die Wertermittlung bei Pensionsrückstellungen erfolgte jeweils gemäß IAS 26.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt. Die Mitglieder erhalten eine jährliche feste Vergütung in Höhe von jeweils 15 T€. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält jeweils den dreifachen, sein Stellvertreter den anderthalbfachen Betrag. Die Tätigkeit in einem Ausschuss wird zusätzlich mit 4 T€ vergütet, der Ausschussvorsitzende erhält 5 T€ zusätzlich. Die Biotest AG erstattet die auf die Aufsichtsratsvergütung zu zahlende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten außerdem eine variable Vergütung in Höhe von 1.000 € für jeden 0,01 Euro, mit dem die für das Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende den Betrag von 0,24 Euro übersteigt. Die variable Vergütung ist auf einen Höchstbetrag von 10.000 € begrenzt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Biotest AG sind wie die Mitglieder des Vorstands in die konzernübergreifende Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung (D&O-Versicherung) eingebunden.
Biotest übernahm die hierfür fälligen Versicherungsprämien für alle Mitglieder des Aufsichtsrats. Ein Mitglied des Aufsichtsrates ist über die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung privathaftpflichtversichert. Weitere Sachleistungen wurden nicht gewährt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist - einschließlich der Erstattung der auf die Aufsichtsratsvergütung teilweise zu zahlenden Umsatzsteuern - in der nachstehenden Tabelle individualisiert ausgewiesen.
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| in Tausend € 2013 | fixe Vergütung | variable Vergütung | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|
| Dr. Alessandro Banchi | 64 | 25 | 89 |
| Kerstin Birkhahn | 15 | 10 | 25 |
| Jürgen Heilmann | 19 | 10 | 29 |
| Thomas Jakob | 19 | 10 | 29 |
| Dr. Cathrin Schleussner | 31 | 15 | 46 |
| Dr. Christoph Schröder | 29 | 10 | 39 |
| 177 | 80 | 257 |
GLOSSAR / FACHBEGRIFFE
A
ALBUMIN (AUCH HUMANALBUMIN)
In der Leber gebildetes Protein (Eiweiß), das zur Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks des Blutes und als Transportvehikel für viele physiologische und pharmakologische Substanzen dient.
ANTIKÖRPER
Proteine (Eiweiße) im Blutplasma, die von speziellen Zellen des Immunsystems als Abwehrreaktion gegen verschiedene Krankheitserreger gebildet werden.
ANTIKÖRPERMANGELSYNDROM
Unfähigkeit des Körpers auf einen Antigenreiz mit einer ausreichenden Bildung von Antikörpern zu reagieren. Es wird zwischen primären (angeborenen) und sekundären (erworbenen) Antikörpermangelsyndromen unterschieden.
AUTOIMMUNERKRANKUNG
Gegen Gewebe und Zellen des eigenen Organismus gerichtete Aktivität des Immunsystems.
B
BLASENKARZINOM
Auch Blasenkrebs, ist die allgemeine Bezeichnung für bösartige Tumore, die von der Harnblase ausgehen.
C
CYTOMEGALIE / CYTOMEGALIE-VIRUS (CMV)
Zumeist harmlos verlaufende, durch den Cytomegalie-Virus (CMV) verursachte Infektion. Tritt sie während der Schwangerschaft auf, kann sie schwerwiegende Schäden beim Ungeborenen verursachen. In der Organtransplantation eine der häufigsten Virusinfektionen, die zum Verlust des Transplantats führen kann.
D
DEXAMETHASON
Wirkstoff, welcher unter anderem in Kombination mit Lenalidomid zur Behandlung des Multiplen Myeloms sowie bei der Therapie verschiedener Tumore eingesetzt wird. Dexamethason wirkt unter anderem entzündungshemmend und dämpfend auf das Immunsystem.
DOSISESKALATION
Bezeichnet die Steigerung der Dosis eines Arzneimittels.
F
FIBRINOGEN
In der Leber gebildetes Protein, das zentral für die Blutgerinnung ist. Es wird während der Blutgerinnung in Fibrin umgewandelt, das als sogenannter Blutklebstoff eine Schlüsselrolle für den Verschluss von Wunden einnimmt. Ein Mangel an Fibrinogen ist eine mögliche Ursache für Störungen der Blutgerinnung.
FOOD AND DRUG ADMINISTRATION (FDA)
US-amerikanische Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassungen.
FRAKTIONIERUNG (PLASMAFRAKTIONIERUNG)
Bezeichnet ein Verfahren zur Gewinnung von Proteinen aus menschlichem Blutplasma.
G
GERINNUNGSFAKTOREN
Proteine, die für die Blutgerinnung sorgen. Die 13 verschiedenen Faktoren des Gerinnungssystems werden mit den römischen Ziffern I bis XIII gekennzeichnet.
H
HÄMATOLOGIE
Blut und Blutkrankheiten betreffendes medizinisches Teilgebiet.
HÄMOPHILIE
Störung der Blutgerinnung (Bluterkrankheit), die aus defekten oder fehlenden Faktoren VIII oder IX (Hämophilie A beziehungsweise B) resultiert.
HEPATITIS
Entzündung der Leber, die auf verschiedene Ursachen (insbesondere Virusinfektionen und Autoimmunerkrankungen) zurückgeführt werden kann. Führt unter anderem zur Beeinträchtigung und zum Absterben der Leberzellen sowie zur Einschränkung bis hin zur Einstellung der Stoffwechselfunktion der Leber. Häufig ist eine Lebertransplantation notwendig.
HER2 (HERZEPTIN 2)
Das HER2-Protein ist ein Empfängermolekül (Rezeptor), das sich auf der Oberfläche von Körperzellen befindet. Das Protein wird einer Familie von bestimmten Wachstumsfaktor-Rezeptoren (epidermal growth factor receptor) zugeordnet. Die Anzahl der auf der Zelloberfläche befindlichen Rezeptoren wird durch das HER2-Gen bestimmt.
HYDROXY-ETHYL-STÄRKE (HES)
Aus Wachsmaisstärke oder Kartoffelstärke künstlich hergestellter Stoff, der als Ersatz für Humanalbumin verwendet wird.
I
IMMUNGLOBULINE
Gleichbedeutend mit Antikörpern. Diese erkennen und binden Krankheitserreger und vermitteln deren Elimination durch Zellen des Immunsystems.
IMMUNGLOBULIN M (IgM)
Größtes Antikörpermolekül im Blutplasma. Es zerstört in Verbindung mit dem Komplementsystem (System von Plasmaproteinen, das als Teil der immunantwort aktiviert wird) Bakterien und neutralisiert bakterielle Toxine.
IMMUNOLOGIE
Lehre über die Immunabwehr und immunregulation zur Bewahrung der körperlichen integrität, d.h. das Unterscheiden von Selbst und Nicht-Selbst.
IMMUNSUPPRESSIV
Bezeichnet einen Vorgang, der immunologische Prozesse unterdrückt. Dies ist relevant, wenn unerwünschte Reaktionen des Immunsystems, wie im Fall von Autoimmunerkrankungen oder nach Gewebs- oder Organtransplantationen, gehemmt werden sollen.
IMMUNSYSTEM
Gesamtheit aller Faktoren, die für das Erkennen und die Abwehr von infektionserregern im Körper verantwortlich sind und die eine Kontrolle gegen selbstzerstörende Prozesse ausüben.
INDIKATION
Bereich einer therapeutischen Anwendung, für die ein Wirkstoff oder Medikament entwickelt und zugelassen werden kann.
INN (INTERNATIONAL NON-PROPRIETARY NAME)
Bezeichnet den von der Weltgesundheitsorganisation vergebenen, gemeinfreien Namen für einen Arzneimittelwirkstoff. Dieser ermöglicht medizinischem Fachpersonal weltweit einen einheitlichen Namen für ein Medikament zu verwenden, das in den jeweiligen Ländern oft unterschiedliche Markennamen trägt.
INTENSIVMEDIZIN
Medizinisches Fachgebiet, welches sich mit Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände befasst.
INTRAVENÖS (I.V.)
Verabreichung eines Medikaments durch injektion in eine Vene.
K
KRYOPRÄZIPITAT
ist ein Zwischenpräparat der Plasmafraktionierung und enthält die für die Blutgerinnung wichtigen Proteine Faktor VIII, von-Willebrand-Faktor und Fibrinogen.
L
LEBERINSUFFIZIENZ
Besser bekannt als Leberversagen, bezeichnet das Erlöschen der Leberfunktion.
LENALIDOMID
Wirkstoff, der als Medikament unter dem Handelsnamen REVLIMID® vom US-Pharmahersteller Celgene vertrieben und in Kombination mit Dexamethason insbesondere zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird, um unter anderem die Zellteilung bestimmter Tumorzellen zu hemmen.
M
METHOTREXAT
Ein Wirkstoff zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis und anderer Autoimmunkrankheiten (zum Beispiel Psoriasis, Multiple Sklerose) sowie verschiedener Tumore.
MONOKLONALE ANTIKÖRPER (MAK)
Antikörper, deren Produktion sich auf eine einzelne Ursprungszelle zurückführen lässt und die jeweils nur ein bestimmtes Antigen spezifisch erkennen und binden.
MULTIPLES MYELOM
Bösartige Wucherung von Plasmazellen im Knochenmark.
O
ÖSTROGEN
Wichtigstes weibliches Sexualhormon aus der Klasse der Steroidhormone. Bei der Einnahme von Östrogenpräparaten können Nebenwirkungen in Form von Autoimmunreaktionen wie systemischer Lupus Erythematodes (SLE) auftreten.
P
PAUL-EHRLICH-INSTITUT (PEI)
Bundesamt für Seren und Impfstoffe. Das PEI ist unter anderem zuständig für die Genehmigung klinischer Prüfungen, die Zulassung von Impfstoffen und Präparaten aus humanem Plasma sowie für die Verkaufsfreigabe von Produktionschargen.
PHARMAKODYNAMIK
Gesamtheit aller Prozesse, die die Wirkung eines Arzneimittels im Organismus hervorruft, von der Beschreibung des Wirkprofils, der Dosis-Wirkungsbeziehung bis zum Wirkungsmechanismus.
PHARMAKOKINETIK
Gesamtheit aller Prozesse, denen ein Arzneistoff im Körper unterliegt, von der Absorption des Arzneistoffes über die Verteilung im Körper, den biochemischen Um- und Abbau bis hin zur Ausscheidung des Stoffes. (Freisetzung, Aufnahme in die Blutbahn, Verteilung im Organismus, Verstoffwechselung, Ausscheidung).
PHARMAKOVIGILANZ
Dient der systematischen Überwachung der Sicherheit eines Arzneimittels, bei der unerwünschte Wirkungen identifiziert werden sollen, um entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen zu können.
PIVOTALE STUDIE
Schlüsselstudie, die dem signifikanten Nachweis der Wirksamkeit eines Arzneimittels dient. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um eine Phase-III-Studie.
PLASMAPHERESE
Gewinnung von Plasma aus Blutspenden. Die zellulären Bestandteile werden dem Spender wieder zurückgeführt. Es verbleibt das Blutplasma, eine gelblich-klare Flüssigkeit, welche die löslichen Eiweißbestandteile (Proteine) des Bluts enthält.
PLASMA PROTEIN THERAPEUTICS ASSOCIATION (PPTA)
Vereinigung der weltweit führenden Hersteller von Plasmaproteinen.
PLASMAPROTEINE
Sammelbegriff für die am häufigsten im Blutplasma vorkommenden Blutproteine.
PLACEBO
Scheinmedikament. Medizinisch unwirksame Substanz, die verwandt wird, um einem subjektiven Bedürfnis nach medikamentöser Therapie nachzukommen. In vielen klinischen Studien wird eine Kontrollgruppe mit Placebo behandelt. Die Ergebnisse werden mit denen der Teilnehmer verglichen, die das zu testende Präparat (Verum) erhalten haben.
PRIMÄRE IMMUNDEFIZIENZ (PID)
Angeborener Defekt des Immunsystems, der zu einem Mangel an Antikörpern führt.
PRIONE
Proteine, die im menschlichen oder tierischen Organismus sowohl in normalen als auch krank machenden (pathogenen) Strukturen vorkommen können.
PROGESTERON (GELBKÖRPERHORMON)
Bildet zusammen mit Östrogen die weiblichen Geschlechtshormone. Progesteron bereitet die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vor und dient der Aufrechterhaltung der Schwangerschaft.
PSORIASIS
Schuppenflechte. Chronische Hauterkrankung.
R
REKOMBINANT
Mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen oder Zelllinien hergestellt.
RESPIRATORY-SYNCYTIAL-VIRUS (RSV)
Virus, das zu Atemwegserkrankungen führt und epidemieartig haupt sächlich Säuglinge und Kleinkinder befällt, bei denen es eine RSV-infektion auslöst. Gefährdet sind zudem Patienten unter Immunsuppression, die u.a. nach einer Knochenmarkstransplantation auftreten kann.
RHEUMATOIDE ARTHRITIS
Chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke.
S
sCAP (SEVERE COMMUNITY ACQUIRED PNEUMONIA)
Schwere ambulant erworbene Lungenentzündung. Durch die Ausbreitung der Entzündung von der Lunge auf den Körper kommt es häufig zu Komplikationen wie Sepsis, septischer Schock oder Organversagen.
SEROKONVERSION
Entwicklung von spezifischen Antikörpern gegen Antigene eines Fremdkörpers im Rahmen einer Infektion oder einer Impfung, bzw. der Antikörperklassenwechsel im Verlauf einer Infektion von IgM (frühe Antikörper) zu IgG (späte Antikörper).
SERUMPROTEINE
Bezeichnung für die im Blutserum enthaltenen Proteine (Eiweiße). SUBKUTAN (S.C.)
Anatomische Ortsangabe, die sich auf das Gewebe unter der Haut bezieht. Dieses besteht im Wesentlichen aus dem unmittelbar unter der Haut liegenden Binde- und Fettgewebe. Die subkutane Verabreichung von Medikamenten ist eine Injektion unter die Haut.
SUBSTITUTIONSTHERAPIE
Medikamentöser Einsatz eines vom Körper selbst nicht mehr ausreichend gebildeten Stoffes.
SYSTEMISCHER LUPUS ERYTHEMATODES (SLE)
Autoimmunkrankheit, die oft mit Fieber beginnt; Betroffene haben meist rheuma-ähnliche Gelenkschmerzen. Auf der Haut bilden sich Erytheme (Hautrötungen aufgrund von Gefäßerweiterungen). Auch andere Organe können von dieser Erkrankung betroffen sein.
z
ZOSTER-VIRUS (VARICELLA-ZOSTER-VIRUS)
Zur Familie der Herpesviren gehörendes Virus. Eine Erstinfektion führt i.d.R. zur Erkrankung Windpocken. Eine Reaktivierung, zum Beispiel im Rahmen einer Schwächung des Immunsystems kann zur Erkrankung Gürtelrose führen.
GLOSSAR /FINANZBEGRIFFE
A
ASSOZIIERTES UNTERNEHMEN
Nicht vollkonsolidierte Konzerngesellschaft (Beteiligung < 50 %), die unter maßgeblichem Einfluss der Muttergesellschaft steht.
C
CASHFLOW
Tatsächliche Zahlungsmittelflüsse (Einzahlungen und Auszahlungen) in einer Periode. Indikator für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens.
D
D&O-VERSICHERUNG
Directors-and-Officers-Versicherung (auch: Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung). Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe (zum Beispiel Vorstand und Aufsichtsrat) und leitenden Angestellten abschließt.
DECKUNGSBEITRAG
Kategorie der Kosten- und Leistungsrechnung. Differenz zwischen Umsatz und den variablen Kosten.
DERIVAT
Finanzinstrument, dessen Preisbildung im Allgemeinen auf einer marktabhängigen Bezugsgröße basiert. Unter anderem eingesetzt zur Absicherung gegen Wertschwankungen.
DEVISENOPTIONSGESCHÄFT
Geschäft, das die Risiken von Devisenkursschwankungen absichert. Der Käufer einer Devisenoption erwirbt das Recht, jedoch nicht die Pflicht, eine Währung zu einem bestimmten Wechselkurs an einem bestimmten Termin zu kaufen oder zu verkaufen.
DEVISENTERMINGESCHÄFT
Verbindliche Vereinbarung, eine Währung gegen eine andere Währung zu einem bestimmten Termin und festgelegten Kurs zu tauschen.
DIRECTORS' DEALINGS
Geschäfte mit Wertpapieren eines börsennotierten Unternehmens, die vom Management oder von dem Management nahestehenden Gesellschaften oder Personen getätigt werden.
E
EAT (EARNINGS AFTER TAX)
Ergebnis nach Steuern.
EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern; Betriebsergebnis.
EBT (EARNINGS BEFORE TAX)
Ergebnis vor Steuern.
F
FACTORING
Finanzdienstleistung. Der Faktor erwirbt die Forderungen seines Kunden gegen dessen Abnehmer (Debitor).
FAIR VALUE
Beizulegender Zeitwert.
FINANCIAL ASSETS AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT AND LOSS (FAFVTPL)
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Kategorie gemäß IFRS 7).
H
HEDGE ACCOUNTING
Bilanzierungstechnik. Schafft Sicherungszusammenhänge zwischen Grundgeschäften und den zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten.
HELD TO MATURITY (HTM)
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Kategorie gemäß IFRS 7).
K
KONSORTIALKREDIT
Kredit, der einem einzelnen Kreditnehmer durch eine Gruppe von Banken zur Verfügung gestellt wird.
L
LATENTE STEUERN
Zukünftig zu zahlende oder zu erhaltende Ertragsteuern, die zum Zeitpunkt der Bilanzierung noch keine tatsächlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten darstellen.
LOANS AND RECEIVABLES (LAR)
Kredite und Forderungen (Kategorie gemäß IFRS 7).
LONG TERM INCENTIVE-PROGRAMM
System zur erfolgsorientierten variablen Vergütung.
M
MONTE-CARLO-SIMULATION
Stochastisches Verfahren, bei dem versucht wird, mit der Hilfe der Wahrscheinlichkeitstheorie analytisch nicht oder nur aufwändig lösbare Probleme numerisch zu lösen.
N
NET PRESENT VALUE (KAPITALWERT)
Betriebswirtschaftliche Kennzahl der dynamischen Investitionsrechnung, bei der durch Abzinsung auf den Beginn der Investition Zahlungen vergleichbar gemacht werden, die zu beliebigen Zeitpunkten anfallen. Der Kapitalwert einer Investition ist die Summe der Barwerte aller durch diese Investition verursachten Zahlungen (Ein- und Auszahlungen).
R
RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)
Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital.
S
SCHULDSCHEINDARLEHEN
Form der (langfristigen) Fremdfinanzierung für Unternehmen, bei der einem Kreditnehmer durch die Bereitstellung von Kapital verschiedener Gläubiger ein Darlehen gewährt wird.
SENSITIVITÄTSANALYSE
Untersuchung des Einflusses bestimmter Faktoren auf bestimmte Ergebnisgrößen.
STAMMAKTIE
Mit Stimmrechten bestückte Aktie, die das Gegenstück zur Vorzugsaktie bildet.
SWAP
Austausch von Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher oder fremder Währung mit dem Ziel, einen Finanzierungs-oder Zins- bzw. Renditevorteil zu erlangen.
V
VORZUGSAKTIE
Aktie ohne Stimmrecht, dafür aber mit dem Recht auf eine bevorzugte, in der Regel höhere Dividende. Das Gegenstück zu einer Vorzugsaktie ist die Stammaktie.
W
WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL (WACC)
Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz bezeichnet einen zu den Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz. Die Methode wird häufig auch als Free-Cashflow-Verfahren bezeichnet. Er wird meist verwendet, um die Mindestrendite für Investitionsprojekte zu bestimmen.
WORKING CAPITAL
Kurzfristig gebundenes Betriebskapital.
FINANZKALENDER
25. MÄRZ 2014
Bilanzpressekonferenz Veröffentlichung Jahreszahlen 2013
7. MAI 2014
I. Quartalsbericht 2014
7. MAI 2014
Hauptversammlung
12. AUGUST 2014
II. Quartalsbericht 2014
12. NOVEMBER 2014
III. Quartalsbericht 2014 Analystenkonferenz
IMPRESSUM
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Wiesbaden, Deutschland
FOTOGRAFIE
Katrin Binner, Frankfurt, Deutschland
(Seite 2)
Ralf Braum, Frankfurt, Deutschland
(Titel)
DRUCK
Druckhaus Becker GmbH, Ober-Ramstadt, Deutschland
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts Gültigkeit. Biotest beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.
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