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Biotest AG Annual Report 2010

May 13, 2011

66_rns_2011-05-13_6a06fa15-1f19-41cf-a429-c02ab5e59ef7.html

Annual Report

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Biotest AG

Dreieich

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

Biotest Gruppe - Geschäftsbericht 2010

der Biotest Gruppe

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Tausend € Anhang 2010 2009*)
Umsatzerlöse D1 412.482 390.053
Herstellungskosten - 247.999 - 205.207
Bruttoergebnis vom Umsatz 164.483 184.846
Sonstige betriebliche Erträge D5 12.142 8.920
Marketing- und Vertriebskosten - 52.456 - 52.087
Verwaltungskosten - 30.729 - 32.735
Forschungs- und Entwicklungskosten D4 - 48.968 - 46.341
Sonstige betriebliche Aufwendungen D6 - 1.578 - 5.536
Betriebsergebnis 42.894 57.067
Finanzerträge D7 11.698 6.451
Finanzaufwendungen D8 - 26.438 - 18.418
Finanzergebnis - 14.740 - 11.967
Erträge aus assoziierten Unternehmen D9 299 297
Ergebnis vor Steuern 28.453 45.397
Ertragsteuern D10 - 8.826 - 15.825
Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche 19.627 29.572
Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs D11 19.858 - 1.552
Ergebnis nach Steuern 39.485 28.020
davon:
auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Ergebnisanteile 36.947 25.672
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 19.615 29.561
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 17.332 - 3.889
auf die Minderheiten entfallende Ergebnisanteile 2.538 2.348
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 12 11
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 2.526 2.337
Ergebnis je Aktie in € E12 3,12 2,16
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1,64 2,49
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 1,48 - 0,33
Mehrdividendenanspruch je Vorzugsaktie in € E12 0,06 0,06
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,06 0,06
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich - -
Ergebnis je Vorzugsaktie in € E12 3,18 2,22
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1,70 2,55
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 1,48 - 0,33

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

der Biotest Gruppe

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Tausend € 2010 2009*)
Periodenergebnis 39.485 28.020
Versicherungsmathematische Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen - 2.766 - 4.808
darauf entfallende latente Steuern 801 1.307
Sonstige erfolgsneutrale Erträge / Aufwendungen - 53 7
darauf entfallende latente Steuern - -
Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 6.170 - 2.546
Summe latenter Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 801 1.307
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 4.152 - 6.040
Gesamtergebnis 43.637 21.980
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 4.152 - 6.040
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 4.139 - 5.633
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 13 - 407
Periodenergebnis 39.485 28.020
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 19.627 29.572
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 19.858 - 1.552
Gesamtergebnis 43.637 21.980
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 23.766 23.939
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 19.871 - 1.959
davon:
auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Ergebnisanteile 41.099 19.663
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 23.754 23.928
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 17.345 - 4.265
auf die Minderheiten entfallende Ergebnisanteile 2.538 2.317
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 12 11
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 2.526 2.306
Gesamtergebnis 43.637 21.980
davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 23.766 23.939
davon aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich 19.871 - 1.959

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Bilanz zum 31. Dezember 2010

der Biotest Gruppe

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Tausend € Anhang 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte E1 64.941 66.680
Sachanlagen E2 230.749 231.955
Anteile an verbundenen Unternehmen E3 100 100
Anteile an assoziierten Unternehmen E4 1.050 768
Sonstige Finanzanlagen E5 19.341 215
Sonstige Vermögenswerte E9 1.735 2.215
Latente Steueransprüche E6 5.479 6.260
Langfristige Vermögenswerte 323.395 308.193
Vorratsvermögen E7 148.711 170.326
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen E8 98.300 95.992
Laufende Ertragsteueransprüche 2.436 3.686
Sonstige Vermögenswerte E9 9.814 17.049
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente E10 18.541 6.730
Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs E11 31.142 31.478
Kurzfristige Vermögenswerte 308.944 325.261
BILANZSUMME 632.339 633.454
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital 30.025 30.025
Kapitalrücklage 153.332 153.332
Gewinnrücklagen 81.260 55.732
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Ergebnisanteile 36.947 25.672
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist E12 301.564 264.761
Minderheitsanteile am Eigenkapital 6.044 5.101
Eigenkapital E12 307.608 269.862
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen E13 49.672 48.287
Sonstige Rückstellungen E14 3.111 3.659
Finanzverbindlichkeiten E15 132.176 153.720
Sonstige Verbindlichkeiten E16 255 375
Latente Steuerverbindlichkeiten E6 8.169 8.774
Langfristiges Fremdkapital 193.383 214.815
Sonstige Rückstellungen E14 16.454 19.622
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 7.047 7.783
Finanzverbindlichkeiten E15 28.889 50.822
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.779 40.583
Sonstige Verbindlichkeiten E16 22.431 21.017
Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs E11 13.748 8.950
Kurzfristiges Fremdkapital 131.348 148.777
Fremdkapital 324.731 363.592
BILANZSUMME 632.339 633.454

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010

der Biotest Gruppe

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Tausend € Anhang 2010 2009*)
Ergebnis vor Steuern 28.453 45.397
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen E1; E2 26.891 25.186
Erträge aus assoziierten Unternehmen - 299 - 297
Abschreibungen (i. Vj. Zuschreibungen) auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens 17 - 471
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen - 406 - 19
Veränderungen der Pensionsrückstellungen E13 - 2.654 157
Finanzergebnis 14.740 11.967
Operativer Cashflow vor Veränderung des Working Capital 66.742 81.920
Veränderungen der sonstigen Rückstellungen E14 - 3.550 2.219
Veränderungen des Vorratsvermögens, der Forderungen sowie anderer Aktiva - 8.899 - 34.411
Veränderungen der Verbindlichkeiten und anderer Passiva 774 - 2.590
Cashflow aus der Veränderung des Working Capital - 11.675 - 34.782
Gezahlte Zinsen - 5.753 - 9.003
Gezahlte Steuern - 7.569 - 9.087
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 41.745 29.048
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 36.083 2.634
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit gesamt 77.828 31.682
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 2.526 496
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen E1; E2 - 29.373 - 37.301
Einzahlung aus dem Verkauf der Medizinischen Diagnostik 45.000 -
Veränderung der sonstigen Finanzanlagen 34 22
Erhaltene Zinsen 114 35
Cashflow aus der Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 18.301 - 36.748
Cashflow aus der Investitionstätigkeit des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs - 35.144 - 3.012
Cashflow aus der Investitionstätigkeit gesamt - 16.843 - 39.760
Dividendenzahlung für das Vorjahr E12 - 4.296 - 3.827
Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter E12 - 1.595 - 1.665
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten E15 9.398 45.033
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten E15 - 50.783 - 31.326
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche - 47.276 8.215
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs - 1.020 - 1.453
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gesamt - 48.296 6.762
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.689 - 1.316
Wechselkursbedingte Wertänderungen - 20 - 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode E10 6.744 8.072
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode gesamt E10 19.413 6.744
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs E10 872 1.172
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode der fortgeführten Geschäftsbereiche E10 18.541 5.572

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010

der Biotest Gruppe

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Tausend € Gezeich- netes Kapital Kapitalrücklage Kumulierte Unterschiede aus Währungsumrechnung Ergebnis und Gewinnrücklagen Eigenkapital ohne Anteile Dritter Anteile Dritter
Stand zum 01. Januar 2009 30.025 153.332 2.097 63.471 248.925 4.449
Erfolgsneutrale Veränderung - - - 2.546 - 3.463 - 6.009 - 31
Periodenergebnis - - - 25.672 25.672 2.348
Gesamtergebnis - - - 2.546 22.209 19.663 2.317
Dividendenzahlungen für 2008 - - - - 3.827 - 3.827 - 1.665
Stand zum 31. Dezember 2009 30.025 153.332 - 449 81.853 264.761 5.101
Erfolgsneutrale Veränderung - - 6.170 - 2.018 4.152 -
Periodenergebnis - - - 36.947 36.947 2.538
Gesamtergebnis - - 6.170 34.929 41.099 2.538
Dividendenzahlungen für 2009 - - - - 4.296 - 4.296 - 1.595
Stand zum 31. Dezember 2010 30.025 153.332 5.721 112.486 301.564 6.044

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Tausend € Summe Eigenkapital
Stand zum 01. Januar 2009 253.374
Erfolgsneutrale Veränderung - 6.040
Periodenergebnis 28.020
Gesamtergebnis 21.980
Dividendenzahlungen für 2008 - 5.492
Stand zum 31. Dezember 2009 269.862
Erfolgsneutrale Veränderung 4.152
Periodenergebnis 39.485
Gesamtergebnis 43.637
Dividendenzahlungen für 2009 - 5.891
Stand zum 31. Dezember 2010 307.608

Der Konzernanhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Konzernanhang

A GRUNDSÄTZLICHES

Die Biotest Gruppe umfasst die Biotest Aktiengesellschaft (Biotest AG) mit Sitz in Dreieich / Deutschland als Konzernobergesellschaft sowie ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen. Die Konzernzentrale befindet sich in der Landsteinerstraße 5, 63303 Dreieich. Biotest ist ein Anbieter von pharmazeutischen und biotherapeutischen Arzneimitteln. Mit einer Wertschöpfungskette, die von der vorklinischen und klinischen Entwicklung bis zur weltweiten Vermarktung reicht, hat sich Biotest vorrangig auf die Anwendungsgebiete Immunologie und Hämatologie spezialisiert.

Die Biotest Gruppe berichtet zum 31. Dezember 2010 zwei operativ tätige Segmente.

Im Segment Plasmaproteine entwickelt Biotest auf Basis menschlichen Blutplasmas Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren und Albumine, die bei Erkrankungen des Immunsystems oder der blutbildenden Systeme zum Einsatz kommen. Die Erzeugnisse werden auf Basis von Blutplasma und Humanblut hergestellt. Die Plasma Service Europe GmbH, Dreieich / Deutschland, und ihre Tochtergesellschaft Plazmaszolgálat Kft., Budapest / Ungarn, sowie die Plasmadienst Tirol GmbH, Innsbruck / Österreich, und die Biotest Pharmaceuticals Corporation, Boca Raton / USA, unterstützen die konzerneigene Versorgung mit Blutplasma.

Darüber hinaus treibt Biotest im Segment Biotherapeutika die klinische Entwicklung von monoklonalen Antikörpern, unter anderem in den Indikationen Rheuma und Blutkrebs, voran.

Das ehemalige Segment Mikrobiologisches Monitoring wird in der Biotest Gruppe zum 31. Dezember 2010 als nicht fortgeführter Geschäftsbereich dargestellt. Dieses Segment beinhaltet die Entwicklung und den Vertrieb von Produkten zur Hygienekontrolle der Industrie. Die Erzeugnisse umfassen im Wesentlichen Nährböden und Hygienekontrollgeräte. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Biotest Gruppe die Entscheidung zur Veräußerung des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring getroffen. Hierzu wurden im vierten Quartal Gespräche mit potenziellen Erwerbern aufgenommen, die bisher noch zu keinem Vertragsabschluss führten.

Das ehemalige Segment Medizinische Diagnostik wird ebenfalls in dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich dargestellt. Dieser Geschäftsbereich umfasst Produkte zur Blutgruppen- und Gewebetypisierung. Das Produktprogramm beinhaltet vor allem Reagenzien, Testseren sowie Testsysteme. Im Juli 2009 beschloss die Biotest Gruppe, den Desinvestitionsprozess des Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik zu intensivieren. Im dritten Quartal 2009 wurden exklusive Verkaufsverhandlungen mit dem Käufer aufgenommen. Diese führten am 23. Oktober 2009 zu einer Übereinkunft mit verschiedenen Gesellschaften der Bio-Rad Gruppe, USA. Der hierbei unterzeichnete und am 04. November 2009 notariell beurkundete Kaufvertrag stand zum 31. Dezember 2009 noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Der Abschluss dieser Transaktion wurde erst zum 06. Januar 2010 vollzogen.

Die Biotest Gruppe beschäftigt weltweit 2.050 Mitarbeiter.

Der Abschluss der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Die IFRS umfassen sowohl die International Financial Reporting Standards (IFRS) und die International Accounting Standards (IAS) als auch die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) sowie die Interpretationen des Standing Interpretation Committee (SIC). Die Rechnungslegung der Biotest Gruppe basiert auf den IFRS, die auf Geschäftsjahre, die am 01. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315a des Handelsgesetzbuchs (HGB). Sie bildet die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606 / 2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002, betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards.

Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T €) angegeben.

Die angegebenen Beträge im Konzernabschluss beziehen sich mit Ausnahme der Vorjahresbilanzwerte, soweit nicht anders vermerkt, ausschließlich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Die Vorjahreswerte wurden im Einklang mit IFRS 5 entsprechend angepasst.

Der nicht fortgeführte Geschäftsbereich umfasst im Geschäftsjahr 2010 in der Bilanz die Geschäftsbereiche Medizinische Diagnostik und Mikrobiologisches Monitoring und in 2009 den Geschäftsbereich Medizinische Diagnostik. Der nicht fortgeführte Geschäftsbereich umfasst in den Geschäftsjahren 2010 sowie 2009 in der Gewinn- und Verlustrechnung die Geschäftsbereiche Medizinische Diagnostik und Mikrobiologisches Monitoring.

In den Überleitungsrechnungen vom 31. Dezember 2009 auf den 31. Dezember 2010 sind die Vorjahreswerte des Geschäftsbereiches Mikrobiologisches Monitoring als Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich dargestellt. Entsprechend sind in den Überleitungsrechnungen vom 31. Dezember 2008 auf den 31. Dezember 2009 die Vorjahreswerte des Geschäftsbereiches Medizinische Diagnostik als Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich dargestellt.

Der Vorstand der Biotest AG hat den Konzernabschluss am 09. März 2011 an den Aufsichtsrat weitergegeben. Der Aufsichtsrat entscheidet am 17. März 2011 über die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In diesem Abschluss werden alle am Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - soweit sie für die Biotest Gruppe von Bedeutung sind - berücksichtigt.

Der IASB hat eine neue Fassung für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen veröffentlicht. IFRS 3 "Business Combinations (revised 2008)" basiert im Wesentlichen auf den folgenden Prinzipien: Der Erwerber erlangt Beherrschung über das erworbene Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt und bilanziert ab diesem Zeitpunkt sämtliche Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens unabhängig von seiner Beteiligungsquote. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden zum Erwerbszeitpunkt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Anteile, die der Erwerber zum Erwerbszeitpunkt hält, die nicht zur Beherrschung des erworbenen Unternehmens führen, sind zum Erwerbszeitpunkt auszubuchen; ein daraus resultierender Gewinn oder Verlust ist ergebniswirksam zu erfassen. Die neue Fassung des IFRS 3 ist in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Die Anwendung der Änderungen des IFRS 3 hat sich im Geschäftsjahr 2010 nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Biotest Gruppe ausgewirkt.

IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements (amended 2008)" wurde im direkten Zusammenhang mit den Änderungen des IFRS 3 geändert. Die Änderungen umfassen zum einen die Regelung, dass Änderungen der Beteiligungsquote ohne Kontrollverlust als Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren sind, und zum anderen eine Vorgabe zur Bewertung, dass die verbleibenden Anteile bei Verlust der Beherrschung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu zu bewerten sind. Grundsätzlich kann die Verlustallokation die nicht beherrschenden Anteile übersteigen und zu einem Negativposten führen. Die Anpassungen sind bis auf Ausnahmen rückwirkend anzuwenden. Die neue Fassung des IAS 27 ist in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Die Anwendung des neuen IAS 27 hat sich im Geschäftsjahr 2010 nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Biotest Gruppe ausgewirkt.

Mit den Amendments to IAS 39 "Eligible Hedged Items" hat der IASB eine Klarstellung des bereits vorhandenen Standards vorgenommen. Ausgangspunkt der Änderung sind die Regelungen zu qualifizierten Grundgeschäften. Um die Anwendung der unveränderten Grundprinzipien zu vereinfachen, wurden die Anwendungsgrundsätze in den Bereichen der Bestimmung von Inflationsrisiken als zu sicherndes Risiko sowie der Bestimmung eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft ergänzt. Die Amendments to IAS 39 sind in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Diese Klarstellung hatte im Geschäftsjahr 2010 keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Biotest Gruppe.

Mit den Improvements to IFRS 2008 wurden die Amendments to IFRS 5 "Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations" veröffentlicht. Bei der Bekanntmachung eines Veräußerungsplans einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen mit Verlust der Beherrschung werden alle Vermögenswerte und Schulden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, sofern die Kriterien gemäß IFRS 5.6 - 5.8 erfüllt sind. Die Vermögenswerte und Schulden werden in voller Höhe als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, unabhängig von dem Verbleib einer Minderheitsbeteiligung nach der Veräußerung. Die Amendments to IFRS 5 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Die Anwendung der Amendments to IFRS 5 hatte im Geschäftsjahr 2010 keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Biotest Gruppe.

Der IASB hat mit den Improvements to IFRS 2009 Amendments to IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IAS 1, IAS 7, IAS 17, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRIC 9, IFRIC 16 veröffentlicht. Die Amendments beinhalten sowohl Anpassungen in den Formulierungen der einzelnen Standards als auch Änderungen, die Auswirkungen auf die Bilanzierung haben. Die Amendments aus den Improvements to IFRS 2009 sind in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2010 beginnen. Die Anwendung hatte im Geschäftsjahr 2010 keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Biotest Gruppe.

Nicht vorzeitig angewandte Standards / Interpretationen

Vom IASB wurde eine Reihe weiterer Bilanzierungsstandards und Interpretationen neu verabschiedet beziehungsweise überarbeitet, die in der Zukunft verpflichtend anzuwenden sind, sofern sie im Rat der Europäischen Kommission genehmigt werden und für die Biotest Gruppe einschlägig sind:

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Standards / Interpretationen Titel Anwendung ab dem EU-Endorsement zum 31. Dezember 2010
IAS 24 Related Party Disclosures (rev. 2009) 01. Januar 2011 Endorsement liegt vor
Amendments to IFRS 1 Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-time Adopters 01. Juli 2010 Endorsement liegt vor
Amendments to IFRS 1 Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates 01. Juli 2011 noch kein Endorsement
Amendments to IFRS 7 Disclosures - Transfers of Financial Assets 01. Juli 2011 noch kein Endorsement
IFRS 9 Financial Instruments 01. Januar 2013 noch kein Endorsement
Amendments to IFRS 12 Deferred Tax on Investment Property 01. Januar 2012 noch kein Endorsement
Amendments to IAS 32 Classification of Rights Issues 01. Februar 2010 Endorsement liegt vor
IFRIC 19 Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments 01. Juli 2010 Endorsement liegt vor
Amendments to IFRIC 14 Prepayments of a Minimum Funding Requirement 01. Januar 2011 Endorsement liegt vor
Improvements to IFRS 2010 diverse Standards und Interpretationen 01. Januar 2011 noch kein Endorsement

Die Erstanwendung der genannten Rechnungslegungsvorschriften wird nach derzeitiger Einschätzung zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Biotest Gruppe führen.

B WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

B1 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Biotest AG werden mit 5 (i. Vj. 6) inländischen und mit 15 (i. Vj. 16) ausländischen Unternehmen, an denen die Biotest AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält, alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2010 hat sich der Konsolidierungskreis der Biotest Gruppe im Vergleich zum Vorjahr geändert. Im Geschäftsjahr 2010 wurden zwei Gesellschaften entkonsolidiert.

Mit Kaufvertrag vom 23. Oktober 2009 und notarieller Beurkundung vom 04. November 2009 wurde der Geschäftsbereich Medizinische Diagnostik veräußert. Der wirtschaftliche Eigentumsübergang hat am 06. Januar 2010 stattgefunden. Infolge dessen wurden die deutsche Gesellschaft Biotest Medical Diagnostics GmbH und die amerikanische Gesellschaft Biotest Diagnostics Corporation im Geschäftsjahr 2009 letztmalig in den Konzernabschluss einbezogen; beide Gesellschaften waren im Geschäftsjahr 2009 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert.

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Biotest Gruppe die spanische Gesellschaft Biotest Medical S.L.U. gegründet. Diese Vertriebsgesellschaft hat zum 01. Januar 2010 die operative Tätigkeit aufgenommen. Sie wickelt das Plasmaprotein-Geschäft in Spanien ab.

Des Weiteren wurde Ende 2009 in den USA die Gesellschaft Biotest Microbiology Corporation gegründet. Diese neue US-Gesellschaft hat ebenfalls zum 01. Januar 2010 die operative Tätigkeit im Segment Mikrobiologisches Monitoring aufgenommen. In die neue Gesellschaft ist das Mikrobiologie-Geschäft der veräußerten Biotest Diagnostics Corporation übergegangen.

Die Biotest Gruppe hat die Entscheidung getroffen, den Geschäftsbereich Mikrobiologisches Monitoring zu veräußern. Hierzu werden derzeit Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Investoren geführt. Daher werden im Geschäftsjahr 2010 die deutsche Gesellschaft heipha Dr. Müller GmbH, die amerikanische Gesellschaft Biotest Microbiology Corporation, die japanische Gesellschaft Biotest K.K. und die französische Gesellschaft Biotest S.a.r.l. als zur Veräußerung gehalten klassifiziert.

Des Weiteren hat die Biotest Gruppe im Februar 2011 die Gesellschaft Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH mit Kaufvertrag vom 18. Februar 2011 (signing date) veräußert. Die Gesellschaft ist somit letztmalig im Geschäftsjahr 2010 in dem Konsolidierungskreis enthalten und ist zum 31. Dezember 2010 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert.

Mit dem Verkauf der Medizinischen Diagnostik war das verbleibende Geschäft der belgischen Gesellschaft Biotest Seralc° N.V. nicht ausreichend, um die dafür notwendige Struktur aufrechterhalten zu können. Aus diesem Grund wurde das verbleibende Geschäft an externe Distributoren übertragen. Die Gesellschaft besteht zum 31. Dezember 2010 nur noch als Rechtsmantel und wird in 2011 entkonsolidiert.

Wie im Vorjahr wird die BioDarou P.J.S. Co. mit Sitz in Teheran / Iran als assoziiertes Unternehmen at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Eine Übersicht der Beteiligungen der Biotest AG im Sinne des §313 Abs. 2 HGB ist in Kapital F8 Anteilsbesitzliste aufgeführt.

B2 Konsolidierungsmethoden

Der Abschlussstichtag der Biotest AG sowie aller in den Abschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2010. Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden unter Anwendung einheitlicher, von der Biotest AG vorgegebener Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Zeitwert des auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert in den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Falls der Zeitwert des auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapitals die Anschaffungskosten im Erstkonsolidierungszeitpunkt übersteigt, führt dies zu einer Neueinschätzung des Zeitwerts. Ein danach verbleibender, die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens übersteigender Betrag wird sofort erfolgswirksam erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden regelmäßig einem Werthaltigkeitstest unterworfen. Soweit sich aus dieser Bewertung niedrigere Zeitwerte ergeben, führt dies zu außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die erstmalige Einbeziehung in den Abschluss erfolgt zum Erwerbszeitpunkt.

Nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" sind in den Beteiligungsansatz neben den Anschaffungskosten der Beteiligung auch sonstige finanzielle Engagements (zum Beispiel Darlehen) einzubeziehen.

Minderheitsanteile sind die Teile des Periodenergebnisses und des Reinvermögens der heipha Dr. Müller GmbH, der Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH und der Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH, die auf Anteile entfallen, die nicht zu 100 % von der Biotest Gruppe gehalten werden. Die Minderheitsanteile werden in der Gewinn- und Verlustrechnung und innerhalb der Bilanz gesondert ausgewiesen.

B3 Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die in die Biotest Gruppe einbezogenen Tochtergesellschaften betreiben ihr Geschäft selbständig, so dass die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung ist. Bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Mittelkurs am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden kumulierten Unterschiedsbeträge werden erfolgsneutral in einem separaten Eigenkapitalposten erfasst, der unter den Gewinnrücklagen in der Bilanz ausgewiesen ist.

Nach IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" werden die Firmenwerte als Vermögenswerte der wirtschaftlich selbständigen ausländischen Tochtergesellschaften mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Für die Währungsumrechnung der voll konsolidierten Gesellschaften der Biotest Gruppe wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Durchschnittskurse Stichtagskurse
1 Euro entspricht 2010 2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
US-Dollar (USD) 1,3268 1,3933 1,3362 1,4406
Britisches Pfund (GBP) 0,8582 0,8911 0,8608 0,8881
Japanischer Yen (JPY) 116,46 130,23 108,65 133,16
Schweizer Franken (CHF) 1,3823 1,5099 1,2504 1,4836
Ungarischer Forint (HUF) 275,36 280,54 277,95 270,42

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelbilanzen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten) in fremder Währung zum Stichtagskurs bewertet. Entstehende Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen werden in den Finanzaufwendungen beziehungsweise Finanzerträgen ausgewiesen.

Nichtmonetäre Posten in fremder Währung werden mit ihren historischen Werten angesetzt.

B4 Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

a) Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich beim Erwerb von Unternehmen beziehungsweise Anteilen an Unternehmen aus den Unterschieden zwischen Anschaffungskosten (Kaufpreis) und den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderungen von Vermögenswerten" abgeschrieben.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einer Gruppe von Cash Generating Units (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) zugeordnet. Diese Gruppen von Cash Generating Units entsprechen in der Biotest Gruppe den Segmenten.

Auf Basis der diesen Cash Generating Units zuzurechnenden zukünftigen Zahlungsströme wird deren erzielbarer Betrag für die Überprüfung der Werthaltigkeit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis einer mehrjährigen Geschäftsplanung sowie einer prognostizierten langfristigen Wachstumsrate Cashflows diskontiert. Die Wachstumsrate ist abhängig vom betrachteten Geschäft. Die nach Steuern verwendeten Diskontierungssätze richten sich nach dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital). Zur Bestimmung eines Wertberichtigungsbedarfs wird der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit ihrem Buchwert gegenübergestellt.

b) Sonstige immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und in Vermögenswerte mit bestimmbarer und unbestimmbarer Nutzungsdauer unterteilt. Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig, werden nach IAS 36 außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die angesetzten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren.

Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert, dem eine begrenzte Nutzungsdauer unterstellt wird, mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, so ist ein anderer Abschreibungszeitraum beziehungsweise eine andere Abschreibungsmethode zu wählen. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich, auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Es erfolgen hierbei keine planmäßigen Abschreibungen. Die Nutzungsdauer dieser immateriellen Vermögenswerte ist mindestens einmal jährlich daraufhin zu überprüfen, ob die Einschätzung der unbestimmbaren Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmbaren Nutzungsdauer zur bestimmbaren Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.

Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Basis der der Cash Generating Unit zugerechnenten zukünftigen Zahlungsströme; hierbei wird der erzielbare Betrag für die Überprüfung der Werthaltigkeit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis einer mehrjährigen Geschäftsplanung sowie einer prognostizierten langfristigen Wachstumsrate Cashflows diskontiert. Die Wachstumsrate ist abhängig vom betrachteten Geschäft. Die nach Steuern verwendeten Diskontierungssätze richten sich nach dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital). Zur Bestimmung eines Wertberichtigungsbedarfs wird der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit ihrem Buchwert gegenübergestellt.

B5 Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden gemäß dem Anschaffungskostenmodell zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die wie folgt geschätzt werden:

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Gebäude bis zu 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Soweit erforderlich, werden gemäß IAS 36 außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Hierbei werden die Buchwerte der Sachanlagen, sobald Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, den jeweiligen erzielbaren Beträgen gegenübergestellt.

Bei selbst erstellten Sachanlagen enthalten die Herstellungskosten neben Material- und Personalaufwand auch angemessene anteilige Gemeinkosten. Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Entstehungszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. Erweiterungen und wesentliche Verbesserungen werden aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden als Aufwand erfasst, soweit sie gemäß IAS 23 nicht auf die Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten entfallen. Staatliche Zuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

B6 Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen. Hierfür ist eine Einschätzung darüber erforderlich, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt (IFRIC 4.6).

Sind Anlagevermögenswerte gemietet beziehungsweise geleast und trägt die Biotest Gruppe im Wesentlichen alle Chancen und Risiken im Zusammenhang mit den Leasinggegenständen, werden solche Verträge als Finanzierungsleasingverträge (finance lease) klassifiziert. Diese werden mit dem geringeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert (fair value) und dem Barwert der Mindestleasingraten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gemäß IAS 17 "Leasingverhältnisse" aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 vorgenommen. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden korrespondierend als Verbindlichkeiten passiviert. Der Zinsanteil der Leasingraten wird über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam als Zinsaufwand erfasst.

Bei den im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen aktivierten Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Produktionsanlagen sowie Software.

Soweit bei Leasingverträgen im Wesentlichen nicht alle Chancen und Risiken des Leasinggegenstands auf die Biotest Gruppe übergehen, erfolgt die Bilanzierung beim Leasinggeber (operate lease). Die anfallenden Leasingaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst.

B7 Wertminderungen

Ergeben sich aufgrund von Tatsachen oder Umständen Anhaltspunkte für eine Wertminderung von langlebigen Vermögenswerten oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird der erzielbare Betrag (recoverable amount), der den höheren Wert aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert repräsentiert, ermittelt.

Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen. In Übereinstimmung mit IAS 1 werden wesentliche Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung in einem gesonderten Posten ausgewiesen.

Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden, außer bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, vorgenommen, wenn Schätzungen für den erzielbaren Betrag über dem Buchwert liegen.

B8 Vorratsvermögen

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren erzielbaren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet. Letzterer entspricht dem geschätzten Verkaufspreis, der im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt werden kann, vermindert um erwartete Fertigstellungs- und Verkaufskosten. Die Herstellungskosten werden auf Basis der "first in first out"-Methode beziehungsweise des gewogenen Durchschnitts ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 "Vorräte" neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der dem Produktionsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Diese basieren auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten.

B9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen undsonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Ein entstehender Währungskursverlust beziehungsweise -gewinn wird aufwands- beziehungsweise ertragswirksam erfasst. Ausfall- und Transferrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertberichtigungen werden aufgrund von Erfahrungswerten und individuellen Risikoeinschätzungen ermittelt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substanzieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Forderungen, die durch die Anwendung der Teilgewinnrealisierung (Percentage of Completion-Methode) entstehen, werden abzüglich erhaltener Anzahlungen ausgewiesen, wenn die bereits angefallenen Herstellungskosten einschließlich des Gewinnanteils die erhaltenen Anzahlungen übersteigen.

B10 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Falls diese nicht unmittelbar zur Verfügung stehen, werden die beizulegenden Zeitwerte unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontierungsfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse.

B11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bar- und Kontokorrentbestände, Schecks sowie kurzfristig liquidierbare Finanzanlagen mit Fälligkeiten von weniger als drei Monaten und sind zu ihrem Nominalwert angesetzt.

B12 Pensionsrückstellungen

In der Biotest Gruppe existieren verschiedene beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne.

Die Verpflichtungen aus beitragsorientierten Plänen sind durch die für die Periode zu entrichtenden Beiträge bestimmt, so dass hier keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich sind.

Die Bewertung der leistungsorientierten Pläne erfolgt anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach der projected unit credit method. Dabei wird zu Beginn des Geschäftsjahres auf Basis der zu diesem Zeitpunkt ermittelten Ansätze der Pensionsaufwand für das Geschäftsjahr prognostiziert. Die einfließenden Parameter (Zinssatz, Fluktuationsrate, Gehaltssteigerungen etc.) sind Erwartungswerte.

Gemäß IAS 19.93A - 19.93D werden sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der sich in einem Geschäftsjahr aufgrund einer rückwirkenden Änderung von Versorgungszusagen ergibt, wird separat ermittelt und über die Zeitdauer bis zur Unverfallbarkeit der Ansprüche verteilt. Sind die Ansprüche bereits zum Zeitpunkt der Änderung unverfallbar, so wird der Pensionsaufwand in dieser Periode erfolgswirksam erfasst.

B13 Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit eine gegenwärtige - rechtliche oder faktische - Verpflichtung besteht, aus der wahrscheinlich ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung resultieren wird, und der Abfluss der Ressourcen zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt mit dem wahrscheinlichen Betrag. Rückstellungen mit einem erwarteten Erfüllungszeitpunkt von mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzierungszeitpunkt werden mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Hierbei wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung als Zinsaufwand erfasst.

Wesentliche Gesellschaften der Biotest Gruppe unterliegen den Tarifverträgen der Chemischen Industrie und damit auch der Rahmenvereinbarung der Chemischen Industrie zur Altersteilzeit. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden für alle Mitarbeiter berücksichtigt, die voraussichtlich während der Laufzeit der Rahmenvereinbarung in Altersteilzeit gehen können. Hierbei sind die im Tarifvertrag genannten Obergrenzen der Verpflichtung des Arbeitgebers berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt zum Barwert der wahrscheinlichen Verpflichtungen. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die im Tarifvertrag genannten Grenzen ausgeschöpft werden.

Des Weiteren weist die Biotest Gruppe in den sonstigen Rückstellungen ein aktienbasiertes Vergütungssystem aus, welches nach IFRS 2 bilanziert wird.

B14 Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden in Höhe des Darlehensbetrags abzüglich der Transaktionskosten erfasst und anschließend nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Jede Differenz zwischen dem Nettodarlehensbetrag und dem Tilgungswert wird über die Laufzeit der Finanzverbindlichkeit in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

B15 Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten oder einem sonstigen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Schuldscheindarlehen und derivative Finanzinstrumente.

Die Biotest Gruppe setzt zur Absicherung der Zins- und Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente wie Devisenoptions- und Devisentermingeschäfte, Zinscaps und Payerswaps ein. Zu Handelszwecken werden keine derivativen Finanzinstrumente erworben.

Derivative Finanzinstrumente werden zum Marktwert bewertet. Der Marktwert der Devisenoptionsgeschäfte, Zinscaps und Payerswaps wird von den Finanzinstituten auf Basis der Marktbedingungen am Bilanzstichtag ermittelt. Bei derivativen Finanzinstrumenten, die zu Sicherungszwecken gehalten werden, bestimmt sich die Bilanzierung von Veränderungen des Marktwerts nach der Art des Sicherungsgeschäfts.

Da die strengen formalen Voraussetzungen für ein Hedge Accounting in der Biotest Gruppe nicht erfüllt werden, obwohl aus wirtschaftlicher Sicht eine Absicherung vorliegt, erfolgt die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente entsprechend den Regeln für Handelsderivate. Hierbei werden die derivativen Finanzinstrumente zunächst zu Anschaffungskosten und danach zu Marktwerten erfasst. Die Bewertungsänderungen gehen dabei ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.

B16 Nicht fortgeführter Geschäftsbereich

Gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" werden langfristige Vermögenswerte in kurzfristige Vermögenswerte umgruppiert, wenn der Vermögenswert als zur Veräußerung vorgesehen eingestuft wurde und somit der Buchwert durch die Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Als Bedingung für diese Eingruppierung nennt IFRS 5, dass der Verkauf innerhalb der nächsten zwölf Monate geplant und durchführbar sein muss.

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Biotest Gruppe die Verkaufsverhandlungen für den Geschäftsbereich Medizinische Diagnostik erfolgreich abgeschlossen. Der Vertrag wurde im vierten Quartal 2009 unterzeichnet (signing date). Nach Zustimmung der Kartellbehörden wurde am 06. Januar 2010 der Verkauf bestätigt und vollzogen (closing date).

Des Weiteren hat die Biotest Gruppe im Geschäftsjahr 2010 bezüglich der Veräußerung des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring Gespräche mit potenziellen Erwerbern aufgenommen. Die Verkaufsverhandlungen sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen.

Gemäß den Vorgaben des IFRS 5 wurden die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden als nicht fortgeführter Geschäftsbereich angesehen. In der Bilanz werden diese Posten unter den Posten Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs und Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs ausgewiesen. Sämtliche betroffenen Vermögenswerte und Schulden gelten seitdem als kurzfristig.

Mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik gab es für die Gesellschaft Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH innerhalb der Biotest Gruppe keine strategische Option mehr. Die Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH wurde Anfang des Geschäftsjahres in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich umklassifiziert, da sich im Geschäftsjahr 2010 für die Gesellschaft Verkaufsmöglichkeiten ergaben. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Verkaufsverhandlungen wurden mit Vertrag vom 18. Februar 2011 abgeschlossen.

Die als zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten bewertet. Die Abschreibungen für diese Vermögenswerte werden ausgesetzt. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind diese Vermögenswerte beziehungsweise die Ergebnisse der aufgegebenen Geschäftsbereiche als gesonderte Posten ausgewiesen.

Der nicht fortgeführte Geschäftsbereich wird in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Segmentberichterstattung gesondert dargestellt und im Anhang erläutert. Die Vorjahreswerte wurden mit Ausnahme der Bilanz entsprechend angepasst.

Die Entkonsolidierung des Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik wurde im Geschäftsjahr 2010 durchgeführt, da hierfür das Vertragsclosing maßgeblich ist. Zum 31. Dezember 2009 stand der Kaufvertrag noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Der Geschäftsbereich Mikrobiologisches Monitoring wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2011 entkonsolidiert.

B17 Umsätze

Umsätze aus dem Verkauf von Produkten werden zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums, d.h. zum Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen, Lasten und Gefahr auf den Erwerber, basierend auf den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen, abzüglich etwaiger Rabatte und der Umsatzsteuer, erfasst.

Dienstleistungsgeschäfte, bei denen das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann, werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads gemäß der Teilgewinnrealisierung (Percentage of Completion-Methode) gemäß IAS 18 "Erträge" bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Teilgewinnrealisierung.

Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die erhaltenen Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigstellungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Teilgewinnrealisierung. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, so wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Teilgewinnrealisierung ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden, werden durch Abwertungen beziehungsweise Rückstellungen gedeckt.

B18 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden in der Regel ebenfalls zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst, da bis zum Zeitpunkt der behördlichen Zulassung von neuen Produkten und Produktionsverfahren, die typischerweise am Ende des Entwicklungsprozesses steht, nicht mit hinreichender Sicherheit von der Vermarktungsfähigkeit der Produkte beziehungsweise von dem Einsatz der Produktionsverfahren ausgegangen werden kann. Die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" sind nicht gänzlich erfüllt. Die nach den behördlichen Genehmigungen noch anfallenden Entwicklungskosten sind nicht wesentlich.

B19 Staatliche Forschungs- und Entwicklungszuschüsse

Staatliche Forschungs- und Entwicklungszuschüsse werden zum Zeitpunkt der Gewährung beziehungsweise entsprechend den anfallenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfolgswirksam vereinnahmt. Sie werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen und nicht mit den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen saldiert.

B20 Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Zinsen werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst. Der bei Finanzierungsleasingverträgen in den Leasingraten enthaltene Zinsanteil wird nach der effektiven Zinsmethode ermittelt und als Zinsaufwand erfasst. Die Effektivzinsmethode verwendet einen Kalkulationszinssatz, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden. Sämtliche Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Gemäß IFRS 7 werden die Zinsen aus Finanzinstrumenten separat ausgewiesen.

B21 Steuern

Die tatsächlichen Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden beziehungsweise eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Für die Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, welche die jeweiligen landesrechtlichen Steuerregelungen der Länder, in denen die Unternehmen der Biotest Gruppe tätig sind, widerspiegeln.

Aktive latente Steuern werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Ebenfalls werden nicht angesetzte latente Steueransprüche an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Sowohl für die Ermittlung des laufenden Steueraufwands als auch zur Ermittlung der latenten Steuern werden die derzeit jeweils gültigen beziehungsweise die bereits parlamentarisch verabschiedeten Steuersätze herangezogen.

Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden miteinander verrechnet, wenn einklagbare Ansprüche auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerverbindlichkeiten bestehen und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

B22 Schätzungen

Die Aufstellung des Abschlusses erfordert es, bei der Bilanzierung und Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IFRS Schätzungen vorzunehmen. Diese werden kontinuierlich überprüft. Änderungen werden prospektiv in der Berichtsperiode beziehungsweise in künftigen Perioden erfasst. Annahmen und Schätzungen erfolgen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung von Firmenwerten, Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte, der Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen sowie bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten. Die wesentlichen Annahmen und Parameter für die vorgenommenen Schätzungen sind im Folgenden dargelegt.

C SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die im Segmentbericht dargestellten Informationen werden gemäß IFRS 8 "Operating Segments" erstellt.

Die Biotest Gruppe segmentiert sich in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung nach Produkten. Der Hauptentscheidungsträger (chief operation decision maker) im Sinne des IFRS 8 ist bei der Biotest AG der Vorstand als Organ. Für jedes Segment gibt es darüber hinaus einen verantwortlichen Segmentmanager, der dem Hauptentscheidungsträger unterstellt ist und am Ergebnis seines Segments und nicht am Gesamterfolg der Biotest Gruppe gemessen wird.

Die unterjährig dem Hauptentscheidungsträger zur Verfügung gestellten Segmentinformationen basieren auf den IFRS-Werten und umfassen im Wesentlichen die Informationen bis hin zum Betriebsergebnis (EBIT). Das Betriebsergebnis (EBIT) wird als Messgröße für die Beurteilung des Erfolgs der Segmente herangezogen. Als Messgröße des Vermögens werden den Segmenten die Vermögenswerte und Schulden auf Basis der wirtschaftlichen Verursachung mit ihren jeweiligen IFRS-Buchwerten zugeordnet.

Die Biotest Gruppe hat mit Datum vom 06. Januar 2010 den Geschäftsbereich Medizinische Diagnostik veräußert. Hierbei wurde mit Ausnahme der Gesellschaft Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH der gesamte Geschäftsbereich veräußert. Nach IFRS 5 ist diese Veräußerung in der Segmentberichterstattung separat als discontinued operation darzustellen. Aus diesem Grund wurde das ehemalige Segment Medizinische Diagnostik, die Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH und die Aufwendungen für die Schließung der Biotest Seralc° N.V. unter dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich dargestellt.

Des Weiteren wurde in 2010 die Entscheidung zur Veräußerung des Segments Mikrobiologisches Monitoring getroffen. Die entsprechenden Verkaufsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der zur Verhandlung stehende Veräußerungsgegenstand des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring umfasst neben der Beteiligung an der heipha Dr. Müller GmbH, der Biotest Microbiology Corporation, der Biotest K.K. und der Biotest S.a.r.l. den Produktbereich Biotest HYCON der Biotest AG sowie die entsprechenden Vertriebsaktivitäten in fünf Tochtergesellschaften. Auch dieser Geschäftsbereich ist gemäß IFRS 5 in der Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2010 als discontinued operation dargestellt.

Die Geschäftssegmente der Biotest Gruppe stellen sich wie folgt dar:

Plasmaproteine: Das Segment Plasmaproteine erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt Medikamente auf Basis des humanen Blutplasmas. Die Präparate kommen bei Erkrankung des Immunsystems oder der blutbildenden Systeme zum Einsatz.
Biotherapeutika: Das Segment Biotherapeutika forscht, entwickelt und produziert monoklonale Antikörper unter anderem zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis und des multiplen Myeloms. Das Segment Biotherapeutika erwirtschaftet zurzeit noch keine Umsatzerlöse.
Corporate: Die Kosten der übergreifenden Konzernführung werden im Segment Corporate ausgewiesen. Die Vermögenswerte dieses Segments beinhalten sonstige Finanzanlagen, Ertragsteuerforderungen, aktive latente Steuern sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Verbindlichkeiten betreffen Bankkredite zur Finanzierung der nicht den operativen Segmenten zugeordneten Aktiva, Ertragsteuerverbindlichkeiten und passive latente Steuern. Darüber hinaus werden im Segment Corporate Aufwendungen und Erträge ausgewiesen, die den übrigen Segmenten aufgrund ihrer Eigenart nicht zugeordnet werden können. Bei diesem Segment handelt es sich um kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8; aus diesem Grund ist dieses Segment in der Überleitung enthalten.

Unter dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich werden die zur Veräußerung umgegliederten Geschäftsbereiche Medizinische Diagnostik und Mikrobiologisches Monitoring gezeigt. Das ehemalige Segment Medizinische Diagnostik erforschte, entwickelte, produzierte und vertrieb Produkte zur Blutgruppen- und Gewebetypisierung für das medizinische Labor. Das ehemalige Segment Mikrobiologisches Monitoring erforschte, entwickelte, produzierte und vertrieb Produkte zur Reinheitsüberwachung von Luft und Oberflächen für die Hygienekontrolle in der Industrie. Die Vorjahreswerte wurden für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich entsprechend angepasst.

Segmentdaten nach Geschäftssegmenten

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Tausend € Plasma- proteine Biothera- peutika Über- leitung Summe der fortgeführten Geschäftssegmente Nicht fortgeführter Geschäftsbereich
Umsatzerlöse mit Dritten 2010 412.482 - - 412.482 51.005
2009*) 390.053 - - 390.053 90.908
Betriebsergebnis (EBIT) 2010 73.448 - 21.681 - 8.873 42.894 24.772
2009*) 89.134 - 21.062 - 11.005 57.067 1.449
Vermögenswerte 2010 539.688 5.761 55.748 601.197 31.142
2009*) 542.597 5.261 66.036**) 601.976 31.478
Anteile an assoziierten Unternehmen 2010 1.050 - - 1.050 -
2009*) 768 - - 768 -
Investitionen 2010 27.524 924 2.612 31.060 2.517
2009*) 33.529 1.662 2.110 37.301 3.995
Verbindlichkeiten 2010 265.404 10.639 34.940 310.983 13.748
2009*) 285.912 14.246 80.948**) 354.642 8.950
Planmäßige Abschreibungen 2010 24.489 403 1.999 26.891 1.504
2009*) 21.067 549 3.052 24.668 2.421
Außerplanmäßige Abschreibungen 2010 - - - - -
2009*) 518 - - 518 -

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Tausend € Gesamt
Umsatzerlöse mit Dritten 2010 463.487
2009*) 480.961
Betriebsergebnis (EBIT) 2010 67.666
2009*) 58.516
Vermögenswerte 2010 632.339
2009*) 633.454
Anteile an assoziierten Unternehmen 2010 1.050
2009*) 768
Investitionen 2010 33.577
2009*) 41.296
Verbindlichkeiten 2010 324.731
2009*) 363.592
Planmäßige Abschreibungen 2010 28.395
2009*) 27.089
Außerplanmäßige Abschreibungen 2010 -
2009*) 518

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

**) Inklusive des ehemaligen Segments Mikrobiologisches Monitoring

Die Umsatzerlöse sind neben der Segmentierung nach Geschäftssegmenten zusätzlich nach Regionen segmentiert. Diese Segmentierung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgt nach dem geografischen Standort des Kunden und nach dem Sitz der Gesellschaft. Die Zuordnung der Vermögenswerte erfolgt auf Basis des geografischen Standorts des Eigentümers.

Segmentdaten nach geografischer Aufgliederung

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Umsatzerlöse mit Dritten nach Sitz des Kunden Umsatzerlöse mit Dritten nach Sitz der Gesellschaft Langfristige Vermögenswerte
Tausend € 2010 2009*) 2010 2009*) 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 240.351 236.303 326.186 314.381 183.114 181.386
Amerika 57.527 49.136 86.296 75.672 140.281 126.525
Asien 101.072 93.179 - - - 282
Rest der Welt 13.532 11.435 - - - -
Biotest Gruppe 412.482 390.053 412.482 390.053 323.395 308.193
davon:
Deutschland 101.816 89.484 242.063 240.386 159.112 175.807
Ausland 310.666 300.569 170.419 149.667 164.283 132.386
darin USA 53.658 44.415 86.296 75.672 140.281 126.525

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Zwischen den einzelnen Segmenten finden keine wesentlichen Lieferungen statt.

D ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

D1 Umsatzerlöse

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Tausend € 2010 2009*)
Produkte der Biotest Gruppe 379.897 360.280
Handelsware 8.099 5.857
Lohnfraktionierung 21.559 19.158
Teilgewinne aus Dienstleistungsaufträgen 2.910 4.688
Sonstige 17 70
412.482 390.053

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

In den Produkten der Biotest Gruppe sind auch Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Plasma enthalten.

D2 Materialaufwendungen

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Tausend € 2010 2009*)
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 119.376 120.758
Bezogene Leistungen 17.307 19.205
136.683 139.963

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

D3 Personalaufwendungen

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Tausend € 2010 2009*)
Löhne und Gehälter 82.445 80.460
Soziale Abgaben 13.990 15.610
Aufwendungen für Altersversorgung 2.270 2.473
98.705 98.543

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Freistellungen und Abfindungen in Höhe von 1.493 T € (i. Vj. 2.280 T €) enthalten.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl, umgerechnet auf Vollzeitstellen, beträgt im Geschäftsjahr 2010 in den fortgeführten Geschäftsbereichen 1.580 (i. Vj. 1.555). Am 31. Dezember 2010 sind in den fortgeführten Geschäftsbereichen 1.611 (i. Vj. 1.549) Mitarbeiter, umgerechnet auf Vollzeitstellen, in der Biotest Gruppe beschäftigt.

In dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich beträgt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl, umgerechnet auf Vollzeitstellen, im Geschäftsjahr 2010 293 (i. Vj. 542). Am 31. Dezember 2010 sind in dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich 293 (i. Vj. 542) Mitarbeiter, umgerechnet auf Vollzeitstellen, beschäftigt.

Die Mitarbeiter werden den Funktionsbereichen wie folgt zugeordnet:

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Vollzeitstellen 2010 2009*)
Vertrieb 197 179
Verwaltung 226 202
Produktion 1.027 1.013
Forschung und Entwicklung 161 155
1.611 1.549

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Am 31. Dezember 2010 beschäftigt die Biotest Gruppe 2.050 (i. Vj. 2.252) Mitarbeiter, davon entfallen auf die fortgeführten Geschäftsbereiche 1.721 (i. Vj. 1.667) Mitarbeiter.

D4 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 48.968 T € (i. Vj. 46.341 T €) werden vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

D5 Sonstige betriebliche Erträge

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Tausend € 2010 2009*)
Auflösung von abgegrenzten Verbindlichkeiten 3.819 3.998
Versicherungserträge und sonstige Erstattungen 3.426 1.248
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 3.075 1.440
Gewinne aus Abgängen des Anlagevermögens 442 3
Lieferantenboni 373 112
Auflösung von Wertberichtigungen 13 126
Erstattungen des Arbeitsamts bei Neubesetzung von Stellen wegen Altersteilzeit 4 45
Verkauf von Vertriebsrechten - 1.170
Steuererstattungen - 151
Sonstige 990 627
12.142 8.920

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Im Geschäftsjahr 2010 hat die Biotest Gruppe 30 T € (i. Vj. 91 T €) staatliche Zuschüsse erfolgswirksam erfasst; hiervon betreffen 14 T € (i. Vj. 0 T €) Zuschüsse zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie 12 T € (i. Vj. 46 T €) Lohnkostenzuschüsse und Lohnersatzleistungen und 4 T € (i. Vj. 45 T €) betreffen Erstattungen des Arbeitsamts bei Neubesetzung von Stellen wegen Altersteilzeit.

Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Biotest Gruppe Erträge aus Operating-Leasingverträgen in Höhe von 511 T € (i. Vj. 174 T €). Aus den am Bilanzstichtag geltenden Leasingverträgen, mit einer Laufzeit bis 2011, ergeben sich für das Geschäftsjahr 2011 zukünftige Leasingerträge in Höhe von 310 T €.

D6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Tausend € 2010 2009*)
Spenden 331 433
Zuführungen zu Rückstellungen 326 2.818
Abschreibungen auf Forderungen 310 1.424
Außerplanmäßige Abschreibungen 78 281
Verluste aus Abgängen des Anlagevermögens 36 257
Entschädigungen 21 19
Sonstige 476 304
1.578 5.536

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Die Zuführungen zu Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für anhängige und drohende Gerichtsverfahren.

Die Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 310 T € (i. Vj. 1.424 T €) betreffen Forderungen, die nicht mehr als einbringlich erachtet werden.

D7 Finanzerträge

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Tausend € 2010 2009*)
Erträge aus Währungsumrechnungen 10.713 5.842
Zinserträge 494 91
Zinsen auf Steuererstattungen 31 29
Zuschreibungen auf Anteile an assoziierten Unternehmen - 471
Sonstige 460 18
11.698 6.451
davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Kredite und Forderungen (LaR) 694 192
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (HtM) 1 8
zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FAFVtPL) 4 5
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 54 -
zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 55 -

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

D8 Finanzaufwendungen

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Tausend € 2010 2009*)
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 10.753 6.382
Zinsaufwendungen 6.102 8.824
Aufwendungen aus Fair Value Bewertung 5.566 -
Zinsaufwendungen Pensionen 2.255 2.443
Zinssicherungskosten 942 557
Zinsen für Steuernachzahlung 72 175
Sonstige 748 37
26.438 18.418
davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FAFVtPL) 5.566 -
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 5.726 9.613
zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) 333 27
zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) - 318
Kredite und Forderungen (LaR) 188 517

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Die Aufwendungen aus Fair Value Bewertung betreffen im Wesentlichen die Bewertung der in den Finanzanlagen ausgewiesenen Ansprüche auf die Herausgabe von griechischen Staatsanleihen als Gegenleistung für Forderungen gegen griechische Krankenhäuser.

D9 Erträge aus assoziierten Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Erträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 299 T € (i. Vj. 297 T €) erwirtschaftet.

D10 Ertragsteuern

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Tausend € 2010 2009*)
Steuern des Geschäftsjahres 6.595 11.776
Periodenfremder laufender Steueraufwand 1.254 885
Laufende Steuern 7.849 12.661
Latente Steuern 977 3.164
Ertragsteueraufwand 8.826 15.825

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Der latente Steuerertrag aus Posten, die direkt im Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden, beträgt 801 T € (i. Vj. 1.307 T €).

Für das Geschäftsjahr 2010 weicht der erwartete Steueraufwand bei Anwendung eines nominellen Ertragsteuersatzes von 28,8 % (i. Vj. 28,8 %) wie folgt von den effektiven Werten ab:

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Tausend € 2010 2009*)
Ergebnis vor Steuern 28.453 45.397
Erwarteter Steueraufwand 8.194 13.074
Nicht bewertete Verluste des Geschäftsjahres 35 267
Nutzung nicht bewerteter Verlustvorträge der Vorjahre - 858 - 31
Latente Steuern auf Verlustvorträge der Vorjahre - 237 -
Abschreibungen auf latente Steuern 42 161
Steuernachzahlungen 1.254 885
Steuereffekt aus der Anpassung latenter Steuern der Vorjahre - 109 265
Steuereffekt aus Aktivierung von Steuerguthaben - 546 - 1.281
Steuereffekt durch nicht abzugsfähige Aufwendungen 1.039 1.833
Steuereffekt aus der Änderung inländischer Steuersätze 18 3
Steuereffekt aus der Anwendung ausländischer Steuersätze und Verbrauch ausländischer Verlustvorträge 289 981
Steuereffekt durch steuerfreie Erträge - 189 - 309
Sonstige Effekte - 106 - 23
Ertragsteuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 8.826 15.825

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Die Berechnung des Steuersatzes von 28,8 % basiert auf einem Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem gewerbesteuerlichen Hebesatz der Gemeinde Dreieich (Sitz der Muttergesellschaft).

D11 Nicht fortgeführter Geschäftsbereich

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Entscheidung zum Verkauf des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring getroffen. Die Gespräche mit potenziellen strategischen Investoren wurden im vierten Quartal 2010 aufgenommen, die im Februar 2011 mit ausgewählten Investoren zu konkreten Verkaufsverhandlungen führten.

Aufgrund der Veräußerungsentscheidung wurden alle betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring und der geringe noch verbliebene Teil des veräußerten Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik gemäß IFRS 5 als nicht fortgeführter Geschäftsbereich behandelt. Sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Segmentberichterstattung und der Kapitalflussrechnung werden die Werte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs von den weiterhin bestehenden Geschäftsbereichen getrennt ausgewiesen. Bilanziell werden die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden in den Posten Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs und Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs dargestellt.

Als Konsequenz der Darstellung nach IFRS 5 wurde das laufende Ergebnis des Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring in das laufende Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs umgegliedert.

Das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs stellt sich wie folgt dar:

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Tausend € 2010 2009*)
Erträge des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 73.925 94.082
Aufwendungen des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs - 49.593 - 94.343
Ergebnis vor Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 24.332 - 261
Ertragsteuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs - 4.474 - 1.291
Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 19.858 - 1.552
Bewertungs- / Veräußerungsergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs vor Steuern - -
Steuern auf das Bewertungs- /Veräußerungsergebnis - -
Bewertungs- / Veräußerungsergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs nach Steuern - -
Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 19.858 - 1.552

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

D12 Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Mit dem Zusammenschluss der KPMG Europe LLP sind die KPMG LLP (UK), die KPMG Schweiz, die KPMG Spanien (ohne den Bereich Audit), die KPMG Belgien (ohne den Bereich Audit) sowie die KPMG Niederlande verbundene Unternehmen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft i.S.d. § 271 Abs. 2 HGB.

Insgesamt berechnet der Abschlussprüfer, die KPMG Europe LLP, im Geschäftsjahr 2010 der Biotest Gruppe ein Honorar in Höhe von 745 T € (i. Vj. 767 T €). Dieses gliedert sich in 397 T € (i. Vj. 498 T €) für Steuerberatungsleistungen (davon für das Vorjahr 74 T €), 304 T € (i. Vj. 259 T €) Honoraraufwendungen für die Abschlussprüfung (davon für das Vorjahr 17 T €) sowie 40 T € (i. Vj. 5 T €) für sonstige prüfungsnahe Dienstleistungen. Des Weiteren ist ein Honorar in Höhe von 4 T € (i. Vj. 5 T €) für sonstige Leistungen berechnet.

E ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

E1 Immaterielle Vermögenswerte

Die gesamten immateriellen Vermögenswerte sind dem langfristigen Vermögen zugeordnet.

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Tausend € Geschäftswert Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte Geleaste Vermögenswerte Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Stand zum 31. Dezember 2008 28.442 65.238 1.608 - 95.288
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - - 4.401 - - - 4.401
Zugänge - 1.399 123 15 1.537
Abgänge - - 473 - - - 473
Umbuchung - - 7.225 7.895 - 670
Währungsumrechnungsdifferenzen - 789 - 1.339 - - - 2.128
Stand zum 31. Dezember 2009 27.653 53.199 9.626 15 90.493
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 218 - 449 - - 15 - 682
Zugänge - 1.636 - - 1.636
Abgänge - - 148 - - - 148
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.549 3.022 - - 4.571
Stand zum 31. Dezember 2010 28.984 57.260 9.626 - 95.870
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 31. Dezember 2008 - 19.872 1.608 - 21.480
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - - 3.404 - - - 3.404
Abschreibungen des Geschäftsjahres - 4.923 1.542 - 6.465
Abgänge - - 427 - - - 427
Umbuchungen - - 305 305 - -
Währungsumrechnungsdifferenzen - - 301 - - - 301
Stand zum 31. Dezember 2009 - 20.358 3.455 - 23.813
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - - 351 - - - 351
Abschreibungen des Geschäftsjahres - 5.424 1.543 - 6.967
Abgänge - - 148 - - - 148
Währungsumrechnungsdifferenzen - 648 - - 648
Stand zum 31. Dezember 2010 - 25.931 4.998 - 30.929
Buchwert zum
31. Dezember 2009 27.653 32.841 6.171 15 66.680
31. Dezember 2010 28.984 31.329 4.628 - 64.941

Für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 196 T € (i. Vj. 65 T €).

Die Zugänge zu den Patenten, Lizenzen und ähnlichen Rechten im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 1.636 T € (i. Vj. 1.399 T €) betreffen mit 827 T € (i. Vj. 377 T €) Kosten für SAP-Software.

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Biotest Gruppe die in 2008 erworbene ERP-Software an eine Leasinggesellschaft veräußert und im Rahmen eines Miet-Kauf-Vertrags zurück erworben.

Der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde zur Überprüfung seiner Werthaltigkeit einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die dem Segment Plasmaproteine entsprechen, zugeordnet. Im Zuge der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit ergab sich kein Wertberichtigungsbedarf für die Cash Generating Unit.

Für zwei Entwicklungsprojekte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurde ebenfalls ein Impairmenttest im Segment Plasmaproteine durchgeführt, der wie im Vorjahr zu keinen außerplanmäßigen Abschreibungen führte.

Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen wurden die Auswirkungen von Änderungen in der Marktrisikoprämie mit Auswirkung auf den verwendeten Abzinsungsfaktor sowie eine Änderung der zugrunde gelegten Wachstumsrate bei den Entwicklungsprojekten ermittelt. Bei einer Anhebung der Marktrisikoprämie um fünf Prozentpunkte würde es keinen Wertberichtigungsbedarf bei den Entwicklungsprojekten geben. Bei einer Umkehrung der zugrunde gelegten Wachstumsrate von einem Zuwachs von 2 % auf eine negative Entwicklung von 2 % würde es ebenfalls keinen Wertberichtigungsbedarf bei den Entwicklungsprojekten geben.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird über die Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Es sind zwei Werthaltigkeitstests zu unterscheiden. Für den Werthaltigkeitstest des Geschäftswerts der Biotest Pharmaceuticals Corporation wurde ein Diskontierungssatz in Höhe von 5,08 %, der sich nach dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital) richtet, verwendet. Die Ermittlung der erwarteten Cashflows erfolgte auf Basis der von der Unternehmensleitung erstellten fünfjährigen Finanzplanung. Die beiden Entwicklungsprojekte wurden ebenfalls einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierbei beträgt der verwendete Diskontierungssatz nach Steuern 6,76 % und richtet sich somit ebenfalls an dem relevanten WACC (Weighted Average Cost of Capital) aus. Die Ermittlung der erwarteten Cashflows erfolgte für die Jahre 2011 bis 2021 auf Basis einer Finanzplanung. Für die Jahre 2022 bis 2027 wurde eine Wachstumsrate in Höhe von 2 % unterstellt. Letztlich wird zur Bestimmung eines Wertberichtigungsbedarfs der erzielbare Betrag der jeweiligen Cash Generating Unit ihrem Buchwert gegenübergestellt.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, die einem Impairmenttest unterzogen wurden, beziehen sich auf die folgenden Cash Generating Units:

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Gesellschaften der Biotest Gruppe Cash Generating Unit Immaterieller Vermögenswert Buchwert zum 31. Dezember 2010 Tausend € Buchwert zum 31. Dezember 2009 Tausend €
Biotest Pharmaceuticals Corporation Segment Plasmaproteine Geschäftswert 28.984 27.435
heipha Dr. Müller GmbH Segment Mikrobiologisches Monitoring Geschäftswert - 155
Biotest AG Segment Mikrobiologisches Monitoring Geschäftswert - 63
Biotest Pharmaceuticals Corporation Projekt Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 10.378 9.626
39.362 37.279

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Geschäftsjahres sind in folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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Tausend € 2010 2009*)
Herstellungskosten 4.353 4.043
Marketing- und Vertriebskosten 215 232
Verwaltungskosten 2.268 2.030
Forschungs- und Entwicklungskosten 86 142
Sonstige betriebliche Aufwendungen 45 -
6.967 6.447

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

E2 Sachanlagen

Alle nachstehend aufgeführten Vermögenswerte sind dem langfristigen Vermögen zuzurechnen.

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Tausend € Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleaste Vermögenswerte Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand zum 31. Dezember 2008 152.300 100.788 85.938 37.570 8.431 385.027
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 13.654 - 4.365 - 11.290 - 68 - 36 - 29.413
Zugänge 5.820 4.703 5.724 76 22.307 38.630
Umbuchungen 8.584 12.834 - 48 998 - 23.038 - 670
Abgänge - 286 - 463 - 1.084 - 41 - 52 - 1.926
Währungsumrechnungsdifferenzen - 1.241 - 753 - 56 - - 233 - 2.283
Stand zum 31. Dezember 2009 151.523 112.744 79.184 38.535 7.379 389.365
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 10.095 - 7.552 - 5.251 - 3.370 - 746 - 27.014
Zugänge 5.084 2.531 2.946 - 18.863 29.424
Umbuchungen 10.659 34.954 5.483 - 33.002 - 18.094 -
Abgänge - 1.265 - 308 - 1.870 - 538 - 20 - 4.001
Währungsumrechnungsdifferenzen 3.313 2.584 268 330 6.495
Stand zum 31. Dezember 2010 159.219 144.953 80.760 1.625 7.712 394.269
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 31. Dezember 2008 43.248 40.226 54.197 17.461 - 155.132
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 4.852 - 2.898 - 7.677 - 68 - - 15.495
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3.200 7.471 5.122 3.173 - 18.966
Außerplanmäßige Abschreibungen 215 303 - - - 518
Umbuchungen - 90 90 - 215 215 - -
Abgänge - 286 - 235 - 925 - 41 - - 1.487
Währungsumrechnungsdifferenzen - 27 - 189 - 8 - - - 224
Stand zum 31. Dezember 2009 41.408 44.768 50.494 20.740 - 157.410
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 1.231 - 6.128 - 3.132 - 1.951 - - 12.442
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3.498 10.008 4.932 1.486 - 19.924
Umbuchungen 1.947 13.707 2.908 - 18.562 - -
Abgänge - 1 - 142 - 1.256 - 533 - - 1.932
Währungsumrechnungsdifferenzen 62 427 71 - 560
Stand zum 31. Dezember 2010 45.683 62.640 54.017 1.180 - 163.520
Buchwert zum
31. Dezember 2009 110.115 67.976 28.690 17.795 7.379 231.955
31. Dezember 2010 113.536 82.313 26.743 445 7.712 230.749

Die Zugänge in den Grundstücken und Bauten betreffen in Höhe von 1.687 T € einen Grundstückstausch, der nicht zahlungswirksam war.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres ergaben sich im Wesentlichen aus dem Umzug einer Plasmapheresestation, bei dem Mietereinbauten nicht mitgenommen werden konnten.

Staatliche Zuschüsse für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögenswerten mindern die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten. Im Geschäftsjahr 2010 ergibt sich eine kumulierte Minderung in Höhe von 595 T € (i. Vj. 595 T €).

Die im Vorjahr als Finanzierungsleasing ausgewiesenen Produktionsanlagen der Biotest AG zur Plasmafraktionierung und sterilen Endabfüllung wurden im Geschäftsjahr 2010 nach Ablauf der Grundmietzeit zu deren Verkehrswert erworben. Die Vermögenswerte wurden in die entsprechenden Kategorien des Sachanlagevermögens umgegliedert.

Als Sicherheit für die seit dem Geschäftsjahr 2007 bestehende und im Geschäftsjahr ergänzte Konsortialkredit-Vereinbarung wurde eine Grundschuld über 95 Mio. € für Grundstücke der Biotest Pharma GmbH und der Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH als Drittsicherungsgeber als Sicherheiten begeben. Die Bestellung einer Globalgrundschuld an den Grundstücken der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften in Höhe von 100 Mio. € wurde am 18. März 2003 im Rahmen der früheren Sicherheiten-Treuhandvereinbarung notariell beglaubigt. Des Weiteren wurden die Geschäftsanteile der Biotest Pharmaceuticals Corporation als Sicherheit verpfändet.

In den Anlagen im Bau ist im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen die Erweiterung der Abfüllungs- und Verpackungsanlagen der Biotest Pharma GmbH enthalten. Im Vorjahr bestand dieser Posten im Wesentlichen aus der damals im Ausbau befindlichen Produktionsanlage für das Entwicklungsprojekt IVIG der Biotest Pharmaceuticals Corporation.

E3 Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 100 T € (i. Vj. 100 T €) gliedern sich wie folgt auf:

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Tausend € 2010 2009
Biotest HYCON GmbH 50 50
Biotest Immobilien Verwaltungs GmbH 25 25
Biotest Immobilien GmbH & Co. KG 25 25
100 100

Die Biotest HYCON GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Biotest AG. Die Biotest Immobilien Verwaltungs GmbH sowie die Biotest Immobilien GmbH & Co. KG sind hundertprozentige Tochtergesellschaften der Biotest Pharma GmbH. Diese Gesellschaften sind nicht operativ tätig und werden daher aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert.

E4 Anteile an assoziierten Unternehmen

Bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen handelt es sich um einen 49 %-Anteil der Biotest Pharma GmbH an der BioDarou P.J.S. Co. mit Sitz in Teheran / Iran, der nach der Equity-Methode bewertet wird.

Zweck der Gesellschaft ist die Sammlung von Plasma, die Verarbeitung zu Immunglobulinen, Faktoren und Humanalbumin bei der Biotest AG und der Verkauf der Fertigprodukte im Iran.

Die Partner des Joint Venture haben vorgesehen, dass die Gesellschaft in einer ersten Stufe schrittweise mit einem Eigenkapital von bis zu 4.000 T € ausgestattet wird. Die hierzu notwendigen Gesellschafterbeschlüsse werden entsprechend dem Finanzbedarf jeweils separat gefasst. Die Biotest Pharma GmbH hat bisher Einlagen in Höhe von 1.593 T € geleistet. Das Kapital der BioDarou P.J.S. Co. beträgt 30 Mrd. Rial (i. Vj. 30 Mrd. Rial) und ist voll eingezahlt.

Da kein testierter Abschluss der BioDarou P.J.S. Co. zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses vorliegt, werden die Vorjahreszahlen der BioDarou P.J.S. Co. zum 31. Dezember 2009 berichtet.

Die Ergebnisvorschau der BioDarou P.J.S. Co. für das Geschäftsjahr 2010 zeigt ein deutlich positives Ergebnis, was daraus resultiert, dass die Gesellschaft inzwischen in der Lage ist, regelmäßig so viel Plasma zu sammeln, dass eine Verarbeitung im industriellen Maßstab bei der Biotest AG mit anschließendem Verkauf im Iran erfolgen kann.

Das Joint Venture verfügte am Bilanzstichtag 2009 über folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

Am 31. Dezember 2009 betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 2.932 T € (i. Vj. 3.402 T €) und der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte 6.146 T € (i. V j. 4.192 T €).

Die langfristigen Verbindlichkeiten wurden am 31. Dezember 2009 mit 1.851 T € (i. Vj. 2.324 T €) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit 4.860 T € (i. Vj. 3.402 T €) bewertet.

Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Jahresüberschuss der Gesellschaft 611 T € (i. Vj. 605 T €).

Die Gesellschaft plant für das Geschäftsjahr 2011, die Sammlung von Blutplasma mit besonderen Maßnahmen weiter zu steigern und damit ihre Profitabilität weiter zu erhöhen. Darüber hinaus wurde seitens der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 mit dem Aufbau eines zusätzlichen Plasmapheresezentrums im Iran begonnen.

Die sehr angespannte politische Situation des Iran beschränkt auch weiterhin die zukünftigen Möglichkeiten der Gesellschaft. Die in 2010 noch weiter verstärkten internationalen Restriktionen haben den Zahlungsverkehr fast zum Erliegen gebracht. Dies führt zu einer teilweise kritischen Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Die Gesellschaft selbst ist profitabel und erarbeitet ein deutlich positives Ergebnis, im internationalen Umfeld hat sich die politische Situation des Iran mit deutlich negativen Konsequenzen dagegen nochmals verschärft. Darüber hinaus sind die Finanzbasis des Iran und damit auch die staatliche Unterstützung des iranischen Gesundheitswesens vom volatilen Rohölpreis und dem Rohölabsatz abhängig.

Auf Grund dieser Einschätzung hat die Biotest Gruppe beiden Aspekten Rechnung tragend eine Wertberichtigung in Höhe von 1.050 T € (i. Vj. 768 T €) auf das anteilige Eigenkapital vorgenommen.

E5 Sonstige Finanzanlagen

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Tausend € 2010 2009
Herausgabeanspruch auf griechische Staatsanleihen (Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss) 19.160 -
Rentenfonds (Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss) 136 136
Festverzinsliche Anlagen (Held to Maturity) 45 68
Ausleihungen an Mitarbeiter (Loans and Receivables) - 11
19.341 215

Die Biotest Gruppe hat im September 2010 in Griechenland von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch gemacht, Forderungen gegen staatliche Krankenhäuser aus den Jahren 2007 bis 2009 gegen noch zu liefernde zinslose staatliche Bonds mit abgestuften Laufzeiten zu tauschen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen griechische staatliche Krankenhäuser der betroffenen Jahre wurden ausgebucht und die Ansprüche auf die Herausgabe der griechischen Staatsanleihen in den sonstigen Finanzanlagen eingebucht. Die Neubewertung der Herausgabeansprüche führt zu erheblichen Belastungen des Finanzergebnisses.

Die Ansprüche auf die Herausgabe der Staatsanleihen sind der Kategorie Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss zugeordnet. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Ansprüche wurden von der Biotest AG ermittelt, indem der Wert der unverzinslichen Anleihen mit einem der jeweiligen Laufzeit entsprechenden vergleichbaren Marktzinssatz diskontiert wurde. Des Weiteren sind in dieser Kategorie Fondsanteile enthalten, deren Marktwerte von der depotführenden Bank schriftlich zum Bilanzstichtag mitgeteilt wurden.

Der beizulegende Zeitwert der Kategorie Held to Maturity, in die Termingeldanlagen eingegangen sind, entspricht dem Nominalwert.

In der Kategorie Loans and Receivables waren im Vorjahr Darlehen an Mitarbeiter enthalten, deren beizulegender Zeitwert mit dem Nominalbetrag gleichgesetzt wurde.

E6 Aktive und passive latente Steuern

Die bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern betreffen folgende Bilanzposten:

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Aktiva Passiva Netto
Tausend € 2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 28 73 404 186 - 376 - 113
Sachanlagen 21 10 17.369 17.598 - 17.348 - 17.588
Sonstige Finanzanlagen 516 540 4.407 - - 3.891 540
Vorratsvermögen 7.117 7.876 39 81 7.078 7.795
Forderungen 5.724 63 5.574 4.612 150 - 4.549
Rückstellungen 842 1.346 76 42 766 1.304
Finanzverbindlichkeiten 8 976 344 407 - 336 569
Pensionsrückstellungen 4.363 3.707 - - 4.363 3.707
Sonstige Verbindlichkeiten 2.019 1.601 105 9 1.914 1.592
Sonstige Bilanzposten 914 716 53 5 861 711
Steueranrechnungsansprüche 2.325 1.399 - - 2.325 1.399
Steuerwert des berücksichtigten Verlustvortrags 1.804 2.119 - - 1.804 2.119
Zwischensumme 25.681 20.426 28.371 22.940 - 2.690 - 2.514
abzüglich Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern - 20.202 - 14.166 - 20.202 - 14.166 - -
Aktive / passive latente Steuern 5.479 6.260 8.169 8.774 - 2.690 - 2.514

Für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern in Höhe von 255 T € (i. Vj. 1.396 T €) nicht gebildet, da derzeit nicht mit der erforderlichen Sicherheit mit einer Nutzung dieser Verlustvorträge gerechnet werden kann. Die nicht angesetzten latenten Steuern auf Verlustvorträge betreffen mit 0 T € (i. Vj. 992 T €) inländische und mit 255 T € (i. Vj. 404 T €) ausländische Gesellschaften. Verlustvorträge sind in Deutschland derzeit unbegrenzt vortragsfähig.

E7 Vorratsvermögen

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Tausend € 2010 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 45.725 35.372
Unfertige Erzeugnisse 66.579 89.581
Fertige Erzeugnisse und Waren 36.407 45.373
148.711 170.326

Die Abwertung des Vorratsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag 9.370 T € (i. Vj. 12.935 T €); die entsprechenden Bestände haben nach Abwertung auf den realisierbaren Nettoverkaufswert einen Restbuchwert in Höhe von 42.248 T € (i. Vj. 46.141 T €).

Zum Bilanzstichtag hat die Biotest Gruppe keine Vorräte mit einer Reichweite von über einem Jahr; im Geschäftsjahr 2009 betrafen diese Vorräte einen Buchwert in Höhe von 880 T €.

Die Wertminderungen des Vorratsvermögens stellen sich wie folgt dar:

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Tausend € 2010 2009
Stand zum 01. Januar 12.935 9.155
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 634 - 3.079
Verbrauch - 7.291 - 2.182
Auflösungen - 2.731 - 57
Zuführungen 6.815 9.232
Währungsdifferenzen 276 - 134
Stand zum 31. Dezember 9.370 12.935

E8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel innerhalb eines Jahres fällig, in diesem Geschäftsjahr sind von insgesamt 98.300 T € (i. Vj. 95.992 T €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie im Vorjahr keine als langfristig eingestuft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Kategorie Kredite und Forderungen (LaR) zugeordnet. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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Tausend € 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 124.172 140.481
Verkauf von Forderungen - 21.749 - 40.568
Wertberichtigungen auf Forderungen - 4.123 - 3.921
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 98.300 95.992

Die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen werden als Differenz zwischen dem Nennbetrag der Forderungen und dem geschätzten einbringbaren Nettobetrag ermittelt. Die Biotest Gruppe verwendet für diese Einschätzung sowohl Erfahrungswerte über das Zahlungsverhalten bestimmter Kunden als auch Kenntnisse über Besonderheiten einzelner Länder. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Dies betrifft sowohl Änderungen des Länder- als auch des Einzelkundenrisikos. Die Biotest Gruppe verwendet bei den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausschließlich Einzelwertberichtigungen. Pauschalwertberichtigungen werden nicht vorgenommen.

Wie bereits in dem Kapitel E5 Sonstige Finanzanlagen beschrieben, wurden im Geschäftsjahr 2010 Forderungen gegen griechische staatliche Krankenhäuser in die sonstigen Finanzanlagen getauscht.

Die Biotest AG hat Forderungen in einem Volumen von insgesamt 12.893 T € (i. Vj. 24.385 T €) zum Bilanzstichtag im Rahmen von Factoring-Verträgen veräußert. Das Factoring-Programm sieht für die Biotest AG den Verkauf von inländischen und ausländischen Forderungen vor, bei dem für jeden Kunden ein individuelles Kreditlimit vorliegt. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Kunden (Delkredere).

Des Weiteren besteht für die Biotest Hellas MEPE wie im Vorjahr die Möglichkeit eines Verkaufs von Forderungen gegen öffentliche Krankenhäuser in Griechenland. In diesem Zusammenhang sind am Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 1.072 T € (i. Vj. 9.771 T €) verkauft und als Forderungen gegen Factoring-Gesellschaften in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Rahmen der Inanspruchnahme der gesetzlichen Möglichkeit zum Tausch der griechischen Forderungen gegen staatliche Krankenhäuser in griechische Staatanleihen sind die noch bestehenden, bereits verkauften Forderungen aus den Jahren 2007 bis 2009 ebenfalls in den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Biotest Italia S.r.l. verkauft seit 2009 teilweise Forderungen gegen italienische Kunden. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Kunden (Delkredere). Zum Bilanzstichtag waren Forderungen der italienischen Gesellschaft mit einem Volumen in Höhe von 7.784 T € (i. Vj. 6.412 T €) verkauft.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Teilgewinnrealisierung in Höhe von 13.353 T € (i. Vj. 10.444 T €) enthalten. Hierbei handelt es sich um kundenspezifische Fertigungsaufträge, die zu den entsprechenden angefallenen Herstellungskosten einschließlich Gewinnanteilen bewertet werden.

Die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Tausend € 2010 2009
Stand zum 01. Januar 3.921 3.063
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 57 - 53
Zuführungen 348 1.379
Verbrauch - 2 - 355
Auflösungen - 63 - 126
Währungsdifferenzen - 24 13
Stand zum 31. Dezember 4.123 3.921

Aus der Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich folgendes Bild:

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Tausend € 2010 2009
Buchwert 98.300 95.992
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und nicht überfällig 60.687 68.691
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
< 90 Tage überfällig 12.759 10.744
91 - 180 Tage überfällig 4.935 3.074
181 - 365 Tage überfällig 4.790 1.118
> 1 Jahr überfällig 859 569

In den nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen der Biotest Gruppe sind 5.687 T € griechische Forderungen enthalten, deren Konditionen derzeit vom griechischen Staat neu verhandelt werden.

Von den überfälligen Forderungen der Biotest Gruppe im Geschäftsjahr 2010 betreffen Forderungen in Höhe von 12.782 T € (i. Vj. 7.046 T €) Forderungen der Biotest Italia S.r.l., Italien. Aufgrund des landesspezifischen Zahlungsverhaltens ist hier eine Überfälligkeit der Forderungen üblich. Im Wesentlichen ist die Kreditwürdigkeit der Schuldner dadurch sichergestellt, dass es sich um Forderungen gegen staatliche Krankenhäuser handelt und somit mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet werden kann.

Die Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich aus den folgenden Währungen zusammen:

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Tausend € 2010 2009
EUR 76.495 76.261
USD 16.753 14.437
GBP 2.041 1.922
HUF 1.894 1.627
RUB 65 424
Sonstige Währungen 1.052 1.321
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 98.300 95.992

E9 Sonstige Vermögenswerte

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2010 2009
Tausend € Gesamt Davon langfristig Gesamt Davon langfristig
--- --- --- --- ---
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 2.856 - 2.593 -
Rechnungsabgrenzungen 2.728 - 2.469 128
Vorsteuer- und sonstige Steuerforderungen 2.054 - 730 35
Forderungen gegen Factoring-Gesellschaften 1.073 - 9.771 -
Kaufpreisforderung Vertriebsrecht 781 526 1.000 760
Derivate 651 491 984 897
Forderungen gegen Versicherungsgesellschaften 187 129 249 153
Geleistete Anzahlungen 186 - 526 -
Begebene Mitarbeiterkredite 114 63 311 176
Sonstige Vermögenswerte 919 526 631 66
11.549 1.735 19.264 2.215

Die Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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Tausend € 2010 2009
Stand zum 01. Januar 997 964
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 4 -
Zuführungen - 33
Verbrauch - 22 -
Auflösungen - -
Währungsumrechnungsdifferenzen - 7 -
Stand zum 31. Dezember 964 997

Aus der Analyse der Altersstruktur der sonstigen Vermögenswerte ergibt sich folgendes Bild:

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Tausend € 2010 2009
Buchwert 11.549 19.264
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und nicht überfällig 11.499 19.214
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
< 90 Tage überfällig - -
91 - 180 Tage überfällig - -
181 - 365 Tage überfällig - 50
> 1 Jahr überfällig 50 -

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich aus den folgenden Währungen zusammen:

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Tausend € 2010 2009
EUR 7.528 18.270
USD 2.195 207
GBP 155 105
HUF 1.648 465
Sonstige Währungen 23 217
11.549 19.264

E10 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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Tausend € 2010 2009
Bankguthaben 17.495 5.937
Kassenbestand 1.046 793
18.541 6.730

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist der Kapitalflussrechnung der Biotest Gruppe zu entnehmen.

E11 Vermögenswerte und Schulden des nichtfortgeführten Geschäftsbereichs

In diesen Posten werden gemäß IFRS 5 die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden der ehemaligen Geschäftsbereiche Medizinische Diagnostik und Mikrobiologisches Monitoring ausgewiesen.

Für die Wertanpassung der Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

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Tausend € 2010 2009
Immaterielle Vermögenswerte 466 997
Sachanlagen 15.184 12.435
Vorratsvermögen 9.543 14.316
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.401 3.499
Laufende Ertragsteueransprüche 25 96
Latente Steueransprüche 195 -
Sonstige Vermögenswerte 456 121
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 872 14
Vermögenswerte des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 31.142 31.478
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.021 3.464
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 84 -
Latente Steuerverbindlichkeiten 428 -
Sonstige Rückstellungen 1.874 1.794
Finanzverbindlichkeiten 6.201 506
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.095 1.660
Sonstige Verbindlichkeiten 1.045 1.526
Schulden des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs 13.748 8.950

E12 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und beträgt am 31. Dezember 2010 unverändert zum Vorjahr 30.025.152,00 € (Stammaktien: 16.883.819,52 €; Vorzugsaktien: 13.141.332,48 €). Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2010 in 6.595.242 Stück nennwertlose Stammaktien und 5.133.333 Stück nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht eingeteilt. Eine Verbriefung ist ausgeschlossen. Der rechnerische Nennwert der Aktien beträgt daher 2,56 €. Die Basis für die Gewinnausschüttung eines Geschäftsjahres ist der jeweilige handelsrechtliche Bilanzgewinn der Biotest AG.

Mit Schreiben vom 08. Februar 2008 teilte Frau Dr. Cathrin Schleussner der Biotest Gruppe mit, dass ihr Stimmrechtsanteil zu diesem Tag 50,03 % der Stimmrechte beträgt. Die Stimmrechte werden dabei über die OGEL GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Die OGEL GmbH wird als Unternehmen von Frau Dr. Cathrin Schleussner kontrolliert. Am 15. März 2010 teilte die Massachusetts Mutual Life Insurance Company, Massachusetts / USA, mit, zum 09. März 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten zu haben. Zum Stichtag 31. Dezember 2010 hält die Kreissparkasse Biberach laut ihrer letzten Mitteilung 24,36 % der Stammaktien.

Der Gewinnverwendungsvorschlag sieht für das Jahr 2010 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4.765 T € vor. Die Stammaktien erhalten eine Dividende in Höhe von 0,38 € / Aktie und die Vorzugsaktien erhalten eine Dividende in Höhe von 0,44 € / Aktie. Die Vorzugsaktien sind derart ausgestaltet, dass auf sie eine Mindestdividende von 0,11 € / Aktie entfällt. Ferner erhalten die Vorzugsaktionäre eine Mehrdividende von 0,06 € / Aktie, sobald an die Stammaktionäre eine Dividende von mehr als 0,11 € / Aktie gezahlt wird. Erhalten die Vorzüge in einem Jahr keine Dividende, ist diese im Folgejahr nachzuholen. Fällt die Dividendenzahlung auch im zweiten Jahr aus, erhalten die Vorzugsaktien Stimmrecht (vgl. § 140 Abs. 2 AktG).

Der Vorstand der Biotest AG wurde durch die Hauptversammlung vom 07. Mai 2009 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 19. November 2010 eigene Stamm- und / oder Vorzugsaktien bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals in Höhe von 30.025 T € zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde durch die Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 aufgehoben und durch eine Ermächtigung des Vorstands gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. Mai 2015 eigene Stamm- und / oder Vorzugsaktien bis zu 10 % des Grundkapitals in Höhe von 30.025 T € zu erwerben, ersetzt.

Des Weiteren wurde der Vorstand mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 05. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu 3.742 T € zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Biotest AG zum Bezug anzubieten. Die Ermächtigung umfasst die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens gleichstehen. § 139 Abs. 2 AktG bleibt unberührt. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Das Ergebnis je Aktie (aus den fortgeführten Geschäftsbereichen) ermittelt sich, indem der auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Gewinn durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

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Tausend € 2010 2009
Ergebnis nach Steuern 19.615 29.561
Mehrdividende auf Vorzugsaktien - 308 - 308
Um Mehrdividendenansprüche bereinigtes Ergebnis 19.307 29.253
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (entspricht gewichtetem Durchschnitt) 11.728.575 11.728.575
Ergebnis je Aktie in € 1,64 2,49
Mehrdividendenanspruch je Vorzugsaktie in € 0,06 0,06
Ergebnis je Vorzugsaktie in € 1,70 2,55

E13 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Zusagen basieren auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter. Die Pensionsverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mitarbeiter in deutschen und griechischen Gesellschaften. Bei den ähnlichen Verpflichtungen handelt es sich um ausländische Verpflichtungen, die beim Eintritt in den Ruhestand als Einmalzahlung fällig werden.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Tausend € 2010 2009
Pensionen 47.877 45.967
Ähnliche Verpflichtungen 1.795 2.320
49.672 48.287

Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lässt sich wie folgt herleiten:

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Tausend € 2010 2009
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 49.635 48.151
Barwert der rückgedeckten Versorgungszusagen 179 856
Zeitwert des Planvermögens (Rückdeckungsversicherung) - 142 - 720
Barwert der Versorgungszusagen 49.672 48.287

Während der Berichtsperiode hat sich der Wert der Pensionsrückstellungen auf Konzernebene wie nachfolgend dargestellt verändert:

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Tausend € 2010 2009
Pensionsrückstellung am 01. Januar 48.287 43.388
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 2.992 - 2.718
Pensionszahlungen der Berichtsperiode - 2.772 - 2.366
Pensionsaufwand 4.513 5.533
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Verluste 2.636 4.450
Pensionsrückstellung am 31. Dezember 49.672 48.287

Aus den leistungsorientierten Versorgungssystemen ergibt sich im Berichtsjahr ein Gesamtaufwand in Höhe von 4.746 T € (i. Vj. 5.922 T €). Auf den nicht fortgeführten Geschäftsbereich entfiel im Geschäftsjahr ein Gesamtaufwand in Höhe von 233 T € (i. Vj. 985 T €). Der Gesamtaufwand der fortgeführten Geschäftsbereiche setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

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Tausend € 2010 2009*)
Laufender Dienstzeitaufwand 2.258 2.082
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 412
Änderung des Zeitwerts des Planvermögens (Rückdeckungsversicherung) - 12 - 11
Zinsaufwand 2.267 2.454
4.513 4.937

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Im Geschäftsjahr 2010 werden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 2.636 T € (i. Vj. 4.450 T €) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die Pensionsaufwendungen sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

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Tausend € 2010 2009*)
Herstellungskosten 1.106 1.193
Marketing- und Vertriebskosten 366 411
Verwaltungskosten 405 452
Forschungs- und Entwicklungskosten 381 438
Finanzaufwendungen 2.255 2.443
4.513 4.937

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Der Berechnung liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

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Prozent 2010 2009
Abzinsungssatz am 31. Dezember 4,6 - 4,8 % 4,9 - 5,4 %
Erwartete Rendite auf das Planvermögen 2,0 - 6,0 % 2,0 - 6,0 %
Steigerungsrate für Lohn und Gehalt 3,3 % 3,3 %
Rentensteigerungssatz 2,0 % 2,0 %
Fluktuationsrate 3,0 - 6,9 % 3,0 - 4,5 %

Mit Ausnahme des Abzinsungssatzes basieren die versicherungsmathematischen Annahmen auf historischen Erfahrungswerten.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO):

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Tausend € 2010 2009
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 01. Januar 49.007 44.127
Laufender Dienstzeitaufwand 2.258 2.648
Zinsaufwand 2.267 2.491
Versicherungsmathematische Verluste 2.636 4.450
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 412
Gezahlte Versorgungsleistungen - 2.864 - 2.403
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 3.490 - 2.718
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31. Dezember 49.814 49.007

In der folgenden Tabelle ist die Überleitungsrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens dargestellt:

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Tausend € 2010 2009
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 01. Januar 720 739
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 497 -
Erwartete Erträge aus Planvermögen 12 18
Versicherungsmathematische Verluste - 5 - 8
Beiträge des Arbeitgebers - - 29
Gezahlte Versorgungsbeiträge - 88 -
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 142 720

Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betragen in diesem Geschäftsjahr 7 T € (i. Vj. 17 T €).

Das Planvermögen besteht wie im Vorjahr ausschließlich aus Versicherungsverträgen.

Nach IAS 19.120A p) ist eine Übersicht des aktuellen Jahres und der letzten vier Jahre anzugeben:

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Tausend € 2010 2009 2008 2007 2006
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 49.814 49.007 44.127 43.780 43.799
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 142 720 739 677 676
Erwartungsbedingte Anpassungen:
a) der Planschulden 2.632 4.771 1.273 861 1.501
b) des Planvermögens - 2 - 8 - 2 - 8 - 32

Im Geschäftsjahr wurden 6.391 T € (i. Vj. 5.627 T €) als Aufwand für beitragsorientierte Versorgungspläne erfasst.

Die Aufwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen gliedern sich wie folgt auf:

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Tausend € 2010 2009*)
Beitragsorientierte Pläne des Unternehmens 874 127
Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung 5.517 5.500
6.391 5.627

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

E14 Sonstige Rückstellungen

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Tausend € Altersteilzeit Sonstige personalbezogene Verpflichtungen Übrige Gesamt Davon kurzfristig
Stand zum 31. Dezember 2008 2.190 10.867 9.866 22.923 19.270
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - 228 - 1.378 - 290 - 1.896
Zuführungen 764 7.948 6.590 15.302
Inanspruchnahme - 1.047 - 7.689 - 2.837 - 11.573
Auflösungen - - 555 - 889 - 1.444
Umbuchungen - 322 - 322 -
Währungsumrechnungsdifferenzen - - 47 - 42 - 89
Aufzinsung - 123 113 68 58
Stand zum 31. Dezember 2009 1.556 9.581 12.144 23.281 19.622
Umgliederung in den nicht fortgeführten Geschäftsbereich - - 805 - 24 - 829
Zuführungen 603 6.261 4.552 11.416
Inanspruchnahme - 1.114 - 5.742 - 4.540 - 11.396
Auflösungen - - 905 - 2.170 - 3.075
Umbuchungen - - 843 843 -
Währungsumrechnungsdifferenzen - 162 124 286
Aufzinsung - 37 26 - 107 - 118
Stand zum 31. Dezember 2010 1.008 7.735 10.822 19.565 16.454

Gemäß dem Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie e.V., der eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 hatte, ist eine entsprechende Rückstellung gebildet worden. In der Rückstellung sind nur noch Verpflichtungen für laufende Altersteilzeitverhältnisse (Erfüllungsrückstand, Aufstockungsbeträge und gegebenenfalls Abfindungen) enthalten, da nach Auslaufen des Tarifvertrags zukünftig keine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss neuer Altersteilzeitverträge mehr besteht.

Die sonstigen personalbezogenen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen, Jubiläen und Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für das Long Term Incentive-Programm sowie den negativen Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten, Garantien, Prozessrisiken und ähnliche Sachverhalte.

In den Zuführungen des Geschäftsjahres 2010 sind im Wesentlichen Zuführungen zu den Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter in Höhe von 5.380 T €, dem Long Term Incentive-Programm in Höhe von 637 T € sowie zur Altersteilzeit in Höhe von 603 T € enthalten.

Gemäß IFRS 5 wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.874 T € dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich zugeordnet. Im Rückstellungsspiegel ist die Umgliederung der Vorträge des ehemaligen Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring in Höhe von 829 T € aus dem Geschäftsjahr 2009 ausgewiesen.

Die Auflösungen der sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit einem Betrag in Höhe von 841 T € Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter.

Die Auswirkungen von Änderungen des Abzinsungssatzes auf den Barwert des Vorjahres betragen - 16 T €.

E15 Finanzverbindlichkeiten

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Tausend € 2010 2009
Langfristige Verbindlichkeiten
Besicherte Bankverbindlichkeiten 109.667 130.165
Unbesicherte nachrangige Darlehensverbindlichkeiten 17.406 17.358
Unbesicherte sonstige Darlehen 1.612 50
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3.491 6.147
132.176 153.720
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Besicherte Bankverbindlichkeiten 21.927 30.519
Unbesicherte nachrangige Darlehensverbindlichkeiten 345 12.385
Unbesicherte sonstige Darlehen 4.950 3.508
Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.667 4.410
28.889 50.822

Mit Ausnahme des kurzfristigen Anteils der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entsprechen die Bilanzwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wegen deren kurzen Laufzeiten näherungsweise dem Marktwert.

Die Konsortialkredit-Vereinbarung beinhaltet eine kurzfristige Tranche in Höhe von 40 Mio. €, eine langfristige Tranche in Höhe von 85 Mio. € mit einer Vollamortisation binnen sieben Jahren sowie eine im Jahr 2015 endfällige Tranche von 50 Mio. €.

Mit Wirkung zum 06. Mai 2009 wurde eine zusätzliche Kreditvereinbarung abgeschlossen. Diese ergänzt den durch die Konsortialkredit-Vereinbarung eingeräumten Finanzierungsrahmen um eine zweijährige Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 40 Mio. €. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Linie in Höhe von 15 Mio. € zur Deckung von Wechselkursrisiken des Euros zum US-Dollar für ein Darlehen der Biotest Pharmaceuticals Corporation vereinbart. Dadurch ist gesichert, dass Wechselkursänderungen die freie Kreditlinie nicht einschränken, sofern die Effekte unter 15 Mio. € liegen.

Von den im Konsortial-Kreditvertrag zugesagten Kreditlinien bleiben im Geschäftsjahr 2010 76.685 T € (i. Vj. 62.831 T €) ungenutzt. Des Weiteren sind ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 42.466 T € (i. Vj. 27.196 T €) vorhanden.

Informationen über die Absicherung der Währungskurs- und Zinsrisiken sind in Kapitel F3 Finanzrisikomanagement zu finden.

Die unbesicherten nachrangigen Darlehensverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen ein durch Genussrechtsvereinbarung vom 25. November 2005 aufgenommenes endfälliges Darlehen (Nennbetrag 10.000 T €) in Höhe von 9.907 T € (i. Vj. 9.858 T €), für das ein Rangrücktritt vereinbart wurde. Die Verzinsung dieses Darlehens ist abhängig von Finanzkennzahlen. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte abzüglich eines Disagios.

Die Biotest AG ist im Zusammenhang mit der Konsortialkredit-Vereinbarung verpflichtet, bestimmte Finanzrelationen einzuhalten. Diese betreffen ein bestimmtes Verhältnis der Netto-Finanzverschuldung zum EBITDA, der Netto-Finanzverschuldung zum haftenden Eigenkapital sowie des EBITDA zum Zinsaufwand. Diese Finanzrelationen werden vierteljährlich zum Quartalsende auf Basis der konsolidierten Konzernjahres- beziehungsweise Quartalsabschlüsse ermittelt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Finanzrelationen wie im Vorjahr immer eingehalten.

Die Konditionen und Tilgungsmodalitäten der Finanzverbindlichkeiten sowie ihre Fälligkeitsstruktur sind im Folgenden dargestellt:

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Tausend € 2010 Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
Besicherte Bankverbindlichkeiten:
USD - variabel zu 0,9 bis 2,4 % 64.070 7.766 56.304 -
EUR - variabel zu 1,1 bis 2,9 % 61.646 12.502 49.144 -
EUR - fest zu 3,8 bis 6,4 % 5.672 1.453 3.750 469
USD - variabel zu 2,8 % 206 206 - -
Sonstige Darlehen:
EUR - variabel zu 4,0 bis 4,6 % 3.999 3.948 51 -
USD - fest zu 2,1 bis 3,5 % 2.178 617 1.561 -
EUR - fest zu 6,0 % 385 385 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing:
EUR - fest zu 4,0 bis 5,4 % 5.158 1.667 3.491 -
Unbesicherte Darlehensverbindlichkeiten:
EUR - variabel zu 1,3 bis 3,6 % 10.069 163 9.906 -
EUR - fest zu 3,1 bis 3,6 % 7.682 182 6.250 1.250
161.065 28.889 130.457 1.719

Die Konditionen und Tilgungsmodalitäten der Finanzverbindlichkeiten des Vorjahres sowie ihre Fälligkeitsstruktur gliedern sich wie folgt:

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Tausend € 2009 Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
Besicherte Bankverbindlichkeiten:
EUR - variabel zu 1,5 bis 2,7 % 85.849 22.395 12.808 50.646
USD - variabel zu 1,0 bis 2,6 % 62.377 3.373 59.004 -
EUR - fest zu 3,8 bis 6,4 % 11.063 3.356 6.070 1.637
HUF - variabel zu 8,6 % 1.109 1.109 - -
GBP - variabel zu 2,9 % 286 286 - -
Sonstige Darlehen:
EUR - variabel zu 2,9 bis 4,6 % 3.120 3.070 50 -
USD - fest zu 2,3 % 258 258 - -
EUR - fest zu 3,3 bis 6,0 % 180 180 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing:
EUR - fest zu 4,0 bis 7,4 % 10.557 4.410 6.144 3
Unbesicherte Darlehensverbindlichkeiten:
EUR - fest zu 1,3 bis 3,6 % 18.977 11.477 3.750 3.750
EUR - variabel zu 2,0 bis 7,0 % 10.285 427 9.858 -
HUF - variabel zu 8,6 % 481 481 - -
204.542 50.822 97.684 56.036

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden wie folgt getilgt:

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Tausend € Zahlung Zinsen Tilgung
2010
Fällig in < 1 Jahr 1.935 268 1.667
Fällig in 1 bis 5 Jahren 3.814 323 3.491
Fällig in > 5 Jahren - - -
5.749 591 5.158
2009
Fällig in < 1 Jahr 5.165 755 4.410
Fällig in 1 bis 5 Jahren 6.824 680 6.144
Fällig in > 5 Jahren 3 - 3
11.992 1.435 10.557

Im Zuge der Konsortialkredit-Vereinbarung wurde eine Grundschuld über 95 Mio. € für Grundstücke der Biotest Pharma GmbH und der Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH als Drittsicherungsgeber als Sicherheiten begeben. Die Bestellung einer Globalgrundschuld an den Grundstücken der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften in Höhe von 100 Mio. € wurde am 18. März 2003 im Rahmen der früheren Sicherheiten-Treuhandvereinbarung notariell beglaubigt. Des Weiteren wurden die Geschäftsanteile der Biotest Pharmaceuticals Corporation als Sicherheit verpfändet.

E16 Sonstige Verbindlichkeiten

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Tausend € 2010 2009
Provisionsverbindlichkeiten 11.289 10.236
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern 4.070 2.284
Abgegrenzte Verbindlichkeiten 1.395 2.523
Verbindlichkeiten im Rahmen sozialer Sicherheit 1.097 1.435
Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern 1.001 1.375
Erhaltene Anzahlungen 874 569
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 73 52
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.876 2.215
Rechnungsabgrenzungen 1.011 703
22.686 21.392

In diesem Geschäftsjahr bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 255 T € (i. Vj. 375 T €) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

F SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

F1 Long Term Incentive-Programm

Die Biotest AG verfolgt eine an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik im Sinne des Shareholder Value-Prinzips, die die langfristige Wertsteigerung der Biotest Gruppe fördert. Die Gesellschaft hat deshalb in 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschieden, ein Long Term Incentive-Programm (LTIP) einzuführen, das mit der Zustimmung des Aufsichtsrats jährlich fortgesetzt werden kann.

Das bisherige LTIP 2006 mit den Tranchen 2006, 2007 und 2008 bildet hinsichtlich der Bedingung eines Eigeninvestments seitens des berechtigten Teilnehmers eine Einheit: Das Eigeninvestment musste nicht jeweils zusätzlich bei jeder neuen Tranche erbracht werden, sondern konnte aus der ersten Tranche angerechnet werden. Die Tranchen 2006 und 2007 sind bereits zur Auszahlung gelangt, die Tranche 2008 lief bis zum 31. Dezember 2010 und wird im Mai 2011 ausgezahlt.

In 2009 wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschieden, das Long Term Incentive-Programm mit dem LTIP 2009 in 2009 fortzusetzen. In 2010 wurde das in 2009 aufgesetzte LTIP um eine zweite Tranche erweitert. Für das LTIP 2009 muss allerdings ein weiteres Eigeninvestment seitens der berechtigten Teilnehmer erbracht werden. Wie bereits bei dem LTIP 2006 kann das Eigeninvestment aus der ersten Tranche 2009 auf jede neue Tranche angerechnet werden.

Die Werte in der Darstellung der Tranchen 2008, 2009 und 2010 beziehen sich auf alle Mitarbeiter, die berechtigt sind, an dem Programm teilzunehmen.

Long Term Incentive-Programm 2009 / Tranche 2010 (LTIP 2010)

Das Programm begann am 01. Juni 2010 und läuft bis zum 31. Dezember 2012. Die Ausgestaltung der Tranche 2010 ist angelehnt an das bisherige LTIP 2009 und ist mit diesem identisch strukturiert.

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Eigeninvestment des Teilnehmers durch den Kauf von Vorzugsaktien der Biotest AG. Das Eigeninvestment besteht aus der Addition von neu im Rahmen vom LTIP zu erwerbenden Vorzugsaktien ("Neuinvestment") und einer vom Neuinvestment abhängigen Anzahl von zusätzlich einzubringenden Vorzugsaktien ("Zusatzinvestment").

Um an dem LTIP 2010 teilzunehmen, ist jeder berechtigte Teilnehmer verpflichtet, als Zusatzinvestment 50 % der Anzahl der im Rahmen des Neuinvestments erworbenen Vorzugsaktien zusätzlich bereitzustellen. Die Berechtigten können Vorzugsaktien, die sie im Rahmen des LTIP 2008 und / oder des LTIP 2009 erworben und / oder eingebracht haben, als Neuinvestment und / oder Zusatzinvestment für das LTIP 2010 einbringen. Ausschließlich das Neuinvestment fließt in die Berechnung der Incentive-Zahlung im Rahmen des LTIP 2010 ein.

Das gesamte Eigeninvestment in Vorzugsaktien ist mindestens solange im Depot zu halten, bis die Incentive-Zahlung geleistet wird. Bei den Teilnehmern der Tochtergesellschaft Biotest Pharmaceuticals Corporation ist aus rechtlichen Gründen, die speziell aus dem Recht der USA resultieren, ein Eigeninvestment nicht erforderlich, die Incentive-Zahlung wurde dabei um 15 % niedriger angesetzt als bei Berechtigten der Biotest AG.

Nach Ablauf des Programms erhält jeder Berechtigte nach der Hauptversammlung voraussichtlich im Mai 2012 eine Incentive-Zahlung in bar, die abhängig ist vom Neuinvestment, dem Fixgehalt zum 01. Oktober 2010 sowie der Erreichung zweier Erfolgsziele. Den Erfolgszielen sind Faktoren zugeordnet, die beide mit dem Neuinvestment multipliziert werden.

Die Höhe der Incentive-Zahlung berechnet sich nach folgender Formel:

Die Höhe der Erfolgsfaktoren ergibt sich daraus, in welchem Umfang das Unternehmen vereinbarte Erfolgsziele erreicht hat.

Das Erfolgsziel 1 umfasst die Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu einem relevanten Vergleichsparameter. Hierzu wird die Performance der Vorzugsaktie der Biotest AG mit der Kursentwicklung der im Börsensegment SDAX gelisteten Aktien verglichen.

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Position zur Benchmark (Aktien SDAX) Erfolgsfaktor 1
gleich oder besser als3. Quartil und mindestens 15% absolute Kurssteigerung auf den Vergleichsparameter maximal 0,05
gleich oder besser als 3. Quartil 0,04
gleich Median 0,02
gleich 1. Quartil 0,01
schlechter als 1. Quartil 0,00

Grundvoraussetzung für das Erfolgsziel 1 ist, dass im Geschäftsjahr 2012 ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von mindestens 15.000 T € erreicht wird. Bleibt das EBIT im Jahr 2012 unter 15.000 T €, ist der Faktor auf jeden Fall 0.

Das Erfolgsziel 2 bezieht sich auf die durchschnittlich erreichte EBIT-Marge auf Konzernebene in den Jahren 2010, 2011 und 2012. Hierzu wird aus den jährlichen EBIT-Margen die Summe gebildet und diese durch drei geteilt.

Auch der Erfolgsfaktor 2 ist an eine weitere Grundvoraussetzung geknüpft. Der Faktor wird nur wirksam, wenn sich der Kurs der Biotest-Vorzugsaktie während der Laufzeit besser entwickelt hat als das 1. Quartil der SDAX-Aktien. Die Berechnung erfolgt analog zum Erfolgsfaktor 1.

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Durchschnittliche EBIT-Marge 2010 - 2012 Erfolgsfaktor 2
besser als 16,4 % maximal 0,05
gleich 16,4 % 0,04
gleich 14,2 % 0,02
gleich 13,2 % 0,01
unter 12,2 % 0,00

Bei einer Zielerreichung zwischen den angegebenen Werten wird der jeweilige Faktor durch lineare Interpolation bestimmt.

Sind beide Performance-Kriterien erfüllt, so werden nach Ablauf des Performance-Zeitraums mindestens 1 % und maximal 10 % des Jahresfixgehalts per 01. Oktober 2010 bei einem Neuinvestment von 100 Aktien ausgezahlt.

Neben den Vorstandsmitgliedern nehmen noch 110 weitere Personen der Biotest Gruppe mit einem Neuinvestment von insgesamt 28.620 Vorzugsaktien am Long Term Incentive-Programm 2010 teil. Den Mitarbeitern der Biotest Pharmaceuticals Corporation wurden 6.200 Vorzugsaktien virtuell zugeordnet.

Die Bewertung wurde mit Hilfe der Monte Carlo-Simulation durch externe Gutachter (Towers Watson, Frankfurt am Main) durchgeführt. In der Bewertung der Market Conditions sowie der Non-Market Conditions nach IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" werden Bedingungen, die die Incentive-Zahlung beeinflussen, am Markt aber nicht zu beobachten sind, von den beobachtbaren Marktkonditionen getrennt. Die Ermittlung für die Market Conditions wird in einer Bewertung des Fair Value vorgenommen. Der Fair Value der Gewährung der Incentive-Zahlung bezüglich der Outperformance des SDAX beträgt zum 31. Dezember 2010 2,240 € pro 100 Vorzugsaktien und 100 € Fixum; zum Zeitpunkt der Gewährung am 01. Juni 2010 betrug der Fair Value 2,324 €. Die Berücksichtigung der Non-Market Conditions erfolgt durch Addition des Erfolgsfaktors 2, der auf Basis von Planungsrechnungen ermittelt wird. Die Summe der Faktoren ergibt zum 31. Dezember 2010 einen Wert von 3,0090 %.

Alle nicht direkt beobachtbaren Marktparameter werden durch statistische Schätzungen ermittelt. Für die Schätzung der Volatilitäten werden historische Marktdaten für die Bewertung herangezogen. Der anzusetzende risikolose Marktzinssatz wird auf der Grundlage der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Parameter nach der Svensson-Methode ermittelt. Zur Ermittlung der Anzahl der voraussichtlich während des Zeitraums aus dem Programm ausscheidenden Personen wurde die Fluktuationsrate der begünstigten Mitarbeiter mit 4 % angenommen.

Als Rückstellung zum 31. Dezember 2010 wurde entsprechend der Verteilung über den Gesamtzeitraum bis zum 31. Dezember 2012 ein anteiliger Wert in Höhe von 234 T € angesetzt, der auch dem Periodenaufwand in 2010 entspricht.

Long Term Incentive-Programm 2009 / Tranche 2009 (LTIP 2009)

Das Programm begann am 01. Juni 2009 und läuft bis zum 31. Dezember 2011. Die Ausgestaltung des LTIP 2009 ist angelehnt an das bisherige LTIP 2006 mit den Tranchen 2006, 2007 und 2008 und ist mit der Beschreibung des LTIP 2010 weitgehend identisch strukturiert. Die inhaltliche Beschreibung ist mit dem LTIP 2010 identisch. Die unterschiedlichen Parameter werden folgend aufgeführt.

Der Erfolgsfaktor 1 des LTIP 2009 ist zum Erfolgsfaktor 1 des LTIP 2010 identisch und stellt sich wie folgt dar:

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Position zur Benchmark (Aktien SDAX) Erfolgsfaktor 1
gleich oder besser als 3. Quartil und mindestens 15% absolute Kurssteigerung auf den Vergleichsparameter maximal 0,05
gleich oder besser als 3. Quartil 0,04
gleich Median 0,02
gleich 1. Quartil 0,01
schlechter als 1. Quartil 0,00

Grundvoraussetzung für das Erfolgsziel 1 ist allerdings, dass im Geschäftsjahr 2011 ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) vor Berücksichtigung des LTIP in Höhe von mindestens 15.000 T € erreicht wird. Bleibt das EBIT im Jahr 2011 unter 15.000 T €, ist der Faktor auf jeden Fall 0.

Auch der Erfolgsfaktor 2 ist an eine weitere Grundvoraussetzung geknüpft. Der Faktor wird nur wirksam, wenn sich der Kurs der Biotest-Vorzugsaktie während der Laufzeit besser entwickelt hat als das 1. Quartil der SDAX-Aktien. Die Berechnung erfolgt analog zum Erfolgsfaktor 1.

Der Erfolgsfaktor 2 des LTIP 2009 hat zum Erfolgsfaktor 2 des LTIP 2010 leicht veränderte Intervalle und stellt sich wie folgt dar:

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Durchschnittliche EBIT-Marge 2009 - 2011 Erfolgsfaktor 2
besser als 16,3 % 0,05
gleich 16,3 % 0,04
gleich 14,0 % 0,02
gleich 13,0 % 0,01
unter 11,9 % 0,00

Die Höhe der Incentive-Zahlung berechnet sich nach folgender Formel:

Als Rückstellung zum 31. Dezember 2010 wurde entsprechend der Verteilung über den Gesamtzeitraum bis zum 31. Dezember 2011 ein anteiliger Wert in Höhe von 258 T € angesetzt.

Der Periodenaufwand in 2010 beträgt 67 T €.

Dabei veränderte sich die Summe der Faktoren zum 31. Dezember 2010 von 2,7468 % am 31. Dezember 2009 auf 1,0220 %.

Long Term Incentive-Programm 2006 / Tranche 2008 (LTIP 2008)

Die Tranche 2008 des Long Term Incentive-Programms wurde im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ausführlich beschrieben.

Der Erfolgsfaktor 1 der Tranche 2008 ist zur Tranche 2007 und zur Tranche 2006 identisch und stellt sich wie folgt dar:

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Position zur Benchmark (Aktien SDAX) Erfolgsfaktor 1
besser als 3. Quartil 0,04
gleich Median 0,02
besser als 1. Quartil 0,01
schlechter/gleich 1. Quartil 0,00

Grundvoraussetzung für das Erfolgsziel 1 ist allerdings, dass im Geschäftsjahr 2010 ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) vor Berücksichtigung des LTIP in Höhe von mindestens 10.000 T € erreicht wird. Bleibt das EBIT im Jahr 2010 unter 10.000 T €, ist der Faktor auf jeden Fall 0.

Auch der Erfolgsfaktor 2 ist an eine weitere Grundvoraussetzung geknüpft. Der Faktor wird nur wirksam, wenn sich der Kurs der Biotest-Vorzugsaktie während der Laufzeit besser entwickelt hat als das 1. Quartil der SDAX-Aktien. Die Berechnung erfolgt analog zum Erfolgsfaktor 1.

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Durchschnittliche EBIT-Marge 2008 - 2010 Erfolgsfaktor 2
16,3 % und höher 0,04
gleich 12,8 % 0,02
mindestens 10,9 % 0,01
unter 10,9 % 0,00

Die Höhe der Incentive-Zahlung berechnet sich nach folgender Formel:

Die bilanzielle Bewertung der Tranche 2008 wurde in der Bilanz zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 1.646 T € als Rückstellung angesetzt.

Der Periodenaufwand in 2010 beträgt 596 T €.

Dabei veränderte sich die Summe der Faktoren von 5,450 % im Vorjahr auf 5,889 % zum 31. Dezember 2010.

Long Term Incentive-Programm 2006 / Tranche 2007 (LTIP 2007)

Die Tranche 2007 des Long Term Incentive-Programms wurde im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 ausführlich beschrieben.

Die Tranche 2007 kam im Mai 2010 mit einem Betrag von 1.284 T € zur Auszahlung. Die Aktienperformance betrug dabei 4,0 % je 100 Vorzugsaktien, die durchschnittlich erreichte EBIT-Marge über die Jahre 2007 bis 2009 12,4767 %. Die Summe der Faktoren erreichte dabei 5,82556 %. Das zur Anrechnung herangezogene Eigeninvestment in Vorzugsaktien lag bei 16.080 Stück.

Auswirkungen der Veräußerung des aufgegebenen Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik auf das LTIP

Die berechtigten Teilnehmer, die im Rahmen der Veräußerung des Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik nicht mehr Mitarbeiter der Biotest Gruppe sind, sondern deren Arbeitsverhältnisse im Rahmen der Veräußerung auf die Bio-Rad Gruppe, USA, zum 06. Januar 2010 übergingen, schieden aus dem LTIP aus. Sie erhielten eine anteilige Incentive-Zahlung, die sich am Stichtag der Ad-Hoc-Meldung der Veräußerung, dem 23. Oktober 2009, orientiert hat.

Insgesamt ist hierfür ein Betrag in Höhe von 379 T € im Januar 2010 zur Auszahlung gekommen, der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 zurückgestellt war.

Auswirkung des aufzugebenden Geschäftsbereichs Mikrobiologisches Monitoring auf das LTIP

Die berechtigten Teilnehmer, die im Rahmen der erwarteten Veräußerung des Segments Mikrobiologisches Monitoring nicht mehr Mitarbeiter der Biotest Gruppe sein werden, sondern deren Arbeitsverhältnisse auf den Erwerber übergehen werden, werden aus dem LTIP ausscheiden. Sie werden eine anteilige Incentive-Zahlung erhalten, die sich am Stichtag der Ad-Hoc-Meldung der Veräußerung orientiert.

Weitere allgemeine Angaben zum LTIP

Der Anspruch auf eine Incentive-Zahlung verfällt bei beiden Programmen und allen Tranchen, wenn das Beschäftigungsverhältnis - gleich aus welchem Grunde - innerhalb der Biotest Gruppe endet (außer bei Ruhestand, Vorruhestand, Altersteilzeit, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit).

Der Teilnehmer erhält eine anteilige Incentive-Zahlung bei einem Kontrollwechsel, bei dem mindestens 30 % der Stimmrechte auf einen Aktionär übergehen, der vorher noch nicht über diese Stimmrechte verfügen konnte, bei Delisting vom amtlichen Markt, bei einer Verschmelzung oder einem Formwechsel der Obergesellschaft oder einem Ausscheiden des Unternehmens, in dem der Teilnehmer beschäftigt ist, aus dem Beteiligungskreis der Obergesellschaft.

F2 Finanzinstrumente

F2.1 Klassifikation der Finanzinstrumente

Die Biotest Gruppe klassifiziert die Finanzinstrumente entsprechend ihrer Bilanzierung. Die Unterscheidung basiert auf dem Wertansatz, dementsprechend werden die finanziellen Vermögenswerte und die finanziellen Verbindlichkeiten unterteilt in zu fortgeführten Anschaffungskosten und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Derivate bilden eine eigenständige Klasse.

In eine Klasse können verschiedene Bilanzposten einfließen. Die Biotest Gruppe klassifiziert die Finanzinstrumente wie folgt:

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Klasse der Finanzinstrumente Bilanzposten Bewertungskategorie
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente keine
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR
Sonstige Finanzanlagen HtM
Sonstige Vermögenswerte LaR
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte Sonstige Finanzanlagen FAFVtPL
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten FLAC
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing keine
Derivate Sonstige Vermögenswerte FAHfT
Sonstige Rückstellungen FLHfT

Die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden wie folgt abgekürzt: Kredite und Forderungen / Loans and Receivables (LaR), bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen / Held to Maturity (HtM), zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss (FAFVtPL), zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte / Financial Assets Held for Trading (FAHfT), zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten / Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten / Financial Liabilities at Amortised Cost (FLAC).

Im Geschäftsjahr 2010 wurde wie im Vorjahr keine Reklassifizierung der Finanzinstrumente vorgenommen.

F2.2 Überleitung Bilanzposten zu Bewertungskategorien sowie deren Wertansätze und beizulegende Zeitwerte

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Tausend € Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39
Bilanzposten Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Buchwert zum 31.12.2010 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungs- kosten Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 98.300 98.300 - - -
Sonstige Forderungen LaR 10.898 10.898 - - -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Herausgabeanspruch auf griech. Staatsanleihen / Rentenfonds FAFVtPL 19.296 - - - 19.296
Festverzinsliche Anlagen HtM 45 45 - - -
Ausleihungen an Mitarbeiter LaR - - - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 651 - - - 651
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 42.779 42.779 - - -
Besicherte Bankverbindlichkeiten FLAC 67.524 67.524 - - -
Unbesicherte Bankverbindlichkeiten FLAC 81.822 81.822 - - -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 22.686 22.686 - - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 5.158 - - - -
Sonstige unbesicherte Darlehen FLAC 6.561 6.561 - - -
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 334 - - - 334

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Tausend € Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39
Bilanzposten Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2010 Buchwert zum 31.12.2009 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungs- kosten
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR - 98.300 95.992 95.992 -
Sonstige Forderungen LaR - 10.898 18.279 18.279 -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Herausgabeanspruch auf griech. Staatsanleihen / Rentenfonds FAFVtPL - 19.296 136 - -
Festverzinsliche Anlagen HtM - 45 68 68 -
Ausleihungen an Mitarbeiter LaR - - 11 11 -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT - 651 984 - -
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC - 42.779 40.583 40.583 -
Besicherte Bankverbindlichkeiten FLAC - 67.728 160.684 160.684 -
Unbesicherte Bankverbindlichkeiten FLAC 82.859 29.743 29.743 -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC - 22.686 21.392 21.392 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 5.158 5.110 10.557 - -
Sonstige unbesicherte Darlehen FLAC - 6.561 3.558 3.558 -
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT - 334 433 - -

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Tausend € Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39
Bilanzposten Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR - - - 95.992
Sonstige Forderungen LaR - - - 18.279
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Herausgabeanspruch auf griech. Staatsanleihen / Rentenfonds FAFVtPL - 136 - 136
Festverzinsliche Anlagen HtM - - - 68
Ausleihungen an Mitarbeiter LaR - - - 11
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT - 984 - 984
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC - - - 40.583
Besicherte Bankverbindlichkeiten FLAC - - - 160.972
Unbesicherte Bankverbindlichkeiten FLAC - - - 30.617
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC - - - 21.392
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. - - 10.557 10.145
Sonstige unbesicherte Darlehen FLAC - - - 3.558
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT - 433 - 433

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einem Buchwert in Höhe von 18.541 T € (i. Vj. 6.730 T €) sind in der obigen Tabelle nicht enthalten, da diese Finanzinstrumente keiner Bewertungskategorie von IAS 39 zugeordnet sind.

F2.3 Aggregation der Bewertungskategorien samt Wertansätzen und beizulegender Zeitwerte

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Tausend € Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39
Kategorien Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Buchwert zum 31.12.2010 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
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Kredite und Forderungen LaR 109.198 109.198 - - -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen HtM 45 45 - - -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte FAFVtPL 19.296 - - - 19.296
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 651 - - - 651
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 221.372 221.372 - - -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 334 - - - 334

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Tausend € Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39
Kategorien Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2010 Buchwert zum 31.12.2009 Fortgeführte Anschaffungskosten An- schaffungskosten
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Kredite und Forderungen LaR - 109.849 114.282 114.282 -
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen HtM - 45 68 68 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte FAFVtPL - 19.296 136 - -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT - 651 984 - -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLAC - 221.613 255.960 255.960 -
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT - 334 433 - -

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Tausend € Wertansatz in der Bilanz nach IAS 39
Kategorien Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Wertansatz in der Bilanz nach IAS 17 Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2009
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Kredite und Forderungen LaR - - - 114.282
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen HtM - - - 68
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte FAFVtPL - 136 - 136
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT - 984 - 984
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLAC - - - 257.122
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT - 433 - 433

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Aus diesem Grund entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten.

Bei sonstigen langfristigen Forderungen sowie bei Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden und die somit Restlaufzeiten von über einem Jahr aufweisen, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten weisen regelmäßig Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf. Daher stellen auch hier die Buchwerte näherungsweise die entsprechenden beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der nach den einzelnen Währungen betrachteten Credit Spread-Kurve bestimmt.

Zum 31. Dezember 2010 hat die Biotest Gruppe keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Die Finanzinstrumente, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind gemäß IFRS 7.27A in eine dreistufige Hierarchie der Zeitwertermittlung einzuordnen. Die Stufe spiegelt jeweils die Marktnähe der bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einbezogenen Daten wider.

Die Bewertung der originären finanziellen Vermögenswerte (Herausgabeanspruch auf griechische Staatsanleihen sowie Rentenfonds-Anteile) wird in Kapitel E5 Sonstige Finanzanlagen näher erläutert. Diese Vorgehensweise der Zeitwertermittlung entspricht einer Zuordnung der Stufe 2.

Bei den derivativen finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten (Zinscaps, Zinsswaps und Devisengeschäften) wird eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven vorgenommen. Die Zuordnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt in der Hierarchiestufe 2.

F2.4 Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Im Folgenden ist das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien für das Geschäftsjahr 2010 dargestellt:

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Tausend € Aus der Folgebewertung
Kategorien Aus Zinsen Zum beizulegenden Zeitwert Währungs- umrechung Wertberichtigung Aus Abgang Nettoergebnis 2010
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Kredite und Forderungen 494 - 12 - 389 - 117
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 1 - - - - 1
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 4 - 5.566 - - - - 5.562
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte - - 333 - - - - 333
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten - 55 - - - 55
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - 5.108 - - 564 - - - 5.672
Gesamt - 4.609 - 5.844 - 552 - 389 - - 11.394

Im Folgenden ist das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien für das Vorjahr dargestellt:

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Tausend € Aus der Folgebewertung
Kategorien Aus Zinsen Zum beizulegenden Zeitwert Währungs- umrechnung Wertberichtigung Aus Abgang Nettoergebnis 2009*)
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Kredite und Forderungen 91 - - 416 - 1.383 - - 1.708
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 8 - - - - 8
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 5 - - - - 5
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte - - 27 - - - - 27
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten - - 318 - - - - 318
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - 8.512 - - 1.101 - - - 9.613
Gesamt - 8.408 - 345 - 1.517 - 1.383 - - 11.653

*) Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs

Alle Komponenten des Nettoergebnisses werden in den sonstigen Finanzaufwendungen beziehungsweise sonstigen Finanzerträgen erfasst. Ausnahme hierbei sind die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, diese werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

In dem Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zugeordnet sind, ist ein Verlust in Höhe von 278 T € (i. Vj. 345 T €) enthalten, der sowohl Zins- als auch Währungseffekte beinhaltet.

F2.5 Cashflow in Zeitbändern

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:

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Cashflow in 2011 Cashflow in 2012
Tausend € Buchwert per 31.12.2010 Fixierte Zinsen Variable Zinsen Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 149.346 - 460 - 2.328 - 22.272 - 411 - 2.056
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 5.158 - 269 - - 1.667 - 197 -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten - 6.561 - 30 - 158 - 4.949 - 28 -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten - 22.686 - - - 22.431 - 2 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - 199 - - - 199 - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - 135 - - - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 160 - - 160 - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 491 - - - - -

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Cashflow in 2012 Cashflow in 2013 Cashflow in 2014
Tausend € Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 30.937 - 364 - 1.171 - 27.187 - 250 - 958
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 1.710 - 126 - - 1.781 - -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten - 533 - 45 - - 517 - 50 -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten - 126 - 3 - - 129 - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - - 160
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -

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Cashflow in 2014 Cashflow in 2015 Cashflow nach 2015
Tausend € Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 14.742 - 125 - 722 - 53.438 - 16
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - - - - - -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten - 562 - - - - -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten - - - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -

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Cashflow nach 2015
Tausend € Tilgung
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -770
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung -
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung -

In dieser Darstellung werden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2010 im Bestand sind und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart sind, einbezogen. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge werden jeweils mit dem entsprechenden Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten werden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2010 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Vergleichswerte für den Cashflow in Zeitbändern aus Sicht des vorigen Geschäftsjahres:

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Cashflow in 2010 Cashflow in 2011
Tausend € Buchwert per 31.12.2009 Fixierte Zinsen Variable Zinsen Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 190.427 - 667 - 3.285 - 42.905 - 538 - 2.691
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 10.557 - 755 - - 4.410 - 312 -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten - 3.558 - 13 - - 3.507 - -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten - 20.823 - - - 20.695 - 1 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - 149 - - 149 - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - 284 - - 82 - - - 178
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 87 - - 87 - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 897 - - - - -

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Cashflow in 2011 Cashflow in 2012 Cashflow in 2013
Tausend € Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 22.137 - 467 - 2.371 - 31.618 - 397 - 1.322
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 2.015 - 224 - - 1.989 - 140 -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten - - - - - -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten - 44 - 3 - - 43 - 4 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - 294 - - - 213
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -

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Cashflow in 2013 Cashflow in 2014 Cashflow nach 2014
Tausend € Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen Tilgung Fixierte Zinsen Variable Zinsen
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 27.868 - 265 - 875 - 10.008 - 152 - 638
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 2.007 - 3 - - 133 - -
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten - - - - 51 - -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten - 41 - - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - - 111 - - - 36
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung - - - - - -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung - - 6 - - -

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Cashflow nach 2014
Tausend € Tilgung
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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -57.306
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -3
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten -
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung -
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung -
Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung -

F3 Finanzrisikomanagement

Biotest ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und den bestehenden internationalen Liefer- und Leistungsbeziehungen erheblichen Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt.

Biotest nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungs- und Zinspositionen, um durch Wechselkurs- beziehungsweise Zinsschwankungen bedingte Risiken zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente sind grundsätzlich dem Risiko sich ändernder Marktpreise ausgesetzt.

Biotest erfüllt derzeit nicht vollumfänglich die formalen Voraussetzungen nach IAS 39 für ein Hedge Accounting. Folglich wurden alle Gewinne und Verluste aus den Marktbewertungen der zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzten derivativen Finanzinstrumente ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt mit dem Abschluss der entsprechenden Verträge. Die Finanzinstrumente werden ursprünglich zu Anschaffungskosten bilanziert und zum Bilanzstichtag zu den jeweiligen aktuellen Marktwerten bewertet. Die Ausbuchung der Finanzinstrumente erfolgt, wenn die aus dem Vertrag resultierenden Verpflichtungen beider Parteien erfüllt wurden oder bei Glattstellung des Instruments.

Der Ausweis der Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten beziehungsweise unter den sonstigen Rückstellungen. Zum 31. Dezember 2010 sind 651 T € (i. Vj. 984 T €) unter den sonstigen Vermögenswerten und 334 T € (i. Vj. 433 T €) unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko stellt das finanzielle Risiko dar, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Durch ein fortlaufendes Forderungsmanagement wird dem Forderungsausfallrisiko begegnet. Die Bonität der Kunden wird bewertet, woraufhin das Zahlungsziel und die weiteren Konditionen festgelegt werden. Darüber hinaus werden Teile der Inlands- und ausgewählte Auslandsforderungen an Factoring-Unternehmen beziehungsweise Banken verkauft.

Zum Stichtag gibt es keine wesentlichen Kundengruppen, die ein besonderes Forderungsrisiko darstellen.

Für bestimmte Kunden in ausgewählten Ländern bestehen Kreditversicherungen mit verschiedenen Gesellschaften.

Mögliche Ausfallrisiken für originäre Finanzinstrumente sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus besteht für die Biotest Gruppe aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur weder hinsichtlich einzelner Kunden noch für einzelne Länder eine besondere Konzentration von Kreditrisiken.

Für die Darstellung des maximalen Ausfallrisikos der finanziellen Vermögenswerte wird der jeweilige Buchwert als Äquivalent für das maximale Ausfallrisiko herangezogen:

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Tausend € 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.300 95.992
Sonstige Vermögenswerte 11.549 19.264
Sonstige Finanzanlagen 19.341 215

In den sonstigen Finanzanlagen sind Ansprüche auf die Herausgabe von griechischen Staatsanleihen in Höhe von 19.160 T € enthalten.

Marktrisiken

Marktpreisrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Diese führen dazu, dass der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Cashflows der Finanzinstrumente schwanken. Marktrisiken umfassen Währungsrisiken, Zinsrisiken und andere Preisrisiken.

Währungsrisiken

Die Biotest Gruppe ist Währungsrisiken, die hauptsächlich aufgrund eines Ungleichgewichts der weltweiten Cashflows entstehen, ausgesetzt. Dieses Ungleichgewicht resultiert primär aus höheren Verkäufen in USD, denen geringere Einkäufe in USD gegenüberstehen. Gegen identifizierbare zukünftige Währungsrisiken schützt sich die Biotest Gruppe grundsätzlich, wenn sie sich diesen ausgesetzt sieht. Des Weiteren sichert sich die Biotest Gruppe selektiv gegen Risiken in der Bilanz ab. Die Biotest Gruppe nutzt Möglichkeiten zum natürlichen Ausgleich von Währungsrisiken sowie Devisentermingeschäfte für das Management von Währungsrisiken.

Die Biotest Gruppe hat in den für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen folgende Fremdwährungspositionen:

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Fremdwährungsrisiko USD GBP HUF
Tausend € 2010 2009 2010 2009 2010 2009
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Barreserve 2.357 742 730 69 398 235
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.753 14.437 2.041 1.922 1.894 1.627
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte 2.195 207 155 105 1.648 465
Sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte - - 112 46 18 10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 8.158 - 8.018 - 737 - 78 - 66 - 13
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 66.454 - 63.634 - - 286 - - 1.590
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten - 2.351 - 1.826 - 68 - 84 - 344 - 515
Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 47 - - 25 - 29 - - 13
Netto-Exposure -55.705 - 56.648 2.208 1.665 3.548 206

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Fremdwährungsrisiko RUB
Tausend € 2010 2009
--- --- ---
Barreserve - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65 424
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte - -
Sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte - 6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten - -
Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 119 - 105
Netto-Exposure - 54 325

Zum Stichtag bestanden folgende Devisenoptions- und Devisentermingeschäfte:

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Nominalvolumen Marktwerte
Tausend € 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Devisenoptionsgeschäfte - 2.890 - 37
Devisentermingeschäfte 20.181 7.835 - 43 - 99

Für die Devisenoptionsgeschäfte und Devisentermingeschäfte (Nominalvolumen: 7.500 T USD, 4.800 T GBP, 600.000 T HUF, 170.000 T JPY, 213.620 T RUB) bestehen zum Stichtag folgende Restlaufzeiten:

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Tausend € Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr
31. Dezember 2010 20.181 20.181
31. Dezember 2009 10.725 10.725

Die wesentlichen Wechselkurse während der Berichtsperiode sind im Kapitel B3 dargestellt.

Zinsrisiken

Durch die Veränderung der Zinsstrukturkurve ändert sich der Barwert der Zahlungsströme infolge eines sich ändernden Diskontierungssatzes. Die Barwertänderung kann zum einen bei den einzelnen Finanzinstrumenten aufgrund einer Verschiebung der risikolosen Zinskurve (Swapkurve) und zum anderen aufgrund einer Veränderung der in die Finanzinstrumente eingepreisten Bonitätsaufschläge (Spreadrisiken) entstehen.

Aufgrund der bestehenden Darlehensbeziehungen (siehe auch Ausführungen unter E15 Finanzverbindlichkeiten) ist die Biotest Gruppe Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Minimierung dieser Risiken wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Zum Stichtag bestehen folgende Zinssicherungsgeschäfte:

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Nominalvolumen Marktwerte
Tausend € 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Zinscaps 75.000 80.000 478 859
Zinsswaps 20.313 23.457 - 122 - 246
95.313 103.457 356 613

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden von den jeweiligen beauftragten Banken ermittelt. Sie ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Sie entsprechen den Aufwendungen beziehungsweise Erträgen bei einer Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag.

Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestehen zum Stichtag folgende Restlaufzeiten:

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Tausend € Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
2010
Zinscaps 75.000 5.000 70.000 -
Zinsswaps 20.313 313 20.000 -
95.313 5.313 90.000 -
2009
Zinscaps 80.000 - 55.000 25.000
Zinsswaps 23.457 - 20.937 2.520
103.457 - 75.937 27.520

Zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken wurden variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten mit einem Volumen von 0,3 Mio. € (i. Vj. 3,5 Mio. €) in fest verzinsliche Positionen getauscht. Für die fix gestellten Finanzverbindlichkeiten werden Zinsen in einer Höhe von 3,67 % gezahlt.

Zusätzlich sind Finanzverbindlichkeiten mit einem Volumen von 95 Mio. € (i. Vj. 75 Mio. €) gegen einen Anstieg der variablen Zinsen über kontrahierte Schwellenwerte zwischen 3,5 % und 5,0 % im Rahmen von Zinscaps und Zinsswaps gesichert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Unternehmen seine eigenen finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Durch finanzielle Engpässe können sich die Finanzierungskosten erhöhen.

Die Biotest Gruppe steuert ihre Liquidität, indem sie neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in ausreichendem Umfang liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält.

Zum 31. Dezember 2010 hatte die Biotest Gruppe folgende vertraglich vereinbarte Kreditlinien:

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Tausend € 2010 Davon in Anspruch genommen 2009 Davon in Anspruch genommen
Eingeräumte Kreditlinien (frei abrufbar) 270.958 151.959 275.511 190.915
Erhaltene feste Kreditzusagen (an bestimmte Bedingungen gebunden) 14.894 3.948 20.527 3.070
285.852 155.907 296.038 193.985

Das zentrale Treasury wird von den einzelnen Unternehmensbereichen mit Informationen versorgt, so dass ein Liquiditätsprofil erstellt werden kann. Einbezogen werden hierbei sämtliche finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten und erwartete Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen.

Eine Fälligkeitsübersicht, die zeigt, wie die Cashflows der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2010 die Liquiditätssituation der Biotest Gruppe beeinflussen, ist in Kapitel F2.5 dargestellt.

Die vorgehaltene Liquidität, kurz- und langfristige Kreditlinien sowie die Möglichkeit, durch Verbriefungen von Forderungen Mittelzuflüsse zu generieren, geben der Biotest Gruppe eine ausreichende Flexibilität, um den Refinanzierungsbedarf des Konzerns zu decken. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen wie auch der liquiden Mittel unterliegt die Biotest Gruppe keinem Konzentrationsrisiko im Bereich der Liquidität.

F4 Sensitivitätsanalyse gemäß IFRS 7.40

Die Biotest Gruppe ist Marktrisiken, bestehend aus Währungsrisiken und Zinsrisiken, ausgesetzt.

Durch eine Anwendung von Sensitivitätsanalysen wird für jede Risikoart ermittelt, welche Auswirkungen eine Änderung der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne und Verluste sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag nehmen würde.

Währungsrisiken

Für die Analyse der Währungsrisiken wird für bestimmte Fremdwährungen mit für die Biotest Gruppe signifikantem Risiko eine Sensitivitätsanalyse berechnet. Hierbei werden die folgenden wesentlichen Währungen betrachtet: USD, GBP, HUF und RUB.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Finanzergebnis um 1.020 T € höher (i. Vj. 830 T € höher) gewesen.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2010 um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Finanzergebnis um 800 T € niedriger (i. Vj. 645 T € niedriger) gewesen.

Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 1.020 T € beziehungsweise - 800 T € ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten:

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Tausend € Aufwertung des € um 10 % Abwertung des € um 10 %
EUR zu USD - 518 758
EUR zu GBP 551 - 549
EUR zu HUF 241 - 247
EUR zu RUB 513 - 512
EUR zu übrigen Währungen 233 - 250
1.020 - 800

Da nach den Regelungen von IFRS 7 Intercompany-Beziehungen nicht mit in die Berechnungen der Währungssensitivitäten einbezogen werden, diese jedoch für die Biotest Gruppe einen wesentlichen Zahlungsstrom bedeuten, entsprechen die hier dargestellten Währungsauswirkungen nicht dem Verhältnis von Sicherungs- und Basisgeschäften.

Zinsrisiken

Für das Zinsrisiko wird durch eine Sensitivitätsanalyse der Effekt einer Änderung der Marktzinssätze auf die Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dargestellt.

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins- / Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre der Fair Value der Finanzinstrumente um 1.421 T € (i. Vj. 2.399 T €) höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 669 T € (i. Vj. 1.321 T €) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von 669 T € (i. Vj. 1.321 T €) und originären finanziellen Verbindlichkeiten von 0 T € (i. Vj. 0 T €).

Vor dem Hintergrund der zum Bilanzstichtag niedrigen Referenzzinssätze beziehen sich hier die Angaben auf 70 Basispunkte. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 70 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre der Fair Value der Finanzinstrumente um 806 T € (i. Vj. 1.320 T €) niedriger gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -260 T € (i. Vj. - 535 T €) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von - 260 T € (i. Vj. - 535 T €) und originären finanziellen Verbindlichkeiten von 0 T € (i. Vj. 0 T €).

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher beziehungsweise um 70 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unverändert geblieben.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Sonstige Preisrisiken haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Preise von Finanzinstrumenten der Biotest Gruppe.

F5 Haftungsverhältnisse und Eventualverpflichtungen

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Tausend € 2010 2009
Bürgschaften 19.942 17.508
Sonstige Eventualverpflichtungen - -
19.942 17.508

Eventualverpflichtungen sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, erst noch bestätigt werden muss. Eventualverpflichtungen können auch aus gegenwärtigen Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, beruhen, die jedoch nicht erfasst sind, entweder weil der Ressourcenabfluss samt wirtschaftlichen Nutzeneinbußen nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.

F6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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Tausend € 2011 2012 - 2015 ab 2016 Gesamt
Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen 3.119 - - 3.119
Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten 196 - - 196
Verpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen 13.113 34.012 25.037 72.162
Sonstiges Bestellobligo 3.483 - - 3.483
Künftige Zahlungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen 3.318 4.537 1.064 8.919
Andere finanzielle Verpflichtungen 533 393 - 926
23.762 38.942 26.101 88.805

Die Zahlungen für die genehmigten Investitionen im Anlagevermögen erfolgen innerhalb eines Jahres.

Bei den Verpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen handelt es sich um Abnahmeverpflichtungen aus zwei Lohnfraktionierungsverträgen für die Jahre 2010 bis 2018 in Höhe von 72.162 T € (i. Vj. 82.195 T €).

Biotest mietet beziehungsweise least Betriebsausrüstung. Das Operating-Leasing umfasst Fahrzeuge und Bürogeräte, deren Verträge eine Basismietzeit von zwei bis fünf Jahren haben. Im Geschäftsjahr 2010 beträgt der Aufwand aus den Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen 4.619 T € (i. Vj. 6.613 T €).

F7 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Biotest Gruppe unterhält zu berichtende Beziehungen zu dem assoziierten Unternehmen BioDarou P.J.S. Co., Teheran / Iran, sowie zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahe stehenden Personen.

a) Assoziierte Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2010 hat die Biotest Gruppe bei dem assoziierten Unternehmen, der BioDarou P.J.S. Co. in Teheran / Iran, Einkäufe in Höhe von 0 T € (i. Vj. 0 T €) getätigt. Die Verbindlichkeiten der Biotest Gruppe gegenüber der BioDarou P.J.S. Co. betragen am Stichtag 0 T € (i. Vj. 0 T €).

Die BioDarou P.J.S. Co. erwarb im Geschäftsjahr von Unternehmen der Biotest Gruppe Waren und Dienstleistungen in Höhe von 4.526 T € (i. Vj. 2.593 T €). Die daraus resultierenden Forderungen der Biotest Gruppe gegen die BioDarou P.J.S. Co. betragen am 31. Dezember 2010 2.856 T € (i. Vj. 2.593 T €).

b) Andere nahestehende Personen

Frau Dr. Cathrin Schleussner informierte die Biotest Gruppe darüber, dass seit dem 19. Dezember 2007 ihr Stimmrechtsanteil 50,03 % der Stimmrechte beträgt. Die Stimmrechte werden dabei über die OGEL GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Die OGEL GmbH wird als Unternehmen von Frau Dr. Cathrin Schleussner kontrolliert.

Die Mitglieder der Familie von Herrn Dr. Hans Schleussner gelten ebenfalls als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24. Die Aufwendungen für andere nahe stehende Personen der Familie Schleussner betragen 18 T € (i. Vj. 18 T €). Durch Aktionärsdarlehen entstanden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 keine Zinsaufwendungen.

Die Kreissparkasse Biberach führt als nahe stehende Person der Biotest Gruppe im Rahmen des Long Term Incentive-Programms die Depots der Mitarbeiter.

c) Aufsichtsrat und Vorstand

Zusammensetzung der Gremien

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands bekleiden per 31. Dezember 2010 noch folgende Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Aufsichtsrat

Dr. Thorlef Spickschen, Kaufmann, Seeheim

Vorsitzender

Stiftung Orthopädische Universitätsklinik, Heidelberg

Cytos AG, Zürich, Schweiz

Dr. Cathrin Schleussner, Biologin, Neu-Isenburg

Stellvertretende Vorsitzende

Prof. Dr. Marbod Muff, Volkswirt, Ingelheim

Thomas Jakob, Kaufmann, Ulm

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach

Barbara Arnold-Schlosser, Kaufmännische Angestellte, Leimen

Kerstin Birkhahn, Ingenieurin, Langen

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Tausend € 2010 Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtvergütung
Dr. Thorlef Spickschen (Vorsitzender) 51 25 76
Dr. Cathrin Schleussner (stellvertretende Vorsitzende) 29 15 44
Prof. Dr. Marbod Muff 23 10 33
Thomas Jakob 18 10 28
Barbara Arnold-Schlosser 18 10 28
Kerstin Birkhahn (seit April 2010) 10 7 17
Astrid Paluch (bis Januar 2010) - - -
149 77 226

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Tausend € 2009 Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtvergütung
Dr. Thorlef Spickschen (Vorsitzender) 51 25 76
Dr. Cathrin Schleussner (stellvertretende Vorsitzende) 29 15 44
Prof. Dr. Marbod Muff 23 10 33
Thomas Jakob 18 10 28
Barbara Arnold-Schlosser 18 10 28
Astrid Paluch 15 10 25
154 80 234

Vorstand

Prof. Dr. Gregor Schulz, Mediziner, Umkirch

Vorsitzender

Dr. rer. pol. Michael Ramroth, Jurist, Mörfelden-Walldorf

Vorstandsmitglied

Die Gesamtbezüge des im Geschäftsjahr 2010 aktiven Vorstands betragen 964 T € (i. Vj. 911 T €).

Auf Herrn Prof. Dr. Gregor Schulz entfallen hiervon ein Festgehalt von 300 T €, zuzüglich Zuschüsse, zum Beispiel zu Versicherungen, sowie Sachbezüge für einen Firmenwagen in Höhe von insgesamt 41 T €. Die erfolgsabhängige Vergütung beträgt 173 T €.

Auf Herrn Dr. Michael Ramroth entfallen von der Gesamtsumme ein Festgehalt von 260 T €, zuzüglich Zuschüsse, zum Beispiel zu Versicherungen, sowie Sachbezüge für einen Firmenwagen in Höhe von insgesamt 33 T €. Die erfolgsabhängige Vergütung beträgt 157 T €.

Eine Ergänzungsvereinbarung zum Vorstandsvertrag für beide Vorstandsmitglieder enthält eine Abfindungsregelung, die im Fall wirksam wird, dass der Vorstandsvertrag infolge einer näher definierten Change of Control vorzeitig beendet wird. Die Abfindung umfasst die feste Vergütung bis zum Ende der Laufzeit und ist maximal auf das Dreifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Hinzu kommen anteilige Tantiemen, die auf Basis des Durchschnittsbetrags der vorangegangenen zwei Geschäftsjahre zuzüglich einer Vergütung für den Nutzungswert des gewährten Dienstwagens ermittelt werden. Neben diesen Ansprüchen umfasst die Abfindung zusätzlich das Zweifache der jährlichen Festvergütung, soweit die Abfindung bezüglich der Festvergütung insgesamt nicht das Dreifache der jährlichen Festvergütung übersteigt.

Der Anspruch entsteht nicht, wenn die Beendigung des Vorstandsvertrags auf Kündigung aus wichtigem Grund, Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit beruht oder das Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Beendigung das 60. respektive 62. Lebensjahr bereits vollendet hat oder im Zusammenhang mit dem Change of Control von dritter Seite Zuwendungen oder Wertvorteile erhält.

Andere einmalige oder wiederkehrende Zusagen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen nicht.

Die Teilnahme der Vorstände am Long Term Incentive-Programm ist in den Gesamtbezügen nicht enthalten und stellt sich wie folgt dar:

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Tausend € Eigeninvestment in Vorzugsaktien (in Stück) Aufwand aus dem Optionsprogramm Insgesamt Aufwand aus dem Optionsprogramm im Geschäftsjahr
2010 (Tranchen 2008, 2009 und 2010)
Prof. Dr. Gregor Schulz 2.000 298 95
Dr. Michael Ramroth 2.000 258 82
4.000 556 177
2009 (Tranchen 2007, 2008 und 2009)
Prof. Dr. Gregor Schulz 2.000 425 160
Dr. Michael Ramroth 2.000 369 137
4.000 794 297

Das Long Term Incentive-Programm / Tranche 2007 kam im Geschäftsjahr 2010 zur Auszahlung; Herr Prof. Dr. Gregor Schulz erhielt 175 T € und Herr Dr. Michael Ramroth erhielt 151 T €.

Für den aktiven Vorstand sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.487 T € (i. Vj. 2.040 T €) gebildet. Hiervon entfallen 1.649 T € (i. Vj. 1.472 T €) auf Prof. Dr. Gregor Schulz und 838 T € (i. Vj. 568 T €) auf Dr. Michael Ramroth.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern sind 4.155 T € (i.Vj. 4.050 T €) zurückgestellt. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Darlehensforderungen gegen Organmitglieder.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2010 Pensionszahlungen in Höhe von 417 T € (i. Vj. 400 T €) geleistet.

F8 Anteilsbesitzliste

Nachfolgend sind die Gesellschaften aufgeführt, die durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteilgiung zu dem Anteilsbesitz der Biotest AG gemäß § 313 Abs. 2 HGB gehören. Alle Zahlenangaben wurden für Zwecke des Konzernabschlusses nach den Vorschriften des IASB ermittelt.

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Eigenkapital

Mio. €
Anteil am Kapital

in %
Umsatz

Mio. €
Ergebnis nach Steuern

Mio. €
Biotest Pharma GmbH Dreieich / Deutschland 98,8 100,00 19,6 3,9
Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH* Dreieich / Deutschland 4,4 98,00 1,4 0,6
Biotest Seralc° N.V. Mechelen / Belgien 0,4 100,00 0,5 0,4
Biotest S.a.r.l. Paris / Frankreich 1,4 100,00 3,2 0,4
Biotest (UK) Ltd. Birmingham / Großbritannien 1,8 100,00 19,4 0,7
Biotest Italia S.r.l. Mailand / Italien 9,4 100,00 31,0 0,3
Biotest K.K. Yokohama / Japan - 0,4 100,00 3,2 - 0,4
Biotest Austria GmbH Wien / Österreich 2,2 100,00 18,9 0,6
Biotest (Schweiz) AG Rupperswil / Schweiz 2,2 100,00 7,7 0,8
Biotest Hungaria Kft. Budapest / Ungarn 3,9 100,00 18,2 1,2
Biotest Hellas MEPE Athen / Griechenland - 0,1 100,00 7,1 - 3,6
Biotest Medical S.L.U. Barcelona / Spanien 0,1 100,00 1,2 0,0
Biotest Microbiology Corporation* Rockaway / USA 0,6 100,00 5,5 - 0,3
heipha Dr. Müller GmbH Eppelheim / Deutschland 12,1 51,00 28,7 5,2
Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH Oberursel / Deutschland 0,2 88,975 2,0 - 1,0
Plasmadienst Tirol GmbH* Innsbruck / Österreich 0,4 100,00 2,1 0,1
Plasma Service Europe GmbH* /** Dreieich / Deutschland 0,5 100,00 16,4 0,0
Biotest Pharmaceutical Corporation* Boca Raton / USA 83,9 100,00 87,5 2,9
Biotest US Corporation Boca Raton / USA 75,7 100,00 0,0 0,0
Plazmaszolgálat Kft.* Budapest / Ungarn 0,2 100,00 1,0 - 0,4
BioDarou P.J.S. Co.* Teheran / Iran 9,1 49,00 4,3 0,6
Biotest Immobilienverwaltungs GmbH* /*** Dreieich / Deutschland 0,0 100,00 0,0 0,0
Biotest Immobilien GmbH & Co. KG* /*** Dreieich / Deutschland 0,0 100,00 0,0 0,0
Biotest HYCON GmbH*** Dreieich / Deutschland 0,1 100,00 0,0 0,0

* Mittelbare Beteiligung

** Nach Übernahme des HGB-Ergebnisses durch die Biotest Pharma GmbH

*** Nicht konsolidierte Gesellschaft

F9 Anhängige und drohende Gerichtsverfahren

Für die zum Bilanzstichtag anhängigen und drohenden Gerichtsverfahren wurden Rückstellungen in Höhe von 2.119 T € (i. Vj. 2.147 T €) gebildet.

F10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Biotest Gruppe hat im Januar 2011 sämtliche Anteile an der brasilianischen Gesellschaft Marcos Pedrilson Produtos Hospitalares Ltda. erworben. Das Unternehmen mit Sitz in São Paulo war bisher Vertriebspartner der Biotest Gruppe und Inhaber von Zulassungen von Biotest-Präparaten für den brasilianischen Markt. Die im Rahmen eines Share Deals erworbene Gesellschaft unterhält ein Vertriebsbüro in Rio de Janeiro sowie ein Qualitätskontrolllabor und ein Lager nahe dem Flughafen Säo Paulo.

F11 Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Werthaltigkeit von Forderungen und Vorratsvermögen und die Abschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten im Hinblick auf eine mögliche notwendige Rückstellungsbildung. Bei der Beurteilung dieser Annahmen und Schätzungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend angepasst.

F12 Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der Biotest AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Dreieich, den 09. März 2011

Prof. Dr. Gregor Schulz, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Michael Ramroth, Finanzvorstand

VERSICHERUNG DES VORSTANDS ENTSPRECHEND § 37Y NR. 1 WPHG I.V.M.§§ 297 ABS. 2 SATZ 4 UND 315 ABS. 1 SATZ 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Dreieich, 09. März 2011

Biotest Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Dr. Gregor Schulz, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Michael Ramroth, Finanzvorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Biotest Aktiengesellschaft, Dreieich, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 09. März 2011

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Hommel, Wirtschaftsprüferin

Gottron, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS 2010

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands beratend begleitet und sorgfältig sowie regelmäßig überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über alle Fragen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, insbesondere solche der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Weiterentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Der Vorstand hat, soweit der Geschäftsverlauf von der Planung abwich, diese Abweichungen umfassend erläutert. Der Aufsichtsrat war in die Abstimmung über die Strategie und den Stand der Umsetzung der Strategie im Unternehmen stets durch den Vorstand eingebunden.

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2010 zu fünf regulären Sitzungen zusammen. Ein Beschluss des Aufsichtsrats wurde im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden auf der Basis von Berichten des Vorstands ausführlich erörtert; in Entscheidungen war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle legte der Vorstand anhand ausführlicher Unterlagen zur Beschlussfassung vor. Neben der Erörterung der unten genannten Themen in den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse sowie schriftlichen und mündlichen Erläuterungen durch den Vorstand wurde der Aufsichtsrat monatlich schriftlich über die Geschäftslage und den Geschäftsgang informiert. In diesen Informationsschreiben wurden auch Abweichungen von laufenden oder geplanten Entwicklungen erläutert. Darüber hinaus erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrats automatisch alle Berichte der Internen Revision sowie auf Verlangen Kopien der Protokolle der Vorstandssitzungen. Berichte der Internen Revision erhält auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten im Berichtsjahr nicht auf.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Gegenstand der regelmäßigen Beratungen im Aufsichtsrat waren die Planung und die aktuelle Geschäftsentwicklung des Unternehmens, die strategische Ausrichtung sowie die finanzielle Lage. Ein Schwerpunkt war außerdem die weitere Entwicklung des Bereichs Plasmaproteine sowie der Biotherapeutika.

In der Sitzung vom 18. März 2010 beriet der Aufsichtsrat neben der aktuellen Geschäftsentwicklung als Schwerpunkt den Jahresabschluss der Biotest AG sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 gemeinsam mit den Wirtschaftsprüfern der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, ("KPMG") und erörterte einzelne Bilanzpositionen eingehend. Der Jahresabschluss der Biotest AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurden im Anschluss an die Erörterung gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Weitere Tagesordnungspunkte umfassten u. a. die Beschlussfassung über die Gewinnverwendung, die Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats und des Corporate Governance Berichts sowie den einstimmigen Vorschlag an die Hauptversammlung, KPMG als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 zu wählen. Außerdem wurde die zweite Tranche des LTI-Programms 2010 (Long Term Incentive-Programm) genehmigt. Der Aufsichtsrat verabschiedete auch die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2010 und beschloss über die Zielerreichung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2009 sowie über eine Einmalzahlung aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereichs Medizinische Diagnostik. Er stellte auch die für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 vereinbarten Ziele vor. Der Vorstandsvorsitzende berichtete darüber hinaus über den Stand der Umsetzung der mit dem Aufsichtsrat vereinbarten Wertsteigerungsstrategie.

In der Aufsichtsratssitzung vor der Hauptversammlung am 06. Mai 2010 bereitete sich der Aufsichtsrat auf die Hauptversammlung vor und erörterte die aktuelle Geschäftslage.

Zu Beginn der Aufsichtsratssitzung am 11. Juni 2010 beriet der Aufsichtsrat in Abwesenheit der Vorstände über deren Vertragsverlängerung. Der Aufsichtsrat beschloss, den Vertrag mit Prof. Dr. Gregor Schulz bis zum 31. Dezember 2013 und den Vertrag mit Dr. Michael Ramroth bis zum 31. Dezember 2015 zu verlängern. Der Aufsichtsrat beschloss auch über die Vergütung der beiden Vorstandsmitglieder. Zusammen mit dem Vorstand diskutierte der Aufsichtsrat dann die aktuelle Geschäftslage und den Umsatz- und Ertragsrückgang in dem Segment Plasmaproteine. Im Weiteren wurde die Übernahme des drittgrößten Plasmaproteinherstellers der Welt, Talecris, durch die spanische Grifols erörtert. Der Vorstand stellte außerdem die FuE-Projekte im Bereich Plasmaproteine und im Bereich Biotherapeutika und die strategischen Optionen im Bereich Mikrobiologisches Monitoring vor. Die Vorstellung des Fünf-Jahres-Plans wurde auf die nächste Sitzung vertagt. Der Vorstand informierte, dass die Biotest AG entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die Selbstbeteiligung der Vorstände bei der D&O-Versicherung ab dem 01. Juli 2010 erhöht hat.

Im Umlaufverfahren hat der Aufsichtsrat durch Beschluss vom 05. August 2010 seine Zustimmung zum Kauf aller Anteile an der Vertriebsgesellschaft in Brasilien erteilt.

Der Vorstand informierte in der Aufsichtsratssitzung vom 24. September 2010 den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage und insbesondere über die Geschäftsentwicklung im Bereich Plasmaproteine. Der Vorstand hat zahlreiche Maßnahmen zur Kosteneinsparung initiiert und dem Aufsichtsrat hiervon berichtet. Ferner berichtete der Vorstand über den Stand der Erweiterung der Produktionsanlage in Boca Raton. Da neue behördliche Auflagen, insbesondere zum Feuerschutz, zu zusätzlichem Aufwand führten, hat der Vorstand der Überziehung des ursprünglichen Investitionsbudgets zugestimmt. Die Erhöhung der Investitionsausgaben wurde durch den Aufsichtsrat genehmigt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat ferner über den Status des Partnering Biotherapeutika sowie über den Status der Entwicklungsprojekte bei den Plasmaproteinen in Dreieich. Schließlich beriet der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die Fortschreibung und Aktualisierung der Fünf-Jahres-Planung der Biotest AG aus Mai 2010. Der Aufsichtsrat genehmigte außerdem die Gründung einer Biotest-Gesellschaft in Russland. In einem gesonderten Aufsichtsratsbeschluss beschloss das Gremium die Insolvenzsicherung des Anspruchs auf betriebliche Altersversorgung sowie die Obergrenze des Anschaffungswertes des Dienstwagens für Vorstandsmitglieder der Biotest AG.

In der Aufsichtsratssitzung vom 06. Dezember 2010 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäftslage, insbesondere über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Segments Plasmaproteine und des Segments Mikrobiologisches Monitoring. Auch wurden strategische Überlegungen zur Zukunft des letztgenannten Segments fortgeführt. Der Vorstand berichtete weiterhin, dass die baulichen Maßnahmen zur Erweiterung der Produktionsanlagen in Boca Raton nahezu abgeschlossen sind. Schließlich wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2011 erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Budget 2011, wie vom Vorstand vorgelegt, zu. Der Vorstand erläuterte ferner das Risikomanagement und die zehn größten Risiken. Weiterhin wurden die Schwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung 2010 mit KPMG einvernehmlich festgelegt. Der Vorstand, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Aufsichtsrats schlugen dem Aufsichtsrat vor, in der Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als neuen Konzernprüfer für die Biotest Gruppe zur Wahl zu stellen. Ausschlaggebend für den Vorschlag waren u. a. das detaillierte Angebot sowie die Erfahrung im Pharma- und Biotechnologiebereich.

AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat wurde in seiner Arbeit durch die von ihm gebildeten Ausschüsse, dem Präsidial-, dem Personal- und dem Prüfungsausschuss, unterstützt.

Der Präsidialausschuss traf sich mit dem Vorstand zu einer Sitzung. Der Personal- und Präsidialausschuss trafen sich gemeinsam mit dem Vorstand zu zwei Sitzungen, in denen u. a. Vergütungsfragen und Zielvereinbarungen für das Geschäftsjahr 2010, Überlegungen zu möglichen Struktur- und Organisationsänderungen der Biotest Gruppe, aktuelle Entwicklungen und Partnering-Aktivitäten bei den Biotherapeutika sowie die Entwicklung dieses Segments im Fünf-Jahres-Plan erörtert wurden. Der Personalausschuss traf sich darüber hinaus zu einer Sitzung am 11. Juni 2010.

Der Prüfungsausschuss traf sich im Jahr 2010 zu zwei Sitzungen. In der ersten Sitzung am 15. März 2010 erörterte er den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie die Feststellungen der Wirtschaftsprüfer. Ferner wurde das interne Kontrollsystem erörtert. Die zweite Sitzung am 26. November 2010 hatte u. a. das Risikomanagement und die Darstellung der zehn größten Risiken, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung 2010, den Bericht der Internen Revision und den Beschluss über den Prüfungsplan 2011 zum Gegenstand.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat auch im Jahr 2010 die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards im Unternehmen fortlaufend beobachtet. Über die Corporate Governance des Unternehmens berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex auf den Seiten 107 bis 111. Vorstand und Aufsichtsrat der Biotest AG haben im März 2011 eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Gemäß Ziffer 5.4.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird darauf hingewiesen, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats nicht teilgenommen hat. Im Vorfeld dieser Sitzung hat das Aufsichtsratsmitglied dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats seine Stimmabgabe zu einem Tagesordnungspunkt schriftlich übermittelt.

ÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Vorstand hat es keine personellen Veränderungen gegeben.

Frau Paluch ist mit dem Wirksamwerden des Verkaufs der Medizinischen Diagnostik am 06. Januar 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Nach Ausscheiden von Frau Paluch veranlasste der Betriebsrat eine Neuwahl eines Arbeitnehmervertreters in den Aufsichtsrat der Biotest AG. Im Rahmen dieser Neuwahl wurde am 27. April 2010 Frau Kerstin Birkhahn als Arbeitnehmervertreterin in den Aufsichtsrat gewählt.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss der Biotest AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Abschlussunterlagen, der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 16. März 2011 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 17. März 2011 eingehend behandelt. In beiden Sitzungen berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung und Erörterung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts sowie des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass er keine Einwendungen erhebt und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihr Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2010.

Dreieich, im März 2011

Der Aufsichtsrat

Dr. Thorlef Spickschen, Vorsitzender

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

GEMEINSAMER BERICHT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT DER BIOTEST AG

GEMÄSS ZIFFER 3.10 DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK)

Corporate Governance Grundsätze

Unternehmensführung und -kontrolle der Biotest AG sind auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng zusammen und orientieren sich an den international akzeptierten Standards guter Corporate Governance. Die Führung des Unternehmens und deren Kontrolle entsprechen den jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen und - soweit nicht im Rahmen der Entsprechenserklärung ausdrücklich ausgenommen - den Empfehlungen ("Soll"-Vorschriften) des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der in den zurückliegenden Jahren mehrfach geänderte und erweiterte Katalog der Empfehlungen und Anregungen stellt nach unserer Ansicht einen auch im internationalen Maßstab hohen Standard dar.

Erläuterungen zur neuen Kodex-Fassung

Der DCGK ist mit Wirkung zum 26. Mai 2010 vor allem mit dem Ziel ergänzt worden, bei der Besetzung von Aufsichtsrats-, Vorstands- sowie Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen anzustreben. Die Ergänzungen betreffen die Kodex-Ziffern 4.1.5 (Besetzung von Führungspositionen), 5.1.2 (Zusammensetzung des Vorstands) sowie 5.4.1 (Zusammensetzung des Aufsichtsrats).

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat haben zuletzt am 17. März 2011 eine Erklärung zu den Empfehlungen des DCGK gemäß § 161 Aktiengesetz ("Entsprechenserklärung") abgegeben, deren Wortlaut nachfolgend wiedergegeben ist.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Biotest AG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Seit der letzten Entsprechenserklärung vom 09. März 2010, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 bezog, hat die Biotest AG allen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der damals geltenden Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Der Empfehlung in Ziffer 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex, einen Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats zu bilden, folgt die Biotest AG nicht. Dem Aufsichtsrat der Biotest AG gehören nur vier Aktionärsvertreter an. Die Biotest AG hält die Bildung eines Ausschusses aus dem kleinen Kreis der Aktionärsvertreter nicht für erforderlich. Die durch die Empfehlung angestrebte Verbesserung der Transparenz im Auswahlverfahren ist bei der Biotest AG auch im Aufsichtsratsplenum gewährleistet.
Bis zum 30. Juni 2010 ist die Gesellschaft der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht gefolgt. Die Biotest AG hat bei der D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands keinen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vereinbart, da die Gesellschaft der Ansicht war, dass ein Selbstbehalt in dieser Höhe im Hinblick auf die Verantwortung und Motivation der Vorstandsmitglieder bei ihrer Aufgabenwahrnehmung nicht erforderlich sei. In Umsetzung von § 93 Abs. 2 Satz 3 Aktiengesetz wurde die D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands zum 01. Juli 2010 um einen entsprechenden Selbstbehalt ergänzt.
Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex, einen entsprechenden Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats zu vereinbaren, folgt die Biotest AG derzeit nicht. Die Biotest AG hat für ihre Aufsichtsratsmitglieder einen nach ihrer Ansicht angemessenen Selbstbehalt vereinbart. Dieser erreicht allerdings nicht die gesetzlich geforderte Höhe eines Selbstbehalts für Vorstandsmitglieder. Eine Erhöhung des vereinbarten Selbstbehalts steht nach Ansicht der Biotest AG außer Verhältnis zur derzeitigen Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit.

Vorstand und Aufsichtsrat erklären außerdem, dass allen anderen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen:

Mit der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26. Mai 2010 wurden in Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex neue Empfehlungen eingeführt, wonach der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Der Aufsichtsrat der Biotest AG hat bereits in der Vergangenheit ein konkretes Ziel hinsichtlich des maximalen Alters seiner Mitglieder vorgegeben. Zudem besteht der Aufsichtsrat bereits zur Hälfte aus weiblichen Mitgliedern. Welche der in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex genannten konkreten Ziele darüber hinaus unter Beachtung der spezifischen Situation der Biotest AG für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats bedeutsam sind, prüft der Aufsichtsrat zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung noch intern. Nach Abschluss dieser internen Analyse wird der Aufsichtsrat ggf. weitere konkrete Ziele für seine Zusammensetzung formulieren. Insofern wird vorläufig eine Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex erklärt. Mit Blick auf die zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Entsprechenserklärung noch andauernde interne Diskussion, ob und welche konkreten Ziele über die Altersgrenze sowie die angemessene Berücksichtigung von Frauen hinaus festgelegt werden sollen, können in etwaigen Wahlvorschlägen noch keine weiteren Zielvorgaben berücksichtigt werden. Außerdem kann bislang auch keine entsprechende Berichterstattung im Corporate Governance Bericht erfolgen. Von Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird deshalb vorläufig ebenfalls eine Abweichung erklärt.

Dreieich, den 17. März 2011

Für den Vorstand

Prof. Dr. Gregor Schulz

Dr. Michael Ramroth

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thorlef Spickschen

Auf der Biotest-Internetseite können neben dieser aktuellen auch frühere Fassungen der Entsprechenserklärung eingesehen und heruntergeladen werden.

CORPORATE GOVERNANCE IM GESCHÄFTSJAHR

Die Hauptversammlung der Biotest AG fand am 06. Mai 2010 in Frankfurt am Main statt. Dabei waren 81,67 % des Stammaktienkapitals vertreten. Die Beschlussvorlagen des Vorstands wurden mit jeweils deutlichen Mehrheiten angenommen. Beschlossen wurde unter anderem die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals zur Ausgabe von Vorzugsaktien, bei der den bestehenden Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen ist.

Darüber hinaus stimmte die Hauptversammlung der Vorlage einer Beschlussfassung über die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals zur Ausgabe von Vorzugsaktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre mit großer Mehrheit zu. Auf der unmittelbar an die Hauptversammlung anschließenden Versammlung der Vorzugsaktionäre fand dieser Beschlussvorschlag jedoch nicht die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Das genehmigte Kapital mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss wurde folglich nicht geschaffen.

DIRECTORS' DEALINGS

Im Geschäftsjahr 2010 fanden folgende mitteilungspflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Organmitgliedern und sonstigen Führungskräften der Biotest AG statt:

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Name Funktion WKN / ISIN Wertpapier Bez. Geschäftsart Handelstag Anzahl
OGEL GmbH Gesellschaft in enger Beziehung DE0005227201 Biotest Stammaktie Kauf 24.08.2010 3.000
Dr. Michael Ramroth Geschäftsführendes Organ DE0005227235 Biotest Vorzugsaktie Kauf 16.07.2010 500
Dr. Michael Ramroth Geschäftsführendes Organ DE0005227235 Biotest Vorzugsaktie Kauf 15.07.2010 500
Prof. Dr. Gregor Schulz Geschäftsführendes Organ DE0005227235 Biotest Vorzugsaktie Kauf 15.07.2010 1.000
Dr. Martin Reinecke Leiter GB Plasma Allianzen und Protein Supply DE0005227235 Biotest Vorzugsaktie Kauf 06.05.2010 250
Dr. Michael Ramroth Geschäftsführendes Organ DE0005227235 Biotest Vorzugsaktie Kauf 22.03.2010 800

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Name Funktion Kurs

in €
Summe

in €
OGEL GmbH Gesellschaft in enger Beziehung 33,27 99.803,10
Dr. Michael Ramroth Geschäftsführendes Organ 28,02 14.010,00
Dr. Michael Ramroth Geschäftsführendes Organ 28,49 14.245,00
Prof. Dr. Gregor Schulz Geschäftsführendes Organ 27,79 27.785,00
Dr. Martin Reinecke Leiter GB Plasma Allianzen und Protein Supply 31,00 7.750,00
Dr. Michael Ramroth Geschäftsführendes Organ 37,50 30.000,00

VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Erläuterung zur Ausgestaltung des Vergütungssystems und zur Vergütung der Mitglieder der Organe im Rahmen des Corporate Governance Berichts

Der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat legt die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands fest. Sie besteht aus einer Festvergütung, einer Tantieme sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Hinzu kommen Sachbezüge.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Entsprechend Ziffer 4.2.3 des DCGK wird im Folgenden die Vergütung des Vorstands einschließlich der nicht monetären Bestandteile dargestellt.

Festvergütung

Die erfolgsunabhängige Festvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einem Festgehalt und Nebenleistungen. Die Höhe orientiert sich an der wirtschaftlichen Lage und Zukunftsaussicht von Biotest sowie am Vergütungsniveau im Wettbewerbsumfeld. Das jährliche Festgehalt wird für die gesamte Laufzeit des jeweiligen Anstellungsvertrags festgelegt und in 13 Monatsraten ausgezahlt.

Nebenleistungen

Über das Festgehalt hinaus erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen. Beide Vorstandsmitglieder sind im Rahmen der kollektiven Unfallversicherung der Biotest AG beruflich und privat versichert. Daneben erhalten sie über die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung einen Privathaftpflichtschutz. Die Vorstandsmitglieder erhalten ferner einen Zuschuss zur Sozialversicherung beziehungsweise auch zur Direktversicherung.

Die Biotest AG hat für die Mitglieder des Vorstands unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (so genannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen. Der Selbstbehalt beläuft sich auf 10 % des Versicherungsfalls, begrenzt auf 150 % der festen jährlichen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds und entspricht damit den Anforderungen des § 93 Absatz 2 Satz 3 AktG. Beiden Vorstandsmitgliedern wird ein Dienstwagen der Oberklasse kostenlos zur Verfügung gestellt, der auch privat genutzt werden darf.

Tantiemen

Der erfolgsabhängige Vergütungsanteil (Tantiemen) bemisst sich nach der Erreichung von Unternehmens-sowie persönlichen Zielen. In die Ermittlung gehen das EBIT und der Return on Capital Employed (RoCE) zu jeweils 30 % sowie die Erreichung individuell festgelegter Ziele im vorausgegangenen Geschäftsjahr zu 40 % ein. Darüber hinaus kann für die Erreichung von Zielen mit besonderer Tragweite eine gesonderte Prämie durch den Präsidialausschuss des Aufsichtsrats festgelegt werden.

Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter

Die Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter beruht auf dem Long Term Incentive-Programm (LTIP) der Biotest AG. Darin sind neben den Mitgliedern des Vorstands auch ausgewählte Führungskräfte eingebunden, die durch ihre Stellung innerhalb der Gruppe, ihre Entscheidungen, ihre Führung und ihr Handeln, den Erfolg des Unternehmens maßgeblich beeinflussen.

Die Konstruktion des Programms orientiert sich an den gängigen Kriterien, die der Kapitalmarkt an solche Systeme anlegt, und entspricht den Anforderungen des DCGK. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Eigeninvestment des Teilnehmers durch den Kauf von Vorzugsaktien der Biotest AG. In Ziffer F 1 des Anhangs zum Konzernabschluss ist das Programm einschließlich des Verfahrens zur Errechnung der jeweiligen Incentive-Zahlung detailliert dargestellt. Die Incentive-Komponente wird den Teilnehmern voraussichtlich jeweils im Mai des Folgejahres ausgezahlt, nachdem die Tranche ausgelaufen ist.

Gesamtvergütung des Vorstands

Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtvergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands 964 T € (2009: 911 T €). Von diesem Betrag entfielen 514 T € auf Prof. Dr. Gregor Schulz und 450 T € auf Dr. Michael Ramroth.

Das Festgehalt von Herrn Prof. Schulz belief sich im Jahr 2010 auf 300 T €, der Wert der gewährten Nebenleistungen auf 41 T €, die gewährte Tantieme auf 173 T €. Herr Dr. Ramroth erhielt im Geschäftsjahr 2010 ein Festgehalt von 260 T € sowie Nebenleistungen im Wert von 33 T €. Die Tantieme belief sich auf 157 T €.

Der Wert des noch nicht zur Auszahlung gekommenen LTIP über den Gesamtzeitraum betrug zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2010 für Herrn Prof. Schulz 298 T € und für Herrn Dr. Ramroth 258 T €; der Aufwand im Geschäftsjahr betrug 95 T € für Herrn Prof. Schulz und 82 T € für Herrn Dr. Ramroth. Kredite oder Vorschüsse wurden den Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 nicht gewährt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Pensionsansprüche

Der Vorstand ist in die betriebliche Altersvorsorge der Biotest AG eingebunden. Für die Mitglieder besteht eine Einzelzusage im Rahmen der bei der Biotest AG geltenden Altersvorsorge. Hierfür werden gemäß IFRS Rückstellungen gebildet, die sich am Bilanzstichtag auf 2.487 T € beliefen. Deren Höhe ist von der Anzahl der Dienstjahre, dem anrechnungsfähigen Gehalt und der geltenden Zuschuss-Staffel unter und über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen deutschen Rentenversicherung abhängig.

Die Bewertung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, die durch einen unabhängigen Versicherungsmathematiker ausgefertigt werden. Eine genauere Erläuterung enthält der Anhang zum Konzernabschluss in Punkt B 12.

Change of Control

Für den Fall, dass der Vorstandsvertrag infolge eines näher definierten Kontrollwechsels (Change of Control) vorzeitig beendet wird, enthalten beide Verträge eine Abfindungsregelung. Diese ist in den Erläuterungen nach § 315 Absatz 4 HGB beschrieben (siehe Seite 32 f).

Vergütungssystem für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen

Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen werden vertraglich zugesagte Pensionen gezahlt. Dafür sind insgesamt 4.155 T € zurückgestellt. Die Wertermittlung bei Pensionsrückstellungen erfolgte jeweils gemäß IAS 26.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt. Die Mitglieder erhalten eine jährliche feste Vergütung in Höhe von jeweils 15 T €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält den zweieinhalbfachen, sein Stellvertreter den anderthalbfachen Betrag. Die Tätigkeit in einem Ausschuss wird zusätzlich mit 3 T € vergütet, der Ausschussvorsitzende erhält 5 T € zusätzlich. Die Biotest AG erstattet die auf die Aufsichtsratsvergütung zu zahlende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten außerdem eine variable Vergütung in Höhe von 1.000 € für jeden 0,01 Euro, mit dem die für das Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividende den Betrag von 0,24 Euro übersteigt. Die variable Vergütung ist auf einen Höchstbetrag von 10.000 € begrenzt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Biotest AG sind wie die Mitglieder des Vorstands in die konzernübergreifende Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung (D&O-Versicherung) eingebunden.

Biotest übernahm die hierfür fälligen Versicherungsprämien für alle Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten im Rahmen der Gruppenunfallversicherung der Biotest AG beruflichen und privaten Unfallversicherungsschutz. Daneben sind sie über die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung privathaftpflichtversichert. Weitere Sachleistungen wurden nicht gewährt. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist - einschließlich der Erstattung der auf die Aufsichtsratsvergütung teilweise zu zahlenden Umsatzsteuern - in der nachstehenden Tabelle individualisiert ausgewiesen.

Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit ihrer Aufsichtsratstätigkeit in 2010 betragen in Summe 226 T € und teilen sich wie folgt auf die Mitglieder auf:

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Tausend € Fixe Vergütung 2010 Variable Vergütung 2010 Gesamtvergütung 2010
Dr. Thorlef Spickschen (Vorsitzender) 51 25 76
Dr. Cathrin Schleussner (stellvertretende Vorsitzende) 29 15 44
Prof. Dr. Marbod Muff 23 10 33
Thomas Jakob 18 10 28
Barbara Arnold-Schlosser 18 10 28
Kerstin Birkhahn (ab 28. April 2010) 10 7 17
Astrid Paluch (bis 06. Januar 2010) - - -
Summe 149 77 226

Glossar Fachbegriffe

Albumin (auch Humanalbumin)

In der Leber gebildetes Protein, das zur Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks des Blutes und als Transportvehikel für viele physiologische und pharmakologische Substanzen dient.

Antikörper

Proteine (Eiweiße) im Blutplasma, die von speziellen Zellen des Immunsystems als Abwehrreaktion gegen verschiedene Krankheitserreger gebildet werden.

Autoimmunerkrankung

Gegen Gewebe und Zellen des eigenen Organismus gerichtete Aktivität des Immunsystems.

Biotherapeutikum / Biotherapeutika

Biotechnologisch hergestellte Arzneimittel.

Cytomegalie / Cytomegalie-Virus (CMV)

Zumeist harmlos verlaufende Virusinfektion. Tritt sie während der Schwangerschaft auf, kann sie schwerwiegende Schäden beim Ungeborenen verursachen. In der Organtransplantation eine der häufigsten Virusinfektionen, die zum Verlust des Transplantats führen kann.

Fibromyalgie

Chronische, nicht entzündliche Erkrankung, die durch Schmerzen in der Muskulatur und den Sehnenansätzen charakterisiert wird.

Gerinnungsfaktoren

Proteine, die für die Blutgerinnung sorgen. Die 13 verschiedenen Faktoren des Gerinnungssystems werden mit den römischen Ziffern I bis XIII gekennzeichnet.

Hämatologie

Blut- und Blutkrankheiten betreffendes medizinisches Teilgebiet.

Hämophilie

Störung der Blutgerinnung (Bluterkrankheit), die aus defekten oder fehlenden Faktoren VIII oder IX (Hämophilie A beziehungsweise B) resultiert.

Hyperimmunglobuline

Immunglobulin-(Antikörper-)Präparate, die eine definierte Antikörperspezifität in höherer und standardisierter Konzentration enthalten.

Immunglobuline

Gleichbedeutend mit Antikörper. Diese erkennen und binden Krankheitserreger und vermitteln deren Elimination durch Zellen des Immunsystems.

Immunglobulin M (IgM)

Größtes Antikörpermolekül im Blutplasma. Es zerstört in Verbindung mit dem Komplementsystem Bakterien und neutralisiert bakterielle Toxine.

Immunologie

Lehre über die Immunabwehr und Immunregulation zur Bewahrung der körperlichen Integrität, d.h. das Unterscheiden von Selbst und Nicht-Selbst.

Immunsystem

Gesamtheit aller Faktoren, die für das Erkennen und die Abwehr von Infektionserregern im Körper verantwortlich sind und die eine Kontrolle gegen selbstzerstörende Prozesse ausüben.

Indikation

Bereich einer therapeutischen Anwendung, für die ein Wirkstoff oder Medikament entwickelt und zugelassen werden kann.

Monoklonale Antikörper (MAK)

Antikörper, deren Produktion sich auf eine einzelne Ursprungszelle zurückführen lässt, die jeweils nur ein bestimmtes Antigen spezifisch erkennen und binden.

Multiples Myelom

Bösartige Wucherung von Plasmazellen im Knochenmark.

Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

Bundesamt für Seren und Impfstoffe. Das PEI ist unter anderem zuständig für die Genehmigung klinischer Prüfungen, die Zulassung von Impfstoffen und Präparaten aus humanem Plasma sowie für die Verkaufsfreigabe von Produktionschargen.

Pharmakokinetik

Gesamtheit aller Prozesse, denen ein Arzneistoff im Körper unterliegt, von der Absorption des Arzneistoffes über die Verteilung im Körper, den biochemischen Um- und Abbau bis hin zur Ausscheidung des Stoffes.

Plasma Protein Therapeutics Association (PPTA)

Vereinigung der weltweit führenden Hersteller von Plasmaproteinen.

Plasmapherese

Gewinnung von Plasma aus Blutspenden. Die zellulären Bestandteile werden dem Spender wieder zurückgeführt. Es verbleibt das Blutplasma, eine gelblich-klare Flüssigkeit, welche die löslichen Eiweißbestandteile (Proteine) des Bluts enthält.

Placebo

Scheinmedikament. Medizinisch unwirksame Substanz, die verwandt wird, um einem subjektiven Bedürfnis nach medikamentöser Therapie nachzukommen. In vielen klinischen Studien wird eine Kontrollgruppe mit Placebo behandelt. Die Ergebnisse werden mit denen der Teilnehmer verglichen, die das zu testende Präparat (Verum) erhalten haben.

Polyspezifisch / polyvalent

Polyspezifisch bedeutet das Vorliegen einer Vielfalt von Antikörpern, deren Wirkung sich gegen unterschiedliche Antigene richten kann.

Prione

Proteine, die im menschlichen oder tierischen Organismus sowohl in normalen als auch krank machenden (pathogenen) Strukturen vorkommen können.

Psoriasis

Schuppenflechte. Chronische Hauterkrankung.

Pyrogene

Als pyrogen bezeichnet man Stoffe, die bei parenteraler Gabe Fieber erzeugen können.

Reagenzien

Stoffe, die zum Nachweis und zur Identifikation eines anderen Stoffes benutzt werden.

Rekombinant

Mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen oder Zelllinien hergestellt.

Remission

Bedeutet in der Medizin das temporäre oder dauerhafte Nachlassen von Krankheitssymptomen körperlicher beziehungsweise psychischer Natur, jedoch ohne Erreichen der Genesung.

Rheumatoide Arthritis

Entzündliche Erkrankung der Gelenke.

Subkutane Applikation (SC)

Verabreichung eines Medikaments durch Injektion unter die Haut.

Substitutionstherapie

Medikamentöser Einsatz eines vom Körper selbst nicht mehr ausreichend gebildeten Stoffes.

Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)

Autoimmunkrankheit, die oft mit Fieber beginnt; Betroffene haben meist Rheuma-ähnliche Gelenkschmerzen. Auf der Haut bilden sich Erytheme (Hautrötungen aufgrund von Gefäßerweiterungen).

Glossar Finanzbegriffe

Assoziiertes Unternehmen

Nicht vollkonsolidierte Konzerngesellschaft (Beteiligung < 50 %), die unter maßgeblichem Einfluss der Muttergesellschaft steht.

At-Equity-Bewertung

Rechnungslegungsmethode zur Konsolidierung assoziierter Unternehmen.

Cashflow

Tatsächliche Geldflüsse (Einzahlungen und Auszahlungen) in einer Periode. Indikator für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens.

D&O-Versicherung

Directors-and-Officers-Versicherung (auch: Organoder Manager-Haftpflichtversicherung). Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe (z. B. Vorstand und Aufsichtsrat) und leitenden Angestellten abschließt.

Deckungsbeitrag

Kategorie der Kosten- und Leistungsrechnung. Differenz zwischen Umsatz und den variablen Kosten.

Derivat

Finanzinstrument, dessen Preisbildung im Allgemeinen auf einer marktabhängigen Bezugsgröße basiert. Unter anderem eingesetzt zur Absicherung gegen Wertschwankungen.

Devisenoptionsgeschäft

Geschäft, das die Risiken von Devisenkursschwankungen absichert. Der Käufer einer Devisenoption erwirbt das Recht, jedoch nicht die Pflicht, eine Währung zu einem bestimmten Wechselkurs an einem bestimmten Termin zu kaufen oder zu verkaufen.

Devisentermingeschäft

Verbindliche Vereinbarung, eine Währung gegen eine andere Währung zu einem bestimmten Termin und festgelegten Kurs zu tauschen.

Directors' Dealings

Geschäfte mit Wertpapieren eines börsennotierten Unternehmens, die vom Management oder von dem Management nahestehenden Gesellschaften oder Personen getätigt werden.

Disagio

Abschlag vom Nennwert, Gegenteil von Agio (Aufpreis).

EBT (earnings before tax)

Ergebnis vor Steuern.

EBIT (earnings before interest and tax)

Gewinn vor Zinsen und Steuern.

EBITDA (earnings before interest, tax, depreciation and amortisation)

Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Factoring

Finanzdienstleistung. Der Factor erwirbt die Forderungen seines Kunden gegen dessen Abnehmer (Debitor).

Fair Value

Beizulegender Zeitwert.

Financial Assets at Fair Value through Profit and Loss (FAFVtPL)

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Kategorie gemäß IFRS 7).

Financial Assets Held for Trading (FAHfT)

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Kategorie gemäß IFRS 7).

Financial Liabilities at Amortised Cost (FLAC)

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Kategorie gemäß IFRS 7).

Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT)

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Kategorie gemäß IFRS 7).

First-in-first-out

Bewertungsmethode. Grundsatz: Zuerst produzierte beziehungsweise gekaufte Vermögenswerte werden auch zuerst verkauft.

Forward Rate (Forward-Zins)

Zinssatz für eine zukünftige Periode, der mit heute am Markt vorhandenen Anleihen risikolos abgesichert werden kann.

Funktionale Währung

Währung des Wirtschaftsraums, in dem ein Unternehmen hauptsächlich tätig ist.

Genussrecht

Regelung, die die Verpflichtungen zwischen Genussrechtinhaber und -emittenten beschreibt. Der Genussrechtinhaber muss dem Genussrechtemittenten das Genussrechtkapital zur Verfügung stellen. Im Gegenzug werden ihm Vermögensrechte gewährt, die in der Regel auch Gesellschaftern des Emittenten zustehen (zum Beispiel gewinnabhängige Vergütung, Beteiligung am Liquidationserlös oder Optionsrechte).

Hedge Accounting

Bilanzierungstechnik. Schafft Sicherungszusammenhänge zwischen Grundgeschäften und den zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten.

Held to Maturity (HtM)

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Kategorie gemäß IFRS 7).

Impairmenttest

Werthaltigkeitstest.

Konsortialkredit

Kredit, der einem einzelnen Kreditnehmer durch eine Gruppe von Banken zur Verfügung gestellt wird.

Latente Steuern

Zukünftig zu zahlende oder zu erhaltende Ertragsteuern, die zum Zeitpunkt der Bilanzierung noch keine tatsächlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten darstellen.

Loans and Receivables (LaR)

Kredite und Forderungen (Kategorie gemäß IFRS 7).

Nullcoupon-Anleihe

Anleihe ohne laufende Verzinsung.

Projected unit credit method

Auch Anwartschaftsbarwertverfahren. Versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus einer betrieblichen Altersversorgung im Rahmen von IAS 19.

Payerswap

Instrument im Rahmen des Zinsmanagements, mit dem eine Verpflichtung mit variablem Zinssatz in einen Festzinssatz umgewandelt werden kann.

Return on Capital Employed (RoCE)

Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital.

Sensitivitätsanalyse

Untersuchung des Einflusses bestimmter Faktoren auf bestimmte Ergebnisgrößen.

Sicherheiten-Treuhandvereinbarung

Vertrag, mittels dessen einem Treuhänder Sicherheiten gestellt werden, die dieser zugunsten mehrerer Gläubiger hält und verwaltet.

Svensson-Methode

Verbreitetes Verfahren zur Bestimmung der Zinsstrukturkurve.

Swap

Tauschgeschäft. Die Parteien verpflichten sich, jeweils entweder einen fixen oder einen variablen Zinssatz auf einen bestimmten Nennwert an die jeweils andere Vertragspartei zu zahlen.

Upfront-Zahlung

Vorauszahlung (hier im Zusammenhang mit einer Beteiligung an einem Entwicklungsprojekt).

Weighted Average Cost of Capital (WACC)

Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten.

Working capital

Kurzfristig gebundenes Betriebskapital.

Zinscap

Finanzinstrument, das eine Zinsunter- und / oder -obergrenze bei ansonsten variabler Verzinsung fixiert.

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Druck: ABC-Druck, Kronberg

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Biotest AG und ihrer Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts Gültigkeit. Biotest beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung.

Finanzkalender

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10. Mai 2011 I. Quartalsbericht 2011
12. Mai 2011 Hauptversammlung
11. August 2011 II. Quartalsbericht 2011
10. November 2011 III. Quartalsbericht 2011
10. November 2011 Herbstkonferenz für Analysten und Journalisten

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