Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Biotest AG Annual Report 2001

Feb 21, 2003

66_10-k_2003-02-21_bf793b57-d14f-4c7b-b5e3-72be0e16ed6a.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Geschäftsbericht Biotest AG

2001 auf einen Blick

2001 2000 Veränderung
Konzern Mio. DM Mio. DM %
Umsatz 490,3 464,4 5,6
davon: Inland 150,6 149,0 1,1
Ausland 339,7 315,4 7,7
davon: Pharma 326,8 314,5 3,9
Diagnostik 133,6 124,4 7,4
Medizintechnik 29,9 25,5 17,3
Ergebnis vor Steuern 20,4 22,8 – 10,5
Ergebnis vor Steuern in % vom Umsatz 4,2 % 4,9 %
Jahresüberschuss 11,6 13,7 – 15,3
Jahresüberschuss in % vom Umsatz 2,4 % 3,0 %
EBIT 33,5 31,4 6,7
EBITDA 55,1 51,4 7,2
Aufwandstruktur:
– Materialaufwand 203,1 196,3 3,5
– Personalaufwand 136,4 128,1 6,5
– Forschungs- und Entwicklungsaufwand 35,2 34,2 2,9
– Forschungs- und Entwicklungsaufwand
in % vom Umsatz
7,2 % 7,4 %
Investitionen:
– Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände
39,6 30,6 29,4
– Finanzanlagen 0,3 0,4 – 25,0
Finanzierung:
– Cashflow 38,1 36,8 3,5
– Abschreibungen 21,6 20,0 8,0
Eigenkapital 248,7 241,1 3,2
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 39,6 % 42,8 %
Bilanzsumme 627,5 562,7 11,5
Zahl der Mitarbeiter per 31.12. 1.285 1.148 11,9
DVFA/SG-Ergebnis (Konzern) DM je Aktie 1,54 1,54 0,0

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Konzernlagebericht

  • Übersicht
  • Geschäftsentwicklung und Ertragslage
  • Vermögens- und Finanzlage
  • Investitionen/Abschreibungen/Cashflow
  • Forschung und Entwicklung
  • Personal
  • Segmentberichte
  • Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement
  • Ausblick

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr

  • Bericht über verbundene Unternehmen und Beteiligungen
  • Die Biotest-Gruppe
  • Die Biotest-Aktie
  • 5-Jahres-Übersichten

Konzernabschluss

  • Konzernbilanz
  • Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Konzernanhang

Konzernanhang der Biotest AG

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Dr. Dieter Merz (60) Promotion in Chemie, seit 1996 Vorstandsvorsitzender der Biotest AG

Mit innovativen Mitarbeitern international erfolgreich sein

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

auch das Jahr 2001 – unser 55-jähriges Bestehen seit Firmengründung – hat für die Biotest-Gruppe einen erfreulichen Geschäftsverlauf genommen. Bereinigt um Veränderungen des Konsolidierungskreises konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um nahezu 7% gesteigert werden, was in Anbetracht der sich im Inland nachhaltig auswirkenden Kostendämpfung im Gesundheitswesen und auch im Laborbereich insgesamt eine gute Entwicklung darstellt. Der positive Trend wurde von allen Geschäftsbereichen getragen.

Das Ergebnis konnte trotz erheblicher Belastungen durch Investitionen zur Kapazitätserweiterung, für neue Produkte und für die Internationalisierung fast auf Vorjahresniveau gehalten werden. Eine besondere Investition in die Zukunft mit entsprechenden Vorlaufkosten bedeutet der noch anhaltende Aufbau der Plasma Service Europe GmbH – einer eigenen Organisation von Plasmapheresezentren zur Bereitstellung und Sicherung des wertvollen Rohstoffs Plasma aus menschlichem Blut. Bei all dem ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der für unsere Branche typischen Vorlaufzeiten ein positiver Effekt auf das Ergebnis sich erst ab 2004 einstellen wird.

An dieser Stelle möchte ich die Faktoren besonders hervorheben, die unseren Erfolg auch in der Zukunft ganz wesentlich bestimmen werden.

Lassen Sie mich beginnen mit der Fähigkeit zur Innovation, mit der wir uns erfolgreich im Wettbewerb behaupten und mit der wir unseren Kunden auf ihre Belange ausgerichtete Leistungen bieten. Auf der Produktseite war hier in 2001 die erste Europa-Zulassung nach dem MR-Verfahren für unser Hepatect® CP gegen Ende des Jahres ein Meilenstein. Dieses Produkt ist ein Vertreter der neuen Generation von Hyperimmunglobulinen zur Bekämpfung von Virusinfektionen – in diesem Falle der Hepatitis B. Diese Präparate werden nach einem neuen Verfahren hergestellt, dass nicht nur höchste Reinheit und Sicherheit gewährleistet, sondern aufgrund höherer Ausbeuten einen wichtigen Ergebnisbeitrag leisten wird. Hepatect® CP hat sich im vergangenen Jahr neben unserem Gerinnungspräparat Haemoctin® SDH zu einem der wichtigsten Umsatzträger im Konzern entwickelt.

Die Reihe unserer Innovationen lässt sich fortsetzen mit der Automation in unserem Geschäftsbereich Diagnostik – allen voran der TANGO, ein Vollautomat zur Blutgruppendiagnostik – der im vergangenen Jahr im Markt eingeführt wurde. Die Innovationen zielen bei Biotest allerdings nicht nur auf Produkte und Technologien ab, sondern erstrecken sich auch auf Service und Prozesse, immer zum Nutzen unserer Kunden.

Ein weiterer Erfolgsfaktor für die künftige Geschäftsentwicklung von Biotest ist der Ausbau unseres Auslandsgeschäfts und die damit einhergehende weitere Internationalisierung. So konnte in 2001 der Exportanteil auf fast 70% vom Gesamtumsatz gesteigert werden und war, anders als das verhaltene Inlandsgeschäft, der eigentliche Wachstumsmotor. Die Säule unseres Auslandsgeschäftes sind die eigenen Vertriebsgesellschaften, die ihren Umsatz im vergangenen Jahr überdurchschnittlich steigern konnten.

In Jahr 2001 wurde unser langjähriges Liaison Office in Tokyo in eine eigenständige Vertriebsgesellschaft umgewandelt. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, den wichtigen japanischen Markt noch intensiver und direkter zu bearbeiten.

Auch die europaweiten Zulassungen für unsere Plasmaprodukte schaffen die Voraussetzung für eine breitere Vermarktung starker Umsatzträger in dieser Region. Ein immer wichtiger werdender Markt für die Zukunft ist für uns Nordamerika. Nachdem unser Geschäftsbereich Diagnostik in den USA schon viele Jahre erfolgreich tätig ist – dieses Land ist der größte Auslandsmarkt dieses Geschäftsbereichs – folgt jetzt der Geschäftsbereich Medizintechnik mit der intensiven Vermarktung seiner Produkte.

Mittelfristig wird auch der Geschäftsbereich Pharma hier nachziehen. Wesentliche Weichenstellungen dazu werden auf technischer Seite mit dem zurzeit laufenden Großinvestitionsprogramm in Dreieich vorgenommen.

Last but not least sind unsere kompetenten Mitarbeiter und Führungskräfte Voraussetzung und Garant für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategien und Investitionen. Gerade in die systematische Personalentwicklung wurde in 2001 erheblich investiert und Projekte von grundsätzlicher Bedeutung initiiert wie ein umfassendes Ausbildungsprogramm und ein wohl strukturiertes Konzept zur Personalentwicklung und Nachfolgeplanung. Erfolgsbeteiligungsmodelle für Mitarbeiter und Führungskräfte basierend auf steigenden Umsatzrenditen, mehr Delegation von Kompetenz und Verantwortung auf allen Führungsebenen, eine neue Führungsstruktur sowie ein Aktienoptionsprogramm für das obere Management runden das Programm ab. Eine moderne Leistungskultur bei Biotest dient nicht zuletzt der Steigerung der Unternehmensperformance und des Unternehmenswertes.

Wir haben uns für die Zukunft viel vorgenommen und investieren dafür auch sehr viel. Die neuen Betriebsstätten der Heipha GmbH in Eppelheim bei Heidelberg und der Envitec-Wismar GmbH sind im vergangenen Jahr erfolgreich in Betrieb genommen worden und leisten bereits ihren Beitrag zum weiteren Wachstum.

Bei der neuen sterilen Endabfüllanlage der Biotest Pharma GmbH in Dreieich konnte im vergangenen Jahr planmäßig die Validierung erreicht werden und anschließend die Freigabe durch die zuständigen Behörden.

Für die Biotest-Gruppe kommt es in Zukunft mehr denn je darauf an, die nicht unbegrenzten Ressourcen gezielt in jenen Unternehmensbereichen zu konzentrieren, wo wir besonders kompetent sind und wo gute Chancen für Wachstum und Rendite bestehen. Dies beinhaltet auch, dass wir immer wieder Randaktivitäten auf den Prüfstand stellen müssen zugunsten einer Stärkung der wachstumsträchtigen und profitablen Kernbereiche.

Eine für uns positive Marktentwicklung zeichnet sich im Bereich der Plasmaprodukte ab, wo wir von einem auf absehbare Zeit kräftig wachsenden Weltmarkt ausgehen können. Auch in der Diagnostik bieten innovative Automationskonzepte gute Chancen für weiteres Wachstum. Schließlich werden wir auch in dem insgesamt stark wachsenden Markt der Medizintechnik unsere Chancen mit innovativen Produkten nutzen.

An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihre Einsatzfreude und vor allem für ihren Mut zu Veränderungen, den sie im vergangenen Jahr besonders unter Beweis gestellt haben.

Unseren Aktionären möchte ich für Ihre Treue danken. Schließlich gilt unser Dank auch unseren Kunden für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Im Namen des Vorstandes Ihr

Dr. Dieter Merz

Konzernlagebericht

Übersicht

Das Geschäftsjahr 2001 der Biotest-Gruppe ist gekennzeichnet von weiteren erfreulichen Umsatzzuwächsen, den Auswirkungen der begonnenen umfangreichen Verfahrensänderungen und den weit in die Zukunft reichenden Investitionsmaßnahmen zur Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten mit entsprechenden Vorlaufkosten.

Umsatzwachstum um mehr als 5% auf

490,3 Mio. DM. Die Biotest-Gruppe steigerte ihren Umsatz auf 490,3 Mio. DM nach 464,4 Mio. DM im Vorjahr. Dieser Zuwachs wurde mit einem um die Gesellschaft Astrapin reduzierten und um die gegründeten Gesellschaften Plasma Service Europe GmbH und Biotest K.K. in Japan erweiterten Konsolidierungskreis erzielt. Bereinigt um diese Veränderungen erreichte der Zuwachs nahezu 7%.

Zu dem Unternehmenswachstum haben alle drei Geschäftsbereiche der Gruppe beigetragen, obwohl die Wachstumsmöglichkeiten aufgrund von Kapazitätsengpässen eingeschränkt waren. Der Zuwachs wurde erneut überwiegend im Ausland erarbeitet. Dort stieg der Umsatz um 7,7% auf 339,7 Mio. DM nach 315,4 Mio. DM im Vorjahr. Hierzu haben im Export in erster Linie die eigenen Vertriebsgesellschaften mit einem Plus von knapp 20 Mio. DM beigetragen.

Im Geschäftsbereich Pharma entwickelten sich im In- und Ausland der Gerinnungsfaktor Haemoctin® SDH sowie das Hyperimmunglobulin Hepatect® CP zu den wichtigsten Umsatzträgern. Die regionale Verteilung der Umsätze zeigt eine weitere Zunahme in Europa.

Im Geschäftsbereich Diagnostik konnte mit rund 7,4% eine deutlich höhere Umsatzsteigerung als in früheren Perioden erzielt werden. Hierzu haben sowohl die Produkte der Blutgruppendiagnostik als auch zunehmende Erfolge bei den Virusdiagnostika und eine Komplettierung der Palette der Zelldiagnostika beigetragen.

Im Geschäftsbereich Medizintechnik sind erfreuliche Umsatzsteigerungen in der Sensorik zu verzeichnen. Verzögerungen der Markteintrittstermine in anderen Produktbereichen verhinderten in 2001 ein noch deutlicheres Umsatzwachstum. Die Umsatzverteilung nach Regionen zeigt eine Verbreiterung unserer Basis in Europa. Die Veränderung in den restlichen Märkten ist sehr stark von öffentlichen Ausschreibungen abhängig (sog. Tendergeschäfte).

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Konzernumsatz hat sich weiter auf rund 69% erhöht. Hierzu haben sowohl die eigenen Vertriebsgesellschaften als auch unsere Distributeure beigetragen.

Konzern-Jahresüberschuss 11,6 Mio. DM.

Der Jahresüberschuss erreichte 11,6 Mio. DM, was angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Erfolg ist. Er liegt unter dem Niveau des Vorjahres, unter anderem als Folge hoher Vorlaufleistungen für die Erweiterung und Verlagerung von Kapazitäten. Des Weiteren waren im Geschäftsbereich Pharma, wie bereits gemeldet, deutliche Verteuerungen auf der Rohstoffseite zu verzeichnen. Preiserhöhungen auf der Absatzseite konnten dem gegenüber nur begrenzt durchgesetzt werden.

Biotest wahrt Dividendenkontinuität.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, als Dividende aus dem Bilanzgewinn der Biotest AG einen Betrag in Höhe von 4,38 Mio. DM = 2,24 Mio. € auszuschütten. Dies entspricht einer Dividende von 0,31 € je Vorzugsaktie und 0,25 € je Stammaktie.

Umsatz nach Regionen in %

Umsatzentwicklung und Auslandsanteil

Geschäftsentwicklung und Ertragslage

In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelten sich die Umsätze wie folgt:

Geschäfts-
bereich
2001
Mio. DM
2000
Mio. DM
Verände
rung in %
Pharma 326,8 314,5 + 3,9
Diagnostik 133,6 124,4 + 7,4
Medizintechnik 29,9 25,5 + 17,3
Gesamt 490,3 464,4 + 5,6

Der Geschäftsbereich Pharma steigerte den Umsatz erneut um 3,9% auf 326,8 Mio. DM nach 314,5 Mio. DM im Vorjahr. In diesem Segment wirkte sich eine Veränderung des Konsolidierungskreises aus. Die in diesem Jahr nicht mehr einbezogene Astrapin GmbH & Co. KG hat im Vorjahr noch mit 6,8 Mio. DM zum Umsatz beigetragen. Die bereinigte Steigerungsrate des Umsatzes beträgt 6,2%.

Im Geschäftsbereich Diagnostik war eine deutlich bessere Umsatzentwicklung als in den Vorjahren zu verzeichnen. Bei der Steigerung um 7,4% bzw. 9,2 Mio. DM konnten die geplanten Umsätze mit neuen Produkten und Systemen nur teilweise realisiert werden. Der hohe Dollarkurs hat sich positiv ausgewirkt.

Im Geschäftsbereich Medizintechnik wurden in der Sensorik die geplanten Umsatzsteigerungen realisiert. In anderen Produktbereichen verhinderten Verzögerungen beim Markteintritt, insbesondere bei den Plasmaphereseprodukten, weiteres Wachstum.

Die nebenstehende Grafik zeigt die Entwicklung der Umsatzanteile der Geschäftsbereiche.

Die Ertragslage im Konzern hat sich leicht abgeschwächt, da die positive Umsatzentwicklung durch erhebliche Vorlaufleistungen für Investitionen und andere Kosten überlagert wurde.

Dies waren im vergangenen Jahr sowohl eine deutliche Verteuerung des Rohstoffes Plasma als auch Anlaufkosten für den Aufbau einer eigenen Plasmaversorgungsorganisation mit Gründung der Tochtergesellschaft "Plasma Service Europe GmbH" sowie erhebliche Vorlaufkosten in der Pharmaproduktion zur Schaffung größerer Kapazitäten. Diese Kapazitäten werden erst ab 2004 zu einem stärkeren Wachstum von Konzernumsatz und -ergebnis beitragen.

Im Geschäftsbereich Diagnostik fielen ebenfalls Kosten für den Aufbau einer Servicestruktur für das Systemgeschäft sowohl bei der Biotest AG als auch bei Vertriebsgesellschaften an.

Bei der Biotest Medizintechnik GmbH entstanden ebenfalls vermehrt Kosten aufgrund der Verzögerung bei der Plasmapheresemaschine und der nur teilweise genutzten Kapazitäten.

Auch die Einmalkosten aus dem Umzug und Aufbau neuer Betriebsstätten bei den Tochtergesellschaften Heipha Dr. Müller GmbH in Heidelberg/ Eppelheim und der Envitec-Wismar GmbH in Wismar sind bei der Würdigung der Ertragslage des Jahres 2001 zu berücksichtigen.

Im Einzelnen hat sich die Ertragslage im Konzern wie folgt entwickelt:

2001 2001 2000 2000
Konzern Mio. DM % Mio. DM %
Umsatz 490,3 464,4
Gesamtleistung 512,5 100,0 488,2 100,0
Materialaufwand und bezogene Waren – 203,1 – 39,6 – 196,3 – 40,2
Rohertrag 309,4 60,4 291,9 59,8
Sonstige betriebliche Erträge 16,9 3,3 16,7 3,4
Personalaufwand – 136,4 – 26,6 – 128,1 – 26,2
Abschreibungen – 21,6 – 4,2 – 20,0 – 4,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 134,8 – 26,3 – 129,1 – 26,4
EBIT (Betriebsergebnis) 33,5 6,5 31,4 6,4
Finanzergebnis – 13,1 – 2,6 – 8,6 – 1,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20,4 4,0 22,8 4,7
Jahresüberschuss 11,6 2,3 13,7 2,8
EBITDA 55,1 10,8 51,4 10,5

Konzern-Umsatz nach Geschäftsbereichen in Mio. DM (%)

Jahresüberschuss/Cashflow

Dr. Manfred Hübener (46) Diplom-Kaufmann und MBA, seit Juni 2000 Finanzvorstand der Biotest AG

Leistungskultur, Portfoliomanagement, Corporate Governance und gezielte Investor Relations sind Schlüssel für die Aktienbewertung Die Gesamtleistung stieg lediglich um 5% bzw. 24,3 Mio. DM. Die begrenzten Kapazitäten haben einen deutlicheren Anstieg der Gesamtleistung, insbesondere eine weitere Umsatzausweitung, verhindert. Der Anstieg der Gesamtleistung geht überwiegend auf eine Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen bei der Biotest Pharma GmbH infolge der Parallelproduktion nach altem und neuen Verfahren zurück. Bei einigen Tochtergesellschaften wurden die Engpässe im Laufe des Jahres durch Neubauten beseitigt. Bei den beiden Hauptgesellschaften Biotest AG und Biotest Pharma GmbH sind die dafür erforderlichen Investitionen jedoch noch nicht abgeschlossen.

Die Materialeinsatzquote konnte gegenüber dem Vorjahr leicht auf 39,6% reduziert werden. Ursache waren Verbesserungen im Geschäftsbereich Pharma aufgrund der Herstellung der neuen CP-Produkte, die höhere Ausbeuten des Rohstoffes Plasma ermöglichen. Negativ wirkten sich die bereits genannten Vorlaufleistungen im Geschäftsbereich Diagnostik für den Aufbau des Systemgeschäfts mit dem Blutgruppenvollautomaten TANGO sowie im Geschäftsbereich Medizintechnik für die Entwicklung einer Plasmapheresemaschine aus.

Der Rohertrag verbesserte sich ebenfalls und erreichte mit 309,4 Mio. DM eine Quote von 60,4% der Gesamtleistung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge hielten sich mit 16,9 Mio. DM auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Personalaufwand ist absolut geringer angestiegen als im vorausgegangenen Jahr. Dies, obwohl sich durch die Geschäftsausweitung bei einzelnen Tochtergesellschaften und durch Einmaleffekte im Jahr 2001 die Anzahl der Mitarbeiter deutlich erhöht hat. Die Gesellschaften Envitec-Wismar GmbH und Heipha Dr. Müller GmbH setzten zur Behebung ihrer umzugsbedingten Engpässe und Mehrarbeiten sowie den damit einhergehenden Reorganisationsaufgaben vorübergehend mehr Personal ein. Auch bei der Biotest Pharma GmbH waren Personaleinstellungen aufgrund der Parallelbesetzung für die neuen Produktionsanlagen erforderlich. Die im Aufbau befindliche Plasma Service Europe GmbH hat ebenfalls zur Personalsteigerung beigetragen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 129,1 Mio. DM im Vorjahr um 4,4% auf 134,8 Mio. DM. Die Erhöhung resultierte aus der Zunahme des Provisionsaufwands als Folge des höheren Exportanteils.

Deutlich angestiegen ist das negative Finanzergebnis als Konsequenz der hohen Investitionen in das Anlage- und Umlaufvermögen. Für Zinsen und ähnliche Aufwendungen wurden im Berichtsjahr 15,3 Mio. DM nach 10,0 Mio. DM im Vorjahr aufgewandt. Dieser Mehraufwand ist eine Konsequenz der Investitionen bei den Gesellschaften Biotest Pharma GmbH, Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH sowie Heipha Dr. Müller GmbH und Envitec-Wismar GmbH.

Die Steuerquote erreichte 40,8% des Vorsteuerergebnisses. Ein erheblicher Teil des Konzernergebnisses fiel im Ausland bei Tochtergesellschaften mit einer nationalen Ertragsteuerquote von ca. 40% an, so in USA, Italien und anderen europäischen Ländern.

Dr. Michaela Rethwilm (49) Fachärztin für Transfusionsmedizin, seit 2001 Geschäftsführerin der Biotest-Tochterfirma Plasma Service Europe GmbH

Hohe Qualität des Rohstoffs

ist Voraussetzung

für hochwertige Plasmapräparate

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Konzerns wuchs um 64,8 Mio. DM auf nunmehr 627,5 Mio. DM. Die Zuwächse verteilen sich auf alle Bilanzpositionen der Aktivseite.

Das Anlagevermögen stieg wegen der Investitionen in Gebäude und Anlagen für erweiterte Produktionskapazitäten wieder deutlich an. Es erreichte 190,2 Mio. DM nach 176,3 Mio. DM im Vorjahr. Bei einigen Konzerngesellschaften ist das Investitionsprogramm abgeschlossen, wohingegen bei Biotest Pharma GmbH die Investitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen und Erweiterung der Kapazitäten noch im Gang sind.

Die Vorräte erhöhten sich auch im vergangenen Geschäftsjahr. Sie erreichten damit einen Betrag von 251,3 Mio. DM nach 218,8 Mio. DM im Vorjahr. Rund 76% des Anstieges waren bei Biotest Pharma GmbH zu verzeichnen. Sie betrafen alle Stufen von Zwischenprodukten, welche umstellungsbedingt zur Zeit in mehreren Varianten hergestellt werden müssen. Gegenwärtig wird nach zwei Verfahren mit verschiedenen Zulassungen parallel produziert, wobei die Zwischenprodukte nicht zwischen den Verfahren austauschbar sind. Der Bestand an Fertigprodukten ist weiterhin niedrig und liegt etwa beim Wert eines Monatsumsatzes. Mit Einführung des neuen Fraktionierverfahrens (FH-Verfahren) sind deutlich niedrigere Bestandspositionen an Zwischenprodukten geplant.

Bei den anderen Konzerngesellschaften nahmen die Bestände nur moderat zu. Stichtagsbedingt war bei Biotest AG eine Losgröße des Blutgruppenvollautomaten TANGO auf Lager, da die geplante Absatzmenge für eine zügige Vermarktung im ersten Halbjahr 2002 bereitgehalten wurde.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wuchsen parallel mit dem Umsatz um 8,5 Mio. DM, überwiegend als Folge der Umsatzausweitung in Ländern mit langen Zahlungszielen, so z.B. in Italien. Bei der Biotest Pharma GmbH sanken die Forderungen um 7,5 Mio. DM aufgrund aktiven Forderungsmanagements und Factoring in Höhe von 12,3 Mio. DM. Die sonstigen Forderungen enthalten einen Betrag in Höhe von 15,5 Mio. DM gegenüber einer Leasing-Gesellschaft, der abrechnungstechnisch bedingt ist, da die Biotest Pharma GmbH die Projektabwicklung durchführt.

Die Wertpapiere und flüssigen Mittel sind leicht zurückgegangen gegenüber dem Vorjahr auf 22,8 Mio. DM.

Das Eigenkapital erhöhte sich nach Abzug der im Jahr 2001 ausgezahlten Dividende um 7,6 Mio. DM auf nunmehr 248,7 Mio. DM. Die Eigenkapitalquote lag damit bei 39,6% der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen war weiterhin zu mehr als 100% durch Eigenkapital gedeckt.

Im Detail entwickelte sich die Vermögenslage im Konzern wie folgt:

Aktiva 2001
Mio. DM
2001
%
2000
Mio. DM
2000
%
Anlagevermögen 190,2 30,3 176,3 31,3
– Vorräte 251,3 40,0 218,8 38,9
– Forderungen und Rechnungsabgrenzung 163,2 26,0 141,7 25,2
– Wertpapiere und flüssige Mittel 22,8 3,7 25,9 4,6
Umlaufvermögen 437,3 69,7 386,4 68,7
Bilanzsumme 627,5 100,0 562,7 100,0
Passiva
Eigenkapital 248,7 39,6 241,1 42,9
Sonderposten mit Rücklageanteil 0,0 –– 0,1 ––
– Pensionsrückstellungen 57,0 9,1 52,0 9,2
– sonstige Rückstellungen 35,6 5,7 34,4 6,1
Summe Rückstellungen 92,6 14,8 86,4 15,3
– Bankverbindlichkeiten 204,3 32,6 168,6 30,0
– übrige Verbindlichkeiten u. Rechnungsabgr. 81,9 13,0 66,5 11,8
Summe Verbindlichkeiten 286,2 45,6 235,1 41,8
Bilanzsumme 627,5 100,0 562,7 100,0

Dr. Rolf Müller (58) Promotion in Chemie, gründete 1973 die Heipha Dr. Müller GmbH

Investitionen in moderne GMP-gerechte Produktionsanlagen und neue Fertigungsstätten als Basis für zusätzliches Wachstum

Investitionen/Abschreibungen/Cashflow

Investitionen im Konzern 39,8 Mio. DM.

Die rege Investitionstätigkeit im Konzern hatte sich auch im Jahr 2001 fortgesetzt. Es waren zu je etwa einem Drittel Bauinvestitionen, die in Vorjahren begonnen wurden, weitere Investitionen und hohe Anzahlungen für Produktionsanlagen zu verzeichnen. Infolge der bei Biotest für das Jahr 2002 vorgesehenen Umstellung auf IAS-Bilanzierung werden künftig auch die über Leasing finanzierten Investitionen in der Bilanz ausgewiesen werden. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2001 wurde über Leasing insgesamt ein Investitionsvolumen von 50,7 Mio. DM finanziert.

Die Heipha Dr. Müller GmbH zog fristgerecht in ihren Neubau nach Eppelheim um. Nach einigen Monaten der Optimierung des Produktionsprozesses konnten ab Herbst 2001 deutlich höhere Monatsumsätze realisiert werden.

Die Envitec-Wismar GmbH, Wismar, bezog ihre neuen Räumlichkeiten wie geplant im Sommer

des Jahres 2001. Auch hier zeigten sich im 2. Halbjahr deutliche Wachstumsimpulse aufgrund nun vorhandener größerer Kapazitäten.

Die neue Sterilabfüllung der Biotest Pharma GmbH, der erste Teil der beiden Leasingpakete, ging planmäßig im Sommer 2001 in die Validierung und wurde in den ersten Januartagen 2002 von den Behörden für die Produktion freigegeben. Der Bau der neuen Fraktionierung liegt ebenfalls im Zeitplan. Die technische Fertigstellung ist für den Sommer 2002 zu erwarten. Die daran anschließende Validierung wird eine längere Zeit als bei der Endabfüllung in Anspruch nehmen, so dass wir erst im Laufe des Jahres 2003 mit einer Freigabe für die Produktion rechnen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 21,6 Mio. DM nach 20,0 Mio. DM im Vorjahr. Der Cashflow in Höhe von 38,1 Mio. DM deckte die durchgeführten Investitionen zu 96%.

Dr. Silke Milbradt (36) Promotion in Biologie, seit 1993 Leiterin der Produktgruppe transfusionsmedizinische Diagnostik

Die Automation und der Aufbau des Systemgeschäfts in der transfusionsmedizinischen Diagnostik mit dem Blutgruppenvollautomat TANGO sind wesentliche Elemente der strategischen Neuorientierung

Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 35,2 Mio. DM beziehungsweise 7,2% vom Umsatz (Vorjahr: 34,2 Mio. DM bzw. 7,4% vom Umsatz) für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

Im Geschäftsbereich Pharma konzentrierten sich Forschung und Entwicklung auf die Weiterführung begonnener Projekte und die Arbeiten für Zulassungen in weiteren Ländern.

Die Entwicklungsarbeiten für eine neue Generation von Immunglobulinen (FH/CP) wurden im Jahr 2001 abgeschlossen. Die Registrierdossiers werden im 2. Halbjahr 2002 eingereicht.

Die Arbeiten an einem neuen, hochreinen Faktor IX-Präparat zur Ergänzung unserer Palette von Gerinnungsprodukten konnten im Wesentlichen abgeschlossen werden; die Einreichung der Unterlagen für die Registrierung wird ebenfalls für die zweite Jahreshälfte 2002 angestrebt.

Für die Immunglobuline der CP-Generation wurden zum Ende des Jahres 2001 mehrere Zulassungen in Europa erteilt.

Im Geschäftsbereich Diagnostik lagen die Schwerpunkte auch im Jahr 2001 bei der Optimierung des Blutgruppenvollautomaten TANGO. Hier konnte die Stabilität der Geräte im Routineeinsatz deutlich gesteigert werden. Sie hat nunmehr das für eine breite Markteinführung erforderliche Maß erreicht.

An der Komplettierung der beiden molekularbiologischen Produktlinien zur Gewebetypisierung wurde ebenfalls mit Hochdruck gearbeitet. Bis Mitte des Jahres 2002 wird eine vollständige Produktpalette zur Verfügung stehen.

Für den Produktbereich der Enzymimmunoassays (Virustests) konnte ein weiterer Vollautomat für die Labortätigkeit mit dem Namen QuickStep in den Markt eingeführt werden.

Im Feld Hygienemonitoring haben wir die Entwicklung eines neuen Partikelzählers für unterschiedliche Partikelgrößen abgeschlossen und zum Beginn des Jahres 2002 die Vermarktung gestartet. Dieses Gerät hat ein größeres Marktpotential als sein Vorläufer.

Bei der Gesellschaft Diaclone SAS gingen die Arbeiten zur Zulassung eines ersten Therapieproduktes nach der "Orphan Drug"-Registriergesetzgebung der EU weiter. Wir erwarten die Einreichung des Dossiers zu Beginn des nächsten Jahres.

Im Geschäftsbereich Medizintechnik wurden die Entwicklungsarbeiten für ein neues System für die maschinelle Plasmapherese (MedCell) abgeschlossen. Ende des letzten Jahres begannen die ersten Erprobungen in medizinischen Einrichtungen. Wir erwarten die CE-Zertifizierung im ersten Halbjahr 2002.

Bei der auf dem Gebiet der Sensorik tätigen Envitec-Wismar GmbH wurden weitere Schritte für ein beweissicheres Alkoholmessgerät und für eine neue Art der Sauerstoff- und Gasmessung getan. Die Markteinführung der Produkte ist für das Jahr 2003 vorgesehen. Für die derzeit wichtigste Produktlinie, die Palette der Pulsoximetriesensoren, konnte in 2001 die FDA-Zulassung in USA erreicht werden.

Forschungs- und Entwicklungsaufwand

Juliane von Versen (43) Diplom-Pädagogin, seit 2000 Leiterin Personalentwicklung

Personalentwicklung qualifiziert Führungskräfte und Mitarbeiter für steigende Anforderungen und trägt so zu einer modernen Leistungskultur bei

Personal

Personalentwicklung. Im Durchschnitt waren 1.219 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl hat damit im vergangenen Jahr etwas deutlicher als in früheren Jahren zugenommen. In nahezu allen Konzerngesellschaften wurden neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bei der Biotest AG und bei der Mehrzahl der Vertriebsgesellschaften wurden zusätzliche Mitarbeiter für die erwarteten höheren Umsätze mit dem Blutgruppenvollautomaten TANGO und die damit einhergehenden Servicefunktionen eingestellt.

Auch bei der Biotest Pharma GmbH wurde für die neuen Produktionsanlagen mehr Personal benötigt. Die Plasma Service Europe GmbH hat in den Betriebsstätten Magdeburg und Berlin bis zum Jahresende 34 Arbeitsplätze geschaffen, weitere werden im Jahr 2002 in Rostock folgen.

Für die Markteinführung neuer Produkte der Biotest Medizintechnik GmbH und auch für die größeren Kapazitäten bei der Envitec-Wismar GmbH wurden zusätzliche Mitarbeiter benötigt.

Personalaufwand. Der Personalaufwand stieg in 2001 im Konzern deutlicher als in den Vorjahren an, bedingt in erster Linie durch die neu geschaffenen Arbeitsplätze.

Insgesamt wurden im Konzern 136,4 Mio. DM nach 128,1 Mio. DM für Personal aufgewendet. Dies bedeutet eine Steigerung von 6,5%. Die Aufwendungen für Altersversorgung sind hierbei von 6,5 Mio. DM im Vorjahr auf 8,5 Mio. DM im Berichtsjahr gestiegen.

Aus- und Weiterbildung. Im Jahr 2001 waren in der Gruppe im Durchschnitt 25 Auszubildende beschäftigt.

Ausgebildet wurden Chemikanten, Biologielaboranten, Informatikkaufleute, Industriekaufleute und Kaufleute für Bürokommunikation.

Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitar-

beiter. Der Vorstand und die Geschäftsleitungen aller Konzerngesellschaften der Biotest-Gruppe sprechen hiermit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen besonderen Dank für die Leistungen des vergangenen Jahres aus, welches aufgrund der strategischen Neuorientierung von Biotest, komplexer Produkteinführungen und eines großen Investitionsprogramms nicht einfach war und zum Teil erhebliche Belastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sich brachte.

Im Konzern entwickelte sich die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer wie folgt:

2001 2001 2000 2000
Konzern Mitarbeiter % Mitarbeiter %
Vertrieb 390 32,0 368 31,7
Verwaltung 145 11,9 135 11,6
Produktion 544 44,6 513 44,1
Forschung und Entwicklung 140 11,5 147 12,6
Gesamt 1.219 100,0 1.163 100,0

Segmentberichte

Geschäftsbereich Pharma

Das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Pharma setzt sich nach der Schließung der Astrapin GmbH & Co. KG Ende 2000 ausschließlich aus den Produkten der Biotest Pharma GmbH zusammen. Die Umsätze werden von der Biotest Pharma GmbH sowie durch die eigenen Vertriebsgesellschaften generiert.

Bei Biotest Pharma GmbH machten sich noch die begrenzten Kapazitäten bemerkbar, da die zuvor erwähnten Großinvestitionen zur Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten erst in den Folgejahren zu einem deutlich höheren Umsatzwachstum beitragen können.

Die Umsatzzuwächse wurden in erster Linie mit dem inzwischen zum wichtigsten Produkt avancierten Gerinnungspräparat Haemoctin® SDH und mit den innovativen Immunglobulinen nach dem CP-Verfahren erzielt.

Der Geschäftsbereich Pharma steigerte den Umsatz nach 314,5 Mio. DM im Vorjahr um 3,9% auf 326,8 Mio. DM. Bereinigt um Veränderungen des Konsolidierungskreises betrug das Umsatzwachstum 6,1%.

Die Entwicklung im In- und Ausland stellt sich wie folgt dar:

2001
Mio. DM
2000
Mio. DM
Verände
rung in %
Inland 96,8 97,7 – 0,9
Ausland 230,0 216,8 + 6,1
Gesamt 326,8 314,5 + 3,9

Einer Stabilisierung der Umsätze im Inland standen deutliche Umsatzzuwächse im Export, auch bei unseren europäischen Vertriebsgesellschaften, gegenüber. Besonders erfreulich waren die Umsatzzuwächse vor allem mit dem Produkt Hepatect® CP in Italien.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Geschäftsbereichs Pharma erreichte 34,8 Mio. DM (31,0 Mio. DM im Vorjahr). Dies entspricht 10,6% vom Umsatz (Vorjahr 9,9%).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei ausländischen Vertriebsgesellschaften, besonders in Italien, hat zu dieser Verbesserung beigetragen. Das Betriebsergebnis der Biotest Pharma GmbH stabilisierte sich mit 20,5 Mio. DM auf Vorjahreshöhe. Die Plasma Service Europe GmbH hat mit den Anlaufkosten das Ergebnis belastet.

Investitionen. Die Investitionen im Geschäftsbereich Pharma stimmen im Wesentlichen mit den Investitionen bei Biotest Pharma GmbH überein. Die beiden über Leasing finanzierten Projekte "neue Fraktionierung" und "sterile Endabfüllung" wurden planmäßig weitergeführt. Die Endabfüllung wurde im Januar des Jahres 2002 von den Behörden freigegeben.

Weitere Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung, verbunden mit Um- und Ausbauten in allen Produktionsstufen nach modernster Prozesstechnik, erforderten insgesamt 16,5 Mio. DM.

Für die Großprojekte wurden im Jahre 2001 von einer Leasinggesellschaft 24,0 Mio. DM aufgewandt. Die Leasing-Finanzierung wird im Jahre 2002 ihren vollen Umfang erreichen. Bislang sind insgesamt 50,7 Mio. DM für diese Anlagen ausgegeben worden. Bei der Biotest Pharma GmbH fallen bis zur Fertigstellung der Anlagen Vorfinanzierungskosten an.

Das im Geschäftsbereich Pharma gebundene zurechenbare Vermögen stieg deutlich von 375,2 Mio. DM auf 413,7 Mio. DM. Dieser Anstieg geht auf eine mit der Geschäftsausweitung einhergehenden Erhöhung des Umlaufvermögens bei Biotest Pharma GmbH und Biotest Italia S.r.l. sowie auf die beschriebenen Investitionen zurück.

Die Abschreibungen ermäßigten sich leicht von 13,2 Mio. DM auf 12,9 Mio. DM im Berichtsjahr.

Silke Schmandt (42) Industriekauffrau, seit 1998 Marketing und Vertrieb International der Biotest Pharma GmbH

Der Ausbau des Auslandgeschäfts ist wichtiger Erfolgsfaktor für die künftige Geschäftsentwicklung

Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungsarbeiten für die neueste Generation unserer Immunglobulinpräparate nach dem FH/CP-Verfahren wurden fristgerecht abgeschlossen, so dass in 2002 mit der Einreichung der Zulassungsunterlagen gerechnet wird. Außerdem wurden die Entwicklungen für ein weiteres Präparat in der Gerinnungsgruppe, einen neuen hochreinen Faktor IX, beendet. Die Einreichung der Zulassungsunterlagen ist hier ebenfalls für 2002 vorgesehen. Ein weiterer kontinuierlich bestehender Auftrag für die Pharma-Forschung ist die Optimierung der jeweils angewandten Produktionsprozesse mit dem Ziel höherer Ausbeuten und damit der Reduktion der Herstellkosten.

Mitarbeiter. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsbereich Pharma verminderte sich von 575 Personen im Vorjahr auf 572 Mitarbeiter in 2001. Neben einem Rückgang der Beschäftigten durch die Schließung der Astrapin GmbH & Co. KG im Vorjahr sind hier die Zunahmen des Produktionspersonals bei der Biotest Pharma GmbH und der Plasma Service Europe GmbH zu nennen.

Geschäftsbereich Diagnostik

Im Geschäftsbereich Diagnostik sind die Produkte der Biotest AG sowie der Tochter- bzw. Beteiligungsfirmen Heipha Dr. Müller GmbH, Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH und der französischen Firma Diaclone SAS zusammengefasst, die zum Teil direkt und zum Teil über ausländische Tochtergesellschaften vertrieben werden.

Umsatz 133,6 Mio. DM. Der Umsatz dieses Geschäftsbereiches wuchs in 2001 um 7,4% von 124,4 Mio. DM auf 133,6 Mio. DM. Damit verzeichnete der Geschäftsbereich eine erfreuliche Entwicklung, obwohl beim Hauptprojekt Blutgruppenvollautomat TANGO noch Optimierungsschritte erforderlich waren und zum Abschluss gebracht wurden. Die großflächige Markteinführung des TANGO hat sich damit in das Jahr 2002 verschoben.

Die Investitionsprojekte "neuer, ISO-gerechter Produktionsstandort für die Heipha Dr. Müller GmbH" sowie neue Produktionsanlagen und Kapazitäten für die Produkte des Hygieneprogrammes wurden planmäßig abgeschlossen.

2001
Mio. DM
2000
Mio. DM
Verände
rung in %
Inland 46,7 44,8 + 4,2
Ausland 86,9 79,6 + 9,2
Gesamt 133,6 124,4 + 7,4

Im Inland hielt der Kostendruck sowohl im Kliniklabor als auch beim Laborarzt im abgelaufenen Geschäftsjahr an. Dadurch blieb die Entwicklung im Inland hinter der des Auslands zurück. Strategisch ist deshalb der Ausbau unseres mikrobiologischen Kontroll- und Hygieneprogrammes für die Industrie bedeutsam, um diesem Kostenund Preisdruck, der zunehmend auch im Ausland spürbar ist, auszuweichen.

Umsatzzuwächse wurden von allen Firmen des Geschäftsbereiches getätigt, wobei die Bedeutung der eigenen Vertriebsgesellschaften als Absatzkanal für Biotest AG erneut zugenommen hat.

Birgit Ladewig (47) MTA, seit 1996 Produktionsleitung Immunhämatologie

Validierte Verfahren und moderne Produktionsanlagen sorgen für konstant hohe Produktqualität

Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Das

Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) hat sich von 0,8 Mio. DM auf 1,1 Mio. DM verbessert.

Die in 2001 noch erforderliche Optimierung des Vollautomaten TANGO hat eine stärkere Verbesserung des Ergebnisses bei Biotest AG verzögert. Im Ausland fielen ebenfalls vermehrt Vorlaufkosten für den Aufbau des Systemgeschäfts an.

Investitionen. Im Geschäftsbereich wurde ein Betrag von 9,7 Mio. DM investiert. Hauptprojekte waren die Fertigstellung der neuen Produktionsstätte der Heipha Dr. Müller GmbH und diverse Projekte in der Produktion der Biotest AG. Das gebundene zurechenbare Vermögen beläuft sich auf 127,5 Mio. DM. Die Abschreibungen betrugen 7,3 Mio. DM, davon entfielen 4,1 Mio. DM auf die Biotest AG.

Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsfeld Diagnostik konzentrierten sich die Entwicklungstätigkeiten weiterhin auf die Optimierung der Funktionalität des Blutgruppenvollautomaten TANGO. Mit der Umstellung auf ein neues Betriebssystem und der Optimierung vorhandener sowie der Einfügung neuer Funktionen konnte das für 2001 gesteckte Ziel der abschließenden Entwicklung erreicht werden. Des Weiteren wurde ein Vollautomat zur Bearbeitung von Enzymimmunoassays (Virustests) unter dem Namen QuickStep in den Markt gebracht. Die Firma Diaclone SAS schloss wichtige Schritte zur Zulassung weiterer Produkte auf Basis monoklonaler Antikörper, auch für therapeutische Anwendungen, erfolgreich ab.

Die Entwicklungsprojekte zur Komplettierung unserer molekularbiologischen Produktreihen im Bereich der Transplantation und eines neuen Partikelzählers der Tochtergesellschaft in USA im Bereich des Hygienemonitoring wurden ebenfalls termingerecht abgeschlossen.

Mitarbeiter. Im Jahr 2001 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsbereich Diagnostik von 482 auf 505 Mitarbeiter.

Der Ausbau einer für das Systemgeschäft, vor allem für den Automaten TANGO, erforderlichen Servicestruktur schafft weitere Arbeitsplätze bei der Biotest AG und den Vertriebsgesellschaften.

Bei Heipha Dr. Müller GmbH entstanden im Zuge der erst mit dem Bezug des Neubaues möglich gewordenen Qualifizierung und Validierung der Produktion neue Stellen im Produktmanagement, im Kontrolllabor und der Qualitätssicherung. Einige Arbeitsschritte werden im Laufe des Jahres 2002 einer Rationalisierung unterliegen und damit den Anstieg der Mitarbeiterzahlen dämpfen.

Geschäftsbereich Medizintechnik

Das Jahr 2001 war für diesen Geschäftsbereich ein Jahr guter Entwicklungen aber auch hoher Vorleistungen.

Nachdem die räumlichen Voraussetzungen für eine stärkere Expansion bei beiden Firmen geschaffen waren, entwickelten sich Umsatz und Ergebnis bei der Envitec-Wismar GmbH planmäßig positiv. Bei Biotest Medizintechnik GmbH mussten im Bereich der Produkte zur Haemoglobinbestimmung und zur Trennung und Lagerung von Blut oder Blutplasma allerdings zeitliche Verzögerungen beim Markteintritt in Kauf genommen werden.

Umsatz 29,9 Mio. DM. Der Umsatz in unserem dritten Geschäftsbereich stieg trotz der oben erwähnten Schwierigkeiten auf 29,9 Mio. DM. Das Wachstum war im Ausland fast doppelt so hoch wie im Inland.

2001
Mio. DM
2000
Mio. DM
Verände
rung in %
Inland 7,2 6,5 + 10,8
Ausland 22,7 19,0 + 19,5
Gesamt 29,9 25,5 + 17,3

Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich aufgrund der vorgenannten Qualitäts- und Markteintrittsprobleme gegenüber dem Vorjahr verschlechtert und einen Betrag von –1,3 Mio. DM nach 1,0 Mio. DM erreicht.

Maßnahmen zur nachhaltigen Besserung der Ertragsstruktur sind angelaufen. Das Jahr 2002 wird aber noch nicht den Turnaround bei der Biotest Medizintechnik GmbH bringen.

Investitionen. Im Berichtsjahr wurden im Geschäftsbereich Medizintechnik Investitionen in Höhe von 5,7 Mio. DM durchgeführt. Es handelte sich überwiegend um die Fortsetzung der in 2000 begonnenen Baumaßnahmen bei Envitec-Wismar GmbH und den Aufbau der Produktionsanlagen bei der Biotest Medizintechnik GmbH.

Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Medizintechnik waren im vergangenen Jahr insgesamt 131 Mitarbeiter beschäftigt, damit 36 mehr als im Jahr davor. Die deutliche Zunahme ist eine planmäßige Ausweitung infolge der neuen Betriebsund Produktionsstätten. Damit sind die personellen und räumlichen Voraussetzungen für eine deutliche Umsatzsteigerung im Jahre 2002 geschaffen worden.

Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement

Das Eingehen von Risiken ist untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden. Primäres Ziel des Risikomanagement-Systems ist daher nicht die Vermeidung aller Risiken, sondern deren Identifizierung und aktive Steuerung.

Biotest verfügt über eine Vielzahl von Instrumenten zur Erfassung und Steuerung von Risiken. Diese werden ständig verbessert und weiterentwickelt. Es sind gültige Richtlinien etabliert, die eine einheitliche Behandlung und Kommunikation von Risiken und ihre Überwachung mit unterschiedlichen Instrumenten gewährleisten.

Das interne Berichtswesen garantiert eine zeitnahe und umfassende Information der Entscheidungsträger. Abweichungen zur Planung werden regelmäßig von der Controlling-Abteilung analysiert und entsprechende Maßnahmen zur Zielerreichung vorgeschlagen.

Weiter gehören zum Überwachungssystem u.a. Limitsysteme, Genehmigungsverfahren, spezielle Sicherungen z.B. bei Zins- und Währungsrisiken sowie Richtlinien und Handbücher.

Zur Bearbeitung unserer Entwicklungsprojekte bedienen wir uns eines gut etablierten Projektmanagements.

Produkt- und Umweltrisiken begegnen wir durch ein striktes Qualitätsmanagement. Hierzu gehören die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Verfahren und Anlagen und die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten.

Für mögliche Haftungsrisiken und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um dadurch entstehende finanzielle Folgen für das Unternehmen auszuschließen oder zumindest zu begrenzen. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird ständig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Im Einzelnen sind folgende Risikoeinflussfaktoren zu nennen:

Die Situation des Geschäftsbereiches Pharma ist geprägt durch den weiterhin knappen Rohstoff Plasma. Die Einkaufspreise haben sich aber stabilisiert und Biotest hat begonnen, eine eigene Versorgungsorganisation aufzubauen. Langfristige Lieferverträge sichern unsere Plasmaversorgung ebenfalls ab.

Im Geschäftsbereich fallen sehr hohe Vorlaufleistungen an zur Erreichung der Produktzulassungen nach dem kostengünstigeren FH/CP-Verfahren. Hierzu sind die wichtigsten Investitionsschritte vollzogen; ab Ende 2003 kann mit der Produktionsaufnahme nach den neuen Verfahren gerechnet werden.

Mit unserem Investitionsprogramm, welches größere Kapazitäten nach dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung stellen wird, werden wir gleichzeitig auch die neuesten behördlichen Auflagen mit den erwarteten Zulassungen erfüllen.

Als Folge der dann höheren Kapazitäten, der besseren Ausbeuten und der kürzeren Durchlaufzeiten sollte auch der Vorratsbestand an unfertigen Erzeugnissen deutlich reduziert werden können. Positive Auswirkungen auf die Herstellkosten werden sich jedoch erst ab 2004 zeigen.

Die weiterhin bestehende Unsicherheit in der Terminplanung und regionalen Verteilung der Umsätze mit Tendergeschäften ist nicht vermeidbar, wir streben aber eine stärkere direkte Vermarktung an.

Dem Risiko der Wechselkurseffekte aus US-Dollar-Fakturierungen begegnen wir mit Kurssicherungsgeschäften und anderen Finanzderivaten.

Die derzeit sehr positiven Absatzmöglichkeiten im italienischen Markt werden durch den Wiedereintritt von Konkurrenzunternehmen im Laufe des Jahres 2002 einem verschärften Wettbewerb unterliegen. Aufgrund der hohen Patientenakzeptanz bei Dauerbehandlung und mehrjährigen Abnahmeverträgen erwarten wir, unseren heutigen Marktanteil annähernd halten zu können.

Der Geschäftsbereich Diagnostik sieht sich nach wie vor, wie alle Wettbewerber, einem von Kostendämpfungsmaßnahmen geprägten Markt in den hochindustrialisierten Ländern, insbesondere im Inland, gegenüber mit der Folge weiter rückläufiger Margen. Diesen Marktbedingungen begegnen wir mit der Vermarktung von für den Anwender kostengünstigen, mit allen neuen Richtlinien kompatiblen und den höheren Standardisierungsanforderungen genügenden Systemen für die Routinelabortätigkeit. In erster Linie sind hier der Blutgruppenvollautomat TANGO und das System QuickStep zu nennen.

Des Weiteren reagieren wir mit einer stärkeren Hinwendung zum Export und einer Komplettierung unserer Produktpalette in Richtung industrieller Anwendung mit besserem Preisniveau.

Die erwartete bessere Absatzsituation ab 2002 läßt mittelfristig eine deutliche Verbesserung der Ertragslage erwarten. Dies setzt allerdings in den nächsten beiden Jahren eine erfolgreiche Marktdurchdringung mit dem Blutgruppenvollautomaten TANGO voraus. Wir planen in diesem Produktbereich deutlich steigende Absatzzahlen und haben folglich entsprechende Kapazitäten aufgebaut und vertragliche Beziehungen etabliert.

Im Geschäftsbereich Medizintechnik werden die Verzögerungen beim Markteintritt der Produkte für die Hämoglobinmessung und die Plasmapherese auch in 2002 das Konzernergebnis noch belasten.

Bei der Überprüfung der aktuellen Situation konnten wir keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken erkennen.

Dr. Stefan Weller (39) Promotion in klinischer Pharmakologie, seit 2001 Leiter der Arzneimittelzulassung

Die rasche Zulassung und Registrierung unserer Präparate erschließt weltweit weitere Marktpotenziale

Ausblick

Konzernumsatz. In den ersten Monaten des Jahres 2002 konnte eine moderate Umsatzsteigerung erzielt werden. Im Hinblick auf die schon erwähnten Kapazitätsbeschränkungen im Geschäftsbereich Pharma, die zeitlichen Unsicherheiten bei großen Tendergeschäften und auf die langen Durchlaufzeiten gibt es zwischen den einzelnen Monaten deutliche Schwankungen beim Umsatz.

Wir erwarten im Geschäftsbereich Pharma für das erste Halbjahr 2002 einen Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich mit einer Tendenz zur Steigerung im zweiten Halbjahr.

Mit der Entwicklung und Zulassung eines weiteren Produktes im Rahmen der bei der Kuppelproduktion anfallenden Fraktionen wird die Kostenstruktur weiter verbessert.

Im Geschäftsbereich Diagnostik wird mit dem nun verstärkt in den Markt gehenden System zur Blutgruppenbestimmung ein deutliches Umsatzpotential erschlossen. Der neue Partikelzähler wird international ebenfalls in der Industrie neue Marktpotentiale erschließen.

Im Geschäftsbereich Medizintechnik ist der Markteintritt für das Haemoglobinsystem in USA vorgesehen. Auch mit Produkten der Envitec-Wismar GmbH werden höhere Umsätze im Ausland geplant. Das MedCell-System wird im laufenden Jahr überwiegend in konzerneigenen Plasmabeschaffungsgesellschaften eingesetzt werden.

Für den Konzern erwarten wir für das Gesamtjahr 2002 eine über der Steigerung des letzten Jahres liegende Umsatzentwicklung.

Konzernergebnis. Das Konzernergebnis des Jahres 2002 wird zunächst weiterhin von Vorlaufleistungen für neue Kapazitäten und von höheren Rohstoffpreisen gekennzeichnet sein. Auch die Aufbaukosten für die Schaffung einer eigenen Plasmaphereseorganisation werden noch in das Jahr 2002 hineinreichen. Das inzwischen stabilisierte System TANGO wird aber weitere Umsätze und Ergebnisbeiträge liefern.

Angesichts der hohen temporären Belastungen im Geschäftsbereich Pharma und zum Teil auch in dem Geschäftsbereich Medizintechnik erwarten wir für das Gesamtjahr 2002 trotz angestrebten Umsatzwachstums nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Jürgen Wohlfahrt-Laymann (40) Diplom-Betriebswirt, seit Januar 2002 Geschäftsführer der Plasma Service Europe GmbH

Rohstoffquellen erschließen und Preisstabilität gewährleisten sind Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr

Bericht über verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Anteilsbesitz der Biotest-Gruppe
(Stand 31.12. 2001)
Eigenkapital Beteiligung Umsatz Ergebnis
n. Steuern
Mitarbeiter
Name und Sitz der Gesellschaft Mio. DM % Mio. DM Mio. DM 31. 12. 2001
Biotest Pharma GmbH,
Dreieich
73,0 100 299,7 3,6 494
Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH,
Dreieich
1,2 98 2,6 0,3 ––
Plasma Service Europe GmbH,
Dreieich
0,5 100 0,7 0,0 34
Heipha Dr. Müller GmbH,
Eppelheim
2,8 51 17,8 – 0,2 116
Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH,
Oberursel
0,2 51,2 3,2 – 0,04 22
Biotest Medizintechnik GmbH,
Alzenau
– 2,0 78 4,9 – 3,1 28
Envitec-Wismar GmbH Umweltschutz
und Medizintechnik, Wismar
1,8 51 16,3 0,8 105
Envitec-Denmark APS,
Kopenhagen/Dänemark
0,3 51 4,5 0,2 ––
Biotest Seralc° N.V.,
Kortenberg/Belgien
3,2 100 33,7 0,1 15
Biotest S.a.r.l.,
Buc/Frankreich
0,8 100 8,3 0,1 18
Biotest (UK) Ltd.,
Solihull/Großbritannien
1,6 100 6,1 – 0,2 13
Biotest Italia S.r.l.,
Trezzano/Italien
19,3 100 58,0 5,6 37
Biotest K. K.,
Tokio/Japan
0,2 100 1,4 – 0,2 3
Biotest Pharmazeutika Ges.m.b.H.,
Wien/Österreich
7,4 100 25,0 1,6 32
Plasmadienst Tirol GmbH,
Innsbruck/Österreich
1,2 100 6,2 0,7 15
Biotest (Schweiz) AG,
Othmarsingen/Schweiz
2,7 100 7,0 0,8 10
Biotest Hungaria Kft.,
Budapest/Ungarn
2,1 100 13,9 0,8 19
Biotest Diagnostics Corporation,
Denville/USA
8,8 100 24,0 1,6 36
Diaclone SAS,
Besançon/Frankreich
4,9 100 4,4 – 0,04 24
SIFIN Institut für Immunpräparate
und Nährmedien GmbH Berlin, Berlin1
1,7 26 7,0 0,4 44

1 Assoziiertes Unternehmen – Equity-Bilanzierung gemäß §§ 311ff. HGB

Rajiv Kumar (53) Bachelor of Arts, seit 1972 Marketing und Vertrieb Ausland im Geschäftsbereich Diagnostik

Der weitere Aufbau eigener Vertriebsgesellschaften in wichtigen Auslandsmärkten dient der Stärkung unserer Marktposition

100% Biotest Pharma GmbH
Dreieich
1
100% Plasma Service Europe GmbH
Dreieich
1
98% Biotest Gründstücks
verwaltungs GmbH, Dreieich
1
51% Heipha Dr. Müller GmbH
Eppelheim
2
51% Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH
3
Obersursel
78% Biotest Medizintechnik GmbH
4
Alzenau
51% Envitec-Wismar GmbH, Umweltschutz
5
und Meidzintechnik, Wismar
26% SIFIN Institut für Immunpräparate und
6
Nährmedien GmbH Berlin, Berlin

14

100% Biotest Pharazeutika Ges.m.b.H.
Wien/Österreich
7
100% Plasmadienst Tirol GmbH
Innsbruck/Österreich
8
100% Biotest Italia S.r.I.
Trezzano/Italien
9
100% Biotest Seralc° N.V.
Kortenberg/Belgien
10
100% Biotest (UK) Ltd.
Solihull/Großbritannien
11
100% Biotest (Schweiz) AG
Othmarsingen/Schweiz
12
100% Biotest S.a.r.l.
Buc/Frankreich
13
100% Biotest Hungaria Kft.
Budapest/Ungarn
14
100% Biotest Diagnostics Corporation
Denville/USA
15
100% Biotest K.K.
Tokio/Japan
16
100% Diaclone SAS
Besançon/Frankreich
17
51% Envitec-Denmark APS*
Kopenhagen/Dänemark
18

16

Die Biotest-Aktie

Turbulentes Börsenjahr. Auch im Börsenjahr 2001 setzte sich der im Vorjahr begonnene Niedergang der Aktienmärkte fort. Obwohl der SMAX weniger stark als die exportabhängigen DAX-Werte unter dem zunehmenden konjunkturellen Abschwung und der Terroranschläge in USA zu leiden hatte, war ein deutlicher Einbruch auch in diesem Segment zu verzeichnen. Davon blieben auch die Biotest-Aktien nicht verschont. Der durchschnittliche Tagesumsatz ging im Vergleich zum Vorjahr drastisch zurück auf 4.962 Stammaktien bzw. 10.112 Vorzugsaktien. Auch wenn sich die Biotest-Aktien mit einer Performance von –10,2% (Stammaktie) bzw. –12,6% (Vorzugsaktie) deutlich besser hielten als die Indizes von SMAX (–23,5%) und SDAX (–23,3%) konnte die Entwicklung für einen Pharma- und Biotechnologiewert nicht befriedigen. Das Kursgewinnverhältnis (DVFA) lag zum Jahresende nur noch bei 17 (Stammaktie) bzw.15 (Vorzugsaktie).

Investor Relations ausgeweitet. Für Biotest als mittelständiges Unternehmen ist die Zugehörigkeit zu einem Segment oder einem Index ein wesentlicher Teil unserer Finanzmarktkommunikation. Als SMAX-Mitglied und im SDAX gelistetes Unternehmen haben wir uns zur Einhaltung besonders hoher Transparenz- und Liquiditätsstandards verpflichtet. Quartals- und Geschäftsberichte sowie Frühjahrs- und Herbstkonferenzen für Journalisten und Analysten werden ergänzt durch laufende Pressemitteilungen und sorgen so für einen kontinuierlichen Informationsfluss. Zusätzlich bietet unsere überarbeitete Website allen Biotest-Interessenten die Möglichkeit zu vertiefender Information und der Anforderung unserer Veröffentlichungen in Form von Downloads, als Drucksachen oder automatisch als E-Mail.

2001 2000 1999
4.000.000 4.000.000 4.000.000
4.000.000 4.000.000 4.000.000
8.000.000 8.000.000 8.000.000
d 2.240.000 d 2.240.000 d 1.840.000
d 0,25 d 0,25 (0,36) d 0,20 (0,29)
d 0,31 d 0,31 (0,44) d 0,26 (0,37)
DM 1,54 DM 1,54 DM 0,40
DM 4,77 DM 4,60 DM 3,54
13,40 15,10 14,00
18,32 31,50 18,22
9,20 13,17 11,32
12,10 14,20 9,05
15,89 22,15 15,75
8,40 8,81 8,45

* 60% der Stammaktien befinden sich im Besitz der Familie Schleussner.

Unsere innovativen Produkte der Geschäftsbereiche Pharma, Diagnostik und Medizintechnik, deren Wachstumsmärkte sowie unsere strategische Neuausrichtung mit einem umfassenden Investitionsprogramm zur Effizienz- und Ergebnissteigerung bieten ein klares Kurssteigerungspotenzial für unsere Aktien. Mit einer Ausweitung unserer Investor Relations-Bemühungen werden wir dieses Potenzial zum Wohl unserer Aktionäre erschließen.

Virtuelles Aktienoptionsprogramm gestartet.

Wesentliche Elemente einer kapitalmarktorientierten Unternehmensführung sind ständige Bemühungen um

  • Rentabilitätssteigerung
  • Vermeidung ineffizienter Mittelbindung
  • laufende kritische Prüfung und Anpassung des Geschäfts-Portfolios.

Um diese Kapitalmarktorientierung in alle wichtigen Entscheidungen des Unternehmens einfließen zu lassen, haben Vorstand und Aufsichtsrat für die erste und zweite Führungsebene ein an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppeltes Incentiv-Programm aufgelegt.

Kriterium für die Sonderzahlung ist der um den Anstieg des CDAX Pharma und Healthcare indexbereinigte Kursanstieg der im SMAX notierten Biotest-Stammaktie in dem Zeitraum 1. Januar 2002 bis Ende 2004.

Dieses Programm ist wesentlicher Bestandteil des umfangreichen Effizienzsteigerungs-, Wachstums- und Internationalisierungsprogramms, das seit Mitte 2001 unter dem Motto "Zukunft gestalten – Werte schaffen" alle Bereiche des Unternehmens auf die strategische Neuorientierung des Konzerns ausrichtet. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Programm zu deutlichen Kurssteigerungen führen wird.

Hauptversammlung 2002. Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft findet am 11. Juli 2002 um 10:30 Uhr im Kongresscenter Messe Frankfurt, Frankfurt am Main statt.

5-Jahres-Übersichten

Konzern-Bilanzvergleich 2001
Aktiva Mio. DM %
A. Anlagevermögen
III) Immaterielle Vermögensgegenstände
10,1 1,6
III) Sachanlagen 177,3 28,3
III) Finanzanlagen 2,8 0,4
190,2 30,3
B. Umlaufvermögen
III) Vorräte
251,3 40,0
III) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 157,9 25,2
III) Wertpapiere des Umlaufvermögens 3,0 0,5
IV) Flüssige Mittel 19,8 3,2
432,0 68,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten und Steuerabgrenzung 5,3 0,8
627,5 100,0
2001
Passiva Mio. DM %
A. Eigenkapital
I) Gezeichnetes Kapital
40,1 6,4
II) Kapitalrücklage 154,4 24,6
III) Gewinnrücklage 46,2 7,4
IV) Bilanzgewinn 5,9 0,9
V) Anteile anderer Gesellschafter 2,1 0,3
248,7 39,6
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,0 0,0
C. Rückstellungen 92,6 14,8
D. Verbindlichkeiten 286,1 45,6
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,0
627,5 100,0
Konzerngewinn- und -verlustrechnung 2001
Mio. DM
%
1. Umsatzerlöse 490,3 95,7
2. Bestandsveränderung 20,8 4,0
3. Aktivierte Eigenleistung 1,4 0,3
Gesamtleistung 512,5 100,0
4. Sonstige betriebliche Erträge 16,9 3,3
5. Materialaufwand 203,1 39,6
6. Personalaufwand 136,4 26,6
7. Abschreibungen 21,6 4,2
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 134,8 26,3
Betriebsergebnis 33,5 6,6
9. Finanzergebnis – 13,1 – 2,6
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20,4 4,0
11. Steuern 8,8 1,7
12. Jahresüberschuss 11,6 2,3
2000 1999 1998 1997
Mio. DM % Mio. DM % Mio. DM % Mio. DM %
11,0 1,9 12,6 2,5 14,3 2,9 12,6 2,5
162,5 28,9 155,0 31,1 160,0 32,4 153,4 31,0
2,8 0,5 2,8 0,6 2,3 0,5 1,7 0,3
176,3 31,3 170,4 34,2 176,6 35,8 167,7 33,9
218,8 38,9 171,9 34,5 162,8 33,0 187,5 37,9
137,2 24,4 118,2 23,7 97,7 19,8 99,1 20,0
3,0 0,5 12,8 2,6 15,4 3,1 17,6 3,6
22,9 4,1 19,9 4,0 36,9 7,5 18,3 3,7
381,9 67,9 322,8 64,8 312,8 63,4 322,5 65,2
4,5 0,8 4,9 1,0 3,9 0,8 4,7 0,9
562,7 100,0 498,1 100,0 493,3 100,0 494,9 100,0
2000 1999 1998 1997
Mio. DM % Mio. DM % Mio. DM % Mio. DM %
40,1 7,1 40,1 8,1 40,0 8,1 40,0 8,1
154,4 27,4 154,4 31,0 154,5 31,3 154,5 31,2
39,2 7,0 29,7 6,0 29,0 5,9 31,3 6,3
4,8 0,9 3,9 0,8 4,1 0,8 8,3 1,7
2,6 0,5 2,7 0,5 3,0 0,6 1,4 0,3
241,1 42,9 230,8 46,3 230,6 46,7 235,5 47,6
0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0 0,1 0,0
86,4 15,4 72,1 14,5 75,7 15,4 73,0 14,8
234,9 41,7 194,9 39,1 186,9 37,9 186,0 37,6
0,2 0,0 0,2 0,0 0,0 0,0 0,3 0,1
562,7 100,0 498,1 100,0 493,3 100,0 494,9 100,0
2000 1999 1998 1997
Mio. DM % Mio. DM % Mio. DM % Mio. DM %
464,4 95,1 412,6 100,5 396,0 102,2 369,1 88,1
23,2 4,8 – 2,7 – 0,7 – 9,9 – 2,6 49,0 11,7
0,6 0,1 0,7 0,2 1,5 0,4 0,9 0,2
488,2 100,0 410,6 100,0 387,6 100,0 419,0 100,0
16,7 3,4 11,3 2,8 13,3 3,4 11,6 2,8
196,3 40,2 159,0 38,7 137,9 35,6 167,6 40,0
128,1 26,2 116,5 28,4 117,6 30,3 110,7 26,4
20,0 4,1 23,8 5,8 21,0 5,4 19,0 4,5
129,1 26,4 108,2 26,4 106,0 27,3 96,8 23,1
31,4 6,5 14,4 3,5 18,4 4,7 36,5 8,7
– 8,6 – 1,8 – 5,8 – 1,4 – 6,3 – 1,6 – 7,2 – 1,7
22,8 4,7 8,6 2,1 12,1 3,1 29,3 7,0
9,1 1,9 5,3 1,3 10,2 2,6 15,9 3,8
13,7 2,8 3,3 0,8 1,9 0,5 13,4 3,2

Virussicherheit auf Grundlage validierter Verfahrensschritte ist Voraussetzung für weiteres Wachstum in internationalen Märkten

Dr. Beate Breuer (40) Promotion in Biologie, seit 1994 stellvertretende Leiterin der Qualitätssicherung

Konzernabschluss

Biotest AG, Konzernbilanz zum 31. Dezember 2001
-- ------------------------------------------------- -- -- --
Aktiva Anhang 31.12. 2001
DM
31.12. 2001
DM
31. 12. 00
TDM
A. Anlagevermögen
III.Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
6
6
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.890.491 6.305
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7 3.965.880 4.558
3. Geleistete Anzahlungen 221.248 142
10.077.619 11.005
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten
6
auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
123.439.093
16.238.375
101.951
13.318
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.657.031 25.245
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.970.341 21.963
177.304.840 162.477
III. Finanzanlagen 6
8
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 740.755 676
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 307.543 308
3. Sonstige Ausleihungen 1.790.762 1.804
2.839.060 2.788
190.221.519 176.270
B. Umlaufvermögen
III. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 75.999.997 67.772
2. Unfertige Erzeugnisse 124.070.822 107.321
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 49.975.583 40.688
4. Geleistete Anzahlungen 1.255.747 2.992
251.302.149 218.773
III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
127.201.208 118.717
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 605.307 298
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9 30.069.121 18.206
157.875.636 137.221
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.019.547 3.045
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.804.935 22.904
432.002.267 381.943
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10 5.323.995 4.514
627.547.781 562.727
Biotest AG, Konzernbilanz zum 31. Dezember 2001
-- ------------------------------------------------- -- -- --
Anhang 31.12. 2001 31.12. 2001 31. 12. 00
Passiva DM DM TDM
A. Eigenkapital
III.Gezeichnetes Kapital
11
1. Stammaktien 20.027.699 20.028
2. Vorzugsaktien 20.027.699 20.028
40.055.398 40.056
III. Kapitalrücklagen
1. Agio 153.439.177 153.439
2. Andere Rücklagen 1.000.000 1.000
154.439.177 154.439
194.494.575 194.495
III. Gewinnrücklagen 12 46.260.762 39.242
IV. Bilanzgewinn 27 5.886.070 4.815
IV. Anteile anderer Gesellschafter 13 2.068.885 2.565
54.215.717 46.622
248.710.292 241.117
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 14 39.160 72
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen 57.038.979 52.032
2. Steuerrückstellungen 3.846.032 5.594
3. Sonstige Rückstellungen 15 31.689.099 28.769
92.574.110 86.395
D. Verbindlichkeiten 16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 204.317.449 168.555
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 26
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.671.714 32.075
4. Wechselverbindlichkeiten 977.915 1.000
5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.822 19
6. Sonstige Verbindlichkeiten
– davon aus Steuern:
– DM 6.647.346 (i. Vj.: TDM 5.415)
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
– DM 2.958.644 (i. Vj.: TDM 932)
38.128.840 33.208
286.102.740 234.883
E. Rechnungsabgrenzungsposten 121.479 260
627.547.781 562.727

Biotest AG, Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001

Anhang 2001 2001 2000
DM DM TDM
1. Umsatzerlöse 18 490.276.160 464.398
2. Bestandsveränderung der Erzeugnisse 20.803.230 23.198
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.372.261 573
Gesamtleistung 512.451.651 488.169
4. Sonstige betriebliche Erträge 19 16.895.708 16.713
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
183.765.406 178.826
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.300.723 17.470
203.066.129 196.296
326.281.230 308.586
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 108.061.121 102.825
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
– davon für Altersversorgung:
DM 8.515.896 (i. Vj.: TDM 6.543)
28.360.516 25.252
136.421.637 128.077
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
21.583.151 20.013
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20 134.753.031 129.070
Betriebsergebnis 33.523.411 31.426
9. Erträge aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen 64.034 – 6
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 43.623 38
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 2.027.873 1.348
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
698 3
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22 15.264.570 10.017
– 13.129.738 – 8.640
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.393.673 22.786
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23 7.991.920 8.326
16. Sonstige Steuern 799.641 773
8.791.561 9.099
17. Konzern-Jahresüberschuss 11.602.112 13.687
18. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis 286.763 – 222
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 433.995 298
20. Einstellung in Gewinnrücklagen – 6.436.800 – 8.948
21. Konzern-Bilanzgewinn 27 5.886.070 4.815

Konzernanhang

Konzernanhang der Biotest AG

Der Konzernabschluss wurde nach den Regelungen des HGB erstellt.

-1 Konsolidierungskreis und Stichtag. In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften einbezogen:

  • Biotest AG, Frankfurt am Main
  • Biotest Pharma GmbH, Dreieich
  • Biotest Diagnostics Corporation, USA
  • Biotest Pharmazeutika Ges.m.b.H., Österreich
  • Plasmadienst Tirol GmbH, Österreich
  • Biotest K.K., Japan
  • Biotest Italia S.r.l., Italien
  • Biotest (UK) Ltd., Großbritannien
  • Biotest Seralc° N.V., Belgien
  • Biotest (Schweiz) AG, Schweiz
  • Biotest S.a.r.l., Frankreich
  • Biotest Hungaria Kft., Ungarn
  • Heipha Dr. Müller GmbH, Eppelheim
  • Plasma Service Europe GmbH, Dreieich
  • Biotest Grundstücksverwaltungs GmbH, Dreieich
  • Diaclone SAS, Frankreich
  • Biotest Medizintechnik GmbH, Alzenau
  • Envitec-Wismar GmbH Umweltschutz und Medizintechnik, Wismar
  • Envitec-Denmark APS, Dänemark
  • Viro-Immun Labor-Diagnostika GmbH, Oberursel
  • SIFIN Institut für Immunpräparate und Nährmedien GmbH Berlin, Berlin

Abschlussstichtag des Konzernabschlusses und aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2001.

Mit Ausnahme der SIFIN GmbH, die gemäß §§ 311ff. HGB "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen wurde, wurden alle o.g. Gesellschaften vollkonsolidiert.

Die Gesellschaft Plasma Service Europe GmbH wurde am 1. April 2001 und die Vertriebsgesellschaft Biotest K.K., Japan, wurde am 1. Juli 2001 in den Konsolidierungkreis aufgenommen.

Eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Biotest Konzerns wurde beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HR B 27614 eingereicht. Sie enthält die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben.

-2 Konsolidierungsgrundsätze. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals des Tochterunternehmens grundsätzlich im Erwerbszeitpunkt verrechnet.

Lediglich die Anschaffungskosten der Beteiligung an der Heipha Dr. Müller GmbH werden mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital zum Stichtag der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss (31. Dezember 1991) verrechnet. Unterschiedsbeträge aus dieser Verrechnung werden den Bilanzposten des Tochterunternehmens unter Beachtung der in der Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bis zur Höhe ihrer Zeitwerte zugeordnet und im Konzernabschluss über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und entsprechend Ihrer Nutzungsdauer über 5 bis 15 Jahre abgeschrieben.

Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen SIFIN GmbH ist gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 (Buchwertmethode) bewertet.

Die Konzernforderungen und -verbindlichkeiten sowie die Innenumsätze, die Beteiligungserträge und alle sich entsprechenden Aufwendungen und Erträge werden, soweit sie auf einbezogene Unternehmen entfielen, konsolidiert. Die in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen enthaltenen Zwischengewinne werden eliminiert.

Für den Konzernabschluss wurden die Steuerabgrenzungsposten neu ermittelt. Die sich ergebende aktive Steuerabgrenzung wird mit den aus den Einzelbilanzen übernommenen Abgrenzungsposten zusammengefasst.

-3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrund-

sätze. Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen, die der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechen, bewertet.

In den Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Von der Vereinfachungsregel bezüglich der Halbjahres-/Ganzjahresabschreibung wird kein Gebrauch gemacht.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit der Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, dauerhaft unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden nach steuerlichen Vorschriften ermittelt, wobei auf steuerliche Aktivierungswahlrechte verzichtet wird. Wertminderungen wegen Unbrauchbarkeit, verminderter Gängigkeit oder sonst eingeschränkter Verwendbarkeit werden durch Abschläge berücksichtigt.

Um ein zutreffenderes Bild der tatsächlichen Vermögens- und Ertragslage zu vermitteln, wurde für Produkte des Geschäftsbereichs Pharma, deren Zulassung im Geschäftsjahr 2002 beantragt werden soll, erstmalig ein bilanzieller Ansatz der entsprechenden unfertigen Erzeugnisse vorgenommen. Nach Berücksichtigung von Sicherheitsabschlägen ergibt sich eine zusätzliche Bestandserhöhung in Höhe von 2.507 TDM.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden mit den Wechselkursen des Bilanzstichtages bewertet, soweit diese unter den Kursen der Erstverbuchung liegen. Die pauschale Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde von bislang 3% auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen zum Bilanzstichtag auf 1% reduziert. Diese Herabsetzung hat eine Minderung der pauschalen Wertberichtigungen um 1.881 TDM zur Folge. In Vorgriff auf die nach den International Accounting Standards notwendige

Vorgehensweise, wurde darüber hinaus das standardisierte Verfahren zur Ermittlung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen zugunsten einer einzelfallbezogenen Betrachtungsweise aufgegeben. Hieraus ergibt sich eine positive Ergebnisauswirkung in Höhe von 827 TDM.

Zweckgebundene Forschungszuschüsse aus öffentlichen Mitteln ohne Rückzahlungsverpflichtung werden periodengerecht abgegrenzt, d.h. dem Jahr der Kostenentstehung zugeordnet.

Die Pensionsrückstellungen der Inlandsgesellschaften entsprechen dem Teilwert unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6% und werden versicherungsmathematisch errechnet.

Im Geschäftsjahr 1998 erfolgte die Ermittlung erstmals unter Anwendung der neuen Sterbetafeln von 1998 von Prof. Dr. Heubeck. Der sich gegenüber den bisherigen Sterbetafeln ergebende Anpassungsbedarf wurde beginnend mit dem Geschäftsjahr 1998 gleichmäßig auf vier Jahre verteilt.

Die Pensionsrückstellungen der Auslandsgesellschaften werden unter Zugrundelegung eines Rechenzinsfußes von 3–5% ebenfalls versicherungmathematisch errechnet.

Die Rückstellung für Altersteilzeit berücksichtigt alle am Bilanzstichtag abgeschlossenen Verträge auf Altersteilzeit sowie die grundsätzlich bestehenden Verpflichtungen auf Basis der am Bilanzstichtag – bei Berücksichtigung der im Tarifvertrag genannten Obergrenzen – anspruchsberechtigten Mitarbeiter.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Soweit die den Rückstellungen zugrunde liegenden Verpflichtungen verzinslich sind, werden die Rückstellungen entsprechend abgezinst. Die Körperschaftsteuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Gewinnverwendungsvorschlags berechnet. Bei Devisentermin- und Swap-Geschäften werden zu erwartende Verluste am Bilanzstichtag durch Rückstellungen in Höhe der negativen Marktwerte abgedeckt.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den Rückzahlungsbeträgen, Rentenverbindlichkeiten, für die eine Gegenleistung nicht mehr zu erwarten ist, zum Barwert bilanziert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit den am Bilanzstichtag geltenden Kursen bewertet, soweit diese über den Kursen der Erstverbuchung liegen.

Bezüglich der Bilanzierung latenter Steuern wurde das Wahlrecht dahingehend ausgeübt, dass sich ein bei den Tochtergesellschaften gemäß § 274 Abs. 2 HGB ergebender aktivischer Betrag aus der Steuerabgrenzung aktiviert wurde.

-4 Währungsumrechnung. Die Umrechnung der in Fremdwährung erstellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften in DM erfolgt für die Eigenkapitalpositionen mit dem historischen Kurs, bei den übrigen Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs und in der Gewinnund Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs. Als Umrechnungskurs wird das jeweilige Mittel aus Geld- und Briefkurs verwendet.

Unterschiede aus der Umrechnung der Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Kursen werden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Differenzen aus der Verwendung unterschiedlicher Kurse in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgswirksam behandelt.

Ausgewählte
Währungen
Mittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
31.12. 2001
DM
31.12. 2000
DM
2001
DM
2000
DM
1 US-Dollar 2,2193 2,1012 2,1852 2,1224
1 Pfund Sterling 3,2142 3,1369 3,1456 3,2102
1 Schweizer Franken 1,3189 1,2845 1,2953 1,2562
100 Forint 0,7977 0,7397 0,7628 0,7522
100 Japanische Yen 1,6959 1,8291 1,7995 1,9694

-5 Segmentberichterstattung.

Segmentierungsgrundsätze

Die Biotest-Gruppe segmentiert sich primär nach Produkten; dabei werden die Geschäftsbereiche Pharma, Diagnostik und Medizintechnik unterschieden.

Im Geschäftsbereich Pharma steht die Therapie des Patienten mit Produkten aus humanem Blutplasma im Vordergrund. Der Geschäftsbereich Diagnostik produziert und vertreibt überwiegend diagnostische Präparate sowohl für das medizinische Labor als auch für die Hygienekontrolle in der Industrie. Die Medizintechnik stützt sich auf die Produktion und den Vertrieb von medizinischen Geräten. Die Einteilung der Geschäftsbereiche entspricht unserer Managementstruktur.

In der Spalte "nicht zugeordnet" (nicht zug.) werden bei den Aufwands- und Ertragspositionen sowohl Aufwendungen und Erträge einer Holdingfunktion innerhalb der Biotest AG gezeigt, als auch Konsolidierungspositionen, um die Überleitung auf die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung zu gewährleisten.

Vermögen und Schulden, die den Segmenten nicht zugeordnet werden können, werden ebenfalls in der Spalte "nicht zug." ausgewiesen. Es handelt sich dabei überwiegend um Finanzanlagen, liquide Mittel, Bankverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Umsatzerlöse sind bei der Segmentierung nach Geschäftsbereichen entsprechend ihrer Herkunft zugeordnet.

Die geographische Segmentierung der Umsatzerlöse wird im Konzernanhang unter der Nummer 18 aufgeführt.

Von einer Auflistung der Vermögenswerte und der Investitionen nach Regionen wurde abgesehen, da fast alle Vermögenswerte und Investitionen sich in Deutschland befinden.

Pharma Diagnostik Medizintechnik nicht zug. Summe
Umsatzerlöse 2001 326,8 133,6 29,9 490,3
Umsatzerlöse 2000 314,5 124,4 25,5 464,4
Abschreibungen 2001 12,9 7,3 1,4 21,6
Abschreibungen 2000 13,2 5,9 0,9 20,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2001 34,8 1,1 – 1,3 – 1,1 33,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2000 31,0 0,8 1,0 – 1,4 31,4
Beteiligungsergebnis 2001 0,64 0,64
Beteiligungsergebnis 2000 0,03 – 0,04 – 0,01
Zinserträge 2001 1,5 0,5 0,1 –** 2,1
Zinserträge 2000 0,3 0,5 0,6** 1,4
Zinsaufwendungen 2001 15,7 3,0 0,8 – 4,2** 15,3
Zinsaufwendungen 2000 11,6 2,2 0,4 – 4,2** 10,0
Vermögen 2001 413,7 127,5 24,8 61,6 627,6
Vermögen 2000 375,2 114,3 21,4 51,8 562,7
Investitionen 2001 24,4 9,7 5,7 39,8
Investitionen 2000 9,3 15,0 6,3 30,6
Schulden 2001 249,4 29,8 17,1 82,5 378,8
Schulden 2000 207,4 31,4 14,9 67,9 321,6
Mitarbeiter 2001 572 505 131 11 1.219
Mitarbeiter 2000* 575 482 95 11 1.163

Segmentdaten nach Geschäftsbereichen in Mio. DM

** In 2001 erfolgte eine Änderung der Zuordnung der Mitarbeiter auf die Segmente. Der Vorjahreswert wurde angepasst.

** In den Zinserträgen sind Erträge der Holding in Höhe von 7,0 Mio. DM (Vj.: 7,0 Mio. DM) und ein Konsolidierungsaufwand in Höhe von –7,0 Mio. DM (Vj.: –6,4 Mio. DM) enthalten. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen der Holding in Höhe von 2,8 Mio. DM (Vj.: 2,3 Mio. DM) und einen Konsolidierungsertrag in Höhe von –7,0 Mio. DM (Vj.: –6,5 Mio. DM).

Bilanzerläuterungen

6 Entwicklung des Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögens in TDM 1.1.2001 Wäh
rungs-
differenz
Zugänge
2001
Abgänge
2001
Umbu
chungen
31.12.2001
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
17.237 34 1.411 311 129 18.500
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.226 30 7.256
3. Geleistete Anzahlungen 142 103 – 24 221
24.605 64 1.514 311 105 25.977
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
161.694 48 11.831 49 15.890 189.414
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.651 63 2.553 2.137 5.647 61.777
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
87.251 126 12.603 3.141 850 97.689
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
21.963 11.050 2.550 – 22.492 7.971
326.559 237 38.037 7.877 – 105 356.851
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 760 93 853
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 367 367
3. Sonstige Ausleihungen 1.804 201 214 1.791
2.931 0 294 214 0 3.011
Anlagevermögen 354.095 301 39.845 8.402 0 385.839
Buchwerte Kumulierte Abschreibungen
31.12.00 31.12.2001 31.12.2001 Um
buchungen
Abgänge
2001
Zugänge
2001
Währungs-
differenz
1.1.2001
6.305 5.891 12.609 69 311 1.898 21 10.932
4.558 3.966 3.290 609 13 2.668
142 221
11.005 10.078 15.899 69 311 2.507 34 13.600
101.951 123.439 65.975 35 6.238 29 59.743
13.318 16.238 45.539 790 3.945 51 42.333
25.245 29.657 68.032 – 69 2.900 8.893 102 62.006
21.963 7.971
162.477 177.305 179.546 – 69 3.725 19.076 182 164.082
676 741 112 28 84
308 307 60 1 59
1.804 1.791
2.788 2.839 172 0 0 29 0 143
176.270 190.222 195.617 0 4.036 21.612 216 177.825

-7 Geschäftswert. Der Geschäftswert beinhaltet einen Goodwill in Höhe von 3.666 TDM, der aus der Kapitalkonsolidierung entstanden ist. Ferner besteht ein Geschäftswert in Höhe von 300 TDM aus einem Einzelabschluss.

-8 Sach- und Finanzanlagen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist vorstehend dargestellt.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen im Wesentlichen Mitarbeiterdarlehen und Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen.

-9 Sonstige Vermögensgegenstände (Restlaufzeit mehr als 1 Jahr). Sonstige Vermögensgegenstände mit Restlaufzeit über einem Jahr beliefen sich auf 274 TDM (Vorjahr 307 TDM).

-10 Rechnungsabgrenzung. Die Rechnungsabgrenzung setzt sich wie folgt zusammen:

2001
TDM
2000
TDM
2.791 2.297
1.025 848
1.508 1.369
5.324 4.514

Disagien mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beliefen sich auf 747 TDM (Vj.: 879 TDM).

Die latenten Steuern fassen Posten aus den Einzelabschlüssen nach § 274 HGB in Höhe von TDM 838 und Posten aus der Konsolidierung nach § 306 HGB in Höhe von TDM 1.953 zusammen.

-11 Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen. Das Grundkapital beträgt am 31. Dezember 2001 unverändert 20.480.000 Euro. Es ist eingeteilt in 4 Mio. Stück nennwertlose Stammaktien und 4 Mio. Stück nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Eine Verbriefung ist ausgeschlossen.

An den Stammaktien ist die Familie Dr. Schleussner unverändert mit 60% beteiligt, 40% der Stammaktien und 100% der Vorzugsaktien sind über die Börse breit gestreut.

-12 Gewinnrücklagen. Die Entwicklung der Gewinnrücklagen verlief wie folgt:

TDM
Vortrag zum 1. Januar 2001 39.242
Währungskursänderungen und
sonstige Veränderungen 582
Einstellung in Gewinnrücklagen 6.437
Stand 31. Dezember 2001 46.261

-13 Anteile anderer Gesellschafter. Die Veränderungen der Anteile anderer Gesellschafter sind zurückzuführen auf:

TDM
Vortrag zum 1. Januar 2001 2.565
Kapitalerhöhung 48
Ausschüttung von Dividenden – 257
Anteil am Jahresfehlbetrag – 287
Stand 31. Dezember 2001 2.069

-14 Sonderposten mit Rücklageanteil. Ein in den Bilanzen der österreichischen Tochtergesellschaften nur aufgrund der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften (Investitionsrücklage gemäß § 9 EStG, Investitionsfreibetrag gemäß § 10 EStG) gebildeter Abgrenzungsposten wurde gemäß § 298 Abs. 1, § 273, § 274 Abs. 3 HGB in den Konzernabschluss übernommen und als Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden 0 TDM zugeführt und 33 TDM aufgelöst.

-15 Sonstige Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, Erfolgsbeteiligungen, Altersteilzeit, Lizenzen und ausstehende Rechnungen.

-16 Verbindlichkeiten.

Gesamt- Davon Restlaufzeit
Betrag bis 1 bis über
2001 1 Jahr 5 Jahre 5 Jahre
TDM TDM TDM TDM
1. Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten 204.317 140.367 37.561 26.389
(Vorjahr) (168.555) (112.938) (37.145) (18.472)
2. Erhaltene Anzahlungen –– ––
(Vorjahr) (26) (26)
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 42.672 41.692 111 869
(Vorjahr) (32.075) (31.137) (131) (807)
4. Wechselverbindlichkeiten 978 978
(Vorjahr) (1.000) (1.000)
5. Verbindlichkeiten gegenüber
assoziierten Unternehmen 7 7
(Vorjahr) (19) (19)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 38.129 38.129
(Vorjahr) (33.208) (33.208)
2001 286.103 221.173 37.672 27.258
(Vorjahr) (234.883) (178.328) (37.276) (19.279)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 80.621 TDM mit Grundpfandrechten (Vj.: 69.409 TDM) gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten 13.000 TDM Wechselkredite (Vj.: 15.000 TDM).

-17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Währungssicherung.

Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
2001
TDM
2000
TDM
Verpflichtungen aus Miet
und Leasingverträgen
Ausgaben im Folgejahr 12.848 5.117
Ausgaben im 2.–5. Jahr 55.769 7.108
Ausgaben nach dem 5. Jahr 40.331 1.688
108.948 13.913
Genehmigte Investitionen
im Anlagevermögen 3.162 5.684
Übrige –– 1.024
111.882 20.621

Eine von der Biotest Pharma GmbH beauftragte Leasinggesellschaft tätigt derzeit Investitionen für die Projekte Sterile Endabfüllung und Plasmafraktionierung im ursprünglich geplanten Gesamtvolumen von 56,5 Mio. DM, von denen zum Bilanzstichtag bereits 50,7 Mio. DM investiert waren.

Bis zur Inbetriebnahme der Anlagen fallen lediglich Bereitstellungs- und Zwischenfinanzierungszinsen an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind 2.965 TDM im Zinsaufwand enthalten.

Nach Abschluss der Projekte wird Biotest Pharma GmbH die Anlagen von der Gesellschaft leasen.

Zins- und Währungssicherungen. Zur Vermeidung von Wechselkurs- und Zinsrisiken betreibt der Konzern eine konservative Absicherungspolitik.

Zum Bilanzstichtag bestanden zur Absicherung von Währungsrisiken Verkaufsverpflichtungen in Höhe von 1,0 Mio. USD.

Zur Absicherung gegen steigende Marktzinsen wurden Zinsbegrenzungsgeschäfte (CAP) und Zinssatz-Swapgeschäfte (IRS) im Volumen von insgesamt 40 Mio. DM abgeschlossen. Dabei ist die Gesellschaft für ein Zinsbegrenzungsgeschäft von 10 Mio. DM (Zinsobergrenze 6%, Laufzeit bis Juli 2008) in der Position des Stillhalters.

Zur Verbilligung von bestehenden DM-Krediten wurden im Geschäftsjahr 2000 zwei Cross-Currency-Swaps DM/ CHF in Höhe von je 10 Mio. CHF abgeschlossen. Die Restlaufzeiten betragen 4 und 6 Jahre.

Die im Zusammenhang mit dem Abschluss von Zins-Caps geleisteten Prämien wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sie werden über die Laufzeit der Verträge unter Beachtung des Niederstwertprinzips ergebniswirksam aufgelöst.

Die in der Position als Stillhalter vereinnahmten Prämien werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und ebenfalls über die Laufzeit der Verträge ergebniswirksam aufgelöst.

Für per 31. Dezember 2001 noch offene Geschäfte mit negativem Marktwert wurden Rückstellungen in Höhe von 1.111 TDM berücksichtigt.

Zur Minimierung des Kreditrisikos wurden diese Zins- und Währungsgeschäfte nur mit erstklassigen Bankadressen abgeschlossen.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

-18 Umsatzerlöse. Die Umsätze, abgegrenzt nach dem Standort der Kunden, entwickelten sich wie folgt:

2001
Mio. DM
2001
in %
2000
Mio. DM
2000
in %
150,6 30,7 149,0 32,1
190,4 38,8 170,0 36,6
60,8 12,5 48,0 10,3
35,0 7,1 54,0 11,6
37,3 7,6 33,6 7,3
16,2 3,3 9,8 2,1
490,3 100,0 464,4 100,0

-19 Sonstige betriebliche Erträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungskursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aus der Weiterbelastung von Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 4.600 TDM (Vj.: 3.145 TDM) periodenfremd.

-20 Sonstige betriebliche Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vor allem allgemeine Verwaltungsund Vertriebskosten, Forschungskosten, Mieten, Fremdreparaturen, Lizenzen, Versicherungsprämien und Kursverluste. Die darin enthaltenen periodenfremden Aufwendungen, die im Wesentlichen Verluste aus Anlageabgängen betreffen, betragen 1.831 TDM (Vj.: 1.936 TDM).

-21 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinssicherungserträge in Höhe von 564 TDM enthalten. Zinssicherungserträge des Vorjahres in Höhe von 1.013 TDM wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

-22 Zinsen und ähnliche Aufwendungen.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinssicherungskosten in Höhe von 574 TDM enthalten. Die Zinssicherungskosten des Vorjahres in Höhe von 1.113 TDM wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

-23 Steuern vom Einkommen und vom

Ertrag. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 93 TDM und Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen und sonstige Steuererstattungen in Höhe von 105 TDM enthalten.

Die Aufteilung stellt sich wie folgt dar:

2001
TDM
2000
TDM
Inländische Ertragsteuern 2.141 3.192
Ausländische Ertragsteuern 6.333 5.134
Latente Steuern – 482 ––
Summe 7.992 8.326

Sonstige Angaben

-24 Konzern-Kapitalflussrechnung.

2001
TDM
2000
TDM
Konzern-Jahresüberschuss vor Anteilen anderer Gesellschafter 11.602 13.687
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
und auf Sachanlagen
21.583 20.013
Erträge (i.Vj. Aufwendungen) von assoziierten Unternehmen – 64 38
Abschreibungen auf Wertpapiere des Finanzanlagevermögens 1 3
Zunahme von Pensionsrückstellungen 5.007 3.057
Cashflow 38.129 36.798
Zunahme der übrigen Rückstellungen 1.090 11.092
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (netto) 57 537
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva
– 65.499 – 60.977
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva einschließlich SOPO
14.850 – 3.989
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit – 11.373 – 16.539
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 4.308 635
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen – 39.751 – 30.990
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit – 35.443 – 30.355
Dividendenzahlung für das Vorjahr – 4.381 – 3.599
Zahlungswirksame Veränderung der Anteile Dritter – 209 – 299
Einzahlungen aus Verkauf von Forderungen 12.339 ––
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten und Darlehen 46.072 46.235
Auszahlungen für die Tilgung von Bankverbindlichkeiten und Darlehen – 10.344 – 2.389
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 43.477 39.948
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands – 3.339 – 6.946
Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen
des Finanzmittelbestandes
215 155
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode* 25.949 32.740
Finanzmittelbestand am Ende der Periode* 22.825 25.949

* Der Finanzmittelbestand enthält neben dem Bestand aus flüssigen Mitteln auch die Wertpapiere des Umlaufvermögens mit 3.020 TDM (i. Vj.: 3.045 TDM).

-25 Mitarbeiter. Im Konzern entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt:

Konzern 2001
Mitarbeiter
2001
%
2000
Mitarbeiter
2000
%
Vertrieb 390 32,0 368 31,7
Verwaltung 145 11,9 135 11,6
Produktion 544 44,6 513 44,1
Forschung und Entwicklung 140 11,5 147 12,6
Gesamt 1.219 100,0 1.163 100,0

Ferner beschäftigten wir 25 Auszubildende (Vj.: 25).

-26 Aufsichtsrat, Vorstand und Beirat.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 38 TDM, die Gesamtbezüge des Vorstands 1.693 TDM.

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder betrugen 349 TDM.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern sind 4.312 TDM zurückgestellt.

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Darlehensforderungen gegen Organmitglieder.

Die Bezüge des Beirats beliefen sich für das Geschäftsjahr 2001 auf 31 TDM.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, des Beirats und des Vorstands sind nachstehend aufgeführt.

Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden noch folgende Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 31. Dezember 2001):

Aufsichtsrat

Dr. phil. nat. Dr. med. h.c. Hans Schleussner, Vorsitzender; Frankfurt am Main Celfa AG, Präsident des Verwaltungsrates

Dr. Jochen Hückmann stellvertretender Vorsitzender; Frankfurt am Main geschäftsführender Gesellschafter der Merz + Co. GmbH & Co. KG

Reinhard Eyring, Rechtsanwalt; Kronberg/Ts. b.i.s. börsen-informations-systeme AG, Vorsitzender Destag Deutsche Steinindustrie AG, Vorsitzender Wasgau Produktions & Handels AG, Vorsitzender Hornbach Holding AG, BGI zu Höne, Klußmann, Altpeter AG

Johannes Hartmann, kfm. Angestellter; Weiterstadt

Klaus Lobello, gewerblicher Mitarbeiter; Dreieich-Sprendlingen

Renate Schleussner, Kauffrau; Frankfurt am Main (bis 12. Juli 2001)

Dr. Cathrin Schleussner, Biologin; Neu-Isenburg (ab 12. Juli 2001)

Beirat

Prof. Dr. Helmut Determann; Weinheim

Konsul Helmut Holz, Dipl.-Kfm.; Frankfurt am Main

Prof. Dr. med. Stefan Meuer, Institut für Immunologie, Universitätsklinik Heidelberg

Dr. phil. nat. Dr. med. h.c. Hans Schleussner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Biotest AG; Frankfurt am Main

Dr. Martin Schleussner, Geschäftsführer der Folex Coating GmbH; Köln

Michael Thiess, Partner Roland Berger & Partner GmbH; München

Michael Freiherr Truchseß, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank AG; Frankfurt am Main

Vorstand

Dr. phil. nat. Dieter Merz, Vorsitzender; Frankfurt am Main

Dr. rer. pol. Manfred Hübener; Bad Homburg v.d.H.

Dr. phil. nat. Roland Reiner; Darmstadt (bis 31. Dezember 2001)

-27 Gewinnverwendung. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn der Biotest AG von insgesamt 5.886.070 DM wie folgt zu verwenden:

5.886.070
Vortrag auf neue Rechnung 1.505.011
2.240.000 4.381.059
Ausschüttung einer Dividende
von 0,31 Euro je Vorzugsaktie
auf das dividendenberechtigte
Grundkapital der Vorzugs
aktien ohne Stimmrecht
von 4 Mio. Stück:
1.240.000 2.425.229
Ausschüttung einer Dividende
von 0,25 Euro je Stammaktie
auf das dividendenberechtigte
Grundkapital der Stamm
aktien von 4 Mio. Stück:
1.000.000 1.955.830
Euro DM

Frankfurt am Main, 26. März 2002 Biotest Aktiengesellschaft

Der Vorstand

(Vorsitzender)

Dr. Dieter Merz Dr. Manfred Hübener

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Biotest Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Biotest-Konzerns. Der Konzernlagebericht gibt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 27. März 2002

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laubach Walter

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Dr. Cathrin Schleussner (39) Promotion in Biologie, seit 2001 Mitglied des Aufsichtsrats

Kontinuität in Gestaltung und Kontrolle sichert die Zukunft

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2001 hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Während der Berichtsperiode wurde der Aufsichtsrat in fünf Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage, mögliche Akquisitionen und über Maßnahmen zur Ertragssteigerung des Unternehmens informiert. Vor allem zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand wurden alle geschäftlichen Angelegenheiten regelmäßig diskutiert und abgestimmt.

Der Aufsichtsrat hat sich eingehend über die aktuelle Lage und die Strategie der drei Geschäftsbereiche sowie über dort anstehende Projekte informieren lassen und hat diese intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Der Aufsichtsrat hat alle diesbezüglichen Entscheidungen jeweils einstimmig getroffen.

Außerdem hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert und von der Funktionalität des Risikomanagements überzeugen lassen.

Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und den Jahresabschluss mit dem Vorstand, dem Wirtschaftsprüfer und dem Steuerberater ausführlich besprochen. Der Wirtschaftsprüfer hat im Rahmen dieses Dialogs auch über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.

Die Planung des Konzerns mit dem Schwerpunkt für die Jahre 2002 und 2003 wurde vor dem Hintergrund der angestrebten Steigerung der Ertragskraft für die Zukunft intensiv mit dem Vorstand diskutiert und verabschiedet.

Der Aufsichtsrat hat zwei Ausschüsse, den Präsidialausschuss und den Bilanzausschuss. Der Präsidialausschuss traf sich neben den regulären Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand zu weiteren vier Sitzungen. Hauptthemen waren dabei Merger & Acquisition-Projekte und Vorstandspersonalien. Der Bilanzausschuss hatte eine zusätzliche Sitzung, die die Auftragserteilung an die Wirtschaftsprüfer für das Jahr 2001 zum Gegenstand hatte.

Der Beirat der Gesellschaft tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mal. Die Sitzungen hatten die aktuelle Geschäftslage und die Strategie der Geschäftsbereiche zum Inhalt.

Die Buchführung, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2001 wurden von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers lag allen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts ergeben sich für den Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns wird zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im erfolgreichen Geschäftsjahr 2001.

Frankfurt am Main, 12. April 2002

Der Aufsichtsrat

Dr. Hans Schleussner Vorsitzender

Glossar

Antigen/Antikörper Abwehrstoffe, die entstehen, wenn sich der Organismus mit Fremdsubstan
zen wie Krankheitserregern oder körperfremdem Gewebe auseinander setzt
Biochip-Analyse Fortschrittlichste Methode der Biomolekülanalytik, die kostengünstige und
schnelle Ergebnisse ermöglicht
(Bio-)Sensor Gerät zur elektronischen Messung physikalischer und chemischer Lebens
vorgänge am und im Körper
CP-Verfahren Neues Biotest-Verfahren zur schonenden Reinigung von Immunglobulinen
Cytomegalievirus (CMV) Gehört zur Gruppe der Herpes-Viren und ist im Normalfall ungefährlich.
Bei immungeschwächten Patienten stellt er jedoch eine gefürchtete
Komplikation dar.
DNA-Test Nachweisverfahren durch molekularbiologische Analyse der Erbsubstanz
(DNA) aus Zellen
(Enzym-)Immunoassay Nachweis antigener Substanzen im Reagenzglas durch Antigen-Antikörper
Reaktion
FDA Food and Drug Administration; amerikanische Kontrollbehörde für Lebens
und Arzneimittel
FH-Verfahren Neues Fraktionierverfahren mit höheren Ausbeuten
Fraktionierung Physikalische Trennung von Substanzgemischen durch Destillation, Zentri
fugation oder Chromatographie
F VIII Faktor VIII zur Behandlung von Hämophiliepatienten
F IX Faktor IX, ähnlich wie Faktor VIII zur Behandlung bei Gerinnungsstörungen
GMP Good Manufacturing Practise = Regularien für die Sicherheit und Qualität
bei der Herstellung pharmazeutischer Präparate
Hämoglobin Farbstoff der roten Blutkörperchen
HIG Hyperimmunglobuline (Cytotect®, Hepatect®, Varitect®)
IgM/Immunglobuline Eiweißmoleküle, die Bestandteil der körpereigenen Immunabwehr sind
Immunsystem Die Gesamtheit aller Faktoren, die für die Abwehr von Infektionserregern
und in den Körper eingedrungenen Fremdstoffen verantwortlich sind
Infektionsdiagnostik Die Gesamtheit der diagnostischen Verfahren zum Nachweis von Infektions
krankheiten
Monoklonale Antikörper Abwehrstoffe, die sich auf eine einzelne Ursprungszelle zurückführen lassen
und spezifisch an eine bestimmte Fremdstruktur (Antigen) binden. Sie wer
den mithilfe von Hybridomazellen hergestellt.
MR-Verfahren Multiple Recognition; Zulassung, die von den Länder der EU anerkannt wird
Orphan Drug Arzneimittel, das nur von wenigen Patienten benötigt wird und deshalb
erleichterte Zulassungsverfahren durchläuft
Plasma Nach dem Abtrennen der Blutzellen verbleibt eine gelbliche, klare Flüssig
keit. Sie enthält die löslichen Eiweißbestandteile des Blutes sowie Salze.
Plasmapherese Gewinnung von Blutplasma mit Wiederzuführung der roten und weißen
Blutkörperchen an den Blutspender
Pulsoxymetrie Transkutane (unblutige) Messung der arteriellen Sauerstoffsättigung
Virusdiagnostik Die Gesamtheit der diagnostischen Verfahren zum Nachweis einer Virus
infektion
Virusinaktivierung Präparate aus menschlichem Blut besitzen stets das Risiko einer Virus
übertragung. Daher wurde eine Reihe von Verfahren entwickelt, dieses
Risiko zu minimieren, ohne dass dadurch die empfindlichen Proteine
Schaden nehmen.

Herausgeber:

Biotest AG

Landsteinerstr. 5, D-63303 Dreieich Postfach 10 20 40, D-63266 Dreieich Telefon +49 (0) 6103/8 01-4 35 Telefax +49 (0) 6103/8 01-8 80 E-mail: [email protected] Internet: www.biotest.de

Handelsregister: HRB 27 614 Ffm.

66