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Biofrontera AG Audit Report / Information 2008

Mar 2, 2010

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Audit Report / Information

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Publication

Biofrontera AG

Leverkusen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht für 2008

Der vorliegende Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008, der über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns berichtet, beschreibt den Geschäftsverlauf des Konzerns (nachfolgend auch ’Biofrontera’ oder ’Biofrontera Gruppe’ genannt), bestehend aus der Biofrontera AG, Leverkusen, als Muttergesellschaft und den beiden 100%igen Tochtergesellschaften Biofrontera Bioscience GmbH, Leverkusen, und Biofrontera Pharma GmbH, Leverkusen.

Die Biofrontera Bioscience GmbH ist mit Wirkung zum 1. Januar 2002 durch die Ausgründung wesentlicher Unternehmensteile der Biofrontera Pharmaceuticals AG entstanden. Die Muttergesellschaft firmierte zunächst unter Biofrontera Pharmaceuticals Holding AG, bevor mit Eintragung in das Handelsregister zum 27. November 2003 die Umfirmierung zu Biofrontera AG wirksam wurde. Die Bestimmungen über das Geschäftsjahr der Biofrontera Bioscience GmbH wurden mit Satzungsänderung vom 25. April 2006 neu festgelegt. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni eines jeden Jahres.

Die Biofrontera Pharma GmbH (ehemals Biofrontera Discovery GmbH) ist die zweite 100%-ige Beteiligung der Biofrontera AG. Im Zuge des Verkaufs des operativen Geschäftsbetriebs der Biofrontera Discovery GmbH wurde die Firmierung mit Satzungsänderung vom 21. Dezember 2005 in Biofrontera Pharma GmbH geändert und der Sitz von Heidelberg nach Leverkusen verlegt.

Eine weitere Konzerngesellschaft, die Biofrontera Licencing AG & Co. KG, soll zukünftig Finanzierungsaufgaben übernehmen, die insbesondere die finanziellen Bedürfnisse von speziellen, separierten Projekten sicherstellen sollen. Da diese Gesellschaft noch keine Geschäftsaktivitäten aufgenommen hat, wurde sie aus Wesentlichkeitsgründen im Konzernabschluss der Gesellschaft nicht berücksichtigt.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Strategie

Zur nachhaltigen Etablierung der Biofrontera als Spezialpharmaunternehmen im dermatologischen Sektor ist es erforderlich, eine Produktfamilie aufzubauen, die in überschaubarer Entwicklungszeit mit kontrollierbarem finanziellen Aufwand und geringen Entwicklungsrisiken an den Markt gebracht werden kann. Die gewünschte Nachhaltigkeit des Geschäftsbetriebes erfordert den Aufbau von Vertriebsstrukturen für die Produktfamilie in ausgewählten europäischen Ländern. Zudem müssen Partnerschaften bzw. Allianzen mit Unternehmen gebildet werden, welche die Markteinführung der Produkte, insbesondere außerhalb Europas, unterstützen. Mit diesem Profil ist das Unternehmen gegenüber dem Kapitalmarkt aufgetreten. Das Vorgehen bei der Umsetzung dieser Ziele ist ausschlaggebend für eine positive Entwicklung der Gesellschaft, die sich langfristig in einer akzeptierten und konkurrenzfähigen Bewertung am Kapitalmarkt widerspiegeln sollte.

Aus diesem Grund ist es das Ziel des Unternehmens, den eingeschlagenen Weg hin zum kompetenten Anbieter dermatologischer Präparate fortzusetzen. Im Jahr 2008 wurde mit dem Aufbau einer medizinischen Kosmetikserie begonnen, die auf pflanzlichen Inhaltsstoffen beruht. Das erste Produkt aus dieser Serie ist im Oktober 2009 am Markt eingeführt worden. Die pharmazeutische Pipeline umfasst derzeit für die Dermatologie die Wirkstoffe BF-200 ALA, BF-derm1 und im neurologischen Bereich den Wirkstoff BF-1. Die Entwicklung des Produktkandidaten BF-37 ist 2009 bis auf Weiteres angehalten worden. Somit verfügt die Gesellschaft über eine breite, sehr marktnahe Entwicklungspipeline mit attraktivem Marktpotenzial und einem überschaubaren und im Branchenvergleich unterdurchschnittlichen Entwicklungsrisiko.

Der deutsche Außendienst des Unternehmens besteht derzeit aus 4 Außendienstmitarbeitern, einem branchenerfahrenen Vertriebsleiter und einer geschulten Innendienstkraft.

1.2 Umsatz

Die Biofrontera Gruppe erzielte 2008 einen Umsatz nach IFRS von 351 TEUR. Dieser Umsatz beruhte auf dem Verkauf von Rohstoffen an Apotheken und einer Ice-Mask zur Nachsorge von Gesichtsbehandlungen bei Dermatologen.

1.3 Forschung und Entwicklung

Biofrontera hatte 2008 mit BF-200 ALA, BF-derm1 und BF-37 drei dermatologische Produkte in der klinischen Entwicklung. Bei dem Medikamentenkandidaten BF-1 wurde die klinische Phase I in so weit vorbereitet, dass bei ausreichender Finanzierung diese unmittelbar durchgeführt werden kann.

Zusätzlich verfügt das Unternehmen über patentierbare entzündungshemmende Substanzen (BF-PC13, BF-PC18, BF-PC21), die derzeit präklinisch untersucht werden. Diese Substanzen wurden ursprünglich aus Mikroorganismen isoliert und dann teilweise chemisch verändert. Sie hemmen im Körper entzündungsfördernde Eiweiße, wie Sphingomyelinasen (BF-PC13), Cathepsin S (BF-PC18) und Cathepsin X (BF-PC21). Die Substanzen könnten zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu zählen die Schuppenflechte, Neurodermitis, allergische und Autoimmunreaktionen von Haut, Lunge, Magen-Darm-Trakt und Gelenken sowie chronischer Schmerz und neurodegenerative Krankheiten. Die Substanzen werden derzeit in geeigneten Zellsystemen und Tiermodellen getestet, um geeignete Indikationen zu finden und die nötige Datenbasis für die Planung klinischer Studien am Menschen zu schaffen. Da Entzündungshemmung nicht nur im dermatologischen Bereich, sondern auch bei Erkrankungen anderer Organe krankheitslindernd sein kann, gibt es für solche Indikationen Möglichkeiten für eine frühe Auslizenzierung.

Im Folgenden werden der Entwicklungsstand und das Potenzial der klinischen Produkte im Einzelnen dargestellt.

1.3.1 BF-200 ALA

Mit Vertragsunterzeichnung in 2004hat Biofrontera von der ASAT Applied Science and Technology AG, Zug, Schweiz, die von dieser Gesellschaft gehaltenen Patente, sonstigen Rechte, Substanzen sowie das Know-how an der Kombination von Nanoemulsionen mit dem Wirkstoff ALA (5-Aminolävulinsäure) erworben. Diese Formulierung wird für die Behandlung aktinischer Keratosen und anderer Krebserkrankungen der Haut oder Warzen entwickelt. Sie stellt eine innovative Behandlung dar, die aus der Kombination eines Medikaments mit einer Lichtbehandlung besteht. Bei dieser neuen, „photodynamische Therapie“ genannten Behandlung dringt der Wirkstoff ALA unterstützt durch die Nanoemulsion in die betroffenen Zellen ein, wird durch eine etwa 15-minütige Bestrahlung mit Rotlicht angeregt und bewirkt dabei die Bildung zytotoxischer Mengen von hochreaktivem Sauerstoff. Dieser verursacht über Oxidationsprozesse ein Absterben der Zellen. Bereits am Markt verfügbare Konkurrenzprodukte haben insbesondere Probleme mit der Stabilität des Wirkstoffes und der Anwenderfreundlichkeit. Biofrontera erwartet, dass mit dem durch die Nanoemulsion chemisch stabilisierten Produkt die Einwirkzeit der Creme verkürzt und die Effizienz der Therapie erhöht werden kann. Daneben ist der Wirkstoff ALA leichter zu verabreichen, da die Nanoemulsion alle Eigenschaften eines kosmetischen Gels hat, das schnell und problemlos in die Haut eindringt.

Der mit ASAT vereinbarte Kaufpreis betrug zunächst 1.960 TEuro und war in 10 Raten zahlbar. Diese Verpflichtung hat die Biofrontera AG in 2005 erfüllt. Darüber hinaus wurden zwei Meilenstein-Zahlungen über je 1,5 Mio. Euro vereinbart. Die erste Zahlung ist fällig mit der Einreichung des Zulassungsantrags, die zweite nach der Zulassung. Weitere Zahlungen oder umsatzbezogene Lizenzzahlungen muss Biofrontera für dieses Produkt nicht leisten.

Die Phase IIb-Studie wurde 2007 erfolgreich abgeschlossen. BF-200 ALA zeigte in dieser klinischen Studie eine deutliche, statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo bei der Behandlung von aktinischer Keratose. Die 10 %ige Dosierung des Wirkstoffs ALA war den anderen Dosierungen überlegen, so dass Biofrontera mit dieser Dosierung die beiden Phase III-Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit und Sicherheit startete. Die erste dieser beiden Studien wurde Ende 2008 erfolgreich abgeschlossen und die gute Wirkung von BF-200 ALA bei der Behandlung der aktinischen Keratose bestätigt. Dabei wurden 81 Patienten mit BF-200 ALA und 41 Patienten mit einem Scheinpräparat behandelt. Die vorläufige Auswertung der Ergebnisse wurde im Dezember 2008 veröffentlicht. Danach waren bei 69% der mit BF-200 ALA behandelten Patienten nach der Behandlung sämtliche aktinischen Keratosen im Untersuchungsareal vollständig geheilt. Im Vergleich dazu gab es nur bei 13,5% der Patienten aus der Placebo-Gruppe eine vollständige Heilung. Bereits nach einer Behandlung waren sämtliche Keratosen bei 47,5% der Patienten in der mit BF-200 ALA behandelten Gruppe, aber nur bei 10% der mit Placebo behandelten Patienten vollständig verschwunden. Statistisch sind diese Ergebnisse hochsignifikant. Auch bei den noch nicht vollständig geheilten Patienten trat eine erhebliche Verbesserung ein, was sich in der Verkleinerung der Gesamtfläche der Läsionen ausdrückt.

Die Detailauswertung der Studie zeigte einen deutlichen Einfluss der in der Studie verwendeten Lampentypen. Die in der Studie zugelassenen Lampen werden häufig von Dermatologen für die photodynamische Therapie benutzt. Die Studie sollte die Wirksamkeit und das Nebenwirkungsprofil der Behandlung mit BF-200 ALA bei Verwendung verschiedener Lampentypen untersuchen. Nach Einsatz einer der in dermatologischen Praxen häufig eingesetzten Lampen (Aktilite) waren bei 96,4% der per-protokoll behandelten Patienten sämtliche behandelten Läsionen geheilt. Insgesamt waren bei diesen Patienten sogar 98,8% aller Läsionen vollständig geheilt. Neben dem reinen Wirksamkeitsnachweis wurden in dieser Studie insbesondere die Verträglichkeit und die Sicherheit der Behandlung überprüft. Nur 5% der Patienten klagten über starke Schmerzen während der Behandlung, das kosmetische Ergebnis wurde bei 47% der Patienten als „zufriedenstellend“, bei 49 % als „gut“ oder „sehr gut“ eingestuft. Diese Ergebnisse belegen die herausragende klinische Wirksamkeit und Sicherheit des Produkts.

In der zweiten Phase III-Studie wurde die Wirksamkeit von BF-200 ALA mit der eines zugelassenen Konkurrenzproduktes an 570 Patienten verglichen. An dieser multinationalen Studie sind 27 Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Die Studie wurde Ende 2009 abgeschlossen. Die Überlegenheit zu Metvix konnte statistisch signifikant gezeigt werden. Im Durchschnitt wurden mit BF-200 ALA und LED Lichtquellen 85% der Patienten komplett geheilt, mit Metvix lediglich 68%.

Parallel zum Abschluss der Studie wird die zentrale Zulassung bei der europäischen Behörde (EMEA) vorbereitet. Die EMEA hat im Sommer 2008 zugestimmt, dass BF-200 ALA wegen besondere technischer Innovation für den zentralen Zulassungsprozess zugelassen wird. Beratungsgespräche mit drei nationalen Zulassungsbehörden, die möglicherweise für die Bewertung der Zulassungsdossiers in 2010 zuständig sein werden, verliefen positiv. Dabei wurde das Entwicklungsprogramm insgesamt als gut konzipiert und für die Zulassung als ausreichend empfunden.

Die weiteren Entwicklungskosten bis zur Zulassung werden aufgrund der aktuellen Planung auf ca. 750.000 Euro geschätzt. Biofrontera erwartet die Beantragung der Zulassung in 2010. Bei dem erwarteten Umsatzpotential, das nach der Zulassung auf 180 Mio. Euro geschätzt wird, und den sehr geringen Zulassungsrisiken erscheinen die vorgenannten Investitionen und Aufwendungen gerechtfertigt.

1.3.2 BF-derm1

Diese Tablette enthält einen Wirkstoff mit einem völlig neuen Wirkprofil, das chronisch erkrankten und bisher nicht ausreichend therapierbaren Patienten mit schwerer Urtikaria (Nesselsucht) Linderung verspricht. Die ursprünglich bei MSD entwickelte und von Herrn Dr. Kollonitsch erworbene Substanz hemmt die Synthese der entzündungs- und juckreizfördernden Substanz Histamin. Eine adaptive Multicenter-Studie, in deren erstem Teil in den Studienzentren Berlin, Hamburg, Frankfurt, Gießen und Bochum je sechs Patienten mit einer von drei Dosierungen oder Placebo behandelt wurden, führte im ersten Quartal 2004 zu einem positiven Zwischenbericht. Danach konnte die Urtikaria–Symptomatik bei den Patienten um durchschnittlich 30-40% verbessert werden, ohne nennenswerte Nebenwirkungen hervorzurufen. Als positiver Effekt der Behandlung ergab sich darüber hinaus der Trend zu einer Verringerung der Anzahl an Mastzellen in der Haut der Patienten, wodurch erweiterte Anwendungen des Wirkstoffs in Mastzell-bezogenen Erkrankungen, z. B. der Mastozytose, möglich erscheinen.

2004 wurden weitere Toxizitätstests bezüglich der Herzfunktion durchgeführt. Hierbei trat der unerwartete Befund auf, dass die Substanz bei Hunden gelegentlich akute Toxizität auslösen kann. In umfangreichen Studien an Hunden wurde dieser Befund zwar bestätigt, jedoch scheint er auf Hunde beschränkt zu sein. Selbst bei bis zu 10-mal höheren Dosierungen traten bei Affen keine ähnlichen Effekte auf. Auch bei Menschen wurden bisher keinerlei Effekte beobachtet, die denen im Hund ähnlich sind oder in eine ähnliche Richtung deuten. Die Gesellschaft ist gemeinsam mit der zuständigen Bundesbehörde zu dem Ergebnis gekommen, dass die Anwendung der Substanz am Menschen unbedenklich ist und weitere klinische Studien durchgeführt werden können.

Nach Freigabe durch die Bundesbehörde wurden sodann in einem zweiten Teil der Phase II-Studie mit 2 Konzentrationen der Substanz sowie Placebo insgesamt weitere 21 Patienten (je 7 Patienten pro Behandlungsgruppe) behandelt. Der zweite Zwischenbericht im Frühsommer 2006 bestätigte die positive Wirkung. Darüber hinaus wurde beobachtet, dass einige Patienten neben der Prüfmedikation weniger Standardmedikation einnahmen. Da die übliche Standardmedikation (hoch dosierte Antihistaminika der ersten Generation) stark ermüdend wirkt, könnte ein Ersatz dieser ermüdenden Antihistaminika durch BF-derm1 eine deutliche Ausweitung des bisher erwarteten Marktes ermöglichen.

Im dritten und letzten Teil dieser Studie wurde im September 2007 der erste Patient eingeschlossen. Der Studienteil wurde mit 51 Patienten in drei Studienzentren in Berlin und Moskau durchgeführt. Im November 2008 wurde die Rekrutierung erfolgreich beendet, im Juli 2009 hat Biofrontera die Ergebnisse erhalten. Sowohl die Symptome der Urtikaria als auch die Einnahme ermüdender Antihistaminika wurden von den mit BF-derm1 behandelten Patienten gegenüber Placebo deutlich gesenkt. Schwere Nebenwirkungen traten wiederum nicht auf. Biofrontera wird die bereits begonnenen Gespräche mit potentiellen Lizenznehmern weiterführen und dabei die Rahmenbedingungen für die weitere klinische Entwicklung festlegen.

Bei der Suche nach neuen Synthesewegen mit besserer Umweltverträglichkeit der Ausgangssubstanzen und geringeren Herstellungskosten hat Biofrontera mehrere externe Experten und Firmen mit großer Erfahrung bei ähnlichen Synthesen hinzu gezogen. Mögliche alternative Synthesewege sollen patentrechtlich geschützt werden. Bei zwei neuen Synthesewegen, die diese Vorgaben erfüllen, konnte in 2008 der Proof-of-Principle gezeigt werden. Damit soll neben dem First-to-market-Schutz der Substanz und dem potentiellen Schutz über einen Orphan-Drug-Status eine weitere Eintrittsbarriere für Wettbewerber errichtet werden.

Die Fortführung der klinischen Entwicklung bis zum Markteintritt würde voraussichtlich Kosten in Höhe von ca. 14 Mio. Euro verursachen. Da für dieses Projekt nach Abschluss der Phase II Studie ein Partner gesucht wird, plant die Biofrontera Gruppe nicht, diese Kosten selber zu tragen. Diese Kosten sind gering im Vergleich zu den sehr hohen Markterwartungen des Unternehmens für das Medikament, die auf dem enormen medizinischen Bedarf bei den betroffenen Patienten und den tatsächlichen Patientenzahlen beruhen. Allein in Deutschland gibt es nach Schätzungen des Unternehmens etwa 25.000 Patienten mit chronischer, derzeit nur unzureichend behandelbarer chronischer Urtikaria. Ähnlich sieht es in anderen Teilen der Welt aus, wobei eine Analyse der historischen IMS Zahlen darauf hinweist, dass Menschen mit anderen Hauttypen, z.B. Asiaten, eher häufiger betroffen sind. Die Gesellschaft rechnet mit einem Marktpotential oberhalb von 200 Mio. Euro pro Jahr. Der Einsatz dieses Medikaments für solche Patienten, die derzeit mit stark ermüdenden Antihistaminika behandelt werden müssen, könnte die potentielle Marktgröße ca. 5-fach erhöhen.

Vom Umsatz bzw. von Lizenzeinnahmen von Medikamenten, die Biofrontera mit dem Wirkstoff BF-derm1 erzielt, muss Biofrontera aus der Historie des Projekts heraus ihrerseits Lizenzzahlungen von 0,5% leisten. Ansonsten gibt es für die Entwicklung dieses Medikaments gegen schwere Urtikaria keine weiteren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Urhebern des Produkts.

Da es bei dieser Indikation, für die es derzeit in dieser schweren Ausprägung keine ausreichende Therapiemöglichkeit gibt, die Möglichkeit für einen „fast track“ Status gibt, kann erst nach Vorliegen der Studienresultate und Absprache mit der Behörde der weitere Verlauf des Entwicklungsprojekts und der Zulassungszeitpunkt abgeschätzt werden.

1.3.3 BF-37

Bei BF-37 handelt es sich um eine Creme, die als Wirksubstanz Riluzol enthält und zur Behandlung von atopischer Dermatitis (Neurodermitis) entwickelt wird. Riluzol wird als Tablette seit 1995 in den USA und seit 1996 in Europa von der Firma Aventis zur Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose (Lou-Gehring-Krankheit) vermarktet. Daher gibt es weitreichende Erfahrungen mit diesem Medikament, das an etwa 2000 Patienten klinisch getestet wurde und mit dem seither viele tausend Patienten behandelt wurden. Biofrontera besitzt das Anwendungspatent für Riluzol zur Behandlung von atopischer Dermatitis und Schuppenflechte. Riluzol hemmt das Wachstum von Immunzellen, sogenannten T-Zellen, und von Keratinozyten. Ein vermehrtes Wachstum solcher Zellen liegt den oben genannten Krankheiten zu Grunde.

Für eine Riluzol-haltige Creme ist bei Schuppenflechte eine kleine Phase II-Studie an 24 Patienten durchgeführt worden, deren Ergebnis eine gute Wirksamkeit angedeutet hat. Verträglichkeitsstudien beim Auftragen der Substanz auf die Haut von Tieren und Menschen hatten im Vorfeld eine überaus gute Verträglichkeit gezeigt. Abgeschlossen ist bereits die Behandlung der Patienten in einer Phase II Studie, bei der die Wirksamkeit bei Neurodermitispatienten im Vergleich zu Placebo getestet wird. Die Studie umfasste die Behandlung von 30 Patienten mit BF-37 Creme an betroffenen Hautpartien. Als Kontrolle wurden andere erkrankte Hautstellen mit Placebo behandelt. Biofrontera hat Anfang 2008 mit einer weiteren Studie bei Schuppenflechte begonnen. Beide Studien zeigten eine Tendenz zur Wirksamkeit, die jedoch eine weitere Entwicklung nicht gerechfertigt hat. Daher wurde die weitere Entwicklung zurück gestellt.

1.3.4 BF-1

BF-1 ist ein neuer Wirkstoff aus dem Medikamentenportfolio der Biofrontera, der auf eigenen Forschungsergebnissen beruht. Er soll zur prophylaktischen Behandlung von Patienten eingesetzt werden, die häufig unter schmerzvollen Migräneattacken leiden. Eine Erstanwendung beim Menschen ist bereits erfolgt. Die von Biofrontera patentierte Substanz hemmt den 5-HT2B Rezeptor, der auf den Blutgefäßen in den Hirnhäuten liegt. Migräneschmerz beruht auf einer sterilen Entzündung der Hirnhäute, die durch dauerhafte Aktivierung des 5-HT2B Rezeptors hervorgerufen wird. Einige andere, bereits klinisch verwendete Medikamente blockieren ebenfalls diesen Rezeptor, ihr Einsatz in der Migräneprophylaxe ist aufgrund von Nebenwirkungen jedoch nur eingeschränkt möglich. BF-1 basiert chemisch auf einem Histaminhemmer, der bereits 1963 von Sandoz am Markt eingeführt wurde und seither bei vielen tausend Patienten Anwendung fand. Diese Substanz wurde chemisch so verändert, dass sie von den beinahe 100 menschlichen Rezeptoren für monoaminerge Neurotransmitter und Hormone (dazu gehören z.B. Serotonin, Histamin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin) nur noch an den 5-HT2B Rezeptor binden kann. Deshalb können keine Nebenwirkungen verursacht werden, die durch die Blockade anderer monoaminerger Rezeptoren entstehen. Diese Vorhersage ergibt sich aus dem pharmakologischen Profil der Substanz und wurde bisher im Tierversuch und beim Menschen eindrucksvoll bestätigt.

In 2008 konnten wesentliche Studien der präklinischen Entwicklung, insbesondere zur sicherheitspharmakologischen und toxikologischen Wirkung von BF-1 erfolgreich abgeschlossen werden. Die hieraus erhobenen Daten legen eine gute Grundlage für eine solide Sicherheitsabschätzung in der weiteren klinischen Entwicklung. Die präklinische Datenlage gibt zurzeit keinerlei Hinweise auf Sicherheitsprobleme bei einer klinischen Anwendung für die Migräneprophylaxe oder auf Einschränkungen der Anwendung.

In einer klinischen Studie an freiwilligen gesunden Probanden wurde gezeigt, dass der Wirkstoff ausgezeichnete pharmakokinetische Eigenschaften aufweist. Nach oraler Gabe von BF-1 wurde die Substanz innerhalb weniger Stunden vollständig im Magen- und Darmtrakt absorbiert und zeigte im Blut eine Halbwertszeit von etwa 48 Stunden. Dieses Ergebnis erlaubt es, BF-1 in einer gängigen Standardformulierung so zu entwickeln, dass Patienten das Medikament lediglich einmal täglich einnehmen müssen. Zurzeit geht Biofrontera von Kosten in der Größenordnung von ca. 2 Mio Euro für das klinische Programm bis zum Proof-of-Concept aus.

Eine neue, patentierbare und kostengünstigere Synthese von BF-1 wurde in 2008 entwickelt und befindet sich im Up-scaling-Prozess. Für 2010 wird die erste Synthese von Good Manufacturing Practice (GMP) Material erwartet, das für klinische Studien eingesetzt werden kann.

Eine prophylaktische Behandlung der Migräne bietet sich besonders für solche Patienten an, die unter häufigen schweren Anfällen leiden. Da die Tabletten über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen werden müssen, ist es sehr wichtig, dass die Einnahme nur einmal täglich erfolgen muss und keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten. Die Ergebnisse der klinischen und pharmakologischen Untersuchungen zeigen, dass BF-1 hierfür die besten Voraussetzungen bietet. Wegen der Häufigkeit der schweren Migräne und des hohen medizinischen Bedarfs für bessere Prävention betrachten wir BF-1 als einen möglichen Blockbuster, also ein Medikament mit einem jährlichen Umsatzpotential von über 1.000 Mio. Euro.

BF-1 ist aus einer Kollaboration mit der Firma Johnson Matthey Pharma Services entstanden, deren ursprüngliche Miterfinderrechte von Biofrontera abgelöst wurden. Umsatzabhängige Zahlungsverpflichtungen gibt es daher nicht.

1.4 Business Development

Biofrontera kann ihre Produkte nur in Deutschland und selbst dort nur bei der Arztgruppe der Dermatologen selber vertrieben. Daher sind in anderen Ländern bzw. für andere Ärztegruppen Vertriebsvereinbarungen mit anderen Unternehmen nötig.

Für die medizinische Kosmetiklinie, deren erstes Produkt im Oktober 2009 am Markt eingeführt wurde, müssen umgehend solche Zusammenarbeiten vereinbart werden. Die Genehmigung der europäischen Zulassung für BF-200 ALA wird für 2011 erwartet, daher muss auch für dieses Produkt innerhalb der kommenden 18 Monate der internationale Vertrieb geplant werden. Für BF-derm1 sollen Partner gefunden werden, die die Kosten der weiteren Entwicklungen tragen und die Vermarktung vornehmen sollen. Da das Produkt BF-1 nicht für eine dermatologische Indikation entwickelt wird, soll es baldmöglichst auslizenziert werden. Allerdings wird es kaum möglich sein, gute Partner für das Produkt ohne klinischen proof-of-concept zu finden. Die Präzisierung der Vertriebsplanung durch den Abschluss entsprechender Vereinbarungen ist eines der vordringlichen Ziele für 2010.

Neben dem Bemühen um Vertriebspartner wird aktiv nach geeigneten Produkten gesucht, deren Entwicklung und Vertrieb von Biofrontera übernommen werden können. Durch die erfolgreiche Aufbauarbeit des Außendienstes ist Biofrontera in Deutschland bereits hervorragend bei Dermatologen eingeführt und wird als potentieller Vertriebspartner wahrgenommen. Das hat zu Gesprächen geführt, deren Ziel der Vertrieb der Produkte anderer Unternehmen durch die Biofrontera in Deutschland ist.

1.5 Patententwicklung ab 2008

Biofrontera verfügt über ein breites Patentportfolio, durch das ihre Produkte vor der Konkurrenz geschützt werden. In den Jahren 2008 und 2009 wurde die Erteilung wichtiger Kernpatente voran getrieben, während Patentanmeldungen fallen gelassen wurden, die für die dermatologische Ausrichtung des Unternehmens nicht mehr relevant sind.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Änderungen des Portfolios:

1.5.1 BF-200 ALA

· Für die PCT-Anmeldung „Nanoemulsion“ ist im Mai 2008 ein internationaler Recherchebericht mit beigefügtem Prüfbescheid ergangen. Die Patenschrift wurde dementsprechend angepasst und der Prüfbescheid wurde bei dem Antrag auf internationale vorläufige Prüfung im Oktober 2008 beantwortet. Die Patentschrift der PCT Anmeldung wurde im Juli 2008 unter der Nummer WO 2008/077641 veröffentlicht. Für Argentinien und Uruguay wurden Prüfanträge gestellt. Im April 2009 ist der das internationale vorläufige Prüfungsverfahren abschließende internationale vorläufige Bericht zur Patentierbarkeit zur PCT-Anmeldung "Nanoemulsion" ergangen, in dem den meisten Ansprüche Neuheit gegenüber dem Stand der Technik anerkannt wurde. Die erfinderische Tätigkeit wird nun in den entsprechenden nationalen/regionalen Phasen überprüft. Die nationalen/regionalen Phasen wurden in Europa, Vereinigte Arabische Emirate, Australien, Brasilien, China, Indien, Israel, Japan, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Russland, Singapur, Südafrika, Ukraine, USA und Weißrussland eingeleitet. Es wurde fristgerecht Prüfantrag in China, Singapur gestellt. Die chinesische Patentanmeldung wurde im November 2009 veröffentlicht. Die parallele argentinische Patentanmeldung wurde im April 2009 veröffentlicht.

· Für das Patent „5-Aminolevulinic acid formulation dissolved/dispersed in non-aqueous solvents “ in Europa ist im August 2008 ein Prüfbescheid ergangen, nach dem das Patent für erteilbar erklärt wurde. Das Patent „5-Aminolevulinic acid formulation dissolved/dispersed in non-aqueous solvents “ wurde daraufhin erteilt und im Europäischen Patentblatt im Januar 2010 bekanntgemacht. Für die kanadische Anmeldung ist im September 2009 eine "Notice of Allowance" ergangen. Die Erteilungsgebühr wurde fristgerecht eingezahlt. Die US-Anmeldung wurde fallen gelassen.

1.5.2 Atopische Dermatitis

· Das Patent für BF-37 wurde nach Einstellung der Entwicklungsaktivitäten fallen gelassen..

· Die Lizenz für die Patentfamilie mit dem Titel „Mahonia Aquifolium Extract, Extraction Process and Pharmaceutical Composition Containing the Same“ wurde gekündigt, da die Neuentwicklungen in Belixos das Produkt ausserhalb dieses Patentschutzes platziert haben.

1.5.3 Migräne

· Das Patent „5-HT2B-Rezeptor Antagonisten“ wurde im Januar 2008 in Russland erteilt. Im Februar erfolgten Erteilungen in Hongkong und Australien. Eine Teilanmeldung basierend auf dem US-Patent wurde erteilt und im März 2009 veröffentlicht. Das Patent wurde im Februar 2009 in Indien erteilt. Das koreanische Patent wurde im Oktober 2009 erteilt. Der im März ergangene Prüfbescheid zur kanadischen Patentanmeldung sowie der Prüfbescheid der japanischen Anmeldung vom Juli 2009 wurden fristgerecht beantwortet.

1.5.4 Asthma

· Das Patent "Method of treating asthma using (S)-alpha- FMH and esters " wurde im September 2009 fallengelassen.

1.5.5 Lungenhochdruck

· Das US-Patent „Pulmonary Hypertension“ wurde im Mai 2008 fallen gelassen.

1.5.6 Schmerz

· Das europäische Patent „Cathepsin Y für die Behandlung von Schmerz“ wurde im November 2008 fallen gelassen.

1.5.7 Parkinson

· Das europäische Patent „Transgenes Mausmodell für neurodegenerative Krankheiten“ wurde Anfang 2009 fallen gelassen.

1.5.8 Schlaganfall

· Das europäische und das japanische Patent „Scyphostatin Analoga als SMase-Inhibitoren“ wurden fallen gelassen.

· Das europäische Patent „Pharmaceutical preparation for inhibition of spingomyelinase” wurde fallen gelassen.

1.5.9 DEPD

· Die deutsche Anmeldung "Methoden zur Charakterisierung von mRNA Molekülen" wurde im Februar 2009 fallengelassen.

1.6 Personalien

1.6.1 Vergütung der Vorstandsmitglieder

Für die Vorstandsmitglieder wurde in den 2005 neu abgeschlossenen Dienstverträgen eine feste Vergütung vereinbart, die in zwölf Teilen monatlich ausgezahlt wird. Der Vertrag von Werner Pehlemann, der 2009 ausgelaufen wäre, wurde für zwei weitere Jahre verlängert. Den Vorständen stehen Dienstwagen auch zum privaten Gebrauch zur Verfügung. Daneben ist für die Vorstände eine jährliche leistungsbezogene Bonuszahlung vorgesehen. Wegen der angespannten Liquiditätssituation haben die Vorstände ab November 2008 auf die Auszahlung ihrer Gehälter verzichtet und dieses bis April 2009 gestundet.

1.6.2 Vergütung des Aufsichtsrats

In der im Mai 2006 stattgefundenen Hauptversammlung waren die Herren Prof. Dr. Ulrich Abshagen, Richard Gabriel, Dr. Ulrich Granzer, Dr. Jason Loveridge und Prof. Dr. Bernd Wetzel und Dr. rer. pol. Andreas Kretschmer als Aufsichtsräte gewählt worden. Herr Prof. Dr. U. Abshagen übernahm in der folgenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung durch einstimmige Wahl den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden an und Herr Dr. A. Kretschmer wurde zum Vertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Herr Prof. Dr. Abshagen teilte der im Mai 2007 stattgefunden Hauptversammlung seinen Rücktritt zum 3. September 2007 mit. In der Hauptversammlung wurde Herr Jürgen Baumann mit Wirkung zum 4. September 2007 als neues Aufsichtsratsmitglied berufen. Herr Baumann wurde von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Gleichfalls wurde Herr Dr. Kretschmer zum Vertreter gewählt und damit in seinem Amt bestätigt.

Das Mitglied des Aufsichtsrates, Dr. Jason Loveridge, hat sein Amt mit Wirkung zum 01.07.2009 schriftlich niedergelegt. Herr Dr. Heinrich Hornef, Kaufmann im Ruhestand, ehemaliger Finanzvorstand der Treuhandanstalt (Anstalt öffentlichen Rechts) und Präsident der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, Weinheim, wurde als Nachfolger für Herrn Dr. Jason Loveridge gewählt.

1.7 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1.7.1 Entwicklung des Grundkapitals

Nachdem die Biofrontera AG im August 2005 eine Wandelschuldverschreibung über 20 Mio. Euro platzierte, die im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet ist, wurden 2006 die Aktien der Biofrontera AG am Geregelten Markt der Düsseldorfer Börse eingeführt. Inzwischen werden die Aktien an fast allen deutschen Börsenplätzen und dem Computerhandelssystem Xetra gehandelt.

Vor der Börseneinführung wurden bei einer Privatplatzierung 443.514 neue Aktien an institutionelle Anleger abgegeben. Den Zeichnern dieser Aktien wurde das Recht eingeräumt, im Dezember 2006/Januar 2007 bis zu weiteren 221.757 Aktien zum gleichen Preis von 15,-- Euro pro Aktie zu beziehen. Diese Aktien, die wegen einer vorübergehenden Kursschwäche Anfang 2007 nicht von den Berechtigten bezogen wurden, konnten im Laufe des Geschäftsjahr 2007 in voller Höhe zu Euro 15,-- je Aktie bei institutionelle Anleger platziert werden. Vor der Verrechnung der hiermit in direktem Zusammenhang stehenden Kapitalbeschaffungskosten stärkte dieser Platzierungserfolg das Eigenkapital um weitere TEuro 3.105, die in die Kapitalrücklage eingestellt wurden.

Trotz des schwierigen Börsenumfelds hat der Vorstand der Biofrontera AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats im August 2008 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen beschlossen und platziert. Das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre wurde ausgeschlossen.Insgesamt wurden 111.111 neue, auf den Namen lautende Stückaktien zum Marktpreis an langfristig orientierte und bereits an Biofrontera beteiligte Investoren ausgegeben. Aus der Platzierung der neuen Aktien flossen der Gesellschaft zur Stärkung der Eigenkapitalbasis liquide Mittel in Höhe von 1,00 Millionen Euro zu. Durch die Ausgabe der neuen Aktien erhöhte sich das Grundkapital der Biofrontera AG auf 3.316.514 Euro. Durch vier weitere Kapitalerhöhungen in 2009 stieg das Grundkapital bis zum Berichtszeitpunkt auf 8.395.486 Euro an.

1.7.2 Investitionen

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2008 resultierten im Wesentlichen aus dem Erwerb von Nutzungsrechten (TEUR 207; 2007: TEUR 0) sowie aus dem notwendigen Ersatz von Laboreinrichtung (TEUR 11; 2007:TEUR 136) und EDV-Ausstattung (TEUR 19; 2007: TEUR 118).

Aufgrund der im Dezember 2008 durchgeführten Inventur des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Software) ergaben sich Anlagenabgänge zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 9 (2007: 292 TEUR).

Aufgrund des durch Barzahlung erfolgten Erwerbs der Komplementäranteile an der neu gegründeten Biofrontera Licensing AG & Co. KG, Leverkusen, waren zum 31. Dezember 2008 die Anschaffungskosten von EUR 500,00 als Finanzanlagen zu bilanzieren.

1.7.3 Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2008 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 6.370 TEUR an (im Vergleich zu TEUR 3.442 in 2007). Dieser Anstieg beruhte auf der großen Zahl klinischer Studien, die 2008 parallel durchgeführt wurden.

Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 2.444 haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.586) verringert. Hierfür waren insbesondere die geringeren Rechts- und Beratungskosten verantwortlich.

Im Geschäftsjahr 2008 waren die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen um TEUR 286 auf TEUR 233 im Saldo angestiegen. Dies beruht im Wesentlichen auf Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 158), insbesondere Rückstellungen für Boni (TEUR 65), aus Erträgen aufgrund der Überlassung von Firmenfahrzeugen (TEUR 52) sowie periodenfremden Erträgen (TEUR 34).

Die Zinsaufwendungen beinhalten die laufenden Nominalzinsen für die Wandelschuldverschreibung 2005 (TEUR 1.409 nach TEUR 1.283 im Vorjahr) und den Effektivzinsanteil aus der Aufzinsung der Finanzschuld aus der Wandelschuldverschreibung 2005 (TEUR 1.045 nach TEUR 979 im Vorjahr). Die Verschlechterung des Finanzergebnisses um TEUR 4.863 beruht insbesondere auf dem Ausweis von Abschreibungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens, insbesondere der eigenen Wandelanleihen.

1.7.4 Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Das erste Mitarbeiterbeteiligungsprogramm des Unternehmens war auf den 31. Dezember 2005 befristet und wurde im Juni 2006 durch ein neues Programm ersetzt. Dieses neue Programm sollte die Kriterien eines Incentive-Programms für die Belegschaft erfüllen, ohne bilanzielle Risiken für das Unternehmen zu schaffen. Als Vehikel für dieses Programm wurden Optionen auf die Wandelschuldverschreibung der Biofrontera AG gewählt. Diese Variante hatte den Vorteil, dass das Programm weder zu Verwässerungen bei den bestehenden Investoren noch zu einer erheblichen Steigerung der Gehaltsaufwendungen führt. Die Profitabilität für den Mitarbeiter wird über die Wertsteigerung des Unternehmens bestimmt. Der Aufwand für die Biofrontera ist hingegen auf das Disagio (Preisnachlass) begrenzt, da zur Absicherung des Programms bereits eigene Wandelschuldverschreibungen erworben wurden. Aus diesem Bestand wurden den Mitarbeitern auf Grundlage eines Beschlusses des Aufsichtsrats mit Zustimmung der Hauptversammlung Optionen auf Teilschuldverschreibungen in zwei Tranchen angeboten. Jede Teilschuldverschreibung wurde gegen Zahlung eines Optionspreises von Euro 1,00 dem Mitarbeiter zugesprochen. Bei Ausübung muss der Mitarbeiter einen Bezugspreis von 80% des Nominalwerts der Teilschuldverschreibungen von Euro 100,00 zahlen. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von maximal TEuro 1.200. Der früheste Bezug ist nach zwei Jahren gestattet (gerechnet auf den Zeitpunkt der Unterzeichnung des Optionsvertrages) und ist dann innerhalb eines Jahres durch Erklärung und Zahlung des Kaufpreises möglich. Die Optionen können nur von Mitarbeitern ausgeübt werden, die in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis mit der Biofrontera AG oder ihren Tochtergesellschaften stehen.

Unter Berücksichtigung der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft, der Position im Unternehmen, der individuellen betrieblichen Ziele und einer marktgerechten Entlohnung bei entsprechender Qualifizierung wurden den Mitarbeitern Teilschuldverschreibungen der Biofrontera Wandelschuldverschreibung in Höhe von nominal TEuro 805 angeboten. Die Mitarbeiter haben durch Abschluss der Optionsverträge und Zahlung der Optionsprämie das Angebot in vollem Umfang angenommen. Die Optionen wurden bisher nicht ausgeübt.

In der Hauptversammlung am 24. Mai 2007 hat die Verwaltung ein neues Optionsprogramm für die Mitarbeiter vorgestellt und zur Abstimmung gestellt. Dieses wurde nötig, da das alte Programm auslief und das neue Programm, analog zu den am Kapitalmarkt gängigen Betrachtungsweisen ergebnisorientierter formuliert werden sollte. Daher gibt es in dem neuen Programm Ausgabe- und Bezugsfenster. Der Bezugspreis richtet sich nach dem Preis des Basiswertes. Im Geschäftsjahr wurde keine Optionsgewährung aus diesem Programm vorgenommen.

1.8 Wesentliche Entwicklungen

Biofrontera nähert sich dem Ende der reinen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und wandelt sich zu einem Spezialpharmaunternehmen im Bereich Dermatologie. Daher haben alle Fortschritte bei dieser Entwicklung besondere Relevanz für das Unternehmen.

Der Aufbau von Marketing- und Vertriebsstrukturen für die Produkte der Biofrontera hat daher größte Wichtigkeit. Dies betrifft sowohl den eigenen Vertrieb als auch Lizenzverträge mit möglichen Vertriebspartnern. Der eigene Vertrieb wurde in der Biofrontera Pharma GmbH aufgebaut und stellte einen wesentlichen Bestandteil der Biofrontera-Strategie dar. Der deutlich gestiegene Umsatz illustriert den Erfolg dieser Bemühungen, die sich jedoch nicht nur zahlenmäßig niederschlagen sondern auch zu einem hohen Bekanntheitsgrad des Unternehmens bei den Dermatologen führen. Mit möglichen Lizenzpartnern wurde eine Vielzahl von Gesprächen aufgenommen, die jedoch bisher noch nicht zu Lizenzvereinbarungen geführt haben.

Von großer Wichtigkeit für die Entwicklung des Unternehmens ist der Aufbau einer medizinischen Kosmetikserie, deren erstes Produkt im Oktober 2009 am Markt eingeführt wurde. Hierdurch wurde die Gesellschaft in die Lage versetzt, ein erstes Produkt am Markt einzuführen, deutlich bevor die Zulassung für das führende in der Entwicklung befindliche Pharmazeutikum BF-200 ALA erteilt wird.

Deutliche Fortschritte bei der Entwicklung der klinischen Projekte zeigen, dass Biofrontera im Berichtsjahr ihre Entwicklungsgeschwindigkeit noch einmal erhöhen konnte. Der außerordentlich erfolgreiche Abschluss beider Phase III-Studien von BF-200 ALA, der Wirksamkeitsnachweis in der Phase II-Studie mit BF-derm1 und die Vorbereitung des vertieften klinischen PhaseI/II-Programms mit BF-1 verdeutlichen die großen personellen und finanziellen Anstrengungen in diesem Bereich. Die ungewöhnliche Breite von Biofronteras Produktpipeline lässt auch für die Zukunft einen regelmäßigen „News-flow“ erwarten, der den Aktienkurs günstig beeinflussen sollte.

Eine Betriebsprüfung des Finanzamts ist im Berichtszeitraum für die Jahre 2000-2003 erfolgt. Das Ergebnis der Prüfung wurde der Gesellschaft mit Schreiben vom 27. März 2008 mitgeteilt. Auf dieser Grundlage ergeben sich keine nennenswerten Steuereffekte für die Biofrontera-Gruppe.

Bei einer Außerordentlichen Hauptversammlung am 21. 12. 2007 wurde das genehmigte Kapital der Gesellschaft auf das gesetzlich mögliche Höchstmaß angehoben, um der Verwaltung und dem Aufsichtsrat die größtmögliche Flexibilität bei der Gestaltung von Business Development Aufgaben zu geben. Aus diesem genehmigten Kapital wurde eine Erhöhung um 111.111 Euro ohne Bezugsrecht der Aktionäre durchgeführt, was zu einem Kapitalzufluss von 1 Mio. Euro geführt hat.

Zur Verbesserung der Liquidität hat die Gesellschaft alle selbst gehaltenen Teilschuldverschreibungen aus der Wandelschuldverschreibung 2005/2010 veräußert, sowie in vier Kapitalerhöhungsschritten in 2009 dem Unternehmen insgesamt 7,7 Mio. Euro zugeführt.

1.9 Gesellschaftsrechtliche Maßnahmen

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 betrug 3.316.514 Euro. Es war eingeteilt in 3.316.514 Namensaktien im Nennwert von je Euro 1,00.

Das Grundkapital wurde wie folgt gehalten:

31. Dez. 2008
EUR %
--- --- ---
Heidelberg Innovation BioScience Venture II GmbH & Co. KG, Heidelberg 744.389 22,44
Prof. Dr. Hermann Lübbert, Leverkusen 403.200 12,16
Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt 320.400 9,66
SKB Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln 271.460 8,19
Heidelberg Innovation Parallel-Beteiligungs GmbH & Co. KGa.A., Heidelberg 183.614 5,54
Prima Management AG, Société Anonyme, Luxemburg 170.400 5,14
Deka FundMaster Investment GmbH, Frankfurt 180.585 5,45
Streubesitz 1.042.466 31,42
3.316.514 100,00

Der Vorstand ist aufgrund der Regelungen in der Satzung befugt, bei Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des von der Hauptversammlung beschlossenen bedingten und genehmigten Kapitals, Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen auszugeben. Bei der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. August 2008 wurde das genehmigte Kapital auf die maximal mögliche Anzahl von 1.602.701 Aktien erhöht. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bezüglich des Rückkaufs von Aktien ist der Vorstand keinen über das Aktiengesetz hinausgehenden einschränkenden Regelungen unterworfen.

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, hat die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 26. 8. 2008 sind der festgestellte Jahresabschluss und der gebilligte Konzernabschluss 2007 und die Testierung durch die Warth & Klein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, vorgelegt worden. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands wurde für das Geschäftsjahr 2007 die Entlastung erteilt.

1.10 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84 und 85 AktG. Die Zusammensetzung des Vorstands wird durch § 9 Abs. 3 der Satzung näher festgelegt. Demnach besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern. Derzeit setzt er sich aus zwei Personen zusammen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Die Änderung der Satzung erfolgt nach den §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 und 133 AktG grundsätzlich durch Beschluss der Hauptversammlung. Für eine solche Beschlussfassung genügt, soweit gesetzlich zulässig, gemäß § 179 Abs. 2 S. 2 AktG i. V. m. § 22 Abs. 2 der Satzung die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals anstelle der in § 179 Abs. 2 S. 1 AktG vorgesehenen Mehrheit von drei Vierteln des vertretenen Grundkapitals. Zur Vornahme von Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, ist gem. § 179 Abs. 1 S. 2 AktG i. V. m. § 22 Abs. 2 der Satzung der Aufsichtsrat berechtigt.

2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im Januar 2009 ist es gelungen, 331.000 neue, auf den Namen lautende Stückaktien an langfristig orientierte und bereits an der Biofrontera AG beteiligte Investoren zu platzieren, wobei ein Brutto-Emissionserlös von rund 500 T€ erzielt wurde. Das Grundkapital der Biofrontera AG erhöhte sich mit Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung auf 3.647.514 Euro.

Ebenfalls wurde im Januar 2009 der letzte Patient in die Phase III-Studie mit BF-200 ALA eingeschlossen. Diese Studie wurde an etwa 570 Patienten durchgeführt und die Wirkung von BF-200 ALA mit derjenigen eines Konkurrenzprodukts verglichen. Die abschließende Auswertung der Ergebnisse zur Behandlung der aktinischen Keratose (weißer Hautkrebs) erfolgte im Januar 2010. Derzeit bereitet die Biofrontera AG den Zulassungsantrag vor, der im Spätsommer 2010 eingereicht werden soll. Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat wegen des besonderen Innovationsgrades von BF-200 ALA bereits die Genehmigung zu einem zentralen Zulassungsverfahren gegeben. Daher erwartet die Biofrontera AG in einem einzigen Verfahren die Zulassung für die gesamte europäische Union. Bei zügiger Zulassung wird die Markteinführung dieses Produkts für 2011 erwartet.

Investoren der Biofrontera Wandelschuldverschreibung haben im Februar 2009 Teilschuldverschreibungen in Höhe von nominal 1.435.800 Euro in 89.014 Namensaktien der Gesellschaft gewandelt. Mit der Wandlung erhöhte sich die Anzahl der umlaufenden Aktien von 3.647.514 auf 3.736.528, zugleich verringerten sich die Verbindlichkeiten der Gesellschaft aus der Wandelschuldverschreibung. Der Nominalbetrag der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibung betrug nach dieser Wandlung 18.561.200 Euro.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17.03.2009 wurde eine Erhöhung des Grundkapitals unter Ausgabe neuer Aktien bei einem Ausgabepreis von 1,50 Euro beschlossen. Zum 30. April waren 2.000.100 neue Aktien gezeichnet worden. Die neuen Aktien wurden unter Ausübung des gesetzlichen Bezugsrechts der Altaktionäre im Verhältnis von 1:1 und in der anschließenden Privatplatzierung gezeichnet. Hierdurch erhöhte sich das Grundkapital des Unternehmens auf 5.736.628 Euro. Bei dem Bezugspreis von 1,50 Euro je Aktie betrug der Bruttoemissionserlös insgesamt 3.000.150 Euro. Die eingeworbenen Mittel sollen im Wesentlichen der Fortführung der klinischen Prüfungen von Biofronteras Medikamentenkandidaten dienen.

Bei der gleichen Hauptversammlung wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu 500.000,00 EUR eingerichtet, das zur Ausgestaltung von Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 10.000.000,00 EUR mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren vorgesehen wurde. Diese Optionsschuldverschreibungen wurden für die Ablösung der bestehenden Wandelschuldverschreibung 2005/2010 vorgesehen. Die Hauptversammlung hat darüber hinaus ein weiteres genehmigtes Kapital II im Betrag von 552.056,00 EUR geschaffen.

Im April 2009 haben Biofrontera Pharma GmbH und die Grünenthal Pharma AG, Mitlödi, Schweiz, vereinbart, dass sie künftig bei der Herstellung von Produkten zusammenarbeiten werden. Die beiden Unternehmen haben ein Abkommen zur Produktion der Biofrontera-Produkte BF-200 ALA und dem ersten medizinischen Kosmetikprodukt „Belixos®“ unterzeichnet. Die Grünenthal Pharma AG erhält von Biofrontera für beide Produkte die europäischen Produktionsrechte für fünf Jahre nach Markteinführung. Grünenthal trägt im Gegenzug die Kosten für die Implementierung des Herstellungsprozesses, für die Produktion der Stabilitätsmuster und die analytischen Tests.

Ebenfalls im April 2009 hat die Europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel (EMEA) dem Unternehmen den SME Status für kleine und mittelständige Unternehmen gewährt hat. Durch den SME Status erhält Biofrontera administrative Unterstützung und deutlich reduzierte Gebühren während der Zulassungsprozesse ihrer Produkte.

Auf der Grundlage der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17.03.2009 hat die Biofrontera AG am 29.06.2009 ein freiwilliges Umtausch- und Bezugsangebot zur Restrukturierung der 8%-Wandelschuldverschreibung 2005/2010 beschlossen. Für je zwei zum Umtausch eingereichte Wandel-Teilschuldverschreibungen erhielten die Anleihegläubiger eine stufenverzinsliche Optionsanleihe 2009/2017 sowie 6,199 auf den Namen lautende Aktien der Biofrontera AG mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00. Im Rahmen des freiwilligen Bezugsangebots erhielten die Gläubiger der 8%-Wandelschuldverschreibung von 2005/2010 zusätzlich die Möglichkeit, 3,554 auf den Namen lautende Aktien der Biofrontera AG mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 zum Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Aktie zu zeichnen und zu beziehen. Das Ende der Annahmefrist für das Umtausch- und Bezugsangebot wurde am 29.07.2009 von ursprünglich 30.07.2009 auf den 13.08.2009 verlängert.

Am 23.07.2009 stimmten die Anleihegläubiger der Wandelschuldverschreibung 2005/2010 auf der Gläubigerversammlung der Restrukturierung zu. Diese Zustimmung bewirkte das Inkrafttreten der gefassten Beschlüsse rückwirkend zum 02.07.2009, dem Tag der ersten Gläubigerversammlung, in der die erforderliche Mehrheit zunächst nicht zustande kam. Die Versammlung hat den Beschlussvorschlägen zur Verlängerung der Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen bis zum 02.07.2012, zur Aufhebung der Verzinsung der Wandelschuldverschreibungen mit Wirkung ab dem 26.08.2008 bis zum 25.08.2011, zum Verzicht auf die in der Zeit vom 26. August 2008 bis zum 23. Juli 2009 entstandenen und noch nicht ausgezahlten Zinsen sowie zur entsprechenden Änderung der Anleihebedingungen zugestimmt. Die Beschlussfassung der Gläubigerversammlung über die Verlängerung der Laufzeit sowie die Aufhebung der Verzinsung der Wandelschuldverschreibungen führten zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von rd. 1,5 Mio. Euro im Jahr 2009.

Am 24.07.2009 hat die Biofrontera AG beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen um bis zu EUR 1.493.757,00 durch Ausgabe von bis zu 1.493.757 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien aus genehmigtem Kapital zu erhöhen. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung können vollständig für die operative Weiterentwicklung der Biofrontera AG verwendet werden. Wesentliche Ziele sind dabei die Markteinführung des ersten dermatologischen Produktes Belixos®, dessen Vermarktung als medizinisches Kosmetikum seit Oktober 2009 erfolgt, sowie die Erweiterung der Belixos®-Linie und die Fertigstellung der klinischen Entwicklung des Medikaments BF-200 ALA gegen aktinische Keratose.

Ende Juli 2009 gab die Biofrontera AG die Ergebnisse der adaptiven Phase II-Studie mit BF-derm1 zur Behandlung von bisher nicht ausreichend therapierbarer chronischer Urtikaria (Nesselsucht) bekannt. Biofrontera plant, auf der Basis dieser Ergebnisse einen Lizenzpartner für den Produktkandidaten BF-derm1 zu finden und die weitere klinische Entwicklung dieses Präparats gemeinsam durchzuführen.

In Bezug auf das freiwillige Umtausch- und Bezugsangebot zur Restrukturierung der 8%-Wandelschuldverschreibung 2005/2010 vom 29.06.2009 wurden bis zum 18.08.2009 Stück 98.470 Wandelschuldverschreibungen im Nominalwert von 9.847.000,00 Euro zum Umtausch eingereicht. Im Gegenzug wurden Stück 49.235 Optionsschuldverschreibungen und 305.107 auf den Namen lautende Aktien der Biofrontera AG mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro ausgegeben. Die Verbindlichkeiten der Biofrontera AG aus der Wandelschuldverschreibung reduzierten sich mit dem Umtausch (einschließlich 20 % Rückzahlungsagio) um TEUR 11.816. Im Rahmen des Umtausches erhöhte sich das Grundkapital um TEUR 305. Ein weiterer Betrag in Höhe von 4.616.268,91 Euro wurde der Rücklage zugeführt, so dass sich das Eigenkapital insgesamt um rund 5 Millionen Euro erhöhte.

Die Verbindlichkeiten bzw. der Nominalbetrag der im Rahmen des Umtausches ausgegebenen Optionsschuldverschreibung einschließlich weiterer 68 Stück über den Kapitalmarkt frei erworbener Optionsanleihen beträgt 4.930.300,00 Euro (zuzüglich 6 % Rückzahlungsagio in Höhe von 295.818,00 EUR).

Im September 2009 ist das Grundkapital der Gesellschaft durch den Bezug von Stück 98.333 Aktien durch die VEM Aktienbank entsprechend des zusätzlichen Bezugsrechts zu 1,00 EUR infolge des Umtausches der Wandelschuldverschreibung in die Optionsanleihe um 98.333,00 EUR gestiegen. Des Weiteren wurde das Gezeichnete Kapital auf der Grundlage des Beschlusses der Biofrontera AG vom 24.07.2009 gegen Bareinlagen aus genehmigtem Kapital in zwei Tranchen um insgesamt Stück 1.455.418 Aktien zu 1,50 EUR erhöht und die Durchführung der Kapitalerhöhung am 25.09.2009 im Handelsregister eingetragen. Diese Kapitalerhöhung von insgesamt 2.183.127,00 EUR inklusive Agio aus genehmigten Kapital I (941.701 Stück neue Aktien) und II (513.717 Stück neue Aktien) wurde damit abgeschlossen. Das Grundkapital betrug seit dem 25.09.2009 somit 7.595.486,00 EUR.

Eine weitere Kapitalerhöhung erfolgte im Dezember 2009 auf der Basis des auf der Hauptversammlung der Biofrontera AG am 28. August 2009 gefassten Beschlusses zur Sicherung des Geschäftsbetriebes als voraussichtlich vorletzter Kapitalerhöhungsschritt. Zu diesem Zweck hat die Hauptversammlung der Biofrontera AG am 28. August 2009 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.868.314,00 durch Ausgabe von bis zu 2.868.314 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20.11.2009 auf Grund der ihnen erteilten Ermächtigungen die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung bestimmt und als Bezugspreis einen Betrag von EUR 2,50 pro Aktie festgelegt. Den Aktionären wurde das gesetzliche Bezugsrecht im Verhältnis 2:1 in der Weise gewährt, dass die Conrad Hinrich Donner Bank Aktiengesellschaft, Hamburg, zur Zeichnung und Übernahme der Bezugsaktien zugelassen wurde mit der Verpflichtung, sie den Inhabern von Bezugsrechten zu übertragen, soweit diese im Rahmen der Bezugsfrist ausgeübt werden. Die Bezugsfrist begann am 24.11.2009 und wurde am 15.12.2009 geschlossen. Dabei wurden insgesamt 800.000 Aktien gezeichnet und 2 Mio. EUR liquide Mittel eingenommen.

3. Risikomanagementsystem

Im Rahmen einer generellen Überarbeitung des bestehenden Risiko-managementsystems sind im Geschäftsjahr 2007 die Risikofelder und Berichtsintervalle stärker konkretisiert worden. Neben den üblichen Sicherheitsrisiken wurden insbesondere in den Geschäftsfeldern Produktportfolio und -entwicklung, Vertrieb und Wettbewerb, strategische Unternehmensentwicklung sowie Finanzen und Liquidität die Risiken deutlicher beschrieben und die Reportingmaßnahmen und mögliche Reaktionen darauf festgelegt. Aus den vorgegebenen Bereichen werden monatliche Statements erstellt und die möglichen Risiken aktuell kommentiert. Hierdurch werden Veränderungen sofort erkennbar. Innerhalb der regelmäßig stattfindenden Managementsitzungen nimmt das Risikomanagement einen festen Bestandteil ein, um Adjustierungen an den Parametern bei Veränderungen der Risikoträger unmittelbar berücksichtigen zu können. Bei der Risikoanalyse der strategischen Unternehmensentwicklung werden insbesondere die Konsequenzen der Vergabe von Vertriebsrechten als auch der möglichen Übernahme von Rechten an Produkten anderer Unternehmen betrachtet.

In 2008 wurde das Risikomanagementsystem umgesetzt und in der Weise integriert, dass die daraus resultierenden Ergebnisse dem Management bei der Umsetzung wichtiger Entscheidungen eine bedeutende Unterstützung geboten haben.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Die Biofrontera Gruppe ist bestrebt, ihre strategischen Ziele, insbesondere die Zulassung der Entwicklungsprodukte sowie die Identifizierung von Vertriebspartnern und den Aufbau des eigenen Pharmavertriebs umzusetzen. Durch die Marktnähe der führenden Produkte bietet sich der Gruppe die Chance auf schnelles Wachstum und sehr gute Profitabilität.

Neben den allgemeinen Unternehmensrisiken wie z.B. der Marktentwicklung oder des Wettbewerbsverhaltens sieht sich die Biofrontera Gruppe im Speziellen den für Pharma- und Biotechnologieunternehmen branchenüblichen Risiken ausgesetzt.

Für forschende Unternehmen der Pharmabranche gibt es trotz eines sorgfältig geplanten und wissenschaftlich fundierten Vorgehens keine Garantie, dass am Ende einer durchschnittlich sechs- bis zehnjährigen Entwicklung ein marktzugelassenes Medikament steht. Durch ausbleibende Erfolge in den einzelnen Entwicklungsstadien kann es zu zusätzlichen Kosten, Verzögerungen im Projektablauf oder gar einem endgültigen Abbruch des Projektes kommen. Dadurch besteht das Risiko, die eingesetzten Mittel nur teilweise oder überhaupt nicht durch Umsätze wieder generieren zu können.

Biofrontera begegnet diesem in ihrem Tätigkeitsgebiet nicht vermeidbaren Risiko erstens durch die sorgfältige Auswahl von Projekten mit vergleichsweise guter Erfolgschance, zweitens durch zeitnahe Projektberichterstattung im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Management-Board-Sitzungen und drittens durch Beratung durch den Aufsichtsrat. Hierdurch können die Risiken einzelner Projekte zeitnah beurteilt und durch kurzfristige, gezielte Maßnahmen bis hin zum Abbruch eines Projekts minimiert werden. Das Risiko einzelner Projekte wird durch den Aufbau eines Projektportfolios aufgefangen.

Ein mögliches Risiko besteht darin, dass sich die meisten Projekte der Biofrontera noch in der Entwicklungsphase befinden. Es bedarf bis zum Abschluss der pharmazeutischen Entwicklung von Arzneimitteln erheblicher zusätzlicher Investitionen. Daher müssen von der Biofrontera AG bis zum Erreichen der Break-Even-Schwelle im Falle des zwischenzeitigen Ausbleibens der Marktzulassung eines Entwicklungsprojekts zusätzliche liquide Mittel von den Gesellschaftern oder anderen Kapitalgebern eingeworben werden, um die Fortführung der Unternehmensgruppe langfristig zu sichern.

In diesem Zusammenhang besteht eine Gefährdung darin, dass die Entwicklungen der einzelnen Pharmaprodukte nicht vollumfänglich aus eigener Kraft fortgeführt werden können. Es ist möglich, dass es einige Zeit dauert, bis nach erfolgreichem Abschluss der Phase II finanzstarke Entwicklungspartner gefunden werden. Dies würde die Entwicklung und damit die Markteinführung neuer Produkte und den Aufbau eines breiten Medikamentenportfolios verzögern. Im äußersten Fall kann die Gesellschaft bei ausbleibenden Entwicklungserfolgen möglicherweise keine weiteren finanziellen Mittel einwerben und ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Durch ein breites Portfolio von Entwicklungsprojekten versucht sich das Unternehmen vor diesen Risiken abzusichern. Auch beim Scheitern eines Projekts vor der endgültigen Zulassung des geplanten Medikaments kann so auf andere vorhandene Arzneimittelkandidaten zurückgegriffen werden, um diese nach erfolgreicher Zulassung vertreiben zu können. Die Ausrichtung des Produktportfolios auf den gewählten Nischenmarkt der Dermatologie versetzt die Biofrontera Gruppe in die Lage, einen eigenen Vertrieb aufzubauen, da die Anzahl niedergelassener Fachärzte und auf Hautkrankheiten spezialisierter Kliniken im Vergleich zu anderen medizinischen Fachrichtungen sehr begrenzt ist und somit auch eine vergleichsweise kleine Vertriebseinheit mit überschaubarem Kostenaufwand signifikante Erfolge erzielen kann.

Aufgrund des schwierigen Finanzumfeldes ist es für Technologieunternehmen zunehmend schwerer geworden, das für die Entwicklung ihrer Produkte benötigte Kapital zu erhalten. Auch Biofrontera wurde von diesem Trend erfasst, was in 2008 zu einem deutlichen Rückgang des Aktienkurses geführt hat. Auch die Aufnahme von Kapital ist zunehmend schwieriger geworden. Trotzdem sind der Gesellschaft zwischen August 2008 und Dezember 2009 fünf Kapitalerhöhungen und der Verkauf eigener Wandelanleihen gelungen. Mit der Liquidität, die bei den Kapitalerhöhungen im September und im Dezember 2009 eingenommen wurde, sowie durch den vom Vorstand sicher erwarteten, weiteren Liquiditätszufluss aufgrund der geplanten Kapitalerhöhung Mitte 2010 von 2-4 Mio. EUR, ist nach Abschluss dieser weiteren Kapitalerhöhung der Erhalt des Unternehmens nach Ansicht des Vorstands überwiegend wahrscheinlich.

5. Ausblick

5.1 Budget

Die Biofrontera befindet sich in einer entscheidenden Phase der Entwicklung des führenden Projektes zur Behandlung von aktinischer Keratose, BF-200 ALA. Der letzte Patient der letzten Phase III-Studie hat im Juli 2009 die Studie verlassen, die Datenbank wurde im November 2009 geschlossen und die vorläufigen Ergebnisse vor Ende des Jahres 2009 erhalten. Die für die Zulassung erforderlichen Stabilitätschargen wurden bis zur Jahresmitte bei Grünenthal produziert, um die von den Behörden verlangten einjährigen Stabilitätsdaten gewinnen zu können. Nach den erfolgreichen Ergebnissen der Phase III-Vergleichsstudie von BF-200 ALA wird der Zulassungsprozess voraussichtlich das Jahr 2010 und die erste Jahreshälfte 2011 in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der klinischen Prüfungen sind die wichtigsten und teuersten Schritte auf dem Weg zur Zulassung von BF-200 ALA vorüber. Auch die geplanten klinischen Prüfungen aller anderen Produktkandidaten werden bereits in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Daher sanken die Forschungs- und Entwicklungskosten schon in der zweiten Jahreshälfte 2009 und werden noch deutlicher in 2010 drastisch sinken. Trotzdem können regelmäßige Umsätze aus dem BF-200 ALA Projekt erst nach der Zulassung, also ab 2011 erwartet werden. Die erforderliche Liquiditätszufuhr soll durch die Kapitalerhöhung im Dezember 2009 und den vom Vorstand sicher erwarteten, weiteren Liquiditätszufluss aufgrund der geplanten Kapitalerhöhung Mitte 2010 erreicht werden.

Weitere Liquidität kann möglicherweise durch die Verpartnerung von BF-200 ALA im Vorfeld der Zulassung erzielt werden, jedoch ist die Höhe der daraus resultierenden Upfront-Zahlungen schlecht kalkulierbar. Durch die Markteinführung der medizinischen Kosmetiklinie ab Herbst 2009 wird mittel- und langfristig ein signifikanter Umsatz und Gewinn für das Unternehmen erwartet, jedoch sind auch hier bei der Produkteinführung zunächst kostenintensive Marketingmaßnahmen nötig.

Durch die umgesetzte Restrukturierung der Wandelschuldverschreibung 2005/2010 (jetzt 2005/2012) wurde eine erhebliche Liquiditätsentlastung erreicht.

5.2 Finanzierung

Nachdem es 2009 bereits dreimal gelungen war, das Kapital der Gesellschaft zu erhöhen und liquide Mittel für das Unternehmen zu generieren, wurde ein weiterer voraussichtlich vorletzter Finanzierungsschritt im Dezember 2009 durchgeführt. Hieraus konnte ein Liquiditätszufluss von 2 Mio Euro inklusive Agio erzielt werden. Unter der Berücksichtigung des vom Vorstand sicher erwarteten, weiteren Liquiditätszuflusses aufgrund der geplanten Kapitalerhöhung Mitte 2010 von 2-4 Mio. EUR gilt nach Ansicht des Vorstands die Fortführung der Biofrontera-Gruppe als überwiegend wahrscheinlich. Die zwischenzeitlichen Bemühungen, einen Kredit, der durch eine Bürgschaft der öffentlichen Hand abgesichert ist, von einer lokalen Bank zu erhalten, werden derzeit nicht weiterverfolgt.

Daneben haben die Bemühungen im Bereich Business Development zu Möglichkeiten für separate Projektfinanzierungen geführt. Diese beruhen auf dem Glauben mancher Investoren, dass die Finanzierung einzelner Projekte weniger den Unwägbarkeiten des Kapitalmarktes ausgesetzt ist als die des gesamten Unternehmens. So werden derzeit insbesondere für die Migräneprophylaxe-Substanz BF-1 Optionen geprüft, die eine Finanzierung der klinischen Phase I/II Prüfung ermöglichen, um anschließend das eingesetzte Kapital durch einen raschen Verkauf zu realisieren.

5.3 Produktentwicklung:

Aufgrund der bereits aufgezeigten finanziellen Rahmenbedingungen wird sich die Gesellschaft darauf konzentrieren, die medizinische Kosmetiklinie am Markt zu etablieren und das am weitesten entwickelte Projekt BF-200 ALA zur Zulassung zu bringen. Aktivitäten bei den anderen Entwicklungskandidaten des Medikamentenportfolios werden so lange zurückgestellt, bis die langfristige Finanzierung des Unternehmens gesichert ist.

5.4 Vertrieb

Das Angebot hochwertiger medizinischer Kosmetika zur Basispflege von kranker oder strapazierter Haut bietet Biofrontera die Möglichkeit, kurzfristig Produkte am Markt einzuführen. Hierbei ist die von Biofrontera entwickelte und patentierte Trägersubstanz ein wesentlicher Baustein, der mit bekannten pflanzlichen Bestandteilen kombiniert werden kann. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Eigenschaften dieser Kombination einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung garantieren.

Die Unternehmensleitung ist überzeugt, durch die Positionierung als Spezialpharmaunternehmen und durch die bereits realisierten Kapitalbeschaffungsmaßnahmen und die in Vorbereitung befindliche Kapitalerhöhung von 2-4 Mio. EUR Mitte 2010 die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt zu haben. Die klinischen Entwicklungsprogramme, voran das BF-200 ALA Projekt, sollen schnellstmöglich weiter entwickelt werden. Derzeit bereitet die Biofrontera AG den Zulassungsantrag vor, der im Spätsommer 2010 eingereicht werden soll.

Leverkusen, den 07. Januar 2010

Biofrontera AG

Prof. Dr. Hermann Lübbert, Vorstandsvorsitzender

Werner Pehlemann, Finanzvorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008

Aktiva

in EUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 555.147,60 835.737,06
Immaterielle Vermögenswerte 1.741.613,21 1.747.434,41
Finanzanlagen 500,00 0,00
2.297.260,81 2.583.171,47
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.740,30 60.603,48
Wertpapiere 499.604,00 3.589.389,04
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 485.301,54 57.886,34
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 153.443,81 4.821.064,65
1.201.089,65 8.528.943,51
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.848,58 15.495,37
Ertragsteuererstattungsansprüche 110.549,28 483.817,23
Sonstige Vermögenswerte 123.971,10 181.668,67
255.368,96 680.981,27
1.456.458,61 9.209.924,78
Summe Aktiva 3.753.719,42 11.793.096,25
Passiva
in EUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.316.514,00 3.205.403,00
Kapitalrücklage 36.585.664,91 35.720.361,15
Sonstige Rücklagen 0,00 (213.655,36)
Verlustvortrag (44.901.912,08) (36.896.273,73)
Jahresfehlbetrag (15.086.533,91) (8.005.638,35)
(20.086.267,08) (6.189.803,29)
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 20.652.414,00 16.013.285,45
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 6.118,66 13.509,86
20.658.532,66 16.026.795,31
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.911.027,84 671.458,86
Kurzfristige Finanzschulden 546.583,76 444.974,96
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 175.735,67 12.986,81
2.633.347,27 1.129.420,63
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Ertragsteuerrückstellungen 0,00 250.000,00
Sonstige Rückstellungen 523.892,30 443.315,82
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 24.214,27 66.975,66
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 0,00 66.392,12
548.106,57 826.683,60
3.181.453,84 1.956.104,23
Summe Passiva 3.753.719,42 11.793.096,25

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für 2008

in EUR 1.1.-31.12.2008 1.1.-31.12.2007
Umsatzerlöse 351.260,79 138.828,63
Umsatzkosten (55.862,76) (124.945,77)
Bruttoergebnis vom Umsatz 295.398,03 13.882,86
Betriebliche Aufwendungen:
Forschungs- und Entwicklungskosten (6.370.194,92) (3.442.219,37)
Allgemeine Verwaltungskosten (2.444.206,79) (2.585.993,37)
(8.814.401,71) (6.028.212,74)
Verlust aus der betrieblichen Tätigkeit (8.519.003,68) (6.014.329,88)
Sonstige Erträge (Aufwendungen):
Finanzergebnis (6.800.143,10) (1.937.556,83)
Sonstige Erträge (Aufwendungen), netto 232.612,87 (53.751,64)
(6.567.530,23) (1.991.308,47)
Ergebnis vor Ertragsteuern (15.086.533,91) (8.005.638,35)
Ertragsteuern 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag (15.086.533,91) (8.005.638,35)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (4,65) (2,50)

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2008

Vgl. Anhang (9) Stammaktien Anzahl Gezeichnetes Kapital

EUR
Eigene Aktien

EUR
SALDO zum 31. Dezember 2006 3.205.403 3.205.403,00 0,00
Fehlerkorrektur nach IAS 8 0 0,00 0,00
SALDO zum 1. Januar 2007 3.205.403 3.205.403,00 0,00
Platzierung der Mehrzuteilungsoption 0 0,00 0,00
Wandlung von Wandelschuldverschreibungen (2005/2010) 0 0,00 0,00
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 0,00 0,00
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 0 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag 0 0,00 0,00
Gesamtes Periodenergebnis 0 0,00 0,00
SALDO zum 31. Dezember 2007 3.205.403 3.205.403,00 0,00
Platzierung der Mehrzuteilungsoption 111.111 111.111,00 0,00
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 0,00 0,00
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 0 0,00 0,00
Jahresfehlbetrag 0 0,00 0,00
Gesamtes Periodenergebnis 0 0,00 0,00
SALDO zum 31. Dezember 2008 3.316.514 3.316.514,00 0,00
Vgl. Anhang (9) Kapitalrücklage

EUR
Sonstige Rücklagen

EUR
Bilanzverlust

EUR
Gesamt

EUR
SALDO zum 31. Dezember 2006 32.630.259,78 8.846,65 (36.670.672,46) (826.163,03)
Fehlerkorrektur nach IAS 8 225.601,27 0,00 (225.601,27) 0,00
SALDO zum 1. Januar 2007 32.855.861,05 8.846,65 (36.896.273,73) (826.163,03)
Platzierung der Mehrzuteilungsoption 2.861.685,10 0,00 0,00 2.861.685,10
Wandlung von Wandelschuldverschreibungen (2005/2010) 2.815,00 0,00 0,00 2.815,00
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0,00 (222.502,01) 0,00 (222.502,01)
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 0,00 (222.502,01) 0,00 (222.502,01)
Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 (8.005.638,35) (8.005.638,35)
Gesamtes Periodenergebnis 0,00 (222.502,01) (8.005.638,35) (8.228.140,36)
SALDO zum 31. Dezember 2007 35.720.361,15 (213.655,36) (44.901.912,08) (6.189.803,29)
Platzierung der Mehrzuteilungsoption 865.303,76 0,00 0,00 976.414,76
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliederte Wertminderungen
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0,00 213.655,36 0,00 213.655,36
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 0,00 213.655,36 0,00 213.655,36
Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 (15.086.533,91) (15.086.533,91)
Gesamtes Periodenergebnis 0,00 213.655,36 (15.086.533,91) (14.872.878,55)
SALDO zum 31. Dezember 2008 36.585.664,91 0,00 (59.988.445,99) (20.086.267,08)

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2008

Vgl. Anhang (24) 2008

EUR
2007

EUR
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit:
Jahresfehlbetrag (15.086.533,91) (8.005.638,35)
Anpassungen zur Überleitung des Jahresfehlbetrags zum Cashflow in die betriebliche Tätigkeit:
Finanzergebnis 6.800.143,10 1.937.556,83
Abschreibungen 525.414,26 566.014,01
(Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten 1.311,31 2.071,26
Zahlungsunwirksame Bestandteile des Finanzergebnisses (5.568.807,41) (970.724,85)
Veränderungen der betrieblichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.136,82) (33.902,61)
Sonstige Vermögenswerte und Ertragsteueransprüche 3.550,32 80.436,67
Vorräte (5.353,21) 522,05
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.239.568,98 282.736,07
Rückstellungen (169.423,52) 99.094,33
Sonstige Verbindlichkeiten 96.356,74 (617.584,81)
Netto-Cashflow in die betriebliche Tätigkeit (12.165.910,16) (6.659.419,40)
Cashflows aus der Investitionstätigkeit:
Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (240.314,91) (344.699,97)
Kauf der Komplementäranteile an der Biofrontera Licensing AG & Co. KG (500,00) 0,00
Erhaltene Zinsen 431.958,26 643.252,59
(Wertpapierkäufe)/Wertpapierverkäufe 3.303.440,40 (1.787.787,18)
Netto-Cashflow aus der (in die) Investitionstätigkeit 3.494.583,75 (1.489.234,56)
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit:
Einzahlungen aus der Ausgabe von Aktien 976.414,76 2.864.500,10
Gezahlte Zinsen (1.663.293,95) (1.610.084,57)
Erhöhung/(Verminderung) der langfristigen Finanzschulden 4.639.128,55 1.071.122,45
Erhöhung/(Verminderung) der kurzfristigen Finanzschulden 101.608,80 (8.803,21)
Erhöhung/(Verminderung) der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand (50.152,59) (66.975,66)
Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.003.705,57 2.249.759,11
Nettozunahme (-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (4.667.620,84) (5.898.894,85)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 4.821.064,65 10.719.959,50
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 153.443,81 4.821.064,65
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode:
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 153.443,81 4.821.064,65

Konzernanhang für 2008

Informationen zum Unternehmen

Die Biofrontera AG (www.biofrontera.com) mit Firmensitz im Hemmelrather Weg 201, 51377 Leverkusen, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln, Abteilung B unter der Nr. 49717, und ihre 100 %igen Tochtergesellschaften Biofrontera Bioscience GmbH, Biofrontera Pharma GmbH sowie Biofrontera Licensing AG & Co. KG erforschen, entwickeln und vertreiben dermatologische Produkte. Hierbei ist der Fokus gerichtet auf die Entdeckung, die Entwicklung und den Vertrieb von dermatologischen Arzneimitteln und dermatologisch geprüften Kosmetika zur Behandlung und Pflege erkrankter Haut. Dieses Ziel verfolgt die Biofrontera AG (nachfolgend die „Biofrontera Gruppe“ oder die „Gesellschaft“ genannt) mit Ihren Töchtern.

Das vorhandene dermatologische Portfolio ist im Hinblick auf das Risikoprofil und die mittelfristigen Ertragschancen optimal auf die Gesellschaft ausbalanciert worden. Die Biofrontera Gruppe entwickelt derzeit vier Arzneimittel, drei in der Dermatologie und eines für Migräne-Prophylaxe.

Dieses letztgenannte Produkt soll unter Schonung der vorhandenen liquiden Mittel dahingehend entwickelt werden, dass eine wirtschaftlich lukrative Auslizensierung oder ein Verkauf möglich wird. Das Augenmerk der eigenen Forschung wurde zunehmend auf den Ausbau des präklinischen Portfolios gelegt.

Für das führende Projekt BF-200 ALA wurde 2007 eine klinische Phase II-Studie in der Indikation aktinische Keratose mit sehr guter Wirkung abgeschlossen und bereits zwei Phase III-Studien gestartet. Zusätzlich zu der 2007 gestarteten Phase III-Studie, bei der die Patientenrekrutierung im März 2008 beendet werden konnte und Ende 2008 vorläufige Ergebnisse vorlagen, wurde im April 2008 eine weitere Phase III-Studie gestartet, bei der BF-200 ALA mit einer Standardmedikation verglichen wird. BF-200 ALA hatte in vier Phase II Studien bereits vorher gute Ergebnisse bei der Behandlung von Genitalwarzen sowie Basalzellkarzinomen und Vulvaneoplasien gezeigt. Die bisherigen Ergebnisse übertreffen die Erwartungen und untermauern die Vertriebs- und Lizenzplanungen. BF-200 ALA ist eine Kombination des Wirkstoffs Aminolävulinsäure (ALA) mit einer Nanoemulsion (BF-200), durch die ALA chemisch stabilisiert wird und gute Hautpenetrationseigenschaften erhält.

Für das zweite Projekt (BF-derm1) wurde 2006 der zweite Zwischenbericht einer dreiteiligen Phase II Studie herausgegeben. Dieser Bericht bestätigte die gute Wirkung des Medikaments. 2008 wurde die Rekrutierung der Patienten für den dritten und letzten Teil der Studie abgeschlossen, vorläufige Ergebnisse werden in Q2 2009 erwartet.

BF-37, das dritte Projekt, wurde 2007 im Rahmen von zwei klinischen Phase II Prüfungen gegen atopische Dermatitis und Schuppenflechte getestet. Wie vorgesehen wurden alle Patienten in diesen Studien 2007 und 2008 behandelt, ein vorläufiger Bericht für die Studie bei atopischer Dermatitis wurde 2008 mitgeteilt, derjenige für die Schuppenflechte wird in Q2 2009 erwartet. BF-37 ist eine Creme mit der Wirksubstanz Riluzol, die als Tablette bereits für Amyotrophe Lateralsklerose zugelassen ist.

Das vierte Projekt (BF-1) ist eine neuartige Substanz, die für Migräneprophylaxe eingesetzt werden soll. Die Substanz wurde gegen Ende des Jahres 2006 erstmalig gesunden Menschen verabreicht, sowohl durch intravenöse Injektion als auch in Tablettenform. Die Ergebnisse dieser Studie wurden der Gesellschaft Anfang 2007 mitgeteilt. Sie zeigen, dass die Substanz fast vollständig im Darm aufgenommen und erst nach etwa zwei Tagen zu 50 % abgebaut oder ausgeschieden wird. Diese Ergebnisse stellen hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung der Substanz zur Verabreichung in Form einer Tablette dar. Da dieses Projekt zwar ein enormes Marktpotential besitzt, aber nicht in den Bereich Dermatologie fällt, soll es spätestens nach Abschluss der klinischen Phase II-Studien auslizenziert werden.

Eine Reihe von Arzneimittelkandidaten befindet sich im Forschungsstadium. Diese neuen, aus Mikroorganismen gewonnenen Substanzen wurden basierend auf ihrer Fähigkeit zur Hemmung von Entzündungsreaktionen ausgewählt. Hier bedarf es noch weiterer Untersuchungen in Zellkultur und am Tier und möglicherweise chemischer Veränderungen, bevor diese Substanzen am Menschen getestet werden können.

Der Vorstand der Biofrontera AG wird den aktualisierten Konzernabschluss 2008 voraussichtlich im März 2010 zur Veröffentlichung freigeben.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie nach der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 in der Europäischen Union (EU) ab 2005 anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, herausgegebenen und zum Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2008, bereits in Kraft getretenen und von Biofrontera angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Die Vermögenswerte und Schulden werden nach denjenigen IFRS angesetzt und bewertet, die zum 31. Dezember 2008 verpflichtend zu beachten sind.

Im Oktober und November 2008 hat das IASB Änderungen zum IAS 39 („Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“) sowie zum IFRS 7 („Finanzinstrumente: Angaben“) veröffentlicht, wodurch es Unternehmen ermöglicht wird, unter außergewöhnlichen Umständen finanzielle, zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte in gehaltene Schuldtitel und Forderungen umzugliedern, wenn diese die Voraussetzungen für den Ausweis als gehaltene Schuldtitel und Forderungen erfüllen. Im Biofrontera-Konzern wurden in 2008 keine Reklassifizierungen aufgrund dieser Änderungen vorgenommen.

Die im Juni 2007 von der EU in europäisches Recht übernommene Interpretation IFRIC 11 („IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen“) regelt, dass aktienbasierte Vergütungen für erhaltene Güter oder Dienstleistungen (z.B. von Mitarbeitern) als durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen zu bilanzieren sind, unabhängig davon, ob das Unternehmen die Eigenkapitalinstrumente hierfür freiwillig erwirbt oder zum Erwerb gezwungen ist. Darüber hinaus regelt IFRIC 11, wie die Ausgabe von Eigenkapitaltiteln des Mutterunternehmens an Mitarbeiter von Tochterunternehmen zu bilanzieren ist.

Im Juli 2007 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 14 („IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung“) herausgegeben, in der die Bilanzierung des Planvermögens, das die Pensionsverpflichtung übersteigt, als Vermögenswert geregelt wird.

Mangels entsprechender Sachverhalte haben die beiden letztgenannten Interpretationen keinen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie der Biofrontera-Konzerns.

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Biofrontera AG wurden noch nicht vollständig analysiert, so dass die zu erwartenden Effekte, wie sie am Fuße der folgenden Tabelle dargestellt sind, lediglich eine erste Einschätzung darstellen:

Standard Interpretation FN Anzuwenden für Geschäftsjahre ab Geplante erstmalige Anwendung ab
IFRS 1 First Time Adoption of IFRS (Ergänzung) 1,3 01. Januar 09 01. Januar 09
IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Ergänzung) 1 01. Januar 09 01. Januar 09
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 1,3 01. Juli 09 01. Januar 10
IFRS 8 Operative Segmente 2 01. Januar 09 01. Januar 09
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 1 01. Januar 09 01. Januar 09
IAS 23 Fremdkapitalkosten (überarbeitet) 1 01. Januar 09 01. Januar 09
Standard Interpretation FN Anzuwenden für Geschäftsjahre ab Geplante erstmalige Anwendung ab
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 1,2,3 01. Juli 09 01. Januar 10
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (überarbeitet) 1,3 01. Januar 09 01. Januar 09
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren (Ergänzung) 1,3 01. Juli 09 01. Januar 10
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Neuklassifikation finanzieller Vermögenswerte (Ergänzung) 1,3 01. Juli 08 01. Januar 09
IFRIC 12 Service Concession Arrangements 1,3 01. Januar 08 01. Januar 09
IFRIC 13 Customer Loyalty Programmes 1 01. Juli 08 01. Januar 09
IFRIC 15 Agreements for the Construction of Real Estate 1,3 01. Januar 09 01. Januar 09
IFRIC 16 Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation 1,3 01. Oktober 08 01. Januar 09
IFRIC 17 Distribution of Non-Cash Assets to Owners 1,3 01. Juli 09 01. Januar 10
IFRIC 18 Transfers of Assets from Customers 1,3 01. Juli 09 01. Januar 10

FN 1 Es werden keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

FN 2 Es werden vor allem zusätzliche / modifizierte Anhangsangaben zum Konzernabschluss erwartet.

FN 3 Verlautbarung des IASB / IFRIC war zum Abschluss-Stichtag noch nicht von der EU übernommen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Der Konzernabschluss wird in EUR bzw. TEUR aufgestellt.

Die Biofrontera Gruppe stellt kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten gemäß IAS 1.51 in der Bilanz als getrennte Gliederungsgruppen dar, die im Anhang zum Konzernabschluss z. T. zusätzlich nach ihren jeweiligen Laufzeiten untergliedert sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Bei diesem Berichtsformat werden die Nettoumsatzerlöse den zur Erzielung dieser Umsatzerlöse entstandenen Aufwendungen, untergliedert in Umsatzkosten, allgemeine und administrative sowie Forschungs- und Entwicklungskosten, gegenübergestellt.

Der Konzernabschluss enthält keine Segmentinformationen, da keine berichtspflichtigen Geschäfts- oder geografischen Segmente identifiziert wurden.

Auf Grund der besonderen Bedeutung der Forschungs- und Entwicklungskosten werden diese als gesonderte Gliederungsgruppe in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der Muttergesellschaft, Biofrontera AG, und der Gesellschaften mit Ausnahme der Biofrontera Licensing AG & Co. KG einbezogen, an denen die Muttergesellschaft eine direkte Mehrheit der Stimmrechte oder die Möglichkeit der Beherrschung hat. Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen:

1. Biofrontera Bioscience GmbH, Leverkusen, mit einer direkten Beteiligungsquote von 100 %

2. Biofrontera Pharma GmbH, Leverkusen, mit einer direkten Beteiligungsquote von 100 %.

Die Grundlage für die Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften waren die nach einheitlichen Grundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse (bzw. HBII nach IFRS) zum 31. Dezember 2008 dieser Unternehmen. Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (IFRS) aufgestellt.

Die Tochtergesellschaften werden vom Zeitpunkt des Erwerbs an voll konsolidiert. Der Zeitpunkt des Erwerbs ist dabei der Zeitpunkt, zu dem die Muttergesellschaft die Beherrschung dieser Konzerngesellschaften erlangt. Die Tochterunternehmen werden solange in den Konzernabschluss einbezogen, bis die Beherrschung dieser Unternehmen nicht mehr vorliegt.

Beim Tochterunternehmen Biofrontera Licensing AG & Co. KG, Leverkusen, hat die Biofrontera AG aufgrund der gesellschaftsvertraglichen Regelungen die Möglichkeit des herrschenden Einflusses. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde dieses Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2008 jedoch nicht konsolidiert.

Aufgrund ihres vom Geschäftsjahr der Biofrontera AG abweichenden Geschäftsjahres wurde von der Biofrontera Bioscience GmbH ein Zwischenabschluss (HB II) auf den 31. Dezember 2008 aufgestellt.

Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse wurden nicht realisiert.

Umrechnung von Fremdwährungen

Der Konzernabschluss wird in EUR (bzw. TEUR), der funktionalen Währung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, des Konzerns und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.

Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem EUR abgewickelt werden, werden mit dem aktuellen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Vermögenswerte und Schulden werden an jedem Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umbewertet. Gewinne und Verluste, die sich aus einer solchen Umrechnung ergeben, werden erfolgswirksam erfasst.

Verwendung von Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die sich auf die ausgewiesene Höhe des Vermögens und der Verbindlichkeiten sowie der Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Starke Abweichungen aufgrund solcher Schätzungen sind im Konzernabschluss Biofrontera nicht zu erwarten.

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Hinblick auf Transaktionen mit Gesellschaftern, insbesondere im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen und der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Anhangsangabe „Eigenkapital“.

Im Hinblick auf die Ausgabe von Aktienoptionsrechten und Wandelschuldverschreibungen an Mitarbeiter der Biofrontera Gruppe verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum „Aktienoptionsplan“ in Anhangangabe „Eigenkapital“ (Nr. 9).

Im Hinblick auf die Vergütung der Vorstandsmitglieder verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Anhangsangabe „Mitglieder des Vorstands“.

Im Hinblick auf die Vergütung des Aufsichtsrats verweisen wir auf unsere Erläuterungen in Anhangsangabe „Mitglieder des Aufsichtsrats“.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Betriebs- und Geschäftsausstattung wird gemäß IAS 16 zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert.

Abschreibungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden im Allgemeinen linear über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte (in der Regel zwischen drei und dreizehn Jahre) vorgenommen. Die wesentlichen Nutzungsdauern betragen unverändert:

· EDV-Geräte - 3 Jahre, linear

· Betriebs- und Geschäftsausstattung - 4 Jahre, linear

· Büro- und Laboreinrichtung - 10 Jahre, linear

· Laborgeräte - 13 Jahre, linear

Geringwertige Vermögenswerte mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden ab 01.01.2008 im Anschaffungsjahr auf einem Sammelposten für das jeweilige Jahr gebucht, der über 5 Jahre vollständig abgeschrieben wird.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten angesetzt und über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte bestehen aus erworbenen Lizenzen und sonstigen Rechten. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Lediglich von Dritten erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden aktiviert, da die Voraussetzungen für die Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten nicht erfüllt wurden. Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert und grundsätzlich linear über die geschätzte Nutzungsdauer zwischen 4 und 10 Jahren abgeschrieben.

Entsprechend IAS 23.7 werden Fremdkapitalkosten nicht als Bestandteil der Anschaffungskosten der erworbenen Vermögenswerte, sondern als Aufwand der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Wertminderung von Vermögenswerten

Die Gesellschaft überprüft Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Die Erzielbarkeit von zur Nutzung gehaltenen Vermögenswerten wird bewertet, indem ein Vergleich des Buchwertes eines Vermögenswertes mit den künftigen, erwartungsgemäß aus dem Vermögenswert generierten Cashflows vorgenommen wird. Wird ein solcher Vermögenswert als wertgemindert betrachtet, wird die erfasste Wertminderung mit dem Betrag bewertet, um den der Buchwert des Vermögenswertes dessen beizulegenden Zeitwert übersteigt. Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, werden zum niedrigeren Wert aus dem Buchwert oder dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ausgewiesen.

Finanzinstrumente

Die von der Biofrontera Gruppe am Bilanzstichtag gehaltenen Finanzinstrumente setzen sich hauptsächlich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Finanzinvestitionen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden zusammen. Biofrontera setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente ein. Auf Grund der kurzen Laufzeiten der kurzfristigen Finanzinvestitionen und der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die Buchwerte den Marktwerten. Die kurzfristigen Finanzinvestitionen sind der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet, die übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorie „Kredite und Forderungen“. Die Finanzschulden werden anhand der Effektivzinsmethode abzüglich eigener Anteile bewertet.

Die Biofrontera Gruppe war am Bilanzstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Finanzinvestitionen wurden in Euro durchgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in Fremdwährung lauten, sind von untergeordneter Bedeutung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig bezüglich eines potentiellen Ausfallrisikos überprüft.

Biofrontera hat das aufgrund der Finanzmarktkrise erhöhte Ausfallrisiko in der Bilanz berücksichtigt. Bei der Auswahl der kurzfristigen Kapitalanlagen werden verschiedene Sicherungskriterien zugrunde gelegt (z.B. Rating, Kapitalgarantie, Sicherung durch den Einlagensicherungsfond). Aufgrund der Auswahlkriterien sowie der laufenden Überwachung der Kapitalanlagen sieht Biofrontera kein unberücksichtigtes Ausfallrisiko in diesem Bereich. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge stellen grundsätzlich das maximale Ausfallrisiko dar.

Die Überwachung und Steuerung der Liquidität erfolgt auf Basis einer kurz- und langfristigen Unternehmensplanung. Liquiditätsrisiken werden frühzeitig anhand der Simulation von verschiedenen Szenarien erkannt. Die laufende Liquidität wird auf Tagesbasis erfasst und überwacht. Die Liquidität der Gesellschaft ist über den 31. Dezember 2010 hinaus gesichert, wenn die für das Jahr 2009 eingeleiteten Kapitalbeschaffungsmaßnahmen wie erwartet erfolgreich umgesetzt werden können.

Zum 31. Dezember 2008 hält Biofrontera mit Ausnahme der in 2005 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen keine Finanzpositionen, die einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt sind. Das Zinsrisiko aus den begebenen Wandelschuldverschreibungen resultiert aus der allgemeinen Marktentwicklung. Da die jährlichen Zinsraten über die Vertragsperiode festgeschrieben sind, wird Biofrontera mit dem Risiko fallender Marktzinssätze konfrontiert. Das Risiko wird jedoch vom Management so eingeschätzt, dass Zinssicherungsmaßnahmen nicht erforderlich sind.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die Gesellschaft klassifiziert die als kurzfristige Finanzinvestition gehaltenen Aktien als „zur Veräußerung verfügbar“. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Wert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst werden bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird oder wertgemindert ist. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Übersteigt der Buchwert der von der Gesellschaft gehaltenen einzelnen Wertpapiere deren Marktwert über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten, wird eine mehr als vorübergehende Wertminderung auf Grundlage des Marktwertes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Marktpreisen angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach dem First-in-First-out-Verfahren (FIFO) ermittelt. Auf den Warenbestand wird zum Bilanzstichtag eine Wertberichtigung vorgenommen, wenn der beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Ihrem Nominalwert ausgewiesen. Forderungen, die auf fremde Währung lauten, wurden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet und etwaige Umrechnungsdifferenzen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie kurzfristig verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Kontokorrentkredite

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus Kontokorrenten sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Aufgrund des kurzfristigen Charakters gibt der ausgewiesene Buchwert den beizulegenden Zeitwert wieder. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursverluste und –gewinne werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führen und sich die Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt.

Aktienoptionen

Aktienoptionen (aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente) werden mit dem Marktwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Der Marktwert der Verpflichtung wird als Personalaufwand über den Erdienungszeitraum angesetzt. Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich werden als Verbindlichkeit angesetzt und mit dem Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Aufwendungen werden über den Erdienungszeitraum erfasst. Der Marktwert aktienbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich und solcher mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente wird grundsätzlich unter Anwendung international anerkannter Bewertungsverfahren bestimmt, soweit der beizulegende Zeitwert dieser aktienbasierten Vergütungen verlässlich ermittelt werden kann.

Wandelschuldverschreibung

In Übereinstimmung mit IAS 32 werden Wandelschuldverschreibungen als zusammengesetzte Finanzinstrumente klassifiziert, die einen Schuldtitel mit einer eingebetteten Wandeloption darstellen. Der Emittent eines solchen Finanzinstruments, das sowohl eine Verbindlichkeiten- als auch eine Eigenkapitalkomponente enthält, ist verpflichtet, die Verbindlichkeitenkomponente und die Eigenkapitalkomponente in der Bilanz getrennt von dem ursprünglich erfassten Finanzinstrument darzustellen. Bei Beginn entspricht der Marktwert der Verbindlichkeitenkomponente dem Barwert der vertraglich festgelegten künftigen Cashflows, die zum marktgängigen Zinssatz abgezinst werden, der zu diesem Zeitpunkt für Finanzinstrumente gültig ist, die einen vergleichbaren Kreditstatus haben und die bei gleichen Bedingungen zu im Wesentlichen den gleichen Cashflows führen, bei denen aber keine Tauschoption vorliegt. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Verbindlichkeit wird ausgebucht, sofern die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Das Eigenkapitalinstrument besteht aus der eingebetteten Option auf Wandlung der Verbindlichkeit in Eigenkapital des Emittenten. Der Marktwert der Option umfasst ihren Zeitwert und gegebenenfalls ihren inneren Wert. Der innere Wert einer Option oder eines anderen derivativen Finanzinstrumentes besteht, sofern gegeben, im Unterschiedsbetrag zwischen dem Marktwert des Basisobjektes und dem vertraglich festgelegten Preis, zu dem das Basisobjekt erworben, emittiert, verkauft oder getauscht werden soll. Der Zeitwert eines derivativen Finanzinstrumentes besteht in seinem Marktwert abzüglich seines inneren Wertes. Der Zeitwert wird durch die Länge des restlichen Zeitraumes bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Verfall des derivativen Finanzinstrumentes bestimmt.

Wird die Wandelschuldverschreibung durch frühzeitige Rücknahme oder frühzeitigen Rückkauf, bei dem die ursprünglichen Wandlungsrechte unverändert bestehen bleiben, vor seiner Fälligkeit getilgt, werden das entrichtete Entgelt und alle Transaktionen für den Rückkauf oder die Rücknahme zum Zeitpunkt der Transaktion der Schuld- und Eigenkapitalkomponente des Instruments zugeordnet. Die Methode zur Verteilung der entrichteten Entgelte und Transaktionskosten auf die beiden Komponenten ist mit der identisch, die bei der ursprünglichen Verteilung der bei der Emission der Anleihe vereinnahmten Erlöse angewandt wurde.

Ertragsteuern

Biofrontera bilanziert latente Steuern nach IAS 12 für Bewertungsunterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichem Wertansatz. Latente Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst – Ansprüche aus latenten Steuern nur insoweit wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Nutzung der Ansprüche zur Verfügung stehen. Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht bilanzierte latente Ertragsteueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag neu beurteilt und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftige zu versteuernde Ergebnisse die Realisierung des latenten Steueranspruches gestatten.

Latente Steuerverbindlichkeiten und latente Steueransprüche werden miteinander verrechnet, wenn ein Recht auf Aufrechnung besteht und sie von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Laufende Steuern werden auf der Grundlage von steuerlichen Einkünften der Gesellschaft für die Periode berechnet. Es werden dabei die zum Bilanzstichtag gültigen Steuersätze der jeweiligen Gesellschaft zugrunde gelegt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis pro Aktie errechnet sich nach IAS 33 („earnings per share“) mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Jahres ausstehenden Aktien.

Leasing

Die abgeschlossenen Leasingverträge werden entweder als „finance lease“ oder als „operating lease“ qualifiziert. Soweit beim Leasinggeber alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Konzern als Leasingnehmer übergegangen sind, wird ihm das wirtschaftliche Eigentum zugerechnet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben ausschließlich als „operating lease“ qualifizierte Verträge abgeschlossen. Die laufenden Leasingraten werden in diesem Fall bei Anfall aufwandswirksam erfasst.

Umsatzrealisierung

Die Gesellschaft erfasst Erträge in Übereinstimmung mit IAS 18, wenn der Ertragsprozess abgeschlossen ist und die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Kunden übertragen wurden. Bislang wurden keine wesentlichen Erträge erzielt.

Aufwendungen/Zuschüsse für Forschung und Entwicklung

Die Kosten für die Forschung und Entwicklung werden nach IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ bilanziert. Die Forschungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Die Entwicklungskosten werden unter bestimmten Voraus-setzungen in Abhängigkeit von dem möglichen Ergebnis der Entwicklungsaktivitäten aktiviert.

Die Einschätzung dieses möglichen Ergebnisses erfordert wesentliche Annahmen durch die Geschäftsleitung. Nach Auffassung der Geschäftsleitung sind die gemäß IAS 38.57 „Immaterielle Vermögenswerte“ vorgeschriebenen Kriterien für den Ansatz von Entwicklungskosten als Vermögenswerte auf Grund des Zulassungsverfahrens und anderer Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte durch die Biofrontera Gruppe erst dann erfüllt, wenn die Gesellschaft die Zulassung für das Produkt erhalten hat und es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Bis heute wurde keines der Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Gesellschaft zugelassen. Daher werden die Forschungs- und Entwicklungskosten als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden keine Zuschüsse (2007; TEUR 680) gewährt, welche mit den im Geschäftsjahr 2008 angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten hätten entsprechend IAS 20.12 verrechnet werden können.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008 ist unter Angabe der kumulierten Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt. Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Büro- und Geschäftsausstattung sowie Laboreinrichtungen.

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2008 resultierten im Wesentlichen aus dem Erwerb von Nutzungsrechten (TEUR 207; 2007: TEUR 0) sowie aus dem notwendigen Ersatz von Laboreinrichtung (TEUR 11; 2007:TEUR 136) und EDV-Ausstattung (TEUR 19; 2007: TEUR 118).

Aufgrund der im Dezember 2008 durchgeführten Inventur des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte (insbesondere Software) ergaben sich Anlagenabgänge zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 9 (2007: 292 TEUR).

Aufgrund des durch Barzahlung erfolgten Erwerbs der Komplementäranteile an der neu gegründeten Biofrontera Licensing AG & Co. KG, Leverkusen, waren zum 31. Dezember 2008 die Anschaffungskosten von EUR 500,00 als Finanzanlagen zu bilanzieren.

Konzern-Anlagenspiegel für 2008

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Januar 2008

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31. Dez. 2008

EUR
--- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
1. Betriebs-u. Geschäftsstattung 4.697.926,30 32.843,11 9.248,50 4.721.520,91
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software und Lizenzen 1.009.523,23 0,00 0,00 1.009.523,23
2. Nutzungsrechte 2.236.101,65 207.471,80 0,00 2.443.573,45
3.245.624,88 207.471,80 0,00 3.453.096,68
III. Finanzanlagen
1. Anteil an verbundene Unternehmen 0,00 500,00 0,00 500,00
7.943.551,18 240.814,91 9.248,50 8.175.117,59
Kummulierte Abschreibungen
1. Januar 2008

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31. Dez. 2008

EUR
--- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
1. Betriebs-u. Geschäftsstattung 3.862.189,24 312.121,26 7.937,19 4.166.373,31
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software und Lizenzen 828.653,53 26.913,00 0,00 855.566,53
2. Nutzungsrechte 669.536,94 186.380,00 0,00 855.916,94
1.498.190,47 213.293,00 0,00 1.711.483,47
III. Finanzanlagen
1. Anteil an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.360.379,71 525.414,26 7.937,19 5.877.856,78
Buchwerte
31. Dez. 2008

EUR
31. Dez. 2007

EUR
--- --- ---
I. Sachanlagen
1. Betriebs-u. Geschäftsstattung 555.147,60 835.737,06
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software und Lizenzen 153.956,70 180.869,70
2. Nutzungsrechte 1.587.656,51 1.566.564,71
1.741.613,21 1.747.434,41
III. Finanzanlagen
1. Anteil an verbundene Unternehmen 500,00 0,00
2.297.260,81 2.583.171,47

Konzernanlagenspiegel für 2007

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2007

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31. Dez. 2007

EUR
--- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
1. Betriebs-u. Geschäftsstattung 4.641.812,58 283.511,58 227.397,86 4.697.926,30
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software und Lizenzen 1.012.854,30 61.188,39 64.519,46 1.009.523,23
2. Nutzungsrechte 2.236.101,65 0,00 0,00 2.236.101,65
3.248.955,95 61.188,39 64.519,46 3.245.624,88
7.890.768,53 344.699,97 291.917,32 7.943.551,18
Kummulierte Abschreibungen
1. Jan. 2007

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31. Dez. 2007

EUR
--- --- --- --- ---
I. Sachanlagen
1. Betriebs-u. Geschäftsstattung 3.716.141,83 371.374,01 225.326,60 3.862.189,24
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software und Lizenzen 858.653,99 34.519,00 64.519,46 828.653,53
2. Nutzungsrechte 509.415,94 160.121,00 0,00 669.536,94
1.368.069,93 194.640,00 64.519,46 1.498.190,47
5.084.211,76 566.014,01 289.846,06 5.360.379,71
Buchwerte
31. Dez. 2007

EUR
31. Dez. 2006

EUR
--- --- ---
I. Sachanlagen
1. Betriebs-u. Geschäftsstattung 835.737,06 925.670,75
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software und Lizenzen 180.869,70 154.200,31
2. Nutzungsrechte 1.566.564,71 1.726.685,71
1.747.434,41 1.880.886,02
2.583.171,47 2.806.556,77

2 Vorräte

Die Vorräte umfassen Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die in Zusammenhang mit den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Biofrontera Gruppe verwendet werden.

In 2008 wurden TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 2) für den Verbrauch der Vorräte als Aufwand erfasst.

3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen im Wesentlichen auf den Verkauf der Nanoemulsion und den damit zusammenhängenden erbrachten Leistungen für Qualitätssicherheit. Es wird erwartet, dass sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag beglichen werden. Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen wurden nicht gebildet. Der Grund hierfür besteht darin, dass das Kreditausfallrisiko als sehr gering angesehen wird. Überfällige Forderungen lagen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 0 (2007: TEUR 7) vor, zum Zeitpunkt der Beendigung der Erstellung des Konzernabschlusses waren hiervon keine Forderungen offen.

4 Sonstige finanzielle und sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen sonstige Forderungen, welche aus Verkäufen im eigenen Bestand gehaltener Wandelschuldverschreibungen der Biofrontera AG resultieren (TEUR 427; 2007: TEUR 0) sowie Umsatzsteuererstattungsansprüche (TEUR 124; 2007: TEUR 182).

5 Ertragsteuererstattungsansprüche

Es handelt sich hierbei um Steuererstattungsansprüche aufgrund der einbehaltenen Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag (TEUR 111; 2007: TEUR 484).

6 Wertpapiere

Im Zusammenhang mit dem Bestand der Wertpapiere zum 31. Dezember 2008 wurden Kursverluste des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von TEUR 214, die in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst waren, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und realisiert. (Wir verweisen auf den Konzerneigenkapitalspiegel). Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt auf Basis der auf einem aktiven Markt notierten Preise. Die Abwertung zum 31. Dezember 2008 ist nicht temporärer Natur. Zum 31. Dezember 2008 werden ebenso wie zum Vorjahresstichtag keine Wertpapiere gehalten, die als Zahlungsmitteläquivalente zu klassifizieren waren. In 2006 kaufte die Biofrontera AG 2.500.000 Stück eigene Wandelschuldverschreibungen für TEUR 2.505 zurück. In 2005 waren bereits 1.500.000 Stück zu Anschaffungskosten von TEUR 1.503 zurückgekauft worden. Im Laufe des Geschäftsjahres 2008 wurden eigene Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von TEUR 3.662,5 (2007: TEUR 95,6) veräußert.

Die im Zusammenhang mit der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung passivierte langfristige Verbindlichkeit wurde um die eigenen Anteile entsprechend gemindert (wir verweisen auf unsere Ausführungen hierzu sowie zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Anhangangabe 9).

7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zum Zeitpunkt des Erwerbs in Höhe von TEUR 153 (2007: TEUR 4.821). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen auf Grund der kurzen Laufzeit dieser Anlagen dem beizulegenden Zeitwert.

8 Latente Ertragsteueransprüche

Alle drei Konzerngesellschaften wiesen zum 31.12.2008 und zum 31.12.2007 jeweils einen Jahresfehlbetrag vor Steuern aus. Generell werden aktive latente Steuern auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Aufgrund des Unternehmenssteuerreformgesetzes 2008 lag der Körperschaftsteuertarif bei 15%. Bei gleichbleibendem Solidaritätszuschlag i.H.v. 5,5% ergibt sich daraus ein kombinierter Steuersatz von 15,8% (Vorjahr: 15,8%). Wegen der Absenkung der Steuermesszahl für Gewerbebetriebe von 5% auf 3,5% und der entfallenden Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe, ergibt sich unter Berücksichtigung des örtlichen Gewerbesteuerhebesatzes ein Gewerbeertragsteuersatz von 15,8% (Vorjahr 16,1%).

Die nachfolgende Aufstellung erläutert die wesentlichen latenten Steuerforderungen aus steuerlichen Verlustvorträgen, wie sie sich im Konzern entwickelt haben:

31. Dez 08 31. Dez 07
Verlustvortrag

TEUR
Latente Steueransprüche

TEUR
Verlustvortrag

TEUR
Latente Steueransprüche

TEUR
--- --- --- --- ---
Körperschaftsteuer, einschließlich Solidaritätszuschlag 57.610 9.103 42.316 6.686
Gewerbeertragsteuer 51.140 8.080 34.774 5.599
Gesamt 108.750 17.183 77.090 12.285

Diese Verlustvorträge sind aufgrund der derzeit in Deutschland geltenden gesetzlichen Regelungen unbegrenzt vortragsfähig.

Aufgrund der mangelnden Vorhersehbarkeit zukünftiger steuerlicher Gewinne wurden in Übereinstimmung mit IAS 12.34 die grundsätzlich bestehenden latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen vollständig wertberichtigt.

Aus der am 19. März 2002 vorgenommenen Übertragung des operativen Geschäfts der Biofrontera AG auf die Biofrontera Bioscience GmbH wurden damals in der Steuerbilanz der Biofrontera Bioscience GmbH stille Reserven mit einem Eigenkapitaleffekt von TEUR 12.800 aufgedeckt. Der in diesem Zuge auf Einzelabschlussebene entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird nach deutschem Steuerrecht pro rata temporis über 15 Jahre abgeschrieben (jährliche Abschreibung von TEUR 853). Da der Geschäfts- oder Firmenwert auf einer konzerninternen Transaktion basiert, wird er auf Konzernebene eliminiert. Die hieraus entstehenden aktiven latenten Steuern wurden seit Entstehung nicht angesetzt, da es die Geschäftsführung der Gesellschaft bislang noch als unwahrscheinlich ansieht, dass die latenten Steueransprüche in den nächsten Jahren realisiert werden können. Die in diesem Zusammenhang bestehende abzugsfähige temporäre Differenz betrug zum 31.12.2008 TEUR 6.827 (Vorjahr: TEUR 7.680).

Im Folgenden wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand wiedergegeben, wobei als Ausgangsgröße der ab 2008 geltende gerundete Ertragsteuersatz von 32,0% für die Biofrontera-Gruppe zu Grunde gelegt wird (im Vorjahr musste noch der bis zum 31.12.2007 geltende gerundete Ertragsteuersatz von 40,0% zu Grunde gelegt werden):

2008

TEUR
2007

TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -15.087 -8.006
Erwartete Ertragsteuer-Erstattung bei Steuersatz des Mutterunternehmens 4.828 3.202
Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen -63 -8
Anpassung latenter Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen:
- aus temporären Differenzen 0 71
- aus Verlustvorträgen 0 -778
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge aufgrund Veränderung permanenter Differenzen 7 189
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen aufgrund
- Veränderung permanenter Differenzen -77 0
- sonstiger steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -115 0
Veränderung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern
- aus aktiven temporären Differenzen 269 269
- aus Verlustvorträgen -4.849 -2.952
Sonstige Effekte 0 7
Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 0 0

9 Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2008 beläuft sich das Grundkapital der Biofrontera Gruppe auf insgesamt TEUR 3.317 (2007: TEUR 3.205) und ist in Stammaktien mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von TEUR 3.317 (2007: TEUR 3.205) unterteilt. Die von den Gesellschaftern gehaltenen Anteilswerte stellen sich wie folgt dar:

31. Dez. 2008
EUR %
--- --- ---
Heidelberg Innovation BioScience Venture II GmbH & Co. KG, Heidelberg 744.389 22,44
Prof. Dr. Hermann Lübbert, Leverkusen 403.200 12,16
Universal-Investment-Gesellschaft mbH, Frankfurt 320.400 9,66
SKB Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln 271.460 8,19
Heidelberg Innovation Parallel-Beteiligungs GmbH & Co. KGa.A., Heidelberg 183.614 5,54
Prima Management AG, Société Anonyme, Luxemburg 170.400 5,14
Deka FundMaster Investment GmbH, Frankfurt 180.585 5,45
Streubesitz 1.042.466 31,42
3.316.514 100,00

Das Kapitalmanagement der Gesellschaft überprüft regelmäßig die Ausstattung der Eigenkapitalquote des Konzerns und der Konzerntöchter. Ziel des Managements ist die angemessene Eigenkapitalausstattung im Rahmen der Erwartungen des Kapitalmarktes und der Kreditwürdigkeit gegenüber den nationalen und internationalen Geschäftspartnern. Der Vorstand der Gesellschaft stellt sicher, dass allen Konzernunternehmen ausreichendes Kapital in Form von Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung steht. Weitere Finanzierungen im Geschäftsjahr 2009 sind hierzu notwendig.

Im Rahmen der begebenen Wandelschuldverschreibung als Fremdkapitalfinanzierer wird die Steuerung des Kapitalmanagements, bis zur Fälligkeit der Anleihe, ein angemessenes Verhältnis von Rückzahlung und Eigenkapitalkonvertierung herbeiführen.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalüberleitungsrechnung.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Juli 2005 wurde der Vorstand bei Zustimmung des Aufsichtsrats der Biofrontera AG berechtigt, eine Wandelschuldverschreibung mit einem Nennbetrag von bis zu 20 Mio. EUR zu begeben. Die Wandelschuldverschreibung wurde bis zum 26. August 2005 mit dem höchstmöglichen Nennbetrag begeben. Sie berechtigt die Inhaber zur Umwandlung in 1.240.066 Stammaktien mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 1.240.066,00. Das Wandlungsrecht war jedoch von der Börsennotierung der Biofrontera-Aktien abhängig; diese erfolgte am 30.10.2006. Das Wandlungsrecht konnte frühestens drei Monate nach der Erstnotierung zu einem Preis von EUR 16,13 je Aktie ausgeübt werden.

Die Schuldverschreibungen werden mit 8 % p. a. verzinst und haben eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Zinsen sind jährlich zu entrichten. Bei Nichtausübung des Wandlungsrechts beträgt die Rückzahlungshöhe 120 % des Nennbetrags.

Zur Änderung der Konditionen dieser Wandelschuldverschreibung aufgrund der Beschlüsse der Gläubigerversammlung vom 23.07.2009 vergleiche die Ausführungen im Abschnitt "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag".

Zur Sicherung des Wandlungsrechts dient ein von der Hauptversammlung am 6. Juli 2005 beschlossenes genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 812.296,00 und EUR 427.771,00.

Im Zusammenhang mit der Ausgabe dieser Wandelschuldverschreibungen wurden zum 31. Dezember 2008 die folgenden Positionen ausgewiesen:

31.12.2008

EUR
31.12.2007

EUR
Langfristige Finanzschulden (zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet) 20.652.414,00 16.013.285,45
Kurzfristige Finanzschulden (aufgelaufene Zinsen aus Nominalverzinsung) 546.583,76 444.974,96
Kapitalrücklage (Eigenkapitalkomponente) 1.278.374,50 1.278.374,50

Bei der Ermittlung der angegebenen Positionen wurde berücksichtigt, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2005 eigene Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von TEUR 1.500 (zu Anschaffungskosten von TEUR 1.503) und im Geschäftsjahr 2006 eigene Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von TEUR 2.500 (zu Anschaffungskosten von TEUR 2.505) zurückerworben sowie eigene Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von TEUR 80,6 veräußert hat.

Weitere Wandelschuldverschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2007 im Nennwert von TEUR 95,6 veräußert, im Geschäftsjahr 2008 im Nennwert von TEUR 3.662,5.

Hieraus ergab sich eine entsprechende Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals um den auf die verkauften Wandelschuldverschreibungen entfallenden Anteil (unter Beachtung der Effekte aus der Effektivzinsmethode).

Die Effekte der Wandelschuldverschreibung auf das langfristige Fremdkapital wurden unter Anwendung eines Effektivzinssatzes von 13,66% p.a. berechnet.

Die liquiden Mittel aus der Emission der Wandelschuldverschreibung (20 Mio. EUR) wurden vorrangig in Wertpapiere investiert – unter anderem in den oben dargestellten Rückkauf eigener Wandelschuldverschreibungen.

Im Januar 2007 hat die DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank 1.000 Aktien mit der Zustimmung der Gesellschaft zum Preis von EUR 15,00 je Aktie an Investoren veräußert.

Im März 2007 wurden die bei der DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank verbliebenen 220.582 Aktien auf Anweisung der Gesellschaft an eine andere Bank übertragen. Diese Bank hat im März 2007 50.000 Aktien mit der Zustimmung der Gesellschaft zum Preis von EUR 15,00 je Aktie an Investoren veräußert, was zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage der Gesellschaft unter Berücksichtigung von anteiligen Bankgebühren von insgesamt TEUR 636 führte. Weiterhin wurden im März 2007 185 Aktien aus der Ausübung der eingeräumten Optionsrechte erworben. Die verbleibenden 170.397 Stück Aktien wurden im September 2007 veräußert.

Aus den Transaktionen resultierte in 2007 eine Erhöhung der Kapitalrücklage unter Berücksichtigung der damit verbundenen Eigenkapitalbeschaffungskosten (TEUR 238) von insgesamt TEUR 2.864.

Nach IAS 32.37 sind die Eigenkapitalbeschaffungskosten gemindert um alle damit verbundenen Ertragsteuervorteile als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren. Da die Realisierung der Verlustvorträge nach Ansicht der Geschäftsführung mit einer hohen Unsicherheit behaftet ist, wurden die Eigenkapitalbeschaffungskosten in voller Höhe vom Eigenkapital abgezogen.

Das Unternehmen lud am 21. Dezember 2007 zu einer außerordentlichen Hauptversammlung in die eigenen Geschäftsräume ein. Einziger Punkt der Tagesordnung dieser Hauptversammlung war die Schaffung eines genehmigten Kapitals unter Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals und die Beschlussfassung über eine Änderung von § 7 Abs. 3 der Satzung. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Dezember 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu EUR 1.602.701,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 1.602.701 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).

Aufgrund der durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Dezember 2007 erteilten Ermächtigung (Genehmigtes Kapital I) hat der Vorstand am 29. Juli 2008 beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 111.111,00 durch Ausgabe von bis zu 111.111 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen und zwar unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Nach Zustimmung des Aufsichtsrates am 30. Juli 2008 wurde die Erhöhung des Grundkapitals um EUR 111.111,00 durchgeführt.

Aus dieser Kapitalerhöhung resultierte eine Erhöhung der Kapitalrücklage unter Berücksichtigung der damit verbundenen Eigenkapitalbeschaffungskosten (TEUR 24) von insgesamt TEUR 865.

Die Hauptversammlung vom 26. August 2008 hat beschlossen, das in der Satzung geregelte genehmigte Kapital I aufzuheben und zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals einen neuen § 7 Abs. 3 in die Satzung einzufügen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 23. August 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 1.602.701 durch ein oder mehrmalige Ausgabe von bis 1.602.701 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Mitarbeiterbeteiligung 2006

Im Juni 2006 wurde ein neues Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgelegt und durch die Hauptversammlung und den Aufsichtsrat genehmigt. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von TEUR 1.200 und wurde zwecks Motivierung und Bindung der Mitarbeiter aufgelegt. Unter Berücksichtigung der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft, der Position im Unternehmen, der individuellen betrieblichen Ziele und der marktgerechten Entlohnung bei entsprechender Qualifizierung wurden den Mitarbeitern bisher Teilschuldverschreibungen der Biofrontera Wandelschuldverschreibung in Höhe von nominal TEUR 805 angeboten. Die Mitarbeiter haben durch Abschluss der Optionsverträge und Zahlung der Optionsprämie das Angebot in vollem Umfang angenommen.

Die Optionen hatten eine Laufzeit von zwei Jahren. Die Wandlungsmöglichkeit besteht im letzten Laufzeitjahr für solche Mitarbeiter, die zu diesem Zeitpunkt noch bei der Gesellschaft angestellt sind. Das Underlying der Option ist die Biofrontera Wandelschuldverschreibung 2005, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Programms noch eine Restlaufzeit von 4 Jahren und 2 Monaten aufwies. Damit ist das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm während seiner gesamten Laufzeit umfänglich abgedeckt. Mit jeder Option, für die jeder Mitarbeiter EUR 1,00 an die Gesellschaft gezahlt hat, ist das Recht zum Erwerb von nominal EUR 100 der Wandelschuldverschreibung zu 80 % verbunden. Mit dem Tag der Optionsausübung geht das Eigentum an den Schuldverschreibungen gegen Zahlung des Bezugspreises auf die Mitarbeiter über. Der Zinsanspruch geht dann ebenfalls auf den Mitarbeiter über. Alternativ kann auf Wunsch der Gesellschaft oder des Mitarbeiters ganz oder teilweise ein Barausgleich erfolgen. Da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ein Barausgleich erfolgt, werden die jährlichen Beträge als Personalaufwand gebucht und in die sonstigen Rückstellungen eingestellt (wir verweisen auf Anhangangabe 14).

Zum 31. Dezember 2008 ergab sich aufgrund des gesunkenen Marktwertes der Wandelschuldverschreibung ein Marktwert der Optionen von Null.

Zum 31. Dezember 2008 ergab sich daher ein Ertrag aus der Auflösung der Rückstellung für die Optionen von TEUR 90 (2007: Aufwand durch Erhöhung der Rückstellung TEUR 62).

Grundsätzlich ist nach IFRS 2.16ff. die Anwendung eines Optionspreismodells zur Ermittlung des Zeitwerts der gewährten Optionen anzuwenden. Da von der Gesellschaft nicht alle zur Anwendung von Optionspreismodellen benötigten Faktoren ermittelt werden konnten, wurde die Berechnung des Gesamtaufwandes auf Basis des inneren Wertes der Option vorgenommen (vgl. IFRS 2.24).

Aufgelegt bis 31.12.2008 Anzahl der nochwandelbaren Optionsrechte STK Ausübungspreis der Wandelschuldverschreibung

EUR
Aufwand im Geschäftsjahr 2008

TEUR
bis zum 31. Dezember 2008 ausgegebene Optionen 8.048 80 -90
Bestand am 31. Dezember 2008 8.048 80
Aufgelegt bis 31.12.2007 Anzahl der nochwandelbaren Optionsrechte STK Ausübungspreis der Wandelschuldverschreibung EUR Aufwand im Geschäftsjahr 2007 TEUR
bis zum 31. Dezember 2007 ausgegebene Optionen 8.048 80 62
Bestand am 31. Dezember 2007 8.048 80

Bis zum 31. Dezember 2008 wurden keine Optionen zurückgekauft. Die Optionen wurden nicht ausgeübt.

Aktienoptionsplan 2007

Um im Wettbewerb um Mitarbeiter auch zukünftig nicht benachteiligt zu sein, muss die Gesellschaft auch weiterhin in der Lage sein, eine aktien- bzw. wertpapierbasierte Vergütung anzubieten. In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 24. Mai 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. März 2008 bis zu 7.500 von der Gesellschaft für diesen Zweck zurückerworbene Teilschuldverschreibung der Wandelanleihe 2005/2010 der Gesellschaft in einem gesamten Nennbetrag von bis zu TEUR 750 an Mitarbeiter auszugeben.

Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf zurückerworbene Wandelschuldverschreibungen 2005/2010 besteht nicht und wurde auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2007 ausgeschlossen.

Bis zum 31.12.2008 wurden keine Optionen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm 2007 ausgegeben.

10 Finanzschulden

Die langfristigen Finanzschulden beziehen sich auf die im Jahr 2005 begebenen Wandelschuldverschreibungen (TEUR 20.652; 2007: TEUR 16.013). Die Wandelschuldverschreibungen werden mit 8% p.a. verzinst und sind in 2010 fällig. Der Ausweis berücksichtigt den Rückkauf eigener Wandelschuldverschreibungen in 2006 von nominal TEUR 2.500 (in 2005 zudem nominal TEUR 1.500) und den Verkauf in 2008 von nominal TEUR 3.662,5 (in 2007 TEUR 95,6) durch die Gesellschaft. Der ausgewiesene Buchwert gibt den beizulegenden Zeitwert wieder.

Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten die Verbindlichkeit aus der 8%igen Verzinsung der Wandelschuldverschreibung vom letzten Zinszahlungstermin bis zum Bilanzstichtag, die innerhalb von 12 Monaten fällig ist. Der ausgewiesene Buchwert gibt den beizulegenden Zeitwert wieder.

Unter der Prämisse, dass keine Wandlung der Wandelschuldverschreibungen vorgenommen wird, zeigt folgende Tabelle die Zusammensetzung und Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten (Nominalbeträge):

in TEUR 2008 2007
2009 2010 2011 2012 Gesamt 2008 2009 2010 2011 Gesamt
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Wandelschuldverschreibung:
Rückzahlung 23.997 23.997 23.997 23.997
Zinszahlung 1.587 1.040 2.627 1.294 1.294 755 3.343

Aufgrund des Verkaufs der eigenen Wandelschuldverschreibungen in 2008 fallen die anstehenden Zinszahlungen der Folgejahre aus Sicht 31. Dezember 2008 höher aus als im Vorjahr.

11 Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Biofrontera AG und die Biofrontera Bioscience GmbH haben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und einer Landesregierung Zuwendungen erhalten. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die sich direkt auf im Zusammenhang mit Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten angefallene Aufwendungen beziehen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Zuwendungen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Vermögenswerten gewährt werden, werden hingegen gemäß IAS 20.24 als passivischer Abgrenzungsposten dargestellt. Die abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand werden entsprechend der Abschreibungsdauer der zu Grunde liegenden Vermögenswerte aufgelöst. Der innerhalb von 12 Monaten aufzulösende Anteil wird unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.911; 2007: TEUR 671) haben sich in Korrelation zu übrigen Bilanzpositionen wesentlich durch in der Biofrontera Bioscience GmbH aufgelaufene Beträge infolge von Kreditorenstundungen verändert.

13 Ertragsteuerrückstellungen

31. Dezember 2008

TEUR
31. Dezember 2007

TEUR
Gewerbesteuerrückstellung 0 250

Der Steuerrückstellung beruhte im Geschäftsjahr 2007 auf gewerbesteuerlichen Risiken, die aus der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Biofrontera AG und der Biofrontera Bioscience GmbH im Mai 2006 resultierten. Sie wurde im Geschäftsjahr 2008 in Höhe von EUR 248.760 in Anspruch genommen und insgesamt auf den Betrag von EUR 0 zurückgeführt.

14 Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen und der Ertragsteuerrückstellung stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung Sonstige Rückstellungen und Ertragsteuerrückstellung in 2008

Biofrontera Gruppe Euro 01.01.2008 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Euro 31.12.2008
Boni für Mitarbeiter 150.000,00 85.000,00 65.000,00 120.000,00 120.000,00
Ausstehende Rechnungen 59.500,00 52.000,00 0,00 260.763,55 268.263,55
Abschluss- und Prüfungskosten 50.000,00 47.537,50 1.262,50 42.390,00 43.590,00
Ausstehender Urlaub 25.270,42 25.270,42 0,00 21.255,73 21.255,73
Mitarbeiterwandelschuld- verschreibungsoptionen 90.429,41 0,00 90.429,41 0,00 0,00
Sonstiges 68.115,99 5.405,19 194,81 8.267,03 70.783,02
Summe 443.315,82 215.213,11 156.886,72 452.676,31 523.892,30
Ertragsteuerrückstellung 250.000,00 248.760,00 1.240,00 0,00 0,00
Summe Rückstellungen 693.315,82 463.973,11 158.126,72 452.676,31 523.892,30

15 Sonstige finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten

31. Dezember 2008TEUR 31. Dezember 2007TEUR
Lohn- und Gehaltsverrechnung 166 0
Lohnsteuer 0 66
Sonstiges 10 13
176 79

16 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Zinsänderungs- und Kreditrisiken sowie mit Liquiditätsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Zinsrisiko: Das Zinsänderungsrisiko wird als geringfügig angesehen, da in der Regel die bestehenden Zinsmodalitäten für die relevanten Finanzierungen der Biofrontera-Gruppe kurz- bis mittelfristig an die Marktverhältnisse angepasst werden können.

Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen in den üblichen Zahlungsfristen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallsrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Aufgrund der unwesentlichen Ausfallrisiken wurden keine Einzelwertberichtigungen auf Forderungsbestände gebildet.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2008(EUR) Fair Value Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen Buchwerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente (ausschließlich „Zu Handelszwecken gehalten“) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte GESAMT-BUCHWERTE
Finanzanlagen 500 500 500
Flüssige Mittel 153.444 153.444 153.444
Wertpapiere 499.604 499.604 499.604
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.740 62.740 62.740
Übrige kurzfristige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 485.302 485.302 485.302
GESAMT 1.201.590 153.444 548.042 0 500.104 1.201.590
Finanzielle Verbindlichkeiten Fair Value Buchwerte
zum 31.12.2008 (EUR) Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente (ausschließlich „Zu Handelszwecken gehalten“) GESAMT-BUCHWERTE
Finanzschulden kurzfristig 546.584 546.584 546.584
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.911.028 1.911.028 1.911.028
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig 175.736 175.736 175.736
Sonstige Finanzschulden langfristig 20.652.414 20.652.414 20.652.414
GESAMT 23285761 23285761 0 0 0 23285761
Finanzielle Vermögenswerte Fair Value Buchwerte
zum 31.12.2007 (EUR) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente (ausschließlich „Zu Handelszwecken gehalten“) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögens-werte GESAMT-BUCHWERTE
Finanzanlagen 0 0 0
Flüssige Mittel 4.821.065 4.821.065 4.821.065
Wertpapiere 3.589.389 3.589.389 3.589.389
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.603 60.603 60.603
Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 57.886 57.886 57.886
GESAMT 8.528.944 4.821.065 118.490 0 3.589.389 8.528.944
Finanzielle Verbindlichkeiten Fair Value Buchwerte
zum 31.12.2007 (EUR) Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanz-instrumente (ausschließlich „Zu Handelszwecken gehalten“) GESAMT-BUCHWERTE
Finanzschulden kurzfristig 444.975 444.975 444.975
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 671.459 671.459 671.459
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 12.987 12.987 12.987
Sonstige Finanzschulden langfristig 16.013.285 16.013.285 16.013.285
GESAMT 17.142.706 17.142.706 0 0 0 17.142.706

Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der Biofrontera-Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die Biofrontera AG. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2009 werden aus der Bedienung der Wandelschuldverschreibung TEUR 1.294 fällig. Weitere Zahlungsverpflichtungen resultieren aus den laufenden Forschungsaufwendungen. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen zum 31.12.2008 flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 653 (2007: TEUR 12.000) zur Verfügung. Darüber hinaus möglicherweise erforderlich werdende Kapitalerfordernisse werden durch bereits eingeleitete Kapitalmaßnahmen durch Erhöhung der Eigenkapitalbasis über den Kapitalmarkt sichergestellt.

Zu den in den nächsten Jahren fällig werdenden (nicht diskontierten) Zahlungen aus Finanzschulden wird auf die entsprechenden Erläuterungen zu diesem Bilanzposten verwiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

17 Umsatzerlöse

Im April 2007 begann die in den Konzernabschluss einbezogene Biofrontera Pharma GmbH mit dem Vertrieb der BF-200 ALA-Rezeptur. Das in den Vorjahren angebotene und durchgeführte Servicegeschäft des eigenen Labors, konnte im Jahr 2007 keine neuen Umsätze produzieren, da der Hauptkunde keine weiteren Aufträge erteilt hat. Im Geschäftsjahr 2008 resultieren Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 351 (2007: TEUR 139) aus dem Verkauf von Rohstoffen an Apotheken sowie aus dem Verkauf von Ice-Masken.

18 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den mittels Effektivzinsmethode berechneten Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der im Jahre 2005 ausgegebenen Wandelschuldverschreibung (TEUR 2.449, 2007: TEUR 2.270) und den aus der Anlage von liquiden Mitteln überwiegend in Festgeldern erwirtschafteten Erträgen (TEUR 200, 2007: TEUR 334).

Zum 31. Dezember 2007 hielt Biofrontera AG eigene Wandelschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 3.590, welche im Vorjahr bilanziell mit der Finanzschuld aus der Wandelschuldverschreibung verrechnet waren und die im Jahr 2008 auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert entsprechend dem gehandelten Kurswert dieser Anteile abgewertet und verkauft wurden. Auch die übrigen sonstigen Wertpapiere (TEUR 500; Vorjahr: TEUR 3.589) waren aufgrund der allgemeinen Finanzmarktkrise starken Abwertungen unterlegen und durch Verkäufe wurden Verluste realisiert. Die Abschreibungen von Wertpapieren des Umlaufvermögens und der eigenen Wandelschuldverschreibungen betrug insgesamt TEUR 4.547, im Vorjahr TEUR 0. Dieser Wertminderungsbetrag ergab sich aufgrund des bis zum Verkauf bzw. zum Bilanzstichtag verminderten beizulegenden Zeitwertes dieser Wertpapiere, bei denen es sich neben den eigenen Wandelschuldverschreibungen um sonstige börsennotierte Schuldtitel handelt. Der gesamte Wertminderungsbetrag entfällt auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“. Der Wertminderungsbetrag ist in der Konzerngewinn- und verlustrechnung im Posten „Finanzergebnis“ enthalten.

19 Sonstige Erträge (Aufwendungen), netto

Im Geschäftsjahr 2008 waren die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen um TEUR 286 auf TEUR 233 sonstige betriebliche Erträge im Saldo angestiegen. Dies beruht im Wesentlichen in 2008 auf Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 158), insbesondere Rückstellungen für Boni (TEUR 65), aus Erträgen aufgrund der Überlassung von Firmenfahrzeugen (TEUR 52) sowie periodenfremden Erträgen (TEUR 34).

20 Ergebnis je Aktie (EPS)

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 auf der Basis des Jahresfehlbetrags der Biofrontera Gruppe sowie der während des Geschäftsjahres durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stammaktien berechnet.

2008 2007
Anzahl der gewichteten durchschnittlich im Umlauf befindlichen Stammaktien 3.242.791,85 3.205.403
Jahresfehlbetrag in TEUR (15.087) (8.006)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR (4,65) (2,50)

Die Anzahl der in den Berichtsperioden durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien ergibt sich aus den Ausführungen im Abschnitt „Eigenkapital“.

Bei der Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 würden grundsätzlich die Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von 20 Mio. EUR aus dem Jahre 2005 Berücksichtigung finden, die ihren Inhabern das Recht verleihen, die entsprechenden Wandelschuldverschreibungen in 1.240.066 Aktien umzuwandeln. Da die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 jeweils negative Jahresergebnisse erwirtschaftete, wurde ein verwässertes Ergebnisses je Aktie nicht ausgewiesen, weil die Wandlungsrechte für die dargestellten Perioden einer Verwässerung entgegenwirkten.

Infolge weiterer Kapitalerhöhungen nach dem Bilanzstichtag und vor der Veröffentlichung des Konzernabschlusses hat sich die Aktienanzahl weiter erhöht. Es wird hierzu auf den Abschnitt „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ verwiesen.

21 Zusätzliche Informationen zu der Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 525 in 2008 und in Höhe von EUR 566 in 2007 sind in die folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen:

2008

TEUR
2007

TEUR
Umsatzkosten 0 0
Forschungs- und Entwicklungskosten 466 454
Allgemeine Verwaltungskosten 59 112
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 525 566

Personalaufwand

2008

TEUR
2007

TEUR
Löhne und Gehälter 1.885 1.639
Soziale Abgaben 185 137
2.070 1.776

22 Mitarbeiter

Die Biofrontera Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2008 durchschnittlich 28 Mitarbeiter (ohne Trainees und Studenten; 2007: 22 Mitarbeiter).

23 Sonstige Angaben

Operating-Leasingverhältnisse

Die Konzerngesellschaften mieten Verwaltungs- und Forschungsräume sowie Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände im Rahmen von Operating-Leasingverträgen. Die künftigen Mindestverpflichtungen aus Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:

2008 ≤ 1 Jahr 2007 ≤ 1 Jahr 2008 1 Jahr bis 5 Jahre 2007 1 Jahr bis 5 Jahre 2008> 5 Jahre 2007> 5 Jahre
Operating-Leasingverhältnisse
Miete Geschäftsräume 130.521,12 130.521,12 424.193,64 522.084,48 0,00 261.042,24
KFZ-Leasing 80.337,24 31.664,25 108.412,92 72.279,53 0,00 0,00
Leasing Betriebs-u. Geschäftsausstattung 5.580,00 465,00 10.695,00 21.855,00 0,00 0,00
Beratungsverträge 69.875 79.000 66.66,67 66.66,67 0,00 0,00

Im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 56 als Aufwand erfasst (2007: TEUR 32).

24 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit IAS 7 dargestellt. Der Jahresfehlbetrag wird um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen, Abgrenzungen oder Rückstellungen von vergangenen oder künftigen betrieblichen Ein- oder Auszahlungen sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung beinhalten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kassenbestand, Bankguthaben und Geldeinlagen mit Fälligkeit bis zu drei Monaten. Kontokorrentverbindlichkeiten werden gegebenenfalls in den Zahlungsmittelfonds einbezogen.

Die geleisteten Zinszahlungen betrugen TEUR 1.663 (Vorjahr: TEUR 1.610 ), die erhaltenen Zinszahlungen betrugen TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 643), siehe hierzu Tz 25.

Zur Verbesserung der Darstellung wurden Umgliederungen der Cashflows aus Wertpapierkäufen und –verkäufen vorgenommen und insgesamt unter den Netto-Cashflows aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Eine weitere Untergliederung wurde im Bereich der Cashflows aus Finanzierungstätigkeit vorgenommen. Hier wurde die Verminderung um kurzfristige Finanzschulden separat ausgewiesen.

Zur Änderung der Darstellung der gezahlten und erhaltenen Zinsen im aktuellen und im Vorjahr wird auf die Erläuterung in der folgenden Tz. verwiesen.

25 Fehlerkorrektur nach IAS 8

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 wurden teilweise Kosten im Zusammenhang mit dem damaligen Börsengang sowie allgemeine Rechts- und Beratungskosten direkt mit der Kapitalrücklage verrechnet, obwohl diese nach IAS 32 insoweit als Aufwand des Geschäftsjahres hätten berücksichtigt werden müssen, wie sie nicht der Kapitalerhöhung zurechenbar waren oder sich auf die Börsennotierung bereits ausgegebener Aktien der Biofrontera AG bezogen. Von den zum 31. Dezember 2006 mit den Kapitalrücklagen verrechneten Kosten von TEUR 1.688 (s. Geschäftsbericht 2006, Seite 104) wurden die nicht der Kapitalerhöhung zuzurechnenden Kosten unter Verwendung eines sinnvollen Schlüssels entsprechend IAS 32.38 mit einem Betrag von TEUR 769 ermittelt. Dieser Betrag hätte im Geschäftsjahr 2006 als laufender Aufwand ergebnismindernd berücksichtigt werden müssen. Da das Geschäftsjahr 2006 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 nicht als Vergleichsperiode darzustellen ist, werden entsprechend IAS 8.42 (b) der Verlustvortrag sowie die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2007 in der Bilanz bzw. zum 1. Januar 2007 in der Eigenkapitalveränderungsrechnung erhöht.

In den Konzernabschlüssen der Geschäftsjahre 2005 und 2006 wurden jeweils Rückkäufe eigener Wandelschuldverschreibungen der Biofrontera AG im Gesamtnennwert von 4 Mio EUR getätigt. Der auf das Eigenkapitalderivat der Wandelschuldverschreibung entfallende Anteil der Anschaffungs- und Transaktionskosten aus diesen Rückkäufen wurde entgegen IAS 32.AG33 und IAS 32.AG34 als Aufwand der Geschäftsjahre 2005 (TEUR 208) bzw. 2006 (TEUR 336) erfasst und nicht als Korrektur der Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung. Entsprechend IAS 8.42 (b) werden der Verlustvortrag sowie die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2007 in der Bilanz bzw. zum 1. Januar 2007 in der Eigenkapitalveränderungsrechnung somit in Höhe von TEUR 544 vermindert. Somit ist die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung nun noch mit TEUR 1.278 in der Kapitalrücklage enthalten.

Entgegen früheren Darstellungen, nach denen der kurzfristige Teil der Verbindlichkeit aus der Wandelschuldverschreibung innerhalb der langfristigen Finanzschulden ausgewiesen wurde, wird in allen dargestellten Stichtagen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 der kurzfristige Teil der Verbindlichkeit aus der Wandelschuldverschreibung entsprechend IAS 1.60 und IAS 1.62 separat unter den kurzfristigen Schulden in der Bilanz ausgewiesen.

Im Gegensatz zu früheren Darstellungen der Kapitalflussrechnungen werden in der Kapitalflussrechnung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 in den Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit entsprechend IAS 7.21 und IAS 7.43 nur zahlungswirksame Vorgänge abgebildet. Darüber hinaus werden Cash-Flows aus erhaltenen und gezahlten Zinsen entsprechend IAS 7.31 gesondert in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Dabei werden gezahlte Zinsen innerhalb der Finanzierungstätigkeit und erhaltene Zinsen innerhalb der Investitionstätigkeit dargestellt. Die Darstellung der Vergleichsperiode in der Kapitalflussrechnung wurde entsprechend angepasst.

26 Mitglieder des Vorstands

Mitglieder des Vorstands sind:

·Prof. Dr. Hermann Lübbert Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer)

·Werner Pehlemann Finanzvorstand (Chief Finance Officer)

Im Geschäftsjahr 2008 belief sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder auf TEUR 598 (2007: TEUR 580). Zudem haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf den Erwerb von 1.053 Stück Teilschuldverschreibungen zum Kurswert von TEUR 32.

27 Mitglieder des Aufsichtsrats

Jürgen Baumann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Andreas Kretschmer Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats; Geschäftsführer der Ärzteversorgung Westfalen Lippe, Münster
Prof. Dr. Bernd Wetzel Berater, Biberach
Dr. Ulrich Granzer Geschäftsführer und Berater, Krailling
Richard Gabriel Consultant for Pharmaceutical, Biotech and Banking Industries in Healthcare, Pharmaceuticals and Biotech
Dr. Jason Loveridge Geschäftsführender Gesellschafter der Warambi S.a.r.l., St. Germainen-Laye, Frankreich(Aufsichtsratssitz niedergelegt mit Wirkung zum 01.07.2009, seither ausgeschieden)
Dr. Heinrich Hornef seit 28.08.2009, Kaufmann im Ruhestand, Präsident der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, Weinheim
Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten im Geschäftsjahr 2008 nachfolgende weitere Aufsichtsratsmandate und Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Gremien inne:
Jürgen Baumann Mitglied des Aufsichtsrats der Riemser Arzneimittel
AG, Greifswald
Dr. Andreas Kretschmer Aufsichtsratsvorsitzender der Private Life AG, Heidelberg; Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG, Frankfurt a.M.; Mitglied des Aufsichtsrats der Bioceuticals Arzneimittel AG, Bad Vilbel, der Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft mbH, Wiesbaden, der Triton Managers Limited, St. Helier/Jersey, der IVG Institutional Funds GmbH, Wiesbaden sowie der Private Life AG, Heidelberg
Prof. Dr. Bernd Wetzel Mitglied des Aufsichtsrats der Biovertis AG, Wien/Österreich, sowie Member of the Supervisory Board der SR Pharma plc., London/Großbritannien
Dr. Ulrich Granzer Mitglied des Beirats der immatics biotechnologies GmbH, Tübingen
Richard Gabriel Head of the Life Science Practice, Semaphore Inc., Boston, Massachusetts, USA
Dr. Jason Loveridge Member of Supervisory Board der Arthro Kinetics plc., Manchester/Großbritannien, der IC-Vec Ltd., London/Großbritannien und der JDS Biopharma Ltd., Perth/Australien (Vorsitzender), Mitglied des Beirats der HI Medicap GmbH & Co. KG KGaA, Frankfurt am Main

Die Amtszeit für den gesamten Aufsichtsrat beträgt 5 Jahre.

Im Geschäftsjahr 2008 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder auf TEUR 113 (2007: TEUR 78).

Herr Dr. Granzer erhielt im Geschäftsjahr 2008 Vergütungen in Höhe von TEUR 3 (2007: TEUR 2) aufgrund von Beratungsleistungen, die nicht in Verbindung mit seiner Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats standen.

28 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2008 ergaben sich über die in den Tz. 26 und 27 genannten Sachverhalte hinaus keine berichtspflichtigen Transaktionen.

29 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Biofrontera AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Biofrontera zugänglich gemacht.

30 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

· Honorar für Abschlussprüfung TEUR 61 (2007: TEUR 45)
· Honorar für sonstige Leistungen prüferische Durchsicht von Zwischenabschlüssen TEUR 12 (2007: TEUR 10)

31 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Biofrontera AG hat am 14.01.09 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen platziert. Durch Handelsregistereintrag vom 19.01.09 wurde die Erhöhung des Grundkapitals um EUR 331.000 durchgeführt, und zwar durch Ausgabe von 331.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien. Das Grundkapital der Biofrontera AG erhöhte sich mit Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung auf 3.647.514 Euro.

Zur weiteren Sicherstellung des Geschäftsbetriebes sind für die Biofrontera AG zeitnah weitere Finanzierungsmaßnahmen erforderlich und geplant.

Die Biofrontera AG gab am 24.02.09 bekannt, dass von Investoren Wandelschuldverschreibungen in Höhe von Nominal EUR 1.435.800 zur Wandlung in 89.014 Namensaktien der Biofrontera AG eingereicht wurden. Mit der Wandlung erhöht sich die Anzahl der umlaufenden Aktien von 3.647.514 auf 3.736.528, zugleich verringern sich die Verbindlichkeiten der Biofrontera AG aus der Wandelschuldverschreibung. Der Nominalbetrag der noch ausstehenden Wandelschuldverschreibung betrug nach dieser Wandlung 18.561.200 Euro.

Am 17.03.09 fand außerdem eine außerordentliche Hauptversammlung der Biofrontera AG in Leverkusen statt. Allen vorgelegten Beschlussvorschlägen wurde zugestimmt. Im Einzelnen wurde beschlossen:

Eine Beschlussfassung zur Erhöhung des Grundkapitals. Der in der Einladung vorgeschlagene Beschluss wurde bei der HV modifiziert, um dem durch die o.g. Wandlung von Wandelschuldverschreibungen geänderten Grundkapital gerecht zu werden. Beschlossen wurde eine Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 3.736.528 Euro, wobei den Aktionären ein Bezugsrecht im Verhältnis von 1:1 eingeräumt wird. Die neuen Aktien sollen zum Preis von 1,50 Euro ausgegeben werden. Voraussetzung zur Durchführung der Kapitalerhöhung war eine Mindestzeichnung von 2 Mio. Aktien. Die Ermächtigung zur Kapitalerhöhung war bis zum 30. April 2009 gültig.

Beschlussfasssung über die Schaffung eines weiteren genehmigten Kapitals (genehmigtes Kapital II) im Betrag von 552.056,00 EUR und Beschlussfassung über eine Änderung von § 7 der Satzung.

Beschlussfassung über die Ermächtigung zur Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen, die Schaffung eines bedingten Kapitals und eine Änderung von § 7 der Satzung. Dabei wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu 500.000,00 EUR eingerichtet, das zur Ausgestaltung von Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 10.000.000,00 EUR mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren vorgesehen wurde. Diese Optionsschuldverschreibungen wurden für die Ablösung der bestehenden Wandelschuldverschreibung 2005/2010 vorgesehen.

Auf der Basis dieser Beschlüsse hat die Biofrontera AG die Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:1 unter Einbeziehung des Bezugsrechtes durchgeführt. Am 30. April 2009 lagen Zeichnungsaufträge über 2.000.100 Aktien vor, womit die Mindestzeichnungssumme erfüllt wurde. Hierdurch erhöhte sich das Grundkapital des Unternehmens auf 5.736.628 Euro. Bei dem Bezugspreis von 1,50 Euro je Aktie betrug der Bruttoemissionserlös insgesamt 3.000.150 Euro.

Im April 2009 haben Biofrontera Pharma GmbH und die Grünenthal Pharma AG, Mitlödi, Schweiz, vereinbart, dass sie künftig bei der Herstellung von Produkten zusammenarbeiten werden. Die beiden Unternehmen haben ein Abkommen zur Produktion der Biofrontera-Produkte BF-200 ALA und dem ersten medizinischen Kosmetikprodukt „Belixos®“ unterzeichnet. Die Grünenthal Pharma AG erhält von Biofrontera für beide Produkte die europäischen Produktionsrechte für fünf Jahre nach Markteinführung. Grünenthal trägt im Gegenzug die Kosten für die Implementierung des Herstellungsprozesses, für die Produktion der Stabilitätsmuster und die analytischen Tests.

Ebenfalls im April 2009 hat die Europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel (EMEA) dem Unternehmen den SME Status für kleine und mittelständige Unternehmen gewährt hat. Durch den SME Status erhält Biofrontera administrative Unterstützung und deutlich reduzierte Gebühren während der Zulassungsprozesse ihrer Produkte.

Auf der Grundlage der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17.03.2009 hat die Biofrontera AG am 29.06.2009 ein freiwilliges Umtausch- und Bezugsangebot zur Restrukturierung der 8%-Wandelschuldverschreibung 2005/2010 beschlossen. Für je zwei zum Umtausch eingereichte Wandel-Teilschuldverschreibungen erhielten die Anleihegläubiger eine stufenverzinsliche Optionsanleihe 2009/2017 sowie 6,199 auf den Namen lautende Aktien der Biofrontera AG mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00. Im Rahmen des freiwilligen Bezugsangebots erhielten die Gläubiger der 8%-Wandelschuldverschreibung von 2005/2010 zusätzlich die Möglichkeit, 3,554 auf den Namen lautende Aktien der Biofrontera AG mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 zum Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Aktie zu zeichnen und zu beziehen. Das Ende der Annahmefrist für das Umtausch- und Bezugsangebot wurde am 29.07.2009 von ursprünglich 30.07.2009 auf den 13.08.2009 verlängert.

Am 23.07.2009 stimmten die Anleihegläubiger der Wandelschuldverschreibung 2005/2010 auf der Gläubigerversammlung der Restrukturierung zu. Diese Zustimmung bewirkte das Inkrafttreten der gefassten Beschlüsse rückwirkend zum 02.07.2009, dem Tag der ersten Gläubigerversammlung, in der die erforderliche Mehrheit zunächst nicht zustande kam. Die Versammlung hat den Beschlussvorschlägen zur Verlängerung der Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen bis zum 02.07.2012, zur Aufhebung der Verzinsung der Wandelschuldverschreibungen mit Wirkung ab dem 26.08.2008 bis zum 25.08.2011, zum Verzicht auf die in der Zeit vom 26. August 2008 bis zum 23. Juli 2009 entstandenen und noch nicht ausgezahlten Zinsen sowie zur entsprechenden Änderung der Anleihebedingungen zugestimmt. Die Beschlussfassung der Gläubigerversammlung über die Verlängerung der Laufzeit sowie die Aufhebung der Verzinsung der Wandelschuldverschreibungen führten zu einer Ergebnisverbesserung in Höhe von rd. 1,5 Mio. Euro im Jahr 2009.

Am 24.07.2009 hat die Biofrontera AG beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen um bis zu EUR 1.493.757,00 durch Ausgabe von bis zu 1.493.757 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien aus genehmigtem Kapital zu erhöhen. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung konnten vollständig für die operative Weiterentwicklung der Biofrontera AG verwendet werden. Wesentliche Ziele waren dabei die Markteinführung des ersten dermatologischen Produktes Belixos®, dessen Vermarktung als medizinisches Kosmetikum seit Oktober 2009 erfolgt, sowie die Erweiterung der Belixos®-Linie und die Fertigstellung der klinischen Entwicklung des Medikaments BF-200 ALA gegen aktinische Keratose.

Ende Juli 2009 gab die Biofrontera AG die Ergebnisse der adaptiven Phase II-Studie mit BF-derm1 zur Behandlung von bisher nicht ausreichend therapierbarer chronischer Urtikaria (Nesselsucht) bekannt. Biofrontera plant, auf der Basis dieser Ergebnisse, einen Lizenzpartner für den Produktkandidaten BF-derm1 zu finden und die weitere klinische Entwicklung dieses Präparats gemeinsam durchzuführen.

In Bezug auf das freiwillige Umtausch- und Bezugsangebot zur Restrukturierung der 8%-Wandelschuldverschreibung 2005/2010 vom 29.06.2009 wurden bis zum 18.08.2009 Stück 98.470 Wandelschuldverschreibungen im Nominalwert von 9.847.000,00 Euro zum Umtausch eingereicht. Im Gegenzug wurden Stück 49.235 Optionsschuldverschreibungen und 305.107 auf den Namen lautende Aktien der Biofrontera AG mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro ausgegeben. Die Verbindlichkeiten der Biofrontera AG aus der Wandelschuldverschreibung reduzierten sich mit dem Umtausch (einschließlich 20 % Rückzahlungsagio) um TEUR 11.816. Im Rahmen des Umtausches erhöhte sich das Grundkapital um TEUR 305. Ein weiterer Betrag in Höhe von 4.616.268,91 Euro wurde der Rücklage zugeführt, so dass sich das Eigenkapital insgesamt um rund 5 Millionen Euro erhöhte.

Die Verbindlichkeiten bzw. der Nominalbetrag der im Rahmen des Umtausches ausgegebenen Optionsschuldverschreibung einschließlich weiterer 68 Stück über den Kapitalmarkt frei erworbener Optionsanleihen beträgt 4.930.300,00 Euro (zuzüglich 6 % Rückzahlungsagio in Höhe von 295.818,00 EUR).

Im September 2009 ist das Grundkapital der Gesellschaft durch den Bezug von Stück 98.333 Aktien durch die VEM Aktienbank entsprechend des zusätzlichen Bezugsrechts zu 1,00 EUR infolge des Umtausches der Wandelschuldverschreibung in die Optionsanleihe um 98.333,00 EUR gestiegen. Des Weiteren wurde das Gezeichnete Kapital auf der Grundlage des Beschlusses der Biofrontera AG vom 24.07.2009 gegen Bareinlagen aus genehmigtem Kapital in zwei Tranchen um insgesamt Stück 1.455.418 Aktien zu 1,50 EUR erhöht und die Durchführung der Kapitalerhöhung am 25.09.2009 im Handelsregister eingetragen. Diese Kapitalerhöhung von insgesamt 2.183.127,00 EUR inklusive Agio aus genehmigten Kapital I (941.701 Stück neue Aktien) und II (513.717 Stück neue Aktien) wurde damit abgeschlossen. Das Grundkapital betrug seit dem 25.09.2009 somit 7.595.486,00 EUR.

Eine weitere Kapitalerhöhung erfolgte im Dezember 2009 auf der Basis des auf der Hauptversammlung der Biofrontera AG am 28. August 2009 gefassten Beschlusses zur Sicherung des Geschäftsbetriebes als voraussichtlich vorletzter Kapitalerhöhungsschritt. Zu diesem Zweck hat die Hauptversammlung der Biofrontera AG am 28. August 2009 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.868.314,00 durch Ausgabe von bis zu 2.868.314 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20.11.2009 auf Grund der ihnen erteilten Ermächtigungen die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung bestimmt und als Bezugspreis einen Betrag von EUR 2,50 pro Aktie festgelegt. Den Aktionären wurde das gesetzliche Bezugsrecht im Verhältnis 2:1 in der Weise gewährt, dass die Conrad Hinrich Donner Bank Aktiengesellschaft, Hamburg, zur Zeichnung und Übernahme der Bezugsaktien zugelassen wurde mit der Verpflichtung, sie den Inhabern von Bezugsrechten zu übertragen, soweit diese im Rahmen der Bezugsfrist ausgeübt werden. Die Bezugsfrist begann am 24.11.2009 und wurde am 15.12.2009 geschlossen. Dabei wurden insgesamt 800.000 Aktien gezeichnet und 2 Mio. EUR liquide Mittel eingenommen.

Leverkusen, den 07. Januar 2010

gez. Prof. Dr. Hermann Lübbert

Vorsitzender des Vorstandes

gez. Werner Pehlemann

Vorstand

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Biofrontera AG, Leverkusen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefasstenLage- und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- undKonzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichereGrundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht hin. Dort ist insbesondere in dem Abschnitt „Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung“ ausgeführt, dass es bis zum Abschluss der pharmazeutischen Entwicklung von Arzneimitteln zusätzlicher Investitionen bedarf und daher bis zum Erreichen der Break-Even-Schwelle im Falle des zwischenzeitigen Ausbleibens der Marktzulassung eines Entwicklungsprojekts zusätzliche liquide Mittel von den Gesellschaftern oder anderen Kapitalgebern eingeworben werden müssen, um die Fortführung der Unternehmensgruppe langfristig zu sichern. Dementsprechend hat der Vorstand der Biofrontera AG mit Stand vom 07. Januar 2010 eine Liquiditätsplanung für die Biofrontera-Gruppe aufgestellt, die zwecks Beschaffung zusätzlich benötigter liquider Mittel die Durchführung einer weiteren Kapitalerhöhung der Biofrontera AG Mitte 2010 vorsieht, durchdie weitere Mittel von 2 bis 4 Mio EUR zufließen sollen. Nachdem im Geschäftsjahr 2009 liquide Mittel aus vier erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt 7,7 Mio EUR zugeflossen sind, befindet sich die für Mitte 2010 vorgesehene Durchführung einer weiteren Kapitalerhöhung der Biofrontera AG derzeitig in Vorbereitung. Nach Ansicht des Vorstands der Biofrontera AG ist mit der aus dieser weiteren Kapitalerhöhung zusätzlich zu schaffenden Liquidität die Unternehmensfortführung überwiegend wahrscheinlich. Dabei wird in der Liquiditätsplanung des Vorstands der Biofrontera AG unterstellt, dass die bei der geplanten Kapitalerhöhung Mitte 2010 zum Bezug vorgesehenen angebotenen Aktien in ausreichendem Umfang gezeichnet werden und dass hieraus im Geschäftsjahr 2010 liquideMittel von mindestens 2,0 Mio. EUR erzielt werden.

Düsseldorf, den 7. Januar 2010

**Warth & Klein GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Thomas Senger (Wirtschaftsprüfer)

Ulrich Diersch (Wirtschaftsprüfer)

Entsprechenserklärung

Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Nachfolgend ist die Erklärung gem. § 161 AktG wiedergegeben, die Vorstand und Aufsichtsrat im November 2008 abgegeben haben:

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Biofrontera AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 06. Juni 2008 gem. § 161 AktG

§ 161 AktG verpflichtet den Vorstand und den Aufsichtsrat der Biofrontera AG jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung nach § 161 AktG ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen.

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die Biofrontera AG seit Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der dort genannten Fassung unter Berücksichtigung der dortigen Ausnahmen entsprochen hat und in der Fassung vom 06. Juni 2008 mit folgenden Ausnahmen entsprechen wird:

Übermittlung von Informationen (Ziffer 2.3.2)

Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind. Die Satzung der Gesellschaft gestattet es, dass Informationen an die Inhaber zugelassener Wertpapiere der Gesellschaft auch mittels elektronischer Medien übermittelt werden können. Die Gesellschaft hält dies für eine notwendige Gestaltungsmöglichkeit, nicht aber für eine zwingende Handlungsoption, dies nicht zuletzt deshalb, weil die elektronischen Kontaktdaten der Aktionäre der Gesellschaft häufig nicht bekannt sind.

Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Abs. 2)

Die Directors & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung) der Biofrontera AG für Vorstand und Aufsichtsrat sieht keinen Versicherungsschutz für vorsätzliche Handlungen und Unterlassungen sowie wissentliche Pflichtverletzungen vor. Versicherungsschutz wird nur für fahrlässig begangene Pflichtverletzungen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gewährt. Ein Selbstbehalt ist dabei nicht vorgesehen. Ein Selbstbehalt ist unseres Erachtens keine Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Unternehmenssteuerung. Verantwortungsvolle Unternehmenssteuerung ist vielmehr selbstverständliches Grundprinzip jeglichen Handelns der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Ein Selbstbehalt für fahrlässiges Verhalten würde auch dem Bestreben der Biofrontera AG zuwiderlaufen, für ihren Aufsichtsrat herausragende Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland zu gewinnen, da Selbstbehalte im Ausland weithin unüblich sind.

Grundzüge und Ausgestaltung variabler Vergütungskomponenten (Ziffer 4.2.3 Absatz 2, 3)

Entsprechend den Bedingungen des existierenden Mitarbeiteroptionsprogramms können nach entsprechendem Aufsichtsratsbeschluss den Vorstandsmitgliedern Optionen auf Wandelschuldverschreibungen der Biofrontera AG eingeräumt werden. In diesem Programm ist für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) nicht vereinbart, angesichts der Struktur und des Umfangs des Optionsprogramms erscheint eine Begrenzungsmöglichkeit auch nicht angezeigt.

Offenlegung aller Bezüge der einzelnen, namentlich genannten Vorstandsmitglieder (Ziff. 4.2.4 und 4.2.5)

Die Hauptversammlung der Biofrontera AG hat im Jahr 2006 mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Bezüge einzelner, namentlich genannter Vorstandsmitglieder nicht veröffentlich werden.

Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands (Ziffer 5.1.2 Absatz 2)

Eine Altersgrenze für Mitglieder des Vorstands ist nicht festgelegt. Das Alter stellt unseres Erachtens kein zwingendes Kriterium für die Qualifikation und Eignung von Vorstandsmitgliedern dar. Der Aufsichtsrat wäre bei einer Altersbegrenzung in der Suche nach qualifizierten und erfahrenen Vorstandsmitgliedern unnötig eingeschränkt.

Ausgestaltung der Vergütung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.7)

Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird die Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht berücksichtigt. Angesichts der engen Abstimmung im sechsköpfigen Aufsichtsratsplenum erscheint eine Differenzierung der Aufsichtsratsvergütung nach der Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht angemessen.

Berichterstattung (Ziffer 7.1.2)

Finanzberichte, Halbjahresberichte und Zwischenmitteilungen werden binnen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht.

Leverkusen, im November 2008

Prof. Dr. Hermann Lübbert

Werner Pehlemann

Der Vorstand

Jürgen Baumann Vorsitzender

Der Aufsichtsrat

Bilanzeid

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gem. § 37y WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Leverkusen, 07. Januar 2010

Biofrontera AG

Der Vorstand

Prof. Dr. Hermann Lübbert

Werner Pehlemann