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Binect AG — Interim / Quarterly Report 2022
Oct 12, 2022
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Interim / Quarterly Report
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Halbjahres-Finanzbericht
Konzern-Zwischenabschluss zum 30.06.2022 der Binect AG
Inhaltsverzeichnis
| Vorwort………………………………………………………………………………… | 3 | |
|---|---|---|
| I. | Geschäftsentwicklung und Performance | 5 |
| Informationen zur Gesellschaft 1. |
5 | |
| 1.1. Geschäftsmodell 5 |
||
| 1.2. Aktie6 |
||
| 1.3. Wirtschaftsbericht 8 |
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| Geschäftsentwicklung der Binect Gruppe10 2. |
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| 2.1. Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum 10 |
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| 2.2. Gesamtdarstellung10 |
||
| 2.3. Ertragslage10 |
||
| 2.4. Vermögens- und Finanzlage 11 |
||
| 2.5. Ausblick und Prognose12 |
||
| II. | Konzern-Zwischenabschluss zum 30.06.2022 | 14 |
| 1. Konzern-Bilanz zum 30.06.2022 |
14 | |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2. |
16 | |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 3. |
17 | |
| 4. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung |
18 | |
| 5. Konzern-Kapitalflussrechnung |
19 | |
| Konzernanhang 6. |
20 | |
| 6.1. Grundlagen und Methoden20 |
||
| 6.2. Veröffentlichte, aber noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen 21 |
||
| 6.3. Erläuterungen zur Konzernbilanz22 |
||
| 6.3.1. Anlagenspiegel |
22 | |
| 6.3.2. Weitere Erläuterungen zur Konzernbilanz |
23 | |
| 6.4. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung |
24 | |
| 6.5. Sonstige Angaben25 |
||
| 6.5.1. Anteilsbasierte Vergütung |
25 | |
| 6.5.2. Vorstand und Aufsichtsrat |
25 |
Vorwort
Binect verfolgt seit der Konsolidierung und Neuausrichtung im Jahr 2020 eine klare Strategie: Aufbauend auf der erreichten starken Marktposition im Geschäft der Postausgangsdigitalisierung wollen wir weitere Geschäftsmodelle rund um die Digitalisierung von Geschäftspost und die digitale Steuerung von Dokumentenprozessen im Mittelstand aufbauen.
Wir schauen in diesem wichtigen Geschäftsjahr deshalb nicht nur auf die operativen Geschäftskennzahlen, sondern auch auf strategisch wichtige Meilensteine, bei denen wir auch im ersten Halbjahr 2022 ein großes Stück vorangekommen sind.
Grundlegend ist dabei der Plattform-Aufbau: Wir bieten auf unserer neuen Basis (ONE) neue, modular aufgebaute und unkomplizierte Produkte (für den digitalen und postalischen Versand von Dokumenten und Geschäftsbelege sowie den digitalen Eingang und die digitale Belegverarbeitung) an und integrieren dabei systematisch Bestin-Class-Lösungen unserer Partner. Für unsere Kunden entsteht damit eine zentrale Anlaufstelle mit einfach zu nutzenden Lösungen für die Digitalisierungs-Herausforderungen des Mittelstands. Zweitrangig ist für uns zum jetzigen Zeitpunkt die Frage, ob weitere Geschäfte künftig neben der aktuellen Tochtergesellschaft Binect GmbH aufgebaut oder in das derzeitige operative Geschäft integriert werden. Sich im Rahmen unserer Strategie innerhalb der kommenden 24 Monate potenziell ergebende Akquisitions- oder Beteiligungsgespräche werden zeigen, ob sich die Binect AG als Konzern wieder breiter aufstellt.
Elementar für den Plattformaufbau ist das Projekt Binect ONE – die Harmonisierung und technische Erneuerung des Softwareangebots. Binect ONE befindet sich 2022 in seiner entscheidenden Phase und im ersten Halbjahr haben wir planmäßig wichtige Meilensteine erreicht. So wurde die Zusammenführung der Angebote Enterprise und Cube auf einer Software-Basis umgesetzt und das neue Angebot "Cube NG" (Next Generation) am Markt eingeführt. Gleichzeitig konnte eine Beta-Version der angekündigten Customizing-Komponente in Betrieb genommen werden. Parallel zur technischen Erneuerung wurden die ersten Migrationen von Altsystemen auf die neue Software-Plattform in Angriff genommen und zum Teil bereits abgeschlossen.
Auch beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle kommen wir Stück für Stück voran. So wurde die Kooperation mit dem Anbieter Reisswolf im Bereich der Posteingangsdigitalisierung planmäßig ergänzt um weitere Kooperationen in den Bereichen Belegklassifikation, Beleglesung und Belegverarbeitung. Diese tragen dazu bei, das Angebot der Binect für den gesamten Prozess der digitalen Posteingangsverarbeitung systematisch auszubauen. Hier sollen im zweiten Halbjahr die ersten Projekte mit einigen ausgewählten Kunden realisiert werden.
Wir sind vom eingeschlagenen Weg, mit dem Projekt "ONE" zunächst die Basis für Stabilisierung und weiteres Wachstum im Kerngeschäft zu legen, und parallel die Grundlagenarbeit für die Erschließung weiterer im Zentrum der Digitalisierung nicht nur des deutschen Mittelstands stehender Geschäftsfelder zu leisten, überzeugt.
Dieser ist nicht nur strategisch stringent, sondern auch der potenzielle wirtschaftliche Erfolg zeichnet sich verstärkt ab. So konnten wir in den zurückliegenden Monaten nicht nur an das Wachstumsjahr 2021 anknüpfen, sondern haben bei der Wachstumsdynamik den Vorjahreszeitraum klar übertroffen. Der Konzernumsatz liegt nach sechs Monaten mit 6,0 Mio. EUR rund 23% über dem Vergleichswert aus 2021. Gleichzeitig sind alle Ergebniskennziffern trotz der laufenden Investitionen in Plattformharmonisierung und Technologieoptimierung erneut klar positiv. Dies zeigt, dass wir uns nach dem von den direkten Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich betroffenen Vorjahr wieder einen Schritt zurück in Richtung Normalität bewegt haben. Die Digitalisierung des Postausgangs ist in unseren Zielmärkten zurück auf der Agenda. Entsprechend konnten wir den Auftragseingang im ersten Halbjahr um ca. 25% steigern und liegen damit nicht nur über dem Umsatzwachstum, sondern auch über dem bereits sehr guten Vorjahreswert.
Das Wachstum ist insbesondere auf die vergrößerte Kundenbasis unserer strategischen Mittelstandsprodukte im Bereich des Gesundheitswesens und der öffentlichen Hand sowie auf dem Wohnungsmarkt und in der Energieversorgung zurückzuführen. Binect ist mit ihrer Software und ihren Fulfillment-Leistungen hier zunehmend etabliert und kann auf ein starkes Empfehlungsgeschäft zurückgreifen. Das überproportionale Wachstum von 42,6% in diesem Geschäftsfeld führt dazu, dass der Anteil der strategischen Produkte am Gesamtumsatz nun bei 63% liegt (Vorjahr: 55%).
Wichtige Vertragsabschlüsse im ersten Halbjahr sichern die Grundlagen für weiteres Wachstum. Zum einen wurde mit Campaign, einem Teil der Bertelsmann Printing Group, ein zusätzlicher Fulfillment- und Vertriebspartner gewonnen, zum anderen konnte der Rahmenvertrag mit dem wichtigen Partner Deutsche Post AG bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 verlängert werden. Für das wichtigste hybride "Zugangsprodukt" des DPAG-Portfolios, die E-Postbusiness Box, konnte damit eine langfristige Perspektive für Innovation und Weiterentwicklung geschaffen werden, die für Binect flankiert wird von der Erhöhung der Planungssicherheit durch einen festgeschriebenen Mindestumsatz.
So positiv die geschäftliche Entwicklung der Binect in den ersten 6 Monaten verlief – mit der Entwicklung unseres Aktienkurses und mit der entsprechenden Marktkapitalisierung können wir nicht zufrieden sein. Zwar bewegt sich die Binect-Aktie im laufenden Jahr im Einklang mit den wichtigsten Indizes und weist teilweise sogar positive Abweichungen auf; bezogen auf einen 12-Monats-Zeitraum hat die Aktie aber gegen den positiven Trend im operativen Geschäft deutlich an Wert verloren. Als Small Cap mit relativ geringem Handelsvolumen ist Binect hier Einflüssen ausgesetzt, die auf Entscheidungen Weniger oder Einzelner beruhen. Haben sich diese Einflüsse insbesondere im zweiten Halbjahr des Vorjahres manifestiert, sind wir zuversichtlich, dass die gute operative Performance sich letztlich auch am Kapitalmarkt niederschlägt.
Bei unseren Aktionären möchten wir uns an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und versichern, konsequent auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben und mit aller Kraft den Erfolg der Gesellschaft voranzutreiben. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Kunden und Partnern für die gute Zusammenarbeit, sowie natürlich auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Engagement und Ideen die Erfolge der Binect überhaupt erst möglich machen.
Dr. Frank Wermeyer Vorstand
I. Geschäftsentwicklung und Performance
1. Informationen zur Gesellschaft
1.1. Geschäftsmodell
Die Binect Gruppe hat im Zuge der strategischen Neuausrichtung 2020 entschieden, sich auf Geschäftsmodelle rund um die Digitalisierung von Geschäftspost und die digitale Steuerung von Dokumentenprozessen im Unternehmen zu fokussieren. Die Gruppe strebt dabei an, künftig neben dem aktuellen Geschäft der Tochtergesellschaft Binect GmbH weitere Geschäfte zu etablieren, die mit "Entwicklung digitaler Bausteine für eine sichere und einfache Dokumentenlogistik" beschrieben wurden. Angestrebt wird dabei die Etablierung einer "Plattform", die den aktuellen und künftigen Kunden weitere digitale Bausteine und Komponenten sowie Mehrwertdienste anbietet. Neue Geschäftsfelder außerhalb des heutigen Postausgangsgeschäftes der Binect GmbH werden von der Holding bewertet und vorangetrieben.
Mit der derzeitigen Tochter Binect GmbH besitzt die Binect Gruppe ein starkes Standbein im deutschen Markt für Hybridpost und digitale Ausgangskommunikation. Im Zuge der letzten Jahre wurde das Angebot eigener Standardsoftwarelösungen strategisch in den Mittelpunkt gerückt ("strategische Produkte") und dessen Anteil am Gesamtgeschäft deutlich gesteigert. Die standardisierten Softwarelösungen (digitaler Postausgang, Posteingang, etc.) werden überwiegend als SaaS-Dienste auf einer gemeinsamen Plattform angeboten, ergänzt um komplementäre Dienstleistungen für das Outsourcing des Dokumentenmanagements (z.B. Druck, Frankierung, Zustellung oder Scan von Geschäftsdokumenten). OEM-Partnern, u.a. der Deutschen Post AG, werden die Produkte auch als White-Label-Lösungen zur Verfügung gestellt.
Die Kunden, bestehend aus mittelständischen Unternehmen sowie Institutionen aus dem Gesundheitssektor und dem öffentlichen Bereich, die Binect bei der Digitalisierung ihrer Dokumentenprozesse begleitet, stehen vor der Herausforderung, ihren gesamten Posteingang effizient zu managen und die richtigen Verarbeitungs-Workflows aufzubauen. Die verfügbaren Angebote zeigen hier insbesondere für den Mittelstand große Lücken auf und bestehen häufig darin, die eingehende physische Post zu digitalisieren (Scan-Dienstleistung) und bereitzustellen. Erforderlich ist hier eine viel stärkere Multi-Channel-Ausrichtung, die auch digitale Post aus verschiedensten Kanälen berücksichtigt, vor allem eine intelligente, ggf. KI-basierte Extraktion und Klassifikation der Inhalte sowie die Weiterverarbeitung im Rahmen teilweise automatisierter Workflows. Dabei ist auch das Zusammenspiel mit bereits genutzten Systemen, allen voran DMS-/ECM-Systemen, von ausschlaggebender Bedeutung.
1.2. Aktie
War 2021 trotz anhaltender Pandemie, weltweiter Lieferschwierigkeiten und wachsenden Inflationsängsten ein zwar turbulentes, unter dem Strich aber sehr erfolgreiches Börsenjahr, führte der russische Angriffskrieg in der Ukraine mitsamt den einhergehenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen an den Märkten zu deutlichen Einbußen. So fiel der deutsche Leitindex DAX Anfang März erstmals unter die 13.000-Punkte-Marke. Nach einer vorübergehenden Erholung und anschließender Seitwärtsbewegung auf einem Niveau zwischen 13.500 und 14.500 Punkten, folgte Anfang Juni ein weiterer Einbruch bis auf den Tiefstwert im Berichtszeitraum von 12.783,77 Punkten am 30.06.2022. Das ist gleichbedeutend mit einem Rückgang um 19,5% gegenüber seinem Schlusskurs von Ende Dezember 2021. Beim TecDAX war der Kursverlust mit rund 26,4% sogar noch etwas höher.
In diesem Umfeld geriet auch die Aktie der Binect AG im Jahresverlauf zeitweise unter Druck. Mit einem Kurs von 2,82 EUR ins neue Jahr gestartet, entwickelte sich die Binect-Aktie in den ersten Wochen 2022 zunächst leicht aufwärts. In der Spitze erreichte der Kurs am 13. Januar 2022 einen Wert von 3,08 EUR, gleichbedeutend mit dem Höchstwert im Berichtszeitraum. In der Folge gab der Kurs jedoch wieder etwas nach, auch weil das am 25. Januar 2022 veröffentlichte vorläufige Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2021 leicht unter dem prognostizierten Wert lag. Trotz des negativen Marktumfelds infolge des Kriegsausbruchs in der Ukraine, stabilisierte sich die Binect-Aktie, gestützt durch mehrere positive Mitteilungen, zunächst auf einem Niveau um 2,50 EUR. Im Zuge des erneuten Markteinbruchs im Juni fiel die Binect-Aktie bei niedrigem Handelsvolumen am 22.06.2022 mit 2,16 EUR auf den Tiefstwert im Berichtszeitraum. Der Periodenschlusskurs am 30. Juni 2022 belief sich auf 2,28 EUR im XETRA-Handel. Dies entspricht einem Kursrückgang in Höhe von 19,1% im Berichtszeitraum. Zu Beginn des zweiten Halbjahrs zeigte die Binect-Aktie eine leichte Aufwärtstendenz und notierte am 15. August 2022 bei 2,42 EUR.
Infolge des Kursverlusts verringerte sich die Marktkapitalisierung der Binect AG zum 30. Juni 2022 auf 7,3 Mio. EUR (31.12.2021: 8,9 Mio. EUR). Bedeutendster Handelsplatz der Binect-Aktie war im bisherigen Jahresverlauf die elektronische Plattform Xetra mit rund 65% Umsatzanteil, gefolgt von der Berliner Tradegate Exchange mit rund 26% sowie der Börse Stuttgart mit knapp 5% und dem Frankfurter Parkett mit gut 3%. Das durchschnittliche Handelsvolumen über alle Börsenplätze lag mit 96.440 Aktien pro Monat deutlich niedriger als im Vorjahr (H1 2021: 197.657). Die Liquiditätsunterstützung zur Gewährleistung der Handelbarkeit der Binect-Aktie im vollelektronischen Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG erfolgte durch die BankM AG.
Unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit haben wir im ersten Halbjahr 2022 zeitnah über den aktuellen Geschäftsverlauf, besondere Ereignisse sowie die Perspektiven des Unternehmens informiert. Neben der regelmäßigen Berichterstattung stand der Vorstand in Conference Calls sowie auf der Frühjahrskonferenz Mitte Mai in Frankfurt für Fragen von Investoren, Analysten und Finanzjournalisten zur Verfügung. Darüber hinaus plant der Vorstand, die Gesellschaft erstmals auf der "MKK Münchener Kapitalmarkt Konferenz" zu präsentieren. Die MKK findet am 15./16. November 2022 statt und ist die größte Kapitalmarktkonferenz im süddeutschen Raum. Zudem konnten sich Aktionärinnen und Aktionäre im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Juni 2022, die aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie erneut virtuell stattfand, über das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 und die aktuelle Lage bei der Binect AG informieren. Die Präsentation zur Hauptversammlung steht auf der Homepage unter der Rubrik Publikationen zum Download zur Verfügung.
| ISIN / WKN | DE000A3H2135 / A3H213 |
|---|---|
| Börsenkürzel | MA1 |
| Handelssegment | Open Market (Freiverkehr) der Börse Frank furt |
| Art der Aktie | Inhaberaktie |
| Erstnotiz | 28. November 2006 |
| Anzahl Aktien | 3.215.715 (zum 30.06.2020) |
| Handelsplätze | Frankfurt, XETRA©, Hamburg, Berlin, Mün chen, Stuttgart, Düsseldorf |
| Designated Sponsor |
BankM AG, Frankfurt |
Informationen zur Aktie
1.3. Wirtschaftsbericht
Die Binect AG ist aufgrund der Geschäftsausrichtung stark abhängig von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem deutschen Markt.
Nachdem die globale Produktion im zweiten Halbjahr 2021 kräftig gestiegen war, hat die Erholung von der Corona-Krise nach der Jahreswende stark an Fahrt verloren. Maßgeblich waren hierfür der Angriff Russlands auf die Ukraine und neue Beeinträchtigungen durch die Pandemie. So wurden in China seit Januar zunehmend regionale Lockdowns verhängt, weil die Regierung an ihrer strikten Null-Covid-Politik festhält. Angebotsengpässe und logistische Probleme haben in der Folge zuletzt wieder an Bedeutung gewonnen und die Verbraucherpreise haben weltweit stark angezogen. In vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften wurden langjährige Höchststände erreicht. Insbesondere die Rohstoffpreise sind durch den Krieg in der Ukraine zeitweise nochmals deutlich gestiegen, bevor sie aufgrund der im zweiten Quartal sichtbaren weltweiten konjunkturellen Abschwächung wieder etwas zurückgingen.
Verzeichnete das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal noch ein leichtes Plus, setzte im zweiten Quartal eine Stagnation ein. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) jedoch unverändert einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,1%. Die Auftriebskräfte bleiben aus Sicht der Experten grundsätzlich intakt, wenn auch mit verringerter Stärke. Maßgeblich hierfür sind die aufgestaute Kaufkraft der privaten Haushalte sowie das unverändert hohe Auftragspolster der Industrieunternehmen. Darüber hinaus rechnet das IfW Kiel im weiteren Jahresverlauf mit einem Rückgang der Preise für Industrierohstoffe, wenn auch auf hohem Niveau. Umgekehrt dämpft die ökonomische Unsicherheit, die vom anhaltenden Krieg in der Ukraine und den verbleibenden Risiken seitens der Covid-19- Pandemie ausgeht, die Investitionsneigung. Zumal eine rasche Rückkehr zu niedrigeren Inflationsraten nicht absehbar ist. Verfestigt sich jedoch die Inflation, müsste die Geldpolitik noch stärker bremsen, mit der Gefahr einer Rezession in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und einer ausgeprägten Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen in den Schwellenländern.
Die aktuellen Herausforderungen für die Weltmärkte führen auch in der digitalen Wirtschaft in Deutschland zu Verunsicherung. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der das Geschäftsklima abbildet, verschlechterte sich zwischenzeitlich deutlich. Insbesondere die Erwartungen sind Stand Juni weiterhin nur schwach im Plus (2,9 Punkte). Die aktuelle Lage bewegte sich zuletzt hingegen wieder im sehr guten Bereich, so dass das Geschäftsklima insgesamt im Juni um 2,3 Punkte auf 22,8 Punkte anstieg. Unter dem Strich erhöhte der Digitalverband Bitkom seine Erwartungen für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik gegenüber dem Jahresbeginn leicht und erwartet auf Basis aktueller Berechnungen für das Gesamtjahr 2022 jetzt ein Umsatzplus von 4,3% auf 189,4 Mrd. EUR (vorher +3,9%).
Die Informationstechnik bleibt mit einem prognostizierten Umsatz von 113,0 Mrd. EUR (+6,7% gegenüber +5,9% zu Jahresbeginn) ein Treiber dieser Entwicklung. Mit einem erwarteten Plus von 8,8% dürfte das Software-Segment, das besonders durch
das Cloud-Geschäft angetrieben wird, unverändert am stärksten zulegen (vorher: +9,0%). Für das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, wird ein Wachstum von 5,3% erwartet. Zu Jahresbeginn waren es noch lediglich 3,9%. Dies verdeutlicht, dass trotz der zunehmenden Unsicherheiten kein Weg daran vorbeiführt, Wirtschaft und Verwaltung schnell und umfassend zu digitalisieren. Im Gegenteil, viele Unternehmen haben erkannt, wie wichtig es ist, die Widerstandsfähigkeit und Resilienz gegenüber Krisen jeder Art zu steigern. Digitale Technologien können dabei unterstützen, sichere und verlässliche Infrastrukturen zu schaffen und die Handlungsfähigkeit von Staat und Unternehmen auch unter widrigen Bedingungen zu erhalten. Entsprechend wird das Branchenwachstum anders als in den ersten Jahren der Pandemie nicht mehr überwiegend vom Consumer-Bereich, sondern zunehmend von Unternehmensinvestitionen getragen.
Gemäß einer aktuellen repräsentativen Bitkom-Umfrage investieren im laufenden Jahr 43% der Unternehmen mehr Geld in Digitalisierung als noch 2021, 31% halten die Investitionen stabil. Vor dem Hintergrund, dass 69% der Befragten davon ausgehen, dass in fünf Jahren digitale Geschäftsmodelle von sehr großer Bedeutung oder sogar entscheidend für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg sein werden, aber 66% sich unverändert für Nachzügler halten, ist die gestiegene Investitionstätigkeit wenig verwunderlich. Allerdings droht bei anhaltend schwierigem Wirtschaftsklima 2023 ein Rückgang der Investitionen. Als Hemmnis empfinden viele Unternehmen bestehende Schriftformerfordernisse und Datenschutzregelungen. Dennoch setzen sich digitale Rechnungen in der deutschen Wirtschaft immer stärker durch. Erstellten vor zwei Jahren 65% der Unternehmen in Deutschland mindestens die Hälfte ihrer Rechnungen in digitaler Form, sind es heute 72%. Bei anderen elektronischen Belegarten ist die Akzeptanz derzeit noch deutlich geringer, zudem nutzen weniger als die Hälfte strukturierte Formate. Die automatisierte und medienbruchfreie digitale Abbildung von Geschäftsprozessen birgt damit unverändert ein erhebliches Innovationspotenzial und eine hohe Chance für Effizienzgewinne.
2. Geschäftsentwicklung der Binect Gruppe
2.1. Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum
Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft traten im Berichtszeitraum nicht ein.
2.2. Gesamtdarstellung
Im ersten Halbjahr 2022 konnte Binect den eingeschlagenen Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Sowohl Umsatz als auch Auftragseingang stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich an und liegen über den Erwartungen. Der Ertrag liegt wie geplant im positiven Bereich.
Bei der Plattformharmonisierung und der technologischen Erneuerung im Rahmen des strategisch wichtigen Projekts ONE konnten in den zurückliegenden Monaten weitere Meilensteine planmäßig erreicht werden. Und auch beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle kann Binect Fortschritte verzeichnen. Erste Pilotprojekte laufen und der zu erwartende Proof of Concept soll wie geplant noch im laufenden Geschäftsjahr in kleinere "New-Business-Umsätze" resultieren.
Als weitere wichtige Meilensteine in der Gesamtgeschäftsentwicklung konnte Binect im ersten Halbjahr den Abschluss eines Vertrages mit Campaign, einem Teil der Bertelsmann Printing Group, verkünden, die langfristig als zusätzlicher Fulfillment- und Vertriebspartner eine weitere Grundlage für das künftige Wachstum liefern wird. Darüber hinaus wurde der Rahmenvertrag mit dem wichtigen Partner Deutsche Post AG bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 verlängert.
Finanziell ist die Binect AG weiterhin sehr solide aufgestellt. Gestützt durch das gute Periodenergebnis und das aufgebaute Forderungsmanagement war der operative Cashflow im ersten Halbjahr mit 419 TEUR deutlich positiv (H1 2021: -295 TEUR). Die liquiden Mittel summierten sich zum 30.06.2022 auf 1.945 TEUR (31.12.2021: 2.046 TEUR) und die Eigenkapitalquote liegt mit 80,9% unverändert auf hohem Niveau (31.12.2021: 85,6%).
2.3. Ertragslage
Der Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf 6.040 TEUR (H1 2021: 4.892 TEUR). Dies entspricht einem Anstieg um 23,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich aufgrund gestiegener aktivierter Eigenleistungen um 26,0% auf 6.458 TEUR (H1 2021: 5.124 TEUR).
Insbesondere die Kundenbasis der Binect GmbH im Bereich des strategischen Angebotsportfolios wurde mit Kliniken/Krankenhäusern, öffentlichen Institutionen sowie Unternehmen aus Energieversorgung und Industrie weiter gestärkt. Hier konnte ein Umsatzwachstum von rund 42,6% auf 3.807 TEUR (H1 2021: 2.670 TEUR) verzeichnet werden. Entsprechend erhöhte sich der Anteil der strategischen Mittelstandsprodukte am Konzernumsatz von 55% im ersten Halbjahr 2021 auf 63% im Berichtszeitraum.
Kostenseitig machen sich die planmäßigen Investitionen in die Harmonisierung und die technologische sowie organisatorische Erneuerung (MicroServices, API, UI/UX) der Binect-Produktplattform bemerkbar. Auch der Materialaufwand, der im Wesentlichen aus dem Einkauf von Druckdienstleistungen besteht, nahm gemessen am Umsatzanstieg leicht überproportional zu. Der Personalaufwand erhöhte sich ebenfalls, jedoch unterproportional zum Umsatzwachstum. Dass die Ergebniskennzahlen dennoch klar positiv sind, zeigt die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und verdeutlicht das zukünftige Skalierungspotenzial. Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf 385 TEUR (H1 2021: 408 TEUR) und das EBIT auf 208 TEUR (H1 2021: 171 TEUR). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 195 TEUR (H1 2021: 152 TEUR) und war aufgrund der bestehenden Verlustvorträge gleichbedeutend mit dem Konzernperiodenüberschuss (H1 2021: 152 TEUR).
2.4. Vermögens- und Finanzlage
Kapitalstruktur und Vermögenslage
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Konzern-Bilanzsumme im Berichtszeitraum von 9.954 TEUR (zum 31.12.2021) auf 10.783 TEUR zum 30.06.2022 erhöht. Die Zunahme ist auf der Aktivseite hauptsächlich auf die Right-of-use (RoU) – Asset-Kapitalisierung des neuen Büromietvertrags mit 736 TEUR infolge des Umzugs in den Weiterstadt Park zum 01.01.2022 zurückzuführen. Da sich auch die immateriellen Vermögenswerte durch die erfolgten Project ONE Investitionen um 273 TEUR erhöht haben, sind die langfristigen Vermögenswerte im Berichtszeitraum um insgesamt 1.071 TEUR auf 6.374 TEUR gestiegen (31.12.2021: 5.303 TEUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich hingegen um 242 TEUR leicht verringert auf 4.409 TEUR (31.12.2021: 4.651 TEUR), insbesondere durch den rückläufigen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital im Wesentlichen durch das realisierte Periodenergebnis um 195 TEUR auf 8.720 TEUR zum Halbjahresende erhöht (31.12.2021: 8.523 TEUR). Während unterjährig die aus latenten Steuerschulden bestehenden langfristigen Schulden mit 184 TEUR konstant blieben, erhöhten sich die kurzfristigen Schulden auf 1.879 TEUR (31.12.2021: 1.247 TEUR). Dies ist vor allem auf die bilanzielle Berücksichtigung des neuen Mietvertrags als Leasingverbindlichkeit in Höhe von 742 TEUR zurückzuführen, während im Berichtszeitraum die Steuerschulden und die sonstigen Schulden in etwa auf dem Niveau des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 blieben und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 168 TEUR auf 607 TEUR zurückgeführt wurden. Insgesamt reduzierte sich die Konzern-Eigenkapitalquote dadurch von 85,6% zum 31.12.2021 auf 80,9% zum 30.06.2022.
Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im ersten Halbjahr 2022 auf 419 TEUR (H1 2021: -295 TEUR) erhöht werden. Die signifikante Steigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode ist in erster Linie auf das deutlich erhöhte Periodenergebnis sowie den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich insbesondere aufgrund der wie geplant realisierten Investitionen in Project ONE auf -462 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit fiel unter Berücksichtigung der sich aus dem Mietvertrag ergebenden Leasingverbindlichkeit mit -57 TEUR ebenfalls negativ aus. Unter dem Strich belief sich der Gesamt-Cashflow nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit auf exakt -100 TEUR (H1 2021: 955 TEUR durch die realisierte Kapitalerhöhung in Höhe von 1.544 TEUR). Aufgrund der sehr soliden Finanzierungsstruktur mit einem Finanzmittelfonds in Höhe von 1.945 TEUR zum 30.06.2022 und der auch künftig verfügbaren liquiden Mittel ist zum Berichtszeitpunkt für die nächsten Jahre von einer ausreichenden Liquidität auszugehen.
2.5. Ausblick und Prognose
Die Zahlen für das erste Halbjahr 2022 übertreffen die Erwartungen des Vorstands und die bisher realisierte Wachstumsrate liegt über der Prognose für das Gesamtjahr. Basierend auf einem Plus von ca. 25% beim Auftragseingang könnte die Dynamik bis zum Jahresende sogar noch einmal leicht anwachsen. Positiv auf den Geschäftsverlauf dürfte sich darüber hinaus insbesondere die Zunahme des Transaktionsvolumens auswirken. Im ersten Halbjahr trugen Neukunden aus dem vergangenen Geschäftsjahr sowie die angekündigte Nutzungsintensivierung größerer Accounts zum Anstieg bei.
Gestützt durch den starken Auftragseingang der ersten sechs Monate sollte sich diese Entwicklung auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. Mit der Einführung des neuen Release der E-Postbusiness Box wurde zudem auch für das Wachstum im OEM-Geschäft der Deutsche Post AG eine gute Grundlage geschaffen.
Bei der Erschließung der neuen Geschäftsfelder Posteingangsdigitalisierung und digitale Posteingangs- und Belegverarbeitung wurden im bisherigen Geschäftsverlauf ebenfalls sichtbare Fortschritte erzielt. Für die strategische Weiterentwicklung und das weitere Wachstum ist das eine wichtige Grundlage; für das aktuelle Geschäftsjahr wird hieraus aber planungsgemäß kein nennenswerter Umsatz- und Ergebnisbeitrag erwartet.
Auf der Umsetzungsseite wird das Projekt ONE – Plattformharmonisierung und technologische Erneuerung – nach aktueller Abschätzung die Meilensteine für das zweite Halbjahr 2022 planmäßig erreichen. Im Mittelpunkt stehen die Beta-Version der neuen Binect API auf Basis der Enterprise- bzw. ONE-Plattform sowie der neue Binect Web-Client, der bis Jahresende mit voller Funktionalität übergreifend für alle Software-Lösungen und Produktpakete bereitstehen soll.
Mehr denn je ist das aktuelle Geschäftsumfeld jedoch geprägt von besonderen Herausforderungen und Unsicherheiten. Insbesondere die Folgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine können nicht verlässlich abgeschätzt werden. Hier muss abgewartet werden, welchen Einfluss z.B. die derzeitige Inflationsentwicklung für das Kostenmanagement der Unternehmen hat und welche Prioritäten gesetzt werden. Zudem ist eine erneute Verschärfung der Pandemielage im Herbst/Winter nicht ausgeschlossen und kann dazu führen, dass die derzeitige Offenheit für Zukunfts- und Digitalisierungsprojekte wieder nachlässt. Weiterhin sind die mittelfristigen Folgen der Pandemie, die zu erheblichen Preissteigerungen z.B. beim Papier geführt haben, im Auge zu behalten. Für die Hybridpost und die wirtschaftliche Entwicklung der Binect wird es auch darauf ankommen, ob Preiserhöhungen für Vorleistungen in der derzeitigen Wettbewerbssituation an die Kunden weitergegeben werden können.
Zusammenfassend verlief das bisherige Geschäftsjahr sehr erfolgreich und Binect ist damit sehr gut positioniert für den weiteren Geschäftsverlauf. Die ersten beiden Monate des zweiten Halbjahres stimmen ebenfalls zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung bis zum Jahresende fortsetzen wird. Aufgrund der hohen Unsicherheit infolge der angeführten Risiken für die Märkte und das Geschäft der Binect, hält der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt aber vorerst an der bestehenden Prognose für das Geschäftsjahr 2022 fest. Diese sieht ein Umsatzwachstum von 10% bis 15% bei einem weiterhin positiven Konzernergebnis vor. Die Entwicklung wird jedoch sehr genau beobachtet und sollte sich herausstellen, dass die Ergebnisse ungeachtet der Risiken weiterhin über den Erwartungen liegen, wird eine Anpassung erfolgen.
II. Konzern-Zwischenabschluss zum 30.06.2022
1. Konzern-Bilanz zum 30.06.2022
| Aktiva | Angabe | 30.06.2022 (in EUR) |
31.12.2021 (in EUR) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.3.1. | 5.483.231,69 | 5.210.126,54 | |||||
| Sachanlagen | 6.3.1. | 891.129,18 | 92.902,05 | |||||
| Finanzanlagen | 6.3.1. | 2,00 | 2,00 | |||||
| Sonstige Vermögenswerte | 0,00 | 0,00 | ||||||
| 6.3.2. | 6.374.362,87 | 5.303.030,59 | ||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
6.3.2. | 1.945.237,84 | 2.045.516,58 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.3.2. | 1.823.317,68 | 2.131.579,73 | |||||
| Steuererstattungsansprüche | 0,00 | 0,00 | ||||||
| Vorräte | 271.630,97 | 220.248,00 | ||||||
| Sonstige Vermögenswerte | 368.762,67 | 253.585,81 | ||||||
| 4.408.949,16 | 4.651.203,12 | |||||||
| Summe Vermögenswerte | 10.783.312,03 | 9.954.233,71 |
| Passiva | Angabe | 30.06.2022 (in EUR) |
31.12.2021 (in EUR) |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 3.215.715,00 | 3.215.715,00 | |
| Kapitalrücklage | 4.710.719,30 | 4.708.088,05 | |
| Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag |
599.190,97 | 499.583,25 | |
| Konzernperiodenergebnis | 194.664,98 | 99.607,72 | |
| 6.3.2. | 8.720.290,25 | 8.522.994,02 | |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital |
8.720.290,25 | 8.522.994,02 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Leasingverbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | |
| Latente Steuerschulden | 184.181,56 | 184.181,56 | |
| 184.181,56 | 184.181,56 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Leasingverbindlichkeiten | 6.3.2. | 741.605,40 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
6.3.2 | 606.510,24 | 774.606,60 |
| Steuerschulden | 92.742,83 | 145.149,25 | |
| Sonstige Schulden | 437.981,75 | 327.302,28 | |
| 1.878.840,22 | 1.247.058,13 | ||
| Summe Eigenkapital und Schulden | 10.783.312,03 | 9.954.233,71 |
2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
| Konzern Gewinn- und Verlustrechnung |
Anhang | H1 2022 (in EUR) |
H1 2021 (in EUR) |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.4. | 6.039.595,42 | 4.892.380,66 |
| Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
51.382,96 | 51.382,96 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 6.4. | 367.322,83 | 179.905,14 |
| Gesamtleistung | 6.458.301,22 | 5.123.668,76 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.561,03 | 32.914,37 | |
| Materialaufwand | 6.4. | -3.644.437,54 | -2.863.263,23 |
| Personalaufwand | 6.4. | -1.602.160,50 | -1.408.444,73 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
-176.516,20 | -236.371,95 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -835.744,68 | -477.095,52 | |
| Betriebsergebnis | 208.003,33 | 171.407,70 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -13.338,35 | -19.097,76 | |
| Finanzergebnis | -13.338.,35 | -19.097,76 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 194.664,98 | 152.309,94 | |
| Ertragsteuern | 0,00 | 0,00 | |
| Konzernüberschuss | 194.664,98 | 152.309,94 | |
| Zurechnung des Überschusses/Fehlbetrags an die Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzern überschuss) |
194.664,98 | 152.309,94 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0,00 | 0,00 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| unverwässert | 0,06 | 0,05 | |
| verwässert | 0,06 | 0,05 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien | 3.215.715 | 3.215.715 | |
| unverwässert (Stück) | 3.215.715 | 3.215.715 | |
| Verwässerungseffekt aus Aktienoptionen | 80.867 | 80.867 | |
| Verwässert (Stück) | 3.296.582 | 3.296.582 |
3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
| In EUR | H1 2022 | H1 2021 |
|---|---|---|
| Konzernüberschuss | 194.664,98 | 152.309,94 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen |
||
| Neubewertung des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,00 | 0,00 |
| Wertänderungen bei veräußerbaren Finanzwerten und Cashflow hedges |
0,00 | 0,00 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 |
| Konzerngesamtergebnis einschließlich erfolgsneutral erfasster Eigenkapitalveränderungen |
194.664,98 | 152.309,94 |
| Zurechnung des Überschusses an die Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss) |
194.664,98 | 152.309,94 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0,00 | 0,00 |
4. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Zusätzlich | Summe | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausgegebene Stückaktien | eingezahlte | Eigenkapital | Anteile | |||||
| Anzahl | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- Rücklagen |
Kapital- Rücklagen |
Gewinn- Rücklagen |
der Aktionäre der Binect AG |
anderer Gesellschafter |
Gesamt | |
| Eigenkapital zum 01.01.2021 | 2.572.572 | 2.572.572,00 | 3.795.114,50 | 216.792,49 | 499.583,25 | 6.867.269,75 | 0,00 | 6.867.269,75 |
| Konzernüberschuss / -fehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 99.607,72 | 99.607,72 | 0,00 | 99.607,72 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Kapitalerhöhung | 643.143 | 643.143,00 | 900.400,20 | 0,00 | 0,00 | 1.543.543,20 | 0,00 | 1.543.543,20 |
| Aktienbasierte Vergütungen | 0,00 | 12.573,35 | 12.573,35 | 0,00 | 12.573,35 | 0,00 | 12.573,35 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2021 | 3.215.715 | 3.215.715,00 | 4.708.088,05 | 229.365,84 | 599.190,97 | 8.522.994,02 | 0,00 | 8.522.994,02 |
| Konzernüberschuss | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 194.664,98 | 194.664,98 | 0,00 | 194.664,98 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Aktienbasierte Vergütungen | 0,00 | 2.631,25 | 2.631,25 | 0,00 | 2.631,25 | 0,00 | 2.631,25 | |
| Eigenkapital zum 30.06.2022 | 3.215.715 | 3.215.715,00 | 4.710.719,30 | 231.997,09 | 793.855,95 | 8.720.290,25 | 0,00 | 8.720.290,25 |
5. Konzern-Kapitalflussrechnung
Für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
| In EUR | H1 2022 |
H1 2021 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 194.664,98 | 152.309,94 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle | ||
| Vermögenswerte | 176.516,20 | 236.371,95 |
| Finanzergebnis | 13.338,35 | 19.097,76 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und | ||
| immateriellen Vermögenswerten | 0,00 | 0,00 |
| Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften | 0,00 | 0,00 |
| Veränderung der Vorräte | -51.382,96 | -51.382,96 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
230.275,52 | -638.233,00 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||
| Leistungen | -168.096,36 | -340.713,50 |
| Veränderung sonstige Vermögenswerte und sonstige | ||
| Schulden | 21.355,72 | 333.379,45 |
| Gezahlte ./. erhaltene Zinsen | 0,00 | -5.331,18 |
| Gezahlte ./. erhaltene Ertragsteuern | 0,00 | 0,00 |
| Gezahlte ./. erhaltene Dividenden | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 2.631,25 | 0,00 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 419.302,69 | -294.501,54 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen | ||
| Vermögenswerten | -462.258,48 | -224.620,10 |
| Einzahlungen ./. Auszahlungen aus dem Verkauf von | ||
| vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 0,00 | 0,00 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -462.258,48 | -224.620,10 |
| Eigenkapitalzuführungen aus Kapitalerhöhung | 0,00 | 1.543.543,20 |
| Einzahlungen / Auszahlungen Factoring (nur in 2021) | 0,00 | -55.215,00 |
| Einzahlung / Auszahlung Leasingverbindlichkeit | ||
| (neuer Büromiet-Vertrag) | -56.239,80 | 0,00 |
| Gezahlte Zinsen | -1.083,15 | -13.766,58 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -57.322,95 | 1.474.561,62 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -100.278,74 | 955.439,98 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres | 2.045.516,58 | 1.657.932,22 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Berichtsperiode | 1.945.237,84 | 2.613.372,20 |
6. Konzernanhang
6.1. Grundlagen und Methoden
Informationen zum Unternehmen
Die wesentlichen Tätigkeitsbereiche des Konzerns wurden im Kapitel I. 1.1. beschrieben.
Berichtsgrundlage
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 (nachstehend bezeichnet als "Konzernzwischenabschluss") wurde gemäß IAS 34 "Interim Financial Reporting" (Zwischenberichterstattung) erstellt. Er enthält nicht alle für einen Konzernabschluss vorgeschriebenen Angaben und Erklärungen und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gelesen werden. Die Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses erfolgt auf Basis des Vorstandsbeschlusses vom 05. September 2022.
Grundlagen der Rechnungslegung
Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze entsprechen den für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 angewandten Grundsätzen, wie sie im Konzernabschluss beschrieben sind.
Die folgenden neuen Standards, Änderungen an Standards und neuen Interpretationen sind für Berichtszeiträume, die am 1. Januar 2022 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden:
6.2. Veröffentlichte, aber noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen
In EU-Recht übernommene IFRS:
| Verlautbarung | Titel | Anwendungs pflicht |
Wesentliche Änderungen | Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage |
|---|---|---|---|---|
| Amendments to IAS 16 |
Proceeds before Intended Use |
01.01.2022 | Klarstellung des Begriffs der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Keine Abzugsfähigkeit von Verkaufs erlösen in der Zeit, in welcher der Ver mögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurde. Ferner müssen Kosten und Erlöse im Zusammenhang mit produ zierten Gegenständen, die nicht aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens stammen, getrennt ausgewiesen werden. |
Keine wesentlichen Auswirkungen |
| Amendments to IAS 37 |
Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets |
01.01.2022 | In den Änderungen geht es insbesondere um Kosten, die ein Unternehmen als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages mit aufnehmen sollte, wenn es beurteilt, ob ein Vertrag belastend ist. Zu den Erfüllungskosten eines Vertrags gehören alle direkt dem Vertrag zurechenbaren Kosten. Diese umfassen die zusätzlich für die Erfüllung des Vertrags entstehen den Kosten und eine Zurechnung anderer Kosten, die direkt der Vertrags erfüllung zuzurechnen sind. |
Keine wesentlichen Auswirkungen |
| Amendments to IFRS 3 |
Reference to the Conceptual Framework |
01.01.2022 | IFRS 3 bezieht sich auf das Rahmen konzept 2018. Ergänzung der Vorschrift, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 fallen, die Regelungen des IAS 37 oder IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat. Des Weiteren wird IFRS 3 um ein explizites Ansatzverbot für erworbene Eventual forderungen ergänzt. |
Keine wesentlichen Auswirkungen |
| Annual Improvements Project |
Annual Improvements to IFRSs 2018-2020 Cycle |
01.01.2022 | Ergänzungen zu IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41. |
Keine wesentlichen Auswirkungen |
Voraussichtliche
6.3. Erläuterungen zur Konzernbilanz
6.3.1. Anlagenspiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Restbuchwert | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2022 | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2022 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
623.093,65 | 0,00 | 0,00 | 623.093,65 | 612.834,65 | 2.977,49 | 0,00 | 615.812,14 | 7.281,51 | 10.259,00 | |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 3.514.546,13 | 228.200,34 | 0,00 | 3.742.746,47 | 3.136.294,13 | 91.240,19 | 0,00 | 3.227.534,32 | 515.212,15 | 378.252,00 | |
| 3. Geschäfts- und Firmenwert | 15.561.181,20 | 0,00 | 0,00 | 15.561.181,20 | 10.998.070,27 | 0,00 | 0,00 | 10.998.070,27 | 4.563.110,93 | 4.563.110,93 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung |
258.504,61 | 139.122,49 | 0,00 | 397.627,10 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 397.627,10 | 258.504,61 | |
| 19.957.325,59 | 367.322,83 | 0,00 | 20.324.648,42 | 14.747.199,05 | 94.217,68 | 0,00 | 14.841.416,73 | 5.483.231,69 | 5.210.126,54 | ||
| Sachanlagen | |||||||||||
| 1. Grundstücke und Gebäude (Nutzungsrecht aus dem Leasing) |
0,00 | 785.590,00 | 0,00 | 785.590,00 | 0,00 | 49.099,38 | 0,00 | 49.099,38 | 736.490,62 | 0,00 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus- stattung |
633.196,31 | 94.935,65 | 0,00 | 728.131,96 | 540.294,26 | 33.199,14 | 0,00 | 573.493,40 | 154.638,56 | 92.902,05 | |
| 633.196,31 | 880.525,65 | 0,00 | 1.513.721,96 | 540.294,26 | 82.298,52 | 0,00 | 622.592,78 | 891.129,18 | 92.902,05 | ||
| Finanzanlagen | |||||||||||
| Beteiligungen | 117.706,00 | 0,00 | 0,00 | 117.706,00 | 117.704,00 | 0,00 | 0,00 | 117.704,00 | 2,00 | 2,00 | |
| Anlagevermögen Gesamt | 20.708.227,90 1.247.848,48 | 0,00 | 21.956.076,38 | 15.405.197,31 | 176.516,20 | 0,00 | 15.581.713,51 | 6.374.362,87 | 5.303.030,59 |
Halbjahres-Finanzbericht H1 2022 der Binect AG (Konzern) Seite 22 von 26
6.3.2. Weitere Erläuterungen zur Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte
Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 1.071 TEUR auf 6.374 TEUR zum 30.06.2022 (31.12.2021: 5.303 TEUR) lässt sich im Wesentlichen auf die Kapitalisierung des neuen Mietvertrags im Weiterstadt Park ab 01.01.2022 als "Rightof-use – Asset" (gemäß IFRS 16) zurückführen, ausgewiesen unter den Sachanlagen mit 736 TEUR.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenzen handelt es sich um Guthaben bei deutschen Kreditinstituten in Höhe von 1.945 TEUR (31.12.2021: 2.046 TEUR).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen infolge des aufgebauten Forderungsmanagements mit 1.823 TEUR zum 30.06.2022 um knapp 15% unter dem Jahresabschlussniveau (31.12.2021: 2.132 TEUR), obwohl die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um mehr als 23% gestiegen sind.
Eigenkapital
Das Eigenkapital des Konzerns zum 30.06.2022 beträgt 8.720 TEUR (zum 31.12.2021: 8.523 TEUR). Die positive Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Periodenergebnis im Zeitraum 01.01.2022 bis 30.06.2022 in Höhe von 195 TEUR.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Der Umfang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde zwischen dem 31.12.2021 mit 775 TEUR und dem 30.06.2022 mit 607 TEUR bewusst reduziert durch umgehende Begleichung der Lieferantenrechnungen (ohne Ausschöpfung der Zahlungsziele), um damit die von den Banken erhobenen Verwahrentgelte für die hohen Guthabenstände so gering wie möglich zu halten.
Leasingverbindlichkeiten
Die bilanzielle Berücksichtigung des neuen Mietvertrags führt zu einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von 742 TEUR zum 30.06.2022.
6.4. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die ausgewiesenen Umsätze resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und wurden fast ausschließlich im Inland erzielt.
Insgesamt wurden Konzern-Umsatzerlöse im Berichtszeitraum in Höhe von 6.040 TEUR (Vorjahr: 4.892 TEUR) erwirtschaftet, was einer Steigerung von 23,4% entspricht.
Andere aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen betragen 367 TEUR (Vorjahr: 180 TEUR) und resultieren aus der Aktivierung von Entwicklungsleistungen für die selbst geschaffenen Softwarelösungen der Binect GmbH, insbesondere das Projekt ONE betreffend.
Materialaufwand
Der Materialaufwand beträgt im Berichtszeitraum 3.644 TEUR (Vorjahr: 2.863 TEUR). Er resultiert im Wesentlichen aus dem Einkauf von Druckdienstleistungen sowie zu einem geringen Teil aus dem Einkauf von Fremdsoftware im Rahmen einer GU-Tätigkeit für einen Großkunden.
Personalaufwand
Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtszeitraum auf 1.602 TEUR (Vorjahr: 1.408 TEUR). Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 40,5 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt (Vorjahr: 36,5 FTE).
6.5. Sonstige Angaben
6.5.1. Anteilsbasierte Vergütung
Die Aktienoptionen haben sich im Berichtszeitraum H1 2022 wie folgt entwickelt:
| H1 2022 | |
|---|---|
| Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehende Aktienoptionen | 80.867 |
| In der Berichtsperiode gewährte Aktienoptionen | 0 |
| In der Berichtsperiode ausgeübte Aktienoptionen | 0 |
| In der Berichtsperiode verfallene Aktienoptionen | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausstehende Aktienoptionen korrigiert nach Kapitalherabsetzung |
80.867 |
| Am Ende der Berichtsperiode ausübbare Aktienoptionen | 0 |
6.5.2. Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand
Dr. Frank Wermeyer, Diplom-Kaufmann, Pulheim
Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Aufsichtsrat
Bis zum Berichtsdatum waren die folgenden Personen Mitglieder des Aufsichtsrates der Binect AG:
Ronald Gerns, Rechtsanwalt und Notar, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 07.04.2020 Partner bei GERNS & Partner, Rechtsanwälte und Notare, Frankfurt am Main
Thomas Rickert, Rechtsanwalt, Bonn, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 07.04.2020 Partner bei Rickert Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Bonn
Weiterstadt, den 05. September 2022
Dr. Frank Wermeyer
Vorstand