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Binect AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 17, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresbericht 2020

MAX 21 AG Weiterstadt

Halbjahresbericht 2020 der MAX 21 AG Seite 1 von 23

Inhaltsverzeichnis

I. Aktionärsinformationen 3
1. Geschäftsentwicklung 3
1.1 Geschäftsverlauf
im ersten Halbjahr 2020
3
1.2 Ausblick 5
2.
Kennzahlen im Überblick
6
3. Aktie und Beteiligungsstruktur 8
II.
Halbjahresabschluss 2020
10
1. Bilanz der MAX 21 AG zum 30. Juni
2020
10
2. Gewinn-
und Verlustrechnung der MAX 21 AG
zum 30. Juni 2020
12
3. Anhang zum Halbjahresabschluss 2020
der MAX 21 AG
13

I. Aktionärsinformationen

1. Geschäftsentwicklung der MAX 21 Gruppe

1.1. Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2020

Die MAX 21 hat mit ihrer operativen Tochter Binect GmbH im ersten Halbjahr 2020 einen weiteren großen Schritt in Richtung nachhaltiges Wachstum und Profitabilität gemacht. Schon die Gesamtentwicklung im Geschäftsjahr 2019 verlief sehr positiv – Binect erreichte die Gewinnschwelle und konnte einen deutlich positiven Cashflow generieren. Mit der Performance im ersten Halbjahr 2020 konnte diese gute Entwicklung nicht nur fortgeführt, sondern noch einmal deutlich gesteigert werden.

2020 führte und führt aufgrund der wirtschaftlichen Folgewirkungen der Corona-Krise für viele Unternehmen und Branchen zu extremen Belastungen. Trotz dieses Umfeldes konnte Binect im Verlauf der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres das Wachstum weiter beschleunigen.

Dazu hat einerseits die Pandemie unmittelbar beigetragen: Nicht wenige der Binect-Kunden nutzen Software-Plattform und Dienste der MAX 21-Tochter, um ihre Kunden über die neue Situation und den Umgang mit dem Virus aufzuklären. Dies hatte einen klar positiven Effekt auf das Transaktionsvolumen der Binect.

Ein weiterer Effekt zeigt sich ergänzend bzw. nachlaufend zu der unmittelbar Coronabezogenen Kommunikation: Kunden erkennen zunehmend den Wert einer professionellen digitalen Versandplattform für ihre Ausgangskommunikation. Auch dieser deutlich nachhaltige Effekt führt zu einem steigenden Transaktionsvolumen.

Auf der Vertriebsseite konnte Binect zwei gegenläufige Trends feststellen: Zum einen wurden insbesondere im Zielmarkt Health geplante Kundentermine und Auftragseingänge wegen der Corona-Situation abgesagt. Binect konnte dies teilweise kompensieren; dennoch bleibt abzuwarten, welche konkreten Auswirkungen auf den Umsatz diese Entwicklungen im zweiten Halbjahr haben werden.

Zum anderen ist in den vergangenen Monaten das Interesse an Lösungen zur Digitalisierung und zum Outsourcing der Ausgangskommunikation spürbar gestiegen. MAX 21 bzw. Binect registrierten deutlich mehr Anfragen zu diesem Thema als bislang. Ein solcher Trend verwundert nicht – gerade in Krisen wie der aktuellen fällt es auf, wenn eine Poststelle nicht besetzt ist und deshalb wichtige Geschäftskommunikation (z.B. Rechnungsversand) nicht erfolgen kann.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2020 sehr zufrieden. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:

• Binect hat den Umsatz im ersten Halbjahr um ca. 45% auf 4.237 TEUR gesteigert (H1 2019: 2.927 TEUR).

  • Eine massive Steigerung wurde auch beim EBITDA erreicht. Mit einem Plus von knapp 800% steigt das operative Ergebnis nach Umlagen und vor Abschreibungen und Zinsen von 46 TEUR auf 411TEUR.
  • Das Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) wuchs um 415 TEUR von -254 TEUR auf 161 TEUR.
  • Die liquiden Mittel zum Stichtag 30.06.2020 betragen 829 TEUR (31.12.2019: 840 TEUR).
  • Die MAX 21 AG als reine Servicegesellschaft erzielte einen Umsatz auf Vorjahresniveau (370 TEUR) bei einem EBT von 22 TEUR (H1 2019: -2.024 TEUR; bereinigt um Sonderbelastungen -56 TEUR).

Der Umsatz der Binect in Höhe von 4.237 TEUR zum 30.06.2020 (Vorjahresperiode: 2.927 TEUR) wurde primär durch eigene Mittelstandsprodukte getrieben, die mit 81% Umsatzwachstum ggü. H1 2019 erneut sehr deutlich zulegten. Einen weiteren substanziellen Beitrag leistet die gute Entwicklung im Großkundensegment; hier wirkt sich insbesondere die in 2019 gewonnene Ausschreibung bei der AOK Niedersachen aus, die seit November 2019 positiv auf das Geschäft einzahlt. Das Geschäft mit der Deutsche Post AG (E-Postbusiness Box) entwickelte sich im Berichtszeitraum stabil. Das Transaktionsvolumen der von DPAG bedienten Kunden blieb ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Das starke Gesamtwachstum der Binect zeigt in diesem Zusammenhang auch, dass derartige Entwicklungen heute durch das eigene Endkundengeschäft mehr als kompensiert werden können.

Auch ergebnisseitig machte sich das Umsatzwachstum positiv bemerkbar: So verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) der Binect GmbH um 415 TEUR von -254 TEUR auf 161 TEUR, wobei zu beachten ist, dass das Ergebnis von den noch hohen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Binect Software) beeinflusst wird. Dies spiegelt sich in der EBITDA-Entwicklung wider: Nach Umlagen konnte Binect diesen KPI von 46 TEUR auf 411 TEUR um knapp 800% steigern. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Binect GmbH beliefen sich stichtagsbezogen auf 829 TEUR (31.12.2019: 840 TEUR).

Für die Einzelgesellschaft MAX 21 AG verlief das erste Halbjahr vollständig im Rahmen der Erwartungen. Die Strukturen und der Personalkörper wurden bereits 2019 an die aktuelle Rolle der MAX 21 AG angepasst. Die Gesellschaft stellt heute ausschließlich interne Dienstleistungen für die Binect GmbH zur Verfügung. Dazu zählen die Abstellung des Geschäftsführers, die Funktionen Finanzen, Controlling und Personaladministration sowie die verbleibende Betreuung des Kapitalmarktes. Entsprechend basiert der Umsatz der Gesellschaft fast vollständig auf den Umlagen der Binect und entspricht mit 370 TEUR exakt dem Vorjahresniveau.

Da in 2020 keinerlei außergewöhnliche Belastungen angefallen sind, weist die Einzelgesellschaft ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 22 TEUR aus (Vorjahr: -2.024 TEUR; bereinigt um Sonderbelastungen -56 TEUR).

Die Zahlungsmittel und -äquivalente der MAX 21 AG beliefen sich zum 30.06.2020 auf 163 TEUR (31.12.2019: 40 TEUR). Dabei ist zu beachten, dass die Liquiditätsposition seit Mitte 2019 durch die Gestaltung der Umlagen für die Tochter Binect auf einen neutralen Cash-Bestand ausgesteuert wird.

1.2. Ausblick

Im zweiten Halbjahr 2020 wird die MAX 21 AG den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterverfolgen. Die Gesellschaft sieht sich in der Rolle, das operative Geschäft und das geplante Wachstum der Tochtergesellschaft Binect im Bereich "Advanced Business Communication" mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen.

Wie bereits kommuniziert, wird MAX 21 in den nächsten Monaten prüfen, ob Kapitalmaßnahmen durchgeführt werden sollen. Zwar entwickelt sich der Aktienkurs der Gesellschaft in den vergangenen Monaten sehr erfreulich; dennoch könnten auf dieser Grundlage keine Kapitalerhöhungen durchgeführt werden.

Die Binect arbeitet mit aller Kraft daran, das Momentum zu nutzen und das Wachstum auch im zweiten Halbjahr sowie darüber hinaus beizubehalten. Dazu werden die Weichen für weiteres Wachstum sowohl im Vertrieb als auch in der Software und der Plattform gestellt. Unter dem Label "ONE" schafft Binect derzeit die Voraussetzungen für eine Konsolidierung und Integration der heute separierten Produktplattformen und treibt technologische Weichenstellungen voran (SaaS-/Cloud-Architekturen), um die Skalierungsfähigkeit deutlich zu erhöhen.

Die gute Cashflow- und Ergebnisentwicklung ermöglicht 2020 erstmals die Finanzierung entsprechender Investitionen aus dem operativen Geschäft. Darüber hinaus prüft MAX 21, ob eine zusätzliche Wachstumsfinanzierung sinnvoll ist.

Insgesamt freuen wir uns auf ein weiterhin erfolgreiches und spannendes Geschäftsjahr 2020. Wir trauen uns trotz der beschriebenen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu, die ursprüngliche Prognose von 5-10% Umsatzwachstum nach oben zu korrigieren. Binect und damit MAX 21 gehen heute von einem Umsatz-Plus ggü. 2019 von mindestens 20% aus.

Der Vorstand Dr. Frank Wermeyer

2. Kennzahlen im Überblick

in
TEUR
H1
2020
H1 2019 Veränderung
Umsatz 370 370 0
EBITDA -11 -208 +94,7%
EBT 22 -2.024
30.6.2020 31.12.2019 Veränderung
Liquide Mittel 163 7404040 +307,5%
Mitarbeiter 1 1 0

MAX 21 AG (HGB Einzelabschluss)

  • Der Umsatz der MAX 21 AG ergibt sich ausschließlich aus internen Leistungen und entspricht den Konzernumlagen an das Tochterunternehmen Binect.
  • Das EBT der MAX 21 AG war im H1 2020 positiv; im Vorjahreszeitraum wurde das Ergebnis noch durch den Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen (Verkauf der KeyIdentity GmbH) in Höhe von 1.967 TEUR belastet.
  • Die Liquidität wird über die Konzernumlage gesteuert und bewegt sich mit 163 TEUR stabil auf dem geplanten Niveau.

BINECT GMBH

in TEUR H1 2020 H1 2019 Veränderung
Umsatz 4.237 2.927 +44,7%
Davon: Umsatz mit
strategischen Produkten
2.018 1.115 +80,9%
EBITDA 411 46 +792%
EBT 161 -254
30.06.2020 31.12.2019 Veränderung
Liquide Mittel 829 840 -1,3%
Mitarbeiter (FTE) 31,75 32,75 -3,1%
  • Die Binect GmbH konnte erneut eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum realisieren und liegt mit einem Umsatzwachstum von fast 45% über den Erwartungen.
  • Das Wachstum resultiert maßgeblich aus den Umsatzzuwächsen bei den Binect-Mittelstandsangeboten, die unter der Kernmarke Binect angeboten werden ("strategische Produkte"). Der Umsatz besteht zum größten Teil aus wiederkehrenden Umsätzen aus Dauerschuldverhältnissen (Recurring Revenues).
  • Die Gesellschaft erzielte ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 161 TEUR, das gegenüber H1 2019 um 415 TEUR gesteigert werden konnte.
  • Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bewegt sich mit 829 TEUR stichtagsbezogen etwa auf dem Stand des Geschäftsjahresabschlusses 2019 (31.12.2019: 840 TEUR).

3. Aktie und Beteiligungsstruktur

ISIN/WKN DE000A0D88T9 / A0D88T
Börsenkürzel MA1
Handelssegment Open Market (Freiverkehr) der
Börse Frankfurt
Art der Aktie Inhaberaktie
Erstnotiz 28. November 2006
Anzahl Aktien 18.008.004 (zum 31.12.2019)
Handelsplätze/
Börsen
Frankfurt, XETRA®, Hamburg, Berlin,
München, Stuttgart, Düsseldorf
Designated Sponsor BankM AG, Frankfurt

INFORMATION ZUR AKTIE

AKTIONÄRSSTRUKTUR

BETEILIGUNGSSTRUKTUR MAX 21 AG

II. Halbjahresabschluss 2020

1. Bilanz der MAX 21 AG zum 30. Juni 2020

AKTIVA 30.06.2020 31.12.2019
(in EUR) (in EUR)
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnli
che Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
5,00 5,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
20.278,25 23.205,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.581.000,00 5.581.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.327.256,51 2.291.704,54
3. Beteiligungen 10.010,67 10.010,67
7.918.267,18 7.882.715,21
7.938.550,43 7.905.925,71
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögens
gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 300,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 169.456,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 19.297,43 19.049,14
19.297,43 188.805,32
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
163.129,47 40.163,35
182.426,90 226.968,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.149,58 0,00
8.125.126,91 8.134.894,38
PASSIVA 30.06.2020
(in EUR)
31.12.2019
(in EUR)
A
A. Eigenkapital
I
I. Gezeichnetes Kapital
18.008.004,00 18.008.004,00
II.
Kapitalrücklage
24.071.317,40 24.071.317,40
III. Verlustvortrag -34.097.930,45 -32.076.556,13
IV. Überschuss / Fehlbetrag 21.792,54 -2.021.374,32
8.003.183,49 7.981.930,95
B. Rückstellungen
B
Sonstige Rückstellungen 97.320,00 121.000,00
CC. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu
einem Jahr 11.862,25 EUR
11.862,25 19.837,53
(GJ 2019: 19.837,53 EUR)
2. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 12.761,77 EUR
(GJ 2019: 6.529,65 EUR)
12.761,17 12.665,90
24.623,42 32.503,43
8.125.126,91 8.134.894,38

Es besteht ein bedingtes Kapital in Höhe von bis 1.117.621,00 EUR (Bed. Kapital 2016/I) und ein bedingtes Kapital bis zu 6.962.533,00 EUR (Bed. Kapital 2018/II).

vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020

30.06.2020
(in EUR)
30.06.2019
(in EUR)
A
1.
Umsatzerlöse
370.000,00 369.600,00
2.
Sonstige betriebliche Erträge
20.521,00 123.870,59
I
2.
Gesamtleistung
390.521,00 493.470,59
3.
Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
-143.033,77 -223.298,88
b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver
sorgung und für Unterstützung
-8.585,97 -21.166,12
-151.619,74 -244.465,00
4.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.927,25 -10.380,34
5.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-249.733,44 -335.240,08
6.
Ordentliches Betriebsergebnis
-13.759,43 -96.614,83
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens an verbundene Untern.
35.551,97 38.627,78
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 488,00
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpa
piere des Umlaufvermögens
0,00 0,00
11. Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 0,00 -1.966.724,66
12. Finanzergebnis 35.551,97 -1.927.608,88
13. Ergebnis vor Steuern 21.792,54 -2.024.223,71
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
1B5. Ergebnis nach Steuern 21.792,54 -2.024.223,71

3. Anhang zum Halbjahresabschluss 2020 der MAX 21 AG

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Halbjahresabschluss der MAX 21 AG mit Sitz in Weiterstadt, eingetragen im Handelsregister Darmstadt unter HRB 9397, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungsund Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Gliederung des Halbjahresabschlusses

Die Bilanz wurde nach dem allgemeinen Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungsmethoden

Zum Bilanzstichtag wurden die bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände und Schulden unter den gesetzlich vorgeschriebenen Posten ausgewiesen. Ansatzwahlrechte, Ausweiswahlrechte und Bilanzierungshilfen wurden nicht in Anspruch genommen.

Angaben zu Bewertungsmethoden

Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gemäß § 252 HGB wurden beachtet. Die Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Eröffnungsbilanz des Berichtsjahres entspricht der Schlussbilanz des Vorjahres. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen, weil dem tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten nicht entgegenstehen. Dem Grundsatz der Einzelbewertung unter Beachtung des Vorsichtsprinzips wurde gefolgt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niederen beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen verrechnet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Ausfallrisiken bewertet; notwendige Abschreibungen werden verrechnet.

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Zum Anlagevermögen zählen die Sachanlagen 20,28 TEUR (GJ 2019: 23,21 TEUR) und die Finanzanlagen; die immateriellen Vermögensgegenstände sind hingegen, wie schon zum GJ 2019, vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen machen mit 7.918,27 TEUR (GJ 2019: 7.882,72 TEUR) 97,5% der Bilanzsumme (8.125,13 TEUR; GJ 2019: 8.134,89 TEUR) aus und verteilen sich auf Anteile an verbundenen Unternehmen (5.581,00 TEUR; unverändert ggü. GJ 2019), Ausleihungen an verbundene Unternehmen (2.327,26 TEUR; GJ 2019: 2.291,70 TEUR) sowie Beteiligungen (10,01 TEUR; unverändert ggü. GJ 2019).

Anteile an verbundenen Unternehmen

An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20% aller Anteile:

Firmenname Anteilshöhe in % Jahresergebnis
in TEUR
Eigenkapital
in TEUR
Binect GmbH, Weiterstadt 100,0 686,46 874,57

Gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2019

Die Anteile sind mit 5.581 TEUR bilanziert (unverändert ggü. GJ 2019).

Bei der zum Anteilsbesitz gehörenden Gesellschaft werden die gleichen Bewertungsmethoden wie bei der Berichtsgesellschaft angewandt.

Die investiven Anfangs- und Aufbauverluste der Beteiligung werden seitens der Berichtsgesellschaft nicht nur durch Kapitalbeteiligungen, sondern auch planmäßig mit eigenkapitalersetzenden, nachrangigen Darlehen finanziert, wofür der Beteiligung entsprechend eine Kreditlinie zur Verfügung gestellt wurde. Diese Investitionen sind teilweise als langfristige Posten zu betrachten und deshalb unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Investitionen bergen finanzielle Risiken, die auch bestandsgefährdend sein können, wenn sich der Geschäftsverlauf und die Geschäftsergebnisse des Tochterunternehmens nicht wie geplant entwickeln und deren Finanzierung durch die Gesellschaft nicht gesichert werden kann.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Einzelnen:

Binect GmbH 2.327.256,51 Euro
Bilanzierte Ausleihungen 2.327.256,51 Euro

In den bilanzierten Ausleihungen sind ausschließlich Forderungen aus Darlehen mit eigenkapitalersetzendem Charakter und Zinsen enthalten.

Neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen hält die Gesellschaft noch zwei Beteiligungen. Zum Stichtag sind die Anschaffungskosten nur noch einer Beteiligung mit 10,01 TEUR ausgewiesen.

Unter dem Umlaufvermögen in Höhe von 182,43 TEUR (GJ 2019: 226,97 TEUR) sind Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Binect GmbH mit 0,00 TEUR (GJ 2019: 169,46 TEUR), sonstige Vermögensgegenstände von 19,30 TEUR (GJ 2019: 19,05 TEUR) einschließlich der darunterfallenden längerfristigen Kautionen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 163,13 TEUR (GJ 2019: 40,16 TEUR) ausgewiesen.

Eigenkapital

Die Entwicklungen der Posten des Eigenkapitals verdeutlicht der folgende Eigenkapitalspiegel:

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Bilanzverlust /
-gewinn
Gesamt
Eigenkapital
(in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR)
Stand am 31.12.2019 18.008.004,00 24.071.317,40 -34.097.930,45 7.981.390,95
Halbjahresergebnis 21.792,54 21.792,54
Stand am Ende der
Berichtsperiode am
30.06.2020
18.008.004,00 24.071.317,40 -34.076.137,91 8.003.183,49

Der Verlustvortrag aus 2019 beträgt -34.097.930,45 EUR (Vorjahr -32.076,556,13 EUR).

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 97,32 TEUR (GJ 2019: 121,00 TEUR) wurden vor allem für variable Vergütungen (20,00 TEUR), für besondere Kosten im Zusammenhang mit dem Kapitalmarkt inkl. Hauptversammlung (20,00 TEUR), für Rechts- und Steuerberatung (19,75 TEUR) sowie für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (14,98 TEUR) gebildet.

Die Verbindlichkeiten von 24,62 TEUR (GJ 2019: 32,50 TEUR) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11,86 TEUR (GJ 2019: 19,84 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern 12,76 TEUR (GJ 2019: 6,53 TEUR). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstiges

Ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 23,11 TEUR wurde als Mietkaution verpfändet.

Haftungsverpflichtungen aus Bürgschaften bestehen nicht. Weitere Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum in Höhe von 370,00 TEUR (Vorjahr: 369,60 TEUR) resultieren ausschließlich aus Dienstleistungen in den Bereichen Management, Finanzen, Controlling und Verwaltung sowie der Weiterbelastung von Aufwendungen für verbundene Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 20,52 TEUR (Vorjahr: 123,87 TEUR). Es handelt sich hierbei vor allem um Erträge aus der Untervermietung von nicht mehr benötigten Büroräumlichkeiten.

Der Personalaufwand beträgt im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 151,62 TEUR (Vorjahr 244,47 TEUR). Im Berichtszeitraum war im Durchschnitt eine Person (Vorstand) im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr: 3 Personen).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 249,73 TEUR (Vorjahr: 335,24 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Fremdarbeiten, Rechts- und Beratungskosten, Kosten der Kapitalbeschaffung und des Kapitalmarkts, Versicherungskosten sowie den Miet- und Raumkosten. Die MAX 21 AG tritt als Generalmieter auch für ihre Tochtergesellschaft auf.

Zur Erhöhung der Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung, dem Kern der Holdingaktivität Rechnung tragend, wurde das Gliederungsschema beim Finanzergebnis um die Position "Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen" ergänzt. Während der in der Vorjahresperiode hierunter ausgewiesene Verlust noch 1.966,72 TEUR betrug, beläuft sich diese Position im Berichtszeitraum auf 0,00 EUR.

Im Berichtszeitraum wurde ein Überschuss von 21,79 TEUR erwirtschaftet.

Entsprechend ist die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 158 AktG wie folgt zu ergänzen:

Jahresfehlbetrag zum 13.12.2019 2.021.374,32 EUR
Verlustvortrag 32.076.556,13 EUR
Halbjahresergebnis 21.792,54 EUR
Bilanzverlust am 30.06.2020 34.076.137,91EUR

D. Entwicklung des Anlagevermögens – Stand: 30.06.2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Stand Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand Kumulierte Ab
schreibungen
Abschreibun
gen
Abgänge Kumulierte Ab
schreibungen
Stand Stand
01.01.2020 30.06.2020 01.01.2020 Geschäfts
jahr
30.06.2020 30.06.2020 31.12.2019
(in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR) (in EUR)
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensge
genstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte, ähnliche
Rechte und Werte sowie Li
zenzen an solchen Rechten
und Werten
21.715,54 0,00 0,00 0,00 21.715,54 21.710,54 21.710,54 5,00 5,00
Summe immaterielle Ver
mögensgegenstände
21.715,54 0,00 0,00 0,00 21.715,54 21.710,54 0,00 0,00 21.710,54 5,00 5,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
97.443,60 0,00 0,00 0,00 97.443,60 74.238,10 2.927,25 77.165,35 20.278,25 23.205,50
Summe Sachanlagen 97.443,60 0,00 0,00 0,00 97.443,60 74.238,10 2.927,25 0,00 77.165,35 20.278,25 23.205,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
18.637.304,54 0,00 0,00 0,00 18.637.304,54 13.056.304,54 0,00 0,00 13.056.304,54 5.581.000,00 5.581.000,00
2. Ausleihungen an verbun
denen Unternehmen
2.291.704,54 35.551,97 0,00 0,00 2.327.256,51 0,00 0,00 0,00 0,00 2.327.256,51 2.291.704,54
3. Beteiligungen 84.006,41 0,00 0,00 0,00 84.006,41 73.995,74 0,00 0,00 73.995,74 10.010,67 10.010,67
Summe Finanzanlagen 21.013.015,49 35.551,97 0,00 0,00 21.048.567,46 13.130.300,28 0,00 0,00 13.130.300,28 7.918.267,18 7.882.715,21
Summe Anlagevermögen 21.132.174,63 35.551,97 0,00 0,00 21.167.726,60 13.226.248,92 2.927,25 0,00 13.229.176,17 7.938.550,43 7.905.925,71

E. Sonstige Angaben

Vorstand

Dr. Frank Wermeyer, Diplom-Kaufmann, Pulheim, seit 01.04.2019

Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsrat

Ronald Gerns, Rechtsanwalt und Notar, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 07.04.2020 Partner von GERNS & Partner, Rechtsanwälte und Notare, Frankfurt am Main

Thomas Rickert, Rechtsanwalt, Bonn, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 07.04.2020 Partner der Rickert Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Bonn

Lars Ahns, Diplom-Kaufmann, Köln Geschäftsführender Gesellschafter der rubicon equities GmbH, Köln weitere Mandate: Mitglied im Aufsichtsrat der Mediqon Group AG

Götz Mäuser, Diplom-Kaufmann, MBA, Langen, Vorsitzender des Aufsichtsrates, ausgeschieden zum 31.03.2020 Unternehmer und Investor in Frankfurt am Main

Oliver Michel, Diplom-Informatiker, Rödermark, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates, ausgeschieden zum 31.03.2020 Geschäftsführer der Limit 45 GmbH, Fulda, und der Project Mill Gesellschaft für interdisziplinären Know-how-Transfer mbH, Fulda Vorstand der tokentus investment AG, Frankfurt am Main

Vergütung Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstandes, der gleichzeitig die Binect GmbH als alleiniger Geschäftsführer vertritt, beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 151,62 TEUR (Vorjahr 156,00 TEUR). Darlehen wurden nicht gewährt. Die Vergütung für den Aufsichtsrat beträgt 11,25 TEUR (Vorjahr 11,25 TEUR). Darlehen wurden nicht gewährt.

Beschäftigte Personen

Im Berichtszeitraum war im Unternehmen durchschnittlich eine Person beschäftigt (Vorstand).

Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage

Das Grundkapital beträgt am Abschlussstichtag 18.008.004,00 EUR (Vorjahr 18.008.004,00 EUR). Es besteht aus 18.008.004 Stück (Vorjahr 18.008.004 Stück) auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 EUR).

Genehmigtes Kapital 2018/I

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 13.06.2023 (einschließlich) durch Ausgabe von bis zu 8.703.167 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert gegen Baroder Sacheinlagen ein- oder mehrmalig ganz oder in Teilbeträgen, jedoch höchstens um bis zu insgesamt 8.703.167,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/I). Das genehmigte Kapital beträgt zum 31.12.2019 nach teilweiser Inanspruchnahme noch 21.342,00 EUR. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert sind vorbehaltlich des nachfolgend Genannten den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert können auch einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder einem nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Bedingtes Kapital 2018/II

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 6.962.533,00 EUR, eingeteilt in bis zu 6.962.533.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

(a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der MAX 21 AG oder deren unmittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 14.06.2018 bis zum 13.06.2023 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder

(b) die aus von der MAX 21 AG oder deren unmittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 14.06.2018 bis zum 13.06.2023 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen (einschließlich des Falls, dass die MAX 21 AG in Ausübung eines Tilgungswahlrechts bei Endfälligkeit ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags auf den Inhaber lautender Stückaktien ohne Nennwert der MAX 21 AG gewährt) und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.

Angepasstes Bedingtes Kapital 2016/I

Das in der Hauptversammlung vom 30.08.2016 beschlossene und eingetragene Bedingte Kapital und der entsprechende § 3 Ziffer 7 der Satzung werden wegen des ersatz- und entschädigungslosen Verfalls von 237.500 ausgegebenen Bezugsrechten im nachfolgenden Umfang angepasst, weil ein bedingtes Kapital 2016 in einer reduzierten Höhe vollumfänglich genügen würde, um die bereits bestehenden Bezugsrechte und die Bezugsrechte, die bis zum 12.07.2018 noch ausgegeben werden können, abzusichern.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu insgesamt 1.117.621,00 EUR durch Ausgabe von bis zu insgesamt 1.117.621 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die aufgrund des durch die Hauptversammlung vom 14.06.2018 abgeänderten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30.08.2016 bereits ausgegeben wurden, noch nicht verfallen sind, und noch im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2016 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten, die von der Gesellschaft im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2016 gewährt werden, ihre Bezugsrechte ausüben und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert gewährt oder durch Barzahlung erfüllt. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Soweit der Vorstand betroffen ist, erfolgt die Festlegung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen.

Die Erfüllung der Optionsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Lieferung echter Eigenkapitalinstrumente (auf den Inhaber lautende Stückaktien) oder durch einen Barausgleich erfolgen.

Die Aktienoptionen können nach einer Wartefrist von 4 Jahren unter Berücksichtigung der Sperrfristen von den Begünstigten in einem Zeitraum von 2 Jahren nach Ablauf der Wartefrist ausgeübt werden (Gesamtlaufzeit 6 Jahre). Die Optionsrechte können lediglich durch Zahlung des Ausübungspreises ausgeübt werden. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn die Kurssteigerung der Stückaktien in der Zeit zwischen Gewährung der Aktienoptionen und dem Beginn des jeweiligen Ausübungszeitraums, in dem die Aktienoptionen ausgeübt werden sollen, mindestens 100 % beträgt.

Der Vorstand hat am 12.09.2016 von der ihm von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt 468.573 Aktienoptionen an Beschäftigte ausgegeben (Tranche 1). Der Aufsichtsrat hat diesem Beschluss am 12.09.2016 zugestimmt. Damit wurden insgesamt 468.573 Aktienoptionen ausgegeben. Das für jede Stückaktie bei Ausübung der Aktienoption zu bezahlende Entgelt ("Ausübungspreis") beträgt 1,13 EUR. Dies entspricht 80,55 % des Basispreises in Höhe von 1,4028 EUR.

Der Vorstand hat am 26.06.2017 von der ihm von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt weitere 501.073 Aktienoptionen an Beschäftigte ausgegeben (Tranche 2).

Der Aufsichtsrat hat diesem Beschluss am 26.06.2017 zugestimmt. Das für jede Stückaktie bei Ausübung der Aktienoption zu bezahlende Entgelt ("Ausübungspreis") beträgt 1,37 EUR. Dies entspricht 80,49 % des Basispreises in Höhe von 1,702 EUR.

Der Vorstand hat am 14.08.2018 von der ihm von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt weitere 455.475 Aktienoptionen an Beschäftigte ausgegeben (Tranche 3). Der Aufsichtsrat hat diesem Beschluss am 14.08.2018 zugestimmt. Das für jede Stückaktie bei Ausübung der Aktienoption zu bezahlende Entgelt ("Ausübungspreis") beträgt 1,15 EUR. Dies entspricht 80,99 % des Basispreises in Höhe von 1,42 EUR.

Da durch das Ausscheiden von Mitarbeitern 774.999 Aktienoptionen verfallen sind und sowohl in 2019 als auch im Berichtszeitraum keine neuen Aktienoptionen

Eigene Anteile

Im Berichtszeitraum wurden keine eigenen Aktien erworben; die Gesellschaft selbst hält zum 30.06.2020 keine eigenen Anteile.

Börsennotierung

Die Aktien der Gesellschaft waren bis zum 31.03.2019 in den Handel im Qualitätssegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse (Freiverkehr) einbezogen. Seit dem 01.04.2019 werden die Aktien der MAX21 AG im Basic Board (Open Market) gehandelt.

Aktionärsstruktur

Aufsichtsrat und Vorstand ca. 8
%
Streubesitz ca. 92
%

(Stand 30.06.2020)

Weiterstadt, den 12.08.2020

Dr. Frank Wermeyer

Vorstand