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Binect AG Audit Report / Information 2015

Dec 21, 2015

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Audit Report / Information

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J A H R E S A B S C H L U S S

2 0 1 4 / 2 0 1 5

Jahresabschluss 2014/2015 MAX21 Management + Beteiligungen AG

Lagebericht
2
Bilanz
12
Gewinn- und Verlustrechnung
13
Anhang
14
Anlagenspiegel
20
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
21
Impressum
22

Lagebericht des Vorstandes der MAX21 Management und Beteiligungen AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2015

A Der Geschäftsverlauf der MAX21

Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat die MAX21 Management und Beteiligungen AG den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt. Es wurden die Weichen gestellt, um die Schritte bezüglich der organisatorischen Neuaufstellung konsequent anzugehen. Als erster Schritt wurden im Herbst 2014 die ausstehenden Anteile der pawisda systems GmbH gegen Aktien der MAX21 AG erworben.

An der thematischen Ausrichtung der MAX21 AG hat sich nichts verändert. Social Networks, Internet Provider und Postgesellschaften bereiten sich vor auf den Kampf um den milliardenschweren Markt der elektronischen, sicheren, verbindlichen daten-, text- und transaktionsgebundenen Kommunikation. Dieser epochale Kampf wird in den kommenden zehn bis 15 Jahren toben und man steht weiter erst am Anfang.

Die klare thematische Fokussierung der MAX21 AG innerhalb dieses Marktes wird dabei bestimmt durch die pawisda systems GmbH und die LSE Leading Security Experts GmbH – die beiden Flaggschiffe im Portfolio der MAX21 AG. Diese liefern Technologien in Form von Eigenprodukten für die Digitalisierung der klassischen Briefpost sowie das Managen digitaler Identitäten von Personen, Firmen und Dingen (Internet of Things) im elektronischen Zeitalter. Konkret ist die pawisda systems GmbH ein national und international operierendes System- und Servicehaus im Bereich des hybriden und digitalen Post- und Mailmanagements; die LSE Leading Security Experts GmbH ist ein Anbieter für Identifikationsmanagement und Entwicklungsleistung rund um Smartcard Middleware. Beide Unternehmen verfügen über eine erstklassige Positionierung und aufgrund ihrer massenkompatiblen Eigenprodukte über die Chance, stark zu expandieren und so massiv zu profitieren.

Der bedeutende Schritt, den die MAX21 AG machen konnte, bestand in der vollständigen Übernahme der pawisda systems GmbH. Dieser Schritt wurde im Januar 2014 eingeleitet und im Herbst 2014 abgeschlossen. Die Übernahme der verbleibenden knapp 52% an der pawisda systems GmbH erfolgte in einer Kombination aus der Einbringung von pawisda-Anteilen gegen Ausgabe von MAX21-Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung sowie zwei Barkapitalerhöhungen und anschließendem Anteilserwerb.

Die zur Umsetzung der Übernahme durchgeführten Bar- und Sachkapitalerhöhungen sorgten für eine deutliche Erhöhung der Anzahl an MAX21-Aktien von 4.965.204 um 3.867.620 auf insgesamt 8.832.824 Stücke und damit eine Steigerung der Handelsliquidität in der Aktie. Außerdem wurde die Marktkapitalisierung auf nahezu 30 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Dies ermöglichte den Einstieg einiger namhafter institutioneller Investoren und dürfte dies auch in Zukunft weiter vereinfachen.

Insgesamt wurde das Portfolio der MAX21 AG weiter geschärft wird und das so thematisch sehr gut positioniert und bestens vorbereitet ist.

B Die Lage der MAX21 in Zahlen

Umsatz- und Ertragslage

Neben dem reinen Beteiligungsgeschäft erbringt die MAX21 AG für ihre Portfoliounternehmen verschiedene zentrale Dienst-, Beratungs- und Managementleistungen und betreibt Büro- und Geschäftsräume. Die im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlöse von 568 TEuro (Vorjahr: 469 TEuro) entfallen auf diese Leistungen und sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Dies ist insbesondere auf zusätzlich erbrachte Leistungen zurückzuführen. Die aus Finanzierungstätigkeit für Beteiligungen resultierenden Zinseinnahmen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens stiegen trotz des nach wie vor anhaltend niedrigen Zinsniveaus außerordentlich deutlich von 64 TEuro (Vorjahr) auf nunmehr 272 TEuro an. Dies ist insbesondere auf den Erwerb von Gesellschafterdarlehen im Zuge der vollständigen Übernahme der pawisda systems GmbH, der Vereinnahmung von Zinsen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Ausweitung der Finanzierungstätigkeit, allen voran für die LSE Leading Security Experts GmbH sowie für die pawisda systems GmbH, zurückzuführen. In Zukunft dürfte diese Position aber wieder sehr deutlich zurückgehen. Durch weitere Darlehen an Beteiligungen und andere Kapitalanlagen wurden lediglich 6 TEuro (Vorjahr: 1 TEuro) vereinnahmt.

Der Anstieg der Personalkosten auf 531 TEuro (Vorjahr: 421 TEuro) ist insbesondere auf einmalig gewährte variable, erfolgsabhängige Vergütungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf 867 TEuro verdoppelt (Vorjahr: 418 TEuro). Darin enthalten sind auch Kosten für Kapitalbeschaffung, die sich sowohl in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als auch in (nicht weiter verrechenbaren) Personalkosten deutlich niederschlagen, und Kosten für die Hauptversammlung sowie weiterer Rechts- und Beratungskosten. Darüber hinaus ist dieser Posten stets wesentlich durch Kosten für die Börsennotierung beeinflusst. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen bzw. auf Forderungen gegen solche Beteiligungen belasteten das Ergebnis mit 44 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro).

Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich dem zu Folge gegenüber dem Vorjahr (298 TEuro) um 288 TEuro auf nun 586 TEuro.

Vermögens- und Finanzlage

Das bilanzielle Gesamtvermögen der MAX21 AG hat sich im Berichtszeitraum mehr als verdoppelt und beträgt nun 23.446 TEuro (Vorjahr: 10.054 TEuro). Darin enthalten sind zwei Barkapitalerhöhungen sowie eine Sachkapitalerhöhung zum Zwecke der vollständigen Übernahme der pawisda systems GmbH. Durch den Ausbau der Beteiligung an der pawisda systems GmbH erhöhte sich der Beteiligungsansatz insgesamt von 6.181 TEuro auf 13.009 TEuro. Die Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen (2.556 TEuro) sowie Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis (3.675 TEuro) erhöhten sich zum Bilanzstichtag insgesamt um 3.496 TEuro auf 6.231 TEuro (Vorjahr: 2.735 TEuro). Aufgrund der erfolgten vollständigen Übernahme der pawisda systems GmbH als verbundenes Unternehmen erfolgt der Ausweis der Ausleihungen in der Bilanz erstmals in zwei Positionen. Die Forderungen gegen Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis erhöhten sich auf 357 TEuro (Vorjahr: 306 TEuro) ab. Die flüssigen Mittel stiegen sehr deutlich auf 3.706 TEuro (Vorjahr: 790 TEuro).

Nach den im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bzw. gegen Sacheinlagen beträgt das Eigenkapital nunmehr 23.037 TEuro (Vorjahr: 9.546 TEuro) und beinhaltet den Bilanzverlust von 3.404 TEuro (Vorjahr: 2.817 TEuro). Die Eigenkapitalquote beträgt 99% (Vorjahr: 95 %). Durch drei Kapitalerhöhungen wurde das Grundkapital insgesamt um 4.751 TEuro auf 9.716 TEuro (Vorjahr: 4.965 TEuro) erhöht und es wurden dabei insgesamt 4.750.902 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) ausgegeben.

Im Einzelnen wurde das Grundkapital durch die gemäß satzungsmäßiger Ermächtigung der Hauptversammlung vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 02.04.2014 beschlossene Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem Genehmigten Kapital 2012 (1.526 TEuro) und dem Genehmigten Kapital 2013 (342 TEuro) um insgesamt 1.868 TEuro erhöht. Diese Kapitalerhöhung wurde von April bis Juli 2014 durchgeführt und mit Eintragung im Handelsregister am 26.08.2014 wirksam. Die Genehmigten Kapitalia 2012 und 2013 sind damit vollständig ausgenutzt worden. Es wurden 1.867.620 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 gegen Sacheinlage ausgegeben. Der den rechnerischen Nennwert übersteigende Betrag bei der Ausgabe der neuen Aktien in Höhe von insgesamt 2.615 TEuro wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Hauptversammlung der MAX21 AG hatte am 27.06.2014 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre um bis zu 2.000 TEuro durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert mit Gewinnanteilsberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 zum Ausgabebetrag von mindestens 2,40 Euro Stückaktie zu erhöhen. Die Ermächtigung zur Durchführung dieser bis zum 27.12.2014 befristeten Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss wurde am 23.07.2014 im Handelsregister eingetragen. Die Kapitalerhöhung wurde gemäß dieser Ermächtigung im Juli 2014 durchgeführt und mit der Eintragung im Handelsregister am 26.08.2014 wirksam. Es wurden 2.000.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 gegen Bareinlage zum Ausgabepreis von 3,25 Euro je neuer Stückaktie ausgegeben. Der den rechnerischen Nennwert übersteigende Betrag bei der Ausgabe der neuen Aktien in Höhe von insgesamt 4.500 TEuro wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Des Weiteren wurde gemäß satzungsmäßiger Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27.06.2014 (Genehmigtes Kapital 2014/I sowie 2014/II) das Grundkapital schließlich um 883 TEuro auf 9.716 TEuro erhöht. Diese Kapitalerhöhung wurde am 01.04.2015 im Handelsregister eingetragen. Es wurden 883.282 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 gegen Bareinlage ausgegeben. Der den rechnerischen Nennwert übersteigende Betrag bei der Ausgabe der neuen Aktien in Höhe von insgesamt 2.297 TEuro wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Nach dieser teilweisen Inanspruchnahme wurde das Genehmigte Kapital 2014/I vollständig ausgenutzt, das Genehmigte Kapital 2014/II beträgt zum Bilanzstichtag noch 2.533 TEuro.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden keine eigenen Aktien erworben; die Gesellschaft hält keine eigenen Anteile.

Kapitalflussrechnung

Die nachstehende, aus der Bilanz abgeleitete Kapitalflussrechnung vermittelt einen zusammenfassenden Überblick zur Finanzlage der MAX21 AG:

Kapitalflussrechnung 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 TEuro TEuro
Jahresfehlbetrag -586,4
Abschreibungen 26,6
Brutto-Cashflow -559,8
Veränderung Forderungen/Verbindlichkeiten gg. Beteiligungsunternehmen -254,3
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -225,9
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -480,2
Cashflow aus Geschäftstätigkeit -1.040,0
Investitionen in immaterielle Werte und Sachanlagen -23,1
Investitionen Beteiligungen -6.828,0
Veränderung Ausleihungen an verbundene Unternehmen/Beteiligungsunternehmen -3.355,6
Mittelabfluss aus Investitions-/Finanzierungstätigkeit -10.206,7
Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen 14.162,1
Zunahme der verfügbaren, flüssigen Mittel 2.915,4
Finanzmittel zu Beginn des Geschäftsjahres 790,5
Finanzmittel am Ende des Geschäftsjahres 3.705,9

C Die Portfoliogesellschaften der MAX21

Zwei Gesellschaften drücken dem Beteiligungsportfolio der MAX21 AG ganz entscheidend ihren Stempel auf. Das ist zum einen die pawisda systems GmbH, die Lösungen für digitales und hybrides Post- und Mail-Management anbietet, und zum anderen die LSE Leading Security Experts GmbH, die im Bereich der IT-Security und hier speziell im Identifikations-Management tätig ist.

Dass beide Gesellschaften, respektive ihre Märkte, in denen sie sich bewegen, aktuell nahezu gleichzeitig an allgemeiner Wahrnehmung, Interesse und Momentum deutlich zulegen, liegt an folgender technischer Brücke, die beide miteinander verbindet. Um die rechtliche Verbindlichkeit einer elektronischen Kommunikation oder Transaktion zu gewährleisten, wie dies z. B. bei einem digitalen Brief notwendig ist, müssen die beiden Kommunikationspartner über eindeutige elektronische Identitäten verfügen, die im Rahmen der Kommunikation überprüft werden. Digitalisierung der Post und Verwaltung sowie Überprüfung Digitaler Identitäten von Personen, Firmen und zukünftig auch Dingen – im Sinne von Internet of Things – gehen quasi Hand in Hand.

Sowohl die pawisda systems GmbH als auch die LSE Leading Security Experts GmbH verfügen gleichermaßen über je zwei Geschäftsbereiche. Beide Gesellschaften betreiben einerseits ein Consulting- und Manpower-orientiertes Geschäft. Bei der pawisda systems GmbH ist dies konkret die Lizenzierung und Implementierung der eigenen digitalen Poststellenlösung L-Vin bei Großkunden; bei der LSE Leading Security Experts GmbH ist das die Durchführung von Penetrationstests und Code-Reviews.

Im deutlichen Gegensatz dazu steht andererseits das hochskalierbare Geschäft, das beide Gesellschaften zudem im unternehmerischen Fokus haben.

Unter der Überschrift E-POST bietet die Deutsche Post AG Lösungen rund um die Digitale Post. Mit der E-POSTBUSINESS BOX, die von der pawisda systems GmbH entwickelt wurde, werden speziell die deutschen Mittelständler bzw. KMUs an das E-POST-System angeschlossen. Das unternehmerische Ziel, ein skalierbares Produkt in einem zukunftsrelevanten Massenmarkt als Produkt- und Technologie-Lieferant des postalischen Weltmarktführers Deutsche Post AG zu platzieren und dabei über entsprechende Zahlungsmodelle auch wirtschaftlich zu profitieren, wurde erreicht.

Analog soll LSE LinOTP, das Eigenprodukt der LSE Leading Security Experts GmbH, mittelfristig zur weltweit meist installierten Anmeldesicherheitslösung für Multi-Faktor-Authentifizierung und damit zu einem Quasi-Standard avancieren; denn primär die Marktdurchdringung und die Anzahl der Implementierungen weltweit machen die LSE Leading Security Experts GmbH als Unternehmen wertvoll.

Technologisch betrachtet ist LSE LinOTP ein Produkt aus Deutschland, der Code ist frei lesbar und damit auf Backdoors hin (für alle) überprüfbar; darüber hinaus ist es in Benchmark-Tests als technologisch führend gekennzeichnet worden.

Um die maximale und rasche weltweite Verbreitung zu erreichen, wurde LSE LinOTP im Mai 2014 komplett Open Source gestellt. Während die Software kostenlos zum Download zur Verfügung steht, werden Einnahmen aufgrund abgeschlossener Support-Verträge erzielt.

Während bei beiden Gesellschaften die klassischen Consulting-orientierten Geschäftsbereiche im Rahmen der zur Verfügung stehenden Manpower über Jahre hinweg kontinuierlich wachsen, gilt das besondere Augenmerk den deutlich potenzialträchtigeren skalierbaren Geschäftsbereichen.

Obwohl die pawisda systems GmbH, deren Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2014 mit knapp 6 Mio. Euro Jahresumsatz bei einem leicht positiven Ergebnis am 29.06.2015 von der MAX21 AG im Rahmen einer Pressemitteilung veröffentlicht wurden, eine stabile geschäftliche Entwicklung verzeichnete, blieben die Umsatzerwartungen an das skalierbare Geschäft deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Aus diesem Grund hat sich die pawisda systems GmbH entschlossen, alternative nationale und internationale Vertriebsansätze auf der Basis der aktuellen Produkt-Palette zur Beschleunigung der Geschäftsentwicklung zu konzipieren und in ihre Umsetzung zu investieren.

Die bei der LSE Leading Security Experts GmbH seit dem Going Open Source des LSE LinOTP erreichten Download- und Implementierungszahlen sowie die Anzahl angefragter und abgeschlossener Support-Verträge übersteigen die ursprünglichen Erwartungen deutlich und zeigen, dass man sich absolut zeitgerecht auf dem richtigen Weg innerhalb eines aufstrebenden Identifikations-Marktes befindet. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde seitens der LSE Leading Security Experts GmbH massiv in den Ausbau des vertrieblichen und technischen Supports in Richtung 7 Tage x 24 Stunden investiert und entsprechend die Mannschaft der Professional Services ausgebaut.

Die LSE Leading Security Experts GmbH erwirtschaftete nicht zuletzt aufgrund der Investitionen in die Eigenprodukte im Jahr 2014, wie auch im Jahr zuvor, ein negatives Ergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich. Der Wegfall der klassischen Software-Lizenz-Einnahmen durch das Going Open Source und die damit entstandene Umsatzlücke in 2014 wird nun nach einem Jahr Being Open Source nach und nach durch die Renewals der Support-Verträge und das Auflaufen wiederkehrender Umsätze kompensiert.

In Abhängigkeit von der Aggressivität, mit der in den folgenden Jahren die weltweite Marktdurchdringung vorangetrieben werden soll, bedarf es eventuell noch weiterer Investitionen in die LSE Leading Security Experts GmbH.

Die MAX21 AG sorgt somit wie in den Jahren zuvor auch mit höchster Priorität dafür, dass sowohl die pawisda systems GmbH als auch die LSE Leading Security Experts GmbH in ihren Märkten ihre Chancen nutzen und über standardisierte Produkte und optimierte Prozesse ein hoch profitables und skalierbares zukünftiges Geschäft ganz konsequent aufbauen können. Um diese Zielsetzung seitens MAX21 AG erfüllen zu können, ist eine Konzentration vor allen Dingen der zeitlichen Management-Kapazitäten absolut notwendig; dazu wird das volle Augenmerk auf die beiden Flaggschiffe im Portfolio gelenkt, die dann ihrerseits einen Sog erzeugen, in dem sich weitere Portfolio-Unternehmen der MAX21 AG entwickeln können.

Mit dieser Motivation positionieren sich drei weitere Unternehmen, an denen die MAX21 AG signifikant – mit 49% – beteiligt ist, als Lieferanten u. a. für die pawisda systems GmbH und die LSE Leading Security Experts GmbH. Die LINworks GmbH und Linup Front GmbH stellen Personalressourcen und Consulting, die 21Cloud GmbH ein Rechenzentrum zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurde mit Zustimmung der übrigen Gesellschafter beschlossen, die Anteile der MAX21 AG an der USCO Netzwerk GmbH zu veräußern, und der Verkauf eingeleitet.

Bei nahezu allen Portfoliogesellschaften hat der Vorstand der MAX21 AG auch gleichzeitig die Funktion der Geschäftsführung oder im Falle der GFN AG eines Aufsichtsrats inne. Dies ermöglicht einerseits eine zielgerichtete Unterstützung der Beteiligungen sowie andererseits frühzeitiges Eingreifen und passgenaues Steuern innerhalb der gesamten MAX21-Unternehmensgruppe. Neben der Management-Beratung werden seitens MAX21 AG gegenüber ihren wesentlichen Beteiligungen auch das Rechnungswesen und infrastrukturelle Aufgaben wahrgenommen und in Rechnung gestellt, was insgesamt wesentlich zur Einnahmenseite der MAX21 AG beiträgt.

D Der Risikobericht

Mit dem Geschäftszweck, den die MAX21 AG als Beteiligungsgesellschaft beim Gründen, Kaufen, Entwickeln, Verkaufen oder Platzieren von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen im Bereich Private Equity und hier speziell Venture Capital verfolgt, sind folgende Risiken verbunden, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MAX21 AG auswirken können.

Um jedoch erfolgreich tätig zu sein und Potenziale heben zu können, ist es notwendig, Risiken angemessen einzugehen; dafür betreibt die MAX21 AG ein Chancen- und Risikomanagement, bei dem die mit einem Geschäft bzw. einer Portfoliogesellschaft verbundenen Risiken in einem angemessenen Verhältnis zur Wahrung oder Steigerung des Unternehmenswerts stehen müssen.

Folgende Risiken haben wesentlichen Einfluss auf die MAX21 AG und werden kontinuierlich beobachtet, bewertet und möglichst gezielt gesteuert.

Das Risiko der Auswahl von Beteiligungen

Der Erfolg der MAX21 AG ist grundsätzlich immer davon abhängig, dass auch zukünftig weitere neue, innovative Unternehmen mit wachstumsstarken Perspektiven gegründet oder akquiriert werden können. Es kann nicht garantiert werden, dass solche Unternehmen stets kapitalsuchend am Markt sind oder die MAX21 AG stets Zugang zu solchen Gesellschaften haben wird oder die MAX21 AG über das nötige Investitionskapital verfügt. Das Gründen neuer Gesellschaften sowie die Auswahl rentabler Beteiligungen wird wegen seiner zentralen Bedeutung direkt vom Vorstand verantwortet.

Trotz sorgfältiger Auswahl kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Beteiligungen der MAX21 AG ein überdurchschnittliches Risiko beinhalten oder auch die Entwicklung der Beteiligungen nicht den Erwartungen entsprechen.

Das Risiko in der Entwicklung einer Beteiligung

Ein wesentliches Risiko liegt in der planmäßigen, wirtschaftlichen Entwicklung eines Portfoliounternehmens. Im Sinne des Erreichens der gesetzten Risikomanagementziele setzt die MAX21 AG Methoden ein, um das entstehende Risiko zu überwachen. Hierzu zählen insbesondere ein permanentes Beteiligungscontrolling sowie eine sehr enge Begleitung der Unternehmen durch Vertreter der MAX21 AG. Diese Maßnahmen tragen in Kombination dazu bei, jederzeit korrigierend und entscheidend auf die Entwicklung der Unternehmen Einfluss nehmen zu können, um so die Werterhaltung und Wertsteigerung während der Beteiligungsdauer gewährleisten zu können.

Das Risiko in der Wertänderung und im Ausfall einer Beteiligung

Trotz Beteiligungscontrolling und Managementbegleitung ist eine negative Entwicklung in den einzelnen Portfoliounternehmen der MAX21 AG nicht ausgeschlossen und kann in den jeweiligen Unternehmen bis zur Insolvenz führen; die MAX21 AG müsste wertberichtigen. Zurzeit sind solche wertmindernden Risiken nicht ersichtlich oder durch entsprechende Risikovorsorge im Jahresabschluss berücksichtigt.

Das Ausfallrisiko besteht für die MAX21 AG auch insbesondere hinsichtlich ihrer Forderungen aus Darlehen sowie Lieferungen und Leistungen bei mangelnder Bonität der Portfoliogesellschaft und daher maximal in Höhe der Buchwerte der Forderungen. Der Vorstand geht davon aus, dass durch die zum Bilanzstichtag bestehenden Wertberichtigungen das tatsächliche Ausfallrisiko abgedeckt ist.

Das Risiko in der Veräußerung von Beteiligungen

Die Investition in wachstumsstarke Unternehmen mit der sich hier anschließenden Wertsteigerung der gehaltenen Unternehmensbeteiligungen ist die primäre Zielsetzung der MAX21 AG. Dabei sollen die Gewinne in den Unternehmen das Wachstum finanzieren. Bedingt durch diese Positionierung und Geschäftstätigkeit der MAX21 AG fallen Erträge in Form von Dividenden, Gewinnanteilen oder Zinsen selten an. Vielmehr werden die Erträge der Unternehmung erst realisiert, wenn die Veräußerung einer Beteiligung erfolgt. Der Exit einer Beteiligung und die damit korrespondierende Realisierung eines Gewinns oder Verlustes hängen von einer Vielzahl externer Faktoren ab, die weder die MAX21 AG noch das Portfoliounternehmen beeinflussen können.

Die MAX21 AG ist bemüht, den für den Geschäftsabschluss günstigsten Zeitpunkt in Bezug auf den zu erzielenden Preis zu nutzen, wodurch eine Diskontinuität beim Abschluss eines Geschäftes in Kauf genommen wird.

Das Risiko der Wettbewerbsfähigkeit

In der Branche der Beteiligungsgesellschaften gibt es sowohl im In- als auch im Ausland zahlreiche Wettbewerber, die zum Teil auch über eine umfangreichere Kapitalbasis sowie größere personelle, technische und andere Ressourcen verfügen und sich dadurch in die Lage bringen könnten, schneller auf sich verändernde Marktverhältnisse zu reagieren.

Die MAX21 AG versucht, sich Wettbewerbsvorteile dadurch zu verschaffen, dass sie sich mit der Investition in Unternehmen, welche als thematische Grundausrichtung die Themen IT-Sicherheit oder sichere, verbindliche elektronische oder hybride Kommunikation haben, auf einen speziellen Nischenmarkt konzentriert.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne oder mehrere Mitbewerber sich zukünftig stärker auf das gleiche Marktsegment zubewegen. Dadurch besteht sodann die Gefahr, dass durch den sich verschärfenden Wettbewerb um die Finanzierung interessanter Projekte die Preise für Beteiligungen steigen und somit die Renditechancen sinken.

Das Risiko der Finanzierung und der Liquidität

Da die MAX21 AG nur bedingt und begrenzt über die Möglichkeit verfügt, neues Kapital aufzunehmen, lassen sich das Finanzierungsrisiko zur Diversifikation im Portfolio sowie das Liquiditätsrisiko nicht ausschließen.

Das Risiko eines sich verschlechternden, konjunkturellen Umfelds

Das konjunkturelle Umfeld und die hierauf einwirkenden Faktoren können Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der MAX21 AG sowie ihrer Portfoliogesellschaften haben.

Gesamtbeurteilung der Risikolage

All diese Risiken können bei Eintreffen ganz erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MAX21 AG haben.

Aktuell absehbare Risiken wurden frühzeitig identifiziert und entsprechend wurden Maßnahmen zum Gegensteuern umgesetzt. Die Liquiditätsposition der Gesellschaft hat sich auf dem bestehenden Niveau stabilisiert. Die Gesellschaft konnte durch Kapitalerhöhungen neue Mittel generieren und in ihr Geschäftsmodell investieren. Nichtsdestotrotz ergreift die Gesellschaft kontinuierlich Maßnahmen u. a. zur Liquiditätssteuerung und -steigerung.

Die Risiken, denen die Gesellschaft gegenübersteht, sind aus heutiger Sicht zu beherrschen.

E Der Nachtrags- und Prognosebericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014/2015 wurde im Oktober 2015 die LSE Leading Security Experts GmbH ebenfalls gegen Ausgabe von Aktien der MAX21 AG vollständig übernommen. Gleichzeitig wurde das Portfolio weiter bereinigt, sodass neben den Flaggschiffen pawisda systems GmbH und LSE Leading Security Experts GmbH eine aus den Gesellschaften 21Cloud GmbH, Linup Front GmbH und LINworks GmbH im Wege der Verschmelzung hervorgehende neue LINworks GmbH als Supportgesellschaft der MAX21- Unternehmensgruppe zur Seite steht, welche aber auch eigenständiges Cloud- und Systemhausgeschäft am Markt erbringen soll. Bis auf Anteile an der GFN AG und der ISP International Sports Pass GmbH wurden alle Beteiligungen untergeordneter Bedeutung verkauft.

In der Hauptversammlung am 08.07.2015 wurden mit den Herren Götz Mäuser und Dr. Andreas König zwei neue Aufsichtsratsmitlieder gewählt. Herr Mäuser wurde anschließend zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. Damit wurden die Weichen gestellt, die MAX21 AG insbesondere organisatorisch neu aufzustellen. Am gleichen Tag wurde Herr Nils Manegold zum weiteren Vorstand der MAX21 AG bestellt. Ziel ist hier, den eingeschlagenen Weg der organisatorischen Optimierung und klaren Aufstellung mit Nachdruck anzugehen.

Diese Themen wurden in den anschließenden Monaten angegangen und weitestgehend umgesetzt. Hierzu gehört der Verkauf der Beteiligungen an der sign4time GmbH, der DLPS Desktop Linux an Projects GmbH, der focus::voip GmbH und der USCO Netzwerk GmbH. Der Verkauf der Anteile an der OSC Open Source Certification GmbH soll noch im Dezember 2015 abgeschlossen werden. Die Anteile der ISP International Sports Pass GmbH stehen ebenfalls zum Verkauf.

Im August wurden die verbleibenden Anteile an der 21Cloud GmbH, der Linup Front GmbH und der LINworks GmbH erworben. Anschließende wurde beschlossen, diese Gesellschaften zum 01.01.2016 auf die Linup Front GmbH zu verschmelzen und diese in LINworks GmbH umzubenennen.

Auf der Grundlage eines unabhängigen Bewertungsgutachtens erwarb die MAX21 AG - ohne Einsatz von Barmitteln - die noch ausstehenden Anteile an der LSE Leading Security Experts GmbH in Höhe von 51% sowie zwei Gesellschafterdarlehen in Höhe von zusammen ca. 212 TEuro im Rahmen einer noch durchzuführenden Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe von 959.239 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert der MAX21 AG. Dieser Transaktion lag eine Equity-Bewertung der LSE Leading Security Experts GmbH in Höhe von 7,154 Mio. Euro zugrunde. Zusätzlich wurde eine einmalige Beteiligung der drei abgebenden Gesellschafter in Höhe von insgesamt 12% des den Eigenkapital-Wertes der LSE Leading Security Experts GmbH übersteigenden Betrages von 7,154 Mio. Euro hinaus vereinbart, wobei die Partizipation spätestens auf den Stichtag 31.12.2020 erfolgen kann. Die Verhandlungen mit den Gesellschaftern der LSE Leading Security Experts GmbH wurden ausschließlich vom Finanzvorstand der MAX21 AG geführt. Der Vorstand der MAX21 AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates zum Zwecke des vorgenannten Erwerbs beschlossen, gemäß § 3 Ziffer 5 Satz 1 und 4 Buchstabe (c) der Satzung bei teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung das Grundkapital gegen Sacheinlagen von 9.716.106,00 Euro um 959.239,00 Euro auf 10.675.345,00 Euro durch Ausgabe von Stück 959.239 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert zu erhöhen. Die Anmeldung der Sachkapitalerhöhung zum zuständigen Handelsregister wurde bereits initiiert. Mit der Eintragung der Sachkapitalerhöhung wird die Transaktion abgeschlossen sein.

Die Hauptversammlung vom 08.07.2015 hat neben anderen Satzungsänderungen beschlossen, das Geschäftsjahr der MAX21 AG auf das Kalenderjahr umzustellen. Für die Zeit vom 01.07.2015 bis 31.12.2015 wird daher ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Außerdem wurden die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2015/I sowie die Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und Wandelschuldverschreibungen von der Hauptversammlung beschlossen. Sämtliche Satzungsänderungen wurden am 23.10.2015 im Handelsregister eingetragen und sind somit wirksam geworden. Durch das neu geschaffene Genehmigte Kapital 2015/I kann das Grundkapital um bis zu 2.324.923,00 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen erhöht werden. Die Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sieht vor, dass Schuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu 4.858.050,00 Euro ausgegeben werden können und entsprechend von Optionsrechten, Wandlungsrechten oder -pflichten Aktien der MAX21 AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 971.610,00 Euro gewährt oder auferlegt werden können. Zu diesem Zweck wurde ein Bedingtes Kapital 2015/I geschaffen, wodurch das Grundkapital um bis zu 971.610,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 971.610 Stückaktien bedingt erhöht wird.

Bei den beiden Beteiligungen LSE Leading Security Experts GmbH bzw. pawisda systems GmbH, an denen die MAX21 AG nunmehr 100% hält, wurde im Oktober 2015 die jeweilige Eigenkapitalbasis gestärkt. Dazu hat die MAX21 AG ihre gegenüber den beiden Unternehmen bestehenden Forderungen aus Darlehen in die jeweilige Kapitalrücklage der beiden Beteiligungen eingebracht in Höhe von insgesamt 7,853 Mio. Euro. Bei weiteren 100%- Beteiligungen ist eine Einbringung geplant. Somit ergeben sich aus den eingebrachten Forderungen zukünftig keine Einnahmen aus Finanzierungstätigkeit mehr.

Mit allen diesen Maßnahmen sind wir der angestrebten Struktur der MAX21 AG sehr nahe gekommen. Es fehlen noch kleinere Maßnahmen, um das angestrebte Ziel bis Jahresanfang 2016 zu erreichen.

Bezüglich der Organisation der MAX21 AG wurde diese darauf ausgerichtet, schnellstmöglich deutliche höhere Transparenz zu erzielen. Ebenso wurde das Recruiting als zen-

LAGEBERICHT

trale wichtige Aufgabe der MAX21 AG für ihre Beteiligungen etabliert. Dies führte zu entsprechendem Ressourcenaufbau. Gleichzeitig wurden "Sollbruchstellen" gezogen, um im Falle eines Verkaufes einer Beteiligung bestmöglich vorbereitet zu sein.

Weiterstadt, 24. November 2015

MAX21 Management und Beteiligungen AG

Der Vorstand

Bilanz der MAX21 Management und Beteiligungen AG zum 30. Juni 2015
-- -- -- --------------------------------------------------------------------
Aktiva Euro Geschäftsjahr
(Euro)
Vorjahr
(Euro)
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
7,00 24,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.174,73 11.694,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.465.279,77 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.555.839,24 0,00
3. Beteiligungen 543.841,42 6.181.147,16
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
3.674.679,14 2.735.126,20
19.239.639,57 8.916.273,36
B Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
- davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr
Euro 357.348,62 (Vorjahr: Euro 253.867,95)
357.348,62 305.979,03
2. Sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr
Euro 14.196,67 (Vorjahr: Euro 13.753,96)
130.020,95 27.588,22
487.369,57 333.567,25
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks
3.705.905,67 790.453,56
C Rechnungsabgrenzungsposten 4.500,00 2.000,00
23.445.596,54 10.054.012,98
Passiva Euro Geschäftsjahr
(Euro)
Vorjahr
(Euro)
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.716.106,00 4.965.204,00
II. Kapitalrücklage 16.809.312,95 7.398.111,75
III. Jahresergebnis -586.437,66 -297.828,76
IV. Vortrag auf neue Rechnung -2.817.409,88 -2519581,12
B Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 215.560,00 404.260,00
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 25.088,60 (Vorjahr: Euro 13.007,41)
25.088,60 13.007,41
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 63.088,70)
0,00 63.088,70
3. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
Euro 83.376,53 (Vorjahr: Euro 27.751,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Euro 83.376,53 (Vorjahr: Euro 27.751,00)
83.376,53 27.751,00
108.465,13 103.847,11
23.445.596,54 10.054.012,98

Gewinn- und Verlustrechnung der MAX21 Management und Beteiligungen AG vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2015

Geschäftsjahr
(Euro)
Vorjahr
(Euro)
I. Umsatzerlöse 568.344,40 469.092,37
II. Sonstige betriebliche Erträge 8.653,87 8.432,79
III. Personalaufwand
1. Löhne und Gehälter 497.538,19 389.400,68
2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
- davon für Altersversorgung Euro 4.548,00 (Vj.: Euro 5.868,00)
33.359,25 31.492,84
Summe Personalaufwand 530.897,44 420.893,52
IV. Abschreibungen
1. auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
3.680,05 4.185,81
2. auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten
20.897,71 0,00
Summe Abschreibungen 24.577,76 4.185,81
V. Sonstige betriebliche Aufwendungen 867.195,53 418.469,45
VI. Erträge aus Beteiligungen 4.000,00 3.000,00
VII. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 90.850,88
(Vorjahr: Euro 0,00)
272.090,86 64.432,03
VIII. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.245,33 1.102,83
IX. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
22.865,73 0,00
X. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 235,66 340,00
XI. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -586.437,66 -297.828,76
XII. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
XIII. Jahresfehlbetrag -586.437,66 -297.828,76

Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2014/2015 der MAX21 Management und Beteiligungen AG

A Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der MAX21 Management und Beteiligungen AG, Weiterstadt, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Gliederung des Jahresabschlusses

Die Bilanz wurde nach dem allgemeinen Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Berichtsjahr wurden sämtliche Anteile an der pawisda systems GmbH vollständig von der MAX21 Management und Beteiligungen AG übernommen. Dementsprechend waren Umgliederungen bei einzelnen Posten vorzunehmen, da die pawisda systems GmbH nunmehr als verbundenes Unternehmen auszuweisen ist.

Angaben zu Bilanzierungsmethoden

Zum Bilanzstichtag wurden die bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände und Schulden unter den gesetzlich vorgeschriebenen Posten ausgewiesen. Ansatzwahlrechte, Ausweiswahlrechte und Bilanzierungshilfen wurden nicht in Anspruch genommen.

Angaben zu Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 150,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; sie werden bei der Entwicklung des Anlagevermögens im folgenden Jahr als Abgang ausgewiesen. Anlagenzugänge mit einem Anschaffungswert über Euro 150,00 und bis zu einem Wert von Euro 1.000,00 werden nach § 6 Abs. 2 a EStG im Jahr der Anschaffung und in den vier folgenden Jahren zu jeweils einem fünftel abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten (=Nennwert) bzw. mit dem niederen beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden verrechnet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Ausfallrisiken bewertet; notwendige Abschreibungen wurden verrechnet.

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B Erläuterungen zur Bilanz

Die Finanzanlagen (19.239,6 TEuro) stellen acht Zehntel der Bilanzsumme (23.445,6 TEuro) dar und verteilen sich auf Beteiligungen (13.009,1 TEuro) sowie Ausleihungen (6.230,5 TEuro) an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Beteiligungen

An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20% aller Anteile:

Firmenname Anteilshöhe
in %
Jahresergebnis
in TEuro
Eigenkapital
in TEuro
21Cloud GmbH,
Weiterstadt
48,0 1 -21,7 3 -322,4 3
DLPS Desktop Linux Projects and Services GmbH,
Weiterstadt
48,9 2 -2,8 4 -63,6 4
focus::voip GmbH,
Weiterstadt
49,0 2 0,3 4 -958,3 4
Linup Front GmbH,
Weiterstadt
49,0 1 -69,9 5 -470,1 5
LINworks GmbH,
Weiterstadt
49,2 1 82,7 3 111,5 3
LSE Leading Security Experts GmbH,
Weiterstadt
48,9 1 -724,0 3 -3.019,0 3
pawisda systems GmbH,
Weiterstadt
100,0 40,0 3 -1.375,4 3
sign4time GmbH,
Weiterstadt
20,0 2 -5,5 4 -15,4 4

1) Die Beteiligungshöhe hat sich nach dem Bilanzstichtag infolge

Anteilserwerb auf 100% erhöht. 2) Die Anteile wurden nach dem Bilanzstichtag vollständig verkauft.

3) Laut Jahresabschluss zum 31.12.2014

4) Laut Jahresabschluss zum 31.12.2013

5) Laut Jahresabschluss zum 30.06.2014

Bei den zum Anteilsbesitz gehörenden Gesellschaften wurden die gleichen Bewertungsmethoden wie bei der Berichtsgesellschaft angewandt. Die investiven Anfangs- und Aufbauverluste der Beteiligungen werden seitens der Berichtsgesellschaft nicht nur durch Kapitalbeteiligungen, sondern auch planmäßig mit eigenkapitalersetzenden, nachrangigen Darlehen finanziert, wofür den Beteiligungen entsprechende Kreditlinien zur Verfügung gestellt wurden. Diese Investitionen sind teilweise als langfristige Posten zu betrachten und deshalb unter den Finanzanlagen ausgewiesen (21Cloud GmbH, Linup Front GmbH, LSE Leading Security Experts GmbH, pawisda systems GmbH).

Ausleihungen

Ausleihungen an die pawisda systems GmbH werden unter dem Posten Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen (2.555.839,24 Euro).

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Einzelnen:

21Cloud GmbH 114.325,70 Euro
Linup Front GmbH 87.494,72 Euro
LSE Leading Security Experts GmbH 3.472.858,72 Euro
Bilanzierte Ausleihungen 3.674.679,14 Euro

In den insgesamt bilanzierten Ausleihungen (6.230,5 TEuro) sind Forderungen aus Darlehen und Zinsen (5.000,0 TEuro) sowie übrige Forderungen (1.230,5 TEuro) enthalten.

Zum Aufbau der Beteiligungen wurden Kapitalerhöhungen, im überwiegenden Maße aber Darlehen mit eigenkapitalersetzendem Charakter gewährt (z. T. Nachrangdarlehen).

Eigenkapital

Die Entwicklungen der Posten des Eigenkapitals verdeutlicht der folgende Eigenkapitalspiegel:

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
(TEuro)
(TEuro)
Bilanz
gewinn-/verlust
(TEuro)
Gesamt
Eigenkapital
(TEuro)
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 4.965,2 7.398,1 -2.817,4 9.545,9
Sachkapitalerhöhung (August 2014) 1.867,6 2.614,7 4.482,3
Barkapitalerhöhung (August 2014) 2.000,0 4.500,0 6.500,0
Barkapitalerhöhung (April 2015) 883,3 2296,5 3.179,8
Jahresergebnis -586,4 -586,4
Stand am Ende des Geschäftsjahres 9.716,1 16.809,3 -3.403,8 23.121,6

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen (215,6 TEuro) betreffen vor allem Hauptversammlungen (94,5 TEuro), Resturlaubsansprüche (69,7 TEuro), Abschluss- und Prüfungskosten (15,6 TEuro) sowie Aufsichtsratsvergütungen (10,5 TEuro).

Die Verbindlichkeiten (108,5 TEuro) resultieren vor allem aus noch nicht fälligen Steuern (83,4 TEuro) sowie aus Lieferung und Leistung (25,1 TEuro). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Sonstiges

Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 5,4 TEuro wurde als Mietkaution verpfändet.

Haftungsverpflichtungen aus Bürgschaften bestehen in Höhe von bis zu 73,8 TEuro (Höchstbetragsbürgschaft) zugunsten eines Unternehmens, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, für einen Leasingvertrag.

Weitere Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Der Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr beträgt -2.817.409,88 Euro (Vorjahr: -2.519.581,12 Euro).

C Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr in Höhe von 568,3 TEuro (Vorjahr: 469,1 TEuro) resultieren ausschließlich aus Dienstleistungen in den Bereichen Verwaltung sowie der Weiterbelastung von Aufwendungen für Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Der Personalaufwand beträgt insgesamt 530,9 TEuro (Vorjahr: 420,9 TEuro). Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 4 Personen im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr: 4).

Der Jahresfehlbetrag beträgt 586,4 TEuro und soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Entsprechend ist die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 158 AktG wie folgt zu ergänzen:

Jahresfehlbetrag 586.437,66 Euro
Verlustvortrag 2.817.409,88 Euro
Bilanzverlust am 30.06.2015 3.403.847,54 Euro

D Sonstige Angaben

Vorstand

Oliver Michel, Diplom-Informatiker, Rödermark.

Das Vorstandsmitglied ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsrat

Alexander Offer, Diplom-Kaufmann, MBA, Zürich, Vorsitzender des Aufsichtsrates, (ausgeschieden am 08.07.2015) weitere Mandate: Executive Director der Fox Capital GmbH, Frankfurt.

Jürgen Schmitt, Diplom-Betriebswirt, Eichenzell, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, weitere Mandate: Geschäftsführer der MECONOMICS GmbH, Fulda, Geschäftsführer der JS Capital GmbH, Fulda.

Bernd Worsch, Diplom-Mathematiker, Seeheim-Jugenheim, (ausgeschieden am 08.07.2015) Leiter Entwicklung der pawisda Systems GmbH, Weiterstadt, weitere Mandate: Vorstand der Manu Systems AG, Regensburg.

Vergütung Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 354,1 TEuro (Vorjahr: 225,4 TEuro). Darin enthalten sind Tantiemen in Höhe von 60,0 TEuro sowie die teilweise Abgeltung von Resturlaubsansprüchen in Höhe von 103,8 TEuro. Darlehen wurden nicht gewährt.

Die Vergütung für den Aufsichtsrat beträgt 22,5 TEuro (Vorjahr: 18,0 TEuro). Darlehen wurden nicht gewährt.

Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage

Das Grundkapital beträgt am Abschlussstichtag 9.716.106,00 Euro (Vorjahr: 4.965.204,00 Euro). Es besteht aus 9.716.106 Stück (Vorjahr: 4.965.204 Stück) auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro).

Das Grundkapital wurde im Berichtszeitraum um insgesamt 4.750.902,00 Euro auf 9.716.106,00 Euro erhöht.

Die gemäß satzungsmäßiger Ermächtigung der Hauptversammlung vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 02.04.2014 beschlossene Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus dem Genehmigten Kapital 2012 (1.525.533,00 Euro) und dem Genehmigten Kapital 2013 (342.087,00 Euro) um insgesamt 1.867.620,00 Euro wurde von April bis Juli 2014 durchgeführt und mit Eintragung im Handelsregister am 26.08.2014 wirksam. Die Genehmigten Kapitalia 2012 und 2013 sind damit vollständig ausgenutzt worden. Es wurden 1.867.620 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 gegen Sacheinlage ausgegeben. Der den rechnerischen Nennwert übersteigende Betrag bei der Ausgabe der neuen Aktien in Höhe von insgesamt 2.614.668 Euro wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Hauptversammlung der MAX21 AG hatte am 27.06.2014 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre um bis zu 2.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert mit Gewinnanteilsberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 zum Ausgabebetrag von mindestens 2,40 Euro Stückaktie zu erhöhen. Die Ermächtigung zur Durchführung dieser bis zum 27.12.2014 befristeten Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss wurde am 23.07.2014 im Handelsregister eingetragen. Die Kapitalerhöhung wurde gemäß dieser Ermächtigung im Juli 2014 durchgeführt und mit der Eintragung im Handelsregister am 26.08.2014 wirksam. Es wurden 2.000.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 gegen Bareinlage zum Ausgabepreis von 3,25 Euro je neuer Stückaktie ausgegeben. Der den rechnerischen Nennwert übersteigende Betrag bei der Ausgabe der neuen Aktien in Höhe von insgesamt 4.500.000,00 Euro wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Des Weiteren wurde gemäß satzungsmäßiger Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27.06.2014 (Genehmigtes Kapital 2014/I sowie 2014/II) das Grundkapital schließlich um 883.282,00 Euro auf 9.716.106,00 Euro erhöht. Diese Kapitalerhöhung wurde am 01.04.2015 im Handelsregister eingetragen. Es wurden 883.282 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 Euro) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 gegen Bareinlage ausgegeben. Der den rechnerischen Nennwert übersteigende Betrag bei der Ausgabe der neuen Aktien in Höhe von insgesamt 2.296.533,20 Euro wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Nach dieser teilweisen Inanspruchnahme wurde das Genehmigte Kapital 2014/I vollständig ausgenutzt, das Genehmigte Kapital 2014/II beträgt zum Bilanzstichtag hingegen noch 2.533.130,00 Euro.

Genehmigtes Kapital

Von der Hauptversammlung am 27.06.2014 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 26.06.2019 (einschließlich) durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ein- oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens um bis zu 614.982,00 Euro zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/I). Dieser Beschluss wurde mit Eintragung im Handelsregister am 23.07.2014 wirksam. Das Genehmigte Kapital 2014/I wurde im Berichtszeitraum vollständig ausgenutzt.

Des Weiteren wurde der Vorstand von der Hauptversammlung am 27.06.2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 26.06.2019 (einschließlich) durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien gegen Baroder Sacheinlagen ein- oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens um bis zu 2.801.430,00 Euro zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2014/II). Dieser Beschluss wurde mit Eintragung im

Handelsregister am 26.08.2014 wirksam. Das Genehmigte Kapital 2014/II beträgt nach teilweiser Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag noch 2.533.130,00 Euro.

Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden keine eigenen Aktien erworben; die Gesellschaft hält keine eigenen Anteile.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2014 wurde am 27.05.2015 satzungsgemäß vom Aufsichtsrat festgestellt. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013/2014 in Höhe von 297.828,76 Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Börsennotierung

Die Aktien der Gesellschaft sind in den Handel im Entry Standard (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen.

Aktionärsstruktur

Limit 45 GmbH 8,83 %
Streubesitz 91,17 %

(Stand 30.06.2015)

Börsenkennzeichen

Die Wertpapierkennnummer für Aktien lautet: A0D88T

Die ISIN lautet: DE000A0D88T9

Börsenkürzel: MA1

Weiterstadt, den 24. November 2015

ANLAGENSPIEGEL

Anlagenspiegel der MAX21 Management und Beteiligungen AG zum 30.06.2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.07.2014
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
30.06.2015
Kumulierte
Abschreibungen
01.07.2014
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Abgänge Kumulierte
Abschreibungen
30.06.2015
Stand
01.07.2014
Stand
30.06.2015
(Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro) (Euro)
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens
gegenstände
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte, ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
15.297,32 0,00 298,00 0,00 14.999,32 15.273,32 16,00 297,00 14.992,32 24,00 7,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
15.297,32 0,00 298,00 0,00 14.999,32 15.273,32 16,00 297,00 14.992,32 24,00 7,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
44.411,93 146,97 2814 0,00 41.744,90 32.717,12 3.664,05 2.811,00 33.570,17 11.694,81 8.174,73
Summe Sachanlagen 44.411,93 146,97 2.814,00 0,00 41.744,90 32.717,12 3.664,05 2.811,00 33.570,17 11.694,81 8.174,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
0,00 6.850.839,76 0,00 5.614.440,01 12.465.279,77 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.465.279,77
2. Ausleihungen an verbunde
nen Unternehmen
0,00 2.407.225,64 0,00 148.613,60 2.555.839,24 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.555.839,24
3. Beteiligungen 6.203.196,16 0,00 0,00 -5.614.440,01 588.756,15 22.049,00 22.865,73 0,00 44.914,73 6.181.147,16 543.841,42
4. Ausleihungen an Unterneh
men, mit denen ein Beteili
gungsverhältnis besteht
3.622.339,69 1.088.166,54 0,00 -148.613,60 4.561.892,63 887.213,49 0,00 0,00 887.213,49 2.735.126,20 3.674.679,14
Summe Finanzanlagen 9.825.535,85 10.346.231,94 0,00 0,00 20.171.767,79 909.262,49 22.865,73 0,00 932.128,22 8.916.273,36 19.239.639,57
Summe Anlagevermögen 9.885.245,10 10.346.378,91 3.112,00 0,00 20.228.512,01 957.252,93 26.545,78 3.108,00 980.690,71 8.927.992,17 19.247.821,30

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die MAX21 Management und Beteiligungen Aktiengesellschaft, Weiterstadt

Ich habe den Jahresabschluss – bestehend aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – mit einer Bilanzsumme von 23.445.596,54 Euro und einem Jahresfehlbetrag von 586.437,66 Euro unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MAX21 Management und Beteiligungen AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angabe in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 24. November 2015

Dipl.-Kfm. Harald Lauber – Wirtschaftsprüfer –

Frankfurt

Lauber

Wirtschaftsprüfer

Impressum

MAX21 Management und Beteiligungen AG

Postfach 10 01 21 64201 Darmstadt Deutschland

Hausanschrift: Robert-Koch-Straße 9

64331 Weiterstadt

Vorstand

Oliver Michel (Vorsitzender) Nils Manegold

Investorenkontakt

Telefon: +49 6151 9067 – 234 Telefax: +49 6151 9067 – 295 E-Mail: [email protected]

Informationen

www.max21.de

Börsenkennzeichen

WKN: A0D88T ISIN: DE000A0D88T9 Börsenkürzel: MA1