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Binect AG — Annual Report 2019
Jun 3, 2020
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Annual Report
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AKTIONÄRSINFORMATIONEN UND JAHRESABSCHLUSS 2019
Inhaltsverzeichnis
| Geschäftsentwicklung 3 |
|---|
4 |
| und Finanzlage 5 |
| Ausblick 5 |
7 |
| 3. Aktie und Beteiligungsstruktur 8 |
| II. | Jahresabschluss 2019 | 10 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Bericht des Aufsichtsrats |
10 | |
| 2. | Bilanz der MAX 21 AG zum 31. Dezember 2019 | 14 | |
| 3. | Gewinn- und Verlustrechnung der MAX 21 AG |
16 | |
| 4. | Anhang zum Jahresabschluss 2019 der MAX 21 AG |
17 | |
| 5. | Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers |
28 |
I. Aktionärsinformationen
1. Geschäftsentwicklung der MAX 21 Gruppe
Die MAX 21 Gruppe hat im zurückliegenden Geschäftsjahr weitere grundlegende Schritte unternommen, um mit veränderter Ausrichtung eine nachhaltige Profitabilität zu erreichen. Nach einem insbesondere vom Verkauf der Tochtergesellschaft KeyIdentity GmbH geprägten ersten Halbjahr liegt die MAX 21 AG nun mit der verbleibenden Beteiligung Binect GmbH auf einem soliden Wachstumskurs.
Die wirtschaftliche Entwicklung der MAX 21 AG basiert nach den vorgenommenen Weichenstellungen derzeit und auch in nächster Zukunft vollständig auf der Entwicklung der 100%-Tochtergesellschaft Binect GmbH. Die MAX 21 hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr so aufgestellt, dass Ausrichtung und Wachstumsziele der Binect maximal unterstützt werden können.
Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist – abgesehen von dem belastenden Verkauf der verlustreichen Tochtergesellschaft KeyIdentity – insgesamt erfreulich und lässt sich wie folgt zusammenfassen:
- Die MAX 21 AG wurde als Dienstleistungsgesellschaft konsequent kostenoptimiert und stabilisiert.
- Der Binect Umsatz konnte um 13,4% auf 7.044 TEUR gesteigert werden.
- Die strategischen Binect Standardprodukte wachsen mit über 65% gegenüber Vorjahr; der Anteil am Gesamtumsatz der Binect beträgt nun 38%.
- Das EBITDA der Binect nach Konzernumlage wuchs um 31,6% auf 587 TEUR.
- Das EBT der Binect wächst um über 94% auf -8 TEUR; die Gesellschaft erwirtschaftet einen positiven Cash Flow von über 420 TEUR.
- Der Jahresüberschuss der Binect beträgt 686 TEUR.
Damit wurden die Jahresziele der Binect in den wichtigsten Kennzahlen übertroffen. Getragen wird die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft vor allem von dem stabilen Wachstum der Umsätze und Sendungsmengen im Bereich Output Management und Hybrid- bzw. Digitalpost. Nachdem zum Halbjahr 2019 noch ein schwächerer Geschäftsverlauf gemeldet wurde, konnte das zweite Halbjahr die Erwartungen übererfüllen. Das Umsatzwachstum wurde insbesondere von den eigenen Mittelstandsprodukten getragen. Auch das Geschäft mit der Deutsche Post AG (E-Postbusiness Box) leistete trotz geringeren Wachstums der Transaktionen einen positiven Beitrag. Umsatzsteigernd wirkte sich in den letzten beiden Monaten des Jahres auch die Umsetzung des neuen Vertrages mit der AOK Niedersachsen aus.
1.1. Umsatzentwicklung
Nach dem Wechsel des Börsensegments im Frühjahr 2019 (Open Market) wird für die MAX 21 Gruppe kein konsolidierter Konzernabschluss nach IFRS Standard mehr erstellt. Wie im Vorjahr wird ein Jahresabschluss nach HGB für die einzelnen Gesellschaften vorgelegt. In der neuen Struktur der MAX 21 sind dies die Gesellschaften MAX 21 AG und die Binect GmbH.
Die dargestellten Finanzkennzahlen der MAX 21 AG beziehen sich somit ausschließlich auf die nicht operativ tätige Holding, die als reine Dienstleistungsgesellschaft für die Binect GmbH und bis Mai 2019 für die KeyIdentity GmbH fungiert. Mit den Umlagen der Tochtergesellschaften wurde ein Umsatz von 797 TEUR erzielt.
Die Umsätze der Binect GmbH im Segment Output Management und Hybrid- bzw. Digitalpost erhöhten sich im Berichtszeitraum um 13,4% auf 7.044 TEUR (Vorjahr 6.212 TEUR). Der strategische Umsatz mit Standardprodukten und Transaktionen über die gesamte Produktfamilie Binect (von KMU bis zu Enterprise-Kunden) konnte dabei von 1.640 TEUR auf 2.705 TEUR um rund 65% gesteigert werden und wächst so auf einen Anteil von über 38% am Gesamtumsatz. Der wichtige Umsatz im Geschäft mit der Deutsche Post AG erhöhte sich nach der Verlängerung des Rahmenvertrages über Lieferung und Betrieb der E-Postbusiness Box bis Ende 2022 im Jahr 2019 bei leicht steigender Transaktions-/Sendungsmenge gegenüber 2018 um 3,6%.
In diesem Zusammenhang sei noch einmal erwähnt, dass sich die von der Deutsche Post AG angekündigte Einstellung des eigenen digitalen Versandproduktes E-Postbrief nicht negativ auf den Absatz der E-Postbusiness Box ausgewirkt hat. Für die Zukunft der E-Postbusiness Box wird eher von einer positiven Wirkung ausgegangen, da zusammen mit dem digitalen E-Postbrief der bislang recht aufwändige Registrierungsprozess stark vereinfacht wird (siehe dazu auch das Interview mit Dr. Frank Wermeyer auf https://www.binect.de/presse).
Insgesamt erhöhte sich das über die Binect-Plattform realisierte Sendungsvolumen im Berichtszeitraum auf über 110 Mio. Sendungen. Zur positiven Gesamtentwicklung beigetragen hat die klare Marketing- und Vertriebsausrichtung auf spezifische Marktsegmente wie Health, Utilities und Public.
Eine geplante, leicht abgeschwächte Umsatzentwicklung ergab sich im Geschäft mit Individuallösungen. Mit der zum November 2019 erfolgten Implementierung des im Sommer 2019 verlängerten Vertrags mit dem Großkunden AOK Niedersachsen zum Jahresende konnte bis Ende 2023 ein wichtiger Umsatzbeitrag gesichert werden, der ab 2020 zu einer weiteren Umsatz- und DB-Steigerung führen wird. Insgesamt fokussiert die Binect auf den Ausbau des Geschäftes mit modularen und konfigurierbaren Lösungen, die mittelfristig das Individualgeschäft ablösen werden.
1.2. Ertrags- und Finanzlage
Die Einzelgesellschaft MAX 21 AG weist ein deutlich negatives Ergebnis vor Steuern aus, das sich durch den Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen infolge des Verkaufs der KeyIdentity GmbH in Höhe von 1.967 TEUR ergibt; das EBT wird im Berichtszeitraum entsprechend mit -2.021 TEUR ausgewiesen. Bereinigt um den Sondereffekt KeyIdentity beträgt das EBT -55 TEUR.
Die Zahlungsmittel und -äquivalente der MAX 21 AG beliefen sich zum 31.12.2019 auf 40 TEUR. Dabei ist zu beachten, dass die Liquiditätsposition seit Mitte 2019 im Wesentlichen von der Binect GmbH bestimmt und die MAX 21 AG über die Konzernumlage auf einen neutralen Cash-Bestand ausgesteuert wurde. Zum Stichtag 31.12.2019 bestanden ca. 170 TEUR offene Forderungen ggü. Binect, die rechnerisch die Liquidität auf das angestrebte Niveau von ca. 200 TEUR erhöhen.
Bei der Binect GmbH konnte im Berichtszeitraum das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 183 TEUR auf -8 TEUR (Vorjahr -191 TEUR) gesteigert werden. Zu beachten ist, dass das Ergebnis sowohl von den noch hohen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Binect Software) als auch von der Konzernumlage an die MAX 21 AG beeinflusst wird, die nach dem Verkauf der KeyIdentity allein durch die Binect zu tragen ist. Umfassende Kostensenkungsmaßnahmen bei der MAX 21 AG konnten den Anstieg der Umlagen deutlich mildern. Das EBITDA der Binect nach Konzernumlage konnte im Berichtszeitraum um 31,6% auf 587 TEUR (Vorjahr: 446 TEUR) gesteigert werden. Binect erzielte einen positiven Cash Flow von über 420 TEUR und realisierte nach Steuern einen Jahresüberschuss von 686 TEUR.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Binect GmbH erhöhten sich stichtagsbezogen von 72 TEUR (31.12.2018) deutlich auf 840 TEUR (31.12.2019). Neben dem positiven Cash Flow waren hier u.a. ein verbessertes Forderungsmanagement und die erwähnten noch nicht beglichenen Forderungen der MAX 21 AG ursächlich.
Für die MAX 21 Gruppe war das Geschäftsjahr 2019 somit insgesamt ein Jahr, in dem Einschnitte und wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden mussten, die sich im Ergebnis als richtige Entscheidungen erwiesen haben. Die Konzentration auf das Geschäftsfeld Outputmanagement und digitale Geschäftskommunikation und damit auf die Binect GmbH hat und uns unserem Ziel des dauerhaften profitablen Wachstums und einer nachhaltigen Entwicklung einen großen Schritt nähergebracht.
1.3. Ausblick
Im Geschäftsjahr 2020 wird die MAX 21 AG den eingeschlagenen Kurs konsequent weiterverfolgten. Die Gesellschaft versteht sich künftig nicht als Beteiligungs-Holding, sondern sieht sich in der Rolle einer kapitalmarktorientierten Dienstleistungsgesellschaft, die das operative Geschäft und das geplante Wachstum der Tochtergesellschaft Binect im Bereich "Advanced Business Communication" mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt. In dieser Sichtweise verschmelzen MAX 21 und Binect stärker zu einer virtuellen Einheit, was sich in der Zukunft auch auf die Rechnungslegung auswirken wird. Es wird mindestens eine Pro-forma-Konsolidierung künftiger Abschlüsse angestrebt.
Wichtige Weichenstellungen, die für das Geschäftsjahr 2020 auf den Weg zu bringen sind, liegen zum einen im Bereich der Kapitalmaßnahmen. Die Gesellschaft wird – wie bereits kommuniziert – Schritte prüfen, die den Aktienkurs möglichst auf ein Niveau oberhalb des rechnerischen Nennwertes führen, um damit aufgestellt zu sein für etwaige künftige Kapitalerhöhungen.
Zum anderen werden wir im operativen Geschäft die Weichen für ein verstärktes Wachstum der Binect stellen. Wie bereits an anderer Stelle kommuniziert, sind hier im Laufe des Jahres 2020 Entscheidungen darüber zu treffen, in welcher Höhe u.a. die erwirtschafteten Eigenmittel zur Beschleunigung des Plattform-Ausbaus "Binect ONE" reinvestiert werden.
Für das Geschäftsjahr 2020 wird auf der Grundlage der guten Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 und den ebenfalls positiven Vorzeichen in den Monaten Januar und Februar 2020 ein weiteres Umsatzwachstum in einer Größenordnung zwischen 5- 10% erwartet. Darüber hinaus geht der Vorstand zunächst von einem weiterhin steigenden EBITDA bei gleichzeitig positivem Ergebnis (EBT) und Cash Flow aus.
Auswirkungen auf diese Erwartungen, die im Laufe des Geschäftsjahres zu Korrekturen führen können, werden von zwei Themenkomplexen ausgehen:
- Investitions-Entscheidungen im Zusammenhang mit Binect ONE
- Folgen der Corona-Krise
In den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 sind die Geschäftszahlen der Binect noch nicht von Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionsketten betroffen; die abgegebenen Wachstumsprognosen konnten bestätigt werden. Die Auftragslage zeigt eine verstärkte Nachfrage nach Leistungen, die den Geschäftsbetrieb der Kunden und vor allem die Geschäftskommunikation auch dann aufrechterhalten, wenn die verantwortlichen Bereiche im Unternehmen aufgrund z.B. oder Homeoffice-Regelungen nicht besetzt sind. Binect ermöglicht dies mit seinen einfachen Software-Lösungen und Hybridpostleistungen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch nicht absehbar, welche Konsequenzen sich im Verlauf des Geschäftsjahres ergeben. Im März sind erste Rückgänge der Anzahl geplanter vertrieblicher Kundentermine sowie Verschiebungen von Projekten aufgrund von Engpässen bei Kunden zu verzeichnen. Binect wird diese Entwicklung genau beobachten und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die geplanten Unternehmensziele im Jahr 2020 zu erreichen.
Der Vorstand
Dr. Frank Wermeyer
2. Kennzahlen im Überblick
MAX 21 AG (HGB Einzelabschluss)
| TEUR | 2019 | 2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 797 | 1.164 | -31,5% |
| EBITDA | -148 | -96 | -54,2% |
| EBT | -2.021 | -13.645 | 85,2% |
| Liquide Mittel (Stichtag 31.12.) |
40 | 800 | |
| Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) |
0,5 | 4,5 |
- Der Umsatz ergibt sich ausschließlich aus internen Leistungen und entspricht den Konzernumlagen der Tochterunternehmen Binect und KeyIdentity (bis Mai 2019).
- Das EBT der MAX 21 AG wird wesentlich belastet durch den Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen infolge des Verkaufs der KeyIdentity GmbH in Höhe von 1.967 TEUR.
- Der signifikante Rückgang der liquiden Mittel resultiert aus dem Cash-Bedarf der KeyIdentity sowie den Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gesellschaft. Zudem waren Forderungen in Höhe von ca. 170 TEUR gegen Binect zum Stichtag noch nicht ausgeglichen.
BINECT GMBH
| TEUR | 2019 | 2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 7.044 | 6.212 | +13,4% |
| Strategisch relevanter Umsatz | 2.705 | 1.640 | +64,9% |
| EBITDA | 587 | 446 | +31,6% |
| EBT | -8 | -191 | +95,8% |
| Liquide Mittel (Stichtag 31.12.) |
840 | 72 | |
| Mitarbeiter (FTE, Stichtag 31.12.) |
38,5 | 39 |
- Die Binect GmbH konnte erneut eine deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr realisieren und hat dabei auch die Jahresziele 2019 übertroffen.
- Der Umsatz mit dem strategisch relevante Binect-Standardproduktportfolio besteht zum größten Teil aus wiederkehrenden Umsätzen aus Dauerschuldverhältnissen und Transaktionen (recurring revenues) und wächst mit fast 65% überproportional stark.
- Die liquiden Mittel der Gesellschaft sind im Wesentlichen auf einen Cash-Flow von ca. 420 TEUR sowie ein verbessertes Forderungsmanagement zurückzuführen.
3. Aktie und Beteiligungsstruktur
| ISIN/WKN | DE000A0D88T9/A0D88T |
|---|---|
| Börsenkürzel | MA 1 |
| Handelssegment | Open Market (Freiverkehr) der Börse Frankfurt |
| Art der Aktie | Inhaberaktie |
| Erstnotiz | 28. November 2006 |
| Anzahl Aktien | 18.008.004 (zum 31.12.2019) |
| Handelsplätze/ Börsen |
Frankfurt, XETRA®, Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Düsseldorf |
| Designated Sponsor | BankM AG, Frankfurt |
INFORMATION ZUR AKTIE
AKTIONÄRSSTRUKTUR
BUSINESS-GLIEDERUNG DER MAX 21 GRUPPE
BETEILIGUNGSSTRUKTUR MAX 21 AG
II. Jahresabschluss 2019
1. Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen und die Geschäftsführung durch den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Dabei standen im Jahr 2019 aus Sicht des Aufsichtsrats neben den kontinuierlich behandelten Themen wie aktueller Geschäftsverlauf, Finanz- und Liquiditätslage, Akquisitionspipeline und Risikomanagement vor allem folgende Aktivitäten im Vordergrund:
- Bereinigung der Beteiligungsstruktur der MAX 21 AG / Trennung von der verlustreichen KeyIdentity GmbH
- Verschlankung und Anpassung der Holding an die neue Struktur.
Im Geschäftsjahr 2019 ist der Aufsichtsrat zu sechs Präsenz-Sitzungen zusammengekommen. Bei den Sitzungen waren stets sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mehrere weitere Besprechungen und Abstimmungen im Wege von neun Telefonkonferenzen vorgenommen. Weitere Beschlüsse erfolgten satzungsgemäß im Umlaufverfahren.
In allen Sitzungen des Aufsichtsrats waren Mitglieder des Vorstands anwesend. Bei der Besprechung und Beschlussfassung über einzelne Themen, insbesondere den Vorstand und seine Vergütung betreffende Themen, hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand getagt und beschlossen. Zwischen den Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat oder seinen Vorsitzenden regelmäßig in Telefonaten über wesentliche Entwicklungen informiert und Entscheidungen vorab mit dem Aufsichtsrat, insbesondere dem Vorsitzenden, abgestimmt.
Aus Sicht des Aufsichtsrats hat der Vorstand damit seine Berichts- und Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr umfassend erfüllt und den Aufsichtsrat sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen laufend und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die strategische Unternehmensentwicklung, die Lage der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen und die wesentlichen Geschäftsvorfälle einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements informiert.
Wesentliche Themen, mit denen sich der Aufsichtsrat bei seiner Arbeit innerhalb und außerhalb der Sitzungen beschäftigt hat, waren insbesondere:
- der aktuelle Geschäftsverlauf der Gesellschaften im Vergleich zur vorliegenden Planung für das Geschäftsjahr,
- die laufende Finanz- und Liquiditätslage,
- die Finanzierungs- und Kapitalstruktur der Gruppe,
- die Genehmigung von Planung und Budget für das Geschäftsjahr 2020,
- die Veräußerung der KeyIdentity GmbH inkl. der Meldung über den Verlust von über 50% des Eigenkapitals der MAX 21 AG,
- Fragen der strategischen Ausrichtung der Gruppe und der Tochtergesellschaft Binect GmbH,
- das Risikomanagement sowie
- Vorstandsthemen.
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtszeitraum mit dem Risikomanagementsystem des Unternehmens auseinandergesetzt. Gegenstand des Risikomanagementsystems ist auch das klassische Beteiligungs-Controlling und die Verfügbarkeit verlässlicher finanzieller und betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Der Aufsichtsrat hat keine Hinweise für Schwachstellen des Systems erhalten. Das interne Kontrollsystem der Gesellschaft war, soweit es für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung von Bedeutung ist, Gegenstand der Jahresabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtszeitraum satzungsgemäß aus drei Personen. Der Aufsichtsrat bildete keine Ausschüsse.
Überwachung und Beratung des Vorstands bei der Geschäftsführung
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich regelmäßig, zeitnah und umfassend mittels schriftlicher Berichte und mündlicher Schilderungen über die Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens informieren lassen. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat hinsichtlich der strategischen Weiterentwicklung, der beabsichtigten und durchgeführten Personalmaßnahmen, der Liquiditätssituation der Gesellschaft, der bestehenden Risiken und der Unternehmensplanung, die immer wieder einer kritischen Überprüfung zugeführt wurde. Der Aufsichtsrat wurde über vorübergehend aufgetretene Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen informiert; die Ursachen hierfür wurden eingehend erläutert und diskutiert und, soweit erforderlich, entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen Entscheidungen, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Er hat diese ausführlich erörtert und den Vorstand beratend begleitet.
Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat der MAX21 AG die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt.
Geschäftsentwicklung
Die Tochtergesellschaft Binect GmbH konnte im Geschäftsjahr 2019 das Wachstum fortsetzen und ihre Planungsziele übererfüllen. Im Lauf des Jahres wurden darüber hinaus zwei für die Binect wichtige Verträge über die nächsten Perioden hinaus verlängert (Deutsche Post AG und AOK Niedersachsen). Die Ergebnisse und Erfolge im Berichtszeitraum zeigen, dass sich die Binect mit den getroffenen Maßnahmen grundsätzlich auf dem richtigen Weg befindet.
Nicht zu erwarten war dagegen die Geschäftsentwicklung bei der Tochtergesellschaft KeyIdentity GmbH. Nach einem durchwachsenen Jahresstart im Basisgeschäft (OTP) und dem Verlust eines wichtigen Bestandskunden zeigte sich, dass leider auch die Planungen für das Zukunftsprodukt MIRA nicht wirklich tragfähig waren. Die negative Gesamtentwicklung einschließlich des damit verbundenen hohen Finanzierungsbedarfs der KeyIdentity führten im Frühjahr 2019 zu der Entscheidung, sich von der Beteiligung zu trennen. Verbunden damit wurde zur ordentlichen Hauptversammlung im Juni 2019 der Verlust von mehr als 50% des Eigenkapitals gemäß § 92 AktG angezeigt.
Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres stand für die MAX 21 AG die Unterstützung der nun einzigen 100%-Tochter Binect GmbH sowie die Anpassung ihrer Strukturen an die veränderten Rahmenbedingungen im Fokus. Dies beinhaltete unter anderem den Rückzug vom Börsensegment Scale und die vollständige Auslagerung von administrativen Funktionen.
Durch die Übernahme der Vorstandstätigkeit in der MAX 21 AG durch Herrn Dr. Frank Wermeyer zum 1. April 2019 und dem Ausscheiden von Herrn Nils Manegold zum 30. Juni 2019 ist die MAX 21 AG seit dem 1. Juli 2019 auch personell neu aufgestellt. Ergänzend kam im Juli 2019 ein neuer Kaufmännischer Leiter dazu, der Finanzen, Controlling und Verwaltung für die MAX 21 AG und die Binect GmbH verantwortet. Die MAX 21 AG hat darüber hinaus keine weiteren Mitarbeiter mehr.
Die Aktien der Gesellschaft waren bis zum 31.03.2019 in den Handel im Qualitätssegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse (Freiverkehr) einbezogen. Seit dem 31.03.2019 werden die Aktien der MAX 21 AG im Basic Board (Open Market) gehandelt.
Strategie
Die Strategie der MAX 21 AG ist darauf ausgerichtet, mit der einzig verbliebenen Tochtergesellschaft Binect GmbH und deren leistungsfähigen, skalierbaren Produkten weiter zu wachsen und die Profitabilität nachhaltig zu steigern.
Feststellung des Jahresabschlusses
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 wurde die BEST AUDIT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, von der Hauptversammlung am 18.06.2019 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 beauftragt. Die Prüfung erfolgte satzungsgemäß freiwillig, eine gesetzliche Verpflichtung zur Prüfung bestand nicht. Die BEST AUDIT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der MAX 21 AG für das Geschäftsjahr 2019 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss der MAX 21 AG zum 31.12.2019, die Vorlagen und der Prüfungsbericht wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig ausgehändigt. Die Unterlagen wurden ausführlich besprochen.
Der Jahresabschluss der MAX 21 AG zum 31.12.2019 wurde in einer Telefonkonferenz des Aufsichtsrates am 26.03.2020 durch den Vorstand vorgestellt und erläutert. Der Vorstand berichtete über den Ablauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Anschließend hat der Aufsichtsrat den Prüfbericht intern erörtert. Der Jahresabschluss der MAX 21 AG, aufgestellt nach HGB zum 31.12.2019, wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Nach seiner eigenständigen Prüfung hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis des Abschlussprüfers zugestimmt. Es bestanden keine Einwände. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MAX 21 AG zum 31.12.2019 hat der Aufsichtsrat am 26.03.2020 gebilligt. Der Jahresabschluss wurde damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Wir sind überzeugt, dass sich die Gesellschaft auf dem richtigen Weg bei der Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie und Ihrer Weiterentwicklung befindet.
Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen in unsere Gesellschaft und würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin auf unserem Weg begleiten. Bedanken möchten wir uns vor allem aber auch bei allen Mitarbeitern der MAX 21 Gruppe sowie beim Vorstand für das gezeigte Engagement.
Weiterstadt, im März 2020
Für den Aufsichtsrat:
Götz Mäuser
Vorsitzender des Aufsichtsrats
2. Bilanz der MAX 21 AG zum 31. Dezember 2019
AKTIVA
| Aktiva | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| (in EUR) | (in EUR) | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnli che Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
5,00 | 3.661,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
23.205,50 | 34.249,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.581.000,00 | 6.995.000,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 2.291.704,54 | 2.418.848,36 |
| 3. Beteiligungen | 10.010,67 | 10.010,67 |
| 7.882.715,21 | 9.423.859,03 | |
| 7.905.925,71 | 9.461.769,03 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegen stände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 300,18 | 0,00 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 169.456,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 19.049,14 | 16.339,40 |
| 188.805,32 | 16.339,40 | |
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
40.163,35 | 800.221,16 |
| 226.968,67 | 816.560,56 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 15.313,85 |
| 8.134.894,38 | 10.293.643,44 |
PASSIVA
| Passiva | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | (in EUR) | (in EUR) |
| I. Gezeichnetes Kapital | 18.008.004,00 | 18.008.004,00 |
| II. Kapitalrücklage |
24.071.317,40 | 24.071.317,40 |
| III. Verlustvortrag | -32.076.556,13 | -18.431.442,36 |
| IV. Jahresfehlbetrag | -2.021.374,32 | -13.645.113,77 |
| 7.981.390,95 | 10.002.765,27 | |
| B. Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 121.000,00 | 137.500,00 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.837,53 EUR |
19.837,53 | 148.369,48 |
| (Vorjahr 148.369,48 EUR) 2. Sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern 6.529,65 EUR (Vorjahr 5.008,69 EUR) |
12.665,90 | 5.008,69 |
| 32.503,43 | 153.378,17 | |
| 8.134.894,38 | 10.293.643,44 |
Es besteht ein bedingtes Kapital in Höhe von bis 1.117.621,00 EUR (Bed. Kapital 2016/I) und ein bedingtes Kapital bis zu 6.962.533,00 EUR (Bed. Kapital 2018/II).
vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
| 31.12.2019 (in EUR) |
31.12.2018 (in EUR) |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse |
796.800,00 | 1.164.000,00 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge |
80.227,71 | 2.317,77 |
| 3. Gesamtleistung |
877.027,71 | 1.166.317,77 |
| 4. Personalaufwand |
||
| a) Löhne und Gehälter |
-379.254,77 | -444.985,75 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver sorgung und für Unterstützung |
-31.976,14 | -44.565,21 |
| -411.230,91 | -489.550,96 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen stände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-18.428,87 | -32.455,45 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-579.113,60 | -772.327,22 |
| 7. Ordentliches Betriebsergebnis |
-131.745,67 | -128.015,86 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
75.581,84 | 145.362,89 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.514,17 | 0,00 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpa piere des Umlaufvermögens |
0,00 | -13.662.460,80 |
| 11. Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | -1.966.724,66 | 0,00 |
| 12. Finanzergebnis | -1.889.628,65 | -13.517.097,91 |
| 13. Ergebnis vor Steuern | -2.021.374,32 | -13.645.113,77 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0,00 |
| 15. Ergebnis nach Steuern | -2.021.374,32 | -13.645.113,77 |
| 16. Jahresfehlbetrag | -2.021.374,32 | -13.645.113,77 |
4. Anhang zum Jahresabschluss 2019 der MAX 21 AG
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der MAX 21 AG mit Sitz in Weiterstadt, eingetragen im Handelsregister Darmstadt unter HRB 9397, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungsund Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Gliederung des Jahresabschlusses
Die Bilanz wurde nach dem allgemeinen Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Angaben zu Bilanzierungsmethoden
Zum Bilanzstichtag wurden die bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände und Schulden unter den gesetzlich vorgeschriebenen Posten ausgewiesen. Ansatzwahlrechte, Ausweiswahlrechte und Bilanzierungshilfen wurden nicht in Anspruch genommen.
Angaben zu Bewertungsmethoden
Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gemäß § 252 HGB wurden beachtet. Die Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Eröffnungsbilanz des Berichtsjahres entspricht der Schlussbilanz des Vorjahres. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen, weil dem tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten nicht entgegenstehen. Dem Grundsatz der Einzelbewertung unter Beachtung des Vorsichtsprinzips wurde gefolgt.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niederen beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen verrechnet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Ausfallrisiken bewertet; notwendige Abschreibungen werden verrechnet.
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, gebildet.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
B. Erläuterungen zur Bilanz
Zum Anlagevermögen zählen die immateriellen Vermögensgegenstände 0,00 TEUR (Vorjahr 3,66 TEUR), die Sachanlagen 23,21 TEUR (Vorjahr 34,25 TEUR) und die Finanzanlagen. Die Finanzanlagen machen mit 7.882,72 TEUR (Vorjahr 9.423,86 TEUR) 96,9% der Bilanzsumme (8.134,89 TEUR; Vorjahr 10.293,64 TEUR) aus und verteilen sich auf Anteile an verbundenen Unternehmen (5.581,00 TEUR; Vorjahr 6.995,00 TEUR), Ausleihungen an verbundene Unternehmen (2.291,70 TEUR; Vorjahr 2.418,85 TEUR) sowie Beteiligungen (10,01 TEUR; Vorjahr 10,01 TEUR).
Anteile an verbundenen Unternehmen
An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20% aller Anteile:
| Firmenname | Anteilshöhe in % | Jahresergebnis in TEUR |
Eigenkapital in TEUR |
|---|---|---|---|
| Binect GmbH, Weiterstadt | 100,0 | 686,46 | 874,57 |
Gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2019
Bei den zum Anteilsbesitz gehörenden Gesellschaften werden die gleichen Bewertungsmethoden wie bei der Berichtsgesellschaft angewandt.
Die investiven Anfangs- und Aufbauverluste der Beteiligung wird seitens der Berichtsgesellschaft nicht nur durch Kapitalbeteiligungen, sondern auch planmäßig mit eigenkapitalersetzenden, nachrangigen Darlehen finanziert, wofür der Beteiligung entsprechend eine Kreditlinie zur Verfügung gestellt wurde. Diese Investitionen sind teilweise als langfristige Posten zu betrachten und deshalb unter den Finanzanlagen ausgewiesen.
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr weitere 150 TEUR in das Tochterunternehmen eingebracht. Die Anteile sind mit 5.581 TEUR bilanziert (Vorjahr 5.431 TEUR).
Die Beteiligung an der KeyIdentity GmbH, Weiterstadt, wurde im Geschäftsjahr 2019 vollständig veräußert.
Die Investitionen bergen finanzielle Risiken, die auch bestandsgefährdend sein können, wenn sich der Geschäftsverlauf und die Geschäftsergebnisse der Tochterunternehmen nicht wie geplant entwickeln und deren Finanzierung durch die Gesellschaft nicht gesichert werden kann.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Einzelnen:
| Binect GmbH | 2.291.704,54 Euro |
|---|---|
| Bilanzierte Ausleihungen | 2.291.704,54 Euro |
In den bilanzierten Ausleihungen sind ausschließlich Forderungen aus Darlehen mit eigenkapitalersetzendem Charakter und Zinsen enthalten.
Neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen hält die Gesellschaft noch zwei Beteiligungen. Zum Stichtag sind die Anschaffungskosten nur noch einer Beteiligung mit 10,01 TEUR ausgewiesen.
Unter dem Umlaufvermögen sind Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Binect GmbH von 169,46 TEUR (Vorjahr 0,00 EUR), sonstige Vermögensgegenstände von 19,05 TEUR (Vorjahr 16,34 TEUR) einschließlich der darunterfallenden längerfristigen Kautionen sowie Bankguthaben von 40,16 TEUR (Vorjahr 800,22 TEUR) ausgewiesen.
Im Rechnungsabgrenzungsposten des Vorjahres sind das Folgejahr betreffende Zahlungen vor allem von Mieten und Gebühren enthalten.
Eigenkapital
Die Entwicklungen der Posten des Eigenkapitals verdeutlicht der folgende Eigenkapitalspiegel:
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen |
Bilanzverlust | Gesamt Eigenkapital |
|
|---|---|---|---|---|
| (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | |
| Stand am Ende des Vorjahres (31.12.2018) |
18.008.004,00 | 24.071.317,40 | -32.076.556,13 | 10.002.765,27 |
| Jahresergebnis | -2.021.374,32 | -2.021.374,32 | ||
| Stand am Ende des Geschäftsjahres (31.12.2019) |
18.008.004,00 | 24.071.317,40 | -34.097.930,45 | 7.981.390,95 |
Der Verlustvortrag aus dem Vorjahr beträgt -32.076.556,13 EUR (Vorjahr -18.431.442,36 EUR).
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 121,00 TEUR (Vorjahr 137,50 TEUR) wurden vor allem für variable Vergütungen (50,00 TEUR), für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (30,00 TEUR), für Mietnebenkosten (16,00 TEUR), für besondere Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung (15,00 TEUR) sowie für Rechtsberatung (10,00 TEUR) gebildet.
Die Verbindlichkeiten von 32,50 TEUR (Vorjahr 153,38 TEUR) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19,84 TEUR (Vorjahr 148,37 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern 6,53 TEUR (Vorjahr 5,01 TEUR). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Sonstiges
Ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 23,1 TEUR wurde als Mietkaution verpfändet.
Haftungsverpflichtungen aus Bürgschaften bestehen nicht. Weitere Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr in Höhe von 796,80 TEUR (Vorjahr 1.164,00 TEUR) resultieren ausschließlich aus Dienstleistungen in den Bereichen Verwaltung sowie der Weiterbelastung von Aufwendungen für verbundene Unternehmen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 80,23 TEUR (Vorjahr 2,32 TEUR). Es handelt sich hierbei vor allem um Erträge aus der Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen (57,89 TEUR).
Der Personalaufwand beträgt insgesamt 411,23 TEUR (Vorjahr 489,55 TEUR). Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 2,5 Personen im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr 4,5).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 579,11 TEUR (Vorjahr 772,33 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten, Versicherungskosten, Kosten der Kapitalbeschaffung und Kapitalmarkt-Betreuung sowie den Raumkosten. Die MAX 21 AG tritt hier als Generalmieter für ihre Tochtergesellschaft auf.
Zur Erhöhung der Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung, dem Kern der Holdingaktivität Rechnung tragend, wurde das Gliederungsschema beim Finanzergebnis um die Position "Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen" ergänzt. Der hierunter ausgewiesene Verlust in Höhe von 1.967 TEUR infolge des Verkaufs der KeyIdentity GmbH beinhaltet auch den entstandenen Forderungsverlust aus Ausleihungen an die KeyIdentity GmbH im Umfang von 403 TEUR.
Der Jahresfehlbetrag beträgt 2.021.374,32 EUR und soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Entsprechend ist die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 158 AktG wie folgt zu ergänzen:
| Jahresfehlbetrag | 2.021.374,32 EUR |
|---|---|
| Verlustvortrag | 32.076.556,13 EUR |
| Bilanzverlust am 31.12.2019 | 34.097.930,45 EUR |
D. Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand | Kumulierte Ab schreibungen |
Abschreibun gen |
Abgänge | Kumulierte Ab schreibungen |
Stand | Stand | ||
| 01.01.2019 | 31.12.2019 | 01.01.2019 | Geschäfts jahr |
31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||||
| (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | (in EUR) | ||
| A | Anlagevermögen | |||||||||||
| I. Immaterielle Vermögensge genstände |
||||||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Li zenzen an solchen Rechten und Werten |
35.682,04 | 0,00 | 13.966,50 | 0,00 | 21.715,54 | 32.021,04 | 3.648,00 | 13.958,50 | 21.710,54 | 5,00 | 3.661,00 | |
| Summe immaterielle Ver mögensgegenstände |
35.682,04 | 0,00 | 13.966,50 | 0,00 | 21.715,54 | 32.021,04 | 3.648,00 | 13.958,50 | 21.710,54 | 5,00 | 3.661,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||||||||||
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
135.364,74 | 4.297,87 | 42.219,01 | 0,00 | 97.443,60 | 101.115,74 | 14.780,87 | 41.658,51 | 74.238,10 | 23.205,50 | 34.249,00 | |
| Summe Sachanlagen | 135.364,74 | 4.297,87 | 42.219,01 | 0,00 | 97.443,60 | 101.115,74 | 14.780,87 | 41.658,51 | 74.238,10 | 23.205,50 | 34.249,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
34.856.148,65 | 0,00 | 16.368.844,11 | 150.000,00 | 18.637.304,54 | 27.861.148,65 | 0,00 | 14.804.844,11 | 13.056.304,54 | 5.581.000,00 | 6.995.000,00 | |
| 2. Ausleihungen an verbun denen Unternehmen |
2.418.848,36 | 222.856,18 | 200.000,00 | -150.000,00 | 2.291.704,54 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.291.704,54 | 2.418.848,36 | |
| 3. Beteiligungen | 84.006,41 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 84.006,41 | 73.995,74 | 0,00 | 0,00 | 73.995,74 | 10.010,67 | 10.010,67 | |
| Summe Finanzanlagen | 37.359.003,42 | 222.856,18 | 16.568.844,11 | 0,00 | 21.013.015,49 | 27.935.144,39 | 0,00 | 14.804.844,11 | 13.130.300,28 | 7.882.715,21 | 9.423.859,03 | |
| Summe Anlagevermögen | 37.530.050,20 | 227.154,05 | 16.625.029,62 | 0,00 | 21.132.174,63 | 28.068.281,17 | 18.428,87 | 14.860.461,12 | 13.226.248,92 | 7.905.925,71 | 9.461.769,03 |
E. Sonstige Angaben
Vorstand
Dr. Frank Wermeyer, Diplom-Kaufmann, Pulheim, seit 01.04.2019
Nils Manegold, Diplom-Volkswirt, Dreieich, ausgeschieden zum 30.06.2019
Die Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Aufsichtsrat
Götz Mäuser, Diplom-Kaufmann, MBA, Langen, Vorsitzender des Aufsichtsrates Unternehmer und Investor in Frankfurt am Main, weitere Mandate: Mitglied im Verwaltungsrat der PSquared Asset Management AG, Zürich, Non-Executive Director, amaysim Australia Limited, Sydney, Australien
Lars Ahns, Diplom-Kaufmann, Köln Geschäftsführender Gesellschafter der rubicon equities GmbH, Köln weitere Mandate: Mitglied im Aufsichtsrat der Mediqon Group AG
Oliver Michel, Diplom-Informatiker, Rödermark, Geschäftsführer der Limit 45 GmbH, Fulda, und der Project Mill Gesellschaft für interdisziplinären Know-how-Transfer mbH, Fulda Vorstand der tokentus investment AG, Frankfurt
Vergütung Organe
Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 266 TEUR (Vorjahr 165 TEUR). Darlehen wurden nicht gewährt.
Die Vergütung für den Aufsichtsrat beträgt 22,5 TEUR (Vorjahr 22,5 TEUR). Darlehen wurden nicht gewährt.
Beschäftigte Personen
Im Unternehmen waren durchschnittlich 0,5 Arbeitnehmer beschäftigt.
Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage
Das Grundkapital beträgt am Abschlussstichtag 18.008.004,00 EUR (Vorjahr 18.008.004,00 EUR). Es besteht aus 18.008.004 Stück (Vorjahr 18.008.004 Stück) auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert (rechnerischer Nennwert 1,00 EUR).
Genehmigtes Kapital 2018/I
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 13.06.2023 (einschließlich) durch Ausgabe von bis zu 8.703.167 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert gegen Baroder Sacheinlagen ein- oder mehrmalig ganz oder in Teilbeträgen, jedoch höchstens um bis zu insgesamt 8.703.167,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/I). Das genehmigte Kapital beträgt zum 31.12.2019 nach teilweiser Inanspruchnahme noch 21.342,00 EUR. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert sind vorbehaltlich des nachfolgend Genannten den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert können auch einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder einem nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Bedingtes Kapital 2018/II
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 6.962.533,00 EUR, eingeteilt in bis zu 6.962.533.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
(a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der MAX 21 AG oder deren unmittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 14.06.2018 bis zum 13.06.2023 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder
(b) die aus von der MAX 21 AG oder deren unmittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 14.06.2018 bis zum 13.06.2023 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen (einschließlich des Falls, dass die MAX 21 AG in Ausübung eines Tilgungswahlrechts bei Endfälligkeit ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags auf den Inhaber lautender Stückaktien ohne Nennwert der MAX 21 AG gewährt) und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.
Angepasstes Bedingtes Kapital 2016/I
Das in der Hauptversammlung vom 30.08.2016 beschlossene und eingetragene Bedingte Kapital und der entsprechende § 3 Ziffer 7 der Satzung werden wegen des ersatz- und entschädigungslosen Verfalls von 237.500 ausgegebenen Bezugsrechten im nachfolgenden Umfang angepasst, weil ein bedingtes Kapital 2016 in einer reduzierten Höhe vollumfänglich genügen würde, um die bereits bestehenden Bezugsrechte und die Bezugsrechte, die bis zum 12.07.2018 noch ausgegeben werden können, abzusichern.
Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu insgesamt 1.117.621,00 EUR durch Ausgabe von bis zu insgesamt 1.117.621 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die aufgrund des durch die Hauptversammlung vom 14.06.2018 abgeänderten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30.08.2016 bereits ausgegeben wurden, noch nicht verfallen sind, und noch im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2016 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten, die von der Gesellschaft im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2016 gewährt werden, ihre Bezugsrechte ausüben und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert gewährt oder durch Barzahlung erfüllt. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennwert nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Soweit der Vorstand betroffen ist, erfolgt die Festlegung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen.
Die Erfüllung der Optionsrechte kann nach Wahl der Gesellschaft entweder durch Lieferung echter Eigenkapitalinstrumente (auf den Inhaber lautende Stückaktien) oder durch einen Barausgleich erfolgen.
Die Aktienoptionen können nach einer Wartefrist von 4 Jahren unter Berücksichtigung der Sperrfristen von den Begünstigten in einem Zeitraum von 2 Jahren nach Ablauf der Wartefrist ausgeübt werden (Gesamtlaufzeit 6 Jahre). Die Optionsrechte können lediglich durch Zahlung des Ausübungspreises ausgeübt werden. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn die Kurssteigerung der Stückaktien in der Zeit zwischen Gewährung der Aktienoptionen und dem Beginn des jeweiligen Ausübungszeitraums, in dem die Aktienoptionen ausgeübt werden sollen, mindestens 100 % beträgt.
Der Vorstand hat am 12.09.2016 von der ihm von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt 468.573 Aktienoptionen ausgegeben (Tranche 1). Der Aufsichtsrat hat diesem Beschluss am 12.09.2016 zugestimmt. Damit wurden insgesamt 468.573 Aktienoptionen ausgegeben. Das für jede Stückaktie bei Ausübung der Aktienoption zu bezahlende Entgelt ("Ausübungspreis") beträgt 1,13 EUR. Dies entspricht 80,55 % des Basispreises in Höhe von 1,4028 EUR.
Der Vorstand hat am 26.06.2017 von der ihm von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt weitere 501.073 Aktienoptionen ausgegeben (Tranche 2).
Der Aufsichtsrat hat diesem Beschluss am 26.06.2017 zugestimmt. Das für jede Stückaktie bei Ausübung der Aktienoption zu bezahlende Entgelt ("Ausübungspreis") beträgt 1,37 EUR. Dies entspricht 80,49 % des Basispreises in Höhe von 1,702 EUR.
Der Vorstand hat am 14.08.2018 von der ihm von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrates insgesamt weitere 455.475 Aktienoptionen ausgegeben (Tranche 3). Der Aufsichtsrat hat diesem Beschluss am 14.08.2018 zugestimmt. Das für jede Stückaktie bei Ausübung der Aktienoption zu bezahlende Entgelt ("Ausübungspreis") beträgt 1,15 EUR. Dies entspricht 80,99 % des Basispreises in Höhe von 1,42 EUR.
Da durch das Ausscheiden von Mitarbeitern 774.999 Aktienoptionen verfallen sind und in 2019 keine neuen Aktienoptionen ausgegeben wurden, sind somit zum 31.12.2019 insgesamt 406.524 Aktienoptionen ausgegeben.
Eigene Anteile
Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine eigenen Aktien erworben; die Gesellschaft selbst hält zum 31.12.2019 keine eigenen Anteile.
Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018
Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 10.04.2019 satzungsgemäß vom Aufsichtsrat genehmigt und ist damit festgestellt. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von -13.645.113,77 EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Börsennotierung
Die Aktien der Gesellschaft waren bis zum 31.03.2019 in den Handel im Qualitätssegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse (Freiverkehr) einbezogen. Nach dem 31.03.2019 werden die Aktien der MAX21 AG im Basic Board (Open Market) gehandelt werden.
Aktionärsstruktur
| Aufsichtsrat und Vorstand | ca. 27 % |
|---|---|
| Streubesitz | ca. 73 % |
(Stand 31.12.2019)
Weiterstadt, den 25.03.2020
Dr. Frank Wermeyer Vorstand
5. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die MAX21 AG, Weiterstadt
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der MAX21 AG – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 25. März 2020
BEST AUDIT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hannover
Ulrich Britting Steffen Langner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer