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Bertrandt AG — Management Reports 2020
Feb 12, 2020
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Management Reports
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Bertrandt Aktiengesellschaft
Ehningen
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL UND STRATEGIE
Seit über 45 Jahren erarbeitet Bertrandt als einer der führenden Technologie-Partner an 57 Standorten in Europa, Asien und den USA im Kundenauftrag individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie umfasst alle Prozess-Schritte in den Projektphasen Konzeption, Konstruktion, Entwicklung, Modellbau, Werkzeugerstellung, Fahrzeugbau, Fertigungsplanung bis hin zu Serienanlauf und -betreuung. Zusätzlich werden die einzelnen Entwicklungsschritte durch Simulation, Prototypenbau und Erprobung abgesichert. So werden in unseren Technologiezentren, die sich in Kundennähe befinden, Projekte unterschiedlichster Größe gemeinsam vorangetrieben. Diese verfügen über eigene Designstudios, Elektroniklabore sowie Versuchs- und Testeinrichtungen. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller und viele Systemlieferanten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie für den Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Dabei lassen Beständigkeit, Verlässlichkeit und Investition in Infrastruktur und technische Anlagen Kundenbeziehungen wachsen. Das sind für Bertrandt wesentliche Erfolgsfaktoren.
CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
Fester Bestandteil des Bertrandt-Geschäftsmodells ist eine nachhaltige Unternehmensführung, auch unter Berücksichtigung von nicht-finanziellen Aspekten. Der gesonderte digitale Corporate Responsibility Bericht der Bertrandt AG gibt Aufschluss über die Themengebiete der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit des Bertrandt-Konzerns im Geschäftsjahr 2018/2019. Ausschließlich als navigierbare PDF-Datei verfügbar kombiniert er Nachhaltigkeits- und CSR-Aspekte, außerdem nicht-finanzielle Aspekte gemäß §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB. Der Corporate Responsibility Bericht ist auf der Webseite der Bertrandt AG unter der Rubrik Investor Relations im Bereich Finanzberichte abrufbar.
BASIS DES GESCHÄFTSMODELLS
Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche aber auch in anderen Industrien fortwährend zu. Trends wie beispielsweise umweltfreundliche individuelle Mobilität, autonomes und vernetztes Fahren, steigende Modell- und Variantenvielfalt oder Industrie 4.0 erfordern detailliertes technisches Wissen und ganzeinheitliches Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter von Zukunfts-Technologien passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden und den sich ändernden Marktbedingungen an. Durch die interdisziplinäre Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Aufgrund der fortschreitenden Branchenkonsolidierung und der wachsenden Kunden- und Themenvielfalt prüft Bertrandt auch Opportunitäten im Bereich des anorganischen Wachstums. Für Bertrandt bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigsten Markttrends sind im Detail:
UMWELTFREUNDLICHE INDIVIDUELLE MOBILITÄT
Die Elektrifizierung von Fahrzeugen der Zukunft ist weiterhin von hoher Bedeutung bei der Reduzierung lokaler Emissionen. Zum einen wird hierzu die reife Technologie des Verbrennungsmotors in hybriden Antriebsformen mit dem hohen Wirkungsgrad eines Elektromotors kombiniert und hilft so, Emissionen deutlich zu vermindern. Zum anderen hat der Fortschritt in der Batterietechnologie auch den reinen Elektroantrieb zu einer Option für künftige Mobilität werden lassen. Dazu verstärken die Automobilhersteller insbesondere im Truck- und Bus-Bereich ihre Anstrengungen im Bereich des Brennstoffzellenantriebs, der es durch eine chemische Reaktion ermöglicht, elektrische Energie an Bord des Fahrzeugs selbst aus Wasserstoff zu gewinnen.
Eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der neuen Antriebstechnologien spielt hierbei die Gesetzgebung. Das hat der VDA in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman in der Studie "FAST 2030" herausgearbeitet. Weltweit werden die CO2-Emissionsvorschriften immer weiter verschärft. Seit dem Jahr 2009 sind Pkw beispielsweise in der Europäischen Union einer CO2-Regulierung unterworfen. Der durchschnittliche Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers darf demnach einen gesetzlich fixierten Grenzwert in Gramm CO2 pro Kilometer und Fahrzeug nicht überschreiten. Für Pkw wird dieser Wert von aktuell 130 Gramm CO2 pro Kilometer bis 2021 auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer abgesenkt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 Liter Diesel oder 4,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Länder wie die USA oder China verfolgen ähnliche Umweltziele. Langfristig planen einzelne Länder sogar komplette Verbote für Verbrennungsmotoren wie etwa Norwegen ab 2025, die Niederlande ab 2030 sowie Frankreich und Großbritannien ab 2040.
Alle Akteure der Automobilindustrie treiben daher die Entwicklung alternativer Antriebe mit großem Aufwand voran, da beispielsweise Elektrofahrzeuge einen erheblichen Beitrag zur Emissionsvermeidung und zum Umweltschutz leisten können. Der VDA prognostiziert in einer Studie vom Juli 2019, dass Hersteller und Zulieferer in den kommenden drei Jahren etwa 40 Mrd. Euro in die Entwicklung alternativer Antriebe investieren werden. Dies führt zu einer eindrucksvollen Modelloffensive. Bis zum Jahr 2023 soll nach Einschätzung des VDA sich das Modellangebot auf über 150 E-Modelle verfünffachen.
AUTONOMES UND VERNETZTES FAHREN
In den vergangenen zehn Jahren stiegen die fahrzeugtechnischen Innovationen im Bereich des vernetzten und autonomen Fahrens einer Studie des Center of Automotive Management CAM in Kooperation mit der Fachzeitschrift carIT zufolge kontinuierlich an. Laut der aktuellen CAM-Analyse bleibt die Zahl der Connected-Car-Innovationen (CCI) aus den Bereichen Assistenz- und Sicherheitssysteme, Bedien- und Anzeigekonzepte sowie Informations- und Kommunikationssysteme im Jahr 2018 mit 649 Neuerungen auf dem Niveau des Vorjahres. Damit betrafen CCI-Innovationen mehr als 53 Prozent aller Neuerungen der Autohersteller weltweit.
Fahrzeuge des Premiumsegments besitzen bereits heute teilautomatisierte Funktionen der Quer- und Längsführung, bei denen jedoch der Fahrer verpflichtet ist, das Fahrzeug zu überwachen und die Hände am Lenkrad zu halten. Bei den in Entwicklung befindlichen Technologien im Bereich des hochautomatisierten Fahrens darf der Fahrer zukünftig in bestimmten Nutzungssituationen die Fahraufgabe an das Fahrzeug abgeben und sich mit anderen Dingen beschäftigen. Für die Erreichung der Marktreife sind aber zunächst noch weitere Entwicklungsfortschritte von Herstellern und Zulieferunternehmen notwendig, wie eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung feststellt. Diese betreffen etwa Hardware- und SoftwareKomponenten wie die verschiedenen Sensoren, die Rechenkapazitäten, Mensch-Maschine-Schnittstellen, eingesetzte Softwareplattformen, Anbindung der Sensorik und hochauflösende Kartendaten zur exakten Standortbestimmung sowie künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Software-Algorithmen.
Um diese Technologien in kurzer Zeit marktreif entwickeln zu können, werden die Automobilhersteller und Zulieferer nach Meinung der Experten bei Berylls Strategy Advisors verstärkt auf die Entwicklungskompetenz von Technologiepartnern wie Bertrandt zurückgreifen. Die Unternehmensberatung prognostiziert daher ein hohes Wachstumspotenzial für Entwicklungspartner durch die Trends des vernetzten und autonomen Fahrens.
MODELL- UND VARIANTENVIELFALT
Modul- und Plattformstrategien sowie Gleichteile ermöglichen Automobilherstellern ein breites Angebot an Fahrzeugvarianten. Skaleneffekte über mehrere Modelle und Baureihen hinweg erlauben es den Herstellern, auch in kleineren Stückzahlen gewinnbringend zu produzieren. Ziel dieser Strategie ist es, einen Großteil des weltweiten Gesamtmarkts inklusive kleinerer Marktnischen abzudecken. Als Konsequenz der zunehmenden Verschärfung der Abgasrichtlinien rückt für viele Automobilhersteller zudem die Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach um eigens für alternative Antriebe entwickelte Modelle ergänzt. Laut einer Studie des VDA aus dem Oktober 2019 soll sich bis zum Jahr 2023 das Angebot an E-Modellen auf über 150 verfünffachen. Auch wenn der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit derzeit auf Elektromobilität liegt, so bleiben laut Experten des VDA andere Antriebe wie Wasserstoff- und Brennstoffzelle oder klimaneutrale synthetische Kraftstoffe weiterhin aktuell. Neben der eigentlichen Entwicklungsarbeit für das Fahrzeug an sich birgt die Adaption der verschiedenen Antriebsvarianten weiteres Geschäftspotenzial für Entwicklungsdienstleister, so die Experten einer Studie von Berylls.
INDUSTRIE 4.0
Der Begriff Industrie 4.0 steht für die vollständige Digitalisierung und Integration der industriellen Wertschöpfungskette. Die Verbindung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit der Automatisierungstechnik zum Internet der Dinge und Dienste ermöglicht immer höhere Grade der Vernetzung in und zwischen Produktionsanlagen, vom Lieferanten bis hin zum Kunden. Durch die Digitalisierung, also die Überführung analoger in digitale Daten, ändern sich Geschäftsprozesse entscheidend. Neben einer starken Vernetzung von Menschen und Objekten werden dabei zahlreiche Innovationen ermöglicht, die zu branchenübergreifenden Veränderungen führen. Für diese Entwicklung müssen Informationen unterschiedlichster Art digital umgesetzt, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Das ist dann die Basis für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Diese Veränderung in Unternehmen führt dazu, dass Produktionsprozesse und -abläufe durch eine erhöhte Transparenz sowohl flexibilisiert als auch optimiert werden können. Maschinenauslastung oder kundenindividuelle Produktkombinationen lassen sich verbessern oder überhaupt erst umsetzen.
Die Potenziale, die der deutschen Wirtschaft durch die Digitalisierung entstehen erhob das Beratungsunternehmen Strategy& in ihrer aktuellsten Studie. Demnach rechnen die befragten deutschen Unternehmen im Zeitraum bis 2023 mit einer Umsatzsteigerung von 276 Mrd. EUR durch die Investition in digitale Technologien. Das Feld mit dem größten Zukunftspotenzial ist nach Meinung der befragten Manager die künstliche Intelligenz, da sie eine bessere Grundlage für die operative Entscheidungsfindung liefern wird.
LEISTUNGSSPEKTRUM
Das umfassende Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses. Als einer der führenden europäischen Entwicklungsspezialisten ist Bertrandt ein verlässlicher Partner für aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Unternehmens kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur und der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsangebot lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche fachspezifische Leistungen, Dienstleistungen sowie Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.
FACHSPEZIFISCHE LEISTUNGEN
Um den Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, sind für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifische Kenntnisse entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung und fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder als Einzelleistung beauftragt werden. Zudem baut Bertrandt seine Kompetenzen im Bereich Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning und Big Data aus.
DIENSTLEISTUNGEN
Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts - Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
ENTWICKLUNG MODULE UND DERIVATE
Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Durch die Fokussierung der Hersteller auf ihr Kerngeschäft vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben an externe Partner. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab.
Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.
KONZERNWEITE FACHBEREICHE
Gruppenweites Fachwissen sowie über 40 Jahre gesammelte Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Knowhows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell umgesetzt werden.
DESIGN SERVICES/DESIGNMODELLBAU UND RAPID TECHNOLOGIES
Design ist die Verbindung von Form und Funktion mit Emotion. Es nimmt eine kaufentscheidende Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen ein. Damit die Komponenten perfekt zusammenspielen, bietet Bertrandt im Bereich Design Services/Designmodellbau und Rapid Technologies Leistungen in unterschiedlicher Ausprägung an - in Skizzen, virtuell oder als Muster im Modellbau. Unser Kunde definiert das Ziel, Bertrandt berät in der aktiven und kreativen Umsetzung - und realisiert Visionen mittels Virtual Reality, immer auf der Höhe der aktuellen Entwicklungen. Denn neben klassischen Tools nutzen Designer bei Bertrandt Zukunftstechnologien wie die 3-D-Visualisierung und fungieren als Forschungspartner von Hochschulen.
KAROSSERIE-ENTWICKLUNG
Die Karosserie-Entwicklung ist geprägt von zukünftigen CO2-Emissionsobergrenzen, Gewichtsreduktion durch Leichtbau in modernen Automobilen oder Flugzeugen, Materialkompetenz bei Faserverbundstoffen, hochfesten Stählen sowie Aluminium oder neuesten Entwicklungen in Licht und Sicht. Bertrandt bietet seinen Kunden kompetente und erfolgversprechende Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen in der Karosserie-Entwicklung. Das tiefe und breite Leistungsspektrum in der Karosserie-Entwicklung basiert bei uns auf den Säulen Rohbau, Exterieur und Interieur.
INTERIEUR-ENTWICKLUNG
Eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen nimmt die Entwicklung des Interieurs ein. Ob Autositz oder Cockpit - Automobilhersteller nutzen Design-Elemente und Oberflächenbeschaffenheiten im Interieur zunehmend als Differenzierungsmerkmale. Ergonomie, Komfort, Sicherheit und Funktionalität prägen das Design der Innenräume. Komplexe Komponenten- und Modulumfänge im Innenraum - zum Beispiel die Instrumententafel im Cockpit, Verkleidungsteile wie Hard- und Soft-Trim oder komplette Sitzanlagen - werden daher bei Bertrandt durchgängig bearbeitet. Von der Idee bis zur optimalen Lösung.
ELEKTRONIK-ENTWICKLUNG
Bereits heute haben Software sowie elektrische und elektronische Komponenten einen hohen Wertschöpfungsanteil bei der Fahrzeug-Entwicklung. Der Grund ist die zentrale Rolle der Mechatronik und Elektronik hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Mobilität. Das Auto der Zukunft wird noch mehr Technologie und Innovationen, noch mehr Elektrik und Elektronik erfordern. Die Komplexität der Anforderungen in der Automobil-Entwicklung nimmt zu. Die Automobil-Elektronik erstreckt sich über den gesamten Bereich des Produktentstehungsprozesses - von der Anforderung über die Elektronik-Entwicklung bis hin zur Integration und Absicherung auf Komponenten-, System- und Fahrzeugebene. Diese Entwicklungsschritte bietet Bertrandt für nahezu alle Fahrzeug-Elektronik-Domänen an. Dabei bewegen wir uns in den klassischen Themengebieten wie Infotainment, Komfort, Fahrwerk, Bordnetze etc. bis hin zu den aktuellen und neuen Herausforderungen rund um elektrifiziertes Fahren und Vernetzung des Fahrzeugs (Car2X) in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, autonomes Fahren, Onlinedienste/Apps und Infrastrukturen/IT.
POWERTRAIN-ENTWICKLUNG
Steigende Ansprüche an die Fahrdynamik bei niedrigen Emissionen und geringerem Verbrauch - das sind die Herausforderungen für die Motoren-Entwicklung. Wesentliche Innovationsträger sind neue und alternative Antriebsstränge, beispielsweise Hybrid- oder Elektroantriebe, aber auch der Ausbau vorhandener Konzepte. Vor allem in den Bereichen Verbrennungsmotor sowie Hybrid- und Elektroantrieb muss ein Entwicklungsdienstleister fachübergreifende Kompetenz beweisen. Bauteil-Entwicklung, Thermodynamik, Motorsteuerung und Thermomanagement sind hierfür die wesentlichen Leistungsfelder bei Bertrandt. Entwicklungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Motorapplikation, Abgasnachbehandlung, Reduzierung von Emissionen, Downsizing und Elektrifizierung des Antriebsstrangs.
FAHRWERKSENTWICKLUNG
Anforderungen an Fahrdynamik, Fahrkomfort und Fahrverhalten prägen den Charakter eines Automobils. Der steigende Einsatz elektronischer Fahrregel- und Fahrerassistenzsysteme bedingt eine starke Einbindung der Elektronik-Entwicklung in den Entwicklungsprozess. Auch Energieeffizienz und Verlustleistungsminimierung im Fahrwerk haben einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Reduzierungspotenziale im Fahrzeug. Unsere Kunden können uns im Bereich Fahrwerk zu allen Teilprozessen beauftragen - von der Entwicklung mechanischer und mechatronischer Komponenten bis hin zur Konzeption und Erprobung von Fahrwerkseigenschaften. Auch in den Bereichen Achsen, Lenkung und Bremsen ist Bertrandt ein verlässlicher Partner.
SIMULATION
Um den Ansprüchen unserer Kunden nach kürzeren Entwicklungszeiten zu entsprechen, wird bei Bertrandt im simultanen Engineering gearbeitet. Durch den gezielten Einsatz virtueller CAE-Methoden stellen unsere Berechnungsingenieure bereits in frühen Entwicklungsstadien die Weichen für das Erreichen der funktionalen Ziele, wie Crash-Performance, Insassenschutz, Steifigkeits- und Komfortverhalten. Der Fokus im Fachbereich Simulation liegt auf der virtuell getriebenen Entwicklung mit der robusten Erreichung funktionaler Ziele.
VERSUCH/ERPROBUNG
Zukunftsfähigkeit erfordert die Entwicklung und Erprobung neuer Realitäten und Lösungen. Um für unsere Kunden ein optimales und wegweisendes Ergebnis sicherzustellen, prüft, testet und validiert Bertrandt realitätsnah, kompromisslos und ausgesprochen erfinderisch, was die Entwicklung neuer und härtester Testsysteme und -verfahren betrifft: mit dem klaren Ziel und Versprechen, Kunden mit Know-how und wegweisenden Testsystemen zu unterstützen - vom ersten Konzept bis zur kompletten Fahrzeugerprobung. Je besser und früher das Produkt messgenau und reproduzierbar geprüft und einer Validierung unterzogen werden kann, desto kürzer ist die Entwicklungszeit, desto größer ist die Kosteneinsparung und desto höher ist die Wirtschaftlichkeit. Ob es um Funktionsabsicherung und Lebensdauertests geht, um Umweltsimulation, Funktionserprobung von Tanksystemen, Shed-Messungen oder Fahrzeugerprobung - Bertrandt ist in allen Disziplinen ein erfahrener Testing-Partner.
ENTWICKLUNGSBEGLEITENDE DIENSTLEISTUNGEN
Steigende Qualitätsanforderungen und eine hohe Prozess-Sicherheit spielen bei Automobilherstellern und -zulieferern eine große Rolle. Genau hier setzen die Entwicklungsbegleitenden Dienstleistungen von Bertrandt an. Unser Leistungsspektrum gliedert sich in vier Haupt-Kompetenzfelder: Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement und Logistik. Unsere Kunden unterstützen wir entlang der gesamten Prozesskette bis in den Bereich After-Sales, unter anderem bei Datenmanagement, Lean Management, Industrial Engineering, Produktions- und Logistikplanung und der Materialfluss-Simulation.
WIRTSCHAFTSBERICHT
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die globalen wirtschaftlichen Rahmendaten trübten sich im Laufe des Bertrandt-Geschäftsjahres kontinuierlich ein. Die Handelsbeschränkungen zwischen den USA und China sowie die Unsicherheit über die Einführung weiterer Zölle dämpfen laut den Experten der ifo Gemeinschaftsdiagnose den Außenhandel und beeinträchtigen die Investitionsbereitschaft. Einzig der Bau- und Dienstleistungssektor sind laut Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA)-Konjunkturbarometer vom September 2019 weiterhin die Stützen der Konjunktur.
Für die USA verzeichneten die Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose für das Kalenderjahr 2018 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,9 Prozent. China erzielte im Jahr 2018 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 6,6 Prozent und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konnten um 2,2 Prozent zulegen. Deutschland steigerte seine Wirtschaftsleistung in 2018 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Unsicherheiten über den Fortgang der konjunkturellen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2018/2019 wuchsen jedoch zusehends und die Aussichten trübten sich im laufenden Jahr 2019 spürbar ein.
Vor diesem Hintergrund erwarten die Fachleute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose im aktuellen Herbstgutachten für 2019 in den USA nur noch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr von 2,3 Prozent. China verlangsamt aller Voraussicht nach seine Dynamik und kommt auf ein Plus von 6,2 Prozent. Die Europäische Union kann der Prognose zufolge nur noch um 1,3 Prozent zulegen, das deutsche Bruttoinlandsprodukt der Schätzung nach nur noch um 0,5 Prozent.
ENTWICKLUNG AUTOMOBILINDUSTRIE
Nach Angaben des VDA wurden im Jahr 2018 weltweit 84,2 Mio. Pkw zugelassen, das sind 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurden mit 17,2 Mio. Pkw nur rund 0,4 Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen, als im Vorjahr. China war mit 23,3 Mio. neu zugelassenen Pkw im Gesamtjahr 2018 nach wie vor größter Einzelmarkt weltweit, auch dies bedeutet jedoch einen Rückgang um 3,8 Prozent. Die Europäische Union bewegte sich mit einem Anstieg um 0,1 Prozent und 15,2 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2018 auf Vorjahresniveau.
Bis zum Ende des Bertrandt-Geschäftsjahres am 30. September 2019 setzte sich der überwiegend verhaltene Trend für die Automobilbranche weiter fort. Es gab zahlreiche Gewinnwarnungen und Ankündigungen von Restrukturierungsmaßnahmen.
In den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 ging der Absatz von Light Vehicles in den USA um 1,1 Prozent auf rund 12,7 Mio. Einheiten zurück. Einzig der Trend zu größeren Fahrzeugen in den USA hielt jedoch auch im Jahr 2019 an. In China wurden mit insgesamt 15,0 Mio. Pkw in den ersten neun Monaten 2019 rund 12 Prozent weniger Pkws zugelassen. Der westeuropäische Markt sank in den ersten neun Monaten 2019 um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 11 Mio. Neuzulassungen. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der VDA mit weltweit rund 81 Mio. Pkw-Neuzulassungen, was einem Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspräche.
In Deutschland wurden im Jahr 2018 insgesamt 3,4 Mio. Pkw zugelassen, dies entspricht einem geringen Rückgang von 0,2 Prozent zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der VDA mit einem Rückgang um ein Prozent und weiterhin knapp 3,4 Mio. Pkw. Der Gesamtumsatz der deutschen Automobilindustrie wuchs nach einer Erhebung des VDA in 2018 um 0,8 Prozent auf 426,2 Mrd. EUR. Dabei stieg der Auslandanteil auf 276,6 Mrd. EUR (plus 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr), der Inlandsumsatz ging um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und erreichte 149,6 Mrd. EUR.
ENTWICKLUNG LUFTFAHRTINDUSTRIE
Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie hat sich laut Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) auch in 2018 als Schlüsselindustrie für Deutschland behauptet. Der Wachstumskurs des Jahres 2017 konnte fortgesetzt werden. Der Umsatz der Gesamtbranche erreichte erneut rund 40 Mrd. EUR (Vorjahr 40 Mrd. EUR). Auch die Anzahl der Beschäftigten stieg weiter und erreichte mit 111.500 einen neuen Höchststand (Vorjahr 109.500 Beschäftigte). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung waren mit 4 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres und entsprechen damit einem Anteil von 10 Prozent des Branchenumsatzes.
Die Branche investiert nach Abschluss der Entwicklungsleistungen wichtiger Flugzeugprogramme momentan verstärkt in neue Technologien im Hinblick auf die nächste Generation von Flugzeugen ebenso wie in Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme. Ein wichtiges Thema ist dabei die Einführung von Industrie 4.0 und Digitalisierung in Entwicklung, Produktion und Services. Weitere aktuelle Entwicklungsbereiche sind das unbemannte Fliegen und hybride sowie elektrische Antriebsarten. Die beiden großen Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing sehen übereinstimmend den globalen Wachstumstrend in der Zivilluftfahrt nach wie vor intakt. Die jährlich aktualisierte Langfristprognose von Airbus schätzt, dass sich der weltweite Bedarf an neuen Zivilflugzeugen im Zeitraum von 2019 bis 2038 auf bis zu 39.210 Stück beläuft. Boeing geht für den gleichen Zeitraum von einem noch höheren Volumen aus und prognostiziert 44.040 neue zivile Flugzeuge bis 2038. Dies entspricht einem aktuellen Marktwert von annähernd 6,2 Bill. EUR.
ENTWICKLUNG ANDERER INDUSTRIEN
Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) erzielte die Maschinenbau-Branche im Jahr 2018 einen Umsatz von 232,5 Mrd. EUR, dies entspricht einem Zuwachs von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch auch diese Branche verspürt eine Verschlechterung der Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr. Der VDMA rechnet für das Gesamtjahr 2019 mit einem Umsatzrückgang von 16 Prozent, erwartet aber für das Jahr 2020 wieder ein Umsatzplus von 3 Prozent.
Laut VDMA stieg der Umsatz im Gesamtjahr 2018 in der Elektroindustrie noch um 1,0 Prozent auf rund 193 Mrd. EUR. Jedoch haben sich laut Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) auch in der Elektrobranche die zunehmenden Unsicherheiten über die weltwirtschaftlichen Entwicklungen bemerkbar gemacht. Zwischen Januar und August 2019 ging die preisbereinigte Produktion um 4,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück. Die Experten des ZVEI gehen davon aus, dass aufgrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen die Produktion im Gesamtjahr 2019 in ähnlicher Größenordnung wie in den ersten acht Monaten zurückgehen wird. Kumuliert von Januar bis August beliefen sich die Branchenerlöse auf 125,6 Mrd. Euro, das waren 0,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Laut Fachverband Medizintechnik des Deutschen Industrieverbands für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) konnten die 1.352 deutschen Medizintechnikhersteller in 2018 ein Umsatzplus von 1,2 Prozent und damit einen Gesamtumsatz von 30,3 Mrd. Euro erwirtschaften. Vor allem das Auslandsgeschäft konnte mit 19,8 Mrd. Euro um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,9 Prozent auf rund 143.200 Mitarbeiter. Die Quote der Ausgaben für Forschung und Entwicklung lag bei etwa neun Prozent im Verhältnis zum Umsatz.
Der Fachverband Energietechnik des ZVEI berichtete, dass der globale Markt für Energietechnik 2018 bei 248,7 Mrd. EUR lag. Für die Jahre 2019 und 2020 gehen die Branchenexperten von einem Anstieg des globalen Markts für Energietechnik von jeweils vier Prozent aus.
ENTWICKLUNG ENGINEERINGMARKT
Auch die Branche der Entwicklungsdienstleister bekommt die Auswirkungen der anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu spüren. Jedoch hat die fortschreitende Konsolidierung der Branche maßgeblichen Einfluss auf das Umsatzwachstum einzelner Entwicklungsdienstleister. Laut Automobilwoche setzten die 25 umsatzstärksten Entwicklungsdienstleiser im Jahr 2018 in Summe 10,5 Mrd. Euro um. Das ist laut Automobilwoche ein Plus von gut 10 Prozent gegenüber 2017. Die Gründe für diesen Aufschwung sind demnach die Trendthemen Modellvielfalt und Digitalisierung.
GESCHÄFTSVERLAUF
GESCHÄFTSJAHRESENTWICKLUNG
Der Geschäftsverlauf der Bertrandt AG im Geschäftsjahr 2018/2019 reflektiert die heterogenen branchen- und kundenspezifischen Rahmenbedingungen. So nutzte die Bertrandt AG einerseits Chancen durch die fortwährenden Investitionen in Forschung und Entwicklung in neue Technologien insbesondere entlang der Trendthemen Elektromobilität sowie Digitalisierung und Vernetzung, es materialisierten sich aber zum Teil auch die im Risikobericht des vergangenen Jahres dargestellten Risiken. Es kam zu verzögerten Kapazitätsabrufen und temporären kundenspezifischen Projektverschiebungen. Des Weiteren blieb die Anspannung auf der Preisseite deutlich spürbar. Dies hat die Gesamtleistungs- und Ergebnisentwicklung der Bertrandt AG im Berichtszeitraum maßgeblich beeinflusst. Nachdem die Entwicklung des Geschäftsverlaufs der ersten drei Quartale erwartungsgemäß verlief, bewogen die sich eintrübenden globalen Konjunktur- und Branchenaussichten den Vorstand der Bertrandt AG mit Blick auf das vierte Quartal, seine Einschätzung bezüglich der Entwicklung für das Gesamtjahr 2018/2019 im August 2019 hinsichtlich der Ergebnisentwicklung an die anspruchsvollen Rahmenbedingungen anzupassen.
GESAMTLEISTUNG
Die Gesamtleistung stieg von 1.021.020 TEUR im Vorjahr um 38.850 TEUR beziehungsweise um 3,8 Prozent auf 1.059.870 TEUR. Darin enthalten sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 1.758 TEUR nach 1.106 TEUR im Vorjahr. Die Tochtergesellschaften im Ausland entwickelten sich insgesamt weiter positiv und verzeichneten einen Anstieg von 18,8 Prozent auf 181.391 TEUR (Vorjahr 152.720 TEUR). Zurückzuführen ist dies vor allem auf die weiter zunehmende Kundennachfrage in Frankreich.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr lag die Steigerung der Gesamtleistung damit innerhalb der im vorangegangenen Lagebericht gegebenen Prognose und der vom Management angekündigten Bandbreite von 20 bis 50 Mio. EUR über dem Vorjahr.
AUFWANDSKENNZAHLEN
Im Vergleich zum Vorjahr stellten sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2018/2019 wie folgt dar: Der Materialaufwand erhöhte sich durch den Bezug von Fremdleistungen projektbezogen auf 108.755 TEUR (Vorjahr 100.388 TEUR). Der Personalaufwand stieg korrespondierend mit dem Mitarbeiterwachstum und durch eine allgemeine Lohnsteigerung auf 765.386 TEUR (Vorjahr 723.971 TEUR). Dies entspricht einer Steigerung um 5,7 Prozent. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich auf 72,2 Prozent (Vorjahr 70,9 Prozent). Die Abschreibungen lagen trotz des fortgesetzten zukunftsorientierten Ausbaus von Infrastruktur und technischen Anlagen, bedingt durch den planmäßigen Abschreibungsverlauf der Wirtschaftsgüter, nahezu unverändert bei 33.687 TEUR nach 33.022 TEUR im Vorjahr. Die Abschreibungsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug unverändert 3,2 Prozent (Vorjahr 3,2 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem aufgrund höherer Flächen-, Personalbeschaffungs- und -Qualifizierungskosten auf 109.126 TEUR (Vorjahr 100.092 TEUR) gestiegen. In Relation zur Gesamtleistung lag die Aufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 10,3 Prozent (Vorjahr 9,8 Prozent) über dem Niveau des Geschäftsjahres 2017/2018.
EBIT
Im Geschäftsjahr 2018/2019 erwirtschaftete der Bertrandt-Konzern ein EBIT von 60.322 TEUR (Vorjahr 72.141 TEUR) und eine EBIT-Marge von 5,7 Prozent (Vorjahr 7,1 Prozent). Die Entwicklung ist maßgeblich beeinflusst durch temporäre kundenspezifische Projekt-Verschiebungen, daraus resultierende verzögerte Kapazitätsabrufe, einen hohen Preisdruck sowie Anlaufkosten für neue Geschäftsfelder. Positiv entwickelten sich die sonstigen betrieblichen Erträge, die insbesondere durch Erträge aus dem Anlagenabgang eines Grundstücks von 8.594 TEUR auf 17.406 TEUR anstiegen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten ein EBIT in Höhe von 16.247 TEUR (Vorjahr 14.681 TEUR). Der operative Ergebnisbeitrag der ausländischen Gesellschaften entwickelte sich damit trotz fortgesetzten Anlaufkosten für den Ausbau von sogenannten Best-Cost-Country-Standorten erfreulich.
Die Entwicklung des EBIT im Geschäftsjahr 2018/2019 erreichte aufgrund der beschriebenen Einflussfaktoren nicht die im letzten Lagebericht vom Management prognostizierte EBIT-Höhe von sieben bis neun Prozent der Gesamtleistung beziehungsweise 72,9 bis 96,4 Mio. EUR. Aufgrund der Absehbarkeit dieser Entwicklung passte der Vorstand der Bertrandt AG am 21. August 2019 seine Erwartungen an das EBIT an die vorherrschenden Umstände an. Das im Gesamtjahr erreichte EBIT befand sich innerhalb des angepassten Spektrums von fünf bis siebeneinhalb Prozent im Verhältnis zur Gesamtleistung beziehungsweise 52,1 bis 80,3 Mio. EUR.
FINANZERGEBNIS
Saldiert belief sich das Finanzergebnis auf -2.845 TEUR (Vorjahr -2.983 TEUR). Die Finanzierungsaufwendungen lagen dabei auf Vorjahresniveau.
ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit summierte sich auf 57.477 TEUR (Vorjahr 69.158 TEUR). Bei einem Ertragsteuer-Aufwand von 15.206 TEUR (Vorjahr 17.915 TEUR) erhöhte sich die Steuerquote im Berichtszeitraum leicht auf 28,0 Prozent (Vorjahr 27,4 Prozent). Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 39.014 TEUR (Vorjahr 47.385 TEUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 3,86 Euro (Vorjahr 4,69 Euro).
ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN
Bertrandt gliedert seine Geschäftsfelder in die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die Segmente entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018/2019 bezüglich ihrer Umsatz- und Ergebnisentwicklung unterschiedlich. Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Modulen und Komponenten umfasst, erreichte auf Basis der positiven Entwicklung im Ausland eine Gesamtleistung von 602.632 TEUR (Vorjahr 595.568 TEUR). Das EBIT betrug im Berichtszeitraum 23.995 TEUR (Vorjahr 33.077 TEUR) und trägt damit zu 39,8 Prozent zum Konzern-EBIT bei.
Im Segment Physical Engineering werden Bereiche wie beispielsweise Modellbau, Versuch, Fahrzeugbau sowie Rapid Prototyping gebündelt. Im Geschäftsjahr 2018/2019 konnte die Gesamtleistung des Segments auf 223.199 TEUR (Vorjahr 214.519 TEUR) auf Basis der Investitionen der Vorjahre gesteigert werden. Das EBIT lag nahezu unverändert bei 18.411 TEUR (Vorjahr 18.235 TEUR), so dass dieses Segment mit 8,2 Prozent die im Vergleich höchste Rendite ausweist.
Das Segment Elektrik/Elektronik konnte eine Gesamtleistung von 234.039 TEUR (Vorjahr 210.933 TEUR) erzielen und weist mit 11,0 Prozent Wachstum den höchsten Gesamtleistungszuwachs auf, da die Nachfrage nach Entwicklungsdienstleistungen im Bereich der Elektrik- bzw. Elektronikentwicklung gerade im Bereich der Softwareentwicklung und deren Absicherung hoch ist. Das EBIT belief sich auf 17.916 TEUR (Vorjahr 20.829 TEUR).
Die Entwicklung der Segmente entsprach damit nur teilweise den Erwartungen aus dem Prognoseteil des letztjährigen Lageberichts. Der Grund hierfür waren die anspruchsvollen Rahmenbedingungen und die teilweise eingetretenen, im Risikobericht beschriebenen Risiken. Insbesondere im Bereich Digital Engineering machten sich die verzögerten Kapazitätsabrufe und temporären kundenspezifischen Projektverschiebungen bemerkbar. Im Segment Physical Engineering wurde im Verhältnis zum Vorjahr zwar die beste Ergebnisentwicklung erzielt, den stärksten Zuwachs bei der Gesamtleistung erzielte allerdings der Bereich Elektrik/Elektronik.
VERMÖGENSLAGE
Der Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme stiegt aufgrund des Wachstums um 2,6 Prozent auf 808.662 TEUR (Vorjahr 788.395 TEUR) an. Auf der Aktiv-Seite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte vor allem aufgrund der fortgesetzten Investitionstätigkeit in Sachanlagen um 21.649 TEUR auf 340.563 TEUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte waren mit 468.099 TEUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 469.481 TEUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 10.199 TEUR auf 226.007 (Vorjahr 236.206 TEUR) und einer Zunahme der Vertragsvermögenswerte um 4.215 TEUR auf 125.315 TEUR (Vorjahr 121.100 TEUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen stichtagsbezogenen mit 91.491 TEUR über Vorjahresniveau (Vorjahr 88.405 TEUR). Auf der Passiv-Seite wuchs das Eigenkapital auf 416.692TEUR (Vorjahr: 398.876 TEUR). Die langfristigen Schulden erhöhten sich insbesondere aufgrund der Umschuldung eines bisher kurzfristigen Darlehens und des daraus resultierenden geänderten Bilanzausweises auf 239.245 TEUR (222.608 TEUR zum 30. September 2018).
SOLIDE EIGENKAPITALBASIS
Die Ertragslage spiegelt sich in einem erhöhten Eigenkapital von 416.692 TEUR (Vorjahr 398.876) wider. Die Veränderung resultiert maßgeblich aus dem erzielten Ergebnis nach Ertragssteuern in Höhe von 39.014 TEUR (Vorjahr 47.385 TEUR) abzüglich der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende, die in Höhe von 20.191 TEUR zur Ausschüttung kam. Mit einer Eigenkapitalquote von 51,5 Prozent liegt Bertrandt deutlich über der internen Ziel-Quote von 45,0 Prozent und ist nach wie vor ein substanzstarkes Unternehmen (Vorjahr 50,6 Prozent).
FINANZLAGE
Das Finanzmanagement bei Bertrandt hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Trotz des gesunkenen Ergebnisses nach Steuern verzeichnete Bertrandt im Geschäftsjahr 2018/2019 einen deutlich gesteigerten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, da sich insbesondere die Working Capital Bindung entsprechend reduzierte. Des Weiteren verminderte sich die gezahlte Ertragsteuer auf 17.564 TEUR (Vorjahr 29.546TEUR). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 72.284 TEUR (Vorjahr 27.208 TEUR). Damit war dieser wie prognostiziert positiv und entwickelte sich analog der Geschäftsentwicklung.
INVESTITIONEN
Die Investitionen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018/2019 planmäßig und lagen innerhalb der erwarteten Bandbreite von 60 bis 80 Mio. EUR. Die Investitionen in Sachanlagen wurden gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert und der Liquiditätsabfluss daraus belief sich auf 62.324 TEUR (Vorjahr 49.309 TEUR). Die Liquiditätsabflüsse für Investitionen im Berichtszeitraum summierten sich auf 65.709 TEUR (Vorjahr 52.500 TEUR), denen ein Zufluss aus dem Anlagenabgängen entgegenstehen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sanken dabei um 118 TEUR auf 2.684 TEUR. Die Investitionen in nach der Equity-Methode bewerteten Anteile beliefen sich auf 211 TEUR (Vorjahr 389 TEUR). Über den Stichtag 30. September 2019 hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Sachanlagen in Höhe von 46.371 TEUR (Vorjahr 36.650 TEUR).
Das Ziel dieser Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen ist die kundenorientierte Abrundung unseres Leistungsspektrums. Mit modernen technischen Einrichtungen werden an unseren Standorten bestehende Kompetenzen weiter ausgebaut. Aber auch innovative Themen sollen verstärkt mit neuen Investitionen erschlossen werden. Die Investitionsschwerpunkte orientieren sich dabei an den beherrschenden Technologie-Trends der Branche umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie autonomes und vernetztes Fahren. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde am Hauptsitz Ehningen ein Hochvoltprüfzentrum für klimaüberlagerte Batterietests erstellt. Parallel befinden sich zwei Fahrzeug-Emissionsprüfzentren in Nord- (Tappenbeck) und Süddeutschland (Freising) im Bau, die 2020 in Betrieb genommen werden sollen. In Norddeutschland sind ein Rollenprüfstand zur Reichweitenermittlung von E-Fahrzeugen und Dauerlauferprobungen, in Süddeutschland ein Parksperrenprüfstand für E-Fahrzeuge produktiv gesetzt worden. Darüber hinaus investiert Bertrandt in eigene Kompetenzinitiativen im Bereich elektrifiziertes, vernetztes und automatisiertes Fahren sowie in innovative Lösungen im Themengebiet Datalabeling. Dieses flächendeckende Wachstum in neue wie auch bestehende Kompetenzfelder über die gesamte Bertrandt-Gruppe hinweg ermöglicht es uns, weitere Teile des automobilen Entwicklungsprozesses zu durchdringen und unsere Marktpositionierung als Technologiekonzern weiter zu festigen und auszubauen.
FINANZIERUNG und LIQUIDITÄT
Im Geschäftsjahr 2018/2019 ergab sich aufgrund der erläuterten Sachverhalte ein positiver Free Cashflow in Höhe von 24.589 TEUR (Vorjahr -23.727 TEUR negativer Free Cashflow). Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit basiert im Wesentlichen auf der Dividendenzahlung in Höhe von 20.191 TEUR (Vorjahr 25.228 TEUR). Damit erhöhte sich der Finanzmittelfonds auf 91.491 TEUR (Vorjahr 88.405 TEUR). Mit diesen Finanzmitteln, den nicht genutzten, mittelfristig zugesagten Kreditlinien und alternativen Finanzierungsinstrumenten über rund 224 Mio. EUR sowie der guten Innenfinanzierungskraft verfügt Bertrandt über ausreichende Finanzierungsspielräume und eine entsprechende finanzielle Flexibilität, um den weiteren Auf- und Ausbau des Leistungsspektrums zu ermöglichen.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF
Bertrandt konnte trotz heterogener, anspruchsvoller Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2018/2019 einerseits Wachstumschancen nutzen und die Gesamtleistung um 3,8 Prozent steigern, andererseits führten temporäre kundenspezifische Projekt-Verschiebungen, daraus resultierende verzögerte Kapazitätsabrufe, ein hoher Preisdruck sowie Anlaufkosten für neue Geschäftsfelder zu einem Rückgang des EBIT. Dem begegnet die Bertrandt AG mit einem weitreichenden Ergebnisoptimierungsprogramm und einer konsequenten Ausrichtung auf sowie Investitionen entlang der Zukunfts- und Trendthemen.
Der Vorstand beurteilt die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv, auch wenn die anspruchsvollen Rahmenbedingungen die EBIT-Entwicklung entsprechend beeinflussten. Die FuE-Budgets der Kunden in den für Bertrandt relevanten Branchen sind nachhaltig auf hohem Niveau prognostiziert. Ergänzend sind die drei maßgeblichen Einflussfaktoren steigende Modell- und Variantenvielfalt, umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie automatisiertes und vernetztes Fahren langfristig intakt und bieten weiterhin Perspektiven für die Zukunft. Mit einer Eigenkapitalquote von mehr als fünfzig Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Aufgrund der guten Kapitalbasis und der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.
PERSONALMANAGEMENT
Weltweit waren zum Stichtag 13.664 Mitarbeiter (Vorjahr 13.229) bei Bertrandt beschäftigt. Zum 30. September 2019 waren 11.190 Mitarbeiter (Vorjahr 11.143) in Deutschland und 2.474 (Vorjahr 2.086) im Ausland tätig.
Alle Mitarbeiter entwickeln für Kunden im In- und Ausland maßgeschneiderte Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist Bertrandt dabei besonders wichtig. Als Richtschnur der Unternehmensstrategie und des täglichen Handelns dient das Leitbild. Zur Verdeutlichung tragen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Leitsätze auf ihrem Mitarbeiterausweis mit sich.
Auf Basis des Leitbilds wurde ein Kompetenzmodell für den Konzern abgeleitet. Dabei haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, maximale Transparenz in die Anforderungskriterien für die Rollen sowie in die Einschätzung der aktuellen Potenziale anhand von modernen Kompetenzen zu bringen. Aus diesem Grund haben wir nahezu alle Personalentwicklungsmaßnahmen rund um das neue Kompetenzmodell angelegt.
Das Kompetenzmodell ist eine Ableitung aus den Leitsätzen unseres Konzern-Leitbildes. Diese Leitsätze bilden die Leitbereiche Kunde, Bestleistung, Wachstum, Werte, Team, Freiräume und Respekt. Diesen sieben Leitbereichen haben wir insgesamt 28 Kompetenzen untergeordnet. Der modulare Ansatz des Kompetenzmodells ermöglicht eine Beschreibung jeder Stelle und Position im Unternehmen anhand von Anforderungskriterien (Kompetenzen) - vom Konstrukteur bis zum Systeminformatiker, vom Mitarbeiter bis auf die oberste Führungsebene.
Bewährt hat sich unser konzernweites Programm zur Arbeitswelt der Zukunft. Mithilfe dieser Programme haben sich Themen wie mobiles Arbeiten, neue Raumkonzepte, Sabbaticals und Teilzeit für Führungskräfte etablieren können und steigern nachweislich die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Dass Bertrandt ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber ist, bestätigte sich im Berichtszeitraum von unabhängiger Stelle erneut. Universum zeichnete Bertrandt 2018 wieder als einen der hundert attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands aus. Im trendence Graduate Barometer 2018 - Engineering Edition - wurde das Unternehmen seit 2012 kontinuierlich unter die 100 beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland gewählt. Und auch im Trendence-Ranking 2019 der Young Professionals erhält der Konzern erneut für die Rubrik "Ingenieurdienstleistungen" und zum ersten Mal für "Maschinen- und Anlagenbau" eine Auszeichnung. Laut Leading Employers gehört Bertrandt 2019 zudem zu den Top 1% der Arbeitgeber in Deutschland. Und auch in den Studien von Focus und Focus Money wurde der Konzern als Unternehmen mit "Top-Karrierechancen", "Top-Karrierechancen für IT-Spezialisten", "Top-Karrierechancen für Ingenieure" und in der Rubrik "Deutschlands beste Jobs mit Zukunft" ausgezeichnet.
PERSONAL-RECRUITING
Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt schon immer eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen launchte Bertrandt im Frühjahr seine neue Karriereseite. Als eines der wichtigsten Recruitingkanäle spricht Bertrandt damit potenzielle Mitarbeiter mit einer Employer-Branding-Kampagne gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Vielschichtige Projekte sowie das tiefe und breite Leistungsspektrum bieten Spezialisten, berufserfahrenen Ingenieuren sowie Hochschulabsolventen interessante Aufgaben in technologischen Schlüsselbranchen.
WEITERBILDUNG
Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen fortlaufend Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen und methodischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,6 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiter und Führungskräfte investiert.
AUSBILDUNG
Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit Hochschulen fördert Bertrandt den eigenen Nachwuchs. Zum 30. September 2019 absolvierten 271 Kollegen im Bertrandt-Konzern eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.
KONZERNORGANISATION UND -STEUERUNG
INTERNATIONALE KONZERNSTRUKTUR
Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der national und international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, China, England, Frankreich, Italien, Österreich, Rumänien, Spanien, Tschechien, der Türkei und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.
WERTSTEIGERUNG IM FOKUS
Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns ausgelegt ist. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben der Gesamtleistung das EBIT und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH §§ 315D, 289F HANDELSGESETZBUCH (HGB)
Relevante Unternehmensführungspraktiken
Bertrandt richtet sein unternehmerisches Handeln an der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland wie auch den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist.
Compliance
Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis sind hierfür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die Bertrandt-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet, wobei wir uns seit jeher nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden fühlen. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, eine ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation, sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird bei Bertrandt kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht.
Unser Wertesystem: Das Bertrandt - Leitbild
Bertrandt ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und wird durch ein klares und eindeutiges Wertesystem geprägt. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem Wertesystem wurde bereits im Jahr 1996 das sogenannte Bertrandt-Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild, das zuletzt im Jahr 2019 aktualisiert wurde, ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Mit dem Leitbild soll nicht nur das Miteinander innerhalb des Bertrandt-Konzerns, sondern auch das Füreinander hinsichtlich unserer Kunden und Aktionäre geregelt werden. Engagement und Vertrauen sind hierbei Werte, die Bertrandt jeden Tag aufs Neue betont. Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung prägen die tägliche Zusammenarbeit. Das Leitbild veranschaulicht unseren Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Bertrandt ist für seine Kunden, Aktionäre und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein langjähriger, verlässlicher Partner. Das Leitbild der Gesellschaft ist unter
""https://www.bertrandt.com/fileadmin/files/files/00_Unternehmen/00_Konzern/00_Unternehmenspolitik/2019-02_Unternehmenspolitik_Leitbild_Bertrandt.pdf" öffentlich zugänglich.
Risikomanagement
Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen besitzt in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken aufzudecken und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance sowie der erforderlichen Unabhängigkeit und Auswahl des Abschlussprüfers.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Rechnungslegung des Bertrandt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der Bertrandt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- wie auch des Einzelabschlusses der Bertrandt AG.
Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Absatz 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Udo Bäder benannt (sogenannter "Financial Expert").
Transparenz
Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der Bertrandt AG erfolgt durch Quartals-, Halbjahres- und Geschäftsberichte, durch Bilanzpressekonferenzen und die Hauptversammlung und durch Telefonkonferenzen sowie Veranstaltungen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.
Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter ""https://www.bertrandt.com/events/#filter++dc1162.art-cat-7"" zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der Bertrandt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der Bertrandt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG bzw. ab dem 3. Juli 2016 nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 bekannt gemacht.
Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats
Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Seine wesentlichen Aufgaben liegen in der strategischen Ausrichtung und Steuerung der Gesellschaft sowie der Einhaltung und Überwachung eines effizienten Risikomanagementsystems. Der Vorstand besteht aus drei Personen, die ohne Hervorhebung eines Einzelnen durch Benennung eines Vorsitzenden oder Sprechers arbeiten. Die Bedeutung übergreifender Arbeit für die Entwicklung des gesamten Bertrandt-Konzerns wird auf Vorstandsebene konsequent durch zukunftsorientierte vernetzte Führung gespiegelt. Unbeschadet dieser Gesamtverantwortung leitet jedes Vorstandsmitglied den ihm zugewiesenen Geschäftsbereich selbständig. Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des Vorstands ist in einer vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung geregelt. Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.
Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.
Der Vorstand tritt gewöhnlich zweiwöchentlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.
Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und überwacht und berät die Geschäftsführung.
Größe und Zusammensetzung des Aufsichtsrats bestimmen sich nach § 8 Abs. 1 der Satzung. Der Aufsichtsrat besteht aus vier Anteilseignervertreter und zwei von den Arbeitnehmern gewählten Vertretern. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Lebensläufe finden Sie unter "https://www.bertrandt.com/unternehmen/konzern/aufsichtsrat/". Informationen zu den von den Mitgliedern ausgeübten Berufen und Angaben zu den Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nicht nur in den dort zugänglichen Lebensläufen, sondern auch im Geschäftsbericht 2018/2019 (dort Konzern-Abschluss/Konzern-Anhang) enthalten, der unter "https://www.bertrandt.com/unternehmen/investor-relations/finanzberichte/" nach seiner Veröffentlichung am 12. Dezember 2019 zugänglich ist.
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit im Wege der Selbstevaluierung.
Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Personal- und einen Prüfungsausschuss gebildet. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Diese Ausschüsse bereiten bestimmte Themenkreise zur Diskussion und Beschlussfassung im Plenum vor. Bei einzelnen Themen wurden die Entscheidungsbefugnisse vom Aufsichtsrat auf die Ausschüsse übertragen. Sie führen Sitzungen bei Bedarf durch.
Der Prüfungsausschuss setzt sich zusammen aus den Herren Udo Bäder, Dietmar Bichler und Horst Binnig. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist. Der Aufsichtsrat hat Herrn Udo Bäder als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 Aktiengesetz (AktG) benannt (sogenannter "Financial Expert"). Er ist auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses.
Der Personalausschuss setzt sich derzeit zusammen aus den Herren Dietmar Bichler, Horst Binnig und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn. Vorsitzender des Personalausschusses ist Herr Dietmar Bichler. Der Personalausschuss ist gleichzeitig auch Nominierungsausschuss.
Festlegungen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG
Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand Zielgrößen festzulegen hat. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Die Zielgrößen können derzeit unter Fristsetzung bis längstens 30. Juni 2022 festgelegt werden.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im Mai 2017 gemäß § 111 Absatz 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. September 2021 erreicht werden soll. Dies entsprach dem Ist-Zustand im Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße. In der Sitzung am 05. November 2018 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses anlässlich dreier Wiederbestellungen auch eine Aktualisierung der Zielfestlegung geprüft; eine Veränderung wurde nicht beschlossen.
Der Vorstand der Gesellschaft hat durch Beschluss im Mai 2017 gemäß § 76 Absatz 4 AktG für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die jeweils bis zum 30. September 2021 erreicht werden sollen. Die beiden Führungsebenen im Sinne von § 76 Absatz 4 AktG wurden anhand der bestehenden Berichtslinien innerhalb der Gesellschaft unterhalb des Vorstands festgelegt.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2017 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. September 2021 erreicht werden soll.
Diese im Mai bzw. im September 2017 festgelegten Zielgrößen wurden während des Bezugszeitraumes dieser Erklärung zur Unternehmensführung im Vorstand und in der ersten Ebene darunter erreicht, nicht aber in der zweiten Ebene unter dem Vorstand und im Aufsichtsrat. Der Frauenanteil betrug in der zweiten Ebene unter dem Vorstand erfreulicherweise 43,8%, im Aufsichtsrat 16,67%. Gründe dafür waren die Wahl weiblicher Aufsichtsratsmitglieder durch die Arbeitnehmer bzw. die erfolgreiche Gewinnung und Entwicklung von weiblichen Führungskräften im Konzern.
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 23. September 2019
"Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 und berichtigt am 19. Mai 2017 - grundsätzlich entsprochen wurde und wird. Nicht angewandt wurden und werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.3 Satz 2, 4.1.5, 4.2.3 Abs. 3, 4.2.5 Abs. 3 und 4, 5.4.1 Abs. 2 und 4, Ziffer 5.4.1 Abs. 6, Ziffer 5.4.2 Satz 1, 5.5.2, 5.5.3 Satz 1 und 7.1.2 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Bis zum 20. Februar 2019 wurde auch Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK nicht entsprochen. Seit dem 20. Februar 2019 wurde und wird Ziffer 4.2.1 Satz 1 Variante 2 DCGK nicht entsprochen.
Diese Abweichungen von einzelnen Empfehlungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK
Die Bertrandt AG hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK sieht diese für die Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Bertrandt AG hat die Versicherungspolice abgeschlossen, um ihre Interessen in einem hypothetischen Schadensfall abzusichern.
Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK
Die Bertrandt AG hat ein angemessenes, an der Risikolage der Gesellschaft ausgerichtetes Compliance Management System, über das nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) berichtet wird. Nachdem aber durch den Kodex nicht definiert wurde, welche Anforderungen sich aus Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK im Einzelnen ergeben, insbesondere auch dazu, wo zu berichten ist, erklärt die Gesellschaft höchstvorsorglich eine Abweichung von Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK.
Ziffer 4.2.1 Satz 1 Variante 2
Der Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.1 Satz 1 Variante 2, der Vorstand soll einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Bei der Bertrandt AG ist dies nach dem Ausscheiden von Herrn Bichler aus dem Vorstand mit Schluss der Hauptversammlung vom 20. Februar 2019 nicht mehr der Fall. Ohne eine solche Hervorhebung eines Einzelnen spiegelt die Geschäftsverteilung die Bedeutung übergreifender Arbeit für die Entwicklung des gesamten Bertrandt-Konzerns konsequent auf Vorstandsebene durch zukunftsorientierte vernetzte Führung. Dabei hat der Aufsichtsrat auch jene Aufgaben, die der Vorstandsvorsitzende bislang in der Vorstandsarbeit wahrnahm, für den Zeitraum nach der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 durch Regelungen der Geschäftsordnung für den Vorstand und Geschäftsverteilung einem Vorstandsmitglied zugewiesen
Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK
Von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK wurde und wird abgewichen. Der Aufsichtsrat strebt für die Vorstandsmitglieder kein bestimmtes "Versorgungsniveau" im Ruhestand an, sondern eine markt- und unternehmenskonforme Vergütung der aktiven Tätigkeit. Dem entsprechend bestehen Versorgungszusagen seit 21. Februar 2019 gegenüber keinem der in Diensten der Gesellschaft stehenden Vorstandsmitglieder.
Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK
Von den Empfehlungen aus Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK wurde und wird abgewichen, da nach Ansicht der Gesellschaft durch die geltenden gesetzlichen Vorschriften, die uneingeschränkt zur Anwendung kommen, eine hinreichende Transparenz der Vorstandsvergütung erreicht wird.
Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war seit vielen Jahren zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Dies hatte sich bewährt, weshalb von der Empfehlung der Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK abgewichen wurde. Mit der Neuwahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 nutzte man die Möglichkeit, auch Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK zu entsprechen, d.h., der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist seit der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die Hauptversammlung nicht mehr zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses.
Ziffer 5.4.2 Satz 1 erster Halbsatz sowie Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 6 DCGK
Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihrem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern angehört. Nachdem aber der Begriff "unabhängige Mitglieder" in Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK nicht abschließend definiert wurde, erklärt die Gesellschaft höchstvorsorglich eine Abweichung von der Ziffer 5.4.2 Satz 1 erster Halbsatz und auch von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK.
Entsprechendes gilt für die Empfehlung aus Ziffer 5.4.1 Abs. 6 DCGK, die darunter leidet, dass sie durch Abs. 7 nicht zweifelsfrei konkretisiert wurde, sodass die Gesellschaft höchstvorsorglich auch insoweit eine Abweichung erklärt.
Ziffer 5.4.2 Satz 1 zweiter Halbsatz DCGK
Auch von Ziffer 5.4.2 Satz 1 zweiter Halbsatz DCGK wurde und wird abgewichen. Das Geschäftsmodell der Bertrandt AG basiert u.a. auf einer verlässlichen Vertraulichkeit im Hinblick auf Entwicklungsprozesse und Innovationszyklen der Kunden sowie auf einen zuverlässigen Schutz der Geschäftsgeheimnisse der Kunden; um das Vertrauen der Kunden in diese Prozesse der Gesellschaft zu bestärken, sitzt kein Vertreter eines Aktionärs im Aufsichtsrat der Gesellschaft, der zugleich Kunde der Gesellschaft ist.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 4 DCGK sowie Ziffer 4.1.5 DCGK
Von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 4 DCGK sowie Ziffer 4.1.5 DCGK wurde und wird abgewichen. Für die Bertrandt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an. Die Gesellschaft ist zwar der Ansicht, dass der Aufsichtsrat auch unter Berücksichtigung der in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK genannten Gesichtspunkte sachgerecht besetzt ist. Um sich aber bei einer künftigen Kandidatensuche nicht von vornherein einschränken zu müssen, verzichtet der Aufsichtsrat darauf, ein starres Kompetenzprofil oder konkrete Ziele zu beschließen. Mit Rücksicht darauf hat die Gesellschaft auch keine Regelgrenze der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK festgelegt.
Ohne eine Festlegung konkreter Ziele bzw. eines Kompetenzprofils wurde und wird zwangsläufig auch von Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DCGK abgewichen.
Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK
Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung die Behandlung von Interessenkollisionen eigenständig und abweichend von den Empfehlungen in den Ziffern 5.5.2 und 5.5.3 Satz 1 DCGK geregelt. Die Geschäftsordnung verpflichtet jedes Aufsichtsratsmitglied, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen; der Aufsichtsratsvorsitzende ist zur Offenlegung gegenüber seinem Stellvertreter verpflichtet. Diese Bestimmungen gehen über Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK hinaus und differenzieren nicht danach, ob Interessenkonflikte wesentlich oder nur vorübergehend sind, sondern erfassen jegliche Konflikte. Ein Verzicht auf eine öffentliche Behandlung solcher Mitteilungen soll den Aufsichtsratsmitgliedern im Gesellschaftsinteresse erlauben, mit dem Vorsitzenden auch bloße Anscheinsfälle vertrauensvoll zu erörtern.
Ziffer 7.1.2 Satz 3 DCGK
Die Bertrandt AG hat den Bericht für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019 am 18. Februar 2019, für das 2. Quartal am 6. Juni 2019 und für das 3. Quartal am 22. August 2019 veröffentlicht. Die Bertrandt AG erfüllt mit ihrer Berichterstattung stets die strengen Anforderungen des Prime Standards der Deutschen Börse. Solange der Deutsche Corporate Governance Kodex nicht mit den Regelungen des Prime Standards synchronisiert ist, behielt und behält sich die Bertrandt AG vor, von Ziffer 7.1.2 Satz 3 DCGK abzuweichen.
Ehningen, 23. September 2019
Der Aufsichtsrat
Dietmar Bichler, Vorsitzender
Horst Binnig, Stellvertreter
Der Vorstand
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands
Diversitätskonzept
Die Gesellschaft verfolgt kein Diversitätskonzept. Wie dazu auch bereits in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 23. September 2019 erläutert worden war, kommt es für die Bertrandt AG bei der Besetzung von Positionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an.
Ehningen, 9. Dezember 2019
Der Aufsichtsrat
Dietmar Bichler, Vorsitzender
Horst Binnig, Stellvertreter
Der Vorstand
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands
VERGÜTUNGSBERICHT
VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES VORSTANDS
Herr Dietmar Bichler war im GJ 2018/2019 bis zum 20. Februar 2019 aktives Mitglied des Vorstands. Die Vergütungsangaben für Herrn Dietmar Bichler beziehen sich auf den Zeitraum der aktiven Tätigkeit.
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen/erfolgsunabhängigen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung setzt sich aus Festvergütung, Nebenleistungen sowie Sachbezügen zusammen. Als Festvergütung erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 270 TEUR (Vorjahr 669 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 385 TEUR (Vorjahr 330 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 385 TEUR (Vorjahr 330 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf auf 385 TEUR (Vorjahr 330 TEUR).
Das Vergütungssystem für den Vorstand ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG ausgerichtet. Als variable Komponente erhalten die Vorstandsmitglieder eine erfolgsabhängige Tantieme, die an das sich aus der Rechnungslegung nach IFRS ergebende EBIT des Bertrandt-Konzerns anknüpft. Bemessungsgrundlage der Tantieme ist das erreichte EBIT in jeweils zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren. Die variable Komponente wird zum kleineren Teil nach dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres ermittelt, überwiegend jedoch erst abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung im darauffolgenden Geschäftsjahr (sogenannte Bonus/Malus-Regelung). Die Tantieme für ein Geschäftsjahr ist insgesamt auf das sechsfache des festen Jahresgrundgehalts im betreffenden Geschäftsjahr und die Vorstandsvergütung für ein Geschäftsjahr insgesamt auf das achtfache des festen Jahresgrundgehalts im betreffenden Geschäftsjahr begrenzt.
Die variable Komponente ist an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns gekoppelt. Die variable Komponente beläuft sich für das abgelaufene Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt auf 1.096 TEUR (Vorjahr 1.676 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2017/2018 830 TEUR (Vorjahr 864 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt auf 754 TEUR (Vorjahr 838 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2017/2018 415 TEUR (Vorjahr 432 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt auf 754 TEUR (Vorjahr 838 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2017/2018 415 TEUR (Vorjahr 432 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf insgesamt auf 754 TEUR (Vorjahr 838 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2017/2018 415 TEUR (Vorjahr 432 TEUR).
Für die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aus dem Geschäftsjahr 2018/2019 ergeben sich gemäß der Bonus/Malus-Regelung für Herrn Dietmar Bichler minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 326 TEUR (Vorjahr 992 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 415 TEUR (Vorjahr 496 TEUR), bei Herrn Michael Lücke minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 415 TEUR (Vorjahr 496 TEUR), bei Herrn Markus Ruf minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 415 TEUR (Vorjahr 496 TEUR).
Allen Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind alle Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile der Nebenleistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 2 TEUR (Vorjahr 15 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 17 TEUR (Vorjahr 14 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 22 TEUR (Vorjahr 23 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 15 TEUR (Vorjahr 14 TEUR).
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 1.368 TEUR (Vorjahr 2.360 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 1.156 TEUR (Vorjahr 1.182 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 1.161 TEUR (Vorjahr 1.191 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 1.154 TEUR (Vorjahr 1.182 TEUR) und für alle Vorstandsmitglieder insgesamt 4.840 TEUR (Vorjahr 5.915 TEUR).
Zur Auszahlung kamen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 neben den monatlich ausgezahlten Jahresfestbezügen variable Bestandteile für verschiedene Geschäftsjahre von insgesamt 4.191 TEUR (Vorjahr 3.929 TEUR). Diese verteilen sich wie folgt auf die Vorstände: bei Herrn Dietmar Bichler 1.676 TEUR (Vorjahr 1.571 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus dem Geschäftsjahr 2016/2017 864 TEUR (Vorjahr 864 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus 838 TEUR (Vorjahr 786 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 432 TEUR (Vorjahr 432 TEUR), bei Herrn Michael Lücke 838 TEUR (Vorjahr 786 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 432 TEUR (Vorjahr 432 TEUR) und Herrn Markus Ruf 838 TEUR (Vorjahr 786 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 432 TEUR (Vorjahr 432 TEUR).
Derzeit sind weder Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben noch bestehen entsprechende Planungen.
Die vom Aufsichtsrat umgesetzte Vergütungsstruktur sieht grundsätzlich keine Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente gegenüber Vorstandsmitgliedern vor. Dem entsprechend bestehen solche Zusagen auch nur gegenüber einem im GJ 2018/2019 teilweise aktiven (Herr Dietmar Bichler) sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied, wurzelnd in Zusagen aus der Zeit vor dem Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Aktiengesellschaft. Für Herrn Dietmar Bichler ergibt sich hieraus ein Versorgungsanspruch mit einem Barwert von 4.575 TEUR (Vorjahr 4.260 TEUR). Die Gesellschaft hat hierfür aufgrund von Zinsveränderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 350 TEUR zurückgestellt (Vorjahr 51 TEUR).
VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Februar 2014 geändert. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Bertrandt AG verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 32 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Vierfache der festen Vergütung. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf insgesamt 321 TEUR (Vorjahr 320 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierte Vergütung mehr.
ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL
ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL UND OFFENLEGUNG VON MÖGLICHEN ÜBERNAHMEHEMMNISSEN (§ 315 ABS. 4 HGB)
Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 EUR und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile und die unter dem Mitarbeiteraktienprogramm bezogenen Aktien, die einer vertraglichen Sperrfrist unterliegen.
Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:
| • | Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Deutschland: per 15. Juni 2016 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 28,97 Prozent |
| • | Friedrich Boysen Holding GmbH, Altensteig, Deutschland: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent |
Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Angaben im Konzern-Anhang unter Ziffer [45]. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientieren sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.
Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2024 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital in Höhe von insgesamt bis zu 1.000.000,00 EUR zu erwerben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Februar 2017 wurde der Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2022 gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017).
Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden sowohl die relevanten Risiken als auch die Chancen betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS
Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Die vorgegebenen Konzern-Richtlinien des Bilanzierungshandbuchs gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen und die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das vierstufige interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken.
Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein. Bei der Identifikation der Risiken und der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen arbeiten der Vorstand, die Geschäftsführung der jeweiligen Niederlassung und Zentralfunktionen wie das Konzern-Controlling eng zusammen. Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten so alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche oder gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet und mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen, und die so erarbeitete Strategie wird zeitnah von der jeweiligen Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den notwendigen Zentralfunktionen umgesetzt.
Die Bewertung und die Identifikation der Risiken erfolgen pro Niederlassung anhand der maximalen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Schadenshöhe beschreibt die Auswirkung auf das EBIT der jeweiligen Niederlassung.
Die Kategorien "Schadenshöhe" sind im Detail:
| • | Gering entspricht einer Schadenshöhe zwischen 50 und 250 TEUR |
| • | Mittel entspricht einer Schadenshöhe zwischen 250 und 500 TEUR |
| • | Hoch entspricht einer Schadenshöhe zwischen 500 und 1.500 TEUR |
| • | Sehr hoch entspricht einer Schadenshöhe über 1.500 TEUR |
Die Kategorien "Eintrittswahrscheinlichkeit" sind im Detail:
| • | Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent |
| • | Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent |
| • | Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent |
| • | Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent |
Darauf aufbauend erfolgen bei den Risiken eine Brutto- und eine Nettobewertung. Bei der Bruttobewertung wird der Risikofall bewertet ohne Berücksichtigung bereits getroffener Gegenmaßnahmen. Die Nettobewertung berücksichtigt die getroffenen Gegenmaßnahmen und ermöglicht somit, die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen zu beurteilen. Aus der Multiplikation der Schadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet sich dann der Schadenserwartungswert eines Risikos. Aggregiert für den Gesamtkonzern wird so nach A-, B- oder C-Risiken unterschieden:
| • | A-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von >= 3,0 Mio. EUR |
| • | B-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von >= 1,5 Mio. EUR - 3,0 Mio. EUR |
| • | C-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von < 1,5 Mio. EUR |
Die identifizierten Risiken werden mehrmals jährlich aktualisiert und in einem aggregierten Risikobericht dargestellt, der es dem Vorstand ermöglicht, sich einen Überblick der Risikosituation des Konzerns zu verschaffen. Neue Risiken, die zwischen den Aktualisierungsintervallen auftreten, werden gegebene falls als Ad-hoc-Risikomeldung erfasst und dem Vorstand berichtet.
Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Diese identifizierten Risiken werden darüber hinaus einer Bewertung unterzogen, um festzustellen, ob es sich um essenzielle Risiken handelt. Außerdem wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, der erwarteten Schadenshöhe und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.
FINANZRISIKEN
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken, Produkthaftungs- und Nachforderungsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Aufgrund der Zunahme des Risikos von Forderungsausfällen werden die Finanzrisiken der Kategorie A zugeordnet mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls soll durch präventive Bonitätsprüfungen minimiert werden. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Einem eventuellen Produkthaftungsrisiko wird durch eine entsprechende Versicherung begegnet. Nachforderungen des Kunden wird durch ein stringentes Projektmanagement entgegengewirkt. Dieses Risiko wird als B-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.
ÄNDERUNG DER OUTSOURCINGSTRATEGIE DER OEM UND UMFANG DER VERGEBENEN PROJEKTE
In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien, die zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen wieder selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Das Risiko einer kundenseitigen Änderung der Outsourcing-Strategie ist nach Einschätzung von Bertrandt ein Risiko der Kategorie A, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie ist in vollem Gange. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Reduzierung der Variantenvielfalt münden kann. Entsprechend stellt das Risiko eines Projektstopps oder einer Projektverschiebung für Bertrandt ein A-Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft.
PREISENTWICKLUNG
Unsere Kunden achten permanent auf ihre Effizienz und damit auch auf den Preis zugekaufter Entwicklungsdienstleistungen. Zudem wirkt sich hier auch das gesteigerte Maß an Komplexität als Folge der formaljuristischen Anpassungen im Bereich der Werkverträge aus. Ferner wird kundenseitig auch eine partielle Verlagerung von Entwicklungsumfängen in Länder forciert, die ein günstigeres Lohnniveau aufweisen. Prognoseanpassungen und Sparprogramme einzelner Kunden können zu einer angespannten Preissituation und einem restriktiveren Vergabeverhalten führen. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Rahmenbedingungen mit einer optimierten Kostenstruktur, einem hohen Maß an Qualität und einer projektbezogenen Standortdiversifikation im Ausland. Ein preislicher Wettbewerb wird demnach dauerhaft bestehen. Daher stuft Bertrandt dies als A-Risiko ein, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.
IMPLEMENTIERUNG NEUER PROZESSE
Fester Bestandteil des Geschäftsmodells eines Entwicklungsdienstleisters wie Bertrandt ist die ständige Orientierung an den technischen Bedürfnissen der Kunden. Das bringt die fortlaufende Implementierung neuer Prozesse, Softwaretools und Systeme mit sich. Die fehlerfreie Umsetzung der Einführung ist notwendig, um die obligatorischen Zertifizierungen zu erhalten. Ferner könnte die mangelhafte Umsetzung neuer Prozesse zu Fehlauslastungen führen. Um diesem Risiko adäquat zu begegnen, hat Bertrandt ein ganzheitliches Managementsystem installiert, um nicht-finanzielle Leistungsindikatoren regelmäßig zu messen und zu beurteilen. Das dient der Erfüllung der Kundenanforderungen sowie der Optimierung und Weiterentwicklung interner Abläufe. Das Managementsystem fokussiert die Mitarbeiter von Bertrandt darauf, effektiv und fehlerfrei zu arbeiten sowie Optimierungspotenzial aufzudecken.
Das Managementsystem wird jährlich von externen Zertifizierungsstellen geprüft. Grundlage bilden die Anforderungen und Vorgaben der folgenden Normen:
| • | DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement |
| • | DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement |
| • | DIN ISO/IEC 27001 Informationssicherheit verbunden mit dem Branchenstandard TISAX / Prototypenschutz des VDA (Verband der Automobilindustrie) |
| • | DIN EN ISO 45001 Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement verbunden mit dem AMS (Arbeitsschutz mit System) der VBG (Verwaltungsberufsgenossenschaft) |
| • | DIN EN ISO/IEC 17025 für akkreditierte Prüflabore |
Die Bewertung der Geschäftsprozesse erfolgt durch das interne Managementsystem aggregiert über die Niederlassungen für den Bertrandt-Konzern. Die Gesamtbewertung repräsentiert den Status der Geschäftsprozesse, die in insgesamt fünf Bewertungsbereiche in Anlehnung an die High- Level-Struktur der neuen Managementsystem-Normen gegliedert ist:
| I. | Leistung des Managementsystems (zum Beispiel: Zielprozess des Managementsystems und dessen Erreichung, Ergebnisse aus Audits und Begutachtungen, Steuerung der Ressourcen) |
| II. | Dienstleistungserbringung (zum Beispiel: Rückmeldungen von Kunden, Reklamationsmanagement, Lieferantenbeziehungen, Projektabwicklung) |
| III. | Kontinuierliche Verbesserung (zum Beispiel: Status von Maßnahmen zur nachhaltigen Fehlerbeseitigung, zur Vorbeugung von potenziellen Fehlern und zur Reaktion auf absehbare Veränderungen, zur Effizienzsteigerung und zum Innovationsmanagement) |
| IV. | Risikomanagement (zum Beispiel: Status und Umgang mit Prozess-, Sicherheits- und Umweltrisiken, insbesondere deren Vorbeugung und Vermeidung, Unternehmenssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz) |
| V. | Mitarbeiter und Human Resources (zum Beispiel: Mitarbeiterorientierung, Fluktuationsquote, betriebliches Gesundheitsmanagement) |
Als Grundlage der Bewertung der Geschäftsprozesse dient eine 100-Punkte-Skala, deren Werte nachfolgend mit folgenden Aussagen verknüpft werden:
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| < 50 | Der betrachtete Geschäftsprozess weist Abweichungen von den Soll-Vorgaben auf. Die Ursache für die Abweichung muss ermittelt und nachhaltige Maßnahmen zur Korrektur müssen eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein. |
| 50 - 75 | Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht. Es ist jedoch mit Änderungen und potenziellen Abweichungen zu rechnen. Es müssen Maßnahmen zur Vorbeugung eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein. |
| > 75 | Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht, die Nachhaltigkeit und die Wirksamkeit sind sichergestellt. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Aufrechterhaltung oder Effizienzsteigerung und Leistungsoptimierung. |
Das durchgeführte Bewertungsverfahren der Geschäftsprozesse des Bertrandt-Konzerns ergibt für das Geschäftsjahr 2018/2019 folgende Ergebnisse für unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:
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| Bewertungsbereiche | Punkte | |
|---|---|---|
| I. | Leistung des Managementsystems | 86 |
| II. | Dienstleistungserbringung | 82 |
| III. | Kontinuierliche Verbesserung | 80 |
| IV. | Risikomanagement | 91 |
| V. | Mitarbeiter und Human Resources | 85 |
Die Ergebnisse sind als Indikatoren zur Aussage der Stabilität und der Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse des integrierten Managementsystems von Bertrandt zu bewerten. Im Geschäftsjahr wurden Anpassungen am Managementsystem im Nachgang zur Umstellung auf den neuen Revisionsstand DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 vorgenommen. Zudem wurden Chancen zur weiteren Optimierung und Risikominimierung in Maßnahmen umgesetzt. Alle Werte der ermittelten Leistungsindikatoren liegen über der Eingriffsgrenze von 75 Punkten. Die Aktivitäten im Geschäftsjahr waren geprägt von strukturellen und prozessualen Veränderungen, um das Managementsystem an geänderte Kundenanforderungen, dem zunehmend komplexeren Marktumfeld und den Wettbewerb anzupassen. Auf diese Weise gelang es, die Leistung des Managementsystems und die Stabilität der Prozesse nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau zu halten. Die Integrität des Managementsystems ist sichergestellt. Im Bewertungsbereich der Dienstleistungserbringung gaben die Werte leicht nach, der Grad der Kundenzufriedenheit bleibt weiterhin durch die etablierte Qualitätssicherung auf hohem Niveau. Zahlreiche Projekte im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wurden initiiert und befinden sich aktuell noch in der Realisierungsphase. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen kann jedoch erst nach Abschluss der Projekte im gleichnamigen Bewertungsbereich vollständig berücksichtigt werden. Dies führt zu einem erklärbaren Rückgang der Punktwerte. Im Bewertungsbereich Risikomanagement wurden ähnlich hohe Werte wie in den Vorjahren erzielt. Trotz des zunehmend komplexen Umfelds und der hohen Dynamik in der Automobilbranche zeigten die Prozesse zur Risikoidentifikation und -reduzierung eine überdurchschnittlich hohe Wirksam- und Belastbarkeit. Gleichzeitig gelang es, die Leistung im Bereich Mitarbeiter und Human Resources konstant zu halten.
Deshalb konzentrieren sich die Aktivitäten des Managements auf die Aufrechterhaltung und Optimierung der Leistungen für unsere Kunden. Das Risiko der Implementierung neuer Prozesse schätzt Bertrandt unverändert als Risiko der Kategorie B ein mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit
IT-SICHERHEIT
Als Entwicklungsdienstleister ist Bertrandt in hohem Maße auf eine reibungslos funktionierende und sichere elektronische Datenverarbeitung angewiesen. Auf den stetigen Wandel der Geschäftsprozesse und den Kostendruck müssen wir sehr schnell mit Lösungen reagieren. Die Herausforderung dabei ist, die Gesamtkosten der IT zu optimieren sowie gleichzeitig Funktionalität und Sicherheit zu erhöhen. Seit 2005 sind gruppenweit interne Security-Circles etabliert, die die einheitlichen Sicherheitsstandards definieren und überwachen. Von 2006 an wurden wir an verschiedenen Standorten nach ISO 27001 zertifiziert und haben weitergehende interne IT-Sicherheitsprozesse mit Hilfe einheitlicher Standards implementiert, die auch kontinuierlich mit unseren Kunden abgestimmt werden. Bertrandt setzt fortwährend verschiedene Lösungen ein, um Schwachstellen zu identifizieren, beispielsweise neueste Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme oder auch sogenannte Content-Scanner. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch starke Verschlüsselungen für Kundenanbindungen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 die Position eines Chief Information Security Officer (CISO) eingerichtet. Aggregiert auf den Gesamtkonzern ist dieses Risiko der Kategorie A zuzuordnen. Angesichts der umfangreichen präventiven Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering gesehen.
PERSONAL
Eine unzureichende Verfügbarkeit und die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. In dieser Kategorie wird daher die Knappheit an qualifizierten Bewerbern und das daraus erwachsende Risiko für das Unternehmen subsumiert. Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Knowhows und das Unternehmenswachstum. Bertrandt ist daher stets darauf bedacht, seiner Belegschaft ein attraktives Arbeitsumfeld mit interessanten, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tätigkeiten zu bieten. Dass Bertrandt zum wiederholten Mal im Geschäftsjahr 2018/2019 mehrfach als Top-Arbeitgeber im Bereich Engineering ausgezeichnet wurde, zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Dennoch ist beispielsweise ein Wechsel von Mitarbeitern zum Kunden nicht gänzlich auszuschließen, da diese auch sehr attraktive berufliche Perspektiven bieten können. Das Risiko der Fluktuation ist aus Sicht von Bertrandt der Kategorie B zuzuordnen, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko der Knappheit an qualifiziertem Personal ist momentan ebenfalls in die Kategorie B einzuordnen, ebenso mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.
GESAMTRISIKO
Das beschriebene Frühwarnsystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Der maximale Schadenserwartungswert nach Gegenmaßnahmen stieg zwar um 9,2 Prozent, danach sind aber Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit weiterhin nicht erkennbar.
CHANCEN
Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist es, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Die drei wesentlichen Treiber des Bertrandt-Geschäftsmodells sind Modellvielfalt, technologischer Fortschritt und Fremdvergabeverhalten. Im Folgenden wird die mögliche Entwicklung dieser drei Einflussfaktoren aus Sicht der Bertrandt AG dargestellt und die sich daraus ergebenden Chancen für den Konzern abgeleitet.
Die Kategorien "Eintrittswahrscheinlichkeit" für diese Trends unterteilt Bertrandt wie folgt:
| • | Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent |
| • | Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent |
| • | Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent |
| • | Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent |
Bezüglich der möglichen finanziellen Auswirkungen der Chancen unterscheidet Bertrandt die folgenden Kategorien:
| • | Unwesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung bis zu zwei Prozent |
| • | Moderat entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung zwischen zwei und fünf Prozent |
| • | Wesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung von mehr als fünf Prozent |
MODELLVIELFALT
Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie zeichnet sich ab. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in einer Ausweitung alternativer Antriebsvarianten münden kann.
Bis zum Jahr 2023 soll nach Einschätzung des VDA sich das Modellangebot auf über 150 E-Modelle verfünffachen. Der VDA prognostiziert, dass Hersteller und Zulieferer in den kommenden drei Jahren etwa 40 Mrd. Euro in die Entwicklung alternativer Antriebe investieren werden. Dies führt zu einer eindrucksvollen Modelloffensive. Neben der eigentlichen Entwicklungsarbeit für das Fahrzeug an sich birgt die Adaption dieser verschiedenen Antriebs- und Getriebevarianten weiteres Geschäftspotenzial für Entwicklungsdienstleister, so die Experten einer Studie von Berylls. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Szenario schätzt Bertrandt aus diesem Grund hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung nicht verändert.
TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT
Das zukünftige Wachstum der Automobilindustrie geht laut Präsident des VDA, Bernhard Mattes, mit tiefgreifenden strukturellen Veränderungen auf regionaler, wirtschaftlicher und vor allem technologischer Ebene einher. Die Innovationskraft der Branche zeige sich beispielsweise im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens, wie der VDA-Präsident ausführte. So investierten die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie in den kommenden drei bis vier Jahren 16 bis 18 Mrd. EUR in dieses Zukunftsfeld. Ziel sei es, den Straßenverkehr noch sicherer, effizienter und komfortabler zu gestalten. Die größten finanziellen Anstrengungen unternehme die deutsche Automobilindustrie jedoch bei der Entwicklung emissionsarmer Antriebsformen. Laut Aussage des Präsidenten des VDA vom Juli 2019 investieren Hersteller und Zulieferer in den kommenden drei Jahren 40 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe
Für den zivilen Flugzeugbau gehen die Prognosen der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing von einem stabilen Wachstum bis 2038 aus. Dieser Anstieg ist wie in den vorangegangenen Jahren auf die wachsende Internationalisierung und den zunehmenden Tourismus zurückzuführen. Die technologischen Entwicklungstrends werden dabei nach wie vor von Nachhaltigkeit und Komfort bestimmt. Alternative Werkstoffe und neue Triebwerkstechnologien sollen helfen, das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch zu senken. Modernere Kabinen werden den Aufenthalt für die Passagiere so bequem wie möglich machen.
Die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Die Etablierung intelligenter, digital vernetzter Systeme bildet die Basis für die Umsetzung effizienterer Wertschöpfungsketten - von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Für Deutschland als international führenden Industrieausrüster bietet Industrie 4.0 große Chancen. Jedoch ist die Unsicherheit deutscher Unternehmen im Hinblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich größer geworden. Dies spiegelt sich auch im anhaltenden Abwärtstrend des Geschäftsklimaindex des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. bezüglich der aktuellen Lage und den Erwartungen der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes zu den kommenden Monaten wider.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines weiterhin steigenden technologischen Anspruchs in den Zielbranchen des Bertrandt-Konzerns wird nach heutigem Stand hoch eingeschätzt, bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Diese Beurteilung entspricht der des Vorjahres.
FREMDVERGABEVERHALTEN
Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Berylls wird sich das Marktwachstum für die Fremdvergabe von Entwicklungsleistungen in der Automobilbranche auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Dabei sehen die Experten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur verfügen und andererseits ausreichend Kapazitäten zur Verfügung haben, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Elektrik und Elektronik, speziell bei Themen aus dem Bereich der Digitalisierung und des autonomen Fahrens. Im Ergebnis prognostiziert die im Sommer 2018 veröffentlichte Studie bis 2023 ein globales Marktwachstum von 11,1 Mrd. EUR in 2017 auf 18,3 Mrd. EUR in 2023. Speziell der deutsche Markt steigt in diesem Zeitraum von 4,1 Mrd. EUR auf 6,3 Mrd. EUR, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,3 Prozent entspricht.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiterhin steigenden Fremdvergabe von Entwicklungsdienstleistungen in der Kernbranche des Bertrandt-Konzerns schätzen wir nach heutigem Stand daher hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Dieser Umstand hat sich seit dem vergangenen Geschäftsjahr nicht verändert.
GESAMTCHANCEN
Die drei wesentlichen Einflussfaktoren auf das Bertrandt-Geschäftsmodell sind aus Sicht des Unternehmens intakt und bieten weiterhin Potenziale für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Eine weitere Zunahme der Modellvielfalt, der weiterhin bestehende technologische Fortschritt sowie ein anhaltendes Fremdvergabeverhalten sind auch nach Ansicht externer Experten wahrscheinlich. Zusammenfassend ergibt die Chancenanalyse auf Basis der uns heute bekannten externen Studien und eigenen geführten Gespräche ein positives Ergebnis: Danach ist nicht mit einer Abnahme der drei für Bertrandt wesentlichen Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell zu rechnen.
FAZIT
Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr ist weiterhin von zahlreichen Entwicklungen in den für Bertrandt wichtigen Branchen geprägt, deren Ausgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die beschriebenen Risiken jedoch nicht manifestieren und die Chancen weiterhin intakt sind, geht Bertrandt für das kommende Geschäftsjahr von einer positiven Unternehmensentwicklung aus.
PROGNOSEBERICHT
RAHMENBEDINGUNGEN
Die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten für 2020 von einem verhaltenen weltweiten Wirtschaftswachstum aus. Den Schätzungen dieser Experten zufolge soll das weltweite Bruttoinlandsprodukt in 2019 um 2,7 Prozent und 2020 nur noch um 2,6 Prozent wachsen. Für 2021 wird ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,7 Prozent erwartet. Der Welthandel dürfte nach dieser aktuellen Gemeinschaftsdiagnose im laufenden Jahr 2019 zunächst um 0,8 Prozent sinken und soll dann im Jahr 2020 um 0,7 Prozent wachsen. Im Jahr 2021 wird der Welthandel nach dieser Einschätzung voraussichtlich um 2,4 Prozent zulegen.
In den USA soll das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts nach 2,3 Prozent im laufenden Jahr, im kommenden Jahr 1,7 Prozent bzw. im Jahr 2021 1,8 Prozent betragen. Für China prognostizieren die Institute, dass sich der Trend der Verlangsamung des Expansionstempos der chinesischen Wirtschaft weiter fortsetzt und die Produktion in diesem Jahr noch um 6,2 Prozent und in den Jahren 2020 und 2021 um 5,9 bzw. 5,8 Prozent ansteigt. Auch in der Europäischen Union ist die konjunkturelle Abschwächung spürbar. Das Bruttoinlandsprodukt soll im Jahr 2019 nur noch um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. Im Jahr 2020 bzw. 2021 soll das europäische Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent bzw. 1,4 Prozent wachsen. In Deutschland erwarten die Experten für das Jahr 2019 nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent. In den Jahren 2020 und 2021 werden Zuwachsraten von 0,7 Prozent und 1,4 Prozent. Aus der unsicheren Situation bezüglich des Brexits erwartet Bertrandt keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf die operative Geschäftsentwicklung.
BRANCHENSITUATION
Die FuE-Budgets der Kunden in den für Bertrandt relevanten Branchen sind nachhaltig auf hohem Niveau prognostiziert. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der VDA mit weltweit rund 81 Mio. Pkw-Neuzulassungen, was einem Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspräche. Die Unternehmensberatung Berylls geht davon aus, dass bis zum Jahr 2024 Impulse durch E-Fahrzeuge die weltweite Automobilproduktion auf 108,3 Mio. Fahrzeuge steigen wird, dies wäre eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 1,9 Prozent.
Die für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung bei Bertrandt wesentlichen Markttrends umweltfreundliche individuelle Mobilität, vernetztes und autonomes Fahren sowie zunehmende Modell- und Variantenvielfalt sind nach wie vor intakt. Wie der VDA feststellt, verfolgt die deutsche Automobilindustrie im Bereich der umweltfreundlichen Antriebe beispielsweise eine breit angelegte Dekarbonisierungsstrategie. Sie reicht von weiteren Verbesserungen beim Verbrennungsmotor über alternative Antriebe und Kraftstoffe wie Wasserstoff, Erdgas und E-Fuels bis hin zum reinen E-Fahrzeug. So sollen in den nächsten drei Jahren 40 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe investiert werden. Das Angebot an Pkw mit Elektroantrieben wird dadurch bis 2023 auf rund 150 Modelle steigen und sich damit verfünffachen.
Ein weiteres Ziel der deutschen Hersteller und Zulieferer sei es zudem, den Straßenverkehr künftig noch sicherer, effizienter und komfortabler zu machen, so der Verband. Dazu entwickeln die Branchenakteure automatisierte Fahrfunktionen, die auf bestehenden Fahrerassistenzsystemen aufbauen. Beim vernetzten und autonomen Fahren hält die deutsche Automobilindustrie knapp die Hälfte der weltweiten Patente. Deutschland unterstützt die Überarbeitung der "General Safety Regulation" auf Initiative der EU-Kommision. Durch sie erhalten Fahrzeuginsassen und Verkehrsteilnehmer mehr Sicherheit.
Die Konnektivität sei nach VDA-Präsident Bernd Mattes zudem ein enormer Effizienzhebel. Moderne Vernetzungstechnologien könnten etwa die Parkplatzsuche verbessern und damit neben Zeit auch Emissionen einsparen. In deutschen Städten ließen sich so bis zu 50 Tonnen Feinstaub und bis zu 1.000 Tonnen Stickoxid vermeiden.
In den vergangenen Jahren gelang es der Luftfahrtindustrie bereits, den Schadstoffausstoß und die Lärmbelastung drastisch zu senken, wie der BDLI feststellte. Die Branche hat sich jedoch im Rahmen der europäischen "Flightpath 2050"- Vereinbarungen auch langfristig ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2050 sollen im Vergleich zum Jahr 2000 die Co2-Emissionen um 75 Prozent und der Ausstoß von Stickoxid um 90 Prozent pro Passagierkilometer gesenkt werden. Die Lärmbelastung soll bis dahin um 65 Prozent reduziert werden. Neben den Umweltzielen möchten Flugzeughersteller wie auch Zulieferer den Komfort für die Passagiere an Bord weiter steigern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht, da die aktuelle Modellpalette an die neuen Anforderungen angepasst werden muss.
Der VDMA geht in seiner Produktionsprognose für das laufende Jahr 2019 von einem Rückgang von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit sowie der Strukturwandel in wichtigen Kundengruppen gehen laut Experten des VDMA nicht folgenlos am sogenannten Exportweltmeister Maschinenbau vorbei. Da eine baldige und nachhaltige Änderung zum Positiven laut diesen Experten nicht absehbar ist, rechnen sie für das Jahr 2020 ebenfalls mit einem realen Produktionsrückgang von 2,0 Prozent. Jedoch bieten auch hier laut VDMA-Chefvolkswirt Digitalisierung, neue Formen der Mobilität und Co2-neutrale Produktion vielfältige Chancen für die Branche. Vor allem die deutschen Solarmaschinenbauer erwarten für das nächste Jahr ein Umsatzwachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Für die Elektroindustrie erwarten die Experten des ZVEI für das Jahr 2020 ein weltweites Marktwachstum von 3,0 Prozent. Der deutsche Markt für elektrotechnische und elektronische Erzeugnisse nahm laut ZVEI im vergangenen Jahr um zwei Prozent zu. Für 2019 und 2020 erwarten diese Experten einen Zuwachs von jeweils 1,0 Prozent. Speziell für den Bereich Energietechnik liegen seitens des ZVEI nur Zahlen für die Entwicklung des Weltmarkts vor. Dieser soll im kommenden Jahr erneut um 4,0 Prozent wachsen.
Der Fachverband SPECTARIS erwartet, dass der Weltmarkt für Medizintechnik bis zum Jahr 2022 auf einen Wert von rund 463 Mrd. Euro steigen wird. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 5,2 Prozent. Die deutsche Medizintechnik, die hoch innovativ, gut positioniert und international wettbewerbsfähig ist, kann von dieser Entwicklung profitieren, so die Experten.
Das Marktwachstum für die Fremdvergabe von Entwicklungsleistungen in der Automobilbranche der vergangenen Jahre setzt sich nach Einschätzung der Unternehmensberatung Berylls auch in den kommenden Jahren fort. Dabei sehen die Experten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur verfügen und andererseits ausreichend Kapazitäten zur Verfügung haben, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Elektrik und Elektronik, speziell bei Themen aus dem Bereich der Digitalisierung und des autonomen Fahrens. Im Ergebnis prognostiziert die im Sommer 2018 erschienene Studie bis 2023 ein globales Marktwachstum von 11,1 Mrd. EUR in 2017 auf 18,3 Mrd. EUR in 2023. Speziell der deutsche Markt steigt in diesem Zeitraum von 4,1 Mrd. EUR auf 6,3 Mrd. EUR, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,3 Prozent entspricht.
POTENZIALE
Die fortschreitende Entwicklung der Technologie-Trends autonomes Fahren, Vernetzung, Elektromobilität und Internet der Dinge lösen grundlegende Transformationsprozesse und einen großen Umbruch in der Automobilindustrie aus. Mobilität und Datenwelt überlagern sich zunehmend, neue Geschäftsfelder und Marktanteile entstehen. Die Themenvielfalt nimmt weiterhin zu und fordert Bertrandt als Generalist wie auch als Spezialist. Als lösungsorientiertes Engineering-Unternehmen richtet sich der Konzern an Markt- und Kundenanforderungen aus und investiert daher ebenso in die Infrastruktur wie in die Kompetenz seiner Mitarbeiter. Aufgrund dieser Überlagerung ergeben sich neben den angestammten Geschäftsfeldern auch neue Themen, Leistungen und Kooperationsmöglichkeiten, die Bertrandt zunehmend nutzt, um die jeweils beste Lösung für seine Kunden zu entwickeln. Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist es, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Leistungsspektrum in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Engineering-Dienstleister für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist bewusst breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung technologischer Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Verbraucher und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt auch in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiterhin nachhaltig zu festigen und auszubauen. Dies spiegelt sich ebenfalls in den bereits getätigten und noch geplanten Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen wider.
Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit seinen Kompetenzen in Branchen wie Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauenswürdiger Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Wünsche können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden. Zudem setzt Bertrandt hier auf agile Einheiten mit Start-up-Charakter und fokussiert Branchen und Kunden in den Bereichen Medizintechnik, Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning oder Big Data.
Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.
GESAMTAUSSAGE ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019/2020 ist von erhöhten Risiken bezüglich der Konjunktur- und Automobilbranchenentwicklung geprägt. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das Geschäftsjahr 2019/2020 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigen Markttrends umweltfreundliche individuelle Mobilität, autonomes und vernetztes Fahren sowie steigende Modell- und Variantenvielfalt sind weiterhin intakt und bieten Perspektiven für die Zukunft. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand ein Wachstum der Gesamtleistung zwischen 20 und 50 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019/2020. Das EBIT in diesem Berichtszeitraum soll sich im Verhältnis zur Gesamtleistung zwischen fünf und siebeneinhalb Prozent bewegen. Daraus ergibt sich ein EBIT zwischen 54,0 und 83,2Mio. EUR.
Für die Segmente Physical Engineering und Elektrik/Elektronik erwartet das Management aller Voraussicht nach eine überproportional positive Gesamtleistungs- und EBIT-Entwicklung im Geschäftsjahr 2019/2020 in Anlehnung und Relation zur Konzern-Prognose. Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist es unser Ziel, das hohe Niveau auch im Geschäftsjahr 2019/2020 beizubehalten.
Der Markt bietet auch 2020 unternehmerische Perspektiven. Infolgedessen wird Bertrandt gezielt weiter in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur investieren und so kontinuierlich sein Leistungsspektrum optimieren, denn Technologie-Entwicklung für morgen erfordert moderne Technik. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2019/2020 von einem Investitionsvolumen zwischen 60 und 80 Mio. EUR aus, das bedarfsorientiert auch höher ausfallen könnte. Bertrandt rechnet auf Gesamtjahressicht korrespondierend mit der EBIT-Entwicklung mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Höhe der Ausweitung ergibt sich in Abhängigkeit der Mittelbindung im Bereich der Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zuge der Gesamtleistungsentwicklung.
Ehningen, 27. November 2019
Der Vorstand
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands Vertrieb
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands Technik
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung
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| 01.10. bis 30.09. In TEUR |
Anhang | 2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|---|
| I. Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | [6] | 1.058.112 | 1.019.914 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | [7] | 1.758 | 1.106 |
| Gesamtleistung | 1.059.870 | 1.021.020 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | [8] | 17.406 | 8.594 |
| Materialaufwand | [9] | -108.755 | -100.388 |
| Personalaufwand | [10] | -765.386 | -723.971 |
| Abschreibungen | [11] | -33.687 | -33.022 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [12] | -109.126 | -100.092 |
| EBIT | 60.322 | 72.141 | |
| Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | 385 | 331 | |
| Zinserträge | 427 | 362 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -3.683 | -3.676 | |
| Übriges Finanzergebnis | 26 | 0 | |
| Finanzergebnis | [13] | -2.845 | -2.983 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 57.477 | 69.158 | |
| Sonstige Steuern | [14] | -3.257 | -3.858 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 54.220 | 65.300 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | [15] | -15.206 | -17.915 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 39.014 | 47.385 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG | 39.014 | 47.385 | |
| Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet | 10.095 | 10.095 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert | [16] | 3,86 | 4,69 |
| II. Gesamtergebnis | |||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 39.014 | 47.385 | |
| Unterschiede aus Währungsumrechnung 1 | 603 | -70 | |
| Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | -2.383 | 128 | |
| Latente Steuern auf die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | 620 | -38 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -1.160 | 20 | |
| Gesamtergebnis | 37.854 | 47.405 | |
| davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG | 37.854 | 47.405 |
1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
Konzern-Bilanz
Aktiva
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| In TEUR | Anhang | 30.09.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | [18] | 14.017 | 13.724 |
| Sachanlagen | [19] | 302.855 | 282.104 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | [20] | 1.342 | 1.408 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Anteile | [21] | 6.453 | 5.874 |
| Finanzielle Forderungen 1 | [22] | 1.412 | 1.291 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 | [23] | 2.581 | 2.294 |
| Sonstige Vermögenswerte 1 | [24] | 8.831 | 8.895 |
| Latente Ertragsteueransprüche | [25] | 3.072 | 3.324 |
| Langfristige Vermögenswerte | 340.563 | 318.914 | |
| Vorräte | [26] | 993 | 1.156 |
| Vertragsvermögenswerte | [27] | 125.315 | 121.100 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | [28] | 226.007 | 236.206 |
| Finanzielle Forderungen 1 | [22] | 558 | 1.277 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 | [23] | 2.873 | 2.901 |
| Sonstige Vermögenswerte 1 | [24] | 15.664 | 14.515 |
| Ertragsteuerforderungen | [29] | 5.198 | 3.921 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | [30] | 91.491 | 88.405 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 468.099 | 469.481 | |
| Aktiva gesamt | 808.662 | 788.395 | |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | [31] | 10.143 | 10.143 |
| Kapitalrücklage | [32] | 29.714 | 29.713 |
| Gewinnrücklagen | [33] | 346.136 | 323.161 |
| Sonstige Rücklagen | [33] | -5.065 | -3.905 |
| Konzern-Bilanzgewinn | 35.764 | 39.764 | |
| Eigenkapital | 416.692 | 398.876 | |
| Finanzschulden | [34] | 212.419 | 199.810 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [35] | 1.747 | 447 |
| Rückstellungen | [36] / [37] | 12.445 | 9.740 |
| Latente Ertragsteuerverpflichtungen | [25] | 12.634 | 12.611 |
| Langfristige Schulden | 239.245 | 222.608 | |
| Finanzschulden | [34] | 3.498 | 18.339 |
| Vertragsverbindlichkeiten | [38] | 4.520 | 6.354 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | [39] | 15.751 | 17.849 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | [40] | 22.442 | 22.517 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [35] | 72.562 | 64.648 |
| Sonstige Rückstellungen | [37] | 33.185 | 36.433 |
| Ertragsteuerrückstellungen | [41] | 767 | 771 |
| Kurzfristige Schulden | 152.725 | 166.911 | |
| Passiva gesamt | 808.662 | 788.395 |
1 Bezüglich der neuen Bilanzposten verweisen wir auf die Hinweise zur Darstellung des Abschlusses unter Ziffer [1]
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| In TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|---|
| Stand 30.09.2018 | 10.143 | 29.713 | 323.161 |
| Umstellungseffekt IFRS 9 | 152 | ||
| Stand 01.10.2018 | 10.143 | 29.713 | 323.313 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | |||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | |||
| Gesamtergebnis | |||
| Dividendenausschüttung | |||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | 22.823 | ||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 1 | ||
| Stand 30.09.2019 | 10.143 | 29.714 | 346.136 |
| Vorjahr | |||
| Stand 01.10.2017 | 10.143 | 29.374 | 301.244 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | |||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | |||
| Gesamtergebnis | |||
| Dividendenausschüttung | |||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | 21.917 | ||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 339 | ||
| Stand 30.09.2018 | 10.143 | 29.713 | 323.161 |
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| In TEUR | Sonstige Rücklagen | |||
|---|---|---|---|---|
| Währungsumrechnung | Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | Gesamt | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 30.09.2018 | -1.893 | -2.012 | -3.905 | |
| Umstellungseffekt IFRS 9 | ||||
| Stand 01.10.2018 | -1.893 | -2.012 | -3.905 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 603 | 1 | -1.763 | -1.160 |
| Gesamtergebnis | 603 | -1.763 | -1.160 | |
| Dividendenausschüttung | ||||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | ||||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | ||||
| Stand 30.09.2019 | -1.290 | -3.775 | -5.065 | |
| Vorjahr | ||||
| Stand 01.10.2017 | -1.823 | -2.102 | -3.925 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -70 | 1 | 90 | 20 |
| Gesamtergebnis | -70 | 90 | 20 | |
| Dividendenausschüttung | ||||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | ||||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | ||||
| Stand 30.09.2018 | -1.893 | -2.012 | -3.905 |
1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
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| In TEUR | Bilanzgewinn | Gesamt |
|---|---|---|
| Stand 30.09.2018 | 39.764 | 398.876 |
| Umstellungseffekt IFRS 9 | 152 | |
| Stand 01.10.2018 | 39.764 | 399.028 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 39.014 | 39.014 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -1.160 | |
| Gesamtergebnis | 39.014 | 37.854 |
| Dividendenausschüttung | -20.191 | -20.191 |
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | -22.823 | 0 |
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 1 | |
| Stand 30.09.2019 | 35.764 | 416.692 |
| Vorjahr | ||
| Stand 01.10.2017 | 39.524 | 376.360 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 47.385 | 47.385 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 20 | |
| Gesamtergebnis | 47.385 | 47.405 |
| Dividendenausschüttung | -25.228 | -25.228 |
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | -21.917 | |
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 339 | |
| Stand 30.09.2018 | 39.764 | 398.876 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
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| 01.10. bis 30.09. In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| 1. Ergebnis nach Ertragsteuern | 39.014 | 47.385 |
| 2. Ertragsteueraufwand/-ertrag | 15.206 | 17.915 |
| 3. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | -368 | -331 |
| 4. Zinserträge | -427 | -362 |
| 5. Finanzierungsaufwendungen | 3.683 | 3.676 |
| 6. Übriges Finanzergebnis | -26 | 0 |
| 7. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 33.687 | 33.022 |
| 8. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -988 | -2.392 |
| 9. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | -2.953 | 370 |
| 10. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -9.215 | -313 |
| 11. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 11.730 | -42.540 |
| 12. Zunahme/Abnahme der Vertragsvermögenswerte | -4.213 | -1.493 |
| 13. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 5.132 | 5.584 |
| 14. Gezahlte Ertragsteuer | -17.564 | -29.546 |
| 15. Erhaltene Ertragsteuer | 3.428 | 321 |
| 16. Gezahlte Zinsen | -4.071 | -4.311 |
| 17. Erhaltene Zinsen | 229 | 223 |
| 18. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-17.) | 72.284 | 27.208 |
| 19. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 18.014 | 775 |
| 20. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 0 | 790 |
| 21. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -62.324 | -49.309 |
| 22. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -2.684 | -2.802 |
| 23. Auszahlungen für Investitionen in nach der Equity-Methode bewertete Anteile (Vorjahr inklusive Finanzanlagevermögen) 1 | -211 | -389 |
| 24. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | -490 | 0 |
| 25. Cashflow aus Investitionstätigkeit (19.-24.) | -47.695 | -50.935 |
| 26. Kapitaleinzahlungen | 0 | 339 |
| 27. Dividendenauszahlungen | -20.191 | -25.228 |
| 28. Einzahlungen von finanziellen Forderungen 1 | 383 | 0 |
| 29. Auszahlungen von finanziellen Forderungen 1 | -338 | 0 |
| 30. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzschulden | -1.746 | -1.936 |
| 31. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (26.-30.) | -21.892 | -26.825 |
| 32. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (18.+25.+31.) | 2.697 | -50.552 |
| 33. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 389 | -309 |
| 34. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 88.405 | 139.266 |
| 35. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (32.-34.) | 91.491 | 88.405 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangangabe [42] erläutert.
1 Bezüglich der neuen Bilanzposten verweisen wir auf die Hinweise zur Datstellung des Abschlusses unter Ziffer [1]
Konzern-Anhang vom 01.10.2018 bis 30.09.2019
[1] GRUNDLAGEN UND METHODEN
Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Transport und Nahverkehr, Energie, Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Medizintechnik sowie Elektronik und Softwareentwicklung.
Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.
Alle für das Geschäftsjahr 2018/2019 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen.
Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Der Vorstand hat den Konzern-Abschluss am 27. November 2019 aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.
Darstellung des Abschlusses
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gemäß International Accounting Standard (IAS) 1 in lang- und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern sind. Rückstellungen für Pensionen werden ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden aufgeführt. Latente Ertragsteueransprüche beziehungsweise -verpflichtungen sind als langfristig darzustellen.
Zum besseren Verständnis wird die Bilanz ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 auf der Aktiv- und Passiv-Seite um folgende Bilanzposten neu gegliedert: "Finanzielle Forderungen", "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Sonstige Vermögenswerte" und "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten". Die finanziellen Forderungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die im Anwendungsbereich des IFRS 7 liegenden Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Die Finanzanlagen in Höhe von 1.221 TEUR per 30. September 2018 werden unter den langfristigen finanziellen Forderungen ausgewiesen. Die Änderungen der Darstellung gemäß des ab diesem Geschäftsjahr neu anzuwendenden IFRS 15 werden unter den Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards aufgeführt. Innerhalb des Eigenkapitals erfolgt der Ausweis der Gewinn- und der sonstigen Rücklagen separat.
Der Konzern-Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows.
Seit dem Geschäftsjahr 2018/2019 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2018/2019 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht1 | Auswirkung | |
|---|---|---|---|
| IFRS 2 | Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen | 01.01.2018 | keine |
| IFRS 4 | Änderungen an IFRS 4: Versicherungsverträge - Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge | 01.01.2018 | keine |
| IFRS 9 | Änderungen an IFRS 9: Finanzinstrumente | 01.01.2018 | Ausweitung der Anhangangaben |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Klarstellungen zu IFRS 15 | 01.01.2018 | Ausweitung der Anhangangaben |
| IAS 40 | Änderungen an IAS 40: Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 01.01.2018 | keine |
| IFRIC 22 | Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen | 01.01.2018 | keine |
| Verbesserung der IFRS | Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016 | 01.01.2018 | Einzelfallprüfung |
1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards
IFRS 9 - Finanzinstrumente
IFRS 9 ändert die Bilanzierungsvorschriften hinsichtlich Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.
Die Klassifizierung und die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten bestimmen sich anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme. Ein finanzieller Vermögenswert wird dabei beim erstmaligen Ansatz entweder als "zu fortgeführten Anschaffungskosten", als "Fair Value mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen im Sonstigen Ergebnis" oder als "Fair Value mit Erfassung der Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung" klassifiziert. Die Klassifizierung und die Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgen nach IFRS 9 weitgehend unverändert zu den derzeitigen Bilanzierungsvorschriften nach IAS 39.
Die Ermittlung von Wertminderungen und der Bildung von Risikovorsorgen verändert sich von dem Modell bereits eingetretener Kreditausfälle (Incurred Loss Modell) zu dem der erwarteten Kreditausfälle (Expected Credit Loss Modell). Es besteht die Möglichkeit, ein vereinfachtes Verfahren bei der Betrachtung des Wertminderungsmodells anzuwenden. Danach muss Bertrandt die Änderungen des Kreditrisikos nicht nachverfolgen, sondern sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag eine Risikovorsorge in Höhe des zu erwartenden Verlusts innerhalb der Gesamtlaufzeit erfassen.
Bertrandt wendet im Wesentlichen das vereinfachte Wertminderungsmodell basierend auf zwei unterschiedlichen Bewertungsgruppen an. Danach wird auf Basis einer unternehmenseigenen Ausfallquote eine Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste auf den Bestand der nicht einzelwertgeminderten Forderungen gebildet.
In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9 unterblieb die rückwirkende Anpassung der Vergleichszahlen. Somit ergaben sich keine Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des neuen Standards auf Vorperioden sowie auf das Ergebnis je Aktie.
Die Auswirkung auf die Gewinnrücklagen des Bertrandt-Konzerns ist wie folgt:
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| AUSWIRKUNG AUF DIE GEWINNRÜCKLAGEN In TEUR |
Gewinnrücklagen |
|---|---|
| Stand 30.09.2018 (vor Einführung von IFRS 9) | 323.161 |
| Veränderung von Wertberichtigungen | 221 |
| Latente Steuern auf Erstanwendungseffekte | -69 |
| Stand 01.10.2018 (nach Einführung von IFRS 9) | 323.313 |
Die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten änderten sich nicht. Die Überleitung der Bewertungskategorien und Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 auf IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:
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| ÜBERLEITUNG DER BEWERTUNGSKATEGORIEN NACH IFRS 9 In TEUR |
Bewertungskategorie IAS 39 | Bewertungsmaßstab IAS 391 | Geschäftsmodell IFRS 9 | Bewertungsmaßstab IFRS 91 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | aAC | Halten | aAC |
| Kurzfristige finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögensgegenstände | Kredite und Forderungen | aAC | Halten | aAC |
| Vertragsvermögenswerte | Kredite und Forderungen | aAC | Halten | aAC |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Kredite und Forderungen | aAC | Halten | aAC |
| Gesamt |
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| In TEUR | Buchwert IAS 39 30.09.2018 | Veränderung durch IFRS 9 | Buchwert IFRS 9 01.10.2018 |
|---|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.585 | 3.585 | |
| Kurzfristige finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögensgegenstände | 240.384 | -260 | 240.124 |
| Vertragsvermögenswerte | 121.100 | 121.100 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 88.405 | 39 | 88.444 |
| Gesamt | 453.474 | -221 | 453.253 |
1 aAC: at Amortised Costs (zu fortgeführten Anschaffungskosten)
IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Der neue Standard ersetzt IAS 18 Umsatzerlöse und IAS 11 Fertigungsaufträge und sieht im Gegensatz zu den bisherigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. IFRS 15 basiert auf dem Grundsatz, Umsätze mit Übergang der Verfügungsgewalt über eine Ware oder Dienstleistung auf einen Kunden zu erfassen.
Die Stufen Nr. 1 und 2 des IFRS 15-Modells sehen vor, dass zunächst alle in einem Vertrag vereinbarten Leistungsverpflichtungen identifiziert und die eigenständigen Leistungskomponenten separat abgebildet werden. Dies betrifft alle Leistungskomponenten, auch wenn sie in einem Vertrag nicht explizit genannt oder ein separater Kaufpreis vereinbart ist. Nach IFRS 15 sind Umsatzerlöse für einzelne Leistungskomponenten zu erfassen, wenn die zugesagte Leistung erbracht wurde oder als erbracht gilt. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises (Stufe Nr. 3) ist grundsätzlich vom vertraglich vereinbarten Entgelt auszugehen. Kann die Höhe der Gegenleistung jedoch nicht konkret ermittelt werden, ist eine möglichst verlässliche Schätzung anhand von Erwartungswerten vorzunehmen. Sind die einzelnen Leistungskomponenten identifiziert und ist die gesamte Gegenleistung bestimmt, hat im Anschluss eine Verteilung auf diese Leistungsverpflichtungen zu erfolgen (Stufe Nr. 4).
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den bisherigen Regeln der Umsatzrealisierung betrifft den Realisationszeitpunkt (Stufe Nr. 5). Bisher erfolgte die Erlösrealisierung im Falle des Verkaufs von Gütern bei Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken beziehungsweise im Anwendungsfall von IAS 11 Fertigungsaufträge nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads (Percentage-of-Completion-Methode). Nach IFRS 15 ist dagegen der Kontrollübergang einschließlich der Beurteilung, ob dieser zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg erfolgt, entscheidend. Weiterhin enthält der neue Standard umfangreiche Anhangangaben sowie wesentliche Schätzungs- und Ermessensannahmen.
Nach Analyse der Kundenverträge ergab sich, dass die Umsetzung des IFRS 15 zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzern-Abschluss führt, mit Ausnahme der Darstellung des Jahresabschlusses und der Umbenennung der folgenden Bilanzposten: "Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen" werden nunmehr als "Vertragsvermögenswerte" ausgewiesen, "Sonstige Verbindlichkeiten" werden in "Sonstige Verbindlichkeiten" und "Vertragsverbindlichkeiten" aufgeteilt. Erhaltene Anzahlungen, die in Vorperioden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden, werden nunmehr unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten sind generell kurzfristig.
IFRS 15 wird gemäß der modifizierten retrospektiven Methode zum 1. Oktober 2018 angewandt, d. h. die eine Anpassung der Vergleichsperiode unterbleibt.
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2018/2019 nicht verpflichtend anzuwenden. Bertrandt wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht1 | Voraussichtliche Auswirkungen | |
|---|---|---|---|
| IFRS 3 2 | Änderung an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse - Klarstellungen zur Definition eines Geschäftsbetriebs | 01.01.2020 | keine |
| IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 | Änderungen an IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39:Interest Rate Benchmark Reform | 01.01.2020 | keine |
| IFRS 9 | Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2019 | keine |
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.2019 | Derzeit in Prüfung |
| IFRS 17 2 | Versicherungsverträge | 01.01.2021 | keine |
| IAS 1 und IAS 8 2 | Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition der Wesentlichkeit | 01.01.2020 | Derzeit in Prüfung |
| IAS 19 | Änderungen an IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer - Planänderung,- kürzung oder -abgeltung | 01.01.2019 | keine |
| IAS 28 | Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 01.01.2019 | Derzeit in Prüfung, Ausweitung der Anhangangaben |
| IFRIC 23 | Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern | 01.01.2019 | Derzeit in Prüfung |
| Verbesserung der IFRS | Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015-2017 Änderungen am Conceptual Framework der IFRS-Standards 2 | 01.01.2019 / 01.01.2020 | Einzelfallprüfung |
1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
2 Noch nicht von der EU genehmigt.
IFRS 16 - Leasing
IFRS 16 ändert die Vorschriften für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen mit der Zielsetzung, diese vollständig bilanziell zu erfassen. Entsprechend entfällt für Leasingnehmer die Klassifizierung zwischen Finance- und Operating-Leasing, und stattdessen müssen diese zukünftig für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit bilanzieren. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. Bertrandt nimmt diese Anwendungserleichterungen in Anspruch mit der Folge, dass diese Leasingverträge nicht bilanziell berücksichtigt und wie bisher erfolgswirksam erfasst werden.
Für die Erstbewertung der Verbindlichkeit ist die Höhe des Barwerts der im Leasingvertrag vereinbarten Leasingzahlungen maßgeblich. Die Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz, den der Leasinggeber dem Leasingnehmer in Rechnung stellt. Sofern dieser dem Leasingnehmer nicht bekannt ist, erfolgt die Abzinsung mit seinem Grenzfremdkapitalzinssatz.
Während der Leasinglaufzeit ist das Nutzungsrecht planmäßig abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode und unter Berücksichtigung der Leasingzahlungen auszuweisen. Die Erstanwendung des Standards wird zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte führen. Diese resultieren insbesondere aus Leasingvereinbarungen in den Bereichen Gebäude, Fuhrpark und IT-Equipment. Derzeit wird aufgrund der Umstellung mit einer Erhöhung der Bilanzsumme von 79.000 TEUR bis 83.000 TEUR gerechnet.
Die bisher im EBIT gezeigten Aufwendungen aus operativen Leasingverträgen unterteilen sich künftig in Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Finanzierungsaufwendungen, wovon nur noch die Abschreibungen auf Nutzungsrechte im EBIT enthalten sein werden. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten sind Bestandteil des Finanzergebnisses. Dies führt zu einem geänderten Ausweis in den GuV Positionen mit einem erwarteten positiven EBIT-Effekt zwischen 800 TEUR und 1.400 TEUR.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird sich aufgrund der geänderten Erfassung von Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen verbessern, der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten verringert sich entsprechend. Aufgrund der Umstellung wird mit einem Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zwischen 14.000 TEUR und 18.000 TEUR gerechnet.
Des Weiteren sind zusätzliche Anhangangaben erforderlich.
Bertrandt wird zum Erstanwendungszeitpunkt 1. Oktober 2019 die vereinfachte rückwirkende Anwendungsmethode ohne Anpassung der Vergleichsperiode anwenden.
[2] KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt nach den Kriterien des IFRS 10 von der Bertrandt AG beherrscht werden. Diese werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen. Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzern-Gesellschaften entspricht dem Geschäftsjahr der Bertrandt AG mit Ausnahme zweier Gesellschaften: der Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., deren Geschäftsjahr aufgrund lokaler gesetzlicher Vorgaben dem Kalenderjahr entspricht, und der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Firmenwert; dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert.
Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (IAS 28) oder Bertrandt an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist (IFRS 11 in Verbindung mit IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines im Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet, und Zwischenergebnisse werden eliminiert.
[3] KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen.
Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen und Gesellschaften, bei denen sich Bertrandt mittelbar oder unmittelbar die Beherrschung teilt, als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Die Zusammensetzung des Bertrandt-Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
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| KONSOLIDIERUNGSKREIS | 2018/2019 |
|---|---|
| Bertrandt AG und vollkonsolidierte Tochtergesellschaften | 52 |
| Inland | 42 |
| Ausland | 10 |
| Assoziierte Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen | 19 |
| Inland | 19 |
| Ausland | 0 |
| Gesamt | 71 |
Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes der Bertrandt AG ist aus dem im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss der Bertrandt AG per 30. September 2019 ersichtlich.
Folgende neu gegründete vollkonsolidierte Gesellschaften wurden erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen: die Bertrandt Cognition GmbH und die Bertrandt Development GmbH, jeweils in Ehningen, die Bertrandt Innovation GmbHs in München und Tappenbeck, die Bertrandt Medical GmbH (ehemals Bertrandt Medizintechnik GmbH) und die Bertrandt Mobility GmbH, jeweils in Ehningen, die Bertrandt Neo GmbH in Tappenbeck, die Bertrandt Technologie GmbHs in Nürnberg und Regensburg sowie die Bertrandt Česká Republika Engineering Technologies s.r.o. in Mlada Boleslav.
Mit Eintragung vom 7. Mai 2019 erwarb die Bertrandt Beteiligungen GmbH 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Jobfair GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2019. Das Unternehmen erbringt Dienstleistungen als Personaldienstleister, insbesondere im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Mit dem Erwerb erweitert der Bertrandt-Konzern sein Leistungsspektrum und stärkt seine regionale Präsenz in der Rhein-Neckar-Region. Der beizulegende Zeitwert des Kaufpreises setzt sich aus dem Basiskaufpreis in Höhe von 490 TEUR und einer bedingten Gegenleistung in Höhe von 150 TEUR zusammen. Das erworbene Nettovermögen betrug 333 TEUR. Der resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 306 TEUR wurde vollständig dem Segment Digital Engineering zugeordnet. Im vorliegenden Konzern-Abschluss entfallen auf die Jobfair GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 719 TEUR sowie ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 4 TEUR.
Des Weiteren wurden die assoziierten Unternehmen SADONA tool GmbH und SIDENO tool GmbH, jeweils in Pullach i. Isartal, sowie die im Geschäftsjahr neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Bertrandt Grundstücks GmbH & Co. KG, Bertrandt Liegenschaft Süd GmbH & Co. KG, Bertrandt Prüfzentrum GmbH & Co. KG und Bertrandt Prüfzentrum Süd GmbH & Co. KG, jeweils in Pullach i. Isartal, erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen. Für Gemeinschaftsunternehmen mit einem Kapitalanteil von mehr als 50 Prozent, die at equity konsolidert werden, besteht aufgrund vertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss.
Die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, die aucip GmbH & Co. KG, die aucip Verwaltung GmbH, die Lasono tool GmbH, die NAMENU tool GmbH, die MCIP tool GmbH, die MOLLIS automotive GmbH, die SADONA tool GmbH und die SIDENO tool GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei den übrigen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen entsprechen die Bilanzstichtage dem des Bertrandt-Konzerns.
Für folgende vollkonsolidierte Unternehmen mit Sitz in Deutschland und in der Rechtsform einer Kapital- beziehungsweise Personengesellschaft sind durch die Einbeziehung in den Konzern-Abschluss der Bertrandt AG die Bedingungen des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264b HGB erfüllt. Diese nehmen die Befreiungsvorschrift so weit wie möglich in Anspruch:
Die Bertrandt Beteiligungen GmbH, die Bertrandt Development GmbH, die Betrandt Digital GmbH, die Bertrandt Ehningen GmbH, jeweils in Ehningen; die Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH in Nufringen; die Bertrandt GmbH in Hamburg; die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm, Tappenbeck; die Bertrandt Medical GmbH (ehemals Bertrandt Medizintechnik GmbH), die Bertrandt Projektgesellschaft mbH, die Bertrandt Services GmbH, die Bertrandt Simulations GmbH, die Bertrandt Solutions GmbH und die Bertrandt Technikum GmbH, jeweils in Ehningen; die Bertrandt Technologie GmbHs in Immendingen, Mönsheim, Nürnberg, Regensburg und Sassenburg; die Bertrandt Verwaltungs GmbH in Mönsheim; die b.professional GmbH in Mannheim; die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG, die Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG, jeweils in Pullach i. Isartal; die Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG in Mainz sowie die Jobfair GmbH in Mannheim..
[4] WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.
Im Konzern-Abschluss wurden Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführter monetärer Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
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| WÄHRUNGSUMRECHNUNG | Mittlerer Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Im Verhältnis zu einem Euro |
30.09.2019 | 30.09.2018 | 2018/2019 | 2017/2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| China | CNY | 7,7248 | 7,9665 | 7,7447 | 7,7762 |
| Großbritannien | GBP | 0,8878 | 0,8879 | 0,8843 | 0,8848 |
| Rumänien | RON | 4,7500 | 4,6640 | 4,7187 | 4,6446 |
| Türkei | TRY | 6,1724 | 6,9601 | 6,3274 | 5,2189 |
| Tschechien | CZK | 25,8180 | 25,6910 | 25,7388 | 25,5860 |
| USA | USD | 1,0922 | 1,1580 | 1,1283 | 1,1901 |
[5] ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN UND DER ZUGRUNDE LIEGENDEN SCHÄTZANNAHMEN
Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Die Annahmen und Schätzungen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns zu vermitteln. Hierbei werden Prämissen zugrunde gelegt, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.
Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Ertrags - und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse aus Kundenverträgen und sonstige betriebliche Erträge werden erfasst, wenn die Leistung erbracht wurde und die Verfügungsgewalt über die Güter beziehungsweise die Dienstleistungen auf den Kunden übertragen worden ist. Dies kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erfolgen. Bei Dienstverträgen findet die Leistungserbringung und damit die Übertragung der Verfügungsgewalt sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen statt. Bei Werkverträgen, die im Wesentlichen kundenindividuell sind, erfolgt die Realisierung zeitraumbezogen, da der Kunde den Nutzen der Leistung kontinuierlich erhält, stets die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert hat oder die Leistungserbringung zu einem Vermögenswert ohne alternative Nutzung führt und ein durchsetzbares Recht auf Zahlung der bereits erbrachten Leistung besteht.
Bei zeitraumbezogener Leistungserbringung wird die Percentage-of-Completion-Methode mit der Cost-to-cost-Methode für die Ermittlung des Leistungsfortschritts und damit die Umsatzrealisierung angewendet. Die Bilanzierung der Erlöse berücksichtigt sämtliche Erlösschmälerungen wie Skonti und Boni.
Der Transaktionspreis der Kundenverträge entspricht den vertraglich vereinbarten Vergütungsbeträgen für die jeweils zu erbringenden Leistungen. Darüber hinaus verweisen wir auf die Ausführungen des neu anzuwendenden IFRS 15.
Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens zurückgestellt. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie alle weiteren Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn aus der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.
Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt eines Anzeichens für eine mögliche Wertminderung durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Firmenwerte wird der höhere Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten der betreffenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten herangezogen. Diese sind bei Bertrandt die nach IFRS 8 definierten Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, der zur Bestätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Zur Ermittlung der Nutzungswerte werden im Segment Digital Engineering ein WACC vor Steuern von 8,9 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent) und für die ewige Rente von 7,9 Prozent (Vorjahr 6,2 Prozent) zugrunde gelegt. Im Segment Physical Engineering beträgt der WACC vor Steuern 8,6 Prozent (Vorjahr 6,9 Prozent) und für die ewige Rente 7,6 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Eine Veränderung des WACC um +/- fünf Prozentpunkte hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte.
Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Darauf aufbauend werden Aussagen zu zukünftigen Entwicklungen der Umsatzerlöse und der Ergebnisse getroffen. Eine Veränderung sowohl der Umsatzerlöse um +/- fünf Prozent als auch der Ergebnisse um +/- fünf Prozent hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte. Anhand der zugrunde liegenden Annahmen werden die zukünftigen Cashflows bestimmt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus diesen abgeleiteten zukünftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Nutzungswerte ermittelt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.
Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen berücksichtigt sind.
Sachanlagen
Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde.
Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für Außenanlagen von zehn Jahren und für technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 20 Jahren angesetzt. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden anteilig zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Bei Bertrandt betrifft dies die Sachanlagen. Der zugrunde liegende Fremdkapitalkostensatz beträgt 1,4 Prozent (Vorjahr 1,4 Prozent).
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern von 40 Jahren angesetzt.
Aufwendungen aus Wertminderungen
Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).
Nach IFRS 9 liegen bei Bertrandt folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:
| • | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden |
| • | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden |
Die Klassifizierung und die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme bestimmt. Die Zuordnung der finanziellen Verbindlichkeiten hängt von deren jeweiligem Zweck ab.
Die Überleitung in Ziffer [47] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.
Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Nach der Equity - Methode bewertete Anteile
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, sowie Gemeinschaftsunternehmen, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, werden nach der Equity-Methode bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Erkennbare Einzel- und allgemeine Kreditrisiken, wie Insolvenz und Uneinbringlichkeit, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden in Abhängigkeit ihrer Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode oder zum Fair Value angesetzt. Erkennbare Einzel- und allgemeine Kreditrisiken, wie Insolvenz und Uneinbringlichkeit, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt
Vertrags vermögenswerte
Vertragsvermögenswerte umfassen zeitraumbezogene Leistungsverpflichtungen, die entsprechend ihres Leistungsfortschritts auf Basis der PoC-Methode bilanziert werden. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich anhand der angefallenen Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten (Cost-to-Cost Methode) und wird mit dem vereinbarten Transaktionspreis multipliziert. Die Bewertung fertiger noch nicht abgenommener Leistungsverpflichtungen erfolgt zu Auftragswerten.
Erhaltene Anzahlungen auf Vertragsvermögenswerte werden mit diesen saldiert. Nicht verrechenbare erhaltene Anzahlungen werden als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Finanziellen Verbindlichkeiten und nicht - finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden entweder unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value angesetzt.
Derivative Finanzinstrumente
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister im Wesentlichen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IFRS 9 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Die Bewertung von Devisentermingeschäften zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme in Fremdwährung sowie von weiteren Derivaten erfolgt zum Fair Value; Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam gebucht.
Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.
Vorräte
Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.
Tatsächliche und latente Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die für die Berichtsperiode angefallenen Steueraufwendungen beinhalten tatsächliche Ertragsteuern sowie latente Steuern.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der lokalen Steuervorschriften ermittelt, die am Abschlussstichtag gelten. Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die latenten Ertragsteueransprüche umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der latenten Steuern wird nicht vorgenommen.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen oder gesetzlichen Vorgaben gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionspläne.
Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst. Der leistungsorientierte Versorgungsplan berechnet sich auf Endgehaltsbasis, und die beitragsorientierten Zusagen zahlt Bertrandt aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für Bertrandt keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus den laufenden Ertragsteuern. Diese werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.
Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.
Öffentliche Zuwendungen
Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.
Zuschüsse aus öffentlicher Hand für innovative Projekte sowie sonstige Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen oder von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss in demselben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).
Leasing
Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist.
Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
[6] UMSATZERLÖSE
Erlöse aus Kundenverträgen werden mit der Leistungserbringung und der Übertragung der Verfügungsgewalt über die erbrachte Leistung auf den Kunden zeitpunkt- oder zeitraumbezogen realisiert. Der Ausweis der Umsatzerlöse aus Kundenverträgen erfolgt exklusive Umsatzsteuer und abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.
Die Konzern-Umsatzerlöse in Höhe von 1.058.112 TEUR (Vorjahr 1.019.914 TEUR) verteilen sich auf das Inland mit 876.721 TEUR (Vorjahr 867.194 TEUR) und mit 181.391 TEUR (Vorjahr 152.720 TEUR) auf das Ausland. Diese Aufteilung spiegelt die regionale Segmentierung der Bertrandt-Standorte wider.
Der Anteil der nach der PoC-Methode ermittelten Umsätze beträgt 793.539 TEUR (Vorjahr 730.548 TEUR).
Bertrandt erzielte mit zwei Kunden jeweils mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze, die sich auf alle Segmente verteilen. Die Gesamtumsatzerlöse dieser zwei Kunden belaufen sich auf 338.210 TEUR (Vorjahr 341.563 TEUR) beziehungsweise 227.417 TEUR (Vorjahr 232.938 TEUR).
Zum Bilanzstichtag betragen die zu erwartenden Erlöse aus verbleibenden Leistungsverpflichtungen insgesamt 1.075.697 TEUR. Davon entfallen auf zeitraumbezogene Verpflichtungen 930.692 TEUR wovon voraussichtlich 302.579 TEUR innerhalb des nächsten Geschäftsjahres erfüllt werden. Von den zeitpunktbezogenen Verpflichtungen werden voraussichtlich 89.916 TEUR im kommenden Geschäftsjahr erfüllt. Vereinbarte Rahmenverträge sind in diesen Leistungsverpflichtungen nicht enthalten.
Im Geschäftsjahr ergaben sich wie im Vorjahr keine wesentlichen Umsatzerlöse aus in Vorjahren erbrachten Leistungen.
[7] ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.
[8] SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2018/2019 gliedern sich wie folgt:
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| SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE In TEUR | 2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Leistungsbezogene Erträge | 5.460 | 5.375 |
| davon Sachbezüge Arbeitnehmer | 4.469 | 4.297 |
| davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 991 | 1.078 |
| Neutrale Erträge | 10.142 | 1.572 |
| davon Erträge aus Anlagenabgang | 9.714 | 408 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 73 | 753 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 355 | 411 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 1.804 | 1.647 |
| davon Schadensersatzleistungen | 242 | 131 |
| davon Erträge aus Währungskursdifferenzen | 551 | 481 |
| davon sonstige | 1.011 | 1.035 |
| Gesamt | 17.406 | 8.594 |
Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung enthalten Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR). Für die folgenden Geschäftsjahre werden sonstige Mieterträge in Höhe von 1.369 TEUR (Vorjahr 1.035 TEUR) 1 erwartet. Hieraus entfallen Mieterträge in Höhe von 634 TEUR (Vorjahr 624 TEUR) 1 auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und 734 TEUR (Vorjahr 411 TEUR) 1 auf eine Laufzeit von über einem Jahr. Die Erträge aus Anlagenabgang enthalten einen Veräußerungsgewinn aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von 9.165 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand von 53 TEUR (Vorjahr 318 TEUR) in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
1 Vorjahresangabe angepasst.
[9] MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:
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| MATERIALAUFWAND In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh - , Hilfs - und Betriebsstoffe | 25.398 | 21.981 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 83.357 | 78.407 |
| davon CAD-Kosten | 21.027 | 18.163 |
| davon Fremdleistungen | 62.032 | 59.928 |
| davon Eingangsfrachten | 298 | 316 |
| Gesamt | 108.755 | 100.388 |
[10] PERSONALAUFWAND
Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 13.133 Mitarbeiter (Vorjahr 12.850 Mitarbeiter) beschäftigt.
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| MITARBEITER IM DURCHSCHNITT Anzahl |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 923 | 977 |
| Angestellte | 11.340 | 10.969 |
| Auszubildende/Studenten | 326 | 356 |
| Praktikanten/Diplomanden | 202 | 192 |
| Aushilfen | 342 | 356 |
| Gesamt | 13.133 | 12.850 |
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 632.243 TEUR (Vorjahr 599.416 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 133.143 TEUR (Vorjahr 124.555 TEUR) einschließlich des unter den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesenen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 60.803 TEUR (Vorjahr 57.499 TEUR) enthalten.
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| PERSONALAUFWAND In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 632.243 | 599.416 |
| Aufwendungen für soziale Abgaben | 133.143 | 124.555 |
| davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung | 72.151 | 66.939 |
| davon Aufwendungen für Altersversorgung | 60.992 | 57.616 |
| Gesamt | 765.386 | 723.971 |
In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 420 TEUR (Vorjahr 1.643 TEUR) sowie Zuschüsse für innovative Projekte in Höhe von 1.364 TEUR (Vorjahr 1.190 TEUR) enthalten, die aufgrund staatlicher Fördermaßnahmen gewährt wurden.
Im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms bezuschusste die Bertrandt AG im Vorjahr den Erwerb von Bertrandt-Aktien für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Ziffer [32] und [33]). Für diese Aktien besteht eine Verkaufssperrfrist von insgesamt zwei Jahren. Daraus resultierte im Vorjahr ein Personalaufwand in Höhe von 113 TEUR. Des Weiteren sind Aufwendungen für das Geschäftsjahr in Höhe von 56 TEUR (Vorjahr 76 TEUR) für ein Führungskräfteprogramm angefallen.
[11] ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| ABSCHREIBUNGEN In TEUR |
2017/2018 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf | ||
| immaterielle Vermögenswerte | 2.684 | 4.371 |
| Sachanlagen | 30.937 | 28.585 |
| als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 66 | 66 |
| Gesamt | 33.687 | 33.022 |
Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen (Ziffer [18-20]).
[12] SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
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| SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Sonstige Fertigungsaufwendungen | 5.552 | 5.620 |
| Geschäftsräume und Inventar | 45.420 | 42.835 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 21.481 | 17.587 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 3.324 | 2.767 |
| Vertriebsaufwendungen | 15.746 | 16.559 |
| Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen | 165 | 607 |
| Neutrale Aufwendungen | 4.541 | 2.901 |
| Fuhrpark | 7.249 | 6.474 |
| Übrige Aufwendungen | 5.648 | 4.742 |
| Gesamt | 109.126 | 100.092 |
In den Aufwendungen für Geschäftsräume und Inventar sind Mietaufwendungen in Höhe von 22.590 TEUR (Vorjahr 21.805 TEUR) enthalten. Aufwendungen für Personalmaßnahmen entstanden im Geschäftsjahr 2018/2019 in Höhe von 2.284 TEUR (Vorjahr 1.900 TEUR). Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten sowie sonstige Gebühren. Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand in Höhe von 682 TEUR (Vorjahr 863 TEUR) in den übrigen Aufwendungen enthalten.
[13] FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
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| FINANZERGEBNIS In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | 385 | 331 |
| Zinserträge | 427 | 362 |
| Finanzierungsaufwendungen | -3.683 | -3.676 |
| Übriges Finanzergebnis | 26 | 0 |
| Finanzergebnis | -2.845 | -2.983 |
Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 3.683 TEUR (Vorjahr 3.676 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Kredite und Darlehen sowie für die langfristige Zusage von Kreditlinien in Höhe von 3.360 TEUR (Vorjahr 3.290 TEUR). Des Weiteren sind Zinsen aus Steuerzahlungen in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr 78 TEUR) sowie sonstige Zinsen von 164 TEUR (Vorjahr 132 TEUR) enthalten.
Die Zinserträge enthalten im Wesentlichen Zinsen aus Geldanlagen bei Kreditinstituten, sonstige Zinserträge in Höhe von insgesamt 409 TEUR (Vorjahr 226 TEUR) sowie Zinsen aus Steuererstattungen in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr 136 TEUR).
Das übrige Finanzergebnis umfasst dem Finanzergebnis zurechenbare Bewertungssachverhalte in Höhe von 26 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).
[14] SONSTIGE STEUERN
Der Steueraufwand im Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.
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| SONSTIGE STEUERN In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Steueraufwand Inland | 611 | 1.085 |
| Steueraufwand Ausland | 2.646 | 2.773 |
| Sonstige Steuern | 3.257 | 3.858 |
[15] STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG
Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbesteuer von ca. 14 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.
Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:
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| ERTRAGSTEUERN In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand Inland | 12.242 | 22.953 |
| Tatsächlicher Steueraufwand Ausland | 2.085 | 1.507 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 14.327 | 24.460 |
| Latenter Steueraufwand/Ertrag | 879 | -6.545 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 15.206 | 17.915 |
Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2018/2019 in Höhe von 15.206 TEUR ist um 1.060 TEUR niedriger als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 16.266 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.
Die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
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| ERTRAGSTEUER-ÜBERLEITUNGSRECHNUNG In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 54.220 | 65.300 |
| Erwarteter Steuersatz | 30,0% | 30,0% |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 16.266 | 19.590 |
| Besteuerungsunterschiede Ausland | -540 | -571 |
| Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen | 104 | 228 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und | ||
| weiteren steuerlichen Modifikationen | -622 | -940 |
| Steuersatzänderungen | 0 | -410 |
| Konsolidierungssachverhalte | -9 | 24 |
| Übrige Effekte | 7 | -6 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 15.206 | 17.915 |
| Effektiver Steuersatz | 28,0% | 27,4% |
Die Position "Besteuerungsunterschiede Ausland" umfasst unter anderem Wertberichtigungen der latenten Steuern auf Verlustvorträge von 291 TEUR (Vorjahr 140 TEUR). In der Position "Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen" sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 630 TEUR (Vorjahr 740 TEUR) enthalten. Ein Verbrauch aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte im Geschäftsjahr in Höhe von 407 TEUR (Vorjahr 11 TEUR).
Aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen ergaben sich im Geschäftsjahr Steuereffekte in Höhe von 620 TEUR (Vorjahr -38 TEUR), die in den sonstigen Rücklagen ausgewiesen sind; kumuliert betragen diese 1.409 TEUR (Vorjahr 789 TEUR).
[16] ERGEBNIS JE AKTIE
Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:
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| BERECHNUNG ERGEBNIS JE AKTIE Gemäß IAS 33 | 2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR | 39.014 | 47.385 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG in TEUR | 39.014 | 47.385 |
| Anzahl Aktien in tausend Stück | 10.143 | 10.143 |
| Anzahl eigener Aktien in tausend Stück | -48 | -48 |
| Anzahl dividendenberechtigter Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet | 10.095 | 10.095 |
| Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert | 3,86 | 4,69 |
[17] WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZU DEN AUSWIRKUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN AUF DIE GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, Währungsumrechnungsergebnissen sowie Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.
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| NETTOERGEBNISSE AUS FINANZINSTRUMENTEN NACH DEN BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IFRS7 In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | -724 | 47 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden | -3.345 | -3.391 |
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden | -150 | -175 |
| Gesamt | -4.219 | -3.519 |
Der Kategorie "Kredite und Forderungen" sind die finanziellen Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden enthalten finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Im Berichtszeitraum lagen keine Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte vor.
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| GESAMTZINSERTRÄGE UND-AUFWENDUNGEN DER NICHT ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTE In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 408 | 226 |
| Zinsaufwendungen | -3.524 | -3.423 |
| Gesamt | -3.116 | -3.197 |
Aufgrund kurzer Laufzeiten führte die Anwendung der Effektivzinsmethode auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2018/2019 wie im Vorjahr zu keinen Zinsaufwendungen oder -erträgen.
Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 1.652 TEUR (Vorjahr 811 TEUR).
Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz
Aktiva
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
[18] IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.
Die Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2018/2019 analog zum Vorjahr keine Aufwendungen aus Wertminderungen.
Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.399 TEUR (Vorjahr 6.093 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen selbst erstellte Software im Bau inklusive geleisteten Anzahlungen in Höhe von 723 TEUR (Vorjahr 309 TEUR). Der Zugang der Firmenwerte entfällt in Höhe von 306 TEUR auf die im Geschäftsjahr erworbene Jobfair GmbH.
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| IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE In TEUR |
Konzessionen und Lizenzen | Selbst erstellte Software | Firmenwerte | Sonstige | Summe immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs - und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2018 | 51.186 | 702 | 9.002 | 469 | 61.359 |
| Währungsdifferenzen | 21 | 0 | 0 | 5 | 26 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 3 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Zugänge | 1.974 | 80 | 306 | 630 | 2.990 |
| Abgänge | 183 | 0 | 0 | 0 | 183 |
| Umbuchungen | 5 | 212 | 0 | -217 | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 53.006 | 994 | 9.308 | 887 | 64.195 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2018 | 46.921 | 702 | 0 | 12 | 47.635 |
| Währungsdifferenzen | 18 | 0 | 0 | 0 | 18 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Zugänge | 2.666 | 2 | 0 | 16 | 2.684 |
| Abgänge | 161 | 0 | 0 | 0 | 161 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 49.446 | 704 | 0 | 28 | 50.178 |
| Restbuchwert 30.09.2019 | 3.560 | 290 | 9.308 | 859 | 14.017 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 4.265 | 0 | 9.002 | 457 | 13.724 |
| Vorjahr | |||||
| Anschaffungs - und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2017 | 49.180 | 789 | 9.002 | 595 | 59.566 |
| Währungsdifferenzen | -54 | 0 | 0 | 0 | -54 |
| Zugänge | 2.553 | 0 | 0 | 249 | 2.802 |
| Abgänge | 493 | 87 | 0 | 375 | 955 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 51.186 | 702 | 9.002 | 469 | 61.359 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2017 | 43.037 | 789 | 0 | 0 | 43.826 |
| Währungsdifferenzen | -31 | 0 | 0 | 0 | -31 |
| Zugänge | 4.359 | 0 | 0 | 12 | 4.371 |
| Abgänge | 444 | 87 | 0 | 0 | 531 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 46.921 | 702 | 0 | 12 | 47.635 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 4.265 | 0 | 9.002 | 457 | 13.724 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 6.143 | 0 | 9.002 | 595 | 15.740 |
[19] SACHANLAGEN
Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich wie im Vorjahr keine.
Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Rechner, Maschinen und Equipment im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen. Die zu aktivierenden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte belaufen sich auf 93 TEUR (Vorjahr 110 TEUR).
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| SACHANLAGEN In TEUR |
Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs - und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2018 | 184.131 | 118.384 | 119.660 | 40.436 | 462.611 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 34 | 0 | 34 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 0 | 0 | 132 | 0 | 132 |
| Zugänge | 835 | 10.998 | 12.807 | 37.914 | 62.554 |
| Abgänge | 7.033 | 1.624 | 4.007 | 2.374 | 15.038 |
| Umbuchungen | 8.639 | 16.126 | 1.494 | -26.259 | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 186.572 | 143.884 | 130.120 | 49.717 | 510.293 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2018 | 24.501 | 69.557 | 86.381 | 68 | 180.507 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 25 | 0 | 25 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 0 | 0 | 90 | 0 | 90 |
| Zugänge | 5.513 | 12.173 | 13.251 | 0 | 30.937 |
| Abgänge | 22 | 993 | 3.038 | 68 | 4.121 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 29.992 | 80.737 | 96.709 | 0 | 207.348 |
| Restbuchwert 30.09.2019 | 156.580 | 63.147 | 33.411 | 49.717 | 302.855 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 159.630 | 48.827 | 33.279 | 40.368 | 282.104 |
| Vorjahr | |||||
| Anschaffungs - und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2017 | 179.672 | 113.831 | 112.571 | 17.366 | 423.440 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -139 | 0 | -139 |
| Zugänge | 948 | 4.397 | 12.563 | 29.388 | 47.296 |
| Abgänge | 339 | 1.899 | 5.741 | 7 | 7.986 |
| Umbuchungen | 3.850 | 2.055 | 406 | -6.311 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 184.131 | 118.384 | 119.660 | 40.436 | 462.611 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2017 | 19.321 | 61.001 | 78.827 | 7 | 159.156 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -34 | 0 | -34 |
| Zugänge | 5.250 | 10.316 | 13.019 | 0 | 28.585 |
| Abgänge | 2 | 1.758 | 5.433 | 7 | 7.200 |
| Umbuchungen | -68 | -2 | 2 | 68 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 24.501 | 69.557 | 86.381 | 68 | 180.507 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 159.630 | 48.827 | 33.279 | 40.368 | 282.104 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 160.351 | 52.830 | 33.744 | 17.359 | 264.284 |
[20] ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Zum 30. September 2019 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt analog den Firmenwerten (Ziffer [5]) unter Berücksichtigung eines WACC von 8,6 Prozent (Vorjahr 6,9 Prozent) und einer ewigen Rente von 7,6 Prozent (Vorjahr 5,9 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR) erzielt; Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich auf 1 TEUR (Vorjahr 7 TEUR).
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| ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN In TEUR |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.10.2018 | 4.626 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 4.626 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.10.2018 | 3.218 |
| Zugänge | 66 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 3.284 |
| Restbuchwert 30.09.2019 | 1.342 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 1.408 |
| Vorjahr | |
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.10.2017 | 4.626 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 4.626 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.10.2017 | 3.152 |
| Zugänge | 66 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 3.218 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 1.408 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 1.474 |
[21] NACH DER EQUITY - METHODE BEWERTETE ANTEILE
Die Equity-Methode wird für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt. Diese entwickelten sich wie folgt:
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| NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE ANTEILE In TEUR |
Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.10.2018 | 115 | 5.759 | 5.874 |
| Zugänge | 0 | 211 | 211 |
| Ergebnisanteil | 23 | 362 | 385 |
| Ausschüttungen | 17 | 0 | 17 |
| Stand 30.09.2019 | 121 | 6.332 | 6.453 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.10.2018 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2019 | 0 | 0 | 0 |
| Restbuchwert 30.09.2019 | 121 | 6.332 | 6.453 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 115 | 5.759 | 5.874 |
| Vorjahr | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.10.2017 | 121 | 5.367 | 5.488 |
| Zugänge | 48 | 7 | 55 |
| Ergebnisanteil | -54 | 385 | 331 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 115 | 5.759 | 5.874 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.10.2017 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 0 | 0 | 0 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 115 | 5.759 | 5.874 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 121 | 5.367 | 5.488 |
Der Zugang der Gemeinschaftsunternehmen betrifft die Beteiligungen an den im Geschäftsjahr neu gegründeten Gesellschaften. Der Ergebnisanteil der Gemeinschaftsunternehmen entfällt in Höhe von 418 TEUR (Vorjahr 392 TEUR) auf die Bertrandt Campus GmbH.
Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
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| VERMÖGENS- UND ERTRAGSLAGE VON ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN In TEUR |
30.09.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 536 | 39.037 |
| Schulden | 42 | 39.115 |
| Umsatzerlöse | 68.386 | 12.934 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern / Gesamtergebnis | 348 | -250 |
Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen beläuft sich auf 121 TEUR (Vorjahr 115 TEUR).
Die Vermögens- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar:
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| VERMÖGENS- UND ERTRAGSLAGE VON GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN In TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2019 | Bertrandt Campus GmbH | Bertrandt Liegenschaft GmbH & Co. KG | Bertrandt Liegenschaft Süd GmbH & Co.KG | Bertrandt Grundstücks GmbH & Co. KG | Übrige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | 39.340 | 7.292 | 8.599 | 10.180 | 10.420 | 75.831 |
| langfristig | 37.548 | 7.272 | 8.485 | 8.841 | 9.473 | 71.619 |
| kurzfristig | 1.792 | 20 | 114 | 1.339 | 947 | 4.212 |
| Schulden | 26.983 | 7.342 | 8.623 | 10.034 | 10.410 | 63.392 |
| langfristig | 24.612 | 6.775 | 0 | 8.629 | 1.550 | 41.566 |
| kurzfristig | 2.371 | 567 | 8.623 | 1.405 | 8.860 | 21.826 |
| Umsatzerlöse | 2.517 | 334 | 0 | 0 | 0 | 2.851 |
| Ertragsteueraufwand | 157 | -6 | 0 | 0 | 3 | 154 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 837 | -30 | -34 | -62 | -47 | 664 |
| Vorjahr | Bertrandt Campus GmbH | Bertrandt Liegenschaft GmbH & Co. KG | Bertrandt Liegenschaft Süd GmbH & Co.KG | Bertrandt Grundstücks GmbH & Co. KG | Übrige | Summe |
| Vermögenswerte | 38.946 | 7.301 | 0 | 0 | 2.992 | 49.239 |
| langfristig | 38.597 | 7.120 | 0 | 0 | 2.733 | 48.450 |
| kurzfristig | 349 | 181 | 0 | 0 | 259 | 789 |
| Schulden | 27.426 | 7.321 | 0 | 0 | 2.955 | 37.702 |
| langfristig | 26.980 | 7.054 | 0 | 0 | 2.950 | 36.984 |
| kurzfristig | 446 | 267 | 0 | 0 | 5 | 718 |
| Umsatzerlöse | 2.472 | 136 | 0 | 0 | 0 | 2.608 |
| Ertragsteueraufwand | 149 | 0 | 0 | 0 | 0 | 149 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 784 | -30 | 0 | 0 | -12 | 742 |
Der Buchwert der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen beläuft sich auf 6.332 TEUR (Vorjahr 5.759 TEUR) und entfällt mit 6.178 TEUR auf die Bertrandt Campus GmbH (Vorjahr 5.759 TEUR). Der Unternehmensgegenstand der Gemeinschaftsunternehmen umfasst die Verwaltung von Grundstücken. Die mittel- und unmittelbaren Beteiligungsquoten betragen 50 Prozent an der Bertrandt Campus GmbH, je 70 Prozent an der Bertrandt Liegenschaft GmbH & Co.KG und Bertrandt Liegenschaft Süd GmbH & Co.KG und 100 Prozent an der Bertrandt Grundstücks GmbH & Co.KG. Ein beherrschender Einfluss besteht aufgrund vertraglicher Regelungen nicht. Der operative Geschäftsbetrieb der im Geschäftsjahr neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen beginnt im Folgejahr.
Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Forderungen gegenüber assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.074 TEUR (Vorjahr 82 TEUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr 12 TEUR). Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 198 TEUR (Vorjahr 312 TEUR), die sonstigen betrieblichen Erträge auf 146 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 335 TEUR (Vorjahr 122 TEUR).
[22] LANG - UND KURZFRISTIGE FINANZIELLE FORDERUNGEN
Die finanziellen Forderungen gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:
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| FINANZIELLE FORDERUNGEN In TEUR |
Kurzfristig | Langfristig | 30.09.2019 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Forderungen | 558 | 1.412 | 1.970 |
| Vorjahr | |||
| Kurzfristig | Langfristig | 30.09.2018 | |
| Finanzielle Forderungen | 1.277 | 1.291 | 2.568 |
Die lang- und kurzfristigen finanziellen Forderungen beinhalten überwiegend Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von drei bis fünf Prozent verzinst werden. Die Laufzeit der langfristigen Darlehen liegt zwischen zwei bis fünf Jahren. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten.
[23] LANG - UND KURZFRISTIGE SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte von insgesamt 5.454 TEUR (Vorjahr 5.195 TEUR) sind mit 2.581 TEUR (Vorjahr 2.294 TEUR) langfristig. Diese beinhalten im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen. Wertberichtigungen wurden in Höhe von 152 TEUR (Vorjahr 152 TEUR) berücksichtigt.
[24] LANG - UND KURZFRISTIGE S ONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 24.495 TEUR (Vorjahr 23.410 TEUR) beinhalten Abgrenzungsposten und Forderungen gegenüber öffentlichen Einrichtungen. Davon haben 8.831 TEUR (Vorjahr 8.895 TEUR) eine Laufzeit von über einem Jahr.
[25] LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE UND ERTRAGSTEUERVERPFLICHTUNGEN
Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
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| AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN | 30.09.2019 | 30.09.2018 | ||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 1.306 | 3.322 | 1.365 | 2.894 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 10.081 | 0 | 10.432 |
| Pensionsrückstellungen | 1.792 | 0 | 954 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 760 | 7 | 784 | 6 |
| Verlustvorträge | 610 | 0 | 1.315 | 0 |
| Sonstige Posten | 145 | 765 | 330 | 703 |
| Gesamt vor Saldierung | 4.613 | 14.175 | 4.748 | 14.035 |
| Saldierung | -1.541 | -1.541 | -1.424 | -1.424 |
| Latente Steuern | 3.072 | 12.634 | 3.324 | 12.611 |
Von den unsaldierten aktiven latenten Steuern haben 4.024 TEUR (Vorjahr 4.307 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passiven latenten Steuern sind vor Saldierung 10.814 TEUR (Vorjahr 11.058 TEUR) kurzfristig und 3.361 TEUR (Vorjahr 2.977 TEUR) langfristig.
Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder im aktuellen Jahr ein negatives steuerliches Ergebnis erwirtschaftet haben, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 151 TEUR (Vorjahr 42 TEUR) aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung wahrscheinlich ist.
Über die latenten Ertragsteueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen Verlustvorträge in Höhe von 1.310 TEUR (Vorjahr 2.897 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen auf fünf Jahre.
Es wurden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede von Beteiligungsansätzen in Höhe von 46.087 TEUR (Vorjahr 39.889 TEUR) gebildet, da die Bertrandt AG den zeitlichen Verlauf der Realisierung der temporären Differenzen steuern kann und sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren.
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
[26] VORRÄTE
Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
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| VORRÄTE In TEUR |
30.09.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Roh - , Hilfs - und Betriebsstoffe | 993 | 1.156 |
Es wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.
[27] VERTRAGS VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der Vertragsvermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
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| VERTRAGSVERMÖGENSWERTE In TEUR |
01.10.2018 | Zugänge | Abgänge | 30.09.2019 |
|---|---|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte | 222.506 | 177.404 | -89.649 | 310.261 |
| abzüglich Vertragsverbindlichkeiten | -101.406 | -184.946 | ||
| Gesamt | 121.100 | 125.315 |
Die Vertragsvermögenswerte bestehen ausschließlich aus zeitraumbezogenen Leistungen. Der Anstieg von 4.215 TEUR ist auf die Erhöhung der fertigen und unfertigen Leistungsverpflichtungen zurückzuführen.
Zum Geschäftsjahresende bestehen wie im Vorjahr keine Rückstellungen für belastende Kundenverträge.
Für Werkverträge existieren weitestgehend Zahlpläne. Nacharbeiten erfolgen zeitnah, sodass keine Rücknahme- oder Erstattungsverpflichtungen und Gewährleistungen, die über den gesetzlichen Zeitraum von 24 Monaten hinausgehen, existieren.
[28 ] FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 226.007 TEUR (Vorjahr 236.206 TEUR) haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr. Das Zahlungsziel der Kunden beträgt durchschnittlich Null bis 90 Tage (Vorjahr Null bis 90 Tage). Es besteht eine Factoring-Vereinbarung mit einer Bank. Im Rahmen derer wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Bank veräußert. Der Verkauf erfolgt ohne Regressansprüche, und Risiken verbleiben keine. Die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 28.408 TEUR (Vorjahr 19.649 TEUR) wurden in voller Höhe ausgebucht.
Wertberichtigungen wurden in Höhe von 4.896 TEUR (Vorjahr 3.816 TEUR) berücksichtigt.
[29] ERTRAGSTEUERFORDERUNGEN
Die Ertragsteuerforderungen von 5.198 TEUR (Vorjahr 3.921 TEUR) beinhalten Erstattungsansprüche des laufenden Geschäftsjahres und aus Vorjahren.
[30] ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Hierunter werden Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks unter Berücksichtigung einer pauschalen Wertberichtigung von 32 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) ausgewiesen. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzern-Währung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2019 zugrunde gelegt. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist aus der Kapitalflussrechnung sowie aus den Erläuterungen der Kapitalflussrechnungen (Ziffer [42]) nachzuvollziehen.
Passiva
EIGENKAPITAL
[31] GEZEICHNETES KAPITAL
Zum 30. September 2019 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG wie im Vorjahr 10.143.240,00 EUR und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich in 10.143.240 nennwert-lose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR auf.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2024 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital in Höhe von insgesamt bis zu 1.000.000,00 EUR zu erwerben.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Februar 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR, zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017). Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Vom genehmigten Kapital wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
[32] KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie den Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile, der die ursprünglichen Anschaffungskosten übersteigt (Ziffer [33]).
Zum Bilanzstichtag befanden sich 48.027 eigene Aktien im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 48.036 Stück); dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,5 Prozent (Vorjahr 0,5 Prozent). Im Vorjahr wurden beim durchgeführten Belegschaftsaktienprogramm 3.915 Aktien bezuschusst, deren durchschnittlich gewichteter Zeitwert 86,65 EUR betrug. Aufgrund von nachträglichen Rückläufen ergab sich hieraus ein zusätzlicher Abgang von neun Aktien.
[33] GEWINNRÜCKLAGEN UND SONSTIGE RÜCKLAGEN
Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral in Höhe von 603 TEUR (Vorjahr -70 TEUR) mit den sonstigen Rücklagen verrechnet.
Die sich aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten im Geschäftsjahr ergebende Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von -2.383 TEUR (Vorjahr 128 TEUR) wurde gemäß IAS 19 saldiert mit den darauf entfallenden Steuereffekten in Höhe von 620 TEUR (Vorjahr -38 TEUR) in den sonstigen Rücklagen erfasst.
Der einmalige Effekt aufgrund der Erstanwendung des neuen Wertminderungsmodells nach IFRS 9 in Höhe von 221 TEUR wurde saldiert mit den darauf entfallenden Steuereffekten in Höhe von -69 TEUR erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Die eigenen Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und mit den Gewinnrücklagen saldiert. Im Falle eines Verkaufs erfolgt eine Verrechnung, soweit die Erlöse den ursprünglichen Anschaffungskosten entsprechen. Der übersteigende Betrag wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen.
LANGFRISTIGE SCHULDEN
[34] LANG - UND KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Die langfristigen Finanzschulden umfassen weitestgehend ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR. Die ursprüngliche Laufzeit der einzelnen Tranchen belief sich auf fünf, sieben und zehn Jahre. Bei Fälligkeit ist eine Rückzahlung zu 100 Prozent durchzuführen; Sondertilgungsrechte bestehen für die variabel verzinsten Tranchen. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich insbesondere aufgrund der Umschuldung eines bisher kurzfristigen Darlehens und des daraus resultierenden geänderten Bilanzausweises.
Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 3.498 TEUR (Vorjahr 18.339 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus abgegrenzten, noch nicht bezahlten Zinsen, fälligen Tilgungsleistungen und nicht eingelösten Schecks.
Die Zinssätze für lang- und kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2019 zwischen 0,6 und 6,3 Prozent (Vorjahr 0,4 und 6,3 Prozent). Die ausgewiesenen Buchwerte der dargestellten kurzfristigen und variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen dem Marktwert.
Die Fristigkeit gliedert sich wie folgt:
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| LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN In TEUR |
Kurzfristig | Langfristig | 30.09.2019 |
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 3.498 | 212.419 | 215.917 |
| Vorjahr | Kurzfristig | Langfristig | 30.09.2018 |
| Finanzschulden | 18.339 | 199.810 | 218.149 |
[35] LANG - UND KURZFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die Buchwerte der sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:
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| LANG- UND KURZFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN In TEUR |
Kurzfristig | Langfristig | 30.09.2019 |
|---|---|---|---|
| Steuern | 22.365 | 0 | 22.365 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 8.691 | 0 | 8.691 |
| Sozialversicherung | 3.967 | 0 | 3.967 |
| Personalverpflichtungen | 36.746 | 0 | 36.746 |
| Übrige sonstige | 794 | 1.748 | 2.542 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 72.562 | 1.748 | 74.310 |
| Vorjahr | Kurzfristig | Langfristig | 30.09.2018 |
| Steuern | 17.987 | 0 | 17.987 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 8.661 | 0 | 8.661 |
| Sozialversicherung | 3.307 | 0 | 3.307 |
| Personalverpflichtungen | 34.544 | 0 | 34.544 |
| Übrige sonstige | 149 | 447 | 596 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 64.648 | 447 | 65.095 |
Die Personalverpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Arbeitnehmerurlaubs- und zeitkonten. In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 447 TEUR (Vorjahr 500 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde. In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 42 TEUR (Vorjahr 42 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst.
[36] PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:
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| PRÄMISSEN ZUR ERMITTLUNG VON PENSIONSVERPFLICHTUNGEN Diverse Angaben | 30.09.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 0,30% | 1,30% |
| Gehaltssteigerungstrend | 0% / 2% / 2,50% | 0% / 2,50% |
| Rentensteigerungstrend | 0% / 1,50% / 2,50% | 1,50% / 2,50% |
| Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit | Heubeck 2018 G / Insee 2017 | Heubeck 2005 G |
| Bewertung von Witwenrenten-Anwartschaften | Kollektiv | Kollektiv |
| Pensionierungsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter | 29 Jahre | 4 Jahre |
Zum 30. September 2019 veränderten sich die Pensionsrückstellungen um 2.874 TEUR (Vorjahr -11 TEUR) und betragen 8.919 TEUR (Vorjahr 6.045 TEUR). Die Veränderung der Pensionsrückstellungen wird in Höhe von 188 TEUR aufwandserhöhend (Vorjahr 117 TEUR aufwandserhöhend) im Personalaufwand und in Höhe von 2.383 TEUR eigenkapitalmindernd (Vorjahr 128 TEUR eigenkapitalerhöhend) im sonstigen Ergebnis erfasst. Darüber hinaus wurden aufgrund einer Umklassifizierung im Ausland bestehender Verpflichtungen im laufenden Geschäftsjahr 303 TEUR aus den sonstigen langfristigen Rückstellungen in die Pensionsrückstellungen umgegliedert. Zum Bilanzstichtag betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen im Inland 18,4 Jahre (Vorjahr 18,7 Jahre) und im Ausland 29 Jahre (Vorjahr 0 Jahre).
Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:
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| VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Barwert zum 01.10. | 6.045 | 6.056 |
| Umgliederung aus den sonstigen Rückstellungen | 303 | 0 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 211 | 103 |
| Zinsaufwand | 103 | 72 |
| Ausbezahlte Versorgungsleistungen | -126 | -58 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung finanzieller Annahmen | 1.932 | -115 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 451 | -13 |
| Barwert zum 30.09. | 8.919 | 6.045 |
Aus Sicht des Bertrandt-Konzerns ergeben sich aus den Pensionsverpflichtungen keine wesentlichen Risiken. Die voraussichtliche Zuführung zum erwarteten Verpflichtungswert beträgt 216 TEUR.
Die Effekte aus Änderungen der versicherungsmathematischen Parameter auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Bei einem um 25 Basispunkte höheren (niedrigeren) Rechnungszins wäre der Barwert der Pensionsverpflichtungen um 339 TEUR (Vorjahr 274 TEUR) niedriger beziehungsweise um 357 TEUR (Vorjahr 292 TEUR) höher. Bei einer um ein Jahr längeren (kürzeren) Lebenserwartung wäre er um 352 TEUR höher (Vorjahr 269 TEUR höher) beziehungsweise um 345 TEUR niedriger (Vorjahr 268 TEUR niedriger). Bei einem um 25 Basispunkte höheren (niedrigeren) Gehaltssteigerungstrend wäre er um 196 TEUR höher (Vorjahr 0 TEUR höher) beziehungsweise um 179 TEUR niedriger (Vorjahr 0 TEUR niedriger). Bei einem um 25 Basispunkte höheren (niedrigeren) Rentensteigerungstrend wäre er um 260 TEUR höher (Vorjahr 59 TEUR höher) beziehungsweise um 247 TEUR niedriger (Vorjahr 56 TEUR niedriger).
[37] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
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| LANG- UND KURZFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN In TEUR |
Personalrückstellungen | Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb | Gebäuderückstellungen | Übrige Rückstellungen | Summe sonstige Rückstellungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2018 | 24.797 | 125 | 2.784 | 12.422 | 40.128 |
| davon kurzfristig | 23.325 | 125 | 1.060 | 11.923 | 36.433 |
| davon langfristig | 1.472 | 0 | 1.724 | 499 | 3.695 |
| Umgliederung in die Pensionsrückstellungen | -303 | 0 | 0 | 0 | -303 |
| Währungsdifferenzen | 32 | 0 | 0 | 7 | 39 |
| Verbrauch | 22.875 | 0 | 961 | 7.267 | 31.103 |
| Auflösung | 239 | 0 | 94 | 385 | 718 |
| Zuführung | 21.076 | 0 | 612 | 6.980 | 28.668 |
| Stand 30.09.2019 | 22.488 | 125 | 2.341 | 11.757 | 36.711 |
| davon kurzfristig | 21.276 | 125 | 692 | 11.092 | 33.185 |
| davon langfristig | 1.212 | 0 | 1.649 | 665 | 3.526 |
In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Schwerbehindertenabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten Garantieverpflichtungen. Rückstellungen für Fertigungsaufträge, deren zu erwartende Verluste die angefallenen Kosten übersteigen, bestanden wie im Vorjahr zum Geschäftsjahresende nicht. Die Gebäuderückstellungen beinhalten unter anderem Kosten für Mieten, Energie und sonstige Nebenkosten. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken.
Der Auflösungsbetrag in Höhe von 180 TEUR (Vorjahr 887 TEUR) wird mit dem Personalaufwand in Höhe von 317 TEUR (Vorjahr 229 TEUR) mit den sonstigen Aufwendungen und in Höhe von 148 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) mit dem Materialaufwand saldiert. Die langfristigen Rückstellungen enthalten Aufzinsungsaufwendungen von insgesamt 18 TEUR (Vorjahr 20 TEUR), diese werden nicht im Finanzergebnis ausgewiesen (Vorjahr 2 TEUR). Darüber hinaus sind in den Personalrückstellungen Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm in Höhe von 107 TEUR (Vorjahr 871 TEUR) enthalten. Der Zahlungsmittelabfluss der langfristigen Rückstellungen ist von den jeweiligen Einzelsachverhalten abhängig.
KURZFRISTIGE SCHULDEN
[38] VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN
Die Vertragsverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
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| VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN In TEUR |
01.10.2018 | Zugänge | Abgänge | 30.09.2019 |
|---|---|---|---|---|
| Vertragsverbindlichkeiten insgesamt | 107.760 | 116.137 | -34.431 | 189.466 |
| Saldierung mit Vertragsvermögenswerten | -101.406 | -184.946 | ||
| Vertragsverbindlichkeiten nach Saldierung | 6.354 | 4.520 |
Die Vertragsverbindlichkeiten führen vollumfänglich zu Umsatzerlösen.
[39] VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.
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| VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN In TEUR |
30.09.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.751 | 17.849 |
[40] SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 22.442 TEUR (Vorjahr 22.517 TEUR) enthalten unter anderem noch nicht abgeführte Zahlungseingänge von abgetretenen Forderungen in Höhe von 6.924 TEUR (Vorjahr 5.789 TEUR) sowie Lohn- und Gehaltsverpflichtungen in Höhe von 949 TEUR (Vorjahr 923 TEUR). Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Einzelzahlungsverpflichtungen enthalten.
Die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Marktwerten.
[41] ERTRAGSTEUERRÜCKSTELLUNGEN
Die Ertragsteuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern des aktuellen Geschäftsjahres und der Vorjahre.
[42] ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung der Erstkonsolidierung der Jobfair GmbH abgeleitet.
Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 72.284 TEUR (Vorjahr 27.208 TEUR). Die Veränderung des Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus den zahlungswirksamen Veränderungen der folgenden Bilanzposten: Vertragsvermögenswerte 4.213 TEUR (Vorjahr 1.493 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -10.430 TEUR (Vorjahr 43.182 TEUR), Vertragsverbindlichkeiten -1.834 TEUR (Vorjahr -3.389 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.111 TEUR (Vorjahr -408 TEUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -47.695 TEUR (Vorjahr -50.935 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen, Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens sowie die Auszahlung aus dem Erwerb der Jobfair GmbH. Der Free Cashflow hat sich mit 24.589 TEUR gegenüber dem Vorjahr (23.727 TEUR) trotz höherer Investitionen deutlich verbessert. Hintergrund ist im Wesentlichen die Umkehr der zum 30. September 2018 erhöhten Mittelbindung in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -21.892 TEUR (Vorjahr-26.825 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen die ausgeschüttete Dividende und die Tilgung von Krediten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten in der Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
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| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN IN DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | Finanzschulden | |
|---|---|---|
| In TEUR | 30.09.2019 | 30.09.2018 |
| --- | --- | --- |
| Stand 01.10 | 218.150 | 220.939 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | -1.749 | -2.088 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen | -484 | -701 |
| Stand 30.09 | 215.917 | 218.150 |
Die zahlungsunwirksame Veränderung berücksichtigt im Wesentlichen die Bewertung des Darlehens der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG. Dieses wurde im Zuge der Erstkonsolidierung mit dem Fair Value bilanziert und entsprechend fortgeführt.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente belaufen sich auf 91.491 TEUR (Vorjahr 88.405 TEUR).
[43] ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die langfristigen Vermögenswerte im Sinne des IFRS 8 betragen 318.214 TEUR (Vorjahr 297.088 TEUR). Davon entfallen 309.855 TEUR (Vorjahr 289.712 TEUR) auf das Inland und 8.359 TEUR (Vorjahr 7.376 TEUR) auf das Ausland.
Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die der Bereich Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.
Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototyping und des Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.
Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, die Entwicklung von Software sowie die Einsatzsimulation.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzern- Abschluss zugrunde. Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen (Arm's-Length-Prinzip). Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden eliminiert.
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| SEGMENTE In TEUR |
Digital Engineering | Physical Engineering | ||
|---|---|---|---|---|
| 01.10. - 30.09. | 2018/2019 | 2017/2018 | 2018/2019 | 2017/2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse gesamt | 629.709 | 620.418 | 235.822 | 227.133 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 27.487 | 25.496 | 13.112 | 12.761 |
| Segmentumsatzerlöse | 602.222 | 594.922 | 222.710 | 214.372 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 410 | 646 | 489 | 147 |
| Segmentgesamtleistung | 602.632 | 595.568 | 223.199 | 214.519 |
| EBIT | 23.995 | 33.077 | 18.411 | 18.235 |
| Planmäßige Abschreibungen | 9.085 | 9.678 | 19.393 | 19.229 |
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| In TEUR | Elektrik/Elektronik | Summe nach Geschäftsfeldern | ||
|---|---|---|---|---|
| 01.10. - 30.09. | 2018/2019 | 2017/2018 | 2018/2019 | 2017/2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse gesamt | 244.657 | 223.198 | 1.110.188 | 1.070.749 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 11.477 | 12.578 | 52.076 | 50.835 |
| Segmentumsatzerlöse | 233.180 | 210.620 | 1.058.112 | 1.019.914 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 859 | 313 | 1.758 | 1.106 |
| Segmentgesamtleistung | 234.039 | 210.933 | 1.059.870 | 1.021.020 |
| EBIT | 17.916 | 20.829 | 60.322 | 72.141 |
| Planmäßige Abschreibungen | 5.209 | 4.115 | 33.687 | 33.022 |
Die zeitraumbezogenen Umsatzerlöse in Höhe von 793.539 TEUR verteilen sich auf die Segmente wie folgt: Digital Engineering 411.740 TEUR, Physical Engineering 200.926 TEUR und Elektrik/Elektronik 180.873 TEUR.
Die Umsatzerlöse mit Kunden mit jeweils mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze verteilen sich auf die Segmente wie folgt: Digital Engineering 163.396 TEUR (Vorjahr 176.781 TEUR) beziehungsweise 114.374 TEUR (Vorjahr 131.808 TEUR), Physical Engineering 94.307 TEUR (Vorjahr 86.200 TEUR) beziehungsweise 53.505 TEUR (Vorjahr 47.115 TEUR) sowie Elektrik/Elektronik 80.507 TEUR (Vorjahr 78.582 TEUR) beziehungsweise 59.538 TEUR (Vorjahr 54.015 TEUR). Abhängigkeitsverhältnisse bestehen nicht.
Eine Segmentierung des Vermögens und der Schulden ist nicht erforderlich, da diese nicht Bestandteil des internen Berichtswesens auf Ebene der Geschäftsfelder sind. Das EBIT der Segmente entspricht dem Konzern-EBIT; die Überleitung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns kann der Konzern- Gewinn- und Verlust- sowie der Gesamtergebnisrechnung entnommen werden.
SONSTIGE ANGABEN
[44] GESTELLTE SICHERHEITEN
Zum Bilanzstichtag beliefen sich die durch Grundschulden gesicherten Verbindlichkeiten auf 13.736 TEUR (Vorjahr 15.179 TEUR).
[45] EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Zum Bilanzstichtag bestand eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 716 TEUR (Vorjahr 716 TEUR) aus einem laufenden Einspruchsverfahren gegen eine ausländische Steuerbehörde.
[46] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:
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| SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN In TEUR |
30.09.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Kurzfristig | 103.783 | 91.901 |
| Langfristig | 87.367 | 55.488 |
| Gesamt | 191.150 | 147.388 |
Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge und damit das wirtschaftliche Eigentum liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 98.030 TEUR (Vorjahr 72.010 TEUR) auf Mietverträge für Immobilien, davon entfallen auf nahestehende Personen 7.756 TEUR (Vorjahr 10 TEUR). Des Weiteren ergeben sich kurzfristige finanzielle Verpflichtungen aus sonstigen Sachanlagen in Höhe von 4.070 TEUR (Vorjahr 2.392 TEUR), davon entfallen auf nahestehende Personen 1.445 TEUR (Vorjahr 1.084 TEUR) und langfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.992 TEUR (Vorjahr 1.901 TEUR), davon entfallen auf nahestehende Personen 1.505 TEUR (Vorjahr 908 TEUR). Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lieferantenverträgen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 391 TEUR (Vorjahr 1.242 TEUR) und Sachanlagen in Höhe von 46.371 TEUR (Vorjahr 36.650 TEUR).
[47] WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZU DEN AUSWIRKUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN AUF DIE BILANZ
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
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| ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Bilanzposten zum 30.09.2019 | |
|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Nach der Equity-Methode bewertete Anteile | 6.453 | 6.453 | |||
| Finanzielle Forderungen | 236 | 1.176 | 1.412 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.581 | 2.581 | 2.581 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 8.831 | 8.831 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Vertragsvermögenswerte | 125.315 | 125.315 | 125.315 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 226.007 | 226.007 | 226.007 | ||
| Finanzielle Forderungen | 558 | 558 | 558 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.873 | 2.873 | 2.873 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 15.664 | 15.664 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 91.491 | 91.491 | 91.491 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 212.419 | 224.678 | 212.419 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.747 | 1.747 | |||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 3.498 | 3.618 | 3.498 | ||
| Vertragsverbindlichkeiten | 4.520 | 4.520 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.751 | 15.751 | 15.751 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.098 | 21.344 | 21.344 | 22.442 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 72.562 | 72.562 | |||
| Vorjahr | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Bilanzposten zum 30.09.2018 | |
| Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | ||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Nach der Equity-Methode bewertete Anteile | 5.874 | 5.874 | |||
| Finanzielle Forderungen | 70 | 1.221 | 1.221 | 1.291 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.294 | 2.294 | 2.294 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 8.895 | 8.895 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Vertragsvermögenswerte | 121.100 | 121.100 | 121.100 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 236.206 | 236.206 | 236.206 | ||
| Finanzielle Forderungen | 127 | 127 | 127 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.901 | 2.901 | 2.901 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 14.515 | 14.515 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 88.405 | 88.405 | 88.405 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 199.810 | 207.749 | 199.810 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 447 | 447 | |||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 18.339 | 18.451 | 18.339 | ||
| Vertragsverbindlichkeiten | 6.354 | 6.354 | 6.354 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.849 | 17.849 | 17.849 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.008 | 21.509 | 21.509 | 22.517 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 64.648 | 64.648 |
Gemäß IFRS 13 sind die Finanzinstrumente den drei Levels der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Die Zuordnung richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren. Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Die Ermittlung der Fair Values der langfristigen Finanzschulden, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero-Coupon-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level zwei). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten.
Die Fair Values der Derivate bestimmen sich anhand marktüblicher Methoden. Aufgrund von kurzen Laufzeiten entsprechen die Fair Values der kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente nahezu den Buchwerten. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen sowie Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Diese Analyse führte wie im Vorjahr nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.
[48] MANAGEMENT VON FINANZRISIKEN
Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:
| • | Liquiditätsrisiko |
| • | Ausfall- und Kreditrisiko |
| • | Marktpreisrisiko |
Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Eine Konzentration von Finanzrisiken liegt derzeit nicht vor.
Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts sowie als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Zur langfristigen Liquiditätssicherung und zur Finanzierung der langfristigen Investitionen wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR aufgenommen. Über die Hausbanken bestehen grundsätzlich Cash-Pooling-Vereinbarungen mit den meisten inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzern-Gesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie über alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Rahmenkreditverträge ist dabei langfristig gesichert. Im Rahmen einer Optionsvereinbarung kann bei sofortiger Ausübung der Option ein theoretisch maximales Liquiditäts- und Ausfallrisiko mit einer Bruttoverpflichtung von 2.500 TEUR (Vorjahr 2.500 TEUR) den Konzern belasten. Wir rechnen nicht mit einer Ausübung der Option; des Weiteren stehen dem sofort verwertbare Sicherheiten gegenüber, die wie im Vorjahr zu einer Bewertung der Nettoverpflichtung von nahe null führen.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:
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| ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | Buchwert | Zahlungsverpflichtungen | ||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | 30.09.2019 | 2019/2020 | 2020/2021 bis 2023/2024 | 2024/2025 ff. |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | 215.917 | 4.100 | 154.223 | 67.991 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.751 | 15.751 | 0 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 4.520 | 4.520 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 22.442 | 22.442 | 0 | 0 |
| Vorjahr | 30.09.2018 | 2018/2019 | 2019/2020 bis 2022/2023 | 2023/2024 ff. |
| Finanzschulden | 218.149 | 18.854 | 143.067 | 69.260 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.849 | 17.849 | 0 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 6.354 | 6.354 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 22.517 | 22.517 | 0 | 0 |
Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel und fix verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Die Konzern-Richtlinien geben vor, dass die Vertragspartner des Bertrandt-Konzerns vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit bestimmte Bonitätskriterien erfüllen müssen. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend begrenzt. Wesentliche Forderungsausfälle gab es im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht. Aufgrund der überwiegend guten Bonität unserer Kunden sowie des aktiven Forderungsmanagements wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft als gering eingestuft. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt. Die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Vertragsvermögenswerte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der finanziellen Forderungen, der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie der sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 383.241 TEUR (Vorjahr 388.479) stellen das maximale Ausfallrisiko dar.
Die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erfolgt kurzfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.
In der nachfolgenden Tabelle sind das Kredit- und das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:
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| AUSFALL- UND KREDITRISIKO VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vertragsvermögenswerte | 125.315 | 0 | 0 | 125.315 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 169.306 | 56.033 | 5.564 | 230.903 |
| Finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.424 | 0 | 152 | 7.576 |
| 302.045 | 56.033 | 5.716 | 363.794 | |
| Vorjahr | Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2018 |
| Vertragsvermögenswerte | 121.100 | 0 | 0 | 121.100 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 178.993 | 56.681 | 4.349 | 240.023 |
| Finanzielle Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.762 | 0 | 152 | 7.914 |
| 307.855 | 56.681 | 4.501 | 369.037 |
Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
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| FÄLLIGKEIT DER BRUTTOBUCHWERTE ÜBERFÄLLIGER, NICHT WERTBERICHTIGTER FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE In TEUR |
bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2019 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.676 | 24.016 | 16.341 | 56.033 |
| Vorjahr | bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.744 | 27.615 | 10.322 | 56.681 |
Für die fälligen sowie überfälligen nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Forderungen und sonstige Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
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| ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE In TEUR |
2018/2019 | 2017/2018 |
|---|---|---|
| Stand 30.09.2019 | 3.968 | 3.611 |
| Anpassung/Neubewertung nach IFRS 9 | -221 | 0 |
| Stand 01.10. | 3.747 | 3.611 |
| Zuführung | 1.652 | 811 |
| Inanspruchnahme | 47 | 43 |
| Auflösung | 272 | 411 |
| Stand 30.09. | 5.080 | 3.968 |
Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr betrugen 47 TEUR (Vorjahr 43 TEUR); die Erträge aus diesen betrugen 37 TEUR (Vorjahr 27 TEUR).
Der Konzern unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Das Konzern-Treasury sichert mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind (Natural Hedges). Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsinstrumente.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen. Bei einem um 100 Basispunkte höheren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 822 TEUR höher (Vorjahr 774 TEUR höher) gewesen. Bei einem um 100 Basispunkte niedrigeren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 117 TEUR niedriger (Vorjahr 140 TEUR niedriger) gewesen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente, die eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.
Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Grundgeschäfte (Vertragsvermögenswerte) werden grundsätzlich über Devisentermingeschäfte gesichert. Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte vor.
[49] ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Die Strategie des Bertrandt-Konzerns liegt in einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.
Bertrandt verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiteren Adressaten dieses Geschäftsberichts zu wahren.
Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie an den Risiken aus den zugrundeliegenden Vermögenswerten.
Das Eigenkapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 51,5 Prozent per 30. September 2019 (Vorjahr 50,6 Prozent).
Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.
[50] WPHG MITTEILUNGEN
Die Stimmrechtsmitteilungen finden sich im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019 der Bertrandt AG wieder. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
[51] ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter
"http://www.bertrandt.com/unternehmen/investor-relations/corporate-governance.html".
[52] NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Bertrandt AG haben.
[53] ANGABEN ZU ORGANEN DER GESELLSCHAFT
Die Organe der Gesellschaft sind nahestehende Personen im Sinne des IAS 24.
Vorstand
Dietmar Bichler
Vorsitzender des Vorstands (bis 20.02.2019)
Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 20.02.2019)
| • | Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay (bis 29.03.2019) |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau (seit 27.05.2019) |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau (bis 27.05.2019) |
Hans - Gerd Claus
Mitglied des Vorstands
Technik
Michael Lücke
Mitglied des Vorstands
Vertrieb
| • | Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay (bis 29.03.2019) |
| • | Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Limited, Dunton |
| • | Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit |
Markus Ruf
Mitglied des Vorstands
Finanzen
| • | Vertreter der Bertrandt AG als "Président" der Bertrandt France S.A.S., Vélizy-Villacoublay (seit 29.03.2019) |
| • | Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay (bis 29.03.2019) |
Die Gesamtvergütung für im Geschäftsjahr 2018/2019 aktive Mitglieder des Vorstands betragen 4.840 TEUR (Vorjahr 5.915 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts enthalten. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 41 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 103 TEUR). Darüber hinaus wurden für ehemalige Mitglieder des Vorstands Pensionsrückstellungen in Höhe von 6.034 TEUR (Vorjahr 1.296 TEUR) passiviert und 59 TEUR (Vorjahr 58 TEUR) im Geschäftsjahr an Ruhegehältern ausbezahlt.
Aktive Mitglieder des Aufsichtsrats
Dietmar Bichler
Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 20.02.2019)
Vorsitzender des Vorstands (bis 20.02.2019)
| • | Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay (bis 29.03.2019) |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau (seit 27.05.2019) |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau (bis 27.05.2019) |
Horst Binnig
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 20.02.2019)
Mitglied des Aufsichtsrats (bis 20.02.2019)
| • | Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG, Neckarsulm |
| • | Mitglied des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf |
| • | Chairman des Board of Directors der HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai |
| • | Vice Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt HUAYU Piston Co., Ltd., Shanghai |
| • | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS HUAYU AluTech GmbH, Neckarsulm |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Gleitlager GmbH, St.-Leon-Rot |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg GmbH, Neuss |
| • | Vice Chairman des Board of Directors der Pierburg HUAYU Pump Technology Co., Ltd., Shanghai |
| • | Director der KSPG Holding USA, Inc, Marinette |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg Pump Technology GmbH, Neuss |
| • | Chairman des Board of Directors der KSPG (China) Investment Co., Ltd., Shanghai |
Udo Bäder
Mitglied des Aufsichtsrats (seit 20.02.2019)
| • | Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
Prof. Dr. - Ing. Wilfried Sihn
Mitglied des Aufsichtsrats
| • | Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien |
| • | Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien |
| • | Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn |
| • | Mitglied des Beirats der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG, Karlsbad Ittersbach |
| • | Mitglied des Beirats der Wittenstein AG, Harthausen |
| • | Mitglied des Beirats der EVN AG, Maria Enzersdorf |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Würth-Hochenburger GmbH, Innsbruck (seit 01.06.2019) |
Michael Schmidt
Arbeitnehmervertreter (seit 20.02.2019)
| Teamleiter |
Marianne Weiß
Arbeitnehmervertreterin (seit 20.02.2019)
| Kaufmännische Sachbearbeiterin |
Im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats
Dr. Klaus Bleyer
Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 20.02.2019)
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau (seit 27.05.2019) |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau (bis 27.05.2019) |
Maximilian Wölfle
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 20.02.2019)
| • | Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co. KG, Stuttgart |
| • | Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart |
| • | Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart (bis 11.04.2019) |
| • | Beirat der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern |
Stefanie Blumenauer
Arbeitnehmervertreterin (bis 20.02.2019)
| • | Kaufmännische Sachbearbeiterin |
Astrid Fleischer
Arbeitnehmervertreterin (bis 20.02.2019)
| • | CAD-Konstrukteurin |
Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018/2019 insgesamt eine fixe Vergütung in Höhe von 321 TEUR (Vorjahr 320 TEUR).
Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:
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| AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG In EUR |
Fixum 2018/2019 |
|---|---|
| Aktive Mitglieder des Aufsichtsrats | |
| Dietmar Bichler | 63.540 |
| Horst Binnig | 54.663 |
| Udo Bäder | 29.326 |
| Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn | 40.000 |
| Michael Schmidt | 19.551 |
| Marianne Weiß | 19.551 |
| Im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats | |
| Dr. Klaus Bleyer | 43.879 |
| Maximilian Wölfle | 25.074 |
| Stefanie Blumenauer | 12.537 |
| Astrid Fleischer | 12.537 |
| Gesamt | 320.658 |
Im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses erhielten die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter des Aufsichtsrats marktübliche Gehälter inklusive gesetzlicher Sozialabgaben. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018/2019 für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.
Der Bestand der von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:
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| AKTIENBESITZ DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS Stück |
Aktien Stand 30.09.2019 | Aktien Stand 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Dietmar Bichler | 400.000 | 400.000 |
| Astrid Fleischer | 101 | 101 |
| Gesamt | 400.101 | 400.101 |
| Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht. |
Sonstige nahestehende Personen
Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, hat am 2. Juli 2014 ihren Anteil an der Bertrandt AG um knapp vier Prozentpunkte erhöht. Nach dem Erwerb hält der Volkswagen Konzern mittelbar rund 29 Prozent der stimmrechtsberechtigten Anteile von Bertrandt. Eine Einflussnahme auf den Aufsichtsrat oder den Vorstand der Bertrandt AG wird unverändert nicht angestrebt. Im Volkswagen Konzern wird die Bertrandt AG ab dem Erwerbszeitpunkt der weiteren Anteile als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen. Demzufolge ist der Volkswagen Konzern als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren. Sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Bertrandt und dem Volkswagen Konzern wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse mit allen zum Volkswagen Konzern gehörenden Unternehmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 338.210 TEUR (Vorjahr 341.563 TEUR). Daneben sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr 71 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von 4.221 TEUR (Vorjahr 1.327 TEUR) erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 78.958 TEUR (Vorjahr 92.978 TEUR), Vertragsvermögenswerte in Höhe von 30.287 TEUR, Vertragsbindlichkeiten in Höhe von 17.415 TEUR sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 619 TEUR (Vorjahr 47 TEUR). Forderungswertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2018/2019 nicht vorgenommen (Vorjahr 0 TEUR).
[54] HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
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| HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2018/2019 | 2017/2018 |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfung | 318 | 297 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 36 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 40 | 73 |
| Sonstige Leistungen | 24 | 13 |
| Gesamt | 418 | 383 |
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Honorare für die Konzern-Abschlussprüfung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Bertrandt AG und der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen die Prüfung des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts nach § 289b Abs.3 und §315d HGB. Die Honorare für Steuerberatungsleistungen betreffen im Wesentlichen die Bearbeitung von Anfragen im Rahmen der grenzüberschreitenden Mitarbeiterentsendung und Gesetzesänderungen. Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend die Bearbeitung von Anfragen zu Änderungen der Rechnungslegung nach HGB beziehungsweise IFRS sowie zu Konsolidierungssachverhalten.
[55] VORSCHLAG ZUR GEWINNVERWENDUNG
Die Dividendenausschüttung der Bertrandt Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2019 der Bertrandt Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018/2019 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 35.764.553,63 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 1,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 19.535.369,63 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Gemäß § 58 Abs. 4 Satz 2 AktG ist der Anspruch auf Auszahlung der Dividende am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag fällig, mithin am 24. Februar 2020. Sofern die Bertrandt Aktiengesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
[56] DIVIDENDE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/2018
Die Hauptversammlung hat dem letztjährigen Dividendenvorschlag des Vorstands in Höhe von 2,00 EUR entsprochen.
[57] T AG DER FREIGABE ZUR VERÖFFENTLICHUNG
Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 9. Dezember 2019 darüber entscheiden wird.
Ehningen, 27. November 2019
Der Vorstand
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands Technik
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands Vertrieb
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind
Ehningen, 27. November 2019
Der Vorstand
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands Technik
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands Vertrieb
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bertrandt Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage fürdie Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
(1) Bewertung der Vertragsvermögenswerte
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
①Sachverhalt und Problemstellung
②Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1)Bewertung der Vertragsvermögenswerte
①Im Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, zum 30. September 2019 sind Vertragsvermögenswerte in Höhe von € 125,3 Mio. ausgewiesen. Der Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 15,5 %. Die Position beinhaltet Vertragsvermögenswerte aus zeitraumbezogenen Leistungsverpflichtungen, die entsprechend ihres Leistungsfortschritts auf Basis der PoC-Methode bilanziert werden. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich anhand der angefallenen Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten (Cost-to-Methode) und wird mit dem vereinbarten Transaktionspreis multipliziert. Die Bewertung fertiger noch nicht abgenommener Leistungsverpflichtungen erfolgt zu Auftragswerten. Erhaltene Anzahlungen auf Vertragsvermögenswerte werden sofern verrechenbar mit diesen saldiert. Aufgrund der inhärenten Unsicherheit bei Schätzungen und aufgrund der Bedeutung des Postens für den Konzernabschluss war dieser Posten im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
②Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen, die internen Prozesse und Kontrollen bei der Ermittlung der Gesamtkosten und der zu erwartenden Erlöse gewürdigt. Weiter haben wir das Vorgehen und die systemtechnische Ausgestaltung zur Erfassung der angefallenen Ist-Kosten gewürdigt, die manuellen sowie im System implementierten Kontrollen zu den jeweiligen Aufträgen untersucht, und die eingerichteten Prüfschritte und Kontrollen zur Ermittlung eventueller Wertminderungen nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Systeme, Verfahren und Kontrollen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen sind aus unserer Sicht insgesamt geeignet, eine sachgerechte und stetige Bewertung der Vertragsvermögenswerte vorzunehmen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass sowohl die Schätzungen als auch die zu eventuellen Schätzungsänderungen führenden Ereignisse und Maßnahmen hinreichend dokumentiert sind.
③Die Angaben der Gesellschaft zu den Vertragsvermögenswerte sind unter den Ziffern 5 und 27 des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| • | die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| • | den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 20. Febraur 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 6. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1996 als Konzernabschlussprüfer der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Berghaus.
Stuttgart, den 27. November 2019
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Jürgen Berghaus, Wirtschaftsprüfer
Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2018/2019
Aufgrund anspruchsvoller Rahmenbedingungen entwickelte sich das Geschäftsjahr 2018/2019 weniger erfreulich als erwartet. Der fortschreitende Transformationsprozess in der Automobilindustrie sowie anspruchsvollere wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen alle Bereiche der Branche und führten teilweise zu verzögerten Kapazitätsabrufen und temporären Projektverschiebungen. Ein breites und tiefes Leistungsspektrum und die solide finanzielle Basis des Konzerns bilden jedoch auch zukünftig ein stabiles Fundament für die Geschäftsentwicklung.
Der Aufsichtsrat der Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2018/2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informiert haben. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Vorstands eingehalten wurden.
Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist geprägt von einem offenen und kontinuierlichen Dialog. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand, die bei Bedarf auch neben den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen stattfand, erfolgte intensiv und lösungsorientiert. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Vorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, sodass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.
Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat überwachte während des gesamten Geschäftsjahres die Arbeit des Vorstands und stand ihm beratend zur Seite. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung von Bertrandt sowie über die aktuelle Marktlage und deren Auswirkungen auf Bertrandt informieren. Neben der Überwachung des Geschäftsverlaufs der Bertrandt AG sowie des Bertrandt-Konzerns beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Es wurden grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik beziehungsweise zur strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung, zum Risikomanagement und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat setzte sich mit dem internen Kontrollsystem und dem Compliance Management auseinander und hat deren Funktionsfähigkeit überprüft. Des Weiteren wurden die Aufsichtsräte ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.
Im Geschäftsjahr 2018/2019 kam der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen, vier turnusmäßigen und einer konstituierenden Sitzung zusammen: Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 5. November 2018 und die regulären Sitzungen am 10. Dezember 2018, am 20. Februar 2019, am 5. Juni 2019 und am 23. September 2019 statt. Die konstituierende Sitzung wurde am 20. Februar 2019 abgehalten.
In der außerordentlichen Sitzung am 5. November 2018 nahmen vier Aufsichtsräte persönlich und zwei Aufsichtsräte durch Überreichung schriftlicher Stimmabgabe teil. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat mit der Beschlussfassung über die Beendigung der Bestellung Herrn Bichlers als Mitglied des Vorstands und als dessen Vorsitzender sowie der Absicht, Herrn Bichler bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen als Kandidaten für den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der vorzeitigen Wiederbestellung der Vorstände Herren Hans-Gerd Claus, Michael Lücke und Markus Ruf. Außerdem wurden die Entsprechenserklärung nach §161 AktG und die Geschäftsordnung für den Vorstand sowie die Geschäftsverteilung aktualisiert.
In der regulären Sitzung am 10. Dezember 2018 nahmen fünf Aufsichtsräte persönlich und ein Aufsichtsratsmitglied durch Überreichung schriftlicher Stimmabgabe teil. In dieser Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017/2018 sowie dem "Corporate Social Responsibility Bericht" (kurz: CSR Bericht). Außerdem wurden im Rahmen dieser Sitzung die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung, die am 20. Februar 2019 in Sindelfingen stattfand, verabschiedet. Der Aufsichtsrat beriet auf Vorschlag des Prüfungsausschusses über den Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018/2019. Vom Wirtschaftsprüfer wurde eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung eingeholt. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit und verabschiedete den Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.
Am 20. Februar 2019 waren alle Aufsichtsräte und Vorstände zur zweiten regulären Aufsichtsratssitzung anwesend. In dieser Sitzung wurden unter anderem die Konzern-Kennzahlen behandelt. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über aktuelle Themen und Daten aus dem Personalbereich informiert.
Ebenfalls am 20. Februar 2019 fand die konstituierende Aufsichtsratssitzung mit den neu gewählten Aufsichtsräten Herren Dietmar Bichler, Udo Bäder, Horst Binnig, Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn, Frau Marianne Weiß (Arbeitnehmervertreterin) und Herrn Michael Schmidt (Arbeitnehmervertreter) statt. Die Vorstände Herren Hans-Gerd Claus, Michael Lücke und Markus Ruf waren zeitweise anwesend. In dieser Sitzung wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats und dessen Stellvertreter gewählt. Außerdem wurden die Mitglieder des Personalausschusses sowie des Prüfungsausschusses und dessen Vorsitzender gewählt. Mit Herrn Udo Bäder wurde auch der "Financial Expert" der Gesellschaft ernannt; Herr Bäder verfügt über den erforderlichen Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
In der Sitzung am 5. Juni 2019 waren alle Aufsichtsräte persönlich anwesend. Sie wurden unter anderem über die Aktivitäten Bertrandts in China informiert. Außerdem wurde die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Konzerns sowie deren Segmente behandelt. Des Weiteren wurde der Risikobericht zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 vorgestellt, und es wurden die Entwicklung des Brutto- und Nettorisikovolumen sowie die Effizienz der Gegenmaßnahmen zur Risikoreduzierung erläutert.
An der Aufsichtsratssitzung am 23. September 2019 nahmen alle Aufsichtsräte und Vorstände teil. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich insbesondere mit der Konzern-Planung für das Geschäftsjahr 2019/2020 und es wurde die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG beschlossen. Zusätzlich fand eine Schulung des Aufsichtsrats zum Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) statt. Des Weiteren wurden der Nachhaltigkeitsbericht und die Änderung der Geschäftsordnung im Hinblick auf ARUG II behandelt.
Organisation und Arbeit der Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben den Personal- und den Prüfungsausschuss gebildet. Der Personalausschuss setzte sich bis zur konstituierenden Sitzung am 20. Februar 2019 aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Vorsitzender), Maximilian Wölfle und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Seit dem 20. Februar 2019 bilden die Herren Dietmar Bichler (Vorsitzender), Horst Binnig und Prof. Wilfried Sihn den Personalausschuss. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dem Prüfungsausschuss gehörten bis zur Neuwahl am 20. Februar 2019 die Herren Dr. Klaus Bleyer (Vorsitzender), Maximilian Wölfle und Horst Binnig an. Seit dem 20. Februar 2019 setzt sich der Prüfungsausschuss aus den Herren Udo Bäder, Dietmar Bichler und Horst Binnig zusammen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist. Herr Udo Bäder ist Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Financial Expert mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG.
Im Geschäftsjahr 2018/2019 beriet sich der Prüfungsausschuss fünf Mal. In der Sitzung am 10. Dezember 2018 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorstand Finanzen sowie zeitweise mit den Wirtschaftsprüfern der PricewaterhouseCoopers GmbH mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsinhalten, -schwerpunkten und -ergebnissen. Ferner wurde der Status des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG) bei Bertrandt dargestellt, und die Ergebnisse der hierzu verabschiedeten Maßnahmen sowie des Status der Datenanalyse wurden vorgestellt. In den mit allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses sowie einem Mitglied des Vorstands telefonisch durchgeführten Sitzungen am 6. Februar 2019, am 20. Mai 2019 und am 19. August 2019 wurden unter anderem die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Finanzberichte hinsichtlich Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung erörtert. In der letzten Sitzung am 23. September 2019 mit allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses sowie den Mitgliedern des Vorstands Michael Lücke und Markus Ruf wurden die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres 2018/2019 durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgestellt.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018/2019 außerplanmäßig am 22. Oktober 2018 und am 5. November 2018; außerdem fand am 10. Dezember 2018 eine Sitzung des Personalausschusses in seiner Funktion als Nominierungsausschuss statt. Alle Sitzungen fanden jeweils mit den Mitgliedern des Personalausschusses sowie teilweise dem Vorsitzenden des Vorstands statt. Themen der außerordentlichen Sitzung am 5. November 2018 waren unter anderem die Beschlussfassungen über die Unterbreitung eines Vorschlags an den Aufsichtsrat betreffend der Beendigung der Bestellung und der Anstellung von Herrn Dietmar Bichler als Mitglied des Vorstands und als dessen Vorsitzenden sowie die Absicht, ihn bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen als Kandidaten für den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Des Weiteren wurde die Unterbreitung eines Vorschlags an den Aufsichtsrat betreffend der vorzeitigen Wiederbestellungen der Vorstände Hans-Gerd Claus, Michael Lücke und Markus Ruf beschlossen. Außerdem wurde die Unterbreitung eines Vorschlags zur Aktualisierung der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und zur Änderung der Geschäftsordnung für den Vorstand und zur Geschäftsverteilung beschlossen.
Prüfung der Jahresabschlüsse
Die ordentliche Hauptversammlung der Bertrandt AG wählte am 20. Februar 2019 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018/2019. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Bertrandt AG sowie der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder die Abschlüsse und Lageberichte des Geschäftsjahres 2018/2019, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Nachdem sich der Prüfungsausschuss vorbereitend mit den Themen auseinandergesetzt hatte, befasste sich der Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 9. Dezember 2019 mit dem Prozess der Abschlusserstellung sowie mit dem Rechnungslegungsergebnis.
An dieser Sitzung nahmen die den Jahres- und Konzern-Abschluss testierenden Wirtschaftsprüfer ebenfalls teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt, über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte, die unternehmensspezifischen, besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (sogenannte Key Audit Matters) und andere wesentliche Ergebnisse der Prüfung. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Nach eigener Prüfung, die zu keinen Einwendungen führte, nahm der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte den Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss und den CSR-Bericht. Damit sind zugleich der Jahresabschluss festgestellt und der Konzern-Abschluss gebilligt worden. Der Aufsichtsrat folgte mit seinem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2018/2019 der Bertrandt Aktiengesellschaft dem Vorschlag des Vorstands.
Herzlichen Dank
Bei allen Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeitern des Bertrandt-Konzerns im In- und Ausland möchte sich der Aufsichtsrat herzlich für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr bedanken. Unser besonderer Dank gilt den zum 20. Februar 2019 ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrates, die mit großem Wissen und Engagement die Entwicklung der Gesellschaft in den vergangenen Jahren begleitet haben.
Ehningen, 9. Dezember 2019
Dietmar Bichler, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Der Konzernabschluss zum 30.09.2019 wurde am 09.12.2019 gebilligt.