AI assistant
Bertrandt AG — Management Reports 2018
Feb 7, 2019
59_rns_2019-02-07_492382c7-ac5f-4e4a-9937-de8a0c76fbe6.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Bertrandt Aktiengesellschaft
Ehningen
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017/18
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL UND STRATEGIE
Seit über 40 Jahren erarbeitet Bertrandt als einer der führenden Technologie-Partner an 55 Standorten in Europa, Asien und den USA im Kundenauftrag individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie umfasst alle Prozess-Schritte in den Projektphasen Konzeption, Konstruktion, Entwicklung, Modellbau, Werkzeugerstellung, Fahrzeugbau, Fertigungsplanung bis hin zu Serienanlauf und -betreuung. Zusätzlich werden die einzelnen Entwicklungsschritte durch Simulation, Prototypenbau und Erprobung abgesichert. So werden in unseren Technologiezentren, die sich in Kundennähe befinden, Projekte unterschiedlichster Größe gemeinsam vorangetrieben. Diese verfügen über eigene Designstudios, Elektroniklabore sowie Versuchs- und Testeinrichtungen. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller und viele Systemlieferanten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie für den Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Dabei lassen Beständigkeit, Verlässlichkeit und Investition in Infrastruktur und technische Anlagen Kundenbeziehungen wachsen. Das sind für Bertrandt wesentliche Erfolgsfaktoren.
CORPORATE RESPONSIBILITY
Fester Bestandteil des Bertrandt-Geschäftsmodells ist eine nachhaltige Unternehmensführung, auch unter Berücksichtigung von nicht-finanziellen Aspekten. Der gesonderte digitale Corporate Responsibility Bericht der Bertrandt AG gibt Aufschluss über die Themengebiete der ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit des Bertrandt-Konzerns im Geschäftsjahr 2017/2018. Ausschließlich als navigierbare PDF-Datei verfügbar kombiniert er Nachhaltigkeits- und CSR-Aspekte, in diesem Jahr auch erstmals nicht-finanzielle Aspekte gemäß §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB. Der Corporate Responsibility Bericht ist auf der Webseite der Bertrandt AG unter der Rubrik Investor Relations im Bereich Finanzberichte abrufbar.
BASIS DES GESCHÄFTSMODELLS
Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche fortwährend zu. Trends wie beispielsweise umweltfreundliche individuelle Mobilität, autonomes und vernetztes Fahren, steigende Modell- und Variantenvielfalt oder Industrie 4.0 erfordern detailliertes technisches Wissen und ganzeinheitliches Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukünftiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden und den sich ändernden Marktbedingungen an. Durch die interdisziplinäre Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Aufgrund der fortschreitenden Branchenkonsolidierung und der wachsenden Kunden- und Themenvielfalt prüft das Unternehmen auch Opportunitäten im Bereich des anorganischen Wachstums. Für Bertrandt bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigsten Markttrends sind im Detail:
UMWELTFREUNDLICHE INDIVIDUELLE MOBILITÄT
Die Verknappung fossiler Brennstoffe, der globale Klimaschutz und ein erhöhter Mobilitätsbedarf aufgrund der allgemein wachsenden Weltbevölkerung erfordern neue Lösungen und alternative Antriebe. International wird über die weitere Senkung der erlaubten Emissionswerte beraten. Während ein Verbrennungsmotor bis zu 50 Prozent der Energie im Kraftstoff verwerten kann, nutzt der Elektromotor laut Experten des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) zwischen 80 bis fast 100 Prozent der zur Verfügung gestellten Energie. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen der Zukunft gewinnt daher bei der Reduzierung lokaler Emissionen zunehmend an Bedeutung. Zum einen wird hierzu die reife Technologie des Verbrennungsmotors in hybriden Antriebsformen mit dem hohen Wirkungsgrad eines Elektromotors kombiniert und hilft so, Emissionen deutlich zu verringern. Zum anderen hat der Fortschritt in der Batterietechnologie auch den reinen Elektroantrieb zu einer Option für künftige Mobilität werden lassen. Dazu verstärken die Automobilhersteller ihre Anstrengungen im Bereich des Brennstoffzellenantriebs, der es durch eine chemische Reaktion ermöglicht, elektrische Energie an Bord des Fahrzeugs selbst beispielsweise aus Wasserstoff zu gewinnen.
Eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der neuen Antriebstechnologien spielt hierbei die Gesetzgebung. Das hat der VDA in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman in der Studie "FAST 2030" herausgearbeitet Weltweit werden die CO2-Emissionsvorschriften immer weiter verschärft. Seit dem Jahr 2009 sind Pkw beispielsweise in der Europäischen Union einer CO2-Regulierung unterworfen. Der durchschnittliche Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers darf demnach einen gesetzlich fixierten Grenzwert in Gramm CO2 pro Kilometer und Fahrzeug nicht überschreiten. Für Pkw wird dieser Wert von aktuell 130 Gramm CO2 pro Kilometer bis 2021 auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 Liter Diesel oder 4,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Länder wie die USA oder China verfolgen ähnliche Umweltziele. Langfristig planen einzelne Länder sogar komplette Verbote für Verbrennungsmotoren wie etwa Norwegen ab 2025, die Niederlande ab 2030 sowie Frankreich und Großbritannien ab 2040. Eine Analyse des Center of Automotive Management (CAM) zeigte jedoch, dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neu zugelassenen Pkw beispielsweise in Deutschland im Vergleich zu 2016 sogar gestiegen sind. Mit 127,9 Gramm pro Kilometer lag der Durchschnittswert wegen des wachsenden Anteils an Benzinmotoren zu Lasten des Dieselanteils 0,5 Gramm über dem Mittel von 2016 (127,4 Gramm).
Alle Akteure der Automobilindustrie treiben daher die Entwicklung alternativer Antriebe mit großem Aufwand voran, da beispielsweise Elektrofahrzeuge einen erheblichen Beitrag zur Emissionsvermeidung und zum Umweltschutz leisten können. Der VDA prognostiziert, dass die deutsche Automobilindustrie speziell in die Entwicklung alternativer Antriebe etwa 40 Mrd. EUR bis zum Jahr 2020 investiert. Im Ergebnis kommt die Studie "FAST 2030" zu der Einschätzung, dass bereits zwischen 2020 und 2025 eine deutliche Zunahme hybrid und rein batterieelektrisch angetriebener Fahrzeuge zu verzeichnen sein wird. Bis zum Jahr 2030 erscheint es demnach wahrscheinlich, dass der Produktionsanteil elektrifizierter Fahrzeuge weltweit 60 Prozent und mehr betragen könnte.
AUTONOMES UND VERNETZTES FAHREN
In den vergangenen zehn Jahren stiegen die fahrzeugtechnischen Innovationen im Bereich des vernetzten und autonomen Fahrens einer Studie des CAM in Kooperation mit der Fachzeitschrift carIT zufolge kontinuierlich an. Jede zweite technologische Neuerung der Autohersteller in den letzten vier Jahren war eine Lösung aus den Bereichen Telematik, Fahrsicherheitssysteme oder Bedien- und Anzeigenkonzepte. Dominierend im Bereich der technischen Neuerungen sind dabei seit Jahren die deutschen Hersteller, sie besitzen einen Anteil von 58 Prozent an den weltweiten Patenten im vernetzten und autonomen Fahren. Mit größerem Abstand folgen asiatische und US-amerikanische Autobauer.
Fahrzeuge des Premiumsegments besitzen bereits heute teilautomatisierte Funktionen der Quer- und Längsführung, bei denen jedoch der Fahrer verpflichtet ist, das Fahrzeug zu überwachen und die Hände am Lenkrad zu halten. Bei den in Entwicklung befindlichen Technologien im Bereich des hochautomatisierten Fahrens darf der Fahrer zukünftig in bestimmten Nutzungssituationen die Fahraufgabe an das Fahrzeug abgeben und sich mit anderen Dingen beschäftigen. Für die Erreichung der Marktreife sind aber zunächst noch weitere Entwicklungsfortschritte von Herstellern und Zulieferunternehmen notwendig, wie eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung feststellt. Diese betreffen etwa Hardware- und SoftwareKomponenten wie die verschiedenen Sensoren, die Rechenkapazitäten, Mensch-Maschine-Schnittstellen, eingesetzte Softwareplattformen, Anbindung der Sensorik und hochauflösende Kartendaten zur exakten Standortbestimmung sowie künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Software-Algorithmen. So sollen die Herausforderungen für die Serienreife solcher Fahrzeuge vor allem beim Fahren mit höheren Geschwindigkeiten und dem Beherrschen komplexer Fahrsituationen sowie in der Mischung von autonomen und manuellen Fahrzeugen im Straßenverkehr beherrschbar gemacht werden. Der VDA schätzt daher, dass die deutsche Automobilindustrie in den nächsten drei bis vier Jahren weitere 16 bis 18 Mrd. EUR in Technologien der Digitalisierung investieren wird.
Um diese Technologien in kurzer Zeit marktreif entwickeln zu können, werden die Automobilhersteller und Zulieferer nach Meinung der Experten bei Berylls Strategy Advisors verstärkt auf die Entwicklungskompetenz von Technologiepartnern wie Bertrandt zurückgreifen. Die Unternehmensberatung prognostiziert daher ein hohes Wachstumspotenzial für Entwicklungspartner durch die Trends des vernetzten und autonomen Fahrens.
MODELL- UND VARIANTENVIELFALT
Modul- und Plattformstrategien sowie Gleichteile ermöglichen Automobilherstellern ein breites Angebot an Fahrzeugvarianten. Skaleneffekte über mehrere Modelle und Baureihen hinweg erlauben es ihnen, auch in kleineren Stückzahlen gewinnbringend zu produzieren. Ziel dieser Strategie ist es, einen Großteil des weltweiten Gesamtmarkts inklusive kleinerer Marktnischen abzudecken. Als Konsequenz der zunehmenden Verschärfung der Abgasrichtlinien rückt für viele Automobilhersteller zudem die Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach um eigens für alternative Antriebe entwickelte Modelle ergänzt.
Eine aktuelle Studie von Berylls Strategy Advisors kommt zu der Einschätzung, dass in den Jahren 2019 bis 2025 insgesamt 162 neue Pkw-Modelle deutscher Automobilhersteller auf den Markt kommen. Darin nicht enthalten sind die verschiedenen Antriebsvarianten pro Modell. Neben der eigentlichen Entwicklungsarbeit für das Fahrzeug birgt die Adaption der verschiedenen Antriebsvarianten weiteres Geschäftspotenzial für Entwicklungsdienstleister, so die Experten.
INDUSTRIE 4.0
Der Begriff Industrie 4.0 steht für die vollständige Digitalisierung und Integration der industriellen Wertschöpfungskette. Die Verbindung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit der Automatisierungstechnik zum Internet der Dinge und Dienste ermöglicht immer höhere Grade der Vernetzung in und zwischen Produktionsanlagen, vom Lieferanten bis hin zum Kunden. Durch die Digitalisierung, also die Überführung analoger in digitale Daten, ändern sich Geschäftsprozesse entscheidend. Neben einer starken Vernetzung von Menschen und Objekten werden dabei zahlreiche Innovationen ermöglicht, die zu branchenübergreifenden Veränderungen führen. Für diese Entwicklung müssen Informationen unterschiedlichster Art digital umgesetzt, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Das ist die Basis für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Diese Veränderung in Unternehmen führt dazu, dass Produktionsprozesse und -abläufe durch eine erhöhte Transparenz sowohl flexibilisiert als auch optimiert werden können. Maschinenauslastung oder kundenindividuelle Produktkombinationen lassen sich verbessern oder überhaupt erst umgesetzen.
Die Potenziale, die der deutschen Wirtschaft durch die Digitalisierung entstehen, erhob das Beratungsunternehmen Strategy& in einer jüngst erschienenen Studie. Demnach rechnen die befragten deutschen Unternehmen im Zeitraum bis 2023 mit einer Umsatzsteigerung von 276 Mrd. EUR durch die Investition in digitale Technologien. Das Feld mit dem größten Zukunftspotenzial ist nach Meinung der befragten Manager die künstliche Intelligenz, da sie eine bessere Grundlage für die operative Entscheidungsfindung liefern wird.
LEISTUNGSSPEKTRUM
Das umfassende Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses. Als einer der führenden europäischen Entwicklungsspezialisten ist Bertrandt ein verlässlicher Partner für aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Unternehmens kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur und der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsangebot lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche fachspezifische Leistungen, Dienstleistungen sowie Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.
FACHSPEZIFISCHE LEISTUNGEN
Um den Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, sind für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifische Kenntnisse entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung und fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder als Einzelleistung beauftragt werden. Zudem baut Bertrandt seine Kompetenzen im Bereich Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning und Big Data aus.
DIENSTLEISTUNGEN
Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts - Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
ENTWICKLUNG MODULE UND DERIVATE
Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Durch die Fokussierung der Hersteller auf ihr Kerngeschäft vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben an externe Partner. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab.
Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.
KONZERNWEITE FACHBEREICHE
Gruppenweites Fachwissen sowie über 40 Jahre gesammelte Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell umgesetzt werden.
DESIGN SERVICES/DESIGNMODELLBAU UND RAPID TECHNOLOGIES
Design ist die Verbindung von Form und Funktion mit Emotion. Es nimmt eine kaufentscheidende Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen ein. Damit die Komponenten perfekt zusammenspielen, bietet Bertrandt im Bereich Design Services/Designmodellbau und Rapid Technologies Leistungen in unterschiedlicher Ausprägung an - in Skizzen, virtuell oder als Muster im Modellbau. Unser Kunde definiert das Ziel, Bertrandt berät in der aktiven und kreativen Umsetzung - und realisiert Visionen mittels Virtual Reality, immer auf der Höhe der aktuellen Entwicklungen. Denn neben klassischen Tools nutzen Designer bei Bertrandt Zukunftstechnologien wie die 3-D-Visualisierung und fungieren als Forschungspartner von Hochschulen.
KAROSSERIE-ENTWICKLUNG
Die Karosserie-Entwicklung ist geprägt von zukünftigen CO2-Emissionsobergrenzen, Gewichtsreduktion durch Leichtbau in modernen Automobilen oder Flugzeugen, Materialkompetenz bei Faserverbundstoffen, hochfesten Stählen sowie Aluminium oder neuesten Entwicklungen in Licht und Sicht. Bertrandt bietet seinen Kunden kompetente und erfolgversprechende Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen in der Karosserie-Entwicklung. Das tiefe und breite Leistungsspektrum in der Karosserie-Entwicklung basiert bei uns auf den Säulen Rohbau, Exterieur und Interieur.
INTERIEUR-ENTWICKLUNG
Eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen nimmt die Entwicklung des Interieurs ein. Ob Autositz oder Cockpit - Automobilhersteller nutzen Design-Elemente und Oberflächenbeschaffenheiten im Interieur zunehmend als Differenzierungsmerkmale. Ergonomie, Komfort, Sicherheit und Funktionalität prägen das Design der Innenräume. Komplexe Komponenten- und Modulumfänge im Innenraum - zum Beispiel die Instrumententafel im Cockpit, Verkleidungsteile wie Hard- und Soft-Trim oder komplette Sitzanlagen - werden daher bei Bertrandt durchgängig bearbeitet. Von der Idee bis zur optimalen Lösung.
ELEKTRONIK-ENTWICKLUNG
Bereits heute haben Software sowie elektrische und elektronische Komponenten einen hohen Wertschöpfungsanteil bei der Fahrzeug-Entwicklung. Der Grund ist die zentrale Rolle der Mechatronik und Elektronik hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Mobilität. Das Auto der Zukunft wird noch mehr Technologie und Innovationen, noch mehr Elektrik und Elektronik erfordern. Die Komplexität der Anforderungen in der Automobil-Entwicklung nimmt zu. Die Automobil-Elektronik erstreckt sich über den gesamten Bereich des Produktentstehungsprozesses - von der Anforderung über die Elektronik-Entwicklung bis hin zur Integration und Absicherung auf Komponenten-, System- und Fahrzeugebene. Diese Entwicklungsschritte bietet Bertrandt für nahezu alle Fahrzeug-Elektronik-Domänen an. Dabei bewegen wir uns in den klassischen Themengebieten wie Infotainment, Komfort, Fahrwerk, Bordnetze etc. bis hin zu den aktuellen und neuen Herausforderungen rund um elektrifiziertes Fahren und Vernetzung des Fahrzeugs (Car2X) in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, autonomes Fahren, Onlinedienste/Apps und Infrastrukturen/IT.
POWERTRAIN-ENTWICKLUNG
Steigende Ansprüche an die Fahrdynamik bei niedrigen Emissionen und geringerem Verbrauch - das sind die Herausforderungen für die Motoren-Entwicklung. Wesentliche Innovationsträger sind neue und alternative Antriebsstränge, beispielsweise Hybrid- oder Elektroantriebe, aber auch der Ausbau vorhandener Konzepte. Vor allem in den Bereichen Verbrennungsmotor sowie Hybrid- und Elektroantrieb muss ein Entwicklungsdienstleister fachübergreifende Kompetenz beweisen. Bauteil-Entwicklung, Thermodynamik, Motorsteuerung und Thermomanagement sind hierfür die wesentlichen Leistungsfelder bei Bertrandt. Entwicklungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Motorapplikation, Abgasnachbehandlung, Reduzierung von Emissionen, Downsizing und Elektrifizierung des Antriebsstrangs.
FAHRWERKSENTWICKLUNG
Anforderungen an Fahrdynamik, Fahrkomfort und Fahrverhalten prägen den Charakter eines Automobils. Der steigende Einsatz elektronischer Fahrregel- und Fahrerassistenzsysteme bedingt eine starke Einbindung der Elektronik-Entwicklung in den Entwicklungsprozess. Auch Energieeffizienz und Verlustleistungsminimierung im Fahrwerk haben einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Reduzierungspotenziale im Fahrzeug. Unsere Kunden können uns im Bereich Fahrwerk zu allen Teilprozessen beauftragen - von der Entwicklung mechanischer und mechatronischer Komponenten bis hin zur Konzeption und Erprobung von Fahrwerkseigenschaften. Auch in den Bereichen Achsen, Lenkung und Bremsen ist Bertrandt ein verlässlicher Partner.
SIMULATION
Um den Ansprüchen unserer Kunden nach kürzeren Entwicklungszeiten zu entsprechen, wird bei Bertrandt im simultanen Engineering gearbeitet. Durch den gezielten Einsatz virtueller CAE-Methoden stellen unsere Berechnungsingenieure bereits in frühen Entwicklungsstadien die Weichen für das Erreichen der funktionalen Ziele, wie Crash-Performance, Insassenschutz, Steifigkeits- und Komfortverhalten. Der Fokus im Fachbereich Simulation liegt auf der virtuell getriebenen Entwicklung mit der robusten Erreichung funktionaler Ziele.
VERSUCH/ERPROBUNG
Zukunftsfähigkeit erfordert die Entwicklung und Erprobung neuer Realitäten und Lösungen. Um für unsere Kunden ein optimales und wegweisendes Ergebnis sicherzustellen, prüft, testet und validiert Bertrandt realitätsnah, kompromisslos und ausgesprochen erfinderisch, was die Entwicklung neuer und härtester Testsysteme und -verfahren betrifft: mit dem klaren Ziel und Versprechen, Kunden mit Know-how und wegweisenden Testsystemen zu unterstützen - vom ersten Konzept bis zur kompletten Fahrzeugerprobung. Je besser und früher das Produkt messgenau und reproduzierbar geprüft und einer Validierung unterzogen werden kann, desto kürzer ist die Entwicklungszeit, desto größer ist die Kosteneinsparung und desto höher ist die Wirtschaftlichkeit. Ob es um Funktionsabsicherung und Lebensdauertests geht, um Umweltsimulation, Funktionserprobung von Tanksystemen, Shed-Messungen oder Fahrzeugerprobung - Bertrandt ist in allen Disziplinen ein erfahrener Testing-Partner.
ENTWICKLUNGSBEGLEITENDE DIENSTLEISTUNGEN
Steigende Qualitätsanforderungen und eine hohe Prozess-Sicherheit spielen bei Automobilherstellern und -zulieferern eine große Rolle. Genau hier setzen die Entwicklungsbegleitenden Dienstleistungen von Bertrandt an. Unser Leistungsspektrum gliedert sich in vier Haupt-Kompetenzfelder: Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement und Logistik. Unsere Kunden unterstützen wir entlang der gesamten Prozesskette bis in den Bereich After-Sales, unter anderem bei Datenmanagement, Lean Management, Industrial Engineering, Produktions- und Logistikplanung und der Materialfluss-Simulation.
WIRTSCHAFTSBERICHT
WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die globalen wirtschaftlichen Rahmendaten waren während des Bertrandt-Geschäftsjahres 2017/2018 überwiegend günstig. Die weltweite Industrieproduktion expandierte in 2017 deutlich, der Welthandel wurde kräftig ausgeweitet. Für die USA verzeichneten die Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose für das Kalenderjahr 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. China erzielte ein Wirtschaftswachstum von 6,9 Prozent und die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konnten um 2,5 Prozent zulegen. Deutschland steigerte seine Wirtschaftsleistung in 2017 um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das positive Momentum aus dem letzten Quartal des Jahres 2017 setzte sich bis in den Sommer 2018 laut der im Herbst erschienen Gemeinschaftsdiagnose fort, jedoch mit abnehmender Dynamik. Die Unsicherheiten über den Fortgang der Weltkonjunktur wuchsen zusehends, die Aussichten trübten sich aufgrund der verschlechterten finanziellen Rahmenbedingungen für die Schwellenländer und drohender Handelskonflikte spürbar ein. Der Welthandel, der Ende vergangenen Jahres noch kräftig gestiegen war, wurde seit Jahresbeginn kaum noch ausgeweitet.
Vor diesem Hintergrund erwarten die Fachleute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose im aktuellen Herbstgutachten für 2018 in den USA einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,9 Prozent. China verlangsamt aller Voraussicht nach seine Dynamik und kommt auf ein Plus von 6,6 Prozent. Die Europäische Union kann der Prognose zufolge um zwei Prozent zulegen, das deutsche Bruttoinlandsprodukt der Schätzung nach um 1,7 Prozent.
ENTWICKLUNG AUTOMOBILINDUSTRIE
Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) wuchs der Neuwagenabsatz 2017 weltweit auf 84,7 Mio. Pkw nach 82,9 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent. In den Vereinigten Staaten von Amerika stagnierten die Neuzulassungen in der Light Vehicle Kategorie mit 17,1 Mio. Einheiten leicht, insgesamt wurden rund zwei Prozent weniger Fahrzeuge zugelassen, als im Vorjahr. Gemäß den Statistiken des VDA sank dabei der Pkw-Absatz gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 6,1 Mio. Fahrzeuge, wohingegen der Absatz der Light Trucks um vier Prozent auf 11,1 Mio. Einheiten stieg. China war mit einer Steigerungsrate von zwei Prozent erneut größter Einzelmarkt weltweit und verzeichnete mit 24,2 Mio. neu zugelassenen Pkw ein neues Allzeithoch. Mit einem Plus von drei Prozent setzte auch Westeuropa seinen Wachstumskurs fort und registrierte 14,3 Mio. Neuzulassungen im vergangenen Jahr.
Bis zum Ende des Bertrandt-Geschäftsjahres am 30. September 2018 setzte sich der überwiegend positive Trend für die Automobilbranche weiter fort. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres stieg der Absatz von Light Vehicles in den USA leicht um 0,3 Prozent auf rund 12,8 Mio. Einheiten. Dabei hielt der Trend zu größeren Fahrzeugen an. Während der Absatz in der Light Vehicle Kategorie gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent nachgab, stiegen die Verkäufe in der Light Trucks Kategorie um acht Prozent. In China hielt die dynamische Entwicklung weiter an; die Neuzulassungszahlen stiegen um rund ein Prozent auf über 16,9 Mio. Pkw. Der westeuropäische Markt konnte ebenfalls weiter auf rund 11,2 Mio. Neuzulassungen wachsen und lag damit 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet der VDA mit einem globalen Neuwagenabsatz von rund 85,7 Mio. Pkw, was einem Zuwachs von einem Prozent entspräche.
Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie wuchs nach einer Erhebung des VDA in 2017 um 5,3 Prozent auf 426 Mrd. EUR. Dabei stieg der Auslandanteil auf 273,7 Mrd. EUR (plus 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr), der Inlandsumsatz erreichte 152,3 Mrd. EUR (plus 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Im Vergleich zu 2016 konnte die Zahl der Beschäftigten in 2017 um 1,4 Prozent auf 819.996 gesteigert werden.
ENTWICKLUNG LUFTFAHRTINDUSTRIE
Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie hat sich laut Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) auch in 2017 sehr gut entwickelt. Das Umsatzwachstum der Gesamtbranche betrug sechs Prozent, der Umsatz erreichte ein neues Allzeithoch von 40 Mrd. EUR (Vorjahr 37,5 Mrd. EUR). Auch die Anzahl der Beschäftigten stieg weiter und erreichte mit 109.500 ebenfalls einen historischen Höchstwert (Vorjahr 108.000). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung waren mit vier Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres und entsprechen einem Anteil von zehn Prozent des Branchenumsatzes.
Die Branche investiert nach Abschluss der Entwicklungsleistungen wichtiger Flugzeugprogramme momentan verstärkt in neue Technologien im Hinblick auf die nächste Generation von Flugzeugen ebenso wie in Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme. Ein wichtiges Thema ist dabei die Einführung von Industrie 4.0 und Digitalisierung in Entwicklung, Produktion und Services. Weitere aktuelle Entwicklungsbereiche sind das unbemannte Fliegen und hybride sowie elektrische Antriebsarten. Die beiden großen Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing sehen übereinstimmend den globalen Wachstumstrend in der Zivilluftfahrt nach wie vor intakt. Die jährlich aktualisierte Langfristprognose von Airbus schätzt, dass sich der weltweite Bedarf an neuen Zivilflugzeugen im Zeitraum von 2018 bis 2037 auf bis zu 37.400 Stück beläuft. Den Marktwert beziffert Airbus dabei auf rund fünf Bill. EUR. Boeing geht für den gleichen Zeitraum von einem noch höheren Volumen aus und prognostiziert 42.730 neue zivile Flugzeuge bis 2037. Dies entspricht einem aktuellen Marktwert von annähernd 5,5 Bill. EUR.
ENTWICKLUNG ANDERE INDUSTRIEN
Der Aufschwung in Deutschland dauert nunmehr sechs Jahre an. Treibende Kraft dabei ist die starke Binnennachfrage, die vom kontinuierlichen Beschäftigungsaufbau und von niedrigen Zinsen gestützt wird. Bereits zu Beginn des Jahres 2017 erreichte die Auslastung der Produktionskapazitäten ein sehr hohes Niveau und verblieb bis zum Herbst auf diesem Stand. Für die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie stellt sich die Entwicklung im Einzelnen folgendermaßen dar:
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) schätzt für das Jahr 2017 einen Branchenumsatz von rund 274 Mrd. EUR, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent entspricht. Angesichts weiterhin ansteigender Investitionen weltweit geht der Verband für 2018 nochmals von einer Steigerung der Produktion um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.
Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) berichtete für 2017 einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Umsatz in Höhe von 191,5 Mrd. EUR für die Branche (+7,2 Prozent). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 17,2 Mrd. EUR, rund drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Jahr 2018 rechnen die Verbandsexperten aufgrund der positiven Rahmenbedingungen mit einem Produktionswachstum von drei Prozent und einem Anstieg des Branchenumsatzes auf 196 Mrd. EUR.
Laut Fachverband Medizintechnik des Deutschen Industrieverbands für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) konnten die 1.310 deutschen Medizintechnikhersteller in 2017 ein Umsatzplus von 2,5 Prozent und damit einen Gesamtumsatz von 29,9 Mrd. EUR erwirtschaften. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 3,9 Prozent auf rund 137.900 Mitarbeiter. Die Quote der Ausgaben für Forschung und Entwicklung lag bei etwa neun Prozent im Verhältnis zum Umsatz. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet der Verband eine weiterhin positive Entwicklung mit Umsatzsteigerung von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Umsatz im Bereich der Energietechnik stieg 2017 leicht um 6,2 Prozent auf 13,4 Mrd. EUR, wie der Fachverband Energietechnik des ZVEI berichtete. Für 2018 gehen die Branchenexperten von einem Anstieg des globalen Markts für Energietechnik von vier Prozent aus.
ENTWICKLUNG ENGINEERINGMARKT
Die Branche der Entwicklungsdienstleister bietet laut Fachzeitung Automobilwoche nachhaltige Wachstumspotenziale.. Die 25 führenden Unternehmen konnten ihre Umsätze mit Kunden aus der Automobilindustrie im Jahr 2017 im Schnitt um über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Die fortschreitende Konsolidierung der Branche hat dabei maßgeblichen Einfluss auf das Umsatzwachstum einzelner Entwicklungsdienstleister. In der Summe setzten die Top 25 mit der Autoindustrie 9,4 Mrd. EUR um. Die stärksten Wachstumstreiber sind dabei nach einer Marktanalyse der Unternehmensberatung Berylls die Themen Digitalisierung, autonomes Fahren und fortschreitender Kompetenzaufbau seitens der Entwicklungsdienstleister in Breite und Tiefe. Letzteres erlaubt es der Branche, immer komplexere und vielschichtigere Projekte von den Automobilherstellern und Zulieferern zu übernehmen. Daher erwarten die Experten auch in 2018 eine Fortsetzung des Wachstumstrends.
GESCHÄFTSVERLAUF
GESCHÄFTSJAHRESENTWICKLUNG
Der Bertrandt-Konzern entwickelte sich im Geschäftsjahr 2017/2018 erwartungsgemäß. Trotz zwei Arbeitstagen weniger als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres und weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingen in der Automobilindustrie konnten die wesentlichen Kennzahlen des Konzerns gesteigert werden. Es kam weiterhin zu Verzögerungen bei der Vergabe von externen Entwicklungsaufträgen an Engineering-Dienstleister und die Anspannung auf der Preisseite blieb deutlich spürbar. Dies hat die positive Unternehmensentwicklung auf Basis der guten konjunkturellen Bedingungen sowie der intakten Markt- und Technologietreiber begrenzt. Das Gesamtleistungs- und Ergebniswachstum der Bertrandt AG im Geschäftsjahr 2017/2018 lag dementsprechend im unteren Bereich der Erwartungen.
GESAMTLEISTUNG
Die Gesamtleistung stieg von 993.878 TEUR im Vorjahr um 27.142 TEUR auf 1.021.020 TEUR. Die Umsatzerlöse summierten sich auf 1.019.914 TEUR (Vorjahr 992.276 TEUR). Die Tochtergesellschaften im Ausland entwickelten sich insgesamt weiter positiv und verzeichneten einen Umsatzanstieg von 13,7 Prozent auf 152.720 TEUR (Vorjahr 134.300 TEUR). Zurückzuführen ist dies vor allem auf die weiter zunehmende Kundennachfrage in Frankreich. Die aktivierten Eigenleistungen beliefen sich auf 1.106 TEUR nach 1.602 TEUR im Vorjahr.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr lag die Gesamtleistungssteigerung damit innerhalb der im vorangegangenen Lagebericht gegebenen Prognose und der vom Management angekündigten Bandbreite von 20 bis 50 Mio. EUR über dem Vorjahr.
AUFWANDSKENNZAHLEN
Im Vergleich zum Vorjahr stellten sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2017/2018 wie folgt dar: Der Materialaufwand reduzierte sich durch geringeren Bezug von Fremdleistungen projektbezogen auf 100.388 TEUR (Vorjahr 105.605 TEUR). Der Personalaufwand stieg korrespondierend mit dem Mitarbeiterwachstum und durch eine allgemeine Lohnsteigerung um 2,9 Prozent auf 723.971 TEUR (Vorjahr 703.593 TEUR), wobei sich die Personalaufwandsquote leicht auf 70,9 Prozent (Vorjahr 70,8 Prozent) erhöhte. Die Abschreibungen verminderten sich trotz des fortgesetzten zukunftsorientierten Ausbaus von Infrastruktur und technischen Anlagen, bedingt durch den planmäßigen Abschreibungsverlauf der Wirtschaftsgüter, geringfügig von 33.864 TEUR auf 33.022 TEUR. Die Abschreibungsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 3,2 Prozent (Vorjahr 3,4 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Berichtszeitraum um 3,6 Prozent auf 100.092 TEUR (Vorjahr 96.628) im Wesentlichen wegen gestiegener Mietaufwendungen zu: Aufgrund des Wachstums der Gesamtleistung waren sie damit in Relation zu dieser im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 9,8 Prozent annähernd auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/2017 (Vorjahr 9,7 Prozent).
EBIT
Im Geschäftsjahr 2017/2018 konnte Bertrandt das EBIT von 62.870 TEUR im Vorjahr auf 72.141 TEUR und die EBIT-Marge von 6,3 auf 7,1 Prozent steigern. Das gestiegene EBIT lässt sich im Wesentlichen auf eine verbesserte Auslastung und Projektergebnisse zurückführen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten ein EBIT in Höhe von 14.681 TEUR (Vorjahr 10.355 TEUR). Der operative Ergebnisbeitrag der ausländischen Gesellschaften entwickelte sich damit trotz fortgesetzter Anlaufkosten für den Ausbau von sogenannten Best-Cost-Country-Standorten erfreulich.
Die Steigerung des EBIT im Geschäftsjahr 2017/2018 um 9.271 TEUR und die EBIT-Marge von 7,1 Prozent erfüllen damit die im vorangegangenen Lagebericht gegebene Prognose von mindestens 8.100 TEUR EBIT-Zuwachs und einer Bandbreite von sieben bis neun Prozent im Verhältnis zur Gesamtleistung.
FINANZERGEBNIS
Saldiert belief sich das Finanzergebnis auf -2.983 TEUR (Vorjahr -2.181 TEUR). Die Finanzierungsaufwendungen lagen auf Vorjahresniveau, die Veränderung des Finanzergebnisses basiert im Wesentlichen aus dem Entfall eines positiven Zinseffekts aus Steuererstattungen, der im Vorjahr im übrigen Finanzergebnis enthalten war.
ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit summierte sich auf 69.158 TEUR (Vorjahr 60.689 TEUR). Bei einem Ertragsteuer-Aufwand von 17.915 TEUR (Vorjahr 14.125 TEUR) stieg die Steuerquote im Berichtszeitraum auf 27,4 Prozent (Vorjahr 24,4 Prozent), da im Vorjahr Steuererstattungen aus einer Betriebsprüfung enthalten waren. Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 47.385 TEUR (Vorjahr 43.866 TEUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 4,69 Euro (Vorjahr 4,35 Euro).
ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN
Bertrandt gliedert seine Geschäftsfelder in die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die Segmente entwickelten sich im Geschäftsjahr 2017/2018 bezüglich ihrer Gesamtleistungs- und Ergebnisentwicklung insgesamt positiv.
Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Modulen und Komponenten umfasst, erreichte auf Basis der positiven Entwicklung im Ausland aufgrund verbesserter Kundennachfrage eine Gesamtleistung von 595.568 TEUR (Vorjahr 582.680 TEUR). Das EBIT betrug im Berichtszeitraum 33.077 TEUR (Vorjahr 29.283 TEUR) und trägt damit zu 45,9 Prozent zum Konzern-EBIT bei.
Im Segment Physical Engineering werden Bereiche wie beispielsweise Modellbau, Versuch, Fahrzeugbau sowie Rapid Prototyping gebündelt. Im Geschäftsjahr 2017/2018 stieg die Gesamtleistung des Segments auf 214.519 TEUR (Vorjahr 201.092 TEUR). Das EBIT konnte gegenüber dem Vorjahr auf 18.235 TEUR (Vorjahr 12.976 TEUR) gesteigert werden. Ein Treiber für diese Entwicklung war die fortschreitende Erholung der Nachfrage eines Großkunden.
Das Segment Elektrik/Elektronik konnte eine Gesamtleistung von 210.933 TEUR (Vorjahr 210.106 TEUR) erzielen. Das EBIT belief sich auf 20.829 TEUR (Vorjahr 20.611 TEUR), so dass dieses Segment weiterhin die beste Rendite ausweist. Diese Entwicklung ist auf eine Verbesserung der Auslastung zurückzuführen.
Die Entwicklung der Segmente entsprach damit nahezu den Erwartungen. Alle Segmente verzeichneten ein Wachstum, wobei der Gesamtleistungszuwachs im Segment Physical Engineering mit 13.427 TEUR absolut am stärksten ausfiel. Der Zuwachs im Segment Digital Engineering lag mit 12.888 TEUR dabei darunter. Alle drei Segmente wiesen auch einen EBIT-Zuwachs aus, dieser fiel ebenfalls im Segment Physical Engineering mit 5.259 TEUR am stärksten aus.
VERMÖGENSLAGE
Der Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme stiegt leicht um 1,2 Prozent auf 788.395 TEUR (Vorjahr 778.800 TEUR) an. Auf der Aktiv-Seite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte vor allem aufgrund der fortgesetzten Investitionstätigkeit in Sachanlagen um 17.711 TEUR auf 318.914 TEUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 477.597 TEUR im Vorjahr auf 469.481 TEUR. Stichtagsbezogen ergab sich eine erhöhte Mittelbindung im Working Capital, welcher sich in einem Anstieg der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 40.809 TEUR auf 254.899 (Vorjahr 214.090 TEUR) zeigt. Des Weiteren reduzierten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 139.266 TEUR auf 88.405 TEUR in Folge der Veränderung des Working Capitals, der fortgesetzten Investitionstätigkeit sowie der Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr. Auf der Passiv-Seite erhöhte sich das Eigenkapital durch die fortgesetzte Verbesserung des Ergebnisses auf 398.876 TEUR (Vorjahr: 376.360 TEUR). Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 15.982 TEUR durch die ausweisbedingte Darstellung in den kurzfristigen Finanzschulden sowie die verminderten latenten Steuern über 12.611 TEUR (Vorjahr 19.578 TEUR).
SOLIDE EIGENKAPITALBASIS
Die positive Ertragslage spiegelt sich in einem erhöhten Eigenkapital von 398.876 TEUR (Vorjahr 376.360) wider. Die Veränderung resultiert maßgeblich aus dem erzielten Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 47.385 TEUR (Vorjahr 43.866 TEUR) abzüglich der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende, die in Höhe von 25.228 TEUR zur Ausschüttung kam. Mit einer Eigenkapitalquote von 50,6 Prozent (Vorjahr 48,3 Prozent) liegt Bertrandt deutlich über der internen Ziel-Quote von 45,0 Prozent und ist nach wie vor ein substanzstarkes Unternehmen.
FINANZLAGE
Das Finanzmanagement bei Bertrandt hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Bertrandt verzeichnete im Geschäftsjahr 2017/2018 trotz Ergebnissteigerung einen geringeren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, da sich die Working Capital Bindung im Wesentlichen durch eine Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte stichtagsbezogen im vierten Quartal des Geschäftsjahres deutlich erhöhte. Er belief sich im Berichtszeitraum auf 27.208 TEUR (Vorjahr 42.182 TEUR). Damit war dieser wie prognostiziert positiv und entwickelte sich analog der Geschäftsentwicklung.
INVESTITIONEN
Die Investitionen in Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2017/2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert und der Liquiditätsabfluss daraus belief sich auf 49.309 TEUR (Vorjahr 34.051 TEUR). Die Auszahlung für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sanken um 984 TEUR auf 2.802 TEUR. Die Auszahlung von Investitionen in Übrige Finanzanlagen beliefen sich auf 389 TEUR (Vorjahr 436 TEUR). Insgesamt summierten sich die Liquiditätsabflüsse für Investitionen im Berichtszeitraum damit auf 52.500 TEUR (Vorjahr 38.302 TEUR). Über den Stichtag 30.09.2018 hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Sachanlagen in Höhe von 36.650 TEUR (Vorjahr 26.241 TEUR).
Das Ziel dieser Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen ist die kundenorientierte Abrundung unseres Leistungsspektrums. Mit modernen technischen Einrichtungen werden an unseren Standorten bestehende Kompetenzen weiter ausgebaut. Aber auch innovative Themen sollen verstärkt mit neuen Investitionen erschlossen werden. Die Investitionsschwerpunkte orientieren sich dabei an den beherrschenden Technologie-Trends der Branche umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie autonomes und vernetztes Fahren. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden in Norddeutschland neu errichtete Versuchseinrichtungen sukzessive in Betrieb genommen, die innovative Leistungsumfänge speziell für elektrifizierte Antriebe ermöglichen. Des Weiteren wird im Geschäftsjahr 2018/2019 am Hauptsitz Ehningen ein Hochvoltprüfzentrum für klimaüberlagerte Batterietests entstehen. Zudem plant der Konzern zwei Prüfzentren für neue Antriebstechnologien. Darüber hinaus investiert Bertrandt in eigene Kompetenzinitiativen im Bereich elektrifiziertes, vernetztes und automatisiertes Fahren sowie in innovative Lösungen im Themengebiet Leichtbau. Dieses flächendeckende Wachstum in neue wie auch bestehende Kompetenzfelder über die gesamte Bertrandt-Gruppe hinweg ermöglicht es uns, weitere Teile des automobilen Entwicklungsprozesses zu durchdringen und unsere Marktpositionierung als Technologiekonzern weiter zu festigen und auszubauen.
FINANZIERUNG und LIQUIDITÄT
Im Geschäftsjahr 2017/2018 ergab sich aufgrund der geschilderten Einflüsse ein negativer Free Cashflow in Höhe von 23.727 TEUR (Vorjahr 6.513 TEUR positiver Free Cashflow). Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit basiert im Wesentlichen auf der Dividendenzahlung in Höhe von 25.228 TEUR (Vorjahr 25.229 TEUR). Damit reduzierte sich der Finanzmittelfonds von 139.266 TEUR auf 88.405 TEUR. Bertrandt verfügt über nicht genutzte, mittelfristig zugesagte Kreditlinien in Höhe von rund 193 Mio. EUR. Mit den Finanzmitteln, den nicht genutzten, mittelfristig zugesagten Kreditlinien, alternativen Finanzierungsinstrumenten sowie der guten Innenfinanzierungskraft verfügt Bertrandt über ausreichende Finanzierungsspielräume und eine entsprechende finanzielle Flexibilität, um den weiteren Auf- und Ausbau des Leistungsspektrums zu ermöglichen.
GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF
Bertrandt konnte trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2017/2018 die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr steigern und erstmals in der Unternehmenshistorie eine Gesamtleistung von größer eine Milliarde Euro erzielen. Auch wenn der EBIT-Zuwachs und die EBIT-Marge aufgrund der dargestellten Einflussfaktoren am unteren Ende der Erwartungen lagen, beurteilt der Vorstand die Entwicklung und vor allem die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die drei maßgeblichen Einflussfaktoren steigende Modell- und Variantenvielfalt, umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie automatisiertes und vernetztes Fahren sind langfristig intakt und bieten weiterhin Perspektiven für die Zukunft. Mit einer Eigenkapitalquote von mehr als fünfzig Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Aufgrund der guten Kapitalbasis und der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.
PERSONALMANAGEMENT
Weltweit waren zum Stichtag 13.229 Mitarbeiter (Vorjahr 12.970) bei Bertrandt beschäftigt. Zum 30. September 2018 waren 11.143 Mitarbeiter (Vorjahr 11.145) in Deutschland und 2.086 (Vorjahr 1.825) im Ausland tätig.
Damit erarbeiten über 13.000 Mitarbeiter für Kunden im In- und Ausland maßgeschneiderte Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist Bertrandt dabei besonders wichtig. Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Wertschätzung und gegenseitiges Vertrauen sind die bestimmenden Leitlinien. Aus diesem Wertesystem heraus hat der Konzern im Geschäftsjahr 2017/2018 sein Leitbild aktualisiert: als Richtschnur seiner Unternehmensstrategie, des täglichen Handelns und seiner sozialen Verantwortung. Es regelt sowohl die Beziehungen zu unseren Kunden und Aktionären als auch das Miteinander und die Spielregeln innerhalb des Konzerns. Für die Unternehmenskultur wichtige Fragen sind im Leitbild transparent dargestellt, Vertrauen - Fairness - Wertschätzung - Respekt für Mensch und Umwelt bilden die Eckpfeiler der Bertrandt-Kultur.
Um auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, führt Bertrandt aktuell ein konzernweites Programm zu mehr Flexibilisierung und Individualisierung des Arbeitsumfeldes sowie der Arbeitsformen durch. Dies beinhaltet die Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes sowie verschiedene Raumkonzepte in den Niederlassungen und Standorten.
Dass Bertrandt ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber ist, bestätigte sich im Berichtszeitraum von unabhängiger Stelle erneut. Universum zeichnete Bertrandt 2018 wieder als einen der hundert attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands aus. Im trendence Graduate Barometer 2018 - Engineering Edition - wurde das Unternehmen seit 2012 kontinuierlich unter die 100 beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland gewählt. Bertrandt belegt hier Rang 82 im Berichtszeitraum. Zudem wurde der Konzern im Geschäftsjahr 2017/2018 vom Magazin Focus in der Kategorie "Bester Arbeitgeber 2018" ausgezeichnet.
PERSONAL-RECRUITING
Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen spricht Bertrandt potenzielle Mitarbeiter mit einer Employer-Branding-Kampagne auf zahlreichen Veranstaltungen gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Vielschichtige Projekte sowie das tiefe und breite Leistungsspektrum bieten Spezialisten, berufserfahrenen Ingenieuren und Technikern sowie Hochschulabsolventen interessante Aufgaben in technologischen Schlüsselbranchen. Hierzu hat Bertrandt seine Aktivitäten auch im Bereich Social Media im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut.
WEITERBILDUNG
Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen fortlaufend Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen und methodischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 9,5 Mio. EUR (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiter und Führungskräfte investiert.
AUSBILDUNG
Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit Hochschulen fördert Bertrandt den eigenen Nachwuchs. Zum 30. September 2018 absolvierten 360 Kollegen im Bertrandt-Konzern eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.
KONZERNORGANISATION UND -STEUERUNG
INTERNATIONALE KONZERNSTRUKTUR
Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der national und international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, China, England, Frankreich, Italien, Österreich, Rumänien, Spanien, der Türkei, Ungarn und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Sitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.
WERTSTEIGERUNG IM FOKUS
Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns ausgelegt ist. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben der Gesamtleistung das EBIT und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH §§ 315D, 289F HANDELSGESETZBUCH (HGB)
Relevante Unternehmensführungspraktiken
Bertrandt richtet sein unternehmerisches Handeln an der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland wie auch den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln.
Compliance
Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis sind hierfür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die Bertrandt-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet, wobei wir uns seit jeher nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden fühlen. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, eine ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird bei Bertrandt kontinuierlich von den Mitarbeitern und Geschäftspartnern eingefordert und überwacht.
Unser Wertesystem: Das Bertrandt-Leitbild
Bertrandt ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und wird durch ein klares und eindeutiges Wertesystem geprägt. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem Wertesystem wurde bereits im Jahr 1996 das sogenannte Bertrandt-Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild, das zuletzt 2017 aktualisiert wurde, ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Mit dem Leitbild soll nicht nur das Miteinander innerhalb des Bertrandt-Konzerns, sondern auch das Füreinander hinsichtlich unserer Kunden und Aktionäre geregelt werden. Engagement und Vertrauen sind hierbei Werte, die Bertrandt jeden Tag aufs Neue betont. Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung prägen die tägliche Zusammenarbeit. Das Leitbild veranschaulicht unseren Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Bertrandt ist für seine Kunden, Aktionäre sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein langjähriger, verlässlicher Partner. Das Leitbild der Gesellschaft ist unter
"https://www.bertrandt.com/fileadmin/data/downloads/00_Unternehmen/2017_Bertrandt-Leitbild.pdf" verfügbar.
Risikomanagement
Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen besitzt in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken aufzudecken und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance sowie der erforderlichen Unabhängigkeit und Auswahl des Abschlussprüfers.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Rechnungslegung des Bertrandt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der Bertrandt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- wie auch des Einzelabschlusses der Bertrandt AG.
Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer benannt (sogenannter "Financial Expert").
Transparenz
Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der Bertrandt AG erfolgt durch Quartals-, Halbjahres- und Geschäftsberichte, durch Bilanzpressekonferenzen und die Hauptversammlung, durch Telefonkonferenzen sowie durch Veranstaltungen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.
Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter "http://www.bertrandt.com/investor-relations/kalender.html" zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der Bertrandt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der Bertrandt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG bzw. ab dem 3. Juli 2016 nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 bekannt gemacht.
Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats
Der Vorstand tritt gewöhnlich zweiwöchentlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.
Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.
Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.
Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Personal- und einen Prüfungsausschuss gebildet. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Diese Ausschüsse bereiten bestimmte Themenkreise zur Diskussion und Beschlussfassung im Plenum vor. Bei einzelnen Themen wurden die Entscheidungsbefugnisse vom Aufsichtsrat auf die Ausschüsse übertragen. Sie führen Sitzungen bei Bedarf durch.
Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie unter "http://www.bertrandt.com/unternehmen/aufsichtsrat.html". Informationen zu den von den Mitgliedern ausgeübten Berufen und Angaben zu den Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind im Geschäftsbericht 2017/2018 (dort Konzern-Abschluss/Konzern-Anhang) enthalten, der unter "http://www.bertrandt.com/investor-relations/finanzberichte.html" nach seiner Veröffentlichung am 13. Dezember 2018 zugänglich ist.
Festlegungen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG
Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand Zielgrößen festzulegen hat. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 Prozent, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Die Zielgrößen können unter Fristsetzung bis längstens 30. Juni 2022 festgelegt werden.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im Mai 2017 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. September 2021 erreicht werden soll. Dies entspach dem Ist-Zustand im Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße. In der Sitzung am 05. November 2018 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses anlässlich dreier Wiederbestellungen auch eine Aktualisierung der Zielfestlegung geprüft; eine Veränderung wurde nicht beschlossen.
Der Vorstand der Gesellschaft hat durch Beschluss im Mai 2017 gemäß § 76 Abs. 4 AktG für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die jeweils bis zum 30. September 2021 erreicht werden sollen. Die beiden Führungsebenen im Sinne von § 76 Abs. 4 AktG wurden anhand der bestehenden Berichtslinien innerhalb der Gesellschaft unterhalb des Vorstands festgelegt.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2017 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. September 2021 erreicht werden soll.
Die zuvor im September 2015 festgelegten Zielgrößen in gleicher Höhe wurden im Vorstand und in der ersten Ebene darunter erreicht, nicht aber in der zweiten Ebene unter dem Vorstand und im Aufsichtsrat. Der Frauenanteil betrug hier erfreulicherweise 41,7 Prozent, im Aufsichtsrat 33,33 Prozent.
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 24. September 2018 (nebst Aktualisierung vom 5. November 2018)
"Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 und berichtigt am 19. Mai 2017 - grundsätzlich entsprochen wurde und wird. Nicht angewandt wurden und werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.3 Satz 2, 4.1.5, 4.2.3 Abs. 3, 4.2.5 Abs. 3 und 4, 5.3.2 Abs. 3 Sätze 2 und 3, 5.4.1 Abs. 2 und 4, Ziffer 5.4.2 Satz 1, 5.5.2, 5.5.3 Satz 1 und 7.1.2 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex; ab dem 24. September 2018 wird auch Ziffer 5.4.1 Abs. 6 des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht angewandt.
Diese Abweichungen von einzelnen Empfehlungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK
Die Bertrandt AG hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK sieht diese für die Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Bertrandt AG hat die Versicherungspolice abgeschlossen, um ihre Interessen in einem hypothetischen Schadensfall abzusichern.
Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK
Die Bertrandt AG hat ein angemessenes, an der Risikolage der Gesellschaft ausgerichtetes Compliance Management System, über das nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) berichtet werden soll, welche erstmals auf Jahres- und Konzernabschlüsse, Lage- und Konzernlageberichte der Gesellschaft für das am 30. September 2018 endende Geschäftsjahr 2017/18 anwendbar sein werden. Im Hinblick auf diese neuen gesetzlichen Bestimmungen wurde und wird von Ziffer 4.1.3 Satz 2 DCGK abgewichen.
Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK
Von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK wurde und wird abgewichen. Der Aufsichtsrat strebt für die Vorstandsmitglieder kein bestimmtes "Versorgungsniveau" im Ruhestand an, sondern eine markt- und unternehmenskonforme Vergütung der aktiven Tätigkeit. Versorgungszusagen werden daher grundsätzlich nicht gewährt. Sie bestehen, wie seit vielen Jahren auch im Geschäftsbericht ausgewiesen, lediglich gegenüber einem aktiven und einem ehemaligen Vorstandsmitglied.
Ziffer4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK
Von den Empfehlungen aus Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK wurde und wird abgewichen, da nach Ansicht der Gesellschaft durch die geltenden gesetzlichen Vorschriften, die uneingeschränkt zur Anwendung kommen, eine hinreichende Transparenz der Vorstandsvergütung erreicht wird.
Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist bereits seit vielen Jahren zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Dies hat sich bewährt, weshalb von der Empfehlung der Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK abgewichen wurde und wird.
Ziffer 5.3.2 Absatz 3 Satz 2 DCGK und Ziffer 5.4.2 Satz 1 erster Halbsatz sowie Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 6 DCGK
Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihrem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern angehört. Nachdem aber der Begriff "unabhängige Mitglieder" in Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK nicht abschließend definiert wurde, erklärt die Gesellschaft höchstvorsorglich eine Abweichung von der Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 2 DCGK sowie von Ziffer 5.4.2 Satz 1 erster Halbsatz und auch von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK.
Entsprechendes gilt für die Empfehlung aus Ziffer 5.4.1 Abs. 6 DCGK, die darunter leidet, dass sie durch Abs. 7 nicht zweifelsfrei konkretisiert wurde, sodass die Gesellschaft höchstvorsorglich auch insoweit eine Abweichung erklärt.
Ziffer 5.4.2 Satz 1 zweiter Halbsatz DCGK
Auch von Ziffer 5.4.2 Satz 1 zweiter Halbsatz DCGK wurde und wird abgewichen. Das Geschäftsmodell der Bertrandt AG basiert u.a. auf einer verlässlichen Vertraulichkeit im Hinblick auf Entwicklungsprozesse und Innovationszyklen der Kunden sowie auf einen zuverlässigen Schutz der Geschäftsgeheimnisse der Kunden; um das Vertrauen der Kunden in diese Prozesse der Gesellschaft zu bestärken, sitzt kein Vertreter eines einzelnen Aktionärs im Aufsichtsrat der Gesellschaft.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 4 DCGK sowie Ziffer 4.1.5 DCGK
Von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und 4 DCGK sowie Ziffer 4.1.5 DCGK wurde und wird abgewichen. Für die Bertrandt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an. Die Gesellschaft ist zwar der Ansicht, dass der Aufsichtsrat auch unter Berücksichtigung der in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK genannten Gesichtspunkte sachgerecht besetzt ist. Um sich aber bei einer künftigen Kandidatensuche nicht von vornherein einschränken zu müssen, verzichtet der Aufsichtsrat darauf, ein starres Kompetenzprofil oder konkrete Ziele zu beschließen. Mit Rücksicht darauf hat die Gesellschaft auch keine Regelgrenze der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK festgelegt.
Ohne eine Festlegung konkreter Ziele bzw. eines Kompetenzprofils wurde und wird zwangsläufig auch von Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DCGK abgewichen.
Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK
Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung die Behandlung von Interessenkollisionen eigenständig und abweichend von den Empfehlungen in den Ziffern 5.5.2 und 5.5.3 Satz 1 DCGK geregelt. Die Geschäftsordnung verpflichtet jedes Aufsichtsratsmitglied, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen; der Aufsichtsratsvorsitzende ist zur Offenlegung gegenüber seinem Stellvertreter verpflichtet. Diese Bestimmungen gehen über Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK hinaus und differenzieren nicht danach, ob Interessenkonflikte wesentlich oder nur vorübergehend sind, sondern erfassen jegliche Konflikte. Ein Verzicht auf eine öffentliche Behandlung solcher Mitteilungen soll den Aufsichtsratsmitgliedern im Gesellschaftsinteresse erlauben, mit dem Vorsitzenden auch bloße Anscheinsfälle vertrauensvoll zu erörtern.
Ziffer 7.1.2 Satz 3 DCGK
Die Bertrandt AG hat den Bericht für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 am 19. Februar 2018, für das 2. Quartal am 14. Juni 2018 und für das 3. Quartal am 29. August 2018 veröffentlicht. Die Bertrandt AG erfüllt mit ihrer Berichterstattung stets die strengen Anforderungen des Prime Standards der Deutschen Börse. Solange der Deutsche Corporate Governance Kodex nicht mit den Regelungen des Prime Standards synchronisiert ist, behielt und behält sich die Bertrandt AG vor, von Ziffer 7.1.2 Satz 3 DCGK abzuweichen.
Ehningen, 24. September 2018
Der Vorstand
Dietmar Bichler, Vorsitzender
Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender"
"Aktualisierung der Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben am 24. September 2018 die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung wird wie folgt aktualisiert und ergänzt:
Ab dem Schluss der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 wird auch Ziffer 4.2.1 Satz 1 2. Alternative des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 und berichtigt am 19. Mai 2017 - nicht angewandt.
Diese weitere Abweichung beruht auf folgenden Erwägungen:
Der Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.1 Satz 1 2. Alternative, der Vorstand soll einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Bei der Bertrandt AG wird dies nach dem Ausscheiden von Herrn Bichler aus dem Vorstand mit Schluss der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 nicht mehr der Fall sein. Ohne eine solche Hervorhebung eines Einzelnen spiegelt die Geschäftsverteilung die Bedeutung übergreifender Arbeit für die Entwicklung des gesamten Bertrandt - Konzerns konsequent auf Vorstandsebene durch zukunftsorientierte vernetzte Führung. Dabei hat der Aufsichtsrat auch jene Aufgaben, die der Vorstandsvorsitzende bislang in der Vorstandsarbeit wahrnahm, für den Zeitraum nach der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 durch Regelungen der Geschäftsordnung für den Vorstand und Geschäftsverteilung einem Vorstandsmitglied zugewiesen.
Ehningen, 5. November 2018
Der Vorstand
Dietmar Bichler, Vorsitzender
Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender"
Diversitätskonzept
Die Gesellschaft verfolgt kein Diversitätskonzept. Wie dazu auch bereits in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 24. September 2018 erläutert worden war, kommt es für die Bertrandt AG bei der Besetzung von Positionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an.
Ehningen, 10. Dezember 2018
Der Vorstand
Dietmar Bichler Vorsitzender
Markus Ruf Mitglied des Vorstands
Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender
Maximilian Wölfle, Stellvertretender Vorsitzender
VERGÜTUNGSBERICHT
VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES VORSTANDS
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen/erfolgsunabhängigen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung setzt sich aus Festvergütung und Nebenleistungen zusammen. Als Festvergütung erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 669 TEUR (Vorjahr 668 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 330 TEUR (Vorjahr 330 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 330 TEUR (Vorjahr 330 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf auf 330 TEUR (Vorjahr 330 TEUR).
Das Vergütungssystem für den Vorstand ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG ausgerichtet. Als variable Komponente erhalten die Vorstandsmitglieder eine erfolgsabhängige Tantieme, die an das sich aus der Rechnungslegung nach IFRS ergebende EBIT des Bertrandt-Konzerns anknüpft. Bemessungsgrundlage der Tantieme ist das erreichte EBIT in jeweils zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren. Die variable Komponente wird zum kleineren Teil nach dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres ermittelt, überwiegend jedoch erst abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung im darauffolgenden Geschäftsjahr (sogenannte Bonus/Malus-Regelung). Die Tantieme für ein Geschäftsjahr ist insgesamt auf das sechsfache des festen Jahresgrundgehalts im betreffenden Geschäftsjahr und die Vorstandsvergütung für ein Geschäftsjahr insgesamt auf das Achtfache des festen Jahresgrundgehalts im betreffenden Geschäftsjahr begrenzt.
Die variable Komponente beläuft sich für das abgelaufene Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt auf 1.676 TEUR (Vorjahr 1.571 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 864 TEUR (Vorjahr 864 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt auf 838 TEUR (Vorjahr 786 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 432 TEUR (Vorjahr 432 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt auf 838 TEUR (Vorjahr 786 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 432 TEUR (Vorjahr 432 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf insgesamt auf 838 TEUR (Vorjahr 786 TEUR), davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2016/2017 432 TEUR (Vorjahr 432 TEUR).
Für die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aus dem Geschäftsjahr 2017/2018 ergeben sich gemäß der Bonus/Malus-Regelung für Herrn Dietmar Bichler minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 992 TEUR (Vorjahr 864 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 496 TEUR (Vorjahr 432 TEUR), bei Herrn Michael Lücke minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 496 TEUR (Vorjahr 432 TEUR), bei Herrn Markus Ruf minimal 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und maximal 496 TEUR (Vorjahr 432 TEUR).
Allen Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind alle Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile der Nebenleistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 15 TEUR (Vorjahr 13 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 23 TEUR (Vorjahr 23 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR).
Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 2.360 TEUR (Vorjahr 2.252 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 1.182 TEUR (Vorjahr 1.130 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 1.191 TEUR (Vorjahr 1.139 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 1.182 TEUR (Vorjahr 1.130 TEUR) und für alle aktiven Vorstandsmitglieder insgesamt 5.915 TEUR (Vorjahr 5.651 TEUR).
Zur Auszahlung kamen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 neben den monatlich ausgezahlten Jahresfestbezügen variable Bestandteile für verschiedene Geschäftsjahre von insgesamt 3.929 TEUR (Vorjahr 5.760 TEUR). Diese verteilen sich wie folgt auf die Vorstände: bei Herrn Dietmar Bichler 1.571 TEUR (Vorjahr 2.304 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus dem Geschäftsjahr 2015/2016 864 TEUR (Vorjahr 1.260 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus 786 TEUR (Vorjahr 1.152 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 432 TEUR (Vorjahr 630 TEUR), bei Herrn Michael Lücke 786 TEUR (Vorjahr 1.152 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 432 TEUR (Vorjahr 630 TEUR) und Herrn Markus Ruf 786 TEUR (Vorjahr 1.152 TEUR) davon mit langfristiger Anreizwirkung aus 2015/2016 432 TEUR (Vorjahr 630 TEUR).
Derzeit sind weder Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben noch bestehen entsprechende Planungen.
Die vom Aufsichtsrat umgesetzte Vergütungsstruktur sieht grundsätzlich keine Pensions¬zusagen zum Bezug einer Altersrente gegenüber Vorstandsmitgliedern vor. Dem entsprechend bestehen solche Zusagen auch nur gegenüber einem aktiven (Herr Dietmar Bichler) sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied, wurzelnd in Zusagen aus der Zeit vor dem Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Aktien¬gesell¬schaft. Für Herrn Dietmar Bichler ergibt sich hieraus ein Versorgungsanspruch mit einem Barwert von 4.260 TEUR (Vorjahr 4.209 TEUR). Die Gesellschaft hat hierfür aufgrund von Zinsveränderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 51 TEUR zurückgestellt (Vorjahr 350 TEUR aufgelöst).
Bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vom 31. Juli 2009 wurde Herrn Dietmar Bichler eine Abfindung in Höhe der Hälfte der im letzten abgeschlossenen Geschäfts¬jahr bezogenen festen und variablen Vergütung zugesagt, falls er aus den Diensten der Gesellschaft aus¬scheidet, ohne dass in seiner Person ein Grund gegeben ist, der eine fristlose Kündigung durch die Gesellschaft rechtfertigen würde und die Nichtverlängerung des Vertrages oder der Widerruf der Bestellung nicht auf den eigenen Wunsch von Herrn Bichler zurückzuführen ist.
VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Februar 2014 geändert. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Bertrandt AG verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 32 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrags. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Vierfache der festen Vergütung. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2017/2018 auf insgesamt 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierte Vergütung mehr.
ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL
ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL UND OFFENLEGUNG VON MÖGLICHEN ÜBERNAHMEHEMMNISSEN (§ 315 ABS. 4 HGB)
Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 EUR und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile und die unter dem Mitarbeiteraktienprogramm bezogenen Aktien, die einer vertraglichen Sperrfrist unterliegen.
Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:
| • | Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Deutschland: per 15. Juni 2016 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 28,97 Prozent |
| • | Friedrich Boysen Holding GmbH, Altensteig, Deutschland: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent |
Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Angaben im Konzern-Anhang unter Ziffer [46]. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientieren sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.
Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 18. Februar 2015 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2020 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital in Höhe von insgesamt bis zu 1.000.000,00 EUR zu erwerben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Februar 2017 wurde der Vorstand ferner ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2022 gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017).
Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden sowohl die relevanten Risiken als auch die Chancen betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS
Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Die vorgegebenen Konzern-Richtlinien des Bilanzierungshandbuchs gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen und die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.
BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das vierstufige interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken.
Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein. Bei der Identifikation der Risiken und der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen arbeiten der Vorstand, die Geschäftsführung der jeweiligen Niederlassung und Zentralfunktionen wie das Konzern-Controlling eng zusammen. Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten so alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche oder gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet und mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen. Die so erarbeitete Strategie wird zeitnah von der jeweiligen Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den notwendigen Zentralfunktionen umgesetzt.
Die Bewertung und die Identifikation der Risiken erfolgen pro Niederlassung anhand der maximalen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Schadenshöhe beschreibt die Auswirkung auf das EBIT der jeweiligen Niederlassung. Die Kategorien "Schadenshöhe" sind im Detail:
| • | Gering entspricht einer Schadenshöhe zwischen 50 und 250 TEUR |
| • | Mittel entspricht einer Schadenshöhe zwischen 250 und 500 TEUR |
| • | Hoch entspricht einer Schadenshöhe zwischen 500 und 1.500 TEUR |
| • | Sehr hoch entspricht einer Schadenshöhe über 1.500 TEUR |
Die Kategorien "Eintrittswahrscheinlichkeit" sind im Detail:
| • | Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent |
| • | Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent |
| • | Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent |
| • | Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent |
Darauf aufbauend erfolgen bei den Risiken eine Brutto- und eine Nettobewertung. Bei der Bruttobewertung wird der Risikofall bewertet ohne Berücksichtigung bereits getroffener Gegenmaßnahmen. Die Nettobewertung berücksichtigt die getroffenen Gegenmaßnahmen und ermöglicht somit, die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen zu beurteilen. Aus der Multiplikation der Schadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet sich dann der Schadenserwartungswert eines Risikos. Aggregiert für den Gesamtkonzern wird so nach A-, B- oder C-Risiken unterschieden:
| • | A-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 3,0 Mio. EUR |
| • | B-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 1,5 Mio. EUR - 3,0 Mio. EUR |
| • | C-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von < 1,5 Mio. EUR |
Die identifizierten Risiken werden mehrmals jährlich aktualisiert und in einem aggregierten Risikobericht dargestellt, der es dem Vorstand ermöglicht, sich einen Überblick der Risikosituation des Konzerns zu verschaffen. Neue Risiken, die zwischen den Aktualisierungsintervallen auftreten, werden gegebenenfalls als Ad-hoc-Risikomeldung erfasst und dem Vorstand berichtet.
Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Diese identifizierten Risiken werden darüber hinaus einer Bewertung unterzogen, um festzustellen, ob es sich um essenzielle Risiken handelt. Außerdem wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, der erwarteten Schadenshöhe und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.
FINANZRISIKEN
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken, Produkthaftungs- und Nachforderungsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Finanzrisiken werden der Kategorie B zugeordnet mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls soll durch präventive Bonitätsprüfungen minimiert werden. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Einem eventuellen Produkthaftungsrisiko wird durch eine entsprechende Versicherung begegnet. Nachforderungen des Kunden wird durch ein stringentes Projektmanagement entgegengewirkt. Dieses Risiko wird als B-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.
ÄNDERUNG DER OUTSOURCINGSTRATEGIE DER OEM UND UMFANG DER VERGEBENEN PROJEKTE
In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien, die zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsleistungen wieder selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Der nach Angaben der britischen Regierung erfolgende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit") am 29. März 2019 hat nach heutigem Kenntnisstand keine Auswirkungen auf die Vergabe von Entwicklungsdienstleistungen an Bertrandt. Das Risiko einer kundenseitigen Änderung der Outsourcing-Strategie ist nach Einschätzung von Bertrandt ein Risiko der Kategorie A, verbunden mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie scheint sich aktuell zu vollziehen. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Reduzierung der Variantenvielfalt münden kann. Entsprechend stellt das Risiko eines Projektstopps oder einer Projektverschiebung für Bertrandt ein A-Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft.
PREISENTWICKLUNG
Unsere Kunden achten permanent auf ihre Effizienz und damit auch auf den Preis zugekaufter Entwicklungsdienstleistungen. Zudem wirkt sich hier auch das gesteigerte Maß an Komplexität als Folge der formaljuristischen Anpassungen im Bereich der Werkverträge aus. Ferner wird kundenseitig auch eine partielle Verlagerung von Entwicklungsumfängen in Länder forciert, die ein günstigeres Lohnniveau aufweisen. Zahlreiche Kunden der Bertrandt AG verzeichneten 2018 zusätzliche finanzielle Belastungen aus neuen Abgasprüfverfahren. Für die Typzulassung neuer Pkw gilt EU-weit seit dem 1. September 2017 das neue Testverfahren "Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure" (WLTP) als Nachfolge des seit 1992 gültigen NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Die daraus entstandenen Mehraufwände führten partiell zu Anpassungen der Schätzungen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Automobilherstellern und Zulieferern. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass diese Entwicklung zu einer Erhöhung des Preisdrucks führen könnte. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Rahmenbedingungen mit einer optimierten Kostenstruktur, einem hohen Maß an Qualität und einer projektbezogenen Standortdiversifikation im Ausland. Ein preislicher Wettbewerb wird demnach dauerhaft bestehen. Daher stuft Bertrandt dies als A-Risiko ein, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.
IMPLEMENTIERUNG NEUER PROZESSE
Fester Bestandteil des Geschäftsmodells eines Entwicklungsdienstleisters wie Bertrandt ist die ständige Orientierung an den technischen Bedürfnissen der Kunden. Das bringt die fortlaufende Implementierung neuer Prozesse, Softwaretools und Systeme mit sich. Die fehlerfreie Umsetzung der Einführung ist notwendig, um die obligatorischen Zertifizierungen zu erhalten. Ferner könnte die mangelhafte Umsetzung neuer Prozesse zu Fehlauslastungen führen. Um diesem Risiko adäquat zu begegnen, hat Bertrandt ein ganzheitliches Managementsystem installiert, um nicht-finanzielle Leistungsindikatoren regelmäßig zu messen und zu beurteilen. Das dient der Erfüllung der Kundenanforderungen sowie der Optimierung und Weiterentwicklung interner Abläufe. Das Managementsystem fokussiert die Mitarbeiter von Bertrandt darauf, effektiv und fehlerfrei zu arbeiten und Optimierungspotenzial aufzudecken.
Das Managementsystem wird jährlich von externen Zertifizierungsstellen geprüft. Grundlage bilden die Anforderungen und Vorgaben der folgenden Normen:
| • | DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement |
| • | DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement |
| • | DIN ISO/IEC 27001 Informationssicherheit mit Prototypenschutz nach VDA |
| • | OHSAS 18001 Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement |
| • | DIN EN ISO/IEC 17025 für akkreditierte Prüflabore |
Die Bewertung der Geschäftsprozesse erfolgt durch das interne Managementsystem aggregiert über die Niederlassungen für den Bertrandt-Konzern. Die Gesamtbewertung repräsentiert den Status der Geschäftsprozesse, die in insgesamt fünf Bewertungsbereiche in Anlehnung an die High-Level-Struktur der neuen Managementsystem-Normen gegliedert ist:
| a. | Leistung des Managementsystems (zum Beispiel: Zielprozess des Managementsystems und dessen Erreichung, Ergebnisse externer Audits und Begutachtungen, Steuerung der Ressourcen, Umgang mit Änderungen des Unternehmensumfelds) |
| b. | Dienstleistungserbringung (zum Beispiel: Rückmeldungen von Kunden, Reklamationsmanagement, Lieferantenbeziehungen, Projektabwicklung) |
| c. | Kontinuierliche Verbesserung (zum Beispiel: Status von Maßnahmen zur nachhaltigen Fehlerbeseitigung, zur Vorbeugung von potenziellen Fehlern und zur Reaktion auf absehbare Veränderungen, zur Effizienzsteigerung und zum Innovationsmanagement) |
| d. | Risikomanagement (zum Beispiel: Status und Umgang mit Prozess-, Sicherheits- und Umweltrisiken, insbesondere deren Vorbeugung und Vermeidung, Unternehmenssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz) |
| e. | Mitarbeiter und Human Resources (zum Beispiel: Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsquote, betriebliches Gesundheitsmanagement) |
Als Grundlage der Bewertung der Geschäftsprozesse dient eine 100-Punkte-Skala, deren Werte nachfolgend mit folgenden Aussagen verknüpft werden:
| < 50 | Der betrachtete Geschäftsprozess weist Abweichungen von den Soll-Vorgaben auf. Die Ursache für die Abweichung muss ermittelt und nachhaltige Maßnahmen zur Korrektur müssen eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein. |
| 50 - 75 | Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht. Es ist jedoch mit Änderungen und potenziellen Abweichungen zu rechnen. Es müssen Maßnahmen zur Vorbeugung eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein. |
| > 75 | Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht, die Nachhaltigkeit und die Wirksamkeit sind sichergestellt. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Aufrechterhaltung oder Effizienzsteigerung und Leistungsoptimierung. |
Das durchgeführte Bewertungsverfahren der Geschäftsprozesse des Bertrandt-Konzerns ergibt für das Geschäftsjahr 2017/2018 folgende Ergebnisse für unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:
| Bewertungsbereiche | Punkte |
|---|---|
| I. Leistung des Managementsystems | 86 |
| II. Dienstleistungserbringung | 85 |
| III. Kontinuierliche Verbesserung | 91 |
| IV. Risikomanagement | 96 |
| V. Mitarbeiter und Human Resources | 85 |
Die Ergebnisse sind als Indikatoren zur Aussage der Stabilität und der Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse des integrierten Managementsystems von Bertrandt zu bewerten. Im Geschäftsjahr erfolgte die erfolgreiche Umstellung des Managementsystems auf den neuen Revisionsstand DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015. Bereits im Vorjahr wurden vorlaufende Anpassungen zur Umstellung vorgenommen. Die Kennzahlen in den Bewertungsbereichen zeigen grundsätzlich stabile und beherrschte Geschäftsprozesse. Alle Ergebnisse liegen über der Eingriffsgrenze von 75 Punkten. Die Leistung des Managementsystems konnte durch die im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen gesteigert werden. Das hohe Niveau im Risiko- und Chancenmanagement wurde beibehalten. Dies gilt auch für das betriebliche Gesundheitsmanagement und die weiteren, mitarbeiterorientierten Bewertungsbereiche. In der Dienstleistungserbringung geben die Werte gegenüber dem Vorjahresniveau etwas nach. Schlanke und flexible Prozesse, die im Rahmen der oben genannten Umstellung implementiert wurden, müssen sich weiter etablieren und ausgebaut werden. Erste aus Verbesserungsschleifen resultierenden Adaptionen und Maßnahmen sind gestartet und unterstützen den eingeleiteten Change Prozess positiv. Wie in den Vorjahren sind Effizienzsteigerung und die Optimierung der Prozessleistung Kerninhalte der Aktivitäten des Managements. Das Risiko der Implementierung neuer Prozesse schätzt Bertrandt unverändert als Risiko der Kategorie B ein mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.
IT-SICHERHEIT
Als Entwicklungsdienstleister ist Bertrandt in hohem Maße auf eine reibungslos funktionierende und sichere elektronische Datenverarbeitung angewiesen. Auf den stetigen Wandel der Geschäftsprozesse und den Kostendruck müssen wir sehr schnell mit Lösungen reagieren. Die Herausforderung dabei ist, die Gesamtkosten der IT zu optimieren sowie gleichzeitig Funktionalität und Sicherheit zu erhöhen. Seit 2005 sind gruppenweit interne Security-Circles etabliert, die die einheitlichen Sicherheitsstandards definieren und überwachen. Von 2006 an wurden wir an verschiedenen Standorten nach ISO 27001 zertifiziert und haben weitergehende interne IT-Sicherheitsprozesse mit Hilfe einheitlicher Standards implementiert, die auch kontinuierlich mit unseren Kunden abgestimmt werden. Bertrandt setzt fortwährend verschiedene Lösungen ein, um Schwachstellen zu identifizieren, beispielsweise neueste Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme oder auch sogenannte Content-Scanner. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch starke Verschlüsselungen für Kundenanbindungen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 die Position eines Chief Information Security Officer (CISO) eingerichtet. Aggregiert auf den Gesamtkonzern ist dieses Risiko der Kategorie A zuzuordnen. Angesichts der umfangreichen präventiven Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering angesehen.
PERSONAL
Eine unzureichende Verfügbarkeit und die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. In dieser Kategorie werden daher die Knappheit an qualifizierten Bewerbern und das daraus erwachsende Risiko für das Unternehmen subsumiert. Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows und das Unternehmenswachstum. Bertrandt ist daher stets darauf bedacht, seiner Belegschaft ein attraktives Arbeitsumfeld mit interessanten, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tätigkeiten zu bieten. Dass Bertrandt zum wiederholten Mal im Geschäftsjahr 2017/2018 mehrfach als Top-Arbeitgeber im Bereich Engineering ausgezeichnet wurde, zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Dennoch ist beispielsweise ein Wechsel von Mitarbeitern zum Kunden nicht gänzlich auszuschließen, da diese auch sehr attraktive berufliche Perspektiven bieten können. Das Risiko der Fluktuation ist aus Sicht von Bertrandt der Kategorie B zuzuordnen, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko der Knappheit an qualifiziertem Personal ist momentan ebenfalls in die Kategorie B einzuordnen, ebenso mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.
GESAMTRISIKO
Das beschriebene Frühwarnsystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Das Risikovolumen beziehungsweise der maximale Schadenserwartungswert nach Gegenmaßnahmen stieg zwar um 4,5 Prozent, danach sind aber Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit weiterhin nicht erkennbar.
CHANCEN
Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist es, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Die drei wesentlichen Treiber des Bertrandt-Geschäftsmodells sind Modellvielfalt, technologischer Fortschritt und Fremdvergabeverhalten. Im Folgenden wird die mögliche Entwicklung dieser drei Einflussfaktoren aus Sicht der Bertrandt AG dargestellt und die sich daraus ergebenden Chancen für den Konzern abgeleitet.
Die Kategorien "Eintrittswahrscheinlichkeit" für diese Trends unterteilt Bertrandt wie folgt:
| • | Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent |
| • | Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent |
| • | Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent |
| • | Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent |
Bezüglich der möglichen finanziellen Auswirkungen der Chancen unterscheidet Bertrandt die folgenden Kategorien:
| • | Unwesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung bis zu zwei Prozent |
| • | Moderat entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung zwischen zwei und fünf Prozent |
| • | Wesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung von mehr als fünf Prozent |
MODELLVIELFALT
Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie zeichnet sich ab. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Ausweitung alternativer Antriebsvarianten münden kann.
Eine aktuelle Studie von Berylls Strategy Advisors kommt zu der Einschätzung, dass in den Jahren 2019 bis 2025 insgesamt 162 neue Modelle deutscher Automobilhersteller auf den Markt kommen. Darin nicht enthalten sind die verschiedenen Antriebsvarianten pro Modell. Berücksichtigt man die Antriebs- und Getriebevarianten für diese neuen Modelle ebenfalls, werden bis zum Jahr 2025 insgesamt 1.717 unterschiedliche Versionen auf den Markt kommen. Neben der eigentlichen Entwicklungsarbeit für das Fahrzeug birgt die Adaption dieser verschiedenen Antriebs- und Getriebevarianten weiteres Geschäftspotenzial für Entwicklungsdienstleister, so die Experten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Szenario schätzt Bertrandt aus diesem Grund hoch ein, bei einem moderaten Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit nicht verändert. Die Einschätzung der möglichen finanziellen Auswirkungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von wesentlich auf moderat verändert.
TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT
Das zukünftige Wachstum der Automobilindustrie geht laut Präsident des VDA, Bernhard Mattes, mit tiefgreifenden strukturellen Veränderungen auf regionaler, wirtschaftlicher und vor allem technologischer Ebene einher. Die Innovationskraft der Branche zeige sich beispielsweise im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens, wie der VDA-Präsident ausführte. So investierten die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie in den kommenden drei bis vier Jahren 16 bis 18 Mrd. EUR in dieses Zukunftsfeld. Ziel sei es, den Straßenverkehr noch sicherer, effizienter und komfortabler zu gestalten. Die größten finanziellen Anstrengungen unternehme die deutsche Automobilindustrie jedoch bei der Entwicklung emissionsarmer Antriebsformen. Allein in die Elektromobilität wird die Branche bis zum Jahr 2020 insgesamt 40 Mrd. EUR investieren, so Mattes. Die Automobilindustrie steht dabei für 40 Prozent aller Patentanmeldungen in Deutschland und unterstreicht damit ihren hochinnovativen Charakter.
Für den zivilen Flugzeugbau gehen die Prognosen der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing von einem stabilen Wachstum bis 2037 aus. Dieser Anstieg ist wie in den vorangegangenen Jahren auf die wachsende Internationalisierung und den zunehmenden Tourismus zurückzuführen. Die technologischen Entwicklungstrends werden dabei nach wie vor von Nachhaltigkeit und Komfort bestimmt. Alternative Werkstoffe und neue Triebwerkstechnologien sollen helfen, das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch zu senken. Modernere Kabinen werden den Aufenthalt für die Passagiere so bequem wie möglich machen.
Die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Die Etablierung intelligenter, digital vernetzter Systeme bildet die Basis für die Umsetzung effizienterer Wertschöpfungsketten - von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Für Deutschland als international führenden Industrieausrüster bietet Industrie 4.0 große Chancen. Jedoch ist die Unsicherheit deutscher Unternehmen im Hinblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zuletzt deutlich größer geworden. Dies spiegelt sich auch wider in der Entwicklung des Geschäftsklimaindex des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. bezüglich der aktuellen Lage und den Erwartungen der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes zu den kommenden Monaten. Die aktuelle Lageeinschätzung fiel im Vergleich zu den Vormonaten schlechter aus, befand sich aber weiterhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen zu den Entwicklungen in den kommenden Monaten stiegen jedoch bis zum Ende des Bertrandt-Geschäftsjahres auf den höchsten Wert seit Februar 2018. Die Unternehmen planen auch weiterhin, die Produktion in den kommenden Monaten auszuweiten. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Potenziale in den Branchen Energie, Medizin und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau bieten auch Wachstumsmöglichkeiten für externe Entwicklungspartner wie Bertrandt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines weiterhin steigenden technologischen Anspruchs in den Zielbranchen des Bertrandt-Konzerns wird nach heutigem Stand hoch eingeschätzt, bei einem moderaten Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit nicht verändert. Die Einschätzung der möglichen finanziellen Auswirkungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von wesentlich auf moderat verändert.
FREMDVERGABEVERHALTEN
Das Marktwachstum für die Fremdvergabe von Entwicklungsleistungen in der Automobilbranche der vergangenen Jahre setzt sich nach Einschätzung der Unternehmensberatung Berylls auch in den kommenden Jahren fort. Dabei sehen die Experten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur verfügen und andererseits ausreichend Kapazitäten zur Verfügung haben, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Elektrik und Elektronik, speziell bei Themen aus dem Bereich der Digitalisierung und des autonomen Fahrens. Im Ergebnis prognostiziert die Studie bis 2023 ein globales Marktwachstum von 11,1 Mrd. EUR in 2017 auf 18,3 Mrd. EUR in 2023. Speziell der deutsche Markt steigt in diesem Zeitraum von 4,1 Mrd. EUR auf 6,3 Mrd. EUR, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,3 Prozent entspricht.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiterhin steigenden Fremdvergabe von Entwicklungsdienstleistungen in der Kernbranche des Bertrandt-Konzerns schätzen wir nach heutigem Stand daher hoch ein bei einem moderaten Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit nicht verändert. Die Einschätzung der möglichen finanziellen Auswirkungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von wesentlich auf moderat verändert.
GESAMTCHANCEN
Die drei wesentlichen Einflussfaktoren auf das Bertrandt-Geschäftsmodell sind aus Sicht des Unternehmens intakt und bieten weiterhin Potenziale für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Eine stetige Zunahme der Modellvielfalt, der weiterhin bestehende technologische Fortschritt sowie ein anhaltendes Fremdvergabeverhalten sind auch nach Ansicht externer Experten wahrscheinlich. Zusammenfassend ergibt die Chancenanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein positives Ergebnis: Danach ist nicht mit einer Abnahme der drei für Bertrandt wesentlichen Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell zu rechnen.
FAZIT
Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr ist weiterhin von zahlreichen Entwicklungen in den für Bertrandt wichtigen Branchen geprägt, deren Ausgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die beschriebenen Risiken jedoch nicht manifestieren und die Chancen weiterhin intakt sind, geht Bertrandt für das kommende Geschäftsjahr von einer positiven Unternehmensentwicklung aus.
PROGNOSEBERICHT
RAHMENBEDINGUNGEN
In ihrem Herbstgutachten gehen die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute von einer Fortsetzung des weltweiten Wirtschaftswachstums aus. Allerdings wachsen die Unwägbarkeiten zusehends, die Verunsicherung über die Zukunft der Welthandelsordnung belastet mehr und mehr die realwirtschaftliche Entwicklung. Der Schätzung zufolge soll die globale wirtschaftliche Produktion in 2018 um 3,3 Prozent und in 2019 noch um drei Prozent wachsen. Der Aufschwung wird dabei aller Voraussicht nach mehrheitlich von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften getragen.
In den USA soll das Wachstum der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr 2,5 Prozent betragen. Für China prognostizieren die Institute, dass sich der Trend der Wachstumsverlangsamung fortsetzt und das reale Bruttoinlandsprodukt um 6,3 Prozent ansteigt. Für die Europäische Union wird ebenfalls mit einer Verlangsamung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die Wirtschaftsleistung soll hier um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. In Deutschland erwarten die Experten für das Jahr 2019 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent.
BRANCHENSITUATION
Auch mittelfristig geht die Unternehmensberatung Berylls von weiter steigenden Produktionszahlen in der Automobilindustrie und damit positiven Rahmenbedingungen aus. Für das Jahr 2019 prognostizieren die Fachleute einen globalen Anstieg der Neuwagenproduktion auf 98,3 Mio. Fahrzeuge. Bis zum Jahr 2024 soll die weltweite Automobilproduktion auf 108,3 Mio. Fahrzeuge steigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,9 Prozent entspricht.
Die für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung bei Bertrandt wesentlichen Markttrends umweltfreundliche individuelle Mobilität, vernetztes und autonomes Fahren sowie zunehmende Modell- und Variantenvielfalt sind nach wie vor intakt. Wie der VDA feststellt, verfolgt die deutsche Automobilindustrie im Bereich der umweltfreundlichen Antriebe beispielsweise eine breit angelegte Dekarbonisierungsstrategie. Sie reicht von weiteren Verbesserungen beim Verbrennungsmotor über alternative Antriebe und Kraftstoffe wie Wasserstoff, Erdgas und E-Fuels bis hin zum reinen E-Fahrzeug. So sollen bis zum Jahr 2020 allein 40 Mrd. EUR in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investiert werden. Das Angebot an Pkw mit Elektroantrieben wird dadurch auf rund 100 Modelle steigen und sich damit mehr als verdreifachen. Ein weiteres Ziel der deutschen Hersteller und Zulieferer sei es zudem, den Straßenverkehr künftig noch sicherer, effizienter und komfortabler zu machen, so der Verband. Dazu entwickeln die Branchenakteure automatisierte Fahrfunktionen, die auf bestehenden Fahrerassistenzsystemen aufbauen. Beim vernetzten und autonomen Fahren kommt mittlerweile fast jedes zweite Patent von der deutschen Automobilindustrie und macht damit Deutschland in diesem Bereich zum Patentweltmeister. In den nächsten drei bis vier Jahren wollen deutsche Hersteller und Zulieferer bis zu 18 Mrd. EUR in dieses Zukunftsfeld investieren. Die Konnektivität sei nach VDA-Präsident Bernd Mattes zudem ein enormer Effizienzhebel. Moderne Vernetzungstechnologien könnten etwa die Parkplatzsuche verbessern und damit neben Zeit auch Emissionen einsparen. In deutschen Städten ließen sich so bis zu 50 Tonnen Feinstaub und bis zu 1.000 Tonnen Stickoxid vermeiden.
In den vergangenen Jahren gelang es der Luftfahrtindustrie bereits, den Schadstoffausstoß und die Lärmbelastung drastisch zu senken, wie der BDLI feststellte. Die Branche hat sich jedoch im Rahmen der europäischen "Flightpath 2050"- Vereinbarungen auch langfristig ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2050 sollen im Vergleich zum Jahr 2000 die CO2-Emissionen um 75 Prozent und der Ausstoß von Stickoxid um 90 Prozent pro Passagierkilometer gesenkt werden. Die Lärmbelastung soll bis dahin um 65 Prozent reduziert werden. Neben den Umweltzielen möchten Flugzeughersteller wie auch Zulieferer den Komfort für die Passagiere an Bord weiter steigern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht, da die aktuelle Modellpalette an die neuen Anforderungen angepasst werden muss.
Der VDMA geht in seiner Produktionsprognose für 2019 von einem Wachstum in Höhe von zwei Prozent aus. Die Verbandsexperten zeigen sich dabei zuversichtlich, dass die gute Auftragslage und der hohe Auftragsbestand dafür sorgen, dass die Maschinenbaufirmen auch im kommenden Jahr mit Produktionszuwächsen rechnen können. Für die Elektroindustrie erwarten die Experten des ZVEI 2019 ein Marktwachstum von drei Prozent in Deutschland. Speziell für den Bereich Energietechnik liegen seitens des ZVEI nur Zahlen für die Entwicklung des Weltmarkts vor. Dieser soll im kommenden Jahr erneut um vier Prozent wachsen. Der Fachverband SPECTARIS erwartet für die kommenden Jahre ein jährliches Wachstum des Weltmarktes für Medizintechnik in Höhe von rund fünf Prozent. Die deutsche Medizintechnik, die hoch innovativ, gut positioniert und international wettbewerbsfähig ist, kann von dieser Entwicklung profitieren, so die Experten.
Das Marktwachstum für die Fremdvergabe von Entwicklungsleistungen in der Automobilbranche der vergangenen Jahre setzt sich nach Einschätzung der Unternehmensberatung Berylls auch in den kommenden Jahren fort. Dabei sehen die Experten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur und andererseits ausreichend Kapazitäten verfügen, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Elektrik und Elektronik, speziell bei Themen aus dem Bereich der Digitalisierung und des autonomen Fahrens. Im Ergebnis prognostiziert die Studie bis 2023 ein globales Marktwachstum von 11,1 Mrd. EUR in 2017 auf 18,3 Mrd. EUR in 2023. Speziell der deutsche Markt steigt in diesem Zeitraum von 4,1 Mrd. EUR auf 6,3 Mrd. EUR, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7,3 Prozent entspricht.
POTENZIALE
Die fortschreitende Entwicklung der Technologie-Trends autonomes Fahren, Vernetzung, Elektromobilität und Internet der Dinge lösen grundlegende Transformationsprozesse und einen großen Umbruch in der Automobilindustrie aus. Mobilität und Datenwelt überlagern sich zunehmend, neue Geschäftsfelder und Marktanteile entstehen. Die Themenvielfalt nimmt weiterhin zu und fordert Bertrandt als Generalist wie auch als Spezialist. Als lösungsorientiertes Engineering-Unternehmen richtet sich der Konzern an Markt- und Kundenanforderungen aus und investiert daher ebenso in die Infrastruktur wie in die Kompetenz seiner Mitarbeiter. Aufgrund dieser Überlagerung ergeben sich neben den angestammten Geschäftsfeldern auch neue Themen, Leistungen und Kooperationsmöglichkeiten, die Bertrandt zunehmend nutzt, um die jeweils beste Lösung für seine Kunden zu entwickeln. Als Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist es, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Leistungsspektrum in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Engineering-Dienstleister für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist bewusst breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung technologischer Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Verbraucher und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt auch in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiterhin nachhaltig zu festigen und auszubauen. Dies spiegelt sich ebenfalls in den bereits getätigten und noch geplanten Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen wider.
Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit seinen Kompetenzen in Branchen wie Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauenswürdiger Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Wünsche können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden. Zudem setzt Bertrandt hier auf agile Einheiten mit Start-up-Charakter und fokussiert Branchen und Kunden in den Bereichen Medizintechnik, Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning oder Big Data.
Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2018/2019 von einem steigenden Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr aus. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.
GESAMTAUSSAGE ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018/2019 ist weiterhin von zahlreichen Entwicklungen in der Automobilbranche geprägt, deren Ausgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Fortlauf der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das Geschäftsjahr 2018/2019 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Die drei maßgeblichen Einflussfaktoren steigende Modell- und Variantenvielfalt, umweltfreundliche individuelle Mobilität sowie automatisiertes und vernetztes Fahren sind intakt und bieten Perspektiven für die Zukunft. Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand ein Wachstum der Gesamtleistung zwischen 20 und 50 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018/2019. Das EBIT in diesem Berichtszeitraum soll sich im Verhältnis zur Gesamtleistung zwischen sieben und neun Prozent bewegen. Daraus ergibt sich ein EBIT zwischen 72,9 und 96,4 Mio. EUR.
Für alle drei Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik erwartet das Management aller Voraussicht nach eine Gesamtleistungs- und EBIT-Entwicklung gegenüber dem Geschäftsjahr 2017/2018 in Anlehnung und Relation zur Konzernprognose. Dabei dürfte das Segment Physical aufgrund der getätigten Investitionen sowohl bei Gesamtleistung als auch EBIT den größten Zuwachs zeigen.
Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist es unser Ziel, das hohe Niveau auch im Geschäftsjahr 2017/2018 beizubehalten.
Der Markt bietet auch 2019 unternehmerische Perspektiven. Infolgedessen wird Bertrandt gezielt weiter in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur investieren und so kontinuierlich sein Leistungsspektrum optimieren, denn Technologie-Entwicklung für morgen erfordert moderne Technik. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2018/2019 von einem Investitionsvolumen zwischen 60 und 80 Mio. EUR aus, das bedarfsorientiert auch höher ausfallen könnte. Bertrandt rechnet auf Gesamtjahressicht korrespondierend mit der EBIT-Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Höhe der Ausweitung ergibt sich in Abhängigkeit der Mittelbindung im Bereich der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Forderungen im Zuge der Gesamtleistungsentwicklung.
Ehningen, 29. November 2018
Der Vorstand
Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen
Konzern-Bilanz
In TEUR
Aktiva
| Anhang | 30.09.2018 | 30.09.2017 | |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | [18] | 13.724 | 15.740 |
| Sachanlagen | [19] | 282.104 | 264.284 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | [20] | 1.408 | 1.474 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Anteile | [21] | 5.874 | 5.488 |
| Übrige Finanzanlagen | [22] | 1.221 | 1.685 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | [23] | 11.259 | 8.710 |
| Latente Steuern | [24] | 3.324 | 3.822 |
| Langfristige Vermögenswerte | 318.914 | 301.203 | |
| Vorräte | [25] | 1.156 | 1.182 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | [26] | 121.100 | 119.607 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | [23] | 254.899 | 214.090 |
| Ertragsteuerforderungen | [27] | 3.921 | 3.452 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | [28] | 88.405 | 139.266 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 469.481 | 477.597 | |
| Aktiva gesamt | 788.395 | 778.800 | |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | [29] | 10.143 | 10.143 |
| Kapitalrücklage | [30] | 29.713 | 29.374 |
| Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis | [31] | 319.256 | 297.319 |
| Konzern-Bilanzgewinn | 39.764 | 39.524 | |
| Eigenkapital | 398.876 | 376.360 | |
| Rückstellungen | [32] / [33] | 9.740 | 9.908 |
| Finanzschulden | [34] | 199.810 | 215.737 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [35] | 447 | 215 |
| Latente Steuern | [24] | 12.611 | 19.578 |
| Langfristige Schulden | 222.608 | 245.438 | |
| Steuerrückstellungen | [36] | 771 | 5.412 |
| Sonstige Rückstellungen | [33] | 36.433 | 40.458 |
| Finanzschulden | [34] | 18.339 | 5.202 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | [37] | 17.849 | 18.257 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [35] | 93.519 | 87.673 |
| Kurzfristige Schulden | 166.911 | 157.002 | |
| Passiva gesamt | 788.395 | 778.800 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung
In TEUR
| 01.10. bis 30.09. | Anhang | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|---|
| I. Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | [6] | 1.019.914 | 992.276 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | [7] | 1.106 | 1.602 |
| Gesamtleistung | 1.021.020 | 993.878 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | [8] | 8.594 | 8.682 |
| Materialaufwand | [9] | -100.388 | -105.605 |
| Personalaufwand | [10] | -723.971 | -703.593 |
| Abschreibungen | [11] | -33.022 | -33.864 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [12] | -100.092 | -96.628 |
| EBIT | 72.141 | 62.870 | |
| Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | 331 | 411 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -3.676 | -3.576 | |
| Übriges Finanzergebnis | 362 | 984 | |
| Finanzergebnis | [13] | -2.983 | -2.181 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 69.158 | 60.689 | |
| Sonstige Steuern | [14] | -3.858 | -2.698 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65.300 | 57.991 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | [15] | -17.915 | -14.125 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 47.385 | 43.866 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG | 47.385 | 43.866 | |
| Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet | 10.095 | 10.091 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert | [16] | 4,69 | 4,35 |
| II. Gesamtergebnis | |||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 47.385 | 43.866 | |
| Unterschiede aus Währungsumrechnung1 | -70 | -727 | |
| Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | 128 | 734 | |
| Latente Steuern auf die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | -38 | -220 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 20 | -213 | |
| Gesamtergebnis | 47.405 | 43.653 | |
| davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG | 47.405 | 43.653 |
1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
In TEUR
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | |
|---|---|---|
| Stand 01.10.2017 | 10.143 | 29.374 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | ||
| Gesamtergebnis | ||
| Dividendenausschüttung | ||
| Sonstige neutrale Veränderungen | ||
| Zugang eigene Anteile | 339 | |
| Stand 30.09.2018 | 10.143 | 29.713 |
| Vorjahr | ||
| Stand 01.10.2016 | 10.143 | 29.374 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | ||
| Gesamtergebnis | ||
| Dividendenausschüttung | ||
| Sonstige neutrale Veränderungen | ||
| Zugang eigene Anteile | ||
| Stand 30.09.2017 | 10.143 | 29.374 |
| Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Thesaurierte Gewinne | Währungsumrechnungsrücklage | Neubewertung von Pensionsverpflichtungen | Gesamt | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.10.2017 | 301.244 | -1.823 | -2.102 | 297.319 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -70 | 1 | 90 | 20 | |
| Gesamtergebnis | -70 | 90 | 20 | ||
| Dividendenausschüttung | |||||
| Sonstige neutrale Veränderungen | 21.917 | 21.917 | |||
| Zugang eigene Anteile | |||||
| Stand 30.09.2018 | 323.161 | -1.893 | -2.012 | 319.256 | |
| Vorjahr | |||||
| Stand 01.10.2016 | 282.737 | -1.096 | -2.616 | 279.025 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -727 | 1 | 514 | -213 | |
| Gesamtergebnis | -727 | 514 | -213 | ||
| Dividendenausschüttung | |||||
| Sonstige neutrale Veränderungen | 18.507 | 18.507 | |||
| Zugang eigene Anteile | |||||
| Stand 30.09.2017 | 301.244 | -1.823 | -2.102 | 297.319 |
| Bilanzgewinn | Gesamt | |
|---|---|---|
| Stand 01.10.2017 | 39.524 | 376.360 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 47.385 | 47.385 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 20 | |
| Gesamtergebnis | 47.385 | 47.405 |
| Dividendenausschüttung | -25.228 | -25.228 |
| Sonstige neutrale Veränderungen | -21.917 | 0 |
| Zugang eigene Anteile | 339 | |
| Stand 30.09.2018 | 39.764 | 398.876 |
| Vorjahr | ||
| Stand 01.10.2016 | 39.394 | 357.936 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 43.866 | 43.866 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -213 | |
| Gesamtergebnis | 43.866 | 43.653 |
| Dividendenausschüttung | -25.229 | -25.229 |
| Sonstige neutrale Veränderungen | -18.507 | 0 |
| Zugang eigene Anteile | 0 | |
| Stand 30.09.2017 | 39.524 | 376.360 |
1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.
Konzern-Kapitalflussrechnung
in TEUR
| 01.10. bis 30.09. | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| 1 Ergebnis nach Ertragsteuern | 47.385 | 43.866 |
| 2 Ertragsteueraufwand/-ertrag | 17.915 | 14.125 |
| 3 Finanzierungsaufwendungen | 3.676 | 3.576 |
| 4 Übriges Finanzergebnis | -362 | -984 |
| 5 Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | -331 | -411 |
| 6 Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 33.022 | 33.864 |
| 7 Zunahme der Rückstellungen | -2.392 | -16.305 |
| 8 Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen | 370 | 141 |
| 9 Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -313 | -152 |
| 10 Zunahme der Vorräte, der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -44.033 | -7.766 |
| 11 Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 5.584 | -5.114 |
| 12 Gezahlte Ertragsteuer | -29.546 | -24.127 |
| 13 Erhaltene Ertragsteuer | 321 | 3.835 |
| 14 Gezahlte Zinsen | -4.311 | -3.889 |
| 15 Erhaltene Zinsen | 223 | 1.523 |
| 16 Cashflow aus laufender Geschäftstätigke it (1.-15.) | 27.208 | 42.182 |
| 17 Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 775 | 1.153 |
| 18 Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 790 | 1.480 |
| 19 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -49.309 | -34.051 |
| 20 Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -2.802 | -3.786 |
| 21 Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -389 | -436 |
| 22 Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | -29 |
| 23 Cashflow aus Investitionstätigkeit (17.-22.) | -50.935 | -35.669 |
| 24 Kapitaleinzahlungen | 339 | 0 |
| 25 Dividendenauszahlungen | -25.228 | -25.229 |
| 26 Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzschulden | -1.936 | -1.452 |
| 27 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (24.-26.) | -26.825 | -26.681 |
| 28 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (16.+23.+27.) | -50.552 | -20.168 |
| 29 Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | -309 | -387 |
| 30 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 139.266 | 159.821 |
| 31 Finanzmittelfonds am Ende der Periode (28.-30.) | 88.405 | 139.266 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangangabe [38] erläutert.
Konzern-Anhang
[1] GRUNDLAGEN UND METHODEN
Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Transport und Nahverkehr, Energie, Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Medizintechnik sowie Elektronik und Softwareentwicklung.
Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der deutsche Corporate Governance Kodex berücksichtigt.
Alle für das Geschäftsjahr 2017/2018 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen. Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Der Vorstand hat den Konzern-Abschluss am 29. November 2018 aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.
Darstellung des Abschlusses
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gemäß International Accounting Standard (IAS) 1 in lang- und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert. Die Darstellung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen unverändert.
Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen werden ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden aufgeführt. Latente Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten werden als langfristig dargestellt.
Der Konzern-Abschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows.
Seit dem Geschäftsjahr 2017/2018 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2017/2018 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.
| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht1 | Auswirkung | |
|---|---|---|---|
| IAS 7 | Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung - Angabeninitiative | 01.01.2017 | Ausweitung der Anhangangaben |
| IAS 12 | Änderungen an IAS 12: Ertragsteuern - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste | 01.01.2017 | keine |
| Verbesserung der IFRS | Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016 | 01.01.2017 / 01.01.2018 | keine |
| 1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen. |
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2017/2018 nicht verpflichtend anzuwenden. Bertrandt wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.
| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht1 | Voraussichtliche Auswirkungen | |
|---|---|---|---|
| IFRS 2 | Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen | 01.01.2018 | keine |
| IFRS 32 | Änderungen an IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse - Klarstellungen zur Definition eines Geschäftsbetriebs | 01.01.2020 | Derzeit in Prüfung |
| IFRS 4 | Änderungen an IFRS 4: Versicherungsverträge - Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge | 01.01.2018 | keine |
| IFRS 9 | Änderungen an IFRS 9: Finanzinstrumente Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2018 01.01.2019 | Ausweitung der Anhangangaben |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Klarstellungen zu IFRS 15 | 01.01.2018 | Ausweitung der Anhangangaben |
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.2019 | Derzeit in Prüfung, |
| IFRS 172 | Versicherungsverträge | 01.01.2021 | keine |
| IAS 1/ IAS 82 | Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition der Wesentlichkeit | 01.01.2020 | Derzeit in Prüfung |
| IAS 192 | Änderungen an IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer - Planänderung,- kürzung oder -abgeltung | 01.01.2019 | Derzeit in Prüfung |
| IAS 282 | Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 01.01.2019 | keine |
| IAS 40 | Änderungen an IAS 40: Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 01.01.2018 | keine |
| IFRIC 22 | Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen | 01.01.2018 | keine |
| IFRIC 232 | Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern | 01.01.2019 | keine |
| Verbesserung der IFRS2 | Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015-2017 | 01.01.2019 | Einzelfallprüfung |
1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
2 Noch nicht von der EU übernommen.
IFRS 9 - Finanzinstrumente
IFRS 9 ändert die Bilanzierungsvorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.
Die Klassifizierung und die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme bestimmt. Ein finanzieller Vermögenswert wird dabei beim erstmaligen Ansatz entweder als "zu fortgeführten Anschaffungskosten", als "zum Fair Value mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderungen im Sonstigen Ergebnis" oder als "zum Fair Value mit Erfassung der Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung" klassifiziert. Die Bertrandt AG rechnet mit keinen wesentlichen Auswirkungen aus der geänderten Vorgehensweise bei der Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9. Die Klassifizierung und die Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgen nach IFRS 9 weitgehend unverändert zu den derzeitigen Bilanzierungsvorschriften nach IAS 39.
Das Modell zur Ermittlung von Wertminderungen und der Bildung von Risikovorsorgen verändert sich von einem Modell bereits eingetretener Kreditausfälle (Incurred Loss Modell) zu einem Modell erwarteter Kreditausfälle (Expected Credit Loss Modell). Diese geänderte Bewertungsmethodik führt bei erstmaliger Anwendung zu einer Verringerung der Risikovorsorge voraussichtlich zwischen 500 und 1.000 TEUR. Diese Beträge sind erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen zu erfassen.
IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden
Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Der neue Standard basiert auf dem Grundsatz, dass Umsätze erfasst werden, wenn die Kontrolle über eine Ware oder Dienstleistung auf einen Kunden übergeht. Die erstmalige Anwendung des IFRS 15 erfolgt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Die Stufen Nr. 1 und 2 des IFRS 15-Modells sehen vor, dass zunächst alle in einem Vertrag vereinbarten Leistungsverpflichtungen identifiziert und die eigenständigen Leistungskomponenten separat abgebildet werden. Dies betrifft alle Leistungskomponenten, auch wenn sie in einem Vertrag nicht explizit genannt oder ein separater Kaufpreis vereinbart ist. Nach IFRS 15 sind Umsatzerlöse für einzelne Leistungskomponenten zu erfassen, wenn die zugesagte Leistung erbracht wurde oder als erbracht gilt. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises (Stufe Nr. 3) ist grundsätzlich vom vertraglich vereinbarten Entgelt auszugehen. Kann die Höhe der Gegenleistung jedoch nicht konkret ermittelt werden, ist eine möglichst verlässliche Schätzung anhand von Erwartungswerten vorzunehmen. Sind die einzelnen Leistungskomponenten identifiziert und die gesamte Gegenleistung bestimmt, hat im Anschluss eine Verteilung auf diese Leistungsverpflichtungen zu erfolgen (Stufe Nr. 4).
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den bisherigen Regeln der Umsatzrealisierung betrifft den Realisationszeitpunkt (Stufe Nr. 5). Bisher erfolgte die Erlösrealisierung im Falle des Verkaufs von Gütern bei Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken beziehungsweise im Anwendungsfall von IAS 11 Fertigungsaufträge nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads (Percentage-of-Completion-Methode). Zukünftig ist dagegen der Kontrollübergang einschließlich der Beurteilung, ob dieser zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg erfolgt, entscheidend. Weiterhin enthält der neue Standard umfangreiche Anhangangaben sowie wesentliche Schätzungs- und Ermessensannahmen.
Nach Analyse der Kundenverträge im Bertrandt-Konzern zum 30. September 2018 wird davon ausgegangen, dass die Umsetzung des IFRS 15 zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzern-Abschluss führen wird.
IFRS 16 - Leasing
IFRS 16 ändert die Vorschriften für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Zentrales Ziel ist die bilanzielle Erfassung aller Leasingverhältnisse. Entsprechend entfällt für Leasingnehmer die Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse. Stattdessen müssen diese zukünftig für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit bilanzieren. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. Während der Leasinglaufzeit ist das Nutzungsrecht planmäßig abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode und Berücksichtigung der Leasingzahlungen fortzuschreiben. Tendenziell führt dies beim Leasingnehmer zu einer Erhöhung des langfristigen Vermögens und der langfristigen Schulden. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Entlastung des operativen Ergebnisses und eine Belastung des Finanzergebnisses erwartet. Zudem ergeben sich deutlich umfangreichere Anhangangaben.
[2] KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt nach den Kriterien des IFRS 10 von der Bertrandt AG beherrscht werden. Diese werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen. Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzern-Gesellschaften entspricht dem Geschäftsjahr der Bertrandt AG mit Ausnahme zweier Gesellschaften: der Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., deren Geschäftsjahr aufgrund lokaler gesetzlicher Vorgaben dem Kalenderjahr entspricht, und der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Firmenwert; dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert.
Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann oder Bertrandt an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist (IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet, und Zwischenergebnisse werden eliminiert.
[3] KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen. Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm und Tappenbeck sowie die b.professional GmbH in Mannheim, die Bertrandt Beteiligungen GmbH in Ehningen, die Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH in Nufringen, die Bertrandt Grundstücks GmbH in Nufringen, die Bertrandt Projektgesellschaft mbH, die Bertrandt Services GmbH, die Bertrandt Solutions GmbH, die Bertrandt Technikum GmbH in Ehningen und die Bertrandt Technologie GmbHs in Immendingen, Mönsheim und Sassenburg, die Bertrandt Ehningen GmbH in Ehningen, die Bertrandt GmbH in Hamburg, die Bertrandt Verwaltungs GmbH in Mönsheim, die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG und die Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG jeweils in Pullach i. Isartal, die Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG in Mainz sowie die Bertrandt Energie GmbH in Mönsheim, die Bertrandt München GmbH in München und die Bertrandt Tappenbeck GmbH in Tappenbeck. Des Weiteren wurden die im Geschäftsjahr neu gegründeten Gesellschaften Bertrandt Digital GmbH, Bertrandt Innovation GmbH und Bertrandt Simulations GmbH (ehemals Bertrandt Neo GmbH) jeweils in Ehningen erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Der Konsolidierungskreis umfasst darüber hinaus die ausländischen Gesellschaften Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd. in Shanghai, Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL in Sibiu, Bertrandt France S.A., die Bertrandt S.A.S. jeweils in Vélizy-Villacoublay, die Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi in Istanbul, die Bertrandt Technologie GmbH in Steyr, die Bertrandt UK Limited in Dunton und die Bertrandt US Inc. in Detroit. Des Weiteren wurde die im Geschäftsjahr neu gegründete Gesellschaft Bertrandt Engineering Technologies (Italia) S.R.L in Sant'Agata Bolognese erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode ebenfalls in den Konzern-Abschluss einbezogen. Dies sind die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, die Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG jeweils in Pullach i. Isartal sowie mittelbare Beteiligungen an der aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, der MOLLIS automotive GmbH, der NAMENU tool GmbH sowie an der MCIP tool GmbH jeweils in Pullach i. Isartal. Die im Geschäftsjahr neu gegründeten Gesellschaften aucip GmbH & Co.KG, aucip Verwaltung GmbH sowie die Lasono tool GmbH (mittelbare Beteiligung) in Pullach i. Isartal wurden erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen. Des Weiteren werden die Bertrandt Campus GmbH und die mittelbare Beteiligung an der Bertrandt Campus Grundbesitz GmbH jeweils in Ehningen und erstmalig die neu gegründeten Gesellschaften Bertrandt Campus Liegenschaft GmbH (mittelbare Beteiligung) und Bertrandt Liegenschaft GmbH & Co.KG, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, als Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Detaillierte Angaben zum Anteilsbesitz der Bertrandt AG sind in diesem Bericht unter Ziffer [50] ausgewiesen.
[4] WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.
Im Konzern-Abschluss wurden Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführter monetärer Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
Währungsumrechnung
| Im Verhältnis zu einem Euro |
Mittlerer Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2018 | 30.09.2017 | 2017/2018 | 2016/2017 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| China | CNY | 7,9665 | 7,8400 | 7,7762 | 7,5171 |
| Großbritannien | GBP | 0,8879 | 0,8827 | 0,8848 | 0,8711 |
| Rumänien | RON | 4,6640 | 4,5995 | 4,6446 | 4,5389 |
| Türkei | TRY | 6,9601 | 4,2038 | 5,2189 | 3,8855 |
| Ungarn | HUF | 324,4800 | 311,1300 | 315,8610 | 308,6830 |
| USA | USD | 1,1580 | 1,1812 | 1,1901 | 1,1048 |
[5] ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS-
UND BEWERTUNGSMETHODEN UND DER ZUGRUNDE LIEGENDEN
SCHÄTZANNAHMEN
Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Die Annahmen und Schätzungen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns zu vermitteln. Hierbei werden Prämissen zugrunde gelegt, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.
Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Ertrags - und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden erfasst, wenn die Leistung erbracht wurde (insbesondere Dienstleistungsverträge) beziehungsweise der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgte (Werkverträge), der Betrag der Erlöse verlässlich bestimmt und von dessen Ausgleich ausgegangen wird. Die Bilanzierung der Erlöse berücksichtigt sämtliche Erlösschmälerungen wie Skonti und Boni. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam erfasst. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und -aufwendungen sowie alle weiteren Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn aus der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.
Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt eines Anzeichens für eine mögliche Wertminderung durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Firmenwerte wird der höhere Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten der betreffenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten herangezogen. Diese sind bei Bertrandt die nach IFRS 8 definierten Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, der zur Bestätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Zur Ermittlung der Nutzungswerte werden im Segment Digital Engineering ein WACC vor Steuern von 7,2 Prozent (Vorjahr 9,3 Prozent) und für die ewige Rente von 6,2 Prozent (Vorjahr 8,3 Prozent) zugrunde gelegt. Im Segment Physical Engineering beträgt der WACC vor Steuern 6,9 Prozent (Vorjahr 8,9 Prozent) und für die ewige Rente 5,9 Prozent (Vorjahr 7,9 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Eine Veränderung des WACC um +/- vier Prozentpunkte hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte.
Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Darauf aufbauend werden Aussagen zu zukünftigen Entwicklungen der Umsatzerlöse und der Ergebnisse getroffen. Eine Veränderung sowohl der Umsatzerlöse um +/- fünf Prozent als auch der Ergebnisse um +/- fünf Prozent hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte. Anhand der zugrunde liegenden Annahmen werden die zukünftigen Cashflows bestimmt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus diesen abgeleiteten zukünftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Nutzungswerte ermittelt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.
Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen berücksichtigt sind.
Sachanlagen
Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde.
Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für Außenanlagen von zehn Jahren und für technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden anteilig zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Bei Bertrandt betrifft dies die Sachanlagen. Der zugrunde liegende Fremdkapitalkostensatz beträgt 1,4 Prozent (Vorjahr 1,4 Prozent).
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern von 40 Jahren angesetzt.
Aufwendungen aus Wertminderungen
Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).
Nach IAS 39 liegen bei Bertrandt folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:
| ― | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden |
| ― | Kredite und Forderungen inklusive zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden |
Die Zuordnung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.
Die Überleitung in Ziffer [43] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.
Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Nach der Equity - Methode bewertete Anteile
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, sowie Gemeinschaftsunternehmen, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, werden nach der Equity-Methode bewertet.
Übrige Finanzanlagen
Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Einzel- und allgemeine Kreditrisiken, wie Insolvenz und Uneinbringlichkeit, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlags, vermindert um etwaige entstehende Verluste, bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode). Fertige, noch nicht abgenommene Leistungen werden zu Auftragswerten bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden mit diesen saldiert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Derivative Finanzinstrumente
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister im Wesentlichen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IAS 39 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Die Bewertung von Devisentermingeschäften zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme in Fremdwährung sowie von weiteren Derivaten erfolgt zum Fair Value; Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam gebucht.
Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.
Vorräte
Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.
Tatsächliche und latente Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die für die Berichtsperiode angefallenen Steueraufwendungen beinhalten tatsächliche Ertragsteuern sowie latente Steuern.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der lokalen Steuervorschriften ermittelt, die am Abschlussstichtag gelten. Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der latenten Steuern wird nicht vorgenommen.
Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionspläne.
Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst. Der leistungsorientierte Versorgungsplan berechnet sich auf Endgehaltsbasis und die beitragsorientierten Zusagen zahlt Bertrandt aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für Bertrandt keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus den laufenden Ertragsteuern. Diese werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.
Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.
Öffentliche Zuwendungen
Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.
Zuschüsse aus öffentlicher Hand für innovative Projekte sowie sonstige Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen oder von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss in demselben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).
Leasing
Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist.
Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
[6] UMSATZERLÖSE
Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Des Weiteren werden nach der PoC-Methode bewertete Leistungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt exklusive Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.
Die Konzern-Umsatzerlöse in Höhe von 1.019.914 TEUR (Vorjahr 992.276 TEUR) verteilen sich auf das Inland mit 867.194 TEUR (Vorjahr 857.976 TEUR) und mit 152.720 TEUR (Vorjahr 134.300 TEUR) auf das Ausland. Diese Aufteilung spiegelt die regionale Segmentierung der Bertrandt-Standorte wider.
Der Anteil der nach der PoC-Methode ermittelten Umsätze beträgt 730.548 TEUR (Vorjahr 659.910 TEUR).
Bertrandt erzielte mit zwei Kunden jeweils mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze, die sich auf alle Segmente verteilen. Die Gesamtumsatzerlöse dieser zwei Kunden belaufen sich auf 341.563 TEUR (Vorjahr 341.139 TEUR) beziehungsweise 232.938 TEUR (Vorjahr 220.800 TEUR).
[7] ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.
[8] SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2017/2018 gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Leistungsbezogene Erträge | 5.375 | 4.884 |
| davon Sachbezüge Arbeitnehmer | 4.297 | 4.328 |
| davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 1.078 | 556 |
| Neutrale Erträge | 1.572 | 2.456 |
| davon Erträge aus Anlagenabgang | 408 | 420 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 753 | 1.813 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 411 | 223 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 1.647 | 1.342 |
| davon Schadensersatzleistungen | 131 | 89 |
| davon Erträge aus Währungskursdifferenzen | 481 | 603 |
| davon sonstige | 1.035 | 650 |
| Gesamt | 8.594 | 8.682 |
Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung enthalten Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR). Für die folgenden Geschäftsjahre werden sonstige Mieterträge in Höhe von 8.151 TEUR (Vorjahr 1.342 TEUR) erwartet. Hieraus entfallen Mieterträge in Höhe von 1.269 TEUR (Vorjahr 517 TEUR) auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, 2.922 TEUR (Vorjahr 755 TEUR) auf eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 3.963 TEUR (Vorjahr 70 TEUR) auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand von 318 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
[9] MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:
Materialaufwand
| In TEUR Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2017/2018 21.981 | 2016/2017 18.728 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 78.407 | 86.877 |
| davon CAD-Kosten | 18.163 | 18.473 |
| davon Fremdleistungen | 59.928 | 68.115 |
| davon Eingangsfrachten | 316 | 289 |
| Gesamt | 100.388 | 105.605 |
Der Materialaufwand ist aufgrund geringerer Bezüge von Fremdleistungen projektbezogen um 5.217 TEUR gesunken.
[10] PERSONALAUFWAND
Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 12.850 Mitarbeiter (Vorjahr 12.495 Mitarbeiter) beschäftigt.
Mitarbeiter im Durchschnitt
| Anzahl | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 977 | 914 |
| Angestellte | 10.969 | 10.736 |
| Auszubildende/Studenten | 356 | 348 |
| Praktikanten/Diplomanden | 192 | 188 |
| Aushilfen | 356 | 309 |
| Gesamt | 12.850 | 12.495 |
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 599.416 TEUR (Vorjahr 581.993 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 124.555 TEUR (Vorjahr 121.600 TEUR) einschließlich des unter den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesenen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 57.499 TEUR (Vorjahr 58.677 TEUR) enthalten.
Personalaufwand
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 599.416 | 581.993 |
| Aufwendungen für soziale Abgaben | 124.555 | 121.600 |
| davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung | 66.939 | 62.982 |
| davon Aufwendungen für Altersversorgung | 57.616 | 58.618 |
| Gesamt | 723.971 | 703.593 |
In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 1.643 TEUR (Vorjahr 1.648 TEUR) sowie Zuschüsse für innovative Projekte in Höhe von 1.190 TEUR (Vorjahr 557 TEUR) enthalten, die aufgrund staatlicher Fördermaßnahmen gewährt wurden.
Im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms bezuschusst die Bertrandt AG den Erwerb von Bertrandt-Aktien für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Ziffer [30] und [31]).
Für diese Aktien besteht eine Verkaufssperrfrist von insgesamt zwei Jahren. Im Geschäftsjahr 2017/2018 resultierte hieraus ein Personalaufwand in Höhe von 113 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Des Weiteren sind Aufwendungen für das Geschäftsjahr in Höhe von 76 TEUR (Vorjahr 166 TEUR) für ein Führungskräfteprogramm angefallen.
[11] ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf | ||
| immaterielle Vermögenswerte | 4.371 | 5.488 |
| Sachanlagen | 28.585 | 28.310 |
| als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 66 | 66 |
| Gesamt | 33.022 | 33.864 |
Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen (Ziffer [18-20]).
[12] SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Sonstige Fertigungsaufwendungen | 5.620 | 5.708 |
| Geschäftsräume und Inventar | 42.835 | 38.574 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 17.587 | 15.800 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 2.767 | 2.346 |
| Vertriebsaufwendungen | 16.559 | 16.444 |
| Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen | 607 | 1.038 |
| Neutrale Aufwendungen | 2.901 | 2.818 |
| Übrige Aufwendungen | 11.216 | 13.900 |
| Gesamt | 100.092 | 96.628 |
Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fuhrpark-, Rechts- und Beratungskosten. In den Aufwendungen für Geschäftsräume und Inventar sind Mietaufwendungen in Höhe von 21.805 TEUR (Vorjahr 19.416 TEUR) enthalten. Aufwendungen für Personalmaßnahmen entstanden im Geschäftsjahr 2017/2018 in Höhe von 1.900 TEUR (Vorjahr 1.882 TEUR).
Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand in Höhe von 863 TEUR (Vorjahr 376 TEUR) in den übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten.
[13] FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Finanzergebnis
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | 331 | 411 |
| Finanzierungsaufwendungen | -3.676 | -3.576 |
| Übriges Finanzergebnis | 362 | 984 |
| Finanzergebnis | -2.983 | -2.181 |
Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 3.676 TEUR (Vorjahr 3.576 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für langfristige Darlehen sowie für die langfristige Zusage von Kreditlinien in Höhe von 3.290 TEUR (Vorjahr 3.333 TEUR). Des Weiteren sind Zinsen aus Steuerzahlungen in Höhe von 78 TEUR (Vorjahr 509 TEUR) sowie sonstige Zinsen inklusive Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von 132 TEUR (Vorjahr 102 TEUR) enthalten.
Das übrige Finanzergebnis umfasst Zinsen aus Steuererstattungen in Höhe von 136 TEUR (Vorjahr 702 TEUR) sowie sonstige Zinserträge in Höhe von 226 TEUR (Vorjahr 263 TEUR). Zinserträge aus Zuschüssen für innovative Projekte aus öffentlicher Hand sind nicht enthalten (Vorjahr 19 TEUR).
[14] SONSTIGE STEUERN
Der Steueraufwand im Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.
Sonstige Steuern
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Steueraufwand Inland | 1.085 | 449 |
| Steueraufwand Ausland | 2.773 | 2.249 |
| Sonstige Steuern | 3.858 | 2.698 |
[15] STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG
Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbesteuer von ca. 14 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.
Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:
Ertragsteuern
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand Inland | 22.953 | 15.191 |
| Tatsächlicher Steueraufwand Ausland | 1.507 | 1.938 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 24.460 | 17.129 |
| Latenter Steuerertrag | -6.545 | -3.004 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 17.915 | 14.125 |
Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2017/2018 in Höhe von 17.915 TEUR ist um 1.675 TEUR niedriger als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 19.590 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.
Die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
Ertragsteuer - Überleitungsrechnung
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65.300 | 57.991 |
| Erwarteter Steuersatz | 30,0% | 30,0% |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 19.590 | 17.397 |
| Besteuerungsunterschiede Ausland | -571 | -250 |
| Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen | 228 | -1.482 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und | ||
| weiteren steuerlichen Modifikationen | -940 | -418 |
| Steuereffekte aus der Zuschreibung von Verlustvorträgen | 0 | -1.076 |
| Steuersatzänderungen | -410 | 0 |
| Konsolidierungssachverhalte | 24 | -48 |
| Übrige Effekte | -6 | 2 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 17.915 | 14.125 |
| Effektiver Steuersatz | 27,4% | 24,4% |
Die Position "Besteuerungsunterschiede Ausland" umfasst unter anderem Wertberichtigungen der latenten Steuern auf Verlustvorträge von 140 TEUR (Vorjahr 50 TEUR). In der Position "Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen" sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 740 TEUR (Vorjahr -232 TEUR) enthalten. Ein Verbrauch aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte im Geschäftsjahr in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr 89 TEUR).
Aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen ergaben sich im Geschäftsjahr Steuereffekte in Höhe von -38 TEUR (Vorjahr -220 TEUR), die im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen sind; kumuliert betragen diese 789 TEUR (Vorjahr 827 TEUR).
[16] ERGEBNIS JE AKTIE
Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:
Berechnung Ergebnis je Aktie
| Gemäß IAS 33 | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR | 47.385 | 43.866 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG in TEUR | 47.385 | 43.866 |
| Anzahl Aktien in tausend Stück | 10.143 | 10.143 |
| Anzahl eigener Aktien in tausend Stück | -48 | -52 |
| Anzahl dividendenberechtigter Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet | 10.095 | 10.091 |
| Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert | 4,69 | 4,35 |
[17] WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZU DEN AUSWIRKUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN AUF DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, Währungsumrechnungsergebnissen sowie Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 47 | -402 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden | -3.566 | -3.084 |
| Gesamt | -3.519 | -3.486 |
Der Kategorie "Kredite und Forderungen" sind die sonstigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten.
Im Berichtszeitraum lagen keine Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte vor.
Gesamtzinserträge und - aufwendungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 226 | 256 |
| Zinsaufwendungen | -3.423 | -2.976 |
| Gesamt | -3.197 | -2.720 |
Aufgrund kurzer Laufzeiten führte die Anwendung der Effektivzinsmethode auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2017/2018 wie im Vorjahr zu keinen Zinsaufwendungen oder -erträgen.
Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 811 TEUR (Vorjahr 616 TEUR).
Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz Aktiva
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
[18] IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.
Die Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2017/2018 analog zum Vorjahr keine Aufwendungen aus Wertminderungen.
Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.093 TEUR (Vorjahr 6.093 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen selbst erstellte Software im Bau inklusive geleisteten Anzahlungen in Höhe von 309 TEUR (Vorjahr 595 TEUR).
Immaterielle Vermögenswerte
| In TEUR | Konzessionen und Lizenzen | Selbst erstellte Software | Firmenwerte | Sonstige | Summe immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2017 | 49.180 | 789 | 9.002 | 595 | 59.566 |
| Währungsdifferenzen | -54 | 0 | 0 | 0 | -54 |
| Zugänge | 2.553 | 0 | 0 | 249 | 2.802 |
| Abgänge | 493 | 87 | 0 | 375 | 955 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 51.186 | 702 | 9.002 | 469 | 61.359 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2017 | 43.037 | 789 | 0 | 0 | 43.826 |
| Währungsdifferenzen | -31 | 0 | 0 | 0 | -31 |
| Zugänge | 4.359 | 0 | 0 | 12 | 4.371 |
| Abgänge | 444 | 87 | 0 | 0 | 531 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 46.921 | 702 | 0 | 12 | 47.635 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 4.265 | 0 | 9.002 | 457 | 13.724 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 6.143 | 0 | 9.002 | 595 | 15.740 |
| Vorjahr | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2016 | 46.428 | 841 | 9.002 | 17 | 56.288 |
| Währungsdifferenzen | -48 | 0 | 0 | 0 | -48 |
| Zugänge | 3.208 | 0 | 0 | 578 | 3.786 |
| Abgänge | 408 | 52 | 0 | 0 | 460 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2017 | 49.180 | 789 | 9.002 | 595 | 59.566 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2016 | 37.968 | 840 | 0 | 0 | 38.808 |
| Währungsdifferenzen | -18 | 0 | 0 | 0 | -18 |
| Zugänge | 5.488 | 0 | 0 | 0 | 5.488 |
| Abgänge | 407 | 51 | 0 | 0 | 458 |
| Umbuchungen | 6 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| Stand 30.09.2017 | 43.037 | 789 | 0 | 0 | 43.826 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 6.143 | 0 | 9.002 | 595 | 15.740 |
| Restbuchwert 30.09.2016 | 8.460 | 1 | 9.002 | 17 | 17.480 |
[19] SACHANLAGEN
Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich wie im Vorjahr keine.
Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Rechner, Maschinen und Equipment im Prototypenbau sowie Versuchseinrichtungen. Die zu aktivierenden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte belaufen sich auf 110 TEUR (Vorjahr 42 TEUR).
Sachanlagen
| In TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2017 | 179.672 | 113.831 | 112.571 | 17.366 | 423.440 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -139 | 0 | -139 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 948 | 4.397 | 12.563 | 29.388 | 47.296 |
| Abgänge | 339 | 1.899 | 5.741 | 7 | 7.986 |
| Umbuchungen | 3.850 | 2.055 | 406 | -6.311 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 184.131 | 118.384 | 119.660 | 40.436 | 462.611 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2017 | 19.321 | 61.001 | 78.827 | 7 | 159.156 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -34 | 0 | -34 |
| Zugänge | 5.250 | 10.316 | 13.019 | 0 | 28.585 |
| Abgänge | 2 | 1.758 | 5.433 | 7 | 7.200 |
| Umbuchungen | -68 | -2 | 2 | 68 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 24.501 | 69.557 | 86.381 | 68 | 180.507 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 159.630 | 48.827 | 33.279 | 40.368 | 282.104 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 160.351 | 52.830 | 33.744 | 17.359 | 264.284 |
| Vorjahr | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2016 | 144.514 | 99.944 | 103.783 | 25.864 | 374.105 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -149 | 0 | -149 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 20.725 | 0 | 0 | 0 | 20.725 |
| Zugänge | 5.693 | 7.653 | 14.219 | 9.644 | 37.209 |
| Abgänge | 65 | 899 | 7.486 | 0 | 8.450 |
| Umbuchungen | 8.805 | 7.133 | 2.204 | -18.142 | 0 |
| Stand 30.09.2017 | 179.672 | 113.831 | 112.571 | 17.366 | 423.440 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2016 | 14.349 | 51.903 | 72.053 | 0 | 138.305 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -29 | 0 | -29 |
| Zugänge | 4.967 | 9.822 | 13.514 | 7 | 28.310 |
| Abgänge | 0 | 724 | 6.700 | 0 | 7.424 |
| Umbuchungen | 5 | 0 | -11 | 0 | -6 |
| Stand 30.09.2016 | 19.321 | 61.001 | 78.827 | 7 | 159.156 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 160.351 | 52.830 | 33.744 | 17.359 | 264.284 |
| Restbuchwert 30.09.2016 | 130.165 | 48.041 | 31.730 | 25.864 | 235.800 |
[20] ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Zum 30. September 2018 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt analog den Firmenwerten (Ziffer [5]) unter Berücksichtigung eines WACC von 6,9 Prozent (Vorjahr 8,9 Prozent) und einer ewigen Rente von 5,9 Prozent (Vorjahr 7,9 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR) erzielt, Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich auf 7 TEUR (Vorjahr 2 TEUR).
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
| In TEUR | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.10.2017 | 4.626 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 4.626 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.10.2017 | 3.152 |
| Zugänge | 66 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 3.218 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 1.408 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 1.474 |
| Vorjahr | |
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.10.2016 | 4.626 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2017 | 4.626 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.10.2016 | 3.086 |
| Zugänge | 66 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2017 | 3.152 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 1.474 |
| Restbuchwert 30.09.2016 | 1.540 |
[21] NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE ANTEILE
Die Equity-Methode wird für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt. Diese entwickelten sich wie folgt:
Nach der Equity - Methode bewertete Anteile
| In TEUR | Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.10.2017 | 121 | 5.367 | 5.488 |
| Zugänge | 48 | 7 | 55 |
| Ergebnisanteil | -54 | 385 | 331 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 115 | 5.759 | 5.874 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.10.2017 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2018 | 0 | 0 | 0 |
| Restbuchwert 30.09.2018 | 115 | 5.759 | 5.874 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 121 | 5.367 | 5.488 |
| Vorjahr | |||
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 01.10.2016 | 117 | 4.960 | 5.077 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnisanteil | 4 | 407 | 411 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2017 | 121 | 5.367 | 5.488 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 01.10.2016 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2017 | 0 | 0 | 0 |
| Restbuchwert 30.09.2017 | 121 | 5.367 | 5.488 |
| Restbuchwert 30.09.2016 | 117 | 4.960 | 5.077 |
Der Zugang der Gemeinschaftsunternehmen betrifft die Beteiligung an der Bertrandt Liegenschaft GmbH & Co.KG. Der Ergebnisanteil der Gemeinschaftsunternehmen entfällt in Höhe von 392 TEUR (Vorjahr 407 TEUR) auf die Bertrandt Campus GmbH.
[22] ÜBRIGE FINANZANLAGEN
Die übrigen Finanzanlagen beinhalten überwiegend Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von drei bis fünf Prozent verzinst werden und deren Laufzeit zwischen zwei bis acht Jahren liegt. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten. Im Berichtszeitraum wurden Zugänge in Höhe von 334 TEUR (Vorjahr 436 TEUR) sowie Abgänge in Höhe von 798 TEUR (Vorjahr 1.480 TEUR) erfasst, der Restbuchwert beträgt 1.221 TEUR (Vorjahr 1.685 TEUR).
[23] LANG- UND KURZFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
| In TEUR | 30.09.2018 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 236.206 | 236.206 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 29.952 | 18.693 | 9.215 | 2.044 |
| Gesamt | 266.158 | 254.899 | 9.215 | 2.044 |
| Vorjahr | ||||
| 30.09.2017 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 193.024 | 193.024 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 29.776 | 21.066 | 6.895 | 1.815 |
| Gesamt | 222.800 | 214.090 | 6.895 | 1.815 |
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgeperioden zuzuordnen ist. Es besteht eine Factoring-Vereinbarung mit einer Bank. Im Rahmen dieser wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Bank veräußert. Der Verkauf erfolgt ohne Regressansprüche und Risiken verbleiben keine. Die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19.649 TEUR (Vorjahr 16.842 TEUR) wurden in voller Höhe ausgebucht.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 2.044 TEUR (Vorjahr 1.815 TEUR).
Wertberichtigungen wurden in Höhe von 3.968 TEUR (Vorjahr 3.611 TEUR) berücksichtigt. Die Darstellung der Aufteilung in finanzielle und nicht finanzielle Forderungen ist unter Ziffer [43] ersichtlich.
[24] LATENTE STEUERN
Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
Aktive und passive latente Steuern
| In TEUR | 30.09.2018 | 30.09.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 1.365 | 2.894 | 1.167 | 2.754 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 10.432 | 0 | 17.281 |
| Pensionsrückstellungen | 954 | 0 | 994 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 784 | 6 | 830 | 0 |
| Verlustvorträge | 1.315 | 0 | 1.699 | 0 |
| Sonstige Posten | 330 | 703 | 416 | 827 |
| Gesamt vor Saldierung | 4.748 | 14.035 | 5.106 | 20.862 |
| Saldierung | -1.424 | -1.424 | -1.284 | -1.284 |
| Latente Steuern | 3.324 | 12.611 | 3.822 | 19.578 |
Von den unsaldierten aktiven latenten Steuern haben 4.307 TEUR (Vorjahr 4.559 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passiven latenten Steuern sind vor Saldierung 11.058 TEUR (Vorjahr 18.094 TEUR) kurzfristig und 2.977 TEUR (Vorjahr 2.768 TEUR) langfristig.
Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder im aktuellen Jahr ein negatives steuerliches Ergebnis erwirtschaftet haben, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 42 TEUR (Vorjahr 160 TEUR) aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung wahrscheinlich ist.
Über die aktiven latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen Verlustvorträge in Höhe von 2.897 TEUR (Vorjahr 4.175 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen auf fünf Jahre.
Es wurden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede von Beteiligungsansätzen in Höhe von 39.889 TEUR (Vorjahr 30.043 TEUR) gebildet, da die Bertrandt AG den zeitlichen Verlauf der Realisierung der temporären Differenzen steuern kann und sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren.
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
[25] VORRÄTE
Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
Vorräte
| In TEUR | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.156 | 1.182 |
Es wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.
[26] KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen stellen sich wie folgt dar:
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
| In TEUR | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Fertigungsaufträge vor Anzahlungsverrechnung | 222.506 | 253.817 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge | -101.406 | -134.210 |
| Gesamt | 121.100 | 119.607 |
Zum Geschäftsjahresende bestehen keine Rückstellungen für Fertigungsaufträge, deren zu erwartende Verluste die angefallenen Kosten übersteigen (Vorjahr 1.787 TEUR).
[27] ERTRAGSTEUERFORDERUNGEN
Die Ertragsteuerforderungen von 3.921 TEUR (Vorjahr 3.282 TEUR) beinhalten Erstattungsansprüche des laufenden Geschäftsjahres und aus Vorjahren. Ansprüche aus dem Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) bestehen nicht mehr (Vorjahr 170 TEUR).
[28] ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Hierunter werden Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks ausgewiesen. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzern-Währung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2018 zugrunde gelegt. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist aus der Kapitalflussrechnung und aus den Erläuterungen der Kapitalflussrechnungen (Ziffer [38]) nachzuvollziehen.
Passiva
EIGENKAPITAL
[29] GEZEICHNETES KAPITAL
Zum 30. September 2018 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG wie im Vorjahr 10.143.240,00 EUR und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR auf.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Februar 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017). Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Vom genehmigten Kapital wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
[30] KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen und den Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile, der die ursprünglichen Anschaffungskosten übersteigt (Ziffer [31]).
Zum Bilanzstichtag befanden sich 48.036 eigene Aktien im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 51.951 Stück); dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,5 Prozent (Vorjahr 0,5 Prozent). Die Veränderung resultiert aus einem im Geschäftsjahr 2017/2018 durchgeführten Belegschaftsaktienprogramm. Es wurden 3.915 Aktien bezuschusst, deren durchschnittlich gewichteter Zeitwert 86,65 EUR betrug. Im Vorjahr wurde kein Belegschaftsaktienprogramm durchgeführt.
[31] GEWINNRÜCKLAGEN UND SONSTIGES ERGEBNIS
Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral in Höhe von -70 TEUR (Vorjahr -727 TEUR) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die sich aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten im Geschäftsjahr ergebende Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 128 TEUR (Vorjahr 734 TEUR) wurde gemäß IAS 19 saldiert mit den darauf entfallenden Steuereffekten in Höhe von -38 TEUR (Vorjahr -220 TEUR) in den Gewinnrücklagen erfasst.
Die eigenen Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und mit den Gewinnrücklagen saldiert. Im Falle eines Verkaufs erfolgt eine Verrechnung, soweit die Erlöse den ursprünglichen Anschaffungskosten entsprechen. Der übersteigende Betrag wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen.
LANGFRISTIGE SCHULDEN
[32] RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:
Prämissen zur Ermittlung von Pensionsverpflichtungen
| Diverse Angaben | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,30% | 1,20% |
| Gehaltssteigerungstrend | 0% / 2,50% | 0% / 2,50% |
| Rentensteigerungstrend | 1,50% / 2,50% | 1,50% / 2,50% |
| Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck | 2005 G | 2005 G |
| Bewertung von Witwenrenten-Anwartschaften | Kollektiv | Kollektiv |
| Pensionierungsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter | 4 Jahre | 5 Jahre |
Zum 30. September 2018 veränderten sich die Pensionsrückstellungen um -11 TEUR (Vorjahr -794 TEUR) und betragen 6.045 TEUR (Vorjahr 6.056 TEUR). Die Veränderung der Pensionsrückstellungen wird in Höhe von 117 TEUR aufwandserhöhend (Vorjahr 60 TEUR aufwandsmindernd) im Personalaufwand und in Höhe von 128 TEUR eigenkapitalerhöhend (Vorjahr 734 TEUR eigenkapitalerhöhend) im sonstigen Ergebnis erfasst. Zum Bilanzstichtag betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen 18,7 Jahre (Vorjahr 19,6 Jahre).
Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Barwert zum 01.10. | 6.056 | 6.850 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 103 | 112 |
| Dienstzeitaufwand Vorjahre | 0 | -161 |
| Zinsaufwand | 72 | 47 |
| Ausbezahlte Versorgungsleistungen | -58 | -58 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung finanzieller Annahmen | -115 | -564 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen | -13 | -170 |
| Barwert zum 30.09. | 6.045 | 6.056 |
Aus Sicht des Bertrandt-Konzerns ergeben sich aus den Pensionsverpflichtungen keine wesentlichen Risiken. Die voraussichtliche Zuführung zum erwarteten Verpflichtungswert beträgt 122 TEUR.
Die Effekte aus Änderungen der versicherungsmathematischen Parameter auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Bei einem um 25 Basispunkte höheren (niedrigeren) Rechnungszins wäre der Barwert der Pensionsverpflichtungen um 274 TEUR (Vorjahr 287 TEUR) niedriger beziehungsweise um 292 TEUR (Vorjahr 306 TEUR) höher. Bei einer um ein Jahr längeren (kürzeren) Lebenserwartung wäre er um 269 TEUR höher (Vorjahr 271 TEUR niedriger) beziehungsweise um 268 TEUR niedriger (Vorjahr 272 TEUR höher). Der überwiegende Anteil der Pensionsrückstellungen unterliegt keinen variablen Gehalts- und Rentensteigerungen.
[33] LANG- UND KURZFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Lang - und kurzfristige sonstige Rückstellungen
| In TEUR | Personalrückstellungen | Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb | Gebäuderückstellungen | Übrige Rückstellungen | Summe sonstige Rückstellungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2017 | 26.144 | 1.912 | 2.193 | 14.061 | 44.310 |
| davon kurzfristig | 24.417 | 1.912 | 568 | 13.561 | 40.458 |
| davon langfristig | 1.727 | 0 | 1.625 | 500 | 3.852 |
| Währungsdifferenzen | 12 | 0 | 1 | -1 | 12 |
| Verbrauch | 22.904 | 1.787 | 523 | 7.391 | 32.605 |
| Auflösung | 1.001 | 0 | 58 | 810 | 1.869 |
| Zuführung | 22.546 | 0 | 1.171 | 6.563 | 30.280 |
| Stand 30.09.2018 | 24.797 | 125 | 2.784 | 12.422 | 40.128 |
| davon kurzfristig | 23.325 | 125 | 1.060 | 11.923 | 36.433 |
| davon langfristig | 1.472 | 0 | 1.724 | 499 | 3.695 |
In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Schwerbehinderten-Abgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten Garantieverpflichtungen. Rückstellungen für Fertigungsaufträge, deren zu erwartende Verluste die angefallenen Kosten übersteigen, bestanden zum Geschäftsjahresende nicht (Vorjahr 1.787 TEUR). Die Gebäuderückstellungen beinhalten unter anderem Kosten für Instandhaltung, Mieten, Energie und sonstige Nebenkosten. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken.
Der Auflösungsbetrag in Höhe von 887 TEUR wird mit dem Personalaufwand (Vorjahr 4.518 TEUR) und in Höhe von 229 TEUR (Vorjahr 142 TEUR) mit den sonstigen Aufwendungen saldiert. Die langfristigen Rückstellungen enthalten Aufzinsungsaufwendungen von insgesamt 20 TEUR (Vorjahr 25 TEUR), wovon 2 TEUR (Vorjahr 9 TEUR) im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Darüber hinaus sind in den Personalrückstellungen Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm in Höhe von 871 TEUR (Vorjahr 1.561 TEUR) enthalten. Der Zahlungsmittelabfluss der langfristigen Rückstellungen ist von den jeweiligen Einzelsachverhalten abhängig.
[34] LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Die langfristigen Finanzschulden umfassen ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR. Die ursprüngliche Laufzeit der einzelnen Tranchen beliefen sich auf fünf, sieben und zehn Jahre. Bei Fälligkeit ist eine Rückzahlung zu 100 Prozent durchzuführen; Sondertilgungsrechte bestehen für die variabel verzinsten Tranchen.
Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 18.339 TEUR (Vorjahr 5.202 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus abgegrenzten, noch nicht bezahlten Zinsen, nicht eingelösten Schecks sowie dem Darlehen der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG.
Die Zinssätze für lang- und kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2018 zwischen 0,4 und 6,3 Prozent (Vorjahr 0,4 und 6,3 Prozent). Die ausgewiesenen Buchwerte der dargestellten kurzfristigen und variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen nahezu dem Marktwert.
Die Fristigkeit gliedert sich wie folgt:
Lang - und kurzfristige Finanzschulden
| In TEUR | 30.09.2018 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 218.149 | 18.339 | 133.392 | 66.418 |
| Vorjahr | ||||
| 30.09.2017 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Finanzschulden | 220.939 | 5.202 | 45.956 | 169.781 |
[35] LANG- UND KURZFRISTIGE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die Buchwerte der sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:
Lang - und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
| In TEUR | 30.09.2018 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Steuern | 17.987 | 17.987 | 0 | 0 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 8.661 | 8.661 | 0 | 0 |
| Sozialversicherung | 3.307 | 3.307 | 0 | 0 |
| Lohn und Gehalt | 923 | 923 | 0 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 34.544 | 34.544 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen | 6.354 | 6.354 | 0 | 0 |
| Übrige sonstige | 22.190 | 21.743 | 447 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 93.966 | 93.519 | 447 | 0 |
| Vorjahr | 30.09.2017 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| Steuern | 19.790 | 19.790 | 0 | 0 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 7.798 | 7.798 | 0 | 0 |
| Sozialversicherung | 2.838 | 2.838 | 0 | 0 |
| Lohn und Gehalt | 813 | 813 | 0 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 34.470 | 34.470 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen | 9.743 | 9.743 | 0 | 0 |
| Übrige sonstige | 12.436 | 12.221 | 215 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 87.888 | 87.673 | 215 | 0 |
In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 500 TEUR (Vorjahr 246 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde sowie Verbindlichkeiten für noch nicht abgeführte Zahlungseingänge von abgetretenen Forderungen in Höhe von 5.789 TEUR (Vorjahr 2.791 TEUR). In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 42 TEUR (Vorjahr 32 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erhaltenen Anzahlungen betrugen insgesamt 107.760 TEUR (Vorjahr 143.953 TEUR); davon wurden 101.406 TEUR (Vorjahr 134.210 TEUR) mit den Forderungen aus Fertigungsaufträgen saldiert (Ziffer [26]). Für das Geschäftsjahr 2017/2018 gibt es wie im Vorjahr keine sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit größer fünf Jahren. Für die Darstellung der Aufteilung in finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten wird auf Ziffer [43] verwiesen.
KURZFRISTIGE SCHULDEN
[36] STEUERRÜCKSTELLUNGEN
Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern des aktuellen Geschäftsjahres und der Vorjahre.
[37] VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
| In TEUR | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.849 | 18.257 |
[38] ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.
Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 27.208 TEUR (Vorjahr 42.182 TEUR). Die Veränderung des Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus den zahlungswirksamen Veränderungen der folgenden Bilanzposten: künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.493 TEUR (Vorjahr 5.477 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.182 TEUR (Vorjahr 3.145 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -408 TEUR (Vorjahr 3.191 TEUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -50.935 TEUR (Vorjahr -35.669 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen. Der Free Cashflow hat sich mit -23.727 TEUR gegenüber dem Vorjahr (6.513 TEUR) vermindert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -26.825 TEUR (Vorjahr -26.681 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen die gezahlte Dividende sowie die Einzahlungen aus dem Mitarbeiteraktienprogramm und die Tilgung von Krediten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten in der Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:
Finanzielle Verbindlichkeiten in der Finanzierungstätigkeit
| In TEUR | Finanzschulden |
|---|---|
| Stand 01.10.2017 | 220.939 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | -2.088 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen | -701 |
| Stand 30.09.2018 | 218.150 |
Die zahlungsunwirksame Veränderung berücksichtigt im Wesentlichen die Bewertung des Darlehens der Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG. Dieses wurde im Zuge der Erstkonsolidierung mit dem Fair Value bilanziert und entsprechend fortgeführt.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente belaufen sich auf 88.405 TEUR (Vorjahr 139.266 TEUR).
[39] ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die langfristigen Vermögenswerte im Sinne des IFRS 8 betragen 297.088 TEUR (Vorjahr 281.498 TEUR). Davon entfallen 289.712 TEUR (Vorjahr 274.443 TEUR) auf das Inland und 7.376 TEUR (Vorjahr 7.055 TEUR) auf das Ausland.
Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die Bereiche Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.
Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototyping und des Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.
Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, die Entwicklung von Software sowie die Einsatzsimulation.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem KonzernAbschluss zugrunde. Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen (Arm's-Length-Prinzip). Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden eliminiert.
Segmente
| In TEUR | Digital Engineering | Physical Engineering | ||
|---|---|---|---|---|
| 01.10. - 30.09. | 2017/2018 | 2016/2017 | 2017/2018 | 2016/2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse gesamt | 620.418 | 607.797 | 227.133 | 216.625 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 25.496 | 25.980 | 12.761 | 15.790 |
| Segmentumsatzerlöse | 594.922 | 581.817 | 214.372 | 200.835 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 646 | 863 | 147 | 257 |
| Segmentgesamtleistung | 595.568 | 582.680 | 214.519 | 201.092 |
| EBIT | 33.077 | 29.283 | 18.235 | 12.976 |
| Planmäßige Abschreibungen | 9.678 | 10.906 | 19.229 | 19.415 |
| In TEUR | Elektrik/Elektronik | Summe nach Geschäftsfeldern | ||
|---|---|---|---|---|
| 01.10. - 30.09. | 2017/2018 | 2016/2017 | 2017/2018 | 2016/2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse gesamt | 223.198 | 221.060 | 1.070.749 | 1.045.482 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 12.578 | 11.436 | 50.835 | 53.206 |
| Segmentumsatzerlöse | 210.620 | 209.624 | 1.019.914 | 992.276 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 313 | 482 | 1.106 | 1.602 |
| Segmentgesamtleistung | 210.933 | 210.106 | 1.021.020 | 993.878 |
| EBIT | 20.829 | 20.611 | 72.141 | 62.870 |
| Planmäßige Abschreibungen | 4.115 | 3.543 | 33.022 | 33.864 |
Die Umsatzerlöse mit Kunden mit jeweils mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze verteilen sich auf die Segmente wie folgt: Digital Engineering 176.781 TEUR (Vorjahr 182.652 TEUR) beziehungsweise 131.808 TEUR (Vorjahr 125.401 TEUR), Physical Engineering 86.200 TEUR (Vorjahr 64.243 TEUR) beziehungsweise 47.115 TEUR (Vorjahr 47.351 TEUR) sowie Elektrik/Elektronik 78.582 TEUR (Vorjahr 94.244 TEUR) beziehungsweise 54.015 TEUR (Vorjahr 48.056 TEUR). Abhängigkeitsverhältnisse bestehen nicht.
Eine Segmentierung des Vermögens und der Schulden ist nicht erforderlich, da diese nicht Bestandteil des internen Berichtswesens auf Ebene der Geschäftsfelder sind. Das EBIT der Segmente entspricht dem Konzern-EBIT; die Überleitung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns kann der Konzern-Gewinn- und Verlust- sowie der Gesamtergebnisrechnung entnommen werden.
SONSTIGE ANGABEN
[40] GESTELLTE SICHERHEITEN
Zum Bilanzstichtag bestanden Grundschulden in Höhe von 15.179 TEUR (Vorjahr 16.711 TEUR).
[41] EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Zum Bilanzstichtag bestand eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 716 TEUR (Vorjahr 725 TEUR) aus einem laufenden Einspruchsverfahren gegen eine ausländische Steuerbehörde.
[42] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| In TEUR | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| < 1 Jahr | 91.901 | 70.246 |
| 1 - 5 Jahre | 42.541 | 43.944 |
| > 5 Jahre | 12.947 | 12.719 |
| Gesamt | 147.389 | 126.909 |
Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge und damit das wirtschaftliche Eigentum liegen ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 72.010 TEUR (Vorjahr 61.819 TEUR) auf Mietverträge für Immobilien. Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus sonstigen Sachanlagen kleiner einem Jahr in Höhe von 2.392 TEUR (Vorjahr 2.715 TEUR), zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 1.901 TEUR (Vorjahr 2.085 TEUR) sowie größer fünf Jahren in Höhe von 68 TEUR (Vorjahr 107 TEUR). Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lieferantenverträgen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.242 TEUR (Vorjahr 565 TEUR) und Sachanlagen in Höhe von 36.650 TEUR (Vorjahr 26.241 TEUR).
[43] WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZU DEN AUSWIRKUNGEN VON FINANZINSTRUMENTEN AUF DIE BILANZ
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten
| In TEUR | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet | Kredite und Forderungen / zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bilanzposten zum 30.09.2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Nach der Equity-Methode bewertete Anteile | 5.874 | 5.874 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 1.221 | 1.221 | 1.221 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2.364 | 2.364 | 8.895 | 11.259 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 121.100 | 121.100 | 121.100 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 240.384 | 240.384 | 14.515 | 254.899 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 88.405 | 88.405 | 88.405 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 199.810 | 207.749 | 199.810 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 447 | 447 | |||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 18.339 | 18.451 | 18.339 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.849 | 17.849 | 17.849 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28.871 | 28.871 | 64.648 | 93.519 | |
| Vorjahr | Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet | Kredite und Forderungen / zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bilanzposten zum 30.09.2017 | |
| Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | ||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Nach der Equity-Methode bewertete Anteile | 5.488 | 5.488 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 1.685 | 1.685 | 1.685 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2.017 | 2.017 | 6.693 | 8.710 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 119.607 | 119.607 | 119.607 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 199.043 | 199.043 | 15.047 | 214.090 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 139.266 | 139.266 | 139.266 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 215.737 | 228.787 | 215.737 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 215 | 215 | |||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 5.202 | 5.202 | 5.202 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.257 | 18.257 | 18.257 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 22.321 | 22.321 | 65.352 | 87.673 |
Gemäß IFRS 13 sind die Finanzinstrumente den drei Levels der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Die Zuordnung richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren. Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Die Ermittlung der Fair Values der langfristigen Finanzschulden, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero-Coupon-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level zwei). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten.
Die Fair Values der Derivate bestimmen sich anhand marktüblicher Methoden. Aufgrund von kurzen Laufzeiten entsprechen die Fair Values der kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente nahezu den Buchwerten. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen und Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Diese Analyse führte wie im Vorjahr nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.
[44] MANAGEMENT VON FINANZRISIKEN
Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:
| ― | Liquiditätsrisiko |
| ― | Ausfall- und Kreditrisiko |
| ― | Marktpreisrisiko |
Die Steuerung, die Überwachung und die Absicherung der Finanzrisiken liegen nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Eine Konzentration von Finanzrisiken liegt derzeit nicht vor.
Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Zur langfristigen Liquiditätssicherung sowie zur Finanzierung der langfristigen Investitionen wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR aufgenommen. Über die Hausbanken bestehen grundsätzlich Cash-Pooling-Vereinbarungen mit den meisten inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzern-Gesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie über alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Rahmenkreditverträge ist dabei langfristig gesichert. Im Rahmen einer Optionsvereinbarung kann bei sofortiger Ausübung der Option ein theoretisch maximales Liquiditäts- und Ausfallrisiko mit einer Bruttoverpflichtung von 2.500 TEUR (Vorjahr 2.500 TEUR) den Konzern belasten. Wir rechnen nicht mit einer Ausübung der Option, und des Weiteren stehen dem sofort verwertbare Sicherheiten gegenüber, die wie im Vorjahr zu einer Bewertung der Nettoverpflichtung von nahe null führen.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
| In TEUR | Buchwert 30.09.2018 | 2018/2019 | 2019/2020 bis 2022/2023 | Zahlungsverpflichtungen 2023/2024 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 218.149 | 18.854 | 143.067 | 69.260 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.849 | 17.849 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28.871 | 28.871 | 0 | 0 |
| 30.09.2017 | 2017/2018 | 2018/2019 bis 2020/2022 | 2022/2023 ff. | |
| Finanzschulden | 220.939 | 5.484 | 54.333 | 176.849 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.257 | 18.257 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 22.321 | 22.321 | 0 | 0 |
Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel und fix verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem spätesten Zeitraster zugeordnet.
Die Konzern-Richtlinien geben vor, dass die Vertragspartner des Bertrandt-Konzerns vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit bestimmte Bonitätskriterien erfüllen müssen. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend begrenzt. Wesentliche Forderungsausfälle gab es im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht. Aufgrund der überwiegend guten Bonität unserer Kunden und des aktiven Forderungsmanagements wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft als gering eingestuft. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt. Die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie sonstigen Ausleihungen in Höhe von 388.479 TEUR (Vorjahr 344.092 TEUR) stellen das maximale Ausfallrisiko dar.
Die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erfolgt kurzfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.
In der nachfolgenden Tabelle sind das Kredit- und das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:
Ausfall - und Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten
| In TEUR | Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Ausleihungen | 1.221 | 0 | 0 | 1.221 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 121.100 | 0 | 0 | 121.100 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 178.993 | 56.681 | 4.349 | 240.023 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.541 | 152 | 6.693 | |
| 307.855 | 56.681 | 4.501 | 369.037 | |
| Vorjahr | Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2017 |
| Sonstige Ausleihungen | 1.685 | 0 | 0 | 1.685 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 119.607 | 0 | 0 | 119.607 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 153.827 | 38.578 | 4.080 | 196.485 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8.034 | 0 | 152 | 8.186 |
| 283.153 | 38.578 | 4.232 | 325.963 |
Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte
| In TEUR | bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.744 | 27.615 | 10.322 | 56.681 |
| Vorjahr | bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2017 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.646 | 17.946 | 7.986 | 38.578 |
Für die fälligen sowie überfälligen nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte
| In TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Stand 01.10. | 3.611 | 3.218 |
| Zuführung | 811 | 616 |
| Inanspruchnahme | 43 | 0 |
| Auflösung | 411 | 223 |
| Stand 30.09. | 3.968 | 3.611 |
Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr betrugen 43 TEUR (Vorjahr 0 TEUR); die Erträge aus diesen betrugen 27 TEUR (Vorjahr 3 TEUR).
Der Konzern unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Das Konzern-Treasury sichert mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind (Natural Hedges). Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsinstrumente.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen. Bei einem um 100 Basispunkte höheren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 774 TEUR höher (Vorjahr 1.282 TEUR höher) gewesen. Bei einem um 100 Basispunkte niedrigeren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 140 TEUR niedriger (Vorjahr 141 TEUR niedriger) gewesen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente, die eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.
Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Grundgeschäfte (Forderungen aus Fertigungsaufträgen) werden grundsätzlich über Devisentermingeschäfte gesichert. Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte vor.
[45] ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Die Strategie des Bertrandt-Konzerns liegt in einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.
Bertrandt verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiteren Adressaten dieses Geschäftsberichts zu wahren.
Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie an den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten.
Das Eigenkapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 50,6 Prozent per 30. September 2018 (Vorjahr 48,3 Prozent).
Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.
[46] WPHG-MITTEILUNGEN
Die Stimmrechtsmitteilungen finden sich im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017/2018 der Bertrandt AG wieder. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
[47] ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter
"http://www.bertrandt.com/investor-relations/corporate-governance.html".
[48] NACHTRAGSBERICHT
Das Mandat von Dr. Klaus Bleyer als Vorsitzender des Aufsichtsrats endet mit Ablauf der Hauptversammlung am 20. Februar 2019. Der Aufsichtsrat will die Weichen für eine geeignete Nachfolge stellen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt daher, vorbehaltlich hinreichender Unterstützung nach §100 Abs. 2 Nr. 4 AktG durch Aktionäre, der Hauptversammlung die Wahl von Dietmar Bichler in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Klaus Bleyer, wird die Wahl von Dietmar Bichler als seinen Nachfolger im Vorsitz des Aufsichtsrats im Anschluss an die Hauptversammlung 2019 empfehlen. Dietmar Bichler wird daher sein Amt als Vorsitzender des Vorstands der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Wirkung zum Schluss der Hauptversammlung am 20. Februar 2019 niederlegen.
Der Aufsichtsrat der Bertrandt Aktiengesellschaft hat in der Sitzung am 5. November 2018 infolgedessen beschlossen, der Niederlegung durch Dietmar Bichler zuzustimmen und die übrigen Mitglieder des Vorstands, Michael Lücke, Markus Ruf und Hans-Gerd Claus, für eine neue Amtszeit von fünf Jahren zu berufen, um für eine langfristige Nachfolge zu sorgen.
Der Aufsichtsrat beabsichtigt über seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung 2019 im Rahmen der Tagesordnung der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 10. Dezember 2018 zu beschließen.
[49] ANGABEN ZU ORGANEN DER GESELLSCHAFT
Die Organe der Gesellschaft sind nahestehende Personen im Sinne des IAS 24.
Vorstand Dietmar Bichler
Vorsitzender des Vorstands
| ― | Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau |
Hans - Gerd Claus Mitglied des Vorstands
Technik
Michael Lücke
Mitglied des Vorstands
Vertrieb
| ― | Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay |
| ― | Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Limited, Dunton |
| ― | Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit |
Markus Ruf
Mitglied des Vorstands
Finanzen
| ― | Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay |
Die Gesamtbezüge für aktive Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/2018 betragen 5.915 TEUR (Vorjahr 5.651 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts enthalten. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 103 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 112 TEUR). Darüber hinaus wurden für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.296 TEUR (Vorjahr 1.351 TEUR) passiviert und 58 TEUR (Vorjahr 58 TEUR) im Geschäftsjahr an Ruhegehältern ausbezahlt.
Der Bestand der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2017/2018 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:
Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder
| Stück | Stand 30.09.2018 | Stand 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Dietmar Bichler | 400.000 | 400.000 |
| Hans-Gerd Claus | 0 | 0 |
| Michael Lücke | 0 | 0 |
| Markus Ruf | 0 | 0 |
| Gesamt | 400.000 | 400.000 |
| Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht. |
Aufsichtsrat
Dr. Klaus Bleyer
Vorsitzender des Aufsichtsrats
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau |
Maximilian Wölfle
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
| ― | Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co. KG, Stuttgart |
| ― | Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart |
| ― | Beirat der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern |
Horst Binnig
| ― | Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG, Neckarsulm |
| ― | Mitglied des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf |
| ― | Chairman des Board of Directors der HASCO KSPG Nonferrous Components (Shanghai) Co. Ltd (ehemals: Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co., Ltd., umbenannt zum 22.08.2018), Shanghai |
| ― | Vice Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt HUAYU Piston Co., Ltd. (ehemals: Shanghai Piston Co., umbenannt zum 15.01.2018), Shanghai |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS HUAYU AluTech GmbH, Neckarsulm |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Gleitlager GmbH, St.-Leon-Rot |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg GmbH, Neuss |
| ― | Vice Chairman des Board of Directors der Pierburg HUAYU Pump Technology Co. Ltd., Shanghai |
| ― | Director der KSPG Holding USA, Inc., Marinette |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg Pump Technology GmbH, Neuss |
| ― | Chairman des Board of Directors der KSPG (China) Investment Co., Ltd., Shanghai |
Prof. Dr. - Ing. Wilfried Sihn
| ― | Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien |
| ― | Vorstand des Instituts für Managementwissenschaften (IMW) der TU Wien, Wien (bis 31.12.2017) |
| ― | Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien |
| ― | Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Solothurn |
| ― | Mitglied des Beirats der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG, Karlsbad Ittersbach |
| ― | Mitglied des Beirats der Karl Klink GmbH, Niefern-Öschelbronn (bis 30.03.2018) |
| ― | Mitglied des Beirats der Wittenstein AG, Harthausen |
| ― | Mitglied des Beirats der EVN AG, Maria Enzersdorf |
Stefanie Blumenauer
Arbeitnehmervertreterin
| ― | Kaufmännische Sachbearbeiterin |
Astrid Fleischer
Arbeitnehmervertreterin
| ― | CAD-Konstrukteurin |
Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017/2018 insgesamt eine fixe Vergütung in Höhe von 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR).
Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:
Aufsichtsratsvergütung
| In EUR | Fixum 2017/2018 |
|---|---|
| Dr. Klaus Bleyer | 112.000 |
| Maximilian Wölfle | 64.000 |
| Horst Binnig | 40.000 |
| Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn | 40.000 |
| Stefanie Blumenauer | 32.000 |
| Astrid Fleischer | 32.000 |
| Gesamt | 320.000 |
Im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses erhielten die Arbeitnehmervertreterinnen des Aufsichtsrats marktübliche Gehälter inklusive gesetzlicher Sozialabgaben. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017/2018 für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.
Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:
Aktienbesitz der Aufsichtsratmitglieder
| Stück | Stand 30.09.2018 Aktien | Stand 30.09.2017 Aktien |
|---|---|---|
| Dr. Klaus Bleyer | 0 | 0 |
| Maximilian Wölfle | 0 | 0 |
| Horst Binnig | 0 | 0 |
| Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn | 0 | 0 |
| Stefanie Blumenauer | 0 | 0 |
| Astrid Fleischer | 101 | 98 |
| Gesamt | 101 | 98 |
| Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht. |
[50] ANTEILSBESITZ DER BERTRANDT AG
Anteilsbesitz der Bertrandt AG
| In % | Anteil am Eigenkapital |
|---|---|
| Inland | |
| Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Digital GmbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Ehningen GmbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Energie GmbH, Mönsheim | 100,0 |
| Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH, Nufringen1 | 100,0 |
| Bertrandt GmbH, Hamburg1 | 100,0 |
| Bertrandt Grundstücks GmbH, Nufringen | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim1 | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg1 | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg1 | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln1 | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München1 | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm1 | 100,0 |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck1 | 100,0 |
| Bertrandt Innovation GmbH, Ehningen | 100,0 |
| Bertrandt München GmbH, München | 100,0 |
| Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Services GmbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Simulations GmbH, Ehningen (ehemals Bertrandt Neo GmbH)1 | 100,0 |
| Bertrandt Solutions GmbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Tappenbeck GmbH, Tappenbeck | 100,0 |
| Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen1 | 100,0 |
| Bertrandt Technologie GmbH, Immendingen1 | 100,0 |
| Bertrandt Technologie GmbH, Mönsheim1 | 100,0 |
| Bertrandt Technologie GmbH, Sassenburg1 | 100,0 |
| Bertrandt Verwaltungs GmbH, Mönsheim1 | 100,0 |
| b.professional GmbH, Mannheim1 | 100,0 |
| Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 | 94,9 |
| Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 | 94,9 |
| Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 | 94,9 |
| Fariba Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz1 | 94,8 |
| Bertrandt Liegenschaft GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal | 70,0 |
| Bertrandt Campus GmbH, Ehningen | 50,0 |
| Bertrandt Campus Grundbesitz GmbH, Ehningen | 50,0 |
| Bertrandt Campus Liegenschaft GmbH, Ehningen | 50,0 |
| Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Pullach i. Isartal | 30,0 |
| aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| aucip GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| aucip Verwaltung GmbH, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| Lasono tool GmbH, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| MCIP tool GmbH, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| MOLLIS automotive GmbH, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| NAMENU tool GmbH, Pullach i. Isartal | 24,9 |
| Ausland | |
| Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., Shanghai, China | 100,0 |
| Bertrandt Engineering Technologies Italia SRL, San't Agata Bolognese, Italien | 100,0 |
| Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL, Sibiu, Rumänien | 100,0 |
| Bertrandt France S.A., Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100,0 |
| Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei | 100,0 |
| Bertrandt S.A.S., Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100,0 |
| Bertrandt Technologie GmbH, Steyr, Österreich | 100,0 |
| Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien | 100,0 |
| Bertrandt US Inc., Detroit, USA | 100,0 |
| 1 Auf die Offenlegung, Erstellung eines Anhang und Lageberichts der Jahresabschlüsse zum 30.09.2018 wird gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB verzichtet. |
Die Verteilung der Stimmrechte stimmt im Wesentlichen mit den Kapitalverhältnissen überein. Die Vermögens- und Ertragslage der Gemeinschaftsunternehmen stellt sich wie folgt dar:
Vermögens - und Ertragslage von Gemeinschaftsunternehmen
| In TEUR 30.09.2018 | Bertrandt Campus GmbH | Übrige | Summe |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | 38.946 | 10.293 | 49.239 |
| - langfristig | 38.597 | 9.853 | 48.450 |
| - kurzfristig | 349 | 440 | 789 |
| Schulden | 27.426 | 10.276 | 37.702 |
| - langfristig | 26.980 | 10.004 | 36.984 |
| - kurzfristig | 446 | 272 | 718 |
| Umsatzerlöse | 2.472 | 136 | 2.608 |
| Ertragsteueraufwand | 149 | 0 | 149 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 784 | -42 | 742 |
| Vorjahr | Bertrandt Campus GmbH | Übrige | Summe |
| Vermögenswerte | 41.829 | 24 | 41.853 |
| - langfristig | 39.398 | 0 | 39.398 |
| - kurzfristig | 2.431 | 24 | 2.455 |
| Schulden | 31.094 | 0 | 31.094 |
| - langfristig | 29.057 | 0 | 29.057 |
| - kurzfristig | 2.037 | 0 | 2.037 |
| Umsatzerlöse | 2.436 | 0 | 2.436 |
| Ertragsteueraufwand | 153 | 0 | 153 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 815 | -1 | 814 |
Der Buchwert der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen beläuft sich auf 5.759 TEUR (Vorjahr 5.367 TEUR) und betrifft wie im Vorjahr in voller Höhe die Bertrandt Campus GmbH.
Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Vermögens - und Ertragslage von assoziierten Unternehmen
| In TEUR | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 39.037 | 57.804 |
| Schulden | 39.115 | 57.397 |
| Umsatzerlöse | 12.934 | 19.585 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern / Gesamtergebnis | -250 | 183 |
Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen beläuft sich auf 115 TEUR (Vorjahr 121 TEUR).
Die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, die aucip GmbH & Co.KG, die aucip Verwaltung GmbH, die Lasono tool GmbH, die NAMENU tool GmbH, die MCIP tool GmbH und die MOLLIS automotive GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei der Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG sowie der Bertrandt Campus GmbH, der Bertrandt Campus Grundbesitz GmbH und der Bertrandt Campus Liegenschaft GmbH entsprechen die Bilanzstichtage dem des Bertrandt-Konzerns.
Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 82 TEUR (Vorjahr 13 TEUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr 13 TEUR). Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 312 TEUR (Vorjahr 75 TEUR).
Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, hat am 2. Juli 2014 ihren Anteil an der Bertrandt AG um knapp vier Prozentpunkte erhöht. Nach dem Erwerb hält Volkswagen mittelbar rund 29 Prozent der stimmrechtsberechtigten Anteile von Bertrandt. Eine Einflussnahme auf den Aufsichtsrat oder den Vorstand der Bertrandt AG wird unverändert nicht angestrebt. Im Volkswagen Konzern wird die Bertrandt AG ab dem Erwerbszeitpunkt der weiteren Anteile als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen. Demzufolge ist der Volkswagen Konzern als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren. Sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Bertrandt und dem Volkswagen Konzern wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse mit allen zum Volkswagen Konzern gehörenden Unternehmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 341.563 TEUR (Vorjahr 341.139 TEUR). Daneben sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr 24 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von 1.327 TEUR (Vorjahr 3.174 TEUR) erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 92.978 TEUR (Vorjahr 71.638 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr 49 TEUR). Forderungswertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht vorgenommen (Vorjahr 0 TEUR).
[51] HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Honorar für den Abschlussprüfer
| in TEUR | 2017/2018 | 2016/2017 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 297 | 281 |
| Steuerberatungsleistungen | 73 | 12 |
| Sonstige Leistungen | 13 | 171 |
| Gesamt | 383 | 464 |
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Honorare für die Konzern-Abschlussprüfung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Bertrandt AG und der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die Honorare für Steuerberatungsleistungen betreffen im Wesentlichen die Bearbeitung von Anfragen im Rahmen der grenzüberschreitenden Mitarbeiterentsendung sowie Gesetzesänderungen. Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend die Bearbeitung von Anfragen zu Änderungen der Rechnungslegung nach HGB beziehungsweise IFRS sowie zu Konsolidierungssachverhalten.
[52] VORSCHLAG ZUR GEWINNVERWENDUNG
Die Dividendenausschüttung der Bertrandt Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2018 der Bertrandt Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017/2018 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 39.764.021,62 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 19.477.541,62 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Gemäß § 58 Abs. 4 Satz 2 AktG ist der Anspruch auf Auszahlung der Dividende am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag fällig, mithin am 25. Februar 2019. Sofern die Bertrandt Aktiengesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
[53] DIVIDENDE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016/2017
Die Hauptversammlung hat dem letztjährigen Dividendenvorschlag des Vorstands in Höhe von 2,50 EUR entsprochen.
[54] TAG DER FREIGABE ZUR VERÖFFENTLICHUNG
Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 10. Dezember 2018 darüber entscheiden wird.
Ehningen, 29. November 2018
Der Vorstand
DIETMAR BICHLER, Vorsitzender des Vorstands
HANS-GERD CLAUS, Mitglied des Vorstands Technik
MICHAEL LÜCKE, Mitglied des Vorstands Vertrieb
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind
Ehningen, 29. November 2018
Der Vorstand
Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands
Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands Technik
Michael Lücke, Mitglied des Vorstands Vertrieb
Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bertrandt Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
(1) Bewertung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1) Bewertung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen
① Im Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, zum 30. September 2018 sind künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von € 121,1 Mio. ausgewiesen. Der Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 15,4 %. Die Position beinhaltet künftige Forderungen aus zum Bilanzstichtag noch unfertigen sowie aus fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen. Die Bewertung der künftigen Forderungen erfolgt mit den Herstellung kosten zuzüglich eines dem Fertigungsstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlags, vermindert um etwaige entstehende Verluste, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsstellungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode).
Die Kalkulation der Gesamtkosten sowie die Schätzung der zu erwartenden Erlöse und damit des zu erwartenden Gewinns vor Beginn des Auftrags sind mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der inhärenten Unsicherheit bei Schätzungen und aufgrund der Bedeutung des Postens für den Konzernabschluss war dieser Posten im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen, die internen Prozesse und Kontrollen bei der Ermittlung der Gesamtkosten und der zu erwartenden Erlöse gewürdigt. Weiter haben wir das Vorgehen und die systemtechnische Ausgestaltung zur Erfassung der angefallenen Ist-Kosten gewürdigt, die manuellen sowie im System implementierten Kontrollen zu den jeweiligen Aufträgen untersucht, und die eingerichteten Prüfschritte und Kontrollen zur Ermittlung eventueller Wertminderungen nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Systeme, Verfahren und Kontrollen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen sind aus unserer Sicht insgesamt geeignet, eine sachgerechte und stetige Bewertung der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen vorzunehmen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass sowohl die Schätzungen als auch die zu eventuellen Schätzungsänderungen führenden Ereignisse und Maßnahmen hinreichend dokumentiert sind.
③ Die Angaben der Gesellschaft zu den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind unter den Ziffern 5 und 26 des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| • | die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d, 289f Handelsgesetzbuch (HGB)" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach |
§ 289f HGB und § 315d HGB
| • | den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahhnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. |
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 21. Februar 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1996 als Konzernabschlussprüfer der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Berghaus.
Stuttgart, den 29. November 2018
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Jürgen Berghaus, Wirtschaftsprüfer
ppa. Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2017/2018
Das Geschäftsjahr 2017/2018 entwickelte sich aufgrund der anhaltend anspruchsvollen branchenspezifischen Rahmenbedingungen erwartungsgemäß. Die andauernde Diskussion um Emissionswerte und der fortschreitende Transformationsprozess in der Automobilindustrie beeinflussten weiterhin alle Akteure der Branche. Ungeachtet der vielschichtigen Herausforderungen konnte der Bertrandt-Konzern seine Marktstellung weiter festigen und ausbauen.
Der Aufsichtsrat der Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2017/2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen.
Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informiert haben. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Vorstands eingehalten wurden.
Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist geprägt von einem offenen und kontinuierlichen Dialog. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden, die bei Bedarf auch neben den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen stattfand, erfolgte intensiv und lösungsorientiert. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, sodass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.
SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat überwachte während des gesamten Geschäftsjahres die Arbeit des Vorstands und stand ihm beratend zur Seite. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung von Bertrandt sowie über die aktuelle Marktlage und deren Auswirkungen auf Bertrandt informieren. Neben der Überwachung des Geschäftsverlaufs der Bertrandt AG sowie des Bertrandt-Konzerns beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Es wurden grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik beziehungsweise zur strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung, zum Risikomanagement und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat setzte sich mit dem internen Kontrollsystem und dem Compliance Management auseinander und hat deren Funktionsfähigkeit überprüft. Des Weiteren wurden die Aufsichtsräte ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.
Im Geschäftsjahr 2017/2018 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen: am 11. Dezember 2017, am 21. Februar 2018, am 18. Juni 2018 und am 24. September 2018. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
In der Sitzung am 11. Dezember 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben den regelmäßigen Themen unter anderem mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns. Außerdem wurden im Rahmen dieser Sitzung die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung, die am 21. Februar 2018 in Sindelfingen stattfand, verabschiedet. Der Aufsichtsrat beriet auf Vorschlag des Prüfungsausschusses über den Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017/2018. Vom Wirtschaftsprüfer wurde eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung eingeholt. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit und verabschiedete den Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung. Abschließend wurde zudem ein Statusbericht zum Thema "Antikorruptionsmaßnahmen bei Bertrandt" gegeben.
In der Sitzung am 21. Februar 2018 beschäftigte sich der Aufsichtsrat unter anderem mit den Konzern-Kennzahlen und den Berichten der Niederlassungen. Ferner wurde die Anpassung der D&O-Versicherung beschlossen sowie geplante Investitionen im Bereich der Antriebsentwicklung und -prüfung diskutiert. Die Entscheidung hierzu erfolgte per Umlaufbeschluss am 9. April 2018.
In der Sitzung am 18. Juni 2018 befasste sich der Aufsichtsrat neben den Berichten des Vorstands mit dem Status des Compliance-Audit sowie der daraus abgeleiteten weiteren Vorgehensweise. Ferner wurde der Risikobericht zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/2018 vorgestellt und die Entwicklung der Brutto- sowie Nettorisikovolumen und die Effizienz der Gegenmaßnahmen zur Risikoreduzierung erläutert. Weiterhin wurde die erweiterte Gesetzgebung nach §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB zum Inhalt der nichtfinanziellen Erklärung und die Pflicht des Aufsichtsrats zu deren inhaltlichen Prüfung dargelegt.
In der Aufsichtsratssitzung am 24. September 2018 wurde unter anderem die Konzern-Planung für das Geschäftsjahr 2018/2019 verabschiedet. Die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde beschlossen. Zusätzlich fand eine Schulung des Aufsichtsrats zum Thema EU-DSGVO, der Umsetzung bei Bertrandt und ersten Erfahrungswerten statt. Bezüglich der erweiterten Gesetzgebung nach §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB zu Inhalten der nichtfinanziellen Erklärung und der Pflicht des Aufsichtsrats zu deren inhaltlicher Prüfung wurde eine externe Prüfung mit "limited assurance" beschlossen.
In der Sitzung am 10. Dezember 2018 hat der Aufsichtsrat diesen Bericht beschlossen und den Vorsitzenden zu dessen Unterzeichnung beauftragt und bevollmächtigt.
Des Weiteren hat der Aufsichtsrat außerhalb des Berichtszeitraums bereits zuvor am 5. November 2018 in einer außerordentlichen Sitzung die Weichen für Kontinuität in Vorstand und Aufsichtsrat gestellt.
ORGANISATION UND ARBEIT DER AUSSCHÜSSE
Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben den Personal- und den Prüfungsausschuss gebildet. Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.
Herr Dr. Klaus Bleyer ist Financial Expert und unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG.
Im Geschäftsjahr 2017/2018 beriet sich der Prüfungsausschuss fünf Mal. In der Sitzung am 11. Dezember 2017 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorstand Finanzen sowie zeitweise mit den Wirtschaftsprüfern der PricewaterhouseCoopers GmbH mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsinhalten, -schwerpunkten und -ergebnissen. Ferner wurde die Umsetzung des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG) bei Bertrandt erörtert und die Ergebnisse der hierzu verabschiedeten Maßnahmen sowie dem Status der Datenanalyse vorgestellt. In den mit allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses sowie dem Vorsitzenden des Vorstands telefonisch durchgeführten Sitzungen am 6. Februar 2018, am 6. Juni 2018 und am 21. August 2018 wurden unter anderem die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Finanzberichte hinsichtlich Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung erörtert. In der letzten Sitzung am 24. September 2018 wurden die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres 2017/2018 durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgestellt.
Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017/2018 am 11. Dezember 2017, am 21. Februar 2018 und am 18. Juni 2018, jeweils mit den Mitgliedern des Personalausschusses sowie dem Vorsitzenden des Vorstands.
PRÜFUNG DER JAHRESABSCHLÜSSE
Die ordentliche Hauptversammlung der Bertrandt AG wählte am 21. Februar 2018 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017/2018. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Bertrandt AG sowie der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder die Abschlüsse und Lageberichte des Geschäftsjahres 2017/2018, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Nachdem sich der Prüfungsausschuss vorbereitend mit den Themen auseinandergesetzt hatte, befasste sich der Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 10. Dezember 2018 mit dem Prozess der Abschlusserstellung sowie mit dem Rechnungslegungsergebnis.
An dieser Sitzung nahmen die den Jahres- und Konzern-Abschluss testierenden Wirtschaftsprüfer ebenfalls teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt, über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte, die unternehmensspezifischen, besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (sogenannte Key Audit Matters) und andere wesentliche Ergebnisse der Prüfung. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Nach eigener Prüfung, die zu keinen Einwendungen führte, nahm der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte den Jahresabschluss und den Konzern-Abschluss. Damit sind zugleich der Jahresabschluss festgestellt und der Konzern-Abschluss gebilligt worden. Der Aufsichtsrat folgte mit seinem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2017/2018 der Bertrandt Aktiengesellschaft dem Vorschlag des Vorstands.
DANK
Der Aufsichtsrat dankt allen Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeitern des Bertrandt-Konzerns im In- und Ausland für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Sie haben mit großem Engagement in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld ein gutes Ergebnis erzielt.
Ehningen, 10. Dezember 2018
DR. KLAUS BLEYER , Vorsitzender des Aufsichtsrats
Der Konzernabschluss zum 30.09.2018 wurde am 10.12.2018 gebilligt.