Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Bertrandt AG Management Reports 2016

Feb 20, 2017

59_rns_2017-02-20_d2a5a3db-2b87-450c-b215-386aad0cf666.html

Management Reports

Open in viewer

Opens in your device viewer

Bertrandt Aktiengesellschaft

Ehningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016

Lagebericht

AG

Rechtlicher Hinweis

Dieser Geschäftsbericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht, noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

Soweit dieser Geschäftsbericht Äußerungen Dritter, namentlich Analystenschätzungen, in Bezug nimmt, macht sich die Gesellschaft diese weder zu eigen, noch werden diese hierdurch in anderer Weise gewertet oder kommentiert, noch wird insoweit der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND STRATEGIE

Seit über 40 Jahren erarbeitet Bertrandt als einer der führenden Engineering-Partner an 53 Standorten in Europa, Asien und in den USA im Kundenauftrag individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie umfasst alle Prozess-Schritte in den Projektphasen Konzeption, Konstruktion, Entwicklung, Modellbau, Werkzeugerstellung, Fahrzeugbau, Fertigungsplanung bis hin zu Serienanlauf und -betreuung. Darüber hinaus werden die einzelnen Entwicklungsschritte durch Simulation, Prototypenbau und Erprobung abgesichert. In unseren Technologiezentren in unmittelbarer Kundennähe werden in eigenen Designstudios, Elektroniklabors sowie Versuchs- und Testeinrichtungen Projekte unterschiedlichster Größe mit den Kunden gemeinsam vorangetrieben. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller sowie bedeutende Systemlieferanten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie für den Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Beständigkeit, Verlässlichkeit sowie Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen lassen Kundenbeziehungen wachsen und sind für Bertrandt maßgebliche Erfolgsfaktoren.

BASIS DES GESCHÄFTSMODELLS

Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche kontinuierlich zu. Trends wie beispielsweise mehr Komfort, Sicherheit, Vernetzung und umweltfreundliche Mobilität erfordern detailliertes technisches Wissen und bereichsübergreifendes Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukünftiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden sowie den sich ändernden Marktbedingungen an. Um komplexe Anforderungen an neue Materialien, intelligente Elektroniksysteme oder moderne Antriebe zu erfüllen, hat Bertrandt wichtige Themen in Fachbereichen gebündelt. Durch die interdisziplinäre Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Für Bertrandt bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigsten Markttrends sind im Detail:

UMWELTFREUNDLICHE INDIVIDUELLE MOBILITÄT

In Sachen Effizienz haben sich konventionelle Antriebe in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Verbrennungsmotoren weisen immer niedrigere Verbrauchs- und Emissionswerte auf. So konnten etwa mit der aktuell geltenden Euro-6-Abgasnorm die Schadstoffemissionen gegenüber Euro 0 um rund 95 Prozent gesenkt werden. Da Optimierungsmaßnahmen an klassischen Antrieben jedoch Grenzen haben, gewinnt die Hybridisierung der Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung. Diese Technologie erlaubt prinzipiell eine Bremsenergie-Rückgewinnung und einen deutlich höheren Grad an Systemoptimierung. Damit können neue Effizienzpotenziale gehoben werden, die mit konventionellen Antrieben allein nicht erreichbar sind. Ein Full-Hydrid kann beispielsweise im städtischen Verkehr mit Stop-and-go und einem hohen Teillastbetrieb eine Verbrauchseinsparung von über 30 Prozent verzeichnen.

Die deutsche Automobilindustrie treibt darüber hinaus die Entwicklung der Elektromobilität mit großem Aufwand voran. Der Klimaschutz, die Verknappung fossiler Brennstoffe und ein sich gleichzeitig erhöhender Mobilitätsbedarf durch eine steigende Weltbevölkerung erfordern langfristig alternative Antriebe. Elektrofahrzeuge können einen erheblichen Beitrag zur Emissionsvermeidung und zum Umweltschutz leisten. Aus diesem Grund sind Elektrofahrzeuge integraler Bestandteil der Fächerstrategie der deutschen Automobilindustrie. Hersteller und Zulieferer haben in den zurückliegenden Jahren bereits mehr als 14 Mrd. EUR in die Entwicklung der Elektromobilität investiert und gehören heute mit rund 30 E-Modellen im Markt zu den weltweiten Leitanbietern.

AUTOMATISIERTES UND VERNETZTES FAHREN

Unter automatisiertem Fahren fasst man das eigenständige, zielgerichtete Fahren eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehr mit bordeigenen Sensoren, nachgeschalteter Software und im Fahrzeug gespeicherten Kartenmaterial für die Erfassung der Fahrzeugumgebung zusammen. Je nach Situation wird das Fahrzeug so in der Lage sein, die passende Fahraufgabe auszuführen. Die automatisierten Fahrfunktionen lassen sich jedoch mit Hilfe der Vernetzung mittel- und langfristig deutlich erweitern. Die Themengebiete Vernetzung und Digitalisierung innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs werden daher zukünftig immer wichtiger.

Fahrerassistenzsysteme, die ein assistiertes (Längs- oder Querführung) und teilautomatisiertes (fahrerüberwachte Längs- und Querführung) Fahren ermöglichen, sind heute bereits am Markt erhältlich. In einigen Jahren werden dann auch Fahrzeuge mit entsprechender Sensorik, Aktuatorik und Informationsverarbeitung verfügbar sein, die Funktionen der Hoch- und Vollautomatisierung für spezifische Anwendungsszenarien ermöglichen. In das Kraftfahrzeug integrierte elektronische Systeme unterstützen den Autofahrer bei seiner Fahraufgabe, indem sie informieren, warnen und – falls dafür ausgelegt – aktiv regelnd in das Fahrgeschehen eingreifen. Diese Systeme werden durch eine verbesserte Umgebungserfassung und Situationsanalyse zunehmend leistungsfähiger, was einen höheren Grad der Automatisierung der Assistenzfunktionen ermöglicht. Automatisierte Fahrfunktionen verbessern so die Verkehrssicherheit und erleichtern den Verkehrsfluss.

MODELL- UND VARIANTENVIELFALT

Modul- und Plattformstrategien sowie Gleichteile ermöglichen Automobilherstellern ein breites Angebot an Fahrzeugvarianten. Skaleneffekte über mehrere Modelle und Baureihen hinweg erlauben es den Herstellern, auch in kleineren Stückzahlen gewinnbringend zu produzieren. Ziel dieser Strategie ist es, einen Großteil des weltweiten Gesamtmarkts inklusive kleinerer Marktnischen abzudecken. Als Konsequenz der zunehmenden Verschärfung der Abgasrichtlinien rückt für viele Automobilhersteller zudem die Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach um eigens für alternative Antriebe entwickelte Modelle ergänzt.

INDUSTRIE 4.0

Als Industrie 4.0 wird die Digitalisierung im Produktionssektor und die Vernetzung der Produktion bezeichnet. Durch eine Digitalisierung, also die Überführung analoger in digitale Daten, ändern sich die Geschäftsprozesse grundlegend. Neben einer starken Vernetzung von Menschen und Objekten werden dabei viele neue Innovationen ermöglicht, die zu branchenübergreifenden Veränderungen führen. Für diese Entwicklung müssen Informationen unterschiedlichster Art digital umgesetzt, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Das bildet die Basis für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Diese Veränderung in Unternehmen führt dazu, dass Produktionsprozesse und -abläufe durch eine erhöhte Transparenz sowohl flexibilisiert als auch optimiert werden können. Maschinenauslastung oder kundenindividuelle Produktkombinationen können verbessert und umgesetzt werden. Das Beratungsunternehmen McKinsey & Company erwartet, dass dadurch allein in Deutschland in den kommenden zehn Jahren rund 40 bis 50 Prozent des Maschinenparks ausgetauscht werden müssen.

LEISTUNGSSPEKTRUM

Das umfassende Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses. Als einer der führenden europäischen Entwicklungsspezialisten ist Bertrandt ein verlässlicher Partner für aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Konzerns kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur sowie der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsangebot

lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche fachspezifische Leistungen, Dienstleistungen und Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.

FACHSPEZIFISCHE LEISTUNGEN

Um den Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, sind für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifische Kenntnisse entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung sowie fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder aber als Einzelleistung beauftragt werden.

DIENSTLEISTUNGEN

Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts – Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

ENTWICKLUNG MODULE UND DERIVATE

Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Da sich die Hersteller zunehmend auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren, vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab.

Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.

KONZERNWEITE FACHBEREICHE

Gruppenweites Fachwissen sowie über 40 Jahre gesammelte Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell bedient werden.

DESIGN SERVICES/DESIGNMODELLBAU UND RAPID TECHNOLOGIES

Design ist die Verbindung von Form und Funktion mit Emotion. Es nimmt eine kaufentscheidende Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen ein. Damit die Komponenten perfekt zusammenspielen, bietet Bertrandt im Bereich Design Services/Designmodellbau und Rapid Technologies Leistungen in unterschiedlicher Ausprägung an – in Skizzen, virtuell oder als Muster im Modellbau. Unser Kunde definiert das Ziel, Bertrandt berät in der aktiven und kreativen Umsetzung – und realisiert Visionen mittels Virtual Reality, immer auf der Höhe der aktuellen Entwicklungen. Denn neben klassischen Tools nutzen Designer bei Bertrandt Zukunftstechnologien, wie die 3-D-Visualisierung, und fungieren als Forschungspartner von Hochschulen.

KAROSSERIE-ENTWICKLUNG

Die Karosserie-Entwicklung ist geprägt von zukünftigen CO2-Emissionsobergrenzen, Gewichtsreduktion durch Leichtbau in modernen Automobilen oder Flugzeugen, Materialkompetenz bei Faserverbundstoffen, hoch festen Stählen sowie Aluminium oder neuesten Entwicklungen in Licht und Sicht. Bertrandt bietet seinen Kunden kompetente und Erfolg versprechende Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen in der Karosserie-Entwicklung. Das tiefe und breite Leistungsspektrum in der Entwicklung Karosserie basiert bei uns auf den Säulen Rohbau, Exterieur und Interieur.

INTERIEUR-ENTWICKLUNG

Eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen nimmt die Entwicklung

des Interieurs ein. Ob Autositz oder Cockpit – Automobilhersteller nutzen Design-Elemente und Oberflächenbeschaffenheiten im Interieur zunehmend als Differenzierungsmerkmale. Ergonomie, Komfort, Sicherheit und Funktionalität prägen das Design der Innenräume. Komplexe Komponenten- und Modulumfänge im Innenraum – zum Beispiel die Instrumententafel im Cockpit, Verkleidungsteile wie Hard- und Soft-Trim oder komplette Sitzanlagen – werden daher bei Bertrandt durchgängig bearbeitet. Von der Idee bis zur optimalen Lösung.

ELEKTRONIK-ENTWICKLUNG

Bereits heute haben Software sowie elektrische und elektronische Komponenten einen hohen Wertschöpfungsanteil bei der Fahrzeugentwicklung. Der Grund ist die zentrale Rolle der Mechatronik und Elektronik hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Mobilität. Das Auto der Zukunft wird noch mehr Technologie und Innovationen, noch mehr Elektrik und Elektronik erfordern. Die Komplexität der Anforderungen in der Automobil- und Luftfahrtentwicklung nimmt zu. Die Automobil-Elektronik erstreckt sich über den gesamten Bereich des Produktentstehungsprozesses – von der Anforderung über die Elektronik-Entwicklung bis hin zur Integration und Absicherung auf Komponenten-, System- und Fahrzeugebene. Diese Entwicklungsschritte bietet Bertrandt für nahezu alle Fahrzeug-Elektronik-Domänen an. Dabei bewegen wir uns in den klassischen Themengebieten wie Infotainment, Komfort, Fahrwerk, Bordnetze etc. bis hin zu den aktuellen und neuen Herausforderungen rund um elektrifiziertes Fahren und Vernetzung des Fahrzeugs (Car2X) in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, automatisiertes Fahren, Onlinedienste/Apps und Infrastrukturen/IT.

POWERTRAIN-ENTWICKLUNG

Steigende Ansprüche an die Fahrdynamik bei niedrigen Emissionen und geringerem Verbrauch – das sind die Herausforderungen für die Motoren-Entwicklung. Wesentliche Innovationsträger sind neue und alternative Antriebsstränge, beispielsweise Hybrid- oder Elektroantriebe, aber auch der Ausbau vorhandener Konzepte. Vor allem in den Bereichen Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektroantrieb muss ein Entwicklungsdienstleister fachübergreifende Kompetenz beweisen. Bauteilentwicklung, Thermodynamik, Motorsteuerung und Thermomanagement sind hierfür die wesentlichen Leistungsfelder bei Bertrandt. Entwicklungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Motorapplikation, Abgasnachbehandlung, Reduzierung von Emissionen, Downsizing und Elektrifizierung des Antriebsstrangs.

FAHRWERKSENTWICKLUNG

Anforderungen an Fahrdynamik, Fahrkomfort und Fahrverhalten prägen den Charakter eines Automobils. Der steigende Einsatz elektronischer Fahrregelsysteme und Fahrerassistenzsysteme bedingt eine starke Einbindung der Elektronik-Entwicklung in den Entwicklungsprozess. Auch Energieeffizienz und Verlustleistungsminimierung im Fahrwerk haben einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Reduzierungspotenziale im Fahrzeug. Unsere Kunden können uns im Bereich Fahrwerk zu allen Teilprozessen beauftragen – von der Entwicklung mechanischer und mechatronischer Komponenten bis hin zur Konzeption und Erprobung von Fahrwerkseigenschaften. Auch in den Bereichen Achsen, Lenkung und Bremsen ist Bertrandt ein verlässlicher Partner.

SIMULATION

Um den Ansprüchen unserer Kunden nach kürzeren Entwicklungszeiten zu entsprechen, wird bei Bertrandt im simultanen Engineering gearbeitet. Durch den gezielten Einsatz virtueller CAE-Methoden stellen unsere Berechnungsingenieure bereits in frühen Entwicklungsstadien die Weichen für das Erreichen der funktionalen Ziele, wie zum Beispiel Crash-Performance, Insassenschutz, Steifigkeits- und Komfortverhalten. Der Fokus im Fachbereich Simulation liegt auf der virtuell getriebenen Entwicklung mit der robusten Erreichung funktionaler Ziele.

VERSUCH/ERPROBUNG

Zukunftsfähigkeit erfordert die Entwicklung und Erprobung neuer Realitäten und Lösungen. Um für unsere Kunden ein optimales und wegweisendes Ergebnis sicherzustellen, prüft, testet und validiert Bertrandt realitätsnah, kompromisslos und ausgesprochen erfinderisch, was die Entwicklung neuer und härtester Testsysteme und Testverfahren betrifft: mit dem klaren Ziel und Versprechen, Kunden mit Know-how und wegweisenden Testsystemen zu unterstützen – vom ersten Konzept bis zur kompletten Fahrzeugerprobung. Je besser und früher das Produkt messgenau und reproduzierbar geprüft und einer Validierung unterzogen werden kann, desto kürzer die Entwicklungszeit, desto größer die Kosteneinsparung und desto höher die Wirtschaftlichkeit. Ob es um Funktionsabsicherung und Lebensdauertests geht, um Umweltsimulation, Funktionserprobung von Tanksystemen, Shed-Messungen oder Fahrzeugerprobung – Bertrandt ist in allen Disziplinen ein erfahrener Testing-Partner.

ENTWICKLUNGSBEGLEITENDE DIENSTLEISTUNGEN

Steigende Qualitätsanforderungen und eine hohe Prozess-Sicherheit spielen bei Automobilherstellern und -zulieferern eine große Rolle. Genau hier setzen die Entwicklungsbegleitenden Dienstleistungen von Bertrandt an. Unser Leistungsspektrum gliedert sich in vier Haupt-Kompetenzfelder: Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement und Logistik. Unsere Kunden unterstützen wir entlang der gesamten Prozesskette bis in den Bereich Aftersales, unter anderem bei Datenmanagement, Lean-Management, Industrial Engineering, Produktionsplanung, Logistikplanung und der Materialfluss-Simulation.

WIRTSCHAFTSBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Zu Beginn des Bertrandt-Geschäftsjahres 2015/2016 nahm die globale wirtschaftliche Dynamik den Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose zufolge spürbar ab. Hauptursache hierfür war die fortgesetzte Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China im vierten Quartal 2015. Hinzu kam, dass die USA ebenso wie die EU nur ein leichtes Wachstum verzeichnen konnten. In der Gesamtbetrachtung konnte China sein Wirtschaftswachstum in 2015 mit 6,9 Prozent fortsetzen, allerdings auf wiederholt niedrigerem Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Für die USA verzeichneten die Experten im gleichen Zeitraum ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konnten um 2,2 Prozent zulegen.

In der ersten Jahreshälfte 2016 verharrte die Weltwirtschaft weiter auf diesem Niveau, erholte sich in den Sommermonaten jedoch zusehends. Vor allem die USA konnten ihr Wachstum wieder beschleunigen, aber auch China, wo wirtschaftspolitische Maßnahmen ihre Wirkung entfalteten. Die Europäische Union indes wurde durch die Ergebnisse der Abstimmung zum Austritt Großbritanniens aus dem Wirtschaftsraum negativ beeinflusst. Vor diesem Hintergrund erwarten die Experten für 2016 in den USA einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,6 Prozent. China verlangsamt aller Voraussicht nach weiter sein Wachstum und kommt auf ein Plus von 6,5 Prozent. Die EU kann der Prognose zufolge um 1,6 Prozent zulegen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zeigte sich indes stabil und wurde mehrheitlich vom starken Binnenkonsum getragen. Die deutsche Wirtschaft konnte daher in 2015 ein Wachstum von 1,7 Prozent verzeichnen. In der ersten Jahreshälfte 2016 steigerte sich das Bruttoinlandsprodukt dann verhältnismäßig stark. Maßgeblich dafür war die zunehmende Nachfrage vor allem aus Asien und aus Osteuropa. Allerdings verringerte sich das Expansionstempo im Verlauf des Jahres wieder deutlich, so dass nach Schätzung der Experten 2016 das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 1,9 Prozent zunehmen dürfte.

ENTWICKLUNG AUTOMOBILINDUSTRIE

In 2015 konnten laut dem Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) in den USA und China jeweils neue Höchststände bei den Pkw-Neuzulassungen verzeichnet werden. Westeuropa legte ebenfalls kräftig zu und erreichte das beste Niveau seit fünf Jahren. Der US-Markt konnte 2015 einen neuen Rekordwert von 17,4 Mio. neu zugelassenen Light-Vehicles verzeichnen. Dies entsprach einem Plus von sechs Prozent. Der Pkw-Absatz in China stieg um neun Prozent auf gut 20 Mio. Einheiten. Der westeuropäische Markt erzielte mit 13,2 Mio. neu zugelassenen Pkw ein Wachstum von neun Prozent. – der Weltmarkt überschritt die Marke von 78 Mio. Neuwagen.

Bis zum Ende des Bertrandt-Geschäftsjahres am 30. September 2016 setzte sich der weltweit positive Trend für die Automobilbranche weiter fort. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres stieg der Absatz von Light-Vehicles in den USA leicht auf rund 13 Mio. Einheiten, was einem Plus von 0,4 Prozent entspricht. In China hielt die dynamische Entwicklung weiter an, die Neuzulassungszahlen stiegen um 17,7 Prozent auf fast 16,2 Mio. Pkw. Der westeuropäische Markt konnte ebenfalls weiter auf rund 10,8 Mio. Neuzulassungen wachsen und lag damit 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der VDA mit einem globalen Neuwagenabsatz von rund 80,6 Mio. Pkw, was einem Anstieg um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde.

Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie stieg laut VDA in 2015 um zehn Prozent auf 404,4 Mrd. EUR. Dabei erreichte der Exportanteil 263,3 Mrd. EUR (plus 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr), der Inlandsumsatz belief sich auf 141,1 Mrd. EUR (acht Prozent Wachstum in 2014). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Beschäftigten 2015 um gut zwei Prozent auf 792.500. Das fünfte Jahr in Folge konnten mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Die deutsche Automobilindustrie behielt auch das hohe Niveau ihrer Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei. Im Jahr 2014 investierte die Branche insgesamt 34,3 Mrd. EUR – ein Zuwachs von acht Prozent gegenüber 2013. In einem intensiven globalen Wettbewerbsumfeld schaffen die Unternehmen so die Grundlagen für ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre technologische Spitzenstellung. Der Standort Deutschland spielt dabei eine besondere Rolle. Die inländischen Aufwendungen stiegen hier in 2014 besonders stark – um gut 14 Prozent auf 19,7 Mrd. EUR. Davon entfielen etwa zwei Drittel auf die Fahrzeughersteller und ein Drittel auf die Zulieferer. Für 2015 schätzt der VDA, dass die Automobilindustrie ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung an den deutschen Standorten nochmals um fünf Prozent auf 20,6 Mrd. EUR gesteigert hat. Im Gegensatz zur Produktion, die bereits zu mehr als 60 Prozent an ausländischen Standorten erfolgt, tätigte die deutsche Automobilindustrie mit 57 Prozent den Großteil der weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Inland.

ENTWICKLUNG LUFTFAHRTINDUSTRIE

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) ermittelte für 2015 ein Umsatzwachstum der Branche von acht Prozent. Damit wurde mit 34,7 Mrd. EUR ein neues Allzeithoch erreicht (Vorjahr: 32,1 Mrd. EUR). Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf 106.800, ein Plus von einem Prozent im Vergleich zu 2014. Der Exportanteil stieg auf 70 Prozent (Vorjahr 60 Prozent). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stagnierten mit 4,2 Mrd. EUR in 2015 (Vorjahr 4,3 Mrd. EUR). Das entspricht einem Anteil von 12 Prozent des Branchenumsatzes. Investitionsschwerpunkte sind weiterhin Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme.

Wichtig für die Branche sind wie in den Vorjahren das globale Wirtschaftswachstum, der staatlich reglementierte Umweltschutz und die gesunkenen Treibstoffpreise. Die beiden großen Luftfahrtkonzerne Boeing und Airbus sehen daher den globalen Wachstumstrend in der Zivilluftfahrt nach wie vor ungebrochen. Eine aktuelle Langfristprognose von Boeing schätzt, dass sich der weltweite Bedarf an neuen Zivilflugzeugen im Zeitraum von 2016 bis 2035 auf bis zu 39.620 Stück beläuft. Dies entspricht einem aktuellen Marktwert von annähernd 5,3 Bill. EUR. Airbus geht für den gleichen Zeitraum von einem etwas geringeren Volumen aus und prognostiziert 33.070 neue zivile Flugzeuge bis 2035. Den Marktwert beziffert Airbus dabei auf rund 4,6 Bill. EUR.

ENTWICKLUNG ANDERE INDUSTRIEN

Die fortgesetzten geopolitischen Spannungen beeinflussten ebenso wie die Umbrüche im Euroraum und das weiterhin verhaltene Wachstum in den Schwellenländern die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Die monatliche Entwicklung in den einzelnen Branchen zeigte sich hierbei hochvolatil. Für die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie stellte sich die wirtschaftliche Entwicklung im Einzelnen folgendermaßen dar:

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ermittelte für das Jahr 2015 einen Branchenumsatz von rund 218 Mrd. EUR, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent entspricht. Angesichts eines schwachen weltwirtschaftlichen Umfeldes und anhaltender politischer Krisen rechnen die Verbandsexperten für 2016 lediglich mit einer leichten Steigerung des Branchenumsatzes auf 220 Mrd. EUR, was rund einem Prozent Wachstum entsprechen würde.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) konnte in 2015 einen Umsatzanstieg um 4,1 Prozent auf 178,9 Mrd. EUR für die Branche vermelden. Für das Jahr 2016 rechnen die Verbandsexperten allerdings mit einem weniger dynamischen Wachstum von rund zwei Prozent auf etwa 182 Mrd. EUR.

Der Fachverband Medizintechnik des Deutschen Industrieverbands für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) meldete einen Gesamtumsatz von 27,6 Mrd. Euro für das Jahr 2015. Die Umsatzsteigerung von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr basierte auf starken Zuwächsen beim Inlandsgeschäft. Trotz gestiegener Unsicherheiten erwartet der Branchenverband auch für 2016 ein Umsatzwachstum, jedoch auf geringerem Niveau.

Der Umsatz im Bereich der Energietechnik stieg 2015 um 3,4 Prozent auf 12,6 Mrd. EUR, wie der Fachverband Energietechnik des ZVEI berichtete. Für 2016 gehen die Branchenexperten von einem Anstieg des globalen Marktes für Energietechnik von drei Prozent aus analog dem Vorjahr.

ENTWICKLUNG ENGINEERINGMARKT

Nach einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk ist der Markt für Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland 2015 über alle Industriesektoren hinweg um fünf Prozent auf 9,8 Mrd. Euro gewachsen. Die Branche steht dabei jedoch vor großen Herausforderungen, da sich die größte Kundengruppe – Automobilhersteller und -zulieferer – sich aktuell strategisch neu ausrichten. Die Fokussierung auf Digitalisierung und Elektrifizierung des Antriebs hat direkte Auswirkungen auf die Kundennachfrage und die Anforderungen, die an Entwicklungsdienstleiter gestellt werden. Daher führten Leistungsangebote der Unternehmen in den Bereichen Elektrik und Elektronik sowie Embedded Systems im direkten Vergleich zu einer stärkeren Umsatzentwicklung. Die Marktforscher stellten in diesem Zusammenhang auch fest, dass Unternehmen, die aufgrund ihrer Marktposition und Größe in der Lage waren, größere Aufgabenpakete zu übernehmen, im Vergleich stärkere Umsatzgewinne verzeichnen konnten. Eine weitere Marktkonsolidierung erscheint den Experten daher wahrscheinlich. Für 2016 wird erwartet, dass sich der positive Trend mit einem Wachstum von 4,8 Prozent auf rund 10,3 Mrd. Euro fortsetzt.

GESCHÄFTSVERLAUF

GESAMTLEISTUNG

Die Bertrandt AG konnte die Gesamtleistung aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 899.405 TEUR steigern. Dies ist zurückzuführen auf eine überproportional und über der Vorjahresprognose liegendepositive Umsatzausweitung um 15 Prozent auf 883.400 TEUR (Vorjahr 768.118 TEUR) durch Gewinnrealisierungseffekte aus fertiggestellten und abgerechneten Projekten.

AUFWANDSKENNZAHLEN

Im Vergleich zum Vorjahr stellten sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2015/2016 wie folgt dar: Der projektbezogene Materialaufwand belief sich auf 82.007 TEUR (Vorjahr 72.403 TEUR). Durch den fortgesetzten Mitarbeiteraufbau stieg der Personalaufwand um 4,6 Prozent auf 633.538 TEUR (Vorjahr 605.955 TEUR). Die Personalaufwandsquote betrug 70,4 Prozent (Vorjahr 73,2 Prozent). Die Abschreibungen stiegen aufgrund des gestiegenen Anlagevermögens und des weiterhin hohen Investitionsniveaus im Vergleich zum Vorjahr von 24.288 TEUR auf 27.787 TEUR. Die Abschreibungsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 3,1 Prozent (Vorjahr 2,9 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 82.540 TEUR (Vorjahr 74.382 TEUR). Sie nahmen im Berichtszeitraum um 11,0 Prozent zu. In Relation zur Gesamtleistung sind sie von neun Prozent auf 9,2 Prozent gestiegen.

BETRIEBSERGEBNIS

Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte die Bertrandt AG ein Betriebsergebnis in Höhe von 86.149 TEUR (Vorjahr 64.365 TEUR) und eine Marge von 9,6 Prozent (Vorjahr 7,8 Prozent) erwirtschaften, was die prognostizierte, spürbare Ausweitung beim Ergebnis darstellt. Die Abrechnungseffekte aus Projekten im Geschäftsjahr spiegeln sich auch auf Ergebnisebene wider.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis von Bertrandt war mit 1.647 TEUR positiv (Vorjahr 628 TEUR), wobei sich die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge auf 2.293 TEUR (Vorjahr 1.236 TEUR) beliefen.

ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUER

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im Berichtszeitraum auf 87.796 TEUR (Vorjahr 64.993 TEUR). Dies entspricht einem Wachstum von 35,1 Prozent. Bei einem Ertragsteueraufwand von 27.286 TEUR (Vorjahr 19.050 TEUR) stieg die Steuerquote im Berichtszeitraum auf 31,25 Prozent (Vorjahr 29,5 Prozent). Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 60.030 TEUR (Vorjahr 45.620 TEUR).

VERMÖGENSLAGE

Das Unternehmen verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 43,4 Prozent auf 774.888 TEUR (Vorjahr 540.365 TEUR) erhöht, was im Wesentlichen auf die Begebung eines Schuldscheindarlehens im Geschäftsjahr in Höhe von 200.000 TEUR zurückzuführen ist. Im Einzelnen haben sich folgende Positionen maßgeblich verändert: Auf der Aktiv-Seite nahm im Vergleich zum Vorjahr das Anlagevermögen zu. Hier stiegen insbesondere die Sachanlagen um 24,2 Prozent auf 156.653 TEUR (Vorjahr 126.105 TEUR). Die Finanzanlagen beliefen sich auf 7.955 TEUR (Vorjahr 8.316 TEUR). Das Umlaufvermögen hat sich aufgrund des Liquiditätszuflusses aus der Begebung des Schuldscheindarlehens, der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 15,4 Prozent sowie der Vorräte im Zuge der Geschäftsausweitung, von 393.342 TEUR im Vorjahr auf 597.449 TEUR erhöht. Durch das positive Betriebsergebnis erhöhte sich das Eigenkapital auf der Passiv-Seite um 35.715 TEUR auf 279.504 TEUR. Mit einer Eigenkapitalquote von 36,1 Prozent ist Bertrandt nach wie vor ein substanzstarkes Unternehmen (Vorjahr 45,1 Prozent). Die Rückstellungen nahmen um 2.162 TEUR auf 89.848 TEUR (Vorjahr 92.010 TEUR) ab. Die Verbindlichkeiten stiegen um 201.001 TEUR auf 405.216 TEUR (Vorjahr 204.215 TEUR) zum einen durch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über 202.559 TEUR (Vorjahr: 41.748 TEUR) - die aus der Begebung eines Schuldscheindarlehens resultieren - zum anderen durch um 36.650 TEUR gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2015/2016 verzeichnete Bertrandt auf Basis des positiven Ergebnisses durch die Ausweitung des Geschäftsumfanges trotz einer höheren Mittelbindung im Umlaufvermögen einen signifikant um 53.664 TEUR höheren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit über 90.631 TEUR. Er stieg somit stärker als prognostiziert.

INVESTITIONEN

Das Investitionsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2.975 TEUR auf 60.181 TEUR (Vorjahr 57.206 TEUR). Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3.427 TEUR und beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 53.886 TEUR (Vorjahr 50.459 TEUR). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sind um 976 TEUR auf 5.083 (Vorjahr 6.059 TEUR) zurückgegangen. Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 1.212 TEUR (Vorjahr 688 TEUR).

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Die Bertrandt AG verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015/2016. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zum Vorjahr verbessert und ein positives Ergebnis erzielt werden. Die Ertragsentwicklung hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie prognostiziert verbessert. Mit einer Eigenkapitalquote von 36,1 Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Aufgrund der guten Kapitalbasis und der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

PERSONALMANAGEMENT

Weltweit waren zum Stichtag 12.912 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 12.367) bei Bertrandt beschäftigt. Dies ist der höchste Mitarbeiterstand in der Unternehmensgeschichte. Zum 30. September 2016 waren 11.363 Mitarbeiter (Vorjahr 11.057) in Deutschland und 1.549 (Vorjahr 1.310) im Ausland tätig. Der Mitarbeiterzuwachs erfolgte über alle Unternehmensbereiche und Standorte hinweg.

Damit erarbeiten annähernd 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Kunden im In- und Ausland maßgeschneiderte Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Die zentralen Leitmotive der Bertrandt-Unternehmenskultur sind dabei Teamgeist, flache Hierarchien, ein mitarbeiterfreundliches Umfeld, Flexibilität, Dynamik und Leistung. Sie ermöglichen Wachstum und Vorankommen, das weit über in Zahlen messbare Erfolge hinausgeht.

Werte wie Loyalität, Vertrauen und unternehmerisches Denken prägen das Miteinander bei Bertrandt. Doch ein gutes Betriebsklima kann nur dann vorherrschen, wenn die angestrebten Werte auch gelebt werden. Eine Verantwortung, die jede Mitarbeiterin und Mitarbeiter im Unternehmen trägt, jeden Tag und von Anfang an.

Dass Bertrandt ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber ist, bestätigte sich im Berichtszeitraum von unabhängiger Stelle erneut: Im trendence Graduate Barometer 2016 – Engineering Edition – wurde das Unternehmen seit 2012 kontinuierlich unter die 100 beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland gewählt. Bertrandt verbesserte sich im aktuellen trendence Graduate Barometer im Vergleich zum Vorjahr um sechs Plätze und belegt nun Rang 84.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 bekam Bertrandt zudem zwei weitere Auszeichnungen. Das Wirtschaftsmagazin „brand eins Wissen“ und das Statistik-Portal „Statista“ ermittelten die innovativsten Unternehmen Deutschlands. Bertrandt wurde in den Kategorien „Produkte & Dienstleistungen“, „Prozesse“ und „Unternehmenskultur“ als besonders fortschrittlich eingestuft und erhielt die Auszeichnung „Innovator des Jahres 2016“. Außerdem verlieh der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. Bertrandt das Forschungssiegel „Innovativ durch Forschung“. Seit 2014 würdigt der Verband mit diesem Siegel forschende Unternehmen in Deutschland für ihre besondere Verantwortung, die sie für Staat und Gesellschaft übernehmen.

PERSONAL-RECRUITING

Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen spricht Bertrandt potenzielle Mitarbeiter mit einer Employer-Branding-Kampagne auf zahlreichen Veranstaltungen gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Vielschichtige Projekte sowie das tiefe und breite Leistungsspektrum bieten Spezialisten, berufserfahrenen Ingenieuren und Technikern sowie Hochschulabsolventen interessante Aufgaben in technologischen Schlüsselbranchen. Hierzu hat Bertrandt seine Aktivitäten auch im Bereich Social Media im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut.

WEITERBILDUNG

Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen fortlaufend Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen und methodischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,3 Mio. EUR (Vorjahr 11,9 Mio. EUR) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte investiert.

AUSBILDUNG

Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit Hochschulen fördert Bertrandt den eigenen Nachwuchs. Beispielsweise bilden wir auch akademische Nachwuchskräfte in der Elektromobilität aus. Zum 30. September 2016 absolvierten 366 Kolleginnen und Kollegen im Bertrandt-Konzern eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.

NACHTRAGSBERICHT

In einem Nachtragsbericht sind Vorgänge von besonderer Bedeutung zu nennen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Derartige Vorgänge haben nach dem 30. September 2016 nicht stattgefunden.

KONZERNORGANISATION UND –STEUERUNG

INTERNATIONALE KONZERNSTRUKTUR

Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der national und international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, China, England, Frankreich, Österreich, Rumänien, Spanien, der Türkei, Ungarn und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.

WERTSTEIGERUNG IM FOKUS

Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben dem Umsatz das Betriebsergebnis und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289a HANDELSGESETZBUCH (HGB)

Relevante Unternehmensführungspraktiken

Bertrandt richtet sein unternehmerisches Handeln an der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland wie auch den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln.

Compliance

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis sind hierfür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die Bertrandt-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet, wobei wir uns seit jeher nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden fühlen. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, eine ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation, sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird bei Bertrandt kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht.

Unser Wertesystem: Das Bertrandt-Leitbild

Bertrandt ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und wird durch ein klares und eindeutiges Wertesystem geprägt. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem Wertesystem wurde bereits im Jahr 1996 das sogenannte Bertrandt-Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild, das 2004 aktualisiert wurde, ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Mit dem Leitbild soll nicht nur das Miteinander innerhalb des Bertrandt-Konzerns, sondern auch das Füreinander hinsichtlich unserer Kunden und Aktionäre geregelt werden. Engagement und Vertrauen sind hierbei Werte, die Bertrandt jeden Tag aufs Neue betont. Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung prägen die tägliche Zusammenarbeit. Das Leitbild veranschaulicht unseren Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Bertrandt ist für seine Kunden, Aktionäre und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein langjähriger, verlässlicher Partner. Das Leitbild der Gesellschaft ist unter:

http://www.bertrandt.com/fileadmin/data/downloads/00_Unternehmen/2012-11-05_Bertrandt-Leitbild.pdf

verfügbar.

Risikomanagement

Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen besitzt in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken aufzudecken und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance sowie der erforderlichen Unabhängigkeit und Auswahl des Abschlussprüfers.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des Bertrandt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der Bertrandt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- wie auch des Einzelabschlusses der Bertrandt AG.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Absatz 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer benannt (sogenannter „Financial Expert“).

Transparenz

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der Bertrandt AG erfolgt durch Quartals-, Halbjahres- und Geschäftsberichte, durch Bilanzpressekonferenzen und die Hauptversammlung und durch Telefonkonferenzen sowie Veranstaltungen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/kalender.html“ zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der Bertrandt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der Bertrandt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG bzw. ab dem 3. Juli 2016 nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 bekannt gemacht.

Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand tritt gewöhnlich zweiwöchentlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.

Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Personal- und einen Prüfungsausschuss gebildet. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Diese Ausschüsse bereiten bestimmte Themenkreise zur Diskussion und Beschlussfassung im Plenum vor. Bei einzelnen Themen wurden die Entscheidungsbefugnisse vom Aufsichtsrat auf die Ausschüsse übertragen. Sie führen Sitzungen bei Bedarf durch.

Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates finden Sie unter http://www.bertrandt.com/unternehmen/aufsichtsrat.html. Informationen zu den von den Mitgliedern ausgeübten Berufen und Angaben zu den Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind im Geschäftsbericht 2015/2016 (dort Konzern-Abschluss/Konzern-Anhang) enthalten, der unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/finanzberichte.html“ nach seiner Veröffentlichung am 15. Dezember 2016 zugänglich ist.

Festlegungen nach § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand Zielgrößen festzulegen hat. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Erstmals mussten die Zielgrößen bis spätestens 30. September 2015 unter Fristsetzung bis längstens 30. Juni 2017 festgelegt werden.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2015 gemäß § 111 Absatz 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll. Dies entspricht dem Ist-Zustand im Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße.

Der Vorstand der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2015 gemäß § 76 Absatz 4 AktG für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die jeweils bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden sollen. Die beiden Führungsebenen im Sinne von § 76 Absatz 4 AktG wurden anhand der bestehenden Berichtslinien innerhalb der Gesellschaft unterhalb des Vorstands festgelegt.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2015 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 19. September 2016

„Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 – bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 – grundsätzlich entsprochen wurde und wird. Nicht angewandt wurden und werden Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.5, 4.2.3 Abs. 3, 4.2.5 Abs. 3 und 4, 5.2 Abs. 2, 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, Ziffer 5.4.2 Satz 1, 5.5.2, 5.5.3 Satz 1 und 7.1.2 Satz 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Bis einschließlich 30. September 2015 wurde zudem von der Empfehlung aus Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgewichen.

Diese Abweichungen von einzelnen Empfehlungen beruhen auf folgenden Erwägungen:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK

Die Bertrandt AG hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK sieht diese für die Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Bertrandt AG hat die Versicherungspolice abgeschlossen, um ihre Interessen in einem hypothetischen Schadensfall abzusichern.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 Hs. 1 und Abs. 3 DCGK

Die variablen Vergütungsteile der Vorstandsmitglieder sind entsprechend der Empfehlung aus Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 Hs. 2 der Höhe nach beschränkt. In Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 Hs. 1 ist jedoch zusätzlich vorgesehen, dass die Vorstandsvergütung „insgesamt“ beschränkt werden soll. Da die den Vorstandsmitgliedern gewährte Festvergütung fest und nicht variabel ist, war nach Auffassung der Gesellschaft mit der Begrenzung der variablen Vergütung auch diese Empfehlung bereits umgesetzt. Höchstvorsorglich wurde für den Zeitraum bis 30. September 2015 insoweit aber auch von dieser Empfehlung eine Abweichung erklärt. Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2015 wurde die Vorstandsvergütung durch entsprechende Änderung der Anstellungsverträge aller Vorstandsmitglieder auch insgesamt auf einen Höchstbetrag beschränkt; die vorsorgliche Einschränkung der Entsprechenserklärung kann seitdem entfallen.

Von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK wurde und wird abgewichen. Der Aufsichtsrat strebt für die Vorstandsmitglieder kein bestimmtes „Versorgungsniveau“ im Ruhestand an, sondern eine markt- und unternehmenskonforme Vergütung der aktiven Tätigkeit. Versorgungszusagen werden daher grundsätzlich nicht gewährt. Sie bestehen, wie seit vielen Jahren auch im Geschäftsbericht ausgewiesen, lediglich gegenüber einem aktiven und einem ehemaligen Vorstandsmitglied.

Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK

Eine Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder erfolgt im Umfang der geltenden gesetzlichen Vorschriften. Die Hauptversammlung hatte am 18. Februar 2009 die Fortführung der langjährigen Berichtspraxis durch einen weiteren sogenannten Nichtoffenlegungsbeschluss nach den Bestimmungen des Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetzes vom 10. August 2005 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 ermöglicht. Für das am 1. Oktober 2015 beginnende Geschäftsjahr wird von den Empfehlungen aus Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgewichen; durch die geltenden gesetzlichen Vorschriften, die uneingeschränkt zur Anwendung kommen, wird eine hinreichende Transparenz der Vorstandsvergütung erreicht.

Ziffer 5.2 Abs. 2 DCGK

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist bereits seit vielen Jahren zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Dies hat sich bewährt, weshalb von Ziffer 5.2 Abs. 2 DCGK abgewichen wurde und wird.

Ziffer 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.4.2 Satz 1 sowie 4.1.5 DCGK

Von Ziffern 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.4.2 Satz 1 sowie 4.1.5 des DCGK wurde und wird abgewichen. Für die Bertrandt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an.

Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihrem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern angehört. Nachde m aber der Begriff „unabhängige Mitglieder“ noch nicht abschließend geklärt ist, erklärt die Gesellschaft aufgrund des Umstands, dass drei der vier von der Kapitalseite bestellten Mitglieder, unter diesen der Aufsichtsratsvorsitzende, bereits drei und mehr Wahlperioden im Aufsichtsrat sitzen, höchstvorsorglich eine Abweichung von den Ziffern 5.3.2 Satz 3, 5.4.2 Satz 1 DCGK und 5.4.1 Abs. 2 DCGK. Mit Rücksicht darauf hat die Gesellschaft auch keine Regelgrenze der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK festgelegt.

Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK

Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung die Behandlung von Interessenkollisionen eigenständig und abweichend von den Empfehlungen in den Ziffern 5.5.2 und 5.5.3 Satz 1 DCGK geregelt. Die Geschäftsordnung verpflichtet jedes Aufsichtsratsmitglied, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen; der Aufsichtsratsvorsitzende ist zur Offenlegung gegenüber seinem Stellvertreter verpflichtet. Diese Bestimmungen gehen über Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK hinaus und differenzieren nicht danach, ob Interessenkonflikte wesentlich oder nur vorübergehend sind, sondern erfassen jegliche Konflikte. Ein Verzicht auf eine öffentliche Behandlung solcher Mitteilungen soll den Aufsichtsratsmitgliedern im Gesellschaftsinteresse erlauben, mit dem Vorsitzenden auch bloße Anscheinsfälle vertrauensvoll zu erörtern.

Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK

Die Bertrandt AG hat den Bericht für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 am 15. Februar 2016 und für das 2. Quartal am 25. Mai 2016 veröffentlicht. Die Bertrandt AG erfüllt mit ihrer Berichterstattung stets die strengen Anforderungen des Prime Standards der Deutschen Börse. Solange der Deutsche Corporate Governance Kodex nicht mit den Regelungen des Prime Standards synchronisiert ist, behält sich die Bertrandt AG vor, von Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK abzuweichen .

Ehningen, 19. September 2016

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

Ehningen, 12. Dezember 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

Maximilian Wölfle, Stellvertretender Vorsitzender

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen/erfolgsunabhängigen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung setzt sich aus Festvergütung und Nebenleistungen zusammen. Als Festvergütung erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 668 TEUR (Vorjahr 623 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 330 TEUR (Vorjahr 270 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 330 TEUR (Vorjahr 270 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf 330 TEUR (Vorjahr 270 TEUR). Die variable Komponente ist an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr gekoppelt. Die variable Komponente belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 2.321 TEUR (Vorjahr 2.291 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 1.161 TEUR (Vorjahr 1.145 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 1.161 TEUR (Vorjahr 1.145 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf 1.161 TEUR (Vorjahr 1.145 TEUR). Das Vergütungssystem für den Vorstand ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG ausgerichtet. Dementsprechend wird die variable Komponente zum kleineren Teil im darauffolgenden Geschäftsjahr, überwiegend jedoch abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung erst später ausgezahlt (Bonus/Malus-Regelung).

Allen Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind alle Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile der Nebenleistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 15 TEUR (Vorjahr 13 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 23 TEUR (Vorjahr 22 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR).

Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 3.004 TEUR (Vorjahr 2.927 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 1.505 TEUR (Vorjahr 1.429 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 1.514 TEUR (Vorjahr 1.437 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 1.505 TEUR (Vorjahr 1.429 TEUR) und für alle aktiven Vorstandsmitglieder insgesamt 7.528 TEUR (Vorjahr 7.222 TEUR).

Derzeit sind weder Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben noch bestehen entsprechende Planungen.

Die vom Aufsichtsrat umgesetzte Vergütungsstruktur sieht grundsätzlich keine Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente gegenüber Vorstandsmitgliedern vor. Dem entsprechend bestehen solche Zusagen auch nur gegenüber einem aktiven (Herr Dietmar Bichler) sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied, wurzelnd in Zusagen aus der Zeit vor dem Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Aktiengesellschaft. Für Herrn Dietmar Bichler ergibt sich hieraus ein Versorgungsanspruch mit einem Barwert von 2.185 TEUR (Vorjahr 2.049 TEUR). Die Gesellschaft hat hierfür im abgelaufenen Geschäftsjahr 136 TEUR (Vorjahr 354 TEUR) zurückgestellt.

Bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vom 31. Juli 2009 wurde Herrn Dietmar Bichler eine Abfindung in Höhe der Hälfte der im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr bezogenen festen und variablen Vergütung zugesagt, falls er aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet, ohne dass in seiner Person ein Grund gegeben ist, der eine fristlose Kündigung durch die Gesellschaft rechtfertigen würde und die Nichtverlängerung des Vertrages oder der Widerruf der Bestellung nicht auf den eigenen Wunsch von Herrn Bichler zurückzuführen ist.

Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats

Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Februar 2014 geändert. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Bertrandt AG verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 32 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Vierfache der festen Vergütung. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf insgesamt 320 TEUR (Vorjahr

320 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierte Vergütung mehr.

ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL

ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL UND OFFENLEGUNG VON MÖGLICHEN ÜBERNAHMEHEMMNISSEN (§ 315 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 EUR und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile und die unter dem Mitarbeiteraktienprogramm bezogenen Aktien, die einer vertraglichen Sperrfrist unterliegen.

Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:

Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Deutschland: per 3. Juli 2014 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil rund 29 Prozent
Friedrich Boysen Holding GmbH, Altensteig, Deutschland: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent

Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Angaben im Konzernanhang unter Ziffer [46]. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 18. Februar 2015 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2020 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.000.000 EUR zu erwerben. Der Vorstand ist ferner von der Hauptversammlung am 20. Februar 2013 ermächtigt worden, gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Bertrandt AG bis zum 31. Januar 2018 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 4.000.000 EUR zu erhöhen.

Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden die relevanten Risiken sowie die Chancen betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS

Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Die vorgegebenen Konzernrichtlinien des Bilanzierungshandbuchs gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen sowie die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.

ESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das vierstufige interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken.

Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein. Bei der Identifikation der Risiken und der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen arbeiten der Vorstand, die Geschäftsführung der jeweiligen Niederlassung und Zentralfunktionen, wie das Konzerncontrolling, eng zusammen. Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten so alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche oder gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet, mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen und die so erarbeitete Strategie zeitnah von der jeweiligen Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den notwendigen Zentralfunktionen umgesetzt.

Die Bewertung und Identifikation der Risiken erfolgt pro Niederlassung anhand der maximalen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Schadenshöhe beschreibt die Auswirkung auf das Betriebsergebnis der jeweiligen Niederlassung.

Die Kategorien „Schadenshöhe“ sind im Detail:

Gering entspricht einer Schadenshöhe zwischen 50 und 250 TEUR
Mittel entspricht einer Schadenshöhe zwischen 250 und 500 TEUR
Hoch entspricht einer Schadenshöhe zwischen 500 und 1.500 TEUR
Sehr hoch entspricht einer Schadenshöhe über 1.500 TEUR

Die Kategorien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ sind im Detail:

Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent
Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent
Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent
Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent

Darauf aufbauend erfolgen bei den Risiken eine Brutto- und eine Nettobewertung. Bei der Bruttobewertung wird der Risikofall bewertet ohne Berücksichtigung bereits getroffener Gegenmaßnahmen. Die Nettobewertung berücksichtigt die getroffenen Gegenmaßnahmen und ermöglicht somit, die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen zu beurteilen. Aus der Multiplikation der Schadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet sich dann der Schadenserwartungswert eines Risikos. Aggregiert für den Gesamtkonzern wird so nach A-, B- oder C-Risiken unterschieden:

A-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 3,0 Mio. EUR
B-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 1,5 Mio. EUR
C-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von < 1,5 Mio. EUR

Die identifizierten Risiken werden mehrmals jährlich aktualisiert und in einem aggregierten Risikobericht dargestellt, der es dem Vorstand ermöglicht, sich einen Überblick der Risikosituation des Konzerns zu verschaffen. Neue Risiken, die zwischen den Aktualisierungsintervallen auftreten, werden gegebenenfalls als Ad-hoc-Risikomeldung erfasst und dem Vorstand berichtet.

Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Diese identifizierten Risiken werden darüber hinaus einer Bewertung unterzogen, um festzustellen, ob es sich um essenzielle Risiken handelt. Darüber hinaus wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, der erwarteten Schadenshöhe und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.

FINANZRISIKEN

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken, Produkthaftungs- und Nachforderungsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls soll durch präventive Bonitätsprüfungen minimiert werden. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nachforderungen des Kunden wird durch ein stringentes Projektmanagement entgegengewirkt. Dieses Risiko wird daher als B-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.

ÄNDERUNG DER OUTSOURCINGSTRATEGIE DER OEM UND UMFANG DER VERGEBENEN PROJEKTE

In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien, die zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Zudem zeichnet sich aktuell ein Trend zu mehr Werkverträgen ab. Gleichzeitig steigt der Umfang der Projekte und damit auch die Verantwortung für Bertrandt. Das aus den Großprojekten erwachsende Risiko stuft Bertrandt mit B ein, verbunden mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit. Bertrandt begegnet diesem Risiko mit einem stringenten Projektmanagement. Die Auswirkungen der Gesetzesänderungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und der Werkvertragsgestaltung sind momentan nicht abschließend bewertbar. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Das Risiko einer kundenseitigen Änderung der Outsourcing-Strategie ist nach Einschätzung von Bertrandt ein Risiko der Kategorie A, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie scheint sich aktuell zu vollziehen. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Reduzierung der Variantenvielfalt münden kann. Entsprechend stellt das Risiko eines Projektstopps oder einer Projektverschiebung für Bertrandt ein B-Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aber als mittel eingestuft.

PREISENTWICKLUNG

Unsere Kunden achten permanent auf ihre Effizienz und damit auch auf den Preis zugekaufter Entwicklungsdienstleistungen. Zudem wirkt sich hier auch das gesteigerte Maß an Komplexität als Folge der formaljuristischen Anpassungen im Bereich der Werkverträge aus. Ferner wird kundenseitig auch eine partielle Verlagerung von Entwicklungsumfängen in Länder forciert, die ein günstigeres Lohnniveau aufweisen. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Rahmenbedingungen mit einer optimierten Kostenstruktur, einem hohen Maß an Qualität und einer projektbezogenen Standortdiversifikation im Ausland. Ein preislicher Wettbewerb wird demnach dauerhaft bestehen. Daher stuft Bertrandt dies als A-Risiko ein, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

IMPLEMENTIERUNG NEUER PROZESSE

Fester Bestandteil des Geschäftsmodells eines Entwicklungsdienstleisters wie Bertrandt ist die ständige Orientierung an den technischen Bedürfnissen der Kunden. Das bringt die fortlaufende Implementierung neuer Prozesse, Softwaretools und Systeme mit sich. Die fehlerfreie Umsetzung der Einführung ist notwendig, um die obligatorischen Zertifizierungen zu erhalten. Ferner könnte die mangelhafte Umsetzung neuer Prozesse zu Fehlauslastungen führen.

Um diesem Risiko adäquat zu begegnen, hat Bertrandt ein ganzheitliches Managementsystem installiert, um nicht-finanzielle Leistungsindikatoren regelmäßig zu messen und zu beurteilen. Das dient der Erfüllung der Kundenanforderungen sowie der Optimierung und Weiterentwicklung interner Abläufe. Das Managementsystem fokussiert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bertrandt darauf, effektiv und fehlerfrei zu arbeiten und Optimierungspotenzial aufzudecken.

Das Managementsystem wird jährlich von externen Zertifizierungsstellen geprüft. Grundlage bilden die Anforderungen und Vorgaben der folgenden Normen:

DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement
DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement
DIN ISO/IEC 27001 Informationssicherheit mit Prototypenschutz nach VDA
OHSAS 18001 Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement
DIN EN ISO/IEC 17025 für akkreditierte Prüflabore

Die Bewertung der Geschäftsprozesse erfolgt durch das interne Managementsystem aggregiert über die Niederlassungen für den Bertrandt-Konzern. Die Gesamtbewertung repräsentiert den Status der Geschäftsprozesse, die in insgesamt fünf Bewertungsbereiche in Anlehnung an die High-Level-Struktur der neuen Managementsystem-Normen gegliedert ist:

I. Leistung des Managementsystems (zum Beispiel: Zielprozess des Managementsystems und dessen Erreichung, Ergebnisse externer Audits und Begutachtungen, Steuerung der Ressourcen, Umgang mit Änderungen des Unternehmensumfelds)
II. Dienstleistungserbringung (zum Beispiel: Rückmeldungen von Kunden, Reklamationsmanagement, Lieferantenbeziehungen, Projektabwicklung)
III. Kontinuierliche Verbesserung (zum Beispiel: Status von Maßnahmen zur nachhaltigen Fehlerbeseitigung, zur Vorbeugung von potenziellen Fehlern und zur Reaktion auf absehbare Veränderungen, zur Effizienzsteigerung und zum Innovationsmanagement)
IV. Risikomanagement (zum Beispiel: Status und Umgang mit Prozess-, Sicherheits- und Umweltrisiken, insbesondere deren Vorbeugung und Vermeidung, Unternehmenssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz)
V. Mitarbeiter und Human Resources (zum Beispiel: Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsquote, betriebliches Gesundheitsmanagement)

Als Grundlage der Bewertung der Geschäftsprozesse dient eine 100-Punkte-Skala, deren Werte nachfolgend mit folgenden Aussagen verknüpft werden:

< 50Der betrachtete Geschäftsprozess weist Abweichungen von den SOLL-Vorgaben auf. Die Ursache für die Abweichung muss ermittelt und nachhaltige Maßnahmen zur Korrektur müssen eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein.

50 – 75Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht. Es ist jedoch mit Änderungen und potenziellen Abweichungen zu rechnen. Es müssen Maßnahmen zur Vorbeugung eingeleitet werden. Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein.

> 75Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht, die Nachhaltigkeit sowie die Wirksamkeit sind sichergestellt. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Aufrechterhaltung oder Effizienzsteigerung und Leistungsoptimierung.

Das durchgeführte Bewertungsverfahren der Geschäftsprozesse des Bertrandt-Konzerns ergibt für das Geschäftsjahr 2015/2016 folgende Ergebnisse für unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:

scroll

Bewertungsbereiche Punkte
I. Leistung des Managementsystems 83
II. Dienstleistungserbringung 93
III. Kontinuierliche Verbesserung 89
IV. Risikomanagement 81
V. Mitarbeiter und Human Resources 85

Die Ergebnisse sind als Indikatoren zur Aussage der Stabilität und der Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse des integrierten Managementsystems von Bertrandt zu bewerten. Die Bewertungsbereiche wurden zur Vorbereitung auf den neuen Normstandard der DIN EN ISO 9001:2015 in einer angepassten, detaillierteren Erhebung zusammengestellt. Alle Ergebnisse der Bewertungsbereiche liegen wie im Vorjahr eindeutig über der 75-Punkte-Grenze, die die Geschäftsprozesse als stabil und beherrscht ausweist und die Nachhaltigkeit sicherstellt. Im Kerngeschäft der Dienstleistungserbringung erzielten wir denselben hohen Wert wie im Vorjahr. Bei der kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse konnten wir unsere Leistungswerte gegenüber dem Vorjahr weiter steigern. Die aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen in der Projektlandschaft definierten Modifikationen im Risikomanagement wurden umgesetzt und erzielten das Vorjahresniveau. Die Aktivitäten des Managements konzentrieren sich weiterhin auf die Effizienzsteigerung sowie die Leistungsoptimierung der Prozesse im Konzern, was sich in einer verbesserten Kennzahl gegenüber dem Vorjahr abbildet. Im Bereich der Mitarbeiter und Human Resources gibt die Kennzahl durch die höheren Anforderungen des Projektgeschäfts leicht nach. Entsprechende Maßnahmen zur Qualifikation und ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement sollen dem Trend entgegenwirken. Bertrandt schätzt dies als Risiko der Kategorie B ein mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

IT-SICHERHEIT

Als Entwicklungsdienstleister ist Bertrandt in hohem Maße auf eine reibungslos funktionierende und sichere elektronische Datenverarbeitung angewiesen. Auf den stetigen Wandel der Geschäftsprozesse und den Kostendruck müssen wir sehr schnell mit Lösungen reagieren. Die Herausforderung dabei ist, die Gesamtkosten der IT zu optimieren sowie gleichzeitig Funktionalität und Sicherheit zu erhöhen. Seit 2005 sind gruppenweit interne Security-Circles etabliert, die die einheitlichen Sicherheitsstandards definieren und überwachen. Von 2006 an wurden wir an verschiedenen Standorten nach ISO 27001 zertifiziert und haben weitergehende interne IT-Sicherheitsprozesse mit Hilfe einheitlicher Standards implementiert, die auch kontinuierlich mit unseren Kunden abgestimmt werden. Bertrandt setzt fortwährend verschiedene Lösungen ein, um Schwachstellen zu identifizieren, beispielsweise neueste Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme oder auch sogenannte Content-Scanner. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch starke Verschlüsselungen für Kundenanbindungen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 die Position eines Chief Information Security Officer (CISO) eingerichtet. Aggregiert auf den Gesamtkonzern ist dieses Risiko der Kategorie A zuzuordnen. Angesichts der umfangreichen präventiven Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering gesehen.

PERSONAL

Eine unzureichende Verfügbarkeit sowie die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. In dieser Kategorie werden daher die Knappheit an qualifizierten Bewerbern und das daraus erwachsende Risiko für das Unternehmen subsumiert. Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows und das Unternehmenswachstum. Bertrandt ist daher stets darauf bedacht, seiner Belegschaft ein attraktives Arbeitsumfeld mit interessanten, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tätigkeiten zu bieten. Dass Bertrandt zum wiederholten Mal in Folge 2016 als Top-Arbeitgeber im Bereich Engineering ausgezeichnet wurde, zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Dennoch ist beispielsweise ein Wechsel von Mitarbeitern zum Kunden nicht gänzlich auszuschließen, da diese auch sehr attraktive berufliche Perspektiven bieten können. Das Risiko der Fluktuation ist aus Sicht von Bertrandt der Kategorie A zuzuordnen, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko der Knappheit an qualifiziertem Personal ist momentan in die Kategorie B einzuordnen, mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

GESAMTRISIKO

Das beschriebene Frühwarnsystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit nicht erkennbar.

CHANCEN

Als wachstumsstarkes Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Die drei wesentlichen Treiber des Bertrandt-Geschäftsmodells sind Modellvielfalt, technologischer Fortschritt und Fremdvergabeverhalten. Im Folgenden wird die mögliche Entwicklung dieser drei Einflussfaktoren aus Sicht der Bertrandt AG dargestellt und die sich daraus ergebenden Chancen für den Konzern abgeleitet.

Die Kategorien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ für diese Trends unterteilt Bertrandt wie folgt:

Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent
Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent
Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent
Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent

Bezüglich der möglichen finanziellen Auswirkungen der Chancen unterscheidet Bertrandt die folgenden Kategorien:

Unwesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung bis zu zwei Prozent
Moderat entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung zwischen zwei und fünf Prozent
Wesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung von mehr als fünf Prozent

MODELLVIELFALT

Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie zeichnet sich ab. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in einer Reduzierung konventionell angetriebener Modelle oder einer Ausweitung alternativer Antriebsvarianten münden kann. Der Ausgang dieser Entwicklung ist nach heutigem Stand nicht abschätzbar und birgt für Bertrandt sowohl Risiken als auch Chancen.

Bertrandt analysiert kontinuierlich die Modellentwicklung seiner aktuellen und potenziellen Kunden im Automobilbereich. Das Marktvolumen besteht zum einen aus den schon am Markt befindlichen Modellen unserer Kunden, die in regelmäßigen zeitlichen Abständen eine Modellpflege und ein Nachfolgemodell erhalten. Hinzu kommen neue Modelle, die bislang keinen Vorgänger hatten. Für unsere bestehenden Kunden erwarten wir bis 2020 nach aktuellem Stand 62 neue Modelle. Das Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Branchenexperten erwarten, dass das Modellwachstum der 13 führenden Automobilhersteller weltweit zwischen 2015 und 2022 mehr als acht Prozent betragen wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Szenario schätzt Bertrandt aus diesem Grund hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung nicht verändert.

TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT

In der für Bertrandt maßgeblichen Automobilindustrie bleiben die technologischen Aufgaben in den kommenden Jahren anspruchsvoll. Aus einer von der Lünendonk GmbH durchgeführten Befragung unter 120 Automobil- und 20 Beratungsunternehmen ergab sich, dass in den kommenden zwei Jahren CO₂-Reduzierung, Leichtbau und Fahrassistenzsysteme die Technologieentwicklung in der Automobilindustrie weiterhin maßgeblich beeinflussen werden. Ebenso wird der Digitalisierung, also dem Wandel hin zu elektronisch gestützten Prozessen, ein hoher Stellenwert beigemessen. Die befragten Automobilmanager sehen daher auch die Investitionsschwerpunkte mittelfristig vor allem in den Bereichen Sicherheit, Test und Absicherung von Fahrzeugen und Komponenten, IT-Security sowie in neuen Antriebsarten und Fahrassistenzsystemen. Das Beratungsunternehmen Berylls kommt deswegen zu der Einschätzung, dass sowohl in den traditionellen Umfängen der Fahrzeugentwicklung als auch bei den digitalen Produkten und Services die Wachstumschancen für Entwicklungsdienstleister auf absehbare Zeit intakt sind.

Für den zivilen Flugzeugbau gehen die Prognosen der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing von einem stabilen Wachstum bis 2035 aus. Dieser Anstieg ist wie in den vorangegangenen Jahren auf die wachsende Internationalisierung und den zunehmenden Tourismus zurückzuführen. Die technologischen Entwicklungstrends werden dabei nach wie vor von Nachhaltigkeit und Komfort bestimmt. Alternative Werkstoffe und neue Triebwerkstechnologien sollen helfen, das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch zu senken. Modernere Kabinen werden den Aufenthalt für die Passagiere so bequem wie möglich machen.

Die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Die Etablierung intelligenter, digital vernetzter Systeme bilden die Basis für die Umsetzung effizienterer Wertschöpfungsketten – von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Für Deutschland als international führenden Industrieausrüster bietet Industrie 4.0 große Chancen. Dies spiegelt sich auch wider in der Entwicklung des Geschäftsklimaindex des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. Die darin erhobenen Erwartungen zu den Entwicklungen in den kommenden Monaten stiegen zuletzt auf den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahren. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage verbesserten sich deutlich. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Potenziale in den Branchen Energie, Medizin und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau bieten auch Wachstumsmöglichkeiten für externe Entwicklungspartner wie Bertrandt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines weiterhin steigenden technologischen Anspruchs in den Zielbranchen des Bertrandt-Konzerns wird nach heutigem Stand hoch eingeschätzt, bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Diese Beurteilung entspricht der des Vorjahres.

FREMDVERGABEVERHALTEN

Die Entwicklung des Marktes für Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland wird von der Firma Lünendonk weiterhin positiv gesehen. Die Erwartungen für das Jahr 2017 liegen bei einem Plus von 4,8 Prozent. Für die nach 2017 folgenden Jahre sind die Schätzungen mit 4,6 Prozent Marktwachstum etwas konservativer. Gründe für die mögliche Verlangsamung des Wachstums sind nach Ansicht der Experten zum einen die steigende Komplexität der Auftragsvergabe durch zunehmende Compliance-Anforderungen der Auftraggeber im Zuge einer sich ändernden Gesetzgebung und Regulatorik. Zum anderen besteht die Gefahr einer zurückgehenden Auftragsvergabe durch Insourcing von Entwicklungsdienstleistungen seitens der Kundenunternehmen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiterhin steigenden Fremdvergabe von Entwicklungsdienstleistungen in der Kernbranche des Bertrandt-Konzerns schätzen wir nach heutigem Stand daher hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Dieser Umstand hat sich seit dem vergangenen Geschäftsjahr nicht verändert.

PROGNOSEBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN

In ihrem Herbstgutachten gehen die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute von einer Fortsetzung des weltweiten Wirtschaftswachstums aus. Der Schätzung zufolge soll die Weltproduktion in diesem Jahr um 2,3 Prozent und im kommenden Jahr um 2,7 Prozent zunehmen. Die Fachleute betonen jedoch, dass die volatilen Rahmenbedingungen weiter Bestand haben werden und die Abwärtsrisiken nach wie vor dominieren. Dabei wird vor allem die weitere Entwicklung in China sowie die weltweit lockere Fiskalpolitik als Risikofaktor für die Weltwirtschaft wahrgenommen.

In den USA soll das Wachstum der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr 2,3 Prozent betragen. Für China prognostizieren die Institute, dass sich der Trend der Wachstumsverlangsamung fortsetzt und das reale Bruttoinlandsprodukt um 6,2 Prozent ansteigt. Für die Europäische Union wird ebenfalls mit einer Verlangsamung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die Wirtschaftsleistung soll hier um 1,5 Prozent, gegenüber dem Vorjahr wachsen. In Deutschland erwarten die Experten für das Jahr 2017 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent. Wesentlicher Grund für den gegenüber 2016 niedrigeren Zuwachs ist die geringere Zahl an Arbeitstagen.

BRANCHENSITUATION

Für das Jahr 2017 geht der VDA von einer gleichbleibend positiven Marktsituation aus und prognostiziert einen globalen Anstieg der Neuwagenverkäufe um zwei Prozent auf 81,9 Mio. Fahrzeuge. In den USA sehen die Experten weiterhin rund 17 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge für das Gesamtjahr. Auch die Neuzulassungen in Westeuropa dürften ihr hohes Niveau beibehalten und sich auf circa 13,9 Mio. summieren. Der wichtige Absatzmarkt China soll auch im kommenden Jahr einen neuen Absatzrekord erreichen. Nach Expertenschätzung wird sich die Anzahl der Neuwagenverkäufe auf annähernd 22,5 Mio. steigern, was einem Plus von zwei Prozent entspräche.

Die Akteure der Automobilbranche sind aktuell aufgefordert, mit technischer Kompetenz und digitalem Know-how die individuelle Mobilität neu zu gestalten. Die Weiterentwicklung der klassischen Antriebe und alternative Kraftstoffe, der Ausbau der Elektromobilität und die digitale Revolution im Automobil bis hin zum automatisierten Fahren sind die zu lösenden Herausforderungen. Der sich vollziehende technologische Wandel innerhalb der Branche ist groß. Die derzeitigen Technologie-Themen haben auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kundennachfrage und die Anforderungen, die an Entwicklungsdienstleister gestellt werden. Durch eine Fokussierung auf neue Geschäftsfelder sowie spezifische Zukunftstechnologien, die ein gesondertes Know-how erfordern, können sich Dienstleister für ihre Auftraggeber weiterhin als strategische Entwicklungspartner positionieren. Auf Basis dieser intakten Markttreiber sieht die Firma Lünendonk mittelfristig weiteres Wachstumspotenzial für die Vergabe von Entwicklungsleistungen an Unternehmen wie Bertrandt.

In den vergangenen Jahren gelang es der Luftfahrtindustrie bereits, den Schadstoffausstoß und die Lärmbelastung drastisch zu senken, wie der BDLI feststellte. Die Branche hat sich jedoch im Rahmen der europäischen „Flightpath 2050“-Vereinbarungen auch langfristig ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2050 sollen im Vergleich zum Jahr 2000 die CO2-Emissionen um 75 Prozent und der Ausstoß von Stickoxid um 90 Prozent pro Passagierkilometer gesenkt werden. Die Lärmbelastung soll bis dahin um 65 Prozent reduziert werden. Neben den Umweltzielen möchten Flugzeughersteller wie auch Zulieferer den Komfort für die Passagiere an Bord weiter steigern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht, da die aktuelle Modellpalette an die neuen Anforderungen angepasst werden muss.

Der VDMA geht in seiner Produktionsprognose für 2017 von einem Wachstum in Höhe von einem Prozent aus. Die Verbandsexperten zeigen sich dabei zuversichtlich, dass es den deutschen Maschinenbauern im kommenden Jahr selbst in einem von zahlreichen Unsicherheiten geprägten Umfeld gelingt, das Vorjahresniveau etwas zu verbessern. Für die Elektroindustrie erwarten die Experten des ZVEI 2017 ein Marktwachstum von zwei Prozent in Deutschland. Speziell für den Bereich Energietechnik liegen seitens des ZVEI nur Zahlen für die Entwicklung des Weltmarkts vor. Dieser soll im kommenden Jahr um drei Prozent wachsen. Der Fachverband SPECTARIS erwartet mittelfristig bis 2018 eine Umsatzsteigerung in der deutschen Medizintechnikbranche von durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr.

Das Marktwachstum für Technologie-Beratung und Engineering Services der vergangenen Jahre setzt sich nach Einschätzung der Firma Lünendonk auch in den kommenden Jahren fort. Dabei sehen die Marktforschungsexperten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur verfügen und andererseits ausreichend Kapazitäten zur Verfügung haben, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Software, Embedded Systems sowie Elektrik und Elektronik. Speziell Automobilhersteller und -zulieferer vollziehen dahingehend eine strategische Neuausrichtung in der Vergabe dieser Themen. Im Ergebnis prognostiziert die Studie bis 2022 ein jährliches Marktwachstum zwischen 4,6 und 4,8 Prozent.

POTENZIALE

Als wachstumsstarkes Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Leistungsspektrum in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Engineering-Dienstleister für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungsweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist bewusst breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung technologischer Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Verbraucher und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt auch in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiterhin nachhaltig zu festigen und auszubauen. Dies spiegelt sich ebenfalls in den bereits getätigten und noch geplanten Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen wider.

Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit seinen Kompetenzen in Branchen wie Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauenswürdiger Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Wünsche können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden.

Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.

GESAMTAUSSAGE ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/2017 ist augenblicklich von zahlreichen Entwicklungen in der Automobilbranche geprägt, deren Ausgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für die Bertrandt AG im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das Geschäftsjahr 2016/2017 in Abhängigkeit von der Realisierung aus Beständen an fertigen und unfertigen Leistungen von einer positiven Unternehmensentwicklung und damit einer dynamischen Umsatzausweitung aus. Angesichts der dargestellten Herausforderungen geht das Management von einem leichten Anstieg des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr aus. Umsatz- und Ergebnisentwicklung werden dabei maßgeblich von den Gewinnrealisierungszeitpunkten aus der Abrechnung von Projekten beeinflusst werden. Bertrandt rechnet auf Gesamtjahressicht mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der jedoch im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016 entsprechend sinken dürfte, da keine wesentlichen positiven oder negativen Sondereffekte wie in den Geschäftsjahren 2014/2015 und 2015/2016 zu erwarten sind.

Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist es unser Ziel, das hohe Niveau auch im

Geschäftsjahr 2016/2017 beizubehalten.

Ehningen, 28. November 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

scroll

Quantifizierung der Aussagen bezüglich der Umsatzentwicklung
Leichtes Wachstum bis 25 Mio. EUR über Vorjahr
Dynamisches Wachstum zwischen 25 und 50 Mio. EUR über Vorjahr
Außergewöhnlich starkes Wachstum mehr als 50 Mio. EUR über Vorjahr
Leichter Rückgang bis 25 Mio. EUR unter Vorjahr
Starker Rückgang zwischen 25 und 50 Mio. EUR unter Vorjahr
Außerordentlich starker Rückgang mehr als 50 Mio. EUR unter Vorjahr
Quantifizierung der Aussagen bezüglich der Entwicklung des Betriebsergebnisses (EBIT)
Leichter Anstieg bis 2,5 Mio. EUR über Vorjahr
Dynamischer Anstieg zwischen 2,5 und 5,0 Mio. EUR über Vorjahr
Außergewöhnlich starker Anstieg mehr als 5,0 Mio. EUR über Vorjahr
Leichter Rückgang bis 2,5 Mio. EUR unter Vorjahr
Starker Rückgang zwischen 2,5 und 5,0 Mio. EUR unter Vorjahr
Außerordentlich starker Rückgang mehr als 5,0 Mio. EUR unter Vorjahr

Bilanz zum 30.09.2016

Aktiva

scroll

In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
A. Anlagevermögen 172.502 142.537
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.894 8.116
1. Software 7.894 8.116
II. Sachanlagen 156.653 126.105
1. Grundstücke und Bauten 71.841 53.605
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.395 31.315
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.411 25.096
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.006 16.089
III. Finanzanlagen 7.955 8.316
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.195 4.630
2. Beteiligungen 56 56
3. Sonstige Ausleihungen 2.704 3.630
B. Umlaufvermögen 597.449 393.342
I. Vorräte 175.963 160.258
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 889 558
2. Unfertige Leistungen 118.713 112.368
3. Fertige Leistungen 56.361 47.332
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 280.333 227.376
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.222 150.111
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 99.520 68.658
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 55 33
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.536 8.574
III. Wertpapiere 1 1
1. Sonstige Wertpapiere 1 1
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 141.152 5.707
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.937 4.486
Aktiva gesamt 774.888 540.365
Passiva
in TEUR 30.09.2016 30.09.2015
A. Eigenkapital 279.504 243.789
I. Gezeichnetes Kapital 10.143 10.143
abzüglich Nennbetrag eigener Anteile -52 10.091 -60 10.083
II. Kapitalrücklage 28.634 28.387
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 201.385 171.236
IV. Bilanzgewinn 39.394 34.083
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 278 309
C. Rückstellungen 89.848 92.010
1. Rückstellungen für Pensionen 3.549 3.772
2. Steuerrückstellungen 7.491 4.152
3. Sonstige Rückstellungen 78.808 84.086
D. Verbindlichkeiten 405.216 204.215
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.559 41.748
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.010 2.331
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 181.227 144.577
4. Sonstige Verbindlichkeiten 19.420 15.559
E. Rechnungsabgrenzungsposten 42 42
Passiva gesamt 774.888 540.365

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015/2016

scroll

In TEUR 2015/2016 2014/2015
I. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse 883.400 768.118
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 15.375 59.637
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 630 472
Gesamtleistung 899.405 828.227
4. Sonstige betriebliche Erträge 12.616 13.166
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -19.158 -11.611
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -62.849 -60.792
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -532.979 -512.062
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -100.559 -93.893
7. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -27.787 -24.288
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -82.540 -74.382
9. Erträge aus Beteiligungen 1.790 0
10. Erträge aus Gewinnabführungen 519 110
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.293 1.236
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 -113
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.955 -605
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 87.796 64.993
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag -27.286 -19.050
16. Sonstige Steuern -480 -323
17. Jahresüberschuss 60.030 45.620
18. Gewinnvortrag 9.379 11.273
19. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -30.015 -22.810
20. Bilanzgewinn 39.394 34.083

Anhang Geschäftsjahr vom 1.10.2015 bis 30.09.2016

der Bertrandt AG, Ehningen

1. Allgemeine Bemerkungen

Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der vorliegende Jahresabschluss der Bertrandt AG zum 30. September 2016 wurde nach den Vorschriften des HGB und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Bertrandt AG erstellt gemäß § 290 in Verbindung mit § 315a HGB den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.

2. Besonderheiten aufgrund von Betriebsführungsverträgen

Die Bertrandt AG hat mit einzelnen Gesellschaften Betriebs- und Teilbetriebsführungsverträge abgeschlossen. Die Gesellschaften führen im Außenverhältnis den Betrieb in eigenem Namen, aber für Rechnung der Muttergesellschaft. Für die Bilanzierung der Bertrandt AG und den einzelnen Gesellschaften ergeben sich daraus folgende Auswirkungen:

a) Vermögensgegenstände werden grundsätzlich beim wirtschaftlichen Eigentümer und somit in der Regel bei der Bertrandt AG bilanziert.
b) Alle Verbindlichkeiten sind grundsätzlich entsprechend der rechtlichen Betrachtungsweise zu behandeln. Dies führt zu einer Darstellung entsprechend den Beziehungen im Außenverhältnis.
c) Rückstellungssachverhalte werden bei der Bertrandt AG erfasst, sofern die Gesellschaft im Innenverhältnis Ausgleichsansprüche gegenüber der Bertrandt AG geltend machen kann.
d) Für Verbindlichkeiten der Gesellschaft, die wirtschaftlich die Bertrandt AG betreffen, machen diese einen Ausgleichsanspruch geltend.
e) In der Gewinn- und Verlustrechnung gilt die wirtschaftliche Betrachtungsweise. Das bedeutet, dass alle Sachverhalte, die für Rechnung der Bertrandt AG erfolgen, in deren Jahresabschluss dargestellt sind.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Jahresabschlusses sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag wie folgt bewertet:

Forderungen und Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sowie liquide Mittel und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr, werden die Forderungen und flüssigen Mittel unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben. Als Nutzungsdauer wird ein Zeitraum von drei Jahren unterstellt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Die aktivierten Firmenwerte wurden entsprechend ihrer angenommenen Nutzungsdauer über 15 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet und soweit abnutzbar um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich, werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für Außenanlagen von zehn Jahren und für technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem Nennwert der Zahlung bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über 150 Euro bis 410 Euro werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel fiktiv als Abgang ausgewiesen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen zusammen. Die Bewertung erfolgt jeweils zu den Anschaffungskosten beziehungsweise – aufgrund von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen – zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Soweit die Voraussetzungen für eine dauernde Wertminderung gegeben sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind diese Voraussetzungen für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr gegeben, wird eine Zuschreibung bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden ausgehend von den Einstandspreisen unter Vornahme von notwendigen Abschlägen bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten entsprechend dem Bearbeitungsgrad.

Die fertigen, noch nicht abgenommenen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen wird.

Die fertigen, vom Auftraggeber abgenommenen, aber nicht abgerechneten Leistungen werden zu Auftragswerten bewertet und unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag bewertet.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in ausreichender Höhe vorgenommen.

Die Steuererstattungsansprüche nach § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit dem Deckungskapital und der ausgewiesenen Überschussbeteiligung angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Stichtagskurs, höchstens jedoch zu deren Anschaffungskosten bewertet.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen bzw. Erträge die den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen sind zum Barwert angesetzt. Dabei werden die Rückstellungen mit einem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungs-Abzinsungs-Verordnung (RückAbzinsVO) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB abgezinst. Zukünftige zu erwartende Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Prämissen getroffen:

Prämissen zur Ermittlung von Pensionsverpflichtungen

scroll

30.09.2016 30.09.2015
Zinssatz 4,08 % 4,07 %
Gehaltssteigerungstrend 0 % / 2,50 % 0 % / 2,50 %
Rentensteigerungstrend 1,75 % / 2,50 % 1,75 % / 2,50 %
Sterbe- und Invalidierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck 2005 G 2005 G

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 461 TEUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

In den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit deren Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach § 274 Abs.1 HGB für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Gesellschaft. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Ermittlung der latenten Steuern folgt dem bilanzorientierten Temporary-Konzept. Aktive und passive latente Steuern werden nicht abgezinst.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert im Anlagespiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt. Bei den im Anlagespiegel dargestellten sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristig gewährte Mitarbeiterdarlehen, sowie Darlehensgewährungen an Dritte.

Der unter Finanzanlagen ausgewiesene Anteilsbesitz der Bertrandt AG ist gesondert in den Anlagen zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe von 1.662 TEUR (Vorjahr 2.644 TEUR) sowie Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 1.636 TEUR (Vorjahr 1.085 TEUR). Darüber hinaus ist das zum Barwert angesetzte Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 163 TEUR (Vorjahr 320 TEUR) enthalten.

Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Darlehensgewährung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

scroll

In TEUR 30.09.2016
Gesamtbetrag < 1 Jahr >1 Jahr
--- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.222 173.222 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 99.520 42.124 57.396
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 4.931 4.931 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 55 55 0
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 55 55 0
Sonstige Vermögensgegenstände 7.536 5.742 1.794
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 280.333 221.143 59.190
30.09.2015
Gesamtbetrag < 1 Jahr > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 150.111 150.111 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 68.658 28.735 39.923
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 2.969 2.969 0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33 33 0
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 33 33 0
Sonstige Vermögensgegenstände 8.574 5.643 2.931
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 227.376 184.522 42.854

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben, Fest- und Termingelder.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten umfasst Vorauszahlungen für Wartungs- und sonstige Dienstleistungsverträge sowie abgegrenzte Aufwendungen für Urlaubsgeld.

Eigenkapital

Im Einzelnen stellt sich das Eigenkapital der Bertrandt AG wie folgt dar:

Eigenkapital

scroll

In TEUR 30.09.2016 Veränderung 30.09.2015
Gezeichnetes Kapital 10.091 8 10.083
Kapitalrücklage 28.634 247 28.387
andere Gewinnrücklagen 201.385 30.149 171.236
Bilanzgewinn 39.394 5.311 34.083
Gesamt 279.504 35.715 243.789

Nach § 58 Abs. 2 AktG wurden aus dem Jahresüberschuss 30.015 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Bilanzgewinn von 39.394 TEUR ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 9.379 TEUR enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das zum Nennbetrag angesetzte gezeichnete Kapital der Bertrandt AG beträgt 10.143 TEUR und teilt sich auf in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien und eigene Anteile, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von einem Euro entfällt. Die eigenen Anteile sind mit ihrem Nennwert in Höhe von 52 TEUR (Vorjahr 60 TEUR) offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Durch das in diesem Geschäftsjahr durchgeführte Belegschaftsaktienprogramm wurden 8.044 Aktien an Mitarbeiter ausgegeben. Dies entspricht 0,1 Prozent des Grundkapitals. Der Veräußerungspreis von 96,85 EUR wurde anhand des Börsenkurses bemessen. Unter Berücksichtigung von einem steuerfreien Zuschuss betrug der Veräußerungserlös 48,43 EUR je Aktie.

Der den Nennbetrag übersteigende Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös wurde in Höhe von 135 TEUR des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrags in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der darüber hinausgehende Differenzbetrag von 247 TEUR erhöhte die Kapitalrücklage.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Februar 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2013). Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Vom genehmigten Kapital wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Für den unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesenen Betrag in Höhe von 278 TEUR (Vorjahr 309 TEUR) ist im Berichtszeitraum die Auflösung entsprechend der anteiligen Abschreibung mit 31 TEUR erfolgt. Der Investitionszuschuss wurde im Rahmen eines Bauvorhabens am Standort in Tappenbeck gewährt.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind unter anderem solche für ausstehende Rechnungen, ungewisse Verbindlichkeiten sowie die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich berücksichtigt. Allen übrigen erkennbaren Risiken wurde in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Sonstige Rückstellungen

scroll

In TEUR Personal-

Rückstellungen
Rückstellungen

aus laufendem

Geschäftsbetrieb
Übrige

Rückstellungen
Summe sonstige

Rückstellungen
Stand 01.10.2015 73.190 3.051 7.845 84.086
Verbrauch 64.725 600 4.759 70.084
Auflösung 860 1.851 641 3.352
Zuführung 60.236 47 7.878 68.161
Zinsanteil 3 0 -6 -3
Stand 30.09.2016 67.844 647 10.317 78.808

Verbindlichkeiten

Die Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR begeben. Die Fristigkeiten des Schuldscheindarlehens belaufen sich auf fünf, sieben und 10 Jahren. Bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeit ist eine Rückzahlung zu 100,0 Prozent durchzuführen. Ein Sondertilgungsrecht besteht nicht.

Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 2.559 TEUR (Vorjahr 41.748 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus abgegrenzten noch nicht bezahlten Zinsen.

Die Verbindlichkeiten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten

scroll

30.09.2016
In TEUR Gesamtbetrag < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.559 2.559 30.000 170.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.010 2.010 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 181.227 181.227 0 0
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 178.489 178.489 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 19.420 19.420 0 0
(davon aus Steuern) 18.744 18.744 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 155 155 0 0
(davon übrige sonstige Verbindlichkeiten) 521 521 0 0
Summe Verbindlichkeiten 405.216 205.216 30.000 170.000
30.09.2015
Gesamtbetrag < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.748 41.748 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.331 2.331 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 144.577 144.577 0 0
(davon aus Lieferungen und Leistungen) 142.162 142.162 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 15.559 15.559 0 0
(davon aus Steuern) 15.266 15.266 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 118 118 0 0
(davon übrige sonstige Verbindlichkeiten) 175 175 0 0
Summe Verbindlichkeiten 204.215 204.215 0 0

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten umfasst Mieteinnahmen, die Erträge für Perioden nach dem Stichtag darstellen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen 832.262 TEUR auf das Inland und 51.138 TEUR auf das Ausland.

Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

Segmente

scroll

In TEUR 2015/2016 2014/2015
Digital Engineering 473.850 418.083
Physical Engineering 207.349 179.949
Elektrik / Elektronik 202.201 170.086
Gesamt 883.400 768.118

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 12.616 TEUR sind unter anderem periodenfremde und neutrale Erträge in Höhe von 4.840 TEUR (Vorjahr 3.413 TEUR) enthalten.

Im Einzelnen sind hier Erträge in Höhe von 401 TEUR (Vorjahr 278 TEUR) aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens enthalten. Darüber hinaus beinhaltet die Position Erträge in Höhe von 3.352 TEUR (Vorjahr 1.762 TEUR) aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, Erträge in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr 123 TEUR) aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse sowie Erträge aus wertberichtigten Forderungen in Höhe von 449 TEUR (Vorjahr 258 TEUR). Die Gewinne aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 365 TEUR (Vorjahr 772 TEUR) ebenfalls unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 2.029 TEUR (Vorjahr 1.873 TEUR) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Kosten für Verwaltung und Betrieb, Mieten, Beratung, Instandhaltung und Versicherungen. Des Weiteren sind neutrale Aufwendungen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 122 TEUR (Vorjahr 88 TEUR) sowie Aufwendungen aus wertberichtigten Forderungen in Höhe von 371 TEUR (Vorjahr 100 TEUR) und weitere periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 185 TEUR (Vorjahr 64 TEUR) enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von

461 TEUR (Vorjahr 195 TEUR) ebenfalls unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Aus den in Höhe von insgesamt 2.293 TEUR ausgewiesenen sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind 1.876 TEUR (Vorjahr 934 TEUR) aus verbundenen Unternehmen und 90 TEUR (Vorjahr 66 TEUR) aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge aus verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensgewährungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 55 TEUR (Vorjahr 4 TEUR) und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 400 TEUR (Vorjahr 381 TEUR).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten neben der Körperschaftsteuer die Gewerbesteuer für die Gesellschaften des Organkreises sowie ausländische Quellensteuer. Davon entfallen auf das laufende Jahr 26.440 TEUR Steueraufwand (Vorjahr 19.188 TEUR) und Aufwand auf Vorjahre 846 TEUR (Vorjahr Erstattung 139 TEUR).

6. Ergänzende Angaben

Bestellte Sicherheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine bestellten Sicherheiten.

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse resultieren ausschließlich aus Verpflichtungen für verbundene Unternehmen, welche gegenüber Dritten übernommen wurden und entfallen auf:

Haftungsverhältnisse

scroll

In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
Mitverpflichtungen 7.807 3.550
Bürgschaften 0 2.907
Gesamt 7.807 6.457

Eine Inanspruchnahme aus den Mitverpflichtungen ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs-, Leasing- und Lieferantenverträgen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind wie folgt fällig:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll

In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
< 1 Jahr 58.650 62.063
1 - 5 Jahre 48.536 37.633
> 5 Jahre 33.901 3.268
Gesamt 141.087 102.964

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter während des Geschäftsjahres teilt sich wie folgt auf:

Mitarbeiter im Durchschnitt gemäß §285 Nr. 7 HGB 2015/2016

scroll

Anzahl Arbeiter Angestellte Summe Auszubildende/ Studenten Aushilfen Praktikanten/ Diplomanden Gesamt
Bertrandt AG 0 313 313 12 14 3 342
Inländische Tochtergesellschaften 814 9.363 10.177 324 300 222 11.023
Bertrandt Deutschland 814 9.676 10.490 336 314 225 11.365

Angaben nach § 285 Nr. 11a HGB

Bei der Beteiligung an der Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Stuttgart, ist die Bertrandt AG unbeschränkt haftender Gesellschafter.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers erfolgen im Konzernabschluss.

WpHG Mitteilungen

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6, S. 2 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die CSI Asset Management Establishment, Vaduz, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der CSI Asset Management Establishment 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die Absolute Capital Management Holding Limited, Grand Cayman, Cayman Island, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der Absolute Capital Management Holdings Limited 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Mitteilungen nach §§ 21 Abs. 1 S. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 WpHG

a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;
29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

b) Die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

30. Dezember 2002 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;
29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

c) Die Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

19. Dezember 2003 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

d) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr.h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;
29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit dem Schreiben vom 17. November 2006 hat uns die Familie Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 13. November 2006 die Schwellen von 5 Prozent, 10 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und nunmehr 25,01 Prozent beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 8. November 2010, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Stuttgart gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 29. September 2010 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 25,01 Prozent (2.537.095 Stimmrechte) beträgt.

Sämtliche vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden kontrollierten Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Wolfgang Porsche GmbH, Familie Porsche Beteiligung GmbH, jeweils Grünwald, Porsche Automobil Holding SE, Porsche Zwischenholding GmbH sowie Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, jeweils Stuttgart.

Die Stimmrechte wurden nicht durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Erwerbsrechts erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.343 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden von der Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, gehalten, und der Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.342 Stimmrechte) beträgt.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 28. Februar 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die b.invest AG mit Sitz in Ehningen, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 4,8 Prozent der Stimmrechte (486.876 Stimmrechte) beträgt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Mai 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die MainFirst SICAV mit Sitz in Senningerberg, Luxemburg, mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 31. Mai 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,868 Prozent der Stimmrechte (392.369 Stimmrechte) beträgt und eine Ausübung von Finanzinstrumenten nicht erfolgt ist.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 12. August 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die LK Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland, am 10. August 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und an diesem Tag 25,01 % (das entspricht 2.537.095 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche der vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der LK Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart, Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, Familien Porsche-Kiesling Beteiligung GmbH, Grünwald und Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

I. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

II. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

III. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ahorner Beta Beteiligungs GmbH, Grünwald; Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

IV. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg; Ahorner Beta Beteiligungs GmbH, Grünwald; Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Veröffentlichung von Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

1. Mit Schreiben vom 2. Juli 2014, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 2. Juli 2014 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 3,94 Prozent (400.000 Stimmrechte).

2. Mit Schreiben vom 2. Juli 2014, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns von Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil des Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 2. Juli 2014 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 3,94 Prozent (400.000 Stimmrechte).

Sämtliche Stimmrechte des Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, sind diesem nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über das folgende kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt Aktiengesellschaft 3 Prozent oder mehr beträgt: Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 20. Juli 2015, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Frau Dr. Geraldine Porsche, Republik Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Dr. Geraldine Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 14. Juli 2015 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten und beträgt an diesem Tag 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten). Diese Stimmrechtsanteile sind Frau Dr. Geraldine Porsche, Republik Österreich, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3 % oder mehr zugerechnet werden: Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung, Salzburg; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Grünwald; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald; LK Holding GmbH, Salzburg; Louise Kiesling GmbH, Grünwald; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Mit Schreiben vom 20. Juli 2015, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Frau Diana Porsche, Republik Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Diana Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 14. Juli 2015 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten und beträgt an diesem Tag 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten). Diese Stimmrechtsanteile sind Frau Diana Porsche, Republik Österreich, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3 % oder mehr zugerechnet werden: Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung, Salzburg; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Grünwald; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald; LK Holding GmbH, Salzburg; Louise Kiesling GmbH, Grünwald; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 6. Mai 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 3. Mai 2016 3,16 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 320.991 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Davon sind der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, 3,16 Prozent (dies entspricht 320.991 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit dem obersten beherrschenden Unternehmen: Allianz SE; Allianz Asset Management AG; Allianz Global Investors GmbH (3,16 Prozent der Stimmrechte).

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 27. Mai 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 25. Mai 2016 3,15 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 319.900 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 22 WpHG zuzurechnen. Die BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, wird weder beherrscht noch beherrscht sie andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Mai 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 25. Mai 2016 2,98 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 302.591 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Davon sind der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, 2,98 Prozent (dies entspricht 302.591 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit dem obersten beherrschenden Unternehmen: Allianz SE; Allianz Asset Management AG; Allianz Global Investors GmbH.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 1. Juni 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, sowie Schreiben vom 16. Juni 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben uns folgende freiwillige Konzernstimmrechtsmitteilungen aufgrund einer konzerninternen Umstrukturierung von Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche, nach §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 1. Juni 2016 und am 15. Juni 2016 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche nach § 22 WpHG zuzurechnen. Namen der Aktionäre mit 3 Prozent oder mehr Stimmrechte: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit den obersten beherrschenden Personen: Strang 1: Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Herrn Felix Alexander Porsche; Familie WP Holding GmbH; Dr. Wolfgang Porsche Holding GmbH; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (28,97 Prozent der Stimmrechte); Strang 2: Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Herrn Felix Alexander Porsche; Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung; Ferdinand Porsche Familien-Holding GmbH, Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (28,97 Prozent der Stimmrechte).

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 2. August 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Konzernstimmrechtsmitteilung von Peter Zaldivar, nach §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Peter Zaldivar an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 28. Juli 2016 3,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 305.129 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind Peter Zaldivar nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person: Peter Zaldivar, Kabouter Management, LLC (3,01 Prozent der Stimmrechte).

WpHG Mitteilungen nach dem 30. September 2016

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Oktober 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 26. Oktober 2016 3,05 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 309.538 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen. Die Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, wird weder beherrscht noch beherrscht sie andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/corporate-governance.html“.

Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Es lagen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 vor.

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dietmar Bichler

Vorsitzender des Vorstands

Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres
Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen
Mitglied des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau

Hans-Gerd Claus

Mitglied des Vorstands

Technik

Michael Lücke

Mitglied des Vorstands

Vertrieb

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Limited, Dunton
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit

Markus Ruf

Mitglied des Vorstands

Finanzen

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres

Die Gesamtbezüge für aktive Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015/2016 betragen 7.528 TEUR (Vorjahr 7.222 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts enthalten.

Zum 30.09.16 betrug die Pensionsrückstellung für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands 1.087 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden diesem ehemaligen Vorstandsmitglied 43 TEUR an Ruhegehälter ausbezahlt.

Der Bestand der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2015/2016 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:

Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder

scroll

Stück Stand 30.09.2016 Stand 30.09.2015
Dietmar Bichler 400.000 400.000
Hans-Gerd Claus 0 0
Michael Lücke 0 0
Markus Ruf 0 0
Gesamt 400.000 400.000

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jost-Global GP S.à.r.l., Luxemburg (bis 27.10.2016)

Maximilian Wölfle

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co. KG, Stuttgart
Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart
Beirat der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern

Horst Binnig

Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG (ehemals KSPG AG), Neckarsulm
Mitglied des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf
Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co., Ltd., Shanghai
Vice Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt Shanghai Piston Co., Ltd., Shanghai
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS HUAYU Alu Tech GmbH, Neckarsulm
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Gleitlager GmbH, St.-Leon-Rot
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg GmbH, Neuss
Vice Chairman des Board of Directors der Pierburg HUAYU Pump Technology Co. Ltd., Shanghai
Director der KSPG Holding USA, Inc, Marinette
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg Pump Technology GmbH, Neuss
Chairman des Board of Directors der KSPG (China) Investment Co., Ltd., Shanghai

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn

Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien
Vorstand des Institutes für Managementwissenschaften (IMW) der TU Wien, Wien (seit 01.01.2016)
Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien
Mitglied des Verwaltungsrats der Baumer Holding AG, Frauenfeld (bis 30.03.2016)
Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn
Mitglied des Beirats der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG, Karlsbad Ittersbach
Mitglied des Beirats der Karl Klink GmbH, Niefern-Öschelbronn
Mitglied des Beirats der Wittenstein AG, Harthausen (seit 01.03.2016)
Mitglied des Beirats der EVN AG, Maria Enzersdorf (seit 01.10.2016)

Stefanie Blumenauer

Arbeitnehmervertreterin

Kaufmännische Sachbearbeiterin

Astrid Fleischer

Arbeitnehmervertreterin

CAD-Konstrukteurin

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 insgesamt eine fixe Vergütung in Höhe von 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:

Aufsichtsratsvergütung

scroll

EUR Fixum 2015/2016
Dr. Klaus Bleyer 112.000
Maximilian Wölfle 64.000
Horst Binnig 40.000
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 40.000
Stefanie Blumenauer 32.000
Astrid Fleischer 32.000
Gesamt 320.000

Im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses erhielten die Arbeitnehmervertreterinnen des Aufsichtsrats marktübliche Gehälter. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015/2016 für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:

Aktienbesitz der Aufsichtsratsmitglieder

scroll

Stück Stand 30.09.2016 Aktien Stand 30.09.2015 Aktien
Dr. Klaus Bleyer 0 0
Maximilian Wölfle 0 0
Horst Binnig 0 0
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 0 0
Stefanie Blumenauer 0 0
Astrid Fleischer 98 84
Gesamt 98 84

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Anteilsbesitz der Bertrandt AG

scroll

In TEUR Name und Sitz der Gesellschaft Anmerkung Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital Ergebnis
Inland
Bertrandt Ehningen GmbH, Ehningen 1,2 100,0 407 383
Bertrandt Energie GmbH, Mönsheim 100,0 25 -3
Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH, Nufringen 1,2 100,0 39 7
Bertrandt GmbH, Hamburg 1,2 100,0 1.130 71
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim 1,2 100,0 57 6
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg 1,2 100,0 57 6
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg 1,2 100,0 57 6
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln 1,2 100,0 57 6
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München 1,2 100,0 57 6
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm 1,2 100,0 1.428 6
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck 1,2 100,0 56 5
Bertrandt München GmbH, München 100,0 23 -1
Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen 1,2 100,0 28 2
Bertrandt Services GmbH, Ehningen 1,2 100,0 52 2
Bertrandt Technologie GmbH (vormals Bertrandt Südwest GmbH), Immendingen 1,2 100,0 29 4
Bertrandt Tappenbeck GmbH, Tappenbeck 100,0 22 -1
Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen 1,2 100,0 54 3
Bertrandt Technologie GmbH, Mönsheim 1,2 100,0 98 1
Bertrandt Technologie GmbH, Sassenburg 1,2 100,0 29 4
Bertrandt Verwaltungs GmbH (vormals Bertrandt Entwicklungen GmbH), Mönsheim 1,2 100,0 28 3
Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 2,4 94,9 0 195
Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG (vormals Inmeubles Baviera GmbH), Pullach i. Isartal 2,4 94,9 11.986 657
Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 2,4 94,9 412 468
Bertrandt Campus GmbH, Ehningen 3,4 50,0 9.215 -755
Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Pullach i. Isartal 3,5 30,0 10 12
aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 3 24,9 250 0
aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Pullach i. Isartal 3,4 24,9 23 0
MOLLIS automotive GmbH, Pullach i. Isartal 3,4 24,9 160 0
NAMENU tool GmbH, Pullach i. Isartal 3,4 24,9 0 -77
Ausland
Bertrandt Engineering Shangai Co., Ltd., Shanghai, China 100,0 334 11
Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL, Sibiu, Rumänien 100,0 100 -24
Bertrandt Technologie GmbH, Steyr, Österreich 100,0 197 -3
Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich 100,0 3.703 32
Bertrandt S.A.S., Bièvres, Frankreich 4 100,0 11.146 1.965
Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei 5 100,0 616 218
Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien 5 100,0 87 225
Bertrandt US Inc., Detroit, Michigan, USA 100,0 6.607 2.273

1) vor Ergebnisabführung

2) auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse zum 30.09.2016 wird gemäß § 264 Absatz 3 HGB und § 264b HGB verzichtet

3) anteiliges Ergebnis

4) mittelbare Beteiligung

5) mittelbare und unmittelbare Beteiligung

Anlagespiegel vom 1.10.2015 bis 30.09.2016

Entwicklung und Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zum 30.09.2016

scroll

In TEUR Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.10.2015 Zugang Abgang Umbuchung Stand 30.09.2016
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 38.953 5.083 -16 4 44.024
2. Firmenwerte 13.655 0 0 0 13.655
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 -
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 52.608 5.083 -16 4 57.679
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 68.487 20.234 0 501 89.222
2. Technische Anlagen und Maschinen 72.372 11.309 -263 12.692 96.110
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.004 13.967 -5.241 262 95.992
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.089 8.376 0 -13.459 11.006
Summe Sachanlagen 243.952 53.886 -5.504 -4 292.330
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.688 565 0 0 10.253
2. Beteiligungen 56 0 0 0 56
3. sonstige Ausleihungen 3.639 647 -1.573 0 2.713
Summe Finanzanlagen 13.383 1.212 -1.573 0 13.022
Summe 309.943 60.181 -7.093 0 363.031

scroll

In TEUR Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.2015 Zugang Abgang Umbuchung Stand 30.09.2016
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 30.837 5.305 -16 4 36.130
2. Firmenwerte 13.655 0 0 0 13.655
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 44.492 5.305 -16 4 49.785
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.882 2.499 0 0 17.381
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.057 7.875 -213 -4 48.715
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.908 12.108 -4.435 0 69.581
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 117.847 22.482 -4.648 -4 135.677
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.058 0 0 0 5.058
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
3. sonstige Ausleihungen 9 0 0 0 9
Summe Finanzanlagen 5.067 0 0 0 5.067
Summe 167.406 27.787 -4.664 0 190.529

scroll

In TEUR Restbuchwerte
Stand 30.09.2016 Stand 30.09.2015
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 7.894 8.116
2. Firmenwerte 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.894 8.116
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 71.841 53.605
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.395 31.315
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.411 25.096
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.006 16.089
Summe Sachanlagen 156.653 126.105
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.195 4.630
2. Beteiligungen 56 56
3. sonstige Ausleihungen 2.704 3.630
Summe Finanzanlagen 7.955 8.316
Summe 172.502 142.537

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Dividendenausschüttung der Bertrandt Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2016 der Bertrandt Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015/2016 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 39.393.859,64 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 2,50 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 14.035.759,64 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt Aktiengesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Ehningen, 28. November 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bertrandt AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Bertrandt AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Bertrandt AG beschrieben sind.

Ehningen, 28. November 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands Finanzen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 28. November 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016

Das Geschäftsjahr 2015/2016 war geprägt von herausfordernden konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen. Der Bertrandt-Konzern konnte in diesem Umfeld seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiter festigen und ausbauen.

Der Aufsichtsrat der Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2015/2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informiert haben. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Vorstands eingehalten wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist geprägt von einem offenen und kontinuierlichen Dialog. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden, die bei Bedarf auch neben den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen stattfand, erfolgte intensiv und lösungsorientiert. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, sodass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwachte während des gesamten Geschäftsjahres die Arbeit des Vorstands und stand ihm beratend zur Seite. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung von Bertrandt sowie über die aktuelle Marktlage und deren Auswirkungen auf Bertrandt informieren. Neben der Überwachung des Geschäftsverlaufs der Bertrandt AG sowie des Bertrandt-Konzerns beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Es wurden grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik beziehungsweise zur strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung, zum Risikomanagement und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat setzte sich mit dem internen Kontrollsystem auseinander und hat dessen Funktionsfähigkeit überprüft. Des Weiteren wurden die Aufsichtsräte ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen: am 7. Dezember 2015, am 17. Februar 2016, am 11. Mai 2016 und am 19. September 2016. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Sitzung am 7. Dezember 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben den regelmäßigen Themen unter anderem mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns. Außerdem wurden im Rahmen dieser Sitzung die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung, die am 17. Februar 2016 in Sindelfingen stattfand, verabschiedet. Der Aufsichtsrat beriet auf Vorschlag des Prüfungsausschusses über den Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015/2016. Vom Wirtschaftsprüfer wurde eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit und verabschiedete den Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.

In der Sitzung am 17. Februar 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben anderem mit dem Status und den praxiskonformen Anpassungen der bestehenden D&O-Versicherung vor dem Hintergrund des Wachstums der letzten Jahre.

In der Sitzung am 11. Mai 2016 befasste sich der Aufsichtsrat neben den Berichten des Vorstands mit der Angemessenheit der Compliance-Organisation bei Bertrandt. Darüber hinaus wurden die Aufsichtsräte zu aktuellen gesetzlichen Änderungen im Aktien-, Handels- und Kapitalmarktrecht geschult. Behandelt wurden unter anderem die Aktienrechtsnovelle 2016, die Neuordnung der Meldetatbestände des Wertpapierhandelsgesetzes, die EU-Regulierung der Abschlussprüfung und das Abschlussprüfungsreformgesetz sowie die EU-Marktmissbrauchsverordnung und das Erstes Finanzmarktnovellierungsgesetz.

In der Aufsichtsratssitzung am 19. September 2016 wurde unter anderem die Konzern-Planung für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. Die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde beschlossen. Zudem wurden kleinere Anpassungen der Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats vor dem Hintergrund des Abschlussprüfungsreformgesetzes (AReG) beschlossen.

In der Sitzung am 12. Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat diesen Bericht beschlossen und den Vorsitzenden zu dessen Unterzeichnung beauftragt und bevollmächtigt.

Organisation und Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben den Personal- und den Prüfungsausschuss gebildet. Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.

Herr Dr. Klaus Bleyer ist Financial Expert und unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 beriet sich der Prüfungsausschuss fünf Mal. In der Sitzung am 7. Dezember 2015 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsinhalten, -schwerpunkten und

-ergebnissen. Darüber hinaus wurden die Prüfungsschwerpunkte für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. In den telefonisch durchgeführten Sitzungen am 8. Februar 2016, am 4. Mai 2016 und am 25. Juli 2016 wurden unter anderem die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Finanzberichte hinsichtlich Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung erörtert. In der Sitzung am 19. September 2016 verabschiedete der Prüfungsausschuss einen begrenzten Katalog mit Nichtprüfungsleistungen, mit denen der Wirtschaftsprüfer auch ohne vorherige Zustimmung des Prüfungsausschusses im Einzelfall beauftragt werden kann.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015/2016 am 7. Dezember 2015.

Corporate Governance

Der Begriff Corporate Governance steht für die verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens. In den Sitzungen am 7. Dezember 2015 und 19. September 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Im Rahmen der Sitzung am 19. September 2016 beschloss der Aufsichtsrat die aktuelle Fassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Bis auf wenige Ausnahmen folgt die Gesellschaft den Empfehlungen des Kodex. Die Abweichungen werden in der Entsprechenserklärung erläutert. Neben dem Geschäftsbericht ist insbesondere auch die Entsprechenserklärung auf der Bertrandt-Website unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich.

Prüfung der Jahresabschlüsse

Die ordentliche Hauptversammlung der Bertrandt AG wählte am 17. Februar 2016 die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015/2016. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Bertrandt AG sowie der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder die Abschlüsse und Lageberichte des Geschäftsjahres 2015/2016, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Nachdem sich der Prüfungsausschuss vorbereitend mit den Themen auseinandergesetzt hatte, befasste sich der Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 12. Dezember 2016 mit dem Prozess der Abschlusserstellung sowie mit dem Rechnungslegungsergebnis. An dieser Sitzung nahmen die den Jahres- und Konzern-Abschluss testierenden Wirtschaftsprüfer ebenfalls teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt, über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Nach eigener Prüfung, die zu keinen Einwendungen führte, nahm der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte den Jahresabschluss und den Konzern-Abschluss. Damit sind zugleich der Jahresabschluss festgestellt und der Konzern-Abschluss gebilligt worden. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015/2016 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 39.393.859,64 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 2,50 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 14.035.759,64 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bertrandt-Konzerns im In- und Ausland für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch ihr großes Engagement konnte die erfolgreiche Unternehmensentwicklung in einem heterogenen Marktumfeld fortgesetzt werden.

Ehningen, 12. Dezember 2016

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats