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Bertrandt AG Management Reports 2012

Feb 25, 2013

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Management Reports

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Publication

Bertrandt Aktiengesellschaft

Ehningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012

Lagebericht 2011/2012

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft zeigte sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2011/2012 überwiegend uneinheitlich. Ein Grund für die gedämpfte Situation ist wie im vergangenen Jahr die anhaltende europäische Schuldenkrise. Während des ersten Quartals 2011/2012 hellte sich die Konjunktur leicht auf, da die EZB (Europäische Zentralbank) ihre Bereitschaft zu umfangreichen Interventionen ankündigte. Daraus konnte jedoch kein anhaltender Aufwärtstrend verzeichnet werden. Die Indikatoren zur Realwirtschaft zeigten bislang keine Belebung der Konjunktur an. Laut ifo Institut (Institut für Wirtschaftsforschung) verlief der Indikator der Weltwirtschaftslage in einer Rechtsbewegung. Insgesamt rechnen die Institute des Herbstgutachtens 2012 für die Weltwirtschaft für den Rest des Jahres 2012 und das Jahr 2013 mit einem sehr moderaten Wachstum. So soll das weltweite Bruttoinlandsprodukt 2012, nach 3,0 Prozent im Vorjahr, um 2,4 Prozent und im Jahr 2013 um 2,6 Prozent steigen.

Die verhaltene Nachfrage aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist auch ein Grund für erste Schwächezeichen in den großen Schwellenländern. Zudem steigen in China mit zunehmender Industrialisierung die Lohnkosten, sodass seine Attraktivität als Fertigungsstandort etwas sinkt. In Japan kühlte sich die Konjunktur nach vorübergehend kräftiger Beschleunigung seit dem Frühjahr 2012 ab. Laut Herbstgutachten 2012 wird zwar auch das Wachstum in den Schwellenländern abnehmen, jedoch deutlich höher bleiben als in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft werden dabei geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren.

Seit Jahresbeginn 2012 hat sich die Erholung der Wirtschaft in den USA verlangsamt. Das Wachstum des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts wird voraussichtlich von 1,8 Prozent in 2011 auf 2,1 Prozent in 2012 steigen.

Die Produktion im Euroraum und in Großbritannien geht laut Herbstgutachten 2012 schon seit Ende 2011 zurück. Im Spätsommer 2012 reagierten EZB und US-Notenbank erneut mit geldpolitischen Maßnahmen, die auf den Finanzmärkten Wirkung zeigten.

Das Bruttoinlandsprodukt in 2012 in der gesamten Euro-Zone wird nach 1,8 Prozent in 2011 voraussichtlich nur um 0,2 Prozent steigen können.

Die Eurokrise beeinflusst auch die deutsche Konjunktur. Im Frühjahr 2012 führten die Situation in Griechenland und der erhöhte Abschreibungsbedarf bei spanischen Banken dazu, dass auch in Deutschland die Unsicherheit über die Zukunft des Euroraums zunahm. So haben sich die ifo-Geschäftserwartungen seit April 2012 von Monat zu Monat durchgehend verschlechtert.

Im Gegensatz dazu nahm die Beschäftigung im Vergleich zum September 2011 weiter zu. Laut Bundesagentur für Arbeit betrug die Zahl der Arbeitslosen im September 2012 rund 2,79 Millionen. Die Arbeitslosenquote sank von 6,9 Prozent auf 6,5 Prozent. Durch eine anhaltend hohe Beschäftigung und mehr verfügbares Einkommen stiegen die privaten Konsumausgaben. Auch die deutschen Ausfuhren konnten sich mit einem Anstieg um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gut behaupten und bleiben wichtiges Standbein der deutschen Industrie. Laut Herbstgutachten 2012 der Wirtschaftsforschungsinstitute wird mit einem um 0,8 Prozent höheren deutschen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 als im Vorjahr gerechnet. Für 2013 wird ein Anstieg von einem Prozent im Vergleich zu 2012 prognostiziert.

Entwicklung Automobilindustrie

Die Entwicklung der internationalen Pkw-Märkte zeigte sich bis zuletzt uneinheitlich. Während Brasilien, China, USA und Russland erfreuliche Zuwachsraten verzeichneten, war die Nachfrage in Europa deutlich schwächer. Insgesamt stieg die Weltautomobilproduktion laut VDA (Verband der Automobilindustrie) im Gesamtjahr 2011 um 4,5 Prozent auf 66,2 Millionen Autos. Deutsche Hersteller konnten im Jahr 2011 ihre Produktion weltweit um 15,2 Prozent auf 12,9 Millionen Pkw steigern. In China erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2012 die Zulassungen für Pkw mit 9,6 Millionen Einheiten um acht Prozent. Der Marktanteil der deutschen Konzernmarken in China liegt derzeit bei 21 Prozent. In Japan stieg der Absatz von Neufahrzeugen in den ersten neun Monaten 2012 um 41 Prozent auf fast 3,7 Millionen Pkw. Russland und Indien konnten Steigerungen der Absatzzahlen von 14 Prozent beziehungsweise zehn Prozent verzeichnen. In den USA wurden mit knapp 10,9 Millionen Pkw rund 15 Prozent mehr Einheiten als im Vorjahr abgesetzt.

Auf dem westeuropäischen Pkw-Markt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 mit 9,15 Millionen Einheiten 7,6 Prozent weniger Neufahrzeuge abgesetzt. In Griechenland wurden im selben Zeitraum 42,5 Prozent weniger Pkw zugelassen. Und auch in Italien und Spanien gingen die Neuzulassungen um 20,5 Prozent beziehungsweise elf Prozent zurück. Lediglich in Großbritannien und Dänemark erhöhten sich die Neuzulassungen um 4,3 Prozent beziehungsweise ein Prozent. Die Neuzulassungen in den neuen EU-Ländern sind zwischen Januar und September 2012 um 0,4 Prozent auf 572.800 Einheiten gestiegen. Im September 2012 zeigte sich besonders der Pkw-Markt der Slowakei mit einem Plus von 47 Prozent sehr freundlich.

Für Deutschland ist die Automobilindustrie eines der wichtigsten Standbeine seiner Wirtschaft. Die Branche ist nach wie vor größter Arbeitgeber im Land. In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 wurden insgesamt 2,4 Millionen Pkw in Deutschland zugelassen.

Der Gesamtumsatz der deutschen Automobilindustrie stieg laut VDA im Jahr 2011 um 10,4 Prozent auf 351 Milliarden Euro. Hiervon wurden rund 128 Milliarden Euro im Inland erwirtschaftet (Vorjahr 118 Milliarden Euro). Die Auslandsumsätze verzeichneten mit 223 Milliarden Euro (Vorjahr 200 Milliarden Euro) einen erfreulichen Anstieg in Höhe von 11,5 Prozent. Insgesamt wurde in 2011 das Niveau des Vorkrisenjahres 2008 überschritten.

Seit 2011 gestaltet sich die Entwicklung der einzelnen Automobilhersteller heterogen. Hersteller von Premium-Marken verzeichnen Absatzzahlen auf Rekordniveau. Die Volumenhersteller stehen hingegen vor vielfältigen Herausforderungen für die Zukunft.

Viele Fahrzeugproduzenten profitierten insbesondere von der Nachfrage aus den Schwellenländern. Nach Angabe des VDA trägt jedes fünfte Auto, das weltweit gefertigt, wird, ein deutsches Markenzeichen. Der Marktanteil deutscher Hersteller in China, Russland und Mexiko beträgt je rund ein Fünftel. Jedes zweite Auto, das in Westeuropa neu verkauft wird, zählt zu einer deutschen Konzernmarke. Und auch in den USA trägt bereits jedes achte neu verkaufte Auto ein deutsches Markenzeichen.

Nach wie vor und mehr denn je ist die Branche seitens der Gesetzgebung und Kunden gefordert, verbrauchsgünstigere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu entwickeln. Laut deutscher Bundesregierung sollen bis 2020 mindestens 20 Prozent und bis 2050 mindestens 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 vermieden werden. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß bei Pkw soll bis 2020 schrittweise auf 120 Gramm/Kilometer reduziert werden. Seit 1990 ist der Kraftstoffverbrauch deutscher Neufahrzeuge bereits um fast 40 Prozent gesunken. Da die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße stetig zunimmt und die zurückgelegten Strecken außerhalb von Großstädten länger werden, sind effizientere Antriebstechnologien mit einem geringen Emissionsausstoß gefragt. Alternative Konzepte, wie zum Beispiel Elektro- und Hybridantriebe, spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Im Mittelpunkt der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien stehen die Themen Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Komfort. Zugleich entwickeln die Fahrzeughersteller konventionelle Motorenkonzepte weiter, um sie verbrauchsärmer und leistungsfähiger zu machen. Weitere Faktoren, die zur Emissionsreduktion beitragen und die im Fokus der Fahrzeugentwicklung stehen, sind Leichtbaulösungen sowie ein erhöhter Elektronikanteil im Fahrzeug.

Die deutschen Automobilhersteller legen neben der Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge ihren Schwerpunkt auf die Ausweitung ihrer Modellpalette. Damit werden länderspezifische und individuelle Kundenbedürfnisse bestmöglich befriedigt. Im Wettbewerbsvergleich verfügen die großen europäischen Automobilhersteller über starke Marken und effiziente Wertschöpfungsketten. Um ihre weltweit führende Marktstellung weiter voranzutreiben, arbeiten die Hersteller intensiv an Innovationen im Bereich Sicherheit, Komfort und Kommunikation. Sie investieren verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien. Der Bedarf an Ingenieuren und qualifiziertem Personal ist dabei hoch. Um die zahlreichen Herausforderungen erfolgreich zu meistern, setzen die Hersteller auf strategische Partnerschaften. Dies bietet weiteres Potenzial für Bertrandt.

Entwicklung Luftfahrtindustrie

Die deutsche Luftfahrtindustrie konnte sich im zurückliegenden Jahr gut behaupten. Der Gesamtumsatz dieser Branche stieg laut BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V.) um 4,1 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro (Vorjahr 24,7 Milliarden Euro). Dieser Sektor schaffte zahlreiche hochwertige Arbeitsplätze und bewies sich als starke Innovationsindustrie. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf rund 16,8 Prozent des Branchenumsatzes. Die Passagierzahlen nahmen weiter zu, die Aufträge in der Luftfahrtindustrie sind gestiegen. In fast allen Bereichen zeigten sich neue Herausforderungen. Vor allem die zivile Luftfahrtindustrie konnte durch steigende Bestell- und Auslieferungszahlen ein erfreuliches Wachstum erzielen. Die Flugzeughersteller stehen vor der Entscheidung, wie ihre zukünftigen Modellpaletten aussehen sollen. Zur Diskussion stehen komplett neue Baureihen oder nur Teilmodernisierungen. Weltweite Flottenerneuerungen und der stark wachsende Mobilitätsbedarf bieten Chancen auf Wachstum und eine weiter positive Entwicklung.

Auch seitens der Gesetzgebung erhöht sich der Druck und eröffnet dadurch zusätzliches Potenzial für Ingenieurdienstleister. Bis zum Jahr 2020 sollen laut BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um jeweils 50 Prozent reduziert, Stickoxidemissionen um 80 Prozent verringert und die Lärmbelästigung vermindert werden. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, müssen moderne Technologien entwickelt werden, wie zum Beispiel leichtere und leistungsfähigere Verbundstoffe. Außerdem versuchen die Hersteller unter Beibehaltung ihrer hohen Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen die Innovationszyklen zu verkürzen. Dies bedeutet, dass sie ihre Entwicklungsarbeit verstärken und gleichzeitig die Rentabilität einer Modellreihe erhöhen müssen. Bei der Entwicklung neuer Technologien und Modelle setzen die Hersteller auf zuverlässige Partner wie Bertrandt.

Entwicklung Engineering-Markt

Zahlreiche Automobilhersteller bieten eine breite Produktpalette an, um den steigenden Anforderungen seitens der Kunden gerecht zu werden. Außerdem führen wachsende technologische Anforderungen zu weiterem und erhöhtem Kapazitätsbedarf. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stellen in der Branche einen wichtigen Erfolgsfaktor dar, denn Innovationen und attraktives Design führen zu einem Wettbewerbsvorteil und sichern Marktanteile. Laut dem aktuellen VDA-Jahresbericht stiegen die Planzahlen für interne und externe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Jahr 2011 auf 20,8 Milliarden Euro (19,6 Milliarden Euro im Jahr 2010). Dies entspricht einem Anstieg um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Investitionen der deutschen Automobilindustrie in Forschung und Entwicklung sind aufgrund des Technologie- und Wettbewerbsdrucks nach wie vor auf hohem Niveau. Diese Entwicklung führte im Jahr 2012 zu einem steigenden Bedarf an Entwicklungsdienstleistungen und qualifiziertem Personal. Der Engineering-Markt hat sich insgesamt positiv entwickelt.

Nach wie vor haben die Hersteller das Ziel, ihre Produkte mit neuen Technologien auszustatten und die Modellvielfalt weiter aufzufächern. Zahlreiche technologische Neuerungen müssen entwickelt und getestet werden, um den steigenden Anforderungen seitens Gesetzgebung und Kunden im Hinblick auf die Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit, Komfort, Vernetzung und Zuverlässigkeit Rechnung zu tragen.

Branchen wie Energie, Medizintechnik und Elektrotechnik stehen ebenfalls vor stetigen Veränderungen mit neuen Anforderungen, für die wiederum passende Lösungen entwickelt werden müssen. Die Nachfrage nach erfahrenen Projektpartnern steigt. Auch für Bertrandt ergeben sich aufgrund dieser Rahmenbedingungen neue Chancen. Dies spiegelt sich in der gesteigerten Umsatz- und Ergebnisentwicklung wider. Das Unternehmen konnte seine Marktposition im Geschäftsjahr 2011/2012 weiter ausbauen und festigen.

Geschäftsmodell

Als einer der führenden Engineering-Partner erarbeitet Bertrandt an 41 Standorten in Europa, Asien und in den USA mit dem Kunden direkt vor Ort individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie reicht von der Entwicklung einzelner Komponenten über komplexe Module bis hin zu kompletten Derivaten mit angrenzenden Dienstleistungen wie Projekt- oder Qualitätsmanagement. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller sowie bedeutende Systemlieferanten. Darüber hinaus werden mit der Tochtergesellschaft Bertrandt Services technische und kaufmännische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Beständigkeit, Vertrauen und Investitionen in die Zukunft lassen Kundenbeziehungen wachsen und sind für Bertrandt maßgebliche Erfolgsfaktoren.

Basis des Geschäftsmodells

Aufgrund der hohen Modell- und Variantenvielfalt, verkürzten Entwicklungszeiten und neuen Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche kontinuierlich zu. Trends wie beispielsweise mehr Komfort, Sicherheit und umweltfreundliche Fortbewegung erfordern übergreifendes technisches Know-how und vernetztes Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukünftiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden sowie den sich ändernden Marktbedingungen an. Um komplexe Anforderungen an neue Materialien, intelligente Elektroniksysteme oder moderne Antriebe zu erfüllen, hat Bertrandt wichtige Themen in Fachbereichen gebündelt. Durch die fachbereichsübergreifende Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Für Bertrandt Services bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Nachfolgend beschriebene Markttrends sind für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung maßgeblich:

Grüne Mobilität

Um eine höhere Effizienz von Fahrzeugsystemen zu erreichen und aktuellen Umweltauflagen nachzukommen, arbeitet die Automobilindustrie fortlaufend an neuen Entwürfen für zukünftige Mobilität. Optimierte Benzin- und Dieselmotoren sowie die fortschreitende Hybridisierung stehen genauso auf der Agenda wie die Reduzierung des Fahrzeuggewichts. Im Rahmen der Fahrzeugentwicklung leistet der Leichtbau einen wesentlichen Anteil zur nachhaltigen CO2-Emissionsreduzierung. Der Entwicklungstrend liegt dabei auf effizienten Mischbaustrukturen mit anforderungsgerechten und gewichtsoptimierten Materialien wie Aluminium, Magnesium und faserverstärkten Kunststoffen. Weiterentwickelte und neue Materialien stehen genauso im Fokus wie moderne Technologien, um innovative Entwicklungen von der Idee bis zur Serienreife umsetzen zu können.

Sicherheit

Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein zentrales Thema für Hersteller, Systemlieferanten und Ingenieurdienstleister. Um Fahrzeuginsassen besser zu schützen und Unfälle zu vermeiden, gibt es immer mehr zusätzliche Verordnungen der EU-Sicherheitsgesetzgebung. So sollen beispielsweise bis 2014 alle in die Europäische Union eingeführten Fahrzeuge mit Reifendruck-Überwachungssystemen ausgestattet sein.

Elektronik

Der Elektronikanteil im Automobil nimmt weiterhin zu. Das Auto der Zukunft wird mit der Verkehrsinfrastruktur und dem Internet kommunizieren. Diese vernetzten Systeme spielen beispielsweise bei der Unfallreduktion im Straßenverkehr eine entscheidende Rolle. Sensoren erkennen dabei unfallträchtige Situationen und melden diese Gefahren an Assistenz- oder Schutzsysteme. Sie tragen vor allem in Verknüpfung mit anderen Verkehrsteilnehmern entscheidend zur Sicherheit bei. Des Weiteren findet sich Elektronik zunehmend auch außerhalb der Mobilitätsindustrie. Daher baut Bertrandt durch die Zusammenarbeit des Fachbereichs Elektronik mit Bertrandt Services gezielt den Elektronikbereich in weiteren Zukunftsbranchen aus.

Leistungsspektrum

Das umfangreiche Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produkt-Entstehungs-Prozesses an. Als einer der führenden europäischen Ingenieurdienstleister ist Bertrandt ein zuverlässiger Partner für aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Konzerns kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur sowie der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsspektrum lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche Dienstleistungen, fachspezifische Leistungen und Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.

Dienstleistungen

Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts - Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Fachspezifische Leistungen

Um Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, ist für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifisches Know-how entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung sowie fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder aber als Einzelleistung gebucht werden.

Entwicklung Module und Derivate

Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Da die Hersteller ihre Kernkompetenzen zunehmend für andere Themenstellungen benötigen, vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab. Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.

Konzernweite Fachbereiche

Gruppenweites Fachwissen sowie 38 Jahre gesammelte Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell bedient werden.

Elektrik/Elektronik

Sicherheit und Komfort sind wesentliche Zukunftstrends für die Automobilindustrie und führen zu einer Steigerung der Elektronikanwendungen im gesamten Fahrzeug. Die Entwicklung von Systemen für eine vernetzte Kommunikation, wie beispielsweise der Car-to-Car-Kommunikation, eröffnet neue Dimensionen der Fahrzeugsicherheit. Zudem werden Navigations- und Infotainment-Funktionen für einen größtmöglichen Komfort des Fahrers kontinuierlich ausgebaut. Spezialthemen gewinnen an Bedeutung, wie beispielsweise die Akustik, die Produkten eine markentypische akustische Signatur verleiht. Als zuverlässiger Partner mit langjähriger Erfahrung unterstützt Bertrandt seine Kunden durch qualifizierte Ingenieure und Techniker. Um Trends und Gesetzesanforderungen bestmöglich umzusetzen, baut Bertrandt sein Leistungsspektrum fortlaufend aus und nutzt seine Schnittstellenkompetenz und Integrationsfähigkeit für optimale Kundenlösungen.

Entwicklung Karosserie

Ob Stoßfänger, Licht und Sicht oder Toleranzmanagement - im Fachbereich Entwicklung Karosserie vereinen sich Rohbau und Exterieur. Bertrandt unterstützt seine Kunden entlang des gesamten Karosserie-Entstehungsprozesses: bei der Werkstoffauswahl, bei den kinetischen Anforderungen sowie bei Funktionsentwicklungen für den Fußgängerschutz. Wesentlicher Treiber sind Materialinnovationen zur Gewichtsreduktion sowie verbesserte Fertigungsverfahren. Priorität haben dabei stets kostenoptimierte, designorientierte und gesetzeskonforme Lösungen - zum Beispiel innovative Lichtkonzepte, deren Rolle heute weit über die Sicherheits- und Signalfunktion hinausgeht.

Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen

Der Fachbereich Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen unterstützt den Kunden in vielen Querschnittsfunktionen, die parallel oder vor- beziehungsweise nachgelagert zur eigentlichen Entwicklung und Produktion ablaufen. Insbesondere das Qualitätsmanagement hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Bertrandt hat in diesem Umfeld fundierte Erfahrungen und kann kurzfristig Experten aus unterschiedlichen Entwicklungsbereichen aus dem Bertrandt-Netzwerk einbinden. Zusammen mit dem Kunden optimiert Bertrandt zum Beispiel kritische Serienabläufe. Klarer Kundenvorteil: Entwicklungsressourcen werden nachhaltig entlastet.

Interieur

Der Innenraum eines Fahrzeugs rückt als zentrales Element der Markendifferenzierung zunehmend in den Mittelpunkt. Im Fokus des Endkunden stehen neben Komfort und Funktionalität auch Design und Qualität. Um diesen steigenden Anforderungen der Insassen gerecht zu werden, bedarf es innovativer Ideen und einer hohen Interieur-Kompetenz. Der Fachbereich Interieur unterstützt bei der Entwicklung künftiger Fahrzeug-Innenräume als Ideengeber, Lösungsfinder und Umsetzer. Dabei zieht Bertrandt alle Parameter in Betracht: vom Zusammenspiel der Komponenten über aktive und passive Sicherheit bis hin zu Funktionalität.

Modellbau und Rapid Technologies

„Daten nehmen Gestalt an“ ist das zentrale Motto im Bereich Modellbau und Rapid Technologies. Neben virtuellen Konstruktionsmethoden ist ein dreidimensionales Modell zur Verifizierung der Bauteile ein wichtiger Faktor im Produkt-Entstehungs-Prozess. Somit dienen die Prototypen bereits im frühen Entwicklungsstadium der Datenkontrolle, Design- und Funktionsbeurteilung. Die Produktentwicklung wird nachhaltig unterstützt, und der Kunde spart wertvolle Zeit.

Powertrain

Umweltfreundliche Mobilität dominiert den Markt. Maßgeblich stehen dabei die Entwicklung neuer und alternativer Antriebstechnologien sowie die Weiterentwicklung konventioneller Motorenkonzepte im Vordergrund. Ziel ist es, den Kraftstoffverbrauch sowie Emissionen zu reduzieren, die Leistung jedoch auf hohem Niveau beizubehalten. Der Fachbereich Powertrain begleitet den Kunden während des gesamten Produkt-Entstehungs-Prozesses. Die interne Vernetzung der Fachbereiche ermöglicht eine schnelle Umsetzung neuer Ideen und Entwicklungen für zukunftsfähige Lösungen, vom Konzept bis hin zur Berechnung und Erprobung.

Simulation

Um innovative Ideen erfolgreich und effizient umsetzen zu können, sind virtuelle Konstruktionsmethoden im heutigen Engineering fest verankert. Ob im Fachbereich Rohbau, Powertrain oder bei der Entwicklung des Gesamtfahrzeugs - durch die Simulation werden innovative Ideen im frühen Entwicklungsstadium berechenbar und funktionale Ziele wie beispielsweise Insassenschutz oder Steifigkeitsverhalten zuverlässig erreichbar.

Versuch

Die Belastbarkeit einzelner Komponenten und Module ist entscheidend für Sicherheit und Komfort der Insassen. Daher werden während des gesamten Entwicklungsprozesses kontinuierlich Testabläufe unter realitätsnahen Bedingungen durchgeführt. Bertrandt möchte jedoch nicht nur den Anforderungen seitens der Gesetzgeber nachkommen, sondern darüber hinaus gemeinsam mit dem Kunden aktuelle Standards beständig und nachhaltig verbessern. Die Steigerung der aktiven und passiven Sicherheit sowie die Gewährleistung umweltschonender Mobilität sind dabei zentrale Themen.

Diversifizierung

Bertrandt positioniert sich mit seinem Geschäftsmodell bewusst auch außerhalb der Automobilindustrie. Mit einem umfangreichen Leistungsportfolio werden sowohl Kunden aus der Luftfahrtindustrie als auch aus dem Energiesektor, Maschinen- und Anlagenbau sowie der Medizin- und Elektrotechnik mit Entwicklungsdienstleistungen unterstützt.

Luftfahrt

Die Vergabe von Entwicklungsprojekten an externe Dienstleister hat auch in der Luftfahrtbranche zugenommen. Parallel steigt die Komplexität in Projekten und damit der Anspruch an Entwicklungspartner wie Bertrandt. Das Leistungsspektrum umfasst dabei unter anderem die Struktur- und Interieur-Entwicklung, Hardwareumfänge sowie Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen.

Bertrandt Services

Um individuelle Kundenbedürfnisse auch außerhalb der Mobilitätsindustrie zu bedienen, wurde im Jahr 2007 die Tochtergesellschaft Bertrandt Services GmbH gegründet. Mit technischen und kaufmännischen Dienstleistungen erschließt sie an 19 Standorten neue Geschäftsfelder aus den Branchen Energie, Elektrotechnik, Medizintechnik oder Maschinen- und Anlagenbau. Die langjährige Projekterfahrung und die hohe Schnittstellenkompetenz des Konzerns kommen der Bertrandt Services zugute. Fachleute und Spezialisten - Ziel ist die optimale Kombination von Kundenanforderungen und Mitarbeiter-Know-how.

Konzernorganisation und -steuerung

Internationale Konzern-Struktur

Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, China, England, Frankreich, Spanien, der Türkei und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden.

Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.

Wertsteigerung im Fokus

Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben dem Betriebsergebnis bestimmte segment- und niederlassungsspezifische Renditegrößen.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch (HGB)

Relevante Unternehmensführungspraktiken

Bertrandt richtet sein unternehmerisches Handeln an der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland wie auch den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln.

Compliance

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis sind hierfür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die Bertrandt-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet, wobei wir uns seit jeher nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden fühlen. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, eine ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird bei Bertrandt kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht.

Unser Wertesystem: Das Bertrandt-Leitbild

Bertrandt ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und wird geprägt durch ein klares und eindeutiges Wertesystem. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem Wertesystem wurde bereits im Jahr 1996 das sogenannte Bertrandt-Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild, das 2004 aktualisiert wurde, ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Mit dem Leitbild soll nicht nur das Miteinander innerhalb des Bertrandt-Konzerns, sondern auch das Füreinander hinsichtlich unserer Kunden und Aktionäre geregelt werden. Engagement und Vertrauen sind hierbei Werte, die Bertrandt jeden Tag aufs Neue betont. Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung prägen die tägliche Zusammenarbeit. Das Leitbild veranschaulicht unseren Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Bertrandt ist für seine Kunden, Aktionäre und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein langjähriger, verlässlicher Partner. Das Leitbild der Gesellschaft ist unter „http://www.bertrandt.com/fileadmin/data/downloads/00_Unternehmen/2012-10-05_Bertrandt-Leitbild.pdf“ verfügbar.

Risikomanagement

Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen besitzt in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken aufzudecken und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance sowie der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des Bertrandt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der Bertrandt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- wie auch des Einzelabschlusses der Bertrandt AG.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Absatz 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer benannt (sogenannter „Financial Expert“).

Transparenz

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der Bertrandt AG erfolgt durch Quartals-, Halbjahres- und Geschäftsberichte, durch Bilanzpressekonferenzen und die Hauptversammlung und durch Telefonkonferenzen sowie Veranstaltungen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/kalender.html“ zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der Bertrandt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der Bertrandt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht.

Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand tritt gewöhnlich zweiwöchentlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.

Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Personal- und einen Prüfungsausschuss gebildet. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Diese Ausschüsse bereiten bestimmte Themenkreise zur Diskussion und Beschlussfassung im Plenum vor. Bei einzelnen Themen wurden die Entscheidungsbefugnisse vom Aufsichtsrat auf die Ausschüsse übertragen. Sie führen Sitzungen bei Bedarf durch.

Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Horst Binnig an.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Absatz 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer benannt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates finden Sie unter „http://www.bertrandt.com/unternehmen/aufsichtsrat.html“. Informationen zu den von den Mitgliedern ausgeübten Berufen und Angaben zu den Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind im Geschäftsbericht 2011/2012 (dort Konzern-Abschluss/Konzern-Anhang) enthalten, der unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/finanzberichte.html“ nach seiner Veröffentlichung am 6. Dezember 2012 zugänglich ist.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 17. September 2012

Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 26. Mai 2010 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 - grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 2.3.3 S. 2, 3.8 Abs. 3, 4.1.5, 4.2.3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.5.2, 5.5.3 S. 1 und 7.1.2 S. 4 des Deu t schen Corporate Governance Kodex.

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 15. Juni 2012 - wurde und wird grundsätzlich entsprochen. Seit dem 15. Juni 2012 nicht angewandt wu r den und werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.5, 4.2.3, 5.2 Abs. 2 S. 2, 5.3.2 S. 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, Ziffer 5.4.2 S. 1, 5.4.6 Abs. 2 S. 2, 5.5.2, 5.5.3 S. 1 und 7.1.2 S. 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ab dem 01. Oktober 2012 wird auch Ziffer 4.2.3 Abs. 2 und 3 entsprochen werden.

Diese Abweichungen von einzelnen Empfehlungen beruhen bzw. beruhten auf folgenden Erw ä gungen:

Ziffer 2.3.3 S. 2 DCGK alter Fassung bis zum 15. Juni 2012

Die Satzung der Bertrandt AG sieht keine Briefwahl vor, sodass von Gesetzes wegen eine Brie f wahl nicht stattfinden kann. Im Übrigen erlaubt eine Teilnahme an der Hauptversammlung Aktionären eine fundiertere Entscheidung. Sie können die Ausführungen von Vorstand und Aufsichtsrat bei ihrem Abstimmverhalten ebenso berücksichtigen, wie Redebeiträge anderer Aktionäre bezi e hungsweise von Sprechern von Aktionärsvereinigungen. Infolge der Klarstellung in Ziffer 2.3.3 S. 2 des DCGK in der Fassung vom 15. Mai 2012 entfällt diese vorsorglich erklärte Abweichung.

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK

Die Bertrandt AG hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK sieht diese für die Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Bertrandt AG hat die Versicherungspolice abg e schlossen, um ihre Interessen in einem hypothetischen Schadensfall abzusichern.

Ziffer 4.2.3 DCGK

Die Gesamtvergütung des Vorstandes entspricht grundsätzlich den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile. Die Grundzüge der Vergütung werden auch im Geschäftsbericht der Bertrandt AG näher erläutert. Allerdings enthielt und enthält die Vergütung bis zum Ablauf des Geschäftsjahres am 30. September 2012 namentlich keine Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter im Sinne der Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK.

Ob und wie die Empfehlungen aus Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK rechtlich umsetzbar sind, ist unverä n dert nicht abschließend geklärt. Im Übrigen behält sich das Unternehmen vor, erforderlichenfalls von den Regelungen in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK abzuweichen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Aus Wettbewerbsgründen erfolgte beziehungsweise erfolgt eine Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder nur im Umfang der geltenden gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften. Die Hauptversammlung hat am 18. Februar 2009 die Fortführung der langjährigen Berichtspraxis durch einen weiteren Nichtoffenlegungsbeschluss nach den Bestimmungen des VorstOGermöglicht.

Ziffer 5.2 Abs. 2 S. 2 DCGK neuer Fassung

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist bereits seit vielen Jahren zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Dies hat sich bewährt, weshalb von Ziffer 5.2 Abs. 2 S. 2 DCGK abgewichen wird.

Ziffer 5.3.2 S. 3 neuer Fassung, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.4.2 S. 1 neuer Fassung sowie 4.1.5 DCGK

Von Ziffern 5.3.2 S. 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.4.2 S. 1 sowie 4.1.5 des DCGK wurde und wird abg e wichen. Für die Bertrandt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an.

Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihrem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern angehört. Nachdem aber der Begriff „unabhängige Mitglieder“ noch nicht a b schließend geklärt ist, erklärt die Gesellschaft aufgrund des Umstandes, dass drei der vier von der Kapitalseite bestellten Mitglieder, unter diesen der Aufsichtsratsvorsitzende, bereits drei und mehr Wahlperioden im Aufsichtsrat sitzen, höchst vorsorglich eine Abweichung von den Ziffern 5.3.2 S. 3, 5.4.2 S. 1 DCGK und 5.4.1 Abs. 2 DCGK.

Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGK neuer Fassung

Die Vergütung der Aufsichtsräte der Gesellschaft mit ihrer festen und variablen Komponente b e steht, geringfügige Änderungen ausgenommen, im Grundsatz seit vielen Jahren und hat sich b e währt. Die Vergütung der Aufsichtsräte wird im Geschäftsbericht der Gesellschaft individualisiert offen gelegt. Sie enthält jedoch keine Komponenten, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sind, weshalb eine Abweichung von der Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGK e r klärt wird.

Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 S. 1 DCGK

Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung die Behandlung von Interessenkollisionen eige n ständig und abweichend von den Empfehlungen in den Ziffern 5.5.2 und 5.5.3 S. 1 DCGK ger e gelt. Die Geschäftsordnung verpflichtet jedes Aufsichtsratsmitglied, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden offen zu legen; der Aufsichtsratsvorsitzende ist zur Offenlegung gegenüber seinem Stellvertreter verpflichtet. Diese Bestimmungen gehen über Ziffer 5.5.3 S. 1 DCGK hinaus und differenzieren nicht danach, ob Interessenkonflikte wesentlich oder nur v o rübergehend sind, sondern erfassen jegliche Konflikte. Ein Verzicht auf eine öffentliche Behandlung solcher Mitteilungen soll den Aufsichtsratsmitgliedern im Gesellschaftsinteresse erlauben, mit dem Vorsitzenden auch bloße Anscheinsfälle vertrauensvoll zu erörtern.

Ziffer 7.1.2 S. 4 DCGK

Die Bertrandt AG behält sich vor, von Ziffer 7.1.2 S. 4 DCGK abzuweichen, solange der Deutsche Corporate Governance Kodex nicht mit den Regelungen des Prime Standards der Deutschen Bö r se synchronisiert ist. Dieser Vorbehalt wurde im Berichtszeitraum nicht genutzt.

Köln, 17. September 2012

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

Ehningen, 3. Dezember 2012

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

Maximilian Wölfle, Stellvertretender Vorsitzender

Personalmanagement

Rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten für Kunden im In- und Ausland maßgeschneiderte Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Die zentralen Leitmotive der Bertrandt-Unternehmenskultur sind eine bestmögliche Kundenorientierung, hohe Qualitätsstandards, ausgeprägte Leistungsbereitschaft und ein motivierendes Arbeitsklima. Werte wie Loyalität, Vertrauen und unternehmerisches Denken prägen das Miteinander ebenso wie die Zusammenarbeit mit den Kunden. Sie sind Garant für ein kontinuierlich hohes Qualitätsniveau und überzeugende Leistungen.

Beschäftigungszahlen

Weltweit waren zum Stichtag 9.952 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 8.603) bei Bertrandt beschäftigt. Dies ist der höchste Mitarbeiterstand in der Unternehmensgeschichte. Zum 30. September 2012 waren 8.992 Mitarbeiter (Vorjahr 7.601) in Deutschland und 960 (Vorjahr 1.002) im Ausland tätig. Der Mitarbeiterzuwachs im Inland erfolgte über alle Segmente und Standorte hinweg.

Bertrandt als attraktiver Arbeitgeber

Bereits seit einigen Jahren zählt Bertrandt zu den 100 beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland. Im letzten Jahr konnte ein erfreulicher 70. Rang belegt werden, eine Verbesserung um 24 Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist Anerkennung und Herausforderung für die Zukunft zugleich. Es dokumentiert, dass Bertrandt seinen Mitarbeitern Raum für vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Erfahrene Fachkräfte und motivierte Absolventen finden in diesem Arbeitsumfeld eine interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit.

Mitarbeiteraktienprogramm

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie im Vorjahr das Angebot, Bertrandt-Aktien zu steuerlich begünstigten Konditionen zu erwerben. Von den Bertrandt-Aktien, die aus einem Aktienrückkaufprogramm stammen, wurden insgesamt 11.700 Stück an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übertragen.

Personal-Recruiting

Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen spricht Bertrandt potenzielle Mitarbeiter mit einer Employer-Branding-Kampagne auf zahlreichen Veranstaltungen gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten: vom Praktikum über die Werkstudententätigkeit und Abschlussarbeit bis hin zum Direkteinstieg.

Weiterbildung

Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,3 Millionen Euro (Vorjahr 8,7 Millionen Euro) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte investiert.

Ausbildung

Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen oder die Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sowie der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Braunschweig/Wolfenbüttel, fördert Bertrandt den Nachwuchs. Zum 30. September 2012 absolvierten 245 Kolleginnen und Kollegen im Bertrandt-Konzern eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Bertrandt startete trotz heterogenen konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen gut in das Geschäftsjahr 2011/2012. Das Unternehmen konnte Umsatz und Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr steigern. Basis für das Wachstum sind unter anderem eine erhöhte Kundennachfrage, der Aufbau von Kapazitäten, eine auf hohem Niveau befindliche Auslastung, die strategische Ausrichtung des Bertrandt-Konzerns und eine kundenorientierte Marktbearbeitung mit konzernübergreifenden Fachbereichen. Eine optimale Kapazitätssteuerung, ein gezieltes Kostenmanagement sowie Programme zur Effizienzsteigerung tragen darüber hinaus zur guten Ertragslage von Bertrandt bei.

Umsatzwachstum

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 23,1 Prozent auf 709.323 TEUR (Vorjahr 576.238 TEUR). Das Wachstum erstreckte sich über alle Segmente hinweg. Die Tochtergesellschaften im Ausland verzeichneten ebenfalls einen Umsatzzuwachs von 8,7 Prozent auf 73.895 TEUR (Vorjahr 67.984 TEUR).

Aufwandskennzahlen

Im Vergleich zum Vorjahr stellten sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2011/2012 wie folgt dar: Wachstumsbedingt erhöhte sich der projektbezogene Materialaufwand auf 66.126 TEUR (Vorjahr 55.395 TEUR). Durch den Mitarbeiteraufbau stieg der Personalaufwand um 23,8 Prozent auf 494.058 TEUR (Vorjahr 399.120 TEUR). Die Personalaufwandsquote betrug 69,6 Prozent (Vorjahr 69,2 Prozent). Im Geschäftsjahr 2011/2012 erhöhten sich wegen der gestiegenen Investitionen von 39.513 TEUR (Vorjahr 31.769 TEUR) die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr von 11.353 TEUR auf 15.251 TEUR. Die Abschreibungsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 2,1 Prozent (Vorjahr zwei Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 68.284 TEUR (Vorjahr 59.067 TEUR). Sie nahmen im Berichtszeitraum um 15,6 Prozent zu. In Relation zur Gesamtleistung sind sie von 10,2 Prozent auf 9,6 Prozent gesunken.

Verbessertes Betriebsergebnis

Im Geschäftsjahr 2011/2012 konnte Bertrandt ein Betriebsergebnis in Höhe von 75.094 TEUR (Vorjahr 60.331 TEUR) und eine Marge von 10,6 Prozent (Vorjahr 10,5 Prozent) erwirtschaften. Das erhöhte Betriebsergebnis lässt sich im Wesentlichen auf den erweiterten Geschäftsumfang, verbunden mit einem konsequenten Kostenmanagement, zurückführen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten ein Betriebsergebnis in Höhe von 7.389 TEUR (Vorjahr 6.690 TEUR).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis von Bertrandt war mit 67 TEUR leicht positiv (Vorjahr 609 TEUR). Trotz erhöhter Mittelbindung durch das Wachstum und gestiegener Investitionen stellt sich die Liquiditätssituation zufriedenstellend dar. Das übrige Finanzergebnis belief sich auf 675 TEUR (Vorjahr 634 TEUR).

Ergebnis nach Ertragsteuern

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im Berichtszeitraum auf 75.161 TEUR (Vorjahr 60.940 TEUR). Dies entspricht einem Wachstum von 23,3 Prozent. Bei einem Ertragsteueraufwand von 22.282 TEUR (Vorjahr 18.055 TEUR) blieb die Steuerquote im Berichtszeitraum mit 30,1 Prozent konstant (Vorjahr 30,1 Prozent). Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 51.718 TEUR (Vorjahr 41.955 TEUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 5,14 Euro (Vorjahr 4,18 Euro).

Entwicklung in den Segmenten

Bertrandt gliedert seine Geschäftsfelder in die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Alle Segmente erzielten im Geschäftsjahr 2011/2012 eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Modulen und Komponenten umfasst, steigerte seinen Umsatz von 361.010 TEUR im Vorjahr auf 438.298 TEUR. Dies entspricht einem Anstieg von 21,4 Prozent. Das Betriebsergebnis in diesem Segment trägt einen großen Teil zum Gesamtbetriebsergebnis bei. Im Berichtszeitraum betrug es 42.603 TEUR (Vorjahr 34.883 TEUR).

Im Segment Physical Engineering werden Bereiche wie beispielsweise Modellbau, Versuch, Fahrzeugbau sowie Rapid Prototyping gebündelt. Im Geschäftsjahr 2011/2012 konnte der Umsatz des Segments um 29 Prozent auf 130.934 TEUR gesteigert werden (Vorjahr 101.470 TEUR). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Betriebsergebnis um 3.566 TEUR auf 16.140 TEUR (Vorjahr 12.574 TEUR).

Das Segment Elektrik/Elektronik konnte einen Umsatz von 140.091 TEUR (Vorjahr 113.758 TEUR) erzielen. Dies entspricht einem Wachstum von 23,1 Prozent. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Betriebsergebnis. Es belief sich auf 16.351 TEUR (Vorjahr 12.874 TEUR).

Vermögenslage

Das Unternehmen verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Prozent auf 357.000 TEUR (Vorjahr 294.735 TEUR) erhöht. Das Wachstum ist im Wesentlichen in folgende Positionen unterteilt: Auf der Aktiv-Seite nahmen im Vergleich zum Vorjahr die langfristigen Vermögenswerte durch ein gesteigertes Investitionsvolumen um 21.375 TEUR auf 105.013 TEUR zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich aufgrund des ausgeweiteten Geschäftsvolumens von 211.097 TEUR im Vorjahr auf 251.987 TEUR erhöht. In diesem Zusammenhang nahmen die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen um 20.768 TEUR auf 58.695 TEUR zu. Ebenso stiegen die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 135.717 TEUR im Vorjahr auf 170.876 TEUR an. Parallel erhöhten sich auf der Passiv-Seite die kurzfristigen Schulden aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit auf 134.811 TEUR (Vorjahr 110.710 TEUR).

Solide Eigenkapitalbasis

Die Erhöhung des Eigenkapitals auf der Passiv-Seite um 35.889 TEUR auf 202.135 TEUR ist auf die positive Ergebnislage zurückzuführen. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 56,6 Prozent (Vorjahr 56,4 Prozent). Mit dieser Kennzahl gehört Bertrandt zu den substanzstarken Unternehmen der Automobilbranche.

Finanzlage

Das Finanzmanagement bei Bertrandt hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst das Kapitalstruktur- sowie das Cash- und Liquiditätsmanagement.

Free Cashflow

Der Free Cashflow wird im Wesentlichen durch die erhöhten Investitionen, das Wachstum und die damit einhergehende Mittelbindung in den kurzfristigen Vermögenswerten beeinflusst. Dennoch konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 ein positiver Free Cashflow in Höhe von 1.379 TEUR (Vorjahr 167 TEUR) erwirtschaftet werden.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 11.529 TEUR und beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 34.298 TEUR (Vorjahr 22.769 TEUR). Der deutliche Anstieg der Investitionen ist vor allem auf die Erweiterung der Infrastruktur und die Anpassungen an das Wachstum zurückzuführen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände stiegen um 2.228 TEUR auf 4.432 TEUR an. Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 783 TEUR (Vorjahr 6.796 TEUR). Das erhöhte Investitionsvolumen spiegelt die unternehmerischen Möglichkeiten und Perspektiven des Unternehmens wider.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Bertrandt verzeichnete ein erfreuliches Geschäftsjahr 2011/2012. Der Vorstand von Bertrandt beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Umsatzerlöse und Ertragslage des Unternehmens konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 56,6 Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Aufgrund der guten Kapitalbasis und der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiter erfolgreiche Zukunft geschaffen.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente war an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr gekoppelt und wird im darauffolgenden Geschäftsjahr ausgezahlt. In seiner Sitzung vom 23. Juli 2012 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für den Vorstand geändert und auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG ausgerichtet. Alle derzeitigen Vorstandsmitglieder der Bertrandt AG werden seit dem 1. Oktober 2012 nach dem neuen Vergütungssystem vergütet.

Die Vergütung betrug im Geschäftsjahr 2011/2012 für beide Vorstandsmitglieder insgesamt 3.082 TEUR (Vorjahr 2.399 TEUR), wobei der variable Anteil über dem Fixum lag. Beiden Vorstandsmitgliedern wurde ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind beide Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente bestehen gegenüber einem aktiven sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied. Derzeit sind weder Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben noch bestehen entsprechende Planungen.

Im Übrigen erfolgt aus Wettbewerbsgründen eine Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder nur im Umfang der geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Die Hauptversammlung hat am 18. Februar 2009 die Fortführung der langjährigen Berichtspraxis durch einen Nichtoffenlegungsbeschluss nach den Bestimmungen des VorstOG ermöglicht.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde in der Hauptversammlung im Jahr 2003 beschlossen und in der Hauptversammlung 2012 modifiziert. Die Vergütungsstruktur ist in der Satzung verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrags. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende des Ausschusses erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Vierfache der festen Vergütung. Der Aufsichtsrat erhält darüber hinaus eine veränderliche Vergütung, die sich an der Höhe der Dividende orientiert. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf insgesamt 253 TEUR (Vorjahr 212 TEUR).

Angaben zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen (§ 315 Abs. 4 HGB)

Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 Euro und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile und die unter dem Mitarbeiteraktienprogramm bezogenen Aktien, die einer vertraglichen Sperrfrist unterliegen.

Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:

Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft: per 30. November 2009 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 25,01 Prozent
Friedrich Boysen Holding GmbH: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen.

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 16. Februar 2011 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2016 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.000.000,00 Euro zu erwerben. Der Vorstand ist ferner von der Hauptversammlung am 18. Februar 2009 ermächtigt worden, gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Bertrandt AG bis zum 31. Januar 2014 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 4.000.000,00 Euro zu erhöhen.

Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.

Nachtragsbericht

In einem Nachtragsbericht sind Vorgänge von besonderer Bedeutung zu nennen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Derartige Vorgänge haben nach dem 30. September 2012 nicht stattgefunden.

Risikobericht

Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden die volkswirtschaftlichen sowie Einzelrisiken betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungs- und Konzern-Rechnungslegungsprozess

Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Das Ziel ist, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken. Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein.

Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Konzern-Bilanzierungsrichtlinien gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen sowie die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.

Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche beziehungsweise gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet, mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen und zeitnah umgesetzt. Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Darüber hinaus wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.

Volkswirtschaftliche Risiken

Die europäische Finanzkrise und die damit verbundenen Rezessionsängste führten dazu, dass die wirtschaftlichen Rahmen- und Branchenbedingungen während des Geschäftsjahres 2011/2012 eingetrübt waren. Die Auswirkungen der Krise auf die Weltwirtschaft sind nach wie vor noch nicht abschätzbar. Das Risiko eines tatsächlichen konjunkturellen Rückschlags wird größer, je länger die Unsicherheiten an den Finanzmärkten anhalten und die Sorge besteht, dass die Politik keine nachhaltigen Antworten auf die Verschuldungsprobleme hat. Diese potenziellen Risiken könnten sich negativ auf den Welthandel und auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft auswirken. Verschiedene Lösungsansätze werden diskutiert, die tatsächlichen Maßnahmen sind jedoch noch unklar.

Finanzrisiken

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Präventive Bonitätsprüfungen werden weiterhin durchgeführt und Ausfallrisiken durch Kreditversicherungen weitestgehend ausgegrenzt.

Die Outsourcing-Strategie

In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien, zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Bertrandt profitiert grundsätzlich von dieser Entwicklung. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Aufgrund des hohen Bedarfs an Fachkräften, der zahlreichen technologischen Herausforderungen und der Tatsache, dass viele Hersteller eine Ausweitung ihrer Modellpaletten planen, wird das Risiko jedoch als gering eingestuft.

Zeitliche Verschiebungen beziehungsweise Einstellung von Entwicklungsaufträgen

Die temporäre Verschiebung von Entwicklungsaufträgen kann in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen führen, die möglicherweise nur bedingt kompensierbar sind. Managementwechsel und Veränderungen in den Konzernstrukturen können bei den Automobil- und Flugzeugherstellern zu einer Überprüfung der Modellpalette und einer veränderten Projektstruktur führen. Wir sehen hier derzeit kein generelles Risiko. Aufgrund heterogener Entwicklungen, vor allem bei den Volumenherstellern, kann es aber zu temporären Verschiebungen kommen.

Personalmanagement

Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows und das Unternehmenswachstum. Eine unzureichende Verfügbarkeit sowie die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Das Risiko ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig.

Preisentwicklung

Die Preise sind noch nicht wieder auf dem Niveau des Zeitraums vor der Finanz- und Wirtschaftskrise aus dem Jahr 2008. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Umständen mit einer optimierten Kostenstruktur und einem hohen Maß an Qualität. Ein preislicher Wettbewerb wird jedoch dauerhaft bestehen.

Großprojekte

Bei der Bearbeitung von und im Umgang mit Großprojekten entsteht eine mit Risiken behaftete Dreiecksbeziehung zwischen Kunde, Lieferant und Bertrandt. Mangelhafte Prozess- und Qualitätssicherung sowie das Verfehlen vorgegebener Termine können einen reibungslosen Projektablauf gefährden. Durch den Einsatz eines effizienten Projektmanagements und die Einhaltung vereinbarter Meilensteine und Quality Gates reduziert Bertrandt dieses Risiko.

Gesamtrisiko

Bertrandt hat ein eigens entwickeltes Frühwarnsystem installiert. Es unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit nicht erkennbar. Zwar ist in Summe das tatsächliche Volumen des Gesamtrisikos gestiegen, jedoch kann der Anstieg durch das Wachstum des Unternehmens überkompensiert werden. Die Auswirkungen der europäischen Finanzkrise können aber nicht final eingeschätzt werden.

Prognosebericht

Prognose zu den Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft befindet sich laut dem aktuellen Herbstgutachten zum Ende 2012 aufgrund der anhaltenden Schuldenkrise im Euroraum in einer Schwächephase. Für den Rest des Jahres 2012 rechnen die Institute mit einer moderaten Expansion. Bis Ende 2013 wird die Weltwirtschaft verhältnismäßig langsam wachsen. Nach Expertenmeinungen wird für das Gesamtjahr 2012 von einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2013 wird ein Anstieg um 2,6 Prozent prognostiziert. Hinsichtlich der Produktion in den Schwellenländern ist damit zu rechnen, dass sich die Expansion im nächsten Jahr beschleunigt. Auch in Asien dürfte die Konjunktur im Jahr 2013 wieder etwas Fahrt aufnehmen. Laut Herbstgutachten wird das Bruttoinlandsprodukt von China im Jahr 2012 um 7,6 Prozent steigen. Im Jahr 2013 rechnen die Institute mit einem Anstieg von 8,1 Prozent.

Die geldpolitischen Maßnahmen dürften dazu beitragen, dass die Produktion in den USA aufwärtsgerichtet bleibt. Die Institute gehen für 2012 von einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Im Jahr 2013 soll es um 1,6 Prozent steigen.

Für den Euroraum gehen führende Wirtschaftsforschungsinstitute davon aus, dass bis zum Ende des Jahres 2012 mit einem weiteren Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion und in Summe für das Jahr 2012 mit einem Rückgang von 0,5 Prozent des realen Bruttoinlandsprodukts zu rechnen ist. Für das erste Halbjahr 2013 erwarten die Institute eine langsame Stabilisierung, die laut aktuellem Herbstgutachten in der zweiten Jahreshälfte zu einer allmählichen konjunkturellen Erholung führen dürfte. Insgesamt soll das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum 2013 um 0,1 Prozent steigen.

Im Lauf des Jahres 2013 sollte sich nach Expertenmeinungen die deutsche Konjunktur wieder beleben, da sich die Lage im Euroraum allmählich entspannen und die übrige Weltwirtschaft stärker an Fahrt aufnehmen dürfte. Der Arbeitsmarkt hat sich in 2012 weiter freundlich entwickelt und wird nach Einschätzung des aktuellen Herbstgutachtens zunächst auch nicht deutlich zurückgeworfen werden. Im September 2012 lag die Zahl der Erwerbslosen laut Bundesagentur für Arbeit bei rund 2,79 Millionen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz unsicherer wirtschaftlicher Lage robust. Laut Herbstgutachten wird mit einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit im Gesamtjahr 2012 auf 2,89 Millionen gerechnet. Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote auf diesem Niveau stabil bleibt.

Branchensituation

Als eine der wichtigsten Wachstumsbranchen in der europäischen Wirtschaft bietet die Automobilindustrie zahlreiche Potenziale. Daher entwickelten sich die Rahmen- und Branchenbedingungen für Entwicklungsdienstleister weiter freundlich. Die Nachfrage aus Ländern wie USA, China, Brasilien, Indien und Russland bleibt bestehen. Um ihre führende Marktstellung beizubehalten, ist davon auszugehen, dass die europäischen Hersteller weiterhin in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien investieren. Laut VDA wird die deutsche Automobilindustrie im Gesamtjahr 2012 weltweit voraussichtlich über 13 Millionen Pkw produzieren. Diese Erwartung zeigt, dass die deutsche Automobilindustrie trotz schwieriger Umstände auf den Finanzmärkten in guter Verfassung ist. Diese erfreuliche Lage ist vor allem auf die positive Entwicklung der Exporte zurückzuführen. Der VDA berichtet, dass drei von vier Autos, die in Deutschland produziert werden, in den Export gehen. Frost & Sullivan erwarten in ihrer Studie, dass die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie bis 2020 von derzeit fünf Prozent des Gesamtumsatzes auf sechs bis sieben Prozent ansteigen werden. Die Branche ist im Hinblick auf die vereinbarten Klimaschutzziele zahlreicher Staaten seitens der Gesetzgebung gefordert, verbrauchsgünstigere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund kommt der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien sowie der Optimierung konventioneller Motorenkonzepte eine wichtige Rolle zu. Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit sind bei der Entwicklung der unterschiedlichen Antriebstechnologien von großer Bedeutung. Zudem haben Automobilhersteller eine Erweiterung der Modellpalette angekündigt, um länderspezifische und individuelle Kundenbedürfnisse noch besser befriedigen zu können. Auch der Trend zu mehr Kommunikation, Sicherheit, Komfort und Vernetzung im Fahrzeug setzt sich fort. Für Bertrandt bieten sich vor den genannten Hintergründen zahlreiche Potenziale, sich erfolgreich am Markt zu positionieren.

Die Luftfahrtindustrie befindet sich seit einigen Jahren auf Wachstumskurs. Der BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie) berichtet, dass die Branche ihren Umsatz im letzten Jahr um 4,1 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro steigern konnte. In Deutschland ergeben sich bei einem prognostizierten Wachstum von rund vier Prozent pro Jahr im Luftverkehr ebenfalls bedeutende Wachstums- und Beschäftigungspotenziale. Die Herausforderungen für Flugzeughersteller sind groß. Aufgrund der anhaltenden CO2-Diskussion und der Klimaschutzdebatte fordert der Markt effiziente und umweltfreundliche Lösungen. Hierfür wurden nach Angabe des BDLI im Jahr 2011 insgesamt 16,8 Prozent des gesamten Branchenumsatzes für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Der Einsatz neuer Technologien und Materialien spielt auch hier eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus gibt es nach wie vor eine Vielzahl von individuellen Anforderungen an Flugzeuge in Bezug auf Reichweite, Fassungsvermögen und Passagiervolumen. Die Zunahme der Modellvielfalt wird auch in der Luftfahrtindustrie bestätigt. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass zukünftig ein erhöhter Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht.

Der Engineering-Markt profitiert, trotz unsicherer volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen, von einer anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Produkten und den gestiegenen individuellen Kundenanforderungen. Dadurch erhöht sich auch der Bedarf an Ingenieuren und Spezialisten. Neben der Automobil- und Luftfahrtindustrie benötigen darüber hinaus Branchen wie Energie, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau spezielle Fachkräfte und qualifizierte Ingenieurleistungen. Durch die Bertrandt Services werden diese Branchen gezielt betreut und unterstützt. Der Bertrandt-Konzern verfügt als Technologie-Unternehmen über ein breites und tiefes Leistungsspektrum. Das Unternehmen gehört europaweit zu den größten Ingenieurdienstleistern. Die wichtigen Markttreiber sind intakt und bieten kurz- bis mittelfristig weitere Wachstumschancen.

Potenziale

Bertrandt steht seinen Kunden als zuverlässiger Partner mit überzeugenden Lösungen zur Seite. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Angebot in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Partner für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungsweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung von technologischen Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Konsumenten und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung nachhaltig zu festigen und auszubauen. Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit technischen und kaufmännischen Dienstleistungen in Branchen wie beispielsweise Energie, Elektro- und Medizintechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauensvoller Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Die Wünsche des Kunden können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden. Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.

Auslandsaktivitäten

Bertrandt vertritt mit seinen Auslandsstandorten in Europa, den USA und Asien die Strategie, eine hohe Kundenorientierung sicherzustellen. In enger organisatorischer Verzahnung mit den deutschen Niederlassungen bietet Bertrandt das komplette Leistungsspektrum an, um schnell und effizient Lösungen zu erarbeiten. Darüber hinaus unterstützt Bertrandt seine Kunden je nach Anforderung und Bedarf weltweit in unterschiedlichen Projekten.

Personal

Die Qualifikationen und Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen für Bertrandt eine wichtige Ressource dar. Mit zahlreichen Recruiting-Aktivitäten und kontinuierlichen Weiterbildungsmaßnahmen stellt das Unternehmen sicher, dass es den hohen Kundenanforderungen gerecht und als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen wird. Verantwortungsvolles Handeln, Umsetzungsstärke und Kreativität werden nicht nur gefordert, sondern auch gefördert. Bertrandt versucht, auch zukünftig erfahrene Fach- und Führungs- sowie junge Nachwuchskräfte für sich zu begeistern. Das Personalmanagement zielt darauf ab, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell ins Bertrandt-Netzwerk zu integrieren und weiterzuentwickeln.

Mittelfristiger Ausblick

Das Herbstgutachten 2012 berichtet, dass das weltweite Wirtschaftswachstum bis Ende 2013 verhältnismäßig langsam expandieren wird. Die Institute prognostizieren für das laufende Jahr 2012 einen Anstieg der Weltproduktion von 2,4 Prozent und für das Jahr 2013 ein Wachstum um 2,6 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum wird nach ihren Angaben im Jahr 2012 um 0,5 Prozent sinken und im kommenden Jahr um 0,1 Prozent steigen. Die deutsche Wirtschaft wird in 2012 und 2013 voraussichtlich um 0,8 beziehungsweise ein Prozent wachsen. Vermutlich werden sich die Automobilhersteller heterogen entwickeln. Die Prognosen für die Premiumhersteller bleiben überwiegend gut. Um ihre weltweit führende Marktstellung beizubehalten, werden diese Hersteller vermutlich verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren. Dadurch könnten die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ansteigen. Es wird erwartet, dass Deutschland weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber in der europäischen Wirtschaft bleibt und die Binnennachfrage aufgrund der hohen Beschäftigung gestärkt wird.

Sofern die Hersteller daran festhalten, einen Teil ihrer Entwicklungsleistungen an Zulieferer zu vergeben, ist davon auszugehen, dass der Engineering-Markt wachsen wird.

Gesamtaussage über die voraussichtliche Entwicklung

Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das nächste und das darauffolgende Geschäftsjahr von einer weiterhin positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus.

Das Unternehmen geht von einer positiven Entwicklung des operativen Cashflows aus. Der Markt bietet auch im nächsten Jahr unternehmerische Perspektiven und in Folge dessen erwarten wir Investitionen auf weiterhin hohem Niveau, die wie bisher aus dem laufenden Cashflow bezahlt werden. Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung erwartet das Unternehmen auch zukünftig eine positive Entwicklung der Finanzlage. Das Wachstum wird voraussichtlich über alle Segmente hinweg erfolgen.

Der gestiegene Elektronikanteil in Fahrzeugen sowie die Anforderungen an die CO2-Reduzierung könnten zu einem erfreulichen Wachstum im Segment Elektrik/Elektronik und den Fachbereichen Rohbau und Powertrain aus dem Segment Digital Engineering führen.

Ehningen, 21. November 2012

Der Vorstand

Rechtlicher Hinweis

Dieser Geschäftsbericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht, noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

Soweit dieser Geschäftsbericht Äußerungen Dritter, namentlich Analystenschätzungen, in Bezug nimmt, macht sich die Gesellschaft diese weder zu eigen, noch werden diese hierdurch in anderer Weise gewertet oder kommentiert, noch wird insoweit der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

Konzern-Bilanz in TEUR

Aktiva

Anhang 30.09.2012 30.09.2011
Immaterielle Vermögenswerte [18] 13.936 11.486
Sachanlagen [19] 76.410 56.339
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [20] 1.803 1.869
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen [21] 226 824
Übrige Finanzanlagen [21] 6.095 7.127
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [22] 3.999 2.860
Ertragsteuerforderungen [23] 586 720
Latente Steuern [24] 1.958 2.413
Langfristige Vermögenswerte 105.013 83.638
Vorräte [25] 560 528
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen [26] 58.695 37.927
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [22] 170.876 135.717
Ertragsteuerforderungen [23] 339 248
Liquide Mittel [27] 21.517 36.677
Kurzfristige Vermögenswerte 251.987 211.097
Aktiva gesamt 357.000 294.735
Passiva
Anhang 30.09.2012 30.09.2011
Gezeichnetes Kapital [28] 10.143 10.143
Kapitalrücklagen [29] 26.625 26.625
Gewinnrücklagen [30] 139.660 106.905
Konzern-Bilanzgewinn 25.706 22.571
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter 202.134 166.244
Anteile anderer Gesellschafter [31] 1 2
Eigenkapital 202.135 166.246
Rückstellungen [32] / [33] 7.520 6.616
Sonstige Verbindlichkeiten [34] 464 495
Latente Steuern [24] 12.070 10.668
Langfristige Schulden 20.054 17.779
Steuerrückstellungen [35] 8.936 3.839
Sonstige Rückstellungen [33] 50.151 43.921
Finanzschulden [36] 149 466
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [37] 11.208 10.491
Sonstige Verbindlichkeiten [34] 64.367 51.993
Kurzfristige Schulden 134.811 110.710
Passiva gesamt 357.000 294.735

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung in TEUR

2011/2012 2010/2011
Anhang
--- --- --- ---
01.10. bis 30.09.
I. Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse [6] 709.323 576.238
Andere aktivierte Eigenleistungen [7] 483 379
Gesamtleistung 709.806 576.617
Sonstige betriebliche Erträge [8] 9.007 8.649
Materialaufwand [9] -66.126 -55.395
Personalaufwand [10] -494.058 -399.120
Abschreibungen [11] -15.251 -11.353
Sonstige betriebliche Aufwendungen [12] -68.284 -59.067
Betriebsergebnis 75.094 60.331
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 38 6
Finanzierungsaufwendungen -646 -31
Übriges Finanzergebnis 675 634
Finanzergebnis [13] 67 609
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 75.161 60.940
Sonstige Steuern [14] -1.161 -930
Ergebnis vor Ertragsteuern 74.000 60.010
Steuern vom Einkommen und Ertrag [15] -22.282 -18.055
Ergebnis nach Ertragsteuern 51.718 41.955
- davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0 0
- davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG 51.718 41.955
Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.061 10.049
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert [16] 5,14 4,18
II. Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 51.718 41.955
Unterschiede aus Währungsumrechnung 474 7
Fair Value Änderungen von Sicherungsinstrumenten 170 -170
Steuereffekte auf Fair Value Änderungen -51 51
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 593 -112
Gesamtergebnis 52.311 41.843
- davon Gesamtergebnis anderer Gesellschafter 0 0
- davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG 52.311 41.843

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in TEUR

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Thesaurierte Gewinne Währungsumrechnungsrücklage Eigene Anteile
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.10.2011 10.143 26.625 110.148 -2.149 -975
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis 474
Gesamtergebnis 474
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen 31.501
Zugang/Abgang eigene Anteile 661
Stand 30.09.2012 10.143 26.625 141.649 -1.675 -314
Vorjahr
Stand 01.10.2010 10.143 26.625 81.697 -2.156 -1.477
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis 7
Gesamtergebnis 7
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen 28.451
Zugang/Abgang eigene Anteile 502
Stand 30.09.2011 10.143 26.625 110.148 -2.149 -975
Gewinnrücklagen
Sicherungsinstrumente Gewinnrücklagen gesamt
--- --- ---
Stand 01.10.2011 -119 106.905
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis 119 593
Gesamtergebnis 119 593
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen 31.501
Zugang/Abgang eigene Anteile 661
Stand 30.09.2012 0 139.660
Vorjahr
Stand 01.10.2010 0 78.064
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis -119 -112
Gesamtergebnis -119 -112
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen 28.451
Zugang/Abgang eigene Anteile 502
Stand 30.09.2011 -119 106.905
Bilanzgewinn Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
Stand 01.10.2011 22.571 166.244 2 166.246
Ergebnis nach Ertragsteuern 51.718 51.718 51.718
Sonstiges Ergebnis 593 593
Gesamtergebnis 51.718 52.311 52.311
Dividendenausschüttung -17.084 -17.084 -17.084
Sonstige neutrale Veränderungen -31.499 2 -1 1
Zugang/Abgang eigene Anteile 661 661
Stand 30.09.2012 25.706 202.134 1 202.135
Vorjahr
Stand 01.10.2010 21.115 135.947 2 135.949
Ergebnis nach Ertragsteuern 41.955 41.955 41.955
Sonstiges Ergebnis -112 -112
Gesamtergebnis 41.955 41.843 41.843
Dividendenausschüttung -12.048 -12.048 -12.048
Sonstige neutrale Veränderungen -28.451 0 0
Zugang/Abgang eigene Anteile 502 502
Stand 30.09.2011 22.571 166.244 2 166.246

Konzern-Kapitalflussrechnung in TEUR

2011/2012 2010/2011
01.10. bis 30.09.
--- --- ---
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 51.718 41.955
2. Ertragsteueraufwand/-ertrag 22.282 18.055
3. Finanzierungsaufwendungen 646 31
4. Übriges Finanzergebnis -675 -634
5. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen -38 -6
6. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 15.251 11.353
7. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 7.118 7.063
8. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 140 6
9. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 167 136
10. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -55.147 -54.625
11. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11.707 13.279
12. Erhaltene/gezahlte Ertragsteuer -15.467 -13.431
13. Gezahlte Zinsen -52 -6
14. Erhaltene Zinsen 652 552
15. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-14.) 38.302 23.728
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 874 3.190
17. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 1.926 5.018
18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -34.298 -22.769
19. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.432 -2.204
20. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -783 -6.796
21. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -210 0
22. Cashflow aus Investitionstätigkeit (16.-21.) -36.923 -23.561
23. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 661 502
24. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -17.084 -12.048
25. Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien 0 0
26. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 0
27. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 0 0
28. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (23.-27.) -16.423 -11.546
29. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (15.+22.+28.) -15.044 -11.379
30. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -116 -25
31. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 36.677 48.081
32. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (29.-31.) 21.517 36.677

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangsangabe [38] erläutert.

Konzern-Anhang

(1) Grundlagen und Methoden

Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Transport und Nahverkehr, Energie, Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Medizintechnik.

Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG zum 30. September 2012 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Alle für das Geschäftsjahr 2011/2012 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen. Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.

Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben.

Darstellung des Abschlusses

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gemäß den International Accounting Standards (IAS) 1 in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert. Die Darstellung gegenüber dem Vorjahr ist unverändert.

Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen wir in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten aus. Rückstellungen für Pensionen zeigen wir ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden. Latente Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.

Seit dem Geschäftsjahr 20 11 /201 2 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.

Standard / Interpretation Anwendungspflicht
IFRS 1 Änderungen des IFRS 1: schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten 01.07.2011
IFRS 7 Änderungen des IFRS 7: Anhangsangaben - Übertragung finanzieller Vermögenswerte 01.07.2011
IAS 24 Angaben zu nahestehenden Personen 01.01.2011
IFRIC 14 Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen 01.01.2011
Verbesserung der IFRS Einzelfallregelungen Einzelfallregelungen

Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2011/2012 nicht verpflichtend anzuwenden. Die Bertrandt AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

Standard / Interpretation Anwendungspflicht Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 1 1 Änderungen IRFS 1: Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand 01.01.2013 keine
IFRS 7 1 Änderungen an IFRS 7: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.2013 Anhangsangaben
IFRS 9 und IFRS 7 1 IFRS 9: Finanzinstrumente und Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangsangaben bei Übergang 01.01.2015 Klassifizierung/ Bewertung²
IFRS 10 1 Konzern-Abschlüsse 01.01.2013 3 keine
IFRS 11 1 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.2013 3 keine
IFRS 12 1 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.2013 3 keine
IFRS 13 1 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 01.01.2013 Anhangsangaben
IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 1 Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 - Übergangsregelungen 01.01.2013 keine
IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses 01.07.2012 keine
IAS 12 1 Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte 01.01.2012 keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013 Anhangsangaben
IAS 27 1 Einzelabschlüsse 01.01.2013 3 keine
IAS 28 1 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2013 3 Anhangsangaben
IAS 32 1 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.2014 Anhangsangaben
IFRIC 20 1 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau 01.01.2013 keine
Verbesserung der IFRS 1 Einzelfallregelungen Einzelfallregelungen Einzelfallprüfung

1 noch nicht von der EU genehmigt

² eine verlässliche Schätzung der Auswirkungen ist zum momentanen Zeitpunkt nicht möglich

3 voraussichtliche Verschiebung des verbindlichen Anwendungszeitpunkts für EU-Unternehmen auf 1. Januar 2014

(2) Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen. Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm, Tappenbeck sowie die Bertrandt Technikum GmbH, die Bertrandt Projektgesellschaft mbH und die Bertrandt Services GmbH in Ehningen; des Weiteren wurden die neugegründete Bertrandt Ehningen GmbH und die Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH (ehemals ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH) in den Konzern-Abschluss einbezogen. Zum 1. Oktober 2011 erwarb die Bertrandt AG weitere 50 Prozent der Anteile an der Bertrandt GmbH (ehemals Bertrandt Aeroconseil GmbH). Diese wird nun vollständig dem Konsolidierungskreis zugeordnet.

Der Konsolidierungskreis umfasst darüber hinaus die ausländischen Gesellschaften Bertrandt France S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A.S. in Paris/Bièvres, die Bertrandt UK Ltd. in Dunton, die Bertrandt Sweden AB in Stockholm, die Bertrandt US Inc. in Detroit und die Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Ltd. Sti. in Istanbul. Erstmalig wurde die im Berichtszeitraum neu gegründete Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd. einbezogen.

Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode ebenfalls in den Konzern-Abschluss einbezogen. Dies sind die Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG und die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH.

Detaillierte Angaben zum Anteilsbesitz der Bertrandt AG sind in diesem Bericht unter Ziffer [49] ausgewiesen.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzern-Gesellschaften entspricht grundsätzlich dem Geschäftsjahr der Bertrandt AG.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Goodwill; dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Konsolidierungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

(4) Währungsumrechnung

Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Im Konzern-Abschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

Währungsumrechnung im Verhältnis zu einem

Euro
Mittlerer Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
--- --- --- --- --- ---
30.09.2012 30.09.2011 2011/2012 2010/2011
China CNY 8,1211 8,6158 8,2325 9,1227
Großbritannien GBP 0,7985 0,8650 0,8237 0,8689
Schweden SEK 8,4350 9,2680 8,8231 9,0627
Türkei TRY 2,3210 2,5124 2,3531 2,2140
USA USD 1,2924 1,3494 1,2986 1,3955

(5) Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der zugrunde liegenden Schätzannahmen

Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Die Annahmen und Schätzungen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns zu vermitteln. Hierbei werden Prämissen zugrunde gelegt, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.

Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse beziehungsweise sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit dem Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst, Erträge und Aufwendungen mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.

Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse durchgeführt. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die detaillierte Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, der zur Bestätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Außerdem wird zur Ermittlung der Nutzungswerte je nach Beurteilung der Beta-Faktoren ein Abzinsungssatz zwischen 13 Prozent (Vorjahr 10,4 Prozent) und 14 Prozent (Vorjahr 11,4 Prozent) zugrunde gelegt. Eine Veränderung des Abzinsungssatzes um +/- 5 Prozent hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit des Firmenwerts.

Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus den abgeleiteten zukünftigen Cashflows der Cash-Generating-Units Nutzungswerte ermittelt. Die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik stellen die Cash-Generating-Units dar. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine entsprechende außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.

Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen mit berücksichtigt sind.

Sachanlagen

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.

Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen von drei bis zu 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern von 40 Jahren angesetzt.

Aufwendungen aus Wertminderungen

Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).

Nach IAS 39 liegen bei der Bertrandt AG folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:

erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden,
Kredite und Forderungen,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden,
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Zuordnung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.

Die Überleitung in Ziffer [42] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.

Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet. Des Weiteren werden Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert.

Übrige Finanzanlagen

Sonstige Beteiligungen und Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, soweit sie nicht zum Fair Value zu bewerten sind oder der Fair Value nicht bestimmt werden kann.

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Fertige und unfertige Leistungen werden als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden saldiert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Die in den liquiden Mitteln enthaltenen Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister im Wesentlichen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IAS 39 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Bewertung von Devisentermingeschäften zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme in Fremdwährung erfolgt zum Fair Value. Der effektive Teil der Bewertungsänderungen von Sicherungsinstrumenten wird erfolgsneutral bilanziert und erst bei Realisierung des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam angesetzt.

Die Bewertung weiterer Derivate erfolgt zum Fair Value, Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam verbucht.

Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Wert positiv, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.

Vorräte

Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.

Aktive und passive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht vorgenommen.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung des Korridoransatzes gemäß IAS 19 gebildet.

Die beitragsorientierten Zusagen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Die laufenden Ertragsteuern werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.

Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Ö ffentliche Zuwendungen

Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss in demselben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).

Leasing

Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist. Wird das wirtschaftliche Eigentum dem Bertrandt-Konzern zugerechnet, so erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Barwert der Leasingraten.

Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die Nutzungsdauer beziehungsweise die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter der Bilanzposition Finanzschulden passiviert.

Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen, darunter auch Gebäude. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Des Weiteren werden nach der PoC-Methode bewertete Leistungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt exklusive Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.

Die Konzern-Umsatzerlöse in Höhe von 709.323 TEUR (Vorjahr 576.238 TEUR) verteilen sich auf die inländischen Gesellschaften mit 635.428 TEUR (Vorjahr 508.254 TEUR) und mit 73.895 TEUR auf die ausländischen Gesellschaften (Vorjahr 67.984 TEUR). Diese Aufteilung spiegelt die regionale Segmentierung der Bertrandt-Standorte wider.

Der Anteil der nach der PoC-Methode ermittelten Umsätze beträgt 180.065 TEUR (Vorjahr 127.273 TEUR). Insgesamt erzielte Bertrandt mit zwei Kunden mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze, die sich auf alle Segmente verteilen.

(7) Andere aktivierte Eigenleistungen

Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2011/2012 gliedern sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Leistungsbezogene Erträge 5.106 4.319
davon Sachbezüge Arbeitnehmer 2.725 2.383
davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung 2.381 1.936
Neutrale Erträge 1.539 2.185
davon Erträge aus Anlagenabgang 77 98
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.042 1.936
davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 420 151
Übrige sonstige betriebliche Erträge 2.362 2.145
davon Schadensersatzleistungen 68 114
davon Erträge aus Währungskursdifferenzen 422 53
davon sonstige 1.872 1.978
Gesamt 9.007 8.649

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Zuschuss für innovative Projekte in Höhe von 1.328 TEUR (Vorjahr 911 TEUR) enthalten. Für die folgenden Geschäftsjahre werden Mieterträge in Höhe von 2.929 TEUR (Vorjahr 2.785 TEUR) erwartet. Hieraus entfallen Mieterträge in Höhe von 1.683 TEUR (Vorjahr 1.231 TEUR) auf eine Laufzeit bis zu einem Jahr, 1.240 TEUR (Vorjahr 1.543 TEUR) auf eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 6 TEUR (Vorjahr 11 TEUR) mit einer Laufzeit über fünf Jahre.

(9) Materialaufwand

Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:

Materialaufwand

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.490 4.736
Aufwendungen für bezogene Leistungen 59.636 50.659
davon CAD-Kosten 10.029 8.903
davon Fremdleistungen 49.484 41.627
davon Eingangsfrachten 123 129
Gesamt 66.126 55.395

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 10.731 TEUR erhöht.

(10) Personalaufwand

Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 9.449 Mitarbeiter (Vorjahr 7.798 Mitarbeiter) beschäftigt:

Mitarbeiter im Durchschnitt Anzahl
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Arbeiter 709 583
Angestellte 8.031 6.678
Auszubildende/Studenten 189 159
Praktikanten/Dipomanden 313 223
Aushilfen 207 155
Gesamt 9.449 7.798

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 413.348 TEUR (Vorjahr 334.434 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 80.710 TEUR (Vorjahr 64.686 TEUR) einschließlich des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 37.050 TEUR (Vorjahr 30.169 TEUR) enthalten:

Personalaufwand

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Löhne und Gehälter 413.348 334.434
Aufwendungen für soziale Abgaben 80.710 64.686
davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 43.485 34.280
davon Aufwendungen Altersversorgung 37.225 30.406
Gesamt 494.058 399.120

In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 391 TEUR (Vorjahr 91 TEUR) enthalten, die aufgrund staatlicher Konjunkturpakete gewährt wurden.

Im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms bezuschusst die Bertrandt AG den Erwerb von Bertrandt-Aktien für Arbeitnehmer/-innen (Ziffer [30]). Für diese Aktien besteht eine Verkaufssperrfrist von zwei Jahren. In 2011/2012 resultierte hieraus ein Personalaufwand in Höhe von 331 TEUR (Vorjahr 251 TEUR).

(11) Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte 2.014 1.301
Sachanlagen 13.171 9.887
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 66 165
Gesamt 15.251 11.353

Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangsangaben zu entnehmen (Ziffern [18-21]).

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Sonstige Fertigungsaufwendungen 3.802 3.384
Geschäftsräume und Inventar 23.905 20.143
Sonstige Personalaufwendungen 15.292 13.122
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.035 1.917
Vertriebsaufwendungen 11.659 9.957
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 701 71
Neutrale Aufwendungen 2.243 2.346
Übrige Aufwendungen 8.647 8.127
Gesamt 68.284 59.067

Die übrigen sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fuhrpark-, Rechts- sowie Beratungskosten. In den Aufwendungen für Geschäftsräume und Inventar sind Mietaufwendungen in Höhe von 14.152 TEUR (Vorjahr 11.486 TEUR) enthalten. Aufwendungen für Personalmaßnahmen entstanden im Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von 1.482 TEUR (Vorjahr 532 TEUR), Restrukturierungsaufwendungen sind nicht angefallen (Vorjahr 378 TEUR).

(13) Finanzergebnis

Das erneut positive Finanzergebnis in Höhe von 67 TEUR (Vorjahr 609 TEUR) setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzergebnis

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 38 6
Finanzierungsaufwendungen -646 -31
Übriges Finanzergebnis 675 634
Finanzergebnis 67 609

Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 646 TEUR (Vorjahr 31 TEUR) beinhalten Zinsaufwendungen aufgrund einer im Geschäftsjahr 2011/2012 durchgeführten Betriebsprüfung in Höhe von 559 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) sowie Aufzinsungsaufwendungen von Rückstellungen in Höhe von 35 TEUR (Vorjahr 25 TEUR).

Zinsaufwendungen für langfristige Bankverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2011/2012 nicht angefallen (Vorjahr 0 TEUR).

Im übrigen Finanzergebnis wurden im Berichtszeitraum Zinserträge in Höhe von 684 TEUR (Vorjahr 645 TEUR) sowie Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente mit -9 TEUR (Vorjahr -11 TEUR) erfasst.

(14) Sonstige Steuern

Der Steueraufwand im Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.

Sonstige Steuern

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Steueraufwand Inland 228 172
Steueraufwand Ausland 933 758
Sonstige Steuern 1.161 930

(15) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbeertragsteuer von 14 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.

Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:

Ertragsteuern

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand Inland 20.071 13.179
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland 390 427
Tatsächlicher Steueraufwand 20.461 13.606
Latenter Steueraufwand 1.821 4.449
Steuern vom Einkommen und Ertrag 22.282 18.055

Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2011/2012 in Höhe von 22.282 TEUR ist um 82 TEUR höher als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 22.200 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.

Die Überleitung des erwarteten auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Ertragsteuer-Überleitungsrechnung

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Ergebnis vor Ertragsteuern 74.000 60.010
Erwarteter Steuersatz 30,0% 30,0%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 22.200 18.003
Besteuerungsunterschiede Ausland -49 310
Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen 537 111
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen -412 -351
Übrige Effekte 6 -18
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 22.282 18.055
Effektiver Steuersatz 30,1% 30,1%

Der Verbrauch der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr 499 TEUR (Vorjahr 1.424 TEUR). Zuschreibungen bei den latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgten nicht (Vorjahr 152 TEUR). In der Position „Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen“ sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 578 TEUR (Vorjahr 467 TEUR) enthalten.

(16) Ergebnis je Aktie

Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:

Berechnung Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR 51.718 41.955
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter in TEUR 0 0
Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG in TEUR 51.718 41.955
- Anzahl Aktien in tausend Stück 10.143 10.143
- Anzahl eigener Aktien in tausend Stück -82 -94
Anzahl dividenenberechtigter Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.061 10.049
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert 5,14 4,18

(17) Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden -196 -11
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 569
Kredite und Forderungen 645 -764
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden -57 2
Gesamt 392 -204

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, der Fair Value Bewertung von Finanzinstrumenten, Währungsumrechnungs- sowie Beteiligungs- und Veräußerungsergebnissen, Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Derivate zur Zins- und Währungssicherung. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten sonstige Beteiligungen. Der Kategorie „Kredite und Forderungen“ sind die sonstigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie liquide Mittel zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Gesamtzinserträge und -aufwendungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Zinserträge 648 605
Zinsaufwendungen -43 -6
Gesamt 605 599

Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 358 TEUR (Vorjahr 1.467 TEUR).

Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

(18) Immaterielle Vermögenswerte

Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.

Die Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2011/2012 analog zum Vorjahr keine Aufwendungen aus Wertminderungen.

Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.093 TEUR (Vorjahr 6.093 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR).

Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR
Konzessionen und Lizenzen Selbst erstellte Software Firmenwerte Selbst erstellte Software im Bau Summe Immaterielle Vermögenswerte
--- --- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2011 23.421 639 9.002 37 33.099
Währungsdifferenzen 6 0 0 0 6
Zugänge 4.336 96 0 0 4.432
Abgänge 325 0 0 0 325
Umbuchungen 58 37 0 -37 58
Stand 30.09.2012 27.496 772 9.002 0 37.270
Abschreibungen
Stand 01.10.2011 21.031 582 0 0 21.613
Währungsdifferenzen 5 0 0 0 5
Zugänge 1.983 31 0 0 2.014
Abgänge 298 0 0 0 298
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 30.09.2012 22.721 613 0 0 23.334
Restbuchwert 30.09.2012 4.775 159 9.002 0 13.936
Restbuchwert 30.09.2011 2.390 57 9.002 37 11.486
Vorjahr
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2011 21.446 590 9.002 0 31.038
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0
Zugänge 2.118 49 0 37 2.204
Abgänge 149 0 0 0 149
Umbuchungen 6 0 0 0 6
Stand 30.09.2011 23.421 639 9.002 37 33.099
Abschreibungen
Stand 01.10.2010 19.885 574 0 0 20.459
Währungsdifferenzen 1 0 0 0 1
Zugänge 1.293 8 0 0 1.301
Abgänge 148 0 0 0 148
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 30.09.2011 21.031 582 0 0 21.613
Restbuchwert 30.09.2011 2.390 57 9.002 37 11.486
Restbuchwert 30.09.2010 1.561 16 9.002 0 10.579

(19) Sachanlagen

Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich im Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr 160 TEUR). Für Grundstücke und Bauten wurden keine Sicherheiten bestellt.

Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Maschinen, Maschinen im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen. Das Sachanlagevermögen der Bertrandt GmbH ist in den Zugängen zu den Anschaffungskosten und Abschreibungen enthalten (Ziffern [2] und [49]).

Sachanlagen

in TEUR
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
--- --- --- --- --- ---
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2011 21.102 40.110 57.147 5.308 123.667
Währungsdifferenzen 0 0 35 0 35
Zugänge 9.941 7.469 14.637 2.251 34.298
Abgänge 0 727 3.391 0 4.118
Umbuchungen 1.265 3.269 297 -4.889 -58
Stand 30.09.2012 32.308 50.121 68.725 2.670 153.824
Abschreibungen
Stand 01.10.2011 4.847 24.849 37.632 0 67.328
Währungsdifferenzen 0 0 33 0 33
Zugänge 945 3.986 8.240 0 13.171
Abgänge 0 620 2.498 0 3.118
Umbuchungen -198 8 190 0 0
Stand 30.09.2012 5.594 28.223 43.597 0 77.414
Restbuchwert 30.09.2012 26.714 21.898 25.128 2.670 76.410
Restbuchwert 30.09.2011 16.255 15.261 19.515 5.308 56.339
Vorjahr
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2010 19.855 38.951 49.068 1.665 109.539
Währungsdifferenzen 0 0 -2 0 -2
Zugänge 1.182 4.806 11.541 5.240 22.769
Abgänge 17 4.987 3.629 0 8.633
Umbuchungen 82 1.340 169 -1.597 -6
Stand 30.09.2011 21.102 40.110 57.147 5.308 123.667
Abschreibungen
Stand 01.10.2010 4.165 26.578 34.663 0 65.406
Währungsdifferenzen 0 0 -2 0 -2
Zugänge 682 3.193 6.012 0 9.887
Abgänge 0 4.922 3.041 0 7.963
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 30.09.2011 4.847 24.849 37.632 0 67.328
Restbuchwert 30.09.2011 16.255 15.261 19.515 5.308 56.339
Restbuchwert 30.09.2010 15.690 12.373 14.405 1.665 44.133

(20) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Zum 30. September 2012 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt analog der Firmenwerte (Ziffer [5]) unter Berücksichtigung eines Diskontierungssatzes von 9,1 Prozent und einem Kapitalisierungszinssatz von 8,1 Prozent. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 254 TEUR (Vorjahr 329 TEUR) erzielt, Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich auf 9 TEUR (Vorjahr 5 TEUR).

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

in TEUR
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
--- ---
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2011 4.626
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2012 4.626
Abschreibungen
Stand 01.10.2011 2.757
Zugänge 66
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2012 2.823
Restbuchwert 30.09.2012 1.803
Restbuchwert 30.09.2011 1.869
Vorjahr
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2010 9.541
Zugänge 0
Abgänge 4.915
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2011 4.626
Abschreibungen
Stand 01.10.2010 4.865
Zugänge 165
Abgänge 2.273
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2011 2.757
Restbuchwert 30.09.2011 1.869
Restbuchwert 30.09.2010 4.676

(21) Nach der Equity-Methode bewertete und übrige Finanzanlagen

Die Equity-Methode wurde in dieser Berichtsperiode für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt.

Der Ergebnisanteil der Bertrandt AG an diesen Beteiligungen belief sich im Geschäftsjahr auf 38 TEUR (Vorjahr 6 TEUR). Die Abgänge des laufenden Jahres betreffen im Wesentlichen die Bertrandt GmbH (ehemals Bertrandt Aeroconseil GmbH), die seit diesem Geschäftsjahr vollkonsolidiert wird.

Bei den langfristigen Ausleihungen handelt es sich um Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von bis zu fünf Prozent verzinst werden. Diese haben eine Laufzeit von zwei bis acht Jahren. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten.

Nach der Equity-Methode bewertete und übrige Finanzanlagen

in TEUR
Equity- Beteiligungen Sonstige Beteiligungen Langfristige Ausleihungen Summe Finanzanlagen
--- --- --- --- ---
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2011 824 0 7.127 7.951
Zugänge 38 0 783 821
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 636 0 1.815 2.451
Stand 30.09.2012 226 0 6.095 6.321
Abschreibungen
Stand 01.10.2011 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2011 0 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2012 226 0 6.095 6.321
Restbuchwert 30.09.2011 824 0 7.127 7.951
Vorjahr
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2010 818 3.750 861 5.429
Zugänge 6 0 6.796 6.802
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 0 3.750 530 4.280
Stand 30.09.2011 824 0 7.127 7.951
Abschreibungen
Stand 01.10.2010 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand 30.09.2011 0 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2011 824 0 7.127 7.951
Restbuchwert 30.09.2010 818 3.750 861 5.429

(22) Lang- und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

in TEUR
30.09.2012 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 158.307 158.307 0 0
Sonstige Vermögenswerte 16.568 12.569 2.059 1.940
Gesamt 174.875 170.876 2.059 1.940
Vorjahr
30.09.2011 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 129.315 129.315 0 0
Sonstige Vermögenswerte 9.262 6.402 1.140 1.720
Gesamt 138.577 135.717 1.140 1.720

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgeperioden zuzuordnen ist.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.940 TEUR (Vorjahr 1.720 TEUR) und derivative Finanzinstrumente in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 11 TEUR). Der Buchwert stellt das maximale Ausfallrisiko für die derivativen Finanzinstrumente dar.

Wertberichtigungen wurden in Höhe von 2.536 TEUR (Vorjahr 3.427 TEUR) berücksichtigt.

(23) Lang- und kurzfristige Ertragsteuerforderungen

Der Erstattungsanspruch des Körperschaftsteuerguthabens gemäß dem Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) ist in Höhe von 586 TEUR (Vorjahr 720 TEUR) unter den langfristigen und in Höhe von 339 TEUR (Vorjahr 170 TEUR) unter den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen ausgewiesen. In den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen sind keine Steuererstattungsansprüche enthalten (Vorjahr 78 TEUR).

(24) Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus temporär unterschiedlichen Wertansätzen der nach IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie aus voraussichtlich realisierbaren Verlustvorträgen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte dabei nach den Vorschriften des IAS 12. Danach wurden die latenten Steuern auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden.

Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

Aktive und passive latente Steuern

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- --- --- ---
aktivisch passivisch aktivisch passivisch
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen 21 2.692 28 2.310
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 9.108 0 5.800
Pensionsrückstellungen 42 0 32 0
Sonstige Rückstellungen 1.107 0 986 0
Verlustvorträge 534 0 1.033 0
Konsolidierungen 0 0 0 2.311
Sonstige Posten 254 270 334 247
Gesamt 1.958 12.070 2.413 10.668

Von den aktivisch latenten Steuern haben 1.085 TEUR (Vorjahr 758 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passivisch latenten Steuern sind 9.148 TEUR (Vorjahr 5.820 TEUR) kurzfristig und 2.922 TEUR (Vorjahr 4.848 TEUR) langfristig.

Über die aktiven latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen ausländische Verlustvorträge in Höhe von 5.759 TEUR (Vorjahr 6.674 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen zwischen fünf und 15 Jahren.

Die sonstigen Posten enthalten keine aktiven latenten Steuern (Vorjahr 51 TEUR), die auf Fair Value Änderungen von Sicherungsinstrumenten entfallen und ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Es wurden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede von Beteiligungsansätzen in Höhe von 12.610 TEUR (Vorjahr 7.291 TEUR) gebildet, da sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Kurzfristige Vermögenswerte

(25) Vorräte

Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

Vorräte

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 560 528

(26) Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen zusammensetzen, enthalten eine Gewinnrealisierung nach Maßgabe des Fertigungsfortschritts. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode). Fertige, noch nicht abgenommene Leistungen wurden zu Auftragswerten bewertet.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge 62.538 48.254
Abgeschlossene Fertigungsaufträge 38.774 20.600
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge -42.617 -30.927
Gesamt 58.695 37.927

(27) Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzern-Währung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2012 zugrunde gelegt. Die liquiden Mittel haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten. Die Entwicklung der liquiden Mittel ist aus der Kapitalflussrechnung nachzuvollziehen.

Passiva

Eigenkapital

(28) Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2012 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG wie im Vorjahr 10.143.240,00 Euro und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich somit in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 Euro auf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. Januar 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um einen Betrag von 4.000 TEUR mit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats

a) das Bezugsrecht der Aktionäre einmalig auszuschließen, jedoch insgesamt nur bis zu einer Höhe von 1.000 TEUR, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den durchschnittlichen Kurs der Aktie der Bertrandt AG während der fünf Börsenhandelstage, die dem Tag des Beschlusses des Vorstands über die Ausgabe der neuen Stückaktien vorausgehen, um höchstens fünf Prozent unterschreitet. Als maßgebliche Kurse gelten hierbei jeweils die Schlusskurse im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Aktie der Bertrandt AG;
b) das Bezugsrecht der Aktionäre einmalig oder mehrmalig auszuschließen, jedoch insgesamt nur bis zu einer Höhe von 3.000 TEUR, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt;
c) Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

(29) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich das Agio aus Kapitalerhöhungen.

(30) Gewinnrücklagen

Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral in Höhe von 474 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Gewinnrücklagen für Sicherungsinstrumente sowie die dazugehörige latente Steuer betrugen 0 TEUR (Vorjahr -170 TEUR und 51 TEUR).

Die eigenen Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und mit den Gewinnrücklagen saldiert. Zum Bilanzstichtag befanden sich 82.239 eigene Aktien im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 93.939 Stück), dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,8 Prozent (Vorjahr 0,9 Prozent). Die Veränderung resultiert aus einem im Geschäftsjahr 2011/2012 durchgeführten Belegschaftsaktienprogramm. Es wurden 5.850 Aktien bezuschusst (Vorjahr 4.545 Aktien), deren durchschnittlich gewichteter Zeitwert 56,50 EUR betrug (Vorjahr 55,21 EUR).

(31) Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter werden als Bestandteil des Eigenkapitals dargestellt. Sie entfallen auf Minderheitsgesellschafter.

Langfristige Schulden

(32) Rückstellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:

Prämissen zur Ermittlung von Pensionsverpflichtungen diverse Angaben
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Zinssatz 3,20% 4,80%
Gehaltssteigerungstrend 0 - 2,50% 0 - 2,50%
Rentensteigerungstrend 1,75% - 2,50% 1,75% - 2,50%
Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck 2005 G 2005 G
Bewertung von Witwen-/Witwenrenten-Anwartschaften Kollektiv Kollektiv
Pensionierungsalter 65 Jahre 65 Jahre
Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter 1 - 10 Jahre 1 - 11 Jahre

Zum 30. September 2012 erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 184 TEUR (Vorjahr 237 TEUR) auf 2.521 TEUR (Vorjahr 2.337 TEUR). Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen wird vollständig im Personalaufwand erfasst.

Die Nettoaufwendungen für Pensionspläne während des Geschäftsjahres 2011/2012 gliedern sich wie folgt:

Nettoaufwendungen für Pensionspläne

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 44 48
Zinsaufwand 129 121
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne (-) / Verluste (+) 11 68
Gesamt 184 237

Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:

Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Barwert zum 01.10. 2.699 2.886
Laufender Dienstzeitaufwand 44 48
Zinsaufwand 129 121
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 1.043 -356
Barwert zum 30.09. 3.915 2.699

Zum 30. September 2010 betrug der versicherungsmathematische Barwert der Verpflichtungen der Vorjahre 2.886 TEUR, zum 30. September 2009 waren es 2.159 TEUR und zum 30. September 2008 belief er sich auf 1.532 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen wie in den Jahren 2008/2009 bis 2010/2011 - 14 TEUR.

Die Finanzierung von Pensionsverpflichtungen unterteilt sich zum 30. September 2012 folgendermaßen:

Finanzierung von Pensionsverpflichtungen

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Versicherungsmathematischer Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 3.915 2.699
Anpassungsbetrag nicht verrechneter versicherungsmathematischer Gewinne -1.394 -362
Nettoverpflichtung der Pensionspläne nach IAS 19 2.521 2.337

(33) Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten beziehungsweise eine faktische Verpflichtung bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führt, der zuverlässig geschätzt werden konnte.

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

in TEUR
Personalrückstellungen Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb Übrige Rückstellungen Summe sonstige Rückstellungen davon unter 1 Jahr davon über 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 01.10.2011 30.428 2.786 14.986 48.200 43.921 4.279
Währungsdifferenzen 27 0 26 53
Verbrauch 26.705 2.777 3.751 33.233
Auflösung 622 0 528 1.150
Zuführung 31.884 3.203 6.193 41.280
Stand 30.09.2012 35.012 3.212 16.926 55.150 50.151 4.999

In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Schwerbehinderten-Abgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten überwiegend solche für Garantieverpflichtungen und aus schwebenden Geschäften. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken. In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind insgesamt Restrukturierungsverpflichtungen von 445 TEUR enthalten (Vorjahr 885 TEUR). Die langfristige Rückstellungen enthalten Aufzinsungsaufwendungen von insgesamt 180 TEUR (Vorjahr 37 TEUR), wovon 35 TEUR im Finanzergebnis ausgewiesen werden (Vorjahr 25 TEUR). Durch den Erwerb der Bertrandt GmbH wurde ein Zugang in Höhe von 7 TEUR bei den Rückstellungen erfasst (Ziffer [49]).

(34) Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

Die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:

Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR
30.09.2012 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Steuern 14.482 14.482 0 0
Lohn- und Kirchensteuer 6.158 6.158 0 0
Sozialversicherung 2.066 2.066 0 0
Lohn und Gehalt 927 927 0 0
Personalverpflichtungen 27.683 27.683 0 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 9.816 9.816 0 0
Übrige sonstige 3.699 3.235 464 0
Sonstige Verbindlichkeiten 64.831 64.367 464 0
Vorjahr
30.09.2011 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Steuern 11.910 11.910 0 0
Lohn- und Kirchensteuer 4.784 4.784 0 0
Sozialversicherung 1.204 1.204 0 0
Lohn und Gehalt 974 974 0 0
Personalverpflichtungen 23.763 23.763 0 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 6.218 6.218 0 0
Übrige sonstige 3.635 3.140 495 0
Sonstige Verbindlichkeiten 52.488 51.993 495 0

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 495 TEUR (Vorjahr 527 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde. In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 32 TEUR (Vorjahr 32 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erhaltenen Anzahlungen betrugen insgesamt 52.433 TEUR (Vorjahr 37.145 TEUR), davon wurden 42.617 TEUR mit den Forderungen aus Fertigungsaufträgen saldiert (Vorjahr 30.927 TEUR) (Ziffer [26]).

Kurzfristige Schulden

(35) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Positionen der Bilanz ausgewiesen.

(36) Kurzfristige Finanzschulden

Zum Bilanzstichtag bestanden keine langfristigen Finanzschulden, die ausgewiesenen Finanzschulden beinhalten ausgegebene und noch nicht eingelöste Schecks.

Die zur Verfügung stehenden Rahmenkreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Laufende Investitionen wurden wie im Vorjahr aus dem Cashflow finanziert.

Kurzfristige Finanzschulden

in TEUR
30.09.2012 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 149 149 0 0
Vorjahr
30.09.2011 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 466 466 0 0

Die Zinssätze für kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2012 zwischen 1,5 und sechs Prozent (Vorjahr 1,5 und sechs Prozent). Der ausgewiesene Buchwert der dargestellten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entspricht dem Marktwert.

(37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.208 10.491

(38) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 38.302 TEUR (Vorjahr 23.728 TEUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -36.923 TEUR (Vorjahr -23.561 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen. Trotz einer stärkeren Mittelbindung im Working Capital sowie einer gestiegenen Investitionstätigkeit konnte ein positiver Free Cashflow in Höhe von 1.379 TEUR (Vorjahr 167 TEUR) erwirtschaftet werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -16.423 TEUR (Vorjahr -11.546 TEUR) beinhaltet Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 21.517 TEUR (Vorjahr 36.677 TEUR).

(39) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die langfristigen Vermögenswerte im Sinne des IFRS 8 betragen 92.148 TEUR (Vorjahr 69.694 TEUR). Davon entfallen 87.544 TEUR (Vorjahr 65.169 TEUR) auf das Inland und 4.604 TEUR (Vorjahr 4.525 TEUR) auf das Ausland.

Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die Bereiche Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.

Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototyping und des Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.

Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, die Entwicklung von Software sowie die Einsatzsimulation.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzern-Abschluss zugrunde. Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen (Arm’s-Length-Prinzip). Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden eliminiert.

Segmente

in TEUR
Digital Engineering Physical Engineering
--- --- --- --- ---
01.10. - 30.09. 2011/2012 2010/2011 2011/2012 2010/2011
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse gesamt 445.507 366.024 132.444 103.599
Transfers zwischen den Segmenten 7.209 5.014 1.510 2.129
Segmentumsatzerlöse 438.298 361.010 130.934 101.470
Betriebsergebnis 42.603 34.883 16.140 12.574
Planmäßige Abschreibungen 5.012 3.316 8.399 6.267
Außerplanmäßige Abschreibungen 15 83 0 64
Segmente

in TEUR
Elektrik/Elektronik Summe nach Geschäftsfeldern
--- --- --- --- ---
01.10. - 30.09. 2011/2012 2010/2011 2011/2012 2010/2011
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse gesamt 141.864 115.539 719.815 585.162
Transfers zwischen den Segmenten 1.773 1.781 10.492 8.924
Segmentumsatzerlöse 140.091 113.758 709.323 576.238
Betriebsergebnis 16.351 12.874 75.094 60.331
Planmäßige Abschreibungen 1.824 1.610 15.235 11.193
Außerplanmäßige Abschreibungen 1 13 16 160

Eine Segmentierung des Vermögens und der Schulden ist nicht erforderlich, da diese nicht Bestandteil des internen Berichtswesens auf Ebene der Geschäftsfelder sind.

Sonstige Angaben

(40) Bestellte Sicherheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine bestellten Sicherheiten.

(41) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
< 1 Jahr 47.932 35.200
1 - 5 Jahre 36.081 30.025
> 5 Jahre 10.413 12.616
Gesamt 94.426 77.841

Die Gesamtsumme resultiert im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien in Höhe von 50.787 TEUR (Vorjahr 51.951 TEUR). Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lieferantenverträgen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 265 TEUR (Vorjahr 205 TEUR) und Sachanlagen in Höhe von 12.607 TEUR (Vorjahr 10.475 TEUR).

(42) Weitere Erläuterungen zur Bilanz nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. Aufgrund von kurzen Laufzeiten entsprechen bei den finanziellen Vermögenswerten und Schulden die beizuliegenden Zeitwerte den Buchwerten.

Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten

in TEUR
erfolgswirksam zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
--- --- --- ---
Buchwert Buchwert Fair Value
--- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen
Übrige Finanzanlagen 6.095 6.095
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1 2.074 2.074
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 58.695 58.695
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 94 161.200 161.200
Liquide Mittel 21.517 21.517
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 149 149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.208 11.208
Sonstige Verbindlichkeiten 13.347 13.347
Vorjahr erfolgswirksam zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosen bewertet
Buchwert Buchwert Fair Value
--- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen
Übrige Finanzanlagen 7.127 7.127
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11 2.849 2.849
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 37.927 37.927
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 131.907 131.907
Liquide Mittel 36.677 36.677
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 466 466
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.491 10.491
Sonstige Verbindlichkeiten 9.526 9.526
Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten

in TEUR
Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 Bilanzposten zum 30.09.2012
--- --- ---
Buchwert
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen 226 226
Übrige Finanzanlagen 6.095
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.924 3.999
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 58.695
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 9.582 170.876
Liquide Mittel 21.517
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 464 464
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.208
Sonstige Verbindlichkeiten 51.020 64.367
Vorjahr Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 Bilanzposten zum 30.09.2011
Buchwert
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen 824 824
Übrige Finanzanlagen 7.127
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.860
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 37.927
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.810 135.717
Liquide Mittel 36.677
Langfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten 495 495
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 466
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.491
Sonstige Verbindlichkeiten 42.467 51.993

Die Fair Values der Derivate bestimmen sich anhand marktüblicher Methoden. Gemäß IFRS 7 sind die zu Marktwerten bewerteten Finanzinstrumente den drei Levels der Fair Value Hierarchie zuzuordnen. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nichtbeobachtbaren Marktdaten basieren. Die zum Bilanzstichtag bewerteten Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen und Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Diese Analyse führte nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.

(43) Management von Finanzrisiken

Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:

Liquiditätsrisiko
Ausfall- und Kreditrisiko
Marktpreisrisiko

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzern-Gesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Rahmenkreditverträge ist dabei mittelfristig gesichert. Im Rahmen einer Optionsvereinbarung kann bei sofortiger Ausübung der Option ein theoretisch maximales Liquiditäts- und Ausfallrisiko mit einer Bruttoverpflichtung von 11.960 TEUR den Konzern belasten. Wir rechnen nicht mit einer Ausübung der Option, und des Weiteren stehen dem sofort verwertbare Sicherheiten gegenüber, die zu einer Bewertung von einer Nettoverpflichtung von 0 TEUR führen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR
Buchwert Zahlungsverpflichtungen
--- --- --- --- ---
30.09.2012 2012/2013 2013/2014 bis 2015/2016 2016/2017 ff.
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 149 149 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.208 11.208 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 64.831 64.367 464 0
30.09.2011 2011/2012 2012/2013 bis 2014/2015 2015/2016 ff.
Finanzschulden 466 466 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.491 10.491 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 52.488 51.993 495 0

Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Die Konzern-Richtlinien geben vor, dass die Vertragspartner des Bertrandt-Konzerns vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit bestimmte Bonitätskriterien erfüllen müssen. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend ausgegrenzt. Zum Bilanzstichtag kam es zu einem Forderungsausfall, der bereits im vorausgegangenen Geschäftsjahr wertberichtigt wurde. Weitere wesentliche Forderungsausfälle gab es im Geschäftsjahr 2011/2012 nicht. Aufgrund des aktiven Forderungsmanagements sowie einer bestehenden Kreditversicherung wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft als gering eingestuft. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt. Der Buchwert in Höhe von 180.970 TEUR (Vorjahr 145.704 TEUR) der in der Bilanz angesetzten Forderungen, sonstiger Vermögenswerte sowie sonstiger Ausleihungen umfasst das maximale Ausfallrisiko.

Bei den übrigen Finanzanlagen und den sonstigen Vermögenswerten ist das Risiko zu vernachlässigen. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.

In der nachfolgenden Tabelle sind das Kredit- und das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:

Ausfall- und Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten

in TEUR
Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2012
--- --- --- --- ---
Sonstige Ausleihungen 6.095 0 0 6.095
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 127.803 30.090 2.629 160.522
Sonstige Vermögenswerte 16.737 0 152 16.889
150.635 30.090 2.781 183.506
Vorjahr Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2011
Sonstige Ausleihungen 7.127 0 0 7.127
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.358 22.492 3.740 132.590
Sonstige Vermögenswerte 9.262 0 152 9.414
122.747 22.492 3.892 149.131

Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte

in TEUR
bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2012
--- --- --- --- ---
Übrige Finanzanlagen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.239 10.407 4.444 30.090
Sonstige Vermögenswerte 0 0 0 0
15.239 10.407 4.444 30.090
Vorjahr bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2011
Übrige Finanzanlagen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.090 8.930 2.472 22.492
Sonstige Vermögenswerte 0 0 0 0
11.090 8.930 2.472 22.492

Für die überfälligen, nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

in TEUR
2011/2012 2010/2011
--- --- ---
Stand 01.10. 3.427 2.143
Zuführung 358 1.370
Inanspruchnahme 983 69
Auflösung 286 17
Währungsdifferenz 20 0
Stand 30.09. 2.536 3.427

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen 963 TEUR (Vorjahr 71 TEUR).

Das Unternehmen unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Das Konzern-Treasury sichert mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind (Natural Hedges). Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte sowie kombinierte Zins- und Währungsswaps eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury.

Aus der nachfolgenden Tabelle ist ersichtlich, welche Sicherungsinstrumente zum Stichtag bestanden:

30.09.2012 30.09.2011 30.09.2012 30.09.2011
Caps 3.000 3.000 1 11
< 1 Jahr 0 0 0 0
1 - 5 Jahre 3.000 3.000 1 11
5 - 10 Jahre 0 0 0 0

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen. Bei einem um 100 Basispunkte höheren (niedrigeren) Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 236 TEUR höher beziehungsweise 682 TEUR niedriger gewesen (Vorjahr 388 TEUR höher beziehungsweise 473 TEUR niedriger).

Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, das heißt eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.

Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Grundgeschäfte (Forderungen aus Fertigungsaufträgen) werden über Devisentermingeschäfte gesichert, deren Marktwert zum Bilanzstichtag 94 TEUR (Vorjahr -170 TEUR) betrug. Im Vorjahr wurde dies im sonstigen Ergebnis ausgewiesen und 19 TEUR über das Grundgeschäft erfasst. Abweichungen des Stichtagskurses um 10 Prozent nach oben oder unten führen zu einer erfolgswirksamen Erhöhung des Marktwerts auf 584 TEUR beziehungsweise zu einer Reduzierung auf -503 TEUR. Im Vorjahr führte diese Abweichung zu Marktwerten von 185 TEUR beziehungsweise - 603 TEUR, die sich bilanziell im Eigenkapital ausgewirkt hätten.

(44) Angaben zum Kapitalmanagement

Der Bertrandt-Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiterer Adressaten dieses Geschäftsberichts zu wahren.

Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten.

Der Bertrandt-Konzern verfolgt die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.

Das Eigenkapital des Bertrandt-Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 56,6 Prozent per 30. September 2012 (Vorjahr 56,4 Prozent).

Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

(45) WpHG Mitteilungen

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, vertreten durch ihren Gesellschafter-Geschäftsführer Dietmar Bichler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 25. August 2004 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen unterschritten hat. Seit dem 25. August 2004 stehen ihr 6,82 Prozent der Stimmrechte zu.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

Herr Dietmar Bichler, Deutschland, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass er am 25. August 2004 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen unterschritten hat. Seit dem 25. August 2004 stehen ihm 7,81 Prozent der Stimmrechte zu. Davon sind ihm 6,82 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen über die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6, S. 2 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die CSI Asset Management Establishment, Vaduz, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der CSI Asset Management Establishment 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die Absolute Capital Management Holding Limited, Grand Cayman, Cayman Island, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der Absolute Capital Management Holdings Limited 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Mitteilungen nach §§ 21 Abs. 1 S. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und

dann 25,00 Prozent betrug;
29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat,

dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die

vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils

nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

b) Die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

30. Dezember 2002 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten

hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und

dann 25,00 Prozent betrug;
29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug; sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat,

dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die

vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche

Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

zuzurechnen waren bzw. sind.

c) Die Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

19. Dezember 2003 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten

hatte und dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug; sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat,

dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass

die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie

Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1

S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

d) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr.h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und

dann 25,00 Prozent betrug;
29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug;
14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,998 Prozent betrug;
18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und

dann 25,01 Prozent betrug;
28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und

dann 24,99 Prozent betrug sowie
24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat,

dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt

und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile

den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG

zuzurechnen waren bzw. sind.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit dem Schreiben vom 17. November 2006 hat uns die Familie Porsche Privatstiftung mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, sowie die Familie Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil beider Mitteilender an der Bertrandt AG am 13. November 2006 jeweils die Schwellen von 5 Prozent, 10 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und nunmehr 25,01 Prozent beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 11. Dezember 2009, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft in Stuttgart folgende Meldung erreicht:

Die Mitteilung erfolgt aufgrund der Umstrukturierung des Porsche-Konzerns zur Vorbereitung der Beteiligung der Volkswagen AG an dem operativen Porsche-Geschäftsbetrieb. Die bislang als Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft firmierende Gesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 722287, die bislang 25,01 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Bertrandt AG (ISIN DE0005232805) hielt, ist mit rechtlicher Wirkung zum 30. November 2009 im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme gemäß § 2 Nr. 1 UmwG durch Übertragung ihres gesamten Vermögens auf die Porsche Zwischenholding GmbH mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter HRB 731330, verschmolzen worden. Durch die Verschmelzung hat die Porsche Zwischenholding GmbH am 30. November 2009 sämtliche von dem übertragenden Rechtsträger an der Bertrandt AG gehaltene Anteile erworben.

Im unmittelbaren Anschluss an die Verschmelzung hat die Porsche Zwischenholding GmbH mit rechtlicher Wirkung zum 30. November 2009 den gesamten, im Wege der Verschmelzung erworbenen operativen Geschäftsbetrieb im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf ihre vollständige gehaltene Tochtergesellschaft, die zu diesem Zeitpunkt noch unter Porsche Fünfte Vermögensverwaltung AG firmierende Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730623, übertragen. Teil des übertragenen Vermögens waren 25,01 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Bertrandt AG.

Der Stimmrechtsanteil der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730623, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 30. November 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zum heutigen Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (2.537.095 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) beträgt.

Sämtliche Stimmrechte werden unmittelbar von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft gehalten.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 8. November 2010, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Stuttgart gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 29. September 2010 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 25,01 Prozent (2.537.095 Stimmrechte) beträgt.

Sämtliche vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden kontrollierten Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Wolfgang Porsche GmbH, Familie Porsche Beteiligung GmbH, jeweils Grünwald, Porsche Automobil Holding SE, Porsche Zwischenholding GmbH sowie Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, jeweils Stuttgart.

Die Stimmrechte wurden nicht durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Erwerbsrechts erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.343 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden von der Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, gehalten, und der Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.342 Stimmrechte) beträgt.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 28. Februar 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die b.invest AG mit Sitz in Ehningen, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 4,8 Prozent der Stimmrechte (486.876 Stimmrechte) beträgt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 1. März 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die J.P. Morgan Chase Bank, National Association, Großbritannien folgendes mitgeteilt:

1. Im Namen der J.P. Morgan Asset Management (UK) Limited mit Sitz in London, Großbritannien, teilen wir nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der J.P. Morgan Asset Management (UK) Limited an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 Prozent der Stimmrechte (303.640 Stimmrechte) beträgt. 2,97 Prozent der vorgenannten Stimmrechte (301.425 Stimmrechte) werden hierbei der Gesellschaft nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Weitere 0,02 Prozent der vorgenannten Stimmrechte (2.215 Stimmrechte) werden nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

2. Im Namen der J.P. Morgan Investment Management Inc. mit Sitz in New York, USA, teilen wir nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der J.P. Morgan Investment Management Inc. an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 Prozent der Stimmrechte (303.640 Stimmrechte) beträgt. 0,02 Prozent der vorgenannten Stimmrechte (2.215 Stimmrechte) sind der Gesellschaft hierbei nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weitere 2,97 Prozent der Stimmrechte (301.425 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Mai 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die MainFirst SICAV mit Sitz in Senningerberg, Luxemburg, mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 31. Mai 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,868 Prozent der Stimmrechte (392.369 Stimmrechte) beträgt und eine Ausübung von Finanzinstrumenten nicht erfolgt ist.

Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 Satz 1 WPHG

Mit Schreiben vom 5. Dezember 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Thyssen Stahl GmbH mit Sitz in Essen erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Thyssen Stahl GmbH an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen hat durch Veräußerung am 9. September 2008 die Schwellen von 10 Prozent, 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten. Der Stimmrechtsanteil betrug zum 9. September 2008 0,02 Prozent (2.057 Stückaktien). Dieser Stimmrechtsanteil ist der Thyssen Stahl GmbH gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Veröffentlichung gem. § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

1. Mit Mitteilung vom 19. Dezember 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns die CI Financial Corp. mit Sitz in Toronto, Kanada, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 15. Dezember 2011 die Stimmrechtsschwelle von 3 Prozent unterschritten hat und nun 2,94 Prozent (298.031 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der CI Financial Corp. 2,94 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

2. Mit Mitteilung vom 19. Dezember 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns die CI Investments Inc. mit Sitz in Toronto, Kanada, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 15. Dezember 2011 die Stimmrechtsschwelle von 3 Prozent unterschritten hat und nun 2,94 Prozent (298.031 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der CI Investments Inc. 2,94 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

3. Mit Mitteilung vom 19. Dezember 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns die CI Global Holdings Inc. mit Sitz in Toronto, Kanada, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 15. Dezember 2011 die Stimmrechtsschwelle von 3 Prozent unterschritten hat und nun 2,94 Prozent (298.031 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der CI Global Holdings Inc. 2,94 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Korrektur unserer Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG vom 16. Januar 2012 (hinsichtlich des Sitzstaates des Mitteilungspflichtigen)

Mit Schreiben vom 2. Januar 2012, eingegangen bei uns am 13. Januar 2012, hat uns von der B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, die Meldung erreicht, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 31. Dezember 2011 die Schwellen von 25 Prozent, 20 Prozent, 15 Prozent, 10 Prozent, 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und nun 0 Prozent der Stimmrechte (insgesamt 0 Stimmrechte) beträgt.

Korrektur unserer Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG vom 16. Januar 2012 (hinsichtlich des Sitzstaates des Mitteilungspflichtigen)

Mit Schreiben vom 2. Januar 2012, eingegangen bei uns am 13. Januar 2012, hat uns von der B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main die Meldung erreicht, dass der Stimmrechtsanteil der Dritte Gallus Treuhandgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 31. Dezember 2011 die Schwellen von 25 Prozent, 20 Prozent, 15 Prozent, 10 Prozent, 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und nun 0 Prozent der Stimmrechte (insgesamt 0 Stimmrechte) beträgt.

Korrektur unserer Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG vom 16. Januar 2012 (hinsichtlich des Sitzstaates des Mitteilungspflichtigen)

Mit Schreiben vom 2. Januar 2012, eingegangen bei uns am 13. Januar 2012, hat uns von der B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main die Meldung erreicht, dass der Stimmrechtsanteil der Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 31. Dezember 2011 die Schwellen von 25 Prozent, 20 Prozent, 15 Prozent, 10 Prozent, 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und nun 0 Prozent der Stimmrechte (insgesamt 0 Stimmrechte) beträgt.

Veröffentlichung einer Mitteilung gem. § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 22. Juni 2012, eingegangen an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland erreicht:

Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland am 22. Juni 2012 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,56 Prozent (57.170 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der Landesbank Baden-Württemberg in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Zugleich teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Süd Beteiligungen GmbH, Stuttgart, Deutschland an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland am 22. Juni 2012 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,56 Prozent (57.170 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der Süd Beteiligungen GmbH in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Zugleich teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland am 22. Juni 2012 die Schwellen von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,56 Prozent (57.170 Stimmrechte) betragen hat.

Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Volkswagen Aktiengesellschaft mit Sitz in Wolfsburg, Deutschland, und die Porsche Zweite Zwischenholding GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland, haben uns am 1. August 2012 gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 24 WpHG folgendes mitgeteilt:

1. Porsche Zweite Zwischenholding GmbH mit Sitz in Stuttgart hat am 30. Juli 2012 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen (ISIN der Aktien: DE005232805) überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils beträgt nunmehr 25,01 %. Dies entspricht 2.537.095 Stimmen.

Dieser Anteil enthält 25,01 % Stimmrechte, die der Porsche Zweite Zwischenholding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden. Die der Porsche Zweite Zwischenholding GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt Aktiengesellschaft 3% oder mehr beträgt, gehalten: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

2. Volkswagen Aktiengesellschaft mit Sitz in Wolfsburg hat am 1. August 2012 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen (ISIN der Aktien: DE005232805) überschritten. Die Höhe des Stimmrechtsanteils beträgt nunmehr 25,01 %. Dies entspricht 2.537.095 Stimmen.

Dieser Anteil enthält 25,01 % Stimmrechte, die der Volkswagen Aktiengesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden. Die der Volkswagen Aktiengesellschaft zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart sowie Porsche Zweite Zwischenholding GmbH, Stuttgart.

Korrektur unserer Veröffentlichung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG vom 18. September 2012

Mit Schreiben vom 13. September 2012, eingegangen an demselben Tag, haben uns von der FIL Investments International mit Sitz in London, Großbritannien, folgende Stimmrechtsmitteilungen erreicht:

Im Namen und in Vollmacht der FIL Holdings Limited mit Sitz in Kent, Großbritannien, teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der FIL Holdings Limited an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland am 13. September 2012 die Schwelle von 3 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 3,01 Prozent (305.382 Stimmrechte) betragen hat.

Alle Stimmrechte werden der FIL Holdings Limited nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet. Die Stimmrechte werden der FIL Holdings Limited unter anderem über die Fidelity Funds SICAV zugerechnet, die Aktionär der Bertrandt AG mit 3 Prozent oder mehr der Stimmrechtsanteile ist.

(46) Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter „http://www.bertrandt.com/Table/Investor-Relations“.

(47) Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 lagen nicht vor.

(48) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dietmar Bichler

Vorsitzender des Vorstands

Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres
Generaldirektor der Bertrandt France S.A., Bièvres (bis 30.09.2012)
Mitglied des Beirats der Kreissparkasse Böblingen, Böblingen
Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen

Ulrich Subklew

Mitglied des Vorstands (bis 30.09.2012)

Mitglied des Verwaltungsrats und stellvertretender Direktor der Bertrandt France S.A., Bièvres (bis 30.09.2012)
Direktor der Bertrandt S.A.S., Bièvres (bis 30.09.2012)
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Ltd., Dunton (bis 30.09.2012)
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit (bis 30.09.2012)
Mitglied des Vorstands der Bertrandt Sweden AB, Stockholm (bis 30.09.2012)

Hans-Gerd Claus

Mitglied des Vorstands (ab 01.10.2012)

Michael Lücke

Mitglied des Vorstands (ab 01.10.2012)

Mitglied des Verwaltungsrats und Generaldirektor der Bertrandt France S.A., Bièvres (ab 01.10.2012)
Direktor der Bertrandt S.A.S., Bièvres (ab 01.10.2012)
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Ltd., Dunton (ab 23.02.2012)
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit (ab 30.09.2012)
Geschäftsführer der Bertrandt Otomotive Mühendislik Hizmetleri Ticaret Ltd., Sirketi, Istanbul

Markus Ruf

Mitglied des Vorstands (ab 01.10.2012)

Finanzen

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres
Aufsichtsrat der Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., Shanghai (ab 06.12.2011)
Geschäftsführer der Bertrandt Otomotive Mühendislik Hizmetleri Ticaret Ltd., Sirketi, Istanbul
Mitglied des Vorstands der Bertrandt Sweden AB, Stockholm (ab 01.10.2012)

Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011/2012 betragen 3.082 TEUR (Vorjahr 2.399 TEUR) und enthalten ein Fixum, eine erfolgsabhängige Komponente sowie Leistungen aufgrund Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 44 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 48 TEUR).

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 947 TEUR (Vorjahr 940 TEUR) passiviert.

Der Bestand der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2011/2012 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:

Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder Stück
Stand 30.09.2012 Stand 30.09.2011
--- --- ---
Dietmar Bichler 801.094 801.094
Ulrich Subklew 0 0
Gesamt 801.094 801.094
Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ravensburger AG, Ravensburg
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau
Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Ulm, Ulm
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jost-Global GP Sàrl, Luxemburg

Maximilian Wölfle

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co., Stuttgart
Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart
Mitglied des Verwaltungsrats der Westiform Holding AG, Bürglen
Mitglied des Beirats der Kaiser-Brauerei W. Kumpf GmbH & Co. KG, Geislingen/Steige
Mitglied des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart
Beirat der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern

Horst Binnig

Mitglied des Vorstands der KSPG AG (ab 01.01.2012)
Vorsitzender der Geschäftsführung der KS Aluminium-Technologie GmbH, Neckarsulm (bis 08.05.2012)
Vorsitzender der Geschäftsführung der KS ATAG GmbH, Neckarsulm (bis 08.05.2012)
Vorsitzender der Geschäftsführung der KS ATAG Beteiligungsgesellschaft mbH, Neckarsulm (bis 08.05.2012)
Vorsitzender der Geschäftsführung der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm (bis 31.03.2012)
Mitglied des Aufsichtsrats der Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co., Ltd., Shanghai
Mitglied des Aufsichtsrats der KS Shanghai Piston Co., Ltd., Shanghai
Mitglied des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt US, Inc., Marinette (ehemals Karl Schmidt Unisia Inc.)
Mitglied des Aufsichtsrats der Shriram Pistons & Rings Ltd., New Delhi
Mitglied des Aufsichtsrats der Kolbenschmidt de Mexico, Celaya
Mitglied des Aufsichtsrats der KS Aluminium-Technologie GmbH (ab 06.11.2012)
Mitglied des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt GmbH (ab 06.11.2012)
Mitglied des Aufsichtsrats der KS Gleitlager GmbH (ab 06.11.2012)

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn

Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien
Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der WITTENSTEIN AG, Harthausen
Mitglied des Verwaltungsrats der Baumer Holding AG, Frauenfeld
Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn
Mitglied des Aufsichtsrats der MELECS AG, Wien

Daniela Brei

Arbeitnehmervertreterin

Kaufmännische Sachbearbeiterin

Astrid Fleischer

Arbeitnehmervertreterin

Technische Zeichnerin

Auf Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhält der Aufsichtsrat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012 insgesamt 253 TEUR (Vorjahr 212 TEUR). Darin enthalten sind 110 TEUR fixe (Vorjahr 96 TEUR) und 143 TEUR variable Vergütungen (Vorjahr 116 TEUR).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:

Aufsichtsratsvergütung

in EUR
Fixum Variabler Bestandteil Gesamt
--- --- --- ---
2011/2012 2011/2012 2011/2012
Dr. Klaus Bleyer 38.500 44.530 83.030
Maximilian Wölfle 22.000 26.718 48.718
Horst Binnig 13.750 17.813 31.563
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 13.750 17.813 31.563
Daniela Brei 11.000 17.813 28.813
Astrid Fleischer 11.000 17.813 28.813
Gesamt 110.000 142.500 252.500

Im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses erhielten die Arbeitnehmervertreterinnen des Aufsichtsrats marktübliche Gehälter. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011/2012 für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:

Aktienbesitz der Aufsichtsratmitglieder Stück
Stand 30.09.2012 Stand 30.09.2011
--- --- ---
Aktien Aktien
--- --- ---
Dr. Klaus Bleyer 0 0
Maxiliam Wölfle 0 0
Horst Binnig 0 0
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 0 0
Daniela Brei 182 172
Astrid Fleischer 70 60
Gesamt 252 232
Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

(49) Anteilsbesitz der Bertrandt AG

Anteilsbesitz der Bertrandt AG

in %
Anteil am Eigenkapital
Inland
Bertrandt Ehningen GmbH, Ehningen 100,00%
Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH, Nufringen (ehemals ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH) 100,00%
Bertrandt GmbH, Hamburg (ehemals Bertrandt Aeroconseil GmbH) 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim1 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg1 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg1 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln1 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München1 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm1 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck1 100,00%
Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen1 100,00%
Bertrandt Services GmbH, Ehningen1 100,00%
Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen1 100,00%
Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Stuttgart 30,00%
aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 28,00%
aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Pullach i. Isartal 28,00%
Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 15,00%
Ausland
Bertrandt Engineering Shanghai Co., Limited, Shanghai, China 100,00%
Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich 99,95%
Bertrandt S.A.S., Bièvres, Frankreich 100,00%
Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00%
Bertrandt Sweden AB, Stockholm, Schweden 100,00%
Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien 100,00%
Bertrandt US Inc., Detroit, Michigan, USA 100,00%

1 Auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse zum 30.09.2012 wird gemäß § 264 Absatz 3 HGB verzichtet.

Die Verteilung der Stimmrechte stimmt mit den Kapitalverhältnissen überein.

Die Beurteilung der maßgeblichen Einflussnahme der Bertrandt AG bei der Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG erfolgt auf Basis der Bereitstellung von bedeutenden technischen Informationen sowie der Möglichkeit zur Einflussnahme auf wesentliche Geschäftsvorfälle.

Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Vermögenswerte 10.387 2.805
Schulden 9.726 2.172
Umsatzerlöse 2.155 7.642
Jahresergebnis 7 -18

Die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG und die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei der BertrandtEntwicklungen AG & Co. OHG entspricht der Bilanzstichtag dem des Bertrandt-Konzerns.

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten Gesellschaften wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr 0 TEUR). Das Nettoumsatzvolumen belief sich im Berichtszeitraum bei der Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG auf 739 TEUR (Vorjahr 884 TEUR). Die Gesellschaft wurde nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum 30.09.2012 nicht. Im Vorjahr stellte sich die Vermögens- und Ertragslage wie folgt dar:

Vermögens- und Ertragslage des Gemeinschaftsunternehmens

in TEUR
30.09.2012 30.09.2011
--- --- ---
Vermögenswerte 0 5.958
Schulden 0 4.931
Erträge 0 14.918
Aufwendungen 0 -14.917

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 erwarb die Bertrandt AG weitere 50 Prozent der Bertrandt GmbH, an der sie nun zu 100 Prozent beteiligt ist. Der Kaufpreis in Höhe von 500 TEUR wurde mit liquiden Mitteln beglichen. Die Fair Values der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entsprechen den Buchwerten und setzen sich folgendermaßen zusammen:

Beträge der erworbenen Vermögenswerte und Schulden

in TEUR
01.10.2011
Sachanlagen 15
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.351
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4.302
Liquide Mittel 290
Sonstige Rückstellungen 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.858
Sonstige Verbindlichkeiten 55
Passive latente Steuern 11

In den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten waren konzerninterne Forderungen in Höhe von 433 TEUR und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 3.892 TEUR enthalten. Uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gab es zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wiesen Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften von 3.638 TEUR aus. In den laufenden Konzernumsatzerlösen sind 11.896 TEUR von der Bertrandt GmbH enthalten. Der Anteil am Ergebnis nach Ertragsteuern beträgt 33 TEUR.

(50) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Honorar für den Abschlussprüfer

in TEUR
2011/2012 2010/2011
Abschlussprüfung 245 179
Andere Bestätigungsleistungen 5 0
Steuerberatungsleistungen 82 108
Sonstige Leistungen 60 59
Gesamt 392 346

(51) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Dividendenausschüttung der Bertrandt Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2012 der Bertrandt Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011/2012 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 25.706.473,35 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 5.419.993,35 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt Aktiengesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Hauptversammlung hat dem letztjährigen Dividendenvorschlag des Vorstands in Höhe von 1,70 Euro entsprochen.

(52) Tag der Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 3. Dezember 2012 darüber entscheiden wird.

Ehningen, 21. November 2012

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

**

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer

ppa. Volker Engesser, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnunglegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ehningen, 21. November 2012

Bertrandt AG

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Hans-Gerd Claus

Michael Lücke

Markus Ruf, Finanzen

Der Konzernabschluss wurde am 03.12.2012 gebilligt.