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Bertrandt AG Annual Report 2016

Feb 13, 2017

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Annual Report

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Bertrandt Aktiengesellschaft

Ehningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016

Konzernlagebericht

Rechtlicher Hinweis

Dieser Geschäftsbericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht, noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.

Soweit dieser Geschäftsbericht Äußerungen Dritter, namentlich Analystenschätzungen, in Bezug nimmt, macht sich die Gesellschaft diese weder zu eigen, noch werden diese hierdurch in anderer Weise gewertet oder kommentiert, noch wird insoweit der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND STRATEGIE

Seit über 40 Jahren erarbeitet Bertrandt als einer der führenden Engineering-Partner an 53 Standorten in Europa, Asien und in den USA im Kundenauftrag individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie umfasst alle Prozess-Schritte in den Projektphasen Konzeption, Konstruktion, Entwicklung, Modellbau, Werkzeugerstellung, Fahrzeugbau, Fertigungsplanung bis hin zu Serienanlauf und -betreuung. Darüber hinaus werden die einzelnen Entwicklungsschritte durch Simulation, Prototypenbau und Erprobung abgesichert. In unseren Technologiezentren in unmittelbarer Kundennähe werden in eigenen Designstudios, Elektroniklabors sowie Versuchs- und Testeinrichtungen Projekte unterschiedlichster Größe mit den Kunden gemeinsam vorangetrieben. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller sowie bedeutende Systemlieferanten. Darüber hinaus werden technische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in den Zukunftsbranchen Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie für den Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Beständigkeit, Verlässlichkeit sowie Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen lassen Kundenbeziehungen wachsen und sind für Bertrandt maßgebliche Erfolgsfaktoren.

BASIS DES GESCHÄFTSMODELLS

Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche kontinuierlich zu. Trends wie beispielsweise mehr Komfort, Sicherheit, Vernetzung und umweltfreundliche Mobilität erfordern detailliertes technisches Wissen und bereichsübergreifendes Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukünftiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden sowie den sich ändernden Marktbedingungen an. Um komplexe Anforderungen an neue Materialien, intelligente Elektroniksysteme oder moderne Antriebe zu erfüllen, hat Bertrandt wichtige Themen in Fachbereichen gebündelt. Durch die interdisziplinäre Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Für Bertrandt bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen wichtigsten Markttrends sind im Detail:

UMWELTFREUNDLICHE INDIVIDUELLE MOBILITÄT

In Sachen Effizienz haben sich konventionelle Antriebe in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Verbrennungsmotoren weisen immer niedrigere Verbrauchs- und Emissionswerte auf. So konnten etwa mit der aktuell geltenden Euro-6-Abgasnorm die Schadstoffemissionen gegenüber Euro 0 um rund 95 Prozent gesenkt werden. Da Optimierungsmaßnahmen an klassischen Antrieben jedoch Grenzen haben, gewinnt die Hybridisierung der Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung. Diese Technologie erlaubt prinzipiell eine Bremsenergie-Rückgewinnung und einen deutlich höheren Grad an Systemoptimierung. Damit können neue Effizienzpotenziale gehoben werden, die mit konventionellen Antrieben allein nicht erreichbar sind. Ein Full-Hydrid kann beispielsweise im städtischen Verkehr mit Stop-and-go und einem hohen Teillastbetrieb eine Verbrauchseinsparung von über 30 Prozent verzeichnen.

Die deutsche Automobilindustrie treibt darüber hinaus die Entwicklung der Elektromobilität mit großem Aufwand voran. Der Klimaschutz, die Verknappung fossiler Brennstoffe und ein sich gleichzeitig erhöhender Mobilitätsbedarf durch steigende Weltbevölkerung erfordern langfristig alternative Antriebe. Elektrofahrzeuge können einen erheblichen Beitrag zur Emissionsvermeidung und zum Umweltschutz leisten. Aus diesem Grund sind Elektrofahrzeuge integraler Bestandteil der Fächerstrategie der deutschen Automobilindustrie. Hersteller und Zulieferer haben in den zurückliegenden Jahren bereits mehr als 14 Mrd. EUR in die Entwicklung der Elektromobilität investiert und gehören heute mit rund 30 E-Modellen im Markt zu den weltweiten Leitanbietern.

AUTOMATISIERTES UND VERNETZTES FAHREN

Unter automatisiertem Fahren fasst man das eigenständige, zielgerichtete Fahren eines Fahrzeugs im öffentlichen Verkehr mit bordeigenen Sensoren, nachgeschalteter Software und im Fahrzeug gespeicherten Kartenmaterial für die Erfassung der Fahrzeugumgebung zusammen. Je nach Situation wird das Fahrzeug so in der Lage sein, die passende Fahraufgabe auszuführen. Die automatisierten Fahrfunktionen lassen sich jedoch mit Hilfe der Vernetzung mittel- und langfristig deutlich erweitern. Die Themengebiete Vernetzung und Digitalisierung innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs werden daher zukünftig immer wichtiger.

Fahrerassistenzsysteme, die ein assistiertes (Längs- oder Querführung) und teilautomatisiertes (fahrerüberwachte Längs- und Querführung) Fahren ermöglichen, sind heute bereits am Markt erhältlich. In einigen Jahren werden dann auch Fahrzeuge mit entsprechender Sensorik, Aktuatorik und Informationsverarbeitung verfügbar sein, die Funktionen der Hoch- und Vollautomatisierung für spezifische Anwendungsszenarien ermöglichen. In das Kraftfahrzeug integrierte elektronische Systeme unterstützen den Autofahrer bei seiner Fahraufgabe, indem sie informieren, warnen und - falls dafür ausgelegt - aktiv regelnd in das Fahrgeschehen eingreifen. Diese Systeme werden durch eine verbesserte Umgebungserfassung und Situationsanalyse zunehmend leistungsfähiger, was einen höheren Grad der Automatisierung der Assistenzfunktionen ermöglicht. Automatisierte Fahrfunktionen verbessern so die Verkehrssicherheit und erleichtern den Verkehrsfluss.

MODELL- UND VARIANTENVIELFALT

Modul- und Plattformstrategien sowie Gleichteile ermöglichen Automobilherstellern ein breites Angebot an Fahrzeugvarianten. Skaleneffekte über mehrere Modelle und Baureihen hinweg erlauben es den Herstellern, auch in kleineren Stückzahlen gewinnbringend zu produzieren. Ziel dieser Strategie ist es, einen Großteil des weltweiten Gesamtmarkts inklusive kleinerer Marktnischen abzudecken. Als Konsequenz der zunehmenden Verschärfung der Abgasrichtlinien rückt für viele Automobilhersteller zudem die Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach um eigens für alternative Antriebe entwickelte Modelle ergänzt.

INDUSTRIE 4.0

Als Industrie 4.0 wird die Digitalisierung im Produktionssektor und die Vernetzung der Produktion bezeichnet. Durch eine Digitalisierung, also die Überführung analoger in digitale Daten, ändern sich die Geschäftsprozesse grundlegend. Neben einer starken Vernetzung von Menschen und Objekten werden dabei viele neue Innovationen ermöglicht, die zu branchenübergreifenden Veränderungen führen. Für diese Entwicklung müssen Informationen unterschiedlichster Art digital umgesetzt, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Das bildet die Basis für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Diese Veränderung in Unternehmen führt dazu, dass Produktionsprozesse und -abläufe durch eine erhöhte Transparenz sowohl flexibilisiert als auch optimiert werden können. Maschinenauslastung oder kundenindividuelle Produktkombinationen können verbessert und umgesetzt werden. Das Beratungsunternehmen McKinsey & Company erwartet, dass dadurch allein in Deutschland in den kommenden zehn Jahren rund 40 bis 50 Prozent des Maschinenparks ausgetauscht werden müssen.

LEISTUNGSSPEKTRUM

Das umfassende Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses. Als einer der führenden europäischen Entwicklungsspezialisten ist Bertrandt ein verlässlicher Partner für aktuelle und zukünftige Aufgabenstellungen in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Konzerns kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur sowie der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsangebot lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche fachspezifische Leistungen, Dienstleistungen und Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.

FACHSPEZIFISCHE LEISTUNGEN

Um den Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, sind für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifische Kenntnisse entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung sowie fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder aber als Einzelleistung beauftragt werden.

DIENSTLEISTUNGEN

Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts - Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

ENTWICKLUNG MODULE UND DERIVATE

Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Da sich die Hersteller zunehmend auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren, vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab.

Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.

KONZERNWEITE FACHBEREICHE

Gruppenweites Fachwissen sowie über 40 Jahre gesammelte Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell bedient werden.

DESIGN SERVICES/DESIGNMODELLBAU UND RAPID TECHNOLOGIES

Design ist die Verbindung von Form und Funktion mit Emotion. Es nimmt eine kaufentscheidende Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen ein. Damit die Komponenten perfekt zusammenspielen, bietet Bertrandt im Bereich Design Services/Designmodellbau und Rapid Technologies Leistungen in unterschiedlicher Ausprägung an - in Skizzen, virtuell oder als Muster im Modellbau. Unser Kunde definiert das Ziel, Bertrandt berät in der aktiven und kreativen Umsetzung - und realisiert Visionen mittels Virtual Reality, immer auf der Höhe der aktuellen Entwicklungen. Denn neben klassischen Tools nutzen Designer bei Bertrandt Zukunftstechnologien, wie die 3-D-Visualisierung, und fungieren als Forschungspartner von Hochschulen.

KAROSSERIE-ENTWICKLUNG

Die Karosserie-Entwicklung ist geprägt von zukünftigen CO2-Emissionsobergrenzen, Gewichtsreduktion durch Leichtbau in modernen Automobilen oder Flugzeugen, Materialkompetenz bei Faserverbundstoffen, hochfesten Stählen sowie Aluminium oder neuesten Entwicklungen in Licht und Sicht. Bertrandt bietet seinen Kunden kompetente und Erfolg versprechende Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen in der Karosserie-Entwicklung. Das tiefe und breite Leistungsspektrum in der Entwicklung Karosserie basiert bei uns auf den Säulen Rohbau, Exterieur und Interieur.

INTERIEUR-ENTWICKLUNG

Eine zentrale Rolle im Entstehungsprozess von Automobilen und Flugzeugen nimmt die Entwicklung des Interieurs ein. Ob Autositz oder Cockpit - Automobilhersteller nutzen Design-Elemente und Oberflächenbeschaffenheiten im Interieur zunehmend als Differenzierungsmerkmale. Ergonomie, Komfort, Sicherheit und Funktionalität prägen das Design der Innenräume. Komplexe Komponenten- und Modulumfänge im Innenraum - zum Beispiel die Instrumententafel im Cockpit, Verkleidungsteile wie Hard- und Soft-Trim oder komplette Sitzanlagen - werden daher bei Bertrandt durchgängig bearbeitet. Von der Idee bis zur optimalen Lösung.

ELEKTRONIK-ENTWICKLUNG

Bereits heute haben Software sowie elektrische und elektronische Komponenten einen hohen Wertschöpfungsanteil bei der Fahrzeugentwicklung. Der Grund ist die zentrale Rolle der Mechatronik und Elektronik hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Mobilität. Das Auto der Zukunft wird noch mehr Technologie und Innovationen, noch mehr Elektrik und Elektronik erfordern. Die Komplexität der Anforderungen in der Automobil- und Luftfahrtentwicklung nimmt zu. Die Automobil-Elektronik erstreckt sich über den gesamten Bereich des Produktentstehungsprozesses - von der Anforderung über die Elektronik-Entwicklung bis hin zur Integration und Absicherung auf Komponenten-, System- und Fahrzeugebene. Diese Entwicklungsschritte bietet Bertrandt für nahezu alle Fahrzeug-Elektronik-Domänen an. Dabei bewegen wir uns in den klassischen Themengebieten wie Infotainment, Komfort, Fahrwerk, Bordnetze etc. bis hin zu den aktuellen und neuen Herausforderungen rund um elektrifiziertes Fahren und Vernetzung des Fahrzeugs (Car2X) in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, automatisiertes Fahren, Onlinedienste/Apps und Infrastrukturen/IT.

POWERTRAIN-ENTWICKLUNG

Steigende Ansprüche an die Fahrdynamik bei niedrigen Emissionen und geringerem Verbrauch - das sind die Herausforderungen für die Motoren-Entwicklung. Wesentliche Innovationsträger sind neue und alternative Antriebsstränge, beispielsweise Hybrid- oder Elektroantriebe, aber auch der Ausbau vorhandener Konzepte. Vor allem in den Bereichen Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektroantrieb muss ein Entwicklungsdienstleister fachübergreifende Kompetenz beweisen. Bauteilentwicklung, Thermodynamik, Motorsteuerung und Thermomanagement sind hierfür die wesentlichen Leistungsfelder bei Bertrandt. Entwicklungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Motorapplikation, Abgasnachbehandlung, Reduzierung von Emissionen, Downsizing und Elektrifizierung des Antriebsstrangs.

FAHRWERKSENTWICKLUNG

Anforderungen an Fahrdynamik, Fahrkomfort und Fahrverhalten prägen den Charakter eines Automobils. Der steigende Einsatz elektronischer Fahrregelsysteme und Fahrerassistenzsysteme bedingt eine starke Einbindung der Elektronik-Entwicklung in den Entwicklungsprozess. Auch Energieeffizienz und Verlustleistungsminimierung im Fahrwerk haben einen erheblichen Einfluss auf die CO2-Reduzierungspotenziale im Fahrzeug. Unsere Kunden können uns im Bereich Fahrwerk zu allen Teilprozessen beauftragen - von der Entwicklung mechanischer und mechatronischer Komponenten bis hin zur Konzeption und Erprobung von Fahrwerkseigenschaften. Auch in den Bereichen Achsen, Lenkung und Bremsen ist Bertrandt ein verlässlicher Partner.

SIMULATION

Um den Ansprüchen unserer Kunden nach kürzeren Entwicklungszeiten zu entsprechen, wird bei Bertrandt im simultanen Engineering gearbeitet. Durch den gezielten Einsatz virtueller CAE-Methoden stellen unsere Berechnungsingenieure bereits in frühen Entwicklungsstadien die Weichen für das Erreichen der funktionalen Ziele, wie zum Beispiel Crash-Performance, Insassenschutz, Steifigkeits- und Komfortverhalten. Der Fokus im Fachbereich Simulation liegt auf der virtuell getriebenen Entwicklung mit der robusten Erreichung funktionaler Ziele.

VERSUCH/ERPROBUNG

Zukunftsfähigkeit erfordert die Entwicklung und Erprobung neuer Realitäten und Lösungen. Um für unsere Kunden ein optimales und wegweisendes Ergebnis sicherzustellen, prüft, testet und validiert Bertrandt realitätsnah, kompromisslos und ausgesprochen erfinderisch, was die Entwicklung neuer und härtester Testsysteme und Testverfahren betrifft: mit dem klaren Ziel und Versprechen, Kunden mit Know-how und wegweisenden Testsystemen zu unterstützen - vom ersten Konzept bis zur kompletten Fahrzeugerprobung. Je besser und früher das Produkt messgenau und reproduzierbar geprüft und einer Validierung unterzogen werden kann, desto kürzer die Entwicklungszeit, desto größer die Kosteneinsparung und desto höher die Wirtschaftlichkeit. Ob es um Funktionsabsicherung und Lebensdauertests geht, um Umweltsimulation, Funktionserprobung von Tanksystemen, Shed-Messungen oder Fahrzeugerprobung - Bertrandt ist in allen Disziplinen ein erfahrener Testing-Partner.

ENTWICKLUNGSBEGLEITENDE DIENSTLEISTUNGEN

Steigende Qualitätsanforderungen und eine hohe Prozess-Sicherheit spielen bei Automobilherstellern und -zulieferern eine große Rolle. Genau hier setzen die Entwicklungsbegleitenden Dienstleistungen von Bertrandt an. Unser Leistungsspektrum gliedert sich in vier Haupt-Kompetenzfelder: Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement und Logistik. Unsere Kunden unterstützen wir entlang der gesamten Prozesskette bis in den Bereich Aftersales, unter anderem bei Datenmanagement, Lean-Management, Industrial Engineering, Produktionsplanung, Logistikplanung und der Materialfluss-Simulation.

WIRTSCHAFTSBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Zu Beginn des Bertrandt-Geschäftsjahres 2015/2016 nahm die globale wirtschaftliche Dynamik den Experten der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose zufolge spürbar ab. Hauptursache hierfür war die fortgesetzte Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China im vierten Quartal 2015. Hinzu kam, dass die USA ebenso wie die EU nur ein leichtes Wachstum verzeichnen konnten. In der Gesamtbetrachtung konnte China sein Wirtschaftswachstum in 2015 mit 6,9 Prozent fortsetzen, allerdings auf wiederholt niedrigerem Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Für die USA verzeichneten die Experten im gleichen Zeitraum ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union konnten um 2,2 Prozent zulegen.

In der ersten Jahreshälfte 2016 verharrte die Weltwirtschaft weiter auf diesem Niveau, erholte sich in den Sommermonaten jedoch zusehends. Vor allem die USA konnten ihr Wachstum wieder beschleunigen, aber auch China, wo wirtschaftspolitische Maßnahmen ihre Wirkung entfalteten. Die Europäische Union indes wurde durch die Ergebnisse der Abstimmung zum Austritt Großbritanniens aus dem Wirtschaftsraum negativ beeinflusst. Vor diesem Hintergrund erwarten die Experten für 2016 in den USA einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,6 Prozent. China verlangsamt aller Voraussicht nach weiter sein Wachstum und kommt auf ein Plus von 6,5 Prozent. Die EU kann der Prognose zufolge um 1,6 Prozent zulegen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zeigte sich indes stabil und wurde mehrheitlich vom starken Binnenkonsum getragen. Die deutsche Wirtschaft konnte daher in 2015 ein Wachstum von 1,7 Prozent verzeichnen. In der ersten Jahreshälfte 2016 steigerte sich das Bruttoinlandsprodukt dann verhältnismäßig stark. Maßgeblich dafür war die zunehmende Nachfrage vor allem aus Asien und aus Osteuropa. Allerdings verringerte sich das Expansionstempo im Verlauf des Jahres wieder deutlich, so dass nach Schätzung der Experten 2016 das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 1,9 Prozent zunehmen dürfte.

ENTWICKLUNG AUTOMOBILINDUSTRIE

In 2015 konnten laut dem Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) in den USA und China jeweils neue Höchststände bei den Pkw-Neuzulassungen verzeichnet werden. Westeuropa legte ebenfalls kräftig zu und erreichte das beste Niveau seit fünf Jahren. Der US-Markt konnte 2015 einen neuen Rekordwert von 17,4 Mio. neu zugelassenen Light-Vehicles verzeichnen. Dies entsprach einem Plus von sechs Prozent. Der Pkw-Absatz in China stieg um neun Prozent auf gut 20 Mio. Einheiten. Der westeuropäische Markt erzielte mit 13,2 Mio. neu zugelassenen Pkw ein Wachstum von neun Prozent. - der Weltmarkt überschritt die Marke von 78 Mio. Neuwagen.

Bis zum Ende des Bertrandt-Geschäftsjahres am 30. September 2016 setzte sich der weltweit positive Trend für die Automobilbranche weiter fort. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres stieg der Absatz von Light-Vehicles in den USA leicht auf rund 13 Mio. Einheiten, was einem Plus von 0,4 Prozent entspricht. In China hielt die dynamische Entwicklung weiter an, die Neuzulassungszahlen stiegen um 17,7 Prozent auf fast 16,2 Mio. Pkw. Der westeuropäische Markt konnte ebenfalls weiter auf rund 10,8 Mio. Neuzulassungen wachsen und lag damit 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der VDA mit einem globalen Neuwagenabsatz von rund 80,6 Mio. Pkw, was einem Anstieg um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde.

Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie stieg laut VDA in 2015 um zehn Prozent auf 404,4 Mrd. EUR. Dabei erreichte der Exportanteil 263,3 Mrd. EUR (plus 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr), der Inlandsumsatz belief sich auf 141,1 Mrd. EUR (acht Prozent Wachstum in 2014). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Beschäftigten 2015 um gut zwei Prozent auf 792.500. Das fünfte Jahr in Folge konnten mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Die deutsche Automobilindustrie behielt auch das hohe Niveau ihrer Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei. Im Jahr 2014 investierte die Branche insgesamt 34,3 Mrd. EUR - ein Zuwachs von acht Prozent gegenüber 2013. In einem intensiven globalen Wettbewerbsumfeld schaffen die Unternehmen so die Grundlagen für ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre technologische Spitzenstellung. Der Standort Deutschland spielt dabei eine besondere Rolle. Die inländischen Aufwendungen stiegen hier in 2014 besonders stark - um gut 14 Prozent auf 19,7 Mrd. EUR. Davon entfielen etwa zwei Drittel auf die Fahrzeughersteller und ein Drittel auf die Zulieferer. Für 2015 schätzt der VDA, dass die Automobilindustrie ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung an den deutschen Standorten nochmals um fünf Prozent auf 20,6 Mrd. EUR gesteigert hat. Im Gegensatz zur Produktion, die bereits zu mehr als 60 Prozent an ausländischen Standorten erfolgt, tätigte die deutsche Automobilindustrie mit 57 Prozent den Großteil der weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Inland.

ENTWICKLUNG LUFTFAHRTINDUSTRIE

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) ermittelte für 2015 ein Umsatzwachstum der Branche von acht Prozent. Damit wurde mit 34,7 Mrd. EUR ein neues Allzeithoch erreicht (Vorjahr: 32,1 Mrd. EUR). Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf 106.800, ein Plus von einem Prozent im Vergleich zu 2014. Der Exportanteil stieg auf 70 Prozent (Vorjahr 60 Prozent). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stagnierten mit 4,2 Mrd. EUR in 2015 (Vorjahr 4,3 Mrd. EUR). Das entspricht einem Anteil von 12 Prozent des Branchenumsatzes. Investitionsschwerpunkte sind weiterhin Produktweiterentwicklungen für laufende Flugzeugprogramme.

Wichtig für die Branche sind wie in den Vorjahren das globale Wirtschaftswachstum, der staatlich reglementierte Umweltschutz und die gesunkenen Treibstoffpreise. Die beiden großen Luftfahrtkonzerne Boeing und Airbus sehen daher den globalen Wachstumstrend in der Zivilluftfahrt nach wie vor ungebrochen. Eine aktuelle Langfristprognose von Boeing schätzt, dass sich der weltweite Bedarf an neuen Zivilflugzeugen im Zeitraum von 2016 bis 2035 auf bis zu 39.620 Stück beläuft. Dies entspricht einem aktuellen Marktwert von annähernd 5,3 Bill. EUR. Airbus geht für den gleichen Zeitraum von einem etwas geringeren Volumen aus und prognostiziert 33.070 neue zivile Flugzeuge bis 2035. Den Marktwert beziffert Airbus dabei auf rund 4,6 Bill. EUR.

ENTWICKLUNG ANDERE INDUSTRIEN

Die fortgesetzten geopolitischen Spannungen beeinflussten ebenso wie die Umbrüche im Euroraum und das weiterhin verhaltene Wachstum in den Schwellenländern die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Die monatliche Entwicklung in den einzelnen Branchen zeigte sich hierbei hochvolatil. Für die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie stellte sich die wirtschaftliche Entwicklung im Einzelnen folgendermaßen dar:

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ermittelte für das Jahr 2015 einen Branchenumsatz von rund 218 Mrd. EUR, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent entspricht. Angesichts eines schwachen weltwirtschaftlichen Umfeldes und anhaltender politischer Krisen rechnen die Verbandsexperten für 2016 lediglich mit einer leichten Steigerung des Branchenumsatzes auf 220 Mrd. EUR, was rund einem Prozent Wachstum entsprechen würde.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) konnte in 2015 einen Umsatzanstieg um 4,1 Prozent auf 178,9 Mrd. EUR für die Branche vermelden. Für das Jahr 2016 rechnen die Verbandsexperten allerdings mit einem weniger dynamischen Wachstum von rund zwei Prozent auf etwa 182 Mrd. EUR.

Der Fachverband Medizintechnik des Deutschen Industrieverbands für optische, medizinische und mechatronische Technologien e. V. (SPECTARIS) meldete einen Gesamtumsatz von 27,6 Mrd. Euro für das Jahr 2015. Die Umsatzsteigerung von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr basierte auf starken Zuwächsen beim Inlandsgeschäft. Trotz gestiegener Unsicherheiten erwartet der Branchenverband auch für 2016 ein Umsatzwachstum, jedoch auf geringerem Niveau.

Der Umsatz im Bereich der Energietechnik stieg 2015 um 3,4 Prozent auf 12,6 Mrd. EUR, wie der Fachverband Energietechnik des ZVEI berichtete. Für 2016 gehen die Branchenexperten von einem Anstieg des globalen Marktes für Energietechnik von drei Prozent aus analog dem Vorjahr.

ENTWICKLUNG ENGINEERINGMARKT

Nach einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk ist der Markt für Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland 2015 über alle Industriesektoren hinweg um fünf Prozent auf 9,8 Mrd. Euro gewachsen. Die Branche steht dabei jedoch vor großen Herausforderungen, da sich die größte Kundengruppe - Automobilhersteller und -zulieferer - sich aktuell strategisch neu ausrichten. Die Fokussierung auf Digitalisierung und Elektrifizierung des Antriebs hat direkte Auswirkungen auf die Kundennachfrage und die Anforderungen, die an Entwicklungsdienstleiter gestellt werden. Daher führten Leistungsangebote der Unternehmen in den Bereichen Elektrik und Elektronik sowie Embedded Systems im direkten Vergleich zu einer stärkeren Umsatzentwicklung. Die Marktforscher stellten in diesem Zusammenhang auch fest, dass Unternehmen, die aufgrund ihrer Marktposition und Größe in der Lage waren, größere Aufgabenpakete zu übernehmen, im Vergleich stärkere Umsatzgewinne verzeichnen konnten. Eine weitere Marktkonsolidierung erscheint den Experten daher wahrscheinlich. Für 2016 wird erwartet, dass sich der positive Trend mit einem Wachstum von 4,8 Prozent auf rund 10,3 Mrd. Euro fortsetzt.

GESCHÄFTSVERLAUF

ERTRAGSLAGE

Bertrandt konnte unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen Umsatz und Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr steigern. Basis für das Wachstum sind die strategische Ausrichtung des Bertrandt-Konzerns und eine kundenorientierte Marktbearbeitung mit konzernübergreifenden Fachbereichen. Eine angepasste Kapazitätssteuerung, ein gezieltes Kostenmanagement sowie Programme zur Effizienzsteigerung tragen darüber hinaus zur positiven Ertragslage von Bertrandt bei.

GESAMTLEISTUNG

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent auf 992.021 TEUR (Vorjahr 934.787 TEUR). Das Wachstum erstreckte sich über alle Segmente hinweg. Die Tochtergesellschaften im Ausland entwickelten sich weiter positiv und verzeichneten insgesamt einen Umsatzanstieg von 18,9 Prozent auf 108.103 TEUR (Vorjahr 90.889 TEUR). Zurückzuführen ist dies vor allem auf die sich weiter verbessernde Kundennachfrage in Frankreich und den USA. Die Gesamtleistung stieg von 935.259 TEUR im Vorjahr auf 992.693 TEUR.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr lag die Umsatzsteigerung damit leicht unterhalb der gegebenen Prognose und der vom Management angekündigten Bandbreite von sieben bis zehn Prozent.

AUFWANDSKENNZAHLEN

Im Vergleich zum Vorjahr stellten sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2015/2016 wie folgt dar: Der projektbezogene Materialaufwand belief sich auf 98.097 TEUR (Vorjahr 88.089 TEUR). Durch den fortgesetzten Mitarbeiteraufbau wuchs der Personalaufwand um 5,3 Prozent auf 695.681 TEUR (Vorjahr 660.357 TEUR). Die Personalaufwandsquote betrug 70,1 Prozent (Vorjahr 70,6 Prozent). Die Abschreibungen stiegen aufgrund des zukunftsorientierten Ausbaus von Infrastruktur und technischen Anlagen von 25.193 TEUR auf 29.725 TEUR. Die Abschreibungsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 3,0 Prozent (Vorjahr 2,7 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 87.796 TEUR (Vorjahr 83.306 TEUR). Sie nahmen im Berichtszeitraum um 5,4 Prozent zu. In Relation zur Gesamtleistung sanken sie im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 8,8 Prozent (Vorjahr 8,9 Prozent).

VERBESSERTES BETRIEBSERGEBNIS

Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte Bertrandt ein Betriebsergebnis in Höhe von 92.865 TEUR (Vorjahr 91.637 TEUR) und eine Marge von 9,4 Prozent (Vorjahr 9,8 Prozent) erwirtschaften. Das erhöhte Betriebsergebnis lässt sich im Wesentlichen auf den erweiterten Geschäftsumfang verbunden mit einem konsequenten Kostenmanagement zurückführen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten ein Betriebsergebnis in Höhe von 11.611 TEUR (Vorjahr 4.753 TEUR).

Die positive Ausweitung des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2015/2016 erreichte somit nicht ganz wie im letzten Geschäftsbericht prognostiziert ein ähnliches Niveau wie in den vorangegangenen beiden Jahren. Das Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz lag ebenso in der vom Management angegebenen Bandbreite von acht bis 10,5 Prozent.

FINANZERGEBNIS

Aufgrund des im November 2015 begebenen Schuldscheindarlehens stiegen die Finanzierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2015/2016 auf 2.365 TEUR (Vorjahr 239 TEUR). Das übrige Finanzergebnis belief sich auf 1.124 TEUR (Vorjahr 245 TEUR). Im Resultat fiel das Finanzergebnis mit -1.378 TEUR negativ aus (Vorjahr 33 TEUR).

ERGEBNIS NACH ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bewegte sich mit 91.487 TEUR auf Vorjahresniveau (91.670 TEUR). Bei einem Ertragsteuer-Aufwand von 26.205 TEUR (Vorjahr 27.784 TEUR) sank die Steuerquote im Berichtszeitraum auf 29,2 Prozent (Vorjahr 30,7 Prozent). Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 63.608 TEUR (Vorjahr 62.636 TEUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 6,30 Euro (Vorjahr 6,21 Euro).

ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN

Bertrandt gliedert seine Geschäftsfelder in die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die Segmente erzielten im Geschäftsjahr 2015/2016 mehrheitlich eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Modulen und Komponenten umfasst, steigerte seinen Umsatz von 556.327 TEUR im Vorjahr auf 579.985 TEUR. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent. Das Betriebsergebnis in diesem Segment trägt einen großen Teil zum Gesamtbetriebsergebnis bei. Im Berichtszeitraum betrug es 47.835 TEUR (Vorjahr 48.071 TEUR).

Im Segment Physical Engineering werden Bereiche wie beispielsweise Modellbau, Versuch, Fahrzeugbau sowie Rapid Prototyping gebündelt. Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte der Umsatz des Segments um 7,9 Prozent auf 207.344 TEUR gesteigert werden (Vorjahr 192.163 TEUR). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Betriebsergebnis um 128 TEUR auf 22.689 TEUR (Vorjahr 22.561 TEUR).

Das Segment Elektrik/Elektronik konnte einen Umsatz von 204.692 TEUR (Vorjahr 186.297 TEUR) erzielen. Dies entspricht einem Wachstum von 9,9 Prozent. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Betriebsergebnis. Es belief sich auf 22.341 TEUR (Vorjahr 21.005 TEUR).

Die Entwicklung der Segmente entsprach damit nur teilweise den Erwartungen aus dem Prognoseteil des letztjährigen Geschäftsberichts. Der Bereich Digital Engineering entwickelte sich aufgrund der volatilen Kundennachfrage in diesem Bereich bezüglich Umsatz und Betriebsergebnis verhaltener als erwartet. Das Segment Physical Engineering und das Segment Elektrik/Elektronik hingegen entwickelten sich wie prognostiziert.

VERMÖGENSLAGE

Der Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund der Investitionen und der durch das Schuldscheindarlehen erhöhten liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 35,6 Prozent auf 763.314 TEUR (Vorjahr 563.009 TEUR). Auf der Aktiv-Seite nahmen im Vergleich zum Vorjahr die langfristigen Vermögenswerte aufgrund des gestiegenen Sachanlagevermögens um 49.613 TEUR auf 271.790 TEUR zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich aufgrund der liquiden Mittel aus dem Schuldscheindarlehen und des ausgeweiteten Geschäftsvolumens von 340.832 TEUR im Vorjahr auf 491.524 TEUR erhöht. Die liquiden Mittel stiegen von 13.068 TEUR auf 159.821 TEUR. Ebenso nahmen die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 186.339 TEUR im Vorjahr auf 214.851 TEUR zu. Auf der Passiv-Seite stiegen die langfristigen Schulden aufgrund der Finanzschulden aus dem Schuldscheindarlehen auf 237.784 TEUR (Vorjahr 37.485 TEUR).

SOLIDE EIGENKAPITALBASIS

Die Erhöhung des Eigenkapitals auf der Passiv-Seite um 37.630 TEUR auf 357.936 TEUR ist auf die positive Ergebnislage und die konsequente Politik der Thesaurierung in Kombination mit einer attraktiven Dividendenkontinuität von 40 Prozent Ausschüttungsquote vom Ergebnis nach Ertragsteuern zurückzuführen. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 46,9 Prozent (Vorjahr 56,9 Prozent). Mit dieser Kennzahl gehört Bertrandt zu den substanzstarken Unternehmen der Automobilbranche.

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement bei Bertrandt hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.

CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Bertrandt verzeichnete im Geschäftsjahr 2015/2016 eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Zunahme der Mittelbindung im Working Capital was den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv beeinflusste. Daher stieg dieser anders als prognostiziert stärker als die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Er belief sich im Berichtszeitraum auf 90.631 TEUR (Vorjahr 36.967 TEUR). Bedingt durch die leicht gesunkenen Investitionen sank auch der Cashflow aus Investitionstätigkeit. Im ersten Halbjahr des Berichtszeitraumes reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen aus künftigen Fertigungsaufträgen überdurchschnittlich und beeinflussten so den Free Cashflow positiv. Im Ergebnis wurde daher ein positiver Free Cashflow in Höhe von 10.952 TEUR (Vorjahr -45.346 TEUR) erwirtschaftet.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen verblieben 2015/2016 weiterhin auf hohem Niveau und beliefen sich auf insgesamt 76.372 TEUR (Vorjahr 73.909 TEUR). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sanken um 584 TEUR auf 5.635 TEUR. Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 1.397 TEUR (Vorjahr 4.789 TEUR). Insgesamt summierten sich die Investitionen im Berichtszeitraum damit auf 83.404 TEUR (Vorjahr 84.917 TEUR). Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2016/2017 von einem geringeren Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr aus.

Das Ziel dieser Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen ist die kundenorientierte Abrundung unseres Leistungsspektrums. Mit modernen technischen Einrichtungen werden an unseren Standorten bestehende Kompetenzen weiter ausgebaut. Aber auch innovative Themen sollen verstärkt mit neuen Investitionen erschlossen werden, beispielsweise die Bereiche Akustik, Sicherheit oder Antriebstechnologie. Dieses flächendeckende Wachstum in neue wie auch bestehende Kompetenzfelder über die gesamte Bertrandt-Gruppe hinweg ermöglicht es uns, weitere Teile des automobilen Entwicklungsprozesses zu durchdringen und unsere Marktpositionierung als Technologiekonzern weiter zu festigen und auszubauen. Die Finanzierung zukünftiger Investitionen für den Auf-und Ausbau des Leistungsspektrums wird durch die Mittel aus dem Schuldscheindarlehen, gesicherte Kreditlinien und die gute Innenfinanzierungskraft des Bertrandt-Konzerns ermöglicht.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Bertrandt verzeichnete trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015/2016. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Umsatzerlöse und Ertragslage des Unternehmens konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 46,9 Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Aufgrund der guten Kapitalbasis und der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

PERSONALMANAGEMENT

Weltweit waren zum Stichtag 12.912 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 12.367) bei Bertrandt beschäftigt. Dies ist der höchste Mitarbeiterstand in der Unternehmensgeschichte. Zum 30. September 2016 waren 11.363 Mitarbeiter (Vorjahr 11.057) in Deutschland und 1.549 (Vorjahr 1.310) im Ausland tätig. Der Mitarbeiterzuwachs erfolgte über alle Unternehmensbereiche und Standorte hinweg.

Damit erarbeiten annähernd 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Kunden im In- und Ausland maßgeschneiderte Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Die zentralen Leitmotive der Bertrandt-Unternehmenskultur sind dabei Teamgeist, flache Hierarchien, ein mitarbeiterfreundliches Umfeld, Flexibilität, Dynamik und Leistung. Sie ermöglichen Wachstum und Vorankommen, das weit über in Zahlen messbare Erfolge hinausgeht.

Werte wie Loyalität, Vertrauen und unternehmerisches Denken prägen das Miteinander bei Bertrandt. Doch ein gutes Betriebsklima kann nur dann vorherrschen, wenn die angestrebten Werte auch gelebt werden. Eine Verantwortung, die jede Mitarbeiterin und Mitarbeiter im Unternehmen trägt, jeden Tag und von Anfang an.

Dass Bertrandt ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber ist, bestätigte sich im Berichtszeitraum von unabhängiger Stelle erneut: Im trendence Graduate Barometer 2016 - Engineering Edition - wurde das Unternehmen seit 2012 kontinuierlich unter die 100 beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland gewählt. Bertrandt verbesserte sich im aktuellen trendence Graduate Barometer im Vergleich zum Vorjahr um sechs Plätze und belegt nun Rang 84.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 bekam Bertrandt zudem zwei weitere Auszeichnungen. Das Wirtschaftsmagazin „brand eins Wissen“ und das Statistik-Portal „Statista“ ermittelten die innovativsten Unternehmen Deutschlands. Bertrandt wurde in den Kategorien „Produkte & Dienstleistungen“, „Prozesse“ und „Unternehmenskultur“ als besonders fortschrittlich eingestuft und erhielt die Auszeichnung „Innovator des Jahres 2016“. Außerdem verlieh der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. Bertrandt das Forschungssiegel „Innovativ durch Forschung“. Seit 2014 würdigt der Verband mit diesem Siegel forschende Unternehmen in Deutschland für ihre besondere Verantwortung, die sie für Staat und Gesellschaft übernehmen.

PERSONAL-RECRUITING

Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen spricht Bertrandt potenzielle Mitarbeiter mit einer Employer-Branding-Kampagne auf zahlreichen Veranstaltungen gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Vielschichtige Projekte sowie das tiefe und breite Leistungsspektrum bieten Spezialisten, berufserfahrenen Ingenieuren und Technikern sowie Hochschulabsolventen interessante Aufgaben in technologischen Schlüsselbranchen. Hierzu hat Bertrandt seine Aktivitäten auch im Bereich Social Media im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut.

WEITERBILDUNG

Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen fortlaufend Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen und methodischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,3 Mio. EUR (Vorjahr 11,9 Mio. EUR) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte investiert.

AUSBILDUNG

Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit Hochschulen fördert Bertrandt den eigenen Nachwuchs. Beispielsweise bilden wir auch akademische Nachwuchskräfte in der Elektromobilität aus. Zum 30. September 2016 absolvierten 366 Kolleginnen und Kollegen im Bertrandt-Konzern eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.

NACHTRAGSBERICHT

In einem Nachtragsbericht sind Vorgänge von besonderer Bedeutung zu nennen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Derartige Vorgänge haben nach dem 30. September 2016 nicht stattgefunden.

KONZERNORGANISATION UND -STEUERUNG

INTERNATIONALE KONZERNSTRUKTUR

Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der national und international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, China, England, Frankreich, Österreich, Rumänien, Spanien, der Türkei, Ungarn und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, eingebunden. Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.

WERTSTEIGERUNG IM FOKUS

Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben dem Umsatz das Betriebsergebnis und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289a HANDELSGESETZBUCH (HGB)

RELEVANTE UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

Bertrandt richtet sein unternehmerisches Handeln an der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland wie auch den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die das Wertesystem und die Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln.

COMPLIANCE

Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit, Verlässlichkeit und Fairness nachhaltig überzeugen. Nach unserem Verständnis sind hierfür die Einhaltung der gesetzlichen Regeln sowie der unternehmensinternen Richtlinien und ethischen Grundsätze (Compliance) unverzichtbar. Die Bertrandt-Unternehmenskultur ist auf diese Prinzipien ausgerichtet, wobei wir uns seit jeher nicht nur an gesetzliche Bestimmungen gebunden fühlen. Auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur und zugleich die Richtschnur, an der sich Entscheidungen ausrichten. Im Zentrum stehen dabei unter anderem die Integrität des Geschäftsverkehrs, der Schutz unseres Wissensvorsprungs, die Einhaltung des Kartellrechts und aller außenhandelsrelevanten Vorschriften, eine ordnungsgemäße Aktenführung und Finanzkommunikation, sowie Chancengleichheit und das Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird bei Bertrandt kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht.

UNSER WERTESYSTEM: DAS BERTRANDT-LEITBILD

Bertrandt ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und wird durch ein klares und eindeutiges Wertesystem geprägt. Die Eckpfeiler sind Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit, Klarheit und Vertrauen in die Menschen. Aus diesem Wertesystem wurde bereits im Jahr 1996 das sogenannte Bertrandt-Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild, das 2004 aktualisiert wurde, ist die Richtschnur für die Unternehmensstrategie, für unser tägliches Handeln und unsere soziale Verantwortung. Mit dem Leitbild soll nicht nur das Miteinander innerhalb des Bertrandt-Konzerns, sondern auch das Füreinander hinsichtlich unserer Kunden und Aktionäre geregelt werden. Engagement und Vertrauen sind hierbei Werte, die Bertrandt jeden Tag aufs Neue betont. Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung prägen die tägliche Zusammenarbeit. Das Leitbild veranschaulicht unseren Aktionären, Kunden, der Öffentlichkeit und den Beschäftigten die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Bertrandt ist für seine Kunden, Aktionäre und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein langjähriger, verlässlicher Partner. Das Leitbild der Gesellschaft ist unter: http://www.bertrandt.com/fileadmin/data/downloads/00_Unternehmen/2012-11-05_Bertrandt-Leitbild.pdfverfügbar.

RISIKOMANAGEMENT

Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen besitzt in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken aufzudecken und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance sowie der erforderlichen Unabhängigkeit und Auswahl des Abschlussprüfers.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Rechnungslegung des Bertrandt-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der Bertrandt AG wird nach dem Deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- wie auch des Einzelabschlusses der Bertrandt AG.

Als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrates mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Absatz 5 AktG hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Klaus Bleyer benannt (sogenannter „Financial Expert“).

TRANSPARENZ

Die Aktionäre, sämtliche Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, Investoren, Aktionärsvereinigungen und Medien werden regelmäßig und aktuell über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens informiert. Kommunikationsmedium ist hierbei hauptsächlich das Internet. Alle Personen, die für das Unternehmen tätig sind und bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben, werden über die sich aus dem Insiderrecht ergebenden Pflichten informiert. Die Berichterstattung über die Lage und die Ergebnisse der Bertrandt AG erfolgt durch Quartals-, Halbjahres- und Geschäftsberichte, durch Bilanzpressekonferenzen und die Hauptversammlung und durch Telefonkonferenzen sowie Veranstaltungen mit internationalen Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland.

Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattungen sind im Finanzkalender, der im Internet unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/kalender.html“ zu finden ist, zusammengefasst. Neben dieser regelmäßigen Berichterstattung werden nicht öffentlich bekannte Informationen, die bei der Bertrandt AG eingetreten sind und die geeignet sind, den Börsenkurs der Bertrandt-Aktie erheblich zu beeinflussen, im Rahmen von Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG bzw. ab dem 3. Juli 2016 nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 bekannt gemacht.

ARBEITSWEISE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Der Vorstand tritt gewöhnlich zweiwöchentlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Investitions-, Finanz- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorsitzende des Vorstands den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich. Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, werden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Konzerns, dürfen Vorstandsmitglieder nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats übernehmen.

Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben einen Personal- und einen Prüfungsausschuss gebildet. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Diese Ausschüsse bereiten bestimmte Themenkreise zur Diskussion und Beschlussfassung im Plenum vor. Bei einzelnen Themen wurden die Entscheidungsbefugnisse vom Aufsichtsrat auf die Ausschüsse übertragen. Sie führen Sitzungen bei Bedarf durch.

Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (Stellvertreter) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates finden Sie unter http://www.bertrandt.com/unternehmen/aufsichtsrat.html . Informationen zu den von den Mitgliedern ausgeübten Berufen und Angaben zu den Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind im Geschäftsbericht 2015/2016 (dort Konzern-Abschluss/Konzern-Anhang) enthalten, der unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/finanzberichte.html“ nach seiner Veröffentlichung am 15. Dezember 2016 zugänglich ist.

FESTLEGUNGEN NACH § 76 ABS: 4 UND § 111 ABS. 5 AKTG

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Es sieht vor, dass der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und Vorstand Zielgrößen festzulegen hat. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Erstmals mussten die Zielgrößen bis spätestens 30. September 2015 unter Fristsetzung bis längstens 30. Juni 2017 festgelegt werden.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2015 gemäß § 111 Absatz 5 AktG für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll. Dies entspricht dem Ist-Zustand im Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße.

Der Vorstand der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2015 gemäß § 76 Absatz 4 AktG für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, die jeweils bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden sollen. Die beiden Führungsebenen im Sinne von § 76 Absatz 4 AktG wurden anhand der bestehenden Berichtslinien innerhalb der Gesellschaft unterhalb des Vorstands festgelegt.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat durch Beschluss im September 2015 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für den Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 0 Prozent festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG vom 19. September 2016

„ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄß § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - grundsätzlich entsprochen wurde und wird. Nicht angewandt wurden und werden Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Abs. 3, 4.1.5, 4.2.3 Abs. 3, 4.2.5 Abs. 3 und 4, 5.2 Abs. 2, 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, Ziffer 5.4.2 Satz 1, 5.5.2, 5.5.3 Satz 1 und 7.1.2 Satz 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Bis einschließlich 30. September 2015 wurde zudem von der Empfehlung aus Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgewichen.

Diese Abweichungen von einzelnen Empfehlungen beruhen auf folgenden Erwägungen:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK

Die Bertrandt AG hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Abweichend von Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK sieht diese für die Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor. Die Bertrandt AG hat die Versicherungspolice abgeschlossen, um ihre Interessen in einem hypothetischen Schadensfall abzusichern.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 Hs. 1 und Abs. 3 DCGK

Die variablen Vergütungsteile der Vorstandsmitglieder sind entsprechend der Empfehlung aus Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 Hs. 2 der Höhe nach beschränkt. In Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 Hs. 1 ist jedoch zusätzlich vorgesehen, dass die Vorstandsvergütung „insgesamt“ beschränkt werden soll. Da die den Vorstandsmitgliedern gewährte Festvergütung fest und nicht variabel ist, war nach Auffassung der Gesellschaft mit der Begrenzung der variablen Vergütung auch diese Empfehlung bereits umgesetzt. Höchstvorsorglich wurde für den Zeitraum bis 30. September 2015 insoweit aber auch von dieser Empfehlung eine Abweichung erklärt. Mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2015 wurde die Vorstandsvergütung durch entsprechende Änderung der Anstellungsverträge aller Vorstandsmitglieder auch insgesamt auf einen Höchstbetrag beschränkt; die vorsorgliche Einschränkung der Entsprechenserklärung kann seitdem entfallen.

Von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK wurde und wird abgewichen. Der Aufsichtsrat strebt für die Vorstandsmitglieder kein bestimmtes „Versorgungsniveau“ im Ruhestand an, sondern eine markt- und unternehmenskonforme Vergütung der aktiven Tätigkeit. Versorgungszusagen werden daher grundsätzlich nicht gewährt. Sie bestehen, wie seit vielen Jahren auch im Geschäftsbericht ausgewiesen, lediglich gegenüber einem aktiven und einem ehemaligen Vorstandsmitglied.

Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 DCGK

Eine Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder erfolgt im Umfang der geltenden gesetzlichen Vorschriften. Die Hauptversammlung hatte am 18. Februar 2009 die Fortführung der langjährigen Berichtspraxis durch einen weiteren sogenannten Nichtoffenlegungsbeschluss nach den Bestimmungen des Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetzes vom 10. August 2005 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 ermöglicht. Für das am 1. Oktober 2015 beginnende Geschäftsjahr wird von den Empfehlungen aus Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgewichen; durch die geltenden gesetzlichen Vorschriften, die uneingeschränkt zur Anwendung kommen, wird eine hinreichende Transparenz der Vorstandsvergütung erreicht.

Ziffer 5.2 Abs. 2 DCGK

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist bereits seit vielen Jahren zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Dies hat sich bewährt, weshalb von Ziffer 5.2 Abs. 2 DCGK abgewichen wurde und wird.

Ziffer 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.4.2 Satz 1 sowie 4.1.5 DCGK

Von Ziffern 5.3.2 Satz 3, 5.4.1 Abs. 2 und 3, 5.4.2 Satz 1 sowie 4.1.5 des DCGK wurde und wird abgewichen. Für die Bertrandt AG kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von anderen Führungspositionen im Unternehmensinteresse vorrangig auf die Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnisse des Einzelnen an.

Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass ihrem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl von unabhängigen Mitgliedern angehört. Nachde m aber der Begriff „unabhängige Mitglieder“ noch nicht abschließend geklärt ist, erklärt die Gesellschaft aufgrund des Umstands, dass drei der vier von der Kapitalseite bestellten Mitglieder, unter diesen der Aufsichtsratsvorsitzende, bereits drei und mehr Wahlperioden im Aufsichtsrat sitzen, höchstvorsorglich eine Abweichung von den Ziffern 5.3.2 Satz 3, 5 .4.2 Satz 1 DCGK und 5.4.1 Abs. 2 DCGK. Mit Rücksicht darauf hat die Gesellschaft auch keine Regelgrenze der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat im Sinne von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK festgelegt.

Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK

Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung die Behandlung von Interessenkollisionen eigenständig und abweichend von den Empfehlungen in den Ziffern 5.5.2 und 5.5.3 Satz 1 DCGK geregelt. Die Geschäftsordnung verpflichtet jedes Aufsichtsratsmitglied, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen; der Aufsichtsratsvorsitzende ist zur Offenlegung gegenüber seinem Stellvertreter verpflichtet. Diese Bestimmungen gehen über Ziffer 5.5.3 Satz 1 DCGK hinaus und differenzieren nicht danach, ob Interessenkonflikte wesentlich oder nur vorübergehend sind, sondern erfassen jegliche Konflikte. Ein Verzicht auf eine öffentliche Behandlung solcher Mitteilungen soll den Aufsichtsratsmitgliedern im Gesellschaftsinteresse erlauben, mit dem Vorsitzenden auch bloße Anscheinsfälle vertrauensvoll zu erörtern.

Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK

Die Bertrandt AG hat den Bericht für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2015/2016 am 15. Februar 2016 und für das 2. Quartal am 25. Mai 2016 veröffentlicht. Die Bertrandt AG erfüllt mit ihrer Berichterstattung stets die strengen Anforderungen des Prime Standards der Deutschen Börse. Solange der Deutsche Corporate Governance Kodex nicht mit den Regelungen des Prime Standards synchronisiert ist, behält sich die Bertrandt AG vor, von Ziffer 7.1.2 Satz 4 DCGK abzuweichen .

Ehningen, 19. September 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender“

Ehningen, 12. Dezember 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender

Maximilian Wölfle, Stellvertretender Vorsitzender

VERGÜTUNGSBERICHT

VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES VORSTANDS

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen/erfolgsunabhängigen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung setzt sich aus Festvergütung und Nebenleistungen zusammen. Als Festvergütung erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die fixe/erfolgsunabhängige Vergütung belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 668 TEUR (Vorjahr 623 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 330 TEUR (Vorjahr 270 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 330 TEUR (Vorjahr 270 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf 330 TEUR (Vorjahr 270 TEUR). Die variable Komponente ist an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr gekoppelt. Die variable Komponente belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Herrn Dietmar Bichler auf 2.321 TEUR (Vorjahr 2.291 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus auf 1.161 TEUR (Vorjahr 1.145 TEUR), bei Herrn Michael Lücke auf 1.161 TEUR (Vorjahr 1.145 TEUR) und bei Herrn Markus Ruf 1.161 TEUR (Vorjahr 1.145 TEUR). Das Vergütungssystem für den Vorstand ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von § 87 Abs. 1 Satz 2 AktG ausgerichtet. Dementsprechend wird die variable Komponente zum kleineren Teil im darauffolgenden Geschäftsjahr, überwiegend jedoch abhängig von der weiteren Geschäftsentwicklung erst später ausgezahlt (Bonus/Malus-Regelung).

Allen Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind alle Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile der Nebenleistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 15 TEUR (Vorjahr 13 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 23 TEUR (Vorjahr 22 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 14 TEUR (Vorjahr 14 TEUR).

Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 bei Herrn Dietmar Bichler insgesamt 3.004 TEUR (Vorjahr 2.927 TEUR), bei Herrn Hans-Gerd Claus insgesamt 1.505 TEUR (Vorjahr 1.429 TEUR), bei Herrn Michael Lücke insgesamt 1.514 TEUR (Vorjahr 1.437 TEUR), bei Herrn Markus Ruf insgesamt 1.505 TEUR (Vorjahr 1.429 TEUR) und für alle aktiven Vorstandsmitglieder insgesamt 7.528 TEUR (Vorjahr 7.222 TEUR).

Derzeit sind weder Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben noch bestehen entsprechende Planungen.

Die vom Aufsichtsrat umgesetzte Vergütungsstruktur sieht grundsätzlich keine Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente gegenüber Vorstandsmitgliedern vor. Dem entsprechend bestehen solche Zusagen auch nur gegenüber einem aktiven (Herr Dietmar Bichler) sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied, wurzelnd in Zusagen aus der Zeit vor dem Formwechsel der Gesellschaft in die Rechtsform der Aktiengesellschaft. Für Herrn Dietmar Bichler ergibt sich hieraus ein Versorgungsanspruch mit einem Barwert von 4.559 TEUR (Vorjahr 3.225 TEUR). Die Gesellschaft hat hierfür im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.334 TEUR (Vorjahr 163 TEUR) zurückgestellt.

Bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vom 31. Juli 2009 wurde Herrn Dietmar Bichler eine Abfindung in Höhe der Hälfte der im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr bezogenen festen und variablen Vergütung zugesagt, falls er aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet, ohne dass in seiner Person ein Grund gegeben ist, der eine fristlose Kündigung durch die Gesellschaft rechtfertigen würde und die Nichtverlängerung des Vertrages oder der Widerruf der Bestellung nicht auf den eigenen Wunsch von Herrn Bichler zurückzuführen ist.

VERGÜTUNGSSTRUKTUR DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Februar 2014 geändert. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der Bertrandt AG verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 32 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Zweieinhalbfache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende eines Ausschusses des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Vierfache der festen Vergütung. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf insgesamt 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder keine erfolgsorientierte Vergütung mehr.

ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL

ANGABEN ZUM GEZEICHNETEN KAPITAL UND OFFENLEGUNG VON MÖGLICHEN ÜBERNAHMEHEMMNISSEN (§ 315 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 EUR und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile und die unter dem Mitarbeiteraktienprogramm bezogenen Aktien, die einer vertraglichen Sperrfrist unterliegen.

Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:

Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Deutschland: per 3. Juli 2014 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil rund 29 Prozent
Friedrich Boysen Holding GmbH, Altensteig, Deutschland: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent

Im Übrigen verweisen wir auf die weiteren Angaben im Konzernanhang unter Ziffer [46]. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung. Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.

Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 18. Februar 2015 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2020 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.000.000 EUR zu erwerben. Der Vorstand ist ferner von der Hauptversammlung am 20. Februar 2013 ermächtigt worden, gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Bertrandt AG bis zum 31. Januar 2018 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 4.000.000 EUR zu erhöhen.

Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden die relevanten Risiken sowie die Chancen betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS

Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Die vorgegebenen Konzernrichtlinien des Bilanzierungshandbuchs gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen sowie die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das vierstufige interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken.

Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein. Bei der Identifikation der Risiken und der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen arbeiten der Vorstand, die Geschäftsführung der jeweiligen Niederlassung und Zentralfunktionen, wie das Konzerncontrolling, eng zusammen. Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten so alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche oder gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet, mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen und die so erarbeitete Strategie zeitnah von der jeweiligen Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den notwendigen Zentralfunktionen umgesetzt.

Die Bewertung und Identifikation der Risiken erfolgt pro Niederlassung anhand der maximalen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Schadenshöhe beschreibt die Auswirkung auf das Betriebsergebnis der jeweiligen Niederlassung.

Die Kategorien „Schadenshöhe“ sind im Detail:

Gering entspricht einer Schadenshöhe zwischen 50 und 250 TEUR
Mittel entspricht einer Schadenshöhe zwischen 250 und 500 TEUR
Hoch entspricht einer Schadenshöhe zwischen 500 und 1.500 TEUR
Sehr hoch entspricht einer Schadenshöhe über 1.500 TEUR

Die Kategorien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ sind im Detail:

Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent
Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent
Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent
Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent

Darauf aufbauend erfolgen bei den Risiken eine Brutto- und eine Nettobewertung. Bei der Bruttobewertung wird der Risikofall bewertet ohne Berücksichtigung bereits getroffener Gegenmaßnahmen. Die Nettobewertung berücksichtigt die getroffenen Gegenmaßnahmen und ermöglicht somit, die Wirksamkeit der getroffenen Gegenmaßnahmen zu beurteilen. Aus der Multiplikation der Schadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet sich dann der Schadenserwartungswert eines Risikos. Aggregiert für den Gesamtkonzern wird so nach A-, B- oder C-Risiken unterschieden:

A-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 3,0 Mio. EUR
B-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von > 1,5 Mio. EUR
C-Risiko entspricht einem Schadenserwartungswert von < 1,5 Mio. EUR

Die identifizierten Risiken werden mehrmals jährlich aktualisiert und in einem aggregierten Risikobericht dargestellt, der es dem Vorstand ermöglicht, sich einen Überblick der Risikosituation des Konzerns zu verschaffen. Neue Risiken, die zwischen den Aktualisierungsintervallen auftreten, werden gegebenenfalls als Ad-hoc-Risikomeldung erfasst und dem Vorstand berichtet.

Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Diese identifizierten Risiken werden darüber hinaus einer Bewertung unterzogen, um festzustellen, ob es sich um essenzielle Risiken handelt. Darüber hinaus wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, der erwarteten Schadenshöhe und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.

FINANZRISIKEN

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken, Produkthaftungs- und Nachforderungsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls soll durch präventive Bonitätsprüfungen minimiert werden. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nachforderungen des Kunden wird durch ein stringentes Projektmanagement entgegengewirkt. Dieses Risiko wird daher als B-Risiko mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.

ÄNDERUNG DER OUTSOURCINGSTRATEGIE DER OEM UND UMFANG DER VERGEBENEN PROJEKTE

In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien, die zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Zudem zeichnet sich aktuell ein Trend zu mehr Werkverträgen ab. Gleichzeitig steigt der Umfang der Projekte und damit auch die Verantwortung für Bertrandt. Das aus den Großprojekten erwachsende Risiko stuft Bertrandt mit B ein, verbunden mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit. Bertrandt begegnet diesem Risiko mit einem stringenten Projektmanagement. Die Auswirkungen der Gesetzesänderungen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und der Werkvertragsgestaltung sind momentan nicht abschließend bewertbar. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Das Risiko einer kundenseitigen Änderung der Outsourcing-Strategie ist nach Einschätzung von Bertrandt ein Risiko der Kategorie A, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie scheint sich aktuell zu vollziehen. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in eine Reduzierung der Variantenvielfalt münden kann. Entsprechend stellt das Risiko eines Projektstopps oder einer Projektverschiebung für Bertrandt ein B-Risiko dar, die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aber als mittel eingestuft.

PREISENTWICKLUNG

Unsere Kunden achten permanent auf ihre Effizienz und damit auch auf den Preis zugekaufter Entwicklungsdienstleistungen. Zudem wirkt sich hier auch das gesteigerte Maß an Komplexität als Folge der formaljuristischen Anpassungen im Bereich der Werkverträge aus. Ferner wird kundenseitig auch eine partielle Verlagerung von Entwicklungsumfängen in Länder forciert, die ein günstigeres Lohnniveau aufweisen. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Rahmenbedingungen mit einer optimierten Kostenstruktur, einem hohen Maß an Qualität und einer projektbezogenen Standortdiversifikation im Ausland. Ein preislicher Wettbewerb wird demnach dauerhaft bestehen. Daher stuft Bertrandt dies als A-Risiko ein, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

IMPLEMENTIERUNG NEUER PROZESSE

Fester Bestandteil des Geschäftsmodells eines Entwicklungsdienstleisters wie Bertrandt ist die ständige Orientierung an den technischen Bedürfnissen der Kunden. Das bringt die fortlaufende Implementierung neuer Prozesse, Softwaretools und Systeme mit sich. Die fehlerfreie Umsetzung der Einführung ist notwendig, um die obligatorischen Zertifizierungen zu erhalten. Ferner könnte die mangelhafte Umsetzung neuer Prozesse zu Fehlauslastungen führen.

Um diesem Risiko adäquat zu begegnen, hat Bertrandt ein ganzheitliches Managementsystem installiert, um nicht-finanzielle Leistungsindikatoren regelmäßig zu messen und zu beurteilen. Das dient der Erfüllung der Kundenanforderungen sowie der Optimierung und Weiterentwicklung interner Abläufe. Das Managementsystem fokussiert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bertrandt darauf, effektiv und fehlerfrei zu arbeiten und Optimierungspotenzial aufzudecken.

Das Managementsystem wird jährlich von externen Zertifizierungsstellen geprüft. Grundlage bilden die Anforderungen und Vorgaben der folgenden Normen:

DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement
DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement
DIN ISO/IEC 27001 Informationssicherheit mit Prototypenschutz nach VDA
OHSAS 18001 Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement
DIN EN ISO/IEC 17025 für akkreditierte Prüflabore

Die Bewertung der Geschäftsprozesse erfolgt durch das interne Managementsystem aggregiert über die Niederlassungen für den Bertrandt-Konzern. Die Gesamtbewertung repräsentiert den Status der Geschäftsprozesse, die in insgesamt fünf Bewertungsbereiche in Anlehnung an die High-Level-Struktur der neuen Managementsystem-Normen gegliedert ist:

I. Leistung des Managementsystems (zum Beispiel: Zielprozess des Managementsystems und dessen Erreichung, Ergebnisse externer Audits und Begutachtungen, Steuerung der Ressourcen, Umgang mit Änderungen des Unternehmensumfelds)
II. Dienstleistungserbringung (zum Beispiel: Rückmeldungen von Kunden, Reklamationsmanagement, Lieferantenbeziehungen, Projektabwicklung)
III. Kontinuierliche Verbesserung (zum Beispiel: Status von Maßnahmen zur nachhaltigen Fehlerbeseitigung, zur Vorbeugung von potenziellen Fehlern und zur Reaktion auf absehbare Veränderungen, zur Effizienzsteigerung und zum Innovationsmanagement)
IV. Risikomanagement (zum Beispiel: Status und Umgang mit Prozess-, Sicherheits- und Umweltrisiken, insbesondere deren Vorbeugung und Vermeidung, Unternehmenssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz)
V. Mitarbeiter und Human Resources (zum Beispiel: Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsquote, betriebliches Gesundheitsmanagement)

Als Grundlage der Bewertung der Geschäftsprozesse dient eine 100-Punkte-Skala, deren Werte nachfolgend mit folgenden Aussagen verknüpft werden:

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< 50 Der betrachtete Geschäftsprozess weist Abweichungen von den SOLL-Vorgaben auf. Die Ursache für die
Abweichung muss ermittelt und nachhaltige Maßnahmen zur Korrektur müssen eingeleitet werden.
Die Wirksamkeit muss sichergestellt sein.
50 - 75 Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht. Es ist jedoch mit Änderungen und potenziellen
Abweichungen zu rechnen. Es müssen Maßnahmen zur Vorbeugung eingeleitet werden. Die Wirksamkeit
muss sichergestellt sein.
> 75 Der betrachtete Geschäftsprozess ist stabil und beherrscht, die Nachhaltigkeit sowie die Wirksamkeit sind
sichergestellt. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Aufrechterhaltung oder Effizienzsteigerung und
Leistungsoptimierung.

Das durchgeführte Bewertungsverfahren der Geschäftsprozesse des Bertrandt-Konzerns ergibt für das Geschäftsjahr 2015/2016 folgende Ergebnisse für unsere nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:

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Bewertungsbereiche Punkte
I. Leistung des Managementsystems 83
II. Dienstleistungserbringung 93
III. Kontinuierliche Verbesserung 89
IV. Risikomanagement 81
V. Mitarbeiter und Human Resources 85

Die Ergebnisse sind als Indikatoren zur Aussage der Stabilität und der Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse des integrierten Managementsystems von Bertrandt zu bewerten. Die Bewertungsbereiche wurden zur Vorbereitung auf den neuen Normstandard der DIN EN ISO 9001:2015 in einer angepassten, detaillierteren Erhebung zusammengestellt. Alle Ergebnisse der Bewertungsbereiche liegen wie im Vorjahr eindeutig über der 75-Punkte-Grenze, die die Geschäftsprozesse als stabil und beherrscht ausweist und die Nachhaltigkeit sicherstellt. Im Kerngeschäft der Dienstleistungserbringung erzielten wir denselben hohen Wert wie im Vorjahr. Bei der kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse konnten wir unsere Leistungswerte gegenüber dem Vorjahr weiter steigern. Die aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen in der Projektlandschaft definierten Modifikationen im Risikomanagement wurden umgesetzt und erzielten das Vorjahresniveau. Die Aktivitäten des Managements konzentrieren sich weiterhin auf die Effizienzsteigerung sowie die Leistungsoptimierung der Prozesse im Konzern, was sich in einer verbesserten Kennzahl gegenüber dem Vorjahr abbildet. Im Bereich der Mitarbeiter und Human Resources gibt die Kennzahl durch die höheren Anforderungen des Projektgeschäfts leicht nach. Entsprechende Maßnahmen zur Qualifikation und ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement sollen dem Trend entgegenwirken. Bertrandt schätzt dies als Risiko der Kategorie B ein mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

IT-SICHERHEIT

Als Entwicklungsdienstleister ist Bertrandt in hohem Maße auf eine reibungslos funktionierende und sichere elektronische Datenverarbeitung angewiesen. Auf den stetigen Wandel der Geschäftsprozesse und den Kostendruck müssen wir sehr schnell mit Lösungen reagieren. Die Herausforderung dabei ist, die Gesamtkosten der IT zu optimieren sowie gleichzeitig Funktionalität und Sicherheit zu erhöhen. Seit 2005 sind gruppenweit interne Security-Circles etabliert, die die einheitlichen Sicherheitsstandards definieren und überwachen. Von 2006 an wurden wir an verschiedenen Standorten nach ISO 27001 zertifiziert und haben weitergehende interne IT-Sicherheitsprozesse mit Hilfe einheitlicher Standards implementiert, die auch kontinuierlich mit unseren Kunden abgestimmt werden. Bertrandt setzt fortwährend verschiedene Lösungen ein, um Schwachstellen zu identifizieren, beispielsweise neueste Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme oder auch sogenannte Content-Scanner. Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, zum Beispiel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch starke Verschlüsselungen für Kundenanbindungen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 die Position eines Chief Information Security Officer (CISO) eingerichtet. Aggregiert auf den Gesamtkonzern ist dieses Risiko der Kategorie A zuzuordnen. Angesichts der umfangreichen präventiven Maßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering gesehen.

PERSONAL

Eine unzureichende Verfügbarkeit sowie die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. In dieser Kategorie werden daher die Knappheit an qualifizierten Bewerbern und das daraus erwachsende Risiko für das Unternehmen subsumiert. Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows und das Unternehmenswachstum. Bertrandt ist daher stets darauf bedacht, seiner Belegschaft ein attraktives Arbeitsumfeld mit interessanten, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tätigkeiten zu bieten. Dass Bertrandt zum wiederholten Mal in Folge 2016 als Top-Arbeitgeber im Bereich Engineering ausgezeichnet wurde, zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Dennoch ist beispielsweise ein Wechsel von Mitarbeitern zum Kunden nicht gänzlich auszuschließen, da diese auch sehr attraktive berufliche Perspektiven bieten können. Das Risiko der Fluktuation ist aus Sicht von Bertrandt der Kategorie A zuzuordnen, verbunden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko der Knappheit an qualifiziertem Personal ist momentan in die Kategorie B einzuordnen, mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit.

GESAMTRISIKO

Das beschriebene Frühwarnsystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit nicht erkennbar.

CHANCEN

Als wachstumsstarkes Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Die drei wesentlichen Treiber des Bertrandt-Geschäftsmodells sind Modellvielfalt, technologischer Fortschritt und Fremdvergabeverhalten. Im Folgenden wird die mögliche Entwicklung dieser drei Einflussfaktoren aus Sicht der Bertrandt AG dargestellt und die sich daraus ergebenden Chancen für den Konzern abgeleitet.

Die Kategorien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ für diese Trends unterteilt Bertrandt wie folgt:

Gering entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen null und 25 Prozent
Mittel entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 25 und 50 Prozent
Hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent
Sehr hoch entspricht einer Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 100 Prozent

Bezüglich der möglichen finanziellen Auswirkungen der Chancen unterscheidet Bertrandt die folgenden Kategorien:

Unwesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung bis zu zwei Prozent
Moderat entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung zwischen zwei und fünf Prozent
Wesentlich entspricht einem positiven Einfluss auf die Gesamtleistung von mehr als fünf Prozent

MODELLVIELFALT

Die seit Ende September 2015 geführte öffentliche Diskussion um die Messung von Emissionswerten bei Pkw und die Debatte über eine mögliche Anpassung bei der Messmethodik durch die Gesetzgeber beschäftigt immer noch alle Akteure der deutschen Automobilbranche. Als Konsequenz daraus rückt für viele Automobilhersteller Elektromobilität stärker in den Fokus ihrer Technologie-Entwicklung. Ein strategischer Wandel in der Antriebstechnologie zeichnet sich ab. Mittelfristige Modellplanungen werden vor diesem Hintergrund vielfach geprüft und überarbeitet, was in einer Reduzierung konventionell angetriebener Modelle oder einer Ausweitung alternativer Antriebsvarianten münden kann. Der Ausgang dieser Entwicklung ist nach heutigem Stand nicht abschätzbar und birgt für Bertrandt sowohl Risiken als auch Chancen.

Bertrandt analysiert kontinuierlich die Modellentwicklung seiner aktuellen und potenziellen Kunden im Automobilbereich. Das Marktvolumen besteht zum einen aus den schon am Markt befindlichen Modellen unserer Kunden, die in regelmäßigen zeitlichen Abständen eine Modellpflege und ein Nachfolgemodell erhalten. Hinzu kommen neue Modelle, die bislang keinen Vorgänger hatten. Für unsere bestehenden Kunden erwarten wir bis 2020 nach aktuellem Stand 62 neue Modelle. Das Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Branchenexperten erwarten, dass das Modellwachstum der 13 führenden Automobilhersteller weltweit zwischen 2015 und 2022 mehr als acht Prozent betragen wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Szenario schätzt Bertrandt aus diesem Grund hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr hat sich die Einschätzung nicht verändert.

TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT

In der für Bertrandt maßgeblichen Automobilindustrie bleiben die technologischen Aufgaben in den kommenden Jahren anspruchsvoll. Aus einer von der Lünendonk GmbH durchgeführten Befragung unter 120 Automobil- und 20 Beratungsunternehmen ergab sich, dass in den kommenden zwei Jahren CO₂-Reduzierung, Leichtbau und Fahrassistenzsysteme die Technologieentwicklung in der Automobilindustrie weiterhin maßgeblich beeinflussen werden. Ebenso wird der Digitalisierung, also dem Wandel hin zu elektronisch gestützten Prozessen, ein hoher Stellenwert beigemessen. Die befragten Automobilmanager sehen daher auch die Investitionsschwerpunkte mittelfristig vor allem in den Bereichen Sicherheit, Test und Absicherung von Fahrzeugen und Komponenten, IT-Security sowie in neuen Antriebsarten und Fahrassistenzsystemen. Das Beratungsunternehmen Berylls kommt deswegen zu der Einschätzung, dass sowohl in den traditionellen Umfängen der Fahrzeugentwicklung als auch bei den digitalen Produkten und Services die Wachstumschancen für Entwicklungsdienstleister auf absehbare Zeit intakt sind.

Für den zivilen Flugzeugbau gehen die Prognosen der beiden großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing von einem stabilen Wachstum bis 2035 aus. Dieser Anstieg ist wie in den vorangegangenen Jahren auf die wachsende Internationalisierung und den zunehmenden Tourismus zurückzuführen. Die technologischen Entwicklungstrends werden dabei nach wie vor von Nachhaltigkeit und Komfort bestimmt. Alternative Werkstoffe und neue Triebwerkstechnologien sollen helfen, das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch zu senken. Modernere Kabinen werden den Aufenthalt für die Passagiere so bequem wie möglich machen.

Die vier Schwerpunktbranchen von Bertrandt außerhalb der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden wesentlich von der zunehmenden Digitalisierung der Prozesse beeinflusst. Die Etablierung intelligenter, digital vernetzter Systeme bilden die Basis für die Umsetzung effizienterer Wertschöpfungsketten - von der Idee eines Produkts über die Entwicklung, Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Für Deutschland als international führenden Industrieausrüster bietet Industrie 4.0 große Chancen. Dies spiegelt sich auch wider in der Entwicklung des Geschäftsklimaindex des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. Die darin erhobenen Erwartungen zu den Entwicklungen in den kommenden Monaten stiegen zuletzt auf den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahren. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage verbesserten sich deutlich. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Potenziale in den Branchen Energie, Medizin und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau bieten auch Wachstumsmöglichkeiten für externe Entwicklungspartner wie Bertrandt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines weiterhin steigenden technologischen Anspruchs in den Zielbranchen des Bertrandt-Konzerns wird nach heutigem Stand hoch eingeschätzt, bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Diese Beurteilung entspricht der des Vorjahres.

FREMDVERGABEVERHALTEN

Die Entwicklung des Marktes für Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland wird von der Firma Lünendonk weiterhin positiv gesehen. Die Erwartungen für das Jahr 2017 liegen bei einem Plus von 4,8 Prozent. Für die nach 2017 folgenden Jahre sind die Schätzungen mit 4,6 Prozent Marktwachstum etwas konservativer. Gründe für die mögliche Verlangsamung des Wachstums sind nach Ansicht der Experten zum einen die steigende Komplexität der Auftragsvergabe durch zunehmende Compliance-Anforderungen der Auftraggeber im Zuge einer sich ändernden Gesetzgebung und Regulatorik. Zum anderen besteht die Gefahr einer zurückgehenden Auftragsvergabe durch Insourcing von Entwicklungsdienstleistungen seitens der Kundenunternehmen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiterhin steigenden Fremdvergabe von Entwicklungsdienstleistungen in der Kernbranche des Bertrandt-Konzerns schätzen wir nach heutigem Stand daher hoch ein bei einem wesentlichen Einfluss auf die Gesamtleistung. Dieser Umstand hat sich seit dem vergangenen Geschäftsjahr nicht verändert.

PROGNOSEBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN

In ihrem Herbstgutachten gehen die Experten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute von einer Fortsetzung des weltweiten Wirtschaftswachstums aus. Der Schätzung zufolge soll die Weltproduktion in diesem Jahr um 2,3 Prozent und im kommenden Jahr um 2,7 Prozent zunehmen. Die Fachleute betonen jedoch, dass die volatilen Rahmenbedingungen weiter Bestand haben werden und die Abwärtsrisiken nach wie vor dominieren. Dabei wird vor allem die weitere Entwicklung in China sowie die weltweit lockere Fiskalpolitik als Risikofaktor für die Weltwirtschaft wahrgenommen.

In den USA soll das Wachstum der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr 2,3 Prozent betragen. Für China prognostizieren die Institute, dass sich der Trend der Wachstumsverlangsamung fortsetzt und das reale Bruttoinlandsprodukt um 6,2 Prozent ansteigt. Für die Europäische Union wird ebenfalls mit einer Verlangsamung des Wachstums gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die Wirtschaftsleistung soll hier um 1,5 Prozent, gegenüber dem Vorjahr wachsen. In Deutschland erwarten die Experten für das Jahr 2017 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent. Wesentlicher Grund für den gegenüber 2016 niedrigeren Zuwachs ist die geringere Zahl an Arbeitstagen.

BRANCHENSITUATION

Für das Jahr 2017 geht der VDA von einer gleichbleibend positiven Marktsituation aus und prognostiziert einen globalen Anstieg der Neuwagenverkäufe um zwei Prozent auf 81,9 Mio. Fahrzeuge. In den USA sehen die Experten weiterhin rund 17 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge für das Gesamtjahr. Auch die Neuzulassungen in Westeuropa dürften ihr hohes Niveau beibehalten und sich auf circa 13,9 Mio. summieren. Der wichtige Absatzmarkt China soll auch im kommenden Jahr einen neuen Absatzrekord erreichen. Nach Expertenschätzung wird sich die Anzahl der Neuwagenverkäufe auf annähernd 22,5 Mio. steigern, was einem Plus von zwei Prozent entspräche.

Die Akteure der Automobilbranche sind aktuell aufgefordert, mit technischer Kompetenz und digitalem Know-how die individuelle Mobilität neu zu gestalten. Die Weiterentwicklung der klassischen Antriebe und alternative Kraftstoffe, der Ausbau der Elektromobilität und die digitale Revolution im Automobil bis hin zum automatisierten Fahren sind die zu lösenden Herausforderungen. Der sich vollziehende technologische Wandel innerhalb der Branche ist groß. Die derzeitigen Technologie-Themen haben auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kundennachfrage und die Anforderungen, die an Entwicklungsdienstleister gestellt werden. Durch eine Fokussierung auf neue Geschäftsfelder sowie spezifische Zukunftstechnologien, die ein gesondertes Know-how erfordern, können sich Dienstleister für ihre Auftraggeber weiterhin als strategische Entwicklungspartner positionieren. Auf Basis dieser intakten Markttreiber sieht die Firma Lünendonk mittelfristig weiteres Wachstumspotenzial für die Vergabe von Entwicklungsleistungen an Unternehmen wie Bertrandt.

In den vergangenen Jahren gelang es der Luftfahrtindustrie bereits, den Schadstoffausstoß und die Lärmbelastung drastisch zu senken, wie der BDLI feststellte. Die Branche hat sich jedoch im Rahmen der europäischen „Flightpath 2050“-Vereinbarungen auch langfristig ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2050 sollen im Vergleich zum Jahr 2000 die CO2-Emissionen um 75 Prozent und der Ausstoß von Stickoxid um 90 Prozent pro Passagierkilometer gesenkt werden. Die Lärmbelastung soll bis dahin um 65 Prozent reduziert werden. Neben den Umweltzielen möchten Flugzeughersteller wie auch Zulieferer den Komfort für die Passagiere an Bord weiter steigern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch zukünftig Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht, da die aktuelle Modellpalette an die neuen Anforderungen angepasst werden muss.

Der VDMA geht in seiner Produktionsprognose für 2017 von einem Wachstum in Höhe von einem Prozent aus. Die Verbandsexperten zeigen sich dabei zuversichtlich, dass es den deutschen Maschinenbauern im kommenden Jahr selbst in einem von zahlreichen Unsicherheiten geprägten Umfeld gelingt, das Vorjahresniveau etwas zu verbessern. Für die Elektroindustrie erwarten die Experten des ZVEI 2017 ein Marktwachstum von zwei Prozent in Deutschland. Speziell für den Bereich Energietechnik liegen seitens des ZVEI nur Zahlen für die Entwicklung des Weltmarkts vor. Dieser soll im kommenden Jahr um drei Prozent wachsen. Der Fachverband SPECTARIS erwartet mittelfristig bis 2018 eine Umsatzsteigerung in der deutschen Medizintechnikbranche von durchschnittlich 3,8 Prozent pro Jahr.

Das Marktwachstum für Technologie-Beratung und Engineering Services der vergangenen Jahre setzt sich nach Einschätzung der Firma Lünendonk auch in den kommenden Jahren fort. Dabei sehen die Marktforschungsexperten auch weiterhin tendenziell Vorteile für große und umsatzstarke Unternehmen. Ihnen sollte der Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete seitens der Kundenunternehmen entgegenkommen, da sie einerseits über die notwendige Infrastruktur verfügen und andererseits ausreichend Kapazitäten zur Verfügung haben, um große Projekte zu bearbeiten. Es zeigt sich auch eine fortgesetzte Verschiebung der Kundennachfrage hin zu innovativen Lösungen im Bereich Software, Embedded Systems sowie Elektrik und Elektronik. Speziell Automobilhersteller und -zulieferer vollziehen dahingehend eine strategische Neuausrichtung in der Vergabe dieser Themen. Im Ergebnis prognostiziert die Studie bis 2022 ein jährliches Marktwachstum zwischen 4,6 und 4,8 Prozent.

POTENZIALE

Als wachstumsstarkes Technologieunternehmen steht Bertrandt als kompetenter Partner an der Seite seiner Kunden. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und die führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Leistungsspektrum in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Engineering-Dienstleister für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungsweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist bewusst breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung technologischer Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Verbraucher und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt auch in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiterhin nachhaltig zu festigen und auszubauen. Dies spiegelt sich ebenfalls in den bereits getätigten und noch geplanten Investitionen in Infrastruktur und technische Anlagen wider.

Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit seinen Kompetenzen in Branchen wie Energie-, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauenswürdiger Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Wünsche können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden.

Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.

GESAMTAUSSAGE ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/2017 ist augenblicklich von zahlreichen Entwicklungen in der Automobilbranche geprägt, deren Ausgang aktuell nicht abschließend beurteilt werden kann. Je nach Entwicklung der beschriebenen Einflussfaktoren können sich für den Bertrandt-Konzern im kommenden Geschäftsjahr Chancen oder Risiken ergeben. Solange sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das Geschäftsjahr 2016/2017 von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Das Management sieht aufgrund der guten Positionierung von Bertrandt Perspektiven für ein dynamisches Wachstum des Umsatzes. Angesichts der dargestellten Herausforderungen geht das Management von einem leichten Anstieg des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr aus.

Die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik werden sich dabei aller Voraussicht nach hinsichtlich ihrer Umsatz- und Ergebnisentwicklung jeweils für sich wie im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickeln.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren ist es unser Ziel, das hohe Niveau auch im Geschäftsjahr 2016/2017 beizubehalten.

Der Markt bietet auch 2017 unternehmerische Perspektiven. Infolgedessen wird Bertrandt gezielt weiter in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur investieren und so kontinuierlich sein Leistungsspektrum optimieren, denn Technologie-Entwicklung für morgen erfordert moderne Technik. Das Unternehmen geht für das Geschäftsjahr 2016/2017 jedoch von einem geringeren Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr aus. Bertrandt rechnet auf Gesamtjahressicht mit einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der jedoch im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/2016 entsprechend sinken dürfte, da keine wesentlichen positiven oder negativen Sondereffekte wie in den Geschäftsjahren 2014/2015 und 2015/2016 zu erwarten sind.

Ehningen, 29. November 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

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Quantifizierung der Aussagen bezüglich der Umsatzentwicklung
Leichtes Wachstum bis 30 Mio. EUR über Vorjahr
Dynamisches Wachstum zwischen 31 und 70 Mio. EUR über Vorjahr
Außergewöhnlich starkes Wachstum mehr als 71 Mio. EUR über Vorjahr
Leichter Rückgang bis 30 Mio. EUR unter Vorjahr
Starker Rückgang zwischen 31 und 70 Mio. EUR unter Vorjahr
Außerordentlich starker Rückgang mehr als 71 Mio. EUR unter Vorjahr
Quantifizierung der Aussagen bezüglich der Entwicklung des
Betriebsergebnisses (EBIT)
Leichter Anstieg bis 3 Mio. EUR über Vorjahr
Dynamischer Anstieg zwischen 3 und 7 Mio. EUR über Vorjahr
Außergewöhnlich starker Anstieg mehr als 7 Mio. EUR über Vorjahr
Leichter Rückgang bis 3 Mio. EUR unter Vorjahr
Starker Rückgang zwischen 3 und 7 Mio. EUR unter Vorjahr
Außerordentlich starker Rückgang mehr als 7 Mio. EUR unter Vorjahr

Konzern-Bilanz

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In TEUR Anhang 30.09.2016 30.09.2015
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte [18] 17.480 17.455
Sachanlagen [19] 235.800 184.823
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [20] 1.540 1.608
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen [21] 5.077 4.367
Übrige Finanzanlagen [22] 2.729 3.724
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [23] 6.691 6.838
Ertragsteuerforderungen [24] 0 150
Latente Steuern [25] 2.473 3.212
Langfristige Vermögenswerte 271.790 222.177
Vorräte [26] 889 558
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen [27] 114.130 139.342
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [23] 214.851 186.339
Ertragsteuerforderungen [24] 1.833 1.525
Liquide Mittel [28] 159.821 13.068
Kurzfristige Vermögenswerte 491.524 340.832
Aktiva gesamt 763.314 563.009
Passiva
Gezeichnetes Kapital [29] 10.143 10.143
Kapitalrücklage [30] 29.374 28.595
Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis [31] 279.025 246.799
Konzern-Bilanzgewinn 39.394 34.083
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter 357.936 319.620
Anteile anderer Gesellschafter [32] 0 686
Eigenkapital 357.936 320.306
Rückstellungen [33] / [34] 16.927 13.039
Finanzschulden [35] 199.701 0
Sonstige Verbindlichkeiten [36] 246 278
Latente Steuern [25] 20.910 24.168
Langfristige Schulden 237.784 37.485
Steuerrückstellungen [37] 7.548 4.171
Sonstige Rückstellungen [34] 46.586 54.594
Finanzschulden [35] 2.367 39.642
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [38] 15.066 20.444
Sonstige Verbindlichkeiten [36] 96.027 86.367
Kurzfristige Schulden 167.594 205.218
Passiva gesamt 763.314 563.009

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung

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In TEUR Anhang 2015/2016 2014/2015
01.10. bis 30.09.
I. Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse [6] 992.021 934.787
Andere aktivierte Eigenleistungen [7] 672 472
Gesamtleistung 992.693 935.259
Sonstige betriebliche Erträge [8] 11.471 13.323
Materialaufwand [9] -98.097 -88.089
Personalaufwand [10] -695.681 -660.357
Abschreibungen [11] -29.725 -25.193
Sonstige betriebliche Aufwendungen [12] -87.796 -83.306
Betriebsergebnis 92.865 91.637
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen -32 27
Finanzierungsaufwendungen -2.365 -239
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -105 0
Übriges Finanzergebnis 1.124 245
Finanzergebnis [13] -1.378 33
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 91.487 91.670
Sonstige Steuern [14] -1.674 -1.250
Ergebnis vor Ertragsteuern 89.813 90.420
Steuern vom Einkommen und Ertrag [15] -26.205 -27.784
Ergebnis nach Ertragsteuern 63.608 62.636
- davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0 17
- davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG 63.608 62.619
Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.091 10.083
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert [16] 6,30 6,21
II. Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 63.608 62.636
Unterschiede aus Währungsumrechnung1 -542 677
Neubewertung von Pensionsverpflichtungen -1.179 -14
Steuereffekte auf die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen 354 4
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.367 667
Gesamtergebnis 62.241 63.303
- davon Gesamtergebnis anderer Gesellschafter 0 17
- davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG 62.241 63.286

1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand 01.10.2015 10.143 28.595
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen
Zugang/Abgang eigene Anteile 779
Stand 30.09.2016 10.143 29.374
Vorjahr
Stand 01.10.2014 10.143 27.734
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen
Zugang/Abgang eigene Anteile 861
Stand 30.09.2015 10.143 28.595

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In TEUR
Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Thesaurierte Gewinne Währungsumrechnungsrücklage Neubewertung von Pensionsverpflichtungen Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.10.2015 249.144 -554 -1.791 246.799
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis -542 1 -825 -1.367
Gesamtergebnis -542 -825 -1.367
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen 33.593 33.593
Zugang/Abgang eigene Anteile
Stand 30.09.2016 282.737 -1.096 -2.616 279.025
Vorjahr
Stand 01.10.2014 209.335 -1.231 -1.781 206.323
Ergebnis nach Ertragsteuern
Sonstiges Ergebnis 677 1 -10 667
Gesamtergebnis 677 -10 667
Dividendenausschüttung
Sonstige neutrale Veränderungen 39.809 39.809
Zugang/Abgang eigene Anteile
Stand 30.09.2015 249.144 -554 -1.791 246.799

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In TEUR
Bilanzgewinn Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter Anteile anderer Gesellschafter Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand 01.10.2015 34.083 319.620 686 320.306
Ergebnis nach Ertragsteuern 63.608 63.608 0 63.608
Sonstiges Ergebnis -1.367 -1.367
Gesamtergebnis 63.608 62.241 0 62.241
Dividendenausschüttung -24.704 -24.704 -24.704
Sonstige neutrale Veränderungen -33.593 0 -686 -686
Zugang/Abgang eigene Anteile 779 779
Stand 30.09.2016 39.394 357.936 0 357.936
Vorjahr
Stand 01.10.2014 35.455 279.655 669 280.324
Ergebnis nach Ertragsteuern 62.619 62.619 17 62.636
Sonstiges Ergebnis 667 667
Gesamtergebnis 62.619 63.286 17 63.303
Dividendenausschüttung -24.182 -24.182 -24.182
Sonstige neutrale Veränderungen -39.809 0 0
Zugang/Abgang eigene Anteile 861 861
Stand 30.09.2015 34.083 319.620 686 320.306

1 Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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In TEUR 01.10. bis 30.09. 2015/2016 2014/2015
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 63.608 62.636
vor außerordentlichen Posten
2. Ertragsteueraufwand/-ertrag 26.205 27.784
3. Finanzierungsaufwendungen 2.365 239
4. Übriges Finanzergebnis -1.019 -245
5. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen 32 -27
6. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 29.725 25.193
7. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -4.335 -5.951
8. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -799 61
9. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -278 -118
10. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der -3.083 -61.637
Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie anderer Aktiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
11. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, 3.533 21.309
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
12. Erhaltene/gezahlte Ertragsteuer -25.567 -32.248
13. Gezahlte Zinsen -122 -239
14. Erhaltene Zinsen 366 210
15. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-14.) 90.631 36.967
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.083 994
17. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 1.642 1.610
18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -76.372 -73.909
19. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.635 -6.219
20. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.397 -4.789
21. Cashflow aus Investitionstätigkeit (16.-20.) -79.679 -82.313
22. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 779 861
23. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -24.704 -24.182
24. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 199.600 39.550
25. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -39.642 0
26. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (22.-25.) 136.033 16.229
27. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (15.+21.+26.) 146.985 -29.117
28. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -232 642
29. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.068 41.543
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (27.-29.) 159.821 13.068

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangangabe [39] erläutert.

Konzern-Anhang vom 01.10.2015 bis 30.09.2016

[1] Grundlagen und Methoden

Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Transport und Nahverkehr, Energie, Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Medizintechnik.

Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG zum 30. September 2016 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Alle für das Geschäftsjahr 2015/2016 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen. Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.

Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben.

Darstellung des Abschlusses

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gemäß International Accounting Standard (IAS) 1 in lang- und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert. Die Darstellung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen unverändert. Mieterträge, die das laufende Projektgeschäft unterstützen, werden ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen werden ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden aufgeführt. Latente Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.

Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.

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Standard / Interpretation Anwendungspflicht1 Auswirkung
IAS 19 Änderungen an IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer - 01.02.2015 keine
Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
Verbesserung der IFRS Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, 01.01.2015 keine
Zyklus 2011-2013

1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2015/2016 nicht verpflichtend anzuwenden. Bertrandt wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

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Standard / Interpretation Anwendungs- pflicht1 Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 2 2 Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter 01.01.2018 keine
Transaktionen
IFRS 4 2 Änderungen an IFRS 4: Versicherungsverträge - 01.01.2018 Derzeit in Prüfung
Anwendung von IFRS 9
Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4
Versicherungsverträge
IFRS 9 2 Finanzinstrumente 01.01.2018 Keine wesentlichen
Auswirkungen,
Ausweitung der
Anhangangaben
IFRS 11 Änderungen an IFRS 11: Gemeinschaftliche 01.01.2016 keine
Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an
einer gemeinschaftlichen Tätigkeit
IFRS 10, IFRS 12 und Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - 01.01.2016 keine
Investmentgesellschaften:
IAS 28 Anwendung der Konsolidierungsausnahme
IFRS 10 und IAS 28 2 Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung offen keine
oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen
einem Investor und einem assoziierten Unternehmen
oder Joint Venture
IFRS 14 3 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 keine
IFRS 15 2,4 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 Keine wesentlichen
Auswirkungen,
Ausweitung der
Anhangangaben
IFRS 16 2 Leasing 01.01.2019 Grundsätzliche
Erfassung aller
Leasingverhältnisse in
Form eines
Nutzungsrechts und
einer
Leasingverbindlichkeit
in der Bilanz des
Leasingnehmers,
Ausweitung der
Anhangangaben
IAS 1 Änderungen an IAS 1: Darstellung des Abschlusses - 01.01.2016 keine
Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten
IAS 7 2 Änderung an IAS 7: Kapitalflussrechnung - 01.01.2017 keine
Angabeninitiative
IAS 12 2 Änderungen an IAS 12: Ertragsteuern - Ansatz aktiver 01.01.2017 keine
latenter Steuern auf unrealisierte Verluste
IAS 16 und IAS 38 Änderungen an IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung 01.01.2016 keine
akzeptabler Abschreibungsmethoden
IAS 16 und IAS 41 Änderungen an IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: 01.01.2016 keine
Fruchttragende Pflanzen
IAS 27 Änderungen an IAS 27: Einzelabschlüsse - 01.01.2016 keine
Equity-Methode im separaten Abschluss
Verbesserung der IFRS Übernahme der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, 01.01.2016 Einzelfallprüfung
Zyklus 2012-2014

1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

2 Noch nicht von der EU genehmigt.

3 Standard wird nicht in EU-Recht übernommen

4 Anfang 2016 wurde ein gruppenweites Projekt gestartet, welches zentral gesteuert wird. Abließende Auswertungen sind für das kommende Geschäftsjahr vorgesehen.

[2] Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt nach den Kriterien des IFRS 10 von der Bertrandt AG beherrscht werden. Diese werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen. Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzern-Gesellschaften entspricht dem Geschäftsjahr der Bertrandt AG mit Ausnahme der Gesellschaft in China, deren Geschäftsjahr aufgrund lokaler gesetzlicher Vorgaben dem Kalenderjahr entspricht.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Firmenwert; dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann oder Bertrandt an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist (IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

[3] Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen. Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm und Tappenbeck sowie die Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH in Nufringen, die Bertrandt Technikum GmbH, die Bertrandt Projektgesellschaft mbH, die Bertrandt Services GmbH in Ehningen und die Bertrandt Technologie GmbHs in Immendingen (ehemals Bertrandt Südwest GmbH), Mönsheim und Sassenburg, die Bertrandt Ehningen GmbH in Ehningen, die Bertrandt GmbH in Hamburg, die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG und die Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG (ehemals Inmuebles Baviera GmbH) jeweils in Pullach i. Isartal sowie die Bertrandt München GmbH in München und die Bertrandt Tappenbeck GmbH in Tappenbeck; des Weiteren wurden die im Geschäftsjahr neu gegründeten Gesellschaften Bertrandt Verwaltungs GmbH in Mönsheim (ehemals Bertrandt Entwicklungen GmbH, Tappenbeck) und Bertrandt Energie GmbH in Mönsheim erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Der Konsolidierungskreis umfasst darüber hinaus die ausländischen Gesellschaften Bertrandt France S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A.S. in Paris/Bièvres, die Bertrandt UK Limited in Dunton, die Bertrandt US Inc. in Detroit, die Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi in Istanbul und die Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd. in Shanghai. Darüber hinaus wurden die im Geschäftsjahr neu gegründeten Gesellschaften Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL in Sibiu und die Bertrandt Technologie GmbH in Steyr erstmalig in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode ebenfalls in den Konzern-Abschluss einbezogen. Dies sind die Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, jeweils in Pullach i. Isartal, sowie mittelbare Beteiligungen an der aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, der MOLLIS automotive GmbH und erstmalig an der NAMENU tool GmbH, jeweils in Pullach i. Isartal. Des Weiteren wird die Bertrandt Campus GmbH in Ehningen, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, als Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.

Detaillierte Angaben zum Anteilsbesitz der Bertrandt AG sind in diesem Bericht unter Ziffer [51] ausgewiesen.

[4] Währungsumrechnung

Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Im Konzern-Abschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführter monetärer Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

Währungsumrechnung

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Im Verhältnis zu einem

Euro
Mittlerer Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
--- --- --- --- --- ---
30.09.2016 30.09.2015 2015/2016 2014/2015
--- --- --- --- --- ---
China CNY 7,4829 7,1344 7,2526 7,0813
Großbritannien GBP 0,8621 0,7380 0,7820 0,7429
Türkei TRY 3,3743 3,4002 3,2531 2,9321
Rumänien RON 4,4520 4,4176 4,4785 4,4395
Ungarn HUF 308,8900 313,3000 312,2290 308,8000
USA USD 1,1219 1,1216 1,1111 1,1489

[5] Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der zugrunde liegenden Schätzannahmen

Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Die Annahmen und Schätzungen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns zu vermitteln. Hierbei werden Prämissen zugrunde gelegt, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.

Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden erfasst, wenn die Leistung erbracht wurde (insbesondere Dienstleistungsverträge) beziehungsweise der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgte (Werkverträge), der Betrag der Erlöse verlässlich bestimmt und von dessen Ausgleich ausgegangen wird. Die Bilanzierung der Erlöse berücksichtigt sämtliche Erlösschmälerungen wie Skonti und Boni. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden mit Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und -aufwendungen sowie alle weiteren Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn aus der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.

Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt eines Anzeichens für eine mögliche Wertminderung durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der Firmenwerte wird der höhere Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten der betreffenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten herangezogen. Diese sind bei Bertrandt die nach IFRS 8 definierten Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, der zur Bestätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Zur Ermittlung der Nutzungswerte werden im Segment Digital Engineering ein WACC vor Steuern von 8,1 Prozent (Vorjahr 10,6 Prozent) und für die ewige Rente von 7,1 Prozent (Vorjahr 9,6 Prozent) zugrunde gelegt. Im Segment Physical Engineering beträgt der WACC vor Steuern 6,7 Prozent (Vorjahr 9,3 Prozent) und für die ewige Rente 5,7 Prozent (Vorjahr 8,3 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Eine Veränderung des WACC um +/- fünf Prozentpunkte hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte.

Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Darauf aufbauend werden Aussagen zu zukünftigen Entwicklungen der Umsatzerlöse und der Ergebnisse getroffen. Eine Veränderung sowohl der Umsatzerlöse um +/- fünf Prozent als auch der Ergebnisse um +/- fünf Prozent hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte. Anhand der zugrunde liegenden Annahmen werden die zukünftigen Cashflows bestimmt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus diesen abgeleiteten zukünftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Nutzungswerte ermittelt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.

Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen mitberücksichtigt sind.

Sachanlagen

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.

Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für Außenanlagen von zehn Jahren und für technische Anlagen und Maschinen zwischen drei und 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden erstmalig anteilig zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Bei Bertrandt betrifft dies die Sachanlagen. Der zugrundeliegende Fremdkapitalkostensatz beträgt 1,4 Prozent.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern von 40 Jahren angesetzt.

Aufwendungen aus Wertminderungen

Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).

Nach IAS 39 liegen bei Bertrandt folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden
Kredite und Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden

Die Zuordnung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.

Die Überleitung in Ziffer [44] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.

Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, sowie Gemeinschaftsunternehmen, an deren gemeinschaftlicher Führung Bertrandt beteiligt ist, werden nach der Equity-Methode bewertet.

Übrige Finanzanlagen

Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Einzel- und allgemeine Kreditrisiken, wie Insolvenz und Uneinbringlichkeit, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag, vermindert um etwaige entstehende Verluste, bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode). Fertige, noch nicht abgenommene Leistungen werden zu Auftragswerten bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden saldiert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Die in den liquiden Mitteln enthaltenen Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister im Wesentlichen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IAS 39 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Bewertung von Devisentermingeschäften zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme in Fremdwährung sowie von weiteren Derivaten erfolgt zum Fair Value, Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam gebucht.

Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.

Vorräte

Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.

Tatsächliche und l atente Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die für die Berichtsperiode angefallenen Steueraufwendungen beinhalten tatsächliche Ertragsteuern sowie latente Steuern.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der lokalen Steuervorschriften ermittelt, die am Abschlussstichtag gelten. Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der latenten Steuern wird nicht vorgenommen.

Anteile anderer Gesellschafter

Anteile anderer Gesellschafter werden in Höhe des entsprechenden Anteils am Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionspläne.

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die beitragsorientierten Zusagen zahlt Bertrandt aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für Bertrandt keine weiteren Leistungsverpflichtungen.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Diese werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.

Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Öffentliche Zuwendungen

Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

Zuschüsse aus öffentlicher Hand für innovative Projekte sowie sonstige Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen oder von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss in demselben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).

Leasing

Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist.

Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen, darunter auch Gebäude. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

[6] Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Des Weiteren werden nach der PoC-Methode bewertete Leistungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt exklusive Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.

Die Konzern-Umsatzerlöse in Höhe von 992.021 TEUR (Vorjahr 934.787 TEUR) verteilen sich auf die inländischen Gesellschaften mit 883.918 TEUR (Vorjahr 843.898 TEUR) und mit 108.103 TEUR (Vorjahr 90.889 TEUR) auf die ausländischen Gesellschaften. Diese Aufteilung spiegelt die regionale Segmentierung der Bertrandt-Standorte wider.

Der Anteil der nach der PoC-Methode ermittelten Umsätze beträgt 664.345 TEUR (Vorjahr 587.400 TEUR).

Bertrandt erzielte mit zwei Kunden jeweils mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze, die sich auf alle Segmente verteilen. Die Gesamtumsatzerlöse dieser zwei Kunden belaufen sich auf 400.045 TEUR (Vorjahr 388.253 TEUR) beziehungsweise 211.918 TEUR (Vorjahr 201.647 TEUR).

[7] Andere aktivierte Eigenleistungen

Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.

[8 ] Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2015/2016 gliedern sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Erträge

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Leistungsbezogene Erträge 5.071 7.008
davon Sachbezüge Arbeitnehmer 4.154 3.798
davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung 917 3.210
Neutrale Erträge 1.814 3.759
davon Erträge aus Anlagenabgang 401 271
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 944 3.221
davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 469 267
Übrige sonstige betriebliche Erträge 4.586 2.556
davon Schadensersatzleistungen 148 108
davon Erträge aus Währungskursdifferenzen 518 974
davon sonstige 3.920 1.474
Gesamt 11.471 13.323

Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung enthalten sonstige Mieterträge aus Untermietverträgen in Höhe von 684 TEUR (Vorjahr 2.977 TEUR) sowie aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR). Erlöse aus projektbezogenen Untermietverträgen werden ab diesem Geschäftsjahr als Umsatzerlöse ausgewiesen. Für die folgenden Geschäftsjahre werden sonstige Mieterträge in Höhe von 1.994 TEUR (Vorjahr 2.558 TEUR) erwartet. Hieraus entfallen Mieterträge in Höhe von 693 TEUR (Vorjahr 1.688 TEUR) auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, 1.263 TEUR (Vorjahr 838 TEUR) auf eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 38 TEUR (Vorjahr 32 TEUR) auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand in Höhe von 2.778 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

[9] Materialaufwand

Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:

Materialaufwand

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.326 12.261
Aufwendungen für bezogene Leistungen 77.771 75.828
davon CAD-Kosten 16.337 12.853
davon Fremdleistungen 61.191 62.800
davon Eingangsfrachten 243 175
Gesamt 98.097 88.089

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 10.008 TEUR erhöht.

[ 10 ] Personalaufwand

Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 12.518 Mitarbeiter (Vorjahr 11.577 Mitarbeiter) beschäftigt :

Mitarbeiter im Durchschnitt

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Anzahl 2015/2016 2014/2015
Arbeiter 814 733
Angestellte 10.817 9.980
Auszubildende/Studenten 341 341
Praktikanten/Diplomanden 231 259
Aushilfen 315 264
Gesamt 12.518 11.577

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 579.496 TEUR (Vorjahr 553.003 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 116.185 TEUR (Vorjahr 107.354 TEUR) einschließlich des unter den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesenen Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 53.982 TEUR (Vorjahr 50.591 TEUR) enthalten:

Personalaufwand

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Löhne und Gehälter 579.496 553.003
Aufwendungen für soziale Abgaben 116.185 107.354
davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 62.050 56.565
davon Aufwendungen für Altersversorgung 54.135 50.789
Gesamt 695.681 660.357

In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 1.231 TEUR (Vorjahr 1.022 TEUR) sowie Zuschüsse für innovative Projekte in Höhe von 310 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten, die aufgrund staatlicher Fördermaßnahmen gewährt wurden.

Im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms bezuschusst die Bertrandt AG den Erwerb von Bertrandt-Aktien für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Ziffer [30] und [31]). Für diese Aktien besteht eine Verkaufssperrfrist von zwei Jahren. Im Geschäftsjahr 2015/2016 resultierte hieraus ein Personalaufwand in Höhe von 390 TEUR (Vorjahr 430 TEUR). Des Weiteren sind Aufwendungen für das Geschäftsjahr in Höhe von 543 TEUR (Vorjahr 676 TEUR) für ein Führungskräfteprogramm angefallen.

[ 11 ] Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

Abschreibungen

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.594 4.346
Sachanlagen 24.063 20.783
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 68 64
Gesamt 29.725 25.193

Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen (Ziffer [18-20]).

[ 12 ] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Aufwendungen

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Sonstige Fertigungsaufwendungen 5.304 4.883
Geschäftsräume und Inventar 37.847 33.785
Sonstige Personalaufwendungen 16.809 16.160
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.600 2.614
Vertriebsaufwendungen 14.738 14.074
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 593 289
Neutrale Aufwendungen 1.690 1.239
Übrige Aufwendungen 8.215 10.262
Gesamt 87.796 83.306

Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fuhrpark-, Rechts- sowie Beratungskosten. In den Aufwendungen für Geschäftsräume und Inventar sind Mietaufwendungen in Höhe von 20.298 TEUR (Vorjahr 18.435 TEUR) enthalten. Aufwendungen für Personalmaßnahmen entstanden im Geschäftsjahr 2015/2016 in Höhe von 1.097 TEUR (Vorjahr 919 TEUR).

Im Berichtsjahr sind Zuschüsse für innovative Projekte aus öffentlicher Hand in Höhe von 129 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) in den übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten.

[ 13 ] Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzergebnis

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen -32 27
Finanzierungsaufwendungen -2.365 -239
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -105 0
Übriges Finanzergebnis 1.124 245
Finanzergebnis -1.378 33

Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 2.365 TEUR (Vorjahr 239 TEUR) beinhalten Zinsaufwendungen für ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 2.135 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), für kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 43 TEUR (Vorjahr 239 TEUR) sowie sonstige Zinsen von 187 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Gesellschaften mit Minderheitsbeteiligungen wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 in Personengesellschaften umgewandelt. Demzufolge wird deren Ergebnisanteil ab diesem Geschäftsjahr in Höhe von 105 TEUR im Finanzergebnis ausgewiesen.

Das übrige Finanzergebnis beinhaltet Zinserträge aus Zuschüssen für innovative Projekte aus öffentlicher Hand in Höhe von 708 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Des Weiteren sind sonstige Zinserträge in Höhe von 394 TEUR (Vorjahr 210 TEUR) sowie Zinsen aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen und Forderungen in Höhe von 22 TEUR (Vorjahr 35 TEUR) erfasst.

[ 14 ] Sonstige Steuern

Der Steueraufwand im Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.

Sonstige Steuern

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Steueraufwand Inland 509 357
Steueraufwand Ausland 1.165 893
Sonstige Steuern 1.674 1.250

[ 15 ] Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbesteuer von 14 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.

Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:

Ertragsteuern

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Tatsächlicher Steueraufwand Inland 26.999 19.124
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland 1.423 1.136
Tatsächlicher Steueraufwand 28.422 20.260
Latenter Steueraufwand -2.217 7.524
Steuern vom Einkommen und Ertrag 26.205 27.784

Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2015/2016 in Höhe von 26.205 TEUR ist um 739 TEUR niedriger als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 26.944 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.

Die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Ertragsteuer-Überleitungsrechnung

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 89.813 90.420
Erwarteter Steuersatz 30,0% 30,0%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 26.944 27.126
Besteuerungsunterschiede Ausland -373 578
Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen 415 -112
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und
weiteren steuerlichen Modifikationen -380 224
Steuereffekte aus der Zuschreibung von Verlustvorträgen -342 -19
Konsolidierungssachverhalte -64 -14
Übrige Effekte 5 1
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 26.205 27.784
Effektiver Steuersatz 29,2% 30,7%

Die Position „Besteuerungsunterschiede Ausland“ umfasste im Vorjahr unter anderem Wertberichtigungen der latenten Steuern auf Verlustvorträge von 97 TEUR. In der Position „Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen“ sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 1.255 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) enthalten. Ein Verbrauch aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte im Geschäftsjahr in Höhe von 109 TEUR (Vorjahr 167 TEUR).

Aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen ergaben sich im Geschäftsjahr Steuereffekte in Höhe von 354 TEUR (Vorjahr 4 TEUR), die im sonstigen Gesamtergebnis ausgewiesen sind, kumuliert betragen diese 687 TEUR (Vorjahr 333 TEUR).

[ 16 ] Ergebnis je Aktie

Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:

Berechnung Ergebnis je Aktie

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Gemäß IAS 33 2015/2016 2014/2015
Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR 63.608 62.636
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter in TEUR 0 -17
Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG in TEUR 63.608 62.619
- Anzahl Aktien in tausend Stück 10.143 10.143
- Anzahl eigener Aktien in tausend Stück -52 -60
Anzahl dividendenberechtigter Aktien in tausend Stück -
verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet 10.091 10.083
Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert 6,30 6,21

[ 17 ] Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf die Gewinn- und Verlustrechnung

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, Währungsumrechnungsergebnissen sowie Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.

Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Kredite und Forderungen 437 846
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden -2.297 -243
Gesamt -1.860 603

Der Kategorie „Kredite und Forderungen“ sind die sonstigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie liquide Mittel zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Im Berichtszeitraum lagen keine Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte vor.

Gesamtzinserträge und -aufwendungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Zinserträge 396 232
Zinsaufwendungen -2.241 -235
Gesamt -1.845 -3

Aufgrund kurzer Laufzeiten führte die Anwendung der Effektivzinsmethode auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2015/2016 wie im Vorjahr zu keinen Zinsaufwendungen oder -erträgen.

Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 357 TEUR (Vorjahr 76 TEUR).

Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

[ 18 ] Immaterielle Vermögenswerte

Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.

Die Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2015/2016 analog zum Vorjahr keine Aufwendungen aus Wertminderungen.

Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.093 TEUR (Vorjahr 6.093 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR).

Immaterielle Vermögenswerte

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In TEUR Konzessionen und Lizenzen Selbst erstellte Software Firmenwerte Selbst erstellte Software im Bau / geleistete Anzahlungen Summe immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 01.10.2015 40.874 841 9.002 0 50.717
Währungsdifferenzen -14 0 0 0 -14
Zugänge 5.618 0 0 17 5.635
Abgänge 54 0 0 0 54
Umbuchungen 4 0 0 0 4
Stand 30.09.2016 46.428 841 9.002 17 56.288
Abschreibungen
Stand 01.10.2015 32.443 819 0 0 33.262
Währungsdifferenzen -8 0 0 0 -8
Zugänge 5.573 21 0 0 5.594
Abgänge 44 0 0 0 44
Umbuchungen 4 0 0 0 4
Stand 30.09.2016 37.968 840 0 0 38.808
Restbuchwert 30.09.2016 8.460 1 9.002 17 17.480
Restbuchwert 30.09.2015 8.431 22 9.002 0 17.455
Vorjahr
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 01.10.2014 34.647 841 9.002 30 44.520
Währungsdifferenzen 21 0 0 0 21
Zugänge 6.219 0 0 0 6.219
Abgänge 70 0 0 0 70
Umbuchungen 57 0 0 -30 27
Stand 30.09.2015 40.874 841 9.002 0 50.717
Abschreibungen
Stand 01.10.2014 28.211 761 0 0 28.972
Währungsdifferenzen 12 0 0 0 12
Zugänge 4.288 58 0 0 4.346
Abgänge 68 0 0 0 68
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 30.09.2015 32.443 819 0 0 33.262
Restbuchwert 30.09.2015 8.431 22 9.002 0 17.455
Restbuchwert 30.09.2014 6.436 80 9.002 30 15.548

[ 19 ] Sachanlagen

Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Aufgrund Anpassungen von Nutzungsdauern im Geschäftsjahr 2015/2016 reduzierte sich die Abschreibung um 341 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich wie im Vorjahr keine. Für Grundstücke und Bauten wurden keine Sicherheiten bestellt.

Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Rechner, Maschinen und Equipment im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen. Die zu aktivierenden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte belaufen sich auf 271 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Sachanlagen

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In TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2015 91.203 76.202 93.911 42.465 303.781
Währungsdifferenzen 0 0 -57 0 -57
Zugänge 29.384 11.313 14.935 21.244 76.876
Abgänge 960 263 5.268 0 6.491
Umbuchungen 24.887 12.692 262 -37.845 -4
Stand 30.09.2016 144.514 99.944 103.783 25.864 374.105
Abschreibungen
Stand 01.10.2015 10.845 43.946 64.167 0 118.958
Währungsdifferenzen 0 0 -45 0 -45
Zugänge 3.504 8.174 12.385 0 24.063
Abgänge 0 213 4.454 0 4.667
Umbuchungen 0 -4 0 0 -4
Stand 30.09.2016 14.349 51.903 72.053 0 138.305
Restbuchwert 30.09.2016 130.165 48.041 31.730 25.864 235.800
Restbuchwert 30.09.2015 80.358 32.256 29.744 42.465 184.823
Vorjahr
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2014 70.606 65.477 83.732 16.236 236.051
Währungsdifferenzen 0 0 30 0 30
Zugänge 14.461 5.477 15.693 38.642 74.273
Abgänge 1 851 5.649 45 6.546
Umbuchungen 6.137 6.099 105 -12.368 -27
Stand 30.09.2015 91.203 76.202 93.911 42.465 303.781
Abschreibungen
Stand 01.10.2014 8.355 38.025 57.306 0 103.686
Währungsdifferenzen 0 0 24 0 24
Zugänge 2.534 6.624 11.625 0 20.783
Abgänge 0 749 4.786 0 5.535
Umbuchungen -44 46 -2 0 0
Stand 30.09.2015 10.845 43.946 64.167 0 118.958
Restbuchwert 30.09.2015 80.358 32.256 29.744 42.465 184.823
Restbuchwert 30.09.2014 62.251 27.452 26.426 16.236 132.365

[ 20 ] Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Zum 30. September 2016 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt analog den Firmenwerten (Ziffer [5]) unter Berücksichtigung eines WACC von 6,7 Prozent (Vorjahr 9,3 Prozent) und einer ewigen Rente von 5,7 Prozent (Vorjahr 8,3 Prozent). Für die ewige Rente ist ein Wachstumsfaktor von einem Prozent (Vorjahr ein Prozent) berücksichtigt. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 233 TEUR (Vorjahr 233 TEUR) erzielt, Aufwendungen für Instandhaltung beliefen sich auf 18 TEUR (Vorjahr 3 TEUR).

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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In TEUR Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2015 4.626
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2016 4.626
Abschreibungen
Stand 01.10.2015 3.018
Zugänge 68
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2016 3.086
Restbuchwert 30.09.2016 1.540
Restbuchwert 30.09.2015 1.608
Vorjahr
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2014 4.626
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2015 4.626
Abschreibungen
Stand 01.10.2014 2.954
Zugänge 64
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand 30.09.2015 3.018
Restbuchwert 30.09.2015 1.608
Restbuchwert 30.09.2014 1.672

[ 21 ] Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Die Equity-Methode wird für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt, diese entwickelten sich wie folgt:

Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

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In TEUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen Summe
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2015 130 4.237 4.367
Zugänge 0 750 750
Ergebnisanteil -5 -27 -32
Ausschüttungen 8 0 8
Stand 30.09.2016 117 4.960 5.077
Abschreibungen
Stand 01.10.2015 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand 30.09.2016 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2016 117 4.960 5.077
Restbuchwert 30.09.2015 130 4.237 4.367
Vorjahr
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2014 90 0 90
Zugänge 0 4.250 4.250
Ergebnisanteil 40 -13 27
Ausschüttungen 0 0 0
Stand 30.09.2015 130 4.237 4.367
Abschreibungen
Stand 01.10.2014 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand 30.09.2015 0 0 0
Restbuchwert 30.09.2015 130 4.237 4.367
Restbuchwert 30.09.2014 90 0 90

[ 22 ] Übrige Finanzanlagen

Die übrigen Finanzanlagen beinhalten überwiegend Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von drei bis fünf Prozent verzinst werden, und deren Laufzeit zwischen zwei bis acht Jahren liegt. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten. Im Berichtszeitraum wurden Zugänge in Höhe von 647 TEUR (Vorjahr 539 TEUR) sowie Abgänge in Höhe von 1.642 TEUR (Vorjahr 1.610 TEUR) erfasst, der Restbuchwert beträgt 2.729 TEUR (Vorjahr 3.724 TEUR).

[ 23 ] Lang- und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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In TEUR 30.09.2016 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 189.879 189.879 0 0
Sonstige Vermögenswerte 31.663 24.972 5.029 1.662
Gesamt 221.542 214.851 5.029 1.662
Vorjahr
30.09.2015 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167.630 167.630 0 0
Sonstige Vermögenswerte 25.547 18.709 4.194 2.644
Gesamt 193.177 186.339 4.194 2.644

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgeperioden zuzuordnen ist.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.662 TEUR (Vorjahr 2.644 TEUR).

Wertberichtigungen wurden in Höhe von 3.218 TEUR (Vorjahr 3.685 TEUR) berücksichtigt. Die Darstellung der Aufteilung in finanzielle und nicht finanzielle Forderungen ist unter Ziffer [44] ersichtlich.

[ 24 ] Lang- und kurzfristige Ertragsteuerforderungen

Der Erstattungsanspruch des Körperschaftsteuerguthabens gemäß dem Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) ist in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 150 TEUR) unter den langfristigen und in Höhe von 163 TEUR (Vorjahr 170 TEUR) unter den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen ausgewiesen. In den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen sind darüber hinaus 1.670 TEUR (Vorjahr 1.355 TEUR) Steuererstattungsansprüche enthalten.

[ 25 ] Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

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Aktive und passive latente Steuern

In TEUR
30.09.2016 30.09.2015
--- --- --- --- ---
aktivisch passivisch aktivisch passivisch
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen 208 2.094 115 2.395
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 19.997 0 21.489
Pensionsrückstellungen 1.234 0 784 0
Sonstige Rückstellungen 1.769 0 1.719 0
Verlustvorträge 622 0 422 0
Sonstige Posten 146 325 172 284
Gesamt vor Saldierung 3.979 22.416 3.212 24.168
Saldierung -1.506 -1.506 0 0
Latente Steuern 2.473 20.910 3.212 24.168

Von den unsaldierten aktiven latenten Steuern haben 2.942 TEUR (Vorjahr 1.952 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passiven latenten Steuern sind vor Saldierung 20.195 TEUR (Vorjahr 21.718 TEUR) kurzfristig und 2.221 TEUR (Vorjahr 2.450 TEUR) langfristig.

Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder im aktuellen Jahr ein negatives steuerliches Ergebnis erwirtschaftet haben, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 314 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aktiviert, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung wahrscheinlich ist.

Über die aktiven latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen Verlustvorträge in Höhe von 9.157 TEUR (Vorjahr 8.749 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen zwischen fünf und sieben Jahren.

Es wurden keine passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede von Beteiligungsansätzen in Höhe von 22.590 TEUR (Vorjahr 19.283 TEUR) gebildet, da die Bertrandt AG den zeitlichen Verlauf der Realisierung der temporären Differenzen steuern kann und sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Kurzfristige Vermögenswerte

[ 26 ] Vorräte

Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

Vorräte

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In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 889 558

Es wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.

[ 27 ] Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen stellen sich wie folgt dar:

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

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In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
Fertigungsaufträge vor Anzahlungsverrechnung 258.556 244.648
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge -144.426 -105.306
Gesamt 114.130 139.342

Im Geschäftsjahr bestand wie im Vorjahr keine Rückstellung für Fertigungsaufträge, deren zu erwartender Verlust die angefallenen Kosten übersteigt.

[ 28 ] Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzern-Währung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2016 zugrunde gelegt. Die Entwicklung der liquiden Mittel ist aus der Kapitalflussrechnung nachzuvollziehen (Ziffer [39]).

Passiva

Eigenkapital

[ 29 ] Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2016 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG wie im Vorjahr 10.143.240,00 EUR und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR auf.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Februar 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Bertrandt Aktiengesellschaft bis zum 31. Januar 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um bis zu 4.000.000,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2013). Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Vom genehmigten Kapital wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

[ 30 ] Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie den Erlös aus dem Verkauf eigener Anteile, der die ursprünglichen Anschaffungskosten übersteigt (Ziffer [31]).

Zum Bilanzstichtag befanden sich 51.951 eigene Aktien im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 59.995 Stück), dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,5 Prozent (Vorjahr 0,6 Prozent). Die Veränderung resultiert aus einem im Geschäftsjahr 2015/2016 durchgeführten Belegschaftsaktienprogramm. Es wurden 4.022 Aktien bezuschusst (Vorjahr 3.774 Aktien), deren durchschnittlich gewichteter Zeitwert 96,85 EUR betrug (Vorjahr 114,00 EUR).

[ 31 ] Gewinnrücklagen und sonstiges Ergebnis

Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral in Höhe von -542 TEUR (Vorjahr 677 TEUR) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die sich aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten im Geschäftsjahr ergebende Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von -1.179 TEUR (Vorjahr -14 TEUR) wurde gemäß IAS 19 saldiert mit den darauf entfallenden Steuereffekten in Höhe von 354 TEUR (Vorjahr 4 TEUR) in den Gewinnrücklagen erfasst.

Die eigenen Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und mit den Gewinnrücklagen saldiert. Im Falle eines Verkaufs erfolgt eine Verrechnung, soweit die Erlöse den ursprünglichen Anschaffungskosten entsprechen. Der übersteigende Betrag wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen.

[ 32 ] Anteile anderer Gesellschafter

Gesellschaften mit Minderheitsbeteiligungen wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 in Personengesellschaften umgewandelt. Demzufolge wird deren Anteil am Eigenkapital in Höhe von 791 TEUR unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese als Bestandteil des Eigenkapitals dargestellt (686 TEUR).

Langfristige Schulden

[ 33 ] Rückstellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:

Prämissen zur Ermittlung von Pensionsverpflichtungen

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Diverse Angaben 30.09.2016 30.09.2015
Zinssatz 0,70% 2,10%
Gehaltssteigerungstrend 0% / 2,50% 0% / 2,50%
Rentensteigerungstrend 1,75% / 2,50% 1,75% / 2,50%
Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck 2005 G 2005 G
Bewertung von Witwenrenten-Anwartschaften Kollektiv Kollektiv
Pensionierungsalter 65 Jahre 65 Jahre
Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter 6 Jahre 7 Jahre

Zum 30. September 2016 erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 1.332 TEUR (Vorjahr 211 TEUR) auf 6.850 TEUR (Vorjahr 5.518 TEUR). Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen wird in Höhe von 153 TEUR (Vorjahr 197 TEUR) im Personalaufwand und in Höhe von 1.179 TEUR (Vorjahr 14 TEUR) im sonstigen Ergebnis erfasst. Zum Bilanzstichtag betrug die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen 21,0 Jahre (Vorjahr 19,3 Jahre).

Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:

Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Barwert zum 01.10. 5.518 5.307
Laufender Dienstzeitaufwand 81 86
Zinsaufwand 115 111
Ausbezahlte Vorsorgeleistungen -43 0
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung finanzieller Annahmen 1.678 0
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen -499 14
Barwert zum 30.09. 6.850 5.518

Aus Sicht des Bertrandt-Konzerns ergeben sich aus den Pensionsverpflichtungen keine wesentlichen Risiken.

Die Effekte aus Änderungen der versicherungsmathematischen Parameter auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Bei einem um 25 Basispunkte höheren (niedrigeren) Rechnungszins wäre der Barwert der Pensionsverpflichtungen um 348 TEUR (Vorjahr 259 TEUR) niedriger beziehungsweise 372 TEUR (Vorjahr 276 TEUR) höher. Bei einer um ein Jahr längeren (kürzeren) Lebenserwartung wäre er um 334 TEUR niedriger (Vorjahr 226 TEUR höher) beziehungsweise 332 TEUR höher (Vorjahr 231 TEUR niedriger). Der überwiegende Anteil der Pensionsrückstellungen unterliegt keinen variablen Gehalts- und Rentensteigerungen.

[ 34 ] Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

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In TEUR Personalrückstellungen Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb Gebäuderückstellungen Übrige Rückstellungen Summe sonstige Rückstellungen
Stand 01.10.2015 45.774 3.037 3.011 10.293 62.115
davon unter 1 Jahr 40.410 3.037 3.011 8.136 54.594
davon über 1 Jahr 5.364 0 0 2.157 7.521
Währungsdifferenzen -9 0 0 -8 -17
Verbrauch 36.528 600 1.057 4.659 42.844
Auflösung 285 1.837 73 1.672 3.867
Zuführung 31.479 0 793 9.004 41.276
Stand 30.09.2016 40.431 600 2.674 12.958 56.663
davon unter 1 Jahr 32.891 600 2.674 10.421 46.586
davon über 1 Jahr 7.540 0 0 2.537 10.077

In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Schwerbehinderten-Abgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten Garantieverpflichtungen. Die Gebäuderückstellungen beinhalten unter anderem Kosten für Instandhaltung, Mieten, Energie und sonstige Nebenkosten. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken.

Der Auflösungsbetrag wird in Höhe von 2.923 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) mit den sonstigen Aufwendungen saldiert. Die langfristigen Rückstellungen enthalten Aufzinsungsaufwendungen von insgesamt 64 TEUR (Vorjahr 129 TEUR), wovon 0 TEUR (Vorjahr 11 TEUR) im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Darüber hinaus sind in den Personalrückstellungen Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm in Höhe von 2.300 TEUR (Vorjahr 2.717 TEUR) enthalten. Der Zahlungsmittelabfluss der langfristigen Rückstellungen ist von den jeweiligen Einzelsachverhalten abhängig.

[ 35 ] Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR begeben. Die Fristigkeiten des Schuldscheindarlehens belaufen sich auf fünf, sieben und zehn Jahre. Bei Fälligkeit ist eine Rückzahlung zu 100 Prozent durchzuführen, Sondertilgungsrechte bestehen nicht.

Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 2.367 TEUR (Vorjahr 39.642 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus abgegrenzten, noch nicht bezahlten Zinsen, nicht eingelösten Schecks sowie im Vorjahr der teilweisen Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Rahmenkreditlinien.

Die Zinssätze für lang- und kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2016 zwischen 0,4 und 6,3 Prozent (Vorjahr 0,7 und 6,3 Prozent). Die ausgewiesenen Buchwerte der dargestellten kurzfristigen und variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen dem Marktwert.

Die Fristigkeit gliedert sich wie folgt:

Lang- und kurzfristige Finanzschulden

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In TEUR 30.09.2016 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
Finanzschulden 202.068 2.367 29.951 169.750
Vorjahr
30.09.2015 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 39.642 39.642 0 0

[ 36 ] Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

Die Buchwerte der sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:

Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

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In TEUR 30.09.2016 < 1 Jahr 1-5 Jahre
Steuern 22.602 22.602 0
Lohn- und Kirchensteuer 8.199 8.199 0
Sozialversicherung 2.431 2.431 0
Lohn und Gehalt 678 678 0
Personalverpflichtungen 36.750 36.750 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 18.408 18.408 0
Minderheitsgesellschafter 791 791 0
Übrige sonstige 6.414 6.168 246
Sonstige Verbindlichkeiten 96.273 96.027 246
Vorjahr
30.09.2015 < 1 Jahr 1-5 Jahre
Steuern 17.445 17.445 0
Lohn- und Kirchensteuer 8.030 8.030 0
Sozialversicherung 1.900 1.900 0
Lohn und Gehalt 779 779 0
Personalverpflichtungen 34.589 34.589 0
Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen 13.832 13.832 0
Minderheitsgesellschafter 0 0 0
Übrige sonstige 10.070 9.792 278
Sonstige Verbindlichkeiten 86.645 86.367 278

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 278 TEUR (Vorjahr 309 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde. In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr 123 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst. Die erhaltenen Anzahlungen betrugen insgesamt 162.834 TEUR (Vorjahr 119.138 TEUR), davon wurden 144.426 TEUR (Vorjahr 105.306 TEUR) mit den Forderungen aus Fertigungsaufträgen saldiert (Ziffer [27]). Für das Geschäftsjahr 2015/2016 gibt es wie im Vorjahr keine sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit größer fünf Jahren. Für die Darstellung der Aufteilung in finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten wird auf Ziffer [44] verwiesen.

Kurzfristige Schulden

[ 37 ] Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern des aktuellen Geschäftsjahres und der Vorjahre.

[ 38 ] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.066 20.444

[ 39 ] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.

Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 90.631 TEUR (Vorjahr 36.967 TEUR). Die Veränderung des Working Capital ergibt sich im Wesentlichen aus den zahlungswirksamen Veränderungen der folgenden Bilanzposten: Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen -25.212 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.249 TEUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.305 TEUR.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -79.679 TEUR (Vorjahr -82.313 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen. Der Free Cashflow hat sich mit 10.952 TEUR gegenüber dem Vorjahr (-45.346 TEUR) deutlich verbessert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 136.033 TEUR (Vorjahr 16.229 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen den Zahlungsmittelzufluss aus der Begebung eines Schuldscheindarlehens, Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen sowie die Tilgung von Krediten. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 159.821 TEUR (Vorjahr 13.068 TEUR).

[ 40 ] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die langfristigen Vermögenswerte im Sinne des IFRS 8 betragen 254.820 TEUR (Vorjahr 203.886 TEUR). Davon entfallen 249.378 TEUR (Vorjahr 199.031 TEUR) auf das Inland und 5.442 TEUR (Vorjahr 4.855 TEUR) auf das Ausland.

Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die Bereiche Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.

Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototyping und des Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.

Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, die Entwicklung von Software sowie die Einsatzsimulation.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzern-Abschluss zugrunde. Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen (Arm’s-Length-Prinzip). Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden eliminiert.

Segmente

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In TEUR
Digital Engineering Physical Engineering
--- --- --- --- ---
01.10. - 30.09. 2015/2016 2014/2015 2015/2016 2014/2015
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse gesamt 597.389 562.572 219.279 196.099
Transfers zwischen den Segmenten 17.404 6.245 11.935 3.936
Segmentumsatzerlöse 579.985 556.327 207.344 192.163
Betriebsergebnis 47.835 48.071 22.689 22.561
Planmäßige Abschreibungen 9.448 7.272 18.008 16.019

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In TEUR
Summe nach
--- --- --- --- ---
Elektrik/Elektronik Geschäftsfeldern
--- --- --- --- ---
01.10. - 30.09. 2015/2016 2014/2015 2015/2016 2014/2015
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse gesamt 214.133 189.564 1.030.801 948.235
Transfers zwischen den Segmenten 9.441 3.267 38.780 13.448
Segmentumsatzerlöse 204.692 186.297 992.021 934.787
Betriebsergebnis 22.341 21.005 92.865 91.637
Planmäßige Abschreibungen 2.269 1.902 29.725 25.193

Eine Segmentierung des Vermögens und der Schulden ist nicht erforderlich, da diese nicht Bestandteil des internen Berichtswesens auf Ebene der Geschäftsfelder sind.

Sonstige Angaben

[ 41 ] Gestellte Sicherheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine gestellten Sicherheiten.

[ 42 ] Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Grundstückskaufverträgen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 2.320 TEUR).

[ 43 ] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
< 1 Jahr 60.185 76.416
1 - 5 Jahre 38.048 35.157
> 5 Jahre 13.452 3.819
Gesamt 111.685 115.392

Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge und damit das wirtschaftliche Eigentum liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 66.861 TEUR (Vorjahr 53.462 TEUR) auf Miet- und Leasingverträge für Immobilien. Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus sonstigen Sachanlagen kleiner einem Jahr in Höhe von 1.903 TEUR (Vorjahr 1.509 TEUR), zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 1.643 TEUR (Vorjahr 2.031 TEUR) sowie größer fünf Jahren in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr 196 TEUR). Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lieferantenverträgen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 291 TEUR (Vorjahr 572 TEUR) und Sachanlagen in Höhe von 18.364 TEUR (Vorjahr 39.113 TEUR).

[ 44 ] Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen von Finanzinstrumenten auf die Bilanz

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

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Erfolgswirksam Zu fortgeführten Nicht im Bilanzposten
zum Fair Anschaffungskosten Anwendungs- zum
--- --- --- --- --- ---
Value bewertet bewertet bereich des IFRS 7 / keine Bewertungskategorie nach IAS 39 30.09.2016
--- --- --- --- --- ---
Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Nach der Equity-Methode
bewertete Finanzanlagen 5.077 5.077
Übrige Finanzanlagen 2.729 2.729 2.729
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.988 1.988 4.703 6.691
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 114.130 114.130 114.130
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 192.867 192.867 21.984 214.851
Liquide Mittel 159.821 159.821 159.821
Langfristige Schulden
Finanzschulden 199.701 211.044 199.701
Sonstige Verbindlichkeiten 246 246
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 2.367 2.367 2.367
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.066 15.066 15.066
Sonstige Verbindlichkeiten 25.961 25.961 70.066 96.027
Vorjahr Erfolgswirksam Zu fortgeführten Nicht im Bilanzposten
zum Fair Anschaffungskosen Anwendungs- zum
Value bewertet bereich des IFRS 7 / 30.09.2015
bewertet Buchwert Buchwert Fair Value keine Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
Nach der Equity-Methode
bewertete Finanzanlagen 4.367 4.367
Übrige Finanzanlagen 3.724 3.724 3.724
2.949 2.949 3.889 6.838
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 139.342 139.342 139.342
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 170.418 170.418 15.921 186.339
Liquide Mittel 13.068 13.068 13.068
Langfristige Schulden
Finanzschulden 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 278 278
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 39.642 39.642 39.642
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.444 20.444 20.444
Sonstige Verbindlichkeiten 24.318 24.318 62.049 86.367

Gemäß IFRS 13 sind die Finanzinstrumente den drei Levels der Fair Value Hierarchie zuzuordnen. Die Zuordnung richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nichtbeobachtbaren Marktdaten basieren. Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Die Ermittlung der Fair Values der festverzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero-Coupon-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level zwei). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten.

Die Fair Values der Derivate bestimmen sich anhand marktüblicher Methoden. Aufgrund von kurzen Laufzeiten entsprechen die Fair Values der kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente den Buchwerten. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Fair Value Hierarchie wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen und Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Diese Analyse führte wie im Vorjahr nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.

[ 45 ] Management von Finanzrisiken

Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements

Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:

Liquiditätsrisiko
Ausfall- und Kreditrisiko
Marktpreisrisiko

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Eine Konzentration von Finanzrisiken liegt derzeit nicht vor.

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Zur langfristigen Liquiditätssicherung sowie zur Finanzierung der langfristigen Investitionen wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 TEUR aufgenommen. Über die Hausbanken bestehen grundsätzlich Cash-Pooling-Vereinbarungen mit inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzern-Gesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Rahmenkreditverträge ist dabei mittelfristig gesichert. Im Rahmen einer Optionsvereinbarung kann bei sofortiger Ausübung der Option ein theoretisch maximales Liquiditäts- und Ausfallrisiko mit einer Bruttoverpflichtung von 2.500 TEUR (Vorjahr 2.000 TEUR) den Konzern belasten. Wir rechnen nicht mit einer Ausübung der Option, und des Weiteren stehen dem sofort verwertbare Sicherheiten gegenüber, die wie im Vorjahr zu einer Bewertung der Nettoverpflichtung von nahe null führen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

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In TEUR
Buchwert Zahlungsverpflichtungen
--- --- --- --- ---
30.09.2016 2016/2017 2017/2018 bis 2020/2021 2021/2022 ff.
--- --- --- --- ---
Finanzschulden 202.068 2.878 41.417 184.212
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.066 15.066 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 25.961 25.961 0 0
Vorjahr 30.09.2015 2015/2016 2016/2017 bis 2019/2020 2020/2021 ff.
Finanzschulden 39.642 39.642 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.444 20.444 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 24.318 24.318 0 0

Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel und fix verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem spätesten Zeitraster zugeordnet.

Die Konzern-Richtlinien geben vor, dass die Vertragspartner des Bertrandt-Konzerns vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit bestimmte Bonitätskriterien erfüllen müssen. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend begrenzt. Wesentliche Forderungsausfälle gab es im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht. Aufgrund der überwiegend guten Bonität unserer Kunden sowie des aktiven Forderungsmanagements wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft als gering eingestuft. Individuellen Einzelrisiken wird im Bedarfsfall durch einzelfallbasierte Kreditversicherungen Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt. Die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie sonstigen Ausleihungen in Höhe von 338.401 TEUR (Vorjahr 336.243 TEUR) stellen das maximale Ausfallrisiko dar.

Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.

In der nachfolgenden Tabelle sind das Kredit- und das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:

Ausfall- und Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten

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In TEUR Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2016
Sonstige Ausleihungen 2.729 0 0 2.729
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 114.130 0 0 114.130
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 157.686 31.775 3.483 192.944
Sonstige Vermögenswerte 4.977 0 152 5.129
279.522 31.775 3.635 314.932
Vorjahr Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2015
Sonstige Ausleihungen 3.724 0 0 3.724
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 139.342 0 0 139.342
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 132.470 34.410 4.283 171.163
Sonstige Vermögenswerte 5.737 0 152 5.889
281.273 34.410 4.435 320.118

Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte

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In TEUR bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.523 10.947 5.305 31.775
Vorjahr bis 30 Tage 31 bis mehr als 30.09.2015
90 Tage 90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.787 11.534 5.089 34.410

Für die fälligen sowie überfälligen nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

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In TEUR 2015/2016 2014/2015
Stand 01.10. 3.685 3.867
Zuführung 357 76
Inanspruchnahme 356 24
Auflösung 468 234
Stand 30.09. 3.218 3.685

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen 39 TEUR (Vorjahr 24 TEUR) sowie Erträge aus diesen von 1 TEUR (Vorjahr 20 TEUR).

Der Konzern unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Das Konzern-Treasury sichert mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind (Natural Hedges). Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsinstrumente.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen. Bei einem um 100 Basispunkte höheren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 1.490 TEUR höher (Vorjahr 266 TEUR niedriger) gewesen. Bei einem um 100 Basispunkte niedrigeren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 394 TEUR niedriger (Vorjahr 29 TEUR niedriger) gewesen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente, die eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.

Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Grundgeschäfte (Forderungen aus Fertigungsaufträgen) werden grundsätzlich über Devisentermingeschäfte gesichert. Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte vor.

[ 46 ] Angaben zum Kapitalmanagement

Bertrandt verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiteren Adressaten dieses Geschäftsberichts zu wahren.

Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten.

Die Strategie des Bertrandt-Konzerns liegt in einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.

Das Eigenkapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 46,9 Prozent per 30. September 2016 (Vorjahr 56,9 Prozent).

Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.

[ 47 ] WpHG Mitteilungen

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6, S. 2 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die CSI Asset Management Establishment, Vaduz, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der CSI Asset Management Establishment 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die Absolute Capital Management Holding Limited, Grand Cayman, Cayman Island, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der Absolute Capital Management Holdings Limited 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Mitteilungen nach §§ 21 Abs. 1 S. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 WpHG

a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;

29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

b) Die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

30. Dezember 2002 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;

29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

c) Die Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am

19. Dezember 2003 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

d) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr.h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am

11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug;

29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug;

14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug;

18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug;

28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie

24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Mit dem Schreiben vom 17. November 2006 hat uns die Familie Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 13. November 2006 die Schwellen von 5 Prozent, 10 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und nunmehr 25,01 Prozent beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 8. November 2010, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Stuttgart gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 29. September 2010 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 25,01 Prozent (2.537.095 Stimmrechte) beträgt.

Sämtliche vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden kontrollierten Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Wolfgang Porsche GmbH, Familie Porsche Beteiligung GmbH, jeweils Grünwald, Porsche Automobil Holding SE, Porsche Zwischenholding GmbH sowie Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, jeweils Stuttgart.

Die Stimmrechte wurden nicht durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Erwerbsrechts erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.343 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden von der Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, gehalten, und der Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Die Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.342 Stimmrechte) beträgt.

Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 28. Februar 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die b.invest AG mit Sitz in Ehningen, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 4,8 Prozent der Stimmrechte (486.876 Stimmrechte) beträgt.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Mai 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die MainFirst SICAV mit Sitz in Senningerberg, Luxemburg, mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 31. Mai 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,868 Prozent der Stimmrechte (392.369 Stimmrechte) beträgt und eine Ausübung von Finanzinstrumenten nicht erfolgt ist.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

Mit Schreiben vom 12. August 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die LK Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG, Ehningen, Deutschland, am 10. August 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und an diesem Tag 25,01 % (das entspricht 2.537.095 Stimmrechten) beträgt. Sämtliche der vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der LK Holding GmbH, Salzburg, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 % oder mehr beträgt: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart, Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, Familien Porsche-Kiesling Beteiligung GmbH, Grünwald und Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald.

Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG

I. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

II. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Beta Beteiligungs GmbH mit Sitz in Grünwald, Deutschland, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

III. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Louise Daxer-Piech GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Ahorner Beta Beteiligungs GmbH, Grünwald; Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

IV. Mit Schreiben vom 11. September 2013, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben wir von der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erhalten:

Der Stimmrechtsanteil der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 11. September 2013 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20 und 25 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.537.095 Stimmrechten).

Sämtliche Stimmrechte der Ahorner Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, sind dieser nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Louise Daxer-Piech GmbH, Salzburg; Ahorner Beta Beteiligungs GmbH, Grünwald; Ahorner Alpha Beteiligungs GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Veröffentlichung von Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

1. Mit Schreiben vom 2. Juli 2014, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 2. Juli 2014 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 3,94 Prozent (400.000 Stimmrechte).

2. Mit Schreiben vom 2. Juli 2014, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns von Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, folgende Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil des Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 2. Juli 2014 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 3,94 Prozent (400.000 Stimmrechte).

Sämtliche Stimmrechte des Herrn Dietmar Bichler, Deutschland, sind diesem nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über das folgende kontrollierte Unternehmen zuzurechnen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt Aktiengesellschaft 3 Prozent oder mehr beträgt: Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Deutschland.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 20. Juli 2015, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Frau Dr. Geraldine Porsche, Republik Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Dr. Geraldine Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 14. Juli 2015 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten und beträgt an diesem Tag 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten). Diese Stimmrechtsanteile sind Frau Dr. Geraldine Porsche, Republik Österreich, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3 % oder mehr zugerechnet werden: Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung, Salzburg; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Grünwald; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald; LK Holding GmbH, Salzburg; Louise Kiesling GmbH, Grünwald; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Mit Schreiben vom 20. Juli 2015, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung von Frau Diana Porsche, Republik Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Diana Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 14. Juli 2015 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten und beträgt an diesem Tag 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten). Diese Stimmrechtsanteile sind Frau Diana Porsche, Republik Österreich, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3 % oder mehr zugerechnet werden: Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung, Salzburg; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Grünwald; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald; LK Holding GmbH, Salzburg; Louise Kiesling GmbH, Grünwald; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart; Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 6. Mai 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 3. Mai 2016 3,16 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 320.991 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Davon sind der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, 3,16 Prozent (dies entspricht 320.991 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit dem obersten beherrschenden Unternehmen: Allianz SE; Allianz Asset Management AG; Allianz Global Investors GmbH (3,16 Prozent der Stimmrechte).

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 27. Mai 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 25. Mai 2016 3,15 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 319.900 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 22 WpHG zuzurechnen. Die BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, wird weder beherrscht noch beherrscht sie andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Mai 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 25. Mai 2016 2,98 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 302.591 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Davon sind der Allianz Global Investors GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, 2,98 Prozent (dies entspricht 302.591 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit dem obersten beherrschenden Unternehmen: Allianz SE; Allianz Asset Management AG; Allianz Global Investors GmbH.

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 1. Juni 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, sowie Schreiben vom 16. Juni 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, haben uns folgende freiwillige Konzernstimmrechtsmitteilungen aufgrund einer konzerninternen Umstrukturierung von Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche, nach §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 1. Juni 2016 und am 15. Juni 2016 28,97 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 2.938.189 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind Herrn Dr. Wolfgang Porsche, Herrn Dr. Dr. Christian Porsche, Frau Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Herrn Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche und Herrn Felix Alexander Porsche nach § 22 WpHG zuzurechnen. Namen der Aktionäre mit 3 Prozent oder mehr Stimmrechte: Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit den obersten beherrschenden Personen: Strang 1: Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Herrn Felix Alexander Porsche; Familie WP Holding GmbH; Dr. Wolfgang Porsche Holding GmbH; Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (28,97 Prozent der Stimmrechte); Strang 2: Dr. Wolfgang Porsche, Dr. Dr. Christian Porsche, Dipl.-Design. Stephanie Porsche-Schröder, Ferdinand Rudolf Wolfgang Porsche, Herrn Felix Alexander Porsche; Ferdinand Porsche Familien-Privatstiftung; Ferdinand Porsche Familien-Holding GmbH, Ferdinand Alexander Porsche GmbH; Familie Porsche Beteiligung GmbH; Porsche Automobil Holding SE; VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT; Porsche Holding Stuttgart GmbH, Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (28,97 Prozent der Stimmrechte).

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 2. August 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Konzernstimmrechtsmitteilung von Peter Zaldivar, nach §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil von Peter Zaldivar an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 28. Juli 2016 3,01 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 305.129 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen.

Diese Stimmrechtsanteile sind Peter Zaldivar nach § 22 WpHG zuzurechnen. Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person: Peter Zaldivar, Kabouter Management, LLC (3,01 Prozent der Stimmrechte).

WpHG Mitteilungen nach dem 30. September 2016

Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

Mit Schreiben vom 31. Oktober 2016, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, nach § 21 Abs. 1 WpHG erreicht:

Der Stimmrechtsanteil der Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland, hat am 26. Oktober 2016 3,05 Prozent der Stimmrechte (dies entspricht 309.538 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) betragen. Die Kabouter International Opportunities Fund II, LLC mit Sitz in Chicago, USA, wird weder beherrscht noch beherrscht sie andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen, Deutschland.

[ 48 ] Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter „http://www.bertrandt.com/investor-relations/corporate-governance.html“.

[ 49 ] Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Es lagen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 vor.

[ 50 ] Angaben zu Organen der Gesellschaft

Die Organe der Gesellschaft sind nahestehende Personen im Sinne des IAS 24.

Vorstand

Dietmar Bichler

Vorsitzender des Vorstands

Präsident des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres
Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen
Mitglied des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau

Hans-Gerd Claus

Mitglied des Vorstands

Technik

Michael Lücke

Mitglied des Vorstands

Vertrieb

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Limited, Dunton
Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit

Markus Ruf

Mitglied des Vorstands

Finanzen

Mitglied des Verwaltungsrats der Bertrandt France S.A., Bièvres

Die Gesamtbezüge für aktive Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015/2016 betragen 7.528 TEUR (Vorjahr 7.222 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts enthalten. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 81 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 86 TEUR). Darüber hinaus wurden für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.714 TEUR (Vorjahr 1.887 TEUR) passiviert und 43 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) im Geschäftsjahr an Ruhegehältern ausbezahlt.

Der Bestand der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2015/2016 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:

Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder

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Stück Stand 30.09.2016 Stand 30.09.2015
Dietmar Bichler 400.000 400.000
Hans-Gerd Claus 0 0
Michael Lücke 0 0
Markus Ruf 0 0
Gesamt 400.000 400.000

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jost-Global GP S.à.r.l., Luxemburg (bis 27.10.2016)

Maximilian Wölfle

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co. KG, Stuttgart
Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart
Stellvertretender Vorsitzender des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart
Beirat der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern

Horst Binnig

Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG (ehemals KSPG AG), Neckarsulm
Mitglied des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf
Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co., Ltd., Shanghai
Vice Chairman des Board of Directors der Kolbenschmidt Shanghai Piston Co., Ltd., Shanghai
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS HUAYU Alu Tech GmbH, Neckarsulm
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KS Gleitlager GmbH, St.-Leon-Rot
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg GmbH, Neuss
Vice Chairman des Board of Directors der Pierburg HUAYU Pump Technology Co. Ltd., Shanghai
Director der KSPG Holding USA, Inc, Marinette
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pierburg Pump Technology GmbH, Neuss
Chairman des Board of Directors der KSPG (China) Investment Co., Ltd., Shanghai

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn

Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien
Vorstand des Institutes für Managementwissenschaften (IMW) der TU Wien, Wien (seit 01.01.2016)
Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien
Mitglied des Verwaltungsrats der Baumer Holding AG, Frauenfeld (bis 30.03.2016)
Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn
Mitglied des Beirats der Herrmann Ultraschall GmbH & Co. KG, Karlsbad Ittersbach
Mitglied des Beirats der Karl Klink GmbH, Niefern-Öschelbronn
Mitglied des Beirats der Wittenstein AG, Harthausen (seit 01.03.2016)
Mitglied des Beirats der EVN AG, Maria Enzersdorf (seit 01.10.2016)

Stefanie Blumenauer

Arbeitnehmervertreterin

Kaufmännische Sachbearbeiterin

Astrid Fleischer

Arbeitnehmervertreterin

CAD-Konstrukteurin

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 insgesamt eine fixe Vergütung in Höhe von 320 TEUR (Vorjahr 320 TEUR).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:

Aufsichtsratsvergütung

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In EUR Fixum 2015/2016
Dr. Klaus Bleyer 112.000
Maximilian Wölfle 64.000
Horst Binnig 40.000
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 40.000
Stefanie Blumenauer 32.000
Astrid Fleischer 32.000
Gesamt 320.000

Im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses erhielten die Arbeitnehmervertreterinnen des Aufsichtsrats marktübliche Gehälter inklusive gesetzlicher Sozialabgaben. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015/2016 für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:

Aktienbesitz der Aufsichtsratmitglieder

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Stück Stand 30.09.2016 Aktien Stand 30.09.2015 Aktien
Dr. Klaus Bleyer 0 0
Maximilian Wölfle 0 0
Horst Binnig 0 0
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn 0 0
Stefanie Blumenauer 0 0
Astrid Fleischer 98 84
Gesamt 98 84

Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.

[ 51 ] Anteilsbesitz der Bertrandt AG

Anteilsbesitz der Bertrandt AG

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In % Anteil am Eigenkapital
Inland
Bertrandt Ehningen GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Energie GmbH, Mönsheim 100,0
Bertrandt Fahrerprobung Süd GmbH, Nufringen1 100,0
Bertrandt GmbH, Hamburg1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm1 100,0
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck1 100,0
Bertrandt München GmbH, München 100,0
Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Services GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Technologie GmbH (vormals Bertrandt Südwest GmbH), Immendingen1 100,0
Bertrandt Tappenbeck GmbH, Tappenbeck 100,0
Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen1 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Mönsheim1 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Sassenburg1 100,0
Bertrandt Verwaltungs GmbH (vormals Bertrandt Entwicklungen GmbH), Mönsheim1 100,0
Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 94,9
Bertrandt Grundbesitz GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 (vormals Inmuebles Baviera GmbH)1 94,9
Bertrandt Immobilien GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal1 94,9
Bertrandt Campus GmbH, Ehningen 50,0
Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Pullach i. Isartal 30,0
aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal 24,9
aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
MOLLIS automotive GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
NAMENU tool GmbH, Pullach i. Isartal 24,9
Ausland
Bertrandt Engineering Shanghai Co., Ltd., Shanghai, China 100,0
Bertrandt Engineering Technologies Romania SRL, Sibiu, Rumänien 100,0
Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich 100,0
Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei 100,0
Bertrandt S.A.S., Bièvres, Frankreich 100,0
Bertrandt Technologie GmbH, Steyr, Österreich 100,0
Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien 100,0
Bertrandt US Inc., Detroit, Michigan, USA 100,0

1 Auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse zum 30.09.2016 wird gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB verzichtet.

Die Verteilung der Stimmrechte stimmt im Wesentlichen mit den Kapitalverhältnissen überein.

Die Vermögens- und Ertragslage des Gemeinschaftsunternehmens Bertrandt Campus GmbH stellt sich wie folgt dar:

Vermögens- und Ertragslage von Gemeinschaftsunternehmen

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In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
Langfristige Vermögenswerte 33.385 5.581
Kurzfristige Vermögenswerte 6.800 2.930
davon liquide Mittel 5.499 75
Langfristige Schulden 30.109 0
Kurzfristige Schulden 154 37
Ertragsteueraufwand 9 5
Ergebnis nach Ertragsteuern / Gesamtergebnis -53 -26

Der Buchwert des Anteils von Bertrandt an der Bertrandt Campus GmbH beläuft sich auf 4.960 TEUR (Vorjahr 4.237 TEUR).

Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

Vermögens- und Ertragslage von assoziierten Unternehmen

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In TEUR 30.09.2016 30.09.2015
Vermögenswerte 34.423 37.730
Schulden 34.025 37.328
Umsatzerlöse 13.175 2.170
Ergebnis nach Ertragsteuern / Gesamtergebnis -47 169

Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen beläuft sich auf 117 TEUR (Vorjahr 130 TEUR).

Die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH und die MOLLIS automotive GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei der BertrandtEntwicklungen AG & Co. OHG sowie der Bertrandt Campus GmbH entsprechen die Bilanzstichtage dem des Bertrandt-Konzerns. Das erstmalig berücksichtigte assoziierte Unternehmen NAMENU tool GmbH stellt seinen Jahresabschluss zum 31. Dezember auf.

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 313 TEUR (Vorjahr 33 TEUR) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 1.000 TEUR). Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf 1.612 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, hat am 2. Juli 2014 ihren Anteil an der Bertrandt AG um knapp vier Prozentpunkte erhöht. Nach dem Erwerb hält Volkswagen mittelbar rund 29 Prozent der stimmrechtsberechtigten Anteile von Bertrandt. Eine Einflussnahme auf den Aufsichtsrat oder den Vorstand der Bertrandt AG wird unverändert nicht angestrebt. Im Volkswagen Konzern wird die Bertrandt AG ab dem Erwerbszeitpunkt der weiteren Anteile als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen. Demzufolge ist der Volkswagen Konzern als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren. Sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Bertrandt und dem Volkswagen Konzern wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse mit allen zum Volkswagen Konzern gehörenden Unternehmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 400.045 TEUR (Vorjahr 388.253 TEUR). Daneben sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 194 TEUR (Vorjahr 1.851 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von 2.743 TEUR (Vorjahr 3.726 TEUR) erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 86.236 TEUR (Vorjahr 69.102 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 290 TEUR (Vorjahr 100 TEUR). Forderungswertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht vorgenommen (Vorjahr 0 TEUR).

[ 52 ] Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

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Honorar für den Abschlussprüfer

in TEUR
2015/2016 2014/2015
Abschlussprüfung 294 269
Steuerberatungsleistungen 44 2
Sonstige Leistungen 314 239
Gesamt 652 510

[ 53 ] Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Dividendenausschüttung der Bertrandt Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2016 der Bertrandt Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015/2016 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 39.393.859,64 EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 2,50 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 14.035.759,64 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt Aktiengesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

[ 54 ] Dividende für das Geschäftsjahr 2014/2015

Die Hauptversammlung hat dem letztjährigen Dividendenvorschlag des Vorstands in Höhe von 2,45 EUR entsprochen.

[ 55 ] Tag der Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 12. Dezember 2016 darüber entscheiden wird.

Ehningen, 29. November 2016

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ehningen, 29. November 2016

Bertrandt AG

Der Vorstand

Dietmar Bichler, Vorsitzender des Vorstands

Hans-Gerd Claus, Mitglied des Vorstands, Technik

Michael Lücke, Mitglied des Vorstands, Vertrieb

Markus Ruf, Mitglied des Vorstands, Finanzen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 29. November 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016

Das Geschäftsjahr 2015/2016 war geprägt von herausfordernden konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen. Der Bertrandt-Konzern konnte in diesem Umfeld seine Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologiekonzern weiter festigen und ausbauen.

Der Aufsichtsrat der Bertrandt AG hat im Geschäftsjahr 2015/2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informiert haben. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats und des Vorstands eingehalten wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist geprägt von einem offenen und kontinuierlichen Dialog. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden, die bei Bedarf auch neben den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen stattfand, erfolgte intensiv und lösungsorientiert. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, sodass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwachte während des gesamten Geschäftsjahres die Arbeit des Vorstands und stand ihm beratend zur Seite. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung von Bertrandt sowie über die aktuelle Marktlage und deren Auswirkungen auf Bertrandt informieren. Neben der Überwachung des Geschäftsverlaufs der Bertrandt AG sowie des Bertrandt-Konzerns beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Es wurden grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik beziehungsweise zur strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung, zum Risikomanagement und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat setzte sich mit dem internen Kontrollsystem auseinander und hat dessen Funktionsfähigkeit überprüft. Des Weiteren wurden die Aufsichtsräte ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen: am 7. Dezember 2015, am 17. Februar 2016, am 11. Mai 2016 und am 19. September 2016. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

In der Sitzung am 7. Dezember 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben den regelmäßigen Themen unter anderem mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns. Außerdem wurden im Rahmen dieser Sitzung die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung, die am 17. Februar 2016 in Sindelfingen stattfand, verabschiedet. Der Aufsichtsrat beriet auf Vorschlag des Prüfungsausschusses über den Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015/2016. Vom Wirtschaftsprüfer wurde eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit und verabschiedete den Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.

In der Sitzung am 17. Februar 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben anderem mit dem Status und den praxiskonformen Anpassungen der bestehenden D&O-Versicherung vor dem Hintergrund des Wachstums der letzten Jahre.

In der Sitzung am 11. Mai 2016 befasste sich der Aufsichtsrat neben den Berichten des Vorstands mit der Angemessenheit der Compliance-Organisation bei Bertrandt. Darüber hinaus wurden die Aufsichtsräte zu aktuellen gesetzlichen Änderungen im Aktien-, Handels- und Kapitalmarktrecht geschult. Behandelt wurden unter anderem die Aktienrechtsnovelle 2016, die Neuordnung der Meldetatbestände des Wertpapierhandelsgesetzes, die EU-Regulierung der Abschlussprüfung und das Abschlussprüfungsreformgesetz sowie die EU-Marktmissbrauchsverordnung und das Erstes Finanzmarktnovellierungsgesetz.

In der Aufsichtsratssitzung am 19. September 2016 wurde unter anderem die Konzern-Planung für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. Die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde beschlossen. Zudem wurden kleinere Anpassungen der Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats vor dem Hintergrund des Abschlussprüfungsreformgesetzes (AReG) beschlossen.

In der Sitzung am 12. Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat diesen Bericht beschlossen und den Vorsitzenden zu dessen Unterzeichnung beauftragt und bevollmächtigt.

Organisation und Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur Erfüllung seiner Aufgaben den Personal- und den Prüfungsausschuss gebildet. Der Personalausschuss setzt sich aus den Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn zusammen. Zur Steigerung der Effizienz nimmt der Personalausschuss auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dem Prüfungsausschuss gehören die Herren Dr. Klaus Bleyer (Ausschussvorsitzender), Maximilian Wölfle (stellvertretender Ausschussvorsitzender) und Horst Binnig an. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut, in dem die Bertrandt AG tätig ist.

Herr Dr. Klaus Bleyer ist Financial Expert und unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats mit Sachverstand auf den Gebieten von Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach § 100 Abs. 5 AktG.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 beriet sich der Prüfungsausschuss fünf Mal. In der Sitzung am 7. Dezember 2015 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer mit den Jahresabschlüssen der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsinhalten, -schwerpunkten und -ergebnissen. Darüber hinaus wurden die Prüfungsschwerpunkte für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. In den telefonisch durchgeführten Sitzungen am 8. Februar 2016, am 4. Mai 2016 und am 25. Juli 2016 wurden unter anderem die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Finanzberichte hinsichtlich Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung erörtert. In der Sitzung am 19. September 2016 verabschiedete der Prüfungsausschuss einen begrenzten Katalog mit Nichtprüfungsleistungen, mit denen der Wirtschaftsprüfer auch ohne vorherige Zustimmung des Prüfungsausschusses im Einzelfall beauftragt werden kann.

Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015/2016 am 7. Dezember 2015.

Corporate Governance

Der Begriff Corporate Governance steht für die verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens. In den Sitzungen am 7. Dezember 2015 und 19. September 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Im Rahmen der Sitzung am 19. September 2016 beschloss der Aufsichtsrat die aktuelle Fassung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Bis auf wenige Ausnahmen folgt die Gesellschaft den Empfehlungen des Kodex. Die Abweichungen werden in der Entsprechenserklärung erläutert. Neben dem Geschäftsbericht ist insbesondere auch die Entsprechenserklärung auf der Bertrandt-Website unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich.

Prüfung der Jahresabschlüsse

Die ordentliche Hauptversammlung der Bertrandt AG wählte am 17. Februar 2016 die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015/2016. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Bertrandt AG sowie der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder die Abschlüsse und Lageberichte des Geschäftsjahres 2015/2016, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Nachdem sich der Prüfungsausschuss vorbereitend mit den Themen auseinandergesetzt hatte, befasste sich der Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 12. Dezember 2016 mit dem Prozess der Abschlusserstellung sowie mit dem Rechnungslegungsergebnis. An dieser Sitzung nahmen die den Jahres- und Konzern-Abschluss testierenden Wirtschaftsprüfer ebenfalls teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt, über die festgelegten Prüfungsschwerpunkte und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Nach eigener Prüfung, die zu keinen Einwendungen führte, nahm der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss, den Lagebericht der Bertrandt AG und des Konzerns sowie den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte den Jahresabschluss und den Konzern-Abschluss. Damit sind zugleich der Jahresabschluss festgestellt und der Konzern-Abschluss gebilligt worden. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015/2016 der Bertrandt Aktiengesellschaft in Höhe von 39.393.859,64 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 2,50 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 14.035.759,64 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bertrandt-Konzerns im In- und Ausland für ihre geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch ihr großes Engagement konnte die erfolgreiche Unternehmensentwicklung in einem heterogenen Marktumfeld fortgesetzt werden.

Ehningen, 12. Dezember 2016

Dr. Klaus Bleyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats