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Bertrandt AG — Annual Report 2002
Apr 2, 2003
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2001/2002

Bertrandt AG Geschäftsbericht 2001/2002
Bert-CI-223-12.02-A
Das Geschäftsjahr 2001/2002
Im Geschäftsjahr 2001/2002 konnte Bertrandt den positiven Trend aus dem Vorjahr fortsetzen und seine Marktposition festigen. In einem angespannten Marktumfeld wurde der Umsatz um sieben Prozent auf 233,0 Mio. Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis konnte um vier Prozent auf 8,6 Mio. Euro verbessert werden.
Als kompetenter Partner bietet das Unternehmen Herstellern und Systemlieferanten in der internationalen Automobilindustrie Entwicklungsleistungen bis hin zur ganzheitlichen Fahrzeugentwicklung an. Das an den Standorten dargestellte Leistungsspektrum wurde auch im Berichtsjahr positiv von den Kunden angenommen.
Aus heutiger Sicht wird sich das Vergabeverhalten von Entwicklungsleistungen seitens der Kunden dynamisch entwickeln. Dies bietet dem Unternehmen gute Perspektiven für ein weiteres Wachstum in der Zukunft.
| Zahlen in TEUR | 2001/2002 | 2000/2001 | 1999/2000 | 1998/1999 | 1997/1998 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatzerlöse | 233.002 | 217.753 | 192.599 | 147.051 | 93.520 |
| Betriebsergebnis | 8.615 | 8.335 | 4.589 | 15.853 | 11.112 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.796 | 4.927 | 1.850 | 14.417 | 10.462 |
| Jahresüberschuss | 2.080 | 936 | 378 | 7.371 | 4.881 |
| Cash-flow | 16.893 | 19.056 | 12.340 | 16.819 | 10.978 |
| Free Cash-flow | 5.824 | -5.967 | -13.994 | -20.749 | -3.080 |
| Investitionen (inkl. Leasing) | 9.739 | 19.922 | 34.543 | 27.865 | 16.617 |
| Eigenkapital | 50.859 | 49.173 | 43.367 | 47.924 | 23.942 |
| Eigenkapitalquote | 34,7% | 33,2% | 35,9% | 44,1% | 40,1% |
| Anzahl der Mitarbeiter | |||||
| jeweils zum 30.09. im Bertrandt-Konzern | 3.101 | 3.000 | 2.807 | 2.378 | 1.414 |
| Kennzahlen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlen in EUR | 2001/2002 | 2000/2001 | 1999/2000 | 1998/1999 | 1997/1998 |
| Cash-flow pro Aktie | 1,68 | 1,91 | 1,02 | 1,82 | 1,22 |
| Bardividende pro Aktie | 0,15 | 0,15 | - | 0,27 | 0,17 |
| Steuergutschrift pro Aktie | - | 0,06 | - | 0,12 | 0,07 |
| Börsenkurs am 30.09. | 15,80 | 10,70 | 9,20 | 21,33 | 14,83 |
| Höchster Börsenkurs | 19,50 | 24,00 | 29,00 | 28,62 | 19,77 |
| Niedrigster Börsenkurs | 10,00 | 7,50 | 8,50 | 12,18 | 10,06 |
| Ausgegebene Aktien am 30.09. | 10.055.640 | 9.988.920 | 9.988.920 | 9.973.800 | 9.000.000 |
| Aktien im Streubesitz | 24% | 31% | 56% | 49% | 37% |


97/98 98/99 99/00 00/01 01/02

Investitionen (inkl. Leasing) in TEUR
9.739
Kursentwicklung im Vergleich

HGB IAS
Geschäftsbericht 2001/2002

| Bertrandt auf einen Blick | |
|---|---|
| Bericht des Vorstands | 8 |
| Die Unternehmensstruktur der Bertrandt AG |
10 |
| Ansichten und Einsichten eines Unternehmens |
12 |
| Konzern-Lagebericht | 34 |
| Konzern-Abschluss Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Eigenkapitalveränderungsrechnung Kapitalflussrechnung Segmentberichterstattung Anhang |
44 45 46 47 48 50 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 80 |
| Corporate-Governance-Erklärung | 82 |
| Termine Impressum |
83 83 |
Inhalt

Bericht des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
in den letzten Jahren hat der Markt für Entwicklungsleistungen einen großen Aufschwung erfahren, da die Hersteller in der Automobilindustrie externe Partner verstärkt in ihre Prozesse eingebunden haben. Den daraus resultierenden Trend zu einem verstärkten Outsourcing haben wir frühzeitig erkannt, uns darauf eingestellt und davon profitiert.
Aus heutiger Sicht wird diese Tendenz weiter zunehmen und wir gehen davon aus, dass die Auftragsvergabe seitens unserer Kunden auch zukünftig dynamisch geprägt sein wird. Unsere Einschätzung beruht dabei im Wesentlichen auf folgenden Markttrends: einer zunehmenden Modellvielfalt sowie einer weiteren Verkürzung der Entwicklungszeiten. Es ist unser Ziel, in einem zunehmend internationaler werdenden Netzwerk zwischen Hersteller, Systemlieferant und Ingenieurdienstleister ein kompetenter, zuverlässiger und vertrauenswürdiger Partner zu sein.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weitere wichtige Schritte unternommen, um Leistungen zur Bearbeitung von Modul- sowie ganzheitlichen Entwicklungsprojekten anbieten zu können. Insbesondere haben wir in den Bereichen Elektrik/Elektronik, Fahrzeugsicherheit sowie Projektmanagement unsere Kompetenzen gezielt ausgebaut. Einen weiteren Schwerpunkt bildete eine verstärkte Prozessorientierung – sowohl im Unternehmen als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Diese haben unsere Maßnahmen positiv aufgenommen.
Besondere Bedeutung im Umgang mit unseren Kunden und Geschäftspartnern haben wir Werten wie Offenheit, Vertrauen und Qualität zugemessen, da unserer Ansicht nach eine positive Unternehmenskultur die Basis für ein engagiertes Verhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellt.
Die hohe Leistungsbereitschaft im gesamten Unternehmen hat wesentlich dazu beigetragen, dass das abgelaufene Geschäftsjahr positiv für uns verlaufen ist. Gemeinsam haben wir uns in einem angespannten Marktumfeld den Herausforderungen gestellt und es ist uns gelungen, die erfreuliche Geschäftsentwicklung aus dem Vorjahr fortzusetzen. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Namen des gesamten Vorstands unsere Anerkennung und unseren Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen.
Unser Ziel für das neue Geschäftsjahr ist es, diese positive Entwicklung des Unternehmens fortzuführen und unsere Marktposition auszubauen. Wir sehen weiterhin gute Perspektiven und Chancen für Bertrandt im Gesamtmarkt für Entwicklungsleistungen. Diese wollen wir gemeinsam mit unserer engagierten und motivierten Mannschaft nutzen.
Der Fokus unserer gesamten Aktivitäten liegt dabei auf einem nachhaltigen Ergebnis- und Kundenwachstum. Um die kommenden Aufgaben und Herausforderungen bewältigen zu können, werden wir uns gezielt an den Anforderungen unserer Kunden ausrichten und das Unternehmen so für eine erfolgreiche Zukunft richtig aufstellen. Unter dem Aspekt einer steigenden Komplexität und Verantwortung bei der Projektbearbeitung werden wir die fachliche und persönliche Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter fortsetzen.
Für das in uns gesetzte Vertrauen im abgelaufenen Geschäftsjahr möchte ich mich bei unseren Kunden und Geschäftspartnern auch im Namen meiner Vorstandskollegen sehr herzlich bedanken.
Mein Dank gilt ebenso Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für die zum Teil langjährige Treue und Loyalität zu unserem Unternehmen. Aufgrund der erreichten Ergebnisse werden Vorstand und Aufsichtsrat der am 19. Februar 2003 in Sindelfingen stattfindenden Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorschlagen.
Ihr Dietmar Bichler
Ulrich Subklew Markt und Kunde
Jürgen Michels Markt und Kunde
Ralph Jacoby Finanzen und Personal
Peter Dorling Markt und Kunde

Dietmar Bichler Vorsitzender des Vorstands Die Unternehmensstruktur der Bertrandt AG

Bertrandt in Deutschland
| 100 % | Bertrandt Fahrzeugtechnik GmbH Ehningen |
|
|---|---|---|
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Gaimersheim |
|
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Heilbronn |
|
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Köln |
|
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH München |
Betriebsstätte Garching |
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Ginsheim-Gustavsburg |
|
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Sindelfingen |
Betriebsstätte Hamburg |
| Betriebsstätte Ehningen |
||
| 100 % | Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Tappenbeck |
Betriebsstätte Stadthagen |
| 80 % | ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG Bretzfeld |
|
| 100 % Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen |
||
| Betriebsstätte |
|---|
| Hamburg |
| Betriebsstätte |
| Ehningen |
| Betriebsstätte |
| Stadthagen |
| ZR Geschäftsführungs GmbH |
Bertrandt im Ausland
| 80 % | Novel Bertrandt S.A. Barcelona |
|
|---|---|---|
| 100 % | Bertrandt UK Ltd. Leamington Spa |
Betriebsstätte Dunton |
| 100 % | Bertrandt France S.A. Bièvres |
Bertrandt S.A. Bièvres |
| 65 % 35 % |
Bertrandt S.A. Sochaux/Etupes |
|
| 100 % | Bertrandt Sweden A.B. Göteborg |
Betriebsstätte Trollhättan |
| 100 % | Bertrandt US Inc. Detroit |

Als Entwicklungsdienstleister rund um das Thema Mobilität geht es Bertrandt nicht darum, einfach Leistungen anzubieten, sondern diese durchdachter, zielgenauer und wirkungsvoller für seine Kunden zu gestalten. Dass dieser Anspruch erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt die Entwicklung des Unternehmens
seit nunmehr 28 Jahren.
Zentraler Faktor im Unternehmen waren schon immer die Mitarbeiter. Ihre Ideen und Kreativität, ihr Engagement und der ständige Dialog mit dem Kunden bilden auch in Zukunft die Basis für nachhaltiges Wachstum.
Die Mitarbeiter sind es, die das Unternehmen beeinflussen und prägen. Zehn Porträts stellen Ihnen Menschen vor, die in ihrem Leben etwas bewegen wollen und sich deshalb für Bertrandt entschieden haben. Zehn Ansichten, zehn Einsichten, zehn individuelle Charaktere.

Ansichten und Einsichten eines Unternehmens
Kombis, Cabrios, Pick-ups, Sportcoupés, Geländewagen – Nischenfahrzeuge sind im Straßenbild schon fast zum Standard geworden. Und weil Bertrandt diese Marktentwicklung frühzeitig auch für sich als Chance erkannt hat, sind wir heute für die Zukunft gut aufgestellt." "
Michael Neisen, Geschäftsführer
Um neue Absatzpotenziale zu erschließen, erhöhen die Automobilhersteller zunehmend die Anzahl der Modelle und Varianten. Zudem werden die Modellzyklen immer kürzer. Das alles führt dazu, dass sich der Trend zum Outsourcing weiter fortsetzt.

Dirk Zimmer, Abteilungsleiter Interieur

Das Bereitstellen kompletter Module statt einzelner Komponenten hat die Zulieferer und Systemlieferanten zu wichtigen und dauerhaften Partnern der Automobilhersteller gemacht." "
Rund ein Drittel seines Umsatzes macht Bertrandt mit Systemlieferanten, mit steigender Tendenz. Dabei setzt Bertrandt auf dauerhafte Partnerschaften in einem internationalen Netzwerk.
Um auch in der Prozesssteuerung dauerhafte Qualität zu gewährleisten, erweitert Bertrandt seine Systeme auf einer einheitlichen Benutzerplattform. Die prozessgesteuerte Koordination erhöht die Transparenz über laufende Projekte, sichert Projekt-Know-how und verbessert die Steuerung der Ressourcen.

"Die steigende Komplexität verlangt mehr denn je die Fähigkeit, Entwicklung als Gesamtprozess zu verstehen. Deshalb müssen Strukturen und Abläufe darauf ausgerichtet werden. Es gilt, technische und betriebswirtschaftliche Lösungen möglichst optimal zu kombinieren, um damit den Kundennutzen weiter zu erhöhen."
Bernhard Zechmann, Leiter CAx-Technologie
Peter Dorling, Vorstand Markt und Kunde

Wir wissen, was wir können und was unsere Kunden von uns fordern. Das bedeutet auch, in der Lage zu sein, alle Prozessschritte entlang der Wertschöpfungskette zu koordinieren. Das verstehen wir unter umfassender Dienstleistung." "
Weil sich die Anforderungen der Auftraggeber ständig verändern, wird auch der Begriff "Dienstleistung" bei Bertrandt immer wieder neu interpretiert. Dabei wird das pure "Bereitstellen von Leistungen" oft angereichert und überlagert von Impulsen und Anstößen, Ideen und Erkenntnissen. Dieses Mitdenken und Vorausdenken hat zur Folge, dass Bertrandt nicht nur als Dienstleister, sondern immer öfter auch als Projektpartner gefordert wird.
Bei Bertrandt zu arbeiten heißt für mich: gemeinsam etwas bewegen, gemeinsam Ziele erreichen und offen sein für Neues. Bertrandt hat sich kontinuierlich weiterentwickelt – auch die Mitarbeiter, die sich in einem dynamischen Umfeld mit verstärkter Eigenverantwortung immer neuen Herausforderungen stellen. Darum habe ich Spaß an der Arbeit bei Bertrandt – und das seit über 25 Jahren." "
Karin Lentes, Ressortleiterin Personal


Bertrandt ergänzt seine langjährige Erfahrung im Erprobungs- und Prototypenumfeld durch den Einsatz von Simulation und technischer Berechnung.
Fahrzeugsicherheit ist und bleibt ein zentraler Aspekt der Entwicklungsaktivitäten. Und dies nicht nur für Insassen, sondern auch für das Umfeld, wenn es z.B. um den Schutz von Fußgängern geht. Hier sehen wir das Potenzial, neue Konzepte mit voranzutreiben." "
Dr. Bert Welzel, Leiter Berechnung und Fahrzeugsicherheit


Der Erfolg eines Unternehmens wie Bertrandt hängt ganz wesentlich von der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter ab. Deshalb hat Bertrandt allein im letzten Geschäftsjahr circa 4 Millionen Euro in Aus- und Weiterbildung investiert.

Was mir an meiner Ausbildung so gefallen hat, war das Durchlaufen vieler Bereiche. Überall gab es jemanden, dem ich über die Schulter schauen konnte und der mir die Zusammenhänge erklärt hat. Wenn ich nach meiner Lehrzeit in der Fahrzeugtechnik arbeiten werde – hoffentlich klappt's! –, weiß ich trotzdem, was in den anderen Bereichen passiert und was meine Arbeit zum großen Ganzen beiträgt." "
Martin Drees, Auszubildender

Für mich ist klar: Wer näher am Kunden ist, hat die besseren Möglichkeiten. Genau aus diesem Grund hat sich Bertrandt für eine dezentrale Struktur entschieden. Nur wer schnell und flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen kann, ist am Markt dauerhaft erfolgreich." "
Achim Wiedemer, Niederlassungsleiter
Mit 20 Niederlassungen in sechs Ländern ist Bertrandt überall dort vertreten, wo Entwicklungszentren der internationalen Automobilhersteller sind. Daraus lassen sich sehr früh neue Trends erkennen und in Prozesse integrieren.
Staus und Verkehrsinfarkte zeigen die Grenzen automobiler Mobilität auf. Verbundsysteme treten immer mehr in den Blickpunkt von Zukunftsplanern. Bertrandt denkt heute schon an morgen: mit Offenheit für neue Geschäftsfelder, mit Weitblick und mit Verantwortungsbewusstsein.

Zugegeben: Die meisten bei Bertrandt denken nur an Autos. Dabei arbeiten einige von uns schon lange an Motorrädern und seit neuestem auch an Flugzeugbauteilen. Uns fasziniert einfach alles, was mit Mobilität zu tun hat. Wir sind gespannt, was die Zukunft noch alles bringen wird." "
Matthias Weidner, Abteilungsleiter Interieur
Bertrandt hat in den vergangenen Jahren konsequent in den Auf- und Ausbau seiner Gesamtkompetenz investiert. Das Ergebnis: hochwertiges Engineering und Know-how im Projektmanagement für die komplette Prozesskette – von der Konzeption eines Fahrzeugs bis zur Betreuung des Serienanlaufs und der Serie.


Emil Haug, Geschäftsführer Der Wachstumskurs von Bertrandt fand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Fortsetzung. Durch die in den letzten Jahren erfolgte, konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse seiner Kunden konnte Bertrandt seine Marktposition weiter festigen und schließt ein – an den Rahmenbedingungen gemessen – erfolgreiches Geschäftsjahr 2001/2002 ab. Diese Rahmenbedingungen waren geprägt von gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten, einer weiterhin schleppenden Automobilkonjunktur sowie Veränderungen bei den Automobilherstellern in Ausrichtung und Struktur.
Die Resonanz der Kunden auf die hohe lokale Präsenz mit einer kundennahen Niederlassungsstruktur sowie die in den letzten Jahren erweiterte Dienstleistungspalette war positiv. Insbesondere das im Bertrandt-Technikum in Ehningen dargestellte ganzheitliche Leistungsangebot wird vom Markt gut aufgenommen. Durch die Modularisierung von Entwicklungsumfängen hat der Umsatzanteil mit Systemlieferanten mit mittlerweile über einem Drittel spürbar an Bedeutung gewonnen.



Konzern-Lagebericht der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr 2001/2002
Geschäftsverlauf und -umfeld
Gesteigerter Umsatz
Das abgelaufene Geschäftsjahr weist einen Umsatzanstieg um 7% von 217,8 Mio. Euro auf 233,0 Mio. Euro aus. Gleichzeitig konnte das Betriebsergebnis um 4% von 8,3 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro gesteigert werden. Ca. 20% des Bertrandt-Konzernumsatzes werden im Ausland generiert. Hintergrund des starken Inlandsanteils ist die Konzentration der Entwicklungsaktivität
am Standort Deutschland. Nach Geschäftsfeldern gliedert sich der Umsatz mit 68% nach Digital Engineering, mit 22% auf Physical Engineering und 10%
auf Elektrik/Elektronik.
Investitionen
Nach Jahren reger Investitionstätigkeit mit dem Ziel der Erweiterung der Leistungspalette sowie dem Aufbau technologisch führender Tätigkeitsfelder wurde die Möglichkeit genutzt, den Schwerpunkt auf notwendige Ersatz- und wichtige Zukunftsinvestitionen zu legen, ohne auf substanzerhaltende und zukunftsgerichtete Maßnahmen zu verzichten. Folglich hat sich das Investitionsvolumen um 51% von 19,9 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro verringert.
Umstellung der Rechnungslegung auf IAS Der Konzernabschluss der Bertrandt AG ist für das Geschäftsjahr 2001/2002 inklusive der angegebenen Vorjahreszahlen erstmals nach den International Accounting Standards (IAS) beziehungsweise International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt worden. Dies hatte neben Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen auch eine Änderung der bisherigen Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zur Folge. Detaillierte Erläuterungen der Bilanzierungsund Bewertungsänderungen finden sich im Anhang des vorliegenden Bertrandt-Konzernabschlusses.

Die Mitarbeiter bei Bertrandt haben auch im Geschäftsjahr 2001/2002 wieder ihre hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit bewiesen. Die Mitarbeiter bleiben somit der Erfolgsfaktor für eine langfristige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Human Resources
Investor Relations
Bertrandt sieht in einem regelmäßigen Dialog mit Aktionären, Analysten und Bankenvertretern einen strategisch wichtigen Austausch mit dem Kapitalmarkt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres veranstaltete Bertrandt Roadshows in Deutschland, England, Schottland, Österreich, Frankreich und Italien, um potenzielle Investoren für die Bertrandt-Aktie zu interessieren. In zahlreichen Einzelgesprächen konnten neue Kontakte geknüpft und bestehende gepflegt werden.
Zur Information institutioneller und privater Anleger veröffentlicht Bertrandt zu den jeweiligen Stichtagen strukturierte Quartalsberichte in deutscher und englischer Sprache.
Trotz rückläufiger Entwicklungen an den internationalen Aktienmärkten hat sich der Kurs der Bertrandt-Aktie während des abgelaufenen Geschäftsjahres um 48% von 10,70 EUR (01.10.2001) auf 15,80 EUR (30.09.2002) erhöht.
Vor sechs Jahren wurde die Bertrandt-Aktie zu einem Kurs von 6,65 EUR emittiert. Unter Hinzurechnung der zwischenzeitlich ausgeschütteten Dividenden ergab sich per 30.09.2002 eine jährliche Wertsteigerung von durchschnittlich 16%.
Kapitalmehrheit
Als wichtiger Vorgang während des abgelaufenen Geschäftsjahres ist zu erwähnen, dass die Mitglieder des Vorstands rechtlich selbstständig Aktien der Bertrandt AG erworben und damit eine rechnerische Kapitalmehrheit, unter Einschluss des Aktienbestands der Mitglieder des Aufsichtsrats und der Belegschaft, erreicht haben.
Nachhaltigkeit in der Personalarbeit
Zum 30. September 2002 beschäftigte Bertrandt 3.101 (Vorjahr 3.000) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren in Deutschland 2.571 (Vorjahr 2.424) und 530 (Vorjahr 576) im Ausland tätig. Der durchschnittliche Mitarbeiterzuwachs
hat somit 3,4% betragen. rinnen und Mitarbeiter.
Der Schwerpunkt der Personalarbeit bei Bertrandt lag speziell in der Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter, der Entwicklung neuer Personalinstrumente und der Optimierung bestehender Tools. Die Personalstrategie unterstützt die kontinuierliche, persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeite-
Mit dem "Innovativen Führen" hat Bertrandt seit Jahren ein spezielles Programm für Führungskräfte, das auf eine positive und kompetente Führungskultur ausgerichtet ist. So können Nachwuchskräfte im Sinne der strategisch-inhaltlichen Zielsetzungen auf zukünftige Managementaufgaben vorbereitet werden. Mit einem speziellen Qualifizierungsprogramm "Projektmanagement" werden die Mitarbeiter für alle Anforderungen des Projektgeschäfts ausgebildet und erhalten damit auch das für die Praxis wesentliche Fachwissen.
Nachwuchssicherung durch Ausbildung
Zum Ende des Berichtzeitraums stehen 80 junge Menschen in der Berufsausbildung bei Bertrandt. Mit einer Ausbildungsquote von 2,6% bietet Bertrandt rund 20 technische und kaufmännische Ausbildungsberufe bzw. Studiengänge an
der Berufsakademie (BA) an.
Die Optimierung der Ausbildung ist ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Deckung des qualitativen und quantitativen Personalbedarfs mit qualifizierten Talenten aus den eigenen Reihen.
Bertrandt als Arbeitgeber
Bertrandt gilt beim Ingenieurnachwuchs als attraktiver Arbeitgeber. In der diesjährigen Rangliste zur Beliebtheit deutscher Unternehmen als Arbeitgeber für Universitäts- und Fachhochschulabsolventen gehörte Bertrandt neben namhaften Konzernen zu den fünf signifikanten Aufsteigern des vergangenen Jahres. Zur Ansprache von jungen Entwicklungsingenieuren und Technikern sowie künftigem Führungspersonal betreibt Bertrandt mit Erfolg ein gezieltes Marketing an Techniker- und Hochschulen. Durch interessante Angebote für Praktikanten und Diplomanden werden Nachwuchskräfte frühzeitig und praxisnah auf künftige berufliche Herausforderungen vorbereitet.
Erfolgreiche Stellenbesetzung
Die Arbeitsmarktlage bei berufserfahrenen Ingenieuren und Technikern erforderte neue Ansätze in der Personalbeschaffung. Bertrandt hat deshalb seit Jahren das Thema "E-Recruiting" intensiviert und arbeitet heute mit namhaften Internet-Jobbörsen zusammen, um regelmäßig die aktuellen Stellenangebote im Internet zu
platzieren.
Karrieretage für Spezialisten mit Berufserfahrung sind ein neuer Trend, an dem sich Bertrandt regelmäßig beteiligt, um erfahrene Profis für eine Tätigkeit bei Bertrandt zu begeistern. Durch diese Maßnahmen konnten vakante Stellen im Unternehmen erfolgreich besetzt werden.
Engagierte und motivierte Mitarbeiter
Die Personalstrategie ist weiterhin auf Qualifizierung und Motivation der Mitarbeiter ausgerichtet. Neben einem Belegschaftsaktienprogramm wird speziell für die Themen Altersvorsorge der Mitarbeiter und Flexibilisierung der Arbeitszeit an neuen modernen Modellen gearbeitet.
Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2001/2002 hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 1.608 TEUR verringert. Dieser Sachverhalt ist im Wesentlichen auf ein dem Marktumfeld angepasstes Investitionsverhalten sowie eine konsequente Rückführung von Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Mittelbindung im Umlaufvermögen entwickelte sich analog dem Umsatzwachstum.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 1.686 TEUR, die Eigenkapitalquote beträgt damit 35% nach 33% im Vorjahr. Gleichzeitig konnte das Fremdkapital um 3.294 TEUR aus dem Cash-flow verringert werden.
Insgesamt zeigt das Vermögen, das Kapital und das Fremdkapital des Bertrandt-Konzerns eine fristenkongruente Finanzierungsstruktur.
Finanzlage
Die Kapitalflussrechnung zeigt Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel nach Arten der Geschäftstätigkeit:
Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 14% erhöht. Er beträgt bezogen auf den Umsatz 6,5% nach 6,1% im Vorjahr. Nach den hohen Investitionen in den Vorjahren und den daraus resultierenden negativen Free Cash-flows ergab sich im Berichtsjahr ein positiver Free Cash-flow von 5.824 TEUR, der zur Tilgung von Verbindlichkeiten genutzt wurde. Dies zeigt sich auch im Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit. Laufende Investitionen konnten vollständig aus dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden.
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.703 | 4.146 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 15.162 | 13.280 |
| Cash-flow aus der Investitionstätigkeit | -9.338 | -19.247 |
| Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit | -3.975 | 6.524 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 1.849 | 557 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.552 | 4.703 |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Anlagevermögen | 53.620 | 59.341 |
| Vorräte | 9.146 | 12.801 |
| Forderungen | 71.665 | 64.780 |
| Liquide Mittel | 6.552 | 4.703 |
| Sonstige Aktiva | 5.472 | 6.438 |
| Aktiva | 146.455 | 148.063 |
| Eigenkapital | 50.859 | 49.173 |
| Fremdkapital | 95.596 | 98.890 |
| Passiva | 146.455 | 148.063 |
Ertragslage
Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsatzerlöse des Bertrandt-Konzerns um 7% entsprechend 15.249 TEUR gesteigert werden. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz ist mit 48,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Das Betriebsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um 280 TEUR leicht verbessert werden, was einer Betriebsergebnis-Rendite von 3,7% entspricht. Ergebnisbelastend wirkten sich insbesondere die defizitären Tochtergesellschaften ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG sowie die Bertrandt Novel S.A. in Spanien auf das Konzernergebnis aus. Erfreulich hingegen ist die positive Entwicklung der Tochtergesellschaften in England und in Frankreich, die ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften konnten. Die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten spiegelt sich auch in einem stark verbesserten Finanzergebnis wider, das um 589 TEUR verbessert werden konnte.
Entwicklung der Geschäftsfelder
Das Segment "Physical Engineering" ist durch hohe Abschreibungen auf Investitionen und Anlaufkosten für das Technikum in den Vorjahren gekennzeichnet. Des Weiteren ist dieses Geschäftsfeld durch die negative Entwicklung der ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG belastet. Zur Demonstration der ganzheitlichen Fahrzeugkompetenz ist der Bau von Blechprototypen für die strategische Marktpositionierung der Bertrandt-Gruppe von Bedeutung.
Im zukunftsträchtigen Geschäftsfeld "Elektrik/Elektronik" wurden gezielt Mitarbeiter rekrutiert oder durch Fortbildungsmaßnahmen qualifiziert. Dies spiegelt sich in einer positiven Geschäftsentwicklung wider. Im ursprünglichen Geschäftsfeld "Digital Engineering" liegt nach wie vor die Kernkompetenz von Bertrandt. In diesem Geschäftsfeld wird der größte Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Bertrandt-
Konzerns generiert.
Ausland
Die Marktbedingungen in Spanien haben sich für die dortige Tochtergesellschaft Bertrandt Novel S.A. während der Berichtsperiode als nachhaltig schwierig er-
wiesen und spiegeln sich entsprechend im erzielten Ergebnis wider. Vor dem Hintergrund der internationalen Vernetzung unserer Kunden wurde in Göteborg eine zweite schwedische Niederlassung eröffnet. Trotz der Anlaufkosten dieses neuen Standortes konnte hier ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt
werden.
In Frankreich wurden im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen per 01.10.2001 die drei Büros im Großraum Paris am Standort Bièvres zusammengelegt. Diese sowie weitere eingeleitete und umgesetzte Maßnahmen führten dazu, dass der avisierte Turnaround in Frankreich geschafft werden konnte, der
Die Tochtergesellschaft in England hat sich sechs Jahre nach Gründung am Markt
sich in einem positiven Betriebsergebnis niederschlägt. etabliert und steuert einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis bei. Ressourcen vor Ort aufzubauen.
In den USA wurde das vergangene Jahr zur Geschäftsanbahnung sowie zur Definition eines Vertriebskonzepts genutzt. Ziel der Tochtergesellschaft ist es, im Geschäftsjahr 2002/2003 erste Projekte zu akquirieren und entsprechende
In TEUR
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Umsatzerlöse | 233.002 | 217.753 |
| Betriebsergebnis | 8.615 | 8.335 |
| Finanzergebnis | -2.819 | -3.408 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.796 | 4.927 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 2.080 | 936 |
Risikomanagement bei Bertrandt
Das Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns erfasst und dokumentiert alle wesentlichen ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Es sind alle inund ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns integriert. Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoerhebung werden alle bedeutenden Risiken, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen könnten, identifiziert und bewertet. Parallel dazu werden mit hoher Priorität entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung und Bewältigung der Risiken erarbeitet und zeitnah umgesetzt.
Die bei in- und ausländischen Gesellschaften bestehenden ähnlichen bzw. gleichen Risiken werden zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht.
Folgende Hauptrisiken wurden identifiziert:
Kurzfristige zeitliche Verschiebungen von Entwicklungsaufträgen
Durch kurzfristige zeitliche Verschiebungen von Entwicklungsaufträgen kann es in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen kommen, die unter Umständen nicht kompensierbar sind. Nicht kompensierbare Unterauslastungen würden Leerkosten und negative Einflüsse auf die Ertragslage des Bertrandt-Konzerns verursachen.
Veränderung der Modellpolitik bzw. der Outsourcing-Strategie der Automobilindustrie
Durch die zunehmende Modellvielfalt und die Verkürzung der Modellzyklen hat die Automobilindustrie das Outsourcing von Entwicklungs- und Engineering-Dienstleistungen forciert. Von dieser Entwicklung profitiert Bertrandt maßgeblich. Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich diese Tendenz wesentlich verändern wird. Die Automobilindustrie könnte jedoch ihre Vergabestrategie ändern und Entwicklungsleistungen wieder vermehrt selbst erbringen. Sollten dies mehrere Hersteller anstreben, würde dies für Bertrandt eine Reduzierung des potenziellen und aktuellen Marktes mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Geschäfts- sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bedeuten.
Qualifizierung des Personals
Bei der Bearbeitung von Kundenprojekten ist in zunehmendem Maße aktuelles technisches Know-how sowie Prozess- und Projektmanagement im Umgang mit Großprojekten gefordert. Sollte dieses Know-how nicht ausreichend vorhanden sein, könnten sich daraus negative Auswirkungen auf die wirtschaftlich erfolgreiche Abwicklung von Projekten ergeben. Aus diesem Grund hat Bertrandt bereits seit vielen Jahren umfangreiche, im Kapitel "Human Resources" beschriebene Maßnahmen im Bereich der Personalentwicklung ergriffen, um die Mitarbeiter ständig weiter gemäß den Marktanforderungen zu qualifizieren.
Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde in den Geschäftsjahren 1999/2000 und 2000/2001 in Anlehnung an § 317 Abs. 4 HGB freiwillig geprüft. Im Berichtsjahr wurde auf die in diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse aufgebaut, zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen des Systems aufgenommen sowie die Regelmäßigkeit der Berichterstattung untersucht. Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns wesentlich beeinträchtigen oder in anderer Weise existenzgefährdend sein könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Ausblick
Anhand der Aussagen unabhängiger Marktforschungsgremien sowie der Autohersteller selbst lassen sich für die Zukunft folgende Trends prognostizieren, die für Bertrandt weitere Potenziale beinhalten.

Entwicklung des Automobilmarktes
Der Automobilmarkt ist weiterhin gekennzeichnet durch eine verstärkte Individualisierung der Nachfrage seitens der Verbraucher. Steigende Sicherheits-, Kommunikations- und Komfortbedürfnisse sind neben verschärften Umweltauflagen Herausforderungen, denen sich die Hersteller in den kommenden Jahren stellen müssen. Insbesondere die Bereiche Elektronik und innovative Werkstoffe werden daher das Automobil der Zukunft nachhaltig bestimmen. Bedingt durch einen starken Wettbewerb auf dem Automobilmarkt wird eine erhöhte Modellvielfalt an Fahrzeugen in immer kürzeren Entwicklungszeiten auf den Markt gebracht werden.
Der individuellen Segmentierung des Automobilangebots mit gesteigerten Anforderungen hinsichtlich Qualität, Leistung und Preis versuchen die Hersteller durch eine verstärkte Modularisierung der Automobile zu begegnen. Dabei soll bei einer erhöhten Standardisierung von Baugruppen eine größtmögliche Produktdifferenzierung realisiert werden.
In diesem strukturell veränderten Markt übernehmen auch die Automobilzulieferer und insbesondere die Entwicklungspartner neue Verantwortungen. Aus Sicht von Bertrandt könnte sich die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und deren Lieferanten hierdurch noch enger verzahnen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Hersteller vermehrt auf ihre Kernaktivitäten konzentrieren werden und Zulieferer vermehrt eigenverantwortlich Randfunktionen übernehmen.
Chancen für Bertrandt
Diese Aussichten bieten für Bertrandt aufgrund einer klaren Positionierung als Partner für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung einerseits und durch langjährig weiterentwickeltes Know-how in der Entwicklung von Fahrzeugkomponenten und -modulen andererseits gute Perspektiven.
Durch die internationale Struktur mit Standorten in Kundennähe kann Bertrandt von einem Markt internationalisierter Wertschöpfungsketten partizipieren, da es für Bertrandt möglich ist, Leistungen länderübergreifend anzubieten und Projekte in einem internationalen Netzwerk zu bearbeiten.
Allerdings ist derzeit noch nicht abzuschätzen, inwieweit sich die Auswirkungen der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit und die erfolgten bzw. angekündigten Änderungen in den Managementstrukturen einzelner Hersteller kurzfristig auf deren Modellpolitik auswirken werden.
Den Aussagen zur künftigen wirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere der Automobilindustrie liegen Annahmen zugrunde, die aus heutiger Sicht realistisch erscheinen. Die Einschätzungen sind mit wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten behaftet, deren mögliche Auswirkungen auf die tatsächliche Entwicklung sich nicht endgültig vorhersehen lassen.
Zur Festigung der Wettbewerbssituation ist es für Bertrandt unerlässlich, die Palette der angebotenen Leistungen weiterhin konsequent den steigenden Kun-
denanforderungen anzupassen.
Ziel des Bertrandt-Konzerns bleibt es, anhand einer konsequenten strategischen Ausrichtung Kundenbedürfnisse zu bedienen, vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen und mittelfristig über eine verbesserte Kapazitätsauslastung Gesamtleistung und Ergebnis weiter zu steigern.
Der Vorstand Ehningen im Dezember 2002
Dietmar Bichler Vorsitzender
Peter Dorling
Ralph Jacoby
Jürgen Michels

Ulrich Subklew


Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der Bertrandt AG, Ehningen, Geschäftsjahr vom 01.10.2001 bis 30.09.2002
| 2001/2002 | 2000/2001 | ||
|---|---|---|---|
| In TEUR | Anhang | ||
| Umsatzerlöse | [6] | 233.002 | 217.753 |
| Bestandsveränderungen an fertigen und | |||
| unfertigen Leistungen | [7] | -3.149 | 1.629 |
| Andere Aktivierte Eigenleistungen | [8] | 122 | 44 |
| Gesamtleistung | 229.975 | 219.426 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | [9] | 4.025 | 3.472 |
| Materialaufwand | [10] | -36.280 | -25.134 |
| Personalaufwand | [11] | -137.267 | -132.517 |
| Abschreibungen | [12] | -14.726 | -18.297 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [13] | -37.112 | -38.615 |
| Betriebsergebnis | 8.615 | 8.335 | |
| Finanzergebnis | [14] | -2.819 | -3.408 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.796 | 4.927 | |
| Sonstige Steuern | [15] | -607 | -752 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.189 | 4.175 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | [16] | -3.109 | -3.239 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 2.080 | 936 | |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | [17] | 560 | 372 |
| Gewinnvortrag | 1.243 | 684 | |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | -187 | 743 | |
| Konzern-Bilanzgewinn | 3.696 | 2.734 | |
| Ergebnis je Aktie - unverwässert | [18] | 0,26 | 0,13 |
| Ergebnis je Aktie - verwässert | [18] | 0,26 | 0,13 |
Konzern-Abschluss der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr 2001/2002
Konzern-Bilanz der Bertrandt AG, Ehningen, Geschäftsjahr vom 01.10.2001 bis 30.09.2002
In TEUR
Aktiva
Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen
Umlaufvermögen
Vorräte Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Latente Steuern
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |
|---|---|---|
| Anhang | ||
| [19] | 53.620 | 59.341 |
| [20] | 13.100 | 14.208 |
| [21] | 39.556 | 44.183 |
| [22] | 964 | 950 |
| 90.896 | 86.187 | |
| [23] | 9.146 | 12.801 |
| [24] | 71.665 | 64.780 |
| [25] | 6.552 | 4.703 |
| [26] | 3.533 | 3.903 |
| [27] | 1.939 | 2.535 |
| 146.455 | 148.063 | |
| 50.859 | 49.173 | |
| [28] | 10.056 | 9.989 |
| [29] | 26.131 | 25.754 |
| [30] | 10.976 | 10.696 |
| 3.696 | 2.734 | |
| [31] | 563 | 1.123 |
| 17.127 | 17.933 | |
| [32] | 1.013 | 926 |
| [33] | 2.729 | 2.112 |
| [34] | 13.385 | 14.895 |
| 75.835 | 78.050 | |
| [35] | 53.298 | 56.378 |
| [36] | 7.626 | 7.227 |
| [37] | 10.266 | 8.984 |
| [26] | 4.645 | 5.461 |
| [38] | 2.071 | 1.784 |
| 146.455 | 148.063 |
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Aktiva gesamt
Passiva
Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzern-Bilanzgewinn
Anteile anderer Gesellschafter
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Latente Steuern
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Passiva gesamt
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Eigene Anteile |
Konzern Bilanzgewinn |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlen in TEUR | ||||||
| Stand 01.10.2001 | 9.989 | 25.754 | 11.810 | -1.114 | 2.734 | 49.173 |
| Kapitalerhöhungen | 67 | 377 | 0 | 0 | 0 | 444 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.490 | -1.490 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.080 | 2.080 |
| Sonstige neutrale Veränderungen | 0 | 0 | 139 | 151 | 372 | 662 |
| Währungsdifferenz | 0 | 0 | -10 | 0 | 0 | -10 |
| Stand 30.09.2002 | 10.056 | 26.131 | 11.939 | -963 | 3.696 | 50.859 |
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Eigene Anteile |
Konzern Bilanzgewinn |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlen in TEUR | ||||||
| Stand 01.10.2000 | 9.989 | 25.754 | 12.442 | -844 | 684 | 48.025 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 936 | 936 | ||||
| Sonstige neutrale Veränderungen | -585 | -270 | 1.114 | 259 | ||
| Währungsdifferenz | -47 | -47 | ||||
| Stand 30.09.2001 | 9.989 | 25.754 | 11.810 | -1.114 | 2.734 | 49.173 |
Zahlen in TEUR
| 2001/2002 | 2000/2001 |
|---|---|
| 2.080 | 936 |
| 14.738 | 18.297 |
| -805 | 5.203 |
| -47 -136 |
-1.423 -42 |
| -2.635 | -8.305 |
| 1.967 | -1.386 |
| 15.162 | 13.280 |
| 401 | 1.787 |
| -7.030 | -16.571 |
| -2.549 | -3.328 |
| -160 | -23 |
| -1.112 | |
| -9.338 | -19.247 |
| 594 | 273 |
| -1.490 | -540 |
| 4.700 | 14.735 |
| -7.779 | -7.944 |
| -3.975 | 6.524 |
| 1.849 | 557 |
| 4.703 | 4.146 |
| 6.552 | 4.703 |
- Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 1.
- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.
- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3.
- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 4.
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5.
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.
- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-7.) 8.
- Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9.
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 10.
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 11.
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 12.
- Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 13.
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit (9.-13.) 14.
- Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 15.
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter 16.
- Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 17.
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 18.
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit (15.-18.) 19.
- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (8.+14.+19.) 20.
- Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.
- Finanzmittelfonds am Ende der Periode (20.+21.) 22.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangsangabe [39] erläutert.
Die Segmentberichterstattung ist unter der Anhangsangabe [40] erläutert.
| Digital Engineering | Physical Engineering | Elektrik/Elektronik | Summe der Geschäftsfelder |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | |
| Zahlen in TEUR | ||||||||
| Umsatzerlöse | 162.300 | 160.322 | 53.390 | 48.551 | 21.825 | 12.686 | 237.515 | 221.559 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 3.069 | 420 | 993 | 3.135 | 451 | 251 | 4.513 | 3.806 |
| Konzernumsatzerlöse | 159.231 | 159.902 | 52.397 | 45.416 | 21.374 | 12.435 | 233.002 | 217.753 |
| Betriebsergebnis | 7.034 | 12.332 | -1.052 | -4.996 | 2.632 | 999 | 8.615 | 8.335 |
| Betriebsergebnis-Rendite in % | 4,4% | 7,7% | -2,0% | -11,0% | 12,3% | 8,0% | 3,7% | 3,8% |
| Umlaufvermögen und | 52.994 | 55.067 | 19.189 | 16.640 | 5.856 | 6.236 | 78.039 | 77.943 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||||
| Anlagevermögen | 26.584 | 28.326 | 21.272 | 24.854 | 4.800 | 5.211 | 52.656 | 58.391 |
| Segmentvermögen | 79.577 | 83.393 | 40.462 | 41.494 | 10.656 | 11.447 | 130.695 | 136.334 |
| Verbindlichkeiten | 11.010 | 11.339 | 5.317 | 3.382 | 1.565 | 1.490 | 17.892 | 16.211 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.475 | 9.682 | 2.709 | 2.979 | 1.201 | 2.234 | 13.385 | 14.895 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 1.460 | 1.159 | 318 | 357 | 293 | 268 | 2.071 | 1.784 |
| Segmentschulden | 21.945 | 22.180 | 8.344 | 6.718 | 3.059 | 3.992 | 33.348 | 32.890 |
| Investitionen | 6.720 | 12.351 | 2.133 | 5.863 | 726 | 1.708 | 9.579 | 19.922 |
| Abschreibungen | 8.115 | 10.267 | 5.570 | 6.741 | 1.041 | 1.289 | 14.726 | 18.297 |
| Sonstige wesentliche zahlungs | 29 | 254 | 90 | 43 | -4 | 32 | 115 | 329 |
| unwirksame Aufwendungen | ||||||||
| Inland | Ausland | Summe der Regionen |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | |
| Zahlen in TEUR | ||||||
| Umsatzerlöse | 196.397 | 181.697 | 41.119 | 38.226 | 237.516 | 219.923 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 1.884 | 1.151 | 2.630 | 1.019 | 4.514 | 2.170 |
| Konzernumsatzerlöse | 194.513 | 180.546 | 38.489 | 37.207 | 233.002 | 217.753 |
| Betriebsergebnis | 9.481 | 9.621 | -866 | -1.286 | 8.615 | 8.335 |
| Betriebsergebnis-Rendite in % | 4,9% | 5,3% | -2,2% | -3,5% | 3,7% | 3,8% |
| Umlaufvermögen und | 61.184 | 61.590 | 16.855 | 16.353 | 78.039 | 77.943 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||
| Anlagevermögen | 46.697 | 52.010 | 5.959 | 6.381 | 52.656 | 58.391 |
| Segmentvermögen | 107.881 | 113.600 | 22.814 | 22.734 | 130.695 | 136.334 |
| Verbindlichkeiten | 26.478 | 24.971 | 6.870 | 7.919 | 33.348 | 32.890 |
| Investitionen | 8.195 | 17.947 | 1.384 | 1.975 | 9.579 | 19.922 |
| Abschreibungen | 13.040 | 16.581 | 1.686 | 1.716 | 14.726 | 18.297 |

Konzern-Anhang der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr 2001/2002
[1] Grundlagen und Methoden
Der vorliegende Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, (im Folgenden Bertrandt AG) zum 30. September 2002 wurde erstmals nach den vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen – den International Accounting Standards (IAS) – und den Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) erstellt. Alle zum 30.09.2002 verbindlich anzuwendenden International Accounting Standards wurden berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Der Konzernabschluss wurde, unter rückwirkender Berücksichtigung der für die erstmalige Anwendung der IAS erforderlichen Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, so aufgestellt, als seien die IAS schon immer angewandt worden. Die sich zum 1. Oktober 2000 hieraus ergebenden Anpassungen erfolgen ergebnisneutral zugunsten oder zulasten der Gewinnrücklagen innerhalb des Eigenkapitals. Der Abschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns. Aufgrund des Übergangs auf IAS veränderte sich das Eigenkapital zum 01.10.2000 gegenüber dem nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Eigenkapital wie folgt:
Die Voraussetzungen des § 292a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach handelsrechtlichen Regelungen sind erfüllt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, wurden sämtliche Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anlehnung an die Gliede-
rung gemäß § 266 HGB.
Der vorliegende Konzernabschluss nach IAS berücksichtigt folgende, von den bislang angewandten handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden abweichende Vorschriften:
anteilige Gewinnrealisierung gemäß dem Projektfortschritt von Kundenauf-
trägen nach der Percentage-of-completion-method (IAS 11),
Verrechnung eigener Anteile mit dem Eigenkapital,
Umrechnung von Valutaforderungen und -verbindlichkeiten zum Stichtagskurs und ergebniswirksame Behandlung der daraus resultierenden Wertände-
- rungen,
Bilanzierung Latenter Steuern nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode, Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern deren Realisierbarkeit wahrscheinlich ist,
Verzicht auf die Bildung Sonstiger Rückstellungen, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50% liegt,
In TEUR
| In TEUR | |
|---|---|
| Eigenkapital nach HGB zum 30.09.2000 | 43.367 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -2.544 |
| Sachanlagevermögen | 300 |
| Leasing | -399 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 3.008 |
| Gewinnrealisierung aus Vorratsvermögen | 4.819 |
| Pensionsrückstellungen | 368 |
| Übrige Rückstellungen | 1.267 |
| Latente Steuern | -1.828 |
| Eigene Anteile | -333 |
| Eigenkapital nach IAS zum 01.10.2000 | 48.025 |
Anteile anderer Gesellschafter Sachanlagevermögen Leasing Geschäfts- und Firmenwerte Pensionsrückstellungen Übrige Rückstellungen Latente Steuern Eigene Anteile
- Aktivierung von Vermögenswerten und entsprechende Passivierung der Restverbindlichkeiten bei Finanzierungsleasingverträgen nach den Zuordnungskriterien des IAS 17,
- Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehaltsentwicklungen und der Korridorregel gemäß IAS 19,
- Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung gemäß IAS 22 sowie deren Abschreibung über ihre jeweilige Nutzungsdauer,
- Aktivierung von selbst geschaffenen, immateriellen Wirtschaftsgütern,
- Anpassung der Abschreibungsdauern des Sachanlagevermögens an die tatsächliche Nutzungsdauer,
- Anteile anderer Gesellschafter werden nicht im Eigenkapital, sondern als gesonderte Position auf der Passivseite ausgewiesen.
[2] Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche am Markt operierende Tochtergesellschaften im Kerngeschäft "Entwicklung für die Automobilindustrie". Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Heilbronn, Köln, München, Ginsheim-Gustavsburg, Sindelfingen, Tappenbeck sowie die Bertrandt Technikum GmbH in Ehningen; des Weiteren wurden die ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG sowie die ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH in den Konzernabschluss einbezogen. Daneben sind die ausländischen Gesellschaften Bertrandt France S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A. Sochaux, die Bertrandt UK Ltd. in Leamington Spa, die Novel Bertrandt S.A. in Spanien sowie die Bertrandt Sweden AB in den Konzernabschluss einbezogen. In der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" sind die nicht operativ tätigen, für den Konzernabschluss unwesentlichen Gesellschaften Bertrandt US Inc. in Detroit, USA, (Eigenkapital: -48 TEUR; Ergebnis -22 TEUR) sowie die Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen, (Eigenkapital 16 TEUR; Ergebnis: -1 TEUR) enthalten.
[3] Konsolidierungsgrundsätze
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß IAS 22 nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Der verbliebene Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Eigenkapital wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert und linear über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet. Steuerabgrenzungen gem. IAS 12 aufgrund temporärer Unterschiede aus der Konsolidierung waren nicht erforderlich.
[4] Währungsumrechnung
Die Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften außerhalb der europäischen Währungsunion erfolgte nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.
Im Konzernabschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
Währungsdifferenzen hieraus sowie aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Firmenwerte der ausländischen Tochtergesellschaften werden zu historischen Anschaffungswerten fortgeführt.
Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
[5] Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Abschlüsse der Bertrandt AG und deren in- und ausländischer Tochtergesellschaften wurden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse bzw. Sonstige betriebliche Erträge wurden mit Erbringung der Leistung bzw. dem Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-completion-method dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste wurden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen wurden bei Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt deren Verursachung ergebniswirksam. Rückstellungen für Gewährleistung wurden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet, Zinserträge und Aufwendungen periodengerecht erfasst und Erträge bzw. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene bzw. selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten war und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden konnten. Die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren. Firmenwerte aus der Konsolidierung werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, d.h. über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren planmäßig abgeschrieben.
Sachanlagen
Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten wurden nicht angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.
Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 20 und 40 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen bis zu zehn Jahre angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend dem tatsächlichen Nutzungsverlauf entweder nach der degressiven oder linearen Methode.
| Mittlerer Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | ||
| 1 GBP | 0,6296 | 0,6237 | 0,6249 | 0,6170 | |
| 1 SEK | 9,1486 | 9,7580 | 9,2546 | 9,0366 | |
| 1 CHF | 1,4609 | 1,4770 | 1,4689 | 1,5216 | |
| 1 USD | 0,9847 | 0,9165 | 0,9186 | 0,8964 | |
Großbritannien Schweden Schweiz USA

Finanzierungsleasing
Auf Grundlage der IAS-Vorschriften wird auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner beurteilt, ob das wirtschaftliche Eigentum des Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist. War das wirtschaftliche Eigentum dem Bertrandt-Konzern zuzurechnen, erfolgte die Aktivierung zum Zeitpunkt des Zugangs zum Barwert der Leasingraten.
Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit; die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden unter der Bilanzposition "Finanzschulden"
passiviert.
Finanzanlagen
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Enthaltene, langfristige Ausleihungen wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Vorräte
Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie fertige und unfertige Leistungen. Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, wobei gegebenenfalls niedrigere beizulegende Werte berücksichtigt wurden. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag aktiviert, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden konnte. Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Erzeugnisse und Leistungen wurden
saldiert.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zum Nennwert bewertet. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung
getragen.
Liquide Mittel
Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden im Bertrandt-Konzern ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt.
So wurden Zinsänderungsrisiken durch einen Zins-Währungs-Swap abgesichert. Im Fall der Verkaufsabsicht erfolgt die Bewertung entsprechend dem Marktwert; Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam erfasst.
Aktive und passive Latente Steuern
Aktive und passive Latente Steuern wurden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den Wertansätzen nach IAS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven Latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergaben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet war. Die Latenten Steuern wurden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet wurden.
Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 gebildet. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden konnte.
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu deren Nennwert bzw. Rückzahlungsbetrag. Der Ausweis von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen erfolgte in Höhe des Barwerts künftiger Leasingraten.
Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
[6] Umsatzerlöse
Umsätze wurden realisiert, wenn es wahrscheinlich war, dass der wirtschaftliche Nutzen aus einer Transaktion dem Konzern zufließt und der Umsatz betragsmäßig erfasst werden konnte. Der Ausweis erfolgt exklusive der Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.
Auf die im Ausland abgesetzten Leistungen entfielen 48.287 TEUR der Konzernumsatzerlöse (Vorjahr 45.035 TEUR). Die Gliederung der Umsätze gemäß der Leistungsentstehung nach Geschäftsfeldern und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.
[7] Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Leistungen
Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung wurden die Umsatzerlöse gemäß IAS 18 (Revenue) bzw. IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt vereinnahmt (Percentage-of-completion-method).
[8] Andere aktivierte Eigenleistungen
Bei dieser Position handelt es sich um selbst geschaffene, materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über ihre erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben wurden.
[9] Sonstige betriebliche Erträge
Die Aufgliederung der Sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2001/2002 ist wie folgt:
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Bestandsveränderungen an fertigen Leistungen | -676 | 566 |
| Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen | -2.473 | 1.063 |
| Gesamt | -3.149 | 1.629 |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Leistungsbezogene Erträge | 2.099 | 1.668 |
| davon Sachbezüge Arbeitnehmer | 1.635 | 1.214 |
| davon Mieterträge Büro und CAD-Plätze | 464 | 454 |
| Neutrale Erträge | 342 | 292 |
| davon Erträge aus Anlagenabgang | 169 | 42 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 26 | 106 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 78 | 6 |
| davon sonstige periodenfremde Erträge | 69 | 138 |
| Übrige Sonstige betriebliche Erträge | 1.584 | 1.512 |
| davon Schadensersatzleistungen | 63 | 366 |
| davon Erträge aus Währungskursdifferenzen | 151 | 49 |
| davon sonstige | 1.370 | 1.097 |
| Gesamt | 4.025 | 3.472 |
[10] Materialaufwand Im Materialaufwand sind Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 5.892 TEUR (Vorjahr 3.929 TEUR) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 30.388 TEUR (Vorjahr 21.205 TEUR) enthalten.
Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der Abwicklung von Großprojekten, für die im Rahmen von Kooperationen Fremdleistungen bezogen wurden.
[11] Personalaufwand
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 113.192 TEUR (Vorjahr 110.974 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 24.075 TEUR (Vorjahr 21.543 TEUR) enthalten:
Im Bertrandt-Konzern waren zum Stichtag 3.101 Mitarbeiter beschäftigt:
[12] Abschreibungen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögens-
positionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangs-
angaben zu entnehmen.
In TEUR
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 5.892 | 3.929 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 30.388 | 21.205 |
| davon CAD-Kosten | 9.221 | 7.139 |
| davon Fremdleistungen | 16.560 | 11.215 |
| davon Fremdleistungen Modellbau | 4.560 | 2.789 |
| davon Eingangsfrachten | 47 | 62 |
| Gesamt | 36.280 | 25.134 |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Löhne und Gehälter | 113.192 | 110.974 |
| Aufwendungen für soziale Abgaben | 24.075 | 21.543 |
| davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung | 23.137 | 20.973 |
| davon Aufwendungen Altersversorgung | 938 | 570 |
| Gesamt | 137.267 | 132.517 |
| 30.09.2002 | 30.09.2001 |
|---|---|
| 281 | 271 |
| 2.506 | 2.400 |
| 80 | 80 |
| 100 | 122 |
| 134 | 127 |
| 3.101 | 3.000 |
Arbeiter Angestellte Azubis/BA-Studenten Praktikanten/Diplomanden Aushilfen Gesamt
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen in TEUR auf | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.600 | 4.692 |
| Sachanlagevermögen | 11.126 | 13.605 |
| Gesamt | 14.726 | 18.297 |
Abschreibungen in TEUR auf Sachanlagevermögen Gesamt
[13] Sonstige betriebliche Aufwendungen
Trotz eines Umsatzwachstums von 7% konnten die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduziert werden; sie gliedern sich wie folgt:
[14] Finanzergebnis
Das Finanzergebnis umfasst neben den Zinserträgen aus kurzfristigen Kontokorrentguthaben im Wesentlichen Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten, für Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen und für Gewerbesteuernachzahlungen.
Das Finanzergebnis von -2.819 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr
(-3.408 TEUR) deutlich verbessert. Die Verbesserung resultiert hauptsächlich aus rückläufigen Leasingverpflichtungen und einer geringeren kurzfristigen Kreditinanspruchnahme bzw. einem gesunkenen Zinsniveau.
Die im Finanzergebnis enthaltenen Zinsaufwendungen für ursprünglich langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 1.119 TEUR. Im Einzelnen setzt sich das Finanzergebnis von -2.819 TEUR folgendermaßen zusammen:
[15] Sonstige Steuern
Der Steueraufwand Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.

| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Sonstige Fertigungsaufwendungen | 2.664 | 1.519 |
| Geschäftsräume und Inventar | 10.745 | 14.311 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 7.368 | 7.028 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 3.442 | 4.693 |
| Vertriebsaufwendungen | 4.672 | 4.278 |
| Neutrale Aufwendungen | 1.107 | 341 |
| Übrige Aufwendungen | 7.114 | 6.445 |
| Gesamt | 37.112 | 38.615 |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Zinserträge | 89 | 74 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.896 | -3.482 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -12 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -2.908 | -3.482 |
| Finanzergebnis | -2.819 | -3.408 |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Steueraufwand Inland | 196 | 208 |
| Steueraufwand Ausland | 411 | 544 |
| Sonstige Steuern | 607 | 752 |
Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz
[19] Anlagevermögen
[20] Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den Zugängen der Immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Softwarelizenzen.
| Konzessionen und Lizenzen |
Selbst erstellte Software |
Firmenwerte | Immaterielle Vermögens gegenstände in Entwicklung |
Immaterielle Vermögens gegenstände |
|
|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | |||||
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.10.2001 | 13.885 | 0 | 17.056 | 0 | 30.941 |
| Währungsdifferenzen | -7 | 0 | 0 | 0 | -7 |
| Zugänge | 1.629 | 123 | 0 | 797 | 2.549 |
| Abgänge | 1.812 | 0 | 0 | 0 | 1.812 |
| Umbuchungen | -54 | 0 | 0 | 54 | 0 |
| Stand 30.09.2002 | 13.641 | 123 | 17.056 | 851 | 31.671 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2001 | 10.037 | 0 | 6.696 | 0 | 16.733 |
| Währungsdifferenzen | -4 | 0 | 0 | 0 | -4 |
| Zugänge | 2.457 | 8 | 1.135 | 0 | 3.600 |
| Abgänge | 1.758 | 0 | 0 | 0 | 1.758 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2002 | 10.732 | 8 | 7.831 | 0 | 18.571 |
| Restbuchwert 30.09.2002 | 2.909 | 115 | 9.225 | 851 | 13.100 |
| Restbuchwert 30.09.2001 | 3.848 | 0 | 10.360 | 0 | 14.208 |
| Immaterielle Vermögens gegenstände |
Sachanlage vermögen |
Finanzanlagen | Summe Anlage vermögen |
|
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | ||||
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.10.2001 | 30.941 | 77.817 | 990 | 109.748 |
| Währungsdifferenzen | -7 | -7 | 0 | -14 |
| Zugänge | 2.549 | 7.030 | 160 | 9.739 |
| Abgänge | 1.812 | 5.844 | 174 | 7.830 |
| Stand 30.09.2002 | 31.671 | 78.996 | 976 | 111.643 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.10.2001 | 16.733 | 33.634 | 40 | 50.407 |
| Währungsdifferenzen | -4 | -5 | 0 | -5 |
| Zugänge | 3.600 | 11.126 | 12 | 11.138 |
| Abgänge | 1.758 | 5.315 | 40 | 5.355 |
| Stand 30.09.2002 | 18.571 | 39.440 | 12 | 58.023 |
| Restbuchwert 30.09.2002 | 13.100 | 39.556 | 964 | 53.620 |
| Restbuchwert 30.09.2001 | 14.208 | 44.183 | 950 | 59.341 |
[16] Steuern vom Einkommen und Ertrag
Als Steuern vom Einkommen und Ertrag wurden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbeertragsteuer, im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem wurden in dieser Position gemäß IAS 12 auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IAS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und ggf. realisierbare Verlustvorträge Latente Steuern erfasst. Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:
Der für das Geschäftsjahr 2001/2002 ausgewiesene Steueraufwand von 3.109 TEUR war um 1.132 TEUR höher als der zu erwartende Steueraufwand von 1.977 TEUR, der sich bei Anwendung eines Steuersatzes von 38,1% (Vorjahr:
51,4%) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.
Die Überleitung des erwarteten auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
[17] Ergebnisanteil anderer Gesellschafter
Der auf andere Gesellschafter entfallende Jahresfehlbetrag beträgt 560 TEUR (Vorjahr: 372 TEUR).
[18] Ergebnis je Aktie
Gemäß IAS 33 ergibt sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Inland | 3.368 | 3.451 |
| Ausland | 188 | 57 |
| Laufende Ertragsteuern | 3.556 | 3.508 |
| Latente Steuern | -447 | -269 |
| Ertragsteuern im Konzern | 3.109 | 3.239 |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.189 | 4.175 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 1.977 | 2.146 |
| Besteuerungsunterschiede Ausland | -4 | -94 |
| Steuerminderungen auf Ausschüttungen | 0 | -329 |
| Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen | -11 | -216 |
| Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben | 788 | 1.468 |
| und weiteren steuerlichen Modifikationen | ||
| Steuereffekte von Minderheitsgesellschaftern an | 101 | 158 |
| Personengesellschaften | ||
| Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf | 85 | 115 |
| Firmenwerte | ||
| Übrige Effekte | 173 | -9 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 3.109 | 3.239 |
| Effektiver Steuersatz (%) | 60% | 78% |
| 2001/2002 | 2000/2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Konzern-Jahresüberschuss | 2.080 | 936 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 560 | 372 |
| Konzern-Jahresüberschuss | ||
| nach Anteilen anderer Gesellschafter | 2.640 | 1.308 |
| Anzahl der Aktien in Tausend Stück | ||
| (unverwässert, durchschnittlich gewichtet) | 10.050 | 9.989 |
| Anzahl der Aktien in Tausend Stück | ||
| (verwässert, durchschnittlich gewichtet) | 10.103 | 10.119 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | 0,26 | 0,13 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | 0,26 | 0,13 |
[23] Vorräte
Bei unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht vom Auftraggeber abgenommenen Leistungen fand grundsätzlich eine Gewinnrealisierung nach Maßgabe des Fertigungsfortschrittes statt. Der Fertigungsgrad wurde ermittelt, indem die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt wurden (Cost-to-cost-method).
Fertige, vom Auftraggeber abgenommene aber nicht abgerechnete Leistungen wurden zu Auftragswerten bewertet und unter den fertigen Leistungen ausgewiesen. Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns zum Stichtag ergeben sich aus folgender
Zusammenstellung:
Von den gesamten Vorräten sind 979 TEUR zum Nettoveräußerungswert angesetzt; die Wertminderung, bezogen auf den Bruttowert, betrug 387 TEUR.
[24] Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet und alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Einzelnen:
Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegenüber den nicht konsolidierten Gesellschaften Bertrandt US Inc. und der Bertrandt Beteiligungen GmbH. Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern sowie sonstige kurzfristige Forderungen. Die sonstigen langfristigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von 418 TEUR (Vorjahr 337 TEUR) Rückdeckungsversicherungen sowie in Höhe von 106 TEUR (Vorjahr 49 TEUR) Kautionen.
[25] Liquide Mittel
Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30.09.2002 für die Umrechnung in die Konzernwährung zugrunde
gelegt.
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.023 | 1.049 |
| Unfertige Leistungen | 7.092 | 8.708 |
| Fertige Leistungen | 2.647 | 4.184 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -1.616 | -1.140 |
| Gesamt | 9.146 | 12.801 |
In TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen Sonstige Vermögensgegenstände Gesamt
| 30.09.2002 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 30.09.2001 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 66.954 | 66.954 | 0 | 62.606 | 62.606 | 0 |
| 23 | 23 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 66.977 | 66.977 | 0 | 62.606 | 62.606 | 0 |
| 4.688 | 4.130 | 558 | 2.174 | 1.688 | 486 |
| 71.665 | 71.107 | 558 | 64.780 | 64.294 | 486 |
[21] Sachanlagen
Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt.
Auf Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen wie Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden, soweit die Voraussetzungen des Finanzierungsleasing nach IAS 17 erfüllt waren, aktiviert und über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Grundstücke und Bauten sind in Höhe von 12.643 TEUR mit Grundschulden zur Besicherung von langfristigen Darlehen belastet.
Bei den Technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebsund Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Maschinen, Maschinen im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen.
[22] Finanzanlagen
Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an nicht konsolidierten Gesellschaften sowie um langfristige Ausleihungen an Mitarbeiter.
| Grundstücke u. Bauten |
Techn. Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe Sachanlagen |
|
|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | |||||
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.10.2001 | 19.307 | 23.886 | 34.410 | 214 | 77.817 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -7 | 0 | -7 |
| Zugänge | 49 | 1.577 | 5.289 | 115 | 7.030 |
| Abgänge | 83 | 1.465 | 4.296 | 0 | 5.844 |
| Umbuchungen | 234 | 168 | -216 | -186 | 0 |
| Stand 30.09.2002 | 19.507 | 24.166 | 35.180 | 143 | 78.996 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2001 | 1.684 | 12.110 | 19.840 | 0 | 33.634 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -5 | 0 | -5 |
| Zugänge | 635 | 4.017 | 6.474 | 0 | 11.126 |
| Abgänge | 1 | 1.447 | 3.867 | 0 | 5.315 |
| Umbuchungen | 64 | -5 | -59 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2002 | 2.382 | 14.675 | 22.383 | 0 | 39.440 |
| Restbuchwert 30.09.2002 | 17.125 | 9.491 | 12.797 | 143 | 39.556 |
| Restbuchwert 30.09.2001 | 17.623 | 11.776 | 14.570 | 214 | 44.183 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
Beteiligungen | Langfristige Ausleihungen |
Summe Finanzanlagen |
|
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | ||||
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.10.2001 | 52 | 137 | 801 | 990 |
| Zugänge | 0 | 14 | 146 | 160 |
| Abgänge | 0 | 137 | 37 | 174 |
| Stand 30.09.2002 | 52 | 14 | 910 | 976 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.10.2001 | 0 | 40 | 0 | 40 |
| Zugänge | 0 | 12 | 0 | 12 |
| Abgänge | 0 | 40 | 0 | 40 |
| Stand 30.09.2002 | 0 | 12 | 0 | 12 |
| Restbuchwert 30.09.2002 | 52 | 2 | 910 | 964 |
| Restbuchwert 30.09.2001 | 52 | 97 | 801 | 950 |
[26] Latente Steuern
Latente Steuern resultieren aus temporär unterschiedlichen Wertansätzen der nach den IAS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz, aus der Bewertung nach IAS sowie aus voraussichtlich realisierbaren Verlustvorträgen. Die Berechnung der Latenten Steuern erfolgte dabei nach den Vorschriften des IAS 12. Danach wurden die Latenten Steuern auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Aktive und passive Latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
Die aktivisch Latenten Steuern haben grundsätzlich eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passivisch Latenten Steuern sind 2.522 TEUR (Vorjahr 3.506 TEUR) kurzfristig und 2.123 TEUR (Vorjahr 1.955 TEUR) langfristig. Neben den genannten latenten Steueransprüchen aus Verlustvorträgen bestehen noch steuerliche Verluste in Höhe von 2.851 TEUR (Vorjahr: 1.205 TEUR), die nicht in voller Höhe angesetzt werden konnten.
[27] Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von 1.939 TEUR (Vorjahr 2.535 TEUR) ergaben sich im Wesentlichen aus Urlaubsgeldabgrenzungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgejahren zuzuordnen war.
[28] Gezeichnetes Kapital
Zum 30.09.2002 beträgt das Gezeichnete Kapital der Bertrandt AG 10.055.640,00 Euro. Damit hat sich diese Position gegenüber dem Vorjahresstichtag aufgrund der Ausübung der Rechte aus den Wandelschuldverschreibungen um 66.720,00 Euro erhöht. Das Gezeichnete Kapital teilt sich somit in 10.055.640 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 Euro auf.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Januar 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um einen Betrag von 4.982 TEUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
a) soweit Aktien an Mitarbeiter der Bertrandt AG oder mit ihr verbundener Unternehmen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht kann in diesem Zusammenhang für bis zu höchstens 300.000 Aktien ausgeschlossen werden;
b) soweit es erforderlich ist, um Inhabern von durch die Bertrandt AG oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften der Bertrandt AG ausgegebene oder noch auszugebende Wandlungs- oder Optionsrechte ein Bezugsrecht zu gewähren;
c) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt;
d) wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch |
| Sachanlagen | 2.597 | 615 | 3.269 | 168 |
| Vorräte | - | 1.232 | - | 2.072 |
| Pensionsrückstellungen | - | 75 | - | 83 |
| Sonstige Rückstellungen | 110 | 159 | 68 | -140 |
| Verlustvorträge | 779 | - | 510 | - |
| Verbindlichkeiten | - | 2.459 | - | 3.148 |
| Sonstige Posten | 47 | 105 | 56 | 130 |
| Gesamt | 3.533 | 4.645 | 3.903 | 5.461 |
[30] Gewinnrücklagen
Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen gesetzlichen Rücklagen betragen 1.006 TEUR. Im Übrigen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen. Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Im Rahmen der Umstellung der Bilanzierung auf IAS wurden sich ergebende Bilanzansatz- und Bewertungsänderungen zwischen den handelsrechtlichen und den IAS-Abschlüssen der Zeit bis zum 30.09.2000 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Zum Bilanzstichtag befanden sich 54.390 Stück eigene Anteile im Depot der Gesellschaft, die mit ihren Anschaffungskosten von 962 TEUR mit den Gewinnrücklagen saldiert wurden. Diese bilden einen prozentualen Anteil am Grundkapital von 0,54%.
[31] Anteile anderer Gesellschafter
Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen auf Minderheitsgesellschafter der Novel Bertrandt S.A. und der ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG.
[32] Rückstellungen für Pensionen
Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung wurden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:
Die Nettoaufwendungen für Pensionspläne während des Geschäftsjahres 2001/2002 gliedern sich wie folgt:
Die Finanzierung von Pensionsverpflichtungen unterteilt sich per 30.09.2002 folgendermaßen:
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 6,00% | 6,50% |
| Gehaltssteigerungstrend | 2,50% | 2,50% |
| Rentensteigerungstrend | 2,50% | 2,50% |
| Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach | Heubeck 1998 | Heubeck 1998 |
| Bewertung von Witwen- / Witwenrentenanwartschaften | kollektiv | kollektiv |
| Pensionierungsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter | 18 Jahre | 19 Jahre |
In TEUR Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Gesamt
| Bertrandt Konzern |
|---|
| 27 |
| 60 |
| 87 |
| Bertrandt Konzern |
|
|---|---|
| In TEUR | |
| Versicherungsmathematischer Barwert der nicht | 1.127 |
| fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | |
| Anpassungsbetrag nicht verrechneter | -114 |
| versicherungsmathematischer Verluste | |
| Nettoverpflichtung der Pensionspläne nach IAS 19 | 1.013 |
Bedingtes Kapital
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. Januar 2005 einmalig oder mehrfach Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 120.000 TEUR mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren auszugeben. Den Inhabern der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen können Wandlungs- oder Optionsrechte mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 4.000 TEUR eingeräumt werden.
Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, im Rahmen des Aktienoptionsplans 2000 während einer Laufzeit von drei Jahren, 480.000 Bezugsrechte an Führungskräfte auszugeben. Die Bezugsrechte dürfen nach Ablauf einer Haltefrist von zwei Jahren und nur innerhalb eines weiteren, auf die Haltefrist folgenden Jahres ausgeübt werden. Derzeit sind 147.500 Bezugsrechte ausgegeben, die bei Erreichen der Ausübungshürden ab 07.03.2003 ausgeübt werden können. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Management-Beteiligungsprogramms 1996/2006 Wandelanleihen im Wert von 271 TEUR ausgegeben. Die Wandelschuldverschreibungen beliefen sich per 30. September 2002 auf 92 TEUR. Aufgrund einzelner Rückzahlungen ist gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung
um rund 74 TEUR zu verzeichnen.
Aktienoptionsplan/Stock Options
In der Hauptversammlung vom 2. Februar 2000 wurde ein Aktienoptionsplan mit folgenden Eckdaten genehmigt: Die Bertrandt AG bietet Mitgliedern ihres Vorstands, Mitgliedern von Geschäftsführungen verbundener Unternehmen und Arbeitnehmern in Führungspositionen der Bertrandt AG und/oder mit dieser verbundener Unternehmen im Rahmen der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2000 in jährlichen Tranchen bis zu 480.000 Bezugsrechte auf Stückaktien der Bertrandt AG an. Jeweils ein Bezugsrecht berechtigt zum Erwerb einer Stückaktie gegen Einzahlung des Ausübungspreises. Die Bezugsrechte können erstmals nach Ablauf einer Haltefrist von zwei Jahren ab dem Ausgabetag und nur binnen eines weiteren, auf die Haltefrist folgenden Jahres ausgeübt werden. Innerhalb dieses Ausübungszeitraums ist die Ausübung nur zulässig, wenn bestimmte Ausübungshürden erfüllt sind. Als Ausübungshürden sind im Aktienoptionsplan neben einer günstigen Kursentwicklung der Aktie auch die Steigerung des Konzernumsatzes normiert.
Bei dem vorliegenden Aktienoptionsplan handelt es sich um einen variablen Plan, da die Ausübung von der Erfüllung bestimmter Ausübungshürden abhängt und somit die Anzahl der Aktien am Tag der Gewährung nicht feststehen. Da die Ausübungshürden für die erste Tranche nicht erreicht wurden, sind die Optionsrechte dieser Tranche erloschen.
Bei Bewertung des Aktienoptionsprogramms steht die endgültige Bewertung erst am Ausgabetag, d.h. an dem Tag fest, an dem der Vergütungsplan unverfallbar wird. Bis dahin ist der Personalaufwand in Höhe des inneren Wertes zu schätzen. Der innere Wert der Aktienoption ergibt sich zum 30. September 2002 wie folgt:
Aktienkurs zum 30. September 2002: 15,80 EUR ./. Aktienkurs zum 2. Februar 2000 (Tag der Gewährung): 27,33 EUR
––––––––––– -11,53 EUR
Somit ergibt sich ein Wert des Aktienoptionsprogramms per 30. September 2002 von 0 EUR.
[29] Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich das Agio aus Kapitalerhöhungen. Aufgrund der Ausübung der Rechte aus den Wandelschuldverschreibungen im Berichtsjahr ergab sich eine Erhöhung von 377 TEUR.
Da zum 30.09.2001 erstmalig Pensionsgutachten nach IAS 19 erstellt wurden, ergab sich für das Geschäftsjahr 2000/2001 kein Anpassungsbetrag nicht verrechneter versicherungsmathematischer Verluste.
Per 30. September 2001 betrugen die Pensionsrückstellungen 926 TEUR. Nach einer Zuführung von 87 TEUR während der Berichtsperiode ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Wert von 1.013 TEUR.
[33] Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Positionen der Bilanz ausgewiesen.
[34] Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führt, der zuverlässig geschätzt werden konnte. Die Zusammensetzung der Sonstigen Rückstellungen, die ausschließlich kurzfristig sind, stellen sich wie folgt dar:
In den Rückstellungen für Personal- und Sozialverpflichtungen sind im Wesentlichen Vorsorgen für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Urlaubsrückstellungen, Gleitzeitguthaben sowie Beiträge für Schwerbehinderten-Abgaben und Berufsgenossenschaft enthalten.
Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten überwiegend solche für Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl kleinerer erkennbarer Einzelrisiken.
[35] Finanzschulden
Bei den Anleihen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen, die im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms an Führungskräfte ausgegeben wurden.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Eurokredite mit einer Laufzeit von einem bis sechs Monaten sowie um Tagesgeldaufnahmen, die im Rahmen der bestehenden Kontokorrentkreditvereinbarungen zur laufenden Liquiditätssicherung in Anspruch genommen wurden.
| Rückstellungen für Personal-/ Sozialverpflich tungen |
Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb |
Übrige Rückstellungen |
Sonstige Rückstellungen |
|
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | ||||
| Stand 01.10.2001 | 11.074 | 2.162 | 1.659 | 14.895 |
| Auflösung | 0 | 0 | -28 | -28 |
| Zuführung | 9.154 | 199 | 2.320 | 11.673 |
| Verbrauch | -10.588 | -1.110 | -1.457 | -13.155 |
| Stand 30.09.2002 | 9.640 | 1.251 | 2.494 | 13.385 |
In TEUR Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzleasingverbindlichkeiten Finanzschulden
Des Weiteren wurden über Kreditinstitute Investitionen in den Bereichen Maschinen und Technische Anlagen, Immobilien und Beteiligungen längerfristig finanziert. Es bestehen ausschließlich Annuitätendarlehen bzw. Darlehen mit fest
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert, da laufende Investitionen aus dem Cash-flow
vereinbarten, regelmäßigen Tilgungsleistungen. finanziert werden konnten. Bilanzstichtag wie folgt dar:
Zum Bilanzstichtag bestanden Finanzleasingverbindlichkeiten in Höhe von 7.133 TEUR (Vorjahr 8.831 TEUR), die gemäß IAS 17 dem wirtschaftlichen Eigentümer, dem Bertrandt-Konzern, zuzurechnen waren. Die Nettobuchwerte der aktivierten und durch Leasing finanzierten Vermögenswerte stellen sich zum
| 30.09.2002 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| 120 | 59 | 61 | 0 |
| 46.045 | 29.451 | 8.779 | 7.815 |
| 7.133 | 3.322 | 3.811 | 0 |
| 53.298 | 32.832 | 12.651 | 7.815 |
| 30.09.2001 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| 166 | 96 | 70 | 0 |
| 47.381 | 27.891 | 10.267 | 9.223 |
| 8.831 | 4.414 | 4.417 | 0 |
| 56.378 | 32.401 | 14.754 | 9.223 |
Die Laufzeiten der Leasingverträge für CAD-Anlagen belaufen sich grundsätzlich auf 36 Monate, die der Maschinen zwischen 48 und 72 Monaten. Die Zuordnung zum Finanzierungsleasing erfolgte für Verträge, bei denen die Vertragslaufzeit den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer überstieg.
In TEUR
| 30.09.2002 | 30.09.2001 |
|---|---|
| 3.678 | 5.165 |
| 2.656 | 2.341 |
| 282 | 998 |
| 6.616 | 8.504 |
Technische Anlagen Hardware Software Gesamt
In TEUR
Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzleasingverbindlichkeiten Finanzschulden

[36] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
[37] Sonstige Verbindlichkeiten
Die ausschließlich kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
[38] Passive Rechnungsabgrenzungsposten
In der Passiven Rechnungsabgrenzung ist im Wesentlichen ein Investitionszuschuss enthalten. Dieser wird in Anwendung des IAS 20 über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagengegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Der Investitionszuschuss wurde als Zuwendung der öffentlichen Hand im Rahmen des Bauvorhabens in Tappenbeck gewährt. Im Berichtszeitraum wurden 78 TEUR erfolgswirksam aufgelöst.
[39] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt und zeigt alle Zahlungsströme für das Geschäftsjahr 2001/2002 sowie für das Vorjahr. Gemäß IAS 7 (Cash Flow Statement) wurden alle Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit getrennt erfasst.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Liquiden Mittel. Neben Kassenbeständen und Schecks sind Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Der Fonds aus Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Zugänge zum Sachanlagevermögen, zum Immateriellen Anlagevermögen und zum Finanzanlagevermögen. Daneben sind die Einzahlungen aus Abgängen aus dem Anlagevermögen berücksichtigt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus der Aufnahme bzw. der Tilgung von Bankkrediten, Darlehen und Leasingverbindlichkeiten zusammen. Darüber hinaus ist die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2000/2001 enthalten. Zudem werden in der Position "Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen" der Verkauf eigener Aktien an Mitarbeiter sowie die im Berichtszeitraum erfolgte Wandlung der an Führungskräfte ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen erfasst.
| 30.09.2002 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 30.09.2001 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
7.626 | 7.507 | 119 | 7.227 | 7.039 | 188 |
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Steuern | 597 | 1.101 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 1.942 | 1.863 |
| Sozialversicherung | 3.613 | 3.727 |
| Lohn und Gehalt | 155 | 164 |
| Übrige Sonstige | 3.959 | 2.129 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.266 | 8.984 |
| 30.09.2002 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | 30.09.2001 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | ||||||
| Passive Rechnungsabgrenzung | 2.071 | 684 | 1.387 | 1.784 | 903 | 881 |
[40] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Im primären Berichtsformat erfolgt eine Aufteilung in die Geschäftsfelder "Digital Engineering", "Physical Engineering" und "Elektrik/Elektronik". Das Segment "Digital Engineering" umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssysteme, Fahrwerk, Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnung mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD.
Im Segment "Physical Engineering" sind Aktivitäten des Modellbaus, Versuchs, Fahrzeugaufbaus, Rapid Prototyping und Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.
Der Bereich "Elektrik/Elektronik" fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, Software sowie die Einsatzsimulation.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert.
Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen somit grundsätzlich den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen ("Arm's-Length-Prinzip").
Das ausgewiesene Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Positionen Anlagevermögen, Vorräte, Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Unter den Segmentverbindlichkeiten sind die Sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten enthalten.
Die Überleitung aus der Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern und Regionen auf die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen:
Sonstige Angaben
[41] Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse bestehen zum 30. September 2002 auf Konzernebene in Höhe von 13.340 TEUR (Vorjahr 14.267 TEUR). Diese resultieren ausschließlich aus Sicherheitengestellungen gegenüber Kreditinstituten.
[42] Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:
Die hier enthaltenen Leasingverträge beruhen auf Operating-Leasing und werden beim Leasinggeber bilanziert.
[43] Mitteilung nach § 21 WpHG
Die Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, hat am 16.01.2002 mitgeteilt, dass sie einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,01 Prozent hält.
[44] Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gemäß § 264b HGB ist die ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG von der Verpflichtung befreit, einen eigenständigen Anhang und Lagebericht aufzustellen.
[45] Angaben zu Organen der Gesellschaft Vorstand
Dietmar Bichler Vorsitzender des Vorstands Ralph Jacoby Mitglied des Vorstands; Finanzen und Personal Ulrich Subklew Mitglied des Vorstands; Markt und Kunde Jürgen Michels Mitglied des Vorstands; Markt und Kunde Peter Dorling Mitglied des Vorstands; Markt und Kunde Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2001/2002 haben 1.711 TEUR betragen (Vorjahr 1.443 TEUR). Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 507 TEUR enthalten. Die Veränderung des Bestands der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2001/2002 gehaltenen Bertrandt-Aktien, -Optionen und -Wandelschuldverschreibungen (WSV) ist in folgender Übersicht dargestellt:
| Summe der Geschäftsfelder |
Überleitung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | |
| Zahlen in TEUR | ||||||
| Umlaufvermögen und | 78.039 | 77.943 | 14.796 | 10.779 | 92.835 | 88.722 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||
| Anlagevermögen | 52.656 | 58.391 | 964 | 950 | 53.620 | 59.341 |
| Verbindlichkeiten | 17.892 | 16.211 | 57.943 | 61.839 | 75.835 | 78.050 |
| Rückstellungen | 13.385 | 14.895 | 3.742 | 3.038 | 17.127 | 17.933 |
| Summe der Regionen |
Überleitung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | 2001/2002 | 2000/2001 | |
| Zahlen in TEUR | ||||||
| Umlaufvermögen und | 78.039 | 77.943 | 14.796 | 10.779 | 92.835 | 88.722 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | ||||||
| Anlagevermögen | 52.656 | 58.391 | 964 | 950 | 53.620 | 59.341 |
| Verbindlichkeiten | 33.348 | 32.890 | 42.487 | 45.160 | 75.835 | 78.050 |
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| Grundschulden | 12.643 | 13.278 |
| Sicherungsübereignungen | 697 | 989 |
| Gesamt | 13.340 | 14.267 |
| 30.09.2002 | 30.09.2001 | |
|---|---|---|
| In TEUR | ||
| < 1 Jahr | 15.696 | 18.082 |
| 1-5 Jahre | 22.472 | 21.766 |
| > 5 Jahre | 29.566 | 32.219 |
| Gesamt | 67.734 | 72.067 |
| Stand 30.09.2002 | Stand 30.09.2001 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stück | Aktien | Optionen | WSV | Aktien | Optionen | WSV |
| Dietmar Bichler | 2.054.520 | 6.000 | 0 | 1.954.520 | 11.800 | 0 |
| Ralph Jacoby | 81.300 | 4.000 | 28.000 | 6.300 | 7.900 | 28.000 |
| Peter Dorling | 87.310 | 4.000 | 12.000 | 3.260 | 7.900 | 28.000 |
| Jürgen Michels | 87.810 | 4.000 | 12.000 | 3.210 | 7.900 | 28.000 |
| Ulrich Subklew | 84.630 | 4.000 | 12.000 | 30 | 7.900 | 28.000 |
| Gesamt | 2.395.570 | 22.000 | 64.000 | 1.967.320 | 43.400 | 112.000 |
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Die Beteiligungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Bundesrepublik Deutschland, hat am 20.09.2002 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 19.09.2002 die Schwellen von 10% und 5% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft unterschritten hat. Ihr stehen seit dem 19.09.2002 keine Stimmrechte mehr zu.
Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Bundesrepublik Deutschland hat am 20.09.2002 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 19.09.2002 die Schwellen von 5% und 10% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft überschritten hat. Seit dem 19.09.2002 stehen ihr 19,45% der Stimmrechte zu.
Herr Dietmar Bichler, Iptingen, Bundesrepublik Deutschland hat am 20.09.2002 gemäß §§ 21, 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihm unverändet 20,45% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft zustehen. Davon sind ihm seit 19.09.2002 insgesamt 19,45% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen über die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen.
Die Veröffentlichung dieser Mitteilungen erfolgte am 27.09.2002 in der Börsenzeitung.
Aufsichtsrat
Dr. Klaus Bleyer Vorsitzender des Aufsichtsrats
- Vorsitzender des Aufsichtsrats der Mahle GmbH, Stuttgart
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ravensburger AG, Ravensburg
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer Dornier GmbH, Lindau
- Mitglied des Aufsichtsrats der Behr GmbH & Co., Stuttgart
- Vorsitzender des Aufsichtsrats der MagCode Ag, Heidenheim
- Vorsitzender des Aufsichtsrats der Klöckner Pentaplast S.a.r.l., Luxemburg
- Mitglied des Aufsichtsrats der SAI Automotive AG, Frankfurt am Main
- Mitglied des Universitätsrats der Universität Ulm, Ulm
- Maximilian Wölfle Stellvertretender Vorsitzender
- Mitglied des Vorstands der Schwäbische Bank AG, Stuttgart
- Vorsitzender des Beirats der J. Witzemann GmbH & Co., Stuttgart
- Mitglied des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co., Stuttgart
- Mitglied des Aufsichtsrats der SWG Wertpapierhandels AG, Stuttgart (bis 08.08.2002)
- Mitglied des Aufsichtsrats der AFFM, Akademie für Finanzmanagement AG, Stuttgart (bis 19.08.2002)
- Mitglied des Verwaltungsrats der Westiform Holding AG, Bern-Niederwangen (seit 22.03.2002)
Heinz Kenkmann
- Geschäftsführer der Traumfabrik GmbH, Wildberg
- Mitglied des Beirats der Kreissparkasse Böblingen, Böblingen
Dr.-Ing. Wilfried Sihn
- Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts IPA, Stuttgart
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rohwedder AG, Markdorf
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der med.eon AG, Stuttgart
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der FLEXIS AG, Stuttgart
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Add On AG, Pforzheim
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein AG, Harthausen
- Mitglied des Aufsichtsrats der ITAC AG, Dernbach
- Martin Pfuhler Arbeitnehmervertreter
- Projektleiter
- Daniela Brei Arbeitnehmervertreterin (seit 20.02.2002)
- Kaufmännische Sachbearbeiterin
- Nina Trost Arbeitnehmervertreterin (bis 20.02.2002)
- Konstrukteurin

[46] Anteilsbesitz der Bertrandt AG
Die Verteilung der Stimmrechte stimmt mit den Kapitalverhältnissen überein.
[47] Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
Die Dividendenausschüttung der Bertrandt AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2002 der Bertrandt AG ausgewiesenen Bilanzgewinn, der in Höhe von
3.696.371,99 EUR ausschüttungsfähig ist. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn der Bertrandt AG zur Ausschüttung einer Dividende von 0,15 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 2.188.025,99 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche, nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird dann ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Vorstand, Ehningen, den 2. Dezember 2002

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2001/2002 haben 69 TEUR (Vorjahr 68 TEUR) betragen. Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien, -Optionen und -Wandelschuldverschreibungen (WSV) stellt sich wie folgt dar:
Inland
| Anteil am Eigenkapital |
|
|---|---|
| In% | |
| Inland | |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Heilbronn | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Sindelfingen | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck | 100,00% |
| Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen | 100,00% |
| Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen | 100,00% |
| ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG, Bretzfeld | 80,00% |
| ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH, Bretzfeld | 80,00% |
| Ausland | |
| Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich | 100,00% |
| Bertrandt S.A., Bièvres, Frankreich | 99,97% |
| Bertrandt S.A., Sochaux, Frankreich | 99,87% |
| Bertrandt UK Limited, Leamington Spa, Großbritannien | 100,00% |
| Novel Bertrandt S.A., Esparreguera, Spanien | 80,00% |
| Bertrandt Sweden AB, Trollhättan, Schweden | 100,00% |
| Bertrandt US Inc., Detroit, Michigan, USA | 100,00% |
Ausland Bertrandt S.A., Bièvres, Frankreich
Stück
Dr. Klaus Bleyer Maximilian Wölfle Heinz Kenkmann Dr.-Ing. Wilfried Sihn Martin Pfuhler Nina Trost Daniela Brei Gesamt
| Stand 30.09.2002 | Stand 30.09.2001 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktien | Optionen | WSV | Aktien | Optionen | WSV |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.928.664 | 0 | 0 | 1.928.664 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 480 | 500 | 0 | 480 | 990 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 190 | 0 | 0 |
| 70 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.929.214 | 500 | 0 | 1.929.334 | 990 | 0 |
Bestätigungsvermerk Wirtschaftsprüfer
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Konzernabschluss der Bertrandt AG, Ehningen, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den International Accounting Standards des IASC (IAS) liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den IAS entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Überzeugung auf der Grundlage unserer Prüfung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IAS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich nach den deutschen Prüfungsvorschriften auch auf den vom Vorstand aufgestellten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 erstreckt hat, hat zu keinen Einwendun-
gen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.
Stuttgart, den 2. Dezember 2002
PwC Deutsche Revision Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(M. Staudacher) (R. Berghoff)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Martin Pfuhler Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter
Daniela Brei Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreterin
Dr.-Ing. Wilfried Sihn Mitglied des Aufsichtsrats
Heinz Kenkmann Mitglied des Aufsichtsrats
Maximilian Wölfle stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Klaus Bleyer Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Vorstand haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 in vier Sitzungen – davon zwei je Kalenderhalbjahr – gemeinsam über die Lage der Gesellschaft, die strategische Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie über verschiedene aktuelle Einzelthemen beraten. Dazu zählten Informationen in mündlicher und schriftlicher Form über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. In den jeweiligen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm gesetzesund satzungsgemäß obliegenden Aufgaben der laufenden Überwachung und Beratung der Geschäftsleitung wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand in allen Sitzungen jeweils anhand detaillierter Berichte ausführlich über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation sowie die Unternehmensentwicklung informiert.
Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates in verschiedenen Einzelgesprächen jeweils durch den Vorstand unterrichten lassen. Soweit zustimmungspflichtige Entscheidungen anstanden, haben die Mitglieder des Aufsichtsrates die Vorlagen jeweils überprüft und verabschiedet.
Der Personalausschuss hat am 12. Dezember 2001 getagt.
Im Hinblick auf den Umstand, dass die Amtszeit der bisherigen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat mit Ablauf der am 20. Februar 2002 stattgefundenen Hauptversammlung endete, wurde am 26. November 2001 eine Neuwahl durchgeführt. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Frau Daniela Brei und Herr Martin Pfuhler – Wiederwahl – gewählt.
Die Amtsdauer der von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewählten Aufsichtsratsmitglieder dauert bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2005/2006 beschließen wird.
Der Aufsichtsrat gratulierte den neu gewählten Arbeitnehmervertretern zu ihrer Wahl und bedankte sich bei der aus dem Amt scheidenden Arbeitnehmervertreterin Frau Nina Trost für die langjährige, gute Zusammenarbeit.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Themen des Aufsichtsrates geprägt von der strategischen Entwicklung des Unternehmens sowie von grundsätzlichen, geschäftspolitischen Fragestellungen für alle Konzerngesellschaften und die Bertrandt AG als Konzernobergesellschaft. Daneben wurden Fragen des operativen Geschäftsverlaufs behandelt.
Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der erstmals im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten Rechnungslegung nach den Grundsätzen der IAS im Rahmen des Vollabschlusses.
Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit den Fragen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Buchführung, der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 30. September 2002 für die Bertrandt AG wurden von dem Abschlussprüfer, der PwC Deutsche Revision AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden von ihm geprüft und mit den Prüfern erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen; er hat im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind.
In der Sitzung vom 12. Dezember 2002 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2001/2002 zur Kenntnis genommen, den Jahresabschluss der Bertrandt AG festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt sowie sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.
Weiterhin hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 15 EG AktG
beschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2001/2002.
Ehningen, den 12. Dezember 2002
Dr. Klaus Bleyer Vorsitzender des Aufsichtsrates
Corporate-Governance-Erklärung Impressum
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben am 12.12.2002 folgende Entsprechungserklärung beschlossen:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt Aktiengesellschaft erklären hiermit jeweils gemäß §161 AktG in Verbindung mit § 15 EG AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission ,Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 07.11.2002 – veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger vom 26.11.2002 – grundsätzlich entsprochen wird; nicht angewendet werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8, 3.10 (Satz 2), 4.2.4, 5.5.2, 5.5.3 (Satz 1) und 6.6 (Absatz 2 Satz 1) des Deutschen Corporate Governance Kodex."
Der Vorstand Der Aufsichtsrat
Dezember 2002 Dezember 2002
Herausgeber/Redaktion
Bertrandt AG Birkensee 1, 71139 Ehningen Telefon (0 70 34) 6 56 - 0 Telefax (0 70 34) 6 56 - 41 00 www.bertrandt.com [email protected]
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Ausführung SAHARA Werbeagentur, Stuttgart
Lithografie und Druck Metzger Druck, Obrigheim
Bilder Hartmut Mezger (Titelbild), Bertrandt AG Thomas Ernsting, Bonn
Termine
Februar 2003 1. Quartalsbericht
19. Februar 2003 Hauptversammlung Stadthalle Sindelfingen
20. Februar 2003 Dividendenzahlung
Mai 2003 2. Quartalsbericht
August 2003 3. Quartalsbericht
18. Dezember 2003 Bilanzpressekonferenz
18. Februar 2004 Hauptversammlung