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Bertrandt AG Annual Report 2002

Apr 2, 2003

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2001/2002

Bertrandt AG Geschäftsbericht 2001/2002

Bert-CI-223-12.02-A

Das Geschäftsjahr 2001/2002

Im Geschäftsjahr 2001/2002 konnte Bertrandt den positiven Trend aus dem Vorjahr fortsetzen und seine Marktposition festigen. In einem angespannten Marktumfeld wurde der Umsatz um sieben Prozent auf 233,0 Mio. Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis konnte um vier Prozent auf 8,6 Mio. Euro verbessert werden.

Als kompetenter Partner bietet das Unternehmen Herstellern und Systemlieferanten in der internationalen Automobilindustrie Entwicklungsleistungen bis hin zur ganzheitlichen Fahrzeugentwicklung an. Das an den Standorten dargestellte Leistungsspektrum wurde auch im Berichtsjahr positiv von den Kunden angenommen.

Aus heutiger Sicht wird sich das Vergabeverhalten von Entwicklungsleistungen seitens der Kunden dynamisch entwickeln. Dies bietet dem Unternehmen gute Perspektiven für ein weiteres Wachstum in der Zukunft.

Zahlen in TEUR 2001/2002 2000/2001 1999/2000 1998/1999 1997/1998
Konzernumsatzerlöse 233.002 217.753 192.599 147.051 93.520
Betriebsergebnis 8.615 8.335 4.589 15.853 11.112
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.796 4.927 1.850 14.417 10.462
Jahresüberschuss 2.080 936 378 7.371 4.881
Cash-flow 16.893 19.056 12.340 16.819 10.978
Free Cash-flow 5.824 -5.967 -13.994 -20.749 -3.080
Investitionen (inkl. Leasing) 9.739 19.922 34.543 27.865 16.617
Eigenkapital 50.859 49.173 43.367 47.924 23.942
Eigenkapitalquote 34,7% 33,2% 35,9% 44,1% 40,1%
Anzahl der Mitarbeiter
jeweils zum 30.09. im Bertrandt-Konzern 3.101 3.000 2.807 2.378 1.414
Kennzahlen
Zahlen in EUR 2001/2002 2000/2001 1999/2000 1998/1999 1997/1998
Cash-flow pro Aktie 1,68 1,91 1,02 1,82 1,22
Bardividende pro Aktie 0,15 0,15 - 0,27 0,17
Steuergutschrift pro Aktie - 0,06 - 0,12 0,07
Börsenkurs am 30.09. 15,80 10,70 9,20 21,33 14,83
Höchster Börsenkurs 19,50 24,00 29,00 28,62 19,77
Niedrigster Börsenkurs 10,00 7,50 8,50 12,18 10,06
Ausgegebene Aktien am 30.09. 10.055.640 9.988.920 9.988.920 9.973.800 9.000.000
Aktien im Streubesitz 24% 31% 56% 49% 37%

97/98 98/99 99/00 00/01 01/02

Investitionen (inkl. Leasing) in TEUR

9.739

Kursentwicklung im Vergleich

HGB IAS

Geschäftsbericht 2001/2002

Bertrandt auf einen Blick
Bericht des Vorstands 8
Die Unternehmensstruktur
der Bertrandt AG
10
Ansichten und Einsichten
eines Unternehmens
12
Konzern-Lagebericht 34
Konzern-Abschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
Bilanz
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Anhang
44
45
46
47
48
50
Bericht des Aufsichtsrats 80
Corporate-Governance-Erklärung 82
Termine
Impressum
83
83

Inhalt

Bericht des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

in den letzten Jahren hat der Markt für Entwicklungsleistungen einen großen Aufschwung erfahren, da die Hersteller in der Automobilindustrie externe Partner verstärkt in ihre Prozesse eingebunden haben. Den daraus resultierenden Trend zu einem verstärkten Outsourcing haben wir frühzeitig erkannt, uns darauf eingestellt und davon profitiert.

Aus heutiger Sicht wird diese Tendenz weiter zunehmen und wir gehen davon aus, dass die Auftragsvergabe seitens unserer Kunden auch zukünftig dynamisch geprägt sein wird. Unsere Einschätzung beruht dabei im Wesentlichen auf folgenden Markttrends: einer zunehmenden Modellvielfalt sowie einer weiteren Verkürzung der Entwicklungszeiten. Es ist unser Ziel, in einem zunehmend internationaler werdenden Netzwerk zwischen Hersteller, Systemlieferant und Ingenieurdienstleister ein kompetenter, zuverlässiger und vertrauenswürdiger Partner zu sein.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weitere wichtige Schritte unternommen, um Leistungen zur Bearbeitung von Modul- sowie ganzheitlichen Entwicklungsprojekten anbieten zu können. Insbesondere haben wir in den Bereichen Elektrik/Elektronik, Fahrzeugsicherheit sowie Projektmanagement unsere Kompetenzen gezielt ausgebaut. Einen weiteren Schwerpunkt bildete eine verstärkte Prozessorientierung – sowohl im Unternehmen als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Diese haben unsere Maßnahmen positiv aufgenommen.

Besondere Bedeutung im Umgang mit unseren Kunden und Geschäftspartnern haben wir Werten wie Offenheit, Vertrauen und Qualität zugemessen, da unserer Ansicht nach eine positive Unternehmenskultur die Basis für ein engagiertes Verhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darstellt.

Die hohe Leistungsbereitschaft im gesamten Unternehmen hat wesentlich dazu beigetragen, dass das abgelaufene Geschäftsjahr positiv für uns verlaufen ist. Gemeinsam haben wir uns in einem angespannten Marktumfeld den Herausforderungen gestellt und es ist uns gelungen, die erfreuliche Geschäftsentwicklung aus dem Vorjahr fortzusetzen. Ich möchte dies zum Anlass nehmen, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Namen des gesamten Vorstands unsere Anerkennung und unseren Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen.

Unser Ziel für das neue Geschäftsjahr ist es, diese positive Entwicklung des Unternehmens fortzuführen und unsere Marktposition auszubauen. Wir sehen weiterhin gute Perspektiven und Chancen für Bertrandt im Gesamtmarkt für Entwicklungsleistungen. Diese wollen wir gemeinsam mit unserer engagierten und motivierten Mannschaft nutzen.

Der Fokus unserer gesamten Aktivitäten liegt dabei auf einem nachhaltigen Ergebnis- und Kundenwachstum. Um die kommenden Aufgaben und Herausforderungen bewältigen zu können, werden wir uns gezielt an den Anforderungen unserer Kunden ausrichten und das Unternehmen so für eine erfolgreiche Zukunft richtig aufstellen. Unter dem Aspekt einer steigenden Komplexität und Verantwortung bei der Projektbearbeitung werden wir die fachliche und persönliche Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter fortsetzen.

Für das in uns gesetzte Vertrauen im abgelaufenen Geschäftsjahr möchte ich mich bei unseren Kunden und Geschäftspartnern auch im Namen meiner Vorstandskollegen sehr herzlich bedanken.

Mein Dank gilt ebenso Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für die zum Teil langjährige Treue und Loyalität zu unserem Unternehmen. Aufgrund der erreichten Ergebnisse werden Vorstand und Aufsichtsrat der am 19. Februar 2003 in Sindelfingen stattfindenden Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorschlagen.

Ihr Dietmar Bichler

Ulrich Subklew Markt und Kunde

Jürgen Michels Markt und Kunde

Ralph Jacoby Finanzen und Personal

Peter Dorling Markt und Kunde

Dietmar Bichler Vorsitzender des Vorstands Die Unternehmensstruktur der Bertrandt AG

Bertrandt in Deutschland

100 % Bertrandt Fahrzeugtechnik GmbH
Ehningen
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
Gaimersheim
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
Heilbronn
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
Köln
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
München
Betriebsstätte
Garching
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
Ginsheim-Gustavsburg
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
Sindelfingen
Betriebsstätte
Hamburg
Betriebsstätte
Ehningen
100 % Bertrandt Ingenieurbüro GmbH
Tappenbeck
Betriebsstätte
Stadthagen
80 % ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG
Bretzfeld
100 % Bertrandt Beteiligungen GmbH,
Ehningen
Betriebsstätte
Hamburg
Betriebsstätte
Ehningen
Betriebsstätte
Stadthagen
ZR Geschäftsführungs GmbH

Bertrandt im Ausland

80 % Novel Bertrandt S.A.
Barcelona
100 % Bertrandt UK Ltd.
Leamington Spa
Betriebsstätte
Dunton
100 % Bertrandt France S.A.
Bièvres
Bertrandt S.A.
Bièvres
65 %
35 %
Bertrandt S.A.
Sochaux/Etupes
100 % Bertrandt Sweden A.B.
Göteborg
Betriebsstätte
Trollhättan
100 % Bertrandt US Inc.
Detroit

Als Entwicklungsdienstleister rund um das Thema Mobilität geht es Bertrandt nicht darum, einfach Leistungen anzubieten, sondern diese durchdachter, zielgenauer und wirkungsvoller für seine Kunden zu gestalten. Dass dieser Anspruch erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt die Entwicklung des Unternehmens

seit nunmehr 28 Jahren.

Zentraler Faktor im Unternehmen waren schon immer die Mitarbeiter. Ihre Ideen und Kreativität, ihr Engagement und der ständige Dialog mit dem Kunden bilden auch in Zukunft die Basis für nachhaltiges Wachstum.

Die Mitarbeiter sind es, die das Unternehmen beeinflussen und prägen. Zehn Porträts stellen Ihnen Menschen vor, die in ihrem Leben etwas bewegen wollen und sich deshalb für Bertrandt entschieden haben. Zehn Ansichten, zehn Einsichten, zehn individuelle Charaktere.

Ansichten und Einsichten eines Unternehmens

Kombis, Cabrios, Pick-ups, Sportcoupés, Geländewagen – Nischenfahrzeuge sind im Straßenbild schon fast zum Standard geworden. Und weil Bertrandt diese Marktentwicklung frühzeitig auch für sich als Chance erkannt hat, sind wir heute für die Zukunft gut aufgestellt." "

Michael Neisen, Geschäftsführer

Um neue Absatzpotenziale zu erschließen, erhöhen die Automobilhersteller zunehmend die Anzahl der Modelle und Varianten. Zudem werden die Modellzyklen immer kürzer. Das alles führt dazu, dass sich der Trend zum Outsourcing weiter fortsetzt.

Dirk Zimmer, Abteilungsleiter Interieur

Das Bereitstellen kompletter Module statt einzelner Komponenten hat die Zulieferer und Systemlieferanten zu wichtigen und dauerhaften Partnern der Automobilhersteller gemacht." "

Rund ein Drittel seines Umsatzes macht Bertrandt mit Systemlieferanten, mit steigender Tendenz. Dabei setzt Bertrandt auf dauerhafte Partnerschaften in einem internationalen Netzwerk.

Um auch in der Prozesssteuerung dauerhafte Qualität zu gewährleisten, erweitert Bertrandt seine Systeme auf einer einheitlichen Benutzerplattform. Die prozessgesteuerte Koordination erhöht die Transparenz über laufende Projekte, sichert Projekt-Know-how und verbessert die Steuerung der Ressourcen.

"Die steigende Komplexität verlangt mehr denn je die Fähigkeit, Entwicklung als Gesamtprozess zu verstehen. Deshalb müssen Strukturen und Abläufe darauf ausgerichtet werden. Es gilt, technische und betriebswirtschaftliche Lösungen möglichst optimal zu kombinieren, um damit den Kundennutzen weiter zu erhöhen."

Bernhard Zechmann, Leiter CAx-Technologie

Peter Dorling, Vorstand Markt und Kunde

Wir wissen, was wir können und was unsere Kunden von uns fordern. Das bedeutet auch, in der Lage zu sein, alle Prozessschritte entlang der Wertschöpfungskette zu koordinieren. Das verstehen wir unter umfassender Dienstleistung." "

Weil sich die Anforderungen der Auftraggeber ständig verändern, wird auch der Begriff "Dienstleistung" bei Bertrandt immer wieder neu interpretiert. Dabei wird das pure "Bereitstellen von Leistungen" oft angereichert und überlagert von Impulsen und Anstößen, Ideen und Erkenntnissen. Dieses Mitdenken und Vorausdenken hat zur Folge, dass Bertrandt nicht nur als Dienstleister, sondern immer öfter auch als Projektpartner gefordert wird.

Bei Bertrandt zu arbeiten heißt für mich: gemeinsam etwas bewegen, gemeinsam Ziele erreichen und offen sein für Neues. Bertrandt hat sich kontinuierlich weiterentwickelt – auch die Mitarbeiter, die sich in einem dynamischen Umfeld mit verstärkter Eigenverantwortung immer neuen Herausforderungen stellen. Darum habe ich Spaß an der Arbeit bei Bertrandt – und das seit über 25 Jahren." "

Karin Lentes, Ressortleiterin Personal

Bertrandt ergänzt seine langjährige Erfahrung im Erprobungs- und Prototypenumfeld durch den Einsatz von Simulation und technischer Berechnung.

Fahrzeugsicherheit ist und bleibt ein zentraler Aspekt der Entwicklungsaktivitäten. Und dies nicht nur für Insassen, sondern auch für das Umfeld, wenn es z.B. um den Schutz von Fußgängern geht. Hier sehen wir das Potenzial, neue Konzepte mit voranzutreiben." "

Dr. Bert Welzel, Leiter Berechnung und Fahrzeugsicherheit

Der Erfolg eines Unternehmens wie Bertrandt hängt ganz wesentlich von der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter ab. Deshalb hat Bertrandt allein im letzten Geschäftsjahr circa 4 Millionen Euro in Aus- und Weiterbildung investiert.

Was mir an meiner Ausbildung so gefallen hat, war das Durchlaufen vieler Bereiche. Überall gab es jemanden, dem ich über die Schulter schauen konnte und der mir die Zusammenhänge erklärt hat. Wenn ich nach meiner Lehrzeit in der Fahrzeugtechnik arbeiten werde – hoffentlich klappt's! –, weiß ich trotzdem, was in den anderen Bereichen passiert und was meine Arbeit zum großen Ganzen beiträgt." "

Martin Drees, Auszubildender

Für mich ist klar: Wer näher am Kunden ist, hat die besseren Möglichkeiten. Genau aus diesem Grund hat sich Bertrandt für eine dezentrale Struktur entschieden. Nur wer schnell und flexibel auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen kann, ist am Markt dauerhaft erfolgreich." "

Achim Wiedemer, Niederlassungsleiter

Mit 20 Niederlassungen in sechs Ländern ist Bertrandt überall dort vertreten, wo Entwicklungszentren der internationalen Automobilhersteller sind. Daraus lassen sich sehr früh neue Trends erkennen und in Prozesse integrieren.

Staus und Verkehrsinfarkte zeigen die Grenzen automobiler Mobilität auf. Verbundsysteme treten immer mehr in den Blickpunkt von Zukunftsplanern. Bertrandt denkt heute schon an morgen: mit Offenheit für neue Geschäftsfelder, mit Weitblick und mit Verantwortungsbewusstsein.

Zugegeben: Die meisten bei Bertrandt denken nur an Autos. Dabei arbeiten einige von uns schon lange an Motorrädern und seit neuestem auch an Flugzeugbauteilen. Uns fasziniert einfach alles, was mit Mobilität zu tun hat. Wir sind gespannt, was die Zukunft noch alles bringen wird." "

Matthias Weidner, Abteilungsleiter Interieur

Bertrandt hat in den vergangenen Jahren konsequent in den Auf- und Ausbau seiner Gesamtkompetenz investiert. Das Ergebnis: hochwertiges Engineering und Know-how im Projektmanagement für die komplette Prozesskette – von der Konzeption eines Fahrzeugs bis zur Betreuung des Serienanlaufs und der Serie.

Emil Haug, Geschäftsführer Der Wachstumskurs von Bertrandt fand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Fortsetzung. Durch die in den letzten Jahren erfolgte, konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse seiner Kunden konnte Bertrandt seine Marktposition weiter festigen und schließt ein – an den Rahmenbedingungen gemessen – erfolgreiches Geschäftsjahr 2001/2002 ab. Diese Rahmenbedingungen waren geprägt von gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten, einer weiterhin schleppenden Automobilkonjunktur sowie Veränderungen bei den Automobilherstellern in Ausrichtung und Struktur.

Die Resonanz der Kunden auf die hohe lokale Präsenz mit einer kundennahen Niederlassungsstruktur sowie die in den letzten Jahren erweiterte Dienstleistungspalette war positiv. Insbesondere das im Bertrandt-Technikum in Ehningen dargestellte ganzheitliche Leistungsangebot wird vom Markt gut aufgenommen. Durch die Modularisierung von Entwicklungsumfängen hat der Umsatzanteil mit Systemlieferanten mit mittlerweile über einem Drittel spürbar an Bedeutung gewonnen.

Konzern-Lagebericht der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr 2001/2002

Geschäftsverlauf und -umfeld

Gesteigerter Umsatz

Das abgelaufene Geschäftsjahr weist einen Umsatzanstieg um 7% von 217,8 Mio. Euro auf 233,0 Mio. Euro aus. Gleichzeitig konnte das Betriebsergebnis um 4% von 8,3 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro gesteigert werden. Ca. 20% des Bertrandt-Konzernumsatzes werden im Ausland generiert. Hintergrund des starken Inlandsanteils ist die Konzentration der Entwicklungsaktivität

am Standort Deutschland. Nach Geschäftsfeldern gliedert sich der Umsatz mit 68% nach Digital Engineering, mit 22% auf Physical Engineering und 10%

auf Elektrik/Elektronik.

Investitionen

Nach Jahren reger Investitionstätigkeit mit dem Ziel der Erweiterung der Leistungspalette sowie dem Aufbau technologisch führender Tätigkeitsfelder wurde die Möglichkeit genutzt, den Schwerpunkt auf notwendige Ersatz- und wichtige Zukunftsinvestitionen zu legen, ohne auf substanzerhaltende und zukunftsgerichtete Maßnahmen zu verzichten. Folglich hat sich das Investitionsvolumen um 51% von 19,9 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro verringert.

Umstellung der Rechnungslegung auf IAS Der Konzernabschluss der Bertrandt AG ist für das Geschäftsjahr 2001/2002 inklusive der angegebenen Vorjahreszahlen erstmals nach den International Accounting Standards (IAS) beziehungsweise International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt worden. Dies hatte neben Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen auch eine Änderung der bisherigen Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zur Folge. Detaillierte Erläuterungen der Bilanzierungsund Bewertungsänderungen finden sich im Anhang des vorliegenden Bertrandt-Konzernabschlusses.

Die Mitarbeiter bei Bertrandt haben auch im Geschäftsjahr 2001/2002 wieder ihre hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit bewiesen. Die Mitarbeiter bleiben somit der Erfolgsfaktor für eine langfristige und erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Human Resources

Investor Relations

Bertrandt sieht in einem regelmäßigen Dialog mit Aktionären, Analysten und Bankenvertretern einen strategisch wichtigen Austausch mit dem Kapitalmarkt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres veranstaltete Bertrandt Roadshows in Deutschland, England, Schottland, Österreich, Frankreich und Italien, um potenzielle Investoren für die Bertrandt-Aktie zu interessieren. In zahlreichen Einzelgesprächen konnten neue Kontakte geknüpft und bestehende gepflegt werden.

Zur Information institutioneller und privater Anleger veröffentlicht Bertrandt zu den jeweiligen Stichtagen strukturierte Quartalsberichte in deutscher und englischer Sprache.

Trotz rückläufiger Entwicklungen an den internationalen Aktienmärkten hat sich der Kurs der Bertrandt-Aktie während des abgelaufenen Geschäftsjahres um 48% von 10,70 EUR (01.10.2001) auf 15,80 EUR (30.09.2002) erhöht.

Vor sechs Jahren wurde die Bertrandt-Aktie zu einem Kurs von 6,65 EUR emittiert. Unter Hinzurechnung der zwischenzeitlich ausgeschütteten Dividenden ergab sich per 30.09.2002 eine jährliche Wertsteigerung von durchschnittlich 16%.

Kapitalmehrheit

Als wichtiger Vorgang während des abgelaufenen Geschäftsjahres ist zu erwähnen, dass die Mitglieder des Vorstands rechtlich selbstständig Aktien der Bertrandt AG erworben und damit eine rechnerische Kapitalmehrheit, unter Einschluss des Aktienbestands der Mitglieder des Aufsichtsrats und der Belegschaft, erreicht haben.

Nachhaltigkeit in der Personalarbeit

Zum 30. September 2002 beschäftigte Bertrandt 3.101 (Vorjahr 3.000) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren in Deutschland 2.571 (Vorjahr 2.424) und 530 (Vorjahr 576) im Ausland tätig. Der durchschnittliche Mitarbeiterzuwachs

hat somit 3,4% betragen. rinnen und Mitarbeiter.

Der Schwerpunkt der Personalarbeit bei Bertrandt lag speziell in der Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter, der Entwicklung neuer Personalinstrumente und der Optimierung bestehender Tools. Die Personalstrategie unterstützt die kontinuierliche, persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeite-

Mit dem "Innovativen Führen" hat Bertrandt seit Jahren ein spezielles Programm für Führungskräfte, das auf eine positive und kompetente Führungskultur ausgerichtet ist. So können Nachwuchskräfte im Sinne der strategisch-inhaltlichen Zielsetzungen auf zukünftige Managementaufgaben vorbereitet werden. Mit einem speziellen Qualifizierungsprogramm "Projektmanagement" werden die Mitarbeiter für alle Anforderungen des Projektgeschäfts ausgebildet und erhalten damit auch das für die Praxis wesentliche Fachwissen.

Nachwuchssicherung durch Ausbildung

Zum Ende des Berichtzeitraums stehen 80 junge Menschen in der Berufsausbildung bei Bertrandt. Mit einer Ausbildungsquote von 2,6% bietet Bertrandt rund 20 technische und kaufmännische Ausbildungsberufe bzw. Studiengänge an

der Berufsakademie (BA) an.

Die Optimierung der Ausbildung ist ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Deckung des qualitativen und quantitativen Personalbedarfs mit qualifizierten Talenten aus den eigenen Reihen.

Bertrandt als Arbeitgeber

Bertrandt gilt beim Ingenieurnachwuchs als attraktiver Arbeitgeber. In der diesjährigen Rangliste zur Beliebtheit deutscher Unternehmen als Arbeitgeber für Universitäts- und Fachhochschulabsolventen gehörte Bertrandt neben namhaften Konzernen zu den fünf signifikanten Aufsteigern des vergangenen Jahres. Zur Ansprache von jungen Entwicklungsingenieuren und Technikern sowie künftigem Führungspersonal betreibt Bertrandt mit Erfolg ein gezieltes Marketing an Techniker- und Hochschulen. Durch interessante Angebote für Praktikanten und Diplomanden werden Nachwuchskräfte frühzeitig und praxisnah auf künftige berufliche Herausforderungen vorbereitet.

Erfolgreiche Stellenbesetzung

Die Arbeitsmarktlage bei berufserfahrenen Ingenieuren und Technikern erforderte neue Ansätze in der Personalbeschaffung. Bertrandt hat deshalb seit Jahren das Thema "E-Recruiting" intensiviert und arbeitet heute mit namhaften Internet-Jobbörsen zusammen, um regelmäßig die aktuellen Stellenangebote im Internet zu

platzieren.

Karrieretage für Spezialisten mit Berufserfahrung sind ein neuer Trend, an dem sich Bertrandt regelmäßig beteiligt, um erfahrene Profis für eine Tätigkeit bei Bertrandt zu begeistern. Durch diese Maßnahmen konnten vakante Stellen im Unternehmen erfolgreich besetzt werden.

Engagierte und motivierte Mitarbeiter

Die Personalstrategie ist weiterhin auf Qualifizierung und Motivation der Mitarbeiter ausgerichtet. Neben einem Belegschaftsaktienprogramm wird speziell für die Themen Altersvorsorge der Mitarbeiter und Flexibilisierung der Arbeitszeit an neuen modernen Modellen gearbeitet.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2001/2002 hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 1.608 TEUR verringert. Dieser Sachverhalt ist im Wesentlichen auf ein dem Marktumfeld angepasstes Investitionsverhalten sowie eine konsequente Rückführung von Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Mittelbindung im Umlaufvermögen entwickelte sich analog dem Umsatzwachstum.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 1.686 TEUR, die Eigenkapitalquote beträgt damit 35% nach 33% im Vorjahr. Gleichzeitig konnte das Fremdkapital um 3.294 TEUR aus dem Cash-flow verringert werden.

Insgesamt zeigt das Vermögen, das Kapital und das Fremdkapital des Bertrandt-Konzerns eine fristenkongruente Finanzierungsstruktur.

Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung zeigt Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel nach Arten der Geschäftstätigkeit:

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 14% erhöht. Er beträgt bezogen auf den Umsatz 6,5% nach 6,1% im Vorjahr. Nach den hohen Investitionen in den Vorjahren und den daraus resultierenden negativen Free Cash-flows ergab sich im Berichtsjahr ein positiver Free Cash-flow von 5.824 TEUR, der zur Tilgung von Verbindlichkeiten genutzt wurde. Dies zeigt sich auch im Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit. Laufende Investitionen konnten vollständig aus dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden.

2001/2002 2000/2001
In TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.703 4.146
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 15.162 13.280
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -9.338 -19.247
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit -3.975 6.524
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.849 557
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.552 4.703
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Anlagevermögen 53.620 59.341
Vorräte 9.146 12.801
Forderungen 71.665 64.780
Liquide Mittel 6.552 4.703
Sonstige Aktiva 5.472 6.438
Aktiva 146.455 148.063
Eigenkapital 50.859 49.173
Fremdkapital 95.596 98.890
Passiva 146.455 148.063

Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsatzerlöse des Bertrandt-Konzerns um 7% entsprechend 15.249 TEUR gesteigert werden. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz ist mit 48,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Das Betriebsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um 280 TEUR leicht verbessert werden, was einer Betriebsergebnis-Rendite von 3,7% entspricht. Ergebnisbelastend wirkten sich insbesondere die defizitären Tochtergesellschaften ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG sowie die Bertrandt Novel S.A. in Spanien auf das Konzernergebnis aus. Erfreulich hingegen ist die positive Entwicklung der Tochtergesellschaften in England und in Frankreich, die ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften konnten. Die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten spiegelt sich auch in einem stark verbesserten Finanzergebnis wider, das um 589 TEUR verbessert werden konnte.

Entwicklung der Geschäftsfelder

Das Segment "Physical Engineering" ist durch hohe Abschreibungen auf Investitionen und Anlaufkosten für das Technikum in den Vorjahren gekennzeichnet. Des Weiteren ist dieses Geschäftsfeld durch die negative Entwicklung der ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG belastet. Zur Demonstration der ganzheitlichen Fahrzeugkompetenz ist der Bau von Blechprototypen für die strategische Marktpositionierung der Bertrandt-Gruppe von Bedeutung.

Im zukunftsträchtigen Geschäftsfeld "Elektrik/Elektronik" wurden gezielt Mitarbeiter rekrutiert oder durch Fortbildungsmaßnahmen qualifiziert. Dies spiegelt sich in einer positiven Geschäftsentwicklung wider. Im ursprünglichen Geschäftsfeld "Digital Engineering" liegt nach wie vor die Kernkompetenz von Bertrandt. In diesem Geschäftsfeld wird der größte Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Bertrandt-

Konzerns generiert.

Ausland

Die Marktbedingungen in Spanien haben sich für die dortige Tochtergesellschaft Bertrandt Novel S.A. während der Berichtsperiode als nachhaltig schwierig er-

wiesen und spiegeln sich entsprechend im erzielten Ergebnis wider. Vor dem Hintergrund der internationalen Vernetzung unserer Kunden wurde in Göteborg eine zweite schwedische Niederlassung eröffnet. Trotz der Anlaufkosten dieses neuen Standortes konnte hier ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt

werden.

In Frankreich wurden im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen per 01.10.2001 die drei Büros im Großraum Paris am Standort Bièvres zusammengelegt. Diese sowie weitere eingeleitete und umgesetzte Maßnahmen führten dazu, dass der avisierte Turnaround in Frankreich geschafft werden konnte, der

Die Tochtergesellschaft in England hat sich sechs Jahre nach Gründung am Markt

sich in einem positiven Betriebsergebnis niederschlägt. etabliert und steuert einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis bei. Ressourcen vor Ort aufzubauen.

In den USA wurde das vergangene Jahr zur Geschäftsanbahnung sowie zur Definition eines Vertriebskonzepts genutzt. Ziel der Tochtergesellschaft ist es, im Geschäftsjahr 2002/2003 erste Projekte zu akquirieren und entsprechende

In TEUR

2001/2002 2000/2001
In TEUR
Umsatzerlöse 233.002 217.753
Betriebsergebnis 8.615 8.335
Finanzergebnis -2.819 -3.408
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.796 4.927
Konzern-Jahresüberschuss 2.080 936

Risikomanagement bei Bertrandt

Das Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns erfasst und dokumentiert alle wesentlichen ergebnis- und bestandsgefährdenden Risiken. Es sind alle inund ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns integriert. Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoerhebung werden alle bedeutenden Risiken, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen könnten, identifiziert und bewertet. Parallel dazu werden mit hoher Priorität entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung und Bewältigung der Risiken erarbeitet und zeitnah umgesetzt.

Die bei in- und ausländischen Gesellschaften bestehenden ähnlichen bzw. gleichen Risiken werden zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht.

Folgende Hauptrisiken wurden identifiziert:

Kurzfristige zeitliche Verschiebungen von Entwicklungsaufträgen

Durch kurzfristige zeitliche Verschiebungen von Entwicklungsaufträgen kann es in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen kommen, die unter Umständen nicht kompensierbar sind. Nicht kompensierbare Unterauslastungen würden Leerkosten und negative Einflüsse auf die Ertragslage des Bertrandt-Konzerns verursachen.

Veränderung der Modellpolitik bzw. der Outsourcing-Strategie der Automobilindustrie

Durch die zunehmende Modellvielfalt und die Verkürzung der Modellzyklen hat die Automobilindustrie das Outsourcing von Entwicklungs- und Engineering-Dienstleistungen forciert. Von dieser Entwicklung profitiert Bertrandt maßgeblich. Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich diese Tendenz wesentlich verändern wird. Die Automobilindustrie könnte jedoch ihre Vergabestrategie ändern und Entwicklungsleistungen wieder vermehrt selbst erbringen. Sollten dies mehrere Hersteller anstreben, würde dies für Bertrandt eine Reduzierung des potenziellen und aktuellen Marktes mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Geschäfts- sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bedeuten.

Qualifizierung des Personals

Bei der Bearbeitung von Kundenprojekten ist in zunehmendem Maße aktuelles technisches Know-how sowie Prozess- und Projektmanagement im Umgang mit Großprojekten gefordert. Sollte dieses Know-how nicht ausreichend vorhanden sein, könnten sich daraus negative Auswirkungen auf die wirtschaftlich erfolgreiche Abwicklung von Projekten ergeben. Aus diesem Grund hat Bertrandt bereits seit vielen Jahren umfangreiche, im Kapitel "Human Resources" beschriebene Maßnahmen im Bereich der Personalentwicklung ergriffen, um die Mitarbeiter ständig weiter gemäß den Marktanforderungen zu qualifizieren.

Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde in den Geschäftsjahren 1999/2000 und 2000/2001 in Anlehnung an § 317 Abs. 4 HGB freiwillig geprüft. Im Berichtsjahr wurde auf die in diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse aufgebaut, zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen des Systems aufgenommen sowie die Regelmäßigkeit der Berichterstattung untersucht. Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns wesentlich beeinträchtigen oder in anderer Weise existenzgefährdend sein könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Ausblick

Anhand der Aussagen unabhängiger Marktforschungsgremien sowie der Autohersteller selbst lassen sich für die Zukunft folgende Trends prognostizieren, die für Bertrandt weitere Potenziale beinhalten.

Entwicklung des Automobilmarktes

Der Automobilmarkt ist weiterhin gekennzeichnet durch eine verstärkte Individualisierung der Nachfrage seitens der Verbraucher. Steigende Sicherheits-, Kommunikations- und Komfortbedürfnisse sind neben verschärften Umweltauflagen Herausforderungen, denen sich die Hersteller in den kommenden Jahren stellen müssen. Insbesondere die Bereiche Elektronik und innovative Werkstoffe werden daher das Automobil der Zukunft nachhaltig bestimmen. Bedingt durch einen starken Wettbewerb auf dem Automobilmarkt wird eine erhöhte Modellvielfalt an Fahrzeugen in immer kürzeren Entwicklungszeiten auf den Markt gebracht werden.

Der individuellen Segmentierung des Automobilangebots mit gesteigerten Anforderungen hinsichtlich Qualität, Leistung und Preis versuchen die Hersteller durch eine verstärkte Modularisierung der Automobile zu begegnen. Dabei soll bei einer erhöhten Standardisierung von Baugruppen eine größtmögliche Produktdifferenzierung realisiert werden.

In diesem strukturell veränderten Markt übernehmen auch die Automobilzulieferer und insbesondere die Entwicklungspartner neue Verantwortungen. Aus Sicht von Bertrandt könnte sich die Zusammenarbeit zwischen Herstellern und deren Lieferanten hierdurch noch enger verzahnen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Hersteller vermehrt auf ihre Kernaktivitäten konzentrieren werden und Zulieferer vermehrt eigenverantwortlich Randfunktionen übernehmen.

Chancen für Bertrandt

Diese Aussichten bieten für Bertrandt aufgrund einer klaren Positionierung als Partner für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung einerseits und durch langjährig weiterentwickeltes Know-how in der Entwicklung von Fahrzeugkomponenten und -modulen andererseits gute Perspektiven.

Durch die internationale Struktur mit Standorten in Kundennähe kann Bertrandt von einem Markt internationalisierter Wertschöpfungsketten partizipieren, da es für Bertrandt möglich ist, Leistungen länderübergreifend anzubieten und Projekte in einem internationalen Netzwerk zu bearbeiten.

Allerdings ist derzeit noch nicht abzuschätzen, inwieweit sich die Auswirkungen der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit und die erfolgten bzw. angekündigten Änderungen in den Managementstrukturen einzelner Hersteller kurzfristig auf deren Modellpolitik auswirken werden.

Den Aussagen zur künftigen wirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere der Automobilindustrie liegen Annahmen zugrunde, die aus heutiger Sicht realistisch erscheinen. Die Einschätzungen sind mit wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten behaftet, deren mögliche Auswirkungen auf die tatsächliche Entwicklung sich nicht endgültig vorhersehen lassen.

Zur Festigung der Wettbewerbssituation ist es für Bertrandt unerlässlich, die Palette der angebotenen Leistungen weiterhin konsequent den steigenden Kun-

denanforderungen anzupassen.

Ziel des Bertrandt-Konzerns bleibt es, anhand einer konsequenten strategischen Ausrichtung Kundenbedürfnisse zu bedienen, vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen und mittelfristig über eine verbesserte Kapazitätsauslastung Gesamtleistung und Ergebnis weiter zu steigern.

Der Vorstand Ehningen im Dezember 2002

Dietmar Bichler Vorsitzender

Peter Dorling

Ralph Jacoby

Jürgen Michels

Ulrich Subklew

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der Bertrandt AG, Ehningen, Geschäftsjahr vom 01.10.2001 bis 30.09.2002

2001/2002 2000/2001
In TEUR Anhang
Umsatzerlöse [6] 233.002 217.753
Bestandsveränderungen an fertigen und
unfertigen Leistungen [7] -3.149 1.629
Andere Aktivierte Eigenleistungen [8] 122 44
Gesamtleistung 229.975 219.426
Sonstige betriebliche Erträge [9] 4.025 3.472
Materialaufwand [10] -36.280 -25.134
Personalaufwand [11] -137.267 -132.517
Abschreibungen [12] -14.726 -18.297
Sonstige betriebliche Aufwendungen [13] -37.112 -38.615
Betriebsergebnis 8.615 8.335
Finanzergebnis [14] -2.819 -3.408
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.796 4.927
Sonstige Steuern [15] -607 -752
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.189 4.175
Steuern vom Einkommen und Ertrag [16] -3.109 -3.239
Konzern-Jahresüberschuss 2.080 936
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter [17] 560 372
Gewinnvortrag 1.243 684
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -187 743
Konzern-Bilanzgewinn 3.696 2.734
Ergebnis je Aktie - unverwässert [18] 0,26 0,13
Ergebnis je Aktie - verwässert [18] 0,26 0,13

Konzern-Abschluss der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr 2001/2002

Konzern-Bilanz der Bertrandt AG, Ehningen, Geschäftsjahr vom 01.10.2001 bis 30.09.2002

In TEUR

Aktiva

Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen

Umlaufvermögen

Vorräte Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Latente Steuern

30.09.2002 30.09.2001
Anhang
[19] 53.620 59.341
[20] 13.100 14.208
[21] 39.556 44.183
[22] 964 950
90.896 86.187
[23] 9.146 12.801
[24] 71.665 64.780
[25] 6.552 4.703
[26] 3.533 3.903
[27] 1.939 2.535
146.455 148.063
50.859 49.173
[28] 10.056 9.989
[29] 26.131 25.754
[30] 10.976 10.696
3.696 2.734
[31] 563 1.123
17.127 17.933
[32] 1.013 926
[33] 2.729 2.112
[34] 13.385 14.895
75.835 78.050
[35] 53.298 56.378
[36] 7.626 7.227
[37] 10.266 8.984
[26] 4.645 5.461
[38] 2.071 1.784
146.455 148.063

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktiva gesamt

Passiva

Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzern-Bilanzgewinn

Anteile anderer Gesellschafter

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Finanzschulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Latente Steuern

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Passiva gesamt

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Eigene
Anteile
Konzern
Bilanzgewinn
Gesamt
Zahlen in TEUR
Stand 01.10.2001 9.989 25.754 11.810 -1.114 2.734 49.173
Kapitalerhöhungen 67 377 0 0 0 444
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 -1.490 -1.490
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0 2.080 2.080
Sonstige neutrale Veränderungen 0 0 139 151 372 662
Währungsdifferenz 0 0 -10 0 0 -10
Stand 30.09.2002 10.056 26.131 11.939 -963 3.696 50.859
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Eigene
Anteile
Konzern
Bilanzgewinn
Gesamt
Zahlen in TEUR
Stand 01.10.2000 9.989 25.754 12.442 -844 684 48.025
Konzern-Jahresüberschuss 936 936
Sonstige neutrale Veränderungen -585 -270 1.114 259
Währungsdifferenz -47 -47
Stand 30.09.2001 9.989 25.754 11.810 -1.114 2.734 49.173

Zahlen in TEUR

2001/2002 2000/2001
2.080 936
14.738 18.297
-805 5.203
-47
-136
-1.423
-42
-2.635 -8.305
1.967 -1.386
15.162 13.280
401 1.787
-7.030 -16.571
-2.549 -3.328
-160 -23
-1.112
-9.338 -19.247
594 273
-1.490 -540
4.700 14.735
-7.779 -7.944
-3.975 6.524
1.849 557
4.703 4.146
6.552 4.703
  • Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 1.
  • Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.
  • Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3.
  • Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 4.
  • Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5.
  • Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.
  • Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.

Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-7.) 8.

  • Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9.
  • Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 10.
  • Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 11.
  • Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 12.
  • Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 13.

Cash-flow aus der Investitionstätigkeit (9.-13.) 14.

  • Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 15.
  • Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter 16.
  • Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 17.
  • Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 18.

Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit (15.-18.) 19.

  • Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (8.+14.+19.) 20.
  • Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.
  • Finanzmittelfonds am Ende der Periode (20.+21.) 22.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangsangabe [39] erläutert.

Die Segmentberichterstattung ist unter der Anhangsangabe [40] erläutert.

Digital Engineering Physical Engineering Elektrik/Elektronik Summe
der Geschäftsfelder
2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001
Zahlen in TEUR
Umsatzerlöse 162.300 160.322 53.390 48.551 21.825 12.686 237.515 221.559
Transfers zwischen den Segmenten 3.069 420 993 3.135 451 251 4.513 3.806
Konzernumsatzerlöse 159.231 159.902 52.397 45.416 21.374 12.435 233.002 217.753
Betriebsergebnis 7.034 12.332 -1.052 -4.996 2.632 999 8.615 8.335
Betriebsergebnis-Rendite in % 4,4% 7,7% -2,0% -11,0% 12,3% 8,0% 3,7% 3,8%
Umlaufvermögen und 52.994 55.067 19.189 16.640 5.856 6.236 78.039 77.943
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Anlagevermögen 26.584 28.326 21.272 24.854 4.800 5.211 52.656 58.391
Segmentvermögen 79.577 83.393 40.462 41.494 10.656 11.447 130.695 136.334
Verbindlichkeiten 11.010 11.339 5.317 3.382 1.565 1.490 17.892 16.211
Sonstige Rückstellungen 9.475 9.682 2.709 2.979 1.201 2.234 13.385 14.895
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1.460 1.159 318 357 293 268 2.071 1.784
Segmentschulden 21.945 22.180 8.344 6.718 3.059 3.992 33.348 32.890
Investitionen 6.720 12.351 2.133 5.863 726 1.708 9.579 19.922
Abschreibungen 8.115 10.267 5.570 6.741 1.041 1.289 14.726 18.297
Sonstige wesentliche zahlungs 29 254 90 43 -4 32 115 329
unwirksame Aufwendungen
Inland Ausland Summe
der Regionen
2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001
Zahlen in TEUR
Umsatzerlöse 196.397 181.697 41.119 38.226 237.516 219.923
Transfers zwischen den Segmenten 1.884 1.151 2.630 1.019 4.514 2.170
Konzernumsatzerlöse 194.513 180.546 38.489 37.207 233.002 217.753
Betriebsergebnis 9.481 9.621 -866 -1.286 8.615 8.335
Betriebsergebnis-Rendite in % 4,9% 5,3% -2,2% -3,5% 3,7% 3,8%
Umlaufvermögen und 61.184 61.590 16.855 16.353 78.039 77.943
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Anlagevermögen 46.697 52.010 5.959 6.381 52.656 58.391
Segmentvermögen 107.881 113.600 22.814 22.734 130.695 136.334
Verbindlichkeiten 26.478 24.971 6.870 7.919 33.348 32.890
Investitionen 8.195 17.947 1.384 1.975 9.579 19.922
Abschreibungen 13.040 16.581 1.686 1.716 14.726 18.297

Konzern-Anhang der Bertrandt AG für das Geschäftsjahr 2001/2002

[1] Grundlagen und Methoden

Der vorliegende Konzernabschluss der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, (im Folgenden Bertrandt AG) zum 30. September 2002 wurde erstmals nach den vom International Accounting Standards Committee (IASC) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen – den International Accounting Standards (IAS) – und den Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) erstellt. Alle zum 30.09.2002 verbindlich anzuwendenden International Accounting Standards wurden berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Der Konzernabschluss wurde, unter rückwirkender Berücksichtigung der für die erstmalige Anwendung der IAS erforderlichen Anpassungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, so aufgestellt, als seien die IAS schon immer angewandt worden. Die sich zum 1. Oktober 2000 hieraus ergebenden Anpassungen erfolgen ergebnisneutral zugunsten oder zulasten der Gewinnrücklagen innerhalb des Eigenkapitals. Der Abschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns. Aufgrund des Übergangs auf IAS veränderte sich das Eigenkapital zum 01.10.2000 gegenüber dem nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Eigenkapital wie folgt:

Die Voraussetzungen des § 292a HGB für eine Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach handelsrechtlichen Regelungen sind erfüllt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, wurden sämtliche Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anlehnung an die Gliede-

rung gemäß § 266 HGB.

Der vorliegende Konzernabschluss nach IAS berücksichtigt folgende, von den bislang angewandten handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden abweichende Vorschriften:

anteilige Gewinnrealisierung gemäß dem Projektfortschritt von Kundenauf-

trägen nach der Percentage-of-completion-method (IAS 11),

Verrechnung eigener Anteile mit dem Eigenkapital,

Umrechnung von Valutaforderungen und -verbindlichkeiten zum Stichtagskurs und ergebniswirksame Behandlung der daraus resultierenden Wertände-

  • rungen,

Bilanzierung Latenter Steuern nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode, Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern deren Realisierbarkeit wahrscheinlich ist,

Verzicht auf die Bildung Sonstiger Rückstellungen, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50% liegt,

In TEUR

In TEUR
Eigenkapital nach HGB zum 30.09.2000 43.367
Anteile anderer Gesellschafter -2.544
Sachanlagevermögen 300
Leasing -399
Geschäfts- und Firmenwerte 3.008
Gewinnrealisierung aus Vorratsvermögen 4.819
Pensionsrückstellungen 368
Übrige Rückstellungen 1.267
Latente Steuern -1.828
Eigene Anteile -333
Eigenkapital nach IAS zum 01.10.2000 48.025

Anteile anderer Gesellschafter Sachanlagevermögen Leasing Geschäfts- und Firmenwerte Pensionsrückstellungen Übrige Rückstellungen Latente Steuern Eigene Anteile

  • Aktivierung von Vermögenswerten und entsprechende Passivierung der Restverbindlichkeiten bei Finanzierungsleasingverträgen nach den Zuordnungskriterien des IAS 17,
  • Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehaltsentwicklungen und der Korridorregel gemäß IAS 19,
  • Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung gemäß IAS 22 sowie deren Abschreibung über ihre jeweilige Nutzungsdauer,
  • Aktivierung von selbst geschaffenen, immateriellen Wirtschaftsgütern,
  • Anpassung der Abschreibungsdauern des Sachanlagevermögens an die tatsächliche Nutzungsdauer,
  • Anteile anderer Gesellschafter werden nicht im Eigenkapital, sondern als gesonderte Position auf der Passivseite ausgewiesen.

[2] Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche am Markt operierende Tochtergesellschaften im Kerngeschäft "Entwicklung für die Automobilindustrie". Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Heilbronn, Köln, München, Ginsheim-Gustavsburg, Sindelfingen, Tappenbeck sowie die Bertrandt Technikum GmbH in Ehningen; des Weiteren wurden die ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG sowie die ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH in den Konzernabschluss einbezogen. Daneben sind die ausländischen Gesellschaften Bertrandt France S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A. Sochaux, die Bertrandt UK Ltd. in Leamington Spa, die Novel Bertrandt S.A. in Spanien sowie die Bertrandt Sweden AB in den Konzernabschluss einbezogen. In der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" sind die nicht operativ tätigen, für den Konzernabschluss unwesentlichen Gesellschaften Bertrandt US Inc. in Detroit, USA, (Eigenkapital: -48 TEUR; Ergebnis -22 TEUR) sowie die Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen, (Eigenkapital 16 TEUR; Ergebnis: -1 TEUR) enthalten.

[3] Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß IAS 22 nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Der verbliebene Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Eigenkapital wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert und linear über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet. Steuerabgrenzungen gem. IAS 12 aufgrund temporärer Unterschiede aus der Konsolidierung waren nicht erforderlich.

[4] Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften außerhalb der europäischen Währungsunion erfolgte nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.

Im Konzernabschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Währungsdifferenzen hieraus sowie aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Firmenwerte der ausländischen Tochtergesellschaften werden zu historischen Anschaffungswerten fortgeführt.

Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

[5] Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der Bertrandt AG und deren in- und ausländischer Tochtergesellschaften wurden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse bzw. Sonstige betriebliche Erträge wurden mit Erbringung der Leistung bzw. dem Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-completion-method dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste wurden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen wurden bei Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt deren Verursachung ergebniswirksam. Rückstellungen für Gewährleistung wurden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet, Zinserträge und Aufwendungen periodengerecht erfasst und Erträge bzw. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene bzw. selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten war und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden konnten. Die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren. Firmenwerte aus der Konsolidierung werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, d.h. über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten wurden nicht angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.

Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 20 und 40 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen bis zu zehn Jahre angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend dem tatsächlichen Nutzungsverlauf entweder nach der degressiven oder linearen Methode.

Mittlerer Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.09.2002 30.09.2001 2001/2002 2000/2001
1 GBP 0,6296 0,6237 0,6249 0,6170
1 SEK 9,1486 9,7580 9,2546 9,0366
1 CHF 1,4609 1,4770 1,4689 1,5216
1 USD 0,9847 0,9165 0,9186 0,8964

Großbritannien Schweden Schweiz USA

Finanzierungsleasing

Auf Grundlage der IAS-Vorschriften wird auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner beurteilt, ob das wirtschaftliche Eigentum des Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist. War das wirtschaftliche Eigentum dem Bertrandt-Konzern zuzurechnen, erfolgte die Aktivierung zum Zeitpunkt des Zugangs zum Barwert der Leasingraten.

Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit; die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden unter der Bilanzposition "Finanzschulden"

passiviert.

Finanzanlagen

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Enthaltene, langfristige Ausleihungen wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie fertige und unfertige Leistungen. Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten, wobei gegebenenfalls niedrigere beizulegende Werte berücksichtigt wurden. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag aktiviert, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden konnte. Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Erzeugnisse und Leistungen wurden

saldiert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zum Nennwert bewertet. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung

getragen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im Bertrandt-Konzern ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt.

So wurden Zinsänderungsrisiken durch einen Zins-Währungs-Swap abgesichert. Im Fall der Verkaufsabsicht erfolgt die Bewertung entsprechend dem Marktwert; Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam erfasst.

Aktive und passive Latente Steuern

Aktive und passive Latente Steuern wurden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den Wertansätzen nach IAS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven Latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergaben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet war. Die Latenten Steuern wurden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet wurden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 gebildet. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden konnte.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu deren Nennwert bzw. Rückzahlungsbetrag. Der Ausweis von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen erfolgte in Höhe des Barwerts künftiger Leasingraten.

Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

[6] Umsatzerlöse

Umsätze wurden realisiert, wenn es wahrscheinlich war, dass der wirtschaftliche Nutzen aus einer Transaktion dem Konzern zufließt und der Umsatz betragsmäßig erfasst werden konnte. Der Ausweis erfolgt exklusive der Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.

Auf die im Ausland abgesetzten Leistungen entfielen 48.287 TEUR der Konzernumsatzerlöse (Vorjahr 45.035 TEUR). Die Gliederung der Umsätze gemäß der Leistungsentstehung nach Geschäftsfeldern und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

[7] Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Leistungen

Im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung wurden die Umsatzerlöse gemäß IAS 18 (Revenue) bzw. IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt vereinnahmt (Percentage-of-completion-method).

[8] Andere aktivierte Eigenleistungen

Bei dieser Position handelt es sich um selbst geschaffene, materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über ihre erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben wurden.

[9] Sonstige betriebliche Erträge

Die Aufgliederung der Sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2001/2002 ist wie folgt:

2001/2002 2000/2001
In TEUR
Bestandsveränderungen an fertigen Leistungen -676 566
Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen -2.473 1.063
Gesamt -3.149 1.629
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Leistungsbezogene Erträge 2.099 1.668
davon Sachbezüge Arbeitnehmer 1.635 1.214
davon Mieterträge Büro und CAD-Plätze 464 454
Neutrale Erträge 342 292
davon Erträge aus Anlagenabgang 169 42
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 26 106
davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 78 6
davon sonstige periodenfremde Erträge 69 138
Übrige Sonstige betriebliche Erträge 1.584 1.512
davon Schadensersatzleistungen 63 366
davon Erträge aus Währungskursdifferenzen 151 49
davon sonstige 1.370 1.097
Gesamt 4.025 3.472

[10] Materialaufwand Im Materialaufwand sind Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 5.892 TEUR (Vorjahr 3.929 TEUR) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 30.388 TEUR (Vorjahr 21.205 TEUR) enthalten.

Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der Abwicklung von Großprojekten, für die im Rahmen von Kooperationen Fremdleistungen bezogen wurden.

[11] Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 113.192 TEUR (Vorjahr 110.974 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 24.075 TEUR (Vorjahr 21.543 TEUR) enthalten:

Im Bertrandt-Konzern waren zum Stichtag 3.101 Mitarbeiter beschäftigt:

[12] Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögens-

positionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangs-

angaben zu entnehmen.

In TEUR

2001/2002 2000/2001
In TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.892 3.929
Aufwendungen für bezogene Leistungen 30.388 21.205
davon CAD-Kosten 9.221 7.139
davon Fremdleistungen 16.560 11.215
davon Fremdleistungen Modellbau 4.560 2.789
davon Eingangsfrachten 47 62
Gesamt 36.280 25.134
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Löhne und Gehälter 113.192 110.974
Aufwendungen für soziale Abgaben 24.075 21.543
davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 23.137 20.973
davon Aufwendungen Altersversorgung 938 570
Gesamt 137.267 132.517
30.09.2002 30.09.2001
281 271
2.506 2.400
80 80
100 122
134 127
3.101 3.000

Arbeiter Angestellte Azubis/BA-Studenten Praktikanten/Diplomanden Aushilfen Gesamt

2001/2002 2000/2001
Abschreibungen in TEUR auf
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.600 4.692
Sachanlagevermögen 11.126 13.605
Gesamt 14.726 18.297

Abschreibungen in TEUR auf Sachanlagevermögen Gesamt

[13] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Trotz eines Umsatzwachstums von 7% konnten die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduziert werden; sie gliedern sich wie folgt:

[14] Finanzergebnis

Das Finanzergebnis umfasst neben den Zinserträgen aus kurzfristigen Kontokorrentguthaben im Wesentlichen Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten, für Verbindlichkeiten aus aktivierten Leasingverträgen und für Gewerbesteuernachzahlungen.

Das Finanzergebnis von -2.819 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr

(-3.408 TEUR) deutlich verbessert. Die Verbesserung resultiert hauptsächlich aus rückläufigen Leasingverpflichtungen und einer geringeren kurzfristigen Kreditinanspruchnahme bzw. einem gesunkenen Zinsniveau.

Die im Finanzergebnis enthaltenen Zinsaufwendungen für ursprünglich langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 1.119 TEUR. Im Einzelnen setzt sich das Finanzergebnis von -2.819 TEUR folgendermaßen zusammen:

[15] Sonstige Steuern

Der Steueraufwand Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.

2001/2002 2000/2001
in TEUR
Sonstige Fertigungsaufwendungen 2.664 1.519
Geschäftsräume und Inventar 10.745 14.311
Sonstige Personalaufwendungen 7.368 7.028
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 3.442 4.693
Vertriebsaufwendungen 4.672 4.278
Neutrale Aufwendungen 1.107 341
Übrige Aufwendungen 7.114 6.445
Gesamt 37.112 38.615
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Zinserträge 89 74
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.896 -3.482
Abschreibungen auf Finanzanlagen -12 0
Zinsaufwendungen -2.908 -3.482
Finanzergebnis -2.819 -3.408
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Steueraufwand Inland 196 208
Steueraufwand Ausland 411 544
Sonstige Steuern 607 752

Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz

[19] Anlagevermögen

[20] Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den Zugängen der Immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Softwarelizenzen.

Konzessionen
und Lizenzen
Selbst erstellte
Software
Firmenwerte Immaterielle
Vermögens
gegenstände in
Entwicklung
Immaterielle
Vermögens
gegenstände
In TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2001 13.885 0 17.056 0 30.941
Währungsdifferenzen -7 0 0 0 -7
Zugänge 1.629 123 0 797 2.549
Abgänge 1.812 0 0 0 1.812
Umbuchungen -54 0 0 54 0
Stand 30.09.2002 13.641 123 17.056 851 31.671
Abschreibungen
Stand 01.10.2001 10.037 0 6.696 0 16.733
Währungsdifferenzen -4 0 0 0 -4
Zugänge 2.457 8 1.135 0 3.600
Abgänge 1.758 0 0 0 1.758
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 30.09.2002 10.732 8 7.831 0 18.571
Restbuchwert 30.09.2002 2.909 115 9.225 851 13.100
Restbuchwert 30.09.2001 3.848 0 10.360 0 14.208
Immaterielle
Vermögens
gegenstände
Sachanlage
vermögen
Finanzanlagen Summe Anlage
vermögen
In TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2001 30.941 77.817 990 109.748
Währungsdifferenzen -7 -7 0 -14
Zugänge 2.549 7.030 160 9.739
Abgänge 1.812 5.844 174 7.830
Stand 30.09.2002 31.671 78.996 976 111.643
Abschreibungen
Stand 01.10.2001 16.733 33.634 40 50.407
Währungsdifferenzen -4 -5 0 -5
Zugänge 3.600 11.126 12 11.138
Abgänge 1.758 5.315 40 5.355
Stand 30.09.2002 18.571 39.440 12 58.023
Restbuchwert 30.09.2002 13.100 39.556 964 53.620
Restbuchwert 30.09.2001 14.208 44.183 950 59.341

[16] Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und Ertrag wurden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbeertragsteuer, im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem wurden in dieser Position gemäß IAS 12 auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IAS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und ggf. realisierbare Verlustvorträge Latente Steuern erfasst. Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:

Der für das Geschäftsjahr 2001/2002 ausgewiesene Steueraufwand von 3.109 TEUR war um 1.132 TEUR höher als der zu erwartende Steueraufwand von 1.977 TEUR, der sich bei Anwendung eines Steuersatzes von 38,1% (Vorjahr:

51,4%) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.

Die Überleitung des erwarteten auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:

[17] Ergebnisanteil anderer Gesellschafter

Der auf andere Gesellschafter entfallende Jahresfehlbetrag beträgt 560 TEUR (Vorjahr: 372 TEUR).

[18] Ergebnis je Aktie

Gemäß IAS 33 ergibt sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:

2001/2002 2000/2001
In TEUR
Inland 3.368 3.451
Ausland 188 57
Laufende Ertragsteuern 3.556 3.508
Latente Steuern -447 -269
Ertragsteuern im Konzern 3.109 3.239
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.189 4.175
Erwarteter Ertragsteueraufwand 1.977 2.146
Besteuerungsunterschiede Ausland -4 -94
Steuerminderungen auf Ausschüttungen 0 -329
Steuereffekt aus steuerfreien Erträgen -11 -216
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben 788 1.468
und weiteren steuerlichen Modifikationen
Steuereffekte von Minderheitsgesellschaftern an 101 158
Personengesellschaften
Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf 85 115
Firmenwerte
Übrige Effekte 173 -9
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 3.109 3.239
Effektiver Steuersatz (%) 60% 78%
2001/2002 2000/2001
In TEUR
Konzern-Jahresüberschuss 2.080 936
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 560 372
Konzern-Jahresüberschuss
nach Anteilen anderer Gesellschafter 2.640 1.308
Anzahl der Aktien in Tausend Stück
(unverwässert, durchschnittlich gewichtet) 10.050 9.989
Anzahl der Aktien in Tausend Stück
(verwässert, durchschnittlich gewichtet) 10.103 10.119
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,26 0,13
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,26 0,13

[23] Vorräte

Bei unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht vom Auftraggeber abgenommenen Leistungen fand grundsätzlich eine Gewinnrealisierung nach Maßgabe des Fertigungsfortschrittes statt. Der Fertigungsgrad wurde ermittelt, indem die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt wurden (Cost-to-cost-method).

Fertige, vom Auftraggeber abgenommene aber nicht abgerechnete Leistungen wurden zu Auftragswerten bewertet und unter den fertigen Leistungen ausgewiesen. Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns zum Stichtag ergeben sich aus folgender

Zusammenstellung:

Von den gesamten Vorräten sind 979 TEUR zum Nettoveräußerungswert angesetzt; die Wertminderung, bezogen auf den Bruttowert, betrug 387 TEUR.

[24] Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet und alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Einzelnen:

Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegenüber den nicht konsolidierten Gesellschaften Bertrandt US Inc. und der Bertrandt Beteiligungen GmbH. Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern sowie sonstige kurzfristige Forderungen. Die sonstigen langfristigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von 418 TEUR (Vorjahr 337 TEUR) Rückdeckungsversicherungen sowie in Höhe von 106 TEUR (Vorjahr 49 TEUR) Kautionen.

[25] Liquide Mittel

Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30.09.2002 für die Umrechnung in die Konzernwährung zugrunde

gelegt.

30.09.2002 30.09.2001
In TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.023 1.049
Unfertige Leistungen 7.092 8.708
Fertige Leistungen 2.647 4.184
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.616 -1.140
Gesamt 9.146 12.801

In TEUR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen Sonstige Vermögensgegenstände Gesamt

30.09.2002 < 1 Jahr 1-5 Jahre 30.09.2001 < 1 Jahr 1-5 Jahre
66.954 66.954 0 62.606 62.606 0
23 23 0 0 0 0
66.977 66.977 0 62.606 62.606 0
4.688 4.130 558 2.174 1.688 486
71.665 71.107 558 64.780 64.294 486

[21] Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt.

Auf Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen wie Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden, soweit die Voraussetzungen des Finanzierungsleasing nach IAS 17 erfüllt waren, aktiviert und über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Grundstücke und Bauten sind in Höhe von 12.643 TEUR mit Grundschulden zur Besicherung von langfristigen Darlehen belastet.

Bei den Technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebsund Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Maschinen, Maschinen im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen.

[22] Finanzanlagen

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an nicht konsolidierten Gesellschaften sowie um langfristige Ausleihungen an Mitarbeiter.

Grundstücke u.
Bauten
Techn. Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Summe
Sachanlagen
In TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2001 19.307 23.886 34.410 214 77.817
Währungsdifferenzen 0 0 -7 0 -7
Zugänge 49 1.577 5.289 115 7.030
Abgänge 83 1.465 4.296 0 5.844
Umbuchungen 234 168 -216 -186 0
Stand 30.09.2002 19.507 24.166 35.180 143 78.996
Abschreibungen
Stand 01.10.2001 1.684 12.110 19.840 0 33.634
Währungsdifferenzen 0 0 -5 0 -5
Zugänge 635 4.017 6.474 0 11.126
Abgänge 1 1.447 3.867 0 5.315
Umbuchungen 64 -5 -59 0 0
Stand 30.09.2002 2.382 14.675 22.383 0 39.440
Restbuchwert 30.09.2002 17.125 9.491 12.797 143 39.556
Restbuchwert 30.09.2001 17.623 11.776 14.570 214 44.183
Anteile
an verbundenen
Unternehmen
Beteiligungen Langfristige
Ausleihungen
Summe
Finanzanlagen
In TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.10.2001 52 137 801 990
Zugänge 0 14 146 160
Abgänge 0 137 37 174
Stand 30.09.2002 52 14 910 976
Abschreibungen
Stand 01.10.2001 0 40 0 40
Zugänge 0 12 0 12
Abgänge 0 40 0 40
Stand 30.09.2002 0 12 0 12
Restbuchwert 30.09.2002 52 2 910 964
Restbuchwert 30.09.2001 52 97 801 950

[26] Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus temporär unterschiedlichen Wertansätzen der nach den IAS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz, aus der Bewertung nach IAS sowie aus voraussichtlich realisierbaren Verlustvorträgen. Die Berechnung der Latenten Steuern erfolgte dabei nach den Vorschriften des IAS 12. Danach wurden die Latenten Steuern auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Aktive und passive Latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

Die aktivisch Latenten Steuern haben grundsätzlich eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passivisch Latenten Steuern sind 2.522 TEUR (Vorjahr 3.506 TEUR) kurzfristig und 2.123 TEUR (Vorjahr 1.955 TEUR) langfristig. Neben den genannten latenten Steueransprüchen aus Verlustvorträgen bestehen noch steuerliche Verluste in Höhe von 2.851 TEUR (Vorjahr: 1.205 TEUR), die nicht in voller Höhe angesetzt werden konnten.

[27] Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von 1.939 TEUR (Vorjahr 2.535 TEUR) ergaben sich im Wesentlichen aus Urlaubsgeldabgrenzungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgejahren zuzuordnen war.

[28] Gezeichnetes Kapital

Zum 30.09.2002 beträgt das Gezeichnete Kapital der Bertrandt AG 10.055.640,00 Euro. Damit hat sich diese Position gegenüber dem Vorjahresstichtag aufgrund der Ausübung der Rechte aus den Wandelschuldverschreibungen um 66.720,00 Euro erhöht. Das Gezeichnete Kapital teilt sich somit in 10.055.640 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 Euro auf.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Januar 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um einen Betrag von 4.982 TEUR zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit Aktien an Mitarbeiter der Bertrandt AG oder mit ihr verbundener Unternehmen ausgegeben werden. Das Bezugsrecht kann in diesem Zusammenhang für bis zu höchstens 300.000 Aktien ausgeschlossen werden;

b) soweit es erforderlich ist, um Inhabern von durch die Bertrandt AG oder unmittelbare oder mittelbare einhundertprozentige Beteiligungsgesellschaften der Bertrandt AG ausgegebene oder noch auszugebende Wandlungs- oder Optionsrechte ein Bezugsrecht zu gewähren;

c) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt;

d) wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.

30.09.2002 30.09.2001
In TEUR aktivisch passivisch aktivisch passivisch
Sachanlagen 2.597 615 3.269 168
Vorräte - 1.232 - 2.072
Pensionsrückstellungen - 75 - 83
Sonstige Rückstellungen 110 159 68 -140
Verlustvorträge 779 - 510 -
Verbindlichkeiten - 2.459 - 3.148
Sonstige Posten 47 105 56 130
Gesamt 3.533 4.645 3.903 5.461

[30] Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen gesetzlichen Rücklagen betragen 1.006 TEUR. Im Übrigen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen. Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Im Rahmen der Umstellung der Bilanzierung auf IAS wurden sich ergebende Bilanzansatz- und Bewertungsänderungen zwischen den handelsrechtlichen und den IAS-Abschlüssen der Zeit bis zum 30.09.2000 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Zum Bilanzstichtag befanden sich 54.390 Stück eigene Anteile im Depot der Gesellschaft, die mit ihren Anschaffungskosten von 962 TEUR mit den Gewinnrücklagen saldiert wurden. Diese bilden einen prozentualen Anteil am Grundkapital von 0,54%.

[31] Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen auf Minderheitsgesellschafter der Novel Bertrandt S.A. und der ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG.

[32] Rückstellungen für Pensionen

Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung wurden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:

Die Nettoaufwendungen für Pensionspläne während des Geschäftsjahres 2001/2002 gliedern sich wie folgt:

Die Finanzierung von Pensionsverpflichtungen unterteilt sich per 30.09.2002 folgendermaßen:

30.09.2002 30.09.2001
Zinssatz 6,00% 6,50%
Gehaltssteigerungstrend 2,50% 2,50%
Rentensteigerungstrend 2,50% 2,50%
Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck 1998 Heubeck 1998
Bewertung von Witwen- / Witwenrentenanwartschaften kollektiv kollektiv
Pensionierungsalter 65 Jahre 65 Jahre
Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter 18 Jahre 19 Jahre

In TEUR Dienstzeitaufwand Zinsaufwand Gesamt

Bertrandt
Konzern
27
60
87
Bertrandt
Konzern
In TEUR
Versicherungsmathematischer Barwert der nicht 1.127
fondsfinanzierten Versorgungsansprüche
Anpassungsbetrag nicht verrechneter -114
versicherungsmathematischer Verluste
Nettoverpflichtung der Pensionspläne nach IAS 19 1.013

Bedingtes Kapital

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. Januar 2005 einmalig oder mehrfach Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 120.000 TEUR mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren auszugeben. Den Inhabern der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen können Wandlungs- oder Optionsrechte mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 4.000 TEUR eingeräumt werden.

Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, im Rahmen des Aktienoptionsplans 2000 während einer Laufzeit von drei Jahren, 480.000 Bezugsrechte an Führungskräfte auszugeben. Die Bezugsrechte dürfen nach Ablauf einer Haltefrist von zwei Jahren und nur innerhalb eines weiteren, auf die Haltefrist folgenden Jahres ausgeübt werden. Derzeit sind 147.500 Bezugsrechte ausgegeben, die bei Erreichen der Ausübungshürden ab 07.03.2003 ausgeübt werden können. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Management-Beteiligungsprogramms 1996/2006 Wandelanleihen im Wert von 271 TEUR ausgegeben. Die Wandelschuldverschreibungen beliefen sich per 30. September 2002 auf 92 TEUR. Aufgrund einzelner Rückzahlungen ist gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung

um rund 74 TEUR zu verzeichnen.

Aktienoptionsplan/Stock Options

In der Hauptversammlung vom 2. Februar 2000 wurde ein Aktienoptionsplan mit folgenden Eckdaten genehmigt: Die Bertrandt AG bietet Mitgliedern ihres Vorstands, Mitgliedern von Geschäftsführungen verbundener Unternehmen und Arbeitnehmern in Führungspositionen der Bertrandt AG und/oder mit dieser verbundener Unternehmen im Rahmen der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2000 in jährlichen Tranchen bis zu 480.000 Bezugsrechte auf Stückaktien der Bertrandt AG an. Jeweils ein Bezugsrecht berechtigt zum Erwerb einer Stückaktie gegen Einzahlung des Ausübungspreises. Die Bezugsrechte können erstmals nach Ablauf einer Haltefrist von zwei Jahren ab dem Ausgabetag und nur binnen eines weiteren, auf die Haltefrist folgenden Jahres ausgeübt werden. Innerhalb dieses Ausübungszeitraums ist die Ausübung nur zulässig, wenn bestimmte Ausübungshürden erfüllt sind. Als Ausübungshürden sind im Aktienoptionsplan neben einer günstigen Kursentwicklung der Aktie auch die Steigerung des Konzernumsatzes normiert.

Bei dem vorliegenden Aktienoptionsplan handelt es sich um einen variablen Plan, da die Ausübung von der Erfüllung bestimmter Ausübungshürden abhängt und somit die Anzahl der Aktien am Tag der Gewährung nicht feststehen. Da die Ausübungshürden für die erste Tranche nicht erreicht wurden, sind die Optionsrechte dieser Tranche erloschen.

Bei Bewertung des Aktienoptionsprogramms steht die endgültige Bewertung erst am Ausgabetag, d.h. an dem Tag fest, an dem der Vergütungsplan unverfallbar wird. Bis dahin ist der Personalaufwand in Höhe des inneren Wertes zu schätzen. Der innere Wert der Aktienoption ergibt sich zum 30. September 2002 wie folgt:

Aktienkurs zum 30. September 2002: 15,80 EUR ./. Aktienkurs zum 2. Februar 2000 (Tag der Gewährung): 27,33 EUR

––––––––––– -11,53 EUR

Somit ergibt sich ein Wert des Aktienoptionsprogramms per 30. September 2002 von 0 EUR.

[29] Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich das Agio aus Kapitalerhöhungen. Aufgrund der Ausübung der Rechte aus den Wandelschuldverschreibungen im Berichtsjahr ergab sich eine Erhöhung von 377 TEUR.

Da zum 30.09.2001 erstmalig Pensionsgutachten nach IAS 19 erstellt wurden, ergab sich für das Geschäftsjahr 2000/2001 kein Anpassungsbetrag nicht verrechneter versicherungsmathematischer Verluste.

Per 30. September 2001 betrugen die Pensionsrückstellungen 926 TEUR. Nach einer Zuführung von 87 TEUR während der Berichtsperiode ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Wert von 1.013 TEUR.

[33] Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Positionen der Bilanz ausgewiesen.

[34] Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führt, der zuverlässig geschätzt werden konnte. Die Zusammensetzung der Sonstigen Rückstellungen, die ausschließlich kurzfristig sind, stellen sich wie folgt dar:

In den Rückstellungen für Personal- und Sozialverpflichtungen sind im Wesentlichen Vorsorgen für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Urlaubsrückstellungen, Gleitzeitguthaben sowie Beiträge für Schwerbehinderten-Abgaben und Berufsgenossenschaft enthalten.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten überwiegend solche für Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl kleinerer erkennbarer Einzelrisiken.

[35] Finanzschulden

Bei den Anleihen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen, die im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms an Führungskräfte ausgegeben wurden.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Eurokredite mit einer Laufzeit von einem bis sechs Monaten sowie um Tagesgeldaufnahmen, die im Rahmen der bestehenden Kontokorrentkreditvereinbarungen zur laufenden Liquiditätssicherung in Anspruch genommen wurden.

Rückstellungen
für Personal-/
Sozialverpflich
tungen
Rückstellungen
aus
laufendem
Geschäftsbetrieb
Übrige
Rückstellungen
Sonstige
Rückstellungen
In TEUR
Stand 01.10.2001 11.074 2.162 1.659 14.895
Auflösung 0 0 -28 -28
Zuführung 9.154 199 2.320 11.673
Verbrauch -10.588 -1.110 -1.457 -13.155
Stand 30.09.2002 9.640 1.251 2.494 13.385

In TEUR Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzleasingverbindlichkeiten Finanzschulden

Des Weiteren wurden über Kreditinstitute Investitionen in den Bereichen Maschinen und Technische Anlagen, Immobilien und Beteiligungen längerfristig finanziert. Es bestehen ausschließlich Annuitätendarlehen bzw. Darlehen mit fest

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert, da laufende Investitionen aus dem Cash-flow

vereinbarten, regelmäßigen Tilgungsleistungen. finanziert werden konnten. Bilanzstichtag wie folgt dar:

Zum Bilanzstichtag bestanden Finanzleasingverbindlichkeiten in Höhe von 7.133 TEUR (Vorjahr 8.831 TEUR), die gemäß IAS 17 dem wirtschaftlichen Eigentümer, dem Bertrandt-Konzern, zuzurechnen waren. Die Nettobuchwerte der aktivierten und durch Leasing finanzierten Vermögenswerte stellen sich zum

30.09.2002 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
120 59 61 0
46.045 29.451 8.779 7.815
7.133 3.322 3.811 0
53.298 32.832 12.651 7.815
30.09.2001 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
166 96 70 0
47.381 27.891 10.267 9.223
8.831 4.414 4.417 0
56.378 32.401 14.754 9.223

Die Laufzeiten der Leasingverträge für CAD-Anlagen belaufen sich grundsätzlich auf 36 Monate, die der Maschinen zwischen 48 und 72 Monaten. Die Zuordnung zum Finanzierungsleasing erfolgte für Verträge, bei denen die Vertragslaufzeit den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer überstieg.

In TEUR

30.09.2002 30.09.2001
3.678 5.165
2.656 2.341
282 998
6.616 8.504

Technische Anlagen Hardware Software Gesamt

In TEUR

Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Finanzleasingverbindlichkeiten Finanzschulden

[36] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

[37] Sonstige Verbindlichkeiten

Die ausschließlich kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

[38] Passive Rechnungsabgrenzungsposten

In der Passiven Rechnungsabgrenzung ist im Wesentlichen ein Investitionszuschuss enthalten. Dieser wird in Anwendung des IAS 20 über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagengegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Der Investitionszuschuss wurde als Zuwendung der öffentlichen Hand im Rahmen des Bauvorhabens in Tappenbeck gewährt. Im Berichtszeitraum wurden 78 TEUR erfolgswirksam aufgelöst.

[39] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt und zeigt alle Zahlungsströme für das Geschäftsjahr 2001/2002 sowie für das Vorjahr. Gemäß IAS 7 (Cash Flow Statement) wurden alle Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit getrennt erfasst.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Liquiden Mittel. Neben Kassenbeständen und Schecks sind Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Der Fonds aus Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Zugänge zum Sachanlagevermögen, zum Immateriellen Anlagevermögen und zum Finanzanlagevermögen. Daneben sind die Einzahlungen aus Abgängen aus dem Anlagevermögen berücksichtigt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus der Aufnahme bzw. der Tilgung von Bankkrediten, Darlehen und Leasingverbindlichkeiten zusammen. Darüber hinaus ist die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2000/2001 enthalten. Zudem werden in der Position "Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen" der Verkauf eigener Aktien an Mitarbeiter sowie die im Berichtszeitraum erfolgte Wandlung der an Führungskräfte ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen erfasst.

30.09.2002 < 1 Jahr 1-5 Jahre 30.09.2001 < 1 Jahr 1-5 Jahre
In TEUR
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
7.626 7.507 119 7.227 7.039 188
30.09.2002 30.09.2001
In TEUR
Steuern 597 1.101
Lohn- und Kirchensteuer 1.942 1.863
Sozialversicherung 3.613 3.727
Lohn und Gehalt 155 164
Übrige Sonstige 3.959 2.129
Sonstige Verbindlichkeiten 10.266 8.984
30.09.2002 < 1 Jahr 1-5 Jahre 30.09.2001 < 1 Jahr 1-5 Jahre
In TEUR
Passive Rechnungsabgrenzung 2.071 684 1.387 1.784 903 881

[40] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im primären Berichtsformat erfolgt eine Aufteilung in die Geschäftsfelder "Digital Engineering", "Physical Engineering" und "Elektrik/Elektronik". Das Segment "Digital Engineering" umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssysteme, Fahrwerk, Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnung mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD.

Im Segment "Physical Engineering" sind Aktivitäten des Modellbaus, Versuchs, Fahrzeugaufbaus, Rapid Prototyping und Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.

Der Bereich "Elektrik/Elektronik" fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, Software sowie die Einsatzsimulation.

Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert.

Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen somit grundsätzlich den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen ("Arm's-Length-Prinzip").

Das ausgewiesene Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Positionen Anlagevermögen, Vorräte, Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Unter den Segmentverbindlichkeiten sind die Sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten enthalten.

Die Überleitung aus der Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern und Regionen auf die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen:

Sonstige Angaben

[41] Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum 30. September 2002 auf Konzernebene in Höhe von 13.340 TEUR (Vorjahr 14.267 TEUR). Diese resultieren ausschließlich aus Sicherheitengestellungen gegenüber Kreditinstituten.

[42] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:

Die hier enthaltenen Leasingverträge beruhen auf Operating-Leasing und werden beim Leasinggeber bilanziert.

[43] Mitteilung nach § 21 WpHG

Die Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft, Stuttgart, hat am 16.01.2002 mitgeteilt, dass sie einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,01 Prozent hält.

[44] Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gemäß § 264b HGB ist die ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG von der Verpflichtung befreit, einen eigenständigen Anhang und Lagebericht aufzustellen.

[45] Angaben zu Organen der Gesellschaft Vorstand

Dietmar Bichler Vorsitzender des Vorstands Ralph Jacoby Mitglied des Vorstands; Finanzen und Personal Ulrich Subklew Mitglied des Vorstands; Markt und Kunde Jürgen Michels Mitglied des Vorstands; Markt und Kunde Peter Dorling Mitglied des Vorstands; Markt und Kunde Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2001/2002 haben 1.711 TEUR betragen (Vorjahr 1.443 TEUR). Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 507 TEUR enthalten. Die Veränderung des Bestands der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2001/2002 gehaltenen Bertrandt-Aktien, -Optionen und -Wandelschuldverschreibungen (WSV) ist in folgender Übersicht dargestellt:

Summe der
Geschäftsfelder
Überleitung Konzern
2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001
Zahlen in TEUR
Umlaufvermögen und 78.039 77.943 14.796 10.779 92.835 88.722
Rechnungsabgrenzungsposten
Anlagevermögen 52.656 58.391 964 950 53.620 59.341
Verbindlichkeiten 17.892 16.211 57.943 61.839 75.835 78.050
Rückstellungen 13.385 14.895 3.742 3.038 17.127 17.933
Summe der
Regionen
Überleitung Konzern
2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001 2001/2002 2000/2001
Zahlen in TEUR
Umlaufvermögen und 78.039 77.943 14.796 10.779 92.835 88.722
Rechnungsabgrenzungsposten
Anlagevermögen 52.656 58.391 964 950 53.620 59.341
Verbindlichkeiten 33.348 32.890 42.487 45.160 75.835 78.050
30.09.2002 30.09.2001
In TEUR
Grundschulden 12.643 13.278
Sicherungsübereignungen 697 989
Gesamt 13.340 14.267
30.09.2002 30.09.2001
In TEUR
< 1 Jahr 15.696 18.082
1-5 Jahre 22.472 21.766
> 5 Jahre 29.566 32.219
Gesamt 67.734 72.067
Stand 30.09.2002 Stand 30.09.2001
Stück Aktien Optionen WSV Aktien Optionen WSV
Dietmar Bichler 2.054.520 6.000 0 1.954.520 11.800 0
Ralph Jacoby 81.300 4.000 28.000 6.300 7.900 28.000
Peter Dorling 87.310 4.000 12.000 3.260 7.900 28.000
Jürgen Michels 87.810 4.000 12.000 3.210 7.900 28.000
Ulrich Subklew 84.630 4.000 12.000 30 7.900 28.000
Gesamt 2.395.570 22.000 64.000 1.967.320 43.400 112.000

Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Die Beteiligungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Bundesrepublik Deutschland, hat am 20.09.2002 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 19.09.2002 die Schwellen von 10% und 5% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft unterschritten hat. Ihr stehen seit dem 19.09.2002 keine Stimmrechte mehr zu.

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, Bundesrepublik Deutschland hat am 20.09.2002 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 19.09.2002 die Schwellen von 5% und 10% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft überschritten hat. Seit dem 19.09.2002 stehen ihr 19,45% der Stimmrechte zu.

Herr Dietmar Bichler, Iptingen, Bundesrepublik Deutschland hat am 20.09.2002 gemäß §§ 21, 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihm unverändet 20,45% der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft zustehen. Davon sind ihm seit 19.09.2002 insgesamt 19,45% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen über die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen.

Die Veröffentlichung dieser Mitteilungen erfolgte am 27.09.2002 in der Börsenzeitung.

Aufsichtsrat

Dr. Klaus Bleyer Vorsitzender des Aufsichtsrats

  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Mahle GmbH, Stuttgart
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ravensburger AG, Ravensburg
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer Dornier GmbH, Lindau
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Behr GmbH & Co., Stuttgart
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der MagCode Ag, Heidenheim
  • Vorsitzender des Aufsichtsrats der Klöckner Pentaplast S.a.r.l., Luxemburg
  • Mitglied des Aufsichtsrats der SAI Automotive AG, Frankfurt am Main
  • Mitglied des Universitätsrats der Universität Ulm, Ulm
  • Maximilian Wölfle Stellvertretender Vorsitzender
  • Mitglied des Vorstands der Schwäbische Bank AG, Stuttgart
  • Vorsitzender des Beirats der J. Witzemann GmbH & Co., Stuttgart
  • Mitglied des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co., Stuttgart
  • Mitglied des Aufsichtsrats der SWG Wertpapierhandels AG, Stuttgart (bis 08.08.2002)
  • Mitglied des Aufsichtsrats der AFFM, Akademie für Finanzmanagement AG, Stuttgart (bis 19.08.2002)
  • Mitglied des Verwaltungsrats der Westiform Holding AG, Bern-Niederwangen (seit 22.03.2002)

Heinz Kenkmann

  • Geschäftsführer der Traumfabrik GmbH, Wildberg
  • Mitglied des Beirats der Kreissparkasse Böblingen, Böblingen

Dr.-Ing. Wilfried Sihn

  • Stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts IPA, Stuttgart
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rohwedder AG, Markdorf
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der med.eon AG, Stuttgart
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der FLEXIS AG, Stuttgart
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Add On AG, Pforzheim
  • Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein AG, Harthausen
  • Mitglied des Aufsichtsrats der ITAC AG, Dernbach
  • Martin Pfuhler Arbeitnehmervertreter
  • Projektleiter
  • Daniela Brei Arbeitnehmervertreterin (seit 20.02.2002)
  • Kaufmännische Sachbearbeiterin
  • Nina Trost Arbeitnehmervertreterin (bis 20.02.2002)
  • Konstrukteurin

[46] Anteilsbesitz der Bertrandt AG

Die Verteilung der Stimmrechte stimmt mit den Kapitalverhältnissen überein.

[47] Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Dividendenausschüttung der Bertrandt AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2002 der Bertrandt AG ausgewiesenen Bilanzgewinn, der in Höhe von

3.696.371,99 EUR ausschüttungsfähig ist. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn der Bertrandt AG zur Ausschüttung einer Dividende von 0,15 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 2.188.025,99 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf solche, nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird dann ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Vorstand, Ehningen, den 2. Dezember 2002

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2001/2002 haben 69 TEUR (Vorjahr 68 TEUR) betragen. Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien, -Optionen und -Wandelschuldverschreibungen (WSV) stellt sich wie folgt dar:

Inland

Anteil am
Eigenkapital
In%
Inland
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Heilbronn 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Sindelfingen 100,00%
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck 100,00%
Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen 100,00%
Bertrandt Beteiligungen GmbH, Ehningen 100,00%
ZR-Zapadtka + Ritter GmbH & Co. KG, Bretzfeld 80,00%
ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH, Bretzfeld 80,00%
Ausland
Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich 100,00%
Bertrandt S.A., Bièvres, Frankreich 99,97%
Bertrandt S.A., Sochaux, Frankreich 99,87%
Bertrandt UK Limited, Leamington Spa, Großbritannien 100,00%
Novel Bertrandt S.A., Esparreguera, Spanien 80,00%
Bertrandt Sweden AB, Trollhättan, Schweden 100,00%
Bertrandt US Inc., Detroit, Michigan, USA 100,00%

Ausland Bertrandt S.A., Bièvres, Frankreich

Stück

Dr. Klaus Bleyer Maximilian Wölfle Heinz Kenkmann Dr.-Ing. Wilfried Sihn Martin Pfuhler Nina Trost Daniela Brei Gesamt

Stand 30.09.2002 Stand 30.09.2001
Aktien Optionen WSV Aktien Optionen WSV
0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
1.928.664 0 0 1.928.664 0 0
0 0 0 0 0 0
480 500 0 480 990 0
0 0 0 190 0 0
70 0 0 0 0 0
1.929.214 500 0 1.929.334 990 0

Bestätigungsvermerk Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Konzernabschluss der Bertrandt AG, Ehningen, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den International Accounting Standards des IASC (IAS) liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den IAS entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Nach unserer Überzeugung auf der Grundlage unserer Prüfung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IAS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.

Unsere Prüfung, die sich nach den deutschen Prüfungsvorschriften auch auf den vom Vorstand aufgestellten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 erstreckt hat, hat zu keinen Einwendun-

gen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.

Stuttgart, den 2. Dezember 2002

PwC Deutsche Revision Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(M. Staudacher) (R. Berghoff)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Martin Pfuhler Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter

Daniela Brei Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreterin

Dr.-Ing. Wilfried Sihn Mitglied des Aufsichtsrats

Heinz Kenkmann Mitglied des Aufsichtsrats

Maximilian Wölfle stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Klaus Bleyer Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat und Vorstand haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 in vier Sitzungen – davon zwei je Kalenderhalbjahr – gemeinsam über die Lage der Gesellschaft, die strategische Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsfelder sowie über verschiedene aktuelle Einzelthemen beraten. Dazu zählten Informationen in mündlicher und schriftlicher Form über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. In den jeweiligen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm gesetzesund satzungsgemäß obliegenden Aufgaben der laufenden Überwachung und Beratung der Geschäftsleitung wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand in allen Sitzungen jeweils anhand detaillierter Berichte ausführlich über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation sowie die Unternehmensentwicklung informiert.

Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates in verschiedenen Einzelgesprächen jeweils durch den Vorstand unterrichten lassen. Soweit zustimmungspflichtige Entscheidungen anstanden, haben die Mitglieder des Aufsichtsrates die Vorlagen jeweils überprüft und verabschiedet.

Der Personalausschuss hat am 12. Dezember 2001 getagt.

Im Hinblick auf den Umstand, dass die Amtszeit der bisherigen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat mit Ablauf der am 20. Februar 2002 stattgefundenen Hauptversammlung endete, wurde am 26. November 2001 eine Neuwahl durchgeführt. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Frau Daniela Brei und Herr Martin Pfuhler – Wiederwahl – gewählt.

Die Amtsdauer der von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewählten Aufsichtsratsmitglieder dauert bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2005/2006 beschließen wird.

Der Aufsichtsrat gratulierte den neu gewählten Arbeitnehmervertretern zu ihrer Wahl und bedankte sich bei der aus dem Amt scheidenden Arbeitnehmervertreterin Frau Nina Trost für die langjährige, gute Zusammenarbeit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Themen des Aufsichtsrates geprägt von der strategischen Entwicklung des Unternehmens sowie von grundsätzlichen, geschäftspolitischen Fragestellungen für alle Konzerngesellschaften und die Bertrandt AG als Konzernobergesellschaft. Daneben wurden Fragen des operativen Geschäftsverlaufs behandelt.

Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der erstmals im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten Rechnungslegung nach den Grundsätzen der IAS im Rahmen des Vollabschlusses.

Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit den Fragen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Buchführung, der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 30. September 2002 für die Bertrandt AG wurden von dem Abschlussprüfer, der PwC Deutsche Revision AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden von ihm geprüft und mit den Prüfern erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen; er hat im Rahmen seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind.

In der Sitzung vom 12. Dezember 2002 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2001/2002 zur Kenntnis genommen, den Jahresabschluss der Bertrandt AG festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt sowie sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Weiterhin hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 15 EG AktG

beschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2001/2002.

Ehningen, den 12. Dezember 2002

Dr. Klaus Bleyer Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate-Governance-Erklärung Impressum

Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben am 12.12.2002 folgende Entsprechungserklärung beschlossen:

"Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt Aktiengesellschaft erklären hiermit jeweils gemäß §161 AktG in Verbindung mit § 15 EG AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission ,Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 07.11.2002 – veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger vom 26.11.2002 – grundsätzlich entsprochen wird; nicht angewendet werden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8, 3.10 (Satz 2), 4.2.4, 5.5.2, 5.5.3 (Satz 1) und 6.6 (Absatz 2 Satz 1) des Deutschen Corporate Governance Kodex."

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Dezember 2002 Dezember 2002

Herausgeber/Redaktion

Bertrandt AG Birkensee 1, 71139 Ehningen Telefon (0 70 34) 6 56 - 0 Telefax (0 70 34) 6 56 - 41 00 www.bertrandt.com [email protected]

Ansprechpartner

Marcus Loistl Investor Relations Telefon (0 70 34) 6 56 - 40 82 Telefax (0 70 34) 6 56 - 40 90 [email protected]

Imre Szerdahelyi Unternehmenskommunikation Telefon (0 70 34) 6 56 - 44 71 Telefax (0 70 34) 6 56 - 40 90 [email protected]

Ausführung SAHARA Werbeagentur, Stuttgart

Lithografie und Druck Metzger Druck, Obrigheim

Bilder Hartmut Mezger (Titelbild), Bertrandt AG Thomas Ernsting, Bonn

Termine

Februar 2003 1. Quartalsbericht

19. Februar 2003 Hauptversammlung Stadthalle Sindelfingen

20. Februar 2003 Dividendenzahlung

Mai 2003 2. Quartalsbericht

August 2003 3. Quartalsbericht

18. Dezember 2003 Bilanzpressekonferenz

18. Februar 2004 Hauptversammlung