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Berliner Effektengesellschaft AG Management Reports 2014

Jul 13, 2015

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Management Reports

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Berliner Effektengesellschaft AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Konzernlagebericht zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2014

der Berliner Effektengesellschaft AG

1 Grundlagen

1.1 Vorbemerkung

Die Gliederung des Lageberichtes folgt im Wesentlichen den vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. verabschiedeten im Deutschen Rechnungslegungs Standard 20 niedergelegten Regelungen.

1.2 Organisation und Geschäftsfelder

Die Berliner Effektengesellschaft AG fungiert als Finanzholding bzw. Beteiligungsgesellschaft, ohne ein eigenes operatives Geschäft zu haben. Durch ihre mehrheitlich gehaltenen Konzerntochterunternehmen und wesentlichen Beteiligungen bietet sie Dienstleistungen verschiedener Art rund um den Kapitalmarkt an, insbesondere Bank- und Finanzdienstleistungen.

Die einzelnen unmittelbaren und mittelbaren operativen Konzerngesellschaften sind:

- Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin; Beteiligung 61,1 %, Zulassung als Einlagenkreditinstitut. Sie betreibt überwiegend Wertpapierhandel, insbesondere als Market Specialist an der TRADEGATE EXCHANGE und als Market Specialist bzw. Skontroführer an der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Berlin. Die Tradegate AG hält wiederum einen Anteil von knapp 25% an der Betreibergesellschaft der TRADEGATE EXCHANGE, der Tradegate Exchange GmbH. Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft ist die Deutsche Börse AG.

- Ventegis Capital AG, Berlin; Beteiligung 100,0 %, Venture Capital Gesellschaft mit vornehmlich Frühphaseninvestitionen sowie allgemeiner Finanzierungs- und Strukturierungsberatung,

- Ex-tra Sportwetten AG, Wien, Österreich, Beteiligung 100 %, Emittent von Sportzertifikaten mit einer Lizenz für Sportwetten.

Neben den mehrheitlich gehaltenen Konzernunternehmen kann die Gesellschaft auch Minderheitsbeteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften eingehen, die Bank- oder Finanzdienstleistungen erbringen, oder an Unternehmen, die für diesen Bereich unterstützende Dienstleistungen anbieten. Ziel solcher Beteiligungen ist die Anbahnung, Festigung und Vertiefung von Geschäftsbeziehungen der gruppenangehörigen Unternehmen. Aktuell bestehen neben der Beteiligung an der quirin bank AG keine strategisch relevanten Beteiligungen.

Die Beteiligungsquote der Berliner Effektengesellschaft AG an der quirin bank AG, Berlin, beträgt unverändert 25,5 %. Die quirin bank AG ist damit weiterhin ein assoziiertes Unternehmen im Sinne des Handelsgesetzbuches.

Ferner unterstützt die Gesellschaft die Tochterunternehmen bei Bedarf in den zentralen Bereichen Personal, Verwaltung, Organisation und Rechnungswesen sowie Controlling.

Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin. Die Geschäftsführung besteht aus zwei Vorstandsmitgliedern (Karsten Haesen und Holger Timm), die eng in den Bereichen strategische Planung, Lenkung der operativen Töchter und Beteiligungscontrolling zusammenarbeiten. Obwohl drei Tochtergesellschaften als Aktiengesellschaften firmieren und die Unabhängigkeit der Geschäftsführungen gewahrt ist, wird eine übergeordnete Planung und Überwachung, insbesondere durch Überschneidungen in der Gremienbesetzung aller Gesellschaften, gewährleistet. Herr Timm ist zuständig für Rechnungswesen, Controlling und die kaufmännische Verwaltung. Letztere hat insbesondere die Personalverwaltung für die Tochterunternehmen und Teilbereiche des Einkaufs von Material und Dienstleistungen zur Aufgabe. Daneben ist Herr Timm Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und Aufsichtsratsvorsitzender der quirin bank AG. Herr Haesen koordiniert die Tätigkeiten in der Gruppe hinsichtlich Kapitalmarkttransaktionen und ist für die Darstellung am Kapitalmarkt zuständig. Er leitet darüber hinaus als Alleinvorstand die Ventegis Capital AG und ist Mitglied des Aufsichtsrates der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.

1.3 Wettbewerbsposition

Die Gesellschaft als Finanzholding bündelt, unterstützt und optimiert die Aktivitäten der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Wettbewerbsposition ist daher wesentlich von den Wettbewerbspositionen der oben genannten Tochtergesellschaften bestimmt. Trotzdem kann aber das umfassende Dienstleistungsangebot aus einer (Konzern-) Hand auch zu einer Verbesserung der Wettbewerbsposition aller Einzelgesellschaften beitragen, zumal ein entsprechend strukturell gleichartig aufgestellter Wettbewerber nicht am Markt ist.

Die Wettbewerbsposition der wichtigsten Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat sich nach der Etablierung des von der Gesellschaft entwickelten Handelssystems TRADEGATE als neue Wertpapierbörse TRADEGATE EXCHANGE und die strategische Partnerschaft mit der Deutschen Börse AG im vergangenen Jahr wiederum verbessern können. Nach einem sehr deutlichen Zuwachs von 34,5 % in der Anzahl der Aktientrades an der TRADEGATE EXCHANGE im Jahre 2013, war im Jahr 2014 mit 9,76 % auf nun 8.151.133 Einzeltransaktionen erneut ein sehr erfreuliches Wachstum zu verzeichnen. Da die relevanten Wettbewerber im Jahr 2014 deutlich geringere Zuwächse bzw. sogar leichte Rückgänge zu verzeichnen hatten, ist der Marktanteil der TRADEGATE EXCHANGE am Aktienhandel, im Vergleich zu den sieben deutschen Wettbewerbsbörsen, weiter auf bis zu 62 % gestiegen. In Bezug auf das Marktsegment Aktienhandel konnte die TRADEGATE EXCHANGE somit ihre führende Position als Handelsplattform für Privatanleger in Deutschland nicht nur festigen, sondern weiter ausbauen.

1.4 Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Wertpapierhandelsfirmen, insbesondere im Handel mit Privatanlegern, haben sich im Jahr 2014 nicht nachhaltig verbessert. Die Aktionärszahl in Deutschland befindet sich weiter auf einem sehr niedrigen Niveau und die Privatanleger haben ihre Handelsaktivität, zumindest im Bereich Aktien, trotz einer sehr guten Kursentwicklung insbesondere der DAX-Titel, nicht erhöht. Es herrscht daher nach wie vor ein hoher Wettbewerbsdruck unter den verbliebenen Wertpapierhandelsfirmen und Handelsplattformen bzw. Börsen um insgesamt zu wenige Geschäfte. Erfreulicherweise konnte im Jahr 2014 trotzdem die durchschnittlich erzielte Bruttomarge im Aktienhandel je Trade geringfügig gesteigert werden. Allerdings war im zweiten Halbjahr ein rückläufiger Trend zu verzeichnen. Die dringend benötigte weitere Marktbereinigung, die den letztlich verbleibenden Gesellschaften auch langfristig einen profitablen Geschäftsbetrieb ermöglichen würde, ist im letzten Jahr leider nicht eingetreten. Tatsächlich wird das erfolgreiche Geschäftsmodell der TRADE-GATE EXCHANGE nunmehr auch von anderen Wettbewerbsbörsen weitgehend kopiert und versucht, verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

Nachdem die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Jahr 2013 bereits ein sehr gutes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 9.705 T€ zu verzeichnen hatte, konnte nun im Geschäftsjahr 2014 das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf 12.660 T€ gesteigert werden. Allerdings musste die Gesellschaft auf Grundlage des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wieder einen größeren Betrag (3,35 Mio. €) in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einstellen. Insgesamt wurden in den vergangenen 5 Jahren inzwischen 12.191 T€ in den Fonds eingestellt, die somit nicht als Gewinne an die Gesellschafter ausgeschüttet werden durften. Für das Geschäftsjahr 2015 und die Folgejahre müssen nun nur noch Zuführungen oder Entnahmen aus dem Fonds entsprechend dem Jahresmittel der jeweils letz-ten 5 Geschäftsjahre von den Handelsgewinnen der Gesellschaft vorgenommen werden. Die Gesellschaft konnte trotzdem einen sehr guten Bilanzgewinn erwirtschaften und daher die Dividende von 0,05 € im Vorjahr auf nun 0,21 € deutlich erhöhen.

Die Tochtergesellschaft Extra Sportwetten AG in Wien verzeichnete infolge der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2014 einen Gewinn in Höhe von 95.535,26 €. Im Umfeld der Fußballweltmeisterschaft wurden die Sportzertifikate zu diesem Wettbewerb rege gehandelt, was wesentlich zum Ergebnis beitrug.

Die Ventegis Capital AG konnte im Jahr 2014 das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr ( 1.373 T€) durch gestiegene Beratungsumsätze zwar weiter verbessern, musste aber trotzdem einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 390 T€ verbuchen. Dieser resultiert aus allgemeinen Verwaltungskosten und einer Wertberichtigung im Wertpapierbestand der Gesellschaft. Die Gesellschaft wird daher für das Jahr 2014 keine Dividende ausschütten.

Die Anzahl der Mitarbeiter des Konzerns ist kaum verändert. Acht Neuzugängen standen vier Austritte gegenüber. Zum Jahresende waren 104 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Die Altersstruktur hat sich entsprechend dem Zeitablauf nur geringfügig verändert. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 40,9 Jahren (Vorjahr 42,1 Jahre) mit dem Schwerpunkt der Altersklasse 30 – 40 Jahre. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 10,4 Jahre (Vorjahr fast 11 Jahre). Über die Hälfte der Mitarbeiter hat eine Betriebszugehörigkeit von 10 Jahren oder darüber.

Die einzelnen Konzernunternehmen legen großen Wert darauf, ihre gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiter auch in umsatzschwachen Zeiten zu halten. Ein flexibler Auf- oder Abbau, z.B. mit Zeitarbeitern je nach Geschäftsverlauf, ist in der Branche schlecht möglich und auch nicht gewollt. Vielmehr stellten die einzelnen Gesellschaften durch flexible Vergütungsmodelle sicher, dass einerseits in wirtschaftlich schwierigen Situationen keine untragbar hohen Festgehälter die Gesellschaften gefährden und andererseits in erfolgreichen Phasen die Mitarbeiter angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Die Mitarbeiter und Vorstände der jeweiligen Gesellschaft erhalten neben ihren festen monatlichen Bezügen eine variable Vergütung. Die Verteilung der variablen Vergütung auf die einzelnen Mitarbeiter und Vorstände erfolgt anhand verschiedener Kriterien, z. B. Stellung im Unternehmen, Betriebszugehörigkeit, besondere Aufgaben u. a. Von der Gesamtvergütung in Höhe von 10.501 T€ entfallen 4.176 T€ auf variable Vergütungen, die an alle im Berichtszeitraum tätigen Mitarbeiter gezahlt wurden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Neuinvestitionen insbesondere zur Verbesserung der Abwicklungssysteme mit Bestandskunden sowie bei den üblichen Ergänzungen oder Erneuerungen der bestehenden IT-Systeme vorgenommen. Software wird in der Regel durch die Gesellschaft selbst entwickelt und gewartet. Die darin einfließenden Personalkosten sind nicht aktivierungsfähig. Lediglich partiell werden einzelne Werkverträge nach außen vergeben, die je nach Umfang aktivierungspflichtig sind. Im Bereich Netzwerke, Datenbanken, Textverarbeitung usw. wird auf Standardsoftware der großen Anbieter zurückgegriffen.

2.2 Lage

2.2.1 Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2014 weist der Konzern Berliner Effektengesellschaft AG einen Jahresüberschuss von 9.810 T€ aus, gegenüber 2.159 T€ im Vorjahr. Die Ertragslage des Konzerns ist geprägt vom Nettoergebnis des Handelsbestands, das die wesentlichen Ertragskomponenten der Spezialistentätigkeit beinhaltet. Die performanceabhängige Vergütung an der Frankfurter Wertpapierbörse wird im Provisionsergebnis ausgewiesen. Die Erträge aus dem Private Banking sind bisher zu gering, um das Zins- und Provisionsergebnis zu bestimmen. Das Beteiligungsgeschäft wird derzeit zurückgefahren und verliert für das Konzernergebnis an Bedeutung.

Nachfolgend ist die Entwicklung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der vergangenen drei Jahre dargestellt.

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2012 2013 2014
Zinsüberschuss 357 T€ 181 T€ 73 T€
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen - 348 T€ 479 T€ 833 T€
Provisionsergebnis 180 T€ 784 T€ 1.116 T€
Nettoergebnis des Handelsbestands 16.852 T€ 29.232 T€ 33.703 T€
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 20.067 T€ - 23.036 T€ - 23.982 T€
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - 6.680 T€ 7.746 T€ 17.057 T€
Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken - 1.671 T€ - 2.918 T€ - 3.354 T€
Steuern von Einkommen und vom Ertrag - 21 T€ - 2.674 T€ - 3.895 T€
Jahresüberschuss / -fehlbetrag - 8.320 T€ 2.159 T€ 9.810 T€

Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen – einschließlich der laufenden Erträge aus Aktien und Beteiligungen – ist aufgrund der niedrigen Zinsen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Aus dem Private Banking kamen keine nennenswerten Beiträge zum Zinsüberschuss. Die Ergebnisanteile an den Gesellschaften, die nach der equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, haben sich erneut verbessert. Dies ist insbesondere auf die Ergebnisentwicklung der quirin bank AG zurückzuführen. Das Provisionsergebnis hat sich vor allem infolge des besseren Ertrags aus Beratungsleistungen im Geschäftsfeld Venture Capital erhöht. Wesentliche Komponente des Provisionsergebnisses ist weiterhin die Vergütung der Makler- und der Spezialistentätigkeit. Diese hat sich nur wenig auf 742 T€ verändert (Vj. 769 T€). Die im Nettoergebnis des Handelsbestandes enthaltenen Provisionsaufwendungen stiegen von 7.652 T€ auf 8.043 T€. Hintergrund waren zum einen die weiter gestiegenen Umsätze und der davon abhängigen Provisionsaufwendungen. Da die realisierten Ergebnisse im vergangenen Geschäftsjahr sich deutlich verbesserten, konnte trotz dieser höheren Provisionsaufwendungen ein Anstieg des Nettoergebnisses des Handelsbestands um 15,3 % verbucht werden.

Die sehr positive Ergebnisentwicklung erlaubte die Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis. Die Sonderzahlungen und Tantiemen sind die überwiegende Ursache der um 945 T€ gestiegenen allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Insgesamt haben die anderen Verwaltungsaufwendungen um 605 T€ vor allem aufgrund von kostengünstigeren Abwicklungsprozessen abgenommen.

Die Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bildet die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank nach den Regelungen des § 340e Absatz 4 Handelsgesetzbuch. Da der Fonds 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands dieser Gesellschaft nicht erreicht hat, sind 10 % der Nettoerträge des Handelsbestands der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank in den Fonds einzustellen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag steigen aufgrund des positiven Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr an.

Aus der Ergebnisentwicklung lassen sich die folgenden Kennzahlen ableiten:

- Umsatzäquivalent definiert als Summe der Zinserträge, der laufenden Erträge, der Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, der Provisionserträge, des Nettoergebnisses des Handelsbestands sowie der sonstigen betrieblichen Erträge.

- Aufwands-Ertrags-Relation (CIR) definiert als Quotient aus der Summe der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und den Abschreibungen sowie dem Rohertrag,

- Eigenkapitalrendite (RoE) definiert als Quotient des Jahresüberschusses zuzüglich der Zuweisung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und dem durchschnittlichen Eigenkapital,

- Ergebnis je Aktie (EpS) definiert als Quotient des Jahresüberschusses zuzüglich der Zuweisung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und der Anzahl der Aktien am Bilanzstichtag.

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2012 2013 2014
Umsatzäquivalent 19.459 T€ 32.206 T€ 41.753 T€
CIR 123,4% 76,8% 68,6%
RoE -12,06% 10,36% 23,56%
EpS - 0,479 € 0,366 € 0,949 €

Das positive Umfeld an den Aktienmärkten sowie die relative Stärke gegenüber den Wettbewerbern haben zu einer weiteren Erhöhung insbesondere des Nettoergebnisses des Handelsbestands geführt. Besondere Ereignisse, die zeitweilig besonders starke Marktbewegungen oder extrem hohe Umsatzvolumina hätten nach sich ziehen können, blieben im Geschäftsjahr aus. Im Zuge des Anstiegs des Nettoergebnisses des Handelsbestands erhöhten sich auch die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Neben den umsatzabhängigen Aufwendungen für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte stiegen die Personalaufwendungen aufgrund erfolgsabhängiger Sonderzahlungen an. Da der Anstieg der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen jedoch um einiges geringer ausfiel als der Anstieg der Ertragsseite, verbesserte sich die Aufwands-Ertrags-Relation auf 68,6 %.

Die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr positiv entwickelt.

2.2.2 Finanzlage

Der Konzern finanziert sich weiterhin überwiegend aus Eigenkapital und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Der Fonds ist aufgrund der Tätigkeit einer Tochtergesellschaft und des daraus resultierenden Nettoergebnisses des Handelsbestands 2014 mit 3.354 T€ zu dotieren. Nach fünf Jahren der erstmaligen Zuführungen sind 12.191 T€ eingestellt.

2014 haben die Gesellschaften des Konzerns weiter eigene Aktien im Rahmen der Handelstätigkeit erworben und veräußert. Eine erneute Platzierung der von der Muttergesellschaft direkt gehaltenen eigenen Anteile erfolgte nicht. Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Handels in eigenen Anteilen um 20 T€. Gegenüber dem Vorjahr ist die Konzerneigenkapitalquote von 74,4 % auf 73,4 % zurückgegangen. Die Kundeneinlagen im Rahmen des Private Banking haben sich leicht erhöht.

Primär zur Modernisierung der EDV-Ausstattung wurden 524 T€ investiert. Fremdkapital wurde für die Investitionen nicht aufgenommen.

Die Finanzlage ist geordnet.

2.2.3 Liquidität

Die Liquiditätslage des Konzerns ist durch die gute Eigenkapitalausstattung und die Anlage der Mittel auf täglich fälligen Bankkonten geprägt. Die Guthaben werden für die Abwicklung des umfangreichen Geschäftes bereitgehalten. Ein Teil dient als Sicherheit für die Unterlegung des Risikos aus noch nicht abgewickelten Geschäften. Die Handelsbestände werden im Rahmen der Geschäftstätigkeit kurzfristig umgeschlagen und sind ebenfalls als liquide anzusehen. Die sehr positive Ergebnisentwicklung sowie die Veräußerung von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank haben zu einem entsprechenden Zufluss liquider Mittel geführt.

Im Rahmen des Private Banking werden die recht geringen Kundeneinlagen fristenkongruent angelegt. Für die Durchführung einer Fristentransformation sind die Bestände zu gering. Ausführungen zu den aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffern finden sich im Risikobericht.

Das Beteiligungsgeschäft wird nicht weiter ausgebaut. Da derzeit das Beteiligungsportfolio abgebaut wird, erfolgte keine nennenswerte Nettobelastung der Liquidität.

Im vergangenen Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gegeben.

2.2.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 16.820 T€ an. Auf der Aktivseite erhöhten sich vor allem die Guthaben bei der Deutschen Bundesbank und bei Kreditinstituten. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen infolge der sehr positiven Ergebnisentwicklung sowie der Veräußerung von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank um 13.347 T€.

Auf der Passivseite der Bilanz haben sich vor allem der Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie das Eigenkapital erhöht. Die Erläuterung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken kann dem Abschnitt zur Ertragslage entnommen werden. Der Anstieg des Konzerneigenkapitals stammt aus dem Jahresüberschuss und der Veräußerung von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank. Diese Veräußerung führte zu einem Anstieg des Ausgleichspostens für Anteile anderer Gesellschafter.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.

3 Nachtragsbericht

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

4 Prognose-, Chancen-, Risikobericht

4.1 Risikobericht

Die Risikoberichterstattung orientiert sich an der internen Risikosteuerung. Basis sind die Informationen, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Kenntnis gegeben werden.

4.1.1 Organisation des Risikomanagements

Der Konzern bewegt sich in einem Umfeld, das zum einen starken Schwankungen hinsichtlich des Geschäftsumfanges und zum anderen einer Umwälzung der Rahmenbedingungen unterworfen ist. In diesem Umfeld ist es erforderlich, das Instrumentarium zur Handhabung, Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken kontinuierlich weiter zu entwickeln. Mit den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) besteht ein strenger rechtlicher Rahmen für die Überwachungs- und Steuerungsmechanismen und ihrer Dokumentation. Für den Konzern ist gesetzlich die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank als übergeordnetes Unternehmen definiert. Es hat die Aufgabe, für eine angemessene Risikosteuerung in der Gruppe Sorge zu tragen. Unter Risiko wird grundsätzlich die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Schaden ist dann der Eintritt eines Risikos mit negativen Folgen. Da sich die Gruppe mit der Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank als Liquidity Provider bzw. Spezialist versteht, ist die Bildung und Übernahme von Wertpapierpositionen mit der Erwartung positiver Kursentwicklungen nicht der Ansatz der Geschäftsstrategie. Vielmehr zielt die Geschäftstätigkeit darauf ab, eine Vielzahl von Umsätzen in Wertpapieren zu ermöglichen. Dabei übernimmt die Tochtergesellschaft im Laufe eines Tages zwischenzeitlich die Position als Käufer oder Verkäufer mit dem Ziel, sie weitgehend bis zum Handelsschluss weiter zu handeln. Die Positionen, die bis zum Beginn des Handels am nächsten Tag gehalten werden, sind entsprechend der Strategie der Gesellschaft im Verhältnis zum Handelsvolumen gering. Wenn nennenswerte Einzelpositionen offen gehalten werden, so erfolgt dies im Konzern grundsätzlich im Rahmen von Liquiditätsanlagen. Die Entwicklungen in der deutschen und der europäischen Börsenlandschaft sind ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftstätigkeit und die damit zusammenhängenden technischen Entwicklungen und Rahmenbedingungen. Diese Tendenzen sind frühzeitig auf die Auswirkungen auf die Geschäftsfelder des Konzerns und auf die technischen Notwendigkeiten hin zu beobachten. Falsche Entscheidungen können vor allem zu hohen Kosten, Ertragsausfällen und Zeitverzögerungen führen.

Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der Risiken in Marktpreisrisiken, operationelle Risiken, Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Das Risikomanagementsystem unterscheidet die unmittelbar mit den Risiken umgehenden Bereiche, das Risikomanagement im engeren Sinne und das Risikocontrolling.

Die oberste Ebene des Risikomanagements ist im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Kompetenzen der Gesamtvorstand der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, der sich regelmäßig über die Rahmenbedingungen und die Entwicklung des Konzerns austauscht. Aufgrund der vom Gesamtvorstand beschlossenen Leitlinien und Risikostrategie werden den operativen Bereichen und gruppenangehörigen Unternehmen Handlungs- und Entscheidungsspielräume eröffnet. Das Risikocontrolling, das dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt ist, überwacht die Risikosituation und unterstützt das Risikomanagement insbesondere mit Informationen über eingegangene Risiken. Der Bereich Risikocontrolling hat auch die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems wesentlich mit zu verantworten. Grundlage des Limitsystems ist das erwartete Ergebnis des Geschäftsjahres unter Einbeziehung der aktuellen Eigenkapitalausstattung und des aktuellen Ergebnisses des Geschäftsjahres. Für 2014 wurde eine Verlustobergrenze beschlossen, die für das gesamte Geschäftsjahr unverändert galt.

4.1.2 Institutsaufsicht

Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und mit ihr der Konzern Berliner Effektengesellschaft AG unterliegt aufgrund der Erlaubnis, Bank- und Finanzdienstleistungen erbringen zu dürfen, der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Danach sind monatlich ein Zwischenausweis, die Berechnungen zur Liquiditätsverordnung sowie quartalsweise die Berechnungen zur Solvenz, Verschuldung, Liquidität und Meldungen zu Groß- und Millionenkrediten abzugeben. Bei besonderen Ereignissen sind zudem gesonderte Anzeigen einzureichen. Aufgrund der Erlaubnis bestimmte Bankgeschäfte zu betreiben, ist die Gesellschaft verpflichtet, eine interne Revision gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement zu unterhalten.

Gemäß Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und Rates vom 26. Juni 2013, auch als Capital Requirement Regulation oder CRR bezeichnet, sind bestimmte Informationen offen zu legen. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank kommt den Offenlegungsvorschriften mit einem separaten Offenlegungsbericht nach.

Die Finanzholding-Gruppe Berliner Effektengesellschaft AG hat die Regelungen zur CRR auf Gruppenebene, zum zusammengefassten Monatsausweis und zur Verordnung zur Einreichung von Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationen nach dem Kreditwesengesetz zu beachten. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist per Gesetz übergeordnetes Unternehmen der Finanzholding-Gruppe. Die aufsichtsrechtliche Gruppe umfasst grundsätzlich alle Unternehmen, die auch in den handelsrechtlichen Konzernabschluss einbezogen werden. Lediglich die den sonstigen Unternehmen zuzurechnenden Konzerngesellschaften sowie die Sondervermögen sind in die Zusammenfassung nach dem KWG nicht einzubeziehen. Für die Finanzholding-Gruppe Berliner Effektengesellschaft AG ist die Ex-tra Sportwetten AG, Wien, die im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den HGB-Konzernabschluss einbezogen wird, nicht in dieser Zusammenfassung enthalten. Ein Abzug des Buchwertes erfolgt für diese aufsichtsrechtlich nicht. Die quirin bank AG wird in den HGB-Konzernabschluss at equity einbezogen. Für die aufsichtsrechtlichen Meldungen stellt sie nur eine Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG dar. Die quirin bank AG ist ein eigenständig meldepflichtiges Institut.

Die Eigenmittel der Finanzholding-Gruppe setzen sich aus dem gezeichneten Kapital der Berliner Effektengesellschaft AG, ihrer Kapitalrücklage sowie den sonstigen Rücklagen zusammen, soweit sie im Rahmen der Eigenkapitalkonsolidierung nicht gekürzt werden. Davon werden eigene Anteile, aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung und immaterielle Vermögensgegenstände abgezogen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Software und erworbene Werte ausgewiesen. Die Eigenmittel der Gruppe setzen sich ausschließlich aus Kernkapital zusammen. Für den 31. Dezember 2014 setzen sich die Eigenmittelanforderung und die Eigenmittel wie folgt zusammen:

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Risikopositionen Betrag
Adressenausfallrisiken 51.617 T€
Marktrisikopositionen 10.536 T€
operationelles Risiko 48.070 T€
Summe 110.223 T€

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Bezeichnung Betrag
eingezahltes Kapital 13.872 T€
Kapitalrücklage 31.533 T€
eigene Anteile -59 T€
einbehaltene Gewinne -7.699 T€
Sonderposten für allgemeine Bankrisiken 5.403 T€
Anteile in Fremdbesitz 1.170 T€
Übergangsvorschrift zu Anteile in Fremdbesitz 14.821 T€
Geschäfts- und Firmenwert -390 T€
immaterielle Vermögensgegenstände -410 T€
sonstige Anpassungen -2.466 T€
hartes Kernkapital 55.775 T€

Die Meldung für die Finanzholding-Gruppe Berliner Effektengesellschaft AG erfolgt nach der CRR. Die Gesamtkapitalquote gemäß CRR auf Gruppenebene betrug von Januar bis Dezember 2014 zwischen 38,88 und 50,60.

4.1.3 Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken werden negative Abweichungen von erwarteten Marktpreisentwicklungen verstanden. Marktpreise sind Zinsen, Aktienkurse und Devisenkurse. Aus der Änderung resultieren Veränderungen des Wertes von im Bestand befindlichen Finanzinstrumenten, z. B. Aktien, Anleihen oder Bankguthaben in Fremdwährung, die zu ergebniswirksamen Abschreibungen führen können. Da ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Handel und der Vermittlung von Wertpapiergeschäften in Aktien ausländischer Unternehmen liegt, insbesondere in US-amerikanischen Titeln, kommt hier zudem ein indirektes Fremdwährungsrisiko zum Tragen. Änderungen z.B. des Devisenkurses des US-$ ziehen bei idealen Märkten entsprechende Änderungen des Aktienkurses in € nach sich. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird dieses Risiko aus Wertpapiergeschäften implizit im Rahmen des Aktienkursrisikos betrachtet.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Controllinglimite gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen überwacht. Aufgrund der Ergebniserwartung für 2014 und der Eigenkapitalausstattung wurde eine absolute Verlustobergrenze für alle Geschäfte der Gesellschaft seitens des Vorstandes beschlossen. Ferner wurden den anderen zur Gruppe gehörenden Unternehmen in Abstimmung mit deren Geschäftsleitungen Risikolimite zugeordnet. Ein Teil dieser Verlustobergrenze wurde als Controllinglimite auf die einzelnen Handelsbereiche aufgeteilt. Mit diesen Controllinglimiten werden die schwebenden Verluste aus den offenen Positionen begrenzt. Die schwebenden Verluste errechnen sich aus dem Wert der offenen Position und dem aktuellen Wert anhand eines Referenzpreises. Dieser Referenzpreis wird laufend ermittelt und in das Überwachungssystem eingespielt. In 2014 kam es zu gelegentlichen, kurzfristigen Überschreitungen der meistens nur gering ausgelasteten Limite. Hintergrund der Limitüberschreitungen war in fast allen Fällen eine fehlerhafte Versorgung des Überwachungssystems mit Referenzpreisen. Bei einer Benachrichtigung des Risikocontrollings über eine Limitüberschreitung wird die Ursache ermittelt und der Controllingvorstand entsprechend informiert. Der Controllingvorstand hält dann Rücksprache mit dem betroffenen Handelsvorstand über die zu treffenden Maßnahmen und informiert das Risikocontrolling über das Ergebnis. Bei realisierten Verlusten, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten, erfolgt automatisch eine Reduzierung des betreffenden Limits. In einem nachfolgenden Abgleich des aktuellen Ergebnisses der Gesellschaft mit dem geplanten Ergebnis wird über die Beibehaltung oder die Änderung der Limitanpassung entschieden. In 2014 erfolgte keine Anpassung der Controllinglimite.

Ergänzend besteht ein Limit speziell für die Risiken aus möglichen Beständen der Liquiditätsreserve. Die Bemessung der Höhe der Risiken wird analog der Betrachtung bei den Handelsbeständen gehandhabt. Bei Limitüberschreitungen wird der Vorstand unverzüglich informiert, der über die weitere Behandlung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve beschließt.

Ein weiteres Controllinglimit besteht für Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Kunden und Lieferanten, sofern diese nicht auf € lauten. Hier sind insbesondere Risiken aus bei inländischen Kreditinstituten bestehenden USD-Guthaben zu nennen. Limitüberschreitungen gab es hier nicht. Sofern Limitüberschreitungen im Laufe eines Geschäftsjahres eintreten, ist eine Benachrichtigung des Controllingvorstandes und des Handelsvorstandes vorgesehen, die dann über die weitere Vorgehensweise beschließen. Devisenswaps zum Management des Devisenrisikos wurden im vergangenen Jahr nicht eingesetzt.

4.1.4 Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken sind die Risiken zu verstehen, die aus unangemessenen oder fehlerhaften Betriebsabläufen resultieren oder durch Mitarbeiter, Systeme oder externe Ereignisse, einschließlich der Rechtsrisiken, hervorgerufen werden.

Die bestehende Risikomatrix wurde bezüglich der Risiken, der Frühwarnindikatoren und möglichen Gegenmaßnahmen überprüft. Soweit es neue Erfahrungswerte gab, wurden die Frühwarnindikatoren neu in die Risikomatrix aufgenommen oder angepasst. Um einen Überblick über eintretende Schäden zu erhalten, waren die Mitarbeiter gehalten, Schadensfälle, die eine jeweils definierte Bagatellgrenze übersteigen, an das Risikocontrolling zu melden. Die entstandenen Schäden, die in erhöhtem Arbeitsaufwand bestanden, waren als gering einzustufen. Im Bereich IT-Operations wird eine Liste für Systemänderungen, -störungen und -ausfälle geführt, die regelmäßig mit der Schadensfalldatenbank abgeglichen wird. Im vergangenen Jahr traten keine nennenswerten Störungen auf, die bestimmbare oder nennenswerte Schäden verursachten.

Das Management der operationellen Risiken obliegt den jeweiligen Geschäftsleitungen oder Abteilungsleitern. Sie überwachen die Arbeitsabläufe, greifen bei Bedarf ein oder passen sie an. Für operationelle Risiken wurde auf Basis der Eigenkapitalanforderung nach der Solvabilitätsverordnung ein Teil der Verlustobergrenze reserviert.

4.1.5 Sonstige Risiken

Die sonstigen Risiken umfassen die Adressenausfallrisiken und die Liquiditätsrisiken. Das Adressenausfallrisiko ist die Gefahr, dass Forderungen nicht rechtzeitig, nicht in voller Höhe oder gar nicht zurückgezahlt werden. Der Konzern hat ganz überwiegend Forderungen an Kreditinstitute. Wichtigste Bankverbindung, bei der auch die wesentlichen Teile der Liquiditätsanlagen getätigt wurden, ist die quirin bank AG. Da die quirin bank AG aufgrund der Konzernzugehörigkeit im Rahmen des Assoziierungsverhältnisses in ein monatliches Berichtswesen eingebunden ist und personelle Verflechtungen bestehen - der Vorsitzende des Vorstands ist Mitglied des Aufsichtsrates der quirin bank AG - stehen grundsätzlich zeitnah ausreichend Informationen zur wirtschaftlichen Lage zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen Konten bei weiteren inländischen Kreditinstituten sowie einem ausländischen Kreditinstitut. Neben diesen dem Zahlungsverkehr und der Geldanlage dienenden Bankkonten bestehen Forderungen auf Steuerrückzahlungen sowie Forderungen aus dem Wertpapiergeschäft an andere Makler. Da diese über die Börsensysteme reguliert werden und die Marktteilnehmer der Aufsicht durch die Börsen und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegen, sind die Risiken hierdurch als gering anzusehen.

Um das Adressenausfallrisiko zu minimieren, unterliegen alle einzelnen Transaktionen mit Adressen, die nicht über eine Zulassung an einer deutschen, westeuropäischen oder amerikanischen Börse verfügen, einer gesonderten Überwachung direkt durch den Vorstand. Dies betrifft überwiegend osteuropäische Handelsadressen.

Unter dem Liquiditätsrisiko sind die Gefahren zu verstehen, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht in vollem Umfang nachkommen oder Vermögensgegenstände aufgrund illiquider Märkte nicht oder nicht zu einem angenommenen Preis veräußern zu können. Die Steuerung der Zahlungsbereitschaft erfolgt dezentral in den einzelnen Gesellschaften. Unter anderem werden im Rahmen einer Planung die Zahlungsein- und Zahlungsausgänge für die folgenden zwölf Monate abgeschätzt. Das erste Quartal wird auf Monatsbasis, die folgenden werden auf Quartalsbasis berichtet. Sollten bestimmte Grenzen unterschritten werden, erfolgt eine gegenüber dem normalen Turnus häufigere Berichterstattung. Im vergangenen Jahr wurden die selbst gesetzten Grenzen nicht unterschritten. Ergänzend unterliegt die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank den Bestimmungen der Liquiditätsverordnung, die bestimmte Mindestanforderungen an das Verhältnis von Finanzmitteln und Finanzverpflichtungen stellt. Die Kennziffern schwankten im vergangenen Jahr zwischen 5,21 und 11,88, bei einer Mindestkennziffer von 1. Seit dem 1. Januar 2014 haben Institute eine Liquiditätsdeckungsanforderung (LCR) zu erfüllen und für eine stabile Refinanzierung zu sorgen. Im Rahmen der Liquiditätsdeckungsanforderung sind liquide Aktiva mindestens in einer Höhe vorzuhalten, deren Gesamtwert die im Rahmen der Capital Requirement Regulation definierten Liquiditätsabflüsse abzüglich der ebenfalls dort definierten Liquiditätszuflüsse unter Stressbedingungen abdeckt. Das Verhältnis der liquiden Aktiva zu den Netto-Liquiditätsabflüssen betrug im vergangenen Geschäftsjahr zwischen 2,36 und 15,11. Im Rah-men der stabilen Refinanzierung wird sichergestellt, dass die langfristigen Verbindlichkeiten angemessen durch eine stabile Refinanzierung unterlegt sind. Aufgrund der Struktur des Ge-schäftes und der vorhandenen Eigenmittel ist die langfristige Refinanzierung im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet gewesen. Das Marktliquiditätsrisiko wird durch die Auswahl der Handelsplätze, eine Berücksichtigung der jeweils aktuellen Marktlage beim Abschluss von Geschäften und der Begrenzung der offenen Positionen gesteuert und überwacht.

4.1.6 Berichterstattung

Der Gesamtvorstand erhält täglich einen Risikobericht, der die realisierten Ergebnisse des letzten Handelstages, des laufenden Monats und des laufenden Jahres sowie Angaben zu Limitänderungen und zu besonderen Vorkommnissen, wie nennenswerte Limitüberschreitungen und außergewöhnliche Geschäftsabschlüsse hinsichtlich Geschäftspartner, Volumen oder Konditionen enthält. Die Angaben zu den weiteren wesentlichen Risiken der Gesellschaft werden ebenfalls in den Bericht aufgenommen. Insbesondere Angaben zu Schadensfällen aus operationellen Risiken, besonderen Vorkommnissen und getroffenen Maßnahmen finden in den Bericht Eingang. Dieser Risikobericht ergänzt den monatlich dem Vorstand zur Verfügung gestellten Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung. Dieser enthält neben der Bilanz und der Ergebnisrechnung Angaben zur Mitarbeiterentwicklung, zur Entwicklung der Wertpapiergeschäfte und einige Kennziffern. Über die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft erhält der Vorstand derzeit quartalsweise eine detaillierte Aufstellung. Um die Transparenz der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen zu erhöhen, werden dem Vorstand und den Abteilungsleitern auf Anforderung Auswertungen über die den jeweiligen Bereichen zugerechneten Kosten zur Verfügung gestellt. In Gesprächen werden dann Fragen geklärt und ggf. Maßnahmen besprochen. Neben der höheren Transparenz soll auch die Sensibilität der Verantwortlichen gefördert werden.

4.2 Prognose- und Chancenbericht

Der Konzern plant derzeit nicht, seine Geschäftsausrichtung wesentlich zu ändern, sondern wird weiter als Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft bzw. als Beteiligungsgesellschaft agieren. Die Auslagerung der verschiedenen operativen Geschäftsfelder mit unterschiedlichen Risiken, unterschiedlichen benötigten Lizenzen und unterschiedlichem Kapitalbedarf, der von Fall zu Fall auch durch die Aufnahme neuer Gesellschafter gedeckt werden kann, hat sich als richtig und praktikabel erwiesen.

Die Tradegate AG bleibt langfristig die wichtigste Konzerngesellschaft der Berliner Effektengesellschaft AG. Das Tochterunternehmen strebt 2015 Umsätze zumindest auf dem Vorjahresniveau an. Allerdings hat die Gesellschaft bereits einen sehr guten Jahresstart mit einem Wachstum beim Transaktionsvolumen in den Monaten Januar und Februar vermeldet. Die Marktstellung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Wettbewerb bleibt ausgezeichnet und sollte weiter ausgebaut werden können. Eine unbekannte Größe bleibt die im Gespräch befindliche mögliche Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer. Je nach konkreter Ausgestaltung könnte eine solche Steuer sich gerade im Handel mit Privatanlegern sehr ungünstig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken. Eine Umsetzung einer solchen Steuer noch im Jahr 2015 ist allerdings sehr unwahrscheinlich.

Die Ventegis Capital AG wird nach dem im Jahr 2013 durchgeführten so genannten Squeeze-out-Verfahren in den nächsten Jahren keine neuen Beteiligungen eingehen, sondern sich auf die Entwicklung der drei verbliebenen Beteiligungen konzentrieren. Die bereits reduzierten allgemeinen Verwaltungskosten sollten durch Einnahmen aus Beratungsgeschäft mindestens abgedeckt werden können. Weiteres Abschreibungspotenzial auf das verbleibende Beteiligungsportfolio ist derzeit nicht erkennbar. In 2015 wird für eine bestehende Beteiligung im Rahmen eines extern angelegten M&A-Prozesses der Verkauf angestrebt. Insgesamt strebt die Gesellschaft ohne diesen potentiellen Verkauf zunächst ein zumindest ausgeglichenes Geschäftsergebnis an.

Die dritte wesentliche Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG ist die quirin bank AG. Diese konnte im Jahr 2014 den Jahresüberschuss um fast 80% steigern. Das innovative Geschäftsmodell als Honorarberatungsbank bleibt angesichts des bekannt schwierigen Kapitalmarktumfeldes und der strikten Geschäftsphilosophie, keine unkalkulierbaren Risiken für die Bank und ihre Kunden einzugehen, weiter herausfordernd. Für die Wertentwicklung dieser Beteiligung ist bei einer weiter erfolgreichen Umsetzung des innovativen Geschäftskonzeptes erhebliches Potenzial gegeben. Dividendenzahlungen sind mittelfristig aus dieser Beteiligung nicht zu erwarten.

Die Tochtergesellschaft Ex-tra Sportwetten AG in Wien wird in 2015 ohne Fußballweltmeisterschaft oder Europameisterschaft kaum Umsätze bzw. Erträge erzielen können.

Die Berliner Effektengesellschaft AG selbst benötigt mittelfristig keinen Kapitalzufluss zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele und plant daher keine Kapitalerhöhungen. Die jeweils vorhandene Liquidität und mögliche Liquiditätszuflüsse sollen teilweise zur Zahlung von angemessenen Dividenden und für weitere Aktienrückkäufe auf günstigem Kursniveau genutzt werden. Die überwiegende Liquidität wird dagegen zunächst als Investitionsreserve in der Gesellschaft verbleiben, um jederzeit Handlungsspielräume zur strategischen Fortentwicklung des Geschäftes zu behalten.

Mit seinen operativen Gesellschaften bzw. Beteiligungen aus der Finanzbranche bleibt der Konzern in hohem Maße abhängig von einem positiven Kapitalmarktumfeld. Sofern das Kapitalmarktumfeld sich nicht wieder verschlechtert und ohne Berücksichtigung der Auswirkungen einer möglichen Finanztransaktionssteuer, ist für das Geschäftsjahr 2015 mit einem guten operativen Konzernergebnis zu rechnen. Unter Berücksichtigung von Sondereffekten im Geschäftsjahr 2014 aus der Veränderung der Gesellschafterverhältnisse bei der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank wird der Konzernjahresüberschuss im Folgejahr voraussichtlich geringer ausfallen.

Berlin, 20. März 2015

Berliner Effektengesellschaft AG

Holger Timm

Karsten Haesen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Aktivseite

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Euro Euro Euro tsd. Euro Vorjahr
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.534,58 2
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 5.147.786,12 5.149.320,70 3.154
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 52.539.174,46 39.191
b) andere Forderungen 2.070.143,75 54.609.318,21 2.071
3. Forderungen an Kunden 277.618,62 518
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert -,-- €
Kommunalkredite -,-- €
an Finanzdienstleistungsinstitute 25.960,64 € (5)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,-- €
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,-- €
bb) von anderen Emittenten 688.385,45 688.385,45 688.385,45 1.337
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbank -,-- €
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 114.900,22 231
5a. Handelsbestand 4.247.463,70 4.116
6. Beteiligungen 3.625.665,56 2.840
darunter:
an Kreditinstituten -,-- €
an Finanzdienstleistungsinstituten -,-- €
7. darunter: 10.706.564,57 9.924
an Kreditinstituten 10.422.220,81 €
an Finanzdienstleistungsinstituten -,-- € (9.679)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten -,-- €
an Finanzdienstleistungsinstituten -,-- €
9. Immaterielle Anlagewerte 764.299,30 819
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten 409.928,00 142
b) Geschäfts- oder Firmenwert 354.371,30 677
10. Sachanlagen 395.152,00 364
11. Sonstige Vermögensgegenstände 3.422.163,74 2.619
12. Rechnungsabgrenzungsposten 14.844,54 7
13. Aktive latente Steuern 26.780,61 29
Summe der Aktiva 84.042.477,22 67.222
Passivseite
Euro Euro Euro tsd. Euro Vorjahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 309.020,73 362
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 309.020,73 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a ) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 1.767.430,86 941
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 8.297,93 € (8)
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 1.767.430,86 1.767.430,86 0
3. Handelsbestand 1.410.244,18 2.043
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.770.916,83 1.460
5. Passive latente Steuern 39.318,74 38
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0
b) Steuerrückstellungen 1.321.974,95 1.297
c) andere Rückstellungen 2.768.825,48 4.090.800,43 2.261
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 12.191.242,14 8.837
darunter: nach § 340e Abs. IV HGB 12.191.242,14 € (8.837)
9. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 13.872.337,00 13.872
eigene Aktien -58.427,00 13.813.910,00 -44
b) Kapitalrücklage 31.583.477,49 31.563
c) erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 3.315.113,32 -4.441
d) Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 13.751.002,50 62.463.503,31 9.034
Summe der Passiva 84.042.477,22 67.222
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 0,00 0,00 0
2. Andere Verpflichtungen
a) unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00 0

Berlin, 20. März 2015

Holger Timm

Karsten Haesen

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014

der Berliner Effektengesellschaft AG

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Euro Euro Euro tsd. Euro Vorjahr
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 30.326,98 103,1
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 50.302,81 80.629,79 90,5
2. Zinsaufwendungen -7.223,80 73.405,99 -12,7
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 0,00 0,0
4. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 832.806,07 479,3
5. Provisionserträge 1.329.970,29 980,6
6. Provisionsaufwendungen -214.019,62 1.115.950,67 -196,4
7. Nettoertrag des Handelsbestands 33.703.202,90 29.231,5
8. Sonstige betriebliche Erträge 5.806.608,71 1.320,9
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -10.500.685,90 -9.020,1
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -1.153.681,84 -11.654.367,74 -1.084,0
darunter: für Altersvorsorge 133,57 € 0,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen -12.327.094,36 -23.981.462,10 -12.932,4
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte
und Sachanlagen -530.725,62 -514,1
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen -71.995,53 -511,8
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -75.250,77 -307,0
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 150.988,17 143,6
14. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 -25,0
15. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 33.486,70 0,0
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 17.057.015,19 7.746,0
17. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -3.353.823,58 -2.917,8
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.895.333,08 -2.673,8
19. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 11 ausgewiesen 1.894,13 5,1
20. Jahresüberschuss 9.809.752,66 2.159,5
21. Anteile fremder Gesellschafter am Jahresüberschuss -1.292.686,48 -1.210,9

Berlin, 20. März 2015

Holger Timm

Karsten Haesen

Kapitalflussrechnung

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2014 2013
Jahresüberschuss 9.810 2.159
im Jahresüberschuß enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen - 251 502
Veränderungen der Rückstellungen 533 1.852
Andere zahlungsunwirksame Aufwednungen / Erträge 51.840 43.837
Gewinn / Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen - 4.697 -
Sonstige Anpassungen (per Saldo) 3.754 135
Zwischensumme 60.989 48.485
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen
an Kreditinstitute (befristet) 1 2.011
an Kunden - 109 147
Handelsaktiva - 48.754 - 40.316
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit - 32 1.140
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten - 362 - 497
gegenüber Kunden 808 174
Handelspassiva - 633 1.015
andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit 759 - 709
erhaltene Zinsen und Dividenden 226 154
gezahlte Zinsen -3 -3
Ertragsteuerzahlungen / -rückzahlungen - 3.972 - 258
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.918 11.343
Einzahlungen aus der Veräußerung von
Beteiligungs- und Wertpapierbestand 33 747
ass UN - -
Immateriellen Vemögensgegenständen und Sachanlagen 58 -
Auszahlungen für den Erwerb von
Beteiligungs- und Wertpapierbestand - 437 - 1.212
Immateriellen Vemögensgegenständen und Sachanlagen - 565 - 221
Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - -
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - -
Mittelveränderungen aus sonstiger Investitionstätigkeit (per Saldo) - -
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 911 - 686
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile etc.) 9.070 389
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter
Dividendenzahlungen - 1.046 -
sonstige Auszahlungen (Käufe von eigenen Aktien) - 690 - 616
Mittelveränderungen aus Nachrangkapital sowie sonstigem hybriden Kapital (per Saldo) - -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 7.334 - 227
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 42.347 31.917
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.918 11.343
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 911 - 686
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 7.334 - 227
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - -
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 57.688 42.347

Konzerneigenkapitalspiegel

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Mutterunternehmen
gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage erwirtschaftetes Konzerneigenkapital eigene Anteile Eigenkapital Minderheitenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
Kapital zum 31.12.2012 13.872.337,00€ 31.559.738,90€ -5.411.884,47€ -50.771,00€ 39.969.420,43€ 7.996.746,24€
Ausgabe Aktien -€
Veräußerung eigener Aktien 3.250,19€ 123.307,96€ 36.753,00€ 163.311,15€
Erwerb / Einziehung eigener Aktien -€ -101.097,06€ -30.351,00€ -131.448,06€
gezahlte Dividenden -€
Änderung des Konsolidierungskreises -€
übrige Veränderungen -€ -173.814,96€
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12. 948.533,24€ 948.533,24€ 1.210.901,84€
Kapital zum 31.12.2013 13.872.337,00€ 31.562.989,09€ -4.441.140,33€ -44.369,00€ 40.949.816,76€ 9.033.833,12€
Ausgabe Aktien -€
Veräußerung eigener Aktien 20.488,40€ 491.017,15€ 114.431,00€ 625.936,55€
Erwerb / Einziehung eigener Aktien -559.170,37€ -128.489,00€ -687.659,37€
gezahlte Dividenden -692.659,31€ -692.659,31€ -353.502,15€
Änderung des Konsolidierungskreises -€
übrige Veränderungen -€ -€ 3.777.985,05€
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12. 8.517.066,18€ 8.517.066,18€ 1.292.686,48€
Kapital zum 31.12.2014 13.872.337,00€ 31.583.477,49€ 3.315.113,32€ -58.427,00€ 48.712.500,81€ 13.751.002,50€

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Konzerneigenkapital
Kapital zum 31.12.2012 47.966.166,67€
Ausgabe Aktien -€
Veräußerung eigener Aktien 163.311,15€
Erwerb / Einziehung eigener Aktien -131.448,06€
gezahlte Dividenden -€
Änderung des Konsolidierungskreises -€
übrige Veränderungen -173.814,96€
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12. 2.159.435,08€
Kapital zum 31.12.2013 49.983.649,88€
Ausgabe Aktien -€
Veräußerung eigener Aktien 625.936,55€
Erwerb / Einziehung eigener Aktien -687.659,37€
gezahlte Dividenden -1.046.161,46€
Änderung des Konsolidierungskreises -€
übrige Veränderungen 3.777.985,05€
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12. 9.809.752,66€
Kapital zum 31.12.2014 62.463.503,31€

Konzernanhang zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2014

der Berliner Effektengesellschaft AG

A) Grundsätzliches

Konsolidierungskreis

Die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, ist Muttergesellschaft für den Konzern Berliner Effektengesellschaft AG. In den Konzernabschluss einbezogen sind insgesamt – neben dem Mutterunternehmen – drei Tochterunternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält.

In dem Konzernabschluss werden als voll konsolidierte Unternehmen abgebildet:

- Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin

- Ex-tra Sportwetten AG, Wien, Österreich

- Ventegis Capital AG, Berlin

Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist 61,1 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG.

Unternehmensgegenstand ist die Vermittlung von Wertpapiergeschäften, die Anschaffung und die Veräußerung von Wertpapieren sowie insbesondere die Preis- bzw. Kursfeststellung im Freiverkehr und im Geregelten Markt. Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde eine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt. Die Erlaubnis umfasst im Wesentlichen:

- die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung)

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen und für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft)

- und die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft)

- die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft)

- die Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft).

- die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft)

- die Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und des Abrechnungsverkehrs (Girogeschäft)

- die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter (Anlageberatung)

- den Betrieb eines multilateralen Handelssystems

- die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung (Eigengeschäft)

Die Ex-tra Sportwetten AG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG.

Unternehmensgegenstand ist die Emission von Zertifikaten auf Sportwetten. Die Gesellschaft hat eine unbefristete Lizenz zum Anbieten von Sportwetten.

Die Ventegis Capital AG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an innovativen Wachstumsunternehmen sowie deren Förderung und Entwicklung einschließlich des Beteiligungsengagements auch für Dritte sowie das Erbringen von Beratungsleistungen für Unternehmen, insbesondere Dienstleistungen im Bereich Corporate Finance, soweit sie keiner gesetzlichen Erlaubnis bedürfen.

In dem Konzernabschluss werden als at-equity konsolidierte Unternehmen abgebildet:

- Tradegate Exchange GmbH, Berlin

- quirin bank AG, Berlin

Die Tradegate Exchange GmbH ist zum Bilanzstichtag eine 25 %ige Beteiligung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.

Unternehmensgegenstand ist der Betrieb einer Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin gemäß den Vorschriften des Börsengesetzes. Die Erlaubnis zum Betrieb wurde am 20. Mai 2009 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen - Börsenaufsichtsbehörde – des Landes Berlin erteilt.

Die quirin bank AG ist ein assoziiertes Unternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Die Anteilsquote beträgt 25,5 %.

Unternehmensgegenstand ist das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften mit Ausnahme des Investmentgeschäfts und damit zusammenhängenden Geschäften. Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde eine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt. Die Erlaubnis umfasst:

- die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft),

- die Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft),

- die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft),

- die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen für andere (Garantiegeschäft),

- die Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und des Abrechnungsverkehrs (Girogeschäft),

- die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft),

- die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung),

- die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel),

- und die Besorgung von Zahlungsaufträgen (Finanztransfergeschäft).

Die Berliner Effektengesellschaft AG wird zum 31. Dezember 2014 in keinen Konzernabschluss einbezogen. Herr Holger Timm ist Mehrheitsgesellschafter der Berliner Effektengesellschaft AG. Ihm sind 80,9 % der Stimmrechte zuzurechnen, davon 32,5% mittelbar über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH, Berlin.

Auf die Einbeziehung der Eco Investors Germany Management GmbH, Berlin, in die Vollkonsolidierung wird nach § 296 Absatz 2 HGB verzichtet. Die Ventegis Capital AG hält an der Gesellschaft 100,0 % der Anteile. Die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft sind wie auch die Ertragslage für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung.

Die opTricon Entwicklungsgesellschaft für Optische Technologien mbH, an der die Ventegis Capital AG 25,9 % der Anteile hält, wird nach § 311 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung und der beabsichtigten Veräußerung nicht at-equity in den Konzernabschluss einbezogen, sondern als Beteiligung ausgewiesen.

B) Allgemeine Angaben zur Gliederung des Konzernabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kreditinstitute sowie der letztmalig am 28. August 2013 geänderten Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV; für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde in € vorgenommen.

Die Tochterunternehmen wurden nach der Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB konsolidiert. Die Konsolidierung erfolgt auf den jeweiligen Erwerbszeitpunkt der Anteile. Dabei wurden Käufe von nur wenigen Anteilen mit wesentlichen Erwerbsvorgängen zusammengefasst.

Die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte wurden vom Erwerbszeitpunkt an fortgeschrieben. Sie werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren linear abgeschrieben.

Die assoziierten Unternehmen werden im Rahmen Buchwertmethode nach § 312 Abs.1 HGB at-equity im Konzernabschluss ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden ebenso wie entsprechende Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet.

Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB sind nicht anzusetzen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind zum Nennwert bilanziert. Wertpapiere unterscheidet die Gesellschaft in Handelsbestände, Bestände der Liquiditätsreserve (Wertpapiere, die weder wie Anlagevermögen behandelt werden, noch Teil des Handelsbestands sind) und Wertpapiere, die wie Anlagevermögen behandelt werden.

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips pro Wertpapiergattung zu den fortlaufend ermittelten Durchschnittswerten oder niedrigeren Tageswerten des Bilanzstichtags bewertet.

Wertpapiere, die wie Anlagevermögen behandelt werden, sind in der Bilanz nicht enthalten.

Die Wertpapiere des Handelsbestands werden in der Bilanz im Posten „Handelsbestand“ auf der jeweiligen Seite der Bilanz ausgewiesen.

Wertpapiere des Handelsbestands sind zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags zu bewerten. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktpreis. Soweit kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, ist der beizulegende Zeitwert mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zu bestimmen. Lässt sich der beizulegende Zeitwert weder an einem aktiven Markt noch nach einer anerkannten Bewertungsmethode ermitteln, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten fortzuführen. Im Konzern sind die Wertpapiere des Handelsbestands anhand von Marktpreisen bewertet. In einzelnen Gattungen liegen keine Marktpreise von aktiven Märkten vor. Dies geht in der Regel mit einem beizulegenden Wert am Abschlussstichtag in Höhe von Null einher, sodass diese vollständig abgeschrieben wurden. Anerkannte Bewertungsmethoden wurden nicht angewandt. Der Risikoabschlag wird zum Bilanzstichtag in Höhe der nicht realisierten Reserven bemessen. Der vorgenommene Risikoabschlag trägt damit den Ausfallwahrscheinlichkeiten der realisierbaren Gewinne Rechnung.

Die Beteiligungen und die Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert.

Die Aktien der Muttergesellschaft, die die Gesellschaften des Konzerns im Bestand haben, sind als Korrekturposten im Eigenkapital auszuweisen. Die Anschaffungskosten sind in Höhe des rechnerischen Werts offen vom gezeichneten Kapital abzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen rechnerischem Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Aktien ist von den frei verfügbaren Rücklagen abzusetzen. Die Veräußerungserlöse sind in Höhe des rechnerischen Werts dem gezeichneten Kapital hinzuzurechnen. Ein übersteigender Betrag ist in Höhe des beim Erwerb verrechneten Betrages den freien Rücklagen wieder hinzuzurechnen. Ein darüber hinausgehender Veräußerungserlös ist in die Kapitalrücklage einzustellen.

Erkennbaren Risiken ist durch Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer handelsrechtlich zulässiger Abschreibungen bewertet. Geschäfts- und Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, maximal fünf Jahre linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden von uns bis 2007 und ab dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und ausgebucht. Die in den Jahren 2008 und 2009 erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter werden entsprechend der steuerlichen Regelung über fünf Jahre abgeschrieben, beginnend ab dem Jahr der Anschaffung.

Latente Steueransprüche und -verpflichtungen berechnen sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtliche Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte (temporäre Unterschiede). Sie wurden mit den Ertragsteuersätzen bewertet, deren Gültigkeit für die entsprechende Periode ihrer Realisierung zu erwarten ist und die zum Bilanzstichtag gültig sind. Es ist ein durchschnittlicher Ertragsteuersatz in Höhe von 30,39 % angesetzt worden.

Verbindlichkeiten bilanzieren wir, soweit sie verzinslich sind, mit ihrem Erfüllungsbetrag. Lieferverbindlichkeiten aus dem Leerverkauf von Wertpapieren sind zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags unter dem Posten Handelsbestand ausgewiesen. Der Risikozuschlag wird analog zu dem Risikoabschlag für aktive Handelsbestände gebildet.

Die Rückstellungen für Steuern, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften haben wir in Höhe des Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst worden.

Die zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden bei den zugrunde liegenden Forderungen oder Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist gemäß § 340e Abs. 4 HGB verpflichtet, dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB jährlich zehn Prozent der Nettoerträge des Handelsbestands zuzuführen. Der Posten darf zum Ausgleich von Nettoaufwendungen des Handelsbestands, eines Jahresfehlbetrages oder eines Verlustvortrages aufgelöst werden oder soweit er 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands übersteigt. Die anderen Gesellschaften haben diesen Posten nicht zu bilden, führen jedoch ebenfalls Handelsgeschäfte durch, die im Konzern unter den Nettoträgen des Handelsbestandes ausgewiesen werden.

Währungsumrechnung

Die Bewertung der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden ist nach den Bestimmungen des § 340h in Verbindung mit § 256a HGB vorgenommen worden. Eine Abweichung erfolgte für Aktien, die an einer Börse in € notiert werden und deren Nennwert bzw. deren rechnerischer Wert (z. B. Stückaktien) auf Fremdwährung lautet. Hierunter können zum Beispiel Aktien von US-amerikanischen Gesellschaften fallen, deren Kapital auf US-Dollar lautet. Diese Wertpapiere haben wir mit den in € an einer deutschen Börse festgestellten Schlusskursen zum 30. Dezember 2014 bewertet.

Alle anderen auf Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Referenzkursen der Europäischen Zentralbank oder, falls keine Referenzkurse festgestellt werden, zu am Devisenmarkt ermittelbaren Mittelkursen des Bilanzstichtages umgerechnet.

C) Erläuterungen zur Bilanz

Restlaufzeitengliederung

Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:

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in EUR 2014 2013
Andere Forderungen an Kreditinstitute
a) bis zu drei Monaten 2.070.143,75 2.070.966,00
2.070.143,75 2.070.966,00
Forderungen an Kunden
a) bis zu drei Monaten 112.065,70 -
b) mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 75.816,67 451.753,29
c) mit unbestimmter Laufzeit 89.736,25 66.032,69
277.618,62 517.785,98
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) täglich fällig 1.767.430,86 941.302,50
1.767.430,86 941.302,50

Gesamtbetrag aller auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden

Die Beträge stellen die Summen aus den €-Gegenwerten der verschiedensten Währungen dar. Aus dem Unterschiedsbetrag kann nicht auf offene Fremdwährungspositionen geschlossen werden.

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in TEUR 2014 2013
Vermögensgegenstände 3.403 2.453
Schulden 1.115 1.368

Börsenfähige Wertpapiere

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in TEUR 2014 2013
börsennotiert
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 688 48
Handelsbestand 4.213 4.041
Anteile an assoziierten Unternehmen 10.422 9.680
nicht börsennotiert
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 1.289
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 115 98
Handelsbestand 0 2
nicht börsenfähig
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 133
Handelsbestand 34 73
Beteiligungen 3.626 2.840
Anteile an assoziierten Unternehmen 284 244

Handelsbestand

Im Handelsbestand auf der Aktivseite der Bilanz werden zum Bilanzstichtag nur Aktien und Exchange traded Products ausgewiesen. Der Risikoabschlag für den Handelsbestand auf der Aktivseite wurde in Höhe von 153 T€ (Vj. 166 T€) gebildet.

Entwicklung des Anlagevermögens

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in EUR Anschaffungskosten Zugänge Geschäftsjahr Abgänge Geschäftsjahr Umbuchungen Abschreibungen insgesamt Abschreibungen Geschäftsjahr
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 - - - 25.000,00 -
Anteile an assoziierten Unternehmen 13.905.674,64 832.806,07 49.999,60 - 3.981.916,54 -
Beteiligungen 6.155.501,74 437.199,55 - 348.687,52 3.315.723,25 -
Ausleihungen an verb. Unternehmen 21.477,00 - - - 21.477,00 -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 451.753,29 84.816,60 - - 348.687,52 - -
Summe Finanzanlagen 20.559.406,67 1.354.822,22 49.999,60 - 7.344.116,79 -
immaterielle Anlagewerte
Geschäfts- und Firmenwerte 8.195.039,47 41.688,29 830.883,78 - 7.051.472,68 306.364,07
Software 2.281.645,22 354.127,36 1.099,39 - 2.224.745,19 86.659,36
Summe immaterielle Anlagewerte 10.476.684,69 395.815,65 831.983,17 - 9.276.217,87 393.023,43
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.354.798,91 169.681,07 242.943,32 - 3.886.384,66 137.702,19
Summe Sachanlagen 4.354.798,91 169.681,07 242.943,32 - 3.886.384,66 137.702,19
Summe Anlagevermögen 35.390.890,27 1.920.318,94 1.124.926,09 - 20.506.719,32 530.725,62

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in EUR Restbuchwert 31.12.2014 Restbuchwert Vorjahr
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - -
Anteile an assoziierten Unternehmen 10.706.564,57 9.923.758,10
Beteiligungen 3.625.665,56 2.839.778,49
Ausleihungen an verb. Unternehmen - -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 187.882,37 451.753,29
Summe Finanzanlagen 14.520.112,50 13.215.289,88
immaterielle Anlagewerte
Geschäfts- und Firmenwerte 354.371,30 676.600,17
Software 409.928,00 142.460,00
Summe immaterielle Anlagewerte 764.299,30 819.060,17
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 395.152,00 364.488,00
Summe Sachanlagen 395.152,00 364.488,00
Summe Anlagevermögen 15.679.563,80 14.398.838,05

Assoziierte Unternehmen

Dem jeweiligen Ansatz im Konzernabschluss stehen die folgenden Anteile am Eigenkapital gegenüber:

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Gesellschaft Buchwert

in TEUR
anteiliges Eigenkapital

in TEUR
Tradegate Exchange GmbH 284 284
quirin bank AG 10.422 10.422

Die Unternehmen stellen ihre Abschlüsse nach den Regelungen des HGB, im Falle der quirin bank AG ergänzt um die Vorschriften der RechKredV, auf. Abweichungen zu den im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestehen nicht.

Die zusammengefasste Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der quirin bank AG weisen folgende Werte aus:

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2014 2013
Aktiva
Barreserve 86.791 162.333
Forderungen an Kreditinstituten 147.753 98.616
Forderungen an Kunden 15.543 16.180
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 213.373 208.923
sonstige Aktiva 20.874 24.887
Summe Aktiva 484.334 510.939
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.109 115.796
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 335.054 341.921
Eigenkapital 40.856 37.944
sonstige Passiva 17.315 15.278
Summe Passiva 484.334 510.939
Gewinn- und Verlustrechnung
Rohertrag 42.387 30.287
allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 36.091 - 34.761
andere Posten - 3.384 6.094
Jahresüberschuss, -fehlbetrag 2.912 1.620

Geschäfts- und Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert ist auf verschiedene Erwerbsvorgänge von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und der Ventegis Capital AG zurückzuführen. Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen die Erhöhung der Beteiligungsquote an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Zuge des Erwerbs eigener Anteile durch diese Gesellschaft. Die Abgänge aus den Geschäfts- und Firmenwerten sind auf die Veräußerung von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank durch die Berliner Effektengesellschaft AG zurückzuführen.

Der Geschäfts- und Firmenwert aus Anteilserwerben an der Ventegis Capital AG wurde im Geschäftsjahr in Höhe von 40.423,32 € außerplanmäßig vollständig abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände nehmen Posten auf, die auf der Aktivseite anderen Bilanzposten nicht zuzuordnen sind. Die wesentlichen Positionen sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.

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2014 2013
Rückzahlungen der Umlage der Bankenaufsicht 1.783 -
Forderungen Finanzamt aus Körperschaftsteuerguthaben 784 1.036
Forderungen Finanzamt aus Ertragsteuern 277 846
Abgrenzungen aus Lieferungen und Leistungen 270 189
Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen 268 548
sonstige 40 0
insgesamt 3.422 2.619

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden auf den Unterschiedsbetrag der höheren Wertansätze von Sachanlagen in der Steuerbilanz gegenüber der Handelsbilanz gebildet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der Bilanzposten enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Wertpapierabwicklungsdienstleitungen einer Bank in Höhe von 304 T€ (im Vorjahr 348 T€).

Handelsbestand

Im Handelsbestand auf der Passivseite der Bilanz werden zum Bilanzstichtag nur Verbindlichkeiten aus dem Leerverkauf von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesen. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat die Leerverkäufe im Rahmen ihrer Tätigkeit als Skontroführer und Spezialist abgeschlossen. Der Risikozuschlag für den Handelsbestand auf der Passivseite beträgt 26 T€ (Vj. 23 T€).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten nehmen Posten der Passivseite auf, die anderen Bilanzposten nicht zuzuordnen sind. Die wesentlichen Positionen sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.

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2014 2013
Verbindlichkeiten und Abgrenzungen aus Lieferungen und Leistungen 1.358 1.281
Lohn- und Kirchensteuer 376 100
Umsatzsteuer 35 70
sonstige 2 9
insgesamt 1.771 1.460

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern wurden auf den Unterschiedsbetrag der höheren Wertansätze von Rückstellungen in der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz gebildet.

Rückstellungen

In die Rückstellungen wurden Beträge eingestellt, die in die Erfolgsrechnung des Geschäftsjahres gehören, deren Höhe oder Fälligkeit aber noch nicht endgültig feststehen. Bezüglich der Rückstellung für Umlagen der Bankenaufsicht wird auf die Erläuterungen zu den sonstigen Verbindlichkeiten verwiesen. Die Aufgliederung der anderen Rückstellungen ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

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Rückstellung für 31.12.2014 31.12.2013
Personalaufwendungen 1.321 T€ 1.690 T€
Vermittlungsprov./Marketingzuschuss 539 T€ 0 T€
Wertpapierabwicklungsdienstleistungen 245 T€ 46 T€
Kosten des Jahresabschlusses 229 T€ 254 T€
Rückbaumaßnahmen 129 T€ 124 T€
Mietnebenkosten, Strom 51 T€ 31 T€
Verbandsbeiträge 47 T€ 27 T€
Beratungs-, Prüfungsleistungen 38 T€ 25 T€
Umlagen der Bankenaufsicht 0 T€ 10 T€
Drohende Verluste aus Abwicklungsvereinbarung 0 T€ 0 T€
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 0 T€ 0 T€
Gebühren von Börsen für die Einführung von Wertpapiergattungen 0 T€ 0 T€
Sonstige Aufwendungen 170 T€ 53 T€
Summe 2.769 T€ 2.261 T€

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Zum 31. Dezember 2014 ist nach den Regelungen des HGB in der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank eine Zuführung in Höhe von 3.354 T€ (Vj. 2.918 T€) erfolgt.

Grundkapital / Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2014 betrug das gezeichnete Kapital unverändert 13.872.337,00 €, das in 13.872.337 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt war.

Zum Bilanzstichtag hält die Berliner Effektengesellschaft AG 58.427 Stück (Vj. 44.147 Stück) eigene Aktien mit einem rechnerischen Wert in Höhe von 58.427,00 € (Vj. 44.147,00 €).

Mit Schreiben vom 10. November 2003 hatte Herr Holger Timm, Berlin, der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt, dass er eine direkte Beteiligung in Höhe von 28,45 % und eine über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH vermittelte indirekte Beteiligung in Höhe von 40,78 % hält.

Meldungen, die den aktuellen Stand der Beteiligungen wiedergeben, liegen nicht vor.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ermächtigt, das gezeichnete Kapital bis zum 16. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 6.500.000,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Im Geschäftsjahr wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Optionsrechten, Optionsscheinen ohne Schuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen oder Bezugsrechten ohne Schuldverschreibungen vorgesehen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 19. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende verzinsliche Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsrechten) auf bis zu 500.000 neue Inhaberstückaktien der Gesellschaft zu begeben beziehungsweise zu gewähren (bedingtes Kapital 2008).

Unter den aufgeführten Ermächtigungen bestehen zum Bilanzstichtag folgende Optionsrechte:

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Jahr der Zuteilung 2010 2011
bedingtes Kapital bed. Kapital 2008 bed. Kapital 2008
Ausübungszeitraum 01.03.12 - 31.03.15 08.04.13 - 08.04.16
Bestand am 31.12.13 194.000 200.000
davon ausübbar - -

Eigene Aktien

Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, die Aktien der Gesellschaft zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt und gilt bis zum 16. Juni 2015. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der Erwerbspreis den am Handelstag ermittelten Eröffnungskurs der Aktie der Berliner Effektengesellschaft AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Bei einem öffentlichen Kaufangebot darf der Angebotspreis den Durchschnitt der Börsenkurse im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 15 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Überschreitet die Zeichnung das Volumen des Angebotes, erfolgt die Annahme nach Quoten.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden. Voraussetzung ist insoweit, dass die erworbenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft mit derselben Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien auch dann außerhalb der Börse zu veräußern, wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht vorliegen, sofern die Veräußerung zum Zwecke erfolgt, Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Veräußerung auch außerhalb der Börse können ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.

Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu einem Teil oder insgesamt ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde von den Ermächtigungen zum Kauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Den Käufen von 128.489 Aktien im Wert von 689.729,42 € standen Verkäufe von 114.431 Aktien im Wert von 628.006,60 € gegenüber.

Kapitalrücklage

Die Veräußerungserlöse eigener Anteile überstiegen die Anschaffungskosten um 20.488,40 € (Vj. 3.250,19 €), die der Kapitalrücklage zuzuführen waren. Zum Bilanzstichtag wird eine Kapitalrücklage in Höhe von 31.583.477,49 € (Vj. 31.562.989,09 €) ausgewiesen.

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital setzt sich aus den Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft sowie den Ergebnisses der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während ihrer Konzernzugehörigkeit zusammen. Die von den Ergebnissen auf fremde Gesellschafter entfallenden Anteile sind im Posten Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthalten.

Der Bilanzgewinn und die Gewinnrücklagen der Berliner Effektengesellschaft AG in Höhe von 21.802 T€ sind ausschüttungsfähig.

D) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge und -aufwendungen

Die Provisionserträge und -aufwendungen enthalten die Erträge und Aufwendungen, die im Rahmen des Geschäftsbetriebes durch die Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Die wesentlichen Posten sind die Specialist Service Fee, die Courtageerträge und ‑aufwendungen aus dem börslichen Maklergeschäft (Netto 742 T€, Vj. 769 T€).

Nettoertrag des Handelsbestands

Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands setzen sich aus den realisierten Ergebnissen, den Bewertungen sowie dem Handelsbestand zuzurechnenden Zinsen, Dividenden und Provisionsaufwendungen zusammen. Die realisierten Ergebnisse entstehen durch den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten aufgrund von Marktpreisschwankungen.

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in TEUR 2014 2013
Nettoergebnis Wertpapierhandel 41.677 36.613
Nettodifferenzen aus Aufgaben 32 139
Sonstige Nettoergebnisse -191 -78
Erträge aus dem Handelsbestand 228 209
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapierhandel -8.043 -7.652
Summe 33.703 29.231

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Positionen, die nicht dem eigentlichen Geschäft zuzuordnen sind. Die wesentlichen Positionen der sonstigen betrieblichen Erträge sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.

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Sachverhalt 2014 2013
Gewinne aus Veräußerungen an Minderheitsgesellschafter 4.664 T€ 0 T€
Umlagen sonstige Unternehmen 485 T€ 705 T€
Erlöse aus der Übertragung von Rechten 258 T€ 189 T€
Schadenersatz 170 T€ 0 T€
Auflösung von Rückstellungen 141 T€ 37 T€
Erstattung von Beiträgen 55 T€ 207 T€
Aufzinsung Körperschaftsteuerguthaben 9 T€ 1 T€
Umlagen verbundene Unternehmen 0 T€ 1 T€
Sonstige 25 T€ 181 T€
Summe 5.807 T€ 1.321 T€

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Steuern für vergangene Jahre aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie Steuervorauszahlungen und –rückstellungen für 2014. Hier sind auch Zuführungen und Auflösungen von latenten Steuern enthalten. Für Steuerzahlungen des Veranlagungszeitraums 2014 ist aufgrund des Ergebnisses die Bildung von Steuerrückstellungen erforderlich. Für andere Veranlagungszeiträume wurden Steueraufwendungen in Höhe von 22 T€ (Vj. 87 T€ Steuererstattungen) in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

E) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode aufgestellt. Aufgrund der Tätigkeiten der Gesellschaften der Gruppe sind im Finanzmittelfonds die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Zentralnotenbanken, sofern vorhanden, aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die täglich fälligen Kontokorrent-Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind die Veränderungen der Festgelder der vorgenannten Unternehmen enthalten.

Die Verluste aus dem Handelsbestand wurden bei den Handelsaktiva als zahlungsunwirksame Vorgänge bereinigt, da eine Differenzierung zwischen Handelsaktiva und Handelspassiva nicht möglich ist.

Minderheitsgesellschafter der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank haben an die Berliner Effektengesellschaft AG für die Übernahme von Anteilen Zahlungen geleistet, die als Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen gezeigt werden. Ferner haben sie eine Dividende aus der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank erhalten.

Wesentliche zahlungsunwirksame Vorgänge im Rahmen der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit erfolgten 2014 nicht.

F) Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2014 bzw. auf das Geschäftsjahr 2014, sofern kein anderes Datum angegeben ist.

Ex-tra Sportwetten AG, Wien

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Grundkapital: 250.000,00 €
Anteil: 100,0 % 250.000,00 €
Eigenkapital: 502.224,30 €
Jahresüberschuss : 95.535,26 €

Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin

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Grundkapital: 24.554.304,00 €
Anteil: 61,1 % 14.913.799,00 €
(davon 25.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt)
Eigenkapital: 35.107.094,39 €
Jahresüberschuss: 5.395.683,17 €

Tradegate Exchange GmbH, Berlin

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Grundkapital: 500.000,00 €
Anteil: 25,0 % 124.999,00 €
(davon 124.999,00 € über die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank vermittelt)
Eigenkapital: 1.137.382,62 €
Jahresüberschuss: 360.301,00 €

Ventegis Capital AG, Berlin

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Grundkapital: 3.569.270,00 €
Anteil: 100,0 % 3.569.270,00 €
Eigenkapital: 3.537.814,60 €
Jahresfehlbetrag: 390.099,90 €

Eco Investors Germany Management GmbH i.L., Berlin

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Grundkapital: 25.000,00 €
Anteil: 100,0 % 25.000,00 €
(davon 25.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt)
Eigenkapital: - 32.015,09 €
Jahresfehlbetrag: 4.273,96 €

quirin bank AG, Berlin

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Grundkapital: 43.106.485,00 €
Anteil: 25,5 % 10.996.373,00 €
Eigenkapital: 40.855.771,65 €
Jahresüberschuss: 2.911.555,13 €

opTricon Entwicklungsgesellschaft für Optische Technologien mbH (31.12.2013)

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Grundkapital: 69.765,00 €
Anteil: 25,9 % 18.095,00 €
Eigenkapital: 218.019,64 €
Jahresfehlbetrag: 538.861,86 €

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus abgeschlossenen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 3.043 T€ (Vj. 2.430 T€). Sie betreffen in erster Linie die mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015 abgeschlossenen Mietverträge für Büroräume sowie Dienstleistungs- und Systemkosten.

Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat Avalkredite bei der quirin bank AG und der Delbrück Bethmann Maffei AG aufgenommen. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 1.446 T€ (Vj. 1.446 T€). Die Avalkredite dienen vor allem als Sicherheitsleistung nach dem Börsengesetz für die Risiken aus der Abwicklung von Aufgabegeschäften und aus Kursdifferenzen. Für die Avalkredite haben wir Guthaben und Wertpapiere in entsprechender Höhe verpfändet.

Aus dem Jahresabschluss nicht erkennbare Haftungsverhältnisse und weitere nennenswerte finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich wie folgt:

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weiblich männlich gesamt Gesamt Vorjahr
im Jahresdurchschnitt
Vorstandsmitglieder 1,0 7,0 8,0 8,0
Händler 5,3 41,8 47,1 44,6
Sonst. Angestellte 16,2 25,9 42,1 42,6
Mutterschutz 0,3 - 0,3 3,1
Elternzeit 1,5 0,8 2,3 -
Auszubildende - - - -
Werkstudenten - 3,0 3,0 1,5
Gesamt 24,3 78,5 102,8 99,8
darunter Teilzeitkräfte (volle Kopfzahl) 8,5 4,0 12,5 12,5
darunter Teilzeitkräfte (auf Vollzeitstellen umgerechnet) 7,0 2,2 9,2 9,2
zum 31. Dezember 2014
Vorstandsmitglieder 1 7 8 8
Händler 5 42 47 45
Sonst. Angestellte 16 27 43 41
Mutterschutz 1 - 1 4
Elternzeit 1 - 1 -
Auszubildende - - - -
Werkstudenten - 4 4 2
Gesamt 24 80 104 100
darunter Teilzeitkräfte (volle Kopfzahl) 10 1 11 14
darunter Teilzeitkräfte (auf Vollzeitstellen umgerechnet) 8,4 2,3 10,7 10,0

Organe der Berliner Effektengesellschaft AG

Im Folgenden sind gemäß § 285 Nr. 10 HGB die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgelistet.

Mitglieder des Vorstands

Holger Timm, Berlin, Vorsitzender des Vorstands,Vorsitzender des Vorstands der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank

Karsten Haesen, Berlin,Vorstand der Ventegis Capital AG

Mitglieder des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Jörg Franke, Frankfurt am Main (Vorsitzender), Mitglied in mehreren Aufsichtsräten

Andrä Dujardin, Berlin, Unternehmer

Frank-Uwe Fricke, Berlin, (stellv. Vorsitzender), Vorstand der EuroChange Wechselstuben AG

Organbezüge

Hinsichtlich der Bezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2014 wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Bezüge in Höhe von 102 T€ einschließlich Umsatzsteuer.

Honorare an Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB

Die Berliner Effektengesellschaft AG sowie die verbundenen Unternehmen haben im vergangenen Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer, die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgende Zahlungen geleistet und folgenden Aufwand erfasst:

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in TEUR Zahlungen Aufwand Zahlungen Aufwand
Für die Abschlussprüfung 166 145 168 167
Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 31 31 49 24
Gesamt 197 176 217 191

Berlin, 20. März 2015

Berliner Effektengesellschaft AG

Holger Timm

Karsten Haesen

Offenlegung nach § 26 a Abs. 1 Satz 2 Kreditwesengesetz

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Firmenbezeichnung Tätigkeit Umsatz Anzahl Lohn- und Gehaltsempfänger Gewinn / Verlust vor Steuern Steuern auf Gewinn oder Verlust
Deutschland
Berliner Effektengesellschaft AG Finanzholdinggesellschaft mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz 0 T€ 4,3 3.843 T€ 0 T€
Tradegate AG Wertpapier- handelsbank Einlagenkreditinstitut mit dem Schwerpunkt Wertpapierhandel 35.723 T€ 89,6 9.285 T€ - 3.889 T€
Ventegis Capital AG Venture Capital Gesellschaft mit vornehmlich Frühphaseninvestitionen sowie allgemeiner Finanzierungs- und Strukturierungsberatung 330 T€ 4,0 - 390 T€ 0 T€
Österreich
Ex-tra Sportwetten AG (nicht in den CRR-Konsolidierungskreis einbezogen) Emission von Sportzertifikaten mit einer Lizenz für Sportwetten 0 T€ 2,0 102 T€ - 6 T€

Öffentliche Beihilfen wurden von keiner Gesellschaft in Anspruch genommen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

des Konzerns Berliner Effektengesellschaft AG

Wir haben den von der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 23. März 2015

**Dohm < Schmidt < Janka Revision und Treuhand AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer

Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

des Konzerns Berliner Effkektengesellschaft

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Berliner Effektengesellschaft AG bei der Leitung der Gesellschaft beraten und überwacht. Er befasste sich im Rahmen seiner Tätigkeit auch intensiv mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und des Konzerns.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die wirtschaftliche Situation, die Geschäftslage, die Risikolage sowie die Unternehmensplanung der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Über grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung und bedeutsame Geschäftsvorfälle fanden enge Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Gesellschaft statt. Auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratsitzungen wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. In alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat eingebunden und hat zu zustimmungspflichtigen Geschäften nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand geeignete Maßnahmen für ein Überwachungssystem/Risikomanagement getroffen hat, um Situationen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, früh erkennen zu können (§ 91 Abs. 2 AktG). Die Gesellschaft verfügt als Finanz-Holding über ein wirksames Controlling. Sie erstellt monatlich konsolidierte Vergleichszahlen. Aufgrund sich laufend verändernder Rahmenbedingungen wird das Früherkennungssystem des Konzerns regelmäßig optimiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Im Geschäftsjahr fanden planmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen in den Monaten April, Juni, September und Dezember statt. Ein Beschluss wurde im fernschriftlichen Umlaufverfahren außerhalb der Sitzungen gefasst.

Schwerpunkte der Beratungen bildeten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie die Entwicklung der zum Konzernverbund gehörenden Einzelgesellschaften. Der Kauf der Berliner Effektenbank durch die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank sowie die Zusammenarbeit mit strategischen Gesellschaften stand im Berichtsjahr im Mittelpunkt.

Die anstehenden, die Finanzindustrie betreffenden, neuen beziehungsweise bereits eingeführten oder umzusetzenden Regulierungen, darunter auch die aus der Capital Requirement Regulation und Capital Requirement Directive IV resultierenden Vorschriften und deren Einfluss auf die strategische Ausrichtung und operative Umsetzung in den Gesellschaften, wurden ebenfalls ausführlich besprochen.

Weiterhin wurden in jeder Sitzung konsolidierte Monatsberichte vom Vorstand zur Verfügung gestellt und eingehend erläutert. Die Geschäfts- und Risikostrategie der Gesellschaft wurde in jeder Sitzung diskutiert.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist unter Einbeziehung von Buchführung und Lagebericht durch die in der Hauptversammlung vom 12. Juni 2014 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Jahresabschluss, Lagebericht und Prüfbericht sind dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt und in Anwesenheit des Vorstands und des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung am 27. März 2015 erläutert worden. Da es keine Einwendungen gab, wurden Jahresabschluss und Lagebericht somit gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat auch den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellten Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht sowie den mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsbericht des Konzernabschlussprüfers der in der Hauptversammlung vom 12. Juni 2014 bestellten Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vor. Nach eingehender Prüfung und Erörterung hat der Aufsichtsrat Konzernabschluss und Konzernlagebericht in der Bilanzsitzung am 27. März 2015 ebenfalls erörtert und gebilligt.

Personalia

Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Durch die Hauptversammlung am 12.6.2014 wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder

Professor Dr. Jörg Franke

Frank-Uwe Fricke

Andre Dujardin

bestätigt. Die neue Amtszeit des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2018 beschließt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2014 geleistete Arbeit.

Berlin, 27. März 2015

Prof. Dr. Jörg Franke, Aufsichtsratsvorsitzender