AI assistant
Berliner Effektengesellschaft AG — Management Reports 2012
Jun 27, 2013
4558_rns_2013-06-27_594f06ac-9e01-4103-b985-6416e734e33c.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
Berliner Effektengesellschaft AG
Berlin
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
Lagebericht
Geschäft und Strategie
Organisation und Geschäftsfelder
Die Berliner Effektengesellschaft AG fungiert als Finanzholding bzw. Beteiligungsgesellschaft, ohne ein eigenes operatives Geschäft zu haben. Durch ihre mehrheitlich gehaltenen Konzerntochterunternehmen und wesentlichen Beteiligungen bietet sie Dienstleistungen verschiedener Art rund um den Kapitalmarkt an, insbesondere Bank- und Finanzdienstleistungen.
Die einzelnen unmittelbaren und mittelbaren operativen Tochtergesellschaften sind:
Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin; Beteiligung 70,5 %, Zulassung als Einlagenkreditinstitut. Die Gesellschaft betreibt überwiegend Wertpapierhandel, insbesondere als Market Specialist an der TRADEGATE EXCHANGE und als Market Specialist bzw. Skontroführer an der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Berlin. Die Tradegate AG hält wiederum einen Anteil von knapp 25% an der Betreibergesellschaft der TRADEGATE EXCHANGE, der Tradegate Exchange GmbH. Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft ist die Deutsche Börse AG.
Ventegis Capital AG, Berlin; Beteiligung 98,9 %, Venture Capital Gesellschaft mit vornehmlich Frühphaseninvestitionen sowie allgemeiner Finanzierungs- und Strukturierungsberatung,
Ex-tra Sportwetten AG, Wien, Österreich, Beteiligung 100 %, Emittent von Sportzertifikaten mit einer Lizenz für Sportwetten.
Neben den mehrheitlich gehaltenen Konzernunternehmen kann die Gesellschaft auch Minderheitsbeteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften eingehen, die Bank- oder Finanzdienstleistungen erbringen, oder an Unternehmen, die für diesen Bereich unterstützende Dienstleistungen anbieten. Ziel solcher Beteiligungen ist die Anbahnung, Festigung und Vertiefung von Geschäftsbeziehungen der gruppenangehörigen Unternehmen. Aktuell bestehen neben der Beteiligung an der quirin bank AG keine strategisch relevanten Beteiligungen.
Die Beteiligungsquote der Berliner Effektengesellschaft AG an der quirin bank AG, Berlin, beträgt unverändert 25,5 %.
Ferner unterstützt die Gesellschaft die Tochterunternehmen bei Bedarf in den zentralen Bereichen Personal, Verwaltung, Organisation und Rechnungswesen sowie Controlling.
Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin. Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus zwei Vorstandsmitgliedern (Karsten Haesen und Holger Timm), die eng in den Bereichen strategische Planung, Lenkung der operativen Töchter und Beteiligungscontrolling zusammenarbeiten. Obwohl drei Tochtergesellschaften als Aktiengesellschaften firmieren und die Unabhängigkeit der Geschäftsführungen gewahrt ist, wird eine übergeordnete Planung und Überwachung, insbesondere durch Überschneidungen in der Gremienbesetzung aller Gesellschaften, gewährleistet. Herr Timm ist zuständig für Rechnungswesen, Controlling und die kaufmännische Verwaltung. Letztere hat insbesondere die Personalverwaltung für die Tochterunternehmen und Teilbereiche des Einkaufs von Material und Dienstleistungen zur Aufgabe. Daneben ist Herr Timm Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und Aufsichtsratsvorsitzender der quirin bank AG. Herr Haesen koordiniert die Tätigkeiten in der Gruppe hinsichtlich Kapitalmarkttransaktionen und ist für die Darstellung am Kapitalmarkt zuständig. Er leitet darüber hinaus als Alleinvorstand die Ventegis Capital AG und ist Mitglied des Aufsichtsrates der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.
Wettbewerbsposition und Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft als Finanzholding bündelt, unterstützt und optimiert die Aktivitäten der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Wettbewerbsposition ist daher wesentlich von den Wettbewerbspositionen der oben genannten Tochtergesellschaften bestimmt. Trotzdem kann aber das umfassende Dienstleistungsangebot aus einer (Konzern-) Hand auch zu einer Verbesserung der Wettbewerbsposition aller Einzelgesellschaften beitragen, zumal ein entsprechend strukturell gleichartig aufgestellter Wettbewerber nicht am Markt ist.
Die Wettbewerbsposition der wichtigsten Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat sich nach der Etablierung des von der Gesellschaft entwickelten Handelssystems TRADEGATE als neue Wertpapierbörse TRADEGATE EXCHANGE und die strategische Partnerschaft mit der Deutschen Börse AG im vergangenen Jahr wiederum verbessern können. Die Anzahl der Geschäftsabschlüsse konnte im vergangenen Jahr allerdings nur um 0,38 %, das Transaktionsvolumen um gut 10,3 % gesteigert werden. Da die relevanten Wettbewerber im Jahr 2012 Umsatzrückgänge zwischen 20 und 30 % zu verzeichnen hatten, ist der Marktanteil der Tradegate Exchange am Aktienhandel im Vergleich zu den Wettbewerbsbörsen weiter auf bis zu 53 % gestiegen. In Bezug auf das Marktsegment Aktienhandel konnte sich die Tradegate Exchange inzwischen somit als die mit Abstand führende Handelsplattform für Privatanleger in Deutschland positionieren.
Ziele und Strategien, Börsennotierung
Die Berliner Effektengesellschaft AG unterstützt die operativen Gesellschaften in der Entwicklung ihrer Geschäftsfelder und begleitet die notwendigen Abstimmungsprozesse. Das übergeordnete Konzerndach und die weitgefächerten Geschäftsaktivitäten der operativen Tochtergesellschaften erlauben ein sehr breites Dienstleistungsspektrum rund um den Kapitalmarkt und können aufgrund des höheren Bekanntheitsgrades der Berliner Effektengesellschaft AG den einzelnen Gesellschaften auch in der Kundenakquisition behilflich sein. Auf der anderen Seite erlaubt die saubere gesellschaftsrechtliche Trennung von unterschiedlichen Bereichen - und insbesondere geschäftlichen Risiken - eher die Gewinnung von strategischen Partnern bzw. auch Gesellschaftern für die einzelnen Bereiche.
Diese mehrgliedrige strategische Aufstellung hat sich bereits in vergangenen Jahren bewährt und erlaubt allen Gesellschaften die notwendige Flexibilität zur Entwicklung der eigenen Geschäfte. Die Berliner Effektengesellschaft AG legt großen Wert darauf, ihre Geschäftsaktivitäten in einem schwierigen und sich konsolidierenden Marktumfeld aus einer soliden Eigenkapitalstruktur behutsam und langfristig orientiert solide zu entwickeln.
Die Berliner Effektengesellschaft AG mit ihren Konzerngesellschaften und wesentlichen Beteiligungen zeichnet sich durch hohe Flexibilität und Innovationsfreudigkeit aus, die auch in Jahren eines dramatisch schlechten Marktumfeldes ihre Chancen in Nischenmärkten gesucht und gefunden hat. Die gebildete Konzernstruktur soll die einzelnen Gesellschaften wechselseitig befruchten und eine möglichst lange Wertschöpfungskette im Konzern ermöglichen. Gleichzeitig sollen Abhängigkeiten und Risiken durch Drittanbieter so weit als möglich vermieden werden.
Die Gesellschaft ist, nachdem sie jahrelang im geregelten Markt notiert war, seit dem 1. August 2008 im Open Market/Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und wird auch im Freiverkehr der Börsen Berlin und TRADEGATE EXCHANGE notiert.
Mitarbeiter
Die Mitarbeiter der Berliner Effektengesellschaft AG einschließlich der Vorstände, die am 31. Dezember 2012 im Durchschnitt 47 Jahre alt waren, sind im Mittel seit 11 Jahren bei der Gesellschaft angestellt.
Die Vorstände erhalten, soweit sie ihre Leistungen unmittelbar für die Berliner Effektengesellschaft AG erbringen, von dieser feste Bezüge. Sind sie auch bei einer der Tochtergesellschaften als Vorstände beschäftigt, erhalten sie von der jeweiligen Tochtergesellschaft entsprechend ihrer Dienstverträge vereinbarte Bezüge. Ergänzt werden die festen Bezüge durch die Beteiligung am Optionsprogramm der Berliner Effektengesellschaft AG sowie erfolgsabhängige Tantiemen.
Geschäftsverlauf und Entwicklung der Rahmenbedingungen
Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Kreditinstitute und Finanzdienstleister, insbesondere im Wertpapierhandel mit Privatanlegern, haben sich im Jahr 2012 weiter verschlechtert. Die noch nicht ausreichende Konsolidierung in der Branche hat zunächst dazu geführt, den Wettbewerbsdruck zu verschärfen und damit die erzielbaren Margen weiter zu verringern. Von dem nach wie vor sehr schwierigen Kapitalmarktumfeld waren alle Konzerngesellschaften bzw. assoziierten Unternehmen betroffen.
Die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank musste im Jahr 2012 trotz leichter Umsatzzuwächse ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von -1.058 T€ verzeichnen.. Der Fehlbetrag resultierte allerdings nicht aus der operativen Geschäftstätigkeit, sondern aus Nachzahlungen und Rückstellungen von über 2 Millionen Euro für Umlagekosten an das BaFin. Weiterhin musste die Gesellschaft auf Grundlage des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wieder einen größeren Betrag (1,8 Millionen €) in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einstellen (weitere Auffüllungen in den Fonds in den nächsten zwei Jahren), sodass die Gesellschaft für das Jahr 2012 keine Dividende ausschütten kann..
Die Tochtergesellschaft Ex-tra Sportwetten AG in Wien konnte im Jahr 2012, bedingt durch die Fußball-Europameisterschaft, einen höheren Gewinn als im Vorjahr erwirtschaften, der zur teilweisen Deckung des vorgetragenen Bilanzverlustes verwendet wird.
Die Ventegis Capital AG musste im Jahr 2012 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.356 T€ verkraften. Der Großteil des Verlustes in Höhe von rund 3,6 Mio. € resultiert aus der Insolvenz der Soltecture AG, der größten Beteiligung der Ventegis Capital AG. Die Gesellschaft wird daher für das Jahr 2012 keine Dividende ausschütten. Auf Grund des sehr schlechten Geschäftsjahres der Ventegis Capital AG hat sich die Berliner Effektengesellschaft veranlasst gesehen, den Beteiligungswert um fast 1,6 Mio. € auf den rechnerischen Unternehmenswert von knapp 8 Mio. € abzuschreiben.
Aus den nicht erhaltenen Dividendenzahlungen für 2012 aus Tochtergesellschaften und der Abschreibung auf die Ventegis Capital AG resultiert der unbefriedigende Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,899 Mio. € . Der Bilanzgewinn der Gesellschaft zum 31.12.2012 reduziert sich auf nun 9,077 Mio. €.
Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Vermögenslage
Die Aktivseite der Bilanz der Berliner Effektengesellschaft AG ist aufgrund der Holdingfunktion von den Finanzanlagen geprägt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich verringert. Die Kommanditanteile der Eco Investors Germany I GmbH & Co KG wurden veräußert. Ergänzend wurde die Beteiligung an der Ventegis Capital AG teilweise abgeschrieben.
Die Forderungen an die verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Im Vorjahr wurden die Dividenden für 2011 von der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und der Ventegis Capital AG unter diesem Posten ausgewiesen. 2012 waren keine Ausschüttungen zu aktivieren. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Dies liegt vor allem im Abfluss von liquiden Mitteln zur Zahlung einer Dividende begründet. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind gering. Größte Posten der Passivseite sind, abgesehen vom Eigenkapital, das 99,4 % (Vj. 99,3 %) der Bilanzsumme ausmacht, die Rückstellungen (222 T€; Vj. 425 T€), gefolgt von den Steuerverbindlichkeiten (56 T€, Vj. 53 T€) und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2 T€, Vj. 9 T€). Eine Aufgliederung der Rückstellungen kann dem Anhang entnommen werden.
In den nachstehenden Tabellen ist die Bilanzentwicklung der letzten drei Jahre dargestellt.
scroll
| Berliner Effektengesellschaft AG | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 12 T€ | 3 T€ | 0 T€ |
| Sachanlagen | 14 T€ | 12 T€ | 11 T€ |
| Finanzanlagen | 59.454 T€ | 61.218 T€ | 58.739 T€ |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2.637 T€ | 4.082 T€ | 3.445 T€ |
| Sonstige Wertpapiere | 3.622 T€ | 2.157 T€ | 1.593 T€ |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 3.394 T€ | 1.275 T€ | 480 T€ |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | - T€ | - T€ | - T€ |
| Summe Aktiva | 69.133 T€ | 68.747 T€ | 64.268 T€ |
scroll
| Berliner Effektengesellschaft AG | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 13.816 T€ | 13.822 T€ | 13.828 T€ |
| Rücklagen | 40.920 T€ | 40.973 T€ | 41.005 T€ |
| Bilanzgewinn | 14.067 T€ | 13.465 T€ | 9.077 T€ |
| Rückstellungen | 290 T€ | 425 T€ | 222 T€ |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3 T€ | 9 T€ | 2 T€ |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11 T€ | - T€ | 52 T€ |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 26 T€ | 53 T€ | 82 T€ |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | - T€ | - T€ | - T€ |
| Summe Passiva | 69.133 T€ | 68.747 T€ | 64.268 T€ |
Finanzlage
Die Gesellschaft finanziert sich fast ausschließlich über Eigenkapital. Liquide Mittel, die zur Deckung der laufenden Ausgaben und eventueller Anteilskäufe benötigt werden, bestehen in Form von Guthaben bei Kreditinstituten und in Wertpapieren. Den Ausgaben stehen regelmäßige Einnahmen aus Umlagen an Konzerngesellschaften gegenüber, die einen Teil der Ausgaben decken. Der verbleibende Teil der Ausgaben wird von Dividendenzahlungen der Beteiligungen getragen. Die von der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Geschäftsjahr gezahlte Dividende in Höhe von 1.019 T€ (Vj. 885 T€) wurde liquide bei Kreditinstituten angelegt. Aus der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist nach ihrer Hauptversammlung am 20. Juni 2013 keine Dividendenzahlung (Vj. 1.019 T€) nach Steuern zu erwarten. Die Ventegis Capital AG wird ebenfalls keine Dividende an die Berliner Effektengesellschaft AG ausschütten.
Ertragslage
Da die Berliner Effektengesellschaft AG keine operative Tätigkeit ausübt, hat sie auch keine Umsatzerlöse. Erträge werden in der Regel aus der Abrechnung von Dienstleistungen, der Ausschüttung von Gewinnen der Tochtergesellschaften und Gewinne aus Beteiligungsverkäufen generiert. Diese Erlöse finden sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Abrechnungen von Dienstleistungen erbrachten im Vergleich zum Vorjahr geringere Erlöse. Der Wertpapierbestand wurde in Teilen verkauft. Daraus konnte ein Gewinn in Höhe von 45 T€ (Vj. 678 T€) realisiert werden, der ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist.
Der Personalaufwand ist infolge der Verlagerung von Tätigkeiten in die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank zurückgegangen.
Die Berliner Effektengesellschaft AG konnte aufgrund der negativen Entwicklung in den Tochtergesellschaften keine Dividendenzahlungen im vorliegenden Jahresabschluss (Vj. 2.094 T€) vereinnahmen.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge sind gegenüber dem Wert des Vorjahres gestiegen, da im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich höhere Guthaben bei Kreditinstituten unterhalten wurden. Im Ergebnis des Geschäftsjahres sind Bewertungsergebnisse enthalten. Der Ansatz der quirin bank AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Vor allem die Teilabschreibung der Beteiligung an der der Ventegis Capital AG führten zum Ausweis eines Jahresfehlbetrages.
scroll
| Berliner Effektengesellschaft AG | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.154 T€ | 883 T€ | 575 T€ |
| Personalaufwand | - 903 T€ | - 798 T€ | - 449 T€ |
| Abschreibungen | - 13 T€ | - 10 T€ | - 5 T€ |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | - 689 T€ | - 515 T€ | - 490 T€ |
| Erträge aus Beteiligungen | 1.202 T€ | 2.094 T€ | 1 T€ |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 123 T€ | 180 T€ | 156 T€ |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | - 40 T€ | - 378 T€ | - 1.725 T€ |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - T€ | - T€ | - T€ |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.834 T€ | 1.456 T€ | - 1.936 T€ |
| Außerordentliches Ergebnis | - T€ | - T€ | - T€ |
| Steuern von Einkommen und vom Ertrag | - T€ | 16 T€ | 32 T€ |
| Sonstige Steuern | - T€ | - 1 T€ | 5 T€ |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 6.834 T€ | 1.471 T€ | - 1.899 T€ |
Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag 13.872.337 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € ausgegeben, die voll stimmberechtigt sind.
Der Vorstand schätzt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als geordnet ein. Die Ertragslage hat sich verschlechtert. Zum einen trug dazu die negative Ergebnisentwicklung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und zum anderen die Abschreibung auf die Beteiligung an der Ventegis Capital AG bei. Die Eigenkapitalausstattung ist weiterhin sehr hoch. Die Liquidität ist für die Gesellschaft angemessen.
Nachtragsbericht
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Risikobericht
Risikopolitische Strategie und Risikomanagement
Die Berliner Effektengesellschaft AG ist bedingt durch die Funktion einer Finanzholding vor allem auf die Steuerung der operativ tätigen Unternehmen beschränkt. Sie versteht sich als übergeordnete Einheit, die die Tätigkeiten auf den einzelnen Geschäftsfeldern koordiniert, den Tochtergesellschaften bei Bedarf unterstützend zur Seite steht und durch weitere Kontakte oder Minderheitsbeteiligungen die Möglichkeiten der gruppenangehörigen Unternehmen ausbaut.
Unter Risiko wird grundsätzlich die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der Risiken in Adressenausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken, operationellen Risiken und sonstigen Risiken.
Die Risikolage der Berliner Effektengesellschaft AG wird wesentlich von den Entwicklungen der Tochtergesellschaften und ihrer Rahmenbedingungen beeinflusst. Die sorgfältige Auswahl der Beteiligungen und der Geschäftsfelder sowie die zeitnahe Information über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und der Rahmenbedingungen bilden den Kern der Risikostrategie. Eventuelle Fehlentwicklungen können so frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Verluste in diesen Einheiten führen mittelbar zu geringeren oder ausfallenden Ausschüttungen an die Muttergesellschaft. Unter Umständen sind dann auch Korrekturen der Wertansätze dieser Gesellschaft vorzunehmen. Dabei spielen unter anderem die Entwicklungen in der deutschen und der europäischen Börsenlandschaft eine wichtige Rolle. Insoweit ist eine zeitnahe Berichterstattung der Tochtergesellschaften, die Vertretung in den Aufsichtsorganen sowie die Beobachtung der Rahmenbedingungen, die für die jeweiligen Geschäftsfelder relevant sind, notwendig.
Adressenausfallrisiko
Das Adressenausfallrisiko ist die Gefahr, dass Forderungen nicht rechtzeitig, nicht in voller Höhe oder gar nicht zurückgezahlt werden. Die Berliner Effektengesellschaft AG hat vor allem Forderungen an Kreditinstitute und Wertpapiere. Wichtigste Bankverbindung ist die quirin bank AG. Da die Bank in ein monatliches Berichtswesen eingebunden ist und personelle Verflechtungen bestehen, der Vorsitzende des Vorstandes ist Mitglied des Aufsichtsrates der Bank, stehen zeitnah ausreichend Informationen zur wirtschaftlichen Lage zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen Konten bei einem weiteren inländischen Kreditinstitut. Neben diesen dem Zahlungsverkehr und der Geldanlage dienenden Bankkonten werden Wertpapiere gehalten, bestehen Forderungen auf Steuerrückzahlungen sowie Forderungen an verbundene Unternehmen. Die Anlagen in den Wertpapieren sieht die Gesellschaft nur als gering ausfallgefährdet an.
Als besondere Ausprägung des Adressenausfallrisikos ist das Beteiligungsrisiko oder Anteilseignerrisiko anzusehen. Der Wert der Beteiligung kann sich aufgrund von Entwicklungen, die in der Beteiligung liegen, verringern. So sind beispielsweise schlechtere wirtschaftliche Verhältnisse, negative öffentliche Berichterstattung, verschärfte rechtliche Rahmenbedingungen oder neue technische Entwicklungen Anhaltspunkte, die eine Überprüfung der Wertansätze nahe legen können. Um das Risiko rechtzeitig einschätzen zu können, erfolgt seitens der Unternehmen, die im Mehrheitsbesitz der Berliner Effektengesellschaft AG stehen, eine monatliche Berichterstattung. Diese umfasst grundsätzlich die Bilanz und die Betriebsergebnisrechnung. Ergeben sich aus den eingereichten Daten oder bekannten Änderungen der Rahmenbedingungen Fragen, werden diese mit der jeweiligen Tochtergesellschaft besprochen und geklärt. Darüber hinaus wird jeweils ein Mitglied des Aufsichtsrates von der Muttergesellschaft gestellt. Neue Beteiligungen werden nur nach sorgfältiger Prüfung und in Absprache mit dem Aufsichtsrat eingegangen.
Liquiditätsrisiko
Unter dem Liquiditätsrisiko sind die Gefahren zu verstehen, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht in vollem Umfang nachkommen oder Vermögensgegenstände aufgrund illiquider Märkte nicht oder nicht zu einem angenommenen Preis veräußern zu können.
Die Steuerung der Zahlungsbereitschaft erfolgt im Rahmen einer Planung der Zahlungsein- und -ausgänge für die folgenden zwölf Monate. Das erste Quartal wird auf Monatsbasis, die folgenden Quartale werden auf Quartalsbasis berichtet. Sollten bestimmte Grenzen unterschritten werden, erfolgt eine gegenüber dem normalen Turnus häufigere Berichterstattung. Im vergangenen Jahr wurden die selbst gesetzten Grenzen nicht unterschritten.
Marktpreisrisiken
Unter Marktpreisrisiken werden negative Abweichungen von erwarteten Marktpreisentwicklungen verstanden. Marktpreise sind Zinsen, Aktienkurse und Devisenkurse. Aus der Änderung resultieren Veränderungen des Wertes von im Bestand befindlichen Finanzinstrumenten, wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Bankguthaben in Fremdwährung, die zu ergebniswirksamen Abschreibungen führen können. Marktpreisrisiken sind für die Berliner Effektengesellschaft AG von untergeordneter Bedeutung.
Operationelle Risiken
Unter operationellen Risiken sind die Risiken zu verstehen, die aus unangemessenen oder fehlerhaften Betriebsabläufen resultieren oder durch Mitarbeiter, Systeme oder externe Ereignisse, einschließlich der Rechtsrisiken, hervorgerufen werden.
Die bestehende Risikomatrix wurde nicht verändert. Um einen Überblick über eintretende Schäden zu erhalten, sind die Mitarbeiter angehalten, Schadensfälle an das Risikocontrolling zu melden. Rückmeldungen erfolgten in 2012 nicht.
Berichterstattung
Der Gesamtvorstand erhält grundsätzlich monatlich einen Bericht, der die Entwicklung des Konzerns, der Muttergesellschaft sowie der einzelnen Tochtergesellschaften darstellt. In dem Bericht ist auch eine Analyse der Entwicklung enthalten. In ihrer Funktion als Aufsichtsräte bei anderen zum Konzern gehörenden Gesellschaften werden die Mitglieder des Vorstands außerdem direkt von den Tochtergesellschaften über wichtige Entwicklungen informiert. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat quartalsweise über die Entwicklung des Konzerns.
Institutsaufsicht
Die Berliner Effektengesellschaft AG unterliegt als Unternehmen der Finanzholdinggruppe „Berliner Effektengesellschaft AG“ der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Danach müssen monatlich Zumeldungen für einen zusammengefassten Monatsausweis und die zusammengefasste Solvabilität sowie quartalsweise Meldungen zu Groß- und Millionenkrediten an das übergeordnete Institut Tradegate AG Wertpapierhandelsbank abgegeben werden. Bei besonderen Ereignissen sind zudem gesonderte Anzeigen bei den Bankaufsichtsbehörden einzureichen.
Ausblick / Prognose
Die Gesellschaft plant derzeit nicht, ihre Geschäftsausrichtung wesentlich zu ändern, sondern wird weiter als Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft bzw. als Beteiligungsgesellschaft agieren. Die Auslagerung der verschiedenen operativen Geschäftsfelder mit unterschiedlichen Risiken, unterschiedlichen benötigten Lizenzen und unterschiedlichem Kapitalbedarf, der von Fall zu Fall auch durch die Aufnahme neuer Gesellschafter gedeckt werden kann, hat sich als richtig und praktikabel erwiesen.
Die Tradegate AG bleibt langfristig die wichtigste Konzerngesellschaft der Berliner Effektengesellschaft AG. Das Tochterunternehmen erwartet 2013 moderate Umsatzzuwächse, die allerdings besser als im Jahr 2012 ausfallen sollten. Auch bei den erzielbaren Margen zeichnet sich eine Verbesserung ab, und die Gesellschaft plant eine weitere Reduzierung der allgemeinen Verwaltungskosten sowie der variablen Handelskosten. Die Marktstellung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Wettbewerb bleibt ausgezeichnet und sollte weiter ausgebaut werden können. Eine unbekannte Größe bleibt die im Gespräch befindliche mögliche Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer. Je nach konkreter Ausgestaltung könnte eine solche Steuer sich gerade im Handel mit Privatanlegern sehr ungünstig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken.
Für die Ventegis Capital AG strebt die Berliner Effektengesellschaft im Laufe des Jahres 2013 eine 100% Übernahme durch ein so genanntes Squeeze out –Verfahren an. Weiteres Abschreibungspotential auf das verbleibende Beteiligungsportfolio ist derzeit nicht erkennbar. Lukrative Beteiligungsveräußerungen sind auf der anderen Seite im Jahr 2013 auch nicht wahrscheinlich. Das geplante Barabfindungsgebot der Berliner Effektengesellschaft AG an die freien Aktionäre basiert auf einem von der Gesellschaft errechneten Unternehmenswert.
Die dritte wesentliche Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG ist die quirin bank AG. Diese ist mit ihrem Geschäftsmodell als Honorarberatungsbank im Jahr 2012 im Bereich Private Banking zwar weiter gewachsen, konnte aber, angesichts des bekannt schwierigen Kapitalmarktumfeldes und der strikten Geschäftsphilosophie, keine unkalkulierbaren Risiken für die Bank und ihre Kunden einzugehen, noch nicht den break even erreichen. Für die Wertentwicklung dieser Beteiligung ist bei einer weiter erfolgreichen Umsetzung des innovativen Geschäftskonzeptes erhebliches Potenzial gegeben.
Die Tochtergesellschaft Ex-tra Sportwetten AG in Wien wird in 2013 ohne sportliche Großereignisse voraussichtlich Umsatzrückgänge einkalkulieren müssen.
Die Berliner Effektengesellschaft AG selbst benötigt mittelfristig keinen Kapitalzufluss zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele und plant daher keine Kapitalerhöhungen. Die jeweils vorhandene Liquidität und mögliche Liquiditätszuflüsse sollen teilweise zur Zahlung von angemessenen Dividenden und für weitere Aktienrückkäufe auf günstigem Kursniveau genutzt werden. Die überwiegende Liquidität wird dagegen zunächst als Investitionsreserve in der Gesellschaft verbleiben, um jederzeit Handlungsspielräume zur strategischen Fortentwicklung des Geschäftes zu behalten.
Mit ihren operativen Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen aus der Finanzbranche bleibt die Gesellschaft in hohem Maße abhängig von einem positiven Kapitalmarktumfeld. Sofern das Kapitalmarktumfeld sich nicht wieder verschlechtert und ohne Berücksichtigung der Auswirkungen einer möglichen Finanztransaktionssteuer, ist für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 wieder mit besseren operativen Geschäftsergebnissen zu rechnen.
Berlin, 14. März 2013
Berliner Effektengesellschaft AG
Holger Timm
Karsten Haesen
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Aktiva
scroll
| 31.12.12 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 450,00 € | 3.462,00 € | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.849,00 € | 12.192,00 € | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 51.020.740,70 € | 53.499.564,85 € | |
| 2. Beteiligungen | 7.717.928,45 € | 58.738.669,15 € | 7.717.928,45 € |
| 58.749.968,15 € | 61.233.147,30 € | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 500,00 € | 20.081,25 € | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.246.058,97 € | 1.780.955,80 € | |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 2.198.755,34 € | 3.445.314,31 € | 2.281.289,83 € |
| II. Wertpapiere | |||
| 1. sonstige Wertpapiere | 1.592.597,47 € | 2.156.467,85 € | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 479.981,94 € | 1.274.862,83 € | |
| 5.517.893,72 € | 7.513.657,56 € | ||
| Summe der Aktiva | 64.267.861,87 € | 68.746.804,86 € | |
| Passiva | |||
| 31.12.12 | 31.12.2011 | ||
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 13.872.337,00 € | 13.872.337,00 € | |
| Ia. eigene Aktien | - 44.147,00 € | 13.828.190,00 € | -50.033,00 € |
| II. Kapitalrücklage | 31.555.830,28 € | 31.551.736,54 € | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. andere Gewinnrücklagen | 9.448.736,48 € | 9.421.072,28 € | |
| IV. Bilanzgewinn | 9.077.495,22 € | 13.465.220,99 € | |
| 63.910.251,98 € | 68.260.333,81 € | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. sonstige Rückstellungen | 221.898,88 € | 424.514,20 € | |
| 221.898,88 € | 424.514,20 € | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.716,99 € | 9.072,39 € | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 51.885,49 € | - € | |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 82.108,53 € | 52.884,46 € | |
| 135.711,01 € | 61.956,85 € | ||
| davon aus Steuern 56.386,62 € (Vorjahr 52.884,46 €) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - € (Vorjahr - €) | |||
| Summe der Passiva | 64.267.861,87 € | 68.746.804,86 € |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012
scroll
| 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|
| 1. sonstige betriebliche Erträge | 575.258,60 € | 882.947,47 € | |
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -393.555,85 € | -741.300,36 € | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -55.511,93 € | -449.067,78 € | -56.315,76 € |
| -davon für Altersversorgung | -5.689,32 € | -5.641,32 € | |
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -4.998,55 € | -10.549,71 € | |
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen | -489.668,02 € | -514.666,34 € | |
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 1.072,20 € | 2.094.179,60 € | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen | 1.072,20 € | 2.094.179,60 € | |
| 6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 156.299,30 € | 179.440,69 € | |
| -davon aus verbundenen Unternehmen | 0,00 € | 0,00 € | |
| 7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -1.725.118,73 € | -377.799,16 € | |
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.936.222,98 € | 1.455.936,43 € | |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 31.801,78 € | 16.405,62 € | |
| 10. sonstige Steuern | 4.811,12 € | -648,00 € | |
| 11. Jahresfehlbetrag / -überschuss | -1.899.610,08 € | 1.471.694,05 € | |
| 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 10.977.105,30 € | 11.993.526,94 € | |
| 13. Bilanzgewinn | 9.077.495,22 € | 13.465.220,99 € |
Berlin, 14. März 2013
Holger Timm
Karsten Haesen
Anhang
A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Aufstellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ferner wurden die Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) beachtet.
Die Bilanz wurde nach den Vorschriften gemäß § 264 HGB aufgestellt und gemäß § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB gegliedert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte in €.
Die Berliner Effektengesellschaft AG wird zum 31. Dezember 2012 in keinen Jahresabschluss einbezogen. Herr Holger Timm ist Mehrheitsgesellschafter der Berliner Effektengesellschaft AG. Ihm sind 80,9 % der Stimmrechte zuzurechnen, davon 36,1 % mittelbar über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH, Berlin.
Die Berliner Effektengesellschaft AG stellt als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.
Die Finanzanlagen, die „Anteile an verbundenen Unternehmen" und „Beteiligungen" enthalten, werden mit den Anschaffungskosten, ggf. vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger, linearer, handelsrechtlich zulässiger Abschreibungen bewertet. Die geltenden Vorschriften des § 6 Abs. 2 bzw. 2a des EStG für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert unter 150,00 € bzw. zwischen 150,00 € und unter 1.000,00 € wurden für die in den Jahren 2008 und 2009 erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter angewendet. Es wurde für alle Anschaffungen in dieser Spanne ein Poolposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird, ungeachtet eines eventuellen Abgangs von Wirtschaftsgütern aus dem Pool. Die im Geschäftsjahr erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und ausgebucht.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nennwert bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips pro Wertpapiergattung zu den fortlaufend ermittelten Durchschnittswerten oder niedrigeren Tageswerten des Bilanzstichtags bewertet.
Eigene Aktien sind vom Eigenkapital abzusetzen. Die Anschaffungskosten sind in Höhe des rechnerischen Werts offen vom gezeichneten Kapital abzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen rechnerischem Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Aktien ist von den frei verfügbaren Rücklagen abzusetzen. Die Veräußerungserlöse sind in Höhe des rechnerischen Werts dem gezeichneten Kapital hinzuzurechnen. Ein übersteigender Betrag ist in Höhe des beim Erwerb verrechneten Betrages den freien Rücklagen wieder hinzuzurechnen. Ein darüber hinausgehender Veräußerungserlös ist in die Kapitalrücklage einzustellen.
Verbindlichkeiten bilanzieren wir mit ihrem Erfüllungsbetrag.
Erkennbaren Risiken wird durch Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt.
Die zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden bei den zugrunde liegenden Forderungen oder Verbindlichkeiten ausgewiesen.
B. Erläuterungen zur Bilanz und zum Kapital
Entwicklung des Anlagevermögens
Zur Entwicklung des Anlagevermögens zu historischen Anschaffungskosten unter gleichzeitiger Darstellung der kumulativen Abschreibungen wird auf den gesondert dargestellten Anlagespiegel verwiesen.
Der Ausweis der Anteile an verbundenen Unternehmen hat sich 2012 verringert. Die Beteiligung an der Eco Investors Germany I GmbH & Co. KG in Höhe von 1.000 T€ wurde zum 31. Dezember 2012 an die Ventegis Capital AG veräußert. Auf die Beteiligung an der Ventegis Capital AG wurde eine Abschreibung in Höhe von 1.586 T€ vorgenommen.
Restlaufzeitengliederung
scroll
| bis ein Jahr | mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | Summe | |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 500,00 € | - € | 500,00 € |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 148.758,97 € | 1.097.300,00 € | 1.246.058,97 € |
| sonstige Vermögensgegenstände | 1.446.211,52 € | 752.543,82 € | 2.198.755,34 € |
| 1.595.470,49 € | 1.849.843,82 € | 3.445.314,31 € |
Im Vorjahr hatten die Forderungen mit Ausnahme des aktivierten Körperschaftsteuerguthabens eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Körperschaftsteuerguthaben wird seit 2008 in zehn gleichen Jahresraten, jeweils zum 30. September, getilgt. Unter Berücksichtigung der Barwerte hatten zum 31. Dezember 2011 189 T€ eine Laufzeit von unter einem Jahr, 744 T€ eine Laufzeit von über einem bis unter fünf Jahren und 178 T€ eine Laufzeit von über fünf Jahren. Der letzte Teilbetrag ist am 30. September 2017 fällig.
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Von den Forderungen entfallen 1.097 T€ auf die Ventegis Capital AG und 145 T€ (Vj. 1.258 T€) auf die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin. Die Forderung an die Ventegis Capital AG stammt aus der Veräußerung der Beteiligung an der Eco Investors Germany I GmbH & Co. KG. Die Forderungen an die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank sind in voller Höhe (Vj. 232 T€) auf Ansprüche aus dem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis zurückzuführen. Im Vorjahr wurden außerdem 1.019 T€ aktivierte Gewinnansprüche in diesem Posten ausgewiesen. Die Ex-tra Sportwetten AG schuldet der Berliner Effektengesellschaft AG aus verauslagten Kosten 4 T€ (Vj. 4 T€).
Sonstige Vermögensgegenstände
Soweit Vermögensgegenstände anderen Bilanzposten der Aktivseite nicht zuzuordnen sind, erfolgt ein Ausweis unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Sie betreffen Forderungen an das Finanzamt auf das aktivierte Körperschaftsteuerguthaben per 31. Dezember 2012 in Höhe von 941 T€ (Vj. 1.110 T€), sonstige Steuerforderungen in Höhe von 1.210 T€ (Vj. 1.131 T€) und einen Bestand an historischen Wertpapieren.
Sonstige Wertpapiere
Unter den sonstigen Wertpapieren weist die Gesellschaft festverzinsliche Wertpapiere sowie Anteile an Investmentfonds aus, die der Anlage von Liquidität dienen.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Es bestehen 52 T€ (Vj.0 T€) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten und Schulden, die anderen Bilanzposten der Passivseite nicht zuzuordnen sind, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von den 82 T€ (Vj. 53 T€) entfallen 26 T€ auf Erstattungen für Umlagen, 9 T€ (Vj. 44 T€) auf noch nicht abgeführte Lohnsteuer sowie 47 T€ (Vj. 9 T€) auf noch abzuführende Umsatzsteuer.
Rückstellungen
Steuerrückstellungen sind nicht zu bilden, da die Erträge weitgehend steuerfrei sind und außerdem hohe steuerliche Verlustvorträge bestehen.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
scroll
| Rückstellungen für | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Jahresabschluss | 106 T€ | 105 T€ |
| Personalaufwendungen | 103 T€ | 304 T€ |
| Rechts-, Steuerberatung | 3 T€ | 6 T€ |
| Sonstige | 10 T€ | 10 T€ |
| Summe | 222 T€ | 425 T€ |
Gezeichnetes Kapital
Zum 31. Dezember 2011 betrug das gezeichnete Kapital 13.872.337,00 €. Auf der Hauptversammlung am 14. Juni 2012 wurde keine Veränderung des gezeichneten Kapitals beschlossen. Die Mitarbeiter des Konzerns haben im vergangenen Geschäftsjahr keine Optionsrechte ausgeübt. Zum 31. Dezember 2012 betrug das gezeichnete Kapital 13.872.337,00 €, das in 13.872.337 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt war.
Zum Bilanzstichtag hält die Berliner Effektengesellschaft AG 44.147 Stück (Vj. 50.033 Stück) eigene Aktien mit einem rechnerischen Wert in Höhe von 44.147,00 € (Vj. 50.033,00 €).
Mit Schreiben vom 10. November 2003 hatte Herr Holger Timm, Berlin, der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt, dass er eine direkte Beteiligung in Höhe von 28,45 % und eine über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH vermittelte indirekte Beteiligung in Höhe von 40,78 % hält.
Meldungen, die den aktuellen Stand der Beteiligungen wiedergeben, liegen nicht vor.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ermächtigt, das gezeichnete Kapital bis zum 16. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 6.500.000,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Im Geschäftsjahr wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Das bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Optionsrechten, Optionsscheinen ohne Schuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen oder Bezugsrechten ohne Schuldverschreibungen vorgesehen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 19. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende verzinsliche Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsrechten) auf bis zu 500.000 neue Inhaberstückaktien der Gesellschaft zu begeben beziehungsweise zu gewähren (bedingtes Kapital 2008).
Unter den aufgeführten Ermächtigungen bestehen zum Bilanzstichtag folgende Optionsrechte:
scroll
| Jahr der Zuteilung | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| bedingtes Kapital | bed. Kapital 2008 | bed. Kapital 2008 |
| Ausübungszeitraum | 01.03.12 - 31.03.15 | 08.04.13 - 08.04.16 |
| Bestand am 31.12.12 | 194.000 | 200.000 |
| davon ausübbar | - | - |
Eigene Aktien
Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, die Aktien der Gesellschaft zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt und gilt bis zum 16. Juni 2015. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der Erwerbspreis den am Handelstag ermittelten Eröffnungskurs der Aktie der Berliner Effektengesellschaft AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Bei einem öffentlichen Kaufangebot darf der Angebotspreis den Durchschnitt der Börsenkurse im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 15 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Überschreitet die Zeichnung das Volumen des Angebotes, erfolgt die Annahme nach Quoten.
Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden. Voraussetzung ist insoweit, dass die erworbenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft mit derselben Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien auch dann außerhalb der Börse zu veräußern, wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht vorliegen, sofern die Veräußerung zum Zwecke erfolgt, Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Veräußerung auch außerhalb der Börse können ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.
Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu einem Teil oder insgesamt ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Im Geschäftsjahr 2012 wurde von den Ermächtigungen zum Kauf eigener Aktien kein Gebrauch gemacht. Von der Berliner Effektengesellschaft AG wurden 5.886 Stück Aktien für die Erhöhung der Beteiligung an der Ventegis Capital AG ausgegeben.
scroll
| Monat | Stück gekaufte | Stück verkaufte / eingezogene | Bestand |
|---|---|---|---|
| Vortrag per 01.01.2012 Ermächtigung 2010 | 50.033 | - | |
| Feb 12 | - | 561 | |
| Jun 12 | - | 100 | |
| Jul 12 | - | 5.225 | |
| Summe per 31.12.2012 Ermächtigung 2010 | 50.033 | 5.886 | 44.147 |
Kapitalrücklage
Zum 31. Dezember 2011 betrug die Kapitalrücklage 31.551.736,54 €. Im Zuge der Veräußerung eigener Aktien wurden der Kapitalrücklage 4.093,74 € zugeführt. Zum 31. Dezember 2012 beträgt die Kapitalrücklage 31.555.830,28 €.
Gewinnrücklagen
Die Kapitalrücklage beträgt mehr als 10 % des gezeichneten Kapitals gemäß der Anforderung des § 150 Abs. 2 AktG. Somit ist keine Dotierung der gesetzlichen Rücklage erforderlich.
Stellen Vorstand und Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest, können sie einen die Hälfte übersteigenden Teil des Jahresüberschusses in andere Gewinnrücklagen einstellen, bis die Hälfte des Grundkapitals erreicht ist.
Aus dem Abgang von eigenen Aktien resultiert für das vergangene Geschäftsjahr eine Erhöhung der anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 27.664,20 € (Vj. 31.156,30 €).
Zum 31. Dezember 2012 bestanden andere Gewinnrücklagen in Höhe von 9.448.736,48 € (Vj. 9.421.072,28 €.).
Bilanzgewinn
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2012 einem Bilanzgewinn in Höhe von 9.077.495,22 € (Vj. 13465.220,99 €) aus. Die Zahlung einer Dividende ist nicht vorgesehen. Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Der Gegenstand unserer Gesellschaft ist gemäß Satzung die Vermittlung von Wertpapiergeschäften aller Art sowie insbesondere die Preis- bzw. Kursfeststellung im Freiverkehr und Geregelten Markt an der Börse Berlin sowie an weiteren Wertpapierbörsen. Das Unternehmen berät und begleitet darüber hinaus Unternehmen bei einem Gang an eine nationale oder internationale Börse und stellt in diesem Zusammenhang technische und Finanzdienstleistungen aller Art zur Verfügung. Die Gesellschaft braucht auf den vorgenannten Tätigkeitsgebieten nicht selbst tätig zu sein; sie kann den vorbezeichneten Unternehmensgegenstand auch dadurch verwirklichen, dass sie sich an von ihr abhängigen Konzerngesellschaften beteiligt, die ihrerseits auf den genannten Gebieten unmittelbar tätig sind. Erlöse werden aufgrund der Auslagerung der operativen Tätigkeiten auf Konzerngesellschaften überwiegend aus Umlagen für Dienstleistungen, aus Beteiligungserträgen und aus der Anlage liquider Mittel erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende Beträge:
scroll
| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 212 | - |
| Sonstige Kostenumlagen | 150 | 138 |
| Gewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen | 97 | - |
| Kostenumlagen in der Gruppe Berliner Effektengesellschaft AG | 63 | 60 |
| Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens | 45 | 678 |
| Auflösungen anderer Rückstellungen | 7 | 6 |
| Periodenfremde sonstige Erträge | - | 1 |
| Sonstige Erträge | 1 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge insgesamt | 575 | 883 |
Im Geschäftsjahr 2012 sind die Personalaufwendungen von 798 T€ um 349 T€ auf 449 T€ zurückgegangen.
Die Abschreibungen betreffen die Software und die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die genaue Aufteilung der Abschreibungen kann dem Anlagespiegel entnommen werden.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die laufenden Aufwendungen für den Betrieb und Verluste aus dem Abgang von Anlage- und Umlaufvermögen ausgewiesen. Die wesentlichen Beträge gliedern sich wie folgt:
scroll
| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Kosten des Jahresabschlusses | 106 | 105 |
| Vergütungen und Auslagenersatz für den Aufsichtsrat | 69 | 68 |
| Raumkosten | 55 | 52 |
| Kosten der Hauptversammlung | 44 | 43 |
| Aufwendungen für Repräsentation | 35 | 47 |
| Kosten für Dienstleistungen der Tradegate AG | 34 | 35 |
| Aufwendungen für Kfz | 25 | 24 |
| Kontoführung, Zahlungsverkehr u.a. Bankleistungen | 20 | 19 |
| Beratungshonorare, Rechts-, Gutachterkosten | 14 | 21 |
| gesellschaftsrechtl. Aufwendungen | 6 | 6 |
| periodenfremde Aufwendungen | - | 2 |
| Sonstige Aufwendungen | 82 | 93 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen insgesamt | 490 | 515 |
Die Kosten für Dienstleistungen der Tradegate AG betreffen Leistungen des Empfangspersonals und der Mitarbeiter des Bereiches IT-Operations.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge gliedern sich in die Zinserträge aus Geldanlagen, aus den Anlagen in Wertpapieren und der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens. Aus der Anlage der liquiden Mittel in Tages-, Festgeldern und Wertpapieren wurden Zinserträge in Höhe von 134 T€ (Vj. 115 T€) erzielt.
Die in den Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen sind fortzuführen, da die Annahmen, die zu den Abschreibungen der Finanzanlagen geführt hatten, fortbestehen. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung wurde auf die Beteiligung an der Ventegis Capital AG eine Abschreibung in Höhe von 1.586 T€ vorgenommen.
Der Barwert des Körperschaftsteuerguthabens zum 31. Dezember 2012 beträgt 941 T€ (Vj. 1.110 T€). Für die Abzinsung wurden risikolose Zinssätze der jeweiligen Restlaufzeiten unterstellt. Die Änderung des Barwertes ist in Höhe von 20 T€ (Vj.64 T€) unter sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen und in Höhe von 189 T€ auf die im Geschäftsjahr fällige Zahlung zurückzuführen.
D. Sonstige Angaben
Anteilsbesitz
Die nachstehenden Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2012 bzw. auf das Geschäftsjahr 2012, sofern kein anderes Datum angegeben ist.
Ex-tra Sportwetten AG, Wien
scroll
| Grundkapital: | 250.000,00 € | |
| Anteil: | 100,0 % | 250.000,00 € |
| Eigenkapital: | 430.607,14 € | |
| Jahresüberschuss : | 65.175,87 € |
Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin
scroll
| Grundkapital: | 24.554.304,00 € | |
| Anteil: | 70,6 % | 17.331.895,00 € |
| (davon 25.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | 27.105.867,46 € | |
| Jahresfehlbetrag: | 2.711.681,68 € |
Tradegate Exchange GmbH, Berlin
scroll
| Grundkapital: | 500.000,00 € | |
| Anteil: | 25,0 % | 124.999,00 € |
| (davon 124.999,00 € über die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | 913.352,41 € | |
| Jahresüberschuss: | 229.949,00 € |
Ventegis Capital AG, Berlin
scroll
| Grundkapital: | 3.569.270,00 € | |
| Anteil: | 98,9 % | 3.528.651,00 € |
| Eigenkapital: | 5.301.461,70 € | |
| Jahresfehlbetrag: | 4.356.050,00 € |
Ventegis Management Komplementär GmbH i. L., Berlin
(Zwischenabschluss per 23. November 2012)
scroll
| Grundkapital: | 25.000,00 € | |
| Anteil: | 100,0 % | 25.000,00 € |
| (davon 25.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | 19.323,9 € | |
| Jahresfehlbetrag: | 10.588,95 € |
Ventegis Solar Komplementär GmbH i. L., Berlin
(Zwischenabschluss per 23. November 2012)
scroll
| Grundkapital: | 25.000,00 € | |
| Anteil: | 100,0 % | 25.000,00 € |
| (davon 25.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | 22.321,35 € | |
| Jahresfehlbetrag: | 6.602,45 € |
Eco Investors Germany Management GmbH, Berlin
scroll
| Grundkapital: | 25.000,00 € | |
| Anteil: | 100,0 % | 25.000,00 € |
| (davon 25.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | - 31.050,96 € | |
| Jahresüberschuss: | 16.587,27 € |
Eco Investors Germany Founders GmbH & Co. KG, Berlin
scroll
| Kommanditkapital: | 200,00 € | |
| Anteil: | 100,0 % | 200,00 € |
| (davon 200,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | - 4.387,82 € | |
| Jahresfehlbetrag: | 2.769,43 € |
Eco Investors Germany I GmbH & Co. KG, Berlin
scroll
| Grundkapital: | 11.000,00 € | |
| Anteil: | 100,0 % | 11.000,00 € |
| (davon 11.000,00 € über die Ventegis Capital AG vermittelt) | ||
| Eigenkapital: | 1.022.333,97 € | |
| Jahresüberschuss: | 20.888,77 € |
quirin bank AG, Berlin
scroll
| Grundkapital: | 43.106.485,00 € | |
| Anteil: | 25,5 % | 10.996.373,00 € |
| Eigenkapital: | 36.323.828,92 € | |
| Jahresfehlbetrag: | 885.780,78 € |
Aus dem Jahresabschluss nicht erkennbare Haftungsverhältnisse und nennenswerte finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.
Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich wie folgt:
scroll
| Weiblich | Männlich | Gesamt | Gesamt Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Im Jahresdurchschnitt | ||||
| Vorstand | 0,0 | 2,0 | 2,0 | 2,0 |
| Sonstige Angestellte | 3,0 | 4,0 | 7,0 | 7,0 |
| Gesamt | 3,0 | 6,0 | 9,0 | 9,0 |
| Darunter Teilzeitkräfte (volle Kopfzahl) | 1,0 | 4,0 | 5,0 | 5,0 |
| Darunter Teilzeitkräfte (auf Vollzeitstellen umgerechnet) | 0,2 | 1,0 | 1,2 | 1,2 |
| Zum 31. Dezember 2012 | ||||
| Vorstand | 0 | 2 | 2 | 2 |
| Sonstige Angestellte | 3 | 4 | 7 | 7 |
| Gesamt | 3 | 6 | 9 | 9 |
| Darunter Teilzeitkräfte (volle Kopfzahl) | 1 | 4 | 5 | 5 |
| Darunter Teilzeitkräfte (auf Vollzeitstellen umgerechnet) | 0,2 | 1 | 1,2 | 1,2 |
Organe der Berliner Effektengesellschaft AG
Im Folgenden sind gemäß § 285 Nr. 10 HGB die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgelistet.
Mitglieder des Vorstands
Holger Timm, Berlin, Vorsitzender des Vorstands,Vorsitzender des Vorstands der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank
Karsten Haesen, Berlin,Vorstand der Ventegis Capital AG
Mitglieder des Aufsichtsrats
Prof. Dr. Jörg Franke, Frankfurt am Main (Vorsitzender), Mitglied in mehreren Aufsichtsräten
Andrä Dujardin, Berlin, Unternehmer
Dr. Andor Koritz, Berlin, (stellv. Vorsitzender), Rechtsanwalt
Organbezüge
Die Vorstände erhielten von der Berliner Effektengesellschaft AG Bezüge in Höhe von 277 T€, die in Höhe von 200 T€ variable Bezüge betreffen. Es besteht eine Rückstellung für Tantiemen der Vorstände in Höhe von 100 T€. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von 58 T€ (Vj. 56 T€) erhalten.
Honorare an Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB
Die Berliner Effektengesellschaft AG hat im vergangenen Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer, die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgende Zahlungen geleistet und folgenden Aufwand erfasst:
scroll
| Zahlungen | Aufwand | |
|---|---|---|
| für die Abschlussprüfung | 74 T€ | 74 T€ |
| gesamt | 74 T€ | 74 T€ |
Im Vorjahr waren folgende Beträge erfasst:
scroll
| Zahlungen | Aufwand | |
|---|---|---|
| für die Abschlussprüfung | 74 T€ | 76 T€ |
| gesamt | 74 T€ | 76 T€ |
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 9.077.495,22 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzunehmenden Rechnungslegungsgrundsätzen der vorliegende Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2012 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft vermittelt.
Berlin, 14. März 2013
Berliner Effektengesellschaft AG
Holger Timm
Karsten Haesen
Anlagespiegel gem. § 268 Abs. 2 HGB per 31. Dezember 2012
scroll
| in EUR | Anschaffungskosten | Zugänge Geschäftsjahr |
Abgänge Geschäftsjahr |
Umbuchungen | Abschreibungen insgesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Software | 246.273,90 | - | - | - | 245.823,90 |
| Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | - | - | - |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 246.273,90 | - | - | - | 245.823,90 |
| Sachanlagen | |||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 104.639,03 | 643,55 | 1.636,13 | - | 92.797,45 |
| Anzahlungen auf Anlagen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| Summe Sachanlagen | 104.639,03 | 643,55 | 1.636,13 | - | 92.797,45 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 61.067.792,33 | 107.417,33 | 1.000.000,00 | - | 9.154.468,96 |
| Beteiligungen | 14.790.451,82 | - | - | - | 7.072.523,37 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | - | - | - | - |
| Summe Finanzanlagen | 75.858.244,15 | 107.417,33 | 1.000.000,00 | - | 16.226.992,33 |
| Summe Anlagevermögen | 76.209.157,08 | 108.060,88 | 1.001.636,13 | - | 16.565.613,68 |
scroll
| in EUR | Abschreibungen Geschäftsjahr |
Zuschreibungen Geschäftsjahr |
Restbuchwert 31.12.12 |
Restbuchwert Vorjahr |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software | 3.012,00 | - | 450,00 | 3.462,00 |
| Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | - | - | - | - |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 3.012,00 | - | 450,00 | 3.462,00 |
| Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.986,55 | - | 10.849,00 | 12.192,00 |
| Anzahlungen auf Anlagen und Anlagen im Bau | - | - | - | - |
| Summe Sachanlagen | 1.986,55 | - | 10.849,00 | 12.192,00 |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.586.241,48 | - | 51.020.740,70 | 53.499.564,85 |
| Beteiligungen | - | - | 7.717.928,45 | 7.717.928,45 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | - | - | - |
| Summe Finanzanlagen | 1.586.241,48 | - | 58.738.669,15 | 61.217.493,30 |
| Summe Anlagevermögen | 1.591.240,03 | 58.749.968,15 | 61.233.147,30 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin:
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Berliner Effektengesellschaft AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 15. März 2013
**Dohm · Schmidt · Janka Revision und Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer
Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
auch im Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der BEG bei der Leitung der Gesellschaft beraten und überwacht und befasste sich im Rahmen seiner Tätigkeit auch intensiv mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und des Konzerns.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die wirtschaftliche Situation, die Geschäftslage, die Risikolage sowie Unternehmensplanung der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Über grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung sowie bedeutsame Geschäftsvorfälle fanden enge Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Gesellschaft statt. Auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. In alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat eingebunden und hat zu zustimmungspflichtigen Geschäften nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt, soweit nach gesetzlichen oder satzungsmäßigen Vorschriften dies erforderlich war.
Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand geeignete Maßnahmen für ein Überwachungssystem/Risikomanagement getroffen hat, um Situationen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, früh erkennen zu können (§ 91 Abs. 2 AktG). Die Gesellschaft verfügt als Finanz-Holding über ein wirksames Controlling. Sie erstellt monatlich konsolidierte Vergleichszahlen. Aufgrund sich laufend verändernder Rahmenbedingungen wird das Früherkennungssystem des Konzerns regelmäßig optimiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst.
Sitzungen des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses fanden außerhalb der Aufsichtsratssitzungen nicht statt. Die die jeweiligen Ausschüsse betreffenden Themen wurden im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen diskutiert.
Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen
Im Geschäftsjahr fanden planmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen in den Monaten März, Juni, September und Dezember sowie eine telefonische Aufsichtsratssitzung im Mai des Geschäftsjahres statt. Ein Beschluss wurde telefonisch außerhalb der Sitzungen gefasst.
Schwerpunkte der Beratungen bildeten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie die Entwicklung der zum Konzernverbund gehörenden Einzelgesellschaften. Darüber hinaus waren die zahlreichen die Finanzindustrie betreffenden neuen bereits eingeführten oder geplanten Regulierungen, darunter auch die Finanztransaktionssteuer und deren Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, Schwerpunkt der Erörterungen. Weiterhin wurden in jeder Sitzung konsolidierte Monatsberichte vom Vorstand zur Verfügung gestellt und eingehend erläutert. . Die Geschäfts- und Risikostrategie der Gesellschaft wurde in jeder Sitzung diskutiert.
Jahresabschluss 2012
Der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 ist unter Einbeziehung von Buchführung und Lagebericht durch die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2012 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Jahresabschluss, Lagebericht und Prüfbericht sind dem Aufsichtsrat vorgelegt und in Anwesenheit des Vorstands und des Abschlussprüfers in der Sitzung am 9. April 2013 erläutert worden. Da es keine Einwendungen gab, wurden Jahresabschluss und Lagebericht somit gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Personalia
Es gab keine personellen Änderungen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2012 geleistete Arbeit.
Berlin, 9. April 2013
Prof. Dr. Franke, Aufsichtsratsvorsitzender
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 9.077.495,22 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Ergebnisverwendungsbeschluss
Ergebnisverwendungsbeschluss der Berliner Effektengesellschaft AG
Die Hauptversammlung unserer Gesellschaft beschloss am 20. Juni 2013 die von der Verwaltung vorgeschlagene Gewinnverwendung:
Der Bilanzgewinn in Höhe von 9.077.495,22 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Berliner Effektengesellschaft AG
Der Vorstand