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Berliner Effektengesellschaft AG Annual Report 2011

Aug 6, 2012

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Annual Report

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Publication

Berliner Effektengesellschaft AG

Berlin

Konzern-Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Konzernlagebericht zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2011

der Berliner Effektengesellschaft AG

1. Geschäft und Strategie

1.1. Organisation und Geschäftsfelder

Die Berliner Effektengesellschaft AG fungiert als Finanzholding bzw. Beteiligungsgesellschaft, ohne ein eigenes operatives Geschäft zu haben. Durch ihre mehrheitlich gehaltenen Konzerntochterunternehmen und wesentlichen Beteiligungen bietet sie Dienstleistungen verschiedener Art rund um den Kapitalmarkt an, insbesondere Bank- und Finanzdienstleistungen.

Die einzelnen unmittelbaren und mittelbaren operativen Tochtergesellschaften sind:

- Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin; Beteiligung 70,4 %, Zulassung als Einlagenkreditinstitut. Die Gesellschaft betreibt überwiegend Wertpapierhandel, insbesondere als Market Specialist an der TRADEGATE EXCHANGE und als Market Specialist bzw. Skontroführer an der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Berlin. Die Tradegate AG hält wiederum einen Anteil von knapp 25% an der Betreibergesellschaft der TRADEGATE EXCHANGE, der Tradegate Exchange GmbH. Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft ist die Deutsche Börse AG.

- Ventegis Capital AG, Berlin; Beteiligung 98,7 %, Venture Capital Gesellschaft mit vornehmlich Frühphaseninvestitionen sowie allgemeiner Finanzierungs- und Strukturierungsberatung,

- Ex-tra Sportwetten AG, Wien, Österreich, Beteiligung 100 %, Emittent von Sportzertifikaten mit einer Lizenz für Sportwetten.

Neben den mehrheitlich gehaltenen Konzernunternehmen kann die Gesellschaft auch Minderheitsbeteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften eingehen, die Bank- oder Finanzdienstleistungen erbringen, oder an Unternehmen, die für diesen Bereich unterstützende Dienstleistungen anbieten. Ziel solcher Beteiligungen ist die Anbahnung, Festigung und Vertiefung von Geschäftsbeziehungen der gruppenangehörigen Unternehmen. Aktuell bestehen neben der Beteiligung an der quirin bank AG keine strategisch relevanten Beteiligungen.

Die Beteiligungsquote der Berliner Effektengesellschaft AG an der quirin bank AG, Berlin, beträgt unverändert 25,5 %. Die quirin bank AG ist damit weiterhin ein assoziiertes Unternehmen im Sinne der IFRS.

Ferner unterstützt die Gesellschaft die Tochterunternehmen bei Bedarf in den zentralen Bereichen Personal, Verwaltung, Organisation und Rechnungswesen sowie Controlling.

Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin. Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus zwei Vorstandsmitgliedern (Karsten Haesen und Holger Timm), die eng in den Bereichen strategische Planung, Lenkung der operativen Töchter und Beteiligungscontrolling zusammenarbeiten. Obwohl drei Tochtergesellschaften als Aktiengesellschaften firmieren und die Unabhängigkeit der Geschäftsführungen gewahrt ist, wird eine übergeordnete Planung und Überwachung, insbesondere durch Überschneidungen in der Gremienbesetzung aller Gesellschaften, gewährleistet. Herr Timm ist zuständig für Rechnungswesen, Controlling und die kaufmännische Verwaltung. Letztere hat insbesondere die Personalverwaltung für die Tochterunternehmen und Teilbereiche des Einkaufs von Material und Dienstleistungen zur Aufgabe. Daneben ist Herr Timm Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und Aufsichtsratsvorsitzender der quirin bank AG. Herr Haesen koordiniert die Tätigkeiten in der Gruppe hinsichtlich Kapitalmarkttransaktionen und ist für die Darstellung am Kapitalmarkt zuständig. Er leitet darüber hinaus als Alleinvorstand die Ventegis Capital AG und ist Mitglied des Aufsichtsrates der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.

1.2. Wettbewerbsposition und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft als Finanzholding bündelt, unterstützt und optimiert die Aktivitäten der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Wettbewerbsposition ist daher wesentlich von den Wettbewerbspositionen der oben genannten Tochtergesellschaften bestimmt. Trotzdem kann aber das umfassende Dienstleistungsangebot aus einer (Konzern-) Hand auch zu einer Verbesserung der Wettbewerbsposition aller Einzelgesellschaften beitragen, zumal ein entsprechend strukturell gleichartig aufgestellter Wettbewerber nicht am Markt ist.

Die Wettbewerbsposition der wichtigsten Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat sich nach der Etablierung des von der Gesellschaft entwickelten Handelssystems TRADEGATE als neue Wertpapierbörse TRADEGATE EXCHANGE und die strategische Partnerschaft mit der Deutschen Börse AG im vergangenen Jahr wiederum deutlich verbessert. Die Anzahl der Geschäftsabschlüsse konnte im vergangenen Jahr um gut 76%, das Transaktionsvolumen um fast 87 % gesteigert werden. Dieser starke Zuwachs resultiert in erster Linie aus der Gewinnung von Marktanteilen im Aktienhandel mit Privatanlegern. Die TRADEGATE EXCHANGE hat gegenüber den vergleichbaren 7 Wettbewerbsbörsen inzwischen rund 50% Marktanteil im Aktienhandel erreicht.

1.3. Ziele und Strategien, Börsennotierung

Die Berliner Effektengesellschaft AG unterstützt die operativen Gesellschaften in der Entwicklung ihrer Geschäftsfelder und begleitet die notwendigen Abstimmungsprozesse. Das übergeordnete Konzerndach und die weitgefächerten Geschäftsaktivitäten der operativen Tochtergesellschaften erlauben ein sehr breites Dienstleistungsspektrum rund um den Kapitalmarkt und können aufgrund des höheren Bekanntheitsgrades der Berliner Effektengesellschaft AG den einzelnen Gesellschaften auch in der Kundenakquisition behilflich sein. Auf der anderen Seite erlaubt die saubere gesellschaftsrechtliche Trennung von unterschiedlichen Bereichen - und insbesondere geschäftlichen Risiken - eher die Gewinnung von strategischen Partnern bzw. auch Gesellschaftern für die einzelnen Bereiche.

Diese mehrgliedrige strategische Aufstellung hat sich bereits in vergangenen Jahren bewährt und erlaubt allen Gesellschaften die notwendige Flexibilität zur Entwicklung der eigenen Geschäfte. Die Berliner Effektengesellschaft AG legt großen Wert darauf, ihre Geschäftsaktivitäten in einem schwierigen und sich konsolidierenden Marktumfeld aus einer soliden Eigenkapitalstruktur behutsam und langfristig orientiert solide zu entwickeln.

Die Berliner Effektengesellschaft AG mit ihren Konzerngesellschaften und wesentlichen Beteiligungen zeichnet sich durch hohe Flexibilität und Innovationsfreudigkeit aus, die auch in Jahren eines dramatisch schlechten Marktumfeldes ihre Chancen in Nischenmärkten gesucht und gefunden hat. Die gebildete Konzernstruktur soll die einzelnen Gesellschaften wechselseitig befruchten und eine möglichst lange Wertschöpfungskette im Konzern ermöglichen. Gleichzeitig sollen Abhängigkeiten und Risiken durch Drittanbieter so weit als möglich vermieden werden.

Die Gesellschaft ist, nachdem sie jahrelang im geregelten Markt notiert war, seit dem 1. August 2008 im Open Market/Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und wird auch im Freiverkehr der Börsen Berlin und TRADEGATE EXCHANGE notiert.

1.4. Mitarbeiter

Die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter im Konzern war in 2011 konstant und beträgt 99 Mitarbeiter zum 31.12.2011. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 40,1 Jahren. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 8,7 Jahre.

Die einzelnen Konzernunternehmen legen großen Wert darauf, ihre gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiter auch in umsatzschwachen Zeiten zu halten. Ein flexibler Auf- oder Abbau von Mitarbeitern ist je nach Geschäftsverlauf in den Konzerngesellschaften nicht möglich und auch nicht gewollt. Vielmehr stellt der Konzern durch flexible Vergütungsmodelle sicher, dass einerseits in wirtschaftlich schwierigen Situationen keine untragbar hohen Festgehälter ergebnisgefährdend wirken und andererseits in erfolgreichen Phasen alle Geschäftsleiter und Mitarbeiter an den jeweiligen Unternehmensergebnissen angemessen beteiligt werden.

Auch die Aufsichtsräte der Konzernmuttergesellschaft erhalten eine feste Grundvergütung sowie einen variablen Zuschlag, der von der Höhe der Dividende abhängig ist.

Die Konzernmitarbeiterzahl im Einzelnen (ohne assoziierte Unternehmen)

Berliner Effektengesellschaft AG 9
Tradegate AG Wertpapierhandelsbank 91
Ventegis Capital AG 4
Ex-tra Sportwetten AG 2

Teilweise üben Vorstände und Mitarbeiter Doppelfunktionen aus, Im Konzern sind daher insgesamt 99 Mitarbeiter beschäftigt.

1.5. Geschäftsverlauf und Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Kreditinstitute und Finanzdienstleister, insbesondere im Wertpapierhandel mit Privatanlegern, haben sich im Jahr 2011 eher verschlechtert, sodass keine kontinuierliche Geschäftsentwicklung möglich war. Von dem sehr schwierigen Kapitalmarktumfeld waren alle Konzerngesellschaften bzw. assoziierten Unternehmen betroffen.

Die Konzerngesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank konnte im Jahr 2011 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen erfreuliche Umsatzzuwächse in allen Geschäftsbereichen verzeichnen und das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um rund 61% steigern. Der Jahresüberschuss konnte um rund 91% gesteigert werden. Allerdings muss die Gesellschaft auf Grundlage des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wieder einen erheblichen Teil der Gewinne in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einstellen.

Die Tochtergesellschaft Ex-tra Sportwetten AG in Wien konnte im Jahr 2011 auch ohne sportliche Großereignisse im zweiten Jahr in Folge einen Gewinn erzielen, der zur teilweisen Deckung des vorgetragenen Bilanzverlustes verwendet wird.

Die Ventegis Capital AG konnte im Jahr 2011 zwei Beteiligungsverkäufe realisieren, sodass trotz einer Beteiligungsabschreibung ein erfreulicher Gewinn zu verzeichnen war.

Die quirin bank AG als assoziiertes Unternehmen hatte im Jahr 2011 insbesondere im Geschäftsbereich Private Banking unter dem schwierigen Kapitalmarktumfeld zu leiden. Trotz eines weiter erfreulichen Wachstums bei den Privatkunden und Einlagen waren aufgrund der konservativen und Risiko vermeidenden Anlagestrategie kaum vernünftige Margen im Zinsgeschäft und auch bei den erfolgsorientierten Provisionen zu erzielen, sodass die Bank insgesamt ein negatives Jahresergebnis ausweist.

Das Konzernergebnis ist angesichts des schwierigen Umfeldes als sehr erfreulich zu bezeichnen. Das Ergebnis vor Steuern wurde um rund 31% auf 6,804 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern um 21% auf nun 4,716 Mio. € gesteigert.

2. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns Berliner Effektengesellschaft AG ist von liquiden Vermögensgegenständen und Beteiligungen auf der Aktivseite und einer hohen Eigenkapitalausstattung auf der Passivseite geprägt.

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen neben den Anlagen in Wertpapieren die größten Positionen der Aktiva. In den nachstehenden Tabellen ist die Entwicklung der Aktiva und Passiva der letzten beiden Jahre dargestellt.

Aktiva

31.12.2011 31.12.2010
Barreserve 159.808,12 € 654.084,51 €
Forderungen an Kreditinstitute 43.489.241,32 € 40.115.406,26 €
Forderungen an Kunden 766.816,57 € 1.082.605,73 €
Risikovorsorge - 155.727,78 € - €
Handelsaktiva 1.057.858,70 € 3.417.173,81 €
Beteiligungs- und Wertpapierbestand 8.645.435,03 € 12.221.842,70 €
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 10.923.585,99 € 11.786.138,94 €
Immaterielle Anlagewerte 462.834,16 € 1.140.627,36 €
Sachanlagen 180.747,06 € 168.238,00 €
Ertragsteueransprüche 2.696.404,04 € 2.084.886,69 €
Sonstige Aktiva 1.952.831,13 € 373.828,79 €
Aktive latente Steuern 17.919,18 € 33.854,55 €
Gesamt 70.197.753,52 € 73.078.687,34 €
Passiva
31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 688.626,62 € 1.614.009,67 €
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 412.349,39 € 688.937,34 €
HandelsPassiva 248.780,86 € 1.959.581,83 €
Rückstellungen 783.310,03 € 471.504,65 €
Ertragsteuerverpflichtungen 1.465.152,29 € 825.327,37 €
Sonstige Passiva 1.860.922,04 € 2.456.404,76 €
Passive latente Steuern 71.400,94 € 86.811,07 €
Eigenkapital 64.667.211,35 € 64.976.110,65 €
Anteile in Fremdbesitz 10.918.607,33 € 11.132.690,13 €
Gezeichnetes Kapital 13.821.880,00 € 13.815.537,00 €
Kapitalrücklage 33.641.408,06 € 33.428.026,97 €
Gewinnrücklagen 1.962.324,60 € 2.323.817,33 €
Neubewertungsrücklage 1.076.477,79 € 1.432.451,21 €
Konzernverlust / -gewinn 3.246.513,57 € 2.843.588,01 €
Gesamt 70.197.753,52 € 73.078.687,34 €

Die Forderungen an Kreditinstitute sind infolge der positiven Ergebnisentwicklung und des Verkaufs von Beteiligungen im Segment Venture Capital gestiegen. Die Handelsaktiva wurden zum Bilanzstichtag reduziert. Die quirin bank AG weist nach dem positiven Ergebnis im Vorjahr wieder einen deutlichen Verlust für das vergangene Geschäftsjahr aus, der sich anteilig im Ausweis der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen niederschlägt. Die Tradegate Exchange GmbH, die ebenfalls unter den Anteilen an assoziierten Untenehmen gezeigt wird, konnte ihr positives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern, sodass sich der Ausweis der assoziierten Unternehmen daraus erhöhte. Da das anteilige negative Ergebnis der quirin bank AG das positive Ergebnis der Tradegate Exchange GmbH übersteigt, verringert sich der Posten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. Im Geschäftsjahr tauschte die Berliner Effektengesellschaft AG eine geringe Anzahl eigener Anteile gegen Anteile an der Ventegis Capital AG. Ferner wurden am Markt Anteile an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank erworben.

Entsprechend dem Rückgang der Handelsaktiva verringerten sich auch die Handelspassiva im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Passiva beinhalten vorwiegend Abgrenzungen für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten an die Sozialversicherung.

Finanzlage

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt vor allem über das Eigenkapital. Unter den Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Passiva von etwas größerer Bedeutung. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in erster Linie offene Abrechnungen aus der Skontroführung und ein KfW-Darlehen zur Refinanzierung einer Beteiligung enthalten. In den sonstigen Passiva sind die Verbindlichkeiten aus bezogenen Leistungen der größte Posten.

Die Anlage der Mittel erfolgt überwiegend bei Kreditinstituten und in Wertpapieren. Als Liquiditätsreserve stehen neben den kurzfristigen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 36.583 T€ (Vj. 35.799 T€) Handelsaktiva und zur Veräußerung verfügbarer Wertpapierbestand in Höhe von 3.234 T€ (Vj. 8.297 T€) zur Verfügung.

Gemäß der Kapitalflussrechnung für den Konzern beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.337 T€ (Vj. 22 T€). Im Rahmen der Investitionstätigkeit waren Netto-Zuflüsse von Zahlungsmitteln in Höhe von 4.283 T€ (Vj. 4.187 T€) zu verzeichnen, die vor allem aus der Veräußerung von Beteiligungen oder zur Veräußerung von bestimmten Wertpapieren stammen.

Der Cashflow der Finanzierungstätigkeit betrug -1.330 T€ (Vj. -1.531 T€). Der Abfluss erfolgte für die Zahlung einer Dividende. Der Bestand an Zahlungsmitteln hat sich von 30.526 T€ auf 33.530 T€ erhöht.

Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Geschäftsjahr von 3.905 T€ um 811 T€ auf 4.716 T€ verbessert. Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sind das Handelsergebnis und der Verwaltungsaufwand. In der nachstehenden Tabelle ist die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung der letzten beiden Jahre dargestellt.

2011 2010
Zinserträge 599.103,15 € 650.849,53 €
Zinsaufwendungen -20.593,33 € -70.464,86 €
Zinsüberschuss 578.509,82 € 580.384,67 €
Netto-Risikovorsorge im Kreditgeschäft -490.492,78 € -18.633,72 €
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 88.017,04 € 561.750,95 €
Provisionserträge 2.716.729,45 € 3.681.569,92 €
Provisionsaufwendungen -8.342.717,01 € -7.948.108,98 €
Provisionsergebnis -5.625.987,56 € -4.266.539,06 €
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting) 0,00 € 0,00 €
Erträge aus Handelsgeschäften 87.475.261,40 € 63.216.786,50 €
Aufwendungen aus Handelsgeschäften -56.559.155,30 € -38.880.755,93 €
Handelsergebnis 30.916.106,10 € 24.336.030,57 €
Rohertrag 25.378.135,58 € 20.631.242,46 €
Ergebnis aus Beteiligungs- und Wertpapierbestand (available for sale) 3.561.203,76 € 744.533,56 €
Ergebnis aus Finanzanlagen (held-to-maturity-Bestände) 0,00 € 0,00 €
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -1.137.201,54 € 187.884,97 €
Verwaltungsaufwand -22.290.625,69 € -18.522.357,92 €
Betriebsergebnis 5.511.512,11 € 3.041.303,07 €
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.292.463,16 € 2.139.029,34 €
Ergebnis vor Steuern 6.803.975,27 € 5.180.332,41 €
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.087.740,13 € -1.275.574,55 €
Ergebnis nach Steuern 4.716.235,14 € 3.904.757,86 €
Konzernfremden Gesellschaftern zustehende Gewinne / Verluste -1.469.721,57 € -1.061.169,85 €
Konzernjahresüberschuss 3.246.513,57 € 2.843.588,01 €

Die verringerten Bestände an liquiden Mitteln sowie das niedrigere Zinsniveau zogen einen geringeren Zinsüberschuss nach sich. Die im Rahmen des Beteiligungsgeschäftes ausgereichten Forderungen trugen nur unwesentlich zum Zinsergebnis bei.

Das Provisionsergebnis ging vor allem infolge der Aufwendungen für die Abwicklung des Wertpapierhandels zurück. Das Provisionsergebnis ist um 1.359 T€ auf – 5.626 T€ gesunken.

Das Handelsergebnis, das überwiegend aus dem Handel an der TRADEGATE EXCHANGE resultiert, ist deutlich von 24.336 T€ auf 30.916 T€ gestiegen.

Die Gruppe quirin bank AG weist einen Verlust nach IFRS für das vergangene Geschäftsjahr aus, der anteilig in das Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen einfließt. Außerdem fließen hier die Ergebnisse der Tradegate Exchange GmbH und der Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG ein.

Der Verwaltungsaufwand hat sich durch den Anstieg der Personalaufwendungen, vor allem der variablen Anteile, sowie der Spesen für die erheblich gestiegene Anzahl an Wertpapiergeschäften erhöht und beträgt 22.291 T€ gegenüber 18.522 T€ im Vorjahr.

Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 1.292 T€ (im Vorjahr 2.139 T€) beinhaltet unter anderem das Ergebnis aus Konsolidierungsvorgängen aus dem Handel in Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank. Im Vorjahr waren hier Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank enthalten. Eine detaillierte Aufgliederung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses kann dem Anhang entnommen werden.

3. Analyse finanzieller Leistungsindikatoren

Die Relation des Verwaltungsaufwands zum Rohertrag hat sich aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung verbessert. Sie verringerte sich von 89,8 % auf 87,8 %. Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2011 92,1 % nach 88,9 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg von 0,20 € auf 0,23 €. Die der Berechnung zugrunde liegenden Daten können dem Anhang entnommen werden.

Zusammenfassend kann von einer zufriedenstellenden Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr und einer zufriedenstellenden Lage des Konzerns gesprochen werden.

4. Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung

Der Verlauf der ersten drei Monate im neuen Geschäftsjahr war im Segment Skontroführung / Eigenhandel positiv.

Am 9. Mai 2012 hat die Soltecture GmbH einen Insolvenzantrag gestellt. Die Ventegis Capital AG, die für das Geschäftssegment Venture Capital steht, hält zum Bilanzstichtag direkt Anteile im Wert von 3.654 T€ nach IFRS. Ferner ist die Ventegis Capital AG an der Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co KG beteiligt. Die Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co KG hält ebenfalls eine Beteiligung an der Soltecture GmbH nebst Forderungen. Die Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co KG wird at equity in den Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG einbezogen. Zum Bilanzstichtag wurden aussichtsreiche Verhandlungen mit potentiellen Investoren geführt. Die Liquidität der Soltecture GmbH war bis zum erwarteten Abschluss des Mergers & Acquisition Prozesses sichergestellt. Aus diesem Grunde konnte von einer positiven Fortbestehensprognose der Soltecture GmbH ausgegangen werden. Nach einem Strategiewechsel auf Seiten der potentiellen Investorensind die bereits weit fortgeschrittenen Verhandlungen am 9. Mai 2012 gescheitert und die Soltecture GmbHmusste am 9. Mai 2012 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Die sich aus diesem Ereignis ergebenen wirtschaftlichen Auswirkungen in Höhe von voraussichtlich bis zu 3,5 Mio. € werden imlaufenden Konzernabschluss 2012 berücksichtigt werden.

5. Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres, die sich bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergeben haben, betreffen die Insolvenz der Soltecture GmbH, einer Frühphasenbeteiligung der Ventegis Capital AG, und sind unter „4. Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung“ dargestellt. Weitere Ereignisse ergaben sich bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht.

6. Risikobericht

Risikopolitische Strategie und Risikomanagement

Die Gruppe Berliner Effektengesellschaft ist als Finanzholdinggruppe mit den Schwerpunkten Skontroführung / Eigenhandel und Venture Capital tätig. Die Steuerung der Risiken in den Geschäftsfeldern obliegt den operativ tätigen Gesellschaften.

Unter Risiko wird grundsätzlich die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der Risiken in Adressenausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken und sonstige Risiken.

Das Risikomanagementsystem unterscheidet die unmittelbar mit den Risiken umgehenden Bereiche, das Risikomanagement im engeren Sinne und das Risikocontrolling, das die Risikosituation überwacht und das Risikomanagement insbesondere mit Informationen über eingegangene Risiken unterstützt. Der jeweilige Bereich Controlling hat auch die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems wesentlich mit zu verantworten.

Auch die Risikolage der Gruppe Berliner Effektengesellschaft wird hauptsächlich von den Entwicklungen der Tochtergesellschaften und ihrer Rahmenbedingungen beeinflusst. Jede Gesellschaft legt im Rahmen ihrer Tätigkeit die für sie sinnvolle Risikostrategie fest. Hier frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen und ihnen zu begegnen, muss das Ziel des Risikomanagements sein.

Bedeutsam für die Risikolage sind aufgrund der Geschäftsfelder vor allem die Entwicklungen in der deutschen und der europäischen Börsenlandschaft. Insoweit ist die Beobachtung der Rahmenbedingungen, die für die jeweiligen Geschäftsfelder relevant sind, notwendig.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko ist die Gefahr, dass Forderungen nicht rechtzeitig, nicht in voller Höhe oder gar nicht zurückgezahlt werden. Die Gruppe Berliner Effektengesellschaft hat diese Risiken ganz überwiegend in den Forderungen an Kreditinstitute und im Beteiligungs- und Wertpapierbestand. Die Bankkonten bestehen überwiegend bei inländischen Kreditinstituten, bei denen nur sehr geringe Ausfallwahrscheinlichkeiten angenommen werden. Neben diesen, dem Zahlungsverkehr und der Geldanlage dienenden Bankkonten, werden Wertpapiere des Bundes, festverzinsliche Wertpapiere von Kreditinstituten und anderen Unternehmen, Aktien und Investmentfondsanteile gehalten. Bei den Wertpapierbeständen bestehen Adressenausfallrisiken, die vom Emittenten und der Ausgestaltung der Anlage abhängig sind, sowie Forderungen an Kunden, die mit einem Adressenausfallrisiko behaftet sind.

Als besondere Ausprägung des Adressenausfallrisikos ist das Beteiligungsrisiko oder Anteilseignerrisiko anzusehen. Das Beteiligungsrisiko ist, abgesehen von der Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG an der quirin bank AG, vorwiegend in der Ventegis Capital AG angesiedelt. Der Wert einer Beteiligung kann sich aufgrund von Entwicklungen, die in der Beteiligung liegen, verringern. So sind beispielsweise schlechtere wirtschaftliche Verhältnisse, negative öffentliche Berichterstattung, verschärfte rechtliche Rahmenbedingungen oder neue technische Entwicklungen Anhaltspunkte, die eine Überprüfung der Wertansätze nahe legen können. Um das Risiko rechtzeitig einschätzen zu können, erfolgt seitens der gruppenangehörigen Unternehmen, soweit sie Beteiligungen halten, eine regelmäßige und zeitnahe Einsichtnahme in die wirtschaftliche Entwicklung. Ergänzt wird dies durch Kontakte zum Management des Beteiligungsunternehmens. Ergeben sich aus den eingereichten Daten oder bekannten Änderungen der Rahmenbedingungen Fragen, werden diese mit der jeweiligen Gesellschaft besprochen und geklärt. Darüber hinaus wird gegebenenfalls ein Mitglied in den Aufsichtsrat des Beteiligungsunternehmens entsandt. Neue Beteiligungen werden nur nach sorgfältiger Prüfung eingegangen.

Daneben besteht das Adressenausfallrisiko in Form des Abwicklungs- und des Vorleistungsrisikos, insbesondere bei Handelsgeschäften. Das Abwicklungsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die gegenseitigen Lieferverpflichtungen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig erfüllt werden. In der Folge ist ein entsprechendes Ersatzgeschäft zu gegebenenfalls ungünstigeren Konditionen abzuschließen. Beim Vorleistungsrisiko hat der Konzern seine Verpflichtung bereits erfüllt, die Vertragspartei hingegen noch nicht. Im Konzern kommt das Abwicklungsrisiko vor allem im Rahmen des Wertpapierhandels zum Tragen. Bei Geschäften, die an einer Börse abgeschlossen werden, kann aufgrund der Zulassungsvoraussetzungen und der in der Regel staatlichen Beaufsichtigung von einem sehr geringen Risiko ausgegangen werden. Bei außerbörslichen Geschäften müssen die Kontrahenten der Geschäfte hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit beurteilt werden. Außerbörsliche Geschäfte, insbesondere in Osteuropa, werden eng begleitet.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben (64.887 T€, Vj. 69.277 T€). Zum Abschlussstichtag liegen keine das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen vor.

Da die Finanzholdinggruppe den Regelungen des Kreditwesengesetzes unterliegt, sind Risikokonzentrationen über die Vorschriften zu Großkrediten begrenzt. Außer bei den Forderungen an Kreditinstitute bestehen keine Großkredite der Gruppe. Hier ist insbesondere die quirin bank AG anzuführen, zu der im weiteren Verlauf Stellung genommen wird. Aufgrund der Regelungen zur Vergabe von Großkrediten bestehen Regularien, dass alle Adressenausfallrisiken dem übergeordneten Institut zur Kenntnis zu geben sind, sobald sie bezogen auf einen Schuldner einen bestimmten Betrag im Verhältnis zum Eigenkapital des Unternehmens erreichen.

· Kredite und Forderungen:

In der Kategorie Kredite und Forderungen liegen in erster Linie die Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen an Makler aus dem börslichen Wertpapierhandel und Forderungen aus dem Beteiligungsgeschäft. Die Forderungen an Kreditinstitute unterliegen aus unserer Sicht keinem nennenswerten Ausfallrisiko, soweit es sich um inländische Institute handelt (41.050 T€, Vj. 39.894 T€). Das größte Einzelengagement besteht gegenüber der quirin bank AG, bei der zum Bilanzstichtag 26.494 T€ (Vj. 25.039 T€) Guthaben unterhalten wurden. Die Forderungen an ausländische Kreditinstitute bestehen gegenüber Adressen mit einem sehr guten Rating (2.439 T€, Vj. 221 T€).

Die Forderungen an Makler aus börslichen Wertpapiergeschäften betragen 5 T€ (Vj. 163 T€). Diesen Forderungen ist ebenfalls kein nennenswertes Ausfallrisiko zuzurechnen, da im Rahmen der Handelszulassung eine Bonitätsprüfung seitens der Börse vorgenommen wird und sie durch die Stellung von Sicherheiten gegenüber den jeweiligen Börsen abgesichert sind.

Die Forderungen, die im Rahmen des Venture-Capital-Geschäftes eingegangen wurden, betreffen in erster Linie stille Beteiligungen. Ihnen ist aus der Natur der Geschäfte heraus grundsätzlich ein hohes Ausfallrisiko zuzubilligen. Diese Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 666 T€ (Vj. 853 T€). Für diese Forderungen wurden 156 T€ Wertberichtigungen im vergangenen Geschäftsjahr gebildet.

Die Forderungen an das Finanzamt betragen 2.696 T€ (Vj. 2.085 T€). Dabei handelt es sich um Forderungen an das Land Berlin bzw. an die Bundesrepublik Deutschland, die aus unserer Sicht keinem nennenswerten Ausfallrisiko unterliegen.

Die Forderungen enthalten keine Forderungen, die vor dem Bilanzstichtag fällig gewesen waren. Forderungen, die wertberichtigt waren, bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 156 T€ (Vj. 0 T€). Eine Forderung wird dann als wertgemindert betrachtet, wenn

- erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners bestehen,

- ein tatsächlich erfolgter Vertragsbruch (Ausfall, Verzug von Zins- oder Tilgungsleistungen) vorliegt,

- Zugeständnisse vonseiten des Konzerns als Kreditgeber an den Kreditnehmer aufgrund wirtschaftlicher oder rechtlicher Gegebenheiten im Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers gemacht wurden, die der Konzern ohne diese Schwierigkeiten nicht gewähren würde,

- eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Konkurses oder eines sonstigen Sanierungsbedarfs des Schuldners besteht,

- die Erfassung eines Wertminderungsaufwandes für den betreffenden Vermögenswert in einer vorangegangenen Berichtsperiode erfolgt ist,

- das Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten eingetreten ist oder

- Erfahrungen mit dem Forderungseinzug aus der Vergangenheit gemacht wurden, die darauf schließen lassen, dass der gesamte Nennwert eines Forderungsportfolios nicht beizutreiben ist.

Eine Direktabschreibung erfolgt, wenn die Rückzahlung unabhängig vom Zeitpunkt als sehr unwahrscheinlich angesehen wird.

Sicherheiten für Forderungen wurden nicht eingeholt.

· Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswert:

In dieser Kategorie werden die Handelsaktiva ausgewiesen. Das Adressenausfallrisiko ist zum einen vom Sitzland des Emittenten beeinflusst, zum anderen von seinen wirtschaftlichen Verhältnissen. Bei funktionierenden Märkten sind diese Einflüsse wie auch die Erwartungen zur Entwicklung in den Kursen enthalten. Legt man die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Sitzländer nach Hermes zugrunde, ergibt sich ein Risiko in Höhe von 797 T€ (Vj. 0 T€).

· Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und assoziierte Unternehmen:

In den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten sind die Beteiligungen sowie die Wertpapiere der Liquiditätsreserve enthalten. Die Beteiligungen sind zu unterteilen in strategische Beteiligungen, die die Geschäftsfelder des Konzerns ergänzen oder unterstützen, und in Beteiligungen, die dem Geschäftsfeld Venture Capital zuzurechnen sind. Die strategische Beteiligung an der quirin bank AG (9.921 T€, Vj. 11.125 T€) ist in ein regelmäßiges Reporting an den Aufsichtratsvorsitzenden, der Vorstandsvorsitzender der Berliner Effektengesellschaft AG ist, eingebunden. Eine zeitnahe Beobachtung der Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse ist somit gegeben. Den Beteiligungen des Geschäftsfeldes Venture Capital ist eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit zuzurechnen. Die Beteiligungen werden hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung des Umfeldes und an der Erreichung von Zielen gemessen. Neue Beteiligungen werden nach einem intensiven Prüfungsprozess eingegangen. Derzeit bestehen Beteiligungen in Höhe von 6.470 T€ (Vj. 7.921 T€).

Für die Liquiditätsreserve werden vorwiegend Papiere von Emittenten mit guter Bonität erworben.

Von den zu dieser Kategorie gehörenden finanziellen Vermögenswerten sind zum Bilanzstichtag keine überfällig. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im Konzern als wertgemindert angesehen, wenn der Fair Value 25 % unter den Anschaffungskosten liegt. Zum Bilanzstichtag betrugen die wertgeminderten finanziellen Vermögensgegenstände 184 T€ (Vj. 1.196 T€).

Liquiditätsrisiko und Cashflow Risiko

Unter dem Liquiditätsrisiko sind die Gefahren zu verstehen, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht in vollem Umfang nachkommen oder Vermögensgegenstände aufgrund illiquider Märkte nicht oder nicht zu einem angenommenen Preis veräußern zu können.

Die Steuerung der Zahlungsbereitschaft erfolgt mit Liquiditätsplanungen und anderen dem jeweiligen Geschäftsfeld angemessenen Instrumenten. Sofern gruppenangehörige Unternehmen im Berichtsjahr den Regelungen der Liquiditätsverordnung, die die Mindestliquidität von Instituten regelt, unterlagen, wurden diese eingehalten. Die Kennziffern der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank schwankten im vergangenen Jahr zwischen 3,02 und 22,81 bei einer Mindestkennziffer von 1. Für den Konzern wird diese Kennziffer nicht ermittelt.

Die gehaltenen festverzinslichen Wertpapiere (1.717 T€, Vj. 3.672 T€) sind, soweit zum Bilanzstichtag keine Wertminderung festgestellt wurde, als ohne wesentlichen Verlust veräußerbar anzusehen.

Der Konzern ist im Wesentlichen durch Eigenkapital finanziert. Sollten sich die zukünftigen Zahlungsströme infolge der Änderung des Zinsniveaus ändern, ist nur eine unwesentliche Auswirkung auf die Liquiditätslage des Konzerns zu erwarten, da sich die Änderungen der Zinszuflüsse und –abflüsse überwiegend ausgleichen werden.

Die finanziellen Verbindlichkeiten weisen folgende Fälligkeitsstruktur auf:

bis zu einem Monat

T€
von einem Monat bis zu drei Monaten

T€
von drei Monaten bis 1 Jahr

T€
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

T€
mehr als 5 Jahre

T€
ohne Ablauf

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 433 - 256 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 412 - - - - -
HandelsPassiva - - - - 249

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken werden negative Abweichungen von erwarteten Marktpreisentwicklungen verstanden. Marktpreise sind Zinsen, Aktien- und Devisenkurse. Aus der Änderung resultieren Veränderungen des Wertes von im Bestand befindlichen Finanzinstrumenten, wie Aktien, Anleihen oder Bankguthaben in Fremdwährung, die zu ergebniswirksamen Abschreibungen führen können. Marktpreisrisiken sind für die Gruppe Berliner Effektengesellschaft von zentraler Bedeutung, da das Segment Skontroführung / Eigenhandel wesentlich zum Ergebnis der Gruppe beiträgt. Da außerdem ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Handel und der Vermittlung von Wertpapiergeschäften in Aktien ausländischer Unternehmen liegt, insbesondere in US-amerikanischen Titeln, kommt hier zudem ein indirektes Fremdwährungsrisiko zum Tragen. Änderungen, zum Beispiel des Devisenkurses des US-$, ziehen bei idealen Märkten entsprechende Änderungen des Aktienkurses in € nach sich. Im Rahmen des Risikomanagementsystems des Wertpapierhandels wird dieses Risiko aus Wertpapiergeschäften implizit im Rahmen des Aktienkursrisikos betrachtet. Grundsätzlich erfolgt die Steuerung der Marktpreisrisiken dezentral in den operativ tätigen Gesellschaften.

Im Segment Skontroführung / Eigenhandel wird ein spezielles Risikoüberwachungssystem eingesetzt. Zum einen bestehen handelsinterne Limite, die der zeit- und marktnahen Steuerung und Überwachung der Geschäfte dienen. Daneben sind Controllinglimite eingerichtet, die von einem unabhängigen Risikocontrolling überwacht werden. Aufgrund der Ergebniserwartung für 2011 und des zugerechneten Eigenkapitals wurde eine absolute Verlustobergrenze für alle Geschäfte seitens des Vorstands der Gesellschaft beschlossen. Ein Teil dieser Verlustobergrenze wurde als Controllinglimit auf die Handelsbereiche Ausland, Inland und Frankfurt a. M. aufgeteilt. Mit diesen Controllinglimiten werden die schwebenden Verluste aus den offenen Positionen begrenzt. Die schwebenden Verluste errechnen sich aus dem Wert der offenen Position und dem aktuellen Wert anhand eines Referenzpreises. Dieser Referenzpreis wird laufend ermittelt und in das Überwachungssystem eingespielt. In 2011 kam es zu gelegentlichen, kurzfristigen Überschreitungen der meistens nur gering ausgelasteten Limite. Hintergrund der Limitüberschreitungen war in fast allen Fällen eine fehlerhafte Versorgung des Überwachungssystems mit Referenzpreisen. Bei einer Benachrichtigung des dezentralen Risikocontrollings über eine Limitüberschreitung wird die Ursache ermittelt und der Controllingvorstand der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank entsprechend informiert. Er hält dann Rücksprache mit dem betroffenen Handelsvorstand der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank über die zu treffenden Maßnahmen und informiert das dezentrale Risikocontrolling über das Ergebnis. Bei realisierten Verlusten, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten, erfolgt automatisch eine Reduzierung des betreffenden Limits. In einem nachfolgenden Abgleich des aktuellen Ergebnisses des Segments Skontroführung / Eigenhandel mit dem geplanten Ergebnis wird über die Beibehaltung oder die Änderung der Limitanpassung entschieden. In 2011 erfolgten keine Anpassungen der Controllinglimite für den Wertpapierhandel.

Die Bestände der Liquiditätsreserve werden gesondert betrachtet. Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten im Zuge der Finanzmarktkrise Anhebungen des Controllinglimits der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank für diese Bestände. Die Bemessung der Höhe der Risiken wird analog der Betrachtung bei den Handelsbeständen gehandhabt. Bei Limitüberschreitungen wird der Vorstand der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank unverzüglich informiert, der über die weitere Behandlung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve beschließt.

In den anderen Gesellschaften der Gruppe sind die Marktpreisrisiken aus Kursen für Aktien von nachgeordneter Bedeutung.

Das Devisenkursrisiko wird grundsätzlich restriktiv gehandhabt. Es werden keine nennenswerten Devisenbestände gehalten. Zum Bilanzstichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 2 T€, die auf Fremdwährung lauten.

Die Liquiditätsanlagen in den Gesellschaften erfolgen überwiegend mit kurzen Laufzeiten, meist bis höchstens drei Monaten, sodass das Zinsänderungsrisiko dort von untergeordneter Bedeutung ist. Im Rahmen der Liquiditätsanlage der Berliner Effektengesellschaft AG wurden festverzinsliche Wertpapiere mit meist dreimonatigen Zinsfestschreibungen erworben. Dagegen stehen keine Verbindlichkeiten mit Zinsfestschreibungen, sodass bei Änderungen der Marktzinssätze es zu Marktwertänderungen und ggf. Wertminderungen der Wertpapiere kommen kann. Diese Zinsänderungsrisiken werden durch das gruppeninterne Treasury überwacht und gesteuert.

Eine Änderung des Zinsniveaus um einen Basispunkt hätte eine Ergebnisauswirkung in Höhe von 0 T€ (Vj. 1 T€) auf Basis der Bestände zum Bilanzstichtag. Das Eigenkapital würde sich um 0 T€ (Vj.1 T€) ändern.

Für die Auswirkung von Kursrisiken aus Aktien wird im Rahmen der Sensitivitätsanalyse das Sitzland des Emittenten in Risikoklassen eingeteilt. Diesen Risikoklassen werden Veränderungen der Aktienkurse innerhalb eines Handelstages zugeordnet. Diese Veränderungen werden aus historischen Daten, z. B. des DAX®, geschätzt. Für die Wertpapierhandelsbestände einschließlich der Positionen aus Aufgabegeschäften des Geschäftsfeldes Skontroführung / Eigenhandel könnte so zum Bilanzstichtag ein Verlust in Höhe von 74 T€ (Vj. 271 T€) eintreten, der sich so im Eigenkapital und im Konzernjahresüberschuss niederschlagen würde.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken sind die Risiken zu verstehen, die aus unangemessenen oder fehlerhaften Betriebsabläufen resultieren oder durch Mitarbeiter, Systeme oder externe Ereignisse, einschließlich der Rechtsrisiken, hervorgerufen werden.

In den einzelnen Gesellschaften der Gruppe wurden Risikoinventuren durchgeführt und Risikomatrizen aufgestellt. Diese werden regelmäßig, mindestens jährlich überprüft. Um einen Überblick über eintretende Schäden zu erhalten, sind die Mitarbeiter angehalten, Schadensfälle an das Risikocontrolling ihrer Gesellschaft zu melden. Meldungen zu wesentlichen Schäden erfolgten 2011 nicht.

Berichterstattung

Zum einen erfolgt in den operativen Einheiten eine dezentrale Berichterstattung. In der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank erhalten die Vorstände täglich einen Risikobericht, der auch die Anforderungen der Mindestanforderungen an das Risikomanagement erfüllt. Insbesondere werden in den Berichten die Ergebnisse aus dem Handel, die aktuellen Risikopositionen, die zugeordneten Limite sowie deren Auslastung dargestellt. Die Vorstände der anderen Gesellschaften sind aufgrund der geringen Größe und der Einbindung in das tägliche Geschäft laufend über die Risikolage informiert. Daneben erhält der Vorstand der Muttergesellschaft einen Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Über die sonstige Risikolage ist er im Rahmen seiner Tätigkeiten in den Tochtergesellschaften sowie durch die Einbindung in das jeweilige Berichtswesen informiert.

Institutsaufsicht

Die Gruppe Berliner Effektengesellschaft unterliegt als Finanzholdinggruppe der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Danach müssen monatlich ein zusammengefasster Monatsausweis sowie quartalsweise zusammengefasste Meldungen zur Solvabilitätsverordnung und Meldungen zu Groß- und Millionenkrediten abgegeben werden. Bei besonderen Ereignissen sind außerdem gesonderte Anzeigen abzugeben. Die Meldepflichten wurden 2011 eingehalten. Die gemeldete Gesamtkennziffer der Solvabilitätsverordnung betrug von Januar bis Dezember 2011 zwischen 73,27 % und 100,8 %.

7. Ausblick / Prognose

Der Konzern plant derzeit nicht, seine Geschäftsausrichtung wesentlich zu ändern, sondern wird weiter mit der Berliner Effektengesellschaft AG als Finanzholding ohne eigenes operatives Geschäft bzw. als Beteiligungsgesellschaft agieren. Die Auslagerung der verschiedenen operativen Geschäftsfelder mit unterschiedlichen Risiken, unterschiedlichen benötigten Lizenzen und unterschiedlichem Kapitalbedarf, der von Fall zu Fall auch durch die Aufnahme neuer Gesellschafter gedeckt werden kann, hat sich als richtig und praktikabel erwiesen.

Die richtige Strategie des Konzerns ist dadurch belegt, dass es im Jahr 2010 gelungen ist, wichtige strategische Partner, insbesondere für die Konzerngesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, zu gewinnen. An dieser Gesellschaft ist nunmehr nicht nur die BNP Paribas mit 19,8 % beteiligt, sondern auch die Deutsche Börse AG hatte sich in einem ersten Schritt zum 8. Januar 2010 mit zunächst 5% beteiligt. Inzwischen wurden im Jahre 2011 drei damals festgelegte Umsatzparameter erreicht, die die Deutsche Börse AG berechtigen, diese Beteiligung auf bis zu 20 % zu erhöhen. Gleichzeitig wurden zum 8. Januar 2010 von der Tochtergesellschaft Tradegate Exchange GmbH durch die Tradegate AG 75 % zuzüglich einem Geschäftsanteil der Gesellschaftsanteile an die Deutsche Börse AG veräußert. Mit den neuen strategischen Partnern zum Ausbau der TRADEGATE EXCHANGE als führender europäischer Retailbörse haben sich die Chancen im Wettbewerb um Marktanteile erheblich verbessert, wie durch den starken Umsatzanstieg um fast 87 % im Jahr 2011 belegt ist. Im deutschen Markt hat die TRADEGATE EXCHANGE gegenüber den vergleichbaren Wettbewerbsbörsen im Aktienhandel bereits über 50 % Marktanteil erreicht. Der europäische Ausbau ist dagegen nach wie vor durch nationale Strukturen bei der Wertpapierabwicklung behindert. Die Tradegate AG bleibt langfristig die wichtigste Konzerngesellschaft der Berliner Effektengesellschaft, auch wenn der Anteil durch Optionsausübung der Deutschen Börse AG planmäßig auf gut 55 % absinken sollte.

Das Tochterunternehmen erwartet 2012 bei weiter intaktem Marktumfeld weitere Umsatzzuwächse, die allerdings deutlich niedriger als im Jahr 2011 ausfallen sollten. Das Gesamtvolumen im Handel der Privatanleger dürfte mittelfristig kein profitables Geschäft für alle Wettbewerber unter den Wertpapierbörsen und Wertpapierhandelsunternehmen erlauben, sodass eine deutliche Konsolidierung zu erwarten ist. Die Marktstellung der Tradegate AG im Wettbewerb bleibt ausgezeichnet. Eine unbekannte Größe bleibt die im Gespräch befindliche mögliche Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer. Je nach konkreter Ausgestaltung könnte eine solche Steuer sich gerade im Handel mit Privatanlegern sehr ungünstig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken.

Die Prognose für die Konzerngesellschaft Ventegis Capital AG ist ausgesprochen schwierig und hängt ausschließlich davon ab, inwieweit einzelne Beteiligungen dieser Venture Capital Gesellschaft im jeweiligen Geschäftsjahr mit Erfolg veräußert werden können. Da es sich um eine kleinere Beteiligungsgesellschaft handelt, ist das Beteiligungsportfolio nicht sehr groß, sodass es keinen kontinuierlichen Ertrag aus möglichen Exits gibt, zumal die Laufzeit der Beteiligungen in der Regel auf etwa fünf Jahre ausgelegt ist. Die Ventegis Capital AG plant nach dem Verkauf von zwei Beteiligungen im Geschäftsjahr 2011 für 2012 die Veräußerung von einer weiteren Beteiligung. Die Berliner Effektengesellschaft wird sich weiter bemühen, 100% der Anteile an der Ventegis Capital AG zu erwerben. Eine separate Börsennotiz der Ventegis Capital AG ist aufgrund der nicht mehr gegebenen Liquidität weder für die Gesellschaft, noch für die verbliebenen freien Aktionäre sinnvoll.

Die dritte wesentliche Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG ist die quirin bank AG. Diese ist mit ihrem Geschäftsmodell als Honorarberatungsbank im Jahr 2011 im Bereich Private Banking zwar weiter gewachsen, kann angesichts des bekannt schwierigen Kapitalmarktumfeldes und der strikten Geschäftsphilosophie keine unkalkulierbaren Risiken für die Bank und ihre Kunden eingehen, noch keine ausreichenden Deckungsbeiträge zur weiteren Finanzierung des Wachstumskurses erwirtschaften. Für die Wertentwicklung dieser Beteiligung ist aber bei einer erfolgreichen Umsetzung des innovativen Geschäftskonzeptes mit kontinuierlichem Wachstum weiterhin erhebliches Potenzial gegeben. Risiken z.B. aus derivativen Produkten oder Griechenland-Anleihen sind bei der quirin bank nicht vorhanden.

Die Tochtergesellschaft Ex-tra Sportwetten AG in Wien wird in 2012, bedingt durch die Fußball-Europameisterschaft, voraussichtlich gegenüber 2011 wachsen können.

Mit ihren operativen Konzerngesellschaften bzw. Beteiligungen aus der Finanzbranche bleibt der Konzern in hohem Maße abhängig von einem positiven Kapitalmarktumfeld.

Das Konzernergebnis der nächsten Jahre wird neben dem operativen Geschäft der einzelnen Konzerngesellschaften möglicherweise durch Teilverkäufe und damit veränderten Beteiligungsquoten an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank beeinflusst werden.

Berlin, 10. Mai 2012

Berliner Effektengesellschaft AG

Holger Timm

Karsten Haesen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Aktiva

Notes 31.12.2011

31.12.2010

Veränderung
in € %
--- --- --- --- --- ---
Barreserve 12, 41 159.808,12 654.084,51 -494.276,39 - 75,6
Forderungen an Kreditinstitute 13, 42 43.489.241,32 40.115.406,26 3.373.835,06 8,4
Forderungen an Kunden 13, 43 766.816,57 1.082.605,73 -315.789,16 - 29,2
Risikovorsorge 14, 44 -155.727,78 - -155.727,78 -
Handelsaktiva 15, 45 1.057.858,70 3.417.173,81 - 2.359.315,11 - 69,0
Beteiligungs- und Wertpapierbestand 16, 46 8.645.435,03 12.221.842,70 - 3.576.407,67 - 29,3
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 17, 47 10.923.585,99 11.786.138,94 -862.552,95 - 7,3
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 18, 48 - - - -
Immaterielle Anlagewerte 20, 49 462.834,16 1.140.627,36 -677.793,20 - 59,4
Sachanlagen 19, 50 180.747,06 168.238,00 12.509,06 7,4
Ertragsteueransprüche 25, 51 2.696.404,04 2.084.886,69 611.517,35 29,3
Sonstige Aktiva 21, 53 1.952.831,13 373.828,79 1.579.002,34 422,4
Aktive latente Steuern 52 17.919,18 33.854,55 - 15.935,37 - 47,1
Gesamt 70.197.753,52 73.078.687,34 - 2.880.933,82 - 3,9
Passiva
Notes 31.12.2011 € 31.12.2010 € Veränderung in
%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22, 54 688.626,62 1.614.009,67 -925.383,05 - 57,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 22, 55 412.349,39 688.937,34 -276.587,95 - 40,1
HandelsPassiva 23, 56 248.780,86 1.959.581,83 - 1.710.800,97 - 87,3
Rückstellungen 24, 57 783.310,03 471.504,65 311.805,38 66,1
Ertragsteuerverpflichtungen 25, 58 1.465.152,29 825.327,37 639.824,92 77,5
Sonstige Passiva 26, 59 1.860.922,04 2.456.404,76 -595.482,72 - 24,2
Passive latente Steuern 60 71.400,94 86.811,07 - 15.410,13 - 17,8
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Schulden 18, 48 - - - -
Eigenkapital 64.667.211,35 64.976.110,65 -308.899,30 - 0,5
Anteile in Fremdbesitz 61 10.918.607,33 11.132.690,13 -214.082,80 - 1,9
Gezeichnetes Kapital 61 13.821.880,00 13.815.537,00 6.343,00 0,0
Kapitalrücklage 27, 61 33.641.408,06 33.428.026,97 213.381,09 0,6
Gewinnrücklagen 61 1.962.324,60 2.323.817,33 -361.492,73 - 15,6
Neubewertungsrücklage 61 1.076.477,79 1.432.451,21 -355.973,42 - 24,9
Konzernverlust / -gewinn 61 3.246.513,57 2.843.588,01 402.925,56 14,2
Gesamt 70.197.753,52 73.078.687,34 - 2.880.933,82 - 3,9
Gesamtergebnisrechnung Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2011
01.01. - 31.12.2011

in T€
01.01. - 31.12.2010

in T€
Veränderung in %

T€
--- --- --- ---
Konzernüberschuss vor Minderheitenanteilen 4.716.235,14 3.904.757,86 20,8
Veränderung der Neubewertungsrücklage aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 549.423,88 - 512.535,81 7,2
Veränderung der Neubewertungsrücklage aus assoziierten Unternehmen 27.522,53 - -
Gesamtergebnis 4.194.333,79 3.392.222,05 23,6
Veränderung der Neubewertungsrücklage Minderheiten - 165.927,93 - 35.107,13
den Minderheitenanteilen zuzurechnenbares Periodenergebnis 1.303.793,64 1.026.062,72 27,1
den Aktionären der Berliner Effektengesellschaft zurechenbares Periodenergebnis 2.890.540,15 2.366.159,33 22,2

Konzerngewinn- und Verlustrechnung der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

Notes 01.01.-31.12.2011 01.01.-31.12.2010 Veränderung
in € in € in € %
--- --- --- --- --- ---
Zinserträge (30) 599.103,15 650.849,53 - 51.746,38 - 8,0%
Zinsaufwendungen (30) - 20.593,33 - 70.464,86 - 49.871,53 -70,8%
Zinsüberschuss (30) 578.509,82 580.384,67 - 1.874,85 - 0,3%
Netto-Risikovorsorge im Kreditgeschäft (31) - 490.492,78 - 18.633,72 471.859,06 2532,3%
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 88.017,04 561.750,95 -473.733,91 -84,3%
Provisionserträge (32) 2.716.729,45 3.681.569,92 -964.840,47 -26,2%
Provisionsaufwendungen (32) - 8.342.717,01 - 7.948.108,98 394.608,03 5,0%
Provisionsergebnis - 5.625.987,56 - 4.266.539,06 1.359.448,50 31,9%
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting) - - - 0,0%
Erträge aus Handelsgeschäften (33) 87.475.261,40 63.216.786,50 24.258.474,90 38,4%
Aufwendungen aus Handelsgeschäften (33) - 56.559.155,30 - 38.880.755,93 17.678.399,37 45,5%
Handelsergebnis 30.916.106,10 24.336.030,57 6.580.075,53 27,0%
Rohertrag 25.378.135,58 20.631.242,46 4.746.893,12 23,0%
Ergebnis aus Beteiligungs- und Wertpapierbestand (available for sale) (34) 3.561.203,76 744.533,56 2.816.670,20 378,3%
Ergebnis aus Finanzanlagen (held-to-maturity-Bestände) - - - 0,0%
Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen (35) - 1.137.201,54 187.884,97 - 1.325.086,51 -
Verwaltungsaufwand (36) - 22.290.625,69 - 18.522.357,92 3.768.267,77 20,3%
Betriebsergebnis 5.511.512,11 3.041.303,07 2.470.209,04 81,2%
sonstige betriebliche Erträge (37) 1.822.466,04 2.266.393,71 - 443.927,67 -19,6%
sonstige betriebliche Aufwendungen (37) - 530.002,88 - 127.364,37 402.638,51 316,1%
sonstiges betriebliches Ergebnis 1.292.463,16 2.139.029,34 - 846.566,18 -39,6%
Ergebnis vor Steuern 6.803.975,27 5.180.332,41 1.623.642,86 31,3%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (38) - 2.087.740,13 - 1.275.574,55 812.165,58 63,7%
Ergebnis nach Steuern 4.716.235,14 3.904.757,86 811.477,28 20,8%
konzernfremden Gesellschaftern zustehende Gewinne / Verluste - 1.469.721,57 - 1.061.169,85 408.551,72 38,5%
Konzernjahresüberschuss 3.246.513,57 2.843.588,01 402.925,56 14,2%
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,23 0,20 0,03 17,0%
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,23 0,20 0,03 17,0%
Gewinnverwendung
Notes 2011 2010 Veränderung
--- --- --- --- --- ---
in € in € in € %
--- --- --- --- --- ---
Konzernjahresüberschuss 3.246.513,57 2.843.588,01 402.925,56 14,2%
Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.843.588,01 1.923.380,85 920.207,16 47,8%
Dividendenzahlung - - 0,0%
Entnahmen aus der Kapitalrücklage - - - 0,0%
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen - - - 0,0%
Einstellungen in die Gewinnrücklagen - 2.843.588,01 - 1.923.380,85 920.207,16 47,8%
Konzernverlust / -gewinn 3.246.513,57 2.843.588,01 402.925,56 14,2%

Konzernanhang (Notes) der Berliner Effektengesellschaft AG, zum Konzernabschluss 2011

Konzernanhang (Notes) der Berliner Effektengesellschaft AG zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011, S. 5

A. ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN, S. 5

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE, S. 5

1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung, S. 5

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, S. 5

3. Angewandte IFRS, SIC und IFRIC Vorschriften, S. 6

4. Konsolidierungskreis, S. 7

5. Konsolidierungsgrundsätze, S. 9

6. Ertragserfassung bei Dienstleistungsgeschäften, S. 10

7. Finanzinstrumente: Ansatz, Bewertung und Angaben (IAS 32, 39, IFRS 7), S. 10

8. Bildung von Cash Generating Units (CGU), S. 12

9. Schätzunsicherheiten, S. 12

10. Währungsumrechnung, S. 12

11. Aufrechnung, S. 13

12. Barreserve, S. 13

13. Forderungen (Kredite und Forderungen), S. 13

14. Risikovorsorge, S. 13

15. Handelsaktiva (financial instruments held for trading), S. 14

16. Beteiligungs- und Wertpapierbestand (available-for-sale Bestände), S. 14

17. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (at-equity), S. 14

18. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, S. 14

19. Sachanlagen, S. 14

20. Immaterielle Anlagewerte, S. 15

21. Sonstige Aktiva, S. 15

22. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, S. 15

23. Handelspassiva, S. 15

24. Sonstige Rückstellungen, S. 15

25. Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen, S. 16

26. Sonstige Passiva, S. 16

27. Eigene Aktien, S. 16

28. Aktienoptionspläne, S. 16

29. Änderung von Schätzungen und Fehler, S. 18

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES KONZERNS, S. 18

30. Zinsüberschuss, S. 19

31. Risikovorsorge, S. 19

32. Provisionsergebnis, S. 19

33. Handelsergebnis, S. 20

34. Ergebnis aus Beteiligungs- und Wertpapierbestand (available-for-sale), S. 20

35. Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen, S. 20

36. Verwaltungsaufwand, S. 20

37. Sonstiges betriebliches Ergebnis, S. 21

38. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, S. 21

39. Nettoergebnis, S. 22

40. Ergebnis je Aktie, S. 23

D. ANGABEN ZUR BILANZ DES KONZERNS, S. 23

41. Barreserve, S. 23

42. Forderungen an Kreditinstitute, S. 24

43. Forderungen an Kunden, S. 24

44. Risikovorsorge, S. 24

45. Handelsaktiva, S. 25

46. Beteiligungs- und Wertpapierbestand, S. 25

47. Anteile an assoziierten Unternehmen (at-equity), S. 27

48. Immaterielle Anlagewerte, S. 28

49. Sachanlagen, S. 29

50. Ertragsteueransprüche, S. 29

51. Aktive latente Steuern, S. 29

52. Sonstige Aktiva, S. 30

53. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, S. 30

54. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, S. 30

55. Handelspassiva, S. 30

56. Rückstellungen, S. 31

57. Ertragsteuerverpflichtungen, S. 31

58. Sonstige Passiva, S. 31

59. Passive latente Steuern S. 31

60. Eigenkapital, S. 32

61. Bedingtes Kapital, S. 32

62. Genehmigtes Kapital, S. 33

63. Eigene Aktien, S. 33

E. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung, S. 34

F. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung, S. 34

G. Risikomanagement, S. 35

H. Kapitalmanagement, S. 35

I. Sonstige Angaben, S. 36

64. Fremdwährungsvolumina, S. 36

65. Termingeschäfte, S. 36

66. Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen, S. 36

67. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, S. 36

68. Stellung von Sicherheiten, S. 36

69. Fremdkapitalkosten, S. 36

70. Angaben zum Fair Value der Finanzinstrumente nach Klassen, S. 37

71. Restlaufzeitengliederung, S. 38

72. Honorare an Dohm Schmidt Janka AG nach § 314 Nr. 9 HGB, S. 39

73. Mitarbeiter, S. 40

74. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, S. 40

75. Organe der Berliner Effektengesellschaft AG, S. 42

76. Dividendenzahlung, S. 42

Konzernanhang (Notes) der Berliner Effektengesellschaft AG zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011

A. ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Berliner Effektengesellschaft AG („die Gesellschaft“) und die Tochterunternehmen (zusammen „der Effektengesellschaft-Konzern“ oder „der Konzern“) erbringen Bank- und Finanzdienstleistungen. Schwerpunkte sind insbesondere die Vermittlung von Wertpapiergeschäften, nebst Preis- bzw. Kursfeststellung im Freiverkehr und im Regulierten Markt, die Unterstützung bei der Eigenkapitalbeschaffung von Unternehmen sowie die Bereitstellung von Risikokapital. Die Gruppe ist vorwiegend in Berlin und Frankfurt a.M. tätig.

Die Berliner Effektengesellschaft AG ist in Deutschland ansässig. Firmensitz: Kurfürstendamm 119, 10711 Berlin. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg mit der Nummer HRB 62768 eingetragen. Sie ist das oberste Konzernunternehmen.

Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr (Open Market), Entry Standard, der Frankfurter Wertpapierbörse und im Freiverkehr an der Börse Berlin notiert.

Dieser Konzernabschluss wurde durch den Vorstand aufgestellt und wird im Mai 2012 zur Veröffentlichung freigegeben. Der gebilligte Konzernabschluss wird der Hauptversammlung am 14. Juni 2012 vorgelegt und erläutert werden. Die Hauptversammlung beschließt über die Gewinnverwendung und kann vom Vorschlag des Vorstands abweichen.

Tel. +49 (0)30/890 21-100

Fax +49 (0) 30/890 21-199

www.effektengesellschaft.de

[email protected]

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG wurde im Einklang mit den Richtlinien 83/349/EWG (Konzernbilanzrichtlinie) und 86/635/EWG (Bankbilanzrichtlinie) auf der Grundlage der in der EU verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) - in der Vergangenheit: International Accounting Standards (IAS) - und deren Auslegungen durch das Standing Interpretations Committee (SIC), beziehungsweise International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Eine Übersicht der angewendeten Regelungen befindet sich im Abschnitt B 3. Nach § 315a Abs. 3 HGB stellt die Gesellschaft einen Konzernabschluss nach den IFRS freiwillig auf. Sie hat ihn nach § 315 HGB um einen Konzernlagebericht zu ergänzen.

Neben der Konzernbilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Entwicklung des Eigenkapitals und der Anteile in Fremdbesitz, eine Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Er wird ergänzt durch den Konzernlagebericht.

Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in tausend Euro dargestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der auf den 31. Dezember 2011 aufgestellte Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern). Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind, erfolgswirksam erfasst.

Alle Unternehmen des Konsolidierungskreises haben ihren Jahresabschluss zum Stichtag 31. Dezember 2011 aufgestellt. Alle Geschäftsjahre entsprechen dem Kalenderjahr.

Die Rechnungslegung im Konzern Berliner Effektengesellschaft AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die IFRS beruhen auf einer anderen Zielsetzung der Rechnungslegung als das vorsichtsgeprägte, dem Gläubigerschutzgedanken verbundene System des HGB. Nach IFRS steht die Vermittlung entscheidungsrelevanter Informationen für einen breit gefächerten Interessentenkreis, insbesondere für Investoren im Vordergrund. Nach der Konzeption der IFRS ist für die Bilanzierung die Nützlichkeit der Informationen für ökonomische Entscheidungen ausschlaggebend.

3. Angewandte IFRS, SIC und IFRIC Vorschriften

Die Zeitpunkte der Verabschiedung eines IFRS oder einer zu diesem ergangenen Interpretation und des Inkrafttretens fallen regelmäßig auseinander. Seitens des IASB wird in der Regel die vorzeitige Anwendung der noch nicht in Kraft befindlichen, jedoch bereits verabschiedeten Standards und Interpretationen empfohlen. Im Effektengesellschaft-Konzern orientieren wir uns bei der Bilanzierung und Bewertung grundsätzlich an allen zum Zeitpunkt der Rechnungslegung zum 31. Dezember 2011 in der EU verpflichtend anzuwendenden IFRS.

Der Konzernabschluss 2011 basiert auf den folgenden für den Konzern relevanten IFRS (Stand 31. Dezember 2011):

IAS 1 Darstellung des Jahresabschlusses

IAS 7 Kapitalflussrechnungen

IAS 8 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler

IAS 10 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

IAS 12 Ertragsteuern

IAS 16 Sachanlagen

IAS 17 Leasingverhältnisse

IAS 18 Erträge

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse

IAS 23 Fremdkapitalkosten

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen

IAS 31 Anteile an Joint Ventures

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

IAS 33 Ergebnis je Aktie

IAS 36 Wertminderung von Vermögensgegenständen

IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

IFRS 8 Geschäftssegmente

Nicht angewendet wurden IAS 2, 11, 20, 26, 29, 34, 40 und 41 sowie IFRS 1, 4 und 6, da sie für uns nicht einschlägig oder im Konzernabschluss nicht anzuwenden sind.

Neben den aufgeführten Standards haben wir in unserem Konzernabschluss folgende Interpretationen des SIC beziehungsweise IFRIC beachtet:

SIC – 12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften

IFRIC – 11 IFRS 2 — Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen

Die Interpretationen des SIC 7, 10, 13, 15, 21, 25, 27, 29, 31 und 32 beziehungsweise IFRIC 1 bis 10 und 12 bis 16 waren für unseren Konzernabschluss nicht einschlägig und daher nicht zu berücksichtigen.

Die Auswirkungen des IFRS 9, der sich mit der Klassifikation und der Bewertung von Financial Instruments befasst und für Geschäftsjahre die nach dem 31. Dezember 2012 beginnen anzuwenden ist, sind derzeit nicht verlässlich abschätzbar. Die Folgen werden im Rahmen der Umsetzung dieser Vorschriften erarbeitet.

Darüber hinaus werden die für den Konzern relevanten vom Deutschen Standardisierungsrat (DSR) verabschiedeten und vom Bundesministerium der Justiz gemäß § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemachten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) beachtet:

DRS 5 Risikoberichterstattung

DRS 5-10 Risikoberichterstattung von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten

DRS 15 Lageberichterstattung

DRS 17 Vergütung von Organmitgliedern

Die anderen Standards sind aufgrund der Anwendung der IFRS gemäß § 315a HGB für den Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG nicht mehr anzuwenden.

4. Konsolidierungskreis

In unseren Konzernabschluss einbezogen sind insgesamt – neben dem Mutterunternehmen – neun Tochterunternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält.

In dem Konzernabschluss werden als voll konsolidierte Unternehmen abgebildet:

- Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin

- Ex-tra Sportwetten AG, Wien, Österreich

- Ventegis Capital AG, Berlin

- Ventegis Solar Komplementär GmbH, Berlin

- Ventegis Management Komplementär GmbH, Berlin

- Ventegis Solar Management GmbH & Co. KG, Berlin

- Eco Investors Germany Management GmbH, Berlin

- Eco Investors Germany Founders GmbH & Co. KG, Berlin

- Eco Investors Germany 1 GmbH & Co. KG, Berlin

Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist 70,5%iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG.

Unternehmensgegenstand ist die Vermittlung von Wertpapiergeschäften, die Anschaffung und die Veräußerung von Wertpapieren sowie insbesondere die Preis- bzw. Kursfeststellung im Freiverkehr und im Geregelten Markt. Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde eine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt. Die Erlaubnis umfasst im Wesentlichen:

- die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung)

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen und für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft)

- und die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft)

- die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft)

- die Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft).

- die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft)

- die Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und des Abrechnungsverkehrs (Girogeschäft)

- die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter (Anlageberatung)

- den Betrieb eines multilateralen Handelssystems

- die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung (Eigengeschäft)

Die Ex-tra Sportwetten AG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG.

Unternehmensgegenstand ist die Emission von Zertifikaten auf Sportwetten. Die Gesellschaft hat eine unbefristete Lizenz zum Anbieten von Sportwetten.

Die Ventegis Capital AG ist ein 98,7 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an innovativen Wachstumsunternehmen sowie deren Förderung und Entwicklung einschließlich des Beteiligungsengagements auch für Dritte sowie das Erbringen von Beratungsleistungen für Unternehmen, insbesondere Dienstleistungen im Bereich Corporate Finance, soweit sie keiner gesetzlichen Erlaubnis bedürfen.

Die Gesellschaften Ventegis Solar Komplementär GmbH, Ventegis Management Komplementär GmbH und Eco Investors Germany Management GmbH, die 100 %ige Tochterunternehmen der Ventegis Capital AG sind, können sich an anderen Gesellschaften beteiligen, insbesondere übernehmen sie jeweils die Haftung als Gesellschafterin einer GmbH & Co. KG.

Die Ventegis Solar Management GmbH & Co. KG übernimmt Beteiligungen, insbesondere ist sie Kommanditistin der Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG.

Die Eco Investors Germany Founders GmbH & Co. KG übernimmt Beteiligungen, insbesondere ist sie Kommanditistin der Eco Investors Germany 1 GmbH & Co. KG.

Die Eco Investors Germany 1 GmbH & Co. KG, deren Kommanditanteile zum Bilanzstichtag überwiegend bei der Berliner Effektengesellschaft AG liegen, übernimmt Beteiligungen.

In dem Konzernabschluss werden als at-equity konsolidierte Unternehmen abgebildet:

- Tradegate Exchange GmbH, Berlin

- quirin bank AG, Berlin

- Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG, Berlin

Die Tradegate Exchange GmbH ist zum Bilanzstichtag eine 25 %ige Beteiligung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.

Unternehmensgegenstand ist der Betrieb einer Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin gemäß den Vorschriften des Börsengesetzes. Die Erlaubnis zum Betrieb wurde am 20. Mai 2009 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen - Börsenaufsichtsbehörde – des Landes Berlin erteilt.

Die quirin bank AG ist ein assoziiertes Unternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Die Anteilsquote beträgt 25,5 %.

Unternehmensgegenstand ist das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften mit Ausnahme des Investmentgeschäfts und damit zusammenhängenden Geschäften. Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde eine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt. Die Erlaubnis umfasst:

- die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft),

- die Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft),

- die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft),

- die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen für andere (Garantiegeschäft),

- die Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und des Abrechnungsverkehrs (Girogeschäft),

- die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft),

- die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung),

- die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung),

- die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel),

- und die Besorgung von Zahlungsaufträgen (Finanztransfergeschäft).

Die Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG, Berlin, wird at-equity in den Konzernabschluss einbezogen, da ein Anteil am Kommanditkapital in Höhe von 38,6 % besteht.

Der BEG Fonds1 Nordinvest wurde im Februar 2011 liquidiert, sodass er mit Liquidation aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden ist.

Als Anlage ist eine Liste des Anteilsbesitzes des Konzerns beigefügt.

5. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 in Verbindung mit IFRS 3 bei neu erworbenen Unternehmen. Hiernach werden die identifizierbaren Vermögenswerte und Verpflichtungen des einzubeziehenden Unternehmens in Höhe des erworbenen Anteiles im Erwerbszeitpunkt mit Zeitwerten angesetzt. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem sich aus der Bewertung der Vermögenswerte und Verpflichtungen zum Erwerbszeitpunkt ergebenden anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Liegen Indikatoren für voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vor, wird anhand eines Impairment-Tests der Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen bestimmt. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung der Kaufpreisallokation als Ertrag erfasst. Der Anteil anderer Gesellschafter wird zum Stichtag in Höhe der nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelten Buchwerte bilanziert. Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten die Anteile Dritter am gezeichneten Kapital, an den Rücklagen und am Ergebnis.

Die Tochtergesellschaften werden ab dem Tag in den Konsolidierungskreis aufgenommen, an dem der Konzern die faktische Kontrolle erlangt. Die Unternehmen scheiden bei Verkauf oder im Fall, dass die Berliner Effektengesellschaft AG aus anderen Gründen nicht länger einen beherrschenden Einfluss ausübt, aus dem Konsolidierungskreis aus.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen, die auf Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen basieren, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung bzw. der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert.

Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet und als Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen und die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei werden die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften angewandt. Die erfolgswirksame und erfolgsneutrale Fortschreibung des Equity-Buchwertes basiert auf den nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Abschlüssen der assoziierten Unternehmen und auf nach unseren Instruktionen aufbereiteten und geprüften Nebenrechnungen nach IFRS des assoziierten Unternehmens.

Anteile an Beteiligungen sind zum Fair Value oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten im Beteiligungs- und Wertpapierbestand ausgewiesen.

6. Ertragserfassung bei Dienstleistungsgeschäften

Die Erträge aus Dienstleistungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, soweit die Leistungen erbracht wurden und abrechenbar sind. Grundlage sind maschinelle Auswertungen über die erbrachten Bank- und Finanzdienstleistungen sowie im Rahmen des Beratungsgeschäftes der Ventegis Capital AG Aufzeichnungen, vornehmlich über die Arbeitszeiten, der im Beratungsgeschäft tätigen Mitarbeiter.

7. Finanzinstrumente: Ansatz, Bewertung und Angaben (IAS 32, 39, IFRS 7)

Die Rechnungslegung erfolgt unter Anwendung von IAS 39 in der am 31. Dezember 2011 anzuwendenden Fassung und den durch diese Vorschrift festgelegten Klassifizierungs- und Bewertungsprinzipien. Dazu wurden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten folgenden Kategorien zugeordnet:

1. durch die Gruppe ausgereichte Kredite und Forderungen,

2. bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte,

3. zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Handelsaktiva) und bestimmte finanzielle Verbindlichkeiten (Handelspassiva),

4. zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale-Bestand),

5. sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wozu auch derivative Finanzinstrumente zählen, zu bilanzieren, wenn der Konzern Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstrumentes wird. Im Konzern erfolgt grundsätzlich die Bilanzierung zum Handelstag.

Der Konzern geht von einem Abgang aus, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows an einen Dritten übertragen wurden. Verbleiben in diesem Zusammenhang jedoch wesentliche Chancen und Risiken beim Konzern, ist der finanzielle Vermögenswert oder die finanzielle Verbindlichkeit weiter zu bilanzieren. Die Zinserträge und Dividenden aus Finanzinstrumenten sowie die Zinsaufwendungen werden, soweit nachstehend nichts anderes beschrieben ist, in den Zinserträgen beziehungsweise Zinsaufwendungen erfasst.

Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des Standards im Effektengesellschaft-Konzern umgesetzt wurden:

a) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Kredite und Forderungen:

Dieser Kategorie werden nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, zugeordnet. Zum Zeitpunkt des Zugangs erfolgt die Bewertung mit den Anschaffungskosten. Diese umfassen den Nominalbetrag der Forderung abzüglich eines eventuell vereinbarten Disagios beziehungsweise zuzüglich eines eventuell vereinbarten Agios und Anschaffungsnebenkosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien bzw. Disagien werden über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen:

Der Effektengesellschaft-Konzern verwendet die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte“ im Geschäftsjahr 2011, wie auch im Vergleichsjahr 2010, nicht.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit:

In den Handelsaktiva werden alle finanziellen Vermögenswerte angesetzt, die zu Handelszwecken gehalten werden oder als zum Zeitwert zu bilanzieren bestimmt wurden. Als zu Handelszwecken gehalten zählen originäre Finanzinstrumente (insbesondere verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Schuldscheindarlehen) und derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Darüber hinaus wurden dieser Kategorie keine weiteren finanziellen Vermögenswerte zugeordnet.

In den Handelspassiva werden alle finanziellen Verbindlichkeiten angesetzt, die zu Handelszwecken gehalten werden. Hierzu zählen derivative Finanzinstrumente, sofern sie einen negativen Marktwert haben, und Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen. Die Bilanzierung erfolgt zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses (Handelstag).

Zum Zeitpunkt des Zugangs und zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung von Handelsaktiva und Handelspassiva zum Fair Value. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden, wie auch die Zinserträge, Dividenden und Zinsaufwendungen, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eventuelle Anschaffungsnebenkosten werden sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

Dieser Kategorie werden alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte zugeordnet, die in keiner der vorgenannten Kategorien erfasst werden. Dabei handelt es sich um verzinsliche Wertpapiere, Aktien, Schuldscheindarlehen und Beteiligungen. Diese Gruppe wird auch als „available-for-sale-Bestand“ bezeichnet.

Zum Zeitpunkt des Zugangs erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Diese umfassen den Kaufpreis sowie direkt zuzurechnende Anschaffungsnebenkosten. Gegebenenfalls ist ein Agio oder ein Disagio zu berücksichtigen. Die Folgebewertung wird zum Fair Value vorgenommen. Soweit vorhanden werden Börsenpreise zur Bestimmung des Fair Value herangezogen. Existieren keine Börsenpreise, was bei Beteiligungen an nicht börsennotierten Gesellschaften regelmäßig der Fall ist, ist der Fair Value anhand eines geeigneten Bewertungsmodells zu ermitteln. Ist der Fair Value eines Eigenkapitaltitels nicht verlässlich bestimmbar, werden die Anschaffungskosten angesetzt. Das Ergebnis aus der Bewertung wird – nach Berücksichtigung latenter Steuern – erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Bei einer Veräußerung des finanziellen Vermögenswertes wird das in der Neubewertungsrücklage bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung ist die Neubewertungsrücklage um den Wertminderungsbetrag zu reduzieren und ein übersteigender Betrag in der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen. Ist eine Wertaufholung von zuvor erfolgswirksam erfassten Wertminderungen zu berücksichtigen, so erfolgt diese bei Eigenkapitaltiteln erfolgsneutral über die Neubewertungsrücklage, bei Schuldtiteln bis zur Höhe der historischen fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam und darüber hinaus erfolgsneutral über die Neubewertungsrücklage. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit im Zinsergebnis vereinnahmt.

b) Eingebettete Derivate (embedded derivatives)

IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von eingebetteten Derivaten. Dabei handelt es sich um Derivate, die Bestandteil eines originären Finanzinstruments und mit diesem untrennbar verbunden sind. Solche Finanzinstrumente werden nach IAS 39 auch als Hybrid Financial Instruments bezeichnet. Hybrid Financial Instruments sind zum Beispiel Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen vom originären Trägergeschäft zu trennen und separat wie ein freistehendes Derivat zum Fair Value zu bilanzieren und zu bewerten. Eine Trennungspflicht ist gegeben, wenn die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Trägerkontrakts verbunden sind. Die Bilanzierung und Bewertung des Trägerkontraktes folgt hingegen den Vorschriften der einschlägigen Kategorie des Finanzinstruments. Sind die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats jedoch eng mit denen des Trägerkontraktes verbunden, wird das eingebettete Derivat nicht abgetrennt und das hybride Finanzinstrument nach den Vorschriften der einschlägigen Kategorie des Trägerkontraktes bilanziert. Zum Bilanzstichtag befinden sich ebenso wie im Vorjahr keine nennungspflichtigen eingebetteten Derivate unter den finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten.

c) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen

Das Hedge-Accounting wurde nicht angewandt.

d) Angaben nach IFRS 7

Im Abschluss sind Angaben zu machen, die es ermöglichen, die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Finanzlage und die Ertragskraft des Unternehmens zu beurteilen. Ferner ist die Wesensart und das Ausmaß der Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben, deutlich zu machen sowie die Art und Weise der Handhabung dieser Risiken. Die Angaben sind, soweit eine alternative Angabe im Lagebericht nicht zugelassen ist, im Anhang zu machen.

Finanzinstrumente sind nach Klassen zu gliedern. Neben der Unterscheidung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie Eigenkapital wird die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten als ein wesentliches klassenrelevantes Merkmal verstanden. Darüber hinaus wird eine weitergehende Aufgliederung vorgenommen.

8. Bildung von Cash Generating Units (CGU)

Bei der Abgrenzung von Cash Generating Units werden grundsätzlich Vermögensgegenstände und Schulden zusammengefasst, die einem Geschäftsfeld zugeordnet werden können und denen als Gesamtheit der Zu- und Abfluss von Zahlungsmitteln zuzurechnen ist. Dabei ist die Abgeschlossenheit der Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung der räumlichen und sachlichen Aspekte wichtiges Unterscheidungskriterium.

9. Schätzunsicherheiten

Im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung sind seitens des Vorstandes in bestimmten Fällen Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Diese unterliegen einer gewissen Ungenauigkeit, die sich in der Zukunft durch eine andere Entwicklung als angenommen in einem abweichenden Ergebnis oder anderen Bewertungsergebnis niederschlägt. Insbesondere Abweichungen von den Annahmen zur Bewertung von Beteiligungen, die auf abgeschlossenen Kapitaltransaktionen beruht, können im kommenden Geschäftsjahr zu niedrigeren Bewertungen führen. Die Höhe der Unsicherheit ist aus heutiger Sicht nicht schätzbar. Ferner spielen die Annahmen im Rahmen der Impairmenttests, vor allem für Beteiligungen, assoziierte Unternehmen und Firmenwerte, in das Bewertungsergebnis hinein. Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von den Annahmen oder geänderte Annahmen ziehen so ein anderes Ergebnis nach sich. Die Unsicherheit kann zum Bilanzstichtag nicht quantifiziert werden.

10. Währungsumrechnung

Transaktionen, die eine in den Konzernkreis einbezogene Gesellschaft nicht in Euro durchführt (Fremdwährungsgeschäfte), sind im Wesentlichen der Erwerb und die Veräußerung von Finanzinstrumenten. Diese werden in Euro mit dem Kassakurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Kursgewinne und -verluste aus der Abwicklung solcher Transaktionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Monetäre Vermögenswerte und Schulden sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassakurs, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, sind, soweit es sich um Finanzinstrumente handelt, zum Fair Value anzusetzen und werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei der Währungsumrechnung wurde der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank herangezogen. Andere auf fremde Währung lautende nicht monetäre Vermögensgegenstände und Schulden, im Konzern vor allem Beteiligungen, werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Bewertung resultierenden Ergebnisse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt.

Für die im Effektengesellschaft-Konzern wichtigsten Währungen gelten die nachstehenden Umrechnungskurse (Betrag in Währung für 1 Euro)

2011 2010
USD 1,2939 1,3362
ZAR 10,4830 8,8625
CHF 1,2156 1,2504
CAD 1,3215 1,3322

11. Aufrechnung

Verbindlichkeiten rechnen wir mit Forderungen auf, wenn diese gegenüber demselben Kontoinhaber bestehen, täglich fällig sind und mit dem Geschäftspartner vereinbart wurde, dass die Zins- und Provisionsberechnung so erfolgt, als ob nur ein einziges Konto bestünde.

12. Barreserve

Der Bestand der Barreserve - diese umfasst den Kassenbestand - ist gemäß IAS 39 zum Nennwert bilanziert.

13. Forderungen (Kredite und Forderungen)

Von dem Effektengesellschaft-Konzern originär ausgereichte Forderungen an Kreditinstitute beziehungsweise Kunden, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden ab dem Handelstag mit ihrem Nennbetrag und in der Folgebewertung zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. In den Forderungen an Kreditinstitute werden nur bankgeschäftliche Forderungen abgebildet. Nichtbankgeschäftliche Forderungen an Kreditinstitute werden unter den Sonstigen Aktiva erfasst.

14. Risikovorsorge

Den besonderen Risiken des Bankgeschäftes tragen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in vollem Umfang Rechnung.

Für die bei Forderungen an Kunden vorhandenen Bonitätsrisiken sind nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Die Wertberichtigung eines Kredites ist angezeigt, wenn aufgrund beobachtbarer Kriterien wahrscheinlich ist, dass nicht alle Zins- und Tilgungsverpflichtungen vertragsmäßig geleistet werden können. Indikatoren für eine Wertminderung von Forderungen sind

- erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners,

- ein tatsächlich erfolgter Vertragsbruch (Ausfall, Verzug von Zins- oder Tilgungsleistungen),

- Zugeständnisse von Seiten des Kreditgebers an den Kreditnehmer auf Grund wirtschaftlicher oder rechtlicher Gegebenheiten im Zusammenhang mit finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers, die der Kreditgeber ansonsten nicht gewähren würde,

- Hohe Wahrscheinlichkeit eines Konkurses oder eines sonstigen Sanierungsbedarfs des Schuldners,

- Erfassung eines Wertminderungsaufwandes für den betreffenden Vermögenswert in einer vorangegangenen Berichtsperiode,

- Das Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert auf Grund von finanziellen Schwierigkeiten

- Erfahrungen mit dem Forderungseinzug aus der Vergangenheit, die darauf schließen lassen, dass der gesamte Nennwert eines Forderungsportfolios nicht beizutreiben ist.

Die Höhe der Wertberichtigung entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites abzüglich werthaltiger Sicherheiten und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungen, abgezinst mit dem ursprünglichen effektiven Zinssatz des Kredites.

Der Gesamtbetrag der Risikovorsorge wird, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, offen von den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden abgesetzt. Abschreibungen aus Wertminderungen und die Umkehrung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Uneinbringliche Forderungen werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam erfasst.

15. Handelsaktiva (financial instruments held for trading)

Die Handelszwecken dienenden Wertpapiere werden in der Bilanz zum Fair Value am Bilanzstichtag bewertet. Ebenfalls zum Fair Value hier ausgewiesen sind alle derivativen Finanzinstrumente, die einen positiven Marktwert besitzen. Bei börsennotierten Produkten werden Börsenkurse verwendet; für nicht börsennotierte Produkte wird die Bewertung anhand anderer geeigneter Marktpreise vorgenommen. Liegen keine geeigneten Marktpreise vor, erfolgt die Abschreibung. Alle realisierten Gewinne und Verluste sowie nicht realisierte Bewertungsergebnisse sind Teil des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung. Ebenfalls im Handelsergebnis ausgewiesen werden Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen, gekürzt um Refinanzierungsaufwendungen. Kassageschäfte werden sofort bei Geschäftsabschluss erfasst und bilanzwirksam gebucht.

16. Beteiligungs- und Wertpapierbestand (available-for-sale Bestände)

Der Bilanzposten Beteiligungs- und Wertpapierbestand setzt sich zusammen aus Anleihen und Schuldverschreibungen, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren und Beteiligungen.

Die Bilanzierung und Bewertung dieser Bestände erfolgt grundsätzlich zum Fair Value. Sofern der Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten; dies gilt vor allem bei nicht börsennotierten Vermögenswerten, sofern es sich um Eigenkapitaltitel handelt. Bei allen übrigen Vermögenswerten wird die Effektivzinsmethode angewandt. Bewertungsergebnisse werden dabei – nach Berücksichtigung latenter Steuern – innerhalb des Eigenkapitals in die Neubewertungsrücklage eingestellt. Eine erfolgswirksame Realisierung von Gewinnen oder Verlusten findet erst bei Verkauf statt. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Bei dauerhaften oder wesentlichen Wertminderungen wird der erzielbare Betrag ausgewiesen; die erforderliche Abschreibung erfolgt zulasten der Gewinn- und Verlustrechnung. Eine dauerhafte Wertminderung in diesem Sinne liegt vor, wenn durchgängig über den Zeitraum von sechs Monten der Fair Value unter den Anschaffungskosten liegt. Eine wesentliche Wertminderung liegt vor, wenn der Fair Value 25% unter den Anschaffungskosten liegt. Fallen die Gründe, die zu Wertminderungen geführt haben, weg, kommt es, wenn es sich um Fremdkapitaltitel handelt, zu entsprechenden erfolgswirksamen Zuschreibungen. Im Falle von Eigenkapitaltiteln erfolgen die Zuschreibungen erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage.

Zins- und Dividendenerträge aus diesen Beständen werden im Zinsergebnis gezeigt.

17. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (at-equity)

Der Bilanzposten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthält den Anteilsbesitz an assoziierten Unternehmen. Die Bilanzierung und Bewertung dieser Bestände erfolgt grundsätzlich nach der Equity-Methode. Bezüglich der Behandlung von Wertminderungen gelten die Ausführungen unter 16. Die Berechnung der Höhe der Wertminderung erfolgt gemäß IAS 36.

18. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Der Bilanzposten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte enthält den Anteilsbesitz an Unternehmen, bei denen die Absicht besteht, sie innerhalb von zwölf Monaten mehrheitlich zu veräußern. Die Bilanzierung und Bewertung dieser Bestände erfolgt grundsätzlich zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

19. Sachanlagen

Die hierunter ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Bestimmung der Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögenswerte.

Voraussichtliche Nutzungsdauer in Jahren
EDV/Telekommunikation 3-8
Fahrzeuge 6
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-13
Gebäudebestandteile 5-19

Die Anschaffung von geringwertigen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens wird aus Wesentlichkeitsgründen im Berichtsjahr erfolgswirksam im Verwaltungsaufwand erfasst. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wertminderungen wie auch Wertaufholungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Verwaltungsaufwand erfasst.

20. Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Anlagewerten werden neben erworbenen Softwarelizenzen und selbst erstellter Spezialsoftware erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Der Ansatz der Software erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die Abschreibung. Als Herstellungskosten für selbst erstellte Software sind die direkt zurechenbaren Aufwendungen der Entwicklung zu berücksichtigen. Dies sind vor allem die laufenden Personalaufwendungen wie Löhne und Gehälter oder die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Software wird über die angenommene wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren linear abgeschrieben. Außerordentliche Abschreibungen sind vorzunehmen, wenn Anhaltspunkte für eine dauerhafte Wertminderung vorliegen. Dazu zählen zum Beispiel die Außerbetriebnahme oder der nur noch eingeschränkte Betrieb der Software.

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte - bei ihnen wird eine nicht definierte Nutzungsdauer unterstellt - werden an jedem Bilanzstichtag und anlassbezogen auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen überprüft. Hierzu erfolgt eine Zuordnung zu sogenannten Cash Generating Units. Eine Cash Generating Unit ist die kleinste mögliche Zusammenfassung von Vermögenswerten und Schulden, der Zahlungsströme verursachungsgerecht zugeordnet werden können. Im Konzern können auf Basis der Geschäftssegmente Cash Generating Units gebildet werden. Sofern Voraussetzungen vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, wird eine Abschreibung vorgenommen. Zum Beispiel ist dies bei einem zukünftig erwarteten Netto-Mittelabfluss der Fall.

Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf von Immateriellen Anlagewerten werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wertminderungen wie auch Wertaufholungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Verwaltungsaufwand erfasst.

21. Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva nehmen Beträge auf, die anderen Posten der Aktivseite der Bilanz nicht zuzuordnen sind. Sie werden mit Anschaffungskosten bilanziert.

22. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

23. Handelspassiva

Derivative Finanzinstrumente, die einen negativen Marktwert besitzen, sowie Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen sind ab dem Handelstag als Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertung der Handelspassiva erfolgt zum Marktwert (Fair Value). Alle realisierten Gewinne und Verluste sowie nicht realisierte Bewertungsergebnisse sind Teil des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung.

24. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen angesetzt. Rückstellungen für Aufwendungen, die sich nicht auf eine Außenverpflichtung beziehen, dürfen nach den IFRS hingegen nicht gebildet werden.

25. Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen

Latente Steueransprüche und -verpflichtungen berechnen sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtliche Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte (temporäre Unterschiede). Sie wurden mit den spezifischen Ertragsteuersätzen der jeweiligen Betriebsstätte bewertet, deren Gültigkeit für die entsprechende Periode ihrer Realisierung zu erwarten ist und zum Bilanzstichtag gültig sind. Aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden mit Ausnahme für die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank nicht bilanziert, da zukünftige zu versteuernde Gewinne, die in der gleichen Steuereinheit anfallen, nicht mit ausreichender Verlässlichkeit geschätzt werden können. Bei der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist aufgrund positiver Gewinnerwartungen für die nächsten Jahre mit der Nutzung eines Teils der Verlustvorträge zu rechnen. Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden unsaldiert ausgewiesen. Eine Abzinsung erfolgt nicht. Die Bildung und Fortführung latenter Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen erfolgt – in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhalts – entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral in dem entsprechenden Eigenkapitalposten.

Der dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnende Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag ist in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen und in den Erläuterungen in laufende und latente Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen des Geschäftsjahres aufgeteilt. Sonstige Steuern, die nicht ertragsabhängig sind, werden im Sonstigen betrieblichen Ergebnis gezeigt. In der Bilanz werden laufende und latente Ertragsteueransprüche beziehungsweise -verpflichtungen als Aktiv- beziehungsweise Passivposten unsaldiert ausgewiesen. Ertragsteuern im Zusammenhang mit außerordentlichen Geschäftsvorfällen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

26. Sonstige Passiva

Die Sonstigen Passiva nehmen Beträge auf, die anderen Posten der Passivseite der Bilanz nicht zuzuordnen sind. Sie werden mit Anschaffungskosten bilanziert.

27. Eigene Aktien

Die im Konzern gehaltenen eigenen Aktien werden zu Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgesetzt. Der Teil der Anschaffungskosten, der auf den Nennbetrag entfällt, wird vom Gezeichneten Kapital abgezogen, das Aufgeld wird mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien werden erfolgsneutral der Kapitalrücklage zugerechnet.

28. Aktienoptionspläne

Die Berliner Effektengesellschaft AG hat seit 2000 ein Aktienoptionsprogramm für die Mitarbeiter aller der Gruppe angehörenden Unternehmen aufgelegt. Im Geschäftsjahr wurden den Mitarbeitern wieder Optionsrechte eingeräumt. Die entsprechenden Zahlen können der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Eine Option berechtigt jeweils zum Kauf einer Stückaktie der Gesellschaft, die einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,00 € entspricht. Voraussetzung für die Ausübung der Optionsrechte ist ein Schlusskurs der Aktie der Berliner Effektengesellschaft AG an der Börse Berlin , der zum Zeitpunkt der Ausübung der Option mindestens 6,0% je Jahr der Laufzeit über dem Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft in den letzten 10 Börsentagen vor Einräumung des Optionsrechtes liegt. Ausübungen erfolgten im Geschäftsjahr nicht. Weitere Angaben zum Optionsprogramm mit Stand zum 31. Dezember 2011 sind nachfolgend zusammengestellt:

Jahr der Zuteilung 2006 2010 2011
Ausübungszeitraum 31.03.08 - 31.03.11 01.03.12 - 31.03.15 08.04.13 - 08.04.16
Ausübungspreis bei Ausgabe 6,00 € 6,45 € 7,23 €
Ausübungshürde bei Ausgabe 5,89 € 6,45 € 7,23 €
angebotene Optionen 247.000 199.000 200.000
angenommene Optionen 243.500 199.000 200.000
Wert eines Optionsrechts bei Ausgabe 0,97 € 0,66 € 0,15 €
Bestand am 01.01.11 238.000 199.000 -
neu ausgegebene Optionen - - 200.000
verwirkte Optionen - 5.000 -
ausgeübte Optionen - - -
verfallene Optionen 238.000 - -
Bestand am 31.12.11 - 194.000 200.000
davon ausübbar - - -

Die Optionsrechte sind jeweils bei Ausgabe anhand eines geeigneten Modells zu bewerten. In die Bewertung müssen die kapitalmarktorientierten Merkmale der Optionsrechte einfließen. Nicht kapitalmarktorientierte Merkmale, dazu gehört beispielsweise die zweijährige Wartefrist zu Beginn der von der Berliner Effektengesellschaft AG ausgegebenen Optionen, sind über eine erwartete Mitarbeiterfluktuation abzubilden. Der sich aus dem Wert einer Option und des geschätzten Bestandes am Ende der Wartefrist ergebende Gesamtwert ist über die Wartefrist zu verteilen und als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

· Die 2011 ausgegebenen Optionen wurden anhand eines Modells zur Bewertung jederzeit ausübbarer Optionen (Binomialmodell) mit einer Mindestgrenze für den Aktienkurs bewertet. Für die Bewertung wurde ein Kurs von 7,12 € je Aktie zum Zeitpunkt der Ausgabe, ein risikofreier Zinssatz von 1,04 % p.a. sowie eine Ausübungshürde von 7,23 € unterstellt. Auf Basis der im Rahmen des Jahresabschlusses 2010 der Berliner Effektengesellschaft AG vorgeschlagenen Dividende, der sich in 2011 abzeichnenden Ergebnisentwicklung und dem Aktienkurs bei Gewährung der Optionsrechte wurde für die Berechnung des Zeitwerts der Optionsrechte 2011 eine Dividendenrendite in Höhe von 1,7 % geschätzt, was einer Dividende in Höhe von 0,12 € bei einem Kurs je Aktie in Höhe von 7,12 € entspricht.. Den Berechnungen liegt eine erwartete Volatilität in Höhe von 10,13 % zugrunde, die auf Monatsdurchschnittskursen der Berliner Effektengesellschaft AG bereinigt um überzeichnete Kursbewegungen beruht. Die Anpassung der historischen Volatilität in Höhe von 31,88 % ist aufgrund des geringen Free Floats und der verhältnismäßig geringen Umsätze der Aktie der Berliner Effektengesellschaft AG geboten, da dies zu überzeichneten Kursbewegungen führt.

· Aus diesen Optionsprogrammen wurden 2011 76 T€ (Vj. 50 T€) Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auch in den Folgejahren sind 29 T€ Personalaufwand zu berücksichtigen.

Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat in 2011 ein Aktienoptionsprogramm für die Mitarbeiter aufgelegt. Es wurden 400.000 Optionsrechte den Mitarbeitern angeboten. Eine Option berechtigt jeweils zum Kauf einer Stückaktie der Gesellschaft, die einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,00 € entspricht. Voraussetzung für die Ausübung der Optionsrechte ist, dass zum Zeitpunkt der Ausübung der Option der Schlusskurs der Aktie der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank an der Börse Berlin mindestens 6,0% je Jahr der Laufzeit über dem Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft in den letzten 10 Börsentagen vor Einräumung des Optionsrechtes liegt. Der durchschnittliche Marktkurs bei den Ausübungen im Geschäftsjahr betrug 5,39 €. Weitere Angaben zum Optionsprogramm mit Stand zum 31. Dezember 2011 sind nachfolgend zusammengestellt:

Jahr der Zuteilung 2007 2008 2009 2010 2011
bedingtes Kapital 2006 2006 2008 2008 2008
Satzung § 4 (3) § 4 (3) § 4 (5) § 4 (5) § 4 (5)
Ausübungszeitraum 15.02.09 - 14.02.12 01.03.10 - 31.03.13 04.03.11 -04.03.14 19.03.12 -19.03.15 08.03.13 -07.03.16
Ausübungspreis 5,20 € 4,70 € 4,58 € 6,00 € 6,00 €
Ausübungshürde 5,19 € 4,69 € 4,60 € 6,00 € 6,00 €
angebotene Optionen 496.500 500.000 500.000 483.000 400.000
angenommene Optionen 496.500 500.000 497.000 483.000 400.000
Wert eines Optionsrechts bei Ausgabe 0,77 € 0,11 € 0,12 € 0,33 € 0,20 €
Bestand am 01.01.11 439.050 394.096 487.500 482.000 -
neu ausgegebene Optionen - - - - 400.000
verwirkte Optionen 1.000 1.000 3.000 1.000 2.400
ausgeübte Optionen 31.450 104.500 136.000 - -
verfallene Optionen - - - - -
Bestand am 31.12.11 406.600 288.596 348.500 481.000 397.600
davon ausübbar - 288.596 348.500 - -

Die Optionsrechte sind jeweils bei Ausgabe anhand eines geeigneten Modells zu bewerten. In die Bewertung müssen die kapitalmarktorientierten Merkmale der Optionsrechte einfließen. Nicht kapitalmarktorientierte Merkmale, dazu gehört beispielsweise die zweijährige Wartefrist zu Beginn der von der Berliner Effektengesellschaft AG ausgegebenen Optionen, sind über eine erwartete Mitarbeiterfluktuation abzubilden. Der sich aus dem Wert einer Option und des geschätzten Bestandes am Ende der Wartefrist ergebende Gesamtwert ist über die Wartefrist zu verteilen und als Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die erwartete Fluktuationsrate wurde aufgrund ihrer tatsächlichen Entwicklung etwas verringert.

Die 2011 ausgegebenen Optionen wurden anhand eines Modells zur Bewertung jederzeit ausübbarer Optionen (Binomialmodell) mit einer Mindestgrenze für den Aktienkurs bewertet. Für die Bewertung wurde ein Kurs von 6,00 € je Aktie zum Zeitpunkt der Ausgabe, ein risikofreier Zinssatz von 1,04 % p.a. sowie eine Ausübungshürde von 6,00 € unterstellt. Auf Basis der im Rahmen des Jahresabschlusses 2010 der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank vorgeschlagenen Dividende, der sich in 2011 abzeichnenden Ergebnisentwicklung und dem Aktienkurs bei Gewährung der Optionsrechte wurde für die Berechnung des Zeitwerts der Optionsrechte 2011 eine Dividendenrendite in Höhe von 1,32 % geschätzt, was einer Dividende in Höhe von 0,08 € bei einem Kurs je Aktie in Höhe von 6,00 € entspricht.. Den Berechnungen liegt eine erwartete Volatilität in Höhe von 10,42 % zugrunde, die auf Monatsdurchschnittskursen der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank bereinigt um überzeichnete Kursbewegungen beruht. Die Anpassung der historischen Volatilität in Höhe von 30,99 % ist aufgrund des geringen Free Floats und der verhältnismäßig geringen Umsätze der Aktie der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank geboten, da dies zu überzeichneten Kursbewegungen führt.

Aus diesen Optionsprogrammen wurden 2011 113 T€ (Vj. 93 T€) Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Folgejahren sind aus den aufgelegten Programmen voraussichtlich 67 T€ Personalaufwand noch zu berücksichtigen. Die tatsächliche Höhe ist von der Fluktuation der berechtigten Mitarbeiter bis zum Ende der Sperrfrist des jeweiligen Optionsprogramms abhängig. Der Kalkulation der Programme, deren Sperrfrist zum Bilanzstichtag noch nicht abgelaufen war, wurde eine Verringerung des Bestandes um 3,5% unterstellt.

29. Änderung von Schätzungen und Fehler

Im Berichtsjahr erfolgten keine Korrekturen nach IAS 8.42.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES KONZERNS

In den Tabellen können Rundungsdifferenzen zwischen den einzelnen Beträgen und den jeweiligen Summen auftreten.

30. Zinsüberschuss

31.12.2011 31.12.2010
Zinserträge aus 600 651
- Kredit- und Geldmarktgeschäften 389 322
- festverzinslichen Wertpapieren (available for sale) 121 228
- Dividenden aus Wertpapieren (available for sale) - 7
- andere Zinserträge 90 94
Zinsaufwendungen - 21 - 70
Insgesamt 579 581

Die Zinserträge und -aufwendungen enthalten alle Zinsen aus Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften. Zinsen, die nicht auf Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte zurückzuführen sind, zum Beispiel Zinsen aus Steuernach- oder Steuerrückzahlungen, werden nach IFRS ebenfalls unter diesem Posten ausgewiesen. Aufwendungen für die Finanzierung von Investitionen sind nicht aktiviert worden. Zinserträge- oder –aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in diesem Posten nicht enthalten.

In den Zinserträgen sind Zinsen aus der Aufzinsung wertberichtigter Kredite in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 0 T€) enthalten. Wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage aus zinslos gestellten Forderungen oder Forderungen mit Stundungsvereinbarungen für Zinszahlungen bestehen nicht.

31. Risikovorsorge

31.12.2011 31.12.2010
Zuführungen zur Risikovorsorge - 486 -
Auflösungen von Risikovorsorge - 1
Direktabschreibungen - 4 - 20
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen - -
Gesamt - 490 - 19

Die Änderung der Risikovorsorge enthält die Aufzinsung wertberichtigter Forderungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 0 T€). Die Risikovorsorge betrifft die Forderungen an Kunden.

32. Provisionsergebnis

31.12.2011 31.12.2010
Provisionserträge 2.717 3.682
- Wertpapiergeschäft 225 174
- Courtagen 2.045 3.054
- Emissionsgeschäft 108 102
- sonstige Provisionserträge 339 351
Provisionsaufwendungen - 8.342 - 7.948
- Wertpapiergeschäft - 1.105 - 703
- Courtagen - 650 - 1.246
- Abwicklungsgebühren - 6.508 - 5.877
- Emissionsgeschäft - 42 - 83
- Sonstige Provisionsaufwendungen - 37 - 39
Gesamt - 5.625 - 4.266

In den Provisionserträgen sind 447 T€ (Vj. 453 T€) und in den Provisionsaufwendungen sind 79 T€ (Vj. 122 T€) enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten resultieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

33. Handelsergebnis

31.12.2011 31.12.2010
Zinsen - 1 -
Dividenden 258 177
Realisiertes Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren 29.701 21.550
Bewertungsergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren - 47 52
Ergebnis aus dem Handel mit Optionen 16 -
Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 1.305 2.880
Devisen - 316 - 324
Gesamt 30.916 24.335

Das Devisenergebnis stammt aus zum fair value bewerteten Finanzinstrumenten.

34. Ergebnis aus Beteiligungs- und Wertpapierbestand (available-for-sale)

31.12.2011 31.12.2010
Realisiertes Ergebnis aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand 528 209
Bewertungsergebnis aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand 616 515
Veräußerungergebnis aus Beteiligungen 3.258 21
Bewertungsergebnis aus Beteiligungen - 841 -
Insgesamt 3.561 745

Das Bewertungsergebnis enthält 79 T€ (Vj. 90 T€) Wertminderungen (impairment) infolge wesentlicher Wertminderungen auf den Wertpapierbestand. Das weitere Bewertungsergebnis ist auf den Abgang von Wertpapieren im Zuge von Umschichtungen der Liquiditätsreserve zurückzuführen. Das Bewertungsergebnis aus Beteiligungen ist in Höhe von 841 T€ auf Wertminderungen zurückzuführen.

· 35. Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen

Unter dem Posten Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen wird im Wesentlichen das anteilige, auf die Berliner Effektengesellschaft AG entfallende Ergebnis nach IFRS der Gruppe quirin bank AG ausgewiesen. Die anteiligen Ergebnisse der Tradegate Exchange GmbH und der Thinfilm Solar Fonds GmbH und Co. KG, die hier ebenfalls enthalten sind, machen nur einen geringen Teil aus.

36. Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand im Konzern setzt sich zusammen aus Personalaufwand, andere Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

Personalaufwand 31.12.2011 31.12.2010
Löhne und Gehälter - 8.279 - 7.047
Soziale Abgaben - 904 - 843
Aufwendungen für Altersversorgung - - 48
Aufwendungen für Unterstützung - 72 - 51
Gesamt - 9.255 - 7.989

·

Andere Verwaltungsaufwendungen 31.12.2011 31.12.2010
Börsengebühren für Schlussnoten, XETRA u.ä. - 6.190 - 3.921
Marketingaufwendungen - 1.065 - 684
Aufwendungen für Börseninformationsdienste - 974 - 1.942
Raumkosten - 905 - 939
Beiträge zu Verbänden und zur Bankenaufsicht - 795 - 882
EDV-Aufwand - 737 - 729
Rechts- und Beratungsaufwendungen - 408 - 164
Aufwendungen für Datenleitungen - 11 - 11
Sonstige Verwaltungsaufwendungen - 1.029 - 964
Gesamt - 12.114 - 10.236

·

Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.12.2011 31.12.2010
Erworbene Software - 127 - 91
Selbst erstellte Software - 2 - 7
Betriebs- und Geschäftsausstattung - 94 - 199
Summe laufende Abschreibungen - 223 - 297
Derivativer Geschäfts und Firmenwert - 700 -
Summe Abschreibungen infolge Wertminderung - 700 -
Gesamt - 923 - 297

37. Sonstiges betriebliches Ergebnis

Die Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen umfassen Beträge, die anderen Posten der Gewinn und Verlustrechnung nicht zugeordnet werden können.

31.12.2011 31.12.2010
Ertrag aus Entkonsolidierungen 893 1.383
Sonstige Kostenumlagen 650 554
Auflösungen anderer Rückstellungen 19 162
Sonstige Erträge 260 167
Sonstige betriebliche Erträge gesamt 1.822 2.266
Aufwand aus Entkonsolidierungen - 445 - 45
Schadenersatzleistungen - 3 - 2
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen - - 14
Sonstige Aufwendungen - 82 - 67
Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt - 530 - 127
Sonstiges betriebliches Ergebnis gesamt 1.292 2.139

Der Ertrag aus Entkonsolidierungen wurde im Wesentlichen im Rahmen des Handels in Aktien der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank realisiert.. Der Aufwand aus Entkonsolidierungen ist in Höhe von 367 T€ auf den Abgang des BEG-Fonds 1 Nordinvest sowie in Höhe von 78 T€ auf Veränderungen im Rahmen des Handels in Aktien der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank zurückzuführen.

38. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern teilten sich für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt auf:

31.12.2011 31.12.2010
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2.186 - 970
Latente Steuern 98 - 305
Insgesamt - 2.088 - 1.276

Der tatsächliche Steueraufwand errechnet sich aus den steuerlichen Ergebnissen des Geschäftsjahres der einzelnen Konzernunternehmen. Für das Geschäftsjahr 2011 hat die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank infolge des positiven Ergebnisses Ertragsteuern zu zahlen. Aus den anderen Gesellschaften entstehen aufgrund der negativen steuerlichen Ergebnisse bzw. bestehender steuerlicher Verlustvorträge keine Ertragsteuerverpflichtungen.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr:

31.12.2011 31.12.2010
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IAS/IFRS 6.804 5.180
Konzernertragsteuersatz (%) 30,4 30,4
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2.068 1.574
Auswirkungen von im Geschäftsjahr erfassten Steuern aus Vorjahren 18 0
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen - 1.088 - 1.918
Auswirkungen aus der Nutzung oder dem Ansatz von Verlustvorträgen 1.136 1.658
Effekte aus Steuersatzänderungen - - 14
Nicht angesetzte latente Steuern - -
Auswirkungen aus der Konsolidierung und Verrechnung von Gewinnen und Verlusten im Konzernergebnis - -
Sonstige Auswirkungen - 45 - 25
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.088 1.276

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte, anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vj. 15 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 14,6 % (Vj. 14,6 %). Daraus ergibt sich ein inländischer Ertragsteuersatz in Höhe von 30,4 % (Vj. 30,4 %).

Die latenten Steuern wurden aufgrund von temporären Wertunterschieden gebildet, die durch eine unterschiedliche Bewertung bei der Überleitung vom Abschluss nach HGB auf den Abschluss nach IFRS entstanden sind.

Aus Steuerbescheiden ergeben sich Potentiale für Steuererhöhungen und Steuerminderungen. Im Konzern bestehen, verteilt auf die einzelnen Gesellschaften, Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 1.567.360,80 €. Diese Körperschaftsteuerguthaben wurden mit ihrem Barwert zum 31. Dezember 2011 aktiviert.

39. Nettoergebnis

Die Nettoerfolge setzen sich zusammen aus Wertminderungen / Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus den Notes „Zinsüberschuss“ und „Handelsergebnis“ je Kategorie nach IAS 39 dargestellt. Die Summen aus dem Nettoerfolg und dem Zinsergebnis ergeben das Nettoergebnis je Kategorie.

2011 2010 Veränderung
Nettoerfolge aus
Handelsaktiva und -Passiva 30.659 24.126 6.533
Zum Verkauf bestimmten finanziellen Vermögenswerte 3.561 745 2.816
Kredite und Forderungen - 490 - 19 - 471
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten - - -
Zinsergebnis aus
Handelsaktiva und -Passiva 257 164 93
Zum Verkauf bestimmten finanziellen Vermögenswerte 121 247 - 126
Kredite und Forderungen 479 416 63
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten - 21 - 70 49

40. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich, indem das Jahresergebnis nach Steuern, einschließlich des auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteiles, durch die gewichtete Anzahl der sich während des Berichtsjahres durchschnittlich im Umlauf befindlichen Zahl der Stammaktien dividiert wird.

2011 2010
Konzernjahresüberschuss 3.246.513,57 € 2.843.588,01 €
Gewichtete durchschnittliche Anzahl umlaufender Aktien (unverwässert) 13.875.676 13.872.675
Gewichtete durchschnittliche Anzahl umlaufender Aktien (verwässert) 13.875.676 13.872.675
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,23 € 0,20 €
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,23 € 0,20 €

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da die Ausübung von Rechten zum Bezug von Aktien der Berliner Effektengesellschaft AG am Bilanzstichtag nicht möglich war.

Es bestanden zum 31. Dezember 2011 394.000 Optionsrechte, die potentiell verwässernd wirken können (s. Note B.28)

D. ANGABEN ZUR BILANZ DES KONZERNS

In den Tabellen können Rundungsdifferenzen zwischen den einzelnen Beträgen und den jeweiligen Summen auftreten.

41. Barreserve

31.12.2011 31.12.2010
Kassenbestand 5 6
Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 155 648
Insgesamt 160 654

42. Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2011 31.12.2010
Inland Ausland Inland Ausland
--- --- --- --- ---
Täglich fällig 31.957 2.439 30.799 221
Sonstige Forderungen 9.093 - 9.095 -
Summe 41.050 2.439 39.894 221
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft - - - -
Insgesamt 41.050 2.439 39.894 221

Die Sonstigen Forderungen enthalten Zinsabgrenzungen in Höhe von 20 T€ (Vj. 5 T€). Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kreditinstitute werden in der Restlaufzeitengliederung (Note (71)) dargestellt.

43. Forderungen an Kunden

31.12.2011 31.12.2010
Inländische Kunden 449 1.064
- Unternehmen 449 1.064
- Privatpersonen - -
- Sonstige - -
Ausländische Kunden 317 19
- Unternehmen 317 19
- Privatpersonen - -
- Sonstige - -
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft - -
Insgesamt 767 1.083

Die Forderungen an Kunden enthalten Zinsabgrenzungen in Höhe von 6 T€ (Vj. 0 T€). Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kunden werden in der Restlaufzeitengliederung (Note (71)) gezeigt.

Für Forderungen an Kunden bestehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von 156 T€. Im Vorjahr waren keine Kundenforderungen wertberichtigt.

44. Risikovorsorge

Die Risikovorsorge wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken ab. Sie betrifft die Forderungen an Kunden.

Bonitätsrisiken Gesamt
2011 2010 2011 2010 Veränderung

in %
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01. - 346 - 346 - 100,0
Zugänge 156 - 156 - -
Abgänge - 346 - 346 - 100,0
- Inanspruchnahmen - 346 - 346 - 100,0
Stand 31.12. 156 - 156 - -

45. Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen in erster Linie die Tätigkeit als Skontroführer an den deutschen Börsen, insbesondere an der TRADEGATE EXCHANGE. Gehandelt wird mit Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren und Devisen. Alle Handelsbestände werden zum Fair Value bilanziert.

31.12.2011 31.12.2010
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - -
darunter
börsenfähige Wertpapiere - -
börsennotierte Wertpapiere - -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.058 3.417
darunter
börsenfähige Wertpapiere 973 3.129
börsennotierte Wertpapiere 966 3.121
Insgesamt 1.058 3.417

46. Beteiligungs- und Wertpapierbestand

2011 2010
Geldmarktpapiere - -
Anleihen und Schuldverschreibungen 1.717 3.672
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.717 3.672
Aktien 301 1.033
Investmentanteile 158 196
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 459 1.229
Beteiligungen 6.470 7.321
Anteile an verbundenen Unternehmen - -
Beteiligungen 6.470 7.321
Beteiligungs- und Wertpapierbestand 8.646 12.222
davon:
börsenfähige Wertpapiere 1.717 4.114
börsennotierte Wertpapiere - 500

Aus dem Wertpapierbestand wurden im Geschäftsjahr Eigenkapitaltitel mit einem Zeitwert bei Abgang in Höhe von 582 T€ veräußert. Aus dem Beteiligungs- und Wertpapierbestand wurden 206 T€ direkt der Neubewertungsrücklage entnommen (Vj. 105 T€ Entnahme). Infolge wesentlicher Wertminderungen wurden 40 T€ Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Vj. 90 T€). Neubewertungsrücklagen in Höhe von 6 T€ wurden zu Gunsten der Gewinn- und Verlustrechnung entnommen (Vj. 245 T€ zu Gunsten der Gewinn- und Verlustrechnung).

Beteiligungen 2011 2010
Anschaffungskosten
- Stand 01.01. 10.022 10.102
- Zugänge 2.190 619
- Umbuchungen - - 337
- Abgänge - 2.329 - 363
- Änderung des Konsolidierungskreises - -
- Stand 31.12. 9.883 10.022
Neubewertungsrücklage
- Stand 01.01. 1.365 1.365
- Zugänge 128 -
- Stand 31.12. 1.493 1.365
Zuschreibungen im Berichtsjahr - -
Abschreibungen
- Stand 01.01. 4.066 4.296
- Abschreibungen 841 -
- Umbuchungen - -
- Abgänge - - 231
- Änderung des Konsolidierungskreises - -
- Stand 31.12. 4.906 4.066
Buchwerte
- Stand 31.12. Vorjahr 7.321 7.171
- Stand 31.12. 6.470 7.321
davon börsenfähige Wertpapiere - -
börsennotierte Wertpapiere - -

47. Anteile an assoziierten Unternehmen (at-equity)

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2011 2010
Anschaffungskosten
- Stand 01.01. 20.066 19.331
- Zugänge 211 -
- Umbuchungen - 735
- Abgänge - -
- Änderung des Konsolidierungskreises - -
- Stand 31.12. 20.277 20.066
Neubewertungsrücklage
- Stand 01.01. - 22 28
- Stand 31.12. 5 - 22
aktivierte anteilige Ergebnisse
- Stand 01.01. - 8.258 - 8.379
- Zugänge - 1.101 188
- Umbuchungen - -
- Abgänge - -
- Änderung des Konsolidierungskreises - - 67
- Stand 31.12. - 9.359 - 8.258
Abschreibungen
- Stand 01.01. - -
- Abschreibungen - -
- Umbuchungen - -
- Abgänge - -
- Änderung des Konsolidierungskreises - -
- Stand 31.12. - -
Buchwerte
- Stand 31.12. Vorjahr 11.786 10.980
- Stand 31.12. 10.924 11.786
davonbörsenfähige Wertpapiere 9.921 11.786
börsennotierte Wertpapiere - -

Die Aktien der quirin bank AG werden im Freiverkehr an der Frankfurter Börse gehandelt. Auf Basis des Jahresschlusskurses ergibt sich ein Wert der Anteile an der quirin bank AG in Höhe von 16.385 T€. Ferner werden die Tradegate Exchange GmbH und die Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

48. Immaterielle Anlagewerte

Geschäfts- oder Firmenwerte erworbene Software selbst erstellte Software sonstige immaterielle Anlagewerte
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand 01.01.2011 8.136 2.092 464 -
- Veränderung des Konsolidierungskreises - - - -
- Zugänge 147 3 - -
- Umbuchungen - - - -
- Abgänge - - 1 - -
- Stand 31.12.2011 8.284 2.094 464 -
Zuschreibungen im Berichtsjahr
Abschreibungen
- Stand 01.01.2011 7.319 1.778 454 -
- Veränderung des Konsolidierungskreises - - - -
- laufende Abschreibungen - 127 2 -
- Wertminderungen 700 - - -
- Umbuchungen - - - -
- Abgänge - - 1 - -
- Stand 31.12.2011 8.019 1.904 456 -
Buchwerte
- Stand 01.01.2011 817 313 10 -
- Stand 31.12.2011 265 189 8 -
Vergleichswerte des Vorjahres Geschäfts- oder Firmenwerte erworbene Software selbst erstellte Software sonstige immaterielle Anlagewerte
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand 01.01.2010 8.142 1.815 464 -
- Veränderung des Konsolidierungskreises - - - -
- Zugänge 6 278 - -
- Umbuchungen - - - -
- Abgänge - 11 - 1 - -
Stand 31.12.2010 8.136 2.092 464 -
Zuschreibungen im Berichtsjahr
Abschreibungen
- Stand 01.01.2010 7.319 1.689 447 -
- Veränderung des Konsolidierungskreises - - - -
- laufende Abschreibungen - 91 7 -
- Wertminderungen - - - -
- Umbuchungen - - - -
- Abgänge - - 1 - -
Stand 31.12.2010 7.319 1.778 454 -
Buchwerte
- Stand 01.01.2010 823 126 17 -
- Stand 31.12.2010 817 313 10 -

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind so genannten Cash Generating Units zugeordnet. Für diese ist im Rahmen eines Impairment-Tests jeweils zu prüfen, ob eine Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte noch gegeben ist. Ist der sich aus dem Impairment-Test ergebende Wert niedriger als der aktivierte Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen. Für den Geschäfts- und Firmenwert, der dem Geschäftsfeld Venture Capital zuzurechnen ist, erfolgte eine Abschreibung in Höhe von 700 T€ (Vj. 0 T€). Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert betrifft die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank.

Am 31. Dezember 2011 wurden noch immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in Höhe von 1.740 T€ genutzt, die vollständig abgeschrieben waren (Vj. 1.657 T€).

· Über die unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesenen Vermögensgegenstände bestehen keine Verfügungsbeschränkungen und keine Verpfändungserklärungen.

49. Sachanlagen

2011 2010
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
- Stand 01.01. 4.388 4.472
- Veränderung des Konsolidierungskreises - -
- Zugänge 107 55
- Umbuchungen - -
- Abgänge - 47 - 139
- Stand 31.12. 4.448 4.388
Zuschreibungen im Berichtsjahr - -
Abschreibungen
- Stand 01.01. 4.220 4.145
- Veränderung des Konsolidierungskreises - -
- laufende Abschreibungen 94 199
- Wertminderungen - -
- Umbuchungen - -
- Abgänge - 46 - 125
- Stand 31.12. 4.267 4.220
Buchwerte
- Stand 01.01. 168 327
- Stand 31.12. 180 168

Im Berichtsjahr sind keine außerplanmäßigen Wertminderungen erforderlich gewesen. Am 31. Dezember 2011 wurden noch Sachanlagen mit Anschaffungskosten in Höhe von 3.778 T€ genutzt, die vollständig abgeschrieben waren (Vj. 3.605 T€).

Über die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögensgegenstände bestehen keine Verfügungsbeschränkungen und keine Verpfändungserklärungen.

50. Ertragsteueransprüche

In den Ertragsteueransprüchen werden Forderungen des Konzerns gegen die Finanzbehörden aus tatsächlichen Steuerüberzahlungen in Höhe von 1.161 T€ (Vj. 377 T€) abgebildet sowie 1.535 T€ aktivierter Barwert der Körperschaftsteuerguthaben (Vj. 1.708 T€).

51. Aktive latente Steuern

Latente Steuern sind für temporäre Wertunterschiede zu bilden, die sich aus der Differenz zwischen dem der Besteuerung zugrunde liegenden Wertansatz und dem Ansatz der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in der Bilanz ergeben. Die aktiven latenten Steuern sind zukünftige Steuererstattungsansprüche. Sie werden angesetzt, soweit es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige steuerliche Vorteil genutzt werden kann.

Die nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge betragen im Konzern 28.645 T€ für Körperschaftsteuer und 40.920 T€ für Gewerbesteuer. Die Werte basieren auf den Steuerbescheiden. 2010, soweit diese vorliegen, sowie den vorläufigen Steuerhochrechnungen für das Jahr 2010 bzw. 2011.

Aus Unterschieden zwischen Buchwerten von Tochtergesellschaften und höheren ausschüttungsfähigen steuerlichen Gewinnen in Höhe von 2.094 T€ (Vj. 641 T€) ergäben sich latente Steuern, die nicht angesetzt wurden.

Die aktiven latenten Steuern entfallen auf:

31.12.2011 31.12.2010
Sachanlagen 18 32
HandelsPassiva - 2
Verlustvortrag - -
Insgesamt 18 34

Der Bestand der aktiven latenten Steuern in Höhe von 18 T€ wurde wie im Vorjahr in voller Höhe zu Lasten der Gewinn- und Verlustrechnung gebildet (Vj. 34 T€). In Höhe von 18 T€ bestanden diese aktiven latenten Steuern bereits zum 31. Dezember 2010 (Vj. 32 T€). Die Verringerung der aktiven latenten Steuern in Höhe von netto 16 T€ (Vj. 337 T€) erfolgte vollständig gegen die Gewinn- und Verlustrechnung.

Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge betrafen das Segment Skontroführung / Eigenhandel und wurden im angelaufenen Geschäftsjahr vollständig verbraucht.

52. Sonstige Aktiva

31.12.2011 31.12.2010
Sonstige Vermögensgegenstände 1.923 284
Rechnungsabgrenzungsposten 30 90
Insgesamt 1.953 374

53. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2011 Inland 31.12.2010 Inland
Täglich fällig 433 1.358
Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 256 256
Insgesamt 689 1.614

Sie enthalten Zinsabgrenzungen in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€).

54. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2011 Inland 31.12.2010 Inland
Täglich fällig 412 689
Insgesamt 412 689

Sie enthalten Zinsabgrenzungen in Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€).

55. Handelspassiva

Die Handelspassiva enthalten Lieferverpflichtungen aus Leerverkäufen von Wertpapieren in Höhe von 216 T€ (Vj. 1.850 T€) und Verbindlichkeiten aus begebenen Sportzertifikaten in Höhe von 33 T€ (Vj. 110 T€).

56. Rückstellungen

Stand 01.01.11 Verbrauch Auflösung Umbuchung Zuführung Stand 31.12.11
Andere Sachaufwendungen 103 - 89 - 4 255 266
Raumkosten 141 - 10 - 19 150
Schadenersatzleistungen 37 - - - - 37
Umlagen der Bankenaufsicht 190 - 190 - - -
Sonstige Rückstellungen - 331 331
Insgesamt 472 - 290 - 4 - 605 784

Die Rückstellungen enthalten bis auf Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen im Falle der Beendigung von Mietverhältnissen nur kurzfristige ungewisse Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen für Rückbau, die in den Raumkosten enthalten sind, bemessen sich nach dem geschätzten Aufwand für die Herstellung des Zustandes von Mieträumen, der vor eigenen Umbaumaßnahmen vorhanden war. Sie werden in Höhe des Barwertes der geschätzten Aufwendungen ausgewiesen. Als Zinssatz wird ein Kapitalmarktsatz, der der Restlaufzeit des jeweiligen Mietvertrages entspricht, herangezogen. Infolge des Zeitablaufes stiegen die Rückbaurückstellungen um 4 T€ (Vj. 4 T€) an.

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten überwiegend mögliche Sonderzahlungen, deren Ausschüttung fallweise entschieden wird.

Eine weitergehende Darstellung der Rückstellungen nach IAS 37 ist nicht praktikabel.

57. Ertragsteuerverpflichtungen

Die Ertragsteuerverpflichtungen enthalten noch ausstehende tatsächliche Steuerzahlungen auf das Einkommen bzw. auf den Ertrag 1.465 T€ (Vj. 825 T€).

58. Sonstige Passiva

Die Sonstigen Passiva bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (535 T€, Vj. 899 T€) und Rechnungsabgrenzungen (935 T€, Vj. 1.439 T€). Die Rechnungsabgrenzungen setzen sich hauptsächlich zusammen aus Verpflichtungen aus kurzfristigen Leistungen an Arbeitnehmer, Vorstand und Aufsichtsrat, Beiträgen und erwarteten Rechnungen für das Vorjahr.

59. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern sind zukünftige Steuerbelastungen, die sich aus Wertunterschieden in den folgenden Posten ergeben:

31.12.2011 31.12.2010
Handelsaktiva 43 60
Wertpapiere der Kategorie available-for-Sale 24 24
Immaterielle Vemögensgegenstände 3 3
HandelsPassiva 2 -
Insgesamt 71 87

Der Bestand der passiven latenten Steuern in Höhe von 71 T€ (Vj. 87 T€) wurde in Höhe von 24 T€ (Vj. 24 T€) zu Lasten der Neubewertungsrücklage und in Höhe von 47 T€ (Vj. 63 T€) zu Lasten der Gewinn- und Verlustrechnung gebildet. In Höhe von 66 T€ bestanden diese passiven latenten Steuern bereits zum 31. Dezember 2010 (Vj 76 T€). Die Verringerung der passiven latenten Steuern erfolgte in Höhe von netto 16 T€ (Vj. 22 T€) gegen die Gewinn- und Verlustrechnung. In Höhe von 0 T€ (Vj. 0 T€) ist die Verringerung gegen die Neubewertungsrücklage gebucht.

60. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Berliner Effektengesellschaft AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 €. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Stückzahl
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 01.01.2011 13.872.337
Ausgabe von Aktien aus Mitarbeiteroptionen 0
Einziehung von Aktien 0
Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12.2011 13.872.337

Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Berliner Effektengesellschaft AG nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio) enthalten, der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird. Bei einem Kauf von eigenen Aktien wird der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Nennbetrag mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Ferner sind hier die Beträge einzustellen, die im Rahmen von Optionsprogrammen den Mitarbeitern während der Sperrfrist zufließen. Grundlage bildet die oben beschriebene Bewertung und Abgrenzung der den Mitarbeitern zugeflossenen Optionen. Die Kapitalrücklage kann nur im Rahmen der Regelungen des § 150 AktG verwandt werden.

c) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die gesetzliche Gewinnrücklage, die einen Teil der Gewinnrücklagen ausmacht, kann nur im Rahmen der Regelungen des § 150 AktG verwandt werden.

d) Neubewertungsrücklagen

Die Neubewertungsrücklagen enthalten die Gewinne aus der Marktbewertung von Wertpapieren, die nicht sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Des Weiteren stellt die Neubewertungsrücklage den Gegenposten für die latenten Steuern dar, die für die hier erfassten steuerlich relevanten Beträge zu bilden sind. In diesem Posten sind nur die auf die Gesellschafter der Berliner Effektengesellschaft AG entfallenden Beträge ausgewiesen. Die auf außenstehende Gesellschafter entfallenden Anteile sind in dem Posten Anteile in Fremdbesitz enthalten.

61. Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Optionsrechten, Optionsscheinen ohne Schuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen oder Bezugsrechten ohne Schuldverschreibungen vorgesehen.

Auf der Hauptversammlung vom 28. Juni 2002, ergänzt am 16. Juni 2003, wurde ein bedingtes Kapital III in Höhe von 1.728.000,00 € geschaffen. Im Rahmen dieses bedingten Kapitals, das bis zum 31. Dezember 2005 befristet war, konnten an die Mitglieder der Geschäftsführung und die Arbeitnehmer der Gesellschaft und verbundener Unternehmen Optionsrechte zum Bezug von Aktien der Berliner Effektengesellschaft AG ausgegeben werden. Da die Optionsrechte, denen das bedingte Kapital III zu Grunde liegt, ausgelaufen waren, wurde es auf der Hauptversammlung am 16. Juni 2011 aufgehoben.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Juni 2005 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 22. Juni 2007 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende verzinsliche Wandelschuldverschreibungen und/oder Bezugsrechte ohne Ausgabe von Schuldverschreibungen (Mitarbeiteroptionen) mit einer Laufzeit von längstens fünf Jahren und mit einem Wandlungs- beziehungsweise Bezugsrecht auf bis zu 500.000 neue Inhaberstückaktien der Gesellschaft zu begeben beziehungsweise zu gewähren (bedingtes Kapital II). Da nur noch ein Teil der angebotenen Optionsrechte besteht, wurde das bedingte Kapital II auf 238.000,00 € verringert. Die begebenen Optionsrechte sind zum 31. März 2011 ausgelaufen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 19. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende verzinsliche Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsrechten) auf bis zu 500.000 neue Inhaberstückaktien der Gesellschaft zu begeben beziehungsweise zu gewähren (bedingtes Kapital 2008).

Unter den aufgeführten Ermächtigungen bestehen zum Bilanzstichtag folgende Optionsrechte:

Jahr der Zuteilung 2010 2011
bedingtes Kapital bed. Kapital 2008 bed. Kapital 2008
Ausübungszeitraum 01.03.12 - 31.03.15 08.04.13 - 08.04.16
Bestand am 31.12.11 194.000 200.000
davon ausübbar 194.000 -

62. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ermächtigt, das gezeichnete Kapital bis zum 16. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Inhaberaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 6.500.000,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Im Geschäftsjahr wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

63. Eigene Aktien

Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, die Aktien der Gesellschaft zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt und gilt bis zum 16. Juni 2015. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der Erwerbspreis den am Handelstag ermittelten Eröffnungskurs der Aktie der Berliner Effektengesellschaft AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Bei einem öffentlichen Kaufangebot darf der Angebotspreis den Durchschnitt der Börsenkurse im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 15 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Überschreitet die Zeichnung das Volumen des Angebotes, erfolgt die Annahme nach Quoten.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden. Voraussetzung ist insoweit, dass die erworbenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft mit derselben Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien auch dann außerhalb der Börse zu veräußern, wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht vorliegen, sofern die Veräußerung zum Zwecke erfolgt, Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Veräußerung auch außerhalb der Börse können ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.

Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu einem Teil oder insgesamt ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde von den Ermächtigungen zum Kauf eigener Aktien kein Gebrauch gemacht. Von der Berliner Effektengesellschaft AG wurden 6.629 Stück Aktien für die Erhöhung der Beteiligung an der Ventegis Capital AG ausgegeben.

Monat Stück gekaufte Stück verkaufte / eingezogene Bestand
Vortrag Ermächtigung 2010 56.662 -
Mai 11 - 1.282
Jun 11 - 4.286
Aug 11 - 1.061
Summe Ermächtigung 2010 56.662 6.629 50.033

E. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode aufgestellt. Aufgrund der Tätigkeiten der Gesellschaften der Gruppe sind im Finanzmittelfonds die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Zentralnotenbanken, sofern vorhanden, aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die täglich fälligen Kontokorrent-Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind die Veränderungen der Festgelder der vorgenannten Unternehmen enthalten.

Minderheitsgesellschafter der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank haben Einlagen geleistet und Ausschüttungen erhalten. Minderheitsgesellschafter der Ventegis Capital AG haben weder Einlagen geleistet noch Ausschüttungen erhalten.

Wesentliche zahlungsunwirksame Vorgänge erfolgten 2011 nicht.

F. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Geschäftsfelder des Konzerns sind grundsätzlich in den einzelnen Gesellschaften entsprechend der Berichterstattung an den Vorstand abgebildet.

Im Rahmen der Tätigkeiten als Spezialist und als Makler, dieses Geschäftsfeld wird durch die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank repräsentiert, werden zum einen Wertpapiergeschäfte als Kontrahent im Rahmen der Bereitstellung von Handelsliquidität abgeschlossen und zum anderen Wertpapiergeschäfte vermittelt. Eine sinnvolle und willkürfreie Abgrenzung dieser Tätigkeiten ist insbesondere bezüglich Aufwendungen und Erträgen nicht möglich. Da ein Händler diese Tätigkeiten jeweils für bestimmte Wertpapiere parallel wahrnimmt, ist die Aufteilung seiner Tätigkeit zum Beispiel anhand einer Zeitaufschreibung ebenfalls ausgeschlossen. Dieses Segment ist von den Provisionserträgen und ‑aufwendungen sowie dem Handelsergebnis geprägt.

Der Teilkonzern Ventegis Capital AG betreibt das Venture Capital Geschäft. Im Rahmen des Venture Capital Geschäftes geht die Gesellschaft Beteiligungen ein oder stellt stille Beteiligungen oder andere Finanzierungsmittel zur Verfügung. Als Ergänzung werden hochgradig spezialisierte Beratungsleistungen angeboten. Ziel ist es, dem Kunden eine Vielzahl von Beratungsleistungen rund um das Thema „Wertpapier“ anzubieten. Zu den angebotenen Dienstleistungen zählen beispielsweise Privatplatzierungen, Reverse Mergers, Notierungsaufnahmen und IPOs sowie Kapitalerhöhungen. Aus der Segmentberichterstattung ist ersichtlich, dass entscheidend die Ergebnisse aus dem Beteiligungs- und Wertpapierbestand sowie aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind.

Die anderen Segmente umfassen die anderen operativen Tätigkeiten der Gruppe, die aus Ertragssicht von untergeordneter Bedeutung sind, und die Zentralbereiche. Zu den anderen operativen Tätigkeiten zählen unter anderem das Bankgeschäft und die Emission von Zertifikaten.

Die Zentralbereiche umfassen Aufgaben, die der allgemeinen Steuerung dienen und nicht direkt einem operativen Segment zugerechnet werden können. Dazu zählen zum Beispiel die Aufgaben des Konzernrechnungswesens, die Tätigkeit des Vorstands und die allgemeinen Tätigkeiten des Bereiches Personal / Organisation. Die zwischen den Segmenten ausgetauschten Leistungen wurden mit den abgerechneten Werten erfasst. Die Summe der Segmente wird dann zum Konzernergebnis übergeleitet. Die Überleitung beinhaltet die Konsolidierungsposten.

Die Zuordnung der Aufwendungen und Erträge zu den Segmenten erfolgt anhand der Verantwortlichkeiten. Wenn direkte Zuordnungen nicht möglich sind, werden geeignete Verteilungsschlüssel angewandt. Je nach Sachverhalt kann dies die genutzte Fläche in m², die dem Segment zuzuordnenden Mitarbeiter oder Stückzahlen sein. Werden dauerhafte Wertminderungen festgestellt und entsprechende Abschreibungen von Vermögensgegenständen vorgenommen, so ist die Wertminderung nach der Zuordnung des entsprechenden Vermögensgegenstandes vorzunehmen. Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen finden sich in den Zentralbereichen. Das Konzernergebnis ermittelt sich aus der Zusammenfassung der Segmentdaten und den Daten der Zentralbereiche und der Konsolidierung.

Das Zinsergebnis besteht aus den Erträgen der Anlage von Liquidität und den laufenden Guthaben bei Kreditinstituten. Die Liquiditätsanlage ist im Zentralbereich angesiedelt, sodass die Erträge entsprechend zugeordnet werden. Die Erträge aus den Guthaben bei Kreditinstituten sind dem entsprechenden Segment zugeordnet. Die Provisionserträge und -aufwendungen, die im Wesentlichen die Courtage und die gesonderte Vergütung für die Tätigkeit als Spezialist beinhalten, werden den Segmenten zugerechnet, die das zugrunde liegende Geschäft abgeschlossen haben. Provisionsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Zahlungsverkehr und für die Gruppe gestellten Avalen werden bei dem betroffenen Segment ausgewiesen. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften, das überwiegend die Ergebnisse aus der Tätigkeit als Spezialist- umfasst, wird dem Segment Skontroführung / Eigenhandel zugerechnet.

Das Segmentvermögen beinhaltet die den operativ tätigen Segmenten zuzurechnenden bilanziellen Aktiva. Nicht im Segmentvermögen werden Ertragsteuerforderungen ausgewiesen.

Das bilanzielle Kapital wird anhand differenzierter Maßstäbe aufgeteilt. Grundlage der Aufteilung ist ein risikoorientierter Ansatz. In die Aufteilung fließen die Risikopositionen, bestehende Limitierungen sowie die Verteilung der Summe aus Provisionsüberschuss und Ergebnis aus Finanzgeschäften sowie des Personalaufwandes ein. Die Eigenkapitalrendite ergibt sich als Quotient aus Ergebnis nach Risikovorsorge pro Segment und dem zugeordneten Kapital. Die Cost / Income-Ratio ist der Quotient aus Verwaltungsaufwand und dem Rohertrag gemäß der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Segmentaufwendungen enthalten verschiedene zahlungsunwirksame Aufwendungen, die vor allem aus Abschreibungen, Abgrenzungen und Rückstellungen herrühren. Für das Geschäftssegment Skontroführung / Eigenhandel sind 1.667 T€ zahlungsunwirksame Aufwendungen im Geschäftsjahr 2011 enthalten (Vj. 2.499 T€). Sie entfallen in Höhe von 0 T€ auf Zinsaufwendungen (Vj. 0 T€), in Höhe von 8 T€ auf das Provisionsergebnis (Vj. 151 T€), in Höhe von 69 T€ auf das Handelsergebnis (Vj. 114 T€) und in Höhe von 1.590 T€ auf den Verwaltungsaufwand (Vj. 2.234 T€). Im Geschäftssegment Venture Capital sind 103 T€ zahlungsunwirksame Aufwendungen enthalten (Vj. 285 T€). Sie entfallen in Höhe von 25 T€ auf das Handelsergebnis (Vj. 68 T€) und in Höhe von 78 T€ auf den Verwaltungsaufwand (Vj. 218 T€). Die anderen Segmente beinhalten zahlungsunwirksame Aufwendungen in Höhe von 1.349 T€ (Vj. 390 T€).

G. Risikomanagement

Bezüglich der Ausführungen zum Risikomanagement und der quantitativen wie qualitativen Angaben nach IFRS 7, soweit diese auf den Konzern zutreffen, sind dem Lagebericht zu entnehmen.

H. Kapitalmanagement

In der Gruppe werden die Unternehmen mit dem für die Unternehmenszwecke notwendigen Kapital ausgestattet. Einflussfaktoren sind dabei insbesondere aufsichtsrechtliche Anforderungen, die eine Mindestausstattung einfordern. Hierbei stehen in erster Linie die gemäß den lokalen Vorschriften entsprechenden handelsrechtlichen Kapitalbestandteile im Blickpunkt. Als Kapital werden das gezeichnete Kapital, Einzahlungen in Rücklagen sowie thesaurierte Gewinne und Ergebnisvorträge berücksichtigt. Ein Bilanzgewinn, der voraussichtlich ausgeschüttet wird, ist kein dauerhafter Bestandteil des Kapitals und wird in der Regel nicht mit einbezogen. Bezogen auf die Berliner Effektengesellschaft beträgt das Kapital 65.779 T€ (Vj. 67.297 T€). Die Kapitalbeträge der Tochtergesellschaften können der Anlage Anteilsbesitz des Konzerns entnommen werden.

Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank unterliegt den Anforderungen der Solvabilitätsverordnung, die die geschäftlichen Risiken anhand des aufsichtsrechtlichen Kapitals begrenzt. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen stets erfüllt. Ergänzend war die Solvabilitätsverordnung für die Finanzholdinggruppe zu beachten. Auch dieser wurde im vergangenen Geschäftsjahr stets eingehalten.

Entsprechend der Einschätzungen der jeweiligen Unternehmensleitungen wird das benötigte Kapital bereitgestellt bzw. erhalten. Besondere Modelle oder Rechenverfahren werden nicht angewandt. Auch werden keine Kapitalrenditen oder risikoadjustierte Kapitalausstattungen als Zielgrößen mit den Konzernunternehmen vereinbart.

I. Sonstige Angaben

64. Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen offenen Devisenpositionen.

65. Termingeschäfte

Im Geschäftsjahr 2011 wurden börsengehandelte Termingeschäfte in sehr geringem Umfang getätigt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Termingeschäfte

66. Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten und Anderen Verpflichtungen enthalten potenzielle zukünftige Verbindlichkeiten des Konzerns, die Kunden eingeräumt, aber noch nicht in Anspruch genommen wurden. Die nachstehenden Angaben für den 31. Dezember 2011 betreffen 25,5 % der Eventualverbindlichkeiten der Gruppe quirin bank.

31.12.2011 31.12.2010
Eventualverbindlichkeiten
- i.A. v. Kunden gestellte Avale einschl. Risikobeteiligungen 60 69
- Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten- für fremde Verbindlichkeiten - -
Andere Verpflichtungen
- Unwiderrufliche Kreditzusagen - 77
- andere Eventualverpflichtungen - -

67. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume von insgesamt 662 T€ mit Restlaufzeiten von 12 Monaten. Die Mietverträge können nach Ende der Mietvertragslaufzeit unter Ausnutzung einer Option über 2012 hinaus verlängert werden. Für Reinigung, Wartung und EDV-Dienstleistungen bestehen Verträge mit Restlaufzeiten von 3 bis 12 Monaten. Daraus sind Zahlungen in Höhe von 1.099 T€, davon 1.099 T€ in 2011, zu leisten. Die Verträge wurden in der Regel mit einer Verlängerungsklausel abgeschlossen, die meistens eine Fortsetzung des Vertrages um zwölf Monate vorsieht, soweit keine Kündigung erfolgt.

68. Stellung von Sicherheiten

Als Sicherheiten für Avale, die für den Konzern übernommen wurden, sind Festgelder und Wertpapiere in Höhe von 2.946 T€ verpfändet. Avale und Termineinlagen bestehen zu marktüblichen Konditionen. Am Bilanzstichtag waren darüber hinaus keine Sicherheiten an Dritte übertragen.

69. Fremdkapitalkosten

Kosten für Fremdkapital werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

70. Angaben zum Fair Value der Finanzinstrumente nach Klassen

Fair Value Buchwert Differenz
31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Barreserve 160 654 160 654 - -
Forderungen an Kreditinstitute 43.489 40.114 43.489 40.115 - - 1
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge 611 1.083 611 1.083 - -
Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten gesamt 44.260 41.851 44.260 41.852 - - 1
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 689 1.614 689 1.614 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 412 689 412 689 - -
Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten gesamt 1.101 2.303 1.101 2.303 - -

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 7 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

Level I: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis von notierten Preisen für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.

Level II: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird. Diese Bewertungsmethoden beinhalten Vergleiche mit notierten Preisen ähnlicher Finanzinstrumente an aktiven Märkten, Vergleiche mit notierten Preisen identischer oder ähnlicher Finanzinstrumente an inaktiven Märkten sowie die Anwendung von Bewertungsmodellen, bei denen alle wesentlichen Eingangswerte – soweit möglich – auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Level III: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für deren Eingangswerte nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen diese Eingangswerte den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflussen. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Die angewandten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungswerten und anderen Faktoren, wie z.B. Projektionen und Erwartungen oder Prognosen bezüglich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen angemessen erscheinen. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt ermittelbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen.

Die Fair Values der Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten werden anhand eines Barwertmodells unter Berücksichtigung der Zinsstruktur zum Bilanzstichtag ermittelt. Die weiteren in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente werden, sofern sie nicht zu Anschaffungskosten bewertet werden, zum Fair Value gemäß Level I ausgewiesen. Sie sind in den Posten Handelsaktiva und -passiva sowie Beteiligungs- und Wertpapierbestand enthalten. Die Verlustquote beträgt 0,0%.

Folgende Zinsstruktur wurde dem Barwertmodell zugrunde gelegt:

Fristigkeit Zinssatz
1 Jahr - 0,0655
2 Jahre 0,1441
3 Jahre 0,2784
4 Jahre 0,5030
5 Jahre 0,7576

71. Restlaufzeitengliederung

Die nach Restlaufzeiten untergliederte Bilanz des Konzerns zum Bilanzstichtag ergibt folgendes Bild:

bis zu einem Monat

T€
von einem Monat bis zu drei Monaten

T€
von drei Monaten bis 1 Jahr

T€
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

T€
mehr als 5 Jahre

T€
ohne Ablauf

T€
Summe

T€
Aktiva
Barreserve 160 - - - - -
Forderungen an Kreditinstitute 40.418 3.071 - - - - 160
Forderungen an Kunden 96 204 101 311 - 55 43.489
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft - - - 101 - - - 55 767
Handelsaktiva - - - - - 1.058 - 156
Available-for-sale Bestände - - - 326 852 7.468 1.058
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen - - - - - 10.924 8.645
Langfristige Vermögenwerte zum Verkauf best. - - - - - - 10.924
Immaterielle Vermögensgegenstände - - - - - 463 -
Sachanlagen - - - - - 181 463
Geschäftswerte - - - - - - 181
Ertragsteueransprüche - 19 812 1.620 246 - -
Sonstige Aktiva 788 - 814 348 - 3 2.696
Aktive latente Steuern - - 18 - - - 1.953
Summe Aktiva 41.463 3.294 1.644 2.604 1.098 20.096 18
Passiva 70.198
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 433 - 256 - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 412 - - - - - 689
HandelsPassiva - - - - - 249 412
Rückstellungen - 346 77 360 - - 249
Ertragsteuerverpflichtungen - - 1.465 - - - 783
Sonstige Passiva 1.240 154 466 - - 1 1.465
Passive latente Steuern 4 - 68 - - - 1.861
Eigenkapital (inklusive Anteile in Fremdbesitz) - - - - - 64.667 71
Summe Passiva 2.089 500 2.332 360 - 64.916 64.667
70.198

Die nach Restlaufzeiten untergliederte Bilanz des Konzerns zum Bilanzstichtag des Vorjahres ergibt folgendes Bild:

bis zu einem Monat

T€
von einem Monat bis zu drei Monaten

T€
von drei Monaten bis 1 Jahr

T€
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre

T€
mehr als 5 Jahre

T€
ohne Ablauf

T€
Summe

T€
Aktiva
Barreserve 654 - - - - - 654
Forderungen an Kreditinstitute 40.115 - - - - - 40.115
Forderungen an Kunden 251 748 31 - - 53 1.083
Risikovorsorge für das Kreditgeschäft - - - - - 3.417 3.417
Handelsaktiva - - - - - 8.550 8.550
Available-for-sale Bestände - 563 988 1.450 671 11.783 15.455
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen - - - - - - -
Langfristige Vermögenwerte zum Verkauf best. - - - - - 1.141 1.141
Immaterielle Vermögensgegenstände - - - - - 168 168
Sachanlagen - - - - - - -
Geschäftswerte - - - - - - -
Ertragsteueransprüche - - 295 1.329 450 11 2.085
Sonstige Aktiva 182 34 118 - - 40 374
Aktive latente Steuern - - 34 - - - 34
Summe Aktiva 41.202 1.345 1.466 2.779 1.122 25.162 73.075
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.358 - - 256 - - 1.614
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 689 - - - - - 689
HandelsPassiva - - 39 - - 1.921 1.960
Rückstellungen 55 2 284 131 - - 472
Ertragsteuerverpflichtungen - - 825 - - - 825
Sonstige Passiva 906 992 554 - - 5 2.456
Passive latente Steuern - - 57 - - 30 87
Eigenkapital (inklusive Anteile in Fremdbesitz) - - - - - 64.973 64.973
Summe Passiva 3.009 994 1.759 386 - 66.928 73.075

72. Honorare an Dohm Schmidt Janka AG nach § 314 Nr. 9 HGB

Die Berliner Effektengesellschaft AG hat im vergangenen Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer, die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgende Zahlungen geleistet und folgende Aufwendungen erfasst:

Zahlungen Aufwand
Für die Abschlussprüfung 167 T€ 170 T€
Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 28 T€ 33 T€
Für Steuerberatungsleistungen - T€ - T€
Für sonstige Leistungen - T€ - T€
gesamt 195 T€ 203 T€

Die Vergleichswerte des Vorjahres sind:

Zahlungen Aufwand
Für die Abschlussprüfung 95 T€ 164 T€
Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 19 T€ 19 T€
Für Steuerberatungsleistungen - T€ - T€
Für sonstige Leistungen - T€ - T€
gesamt 114 T€ 183 T€

73. Mitarbeiter

In der nachstehenden Tabelle sind die Teilzeitkräfte nur mit ihren anteiligen Stunden, gemessen an einer Vollzeitstelle, berücksichtigt.

2011 2010
weiblich männlich gesamt weiblich männlich gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
im Jahresdurchschnitt
Vorstandsmitglieder 1,0 7,0 8,0 1,0 7,0 8,0
Händler 5,2 38,2 43,4 6,1 35,3 41,4
Sonst. Angestellte 18,4 23,1 41,6 18,9 22,4 41,3
Werkstudenten - 1,7 1,7 - 0,9 0,9
Gesamt 24,7 70,0 94,7 26,0 65,6 91,6
Mutterschutz (Kopfzahl) 1,8 - 1,8 1,3 - 1,3
Auszubildende - - - 0,8 - 0,8
Teilzeitkräfte und Studenten (volle Kopfzahl) 7,5 5,0 12,5 7,1 1,6 8,7
zum 31. Dezember
Vorstandsmitglieder 1,0 7,0 8,0 1,0 7,0 8,0
Händler 4,5 40,6 45,1 6,5 36,0 42,5
Sonst. Angestellte 19,0 21,7 40,6 17,8 24,0 41,8
Werkstudenten - 1,6 1,6 - 1,5 1,5
Gesamt 24,5 70,9 95,3 25,3 68,5 93,8
Mutterschutz (Kopfzahl) 2,0 - 2,0 2,0 - 2,0
Auszubildende - - - - - -
Teilzeitkräfte und Studenten (volle Kopfzahl) - - - 8,0 3,0 11,0

Im Berichtsjahr waren im Konzern der Berliner Effektengesellschaft AG nach Köpfen durchschnittlich 94 Mitarbeiter angestellt (im Vorjahr 94 Mitarbeiter). Zum Bilanzstichtag waren nach Köpfen 99 Mitarbeiter (Vorjahr 97 Mitarbeiter) angestellt.

74. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

a) Beziehungen zwischen verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungsverhältnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind unter Note B.4 angegeben.

b) Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen

Die Berliner Effektengesellschaft AG und die Tochterunternehmen unterhalten bei der im Rahmen einer at-equity-Konsolidierung einbezogenen quirin bank AG laufende Konten und Festgeldkonten, die der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Liquiditätsanlage und, im Falle der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, der Abwicklung des Wertpapiergeschäfts dienen. Die Geschäfte werden zu marktüblichen Konditionen getätigt. Diese Konten wiesen zum 31. Dezember 2011 Guthaben in Höhe von 26.494 T€ aus. Zum 31. Dezember 2010 bestanden Guthaben in Höhe von 20.039 T€. Aus zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechneten Dienstleistungen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 368 T€ (Vj. 216 T€). Die quirin bank AG hat für den Konzern Avale in Höhe von 2.880 T€ gestellt.

Die Tradegate Exchange GmbH betreibt die Börse TRADEGATE EXCHANGE, an der die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank als Spezialist tätig ist. Im Rahmen dieser Tätigkeit sind Gebühren für die Handelszulassung und die abgeschlossenen Transaktionen zu zahlen. Umgekehrt wird die Tradegate Exchange GmbH mit IT- und anderen Dienstleistungen unterstützt.

Für die Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG wird die Geschäftsführung ausgeübt. Dafür erfolgt die Zahlung einer Aufwands- und Haftungsentschädigung.

Für die innerhalb des Konzerns erfolgten Dienstleistungen zwischen den Gesellschaften wurden folgende Erfolgsbuchungen in der Ergebnisrechnung berücksichtigt:

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung at equity at equity Vj.
Zinserträge 224 170
Zinsaufwendungen 0 0
Zinsüberschuss 224 170
Provisionserträge 206 0
Provisionsaufwand -4.457 -5.099
Provisionsergebnis -4.251 -5.099
Verwaltungsaufwand -3.249 -2.536
Sonstiges betriebliches Ergebnis 691 476

c) Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Bezüge des Vorstands betrugen insgesamt 464 T€ (Vj. 470 T€). Die Aufsichtsräte erhielten Vergütungen in Höhe von 81 T€ (Vj. 144 T€).

Den Vorständen wurden 2011 120.000 Optionen der Berliner Effektengesellschaft AG zugeteilt. Die von ihnen gehaltenen Optionen hatten zum Zeitpunkt der Ausgabe einen Wert in Höhe von 18 T€. Zum Bilanzstichtag waren keine Optionen ausübbar (Schlusskurs der Aktie 7,47 € per 30. Dezember 2011; Frankfurter Wertpapierbörse).

d) Sonstige Angaben

Die Berliner Effektengesellschaft AG steht mittelbar im Mehrheitsbesitz von Herrn Holger Timm, Berlin. Die Anteile von Herrn Holger Timm an der Berliner Effektengesellschaft AG werden mit 4.513.200 Aktien (32,5 %) über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH vermittelt. Weitere Aktien 6.711.486 (40,4 %) hält er unmittelbar.

Es bestehen keine Forderungen an Vorstände der Berliner Effektengesellschaft AG oder an Aufsichtsräte.

75. Organe der Berliner Effektengesellschaft AG

Organe der Berliner Effektengesellschaft AG

Im Folgenden sind gemäß § 285 Nr. 10 HGB die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgelistet.

Mitglieder des Vorstands

Holger Timm, Berlin, Vorsitzender des Vorstands,Vorsitzender des Vorstands der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank

Karsten Haesen, Berlin,Vorstand der Ventegis Capital AG

Mitglieder des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Jörg Franke, Frankfurt am Main (Vorsitzender), Mitglied in mehreren Aufsichtsräten

Andrä Dujardin, Berlin, Unternehmer

Dr. Andor Koritz, Berlin, (stellv. Vorsitzender), Rechtsanwalt

Anteilsbesitz des Konzerns

Die Angaben zum Anteilsbesitz des Konzerns sind der Anlage zu entnehmen.

76. Dividendenzahlung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 0,18 € je umlaufender Aktie am Tag der Hauptversammlung zu zahlen. Bezogen auf die Anzahl der umlaufenden Aktien am Bilanzstichtag ergäbe sich eine Dividendenzahlung in Höhe von 2.497 T€. Die Zahlung der Dividende ist ohne Auswirkungen auf die Ertragsteuern.

Berlin, den 10. Mai 2012

Berliner Effektengesellschaft AG

Der Vorstand

Anlage Anteilsbesitz des Konzerns

Die nachstehenden Angaben beziehen sich auf die Einzelabschlüsse nach den lokalen Rechnungslegungsvorschriften mit Ausnahme des BEG Fonds 1 Nordinvest

Name / Sitz Anteil in % am Kapital Letzter Jahres-abschluss Bilanzsumme / Summe der Vermögens-gegenstände Summe der Schulden Eigen-kapital (gesamt) Kapital gem. Abschnitt H Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Umsatz-erlöse / Rohertrag Konsolidierungs-methode nach IFRS
Tradegate AG Wertpapier-handelsbank, Berlin 70,5 31. Dezember 2011 40.097 T€ 7.984 T€ 32.113 T€ 29.858 T€ (Vj. 28.344 T€ 2.178 T€ 25.327 T€ Vollkons.
Ventegis Capital AG, Berlin 98,7 31. Dezember 2011 11.036 T€ 665 T€ 10.371 T€ 9.633 T€ (Vj. 8.859T€) 1.513 T€ 357 T€ Vollkons.
Ex-tra Sportwetten AG, Wien 100,0 31. Dezember 2011 441 T€ 76 T€ 365 T€ 365 T€ (Vj.308 T€) 58 T€ 123 T€ Vollkons.
Ventegis Solar Komplementär GmbH, Berlin 100,0 31. Dezember 2011 32 T€ 3 T€ 29 T€ 29 T€ (Vj.26 T€) 2 T€ 0 T€ Vollkons.
Ventegis Management Komplementär GmbH, Berlin 100,0 31. Dezember 2011 33 T€ 3 T€ 30 T€ 30 T€ (Vj.26 T€) 3 T€ 0 T€ Vollkons.
Ventegis Solar Management GmbH & Co. KG, Berlin 57,0 31. Dezember 2011 12 T€ 58 T€ - 54 T€ - 54 T€ (Vj.- 43 T€) - 10 T€ 0 T€ Vollkons.
Eco Investors Germany Management GmbH, Berlin 100,0 31. Dezember 2011. 19 T€ 67 T€ - 48 T€ - 48 T€ (Vj.- 49 T€ 1 T€ 0 T€ Vollkons
Eco Investors Germany Founders GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 31. Dezember 2011 1 T€ 3 T€ 0,2 T€ - 2 T€ (Vj.1 T€ - 3 T€ 0 T€ Vollkons
Eco Investors Germany 1 GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 31. Dezember 2011 1.012 T€ 10 T€ 1.002 T€ 1.002 T€ (Vj. 1 T€) 1 T€ 0 T€ Vollkons
quirin bank AG, Berlin 25,5 31. Dezember 2011 526.428 T€ 489.218 T€ 37.210 T€ nicht relevant. - 4.943 T€ 28.826 T€ at-equity
Tradegate Exchange GmbH, Berlin 25,0 31. Dezember 2011 1.284 T€ 400 T€ 883 T€ 500 T€ (Vj.500 T€) 311 T€ 1.491 T€ at-equity
Thinfilm Solar Fonds GmbH & Co. KG, Berlin 38,6 31. Dezember 2011 558 T€ 97 T€ 461 T€ 461 T€ 2.866 T€ - 15 T€ 0 T€ at-equity
Kapitalflussrechnung 2011 2010
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 3.247 T€ 2.844 T€
im Jahresüberschuss / -fehlbetrag enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflowaus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen 275 T€ - 6.709 T€
Veränderungen der Rückstellungen 312 T€ - 360 T€
Veränderung zahlungsunwirksamer Posten 2.432 T€ 10.250 T€
Gewinn / Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen - 3.785 T€ - 481 T€
Sonstige Anpassungen (per Saldo) 469 T€ - 1.147 T€
Zwischensumme 2.950 T€ 4.396 T€
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen
an Kreditinstitute - 8 T€ - 5.001 T€
an Kunden 861 T€ - 34 T€
Handelsaktiva 2.297 T€ - 1.313 T€
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit - 1.300 T€ 318 T€
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten - T€ - 15 T€
gegenüber Kunden - 162 T€ 563 T€
HandelsPassiva - 1.700 T€ 1.471 T€
andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit 695 T€ - 56 T€
erhaltene Zinsen und Dividenden 1.068 T€ 812 T€
gezahlte Zinsen - 22 T€ - 19 T€
Ertragsteuerzahlungen / -rückzahlungen - 2.342 T€ - 1.103 T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.337 T€ 22 T€
Einzahlungen aus der Veräußerung von
Beteiligungs- und Wertpapierbestand 9.532 T€ 5.713 T€
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände - T€ - T€
Auszahlungen für den Erwerb von
Beteiligungs- und Wertpapierbestand - 5.139 T€ - 1.194 T€
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände - 110 T€ - 332 T€
Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - T€ - T€
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - T€ - T€
Mittelveränderungen aus sonstiger Investitionstätigkeit (per Saldo) - T€ - T€
Cashflow aus Investitionstätigkeit 4.283 T€ 4.187 T€
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen und Kommanditeinlagen 1.454 T€ 584 T€
Dividendenzahlungen - 2.904 T€ - 2.127 T€
sonstige Auszahlungen - T€ - T€
Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien 120 T€ 13 T€
Mittelveränderungen aus Nachrangkapital sowie sonstigem hybriden Kapital (per Saldo) - T€ - T€
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten - T€ - T€
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten - T€ - T€
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 1.330 T€ - 1.531 T€
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 30.526 T€ 28.502 T€
davon Barreserve und Geldmarktpapiere 654 T€ 8 T€
davon täglich fällige Kontokorrentguthaben an Kreditinstitute 29.872 T€ 28.494 T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.337 T€ 22 T€
Cashflow aus Investitionstätigkeit 4.283 T€ 4.187 T€
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 1.330 T€ - 1.531 T€
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 2.286 T€ - 654 T€
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 33.530 T€ 30.526 T€
davon Barreserve und Geldmarktpapiere 160 T€ 654 T€
davon täglich fällige Kontokorrentguthaben an Kreditinstitute 33.370 T€ 29.872 T€
Erläuterungen s. Anhang Abschnitt E
Eigenkapitalentwicklung
gezeichnetes Kapital

in T€
Kapital-rücklagen

in T€
Gewinn-rücklagen

in T€
Neubewertungs-rücklage

in T€
Konzern-gewinn

in T€
Eigenkapital gesamt

in T€
--- --- --- --- --- --- ---
Kapital zum 31.12.2009 13.802 33.267 2.154 1.910 1.923 53.057
Ausgabe Aktien aus Mitarbeiteroptionsprogramm 11 37 48
Ausgabe von Mitarbeiteroptionen 116 116
Erwerb eigener Aktien 2 15 17
Einstellungen in die Gewinnrücklagen 1.923 -1.923 -
Dividendenzahlung -1.657 - -1.657
Nettoveränderungen der Neubewertungsrücklage -477 -477
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Rücklagen -6 -67 -73
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12.2009 -30 -30
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12.2009 2.844 2.844
Kapital zum 31.12.2010 13.816 33.428 2.324 1.432,70 2.844 53.844
Ausgabe Aktien aus Mitarbeiteroptionsprogramm -
Ausgabe von Mitarbeiteroptionen 159 159
Erwerb eigener Aktien 6 1 7
Einstellungen in die Gewinnrücklagen 2.844 -2.844 -
Dividendenzahlung -2.073 - -2.073
Nettoveränderungen der Neubewertungsrücklage -184 -184
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Rücklagen 53 -1.132 -172 -1.250
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12.2010 - -
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12.2010 3.247 3.247
Kapital zum 31.12.2011 13.822 33.641 1.962 1.077 3.247 53.748
Entwicklung der Anteile in Fremdbesitz
Anteile in Fremdbesitz

in T€
Kapitalrücklagen

in T€
Gewinnrücklagen

in T€
--- --- --- ---
Kapital zum 31.12.2009 7.691 832 - 145
Übernahme Konzernanteile
Übernahme von Fremdanteilen durch Konzern - 16 - 23 1
Ausgabe von Mitarbeiteroptionen - 27 -
Gewinnverwendung - - 377
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen - - -
Dividendenzahlung - - - 557
Nettoveränderungen der Neubewertungsrücklage - - -
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Entkonsolidierung 1.170 183 65
Einzahlungen ins Kapital 101 134 9
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12.2009 - - -
Kapital zum 31.12.2010 8.946 1.153 - 250
Übernahme Konzernanteile
Übernahme von Fremdanteilen durch Konzern - 69 - 63 - 7
Ausgabe von Mitarbeiteroptionen - 30 -
Gewinnverwendung - - 1.098
Entnahmen aus den Gewinnrücklagen - - -
Dividendenzahlung - - - 506
Nettoveränderungen der Neubewertungsrücklage - - -
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Entkonsolidierung - 1.895 63 314
Einzahlungen ins Kapital 272 413 38
Konzerngewinn/-verlust 1.1.-31.12.2010 - - -
Kapital zum 31.12.2011 7.254 1.596 688
Neubewertungsrücklage

in T€
Gewinne / Verluste

in T€
Anteile in Fremdbesitz gesamt

in T€
219 377 8.975
-
- 1 - 1 - 40
- - 27
- - 377 -
- - -
- - - 557
- 89 - - 89
56 33 1.507
- 3 248
- 1.063 1.063
185 1.099 11.133
-
- 1 - 18 - 158
- - 30
- - 1.098 -
- - -
- - - 506
1 - 1
- 165 - 149 - 1.833
- 60 782
- 1.470 1.470
19 1.363 10.919
Segmentberichterstattung
Skontroführung / Eigenhandel ´ 2011 2010 Venture Capital 2011 2010 andere Segmente 2011 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsertrag zw. den Segmenten 0,0 0,0 0,0 0,0 3,6 0,0
Zinsertrag von Dritten 303,8 190,7 92,7 107,2 202,9 1.572,5
Zinsertrag 303,8 190,7 92,7 107,2 206,5 1.572,5
davon zahlungsunwirksam 0,0 0,0
Zinsaufwand zw. den Segmenten 0,0 0,0 -3,6 0,0 0,0 0,0
Zinsaufwand von Dritten -2,4 -3,9 -18,2 -19,5 -0,3 -47,1
Zinsaufwand -2,4 -3,9 -21,8 -19,5 -0,3 -47,1
davon zahlungsunwirksam 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zinsüberschuss zw. den Segmenten 0,0 0,0 -3,6 0,0 3,6 0,0
Zinsüberschuss von Dritten 301,4 186,8 74,5 87,7 202,6 1.525,4
Zinsüberschuss 301,4 186,8 70,9 87,7 206,2 1.525,4
davon zahlungsunwirksam 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Netto-Risikovorsorge im Kreditgeschäft -4,2 -10,0 -486,3 -8,6 0,0 0,0
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 297,2 176,8 -415,4 79,1 206,2 1.525,4
Provisionsergebnis zw. den Segmenten 0,0 0,0 18,0 0,0 -0,9 -3,9
Provisionsergebnis von Dritten -5.887,1 -4.409,2 336,6 347,5 -74,5 -204,8
Provisionsergebnis -5.887,1 -4.409,2 354,6 347,5 -75,4 -208,7
davon zahlungsunwirksame Aufw. -8,2 -151,3 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Handelsergebnis 30.840,1 23.991,9 -22,9 22,1 102,4 258,5
davon zahlungsunwirksame Aufw. -68,5 -113,7 -25,4 -67,6 -6,5 0,0
Rohertrag 25.250,2 19.759,5 -83,7 448,7 233,2 1.575,2
Ergebnis aus Beteiligungs- und Wertpapierbestand (Available for Sale) -260,7 0,0 2.677,9 20,5 1.315,6 7.483,1
davon zahlungsunwirksam 0,0 0,0 0,0 0,0 -79,2 -90,1
Ergebnis aus Finanzanlagen (Held-to-Maturity-Bestände) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0,0 0,0 -5,9 0,0 -1.131,2 0,0
Verwaltungsaufwand zw. den Segmenten -59,7 -270,7 -99,7 -66,3 -100,3 -123,4
Verwaltungsaufwand von Dritten -19.221,8 -16.132,1 -1.042,1 -791,9 -2.026,8 -1.552,7
Verwaltungsaufwand -19.281,5 -16.402,8 -1.141,8 -858,2 -2.127,1 -1.676,1
davon Abschreibungen -206,0 -274,4 -6,2 -8,2 -710,2 -14,4
davon weitere zahlungsunwirksam -1.384,4 -2.234,0 -71,4 -217,7 -553,5 -299,7
Betriebsergebnis 5.708,0 3.356,7 1.446,5 -389,0 -1.709,5 7.382,2
sonstiges betriebl. Ergebnis zw. den Segmenten 202,1 182,4 -18,3 1,4 58,8 280,5
sonstiges betriebl. Ergebnis von Dritten 688,6 632,0 53,9 25,8 138,7 2,3
sonstiges betriebliches Ergebnis 890,7 814,4 35,6 27,2 197,5 282,8
davon zahlungsunwirksam 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis vor Steuern 6.598,7 4.171,1 1.482,1 -361,8 -1.512,0 7.665,0
Segmentvermögen 39.284,2 38.242,7 11.985,6 10.466,2 17.806,6 76.383,8
Anschaffungskosten der Zugänge des Geschäftsjahres
der Sachanlagen 105,9 49,7 0,5 4,9 0,5 0,3
der immateriellen Vermögensgegenstände 3,0 275,6 0,0 0,1 0,0 2,0
Stichtagsbezogenes gebundenes Kapital 25.371,1 23.213,0 10.837,6 10.600,0 8.202,0 11.072,3
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern 26,0% 18,0% 13,7% -3,4% -18,4% 69,2%
Cost-Income-Ratio 76,4% 83,0% -1364,2% 191,3% 912,1% 106,4%
durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (anteilig) 87,9 75,6 4,0 5,4 13,0 10,8
Summe Segmente 2011 2010 Konsolidierung 2011 2010 Konzern 2011 2010
3,6 0,0 -3,6 0,0 0,0 0,0
599,4 1.870,4 -0,3 -1.219,6 599,1 650,8
603,0 1.870,4 -3,9 -1.219,6 599,1 650,8
0,0 0,0 0,0 0,0
-3,6 0,0 3,6 0,0 0,0 0,0
-20,9 -70,5 0,3 0,0 -20,6 -70,5
-24,5 -70,5 3,9 0,0 -20,6 -70,5
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
578,5 1.799,9 0,0 -1.219,6 578,5 580,3
578,5 1.799,9 0,0 -1.219,6 578,5 580,3
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
-490,5 -18,6 0,0 0,0 -490,5 -18,6
88,0 1.781,3 0,0 -1.219,6 88,0 561,7
17,1 -3,9 -17,1 3,9 0,0 0,0
-5.625,0 -4.266,5 -1,0 -0,0 -5.626,0 -4.266,5
-5.607,9 -4.270,4 -18,1 3,9 -5.626,0 -4.266,5
-8,2 -151,3 8,2 151,3 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
30.919,6 24.272,5 -3,5 63,5 30.916,1 24.336,0
-100,4 -181,3 100,4 0,0 0,0 -181,3
25.399,7 21.783,4 -21,6 -1.152,2 25.378,1 20.631,2
3.732,8 7.503,6 -171,6 -6.759,1 3.561,2 744,5
-79,2 -90,1 79,2 90,1 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
-1.137,1 0,0 -0,1 187,9 -1.137,2 187,9
-259,7 -460,4 259,7 460,4 0,0 0,0
-22.290,7 -18.476,7 0,1 -45,6 -22.290,6 -18.522,3
-22.550,4 -18.937,1 259,8 414,8 -22.290,6 -18.522,3
-922,4 -297,0 -0,1 297,0 -922,5 0,0
-2.009,3 -2.751,4 0,0 0,0 -2.009,3 -2.751,4
5.445,0 10.349,9 66,5 -7.308,6 5.511,5 3.041,3
242,6 464,3 -242,6 -464,3 0,0 0,0
881,2 660,1 411,3 1.478,9 1.292,5 2.139,0
1.123,8 1.124,4 168,7 1.014,6 1.292,5 2.139,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
6.568,8 11.474,3 235,2 -6.294,0 6.804,0 5.180,3
69.076,4 125.092,7 1.118,1 -58.162,5 70.194,5 66.930,2
106,9 54,9 -0,4 0,0 106,5 54,9
3,0 277,7 0,0 5,5 3,0 283,2
44.410,7 44.885,3 0,0 6.111,2 50.502,1 50.996,5
14,8% 25,6% 0,0% -103,0% 13,5% 10,2%
88,8% 86,9% 1202,8% 36,0% 87,8% 89,8%
104,9 91,7 -7,0 0,0 97,9 91,7

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers des Berliner Effektengesellschaft-Konzerns

„Wir haben den von der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Berlin, den 10. Mai 2012

Dohm < Schmidt < Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer

Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Billigung Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG nach IFRS-Rechnungslegung

In der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 31. Mai 2012 wurde der Konzern-Jahresabschluss ausführlich erörtert. Einwendungen ergaben sich nicht.

Der Aufsichtsrat billigte daher den Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG wie folgt:

„Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen den Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG zum 31. Dezember 2011, den Konzernlagebericht sowie gegen den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers.

Wir schließen uns daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigen den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG zum 31. Dezember 2011.“

Berlin, 31. Mai 2012

Professor Dr. Jörg Franke, Aufsichtsratsvorsitzender