Quarterly Report • Aug 14, 2024
Quarterly Report
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Finanzbericht: 34736534

Mit einer Unternehmensgeschichte von über 260 Jahren ist die Berentzen-Gruppe einer der ältesten Hersteller von Spirituosen in Deutschland. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit Sitz in Haselünne, Deutschland, ist das oberste Unternehmen der Berentzen-Gruppe, die neben der Muttergesellschaft aus mehr als 20 nationalen wie internationalen Tochtergesellschaften besteht.
Das Geschäft der Berentzen-Gruppe ist in die Segmente Spirituosen, Alkoholfreie Getränke, Frischsaftsysteme und die Übrigen Segmente aufgegliedert. Für eine detaillierte Beschreibung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie der Aufteilung in die Segmente wird auf den Geschäftsbericht 2023 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Zusammengefasster Lagebericht Abschnitt (1) "Grundlagen des Konzerns" verwiesen.
Die Weltwirtschaft hat sich im ersten Quartal 2024 positiv entwickelt, dieser Trend dürfte sich im zweiten Quartal 2024 fortsetzen. Insbesondere durch die Binnennachfrage in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften kam es zu dieser Erholung. Wie das ifo Institut im Juni berichtete, nahm die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum erstmals seit eineinhalb Jahren merklich zu. Auch der Welthandel mit Waren entwickelte sich positiv, wohingegen sich die Konsumgüternachfrage und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen weiterhin verhalten zeigten. Die Inflation ist seit Jahresbeginn kaum gesunken, u. a. aufgrund merklich gestiegener Rohstoffpreise im Zusammenhang mit den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine. Aufgrund des verlangsamten Inflationsrückgangs haben die Notenbanken die Geldpolitik vorsichtig gelockert.
Wie das statistische Bundesamt im Mai mitteilte, konnte sich auch die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2024 positiv entwickeln, so lag das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 % über dem Wert des Vorquartals jedoch 0,2 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Trotz abnehmender Inflation erholten sich die privaten Konsumausgaben im ersten Quartal 2024 nicht und sanken leicht gegenüber dem Vorquartal, bedingt durch rückläufige Ausgaben für Nahrungsmittel und Bekleidung. Auch die staatlichen Konsumausgaben gingen leicht zurück. Im Gegensatz dazu stiegen die Investitionen gegenüber dem vierten Quartal 2023. Nach dem positiven Start der Wirtschaftsleistung zum Jahresbeginn sank laut einer Pressemitteilung aus Juli das BIP im zweiten Quartal 2024 gegenüber dem ersten Quartal 2024 leicht um 0,1 %. Diese leicht negative Entwicklung entstand durch abnehmende Investitionen in Ausrüstungen und Bauten.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| Veränderung | Veränderung | |
| Verbraucherpreise Deutschland 1) | + 1,7 % | + 3,2 % |
| Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke | + 1,3 % | + 4,3 % |
| Alkoholische Getränke und Tabakwaren | + 2,5 % | + 5,7 % |
1) Stat. Bundesamt.
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 um 1,7 % gestiegen. Getrieben wurde diese Entwicklung von den Preiserhöhungen bei Dienstleistungen, wohingegen Energie- und Nahrungsmittelpreise die Entwicklung dämpften. Die Preise in den für die Berentzen-Gruppe bedeutsamen Kategorien "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" und "Alkoholische Getränke und Tabakwaren" sind mit Teuerungsraten von 1,3 % und 2,5 % leicht unter- bzw. überdurchschnittlich gestiegen.
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| 01.01. bis 30.04.2024 | 01.01. bis 30.04.2023 | |
| Veränderung | Veränderung | |
| Einzelhandelsumsatz Deutschland, real 1) | + 0,2 % | - 6,0 % |
| Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren | + 1,3 % | - 7,6 % |
1) Stat. Bundesamt, Pressemitteilung v. 31.05.2024.
Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist von Januar bis April 2024 im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum real um 0,2 % gestiegen. Im Lebensmitteleinzelhandel lag der reale Umsatzanstieg bei 1,3 %. Nominal stieg der Umsatz sogar um 3,9 %.
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| 01.01. bis 30.04.2024 | 01.01. bis 30.04.2023 | |
| Veränderung | Veränderung | |
| Gastgewerbeumsatz Deutschland, real 1) | - 0,4 % | + 10,9 % |
| Gastronomie | - 1,2 % | + 3,8 % |
1) Stat. Bundesamt, Pressemitteilung v. 19.06.2024.
Neben dem Lebensmitteleinzelhandel ist das deutsche Gastgewerbe ein weiterer Vertriebskanal für Spirituosen und alkoholfreie Getränke der Berentzen-Gruppe. In diesem Vertriebskanal sind die Umsätze im Zeitraum Januar bis April 2024 um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.
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| 01.01. bis | 01.01. bis | |||
| 30.06.2024 | 30.06.2023 | Veränderung | ||
| Handel 1) | ||||
| Absatz | Mio. 0,7-l-Flaschen | 335,6 | 343,7 | - 2,3 % |
| Handelsmarken | Mio. 0,7-l-Flaschen | 110,3 | 116,8 | - 5,5 % |
| Umsatz | Mrd. Euro | 3,0 | 3,0 | - 0,3 % |
| Handelsmarken | Mrd. Euro | 0,7 | 0,7 | - 3,9 % |
| Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte 2) | ||||
| Absatz | Mio. 0,7-l-Flaschen | 290,2 | 292,6 | - 0,8 % |
| Umsatz | Mrd. Euro | 2,5 | 2,5 | + 1,5 % |
1) Circana, nationaler Absatz und Umsatz im LEH >= 200 qm (inkl. HD) + DM + C&C + GAM.
2) Circana, nationaler Absatz und Umsatz im LEH + DM.
Die bereits eingangs erläuterte gedämpfte Konsumstimmung in der deutschen Wirtschaft sowie der Anstieg der Verbraucherpreise spiegelten sich auch im Spirituosenmarkt im Handel wider. So wurde im ersten Halbjahr des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Absatzrückgang von 2,3 % verzeichnet. Die Umsätze sanken hingegen nur leicht um 0,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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| 01.01. bis | 01.01. bis | |||
| 30.06.2024 | 30.06.2023 | Veränderung | ||
| Handel 1) | ||||
| Absatz | Mrd. Liter | 11,1 | 11,3 | - 1,7 % |
| Wasser | Mrd. Liter | 5,6 | 5,8 | - 2,3 % |
| Softdrinks | Mrd. Liter | 2,9 | 2,9 | + 0,7 % |
| Eistee | Mrd. Liter | 0,5 | 0,5 | - 0,7 % |
| Sport- und Energygetränke | Mrd. Liter | 0,6 | 0,6 | - 0,6 % |
| Umsatz | Mrd. Euro | 9,4 | 8,8 | + 6,7 % |
| Wasser | Mrd. Euro | 2,4 | 2,2 | + 5,1 % |
| Softdrinks | Mrd. Euro | 2,9 | 2,8 | + 5,5 % |
| Eistee | Mrd. Euro | 0,5 | 0,5 | + 14,9 % |
| Sport- und Energygetränke | Mrd. Euro | 1,3 | 1,1 | + 15,0 % |
1) Circana, nationaler Absatz und Umsatz im LEH >= 200 qm + DM + GAM + C&C.
Für alkoholfreie Getränke im Handel zeigte sich ebenfalls eine rückläufige Absatzentwicklung (-1,7 %). Aufgrund des gestiegenen Preisniveaus entwickelten sich die Umsätze im ersten Halbjahr des laufenden Jahres hingegen positiv (+6,7 %). Eine Ausnahme ergab sich für die Softdrinks; hier entwickelten sich sowohl die Absätze als auch die Umsätze positiv.
Für das Segment Frischsaftsysteme sind ganzheitliche, belastbare Marktdaten nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe praktisch nicht verfügbar. Als wesentlichen Indikator für die Entwicklung dieses Segments betrachtet die Gruppe die aktuelle und künftige Nachfrage der Verbraucher nach frischen Lebensmitteln, insbesondere frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und Smoothies. Der langjährige Trend zu einem gesteigerten Ernährungsbewusstsein, der die Gesundheit und das Wohlbefinden beeinflusst, prägt weiterhin das Konsumentenverhalten. Aspekte wie Frische, biologische und regionale Herkunft sowie Nachvollziehbarkeit im Entstehungsprozess gewinnen für Endverbraucher zunehmend an Bedeutung. Allerdings wirkte sich die weiterhin hohe Inflation negativ auf das Marktumfeld im Bereich der Frischsaftsysteme aus und führte zu einer gesteigerten Preissensibilität der Verbraucher.
Für das Segment Alkoholfreie Getränke zeigte sich in den vergangenen Geschäftsperioden eine herausfordernde wirtschaftliche Lage, die sich auch in den Umsatz- und Ertragskennziffern widerspiegelte und sich zuletzt durch Konsumzurückhaltung und anhaltende preisinflatorische Kostenbelastungen weiter zugespitzt hat. Infolgedessen hat die Berentzen-Gruppe Optionen zur Optimierung des Geschäftsfelds Alkoholfreie Getränke betrachtet. Eine Standortanalyse hat gezeigt, dass Handlungsbedarf für die in Grüneberg, Land Brandenburg, gelegene Betriebsstätte bzw. den dortigen Teilbetrieb besteht. Vor diesem Hintergrund befindet sich die Berentzen-Gruppe bzw. ihre Konzerngesellschaft Vivaris Getränke GmbH & Co. KG gegenwärtig in einem strukturierten, von einem Transaktionsberater begleiteten Verkaufsprozess für die in Grüneberg, Land Brandenburg, gelegene Betriebsstätte. In diesem Zusammenhang hat die Vivaris Getränke GmbH & Co. KG von einem Interessenten am 29. Mai 2024 ein bindendes Angebot erhalten und den darin geschilderten Bedingungen am 21. Juni 2024 zugestimmt. Die Vertragsunterzeichnung soll im August 2024 und der Vollzug des Vertrages im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 erfolgen.
Vor diesem Hintergrund unterliegen die Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion veräußert werden, zum 30. Juni 2024 den Regelungen des IFRS 5. Gemäß IFRS 5 bilden diese Vermögenswerte und Schulden eine Veräußerungsgruppe und sind in der Bilanz in einem separaten Posten auszuweisen. Auf das in der Veräußerungsgruppe enthaltenen Sach- und immaterielle Anlagevermögen sind zudem die besonderen Bewertungsvorschriften des IFRS 5 anzuwenden. Aus der Anwendung dieser Bewertungsvorschriften ist ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 3,6 Mio. Euro entstanden, der als Ergebnissondereffekt erfasst wurde. Im Ergebnis wurden Vermögenswerte in Höhe von 2,3 Mio. Euro und Schulden in Höhe von 0,9 Mio. Euro in den jeweiligen Bilanzpositionen "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind" erfasst.
Neben dem Wertminderungsaufwand wurden im Zuge des Verkaufsprozesses sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro als Ergebnissondereffekt erfasst. Für nähere Informationen siehe (2.2.2) Ertragslage und (2.2.4) Vermögenslage.
Die nachfolgende Übersicht fasst die Entwicklung der Ertragslage zusammen. Dabei sind entsprechend der Definition des zur Steuerung des Konzerns verwendeten, normalisierten Konzern-EBIT einzelne Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung um aufwands- bzw. ertragsbezogene Sondereffekte (Ergebnissondereffekte) bereinigt. Für das im Zusammenhang mit der Hochinflation der Türkei stehende und erstmals zum 30. Juni 2022 ermittelte "Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29" erfolgt ebenfalls eine Bereinigung.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | ||||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Konzernumsatzerlöse | 88.110 | 95,8 | 88.976 | 97,7 | - 866 | - 1,0 |
| Bestandsveränderung | + 3.844 | 4,2 | + 2.100 | 2,3 | + 1.744 | + 83,0 |
| Konzerngesamtleistung | 91.954 | 100,0 | 91.076 | 100,0 | + 878 | + 1,0 |
| Materialaufwand | 51.437 | 55,9 | 53.160 | 58,4 | - 1.723 | - 3,2 |
| Konzernrohertrag | 40.517 | 44,1 | 37.916 | 41,6 | + 2.601 | + 6,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.844 | 3,1 | 2.993 | 3,3 | - 149 | - 5,0 |
| Betriebsaufwand | 38.308 | 41,7 | 37.649 | 41,3 | + 659 | + 1,8 |
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 5.053 | 5,5 | 3.260 | 3,6 | + 1.793 | + 55,0 |
| Ergebnissondereffekte | - 4.562 | - 5,0 | + 0 | 0,0 | - 4.562 | - 100,0 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | - 941 | - 1,0 | - 470 | - 0,5 | - 471 | > - 100,0 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | - 2.320 | - 2,5 | - 1.652 | - 1,8 | - 668 | - 40,4 |
| Konzernergebnis vor Steuern | - 2.770 | - 3,0 | 1.138 | 1,2 | - 3.908 | > - 100,0 |
| Ertragsteueraufwand | 112 | 0,1 | 381 | 0,4 | - 269 | - 70,6 |
| Konzernergebnis | - 2.882 | - 3,1 | 757 | 0,8 | - 3.639 | > - 100,0 |
Die Konzernumsatzerlöse der Berentzen-Gruppe beliefen sich im ersten Geschäftshalbjahr 2024 auf 88,1 Mio. Euro (89,0 Mio. Euro), die Konzernumsatzerlöse inklusive Alkoholsteuer betrugen 173,6 Mio. Euro (178,6 Mio. Euro). Einschließlich der Bestandsveränderungen in Höhe von 3,8 Mio. Euro (2,1 Mio. Euro) ergab sich eine Konzerngesamtleistung in Höhe von 92,0 Mio. Euro (91,1 Mio. Euro).
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Segment Spirituosen | 53.263 | 53.764 | - 501 | - 0,9 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 21.054 | 22.767 | - 1.713 | - 7,5 |
| Segment Frischsaftsysteme | 9.477 | 9.468 | + 9 | + 0,1 |
| Übrige Segmente | 4.316 | 2.977 | + 1.339 | + 45,0 |
| Konzernumsatzerlöse exklusive Alkoholsteuer | 88.110 | 88.976 | - 866 | - 1,0 |
| Alkoholsteuer | 85.456 | 89.618 | - 4.162 | - 4,6 |
| Konzernumsatzerlöse inklusive Alkoholsteuer | 173.566 | 178.594 | - 5.028 | - 2,8 |
Um eine Überleitung der produktgruppenbezogenen Umsatzerlöse in den Segmenten Spirituosen und Alkoholfreie Getränke zu den in der Segmentberichterstattung dargestellten Umsatzerlösen zu ermöglichen, wurden die sog. Kundenvertriebsetats mit abgebildet. Dabei handelt es sich gemäß IFRS 15 um direkt den Umsatz kürzende Zuschüsse, die zwar den jeweiligen Kunden zugeordnet werden können, jedoch nicht den im Folgenden dargestellten Produkten, Produktgruppen oder Geschäftskategorien.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Berentzen | 9.508 | 8.942 | + 566 | + 6,3 |
| Puschkin | 3.501 | 4.334 | - 833 | - 19,2 |
| Übrige | 530 | 350 | + 180 | + 51,4 |
| Fokusmarken | 13.539 | 13.626 | - 87 | - 0,6 |
| Sonstige Marken | 5.416 | 5.393 | + 23 | + 0,4 |
| Kundenvertriebsetats | - 1.065 | - 1.055 | - 10 | - 0,9 |
| Markenspirituosen Inland | 17.890 | 17.964 | - 74 | - 0,4 |
| Markenspirituosen Ausland | 2.806 | 2.521 | + 285 | + 11,3 |
| Premium-/Medium-Handelsmarken | 10.548 | 10.564 | - 16 | - 0,2 |
| Standard-Handelsmarken | 22.818 | 23.487 | - 669 | - 2,8 |
| Kundenvertriebsetats | - 559 | - 607 | + 48 | + 7,9 |
| Export- und Handelsmarken | 35.613 | 35.965 | - 352 | - 1,0 |
| Übrige und interne Umsätze | - 240 | - 165 | - 75 | - 45,5 |
| Umsatz im Segment Spirituosen | 53.263 | 53.764 | - 501 | - 0,9 |
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 verzeichnete das Segment Spirituosen einen leichten Umsatzrückgang um 0,9 % auf 53,3 Mio. Euro. Ursächlich hierfür zeigte sich ein rückläufiges Absatzvolumen, das allerdings durch Erhöhungen der Verkaufspreise annähernd kompensiert werden konnte.
Korrespondierend zum Segmentumsatz lag auch der Umsatz im Geschäft mit inländischen Markenspirituosen um 0,4 % knapp unterhalb des Niveaus des Vorjahresvergleichszeitraums. Dabei zeigten die Fokusmarken einen ähnlich leichten Umsatzrückgang in Höhe von 0,6 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war der Umsatzrückgang von 19,2 % für die Produkte der Marke Puschkin.Dieser steht weitestgehend im Zusammenhang mit Preisverhandlungen mit einigen deutschen Lebensmitteleinzelhändlern. Damit verbunden waren temporäre Vermarktungsaussetzungen, insbesondere im ersten Quartal 2024. Die Produkte der Marke Berentzen konnten trotz dieser Vermarktungseinschränkungen mit einem Wachstum von 6,3 % hingegen einen Umsatzerfolg verzeichnen. Dieser wurde insbesondere durch die Fruchtliköre im Format der sog. "Minis" sowie die neu eingeführten " Smoothie Shots" erzielt. Die Umsatzminderungen für eingesetzte Kundenvertriebsetats im inländischen Markengeschäft verblieben mit einem Wert in Höhe von 1,1 Mio. Euro (1,1 Mio. Euro) stabil.
Im Spirituosengeschäft mit Export- und Handelsmarken konnten Umsatzerlöse in Höhe von 35,6 Mio. Euro (36,0 Mio. Euro) erzielt werden. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den einzelnen Produktkategorien zeigten sich dabei uneinheitliche Entwicklungen: Das Umsatzvolumen mit den Standard-Handelsmarken verzeichnete einen Rückgang von 2,8 %. Die Umsätze im Geschäft mit den Premium- und Medium-Handelsmarken blieben mit einem Minus von 0,2 % nahezu konstant. Dahingegen konnte das Exportgeschäft mit Markenspirituosen ein deutliches Umsatzplus in Höhe von 11,3 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erzielen. Ursächlich hierfür waren positive Entwicklungen in den BeNeLux-Ländern.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Mio Mio | 10.202 | 10.390 | - 188 | - 1,8 |
| Kräuterbraut | 220 | 200 | + 20 | + 10,0 |
| Fokusmarken | 10.422 | 10.590 | - 168 | - 1,6 |
| Emsland / St. Ansgari | 4.589 | 4.913 | - 324 | - 6,6 |
| Märkisch / Grüneberger | 3.879 | 4.164 | - 285 | - 6,8 |
| Regionale Marken | 8.468 | 9.077 | - 609 | - 6,7 |
| Sonstige Marken | 1.721 | 1.744 | - 23 | - 1,3 |
| Markengeschäft | 20.611 | 21.411 | - 800 | - 3,7 |
| Konzessionsgeschäft | 1.843 | 3.455 | - 1.612 | - 46,7 |
| Lohnfüllgeschäft | 829 | 800 | + 29 | + 3,6 |
| Übrige Geschäfte | 2.672 | 4.255 | - 1.583 | - 37,2 |
| Kundenvertriebsetats | - 2.600 | - 3.032 | + 432 | + 14,2 |
| Übrige und interne Umsätze | 371 | 133 | + 238 | > + 100,0 |
| Umsatz im Segment Alkoholfreie Getränke | 21.054 | 22.767 | - 1.713 | - 7,5 |
Im Segment Alkoholfreie Getränke sank der Umsatz mit Mineralwässern und Erfrischungsgetränken in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 um 7,5 % auf 21,1 Mio. Euro (22,8 Mio. Euro). Auch in diesem Geschäftssegment konnten produkt- und kundenindividuelle Erhöhungen der Abgabepreise umgesetzt werden. Rückläufige Absatzmengen konnten deren positiven Umsatzeffekt indes nicht kompensieren.
Das in diesem Segment enthaltene Markengeschäft verzeichnete ein Umsatzminus von 0,8 Mio. Euro bzw. 3,7 %. Dabei zeigten die Fokusmarken aufgrund der Entwicklung der unter der eigenen Marke Mio Mio vertriebenen Getränke einen Umsatzrückgang von 1,6 % auf 10,4 Mio. Euro. Wesentliche Ursache dafür sind Vermarktungseinschränkungen eines großen Kunden des deutschen Lebensmitteleinzelhandels infolge andauernder Preisverhandlungen. Unter der Produktkategorie Regionale Marken werden insbesondere die Marken Emsland Quelle, Emsland Sonne, Märkisch Kristall, St. Ansgari und Grüneberg Quelle subsumiert. Deren Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 % auf 8,5 Mio. Euro.
Das Konzessionsgeschäft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen erheblichen Umsatzrückgang in Höhe von 1,6 Mio. Euro. Der Rückgang ist gänzlich auf den Wegfall der Kooperationsprojekte mit prominenten Künstlern zurückzuführen.
Die dem Segment Alkoholfreie Getränke zugeordneten Kundenvertriebsetats stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,2 %.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Fruchtpressen | 2.444 | 2.797 | - 353 | - 12,6 |
| Früchte | 4.797 | 4.338 | + 459 | + 10,6 |
| Abfüllgebinde | 2.362 | 2.507 | - 145 | - 5,8 |
| Übrige und interne Umsätze | - 126 | - 174 | + 48 | + 27,6 |
| Umsatz im Segment Frischsaftsysteme | 9.477 | 9.468 | + 9 | + 0,1 |
Das Segment Frischsaftsysteme verzeichnete einen Umsatz von 9,5 Mio. Euro und blieb damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Der im Zusammenhang mit Fruchtpressen und deren Ersatzteil- und Servicegeschäft generierte Umsatz sank dabei um 12,6 %. Wesentliche Ursache dafür waren geringere Absatzvolumina in den Märkten Deutschland und im Nahen Osten. Früchte (insbesondere Orangen) verzeichneten indes ein starkes Umsatzwachstum in Höhe von 10,6 %, bei den Abfüllgebinden sank der Umsatz um 5,8 %.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Spirituosengeschäft der türkischen Konzerngesellschaft | 3.788 | 2.479 | + 1.309 | + 52,8 |
| Tourismus-, Veranstaltungs- und Webshopgeschäft | 599 | 542 | + 57 | + 10,5 |
| Übrige und interne Umsätze | - 71 | - 44 | - 27 | + 61,4 |
| Umsatz im Segment Übrige | 4.316 | 2.977 | + 1.339 | + 45,0 |
Das in den Übrigen Segmenten enthaltene Spirituosengeschäft im Ländermarkt Türkei konnte an das starke Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums anknüpfen und die Umsatzerlöse um beträchtliche 52,8 % weiter steigern.
Trotz einer leicht gesteigerten Konzerngesamtleistung sank der Materialaufwand im ersten Geschäftshalbjahr 2024 auf 51,4 Mio. Euro (53,2 Mio. Euro). Dabei sank auch die Materialaufwandsquote von zuvor 58,4 % auf nun 55,9 %.
Der Rohstoff- und Wareneinsatz der Berentzen-Gruppe konzentriert sich für die Herstellung von Spirituosen und alkoholfreien Getränken auf die Materialgruppen Alkohol (u. a. Getreide-, Agraralkohole, Whiskeys und Rum), Aromatisierungen (Grundstoffe und Aromen), Zucker sowie Verpackungen (im Wesentlichen Glas und Kartonage). Im Segment Frischsaftsysteme entstehen Bezugskosten für die einzelnen Systemkomponenten Fruchtpressen, Früchte und Abfüllgebinde.
Die Rahmenbedingungen für den Einkauf dieser Rohstoffe bzw. den Bezug von Systemkomponenten im Segment Frischsaftsysteme gestalteten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2024 insgesamt entspannter als im Vorjahresvergleichszeitraum. So kam es zu - teils deutlichen - Preisrückgängen bei den Bezugskosten für Alkohole, einigen weiteren Inhaltsstoffen sowie Glas und sonstigen Verpackungen. Im Segment Frischsaftsysteme zeigten sich Preissteigerungen für die Bezugskosten von Früchten, die Bezugskosten von Fruchtpressen und Abfüllgebinden waren hingegen leicht rückläufig.
Auf Basis geringerer Materialkosten und der um 0,9 Mio. Euro gesteigerten Konzerngesamtleistung konnte der Konzernrohertrag um 2,6 Mio. Euro erhöht werden. Die Konzernrohertragsmarge zeigte sich dabei um 2,5 Prozentpunkte deutlich höher als im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die sonstigen betrieblichen Erträge zeigten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2024 mit einer Summe von 2,8 Mio. Euro (3,0 Mio. Euro) leicht unterhalb des Vorjahresniveaus. Hierin sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung bzw. Ausbuchung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Mio. Euro (1,1 Mio. Euro) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 0,6 Mio. Euro (0,5 Mio. Euro) enthalten.
Der Betriebsaufwand erhöhte sich leicht um 1,8 % auf insgesamt 38,3 Mio. Euro nach 37,6 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum. Infolge eines im Vergleich dazu weniger starken Anstiegs der Konzerngesamtleistung um 1,0 % auf 92,0 Mio. Euro (91,1 Mio. Euro) führte dies zu einer leicht erhöhten Betriebsaufwandsquote in Höhe von 41,7 % (41,3 %).
Der Personalaufwand stieg um 0,9 Mio. Euro auf 15,9 Mio. Euro, die Personalaufwandsquote erhöhte sich damit auf 17,3 % (16,4 %). Wesentliche Ursachen dessen sind Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die Bildung von Rückstellungen für diverse Personalkostenarten. Zum Stichtag 30. Juni 2024 waren im Konzern 495 (508) Mitarbeiter bzw. im ersten Geschäftshalbjahr 2024 durchschnittlich 430 (429) Vollzeitkräfte beschäftigt.
Die laufenden Abschreibungen zeigten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2024 bei einem bis dahin getätigten, geringeren Investitionsvolumen in Höhe von 3,0 Mio. Euro (3,5 Mio. Euro) mit 4,4 Mio. Euro (4,0 Mio. Euro) über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 0,6 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro (18,6 Mio. Euro). Dabei verminderten sich insbesondere die Verkehrs- und Vertriebskosten auf 9,3 Mio. Euro (10,3 Mio. Euro). Die Aufwendungen für Instandhaltungen liegen mit 1,7 Mio. Euro (1,9 Mio. Euro) ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums, wohingegen der Aufwand für Marketing und Handelswerbung auf 2,0 Mio. Euro (1,8 Mio. Euro) gestiegen ist. Die übrigen Gemeinkosten stiegen im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2023 in Summe auf 5,0 Mio. Euro (4,6 Mio. Euro).
Seit Juni 2022 wird die Türkei als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Da die funktionale Währung der türkischen Tochtergesellschaft die Türkische Lira ist, ist auf deren Einzelabschluss seitdem der Rechnungslegungsstandard IAS 29 anzuwenden. In dem infolgedessen zu ermittelnden Posten "Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29" werden die Effekte aus der Kaufkraftanpassung der nicht-monetären Bilanzposten sowie der Posten der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im ersten Geschäftshalbjahr 2024 ergab sich dadurch ein negatives Ergebnis in Höhe von 0,9 Mio. Euro (0,5 Mio. Euro).
Demgegenüber steht ein positiver Effekt in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro), der sich aus der Hochinflationsanpassung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie deren Umrechnung zum Stichtagskurs ergibt. Infolgedessen wirkte sich die Anwendung des IAS 29 in Höhe von insgesamt 0,8 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro) negativ auf das Konzernergebnis aus.
Im Zusammenhang mit dem in Abschnitt (2.2.1) dargestellten Veräußerungsprozess für den Betriebsstandort Grüneberg im Segment Alkoholfreie Getränke ergab sich im ersten Geschäftshalbjahr 2024 ein als solcher zu berücksichtigender Ergebnissondereffekt.
Zum einen unterliegen die Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion veräußert werden, zum 30. Juni 2024 den Regelungen des IFRS 5. Gemäß diesem Rechnungslegungsstandard stellen diese Vermögenswerte und Schulden eine Veräußerungsgruppe dar, die mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten ist. Aus dieser Bewertung ergab sich ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 3,6 Mio. Euro, der als Ergebnissondereffekt erfasst wurde.
Zum anderen wurden im Zuge des Verkaufsprozesses sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro als Ergebnissondereffekt erfasst. Diese umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Beratungsleistungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro, Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von 0,3 Mio. Euro, Wertminderungen des Umlaufvermögens in Höhe von 0,2 Mio. Euro und ausstehende Investitionsverpflichtungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro.
In Summe ergab sich infolge des Veräußerungsprozesses ein Ergebnissondereffekt in Höhe von 4,6 Mio. Euro.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2023 ergaben sich keine als solche zu berücksichtigende Ergebnissondereffekte.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis zeigte sich mit einem Aufwand in Höhe von 2,3 Mio. Euro (1,7 Mio. Euro) per Saldo erheblich über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Der erhöhte Aufwand ist dabei im Wesentlichen auf einen gestiegenen Fremdfinanzierungsbedarf sowie die nachteilige Entwicklung der für die Kreditfinanzierungen relevanten Referenzzinssätze zurückzuführen.
Der Ertragsteueraufwand in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro) beinhaltet 0,8 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro) für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare ausländische Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2024. Aus der Bewertung latenter Steuern ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,7 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro).
Vor dem Hintergrund der zuvor dargestellten Entwicklungen reduzierte sich das Konzernergebnis auf -2,9 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro).
Die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023 dargestellte Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe stellt sich zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2024 im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:
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| Finanzierungsrahmen 30.06.2024 | Finanzierungsrahmen 31.12.2023 | |||||
| Langfristig Mio. Euro |
Kurzfristig Mio. Euro |
Gesamt Mio. Euro |
Langfristig Mio. Euro |
Kurzfristig Mio. Euro |
||
| Konsortialkreditvertrag | Rahmen, begrenzt | 9,9 | 33,0 | 42,9 | 9,9 | 33,0 |
| Factoring | Rahmen, begrenzt | 0,0 | 60,0 | 60,0 | 0,0 | 60,0 |
| Zentralregulierung / Factoring | Rahmen, unbegrenzt 1) | 0,0 | 5,4 | 5,4 | 0,0 | 9,3 |
| Betriebsmittelkredit | Rahmen, begrenzt 2) | 0,0 | 2,6 | 2,6 | 0,0 | 2,0 |
| Avalkredit für Alkoholsteuer-sicherheiten | Rahmen, begrenzt | 0,0 | 0,8 | 0,8 | 0,0 | 0,8 |
| Gesamtfinanzierung | 9,9 | 101,8 | 111,7 | 9,9 | 105,1 |
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| Finanzierungsrahmen 31.12.2023 | |
| Gesamt Mio. Euro |
|
| Konsortialkreditvertrag | 42,9 |
| Factoring | 60,0 |
| Zentralregulierung / Factoring | 9,3 |
| Betriebsmittelkredit | 2,0 |
| Avalkredit für Alkoholsteuer-sicherheiten | 0,8 |
| Gesamtfinanzierung | 115,0 |
1) Durchschnittliches Finanzierungsvolumen im Geschäfts(halb)jahr.
2) Darin enthaltene Betriebsmittelkredite in Fremdwährung umgerechnet zum jeweiligen Stichtag.
Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung im Konzern. Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und einem Teil der "Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten".
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzte, bei Kreditinstituten geführte Kontokorrentkonten, welche die aus diesem Factoring jederzeit verfügbaren liquiden Mittel umfassen ("Kundenabrechnungskonten"). Die Forderungen aus den Kundenabrechnungskonten weisen von üblichen Kontokorrentforderungen gegen Kreditinstitute abweichende Charakteristika, insbesondere hinsichtlich der Verzinsung, auf. Von den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden lediglich die im Rahmen von Betriebsmittel-Barlinien unmittelbar verfügbaren Fremdkapitalanteile angesetzt.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | Veränderung | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Erfolgswirtschaftlicher Cashflow | 7.415 | 4.264 | + 3.151 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 4.956 | - 16.105 | + 11.149 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 2.994 | - 3.545 | + 551 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 1.589 | 9.255 | - 10.844 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 9.539 | - 10.395 | + 856 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.974 | 13.039 | - 6.065 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | - 2.565 | 2.644 | - 5.209 |
Der Erfolgswirtschaftliche Cashflow, welcher Veränderungen aus dem Working Capital ausklammert und damit die Auswirkungen der unmittelbaren leistungswirtschaftlichen Zahlungsströme und Rentabilität auf die Veränderung der Liquidität dokumentiert, betrug im ersten Geschäftshalbjahr 2024 etwa 7,4 Mio. Euro (4,3 Mio. Euro). Die Erhöhung um 3,2 Mio. Euro resultiert aus einem verbesserten EBITDA sowie einem günstigeren Zahlungssaldo im Zusammenhang mit Ertragsteuern.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 per Saldo einen Nettomittelabfluss in Höhe von 5,0 Mio. Euro (16,1 Mio. Euro). Gegenüber dem erfolgswirtschaftlichen Cashflow umfasst er zusätzlich Zahlungsbewegungen im sog. Working Capital, die zu einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich geringeren Mittelabfluss in Höhe von 12,4 Mio. Euro (20,4 Mio. Euro) führten. Maßgebliche Einflussfaktoren hierauf waren die nachfolgenden Sachverhalte:
Aus der Veränderung des sog. Trade Working Capital - d. h. dem Saldo aus den Zahlungsbewegungen der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - entstand ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 10,8 Mio. Euro (15,5 Mio. Euro). Wesentliches Element des diesbezüglichen Zahlungsmittelabflusses war die saisonal bedingte Verminderung von Alkoholsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 7,9 Mio. Euro (6,0 Mio. Euro).
Ferner entstand aus der Veränderung der übrigen Passivposten sowie aus sonstigen zahlungsunwirksamen Effekten insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 2,5 Mio. Euro (7,5 Mio. Euro).
Die Investitionstätigkeit des Konzerns - insbesondere für Investitionen in das Sachanlagevermögen - führte insgesamt zu einem Mittelabfluss in Höhe von 3,0 Mio. Euro (3,5 Mio. Euro). Der Mittelabfluss entfiel im ersten Halbjahr 2024 erneut im Wesentlichen auf Investitionen in Leergutbehälter und -kisten im Segment Alkoholfreie Getränke.

Aus der Finanzierungstätigkeit entstand ein Nettomittelabfluss in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Nettomittelzufluss in Höhe von 9,3 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die bedarfsgerechte und insofern volatile Inanspruchnahme von Darlehensabrufen innerhalb des Konsortialkreditvertrags zurückzuführen. Während im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 keine Inanspruchnahmen und insofern Zahlungsmittelzuflüsse erfolgten, entstanden im Vorjahresvergleichszeitraum durch kurzfristige, jeweils endfällige Darlehensabrufe Fremdmittelzuflüsse in Höhe von 12,0 Mio. Euro. Daneben resultierte der Mittelabfluss aus der Dividendenzahlung in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2,1 Mio. Euro) sowie aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 in Höhe von 0,7 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro).
Insgesamt lag der Finanzmittelfonds zur Mitte des Geschäftsjahres 2024 bei -2,6 Mio. Euro (2,6 Mio. Euro). Dabei entfielen 0,5 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro) auf Forderungen aus den im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzten, bei Kreditinstituten geführten Kundenabrechnungskonten. Zum 30. Juni 2024 bestanden außerdem Inanspruchnahmen kurzfristiger Kreditlinien bzw. als solche auszuweisende Finanzierungsinstrumente in Höhe von 5,6 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro).
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | Veränderung | |||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 55.534 | 41,4 | 60.210 | 41,4 | - 4.676 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 76.237 | 56,9 | 85.174 | 58,6 | - 8.937 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.322 | 1,7 | 0 | 0,0 | + 2.322 |
| 134.093 | 100,0 | 145.384 | 100,0 | - 11.291 | |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | 44.339 | 33,1 | 47.375 | 32,6 | - 3.036 |
| Langfristige Schulden | 20.095 | 15,0 | 20.521 | 14,1 | - 426 |
| Kurzfristige Schulden | 68.716 | 51,2 | 77.488 | 53,3 | - 8.772 |
| Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind | 943 | 0,7 | 0 | 0,0 | + 943 |
| 134.093 | 100,0 | 145.384 | 100,0 | - 11.291 |
Gegenüber dem 31. Dezember 2023 hat sich die Bilanzsumme um 7,8 % auf 134,1 Mio. Euro (145,4 Mio. Euro) vermindert.
55,5 Mio. Euro (60,2 Mio. Euro) des Konzernvermögens sind in langfristige Vermögenswerte investiert. Während die langfristigen Vermögenswerte etwas gesunken sind, blieb der Anteil in Relation zur Bilanzsumme auf 41,4 % (41,4 %). Der Bilanzwert des Sachanlagevermögens verringerte sich um 5,5 Mio. Euro; Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 6,8 Mio. Euro stand ein Investitionsvolumen in Höhe von 2,8 Mio. Euro gegenüber.
Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital erhöhte sich auf 116,0 % (112,8 %).
Die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte verminderten sich auf 76,2 Mio. Euro (85,2 Mio. Euro) und beinhalten zu 15,6 % (15,5 %) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derzeit stehen der Berentzen-Gruppe zwei Factoringvereinbarungen mit einem Netto-Finanzierungsrahmen von 60,0 Mio. Euro sowie eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage waren zum 30. Juni 2024 Brutto-Forderungen in Höhe von 41,2 Mio. Euro (51,7 Mio. Euro) verkauft. Das noch bilanzierte Forderungsvolumen verminderte sich auf 11,9 Mio. Euro (13,2 Mio. Euro).
Der wertmäßige Bestand an Vorräten ist auf 53,1 Mio. Euro (50,9 Mio. Euro) gestiegen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten als wesentlichen Posten Sicherheitseinbehalte aus Factoringtransaktionen in Höhe von 5,0 Mio. Euro (7,0 Mio. Euro). Diese verminderten sich analog zum per 30. Juni 2024 geringeren Volumen an verkauften Brutto-Forderungen.
Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 3,1 Mio. Euro (8,7 Mio. Euro) verringerte sich durch den aus der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlichen negativen Gesamt-Cashflow in Höhe von insgesamt 9,5 Mio. Euro.
Vor dem Hintergrund des in Abschnitt (2.2.1) dargestellten Veräußerungsprozesses für den Betriebsstandort Grüneberg im Segment Alkoholfreie Getränke waren zum 30. Juni 2024 Vermögenswerte in Höhe von 2,3 Mio. Euro in der Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" auszuweisen. Nähere Informationen finden sich im Abschnitt (2.2.2) Ertragslage.
Das Eigenkapital verringerte sich bei einem negativen Konzern-Gesamtergebnis im ersten Geschäftshalbjahr 2024 in Höhe von 2,2 Mio. Euro (0,3 Mio. Euro) und unter Berücksichtigung der im Mai 2024 von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenzahlung in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2,1 Mio. Euro) auf 44,3 Mio. Euro (47,4 Mio. Euro).
20,1 Mio. Euro (20,5 Mio. Euro) standen dem Konzern als langfristiges Fremdkapital zur Verfügung. Darunter erfasst werden im Wesentlichen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 11,5 Mio. Euro (11,3 Mio. Euro) sowie die Pensionsrückstellungen in Höhe von 6,3 Mio. Euro (6,5 Mio. Euro). Die langfristigen Schulden entsprachen 22,6 % (20,9 %) der zum 30. Juni 2024 ausgewiesenen Konzernschulden.
Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich auf 68,7 Mio. Euro (77,5 Mio. Euro) bzw. 51,2 % (53,3 %) der Konzernbilanzsumme. Davon entfielen 8,0 Mio. Euro (4,3 Mio. Euro) auf den Posten "Kurzfristige Finanzschulden". Diese Entwicklung ist auf einen innerhalb des Konsortialkredit getätigten kurzfristigen Darlehensabruf in Höhe von 4,0 Mio. Euro zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuern beliefen sich auf 28,2 Mio. Euro (36,1 Mio. Euro). Die Verminderung der im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 7,9 Mio. Euro geringeren Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Alkoholsteuer resultiert vornehmlich aus dem traditionell gegenüber dem zur Mitte eines jeden Geschäftsjahres saisonal stärkeren Geschäftsumfang zum Geschäftsjahresende.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 12,6 Mio. Euro (14,6 Mio. Euro) dispositions- und stichtagsbedingt um 2,0 Mio. Euro geringer als zum Geschäftsjahresende 2023. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich der kurzfristigen Rückstellungen verringerten sich auf 19,9 Mio. Euro (22,5 Mio. Euro).
Aufgrund gestiegener Nettofinanzschulden und einem zugleich erhöhten Konzern-EBITDA der zurückliegenden 12 Monate hat sich der Dynamische Verschuldungsgrad mit einem Wert von 0,91 (0,80) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht.
Im Zusammenhang mit den Vermögenswerten, die als "zur Veräußerung gehalten" bilanziert werden, wurden zum 30. Juni 2024 Schulden in Höhe von 0,9 Mio. Euro in der Bilanzposition "Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind" ausgewiesen.
Das erste Geschäftshalbjahr 2024 war geprägt von einem schwierigen Marktumfeld mit Konsumzurückhaltung infolge der Inflation. Trotz eines insgesamt geringeren Absatzvolumens konnten durch die Erhöhung produkt- und kundenindividueller Abgabepreise die Konzernumsatzerlöse mit einem Wert in Höhe von 88,1 Mio. Euro (89,0 Mio. Euro) weitestgehend stabil gehalten werden. Vor dem Hintergrund eines um 2,6 Mio. Euro erhöhten Konzernrohertrags, um 0,7 Mio. Euro gestiegenen Betriebsaufwendungen und um 0,1 Mio. Euro geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen schloss die Berentzen-Gruppe das erste Geschäftshalbjahr 2024 mit einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) in Höhe von 5,1 Mio. Euro (3,3 Mio. Euro) sowie einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) in Höhe von 9,4 Mio. Euro (7,3 Mio. Euro) ab. Das Konzernergebnis verringerte sich jedoch auf -2,9 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro); dies ist auf den in Abschnitt (2.2.1) dargestellten Ergebnissondereffekt in Höhe von 4,6 Mio. Euro im Zusammenhang mit der für das Segment Alkoholfreie Getränke geplanten Veräußerung des Betriebsstandorts in Grüneberg zurückzuführen.
Die Finanz- und Vermögenslage zeigt sich weiterhin solide, d. h. der Konzern operiert auf der Grundlage einer ausreichenden Eigen- und Fremdmittelfinanzierung. Der Erfolgswirtschaftliche Cashflow zeigte sich im ersten Geschäftshalbjahr 2024 mit 7,4 Mio. Euro (4,3 Mio. Euro) deutlich verbessert und damit ausreichend zur Innenfinanzierung der Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände. Die im Rahmen des Konsortialkredits sowie der Factoringvereinbarungen zur Verfügung stehenden Mittel stellen weiterhin die Eckpfeiler der Außenfinanzierung der Berentzen-Gruppe dar. Dabei zeigt sich die im Geschäftsbericht 2023 dargestellte Gesamtfinanzierungsstruktur zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2024 im Wesentlichen unverändert und dabei bedarfsgerecht und ausreichend dar. Als Folge einer gestiegenen bilanziellen Nettofinanzverschuldung - insbesondere zusammenhängend mit einem deutlich geringeren Ausmaß an Factoringfinanzierung - und eines zugleich gestiegenen Konzern-EBITDAs der zurückliegenden 12 Monate hat sich der Dynamische Verschuldungsgrad mit einem Wert von 0,91 (0,80) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöht. Das Konzerneigenkapital verringerte sich absolut um 3,0 Mio. Euro; unter Berücksichtigung einer um 11,3 Mio. Euro auf 134,1 Mio. Euro gesunkenen Konzern-Bilanzsumme zeigte sich die Eigenmittelquote gegenüber dem 31. Dezember 2023 dabei stabil mit einem Wert in Höhe von 32,6 % (32,4 %).
Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns eröffnen sich einerseits eine Vielzahl an Chancen, andererseits ist die Unternehmensgruppe zahlreichen Risiken ausgesetzt. Während Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, indem auf zukünftigen Entwicklungen beruhende interne oder externe Ereignisse eintreten, die das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren, bieten Chancen die Möglichkeit, durch zukünftige Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen, die Geschäftsentwicklung positiv zu beeinflussen.
Das Risikomanagement der Berentzen-Gruppe ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen zu begegnen. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Einzelnen ist im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 ist innerhalb der Risikokategorie "Leistungswirtschaftliche Risiken" das Risiko der Wertminderung von Vermögenswerten im Segment Alkoholfreie Getränke eingetreten. Im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung der in Grüneberg, Land Brandenburg, gelegenen Betriebsstätte kam es zur Bildung einer Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 und einem Wertminderungsaufwand auf die Vermögenswerte in Höhe von 3,6 Mio. Euro. Infolgedessen ist das Risiko weiterer Wertminderungen im Segment Alkoholfreie Getränke mit nachteiliger Wirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zwar geringer, jedoch nicht ausgeschlossen und unterliegt weiterhin einer intensiven Beobachtung. Daneben haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023 beschriebenen Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Dies schließt die dort getroffene Gesamtbewertung von Risiken und Chancen ein.
Der Prognosebericht der Berentzen-Gruppe berücksichtigt die relevanten, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses bekannten Fakten und Ereignisse, welche die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die darin getroffenen Prognosen auf der Grundlage des aktuellen Standes der integrierten Konzernplanung der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 und unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2024 gehen von einer organischen Entwicklung des Konzerns ohne Berücksichtigung wesentlicher einmaliger Sondereffekte sowie von Veränderungen aus möglichen Unternehmensakquisitionen aus; soweit solche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Prognoseberichts zu berücksichtigen sind, ist dies entsprechend angegeben.
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| 2024 | 2023 | |
| Veränderung | Veränderung | |
| Weltwirtschaft-IWF 1) | + 3,2 % | + 3,3 % |
| Industrieländer | + 1,7 % | + 1,7 % |
| Euroraum | + 0,9 % | + 0,5 % |
| Schwellenländer | + 4,3 % | + 4,4 % |
| Weltwirtschaft-DIW 2) | + 3,7 % | + 4,0 % |
| Bruttoinlandsprodukt Deutschland IWF 1) | + 0,2 % | - 0,2 % |
1) Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update v. 16.07.2024.
2) DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.), Wochenbericht Nr. 24/2024.
Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird nach Einschätzung des IWF im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 weiterhin moderat ausfallen. Für das Jahr 2024 wird ein globales Wachstum von 3,2 % prognostiziert. Es wird erwartet, dass die Leitzinssätze der wichtigsten Zentralbanken in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 weiter sinken werden, wobei das Tempo der Normalisierung aufgrund abweichender Inflationsbedingungen unterschiedlich ausfallen wird.
Das DIW teilt die Einschätzungen des IWF und gibt für 2024 ein erwartetes Wachstum von 3,7 % an. Für den Euroraum wird im weiteren Jahresverlauf eine etwas beschleunigte Erholung erwartet, unterstützt durch deutlich zunehmende Reallöhne. Wie auch der IWF, erwartet das DIW eine Senkung der Leitzinssätze der wichtigen Zentralbanken. Es wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftliche Erholung die Inflation nicht wieder in die Höhe treibt. Dennoch bleiben geopolitische Risiken wie der Krieg in Israel, der Ukraine-Konflikt und Spannungen in Asien bestehen. Zudem könnte der Handelskonflikt zwischen den USA und China sich weiter verschärfen, während anstehende Wahlen zusätzliche Unsicherheiten mit sich bringen könnten.
Für die deutsche Wirtschaft wird für das Jahr 2024 ein Aufschwung von 0,2 % prognostiziert. Nach Angaben des DIW wird sich vor allem der private Verbrauch nachhaltig verbessern. Die Haushalte gewinnen dank der kontinuierlich steigenden Reallöhne langsam an Kaufkraft.
Die zuvor dargestellten erwarteten zukünftigen Entwicklungen in der internationalen und insbesondere nationalen Wirtschaft wirken sich in unterschiedlichem Ausmaß auch auf die Absatzmärkte aller Segmente der Berentzen-Gruppe aus.
Für den nationalen Spirituosenabsatz im Handel erwartet die Berentzen-Gruppe insgesamt einen leicht rückläufigen Trend im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung der einzelnen Produktkategorien wird jedoch voraussichtlich unterschiedlich ausfallen. Es wird angenommen, dass das Jahr 2024 durch das anhaltend hohe Preisniveau und die wirtschaftliche Unsicherheit fortlaufend geprägt wird. Aufgrund der damit einhergehenden Verunsicherung der Verbraucher wird weiterhin eine gedämpfte Konsumstimmung und eine hohe Preissensibilität erwartet. Während dadurch Markenspirituosen und Premium-Handelsmarken negativ beeinflusst werden können, kann sich der Trend zu preisgünstigen Alternativen positiv auf den Absatz von Medium- und Standardhandelsmarken auswirken.
Im Geschäft mit alkoholfreien Getränken im Handel ist insbesondere der Teilmarkt Mineralwasser darüber hinaus in starkem Maße von der Wetterlage abhängig. Längere Perioden überdurchschnittlich warmer Sommertage können positive Impulse geben, das Sommerwetter zeigt sich jedoch bisher nicht beständig. Insgesamt geht die Berentzen-Gruppe im Gesamtmarkt für alkoholfreie Getränke ebenfalls von einem leicht rückläufigen Trend aus. Während die Trends wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Regionalität das Wachstum einiger Produktsegmente antreiben, wirken sie zugleich für andere - insbesondere klassische Süßgetränke und in PET-Gebinden abgefüllte Produkte - eher nachteilig. Auf die Entwicklung des Mineralwassermarktes, insbesondere für Markenwasser, wirkt sich darüber hinaus die gestiegene Preissensibilität der Verbraucher negativ aus. Diese führt zu einem Konsumtrend hin zu Preiseinstiegs- und Leitungswasser. Zudem wirkt sich die politische Diskussion zum Thema "Gesundes Leitungswasser" negativ auf den Mineralwassermarkt aus.
Das deutsche Gastgewerbe ist neben dem Lebensmitteleinzelhandel ein weiterer, wenngleich nicht ganz so bedeutender Vertriebskanal für Spirituosen und alkoholfreie Getränke der Berentzen-Gruppe. Aus der gedämpften Konsumstimmung und den weiterhin anhaltenden Kosten ergeben sich negative Impulse auf das Gastgewerbe. Durch die Fußball EM in Deutschland wurden die Umsätze in der Gastronomie und im Einzelhandel ebenfalls nicht erheblich angekurbelt.
Nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe sind ganzheitliche, belastbare Marktdaten für das Segment Frischsaftsysteme praktisch nicht verfügbar. Es wird daher indikativ auf die Marktentwicklung von frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies zurückgegriffen, da diese ebenfalls dem seit mehreren Jahren andauernden Trend zu gestiegenem Ernährungsbewusstsein entsprechen. Eine im Januar 2024 veröffentlichte Prognose von Statista Market Insights bestätigt diese Einschätzung. Aus der Prognose geht eine gestiegene Nachfrage nach Säften und Smoothies hervor. Zudem ist der gesundheitsbewusste Verbraucher bereit für natürliche und weniger verarbeitete Produkte einen Aufpreis zu zahlen.
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| 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 im Prognosebericht 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Q2/ 2024 |
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| Mio. Euro | Mio. Euro | Mio. Euro | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | |||
| Segment | |||
| Spirituosen | 31,8 | 33,8 bis 37,3 | unverändert |
| Alkoholfreie Getränke | 22,6 | 24,8 bis 27,4 | 20,2 bis 22,3 |
| Frischsaftsysteme | 6,3 | 6,8 bis 7,5 | 6,4 bis 7,0 |
| Übrige Segmente | 4,8 | 4,1 bis 4,6 | 4,6 bis 5,1 |
Die aus der vorstehenden Übersicht hervorgehende voraussichtliche Entwicklung der einzelnen Segmentergebnisse (Deckungsbeitrag nach Marketingetats) gründet sich auf den Erkenntnissen der internen Planungs- und Prognoseprozesse, in denen die jeweils gezeigte Geschäftsentwicklung in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2024 sowie die Einschätzungen für die bis zum Geschäftsjahresende 2024 verbleibende Periode reflektiert sind. Auf dieser Basis war die Prognose in drei Fällen unterjährig anzupassen.
Im Segment Alkoholfreie Getränke wird nunmehr ein Deckungsbeitrag nach Marketingetats in einer Größenordnung zwischen 20,2 Mio. Euro bis 22,3 Mio. Euro (22,6 Mio. Euro) erwartet. Darin berücksichtigt werden die Effekte der in (2.2.1) dargestellten geplanten Veräußerung der Betriebsstätte in Grüneberg sowie der - insbesondere mit den Produkten der Marke Mio Mio - in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgebliebene Geschäftsverlauf.
Für das Segment Frischsaftsysteme erwartet die Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Steigerung des Segmentergebnisses und rechnet daher mit einem Ergebnis in der Bandbreite von 6,4 Mio. Euro bis 7,0 Mio. Euro (6,3 Mio. Euro). Der Grund für die reduzierte Prognosebandbreite ist das im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 deutlich geringer als erwartete Deckungsbeitragsvolumen im Geschäft mit der Systemkomponente Fruchtpressen.
Die Übrigen Segmente beinhalten im Wesentlichen das Tourismus-, Veranstaltungs-, und Webshopgeschäft der Berentzen-Gruppe sowie das von einer lokalen Konzerngesellschaft betreute Geschäft mit Spirituosen in der Türkei. Im Hinblick auf letzteres hat die Berentzen-Gruppe aufgrund eines stark von Unsicherheit geprägten wirtschaftlichen und politischen Umfelds in der Türkei ursprünglich eine vorsichtige Einschätzung der Deckungsbeitragsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 abgegeben. Aufgrund einer jedoch positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 erhöht die Berentzen-Gruppe die Prognose für das Segmentergebnis auf eine Bandbreite von 4,6 Mio. Euro bis 5,1 Mio. Euro (4,8 Mio. Euro).
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| 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 im Prognosebericht 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Q2/ 2024 |
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| Mio. Euro | Mio. Euro | Mio. Euro | |
| Konzernumsatzerlöse | 185,7 | 190,0 bis 200,0 | 185,0 bis 195,0 |
| Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) | 7,7 | 8,0 bis 10,0 | 9,0 bis 11,0 |
| Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) | 16,0 | 17,2 bis 19,2 | 18,0 bis 20,0 |
Vor dem Hintergrund der zuvor dargestellten Entwicklung der einzelnen Segmente, insbesondere im Segment Alkoholfreie Getränke, erwartet die Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 nunmehr Konzernumsatzerlöse in einer Bandbreite in Höhe von 185,0 Mio. Euro bis 195,0 Mio. Euro. Auf der Grundlage der Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2024 - hervorzuheben ist hier der deutlich erhöhte Konzernrohertrag - fallen die Erwartungen an das bereinigte Konzern-EBIT und das bereinigte Konzern-EBITDA trotz dieser voraussichtlich etwas schwächer als ursprünglich erwarteten Umsatzentwicklung nun positiver aus. Das bereinigte Konzern-EBIT erwartet die Berentzen-Gruppe nun in der Bandbreite von 9,0 Mio. Euro bis 11,0 Mio. Euro und für das darauf aufbauende Konzern-EBITDA wird eine Spanne von 18,0 Mio. Euro bis 20,0 Mio. Euro prognostiziert.
Auf der Grundlage der vorstehend dargestellten Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit wird davon ausgegangen, dass sich die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns weiterhin insgesamt solide zeigen wird. Dabei zeigt sich die Prognose zur Entwicklung der Kennzahlen unverändert, zumal der beabsichtigte Veräußerungsprozess des Betriebsstandortes Grüneberg überwiegend liquiditätsneutral gestaltet sein wird.
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| 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 im Prognosebericht 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Q2/ 2024 |
|
| Mio. Euro | Mio. Euro | Mio. Euro | |
| Erfolgswirtschaftlicher Cashflow | 9,7 | 12,7 bis 14,1 | unverändert |
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| 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 im Prognosebericht 2023 | Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Q2/ 2024 |
|
| Eigenmittelquote | 32,4 % | 30,0 % bis 33,0 % | unverändert |
| Dynamischer Verschuldungsgrad | 0,43 | 0,43 bis 0,53 | unverändert |
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| AKTIVA | ||
| Langfristig gebundene Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.829 | 9.096 |
| Sachanlagen | 41.615 | 47.116 |
| Nutzungsrechte aus geleasten Vermögenswerten | 2.835 | 2.533 |
| Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.261 | 1.145 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 994 | 320 |
| Summe langfristig gebundene Vermögenswerte | 55.534 | 60.210 |
| Kurzfristig gebundene Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 53.120 | 50.852 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.857 | 13.219 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 1.129 | 1.993 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.059 | 8.738 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 7.072 | 10.372 |
| Summe kurzfristig gebundene Vermögenswerte | 76.237 | 85.174 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.322 | 0 |
| BILANZSUMME | 134.093 | 145.384 |
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 24.424 | 24.424 |
| Kapitalrücklage | 6.821 | 6.821 |
| Gewinnrücklagen | 18.186 | 21.068 |
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und Hochinflation | - 5.092 | - 4.938 |
| Summe Eigenkapital | 44.339 | 47.375 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Rückstellungen | 7.679 | 8.308 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 11.508 | 11.263 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 908 | 950 |
| Summe langfristige Schulden | 20.095 | 20.521 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuern | 28.184 | 36.081 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 81 | 81 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 833 | 401 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.044 | 4.284 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 31.574 | 36.641 |
| Summe kurzfristige Schulden | 68.716 | 77.488 |
| Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind | 943 | 0 |
| BILANZSUMME | 134.093 | 145.384 |
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 88.110 | 88.976 |
| Bestandsveränderung | 3.844 | 2.100 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.844 | 2.993 |
| Materialaufwand | 51.437 | 53.160 |
| Personalaufwand | 15.900 | 14.970 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | 4.373 | 4.033 |
| Wertminderungen auf Vermögenswerte | 3.574 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 19.023 | 18.646 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | - 941 | - 470 |
| Finanzerträge | 123 | 62 |
| Finanzaufwendungen | 2.443 | 1.714 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 2.770 | 1.138 |
| Ertragsteueraufwand | 112 | 381 |
| Konzernergebnis | - 2.882 | 757 |
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und Hochinflation | 691 | - 1.008 |
| Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 691 | - 1.008 |
| Sonstiges Ergebnis | 691 | - 1.008 |
| Konzern-Gesamtergebnis | - 2.191 | - 251 |
| Ergebnis je Aktie nach dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht (in Euro je Aktie) | ||
| unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie | - 0,307 | 0,081 |
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| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und Hochinflation | Summe Eigenkapital | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 01.01.2023 | 24.424 | 6.821 | 23.098 | - 4.233 | 50.110 |
| Konzernergebnis | 1.115 | - 358 | 757 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 0 | - 1.008 | - 1.008 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | 1.115 | - 1.366 | - 251 | ||
| Gezahlte Dividenden | - 2.067 | - 2.067 | |||
| Stand am 30.06.2023 | 24.424 | 6.821 | 22.146 | - 5.599 | 47.792 |
| Stand am 01.01.2024 | 24.424 | 6.821 | 21.068 | - 4.938 | 47.375 |
| Konzernergebnis | - 2.037 | - 845 | - 2.882 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 691 | 691 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | - 2.037 | - 154 | - 2.191 | ||
| Gezahlte Dividenden | - 845 | - 845 | |||
| Stand am 30.06.2024 | 24.424 | 6.821 | 18.186 | - 5.092 | 44.339 |
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Konzernergebnis | - 2.882 | 757 |
| Ertragsteueraufwand | 112 | 381 |
| Zinserträge | - 123 | - 62 |
| Zinsaufwendungen | 2.443 | 1.714 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | 4.373 | 4.033 |
| Wertminderungen auf Vermögenswerte | 3.574 | 0 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 941 | 470 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Effekte | 1.062 | - 1.662 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen | - 629 | 77 |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 17 | 3 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Forderungsabtretungen durch Factoring | - 8.451 | - 7.866 |
| Abnahme (+)/Zunahme (-) sonstiger Aktiva | 8.436 | 7.014 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer | - 7.897 | - 6.018 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der sonstigen Passiva | - 4.263 | - 12.020 |
| Einzahlungen aus Unterleasingverhältnissen | 44 | 61 |
| Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel | - 3.243 | - 13.118 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 473 | - 1.510 |
| Erhaltene Zinsen | 40 | 66 |
| Gezahlte Zinsen | - 2.226 | - 1.543 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 4.956 | - 16.105 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | - 158 | - 130 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 3 | 4 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | - 2.839 | - 3.419 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 2.994 | - 3.545 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 5.000 | 47.000 |
| Auszahlungen im Zusammenhang mit der Tilgung von Krediten | - 5.000 | - 35.000 |
| Dividendenausschüttung | - 845 | - 2.067 |
| Auszahlungen für Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | - 744 | - 678 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 1.589 | 9.255 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 9.539 | - 10.395 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.974 | 13.039 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | - 2.565 | 2.644 |
Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Ritterstraße 7, 49740 Haselünne, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück (HRB 120444) eingetragen.
Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.
Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen.
Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2024 wurde gemäß § 117 Nr. 2 WpHG i.V.m. § 115 WpHG sowie in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Auslegungen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) für die Zwischenberichterstattung anzuwenden sind, erstellt. Insbesondere wurde IAS 34 "Zwischenberichterstattung" angewendet; ergänzend wurde der "Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) Halbjahresfinanzberichterstattung" beachtet.
Die im Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit folgender Ausnahme grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres 2023:
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| • | In der Zwischenberichtsperiode erfolgt die Ermittlung des Ertragsteueraufwands gemäß IAS 34 i.V.m. IAS 12 auf der Grundlage der besten Schätzung der aktuell erwarteten Steuerquote für das gesamte Geschäftsjahr. Diese Steuerquote wird auf das Vorsteuerergebnis der Zwischenberichtsperiode angewendet. |
| • | Zum 30. Juni 2024 sind die Vermögenswerte und Schulden, die Teil des Veräußerungsprozesses der in Grüneberg, Land Brandenburg, gelegenen Betriebsstätte sind, gemäß den Regelungen des IFRS 5 zu bilanzieren. Nähere Informationen dazu finden sich in Note (1.3), (2.3) und (3.3). |
Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung und der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss darstellt, veröffentlicht.
Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2024 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2024 wurden weder einer freiwilligen prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft und sollten im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 gelesen werden.
Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2024 wurden vom Vorstand am 14. August 2024 zur Veröffentlichung freigegeben.
Für das Segment Alkoholfreie Getränke zeigte sich in den vergangenen Geschäftsperioden eine herausfordernde wirtschaftlichen Lage, die sich auch in der Ergebnisentwicklung widerspiegelte und sich zuletzt durch Konsumzurückhaltung und anhaltende preisinflatorische Kostenbelastungen weiter zugespitzt hat. Infolgedessen hat die Berentzen-Gruppe Optionen zur Optimierung des Geschäftsfelds Alkoholfreie Getränke betrachtet. Eine Standortanalyse hat gezeigt, dass Handlungsbedarf für die in Grüneberg, Land Brandenburg, gelegene Betriebsstätte bzw. den dortigen Teilbetrieb besteht. Vor diesem Hintergrund befindet sich die Berentzen-Gruppe bzw. ihre Konzerngesellschaft Vivaris Getränke GmbH & Co. KG gegenwärtig in einem strukturierten, von einem Transaktionsberater begleiteten Verkaufsprozess für die in Grüneberg, Land Brandenburg, gelegene Betriebsstätte. In diesem Zusammenhang hat die Vivaris Getränke GmbH & Co. KG von einem Interessenten am 29. Mai 2024 ein bindendes Angebot erhalten und den darin geschilderten Bedingungen am 21. Juni 2024 zugestimmt. Die Vertragsunterzeichnung soll im August 2024 und der Vollzug des Vertrages im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 erfolgen.
Vor diesem Hintergrund unterliegen die Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion veräußert werden, zum 30. Juni 2024 den Regelungen des IFRS 5. Gemäß IFRS 5 bilden diese Vermögenswerte und Schulden eine Veräußerungsgruppe und sind in der Bilanz in einem separaten Posten auszuweisen. Auf das in der Veräußerungsgruppe enthaltene Sach- und immaterielle Anlagevermögen sind zudem die besonderen Bewertungsvorschriften des IFRS 5 anzuwenden. Aus der Anwendung dieser Bewertungsvorschriften ist ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 3.574 entstanden. Im Ergebnis wurden Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.322 und Schulden in Höhe von TEUR 943 in den jeweiligen Bilanzpositionen "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind" erfasst.
Im Zusammenhang mit der Veräußerung sind neben dem Wertminderungsaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 988 angefallen. Für nähere Informationen siehe Note (2.3) und Note (3.3).
Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine wesentlichen neuen bzw. geänderten IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstmals angewendet.
Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 unverändert.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2024 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Die Methodik für Annahmen und Schätzungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 unverändert.
Die Umsätze des Konzerns unterliegen insbesondere innerhalb der Segmente Spirituosen und Alkoholfreie Getränke saisonalen Einflüssen. Im in der Note (4.2) "Segmentberichterstattung" näher erläuterten, umsatzstärksten Segment Spirituosen sind im zweiten Geschäftshalbjahr in der Regel höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu erwarten. Die Ergebnisentwicklung dieses Segments hängt darüber hinaus auch von Art und Umfang der eingesetzten Marketinginstrumente ab, während im Segment Alkoholfreie Getränke die zugrunde liegende Wetterlage für die Absatz- und Umsatzentwicklung von Bedeutung ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind dagegen keine wesentlichen saisonbedingten Einflüsse festzustellen.
Die Geschäftsergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr sind daher nicht zwangsläufig ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2024 sind TEUR 2.997 (1. HJ 2023: TEUR 3.549) in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert worden.
Zum 30. Juni 2024 bestanden ferner Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 552 (31.12.2023: TEUR 0).
Im Rahmen ihrer Außenfinanzierung nutzt die Berentzen-Gruppe auch die Inanspruchnahme von Factoringlinien. Das daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen beläuft sich auf TEUR 60.000 (31.12.2023: TEUR 60.000). Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen, die kein Höchstobligo enthalten, sondern deren mögliche Inanspruchnahme nur durch die zur Verfügung stehenden verkaufsfähigen Forderungen begrenzt wird.
Zum 30. Juni 2024 waren TEUR 41.237 (31.12.2023: TEUR 51.675) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die jeweiligen Factoringgesellschaften verkauft und abgetreten. Da nahezu alle mit dem Eigentum an den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Risiken und Chancen auf den Factor übertragen worden sind, erfolgt entsprechend IFRS 9.3.2.6 a) die vollständige Ausbuchung der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das bei der Berentzen-Gruppe im Zeitpunkt der Ausbuchung noch verbleibende Spätzahlungsrisiko wurde zum 30. Juni 2024 ein sog. anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe von TEUR 578 (31.12.2023: TEUR 713) als Vermögenswert angesetzt. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst.
Für eventuell entstehende Forderungskürzungen wurden durch den Factor Sicherheiten in Höhe von TEUR 4.989 (31.12.2023: TEUR 6.976) einbehalten. Diese werden unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Zum 30. Juni 2024 wurden "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 2.322 (31.12.2023: TEUR 0) ausgewiesen. Hierbei handelte es sich um die Vermögenswerte, die Teil des in Note (1.3) dargestellten Verkaufsprozesses des Teilbetriebs in Grüneberg, Land Brandenburg, sind. Es wird angestrebt, den Verkauf im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 abzuschließen.
Zusätzlich wurden direkt mit den als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbundene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 943 (31.12.2023: TEUR 0) in den Bilanzposten "Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind" umgegliedert. Die Vermögenswerte und Schulden bildeten eine Veräußerungsgruppe i. S. d. IFRS 5 und sind dem Segment Alkoholfreie Getränke zugeordnet.
Die Bewertung der Veräußerungsgruppe erfolgte zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und führte zu Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.574 (1. HJ 2023: TEUR 0).
Die folgenden Vermögenswerte und Schulden wurden als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert:
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 18 | 0 |
| Sachanlagen | 1.508 | 0 |
| Nutzungsrechte aus geleasten Vermögenswerten | 227 | 0 |
| Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 4 | 0 |
| Vorräte | 558 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 7 | 0 |
| Summe Vermögenswerte | 2.322 | 0 |
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 114 | 0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 130 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 699 | 0 |
| Summe Schulden | 943 | 0 |
Nach dem Aktiengesetz (AktG) bemisst sich die Gewinnverwendung einschließlich der Dividendenausschüttung an die Aktionäre nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Auf der Hauptversammlung vom 17. Mai 2024 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von rund TEUR 6.890 (Vorjahr: TEUR 9.931) zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,09 (Vorjahr: EUR 0,22) je dividendenberechtigter Stammaktie für das Geschäftsjahr 2023 zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft zum Tag der Hauptversammlung gehaltenen, gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien entspricht dies einer Ausschüttung von insgesamt rund TEUR 845 (Vorjahr: TEUR 2.067) und einem Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von rund TEUR 6.044 (Vorjahr: TEUR 7.864).
Zum 30. Juni 2022 war IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" erstmalig auf den Einzelabschluss der türkischen Tochtergesellschaft anzuwenden. Die Hochinflationsanpassung wirkte sich zum 30. Juni 2024 in Höhe von insgesamt TEUR 845 (1. HJ 2023: TEUR 358) negativ auf das Konzernergebnis aus. Diese Ergebnisauswirkung sowie die im sonstigen Ergebnis erfasste Kaufkraftanpassung der Eigenkapitalposten in Höhe von TEUR 874 (1. HJ 2023: TEUR 329) zum 30. Juni 2024 führten in Summe zu einer Erhöhung des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 29 (1. HJ 2023: Minderung des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 29).
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Pensionsrückstellungen | 6.283 | 6.499 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 1.396 | 1.809 |
| 7.679 | 8.308 |
Den Pensionsrückstellungen liegen Verpflichtungen inländischer in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen über Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Alters-, Invaliden- und Witwenrente) zugrunde, die in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt sind. Die Höhe der individuellen Leistungen ist dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Alter und / oder dem Gehaltsniveau des Mitarbeiters abhängig. Im Wesentlichen handelt es sich um ungedeckte Versorgungspläne, deren Verpflichtungen das Unternehmen selbst nachkommt, sobald sie fällig sind.
Gemäß IAS 19 werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) berechnet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten, wobei die Parameter Rechnungszins, Gehaltsdynamik und kalkulatorische Anpassungsrate für Renten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 im Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert blieben. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes (Defined Benefit Obligation - DBO) zum 30. Juni 2024 zeigt die nachfolgende Tabelle:
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| 2024 | 2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahres | 6.499 | 5.804 |
| Zinsaufwendungen auf DBO | 121 | 213 |
| Neubewertungen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aufgrund der Veränderung von finanziellen Annahmen | 0 | 780 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | 0 | 394 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 337 | - 692 |
| DBO zum Ende des Geschäftshalbjahres / Geschäftsjahres | 6.283 | 6.499 |
Die Pensionsaufwendungen für das jeweilige Geschäftshalbjahr setzen sich wie folgt zusammen:
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Zinsaufwendungen auf DBO | 121 | 107 |
| In der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 121 | 107 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | 0 | 0 |
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Aufwendungen / Erträge | 0 | 0 |
| Pensionsaufwendungen gesamt | 121 | 107 |
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Bezüge mit erfolgsbezogenen Komponenten | 1.132 | 1.551 |
| Jubiläumszuwendungen | 264 | 258 |
| 1.396 | 1.809 |
Für nähere Erläuterungen zu den Bezügen des Vorstands mit erfolgsbezogenen Komponenten wird auf Note (4.5) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen", sowie auf die Beschreibung des Vergütungssystems für den Vorstand unter 2023_Verguetungsbericht.pdf (berentzen-gruppe.de) verwiesen.
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer | 28.184 | 36.081 |
| 28.184 | 36.081 |
Der Bilanzausweis zum 30. Juni 2024 betrifft die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate Mai und Juni 2024. Der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2023 umfasst die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate November und Dezember 2023, die nach den Vorschriften des deutschen Alkoholsteuergesetzes im Januar bzw. Februar 2024 zur Zahlung fällig war.
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.624 | 1.764 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.254 | 1.211 |
| Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) | 578 | 713 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 576 | 579 |
| Zinsverbindlichkeit Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) | 12 | 17 |
| 8.044 | 4.284 |
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.624 (31.12.2023: TEUR 1.764) handelt es sich im Wesentlichen um einen kurzfristigen Darlehensabruf innerhalb des Konsortialkreditvertrags. Zusätzlich beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die Kontokorrentverbindlichkeiten eines ausländischen Konzernunternehmens. Zum 31. Dezember 2023 entfielen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hingegen fast vollständig auf die Kontokorrentverbindlichkeiten eines ausländischen Konzernunternehmens.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Für bestimmte Finanzinstrumente der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile, stellen die fortgeführten Anschaffungskosten die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts dar.
Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht aufgrund seiner zum Teil variablen Verzinsung auf Basis von Referenzzinssätzen näherungsweise dem bilanzierten Wert. Die beizulegenden Zeitwerte der weiteren kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, wie die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, entsprechen ihren Buchwerten, da diese kurzfristige Restlaufzeiten haben und Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente wird nach der Barwertmethode ermittelt. Dabei werden der Bewertung die Tagesendkurse bzw. zum Monatsultimo die EZB-Referenzkurse zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert ist der Ebene 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 zuzuordnen. Aus deren Bewertung zum Fair Value entstand saldiert kein Ergebniseffekt (1. HJ 2023: kein Ergebniseffekt). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die verschiedenen Ebenen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt dar:
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| • | Ebene 1: Die Inputfaktoren sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise. |
| • | Ebene 2: Die Inputfaktoren sind andere als die auf Ebene 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. |
| • | Ebene 3: Die Inputfaktoren sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzernhalbjahresabschluss erfassten Finanzinstrumente:
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| Kategorie nach IFRS 9 | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |||
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC 1) | 3.059 | 3.059 | 8.738 | 8.738 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 11.857 | 11.857 | 13.219 | 13.219 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Eigenkapitalinstrumente | FVPL 2) | 828 | 828 | 804 | 804 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | AC | 6.830 | 6.830 | 10.033 | 10.033 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 15.510 | 15.510 | 11.647 | 11.647 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 12.590 | 12.590 | 14.587 | 14.587 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | AC | 13.400 | 13.400 | 15.795 | 15.795 |
1) Amortised cost.
2) Fair Value through Profit & Loss.
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen zeitpunktbezogen aus dem Verkauf von Gütern in verschiedenen geographischen Regionen und innerhalb verschiedener Produktgruppen generiert.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Segment Spirituosen | 53.263 | 53.764 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 21.054 | 22.767 |
| Segment Frischsaftsysteme | 9.477 | 9.468 |
| Übrige Segmente | 4.316 | 2.977 |
| Umsatzerlöse | 88.110 | 88.976 |
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Auflösung von Verbindlichkeiten (Accruals) | 1.501 | 1.078 |
| Periodenfremde Erträge | 569 | 454 |
| Leergutverkäufe/Pfandabrechnung | 165 | 213 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 609 | 1.248 |
| 2.844 | 2.993 |
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Wertminderungen auf Vermögenswerte | 3.574 | 0 |
| 3.574 | 0 |
Die Wertminderungen auf Vermögenswerte im ersten Geschäftshalbjahr 2024 sind im Zusammenhang mit dem Veräußerungsprozess der Betriebsstätte in Grüneberg entstanden. Die Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen dieser Transaktion veräußert werden, bilden eine Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5. Die Bewertung der Veräußerungsgruppe erfolgte zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von TEUR 1.379. Abzüglich des beizulegenden Zeitwerts der Schulden ergab sich für die Vermögenswerte ein beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von TEUR 2.322, der deren Buchwert überschritt und folglich zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 3.574 (1. HJ 2023: TEUR 0) führte.
Die Verteilung der Wertminderung erfolgte unter Berücksichtigung des IAS 36.104 auf Basis der Buchwerte jedes einzelnen Vermögenswerts. Der ermittelte Wertminderungsbedarf bezog sich in Höhe von TEUR 43 auf immaterielle Vermögenswerte (Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögenswerte) und in Höhe von TEUR 3.531 auf Sachanlagen. Innerhalb der Sachanlagen verteilt sich die Wertminderung in Höhe von TEUR 1.424 auf Grundstücke und Gebäude, in Höhe von TEUR 966 auf technische Anlagen und Maschinen, in Höhe von TEUR 1.089 auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie in Höhe von TEUR 52 auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Verkehrs- und Vertriebskosten | 9.277 | 10.273 |
| Marketing einschließlich Werbung | 2.020 | 1.837 |
| Instandhaltung | 1.706 | 1.936 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.020 | 4.600 |
| 19.023 | 18.646 |
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | - 941 | - 470 |
| - 941 | - 470 |
Seit Juni 2022 wird die Türkei als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. In dem Posten "Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29" werden die Effekte aus der Kaufkraftanpassung der nicht-monetären Bilanzposten sowie der Posten der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im ersten Geschäftshalbjahr 2024 ergab sich ein negatives Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten in Höhe von TEUR 941 (1. HJ 2023: TEUR 470).
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Tatsächliche Ertragsteuern | 834 | 439 |
| Latente Ertragsteuern | - 722 | - 58 |
| 112 | 381 |
Die Finanzlage einschließlich der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernzwischenlagebericht im Wirtschaftsbericht Abschnitt (2.2.3) Finanzlage auf den Seiten 16 ff. dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts erläutert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung findet sich ferner in einer gesonderten Darstellung auf Seite 31 dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts.
Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Hierbei sind die Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen, deren Segmentergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden.
Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, übereinstimmt. Als Steuerungsgröße dient dem Vorstand die Kennzahl "Deckungsbeitrag nach Marketingetats". Der Konzern wird vornehmlich auf Basis der Produktgruppen und Vertriebsbereiche organisiert und gesteuert. Die interne Berichterstattung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft basiert grundsätzlich auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Darstellung der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung.
In der Segmentberichterstattung werden die wesentlichen operativen Geschäftsbereiche "Marke Inland" sowie "Export- und Handelsmarken" aufgrund gleichartiger Kundengruppen, Produkte sowie einer ähnlichen langfristigen Marge zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst.
Der Konzern war im Geschäftsjahr 2023 und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 in folgenden Segmenten tätig:
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| • | Spirituosen (Marke Inland und Export- und Handelsmarken): In dem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Spirituosen in den genannten Vertriebsbereichen zusammengefasst. |
| • | Alkoholfreie Getränke: In diesem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit alkoholfreien Getränken dargestellt. |
| • | Frischsaftsysteme: In diesem Segment ist je nach Systemkomponente die Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Fruchtpressen, Orangen sowie Abfüllgebinden erfasst. |
| • | Übrige Segmente: Dieses Segment beinhaltet im Wesentlichen das Tourismus-, Veranstaltungs- und Webshopgeschäft der Berentzen-Gruppe sowie das von einer lokalen Konzerngesellschaft betreute Geschäft mit Spirituosen in der Türkei. |
Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus den intersegmentären Umsätzen und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten.
In dem Segmentergebnis "Deckungsbeitrag nach Marketingetats" sind direkt anfallende Aufwendungen der zum jeweiligen Segment zusammengefassten Bereiche enthalten. Für den produktbezogenen Materialaufwand, übrige Einzelkosten (Fracht, Verpackungsrecycling, Provisionen) und Marketing einschließlich Werbung ist die Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten eindeutig möglich, sodass der Deckungsbeitrag nach Marketingetats vollständig für die Segmente dargestellt werden kann und als Steuerungskennzahl im Konzern verwendet wird.
Das Vermögen und die Schulden werden im für den Hauptentscheidungsträger des Konzerns vorliegenden internen Reporting nicht auf die Segmente verteilt, sondern nur auf Konzernebene dargestellt. Somit erhält der Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zum Segmentvermögen.
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| 01.01. bis 30.06.2024 | ||||||
| Spirituosen | Alkoholfreie Getränke | Frischsaftsysteme | Übrige Segmente | Eliminierung der intersegmentären Erlöse / Aufwendungen | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 53.263 | 21.054 | 9.477 | 4.316 | 88.110 | |
| Intersegmentäre Umsätze | 221 | 24 | 0 | 8 | - 253 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 53.484 | 21.078 | 9.477 | 4.324 | - 253 | 88.110 |
| Materialaufwand (produktbezogen) | - 32.584 | - 6.234 | - 5.397 | - 1.667 | 253 | - 45.629 |
| Übrige Einzelkosten | - 2.898 | - 2.797 | - 737 | - 104 | - 6.536 | |
| Marketing einschließlich Werbung | - 894 | - 685 | - 159 | - 55 | - 1.793 | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | 17.108 | 11.362 | 3.184 | 2.498 | 34.152 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.844 | |||||
| Materialaufwand / Bestandsveränderung (sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten) | - 1.964 | |||||
| Personalaufwand | - 15.900 | |||||
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | - 4.373 | |||||
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | - 9.706 | |||||
| Konzernbetriebs-ergebnis bzw. -EBIT | 5.053 | |||||
| Ergebnissondereffekte | - 4.562 | - 4.562 | ||||
| Finanzerträge | 123 | |||||
| Finanzaufwendungen | - 2.443 | |||||
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | - 941 | |||||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | - 2.770 | |||||
| Ertragsteuern | - 112 | |||||
| Konzernergebnis | - 2.882 |
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| 01.01. bis 30.06.2023 | ||||||
| Spirituosen | Alkoholfreie Getränke | Frischsaftsysteme | Übrige Segmente | Eliminierung der intersegmentären Erlöse / Aufwendungen | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 53.764 | 22.767 | 9.468 | 2.977 | 88.976 | |
| Intersegmentäre Umsätze | 1.625 | 77 | 0 | 6 | - 1.708 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 55.389 | 22.844 | 9.468 | 2.983 | - 1.708 | 88.976 |
| Materialaufwand (produktbezogen) | - 37.439 | - 7.001 | - 5.288 | - 702 | 1.708 | - 48.722 |
| Übrige Einzelkosten | - 2.839 | - 3.716 | - 803 | - 94 | - 7.452 | |
| Marketing einschließlich Werbung | - 725 | - 768 | - 81 | - 39 | - 1.613 | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | 14.386 | 11.359 | 3.296 | 2.148 | 31.189 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.993 | |||||
| Materialaufwand / Bestandsveränderung (sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten) | - 2.338 | |||||
| Personalaufwand | - 14.970 | |||||
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | - 4.033 | |||||
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | - 9.581 | |||||
| Konzernbetriebs-ergebnis bzw. -EBIT | 3.260 | |||||
| Finanzerträge | 62 | |||||
| Finanzaufwendungen | - 1.714 | |||||
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | - 470 | |||||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 1.138 | |||||
| Ertragsteuern | - 381 | |||||
| Konzernergebnis | 757 |
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| 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 872 | 872 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | 337 | 336 |
| 1.209 | 1.208 |
Daneben bestehen Haftungserklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 776 (31.12.2023: TEUR 776). Zum 30. Juni 2024 wurden durch diese Bürgschaften tatsächliche Alkoholsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 28.184 (31.12.2023: TEUR 36.081) besichert.
Die Unternehmen der Berentzen-Gruppe sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, ferner können bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet oder weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet werden. Für die daran beteiligten Unternehmen der Berentzen-Gruppe können sich daraus Zahlungsverpflichtungen zur Leistung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages) oder Verpflichtungen zur Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen ergeben. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei öffentlichen Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust von behördlichen Erlaubnissen oder Genehmigungen resultieren. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung.
Die Berentzen-Gruppe erwartet aus Rechtsstreitigkeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sofern die aus den Verfahren resultierende Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, wurde eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Da die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten jedoch grundsätzlich nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl negative Auswirkungen eintreten können, die durch die getroffene Risikovorsorge nicht vollständig gedeckt sind.
Die Berichterstattung nach IAS 24 bezieht sich auf Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als berichtendem Unternehmen einbezogen werden. Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten insbesondere Unternehmen, die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines seiner Mutterunternehmen eine Schlüsselposition bekleiden.
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes im Sinne des IAS 24.17 stellt sich wie folgt dar:
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| 01.01. bis 30.06.2024 | 01.01. bis 30.06.2023 | |
| Vergütungsart | TEUR | TEUR |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 536 | 609 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | - 13 | 270 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 42 | 43 |
| 565 | 922 |
Bestandteil des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder sind neben fixen Grundgehältern auch kurz- und langfristige variable Bestandteile. Die langfristigen variablen Komponenten hängen dabei von aktienbasierten und nichtfinanziellen Erfolgsparametern ab. Die Bewertung der aktienbasierten bzw. anteilsbasierten Vergütung basiert auf einem den Anforderungen des IFRS 2 entsprechenden multivariaten Black-Scholes-Modell mit Monte-Carlo-Simulationen. Auf Basis dieses Modells wurde für anteilsbasierte Vergütungen der Mitglieder des Vorstands im ersten Geschäftshalbjahr 2024 ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 172 (1. HJ 2023: TEUR 211) ermittelt und entsprechend passiviert. Aufgrund veränderter Parameter wurde die anteilsbasierte Vergütung der Geschäftsjahre 2021 bis 2023 entsprechend angepasst, so dass die Passivierung für anteilsbasierte Vergütungen der Mitglieder des Vorstands zum 30. Juni 2024 in Summe TEUR 1.380 (31.12.2023: TEUR 1.394) beträgt.
Ehemalige Geschäftsführer von Konzerngesellschaften, deren Rechtsnachfolgerin die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, und deren Hinterbliebene erhielten im ersten Geschäftshalbjahr 2024 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von TEUR 14 (1. HJ 2023: TEUR 14).
Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt zum 30. Juni 2024 bei Ermittlung nach IAS 19 TEUR 279 (31.12.2023: TEUR 279).
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in ihrer Funktion als Mitglieder des Aufsichtsrats kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.17 in Höhe von insgesamt TEUR 98 (1. HJ 2023: TEUR 96) gewährt.
Für ihre Tätigkeit außerhalb ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats erhielten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im ersten Geschäftshalbjahr kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 59 (1. HJ 2023: TEUR 52).
Die zum Ende des Geschäftshalbjahres zum 30. Juni 2024 offenen Posten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen oder Personen sind nicht besichert und unverzinslich. Für Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien.
Zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen nahestehende Unternehmen oder Personen bestehen zum 30. Juni 2024 nicht, dementsprechend sind dafür keine Wertminderungen gebildet worden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2024 wurde kein Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen erfasst.
Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Schluss des ersten Geschäftshalbjahres sind nicht eingetreten.
Haselünne, den 14. August 2024
Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Oliver Schwegmann, Vorstand
Ralf Brühöfner, Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Haselünne, den 14. August 2024
Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Oliver Schwegmann, Vorstand
Ralf Brühöfner, Vorstand
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