Quarterly Report • Sep 3, 2021
Quarterly Report
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Finanzbericht: 28843387

Die Berentzen-Gruppe ist eine der führenden Getränkegruppen und mit einer Unternehmensgeschichte von über 250 Jahren zugleich einer der ältesten Hersteller von Spirituosen in Deutschland. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit Sitz in Haselünne, Deutschland, ist das oberste Unternehmen der Berentzen-Gruppe, die neben der Muttergesellschaft aus mehr als 20 nationalen wie internationalen Tochtergesellschaften besteht.
Das Geschäft der Berentzen-Gruppe ist in die Segmente Spirituosen, Alkoholfreie Getränke, Frischsaftsysteme und die Übrigen Segmente aufgegliedert. Für eine detaillierte Beschreibung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie der Aufteilung in die Segmente wird auf den Geschäftsbericht 2020 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Zusammengefasster Lagebericht Abschnitt (1) "Grundlagen des Konzerns" verwiesen.
Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.
(Stand: 31. Juli 2021)

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im ersten Halbjahr des Jahres 2021 war weiterhin geprägt von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) mitteilte, erholte sich die Weltwirtschaft aufgrund hoher Infektionszahlen zum Jahresbeginn und damit verbundenen wirtschaftlichen Restriktionen nur langsam. Das Wirtschaftswachstum ist in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zum Vorjahresende zunächst gesunken. Im ersten Quartal 2021 erreichten die Coronavirus-Ansteckungen in vielen Ländern neue Höchststände, die wirtschaftlichen Einbußen fielen jedoch im Vergleich zum Vorjahrszeitraum geringer aus. Zum Ende des zweiten Quartals zeigte sich ein zweigeteiltes Bild: Während in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sinkende Infektionszahlen und Impffortschritte das Wirtschaftswachstum förderten, wurde das Wachstum in den Schwellenländern durch stark gestiegene Infektionszahlen und eine mangelnde Impfstoffversorgung weiterhin gebremst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) teilt diese Einschätzung und weist im "World Economic Outlook Update" aus Juli 2021 zudem auf eine unterschiedlich starke Erholung zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen hin.
Die Coronavirus-Pandemie prägte auch weiterhin die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Wie das statistische Bundesamt im Mai mitteilte, lag das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2021 um 1,8 % unter dem Wert des Vorquartals und 3,1 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Ein besonders starker Rückgang zeigte sich sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahresquartal bei den privaten Konsumausgaben, deren Rückgang zum Jahresbeginn 2021 auf die anhaltenden und teilweise verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist. Mit sinkenden Infektionszahlen und fortschreitenden Impfungen kam es laut dem DIW nach dem Abflachen der dritten Corona-Infektionswelle in der Mitte des zweiten Quartals jedoch zu einer Erholung der deutschen Wirtschaft. Insbesondere der Dienstleistungsbereich, wie das Gastgewerbe, profitierte von den damit verbundenen Lockerungen der Maßnahmen, die Industrie wurde hingegen von einer Rohstoffknappheit ausgebremst. Das DIW rechnet im zweiten Quartal 2021 mit einem Anstieg des BIP um 2,3 % im Vergleich zum Vorquartal.
Die Veränderung der Verbraucherpreise in Deutschland lag gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten insgesamt zwischen + 1,0 % und + 2,5 %, wobei die Preise in der für die Berentzen-Gruppe bedeutsamen Kategorie "Alkoholische Getränke und Tabakwaren" zumeist überproportional stiegen: Die Teuerungsraten lagen hier zwischen 1,6 % und 3,1 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. In der Kategorie "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" fiel der Preisanstieg hingegen zumeist unterproportional aus, die Teuerungsraten in dieser Kategorie bewegten sich zwischen 1,3 % und 1,9 %.
Neben dem Lebensmitteleinzelhandel ist das deutsche Gastgewerbe ein weiterer, wenngleich nicht ganz so bedeutender, Vertriebskanal für Spirituosen und alkoholfreie Getränke der Berentzen-Gruppe. Dieser Wirtschaftsbereich war im ersten Halbjahr 2021 - wie bereits im Vorjahresvergleichszeitraum - besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen, da Gaststätten, den Außer-Haus-Verkauf ausgenommen, zeitweise geschlossen waren. Im Berichtszeitraum waren die pandemiebedingten Einschränkungen jedoch länger in Kraft als im vergangenen Jahr. So waren die Gaststätten im Berichtszeitraum von Jahresbeginn an geschlossen und durften in den meisten Bundesländern im Mai 2021 stufenweise wieder öffnen. Insbesondere zu Beginn der Wiedereröffnung galten jedoch strenge Auflagen. Im Vorjahresvergleichszeitraum waren die Gaststätten hingegen erst ab dem 22. März pandemiebedingt geschlossen und durften im Mai stufenweise wieder öffnen. Infolgedessen sank der Umsatz in der deutschen Gastronomie nach Angaben des statistischen Bundesamts in den Monaten Januar bis März deutlich im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat - der Umsatzrückgang lag kumuliert bei 54,6 %. Im April und Mai konnten die Umsätze in der Gastronomie im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar gesteigert bzw. annähernd konstant gehalten werden, dennoch lagen die Umsätze in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2021 um 39,5 % unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Mit Inkrafttreten der Lockerungen konnte jedoch eine allmähliche Erholung beobachtet werden, der Gastgewerbeumsatz stieg im Mai um 13,7 % im Vergleich zum Vormonat.
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Information Ressources GmbH (IRI) lag der nationale Spirituosenabsatz im Handel im ersten Halbjahr des laufenden Jahres bei 351,1 Mio. 0,7-l-Flaschen (348,1 Mio. 0,7-l-Flaschen), dies entspricht einem Absatzplus von 0,9 % gegenüber dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Parallel dazu ist auch der Umsatz in diesem Vertriebskanal von 2,89 Milliarden Euro um rd. 2,9 % auf 2,97 Milliarden Euro gestiegen. Der Anteil von Handelsmarken am dortigen Gesamtabsatz betrug von Januar bis Juni 122,6 Mio. 0,7-l-Flaschen (128,3 Mio. 0,7-l-Flaschen), der Anteil am Gesamtumsatz sank parallel dazu von 0,74 Milliarden Euro auf 0,69 Milliarden Euro.
Für den Absatz alkoholfreier Getränke im Handel in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2021 beobachtete das Marktforschungsunternehmen IRI einen Absatzrückgang von 6,4 % auf 8,4 Mrd. Liter (9,0 Mrd. Liter). Der Absatzrückgang von Wässern fiel dabei überproportional aus und beläuft sich auf 9,2 %. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich der Absatz von Softdrinks, der Rückgang beträgt 4,5 %. Gegenläufig zeigte sich die Entwicklung im Bereich Sport- und Energygetränke sowie im Bereich Eistee, dem die unter der Marke Mio Mio vertriebenen Mate-Getränke zuzuordnen sind, hier wurde ein Absatzwachstum von 8,0 % bzw. 3,5 % erzielt.
Auf das Segment Frischsaftsysteme wirkten sich gemäß interner Einschätzungen und qualifizierter Marktbeobachtungen insbesondere zwei Faktoren im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie weiterhin negativ aus. Zum einen wurden aufgrund der großen Unsicherheit, insbesondere im Gastgewerbe, Investitionen suspendiert, wodurch der Absatz von Fruchtpressen sank. Zum anderen führte die vorübergehende Schließung der Hotel- und Gastronomiebetriebe, die zudem nach erfolgter Wiedereröffnung strengen Hygieneauflagen unterliegen zu einer eingeschränkten Nutzung bestehender Geräte. Dies wirkte sich negativ auf den Absatz der Systemkomponenten Orangen und Abfüllgebinde aus.
In einer weiterhin stark von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie belasteten Wirtschaftslage sowie einem sehr kompetitiven Wettbewerbsumfeld erzielte die Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr 2021 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 67,7 Mio. Euro (73,5 Mio. Euro); das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) stieg auf 2,6 Mio. Euro (2,1 Mio. Euro) und das bereinigte Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) erhöhte sich gleichfalls, und zwar auf 7,1 Mio. Euro (6,4 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung eines Aufwands aus dem Finanz- und Beteiligungsergebnis in Höhe von 0,6 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro) sowie aus Ertragsteuern in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. Euro) erzielte die Berentzen-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 ein Konzernergebnis in Höhe von 1,5 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro). Das Ergebnis des Vorjahresvergleichszeitraums wurde von einem Ergebnissondereffekt in Höhe von 1,4 Mio. Euro belastet.
Wie bereits im Geschäftsjahr 2020 stellt die Coronavirus-Pandemie auch im Berichtszeitraum erwartungsgemäß ein wesentliches Ereignis dar. Einige von Bund und Ländern beschlossene Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wirken sich weiterhin nachteilig auf die Wirtschaft in Deutschland aus. Zu diesen Maßnahmen zählen u. a. die Schließung von Gastronomiebetrieben, umfassende Kontaktbeschränkungen und das Verbot von Veranstaltungen.
Von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind weiterhin alle Segmente der Berentzen-Gruppe betroffen. Im Segment Frischsaftsysteme kam es insbesondere zu einem Rückgang der Absätze von Fruchtpressen, da Investitionen in den unmittelbaren bzw. mittelbaren Vertriebskanälen Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel ausgesetzt wurden. Das Geschäft mit alkoholfreien Getränken und Markenspirituosen wurde insbesondere durch die zeitweise fast vollständige Schließung der Gastronomie belastet. Diese wirkte sich vorrangig auf das Segment Alkoholfreie Getränke aus. Im Segment Spirituosen beeinflusste der Ausfall von Feierlichkeiten zudem den Absatzverlauf von solchen Markenprodukten, die vorrangig bei geselligen Anlässen konsumiert werden.
Mit Ablauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2021 wurde eine langjährige Kooperation zwischen der Berentzen-Gruppe und einem internationalen Getränkekonzern über die Abfüllung alkoholfreier Markenprodukte beendet. Bei isolierter Betrachtung führt dies ab dem Geschäftsjahr 2021 zu einer Verminderung der Umsatzerlöse im Segment Alkoholfreie Getränke in Höhe von annualisiert ca. 12,0 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von zu ergreifenden bzw. ergriffenen Gegensteuerungsmaßnahmen und aufgrund der vergleichsweise schwachen Ertragsqualität des Lohnfüllgeschäftes wird der Effekt auf das bereinigte Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Konzern-EBIT) für die Geschäftsjahre ab 2021 allerdings voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein.
Die nachfolgende Übersicht fasst die Entwicklung der Ertragslage zusammen. Dabei sind entsprechend der Definition des zur Steuerung des Konzerns verwendeten, normalisierten Konzern-EBIT einzelne Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung um aufwands- bzw. ertragsbezogene Sondereffekte (Ergebnissondereffekte) bereinigt.
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| 01.01. bis 30.06.2021 | 01.01. bis 30.06.2020 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernumsatzerlöse | 67.681 | 100,3 | 73.498 | 99,1 | - 5.817 | - 7,9 |
| Bestandsveränderung | - 186 | - 0,3 | 679 | 0,9 | - 865 | > - 100,0 |
| Konzerngesamtleistung | 67.495 | 100,0 | 74.177 | 100,0 | - 6.682 | - 9,0 |
| Materialaufwand | 35.684 | 52,9 | 41.058 | 55,4 | - 5.374 | - 13,1 |
| Konzernrohertrag | 31.811 | 47,1 | 33.119 | 44,6 | - 1.308 | - 3,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.084 | 3,1 | 1.471 | 2,0 | + 613 | + 41,7 |
| Betriebsaufwand | 31.255 | 46,3 | 32.532 | 43,9 | - 1.277 | - 3,9 |
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 2.640 | 3,9 | 2.058 | 2,8 | + 582 | + 28,3 |
| Ergebnissondereffekte | 0 | 0,0 | - 1.377 | - 1,9 | + 1.377 | > + 100,0 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | - 630 | - 0,9 | - 720 | - 1,0 | + 90 | + 12,5 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 2.010 | 3,0 | - 39 | - 0,1 | + 2.049 | > + 100,0 |
| Ertragsteueraufwand | 542 | 0,8 | - 188 | - 0,3 | + 730 | > + 100,0 |
| Konzernergebnis | 1.468 | 2,2 | 149 | 0,2 | + 1.319 | > + 100,0 |
Die Konzernumsatzerlöse der Berentzen-Gruppe beliefen sich im ersten Geschäftshalbjahr 2021 auf 67,7 Mio. Euro (73,5 Mio. Euro), die Konzernumsatzerlöse inklusive Alkoholsteuer betrugen 151,7 Mio. Euro (171,7 Mio. Euro). Einschließlich der Bestandsveränderungen in Höhe von -0,2 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro) ergab sich eine Konzerngesamtleistung von 67,5 Mio. Euro (74,2 Mio. Euro).
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| 01.01. bis 30.06.2021 | 01.01. bis 30.06.2020 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Segment Spirituosen | 41.271 | 42.832 | - 1.561 | - 3,6 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 18.706 | 22.737 | - 4.031 | - 17,7 |
| Segment Frischsaftsysteme | 6.774 | 7.437 | - 663 | - 8,9 |
| Übrige Segmente | 930 | 492 | + 438 | + 89,0 |
| Konzernumsatzerlöse exklusive Alkoholsteuer | 67.681 | 73.498 | - 5.817 | - 7,9 |
| Alkoholsteuer | 83.988 | 98.209 | - 14.221 | - 14,5 |
| Konzernumsatzerlöse inklusive Alkoholsteuer | 151.669 | 171.707 | - 20.038 | - 11,7 |
Die Umsatzentwicklung der unterschiedlichen Produktgruppen und -kategorien stellt einen wesentlichen Einflussfaktor für den Geschäftsverlauf dar, wenngleich aufgrund vielfältiger Mixeffekte keine streng lineare Beziehung zur Entwicklung des Konzernrohertrags und den Ergebniskennzahlen zu beobachten ist. Die nachfolgende Darstellung der Umsatzentwicklung erfolgt erstmals im Rahmen dieser Berichterstattung. Im Geschäftsbericht 2020 wurde an dieser Stelle stattdessen die Entwicklung des Mengenvolumens, also des Produktabsatzes, veranschaulicht.
Um eine Überleitung der produktgruppenbezogenen Umsatzerlöse in den Segmenten Spirituosen und Alkoholfreie Getränke zu den in der Segmentberichterstattung dargestellten Umsatzerlösen zu ermöglichen, wurden die sog. Kundenvertriebsetats mit abgebildet. Dabei handelt es sich gemäß IFRS 15 um direkt den Umsatz kürzende Zuschüsse, die zwar den jeweiligen Kunden zugeordnet werden können, jedoch nicht den im Folgenden dargestellten Produkten, Produktgruppen oder Geschäftskategorien.
Spirituosen
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| 01.01. bis 30.06.2021 | 01.01. bis 30.06.2020 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Berentzen | 5.459 | 6.657 | - 1.198 | - 18,0 |
| Puschkin | 3.107 | 3.161 | - 54 | - 1,7 |
| Übrige | 496 | 236 | + 260 | > + 100,0 |
| Fokusmarken | 9.062 | 10.054 | - 992 | - 9,9 |
| Sonstige Marken | 3.876 | 4.396 | - 520 | - 11,8 |
| Kundenvertriebsetats | - 1.057 | - 765 | - 292 | - 38,2 |
| Markenspirituosen Inland | 11.881 | 13.685 | - 1.804 | - 13,2 |
| Markenspirituosen Ausland | 2.262 | 2.182 | + 80 | + 3,7 |
| Premium-Handelsmarken | 2.611 | 2.863 | - 252 | - 8,8 |
| Medium-Handelsmarken | 7.511 | 5.339 | + 2.172 | + 40,7 |
| Standard-Handelsmarken | 17.763 | 19.365 | - 1.602 | - 8,3 |
| Kundenvertriebsetats | - 621 | - 504 | - 117 | - 23,2 |
| Export- und Handelsmarken | 29.526 | 29.245 | + 281 | + 1,0 |
| Übrige und interne Umsätze | - 136 | - 98 | - 38 | - 38,8 |
| Umsatz im Segment Spirituosen | 41.271 | 42.832 | - 1.561 | - 3,6 |
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 sank der Umsatz im Segment Spirituosen leicht um 3,6 % auf 41,3 Mio. Euro. Mit inländischen Markenspirituosen erzielte die Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr einen Umsatz in Höhe von 11,9 Mio. Euro (13,7 Mio. Euro), während das Geschäft mit Markenspirituosen im Ausland und Handelsmarken (zusammengefasst: Export- und Handelsmarken) Umsätze in Höhe von 29,5 Mio. Euro (29,2 Mio. Euro) generieren konnte.
Das Umsatzvolumen des inländischen Markengeschäfts verringerte sich zum 30. Juni 2021 um insgesamt 13,2 %. Der Ausfall zahlreicher Konsumanlässe aufgrund der von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus war in der Umsatzentwicklung der hier eingeordneten Produkte deutlich spürbar. Dabei war das gesamte erste Geschäftshalbjahr 2021 von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, wohingegen es im ersten Geschäftshalbjahr 2020 erst ab Mitte März zu Einschränkungen kam. So zeigten sich die durch die Fokusmarken generierten Umsätze um 9,9 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Ursächlich für diese Entwicklung waren die beiden Marken Berentzen und Puschkin, die sich jedoch hinsichtlich ihrer diesbezüglichen Dynamik unterschiedlich entwickelten: Während der Umsatz der unter der Marke Berentzen geführten Produkte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 einen Rückgang in Höhe von 18,0 % verzeichnete, fiel der Rückgang bei der Marke Puschkin gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 1,7 % etwas weniger stark aus. Die Umsätze mit den übrigen Fokusmarken (Tres Países, Norden Dry Gin und Goldkehlchen) konnten hingegen um insgesamt mehr als 100 % auf 0,5 Mio. Euro (0,2 Mio. Euro) gesteigert werden. Im Geschäft mit den weiteren Spirituosenmarken, insbesondere mit den sog. klassischen Spirituosen (u. a. Strothmann, Bommerlunder usw.), war ein Umsatzrückgang in Höhe von 11,8 % zu verzeichnen. Die Umsatzminderungen für eingesetzte Kundenvertriebsetats im inländischen Markengeschäft stiegen von 0,8 Mio. Euro im vorangegangenen Geschäftshalbjahr auf 1,1 Mio. Euro im Geschäftshalbjahr 2021.
Die Entwicklung im Spirituosengeschäft mit Export- und Handelsmarken lag mit einem Umsatz in Höhe von 29,5 Mio. Euro (29,2 Mio. Euro) um 1,0 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die einzelnen Produktkategorien zeigten jedoch unterschiedliche Entwicklungen: Der Anteil der margenschwächeren Standardprodukte wurde weiter reduziert und durch ertragsstärkere Konzepte ersetzt. So konnte bspw. der Umsatz der Produktkategorie Medium-Handelsmarken gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 40,7 % auf nun 7,5 Mio. Euro erhöht werden. Im Geschäft mit Premium-Konzepten sank der Umsatz hingegen um 8,8 %, bei den Standard-Konzepten fiel der Rückgang mit 8,3 % vergleichbar aus. Im Exportgeschäft mit Markenspirituosen wurde ein Umsatzzuwachs in Höhe von 3,7 % erzielt. Dieser ist vorrangig auf eine positive Umsatzentwicklung in den Niederlanden zurückzuführen. Die dem Bereich Export- und Handelsmarken zugeordneten Kundenvertriebsetats fielen mit einem Zuwachs von 23,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich höher aus.
Die übrigen und internen Umsätze im Segment Spirituosen betrugen -0,1 Mio. Euro (-0,1 Mio. Euro).
Alkoholfreie Getränke
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| 01.01. bis 30.06.2021 | 01.01. bis 30.06.2020 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Mio Mio | 6.974 | 6.116 | + 858 | + 14,0 |
| Kräuterbraut | 81 | 114 | - 33 | - 28,9 |
| Fokusmarken | 7.055 | 6.230 | + 825 | + 13,2 |
| Emsland / St. Ansgari | 4.581 | 4.305 | + 276 | + 6,4 |
| Märkisch / Grüneberger | 3.418 | 3.401 | + 17 | + 0,5 |
| Regionale Marken | 7.999 | 7.706 | + 293 | + 3,8 |
| Sonstige Marken | 1.373 | 1.441 | - 68 | - 4,7 |
| Markengeschäft | 16.427 | 15.377 | + 1.050 | + 6,8 |
| Konzessionsgeschäft | 812 | 1.487 | - 675 | - 45,4 |
| Lohnfüllgeschäft | 3.226 | 7.217 | - 3.991 | - 55,3 |
| Übrige Geschäfte | 4.038 | 8.704 | - 4.666 | - 53,6 |
| Kundenvertriebsetats | - 1.889 | - 1.579 | - 310 | - 19,6 |
| Übrige und interne Umsätze | 130 | 235 | - 105 | - 44,7 |
| Umsatz im Segment Alkoholfreie Getränke | 18.706 | 22.737 | - 4.031 | - 17,7 |
Im Segment Alkoholfreie Getränke reduzierte sich der Umsatz mit Mineralwässern und Erfrischungsgetränken in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 um 17,7 % auf 18,7 Mio. Euro (22,7 Mio. Euro). Dabei konnte sich das Markengeschäft allerdings mit einem Umsatzplus in Höhe von 1,1 Mio. Euro bzw. 6,8 % deutlich positiv entwickeln, während die übrigen Geschäfte (Konzession und Lohnfüllung) ein kräftiges Umsatzminus in Höhe von zusammen 4,7 Mio. Euro bzw. 53,6 % generierten und sich insofern für das Umsatzminus in diesem Segment verantwortlich zeichneten.
Trotz der zuvor erläuterten externen Einflüsse im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zeigte das Geschäft in der Produktkategorie Fokusmarken eine positive Entwicklung: Das Umsatzwachstum betrug 13,2 %. Getragen wurde das Wachstum ausschließlich von den unter der eigenen Marke Mio Mio vertriebenen Getränken, die erneut eine deutlich positive Entwicklung erzielten: Das Umsatzplus betrug 14,0 %.
Unter der Produktkategorie Regionale Marken werden insbesondere die Marken Emsland Quelle, Emsland Sonne, Märkisch Kristall,St. Ansgari und Grüneberg Quelle subsumiert. Deren Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insbesondere als Folge einzelner Produktpreiserhöhungen ebenfalls um 3,8 % auf 8,0 Mio. Euro gesteigert werden.
Die Produkte der Kategorie Sonstige Marken, deren wesentlicher Umsatz durch Vivaris Sport abgebildet wird, verzeichneten einen Umsatzrückgang in Höhe von 4,7 %.
Insbesondere aufgrund der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten Schließung der Gastronomiebetriebe, die sich im ersten Geschäftshalbjahr 2021 über einen längeren Zeitraum als im ersten Geschäftshalbjahr 2020 erstreckte, verzeichnete das Konzessionsgeschäft mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe einen deutlichen Umsatzrückgang in Höhe von 45,4 % auf nunmehr 0,8 Mio. Euro.
Die durch Lohnfüllaufträge generierten Umsätze sanken ebenfalls um 55,3 %; dies ist maßgeblich auf die bereits zuvor im Abschnitt (2.2.2.) erläuterte Beendigung einer langjährigen Vereinbarung über die Abfüllung von Produkten der Marke Pepsi zum Ende des ersten Quartals 2021 zurückzuführen. Die insgesamt rückläufigen Segmentumsatzerlöse sind damit fast gänzlich auf diesen Sachverhalt zurückzuführen.
Die dem Segment Alkoholfreie Getränke zugeordneten Kundenvertriebsetats stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,6 %.
Die übrigen und internen Umsätze betrugen 0,1 Mio. Euro (0,2 Mio. Euro).
Frischsaftsysteme
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| 01.01. bis 30.06.2021 | 01.01. bis 30.06.2020 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fruchtpressen | 2.345 | 2.908 | - 563 | - 19,4 |
| Früchte | 2.912 | 3.248 | - 336 | - 10,3 |
| Abfüllgebinde | 1.649 | 1.467 | + 182 | + 12,4 |
| Übrige und interne Umsätze | - 132 | - 186 | + 54 | + 29,0 |
| Umsatz im Segment Frischsaftsysteme | 6.774 | 7.437 | - 663 | - 8,9 |
Das am stärksten von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffene Segment Frischsaftsysteme verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 insgesamt eine rückläufige Umsatzentwicklung in Höhe von 8,9 %: Der im Zusammenhang mit Fruchtpressen und deren Ersatzteil- und Servicegeschäft generierte Umsatz sank dabei um 19,4 %, da in der Kundschaft weiterhin vermehrt Investitionen in Frischsaftsysteme ausblieben. Eine erfreuliche Entwicklung zeigte sich hingegen in den von konzerneigenen Vertriebsteams betreuten Kernregionen Deutschland und Österreich: Hier konnte im Geschäft mit Fruchtpressen eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum in Höhe von zusammen 53,0 % erzielt werden. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Umsätze in Skandinavien und Frankreich. Ein deutlich geringeres Umsatzvolumen zeigte sich hingegen in Großbritannien und Osteuropa. Der Umsatz mit Früchten (Orangen) verzeichnete einen Rückgang in Höhe von 10,3 %, bei den Abfüllgebinden stieg der Umsatz hingegen um 12,4 %.
Die übrigen und internen Umsätze betrugen -0,1 Mio. Euro (-0,2 Mio. Euro).
Übrige Segmente
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| 01.01. bis 30.06.2021 | 01.01. bis 30.06.2020 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Tourismus- und Veranstaltungsaktivitäten | 273 | 310 | - 37 | - 11,9 |
| Spirituosengeschäft der türkischen Konzerngesellschaft | 717 | 264 | + 453 | > + 100,0 |
| Übrige und interne Umsätze | - 60 | - 82 | + 22 | + 26,8 |
| Umsatz im Segment Übrige | 930 | 492 | + 438 | + 89,0 |
Das in den Übrigen Segmenten enthaltene Tourismus- und Veranstaltungsgeschäft der Berentzen-Gruppe war auch im ersten Geschäftshalbjahr 2021 stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen - es zeigte mit einem Minus von 11,9 % eine deutlich rückläufige Umsatzentwicklung. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsverbot, welches sich auf das gesamte erste Quartal 2021 auswirkte, wohingegen im Geschäftsjahr 2020 lediglich ab der zweiten Märzhälfte Einschränkungen bestanden.
Während das Tourismusgeschäft in der Türkei im ersten Geschäftshalbjahr 2020 zeitweise vollständig zum Erliegen kam, erfolgte im ersten Geschäftshalbjahr 2021 eine leichte Erholung, die zu einem Anstieg der Umsätze im Spirituosengeschäft in der Türkei von mehr als 100 % auf nun 0,7 Mio. Euro führte. Vor dem Hintergrund der pandemischen, politischen und wirtschaftlichen Situation in der Türkei unterliegt dieser von einer lokalen Konzerngesellschaft betreute Markt jedoch weiterhin einer intensivierten Beobachtung im Risikomanagementsystem der Berentzen-Gruppe.
Die übrigen und internen Umsätze betrugen -0,1 Mio. Euro (-0,1 Mio. Euro).
Gesamtaussage zur Umsatzentwicklung
Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 war weiterhin stark geprägt von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. So führte vor dem Hintergrund der vorstehend dargestellten Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern insbesondere die rückläufige Entwicklung im Segment Alkoholfreie Getränke zu einem Rückgang der Konzernumsatzerlöse um 7,9 % auf nun 67,7 Mio. Euro. Dabei sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass diese Entwicklung fast gänzlich auf die Beendigung einer langjährigen Vereinbarung über die Abfüllung von Produkten der Marke Pepsi zum Ende des ersten Quartals 2021 zurückzuführen ist. Das Umsatzniveau im Segment Frischsaftsysteme zeigte sich ebenfalls deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die erfreuliche Umsatzentwicklung im Spirituosengeschäft mit Export- und Handelsmarken konnte die ebenfalls rückläufige Entwicklung im Geschäft mit Markenspirituosen im Inland in Summe nicht kompensieren, sodass es insgesamt zu einem leichten Umsatzrückgang im Segment Spirituosen kam. Der vergleichsweise kleine Umsatzbeitrag der Übrigen Segmente entwickelte sich hingegen deutlich positiv.
Bei einer gesunkenen Konzerngesamtleistung reduzierte sich der Materialaufwand im ersten Geschäftshalbjahr 2021 überproportional auf 35,7 Mio. Euro (41,1 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote verringerte sich demzufolge; sie betrug 52,9 % (55,4 %). Die Rahmenbedingungen für den Einkauf von Rohstoffen zur Herstellung von Spirituosen und alkoholfreien Getränken bzw. den Bezug von Systemkomponenten im Segment Frischsaftsysteme gestalteten sich unterschiedlich, wobei sich die Einstandspreise für Rohstoffe weitestgehend stabil zeigten. Eine leichte Entspannung ergab sich im ersten Geschäftshalbjahr 2021 bei den Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) im Segment Frischsaftsysteme. Die Bezugskosten für den wichtigen Grundstoff Neutralalkohol im Segment Spirituosen sind jedoch - insbesondere auch durch die pandemiebedingte Angebotsverknappung - weiter gestiegen.
Trotz einer um 6,7 Mio. Euro gesunkenen Konzerngesamtleistung reduzierte sich der Konzernrohertrag lediglich um 1,3 Mio. Euro. Ursächlich hierfür zeigte sich die - im Wesentlichen aufgrund vorteilhafter Produkt- und Segmentmixeffekte - um 2,5 Prozentpunkte verbesserte Konzernrohertragsquote.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich in Summe auf 2,1 Mio. Euro (1,5 Mio. Euro) im ersten Geschäftshalbjahr 2021. Neben Erträgen aus der Auflösung bzw. Ausbuchung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro) sind darin im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Anlagevermögen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (weniger als 0,1 Mio. Euro) enthalten.
Der Betriebsaufwand verringerte sich absolut auf insgesamt 31,3 Mio. Euro (32,5 Mio. Euro), gleichzeitig erhöhte sich die Betriebsaufwandsquote auf 46,3 % (43,9 %).
Der Personalaufwand stieg deutlich um 1,0 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro, die Personalaufwandsquote erhöhte sich dementsprechend auf 19,8 % (16,7 %). Wesentliche Ursachen dessen sind zusätzlich geschaffene Stellen in den Organisationsbereichen Vertrieb, Produktion und Technik sowie die vertragliche Neuordnung der Vorstandvergütung. Zum Stichtag 30. Juni 2021 waren im Konzern 488 (498) Mitarbeiter bzw. im ersten Geschäftshalbjahr 2021 durchschnittlich 417 (413) Vollzeitkräfte beschäftigt. Demzufolge ist der Personalbestand zum Berichtsstichtag 30. Juni 2021 im Vergleich zum 30. Juni 2020 gesunken, wohingegen die durchschnittliche Beschäftigung von Vollzeitkräften während des ersten Geschäftshalbjahres 2021 höher ausfiel als im Vergleichszeitraum.
Die laufenden Abschreibungen zeigten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2021 bei einem bis dahin getätigten reduzierten Investitionsvolumen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (2,9 Mio. Euro) mit 4,4 Mio. Euro (4,4 Mio. Euro) konstant.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 2,3 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro (15,8 Mio. Euro). Dabei verringerten sich die Verkehrs- und Vertriebskosten auf 7,0 Mio. Euro (7,6 Mio. Euro), wobei sich im Wesentlichen der geringere Geschäftsumfang in den Segmenten Spirituosen und Alkoholfreie Getränke als ursächlich für diese Entwicklung zeigte. Der Aufwand für Marketing und Handelswerbung lag mit 1,6 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro) auf dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums, wohingegen die Aufwendungen für Instandhaltungen mit 1,2 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro) reduziert werden konnten. Die übrigen Gemeinkosten sanken im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2020 in Summe auf 3,7 Mio. Euro (5,0 Mio. Euro).
Ergebnissondereffekte im ersten Geschäftshalbjahr 2021
Im ersten Geschäftshalbjahr 2021 ergaben sich keine als solche zu berücksichtigende Ergebnissondereffekte.
Ergebnissondereffekte im ersten Geschäftshalbjahr 2020
Als Folge der Coronavirus-Pandemie und dabei insbesondere aufgrund der umfangreichen Krisenbetroffenheit des Gastronomiegeschäfts war für das Segment Alkoholfreie Getränke ein anlassbezogener Impairment-Test durchzuführen. Infolgedessen wurde zum 31. März 2020 ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 1,4 Mio. Euro als Ergebnissondereffekt erfasst.
Auf Basis aktualisierter Szenarioanalysen sowie aufgrund der Mitteilung des bisherigen Auftraggebers, einem internationalen Getränkekonzern, die langjährige Kooperation über die Abfüllung seiner alkoholfreien Markenprodukte nicht über das Jahr 2020 hinaus fortsetzen zu wollen, wurde zum 30. Juni 2020 erneut ein anlassbezogener Impairment-Test für die CGU Alkoholfreie Getränke durchgeführt. Daraus ergaben sich jedoch keine weiteren Wertminderungen oder Wertaufholungen.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert werden und verursachte per Saldo einen Aufwand in Höhe von 0,6 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro).
Bezogen auf das erste Geschäftshalbjahr 2021 ergab sich für den Konzern ein Aufwand aus Ertragsteuern in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. Euro). Dieser berücksichtigt Aufwendungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare ausländische Ertragsteuern in Höhe von 0,7 Mio. Euro (0,2 Mio. Euro). Aus der Bewertung latenter Steuern gemäß IAS 34 i.V.m. IAS 12 ergab sich insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro), der im Wesentlichen aus einer Verminderung der passiven latenten Steuern auf temporäre Bewertungsunterschiede von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierte.
Trotz eines gegenüber dem Vorjahreszeitraums verminderten Geschäftsumfangs und eines infolgedessen auch um 1,3 Mio. Euro verminderten Konzernrohertrags stieg das bereinigte Konzernbetriebsergebnis bzw. EBIT im ersten Geschäftshalbjahr 2021 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 28,3 % auf 2,6 Mio. Euro (2,1 Mio. Euro). Ursächlich hierfür war in erster Linie die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen um insgesamt 1,3 Mio. Euro. Dadurch konnte die zuvor genannte negative Rohertragsentwicklung nahezu vollständig kompensiert werden. Gleichzeitig lagen die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,6 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während im ersten Geschäftshalbjahr 2020 zudem noch ein negativer Ergebnissondereffekt in Höhe von 1,4 Mio. Euro zu erfassen war, ergaben sich in der aktuellen Berichtsperiode keine als solche zu berücksichtigenden Ergebnissondereffekte. Unter Berücksichtigung eines leicht verbesserten Finanz- und Beteiligungsergebnisses sowie um 0,7 Mio. Euro höherer Aufwendungen im Zusammenhang mit Ertragsteuern stieg das Konzernergebnis deutlich auf 1,5 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro).
Die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 dargestellte Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe stellt sich zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2021 im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:
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| Finanzierungsrahmen 30.06.2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristig Mio. Euro |
Kurzfristig Mio. Euro |
Gesamt Mio. Euro |
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| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsortialkreditvertrag | Rahmen, begrenzt | 7,5 | 25,5 | 33,0 | ||
| Factoring | Rahmen, begrenzt | 0,0 | 55,0 | 55,0 | ||
| Zentralregulierung / Factoring | Rahmen, unbegrenzt 1) | 0,0 | 7,5 | 7,5 | ||
| Betriebsmittelkredit | Rahmen, begrenzt 2) | 0,0 | 0,8 | 0,8 | ||
| Avalkredit für Alkoholsteuersicherheiten | Rahmen, begrenzt | 0,0 | 0,8 | 0,8 | ||
| Gesamtfinanzierung | 7,5 | 0,0 | 89,6 | 0,0 | 97,1 |
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| Finanzierungsrahmen 31.12.2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristig Mio. Euro |
Kurzfristig Mio. Euro |
Gesamt Mio. Euro |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsortialkreditvertrag | 7,5 | 25,5 | 33,0 | ||
| Factoring | 0,0 | 55,0 | 55,0 | ||
| Zentralregulierung / Factoring | 0,0 | 8,0 | 8,0 | ||
| Betriebsmittelkredit | 0,0 | 0,7 | 0,7 | ||
| Avalkredit für Alkoholsteuersicherheiten | 0,0 | 0,8 | 0,8 | ||
| Gesamtfinanzierung | 7,5 | 0,0 | 90,0 | 0,0 | 97,5 |
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| 1) Durchschnittliches Finanzierungsvolumen im Geschäfts(halb)jahr. | |
| 2) Darin enthaltene Betriebsmittelkredite in Fremdwährung umgerechnet zum jeweiligen Stichtag. |
Gegenüber dem 31. Dezember 2020 wich der Finanzierungsrahmen zum 30. Juni 2021 lediglich hinsichtlich der Inanspruchnahme von Factoringlinien und des Finanzierungsvolumens aus Kreditvereinbarungen mit Betriebsmittelkreditgebern außerhalb des Konsortialkreditvertrages ab. Der zwei ausländischen Konzerngesellschaften zur Verfügung stehende Rahmen für Betriebsmittelkredite erhöhte sich leicht um 0,1 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro).
Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung im Konzern. Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und einem Teil der "Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten".
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzte, bei Kreditinstituten geführte Kontokorrentkonten, welche die aus diesem Factoring jederzeit verfügbaren liquiden Mittel umfassen ("Kundenabrechnungskonten"). Die Forderungen aus den Kundenabrechnungskonten weisen von üblichen Kontokorrentforderungen gegen Kreditinstitute abweichende Charakteristika, insbesondere hinsichtlich der Verzinsung, auf. Von den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden lediglich die im Rahmen von Betriebsmittel-Barlinien unmittelbar verfügbaren Fremdkapitalanteile angesetzt.
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
Veränderung TEUR |
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|---|---|---|---|
| Erfolgswirtschaftlicher Cashflow | 5.056 | 3.227 | + 1.829 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 8.596 | - 6.727 | - 1.869 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 1.331 | - 2.859 | + 1.528 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 1.862 | - 645 | - 1.217 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 11.789 | - 10.231 | - 1.558 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 26.334 | 22.010 | + 4.324 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 14.545 | 11.779 | + 2.766 |
Erfolgswirtschaftlicher Cashflow und Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Der erfolgswirtschaftliche Cashflow erhöhte sich im ersten Geschäftshalbjahr 2021 auf 5,1 Mio. Euro (3,2 Mio. Euro). Während sich das um Abschreibungen und Wertminderungen bereinigte Konzernergebnis sowie die Zahlungssalden aus dem Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu konstant zeigten, wurde der erfolgswirtschaftliche Cashflow positiv von um 2,0 Mio. Euro geringeren Zahlungssalden im Zusammenhang mit Ertragsteuern beeinflusst.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 per Saldo einen Nettomittelabfluss in Höhe von 8,6 Mio. Euro (6,7 Mio. Euro). Gegenüber dem erfolgswirtschaftlichen Cashflow umfasst er zusätzlich Zahlungsbewegungen im sog. Working Capital, die zu einem Mittelabfluss in Höhe von 13,7 Mio. Euro (10,0 Mio. Euro) führten. Maßgebliche Einflussfaktoren hierauf waren die nachfolgenden Sachverhalte:
Aus der Veränderung des sog. Trade Working Capital - d. h. dem Saldo aus den Zahlungsbewegungen der Vorräte, Forderungen inkl. Factoring, Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - entstand per Saldo ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 9,5 Mio. Euro (9,2 Mio. Euro). Dieser ist insbesondere auf den unterjährig stets wiederkehrenden Effekt aus der saisonal bedingten Verringerung der Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer zurückzuführen; zum Stichtag 30. Juni 2021 betrug er 13,1 Mio. Euro (10,2 Mio. Euro).
Demgegenüber stand ein Zahlungsmittelzufluss aus der Abnahme der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen und übrigen Vermögenswerte in Höhe von 1,9 Mio. Euro (4,4 Mio. Euro). Ferner entstand aus der Veränderung der übrigen Passivposten sowie aus sonstigen zahlungsunwirksamen Effekten insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 6,1 Mio. Euro (5,1 Mio. Euro).
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Die Investitionstätigkeit des Konzerns führte insgesamt zu einem Mittelabfluss in Höhe von 1,3 Mio. Euro (2,9 Mio. Euro). Den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. Euro (2,9 Mio. Euro) standen Einzahlungen aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 1,2 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro) gegenüber. Dieser Zahlungsmittelzufluss steht im Zusammenhang mit der Veräußerung von Grundstücken und Gebäuden des ehemaligen Produktionsstandortes Norden. Der Mittelabfluss entfiel dabei erneut im Wesentlichen auf Investitionen in Leergutbehälter und -kisten im Segment Alkoholfreie Getränke.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Aus der Finanzierungstätigkeit entstand ein Nettomittelabfluss in Höhe von 1,9 Mio. Euro (0,6 Mio. Euro), der - auf der Grundlage entsprechender Beschlüsse der Hauptversammlung - im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung sowie aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 resultierte.
Finanzmittelfonds
Insgesamt lag der Finanzmittelfonds zur Mitte des Geschäftsjahres 2021 bei 14,5 Mio. Euro (11,8 Mio. Euro). Dabei entfielen 13,1 Mio. Euro (8,6 Mio. Euro) auf Forderungen aus den im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzten, bei Kreditinstituten geführten Kundenabrechnungskonten. Zum 30. Juni 2021 bestanden außerdem Inanspruchnahmen kurzfristiger Kreditlinien bzw. als solche auszuweisende Finanzierungsinstrumente in Höhe von 0,5 Mio. Euro.
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 54.923 | 43,5 | 56.077 | 38,6 | - 1.154 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 71.255 | 56,5 | 88.388 | 60,9 | - 17.133 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0 | 0,0 | 717 | 0,5 | - 717 |
| Bilanzsumme | 126.178 | 100,0 | 145.182 | 100,0 | - 19.004 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | 47.408 | 37,6 | 47.240 | 32,5 | + 168 |
| Langfristige Schulden | 18.655 | 14,8 | 18.660 | 12,9 | - 5 |
| Kurzfristige Schulden | 60.115 | 47,6 | 79.282 | 54,6 | - 19.167 |
| 126.178 | 100,0 | 145.182 | 100,0 | - 19.004 |
Gegenüber dem 31. Dezember 2020 hat sich die Bilanzsumme auf 126,2 Mio. Euro (145,2 Mio. Euro) deutlich vermindert.
Langfristige Vermögenswerte
54,9 Mio. Euro (56,1 Mio. Euro) des Konzernvermögens sind in langfristige Vermögenswerte investiert. Obwohl sich die langfristigen Vermögenswerte absolut verringerten, erhöhte sich der Anteil in Relation zur Bilanzsumme auf nun 43,5 % (38,6 %). Dabei nahm das darin enthaltene Sachanlagevermögen aufgrund von Abschreibungen in Höhe von 3,2 Mio. Euro und einem im Vergleich dazu unterproportionalem Investitionsvolumen in Höhe von 2,4 Mio. Euro um insgesamt 0,8 Mio. Euro ab. Die immateriellen Vermögenswerte sanken ebenfalls leicht um 0,6 Mio. Euro.
Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital erhöhte sich leicht auf 120,3 % (117,5 %).
Kurzfristige Vermögenswerte
Die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte verminderten sich auf 71,3 Mio. Euro (88,4 Mio. Euro) und beinhalten zu 11,6 % (13,3 %) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derzeit stehen der Berentzen-Gruppe zwei Factoringvereinbarungen mit einem Netto-Finanzierungsrahmen von 55,0 Mio. Euro sowie eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage waren zum 30. Juni 2021 Brutto-Forderungen in Höhe von 43,9 Mio. Euro (54,9 Mio. Euro) verkauft. Das noch bilanzierte Forderungsvolumen verringerte sich auf 8,3 Mio. Euro (11,8 Mio. Euro).
Der wertmäßige Bestand an Vorräten ist mit 38,6 Mio. Euro (39,4 Mio. Euro) leicht gesunken.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten als wesentlichen Posten Sicherheitseinbehalte aus Factoringtransaktionen in Höhe von 6,2 Mio. Euro (8,0 Mio. Euro). Diese verminderten sich analog zum per 30. Juni 2021 geringeren Volumen an verkauften Brutto-Forderungen.
Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 15,0 Mio. Euro (26,3 Mio. Euro) verringerte sich insbesondere durch den aus der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlichen negativen Gesamt-Cashflow in Höhe von insgesamt 11,8 Mio. Euro.
Eigenkapital
Das Eigenkapital erhöhte sich bei einem Konzern-Gesamtergebnis im ersten Geschäftshalbjahr 2021 in Höhe von 1,4 Mio. Euro (-0,6 Mio. Euro) und unter Berücksichtigung der im Mai 2021 von der virtuellen Hauptversammlung beschlossenen Dividendenzahlung in Höhe von 1,2 Mio. Euro (0,0 Mio. Euro) leicht auf 47,4 Mio. Euro (47,2 Mio. Euro). Erläuternd sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass im Geschäftsjahr 2020 die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund der auf den 2. Juli 2020 verschobenen Hauptversammlung erst im zweiten Halbjahr ausgezahlt wurde.
Langfristige Schulden
18,7 Mio. Euro (18,7 Mio. Euro) standen dem Konzern als langfristiges Fremdkapital zur Verfügung. Darunter erfasst werden im Wesentlichen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 8,9 Mio. Euro (8,6 Mio. Euro) sowie die Pensionsrückstellungen in Höhe von 8,2 Mio. Euro (8,6 Mio. Euro). Die langfristigen Schulden entsprachen 23,7 % (19,1 %) der zum 30. Juni 2021 ausgewiesenen Konzernschulden.
Kurzfristige Schulden
Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich auf 60,1 Mio. Euro (79,3 Mio. Euro) bzw. 47,6 % (54,6 %) der Konzernbilanzsumme. Davon entfielen 2,2 Mio. Euro (1,7 Mio. Euro) auf den Posten "Kurzfristige Finanzschulden".
Die Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuern beliefen sich auf 29,5 Mio. Euro (42,6 Mio. Euro). Die Verminderung der im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 13,1 Mio. Euro geringeren Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Alkoholsteuer resultiert vornehmlich aus dem traditionell gegenüber dem zur Mitte eines jeden Geschäftsjahres saisonal stärkeren Geschäftsumfang zum Geschäftsjahresende.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 9,0 Mio. Euro (9,7 Mio. Euro) dispositions- und stichtagsbedingt um 0,7 Mio. Euro niedriger als zum Geschäftsjahresende 2020. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich der kurzfristigen Rückstellungen verringerten sich auf 19,5 Mio. Euro (25,3 Mio. Euro).
Zum Stichtag 30. Juni 2021 zeigte die Berentzen-Gruppe keine bilanzielle zinsgebundene Nettoverschuldung. Die Steuerungskennzahl "Dynamischer Verschuldungsgrad" errechnete sich demzufolge mit einem umgekehrten Vorzeichen und betrug -0,27 (-0,13).
Das erste Geschäftshalbjahr 2021 war insbesondere vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie erneut von zahlreichen operativen Herausforderungen geprägt. Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen - u. a. die Schließung von Gastronomiebetrieben, Kontaktbeschränkungen und das Verbot von Veranstaltungen - hatten insbesondere in den ersten vier Monaten des Geschäftshalbjahres einen deutlich negativen Einfluss auf die Konsumentennachfrage nach den unterschiedlichen Produkten der Berentzen-Gruppe. In diesem Kontext hat die Berentzen-Gruppe zahlreiche Maßnahmen ergriffen, so dass die wirtschaftliche Lage des Konzerns vor dem Hintergrund einer stabilen und fristenadäquaten Finanzierung sowie einer weiterhin positiven Ertragslage als solide zu beurteilen ist. Vor diesem Hintergrund kann auch die Entwicklung der drei wesentlichen Konzern-Ertragskennzahlen als zufriedenstellend bezeichnet werden:
Während die Konzernumsatzerlöse zwar um 7,9 % auf 67,7 Mio. Euro (73,5 Mio. Euro) sanken und sich zugleich der Rohertrag um 3,9 % bzw. 1,3 Mio. Euro reduzierte, entwickelten sich die maßgeblichen Ergebniskennziffern deutlich positiver. Insbesondere als Folge der um 1,3 Mio. Euro reduzierten Betriebsaufwendungen und der um 0,6 Mio. Euro verbesserten sonstigen betrieblichen Erträge schloss die Berentzen-Gruppe das erste Geschäftshalbjahr 2021 mit einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) in Höhe von 2,6 Mio. Euro (2,1 Mio. Euro) sowie einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) in Höhe von 7,1 Mio. Euro (6,4 Mio. Euro) ab, das Konzernergebnis erhöhte sich auf 1,5 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro).
Der Geschäftsverlauf verlief dabei in den einzelnen Segmenten zwar uneinheitlich, jedoch war die Entwicklung in allen Segmenten weiterhin von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie geprägt. Während das Segment Alkoholfreie Getränke - im Wesentlichen aufgrund der Beendigung einer langfristigen Lohnfüllvereinbarung - zum Ende des ersten Halbjahrs 2021 Umsatzrückgänge in Höhe von 17,7 % verzeichnete, konnten die Segmente Spirituosen und Frischsaftsysteme im zweiten Quartal deutlich aufholen und ihre Umsatzverluste für das erste Geschäftshalbjahr auf 3,6 % und 8,9 % begrenzen.
Die Finanz- und Vermögenslage zeigte sich weiterhin solide. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist insbesondere vor dem Hintergrund der dargestellten Gesamtfinanzierung weiterhin gesichert und der Konzern verfügt nach wie vor über eine gute Liquiditätsgrundlage zur Finanzierung des operativen Geschäfts und seiner mittelfristig angelegten Wachstumsstrategie. So zeigt der Wert der Kennzahl "Dynamischer Verschuldungsgrad", dass die Berentzen-Gruppe zum Betrachtungsstichtag keine bilanzielle zinsgebundene Nettoverschuldung aufweist (30.06.2021: -0,27; 30.06.2020: -0,13). Infolge der positiven Entwicklung der Konzernertragslage erhöhte sich das Konzerneigenkapital leicht um 0,2 Mio. Euro, unter Berücksichtigung einer um 19,0 Mio. Euro auf 126,2 Mio. Euro gesunkenen Konzern-Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenmittelquote gegenüber dem 31. Dezember 2020 deutlich auf 37,5 % (32,5 %).
Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns eröffnen sich einerseits eine Vielzahl an Chancen, andererseits ist die Unternehmensgruppe zahlreichen Risiken ausgesetzt. Während Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, indem auf zukünftigen Entwicklungen beruhende interne oder externe Ereignisse eintreten, die das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren, bieten Chancen die Möglichkeit, durch zukünftige Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen, die Geschäftsentwicklung positiv zu beeinflussen.
Das Risikomanagement der Berentzen-Gruppe ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen zu begegnen. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Einzelnen ist im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2020 dargestellt.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 beschriebenen Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Dessen ungeachtet wirkt sich die Coronavirus-Pandemie im Berichtszeitraum, wie bereits im Geschäftsjahr 2020, auf eine Vielzahl der in den unterschiedlichen Kategorien zusammengefassten Risiken aus, insbesondere mit Blick auf den kurzfristigen Betrachtungshorizont. Betroffen sind im Wesentlichen einzelne Risiken in den Kategorien "Umfeldrisiken" und "Finanzwirtschaftliche Risken". Dies führte jedoch nicht zu Änderungen der Risikokategorien innerhalb der im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Risikomatrix. Dies schließt die dort getroffene Gesamtbewertung von Risiken und Chancen ein. Folglich bestehen keine im Rahmen des Risikomanagementsystems als hohes Risiko bewertete Risiken. Insgesamt hat sich die Risikoexposition der Berentzen-Gruppe nach Einschätzung der Unternehmensleitung gegenüber dem im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2020 dargestellten Stand damit nicht verändert und ist aus gegenwärtiger Sicht weiterhin beherrschbar.
Der Prognosebericht der Berentzen-Gruppe berücksichtigt die relevanten, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses bekannten Fakten und Ereignisse, welche seine zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die darin getroffenen Prognosen auf der Grundlage des aktuellen Standes der integrierten Konzernplanung der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021 und unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2021 gehen von einer organischen Entwicklung des Konzerns ohne Berücksichtigung wesentlicher einmaliger Sondereffekte sowie von Veränderungen aus möglichen Unternehmensakquisitionen aus; soweit solche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Prognoseberichts zu berücksichtigen sind, ist dies entsprechend angegeben. Eine erhöhte Planungsunsicherheit besteht weiterhin vor dem Hintergrund der nur schwer abschätzbaren weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie sowie der ökonomischen Folgen.
Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021 wird eine fortsetzende Erholung der Weltwirtschaft erwartet. Der IWF gibt im "World Economic Outlook Update" aus Juli 2021 für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2021 eine Prognose von 6,0 % ab. Die Entwicklung ist jedoch weiterhin geprägt vom weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie, wodurch die Prognose mit einer großen Unsicherheit verbunden ist. Das DIW teilt diese Einschätzung und erwartet für 2021 ein Weltwirtschaftswachstum von 6,7 %. Ab dem zweiten Halbjahr wird dabei mit einem zunehmenden Wachstum gerechnet. Für die einzelnen Volkswirtschaften wird dabei eine unterschiedliche Entwicklung angenommen: Während in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften von einem Rückgang der Infektionen, einem fortschreitenden Impfschutz und einer damit verbundenen stufenweisen Lockerung der Maßnahmen ausgegangen wird, wird in den weniger fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit langsameren Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gerechnet. Für den Euroraum erwarten sowohl der IWF als auch das DIW ein unterproportionales Wachstum von 4,6 % bzw. 4,1 %.
Auch die deutsche Wirtschaft wird sich im weiteren Verlauf des Jahres 2021 zunehmend von den Folgen der Coronavirus-Pandemie erholen. Das DIW erwartet für das Jahr 2021 ein Wachstum von 3,2 %. Jedoch ist auch diese Prognose mit erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens verbunden. Die Prognose des IWF fällt mit 3,6 % etwas optimistischer aus.
Die zuvor dargestellte voraussichtliche Erholung der internationalen und insbesondere nationalen Wirtschaft wird sich ebenfalls in unterschiedlichem Ausmaß auf die Absatzmärkte aller Segmente der Berentzen-Gruppe auswirken.
Der für die Spirituosen und alkoholfreien Getränke der Berentzen-Gruppe wichtige Vertriebskanal des deutschen Gastgewerbes wird sich nach Auffassung der Berentzen-Gruppe in den kommenden Monaten zwar weiterhin langsam erholen. So lässt die Wiedereröfnung der Gaststätten einen im Vergleich zum ersten Halbjahr positiven Trend erwarten. Die Erholung in diesem Vertriebskanal ist jedoch stark von dem weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie abhängig, da bei steigenden Infektionszahlen strengere Auflagen oder eine erneute (Teil-) Schließung der Gaststätten droht. Infolgedessen wird für das Gastgewerbe in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres 2021 mit einer gegenüber dem Vorjahr stabilen Entwicklung gerechnet.
Für den nationalen Spirituosenabsatz im Handel erwartet die Berentzen-Gruppe insgesamt zwar ein Niveau leicht über dem des Vorjahres, die Entwicklung der einzelnen Produktkategorien wird jedoch voraussichtlich unterschiedlich ausfallen. So geht die Berentzen-Gruppe bei den Aperitifs und Premium-Spirituosen von einer positiven Entwicklung aus, im Geschäft mit klassischen Spirituosen wie Korn und Weinbrand hingegen sehen die Erwartungen weniger optimistisch aus. Zudem wird davon ausgegangen, dass Kategorien wie sog. "Fun-Spirituosen" oder "Party Shots", die insbesondere bei geselligen Anlässen konsumiert werden, weiterhin unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie leiden werden.
Im Geschäft mit alkoholfreien Getränken im Handel wird ein leichter Absatzrückgang erwartet, wobei insbesondere der Teilmarkt Mineralwasser in starkem Maße von der Wetterlage abhängig ist. Diese liefert in den zwar verhältnismäßig warmen, jedoch von Regen und Gewittern geprägten Sommermonaten bisher keine positiven Impulse. Während die Trends wie gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit, Regionalität, aber auch Frische und Premiumisierung das Wachstum einiger Produktsegmente weiterhin antreiben, wirken sie sich zugleich auf andere - insbesondere klassische Süßgetränke und in PET-Gebinden abgefüllte Produkte - eher nachteilig aus. Das Mineralwassergeschäft leidet zudem in wachsendem Maße unter dem Marktwachstum von Sprudler-Systemen.
Nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe sind ganzheitliche, belastbare Marktdaten für das Segment Frischsaftsysteme praktisch nicht verfügbar. Es wird daher indikativ auf die Marktentwicklung von frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies zurückgegriffen, da diese ebenfalls dem seit mehreren Jahren andauernden Trend zu gestiegenem Ernährungsbewusstsein entsprechen. Aktuell wird dieser Trend jedoch von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie überlagert. Die Berentzen-Gruppe geht jedoch davon aus, dass das Thema bewusste und gesunde Ernährung durch die Corona-Krise einen noch höheren Stellenwert einnehmen wird und somit der Trend zu frisch gepressten Säften stärker als zuvor zurückkehren wird. Eine im Mai 2021 von der Unternehmensberatung McKinsey veröffentlichte Studie bestätigt diese Einschätzung. Den Umfrageergebnissen zufolge möchte ein Großteil der Befragten sich im Jahr 2021 mehr auf gesunde Lebensmittel und Ernährung konzentrieren als in 2020.
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| 2020 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 im Prognosebericht 2020 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 Q2/ 2021 Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | |||
| Segment | |||
| Spirituosen | 30,2 | 28,0 bis 31,0 | unverändert |
| Alkoholfreie Getränke | 22,2 | 22,0 bis 24,0 | unverändert |
| Frischsaftsysteme | 4,5 | 5,5 bis 6,0 | unverändert |
| Übrige Segmente | 0,6 | 1,0 bis 1,3 | unverändert |
Die aus der vorstehenden Übersicht hervorgehende voraussichtliche Entwicklung der einzelnen Segmentergebnisse (Deckungsbeitrag nach Marketingetats) gründet sich insbesondere auf den Erkenntnissen der internen Planungs- und Prognoseprozesse, in denen die jeweils gezeigte Geschäftsentwicklung in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2021 sowie die Einschätzungen für die bis zum Geschäftsjahresende 2021 verbleibende Periode reflektiert sind. Auf dieser Basis war keine Prognose unterjährig anzupassen.
Im Segment Spirituosen wird weiterhin ein Segmentergebnis in der Bandbreite von 28,0 Mio. Euro bis 31,0 Mio. Euro (30,2 Mio. Euro) erwartet. Ursächlich für das im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erwartungsgemäß geringere Segmentergebnis zeigten sich zum einen die umfangreicheren Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie - das gesamte erste Geschäftshalbjahr 2021 war von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, wohingegen es im ersten Geschäftshalbjahr 2020 erst ab Mitte März zu Einschränkungen kam - sowie zum anderen eine pandemiebedingte Veränderung des Produktmixes. So verlief die Entwicklung im Geschäft mit sog. Handelsmarken insgesamt leicht positiv, wohingegen das margenstarke Geschäft mit den beiden umsatzstärksten Fokusmarken Berentzen und Puschkin besonders unter den Auswirkungen der Krise litt und in Summe eine deutlich rückläufige Entwicklung zeigte. Bei den weiteren Fokusmarken Tres Países, Norden Dry Gin und Goldkehlchen konnten hingegen - wenngleich auf einem absolut deutlich geringerem Umsatzniveau - Wachstumserfolge erzielt werden. Für das zweite Geschäftshalbjahr 2021 erwartet die Berentzen-Gruppe zwar weiterhin ein pandemie- und wettbewerbsbedingt schwieriges Marktumfeld, geht dabei jedoch von einem vorteilhafteren Produktmix sowie einer verbesserten Entwicklung der Fokusmarken aus. Auf Basis eines traditionell stärkeren Geschäftsumfangs zum Ende des Geschäftsjahres werden zudem im zweiten Geschäftshalbjahr 2021 höhere Deckungsbeiträge als im ersten Halbjahr erwartet. Im Hinblick auf den Mitteleinsatz für Marketing und Handelswerbung wird weiterhin von einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.
Für das Segment Alkoholfreie Getränke bestätigt die Berentzen-Gruppe ihre Prognose mit einem Deckungsbeitrag nach Marketingetats in einer Größenordnung zwischen 22,0 Mio. Euro bis 24,0 Mio. Euro (22,2 Mio. Euro). Im Kontext einer deutlich rückläufigen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr lag das Segmentergebnis zwar unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums, allerdings fiel der Rückgang dessen in Relation zum Umsatzminus weniger stark aus. Als hauptursächlich für diese Entwicklung zeigte sich die Beendigung der Pepsi-Lohnfüllvereinbarung zum Ende des ersten Quartals 2021. In diesem Zusammenhang entstand ein Umsatzrückgang von knapp 3,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Aufgrund der vergleichsweise schwachen Ertragsqualität des Lohnfüllgeschäftes zeigte sich die Deckungsbeitragsentwicklung jedoch deutlich weniger beeindruckt. Ferner litt das Geschäft im Absatzkanal Gastronomie - insbesondere das Konzessionsgeschäft mit den Getränken der Marke Sinalco - weiterhin stark unter der pandemiebedingten Schließung von Gastronomiebetrieben. Diese waren im Berichtszeitraum seit Jahresbeginn geschlossen und durften in den meisten Bundesländern erst im Mai 2021 stufenweise wieder öffnen, wohingegen sie im Vorjahresvergleichszeitraum pandemiebedingt erst seit dem 22. März ihren Geschäftsbetrieb weitgehend eingestellt hatten. Wie bereits eingangs erläutert, erwartet die Berentzen-Gruppe im zweiten Geschäftshalbjahr 2021 zwar einen positiven Trend für diesen Vertriebskanal, die Erholung ist jedoch stark von dem weiteren Pandemieverlauf abhängig. Das Geschäft mit der Fokusmarke Mio Mio sowie mit den eigenen regionalen Marken verlief in den ersten sechs Monaten unter Berücksichtigung der schwierigen Marktumfelder erfreulich. Für das zweite Geschäftshalbjahr 2021 soll deren Geschäftsumfang erneut weiter wachsen und sich somit positiv auf das Segmentergebnis auswirken. Unterstützend wird sich dabei weiterhin die mittlerweile fest etablierte Vertriebsgesellschaft zeigen. Der Einsatz von Mitteln für Marketing und Handelswerbung wird weiterhin annahmegemäß erhöht ausfallen.
Das Segment Frischsaftsysteme war innerhalb der Berentzen-Gruppe im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 weiterhin am stärksten von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen. Obwohl das Segment infolgedessen eine insgesamt rückläufige Umsatzentwicklung verzeichnen musste, konnte das Segmentergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Ursächlich hierfür zeigte sich insbesondere die von einer guten Beschaffungsmarktlage getriebene positive Deckungsbeitragsentwicklung im Geschäft mit Orangen sowie das mit einem vorteilhaften Produktmix verbundene Geschäft mit Fruchtpressen in den von konzerneigenen Vertriebsteams betreuten Kernregionen Deutschland und Österreich. Für das zweite Halbjahr rechnet die Berentzen-Gruppe im Geschäft mit Fruchtpressen mit einer weiterhin positiven Entwicklung in den Kernregionen sowie einer Erholung auf einzelnen internationalen Märkten. Die Rahmenbedingungen auf dem Beschaffungsmarkt für Orangen werden saisonal- bzw. erntebedingt schwieriger erwartet, so dass diesbezüglich Deckungsbeiträge auf dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums erwartet werden. Bei Marketingetats weitestgehend auf Vorjahresniveau rechnet die Berentzen-Gruppe weiterhin mit einem Segmentergebnis in der Bandbreite von 5,5 Mio. Euro bis 6,0 Mio. Euro (4,5 Mio. Euro).
Die Übrigen Segmente beinhalten im Wesentlichen das Tourismus- und Veranstaltungsgeschäft der Berentzen-Gruppe sowie das von einer lokalen Konzerngesellschaft betreute Geschäft mit Spirituosen in der Türkei. Das Tourismus- und Veranstaltungsgeschäft leidet weiterhin stark unter den Auswirkungen der Pandemie und zeigt somit eine bislang rückläufige Umsatz- und Deckungsbeitragsentwicklung. Obwohl sich das Marktumfeld in der Türkei vor dem Hintergrund der pandemischen, politischen und wirtschaftlichen Situation weiterhin sehr herausfordernd darstellt, konnten die Umsätze und Deckungsbeiträge - getragen von einem gesteigerten Absatzvolumen auf dem Absatzkanal Tourismus - deutlich gesteigert werden. Bei weiterhin auf niedrigem Niveau stabilen Marketingaufwendungen rechnet die Berentzen-Gruppe unverändert mit einem voraussichtlichen Segmentergebnis in der Bandbreite von 1,0 Mio. Euro bis 1,3 Mio. Euro (0,6 Mio. Euro).
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| 2020 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 im Prognosebericht 2020 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 Q2/ 2021 Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Konzernumsatzerlöse | 154,6 | 152,0 bis 158,0 | unverändert |
| Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) | 5,2 | 4,0 bis 6,0 | unverändert |
| Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) | 14,1 | 13,0 bis 15,0 | unverändert |
Vor dem Hintergrund der zuvor dargestellten Entwicklung der einzelnen Segmente erwartet die Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021 weiterhin Konzernumsatzerlöse in einer Bandbreite in Höhe von 152,0 Mio. Euro bis 158,0 Mio. Euro. Dabei wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Segmentumsatzerlöse Spirituosen und Frischsaftsysteme wachsen werden, wohingegen sich das Segment Alkoholfreie Getränke vor dem Hintergrund der Beendigung einer wesentlichen Lohnfüllvereinbarung zum Ende des ersten Quartals deutlich rückläufig zeigen wird.
Auf Basis dieser voraussichtlichen Umsatzentwicklung sowie der positiven Ergebnisentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 rechnet die Berentzen-Gruppe weiterhin mit einem bereinigten Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) in der Bandbreite von 4,0 Mio. Euro bis 6,0 Mio. Euro. Für das darauf aufbauende Konzern-EBITDA wird ebenfalls eine unveränderte Spanne von 13,0 Mio. Euro bis 15,0 Mio. Euro prognostiziert.
Auf der Grundlage der vorstehend dargestellten Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit wird davon ausgegangen, dass sich die bislang gute Finanz- und Vermögenslage des Konzerns weiterhin insgesamt solide zeigen wird.
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| 2020 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 im Prognosebericht 2020 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2021 Q2/ 2021 Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Erfolgswirtschaftlicher Cashflow | 9,2 | 11,0 bis 13,0 | unverändert |
Im Hinblick auf die voraussichtliche Entwicklung des Erfolgswirtschaftlichen Cashflows erwartet die Berentzen-Gruppe unverändert eine Bandbreite von nunmehr 11,0 Mio. Euro bis 13,0 Mio. Euro (9,2 Mio. Euro). Ursächlich für diese Verbesserung wird sich annahmegemäß die Entwicklung des um Abschreibungen und Wertminderungen korrigierten Konzernergebnisses sowie ein günstigerer Zahlungssaldo im Zusammenhang mit Ertragsteuern zeigen.
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| 2020 | Prognose für das Geschäftsjahr 2021 im Prognosebericht 2020 | Prognose für das Geschäftsjahr 2021 Q2/ 2021 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote | 32,5 % | 31,0 % bis 36,0 % | unverändert |
| Dynamischer Verschuldungsgrad | - 1,13 | - 0,70 bis 0,00 | unverändert |
Entsprechend der zuvor dargestellten prognostizierten Ergebnisentwicklung erwartet die Berentzen-Gruppe absolut betrachtet weiterhin eine leichte Erhöhung des Konzerneigenkapitals zum Ende des Geschäftsjahres 2021. Unter Berücksichtigung einer weitestgehend stabilen Konzern-Bilanzsumme wird unverändert von einer Eigenmittelquote in einer Bandbreite zwischen 31,0 % und 36,0 % (32,5 %) ausgegangen.
Vor dem Hintergrund der sich verändernden maßgeblichen Bilanzparameter wird zum Ende des Geschäftsjahres 2021 ein Dynamischer Verschuldungsgrad in der Spanne von -0,70 bis 0,00 (-1,13) erwartet. Die in dieser Kennzahl zum Ausdruck kommende Kapitaldienstfähigkeit der Berentzen-Gruppe wird sich insofern weiterhin solide darstellen.
Nach dem aktuellen Stand der integrierten Konzernprognose für das Geschäftsjahr 2021 wird sich die Vermögens- und Finanzlage der Unternehmensgruppe insgesamt weiterhin als ausgewogen darstellen, allerdings unterliegen die zur Steuerung herangezogenen Bestandsgrößen in nicht unerheblichem Maße auch stichtagsbedingten Effekten, insbesondere sofern sie nur kurzfristigen Bindungsdauern unterliegen.
Entscheidend für die Realisierung der prognostizierten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und insbesondere der Umsatzprognose sind der weitere Verlauf der Coronavirus-Pandemie bzw. die damit im Zusammenhang stehenden potenziellen gesellschaftlichen Einschränkungen insbesondere in Deutschland und hier nicht zuletzt im vierten Quartal 2021.
AKTIVA
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Langfristig gebundene Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.133 | 10.718 |
| Sachanlagen | 41.319 | 42.168 |
| Nutzungsrechte aus geleasten Vermögenswerten | 2.394 | 2.122 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 948 | 937 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 129 | 132 |
| Summe langfristig gebundene Vermögenswerte | 54.923 | 56.077 |
| Kurzfristig gebundene Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 38.599 | 39.397 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.254 | 11.765 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 1.631 | 847 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 15.002 | 26.334 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 7.769 | 10.045 |
| Summe kurzfristig gebundene Vermögenswerte | 71.255 | 88.388 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0 | 717 |
| BILANZSUMME | 126.178 | 145.182 |
| PASSIVA | ||
| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 24.424 | 24.424 |
| Kapitalrücklage | 6.821 | 6.821 |
| Gewinnrücklagen | 16.163 | 15.995 |
| Summe Eigenkapital | 47.408 | 47.240 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Rückstellungen | 8.735 | 8.885 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 8.872 | 8.596 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 1.048 | 1.179 |
| Summe langfristige Schulden | 18.655 | 18.660 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuern | 29.486 | 42.626 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 81 | 81 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 267 | 255 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.151 | 1.732 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 28.130 | 34.588 |
| Summe kurzfristige Schulden | 60.115 | 79.282 |
| BILANZSUMME | 126.178 | 145.182 |
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 67.681 | 73.498 |
| Bestandsveränderung | - 186 | 679 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.084 | 1.471 |
| Materialaufwand | 35.684 | 41.058 |
| Personalaufwand | 13.379 | 12.368 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | 4.421 | 4.378 |
| Wertminderungen auf Vermögenswerte | 0 | 1.377 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 13.455 | 15.786 |
| Finanzerträge | 34 | 55 |
| Finanzaufwendungen | 664 | 775 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.010 | - 39 |
| Ertragsteuern | 542 | - 188 |
| Konzernergebnis | 1.468 | 149 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | - 79 | - 995 |
| Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | - 79 | - 995 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | 0 | 344 |
| Latente Steuern auf Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | 0 | - 101 |
| Posten, die nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 0 | 243 |
| Sonstiges Ergebnis | - 79 | - 752 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 1.389 | - 603 |
| Ergebnis je Aktie nach dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht (in Euro je Aktie) | ||
| unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie | 0,156 | 0,016 |
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| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklagen TEUR |
Gewinnrücklagen TEUR |
Summe Eigenkapital TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2020 | 24.424 | 6.821 | 17.955 | 49.200 |
| Konzernergebnis | 149 | 149 | ||
| Sonstiges Ergebnis | - 752 | - 752 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | - 603 | - 603 | ||
| Stand am 30.06.2020 | 24.424 | 6.821 | 17.352 | 48.597 |
| Stand am 01.01.2021 | 24.424 | 6.821 | 15.995 | 47.240 |
| Konzernergebnis | 1.468 | 1.468 | ||
| Sonstiges Ergebnis | - 79 | - 79 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | 1.389 | 1.389 | ||
| Gezahlte Dividenden | - 1.221 | - 1.221 | ||
| Stand am 30.06.2021 | 24.424 | 6.821 | 16.163 | 47.408 |
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 8.596 | - 6.727 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 1.331 | - 2.859 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 1.862 | - 645 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 11.789 | - 10.231 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 26.334 | 22.010 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 14.545 | 11.779 |
Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Ritterstraße 7, 49740 Haselünne, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück (HRB 120444) eingetragen.
Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.
Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen.
Grundlagen der Rechnungslegung
Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2021 wurde gemäß § 117 Nr. 2 WpHG i.V.m. § 115 WpHG sowie in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Auslegungen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) für die Zwischenberichterstattung anzuwenden sind, erstellt. Insbesondere wurde IAS 34 "Zwischenberichterstattung" angewendet; ergänzend wurde der "Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) Halbjahresfinanzberichterstattung" beachtet.
Die im Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit folgender Ausnahme grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres 2020:
In der Zwischenberichtsperiode erfolgt die Ermittlung des Ertragsteueraufwands gemäß IAS 34 i.V.m. IAS 12 auf der Grundlage der besten Schätzung der aktuell erwarteten Steuerquote für das gesamte Geschäftsjahr. Diese Steuerquote wird auf das Vorsteuerergebnis der Zwischenberichtsperiode angewendet.
Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung und der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss darstellt, veröffentlicht.
Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2021 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2021 wurden weder einer freiwilligen prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft und sollten im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 und dem zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 gelesen werden.
Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2021 wurden vom Vorstand am 11. August 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.
Die Geschäftsentwicklung der Berentzen-Gruppe wurde im 1. Halbjahr 2021 weiterhin stark durch die Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt. Detaillierte Angaben zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Geschäftsverlauf finden sich im Konzernzwischenlagebericht, insbesondere im Abschnitt (2.2.2) Geschäftsverlauf - Wesentliche Entwicklungen und Ereignisse.
Für die Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses sind Annahmen und Schätzungen zu treffen, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen auswirken. Aufgrund der weiterhin unabsehbaren Folgen der Coronavirus-Pandemie unterliegen diese Annahmen und Schätzungen einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von diesen abweichen und Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernhalbjahresabschluss haben.
Hervorzuheben ist dabei vor allem die Überprüfung der Notwendigkeit von Wertminderungstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Berentzen-Gruppe. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 war jedoch kein anlassbezogener Impairment Test durchzuführen.
Daneben wird der Ertragsteueraufwand gemäß IAS 34 auf Basis der für das Gesamtjahr erwarteten Steuerquote ermittelt. Die Grundlage dafür bildet die Unternehmensplanung hinsichtlich der Ertragssituation der einzelnen Konzerngesellschaften, welche aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit erhöhten Schätzunsicherheiten verbunden ist.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine wesentlichen neuen bzw. geänderten IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstmals angewendet.
Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 unverändert.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2021 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Die Methodik für Annahmen und Schätzungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 unverändert.
Die Umsätze des Konzerns unterliegen insbesondere innerhalb der Segmente Spirituosen und Alkoholfreie Getränke saisonalen Einflüssen. Im in der Note (4.2) "Segmentberichterstattung" näher erläuterten, umsatzstärksten Segment Spirituosen sind im zweiten Geschäftshalbjahr in der Regel höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu erwarten. Die Ergebnisentwicklung dieses Segments hängt darüber hinaus auch von Art und Umfang der eingesetzten Marketinginstrumente ab, während im Segment Alkoholfreie Getränke die zugrunde liegende Wetterlage für die Absatz- und Umsatzentwicklung von Bedeutung ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind dagegen keine wesentlichen saisonbedingten Einflüsse festzustellen.
Die Geschäftsergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr sind daher nicht zwangsläufig ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2021 sind TEUR 2.525 (1. HJ 2020: TEUR 2.928) in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert worden.
Zum 30. Juni 2021 bestanden ferner Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 652 (31.12.2020: TEUR 0).
Im Rahmen ihrer Außenfinanzierung nutzt die Berentzen-Gruppe auch die Inanspruchnahme von Factoringlinien. Das daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen beläuft sich auf TEUR 55.000 (31.12.2020: TEUR 55.000). Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen, die kein Höchstobligo enthalten, sondern deren mögliche Inanspruchnahme nur durch die zur Verfügung stehenden verkaufsfähigen Forderungen begrenzt wird.
Zum 30. Juni 2021 waren TEUR 43.893 (31.12.2020: TEUR 54.918) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die jeweiligen Factoringgesellschaften verkauft und abgetreten. Da nahezu alle mit dem Eigentum an den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Risiken und Chancen auf den Factor übertragen worden sind, erfolgt entsprechend IFRS 9.3.2.6 a) die vollständige Ausbuchung der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das bei der Berentzen-Gruppe im Zeitpunkt der Ausbuchung noch verbleibende Spätzahlungsrisiko wurde zum 30. Juni 2021 ein sog. anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe von TEUR 146 (31.12.2020: TEUR 196) als Vermögenswert angesetzt. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst.
Für eventuell entstehende Forderungskürzungen wurden durch den Factor Sicherheiten in Höhe von TEUR 6.239 (31.12.2020: TEUR 7.958) einbehalten, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.
Als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" wurden zum 31. Dezember 2020 die Buchwerte einer im Eigentum der Doornkaat Aktiengesellschaft stehenden, nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilie in Höhe von TEUR 717 ausgewiesen, deren Veräußerung im ersten Quartal 2021 abgeschlossen wurde. Die Veräußerung der Immobilie führte zu Einzahlungen in Höhe von TEUR 1.150 und einem sonstigen betrieblichen Ertrag aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 433.
Nach dem Aktiengesetz (AktG) bemisst sich die Gewinnverwendung einschließlich der Dividendenausschüttung an die Aktionäre nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Auf der Hauptversammlung vom 11. Mai 2021 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von rund TEUR 14.991 (Vorjahr: TEUR 13.171) zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,13 (Vorjahr: EUR 0,28) je dividendenberechtigter Stammaktie für das Geschäftsjahr 2020 zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft zum Tag der Hauptversammlung gehaltenen, gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien entspricht dies einer Ausschüttung von insgesamt rund TEUR 1.221 (Vorjahr: TEUR 2.630) und einem Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von rund TEUR 13.770 (Vorjahr: TEUR 10.540).
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 8.227 | 8.567 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 508 | 318 |
| 8.735 | 8.885 |
Den auf leistungsorientierten Plänen beruhenden Pensionsrückstellungen liegen Verpflichtungen inländischer in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen über Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Alters-, Invaliden- und Witwenrente) zugrunde, die in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt sind. Die Höhe der individuellen Leistungen ist dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Alter und / oder dem Gehaltsniveau des Mitarbeiters abhängig. Neu eintretende Mitarbeiter erhalten derzeit keine Zusagen aus leistungsorientierten Plänen.
Gemäß IAS 19 werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) berechnet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten, wobei die Parameter Rechnungszins, Gehaltsdynamik und kalkulatorische Anpassungsrate für Renten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 im Vergleich zum 31. Dezember 2020 unverändert blieben. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes (Defined Benefit Obligation - DBO) zum 30. Juni 2021 zeigt die nachfolgende Tabelle:
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahres | 8.567 | 9.263 |
| Zinsaufwendungen auf DBO | 14 | 65 |
| Neubewertungen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinn / Verluste aufgrund der Veränderung von finanziellen Annahmen | 0 | 297 |
| Versicherungsmathematische Gewinn / Verluste aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | 0 | - 334 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 354 | - 724 |
| DBO zum Ende des Geschäftshalbjahres / Geschäftsjahres | 8.227 | 8.567 |
Die Pensionsaufwendungen für das jeweilige Geschäftshalbjahr setzen sich wie folgt zusammen:
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen auf DBO | 14 | 33 |
| In der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 14 | 33 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | 0 | - 344 |
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Aufwendungen / Erträge | 0 | - 344 |
| Pensionsaufwendungen gesamt | 14 | - 311 |
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bezüge mit erfolgsbezogenen Komponenten | 257 | 73 |
| Jubiläumszuwendungen | 251 | 245 |
| 508 | 318 |
Für nähere Erläuterungen zu den Bezügen des Vorstands mit erfolgsbezogenen Komponenten wird auf den Abschnitt (4.5) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen", sowie auf die Beschreibung des Vergütungssystems für den Vorstand unter https://www.berentzen-gruppe.de/fileadmin/media/4_0_investoren/4_1-aktiengesellschaft/Beschluss_und_Verguetungssystem_fuer_die_Vorstandsmitglieder____120a_AktG_2021.pdf verwiesen.
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer | 29.486 | 42.626 |
| 29.486 | 42.626 |
Der Bilanzausweis zum 30. Juni 2021 betrifft die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate Mai und Juni 2021. Der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2020 umfasst die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate November und Dezember 2020, die nach den Vorschriften des deutschen Alkoholsteuergesetzes im Januar bzw. Februar 2021 zur Zahlung fällig war.
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten | 1.001 | 946 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 542 | 546 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 456 | 36 |
| Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) | 146 | 196 |
| Zinsverbindlichkeit Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) | 6 | 8 |
| 2.151 | 1.732 |
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 456 (31.12.2020: TEUR 36) handelt es sich im Wesentlichen um die Kontokorrentverbindlichkeiten eines ausländischen Konzernunternehmens.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Für bestimmte Finanzinstrumente der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile, stellen die fortgeführten Anschaffungskosten die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts dar.
Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag entspricht aufgrund seiner zum Teil variablen Verzinsung auf Basis von Referenzzinssätzen näherungsweise dem bilanzierten Wert. Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, wie die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, entsprechen ihren Buchwerten, da diese kurzfristige Restlaufzeiten haben und Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente wird nach der Barwertmethode ermittelt. Dabei werden der Bewertung die Tagesendkurse bzw. zum Monatsultimo die EZB-Referenzkurse zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert ist der Ebene 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 zuzuordnen. Aus deren Bewertung zum Fair Value entstand saldiert kein Ergebniseffekt (1. HJ 2020: negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 3). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die verschiedenen Ebenen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt dar:
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| • | Ebene 1: Die Inputfaktoren sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise. |
| • | Ebene 2: Die Inputfaktoren sind andere als die auf Ebene 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. |
| • | Ebene 3: Die Inputfaktoren sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzernhalbjahresabschluss erfassten Finanzinstrumente:
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| Kategorie nach IFRS 9 | 30.06.2021 | 31.12.2020 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert TEUR |
Beizulegender Zeitwert TEUR |
Buchwert TEUR |
Beizulegender Zeitwert TEUR |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC 1) | 15.002 | 15.002 | 26.334 | 26.334 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 8.254 | 8.254 | 11.765 | 11.765 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Eigenkapitalinstrumente | FVPL 2) | 802 | 802 | 774 | 774 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | AC | 7.254 | 7.254 | 9.368 | 9.368 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute | AC | 7.798 | 7.798 | 7.324 | 7.324 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 9.007 | 9.007 | 9.664 | 9.664 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | AC | 13.575 | 13.575 | 17.962 | 17.962 |
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| 1) Amortised cost. |
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| 2) Fair Value through Profit & Loss. |
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen zeitpunktbezogen aus dem Verkauf von Gütern in verschiedenen geographischen Regionen und innerhalb verschiedener Produktgruppen generiert.
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Segment Spirituosen | 41.271 | 42.832 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 18.706 | 22.737 |
| Segment Frischsaftsysteme | 6.774 | 7.437 |
| Übrige Segmente | 930 | 492 |
| Umsatzerlöse | 67.681 | 73.498 |
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Auflösung von Verbindlichkeiten (Accruals) | 617 | 388 |
| Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 459 | 42 |
| Weiterberechnungen / Kostenerstattungen | 212 | 317 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 796 | 724 |
| 2.084 | 1.471 |
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Wertminderungen auf Vermögenswerte | 0 | 1.377 |
| 0 | 1.377 |
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 war kein anlassbezogener Impairment-Test nach den Vorschriften des IAS 36 durchzuführen, so dass auch keine Wertminderungen auf Vermögenswerte erfasst wurden.
Für Informationen zu den im ersten Geschäftshalbjahr 2020 erfassten Wertminderungen auf Vermögenswerte wird auf den Geschäftsbericht 2020 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (3.7) "Wertminderungen auf Vermögenswerte", verwiesen.
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Übrige Vertriebskosten | 7.009 | 7.556 |
| Marketing einschließlich Werbung | 1.593 | 1.607 |
| Instandhaltung | 1.186 | 1.584 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.667 | 5.039 |
| 13.455 | 15.786 |
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| 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 670 | 246 |
| Latente Ertragsteuern | - 128 | - 434 |
| 542 | - 188 |
Die Finanzlage einschließlich der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernzwischenlagebericht im Wirtschaftsbericht Abschnitt (2.2.4) Finanzlage auf den Seiten 17 f. dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts erläutert. Die verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung findet sich ferner in einer gesonderten Darstellung auf Seite 32 dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts.
Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Hierbei sind die Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen, deren Segmentergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden.
Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, übereinstimmt. Als Steuerungsgröße dient dem Vorstand die Kennzahl "Deckungsbeitrag nach Marketingetats". Der Konzern wird vornehmlich auf Basis der Produktgruppen und Vertriebsbereiche organisiert und gesteuert. Die interne Berichterstattung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft basiert grundsätzlich auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Darstellung der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung.
In der Segmentberichterstattung werden die wesentlichen operativen Geschäftsbereiche "Marke Inland" sowie "Export- und Handelsmarken" aufgrund gleichartiger Kundengruppen, Produkte sowie einer ähnlichen langfristigen Marge zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst.
Der Konzern war im Geschäftsjahr 2020 und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 in folgenden Segmenten tätig:
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| • | Spirituosen (Marke Inland und Export- und Handelsmarken): In dem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Spirituosen in den genannten Vertriebsbereichen zusammengefasst. |
| • | Alkoholfreie Getränke: In diesem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit alkoholfreien Getränken dargestellt. |
| • | Frischsaftsysteme: In diesem Segment ist je nach Systemkomponente die Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Fruchtpressen, Orangen sowie Abfüllgebinden erfasst. |
| • | Übrige Segmente: Dieses Segment beinhaltet im Wesentlichen die touristischen und Veranstaltungsaktivitäten der Berentzen-Gruppe sowie das von einer lokalen Konzerngesellschaft betreute Geschäft mit Spirituosen in der Türkei. |
Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus den intersegmentären Umsätzen und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten.
In dem Segmentergebnis "Deckungsbeitrag nach Marketingetats" sind direkt anfallende Aufwendungen der zum jeweiligen Segment zusammengefassten Bereiche enthalten. Für den produktbezogenen Materialaufwand, übrige Einzelkosten (Fracht, Verpackungsrecycling, Provisionen) und Marketing einschließlich Werbung ist die Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten eindeutig möglich, sodass der Deckungsbeitrag nach Marketingetats vollständig für die Segmente dargestellt werden kann und als Steuerungskennzahl im Konzern verwendet wird.
Das Vermögen und die Schulden werden im für den Hauptentscheidungsträger des Konzerns vorliegenden internen Reporting nicht auf die Segmente verteilt, sondern nur auf Konzernebene dargestellt. Somit erhält der Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zum Segmentvermögen.
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| 01.01. bis 30.06.2021 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Spirituosen TEUR |
Alkoholfreie Getränke TEUR |
Frischsaftsysteme TEUR |
Übrige Segmente TEUR |
Eliminierung der intersegmentären Erlöse / Aufwendungen TEUR |
Gesamt TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 41.271 | 18.706 | 6.774 | 930 | 67.681 | |
| Intersegmentäre Umsätze | 130 | 17 | 0 | 2 | - 149 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 41.401 | 18.723 | 6.774 | 932 | - 149 | 67.681 |
| Materialaufwand (produktbezogen) | - 24.777 | - 5.735 | - 3.473 | - 415 | 149 | - 34.251 |
| Übrige Einzelkosten | - 2.244 | - 2.289 | - 523 | - 34 | - 5.090 | |
| Marketing einschließlich Werbung | - 1.042 | - 323 | - 7 | - 20 | - 1.392 | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | 13.338 | 10.376 | 2.771 | 463 | 26.948 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.084 | |||||
| Materialaufwand / Bestandsveränderung (sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten) | - 1.619 | |||||
| Personalaufwand | - 13.379 | |||||
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | - 4.421 | |||||
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | - 6.973 | |||||
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 2.640 | |||||
| Finanzerträge | 34 | |||||
| Finanzaufwendungen | - 664 | |||||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 2.010 | |||||
| Ertragsteuern | - 542 | |||||
| Konzernergebnis | 1.468 |
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| 01.01. bis 30.06.2020 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Spirituosen TEUR |
Alkoholfreie Getränke TEUR |
Frischsaftsysteme TEUR |
Übrige Segmente TEUR |
Eliminierung der intersegmentären Erlöse / Aufwendungen TEUR |
Gesamt TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 42.832 | 22.737 | 7.437 | 492 | 73.498 | |
| Intersegmentäre Umsätze | 125 | 17 | 2 | 10 | - 154 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 42.957 | 22.754 | 7.439 | 502 | - 154 | 73.498 |
| Materialaufwand (produktbezogen) | - 25.226 | - 8.956 | - 4.514 | - 207 | 154 | - 38.749 |
| Übrige Einzelkosten | - 2.339 | - 2.350 | - 548 | - 29 | - 5.266 | |
| Marketing einschließlich Werbung | - 882 | - 444 | - 51 | - 27 | - 1.404 | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | 14.510 | 11.004 | 2.326 | 239 | 28.079 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.471 | |||||
| Materialaufwand / Bestandsveränderung (sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten) | - 1.630 | |||||
| Personalaufwand | - 12.368 | |||||
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | - 4.378 | |||||
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | - 9.116 | |||||
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 2.058 | |||||
| Ergebnissondereffekte | - 1.377 | - 1.377 | ||||
| Finanzerträge | 55 | |||||
| Finanzaufwendungen | - 775 | |||||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | - 39 | |||||
| Ertragsteuern | 188 | |||||
| Konzernergebnis | 149 |
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| 30.06.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 872 | 872 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | 341 | 327 |
| 1.213 | 1.199 |
Daneben bestehen Haftungserklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 776 (31.12.2020: TEUR 776). Zum 30. Juni 2021 wurden durch diese Bürgschaften tatsächliche Alkoholsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 29.486 (31.12.2020: TEUR 42.626) besichert.
Die Unternehmen der Berentzen-Gruppe sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, ferner können bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet oder weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet werden. Für die daran beteiligten Unternehmen der Berentzen-Gruppe können sich daraus Zahlungsverpflichtungen zur Leistung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages) oder Verpflichtungen zur Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen ergeben. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei öffentlichen Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust von behördlichen Erlaubnissen oder Genehmigungen resultieren. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung.
Die Berentzen-Gruppe erwartet aus Rechtsstreitigkeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sofern die aus den Verfahren resultierende Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, wurde eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Da die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten jedoch grundsätzlich nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl negative Auswirkungen eintreten können, die durch die getroffene Risikovorsorge nicht vollständig gedeckt sind.
Die Berichterstattung nach IAS 24 bezieht sich auf Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als berichtendem Unternehmen einbezogen werden. Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten insbesondere Unternehmen, die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines seiner Mutterunternehmen eine Schlüsselposition bekleiden.
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.
Vorstand
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes im Sinne des IAS 24.17 stellt sich wie folgt dar:
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| Vergütungsart | 01.01. bis 30.06.2021 TEUR |
01.01. bis 30.06.2020 TEUR |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 606 | 446 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 23 | - 125 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 210 | 0 |
| 839 | 321 |
Der Aufsichtsrat hat zum 1. Januar 2021 ein geändertes System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen, das von der virtuellen Hauptversammlung am 11. Mai 2021 gebilligt wurde. Bestandteil des Vergütungssystems sind neben fixen Grundgehältern auch kurz- und langfristige variable Bestandteile. Die langfristigen variablen Komponenten hängen dabei von aktienbasierten und nichtfinanziellen Erfolgsparametern ab. Die Bewertung der aktienbasierten bzw. anteilsbasierten Vergütung basiert auf einem den Anforderungen des IFRS 2 entsprechenden multivariaten Black-Scholes-Modell mit Monte-Carlo-Simulationen. Zum 30. Juni 2021 wurde hierfür ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 210 ermittelt und entsprechend passiviert.
Ehemalige Geschäftsführer von Konzerngesellschaften, deren Rechtsnachfolgerin die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, und deren Hinterbliebene erhielten im ersten Geschäftshalbjahr 2021 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von TEUR 14 (1. HJ 2020: TEUR 20).
Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt zum 30. Juni 2021 bei Ermittlung nach IAS 19 TEUR 392 (31.12.2020: TEUR 392).
Aufsichtsrat
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in ihrer Funktion als Mitglieder des Aufsichtsrats kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.17 in Höhe von insgesamt TEUR 94 (1. HJ 2020: TEUR 94) gewährt.
Für ihre Tätigkeit außerhalb ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats erhielten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im ersten Geschäftshalbjahr kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 48 (1. HJ 2020: TEUR 49).
Die zum Ende des Geschäftshalbjahres zum 30. Juni 2021 offenen Posten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen oder Personen sind nicht besichert und unverzinslich. Für Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien.
Zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen nahestehende Unternehmen oder Personen bestehen zum 30. Juni 2021 nicht, dementsprechend sind dafür keine Rückstellungen gebildet worden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2021 wurde kein Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen erfasst.
Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Schluss des ersten Geschäftshalbjahres sind nicht eingetreten.
Haselünne, den 11. August 2021
Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Oliver Schwegmann, Vorstand
Ralf Brühöfner, Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Haselünne, den 11. August 2021
Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Oliver Schwegmann, Vorstand
Ralf Brühöfner, Vorstand
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