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Berentzen-Gruppe AG Management Reports 2012

Apr 25, 2012

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Management Reports

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Haselünne

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 erneut kräftig gewachsen und setzte auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise ihren konjunkturellen Aufholprozess fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war um 3,0 Prozent höher als im Vorjahr. Die Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem aus dem Inland. Hier stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte preisbereinigt mit 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr so stark an wie zuletzt vor fünf Jahren. Hauptursächlich hierfür dürfte die im Jahr 2011 erneut gesunkene Erwerbslosenquote sein. Lediglich 2,5 Mio. Personen waren im Jahresdurchschnitt 2011 arbeitssuchend gemeldet. Neben einer hohen Binnennachfrage blieb ein dynamischer Außenhandel die zweite Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung.

Wie schon im Vorjahr führten zum Teil erhebliche Teuerungen bei den Energiepreisen und Nahrungsmitteln zu im Jahresdurchschnitt gestiegenen Verbraucherpreisen. Einer der Preistreiber war dabei leichtes Heizöl mit einem Preisanstieg von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Preise für Verbrauchsgüter stiegen überproportional um 4,7 Prozent, wobei die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren mit einer Jahresteuerungsrate von 1,4 Prozent im Vergleich zu anderen Gütergruppen lediglich moderat stiegen.

Der deutsche Einzelhandel konnte im gesamten Jahr 2011 nominal 2,6 Prozent und real 0,9 Prozent mehr umsetzen als im Jahr 2010, wenngleich der Anstieg im Bereich von Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren mit real nur 0,2 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau verharrte.

2. Entwicklung am Getränkemarkt

Der nationale Spirituosengesamtabsatz des Jahres 2011 erholte sich mit einem Absatzplus von 2 Prozent leicht gegenüber dem Vorjahr. Dementsprechend erhöhte sich auch der deutsche Gesamtumsatz bei Spirituosen um 3 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2011 603,9 (592,4) Mio. 0,7-L-Flaschen im Inland verkauft, der Gesamtumsatz lag bei 4,38 (4,24) Milliarden Euro.

Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und bei Drogeriemärkten vergrößerte sich das Absatzvolumen von Spirituosen um 2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 550,2 (537,3) Mio. 0,7-L-Flaschen. Der Umsatz in diesen Vertriebswegen der Spirituosenindustrie lag mit 3,88 (3,74) Milliarden Euro rund 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil von Eigenmarken am deutschen Gesamtabsatz bzw. –umsatz erhöhte sich in 2011 erneut, und zwar auf 41,2 (40,0) Prozent bzw. 31,0 (29,7) Prozent.

Auch das heimische Gastgewerbe profitierte von der Konsumlaune deutscher Verbraucher und hat die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise überwunden. In den letzten zwölf Monaten des Jahres 2011 setzte dieser Wirtschaftsbereich real 2,3 Prozent mehr um als im Jahr 2010. Ähnlich positiv verlief die Entwicklung der spirituosenaffinen Gastronomiesparte. Auch hier stieg der Umsatz um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese gute Entwicklung spiegelt sich hingegen nicht im Absatz- bzw. Umsatzniveau der sog. Cash & Carry Märkte wider. Hier verlief die Absatzentwicklung mit -3 Prozent bzw. die Umsatzentwicklung mit -1 Prozent erneut rückläufig und legt den Schluss nahe, dass der Bedarf der Gastronomie zunehmend über das Spirituosenangebot der Verbrauchermärkte befriedigt wird.

3. Strategie

Die Berentzen-Gruppe ist eine der führenden Getränkegruppen in Deutschland und mit einer Unternehmensgeschichte von über 250 Jahren zugleich einer der ältesten Hersteller von Spirituosen.

Mit starken, differenzierten Spirituosenmarken auf der einen Seite und preisattraktiven Private Label-Produkten auf der anderen Seite ist das Unternehmen in der Lage, kompetent, umfassend und schnell auf die Bedürfnisse der Konsumenten im Inland zu reagieren. Künftig wird das Unternehmen mit seinen Spirituosen auch im Ausland seine Marktchancen konsequenter nutzen, um in den jeweilig relevanten Produktsegmenten eine führende Rolle einzunehmen.

Die im Geschäftsjahr 2010 eingeleitete Strategie mit dem Ziel einer langfristigen Erzielung profitablen Wachstums im In- und Ausland soll perspektivisch dazu führen, dass rund 50 Prozent des Spirituosenmarkengeschäfts auf internationalen Märkten generiert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen sind aus Unternehmenssicht erstens international tragfähige Produkte, die den Konsumwünschen der jeweiligen Länder entsprechen, notwendig. Deren Vermarktungserfolg hängt zweitens davon ab, dass leistungsfähige personelle und vertriebliche Strukturen, die die Grundlage nachhaltigen Engagements in diesen Ländern bilden, vorhanden sind.

Bei der Umsetzung der länderspezifischen Strategien ist das Unternehmen dabei im Geschäftsjahr 2011 ein gutes Stück vorangekommen. Büroeröffnungen in Indien und China erfolgten Anfang des Jahres 2012, in der Türkei ist die Berentzen-Gruppe bereits seit Dezember 2011 mit einer neu gegründeten Gesellschaft präsent. Ein eigenes Vertriebsteam hat seitdem die herausfordernde Aufgabe, die Spirituosenspezialitäten des Unternehmens in der Türkei zu etablieren. Der Start ähnlicher Vertriebsmodelle ist für 2012 auch in China und Indien geplant.

4. Absatzentwicklung

Das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 war geprägt durch eine intensive Innovationstätigkeit und die Umsetzung nationaler Marketingkonzepte für relevante Markenspirituosen. Mit acht Spirituosenneuheiten innerhalb eines Jahres veranschaulichte die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft dabei eindrucksvoll ihre Fähigkeit, umfassend und schnell auf Konsumtrends zu reagieren.

Bereits im März 2011 ging mit „Berentzen Rhabarber-Erdbeere“ eine saisonale Fruchtspirituose an den Start, der jährlich neue Varianten folgen werden. Mit „Puschkin Explosion“, einem koffeinhaltigen Vodkamix in der Dose, präsentierte die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft nach rund dreijähriger Pause erstmals wieder ein Neuprodukt unter der Dachmarke „Puschkin“ und trägt damit dem stetig wachsenden Convenience-Gedanken bei Mixspirituosen Rechnung. Die Marke „Polar“ wurde um die drei trendigen Geschmacksvarianten Melon, Mango-Orange und Cranberry erweitert. Diese neue Range läuft unter der Bezeichnung „Polar Liquizz“ und enthält im Gegensatz zu der bestehenden „Polar Limes“-Range keine Bestandteile von Fruchtmark.

Im Hinblick auf die stärkere Auslandsorientierung des Unternehmens wurden mit den Neuprodukten „John Medley`s“ Whiskey und „Turoa“ Rum zwei international tragfähige Produkte kreiert, die nicht nur den Konsumvorlieben indischer oder chinesischer Konsumenten entsprechen. Amerikanischer Whiskey und weißer Rum sind auch in Deutschland stark wachsende Segmente und sprechen somit qualitätsbewusste Verbraucher in Deutschland aber auch in anderen Teilen Europas an.

Mit „Strothmann Jubiläumskorn“, einer auf 55.125 Flaschen limitierten Kornspezialität, wurde im vergangenen Geschäftsjahr zudem eine regionale Marke gestärkt. Anlass hierfür bot das 125-jährige Bestehen der ehemaligen Strothmann-Werke in Minden, der heutigen Spirituosenproduktionsstätte der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Flankiert wurden die Neueinführungen durch klassische Werbemaßnahmen und verschiedenste Promotionsaktivitäten im Handel und der Gastronomie. Parallel zu diesen Aktionen startete im Juni 2011 eine bundesweit angelegte Marketingkampagne für das Mixgetränk „BCidr“. Neben Social Media-Aktionen und Onlinewerbung bildete ein neuer TV-Spot für „BCidr“ den Auftakt zu dieser aufmerksamkeitsstarken Kampagne. Erste Werbeaktivitäten, darunter klassische Anzeigenschaltung in Fachblättern und Plakatwerbung im Handel, wurden Ende des Jahres zur Produkteinführung von „John Medley´s“ Whiskey und „Turoa“ Rum entfaltet.

Die Absatzentwicklung des inländischen Spirituosenmarkengeschäfts blieb dennoch um 8 Prozent hinter den Vorjahreszahlen zurück. Auch die gute Absatzentwicklung von „Berentzen BCidr“ und „Berentzen Rhabarber-Erdbeere“ konnte die geringeren Abverkäufe einzelner Dachmarkenartikel nicht vollständig kompensieren. Die Absatzeinbußen der Dachmarke „Berentzen“ beliefen sich per 31. Dezember 2011 somit auf minus 7 Prozent.

Auch bei „Puschkin“ und den „Puschkin“ Varianten ergab sich für das Geschäftsjahr 2011 ein Absatzrückgang von minus 9 Prozent. Ursächlich hierfür waren verzögerte Vermarktungsaktivitäten im Handel. Durch eine in der Folge deutlich intensivere Marktbearbeitung wurden die Absatzeinbußen des ersten Halbjahres 2011 von minus 24 Prozent in der zweiten Jahreshälfte deutlich reduziert. Dennoch konnten auch hier die Mengenverluste nicht in Gänze aufgefangen werden. Erfreulich verlief demgegenüber die Entwicklung der Lizenzprodukte, die Absatzzuwächse von 8 Prozent verbuchen konnten.

Auf die Qualitätsprodukte des Handels- und Zweitmarkengeschäfts entfielen aktuell rund 60 Prozent der Absatzmenge des Segmentes Spirituose.

Handelsmarken werden speziell nach den Wünschen des Lebensmitteleinzelhandels kreiert und teilweise unter eigenen Markennamen angeboten. Zweitmarken bieten den Verbrauchern preisgünstige Spirituosenprodukte in guten Basisqualitäten und sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Sortiments. Erfolgsprodukte des Zweitmarkengeschäfts waren im Jahr 2011 insbesondere die „Creamers“-Sahneliköre in den innovativen Geschmacksvarianten „Crema Catalana“ und „Pistazie“. Für 2012 sind attraktive Produktneuheiten und Aktionskonzepte geplant, die das operative Geschäft dieses Bereichs stärken werden.

Der Anteil des internationalen Geschäfts am Spirituosengesamtabsatz der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft belief sich im Jahr 2011 auf rund 20 Prozent. Dabei verlief das Geschäft in den bestehenden Auslandsmärkten erneut höchst unterschiedlich. Während sich das operative Geschäft in den Niederlanden, Benelux und im sogenannten Cross-Boarder und Duty-Free Geschäft weiterhin konstant fortsetzte, blieben Wachstumsimpulse im osteuropäischen Geschäft weiterhin aus.

Insbesondere die Tochtergesellschaften der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in Tschechien und der Slowakei litten unter der stagnierenden bis rezessiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des mittlerweile stark kompetitiven Getränkemarktes in diesen Ländern. Dementsprechend erfolgte in der ersten Jahreshälfte von 2011 eine Anpassung der Länderstrategien. Auf ein Lizenzmarkengeschäft wird seither bewusst verzichtet. Vermarktungsaktivitäten in Tschechien und der Slowakei finden nur noch für eigene Spirituosenmarken statt, zudem wird der Schwerpunkt der Vertriebsbemühungen künftig in der Gastronomie liegen.

Dagegen erhöhten sich die Mengenbeiträge des internationalen Geschäfts der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft insbesondere in einigen südosteuropäischen Ländern, wie zum Beispiel in Ungarn oder Slowenien trotz der dort ebenfalls angespannten Wirtschaftslage leicht gegenüber dem Vorjahr. Das gastronomieaffine Geschäft mit den Berentzen Fruchtigen in den USA erholte sich nach einem notwendigen Wechsel des Distributeurs in 2011 merklich und gewinnt seither spürbar an Dynamik.

Im abgelaufenen Jahr sank der Spirituosenabsatz der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft insgesamt um 10 (10) Prozent auf 67,4 (74,6) Mio. 0,7-L-Flaschen. Der Inlandsabsatz lag mit 53,9 (59,5) Mio. 0,7-L-Flaschen ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Der Auslandsabsatz betrug für das Geschäftsjahr 2011 13,5 (15,1) Mio. 0,7-L-Flaschen.

Mit Markenspirituosen erzielte die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im vergangenen Jahr im In- und Ausland einen Absatz von 27,2 (29,7) Mio. 0,7-L-Flaschen.

5. Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2011 246,7 (271,1) Mio. Euro., exklusive Branntweinsteuer lag der Umsatz bei 94,6 (103,8) Mio. Euro. Im Auslandsgeschäft, das in ausgewählten ost- und westeuropäischen Ländern über Importeure und eigene Tochtergesellschaften abgewickelt wird, wurde ein Umsatz von 19,3 (21,1) Mio. Euro erreicht.

6. Investitionen und Produktion

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant auf 2,1 (0,7) Mio. Euro.

Am Standort Minden wurde unter anderem eine neue Verpackungslinie für PET-Kleinflaschen installiert, das verbleibende Investitionsvolumen entfiel überwiegend auf Ergänzungsinvestitionen.

7. Beschaffungsmarkt

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat 2011 für rund 49,5 (48,6) Mio. Euro Waren für die Produktion und den Vertrieb eingekauft. Der überwiegende Teil der Aufwendungen entfiel auf Rohstoffe, Ausstattungs- und Verpackungsmaterialien.

Auch im Geschäftsjahr 2011 war die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen an den Beschaffungsmärkten höher als die tatsächlichen Verfügbarkeiten. Einerseits führten Missernten u.a. bei Weizen in der Folge zu rapide gestiegenen Preisen für Agraralkohol, andererseits führte die bestehende EU-Quotenregelung für Zucker trotz einer Rekordernte von Zuckerrüben im Jahr 2011 dazu, dass der bestehende Bedarf innerhalb der Europäischen Gemeinschaft nicht ausreichend gedeckt werden konnte. Dementsprechend stiegen die Zuckerpreise allein im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres um zum Teil mehr als 50 Prozent an. Etwas entspannter zeigte sich der Beschaffungsmarkt für Glas. Dort führten gestiegene Energie- und Transportpreise im Jahr 2011 nur zu leichten Preisanstiegen. Nachdem sich Papier und Kartonage im ersten Halbjahr 2011 deutlich verteuert hatten, stabilisierten sich die Preise im Jahresverlauf auf einem geringeren Preisniveau.

Die jährlich anzupassenden Lieferkontrakte für Rohstoffe konnten Ende 2011 aufgrund der marktwirtschaftlichen Gegebenheiten nur zu wesentlich ungünstigeren Konditionen für die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft fortgeführt werden, so dass für das Jahr 2012 mit einem deutlich höheren Materialaufwand zu rechnen ist.

8. Personal- und Sozialbereich

Am Geschäftsjahresende waren bei der Aktiengesellschaft 199 (202) Mitarbeiter beschäftigt, davon 66 (70) Mitarbeiter im gewerblichen und 122 (120) Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich und der Verwaltung.

Per 31. Dezember 2011 machten 11 (12) Auszubildende eine Ausbildung in der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

9. Forschung und Entwicklung

Die direkten Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Qualitätssicherung lagen im Geschäftsjahr 2011 erneut bei 0,9 (0,9) Mio. Euro.

Neben der kontinuierlichen Produktoptimierung stand die Entwicklung tragfähiger Neuprodukte im Fokus der Entwicklungsarbeit. Allein im Markenbereich wurden 295 Produktrezepturen erstellt und optimiert, von denen nach zahlreichen Tests und Bewertungen im Jahr 2011 letztlich acht Rezepturen Marktreife erlangten.

Für den Handels- und Zweitmarkenbereich wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 515 Produktrezepturen nach Kundenwünschen erarbeitet, um auch hier die Position als starker Handelsmarkenpartner durch maßgeschneiderte Produktkonzepte weiter auszubauen. Mit „RonSantero“, einem kubanischen Rum, den „Creamers“-Sahnevarianten und den partytauglichen „Shorty“-Miniaturen wurde das Zweitmarkensortiment in 2011 ebenfalls um attraktive Neuprodukte für den Handel erweitert.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Qualität von Spirituosen aus dem Hause Berentzen überzeugen. Bereits zum zweiten Mal erhielt die konzernzugehörige Pabst & Richarz Vertriebs GmbH den „Preis der Besten“ der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. und damit die höchste deutsche Qualitätsauszeichnung für Spirituosenprodukte. Das Neuprodukt „Berentzen Rhabarber-Erdbeere“ erreichte in der Kategorie Spirituosen bereits wenige Monate nach seiner Einführung den zweiten Platz bei der Wahl zum „Produkt des Jahres 2012“ des Fachmagazins „Lebensmittelpraxis“.

10. Qualitätsmanagement

In der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft findet seit vielen Jahren der Qualitätsstandard IFS (International Food Standard) Anwendung. Das Augenmerk gilt insbesondere der stetigen Verbesserung von Prozessen und Abläufen, um hierdurch sowohl höchste Produktsicherheit zu gewährleisten als auch die Wertschöpfung in der gesamten Prozesskette zu erhöhen.

Zu diesen Zwecken arbeiten insbesondere bei prozess- und verfahrenstechnologischen Fragestellungen alle Bereiche eng mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zusammen.

Die jährlich erfolgreich durchgeführten Zertifizierungen dokumentiert erneut die Einhaltung höchster Qualitätsstandards bei der Herstellung von Spirituosen. Angesichts des zunehmenden Verbraucherwunschs nach sicheren und hochwertigen Lebensmitteln wird so ein Stück Transparenz und kontrollierter Sicherheit geschaffen.

11. Umwelt und Energie

Die Energiekosten lagen im Geschäftsjahr 2011 bei 0,7 (0,7) Mio. Euro. Der Aufwand für Abfall, Abwasser und Abluft lag im Jahr 2011 bei rund 1,4 (1,7) Mio. Euro. Davon entfielen 1,0 (1,2) Mio. Euro auf Lizenzgebühren für die Entsorgung von Verkaufsverpackungen.

12. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die Neuordnung der Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe - mit aus Sicht des Kreditvolumens weit überwiegend mittelfristiger Laufzeit - wurde im März 2011 abgeschlossen.

Nach fortgesetzten Bemühungen konnte Mitte April 2011 die Veräußerung einer seit vielen Jahren nicht genutzten Betriebsimmobilie in Flensburg durch eine Tochtergesellschaft erfolgreich abgeschlossen werden; die Erträge daraus flossen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft über den mit dieser Tochter abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag direkt zu.

Im Dezember 2011 nahm zudem die erste türkische Tochtergesellschaft, die Berentzen Alkollü İçkiler Ticaret Limited Şirketi mit Sitz in Istanbul, ihre Tätigkeit auf. Neben den schon fokussierten Wachstumsländern Russland, Indien und China wurde damit ein viertes Standbein der künftigen internationalen Präsenz geschaffen.

13. Steuerungssysteme

Die rentabilitätsorientierte Steuerung und Planung auf Segmentebene erfolgt auf Basis der Kernkennzahlen Deckungsbeitrag nach (Marketing) Etats, EBIT (Earnings before Interest and Taxes) bzw. EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation, Amortisation) sowie EBIT- bzw. EBITDA-Marge bezogen auf den Umsatz.

Strategische und operative Kostenziele werden außerdem anhand der Quoten für Material- und Personalaufwand, Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verfolgt, die als Verhältnis der jeweiligen Kostenart zur Gesamtleistung definiert sind. In allen Produktbereichen ist der produkt- und kundenbezogene Deckungsbeitrag vor und nach Etats Grundlage der Steuerung.

Zentrale Steuerungsgröße der Liquidität ist auf allen Ebenen der erfolgswirtschaftliche Cash Flow, das heißt der Jahresüberschuss vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen, bereinigt um nicht zahlungswirksame Bestandteile.

Planung und Optimierung der Vermögens- und Finanzlage erfolgen mit den Kennzahlen bereinigte Eigenkapitalquote, Nettoverschuldungsgrad, Working Capital und Netto-Finanzverbindlichkeiten bzw. Finanzmittelfonds. Für Investitionen, die eine bestimmte Größenordnung überschreiten, werden Renditeziele im Sinne eines Return on Investment (ROI) definiert. Diese Kennzahl wird auf Basis dynamischer Investitionsrechenverfahren ermittelt, die Kalkulationszinssätze orientieren sich an den Gesamtkapitalkosten des Unternehmens.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der wesentlichen Steuerungskennzahlen:

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Kennzahlen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

(in Mio. €)
2011 2010
(Einzelabschluss HGB)
Gesamtleistung 95,8 100,3
Veränderung ggü. VJ prozentual -4,5%
EBIT 4,4 8,0
Veränderung ggü. VJ prozentual -45,0%
EBIT-Marge 4,7% 7,9%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte -3,2
EBITDA 9,5 12,9
Veränderung ggü. VJ prozentual -26,4%
EBITDA-Marge 9,9% 12,9%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte -3,0
Materialaufwandsquote 51,7% 48,5%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte 3,2
Personalaufwandsquote 10,6% 10,3%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte 0,3
Abschreibungsquote 5,3% 4,9%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte 0,4
Quote des sonstigen betrieblichen Aufwands 31,9% 33,9%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte -2,0
Erfolgswirtschaftlicher Cash Flow 9,4 11,4
Veränderung ggü. VJ prozentual -17,5%
Working Capital 16,4 11,2
Veränderung ggü. VJ prozentual 47,0%
Nettoverschuldungsgrad -14,3% -13,9%
Veränderung ggü. VJ Prozentpunkte -0,4%
Finanzmittelfonds 8,1 10,5
Veränderung ggü. VJ prozentual -22,9%

14. Abschließende Beurteilung des Geschäftsjahres

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von 4,4 (8,0) Mio. Euro ab und erreichte damit das prognostizierte Ergebnisziel für 2011. Zugleich erzielte das Unternehmen damit zum dritten Mal in Folge seit der Reorganisation der Unternehmensgruppe im Jahr 2008 ein deutlich positives Betriebsergebnis. Dieser Umstand soll indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Absatz- und Umsatzniveau der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2011 nicht nur hinter den Vorjahreswerten, sondern auch hinter den unternehmensinternen Erwartungen zurückblieb.

Angesichts insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte 2011 weltweit gestiegener Rohstoffpreise gelang es im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt nicht mehr, die Margenqualität der Produkte, die letztlich in der Materialaufwandsquote reflektiert wird, auf Vorjahresniveau zu stabilisieren. So erhöhte sich die Materialaufwandsquote per 31. Dezember 2011 um 3,2 Prozentpunkte. Im Zusammenhang mit einem insgesamt geringeren Geschäftsvolumen führte dies zu einem um 5,4 (3,5) Mio. Euro geringeren Rohertrag, der auch durch um rund 1,8 Mio. Euro verminderte Betriebsaufwendungen nicht mehr aufgefangen werden konnte.

Die Absatzeinbußen bei den Hauptmarken Berentzen und Puschkin, wie auch die Mengenrückgänge des Handels- und Zweitmarkengeschäfts sind ganz überwiegend das Ergebnis eines ausgeprägten Preisdrucks im deutschen Spirituosenmarkt, dem sich auch die Berentzen-Gruppe angesichts der gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten nicht immer entziehen konnte. Als Folge einer geringeren Warenpräsenz und reduzierter Handelsaktivitäten verlor damit das operative Geschäft der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz.

Äußerst erfreulich gestaltete sich demgegenüber die Umsetzung der Auslandsstrategie der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr. Für die Markteintritte in die Fokusländer China, Indien und die Türkei wurden wesentliche Zwischenziele erreicht. Mit „John Medley´s“ Whiskey und „Turoa“ Rum wurden internationale Produkte geschaffen, die in den neuen Märkten über deutliches Potenzial verfügen. Länderspezifische Vertriebsstrategien wurden definiert und kompetente Mitarbeiter für die künftige Bearbeitung der lokalen Märkte gewonnen. Vor dem Hintergrund eines weitestgehend gesättigten deutschen Spirituosenmarktes liegt das Hauptaugenmerk des Unternehmens im Jahr 2012 auf der weiteren erfolgreichen Umsetzung der Expansionsbestrebungen in den erwähnten Wachstumsländern.

Die Finanzierungssituation der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gestaltete sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin sehr erfreulich. Prolongationen bestehender und der Abschluss neuer Kreditvereinbarungen – davon zum weit überwiegenden Anteil mit mittelfristigen Laufzeiten – im Frühjahr 2011 sorgten für eine mehr als ausreichende Liquiditätsversorgung.

Insgesamt schloss das Geschäftsjahr 2011 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit einem Jahresüberschuss von 6,2 (6,5) Mio. Euro ab.

II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die folgende Übersicht fasst die Entwicklung zusammen.

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2011 2010 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse nach
Branntweinsteuer 94,6 98,7 103,8 103,5 -9,2 -8,9
Bestandsveränderungen 1,2 1,3 -3,5 -3,5 4,7 < -100,0
Gesamtleistung 95,8 100,0 100,3 100,0 -4,5 -4,5
Materialaufwand 49,5 51,7 48,6 48,5 0,9 1,9
Rohertrag 46,3 48,3 51,7 51,5 -5,4 -10,4
Sonstige betriebliche Erträge 4,0 4,2 5,5 5,5 -1,5 -27,3
Personalaufwand 10,2 10,6 10,3 10,3 -0,1 -1,0
Abschreibungen 5,1 5,3 4,9 4,9 0,2 4,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 30,6 31,9 34,0 33,9 -3,4 -10,0
Betriebsaufwand 41,9 43,6 43,7 43,6 -1,8 -4,1
Betriebsergebnis bzw. EBIT 4,4 4,7 8,0 7,9 -3,6 -45,0
Finanz- und Beteiligungsergebnis 2,5 2,6 -1,3 -1,3 3,8 < -100,0
Ergebnis vor Steuern 6,9 7,3 6,7 6,6 0,2 3,0
Außerordentliche Erträge/Aufwendungen -0,1 -0,1 0,3 0,3 -0,4 < -100,0
Steuern -0,6 -0,6 -0,5 -0,5 -0,1 20,0
Jahresüberschuss 6,2 6,6 6,5 6,4 -0,3 -4,6

Materialaufwand

Die Gesamtleistung verringerte sich auf 95,8 (100,3) Mio. Euro. Gegenläufig erhöhte sich der Materialaufwand auf 49,5 (48,6) Mio. Euro. Damit erhöhte sich die Materialaufwandsquote auf 51,7 (48,5) Prozent der Gesamtleistung. Korrigiert um den Effekt der Bestandsveränderungen fällt der Anstieg der Materialaufwandsquote mit 52,3 (46,8) Prozent noch deutlicher aus.

Diese Entwicklung deutet die Auswirkungen allgemein steigender Preise auf den Beschaffungsmärkten bei wichtigen Roh- und Grundstoffen, die ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2011 deutlich spürbarer wurden, an und konnte durch die in den vorangegangenen zwei Geschäftsjahren getroffenen und auch im Geschäftsjahr 2011 fortgeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Rohertragsquote wie die Effizienzoptimierung der bestehenden Herstellungsprozesse, aber insbesondere auch Investitionen in Sachanlagen zur Verbesserung der Produktivität, nicht mehr vollständig kompensiert werden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 4,0 (5,5) Mio. Euro betreffen vor allem Kosten- bzw. Rückerstattungen von Geschäftspartnern und Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Lizenz-, Vertriebs- und Dienstleistungsvereinbarungen von 2,0 (2,2) Mio. Euro. Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen betrugen 0,1 (0,5) Mio. Euro. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,2 (1,5) Mio. Euro und aus Kostenerstattungen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. Euro.

Personalaufwand

Der Personalaufwand verringerte sich geringfügig um 0,1 Mio. Euro auf 10,2 (10,3) Mio. Euro. Hauptursächlich dafür sind trotz einer im Jahresdurchschnitt leicht gestiegen Anzahl von Vollzeitkräften in vermindertem Umfang zu berücksichtigende Aufwendungen für variable Gehaltsbestandteile. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich gegenläufig auf 10,6 (10,3) Prozent.

Abschreibungen

Die Abschreibungen erhöhten sich insgesamt auf 5,1 (4,9) Mio. Euro. Dieser Posten enthält neben den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von rund 4,1 (4,9) Mio. Euro auch Wertberichtigungen auf Forderungen aus dem laufenden Abrechnungsverkehr mit einer ausländischen Tochtergesellschaft in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Die planmäßigen Abschreibungen sind rückläufig, einerseits weil Abschreibungszeiträume ausgelaufen sind, andererseits weil die im Geschäftsjahr 2011 getätigten Investitionen in Sachanlagen sich auf die Abschreibungen nur partiell auswirkten, da deren abschreibungsbegründende Aktivierung vorwiegend erst nach dem ersten Geschäftsjahresquartal 2011 erfolgte.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Zu wesentlichen Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt 30,6 (34,0) Mio. Euro gehören Kosten für die Kommunikation mit Endverbrauchern und Handelspartnern. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Aufwendungen in 2011 um 1,3 Mio. Euro auf 15,9 (17,2) Mio. Euro durch die Konzentration der Werbung auf die Bereiche Handel und Gastronomie vermindert. Ferner reduzierten sich die fixen Zuschüsse zu den klassischen Kommunikationsmaßnahmen. Bei sinkenden Absätzen und dem Einkauf der Vertriebsaußendienstleistungen von externen Anbietern erreichten die Transport-, Logistik- und ähnliche Kosten im Geschäftsjahr 2011 8,5 (9,4) Mio. Euro.

Betriebsaufwand und außerordentliches Ergebnis

Das Gesamtkostenvolumen ohne Materialaufwand lag bei 41,9 (43,7) Mio. Euro und damit um 4,1 Prozent unter dem des Vorjahres.

Im Geschäftsjahr 2011 entstanden außerordentliche Erträge von 0,0 (0,4) Mio. Euro. Im Vorjahr resultierten sie aus nicht vollständig in Anspruch genommenen, im Geschäftsjahr 2008 passivierten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, die als außerordentliche Aufwendungen erfasst wurden.

Die außerordentlichen Aufwendungen betrugen 0,1 (0,1) Mio. Euro. Diese betreffen – wie im Vorjahr – die Zuführung eines Teilbetrages zu den Pensionsrückstellungen aus dem Unterschiedsbetrag, der sich aus der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Bewertungsmethodik zum 1. Januar 2010 ergab.

Finanz- und Beteiligungsergebnis

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis erhöhte sich, vor allem durch Erträge aus Werterhöhungen des Finanzanlagevermögens von 5,9 (0,0) Mio. Euro sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von 0,9 (0,0) Mio. Euro, auf 2,5 (-1,3) Mio. Euro.

Die Erträge aus Werterhöhungen des Finanzanlagevermögens betreffen die Zuschreibung zum Buchwert einer in den Vorjahren teilabgeschriebenen Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist dieser Posten den Rechnungslegungsvorschriften entsprechend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen 4,1 (0,0) Mio. Euro und resultieren insbesondere aus Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte von zwei deutschen und einem ausländischen verbundenen Unternehmen.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind auf 0,5 (1,0) Mio. Euro gesunken. Sie resultieren aus Belastungen, die in den durch Ergebnisabführungsverträge gebundenen Tochtergesellschaften entstanden sind.

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, die hauptsächlich mit verbundenen Unternehmen erzielt werden, zeigen sich mit 0,3 (0,2) Mio. Euro nahezu unverändert.

Das Finanzergebnis enthält neben dem Zinsaufwand für kurz- und langfristige Darlehen die Kosten für Factoring, Forfaitierung, Finance Leasing und Avalprovisionen sowie für eine im April 2008 vereinbarte Sale-and-Buy-back-Finanzierung. Außerdem wird in diesem Posten auch der Zinsanteil aus den Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Durch einen im Durchschnitt geringeren Fremdkapitalbedarf und verminderte Zinssätze nahmen die Zinsaufwendungen auf 1,2 (1,7) Mio. Euro ab. Die übrigen Posten des Finanzergebnisses veränderten sich nur geringfügig.

Steuern

Der ertragsteuerliche Aufwand von rund 0,6 (0,5) Mio. Euro entfällt nahezu vollständig auf die Gewerbe- und Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr 2011. Effekte aus der Bewertung latenter Steuern, die sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz oder infolge der Berücksichtigung und Bewertung von steuerlich noch nicht genutzten Verlustvorträgen ergeben, haben den Steueraufwand nicht beeinflusst.

Ergebnis

Sowohl das im Geschäftsjahr 2011 erzielte Betriebsergebnis mit 4,4 (8,0) Mio. Euro als auch der Jahresüberschuss mit 6,2 (6,5) Mio. Euro zeigen sich erneut überaus positiv, blieben jedoch nicht nur hinter dem Vorjahr, sondern auch den internen Erwartungen zurück. Während der Rohertrag absatz- und umsatzbedingt um 5,4 (3,5) Mio. Euro sank, war der Betriebsaufwand lediglich um 1,8 (6,4) Mio. Euro rückläufig und konnte deshalb die eingetretene Verminderung des Rohertrages nicht kompensieren.

Der Bilanzgewinn der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr 2011 einschließlich eines verbleibenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 2,6 Mio. Euro sowie nach einer Entnahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro auf 10,7 (3,2) Mio. Euro. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Vorzugsaktie und 0,84 je Stammaktie, mithin also einen Gesamtbetrag in Höhe von rund 8,4 Mio. Euro auszuschütten.

2. Finanzlage

Wesentliches Ziel des Finanzmanagements ist es, stichtagsbedingte Liquiditätsbelastungen kosten- bzw. ertragsoptimiert aufzufangen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherung der Fremdfinanzierung.

Die Bilanzsumme der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft lag zum Ende des Geschäftsjahres 2011 bei 107,8 (105,0) Mio. Euro. Das Eigenkapital stieg bei einem Jahresüberschuss von 6,2 Mio. Euro und der im Mai 2011 erfolgten Dividendenzahlung an die Vorzugsaktionäre in Höhe von 0,6 Mio. Euro auf 56,5 (50,9) Mio. Euro; das entspricht einem Anteil von 52,4 (48,5) Prozent an der Bilanzsumme.

Durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen in Höhe von 0,2 (0,9) Mio. Euro und Tilgungen zu einer Sale-and-Buy-back-Transaktion von 1,9 (1,1) Mio. Euro sowie der infolge Zeitablaufs geänderten Fristigkeit eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 2,0 (2,0) Mio. Euro ist das langfristige Fremdkapital, das dem Unternehmen für mehr als ein Jahr zur Verfügung steht, mit 2,7 (2,6) Mio. Euro fast unverändert.

Der Deckungsgrad des langfristig gebundenen Vermögens durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital liegt bei sehr soliden 124,2 (113,8) Prozent.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten inklusive Branntweinsteuer lagen zum Bilanzstichtag bei 48,6 (51,5) Mio. Euro bzw. 45,1 (49,0) Prozent der Bilanzsumme.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat mehrere Quellen für die Unternehmensfinanzierung mit kurzfristigen Fremdmitteln.

Schwerpunkt der Außenfinanzierung waren der (regresslose) Verkauf von Forderungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen und kurzfristige Kreditlinien. Zum Jahresende standen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft insgesamt 5,0 (4,0) Mio. Euro als kurzfristiger Darlehensrahmen und 40,0 (45,0) Mio. Euro an Factoring- und Forfaitierungslinien zur Verfügung. Weiterhin bestand ein durchschnittliches Netto-Finanzierungsvolumen von 3,0 (3,3) Mio. Euro im Rahmen eines Zentralregulierungs- und Factoringvertrages. Der Zentralregulierer zieht die an ihn regresslos verkauften Forderungen gegenüber den angeschlossenen Handelshäusern ein.

Die kurzfristigen Außen- bzw. Kreditfinanzierungen haben Zinsvereinbarungen auf Basis des Referenzzinssatzes EURIBOR bzw. EONIA, die um eine feste Zinsmarge erhöht werden, sowie teilweise fest vereinbarte Zinssätze. Insgesamt waren am Jahresende 10,2 (8,2) Mio. Euro des kurzfristigen Fremdkapitals zinsgebunden.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft der Berentzen-Gruppe fungiert auch als zentraler Finanzierer für die gruppenzugehörigen Unternehmen. Die Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe stellte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt dar:

Die bisher eingeräumte Forfaitierungslinie in Höhe von 20,0 Mio. Euro lief zum 31. März 2011 aus. Sie wurde mit Wirkung ab dem 1. April 2011 substituiert durch eine weitere Factoringvereinbarung, die die bereits bestehende Factoringlinie von 25,0 Mio. Euro um 15,0 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 40,0 Mio. Euro erweitert. Für beide Factoringlinien wurde eine Laufzeit bis zum 31. März 2014 vereinbart. Der Rahmen der Betriebsmittelkredite wurde mit Wirkung ab dem 1. April 2011 insgesamt auf 5,0 (4,0) Mio. Euro erhöht. Die beiden Betriebsmittelkredite im Volumen von jeweils 2,5 Mio. Euro hatten bzw. haben eine Laufzeit bis zum 31. März 2012 bzw. „bis auf weiteres“ („b.a.w.“). Daneben besteht noch ein als Betriebsmittelkredit verwendbares, unbesichertes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012.

Der Berentzen-Gruppe standen damit seit dem 1. April 2011 Fremdmittel in einem Rahmen von 47,0 (51,0) Mio. Euro zur kurz- und mittelfristigen Finanzierung zur Verfügung, von denen 5,0 Mio. Euro durch Grundschulden an Betriebsimmobilien besichert wurden.

Der im ersten Quartal 2009 gebildete Sicherheitenpool aus verpfändeten Markenrechten und Grundschulden an Betriebsimmobilien, der zuletzt ein Finanzierungsvolumen von 26,0 Mio. Euro besicherte, wurde im Rahmen der vorstehenden Neugestaltung der Gesamtfinanzierung mit Wirkung zum 31. März 2011 aufgelöst.

In den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres 2012 wurden die bestehenden Kreditvereinbarungen mit den Betriebsmittelkreditgebern der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auf neue vertragliche Grundlagen gestellt. Darüber hinaus wurde eine neue Kreditvereinbarung über einen weiteren Betriebsmittelkredit mit einem Finanzierungsrahmen von 1,0 Mio. Euro geschlossen.

Auf der Grundlage der neuen Vereinbarungen sind sämtliche der Berentzen-Gruppe gewährten Betriebsmittelkreditlinien nunmehr ohne Gestellung von Sicherheiten eingeräumt und haben jeweils eine Laufzeit „bis auf weiteres“ („b.a.w“).

Das Gesamtfinanzierungsvolumen der Berentzen-Gruppe beläuft sich damit ab Februar/März 2012 auf 48,0 Mio. Euro, die insgesamt ohne Sicherheitengestellung gewährt sind.

Dadurch verfügt die Berentzen-Gruppe neben einer gesunden Eigenkapitalbasis über ausreichende Kreditvereinbarungen, im Wesentlichen mit einer festen Laufzeit bis zum 31. März 2014.

Mit Ausnahme einer Factoringvereinbarung wurden die Kreditvereinbarungen durch die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als Kreditnehmer geschlossen. Nur in die bis zum Februar/März 2012 geltenden Finanzierungsvereinbarungen waren zum Teil weitere Gesellschaften der Berentzen-Gruppe als Kreditnehmer bzw. Sicherheitengeber einbezogen und unterlagen somit einer Mithaftung.

Die bis zum 31. März 2011 geltenden Finanzierungsverträge mit Ausnahme der Factoringvereinbarung enthielten einheitliche so genannte Covenants, in denen sich die Berentzen-Gruppe zur Einhaltung von vermögensorientierten Finanzkennzahlen verpflichtete. Ferner waren Change-of-Control- bzw. Change-of-Management-Klauseln vereinbart.

Sowohl die seit dem 1. April 2011 als auch die ab Februar/März 2012 geltenden Finanzierungsverträge mit den Betriebsmittelkreditgebern enthielten bzw. enthalten Covenants im vorstehenden Sinne sowie Change-of-Control-Klauseln. Die Factoringvereinbarungen sind dagegen frei von solchen Klauseln. Eine Nichtverlängerung der Kredite ist der Berentzen-Gruppe rechtzeitig anzuzeigen, so dass nach alternativen Finanzierungslösungen gesucht werden kann.

Verstöße gegen die Covenants oder gegen andere Vereinbarungen der Finanzierungsverträge führen zu Sonderkündigungsrechten der Kreditgeber vor Vertragsablauf.

Die Einhaltung der Covenants bzw. der anderen Vereinbarungen wird durch den Vorstand und das zentrale Finanzmanagement ständig überwacht. Zudem wird die voraussichtliche Entwicklung der Covenants im Planungs- und Budgetierungsprozess abgebildet, um ggf. Gegensteuerungsmaßnahmen initiieren zu können und die notwendige Fremdkapitalversorgung zu gewährleisten.

Zur mittelfristigen Finanzierung wurden im April 2008 Maschinen über „Sale-and-Buy-back“-Vereinbarungen für rund 4,8 Mio. Euro veräußert, um sie anschließend zurückzumieten. Da die wesentlichen Chancen und Risiken auch nach Veräußerung bei der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft verblieben sind, führte diese Finanzierungsform nicht zu einem bilanziellen Abgang der Maschinen und es wurde kein Ertrag erfasst. Die Vereinbarung hatte eine Laufzeit bis zum 30. September 2011 und wurde planmäßig getilgt.

Zusätzlich bestand eine ursprünglich langfristige, zum 31. Dezember 2010 noch mit 0,2 Mio. Euro valutierende Kreditvereinbarung, die eine Tilgungslaufzeit bis Anfang 2011 hatte und planmäßig getilgt wurde.

Zur Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe rechnen ferner von Kautionsversicherern gestellte Bürgschaften für Branntweinsteuer in Höhe von 0,8 (0,8) Mio. Euro.

Der voraussichtliche Fremdfinanzierungs- und Avalbedarf der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft kann mit den zuvor dargestellten Fremdmitteln gedeckt werden.

Die Finanzierung einiger Anschaffungen im Bereich des Fuhrparks, der technischen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattungen erfolgte wie in den Vorjahren über Leasing.

Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft. Der Kapitalflussrechnung zur Darstellung der Liquiditätsentwicklung liegt eine Definition des Finanzmittelfonds zugrunde, die den Saldo aus liquiden Mitteln abzüglich den jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten umfasst.

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

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2011

Mio. EUR
2010

Mio. EUR
Jahresüberschuss 6,2 6,5
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4,0 4,9
+ Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen 4,1 0,0
+ Abschreibungen auf das Umlaufvermögen 1,0 0,0
- Werterhöhungen auf das Finanzanlagevermögen -5,9 0,0
\= Erfolgswirtschaftlicher Cash Flow 9,4 11,4
- Gewinne aus dem Abgang des Anlagevermögens -0,2 -0,4
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 0,1 -0,1
-/+ Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen -0,3 0,3
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5,6 10,5
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -0,7 -3,5
\= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2,7 18,2
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen
Anlagevermögens 0,0 0,5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,2 0,6
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0,0 0,7
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -0,2 -0,1
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2,0 -0,7
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -0,6 -0,8
\= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -2,6 0,2
- Dividendenausschüttung -0,6 -1,9
+ Thesaurierung Zinsen aus Mittelfristdarlehen von verbundenen Unternehmen 0,1 0,0
- Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Forfaitisten 0,0 -5,0
- Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Sale-and-Buy-back -1,9 -1,1
- Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten -0,2 -0,9
\= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2,5 -8,9
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2,4 9,5
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10,5 1,0
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8,1 10,5

Der erfolgswirtschaftliche Cash Flow verminderte sich im Wesentlichen aufgrund nicht liquiditätswirksamer Werterhöhungen und Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen sowie Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bei einem nur unwesentlich geringeren positiven Jahresüberschuss auf 9,4 (11,4) Mio. Euro.

Der Nettomittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit umfasst zusätzlich Zahlungsbewegungen im Working Capital und nahm insgesamt von 18,2 auf 2,7 Mio. Euro ab. Der Aufbau des Vorratsbestands sowie Zahlungsbewegungen im kurzfristigen Vermögensbereich, die zum Teil stichtags- bzw. umsatzbedingt sind, führten per Saldo zu einem Mittelabfluss von -5,6 (10,5) Mio. Euro. Vor dem Hintergrund einer wie schon im Vorjahr erfolgten vorzeitigen Zahlung der Branntweinsteuerverbindlichkeit für den Monat November des laufenden Jahres von 15,9 (15,7) Mio. Euro entstand per Saldo ein Mittelabfluss von 1,2 (4,0) Mio. Euro zum Bilanzstichtag.

Die Investitionstätigkeit führte insgesamt zu einem Mittelabfluss von 2,6 (-0,2) Mio. Euro, vor allem durch die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen von 2,8 (1,6) Mio. Euro. Aus Abgängen des Anlagevermögens resultiert ein Mittelzufluss von 0,2 (1,8) Mio. Euro. Im Vorjahr war dieser Cashflow stark beeinflusst von Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit der Veräußerung einer Tochtergesellschaft, aus denen Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens in Höhe von 0,5 Mio. Euro und aus Abgängen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 0,5 Mio. Euro generiert wurden. Für Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden Auszahlungen in Höhe von 0,6 (0,8) Mio. Euro getätigt.

Der Nettomittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug 2,5 (8,9) Mio. Euro. Für die Veränderung des Nettomittelabflusses im Periodenvergleich ist maßgeblich die bereits im Geschäftsjahr 2009 begonnene und im Geschäftsjahr 2010 vollständig abgeschlossene Rückführung einer Forfaitierungsfinanzierung ursächlich, welche durch den Einsatz anderer Kreditinstrumente, im Wesentlichen Factoring, gegenfinanziert wurde. Langfristige Kredite sowie Verbindlichkeiten aus „Sale-and-Buy-back“-Transaktionen wurden in Höhe von 2,1 (2,0) Mio. Euro planmäßig getilgt. Ferner flossen durch die im Mai 2011 von der Hauptversammlung beschlossenen und unmittelbar anschließend durchgeführten Dividendenzahlung Mittel in Höhe von 0,6 (1,9) Mio. Euro ab.

Insgesamt lag der Finanzmittelfonds zum Jahresende bei 8,1 (10,5) Mio. Euro. Die vereinbarten, kurzfristigen Betriebsmittel-Barlinien waren zum Stichtag nicht genutzt.

3. Vermögenslage

Die folgende Strukturbilanz gliedert Aktiva und Passiva danach, wie lange Vermögensposten gebunden sind:

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31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 2,4 2,2 4,0 3,8 -1,6
Sachanlagen 23,6 21,9 23,8 22,7 -0,2
Finanzanlagen 21,6 20,0 19,2 18,3 2,4
Langfristig gebundenes Vermögen 47,6 44,1 47,0 44,8 0,6
Vorräte 18,5 17,2 16,3 15,5 2,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 33,5 31,1 31,1 29,6 2,4
Flüssige Mittel 8,1 7,5 10,5 10,0 -2,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 60,1 55,8 57,9 55,1 2,2
Sonstige Aktivposten 0,1 0,1 0,1 0,1 0,0
107,8 100,0 105,0 100,0 2,8
Passiva
Eigenkapital 56,5 52,4 50,9 48,5 5,6
Pensions- und sonstige langfristige Rückstellungen 2,7 2,5 2,6 2,5 0,1
Langfristiges Kapital 59,2 54,9 53,5 51,0 5,7
Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer 18,3 17,0 21,7 20,7 -3,4
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 10,8 9,9 11,1 10,5 -0,3
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,2 0,2 -0,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4,3 4,0 2,8 2,7 1,5
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 10,3 9,6 8,3 7,9 2,0
Sonstige Verbindlichkeiten 4,9 4,6 7,4 7,0 -2,5
Kurzfristiges Kapital 48,6 45,1 51,5 49,0 -2,9
107,8 100,0 105,0 100,0 2,8

Mit 47,6 (47,0) Mio. Euro sind rund 44,1 (44,8) Prozent des Vermögens lang- und mittelfristig investiert. Dies sind überwiegend Sachanlagen wie Immobilien, maschinelle Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

21,6 (19,2) Mio. Euro entfallen auf Finanzanlagen, vor allem Ausleihungen zur langfristigen Mittelversorgung der verbundenen Unternehmen von 11,0 (10,9) Mio. Euro. Weitere 2,4 (4,0) Mio. Euro des langfristigen gebundenen Vermögens sind immateriell. Sie setzen sich vorwiegend aus Spirituosenmarkenrechten zusammen, die bei Unternehmenskäufen erworben wurden.

Insgesamt hat die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im Berichtsjahr 2,8 (1,6) Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige Vermögenswerte investiert.

Von den 60,1 (57,9) Mio. Euro an kurzfristig gebundenem Vermögen entfällt der größte Anteil von 55,7 (53,7) Prozent auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstiges Vermögen. Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Vermögensgegenstände am kurzfristig gebundenen Vermögen ist nominal um 2,4 Mio. Euro gestiegen.

Der Anteil der Vorräte am kurzfristigen Vermögen ist von 28,2 auf 30,8 Prozent gestiegen.

Durch einen Bestandsaufbau besonders bei unfertigen und fertigen Produkten sowie geringere Abverkäufe zum Jahresende erhöhten sich die Bestände an Vorräten um 2,2 (-3,8) Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Ertragssituation der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist im Geschäftsjahr 2011 weiterhin von einem positiven Ergebnis geprägt, jedoch blieb insbesondere die Umsatzentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Wenngleich das Betriebsergebnis um 3,6 Mio. Euro und der Jahresüberschuss um 0,3 Mio. Euro geringer ausfielen als im Geschäftsjahr 2010, ist es der Gesellschaft in einem schwierigen Branchenumfeld wiederholt gelungen, einen deutlich positiven Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Nennenswert dazu beigetragen hat wiederum ein anhaltend rückläufiges Gesamtkostenvolumen, auch wenn dieses die Rohertragsverluste nicht kompensieren konnte, sowie im Hinblick auf den Jahresüberschuss insbesondere ein erheblich verbessertes Finanzergebnis.

Die Finanzkraft der Gesellschaft zeigt sich weiter uneingeschränkt erfreulich und konnte erneut gestärkt werden. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich nochmals auf 52,4 (48,5) Prozent. Im Geschäftsjahr 2011 konnten außerdem bestehende Kreditvereinbarungen prolongiert und neue Finanzierungsvereinbarungen mit aus Sicht des Kreditvolumens weit überwiegend mittelfristiger Laufzeit abgeschlossen werden. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 konnte zudem erreicht werden, dass die Fremdfinanzierung durch Betriebsmittelkreditlinien vollständig ohne Gestellung von Sicherheiten erfolgt. Das Gesamtfinanzierungsvolumen von insgesamt 48,0 Mio. Euro wird den im Rahmen des operativen Geschäfts notwendigen Fremdmittelbedarf im Geschäftsjahr 2012 mehr als ausreichend decken.

III. Vergütungsbericht

In diesem Vergütungsbericht wird die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2011 erläutert sowie die Struktur und Höhe der den Vorstandsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt gewährten Bezüge dargestellt. Weiterhin sind in diesem Vergütungsbericht die Angaben zur Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 enthalten.

Aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 12. Mai 2011 unterbleiben gemäß § 286 Abs. 5 Satz 1 und § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB die in § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben, d. h. es erfolgt keine gesonderte Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie sonstiger, in § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB genannter Leistungen und Zusagen.

1. Vergütung des Vorstands

System und Grundsätze für die Festlegung der Vergütung

Mit beiden Mitgliedern des Vorstands der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft sind im Zusammenhang mit deren Dienstverträgen individuelle Vereinbarungen über die jeweilige Vergütung getroffen worden.

Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie einer entsprechenden Regelung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Gesellschaft dessen Plenum nach Vorbereitung durch den Personalausschuss zuständig. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt.

Die vereinbarte Vergütung ist auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Das System der Vorstandsvergütung sah im Geschäftsjahr 2011 bei beiden Mitgliedern des Vorstandes ein festes Jahresgrundgehalt vor. Neben diesem sah es im Fall eines Vorstandsmitglieds eine variable Vergütung mit einer auf Konzern-Kennzahlen bezogenen ergebnisabhängigen Komponente und einer auf strategische Ziele bezogenen diskretionären Komponente vor. Für das zweite Vorstandsmitglied war die Möglichkeit einer nachträglichen Sondervergütung, insbesondere bei außerordentlichen Leistungen, dienstvertraglich verankert. Mit Beschluss vom 24. November 2011 hat der Aufsichtsrat das zweite Vorstandsmitglied für eine weitere Amtszeit, beginnend mit dem 19. Juni 2012, wiederbestellt. In diesem Zusammenhang wurde auch ein neuer Dienstvertrag abgeschlossen, der zusätzlich zum festen Jahresgrundgehalt eine auf das jeweilige Geschäftsjahr bezogene variable Vergütung und eine auf mehrere Geschäftsjahre bezogene, längerfristige variable Vergütung ab dem Jahr 2012 vorsieht. Die auf Basis eines Vergleiches der vorangegangenen drei Geschäftsjahre definierte langfristige Komponente ist mit einem Anteil von 55% an der gesamten variablen Vergütung für dieses Vorstandsmitglied gewichtet. Die Möglichkeit einer nachträglichen Sondervergütung bleibt dienstvertraglich verankert.

Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft und einer pflichtgemäßen Gesamtabwägung ist für das Geschäftsjahr 2011 weder eine Auszahlung aus der diskretionären Komponente noch eine Sondervergütung erfolgt.

Gesamtvergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011

Bei der Angabe der gewährten Gesamtbezüge sind nach dem Gesetz, soweit gewährt, Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen aller Art zu berücksichtigen. In die Gesamtbezüge sind auch Bezüge einzurechnen, die nicht ausgezahlt, sondern in Ansprüche anderer Art umgewandelt oder zur Erhöhung anderer Ansprüche verwendet werden. Die für die Tätigkeit beider Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 gewährten Gesamtbezüge, die sich in unterschiedlicher Höhe auf die Vorstandsmitglieder verteilten, betrugen insgesamt 1,1 (1,7) Mio. Euro, wobei sich diese zu 63 (38) Prozent auf den Anteil der fest vereinbarten Bezüge und zu 37 (62 Prozent) Prozent auf den Anteil der variablen Bezüge aufgliedern.

In den Gesamtbezügen sind insbesondere auch Nebenleistungen in Form von Sachbezügen enthalten, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert von Zuschüssen zu Versicherungen und der Dienstwagennutzung bestanden. Die Vorstände waren in eine Directors & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung) einbezogen, wobei insoweit ein Selbstbehalt von 10 % des Schadens bzw. dem 1 ½-fachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart war.

Im Geschäftsjahr 2011 sind keine weiteren (neben die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 tretenden) Bezüge gewährt worden, die bisher in keinem Jahresabschluss angegeben worden sind.

Den beiden Mitgliedern des Vorstands sind im Geschäftsjahr 2011 weder von der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft noch von einem Tochterunternehmen Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierten Vergütungen gewährt worden noch sind sie Inhaber solcher Vergütungsinstrumente.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2011 weder Kredite oder Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Vergütungen für die Wahrnehmung von Mandaten bei Tochterunternehmen sind im Geschäftsjahr 2011 nicht angefallen.

Weitere Angaben

Die Vorstandsmitglieder haben unter in den jeweiligen Dienstverträgen näher konkretisierten Voraussetzungen, insbesondere im Fall eines Kontrollwechsels bei der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, die Möglichkeit eines Sonderkündigungsrechtes unter Zahlung einer Abfindung.

Bei einem Vorstandsmitglied richtet sich der volle Abfindungsanspruch nach der Restlaufzeit des Dienstverhältnisses. Im zweiten Fall werden feste Beträge pro Jahr der Restlaufzeit des Dienstverhältnisses in eine mögliche Abfindungszahlung umgerechnet.

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene erfolgten im Geschäftsjahr keine Zahlungen. An ehemalige Geschäftsführer von Tochtergesellschaften erfolgten Pensionszahlungen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. Euro. Der nach § 253 HGB ermittelte Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt 0,8 (0,8) Mio. Euro.

2. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2011 setzte sich gemäß § 14 der Satzung der Gesellschaft zusammen aus einer festen Vergütung von genau 8.522,00 EUR und einer variablen Vergütung von 305,00 EUR für jeden Cent ausgeschüttete Dividende je Stammaktie, die 4 Cent je Stammaktie übersteigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und dessen Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und variablen Vergütung. Für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats werden zusätzlich 25 Prozent der festen und variablen Vergütung gewährt. Der jeweilige Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte hiervon. Zudem werden Aufsichtsratsmitgliedern ihre Auslagen ersetzt und die auf ihre Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 betrugen 0,4 (0,1) Mio. Euro. Daneben wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats als Ersatz für Auslagen insgesamt 4 (4) TEUR vergütet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zudem in eine Directors & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung) einbezogen, wobei insoweit ein Selbstbehalt nicht vereinbart war.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2011 weder Kredite oder Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. Mit Ausnahme der für die im Rahmen ihrer Anstellungsverträge erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmervertreter wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zudem keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, etwa Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt bzw. gewährt.

IV. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gem. § 289a HGB ist auf unserer Internetseite www.berentzen-gruppe.de öffentlich zugänglich.

V. Nachtragsbericht

Im Frühjahr 2012 wurden die bestehenden Kreditvereinbarungen mit den Betriebsmittelkreditgebern der Berentzen-Gruppe auf neue vertragliche Grundlagen gestellt. Darüber hinaus wurde eine neue Kreditvereinbarung über einen weiteren Betriebsmittelkredit geschlossen (s. Abschnitt „Finanzlage“).

Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

VI. Risikobericht

Risikomanagement-System

Das Risikomanagement der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen zu begegnen. Dabei werden mögliche Schadenspotenziale identifiziert, Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt sowie Maßnahmen geplant und umgesetzt, um das Erreichen der Unternehmensziele zu gewährleisten. Durch konzernweites Reporting ist der Vorstand in der Lage, bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können, zu erkennen und zu kontrollieren.

Das Risikomanagementsystem entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in Verbindung mit § 91 Abs. 2 AktG.

Die direkte Risikoverantwortung ist an operative Mitarbeiter übertragen, die quartalsweise und bei neu erkannten Risiken an den Risikobeauftragten berichten. Der Risikobeauftragte informiert den Vorstand über wesentliche Veränderungen und Entwicklungen im Risikoportfolio. Dabei werden u.a. auch Value at Risk-Kennzahlen, die mit Hilfe von Monte-Carlo-Simulationen ermittelt werden, verwendet. Die grundlegende Aktualisierung des Systems erfolgt durch eine jährliche Bestandsaufnahme, die alle Risiken, Bewertungen und Maßnahmen in einem Handbuch erfasst und einen Ausblick für die nächsten zwei Jahre gibt.

Umfeldrisiken

Einschränkungen für die Vermarktung von alkoholischen Getränken, beispielsweise durch Verkaufsbeschränkungen, Branntweinsteuererhöhungen, Anti-Alkohol-Kampagnen oder Werbeverbote, stellen potenzielle Risiken für die Berentzen-Gruppe dar. Die Diskussion über Beschränkungen der Werbefreiheit für alkoholische Getränke hält an, gesetzliche Restriktionen zeichnen sich derzeit nicht ab.

Gesetzgeberische Vorgaben wie Sondersteuern und werberegulierende Maßnahmen haben die Getränkeindustrie in den letzten Jahren maßgeblich beeinflusst.

Branchenspezifische Risiken

Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung kann direkten Einfluss auf das Konsumverhalten der Verbraucher haben. Eine deutliche Verschlechterung kann neben einem Rückgang in den Konsumausgaben zu einer Erhöhung der Marktanteile von Discountern führen, weil die Konsumenten auf niedrigpreisige Produkte wie Handelsmarken ausweichen. Hierdurch könnte der Margendruck erhöht werden, was die Ertragssituation belasten würde.

Durch die zunehmende Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nimmt die Bedeutung der Top10-Key-Accounts für den einzelnen Spirituosenanbieter immer mehr zu. Teilweise entstehen substanzielle Abhängigkeiten von einzelnen Key-Accounts mit entsprechendem Druck in den Jahresgesprächen. Aktuelle Materialpreiserhöhungen sind daher nur schwer weiterzugeben, so dass sich der Margendruck erhöht und die Ertragssituation der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft belasten könnte. Diesem Risiko stellt sich die Gesellschaft durch die Stärkung des Key-Account-Managements unter Einbeziehung weiterer systematischer Vertriebsarbeit. Flankierend zu allen Maßnahmen wird das Beziehungsmanagement weiter ausgebaut, um die Kontakte zu den wichtigsten Entscheidern im Lebensmitteleinzelhandel auf eine bessere Grundlage zu stellen. Parallel werden weitere Vertriebswege ausgebaut.

Betriebliche Risiken

Der Ausfall von Produktionsanlagen oder -standorten bzw. die Verlagerung von Produktionskapazitäten an einen anderen Betriebsstandort kann zu Lieferengpässen oder Lieferunfähigkeit führen. Daher wird die Wahrscheinlichkeit von Anlagenausfällen durch laufende Instandhaltung und ständige Verfügbarkeit von technischem Service minimiert. Außerdem wurde mit anderen Spirituosenherstellern die gegenseitige Bereitstellung von Produktionskapazität in Notfällen vereinbart und es besteht eine Betriebsunterbrechungsversicherung. Notfallbesetzungspläne sind ebenfalls erarbeitet. Die Sicherheitseinrichtungen hinsichtlich Brandschutz und Einbruch sind auf dem neuesten Stand der Technik, dadurch können die Auswirkungen eines Schadensfalls bzw. Schadenspotenziale reduziert werden.

Auf steigende Anforderungen aus gesetzlichen Vorschriften im Bereich der Technik, zum Beispiel für Unfallverhütung oder Umweltschutz, stellt sich die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft durch interne Betriebskontrollen, durch die Auswahl seriöser Lieferanten, durch Einsatz von qualifiziertem Personal sowie durch verlässliche Dienstleister, welche den ordnungsgemäßen Umgang mit deren und unseren Produkten beherrschen, ein. Verträge mit langfristigen Abnahmeverpflichtungen für Ausstattungsmaterial bestehen derzeit nur in geringem Umfang. Lediglich bei Glasflaschen sind einige Entwicklungen an Abnahmeverpflichtungen gebunden. Qualitätsstandards sind durch langjährige Partnerschaften abgesichert, neue Lieferanten müssen einen Qualifizierungsprozess durchlaufen. Bei der Rohstoffbeschaffung sind sowohl Preisrisiken als auch –chancen vorhanden.

IT-Risiken

Der Ausfall von Servern oder Teilen des IT-Netzes stellt ein Risiko dar, dem unter anderem durch redundante Auslegung von Serversystemen, durch Hardware-Supportverträge mit Reaktionszeiten zwischen vier und sechs Stunden und der unmittelbaren Verfügbarkeit von Ersatzkomponenten und -datenleitungen begegnet wird. Durch eine Hochverfügbarkeitsumgebung in Verbindung mit einer Storagelösung wird eine noch höhere Verfügbarkeit des Produktivsystems gewährleistet. Über eine Schattendatenbank können bei einem Schadensfall innerhalb einer Stunde SAP-Daten wieder bereitgestellt werden, zusätzlich werden alle Datenbestände täglich gesichert. Firewallsysteme, eine VPN-Lösung mit eToken, Virenscanner und das SAP-R/3-Berechtigungskonzept gewährleisten hohe Sicherheit bei Zugangsberechtigungen und externen Zugriffen. Daher wird das Risiko einer Gefährdung von Informationssystemen und Datenbeständen als gering eingestuft.

Seit dem Frühjahr 2011 wurde mit der Virtualisierung von Serversystemen begonnen; gegenwärtig sind 35 Systeme virtualisiert. Durch eine auf zwei Rechenzentren verteilte Clusterlösung wurde die Ausfallsicherheit weiter erhöht.

Qualitative Angaben zu Risiken von Finanzinstrumenten

Organisation

Zu den wesentlichen bei der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft verwendeten Finanzinstrumenten gehören Bankdarlehen, Kontokorrentkredite, Factoring, Forfaitierung, Finanzierungsleasingverhältnisse, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie gewährte Darlehen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und des Konzerns. Die Gesellschaft bzw. der Konzern verfügen über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren.

Das zentrale Finanzmanagement steuert die finanzwirtschaftlichen Risiken der Berentzen-Gruppe. Beobachtet werden Liquiditäts-, Zins-, Bonitäts- sowie Fremdwährungsrisiken.

Im Folgenden werden Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten dargestellt.

Kreditrisiko/Ausfallrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko wird definiert als das Risiko eines finanziellen Verlustes, das dann entsteht, wenn eine Vertragspartei ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Management des Kreditrisikos / Ausfallrisikos

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab.

Rund 89 Prozent (Vorjahr: 90 Prozent) der Umsätze werden über Handelskontore abgerechnet, die über Delkrederevereinbarungen auch das Bonitätsrisiko übernehmen. Zusätzlich ist das Ausfallrisiko über Warenkreditversicherungen abgedeckt: Salden über TEUR 10 werden grundsätzlich kreditversichert.

Ein erheblicher Teil der Forderungen ist im Rahmen von Factoringvereinbarungen veräußert. Da der Factor auch die regresslose Delkrederehaftung übernimmt sind diese Forderungen nicht in der Bilanz auszuweisen.

Ausleihungen in Fremdwährungen werden nicht akzeptiert und Wechselgeschäfte nicht getätigt. Grundsätzlich erfolgen keine Lieferungen an Kontorfremde ohne vorhergehende Bonitätsbeurteilung mit Hilfe von Bewertungsagenturen. Die Forderungsbestände werden laufend überwacht, so dass die Gesellschaft keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Ferner werden Zahlungsziele regelmäßig beobachtet. Zusätzlich wird an den Finanzvorstand über gegebenenfalls überfällige Auslandsforderungen mittels eines gesonderten Reportings berichtet.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die finanziellen Mittel zu beschaffen, die es zur Begleichung von im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen benötigt.

Management des Liquiditätsrisikos

Der Vorstand und das zentrale Finanzmanagement steuern das Liquiditätsrisiko des Unternehmens.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt vornehmlich durch die Bereitstellung finanzieller Mittel im Rahmen einer Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe. Diese stellte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt dar:

Die bis dahin eingeräumte Forfaitierungslinie in Höhe von 20,0 Mio. Euro lief zum 31. März 2011 aus. Sie wurde mit Wirkung ab dem 1. April 2011 substituiert durch eine weitere Factoringvereinbarung, die die bereits bestehende Factoringlinie von 25,0 Mio. Euro um 15,0 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 40,0 Mio. Euro erweitert. Für beide Factoringlinien wurde eine Laufzeit bis zum 31. März 2014 vereinbart. Der Rahmen der Betriebsmittelkredite wurde mit Wirkung ab dem 1. April 2011 insgesamt auf 5,0 (4,0) Mio. Euro erhöht. Die beiden Betriebsmittelkredite im Volumen von jeweils 2,5 Mio. Euro hatten bzw. haben eine Laufzeit bis zum 31. März 2012 bzw. „bis auf weiteres“ („b.a.w“). Daneben besteht noch ein als Betriebsmittelkredit verwendbares, unbesichertes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012.

Dem Konzern standen damit seit dem 1. April 2011 Fremdmittel in einem Rahmen von 47,0 (51,0) Mio. Euro zur kurz- und mittelfristigen Finanzierung zur Verfügung, von denen 5,0 Mio. Euro durch Grundschulden an Betriebsimmobilien besichert wurden.

Der im ersten Quartal 2009 gebildete Sicherheitenpool aus verpfändeten Markenrechten und Grundschulden an Betriebsimmobilien, der zuletzt ein Finanzierungsvolumen von 26,0 Mio. Euro besicherte, wurde im Rahmen der vorstehenden Neugestaltung der Gesamtfinanzierung mit Wirkung zum 31. März 2011 aufgelöst.

In den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres 2012 wurden die bestehenden Kreditvereinbarungen mit den Betriebsmittelkreditgebern der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auf neue vertragliche Grundlagen gestellt. Darüber hinaus wurde eine neue Kreditvereinbarung über einen weiteren Betriebsmittelkredit mit einem Finanzierungsrahmen von 1,0 Mio. Euro geschlossen.

Auf der Grundlage der neuen Vereinbarungen sind sämtliche der Berentzen-Gruppe gewährten Betriebsmittelkreditlinien nunmehr ohne Gestellung von Sicherheiten eingeräumt und haben jeweils eine Laufzeit „bis auf weiteres“ („b.a.w.“).

Das Gesamtfinanzierungsvolumen der Berentzen-Gruppe beläuft sich damit ab Februar/März 2012 auf 48,0 Mio. Euro, die insgesamt ohne Sicherheitengestellung gewährt sind.

Dadurch verfügt die Berentzen-Gruppe neben einer gesunden Eigenkapitalbasis über ausreichende Kreditvereinbarungen, im Wesentlichen mit einer festen Laufzeit bis zum 31. März 2014.

Mit Ausnahme einer Factoringvereinbarung wurden die Kreditvereinbarungen durch die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als Kreditnehmer geschlossen. Nur in die bis zum Februar/März 2012 geltenden Finanzierungsvereinbarungen waren zum Teil weitere Gesellschaften der Berentzen-Gruppe als Kreditnehmer bzw. Sicherheitengeber einbezogen und unterlagen somit einer Mithaftung.

Die bis zum 31. März 2011 geltenden Finanzierungsverträge mit Ausnahme der Factoringvereinbarung enthielten einheitliche so genannte Covenants, in denen sich die Berentzen-Gruppe zur Einhaltung von vermögensorientierten Finanzkennzahlen verpflichtete. Ferner waren Change-of-Control- bzw. Change-of-Management-Klauseln vereinbart.

Sowohl die seit dem 1. April 2011 als auch die ab Februar/März 2012 geltenden Finanzierungsverträge mit den Betriebsmittelkreditgebern enthielten bzw. enthalten Covenants im vorstehenden Sinne sowie Change-of-Control-Klauseln. Die Factoringvereinbarungen sind dagegen frei von solchen Klauseln. Eine Nichtverlängerung der Kredite ist der Berentzen-Gruppe rechtzeitig anzuzeigen, so dass nach alternativen Finanzierungslösungen gesucht werden kann.

Verstöße gegen die Covenants oder gegen andere Vereinbarungen der Finanzierungsverträge führen zu Sonderkündigungsrechten der Kreditgeber vor Vertragsablauf.

Die Einhaltung der Covenants bzw. der anderen Vereinbarungen wird durch den Vorstand und das zentrale Finanzmanagement ständig überwacht. Zudem wird die voraussichtliche Entwicklung der Covenants im Planungs- und Budgetierungsprozess abgebildet, um ggf. Gegensteuerungsmaßnahmen initiieren zu können und die notwendige Fremdkapitalversorgung zu gewährleisten.

Darüber hinaus werden fortlaufend Maßnahmen geprüft bzw. umgesetzt, die

die Reduzierung des jetzigen Kreditlinienumfangs zum Ziel haben (z. B. durch alternative Finanzierungsformen wie Leasing oder aber durch interne Kapitalfreisetzungen im Nettobetriebsvermögen bzw. Working Capital) und
die Abhängigkeit von kurzfristigen Linien verringern sollen (bspw. durch zweckgebundene Langfristfinanzierungen).

Marktrisiko

Das Marktrisiko wird als jenes Risiko definiert, dass sich der beizulegende Zeitwert zukünftiger Cashflows aus einem Finanzinstrument aufgrund von Marktpreisschwankungen verändert. In den Marktrisiken sind Währungsrisiken, Zinsrisiken und andere Preisrisiken enthalten.

Management des Marktrisikos

Fremdwährungsrisiken sind als gering einzuschätzen, da sich die Geschäftstätigkeit bei Beschaffung und Absatz hauptsächlich auf die Eurozone konzentriert. Mit Kunden aus Hochinflationsländern werden keine Geschäfte durchgeführt. Zum 31. Dezember 2011 bestanden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen von umgerechnet rund 0,0 (Vorjahr: 0,0) Millionen Euro. Die Wechselkurse der betreffenden Währungen sind stabil, so dass auch hier nur ein geringes Fremdwährungsrisiko gesehen wird.

Das tatsächliche durchschnittliche Zahlungsziel liegt derzeit bei ca. 32 (32) Tagen. Dies führt nicht zu einem erhöhten Liquiditäts- oder Zinsrisiko, da ausreichende Factoringlinien für die Finanzierung von Forderungen zur Verfügung stehen. Der Bedarf an klassischen kurzfristigen Kreditlinien wurde dadurch in einem erheblichen Ausmaß reduziert.

Zur Absicherung des Risikos aus steigenden Zinsen bei variabel verzinslichen Krediten bestand bis zum 1. April 2010 ein Zinsbegrenzungsgeschäft (4,75 %) über ein Volumen von 10 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der aktuellen und zukünftigen Finanzierungsstruktur der Berentzen-Gruppe wurden seitdem keine weiteren Zinsbegrenzungsgeschäfte abgeschlossen.

Bei der Rohstoffbeschaffung sind sowohl Preisrisiken als auch -chancen vorhanden. Für Glas existieren Jahresverträge mit festen Mengen und festen Preisen, für das Weizenfeindestillat und Zucker werden üblicherweise feste Mengenkontrakte von Ernte zu Ernte (September/Oktober) vereinbart. Die Preise beim Neutralalkohol werden quartalsweise an öffentlich zugängige und unabhängige Preisreports (F.O.Licht, ICIS) angepasst. Rohstoffpreisindizes (LME, EUWID) bilden eine halbjährliche Orientierung für die Preisanpassung bei Aluminiumverschlüssen und Kartonagen.

Gesamtbewertung von Chancen und Risiken

Die Gesamtrisikosituation der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist weiterhin überschaubar. Hinsichtlich der vorstehend erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten erwarten wir keine einzelnen oder kumulierten Risiken, welche die Unternehmensfortführung gefährden.

In der konsequenten Verfolgung einer nachhaltigen nationalen wie internationalen Wachstumsstrategie sieht der Vorstand vielmehr Chancen für das Unternehmen, die es zu nutzen gilt.

Die positive Ertragssituation der Gesellschaft, verbesserte Produktionsabläufe und ein straffes Kostenmanagement eröffnen im kommenden Jahr die Möglichkeit, gezielt in die Weiterentwicklung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft zu investieren und dabei ein positives Betriebsergebnis für 2012 anzustreben.

Erläuterung des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

In der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem. Verantwortliche des internen Steuerungssystems sind insbesondere die Bereiche Controlling und Reporting, Rechnungswesen und Finanzen, Steuern sowie Personal.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems in der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft. Neben manuellen Prozesskontrollen - wie z.B. dem „Vier-Augen-Prinzip“ - sind systemseitige IT-Prozesskontrollen ein wesentlicher Teil der prozessintegrierten Maßnahmen. Weiterhin werden durch organisatorische Maßnahmen wie bspw. durch Richtlinien oder Zugriffsbeschränkungen sowie durch spezifische Funktionen wie Steuern oder Recht prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt.

Der Aufsichtsrat - hier insbesondere der Prüfungsausschuss - der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und die externe Revision sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft eingebunden.

Jahresabschluss

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge in den Einzelabschlüssen der Unternehmensgruppe erfolgt mit Ausnahme der kleineren ausländischen Tochtergesellschaften durch das zentrale Rechnungswesen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft unter Verwendung des Buchhaltungs- und ERP-Systems des Herstellers SAP.

Die Anhangsangaben werden auf Basis der im zentralen Rechnungswesen und Controlling vorliegenden Informationen und von IT-gestützten Auswertungen aufbereitet und dokumentiert.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des in der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft bestehenden internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellen sich wie folgt dar:

Verwaltungs-, Ausführungs-, und Genehmigungsfunktionen sind klar getrennt und werden durch verschiedene Personen wahrgenommen.
Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Rechnungswesen, Controlling, Steuern und Konsolidierung sind ebenfalls getrennt.
Die im Bereich der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme sind durch entsprechende Vorkehrungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Ein adäquates Richtlinienwesen (z.B. Kompetenzrichtlinie, Reisekostenrichtlinie, Verhaltenskodex etc.) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.
Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind geeignet ausgestattet. Die beteiligten Personen weisen die erforderlichen Qualifikationen auf.
Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z.B. durch Stichproben oder programmierte Prüfungen, z.B. im Rahmen von Zahlungsläufen.
Bei rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird das Vier-Augen-Prinzip der Größe des Unternehmens entsprechend angemessen angewendet. Weitere Kontrollen von Sachverhalten und Entwicklungen erfolgen durch analytische Prüfungen (z.B. Soll-/Ist-Abweichungen).
Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden in ausgewählten Bereichen durch die externe Revision überprüft.

Als Nachweis des bestehenden internen Kontrollsystems wurden für wesentliche Geschäftsvorfälle erweiterte Risikokontrollmatrizen eingeführt, die laufend aktualisiert werden.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess, in dem Fehler weitgehend vermieden werden, jedenfalls aber entdeckt werden können. Basis dieses Systems ist ein zentrales Rechnungswesen für nahezu alle Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche sowie unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die eindeutige Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher. Auf dieser Grundlage wird erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und dem Handelsgesetzbuch zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie bewertet werden.

VII. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seinen Konjunkturausblick für die Jahre 2012 und 2013 aufgrund der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum und weltwirtschaftlicher Schwächetendenzen nach unten korrigiert. Für das Jahr 2012 prognostiziert der IWF aktuell eine globale Wachstumsrate von 3,3 Prozent, für das Folgejahr ein Wachstumsplus von 3,9 Prozent. Insbesondere für die Eurozone wurden die bisherigen Einschätzungen um 1,6 Prozentpunkte nach unten korrigiert, so dass für das Jahr 2012 von einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung von 0,5 Prozent auszugehen ist.

Dabei geht der IWF im laufenden Jahr für Deutschland von einem abgeschwächten Wachstum von 0,3 Prozent aus. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) senkte seine letztjährige Wachstumsprognose von 1,3 Prozent auf nunmehr 0,6 Prozent für das Jahr 2012.

Ursächlich für das Abflachen der deutschen Wirtschaftsleistung sind hierbei vorrangig Abstrahleffekte der europäischen und US-amerikanischen Finanzkrisen, aber auch eine geringere Wirtschaftsdynamik einzelner Schwellenländer. Die erheblichen Preisanstiege auf den Rohstoff- und Energiemärkten und damit verbundene Preiserhöhungen bei Waren und Dienstleistungen könnten zudem die nationale Binnennachfrage schmälern.

Diesen Tendenzen stehen in Deutschland aktuell eine Erwerbstätigenquote auf einem historischen Höchststand, eine seit Jahresbeginn 2012 wieder aufhellende Unternehmensstimmung sowie eine weiterhin hohe Konsumbereitschaft der inländischen Verbraucher gegenüber.

Die anhaltende Kauflaune führte indes nicht zu relevanten Umsatzzuwächsen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels, der in den zurückliegenden zwölf Monaten lediglich Umsatzsteigerungen von real 0,2 Prozent erzielte. Auch der nationale Spirituosenmarkt wies nur ein leichtes Absatzwachstum von 2 Prozent im Jahr 2011 aus. Hierin bestätigt sich die These, dass der inländische Konsum von Gütern des täglichen Bedarfs, allen voran Nahrungs- und Genussmitteln, weitestgehend unbeeinflusst von nationalen und internationalen Konjunkturschwankungen bleibt.

Auch vor dem Hintergrund gedämpfter konjunktureller Erwartungen setzt die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2012 ihre mittelfristig angelegte Unternehmensstrategie im In- und Ausland fort. Insbesondere zu den Produktneuheiten „John Medley´s“ Whiskey und „Turoa“ Rum wird es ganzjährig nationale Werbeaktivitäten darunter klassische TV- und Anzeigenwerbung geben - um die Hochwertigkeit und Alleinstellungsmerkmale der Produkte zu kommunizieren und die Präsenz dieser auch international tragfähigen Marken in Handel und Gastronomie weiter zu stärken. Ferner werden geplante Prozessoptimierungen innerhalb des Produktions- und Logistikbereichs umgesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.

Die guten Resultate der vergangenen drei Geschäftsjahre ermöglichen es der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, die Markteintritte in sog. Schwellenländer ohne den Einsatz von Fremdmitteln durchzuführen. Damit kann das Unternehmen wirtschaftlich unabhängig agieren und die Erzielung von nachhaltiger Profitabilität in den Mittelpunkt seiner strategischen Arbeit stellen. In der Erschließung neuer Absatzmärkte liegt aus Unternehmenssicht ferner die Chance, die Abhängigkeiten von marktwirtschaftlichen Gegebenheiten einzelner Länder zu reduzieren und zugleich an der Wachstumsdynamik dieser Länder zu partizipieren.

Aufgrund der Sonderbelastungen, die als Folge des Marktaufbaus und der organisatorischen Begleitung des Wachstums vornehmlich in China und in der Türkei anfallen, werden sich die in diesen Ländern zu erwartenden Umsatzerlöse bzw. Rohgewinne indes zunächst nicht positiv im Betriebsergebnis niederschlagen, zumal das absolute Geschäftsvolumen in der Startphase im Unternehmensvergleich eher gering sein wird.

Im Hinblick auf die strategische Neuausrichtung des Spirituosengeschäfts in Tschechien und der Slowakei erwartet die Berentzen-Gruppe Aktiengeselleschaft im Geschäftsjahr 2012 eine spürbare Stabilisierung der Absatzsituation. Eine Rückbesinnung auf den Vertrieb ausschließlich eigener Produkte und eine an den Bedürfnissen der Gastronomie orientierte Vertriebsstrategie werden in diesen Ländern helfen, das operative Geschäft wieder spürbar zu beleben.

Eine wesentliche Aufgabe im Geschäftsjahr 2012 wird darin liegen, Kostensteigerungen aufgrund höherer Rohstoffpreise über Gemeinkostenoptimierungen und Effizienzsteigerungen abzufedern, um auch weiterhin wettbewerbsfähig am Markt agieren zu können. Mit den bereits vorgenommenen, hohen Investitionen in der Produktionsstätte Minden wurde die Basis hierfür gelegt.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Konjunkturerwartungen und der geplanten Maßnahmen zur Fortsetzung der mittelfristigen Wachstumsstrategie geht die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auch für die Jahre 2012 und 2013 von einem jeweils positiven Betriebsergebnis aus.

VIII. Abhängigkeitsbericht

Die BGAG Beteiligungs GmbH, Grünwald, eine 89,99 %-ige Tochtergesellschaft der Aurelius AG, Grünwald, erwarb mit Wirkung zum 3. September 2008 zunächst rund 75,1 % der Stammaktien und damit der Stimmrechte in der Hauptversammlung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Nach weiteren Erwerben von Stamm- und Vorzugsaktien in den Jahren 2009 und 2010 hielt die BGAG Beteiligungs GmbH am 31. Dezember 2010 rund 79,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechte und rund 25,48 % der Vorzugsaktien der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft; ihr Anteil am Grundkapital betrug somit insgesamt 52,49 %. Die Aurelius AG hielt nach eigenen Erwerben in den Jahren 2009 und 2010 zum 31. Dezember 2010 rund 2,42 % der Stammaktien und damit der Stimmrechte und rund 1,50 % der Vorzugsaktien der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft; ihr Anteil am Grundkapital betrug somit insgesamt 1,96 %. Zum 31. Dezember 2010 kontrollierten die BGAG Beteiligungs GmbH damit rund 52,49 % des Grundkapitals und rund 79,5 % der Stimmrechte, und die Aurelius AG direkt und indirekt rund 54,45 % des Grundkapitals und rund 81,92 % der Stimmrechte der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Zum 31. Dezember 2011 hielt die BGAG Beteiligungs GmbH rund 79,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechte und rund 25,48 % der Vorzugsaktien der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft; ihr Anteil am Grundkapital betrug somit insgesamt 52,49 %. Die Aurelius AG hielt nach weiteren eigenen Erwerben zum 31. Dezember 2011 rund 11,71 % der Stammaktien und damit der Stimmrechte und rund 1,50 % der Vorzugsaktien der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft; ihr Anteil am Grundkapital betrug somit insgesamt 6,61 %. Zum 31. Dezember 2011 kontrollierten die BGAG Beteiligungs GmbH damit rund 52,49 % des Grundkapitals und rund 79,5 % der Stimmrechte, und die Aurelius AG direkt und indirekt rund 59,09 % des Grundkapitals und rund 91,21 % der Stimmrechte der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Da mit der Mehrheitsaktionärin kein Beherrschungsvertrag besteht, ist der Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht werden die Beziehungen zu der BGAG Beteiligungs GmbH, der Aurelius AG und den mit diesen Gesellschaften verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2011 dargestellt.

In seiner Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand im Abhängigkeitsbericht Folgendes:

„Wir erklären, dass die Gesellschaft bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2011 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.“

Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und zum Lagebericht

Erklärung des Vorstands gem. § 37v WpHG:

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“

Haselünne, den 23. März 2012

Der Vorstand

Stefan Blaschak

Ralf Brühöfner

Bilanz

Aktiva

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31.12.2011

31.12.2010

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Abnahmeverpflichtungen und Belieferungsrechte 358.104,80 422.286,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.044.816,12 3.642.394,67
2.402.920,92 4.064.681,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.214.635,54 17.094.298,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.153.697,27 5.796.838,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 863.732,07 901.421,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365.938,10 0,00
23.598.002,98 23.792.558,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.693.573,07 8.248.211,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.950.000,00 10.900.000,00
3. Beteiligungen 5.500,00 9.350,31
4. Sonstige Ausleihungen 1.022,58 1.022,58
5. Genossenschaftsanteile 2.081,16 2.081,16
21.652.176,81 19.160.665,25
47.653.100,71 47.017.905,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.910.730,35 2.671.762,30
2. Unfertige Erzeugnisse 6.424.180,92 6.232.743,39
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.191.427,55 7.364.075,49
18.526.338,82 16.268.581,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.786.202,22 15.943.830,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.804.344,72 11.835.474,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.890.905,78 3.323.337,26
33.481.452,72 31.102.642,28
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.094.693,94 10.503.584,20
60.102.485,48 57.874.807,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.465,26 16.496,60
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 79.976,70 129.293,13
107.841.028,15 105.038.502,85
Passiva
31.12.2011

31.12.2010

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 24.960.000,00 24.960.000,00
II. Kapitalrücklage 15.815.717,73 15.815.717,73
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.000.000,00 6.900.000,00
IV. Bilanzgewinn 10.722.611,23 3.231.609,31
56.498.328,96 50.907.327,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.632.947,00 2.580.062,00
2. Steuerrückstellungen 341.779,58 711.880,97
3. Sonstige Rückstellungen 10.599.280,98 10.508.648,45
13.574.007,56 13.800.591,42
C. Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer 18.305.695,09 21.660.155,51
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 153.845,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.318.464,76 2.806.452,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.303.887,50 8.346.294,61
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.840.644,28 7.363.836,29
(davon aus Steuern € 4.494.177,56; Vorjahr € 5.264.485,73)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 3.361,30; Vorjahr € 3.481,77)
19.462.996,54 18.670.428,88
107.841.028,15 105.038.502,85

Gewinn- und Verlustrechnung

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2011

2010

1. Umsatzerlöse 246.733.580,27 271.075.023,50
2. Branntweinsteuer 152.152.978,24 167.321.868,28
3. Umsatzerlöse ohne Branntweinsteuer 94.580.602,03 103.753.155,22
4. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.215.267,14 -3.484.124,57
5. Sonstige betriebliche Erträge 9.959.875,91 5.537.217,44
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.371.921,11 46.539.742,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.112.848,15 2.023.568,37
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.768.235,49 8.953.121,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.397.402,75 1.385.786,33
(davon für Altersversorgung € 51.638,40; Vorjahr € 57.682,98)
8. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.014.535,78 4.891.110,56
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.036.071,41 0,00
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 30.653.279,82 34.102.567,29
10. Erträge aus Beteiligungen 1.126.137,28 1.231.486,79
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.126.137,28; Vorjahr € 1.231.486,79)
11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 875.797,96 16.282,00
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 271.512,93 205.752,20
(davon aus verbundenen Unternehmen € 268.039,85; Vorjahr € 205.620,78)
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.283,91 23.843,83
(davon aus verbundenen Unternehmen € 15.507,05; Vorjahr € 9.696,93)
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.075.963,58 0,00
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 489.679,34 1.043.772,86
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.179.319,10 1.728.940,68
(davon an verbundene Unternehmen € 247.633,13; Vorjahr € 230.604,03)
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.984.220,63 6.615.003,33
18. Außerordentliche Erträge 0,00 457.121,92
19. Außerordentliche Aufwendungen -124.426,00 -124.426,00
20. Außerordentliches Ergebnis -124.426,00 332.695,92
21. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 598.523,17 449.285,28
22. Sonstige Steuern 46.269,54 47.709,08
23. Jahresüberschuss 6.215.001,92 6.450.704,89
24. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.607.609,31 0,00
25. Entnahmen aus Gewinnrücklagen / aus anderen Gewinnrücklagen 1.900.000,00 0,00
26. Einstellungen in Gewinnrücklagen / in andere Gewinnrücklagen 0,00 -3.219.095,58
27. Bilanzgewinn 10.722.611,23 3.231.609,31

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die vorgenommenen Ergänzungen der gesetzlich vorgeschriebenen Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB - insbesondere der gesonderte Ausweis der Branntweinsteuer - sind durch das Geschäft der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft bedingt und dienen zur Darstellung eines verbesserten Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die unter dem Bilanzposten A. I. 1. ausgewiesenen Abnahmeverpflichtungen werden über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Lieferrechte werden während der vereinbarten Laufzeit mit einem Verrechnungssatz pro Liefereinheit über die jährliche Abnahmemenge, maximal für fünf Jahre, getilgt. Die unter dem Bilanzposten A. I. 2. ausgewiesenen Warenzeichen werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, Wasser- und Brunnenrechte über 20 Jahre und Lizenzen über vier bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die unter dem Sachanlagevermögen ausgewiesenen Posten sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden seit dem Geschäftsjahr 2008 in einem Sammelposten aufgezeichnet und werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen, sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten bzw. ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Wertberichtigungen werden entsprechend § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den handelsrechtlich mindestens zu aktivierenden Herstellungskosten, das heißt zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde durch Abschläge für noch anfallende Kosten von den Verkaufspreisen beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wegen drohender Uneinbringlichkeit sowie Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden aktivisch von den Forderungen abgesetzt. Bei der Ermittlung des risikobehafteten Forderungsbestands werden kreditversicherte Forderungen, Forderungen, für die Bürgschaften vorliegen sowie die enthaltene Umsatzsteuer in Abzug gebracht.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode) bewertet. Den Berechnungen liegen ein Zinsfuß von 5,13 %, ein Rententrend von 1,0 % sowie die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen dienen zur Abdeckung aller ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Den sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme vom 18.11.1998 und dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, welche als Rechnungsgrundlage die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, einen Zinssatz von 5,13 % sowie einen Gehaltstrend von 2,0 % berücksichtigen, zugrunde. Die Jubiläumsrückstellungen werden unter Berücksichtigung eines pauschalen Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung von 20 % in Abhängigkeit von der bisherigen Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers angesammelt und mit einem Zinssatz von 5,13 % abgezinst. Die ermittelten Werte basieren ebenfalls auf Gutachten, die nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode) eine Fluktationsrate von 5 % und als biometrische Rechnungsgrundlage die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwenden.

Die Branntwein- und Eingangsabgaben sind in Höhe der Verpflichtungen gegenüber den Hauptzollämtern passiviert und in Erweiterung des gesetzlich vorgesehenen Gliederungsschemas in einem gesonderten Posten ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit § 274 HGB. Danach werden für temporäre Unterschiede zwischen den im Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Dabei werden derartige bei den ertragsteuerlichen Organgesellschaften der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft bestehenden temporäre Unterschiede beim Organträger erfasst. Entsprechendes gilt für die genannten temporären Unterschiede bei Personengesellschaften, an denen die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft beteiligt ist, deren Bewertung sich grundsätzlich jedoch auf latente Körperschaftsteuern einschließlich Solidaritätszuschlag beschränkt. Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden berücksichtigt, soweit dadurch kein Überhang an aktiven latenten Steuern entsteht. In Ausübung des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgt keine Aktivierung aktiver latenter Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen, die die passiven latenten Steuern aus zu versteuernden temporären Unterschieden übersteigen.

Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Aktive und passive latente Steuern der Gesellschaft und innerhalb des Organkreises werden saldiert. Vom Wahlrecht des unsaldierten Ausweises aktiver und passiver latenter Steuern in der Bilanz gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Abschlussstichtag (Devisenkassamittelkurs) bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist gesondert dargestellt.

Unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden Darlehen an verschiedene Konzerntöchter ausgewiesen (T€ 10.950; Vorjahr: T€ 10.900). Die Darlehen werden marktüblich verzinst. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Wertberichtigungen in Höhe von T€ 150 auf ein an eine ausländische Tochtergesellschaft ausgegebenes Darlehen vorgenommen.

(2) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Das im Rahmen des Factorings zur Abwicklung genutzte sogenannte Verfügbarkeitskonto wird unter dem Posten „Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten“ ausgewiesen.

(3) Vorräte

Die Vorräte betreffen mit T€ 966 (Vorjahr: T€ 1.162) Handelswaren, insbesondere zum Weiterverkauf bestimmte Bestände an Spirituosen sowie Displaymaterial, wie z. B. Gläser.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch Forderungsverkäufe im Rahmen von Factoringvereinbarungen um T€ 21.019 (Vorjahr: T€ 7.349) reduziert. Die Forderungen wurden regresslos an Factoringgesellschaften verkauft.

Bedeutsame Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren wie im Vorjahr nicht erforderlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit Tochtergesellschaften. Hier wurden im Geschäftsjahr 2011 Wertberichtigungen in Höhe von T€ 1.036 auf das Verrechnungskonto aus dem laufenden Geschäftsverkehr gegenüber einer ausländischen Tochtergesellschaft vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zusammen aus:

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31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
Forderung aus Sicherheitsabschlag Factoring 6.348 1.102
Forderung aus Handelsgutschriften 247 0
Marketing-Erstattungsansprüche gegen Lizenzpartner 90 155
Steuererstattungsansprüche 70 26
Debitorische Kreditoren 64 807
Rückvergütungsansprüche 40 41
Forderung aus Sicherheitsabschlag Forfaitierung 0 1.126
Erstattungsanspruch gegen Versicherung 0 36
Übrige 32 30
6.891 3.323

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verteilen sich wie folgt:

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Gesamt davon mit einer Restlaufzeit von
T€ bis zu 1 Jahr

T€
mehr als 1 Jahr

T€
--- --- --- ---
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen 1.786 1.786 0
(15.944) (15.944) (0)
gegen verbundene Unternehmen 24.804 24.804 0
(11.835) (11.835) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 6.891 6.891 0
(3.323) (3.323) (0)
33.481 33.481 0
(31.102) (31.102) (0)

Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an.

Forderungen in Fremdwährung bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus Vorauszahlungen für sonstige Fremdleistungen von T€ 5 (Vorjahr: T€ 16).

(6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Posten aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von T€ 80 (Vorjahr: T€ 129) enthält den Posten Wertguthaben zur Absicherung für Altersteilzeit T€ 96 (Vorjahr: T€ 176), der im laufenden Geschäftsjahr mit der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 47) saldiert wurde. Die Anschaffungskosten der Wertguthaben beliefen sich auf T€ 96 (Vorjahr: T€ 176), der Zeitwert per 31. Dezember 2011 ist gleichlautend. Im Geschäftsjahr 2011 wurden die Wertguthaben zurückgeführt, da eine Überdotierung bestand. Aufwendungen oder Erträge wurden in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2011 nicht verrechnet.

(7) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 24.960 ist eingeteilt in jeweils 4.800.000 Stamm- sowie Vorzugsaktien (Vorjahr: jeweils 4.800.000 Stamm- sowie Vorzugsaktien), die als auf den Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien ausgestaltet und voll eingezahlt sind.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 2. Juni 2014 das Grundkapital durch die Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage, einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens bis zu T€ 12.480 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Das Grundkapital ist um bis zu T€ 12.480 durch Ausgabe von bis zu 4.800.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien und/oder neuen, auf den Inhaber lautenden stimmrechtslosen Vorzugsaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Das bedingte Kapital steht in Zusammenhang mit der Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Juni 2014 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu T€ 200.000 zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte bezogen auf neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien oder auf den Inhaber lautende Stammaktien oder auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu T€ 12.480 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt worden, bis zum 19. Mai 2015 Vorzugsaktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu T€ 2.496 unter der Maßgabe weiterer Bedingungen (maximal bis zu 10 % des Grundkapitals) zu erwerben und diese wieder zu veräußern oder einzuziehen.

Der Vorstand hat von diesen Maßnahmen bisher keinen Gebrauch gemacht.

(8) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet das Agio aus den Kapitalerhöhungen der Jahre 1994 und 1996. Bei der Kapitalrücklage sind im Geschäftsjahr 2011 keine Veränderungen eingetreten.

(9) Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Auf der Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von T€ 3.232 zur Zahlung einer Dividende von € 0,13 je Vorzugsaktie, bezogen auf die 4.800.000 dividendenberechtigten Vorzugsaktien in Höhe von insgesamt T€ 624 zu verwenden und den verbleibenden Betrag in Höhe von T€ 2.608 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Aus den anderen Gewinnrücklagen wurde ein Betrag in Höhe von T€ 1.900 entnommen.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

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2011

2010

Jahresüberschuss 6.215.002 6.450.705
Bilanzgewinn des Vorjahres 3.231.609 1.872.000
Entnahmen aus Gewinnrücklagen / aus anderen Gewinnrücklagen 1.900.000 0
Einstellungen in Gewinnrücklagen / in andere Gewinnrücklagen -3.219.096
Dividendenausschüttung -624.000 -1.872.000
Bilanzgewinn 10.722.611 3.231.609

(10) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erforderliche Zuführung zu den Rückstellungen beläuft sich auf insgesamt T€ 373. Von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde insoweit Gebrauch gemacht als im Geschäftsjahr 2011 eine weitere Zuführung in Höhe von T€ 124 (Vorjahr: T€ 124) erfolgte. Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich demnach auf T€ 125.

(11) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

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31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
Boni/Werbekostenzuschüsse 8.289 8.193
Personalrückstellungen 755 906
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 595 451
Aufsichtsratsvergütungen 296 129
Ausstehende Eingangsrechnungen 294 667
Ausgleichsanspruch 220 0
Hauptversammlung/Geschäftsbericht 150 150
Betriebsprüfung 0 13
10.599 10.509

(12) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach den Restlaufzeiten wie folgt:

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Gesamt davon mit einer Restlaufzeit von
T€ bis zu 1 Jahr

T€
mehr als 1 Jahr

T€
mehr als 5 Jahre

T€
--- --- --- --- ---
Branntwein- und Eingangsabgaben 18.306 18.306 0 0
(21.660) (21.660) (0) (0)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(154) (154) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 4.318 4.318 0 0
(2.806) (2.806) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.304 10.304 0 0
(8.346) (8.346) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.841 4.841 0 0
(7.364) (7.364) (0) 0
37.769 37.769 0 0
(40.331) (40.331) (0) (0)

Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an.

Bankverbindlichkeiten bestanden zum Ende des Geschäftsjahres nicht (Vorjahr: T€ 154).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen in Höhe von T€ 8.038 (Vorjahr: T€ 6.198) aus dem laufenden Clearing- und Verrechnungsverkehr, in Höhe von T€ 148 (Vorjahr: T€ 148) aus kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber den Tochtergesellschaften sowie in Höhe von T€ 2.117 (Vorjahr: T€ 2.000) aus einem kurzfristigen Darlehen der Aurelius AG, Grünwald.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus:

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31.12.2011

T€
31.12.2010

T€
Steuern
Umsatzsteuer 4.372 4.999
Lohn- und Kirchensteuer 122 266
4.494 5.265
Kreditorische Debitoren 216 232
Verbindlichkeiten aus Barter-Transaktion 61 0
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 60 3
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 3 3
Verbindlichkeiten aus Sale-and-Buy-back Transaktion 0 1.857
Übrige Sonstige Verbindlichkeiten 7 4
4.841 7.364

Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestanden zum Bilanzstichtag im Gegenwert von T€ 20 (Vorjahr: T€ 13).

(13) Haftungsverhältnisse

Es bestehen Hafterklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von T€ 764 (Vorjahr: T€ 764). Zum Geschäftsjahresende wurden durch diese Bürgschaften tatsächliche Branntweinsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 18.306 (Vorjahr: T€ 21.660) besichert.

Des Weiteren bestehen Hafterklärungen für Finanzbürgschaften in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 165) und T€ 2, die eine deutsche Privatbank gegenüber dem Eisenbahn-Bundesamt bzw. dem Amt für Forstwirtschaft übernommen hat. Inanspruchnahmen aus diesen bereits langjährig bestehenden Hafterklärungen ergaben sich in der Vergangenheit nicht. Die im Vorjahr mit T€ 165 bestehende Hafterklärung für Finanzbürgschaften gegenüber dem Eisenbahn-Bundesamt ist im Geschäftsjahr 2011 ausgelaufen, da die erforderlichen Leistungsabnahmen im Zeitraum von 5 Jahren erbracht wurden.

Für die Niederlassung einer Tochtergesellschaft im Bundesland Brandenburg wurde im Geschäftsjahr 2011 eine weitere selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft von T€ 864 (Vorjahr: T€ 1.321) gegenüber der InvestitionsBank des Landes Brandenburg zur Sicherung von Forderungen aus dem Subventionsverhältnis, insbesondere möglicher zukünftiger Erstattungsansprüche, übernommen. Die Gesamtsumme der gegenüber der InvestitionsBank des Landes Brandenburg übernommenen Bürgschaften beträgt damit zum 31. Dezember 2011 T€ 2.185 (Vorjahr: T€ 1.321). Die Tochtergesellschaft hatte im Jahr 2007 und im Jahr 2010 jeweils einen über einen Investitionszeitraum von drei Jahren laufenden Antrag auf Gewährung öffentlicher Finanzierungshilfen an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung gestellt. Die durch Mittelabruf beantragten Fördermittel sind ab dem Jahr 2011 zur Auszahlung gekommen und durch die Bürgschaften besichert. Anhaltspunkte dafür, dass Forderungen aus dem Subventionsverhältnis - insbesondere eine Rückforderung von Finanzierungshilfen - geltend gemacht werden könnten und demzufolge mit einer möglichen Inanspruchnahme aus der Bürgschaft zu rechnen ist, bestehen nicht.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft haftet ferner im Rahmen einer selbstschuldnerischen Bürgschaft in Höhe von T€ 644 (Vorjahr: T€ 859). Im Geschäftsjahr 2006 wurden mit einer deutschen Privatbrauerei Vereinbarungen über eine Rückbürgschaft geschlossen, sodass eine ertragswirksame Haftung aus dieser selbstschuldnerischen Bürgschaft faktisch nicht gegeben ist.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde zur Absicherung von mittelfristigen Grundstoffbeschaffungen durch eine deutsche Geschäftsbank ein Standby-Akkreditiv über T€ 442 herausgelegt. Die Tilgung erfolgt durch geplante Grundstoffeinkäufe im Geschäftsjahr 2012, für die ein fixer Bezugskontrakt in US-Dollar mit einem Gegenwert von T€ 1.552 zum Bilanzstichtag geschlossen wurde. Von einer Inanspruchnahme ist nicht auszugehen, da die Grundstoffe planmäßig bezogen werden und die gute Finanzlage der Gesellschaft den Ausgleich der zukünftigen Verbindlichkeiten sicherstellt.

Durch Erteilung eines „Letter of Comfort“ haftet die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gegenüber einer ausländischen Geschäftsbank für eine ausländische Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 156 zum Stichtagskurs. Weiterhin hat sich die Berenten-Gruppe Aktiengesellschaft gegenüber einer ausländischen Tochtergesellschaft durch Erteilung eines weiteren „Letter of Comfort“ zur Übernahme von Verbindlichkeiten bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt T€ 500 verpflichtet. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Tochtergesellschaft ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann und daher mit einer Inanspruchnahme aus den „Letter of Comfort“ zu rechnen wäre.

(14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat Gesamtverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 624 (Vorjahr: T€ 652), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 2).

Die Miet- und Leasingverpflichtungen gliedern sich nach der Fälligkeit der vereinbaren Miet- oder Leasingzahlungen wie folgt:

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Gesamt davon zahlbar in folgenden Zeitbändern
T€ bis zu 1 Jahr

T€
in 2 bis 5 Jahren

T€
später als in 5 Jahren

T€
--- --- --- --- ---
Mietzahlungen für Immobilien 26 22 2 2
(35) (24) (9) (2)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2 2 0 0
(2) (2) (0) (0)
Leasingzahlungen für Büromaschinen 151 48 103 0
(60) (34) (26) (0)
Leasingzahlungen für den Fuhrpark 448 198 250 0
(557) (230) (327) (0)
624 268 355 2
(652) (288) (361) (2)

Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an.

Die Miet- und Leasingverträge dienen einer Verkürzung der Bilanzsumme und führen in den jeweiligen Geschäftsjahren zu einer Verbesserung der Liquiditätslage. Das Risiko der zukünftigen Zahlungsabflüsse ist durch die fixen Zahlungsbeträge und Laufzeiten der Verträge kalkulierbar.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft schloss am 28. Mai 2010 mit Wirkung zum 1. Juni 2010 einen Dienstleistungsvertrag mit einer Erstlaufzeit bis zum 31. Mai 2013, mit dem die Grundlagen für die Erbringung von Vertriebsdienstleistungen festgelegt wurden. Daraus ergibt sich eine Verpflichtung in Höhe von T€ 1.700 (Vorjahr: T€ 3.600).

Die Verpflichtungen aus dem Dienstleistungsvertrag gliedern sich nach der Fälligkeit der zu leistenden Zahlungen wie folgt:

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Gesamt davon zahlbar in folgenden Zeitbändern
T€ bis zu 1 Jahr

T€
in 2 bis 5 Jahren

T€
später als in 5 Jahren

T€
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen für Vertriebsdienstleistungen 1.700 1.200 500 0
(3.600) (1.900) (1.700) (0)

Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an.

Im Rahmen einer zum Geschäftsjahresbeginn bestehenden Factoringvereinbarung sowie einer weiteren zum 01. April 2011 geschlossenen Factoringvereinbarung wurden zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 21.019 (Vorjahr: T€ 7.349) veräußert. Nach Abzug entsprechender Sicherheitseinbehalte in Höhe von T€ 6.348 (Vorjahr: T€ 1.102) ergibt sich ein Finanzmittelzufluss von T€ 14.671 (Vorjahr: T€ 6.247).

Das Factoring dient der Verbesserung der Kapitalstruktur und der Reduzierung der Finanzierungskosten. Die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand wurden an den Erwerber übertragen; ein Ausfallrisiko ist damit ausgeschlossen. Durch die im Jahresverlauf kontinuierlichen Umsätze ist eine nachhaltige und gleich bleibende Liquiditätsverbesserung gewährleistet.

Begonnene Investitionsmaßnahmen ziehen Folgeinvestitionen in Höhe von T€ 1.171 nach sich. Die Investitionen dienen dem Austausch veralteter Maschinen und führen zur Leistungssteigerung im Besonderen durch die Vermeidung von ungeplanten Stillstandzeiten.

Gewinn- und Verlustrechnung

(15) Umsatzerlöse

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2011 die folgenden unkonsolidierten Umsatzerlöse, im Wesentlichen mit Spirituosen:

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2011

T€
2010

T€
Inländische Umsatzerlöse inclusive Branntweinsteuer 227.470 249.947
Ausländische Umsatzerlöse inclusive Branntweinsteuer 19.264 21.128
246.734 271.075

Bereinigt um die Branntweinsteuer ergeben sich folgende Umsatzerlöse:

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2011

T€
2010

T€
Inländische Umsatzerlöse exclusive Branntweinsteuer 75.325 82.634
Ausländische Umsatzerlöse exclusive Branntweinsteuer 19.255 21.119
94.580 103.753

(16) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen neben einer Wertaufholung durch Zuschreibung zum Buchwert eines in vorangegangenen Geschäftsjahren auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschriebenen Buchwerts der Beteiligung an einer Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 5.940 (Vorjahr: T€ 0) hauptsächlich Erträge von Konzernunternehmen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von T€ 1.697 (Vorjahr: T€ 1.544), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.207 (Vorjahr: T€ 1.510), aus Marketing-Rückerstattungen durch Lizenzpartner in Höhe von T€ 342 (Vorjahr: T€ 635), aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 136 (Vorjahr: T€ 543), aus der Veräußerung von Geschäftsteilen in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 519), und aus Schadenersatzleistungen in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 27).

Sie beinhalten ferner periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 21).

(17) Abschreibungen

In diesem Posten sind neben den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Umlaufvermögens, soweit diese die in Kapitalgesellschaften üblichen Abschreibungen überschreiten, in Höhe von T€ 1.036 für das Verrechnungskonto aus dem laufenden Geschäftsverkehr mit einer ausländischen Tochtergesellschaft enthalten.

(18) Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 52 (Vorjahr: T€ 58).

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:

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2011

T€
2010

T€
Marketingaufwand, Werbung/Handel 15.918 17.184
Verkehrs- und Vertriebskosten 8.470 9.424
Instandhaltungen 1.349 1.417
Grüner Punkt 1.005 1.196
Gebühren, Beiträge und Versicherungen 925 944
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 674 853
Mieten und Bürokosten 563 604
Konzernumlagen 367 527
Sonstiger Personalaufwand 407 344
Aufsichtsratsvergütungen 296 129
Periodenfremde Aufwendungen 75 23
Übrige 604 1.458
30.653 34.103

Die periodenfremden Aufwendungen enthalten die Aufwendungen für in 2011 abgerechnete Leistungen des Jahres 2010, für die keine oder unzureichende Rückstellungen gebildet wurden.

(20) Finanz- und Beteiligungsergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 1.126 (Vorjahr: T€ 1.231) betreffen die Zuweisung von Gewinnanteilen des verbundenen Unternehmens Vivaris Getränke GmbH & Co. KG.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von T€ 876 (Vorjahr: T€ 16) stammen im Wesentlichen aus Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen mit folgenden Konzerngesellschaften:

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2011

T€
2010

T€
DLS Spirituosen GmbH (vormals: Dethleffsen Spirituosen GmbH), Flensburg 820 0
Pabst & Richarz Vertriebs GmbH, Minden 54 15
874 15

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens resultieren in Höhe von T€ 268 (Vorjahr: T€ 206) und die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 10) aus verbundenen Unternehmen.

Unter den Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen sind insbesondere Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte von zwei deutschen und einem ausländischen verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 3.922 (Vorjahr: T€ 0) sowie eine Wertberichtigung auf ein Darlehen an eine ausländische Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 150 ausgewiesen.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen stammen aus Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen mit folgenden Konzerngesellschaften:

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2011

T€
2010

T€
Der Berentzen Hof GmbH, Haselünne 359 325
Doornkaat Aktiengesellschaft, Norden 131 76
DLS Spirituosen GmbH (vormals: Dethleffsen Spirituosen GmbH, Flensburg) 0 643
490 1.044

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen von T€ 248 (Vorjahr: T€ 231) sowie den Zinsanteil in Höhe von T€ 144 (Vorjahr: T€ 156) aus der Verzinsung des Vorjahresverpflichtungswertes für Pensionszusagen.

An Erträgen aus der Währungsumrechnung wurden T€ 34 (Vorjahr: T€ 37) und an Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wurden T€ 123 (Vorjahr: T€ 35) verbucht.

(21) Außerordentliches Ergebnis

Außerordentliche Erträge fielen im Geschäftsjahr 2011 nicht an. Im Vorjahr resultieren die außerordentlichen Erträge in Höhe von T€ 457 aus nicht vollständig in Anspruch genommenen, im Geschäftsjahr 2008 passivierten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, die als außerordentliche Aufwendungen erfasst wurden.

Durch die im Geschäftsjahr 2010 erstmals angewendeten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergaben sich im Geschäftsjahr 2011 außerordentliche Aufwendungen von T€ 124 (Vorjahr: T€ 124) für die Anpassung der Pensionsrückstellungen nach der Berechnungsmethodik des Gesetzes.

(22) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand von T€ 599 (Vorjahr: T€ 449) betrifft in Höhe von T€ 586 (Vorjahr: T€ 662) das Geschäftsjahr 2011. Im Geschäftsjahr 2010 enthielt diese Position T€ 150 Erträge aus der Auflösung von Ertragsteuerrückstellungen aufgrund der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2007 sowie als Folgewirkung der steuerlichen Betriebsprüfung die Auflösung eines Teilbetrages der Ertragsteuerrückstellung für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 63.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrafen im Geschäftsjahr 2010 zum weit überwiegenden Teil das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Effekte aus der Bewertung latenter Steuern gemäß § 274 HGB, die sich aufgrund von temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz oder infolge der Berücksichtigung und Bewertung von steuerlich noch nicht genutzten Verlustvorträgen ergeben, haben den Steueraufwand nicht beeinflusst.

Aktive latente Steuern beruhen auf temporären Differenzen bei Immateriellen Vermögensgegenständen, Finanzanlagen sowie Pensions- und sonstigen Rückstellungen, Passive latente Steuern auf temporären Differenzen bei Sachanlagen, Finanzanlagen und sonstigen Rückstellungen. Auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft wurden aktive latente Steuern bis zur Höhe des sich aus dem Saldo der temporären Differenzen ergebenden Überhangs passiver latenter Steuern gebildet.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit nachstehenden Steuersätzen:

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2011/12 ff. Prozent
Steuerliche Bemessungsgrundlage 100,00
Durchschnittlicher Gewerbesteuersatz -12,80
87,20
Körperschaftsteuer 15% x 100,00 -15,00
Solidaritätszuschlag 5,5% x 15,00 -0,83
71,37
Gesamtbelastung (Steuersatz) 28,6

(23) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten die Grundsteuern T€ 38 (Vorjahr: T€ 37) sowie die Kraftfahrzeug-Steuern T€ 9 (Vorjahr: T€ 11).

Ergänzende Angaben zum Jahresabschluss

(24) Organe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Vorstand

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:

Stefan Blaschak, Polsum

Marketing, Vertrieb, Produktion und Logistik, Einkauf, Unternehmenskommunikation,

Forschung & Entwicklung

Vorstandsvorsitzender

Weitere Mandate:

Doornkaat Aktiengesellschaft, Norden, (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Ralf Brühöfner, Lingen

Finanzen, Personal, IT, Recht

Weitere Mandate:

Doornkaat Aktiengesellschaft, Norden, (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Die Gesamtbezüge des Vorstandes im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich auf T€ 1.078 (Vorjahr: T€ 1.657). Auf der Hauptversammlung am 12. Mai 2011 wurde mit der erforderlichen Mehrheit des stimmberechtigten Stammkapitals entsprechend § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Sätze 5 bis 8 HGB und § 285 Nr. 9 Buchstabe a Sätze 5 bis 8 HGB verlangten Angaben zur individualisierten Offenlegung der Bezüge der Vorstandsmitglieder bei der Aufstellung des Jahres- und des Konzernabschlusses der Gesellschaft unterbleiben. Dieser Beschluss gilt für das am 1. Januar 2011 begonnene Geschäftsjahr und die vier folgenden Geschäftsjahre, also bis zum 31. Dezember 2015.

An die ehemaligen Mitglieder von Geschäftsführungsorganen und deren Hinterbliebene wurden im Berichtsjahr T€ 100 gezahlt, für zukünftige Zahlungen sind T€ 770 zurückgestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern:

Vertreter der Anteilseigner:

Gert Purkert, München

Aufsichtsratsvorsitzender

Unternehmer

Weitere Mandate:

AURELIUS Beteiligungsberatungs AG, München, (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

AURELIUS Portfolio Management AG, München, (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München, (Mitglied des Aufsichtsrats)

ED Enterprises AG, Grünwald, (Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis 23. Dezember 2011)

ISOCHEM SA, Vert-le-Petit (F), (Mitglied des Verwaltungsrats, bis 31. Mai 2011)

Hanse Yachts AG, Greifswald, (Vorsitzender des Aufsichtsrats, seit 13. Dezember 2011)

Lotus AG, Grünwald, (Mitglied des Aufsichtsrats, seit 1. Januar 2011)
Mario Herrmann, München (Mitglied bis 30. September 2011)

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (bis 30. September 2011)

Rechtsanwalt

Keine weiteren Mandate
Donatus Albrecht, München

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (ab 24. November 2011)

Diplom-Volkswirt

Weitere Mandate:

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München, (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Johannes C.G. Boot, London (GB)

Portfolio Manager

Weitere Mandate:

Genolier Swiss Medical Network SA, Genolier (CH) (Mitglied des Aufsichtsrats), bis 08. Juni 2011

Investunity AG, München (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dr. Dirk Markus, Feldafing

Diplom-Kaufmann

Weitere Mandate:

AURELIUS Beteiligungsberatungs AG, München, (Vorsitzender der Aufsichtsrats)

Compagnie des Gestion et des Prèts, Saran (F), (Mitglied des Aufsichtsrats)

ED Enterprise AG, Grünwald (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis 23. Dezember 2011)

Hanse Yachts AG, Greifswald (Mitglied des Aufsichtsrats, seit 13. Dezember 2011)

ISOCHEM SA, Vert-le-Petit (F), (Mitglied des Verwaltungsrats, bis 31. Mai 2011)

Lotus AG, Grünwald, (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

SKW Stahl-Metallurgie Holding AG, Unterneukirchen, (Mitglied des Aufsichtsrats)

SMT Scharf AG, Hamm, (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Ulrich Radlmayr, Schondorf a. A.

Rechtsanwalt

Weitere Mandate:

AURELIUS Beteiligungsberatungs AG, München, (Mitglied des Aufsichtsrats)

AURELIUS Portfolio Management AG, München, (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München, (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

ISOCHEM SA, Vert-le-Petit (F), (Mitglied des Verwaltungsrats, bis 31. Mai 2011)

SMT Scharf AG, Hamm, (Mitglied des Aufsichtsrats, bis 13. April 2011)

ED Enterprise AG, Grünwald (Mitglied des Aufsichtsrats, bis 23. Dezember 2011)

Vertreter der Arbeitnehmer:

Bernhard Düing, Herzlake

Elektriker
Günther Peters, Haselünne

Industriekaufmann
Adolf Fischer, Lähden

Sirupausmischer

Für das Geschäftsjahr 2011 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von insgesamt TEUR 438.

(25) Gesamthonorare des Abschlussprüfers

In der Hauptversammlung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft am 12. Mai 2011 wurde die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Osnabrück, zum Abschlussprüfer für den Einzel- und Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gewählt.

Für die im Geschäftsjahr 2011 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers sind insgesamt Aufwendungen bzw. Honorare in folgender Zusammensetzung erfasst worden:

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T€
a) Abschlussprüfungsleistungen 167
b) andere Bestätigungsleistungen 15
c) Steuerberatungsleistungen 21
d) sonstige Leistungen 0
203

(26) Mitarbeiter

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft beschäftigte neben dem Vorstand im Jahresdurchschnitt:

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Jahresdurchschnitt
2011 2010
--- --- ---
Angestellte 122 117
Gewerbliche Arbeitnehmer 66 70
Auszubildende 12 12
200 199

(27) Angaben zum Mutterunternehmen

Der Industrieinvestor Aurelius AG, Grünwald, hält unmittelbar sowie mittelbar über seine Tochtergesellschaft BGAG Beteiligungs GmbH, Grünwald, zum 31. Dezember 2011 59,09 % des Grundkapitals der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aurelius AG, Grünwald, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Aurelius AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(28) Mitteilungen und Veröffentlichungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils an der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft nach dem Wertpapierhandelsgesetz

Mit Wirkung vom 26. März 2009 lebten die Stimmrechte aus den an sich stimmrechtslosen Vorzugsaktien der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gemäß § 140 Abs. 2 Satz 1 AktG auf und waren daher bei der Berechnung der Stimmrechtsanteile zu berücksichtigen. Die Gesamtzahl der Stimmrechte betrug seitdem 9.600.000 Stimmrechte und wurde durch eine Veröffentlichung der Gesamtzahl der Stimmrechte gemäß § 26a WpHG durch die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mitgeteilt.

Infolge der Nachzahlung der Vorzugsbeträge für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 sowie der Zahlung des Vorzugsbetrages für das Geschäftsjahr 2009 gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 erloschen die Stimmrechte aus den Vorzugsaktien mit Wirkung zum 21. Mai 2010 und sind ab diesem Zeitpunkt bei Berechnung der Stimmrechtsanteile nicht mehr zu berücksichtigen. Die Gesamtzahl der Stimmrechte beträgt seitdem 4.800.000 Stimmrechte und wurde durch eine Veröffentlichung der Gesamtzahl der Stimmrechte gemäß § 26a WpHG durch die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mitgeteilt.

Folgende Personen haben der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil des jeweiligen Mitteilenden an der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft bestimmte Schwellen unter- bzw. überschritten hat:

Christian Berentzen, Deutschland

Herr Christian Berentzen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. April 2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG, Haselünne, Deutschland, ISIN: DE0005201636, WKN: 520163 am 7. April 2011 die Schwelle von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Friedrich Berentzen (verstorben am 20. Februar 2009), Deutschland

Herr Friedrich Berentzen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04. September 2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG, Haselünne, Deutschland, ISIN: DE0005201636, WKN: 520163 am 03.09.2008 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 6,21 % (das entspricht 298.262 Stimmrechten) beträgt. Der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist aufgrund entsprechender, außerhalb von § 21 Abs. 1 WpHG erfolgter Mitteilung bekannt, dass eine mitteilungspflichtige Beteiligung von Herrn Friedrich Berentzen nicht mehr besteht.

Dr. Jan B. Berentzen, Deutschland

Herr Dr. Jan Bernd Berentzen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. April 2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG, Haselünne, Deutschland, ISIN: DE0005201636, WKN: 520163 am 7. April 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,18 % (das entspricht 105.000 Stimmrechten) betragen hat.

AURELIUS AG, Deutschland

Die AURELIUS AG, München, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. Mai 2010 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der AURELIUS AG an der Berentzen-Gruppe AG am 21. Mai 2010 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 81,92 % (3.932.092 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der AURELIUS AG 79,50 % (3.815.770 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die der AURELIUS AG zugerechneten Stimmrechte werden über die von der AURELIUS AG kontrollierte BGAG Beteiligungs GmbH (vormals AURELIUS Opportunity Development GmbH), deren Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG 79,50 % (3.815.770 Stimmrechte) beträgt, gehalten.

Die Veränderung der Stimmrechtsanteile ergibt sich daraus, dass die Vorzugsaktien ab diesem Zeitpunkt aufgrund der Nachzahlung des Vorzugsbetrages wieder zu stimmrechtslosen Vorzugsaktien geworden sind. Die Vorzugsaktien sind daher bei der Berechnung der Stimmrechtsanteile nicht mehr zu berücksichtigen.

BGAG Beteiligungs GmbH, Deutschland

Die BGAG Beteiligungs GmbH, Grünwald, Deutschland (vormals AURELIUS Opportunity Development GmbH) hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. Mai 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG am 21. Mai 2010 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 79,50 % (3.815.770 Stimmrechte) beträgt.

Die Veränderung der Stimmrechtsanteile ergibt sich daraus, dass die Vorzugsaktien ab diesem Zeitpunkt aufgrund der Nachzahlung des Vorzugsbetrages wieder zu stimmrechtslosen Vorzugsaktien geworden sind. Die Vorzugsaktien sind daher bei der Berechnung der Stimmrechtsanteile nicht mehr zu berücksichtigen.

Dr. Dirk Markus, Deutschland

Herr Dr. Dirk Markus, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. Mai 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG am 21. Mai 2010 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 81,92 % (3.932.092 Stimmrechte) beträgt.

Diese 81,92 % (3.932.092 Stimmrechte) werden ihm gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die von ihm kontrollierten Gesellschaften LOTUS AG, AURELIUS AG und BGAG Beteiligungs GmbH (vormals AURELIUS Opportunity Development GmbH) zugerechnet.

Die Veränderung der Stimmrechtsanteile ergibt sich daraus, dass die Vorzugsaktien ab diesem Zeitpunkt aufgrund der Nachzahlung des Vorzugsbetrages wieder zu stimmrechtslosen Vorzugsaktien geworden sind. Die Vorzugsaktien sind daher bei der Berechnung der Stimmrechtsanteile nicht mehr zu berücksichtigen.

Lotus AG, Deutschland

Die LOTUS AG, Grünwald, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. Mai 2010 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der LOTUS AG an der Berentzen-Gruppe AG am 21. Mai 2010 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 81,92 % (3.932.092 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind der LOTUS AG 81,92 % (3.932.092 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die der LOTUS AG zugerechneten Stimmrechte werden über die AURELIUS AG, deren Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG 2,42 % (116.322 Stimmrechte) beträgt und die von der AURELIUS AG kontrollierte BGAG Beteiligungs GmbH (vormals AURELIUS Opportunity Development GmbH), deren Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe AG 79,50 % (3.815.770 Stimmrechte) beträgt, gehalten. Die LOTUS AG verfügte auf den letzten drei Hauptversammlungen der AURELIUS AG über die Präsenzmehrheit.

Die Veränderung der Stimmrechtsanteile ergibt sich daraus, dass die Vorzugsaktien ab diesem Zeitpunkt aufgrund der Nachzahlung des Vorzugsbetrages wieder zu stimmrechtslosen Vorzugsaktien geworden sind. Die Vorzugsaktien sind daher bei der Berechnung der Stimmrechtsanteile nicht mehr zu berücksichtigen.

(Korrektur der Mitteilung vom 27. Mai 2010) Die Lotus Aktiengesellschaft, Grünwald, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, Deutschland, ISIN: DE0005201636, WKN:520163, am 21. Mai 2010 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 81,92 % (3.932.092 Stimmrechte) beträgt.

Diese 81,92 % (3.932.032 Stimmrechte) werden der Lotus AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die von der Lotus AG kontrollierten Gesellschaften AURELIUS AG und BGAG Beteiligungs GmbH (vormals AURELIUS Opportunity Development GmbH) zugerechnet.

Die Veränderung der Stimmrechtsanteile ergibt sich daraus, dass die Vorzugsaktien ab diesem Zeitpunkt aufgrund der Nachzahlung des Vorzugsbetrags wieder zu stimmrechtslosen Vorzugsaktien geworden sind. Die Vorzugsaktien sind daher bei der Berechnung der Stimmrechtsanteile nicht mehr zu berücksichtigen.

(29) Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde gemäß § 161 AktG am 24. November 2011 abgegeben. Die Erklärung ist im Internet unter www.berentzen-gruppe.de öffentlich zugänglich.

(30) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

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Unmittelbare Tochterunternehmen 1,5
Name, Sitz Anteilsbesitz

in %
Eigenkapital 31.12.2011

in T€
Jahresergebnis 2011

in T€
--- --- --- ---
Berentzen Distillers International GmbH, Haselünne 100,0 107 -924
Der Berentzen Hof GmbH, Haselünne 2,4 100,0 26 0
DLS Spirituosen GmbH, Flensburg 2,4
(vormals: Dethleffsen Spirituosen GmbH, Flensburg) 100,0 2.482 0
Doornkaat Aktiengesellschaft, Norden 2,4 100,0 56 0
Pabst & Richarz Vertriebs GmbH, Minden 2,4 100,0 33 0
Vivaris Getränke GmbH & Co. KG, Haselünne 3 100,0 3.564 1.408
Mittelbare Tochterunternehmen 1,5
Inländische Gesellschaften
Berentzen Distillers Turkey GmbH, Haselünne 100,0 423 -2
Berentzen Distillers Asia GmbH, Haselünne 100,0 23 -2
Ausländische Gesellschaften
Berentzen Distillers CR s.r.o., Slapanice u Brno, Tschechische Republik 6) 100,0 780 -946
Berentzen Distillers Slovakia s.r.o, Bratislava, Slowakische Republik 100,0 212 -137
Berentzen Alkollü Ickiler Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Republik Türkei 100,0 -5 -5

1 Im Hinblick auf § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 HGB wird auf die Angabe von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie derjenigen Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, verzichtet, sofern und soweit sie einzeln und in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

2 Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

3 Die mit 3) gekennzeichneten Personenhandelsgesellschaften sind gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

4 Die mit 4) gekennzeichneten Kapitalgesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von ihrerm Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

5 Die mit 5) gekennzeichneten Gesellschaften werden mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, einbezogen.

6 Die mit 6) gekennzeichnete Gesellschaft wird zu 10 % unmittelbar und zu 90 % mittelbar von der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gehalten.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von EUR 10.722.611,23 wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von EUR 0,90 je Vorzugsaktie, bezogen auf die 4.800.000 dividendenberechtigten Vorzugsaktien für das Geschäftsjahr 2011 EUR 4.320.000,00
b) Zahlung einer Dividende von EUR 0,84 je Stammaktie, bezogen auf die 4.800.000 dividendenberechtigten Stammaktien für das Geschäftsjahr 2011 EUR 4.032.000,00
c) Vortrag des verbleibenden Betrages in Höhe von EUR 2.370.611,23 auf neue Rechnung.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und zum Lagebericht

Erklärung des Vorstands gem. § 37v WpHG:

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“

Haselünne, den 23. März 2012

Der Vorstand

Stefan Blaschak

Ralf Brühöfner

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2011

Zugang

Abgang

31.12.2011

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Abnahmeverpflichtungen und Belieferungsrechte 1.176.670,00 0,00 0,00 1.176.670,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.064.457,90 104.327,34 0,00 30.168.785,24
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.521.812,25 0,00 0,00 5.521.812,25
36.762.940,15 104.327,34 0,00 36.867.267,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 35.486.696,26 0,00 31.374,89 35.455.321,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.121.308,82 1.466.645,88 127.751,26 30.460.203,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.739.790,89 225.016,29 114.889,64 4.849.917,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 365.938,10 0,00 365.938,10
69.347.795,97 2.057.600,27 274.015,79 71.131.380,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unter- nehmen 29.666.044,71 427.000,00 0,00 30.093.044,71
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.907.706,27 200.000,00 0,00 11.107.706,27
3. Beteiligungen 11.742,14 0,00 1,00 11.741,14
4. Sonstige Ausleihungen 1.022,58 0,00 0,00 1.022,58
5. Genossenschaftsanteile 2.081,16 0,00 0,00 2.081,16
40.588.596,86 627.000,00 1,00 41.215.595,86
146.699.332,98 2.788.927,61 274.016,79 149.214.243,80

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Abschreibungen
01.01.2011

Zugang

Zuschreibung Abgang

31.12.2011

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Abnahmeverpflichtungen und Belieferungsrechte 754.383,20 64.182,00 0,00 0,00 818.565,20
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.422.063,23 1.701.905,89 0,00 0,00 28.123.969,12
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.521.812,25 0,00 0,00 0,00 5.521.812,25
32.698.258,68 1.766.087,89 0,00 0,00 34.464.346,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 18.392.397,58 879.663,14 0,00 31.374,89 19.240.685,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.324.470,11 1.109.787,32 0,00 127.751,26 24.306.506,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.838.369,54 258.997,43 0,00 111.181,50 3.986.185,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
45.555.237,23 2.248.447,89 0,00 270.307,65 47.533.377,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unter- nehmen 21.417.833,51 3.922.114,27 5.940.476,14 0,00 19.399.471,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.706,27 150.000,00 0,00 0,00 0,00 157.706,27
3. Beteiligungen 2.391,83 3.849,31 0,00 0,00 6.241,14
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
21.427.931,61 4.075.963,58 5.940.476,14 0,00 19.563.419,05
99.681.427,52 8.090.499,36 5.940.476,14 270.307,65 101.561.143,09

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Nettobuchwerte
31.12.2011

31.12.2010

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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Abnahmeverpflichtungen und Belieferungsrechte 358.104,80 422.286,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.044.816,12 3.642.394,67
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
2.402.920,92 4.064.681,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 16.214.635,54 17.094.298,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.153.697,27 5.796.838,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 863.732,07 901.421,35
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365.938,10 0,00
23.598.002,98 23.792.558,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unter- nehmen 10.693.573,07 8.248.211,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.950.000,00 10.900.000,00
3. Beteiligungen 5.500,00 9.350,31
4. Sonstige Ausleihungen 1.022,58 1.022,58
5. Genossenschaftsanteile 2.081,16 2.081,16
21.652.176,81 19.160.665,25
47.653.100,71 47.017.905,46

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Osnabrück, den 23. März 2012

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer

ppa. Tobias Kruse Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 27. März 2012