Interim / Quarterly Report • Aug 22, 2018
Interim / Quarterly Report
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Die Berentzen-Gruppe ist eine der führenden Getränkegruppen und mit einer Unternehmensgeschichte von über 250 Jahren zugleich einer der ältesten Hersteller von Spirituosen in Deutschland. Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit Sitz in Haselünne, Deutschland, ist das oberste Unternehmen der Berentzen-Gruppe, die neben der Muttergesellschaft aus mehr als 20 nationalen wie internationalen Tochtergesellschaften besteht. Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigte im „World Economic Outlook Update“ vom Juli 2018 zwar seine Prognose für das voraussichtliche Weltwirtschaftswachstum des laufenden Jahres, gleichzeitig wies der IWF aber auch darauf hin, dass sich das globale Wachstum verlangsamt und weniger gleichmäßig verläuft. Insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika auf der einen Seite und Europa und Japan auf der anderen Seite weiten sich laut dem IWF die Wachstumsunterschiede aus. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsförderung e.V. (DIW) beobachtete zum Jahresauftakt ein im Vergleich zum Vorjahr verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft und nennt insbesondere die gestiegene Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als mögliche Ursache.
Die deutsche Wirtschaft ist auch zu Beginn des Jahres weiter gewachsen, wenn auch etwas schwächer als zuletzt. Wie das Statistische Bundesamt im Mai mitteilte, lag das saison-, preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % über dem Wert des Vorquartals. Zurückzuführen ist dies vor allem auf positive Impulse aus dem Inland. Insbesondere die Investitionen zogen zu Jahresbeginn deutlich an, wohingegen die außenwirtschaftliche Entwicklung an Dynamik verlor.
Die Veränderung der Verbraucherpreise in Deutschland lag gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten insgesamt zwischen 1,4 % und 2,2 %, wobei die Preise in der für die Berentzen-Gruppe bedeutsamen Kategorie „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ überproportional stiegen: Die Teuerungsraten lagen hier zwischen 2,8 % und 4,1 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. In der Kategorie „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ fiel der Preisanstieg etwas weniger stark aus, die Teuerungsraten in dieser Kategorie bewegten sich zwischen 1,1 % und 3,4 %.
Nach Angaben des unabhängigen Marktforschungsinstituts The Nielsen Company (Nielsen) lag der nationale Absatz von Spirituosen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres insgesamt unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und bei Drogeriemärkten sank der Absatz um 1,2 %, wohingegen der Umsatz um 1,2 % von 1,97 Milliarden Euro auf 1,99 Milliarden Euro stieg. In diesem für die Berentzen-Gruppe wichtigen Vertriebskanal wurden entsprechend 253,9 Mio. 0,7-l-Flaschen (256,9 Mio. 0,7-l-Flaschen) abgesetzt. Der Anteil von Eigenmarken am dortigen Gesamtabsatz betrug laut Nielsen von Januar bis Juni 2018 116,9 Mio. 0,7-l-Flaschen (122,7 Mio. 0,7-l-Flaschen), der Anteil am Gesamtumsatz sank parallel dazu von 0,69 Milliarden Euro auf 0,67 Milliarden Euro.
Im Markt für alkoholfreie Getränke gelten Erfrischungsgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 115,8 Litern im Jahr 2017 bei Verbrauchern zwar nach wie vor als beliebt, doch war der Konsum nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) vom Mai 2018 um 1,7% geringer als im Vorjahr. Ebenso war laut wafg in der Produktkategorie Mineral- und Heilwässer ein Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs in Höhe von 2,6 % auf 148,2 Liter zu verzeichnen. Nach im April 2018 veröffentlichter Mitteilung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM) verringerte sich der Absatz von Mineral- und Heilwässern sowie alkoholfreier Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke der deutschen Brunnen im Jahr 2017 aus Herstellersicht um 1,8 % auf 14,5 Mrd. Liter gegenüber dem Vorjahr. Dabei sank der Absatz von Mineral- und Heilwässern insgesamt um 2,1 % auf 11,1 Mrd. Liter ab. Auf den Absatz von Erfrischungsgetränken entfielen 34,0 Mio. Hektoliter, entsprechend einem Absatzrückgang in Höhe von 1,0 %.
Für das Segment Frischsaftsysteme sind ganzheitliche, belastbare Marktdaten nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe praktisch nicht verfügbar. Ein maßgeblicher Indikator für die Entwicklung des Segments ist nach Einschätzung der Gruppe die bisherige und zukünftige Verbrauchernachfrage nach frischen Lebensmitteln, speziell frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies. Der seit mehreren Jahren andauernde Trend zu gestiegenem Ernährungsbewusstsein und deren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden führen zur weiteren Beeinflussung des Konsumentenverhaltens. Werte und Produkteigenschaften wie Frische, biologische und regionale Herkunft sowie Nachvollziehbarkeit im Entstehungsprozess gewinnen für den Endkonsumenten vermehrt an Bedeutung. Eine Marktstudie der Vereinigung der europäischen Fruchtsaftindustrie AIJN (Association of the Industry of Juices and Nectars from Fruits and Vegetables of the European Union) aus dem Jahr 2018 belegt, dass die Marktentwicklung von Smoothies, welche mit der im Segment Frischsaftsysteme offerierten Systemlösung (Erzeugung frisch gepresster Fruchtsäfte) am besten vergleichbar sind, in den für das Segment wichtigsten europäischen Märkten zuletzt deutlich positiv verlief. So betrug das Absatzwachstum im Jahr 2017 in Frankreich 55,6 %, in Deutschland 35,6 % und in Österreich 15,2 %.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2018 sanken die Konzernumsatzerlöse der Berentzen-Gruppe auf 78,4 Mio. Euro (80,0 Mio. Euro), das Konzernbetriebsergebnis erhöhte sich jedoch auf 4,6 Mio. Euro (4,1 Mio. Euro), das Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen stieg gleichfalls, und zwar auf 8,2 Mio. Euro (7,6 Mio. Euro). Letztlich wurde in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 ein Konzernergebnis in Höhe von 2,7 Mio. Euro (1,2 Mio. Euro) erzielt.
Der Geschäftsverlauf wird grundsätzlich durch die im Fokus der operativen Geschäftsaktivitäten stehende Entwicklung des Produktabsatzes bestimmt, wenngleich aufgrund vielfältiger Absatzmixeffekte keine streng lineare Beziehung zu Umsatz, Rohertrag und Ergebniskennzahlen zu beobachten ist.
Die Entwicklung des Absatzes im Geschäft mit Spirituosen stellt sich in der Übersicht wie folgt dar:

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 sank der Spirituosenabsatz der Berentzen-Gruppe leicht um 1,1 % auf 38,7 Mio. 0,7-l-Flaschen (39,2 Mio. 0,7-l-Flaschen). Der Inlandsabsatz betrug 32,5 Mio. 0,7-l-Flaschen (32,9 Mio. 0,7-l-Flaschen), der Auslandsabsatz 6,2 Mio. 0,7-l-Flaschen (6,3 Mio. 0,7-l-Flaschen). Mit Markenspirituosen erzielte die Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr im In- und Ausland einen Absatz von 12,1 Mio. 0,7-l-Flaschen (12,1 Mio. 0,7-l-Flaschen).
Das Absatzvolumen des gesamten inländischen Markengeschäfts konnte per 30. Juni 2018 um 0,4 % leicht gesteigert werden. Dabei lagen die Absatzmengen der Kernmarken Berentzenund Puschkin um 2,2 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wobei sich diese beiden Dachmarken sehr unterschiedlich entwickelten: Während der Absatz der unter der Dachmarke Berentzen geführten Produkte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 einen Rückgang in Höhe von 3,6 % verzeichnete, entwickelte sich der Absatz mit den Spirituosen der Dachmarke Puschkin weiterhin deutlich positiv und konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,0 % gesteigert werden. Vor dem Hintergrund einer weiterhin allgemein rückläufigen Marktentwicklung für einige Spirituosensegmente zeigten sich im Geschäft mit sonstigen Marken, insbesondere mit den sog. klassischen Spirituosen, Absatzrückgänge in Höhe von 2,4 %.
Das Absatzniveau des internationalen Spirituosenmarkengeschäfts verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 1,4 %. Getragen von der Kernmarke Berentzenstiegen die Absätze in den Benelux-Staaten um 6,9 %. Auf dem weiterhin einer intensiven Beobachtung unterliegenden türkischen Markt konnte gleichfalls ein erfreulich hohes Absatzwachstum in Höhe von 8,8 % generiert werden. Mit einem Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von in Summe 43,8 % entwickelten sich die Märkte Tschechien und Slowakei allerdings deutlich negativ. Vor dem Hintergrund dessen wird gemeinsam mit dem lokalen Distributeur an einer vertriebs- und markenstrategischen Korrektur für diese Märkte gearbeitet.
Die Absatzentwicklung im Spirituosengeschäft mit Handels- und Zweitmarken zeigte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht rückläufig: Das diesbezügliche Auslandsgeschäft konnte mit einem Absatzrückgang in Höhe von 1,7 % nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Der Absatz im Inland blieb ebenfalls mit einem Rückgang in Höhe von 1,6 % hinter dem Vorjahresvergleichszeitraum zurück. Zusammengefasst sank der Absatz um 1,6 % auf 26,6 Mio. 0,7-l-Flaschen (27,1 Mio. 0,7-l-Flaschen) gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Geschäftsfeld Alkoholfreie Getränke verringerte sich das Absatzvolumen von Mineralwässern und Erfrischungsgetränken in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 um 5,0 % auf insgesamt 85,6 Mio. Liter (90,0 Mio. Liter). Hauptursächlich hierfür war das — allerdings vergleichsweise margenschwache — Geschäft mit Lohnfüllungen vorwiegend für Limonaden, welches sich um 15,6 % verringerte. Weiterhin positiv entwickelte sich hingegen das Geschäft mit den unter der eigenen Marke MioMio vertriebenen Getränken: Das Absatzwachstum betrug 35,8 %. Auch bei den Mineralwässern stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wenngleich in einem geringeren Ausmaß (+1,7 %). Weitestgehend stabil zeigte sich die Absatzentwicklung von sonstigen Getränken aus dem eigenen Markenportfolio. Das Konzessionsgeschäft mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe hingegen zeigte sich mit minus 7,2 % rückläufig.
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fruchtpressen Stück | 1.149 | 1.387 | - 238 | - 17,2 |
| Abfüllgebinde tsd. Stück | 8.471 | 8.177 | + 294 | + 3,6 |
| Früchte tsd. Kilogramm | 3.619 | 4.104 | - 485 | - 11,8 |
Im Geschäftsfeld Frischsaftsysteme stellte sich die Absatzentwicklung in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres insgesamt nicht zufriedenstellend dar. Während der Absatz von Abfüllgebinden um 3,6 % stieg, ging der Absatz von Fruchtpressen um 17,2 % zurück. Im besonderen Maße ausschlaggebend hierfür war ein deutlich geringeres Absatzvolumen auf dem bedeutsamen Markt Frankreich, wohingegen sich der Absatz in der sog. DACH-Region sowie den USA positiv gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum entwickelte. Die Wachstumsdynamik in diesen sowie weiteren Märkten war jedoch nicht ausreichend, um den zuvor genannten Effekt zu kompensieren. Früchte (Orangen) verzeichneten ebenfalls einen deutlichen Absatzrückgang in Höhe von 11,8 %.
Vor dem Hintergrund der vorstehend dargestellten Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern führte insbesondere die Absatzentwicklung in den Segmenten Frischsaftsysteme und Spirituosen zu einer Minderung der Konzernumsatzerlöse. Das Segment Alkoholfreie Getränke konnte aufgrund der Produktmixsteuerung trotz einer leicht rückläufigen Absatzentwicklung die Umsatzerlöse um 2,7 % steigern mit der Folge, dass der Beitrag dieses Segmentes zu den Konzernumsatzerlösen um 1,5 Prozentpunkte auf nunmehr 30,8% gestiegen ist.
Im Rahmen der Herstellung von Spirituosen und alkoholfreien Getränken stellen die Materialkosten für den Einkauf von Rohstoffen bzw. im Segment Frischsaftsysteme die Bezugskosten für die einzelnen Systemkomponenten einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten dar. Die Rahmenbedingungen gestalteten sich unterschiedlich, wobei sich die Einstandspreise für Rohstoffe weitestgehend stabil zeigten. Insoweit bildeten die weiterhin gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) im Segment Frischsaftsysteme eine nennenswerte Ausnahme. Durch das Auslaufen der Zucker- und Isoglucose-Quotenregelung zum 30. September 2017 ergab sich hingegen eine Preisentspannung bei Zucker und Zucker beinhaltenden Vorprodukten.
Die nachfolgende Übersicht fasst die Entwicklung der Ertragslage zusammen. Dabei sind entsprechend der Definition des zur Steuerung des Konzerns verwendeten, normalisierten Konzern-EBIT einzelne Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Vorjahresvergleichszeitraums um aufwands- bzw. ertragsbezogene Sondereffekte (Ergebnissondereffekte) bereinigt.
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| 01.01. bis 30.06.2018 | 01.01. bis 30.06.20171) | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernumsatzerlöse | 78.376 | 98,5 | 80.021 | 100,7 | - 1.645 | - 2,1 |
| Bestandsveränderung | 1.183 | 1,5 | -576 | - 0,7 | + 1.759 | > - 100,0 |
| Konzerngesamtleistung | 79.559 | 100,0 | 79.445 | 100,0 | + 114 | + 0,1 |
| Materialaufwand | 43.663 | 54,9 | 44.162 | 55,6 | - 499 | - 1,1 |
| Konzernrohertrag | 35.896 | 45,1 | 35.283 | 44,4 | + 613 | + 1,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.023 | 2,5 | 1.699 | 2,1 | + 324 | + 19,1 |
| Betriebsaufwand | 33.363 | 41,9 | 32.844 | 41,3 | + 519 | + 1,6 |
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 4.556 | 5,7 | 4.138 | 5,2 | + 418 | + 10,1 |
| Ergebnissondereffekte | 0 | 0,0 | -427 | - 0,5 | + 427 | - 100,0 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | -759 | - 1,0 | -2.043 | - 2,6 | + 1.284 | - 62,8 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 3.797 | 4,8 | 1.668 | 2,1 | + 2.129 | > + 100,0 |
| Ertragsteueraufwand | 1.107 | 1,4 | 487 | 0,6 | + 620 | > + 100,0 |
| Konzernergebnis | 2.690 | 3,4 | 1.181 | 1,5 | + 1.509 | > + 100,0 |
| 1) | Vorjahreswerte aufgrund erstmaliger Anwendung von IFRS 15 zum Teil angepasst. Siehe hierzu auch Note (1.3) im verkürzten Konzernhang. |
Die Konzernumsatzerlöse der Berentzen-Gruppe beliefen sich im ersten Geschäftshalbjahr 2018 auf 78,4 Mio. Euro (80,0 Mio. Euro), die Konzernumsatzerlöse inklusive Alkoholsteuer betrugen 179,1 Mio. Euro (182,2 Mio. Euro). Einschließlich der Bestandsveränderungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro (-0,6 Mio. Euro) ergab sich eine Konzerngesamtleistung von 79,6 Mio. Euro (79,4 Mio. Euro).
Die Umsatzerlöse in den einzelnen Segmenten des Konzerns entwickelten sich wie folgt:
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| 01.01. bis 30.06.2018 | 01.01. bis 30.06.20171) | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Segment Spirituosen | 40.683 | 41.895 | - 1.212 | - 2,9 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 24.124 | 23.470 | + 654 | + 2,8 |
| Segment Frischsaftsysteme | 9.358 | 10.564 | - 1.206 | - 11,4 |
| Übrige Segmente | 4.211 | 4.092 | + 119 | + 2,9 |
| Konzernumsatzerlöse exklusive Alkoholsteuer | 78.376 | 80.021 | - 1.645 | - 2,1 |
| Alkoholsteuer | 100.675 | 102.192 | - 1.517 | - 1,5 |
| Konzernumsatzerlöse inklusive Alkoholsteuer | 179.051 | 182.213 | - 3.162 | - 1,7 |
| 1) | Vorjahreswerte aufgrund erstmaliger Anwendung von IFRS 15 zum Teil angepasst. Siehe hierzu auch Note (1.3) im verkürzten Konzernhang. |
Trotz der gesteigerten Konzerngesamtleistung reduzierte sich der Materialaufwand im ersten Geschäftshalbjahr 2018 absolut auf 43,7 Mio. Euro (44,2 Mio. Euro), die Materialaufwandsquote sank im Verhältnis dazu auf 54,9 % (55,6 %). Die Einstandspreise für Rohstoffe mit Ausnahme der gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) im Segment Frischsaftsysteme insgesamt blieben weitestgehend stabil, insofern ist die verringerte Materialaufwandsquote insbesondere auf einen in diesem Sinne vorteilhaften Produktmix zurückzuführen. Dieser Effekt führte gleichfalls zu einer um 0,7 Prozentpunkte auf 45,1 % (44,4%) verbesserten Rohertragsquote. Als Folge dessen konnte trotz eines Rückgangs der Konzernumsatzerlöse um 1,7 Mio. Euro der Konzernrohertrag um 0,6 Mio. Euro auf 35,9 Mio. Euro (35,3 Mio. Euro) gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich in Summe auf 2,0 Mio. Euro (1,7 Mio. Euro) im ersten Geschäftshalbjahr 2018. Neben Erträgen aus der Auflösung bzw. Ausbuchung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. Euro (0,7 Mio. Euro) sind darin im Wesentlichen Kosten- und andere Rückerstattungen von Geschäftspartnern im Zusammenhang mit Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (0,4 Mio. Euro) enthalten.
Der Betriebsaufwand erhöhte sich leicht auf 33,4 Mio. Euro (32,8 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund einer gegenüber dem Vorjahreshalbjahr konstant gebliebenen Konzerngesamtleistung stieg die Betriebsaufwandsquote damit auf 41,9 % (41,3 %).
Der Personalaufwand sank leicht auf 12,6 Mio. Euro (12,7 Mio. Euro), die Personalaufwandsquote reduzierte sich auf 15,8 % (16,0 %). Die Verminderung des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Vergütung in der Leitungsebene des Konzerns. Zum Stichtag 30. Juni 2018 waren im Konzern 482 (492) Mitarbeiter bzw. im ersten Geschäftshalbjahr 2018 durchschnittlich 412 (406) Vollzeitkräfte beschäftigt. Demzufolge ist der Personalbestand zum Berichtsstichtag 30. Juni 2018 im Vergleich zum 30. Juni 2017 leicht gesunken, die durchschnittliche Beschäftigung von Vollzeitkräften war während des ersten Geschäftshalbjahres 2018 indes etwas höher.
Die laufenden Abschreibungen erhöhten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2018 bei einem bis dahin getätigten Investitionsvolumen in Höhe von 3,8 Mio. Euro (2,4 Mio. Euro) leicht auf 3,6 Mio. Euro (3,5 Mio. Euro). Diese Erhöhung resultiert maßgeblich aus erhöhten Abschreibungen auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,5 Mio. Euro auf 17,2 Mio. Euro (16,7 Mio. Euro). Dabei erhöhten sich die Verkehrs- und Vertriebskosten leicht auf 8,0 Mio. Euro (7,9 Mio. Euro), wobei die Zunahme vorrangig auf Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der regionalen Expansion von Produkten der Marke MioMio im Segment Alkoholfreie Getränke entfiel. Ebenso erhöhte sich der Aufwand für Marketing und Handelswerbung auf nunmehr 2,9 Mio. Euro (2,4 Mio. Euro), vornehmlich im Rahmen einer Kommunikationskampagne für die Produktlinie MioMio im Segment Alkoholfreie Getränke. Die Aufwendungen für Instandhaltungen konnten auf 1,3 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro) gesenkt werden. Die übrigen Gemeinkosten erhöhten sich im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2017 in Summe leicht auf 4,9 Mio. Euro (4,8 Mio. Euro).
Im ersten Geschäftshalbjahr 2018 ergaben sich keine als solche zu berücksichtigende Ergebnissondereffekte.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2017 entstand ein Ergebnissondereffekt aus einem anlassbezogenen Impairment-Test in Bezug auf das Segment Alkoholfreie Getränke. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum grundsätzlich positiven Entwicklung von Absatz, Umsatz und Segmentergebnis (Deckungsbeitrag nach Etats) zeigten sich Anhaltspunkte dafür, dass der Gesamterfolgsbeitrag des Segments zum Konzernbetriebsergebnis weniger stark ist und sein wird als erwartet.
Die infolgedessen nach den Vorschriften des IAS 36 vorzunehmende Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte zum 30. Juni 2017 führte zu einem Aufwand von per Saldo 0,4 Mio. Euro, worin rechnungslegungsbedingt sowohl Wertminderungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro als auch Wertaufholungen in Bezug auf bereits in der Vergangenheit abgewertete Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mio. Euro berücksichtigt wurden.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden und verursachte per Saldo einen Aufwand in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2,0 Mio. Euro). Maßgeblichen Einfluss darauf hatte die Reduzierung des Zinsaufwandes. Während im Vorjahresvergleichszeitraum Zinsaufwendungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro für die im Oktober 2017 zurückgezahlte Berentzen-Anleihe 2012/2017 anfielen, belasteten die von der Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr 2018 eingesetzten Fremdkapitalinstrumente mit variablen Zinsbestandteilen das Finanzergebnis deutlich weniger.
Bezogen auf das erste Geschäftshalbjahr 2018 ergab sich für den Konzern ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 1,1 Mio. Euro (0,5 Mio. Euro). Dieser berücksichtigt Aufwendungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare ausländische Ertragsteuern in Höhe von 1,2 Mio. Euro (0,6 Mio. Euro). Aus der Bewertung latenter Steuern gemäß IAS 34 i. V. m. IAS 12 ergab sich insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro), der im Wesentlichen aus einer Verminderung der passiven latenten Steuern auf temporäre Bewertungsunterschiede von immateriellen Vermögenswerten resultierte.
Das im ersten Geschäftshalbjahr 2018 erzielte Konzernbetriebsergebnis bzw. EBIT konnte gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 4,6 Mio. Euro (4,1 Mio. Euro) gesteigert werden. Den wesentlichen Einflussfaktor bildete dabei die Verbesserung des Konzernrohertrags auf 35,9 Mio. Euro (35,3 Mio. Euro). Auf Basis der positiven Entwicklung des Konzernbetriebsergebnisses sowie vor dem Hintergrund eines verbesserten Finanz- und Beteiligungsergebnisses erhöhte sich das Konzernergebnis deutlich auf 2,7 Mio. Euro (1,2 Mio. Euro).
Die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 dargestellte Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe stellt sich zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2018 im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:
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| Finanzierungsrahmen 30.06.2018 | Finanzierungsrahmen 31.12.2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristig Mio. Euro |
Kurzfristig Mio. Euro |
Gesamt Mio. Euro |
Langfristig Mio. Euro |
Kurzfristig Mio. Euro |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsortialkreditvertrag | Rahmen, begrenzt | 7,5 | 18,0 | 25,5 | 7,5 | 18,0 |
| Factoring | Rahmen, begrenzt | 0,0 | 50,0 | 50,0 | 0,0 | 50,0 |
| Zentralregulierung / Factoring | Rahmen, unbegrenzt 1) | 0,0 | 9,6 | 9,6 | 0,0 | 9,7 |
| Betriebsmittelkredit | Rahmen, begrenzt 2) | 0,0 | 1,2 | 1,2 | 0,0 | 1,4 |
| Avalkredit für Branntweinsteuersicherheiten | Rahmen, begrenzt | 0,0 | 0,8 | 0,8 | 0,0 | 0,8 |
| Gesamtfinanzierung | 7,5 | 79,6 | 87,1 | 7,5 | 79,9 |
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| Finanzierungsrahmen 31.12.2017 Gesamt Mio. Euro |
|
|---|---|
| Konsortialkreditvertrag | 25,5 |
| Factoring | 50,0 |
| Zentralregulierung / Factoring | 9,7 |
| Betriebsmittelkredit | 1,4 |
| Avalkredit für Branntweinsteuersicherheiten | 0,8 |
| Gesamtfinanzierung | 87,4 |
| 1) | Durchschnittliches Finanzierungsvolumen im Geschäfts(halb)jahr. |
| 2) | Darin enthaltene Betriebsmittelkredite in Fremdwährung umgerechnet zum jeweiligen Stichtag. |
Gegenüber dem 31. Dezember 2017 wich der Finanzierungsrahmen zum 30. Juni 2018 lediglich hinsichtlich der Inanspruchnahme von Factoringlinien und des Finanzierungsvolumens aus Kreditvereinbarungen mit Betriebsmittelkreditgebern außerhalb des Konsortialkreditvertrages ab. So ergab sich im ersten Geschäftshalbjahr 2018 ein durchschnittliches Bruttofinanzierungsvolumen in Höhe von 9,6 Mio. Euro (9,7 Mio. Euro) im Rahmen einer formal unbegrenzten, durch drei Zentralregulierungs- und Factoringverträge abgebildeten Factoringlinie. Zudem verringerte sich der zwei ausländischen Konzerngesellschaften zur Verfügung stehende Rahmen für Betriebsmittelkredite wechselkursbedingt um 0,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro (1,4 Mio. Euro).
Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung im Konzern. Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Bilanzposten „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ und einem Teil der „Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten“.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzte, bei Kreditinstituten geführte Kontokorrentkonten, welche die aus diesem Factoring jederzeit verfügbaren liquiden Mittel umfassen („Kundenabrechnungskonten“). Die Forderungen aus den Kundenabrechnungskonten weisen von üblichen Kontokorrentforderungen gegen Kreditinstitute abweichende Charakteristika, insbesondere hinsichtlich der Verzinsung, auf. Von den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden lediglich die im Rahmen von Betriebsmittel-Barlinien unmittelbar verfügbaren Fremdkapitalanteile angesetzt.
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
Veränderung TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Erfolgswirtschaftlicher Cashflow | 7.303 | 5.980 | + 1.323 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 23 | - 2.601 | + 2.578 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 3.632 | - 2.279 | - 1.353 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 2.067 | - 2.348 | 281 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 5.722 | - 7.228 | + 1.506 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 18.435 | 67.084 | - 48.649 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 12.713 | 59.856 | - 47.143 |
Der erfolgswirtschaftliche Cashflow erhöhte sich im ersten Geschäftshalbjahr 2018 im Wesentlichen aufgrund des um 1,5 Mio. Euro gestiegenen Konzernergebnisses auf 7,3 Mio. Euro (6,0 Mio. Euro).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit umfasst zusätzlich Zahlungsbewegungen im Working Capital und zeigt in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 per Saldo einen Nettomittelabfluss von unter 0,1 Mio. Euro (2,6 Mio. Euro). Maßgebliche Einflussfaktoren hierauf waren die nachfolgenden Sachverhalte.
Aus der Veränderung des sog. Trade Working Capital – d. h. dem Saldo aus den Zahlungsbewegungen der Vorräte, Forderungen inkl. Factoring, Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – entstand per Saldo ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 10,3 Mio. Euro (7,1 Mio. Euro). Dieser ist insbesondere auf den unterjährig stets wiederkehrenden Effekt aus der saisonal bedingten Verringerung der Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer zurückzuführen; zum Stichtag 30. Juni 2018 betrug er 8,6 Mio. Euro (8,0 Mio Euro). Demgegenüber stand ein Zahlungsmittelzufluss aus der Abnahme sonstiger Vermögenswerte in Höhe von 1,8 Mio. Euro (0,0 Mio. Euro). Ferner verringerte sich die Fremdfinanzierung aus Rückstellungen um 0,7 Mio. Euro (0,5 Mio. Euro), maßgeblich auf Basis einer entsprechenden Veränderung der bilanzierten Pensionsverpflichtungen. Zudem entstand aus der Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten ein Mittelzufluss in Höhe von 2,0 Mio. Euro, im Vorjahresvergleichszeitraum resultierte hieraus noch ein Mittelabfluss in Höhe von 1,0 Mio. Euro.
Die Investitionstätigkeit des Konzerns führte insgesamt zu einem Mittelabfluss in Höhe von 3,6 Mio. Euro (2,3 Mio. Euro). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen insgesamt 3,8 Mio. Euro (2,4 Mio. Euro), denen Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens in Höhe von 0,2 Mio. Euro (0,1 Mio. Euro) gegenüberstanden. Der deutlich erhöhte Mittelabfluss ist dabei im Wesentlichen auf Investitionen in Leergutbehälter und -kisten sowie die Erneuerung einer Glasmehrweganlage im Segment Alkoholfreie Getränke zurückzuführen.

Aus der Finanzierungstätigkeit entstand ein Nettomittelabfluss in Höhe von 2,1 Mio. Euro (2,3 Mio. Euro), der – auf der Grundlage entsprechender Beschlüsse der Hauptversammlung – vollständig aus der Dividendenzahlung resultierte.
Insgesamt lag der Finanzmittelfonds zur Mitte des Geschäftsjahres 2018 bei 12,7 Mio. Euro (59,9 Mio. Euro), davon 10,6 Mio. Euro (29,5 Mio. Euro) Forderungen aus den im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzten, bei Kreditinstituten geführten Kundenabrechnungskonten. Zum 30. Juni 2018 bestanden dabei Inanspruchnahmen kurzfristiger Kreditlinien bzw. als solcher auszuweisenden Finanzierungsinstrumente in Höhe von 1,0 Mio. Euro (0,8 Mio. Euro).
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| 30.06.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 60.400 | 43,4 | 60.325 | 42,1 | + 75 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 78.824 | 56,6 | 83.120 | 57,9 | - 4.296 |
| Bilanzsumme | 139.224 | 100,0 | 143.445 | 100,0 | - 4.221 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | 45.114 | 32,4 | 44.589 | 31,1 | + 525 |
| Langfristige Schulden | 19.269 | 13,8 | 19.984 | 13,9 | - 715 |
| Kurzfristige Schulden | 74.841 | 53,8 | 78.872 | 55,0 | - 4.031 |
| 139.224 | 100,0 | 143.445 | 100,0 | - 4.221 |
Gegenüber dem 31. Dezember 2017 hat sich die Bilanzsumme auf 139,2 Mio. Euro (143,4 Mio. Euro) vermindert.
60,4 Mio. Euro (60,3 Mio. Euro) des Konzernvermögens sind in langfristige Vermögenswerte investiert. Während sich die Entwicklung absolut nahezu konstant darstellt, legte der Anteil in Relation zur Bilanzsumme auf nun 43,4 % (42,1 %) zu. Dabei nahm das darin enthaltene Sachanlagevermögen – im Wesentlichen aufgrund von Investition in Höhe von 3,4 Mio. Euro - um insgesamt 0,3 Mio. Euro zu. Die immateriellen Vermögenswerte hingegen sanken leicht um 0,3 Mio. Euro.
Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital verringerte sich nur leicht auf 106,6 % (107,0 %).
Die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte verminderten sich auf 78,8 Mio. Euro (83,1 Mio. Euro) und beinhalten zu 21,7 % (16,6 %) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derzeit stehen der Berentzen-Gruppe zwei Factoringvereinbarungen mit einem Netto-Finanzierungsrahmen von 50,0 Mio. Euro sowie eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage waren zum 30. Juni 2018 Brutto-Forderungen in Höhe von 55,6 Mio. Euro (56,0 Mio. Euro) verkauft. Das noch bilanzierte Forderungsvolumen erhöhte sich auf 17,1 Mio. Euro (13,8 Mio. Euro).
Der Bestand an Vorräten blieb mit 37,0 Mio. Euro (37,0 Mio. Euro) konstant.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten als wesentlichen Posten Sicherheitseinbehalte aus Factoringtransaktionen in Höhe von 7,7 Mio. Euro (9,6 Mio. Euro). Diese verminderten sich analog zum per 30. Juni 2018 geringeren Volumen an verkauften Brutto-Forderungen.
Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 13,7 Mio. Euro (19,4 Mio. Euro) verringerte sich insbesondere durch den aus der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlichen negativen Gesamt-Cashflow in Höhe von insgesamt 5,7 Mio. Euro.
Das Eigenkapital erhöhte sich bei einem Konzern-Gesamtergebnis im ersten Geschäftshalbjahr 2018 in Höhe von 2,6 Mio. Euro (1,0 Mio. Euro) und unter Berücksichtigung der im Mai 2018 von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenzahlung in Höhe von 2,1 Mio. Euro (2,3 Mio. Euro) auf 45,1 Mio. Euro (44,6 Mio. Euro).
19,3 Mio. Euro (20,0 Mio. Euro) standen dem Konzern als langfristiges Fremdkapital zur Verfügung. Darunter erfasst werden im Wesentlichen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,1 Mio. Euro (7,1 Mio. Euro) sowie die Pensionsrückstellungen in Höhe von 9,8 Mio. Euro (10,5 Mio. Euro). Die langfristigen Schulden entsprachen 20,5 % (20,2 %) der zum 30. Juni 2018 ausgewiesenen Konzernschulden.
Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich auf 74,8 Mio. Euro (78,9 Mio. Euro) bzw. 53,8 % (55,0 %) der Konzernbilanzsumme. Davon entfielen 1,7 Mio. Euro (1,7 Mio. Euro) auf den Posten „Kurzfristige Finanzschulden“.
Die Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer beliefen sich auf 34,7 Mio. Euro (43,3 Mio. Euro). Die Verminderung der im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 8,6 Mio. Euro geringeren Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Alkoholsteuer resultiert vornehmlich aus dem traditionell gegenüber dem zur Mitte eines jeden Geschäftsjahres saisonal stärkeren Geschäftsumfang zum Geschäftsjahresende.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 11,5 Mio. Euro (9,8 Mio. Euro) dispositions- und stichtagsbedingt um 1,6 Mio. Euro höher als zum Geschäftsjahresende 2017. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich der kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich auf 27,0 Mio. Euro (24,1 Mio. Euro). Die darunter erfassten Verbindlichkeiten aus Marketing- und Vertriebsverpflichtungen sowie Boni betrugen 12,2 Mio. Euro (9,9 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Steuern – vornehmlich Lohn- und Umsatzsteuern – reduzierten sich auf 5,1 Mio. Euro (5,7 Mio. Euro), insbesondere durch eine maßgeblich vom Absatz von Spirituosen zum jeweiligen Geschäftsjahresende beeinflusste, saisonal bedingte Veränderung der Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern.
Das erste Geschäftshalbjahr 2018 war für die Berentzen-Gruppe im Rahmen ihres Transformationsprozesses von Herausforderungen und Veränderungen geprägt. Zusammengefasst ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns vor dem Hintergrund einer soliden Finanzierung und positiven Ertragslage weiterhin als gut zu beurteilen.
Während die Konzernumsatzerlöse um 2,1 % auf 78,4 Mio. Euro (80,0 Mio. Euro) sanken, konnten die maßgeblichen Ergebniskennziffern eine positivere Entwicklung vorweisen. Auf Basis eines um 0,6 Mio. Euro verbesserten Rohertrags schloss die Berentzen-Gruppe das erste Geschäftshalbjahr 2018 mit einem Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) in Höhe von 4,6 Mio. Euro (4,1 Mio. Euro) sowie einem Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) in Höhe von 8,2 Mio. Euro (7,6 Mio. Euro) ab, das Konzernergebnis erhöhte sich deutlich auf 2,7 Mio. Euro (1,2 Mio. Euro).
Der Geschäftsverlauf entwickelte sich dabei in den einzelnen Segmenten uneinheitlich. Das Geschäft mit Spirituosen – abgebildet in den Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente – zeigte sich im ersten Geschäftshalbjahr insgesamt stabil. Im Segment Alkoholfreie Getränke konnte auf Basis einer erfolgreichen Produktmixsteuerung trotz des verringerten Absatzvolumens ein Umsatzwachstum generiert werden. Insbesondere die Produkte der eigenen Marke MioMio verzeichneten erneut eine gute Entwicklung. Dies führte letztlich zu einem deutlich verbesserten Ergebnisbeitrag dieses Segments. Für das Segment Frischsaftsysteme verlief das erste Geschäftshalbjahr enttäuschend: Die Umsätze waren um 11,4 % rückläufig. Das Geschäft mit Früchten (Orangen) verlief weiterhin schwierig und auch der Absatz der Systemkomponenten Fruchtpressen war – insbesondere auf dem unter Volumen- und Ertragsgesichtspunkten bedeutsamen Markt Frankreich – nicht zufriedenstellend.
Die Finanz- und Vermögenslage zeigte sich weiterhin solide. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist insbesondere vor dem Hintergrund der dargestellten Gesamtfinanzierung weiterhin gesichert, und der Konzern verfügt nach wie vor über eine sehr gute Liquiditätsgrundlage zur Finanzierung des operativen Geschäfts und seiner mittelfristig angelegten Wachstumsstrategie. Ein dynamischer Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2018 in Höhe von -0,29 (-0,52) verdeutlicht, dass die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden übersteigen und damit in diesem Sinne saldiert in der Gesamtbetrachtung keine bilanzielle Verschuldung vorliegt. Infolge der positiven Entwicklung der Ertragslage erhöhte sich das Konzerneigenkapital um 0,5 Mio. Euro, unter Berücksichtigung einer um 4,2 Mio. Euro auf 139,2 Mio. Euro geringeren Konzern-Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenmittelquote gegenüber dem 31. Dezember 2017 auf 32,4 % (31,1 %).
Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns eröffnen sich einerseits eine Vielzahl an Chancen, andererseits ist die Unternehmensgruppe zahlreichen Risiken ausgesetzt. Während Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, indem auf zukünftigen Entwicklungen beruhende interne oder externe Ereignisse eintreten, die das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren, bieten Chancen die Möglichkeit, durch zukünftige Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen, die Geschäftsentwicklung positiv zu beeinflussen.
Das Risikomanagement der Berentzen-Gruppe ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen zu begegnen. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Einzelnen ist im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 dargestellt.
Die dort beschriebenen Risiken und Chancen und deren Beurteilung im Rahmen der Bewertungsmatrix gelten weiterhin. Im Berichtszeitraum wurden keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über diejenigen hinausgehen, die im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 dargestellt sind. Folglich bestehen keine im Rahmen des Risikomanagementsystems als hohes Risiko bewerteten Risiken. Insgesamt hat sich die Risikoexposition der Berentzen-Gruppe nach Einschätzung der Unternehmensleitung gegenüber dem im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 dargestellten Stand damit nicht verändert und ist aus gegenwärtiger Sicht weiterhin beherrschbar.
Der Prognosebericht der Berentzen-Gruppe berücksichtigt die relevanten, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses bekannten Fakten und Ereignisse, welche seine zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die darin getroffenen Prognosen auf der Grundlage des aktuellen Standes der integrierten Konzernplanung der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 und unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2018 gehen von einer organischen Entwicklung des Konzerns ohne Berücksichtigung wesentlicher einmaliger Sondereffekte sowie von Veränderungen aus möglichen Unternehmensakquisitionen aus; soweit solche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Prognoseberichts zu berücksichtigen sind, ist dies entsprechend angegeben.
Der IWF bestätigte zuletzt im „World Economic Outlook Update“ vom Juli 2018 seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2018 in Höhe von 3,9 %, obwohl sich das Wachstum nach Beobachtung des IWF verlangsamt und die Risiken größer werden. Während die Wachstumsprognose für die US-amerikanische Wirtschaft in Höhe von 2,9 % bestätigt wurde, senkte der IWF seine Erwartungen für den Euroraum um 0,2 Prozentpunkte auf ein Wachstum von nun 2,2 % in 2018. Das DIW rechnet in einer Veröffentlichung vom Juni 2018 mit einem Weltwirtschaftswachstum in Höhe von 4,1 % und zeigt sich damit etwas optimistischer, wenngleich auch hier auf Unsicherheiten und Risiken in Bezug auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen hingewiesen wird.
Für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland rechnet der IWF aktuell ebenfalls mit einem Konjunkturplus von 2,2 % und senkte seine Erwartungen damit um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum April. Das DIW rechnet bis dato noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von real 1,9 %.
Auf der Grundlage der nationalen Konjunkturerwartungen ist nach Einschätzung der Berentzen-Gruppe weiterhin davon auszugehen, dass die positive Entwicklung in leicht abgeschwächter Form auf das Absatzumfeld für Getränke im Allgemeinen übertragen werden kann.
Hinsichtlich der Entwicklung des nationalen und internationalen Spirituosenmarkts haben sich nach Erkenntnis der Berentzen-Gruppe seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2017 im März dieses Jahres insgesamt keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Folglich geht die Berentzen-Gruppe weiterhin davon aus, dass sich der Gesamtabsatz von Spirituosen im deutschen Handel nach wie vor voraussichtlich allenfalls stabil bzw. leicht rückläufig zeigen wird. Für die bedeutsamsten internationalen Auslandsmärkte der Berentzen-Gruppe wird eine regional uneinheitliche – dabei zwar mit Ausnahmen im Einzelnen, aber tendenziell überwiegend rezessiv verlaufende – Entwicklung prognostiziert. Ferner hat sich das Geschäft mit amerikanischem Whiskey nachteilig entwickelt: Als Gegenmaßnahme auf die von der amerikanischen Regierung erlassenen Zollsätze auf europäischen Stahl und Aluminium, erhebt die EU seit Ende Juni 2018 einen Einfuhrzoll für Bourbon Whiskey in Höhe von 25 %. Die Berentzen-Gruppe ist hiervon insbesondere im Segment Spirituosen beim Geschäft mit Handels- und Zweitmarken betroffen.
Keine wesentlichen Veränderungen ergaben sich auch im Hinblick auf die im Geschäftsbericht 2017 für das Geschäftsjahr 2018 getroffene Prognose für die Rahmenbedingungen im Geschäft mit alkoholfreien Getränken. Die sich aus dem breiten Produktportfolio grundsätzlich ergebenden Wachstumsperspektiven hängen auch in den letzten sechs Monaten des Geschäftsjahres nicht zuletzt von einer für den Konsum von alkoholfreien Getränken günstigen Wetterlage in den davon umfassten, verbleibenden Sommermonaten ab. Ein allzu warmes Temperaturumfeld kann wiederum die Verfügbarkeiten von Mehrweg-Leergut und Frachträumen und damit die Absatzmöglichkeiten einschränken. Alles in allem sind die Marktaussichten für das Geschäft mit Erfrischungsgetränken nach Einschätzung der Berentzen-Gruppe allerdings als positiv zu beurteilen.
Mit Verweis auf die Darstellung der Entwicklung am Getränkemarkt im Wirtschaftsbericht (Abschnitt 2.1) sind nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe ganzheitliche, belastbare Marktdaten für das Segment Frischsaftsysteme praktisch nicht verfügbar, so dass indikativ auf die Marktentwicklung von frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies zurückgegriffen wird. Auch im Hinblick auf diesen Geschäftsbereich haben sich keine Abweichungen zu den im Geschäftsbericht 2017 getroffenen Prognosen ergeben. Die Berentzen-Gruppe geht nach interner Einschätzung weiterhin davon aus, dass der bereits langjährig zu beobachtende Trend zu bewusster und gesunder Ernährung weiter anhalten wird. Infolgedessen wird erwartet, dass auch die von der im Jahr 2018 veröffentlichten Marktstudie der Vereinigung der europäischen Fruchtsaftindustrie AIJN bestätigte positive Absatz- und Umsatzentwicklung bei frischen Getränken insbesondere auf den wesentlichen Märkten in Europa, namentlich in Mitteleuropa, fortgesetzt wird.
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| 2017 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2018 im Prognosebericht 2017 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2018 Q2/ 2018 Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | |||
| Segment | |||
| Spirituosen | 27,6 | 26,3 bis 29,1 | unverändert |
| Alkoholfreie Getränke | 19,3 | 21,5 bis 23,7 | unverändert |
| Frischsaftsysteme | 6,5 | 7,5 bis 8,3 | 6,5 bis 7,2 |
| Übrige Segmente | 5,0 | 5,3 bis 5,9 | unverändert |
Die aus der vorstehenden Übersicht hervorgehende voraussichtliche Entwicklung der einzelnen Segmentergebnisse (Deckungsbeitrag nach Marketingetats) gründet sich insbesondere auf den Erkenntnissen der internen Planungsprozesse, in denen die jeweils gezeigte Geschäftsentwicklung bis zum Ende der ersten sieben Monate des Geschäftsjahres 2018 sowie die Einschätzungen für die bis zum Geschäftsjahresende 2018 verbleibende Periode reflektiert sind. Auf Basis dessen waren die Prognosen in einem Fall anzupassen.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2018 zeigten sich im Segment Spirituosen das Geschäft mit Markenspirituosen im Inland sowie das Handels- und Zweitmarkengeschäft in einem schwierigen Marktumfeld leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Im zweiten Geschäftshalbjahr erwartet die Berentzen-Gruppe eine positive Entwicklung im Geschäft mit den Dachmarken Berentzen und Puschkin sowie im gesamten Handels- und Zweitmarkengeschäft. Daneben wird der Mitteleinsatz für Marketing und Handelswerbung insgesamt voraussichtlich geringer ausfallen als dies in der ursprünglichen Planung angenommen wurde. Im Ergebnis erwartet die Berentzen-Gruppe für das Segment Spirituosen weiterhin ein Segmentergebnis in der Bandbreite von 26,3 Mio. Euro bis 29,1 Mio. Euro.
Die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 getroffene Prognose zum Segmentergebnis für das Geschäftsjahr 2018 der insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen umfassenden Übrigen Segmente wird gleichfalls bestätigt, wobei nach gegenwärtiger Einschätzung jedoch davon auszugehen ist, dass dieses sich zum Ende des Geschäftsjahres voraussichtlich eher am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite bewegen wird. Um die Zielerreichung sicherzustellen gilt es insbesondere die Bearbeitung der Märkte Tschechien und Slowakei zu intensivieren.
Vor dem Hintergrund des in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 gezeigten Geschäftsverlaufs im Segment Alkoholfreie Getränke bestätigt die Berentzen-Gruppe die Steigerung des Deckungsbeitrags nach Marketingetats auf 21,5 Mio. Euro bis 23,7 Mio. Euro. Ausschlaggebend für die annahmegemäß positive Entwicklung des Segmentergebnisses wird ein voraussichtlich deutlich gesteigerter Geschäftsumfang und ein dabei aus Deckungsbeitragssicht vorteilhafter Produktmix sein.
Die Berentzen-Gruppe hat ihre Prognose für das Segment Frischsaftsysteme angepasst. Es wird nunmehr ein Segmentergebnis für das Geschäftsjahr 2018 in der Bandbreite von 6,5 Mio. Euro bis 7,2 Mio. Euro erwartet. Ursächlich für die Anpassung sind zum einen die bereits in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 erfolgten Absatzrückgänge von Fruchtpressen auf dem bedeutsamen Markt Frankreich, die in diesem Markt auch im zweiten Geschäftshalbjahr voraussichtlich nicht kompensiert werden können. Hinzu kommt, dass die Absatzmengen an Fruchtpressen auf dem US-amerikanischen Markt vor dem Hintergrund eines erneut zu Tage getretenen Konfliktes mit dem dortigen Distributeur in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres 2018 möglicherweise eine im Vergleich zu den Erwartungen eher zurückhaltende Entwicklung zeigen werden. Im Wesentlichen aufgrund dessen werden die Gesamtjahresumsätze und -deckungsbeiträge der Systemkomponente Fruchtpressen voraussichtlich geringer als im Vorjahr und unterhalb der ursprünglichen Planerwartungen sein. Zum anderen stellt sich das Vertriebsgeschäft mit der Systemkomponente Früchte (Orangen) weiterhin anspruchsvoll dar: Für das Gesamtjahr 2018 wird diesbezüglich zwar eine Verbesserung des Deckungsbeitrags gegenüber dem Vorjahr, nicht jedoch gegenüber dem ursprünglichen Planniveau erwartet.
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| 2017 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2018 im Prognosebericht 2017 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2018 Q2/ 2018 Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Konzernumsatzerlöse | 160,4 1) | 170,1 bis 178,9 | 162,8 bis 171,2 |
| Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) | 9,2 | 9,6 bis 10,6 | unverändert |
| Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) | 16,4 | 17,2 bis 19,0 | unverändert |
| 1) | Vorjahreswert aufgrund erstmaliger Anwendung von IFRS 15 angepasst. Siehe hierzu auch Note (1.3) im verkürzten Konzernhang. |
Infolge der zuvor genannten Korrektur des Segmentergebnisses für das Segment Frischsaftsysteme und dem damit einhergehenden niedrigeren Umsatzbeitrag dieses Segments sowie auch geringer als ursprünglich erwartet ausfallender Umsatzerlöse in allen anderen Segmenten korrigiert die Berentzen-Gruppe ihre im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 getroffene Prognose der Konzernumsatzerlöse auf eine Bandbreite von 162,8 Mio. Euro bis 171,2 Mio. Euro. Diese Anpassung hat jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die voraussichtliche Entwicklung der ertragsbezogenen Prognosegrößen Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) und Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA): Die Berentzen-Gruppe bestätigt ihre im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017 getroffenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2018 hinsichtlich beider Kennzahlen.
Auf der Grundlage der vorstehend dargestellten und darin weitgehend bestätigten erwarteten Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit bleibt die Berentzen-Gruppe bei ihrer im Geschäftsbericht 2017 für das Geschäftsjahr 2018 getroffenen grundsätzlichen Prognose, dass sich die bislang gute bzw. solide Finanz- und Vermögenslage des Konzerns weiter verbessern wird. Ausgangspunkt ist dabei die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 31. Dezember 2017.
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| 2017 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2018 im Prognosebericht 2017 Mio. Euro |
Prognose für das Geschäftsjahr 2018 Q2/ 2018 Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|
| Erfolgswirtschaftlicher Cashflow | 10,2 | 14,0 bis 16,2 | unverändert |
Entsprechend der prognostizierten Ergebnisentwicklung rechnet die Unternehmensgruppe weiterhin mit einer Verbesserung des Erfolgswirtschaftlichen Cashflows auf einen Wert in der Bandbreite von 14,0 Mio. Euro bis 16,2 Mio. Euro.
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| 2017 | Prognose für das Geschäftsjahr 2018 im Prognosebericht 2017 | Prognose für das Geschäftsjahr 2018 Q2/ 2018 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote | 31,1 % | 32,6 % bis 37,6 % | unverändert |
| Dynamischer Verschuldungsgrad | - 0,65 | -0,08 bis -0,03 | unverändert |
Ebenfalls entsprechend der prognostizierten positiven Ergebnisentwicklung erwartet die Berentzen-Gruppe absolut betrachtet eine Erhöhung des Konzerneigenkapitals zum Ende des Geschäftsjahres 2018. Die Eigenmittelquote wird sich voraussichtlich in einer Bandbreite zwischen 32,6 % und 37,6 % bewegen.
Vor dem Hintergrund der sich annahmegemäß verändernden maßgeblichen Bilanzparameter sowie der erwarteten positiven Entwicklung der Ertragslage geht die Berentzen-Gruppe wie bisher von einem Dynamischen Verschuldungsgrad in der Spanne von -0,08 bis -0,03 aus.
Nach dem aktuellen Stand der integrierten Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2018 wird sich die Finanzierungsstruktur der Unternehmensgruppe insgesamt weiterhin ausgewogen darstellen, allerdings unterliegen die zur Steuerung herangezogenen Bestandsgrößen in nicht unerheblichem Maße auch stichtagsbedingten Effekten, insbesondere sofern sie nur kurzfristigen Bindungsdauern unterliegen.
Auf Basis der zuvor dargestellten Prognosen erwartet die Berentzen-Gruppe weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2018. Wenngleich, wie im Kontext der voraussichtlichen Entwicklung der Ertragslage vorstehend berichtet, in zwei Fällen Prognosen anzupassen waren, hatte dies keine Auswirkung auf die Erwartungen hinsichtlich der zentralen Kennzahlen Konzern-EBIT und Konzern-EBITDA.
Das Fundament der dargestellten Prognosen bildet eine gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2017 unveränderte Konzernstruktur. Dementsprechend können sich wesentliche Abweichungen davon zunächst aus der Realisierung möglicher Opportunitäten zu weiteren Unternehmensakquisitionen ergeben. Ferner ist die tatsächliche Geschäftsentwicklung nicht zuletzt vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld abhängig und kann durch weitergehende nachteilige Veränderungen von den dargestellten Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. Sowohl positive als auch negative Abweichungen von der Prognose können außerdem nicht nur aus den im Risiko- und Chancenbericht beschriebenen, sondern auch aus zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichts nicht erkennbaren Risiken und Chancen resultieren.
AKTIVA
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Langfristig gebundene Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 12.380 | 12.682 |
| Sachanlagen | 46.538 | 46.199 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 752 | 760 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 730 | 684 |
| Summe langfristig gebundene Vermögenswerte | 60.400 | 60.325 |
| Kurzfristig gebundene Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 37.039 | 37.001 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.118 | 13.775 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 416 | 634 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13.711 | 19.397 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 10.540 | 12.313 |
| Summe kurzfristig gebundene Vermögenswerte | 78.824 | 83.120 |
| BILANZSUMME | 139.224 | 143.445 |
| PASSIVA | ||
| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 24.424 | 24.424 |
| Kapitalrücklage | 6.821 | 6.821 |
| Gewinnrücklagen | 13.869 | 13.344 |
| Summe Eigenkapital | 45.114 | 44.589 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Rückstellungen | 10.266 | 10.992 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 7.092 | 7.068 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 1.911 | 1.924 |
| Summe langfristige Schulden | 19.269 | 19.984 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuern | 34.700 | 43.312 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 80 | 80 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2.979 | 2.078 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.662 | 1.669 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 35.420 | 31.733 |
| Summe kurzfristige Schulden | 74.841 | 78.872 |
| BILANZSUMME | 139.224 | 143.445 |
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.20171)TEUR | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 78.376 | 80.021 |
| Bestandsveränderungen | 1.183 | -576 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.023 | 1.699 |
| Materialaufwand | 43.663 | 44.162 |
| Personalaufwand | 12.565 | 12.691 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | 3.603 | 3.458 |
| Wertminderungen /-aufholungen auf Vermögenswerte | 0 | 427 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17.195 | 16.695 |
| Finanzerträge | 31 | 28 |
| Finanzaufwendungen | 790 | 2.071 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 3.797 | 1.668 |
| Ertragsteueraufwand | 1.107 | 487 |
| Konzernergebnis | 2.690 | 1.181 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -326 | -227 |
| Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -326 | -227 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | 301 | 0 |
| Latente Steuern auf Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | -73 | 0 |
| Posten, die nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 228 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | -98 | -227 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 2.592 | 954 |
| Ergebnis je Aktie nach dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht (in EUR je Aktie) | ||
| unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie | 0,286 | 0,126 |
| 1) | Vorjahreswerte aufgrund erstmaliger Anwendung von IFRS 15 zum Teil angepasst. Siehe hierzu auch Note (1.3) im verkürzten Konzernhang. |
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| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklagen TEUR |
Gewinnrücklagen TEUR |
Summe Eigenkapital TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2017 | 24.424 | 6.821 | 13.982 | 45.227 |
| Konzernergebnis | 1.181 | 1.181 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -227 | -227 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | 954 | 954 | ||
| Gezahlte Dividenden | -2.348 | -2.348 | ||
| Stand am 30.06.2017 | 24.424 | 6.821 | 12.588 | 43.833 |
| Stand am 01.01.2018 | 24.424 | 6.821 | 13.344 | 44.589 |
| Konzernergebnis | 2.690 | 2.690 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -98 | -98 | ||
| Konzern-Gesamtergebnis | 2.592 | 2.592 | ||
| Gezahlte Dividenden | -2.067 | -2.067 | ||
| Stand am 30.06.2018 | 24.424 | 6.821 | 13.869 | 45.114 |
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 23 | - 2.601 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 3.632 | - 2.279 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 2.067 | - 2.348 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 5.722 | - 7.228 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 18.435 | 67.084 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 12.713 | 59.856 |
Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Haselünne, Ritterstraße 7, 49740 Haselünne, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück (HRB 120444) eingetragen.
Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.
Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen.
Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2018 wurde gemäß § 117 Nr. 2 WpHG i. V. m. § 115 WpHG sowie in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Auslegungen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) für die Zwischenberichterstattung anzuwenden sind, erstellt. Insbesondere wurde IAS 34 „Zwischenberichterstattung“ angewendet; ergänzend wurde der „Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) Halbjahresfinanzberichterstattung“ beachtet.
Die im Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit folgender Ausnahme grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres 2017:
In der Zwischenberichtsperiode erfolgt die Ermittlung des Ertragsteueraufwands gemäß IAS 34 i.V.m. IAS 12 auf der Grundlage der besten Schätzung des aktuell erwarteten effektiven Ertragsteuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr. Dieser Ertragsteuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der Zwischenberichtsperiode angewendet.
Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung und der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss darstellt, veröffentlicht.
Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2018 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2018 wurden weder einer freiwilligen prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft und sollten im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und dem zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 gelesen werden.
Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2018 wurden vom Vorstand am 14. August 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden die folgenden neuen bzw. geänderten IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstmals angewendet:
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| Verbindliche Anwendung | |
|---|---|
| Standard | |
| IFRS 9 „Finanzinstrumente“ | 01.01.2018 |
| IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" | 01.01.2018 |
Nähere Ausführungen zu den Neuerungen sind im Geschäftsbericht 2017 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (1.3) „Neue bzw. geänderte IFRS-Rechnungslegungsvorschriften“, enthalten.
Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ und IFRS 9 „Finanzinstrumente“ werden unter Note (2.2), (2.7) bzw. (3.1) dargestellt.
Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 unverändert.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2018 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Die Methodik für Annahmen und Schätzungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 mit folgender Ausnahme unverändert:
Für die Schätzung der Verbindlichkeit aus Pfandgeldern / Pfandrückstellung für das Segment Alkoholfreie Getränke ergibt sich saisonal bedingt eine höhere Umschlagshäufigkeit für Pfandgebinde als zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017. In Folge dessen ist die Verbindlichkeit um TEUR 147 (30. Juni 2017: TEUR 212) geringer als bei Anwendung der Berechnungsmethode zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017.
Die Umsätze des Konzerns unterliegen insbesondere innerhalb der Segmente Spirituosen und Alkoholfreie Getränke saisonalen Einflüssen. Im in der Note (4.2) „Segmentberichterstattung“ näher erläuterten, umsatzstärksten Segment Spirituosen sind im zweiten Geschäftshalbjahr in der Regel höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu erwarten. Die Ergebnisentwicklung dieses Segments hängt darüber hinaus auch von Art und Umfang der eingesetzten Marketinginstrumente ab, während im Segment Alkoholfreie Getränke die zugrunde liegende Wetterlage für die Absatz- und Umsatzentwicklung von Bedeutung ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind dagegen keine wesentlichen saisonbedingten Einflüsse festzustellen.
Die Geschäftsergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr sind daher nicht zwangsläufig ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2018 sind TEUR 3.784 (1. HJ 2017: TEUR 2.407) in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige finanzielle Vermögenswerte investiert worden.
Zum 30. Juni 2018 bestanden ferner Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.568 (31.12.2017: TEUR 860).
Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 ab 1. Januar 2018 führte zu Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze und Anpassungen der im Abschluss erfassten Beträge. Die Berentzen-Gruppe wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; danach werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Merkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst.
Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2018 wie folgt ermittelt:
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| 30. Juni 2018 | Laufend und weniger als 30 Tage überfällig | Mehr als 30 Tage überfällig | Mehr als 60 Tage überfällig | Mehr als 90 Tage überfällig | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Erwartete Verlustrate | 0,4% | 1,4% | 1,6% | 2,7% | |
| Bruttobuchwert (TEUR) | 16.651 | 264 | 119 | 184 | 17.218 |
| Wertberichtigung (TEUR) | 67 | 4 | 2 | 5 | 77 |
Im Rahmen ihrer Außenfinanzierung nutzt die Berentzen-Gruppe auch die Inanspruchnahme von Factoringlinien. Das daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen beläuft sich auf TEUR 50.000 (31.12.2017: TEUR 50.000). Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen, die kein Höchstobligo enthalten, sondern deren mögliche Inanspruchnahme nur durch die zur Verfügung stehenden verkaufsfähigen Forderungen begrenzt werden.
Zum 30. Juni 2018 waren TEUR 55.593 (31.12.2017: TEUR 55.988) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die jeweiligen Factoringgesellschaften verkauft und abgetreten. Da nahezu alle mit dem Eigentum an den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Risiken und Chancen auf den Factor übertragen worden sind, erfolgt entsprechend IFRS 9.3.2.6 a) die vollständige Ausbuchung der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das bei der Berentzen-Gruppe im Zeitpunkt der Ausbuchung noch verbleibende Spätzahlungsrisiko wurde zum 30. Juni 2018 ein sog. anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe von TEUR 146 (31.12.2017: TEUR 188) als Vermögenswert angesetzt. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst.
Für eventuell entstehende Forderungskürzungen wurden durch den Factor Sicherheiten in Höhe von TEUR 7.709 (31.12.2017: TEUR 9.594) einbehalten, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.
Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die Gewinnverwendung einschließlich der Dividendenausschüttung an die Aktionäre nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Auf der Hauptversammlung vom 3. Mai 2018 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von rund TEUR 6.178 (Vorjahr: TEUR 5.522) zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,22 (Vorjahr: EUR 0,25) je dividendenberechtigter Stammaktie für das Geschäftsjahr 2017 zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft zum Tag der Hauptversammlung gehaltenen, gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien entsprach dies einer Ausschüttung von insgesamt rund TEUR 2.067 (Vorjahr: TEUR 2.348) und einem Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von rund TEUR 4.111 (Vorjahr: TEUR 3.173).
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 9.815 | 10.509 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 451 | 483 |
| 10.266 | 10.992 |
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 9.815 | 10.509 |
| 9.815 | 10.509 |
Den auf leistungsorientierten Plänen beruhenden Pensionsrückstellungen liegen Verpflichtungen inländischer in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen über Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Alters-, Invaliden- und Witwenrente) zugrunde, die in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt sind. Die Höhe der individuellen Leistungen ist dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Alter und / oder dem Gehaltsniveau des Mitarbeiters abhängig. Neu eintretende Mitarbeiter erhalten derzeit keine Zusagen aus leistungsorientierten Plänen.
Gemäß IAS 19 werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) berechnet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten, wobei die Parameter Rechnungszins, Gehaltsdynamik und kalkulatorische Anpassungsrate für Renten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 im Vergleich zum 31. Dezember 2017 unverändert blieben. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes (Defined Benefit Obligation – DBO) zum 30. Juni 2018 zeigt die nachfolgende Tabelle:
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahres | 10.509 | 11.183 |
| Zinsaufwendungen auf DBO | 50 | 107 |
| Neubewertungen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinn / Verluste aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | -301 | 96 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 443 | - 877 |
| DBO zum Ende des Geschäftshalbjahres / Geschäftsjahres | 9.815 | 10.509 |
Die Pensionsaufwendungen für das jeweilige Geschäftshalbjahr setzen sich wie folgt zusammen:
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
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|---|---|---|
| Zinsaufwendungen auf DBO | 50 | 52 |
| In der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen | 50 | 52 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | -301 | 0 |
| Im Sonstigen Ergebnis erfasste Aufwendungen / Erträge | -301 | 0 |
| Pensionsaufwendungen insgesamt | -251 | 52 |
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bezüge mit erfolgsbezogenen Komponenten | 237 | 269 |
| Jubiläumszuwendungen | 214 | 214 |
| 451 | 483 |
Für nähere Erläuterungen zu den Bezügen des Vorstands mit erfolgsbezogenen Komponenten wird auf den Geschäftsbericht 2017 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (4.7) „Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“, verwiesen.
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
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|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Alkoholsteuer | 34.700 | 43.312 |
| 34.700 | 43.312 |
Der Bilanzausweis zum 30. Juni 2018 betrifft die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate Mai und Juni 2018. Der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2017 umfasst die angemeldete Alkoholsteuer für die Monate November und Dezember 2017, die nach den Vorschriften des deutschen Alkoholsteuergesetzes im Januar bzw. Februar 2018 zur Zahlung fällig war.
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 998 | 963 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 506 | 508 |
| Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) | 146 | 188 |
| Zinsverbindlichkeit Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) | 8 | 10 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 4 | 0 |
| 1.662 | 1.669 |
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 998 (31.12.2017: TEUR 963) handelt es sich im Wesentlichen um die Kontokorrentverbindlichkeiten eines ausländischen Konzernunternehmens.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte von Ausleihungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Für Finanzinstrumente, die der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ angehören, wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile, ist ein Börsen- oder Marktpreis nicht vorhanden. Ihr beizulegender Zeitwert kann nicht verlässlich ermittelt werden. Eine Veräußerung dieser finanziellen Vermögenswerte ist derzeit nicht vorgesehen.
Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen entsprechen ihren Buchwerten, da diese kurzfristige Restlaufzeiten haben und die Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) wird nach der Barwertmethode ermittelt. Dabei werden der Bewertung die Tagesendkurse bzw. zum Monatsultimo die EZB-Referenzkurse zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert ist der Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 zuzuordnen. Aus deren Bewertung zum Fair Value entstand saldiert ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 70 (1. HJ 2017: negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 50). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt dar:
| • | Stufe 1: Die Inputfaktoren sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise. |
| • | Stufe 2: Die Inputfaktoren sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. |
| • | Stufe 3: Die Inputfaktoren sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. |
Am 1. Januar 2018 (dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 9) hat das Management beurteilt, welche Geschäftsmodelle für die von der Berentzen-Gruppe gehaltenen finanziellen Vermögenswerte gelten, und hat die Finanzinstrumente in die jeweils angemessenen IFRS 9-Bewertungsklassen eingeordnet. Die Auswirkungen aus dieser Umgliederung stellen sich wie folgt dar:
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| Fair Value through Profit & Loss (FVPL) TEUR |
Fair Value through OCI (FVOCI) TEUR |
Amortised cost TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2017 (IAS 39) | 0 | 372 | 75.941 |
| Umgliederungen der "Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte" in FVPL | 372 | -372 | |
| 1. Januar 2018 (IFRS 9) | 372 | 0 | 75.941 |
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich aus dem Verkauf von Gütern generiert. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2018 wendet die Berentzen-Gruppe den Rechnungslegungsstandard IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ an. Dies führte zu Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen und Anpassungen der im Abschluss erfassten Beträge. Die Werte des Vorjahreszeitraums wurden einer vollständig retrospektiven Darstellungsweise folgend angepasst.
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Segment Spirituosen | 40.683 | 41.895 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 24.124 | 23.470 |
| Segment Frischsaftsysteme | 9.358 | 10.564 |
| Übrige Segmente | 4.211 | 4.092 |
| Umsatzerlöse | 78.376 | 80.021 |
Die im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 15 vorgenommenen Umgliederungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen können der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:
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| 01.01. bis 30.06.2017 | Umsatzerlöse (vor IFRS 15) TEUR |
Marketing einschließlich Werbung TEUR |
Weiterberechnungen / Kostenerstattungen TEUR |
Umsatzerlöse (nach IFRS 15) TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Segment Spirituosen | 44.449 | - 2.554 | 0 | 41.895 |
| Segment Alkoholfreie Getränke | 25.541 | - 2.234 | + 163 | 23.470 |
| Segment Frischsaftsysteme | 10.564 | 0 | 0 | 10.564 |
| Übrige Segmente | 4.783 | - 691 | 0 | 4.092 |
| Summe | 85.337 | - 5.479 | + 163 | 80.021 |
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Auflösung von Verbindlichkeiten (Accruals) | 794 | 664 |
| Weiterberechnungen / Kostenerstattungen | 333 | 356 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 896 | 679 |
| 2.023 | 1.699 |
Durch die Erstanwendung von IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ wurden im Vorjahr Erträge aus Weiterberechnungen / Kostenerstattungen in Höhe von TEUR 163 in die Umsatzerlöse umgegliedert und der Vorjahreswert entsprechend angepasst.
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Marketing einschließlich Werbung | 2.874 | 2.360 |
| Übrige Vertriebskosten | 8.044 | 7.927 |
| Instandhaltung | 1.338 | 1.592 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.939 | 4.816 |
| 17.195 | 16.695 |
Durch die Erstanwendung von IFRS 15 „Umsatzerlöse aus Kundenverträgen“ wurden im Vorjahr Aufwendungen für Marketing und Werbung in Höhe von TEUR 5.497 als direkte Schmälerung der Umsatzerlöse umgegliedert und der Vorjahreswert entsprechend angepasst.
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Wertminderungen von Sachanlagen | 0 | 635 |
| Wertaufholungen von Sachanlagen | 0 | -208 |
| 0 | 427 |
Zum 30. Juni 2017 wurde ein anlassbezogener Impairment-Test für das Segment Alkoholfreie Getränke durchgeführt. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum positiven Entwicklung von Absatz, Umsatz und Segmentergebnis (Deckungsbeitrag nach Etats) zeigten sich Anhaltspunkte dafür, dass der Gesamterfolgsbeitrag des Segments zum Konzernbetriebsergebnis weniger stark ist und sein wird als erwartet. Ursächlich hierfür sind unter anderem unerwartet hohe Gemeinkosten in den Bereichen Produktion und Logistik („Supply Chain“). Darüber hinaus erfordern die bereits realisierten bzw. noch zu erwartenden Absatzerfolge von Produkten, die in Mehrweggebinden abgefüllt und ausgeliefert werden, zusätzliche Investitionen in Leergutbehälter und -Kisten. Die daraus resultierenden Abschreibungen werden den Gesamterfolgsbeitrag des Segments belasten. Die infolgedessen nach den Vorschriften des IAS 36 vorzunehmende Überprüfung zum 30. Juni 2017, führte dazu, dass auf in Vorjahren vorgenommene Wertminderungen nunmehr Wertaufholungen in Höhe von TEUR 208 sowie zusätzliche Wertminderungen in Höhe von TEUR 635 vorzunehmen waren.
Die zu erfassenden Wertaufholungen entfielen in Höhe von TEUR 191 auf technische Anlagen und Maschinen sowie in Höhe von TEUR 17 auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der zusätzlich ermittelte Wertminderungsbedarf bezog sich in Höhe von TEUR 630 auf technische Anlagen und Maschinen sowie in Höhe von TEUR 5 auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Saldiert ergab sich ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 427, der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 unter dem Posten „Wertminderungen/-aufholungen auf Vermögenswerte“ erfasst wurde und ausschließlich dem berichtspflichtigen Segment Alkoholfreie Getränke zuzuordnen war.
Nähere Erläuterungen und Angaben zur vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfung sind im Geschäftsbericht 2017 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (3.7) „Wertminderungen/ -aufholungen auf Vermögenswerte“, veröffentlicht.
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| 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 1.193 | 564 |
| Latente Ertragsteuern | -86 | -77 |
| 1.107 | 487 |
Die Finanzlage einschließlich der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernzwischenlagebericht im Wirtschaftsbericht Abschnitt 2.2.1 Finanzlage auf den Seiten 11 f. dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts erläutert. Die verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung findet sich ferner in einer gesonderten Darstellung auf Seite 22 dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts.
Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 „Geschäftssegmente“ aufgestellt. Hierbei sind die Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen, deren Segmentergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden.
Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, übereinstimmt. Als Steuerungsgröße dient dem Vorstand die Kennzahl „Deckungsbeitrag nach Marketingetats“. Der Konzern wird vornehmlich auf Basis der Produktgruppen und Vertriebsbereiche organisiert und gesteuert. Die interne Berichterstattung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft basiert grundsätzlich auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Darstellung der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung.
In der Segmentberichterstattung werden die wesentlichen operativen Vertriebsbereiche im Geschäft mit Spirituosen, „Marke Inland“ sowie „Handels- und Zweitmarken“, aufgrund gleichartiger Kundengruppen, Produkte sowie einer ähnlichen langfristigen Marge zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst.
Der Konzern war im Geschäftsjahr 2017 und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 in folgenden Segmenten tätig:
| • | Spirituosen (Marke Inland und Handels- und Zweitmarken): In dem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Spirituosen in den genannten Vertriebsbereichen zusammengefasst. |
| • | Alkoholfreie Getränke: In diesem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit alkoholfreien Getränken dargestellt. |
| • | Frischsaftsysteme: In diesem Segment ist je nach Systemkomponente Entwicklung, Herstellung, Vermarktung, Vertrieb und Handel von Fruchtpressen, Orangen sowie Abfüllgebinden erfasst. |
| • | Übrige Segmente: Dieses Segment beinhaltet im Wesentlichen das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen (Vermarktung und Vertrieb) sowie die touristischen und Veranstaltungsaktivitäten der Berentzen-Gruppe. |
Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus den Intersegmentumsätzen zwischen den Segmenten und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten.
In dem Segmentergebnis „Deckungsbeitrag nach Marketingetats“ sind direkt anfallende Aufwendungen der zum jeweiligen Segment zusammengefassten Bereiche enthalten. Für den produktbezogenen Materialaufwand, übrige Einzelkosten (Fracht, Verpackungsrecycling, Provisionen) und Marketing einschließlich Werbung ist die Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten eindeutig möglich, sodass der Deckungsbeitrag nach Etats vollständig für die Segmente dargestellt werden kann und als Steuerungskennzahl im Konzern verwendet wird.
Das Vermögen und die Schulden werden im für die Entscheidungsträger des Konzerns vorliegenden internen Reporting nicht auf die Segmente verteilt, sondern nur auf Konzernebene dargestellt. Somit erhält der Vorstand in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zum Segmentvermögen.
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| 01.01. bis 30.06.2018 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Spirituosen TEUR |
Alkoholfreie Getränke TEUR |
Frischsaftsysteme TEUR |
Übrige Segmente TEUR |
Eliminierung der intersegmentären Erlöse / Aufwendungen TEUR |
Gesamt TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 40.683 | 24.124 | 9.358 | 4.211 | 78.376 | |
| Intersegmentäre Umsätze | 143 | 15 | 5 | 5 | -168 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 40.826 | 24.139 | 9.363 | 4.216 | -168 | 78.376 |
| Materialaufwand (produktbezogen) | -23.143 | -10.744 | -5.155 | -1.846 | 168 | -40.720 |
| Übrige Einzelkosten | -2.168 | -2.210 | -628 | -125 | -5.131 | |
| Marketing einschließlich Werbung | -1.490 | -857 | -143 | -108 | -2.598 | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | 14.025 | 10.328 | 3.437 | 2.137 | 29.927 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.023 | |||||
| Materialaufwand / Bestandsveränderung (sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten) | -1.760 | |||||
| Personalaufwand | -12.565 | |||||
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | -3.603 | |||||
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.466 | |||||
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 4.556 | |||||
| Finanzerträge | 31 | |||||
| Finanzaufwendungen | -790 | |||||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 3.797 | |||||
| Ertragsteueraufwand | -1.107 | |||||
| Konzernergebnis | 2.690 |
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| 01.01. bis 30.06.2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Spirituosen TEUR |
Alkoholfreie Getränke TEUR |
Frischsaftsysteme TEUR |
Übrige Segmente TEUR |
Eliminierung der intersegmentären Erlöse / Aufwendungen TEUR |
Gesamt TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 41.895 | 23.470 | 10.564 | 4.092 | 80.021 | |
| Intersegmentäre Umsätze | 174 | 14 | 18 | 12 | -218 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 42.069 | 23.484 | 10.582 | 4.104 | -218 | 80.021 |
| Materialaufwand (produktbezogen) | -23.689 | -11.373 | -5.822 | -1.703 | 218 | -42.369 |
| Übrige Einzelkosten | -2.262 | -2.093 | -647 | -192 | -5.194 | |
| Marketing einschließlich Werbung | -1.452 | -383 | -145 | -131 | -2.111 | |
| Deckungsbeitrag nach Marketingetats | 14.666 | 9.635 | 3.968 | 2.078 | 30.347 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.699 | |||||
| Materialaufwand / Bestandsveränderung (sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten) | -2.369 | |||||
| Personalaufwand | -12.691 | |||||
| Abschreibungen auf Vermögenswerte | -3.458 | |||||
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.390 | |||||
| Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT | 4.138 | |||||
| Ergebnissondereffekte | -427 | -427 | ||||
| Finanzerträge | 28 | |||||
| Finanzaufwendungen | -2.071 | |||||
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 1.668 | |||||
| Ertragsteueraufwand | -487 | |||||
| Konzernergebnis | 1.181 |
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| 30.06.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 2.193 | 2.193 |
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten | 340 | 336 |
| 2.533 | 2.529 |
Daneben bestehen Haftungserklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 776 (31.12.2017: TEUR 776). Zum 30. Juni 2018 wurden durch diese Bürgschaften tatsächliche Branntweinsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34.700 (31.12.2017: TEUR 43.312) besichert.
Die Unternehmen der Berentzen-Gruppe sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen an Rechtsstreitigkeiten beteiligt, ferner können bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet oder weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet werden. Für die daran beteiligten Unternehmen der Berentzen-Gruppe können sich daraus Zahlungsverpflichtungen zur Leistung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages) oder Verpflichtungen zur Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen ergeben. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei öffentlichen Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust von behördlichen Erlaubnissen oder Genehmigungen resultieren. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung.
Der für das Tochterunternehmen T M P Technic-Marketing-Products GMBH, Linz, Österreich, tätige US-amerikanische Distributeur macht im Rahmen eines Anfang August 2018 von ihm eingeleiteten Schiedsgerichtsverfahrens in den USA insbesondere Ansprüche auf Schadenersatz aus behaupteten Verletzungen des zwischen den Parteien bestehenden Vertriebsvertrages in Höhe eines mittleren bis hohen sechsstelligen Eurobetrages geltend. Die Berentzen-Gruppe bzw. die T M P Technic-Marketing-Products GMBH ist gegenwärtig der Überzeugung, gute Argumente zur Verteidigung gegen die insoweit erhobenen Ansprüche zu haben und wird sich diesen im Rahmen des Verfahrens mit allen ihr zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln entgegenstellen.
Aus hier nicht beschriebenen Rechtsstreitigkeiten erwartet die Berentzen-Gruppe zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für diese Verfahren wurde, sofern die Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Da die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten jedoch grundsätzlich nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl negative Auswirkungen eintreten können, die durch die getroffene Risikovorsorge nicht vollständig gedeckt sind.
Die Berichterstattung nach IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“ bezieht sich auf Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als berichtendem Unternehmen einbezogen werden. Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten insbesondere Unternehmen, die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines seiner Mutterunternehmen eine Schlüsselposition bekleiden.
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes im Sinne des IAS 24.17 stellt sich wie folgt dar:
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| Vergütungsart | 01.01. bis 30.06.2018 TEUR |
01.01. bis 30.06.2017 TEUR |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 459 | 696 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 158 | 128 |
| 617 | 824 |
Ehemalige Geschäftsführer von Konzerngesellschaften, deren Rechtsnachfolgerin die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, und deren Hinterbliebene erhielten im ersten Geschäftshalbjahr 2018 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von TEUR 53 (1. HJ 2017: TEUR 53).
Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt zum 30. Juni 2018 bei Ermittlung nach IAS 19 TEUR 783 (31.12.2017: TEUR 876).
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in ihrer Funktion als Mitglieder des Aufsichtsrats kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.17 in Höhe von insgesamt TEUR 123 (1. HJ 2017: TEUR 125) gewährt.
Für ihre Tätigkeit außerhalb ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats erhielten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im ersten Geschäftshalbjahr kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 72 (1. HJ 2017: TEUR 71).
Die zum Ende des Geschäftshalbjahres zum 30. Juni 2018 offenen Posten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen oder Personen sind nicht besichert und unverzinslich. Für Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien.
Zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen nahestehende Unternehmen oder Personen bestehen zum 30. Juni 2018 nicht, dementsprechend sind dafür keine Rückstellungen gebildet worden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2018 wurde kein Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen erfasst.
Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Schluss des ersten Geschäftshalbjahres sind nicht eingetreten.
Haselünne, den 14. August 2018
Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Oliver Schwegmann, Vorstand
Ralf Brühöfner, Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Haselünne, den 14. August 2018
Berentzen -Gruppe Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Oliver Schwegmann, Vorstand
Ralf Brühöfner, Vorstand
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