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Berentzen-Gruppe AG

Interim / Quarterly Report Aug 15, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Haselünne

Konzern-Halbjahresfinanzbericht 2016 Berentzen-Gruppe Aktiengesesellschaft

Januar bis Juni 2016

Konzernzwischenlagebericht

(1) Grundlagen des Konzerns

Die Berentzen-Gruppe ist eine der führenden Getränkegruppen und mit einer Unternehmensgeschichte von über 250 Jahren zugleich einer der ältesten Hersteller von Spirituosen in Deutschland.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit Sitz in Haselünne, Deutschland, ist das oberste Unternehmen der Berentzen-Gruppe, die neben der Muttergesellschaft aus mehr als 25 nationalen wie internationalen Tochtergesellschaften besteht. Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft stand bis zum Frühjahr 2016 im mehrheitlichen, von dieser direkt und indirekt gehaltenen Besitz der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (vormals: AURELIUS SE & Co. KGaA) mit Sitz in Grünwald, Deutschland, der Muttergesellschaft der AURELIUS-Unternehmensgruppe. Die Unternehmen der AURELIUS-Unternehmensgruppe haben Anfang März 2016 eine einem Anteil von rund 21,9 % sowie Ende April 2016 eine weitere, einem Anteil von rund 10,4 % am Grundkapital entsprechende Anzahl Stammaktien der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft an institutionelle Investoren veräußert und hielten im Anschluss daran noch rund 18,8 % des Grundkapitals der Muttergesellschaft der Berentzen-Gruppe. Nach den für die Beurteilung dessen nicht allein auf das Kriterium der Stimmrechte bzw. Stimmrechtsmehrheit abstellenden International Financial Reporting Standards (IFRS) gilt die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft weiterhin als ein indirekt von der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA beherrschtes Unternehmen.

(2) Wirtschaftsbericht

(2.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) beobachtete im "World Economic Outlook Update" vom Juli 2016 ein Weltwirtschaftswachstum, welches sich aus seiner Sicht im ersten Quartal 2016 zusammengefasst etwas besser als erwartet darstellte, im Einzelnen insbesondere die Entwicklungen in der Eurozone sowie den Schwellen- und Entwicklungsländern, während die Wirtschaftsleistung in den USA hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Die Einschätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) im "DIW Economic Bulletin" vom Juni 2016 fielen zum Teil davon abweichend aus. Laut DIW habe sich die Entwicklung der Weltwirtschaft nach einem bereits schwachen letzten Quartal 2015 im ersten Quartal 2016 insgesamt nochmals verlangsamt und sei unterhalb der Marke von drei Prozent verblieben. Die Ursachen hierfür sieht das DIW insbesondere in einem abgeschwächten Wachstum in den Schwellenländern. Für die Eurozone konstatierte das DIW gegenüber dem vierten Quartal 2015 an gleicher Stelle ein Wirtschaftswachstum von 0,6 % im ersten Quartal 2016, ebenso das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) im Juni 2016.

Nennenswerte geldmarktpolitische Entwicklungen im ersten Halbjahr 2016 waren die im März von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene und im Juni bestätigte Senkung des Leitzinses (Hauptrefinanzierungssatz) auf das Rekordtief von null Prozent, unter anderem verbunden mit einer Ausweitung des bereits seit März 2015 laufenden Wertpapierkaufprogramms der EZB, sowie insbesondere die Auswirkungen des überraschenden Votums für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) im Rahmen des britischen EU-Referendums im Juni 2016 ("Brexit"). Als eine der unmittelbaren Reaktionen an den Finanzmärkten darauf gab der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken deutlich nach, während er zeitgleich gegenüber dem britischen Pfund deutlich zulegte. Die weiteren, allgemeinen volkswirtschaftlichen und möglicherweise auch politischen Auswirkungen dessen sind gegenwärtig noch nicht verlässlich absehbar, spiegeln sich jedoch generell in gesenkten Prognosen der führenden Währungsorganisationen und Wirtschaftsforschungsinstitute wie IWF und DIW für die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftswachstums sowohl weltweit als vornehmlich auch in der EU wider.

Das Wachstum der Wirtschaftsleistung in Deutschland hat im ersten Quartal 2016 im Vergleich zum Schlussquartal 2015 an Dynamik gewonnen. Wie das Statistische Bundesamt im Mai mitteilte, lag das saison-, preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 % über dem Wert des Vorquartals. Zurückzuführen ist dies vor allem auf positive Impulse aus dem Inland. Dabei zogen insbesondere die Investitionen zu Jahresbeginn deutlich an, aber auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte wie die des Staates legten um 0,4 % bzw. 0,5 % zu. Das DIW rechnet in seinem "Konjunkturbarometer" vom Juni 2016 für das zweite Quartal 2016 mit einem Anstieg des deutschen BIP um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal.

Die Veränderung der Verbraucherpreise in Deutschland lag gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten insgesamt zwischen -0,1 % und 0,5 %, wobei die Preise in der für die Berentzen-Gruppe bedeutsamen Kategorie "Alkoholische Getränke und Tabakwaren" überproportional stiegen: Die Teuerungsraten lagen hier zwischen 2,1 % und 3,0 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. In der Kategorie "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" fiel der tendenzielle Preisanstieg weniger kräftig aus, die Teuerungsraten in dieser Kategorie bewegten sich zwischen 0,0 % und 1,1 %.

Der deutsche Einzelhandel setzte im Zeitraum Januar bis Juni 2016 preisbereinigt 2,3 % mehr um als im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2015. Der Umsatz der Unterkategorie "Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren" im Einzelhandel verzeichnete ebenfalls ein Wachstum und stieg real um 2,5 % über den Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Entwicklung am Getränkemarkt

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 entwickelte sich das Einzelhandelsvolumen nach Angaben von Eurostat uneinheitlich. Der monatliche Absatz im Euroraum zeigte laut im Juli erfolgter Veröffentlichung von Eurostat von Januar bis Mai Veränderungsraten von -0,6 % bis 0,4 %, bezogen auf die gesamte EU wurden Veränderungen gegenüber dem jeweiligen Vormonat von -0,5 % bis 0,6 % realisiert. In der für die Berentzen-Gruppe in erster Linie relevanten Kategorie "Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren" lagen die monatlichen Veränderungsraten sogar zwischen -1,2 % und 0,4 % (Euroraum) bzw. zwischen -0,9 % und 0,6 % innerhalb der gesamten EU.

Nach Angaben des unabhängigen Marktforschungsinstituts The Nielsen Company (Nielsen) lag der nationale Absatz von Spirituosen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres insgesamt unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und bei Drogeriemärkten sank der Absatz um 4,1 %, der Umsatz um 3,6 % von 1,98 auf 1,911) Milliarden Euro. In diesem für die Berentzen-Gruppe wichtigen Vertriebskanal wurden entsprechend 252,6 (263,41) ) Mio. 0,7-l-Flaschen abgesetzt. Der Anteil von Eigenmarken am dortigen Gesamtabsatz betrug laut Nielsen von Januar bis Juni 2016 120,4 (127,7) Mio. 0,7-l-Flaschen, der Anteil am Gesamtumsatz sank parallel dazu von 0,73 auf 0,68 Milliarden Euro.

Das heimische Gastgewerbe setzte im Zeitraum Januar bis Mai 2016 real 2,5 % mehr um als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, so das Statistische Bundesamt. Damit konnte dieser zweite wichtige Vertriebskanal für Spirituosen und Alkoholfreie Getränke der Berentzen-Gruppe wie im Vorjahr ein Absatzplus verzeichnen. Korrespondierend hierzu entwickelte sich auch die spirituosenaffine Unterkategorie "Gastronomie", wo sich ein Umsatzplus von 1,5 % zeigte.

Diese Tendenz spiegelt sich jedoch nicht in der Entwicklung der Absatzzahlen von Spirituosen in deutschen Cash & Carry Märkten, eine der wesentlichen Bezugsquellen der Gastronomie, wider. Mit einem Rückgang von 4,0 % in den ersten 26 Kalenderwochen 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gab es nach Angaben von Nielsen einen Absatzrückgang von 20,2 Mio. auf 19,4 Mio. 0,7-l-Flaschen. Dementsprechend sei der Umsatz um 3,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken.

Im Markt für Alkoholfreie Getränke gelten Erfrischungsgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 118,7 Litern im Jahr 2015 bei Verbrauchern zwar nach wie vor als beliebt, doch blieb der Konsum nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) vom April 2016 um 0,9 % leicht hinter dem Vorjahr zurück. Dagegen war laut wafg in der Produktkategorie Mineral- und Heilwässer wiederholt eine Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs in Höhe von 2,7 % auf 147,3 Liter zu verzeichnen. Nach ebenfalls im April 2016 veröffentlichter Mitteilung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM) steigerte sich der Absatz alkoholfreier Erfrischungsgetränke der deutschen Brunnen im Jahr 2015 aus Herstellersicht um 3,7 % auf 147,2 Mio. Hektoliter gegenüber dem Vorjahr. Dabei stieg der Absatz von Mineral- und Heilwässern insgesamt um 4,2 % auf 112,3 Mio. Hektoliter an. Auf den Absatz von Erfrischungsgetränken entfielen 34,8 Mio. Hektoliter, entsprechend einer Absatzsteigerung von 2,2 %.

Für das Segment Frischsaftsysteme sind - im Sinne einer alle wesentlichen in diesem Segment angebotenen Systemkomponenten einschließenden Betrachtung - ganzheitliche, belastbare Marktdaten nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe praktisch nicht verfügbar. Ein maßgeblicher, eine Klammerfunktion darstellender Indikator für die Entwicklung des Segments Frischsaftsysteme insgesamt ist nach Einschätzung der Unternehmensgruppe die bisherige und zukünftige Verbrauchernachfrage nach frischen Lebensmitteln, speziell frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies. Seit mehreren Jahren lässt sich feststellen, dass sich die gesellschaftlichen Trends von Ernährungsbewusstsein und Gesundheit mehr und mehr annähern und damit das Verhalten der Konsumenten zunehmend beeinflussen. Werte und Produkteigenschaften wie Frische, biologische und regionale Herkunft sowie Nachvollziehbarkeit im Entstehungsprozess gewinnen für den Endkonsumenten vermehrt an Bedeutung. Nicht nur Branchenvertreter wie der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e. V. (VdF) sehen darin neue bzw. zunehmende Absatzpotenziale. Nach im Juni 2016 veröffentlichten Mitteilungen des VdF zeigen insbesondere Direktsäfte eine seit Jahren anhaltende positive Absatzentwicklung und setzen Impulse im Markt.

Eine Marktstudie der Vereinigung der europäischen Fruchtsaftindustrie AIJN (Association of the Industry of Juices and Nectars from Fruits and Vegetables of the European Union) aus dem Jahr 2016 belegt, dass der Absatz von Fruchtsäften in der Produktgruppe der Fruchtsäfte mit einem Fruchtgehalt von 100 % in der EU in den Jahren 2011 bis 2015 insgesamt stetig rückläufig war, zuletzt um 1,1 %. Fruchtsäfte, die nicht aus Konzentrat hergestellt werden, konnten dagegen im genannten Zeitraum als einzige darin einbezogene Subproduktgruppe in jedem Jahr ein Wachstum verzeichnen, im Jahr 2015 von 4,4 %. Nach interner Einschätzung geht die Berentzen-Gruppe vor diesem Hintergrund davon aus, dass sich wegen des anhaltenden Trends zu bewusster und gesunder Ernährung die positive Absatz- und Umsatzentwicklung auf dem Markt für frische Getränke auch im ersten Halbjahr 2016 fortgesetzt hat.

1) Vorjahreswerte angepasst aufgrund eines geänderten Erhebungsverfahrens.

(2.2) Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

(2.2.1) Überblick über den Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 stieg die Konzerngesamtleistung der Berentzen-Gruppe auf 85,7 (77,3) Mio. Euro, das Konzernbetriebsergebnis erhöhte sich auf 4,0 (2,5) Mio. Euro.

Insgesamt erzielte die Berentzen-Gruppe in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 ein Konzernergebnis in Höhe von 1,5 (1,2) Mio. Euro.

(2.2.2) Geschäftsverlauf - Wesentliche Entwicklungen und Ereignisse

Die für den Geschäftsverlauf der Berentzen-Gruppe entscheidenden Rahmenbedingungen sind neben der allgemeinen, regional teilweise sehr unterschiedlich ausfallenden Entwicklung der Gesamtwirtschaft die Entwicklung des Getränkemarkts einschließlich der Entwicklung der einzelnen Vertriebswege für Getränke und Frischsaftsysteme. Eine wesentliche Rolle spielt dabei nach wie vor die jeweilige nationale Entwicklung.

Vor diesem Hintergrund hatten die nachfolgenden Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr 2016:

Absatzentwicklung

Spirituosen

Die Entwicklung des Absatzes im Geschäft mit Spirituosen stellt sich in der Übersicht wie folgt dar:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015 Veränderung
Mio. 0,7-l- Mio. 0,7-l- Mio. 0,7-l-
--- --- --- --- ---
Flaschen Flaschen Flaschen %
--- --- --- --- ---
Absatz Spirituosen nach Segmenten
Markenspirituosen Inland 9,9 9,7 0,2 2,7%
Handels- und Zweitmarken 27,5 24,9 2,6 10,6%
Segment Spirituosen 37,4 34,6 2,8 8,4%
Markenspirituosen Ausland 2,1 2,5 -0,4 -16,2%
Übrige Segmente1) 2,1 2,5 -0,4 -16,2%
Gesamt 39,5 37,1 2,4 6,7%

1) insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen.

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015 Veränderung
Mio. 0,7-l- Mio. 0,7-l- Mio. 0,7-l-
--- --- --- --- ---
Flaschen Flaschen Flaschen %
--- --- --- --- ---
Absatz Spirituosen nach Produktkategorien
Markenspirituosen 12,0 12,2 -0,2 -1,2%
Handels- und Zweitmarken 27,5 24,9 2,6 10,6%
Gesamt 39,5 37,1 2,4 6,7%

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 stieg der Spirituosenabsatz der Berentzen-Gruppe um 6,7 % auf 39,5 (37,1) Mio. 0,7-l-Flaschen. Der Inlandsabsatz betrug 33,4 (31,3) Mio. 0,7-l-Flaschen, der Auslandsabsatz 6,1 (5,8) Mio. 0,7-l-Flaschen.

Mit Markenspirituosen erzielte die Berentzen-Gruppe im ersten Geschäftshalbjahr im In- und Ausland einen Absatz von 12,0 (12,2) Mio. 0,7-l-Flaschen.

Das Inlandsgeschäft mit den Kernmarken Berentzen und Puschkin lag dabei im Absatz um 6,4 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Insbesondere die Dachmarke Puschkin setzte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 ihre positive Absatzentwicklung fort und verzeichnete eine Absatzsteigerung in Höhe von 10,3 %. Ebenso konnte der Absatz der Dachmarke Berentzen mit einer Steigerung um 4,7 % weiter verbessert werden. Im sonstigen Markengeschäft, insbesondere mit Klassischen Spirituosen, waren dagegen Absatzrückgänge in Höhe von 2,2 % zu verzeichnen. Insgesamt erhöhte sich das Absatzvolumen des gesamten inländischen Markengeschäfts per 30. Juni 2016 um 2,7 %.

Eine dem Segment Spirituosen zugeordnete Distributionsvereinbarung, die die Berentzen-Gruppe zum Vertrieb der Markenspirituose Vecchia Romagna im Inland berechtigt, wurde seitens des Lizenzgebers Anfang April 2016 zunächst - nach Auffassung der Berentzen-Gruppe unberechtigt - vorzeitig gekündigt. Die Vertragsparteien verständigten sich im Anschluss daran darauf, dass das Vertragsverhältnis bis zum Ende seiner regulären Laufzeit, d. h. bis zum 31. Dezember 2016, fortgesetzt und erfüllt wird. Insoweit ergaben sich im ersten Geschäftshalbjahr 2016 keine Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im Geschäft mit Markenspirituosen im Inland.

Das Absatzniveau des internationalen Spirituosenmarkengeschäfts verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,2 % auf 2,1 Mio. 0,7-l-Flaschen. Neben den weiterhin anhaltenden strukturellen Schwächen mit im Einzelnen unterschiedlichen Ausprägungen auf den Märkten in den Benelux-Staaten, Tschechien sowie in Osteuropa und im Cross-Border-Geschäft wirkte sich insbesondere die Entwicklung auf dem türkischen Markt nachteilig auf die Absatzentwicklung aus. Das dortige, operativ von der türkischen Konzerngesellschaft betreute Spirituosengeschäft bewegte sich wie seit Mitte des Jahres 2015 fortgesetzt in einem schwierigen Marktumfeld, dies insbesondere als Folge nationaler und internationaler politischer Ereignisse. Das Ausbleiben russischer Touristen in den Urlaubszentren verursachte ebenso wie die Auswirkungen der Bürgerkriege in den angrenzenden Nachbarländern ein rückläufiges Geschäft im lokalen Vertriebskanal des Hotelgewerbes. Die Vertriebsaktivitäten der türkischen Konzerngesellschaft wurden seitdem auf den Handel konzentriert und zugleich die Organisation an die geänderten Verhältnisse angepasst. Während die nach einem militärischen Vorfall im Jahr 2015 verhängten wirtschaftlichen Sanktionen Russlands gegen die Türkei Ende Juni 2016 aufgehoben wurden, setzten sich die wachsenden Sicherheitsrisiken durch innenpolitische Unruhen und Terroranschläge über die Jahresmitte 2016 hinaus fort. Mitte Juli 2016 verhängte der Nationale Sicherheitsrat der Türkei kurz nach dem Umsturzversuch von Teilen des türkischen Militärs einen dreimonatigen Ausnahmezustand über das Land. Aktuell zeigten sich insoweit bislang keine zusätzlichen, wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf den lokalen Geschäftsverlauf, jedoch unterliegt die weitere, derzeit nur bedingt einschätzbare politische und wirtschaftliche Entwicklung einer nochmals intensivierten Beobachtung. Insgesamt waren Absatz und Umsatz auf dem türkischen Markt jedoch gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich rückläufig.

Die Absatzentwicklung im Spirituosengeschäft mit Handels- und Zweitmarken zeigte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfreulich: Insbesondere das Auslandsgeschäft konnte mit einer Absatzsteigerung in Höhe von 25,5 % deutlich verbessert werden. Darüber hinaus nahm der Absatz von Handels- und Zweitmarken im Inland um 8,4 % zu. Innovative Aktionskonzepte einerseits und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur andererseits bildeten die Grundlage für den erweiterten Zugang zum Markt. Zusammengefasst stieg der Absatz um 10,6 % auf 27,5 (24,9) Mio. 0,7-l-Flaschen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres an.

Alkoholfreie Getränke

Im Geschäftsbereich Alkoholfreie Getränke erhöhte sich das Absatzvolumen von Mineralwässern und Erfrischungsgetränken in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 um 7,9 % auf 0,83 (0,77) Mio. Hektoliter. Insbesondere im Anfang 2015 gestarteten Konzessionsgeschäft mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe verbesserte sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 20 %; dabei stieg die Akquisitionsrate bei der Gewinnung neuer Kunden in der Gastronomie und die dortige Verbraucherakzeptanz stark an. Im Geschäft mit Lohnfüllungen konnten insgesamt Absatzzugewinne von 7,4 % verzeichnet werden.

Mit einem Anstieg um fast 60 % gegenüber dem ersten Geschäftshalbjahr 2015 setzte sich die weiterhin außerordentlich gute Absatzentwicklung bei den unter der eigenen Marke Mio Mio vertriebenen Getränken wie Mio Mio Mate, Mio Mio Cola und Mio Mio Cola Zero fort. Insbesondere die nahezu bundesweite Listung von Mio Mio Mate im Lebensmitteleinzelhandel trug dazu bei, das Ziel einer Erweiterung des Vertriebsgebiets für die eigenen Marken des Segments Alkoholfreie Getränke voranzutreiben. Besondere Erfolge bei der weiteren Umsetzung einer nationalen Distribution wurden mit Mio Mio Cola und der neuen Produktvariante Mio Mio Mate Banana erzielt. Das Geschäft mit Mineralwässern und Limonaden sowie sonstigen alkoholfreien Getränken eigener Marken zeigte sich dagegen uneinheitlich: Einer Absatzsteigerung bei Mineralwässern um 8,4 % stand ein Absatzrückgang bei Limonaden und sonstigen alkoholfreien Getränken um 7,1 % gegenüber.

Frischsaftsysteme

Das Segment Frischsaftsysteme verzeichnete mit dem unter der Marke Citrocasa geführten Gesamtangebot im Hinblick auf alle wesentlichen Systemkomponenten in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres insgesamt eine sehr gute Absatzentwicklung: Der Absatz von Fruchtpressen (Juicers) einschließlich der im Rahmen von ergänzenden, geschäftsspezifischen Vertriebsinstrumenten an Kunden überlassen Geräte stieg um über 65 %, auch getragen durch erste Absatzerfolge bei der neu entwickelten, kompakten Fruchtpresse Revolution. Früchte (Orangen) verzeichneten ein Absatzplus von 14,8 %, Abfüllgebinde von 25,7 %. Unter Einbeziehung aller Systemkomponenten konnten nennenswerte Absatzsteigerungen dabei sowohl im Heimatmarkt Österreich als auch im internationalen Geschäft, dort insbesondere in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, erzielt sowie ferner neue Distributeure hinzugewonnen werden.

Gesamtaussage zur Absatzentwicklung

Vor dem Hintergrund der vorstehend dargestellten Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen trug insbesondere die positive Absatzentwicklung in den drei größten Segmenten Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme zu einer Erhöhung der Konzernumsatzerlöse bei. Dadurch konnte die nicht zufriedenstellende, rückläufige Absatzentwicklung im in den Übrigen Segmenten erfassten Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen aus Ertragssicht mehr als kompensiert werden.

Beschaffungsmarkt

Im Rahmen der Herstellung von Spirituosen und alkoholfreien Getränken stellen die Materialkosten für den Einkauf von Rohstoffen bzw. im Segment Frischsaftsysteme die Bezugskosten für die einzelnen Systemkomponenten einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten dar. Die Rahmenbedingungen zeigten sich insoweit unterschiedlich, marktseitig waren dabei sowohl Preissteigerungen als auch Preisentspannungen zu verzeichnen. Bei in US-Dollar zu tätigenden Einkäufen beruhten Preissteigerungen nicht zuletzt auch auf der anhaltenden Schwäche des Euro. Die Einstandspreise für Rohstoffe zeigten sich insgesamt weitestgehend stabil. Eine nennenswerte Ausnahme bildeten insoweit die gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) im Segment Frischsaftsysteme. Insbesondere witterungsbedingt schlechte Erntebilanzen und Einschränkungen der Fruchtqualitäten führten nicht nur zu einer Verknappung der Verfügbarkeit, sondern zwangen zudem zu zusätzlichen einkaufs- und qualitätssichernden Maßnahmen.

Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer

Im Geschäftsjahr 2014 hatte die Berentzen-Gruppe zum Geschäftsjahresende eine vorzeitige Teilzahlung von Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Branntweinsteuer in Höhe von 20,0 Mio. Euro vorgenommen. Eine solche Teilzahlung, die sich auf 19,5 Mio. Euro belaufen hätte, erfolgte im Geschäftsjahr 2015 nicht. Die Unterlassung dieser Maßnahme im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte eine wesentliche Folgewirkung auf den im Wirtschaftsbericht, Abschnitt (2.2.4) Finanzlage, dargestellten Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich der beiden ersten Geschäftshalbjahre 2016 und 2015. Dagegen blieb die Entwicklung des Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2016, über den an gleicher Stelle berichtet wird, aufgrund des entsprechend höheren Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 davon unberührt.

Kapitalmarktbezogene Maßnahmen

Erwerb eigener Aktien

Das am 21. Juli 2015 vom Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auf der Grundlage der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 20. Juli 2015 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG beschlossene und seit dem 27. Juli 2015 durchgeführte Aktienrückkaufprogramm, nach dem bis auf weiteres Vorzugs- und, nach dem am 28. September 2015 erfolgten Vollzug der am 20. Juli 2015 von der außerordentlichen Hauptversammlung sowie der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre vom gleichen Tag beschlossenen Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien, Stammaktien der Gesellschaft bis zu einem Gesamtvolumen (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal 1,5 Mio. Euro über die Börse erworben werden sollten, wurde am 27. Mai 2016 beendet. Die Gesamtzahl der im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms durch die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft im Zeitraum vom 27. Juli 2015 bis einschließlich 27. Mai 2016 erworbenen Aktien beläuft sich auf 206.309 Stückaktien; dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 2,15 %. Der Erwerbspreis einschließlich Transaktionskosten entfiel in Höhe von rund 1,2 Mio. Euro auf das Geschäftsjahr 2015 und in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro auf das erste Geschäftshalbjahr 2016. Die Aktien können zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung genannten Zwecken verwendet werden.

Der Aktienrückkauf hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns, während sich insoweit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergaben.

(2.2.3) Ertragslage

Die nachfolgende Übersicht fasst die Entwicklung der Ertragslage zusammen. Dabei sind entsprechend der Definition des zur Steuerung des Konzerns verwendeten, normalisierten Konzern-EBIT einzelne Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung um aufwands- bzw. ertragsbezogene Sondereffekte (Ergebnissondereffekte) bereinigt.

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Konzernumsatzerlöse 82.038 95,7 75.562 97,8 6.476 8,6
Bestandsveränderung 3.665 4,3 1.703 2,2 1.962 > 100,0
Konzerngesamtleistung 85.703 100,0 77.265 100,0 8.438 10,9
Materialaufwand 45.453 53,0 40.333 52,2 5.120 12,7
Konzernrohertrag 40.250 47,0 36.932 47,8 3.318 9,0
Sonstige betriebliche Erträge 1.932 2,3 2.820 3,6 -888 -31,5
Personalaufwand 12.502 14,6 11.719 15,2 783 6,7
Abschreibungen auf Vermögenswerte 3.228 3,8 3.863 5,0 -635 -16,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.440 26,2 21.675 28,0 765 3,5
Betriebsaufwand 38.170 44,6 37.257 48,2 913 2,5
Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT 4.012 4,7 2.495 3,2 1.517 60,8
Ergebnissondereffekte 0 0,0 470 0,6 -470 -100,0
Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.975 -2,3 -1.988 -2,6 13 -0,7
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2.037 2,4 977 1,2 1.060 > 100,0
Ertragsteueraufwand 574 0,7 -217 -0,3 791 > -100,0
Konzernergebnis 1.463 1,7 1.194 1,5 269 22,5

Konzernumsatzerlöse und Konzerngesamtleistung

Die Konzernumsatzerlöse der Berentzen-Gruppe ohne Branntweinsteuer beliefen sich im ersten Geschäftshalbjahr 2016 auf 82,0 (75,6) Mio. Euro, die Konzernumsatzerlöse inklusive Branntweinsteuer betrugen 184,3 (175,5) Mio. Euro.

Die Umsatzerlöse in den einzelnen Segmenten des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Umsatzerlöse exklusive Branntweinsteuer
Segment Spirituosen 44.395 41.431
Segment Alkoholfreie Getränke 22.572 21.106
Segment Frischsaftsysteme 10.279 7.698
Übrige Segmente1) 4.792 5.327
Konzernumsatzerlöse exklusive Branntweinsteuer 82.038 75.562
Branntweinsteuer 102.292 99.959
Konzernumsatzerlöse inklusive Branntweinsteuer 184.330 175.521

1) Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen.

Einschließlich der Bestandsveränderungen von 3,7 (1,7) Mio. Euro ergab sich eine Konzerngesamtleistung von 85,7 (77,3) Mio. Euro.

Materialaufwand

Vor dem Hintergrund einer gesteigerten Konzerngesamtleistung erhöhte sich der Materialaufwand im ersten Geschäftshalbjahr 2016 absolut auf 45,5 (40,3) Mio. Euro, die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Verhältnis dazu auf 53,0 (52,2) %. Während die Einstandspreise für Rohstoffe mit Ausnahme der gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) im Segment Frischsaftsysteme insgesamt weitestgehend stabil blieben, spiegeln sich darin insbesondere absatzursächliche Veränderungen des Produkt- und Kundenmixes über alle Segmente des Konzerns wider.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen in Summe mit 1,9 (2,8) Mio. Euro im ersten Geschäftshalbjahr 2016 geringer aus als im Vorjahr. Neben Kosten- und anderen Rückerstattungen von Geschäftspartnern im Zusammenhang mit Lizenz- und Vertriebsvereinbarungen in Höhe von 0,6 (0,5) Mio. Euro sind darin Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 0,6 (0,3) Mio. Euro sowie aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens in Höhe von 0,1 (1,0) Mio. Euro enthalten. Letztere bewegten sich dabei im ersten Geschäftshalbjahr 2016 wieder auf einem üblichen, durchschnittlichen Niveau, nachdem sie im Vergleichszeitraum des Vorjahres von einem Nachlauf im Zusammenhang mit dem zum 31. Dezember 2014 erfolgten Veränderungen im Konzessionsgeschäft im Segment Alkoholfreie Getränke, namentlich dem Wechsel des Konzessionsgebers, positiv beeinflusst wurden.

Personalaufwand

Am 30. Juni 2016 waren im Konzern 491 (486) Mitarbeiter bzw. im ersten Geschäftshalbjahr 2016 durchschnittlich 386 (394) Vollzeitkräfte beschäftigt. Stichtagsbezogene Veränderungen im Personalbestand gegenüber dem 30. Juni 2015 bestanden insbesondere in einem seitdem erfolgten Personalaufbau bei der Vertriebsorganisation im Segment Frischsaftsysteme. Der Rückgang des Durchschnitts der in der jeweiligen ersten Geschäftsjahreshälfte beschäftigten Vollzeitkräfte ist im Wesentlichen auf entsprechende zeitweilige Veränderungen im Personalbestand des Segments Alkoholfreie Getränke zurückzuführen.

Im Ergebnis stieg der Personalaufwand um 6,7 % auf 12,5 (11,7) Mio. Euro an, die Personalaufwandsquote verringerte sich dagegen auf 14,6 (15,2) % der proportional höher gestiegenen Konzerngesamtleistung. Die absolute Erhöhung des Personalaufwands beruht vorwiegend auf dem bereits genannten Personalaufbau im Segment Frischsaftsysteme sowie ferner auf qualifikations- und leistungsbedingten Veränderungen der Vergütungsstrukturen in den einzelnen Organisationsbereichen.

Abschreibungen auf Vermögenswerte

Die laufenden Abschreibungen reduzierten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2016 bei einem Investitionsvolumen von 1,6 (2,6) Mio. Euro auf 3,2 (3,9) Mio. Euro. Diese Verminderung resultiert maßgeblich aus geringeren Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die auf bei früheren Unternehmenskäufen erworbene Spirituosenmarkenrechte entfielen und nunmehr ausgelaufen sind.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,7 Mio. Euro auf 22,4 (21,7) Mio. Euro. Dabei erhöhte sich der Aufwand für Marketing und Handelswerbung auf 8,6 (7,7) Mio. Euro, vornehmlich durch temporär höheren Aufwendungen für Vertriebsaktivitäten im Segment Spirituosen. Die Verkehrs- und Vertriebskosten, und hier insbesondere die Vergütungen für die externe Spirituosenvertriebsorganisation im Inland sowie die Transport- und Logistikkosten, erhöhten sich auf 7,6 (7,0) Mio. Euro; die Zunahme entfiel dabei vorrangig auf die Segmente Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des jeweils gesteigerten Geschäftsumfangs. Die Aufwendungen für Instandhaltungen verringerten sich leicht auf 1,3 (1,4) Mio. Euro. Die übrigen Gemeinkosten nahmen im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2015 in Summe auf insgesamt 4,9 (5,6) Mio. Euro ab.

Betriebsaufwand

Der Betriebsaufwand im Konzern erhöhte sich vor dem Hintergrund der vorstehend dargestellten Entwicklungen auf 38,2 (37,3) Mio. Euro, in Relation zur proportional stärker angestiegenen Konzerngesamtleistung verringerte sich die Quote auf 44,6 (48,2) %.

Ergebnissondereffekte

Ergebnissondereffekte im ersten Geschäftshalbjahr 2016

Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 ergaben sich keine als solche zu berücksichtigenden Ergebnissondereffekte.

Ergebnissondereffekte im ersten Geschäftshalbjahr 2015

Als Folge der Mitteilung des PepsiCo-Konzerns über die Beendigung der zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Konzessionsverträge wurde im Geschäftsjahr 2013 ein anlassbezogener Impairment-Test durchgeführt, welcher zu Wertminderungen auf Vermögenswerte des Sachanlagevermögens im Segment Alkoholfreie Getränke in Höhe von 3,2 Mio. Euro führte. Die zum 30. Juni 2015 erneut vorzunehmende Überprüfung der Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte führte zu einem Ertrag von per Saldo 0,5 Mio. Euro, worin rechnungslegungsbedingt sowohl Wertaufholungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro als auch zusätzliche Wertminderungen in Bezug auf seinerzeit abgewertete Vermögenswerte in Höhe von rund 0,1 Mio. Euro berücksichtigt wurden.

Finanz- und Beteiligungsergebnis

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert und verursachte per Saldo einen Aufwand in Höhe von 2,0 (2,0) Mio. Euro. Maßgeblichen Einfluss darauf hatte die annähernd konstante Entwicklung des Finanzaufwandes. Dieser beinhaltet insbesondere zeitanteilig zu berücksichtigende Zinsaufwendungen für die im Oktober 2012 begebene Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft in Höhe von 1,6 (1,6) Mio. Euro sowie im Rahmen der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen zu erfassenden Zinsaufwand in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. Euro.

Ertragsteueraufwand

Bezogen auf das erste Geschäftshalbjahr 2016 ergab sich für den Konzern ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 0,6 Mio. Euro, nach Ertragsteuerentlastungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum.

Dieser berücksichtigt Aufwendungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. vergleichbare ausländische Ertragsteuern in Höhe von 0,7 Mio. Euro, demgegenüber für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015 insoweit noch ein Ertrag in Höhe von weniger als 0,1 Mio. Euro entstanden war. Aus der Bewertung latenter Steuern gemäß IAS 34 i. V. m. IAS 12 ergab sich insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einer Verminderung der passiven latenten Steuern in Bezug auf Vermögenswerte des Anlagevermögens der wesentlichen Inlandsgesellschaften resultierte.

Konzernergebnis

Das im ersten Geschäftshalbjahr 2016 erzielte Konzernbetriebsergebnis konnte gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 4,0 (2,5) Mio. Euro gesteigert werden. Den wesentlichen Einflussfaktor bildete dabei die Verbesserung des Konzernrohertrags auf 40,3 (36,9) Mio. Euro.

Aufgrund dieser positiven Entwicklung des Konzernbetriebsergebnisses erhöhte sich das Konzernergebnis unter Berücksichtigung von Ergebnisbelastungen aus dem Finanz- und Beteiligungsergebnis sowie Ertragsteuern in Höhe von insgesamt 2,5 (1,8) Mio. Euro auf 1,5 (1,2) Mio. Euro.

(2.2.4) Finanzlage

Finanzierungsstruktur

Die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 dargestellte Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe stellt sich zum Ende des ersten Geschäftshalbjahres 2016 im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:

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Finanzierungsrahmen Finanzierungsrahmen
30.06.2016 31.12.2015
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Mio. Euro Mio. Euro
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Langfristige Finanzierung
Berentzen-Anleihe 2012/2017 Emissionsvolumen 50,0 50,0
50,0 50,0
Kurzfristige Finanzierung
Factoring Rahmen, begrenzt 45,0 45,0
Zentralregulierung und Factoring Rahmen, unbegrenzt1) 9,9 8,9
Betriebsmittelkredit Rahmen, begrenzt2) 4,3 4,3
Avalkredit für Branntweinsteuersicherheiten Rahmen, begrenzt 0,8 0,8
60,0 59,0
Lang- und kurzfristige Finanzierung 110,0 109,0

1) Durchschnittliches Finanzierungsvolumen im ersten Geschäftshalbjahr bzw. Geschäftsjahr.

2) Darin enthaltene Betriebsmittelkredite in Fremdwährungen umgerechnet zum jeweiligen Stichtagskurs.

Die langfristige Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt seit Oktober 2012 über eine nicht besicherte Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit einem Emissionsvolumen von 50,0 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren, welche im Open Market der Deutsche Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) im Segment Entry Standard für Anleihen notiert ist. Der aus der Begebung der mit nominal 6,50 % p.a. verzinslichen Anleihe zugeflossene Nettoemissionserlös in Höhe von 48,9 Mio. Euro wurde bzw. wird zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit von im Ausland tätigen Konzernunternehmen und zum Aufbau marktknapper Rohstoffe und unfertiger Erzeugnisse verwendet. Zu Beginn des vierten Quartals 2014 erfolgte ferner die aus Mitteln der Anleihe finanzierte Akquisition der T M P Technic-Marketing-Products GmbH mit Sitz in Linz, Österreich, einem weltweit agierenden Systemanbieter für frischgepresste Fruchtsäfte, namentlich Orangensaft, dessen Geschäftstätigkeit je nach Systemkomponente Entwicklung, Vermarktung, Vertrieb und Handel von Fruchtpressen, Orangen sowie Abfüllgebinden erfasst. Der Erwerb dieser Gesellschaft begründete seinerzeit das neue Segment "Frischsaftsysteme" in der Berentzen-Gruppe.

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist die Emittentin und alleinige Schuldnerin aus den im Rahmen der Anleiheemission begebenen Inhaberschuldverschreibungen. Die Anleihebedingungen enthalten weder Covenants noch Change-of-Control-Klauseln, statuieren jedoch Kündigungsrechte der Anleihegläubiger insbesondere für den Fall, dass die Emittentin das Kapital oder Zinsen nicht rechtzeitig zurück- bzw. auszahlt. Die Anleihegläubiger sind im Falle einer Kündigung berechtigt, die Schuldverschreibungen zur Rückzahlung fällig zu stellen und deren sofortige Tilgung zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu verlangen.

Neben dieser langfristigen Finanzierung bildet die Inanspruchnahme von Factoringlinien einen weiteren Schwerpunkt der Brutto-Außenfinanzierung. Das der Berentzen-Gruppe daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2018 beläuft sich auf 45,0 (45,0) Mio. Euro. Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen mit einer Laufzeit "bis auf Weiteres". Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 ergab sich hieraus ein durchschnittliches Bruttofinanzierungsvolumen von 9,9 (8,9) Mio. Euro.

Das Finanzierungsvolumen aus Kreditvereinbarungen mit den Betriebsmittelkreditgebern der Berentzen-Gruppe beläuft sich unter Einbeziehung von zwei ausländischen Konzerngesellschaften zur Verfügung stehenden Kreditlinien in Höhe von zusammen 1,8 (1,8) Mio. Euro auf insgesamt 4,3 (4,3) Mio. Euro. Sämtliche Betriebsmittelkreditlinien haben jeweils eine Laufzeit "bis auf Weiteres".

Einschließlich der in ihrer Höhe formal unbegrenzten Factoringverträge mit einem Zentralregulierer betrug das Brutto-Finanzierungsvolumen aus Factoring und Betriebsmittelkreditlinien damit zum 30. Juni 2016 59,2 (58,2) Mio. Euro. Diese kurzfristigen Außen- bzw. Kreditfinanzierungen haben im Wesentlichen Zinsvereinbarungen auf Basis der Referenzzinssätze EURIBOR bzw. EONIA, die um eine fixe Zinsmarge erhöht werden, im Übrigen sich am lokalen Marktzinsniveau orientierende oder fest vereinbarte Zinssätze.

Die Factoringvereinbarungen, die Zentralregulierungs- und Factoringverträge sowie die Vereinbarungen über Betriebsmittelkredite bestehen sowohl mit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als auch mit jeweils weiteren Konzerngesellschaften der Berentzen-Gruppe.

Die der Berentzen-Gruppe gewährten Betriebsmittelkreditlinien sind in Bezug auf ein Finanzierungsvolumen von 2,7 (2,7) Mio. Euro ohne Gestellung von Sicherheiten eingeräumt. Für die Inanspruchnahme der einer ausländischen Konzerngesellschaft zur Verfügung stehenden Kreditrahmen in Höhe von umgerechnet 1,6 (1,6) Mio. Euro sind von dieser Collaterals, grundsätzlich in Form von vorfällig erhaltenen Zahlungsmitteln oder anderen Wertpapieren, zu stellen. Sämtliche Betriebsmittelkreditvereinbarungen enthalten Change-of-Control-Klauseln, die im Falle eines Kontrollwechsels gegebenenfalls zu einer außerordentlichen Kündigung der betreffenden Finanzierungsverträge berechtigen. Bezüglich eines Finanzierungsvolumens von 2,5 (2,5) Mio. Euro waren zum 31. Dezember 2015 insoweit ferner Covenants vereinbart, in denen sich die Berentzen-Gruppe zur Einhaltung von vermögensorientierten Finanzkennzahlen verpflichtete; diese Verpflichtung wurde im Rahmen einer Vertragsänderung zu Beginn des Jahres 2016 ersatzlos aufgehoben. Die Factoringvereinbarungen sind insgesamt frei von derartigen Klauseln. Verstöße gegen die Covenants oder gegen andere Vereinbarungen der Finanzierungsverträge führen zu Sonderkündigungsrechten der Kreditgeber.

Auszahlungen zur Tilgung langfristiger Fremdmittel fielen im ersten Geschäftshalbjahr 2016 nicht an, die laufende Abwicklung kurz- und mittelfristiger Finanzierungsinstrumente erfolgte planmäßig.

Zur Gesamtfinanzierung des Konzerns rechnen ferner von Kautionsversicherern gestellte Bürgschaften für Branntweinsteuer in Höhe von 0,8 (0,8) Mio. Euro. Davon unterliegt ein Finanzierungsvolumen von 0,5 Mio. Euro ebenfalls Covenants, in denen sich die Berentzen-Gruppe zur Einhaltung von vermögensorientierten Finanzkennzahlen verpflichtet und die bei einem Verstoß zu einem Sonderkündigungsrecht des Versicherers führen. Insoweit ist ferner eine Change-of-Control-Klausel vereinbart.

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die Liquiditätsentwicklung im Konzern. Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus dem Saldo der Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und einem Teil der "Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten".

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzte, bei Kreditinstituten geführte Kontokorrentkonten, welche die aus diesem Factoring jederzeit verfügbaren liquiden Mittel umfassen ("Kundenabrechnungskonten"). Die Forderungen aus den Kundenabrechnungskonten weisen von üblichen Kontokorrentforderungen gegen Kreditinstitute abweichende Charakteristika, insbesondere hinsichtlich der Verzinsung, auf. Von den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden lediglich die im Rahmen von Betriebsmittel-Barlinien unmittelbar verfügbaren Fremdkapitalanteile angesetzt.

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
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Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.324 16.600 -19.924
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.411 -2.989 1.578
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.207 -1.536 -671
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.942 12.075 -19.017
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 63.140 40.976 22.164
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 56.198 53.051 3.147

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstand - obgleich sich das Konzernergebnis auf 1,5 (1,2) Mio. Euro und darauf basierend auch das Konzern-EBITDA auf 7,2 (6,4) Mio. Euro erhöhten - in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 ein Nettomittelabfluss in Höhe von 3,3 Mio. Euro, nach einem Nettomittelzufluss in Höhe von 16,6 Mio. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Maßgebliche Einflussfaktoren hierauf waren Veränderungen im Bereich des Working Capital seit dem jeweils vorangegangenen Geschäftsjahresende, und zwar insbesondere solche, die im Zusammenhang mit dem Rhythmus der Zahlung von Branntweinsteuerverbindlichkeiten standen: So verursachte die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer einen Nettomittelabfluss in Höhe von 9,7 Mio. Euro, während im Vorjahresvergleichszeitraum hieraus noch ein Nettomittelzufluss in Höhe von 8,8 Mio. Euro generiert wurde. Im Vergleich der beiden ersten Geschäftshalbjahre 2016 und 2015 kumulierte sich dieser Effekt demnach auf 18,5 Mio. Euro. Hintergrund dessen war insbesondere der unterschiedliche Bestand der Branntweinsteuerverbindlichkeit zum Bilanzstichtag des jeweils vorangegangenen Geschäftsjahres: Während im Geschäftsjahr 2014 zum Geschäftsjahresende eine vorzeitige Teilzahlung von Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Branntweinsteuer in Höhe von 20,0 Mio. Euro erfolgte, wurde eine solche vorzeitige Teilzahlung, die sich auf 19,5 Mio. Euro belaufen hätte, im Geschäftsjahr 2015 nicht vorgenommen. Dadurch stellte sich zugleich aber auch der Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 entsprechend höher dar, so dass dieser zum 30. Juni 2016 allein aus dem hier dargestellten Sachverhalt heraus unbeeinflusst blieb.

Aus der Veränderung sonstiger Aktiva - im Wesentlichen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - entstand ein Mittelabfluss in Höhe von 2,9 Mio. Euro; im Vorjahresvergleichszeitraum resultierte daraus ein Mittelzufluss in Höhe von 3,9 Mio. Euro. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5,3 (1,0) Mio. Euro führte bei den sonstigen Passiva zu einem positiven Effekt auf den Cashflow.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Die Investitionstätigkeit des Konzerns führte insgesamt zu einem Mittelabfluss in Höhe von 1,4 (3,0) Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen insgesamt 1,6 (2,6) Mio. Euro, denen Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens in Höhe von 0,2 (0,9) Mio. Euro gegenüberstanden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2015 erfolgten im Zusammenhang mit der im vierten Quartal 2014 erfolgten Akquisition der T M P Technic-Marketing-Products GmbH zudem noch Auszahlungen für variable, erfolgsabhängige Kaufpreisbestandteile in Höhe von 1,3 Mio. Euro.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit entstand ein Nettomittelabfluss von 2,2 (1,5) Mio. Euro, der - auf der Grundlage entsprechender Beschlüsse der Hauptversammlung - in Höhe von 1,9 (1,5) Mio. Euro aus der Dividendenzahlung sowie in Höhe von 0,3 (0,0) Mio. Euro aus Auszahlungen im Zusammenhang mit dem im Juli 2015 initiierten und im Mai 2016 beendeten Aktienrückkaufprogramm der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft resultierte.

Finanzmittelfonds

Insgesamt lag der Finanzmittelfonds zur Mitte des Geschäftsjahres bei 56,2 (53,0) Mio. Euro, davon 30,0 (32,0) Mio. Euro Forderungen aus den im Rahmen von zwei Factoringvereinbarungen zu deren Abwicklung genutzten, bei Kreditinstituten geführten Kundenabrechnungskonten. Zum 30. Juni 2016 bestanden dabei Inanspruchnahmen kurzfristiger Kreditlinien bzw. als solcher auszuweisenden Finanzierungsinstrumente in Höhe von 0,4 (0,9) Mio. Euro.

(2.2.5) Vermögenslage

Die folgende Strukturbilanz gliedert Aktiva und Passiva danach, innerhalb welcher Fristigkeiten Vermögenswerte und Schulden gebunden sind:

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30.06.2016 31.12.2015 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
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Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 13.726 7,8 14.350 7,9 -624
Sachanlagen 44.772 25,4 45.983 25,4 -1.211
Sonstige lang- und mittelfristige Vermögenswerte 650 0,4 696 0,4 -46
Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte 59.148 33,6 61.029 33,7 -1.881
Vorräte 36.814 20,9 32.281 17,8 4.533
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.928 7,4 12.449 6,9 479
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 428 0,2 444 0,3 -16
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 10.077 5,7 11.590 6,4 -1.513
Flüssige Mittel 56.630 32,2 63.140 34,9 -6.510
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 116.877 66,4 119.904 66,3 -3.027
176.025 100,0 180.933 100,0 -4.908
Passiva
Eigenkapital 43.152 24,5 43.794 24,2 -642
Pensionsrückstellungen 11.140 6,3 11.515 6,4 -375
Langfristige Finanzschulden 49.693 28,3 49.579 27,4 114
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.697 1,5 2.749 1,5 -52
Langfristige Schulden 63.530 36,1 63.843 35,3 -313
Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer 34.584 19,7 44.258 24,5 -9.674
Kurzfristige Finanzschulden 1.112 0,6 786 0,4 326
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.170 6,9 6.920 3,8 5.250
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten / Rückstellungen 21.477 12,2 21.332 11,8 145
Kurzfristige Schulden 69.343 39,4 73.296 40,5 -3.953
176.025 100,0 180.933 100,0 -4.908

Vermögenswerte

Gegenüber dem 31. Dezember 2015 hat sich die Bilanzsumme auf 176,0 (180,9) Mio. Euro vermindert. 59,1 (61,0) Mio. Euro bzw. 33,6 (33,7) % des Konzernvermögens sind in lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte investiert.

Lang- und mittelfristig gebundene Vermögenswerte

23,2 (23,5) % der lang- und mittelfristigen Vermögenswerte sind immateriell. Dieser Posten umfasst insbesondere die im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Erwerb der Geschäftsanteile an der T M P Technic-Marketing-Products GmbH und des damit im Konzern begründeten Segments Frischsaftsysteme identifizierten immateriellen Vermögenswerte.

Das Sachanlagevermögen nahm nach Investitionen von 1,5 Mio. Euro, Abschreibungen von 2,6 Mio. Euro und Abgängen im Buchwert von 0,1 Mio. Euro um insgesamt 1,2 (1,2) Mio. Euro ab.

Im Posten "Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte" sind insbesondere Anteile an nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen und Forderungen aus Finanzierungsleasing enthalten.

Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital erhöhte sich auf 180,4 (176,4) %.

Kurzfristig gebundene Vermögenswerte

Die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte verminderten sich auf 116,9 (119,9) Mio. Euro und beinhalten lediglich zu 11,1 (10,4) % Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derzeit stehen der Berentzen-Gruppe zwei Factoringvereinbarungen mit einem Netto-Finanzierungsrahmen von 45,0 Mio. Euro sowie eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage waren zum 30. Juni 2016 Brutto-Forderungen in Höhe von rund 45,9 (58,2) Mio. Euro verkauft. Die Erhöhung des noch bilanzierten Forderungsvolumens im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist insbesondere stichtagsbedingt, beruht aber auch auf der Erweiterung des Geschäftsumfangs im Segment Frischsaftsysteme.

Der Bestand an Vorräten erhöhte sich auf 36,8 (32,3) Mio. Euro. Neben den üblichen rein stichtags- und dispositionsbedingten Effekten wirkte sich dabei insbesondere eine vorgezogene Herstellung von Fertigerzeugnissen an Spirituosen aus, welche zur Absicherung der Lieferfähigkeit im Vorfeld der Inbetriebnahme neuer Produktionstechnik an zwei Abfüllanlagen am Standort Minden im Juli und August 2016 erfolgte. Das Zusammenspiel dessen und der anhaltenden Nachfrage auf dem Absatzmarkt führten zu einem weiteren Bestandsaufbau an verarbeitetem Whiskey; dagegen blieb der Bestand an unverarbeitetem Whiskey auf hohem Niveau nahezu unverändert. Nicht nur die Verknappung auf dem Einkaufsmarkt, sondern auch die zumeist mehrjährigen Lagerzeiten zwingen insoweit zu einer vorausschauenden Einkaufspolitik in diesem nach wie vor von Beschaffungsknappheit und Verbrauchernachfrage geprägten Getränkesegment. Ebenfalls im Zuge der Ausweitung des Geschäftsumfangs erhöhten sich ferner die Vorratsbestände im Segment Frischsaftsysteme.

Die übrigen Vermögenswerte enthalten als wesentlichen Posten Sicherheitseinbehalte aus Factoringtransaktionen in Höhe von 7,3 (9,0) Mio. Euro. Diese verminderten sich analog zum per 30. Juni 2016 geringeren Volumen an verkauften Brutto-Forderungen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 56,6 (63,1) Mio. Euro verminderte sich insbesondere durch den aus der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlichen negativen Cashflow in Höhe von insgesamt 6,9 Mio. Euro.

Eigenkapital und Schulden

Eigenkapital

Das Eigenkapital verminderte sich bei einem Konzern-Gesamtergebnis im ersten Geschäftshalbjahr 2016 von 1,6 Mio. Euro und unter Berücksichtigung der im Mai 2016 von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenzahlung in Höhe von 1,9 (1,5) Mio. Euro sowie der bilanziell als Abzug vom Eigenkapital auszuweisenden Anschaffungskosten eigener Aktien in Höhe von 0,3 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2015 beschlossenen und im Mai 2016 beendeten Aktienrückkaufprogramm der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auf 43,2 (43,8) Mio. Euro.

Langfristige Schulden

Weitere 63,5 (63,8) Mio. Euro standen dem Konzern als langfristiges Fremdkapital zur Verfügung. Einen wesentlichen Anteil davon bilden die langfristigen Finanzschulden, welche vollständig auf der im Geschäftsjahr 2012 begebenen Berentzen Anleihe 2012/2017 beruhen. Die Pensionsrückstellungen beliefen sich auf 11,1 (11,5) Mio. Euro. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten entfallen in Höhe von 2,2 (2,3) Mio. Euro auf passive latente Steuern. Die langfristigen Schulden entsprachen 47,8 (46,6) % der zum 30. Juni 2016 ausgewiesenen Konzernschulden.

Kurzfristige Schulden

Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich auf 69,3 (73,3) Mio. Euro - davon 1,1 (0,8) Mio. Euro kurzfristige Finanzschulden - bzw. 39,4 (40,5) % der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer beliefen sich auf 34,6 (44,3) Mio. Euro. Die Verminderung der im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 9,7 Mio. Euro geringeren Verbindlichkeiten der aus Umsätzen in den beiden Segmenten Spirituosen und Übrige Segmente in Deutschland entstehenden Branntweinsteuer resultiert vornehmlich aus dem traditionell gegenüber dem zur Mitte eines jeden Geschäftsjahres saisonal stärkeren Geschäftsumfang in diesen Segmenten zum jeweiligen Geschäftsjahresende.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 12,2 (6,9) Mio. Euro dispositions- und stichtagsbedingt um 5,3 Mio. Euro höher als zum Geschäftsjahresende 2015.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten einschließlich der kurzfristigen Rückstellungen blieben mit 21,5 (21,3) Mio. Euro nahezu unverändert. Die darunter erfassten Verbindlichkeiten aus Marketing- und Vertriebsverpflichtungen sowie Boni betrugen 6,3 (7,8) Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Steuern - vornehmlich Lohn- und Umsatzsteuern - reduzierten sich auf 4,4 (6,6) Mio. Euro, insbesondere durch eine maßgeblich vom Absatz von Spirituosen zum jeweiligen Geschäftsjahresende beeinflusste, saisonal bedingte Veränderung der Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern. Demgegenüber erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus zeitanteilig abzugrenzenden Zinsaufwendungen für die im Oktober 2012 emittierte Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft zum Stichtag des Geschäftshalbjahres auf 2,3 (0,7) Mio. Euro.

(2.2.6) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund eines insgesamt ausgeweiteten Geschäftsumfangs präsentierte sich der Geschäftsverlauf des Konzerns insgesamt positiv, wenngleich die Entwicklung in den einzelnen Segmenten nicht einheitlich verlief.

Eine erfreuliche Absatzentwicklung zeigte sich in den drei größten Segmenten Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme, während der Geschäftsverlauf im in den Übrigen Segmenten erfassten Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen - wenngleich maßgeblich durch exogene Faktoren, insbesondere der Entwicklung des Marktumfelds und insoweit wiederum insbesondere in der Türkei - unbefriedigend verlief.

Wirtschaftliche Lage

Zusammengefasst ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns vor dem Hintergrund der verbesserten Ertragslage als zufriedenstellend zu beurteilen.

Die Berentzen-Gruppe schloss das erste Geschäftshalbjahr 2016 mit einem Konzernbetriebsergebnis in Höhe von 4,0 (2,5) Mio. Euro sowie einem Konzern-EBITDA in Höhe von 7,2 (6,4) Mio. Euro ab, das Konzernergebnis erhöhte sich auf 1,5 (1,2) Mio. Euro.

Die Finanzlage zeigte in der Gesamtschau ebenfalls ein positives Bild: Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist insbesondere vor dem Hintergrund der dargestellten Gesamtfinanzierung weiterhin gesichert, und der Konzern verfügt nach wie vor über eine sehr gute Liquiditätsgrundlage zur Finanzierung des operativen Geschäfts und seiner mittelfristig angelegten Wachstumsstrategie.

Solide zeigt sich nach wie vor die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns. Zwar ergab sich trotz der positiven Entwicklung der Ertragslage eine Verminderung des Konzerneigenkapitals, unter Berücksichtigung einer um 4,9 Mio. Euro auf 176,0 Mio. Euro geringeren Konzern-Bilanzsumme erhöhte sich die bilanzielle Konzerneigenkapitalquote gegenüber dem 31. Dezember 2015 dennoch leicht auf 24,5 (24,2) %.

(3) Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine Auswirkung auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage und der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns haben, eingetreten.

(4) Risiko- und Chancenbericht

Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns eröffnen sich einerseits eine Vielzahl an Chancen, andererseits ist die Unternehmensgruppe zahlreichen Risiken ausgesetzt. Während Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, indem auf zukünftigen Entwicklungen beruhende interne oder externe Ereignisse eintreten, die das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren, bieten Chancen die Möglichkeit, durch zukünftige Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen, die Geschäftsentwicklung positiv zu beeinflussen.

(4.1) Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der Berentzen-Gruppe ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Früherkennungs- und Sicherungsmaßnahmen zu begegnen.

Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems im Einzelnen ist im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 dargestellt.

Zur Ermittlung möglicherweise für den Konzern bestandsgefährdender Risiken werden die Risiken im Rahmen des Risikomanagementsystems nach ihrem Risikoausmaß und ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Einstufung eines Risikos in die Risikokategorien "hoch", "mittel" oder "gering" folgt aus der Verknüpfung von Risikoausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit, die sich in dem daraus abgeleiteten gewichteten Erwartungswert (nach Risikobegrenzungsmaßnahmen) abbildet. Als Erwartung ist dabei der Wert definiert, um den das Konzernergebnis und damit das Konzerneigenkapital aufgrund des Risikos negativ beeinflusst werden könnte. Daraus ergibt sich zum 30. Juni 2016 folgende Bewertungsmatrix:

(4.2) Risiken und Chancen im zweiten Geschäftshalbjahr 2016

Die wesentlichen, zu Kategorien zusammengefassten Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben können, und die bedeutsamsten Chancen sind ebenfalls im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 dargestellt.

Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 beschriebenen Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 mit den nachfolgend dargestellten Ausnahmen keine wesentlichen Änderungen bzw. nennenswerten Beobachtungen ergeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die von der Berentzen-Gruppe beobachteten finanzwirtschaftlichen Risiken umfassen die Risikoarten Liquiditäts-, Kredit-/ Ausfall- und Marktrisiko. Die nachfolgenden Ausführungen beschränken sich auf das Kredit-/ Ausfall- sowie das Marktrisiko.

Das Kredit- oder Ausfallrisiko berücksichtigt das Risiko eines finanziellen Verlustes, das dann entsteht, wenn eine Vertragspartei ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Es umschließt ferner das Länder- bzw. Transferrisiko, welches zum einen die Gefahr einer wirtschaftlichen oder auch politischen Instabilität im Zusammenhang mit Kapitalanlagen oder grenzüberschreitenden Finanzierungen von Konzerngesellschaften in sogenannten Risikoländern, zum anderen aber auch das Risiko aus direkten Lieferungen und Leistungen an Kunden in diesen Ländern umfasst.

Das Marktrisiko ist als jenes Risiko definiert, dass sich der Fair Value zukünftiger Cashflows aus einem Finanzinstrument aufgrund von Marktpreisschwankungen verändert. Darin sind Währungsrisiken, Zinsrisiken und andere Preisrisiken enthalten. Fremdwährungsrisiken entstehen aus der Umrechnung von Fremdwährungen in die funktionale Währung des Konzerns (Euro) infolge von Veränderungen des Wechselkurses. Aus Konzernsicht unterliegen darüber hinaus die Werthaltigkeit des Vermögens beziehungsweise die Nennwerte der Verbindlichkeiten der Berentzen-Gruppe außerhalb des Inlands ebenfalls Fremdwährungsschwankungen. Umrechnungsbedingte Fremdwährungseffekte werden bei der Umrechnung der Nettovermögenspositionen aus den Abschlüssen ausländischer Konzerngesellschaften erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfasst, erfolgswirksame - wenngleich auch aus Konzernsicht nicht zahlungswirksame - Risiken aus Fremdwährungen können insoweit aber auch aus konzerninternen Fremdwährungstransaktionen, wie insbesondere der Finanzierung der Auslandsgesellschaften aus konzerneigenen Mitteln, resultieren. Im Rahmen des Risikomanagements der Berentzen-Gruppe wird unterstellt, dass Investitionen in ihre ausländischen Konzerngesellschaften sowie konzerninterne Finanzierungen grundsätzlich von unbegrenzter Dauer sind. Im Falle gleichwohl erfolgender Desinvestitionen können sich Fremdwährungsrisiken aus bisher erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam realisieren.

Beide Risikoarten unterliegen damit in nennenswertem Umfang der Entwicklung der allgemeinen politischen, gesamtwirtschaftlichen und geldmarktpolitischen Rahmenbedingungen. Obgleich sich aktuell bislang keine zusätzlichen, wesentlichen nachteiligen Auswirkungen der jüngsten innen- und in der Folge auch außenpolitischen Ereignisse auf den lokalen Geschäftsverlauf in der Türkei zeigten und wegen der absatzseitig untergeordneten Bedeutung des britischen Markts für die Berentzen-Gruppe ferner generell keine solchen Auswirkungen auf das operative Geschäft des Konzerns aus dem sogenannten "Brexit" erwartet werden, hat sich die Einschätzung in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit von Fremdwährungsrisiken insgesamt infolge der nicht zuletzt aufgrund dieser Ereignisse eingetretenen, zum Teil gegenläufigen Veränderungen des Wechselkurses des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken einerseits sowie Türkischer Lira und Britischem Pfund andererseits erhöht.

In der von der Berentzen-Gruppe im Rahmen ihres Risikomanagementsystems verwendeten Bewertungsmatrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß ergab sich daraus bislang jedoch noch keine Veränderung für die Gesamtbeurteilung aller darunter zusammengefassten Finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns. Gewichtet verblieben diese wie in der Risikoberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 in der Risikokategorie "Mittleres Risiko". Es ist aber nicht vollkommen auszuschließen, dass insbesondere auch die derzeit insoweit nur bedingt einschätzbare jeweilige weitere Entwicklung, konkret der beiden genannten Ereignisse, zukünftig zu einer wesentlich veränderten Risikobewertung oder gegebenenfalls zum Eintritt von Risiken in Bezug auf einzelne darunter zusammengefasste Risikoarten und damit der Gesamtbeurteilung der Finanzwirtschaftlichen Risiken insgesamt führen können.

Umfeldrisiken

Die vorstehenden, speziell auf die potentiellen Folgen der aktuellen Entwicklung in der Türkei und des Votums für den Austritt Großbritanniens aus der EU im Rahmen des britischen EU-Referendums für die Beurteilung der Finanzwirtschaftlichen Risiken bezogenen Ausführungen, gelten entsprechend für die generellen Umfeldrisiken, denen die Berentzen-Gruppe als international ausgerichteter und agierender Konzern ausgesetzt ist. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Faktoren, die die Unternehmensgruppe nur sehr bedingt oder gar nicht beeinflussen kann. Dazu zählen u. a. politische, gesellschaftliche, volkswirtschaftliche oder rechtliche Instabilitäten einschließlich unzureichend entwickelter oder ausdifferenzierter Rechts- und Verwaltungssysteme, Beschränkungen im Waren- und Kapitalverkehr, regulatorische Veränderungen oder Einschränkungen, Beeinträchtigungen oder Verlust von Eigentum, Volatilität der Finanzmärkte und Veränderungen von Wechselkursen sowie darauf beruhende oder allgemeine Veränderungen des Angebots von Gütern und Dienstleistungen, der Nachfrage danach oder der Konsumgewohnheiten bzw. des Verbraucherverhaltens.

Gewichtet verblieben die Umfeldrisiken wie in der Risikoberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 in der Risikokategorie "Mittleres Risiko". Analog der Erläuterung zu den Finanzwirtschaftlichen Risiken ist aber auch bezüglich der Umfeldrisiken nicht vollkommen auszuschließen, dass diese insbesondere aus den dort genannten Gründen zukünftig ebenfalls einer wesentlich veränderten Risikobewertung unterliegen oder es gegebenenfalls zum Eintritt von Risiken in Bezug auf einzelne darunter zusammengefasste Risikoarten und damit der Gesamtbeurteilung der Umfeldrisiken insgesamt kommen kann.

Leistungswirtschaftliche Risiken im Rahmen des Geschäftsmodells

Nach der Risikokategorisierung der Berentzen-Gruppe bilden die Leistungswirtschaftlichen Risiken im Rahmen des Geschäftsmodells diejenigen Risiken ab, die innerhalb der Wertschöpfungskette, d. h. im Rahmen der Produktion und des Absatzes auftreten können, soweit diese nicht insbesondere den betrieblichen und produktbezogenen oder Branchenrisiken zugeordnet werden.

Im Segment Alkoholfreie Getränke entfällt ein wesentlicher Teil des Geschäftsumfangs auf das eigene Geschäft mit Produkten konzessionierter Marken sowie auf die Abfüllung konzessionierter oder anderer fremder Marken- und Private Label-Produkte im Rahmen von Dienstleistungsvereinbarungen.

Die Abfüllung konzessionierter oder anderer fremder Marken- und Private Label-Produkte erfolgt auf der Grundlage mehrerer Dienstleistungsvereinbarungen mit zum Teil kurz-, zum Teil mittelfristigen Laufzeiten. Eine dieser Dienstleistungsvereinbarungen läuft vertragsgemäß zum 31. Dezember 2016 aus. Obgleich sich die Berentzen-Gruppe derzeit in aussichtsreichen Verhandlungen über eine Fortsetzung des betreffenden Geschäfts befindet, besteht insoweit wie bei allen Vertragsverhältnissen das Risiko, dass dieses nach Ablauf der vertraglichen Laufzeit nicht weiter oder nur zu für die Berentzen-Gruppe ungünstigeren Konditionen fortgesetzt wird.

Nach der im Risikomanagementsystem vorgenommenen Einschätzung erhöhte sich vor diesem Hintergrund - bei unveränderter Bewertung des Risikoausmaßes - die Beurteilung in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit, so dass die Leistungswirtschaftlichen Risiken im Rahmen des Geschäftsmodells in der Verknüpfung beider Faktoren nunmehr insgesamt als "Mittleres Risiko" (bisher: "Geringes Risiko") bewertet sind.

Sonstige Risiken

Unter den Sonstigen Risiken sind diejenigen Risiken zusammengefasst, die seitens der Berentzen-Gruppe keiner der übrigen sechs, im Einzelnen im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Risikokategorien zugeordnet sind.

Unter den Sonstigen Risiken sind unter anderem auch rechtliche Risiken aus vertraglich vereinbarten Change-of-Control-Klauseln erfasst. Nähere Erläuterungen dazu enthalten der Risiko- und Chancenbericht, die Übernahmerelevanten Angaben und der Vergütungsbericht im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015. Konkret im Hinblick auf die im Verlauf des ersten Geschäftshalbjahres 2016 eingetretene, im Abschnitt (1) dieses Konzernzwischenlageberichts zu den Grundlagen des Konzerns dargestellte Veränderung der Mehrheitsverhältnisse bei der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, sind bislang keine allein auf solche Klauseln gestützten außerordentlichen bzw. vorzeitigen Kündigungen wesentlicher Vereinbarungen gegenüber den betreffenden Unternehmen der Berentzen-Gruppe erfolgt, wenngleich solche je nach Ausgestaltung der vertraglichen Vereinbarung im Einzelfall gegenwärtig rechtlich möglicherweise noch zulässig sein mögen. Dementsprechend und unter der Berücksichtigung dessen, dass mit dem - nicht mehrheitsbegründenden - Erwerb von Anteilen durch institutionelle Investoren keine Änderung der Geschäftsstrategie der Berentzen-Gruppe oder deren Risikoexposition insgesamt verbunden ist, hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit in Bezug auf dieses Risiko vermindert.

Gewichtet verblieben die Sonstigen Risiken wie in der Risikoberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt gleichwohl in der Risikokategorie "Geringes Risiko".

(4.3) Gesamtbewertung von Risiken und Chancen

Insgesamt hat sich die Risikoexposition der Berentzen-Gruppe nach Einschätzung der Unternehmensleitung gegenüber dem im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 dargestellten Stand zwar leicht erhöht, ist aber aus gegenwärtiger Sicht weiterhin beherrschbar.

Auf der Grundlage der vorstehenden und der Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 sowie im Sinne der im Abschnitt (4.1) dargestellten Bewertungsmatrix bestehen keine im Rahmen des Risikomanagementsystems als hohes Risiko bewerteten Risiken. Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Branchen- und Umfeldrisiken sind weiterhin als mittleres Risiko bewertet, ebenso wie nunmehr auch die Leistungswirtschaftlichen Risiken im Rahmen des Geschäftsmodells aufgrund einer um eine Stufe erhöhten Eintrittswahrscheinlichkeit. Hinsichtlich der übrigen dargestellten Risiken ergaben sich im Einzelnen keine Veränderungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, sodass es insoweit bei der Einschätzung als jeweils geringes Risiko verblieb.

Insbesondere gestützt durch die verbesserte Ertragslage sowie die weiterhin gute Finanzlage der Unternehmensgruppe werden hinsichtlich der im Geschäftsbericht der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 in Verbindung mit dem vorliegenden Konzern-Halbjahresfinanzbericht für das erste Geschäftshalbjahr 2016 erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten seitens der Unternehmensleitung keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet, deren Eintritt die Unternehmensfortführung, d. h. den Bestand des Konzerns oder eines wesentlichen Konzernunternehmens, in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahrs voraussichtlich gefährden würde.

Die Berentzen-Gruppe verfügt nach wie vor über eine sehr gute Liquiditätssituation und damit über die Möglichkeiten, ihre im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2015 aufgezeigten Chancen und Wachstumspotenziale zu nutzen sowie weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft umzusetzen und sowohl durch organisches Wachstum als auch durch opportunistische Unternehmensakquisitionen gezielt in ihre Weiterentwicklung zu investieren.

Das Eintreten von Risiken oder die Verwirklichung von Chancen können sich indes auf die Prognosen des Konzerns auswirken.

(5) Prognosebericht

Der Prognosebericht der Berentzen-Gruppe berücksichtigt die relevanten, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses bekannten Fakten und Ereignisse, welche seine zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Die darin getroffenen Prognosen auf der Grundlage des aktuellen Standes der integrierten Konzernplanung der Berentzen-Gruppe für das Geschäftsjahr 2016 und unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2016 gehen von einer organischen Entwicklung des Konzerns ohne Berücksichtigung wesentlicher einmaliger Sondereffekte sowie von Veränderungen aus möglichen Unternehmensakquisitionen aus; soweit solche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Prognoseberichts zu berücksichtigen sind, ist dies entsprechend angegeben.

(5.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Der IWF senkte zuletzt im "World Economic Outlook Update" vom Juli 2016 seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2016, insbesondere vor dem Hintergrund des Votums für den Austritt Großbritanniens aus der EU im Rahmen des britischen EU-Referendums im Juni dieses Jahres, dem "Brexit", auf 3,1 %. Die Einschätzung des DIW ging im vor diesem Referendum im Juni 2016 erschienenen "DIW Economic Bulletin" noch von einem Wachstum von 3,2 % aus. In Bezug auf das Wirtschaftswachstum in der für die Berentzen-Gruppe wichtigen Eurozone prognostizierten sowohl der IWF als auch das DIW an jeweils gleicher Stelle ein Plus in Höhe von 1,6 %.

Hinsichtlich der Auswirkungen des "Brexit" auf die Finanz- und Devisenmärkte rechnen sowohl das DIW im kurz nach der Entscheidung zugunsten des "Brexit" veröffentlichten "Konjunkturbarometer" vom Juni 2016 als auch führende deutsche Kreditinstitute mit möglichen, derzeit kaum zu benennenden Verwerfungen, hohen Unsicherheiten und potenziell volatilen Marktbewegungen, betonten aber zugleich, dass die Folgen für die Gesamtwirtschaft sowie die Finanz- und Devisenmärkte maßgeblich von der Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens und dessen weitere Anbindung an die EU abhängt. Hinsichtlich der Kursentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar erwarteten die genannten Kreditinstitute zuletzt mittel- bis langfristig nach wie vor eine Aufwertung des US-Dollar, in einer Bandbreite zwischen einer noch geraume Zeit anhaltenden, aber volatilen Seitwärtsbewegung bis hin zur Erreichung der Parität zum Euro bzw. einer Stabilisierung knapp darüber auf Jahressicht.

Für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland rechnet der IWF aktuell ebenfalls mit einem Konjunkturplus von 1,6 %. Das DIW rechnete bis dato noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von real 1,7 %, wies aber im "Konjunkturbarometer" vom Juni 2016 darauf hin, dass die Konjunktur in Deutschland nach der "Brexit"-Entscheidung in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Schwung verlieren könnte.

Entwicklung am Getränkemarkt

Hinsichtlich der Entwicklung des nationalen und internationalen Spirituosenmarkts haben sich nach Erkenntnis der Berentzen-Gruppe seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2015 im März diesen Jahres tendenziell insgesamt keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Vor diesem Hintergrund gelten auf der Grundlage von zur Jahresmitte weitgehend aktualisierten Daten des britischen Marktforschungsunternehmens Euromonitor unverändert die dort abgegebenen Prognosen fort, die von einer regional uneinheitlichen - dabei zwar mit Ausnahmen im Einzelnen, aber tendenziell überwiegend rezessiv verlaufenden - Entwicklung des Absatzvolumens von Spirituosen im Jahr 2016 in den bedeutsamsten internationalen Auslandsmärkten der Berentzen-Gruppe ausgehen. Im Einzelnen prognostiziert Euromonitor für den Spirituosenmarkt in den Niederlanden nach wie vor eine rückläufige Absatzentwicklung, während diese in Tschechien nunmehr mittelfristig als stabil eingeschätzt wird. Für den US-amerikanischen Markt erwartet das Marktforschungsunternehmen auch aktuell Absatzzugewinne im Geschäft mit Spirituosen. In Bezug auf die Türkei bleiben valide Absatzprognosen nicht nur angesichts anhaltender regulatorischer Hemmnisse schwierig, gleichwohl hielten die Marktforscher von Euromonitor noch im Juni 2016 aufgrund einer sich bis dahin abzeichnenden Entspannung der politischen und ökonomischen Lage in der Türkei weiterhin ein leichtes Wachstum des dortigen Spirituosenmarkts für möglich. Aufgrund der seitdem eingetretenen politischen Entwicklungen sind an dieser Prognose nach Einschätzung der Berentzen-Gruppe aber zwischenzeitlich berechtigte Zweifel angebracht.

Auf der Grundlage der nationalen Konjunkturerwartungen sowie der möglichen Auswirkungen externer Einflüsse wie des "Brexit" ist damit zu rechnen, dass im Einzelhandel in Deutschland der positive Trend der ersten sechs Monate des laufenden Jahres von real 2,3 % Wachstum allenfalls noch stabil bleibt. Gleiches gilt für das vom Statistischen Bundesamt in der Kategorie "Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren" errechnete reale Umsatzplus von bislang 2,5 %. Der Absatz von Spirituosen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel wird allerdings voraussichtlich die Entwicklung des vergangenen Jahres sowie den in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres gezeigten Rückgang von etwas mehr als vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres tendenziell fortsetzen. Unverändert verbleibt es dagegen bei den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 getroffenen Einschätzungen, dass die allgemeine Marktentwicklung vermutlich nicht zu einem fühlbaren Wachstumsimpuls im inländischen Spirituosengeschäft mit Markenspirituosen und Eigen- bzw. Handels- und Zweitmarken führen wird.

Keine wesentlichen Veränderungen ergaben sich auch im Hinblick auf die im Geschäftsbericht 2015 für das Geschäftsjahr 2016 getroffene Prognose für die Rahmenbedingungen im Geschäft mit alkoholfreien Getränken. Die sich aus dem breiten Produktportfolio grundsätzlich ergebenden Wachstumsperspektiven hängen auch in den letzten sechs Monaten des Geschäftsjahres nicht zuletzt traditionell von einer für den Konsum von alkoholfreien Getränken günstigen Wetterlage in den davon umfassten, verbleibenden Sommermonaten ab. Der VDM ging für das Jahr 2016 zuletzt von einem fortgesetzten positiven Absatztrend für natürliches Mineralwasser aus, wozu nach Ansicht des VDM auch der Trend zur bewussten Ernährung und der Wunsch der Verbraucher, sich natürlich, gesund und regional zu ernähren, beiträgt. Vor diesem Hintergrund und nach den im ersten Geschäftshalbjahres 2016 gezeigten Entwicklungen sind die Marktaussichten für das Geschäft mit Erfrischungsgetränken nach Einschätzung der Berentzen-Gruppe weiterhin grundsätzlich eher zurückhaltend zu beurteilen, sodass der inländische Absatz von alkoholfreien Getränken im Vergleich zum Jahr 2015 insgesamt voraussichtlich kaum mehr als stabil bleiben wird.

Mit Verweis auf die Darstellung der Entwicklung am Getränkemarkt im Wirtschaftsbericht (Abschnitt 2.1) sind nach Erkenntnissen der Berentzen-Gruppe ganzheitliche, belastbare Marktdaten für das Segment Frischsaftsysteme praktisch nicht verfügbar, so dass indikativ auf die Marktentwicklung von frischen Getränken wie Direktsäften, frischgepressten Fruchtsäften und auch Smoothies zurückgegriffen wird. Auch im Hinblick auf diesen Geschäftsbereich haben sich keine Abweichungen zu den im Geschäftsbericht 2015 getroffenen Prognosen ergeben. Insoweit geht die Berentzen-Gruppe nach interner Einschätzung - ebenso wie vorstehend der VDM und der VdF für den deutschen Markt - weiterhin davon aus, dass der bereits langjährig zu beobachtende Trend zu bewusster und gesunder Ernährung weiter anhalten wird und mit dieser, wenngleich absolut noch auf vergleichsweise geringem Niveau, die in der Vergangenheit verzeichnete und von der 2016 veröffentlichten Marktstudie der Vereinigung der europäischen Fruchtsaftindustrie AIJN für die Jahre 2011 bis 2015 bestätigte positive Absatz- und Umsatzentwicklung bei frischen Getränken mit entsprechenden Zuwachsraten insbesondere auf den wesentlichen Märkten in Europa, namentlich in Mitteleuropa.

(5.2) Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage

Voraussichtliche Entwicklung der Segmente

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2015 Prognose für das

Geschäftsjahr 2016 im
Prognose für das Geschäftsjahr

2016
TEUR Prognosebericht 2015 Q2 / 2016
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Deckungsbeitrag nach Marketingetats
Segment
Spirituosen 26.189 Leichter Rückgang Leichte Steigerung
Alkoholfreie Getränke 17.673 Deutliche Steigerung Deutliche Steigerung
Frischsaftsysteme 6.682 Deutliche Steigerung Leichte Steigerung
Übrige Segmente1) 4.680 Deutliche Steigerung Leichte Steigerung
Gesamt 55.224

1) Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen.

Die aus der vorstehenden Übersicht hervorgehende voraussichtliche Entwicklung der einzelnen Segmentergebnisse (Deckungsbeitrag nach Marketingetats) gründet sich insbesondere auf den Erkenntnissen und der jeweils gezeigten Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftshalbjahr 2016, infolge derer die Prognosen zum Teil und in unterschiedlicher Richtung anzupassen waren.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet der Konzern - im Vergleich zur im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 getroffenen Prognose - nach wie vor für jeden der vier Geschäftsbereiche des Konzerns ein positives Segmentergebnis.

Vor dem Hintergrund des in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 gezeigten und jetzt auch für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten, ausgeweiteten Geschäftsumfangs sowohl im Geschäft mit Markenspirituosen im Inland als auch im Handels- und Zweitmarkengeschäft wird im Segment Spirituosen nunmehr anstelle eines leichten Rückgangs von einer leichten Steigerung des Segmentergebnisses ausgegangen.

Dagegen trübten sich die Aussichten in den insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen umfassenden Übrigen Segmenten ein; zwar verbleibt es grundsätzlich bei der Prognose einer Steigerung des Segmentergebnisses, diese wird voraussichtlich jedoch nur noch leicht statt deutlich ausfallen. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die bisherige und die weitere Entwicklung des Spirituosengeschäfts in der Türkei. Spürbare Verbesserungen des dortigen Marktumfeldes zeichnen sich trotz der zwischenzeitlich aufgehobenen wirtschaftlichen Sanktionen Russlands gegenwärtig nicht ab, im Gegenteil haben sich die Planungsunsicherheiten bei einer nur bedingten Einschätzbarkeit nicht nur der marktseitigen, sondern auch der generellen Rahmenbedingungen nach den jüngsten Terrorakten und der politischen Entwicklung seit dem Umsturzversuch Mitte Juli 2016 noch weiter erhöht. Insoweit erfolgt auf der Grundlage der nochmals intensivierten Beobachtung der weiteren Geschäftsentwicklung auf dem türkischen Markt unter Einbeziehung sämtlicher Rahmenbedingungen eine zugleich permanente wie auch zeitnahe, ergebnisoffene Prüfung jeglicher Handlungsoptionen.

Im Segment Alkoholfreie Getränke wird - vornehmlich getragen von einer positiven Entwicklung des Konzessionsgeschäft mit Markengetränken der Sinalco-Unternehmensgruppe, bei den unter der eigenen Marke Mio Mio vertriebenen Getränken sowie im Geschäft mit Mineralwässern eigener Marken - unverändert von einer deutlichen Steigerung des Segmentergebnisses ausgegangen.

Die Prognose für das Segmentergebnis im Geschäftsbereich Frischsaftsysteme für das Geschäftsjahr 2016 lautet nunmehr auf eine leichte anstelle einer deutlichen Steigerung. Diese Veränderung liegt weniger in der Entwicklung des Geschäftsumfangs als vielmehr insbesondere in den bereits in der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahres festzustellenden Auswirkungen der infolge der witterungsbedingt schlechten Erntebilanzen und Einschränkungen der Fruchtqualitäten gestiegenen Bezugskosten für die Systemkomponente Früchte (Orangen) sowie spürbaren zusätzlichen Aufwendungen für qualitätssichernde Maßnahmen und durch Schwund begründet. Nach gegenwärtiger Einschätzung ist in der zweiten Geschäftsjahreshälfte insoweit keine die Kosten des Einkaufs begünstigende Veränderung des Preisniveaus zu erwarten, zumal sich die genannten Ursachen auf alle europäischen und außereuropäischen Anbaugebiete, aus denen die Früchte je nach Erntesaison bezogen werden, erstrecken.

Voraussichtliche Entwicklung der Konzerngesamtleistung und des Konzernbetriebsergebnisses

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2015 Prognose für das

Geschäftsjahr 2016 im
Prognose für das Geschäftsjahr

2016
TEUR Prognosebericht 2015 Q2 /2016
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Konzerngesamtleistung 159.035 Erhebliche Steigerung Erhebliche Steigerung
Konzernbetriebsergebnis (Konzern-EBIT) 7.575 Deutliche Steigerung Deutliche Steigerung
Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) 15.657 Deutliche Steigerung Deutliche Steigerung

Für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt die Berentzen-Gruppe ihre im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 getroffenen Prognosen in Bezug auf eine deutliche Verbesserung des bereinigten Konzernbetriebsergebnisses (Konzern-EBIT), einer spürbaren Erhöhung des bereinigten Konzernbetriebsergebnisses vor Abschreibungen (Konzern-EBITDA) sowie einer erheblichen Steigerung der Konzerngesamtleistung.

Aus den zuvor dargestellten Veränderungen hinsichtlich der Prognosen einzelner Segmentergebnisse werden demnach keine Auswirkungen auf die voraussichtliche Entwicklung der ertragsbezogenen Prognosegrößen für den Konzern insgesamt erwartet.

Ungeachtet des Zeitpunkts des Vollzugs des Austritt Großbritanniens aus der EU rechnet die Berentzen-Gruppe gegenwärtig nicht mit wesentlichen Auswirkungen daraus auf das operative Geschäft und damit auf die Ertragslage des Konzerns. Insbesondere absatzseitig ist der britische Markt für die einzelnen Segmente der Unternehmensgruppe bislang noch von untergeordneter bzw. - speziell für das Segment Alkoholfreie Getränke - ohne Bedeutung.

(5.3) Voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

Auf der Grundlage der vorstehend dargestellten und darin weitgehend bestätigten erwarteten Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit bleibt die Berentzen-Gruppe bei ihrer im Geschäftsbericht 2015 für das Geschäftsjahr 2016 getroffenen grundsätzlichen Prognose, dass sich die bislang gute bzw. solide Finanz- und Vermögenslage des Konzerns insoweit zusammengefasst nicht wesentlich verändert darstellen wird.

Ausgangspunkt ist dabei die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 31. Dezember 2015. Im Einzelnen ergeben sich konkret folgende, zum Teil veränderte Prognosen für das laufende - und jeweils in Relation zum vorhergehenden - Geschäftsjahr:

Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage

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2015 Prognose für das

Geschäftsjahr 2016 im
Prognose für das Geschäftsjahr

2016
TEUR Prognosebericht 2015 Q2 / 2016
--- --- --- ---
Erfolgswirtschaftlicher Cashflow 8.115 Erhebliche Steigerung Erhebliche Steigerung

Entsprechend der prognostizierten positiven Ergebnisentwicklung rechnet die Unternehmensgruppe weiterhin mit einer erheblichen Verbesserung des Erfolgswirtschaftlichen Cashflows.

Voraussichtliche Entwicklung der Vermögenslage

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31.12.2015 Prognose für das

Geschäftsjahr 2016 im
Prognose für das Geschäftsjahr

2016
TEUR/% Prognosebericht 2015 Q2 / 2016
--- --- --- ---
Bereinigte Konzerneigenkapitalquote 37,2% Unwesentlicher Rückgang Leichte Steigerung
Nettoverschuldungsgrad -29,2% Erhebliche Steigerung Unwesentlicher Rückgang
Working Capital -15.746 Erhebliche Steigerung Unwesentlicher Rückgang

Ebenfalls entsprechend der prognostizierten positiven Ergebnisentwicklung erwartet die Berentzen-Gruppe zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wie bisher absolut betrachtet eine Erhöhung des Konzerneigenkapitals. Unter Berücksichtigung der im Rahmen der voraussichtlichen Ausweitung des Geschäftsumfangs eintretenden Veränderungen der übrigen für die Berechnung dieser Steuerungskennzahl maßgeblichen Bilanzparameter wird sich die Bereinigte Konzerneigenkapitalquote nunmehr voraussichtlich leicht steigern.

Den Nettoverschuldungsgrad bestimmt die Berentzen-Gruppe als Verhältnis der Nettofinanzschulden bzw. der Nettoliquidität zum Konzerneigenkapital. Die Nettofinanzschulden bzw. Nettoliquidität errechnen sich dabei durch Subtraktion der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von den kurz- und langfristigen Finanzschulden des Konzerns. Da die Höhe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die Summe der lang- und kurzfristigen Finanzschulden zum 31. Dezember 2015 überstieg, stellte sich der Nettoverschuldungsgrad infolge der damit bestehenden Nettoliquidität zu diesem Zeitpunkt negativ dar. Dementsprechend beschreibt eine Steigerung des Nettoverschuldungsgrades mathematisch die Verringerung dieser Nettoliquidität, ein Rückgang hingegen deren Zunahme. Aufgrund aktuell vorgesehener Maßnahmen zur weiteren Optimierung des Working Capitals mit dem Ziel, dieses trotz einer erwarteten Ausweitung des Geschäftsumfangs weiter zu reduzieren, rechnet die Berentzen-Gruppe in Auswirkung dessen zum Schluss des Geschäftsjahres 2016 jetzt mit einem leichten Anstieg der Nettoliquidität im Vergleich zum vorangegangenen Abschlussstichtag. Aus dem Zusammenspiel der genannten Faktoren mit der erwarteten Erhöhung des Konzerneigenkapitals resultiert nunmehr rechnerisch ein insgesamt unwesentlicher Rückgang des Nettoverschuldungsgrades, nachdem diesbezüglich bislang eine erhebliche Steigerung prognostiziert wurde.

Nach dem aktuellen Stand der integrierten Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2016 wird sich die Finanzierungsstruktur der Unternehmensgruppe insgesamt weiterhin ausgewogen darstellen, allerdings unterliegen die zur Steuerung herangezogenen Bestandsgrößen in nicht unerheblichem Maße auch stichtagsbedingten Effekten. Sowohl die Finanzierungsstruktur im Allgemeinen als auch die vermögensbezogenen Prognosegrößen bzw. Steuerungskennzahlen im Besonderen können ferner insbesondere in Abhängigkeit von Art, Höhe und Zeitpunkt der Inanspruchnahme eines zur zumindest teilweisen Refinanzierung der im Oktober 2017 zur Rückzahlung fälligen Unternehmensanleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft mit einem Emissionsvolumen von 50,0 Mio. Euro verwendeten Fremdfinanzierungsinstruments wesentlich beeinflusst werden.

(5.4) Prognoserelevante Sondereffekte aus Ereignissen im ersten Geschäftshalbjahr

Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 sind keine prognoserelevanten Sondereffekte, die in den vorstehenden Prognosen zu berücksichtigen gewesen wären, eingetreten.

(5.5) Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns

Insgesamt hat die Berentzen-Gruppe keine neuen Erkenntnisse darüber, dass sich die im Geschäftsbericht 2015 für das Geschäftsjahr 2016 abgegebenen wesentlichen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns wesentlich verändert haben, wenngleich wie vorstehend berichtet einzelne Prognosen in unterschiedlicher Richtung anzupassen waren. Zusammenfassend wird somit weiterhin eine spürbar positive Entwicklung der Ertragslage sowie - gemessen an den einschlägigen Steuerungskennzahlen - eine nicht wesentlich veränderte gute bzw. solide Finanz- und Vermögenslage der Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2016 erwartet.

Grundlage dieser Prognosen ist insbesondere eine gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2015 unveränderte Konzernstruktur. Dementsprechend können sich wesentliche Abweichungen davon zunächst aus der Realisierung möglicher Opportunitäten zu weiteren Unternehmensakquisitionen ergeben. Ferner ist die tatsächliche Geschäftsentwicklung nicht zuletzt vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld abhängig und kann durch weitergehende nachteilige Veränderungen der dargestellten Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. Sowohl positive als auch negative Abweichungen von den Prognosen können außerdem nicht nur aus den im vorliegenden und den im Zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 enthaltenen Risiko- und Chancenbericht beschriebenen, sondern auch aus zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernzwischenlageberichts nicht erkennbaren Risiken und Chancen resultieren.

Konzernhalbjahresabschluss

Konzernbilanz zum 30. Juni 2016

AKTIVA

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
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Langfristig gebundene Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 13.726 14.350
Sachanlagen 44.772 45.983
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 650 639
Latente Steuererstattungsansprüche 0 57
Summe langfristig gebundene Vermögenswerte 59.148 61.029
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte
Vorräte 36.814 32.281
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.928 12.449
Laufende Ertragsteueransprüche 1.273 710
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 428 444
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 56.630 63.140
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 8.804 10.880
Summe kurzfristig gebundene Vermögenswerte 116.877 119.904
BILANZSUMME 176.025 180.933

PASSIVA

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
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Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 24.423 24.555
Kapitalrücklage 6.821 6.821
Gewinnrücklagen 11.908 12.418
Summe Eigenkapital 43.152 43.794
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen 11.663 11.950
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 49.693 49.579
Latente Steuerverbindlichkeiten 2.174 2.314
Summe langfristige Schulden 63.530 63.843
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer 34.584 44.258
Kurzfristige Rückstellungen 80 80
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 866 608
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.112 786
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 32.701 27.564
Summe kurzfristige Schulden 69.343 73.296
BILANZSUMME 176.025 180.933

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
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Umsatzerlöse 82.038 75.562
Bestandsveränderung 3.665 1.703
Sonstige betriebliche Erträge 1.932 2.820
Materialaufwand 45.453 40.333
Personalaufwand 12.502 11.719
Abschreibungen auf Vermögenswerte 3.228 3.863
Wertminderungen/ -aufholungen auf Vermögenswerte 0 -470
Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.440 21.675
Finanzerträge 44 41
Finanzaufwendungen 2.019 2.029
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.037 977
Ertragsteueraufwand 574 -217
Konzernergebnis 1.463 1.194
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 102 -136
Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 102 -136
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne 0 0
Latente Steuern auf Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne 0 0
Posten, die nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 0 0
Konzern-Gesamtergebnis 1.565 1.058
Ergebnis je Aktie nach dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht EUR / Aktie EUR / Aktie
Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis Stammaktie 0,155 0,094
Unverwässertes / Verwässertes Ergebnis Vorzugsaktie / 0,154

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Summe Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2015 24.960 6.821 13.134 44.915
Konzernergebnis 1.194 1.194
Sonstiges Ergebnis -136 -136
Konzern-Gesamtergebnis 1.058 1.058
Gezahlte Dividenden -1.536 -1.536
Stand am 30.06.2015 24.960 6.821 12.656 44.437
Stand am 01.01.2016 24.555 6.821 12.418 43.794
Konzernergebnis 1.463 1.463
Sonstiges Ergebnis 102 102
Konzern-Gesamtergebnis 1.565 1.565
Gezahlte Dividenden -1.880 -1.880
Erworbene eigene Anteile -132 -195 -327
Stand am 30.06.2016 24.423 6.821 11.908 43.152

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.324 16.600
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.411 -2.989
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.207 -1.536
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.942 12.075
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 63.140 40.976
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 56.198 53.051

Verkürzter Konzernanhang

(1) Grundlagen und Methoden

(1.1) Informationen zum Unternehmen

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Haselünne, Ritterstraße 7, 49740 Haselünne, Deutschland, und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück (HRB 120444) eingetragen.

Das Grundkapital der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist eingeteilt in 9,6 Millionen Stück nennbetragslose Stammaktien, die im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard) unter der ISIN DE0005201602 bzw. WKN 520160 notiert sind.

Die Geschäftstätigkeit der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Spirituosen und alkoholfreien Getränken sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Frischsaftsystemen.

(1.2) Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernhalbjahresabschlusses der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2016 wurde gemäß § 37w WpHG sowie in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Auslegungen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union (EU) für die Zwischenberichterstattung anzuwenden sind, erstellt. Insbesondere wurde IAS 34 "Zwischenberichterstattung" angewendet; ergänzend wurde der "Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16) Halbjahresfinanzberichterstattung" beachtet.

Die im Konzernhalbjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit folgender Ausnahme grundsätzlich denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres 2015:

In der Zwischenberichtsperiode erfolgt die Ermittlung des Ertragsteueraufwands gemäß IAS 34 i.V.m. IAS 12 auf der Grundlage der besten Schätzung des aktuell erwarteten effektiven Ertragsteuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr. Dieser Ertragsteuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der Zwischenberichtsperiode angewendet.

Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung und der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss darstellt, veröffentlicht.

Der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2016 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2016 wurden weder einer freiwilligen prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft und sollten im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und dem zusammengefassten Lagebericht der Berentzen-Gruppe (Konzern) und der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 gelesen werden.

Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 und der Konzernzwischenlagebericht für das erste Geschäftshalbjahr 2016 wurden vom Vorstand am 15. August 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

(1.3) Neue IFRS- bzw. geänderte IAS-Rechnungslegungsvorschriften

Die folgenden seit dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwendenden Änderungen der IFRS haben die Darstellung des Konzernhalbjahresabschlusses nicht bzw. nicht wesentlich beeinflusst:

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Standard Verbindliche Anwendung
IAS 1 "Prinzipien der Offenlegung" 01.01.2016
IAS 16 "Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte" 01.01.2016
IAS 16 "Sachanlagen und IAS 41 Landwirtschaft" 01.01.2016
IAS 19 "Mitarbeiterbeiträge im Rahmen leistungsorientierter Pensionszusagen" 01.02.2015
IAS 27 "Einzelabschlüsse" 01.01.2016
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" 01.01.2016
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS "Verbesserungen der IFRS" (Zyklus 2010-2012) 01.02.2015
Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS "Verbesserungen der IFRS" (Zyklus 2012-2014) 01.01.2016

Nähere Ausführungen zu den Neuerungen sind im Geschäftsbericht 2015 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (1.3) "Neue IFRS- bzw. geänderte IAS-Rechnungslegungsvorschriften", enthalten.

(1.4) Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 unverändert.

(1.5) Annahmen und Schätzungen

Im Rahmen der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2016 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Die Methodik für Annahmen und Schätzungen ist gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 mit folgender Ausnahme unverändert:

Für die Schätzung der Verbindlichkeit aus Pfandgeldern / Pfandrückstellung für das Segment Alkoholfreie Getränke ergibt sich saisonal bedingt eine höhere Umschlagshäufigkeit für Pfandgebinde als zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015. In Folge dessen ist die Verbindlichkeit um TEUR 233 (30.06.2015: TEUR 206) geringer als bei Anwendung der Berechnungsmethode zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015.

(1.6) Konjunkturelle und saisonale Einflüsse

Die Umsätze des Konzerns unterliegen insbesondere innerhalb der Segmente Spirituosen und Alkoholfreie Getränke saisonalen Einflüssen. Im in der Note (4.2) "Segmentberichterstattung" näher erläuterten, umsatzstärksten Segment Spirituosen sind im zweiten Geschäftshalbjahr in der Regel höhere Umsatzerlöse als im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zu erwarten. Die Ergebnisentwicklung dieses Segments hängt darüber hinaus auch von Art und Umfang der eingesetzten Marketinginstrumente ab, während im Segment Alkoholfreie Getränke die zugrunde liegende Wetterlage für die Absatz- und Umsatzentwicklung von Bedeutung ist. Für das Segment Frischsaftsysteme sind dagegen keine wesentlichen saisonbedingten Einflüsse festzustellen.

Die Geschäftsergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr sind daher nicht zwangsläufig ein Indikator für die zu erwartenden Ergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr.

(2) Erläuterungen zur Konzernbilanz

(2.1) Langfristig gebundene Vermögenswerte

Investitionen

Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 sind TEUR 1.628 (1. HJ 2015: TEUR 2.638) in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige finanzielle Vermögenswerte investiert worden.

Anschaffungen und Veräußerungen von Sachanlagen

Als wesentliche in diesem Zeitraum vorgenommene Sachanlageinvestitionen sind zu nennen:

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Sachanlage Segment 01.01. bis 30.06.2016
TEUR
--- --- ---
Leergut-Flaschen und -Kisten Alkoholfreie Getränke 695
Zapfanlagen Alkoholfreie Getränke 196
Fruchtpressen Frischsaftsysteme 166
Kühlschränke / Automaten Alkoholfreie Getränke 86

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen betrugen insgesamt TEUR 21 (1. HJ 2015: TEUR 923), der Zufluss liquider Mittel daraus TEUR 74 (1. HJ 2015: TEUR 1.453).

Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen

Zum 30. Juni 2016 bestanden ferner Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 329 (31.12.2015: TEUR 800).

(2.2) Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten

Im Rahmen ihrer Außenfinanzierung nutzt die Berentzen-Gruppe auch die Inanspruchnahme von Factoringlinien. Das daraus zur Verfügung stehende Gesamtfinanzierungsvolumen auf der Grundlage von zwei Factoringvereinbarungen beläuft sich auf TEUR 45.000 (31.12.2015: TEUR 45.000). Hinzu kommt eine formal unbegrenzte Factoringlinie im Rahmen von drei weiteren Zentralregulierungs- und Factoringverträgen, die kein Höchstobligo enthalten, sondern deren mögliche Inanspruchnahme nur durch die zur Verfügung stehenden verkaufsfähigen Forderungen begrenzt werden.

Zum 30. Juni 2016 waren TEUR 45.863 (31.12.2015: TEUR 58.174) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die jeweiligen Factoringgesellschaften verkauft und abgetreten. Da nahezu alle mit dem Eigentum an den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Risiken und Chancen auf den Factor übertragen worden sind, erfolgt entsprechend IAS 39.20a die vollständige Ausbuchung der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das bei der Berentzen-Gruppe im Zeitpunkt der Ausbuchung noch verbleibende Spätzahlungsrisiko wurde zum 30. Juni 2016 ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe von TEUR 169 (31.12.2015: TEUR 262) als Vermögenswert angesetzt. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Verbindlichkeit erfasst.

Für eventuell entstehende Forderungskürzungen wurden durch den Factor Sicherheiten in Höhe von TEUR 7.313 (31.12.2015: TEUR 9.027) einbehalten, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

(2.3) Eigenkapital

Eigene Anteile / eigene Aktien

Unter gleichzeitiger Aufhebung der von der Hauptversammlung am 22. Mai 2014 beschlossenen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde der Vorstand durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 20. Juli 2015 ermächtigt, bis zum 21. Juli 2020 Stamm- bzw. Vorzugsaktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu TEUR 2.496 zu erwerben mit der Maßgabe, dass auf die aufgrund dieser Ermächtigung zu erwerbenden Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr nach §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Der Handel mit eigenen Aktien ist ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens, einmalig oder verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, einschließlich der Veräußerung oder Einziehung.

Der Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat am 21. Juli 2015 beschlossen, von der Ermächtigung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 20. Juli 2015 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen und ab dem 27. Juli 2015 bis auf weiteres Vorzugs- und, nach Vollzug der am 20. Juli 2015 von der außerordentlichen Hauptversammlung sowie der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre vom gleichen Tag beschlossenen Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien, Stammaktien der Gesellschaft bis zu einem Gesamtvolumen (ohne Erwerbsnebenkosten) von maximal TEUR 1.500 über die Börse zu erwerben.

Die Ermächtigung bzw. der Erwerb dienen insbesondere dazu, es der Gesellschaft zu ermöglichen, sich bei einer Veräußerung der eigenen Aktien über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Verkaufsangebots unter anderem vereinfacht Mittel zu beschaffen und damit eine angemessene Eigenkapitalausstattung zu sichern, ferner, die eigenen Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen als Gegenleistung anbieten und dabei schnell und flexibel auf sich dazu bietenden Gelegenheiten nutzen zu können. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, gegebenenfalls Umtausch- oder Bezugsrechte oder Wandlungspflichten aus ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen zu bedienen, ohne dabei auf die Durchführung einer Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital oder aus genehmigtem Kapital beschränkt zu sein.

Angaben zum Bestand an eigenen Aktien sowie über deren Erwerb in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 enthält die nachfolgende Übersicht:

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Anzahl Stammaktien Anzahl Vorzugsaktien Auf eigene Aktien entfallender Betrag des Grundkapitals Auf eigene Aktien entfallender Anteil des Grundkapitals Erwerbspreis1)
Stück Stück TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2015 / 2015 0 0 0 0,00 0
27.07.2015: Beginn Aktienrückkaufprogramm
07 / 2015 0 11.127 29 0,12 83
08 / 2015 0 66.510 173 0,69 499
09 / 2015 0 45.847 119 0,48 361
28.09.2015: Umwandlung
Vorzugsaktien in Stammaktien 123.484 -123.484 321 1,29 943
10 / 2015 11.750 0 31 0,12 87
11 / 2015 13.967 0 36 0,14 96
12 / 2015 6.542 0 17 0,07 48
Stand 31.12.2015 / 2015 155.743 0 405 1,62 1.174
Stand 01.01.2016 / 2016 155.743 0 405 1,62 1.174
01 / 2016 4.602 0 12 0,05 33
02 / 2016 5.390 0 14 0,06 37
03 / 2016 4.330 0 11 0,05 27
04 / 2016 23.414 0 61 0,24 146
05 / 2016 12.830 0 33 0,13 83
27.05.2016: Beendigung Aktienrückkaufprogramm
Stand 30.06.2016 206.309 0 536 2,15 1.500

1) Exkl. Transaktionskosten in Höhe von TEUR 7.

Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 971 zwischen dem rechnerischen Nennbetrag von TEUR 536 und den Anschaffungskosten erworbener eigener Anteile von TEUR 1.507 wurde im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 775 bzw. im ersten Geschäftshalbjahr 2016 in Höhe von weiteren TEUR 195 mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Gewinnverwendung / Dividende

Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die Gewinnverwendung einschließlich der Dividendenausschüttung an die Aktionäre nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn.

Auf der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde beschlossen, den im Jahresabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von rund TEUR 4.572 zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stammaktie für das Geschäftsjahr 2015 zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft zum Tag der Hauptversammlung gehaltenen, gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigten eigenen Aktien entsprach dies einer Ausschüttung von insgesamt rund TEUR 1.880 und einem Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von rund TEUR 2.691.

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| Während des ersten Geschäftshalbjahres beschlossene und ausgeschüttete Dividenden | | 01.01. bis 30.06.2016 | 01.01. bis 30.06.2015 |
| --- | --- | --- |
| | | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- |
| Dividende auf Stammaktien | | | |
| 01.01. bis 30.06.2016 | | | |
| - für das Geschäftsjahr 2015: EUR 0,20 / Aktie | | 1.880 | |
| 01.01. bis 30.06.2015 | | | |
| - für das Geschäftsjahr 2014: EUR 0,13 / Aktie | | | 624 |
| Dividende auf Vorzugsaktien | | | |
| 01.01. bis 30.06.2015 | | | |
| - für das Geschäftsjahr 2014: EUR 0,19 / Aktie | | | 912 |
| | | 1.880 | 1.536 |

(2.4) Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Pensionsrückstellungen 11.140 11.515
Andere langfristige Rückstellungen 523 435
11.663 11.950

Pensionsrückstellungen

Die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Pensionsrückstellungen 11.140 11.515
11.140 11.515

Den auf leistungsorientierten Plänen beruhenden Pensionsrückstellungen liegen Verpflichtungen inländischer in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen über Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ( Alters-, Invaliden-, und Witwenrente) zugrunde, die in unterschiedlichen Versorgungsordnungen geregelt sind. Die Höhe der individuellen Leistungen ist dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Alter und / oder dem Gehaltsniveau des Mitarbeiters abhängig. Neu eintretende Mitarbeiter erhalten derzeit keine Zusagen aus leistungsorientierten Plänen.

Gemäß IAS 19 werden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) berechnet. Die Ermittlung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten, wobei die Parameter Rechnungszins, Gehaltsdynamik und kalkulatorische Anpassungsrate für Renten in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zum 31. Dezember 2015 unverändert blieben.

Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes (Defined Benefit Obligation - DBO) zum 30. Juni 2016 zeigt die nachfolgende Tabelle:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
DBO zu Beginn des Geschäftsjahres 11.515 12.083
Laufende Dienstzeitaufwendungen 0 0
Zinsaufwendungen auf DBO 83 163
Neubewertungen
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aufgrund der Veränderung von demographischen Annahmen 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aufgrund der Veränderung von finanziellen Annahmen 0 -110
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 0 270
Gezahlte Versorgungsleistungen -458 -891
DBO zum Ende des Geschäftshalbjahres / Geschäftsjahres 11.140 11.515

Die Pensionsaufwendungen für das jeweilige Geschäftshalbjahr setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Laufende Dienstzeitaufwendungen 0 0
Zinsaufwendungen auf DBO 83 114
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen 83 114
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) 0 0
Im Sonstigen Ergebnis erfasste Aufwendungen / Erträge 0 0
Pensionsaufwendungen gesamt 83 114

Andere langfristige Rückstellungen

Folgende Rückstellungen werden als andere langfristige Rückstellungen in der Bilanz gesondert ausgewiesen:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Bezüge mit erfolgsbezogenen Komponenten 326 251
Jubiläumszuwendungen 197 184
523 435

Für nähere Erläuterungen zu den Bezügen des Vorstands mit erfolgsbezogenen Komponenten wird auf den Geschäftsbericht 2015 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (4.9) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen", verwiesen.

(2.5) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Anleihe > 1 bis 5 Jahre 49.693 49.579
49.693 49.579

Seit dem 9. Oktober 2012 ist eine Anleihe der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft (ISIN: DE000A1RE1V3, WKN: A1RE1V) im Open Market der Deutsche Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) im Segment Entry Standard für Anleihen notiert. Die Unternehmensanleihe mit einem Emissionsvolumen in Höhe von TEUR 50.000 und einer Laufzeit von fünf Jahren ist nominal mit 6,50 % p.a. verzinst, die Zinszahlungen sind jeweils am 18. Oktober eines jeden Jahres während der Laufzeit fällig. Nach Abzug der mit der Emission verbundenen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.059 ergab sich ein Nettoemissionserlös in Höhe von TEUR 48.941, bei einem Effektivzins von 7,03 %.

(2.6) Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer

Die Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer stellen sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Branntweinsteuer 34.584 44.258
34.584 44.258

Der Bilanzausweis zum 30. Juni 2016 betrifft die angemeldete inländische Branntweinsteuer für die Monate Mai und Juni 2016 in Höhe von insgesamt TEUR 34.584. Der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 44.258 umfasst die angemeldete inländische Branntweinsteuer für die Monate November und Dezember 2015, die nach den Vorschriften des deutschen Branntweinsteuermonopolgesetzes im Januar bzw. Februar 2016 zur Zahlung fällig war.

(2.7) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Entwicklung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellt sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 478 501
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 432 0
Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) 169 262
Verbindlichkeiten aus Derivaten 22 4
Zinsverbindlichkeit Anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) 11 19
1.112 786

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 432 (31.12.2015: TEUR 0) handelt es sich im Wesentlichen um die Kontokorrentverbindlichkeiten eines ausländischen Konzernunternehmens.

(2.8) Finanzinstrumente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte von Ausleihungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.

Für Finanzinstrumente, die der Kategorie zur "Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" angehören, wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile, ist ein Börsen- oder Marktpreis nicht vorhanden. Ihr beizulegender Zeitwert kann nicht verlässlich ermittelt werden. Eine Veräußerung dieser finanziellen Vermögenswerte ist derzeit nicht vorgesehen.

Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anleihe entspricht dem Kurswert der Gesamtnominale, ermittelt anhand der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert ist der Ebene 1 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" zuzuordnen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen entsprechen ihren Buchwerten, da diese kurzfristige Restlaufzeiten haben und die Auswirkungen der Abzinsung unwesentlich sind.

Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) wird nach der Barwertmethode ermittelt. Dabei werden der Bewertung die Tagesendkurse bzw. zum Monatsultimo die EZB-Referenzkurse zugrunde gelegt. Der beizulegende Zeitwert ist der Ebene 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 zuzuordnen. Aus deren Bewertung zum Fair Value entstand saldiert ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 29 (1. HJ 2015: negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 101).

Die verschiedenen Ebenen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt dar:

Ebene 1: Die Inputfaktoren sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise.
Ebene 2: Die Inputfaktoren sind andere als die auf Ebene 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.
Ebene 3: Die Inputfaktoren sind Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzernhalbjahresabschluss erfassten Finanzinstrumente:

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30.06.2016 31.12.2015
Kategorie nach Buchwert Beizulegender

Zeitwert
Buchwert Beizulegender

Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
IAS 39 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 56.630 56.630 63.140 63.140
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 12.928 12.928 12.449 12.449
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 372 372 372 372
Derivative finanzielle Vermögenswerte ohne Sicherungsbeziehung FAHfT 51 51 4 4
Übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 8.377 8.377 10.715 10.715
Passiva
Verbindlichkeiten aus Anleihe FLAC 49.693 51.775 49.579 53.025
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 12.170 12.170 6.920 6.920
Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Derivative Finanzverbindlichkeiten ohne Sicherungsbeziehung FLHfT 22 22 4 4
Übrige Finanzverbindlichkeiten FLAC 12.946 12.946 11.924 11.924

Aggregierte Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien von Finanzinstrumenten

Die Summen der Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente entsprechend den Bewertungskategorien des IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

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30.06.2016 31.12.2015
Kategorie nach IAS 39 Bewertung Hierachieebene des beizulegenden Zeitwerts Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen (Loans and receivables) LaR Fortgeführte Anschaffungskosten n.a. 77.935 77.935 86.304
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale) AfS Fortgeführte Anschaffungskosten n.a. 372 372 372
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial assets held for trading) FAHfT Beizulegender Zeitwert Ebene 2 51 51 4
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC Fortgeführte n.a. 25.116 25.116 18.844
(Financial liabilities measured at amortized cost) Anschaffungskosten Ebene 1 49.693 51.775 49.579
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities held for trading) FLHfT Beizulegender Zeitwert Ebene 2 22 22 4

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31.12.2015
Beizulegender Zeitwert
--- ---
TEUR
--- ---
Darlehen und Forderungen (Loans and receivables) 86.304
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale) 372
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial assets held for trading) 4
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 18.844
(Financial liabilities measured at amortized cost) 53.025
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities held for trading) 4

(3) Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(3.1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf das Segment Spirituosen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Segment Spirituosen 44.395 41.431
Segment Alkoholfreie Getränke 22.572 21.106
Segment Frischsaftsysteme 10.279 7.698
Segment Übrige1) 4.792 5.327
Umsatzerlöse 82.038 75.562

1) Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen.

(3.2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr des Vorjahres wie folgt dar:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige betriebliche Erträge 1.932 2.820
1.932 2.820

(3.3) Wertminderungen/-aufholungen auf Vermögenswerte

Die Wertminderungen bzw. Wertaufholungen auf Vermögenswerte ergaben sich wie folgt:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Wertminderungen/ -aufholungen auf Vermögenswerte 0 -470
0 -470

Nachdem zum 30. Juni 2013 - in Folge der Mitteilung des PepsiCo-Konzerns über die Beendigung der seinerzeit noch bestehenden Konzessionsverträge - ein anlassbezogener Impairment-Test der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit - CGU), dem Segment Alkoholfreie Getränke, durchgeführt und dabei ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 3.225 ermittelt wurde, ergab die gem. IAS 36 vorzunehmende Überprüfung zum 30. Juni 2015, dass auf die zuvor vorgenommenen Wertminderungen nunmehr Wertaufholungen in Höhe von TEUR 641 sowie zusätzliche Wertminderungen in Höhe von TEUR 171 vorzunehmen waren.

Die zu erfassenden Wertaufholungen entfielen in Höhe von TEUR 637 auf technische Anlagen und Maschinen, in Höhe von TEUR 3 auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Höhe von TEUR 1 auf immaterielle Vermögenswerte. Der zusätzlich ermittelte Wertminderungsbedarf bezog sich in Höhe von TEUR 79 auf technische Anlagen und Maschinen, in Höhe von TEUR 2 auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Höhe von TEUR 90 auf Grundstücke. Saldiert ergab sich ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 470, der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 unter dem Posten "Wertminderungen/-aufholungen auf Vermögenswerte" erfasst wurde und ausschließlich dem berichtspflichtigen Segment Alkoholfreie Getränke zuzuordnen war.

Nähere Erläuterungen und Angaben zur vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfung sind im Geschäftsbericht 2015 der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Konzernanhang Note (3.7) "Wertminderungen/ -aufholungen auf Vermögenswerte", veröffentlicht.

(3.4) Ertragsteueraufwand

Der Ertragsteueraufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das erste Geschäftshalbjahr setzt sich wie folgt zusammen:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Tatsächliche Ertragsteuern 659 -28
Latente Ertragsteuern -85 -189
574 -217

(4) Sonstige Erläuterungen

(4.1) Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Finanzlage einschließlich der verkürzten Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernzwischenlagebericht im Wirtschaftsbericht Abschnitt 2.2.1 Finanzlage auf den Seiten 17 f. dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts erläutert. Die verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung findet sich ferner in einer gesonderten Darstellung auf Seite 36 dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichts.

(4.2) Segmentberichterstattung

Geschäftssegmente

Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Hierbei sind die Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen, deren Segmentergebnisse regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft werden.

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, übereinstimmt. Als Steuerungsgröße dient dem Vorstand die Kennzahl "Deckungsbeitrag nach Marketingetats". Der Konzern wird vornehmlich auf Basis der Produktgruppen und Vertriebsbereiche organisiert und gesteuert.

Es wurden drei berichtspflichtige Segmente - Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme - identifiziert, die sich bezüglich des Produktionsverfahrens und der Produkte unterscheiden und eigenständig geführt werden. Unter den Übrigen Segmenten wird im Wesentlichen das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen erfasst.

Die interne Berichterstattung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft basiert grundsätzlich auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses. Die Darstellung der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung.

Der Posten "Intersegmentäre Umsätze" umfasst die Konsolidierung von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten.

In der Segmentberichterstattung werden die wesentlichen operativen Geschäftsfelder im Geschäft mit Spirituosen, "Marke Inland" sowie "Handels- und Zweitmarken", aufgrund gleichartiger Kundengruppen, Produkte sowie einer ähnlichen langfristigen Marge zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst.

Der Konzern war im Geschäftsjahr 2015 und im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 in folgenden Segmenten tätig:

Spirituosen (Marke Inland und Handels- und Zweitmarken): In dem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Spirituosen in den genannten Vertriebsbereichen zusammengefasst.
Alkoholfreie Getränke: In diesem Segment ist die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit alkoholfreien Getränken dargestellt.
Frischsaftsysteme: In diesem Segment sind je nach Systemkomponente Entwicklung, Herstellung, Vermarktung, Vertrieb und Handel von Fruchtpressen, Orangen sowie Abfüllgebinden erfasst.
Übrige Segmente (insb. Markenspirituosen Ausland): Dieses Segment beinhaltet das internationale Spirituosenauslandsgeschäft (Vermarktung und Vertrieb).

Segmentdaten

Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus den Intersegmentumsätzen zwischen den Segmenten und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten.

In dem Segmentergebnis "Deckungsbeitrag nach Marketingetats" sind direkt anfallende Aufwendungen der zum jeweiligen Segment zusammengefassten Bereiche enthalten. Für den produktbezogenen Materialaufwand, übrige Einzelkosten (Fracht, Verpackungsrecycling, Provisionen) und Marketing einschließlich Werbung ist die Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten eindeutig möglich, sodass der Deckungsbeitrag nach Etats vollständig für die Segmente dargestellt werden kann und als Steuerungskennzahl im Konzern verwendet wird.

Der Erfolgsermittlung liegen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Abgrenzungsgrundsätze wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zugrunde.

In der Segmentberichterstattung für das erste Geschäftshalbjahr 2015 wurden in der Zeile "Korrektur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" die Anpassungen an die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Abgrenzungsgrundsätze, die dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zugrunde lagen, gegenüber der internen Berichterstattung, der primär eine Steuerungsfunktion zukam, ausgewiesen. Hierbei handelte es sich um wesentliche betriebliche Aufwendungen für Marketing und Werbung, die unabhängig von ihrem Entstehungszeitpunkt in der internen Berichterstattung zeitanteilig verteilt wurden. Je nach Aufwandsverlauf im ersten Halbjahr eines Geschäftsjahrs konnte diese Überleitungsdifferenz gegenüber der Konzern-Gesamtergebnisrechnung positiv oder negativ sein. Diese zeitliche Überleitungsdifferenz glich sich zum Jahresende wieder aus. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die interne Berichterstattung insoweit an die Vorgaben des IAS 34 angepasst, sodass solche Anpassungen in der Segmentberichterstattung für das erste Geschäftshalbjahr 2016 nicht mehr vorzunehmen waren.

Darüber hinaus erfolgte gegenüber der Darstellung in der Vorperiode keine Veränderung bei der Segmentierung und der Bewertung.

Das Vermögen und die Schulden werden im für die Entscheidungsträger des Konzerns vorliegenden internen Reporting nicht auf die Segmente verteilt, sondern nur auf Konzernebene dargestellt. Somit erhält der Vorstand in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zum Segmentvermögen.

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

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01.01. bis 30.06.2016
Spirituosen Alkoholfreie

Getränke
Frischsaft-

systeme
Übrige

Segmente1)
Eliminierung der

intersegmentären

Erlöse/ Aufwendungen
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Dritten 44.395 22.572 10.279 4.792 82.038
Intersegmentäre Umsätze 415 16 17 16 -464
Umsatzerlöse Gesamt 44.810 22.588 10.296 4.808 -464 82.038
Materialaufwand

(nur produktbezogen)
-24.395 -9.647 -5.331 -1.745 464 -40.654
Übrige Einzelkosten -2.422 -1.795 -602 -79 -4.898
Marketing einschließlich Werbung -5.204 -2.214 -176 -767 -8.361
Deckungsbeitrag nach

Marketingetats
12.789 8.932 4.187 2.217 28.125
Sonstige betriebliche Erträge 1.932
Materialaufwand /

Bestandsveränderung

(sofern nicht im Deckungsbeitrag enthalten)
-1.134
Personalaufwand -12.502
Abschreibungen auf Vermögenswerte -3.228
Übrige sonstige betriebliche

Aufwendungen
-9.181
Konzernbetriebsergebnis

bzw. -EBIT
4.012
Finanzerträge 44
Finanzaufwendungen -2.019
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2.037
Ertragsteueraufwand -574
Konzernergebnis 1.463

1) Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen.

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2015

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01.01. bis 30.06.2015
Spirituosen Alkoholfreie

Getränke
Frischsaft-

systeme
Übrige

Segmente1)
Eliminierung der

intersegmentär

en Erlöse/

Aufwendungen
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Dritten 41.431 21.106 7.698 5.327 75.562
Intersegmentäre Umsätze 315 16 10 -341
Umsatzerlöse Gesamt 41.746 21.122 7.698 5.337 -341 75.562
Materialaufwand

(nur produktbezogen)
-22.408 -9.549 -3.785 -1.986 341 -37.387
Übrige Einzelkosten -2.342 -1.251 -423 -143 -4.159
Marketing einschließlich Werbung -4.903 -1.575 -163 -1.051 -7.692
Deckungsbeitrag nach Marketingetats 12.093 8.747 3.327 2.157 26.324
Korrektur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 361
Sonstige betriebliche Erträge 2.820
Materialaufwand /

Bestandsveränderung (sofern nicht

im Deckungsbeitrag enthalten)
-1.244
Personalaufwand -11.719
Abschreibungen auf Vermögenswerte -3.863
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -10.184
Konzernbetriebsergebnis bzw. -EBIT 2.495
Ergebnissondereffekte 470 470
Finanzerträge 41
Finanzaufwendungen -2.029
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 977
Ertragsteueraufwand 217
Konzernergebnis 1.194

1) Insbesondere das Auslandsgeschäft mit Markenspirituosen.

(4.3) Eventualverbindlichkeiten und nicht bilanzierte vertragliche Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 wie folgt entwickelt:

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30.06.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 2.193 2.193
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 356 371
2.549 2.564

Daneben bestehen Haftungserklärungen im Rahmen von Zoll-Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 776 (31.12.2015: TEUR 776). Zum 30. Juni 2016 wurden durch diese Bürgschaften tatsächliche Branntweinsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34.584 (31.12.2015: TEUR 44.258) besichert.

Am 4. März 2013 mit Wirkung zum 1. Februar 2013 sowie am 15. Dezember 2015 mit Wirkung zum 1. April 2016 schloss die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft zwei Dienstleistungsverträge über die Erbringung von Vertriebsdienstleistungen an die Gesellschaft ab. Diese Dienstleistungsverträge haben Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2017 bzw. bis zum 31. März 2018. Aus ihnen ergibt sich zum 30. Juni 2016 eine Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 1.709 (31.12.2015: TEUR 2.214).

Außerdem verpflichtete sich eine ausländische Konzerngesellschaft mit Vertrag vom 4. April 2016, bis zum November 2018 revolvierend Vorauszahlungen für die fortlaufende Anschaffung von Vorräten an einen Lieferanten zu leisten. Aus diesem Vertrag ergibt sich zum 30. Juni 2016 noch eine Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 883.

(4.4) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Berichterstattung nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" bezieht sich auf Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft als berichtendem Unternehmen einbezogen werden. Als dem berichtenden Unternehmen nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 (revised 2009) gelten insbesondere Unternehmen, die derselben Unternehmensgruppe wie das berichtende Unternehmen angehören, und Personen, die das berichtende Unternehmen beherrschen oder auf dieses maßgeblichen Einfluss haben, oder im Management des berichtenden Unternehmens oder eines seiner Mutterunternehmen eine Schlüsselposition bekleiden.

Nahestehende Unternehmen

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft gehört der AURELIUS-Unternehmensgruppe, Grünwald, Deutschland, an. Damit stehen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft sämtliche der AURELIUS-Unternehmensgruppe angehörenden Unternehmen im Sinne des IAS 24 nahe.

Mutterunternehmen und oberstes beherrschendes Mutterunternehmen

Zum 31. Dezember 2015 hielt das oberste, beherrschende Mutterunternehmen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (vormals: AURELIUS SE & Co. KGaA), Grünwald, direkt und indirekt über die von ihr beherrschte BGAG Beteiligungs GmbH, Grünwald, dem unmittelbaren Mutterunternehmen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, ohne Berücksichtigung der von der Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt gehaltenen eigenen Aktien rund 51,6 % des Grundkapitals und damit der Stimmrechte an der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und die BGAG Beteiligungs GmbH hielten im Anschluss an Anfang März 2016 und Ende April 2016 erfolgte Veräußerungen einer entsprechenden Anzahl Stammaktien an institutionelle Investoren ohne Berücksichtigung der von der Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt gehaltenen eigenen Aktien indirekt bzw. direkt noch rund 18,8 % des Grundkapitals und damit der Stimmrechte an der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Die Besetzung des Aufsichtsrats sowie die Gestaltung der gesellschaftsrechtlichen Kompetenzordnung in der Innenorganisation zwischen den Organen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft blieben seitdem nahezu bzw. gänzlich unverändert. Nach den für die Beurteilung dessen nicht allein auf das Kriterium der Stimmrechte bzw. Stimmrechtsmehrheit abstellenden International Financial Reporting Standards gelten damit zum 30. Juni 2016 und weiterhin die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA als oberstes, beherrschendes Mutterunternehmen und die BGAG Beteiligungs GmbH als unmittelbares Mutterunternehmen der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Transaktionen

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Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Transaktionen Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Transaktionen
01.01.bis 30.06.2016 01.01.bis 30.06.2015 01.01.bis 30.06.2016 01.01.bis 30.06.2015
--- --- --- --- --- ---
Art der Beziehung Art des Geschäftes TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Schwesterunternehmen Lieferungen 0 0 0 2
Schwesterunternehmen Beratungsleistungen 0 0 74 72
Oberstes, beherrschendes Mutterunternehmen Dividende 0 87 0 0
Mutterunternehmen Dividende 360 728 0 0

Forderungen und Verbindlichkeiten aus erbrachten und empfangenen Gütern und Leistungen

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Forderungen Verbindlichkeiten
01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015 01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
--- --- --- --- --- ---
Art der Beziehung Art des Geschäftes TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Schwesterunternehmen Beratungsleistungen 0 0 0 37

Nahestehende Personen

Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft.

Vorstand

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes im Sinne des IAS 24.17 stellt sich wie folgt dar:

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01.01. bis 30.06.2016 01.01. bis 30.06.2015
Vergütungsart TEUR TEUR
--- --- ---
Kurzfristig fällige Leistungen 1.117 615
Andere langfristig fällige Leistungen 86 10
1.203 625

Ehemalige Geschäftsführer von Konzerngesellschaften, deren Rechtsnachfolgerin die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft ist, und deren Hinterbliebene erhielten im ersten Geschäftshalbjahr 2016 Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses in Höhe von TEUR 52 (1. HJ 2015: TEUR 52).

Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis beträgt zum 30. Juni 2016 bei Ermittlung nach IAS 19 TEUR 919 (31.12.2015: TEUR 950).

Aufsichtsrat

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden in ihrer Funktion als Mitglieder des Aufsichtsrats kurzfristig fällige Leistungen im Sinne des IAS 24.17 in Höhe von insgesamt TEUR 59 (1. HJ 2015: TEUR 65) gewährt.

Für ihre Tätigkeit außerhalb ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats erhielten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im ersten Geschäftshalbjahr kurzfristig fällige Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 69 (1. HJ 2015: TEUR 63).

Weitere Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die zum Ende des Geschäftshalbjahres zum 30. Juni 2016 offenen Posten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen oder Personen sind nicht besichert und unverzinslich. Für Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien.

Zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen nahestehende Unternehmen oder Personen bestehen zum 30. Juni 2016 nicht, dementsprechend sind dafür keine Rückstellungen gebildet worden. Im ersten Geschäftshalbjahr 2016 wurde kein Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen erfasst.

(4.5) Ereignisse nach dem Stichtag des Konzernhalbjahresabschlusses

Nach dem Stichtag des Konzernhalbjahresabschlusses sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns eingetreten.

Haselünne, den 15. August 2016

Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Frank Schübel Ralf Brühöfner
Vorstand (Sprecher) Vorstand

Erklärungen und weitere Informationen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Haselünne, den 15. August 2016

Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Frank Schübel Ralf Brühöfner
Vorstand (Sprecher) Vorstand

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