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Bechtle AG Management Reports 2011

Apr 25, 2012

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Management Reports

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Bechtle AG

Neckarsulm

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 - 31.12.2011

LAGEBERICHT FÜR 2011

UNTERNEHMEN

KONZERNSTRUKTUR

Die Organisations- und Managementstruktur der Bechtle AG entspricht den strategischen Schwerpunkten der Geschäftstätigkeit und ist an den langfristigen Zielsetzungen des Unternehmens ausgerichtet. Alle strukturellen Maßnahmen im Berichtsjahr haben direkt oder indirekt zur Strategieumsetzung beigetragen und dienen vorrangig einer besseren Marktdurchdringung sowie der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit einer segmentübergreifenden leistungsstarken Logistik, einer zunehmend effizienten Vernetzung der dezentral geführten Systemhausstandorte sowie der europaweiten Ausrichtung im E-Commerce hat die Bechtle-Gruppe tragfähige organisatorische Voraussetzungen für ein nachhaltig profitables Wachstum geschaffen.

Rechtliche Struktur

Die Bechtle AG mit Hauptsitz in Neckarsulm übernimmt als Konzernmutter und Holding für die Unternehmensgruppe die strategische Unternehmensplanung sowie die zentralen Aufgaben in den Bereichen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, Zentrale IT, Human Resources, Qualitätsmanagement, Recht sowie Compliance. Weitere Konzernbereiche sind die Personalentwicklung und die Bechtle Akademie, die für die Aus- und Weiterbildung sowie für die Mitarbeiterentwicklung im Konzern zuständig sind. Der Holding ebenfalls zugeordnet ist die Bechtle Logistik & Service GmbH, in der vor allem die Funktionen Einkauf, Lager, Produktmanagement und die Katalogproduktion organisiert sind.

Holdingstruktur der Bechtle AG

Unterhalb der Bechtle AG hat der Konzern eine weitere Ebene von Holdinggesellschaften implementiert, in denen die Geschäftsfelder und Marken der beiden Reportingsegmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce gebündelt werden:

die Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm, unter deren Dach die Aktivitäten der IT-Systemhäuser in Deutschland und Österreich zusammengefasst werden
die Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm, in der die Outsourcing-Dienstleistungen gebündelt sind
die Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz, in der sich sämtliche Systemhaus- und E-Commerce-Gesellschaften in der Schweiz, die Handelsaktivitäten der ARP-Gesellschaften sowie das Softwarelizenzgeschäft der Comsoft direct-Gesellschaften wiederfinden
die Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm, in der die Handelsaktivitäten der Bechtle direct-Gesellschaften vereint sind.

Der zweiten Holdingebene sind die rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften zugeordnet. Die deutschen und österreichischen Unternehmen werden überwiegend als GmbH oder GmbH & Co. KG geführt, die Schweizer Gesellschaften weitgehend in der Rechtsform einer AG. Die Gesellschaften im sonstigen Ausland sind jeweils in einer der GmbH vergleichbaren Rechtsform organisiert. An allen Tochtergesellschaften hält die Bechtle AG unmittelbar oder über Beteiligungsgesellschaften 100 Prozent der Geschäftsanteile.

Zweck dieser zweistufigen Holdingstruktur ist es, die dezentral agierenden Tochtergesellschaften von administrativen und unternehmensübergreifenden Aufgaben weitgehend zu entlasten sowie eine klare Führungsorganisation abzubilden. Darüber hinaus werden Kompetenzen und Ressourcen gebündelt, um Synergien zu realisieren und im Einkauf sowie in der Logistik Skaleneffekte zu erzielen.

Im Berichtsjahr hat der Vorstand keine wesentlichen Veränderungen an der bestehenden rechtlichen Struktur des Bechtle-Konzerns vorgenommen.

Mit der strategischen Holdingorganisation verfügt die Bechtle AG über die wesentlichen strukturellen Voraussetzungen, die zukünftige Entwicklung des Unternehmens erfolgreich zu gestalten. Dennoch deckt sich die rechtliche Struktur des Bechtle-Konzerns noch nicht vollständig mit der Managementbeziehungsweise Führungsstruktur des Unternehmens. Die Führungsstruktur orientiert sich in erster Linie an den Erfordernissen des operativen Geschäfts und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Märkte. Auf mittlere Sicht sollen Rechts- und Managementstruktur allerdings weitgehend aufeinander abgestimmt sein.

Managementstruktur der Bechtle AG

Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist nach wie vor die hierarchische Trennung der strategischen Konzernführung durch den Vorstand von der Leitung der operativen Einheiten. Damit trägt Bechtle den stark gewachsenen Leitungsaufgaben und dem sehr dynamischen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung. Darüber hinaus gewährleisten wir somit eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung des Konzerns, eine stärkere Unterstützung der operativen dezentralen Einheiten durch die zentralen Geschäftsbereiche sowie die führungsorganisatorische Absicherung des weiteren Wachstums der Bechtle AG. Die beiden Geschäftssegmente IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce sind nicht nur von abweichenden internen Strukturen und Marktanforderungen geprägt, sondern haben auch für ihre Expansion unterschiedliche Entwicklungsstrategien.

Bechtle ist im Segment IT-Systemhaus & Managed Services mit über 60 Standorten ausschließlich in der D-A-CH-Region vertreten. Im Segment IT-E-Commerce hingegen baut der Konzern seine europaweite Aufstellung konsequent aus und ist in insgesamt 14 Ländern präsent.

Die Leitung der operativen Einheiten erfolgt in beiden Geschäftssegmenten durch Bereichsvorstände. Neben den segmentübergreifenden Geschäftsbereichen verantworten die Bereichsvorstände im Segment IT-Systemhaus & Managed Services jeweils die Aktivitäten der Bechtle IT-Systemhäuser in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich sowie Managed Services. Im Segment IT-E-Commerce werden durch sie die Handelsgeschäfte der Marken ARP sowie Bechtle direct und das Softwarelizenzgeschäft der Comsoft-direct-Gesellschaften gesteuert.

Die Logistik & Service GmbH ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden der Bechtle AG zugeordnet, ebenso die zentralen Funktionen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, Zentrale IT, Human Resources und Personalentwicklung sowie Recht.

Standorte

Die Konzernzentrale der Bechtle-Gruppe ist in Neckarsulm. Hier haben neben der Bechtle AG auch die zentralen Einheiten ihren Sitz. Das Finanzwesen hat seinen Sitz in Gaildorf.

Im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft des Segments IT-Systemhaus & Managed Services ist der Vor-Ort-Kontakt zum Kunden von entscheidender Bedeutung. Deshalb haben wir ein flächendeckendes Netz an IT-Systemhäusern, das sich auf über 60 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstreckt. In dieser Struktur agieren die Geschäftsführer der operativen Tochtergesellschaften als selbstständige Unternehmer mit hoher Eigenverantwortung in ihrem jeweiligen lokalen Markt. Ein konsequent ergebnisorientiertes Vergütungssystem unterstützt und fördert dabei das unternehmerische Handeln der Geschäftsführer.

Im Berichtsjahr hat der Konzern im Segment IT-Systemhaus & Managed Services seine flächendeckende Marktpräsenz sowie Technologieposition in der D-A-CH-Region sowohl durch Firmenkäufe als auch durch Neugründungen weiter ausgebaut. So eröffnete Bechtle 2011 zum Beispiel drei neue Vertriebsstützpunkte in Gießen, Koblenz und Mönchengladbach. Um die Kundenansprache für europäische Institutionen zu optimieren, gründete Bechtle im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber eine neue Vertriebsgesellschaft in Brüssel.

Mit der Akquisition der mit Standorten in Deutschland und der Schweiz vertretenen Solid Line Aktiengesellschaft haben wir im Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen unser Engagement im technologie- und lösungsorientierten CAD-Umfeld verstärkt. Eine weitere Ergänzung im Lösungsgeschäft stellt der Erwerb der HanseVision GmbH in Hamburg dar, ein auf Microsoft SharePoint spezialisiertes Unternehmen. Darüber hinaus wurden durch den Kauf der redIT Niederlassung in St. Gallen sowie durch die Übernahme der Mitarbeiter und Kundenverträge des IT-Systemhauses Rösch GmbH, Offenburg die Aktivitäten im Bereich komplexer Infrastrukturlösungen in der Ostschweiz und in Süddeutschland nochmals erweitert.

Die Bechtle-Gruppe umfasst zum Zeitpunkt der Berichterstattung 53 IT-Systemhäuser sowie 24 Vertriebsbüros in 14 Bundesländern Deutschlands. In der Schweiz verfügt die Bechtle AG über elf Systemhausstandorte in acht Kantonen und in Österreich über Lokationen in Wien und St. Pölten sowie weitere Vertriebsstützpunkte in Graz und Innsbruck.

Die Bechtle AG unterhält im Segment IT-E-Commerce mit der Marke Bechtle direct Standorte in 14 europäischen Ländern. Der Konzern hat sich unter anderem aufgrund der Wachstumsaussichten und der sozioökonomischen Rahmendaten im April 2011 für den Eintritt in den tschechischen Markt entschieden. Mit dem Start einer eigenen Handelsgesellschaft in Ungarn im April 2012 ist Bechtle im Bereich E-Commerce nunmehr in drei osteuropäischen Ländern vertreten.

Mit der Comsoft direct, dem Spezialisten für Software und Lizenzmanagement, ist Bechtle aktuell in acht und mit der Handelsmarke ARP in fünf europäischen Ländern präsent. Darüber hinaus betreibt ARP eine Einkaufsgesellschaft in Taiwan.

Zur Bechtle AG gehören damit insgesamt etwa 80 operative Unternehmen und Beteiligungen, die in der Anlage A zum Anhang aufgeführt sind. Der überwiegende Teil der IT-Systemhäuser sowie Service- und Handelsgesellschaften liegt in Deutschland sowie in der Schweiz. Der größte der insgesamt fast 70 Standorte in Europa ist zugleich der Sitz der Firmenzentrale in Neckarsulm mit mehr als 1.100 Mitarbeitern.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Durch die vertriebliche Vernetzung der beiden Geschäftssegmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce ist Bechtle in der Lage passgenaue und überzeugende Rundumlösungen aus einer Hand anzubieten. Unser Leistungsspektrum reicht dabei von der IT-Infrastruktur über die IT-Lösungen bis hin zu Managed Services und Cloud Computing. Als internationaler Konzern verfügt Bechtle einerseits über eine besonders hohe Technologiekompetenz, die notwendige Wettbewerbsstärke, finanzielle Solidität, beste Herstellerkontakte und eine moderne Logistik. Andererseits stehen wir als regionaler Dienstleister vor Ort für Kundennähe, persönliche Betreuung, Flexibilität - und außergewöhnliche Schnelligkeit. Bechtle hat sein Geschäftsmodell und die internen Prozesse auf die Komplexität und die Dynamik des Marktes konsequent ausgerichtet. Mit dem Ergebnis, dass unsere Leistungsfähigkeit nicht nur mittelständische Unternehmen, sondern auch öffentliche Auftraggeber und international agierende Großkonzerne überzeugt.

Geschäftsfelder

Die Bechtle AG gliedert ihre Aktivitäten in die beiden Segmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betreut Bechtle die Kunden von der IT-Strategieberatung über die Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services sowie Schulungen bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Internet, Katalog und Telefon gestützten Handelsaktivitäten des Konzerns. Mit den Marken ARP, Bechtle direct und Comsoft direct verfolgt Bechtle in diesem Segment eine Mehrmarkenstrategie.

Leistungsspektrum und Prozesse

IT-Systemhaus & Managed Services. Die Bechtle-Gruppe ist ein Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Das Leistungsangebot von Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst die gesamte Wertschöpfungskette der IT. Wesentlich für das Dienstleistungsangebot ist, dass Bechtle "alles aus einer Hand" anbietet. Die angebotenen Lösungen werden unmittelbar an den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden ausgerichtet. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots, bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit Hard- und Software, ist Bechtle in der Lage, für jeden Kunden eine individuelle Lösung zu erarbeiten. Das Produktportfolio wird dabei kontinuierlich überprüft und den Markt- und Kundenerfordernissen angepasst.

Bechtle-IT-Lösungen:

Über 1.800 Servicemitarbeiter sowie zertifizierte Spezialisten und Systemingenieure bieten den Kunden im IT-Lösungsbereich Fachwissen, hohe Detailkompetenz, langjährige IT-Projekterfahrung und die Fähigkeit, individuelle Anforderungen schnell umsetzen zu können. In überregional tätigen Competence Centern hat Bechtle Spezialisten-Know-how zu komplexen Lösungsthemen gebündelt. Mehr als 2.000 Zertifizierungen aller namhaften Hersteller garantieren höchste Qualifizierung bei unseren Serviceleistungen. Die Bechtle-IT-Lösungen bieten ein vollständig integriertes Portfolio zu den folgenden Themen:

Client Management. Client-Management-Lösungen von Bechtle standardisieren und optimieren die IT-Arbeitsplatzlandschaft und schaffen so die technischen Voraussetzungen für zukunftssichere Bereitstellungskonzepte. Das Angebot reicht dabei von Mobile Solutions über Virtual Client und Print Solutions bis hin zu Software Deployment. Mit den Managed Workplace Services übernimmt Bechtle die volle Funktions- und Kostenverantwortung bei gleichzeitiger Optimierung und laufender Modernisierung der IT-Arbeitsplätze des Kunden.

Server & Storage. Diese Leistungen umfassen die herstellerunabhängige Beratung, Projektierung und den Betrieb virtualisierter Server- und Storage-Systeme durch automatisierte Lösungen. Durch eine Energieeffizienzberatung und die Auswahl einer geeigneten Infrastrukturlösung in Bezug auf technologische Leistungsfähigkeit, Stromversorgung und Kühlung, aktives Energiemanagement sowie effiziente, skalierbare Server- und Storage-Systeme trägt Bechtle dazu bei, die Energiekosten seiner Kunden oft deutlich zu senken. Als IT-Komplettanbieter verbindet Bechtle effiziente Systemintegration mit umfangreichem Knowhow bei Planung und Aufbau zukunftsfähiger Datacenter. Networking Solutions| Ziel ist eine reduzierte Komplexität bei gleichzeitiger Kostensenkung. Eine vereinfachte Netzwerkverwaltung, WAN-Optimierung, die Anbindung mobiler Mitarbeiter, LAN-Security und der Aufbau von sicheren, drahtlosen Netzwerken bilden die Schwerpunkte einer zukunftsfähigen und kosteneffizienten Netzwerkinfrastruktur. Zertifizierte Experten von Bechtle sorgen von der Netzwerkanalyse bis hin zum Netzwerkbetrieb für eine hohe Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur. Gemeinsam mit führenden Herstellern vertreibt Bechtle zu den Themen "Collaboration" und "Unified-Communication" integrierte Konzepte für Konferenzlösungen, IP-Kommunikation, Instant Messaging, mobile Anwendungen und Telepresence.

Virtualisierung Um signifikante Energie- und Kosteneinsparungen zu erzielen, setzen Unternehmen auf Virtualisierung als Basistechnologie für die Konsolidierung von Server-, Storage- und Netzwerkinfrastrukturen im Rechenzentrum. Bechtle bietet von der Beratung bis zum Betrieb Virtualisierungslösungen für Server, Storage, Clients und Applikationen. Aufbauend auf der klassischen Konsolidierung und der Optimierung hinsichtlich Verfügbarkeit, Sicherheit und Management ermöglicht Bechtle seinen Kunden den größtmöglichen Virtualisierungsgrad im Data Center. Themen wie Automatisierung, Service-Level-Vereinbarungen und Prozessmanagement sowie Self-Services stehen dabei im Fokus.

Cloud Computing Den modernen Anforderungen an eine Erhöhung der geschäftlichen Flexibilität und Mobilität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung begegnet Bechtle durch die Bereitstellung von speziellen Cloud-Services und -Technologien auf Grundlage einer dynamischen Infrastruktur. Das Unternehmen verfügt in diesem Bereich über ein umfangreiches Leistungsangebot angefangen von der Beratung mittels "Cloud-Radar" über die Integration und den Betrieb von Cloud-Technologien bis hin zu schlüsselfertigen Komplettlösungen. Zertifizierte Spezialisten und Business-Architekten identifizieren den Bedarf an cloudfähigen IT-Services und ermitteln auf der Basis die optimale Cloud-Strategie und Cloud-Architektur für den Kunden. Darüber hinaus agieren wir als herstellerunabhängiger Generalunternehmer und übernehmen die Verantwortung für die vollständige Cloud-Infrastruktur oder auch den Betrieb der implementierten Lösungen in Form von Managed Cloud Services. IT Security IT Security von Bechtle umfasst Lösungskompetenz aus einer Hand und sorgt beim Kunden für maximalen Schutz der Unternehmensdaten im Rahmen der technischen und organisatorischen IT-Sicherheit. Unsere zertifizierten IT-Sicherheitsexperten planen und entwickeln IT-Security-Strategien beziehungsweise implementieren und betreuen IT-Sicherheitsinfrastrukturen. Darüber hinaus bietet Bechtle Beratung und Lösungen rund um den betrieblichen Datenschutz. Qualifizierte Datenschutzbeauftragte mit Praxiserfahrung, IT-Sicherheitsbeauftragte und Juristen übernehmen kompetent und zuverlässig Beratung, Konzeption und Realisierung. Business Applications Bechtle Business Applications ist mit mehreren Standorten wichtiger Software und Beratungspartner für Industriekunden. Mit über 750 Softwarezertifizierungen realisieren unsere Anwendungsexperten Softwareprojekte mit Lösungen aus den Bereichen CAD, ERP/PPS, CRM, SAP, Business Intelligence, Dokumenten-Management-Systeme, Groupware und SharePoint. Bechtle verbindet Expertenberatung im Lizenzmanagement mit umfangreichem Know-how zu marktführenden Anwendungslösungen im Mittelstand. Wir helfen, mit dem passenden Softwaremodell Kosten zu senken, unterstützen bei der Optimierung von Geschäftsprozessen und integrieren zukunftssichere, produktive Anwendungslösungen.

Mit Managed Services übernimmt Bechtle die Verantwortung für definierte Betriebsaufgaben rund um die IT der Kunden. Abgestimmte Service-Level-Vereinbarungen stellen dabei die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur sicher. Mit dem Remote-Betrieb oder der Vor-Ort-Betreuung von Servern, Clients, Druckern und Netzwerken auf Basis standardisierter Betriebskonzepte sowie einem ganzheitlichen Benutzerservice für die IT-Infrastruktur der Kunden gewährleistet Bechtle über den gesamten Lebenszyklus eine optimale Funktionsfähigkeit der IT-Systeme. Individuelle Finanzierungsmodelle wie Leasing ergänzen dabei die technischen Lösungen.

Installationszentrum. Das Installationszentrum bietet alle Möglichkeiten, Kundenanforderungen zeitnah und kompetent zu erfüllen - von der individuellen Einzelinstallation bis zur Durchführung landesweiter Rollouts mit einem Durchsatz von bis zu 1.000 Systemen pro Tag.

Field Services. Im Bereich Field Services bietet Bechtle eine große Zahl von Garantie- und Serviceleistungen an, die über die gesetzlich geforderte Gewährleistungspflicht hinausgehen. Um im Rahmen dieser Dienstleistung eine optimale Einsatzsteuerung zu gewährleisten, werden alle Meldungen zentral an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr aufgenommen und an die rund 300 Techniker weitergeleitet. Dadurch ist ein Service mit bis zu maximal zwei Stunden Reaktionszeit vor Ort realisierbar.

Remote Services. Die IT-Infrastruktur eines Unternehmens muss reibungslos funktionieren. Bechtle bietet hierfür modulare Lösungen an, die sich optimal mit den notwendigen Vor-Ort-Leistungen bei den Kunden kombinieren lassen. Bechtle versteht sich im Service Desk als zentrale Anlaufstelle und kümmert sich um Störungsmeldungen und Serviceanfragen. Im Remote Management überwacht und betreibt Bechtle IT-Infrastruktursysteme im Bereich Server und Storage, LAN/WAN, Firewall und Security. Hier finden lückenlose Überwachung, Dokumentation und Problemlösung statt mit dem Ziel, eine höchstmögliche Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur sicherzustellen. Die modularen Lösungspakete bieten mehrstufige Service-Level-Vereinbarungen, die auf die Belange der Kunden optimal zugeschnitten sind.

Onsite Services. Die Bechtle Onsite Services unterstützen die Serviceteams beim Kunden vor Ort dauerhaft im Rahmen von Outtasking- und Outsourcing-Verträgen. Die Onsite Services werden durch lokale Dienstleisterteams erbracht, die sich auf die Anforderungen der jeweiligen Kunden spezialisiert haben. Zudem ist es möglich, dass der Kunde seine IT vollständig auslagert und die Erbringung der IT-Prozesse Bechtle überlässt.

Competence Center und Schulungszentren. Ein wichtiges Standbein im Leistungsspektrum von Bechtle sind die sogenannten Competence Center. Bestimmte Schwerpunktdienstleistungen werden vom Markt stärker nachgefragt. Um den Kunden für diese Services immer das aktuell nötige Expertenwissen zur Verfügung stellen zu können, bündelt die Bechtle-Gruppe dieses Know-how in 13 Competence Centern. Die Competence Center stehen grundsätzlich allen Standorten im Rahmen der Leistungserbringung als interne Serviceeinheiten zur Verfügung.

Das maßgeschneiderte Seminarkonzept der 21 bundesweiten Bechtle-Schulungszentren folgt konsequent den Anforderungen des Markts. Bei mehr als 15.000 Seminarterminen zu 400 aktuellen Themen rund um die IT ist das Angebot breit gefächert. Für Kunden mit mehreren Niederlassungen ermöglicht diese Präsenz firmeneinheitliche Schulungen jeweils direkt vor Ort.

Standortübergreifender Know-how-Transfer. Bei der zunehmenden Komplexität und Vielfalt in der IT ist es für ein einzelnes Systemhaus schwierig, alle Themen in der nötigen Tiefe zu beherrschen. Um dennoch im regionalen Wettbewerb zu bestehen, hat Bechtle auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter an der Fokussierung der IT-Leitthemen sowie an dem Konzept zum standortübergreifenden Know-how-Transfer gearbeitet. Ziel ist es, die Bereitstellung von Expertenwissen in allen Projekten und Kundensituationen gleichermaßen zu gewährleisten, unabhängig vom Sitz des jeweiligen Systemhauses. Ausgehend von den Competence Centern im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wird daher die Zusammenarbeit mit den Standorten der regionalen Cluster optimiert. Die einzelnen projektverantwortlichen Systemhäuser investieren beispielsweise in die Vertriebs- und Beratungsqualität der jeweiligen Schwerpunktthemen durch eine verstärkte Ausbildung der Mitarbeiter, unterstützen andere Systemhäuser bei Kundenprojekten und organisieren den erfolgreichen Wissenstransfer innerhalb eines Clusters. Es entsteht zunehmend ein System der "vernetzten Dezentralität" als schlagkräftige Organisationsform.

IT-E-Commerce. Im Segment IT-E-Commerce deckt Bechtle als Fachhändler mit über 44.000 Artikeln - von der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln - alle gängigen Bereiche der IT ab. Während der Fokus bei Bechtle direct eher auf die klassische Hardware der marktführenden Hersteller gerichtet ist, findet der Kunde im Sortiment von ARP auch innovative Nischenprodukte. Darüber hinaus vertreiben die ARP-Gesellschaften mit ARP® und Claxan® Produkte unter eigenem Label und bietet den Kunden damit eine kostengünstige Alternative zu anderen bekannten Marken bei gleichem Qualitätsstandard.

Eine Besonderheit von Bechtle direct sind die sogenannten bios®-Shops. Hierbei handelt es sich um ein für die Bedürfnisse der Kunden maßgeschneidertes Onlinebeschaffungssystem, dessen Ziel es ist, Bestell- und Durchlaufzeiten zu verkürzen, Rahmenverträge unternehmensweit optimal auszunutzen, IT-Bestände automatisiert zu verwalten und dadurch Zeit und Kosten zu sparen. Über 21.000 Bechtle-Kunden haben europaweit mit bios® bereits ihre Prozesskosten bei der Beschaffung und Verwaltung von IT-Produkten spürbar reduziert. Bereits heute werden mehr als 40 Prozent aller Handelsaufträge der Bechtle-Gruppe über bios®-Plattformen abgewickelt. Die angebotenen Leistungen beschränken sich dabei aber nicht nur auf die Lieferung von Hard- und Software, sondern beginnen schon bei der umfassenden Beratung zu Produkten und Lösungen sowie der Erstellung von individuell zugeschnittenen Beschaffungskonzepten in Form von definierten Warenkörben und Rahmenverträgen.

Die bios®-Kunden profitieren von der hohen Flexibilität in der Produktauswahl bei gleichzeitiger Standardisierung und können so gleichzeitig bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der eigenen IT-Infrastruktur sicherstellen.

Im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber setzt der Konzern mit seinen bios®-Shops ebenfalls das Prinzip der kundenspezifischen Ansprache konsequent weiter fort. Mit der Unterteilung in die Themenbereiche Verwaltung, Gesundheitswesen, Forschung & Lehre sowie Kirche & Wohlfahrt trägt der Konzern der heterogenen Branchenausprägung der öffentlichen Hand stärker Rechnung. Die jeweiligen Bundes und Landesbehörden, Kommunen, Kammern, Verbände sowie Bildungseinrichtungen können so auch ohne Ausschreibungen und weitere Verhandlungen auf die Sonderkonditionen der Hersteller zugreifen.

Im stark prozessgesteuerten IT-E-Commerce hat Bechtle schlanke Abläufe etabliert, die für den Erfolg dieses Segments von großer Bedeutung sind. In gewisser Hinsicht sind die unterlegten Prozesse sogar Teil der eigentlichen Leistung. Beispielsweise wird ein großer Teil der Bestellungen im IT-E-Commerce nach dem sogenannten Fulfilment-Prinzip abgewickelt: Bechtle leitet eingehende Bestellungen direkt an Hersteller oder Distributoren weiter. Diese übernehmen den Versand der Ware an den Kunden im Namen und auf Rechnung von Bechtle. Die Qualität des Versands - sie wird vor allem durch die Geschwindigkeit bestimmt - stellt Bechtle über Vereinbarungen mit den Partnern und über tägliche Audits sicher. Bechtle hält mithilfe des Fulfilment-Prinzips den Lagerbestand niedrig und reduziert das Risiko von Abwertungen der von sehr kurzen Innovationszyklen geprägten IT-Produkte. Der Kunde profitiert dabei von einer kurzen Lieferzeit: Bestellungen, die bis 16.30 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag versendet und in der Regel am nächsten Tag zugestellt.

Schlanke Prozesse und eine leistungsstarke Logistik sichern dem Unternehmen im Handelsgeschäft einen Wettbewerbsvorsprung. Denn die Zentralisierung von Produktmanagement, Einkauf und Lager garantiert wettbewerbsfähige Preise und sofortige Verfügbarkeit. Daher sind bei Bechtle diese Teilbereiche für alle EU-Länder im Bereich Logistik & Service in Neckarsulm angesiedelt. Die Aktivitäten der Schweizer Systemhäuser sowie der ARP- und Comsoft-Gesellschaften werden vom Logistikzentrum in Rotkreuz gesteuert.

Ein weiterer wichtiger Geschäftsprozess betrifft das Waren- und Preissystem sowie die einheitliche Artikeldatenbank, auf die europaweit alle Tochtergesellschaften zugreifen. Das von Bechtle entwickelte Europäische Preissystem (EPS) liest jede Nacht mehr als 6,5 Millionen Preis- und Verfügbarkeitsinformationen von IT-Herstellern und Distributoren ein und kalkuliert in den jeweiligen nationalen Preisen. Über die primären Kriterien einer sofortigen europaweiten Lieferfähigkeit und des günstigsten Preises werden die Lieferanten ausgewählt. Tages- und marktaktuelle Produktinformationen stehen vollautomatisiert online für die landesspezifischen Webshops bereit.

Neben den Onlineshops und dem aktiven Telefonvertrieb gelten die Produktkataloge als weitere wichtige Vertriebsschiene im Handelsgeschäft von Bechtle. Der Hauptkatalog von Bechtle direct erscheint zweimal im Jahr in neun Sprachen und 18 internationalen Versionen mit einer Gesamtauflage von 150.000 Exemplaren. Er ist in zwölf Produktkategorien gegliedert und enthält unter anderem Produktempfehlungen, die Artikel mit besonderer Funktion oder Ausstattung hervorheben, Infoseiten zu aktuellen IT-Trendthemen wie Cloud Computing oder Green IT, ein Hersteller- und Stichwortverzeichnis, ein umfangreiches Glossar zu IT-Fachbegriffen sowie weiterführende Verweise auf das vollständige Produktangebot der Bechtle Onlineshops. Seit April 2011 ist der Bechtle IT-Katalog auch als App für iPad und iPhone verfügbar. Der ARP-Katalog erscheint in drei Sprachen dreimal jährlich mit einer Auflage von über 60.000 Exemplaren. In Deutschland erscheinen darüber hinaus weitere Bechtle Sonderkataloge zu den Themen "Mobile Computing", "Supplies", "Netzwerk, Server, Storage" sowie "Gesundheitswesen". Die Kataloge mit detaillierten technischen Daten, Produktabbildungen und direkten Verweisen auf passendes Zubehör sind somit die optimale Ergänzung zur zentralen Onlineproduktdatenbank. Sie haben sich seit der ersten Ausgabe 1988 zum anerkannten Standardnachschlagewerk der IT-Branche entwickelt.

Softwarelizensierung. Auch im Bereich Softwarelizenzierung und -management hat die Bechtle AG im Jahresverlauf die Aktivitäten ausgebaut. Die in diesem Geschäftsfeld in acht Ländern tätigen Comsoft direct-Gesellschaften bieten den Kunden herstellerübergreifend ein Full-Service-Lösungsportfolio für Softwarelizenzen an. Die Unternehmen erhalten bei Comsoft direct individuell zugeschnittene Softwareprodukte und Lösungen. Das Angebot deckt dabei den gesamten Softwarelifecycle ab: von der Beratung über den Verkauf und die Beschaffung bis zur Wartung und zum entsprechenden Projektmanagement. Dieses Know-how wird immer wichtiger, denn die Lizenz- und Preismodelle der Hersteller werden zusehends komplexer. Gerade im Hinblick auf serviceorientierte Architekturen, in denen unterschiedliche Softwaremodule mit unzähligen Lizenzmodellen zum Einsatz kommen, wird diese Fachkompetenz kundenseitig zunehmend gefordert. Comsoft direct wählt aus seinem umfassenden Portfolio die optimalen Lizenzierungsmodelle aus und gewährleistet, dass die Kunden ihre Softwareapplikationen bestmöglich und kostenoptimiert einsetzen können. Teil des Angebots in diesem Geschäftsfeld ist dabei auch die Analyse der Lizenzierungssituation bei den Kunden, um das Optimum zwischen gesetzeswidriger Unterlizenzierung und unnötiger, kostenintensiver Überlizenzierung schnell zu erreichen.

Software Asset Management. Durch den Einsatz einer modularen und zugleich kostengünstigen Software-Asset-Management-Lösung (SAM) erreichen wir eine professionelle Bestandsverwaltung der beim Kunden eingesetzten Softwarelizenzen. Im Zugriff auf die vorhandenen IT-Bestandsinformationen wird dabei ein umfangreiches Bild über die im gesamten Unternehmen eingesetzte Software möglich, inklusive der Verwendungshäufigkeit und Verteilung. In Verbindung mit der gegenwärtigen Unternehmenssituation und der geplanten Entwicklung lassen sich so umfangreiche Beratungspotenziale zur Lizenzoptimierung beim Kunden realisieren. Damit deckt Comsoft direct die gesamte Komplexität des Softwarelebenszyklus von der Einkaufsplanung über die Finanzierung, Beschaffung, Verteilung, Bereitstellung und Instandhaltung bis hin zur Ablösung ab und ermöglicht dem Kunden die kontinuierliche Optimierung seiner Produktivität bei gleichzeitig größtmöglicher Kosteneffizienz.

Marktabdeckendes Softwareportfolio. Analog zu Bechtle direct verfolgt der Konzern auch unter der Marke Comsoft direct die Strategie, mit einem umfangreichen Onlineportfolio über die eigenen Webshops jede businessrelevante Software zu tagessaktuellen Preisen anzubieten. Das Onlineangebotsspektrum von Comsoft umfasst derzeit über 5.000 Produkte von rund 80 Herstellern und wird ständig erweitert. Es erstreckt sich angefangen bei Betriebssystemen und Officepaketen über Softwareentwicklungswerkzeuge und Virtualisierungslösungen bis hin zu nützlichen Arbeitsplatztools. Neben der umfangreichen Auswahl hat der Kunde den zusätzlichen Vorteil, eine Vielzahl unterschiedlicher Bezugsquellen auf einen einzigen leistungsfähigen Anbieter zu konsolidieren.

Forschung und Entwicklung

Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine Forschungsaktivitäten. Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen finden vornehmlich zu eigenen Zwecken und nur in sehr eingeschränktem Umfang statt. Im Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen ist es jedoch Teil des Angebots, zum Beispiel bei SharePoint-Projekten Software im Kundenauftrag zu konzipieren, zu entwickeln und zu implementieren.

Entwicklungsarbeiten im Berichtsjahr betrafen die Pflege und Aktualisierung der Webseiten. Zudem entfiel Programmieraufwand auf die beiden selbst erstellten Softwarelösungen BELO S und structura dynamic. BELO S ist eine Ressourcenmanagementsoftware zu Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Schulungen und Meetings. Die für den eigenen Bedarf entwickelte Software wird in geringem Umfang vermarktet. Mit structura dynamic bietet Bechtle auf Basis der Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics ein umfassendes Gesamtpaket speziell für mittelständische Hersteller. Das Tool zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Funktionalität und Transparenz bei Projektmanagement, Ressourcen- und Absatzplanung, Produktionssteuerung, Service- und Reklamationsabwicklung sowie Benachrichtigungs- und Genehmigungsverfahren aus. Die Softwarelösungen werden regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt.

Die Onlinelösungen der bestehenden Webshops von ARP, Bechtle direct und Comsoft wurden 1995 intern bei Bechtle entwickelt. Seitdem übernimmt ein Team von Programmierern die kontinuierliche Pflege, die Weiterentwicklung der E-Commerce-Plattformen und die Implementierung neuer Länderseiten wie beispielsweise im Rahmen der Markteinführungen in Tschechien sowie aktuell in Ungarn. Auch auf die Webshoplösungen der Handelsmarken, erreichbar unter den jeweiligen Landesdomains von Bechtle, entfielen im Berichtsjahr weitere Entwicklungsleistungen.

Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Entwicklungsleistungen. Kennzahlen zu F&E weist Bechtle aufgrund des derzeit geringen Umfangs und der zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Bedeutung der Entwicklungsleistungen nicht aus.

Absatzmärkte

Die Kernzielgruppe von Bechtle sind mittelständische Unternehmen. Dabei definiert Bechtle den Mittelstand über die Anzahl der PC-Arbeitsplätze. Zum lokalen Mittelstand zählen Kunden mit 20 bis 50 PC-Arbeitsplätzen, der regionale Mittelstand umfasst Unternehmen mit 50 bis 250 PC-Arbeitsplätzen und im gehobenen Mittelstand sind Unternehmen mit 250 bis 2.000 PC-Arbeitsplätzen zusammengefasst. Neben dem klassischen Mittelstand spricht Bechtle auch größere Unternehmen und Konzerne sowie öffentliche Auftraggeber mit mehr als 2.000 PC-Arbeitsplätzen an.

Bechtle bearbeitet den IT-Markt grundsätzlich branchenunabhängig. Lediglich die Besonderheiten der Ausschreibungsverfahren im Bereich der öffentlichen Auftraggeber haben dazu geführt, in dieser Kundengruppe eine stärker fokussierte und damit spezialisierte Marktbearbeitung umzusetzen. Der zentrale Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber unterstützt in dieser Funktion als interne Serviceeinheit die dezentralen Systemhäuser sowie die Handelsgesellschaften bei der Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen.

Geografisch ist Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services in der D-A-CH-Region tätig. Eine Ausnahme bildet das im Berichtsjahr gegründete Vertriebsbüro in Brüssel. Im Segment IT-E-Commerce ist der Bechtle-Konzern europaweit aufgestellt.

Wettbewerbsposition

Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes bieten über 70.000 IT-Unternehmen in Deutschland ihre Produkte und Dienstleistungen an, wobei die Größe, das Leistungsspektrum und die Spezialisierung der IT-Unternehmen stark differieren. Die meisten sind rein lokal tätige Unternehmen, deren Jahresumsatz selten 5 Mio. € übersteigt. Die Gruppe der mittelgroßen IT-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von circa 50 Mio. € bis 250 Mio. € besteht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus circa 100 Unternehmen. Zu den größeren in Deutschland aktiven Systemhäusern zählen nur etwa 20 Unternehmen, darunter Bechtle.

Bechtle hat in Deutschland eine hervorragende Marktposition. Laut dem Fachmedium ChannelPartner belegte Bechtle 2011 im deutschen Systemhausgeschäft gemessen am inländischen Umsatz den zweiten Platz unter den herstellerunabhängigen Systemhäusern, mit deutlichem Abstand auf die folgenden Plätze. Wichtiger noch als die Höhe des Umsatzes ist die Wettbewerbsstärke. Gemäß einer ebenfalls von ChannelPartner unter deutschen Systemhäusern durchgeführten Umfrage zu den wichtigsten Wettbewerbern ist Bechtle das am häufigsten genannte Unternehmen.

In der jährlichen Umfrage der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche unter Anwenderunternehmen zur Kundenfreundlichkeit belegte die Bechtle AG 2011 in der Klasse über 250 Mio. € Jahresumsatz einen führenden Platz unter den deutschen Systemhäusern. Über 6.000 Projekte wurden in der dreiwöchigen Onlinebefragung beurteilt, davon über 620 von Bechtle. Die Fragen betrafen unter anderem die Qualität des Angebots des ausgewählten Systemhauses. Anhand der Aussagen zum Projektmanagement, zur Kommunikation, zu Reaktionszeiten und Kompetenz wurde die Güte des Projektverlaufs ermittelt. Eingehaltene Termine, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Betreuung nach Projektende (Wartung, Schulung, etc.) waren ebenfalls Grundlage der Bewertung.

Das Gesamtvolumen des deutschen IT-Marktes 2011 wird vom Branchenverband BITKOM zum Berichtszeitpunkt mit 70,0 Mrd. € angegeben. Mit einem Jahresumsatz in Deutschland von 1,3 Mrd. € beläuft sich der Marktanteil des Bechtle-Konzerns demnach auf aktuell rund 2 Prozent. Die vom Fachmedium Channel- Partner jährlich erhobenen zehn größten IT-Unternehmen in Deutschland nehmen einen Marktanteil von rund 6,9 Prozent ein. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie stark fragmentiert der deutsche IT-Markt ist. Unverändert verbuchen die kleineren und mittleren Unternehmen zusammen den weitaus größten Marktanteil. Darüber hinaus war jedoch auch im Berichtsjahr zu beobachten, dass der Konsolidierungsdruck in der IT-Branche auf einem hohen Niveau anhält und vor allem große Unternehmen ihre Marktposition durch Übernahmen ausbauten.

In der Schweiz zählt Bechtle nach eigener Einschätzung im Systemhausgeschäft zu den Marktführern. In Österreich ist die Bechtle AG mit zwei Systemhausstandorten in Wien und St. Pölten sowie weiteren Vertriebsniederlassungen in Graz und Innsbruck vertreten

Im Bereich IT-E-Commerce sieht sich der Konzern in Deutschland und der Schweiz in der Spitzengruppe. In den übrigen europäischen Ländern ist Bechtle in einer gefestigten Marktposition, wobei in Ländern mit erst kürzlich erfolgtem Markteintritt diese Position noch untermauert werden muss.

Umweltschutz

Die Bechtle AG ist als Handels- und Dienstleistungsunternehmen von Anforderungen des Umweltschutzes weniger betroffen als produzierende Unternehmen. Dennoch fühlt sich Bechtle dem Umweltschutz verpflichtet. So unterstützt der Konzern im Rahmen seiner Möglichkeiten einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Um dieses Engagement zu unterstreichen und vor allem auch innerhalb des Unternehmens zu verankern, hat die Bechtle AG im Berichtsjahr ein Umweltmanagementsystem (UMS) nach ISO 14001 eingeführt und zertifizieren lassen. Damit ist es dem Unternehmen möglich, Umwelteinflüsse systematisch zu erfassen und die Umweltsituation laufend zu verbessern. Diese Maßnahme betrifft im ersten Schritt die Bechtle AG in Neckarsulm als Einzelgesellschaft. Nach einer Testphase werden wir prüfen, für welche Tochtergesellschaften es sinnvoll ist, das UMS zu übernehmen. Aufgrund der dezentralen Struktur der Bechtle-Gruppe ist es aus heutiger Sicht nicht geplant, den Gesamtkonzern hier einzubeziehen. Gleichwohl gilt vom Prinzip her der Grundgedanke des UMS - schonender und verantwortungsvoller Umgang mit den eingesetzten Ressourcen - für alle Unternehmen im Bechtle-Konzern.

Das UMS bei der Bechtle AG betrifft Einsparungen beim Wasser, beim Papierverbrauch, beim Restmüll, bei der Energie (Strom und Wärme) und bei den Emissionen durch Dienstreisen. Hier hat die Bechtle AG die Verbräuche erfasst und - soweit ein relevanter Umwelteinfluss in den einzelnen Abteilungen festgestellt wurde - entsprechende Einsparziele formuliert. So betrifft beispielsweise das Einsparziel beim Papierverbrauch die Bereiche Human Resources und Akademie. Der Papierverbrauch in diesen beiden Abteilungen ist hoch genug, um Einsparungen messbar zu machen. Maßnahmen, die sich nicht auf einzelne Abteilungen beschränken lassen und somit alle Gesellschaften betreffen, die in Neckarsulm am Hauptsitz ansässig sind, sind beispielsweise ein geringerer Wasserbrauch, eine zentrale Sammlung von Wertstoffen oder eine Trennung von Altpapier und Restmüll an jedem Arbeitsplatz. Im laufenden Geschäftsjahr werden die 2011 schätzungsweise angegebenen Einsparziele mit den konkreten Verbräuchen verglichen und auf dieser Basis realistische Ziele für die weitere Planung definiert.

Über die Einführung des UMS hinaus beachtet der Bechtle-Konzern Belange des Umweltschutzes natürlich auch im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. So bieten wir keine Produkte an, die Schadstoffe oder potenziell schädigende Stoffe enthalten und damit ein Risiko für Endanwender und Umwelt darstellen. Bechtle verpflichtet seine Lieferanten dazu, die Bestimmungen der EU-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) vom März 2003 zu beachten. Neben der Vereinbarung werden regelmäßig alle eingekauften Komponenten geprüft, um sicherzustellen, dass diese keine gefährlichen Stoffe enthalten. Bechtle sorgt für eine umweltschonende Entsorgung der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus und kommt damit auch seinen Verpflichtungen im Rahmen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes nach. Das Unternehmen ist bereits seit 2005 im Elektro-Altgeräte-Register erfasst.

Ein wichtiges Thema für Bechtle ist Green IT. Unternehmen, die heute noch nicht ausreichend für das Thema Green IT sensibilisiert sind, müssen in Zukunft mit steigenden Energiekosten, höheren Abgaben und nicht zuletzt auch mit negativer Presse rechnen. Eine professionelle Auseinandersetzung mit Green IT bietet dagegen die Chance, sich der sozialen Verantwortung zu stellen und das Thema Umweltschutz nicht nur als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, sondern gleichermaßen von niedrigeren Betriebskosten zu profitieren. Viele Unternehmen entscheiden sich heutzutage nicht mehr nur für den besten Angebotspreis, sondern betrachten die Kosten für den gesamten Lifecycle, was auch die permanent steigenden Energiekosten berücksichtigt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Mitarbeiter.

Die Schulung der Mitarbeiter ergänzt die Zielsetzung, auch am Arbeitsplatz eine Sensibilisierung für die IT und die damit verbundenen laufenden Energiekosten nachhaltig zu gewährleisten. Das Unternehmen sieht sich als strategischer Partner für Green IT. Neben der hohen Servicequalität und der Hochverfügbarkeit der Systeme gehört die flexible Unterstützung der Geschäftsprozesse der Kunden zu den Aufgaben von Bechtle.

Der Konzern reagiert auf den gestiegenen Bedarf nach verbrauchsärmeren IT-Produkten sowie energieeffizienten Konzepten auch mit einem erweiterten Dienstleistungs- und Produktangebot an umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren IT-Umgebungen. Bechtle deckt von der Beratung über die Beschaffung bis zur Umsetzung sämtliche Stufen der wirtschaftlichen und ökologischen Optimierung von IT-Infrastrukturen ab. So werden Rechenzentren im Hinblick auf ihren Energieverbrauch und mögliche Einsparpotenziale analysiert. Einsparungen können beispielsweise durch Servervirtualisierung und -konsolidierung erzielt werden. Darüber hinaus finden sich im aktuellen Produktangebot von Bechtle zahlreiche energiesparende Hard- und Softwareprodukte.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Strategie und Unternehmensorganisation der Bechtle-Gruppe orientieren sich langfristig an der Vision 2020. Wir werden auf dem Weg zur Realisierung unserer Ziele sowohl die bestehenden Geschäftsfelder verstärken als auch neue Märkte erschließen. Akquisitorisches und organisches Wachstum werden sich dabei ergänzen. Neben einer zukunftsgerichteten Personalpolitik bestimmt auch die regelmäßige Verbesserung der Steuerungssysteme die erfolgreiche Entwicklung von Bechtle. Insbesondere die im Berichtsjahr weiterentwickelten Controllinginstrumente unterstützen unsere Führungsprozesse und gewährleisten eine fortlaufende Überprüfung der Strategie in Bezug auf das Erreichen der langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele.

Ziele und Strategie

Der Vorstand der Bechtle AG hat sich mit der Vision 2020 sehr ambitionierte Wachstumsziele gesetzt. Danach strebt der Konzern bis 2020 einen Gesamtumsatz von 5 Mrd. € bei einer Vorsteuermarge von 5 Prozent sowie einen Beschäftigungszuwachs auf 10.000 Mitarbeiter an. Diese Zielstellung setzt ein durchschnittliches Wachstum der Erlöse von jährlich etwa 10 bis 15 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der Profitabilität voraus.

Mit kompetenter Beratung, neuen Technologien, hochwertigen Dienstleistungen und einem bedarfsorientierten Hardwareinfrastruktur- sowie Softwareangebot als Teil einer Lösung für den Kunden möchte Bechtle auch künftig organisch wachsen. Dazu bauen wir unser Portfolio konsequent aus: zum Teil aus eigener Kraft, zum Teil in enger Abstimmung mit wichtigen Herstellern.

Darüber hinaus soll das Wachstum auch weiterhin durch attraktive Akquisitionen oder gezielte Neugründungen unterstützt werden. Bei den Akquisitionen stehen kleinere bis mittelgroße Unternehmen im Fokus, die regional, kunden- und/oder leistungsbezogen die Marktposition der Bechtle-Gruppe stärken. Zielsetzungen sind daher die Ergänzung der IT-spezifischen Kompetenzen, die intensive Bearbeitung strategisch bedeutsamer regionaler Märkte sowie Kundengruppen und damit die Gewinnung von Marktanteilen. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services haben wir das Ziel, bis 2020 flächendeckend in der gesamten D-A-CH-Region vertreten zu sein und uns zum führenden IT-Partner der Industrie sowie der öffentlichen Auftraggeber zu entwickeln.

Im Segment IT-E-Commerce verfolgt Bechtle auf Basis einer Mehrmarkenstrategie eine konsequente Internationalisierung. Das Unternehmen ist bereits heute in insgesamt 14 Ländern Europas vertreten. Der Konzern wird seine Präsenz weiter ausbauen und bis 2020 in Europa eine führende Position im E-Commerce einnehmen.

Ausbildung und Personalentwicklung sind vor dem Hintergrund des absehbaren Fach- und Führungskräftemangels in der gesamten IT-Branche kritische Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung der Strategie und dem Verfolgen der langfristigen Wachstumsziele. Der Anspruch ist, durch entsprechend qualifiziertes Personal innovative, lösungsorientierte und effiziente Konzepte für die Kunden-IT bereitzustellen und sich auf diesem Weg in einem sich stark verändernden Umfeld wettbewerbsfähig zu positionieren.

Die in der Firmenphilosophie verankerten Grundwerte der Bechtle AG sind zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Diese Werte untermauern in Verbindung mit den internen Führungsgrundsätzen und dem Verhaltenskodex die langfristigen strategischen Zielsetzungen. Dabei geben diese formulierten Inhalte allen Mitarbeitern eine Anleitung zur Zielerreichung an die Hand und bieten Orientierung im Managementprozess hinsichtlich einer effizienten und nachhaltigen Unternehmensführung und -steuerung.

Systeme und Instrumente

Der Vorstand der Bechtle AG zeichnet für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum.

Die zur Steuerung der operativen Einheiten dienende Kurz- und Mittelfristplanung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Sie orientieren sich aber auch an der Entwicklung des Wettbewerbs- und Marktumfelds. Oberste Maxime für die Mitarbeiter der Bechtle AG sind Wachstum und Renditeoptimierung durch zufriedene Kunden sowie das Erreichen der Marktführerschaft am eigenen Standort.

Als relevante Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele gelten Umsatz, Umsatzwachstum, Vorsteuerergebnis sowie das Vorsteuerergebnis bezogen auf den Umsatz (EBT-Marge). Über eine individuelle Erfolgsbeteiligung werden die Mitarbeiter motiviert, die vereinbarten Ziele engagiert zu verfolgen.

Auf jährlich stattfindenden Strategietagungen stellt der Vorstand Maßnahmen und messbare Zwischenschritte vor, über die Bechtle das Erreichen seiner langfristigen Ziele anstrebt. Die kurzfristige Steuerung erfolgt durch die jährliche Fokusplanung, ein Strategiepapier der jeweiligen Gesellschaften sowie individuelle Planungsgespräche mit den Geschäftsführern. Im Rahmen der Fokusplanung treffen die Verantwortlichen eine erste grobe Einschätzung zur Entwicklung wesentlicher GuV-Posten wie Umsatz, Deckungsbeitrag, Vertriebs- und Verwaltungskosten, EBT und Firmenwertabschreibungen sowie Mitarbeiterstand. Die Fokusplanung wird im neuen Planungs- und Reportingsystem "DeltaMaster" gepflegt und gibt für das bevorstehende Geschäftsjahr den Benchmark für die Detailplanung vor. Plausibilisiert und untermauert werden diese Inhalte durch die zwischen dem Konzerncontrolling und der Geschäftsführung abgestimmten Personal-, Dienstleistungs- und Vertriebsplanungen. Die Daten hierfür werden automatisch vom Warenwirtschaftssystem bereitgestellt. Das Ergebnis der jeweiligen Prozessschritte fließt als operative Gesamtplanung in das eigens hierfür entwickelte EDV-System "Planos" ein. Aus Gründen der Datensicherheit werden die Anwendungen "DeltaMaster" und "Planos" systemseitig voneinander getrennt betrieben. Alle Einzelplanungen bilden aggregiert die Basis für die Jahresplanung der Bechtle-Gruppe.

Die aus den Einzelgesprächen abgeleiteten operativen Ziele und Aufgaben werden durch die Geschäftsführer und Bereichsvorstände in die jeweiligen Einzelgesellschaften sowie Unternehmensbereiche beider Segmente kommuniziert und den individuellen Leistungszielen der Mitarbeiter zugrunde gelegt. Die unterjährige Entwicklung wird hierbei kontinuierlich durch datenbankgestützte Führungsinstrumente - wie den "DeltaMaster-Compass" - analysiert. Dabei handelt es sich um ein eigenentwickeltes Controlling-Cockpit, das im Berichtsjahr eingeführt wurde. Bei Planabweichungen kann das Management so umgehend geeignete Maßnahmen einleiten. Die Auswertung findet - in Form eines Benchmarks - mithilfe der sogenannten Bechtle-Scorecard statt, die unterschiedliche Performancekriterien in ein für alle Gesellschaften und Bereiche transparentes Leistungsranking überführt. Die operative Entwicklung aller IT-E-Commerce-Gesellschaften wird zusätzlich durch ein individuelles Softwaretool, das European Sales Cockpit ("ESC"), erfasst und analysiert.

Zur regelmäßigen Bewertung des Geschäftsverlaufs - auch im Vergleich zu anderen Lokationen -stellt der Konzern den operativen Einheiten darüber hinaus mit dem Planungs- und Reportingsystem "Delta-Master" detaillierte Wochen- und Monatsberichte mit einheitlich definierten Rentabilitätskennzahlen hinsichtlich Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag zur Verfügung. Die jeweiligen Informationen werden automatisiert von einem SQL-basierten Datawarehouse bereitgestellt, das sich direkt aus dem SAP-Finanzbuchhaltungsmodul speist. Ferner unterhalten einige Tochtergesellschaften ein eigenes Managementsystem zur operativen Steuerung ihrer Vertriebsaktivitäten. Darin integriert sind Effektivitätskennzahlen sowie auftrags- und kundenbezogene Größen, die eine unmittelbare Bewertung des Geschäftsverlaufs ermöglichen. Neben den Erfahrungen der Vertriebsmitarbeiter hinsichtlich Nachfrageverhalten und Investitionsneigung der Kunden wird zur zeitnahen Bewertung des Geschäftsverlaufs die Entwicklung der Einkaufspreise sowie der Auftragseingänge als unternehmensspezifischer Frühindikator gesehen.

Die unmittelbar geschäftsbezogenen Kennzahlen werden im Rahmen der Steuerung der Gesellschaften durch cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital, Kapitalbindungsdauer, DSO und DPO ergänzt. Die wesentlichen Einflussfaktoren des Cashflows stehen jedem Geschäftsführer beziehungsweise Bereichsvorstand in Form eines sogenannten Cashflow-Cockpits mit den entsprechenden internen Benchmarks jederzeit im "DeltaMaster-Compass" zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass die Verantwortlichen frühzeitig auf mögliche Fehlentwicklungen einwirken können.

Neben den zentralen Managementinformationssystemen wie "DeltaMaster", "Planos", "Compass" und "ESC" setzt die Bechtle AG im Rahmen der ressourcenorientierten Steuerung der Geschäftsprozesse die beiden ERP(Enterprise Resource Planning)-Systeme Navision Financials und SAP ein. Finanzbuchhaltung, Controlling wie auch die Steuerung der zentralen Logistik erfolgen komplett über SAP. Die optimale Abbildung der Geschäftsprozesse und die Standardisierung der angewandten Steuerungsinstrumente sind dabei wesentliche Kriterien für das Design der implementierten IT. Damit ist sichergestellt, dass sowohl die Führungsstruktur wie auch die eingesetzten Systeme problemlos, abhängig vom weiteren Unternehmenswachstum, skalierbar bleiben.

Im Rahmen von Monats- und Quartalsabschlüssen, die den Führungskräften für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich zur Verfügung gestellt werden, findet nicht nur ein Vergleich der wirtschaftlichen Lage mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Planwerten statt, um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen. Das ERP-System Financials dient an allen Standorten als zentrales Warenwirtschafts- und Vertriebsinformationssystem. Die beiden miteinander verzahnten Systeme fassen die für den Vertriebserfolg wesentlichen Informationen, wie etwa den Status der Vertriebsprozessphasen, die Koordination von Aufgaben im Vertriebsteam, Rechnungslegung sowie Auslieferung der Ware und den Stand der Forderungen zusammen und hinterlegen diese mit entsprechenden Kennzahlen (zum Beispiel Kundenkontaktfrequenz, Angebotssumme beziehungsweise Deckungsbeitrag pro Vertriebsmitarbeiter und DSO).

Aggregiert über alle operativen Einheiten werden die Daten aus den verschiedenen Reportingsystemen auf Konzernebene für die Koordination von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, das frühzeitige Erkennen von Soll-Ist-Abweichungen sowie zur Einleitung geeigneter Maßnahmen genutzt.

Viele erfolgskritische Kenngrößen sind jedoch nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit, Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter sowie deren Führungsqualitäten, aber auch die Unternehmenskultur, die allenfalls qualitativ beschrieben werden können.

Zur besseren Abschätzung der Reputation im Markt orientiert sich das Management von Bechtle zum Beispiel an Kundenbefragungen oder den Erhebungen und Auswertungen der Fachmedien, Branchenverbände und Marktforschungsinstitute. Die Ergebnisse dieser Studien werden unter anderem im Rahmen der strategischen Planung verwendet, um die Wahrnehmung des Unternehmens in Relation zum Wettbewerb einzuschätzen. Der Faktor Kundenzufriedenheit wird in beiden Segmenten des Unternehmens in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Die Ergebnisse dienen als Indikator für die Qualität der Kundenbindung und werden intern zur Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten eingesetzt.

Als deutliches Signal für eine erfolgreiche Kundenbindung wertet Bechtle die jährlichen Umfrageergebnisse der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche nach dem kundenfreundlichsten Systemhaus in Deutschland. In der Kategorie der Unternehmen über 250 Mio. € Umsatz wurde der Konzern von den befragten Anwendern mit einem Notendurchschnitt von 1,91 (Vorjahr: 2,05) bewertet und erreichte damit einen führenden Platz im Gesamtranking. In Verbindung mit einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter helfen diese Analysen Bechtle, die Kunden auch künftig umfassend, flexibel und kompetent zu beraten. Als unternehmensinterne Steuerungsgrößen finden dabei auch die personalbezogenen Daten wie Fluktuation und Qualifikation Verwendung. Ziele sind die systematische Entwicklung der Mitarbeiter in allen Qualifikationsfeldern sowie die Erhöhung der Motivation zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung.

Über die dargestellten eher operativ ausgerichteten Managementsysteme hinaus ergänzen weitere Systeme die geschäftspolitischen, strategischen Entscheidungen des Vorstands. Vor allem die Systeme im Rahmen des Qualitätsmanagements, des Umweltmanagements, der Compliance, des Risikomanagements und der Früherkennung sowie das Interne Kontrollsystem (IKS) sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Damit ist neben der Soll-Ist-Überprüfung der rein finanziellen Steuerungsgrößen auch eine Kontrolle der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ( ) im Unternehmen möglich. Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Überprüfung, Steuerung und Weiterentwicklung der strategischen Ziele sind mit diesen organisatorischen und systemhinterlegten Sicherungsmaßnahmen eine bessere Koordination und eine konsequente Ausrichtung der Aktivitäten aller Bereiche im Konzern im Sinne der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens gegeben.

MITARBEITER (Bechtle AG)

Die Förderung und Weiterbildung des bestehenden Personals sind und bleiben ein Hauptaugenmerk bei Bechtle. Die Investitionen in unsere Mitarbeiter sind eine wesentliche Voraussetzung für das Erreichen der Vision 2020. Der Wettbewerb um gute Fachkräfte wird auch zukünftig nicht nachlassen. Bechtle sieht sich auf dem zunehmend wettbewerbsintensiven Personalmarkt als attraktiver und solider Arbeitgeber in einer guten Ausgangsposition. Ein durchgängiges Employer Branding bildet dabei die Grundlage aller innovativen Maßnahmen im Personalmarketing. In Verbindung mit einem modernen und attraktiven Arbeitsumfeld werden wir auch darüber Bechtle als gefragten Arbeitgeber der Zukunft wahrnehmbar positionieren.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 173 Mitarbeiter in der Bechtle AG beschäftigt. Im Vorjahr waren es 148 Beschäftigte.

Personalaufwand und Gehaltsmodell

Der Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich Sozialabgaben stieg 2011 aufgrund der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und höheren variablen Vergütungsbestandteilen im Zusammenhang mit dem gesteigerten Ergebnis um 28,8 Prozent an und belief sich auf 14,8 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €).

Das Gehaltsmodell einer Vielzahl von Mitarbeitern bei Bechtle besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad im jeweiligen Verantwortungsbereich beziehungsweise nach der Entwicklung des Konzerns. Bei den Vertriebsmitarbeitern orientiert sich der variable Anteil an der Höhe des erzielten Deckungsbeitrags, während bei den Mitarbeitern im Dienstleistungssektor der Umsatz als Messgröße dient. Bei den Geschäftsführern richtet sich die erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich nach dem Erreichen der jeweils zu Jahresbeginn festgelegten Ergebnis- und Umsatzziele.

Angaben zum Vergütungssystem von Vorstand und Aufsichtsrat

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat beziehungsweise Personalausschuss der Bechtle AG hat zu Beginn des Berichtsjahres die Vorstandsvergütung neu strukturiert und diese den Anforderungen des VorstAG sowie den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des DC GK angepasst.

Die mit Wirkung zum 1. Januar 2011 um eine Langfristvereinbarung (vier Jahre) ergänzten Vorstandsverträge sehen nunmehr neben einem fixen Bestandteil eine variable Vergütung vor, die sich aus einer erfolgsabhängigen, kurzfristig orientierten und einer langfristigen Komponente zusammensetzt. Deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtvergütung des Vorstands der Bechtle AG entfällt damit auf variable Anteile. Die Kriterien zur Bemessung entsprechender Zahlungen sind neben dem Vorsteuerergebnis und dem Umsatzwachstum die EBT-Marge sowie im Bereich der langfristigen Vergütung eine Mindestverzinsung des Eigenkapitals. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen hat es wie in der Vergangenheit im Berichtsjahr nicht gegeben. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden vom Aufsichtsrat nicht getroffen.

Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 hat beschlossen, die seit 2006 geltende sogenannte Opting-out-Klausel zu verlängern. Damit ist die Bechtle AG gemäß § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich 2015 von der gesetzlichen Verpflichtung der individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit (Ziffer 4.2.4 DCGK). Bei der mit drei Personen kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung in fixe und variable Anteile für eine ausreichende Transparenz.

Für das Geschäftsjahr 2011 betrugen die festen Bezüge des Vorstands 892 Tsd. € (Vorjahr: 805 Tsd. €) und die variablen Bestandteile 1.602 Tsd. € (Vorjahr 1.101 Tsd. €). Die Gesamtvergütung lag bei 2.494 Tsd. € (Vorjahr: 1.906 Tsd. €).

Die Vorstandsmitglieder erhielten als Nebenleistungen jeweils ein der Position angemessenes Dienstfahrzeug, das auch zum privaten Gebrauch genutzt werden durfte.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung ist in § 11 der Satzung der Bechtle AG festgehalten. Die Bechtle AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aus. Die Vergütungsstruktur trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der einzelnen Mitglieder Rechnung. Dabei werden der Vorsitz, der stellvertretende Vorsitz sowie die Tätigkeit beziehungsweise der Vorsitz in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Vergütung beinhaltet entgegen der Empfehlung des DCGK (Ziffer 5.4.6 Abs. 2) keine erfolgsabhängige Komponente. Aus Sicht des Unternehmens ist es nicht notwendig, dass der Aufsichtsrat für das erfolgreiche und verantwortungsvolle Wahrnehmen seiner Aufgaben einer solchen Komponente bedarf.

Kredite sowie sonstige Haftungserklärungen zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Gleiches gilt im Übrigen für die Vorstandsmitglieder. Für das Berichtsjahr bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft.

Für das Geschäftsjahr 2011 betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats 491 Tsd. €.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben dargestellt:

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2011 insgesamt 21.000.000 €. Es ist eingeteilt in 21.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der auf die einzelne Aktie entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 1,00 €. Sämtliche Aktien der Gesellschaft wurden als auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen. Mit jeder Aktie sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, zum 31. Dezember 2010 bekannt:

Karin Schick, Gaildorf, Deutschland: 28,82 Prozent (direkt)

Karin Schick, Gaildorf, Deutschland: 6,10 Prozent (indirekt)

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen, bei denen Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind und die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen nicht vor.

Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 f. AktG geregelt. Abweichende oder ergänzende Satzungsregelungen bestehen nicht. Im Berichtsjahr gab es keine personellen Änderungen im Vorstand.

Die Voraussetzungen einer Satzungsänderung sind vor allem in den §§ 179 bis 181 AktG geregelt. Für eine Satzungsänderung ist ein mit mindestens einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasster Beschluss der Hauptversammlung erforderlich. Die Satzungsänderung wird erst wirksam, wenn sie in das Handelsregister des Sitzes der Bechtle AG eingetragen worden ist. Die Satzung kann eine von der gesetzlichen Bestimmung abweichende Kapitalmehrheit bestimmen, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere, und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Bechtle AG sieht keine derartige Regelung vor. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Dies ist bei der Gesellschaft durch die Regelung in Ziffer 10.4 der Satzung geschehen.

Der Vorstand ist gemäß §§ 202 ff. AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 10.600.000 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts sowie die Einzelheiten der Ausgabe der neuen Aktien. Ein Ausschluss des Bezugsrechts ist zulässig,

für Spitzenbeträge;
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen;
bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10 v. H. des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden oder die (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten ausgegeben werden beziehungsweise ausgegeben werden können, sofern die Schuldverschreibungen nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden
bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 v.H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt.

Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig, falls einer der dort geregelten Ausnahmetatbestände vorliegt. Die Gesellschaft verfügt aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 über eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Die Ermächtigung wurde am 16. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum 15. Juni 2015. Der Erwerb von eigenen Aktien muss über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf dabei den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien beziehungsweise im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten). Der Umfang der Ermächtigung ist auf bis zu 10 Prozent des Grundkapitals beschränkt. Der Rückkauf ist nur zur Verfolgung der im Beschluss festgelegten Zwecke zulässig.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, liegen nicht vor.

Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden nicht getroffen.

RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFT

Im Berichtsjahr hat sich die Wirtschaftsleistung in der EU auf einem guten Niveau gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 2011 nach Schätzungen der Europäischen Kommission um 1,5 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent). Allerdings ließ die anfängliche Wachstumsdynamik im Jahresverlauf erheblich nach. Während im ersten Quartal die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal noch bei 0,7 Prozent lag, sank sie in den beiden Folgequartalen auf 0,2 beziehungsweise 0,3 Prozent. Im Jahresschlussquartal ging die Wirtschaft dann um 0,3 Prozent zurück. Ein wichtiger Wachstumsindikator, auch für Bechtle, ist die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen. Sie stiegen in der EU nach Schätzungen der Kommission 2011 überdurchschnittlich um 4,1 Prozent. Die staatlichen Konsumausgaben hingegen verzeichneten mit 0,3 Prozent nur ein marginales Wachstum.

Innerhalb der EU-Länder mit Bechtle-Präsenz gab es große Schwankungen beim BIP. So lagen sowohl Italien mit einem Wachstum von 0,2 Prozent als auch Spanien mit 0,7 Prozent deutlich unter dem EU-Schnitt. Portugals Wirtschaft war mit minus 1,5 Prozent sogar rückläufig. Am oberen Ende stehen Österreich mit einer Wachstumsrate von 3,1 Prozent und Polen mit 4,3 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen schwankten innerhalb der Bechtle-Märkte der EU noch stärker. Hier reicht die Bandbreite von minus 11,3 Prozent in Portugal bis plus 9,1 Prozent in Frankreich.

Außerhalb der EU hat die Schweiz eine große Relevanz für uns. Hier konnte die Wirtschaftsleistung mit 1,7 Prozent (Vorjahr: 2,7 Prozent) in etwa auf dem Niveau der EU zulegen.

Die deutsche Wirtschaft war im Berichtsjahr der Wachstumsmotor in der EU und erlebte mit einem BIP-Wachstum von 3,1 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent) einen beeindruckenden Auftrieb. Allerdings schwankte die Dynamik im Jahresverlauf stark: Nach einem Plus von 1,3 Prozent im ersten Quartal flachte das Wachstum von April bis Juni stark ab und lag bei 0,3 Prozent. Nach einer kurzen Erholung im dritten Quartal mit 0,5 Prozent kam es in den letzten drei Monaten 2011 mit minus 0,2 Prozent sogar zu einem leichten Rückgang. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der stabilen Binnenkonjunktur Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen überdurchschnittlich um 8,3 Prozent, nach 10,5 Prozent im Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben entwickelten sich mit einem Plus von 1,2 Prozent stabil.

BRANCHE

Die IT-Branche in der EU musste im Berichtsjahr einen Rückgang verkraften. Nach Angaben des European Information Technology Observatory (EITO) sanken die Umsätze um 0,6 Prozent. Ursächlich hierfür war ein deutliches Minus von 12,5 Prozent im Hardwaregeschäft. Dieses Minus ist stark davon geprägt, dass sich die Kaufintensität von Desktopcomputern und Note- beziehungsweise Netbooks hin zu Tabletcomputern verlagert hat. Diese neue Produktgattung wird von EITO bei den Hardwareumsätzen allerdings noch nicht erfasst. Der Handel mit Softwareprodukten legte mit 3,9 Prozent ebenso zu wie die Umsätze mit IT-Dienstleistungen, die um 2,0 Prozent stiegen. Innerhalb der Länder mit Bechtle-Präsenz ging die Schere bei den Hardwareumsätzen weit auseinander. Sie reicht von minus 4,5 Prozent in Polen bis minus 28,2 Prozent in Spanien. Auch bei der Software rangieren die von der Eurokrise härter getroffenen Länder am unteren Ende der Skala: Portugal mit minus 4,5 Prozent sowie Irland mit minus 0,8 und Spanien mit minus 0,6 Prozent. Am oberen Ende findet sich wiederum Polen mit einem Plus von 7,4 Prozent.

Der Schweizer IT-Markt stagnierte bei 0,0 Prozent. Die Hardwareumsätze gingen um 11,6 Prozent zurück, während Services um 2,1 Prozent und Software um 4,2 Prozent zulegten.

Der IT-Markt in Deutschland konnte sich 2011 positiv entwickeln. Die Prognose des Branchenverbands BITKOM vom November 2011 rechnet mit einem Plus von 3,2 Prozent. Wachstumstreiber war auch hier das Segment Software mit 5,1 Prozent. IT-Services wuchsen um 3,6 Prozent. Auch die Hardwareumsätze konnten um 1,1 Prozent gesteigert werden. Allerdings berücksichtigt BITKOM bei dieser Einschätzung - im Gegensatz zu EITO - auch Umsätze mit Tabletcomputern und Halbleitern.

Gesamteinschätzung

Das Jahr 2011 zeigte gute Wachstumsraten und eine nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft. Allerdings ließ die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf aufgrund der weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten und der Staatsschuldenkrise in Europa und den USA nach. Vor allem das zweite Halbjahr war geprägt von Unsicherheit und Ängsten vor einer weltweiten Konjunkturkrise. Viele der oftmals allzu optimistische Prognosen für die Gesamtwirtschaft oder den IT-Markt mussten daher im Jahresverlauf angepasst werden. Allerdings stellten sich auch die vielfach prognostizierten Krisenszenarien nicht ein.

Innerhalb des IT-Markts haben sich die Schwerpunkte verlagert. Während 2010 Hardware noch der Wachstumstreiber war, gingen 2011 die Umsätze mit IT-Infrastruktur zurück. Dienstleistungen und an erster Stelle Software haben das Branchenwachstum gestützt. Die einzelnen Ländermärkte zeigten größere Abweichungen als üblich. Vor allem die von der Staatsschuldenkrise stark betroffenen Länder Südeuropas sowie Irland konnten bei Weitem nicht mit dem Wachstumstempo anderer EU-Staaten mithalten. Die Bechtle AG blieb von diesen Faktoren allerdings weitgehend unbeeinflusst und konnte selbst in Ländern mit rückläufigen IT-Budgets Wachstum generieren und ihren Marktanteil ausbauen.

Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere der unterschiedlich ausgeprägten Investitionsneigung bei Hardware in den Bechtle-Märkten gab es im vergangenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Ereignisse außerhalb des Unternehmens, die sich nennenswert auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt haben.

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

ERTRAGSLAGE

Alle Prozentangaben werden auf Basis von Tsd.€-Zahlen berechnet. Dadurch können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Die Ertragslage der Bechtle AG ist aufgrund ihrer Funktion als Finanzholdingwesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung der operativ tätigen Tochtergesellschaften abhängig. Die Ergebnisse aller wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften werden aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge und entsprechender gesellschaftsvertraglicher Regelungen zeitgleich von der Bechtle AG als obersten Mutterunternehmen übernommen.

Die Erhöhung der Beteiligungserträge um 14,1 Mio. € auf 51,6 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus den im Zusammenhang mit der positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe stehenden gestiegenen Ergebnisbeiträgen der Bechtle Systemhaus Holding AG, der Bechtle E-Commerce Holding AG und der Bechtle Logistik & Service GmbH.

Gesteigerten konzerninternen Umsätzen aus Umlagen für Rechenzentrum und Verwaltungsaufgaben in Höhe von 26,0 Mio. € (Vorjahr 17,6 Mio. €) stehen rückläufige Handels- und Dienstleistungsumsätze mit Dritten im Rahmen größerer IT-Projekte in Höhe von 32,7 Mio. € (Vorjahr 37,3 Mio. €) gegenüber. Insgesamt sind die Umsatzerlöse von 54,9 Mio. € auf 58,7 Mio. € angestiegen.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Umsatzerlöse 14,2 15,3 28,5 54,9 58,7

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen 2011 um 18,6 Prozent zurück und beliefen sich auf 5,7 Mio. € nach 7,1 Mio. € im Vorjahr. Sie beinhalten im Wesentlichen Kostenverrechnungen mit Tochtergesellschaften in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €). Im Vorjahr waren darüber hinaus Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 0,9 Mio. € enthalten.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Sonstige betriebliche Erträge 7,5 8,2 7,7 7,1 5,7

Der Personalaufwand erhöhte sich von 11,5 Mio. € um 28,8 Prozent auf 14,8 Mio. €. Die Steigerung resultiert neben der im Jahresdurchschnitt höheren Mitarbeiterzahl im Wesentlichen aus der Erhöhung ergebnisabhängiger Vergütungen.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Personalaufwand 9,2 11,1 9,9 11,5 14,8

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Umlagen von 8,0 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €), Gebäudeaufwendungen von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) sowie Aufwendungen aus Devisentermingeschäften zur Absicherung von Nettoinvestitionen in den schweizerischen Teilkonzern von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €). Diese werden im Konzern mit den zugehörigen Währungsgewinnen erfolgsneutral verrechnet.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10,6 14,2 15,2 24,6 22,7

Das nachfolgend dargestellte Beteiligungsergebnis umfasst die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Beteiligungen. Insgesamt ist das Beteiligungsergebnis von 37,6 Mio. € um 37,4 % auf 51,6 Mio. € gestiegen.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Beteiligungsergebnis 24,7 29,1 24,9 37,6 51,6

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im Vorjahresvergleich um 77,6 Prozent von 24,7 Mio. € auf 43,9 Mio. € gestiegen.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24,1 25,2 22,8 24,7 43,9

Der Ertragsteueraufwand ist von 4,1 Mio. € auf 9,0 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses.

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Jahresüberschuss 19,3 22,2 17,7 20,6 34,9

Von dem um 14,2 Mio. € verbesserten Jahresergebnis in Höhe von 34,9 Mio. € verbleibt nach Rücklagendotierungen gemäß § 58 Abs. 2 AktG in Höhe von 13,9 Mio. € ein zur Ausschüttung vorgesehener Bilanzgewinn von 21,0 Mio. €. Die vorgesehene Dividende je Aktie beträgt 0,85 € zuzüglich einer einmaligen Sonderdividende von 0,15 € je Aktie (Vorjahr 0,75 € je Aktie).

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur spiegelt das Tätigkeitsfeld der Bechtle AG als Finanzholding wider: 59,9 Prozent der Bilanzsumme entfallen mit 218,0 Mio. € auf das Finanzanlagevermögen und 27,8 Prozent auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Tochtergesellschaften stehen.

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 60,0 Mio. € (= 19,7 %) angestiegen. Auf der Aktivseite resultiert die Steigerung im Wesentlichen aus Investitionen in den Erwerb und die Kapitalausstattung von Tochterunternehmen (+ 18,5 Mio. €) sowie stichtagsbedingt erhöhten kurzfristigen Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften (+ 41,0 Mio. €). Auf der Passivseite steht dem ein infolge der Ergebnissteigerung erhöhtes Eigenkapital (+ 19,1 Mio. €) und stichtagsbedingt erhöht ausgewiesene Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen (+34,6 Mio. €) gegenüber.

Beim Eigenkapital stehen dem Zugang aus dem laufenden Jahresergebnis in Höhe von 34,9 Mio. € Abgänge aus der Dividende für 2010 in Höhe von 15,8 Mio. € gegenüber. Aufgrund der deutlich höheren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 74,1 % im Vorjahr auf 67,1 % zurückgegangen.

Zum Bilanzstichtag verfügt die Bechtle AG über liquide Mittel in Höhe von 29,2 Mio. €. Mit freien Kreditlinien in Höhe von 32,4 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €) steht nach wie vor eine ausreichende Liquiditätsreserve für künftige Expansionen und Akquisitionen zur Verfügung.

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In

Tsd. €
2007 2008 2009 2010 2011
AKTIVA
Anlagevermögen 180.829 183.528 198.030 208.991 226.742
Vorräte 0 0 633 536 208
Kurzfristige Forderungen 39.607 53.477 60.381 65.139 106.011
Liquide Mittel 13.156 26.444 24.428 29.052 29.206
Eigene Anteile 0 2.247 0 0 0
Übrige Aktiva 40 96 319 340 1.933
PASSIVA
Eigenkapital 204.183 213.621 216.587 225.229 244.355
Langfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 3.659 5.143 6.056 11.425 16.983
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 25.109 46.540 60.423 67.304 102.762
Latente Steuern 681 488 725 100 0
BILANZSUMME 233.632 265.792 283.791 304.058 364.100

Finanzlage

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,6 Mio. € und Sachanlagen in Höhe von 1,8 Mio. € getätigt. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen von insgesamt 23,5 Mio. € betreffen Auszahlungen für den Erwerb eines Tochterunternehmens (18,5 Mio. €) sowie den Kauf eines Schuldscheindarlehens (5 Mio. €).

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich ein Mittelzufluss in Höhe von 32,8 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €).

Die Dividendenausschüttung in Höhe von 15,8 Mio. €, der Mittelzufluss aus dem Saldo aus Tilgung und Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 7,0 Mio. € sowie Zinszahlungen in Höhe von 0,7 Mio. € führten zusammen zu Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von 9,5 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €).

Der Finanzmittelbestand zum Stichtag 31. Dezember 2011 liegt mit 29,2 Mio. € fast auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 29,1 Mio. €).

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In Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 23,5 33,9 28,8 24,3 28,3

Ein wesentlicher Teil der selbstgenutzten Immobilien wird über Mietvereinbarungen finanziert. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann jährlich gekündigt werden. Der Mietzins beträgt z.Zt. 0,9 Mio. €.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Als europaweit agierendes Unternehmen in einer von kurzen Produktlebenszyklen gekennzeichneten schnelllebigen Branche ist Bechtle täglich mit zahlreichen Risiken und Chancen konfrontiert, die Auswirkungen auf das operative Geschäft haben können. Wir verfügen über etablierte Managementsysteme, um Chancen und Risiken gleichermaßen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung gehen wir Risiken bewusst und kontrolliert ein, um sich bietende Chancen zu nutzen und wirtschaftlich nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Regelmäßig überprüfen wir unsere Systeme auf ihre Wirksamkeit und entwickeln sie bei Bedarf weiter.

RISIKO- UND CHANCENMAGEMENT

Grundverständnis

Im Bechtle-Konzern sind Risiko- und Chancenmanagement bestimmungsgemäß eng miteinander verzahnt. Das interne Chancenmanagement der Bechtle AG leitet sich im Wesentlichen von der Strategie der Geschäftssegmente und deren Zielen ab. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt in erster Linie dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten und Holdinggesellschaften in Form der Bereichsvorstände und Geschäftsführer. Diese Aufgaben sind somit, wie auch das Risikomanagement, integraler Bestandteil des konzernweiten Planungs- und Steuerungssystems. Das Management der Bechtle AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen und umfänglichen Szenarien zur Markt- und Konkurrenzsituation im Umfeld des Unternehmens sowie den kritischen Erfolgsfaktoren für die Unternehmensentwicklung. Daraus werden konkrete Chancenpotenziale für die jeweiligen Geschäftssegmente abgeleitet und in Planungsgesprächen zwischen Vorstand und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert sowie entsprechende Maßnahmen und Ziele im Rahmen der Potenzialausschöpfung vereinbart.

Risikomanagement wird bei der Bechtle AG definiert als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Oberstes Ziel des Risikomanagements sind insbesondere das rechtzeitige Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken, deren Bewertung sowie das Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung, damit die Schadensfolgen aus dem möglichen Eintritt eines Risikos für das Unternehmen abgewendet oder minimiert werden können. Effizientes Risikomanagement stellt sicher, dass Mitarbeiter und Ressourcen so eingesetzt werden, dass das Erreichen der Unternehmensziele bestmöglich unterstützt wird.

Nach Auffassung des Managements ist es nicht Aufgabe des Risikomanagements, alle Risiken zu vermeiden. Um Chancen erfolgreich zu erschließen, muss ein Unternehmen innerhalb seiner unternehmerischen Tätigkeit bewusst Risiken eingehen. Dabei ist wichtig, dass die Risiken auf ein akzeptables Maß begrenzt und so gut wie möglich kontrolliert werden. Den Rahmen dafür setzt die Risikopolitik beziehungsweise -strategie im Sinne einer übergeordneten Grundausrichtung des Unternehmens. Die Risikostrategie gründet bei der Bechtle AG auf der Unternehmenskultur, den Unternehmensgrundsätzen und den strategischen Unternehmenszielen, die das tägliche Handeln bestimmen und auf unterschiedlichste Weise als Orientierungshilfe bei allen Entscheidungen dienen. In der Bechtle-Firmenphilosophie, dem Bechtle-Verhaltenskodex ("Code of Conduct") sowie den Bechtle-Führungsgrundsätzen und den Bechtle-Leitlinien für soziale Medien sind die wesentlichen Elemente dieser kulturellen Grundprägung des Unternehmens verankert.

Im Rahmen der Vision 2020 verfolgt die Bechtle AG das Ziel, im Segment IT-Systemhaus & Managed Services flächendeckend in der D-A-CH-Region vertreten zu sein und dabei der führende IT-Partner für Geschäftskunden und öffentliche Auftraggeber zu werden. Im Segment IT-E-Commerce wollen wir unsere führende Marktposition in Europa festigen und die Internationalisierung fortsetzen. Das angestrebte profitable Wachstum geht dabei zwingend einher mit dem Eingehen geschäftlicher Risiken. Dem muss auch die Risikopolitik der Bechtle AG Rechnung tragen.

Organisation

Entsprechend dem organisatorischen Aufbau der Bechtle-Gruppe findet beim Risikomanagement eine klare Trennung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen der Konzernholding beziehungsweise den Zwischenholdings und den operativen Tochtergesellschaften sowie den einzelnen Führungsbereichen statt. Das Konzerncontrolling hat ein geeignetes Berichtswesen aufgebaut, das die frühzeitige Identifizierung erfolgsgefährdender Entwicklungen ermöglicht. Neben der Bereitstellung einer Vielzahl von Analysetools für die operativen Einheiten werden auf Grundlage von periodischen Auswertungen und Statistiken Erkenntnisse gewonnen, die ein effektives Risikomanagement in den einzelnen Bereichen unterstützen. Somit liegt ein wesentlicher Teil der Verantwortung für das aktive Risikomanagement bei den jeweiligen Geschäftsführern beziehungsweise Bereichsleitern. Dieses Grundprinzip entspricht im Übrigen der Dezentralität des Geschäftsmodells und der Führungsphilosophie der Bechtle AG.

Die Risikomanagement-Organisation übernimmt im Kern zwei Funktionen:

Die Prozessunabhängige Überwachung. Diese umfasst die Kontrolle der Funktionsfähigkeit aller Prozesse. Ein wichtiger Teil der prozessunabhängigen Überwachung ist die interne Revision (Innenrevision). Sie prüft nachträglich das betriebliche Geschehen im Hinblick auf Ordnungs- und Zweckmäßigkeit. Die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der internen Revision ergibt sich aus § 91 Abs. 2 AktG. Bei der Bechtle AG werden Aufgaben der internen Revision fortlaufend im Rahmen der Durchsicht der Monatsabschlüsse sowie anlassbezogen im Bereich Konzernrechnungswesen wahrgenommen. Die Eignung des vom Vorstand eingerichteten Risikofrüherkennungssystems sowie die Wirksamkeit der Einzelmaßnahmen zur Risikosteuerung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) werden vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung und unterjährig durch die Unternehmensleitung beurteilt.
Das Frühwarn- und Überwachungssystem. Die Struktur der Systeme ist auf die strategischen und operativen Bedrohungen ausgerichtet und gewährleistet die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und der sonstigen Unternehmensprozesse. Frühwarnsysteme unterstützen das Unternehmen dabei, Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren. Bei der Identifikation latenter Risiken richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Frühindikatoren. Im Zuge der Überwachung wird eine kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit, Angemessenheit und Effizienz der Maßnahmen einschließlich notwendiger Kontrollstrukturen im Hinblick auf die identifizierten Risiken vorgenommen.

Im Rahmen des Risikomanagements ist eine effektive Kommunikation über alle Hierarchiestufen hinweg von entscheidender Bedeutung für die Verzahnung mit dem operativen Geschäft. Ein wichtiges Instrument zur Organisation und Steuerung des notwendigen Informationsflusses ist in diesem Zusammenhang die Gremien- und Teamarbeit. Auf der obersten Ebene der Bechtle AG sind dies die Aufsichtsrats-, Vorstands- und Risikomanagementsitzungen. Auf der Ebene der Geschäftsführung sind es vor allem die Bereichsvorstandssitzungen, Geschäftsführertagungen, Strategietagungen sowie Planungs- und Einzelgespräche mit dem Vorstand.

Rechnungslegung (IKS)

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist die Bechtle AG gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Bechtle lehnt sich beim IKS an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. an. Danach umfasst das IKS die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung oder Aufdeckung von Vermögensschäden), zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Vorschriften. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen sowie den Konzernrechnungslegungsprozess sind bei der Bechtle AG folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess bei Bechtle. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftssegmente eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen IKS sind konzernweit in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess erachtet das Management solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftssegmente
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen, der strategischen Geschäftssegmente sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Maßnahmen zur Überwachung des Rechnungslegungsbezogenen IKS insbesondere durch die interne Revision

Risikoidentifikation und -bewertung

Um die relevanten Risiken der Bechtle AG und ihrer Führungsbereiche möglichst vollständig zu erfassen, arbeitet das Unternehmen mit Risikoerfassungsbögen. Diese strukturieren verschiedene Risikoarten in Form einer Checkliste. Diese Liste kann inhaltlich von den an der Risikoidentifikation und -bewertung beteiligten Führungsverantwortlichen angepasst und ergänzt werden, um möglichen Besonderheiten einzelner Geschäftsfelder Rechnung zu tragen.

Der Risikoerfassungsbogen, der eine möglichst vollständige Übersicht denkbarer Risiken geben soll, ist die Grundlage für die Risikobewertung: Jedes Risiko wird in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und erwartete Schadenshöhe (Risikopotenzial) bewertet und in einer Risikomatrix hinsichtlich der Bedeutung (A-, B- und C-Risiken) positioniert. Die Bewertung gibt an, wie wahrscheinlich der Risikoeintritt für das zugrunde liegende Risikopotenzial ist. Das Ergebnis ist eine aggregierte Darstellung aller identifizierten Risiken in Form einer "Risikolandkarte", und zwar sowohl für die Bechtle AG als Konzern als auch für jedes ihrer Geschäftssegmente.

Risikosteuerung

Auf die identifizierten Risiken reagiert das Unternehmen fallbezogen und mit unterschiedlichen Strategien:

Risikovermeidung: Der Verzicht auf die risikobehaftete Tätigkeit hat jedoch eventuell zur Folge, dass auch keine Chancen genutzt werden können
Risikobegrenzung: Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikoverminderung: Verringerung der durchschnittlichen Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikokompensation: Das Risiko wird durch das Unternehmen selbst getragen und durch ein gegenläufiges Geschäft wirtschaftlich kompensiert
Risikoüberwälzung: Übertragung des Risikos auf ein anderes (Versicherungs-)Unternehmen
Inkaufnahme des Risikos: Treffen keinerlei Gegenmaßnahmen

Risikoberichterstattung und -dokumentation

Das Management der Bechtle AG hält mindestens einmal pro Jahr Risikomanagementsitzungen ab, deren inhaltlicher Bezug stetig überprüft und weiterentwickelt wird. So finden zusätzlich zur Risikomanagementsitzung der Bechtle AG für jedes Segment und die einzelnen Führungsbereiche separate Sitzungen statt, in denen die Risiken explizit mit den Verantwortlichen besprochen und kontinuierlich neu bewertet werden. Der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende wohnen jeder dieser Sitzungen bei. Die betreffenden Bereichsvorstände sowie einzelne mit Controlling- und Risikomanagementaufgaben betraute Mitarbeiter nehmen an Besprechungen ebenfalls teil. Mit diesem Teilnehmerkreis sind alle für den Erfolg des Unternehmens wesentlichen Bereiche und Verantwortlichkeiten im Prozess des Risikomanagements eingebunden. Die Ergebnisse und Einschätzungen der Risikomanagementsitzungen werden mindestens einmal pro Jahr einer Überprüfung unterzogen. Ergänzend zu der regulären Berichterstattung und der Bewertung von Risiken im Rahmen dieser Sitzungen ist eine Ad-hoc-Berichterstattung vorgesehen, in der kritische Themen rechtzeitig an die zuständigen Gremien (Prüfungsausschuss, Aufsichtsrat) und die übrigen im Risikomanagementprozess involvierten Personen kommuniziert werden.

Chancen

Markt und Wettbewerb

Als ein Unternehmen der IT-Branche ergeben sich für die Bechtle AG bei einer positiven Wirtschaftsentwicklung Chancen für ein erfolgreiches Wachstum. Aber auch bei einer stagnierenden oder zurückgehenden Gesamtwirtschaft kann Bechtle über die Konsolidierung der Wettbewerbslandschaft von dieser Entwicklung profitieren sowie den relativen Marktanteil aus eigener Kraft ausbauen. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Konzern intensiv mit strategischen Markt- und Wettbewerbsanalysen und leitet daraus konkrete Wachstumsoptionen für die künftige Entwicklung ab. Darüber hinaus stehen selbstverständlich die Branchen- und Technologietrends im Fokus der Betrachtung, die unmittelbar Konsequenzen für das profitable Wachstum des Unternehmens haben.

Der IT-Markt ist geprägt von einer hohen Innovationsgeschwindigkeit und kurzen Produktzyklen. Die Bedeutung der Informationstechnologie nimmt aufgrund der fortschreitenden Technisierung stetig zu -sowohl im Alltagsleben, aber vor allem auch im industriellen Umfeld. Daher liegt auch in den als saturiert geltenden Märkten wie den Ländern Westeuropas nach wie vor ein großes und weiter steigendes Wachstumspotenzial. Vor allem hochwertige Dienstleistungen werden aufgrund der Komplexität der IT immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das Produkt- und Leistungsportfolio von Bechtle deckt alle aktuellen und derzeit absehbaren Bedürfnisse industrieller Kunden ab. Die Voraussetzungen zur Erschließung der sich daraus ergebenden Wachstumspotenziale sind aufgrund der strukturellen und strategischen Aufstellung des Konzerns somit gegeben.

Der Systemhausmarkt, insbesondere im deutschsprachigen Raum, befindet sich seit mehreren Jahren in einer starken Konsolidierungsphase, die Bechtle aktiv nutzt. Das Unternehmen hat auf der Basis seiner soliden Finanzkraft und der guten Reputation seit dem Börsengang mehr als 40 Akquisitionen getätigt und damit seine Marktstellung kontinuierlich gestärkt. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Branchenbereinigung sowie der nach wie vor sehr guten Vermögenslage und Finanzausstattung des Bechtle-Konzerns ergeben sich für das Unternehmen auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen - etwa durch Zukäufe oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums. Auch im Berichtsjahr hat Bechtle diese Chance genutzt und insgesamt drei Unternehmen akquiriert.

Der Bechtle-Konzern nimmt eine führende Wettbewerbsstellung ein und kann aufgrund seiner dezentralen Struktur schnell und flexibel agieren, um die regionale Marktausschöpfung zu erhöhen. Zusätzlich ermöglicht die finanzielle Solidität des Unternehmens, Schwächen der Mitbewerber entschlossen auszunutzen. Der strategische Fokus im Berichtsjahr richtete sich neben der Erschließung neuer Geschäftsfelder auf die sich bietenden Chancen beim Ausbau des relativen Marktanteils in den jeweiligen Regionen.

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit an den Kapitalmärkten und der damit verbundenen unzureichenden Finanzierungsoption vieler mittelständischer Unternehmen ergeben sich zusätzliche Chancen für den Bechtle-Konzern. Die Notwendigkeit der Kunden, kurz- bis mittelfristig Kosten einzusparen, bedingt eine wachsende Nachfrage nach innovativen IT-Konzepten und Serviceleistungen. Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Informationstechnologie, denn langfristig werden Unternehmen nur dann einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil realisieren, wenn sie die IT als Produktionsfaktor verstehen und den Wandel der IT zum wertschöpfenden Unternehmensbereich erfolgreich gestalten.

Das Segment IT-E-Commerce soll in den nächsten Jahren - vor allem auch im Hinblick auf die Vision 2020 - überdurchschnittlich wachsen. Hier liegen die Chancen neben der geplanten Entwicklung an den bereits existierenden Standorten vor allem in der weiteren Internationalisierung des Geschäfts auf der Grundlage einer Mehrmarkenstrategie. Die notwendigen Systeme und Prozesse wurden in den letzten Jahren fortlaufend verbessert und bilden eine verlässliche Basis für weiteres Wachstum. Im Berichtsjahr haben wir mit der Marke Bechtle direct weitere Schritte nach Osteuropa unternommen und nach Polen eine neue Tochtergesellschaft in Tschechien gegründet. Ebenfalls im Berichtsjahr bereitete Bechtle den Markteintritt in Ungarn vor und gründete im Dezember 2011 eine eigene Landesgesellschaft in Budapest, die im Frühjahr 2012 die Geschäftstätigkeit aufnehmen soll.

Das Thema Klimaschutz hat sich unter dem Schlagwort Green IT bereits zu einer festen Größe in der IT-Branche etabliert. Um den Anforderungen an eine umweltbewusste IT gerecht zu werden und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, hat Bechtle ein innovatives Angebot an emissionsarmen energiesparenden Produkten eingeführt. Ferner bieten wir im Dienstleistungssektor kundenspezifische Lösungen an, die beispielsweise durch Serverkonsolidierung oder Virtualisierung ebenfalls zur Energieeinsparung der IT-Infrastruktur beitragen.

Kunden

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services bearbeitet Bechtle die deutschsprachigen Märkte mit einem flächendeckenden Netz an Systemhäusern. Aufgrund der breit gefächerten Kundenstruktur sind die Einflüsse aus branchenbezogenen Konjunktursonderverläufen und speziellen investiven Rahmenbedingungen für das Unternehmen relativ gering. Zudem stellt die langjährige Präsenz von Bechtle in diesem Segment für potenzielle Wettbewerber eine hohe Markteintrittsbarriere dar. Die starke Wettbewerbsposition im Mittelstand bietet für Bechtle die Chance, die Marktführerschaft in diesem Bereich auszubauen und das eigene Geschäftsmodell branchenübergreifend auszurichten.

Bechtle vermarktet seine Leistungen auch im Kundensegment der öffentlichen Auftraggeber und hat in den letzten Jahren die Aktivitäten in diesem Geschäftsbereich konsequent ausgebaut. Neben der grundsätzlichen Chance, die in der Verbreiterung des Kundenportfolios und dem damit erreichbaren höheren Geschäftsvolumen liegt, eröffnen die Fokussierung auf die Anforderungen der öffentlichen Auftraggeber und die Berücksichtigung der Besonderheiten der Vergabepraxis in diesem Segment eine weitere Chance: Das Investitionsverhalten dieser Kundengruppe ist weniger konjunkturanfällig und häufig sogar antizyklisch. Um in diesem Kundensegment zusätzliche Wachstumsimpulse auch außerhalb von Deutschland zu nutzen, haben wir im Berichtsjahr ein Vertriebsbüro in Brüssel eröffnet und können so die Kundenansprache verstärkt auf europäische Institutionen ausrichten.

Im Segment IT-E-Commerce sind wir mit den Marken ARP, Bechtle direct und Comsoft direct in 14 Ländern Europas tätig. Als künftige Wachstumschance sieht Bechtle in diesem Segment neben einer breiteren Kundenansprache auch die gezielte Kundenbindung durch den Einsatz von bios®-Shops.

Neben Bechtle direct mit der Ausrichtung auf Unternehmenskunden wurde Bechtle ÖA direct als Angebotsplattform für Kunden im öffentlichen Bereich etabliert. Auch hier bieten sich die bereits angesprochenen Chancen aufgrund des antizyklischen Investitionsverhaltens öffentlicher Auftraggeber und der überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die Bechtle in diesem Kundensegment in den letzten Jahren erzielt hat.

Hersteller und Distributoren

Die Bechtle AG unterhält enge Partnerschaften zu allen bedeutenden Lieferanten und Herstellern der IT-Branche. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation mit IBM im Bereich Outsourcing. Die intensive Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen ermöglicht es uns, für die wachsende Bandbreite der Kundenanforderungen technologisch passende Lösungen anzubieten. Vor allem durch ein umfangreicheres Angebot an individuellen Servicelösungen für Unternehmenskunden und öffentliche Auftraggeber verbessert Bechtle damit die eigenen Wachstumschancen. Darüber hinaus gehört die Bechtle AG unter anderen zu den größten Partnern von Cisco, Citrix, Fujitsu, HP und VMware. Im Rahmen der Partnerschaften zu den bedeutendsten Lieferanten und Herstellern kann der Konzern fast ausschließlich auf Zertifizierungen mit dem höchsten Partnerstatus verweisen.

Zur Unterstützung der Zusammenarbeit hat Bechtle für strategische Hersteller zusätzlich sogenannte Vendor Integrated Product Manager (VIPM) etabliert, die gleichermaßen die Interessen des Herstellers wie die von Bechtle vertreten. So können beispielsweise Informationen der Hersteller zentral, zielgerichtet und unverzüglich an die zuständigen Mitarbeiter in der Beschaffung, im Vertrieb und im Dienstleistungsbereich des Unternehmens weitergegeben werden. Damit gewährleistet Bechtle ein Leistungsangebot, das aus Kundensicht jederzeit dem neuesten Stand der Technik entspricht. Auf diese Weise steigt die Qualität der Vertriebsaktivitäten und die Kunden profitieren darüber hinaus sofort von den Vorteilen aus innovativen Produktaktionen der Hersteller. Im Gegenzug stellen beispielsweise die Bechtle-Produktkataloge für die Hersteller und Distributoren seit Jahren einen Vertriebskanal mit hohem Multiplikationseffekt dar.

Durch die Standardisierung der logistischen Abläufe und die Vereinheitlichung der Warenwirtschaftssysteme zwischen Bechtle und den Partnern werden darüber hinaus zahlreiche Synergien realisiert. Dies führt nicht nur zu einer Verbreiterung des Produktangebots bei zunehmender Verfügbarkeit der Ware, sondern erhöht auch die Attraktivität von Bechtle für andere Distributoren und Hersteller.

Leistungsspektrum

Unternehmenskunden erwarten von ihrem IT-Dienstleister zunehmend Komplettlösungen aus einer Hand. Bechtle verfügt mit der Kombination aus Handel und Dienstleistung - sowie innerhalb der Dienstleistung mit der Mischung aus Projekt-, Service- und Finanzierungsgeschäft - über gute Voraussetzungen, um von diesem Trend zu profitieren. Darüber hinaus hat sich Bechtle durch Akquisitionen, strategische Abkommen und speziell auf die Bedürfnisse und Trends des Markts ausgerichtete Competence Center entsprechend positioniert und durch qualifizierte Mitarbeiter verstärkt.

Bei der Beschaffung und beim Betrieb der IT haben viele Unternehmen die Realisierung von Einsparpotenzialen im Fokus. Bestehende Geschäftsprozesse werden überprüft und innovative IT-Managementmodelle wie beispielsweise Outsourcing gewinnen an Bedeutung. Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, Betriebskosten stärker zu variabilisieren und die Kapitalbindung in Form von IT-Investitionen zu reduzieren. Aufgrund der stetig zunehmenden Relevanz der IT für alle Unternehmensprozesse sowie gewisser Sicherheitsbedenken auf Kundenseite hinterfragen viele Outsourcing-Kunden die Verlässlichkeit ihrer Partner. Dies hat unmittelbar Einfluss auf die Wahl der Dienstleister, die Preise sowie auf die Art und Weise, von wem externe Services bezogen werden. Für Bechtle als wirtschaftlich sehr soliden, verlässlichen Partner mit guter Reputation können sich aufgrund des erweiterten Angebots an Outsourcing-Lösungen und Managed Services daher künftig attraktive Wachstumsmöglichkeiten ergeben. Die Kundenbeziehungen in diesem sogenannten Betriebsgeschäft sind meist langfristig angelegt, was der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung zugutekommt. Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts.

Eine neue Form der Beschaffung und des Betreibens von IT-Infrastrukturen und deren Anwendungen in Unternehmen hat sich in den vergangenen Monaten unter dem Begriff Cloud Computing in der Branche etabliert. Beim Cloud Computing werden Rechenleistung, Speicher, Applikationen und IT-Services in Echtzeit über Datennetze bezogen. Der Preis der einzelnen Leistungen orientiert sich dabei an deren tatsächlicher Nutzung. In dem neuen Geschäftsfeld Cloud Computing sieht die IT-Branche ein großes Wachstumspotenzial, es stellt aber insbesondere mittelständische Anbieter von Software und IT-Services vor völlig neue Herausforderungen. So müssen nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sondern ganze Geschäftsmodelle, Vertriebsstrategien und Beratungsleistungen entsprechend an die neue Technologie angepasst werden. Die künftige Rolle der Serviceprovider am IT-Markt wird darin bestehen, Cloud Computing den Unternehmen nahezubringen. Dies kann entweder mittels eigener Cloud-Services geschehen oder indem die Systemhäuser als Zwischenhändler fungieren und eine vermittelnde Rolle zwischen den großen Cloud-Anbietern und den Anwenderunternehmen einnehmen.

Bechtle ist sowohl in Kooperation mit namhaften Partnern als auch mit einem eigenständigen Lösungsangebot im Cloud-Computing-Markt tätig. Die Bechtle-Systemhäuser können in diesem Zusammenhang auf ein breites Portfolio an Virtualisierungs- und Servertechnologien, Infrastrukturlösungen und sicherheitsrelevanten Applikationen verweisen und schaffen so die notwendigen kundenindividuellen Voraussetzungen für den Bezug und das Betreiben der IT aus der "Wolke". Darüber hinaus bietet der Konzern seinen Kunden Beratungs- und Integrationsleistungen rund um das Thema Cloud an, da die spezifischen Services oft in die bestehenden Systeme integriert und damit vernetzt werden müssen. Nach einer Studie der Experton Group für den BITKOM wird der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland von 3,5 Mrd. € im Jahr 2011 auf 13,0 Mrd. € im Jahr 2015 steigen. Das Umsatzwachstum liegt somit bei durchschnittlich 48 Prozent pro Jahr. Mittelfristig werden dann etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben auf diese Technologie entfallen.

Unternehmensorganisation

Durch eine konsequente Ausrichtung der Unternehmensstruktur an der Strategie wurde eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um die sich aus den skizzierten Marktentwicklungen ergebenden Chancen nutzen zu können. Die mit rund 60 Lokationen flächendeckende Präsenz in Deutschland und der Schweiz sowie die Standorte in Österreich ermöglichen es uns, über die regionalen Systemhäuser sowohl lokale Mittelständler vor Ort zu adressieren als auch - in der Gesamtheit als Bechtle-Gruppe - überregionale Unternehmen und Konzerne als Kunden zu gewinnen, die einen großen IT-Dienstleister als zuverlässigen Partner bevorzugen. Trotz der hohen Bedeutung dezentraler Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen profitiert die Bechtle-Gruppe von ihrer Größe im Bereich der zentralisierten administrativen Aufgaben sowie den gebündelten Einkaufs- und Logistikprozessen durch die Nutzung entsprechender Skaleneffekte. Competence Center, spezialisierte Produktmanagementteams und Geschäftsfeldverantwortliche bündeln zusätzlich Know-how, das zentral allen Standorten zur Verfügung gestellt wird.

Über die gewonnene Marktposition und die Kombination aus dezentralen und zentralen Strukturelementen verfügt Bechtle über gute Voraussetzungen, die sich bietenden Marktchancen aktiv wahrzunehmen. So hat der Konzern im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber die Kompetenzen und Erfahrungen für dieses spezielle Marktsegment zentral gebündelt. Aus dem organisierten Zusammenspiel zwischen zentraler Unterstützung und dezentraler Marktbearbeitung durch die Systemhäuser ergeben sich verbesserte Chancen für Wachstum in diesem Markt - ein bewährtes Grundprinzip, dem Bechtle im Übrigen auch bei dem neu geschaffenen Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen sowie bei der Organisation des Bereichs Managed Services folgt.

Personal

Für Bechtle haben die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, eine hohe Motivation und eine positiv wirkende Unternehmenskultur eine große Bedeutung. Wesentliche Voraussetzung für ein gutes Klima im Unternehmen ist der praktizierte Führungsstil. Das Management des Unternehmens lebt die in der Unternehmensphilosophie verankerten Grundwerte vor und schafft ein offenes Klima des Wechselseitigen Vertrauens. Kurze Kommunikationswege gehören ebenso dazu wie der offene Austausch zwischen den Unternehmensbereichen, Lokationen und Hierarchieebenen. Das ist wichtig, um vorhandenes Wissen nutzbar zu machen und um bei Entscheidungen sowohl die strategische als auch die operative Sicht angemessen berücksichtigen zu können.

Die Auseinandersetzung mit einem drohenden Fachkräftemangel stellt für Bechtle ebenfalls eine Herausforderung dar. Durch die Verknappung qualifizierter Mitarbeiter ergeben sich möglicherweise jedoch auch Chancen - zum Beispiel wenn es dem Unternehmen gelingt, zum einen genügend Fachkräfte selbst auszubilden und zum anderen Mitarbeiter langfristig zu halten. So hat sich Bechtle für 2012 als Ziel gesetzt, die Ausbildungsquote in Deutschland auf circa 12 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus investiert Bechtle regelmäßig in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Die 1999 gegründete Bechtle Akademie stellt im zunehmend härter werdenden Wettbewerb um zukünftige Mitarbeiter einen wichtigen Baustein dar. Der Bereich Personalentwicklung ergänzt dabei die Aktivitäten der Bechtle Akademie. Gleichzeitig stellt die Akademie eine bewährte organisatorische Plattform für die programmatische Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung dar. 2011 wurde ein Großteil der im Vorjahr eingeführten Entwicklungsprogramme fortgesetzt.

Risiken

Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung des Managements zum Teil erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, den Aktienkurs sowie die Reputation des Unternehmens haben. Dennoch sind hier nicht alle Risiken dargestellt, denen der Bechtle-Konzern ausgesetzt ist. Sonstige Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen.

Gesamtwirtschaft und Branche

Die Bechtle AG vertreibt IT-Produkte in 14 europäischen Ländern und bietet IT-Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Auch wenn vor allem eine hohe Abhängigkeit vom inländischen Markt besteht, hat die Entwicklung der europäischen Wirtschaft insgesamt entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Bechtle, da die Auslandsmärkte rund ein Drittel des Umsatzes ausmachen.

Im Berichtsjahr konnten die meisten europäischen Länder ein Wirtschaftswachstum verzeichnen. Inwieweit dieses Wachstum auch 2012 anhalten wird, ist nicht mit Gewissheit vorherzusehen. Bei einem schwächeren oder gar rückläufigen Konjunkturverlauf bestehen entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Bechtle-Konzerns und damit auch der Bechtle AG.

Bechtle agiert in einem äußerst wettbewerbsintensiven und technologisch schnelllebigen Markt. Der hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität herrschende Wettbewerb prägt sowohl den IT-Handels- als auch den IT-Dienstleistungsbereich. Dabei werden wir mit einem steigenden Preis- und Margendruck sowie mit partiellen Nachfragerückgängen und extrem konjunkturanfälligen Wachstumsverläufen konfrontiert. Ferner durchläuft der IT-Markt permanent eine Phase der Konsolidierung, die zu einer Stärkung einzelner Wettbewerber und einer Veränderung der Marktanteile führen kann. Die Ertragslage des Unternehmens hängt wesentlich davon ab, inwieweit Bechtle die Branchenkonsolidierung zur Erzielung eines eigenen überdurchschnittlichen Wachstums nutzen kann und mit welcher Effektivität und vor allem Effizienz es dem Konzern gelingt, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden nach intelligenteren IT-Lösungen gerecht zu werden.

Den Marktrisiken begegnet Bechtle unter anderem durch eine Verstärkung von Geschäftsbereichen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial - wie beispielsweise Managed Services. Dieses Geschäftsfeld bietet durch seine Outsourcing-Dienstleistungen nicht nur attraktive Wachstumsperspektiven, sondern reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die kurzfristige Konjunkturabhängigkeit des Bechtle-Geschäfts. Durch den Ausbau des Geschäftsbereichs Software und Anwendungslösungen besetzen wir zudem wachstumsträchtige Nischenmärkte im CAD- und Sharepoint-Umfeld. Der Bechtle-Konzern erweitert damit sein Lösungsportfolio, um als IT-Komplettanbieter die sich bietenden Geschäftssynergien der verschiedenen Kundensegmente optimal zu nutzen.

Um die Marktposition der Bechtle AG in Europa weiter zu stärken, erschließt das Unternehmen im Segment IT-E-Commerce fortlaufend neue Ländermärkte. Dabei sieht sich Bechtle mit politischen, volkswirtschaftlichen und rechtlichen Risiken in den jeweiligen Zielländern konfrontiert. Die Etablierung neuer Handelsgesellschaften erfordert darüber hinaus ein starkes Engagement im Vertrieb, das nicht immer erfolgreich sein muss. Die Umsätze und Ergebnisse können durch Anlaufkosten für Gründung und Personal sowie Investitionen in länderspezifische Verkaufs- und Marketingaktivitäten negativ beeinflusst werden. Außerdem besteht das Risiko, dass die gewählten Maßnahmen sich später als nicht tragfähig erweisen oder nicht die erwartete Marktakzeptanz finden. Die Bechtle AG grenzt derartige Risiken sowie Risiken, die sich aus den rechtlichen, wirtschaftlichen oder unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen ergeben, durch umfangreiche Analysen und Prüfungen im Vorfeld des Markteintritts, ein einheitliches Beteiligungscontrolling für alle E-Commerce-Gesellschaften und einen sukzessiven Know-how-Transfer aus vorangegangenen Markterschließungen so gut wie möglich ein. Zudem ist es Teil einer Markteintrittsstrategie, geeignetes Fachpersonal sowie Führungskräfte zu gewinnen, die über detaillierte Kenntnisse des lokalen Marktes und der sonstigen Rahmenbedingungen verfügen. Daher werden in der Regel die Führungspositionen in den neuen Landesgesellschaften mit einheimischen Managern besetzt, die allerdings vorab ein intensives Einarbeitungsprogramm in Deutschland durchlaufen.

Geschäftstätigkeit

Kostenstruktur. Die Kostenstruktur der Bechtle AG ist von einem hohen Personalkostenanteil geprägt, der nur mit zeitlicher Verzögerung an eine veränderte Auslastung angepasst werden kann. In Phasen einer schwachen Konjunktur kann Bechtle, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Beschäftigung, die Funktionskosten nur mittelfristig in einem gewissen Umfang senken. Zudem müssen Maßnahmen, die die Personalkosten betreffen, immer auch das bestehende oder mögliche zukünftige Personalrisiko (Fachkräftemangel) berücksichtigen.

Beschaffung. Den Risiken auf den Einkaufsmärkten begegnet die Bechtle AG mit einem gezielten Lieferantenmanagement sowie einer speziell auf die Herstellerbelange ausgerichteten Organisation sogenannter Vendor Integrated Product Manager (VIPM), die auch eine enge Verzahnung der logistischen Prozesse im Konzern mit den Herstellern und Distributoren sicherstellen. Im Hinblick auf die Entwicklung der internationalen Beschaffungsmärkte sind diesen Maßnahmen jedoch Grenzen gesetzt. Sollte beispielsweise der branchenübliche Preisverfall aufgrund der verschärften Wettbewerbssituation überdurchschnittlich hoch ausfallen und zudem noch über einen längeren Zeitraum anhalten, kann dies die Profitabilität des Konzerns erheblich beeinflussen.

Bechtle bezieht seine Produkte von allen namhaften Herstellern und Distributoren der IT-Branche. Europaweit beläuft sich ihre Zahl auf rund 300 Hersteller und mehr als 600 Distributoren. Fällt ein Partner als Lieferant aus, ist Bechtle grundsätzlich kurzfristig in der Lage, vergleichbare Ersatzprodukte anzubieten. Der Konzern ist wirtschaftlich und existenziell von keinem Einzellieferanten abhängig. Allerdings waren im Berichtsjahr die Auswirkungen der Naturkatastrophen in Japan und Thailand im IT-Markt deutlich spürbar. Lieferengpässe und Preissteigerungen bei bestimmten Verbrauchsmaterialien und IT-Komponenten im Jahresverlauf waren die Folge. Bechtle begegnete diesem Verfügbarkeitsrisiko durch ein aktives Lieferantenmanagement und eine angepasste Bevorratung. Letzteres ist vor allem aufgrund der komfortablen Finanzlage des Konzerns auch kurzfristig möglich.

Die Entwicklung auf dem IT-Markt weist auf einen ansteigenden Wettbewerbs-, aber auch Preis- und Margendruck bei den Herstellern hin. Vor diesem Hintergrund haben im Berichtsjahr Hersteller in manchen Teilbereichen entgegen dem jahrelang anhaltenden Trend Preiserhöhungen durchgesetzt. Nicht in allen Fällen kann Bechtle solche Preiserhöhungen an den Kunden in vollem Umfang weitergeben. Vor allem bei langfristigen Verträgen und Projekten besteht daher ein Risiko für die Ertragssituation des Konzerns. Der Margendruck seitens der Hersteller kann aber auch dazu führen, dass Hersteller die Zahlung von Boni an weitergehende Voraussetzungen koppeln als bisher, die Boni insgesamt gekürzt werden oder die Auszahlung vermehrt in Form von Sachwerten (beispielsweise kostenfreie Fortbildungen für Mitarbeiter) erfolgt. Eine solche Entwicklung könnte - je nach dem Grad der Veränderung - Einfluss auf die Ertragssituation der Bechtle AG haben.

Über eine kontinuierliche Verbesserung der Beschaffungs-, Durchlauf- und Absatzprozesse minimiert Bechtle Lagerrisiken und reduziert die Kapitalbindung. Dabei gilt der Grundsatz, Güter erst kurz vor der Auslieferung an den Kunden zu beziehen oder Distributoren als sogenannte Fulfilment-Partner zu beauftragen. Indem der Versand der bestellten Artikel an den Kunden in vielen Fällen direkt vom Hersteller beziehungsweise Distributor übernommen wird, hat das Unternehmen die Möglichkeit, Einsparungen im Bereich der Prozesskosten und Lagerhaltung zu realisieren.

Um bei der kurzfristigen Lagerhaltung Lieferengpässe zu vermeiden, sind die Beschaffungsprozesse eng mit den Systemen der Hersteller und Distributoren verzahnt. Das gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit und ermöglicht einen schnellen Lieferservice zum Kunden. Über die konzernweite Volumenbündelung durch zentrale Beschaffungs- und Logistikprozesse profitiert Bechtle zudem von projektbezogenen, aber auch wirtschaftlichen Skaleneffekten.

Leistungsspektrum. Im Bereich Managed Services bilden größtenteils Langzeitverträge die Geschäftsbasis. Die in solchen Projekten häufig verankerte Festpreisgarantie kann beispielsweise durch eine Änderung der Kostenbasis während der Laufzeit Einfluss auf die zu erzielende Ergebnismarge haben. Darüber hinaus beinhalten derartige Verträge gewisse Anforderungen hinsichtlich des Projektablaufs und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Diese Kriterien können bei Nichterfüllung eine Schadensersatzpflicht oder Vertragskündigung nach sich ziehen. Zudem trägt Bechtle in der Funktion als Generalanbieter das Risiko von Vertragsstrafen aufgrund von Terminüberschreitungen, unvorhersehbaren Entwicklungen an den Projektstandorten sowie mangelnder Leistungserbringung von Subunternehmen und eventuellen logistischen Schwierigkeiten.

Kunden. Obwohl bei einzelnen Gesellschaften der Bechtle-Gruppe eine gewisse Abhängigkeit von wenigen Kunden besteht, verfügt der Konzern mit etwa 75.000 Kunden über eine sehr breite Basis. Damit sind wir von keinem Einzelkunden existenziell abhängig. Eine Konzentration von Ausfallrisiken auf einzelne Großkunden besteht zwar, gefährdet den Konzern jedoch im Eintrittsfall nicht. Die hohe Branchendiversität der Kunden streut darüber hinaus das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Branchenkonjunkturen. Dem potenziellen Bonitätsrisiko der Kunden begegnet Bechtle durch sorgsame Prüfungen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen und ein konsequentes Forderungsmanagement.

IT. Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, Controlling und Finanzbuchhaltung. So könnte ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit der für einen reibungslosen Bestellablauf notwendigen IT-Systeme nicht mehr gewährleistet ist. Mögliche Ursachen könnten Hardwareausfälle, Bedienungsfehler oder Störungen bei Geräten zur elektronischen Datenverarbeitung sein.

Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sind nur sehr schwer abzuschätzen. Durch Eindringen Unbefugter in das IT-System könnte ein Vertraulichkeitsrisiko entstehen. Zur Wahrung vertraulicher Informationen beim elektronischen Versand verwendet Bechtle Verschlüsselungs- und Authentifizierungstechnologien sowie Firewalls. Trotz hoher Schutzmechanismen und Sicherheitsstandards besteht die Gefahr, dass interne und vertrauliche Informationen widerrechtlich verwendet werden könnten.

Datensicherung hat bei der Bechtle-Gruppe oberste Priorität. Das zentrale Rechenzentrum in Neckarsulm, das für die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller IT-Systeme im Konzern zuständig ist, hat deshalb ein Bündel von Sicherungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen entwickelt, das einen Ausfall der technischen IT-Systeme verhindert beziehungsweise die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering hält. Ein Integritätsrisiko, das sich generell durch falsche Verarbeitung, Datenverlust oder fehlerhafte Datenspeicherung ergeben könnte, besteht bei Bechtle, soweit erkennbar, nicht.

Bechtle schützt die IT-Systeme unter anderem über Firewalls und strenge Sicherheitsvorschriften. Die Verfügbarkeit der IT-Systeme entspricht dem neuesten Stand der Technik. Dabei sichert die zentrale IT den Betrieb zusätzlich durch redundant ausgelegte Datenleitungen ab. Die Netzwerkanbindung erfolgt an allen Standorten über Back-up-Leitungen. Für die Stabilität der IT-E-Commerce-Systeme setzt Bechtle immer mehrere Provider mit gegenseitiger Sicherungsfunktion ein. Alle wesentlichen Produktionssysteme sind zweifach vorhanden und mit einem Hochverfügbarkeitsvertrag durch den Hersteller versehen. Die Systeme sind zusätzlich durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und ein Notstromaggregat abgesichert.

Personal. Ausbildung, Motivation und Servicebereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten als wesentliche Erfolgsfaktoren für den Bechtle-Konzern. Zu den größten Personalrisiken zählen daher ein Know-how-Verlust infolge überdurchschnittlich hoher Fluktuation von qualifiziertem Personal sowie mangelnde Qualifikation und Leistungsorientierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ferner besteht in den stark wachsenden Geschäftsfeldern das Risiko, dass der Bedarf an qualifiziertem Personal nicht ausreichend gedeckt werden kann. Bechtle ist daher nicht nur bestrebt, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen und sie erfolgreich zu integrieren, sondern diese vor allem auch dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Außerdem werden wir künftig noch stärker in die Ausbildung junger Menschen investieren. 2012 soll daher die Ausbildungsquote in Deutschland rund 12 Prozent betragen.

Durch die weiterhin anhaltende Konsolidierung im IT-Markt besteht derzeit noch keine generelle Personalknappheit an gut ausgebildeten Mitarbeitern. In einzelnen Kompetenzbereichen ist ein Ersatz von hoch qualifizierten IT-Spezialisten hingegen schwieriger, was in diesen Fällen ein Risiko für den operativen Geschäftsablauf darstellen kann. In der Branche wird Bechtle aber als attraktiver, stabiler Arbeitgeber wahrgenommen, was sich an der hohen Zahl qualifizierter und erfahrener Bewerber zeigt. Neben der Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds stehen die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung des Managementnachwuchses mittels interner Entwicklungsprogramme im Zentrum der Personalarbeit.

Haftung. Bechtle übernimmt im Handelsgeschäft gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine branchenübliche Haftung und vertragliche Gewährleistung für gelieferte Hardware. In diesem Zusammenhang reicht Bechtle allerdings die Herstellergarantien nur weiter. Das Risiko von Kunden, im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden - ohne dabei auf die Hersteller zurückgreifen zu können -, ist gering. Für den Fall, dass Garantieverlängerungen oder -erweiterungen gegenüber Kunden direkt übernommen werden müssen, hat Bechtle entsprechende Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise angemessene Rückstellungen bilanziert. Im Dienstleistungs- und Projektgeschäft, insbesondere bei Managed-Services-Verträgen, strebt Bechtle zur Minimierung von Haftungsrisiken stets die Vereinbarung von branchenüblichen und dem Vertragszweck angemessenen Haftungsbeschränkungen an. Für Haftungsansprüche, die sich aus Managementfehlern ergeben, besteht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen eine D&O-Versicherung. Der Umfang des allgemeinen Versicherungsschutzes wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst. Negative finanzielle Auswirkungen von versicherbaren Risiken auf das Unternehmen sollen damit ausgeschlossen oder zumindest eingegrenzt werden.

Finanzen

Finanzinstrumente. Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Management auf Basis konzernweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle beachtet.

Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Devisentermingeschäften, Devisen- und Zinsswaps.

Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasury.

Fremdwährungen. Währungsrisiken existieren insbesondere dort, wo Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Konzernmutter bestehen beziehungsweise entstehen werden. Das Fremdwährungsrisiko ist im Wesentlichen auf den Schweizer Franken beschränkt, da ein bedeutender Anteil des Auslandsgeschäfts in der Schweiz generiert wird. Mit Ausnahme der Schweiz, Großbritanniens und der osteuropäischen Länder erfolgt die Beschaffung überwiegend in den Euroländern und somit auf Eurobasis. Im Einzelfall werden Waren in US-Dollar erworben. Zur Vermeidung des Währungsrisikos tätigt der Bechtle-Konzern Termingeschäfte in Schweizer Franken und in Britischen Pfund. Die Absicherung der fremdländischen Devisen bezieht sich auf die in der Schweiz und Großbritannien erwirtschafteten Zahlungsströme beziehungsweise auf die von den Landesgesellschaften gehaltenen Vermögenspositionen. Termingeschäfte zur Vermeidung des Währungsrisikos in US-Dollar werden fallweise getätigt, wenn Waren in US-Dollar bezogen werden oder Kunden sich die Zahlungen in US-Dollar ausbedungen haben.

Liquidität. Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Bei der aktuellen Finanzlage des Bechtle-Konzerns zum Jahresende mit einem Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 141,5 Mio. € (Vorjahr: 129,8 Mio. €) und einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 55,8 Mio. € (Vorjahr: 59,1 Mio. €) ist der Eintritt eines Liquiditätsrisikos begrenzt. Darüber hinaus verfügt die Bechtle AG über ein genehmigtes Kapital von bis zu 10,6 Mio. €, um bei Bedarf die Eigenkapitalbasis zu erhöhen.

Der Bereich Treasury der Bechtle AG stellt die Liquiditätsversorgung für die Konzernbereiche sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings sicher. Darüber hinaus steuert er das Zinsänderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung marktrisikobehafteter Positionen.

Forderungen. Die Bonität unserer Geschäftskunden spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine wichtige Rolle. Bechtle könnte Risiken durch Forderungsausfälle ausgesetzt sein, weil die Kunden aufgrund unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder vollständig nachkommen können. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive fortlaufender Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer Warenkreditversicherung.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden dadurch begrenzt, dass Anlagen ausschließlich im Rahmen festgelegter Limite nur bei Banken sehr guter Bonität erfolgen. Auch der Zahlungsverkehr wird nur über Banken abgewickelt, deren Bonität außer Frage steht.

Zinsen. Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Bechtle hat die langfristigen Finanzverbindlichkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht. Die Zinsrisiken des Bechtle-Konzerns werden zentral analysiert und daraus folgende Maßnahmen durch das Konzernfinanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung. Die Risiken aus Zinsschwankungen bei variabel verzinsten Darlehen werden durch Zinsswaps eliminiert.

Akquisitionen und Desinvestitionen. Seit dem Börsengang 2000 hat die Bechtle AG mehr als 40 Gesellschaften akquiriert. Unternehmensübernahmen sind essenzieller Bestandteil der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten Unternehmensstrategie. Bechtle wird daher auch künftig die eigene Marktposition durch Akquisitionen gezielt stärken und ausbauen. Grundsätzlich besteht jedoch bei der Entscheidung für den Kauf einer Gesellschaft und deren Integration in den Konzernverbund immer auch ein unternehmerisches Risiko. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in die Gesellschaft gesetzten Erwartungen sich nicht in Gänze erfüllen. Bechtle trägt diesem Risiko durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld (Due Diligence) Rechnung. Die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Akquisitionen erfolgen nach festgelegten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen. Zudem verfügt Bechtle über langjährige Erfahrung bei der Integration von Unternehmen. Wir haben die dafür notwendigen Strukturen und Prozesse etabliert und arbeiten nach einem Post-Merger-Konzept, das die Bedürfnisse des Konzerns bei der Integration neu erworbener Unternehmen optimal abdeckt.

Das schnelle Unternehmenswachstum von Bechtle in den vergangenen Jahren birgt ebenfalls Risiken. Einerseits binden die durch Zukäufe neu hinzugekommenen Unternehmen während der Integrationsphase Managementressourcen. Andererseits macht das rasche Wachstum eine kontinuierliche Anpassung und Erweiterung der Organisations- und Führungsstrukturen an die sich verändernden Rahmenbedingungen notwendig. Hierfür hat Bechtle die entsprechenden Ressourcen im Unternehmen und Schlüsselpositionen im Management in der Vergangenheit stetig ausgebaut und verstärkt. Diesen Risiken stehen allerdings auch erhebliche unternehmerische Chancen für die weitere Entwicklung des Konzerns gegenüber.

Umweltschutz. Das Angebotsspektrum des Konzerns beschränkt sich auf das Erbringen von IT-Dienstleistungen und den Handel mit Hard- und Software. Bechtle verfügt somit weder über eine eigene technologische Entwicklung noch eine Produktion. Daher scheiden für das Unternehmen Umweltrisiken beziehungsweise Risiken, die sich aus einer geänderten Gesetzgebung im Bereich des Umweltschutzes ergeben, weitgehend aus.

Steuern. Der Konzern ist in 14 europäischen Ländern operativ tätig und unterliegt somit unterschiedlichen steuerlichen Regelungen. Änderungen der steuerlichen Gesetzgebungen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können die geänderten Rahmenbedingungen Auswirkungen auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Der Konzern verfügt über eine zentrale Steuerabteilung, die die Beachtung der steuerlichen Gesetzgebungen und Regelungen im Inland sicherstellt. Im Ausland werden externe Berater hinzugezogen.

Compliance. Der Umfang von Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern und staatlichen Unternehmen ist im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter gestiegen. Demzufolge ist Bechtle auch in zunehmendem Maße an Projekten beteiligt, die von staatlichen Behörden und Organisationen finanziert werden. Um der sich verändernden Geschäftsstruktur Rechnung zu tragen und somit das Risiko eines möglichen Fehlverhaltens gegenüber allen Geschäftspartnern weitgehend einzugrenzen, hat die Bechtle AG bereits im Geschäftsjahr 2010 einen Verhaltenskodex ("Code of Conduct") eingeführt. Der Verhaltenskodex soll die Einhaltung der geltenden internationalen und nationalen Gesetze sowie Bestimmungen bei allen Tätigkeiten im Unternehmen gewährleisten und darüber hinaus Mindeststandards für verantwortungsvolles Handeln darstellen. Zeitgleich mit dem Verhaltenskodex hat Bechtle ein Compliance Board eingerichtet, das aus dem kompletten Vorstand der Bechtle AG, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und einem ständigen Vertreter des Fachbereichs Recht besteht. Das Compliance Board ist für die Mitarbeiter über eine eigens hierfür eingerichtete Telefon-Hotline und einen gesonderten E-Mail-Account erreichbar. Mitgeteilte Hinweise oder Verstöße werden vom Compliance Board überprüft und bewertet; gegebenenfalls veranlasst das Board sodann geeignete Maßnahmen. Um auch im Rahmen öffentlicher Aufträge ein mögliches Fehlverhalten der Mitarbeiter beim Umgang mit vertraulichen Daten auszuschließen, wurden die Bechtle AG sowie die verantwortlichen Personen im Unternehmen einer Sicherheitsüberprüfung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterzogen. Die Bechtle AG befindet sich seitdem in der Geheimschutzbetreuung des Bundes. Damit hat das Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen, um Projekte der öffentlichen Hand, die der Geheimhaltung unterliegen, entsprechend den Kundenerwartungen abzuwickeln. Rechtliches Umfeld. Als international tätiger Konzern hat Bechtle unterschiedliche nationale Gesetze zu beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - etwa bei der Gestaltung von Verträgen - Risiken ergeben, denen Bechtle nach Bedarf über das frühzeitige Einschalten der zentralen internen Rechtsstelle oder externer Rechtsberater begegnet.

Das Unternehmen ist derzeit in keine Rechtsstreitigkeiten involviert, durch die ein negativer Effekt auf das Konzernergebnis zu erwarten wäre. Bei allen zukünftigen im Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehenden Rechtsstreitigkeiten würde die Bechtle AG Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilden, wenn die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind.

Gesamtrisikobetrachtung

Die Evaluierung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Resultat der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Nach Überzeugung des Managements sind die dargestellten Risiken begrenzt und überschaubar. Die Finanzbasis des Unternehmens ist solide. Die Eigenkapitalquote ist mit 52,2 Prozent (Vorjahr: 56,8 Prozent) gut und die Liquiditätssituation komfortabel.

Ein wichtiger Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch Dritte. Neben der internen, unternehmenseigenen Risikobewertung wird die Bonität beziehungsweise das aggregierte Ausfallrisiko von Bechtle durch Banken und Wirtschaftsauskunfteien regelmäßig eingeschätzt und überwacht. Bechtle wird dabei durchgängig mit einer sehr geringen Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,09 bis 0,30 Prozent (bezogen auf den marktüblichen Einjahreszeitraum) bewertet. Das deckt sich mit den bei den Wirtschaftsauskunfteien Bürgel und Creditreform zugänglichen Bonitätsbewertungen für die Bechtle AG (Bonitätsindex Bürgel: 1,3 und Bonitätsindex 1.0 Creditreform: 109 sowie Bonitätsindex 2.0 Creditreform: 112, Stand: Januar 2012). Anhand dieser Ausfallwahrscheinlichkeiten leitet sich für Bechtle in der an den Finanzmärkten weltweit verbreiteten Ratingskala von Standard & Poor's das Rating A- bis BBB+ ab. In der bankenübergreifenden sechsstufigen Ratingskala IFD "Initiative Finanzstandort Deutschland" kann Bechtle in die beste Ratingstufe I eingeordnet werden (Ausfallwahrscheinlichkeit bis 0,3 Prozent auf ein Jahr). Eine Verschlechterung der Bewertungen beziehungsweise Ratings könnte zu erhöhten Kapitalkosten führen und sich negativ auf die Geschäftsaktivitäten auswirken.

Eine Bewertung der Bechtle AG hinsichtlich der Kreditwürdigkeit von den Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's Investors Service, Fitch Ratings und Dominion Bond Rating Service existiert derzeit noch nicht.

Die Bechtle AG ist sich des eigenen Chancen- und Risikoprofils für ihre unternehmerische Tätigkeit bewusst. Die dargestellten Maßnahmen tragen - in Verbindung mit einer tagesaktuellen Auswertung des Geschäftsverlaufs anhand operativer Kennzahlen - entscheidend dazu bei, dass Bechtle die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die damit einhergehenden Risiken aus den Augen zu verlieren.

Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken erwartet der Vorstand darüber hinaus keine weiteren nennenswerten Beeinträchtigungen der Umsätze und Profitabilität des Unternehmens aus sonstigen regulatorischen Risiken. In der Summe sind für die Bechtle AG keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Vorstand ist davon überzeugt, die sich bietenden Herausforderungen und Chancen auch zukünftig nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen.

NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag

Die Bechtle AG baut ihren Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen weiter aus und akquirierte mit Wirkung zum 1. Januar 2012 die Redmond Integrators GmbH, Bochum. Ein halbes Jahr nach der Akquisition der Hamburger HanseVision verstärkt sich Bechtle damit im Softwarebereich durch einen weiteren im Markt etablierten und anerkannten SharePoint-Spezialisten und führt so die Positionierung als IT-Lösungsanbieter konsequent fort. Die 2007 gegründete Redmond Integrators zählt Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand sowie Konzerne zu ihren Kunden und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 1,5 Mio. €.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bei der Bechtle AG keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens gehabt hätten.

Für Aussagen zur Lage zum Zeitpunkt der Berichterstellung vgl. Prognosebericht.

PROGNOSEBERICHT

Die Innovationsgeschwindigkeit in der IT-Branche wird auch in Zukunft sehr hoch bleiben. Die Komplexität und Vielfalt der Lösungen werden weiter zunehmen und damit die Anforderungen an die IT-Organisation der Unternehmen unverändert steigen. Vor diesem Hintergrund ist von einer positiven Entwicklung der Nachfrage nach innovativen IT-Leistungen und intelligenten Lösungen auszugehen. Gestützt auf eine Steigerung des Geschäftsvolumens aus eigener Kraft und durch Akquisitionen wird Bechtle auch in den nächsten Jahren stärker wachsen als der Gesamtmarkt und somit kontinuierlich den Marktanteil ausbauen. Die mittlerweile erlangte Wettbewerbsposition des Konzerns stellt eine sehr gute Basis für die Umsetzung der in der Vision 2020 angestrebten langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele des Unternehmens dar.

Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft in der EU wird laut der Prognose der Europäischen Kommission nach einer Verlangsamung im laufenden Jahr 2013 wieder an Fahrt aufnehmen. Das BIP soll 2012 mit 0,0 Prozent stagnieren, 2013 soll es wieder das Niveau des Berichtsjahres von 1,5 Prozent erreichen. Innerhalb der Bechtle-Märkte in der EU sind die Aussichten für 2012 uneinheitlich, aber eher gedrückt. Die Schere reicht von minus 3,3 Prozent in Portugal bis plus 2,5 Prozent in Polen. Ein Rückgang oder eine Stagnation stehen Belgien, Spanien, Italien, den Niederlanden und Tschechien bevor. In den Bechtle-Märkten mit BIP-Wachstum steigt dieses - außer in Polen - mit über einen Wert von 0,7 Prozent. Bei den Ausrüstungsinvestitionen sieht die Kommission EU-weit für 2012 ein Wachstum von 1,7 Prozent. 2013 sollen die Investitionen mit 5,4 Prozent deutlich ansteigen. Die Staatsausgaben in der EU werden 2012 mit 0,2 Prozent im Minus gesehen. Für 2013 wird dann ein minimaler Aufschwung mit 0,1 Prozent prognostiziert. Die Schweiz soll nach Schätzungen von Eurostat stabil sein und 2012 um 1,9 Prozent sowie 2013 um 1,8 Prozent zulegen.

Das Wachstum in Deutschland sieht die Kommission etwas besser als den EU-Durchschnitt. Nach einem Einschnitt im laufenden Jahr mit nur noch 0,6 Prozent soll sich das BIP 2013 wieder auf 1,5 Prozent erholen. Die Ausrüstungsinvestitionen werden in beiden Jahren überdurchschnittlich bei 3,5 beziehungsweise 7,1 Prozent gesehen. Die staatlichen Konsumausgaben sollen mit Wachstumsraten von rund 1 Prozent in beiden Jahren konstant wachsen.

In der IT-Branche wird 2012 wieder mit einem deutlichen Wachstum gerechnet. So soll der IT-Markt in der EU laut Marktforschungsinstitut EITO um 2,7 Prozent zulegen. Das Wachstum wird dabei von den zwei Segmenten IT-Services und Software mit 2,9 Prozent beziehungsweise 4,6 Prozent getragen. Umsätze mit Hardware sollen bei minus 0,1 Prozent stagnieren. Die Schere bei den Hardwareumsätzen wird in den Ländern mit Bechtle-Präsenz auch 2012 weit auseinander gehen. Sie reicht von minus 12,6 Prozent in Spanien bis plus 8,3 Prozent in Tschechien. In der Schweiz wird der IT-Markt bei einem Plus von 2,5 Prozent erwartet. Während Hardwareumsätze noch mit minus 2,5 Prozent rückläufig sein sollen, legen Services um 2,7 Prozent und Software um 4,9 Prozent zu.

Die Prognose des Branchenverbands BITKOM für den deutschen IT-Markt vom November 2011 zeigt ein überdurchschnittliches Wachstum von 4,5 Prozent. Hardware und Software sind mit jeweils 5,2 Prozent gleichauf. Die Wachstumsrate im Bereich Services wird bei 3,8 Prozent gesehen.

In Bezug auf die künftige erwartete wirtschaftliche Situation in den relevanten Ländermärkten sieht der Bechtle-Konzern weder durch eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen oder die Wechselkursentwicklung noch durch die Umsetzung umweltpolitischer Maßnahmen nennenswerte Einflüsse auf die Nachfrageentwicklung.

ENTWICKLUNG DER BECHTLE AG UND DES KONZERNS

Die Bechtle AG hängt in ihrer weiteren Geschäftsentwicklung wesentlich von den Tochtergesellschaften ab, denn das Ergebnis der Bechtle AG wird zu einem wesentlichen Anteil vom Beteiligungsergebnis und damit von den möglichen Ausschüttungen der Tochtergesellschaften bestimmt. Daher wird im Folgenden auch auf die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen im Konzern eingegangen.

Produkte und Absatzmärkte

Der europäische IT-Markt wird aufgrund der anhaltenden Konsolidierung stark in Bewegung bleiben. Die damit einhergehende Konzentrationstendenzen werden zu einer Verschärfung des Wettbewerbs und damit zu einem steigenden Preis- und Margendruck in der Branche führen. Die Bechtle AG geht jedoch ungeachtet dieser Entwicklung aufgrund ihrer Finanzstärke und Wettbewerbsposition davon aus, auch zukünftig den Marktanteil überproportional steigern zu können und von dieser Konsolidierung zu profitieren.

Um den technologischen Trends in der IT und den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, arbeitet Bechtle kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Etablierung eines hochwertigen Produkt- und Dienstleistungsangebots. Eine Schlüsselstellung im Segment IT-Systemhaus & Managed Services nimmt dabei der Ausbau des Angebots an speziellen IT-Lösungen ein. Neue Service- und Beratungskonzepte sowie individuelle Projektlösungen sollen angesichts hart umkämpfter Budgets und einer starken Fokussierung auf Kosteneinsparpotenziale in der IT zu einer Effizienzsteigerung der Geschäftsprozesse beim Kunden beitragen und uns damit wachstumsstarke Geschäftsfelder erschließen. Konzepte wie Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-asa-Service (IaaS) als Elemente des Cloud Computing, die auf besser skalierbare und flexiblere IT-Kosten abstellen, werden insbesondere in den nächsten beiden Jahren diese Entwicklung deutlich beschleunigen. Durch die konsequente leistungsbezogene und vertriebliche Konzentration auf die aktuellen Fokusthemen Client Management, Server & Storage, Networking Solutions, Virtualisierung, IT-Security sowie Business Applications wird Bechtle das Geschäft der Systemhäuser in den nächsten Jahren konsequent weiterentwickeln.

Die wichtigsten Trends 2012 in der ITK-Branche:

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2011 2012
1. Cloud Computing 1. Cloud Computing
2. Mobile Applikationen 2. Mobile Applikationen
3. IT-Sicherheit 3. IT-Sicherheit
4. Social Media in Organisationen 4. Social Media
5. Virtualisierung 5. Virtualisierung

Quelle: BITKOM-Branchenumfrage

Darüber hinaus sollen auch zukünftig das Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie die Marktpräsenz durch gezielte Zukäufe erweitert werden. Das vom technologischen Fortschritt getriebene hohe Innovationstempo in der IT-Branche wird in Teilen unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation nicht nachlassen. Im Bereich Beschaffung und Logistik intensiviert Bechtle daher kontinuierlich die enge Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Lieferanten und Herstellern. Insbesondere durch unser Partnerprogramm "SPARC" soll die europaweite Verzahnung mit Herstellern und Distributoren auch weiterhin verbessert werden. Ziel ist, durch länderübergreifende einheitliche Einkaufsbedingungen, Produktspezifikationen und Marketingmaßnahmen Synergien in der Zusammenarbeit zu erschließen. Multinational tätige Unternehmen profitieren so von den Vorteilen einer zentralen Logistik und Bechtle ist in der Lage, eine Ausstattung mit identischen IT-Produkten zu festen Konditionen grenzüberschreitend zu gewährleisten. Vor allem durch enge Herstellerkontakte kann Bechtle den Kunden immer technologisch aktuelle Lösungen und Produkte anbieten.

Der Bechtle-Konzern strebt an, seine Marktposition im Segment IT-E-Commerce durch die Gründung weiterer Tochtergesellschaften in Europa auszubauen. Voraussichtlich im April 2012 werden wir die Geschäftstätigkeit in Ungarn aufnehmen. Dann ist Bechtle direct in drei osteuropäischen und insgesamt in 14 Ländern Europas mit eigenen Landesgesellschaften vertreten. Das Marktforschungsinstitut EITO schätzt den ungarischen IT-Markt 2012 auf ein Volumen von etwa 1,6 Mrd. €. Mit 0,3 Mrd. € entfallen davon rund ein Fünftel auf Investitionen in Hardware. Darüber hinaus evaluiert Bechtle direct einen möglichen Markteintritt in der Türkei. Auch im Bereich der Handelsmarken Comsoft direct und ARP laufen derzeit Planungen für weitere Expansionsschritte innerhalb Europas. Comsoft prüft derzeit die Rahmenbedingungen für die Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft in Großbritannien. Für 2013 zieht ARP den Markteintritt in Belgien in Erwägung. Auf Basis einer "Follower Strategy" im Segment IT-E-Commerce und eines effizienten Wissenstransfers zwischen den einzelnen Handelsgesellschaften sollen mittelfristig auch mit den Marken ARP und Comsoft die Länder erschlossen werden, in denen Bechtle direct bereits erfolgreich etabliert ist.

Wesentliche Kenngrößen

Umsatz. Die Bechtle AG hat ihre ambitionierten Wachstumsziele für 2011 von rund 2,0 Mrd. € erreicht. Mit einem Umsatzwachstum von etwa 16 Prozent hat sich der Konzern deutlich überproportional im Vergleich zum IT-Markt entwickelt. Wir gehen davon aus, dass sich Bechtle in den beiden kommenden Jahren erneut besser entwickelt als der für uns relevante IT-Gesamtmarkt. Dies bedeutet aufgrund des branchenüblichen Preisverfalls eine überdurchschnittliche Steigerung des Produktabsatzes und setzt vor allem eine bessere Kunden- und Marktdurchdringung voraus. Im Segment IT-E-Commerce sollen ein geschärftes Profil der Marken ARP, Bechtle direct und Comsoft direct, eine voranschreitende Expansion in Europa sowie fokussierte Vertriebsaktivitäten zu diesem Wachstum beitragen. Durch ein breiteres und vor allem hochwertigeres Leistungsangebot, eine kontinuierliche Ausweitung der Aktivitäten in den Geschäftsbereichen Software und Anwendungslösungen sowie Öffentliche Auftraggeber und die Konzentration auf wachstumsstarke Geschäftsfelder im Systemhaus-Segment wird dieses Ziel ebenfalls unterstützt. In der Vision 2020 strebt Bechtle einen Umsatz von 5 Mrd. € an, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von etwa 10 bis 15 Prozent entspricht.

Im Rahmen der geplanten Entwicklung wird sich die regionale Verteilung der Erlöse in den folgenden Jahren - bedingt durch die voranschreitende Internationalisierung des Geschäfts und die zunehmende Anzahl von IT-E-Commerce-Gesellschaften - tendenziell zugunsten des Auslands verschieben. Von den Auslandsgesellschaften wird nach wie vor die Schweiz einen überdurchschnittlichen Anteil am Konzernumsatz haben.

Sowohl das Segment IT-Systemhaus & Managed Services wie auch IT-E-Commerce werden zum Wachstum des Bechtle-Konzerns beitragen. Gleichwohl sollte die Dynamik bei IT-E-Commerce in den kommenden Jahren über der des Bereichs IT-Systemhaus & Managed Services liegen. Langfristig verknüpft sich damit die Erwartung, dass beide Segmente in etwa den gleichen Beitrag zum Gesamtumsatz des Konzerns leisten. Bei der künftigen Umsatzentwicklung spielen auch strukturelle Verschiebungen zwischen den Segmenten eine Rolle. So bleibt es aus Konzernsicht erklärtes Ziel, standardisierte Hardwarebeschaffungsprozesse zunehmend aus dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services in das IT-E-Commerce-Segment zu verlagern, in dem die begleitenden Prozesse kostengünstiger abgebildet werden können.

Kosten. Für die Bechtle AG als handeltreibenden Dienstleister sind im Rahmen der Unternehmenssteuerung die Personalkosten von zentraler Bedeutung. Innerhalb der Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen stellen sie mit rund 70 Prozent die größte Kostenposition dar. Eine flexible Gestaltung der Personalkosten beispielsweise in konjunkturellen Schwächephasen ist angesichts des beratungsintensiven Geschäftsmodells von Bechtle nur bedingt realisierbar. Im Vertrieb weisen die Aufwendungen zudem eine hohe Korrelation zur Umsatzentwicklung auf. Das Management geht für das laufende und kommende Jahr davon aus, dass die absoluten Aufwendungen für die beiden Funktionsbereiche Vertrieb und Verwaltung weiter ansteigen und jeweils circa 7 beziehungsweise 6 Prozent des Umsatzes ausmachen werden.

Ergebnis. Auch nach der Erzielung eines Rekordergebnisses im abgeschlossenen Geschäftsjahr rechnet der Vorstand damit, dass sich die Ergebnissituation der Bechtle AG in den nächsten beiden Jahren weiter verbessern wird. Bechtle arbeitet kontinuierlich daran, die Effizienz in der Leistungserbringung weiter zu optimieren und damit die Ertragsstärke zu steigern. Insgesamt ist der Vorstand überzeugt, dass es der Bechtle AG auch in Zukunft gelingen wird, die im Branchenvergleich überdurchschnittliche Ergebnismarge sukzessive weiter auszubauen. Die Ziel-EBT-Marge beträgt für den Konzern 5 Prozent.

Die Bechtle AG plant, ihre Aktionäre auch weiterhin mit einer attraktiven Dividende am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Die Ausschüttungsquote der vergangenen Jahre beläuft sich auf circa 30 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern. Der aktuelle Dividendenvorschlag inklusive der Sonderausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 mit 1,00 € je Aktie bedeutet eine Quote von mehr als 33 Prozent. Dies ist Ausdruck für die Zuverlässigkeit einer an den Interessen der Aktionäre ausgerichteten Ausschüttungspolitik der Bechtle AG und ist vor dem Hintergrund der exzellenten Vermögens- und Liquiditätslage des Unternehmens sowie der außerordentlichen Ertragskraft zu sehen. Grundsätzliche Änderungen in der Dividendenpolitik des Unternehmens sind nicht geplant.

Vermögens- und Finanzlage

Liquidität. Die Bechtle AG verfügt über eine solide Bilanzstruktur und eine komfortable Liquiditätsausstattung. Diese finanzielle Stärke ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Bechtle kontinuierlich aus eigener Kraft wachsen und flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren kann. Vor allem die hohe Liquidität erweist sich auch in Wachstumsphasen als Wettbewerbsvorteil. Aus Kundensicht sind zudem die Finanzlage und damit die Solidität des IT-Partners zunehmend wichtig und damit ein wesentliches Entscheidungskriterium insbesondere bei der Vergabe von langfristigen Projekten. Dem Cashmanagement bei Bechtle wird daher weiterhin eine besondere Bedeutung beigemessen. Die positive Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen ist Beweis für das erfolgreiche Liquiditätsmanagement und soll auch zukünftig fortgeführt werden. Zusätzlich zur Liquidität von über 140 Mio. € ist das Verschuldungspotenzial der Bechtle AG erheblich. In Verbindung mit einer auch weiterhin positiven Entwicklung des operativen Cashflows verfügt Bechtle damit über ausreichend Spielraum, um die gesteckten Ziele zu erreichen und das Wachstum problemlos finanzieren zu können.

Finanzierung. Das Finanzergebnis, als Saldo aus Zinserträgen und Zinszahlungen, ist trotz einer positiven Entwicklung der liquiden Mittel abhängig von der Entwicklung des Zinsniveaus an den Finanzmärkten. Derzeit geht das Unternehmen für 2012 nicht von einer merklichen Veränderung der Anlagekonditionen aus. Die Finanzerträge sollten sich daher in etwa auf dem Niveau der Vorjahre halten können. Kleinere Akquisitionen können wie bisher aus dem laufenden Cashflow und den vorhandenen Liquiditätsbeständen finanziert werden, aber auch die Aufnahme von Fremdkapital - wie im Berichtsjahr geschehen - ist möglich. Die Übernahme größerer Unternehmen könnte zu einem spürbaren Abfluss liquider Mittel führen, aber wahrscheinlicher wäre in einem solchen Fall die Finanzierung durch Aufnahme von Fremdkapital. Das wiederum könnte Einfluss auf die derzeitige Finanzierungsstruktur der Bechtle AG haben, sodass der negative Finanzsaldo in diesem Fall zunehmen würde. Darüber hinaus könnte Bechtle auf die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten gemäß den gefassten Hauptversammlungsbeschlüssen zurückgreifen. Bis Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 10,6 Millionen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen.

Sofern in den nächsten zwei Jahren keine größeren Übernahmen erfolgen, wird sich die Bilanzstruktur im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2011 nicht wesentlich verändern.

Investitionen. Die Bechtle AG betreibt mit dem Handel von IT-Produkten und dem Angebot an IT-Dienstleistungen kein anlageintensives Geschäft. Die Investitionsquote war bei Bechtle in den letzten Jahren mit etwa 30 Prozent weitgehend konstant. Eine Ausnahme stellten im Berichtsjahr der Erwerb der Grundstücke und Bestandsimmobilien sowie die Erweiterungsbauten am Stammsitz Neckarsulm dar, wodurch die Investitionsquote deutlich auf rund 82 Prozent anstieg. Da die Bautätigkeiten für das neue Verwaltungsgebäude in Neckarsulm noch andauern und voraussichtlich erst Ende des Jahres beziehungsweise Anfang 2013 abgeschlossen werden, ist zumindest im laufenden Geschäftsjahr -auch ohne Berücksichtigung möglicher Akquisitionen - noch mit einer erhöhten Investitionsquote zu rechnen, wenngleich diese deutlich unter dem Niveau von 2011 liegen dürfte. Das neue Bürogebäude mit einer Fläche von 6.500 Quadratmetern wird Platz für weitere 300 bis 400 Mitarbeiter bieten. Aus heutiger Sicht werden die zur Realisierung der Wachstumsziele erforderlichen Investitionen ab 2013 wieder eine normalisierte Quote von rund 30 Prozent ausweisen.

Darüber hinaus sind im laufenden Jahr übliche Ersatzinvestitionen geplant, die jedoch mit rund 13 Mio. € auf dem Niveau der Abschreibungen liegen sollten. Nicht geplante Investitionen aufgrund von Akquisitionen sind grundsätzlich möglich.

Bereits seit etlichen Jahren unterstützt die Bechtle AG einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Um dieses Engagement zu unterstreichen und vor allem im Unternehmen stärker zu verankern, hat die Bechtle AG im Berichtsjahr ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eingeführt. Das System soll in den kommenden Jahren auf weitere Konzerngesellschaften am Stammsitz Neckarsulm ausgedehnt werden. Damit wird es zukünftig möglich sein, Umwelteinflüsse systematischer zu erfassen und die Umweltsituation kontinuierlich zu verbessern.

GESAMTEINSCHÄTZUNG

Die gesamtwirtschaftliche Lage steht zu Jahresbeginn 2012 noch unter dem Eindruck der Eurokrise, zeigt aber schon wieder leichte Erholungstendenzen. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2012 nach zweimaligem Rückgang leicht gestiegen, liegt aber weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. Die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich weiter eingetrübt. Nur die Erwartungen für die nächsten sechs Monate hellten sich gegenüber dem vierten Quartal 2011 etwas auf. In Deutschland ist der ifo-Geschäftsklimaindex im Januar gestiegen und konnte somit den Aufwärtstrend aus den beiden Schlussmonaten 2011 fortsetzen. Vor allem die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate haben sich verbessert, sodass die deutsche Wirtschaft mit positiven Impulsen in das neue Jahr gestartet ist.

Auch in der IT-Branche ist die Stimmung zu Jahresbeginn 2012 durchwachsen. Der ifo-Index für IT-Dienstleister fiel im Januar leicht von 34 auf 33 Zähler, vor allem aufgrund einer schlechteren Beurteilung der aktuellen Lage. Deutlich gestiegen ist zu Jahresbeginn jedoch der Ausblick auf die nächsten sechs Monate. Von 19 Punkten im Dezember kletterte der Wert im Januar auf 25 Zähler.

Der Vorstand geht angesichts der soliden wirtschaftlichen Lage, der leicht verbesserten Stimmungsindikatoren sowie der Stärke des Konzerns aktuell davon aus, dass die Geschäftsentwicklung der Bechtle AG in den kommenden zwei Jahren positiv und im Branchenkontext überdurchschnittlich sein wird. Das Management hat mit einer Reihe von strategischen Maßnahmen in den vergangenen Jahren eine gute Basis geschaffen, um das ertragsorientierte Wachstum von Bechtle langfristig fortsetzen zu können. Bechtle kann dabei aus einer Position der Stärke agieren.

Akquisitionen werden in allen Geschäftsfeldern auch in Zukunft integraler Bestandteil der Wachstumsstrategie bleiben. Im IT-E-Commerce setzt der Vorstand allerdings vor allem auf organisches Wachstum und plant Markteintritte in den beiden kommenden Jahren beispielsweise in Ungarn und weiteren Ländern. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services werden hingegen selektive Akquisitionen die regionale Aufstellung und das Kompetenzprofil der Bechtle AG sinnvoll ergänzen.

Einen hohen Stellenwert werden nach wie vor die Zertifizierungsmaßnahmen sowie die Aus- und Weiterbildung im Konzern haben. Mit einem erweiterten Qualifizierungsangebot und dem im Geschäftsjahr 2012 neu anlaufenden Traineeprogramm im Segment Systemhaus & Managed Services will Bechtle auch zukünftig in die Nachwuchsförderung investieren. Vorbehaltlich einer positiven Entwicklung der Bechtle AG in den nächsten beiden Jahren wird der Konzern weiterhin die Beschäftigung erhöhen und verstärkt auf die Ausbildung junger Menschen setzen. In diesem Zusammenhang hat sich die Bechtle AG zur Sicherung der Zukunft das Ziel gesetzt, 2012 den Anteil der Auszubildenden von aktuell rund 8 Prozent in Deutschland auf circa 12 Prozent auszubauen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Gemäß § 289a HGB fasst die Bechtle AG unter dieser Erklärung Angaben zu Corporate Governance zusammen:

Die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG
Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden
Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen.

Weitere Angaben hierzu finden sich im Konzernlagebericht der Bechtle AG im Corporate Governance-Bericht.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Am 26. Januar 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung erneuert und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht:

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Bechtle AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG erklären, dass seit der letzten Entsprechenserklärung am 28. Februar 2011 sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit Ausnahme der nachfolgenden Empfehlungen entsprochen wurde und künftig entsprochen wird:

Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen für Vorstand und Aufsichtsrat

Bei der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vereinbart. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu erhöhen. (Ziffer 3.8 Abs. 3 DC GK)

Vielfalt (Diversity) bei der Besetzung des Vorstands und von Führungsfunktionen

Bereits heute sind bei der Bechtle AG zahlreiche Führungsfunktionen mit Frauen besetzt. Es bestehen aber bislang noch keine Regelungen, die eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Sinne des DC GK sicherstellen. Grundsätzlich wird die Besetzung des Vorstands und von Führungsfunktionen der Bechtle AG ausschließlich aufgrund der Qualifikation der Bewerber ohne besondere Berücksichtigung des Geschlechts vorgenommen. Gleichwohl achtet die Gesellschaft aber weiterhin auf eine geschlechterbezogenen heterogene Besetzung von Führungsteams und begrüßt Bestrebungen, die geeignet sind, die Beteiligung von Frauen in Führungspositionen zu fördern. (Ziffern 4.1.5 und 5.1.2 DC GK)

Abfindungs-Cap beim Abschluss von Verstandsverträgen

Der Aufsichtsrat hat mit den Vorstandsmitgliedern keine Vereinbarung für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund getroffen. Damit gelten in diesem Fall die gesetzlichen Regelungen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die gesetzlichen Regelungen den gegenseitigen Interessen beim Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausreichend Rechnung tragen und daher eine sachgerechte Grundlage bilden. Dies soll auch künftig so gehandhabt werden. (Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK)

Individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung

Die Bechtle AG veröffentlicht die Vorstandsvergütung im Corporate Governance Bericht aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten. Diese Angaben werden aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Juni 2010 nicht individualisiert ausgewiesen. Dieser Beschluss behält seine Gültigkeit bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 befindet, längstens jedoch bis zum 15. Juni 2015. Bei der mit drei Personen kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung in fixe und variable Anteile für eine ausreichende Transparenz. (Ziffer 4.2.4 DC GK)

Bildung eines Nominierungsausschusses

Der Aufsichtsrat hält die Bildung eines Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt, angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats derzeit nicht für notwendig. (Ziffer 5.3.3 DC GK)

Erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats hat keinen erfolgsorientierten Bestandteil. Die Bechtle AG ist der Überzeugung, dass alle Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Tätigkeit mit einem Höchstmaß an Engagement und Leistungsbereitschaft sowie mit dem Blick auf den langfristigen Unternehmenserfolg ausüben. Für eine verantwortungsvolle Aufsichtsratsarbeit ist es aus Sicht der Gesellschaft daher nicht notwendig, zusätzlich eine erfolgsabhängige Vergütung zu erbringen. Die Gesellschaft hält dies bis auf Weiteres für sachgerecht. (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 DC GK)

Neckarsulm, 26. Februar 2012

Bechtle AG

Für den Vorstand Dr. Thomas Olemotz Für den Aufsichtsrat Gerhard Schick

Unternehmensführungspraktiken

Die Bechtle AG beachtet in allen ihren Ländermärkten die jeweiligen Gesetze und Normierungen. Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus wenden das Unternehmen sowie seine Mitarbeiter folgende Unternehmensführungspraktiken an:

die Bechtle-Firmenphilosophie,
die Bechtle-Führungsgrundsätze und
den Bechtle-Verhaltenskodex (Code of Conduct).

Diese Publikationen bilden den Rahmen für unser unternehmerisches Denken und Handeln. Sie dienen den Mitarbeitern der Bechtle AG intern zur Orientierung und Sicherstellung einer korrekten Anwendung der Unternehmensführungspraktiken.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Aufsichtsrat wird auf Basis einer Geschäftsordnung in alle bedeutenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und steht dem Vorstand beratend zur Seite. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung, der Strategie sowie über mögliche Risiken und Chancen der Unternehmensentwicklung und zu Compliance-Themen. Bei Eintreten außergewöhnlicher Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung oder die Leitung der Gesellschaft von Bedeutung sind, informiert der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Auch außerhalb der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen informiert sich der Aufsichtsrat in Gesprächen mit dem Vorstand und den Geschäftsführern über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen Geschäftsvorgänge. So kann er das operative Geschäft auf einer angemessenen Informationsgrundlage mit wertvollen Hinweisen und Empfehlungen begleiten. Der Vorstand legt dem Aufsichtsrat zu Beginn jedes Geschäftsjahres seine Planungen zur Genehmigung vor. Über eventuelle Abweichungen von vorausgegangenen Planungen und deren Gründe legt er vor dem Aufsichtsrat fortlaufend auch unterjährig Rechenschaft ab. Grundsätzlich leitet der Vorstand seine Unterlagen rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen und in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden an die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter, sodass sich die Mitglieder angemessen auf die Sitzungen vorbereiten können. Für wichtige Geschäftsvorgänge sieht die Geschäftsordnung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor.

Vorstand

Der Vorstand der Bechtle AG bestand im Geschäftsjahr 2011 aus Dr. Thomas Olemotz, Michael Guschlbauer und Jürgen Schäfer. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Olemotz ist verantwortlich für die Bereiche Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Zentrale IT, Logistik & Service, Human Resources und Personalentwicklung sowie Recht. Michael Guschlbauer ist für das Segment IT-Systemhaus & Managed Services sowie Qualitätsmanagement und Jürgen Schäfer für das IT-E-Commerce-Geschäft verantwortlich. Die Verantwortung für Compliance, Risikomanagement sowie Unternehmensplanung und strategische Unternehmensentwicklung nimmt der Vorstand funktional gemeinschaftlich wahr.

Eine Geschäftsordnung regelt unter anderem die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit im Vorstand sowie die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Für die Mitglieder des Vorstands ist eine Altersgrenze von 65 Jahren vorgesehen.

Bei der Bestellung der Vorstände ebenso wie bei der Besetzung von Führungspositionen sind für die Bechtle AG Qualifikation und Eignung von Bewerbern das herausragende und maßgebliche Kriterium. Dem Geschlecht wird dabei keine gesonderte Bedeutung beigemessen. Insoweit ist die Reichweite der vom DC GK geforderten angemessenen Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen limitiert. Die Gesellschaft ist der Überzeugung, mit ihrem Prinzip der Geschlechtsneutralität den Unternehmensinteressen am besten gerecht zu werden. Bereits heute ist eine Vielzahl von Führungsfunktionen bei der Gesellschaft mit Frauen besetzt. Die Umsetzung der Ziffern 4.1.5 und 5.1.2 des DC GK hält die Bechtle AG daher für nicht zielführend. Ungeachtet dessen achtet sie aber weiterhin auf eine geschlechterbezogene heterogene Besetzung von Führungsteams und begrüßt Bestrebungen, die geeignet sind, die Beteiligung von Frauen in Führungspositionen zu fördern.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Bechtle AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen an, verschiedene Mitglieder haben einen besonderen internationalen Hintergrund und die überwiegende Zahl der Mitglieder ist unabhängig. Keines der Aufsichtsratsmitglieder steht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zum Vorstand, sodass Interessenkonflikten vorgebeugt ist. Die Arbeitnehmervertreter stehen teilweise in einem üblichen Anstellungsverhältnis mit der Gesellschaft.

Im Berichtsjahr ist der Arbeitnehmervertreter Udo Bettenhausen leider verstorben. Für ihn rückte zum 17. Mai Siegfried Höfels nach.

Den Vorsitz des Aufsichtsrats hält Gerhard Schick. Außerdem ist er Vorsitzender des Ausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG sowie des Personalausschusses. In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender koordiniert Gerhard Schick die Aufgaben des Aufsichtsrats, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats im Außenverhältnis wahr. Darüber hinaus steht er in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand, um Fragen der strategischen Ausrichtung, der Geschäftsentwicklung sowie des Risikomanagements intensiv zu beraten. Den stellvertretenden Vorsitz des Aufsichtsrats hat Uli Drautz übernommen. Dr. Jochen Wolf hat den Vorsitz des Prüfungsausschusses inne. Als promovierter Diplom-Kaufmann, langjähriger Leiter Konzerncontrolling, kaufmännischer Geschäftsführer und Finanzvorstand sowie aktuell Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft verfügt er über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren (§ 100 Abs. 5 AktG, Ziffer 5.3.2 DCGK).

Ein Nominierungsausschuss wurde nicht gebildet. In diesem Punkt weicht Bechtle von der Empfehlung des DC GK (Ziffer 5.3.3) ab. Angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats hält der Aufsichtsrat die Bildung eines solchen Ausschusses derzeit für nicht notwendig.

Die Sitzungen des Aufsichtsrats bereiten die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer jeweils gesondert vor. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Im Berichtsjahr war dies nicht der Fall.

Bei der Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der Bechtle AG in der Vergangenheit eine kürzere Bestelldauer als fünf Jahre vereinbart. Dies soll auch in Zukunft so gehandhabt werden.

Der Aufsichtsrat ist darauf bedacht, seine Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrzunehmen. Im dreijährlichen Turnus findet daher auf der Grundlage des Leitfadens der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. eine umfangreiche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit statt. Die letzte Befragung wurde 2009 durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat effizient arbeitet. Kommt das Plenum zu der Ansicht, dass sich die Effizienz verschlechtert, wird die Effizienzprüfung jährlich durchgeführt.

Hinsichtlich seiner zukünftigen Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat seine Ziele in Anlehnung an Ziffer 5.4.1 DC GK schriftlich fixiert. Der Aufsichtsrat strebt demnach an, mindestens zwei Aufsichtsratsmandate für Personen, die im besonderen Maße das Kriterium Internationalität erfüllen, vorzusehen. Der Aufsichtsrat hält es nicht für sinnvoll, die Zahl der "unabhängigen" Mitglieder festzulegen. Derzeit erfüllt die überwiegende Zahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Bechtle AG das Merkmal "Unabhängigkeit", da sie keine Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Bechtle AG wahrnehmen. Der Aufsichtsrat hält es aber durchaus für sinnvoll, auch weiterhin Vertreter von Geschäftspartnern als Aufsichtsratsmitglieder vorzuschlagen, wenn deren spezifische Kenntnisse der Gesellschaft mehr nutzen, als mögliche Interessenkonflikte ihr schaden. Derzeit gehören dem zwölfköpfigen Aufsichtsrat vier Frauen an. Bei dieser Größe und Zusammensetzung sieht der Aufsichtsrat derzeit keinen Handlungsbedarf und hat daher bislang noch keine konkreten Ziele zur angemessenen Berücksichtigung von Frauen definiert. Für eine Kandidatur in den Aufsichtsrat sieht die Geschäftsordnung eine Altersgrenze von 70 Jahren vor.

Die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele sind gegenwärtig bereits erfüllt. Sie werden bei künftigen Wahlvorschlägen weiterhin beachtet werden.

Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Diese regelt insbesondere die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat.

Die Aufsichtsratsmitglieder sollen bei der eigenverantwortlichen Wahrnehmung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen von der Gesellschaft angemessen unterstützt werden (Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DC GK). Nach Ansicht der Bechtle AG ist das Amt eines Aufsichtsrats mit einem hohen Maß an Verantwortung und Pflichten verbunden. Sie ist deswegen der Auffassung, dass jeder, der sich für ein solches Amt bewirbt, bei Eintritt in den Aufsichtsrat die notwendigen Kenntnisse haben und sich während der Zugehörigkeit eigenständig weiterbilden muss. Die Aufsichtsratsmitglieder werden dabei gegebenenfalls von der Gesellschaft in angemessener Form unterstützt.

D&O-Versicherung

Vorstand und Aufsichtsrat sind verpflichtet, den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung zu folgen. Verletzen sie ihre Sorgfaltspflicht schuldhaft, können sie der Bechtle AG gegenüber auf Schadenersatz haften. Zur Abdeckung des Risikos hat die Gesellschaft für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung - eine sogenannte Directors & Officers-Versicherung - abgeschlossen. Für den Vorstand wurden im Zuge der Verlängerung der Vorstandsverträge Anfang 2011 die D&O-Vorgaben den neuen Bestimmungen des AktG angepasst und ein Selbstbehalt von 10 Prozent vereinbart. Im Hinblick auf die D&O-Versicherung von Aufsichtsräten empfiehlt der DC GK in Ziffer 3.8 Abs. 3 einen entsprechenden Selbstbehalt.

Derzeit folgt die Bechtle AG dieser Empfehlung nicht und ist der Ansicht, dass ein angemessener Selbstbehalt nicht dazu beiträgt, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu verbessern.

Interessenkonflikte

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen im Rahmen ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die Vorstandsmitglieder legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen und informieren die übrigen Vorstandsmitglieder. In seinem Bericht an die Hauptversammlung informiert der Aufsichtsrat über eventuell aufgetretene Interessenkonflikte und die Konsequenzen.

Die Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für Bechtle einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Die Ausübung von Nebentätigkeiten - dazu zählt auch die Ausübung von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns - bedarf der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Interessenkonflikte, die etwa aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder Geschäftspartnern entstehen können, gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr weder bei Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitgliedern. Detaillierte Informationen zu den bestehenden Mandaten der Organmitglieder in Aufsichtsräten und ähnlichen Kontrollgremien finden Sie im Konzern-Anhang.

Neckarsulm, im Februar 2012

Bechtle AG

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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Tsd.€ Tsd.€ Vorjahr Tsd.€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.951 1.135
2. Geleistete Anzahlungen 0 9
1.951
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.075 6.938
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.690 3.315
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 51
6.765
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 207.350 188.829
2. Sonstige Ausleihungen 10.676 8.714
218.026
226.742 208.991
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 208 536
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.335 1.773
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 101.314 60.269
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.362 3.097
106.011
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 29.206 29.052
135.425 94.727
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.933 340
364.100 304.058
Passiva
Tsd.€ Tsd.€ Vorjahr Tsd.€
A. Eigen kapital
I. Gezeichnetes Kapital 21.000 21.000
II. Kapitalrücklagen 143.120 143.120
III. Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklagen 59.235 45.359
IV. Bilanzgewinn 21.000 15.750
244.355 225.229
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.315 386
2. Sonstige Rückstellungen 6.610 4.169
8.925 4.555
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.229 13.289
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 159 344
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.016 1.215
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.943 46.311
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.473 13.015
110.820 74.174
D. Passive latente Steuern 0 100
364.100 304.058

Gewinn- und Verlustrechnung für 2011

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Tsd.€ Tsd.€ Vorjahr Tsd.€
1. Umsatzerlöse 58.737 54.920
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.745 7.058
64.482 61.978
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 22.450 28.084
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.848 9.787
33.298 37.871
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.279 10.207
b) Soziale Abgaben 1.481 1.253
14.760 11.460
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.320 1.953
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.691 24.579
7. Erträge aus Beteiligungen 1.058 2.534
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 50.582 35.053
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 278 301
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.781 1.343
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.194 611
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 43.918 24.735
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.028 4.084
14. Sonstige Steuern 14 17
15. Jahresüberschuss 34.876 20.634
16. Einstellung in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen -13.876 -4.884
17. Bilanzgewinn 21.000 15.750

Anhang für 2011

A. Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gesellschaft gilt als börsennotierte Aktiengesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerken im Anhang gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - wie im Vorjahr - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und sofern sie der Abnutzung unterliegen abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt zeitanteilig und hauptsächlich linear auf der Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear zwischen 3 und 5 Jahren abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 20 Jahre zugrunde. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr vorgelegen haben, werden bis zur Höhe der Anschaffungskosten Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Bechtle AG grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Zur Absicherung der Risiken des variablen Zinssatzes bei zwei aufgenommenen Darlehen wurden mehrere Zins-Swaps abgeschlossen. Die Zins-Swaps sind als Cash-Flow-Hedge als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung des Zinsänderungsrisikos anzusehen. Bechtle bezahlt hierbei einen festen Zinssatz und erhält einen variablen Zinssatz. Als wirksamer Cash-Flow-Hedge werden Zins-Swaps zusammen mit den abzusichernden Darlehen bewertet (Bewertungseinheit). Es erfolgt keine separate Bilanzierung.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A zu diesem Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Verrechnungsverkehr gegenüber den Unternehmen der Bechtle-Gruppe.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von 245 Tsd. € (Vorjahr: 809 Tsd. €), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um abgegrenzte Zinsen und die anrechenbare Kapitalertragsteuer aus phasengleich vereinnahmten Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften.

3. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 ist in 21.000.000 (Vorjahr 21.000.000) ausgegebene Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich folgendermaßen entwickelt:

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Andere Gewinnrücklagen

Tsd. €
Stand zum 1. Januar 2011 45.359
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 13.876
Stand zum 31. Dezember 2011 59.235

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn hat sich folgendermaßen entwickelt:

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Tsd. €
Stand zum 1. Januar 2011 15.750
Dividendenausschüttung -15.750
Gewinnvortrag 0
Jahresüberschuss 2011 34.876
Einstellung in Gewinnrücklagen -13.876
Bilanzgewinn 21.000

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der Bechtle AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien um bis zu 10.600 Tsd. € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009).

Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, sofern (1. Fall) die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder (2. Fall) die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, 10 vom Hundert des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabekurs den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder (3. Fall) die Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien erfolgt, wenn der anteilige Betrag 10 vom Hundert des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Tantiemen und Sonderzuwendungen, sonstige Personalaufwendungen, Jubiläumsaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen und Investor Relations gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Verrechnungsverkehr gegenüber den Unternehmen der Bechtle-Gruppe.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 3.774 Tsd. € (Vorjahr: 2.345 Tsd. €) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und 2.946 Tsd. € (Vorjahr: 1.875 Tsd. €) eine Restlaufzeit größer 5 Jahre. Ansonsten haben alle übrigen Verbindlichkeiten - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 7.431 Tsd. € (Vorjahr: 8.254 Tsd. €).

6. Latente Steuern

Die in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nicht angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

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31.12.2011

Tsd. €
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
- Verlustvortragskonten Personengesellschaften 1.209
- Anlagevermögen 158
- Phasengleiche Ausschüttungen 7
1.374
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
- Rückstellungen 1.067
- Ergänzungsbilanzen Personengesellschaften 346
- Anlagevermögen 93
1.506
Latente Steueransprüche netto 132

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,01 % zugrunde gelegt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

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2011

Tsd. €
2010

Tsd. €
Erlöse Handelsware und Dienstleistungen 34.459 39.049
Erlöse Kostenersätze 24.278 15.871
58.737 54.920

Die Erlöse aus Kostenersätzen beinhalten ausschließlich Verwaltungs- und Rechenzentrumsumlagen gegenüber Tochterunternehmen.

Von den Umsatzerlösen entfallen 55.209 Tsd. € (Vorjahr 52.654 Tsd. €) auf das Inland und 3.528 Tsd. € (Vorjahr 2.266 Tsd. €) auf das Ausland.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 218 Tsd. enthalten.

3. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen.

4. Angaben zu Zinserträgen und Zinsaufwendungen

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2011

Tsd. €
2010

Tsd. €
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.781 1.343
- davon aus verbundenen Unternehmen (1.659) (992)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.194 611
- davon an verbundenen Unternehmen (511) (120)

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In ausgewiesenen Posten sind Erträge aus Steuererstattungen für Organumlagen in Höhe von 1.613 Tsd. € (Vorjahr 955 Tsd. €) und periodenfremde Erträge aus Steuern in Höhe von 18 Tsd. € (Vorjahr: 6 Tsd. €) enthalten.

D. Kapitalflussrechnung

Die Veränderung des Finanzmittelbestands sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden in Anlehnung an DRS 2 anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

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2011

Tsd. €
2010

Tsd. €
1. Cash-Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Ertragssteuern und Zinsen 43.039 23.685
Abschreibungen auf Immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.320 1.953
Veränderung der Sonstigen Rückstellungen, soweit nicht Investitionen betreffend 2.441 683
Verlust / Gewinn aus Anlageabgängen -1 1
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -43.724 -3.315
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 28.720 7.604
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 32.795 30.611
Erhaltene Zinszahlungen Cashpooling 1.659 992
Geleistete Zinszahlungen Cashpooling -511 -120
Gezahlte Ertragssteuern -5.623 -7.205
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit 28.320 24.278
2. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.823 1
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.652 -816
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.758 -1.357
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.038 1.036
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -22.521 -12.180
Erhaltene Zinszahlungen 412 804
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -18.658 -12.512
3. Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an Gesellschafter (Dividenden) -15.750 -12.600
Einzahlung aus der Aufnahme von Krediten 10.000 7.500
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -3.060 -1.541
Geleistete Zinszahlungen -698 -501
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -9.508 -7.142
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 154 4.624
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 29.052 24.428
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 29.206 29.052
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Finanzmittelfonds am Ende der Periode (=Pos. Aktiva B.III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) 29.206 29.052

Zinszahlungen im Rahmen der Finanzierungstätigkeit gegenüber verbundenen Unternehmen (Cashpooling) wurden dem betrieblichen Cashflow zugeordnet. Die Zinszahlungen gegenüber Dritten wurden entsprechend Ihrer überwiegenden Entstehung dem Cashflow aus Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Die erhaltenen Zinszahlungen beinhalten auch Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

F. Ergänzende Angaben

1. Angaben zur Belegschaft

Im Jahresdurchschnitt wurden 173 Mitarbeiter (Vorjahr: 148 Mitarbeiter) in der Verwaltung beschäftigt.

2. Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz an anderen Unternehmen ist in der Anlage B zu diesem Anhang dargestellt.

3. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender.

Wohnort: Rabenau

Vorstand für Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Zentrale IT, Logistik & Service, Personal und Personalentwicklung sowie Recht

Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm der PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart der Solid Line AG, Walluf

Michael Guschlbauer

Wohnort: Ludwigsburg

Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services

Mitglied des Vorstandes der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm
Mitglied des Aufsichtsrats der PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart

Jürgen Schäfer

Wohnort: Heilbronn

Vorstand für IT-E-Commerce

Mitglied des Vorstandes der Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm des Förderkreis der Hochschule Heilbronn e.V.
Mitglied des Aufsichtsrats der RIXIUS AG, Mannheim
Vorsitzender des Verwaltungsrates der Gustav-Berger Stiftung, Heilbronn

Die für die Tätigkeit des Vorstands der Bechtle AG gewährten Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2011 betrugen 2.494 Tsd. €. Die festen Bezüge betrugen 892 Tsd. € und die variablen Bezüge 1.602 Tsd. €.

Aufgrund des Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Juni 2010 wird auf eine individualisierte Offenlegung der Bezüge des Vorstands verzichtet.

Die Vergütungen des Aufsichtsrats betrugen 491 Tsd. €. Sämtliche übrigen Angaben zum Aufsichtsrat, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu machen sind, werden in der Anlage C zu diesem Anhang zusammengefasst.

4. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex

Die Bechtle AG hat für 2011 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben. Die Erklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmens-Website www.bechtle.com zugänglich gemacht.

5. Mitteilung nach Wertpapierhandelsgesetz

Die BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart, hat uns mit Schreiben vom 8. April 2002 folgende Mitteilung gemacht: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mit, dass uns am 01. April 2002 19,39% aus eigenen Aktien Stimmrechte an der Bechtle AG zustehen."

Frau Karin Schick-Krief, Gaildorf, hat uns mit Schreiben vom 5. März 2007 folgende Mitteilung gemacht: "Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 41Abs. 4a WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG am 20. Januar 2007 insgesamt 32,00% betragen hat. Hiervon sind mir gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 3,82% und gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG 1,60 % der Stimmrechte zuzurechnen."

Die BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 18. Dezember 2009 die Schwelle von 3%, 5%, 10% und 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 18,47% (das entspricht 3.916.507 Stimmrechten) betragen hat.

Die Deutsche Bank AG, London hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 24 WpHG in Verbindung mit § 32 Abs. 2 InvG am 02. Dezember 2010 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil ihrer Tochtergesellschaft, der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 30. November 2010 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,047% (das entspricht 639900 Stimmrechten) betragen hat.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 09. Februar 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 632014 Stimmrechten) betragen hat. 3,01% der Stimmrechte (das entspricht 632014 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 18. Februar 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,99% (das entspricht 627154 Stimmrechten) betragen hat. 2,99% der Stimmrechte (das entspricht 627154 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06. Juni 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 01. Juni 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,15% (das entspricht 661482 Stimmrechten) betragen hat. 3,15% der Stimmrechte (das entspricht 661482 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06. Juni 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 03. Juni 2011 die Schwelle von 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06. Juni 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 03. Juni 2011 die Schwelle von 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die Deutsche Bank AG London hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 24 WpHG in Verbindung mit § 32 Abs. 2 InvG am 09. Juni 2011 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil ihrer Tochtergesellschaft, der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 03. Juni 2011 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,734% (das entspricht 1204235 Stimmrechten) betragen hat.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Juni 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 10. Juni 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,97% (das entspricht 624265 Stimmrechten) betragen hat. 2,97% der Stimmrechte (das entspricht 624265 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 05. Juli 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 30. Juni 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,04% (das entspricht 638767 Stimmrechten) betragen hat. 3,04% der Stimmrechte (das entspricht 638767 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die J.P. Morgan Investment Management Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. August 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 15. August 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,4879% (das entspricht 732464 Stimmrechten) betragen hat. 0,0009% der Stimmrechte (das entspricht 194 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 3,4870% der Stimmrechte (das entspricht 732270 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26. August 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 25. August 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,998% (das entspricht 629475 Stimmrechten) betragen hat. 2,943% der Stimmrechte (das entspricht 617951 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 0,055% der Stimmrechte (das entspricht 11524 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die J.P. Morgan Investment Management Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26. August 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 25. August 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,998% (das entspricht 629475 Stimmrechten) betragen hat. 0,055% der Stimmrechte (das entspricht 11524 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 2,943% der Stimmrechte (das entspricht 617951 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die Loys Sicav, Luxemburg, Luxemburg hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. September 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 13. September 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,34% (das entspricht 701187 Stimmrechten) betragen hat.

Die Alceda Fund Management SA, Luxemburg, Luxemburg hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. September 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 13. September 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,34% (das entspricht 701187 Stimmrechten) betragen hat. 3,34% der Stimmrechte (das entspricht 701187 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG von der LOYS Sicav zuzurechnen.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 07. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 05. Dezember 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% (das entspricht 630649 Stimmrechten) betragen hat. 2,956% der Stimmrechte (das entspricht 620687 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 0,047% der Stimmrechte (das entspricht 9962 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die J.P. Morgan Investment Management Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 07. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 05. Dezember 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,003% (das entspricht 630649 Stimmrechten) betragen hat. 0,047% der Stimmrechte (das entspricht 9962 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 2,956% der Stimmrechte (das entspricht 620687 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die JPMorgan Asset Management (UK) Limited, London, UK hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 09. Dezember 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,912% (das entspricht 611553 Stimmrechten) betragen hat. 2,866% der Stimmrechte (das entspricht 601768 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 0,047% der Stimmrechte (das entspricht 9785 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

Die J.P. Morgan Investment Management Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. Dezember 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland am 09. Dezember 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,912% (das entspricht 611553 Stimmrechten) betragen hat. 0,047% der Stimmrechte (das entspricht 9785 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG, 2,866% der Stimmrechte (das entspricht 601768 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.

6. Konzernabschluss und Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Die Bechtle AG erstellt gemäß § 315a HGB als Muttergesellschaft einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), der von der Gesellschaft bezogen werden kann. Er wird außerdem im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist im Internet unter www.bechtle.com verfügbar.

Angaben gemäß § 285 Nr. 21 HGB waren nicht zu machen, da sämtliche nahestehenden Unternehmen in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehen und in den Konzernabschluss der Bechtle AG einbezogen werden.

7. Haftungsverhältnisse

Die Bechtle AG hat sich für Bankkredite von Tochtergesellschaften verbürgt. Am Bilanzstichtag valutieren diese Kredite mit 46.538 Tsd. €. Des weiteren bestehen Haftungsverpflichtungen zugunsten von Tochtergesellschaften aus Miet- und Leasingverträgen (6.482 Tsd. €), Bürgschaften für Lieferanten der Bechtle-Gruppe (9.923 Tsd. €), aus Avalen (7.532 Tsd. €) und sonstigen Bürgschaften (1.642 Tsd. €). Ferner besteht eine Schuldübernahmeerklärung nach § 403 (1) (f) des niederländischen bürgerlichen Gesetzbuches für alle niederländischen Tochtergesellschaften (28.270 Tsd. €).

Zweck vorgenannter Haftungsverhältnisse ist die Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung der betrieblichen Aktivitäten der Tochtergesellschaften. Finanzielle Risiken bestehen in einer möglichen Inanspruchnahme durch Gläubiger.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.

8. Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen zwei Zins-Swaps mit einem Nennbetrag von 9.589 Tsd. €. Sie weisen einen um die gebuchte Zinsabgrenzung bereinigten Marktwert von -372 Tsd. € auf. Der Marktwert von Zins-Swaps bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve.

Zweck und Vorteil des Finanzinstruments ist die Absicherung sämtlicher Risiken aus Zinssatzänderungen bei aufgenommenen variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von Tsd. € 9.589. Als zu 100% wirksamer Cash-Flow-Hedge werden Zins-Swaps zusammen mit den abzusichernden Darlehen bewertet (Bewertungseinheit). Es erfolgt keine separate Bilanzierung.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2011 bestehen aus mehrjährigen Leasing- und Mietverträgen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 542 Tsd. €:

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Tsd. €
2012 252
2013 171
2014 119
542

Zweck und Vorteil der eingegangenen Leasing- und Mietverträge ist die Finanzierung bzw. Nutzung der genutzten Anlagegegenstände. Risiken bestehen in den zukünftigen Liquiditätsbelastungen durch fest vereinbarte Miet- und Leasingraten.

Mit der Bechtle Grundstücksverwaltungsgesellschaft besteht ein Immobilien-Mietvertrag über die Vermietung der Immobilie Bechtle-Platz 1 in Neckarsulm. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann jährlich gekündigt werden. Der Mietzins beträgt z.Zt. 984 Tsd. €.

10. Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird von der Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht.

11. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen mit nicht marktüblichen Bedingungen liegen nicht vor.

12. Außerbilanzielle Geschäfte

Mit insgesamt fünf Tochtergesellschaften bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge (Vertragsbeginn zwischen 1. Januar 2001 und 1. Januar 2011). Zweck dieser Verträge ist neben der Bildung einer steuerlichen Organschaft auch die Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen der Konzerngesellschaften. Die Verträge können nach Ablauf von 5 Jahren ab Vertragsbeginn mit einer Frist von 6 Monaten zum Jahresende gekündigt werden.

Finanzielle Risiken bestehen für die Bechtle AG aufgrund der in den Verträgen enthaltenen Verpflichtung zur Verlustübernahme.

Bezüglich Miet- und Leasingverpflichtungen, Haftungsverhältnisse und Derivativen Finanzinstrumente verweisen wir auf die oben gemachten Ausführungen.

13. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand hat beschlossen, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 21.000 Tsd. € zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,85 € sowie einer einmaligen Sonderdividende in Höhe von 0,15 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden.

Neckarsulm, am 24. Februar 2012

Dr. Thomas Olemotz

Michael Guschlbauer

Jürgen Schäfer

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2011

Tsd. €
Zugänge

Tsd. €
Abgänge

Tsd. €
Umbuchungen

Tsd. €
Stand am 31.12.2011

Tsd. €
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.625 1.652 100 9 9.186
2. Geleistete Anzahlungen 9 0 0 -9 0
7.634 1.652 100 0 9.186
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.219 10 3.946 0 3.283
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.551 1.748 321 51 10.029
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51 0 0 -51 0
15.821 1.758 4.267 0 13.312
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 195.250 18.521 0 0 213.771
2. Sonstige Ausleihungen 8.714 5.000 3.038 10.676
203.964 23.521 3.038 0 224.447
227.419 26.931 7.405 0 246.945

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Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2011

Tsd. €
Zugänge

Tsd. €
Abgänge Umbuchungen

Tsd. €
Stand am 31.12.2011

Tsd. €
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.490 845 100 0
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
6.490 845 100 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 281 176 249 0
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.236 1.299 196 0
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
5.517 1.475 445 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.421 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
6.421 0 0 0
18.428 2.320 545 0

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Buchwert
Stand am 31.12.2011

Tsd. €
Stand am 31.12.2010

Tsd. €
Tsd. €
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.235 1.951 1.135
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 9
7.235 1.951 1.144
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 208 3.075 6.938
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.339 3.690 3.315
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 51
6.547 6.765 10.304
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.421 207.350 188.829
2. Sonstige Ausleihungen 0 10.676 8.714
6.421 218.026 197.543
20.203 226.742 208.991

Anteilsbesitz zum 31.12.2011

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lfd. Nr. Firma Sitz Land Nummer der Obergesellschaft Währung Eigenkapital in Tausend Landeswährung Ergebnis in Tausend Landeswährung
1 Bechtle AG Neckarsulm Deutschland EUR 244.355 34.876
Inland:
2 Bechtle GmbH Berlin Deutschland 37 EUR 1.292 0***
3 Bechtle GmbH & Co. KG Bielefeld Deutschland 37 EUR 1.501 1.340
4 Bechtle GmbH & Co. KG Bonn Deutschland 37 EUR 1.200 1.285
5 Bechtle GmbH & Co. KG Chemnitz Deutschland 37 EUR 1.640 1.524
6 Bechtle GmbH & Co. KG Darmstadt Deutschland 37 EUR 4.499 1.209
7 ARP GmbH Dietzenbach Deutschland 89 EUR 1.757 748
8 Bechtle GmbH Dortmund Deutschland 37 EUR 1.784 0***
9 PSB GmbH Dreieich Deutschland 32 EUR 209 0**
10 Bechtle GmbH & Co. KG Duisburg Deutschland 1 EUR 5 -320
11 ITZ Informationstechnologie GmbH Essen Deutschland 37 EUR 1.250 0***
12 Bechtle GmbH12 Frankfurt Deutschland 37 EUR 1.765 0***
13 Bechtle GmbH Freiburg Deutschland 37 EUR 750 0***
14 Bechtle GmbH & Co. KG Friedrichshafen Deutschland 37 EUR 3 -495
15 Bechtle Finanz-& Marketingservices GmbH Gaildorf Deutschland 1 EUR 294 23
16 Bechtle GmbH Hamburg Deutschland 37 EUR 1.000 0***
17 HanseVision GmbH Hamburg Deutschland 37 EUR 477 -102
18 Bechtle GmbH Hannover Deutschland 37 EUR 1.000 0***
19 Bechtle GmbH & Co. KG Karlsruhe Deutschland 37 EUR 4.199 1.402
20 Bechtle GmbH Köln Deutschland 1 EUR 2.478 172
21 Bechtle GmbH & Co. KG Krefeld Deutschland 37 EUR 3.012 280
22 Bechtle IT-Systemhaus GmbH Krefeld Deutschland 37 EUR 1.502 0***
23 SolidPro Informationssysteme GmbH Langenau Deutschland 1 EUR 2.488 1.488
24 Bechtle GmbH & Co. KG Mannheim Deutschland 37 EUR 6.690 191
25 Bechtle GmbH Meschede Deutschland 37 EUR 500 0***
26 Bechtle GmbH & Co. KG Münster Deutschland 37 EUR 1.000 660
27 Bechtle direct GmbH Neckarsulm Deutschland 28 EUR 15.597 7.393
28 Bechtle E-Commerce Holding AG Neckarsulm Deutschland 1 EUR 19.800 0*
29 Bechtle GmbH & Co. KG Neckarsulm Deutschland 37 EUR 3.585 2.874
30 Bechtle Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Neckarsulm Deutschland 1 EUR 1.000 0*
31 Bechtle Logistik & Service GmbH Neckarsulm Deutschland 1 EUR 15.000 0*
32 Bechtle Managed Services AG Neckarsulm Deutschland 1 EUR 42.074 0*
33 Bechtle ÖA direct GmbH Neckarsulm Deutschland 28 EUR 750 0****
34 Bechtle Onsite Services GmbH Neckarsulm Deutschland 32 EUR 407 0**
35 Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG Neckarsulm Deutschland 32 EUR 1.028 8
36 Bechtle Softwarelösungen GmbH Neckarsulm Deutschland 1 EUR 1.262 403
37 Bechtle Systemhaus Holding AG Neckarsulm Deutschland 1 EUR 60.522 0*
38 Bechtle-Comsoft GmbH Neckarsulm Deutschland 90 EUR 310 64
39 Bechtle GmbH Nürnberg Deutschland 37 EUR 468 103
40 Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG Ober-Mörlen Deutschland 32 EUR 3.766 1.961
41 PSB IT-Service GmbH Ober-Mörlen Deutschland 32 EUR 105 -152
42 Bechtle GmbH Offenburg Deutschland 37 EUR 204 120
i42 ntelligent IT solutions GmbH & Co. KG Oldenburg Deutschland 37 EUR 67 -1.034
44 Bechtle GmbH Radolfzell am Bodensee Deutschland 37 EUR 800 0***
45 Bechtle GmbH & Co. KG Regensburg Deutschland 37 EUR 2.914 914
46 Bechtle GmbH & Co. KG Rottenburg Deutschland 37 EUR 4.655 475
47 Bechtle GmbH Schkeuditz Deutschland 37 EUR 178 0***
48 Bechtle GmbH Solingen Deutschland 37 EUR 300 0***
49 Bechtle GmbH Stuttgart Deutschland 37 EUR 1.888 0***
50 PP 2000 Business Integration AG Stuttgart Deutschland 32 EUR 1.329 0**
51 HCV Data Management GmbH Walluf Deutschland 52 EUR 155 0*****
52 Solid Line AG Walluf Deutschland 1 EUR 7.529 2.190
53 Bechtle GmbH Weimar Deutschland 1 EUR 1.077 44
54 Bechtle GmbH Würselen Deutschland 37 EUR 1.000 0***
55 Bechtle GmbH Würzburg Deutschland 37 EUR 400 0***
Ausland:
56 Bechtle Brüssels NV Neerpelt Belgien 37 EUR 500 0
57 Bechtle Comsoft NV Neerpelt Belgien 90 EUR 71 -26
58 Bechtle direct NV Neerpelt Belgien 28 EUR 564 456
59 Bechtle direct SAS Molsheim Frankreich 28 EUR 2.765 1.255
60 Bechtle Management E.u.r.l. Molsheim Frankreich 1 EUR 132 76
61 ARP SAS Valbonne Frankreich 90 EUR 1.623 -211
62 Comsoft SOS Developers SAS Valbonne Frankreich 90 EUR 4.047 397
63 Bechtle direct Ltd. Chippenham- Wiltshire Großbritannien 28 GBP 1.636 636
64 Bechtle direct Limited Dublin Irland 28 EUR 161 -47
65 Bechtle direct S.r.l. Bozen Italien 28 EUR 691 -73
66 Comsoft direct s.r.l Bozen Italien 90 EUR 94 -156
67 Bechtle direct B.V. Eindhoven Niederlande 69 EUR 4.853 2.646
68 Bechtle Holding B.V. Eindhoven Niederlande 28 EUR 5.848 853
69 Buyitdirect.com N.V. Hoofddorp Niederlande 68 EUR 7.286 928
70 ARP Nederland B.V. Maastricht Niederlande 73 EUR 2.581 1.260
71 ARP Supplies B.V. Maastricht Niederlande 73 EUR 814 207
72 Bechtle Data Management B.V. Maastricht Niederlande 69 EUR 265 247
73 Bechtle Management B.V. Maastricht Niederlande 90 EUR 6.168 -1.001
74 Comsoft direct B.V Maastricht Niederlande 73 EUR 3.211 1.827
75 Bechtle direct GmbH Linz Österreich 28 EUR 1.633 983
76 HTH Consulting GmbH St. Pölten Österreich 77 EUR 839 364
77 Bechtle GmbH Wien Österreich 37 EUR 495 -577
78 ARP GmbH Wiener Neudorf Österreich 89 EUR 1.232 209
79 Comsoft direct GmbH Wiener Neudorf Österreich 90 EUR 400 35
80 Bechtle direct Polska Sp.z.oo. Breslau Polen 28 PLN 845 -488
81 Bechtle direct Portugal Unipessoal Lda Aveiro Portugal 28 EUR 263 -61
82 Coma Services AG Bremgarten Schweiz 90 CHF 12.254 3.089
83 Gate Informatic AG Ecublens Schweiz 90 CHF 1.469 939
84 Bechtle direct AG Gland Schweiz 90 CHF 1.902 527
85 Bechtle Marketing AG Regensdorf Schweiz 90 CHF 225 36
86 Bechtle Printing Solutions AG Regensdorf Schweiz 90 CHF 319 44
87 Bechtle Regensdorf AG Regensdorf Schweiz 90 CHF 6.992 1.579
88 ARP Management AG Rotkreuz Schweiz 90 CHF 404 142
89 ARP Schweiz AG Rotkreuz Schweiz 90 CHF 13.685 6.392
90 Bechtle Holding Schweiz AG Rotkreuz Schweiz 1 CHF 152.279 19.695
91 Bechtle Management AG Rotkreuz Schweiz 90 CHF 378 371
92 Bechtle Schweiz AG Rotkreuz Schweiz 90 CHF 5.038 -5
93 Comsoft direct AG Rotkreuz Schweiz 90 CHF 3.082 2.458
94 Bechtle St. Gallen AG St. Gallen Schweiz 90 CHF 1.249 781
95 Solid Solutions AG Zürich Schweiz 93 CHF 1.677 1.022
96 Bechtle direct S.L. Madrid Spanien 28 CHF 12.118 703
97 Comsoft direct S.L.U. Madrid Spanien 90 CHF 208 -4
98 ARP Datacon Ltd. Taipei Hsien Taiwan R.O.C. 89 TWD 390 -11
99 Bechtle direct s.r.o. Prag Tschechiien 28 CZK 8.795 -3.928
100 Bechtle direct Kft. Budapest Ungarn 28 HUF 74.698 -1.302
Nicht operativ tätige Gesellschaften
101 Bechtle Verwaltungs-GmbH Bielefeld Deutschland 37 EUR 75 4
102 Bechtle Verwaltungs-GmbH Bonn Deutschland 37 EUR 34 2
103 Bechtle Verwaltungs-GmbH Chemnitz Deutschland 37 EUR 34 2
104 DA Bechtle Verwaltungs-GmbH Darmstadt Deutschland 37 EUR 34 2
105 BO Bechtle Verwaltungs-GmbH Duisburg Deutschland 1 EUR 34 2
106 FH Bechtle Verwaltungs-GmbH Friedrichshafen Deutschland 37 EUR 34 2
107 Bechtle Data Verwaltungs-GmbH Gaildorf Deutschland 1 EUR 25 0
108 Bechtle GmbH Gaildorf Deutschland 1 EUR 453 0
109 Bechtle Kapitalbeteiligungs- Verwaltungs-GmbH Gaildorf Deutschland 37 EUR 34 2
110 compartner ASP ONE GmbH Gaildorf Deutschland 37 EUR 32 0
111 compartner systems GmbH Gaildorf Deutschland 37 EUR 399 -2
112 MH Bechtle Verwaltungs-GmbH Gaildorf Deutschland 1 EUR 25 0
112 MS Mikro Software Gesellschaft für Systemanalyse und Engineering mbH Gaildorf Deutschland 1 EUR 43 0
114 KA Bechtle Verwaltungs-GmbH Karlsruhe Deutschland 37 EUR 35 2
115 MA Bechtle Verwaltungs-GmbH Mannheim Deutschland 37 EUR 34 2
116 MVis informationssysteme GmbH Mannheim Deutschland 37 EUR 6 -1
117 OCR Datensysteme GmbH Mannheim Deutschland 1 EUR 25 0
118 Bechtle Verwaltungs-GmbH Münster Deutschland 37 EUR 31 1
119 Bechtle Field Services GmbH & Co. KG Neckarsulm Deutschland 32 EUR 95 -2
120 Bechtle Field Services Verwaltungs-GmbH Neckarsulm Deutschland 32 EUR 35 2
121 Bechtle Remote Services Verwaltungs-GmbH Neckarsulm Deutschland 32 EUR 80 5
122 HN Bechtle Verwaltungs-GmbH Neckarsulm Deutschland 37 EUR 34 2
123 Bechtle Verwaltungs-GmbH Ober-Mörlen Deutschland 32 EUR 197 11
124 intelligent IT solutions Beteiligungs-GmbH Oldenburg Deutschland 37 EUR 34 2
125 REG Bechtle Verwaltungs-GmbH Regensburg Deutschland 37 EUR 34 2
126 RB Bechtle Verwaltungs-GmbH Rottenburg Deutschland 37 EUR 34 2

* Ergebnisabführungsvertrag mit der Bechtle AG

** Ergebnisabführungsvertrag mit der Bechtle Managed Services AG

*** Ergebnisabführungsvertrag mit der Bechtle Systemhaus Holding AG

**** Ergebnisabführungsvertrag mit der Bechtle E-Commerce Holding AG

***** Ergebnisabführungsvertrag mit der SoliLine AG

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Kurt Dobitsch 20. Mai 1999 Unternehmer Aufsichtsratsvorsitzender - United Internet AG, Montabaur - Nemetschek AG, München Mitglied des Aufsichtsrats - 1&1 Internet AG, Karlsruhe - DOCUWARE AG, Germering - Graphisoft S.E., Budapest, Ungarn Mitglied des Verwaltungsrats - Hybris AG, Zürich, Schweiz (bis 10/2011) 0 0

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Dr. Walter Jaeger 17. Juni 2008 Kaufmann Aufsichtsratsvorsitzender - Wirthwein AG, Creglingen Mitglied des Aufsichtsrats - Kaufland Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (bis 23.11.2011) - Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (bis 23.11.2011) Beiratsvorsitzender - Hohenloher Spezialmöbelwerk Schaffitzel GmbH & Co. KG, Öhringen - Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim unter Teck - Vollert Anlagenbau GmbH & Co. KG, Weinsberg - Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG, Nordheim (bis 30.04.2011) - GEMÜ Gebr. Müller GmbH & Co. KG, Ingelfingen 0 0

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Gerhard Schick Aufsichtsrats-

vorsitzender
22. März 2004 Kaufmann 0 0

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Karin Schick 9. August 2004 Kfm. Angestellte 7.333.287(1) 7.208.287

(1) 940.272 Aktien für Schick GmbH, 340.115 für Amaury Krief

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Klaus Winkler 20. Mai 1999 Geschäftsführer Mitglied des Aufsichtsrats - IMS Gear GmbH, Donaueschingen (bis 01.01.2012) - Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Beirats - Kapp GmbH & Co. KG, Coburg - Dieffenbacher GmbH & Co., Eppingen 725 725

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Dr. Jochen Wolf 2. Stell- vertretender Aufsichtsrats- vorsitzender 2. Oktober 2003 Geschäftsführer Aufsichtsratsvorsitzender - Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Aufsichtsrats - Bardusch GmbH + Co. KG, Ettlingen - IMS Gear GmbH, Donaueschingen - LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach - R-Biopharm AG, Darmstadt Mitglied des Verwaltungsrats - E.G.O. Blanc & Fischer-Firmengruppe, Oberderdingen Mitglied des Beirats - C. Hafner GmbH & Co. KG, Pforzheim (bis 13.03.2011) 0 3.916.507(1)

(1) für BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
17.05.2011 31.12.2010
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Udo Bettenhausen 18. Januar 2007 bis 16. Mai 2011 Vertriebsbeauftragter 0 0

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
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Uli Drautz Stellvertretender Aufsichtsrats- vorsitzender 15. Oktober 2003 Ltd. kfm. Angestellter Mitglied des Aufsichtsrats - Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm - Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm - Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm - Solid Line AG, Walluf (seit 01.06.2011) - PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart 1.644 1.644

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
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Daniela Eberle 15. Oktober 2003 Kfm. Angestellte 0 0

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
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Jürgen Ergenzinger 17. Juni 2008 Gewerkschaftssekretär IG Metall, Verwaltungsstelle Heilbronn-Neckarsulm 0 0

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31.12.2011 31.12.2010
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Sonja Glaser-Reuss 17. Juni 2008 Kfm. Angestellte 1.000 1.000

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
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Barbara Greyer 15. Oktober 2003 Gewerkschaftssekretärin ver.di, Landesbezirk Baden-Württemberg 0 0

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Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne §125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz
31.12.2011 31.12.2010
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Siegfried Höfels 17. Mai 2011 techn. Angestellter 0 0

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bechtle AG, Neckarsulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Heilbronn, den 29. Februar 2012

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Strähle, Wirtschaftsprüfer

Hieronymus, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bechtle AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Neckarsulm, den 13. März 2012

Bechtle AG

Der Vorstand

Dr. Thomas Olemotz

Michael Guschlbauer

Jürgen Schäfer

AN UNSERE AKTIONÄRE

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Das Geschäftsjahr 2011 hat die Bechtle AG zu neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ertrag geführt. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von dem Engagement seiner Mitarbeiter und der starken Position im Wettbewerbsumfeld. Der Konzern wird auch zukünftig seine Präsenz kontinuierlich ausbauen. Auf diesem Weg wird der Aufsichtsrat den Vorstand ebenso unterstützen wie bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder, die ertragreiches Wachstum sichern. Auch hier ist die Bechtle AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gut vorangekommen, wie zum Beispiel die jüngsten Akquisitionen im Lösungsgeschäft zeigen. Der Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen rundet das Profil von Bechtle als starker IT-Gesamtlösungsanbieter ab und gewährleistet eine sehr enge Kundenbindung. Die Entwicklung dieser und weiterer strategischer Aktivitäten wird der Aufsichtsrat in den kommenden Jahren begleiten.

Der Aufsichtsrat nahm 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Wir haben den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und dabei die Geschäftsführung und -entwicklung der Gesellschaft eng begleitet und überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren oder in welche der Aufsichtsrat kraft Gesetzes oder Satzung einzubeziehen war, wurden wir unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Im Mittelpunkt der Beratungen standen 2011 die strategische Ausrichtung des Konzerns und in diesem Zusammenhang die Prüfung neuer Märkte sowie der Ausbau der Geschäftsfelder. Des Weiteren berieten wir uns intensiv zu den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen, dem Erwerb der zentralen Firmengebäude einschließlich der Baumaßnahmen am Standort Neckarsulm und den konzernweit initiierten Personalentwicklungsprogrammen. Kennzeichnend für die Zusammenarbeit der Gremien war ein intensiver und offener Dialog.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte und zustimmungspflichtigen Vorgänge. Dazu zählten vor allem die Geschäftsentwicklung des Konzerns, maßgebliche Investitionsvorhaben, die Risikosituation und das Chancen- und Risikomanagement sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie.

Zusätzlich zu den persönlichen Kontakten mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern unterrichtete der Vorstand das gesamte Gremium monatlich über wichtige operative Kennzahlen, die Erfüllung der Geschäftsplanung und die Beschäftigungssituation - jeweils für den Konzern, die Segmente sowie einzelne Tochtergesellschaften. In vierteljährlichen Sitzungen haben wir zudem das abgelaufene Quartal sowie die kurz- bis mittelfristigen Perspektiven intensiv erörtert.

Darüber hinaus machte sich das Gremium selbst ein Bild vom Unternehmen. Regelmäßig hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns und seiner Segmente sowie mit der Vermögens- und Finanzlage und der Umsetzung der Strategie beschäftigt. Wir haben uns zudem kontinuierlich mit der Risikosituation des Konzerns auseinandergesetzt und aktiv das Kontroll- und Risikomanagementsystem der BECHTLE AG begleitet und fortgeschrieben. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie sein erster Stellvertreter setzten die bewährte Vorgehensweise aus den Vorjahren fort, in direkten Kontakt mit den Bereichsvorständen und den Geschäftsführern der Tochterunternehmen zu treten. Sie verschafften sich so in persönlichen Gesprächen einen detaillierten Überblick zum operativen Verlauf der Gesellschaften und informierten sich über Aufträge und Projekte von besonderer Bedeutung.

"2011 war für Bechtle erneut ein Jahr der Spitzenleistungen. Alle Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum -für eine vielversprechende Zukunft."

Gerhard Schick

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zu den eigenständigen Prüfungs- und Überwachungsmaßnahmen durch Mitglieder des Aufsichtsrats gehörten insbesondere auch die regelmäßige Prüfung der Gewinn- und Verlustrechnungen einzelner Tochtergesellschaften, eine intensive Untersuchung auf Auffälligkeiten und ein Soll-Ist-Abgleich wichtiger Kennzahlen sowie die Teilnahme an Strategiesitzungen, Geschäftsführertagungen und an Sitzungen zum Risikomanagement.

Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Information durch den Vorstand sowie der eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion vollumfänglich nachkommen. Wir können bestätigen, dass der Vorstand in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat im Bedarfsfall regelmäßig die Rechts- und Complianceabteilung sowie das Konzerncontrolling zurate gezogen und das Risikomanagementsystem aktiv genutzt.

Sitzungen und Schwerpunkte

Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Plenumssitzungen des Aufsichtsrats statt: am 27. Januar, 15. März (Bilanzsitzung für den Abschluss 2010), 21. Juli und 20. Oktober. Zusätzlich wurde am 7. Juni eine außerordentliche Sitzung zur Übernahme der HanseVision GmbH einberufen. Über Vorhaben oder Aspekte, die für die Entwicklung des Unternehmens von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, hat der Vorstandsvorsitzende den Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Neben den Sitzungsbeschlüssen fasste das Gremium beziehungsweise seine Ausschüsse in sachlich gebotenen, insbesondere in eilbedürftigen Fällen auch Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse bedurften, haben wir in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Gremium in seiner Bilanzsitzung den Jahresabschluss des Vorjahres festgestellt, den Konzernabschluss des Vorjahres gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt und die Unternehmensplanung 2011 verabschiedet.

Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:

die Strategie sowie Zwischenziele des Konzerns und umzusetzende Maßnahmen
die Unternehmensplanung 2011
die wirtschaftliche Lage des BECHTLE-Konzerns
die Erschließung neuer Ländermärkte
der Ausbau der Geschäftsbereiche Software- und Anwendungslösungen, Managed Services sowie Öffentliche Auftraggeber
die Prüfung von Akquisitionsvorhaben
das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem
Diversity in Vorstand und Aufsichtsrat

In der Sitzung vom 27. Januar 2011 hat der Aufsichtsrat Michael Guschlbauer und Jürgen Schäfer auf Empfehlung des Personalausschusses zu Mitgliedern des Vorstandes vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2014 wiederbestellt und die Anstellungsverträge mit den beiden Vorstandsmitgliedern ebenfalls für diesen Zeitraum neu abgeschlossen. Die vorhergehenden Anstellungsverträge mit den beiden Vorstandsmitgliedern hätten am 31. Dezember 2011 geendet. Die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Thomas Olemotz läuft bis zum 31. Dezember 2013. Die Vergütung des Vorstands erfolgt seit 2011 gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Im Zuge dessen wurden in die Anstellungsverträge aller Vorstandsmitglieder zusätzlich langfristige Vergütungskomponenten aufgenommen. Zudem gilt, wie durch das VorstAG vorgegeben, ein Selbstbehalt bei der D&o-Versicherung.

Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur Wahrung seiner Aufgaben drei Ausschüsse gebildet. Der Prüfungsausschuss trat am 26. Januar, 14. März, 7. Juni, 20. Juli und 19. Oktober sowie 1. Dezember zusammen. Zusätzlich tagte er im Rahmen von Telefonkonferenzen am 10. Mai, 9. August und 9. November. Der Ausschuss beschäftigte sich 2011 vorrangig mit den Zwischenberichten, den vorbereitenden Prüfungen von Jahres- und Konzernabschluss, dem Gewinnverwendungsvorschlag sowie mit der Überprüfung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Gegenstand der Beratungen waren außerdem die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte sowie die Vereinbarung des Prüfungshonorars. Daneben standen auch zustimmungspflichtige Geschäfte - wie Akquisitionen und langfristige Verträge - sowie die Corporate Governance auf der Agenda.

Der Personalausschuss trat 2011 in vier Sitzungen am 26. Januar, 15. März, 18. Mai und 20. Juli zusammen. Im Mittelpunkt seiner Beratungen stand das Vergütungssystem des Vorstands, vor allem im Hinblick auf die Vorgaben des VorstAG und des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs.3 MitbestG musste 2011 nicht einberufen werden.

Beim Vorsitz der Ausschüsse ergaben sich im Berichtsjahr keine Veränderungen: Dr. Jochen Wolf steht dem Prüfungsausschuss vor, Gerhard Schick ist Vorsitzender des Personalausschusses sowie des Vermittlungsausschusses. In den Plenumssitzungen wurde das Gremium ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse informiert.

Auch im Geschäftsjahr 2011 haben wir unsere Aufsichtsratstätigkeit evaluiert und eine interne Effizienzprüfung vorgenommen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Vorstand der BECHTLE AG gab es im Berichtsjahr keine personellen Änderungen. Udo Bettenhausen, Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, ist 2011 leider verstorben. Ihm folgte Siegfried Höfels mit Wirkung vom 17. Mai 2011 bis zum Ablauf der Amtsperiode des aktuellen Aufsichtsrats. Dem Aufsichtsrat gehörte Udo Bettenhausen seit dem 18. Januar 2007 an. Seine konstruktive und kollegiale Art haben wir sehr geschätzt. Wir werden ihn in ehrenvoller Erinnerung behalten.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Wir haben uns intensiv mit dem Regelwerk des Deutschen Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt. Schwerpunkte waren dabei die Empfehlungen und Anregungen zur sogenannten Diversity in Vorstand und Aufsichtsrat sowie die nachhaltige Struktur der Vorstandsvergütung. Zur Kontrolle der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex haben wir die Umsetzung der Empfehlungen überprüft. Wir haben zusammen mit dem Vorstand im Januar 2012 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG erneuert. Die Abweichungen von den Empfehlungen der Regierungskommission sind im Corporate-Governance-Bericht ausführlich erläutert. Sämtliche Entsprechenserklärungen sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance sind den Aktionären im Internet dauerhaft zugänglich gemacht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Plenum unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Siehe Entsprechenserklärung, S. 74f.

www.bechtle.com/corporate-governance

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2011

Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 hat die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, gewählt. Sie hat nach der Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BECHTLE AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte der BECHTLE AG und des BECHTLE-Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagements- und -früherkennungssystems geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der BECHTLE AG wurde nach IFRS aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass dieser Konzernabschluss die Bedingungen für eine Befreiung von der Aufstellung eines Abschlusses nach deutschem Recht erfüllt. Gegenstand der Prüfung waren auch das vom Vorstand einzurichtende Überwachungssystem zur Risikofrüherkennung sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die installierten Systeme geeignet sind.

Die Unterlagen zu den Abschlüssen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugesandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt. An der Bilanzsitzung am 13. März 2012 nahm auch der Abschlussprüfer teil.

Der Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner haben wir gemäß Ziffer 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus trafen wir gemeinsam mit dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer die Vereinbarung, dass er uns informiert beziehungsweise in den Prüfungsberichten vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand beziehungsweise Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Darin wird über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer beziehungsweise seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. In der Bilanzsitzung vom 13. März 2012 haben wir den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgend den Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und zur Zahlung einer Dividende von 0,85 € je Aktie sowie zusätzlich einer einmaligen Sonderausschüttung von 0,15 € pro Anteilsschein schließt sich der Aufsichtsrat an. Wir sind mit Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands einverstanden und halten den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG, § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme beziehungsweise Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der BECHTLE AG sowie im Konzernlagebericht des Bechtle-Konzerns nicht enthalten.

Unser Dank gilt dem Vorstand, den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften, den Bereichsvorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Arbeit und das große Engagement im Geschäftsjahr 2011 sowie unseren Aktionären für ihr Vertrauen in das Unternehmen. Wir freuen uns, dass sich der Konzern auf einem ertragreichen Wachstumskurs befindet und erfolgreich seine Ziele in Richtung "Vision 2020" umsetzt.

Neckarsulm, 13. März 2012

Für den Aufsichtsrat

Gerhard Schick, Vorsitzender