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Bechtle AG Interim / Quarterly Report 2008

Nov 14, 2008

54_10-q_2008-11-14_0072a40c-c7ce-4906-b7ab-ebb61e8a89af.pdf

Interim / Quarterly Report

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2008

//ZWISCHENBERICHT

Q3 Q2 Q1

Bechtle – Ihr starker IT-Partner. Heute und morgen.

// BECHTLE-KONZERN IM ÜBERBLICK

9 Monate
01.01.–
30.09.2008
9 Monate
01.01.–
30.09.2007
Veränderung
in %
Umsatzerlöse TEuro 1.026.697 974.302 5,4
EBITDA TEuro 49.732 48.639 2,2
EBIT TEuro 40.017 39.074 2,4
EBT TEuro 41.368 39.534 4,6
EBT-Marge % 4,0 4,1 –0,7
Ergebnis nach Steuern TEuro 30.451 26.157 16,4
Ergebnis je Aktie Euro 1,43 1,23 16,4
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit TEuro 38.987 9.583 306,8
Working Capital 1) TEuro 143.374 157.387 –8,9
Cashflow je Aktie Euro 1,84 0,45 306,8
Eigenkapitalrendite 2) % 15,3 14,6 5,1

1) Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen 2) Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum periodendurchschnittlichen bilanziellen Eigenkapital, annualisiert

30.09.2008 31.12.2007 Veränderung
in %
Liquide Mittel TEuro 60.180 52.300 15,1
Eigenkapitalquote % 66,0 61,2 7,8
Mitarbeiterzahl 1) 4.397 4.250 3,5

1) Vollzeitkräfte, Auszubildende und Mitarbeiter in Elternzeit bzw. Wehr- oder Zivildienst

// QUARTALSÜBERSICHT 2008

1. Quartal
01.01.–
31.03.2008
2. Quartal
01.04.–
30.06.2008
3. Quartal
01.07.–
30.09.2008
4. Quartal
01.10.–
31.12.2008
GJ 2008
01.01.–
30.09.2008
Umsatzerlöse TEuro 336.856 344.465 345.376 1.026.697
EBITDA TEuro 14.975 14.044 20.713 49.732
EBIT TEuro 11.618 10.964 17.435 40.017
EBT TEuro 12.010 11.510 17.848 41.368
EBT-Marge % 3,6 3,3 5,2 4,0
Ergebnis nach Steuern TEuro 8.730 8.438 13.283 30.451

// SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

IT-Systemhaus 9 Monate
01.01.–
30.09.2008
9 Monate
01.01.–
30.09.2007
Veränderung
in %
Umsatzerlöse TEuro 656.432 623.498 5,3
EBITDA TEuro 30.914 27.475 12,5
EBIT TEuro 24.091 20.652 16,7
EBIT-Marge % 3,7 3,3 10,9
IT-E-Commerce
Umsatzerlöse TEuro 370.265 350.804 5,5
EBITDA TEuro 18.818 21.164 –11,1
EBIT TEuro 15.926 18.422 –13,5
EBIT-Marge % 4,3 5,3 –18,1

// DIE AKTIE

Eröffnungskurs am 02.01.2008 (Xetra) Euro 27,00
Schlusskurs am 30.09.2008 (Xetra) Euro 14,61
Performance Bechtle-Aktie % –45,9
Neunmonatshoch (Xetra-Schlusskurs 02.01.2008) Euro 27,86
Neunmonatstief (Xetra-Schlusskurs 30.09.2008) Euro 14,61
Durchschnittliches tägliches Handelsvolumen vom 01.01. bis 30.09.2008 (alle dt. Börsen) Stück 65.413
Durchschnittliches tägliches Handelsvolumen vom 01.01. bis 30.09.2008 (alle dt. Börsen) Euro 1.314.072
Septemberranking der Deutschen Börse nach Marktkapitalisierung Rang 29
Septemberranking der Deutschen Börse nach Handelsvolumen Rang 25
Marktkapitalisierung (total) zum 30.09.2008 Mio. Euro 309,7
Marktkapitalisierung (Freefloat) zum 30.09.2008 Mio. Euro 153,3
Zahl der ausgegebenen Aktien Stück 21.200.000
Freefloat (Streubesitz) % 49,5
Zahl der dividendenberechtigten Aktien Stück 21.200.000
Dividende für das Geschäftsjahr 2007 Euro 0,60
Segment Prime Standard
Index TecDAX
WKN 515 870
ISIN DE 0005158703

// KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

zum 30. September 2008

Bechtle AG auch im dritten Quartal mit Umsatz- und Ertragssteigerung

  • // Umsatz liegt mit 345,4 Millionen Euro über Vorjahresquartal
  • // Vorsteuerergebnis steigt um 4,2 Prozent auf 17,8 Millionen Euro
  • // Komfortable Liquidität und starker Cashflow
  • // Eintritt in den österreichischen Systemhausmarkt
  • // Bechtle direct startet E-Commerce-Geschäft in Irland

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Bechtle ist mit über 50 Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv und zählt mit Handelsgesellschaften in zehn Ländern zu den führenden IT-E-Commerce-Anbietern in Europa. Mit dieser Kombination setzt Bechtle auf ein einzigartiges Geschäftsmodell, das Systemhausdienstleistungen mit dem Direktvertrieb von IT-Produkten verbindet. Das 1983 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm bietet seinen mehr als 56.000 überwiegend mittelständischen Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie der Finanzbranche herstellerunabhängig ein lückenloses Angebot rund um die IT-Infrastruktur aus einer Hand.

Im Segment IT-Systemhaus erstreckt sich das Angebotsportfolio angefangen von der Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung- und -durchführung über Systemintegration, Wartung und Schulung bis hin zum Komplettbetrieb der IT des Kunden. Im IT-E-Commerce, dem zweiten Geschäftssegment, bietet Bechtle seinen Kunden im Direktvertrieb über Internet, Katalog und Telesales Hardware sowie Standardsoftware an. Vor dem Hintergrund des rasanten technischen Fortschritts auf dem IT-Markt und der damit verbundenen kurzen Produktlebenszyklen erweitert Bechtle kontinuierlich sein breitgefächertes und ausgewogenes Angebotsspektrum. So konnte beispielsweise die Anzahl der verfügbaren Produkte im Jahresverlauf von anfänglich 33.000 auf nunmehr 37.000 gesteigert werden. Gleichzeitig nahmen die durchschnittlichen Produktneueinführungen pro Woche bei den Bechtle-Handelsgesellschaften von 255 auf 285 zu. Demzufolge haben sich auch im Jahresverlauf die im konzerneigenen European Pricing System (EPS) tagesaktuell eingelesenen Produktdatensätze von 2,1 Millionen auf nunmehr 2,6 Millionen erhöht.

UMFELD

GESAMTWIRTSCHAFT

Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU stand im dritten Quartal bereits stark unter dem Einfluss der internationalen Finanzmarktkrise. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission kam das Wirtschaftswachstum in der EU im dritten Quartal 2008 zum Erliegen. In ihrem Herbstgutachten von Anfang November 2008 geht die Kommission sowohl für die EU als auch für die Eurozone von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Noch im September wurde zumindest ein Nullwachstum prognostiziert. Vor allem bei den Investitionen, dem Hauptmotor des zurückliegenden Aufschwungs, sei ein abrupter Rückgang zu beobachten. Die nachlassende Nachfrage und ein spürbarer Vertrauensverlust bei den Investoren, strengere Finanzierungsbedingungen und geringere Verfügbarkeit von Krediten seien die Hauptgründe hierfür. Auch die Europäische Zentralbank geht für das dritte Quartal von einer insgesamt schwachen Entwicklung in der Eurozone aus.

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal 2008 deckt sich nach Einschätzungen der Europäischen Kommission und der Deutschen Bundesbank weitgehend mit der Situation in der EU. Die Kommission prognostizierte im September 2008 für das dritte Quartal einen BIP-Rückgang gegenüber dem Vorquartal von 0,2 Prozent. Die Bundesbank geht in ihrem Monatsbericht Oktober 2008 angesichts der deutlich abgeschwächten weltweiten Konjunktur und der zunehmenden Verunsicherung infolge der Finanzmarktkrise von einem Nullwachstum aus. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen sich laut Bundesbank in Deutschland jedoch noch auf ihrem hohen Niveau gehalten haben. Auch die von der Europäischen Kommission statuierte geringere Verfügbarkeit von Krediten war zumindest im deutschen Mittelstand noch nicht zu spüren. Eine vom DIHK im Oktober 2008 veröffentlichte Umfrage unter deutschen Unternehmen kam zu dem Ergebnis, dass der Mittelstand hierzulande bislang kaum Engpässe bei der Kreditvergabe durch Banken und Sparkassen verzeichne.

Gleichwohl haben sich auch in Deutschland die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum merklich verschlechtert. So ist der ifo-Geschäftsklimaindex im dritten Quartal kontinuierlich gefallen und lag nach Quartalsschluss im Oktober 2008 auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Auch wurden sämtliche Einschätzungen und Prognosen für die Wirtschaftsleistung in Deutschland für das laufende und vor allem das kommende Jahr in den letzten Wochen deutlich zurückgenommen (siehe dazu Ausblick und Prognose, S. 16).

BRANCHE

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise und der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die IT-Branche waren im dritten Quartal noch unklar. Die Betrachtung verschiedener Indikatoren der wirtschaftlichen Entwicklung und Stimmungslage zeichnete kein einheitliches Bild. Zwar reduzierte der Branchenverband BITKOM im September 2008 seine Prognose für das Wachstum des deutschen IT-Markts im laufenden Jahr von 4,6 Prozent auf 4,2 Prozent. Der BITKOM-Branchenindex stieg jedoch im dritten Quartal überraschend deutlich und lag mit 42 Zählern auf dem höchsten Stand im laufenden Jahr. Insbesondere die Teilsegmente IT-Services sowie Software trugen mit 56 beziehungsweise 60 Punkten zu dieser positiven Entwicklung bei und lagen deutlich über dem zweiten Quartal mit jeweils 49 Punkten. Eine Ende Oktober von BITKOM veröffentlichte Umfrage ergab, dass die Unternehmen der ITK-Branche noch keine nennenswerten Auswirkungen der Finanzmarktkrise spürten. 86 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, von der Krise bislang nicht betroffen zu sein.

Der ifo-Index für IT-Dienstleister bot hingegen ein getrübtes Bild. Zwar zeigte der Saldowert zum September mit plus 26 Punkten nach wie vor ein Übergewicht der Optimisten. Allerdings markierte dieser Wert auch den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Während sich vor allem die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechtert hatte, lag der Wert für die Aussichten der nächsten sechs Monate mit 18 Punkten im September wieder leicht über dem Stand des Vormonats.

GESAMTEINSCHÄTZUNG

Die Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage hat sich in der Geschäftsentwicklung des Bechtle-Konzerns im dritten Quartal 2008 noch nicht in vollem Umfang bemerkbar gemacht. Eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung im Kernkundensegment der Bechtle AG, dem Mittelstand, oder gar – wie von der EU-Kommission für die Gesamtwirtschaft konstatiert – ein abrupter Rückgang der Investitionen konnten nicht beobachtet werden. Eine gewisse Verunsicherung angesichts der aktuellen Ereignisse auf den Finanzmärkten und der getrübten Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung im nächsten Jahr war jedoch auch bei unseren Kunden spürbar.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Bechtle geht beim Verkauf von Handelswaren und Dienstleistungen überwiegend kurzfristige Vertragsverhältnisse ein, da sich das Geschäftsfeld Managed Services, das durch längerfristige Vertragsbeziehungen gekennzeichnet ist, noch im Aufbau befindet. Der Auftragseingang deckt sich daher weitgehend mit dem Umsatz einer Periode. Im dritten Quartal lag der Auftragseingang bei 354 Millionen Euro und damit rund drei Prozent unter dem Vorjahr (365 Millionen Euro). Organisch lag der Rückgang bei circa vier Prozent, wobei im Vorjahr einzelne Großprojekte mit einem Volumen von über 20 Millionen Euro einen direkten Vergleich erschweren.

UMSATZENTWICKLUNG

Der Bechtle-Konzern konnte im dritten Quartal 2008 den überdurchschnittlich starken Geschäftsverlauf des Vorjahrs nochmals leicht übertreffen. Mit 345,4 Millionen Euro lag der Gesamtumsatz um 0,7 Prozent über Vorjahr (342,8 Millionen Euro). Die ausländischen Gesellschaften waren mit einem Plus von 4,0 Prozent im dritten Quartal dank einer erfreulichen Entwicklung der Schweizer Systemhäuser Hauptwachstumstreiber. Im Inland konnten mit 230,4 Millionen Euro die starken Umsätze des Vorjahresquartals mit 232,3 Millionen Euro annähernd gehalten werden.

Im Neunmonatszeitraum belief sich der Konzernumsatz auf 1.026,7 Millionen Euro (Vorjahr: 974,3 Millionen Euro). Damit stiegen die Erlöse in den ersten neun Monaten erstmals über die Marke von einer Milliarde Euro. Der Anstieg um 5,4 Prozent resultiert hauptsächlich aus organischem Wachstum.

Der allgemeine Preisverfall im Hardwarebereich wird bei der Betrachtung der abgesetzten Stückzahlen deutlich. So nahm beispielsweise von Januar bis September 2008 der Absatz der PCs (inklusive Workstations und Thin Clients) im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 Prozent zu. Der Zuwachs bei den Notebooks betrug in diesem Zeitraum sogar 40,5 Prozent. Bei den Servern konnte der Konzern einen Anstieg der Stückzahlen um 11,7 Prozent verbuchen. Die Umsätze in diesen Produktbereichen entwickelten sich demgegenüber unterproportional.

Konzernumsatz in Mio. Euro regionale Umsatzverteilung in Prozent

04

Mit 671,2 Millionen Euro erzielte die Bechtle AG im laufenden Geschäftsjahr unverändert 65,4 Prozent ihrer Umsätze im Inland und mit 355,5 Millionen Euro 34,6 Prozent im Ausland. In den genannten Regionen verzeichnete der Konzern jeweils identische Wachstumsraten von 5,4 Prozent. Bechtle liegt damit weiterhin über der von den Branchenverbänden und Forschungsinstituten angegebenen Entwicklung des IT-Markts in der EU von 4,2 Prozent.

Umsatz nach Segmenten in Mio. Euro

Im Segment IT-Systemhaus steigerte der Konzern seine Umsätze im dritten Quartal um 1,4 Prozent auf 228,6 Millionen Euro (Vorjahr: 225,5 Millionen Euro). Sowohl organisches Wachstum in der Schweiz als auch die Akquisitionen in Österreich trugen zu diesem Wachstum bei. Bei dem Vergleich mit dem Vorjahresquartal ist jedoch zu berücksichtigen, dass im September 2007 mehrere Großprojekte im Inland, unter anderem die Erneuerung der IT-Client-Infrastruktur der hessischen Polizei, abgerechnet wurden. Demzufolge fiel der Umsatz der IT-Systemhäuser im dritten Quartal 2007 außerordentlich hoch aus. Im Vergleichszeitraum 2008 realisierten die Systemhäuser hingegen eine Vielzahl kleinerer Projekte mit geringeren Auftragsvolumina, aber höherer Rendite.

Kumuliert erhöhte sich der Umsatz im Segment IT-Systemhaus um 5,3 Prozent auf 656,4 Millionen Euro (Vorjahr: 623,5 Millionen Euro). Die inländischen Systemhäuser verzeichneten dabei ein Wachstum von 5,6 Prozent, die ausländischen von 3,9 Prozent. Die nach wie vor über dem Markt liegende Entwicklung der Bechtle AG im Systemhausbereich erklärt sich einerseits durch den ausgezeichneten Marktzugang zu den überwiegend mittelständisch geprägten Kunden sowie andererseits durch die kontinuierliche Angebotserweiterung in den Bereichen Managed Services und Öffentliche Auftraggeber.

Der Umsatz im IT-E-Commerce konnte im dritten Quartal mit der guten Entwicklung des Vorjahrs Schritt halten. So lagen die Segmenterlöse mit 116,8 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des dritten Quartals 2007 (Vorjahr: 117,4 Millionen Euro). Allerdings ist hierbei auch der Verkauf der TomTech zu berücksichtigen, deren Entkonsolidierung zum 31. August sich mindernd auf die Quartalsumsätze des Bechtle-Konzerns auswirkte.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs erhöhten sich die Umsatzerlöse in diesem Bereich um 5,5 Prozent auf 370,3 Millionen Euro (Vorjahr: 350,8 Millionen Euro). Das Wachstum im Segment IT-E-Commerce innerhalb dieses Zeitraums zeigte sowohl im Inland mit 4,6 Prozent als auch im Ausland mit 6,0 Prozent eine in etwa gleich hohe Dynamik. Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere der europaweite Vertriebsausbau sowie der Umsatzbeitrag der im letzten Geschäftsjahr akquirierten Gesellschaft Buyitdirect.

3. Quartal
2008
3. Quartal
2007
Veränderung
im Quartal
9 Monate
2008
9 Monate
2007
Veränderung
9 Monate
Konzern 345.376 342.833 0,7% 1.026.697 974.302 5,4%
Inland 230.370 232.262 –0,8% 671.200 636.922 5,4%
Ausland 115.006 110.571 4,0% 355.497 337.380 5,4%
IT-Systemhaus 228.622 225.451 1,4% 656.432 623.498 5,3%
Inland 189.974 191.247 –0,7% 550.593 521.612 5,6%
Ausland 38.648 34.204 13,0% 105.839 101.886 3,9%
IT-E-Commerce 116.754 117.382 –0,5% 370.265 350.804 5,5%
Inland 40.396 41.015 –1,5% 120.607 115.310 4,6%
Ausland 76.358 76.367 0,0% 249.658 235.494 6,0%

Umsatzentwicklung – Konzern und Segmente in TEuro

ERGEBNISENTWICKLUNG

Im dritten Quartal reduzierten sich die Umsatzkosten bezogen auf die Umsatzerlöse auf 84,2 Prozent (Vorjahr: 85,2 Prozent). Die Bruttomarge erhöhte sich dementsprechend im Vergleich zum Referenzzeitraum auf 15,8 Prozent (Vorjahr: 14,8 Prozent). Das Bruttoergebnis stieg infolge um 7,2 Prozent auf 54,5 Millionen Euro nach 50,8 Millionen Euro im Vorjahr. Bezogen auf den Neunmonatszeitraum verzeichnete der Konzern aufgrund der unterproportionalen Entwicklung der Umsatzkosten einen Anstieg der Bruttomarge auf 15,1 Prozent (Vorjahr: 14,3 Prozent). Absolut betrachtet beläuft sich das Bruttoergebnis in den ersten drei Quartalen auf 154,7 Millionen Euro gegenüber 138,9 Millionen Euro im Vorjahr und weist damit eine Steigerung um 11,4 Prozent auf. Die Verbesserung des Bruttoergebnisses lässt sich im Kern auf eine verbesserte Kostenstruktur und das zunehmende Angebot höherwertiger Dienstleistungen zurückführen.

Die Vertriebskostenquote hat sich in Verbindung mit einer Intensivierung der Vertriebsaktivitäten insbesondere im Ausland von 5,7 Prozent auf 6,1 Prozent im Quartalsvergleich erhöht. Kumuliert auf die ersten neun Monate machten die Vertriebskosten 6,3 Prozent vom Umsatz aus (Vorjahr: 6,1 Prozent). Hierin enthalten sind auch die Aufwendungen für Marketing und Werbung. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz belief sich im dritten Quartal auf 5,3 Prozent nach 4,7 Prozent im Vorjahr. Von Januar bis September 2008 erhöhte sich die Verwaltungskostenquote von 5,1 Prozent auf 5,4 Prozent. Die Steigerung der Verwaltungskosten im Jahresverlauf resultiert aus der Umsetzung strategischer Strukturmaßnahmen, die für die zukünftige Entwicklung der Bechtle AG von hoher Bedeutung sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im dritten Quartal mit 2,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind unter anderem Erlöse aus dem Verkauf der TomTech in Höhe von rund 0,6 Millionen Euro. Im Gesamtzeitraum Januar bis September 2008 macht sich zusätzlich der Sondereffekt aus dem ersten Quartal 2007 in Höhe von 2,6 Millionen Euro

bemerkbar. Dementsprechend fallen die sonstigen betrieblichen Erträge in den ersten neun Monaten 2008 um 44,2 Prozent niedriger aus und belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro, nach 9,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im dritten Quartal mit 20,7 Millionen Euro um 1,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Bezogen auf den Neunmonatszeitraum stieg das EBITDA der Bechtle AG um 2,2 Prozent von 48,6 Millionen Euro auf 49,7 Millionen Euro. Die Abschreibungen stiegen im gleichen Zeitraum um 1,6 Prozent von 9,6 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro. Sie betrafen planmäßige Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im dritten Quartal 2008 17,4 Millionen Euro, was einer Steigerung im Quartalsvergleich von 2,0 Prozent (Vorjahr: 17,1 Millionen Euro) entspricht. Es ist dem Konzern damit gelungen, das EBIT kumuliert über die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2008 – trotz des im Vorjahr enthaltenen nicht-operativen Sonderertrags – um 2,4 Prozent auf 40,0 Millionen Euro zu steigern.

Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen (Finanzergebnis) belief sich im Berichtsquartal auf 0,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,03 Millionen Euro).

In der Gesamtbetrachtung verzeichnete der Konzern im dritten Quartal 2008 ein um 4,2 Prozent gesteigertes Vorsteuerergebnis von 17,8 Millionen Euro (Vorjahr: 17,1 Millionen Euro). Das entspricht einer Verbesserung der EBT-Marge von 5,0 Prozent auf 5,2 Prozent. Im Zeitraum Januar bis September 2008 ergab sich nach einem aufgrund gestiegener liquider Mittel und höherer Kapitalmarktzinsen verbesserten Zinsergebnis von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,5 Millionen Euro) ein um 4,6 Prozent über dem Vorjahr liegendes EBT von 41,4 Millionen Euro (Vorjahr: 39,5 Millionen Euro). Somit beträgt die EBT-Marge über die ersten drei Quartale 2008 für den Konzern 4,0 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent).

Der Ertragssteueraufwand ging in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 Prozent auf 10,9 Millionen Euro (Vorjahr: 13,4 Millionen Euro) zurück. Die Steuerquote sank entsprechend von 33,8 Prozent auf 26,4 Prozent. Ursächlich hierfür sind niedrigere Steuersätze in Verbindung mit der Unternehmenssteuerreform im Inland.

Das Ergebnis nach Steuern stieg nach den drei Quartalen 2008 um 16,4 Prozent und lag zum 30. September 2008 bei 30,5 Millionen Euro, nach 26,2 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Daraus ergibt sich eine verbesserte Nettoumsatzrendite von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 2,7 Prozent. Auf Basis von unverändert 21,2 Millionen Aktien betrug das Ergebnis je Aktie (EPS verwässert/unverwässert) nach neun Monaten somit 1,43 Euro gegenüber 1,23 Euro im Vorjahr.

In der Segmentbetrachtung stellt sich die Ergebnissituation wie folgt dar:

Das EBIT im Segment IT-Systemhaus stieg im dritten Quartal 2008 um 4,7 Prozent auf 11,0 Millionen Euro (Vorjahr: 10,5 Millionen Euro). Die EBIT-Marge beläuft sich somit auf 4,8 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Im Zeitraum Januar bis September 2008 verzeichnete die Bechtle AG im Segment IT-Systemhaus eine Steigerung des EBIT um 16,7 Prozent von 20,7 Millionen Euro auf 24,1 Millionen Euro. Der im ersten Quartal des Vorjahrs enthaltene Sonderertrag konnte damit vollständig kompensiert und das operative Ergebnis sogar übertroffen werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,3 Prozent auf 3,7 Prozent. Diese erfreuliche Ergebnissteigerung ist vor allem im Zusammenhang mit der positiven Entwicklung der Systemhäuser im Projektgeschäft und im Managed-Services-Umfeld zu sehen.

Im Segment IT-E-Commerce ging das EBIT im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht von 6,6 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro zurück. Die EBIT-Marge im Quartal lag bei 5,5 Prozent und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (5,6 Prozent). Kumuliert verzeichnete der Konzern in diesem Bereich nach drei Quartalen ein operatives Ergebnis von 15,9 Millionen Euro (Vorjahr: 18,4 Millionen Euro). Das entspricht einem Rückgang um 13,5 Prozent. Die EBIT-Marge betrug im Neunmonatszeitraum Januar bis September 2008 4,3 Prozent, nach 5,3 Prozent im Vorjahr. Die Ursachen für diese Entwicklung sind in den notwendigen Investitionen für den Ausbau der europaweiten E-Commerce-Aktivitäten in Form von Mitarbeitereinstellungen, Marketingaufwendungen und der Gründung einer neuen Landesgesellschaft in Irland zu sehen.

3. Quartal
2008
3. Quartal
2007
Veränderung
im Quartal
9 Monate
2008
9 Monate
2007
Veränderung
9 Monate
Konzern 17.435 17.097 2,0% 40.017 39.074 2,4%
IT-Systemhaus 11.034 10.537 4,7% 24.091 20.652 16,7%
IT-E-Commerce 6.401 6.560 –2,4% 15.926 18.422 –13,5%

EBIT-Entwicklung – Konzern und Segmente in TEuro

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR

Die Bilanzsumme des Bechtle-Konzerns lag zum 30. September 2008 bei 449,7 Millionen Euro und damit leicht (0,4 Prozent) unter dem Stand vom 31. Dezember 2007 mit 451,4 Millionen Euro.

Bei den Aktiva stiegen die langfristigen Vermögenswerte unter anderem infolge der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen um 4,6 Prozent auf 152,2 Millionen Euro (31. Dezember 2007: 145,6 Millionen Euro). Den größten absoluten Anstieg gab es entsprechend bei den Geschäftsund Firmenwerten sowie Sachanlagevermögen mit 6,4 beziehungsweise 6,5 Prozent. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte gingen aufgrund planmäßiger Abschreibungen um 9,8 Prozent auf 17,3 Millionen Euro zurück. Die Anlageintensität (Anteil langfristiger Vermögenswerte an der Bilanzsumme) stieg von 32,2 Prozent auf 33,9 Prozent.

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich zum 30. September 2008 vornehmlich saisonal begründet um 2,7 Prozent auf 297,5 Millionen Euro (31. Dezember 2007: 305,9 Millionen Euro). Hauptursache für den Rückgang war der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem geschäftsbedingt hohen Stand zum Jahresende war diese Bilanzposition zum 30. September 2008 mit 166,8 Millionen Euro um 11,9 Prozent niedriger. Auch die Veränderung bei den

Vorräten steht im Zusammenhang mit dem hohen Geschäftsvolumen im Jahresschlussquartal. Nach dem starken Abbau der Vorräte zum 31. Dezember 2007 legten diese zum Quartalsstichtag um 18,6 Prozent auf 55,5 Millionen Euro wieder zu. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 15,1 Prozent von 52,3 Millionen Euro auf 60,2 Millionen Euro. Ein Grund für diese positive Entwicklung war die gute Ergebnissituation der Bechtle AG.

Bechtle verfügte zum 30. September 2008 über globale Kredit- und Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt 46,0 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag waren hiervon 1,7 Millionen Euro durch Avalkredite beansprucht, sodass freie Linien in Höhe von 44,3 Millionen Euro zur Verfügung standen. Damit verfügte Bechtle zum 30. September 2008 auch weiterhin über eine komfortable Liquiditätsreserve von 104,5 Millionen Euro, bestehend aus liquiden Mitteln und Kreditlinien.

Auf der Passivseite sanken die langfristigen Schulden zum 30. September 2008 auf 20,9 Millionen Euro (31. Dezember 2007: 23,8 Millionen Euro). Hier hat sich vor allem der deutliche Rückgang der Finanzverbindlichkeiten ausgewirkt. Die Fälligkeit eines Großteils der Verbindlichkeiten liegt unter einem Jahr, sie sind daher den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zuzuordnen.

Die kurzfristigen Schulden gingen deutlich um 12,8 Prozent auf 131,9 Millionen Euro zurück (31. Dezember 2007: 151,2 Millionen Euro). Saisonal bedingt lagen vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 76,5 Millionen Euro um 13,4 Prozent unter dem Stand zum 31. Dezember 2007. Auch diese Position war zum 31. Dezember 2007 stark geprägt von der traditionell hohen Geschäftstätigkeit im Jahresschlussquartal. Die Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern sanken um 49,7 Prozent auf 3,0 Millionen Euro (31. Dezember 2007: 6,1 Millionen Euro). Auch die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 4,6 Millionen Euro auf 30,7 Millionen Euro. Hier wirkte sich unter anderem der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Personal aufgrund variabler Gehaltsbestandteile um 1,5 Millionen Euro aus.

Das Eigenkapital stieg zum 30. September 2008 von 276,5 Millionen Euro auf 296,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich damit auf 66,0 Prozent (31. Dezember 2007: 61,2 Prozent).

Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital im Verhältnis zu den langfristigen Vermögenswerten) stieg in den ersten neun Monaten von 189,9 Prozent auf 195,0 Prozent.

Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere) spiegelt den aktuellen Nettofinanzbedarf des Konzerns wider. Aufgrund der hervorragenden Cashposition der Bechtle AG ergibt sich ein Wert von minus 55,1 Millionen Euro (31. Dezember 2007: minus 44,5 Millionen Euro). Die Bechtle AG ist somit de facto finanzschuldenfrei.

Der Verschuldungsgrad (Verhältnis Fremd- zu Eigenkapital) hat sich auf 0,51 verbessert (31. Dezember 2007: 0,63). Er ist Ausdruck der hohen Eigenkapitalausstattung und gesunden Bilanzstruktur der Bechtle AG.

Die hohe Eigenkapitalquote sowie die komfortable Liquiditätssituation ermöglichen Bechtle die Wahrnehmung zukünftiger Akquisitionschancen. Gute Bilanzkennzahlen sowie eine ausgezeichnete Liquiditätslage stellen darüber hinaus gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise ein gesundes und stabiles Rückgrat der Geschäftsentwicklung des Konzerns dar.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im Neunmonatszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 9,6 Millionen Euro auf 39,0 Millionen Euro gestiegen. Hauptgrund hierfür sind neben dem höheren Ergebnis vor Steuern vor allem Veränderungen im Nettovermögen. So ist der Mittelzufluss durch den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 11,3 Millionen Euro gestiegen, während der Mittelabfluss aus dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 10,4 Millionen Euro geringer war. Zum Quartalsende 2007 waren diese Positionen durch einige größere Projekte beeinflusst, die den Cashflow-Status stichtagsbezogen stark belastet haben. Ähnliche Entwicklungen gab es 2008 nicht, sodass der Cashflow sich entsprechend positiv darstellte.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag zum 30. September 2008 mit 14,8 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau von 5,5 Millionen Euro. Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen lagen mit 9,4 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 6,4 Millionen Euro. Hier macht sich die verstärkte Akquisitionstätigkeit des Bechtle-Konzerns im Berichtszeitraum bemerkbar. Neben der Auszahlung von Kaufpreisen im Zusammenhang mit Akquisitionen aus dem Vorjahr und dem Erwerb der Minderheitenanteile an der PSB AG betraf dies die Unternehmenskäufe der Systemhäuser BadenData, Offenburg, Madras Computer sowie supportEDV, beide Wien, NBI, Duisburg und Wrede Systemhaus, Meschede. Auch die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen von 5,4 Millionen Euro auf 8,3 Millionen Euro. Ursächlich für den Anstieg sind der Erwerb von Grundstücken für Bautätigkeiten in Neckarsulm und Gaildorf sowie erhöhte Investitionen in die konzerneigene IT-Infrastruktur. Die Vorjahreszahl war zudem geprägt vom Mittelzufluss aus dem Verkauf einer Immobilie in der Schweiz.

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf 17,5 Millionen Euro, nach 7,7 Millionen Euro im Vorjahr. Hauptgrund für den Anstieg ist neben der höheren Dividendenausschüttung im Berichtsjahr vor allem der Mittelzufluss aus einer Kreditaufnahme im Vorjahr.

Das Working Capital ist deutlich um 8,9 Prozent gesunken und lag zum Stichtag bei 143,4 Millionen Euro, nach 157,4 Millionen Euro per 30. September 2007. In Relation zum Konzernumsatz betrug das Working Capital 14,0 Prozent, nach 16,2 Prozent am Vorjahresstichtag. Die Kapitalbindung im Bechtle-Konzern hat sich somit sehr erfreulich entwickelt. Hauptursache hierfür sind die bereits beschriebenen Veränderungen im Nettovermögen.

Der Free Cashflow lag zum 30. September 2008 bei 21,5 Millionen Euro, nach minus 1,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Anstieg ist ausschließlich auf den verbesserten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zurückzuführen. Die Mittelabflüsse für Akquisitionen und Investitionen lagen, wie bereits dargestellt, über den Vorjahreswerten.

MITARBEITER

Der Bechtle-Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. September 2008 – einschließlich der Personen in Elternzeit und im Wehr- oder Zivildienst – insgesamt 4.397 Mitarbeiter, davon 270 Auszubildende. Damit erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im laufenden Geschäftsjahr um 147, was einer Steigerung um 3,5 Prozent (31. Dezember 2007: 4.250, davon 257 Auszubildende) entspricht.

In Deutschland nahm die Anzahl der Mitarbeiter in den ersten neun Monaten um 123 beziehungsweise 4,1 Prozent auf 3.159 (31. Dezember 2007: 3.036) zu. Damit betrug der Mitarbeiteranteil im Inland stichtagsbezogen 71,8 Prozent. Zuwächse verzeichneten insbesondere die Bereiche Verwaltung sowie Logistik & Service. Darüber hinaus trugen die Akquisition der NBI und der Wrede Systemhaus zu dieser Entwicklung bei.

Im Ausland erhöhten sich die Personalzahlen des Konzerns um 2,0 Prozent auf 1.238 Mitarbeiter (31. Dezember 2007: 1.214). Hier wirkten sich neben der Übernahme der österreichischen Systemhäuser Madras und supportEDV Neueinstellungen in den Vertriebsteams der ausländischen IT-E-Commerce-Gesellschaften aus.

Nach Aufgabenbereichen unterteilt zählten zum 30. September 2008 konzernweit 2.106 Mitarbeiter zu Dienstleistung (31. Dezember 2007: 2.103). In Vertrieb und Marketing waren 1.368 Beschäftigte (31. Dezember 2007: 1.313) und in der Verwaltung 854 Mitarbeiter (31. Dezember 2007: 762) tätig.

Im Segment IT-Systemhaus waren am Berichtsstichtag 3.425 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind im Vergleich zum 31. Dezember 2007 122 Arbeitskräfte beziehungsweise 3,7 Prozent mehr. Das Segment IT-E-Commerce zählte zum Ende der ersten neun Monate 2008 insgesamt 972 Mitarbeiter. Im Vergleich zum 31. Dezember 2007 entspricht das mit 25 Beschäftigten einem Zuwachs um 2,6 Prozent, wovon ein Teil auf die Gründung der neuen Vertriebsgesellschaft in Irland entfiel.

Der Personalaufwand beträgt für den Zeitraum Januar bis September 2008 161,0 Millionen Euro. Damit hat sich diese Kostenposition im Vergleich zum Vorjahr (150,9 Millionen Euro) um 6,7 Prozent erhöht. Ein Grund für diese Entwicklung war vor allem die Besetzung von offenen Managementpositionen in verschiedenen Funktionsbereichen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich entsprechend leicht von 15,5 Prozent auf 15,7 Prozent.

Der Personalaufwand je Mitarbeiter stieg in den ersten neun Monaten 2008 bei durchschnittlich 4.179 (Vorjahr: 3.998) Vollzeitarbeitskräften (inklusive der Auszubildenden) von 37,7 Tausend Euro auf 38,5 Tausend Euro beziehungsweise um 2,1 Prozent.

Personalaufwand in Mio. Euro

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine Forschungsaktivitäten. Entwicklungsleistungen finden nur in sehr eingeschränktem Umfang statt und erfolgen vornehmlich für eigene Zwecke. Im Berichtszeitraum gab es keine nennenswerten Entwicklungsarbeiten.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Strategie und Unternehmensführung des Bechtle-Konzerns sind langfristig angelegt, sodass die Chancen und Risiken für das vierte Quartal 2008 grundsätzlich identisch sind mit den im Geschäftsbericht 2007 auf den Seiten 74 bis 84 ausführlich dargestellten Szenarien.

In Bezug auf das vierte Quartal 2008 ist jedoch besonders auf die unterjährige Zyklizität des Geschäfts von Bechtle hinzuweisen. Die letzten Monate eines Geschäftsjahrs tragen erfahrungsgemäß überproportional zu Umsatz und Ergebnis bei. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation an den Finanzmärkten und deren Einflüsse auf die Realwirtschaft haben sich die bereits im Geschäftsbericht 2007 beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Risiken zunehmend konkretisiert. Insbesondere in Anbetracht einer weiteren konjunkturellen Eintrübung in Verbindung mit einem möglichen Rückgang der IT-Investitionen in unserem Kernkundensegment, dem Mittelstand, besteht das Risiko, die kommunizierten Umsatz- oder Ertragsziele nicht beziehungsweise nur schwer erreichen zu können.

Vor dem Hintergrund der herrschenden Finanzmarktkrise und einer potenziellen Verschlechterung der Versorgung der Wirtschaft mit Krediten spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation auch die Bonität unserer Geschäftskunden eine zunehmende Rolle. Wir könnten Risiken durch Forderungsausfälle stärker als in der Vergangenheit ausgesetzt sein, weil Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Bechtle begrenzt dieses Risiko jedoch schon immer recht wirkungsvoll durch regelmäßige Bonitätsanalysen des Kundenportfolios, was die geringen Forderungsausfälle im Übrigen belegen.

Aus einigen aktuellen Entwicklungen könnten sich allerdings auch Chancen für den Bechtle-Konzern ergeben. Insbesondere die steigenden Anforderungen an die Informationstechnologie sowie die IT-Infrastruktur der Unternehmen, um beispielsweise Compliance-Richtlinien zur Kreditvergabe, wie Basel II, künftig besser zu erfüllen, könnten die Nachfrage im Hardware-, Software- und Servicebereich positiv beeinflussen. Auch der Finanzsektor selbst wird sich künftig intensiv mit Complianceund Sicherheitsthemen und somit mit IT-gestützten Kontrollmechanismen auseinandersetzen müssen, woraus sich positive geschäftliche Impulse für die Bechtle AG ergeben könnten.

BESONDERE EREIGNISSE IM DRITTEN QUARTAL 2008

Mit Eintragung des Ausschlusses der Minderheitsaktionäre im Handelsregister am 22. August 2008 beendete die Bechtle AG den Squeeze-out bei ihrer Tochtergesellschaft PSB AG. Damit war der vollständige Erwerb der PSB-Aktien abgeschlossen. Die Bechtle AG hält seit diesem Zeitpunkt 100 Prozent an der PSB AG. Der Handel mit PSB-Aktien an der Börse wurde mit Ablauf des 25. August 2008 eingestellt und in der Folge das Delisting durchgeführt.

Die Etablierung der Comsoft direct als Spezialist für Softwarelizenzierung und -management innerhalb der Bechtle-Gruppe wurde im dritten Quartal weiter vorangetrieben. So ist seit Juli 2008 die Bechtle-Gruppe durch eine eigene Comsoft direct-Gesellschaft mit Sitz in Wien auch auf dem österreichischen Markt vertreten. Mit einem herstellerübergreifenden Full-Service-Lösungsportfolio und dem entsprechenden Projektmanagement ergänzt die Comsoft die Angebote sowohl der IT-Systemhäuser als auch der E-Commerce-Gesellschaften von Bechtle. Der Konzern setzt damit – neben dem Ausbau seiner Präsenz in Europa – konsequent auf die Erweiterung seines Angebotsund Servicespektrums im IT-Markt.

Neben der bereits im Bericht zum zweiten Quartal im Nachtragsbericht erläuterten Akquisition der Madras zum August 2008 hat der Konzern mit der Übernahme der supportEDV im September 2008 seine Präsenz im Wirtschaftsraum Wien um einen weiteren Systemhausstandort ausgebaut. Bechtle ist damit seinem Ziel der Flächendeckung im deutschsprachigen Raum ein gutes Stück näher gekommen. Die beiden Standorte in Wien werden als Ausgangspunkt gesehen, um die Systemhausaktivitäten in Österreich künftig weiter zu verstärken. Die akquirierten Unternehmen sind etablierte Spezialisten für IT-Infrastrukturprojekte sowie Systemintegration in den Bereichen Enterprise Storage, Backup Solutions und Security.

Darüber hinaus hat die Bechtle AG im September 2008 jeweils 100 Prozent der Unternehmensanteile an der NBI, Duisburg, sowie der Wrede Systemhaus GmbH, Meschede, übernommen. Damit baut Bechtle seine flächendeckende Marktposition in Deutschland im wirtschaftsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen weiter aus. Beide Systemhäuser sind im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft tätig. Die NBI ist Spezialist für IT-Dienstleistungen und hat ihren Schwerpunkt im Kundensegment der öffentlichen Auftraggeber. Wrede Systemhaus zählt insbesondere mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen zu ihren Kunden, ist jedoch wie die NBI auch im öffentlichen Sektor erfolgreich.

Ebenfalls im September 2008 gründete die Bechtle AG unter der Marke Bechtle direct ein neues Tochterunternehmen in Irland und ist damit in zehn europäischen Ländern mit eigenen Handelsgesellschaften vertreten. Vom Standort Dublin aus bietet Bechtle mit circa 37.000 Produkten von rund 300 Herstellern nunmehr ein umfassendes IT-Angebot auch für den irischen Markt an.

BESONDERE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Am 9. Oktober 2008 gab die Bechtle AG den Start eines Aktienrückkaufprogramms bekannt. Der Vorstand des Unternehmens hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, bis zu 2,12 Millionen eigene Aktien über die Börse (XETRA) zurückzukaufen. Grundlage für den Rückkauf ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2008, der die Gesellschaft dazu ermächtigt, im Zeitraum bis zum 16. November 2009 eigene Aktien von bis zu 10 Prozent des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Aktien können zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken (Akquisitionswährung, Einziehung sowie Notierung an ausländischen Börsen) verwendet werden. Die Gesamtzahl der bis einschließlich 7. November 2008 erworbenen Aktien beläuft sich auf 156.655 Stück. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 10,61 Euro.

Aktuelle Informationen zum Aktienrückkaufprogramm finden Sie im Internet unter: www.bechtle.com/company/ir/aktienrueckkauf

Kursverlauf Januar – September 2008

DIE AKTIE

Die Aktienmärkte standen im dritten Quartal unter dem Einfluss der internationalen Finanzmarktkrise. Zwar war in den Monaten Juli und August zunächst noch eine Seitwärtsbewegung zu beobachten, jedoch gerieten zum Ende des dritten Quartals die Märkte weltweit erheblich unter Druck, der sich nach Ende des Berichtszeitraums weiter verstärkte und zu einem rasanten Kursverfall an den internationalen Börsen führte.

Der TecDAX verlor im dritten Quartal 8,9 Prozent und stand am 30. September 2008 bei 685,90 Punkten. Die Bechtle-Aktie konnte sich diesem negativen Umfeld nicht entziehen und notierte zu Quartalsende mit 14,61 Euro 15,2 Prozent schwächer als zu Quartalsbeginn. Bezogen auf den bisherigen Jahresverlauf verloren die Bechtle-Papiere 45,9 Prozent gegenüber dem Jahreseröffnungskurs von 27,00 Euro. Die beiden Eckdaten Jahresanfang und Quartalsende markieren gleichzeitig auch den Höchst- beziehungsweise Tiefstkurs im Neunmonatszeitraum.

Die Liquidität der Bechtle-Aktie konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. In den ersten drei Quartalen 2008 wurden börsentäglich durchschnittlich 65.413 Papiere (Vorjahr: 62.004) mit einem Wert von 1.314.072 Euro (Vorjahr: 1.552.866 Euro) gehandelt. Insgesamt lag das Handelsvolumen im Neunmonatszeitraum bei 12,6 Millionen Bechtle-Aktien (Vorjahr: 11,8 Millionen Aktien).

Bezogen auf die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien betrug die Marktkapitalisierung zum Quartalsstichtag 309,7 Millionen Euro, in Relation zum Freefloat (49,5 Prozent) 153,3 Millionen Euro. Bechtle lag im September-Ranking der Deutschen Börse unter den Technologiewerten bei der Marktkapitalisierung auf Platz 29 sowie beim Börsenumsatz auf Platz 25 und damit klar in den Indexrängen.

Im August und September 2008 fanden zum vierten Mal die Aktionärstage der Bechtle AG statt. An drei Tagen besuchten rund 100 Aktionäre das Unternehmen am Hauptsitz in Neckarsulm und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Dialog mit Unternehmensvertretern. Neben Präsentationen und Rundgängen ermöglicht die Bechtle AG auf diesem Weg ihren Aktionären einen tiefen Einblick in das Unternehmen und erreicht so eine noch engere Bindung zu ihren Anteilseignern.

Darüber hinaus präsentierte sich Bechtle im dritten Quartal Analysten und institutionellen Investoren auf Roadshows und Investorenkonferenzen sowie in zahlreichen Einzelgesprächen am Standort Neckarsulm.

Bechtle genießt am Kapitalmarkt eine hohe Wahrnehmung. Analysten von neun Bankhäusern berichten in regelmäßigen Studien und aktuellen Kurzanalysen über das Unternehmen und dessen Entwicklung. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Quartalsberichts empfahlen sieben Analysten die Aktie zum Kauf, zwei Häuser hatten Bechtle auf "Hold".

Ein wesentliches Element der Finanzberichterstattung der Bechtle AG ist auch in Zeiten zunehmender Bedeutung elektronischer Medien nach wie vor der Geschäftsbericht. Wir arbeiten kontinuierlich an dessen Verbesserung, um interessierte Leser über die Entwicklung der Bechtle AG noch umfänglicher und transparenter zu informieren. Im diesjährigen Ranking des wohl angesehensten deutschen Geschäftsberichts-Wettbewerbs kürte das manager magazin den Bericht der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2007 zum Gewinner im TecDAX. Das Unternehmen schaffte damit den Sprung von Platz acht des Vorjahrs an die Spitze dieser Bewertungsgruppe. Neben inhaltlichen Aspekten überzeugten die Fachleute der Bewertungskommission auch Gestaltung und Sprachstil des Berichts.

AUSBLICK UND PROGNOSE

GESAMTWIRTSCHAFT

Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone haben sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten stark eingetrübt. So geht die Europäische Kommission in ihrem Anfang November veröffentlichten Herbstgutachten nur noch von einem BIP-Wachstum im laufenden Jahr um 1,2 Prozent in der Eurozone aus.

Für 2009 rechnet die Kommission bei einem Plus von 0,1 Prozent sogar mit einer Stagnation. Darüber hinaus droht nach Einschätzung der Kommission im kommenden Jahr bei den Bruttoanlageinvestitionen ein Rückgang um minus 2,9 Prozent. Auch die Europäische Zentralbank sieht in ihrem Monatsbericht Oktober 2008 erhebliche Risiken für die Konjunktur in der Eurozone, vor allem aufgrund der Finanzmarktkrise. Allerdings könnten der gesunkene Ölpreis und das ungebrochene Wachstum in Schwellenländern im Jahresverlauf 2009 auch wieder zu einer gewissen wirtschaftlichen Erholung führen.

Für die deutsche Wirtschaft geht die Europäische Kommission für das laufende Jahr von einem Wachstum in Höhe von 1,7 Prozent aus. Die Bundesregierung sowie die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen das Wachstum 2008 mit 1,8 Prozent auf einem ähnlichen Niveau. Die für Bechtle relevanten Ausrüstungsinvestitionen als Nachfrageindikator der Wirtschaft sollen 2008 demgegenüber um rund 5,0 Prozent zulegen.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Finanzmarktkrise und der Auswirkungen auf die Realwirtschaft wurden die Prognosen aller Wirtschaftsforschungsinstitute wie auch der Politik für 2009 deutlich zurückgenommen. Allerdings sind diese Einschätzungen noch von einer großen Unsicherheit geprägt. So skizzieren beispielsweise die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer Gemeinschaftsdiagnose vom Oktober 2008 neben einem Basis- auch ein Risikoszenario mit deutlich schlechteren konjunkturellen Rahmenparametern. Darüber hinaus gibt es im Detail spürbare Diskrepanzen zwischen den Prognosen der EU-Kommission, der Bundesregierung sowie der Wirtschaftsforschungsinstitute. Beispielsweise wird das BIP in Deutschland 2009 in einer Spanne von minus 0,8 Prozent bis 0,2 Prozent erwartet. Der Rückgang bei den Ausrüstungsinvestitionen wird 2009 zwischen minus 3,0 Prozent und minus 6,5 Prozent gesehen. Die für den Bechtle-Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber maßgeblichen Konsumausgaben des Staates sollen hingegen auch 2009 zwischen 1,5 Prozent und 2,0 Prozent weiter zulegen.

BRANCHE

Das Marktforschungsinstitut European Information Technology Observatory (EITO) rechnet in seiner aktuellen Prognose vom November 2008 mit einem Wachstum des IT-Markts in der EU im laufenden Jahr von 4,2 Prozent. 2009 sollte die gleiche Wachstumsrate erreicht werden. Die für Bechtle in einer europaweiten Betrachtung relevanten Hardwareumsätze sollen laut EITO 2008 um 1,1 Prozent und 2009 um 0,3 Prozent zulegen.

Der Schweizer IT-Markt ist aufgrund der Umsatzverteilung im Konzern neben dem deutschen von besonderer Relevanz für Bechtle. Hier liegt die Prognose von EITO bei 2,4 Prozent für das laufende und 1,1 Prozent für das kommende Jahr. Während jedoch die Hardwareumsätze 2008 mit minus 0,9 Prozent und 2009 mit minus 3,1 Prozent rückläufig sein sollen, wird bei den IT-Services mit einem deutlichen Wachstum von 5,1 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent gerechnet.

Für den deutschen Markt hat der Branchenverband BITKOM im September 2008 seine Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr von 4,6 Prozent auf 4,2 Prozent reduziert. Vor allem die Entwicklung im Segment IT-Hardware wird jetzt mit 0,1 Prozent deutlich schwächer gesehen (vorher: 0,7 Prozent). Der Zuwachs bei den IT-Services wurde in diesem Zusammenhang gleichermaßen von 6,6 Prozent auf 6,3 Prozent reduziert, während der Bereich Software unverändert um 5,3 Prozent zulegen soll.

Die Aussichten für 2009 zeichnen in Bezug auf die einzelnen Marktsegmente ein gemischtes Bild: Während die Hardwareumsätze mit minus 0,8 Prozent rückläufig sein sollen, werden den Bereichen IT-Services sowie Software mit 6,0 Prozent respektive 4,9 Prozent nach wie vor gute Wachstumschancen bescheinigt. Insgesamt soll der deutsche IT-Markt 2009 den Prognosen zufolge um 3,7 Prozent zulegen.

ENTWICKLUNG DES BECHTLE-KONZERNS

Die Entwicklung der Bechtle AG in den ersten neun Monaten liegt im Rahmen der Erwartungen des Managements. So konnten aufgrund der soliden Geschäftsentwicklung nicht nur der im Vorjahr erzielte nicht-operative Sondereffekt in Höhe von 2,6 Millionen Euro eingestellt, sondern darüber hinaus die ohnehin schon starken Vorjahreswerte nochmals übertroffen werden. Die konjunkturellen Rahmenparameter haben sich in den letzten Monaten jedoch zunehmend verschlechtert. Entscheidend für die Entwicklung der Bechtle AG in den verbleibenden Wochen des Geschäftsjahrs 2008 wird sein, wie sich die wirtschaftliche Eintrübung in der Realwirtschaft infolge der Finanzmarktkrise auf die IT-Nachfrage auswirkt. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der überproportionalen Bedeutung des vierten Quartals für den Geschäftsverlauf der Bechtle AG. Das Unternehmen legt den Fokus in den nächsten Wochen ganz klar auf das Erreichen des Ergebnisziels. Der Vorstand bekräftigt daher an dieser Stelle nochmals die im März veröffentlichte EBT-Prognose von circa 60 Millionen Euro. Ganz bewusst misst Bechtle dem Ertrag eine höhere Bedeutung bei als dem Umsatz.

Die momentan vorherrschende konjunkturelle Unsicherheit wirkt sich auch auf die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr aus. Dennoch erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht auch 2009 ein über dem IT-Markt liegendes Gesamtwachstum der Bechtle AG. Auf dieser Grundlage und in Verbindung mit der fortgeschrittenen Integration der zuletzt übernommenen Gesellschaften sowie einem zukünftig margenstärkeren Dienstleistungsangebot schätzt das Management der Bechtle AG es als realistisch ein, die EBT-Marge auf einem weiterhin für die Branche überdurchschnittlichen Niveau halten zu können.

Akquisitionen zur Erweiterung des Leistungsspektrums und der Marktpräsenz stellen auch zukünftig einen integralen Bestandteil der ertragsorientierten Wachstumsstrategie des Bechtle-Konzerns dar. Vor dem Hintergrund eines sich verschärfenden Marktumfelds rechnet das Management der Bechtle AG in den kommenden Quartalen mit einer zunehmenden Konsolidierung der Wettbewerbslandschaft. Der Konzern verfügt über eine solide Bilanzstruktur und ausreichend finanzielle Mittel, um auch bei einer möglichen Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen flexibel auf die verschiedenen Anforderungen der Märkte reagieren und sich bietende interessante Gelegenheiten für Übernahmen konsequent wahrnehmen zu können.

Darüber hinaus wird Bechtle auch 2009 die Umsetzung der Strategie in den Geschäftssegmenten konsequent weiterverfolgen. So geht das Unternehmen unverändert davon aus, im ersten Quartal des kommenden Jahres in Portugal die Geschäftstätigkeit im E-Commerce aufzunehmen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Bechtle AG beziehen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den erwarteten abweichen.

Rechnungslegung und Berichterstattung folgen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Bei allen Prozentangaben im Bericht sind gegenüber den genannten Beträgen in Millionen Euro Rundungsdifferenzen möglich. Das Gleiche gilt bei Summen und Differenzen gegenüber den Einzelwerten.

Neckarsulm, 14. November 2008

Bechtle AG

Der Vorstand

// KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

zum 30. September 2008

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 19
Konzern-Bilanz 20
Konzern-Kapitalflussrechnung 22
Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 23

// KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

vom 1. Januar bis 30. September 2008 (2007)

01.07.–
30.09.2008
01.07.–
30.09.2007
01.01.–
30.09.2008
01.01.–
30.09.2007
Umsatzerlöse 345.376 342.833 1.026.697 974.302
Umsatzkosten 290.926 292.060 872.038 835.444
Bruttoergebnis vom Umsatz 54.450 50.773 154.659 138.858
Vertriebskosten 20.943 19.702 64.242 59.467
Verwaltungskosten 18.259 16.101 55.616 49.669
Sonstige betriebliche Erträge 2.187 2.127 5.216 9.352
Betriebsergebnis 17.435 17.097 40.017 39.074
Zinserträge 479 198 1.571 866
Zinsaufwendungen 66 171 220 406
Ergebnis vor Steuern 17.848 17.124 41.368 39.534
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.565 5.798 10.917 13.377
Ergebnis nach Steuern 13.283 11.326 30.451 26.157
davon Anteil der Minderheiten 19 21 56 44
davon Anteil der Aktionäre der Bechtle AG 13.264 11.305 30.395 26.113
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in Euro 0,6257 0,5333 1,4337 1,2317
Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert)
in Tsd. Stück 21.200 21.200 21.200 21.200

// KONZERN-BILANZ

zum 30. September 2008 (31. Dezember 2007)

AKTIVA 30.09.2008 31.12.2007
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- und Firmenwerte 106.316 99.909
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17.325 19.214
Sachanlagevermögen 20.835 19.563
Forderungen aus Ertragssteuern 203 203
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.924 2.210
Latente Steuern 4.646 4.461
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 152.249 145.560
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 55.535 46.817
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 166.788 189.312
Wertpapiere 587 1.929
Forderungen aus Ertragssteuern 1.142 2.110
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 13.250 13.395
Liquide Mittel 60.180 52.300
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 297.482 305.863
Aktiva, gesamt 449.731 451.423
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 21.200 21.200
Kapitalrücklagen 143.454 143.454
Gewinnrücklagen 132.264 111.457
Eigenkapital ohne Minderheitenanteile 296.918 276.111
Minderheitenanteile am Eigenkapital 4 354
Eigenkapital, gesamt 296.922 276.465
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Pensionsrückstellungen 6.074 5.775
Sonstige Rückstellungen 566 227
Finanzverbindlichkeiten 71 3.709
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 350 176
Rechnungsabgrenzungsposten 3.720 3.769
Latente Steuern 10.111 10.102
Langfristige Schulden, gesamt 20.892 23.758
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Sonstige Rückstellungen 6.175 6.052
Finanzverbindlichkeiten 5.606 6.049
Erhaltene Anzahlungen 2.808 4.439
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76.487 88.274
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 3.045 6.055
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30.702 35.301
Rechnungsabgrenzungsposten 7.094 5.030
Kurzfristige Schulden, gesamt 131.917 151.200
Passiva, gesamt 449.731 451.423

// KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

vom 1. Januar bis 30. September 2008 (2007)

in TEuro

01.07.–
30.09.2008
01.07.–
30.09.2007
01.01.–
30.09.2008
01.01.–
30.09.2007
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT
Ergebnis vor Steuern 17.848 17.124 41.368 39.534
Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
Zinsergebnis –413 –16 –1.351 –460
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.278 3.281 9.715 9.565
Gewinne (–)/Verluste (+) aus dem Abgang von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 198 –28 419 –121
Gewinn aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten 0 –3 0 –1.896
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge –499 –331 –1.056 –217
Veränderung des Nettovermögens
Veränderung Vorräte –650 –7.731 –8.643 –12.295
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.076 –8.578 26.445 15.113
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie erhaltene Anzahlungen 4.873 –6.182 –14.633 –25.055
Veränderung übriges Nettovermögen –2.333 464 349 –2.395
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 35.378 –2.000 52.613 21.773
Gezahlte Ertragssteuern –4.638 –6.476 –13.626 –12.190
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 30.740 –8.476 38.987 9.583
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten
Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel –6.452 –177 –9.356 –6.406
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen –2.710 –1.545 –8.308 –5.446
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 31 244 161 635
Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere
und sonstige langfristige Vermögenswerte
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren und
–26 –118 –69 –273
sonstigen langfristigen Vermögenswerten 354 208 1.466 710
Einzahlungen aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten 0 0 0 4.476
Erhaltene Zinszahlungen 493 157 1.319 785
Für Investitionen eingesetzte Nettozahlungsmittel –8.310 –1.231 –14.787 –5.519
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Ein- und Auszahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten –989 8.149 0 8.149
Aus- und Einzahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 44 –32 –4.638 –4.947
Dividendenausschüttung 0 0 –12.720 –10.600
Geleistete Zinszahlungen –26 –51 –183 –270
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel –971 8.066 –17.541 –7.668
Wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel 630 –90 1.221 –622
Veränderung der liquiden Mittel 22.089 –1.731 7.880 –4.226
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 38.091 34.215 52.300 36.710
Liquide Mittel am Ende der Periode 60.180 32.484 60.180 32.484

Die Vorjahreswerte wurden angepasst, siehe Gliederungspunkt II. "Angepasster Ausweis von Vergleichsinformationen".

// AUFSTELLUNG DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

vom 1. Januar bis 30. September 2008 (2007)

01.07.–
30.09.2008
01.07.–
30.09.2007
01.01.–
30.09.2008
01.01.–
30.09.2007
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus Pensionsrückstellungen –104 10 –278 147
Latente Steuern 21 –2 55 –29
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren –176 0 –296 0
Latente Steuern 53 0 54 0
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten –17 –54 –50 –34
Latente Steuern 4 31 13 25
Unterschied aus Währungsumrechnung 1.408 –267 3.634 –2.117
Direkt im Eigenkapital (erfolgsneutral)
erfasste Erträge und Aufwendungen 1.189 –282 3.132 –2.008
Ergebnis nach Steuern 13.283 11.326 30.451 26.157
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen nach Steuern 14.472 11.044 33.583 24.149
davon Anteil der Minderheiten 19 21 56 44
davon Anteil der Aktionäre der Bechtle AG 14.453 11.023 33.527 24.105

// KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

zum 30. September 2008

Konzern-Anhang

Allgemeine Angaben 25
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze 25
Konsolidierungskreis 26
Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 27
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 29
Segmentberichterstattung 29
VII. Akquisitionen und Kaufpreisallokation 31
VIII. Mitarbeiterzahlen 35
IX. Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums 35

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Bechtle AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, stellt als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315a HGB, den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Entsprechend wurde auch der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2008 gemäß IFRS aufgestellt.

Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung im vorliegenden Zwischenbericht zum 30. September 2008 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende deutlich verkürzter Berichtsumfang gewählt. Die über IAS 34 hinausgehenden Vorgaben nach DRS 16 und § 66 Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse wurden dabei zusätzlich berücksichtigt und vollständig erfüllt.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Es wurden dieselben Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze angewandt wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss darstellt. Dieser ist im Internet unter www.bechtle.com abrufbar.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Ermittlung des Steueraufwands erfolgt gemäß IAS 34 in der Zwischenberichtsperiode auf Basis des effektiven Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Steuern, die sich auf außergewöhnliche Sachverhalte beziehen, werden in dem Quartal berücksichtigt, in dem der zugrunde liegende Sachverhalt eintritt.

Durch das zum 1. Januar 2008 in Kraft getretene Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 reduziert sich in Deutschland die Gesamtsteuerbelastung der Körperschaften auf knapp 29 Prozent (Vorjahr: rund 38 Prozent).

Für die Berechnung der latenten Steuern im Konzernabschluss sind latente Steueransprüche und -schulden anhand der Steuersätze zu bewerten, welche für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Die Neubewertung der langfristigen latenten Steueransprüche und -schulden erfolgte bereits in 2007, nachdem die Unternehmenssteuerreform 2008 am 6. Juli 2007 vom Bundesrat verabschiedet worden war.

Angepasster Ausweis von Vergleichsinformationen

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 vorgenommenen und ausführlich erläuterten Korrekturen von Vorjahreswerten aus der rückwirkenden Anpassung (IAS 8) latenter Steuerabgrenzungen und erfolgsneutraler Währungsumrechnungen führten nun zu einem entsprechend angepassten Ausweis des Konzern-Eigenkapitals zum 1. Januar 2007.

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 vorgenommene erweiterte Untergliederung von Posten in der Konzern-Kapitalflussrechnung führte nun zu einem entsprechend angepassten Ausweis der Vergleichsinformationen aus der Periode 1. Januar bis 30. September 2008.

III. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis sind die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre mehrheitlich gehaltenen und beherrschten Tochtergesellschaften einbezogen. Die Bechtle AG hält an sämtlichen einbezogenen Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile. Eine Ausnahme gilt für die Buyitdirect.com N.V., Hoofddorp, Niederlande, und deren Tochtergesellschaft, woran die Bechtle AG mit 99,8 Prozent beteiligt ist.

Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Unternehmen Sitz Erstkonsolidie
rungszeitpunkt
Erwerb/
Gründung
Comsoft direkt GmbH Neckarsulm 01.01.2008 Gründung
Bechtle Printing Solutions AG Bremgarten,
Kanton Aargau,
Schweiz 18.02.2008 Gründung
Bechtle Direct Limited Dublin, Irland 10.03.2008 Gründung
BadenData GmbH *) Offenburg 18.03.2008 Erwerb
Comsoft direct GmbH Wien, Österreich 15.05.2008 Gründung
MADRAS Computer
Vertriebsgesellschaft mbH Wien, Österreich 30.08.2008 Erwerb
Netzwerk Beratung
Informationssysteme
Duisburg GmbH Duisburg 09.09.2008 Erwerb
SUPPORT EDV-Handels
gesellschaft mbH Wien, Österreich 12.09.2008 Erwerb
Wrede Systemhaus GmbH Meschede 18.09.2008 Erwerb
*) inzwischen umfirmiert in Bechtle GmbH

Mit erfolgter Eintragung des Ausschlusses der Minderheitsaktionäre der PSB AG im Handelsregister am 22. August 2008 erwarb die Bechtle AG sämtliche noch ausstehenden Minderheitenanteile in Höhe von 1,7 Prozent der Aktien an der PSB AG. Damit erhöhte sich der Anteilsbesitz der Bechtle AG an der PSB AG von 98,3 Prozent zum 31. Dezember 2007 auf 100,0 Prozent zum 30. September 2008 und der Squeeze-out-Beschluss der Hauptversammlung der PSB AG vom 16. Juni 2005 ist abschließend umgesetzt.

Durch Veräußerung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden ist zum 1. September 2008 die TomTech Gesellschaft für EDV und Büroorganisation mbH, Langenselbold. Die TomTech war dem Segment IT-E-Commerce zugeordnet (Cash-Generating Unit IT-E-Commerce). Aus der Entkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten veräußerten Nettovermögens (TEuro 1.963) ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener Veräußerungsgewinn in Höhe von TEuro 576. Das veräußerte Nettovermögen setzte sich dabei zusammen aus langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEuro 473, kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEuro 2.250 und kurzfristigen Schulden in Höhe von TEuro 760. In den langfristigen Vermögenswerten war ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEuro 290 enthalten (IAS 36.86). Bei den kurzfristigen Vermögenswerten handelte es sich vor allem um Vorräte (TEuro 1.083) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 815), die kurzfristigen Schulden betrafen größtenteils Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 719). Der Veräußerungserlös war zum 30. September 2008 noch nicht zahlungswirksam und wurde in Höhe von TEuro 2.000 in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten und in Höhe von TEuro 539 in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist aus der nachfolgend dargestellten Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

in TEuro

Gezeich
Kapital
Gewinnrücklagen Eigen Minder Eigen
netes
Kapital
rücklagen Angesam
melte
Gewinne
Erfolgs
neutrale
Eigenka
pitalver
änderung
kapital
ohne
Minder
heiten
anteile
heiten
anteile
kapital,
gesamt
Eigenkapital zum 1. Januar 2007 21.200 143.454 90.826 –6.555 248.925 289 249.214
Gewinnausschüttung für 2006 –10.600 –10.600 –10.600
Ergebnis nach Steuern 26.113 26.113 44 26.157
Veränderung Konsolidierungskreis 0 16 16
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen –2.008 –2.008 –2.008
Eigenkapital zum 30. September 2007 21.200 143.454 106.339 –8.563 262.430 349 262.779
Eigenkapital zum 1. Januar 2008 21.200 143.454 121.123 –9.666 276.111 354 276.465
Gewinnausschüttung für 2007 –12.720 –12.720 –12.720
Ergebnis nach Steuern 30.395 30.395 56 30.451
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen 3.132 3.132 3.132
Erwerb ausstehender Minderheitenanteile 0 –406 –406
Eigenkapital zum 30. September 2008 21.200 143.454 138.798 –6.534 296.918 4 296.922

Wie bereits in Gliederungspunkt II. "Angepasster Ausweis von Vergleichsinformationen" erwähnt, wurden Werte im Eigenkapital zum 1. Januar 2007 gegenüber der ursprünglichen Veröffentlichung angepasst. Der Wert der angesammelten Gewinne per 1. Januar 2007 veränderte sich von TEuro 93.300 um TEuro –2.474 auf TEuro 90.826. Der Wert des kumulierten erfolgsneutralen Ergebnisses zum 1. Januar 2007 wurde aufgrund der um TEuro –345 angepassten Währungsumrechnungsdifferenzen von TEuro –6.210 auf TEuro –6.555 korrigiert. Entsprechend dieser Anpassungen weichen folgerichtig auch die Werte zum 30. September 2007 von der ursprünglichen Veröffentlichung ab.

Dividenden

Auf der Hauptversammlung vom 17. Juni 2008 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende in Höhe von Euro 0,60 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten (Dividendensumme: TEuro 12.720). Die Zahlung der Dividende erfolgte am 18. Juni 2008.

Minderheitenanteile

Wie bereits in Gliederungspunkt III. "Konsolidierungskreis" erwähnt, erwarb die Bechtle AG im Berichtszeitraum sämtliche noch ausstehenden Minderheitenanteile (1,7 Prozent der Aktien) an der PSB AG. Der Kaufpreis betrug TEuro 795.

Bis zu diesem Erwerb entfiel im Berichtszeitraum vom Ergebnis nach Steuern der PSB AG ein Anteil in Höhe von TEuro 56 auf die bereits zum 31. Dezember 2007 vorhandenen Minderheitenanteile an der PSB AG (TEuro 350). In Höhe des diese erworbenen Minderheitenanteile (TEuro 406) übersteigenden Kaufpreisbetrages erhöhte sich der Geschäfts- und Firmenwert um TEuro 389.

Die zum 30. September 2008 verbleibenden im Eigenkapital ausgewiesenen Minderheitenanteile in Höhe von TEuro 4 betreffen die nicht von der Bechtle AG gehaltenen 0,2 Prozent der Aktien an der Buyitdirect.com N.V., Hoofddorp, Niederlande.

Eigene Anteile

Die Gesellschaft wurde zuletzt durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2007 sowie der Hauptversammlung vom 17. Juni 2008 ermächtigt, eigene Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Erwerb und Verwendung eigener Aktien haben dabei den inhaltlichen Bedingungen des Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen.

Im Berichtszeitraum erfolgten keine Transaktionen in eigenen Aktien, sodass die Gesellschaft zum 30. September 2008 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2007 keinen Bestand an eigenen Aktien hielt.

Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des Ergebnisses nach Steuern ohne Minderheitenanteile je Stammaktie:

01.01.–30.09.2008 01.01.–30.09.2007
Ergebnis nach Steuern (TEuro) 30.451 26.157
davon Anteil der Minderheiten (TEuro) 56 44
davon Anteil der Aktionäre der Bechtle AG (TEuro) 30.395 26.113
Durchschnittliche Anzahl Aktien (Stück) 21.200.000 21.200.000
Ergebnis je Aktie (Euro) 1,4337 1,2317

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern ohne Minderheitenanteile und der Zahl der im Periodendurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

V. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum 30. September 2008 TEuro 78.271 (31. Dezember 2007: TEuro 75.641) und gliedern sich hinsichtlich Fälligkeit wie folgt:

in TEuro

fällig innerhalb eines Jahres 17.306
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 32.830
fällig nach 5 Jahren 28.135
Mindest-Mietzahlungen gesamt 78.271

VI. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Für die Aufstellung des Segmentberichts gelten dieselben Grundsätze wie im Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2007.

in TEuro

NACH SEGMENTEN 01.01.–30.09.2008 01.01.–30.09.2007
IT
Systemhaus
IT
E-Commerce
Gesamt
konzern
IT
Systemhaus
IT
E-Commerce
Gesamt
konzern
Externe Umsätze 656.432 370.265 1.026.697 623.498 350.804 974.302
Abschreibungen 6.823 2.892 9.715 6.823 2.742 9.565
Betriebsergebnis 24.091 15.926 40.017 20.652 18.422 39.074
Zinsergebnis 1.351 460
Ergebnis vor Steuern 41.368 39.534
Investitionen 7.295 1.402 8.697 3.937 1.509 5.446
Investitionen durch Veränderung
des Konsolidierungskreises 5.864 0 5.864 4.670 2.881 7.551

in TEuro

30.09.2008 31.12.2007
IT
System
haus
IT-E
Commerce
Nach IAS
14 nicht
zuzu
ordnen
Gesamt
konzern
IT
System
haus
IT-E
Commerce
Nach IAS
14 nicht
zuzu
ordnen
Gesamt
konzern
Bruttovermögen der Segmente 267.080 128.197 54.454 449.731 247.718 142.258 61.447 451.423
Schulden der Segmente 70.773 40.084 41.952 152.809 70.141 50.086 54.731 174.958

in TEuro

NACH REGIONEN 01.01.–30.09.2008 01.01.–30.09.2007
Inland Ausland Gesamt
konzern
Inland Ausland Gesamt
konzern
Externe Umsätze 671.200 355.497 1.026.697 636.922 337.380 974.302
Investitionen 6.747 1.950 8.697 3.525 1.921 5.446
Investitionen durch Veränderung
des Konsolidierungskreises 2.832 3.032 5.864 1.509 6.042 7.551
30.09.2008 31.12.2007
Inland Ausland Nach IAS
14 nicht
zuzu
ordnen
Gesamt-
konzern
Inland Ausland Nach IAS
14 nicht
zuzu
ordnen
Gesamt
konzern
Bruttovermögen der Regionen 201.570 193.707 54.454 449.731 201.568 188.408 61.447 451.423
Schulden der Regionen 43.775 67.082 41.952 152.809 48.361 71.866 54.731 174.958

VII. AKQUISITIONEN UND KAUFPREISALLOKATION

BadenData GmbH, Offenburg (BadenData)

Mit Erwerbszeitpunkt 18. März 2008 wurden sämtliche Anteile an der BadenData GmbH, Offenburg, erworben.

Die Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3.36 ff. wird derzeit noch abschließend ermittelt. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs nach der Erwerbsmethode erfolgt daher mittels provisorischer Werte (IFRS 3.62).

Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden wurde gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 38 auf vorläufiger Basis ein Kundenstamm (TEuro 150) neu identifiziert. Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird, wurden passive latente Steuern (TEuro 44) gebildet.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen Nettovermögens (TEuro 208) auf vorläufiger Basis ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 93, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Mit dem Erwerb der BadenData (5 Mitarbeiter) verstärkt sich die Bechtle-Gruppe im Segment IT-Systemhaus um einen eigenen Standort im wirtschaftlich interessanten Ortenaukreis. Die BadenData GmbH wurde inzwischen in Bechtle GmbH umfirmiert.

Da die Akquisition und Kaufpreisallokation der BadenData einzeln betrachtet unwesentlich ist, erfolgt ihre bilanzielle Darstellung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3.68 zusammengefasst mit den weiteren einzeln betrachtet unwesentlichen Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen am Ende dieses Gliederungspunktes VII.

MADRAS Computer Vertriebsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (Madras Computer)

Mit Erwerbszeitpunkt 30. August 2008 wurden sämtliche Anteile an der MADRAS Computer Vertriebsgesellschaft mbH, Wien, Österreich, erworben.

Die Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3.36 ff. wird derzeit noch abschließend ermittelt. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs nach der Erwerbsmethode erfolgt daher mittels provisorischer Werte (IFRS 3.62). Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte dabei unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens (TEuro 179) auf vorläufiger Basis ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 111, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Für die endgültige Kaufpreisaufteilung auf der Basis beizulegender Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden werden neben einem Geschäfts- und Firmenwert weitere wesentliche immaterielle Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen erwartet.

Mit dem Erwerb der Madras Computer (12 Mitarbeiter) verschafft sich die Bechtle-Gruppe im Segment IT-Systemhaus ein erstes Standbein in Österreich und setzt damit die Strategie der Flächendeckung in der D-A-CH-Region fort.

Da die Akquisition und Kaufpreisallokation der Madras Computer einzeln betrachtet unwesentlich ist, erfolgt ihre bilanzielle Darstellung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3.68 zusammengefasst mit den weiteren einzeln betrachtet unwesentlichen Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen am Ende dieses Gliederungspunktes VII.

Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH, Duisburg (NBI)

Mit Erwerbszeitpunkt 9. September 2008 wurden sämtliche Anteile an der Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH, Duisburg, erworben.

Die Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3.36 ff. wird derzeit noch abschließend ermittelt. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs nach der Erwerbsmethode erfolgt daher mittels provisorischer Werte (IFRS 3.62). Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte dabei unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens (TEuro 552) auf vorläufiger Basis ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 453, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Für die endgültige Kaufpreisaufteilung auf der Basis beizulegender Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden werden neben einem Geschäfts- und Firmenwert weitere wesentliche immaterielle Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen erwartet.

Mit dem Erwerb der NBI (16 Mitarbeiter) verstärkt die Bechtle-Gruppe im Segment IT-Systemhaus ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen um eine bereits im Markt etablierte Gesellschaft mit Schwerpunkt im Kundensegment der öffentlichen Auftraggeber.

Da die Akquisition und Kaufpreisallokation der NBI einzeln betrachtet unwesentlich ist, erfolgt ihre bilanzielle Darstellung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3.68 zusammengefasst mit den weiteren einzeln betrachtet unwesentlichen Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen am Ende dieses Gliederungspunktes VII.

SUPPORT EDV-Handelsgesellschaft mbH, Wien, Österreich (supportEDV)

Mit Erwerbszeitpunkt 12. September 2008 wurden sämtliche Anteile an der SUPPORT EDV-Handelsgesellschaft mbH, Wien, Österreich, erworben.

Die Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3.36 ff. wird derzeit noch abschließend ermittelt. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs nach der Erwerbsmethode erfolgt daher mittels provisorischer Werte (IFRS 3.62). Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte dabei unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens (TEuro 84) auf vorläufiger Basis ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 2.570, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Für die endgültige Kaufpreisaufteilung auf der Basis beizulegender Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden werden neben einem Geschäfts- und Firmenwert weitere wesentliche immaterielle Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen erwartet.

Mit dem Erwerb der supportEDV (20 Mitarbeiter) ist die Bechtle-Gruppe im Segment IT-Systemhaus mit einer zweiten renommierten und etablierten Gesellschaft in Österreich vertreten und setzt damit das Ziel der Flächendeckung im gesamten deutschsprachigen Raum weiter um.

Da die Akquisition und Kaufpreisallokation der supportEDV einzeln betrachtet unwesentlich ist, erfolgt ihre bilanzielle Darstellung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3.68 zusammengefasst mit den weiteren einzeln betrachtet unwesentlichen Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen am Ende dieses Gliederungspunktes VII.

Wrede Systemhaus GmbH, Meschede (Wrede Systemhaus)

Mit Erwerbszeitpunkt 18. September 2008 wurden sämtliche Anteile an der Wrede Systemhaus GmbH, Meschede, erworben.

Die Kaufpreisaufteilung gemäß IFRS 3.36 ff. wird derzeit noch abschließend ermittelt. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs nach der Erwerbsmethode erfolgt daher mittels provisorischer Werte (IFRS 3.62). Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte dabei unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens (TEuro 748) auf vorläufiger Basis ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 2.032, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Für die endgültige Kaufpreisaufteilung auf der Basis beizulegender Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden werden neben einem Geschäfts- und Firmenwert weitere wesentliche immaterielle Vermögenswerte aus Kundenbeziehungen erwartet.

Mit dem Erwerb der Wrede Systemhaus (30 Mitarbeiter) verstärkt die Bechtle-Gruppe im Segment IT-Systemhaus ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen um eine bereits im Markt etablierte Gesellschaft, die insbesondere lokale mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen sowie dem öffentlichen Sektor zu ihren Kunden zählt.

Da die Akquisition und Kaufpreisallokation der Wrede Systemhaus einzeln betrachtet unwesentlich ist, erfolgt ihre bilanzielle Darstellung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3.68 zusammengefasst mit den weiteren einzeln betrachtet unwesentlichen Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen am Ende dieses Gliederungspunktes VII.

Zusammengefasste weitere Angaben

Da die fünf vorstehend genannten Akquisitionen BadenData, Madras Computer, NBI, supportEDV und Wrede Systemhaus einzeln betrachtet unwesentlich sind, erfolgen ihre bilanzielle Darstellung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und weitere Angaben nachfolgend zusammengefasst (IFRS 3.68).

Bilanziell stellen sich diese Akquisitionen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung mittels provisorischer Werte wie folgt dar:

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- und Firmenwert 5.259
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 159
Sachanlagevermögen 452
Sonstige langfristige Vermögenswerte 210
6.080
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 783
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.266
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 567
Liquide Mittel 1.112
4.728
Summe Vermögenswerte 10.808
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 256
Latente Steuern 44
300
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.073
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 456
Übrige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 988
Erhaltene Anzahlungen und Rechnungsabgrenzungsposten 961
3.478
Summe Schulden 3.778
Summe Vermögenswerte
– Summe Schulden
= Anschaffungskosten
7.030

Die Anschaffungskosten führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe.

Darüber hinaus enthält der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der NBI eine vom zukünftig erzielten Deckungsbeitrag des erworbenen Unternehmens abhängige Erhöhung der Anschaffungskosten um bis zu TEuro 500, die sich dann entsprechend in einem höheren Geschäfts- und Firmenwert niederschlagen würde.

Darüber hinaus enthält der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der supportEDV eine vom zukünftigen Ergebnis vor Steuern des erworbenen Unternehmens abhängige Erhöhung der Anschaffungskosten um bis zu TEuro 500, die sich dann entsprechend in einem höheren Geschäfts- und Firmenwert niederschlagen würde.

Im für die Berichtsperiode ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern der Bechtle-Gruppe sind die BadenData, Madras Computer, NBI, supportEDV und Wrede Systemhaus in Summe mit einem Betrag von TEuro –11 enthalten.

VIII. MITARBEITERZAHLEN

30.09.2008 31.12.2007 01.01.–
30.09.2008
01.01.–
30.09.2007
Vollzeitkräfte 4.058 3.921 3.944 3.773
Auszubildende 270 257 235 225
Mitarbeiter in Elternzeit
bzw. Wehr- oder Zivildienst 69 72 72 65
Aushilfen 117 114 113 115
Summe 4.514 4.364 4.364 4.178

Die Mitarbeiterzahlen stellen sich wie folgt dar:

IX. EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Der Vorstand der Bechtle AG hat am 9. Oktober 2008 beschlossen, bis zu 2,12 Millionen eigene Aktien über die Börse (XETRA) zurückzukaufen. Grundlage für den Rückkauf ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2008, der die Gesellschaft dazu ermächtigt, im Zeitraum bis zum 16. November 2009 eigene Aktien von bis zu 10 Prozent des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Erwerb und Verwendung eigener Aktien haben dabei den inhaltlichen Bedingungen des Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen.

Die Gesamtzahl der bis einschließlich 7. November 2008 erworbenen Aktien beläuft sich auf 156.655 Stück. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 10,61 Euro.

Neckarsulm, 14. November 2008

Bechtle AG

Der Vorstand

// VERSICHERUNG DES VORSTANDS

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Neckarsulm, 14. November 2008

Bechtle AG

Der Vorstand

Ralf Klenk Dr. Thomas Olemotz

// ANGABEN ZUR PRÜFERISCHEN DURCHSICHT

Der vorliegende Zwischenbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

// FINANZKALENDER

// ZWISCHENBERICHT ZUM 30. SEPTEMBER / 3. QUARTAL 2008

  1. November 2008

Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren sowie der Presse

  • // VERÖFFENTLICHUNG GESCHÄFTSBERICHT 2008 19. März 2009
  • // BILANZPRESSEKONFERENZ
    1. März 2009, Stuttgart
  • // DVFA-ANALYSTENKONFERENZ

  • März 2009, Frankfurt am Main

// ZWISCHENBERICHT ZUM 31. MÄRZ / 1. QUARTAL 2009 14. Mai 2009 Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren sowie der Presse

// HAUPTVERSAMMLUNG

  1. Juni 2009, 10:00 Uhr Konzert- und Kongresszentrum Harmonie, Heilbronn

  2. // DIVIDENDENZAHLUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008 ab 17. Juni 2009 (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung)

  3. // ZWISCHENBERICHT ZUM 30. JUNI / 2. QUARTAL 2009 11. August 2009 Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren sowie der Presse
  4. // ZWISCHENBERICHT ZUM 30. SEPTEMBER / 3. QUARTAL 2009 11. November 2009

Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren sowie der Presse

HERAUSGEBER Bechtle AG, Neckarsulm

// INVESTOR RELATIONS

Bechtle AG Bechtle Platz 1 74172 Neckarsulm

Thomas Fritsche Tel +49 (0) 71 32/9 81-41 21 Fax +49 (0) 71 32/9 81-41 16 [email protected] Martin Link Tel +49 (0) 71 32/9 81-41 49 Fax +49 (0) 71 32/9 81-41 16 [email protected]

Der Zwischenbericht zum 3. Quartal 2008 ist am 14. November 2008 erschienen. Er liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen unter www.bechtle.com/qb zum Download bereit. Exemplare der gedruckten deutschen Fassung schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu.

Bechtle AG Bechtle Platz 1 74172 Neckarsulm

Telefon+49 (0) 71 32 /9 81-0 Telefax +49 (0) 71 32 /9 81-80 00 [email protected] www.bechtle.com