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Bechtle AG Interim / Quarterly Report 2004

Nov 15, 2004

54_10-q_2004-11-15_9f38629d-b1a4-438c-b0a5-dd944a58a1b8.pdf

Interim / Quarterly Report

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www.bechtle.com

Unternehmensbericht Q3 2004

Produktbeschaffung

Consulting

Integration

IT-Services

Outsourcing

www.bechtle.at www.bechtle.be www.bechtle.ch www.bechtle.co.uk www.bechtle.de www.bechtle.es www.bechtle.fr www.bechtle.it www.bechtle.nl

Bechtle-Konzern im Überblick 9-Monate 2004 (2003) nach U.S.-GAAP

01.01.bis 01.01.bis Veränderung
30.09.2004 30.09.2003 in %
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse TEuro 751.222 562.245 33,6
EBITDA TEuro 32.292 22.286 44,9
EBITA (vor Abschreibungen auf den Kundenstamm) TEuro 25.820 17.218 50,0
EBITA TEuro 24.622 16.697 47,5
EBIT TEuro 24.622 16.697 47,5
EBT TEuro 24.556 16.919 45,1
Periodenergebnis TEuro 19.965 10.494 90,3
Kennzahlen des Geschäfts
Ergebnis je Aktie Euro 0,9506 0,5248 81,1
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit je Aktie Euro 0,7226 0,8327 -13,2
Mitarbeiterzahl zum Quartalsende *) 3.137 2.589 21,2
Vermögenslage und Liquidität
Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit TEuro 15.176 16.649 -8,8
Nettoliquidität zum Quartalsende TEuro 7.626 15.237 -50,0

*) einschließlich Auszubildende

Quartalsübersicht 2004

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal GJ 2004
01.01. bis 01.04. bis 01.07. bis 01.10. bis 01.01. bis
31.03.2004 30.06.2004 30.09.2004 31.12.2004 31.12.2004
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 248.379 243.724 259.119 751.222
EBITDA 10.863 8.853 12.576 32.292
Abschreibungen 2.390 2.164 1.918 6.472
EBITA
(vor Abschreibungen auf den Kundenstamm) 8.473 6.689 10.658 25.820
Abschreibungen auf den Kundenstamm 352 444 402 1.198
EBITA 8.121 6.245 10.256 24.622
Amortisation Firmenwerte 0 0 0 0
EBIT 8.121 6.245 10.256 24.622
Finanzergebnis -44 -40 18 -66
EBT 8.077 6.205 10.274 24.556
Ertragsteuern 3.166 1.570 3.448 8.184
Anteile anderer Gesellschafter 26 -28 -28 -30
Außerordentliche Erträge 0 3.609 14 3.623
Periodenergebnis 4.937 8.216 6.812 19.965

Segmentberichterstattung

Systemhaus 01.07.bis30.09.04 01.07.bis30.09.03 01.01.bis30.09.04 01.01.bis30.09.03
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse TEuro 175.135 154.771 501.809 429.543
EBITDA TEuro 6.708 6.824 17.160 14.260
EBIT TEuro 4.860 5.228 11.120 9.290
Mitarbeiterzahl zum Quartalsende 2.643 2.325
IT-eCommerce 01.07. 01.07. 01.01. 01.01.
bis30.09.04 bis30.09.03 bis30.09.04 bis30.09.03
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse TEuro 83.984 46.045 249.413 132.702
EBITDA TEuro 5.868 3.881 15.132 8.026
EBIT TEuro 5.396 3.670 13.502 7.407
Mitarbeiterzahl zum Quartalsende 494 264

Die Aktie

Eröffnungskurs am 02.01.2004 (Xetra) Euro 10,30
Schlusskurs am 30.09.2004 (Xetra) Euro 12,39
Relative Performance (Prozentpunkte) zum TecDax per 30.09.2004 (Xetra) + 28,7
Relative Performance (Prozentpunkte) zum SDax per 30.09.2004 (Xetra) + 9,9
Relative Performance (Prozentpunkte) zum CDax per 30.09.2004 (Xetra) + 20,2
Neunmonatshoch (24.02.2004) Euro 15,47
Neunmonatstief (12.08.2004) Euro 9,60
Handelsvolumen vom 01.01. bis 30.09.2004 (Xetra) Euro 5.408.306
Rang der Bechtle AG beim Septemberranking der Deutschen Börse
nach Free Float Market Cap im Vergleich zum Vormonat 22 (22)
Rang der Bechtle AG beim Septemberranking der Deutschen Börsenach Handelsvolumen in Euro in Vergleich zum Vormonat 35 (35)
Marktkapitalisierung (Free Float) zum 30.09.2004 Mio. Euro 125,1
Marktkapitalisierung (total) zum 30.09.2004 Mio. Euro 262,7
Zahl der ausgegebenen Aktien 21.200.000
Streubesitz (30.09.2004) % 47,64
Zahl der ausstehenden und dividendenberechtigten Aktien 21.200.000
Zahl der durchschnittlichen Aktien 21.002.920
Segment Prime Standard
Index TecDAX
WKN 515 870
ISIN DE 000 515 870 3
Tag der Erstnotiz 30.03.2000

Bechtle IT Bechtle IT-Systemhaus -Systemhaus Freiburg Karl-Heinz Augustin,

Geschäftsführer der Bechtle GmbH Freiburg

"Ein typischer Freiburger Mittelständler"

antwortet Karl-Heinz Augustin, wenn man ihn fragt, was sein Systemhaus in erster Linie ist. Augustin leitet als Geschäftsführer die Bechtle GmbH Freiburg, die zu 100 Prozent zur Bechtle-Gruppe gehört, dem größten börsennotierten Systemhaus Deutschlands. Bechtle Freiburg zählt 42 Mitarbeiter, die gesamte Gruppe gegenwärtig europaweit über 3.100 Mitarbeiter. Damit kann Karl-Heinz Augustin, der unternehmerisch verantwortlich alle Entscheidungen allein vor Ort trifft, die Wendigkeit und Flexibilität seines eigenständigen, mittelständisch orientierten Systemhauses mit den Stärken einer großen Organisation im Hintergrund verbinden – so, wie es seine rund 50 Kollegen in den übrigen Bechtle-Systemhäusern zwischen Kiel und Genf tun.

Bechtle Freiburg ist ein klassisches, herstellerübergreifendes Systemhaus mit Kernkompetenzen im Client/Server-Umfeld, bei IT-Security-Themen, Storage Management, TCO/ROI und PC-Lifecycle. Zu den Kunden zählen in erster Linie die mittelständischen Unternehmen Freiburgs sowie praktisch alle renommierten Unternehmen der Region, die IT-Waren und Dienstleistungen aus einer Hand von Bechtle beziehen.

Handel und Dienstleistung aus einer Hand

Für die SICK AG, Waldkirch, betreut Bechtle Freiburg zum Beispiel einen wesentlichen Teil des PC-Lifecycle-Managements; bei einem großen Psychiatrischen Zentrum der Region zeichnete Bechtle in diesem Jahr für ein gelungenes Großprojekt zur SAN- und Storagekonsolidierung mit Desaster-Recovery verantwortlich. Und die NEOPERL GmbH, Mülheim/ Reinach, bezieht ihre komplette IT-Ausstattung von Bechtle. In diesem Jahr konnte NEOPERL dank der Freiburger Experten mit einer Rechenzentrums-Reorganisation problemlos auf Windows 2003 migrieren. Parallel hat Bechtle dafür gesorgt, dass weltweit alle Mitarbeiter über eine Citrix-Portallösung mit vorgeschalteter Firewall nicht nur auf das Warenwirtschaftssystem zugreifen können, sondern auch auf das notesbasierende CRM-System. Die dazu notwendige Programmierung übernahmen Mitarbeiter aus dem Bechtle Competence Center Groupware/Notes in Freiburg.

Firmengebäude IT-Systemhaus Bechtle in Freiburg

Schnellboot mit gewaltigen Ressourcen

Das ist ein typisches Beispiel für die Stärken, die Bechtle Freiburg im Wettbewerb ausspielen kann. Binnen kürzester Zeit ist erfahrenes und herstellerzertifiziertes Personal vor Ort beim Kunden, um jedes Problem in Angriff zu nehmen. Bei Bedarf stehen darüber hinaus jederzeit die gewaltigen Ressourcen und Kompetenzen der kompletten Bechtle-Gruppe mit 15 Competence Centern und 1.700 IT-Experten im Hintergrund zur Verfügung. Karl-Heinz Augustin beschreibt das in einem treffenden Bild: "Wir verfügen hier über die Wendigkeit eines Schnellboots und wenn nötig, drücken wir einfach auf den Knopf und hinten springt noch mal ein riesiger Schiffsdiesel mit zigtausend PS an." Durch Bechtle Freiburg haben Kunden den Zugriff auf das komplette Leistungsspektrum der Bechtle AG. Diese Leistungsbreite und Sicherheit kann kein Konkurrent vor Ort bieten.

Menschen übernehmen Verantwortung und bilden aus

Neben den strukturellen Vorteilen der Bechtle-Gruppe sind es vor allem die Menschen, die Bechtle Freiburg ausmachen. Mit 42 Kollegen arbeiten diese Menschen in keiner anonymen Struktur. Der Arbeitgeber ist überschaubar und vor allem "persönlich erlebbar" – trotz der Größe der gesamten Gruppe. Auf diese Weise entstehen persönliche Verantwortung und eine hohe Bindung an Kunden und Kollegen. "Verantwortung" ist auch das Stichwort, unter dem die Ausbildungspolitik bei Bechtle Freiburg steht.

Zur Zeit bildet Bechtle in Freiburg sechs junge Menschen in unterschiedlichen Berufsbildern aus – das entspricht einer Quote von rund 14 Prozent. Dabei übernehmen die älteren Auszubildenden auch mit die Verantwortung für die schulischen und fachlichen Erfolge ihrer jüngeren Kollegen. Lernen durch Lehren bringt so alle Beteiligte nicht nur fachlich, sondern auch menschlich weiter.

Hardy Waldmann, Leitung Competence Center Groupware

Udo Stiefvater, Geschäftsführer Vertrieb

Michael Feilner, Leitung des Bereichs Service & Consulting

1. Umfeld

1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Konjunktur

Im dritten Quartal nahm die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung insbesondere vor dem Hintergrund der rasanten Ölpreisentwicklung zu. Nach einer vorübergehenden Beschleunigung verlor die Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone etwas an Kraft.

In Deutschland hat sich die konjunkturelle Dynamik nach einem überraschend positiven ersten Halbjahr im dritten Quartal wieder spürbar verlangsamt. Vor allem dem Konsum als wichtigste Stütze der Binnennachfrage fehlt es weiter an Schwung. Die Kaufkraft war insbesondere durch die Verteuerung der Energie belastet. Wesentliche Impulse kamen lediglich von der anhaltend starken Exportnachfrage.

In der Schweiz – dort will Bechtle im laufenden Jahr rund 20 Prozent der Umsätze erzielen – hat sich die Konjunkturentwicklung im Berichtszeitraum etwas eingetrübt. Das moderate Wachstum im dritten Quartal war stark von der positiven Exportleistung getragen. Die erwartete Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bei wichtigen Handelspartnern belastet aber auch die Schweizer Wirtschaft.

(Quellen: Deutsche Bundesbank, Frankfurt; Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin; Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel)

1.2 IT-Branche

Für das erste Halbjahr 2004 meldet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) steigende Auftragsbestände und Umsätze in den Bereichen IT-Hardware, Software und IT-Services. Auch das Institut Pierre Audoin Consultants (PAC) sieht den IT-Service-Markt in Deutschland weiter auf Wachstumskurs. Verlässliche Angaben über das nominelle Wachstum fehlen bislang noch. Den Analysten von IDC zufolge, zieht die PC-Nachfrage bei Unternehmen seit dem zweiten Quartal 2004 an. Das bestätigen auch die Stückwachstumsraten der Marktforscher von Gartner: Sie melden ein Plus von 7,6 Prozent bei den in Deutschland verkauften PC. Weltweit ist der Computer-Absatz im dritten Quartal um 9,7 Prozent auf 46,9 Millionen verkaufte Geräte gestiegen. Ursache ist im Wesentlichen der Ersatzbedarf von Unternehmensseite. Bei der Bewertung anziehender Stückzahlen ist allerdings der nach wie vor anhaltende Preisdruck als dämpfender Faktor zu berücksichtigen. Insgesamt fehlte auch im dritten Quartal ein Anziehen der Investitionsbereitschaft auf breiter Basis. So sorgte insbesondere die unsichere konjunkturelle Entwicklung für eine weiter anhaltende Ausgabedisziplin bei den Unternehmen und verhinderte damit einen stabileren Aufschwung der Branche.

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Umsatzentwicklung

Der Bechtle-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten 2004 ein kräftiges Umsatzplus von 33,6 Prozent auf 751,2 Millionen Euro (Vorjahr: 562,3 Millionen Euro). Auf die 2004 erstmals konsolidierten Akquisitionen entfallen 200,5 Millionen Euro des gesamten Umsatzes. Dazu zählen die ARP-Gruppe ab Januar 2004, ALSO Comsyt AG ab Februar 2004 und die im Berichtszeitraum erstmals vollständig konsolidierte PSB-Gruppe und MVis (jeweils seit April 2003). Das organische Umsatzwachstum beträgt im Neunmonatsvergleich 6,4 Prozent. Ohne Berücksichtigung der erst ab dem zweiten Quartal 2003 konsolidierten PSB-Gruppe und MVis beläuft sich das originäre Wachstum sogar auf rund 10 Prozent. Darin spiegelt sich die schwache Umsatzentwicklung bei PSB im ersten Halbjahr 2004 wider. Inzwischen hat sich die Umsatzentwicklung auf einem moderaten Niveau stabilisiert.

IT-Systemhaus

Das Segment IT-Systemhaus hat von Januar bis September mit Umsatzerlösen in Höhe von 501,8 Millionen Euro den Vergleichszeitraum um 16,8 Prozent deutlich übertroffen (Vorjahr: 429,5 Millionen Euro). Zum Umsatzplus haben insbesondere die Akquisitionen beigetragen. Auf die Systemhäuser der PSB, MVis, Comsyt und Gate entfallen zusammen rund 91,3 Millionen Euro der Gesamterlöse. Bereinigt um die Umsätze der Akquisitionen beläuft sich das Wachstum auf 4,6 Prozent. Ohne Berücksichtigung der PSB-Systemhäuser und MVis liegt der originäre Umsatzanstieg bei 8,9 Prozent.

IT-eCommerce

Im Segment eCommerce konnte der Bechtle-Konzern in den ersten neun Monaten seine Umsatzerlöse um 87,9 Prozent auf 249,4 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 132,7 Millionen Euro). Das kräftige Plus ist im Wesentlichen auf die ARP-Gruppe und die zur PSB-Gruppe zählende TomTech zurückzuführen. Sie erzielten einen Neunmonatsumsatz von zusammen 109,2 Millionen Euro. Eliminiert um die Zugänge der TomTech sowie der Umsätze der ARP-Gruppe beträgt das originäre Umsatzwachstum im Neunmonatsvergleich 12,2 Prozent.

2.2 Ergebnisentwicklung

Der Bechtle-Konzern hat seine Ertragslage erneut deutlich verbessert. Das Vorsteuerergebnis (EBT) stieg in den ersten neun Geschäftsmonaten um 45,1 Prozent auf 24,6 Millionen Euro (Vorjahr: 16,9 Millionen Euro). Zu der Ergebnissteigerung haben die Schweizer ARP-Gruppe und Comsyt mit 5,3 Millionen Euro wesentlich beigetragen. Auch die PSB-Gruppe hat ihre Ergebnisseite im dritten Quartal wieder verbessert und steuert im Berichtszeitraum ein EBT von 0,4 Millionen Euro bei. Ohne Berücksichtigung der Akquisitionen hat sich das EBT um

11,8 Prozent verbessert. Hintergrund für die positive Entwicklung des organischen Wachstums sind weiter verbesserte Einkaufskonditionen und eine gute Auslastung des Dienstleistungsbereichs bei gleichzeitig verringerten Personalkosten. Damit ist das Konzern-EBT im Neunmonatsvergleich stärker gestiegen als der Umsatz.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation der Firmenwerte (EBITDA) legte im Berichtszeitraum um 44,9 Prozent auf 32,3 Millionen Euro zu (Vorjahr: 22,3 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation der Firmenwerte (EBITA) stieg vor Kundenstammabschreibungen um 50,0 Prozent auf 25,8 Millionen Euro (Vorjahr: 17,2 Millionen).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im Neunmonatszeitraum auf 24,6 Millionen Euro und übertraf damit die Vorjahresperiode um 47,5 Prozent (Vorjahr: 16,7 Millionen Euro). Aufgrund eines ausgeglichenen Zinsergebnisses lagen EBIT und EBT nach den ersten Monaten gleichauf. Damit verbesserte sich die EBIT- bzw. EBT-Marge von 3,0 Prozent im Vergleichszeitraum auf 3,3 Prozent.

Der Konzernperiodenüberschuss vor außerordentlichen Gewinnen verzeichnete mit 16,3 Millionen Euro einen Anstieg um 55,7 Prozent (Vorjahr: 10,5 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung des 2004 realisierten außerordentlichen Gewinns in Höhe von 3,6 Millionen Euro hat sich das Periodenergebnis um 90,3 Prozent auf 20,0 Millionen Euro erhöht. Im Vergleich zum Referenzzeitraum reduzierte sich die Steuerquote von 37,2 Prozent auf 33,3 Prozent. Ursache für die Reduzierung des Steueraufwands ist der hohe Anteil des in der Schweiz besteuerten Konzern-EBT.

Aus dem außerordentlichen Konzernüberschuss errechnet sich bei einer durchschnittlichen Aktienanzahl von 21.002.920 Stück ein Ergebnis je Aktie (EPS verwässert/unverwässert) von 0,95 Euro. Im Vorjahr betrug das EPS bei 19.995.444 Aktien noch 0,53 Euro. Vor außerordentlichem Ertrag stieg das EPS im Berichtszeitraum um 47,2 Prozent auf 0,78 Euro.

IT-Systemhaus

Im Segment IT-Systemhaus hat sich das EBIT von Januar bis September um 19,7 Prozent auf 11,1 Millionen Euro erhöht (Vorjahr: 9,3 Millionen Euro). Das EBITDA legte um 20,3 Prozent auf 17,2 Millionen Euro zu (Vorjahr: 14,3 Millionen Euro). Das EBITA vor Abschreibungen auf den Kundenstamm belief sich auf 12,1 Millionen Euro – ein Plus von 24,3 Prozent gegenüber dem Referenzzeitraum (9,7 Millionen Euro). Im dritten Quartal reduzierte sich das Segment-EBIT im Quartalsvergleich von 5,2 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro. Ursache ist die nach wie vor schwache Entwicklung der PSB-Systemhäuser, die sich inzwischen aber auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert hat. Zusätzlich schlugen beim Quartalsergebnis auch Anlaufverluste der neu gegründeten Systemhausstandorte in Darmstadt und Bielefeld sowie der neu akquirierten Schweizer Systemhäuser zu Buche.

IT-eCommerce

Im Segment eCommerce ist das EBIT von Januar bis September erneut kräftig um 82,3 Prozent von 7,4 Millionen Euro auf 13,5 Millionen Euro angewachsen. Auf Quartalsbasis nahm das EBIT um 47,0 Prozent von 3,7 Millionen Euro auf 5,4 Millionen Euro zu. In der Neunmonatsbetrachtung macht sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insbesondere die Akquisition der ARP-Gruppe und der zur PSB-Gruppe zählenden TomTech bemerkbar. Ihr Beitrag zum operativen Segmentergebnis belief sich in den ersten neun Monaten auf zusammen 6,4 Millionen Euro. Das EBITDA legte um 88,5 Prozent auf 15,1 Millionen Euro zu (Vorjahr: 8,0 Millionen Euro). Das EBITA vor Kundenstammabschreibungen verzeichnete einen Anstieg um 85,1 Prozent auf 13,7 Millionen Euro (Vorjahr: 7,4 Millionen Euro).

2.3 Vermögens- und Kapitalstruktur

Die liquiden Mittel nahmen zum Stichtag 30. September 2004 um 6,9 Prozent auf 36,0 Millionen Euro zu (31. Dezember 2003: 33,7 Millionen Euro). Nach Abzug der Bankverbindlichkeiten ergibt sich daraus eine Netto-Liquidität von 7,6 Millionen Euro gegenüber 23,9 Millionen Euro zum Geschäftsjahresende 2003. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der ARP-Gruppe. Daneben schlagen die Dividendenzahlungen in Höhe von 6,4 Millionen Euro zu Buche. Zusammen mit freien Kreditlinien in Höhe von 43,6 Millionen Euro verfügt Bechtle mit rund 80 Millionen Euro über eine solide Liquiditätsreserve, die ausreichend Spielraum für die künftige Expansion und weitere Akquisitionen bietet.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Berichtszeitraum um 8,8 Prozent von 16,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,2 Millionen Euro. Dem deutlich gestiegenen Periodenergebnis steht eine Zunahme des Nettoumlaufvermögens von 16,0 Millionen Euro gegenüber. Hintergrund für die Veränderung ist in erster Linie der im Berichtszeitraum vorgenommene Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der 2004 erworbenen Unternehmen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit legte im Neunmonatsvergleich von 23,2 Millionen Euro auf 34,5 Millionen Euro zu. Dabei entfällt mit 30,1 Millionen Euro der Hauptanteil auf den Erwerb von Tochterunternehmen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände gingen hingegen zurück. Aus Finanzierungstätigkeit erzielte Bechtle zwischen Januar und September Mittelzuflüsse von 21,6 Millionen Euro. Neben der Eigenkapitalzuführung aus Kapitalerhöhung von 10,0 Millionen Euro machte sich in dieser Position auch die Darlehensaufnahme von 20,6 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Erwerb der ARP Holding AG bemerkbar.

Vor dem Hintergrund der im laufenden Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen und der daraus resultierenden Erhöhung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote des Bechtle-Konzerns von 64,7 Prozent zum Bilanzstichtag 2003 auf noch immer sehr komfortable 57,4 Prozent verringert. Aufgrund des die Ausschüttungen deutlich übertreffenden Periodenüberschusses und der Kapitalerhöhung stieg das Eigenkapital absolut von 180,2 Millionen Euro auf 203,5 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 12,9 Prozent.

2.4 Mitarbeiter

Zum 30. September 2004 beschäftigte Bechtle 3.137 Mitarbeiter. Im Vergleich zum 31. Dezember 2003 hat sich die Anzahl der Beschäftigten damit um 881 Mitarbeiter oder 39,1 Prozent erhöht. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf die Unternehmensakquisitionen zurückzuführen. In Deutschland beläuft sich die Zahl der Mitarbeiter auf 2.282. Im europäischen Ausland sind es 855, davon alleine 685 in der Schweiz. Nach Segmenten unterteilt, zählt der Bereich IT-Systemhaus zum Stichtag 30. September insgesamt 2.643 Mitarbeiter, der Bereich eCommerce 494. Gegenüber dem 31. Dezember 2003 entspricht das einem Anstieg von 17,4 Prozent (Systemhaus) bzw. 87,8 Prozent (eCommerce).

Zum Ende des dritten Quartals beschäftigte Bechtle 174 Auszubildende. Zusätzlich befanden sich 101 Aushilfen in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis.

2.5 Risikobericht

Im Verlauf der vergangenen neun Monate sind keine wesentlichen Änderungen bei den im Geschäftsbericht 2003 (Seite 33 bis 35) dargestellten Risiken eingetreten.

2.6 Besondere Ereignisse

Am 5. August hat Bechtle mit der Akquisition der Gate Informatic AG seine Marktposition in der Schweiz deutlich ausgebaut. Das profitable Unternehmen mit Sitz in Bern ist mit rund 50 Mitarbeitern im gehobenen IT-Systemlösungsgeschäft tätig und ergänzt die Tochtergesellschaft Bechtle Data AG regional.

Am 9. August informierte Bechtle über das Ergebnis der im Auftrag des Aufsichtsrats der PSB AG durchgeführten Überprüfung der Jahresabschlüsse 2001 bis einschließlich 2003. Danach hat die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unregelmäßigkeiten bei der Bewertung konzernweiter Aktiva und Passiva festgestellt und die Testate für die Jahres- und Konzernabschlüsse widerrufen. Die neu aufgestellten und im dritten Quartal geprüften Abschlüsse ergaben zum Stichtag 31. Dezember 2003 ein für den Einzelabschluss der PSB AG um 5,1 Millionen Euro und für den Konzernabschluss der PSB AG ein um 3,2 Millionen Euro vermindertes Eigenkapital. Damit hat sich für den Konzern gegenüber den vorläufigen Berechnungen von 3,9 Millionen Euro eine Verbesserung ergeben. Für die AG war ein vorläufiger Wert von rund 4,7 Millionen Euro errechnet worden. Die Auswirkungen dieser Korrekturen sind im Konzernabschluss der Bechtle AG zum 30. September 2004 vollständig berücksichtigt.

Seit 20. September notiert die Bechtle-Aktie im TecDax. Mit der Aufnahme in den Auswahlindex für Technologiewerte der Deutschen Börse rückt das Unternehmen stärker in den Fokus des nationalen und internationalen Finanzmarkts aber auch der Wirtschafts- und Finanzmedien.

Am 30. September übernahm Bechtle sämtliche Anteile an der Servicegesellschaft für Geld- und Banksysteme mbH (SGB). Mit der Akquisition des Aalener Unternehmens erweitert Bechtle sein Dienstleistungsportfolio um Services für Selbstbedienungskomponenten wie Geldautomaten und Kontoauszugs-drucker. Organisatorisch integriert Bechtle die SGB mit ihren rund 40 Mitarbeitern in das zum Segment Systemhaus zählende Geschäftsfeld Finanz. Ergebnisverantwortung trägt auch weiterhin der bisherige geschäftsführende Gesellschafter. Bechtle festigt mit der Akquisition seine Marktstellung als Komplett-Dienstleister im Banken- und Sparkassensektor.

2.7 Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Nach dem Ende des dritten Quartals lagen keine Ereignisse von besonderer Bedeutung vor.

3. Die Aktie

3.1. Entwicklung der Aktienmärkte

Die Entwicklung an den Börsen war im dritten Quartal 2004 von den Ölmärkten und der nachlassenden Wirtschaftsdynamik in den USA dominiert. Insbesondere die Verunsicherung über die wirtschaftlichen Belastungen infolge des anhaltend hohen Ölpreisniveaus verhinderte trotz guter Unternehmensnachrichten einen nachhaltigen Aufschwung der Kurse. Zusätzlich beunruhigten die latenten geopolitischen Spannungen mit der Gefahr neuer Terroranschläge die Aktienmärkte.

3.2 Entwicklung der Aktie

Die Bechtle-Aktie startete mit einem Eröffnungskurs von 13,70 Euro in das dritte Quartal. Den Höchststand erreichte das Papier mit 13,92 Euro am 6. Juli. Im Umfeld der Ad-hoc-Mitteilung vom 9. August verzeichnete die Aktie allerdings erhebliche Einbußen. Darin informierte das Unternehmen über die Rücknahme der Testate 2001 bis 2003 bei der PSB AG, die Bechtle im März 2003 mehrheitlich übernommen hat. Seinen Tiefststand erreichte der Kurs am 12. August mit 9,60 Euro. In der Folgezeit setzte eine schrittweise Verbesserung der Kursentwicklung ein. Dieser Trend wurde von einer intensivierten Kommunikation mit dem Kapitalmarkt unterstützt. Dabei stand insbesondere die transparente und offene Kommunikation über die notwendig gewordenen erneuten Bilanzprüfungen der PSB im Mittelpunkt. Positiv wirkte sich die Entscheidung der Deutschen Börse über die Aufnahme der Bechtle AG in den TecDax aus. Seit dem 20. September ist die Aktie in dem Auswahl-Index notiert und kann sich nun im Kapitalmarkt als Technologieunternehmen stärker profilieren und neue institutionelle Investoren-Gruppen ansprechen. So präsentierte der Vorstand die Unternehmensentwicklung und Geschäftsstrategie des Konzerns ausgewählten Investoren unter anderem bei einer Roadshow in Paris. Die Aktie erreichte am 16. September mit 14,00 Euro den höchsten Stand im dritten Quartal.

In der Folge gab der Bechtle-Kurs in einem schwächer werdenden Börsenumfeld allerdings wieder nach. Das führte am Ende des Berichtszeitraums zu einem stichtagsbezogenen Quartalsrückgang von 9,6 Prozent. Der TecDax hat sich im gleichen Zeitraum mit einem Minus von 14,1 Prozent deutlich schwächer entwickelt.

4. Ausblick und Prognose

4.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Im Euro-Raum dürfte sich das wirtschaftliche Wachstum im vierten Quartal etwas abschwächen. Auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich kaum Besserung ab, was ein deutliches Anziehen der Konsumausgaben verhindert. Unter den Wirtschaftsforschungsinstituten besteht Konsens, dass die anhaltend hohen oder weiter steigenden Ölpreise die wirtschaftliche Erholung sowohl innerhalb wie auch außerhalb des europäischen Währungsraums dämpfen könnten.

In Deutschland fehlen auch weiterhin die Anzeichen für eine Zunahme der Binnennachfrage. Wesentliche Impulse für die Konjunkturentwicklung werden erneut vom Export erwartet. Daneben soll sich die bisher enttäuschende Entwicklung der Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen langsam beleben. In ihrem Herbstgutachten prognostizieren die sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,8 Prozent. Dabei macht sich allerdings die höhere Zahl der Arbeitstage bemerkbar, da 2004 ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen. Bereinigt um diesen Effekt, beliefe sich das Wachstum auf rund 1,3 Prozent.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft in der Schweiz prognostiziert für das laufende Jahr ein anhaltendes Wirtschaftswachstum. (Quellen: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin; Institut für

Weltwirtschaft (IfW), Kiel; Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

4.2 Aktienmarkt

Die weitere Entwicklung der Aktienmärkte hängt wesentlich von einer deutlichen Konsolidierung der Ölpreise und positiven Konjunktursignalen ab. Analysten sehen bei einem Aufhellen der externen Faktoren insbesondere für die derzeit günstig bewerteten Technologieaktien Chancen auf einen Kursanstieg. Umfragen des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Analysten und institutionellen Investoren bestätigen die Erwartung eines moderaten Anstiegs der Aktienindizes in den kommenden Monaten.

4.3 IT-Branche

In einer im Oktober veröffentlichten Studie prognostiziert das European Information Technology Observatory (EITO) der IT-Branche in Westeuropa für 2004 ein Wachstum von rund 3 Prozent. Der Branchenverband BITKOM rechnet für Deutschland mit einem Wachstum von 2,5 Prozent im laufenden Jahr und 3,4 Prozent für 2005. Das Marktforschungsinstitut Techconsult erwartet im vierten Quartal steigende IT-Ausgaben im deutschen Mittelstand. Für zusätzlichen Schwung dürfte der Nachholbedarf bislang verzögerter Unternehmensinvestitionen in PC-Ersatz und IT-Dienstleistungen sorgen. Die Branchenexperten von IDC rechnen beim Computerabsatz für 2005 weltweit mit einem Anstieg von 10,5 Prozent. Dabei sei in Europa bei den Stückzahlen mit einem wesentlich stärkeren Wachstum zu rechnen als in den USA.

4.4 Unternehmensentwicklung

Bechtle profitiert bei seinem Handelsgeschäft auch von dem zunehmenden Wettbewerb unter den Herstellern. Um ihren Marktanteil insbesondere im Mittelstandsgeschäft zu erweitern, setzen sie verstärkt auf Bechtle als zentralen Vertriebspartner. Daneben konnte Bechtle die anhaltende Konsolidierung unter den Systemhäusern für den Ausbau seiner Vertriebsstandorte nutzen. Die strategisch gezielten Unternehmensakquisitionen der vergangenen Jahre haben in der Bundesrepublik zu einem flächendeckenden Netz lokal tätiger Systemhäuser geführt und die Marktpräsenz von Bechtle auch im deutschsprachigen Ausland deutlich ausgeweitet. Das garantiert kurze Servicewege zum Kunden. Darüber hinaus macht die solide und transparente Finanzlage Bechtle zu einem bevorzugten Partner für Kunden und Industrie. Auch künftig will der Bechtle-Konzern in beiden Geschäftssegmenten – IT-Systemhaus und eCommerce – weiter profitabel wachsen. Dabei stellt die Kombination aus dienstleistungsorientiertem Systemhaus und dem europaweiten Direktvertrieb von IT-Handelsprodukten via Internet im Hinblick auf eine Optimierung des Kundennutzens nach wie vor einen strategisch wichtigen Erfolgsfaktor dar.

Auf der Grundlage des bisherigen Geschäftsverlaufs und der Erwartungen für das vierte Quartal hat Bechtle Anfang November die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Danach soll im Rahmen der geplanten Umsatzerlöse von 1 Milliarde Euro plus X das EBT um mindestens 25 Prozent auf 34 bis 35 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2003: 27,2 Millionen Euro) steigen. Zuvor waren 33 Millionen Euro prognostiziert.

Zukunftsbezogene Aussagen

Der vorliegende Quartalsbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Bechtle AG beziehen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den erwarteten abweichen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach U.S.-GAAP für die Zeit vom 01. Januar bis 30. September 2004 (2003)

01.07.- 01.07.- 01.01.- 01.01.-
30.09.04 30.09.03 30.09.04 30. 09.03
Anhang TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 259.119 200.816 751.222 562.245
Herstellungskosten 222.847 172.918 646.226 486.247
Bruttoergebnis vom Umsatz 36.272 27.898 104.996 75.998
Vertriebskosten 14.333 9.719 44.283 29.381
Allgemeine und Verwaltungskosten 13.018 10.455 40.649 33.516
Sonstige betriebliche Erträge (12) 1.335 1.174 4.558 3.596
Betriebsergebnis 10.256 8.898 24.622 16.697
Zinserträge/ -aufwendungen (13) 18 8 -66 221
Sonstiges Finanzergebnis 0 0 0 1
Ergebnis vor Steuern
(und Minderheitenanteilen) 10.274 8.906 24.556 16.919
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag (14) 3.448 3.210 8.184 6.292
Ergebnis vor Minderheitenanteilen 6.826 5.696 16.372 10.627
Minderheitenanteile -28 -18 -30 -133
Periodenüberschuss vor
außerordentlichem Ergebnis 6.798 5.678 16.342 10.494
Außerordentliche Erträge (15) 14 0 3.623 0
Periodenüberschuss 6.812 5.678 19.965 10.494
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 0,3213 0,2817 0,9506 0,5248
Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro 0,3213 0,2817 0,9506 0,5248
Durchschnittliche Anzahl Aktien
(unverwässert) 21.200 20.157 21.003 19.995
Durchschnittliche Anzahl Aktien
(verwässert) 21.200 20.157 21.003 19.995

Konzernbilanz zum 30. September 2004 (2003) nach U.S.-GAAP

30.09.2004 31.12.2003
Anhang TEuro TEuro
29.929 33.694
(1) 6.085 0
(2) 137.951 106.186
(3) 41.134 28.962
(14) 2.643 2.267
(4) 14.614 10.469
232.356 181.578
11.848
11.760
(6) 82.455 69.513
(7) 1.486 0
(14) 5.908 3.344
(3) 0 441
121.913 96.906
354.269 278.484
(5) 14.06418.000
30.09.2004 31.12.2003
Passiva Anhang TEuro TEuro
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an
langfristigen Darlehen 3.282 3.647
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.178 42.669
Erhaltene Anzahlungen 374 3.423
Rückstellungen (8) 27.640 21.487
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 2.775 3.229
Latente Steuern (14) 588 946
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (9) 13.042 8.953
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 7.149 3.678
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 118.028 88.032
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Darlehen, abzüglich kurzfristiger Anteil (10) 25.106 6.161
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0 87
Rückstellungen (8) 422 808
Latente Steuern (14) 6.746 2.558
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 32.274 9.614
Minderheitenanteile 462 614
Eigenkapital (11)
Gezeichnetes Kapital 21.200 20.200
21.200.000 begebene Aktien mit
einem rechnerischen Wert von Euro 1,00
Kapitalrücklage 143.477 134.515
Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen 39.674 26.069
Kumuliertes Sonstiges Gesamtergebnis -846 -560
Eigenkapital, gesamt 203.505 180.224
Passiva, gesamt 354.269 278.484

Cash-Flow-Rechnung zum Konzernabschluss nach U.S.-GAAP für die Zeit vom 01. Januar bis 30. September 2004 (2003)

01.01. bis 01.01. bis
30.09.2004 30.09.2003
TEuro TEuro
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodenergebnis 19.965 10.494
Außerordentliches Ergebnis -3.623 0
Periodenergebnis vor außerordentlichem Ergebnis 16.342 10.494
Anpassungen für:
Abschreibungen 7.670 5.589
Zunahme der Rückstellungen und Wertberichtigungen 5.842 7.539
Verluste / Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens 137 -223
Zunahme passive latente Steuern 9 1.419
Abnahme/ Zunahme aktive latente Steuern 1.267 -1.898
Zunahme des Nettoumlaufvermögens -16.014 -6.967
Personalaufwand aus gewährten Aktienoptionen -38 117
Sonstiges -39 579
Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 15.176 16.649
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Tochterunternehmen,
abzüglich erworbener liquider Mittel -30.146 -13.152
Erwerb von Anlagevermögen -6.783 -11.295
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 2.473 1.244
Für Investitionen eingesetzte Zahlungsmittel -34.456 -23.203
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Eigenkapitalzuführung 10.000 0
Erwerb eigener Anteile 0 -2.289
Verkauf eigener Anteile 0 4.709
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- oder langfr. Darlehen 20.615 1.977
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -2.686 -2.732
Dividendenausschüttungen -6.360 -5.050
Aus der Finanzierungstätigkeit erzielte/ eingesetzte
Zahlungsmittel 21.569 -3.385
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel 80 -702
Veränderung nichtrealisierte Gewinne / Verluste Finanzderivate 10 15
Veränderung nichtrealisierte Gewinne / Verluste kurzfr. Wertpapiere -59 -1
Erhöhung / Verminderung der liquiden Mittel 2.320 -10.627
Liquide Mittel zu Beginn der Periode
(einschließlich Zahlungsmitteläquivalente) 33.694 37.867
Liquide Mittel am Ende der Periode 36.014 27.240

Eigenkapitalveränderungsrechung vom 01. Januar bis 30. September 2004 (2003)

AnzahlausgegebenerStammaktien GezeichnetesKapital Kapitalrücklage
TEuro TEuro
Eigenkapital zum 01. Januar 2003 20.200.000 20.200 134.554
Erwerb eigener Aktien
Verkauf eigener Aktien
Gewinnausschüttung für 2002
Konzernjahresüberschuss 30.09.2003 (Net Income)
Gewährte Aktienoptionen 117
Veränderung Unterschied aus Währungsumrechnung
Veränderung nichtrealisierte Gewinne/Verluste Wertpapiere
Veränderung nichtrealisierte Gewinne/Verluste
Finanzderivate
Eigenkapital zum 30. September 2003 20.200.000 20.200 134.671
Eigenkapital zum 01. Januar 2004 20.200.000 20.200 134.515
Kapitalerhöhung 1.000.000 1.000 9.000
Gewinnausschüttung für 2003
Konzernjahresüberschuss 30.09.2004 (Net Income)
Gewährte Aktienoptionen -38
Veränderung Unterschied aus Währungsumrechnung
Veränderung nichtrealisierte Gewinne/Verluste
Wertpapiere
Veränderung nichtrealisierte Gewinne/Verluste
Finanzderivate
Eigenkapital zum 30. September 2004 21.200.000 21.200 143.477
EigeneAnteile Bilanz-gewinnKumuliertesErgebnis Bilanz-gewinnGewinn-rücklage KumuliertesSonstigesGesamtergebnis(Other Compre-hensive Income) GesamtesEigenkapital Gesamt-ergebnis(ComprehensiveIncome) Steuereffekt
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
-3.327 6.749 6.005 32 164.213 11.887
-2.289 -2.289
4.750 -41 4.709
-5.050 -5.050
10.494 10.494 10.494
117
-702 -702 -702 -270
-1 -1 -1 0
15 15 15 8
-866 12.193 5.964 -656 171.506 9.806
0 20.064 6.005 -560 180.224 17.773
10.000
-6.360 -6.360
19.965 19.965 19.965
-38
-237 -237 -237 -91
-59 -59 -59 -15
0 33.669 6.005 10-846 10203.505 1019.679 3

Anhang zum Konzernabschluss (U.S.-GAAP) für die Zeit vom 01. Januar bis 30. September 2004 (2003)

I. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

Dieser Quartalsbericht wurde im Einklang mit den Vorschriften der United States Generally Accepted Principles (U.S.-GAAP) erstellt.

Auf eine vergleichende Anpassung der Bilanzposten zum 31. Dezember 2003 hinsichtlich der Auswirkungen im Zusammenhang mit den geänderten Abschlüssen der PSB AG wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt II.6. Geschäfts- und Firmenwert.

Konsolidierungsgrundsätze

Es wurden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2003 angewendet.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre mehrheitlich gehaltenen und beherrschten Tochtergesellschaften einbezogen. Die Bechtle AG hält an sämtlichen einbezogenen Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar über die Zwischenholdinggesellschaften Bechtle Beteiligungs-GmbH, Gaildorf, und ARP Holding AG, Rotkreuz, Schweiz, jeweils alle Anteile. Eine Ausnahme gilt für die PSB AG für Programmierung und Systemberatung, Ober-Mörlen, (PSB AG) und deren Tochtergesellschaften, woran die Bechtle AG direkt oder indirekt mit 95,5 Prozent beteiligt ist.

Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erworben und erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Unternehmen Sitz Erstkonsolidie-rungszeitpunkt Erwerb/Gründung
ARP Holding AG *) Rotkreuz, Schweiz 01.01.2004 Erwerb
ALSO COMSYT AG Dübendorf, Schweiz 01.02.2004 Erwerb
Bechtle Data GmbH & Co. KG Darmstadt 01.06.2004 Gründung
Gate Informatic AG Bern, Schweiz 01.08.2004 Erwerb
profiCAD Gesellschaft fürprofessionelle CAD/CAM-Systemeund Netzwerke mbH Hamburg 01.09.2004 Erwerb
SGB Servicegesellschaft fürGeld- und Banksysteme mbH Aalen 30.09.2004 Erwerb

*) und deren Tochtergesellschaften

Umsatzrealisierung

Für Software-Wartungsverträge und Garantieverlängerungen wurden passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEuro 7.149 (Vorjahr: TEuro 3.765) gebildet, die über die durchschnittliche Laufzeit der Verträge aufgelöst werden.

Werbekosten

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung werden bei ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Im Berichtszeitraum wurden TEuro 3.028 (01.01.- 30.09.2003: TEuro 689) ergebniswirksam behandelt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden als "available for sale" eingestuft und somit mit dem Börsen- und Marktpreis bewertet.

Sachanlagevermögen

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten kleiner als Euro 410 in Höhe von insgesamt TEuro 882 (01.01.- 30.09.2003: TEuro 189) werden analog der deutschen Bilanzierungspraxis im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Währungs- und Fremdwährungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagsmittelkurs in die Berichtswährung Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird auf der Basis historischer Kurse ermittelt. Die Erlös- und Aufwandskonten wurden zu den Monatsenddurchschnittskursen umgerechnet. Die Währungsdifferenzen, die aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse entstehen, werden unter dem Posten Kumuliertes Sonstiges Gesamtergebnis gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen infolge von Wechselkursschwankungen werden erfolgswirksam erfasst. Insgesamt sind im Berichtszeitraum TEuro 204 (01.01.-30.09.2003: TEuro 0 aufwandswirksam) ertragswirksam gebucht worden.

Corporate Governance

Die Bechtle AG veröffentlichte eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex gem. § 161 des deutschen Aktiengesetzes. Der aktuelle Stand der Erklärung ist auf der Unternehmens-Website veröffentlicht.

II. Weitere Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Wertpapier des Umlaufvermögens / Available-for-sale securities

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Anschaffungskosten 6.124 0
Börsen- und Marktwert 6.085 0
Zinsabgrenzung 29 0
Unrealisierte Gewinne 5 0
Unrealisierte Verluste 73 0

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene Wertberichtigungen nach den Erfahrungen der Vergangenheit vorgenommen.

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 141.292 107.596
Wertberichtigungen 3.341 1.410
137.951 106.186

Konzentration von Kreditrisiken

Die Forderungen der Gesellschaft sind unbesichert und das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass diese Beträge nicht bezahlt werden. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit Ausfälle von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen müssen.

Im Berichtszeitraum gab es keine Kundenumsätze, die die Marke von fünf Prozent übersteigen.

3. Vorräte

Der Lagerbestand der Gesellschaft verteilt sich auf Handelsware und auf Bestände von Ersatz- und Austauschteilen, die für die Erfüllung von Wartungsverträgen erforderlich sind.

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Vorräte 43.330 29.791
Wertberichtigungen 2.196 829
41.134 28.962
4. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenstände
30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Zu erwartende Boni 2.955 2.916
Umsatzabgrenzungen 2.739 0
Ausstehende Gutschriften 2.152 1.558
Steuererstattungsansprüche 1.577 2.634
Werbekostenzuschüsse 913 267
Forderungen an Lieferanten 458 349
Forderungen an Personal 292 338
Immobilienfond 158 0
Forderungen gegen Leasinggesellschaften 17 1.233
Nichtrealisierte Gewinne aus Finanzderivaten 0 0
Sonstige 169 826
Sonstige Vermögensgegenstände 11.430 10.121
Rechnungsabgrenzungsposten 3.184 789
14.614 10.910
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige
kurzfristige Vermögensgegenstände 14.614 10.469
Sonstige langfristige Vermögensgegenstände 0 441

5. Immaterielle Vermögensgegenstände

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Kundenstämme 11.361 7.391
Marken 2.750 0
Online-Shop 1.719 2.363
Selbsterstellte Software 454 716
Geleistete Anzahlungen 0 137
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.716 1.153
18.000 11.760
Kundenstämme TEuro
Buchwert (30.09.2004) 11.361
Abschreibungsdauer (gewichteter Durchschnitt) 9,9 Jahre
Kumulierte Abschreibungen 2.699
Periodenaufwand (01.01.-30.09.2004) 1.198

Hinsichtlich der nächsten fünf Jahre betragen die zu erwartenden planmäßigen Abschreibungen auf Kundenstämme TEuro 1.649 jährlich.

30.09.2004 Vorjahr
Selbsterstellte Software TEuro TEuro
Buchwert 01.01. 716 735
Zugang 0 427
Abschreibungen des Berichtzeitraums 262 446
Buchwert 30.09. / 31.12. 454 716

6. Geschäfts- und Firmenwert

Zum 30. September 2004 hat Bechtle Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEuro 82.455 bilanziert. Diese umfassen den Stand per 31. Dezember 2003 (TEuro 69.513) und die aus Unternehmensakquisitionen im Berichtszeitraum neu entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte (TEuro 9.686) sowie Währungsumrechnungsdifferenzen (TEuro 19). Die verbleibende Erhöhung der Geschäftsund Firmenwerte (TEuro 3.237) hat ihre Ursache in der geänderten Erstkonsolidierung der im Vorjahr übernommenen PSB AG samt Tochtergesellschaften und der damit verbundenen Anpassung eines Abgangs aus einer Ende 2003 erfolgten Veräußerung von 50.000 Stück Aktien der PSB AG. Die Neuberechnung der Erstkonsolidierung wurde im Zusammenhang mit der Änderung der Konzernjahresabschlüsse der PSB AG für die Geschäftsjahre 2001 bis 2003 erforderlich.

Nach der Neuberechnung stellt sich die Akquisition der PSB AG samt Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 31.03.2003 inklusive Minderheitenanteilen bilanziell nun wie folgt dar:

Nach Vor Ver
Neuberechnung Neuberechnung änderung
(30.09.04) (31.12.03)
Erstkonsolidierung 31.03.2003 TEuro TEuro TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte 5.755 7.657 -1.902
Forderungen 15.025 15.025 0
Latente Steuern 1.780 1.761 19
Übrige kurzfristige
Vermögensgegenstände 3.050 3.042 8
25.610 27.485 -1.875
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen 5.186 5.186 0
Kundenstamm 2.574 2.905 -331
Geschäfts- und Firmenwert 13.291 10.070 3.221
Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände 828 828 0
Latente Steuern 1.693 1.024 669
23.572 20.013 3.559
Summe Vermögensgegenstände 49.182 47.498 1.684
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Darlehen 6.663 6.663 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistung 7.674 7.674 0
Latente Steuern 652 271 381
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 9.630 8.224 1.406
24.619 22.832 1.787
Langfristige Verbindlichkeiten
Latente Steuern 1.221 1.221 0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 155 155 0
1.376 1.376 0
Summe Verbindlichkeiten 25.995 24.208 1.787
Minderheitenanteile 277 380 -103
Summe Vermögensgegenstände -
Summe Verbindlichkeiten -
Minderheitenanteile = 22.910 22.910 0

27

7. Ausleihungen

Bei den Ausleihungen (TEuro 1.486) handelt es sich um steuerbegünstigte Arbeitsbeschaffungsreserven in der Schweiz, die als Einlagen auf einem Sperrkonto einer Bank geführt werden (TEuro 794) sowie um ein gegebenes Darlehen an eine ausgewählte Beteiligungs- und Vermietungsgesellschaft (TEuro 692).

8. Rückstellungen

30.09.2004 Vorjahr
Rückstellung für TEuro TEuro
Provisionen 3.540 2.050
Urlaubsguthaben 1.987 745
Tantiemen 1.592 1.756
Berufsgenossenschaft 585 788
Sozialabgaben 431 0
Schwerbehindertenabgabe 135 199
Prämien 80 149
Sonstige Personalkosten 1.764 1.514
Personalbereich 10.114 7.201
Noch ausstehende Rechnungen 11.695 10.020
Garantien 816 705
Rechts- und Beratungskosten 785 728
Kfz-Kosten 680 384
Kundenbonus 438 438
Beiträge und Versicherungen 273 227
Miete 193 0
Katalogkosten 0 0
Restrukturierung 79 980
Sonstige Rückstellungen 2.989 1.612
28.062 22.295
Kurzfristige Rückstellungen 27.640 21.487
Langfristige Rückstellungen 422 808

9. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
4.143 3.584
3.835 2.698
1.732 1.840
1.342 0
545 0
174 188
1.271 643
13.042 8.953

10. Langfristige Darlehen, abzüglich kurzfristiger Anteil

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Deutsche Bank
- Darlehen zum Erwerb der ARP Holding AG 13.027 0
Baden-Württembergische Bank
- Darlehen zum Erwerb der Systemhaussparte
der Eurodis Schweiz AG 7.061 7.701
- Darlehen zur Finanzierung der
Bechtle GmbH & Co. KG, Darmstadt 36 355
Sparkasse Schwäbisch Hall - Crailsheim
- Darlehen zum Erwerb der ARP Holding AG 6.561 0
- Darlehen 0 194
Südwestbank AG 0 13
Langfristige Darlehen, gesamt 26.685 8.263
Kurzfristiger Anteil 1.579 2.102
Langfristige Darlehen,
abzüglich kurzfristiger Anteil 25.106 6.161

Das Darlehen gegenüber der Deutschen Bank in Höhe von TEuro 13.027 valutiert in Schweizer Franken (TCHF 20.300) und hat eine Laufzeit bis 01. April 2009. Es wird variabel verzinst (CHF-LIBOR-3M + 100 Basispunkte) und mit jährlichen Zahlungen in Höhe von TEuro 2.604 jeweils zum 01. April, beginnend ab 01. April 2005, getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung bzw. in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken des variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zins-Swap eliminiert. Der Zins-Swap mit einem Bezugsbetrag von anfänglich TCHF 20.300 ist als Cash-Flow-Hedge und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. Bechtle zahlt den fixen Zinssatz von 1,50 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den CHF-LIBOR-3M. Das Laufzeitende ist auf den 01. April 2009 festgelegt. Der Marktwert des Zins-Swaps am 30. September 2004 betrug TEuro 15. Nach Berücksichtigung der Absicherung durch den Zins-Swap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 2,50 Prozent.

Zwei Darlehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von zusammen TEuro 7.061 valutieren in Schweizer Franken und haben eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2008; sie werden variabel verzinst (CHF-LIBOR-6M + 90 Basispunkte). Die halbjährlichen Tilgungen betragen ab dem 30. September 2004 TEuro 770. Sicherheiten bestehen in der Verpflichtung, die Mittel aus einer Weiterveräußerung der von der Eurodis AG übernommenen Vermögenswerte vorrangig für die Rückführung dieser Kredite zu verwenden.

Die Risiken des variablen Zinssatzes der beiden Darlehen werden durch zwei Zins-Swaps eliminiert. Die Zins-Swaps sind als Cash-Flow-Hedge und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. Außer den Bezugsbeträgen (anfänglich insgesamt TCHF 12.000) weisen beide Zins-Swaps identische Konditionen auf. Bechtle zahlt den fixen Zinssatz von 2,54 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den CHF-LIBOR-6M. Das Laufzeitende ist auf den 30. Dezember 2008 festgelegt. Die Marktwerte der beiden Zins-Swaps am 30. September 2004 betrugen TEuro – 174.

Nach Berücksichtigung der Absicherung durch die Zins-Swaps gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für die beiden Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 3,44 Prozent.

Das Darlehen gegenüber der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von TEuro 36 hat eine Laufzeit bis zum 01. Oktober 2004 und wird mit 4,5 Prozent verzinst. Sicherheiten bestehen in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten, der Verpflichtung zur Nichtbelastung von Forderungen und Vorräten sowie in der Verpflichtung, die Anteile an der Bechtle GmbH & Co. KG, Darmstadt, nicht ohne Zustimmung der Baden-Württembergischen Bank zu verkaufen.

Das Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall – Crailsheim in Höhe von TEuro 6.561 valutiert in Schweizer Franken (TCHF 10.000) und hat eine Laufzeit bis 01. April 2009. Es wird variabel verzinst (CHF-LIBOR-6M + 90 Basispunkte) und mit jährlichen Zahlungen in Höhe von TEuro 1.283 jeweils zum 01. April, beginnend ab 01. April 2005, getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung bzw. in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken des variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zins-Swap eliminiert. Der Zins-Swap mit einem Bezugsbetrag von anfänglich TCHF 10.000 ist als Cash-Flow-Hedge und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. Bechtle zahlt den fixen Zinssatz von 1,49 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den CHF-LIBOR-6M. Das Laufzeitende ist auf den 01. April 2009 festgelegt. Der Marktwert des Zins-Swaps am 30. September 2004 betrug TEuro -14. Nach Berücksichtigung der Absicherung durch den Zins-Swap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 2,39 Prozent.

Die Gesellschaft verfügt über globale Kreditlinien in Höhe von TEuro 49.238 zuzüglich Avalkreditlinien in Höhe von TEuro 509. Zum Bilanzstichtag waren hiervon TEuro 1.537 durch Barkredite und TEuro 4.649 durch Avalkredite beansprucht, so dass sich freie Kreditlinien in Höhe von TEuro 43.561 ergeben.

11. Eigenkapital

Stammkapital

Am 21. Januar 2004 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 22. Januar 2004 beschlossen, das Grundkapital der Bechtle AG von Euro 20.200.000,00 um Euro 1.000.000,00 auf Euro 21.200.000,00 durch Ausgabe von 1.000.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von Euro 1,00 je Stückaktie mit voller Gewinnberechtigung ab dem 01. Januar 2003 aus dem genehmigten Kapital zu erhöhen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 11. Februar 2004 ins Handelsregister eingetragen. Die Zulassung der Aktien zum geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 23. Februar 2004.

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 30. September 2004 ist somit in 21.200.000 ausgegebene und ausstehende Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von Euro 1,00 eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Die Anzahl ausstehender Aktien erhöhte sich im Berichtszeitraum ebenso um 1.000.000 Stück auf 21.200.000 Stück zum 30. September 2004 (Vorjahr: 20.200.000 Stück). Der gemäß SFAS No. 128 ermittelte gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien im Berichtszeitraum beträgt 21.002.920 Stück (01.01.-30.09.2003: 19.995.444 Stück).

Kapitalrücklage

Aktienoptionsprogramm der Bechtle AG

Das Aktienoptionsprogramm wurde bereits zum Jahresende 2003 vorzeitig beendet. Seither bestehen keine Aktienoptionen mehr.

Aktienoptionsprogramm der PSB AG

Die PSB AG, an der die Bechtle AG im Geschäftsjahr 2003 eine Mehrheitsbeteiligung erworben hat, gewährte im Geschäftsjahr 2002 Geschäftsführern und leitenden Angestellten insgesamt 55.000 Aktienoptionen. Die Optionen können nach Ablauf von zwei Jahren (Haltefrist) drei Jahre lang (Ausübungsfrist) ausgeübt werden. Im Falle der Ausübung erhält der Berechtigte pro Option nach Zahlung des Ausübungspreises eine Aktie der PSB AG. Der Ausübungspreis liegt für 32.000 Optionen bei Euro 7,71 und für 23.000 Optionen bei Euro 8,35. Er wurde festgelegt als Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der PSB AG im XETRA-Handel während der letzten 30 Börsentage vor dem Tage der Ausgabe der Option, zuzüglich eines Aufschlages von zehn Prozent als Erfolgsziel. Zur Bedienung der Optionen ließ sich die PSB AG auf der Hauptversammlung 2001 ein bedingtes Kapital von bis zu nominal TEuro 360 durch Ausgabe von bis zu 360.000 neuen Aktien genehmigen.

Zur Berechnung des Einzeloptionswertes (Euro 3,01 im Durchschnitt) am Tag der Optionsausgabe flossen folgende Parameter in das finanzwirtschaftliche Optionsbewertungsmodell ein: Aktienkurs Euro 7,31 bzw. Euro 6,60, Ausübungspreis Euro 8,35 bzw. Euro 7,71, Bezugsverhältnis 1:1, Volatilität 62 Prozent, jährliche Dividendenausschüttung je Aktie Euro 0,00, erwartete Haltedauer als Optionslaufzeit 3,5 Jahre, risikoloser Zinssatz 4,0 Prozent pro Jahr.

Durch Multiplikation der erwarteten Anzahl zur Ausübung kommender Optionen (13.000 Stück) mit dem Einzeloptionswert von durchschnittlich Euro 3,01 errechnete sich ein Gesamtaufwand für die zweijährige Sperrfrist in Höhe von TEuro 40. TEuro 36 hiervon wurden in den Vorjahren entsprechend als Personalaufwand mit der Gegenbuchung in der Kapitalrücklage erfasst.

Im Berichtszeitraum wurde das Aktienoptionsprogramm nun vorzeitig beendet, so dass am 30. September 2004 keine ausstehenden Aktienoptionen mehr existierten. Für den Verzicht auf ihre Aktienoptionen erhielten die optionsberechtigten Mitarbeiter insgesamt TEuro 10 in bar, die als Personalaufwand gebucht wurden. Im Gegenzug erfolgte die Stornierung des in den Vorjahren erfassten Personalaufwands mit der Gegenbuchung in der Kapitalrücklage in Höhe von TEuro 38. Per Saldo resultierte daraus im Berichtszeitraum ein Ertrag in Höhe von TEuro 28.

Die folgende Tabelle fasst Informationen über die Aktienoptionen der PSB AG im Berichtszeitraum zusammen:

PSB AG Stück Ausübungs- Marktwert
preis Option
am Tag der
Gewährung
Euro Euro
Ausstehende Aktienoptionen am 01.01.2004 13.000 8,15 3,10
Im Geschäftsjahr 2004
- neu gewährte Aktienoptionen 0
- erloschene Aktienoptionen 13.000 8,15 3,10
- verfallene Aktienoptionen 0
Ausstehende Aktienoptionen am 30.09.2004 0

Eigene Anteile

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2003 sowie der Hauptversammlung vom 11. Juni 2004 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Ein Erwerb eigener Aktien hat dabei den inhaltlichen Bedingungen des maßgeblichen Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen.

Nachdem im Geschäftsjahr 2003 sämtliche zuvor erworbenen eigenen Aktien wieder verkauft wurden und es im Berichtszeitraum zu keinen Transaktionen in eigenen Aktien kam, hielt die Gesellschaft auch zum 30. September 2004 keinen Bestand an eigenen Aktien.

Kumuliertes Sonstiges Gesamtergebnis (Other Comprehensive Income)

Am Stichtag setzt sich das Kumulierte Sonstige Gesamtergebnis wie folgt zusammen:

30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Nichtrealisierte Gewinne / Verluste Wertpapiere -59 0
Währungsumrechnungsdifferenzen -665 - 428
Nichtrealisierte Verluste Finanzderivate -122 - 132
-846 - 560

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist im Einzelnen aus der beigefügten Übersicht über die Veränderung des Eigenkapitals ersichtlich.

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 4.558 (01.01.- 30.09.2003: TEuro 3.596) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Kfz-Gestellung an Arbeitnehmer, dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Werbekostenzuschüsse.

13. Zinserträge / -aufwendungen

-66 221
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 612 390
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 546 611
TEuro TEuro
30.09.2004 30.09.2003
01.01.- 01.01.-

14. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Ertragsteuern sind die gezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Der Steueraufwand setzt sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:

Latente Steuern 1.275 351
Laufender Steueraufwand 6.909 5.941
TEuro TEuro
30.09.2004 30.09.2003
01.01.- 01.01.-

Die Abstimmung zwischen den tatsächlichen Steueraufwendungen und dem Betrag, der sich unter Berücksichtigung eines gewichteten inländischen und ausländischen Steuersatzes von rund 34 Prozent auf den Gewinn vor Ertragsteuern ergibt, stellt sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:

01.01.-30.09.2004 01.01.-30.09.2003
TEuro TEuro
Ergebnis vor Ertragsteueraufwand 24.556 16.919
Erwarteter Steueraufwand 8.349 6.429
Steuerlich nicht wirksame Amortisation
Kundenstamm 460 165
Nur steuerlich wirksame Amortisation Firmenwerte -662 -582
Sonstiges 37 280
Tatsächlicher Steueraufwand 8.184 6.292

Nachstehend werden die Bestände der aktiven und passiven Steuerlatenzen dargestellt. Neben Veränderungen des laufenden Jahres enthalten diese auch im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zu erfassende aktive latente Steuern sowie Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen.

30.09.2004 Vorjahr
Aktive latente Steuern TEuro TEuro
Verlustvorträge 7.758 5.599
Kundenstamm Inland 604 642
Wertberichtigungen 382 0
Rückstellungen 130 462
Unrealisierte Verluste Wertpapiere 15 0
Zins-Swap 51 55
8.940 6.758
Wertberichtigungen 389 1.147
Aktive latente Steuern 8.551 5.611
Kurzfristige Aktive latente Steuern 2.581 2.267
Langfristige Aktive latente Steuern 5.970 3.344
30.09.2004 Vorjahr
Passive latente Steuern TEuro TEuro
Kundenstämme 3.166 1.335
Bewertungsunterschiede ARP 1.684 0
Firmenwerte 1.439 1.048
Bewertungsunterschiede Gebäude PSB 452 0
Aktivierte Software 173 274
Rückstellungen 147 144
Sonstige 273 195
Passive latente Steuern 7.334 3.504
Kurzfristige Passive latente Steuern 637 946
Langfristige Passive latente Steuern 6.697 2.558

Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen, die nach den deutschen steuerlichen Bestimmungen unbegrenzt vorgetragen werden können. Wir gehen davon aus, dass zukünftig ausreichend hohe Einkommen zur Verrechnung der Verlustvorträge erzielt werden.

Der für die Abgrenzung latenter Steuern grundsätzlich angewandte Steuersatz beträgt rund 38 Prozent.

Für die Berechnung latenter Steuererstattungsansprüche auf ausländische Verlustvorträge wird der tatsächliche Steuersatz zugrunde gelegt.

Die Verlustvorträge in Höhe von insgesamt TEuro 28.873 zum 30. September 2004, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, betreffen in- und ausländische Tochtergesellschaften. TEuro 18.398 (Vorjahr: TEuro 1.469) entfallen dabei auf Verluste ausländischer Gesellschaften. Die Verlustvorträge gelten nach den derzeitigen landesrechtlichen Steuergesetzen als unbefristet.

15. Außerordentliche Erträge

Beim Erwerb der ALSO COMSYT AG, Schweiz, überstieg der Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Anschaffungskosten der Beteiligung, wodurch ein negativer Unterschiedsbetrag (Badwill) aus der Kapitalkonsolidierung entstand. Ein solcher Badwill darf nach SFAS No. 141 grundsätzlich nicht in der Konzernbilanz angesetzt werden, sondern ist zunächst gegen das erworbene Anlagevermögen aufzurechnen. Ein danach ggf. noch verbleibender Restbetrag an Badwill ist erfolgswirksam als außerordentlicher Ertrag zu vereinnahmen. Aus der Kapitalkonsolidierung der ALSO COMSYT AG, Schweiz, verblieb nach Verrechnung mit dem erworbenen Anlagevermögen ein Badwill in Höhe von umgerechnet TEuro 3.623 (originär TCHF 5.605), der schließlich erfolgswirksam zu vereinnahmen war und entsprechend als außerordentlicher Ertrag ausgewiesen wird.

III. Akquisition neuer Firmen und Geschäftsbereiche

ARP Holding AG, Rotkreuz, Kanton Zug, Schweiz

Zum 01. Januar 2004 erwarb die Bechtle AG sämtliche Anteile an der ARP Holding AG. Der Kaufpreis betrug TEuro 46.293 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEuro 282 und war bar zu leisten.

Aus der Kapitalkonsolidierung im Rahmen der Erwerbsmethode resultierte bei diesem Gesamtkaufpreis von TEuro 46.575 angesichts des übernommenen Nettovermögens (TEuro 31.376) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 15.199. Unter Anwendung von SFAS No. 141 entfielen davon TEuro 5.320 auf den erworbenen Kundenstamm, der über zehn Jahre abgeschrieben wird, sowie TEuro 2.750 auf erworbene Markennamensrechte, die mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer angesetzt und somit nicht planmäßig abgeschrieben werden. Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms wurden passive latente Steuern in Höhe von TEuro 2.042 firmenwerterhöhend gebildet, die parallel zu den planmäßigen Abschreibungen des Kundenstamms über dessen Nutzungsdauer wieder aufgelöst werden. Der verbleibende Unterschiedsbetrag war weder einem bilanzierten Vermögensgegenstand zurechenbar noch als gesonderter Vermögensgegenstand konkretisierbar und wurde daher als Firmenwert (TEuro 9.171) angesetzt.

Der ARP-Konzern (ca. 220 Mitarbeiter) mit Geschäftsstellen in der Schweiz (in Rotkreuz, Zürich und Cham), in Deutschland (Dietzenbach) und in Österreich (Wiener-Neudorf) sowie einer Einkaufs-Gesellschaft in Taiwan (Taipeh) ist einer der größten europäischen eCommerce-Anbieter von Computern und EDV-Zubehör für Geschäftskunden. Entsprechend verstärkt die Bechtle-Gruppe mit der Akquisition ihr Segment eCommerce und baut ihre Marktstellung in der Schweiz und Österreich deutlich aus.

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte 9.342
Forderungen 27.868
Liquide Mittel 22.757
Latente Steuern 69
Übrige kurzfristige Vermögensgegenstände 1.258
61.294
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen 1.941
Kundenstamm 5.320
Marken 2.750
Geschäfts- und Firmenwert 9.171
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 617
Finanzanlagevermögen 793
Latente Steuern 301
20.893
Summe Vermögensgegenstände 82.187
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.358
Latente Steuern 2.170
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.529
34.057
Langfristige Verbindlichkeiten
Latente Steuern 1.447
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 55
1.502
Summe Verbindlichkeiten 35.559
Minderheitenanteile 53
Summe Vermögensgegenstände ./.
Summe Verbindlichkeiten ./.
Minderheitenanteile = 46.575

ALSO COMSYT AG, Dübendorf, Kanton Zürich, Schweiz

Am 05. Februar 2004 wurden sämtliche Anteile an der ALSO COMSYT AG gegen Zahlung eines Kaufpreises von TEuro 1.288 bei einem ausgewiesenen Eigenkapital von TEuro 4.637 erworben. Daraus resultierte zunächst ein Badwill (passiver Unterschiedsbetrag) in Höhe von TEuro 3.349.

Der Unternehmenskauf wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Unter Anwendung von SFAS No. 141 wurden neben dem übernommenen Nettovermögen ein Kundenstamm und latente Steuern als gesonderte Vermögensgegenstände identifiziert. Der Kundenstamm wurde mit einem Wert von TEuro 644 und einer Abschreibungsdauer von 10 Jahren angesetzt. Die latenten Steuern resultierten aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen der Comsyt, welche durch die Fusion mit der Schweizer ARP Datacon AG steuerlich anrechenbar werden. Die ARP Datacon AG erzielt die für die rechtzeitige Nutzung der Verlustvorträgen erforderlichen Gewinne mit der gemäß SFAS No. 141 erforderlichen hinreichenden Eintrittswahrscheinlichkeit. Die latenten Steuern wurden nach Abstimmung mit den zuständigen Finanzbehörden sowie nach vorsichtiger Bewertung der Nutzbarmachung mit einem Wert von TEuro 3.477 angesetzt. Der Badwill bezifferte sich nun auf TEuro 7.470. Zur Verrechnung des Badwill gemäß SFAS No. 141 musste das übernommene Anlagevermögen entsprechend vollständig abgestockt werden. Der danach schließlich noch verbleibende Badwill in Höhe von TEuro 3.609 musste als Extraordinary Gain (außerordentlicher Ertrag) erfolgswirksam vereinnahmt werden.

Die ALSO COMSYT AG (ca. 350 Mitarbeiter) ist mit einem Netzwerk aus drei Business Centers in Basel, Zürich und Lausanne, einem Operation Center in Adligenswil (Luzern) sowie elf Service-Stützpunkten in allen Landesteilen der Schweiz eines der größten Schweizer Systemhäuser und erweitert entsprechend das Segment Systemintegration der Bechtle-Gruppe.

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte 268
Forderungen 5.501
Latente Steuern 869
Übrige kurzfristige Vermögensgegenstände 1.277
7.915
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen 0
Kundenstamm 0
"Badwill" (erfolgswirksame Vereinnahmung -3.609
als außerordenlicher Ertrag
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0
Latente Steuern 2.965
-644
Summe Vermögensgegenstände 7.271
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 787
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 4.906
5.693
Langfristige Verbindlichkeiten 290
Summe Verbindlichkeiten 5.983
Minderheitenanteile 0
Summe Vermögensgegenstände ./.
Summe Verbindlichkeiten ./.
Minderheitenanteile = 1.288

Gate Informatic AG, Bern, Schweiz

Am 05. August 2004 wurden sämtliche Anteile an der Gate Informatic AG gegen Zahlung eines Kaufpreises von TEuro 3.257 erworben. Der Kaufpreis wird nachträglich erhöht, wenn bestimmte Ziele hinsichtlich des Gewinns vor Steuern in den Geschäftsjahren 2005, 2006 und 2007 erreicht werden. Die Kaufpreiserhöhung wird maximal TEuro 1.824 betragen, so dass sich der endgültige Gesamtkaufpreis abschließend auf maximal TEuro 5.081 belaufen wird.

Der Unternehmenskauf wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Bei dem derzeit anzusetzenden Gesamtkaufpreis in Höhe von TEuro 3.257 resultierte aus der Kapitalkonsolidierung unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 72. Mit diesem Betrag wurde auch der Wert des erworbenen Kundenstamms angesetzt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beträgt demnach TEuro 0. Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms wurden passive latente Steuern in Höhe von TEuro 14 gebildet, die einen Firmenwert entstehen lassen und parallel zu den planmäßigen Abschreibungen des Kundenstamms über dessen fünfjährige Nutzungsdauer wieder aufgelöst werden.

Die Gate Informatic ist IBM Premier Business Partner mit Kernkompetenz in der Beratung und dem Verkauf von High-End IBM-Computersystemen und der dazugehörenden Dienstleistungen. Mit dem Kauf der Gate Informatic (ca. 50 Mitarbeiter) baut Bechtle seine Marktstellung in der Schweiz im Marktsegment der gehobenen IT-Systemlösungen deutlich aus und ergänzt die bereits auf diesem Gebiet tätige Schweizer Tochtergesellschaft Bechtle Data AG in regionaler Hinsicht.

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte 31
Forderungen 4.887
Liquide Mittel 3.291
Übrige kurzfristige Vermögensgegenstände 1.443
9.652
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen 851
Kundenstamm 72
Geschäfts- und Firmenwert 18
Finanzanlagevermögen 521
1.462
Summe Vermögensgegenstände 11.114
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Darlehen 651
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 4.992
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.671
7.314
Langfristige Verbindlichkeiten
Latente Steuern 123
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 420
543
Summe Verbindlichkeiten 7.857
Minderheitenanteile 0
Summe Vermögensgegenstände ./.
Summe Verbindlichkeiten ./.
Minderheitenanteile = 3.257

profiCAD Gesellschaft für professionelle CAD/CAM-Systeme und Netzwerke mbH, Hamburg

Zum 01.09.2004 wurden sämtliche Anteile an der profiCAD GmbH gegen Zahlung eines Kaufpreises von TEuro 82 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten erworben. Der Unternehmenskauf wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Bei einem Gesamtkaufpreis in Höhe von TEuro 82 inklusive Anschaffungsnebenkosten resultierte aus der Kapitalkonsolidierung unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 10. Mit diesem Betrag wurde auch der Wert des erworbenen Kundenstamms angesetzt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beträgt demnach TEuro 0. Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms wurden passive latente Steuern in Höhe von TEuro 4 gebildet, die einen Firmenwert entstehen lassen und parallel zu den planmäßigen Abschreibungen des Kundenstamms über dessen fünfjährige Nutzungsdauer wieder aufgelöst werden.

Mit dem Kauf der profiCAD (4 Mitarbeiter) weitet Bechtle im Segment Systemintegration seine Präsenz im Mechanik-CAD-Umfeld auch auf Norddeutschland aus. Für das bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreiche Autodesk Systems Center profiCAD bedeutet dieser Zusammenschluss eine erhebliche Erweiterung der vertrieblichen Möglichkeiten und für dessen Kunden einen erkennbaren Mehrwert. Als Competence-Center innerhalb des Hamburger Systemhauses Bechtle GmbH können nun auch Großkunden adäquat betreut werden.

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte 4
Forderungen 137
Übrige kurzfristige Vermögensgegenstände 16
157
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen 6
Kundenstamm 10
Geschäfts- und Firmenwert 4
20
Summe Vermögensgegenstände 177
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 54
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 37
91
Langfristige Verbindlichkeiten
Latente Steuern 4
4
Summe Verbindlichkeiten 95
Minderheitenanteile 0
Summe Vermögensgegenstände ./.
Summe Verbindlichkeiten ./.
Minderheitenanteile = 82

SGB Servicegesellschaft für Geld- und Banksysteme mbH, Aalen

Zum 30.09.2004 wurden sämtliche Anteile an der SGB GmbH gegen Zahlung eines Kaufpreises von TEuro 2.020 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEuro 9 erworben. Der Kaufpreis wird nachträglich erhöht, wenn bestimmte Ziele hinsichtlich des Gewinns vor Steuern in den Geschäftsjahren 2005, 2006 und 2007 erreicht werden. Die Kaufpreiserhöhung wird maximal TEuro 2.000 betragen, so dass sich der endgültige Gesamtkaufpreis abschließend auf maximal TEuro 4.029 belaufen wird.

Der Unternehmenskauf wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Das übernommene Nettovermögen (TEuro 2.359) war um bilanzierte eigene GmbH-Anteile (TEuro 950) zu kürzen auf TEuro 1.409. Unter Berücksichtigung dieses Nettovermögens resultierte aus der Kapitalkonsolidierung bei einem Gesamtkaufpreis in Höhe von TEuro 2.029 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 620. Unter Anwendung von SFAS No. 141 entfielen davon TEuro 200 auf den erworbenen Kundenstamm, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Der verbleibende Unterschiedsbetrag war weder einem bilanzierten Vermögensgegenstand zurechenbar noch als gesonderter Vermögensgegenstand konkretisierbar und wurde daher als Firmenwert (TEuro 420) angesetzt. Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms wurden passive latente Steuern in Höhe von TEuro 77 firmenwerterhöhend gebildet, die parallel zu den planmäßigen Abschreibungen des Kundenstamms über dessen Nutzungsdauer wieder aufgelöst werden.

Mit dem Kauf der SGB (40 Mitarbeiter) erweitert Bechtle im zum Segment Systemintegration gehörenden Geschäftsfeld Finanz sein Produktportfolio um Services für Selbstbedienungskomponenten wie Geldautomaten und Auszugsdrucker. Dadurch verbessert sich die Marktstellung als wichtiger Komplett-Dienstleister im Banken- und Sparkassensektor.

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte 187
Forderungen 307
Übrige kurzfristige Vermögensgegenstände 973
1.467
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen 488
Kundenstamm 200
Geschäfts- und Firmenwert 497
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3
1.188
Summe Vermögensgegenstände 2.655
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 138
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 411
549
Langfristige Verbindlichkeiten
Latente Steuern 77
77
Summe Verbindlichkeiten 626
Minderheitenanteile 0
Summe Vermögensgegenstände ./.
Summe Verbindlichkeiten ./.
Minderheitenanteile = 2.029

IV. Pro-Forma-Information

Wenn die im Berichtszeitraum erworbenen Unternehmen bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2003 erworben worden wären, ergäben sich folgende ausgewählte Kennzahlen:

01.01.- 01.01.-
30.09.2004 30.09.2003
TEuro TEuro
Umsatzerlöse 788.020 739.465
Jahresüberschuss 21.130 6.676
Gewinn pro Aktie 1,0060 0,3339

V. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat für Büro- und Lagerräume nicht kündbare Mietverträge abgeschlossen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Rahmen von in der Grundmietzeit unkündbaren Operate-Lease-Geschäften Gebäude, Fahrzeuge und verschiedene Dienstleistungen gemietet. In den Aufwendungen im Rahmen von Mietverträgen sind Zahlungen in Höhe von TEuro 11.001 (01.01.-30.09.2003: TEuro 9.082) aufwandswirksam erfasst worden.

Die zukünftigen Verpflichtungen aus den vorgenannten Verträgen, die zum 30. September 2004 eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen TEuro 86.644 (Vorjahr: TEuro 84.681).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten TEuro 45.910 aus dem im Jahr 2002 abgeschlossenem Leasingvertrag über das zentrale Logistik- und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm.

Beim Erwerb der Gate Informatic AG, Bern, Schweiz, hat sich die Gesellschaft vertraglich zur Zahlung bedingter nachträglicher Kaufpreiserhöhungen verpflichtet. Die Höhe dieser nachträglich zu leistenden Kaufpreiszahlungen hängt ab vom Erreichen bestimmter Ziele hinsichtlich des Gewinns vor Steuern in den Geschäftsjahren 2005, 2006, 2007 und kann sich auf maximal TEuro 1.824 belaufen.

Beim Erwerb der SGB Servicegesellschaft für Geld- und Banksysteme mbH, Aalen, hat sich die Gesellschaft vertraglich zur Zahlung bedingter nachträglicher Kaufpreiserhöhungen verpflichtet. Die Höhe dieser nachträglich zu leistenden Kaufpreiszahlungen hängt ab vom Erreichen bestimmter Ziele hinsichtlich des Gewinns vor Steuern in den Geschäftsjahren 2005, 2006, 2007 und kann sich auf maximal TEuro 2.000 belaufen.

Rechtsstreitigkeiten

Der Gesellschaft sind keine Vorgänge bekannt, die eine erhebliche nachteilige Auswirkung auf die Ertrags-, Liquiditäts- oder Finanzlage haben würden.

VI. Zusatzangaben zur Kapitalflussrechnung

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel

Aus laufender betrieblicher Tätigkeit sind im Berichtszeitraum TEuro 15.176 (01.01.-30.09.2003: TEuro 16.649) zugeflossen. Die Mittelzuflüsse resultieren im Wesentlichen aus dem deutlich gestiegenen Periodenergebnis.

Für Investitionstätigkeit eingesetzte Zahlungsmittel

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug TEuro 34.456 und ist im Wesentlichen auf den Erwerb der ARP Holding AG, der ALSO COMSYT AG und der Gate Informatic AG zurückzuführen.

Aus der Finanzierungstätigkeit erzielte Zahlungsmittel

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von TEuro 21.569 resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Darlehen und einer Kapitalerhöhung.

Finanzmittelfond 30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
Flüssige Mittel 29.929 33.694
Wertpapiere 6.085 0
Flüssige Mittel 36.014 33.694

II. Nahestehende Parteien

Transaktionen mit Nahestehenden

Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Umsätze aus Geschäften mit Gesellschaftern, leitenden Angestellten oder von diesen kontrollierten Unternehmen erzielt worden.

Zwischen konsolidierten Gesellschaften und Vorstandsmitgliedern, Geschäftsführern, deren nahen Angehörigen und von diesen kontrollierten Unternehmen bestehen Mietverträge über verschiedene Objekte. Im Berichtszeitraum wurden hierfür Mietaufwendungen in Höhe von TEuro 216 (01.01.-30.09.2003: TEuro 117) erfolgswirksam berücksichtigt.

VIII. Segmentberichterstattung

Geschäftsstellen der Firmengruppe bestehen im Inland in Aachen, Aalen, Bad Vilbel, Berlin, Bielefeld, Chemnitz, Darmstadt, Dietzenbach, Dortmund, Dreieich, Dresden, Eisenach, Essen, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Gaildorf, Gera, Groß-Gaglow, Hamburg, Hanau, Hannover, Höchberg, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Köln, Konstanz, Krefeld, Langenselbold, Langenzenn, Magdeburg, Mannheim, Mainhausen, Mainz, Münster, Neckarsulm, Oberhausen, Ober-Mörlen, Regensburg, Rottenburg, Schorndorf, Schkeuditz, Schwaig, Schwarzheide, Solingen, Stuttgart, Villingen-Schwenningen und Weimar.

Ausländische Geschäftsstellen bestehen in Bozen (Italien), Linz und Wiener-Neudorf (Österreich), Son (Niederlande), Chippenham (Großbritannien), Adligenswil, Basel, Bern, Cham, Fehraltdorf, Gland, Lausanne, Regensdorf, Rotkreuz und Zürich (Schweiz), Paris und Strasbourg (Frankreich), Turnhout (Belgien), Taipeh (Taiwan), Barcelona und in Madrid (Spanien).

Die Verwaltung der Gruppengesellschaften ist im Wesentlichen in Gaildorf zentralisiert.

Zwischen den Segmenten bestehen keine wesentlichen Transaktionen.

Externe Umsätzenach Segmenten 01.01.-30.09.2004 01.01.-30.09.2003
TEuro TEuro
Systemintegration 501.809 429.543
eCommerce 249.413 132.702
Unternehmen insgesamt 751.222 562.245
Abschreibungennach Segmenten 01.01.-30.09.2004 01.01.-30.09.2003
TEuro TEuro
Systemintegration 5.401 4.701
eCommerce 2.269 888
Unternehmen insgesamt 7.670 5.589
Betriebsergebnisnach Segmenten 01.01.-30.09.2004 01.01.-30.09.2003
TEuro TEuro
Systemintegration 11.120 9.290
eCommerce 13.502 7.407
Betriebsergebnis insgesamt 24.622 16.697
Finanzergebnis -66 222
Ergebnis vor Steuern 24.556 16.919
30.09.2004 Vorjahr
TEuro TEuro
238.686 218.182
115.583 60.302
354.269 278.484
Geschäfts- und Firmenwerte 30.09.2004 Vorjahr
nach Segmenten TEuro TEuro
Systemintegration 64.205 60.434
eCommerce 18.250 9.079
Unternehmen insgesamt 82.455 69.513
Langlebige Wirtschaftsgüter *) 30.09.2004 Vorjahr
nach Segmenten TEuro TEuro
Systemintegration 20.092 21.432
eCommerce 11.972 2.176
Unternehmen insgesamt 32.064 23.608

*) Software, geleistete Anzahlungen, Kundenstämme und Sachanlagen.

Geographische Informationen

Im Berichtszeitraum können die folgenden Beträge geographisch zugeordnet werden.

Externe Umsätzenach Regionen 01.01.-30.09.2004 01.01.-30.09.2003
TEuro TEuro
Inland 518.764 454.179
Ausland 232.459 108.066
Unternehmen insgesamt 751.222 562.245

Die Umsätze werden dem Land zugeordnet, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Firmensitz hat. Es werden aus der Sicht der jeweiligen Tochtergesellschaft ausschließlich Umsätze im eigenen Land getätigt.

Die langlebigen Wirtschaftsgüter verteilen sich folgendermaßen auf die Regionen:

Langlebige Wirtschaftsgüter *) 30.09.2004 Vorjahr
nach Regionen TEuro TEuro
Inland 17.570 19.475
Ausland 14.494 4.133
Unternehmen insgesamt 32.064 23.608

Alle langlebigen Wirtschaftsgüter befinden sich in dem Land, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat.

*) Software, geleistete Anzahlungen, Kundenstämme und Sachanlagen.

IX. Gewinn je Stammaktie

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Nettogewinns je Stammaktie jeweils:

01.01.- 01.01.-
30.09.2004 30.09.2003
TEuro TEuro
(ausgenommen Stückzahl und Betrag je Aktie)
16.342 10.494
21.002.920 19.995.444
0,7780 0,5248
Periodenüberschuss /
Nettogewinn für Stammaktionäre 19.965 10.494
Durchschnittliche Anzahl Aktien 21.002.920 19.995.444
Unverwässerter und verwässerter
Gewinn je Aktie 0,9506 0,5248

X. Vergütung der Organe

Vorstand

Die Bezüge des Vorstands der Bechtle AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt TEuro 761. Die Vergütung des Vorstands bestand aus einem festen und einem variablen Teil. Die festen Bezüge betrugen TEuro 406 und die variablen Bezüge TEuro 355.

Aufsichtsrat

Die Bezüge des Aufsichtsrats der Bechtle AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEuro 236 (01.01.-30.09.2003: TEuro 27). Auf eine erfolgsabhängige Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde verzichtet.

XI. Organe

Mitglieder des Vorstands

Der Vorstand Ralf Klenk, CEO verantwortlich für die Marken "PSB" und "ARP" sowie die Geschäftsbereiche IT, Finanzen, Unternehmensplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Personal.

  • Mitglied des Aufsichtsrats der PSB AG für Programmierung und Systemberatung, Ober-Mörlen

Gerhard Marz, COO verantwortlich für die Geschäftsbereiche Systemhäuser, Competence- und Lösungscenter. Seit 22. März 2004

  • Vorstand der PSB AG für Programmierung und Systemberatung, Ober-Mörlen

Jürgen Schäfer, COO verantwortlich für den europaweiten Direktvertrieb der Marke "Bechtle" sowie den Bereich Logistik & Service. Seit 22. März 2004

Gerhard Schick, CEO Bis 22. März 2004

Anzahl der Aktien an der Bechtle AG

Vorstand 30.09.2004 31.12.2003
Ralf Klenk 352.462 352.462
Gerhard Marz 6.916 6.916
Jürgen Schäfer 4.000 4.000

Mitglieder des Aufsichtsrats

Sämtliche Angaben zum Aufsichtsrat werden in der Anlage zum Anhang zusammengefasst.

Neckarsulm, im November 2004

Bechtle AG

Der Vorstand

Aufsichtsratsmitglieder

Anlage zum Anhang

Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf
Vertreter der Anteilseigner
Beilharz, Otto 20. Mai 1999 Geschäftsführer
Dobitsch, Kurt 20. Mai 1999 Unternehmer
Schick, Gerhard, Aufsichtsratsvorsitzender- hält direkt- indirekt über Nießbrauch 22. März 2004 Kaufmann
Schick-Krief, Karin- zurechenbare Aktien, insgesamt- davon aus Schenkung von Herrn Schick (02.10.03 - 22.03.04)09. August 2004 Magister
Dr. Türschmann, Wolframausgeschieden zum 19. Juli 2004
Winkler, Klaus 20. Mai 1999 Geschäftsführer
Dr. Wolf, Jochen2. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender- im Eigentum- für BWK GmbHUnternehmensBeteiligungsGesellschaft 02. Oktober 2003 Geschäftsführer
Vertreter der Arbeitnehmer
Drautz, Uli 15. Oktober 2003 Kfm. Angestellter
Feeser, RalfStellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 15. Oktober 2003 Ltd. Kfm. Angestellter
Greyer, Barbara 15. Oktober 2003 Leiterin Bereich IT-Landver.di Baden-Württemberg
Leweke, Peter 15. Oktober 2003 Techn. Angestellter
Ludewig, Daniela 15. Oktober 2003 Kfm. Angestellte
Dr. Luz, Rudolf 15. Oktober 2003 Erster Bevollmächtigter derIG Metall Heilbronn-Neckarsulm
Mitgliedschaften in Aufsichtsrätenund anderen Kontrollgremienim Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Aktienbesitz30.09.2004 Aktienbesitz31.12.2003
Mitglied des Aufsichtsrats- der Kellner & Kunz AG, Wien- der PSB AG für Programmierung undSystemberatung, Ober-Mörlen 4.448 4.448
Aufsichtsratsvorsitzender- der United Internet AG, Montabaur- sowie der Nemetschek AG, MünchenMitglied des Aufsichtsrats- der 1&1 Internet AG, Karlsruhe- der Adlink AG, Montabaur- der twenty4help knowledge Service AG, Dortmund- sowie der DOCUWARE AG, München 0 0
Aufsichtsratsvorsitzender- der PSB AG für Programmierung undSystemberatung, Ober-Mörlen 200.0001.026.933 200.0001.026.933
6.784.4871.026.933 6.784.4871.026.933
Mitglied des Aufsichtsrats- der Sick AG, Waldkirch 725 725
Mitglied des Aufsichtsrats- der LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach- der r-biopharm AG, Darmstadt 03.916.507 03.916.507
1.644 1.644
656 606
0 0
180 180
0 0
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender- der Kolbenschmidt Pierburg AG, NeckarsulmMitglied des Aufsichtsrats- der Rheinmetall AG, Düsseldorf 0 0

Finanzkalender

  1. März 2005 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2004 und Bilanzpressekonferenz Hotel Steigenberger Graf Zeppelin, Stuttgart

  2. März 2005 DVFA-Analystenkonferenz, Frankfurt

  3. Mai 2005 Zwischenbericht 1. Quartal 2005 (Januar bis März)

  4. Juni 2005 Hauptversammlung der Bechtle AG Konzert- und Kongresszentrum Harmonie, Heilbronn

  5. August 2005 Zwischenbericht 2. Quartal 2005 (April bis Juni)

  6. November 2005 Zwischenbericht 3. Quartal 2005 (Juli bis September)

Dieser Quartalsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

Kontakt

Bechtle AG Investor Relations Sabine Emich Tel: (+49) 7132/981-4115 Fax: (+49) 7132/981-4116

E-Mail: [email protected] Internet: www.bechtle.com

www.bechtle.com www.bechtle.com

Bechtle AG Bechtle Platz 1 74172 Neckarsulm Deutschland

Telefon: +49 (0)71 32/9 81-0 Telefax: +49 (0)71 32/9 81-80 00 E-Mail: [email protected]