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Bechtle AG Interim / Quarterly Report 2002

Mar 18, 2003

54_10-q_2003-03-18_34d0b7e9-a1d5-4731-a56c-26bb97e22ecb.pdf

Interim / Quarterly Report

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Unternehmensbericht Q3 2002

Produktbeschaffung

Consulting

Integration

IT-Services

Outsourcing

"Unsere Unternehmenspolitik dient in erster Linie der langfristigen Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes"

Bechtle Konzern im Überblick 9-Monate 2002 (2001) nach U.S.-GAAP

01.07.2002- 01.07.2001- 01.01.2002 01.01.2001
30.09.2002 30.09.2001 30.09.2002 30.09.2001
TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse 204.864 161.136 553.628 458.799
Betriebsergebnis 7.497 4.757 11.505 9.296
Ergebnis vor Steuern (und
Minderheitenanteilen) 7.613 5.025 11.919 10.342
Ergebnis vor Minderheiten
anteilen 5.014 2.975 7.620 6.226
Periodenüberschuss 5.014 3.007 7.620 6.244
EBITDA 9.633 7.578 17.853 17.416
EBITA 7.497 5.627 11.505 11.840
EBITA (vor Abschreibungen
auf den Kundenstamm) 7.631 5.664 11.907 11.877
Ergebnis nach
Firmenwertabschreibungen 5.014 3.007 7.620 6.244
Je Aktie *) 0,2482 0,1489 0,3772 0,3091
Ergebnis vor
Firmenwertabschreibungen 5.014 3.878 7.620 8.799
Je Aktie *) 0,2482 0,1920 0,3772 0,4356
Mitarbeiterzahl **)
zum 30.09.2002 (2001) 2.320 2.096
Durchschnittlich dividenden
berechtigte Anzahl Aktien 20.200.000 20.200.000 20.200.000 20.200.000
  • * Das Ergebnis wurde gem. SFAS 128 jeweils auf Basis der für den Berichtszeitraum durchschnittlich dividendenberechtigten Anzahl Aktien berechnet.
  • ** einschließlich Auszubildende

in Friedrichshafen mit Rechenzentrum und dem Geschäftsführer - Burchkard Müller

IT am Bodensee - Bechtle Friedrichshafen

Bechtle Friedrichshafen nahm seinen Ursprung in der micronet GmbH, die im November 1990 von Burckhard Müller gegründet wurde. Müller, der auch heute noch Geschäftsführer von Bechtle Friedrichshafen ist, startete mit acht Mitarbeitern als Systemhaus für Netzwerklösungen im PC-Umfeld.

Als sich Ende der 90er Jahre abzeichnete, dass in der Zukunft überregionale Systemhäuser bessere Geschäftsaussichten haben würden, entschloss sich die micronet, unter das Dach der Bechtle-Gruppe zu schlüpfen. Der Startschuss für die Integration der micronet fiel im Juni 1999. Trotz des damit anfänglich verbundenen Mehraufwandes übertraf das Unternehmen die damals ehrgeizigen wirtschaftlichen Ziele mit einem Umsatz von 11,1 Millionen Euro sogar leicht. Im Jahr 2000 wurde die micronet GmbH dann in Bechtle umfirmiert.

Seit 2001 bietet das Friedrichshafener Systemhaus neben allen gängigen Systemhausleistungen auch Dienstleistungen wie Dokumenten-Management, Application Service Providing (ASP) und Enterprise Computing.

Bechtle Friedrichshafen beschäftigt zur Zeit rund ein Dutzend Auszubildende, die künftig das Team der übrigen 37 hochqualifizierten Kollegen verstärken sollen.

Bechtle Friedrichshafen ist ein stark expandierendes Unternehmen mit stetig wachsendem Platzbedarf. Aus diesem Grund wurde im Herbst 2001 der Neubau "Am Rohrbach" begonnen. Mit rund 2.500 m² Nutzfläche und über 80 Autostellplätzen bietet das neue, angemietete Gebäude seit August diesen Jahres ausreichend Raum für weiteres Wachstum. Bei der Gebäudeplanung konnten die Anforderungen des ASP-Geschäfts an ein ausfallsicheres Rechenzentrum ebenso berücksichtigt werden, wie die des neu geschaffenen Schulungszentrums.

Bis 2005 soll sich Friedrichshafen zu einem Standort mit 70-80 Mitarbeitern und über 25 Millionen Euro Umsatz entwickeln. Damit wird Bechtle Friedrichshafen das führende Systemhaus in der Region Bodensee/Oberschwaben sein.

Wachstum und Ertrag gegen den Markttrend

Nachdem die Konjunktur in den USA und in Europa schon seit Sommer 2000 lahmt, sah es zu Beginn diesen Jahres noch so aus, als ob das Schlimmste überstanden wäre. Sämtliche Marktteilnehmer haben diese Hoffnungen begraben, die Zeichen stehen weiterhin auf Sturm. Mittlerweile wird in der Branche ernsthaft daran gezweifelt, ob der übliche zyklische Jahresendspurt im Investitionsverhalten der IT-Kunden auch in diesem Jahr stattfindet.

Das gegenwärtig schwache konjunkturelle Umfeld veranlasst nahezu alle Experten von einem Rückgang des IT-Marktes auszugehen. Das "Minuswachstum" variiert je nach Quelle zwischen 1,3 und 3,5 Prozent. Vor der Fachmesse Systems hat der Branchenverband Bitkom noch einmal Alarm geschlagen. Die IT-Branche (Computer-Hardware, Software, Services) muss nach einem Minus von 3,5 Prozent in diesem Jahr auch in 2003 mit einem Rückgang um 1,7 Prozent rechnen. Bechtle dagegen konnte den Umsatz im Berichtszeitraum Q1-Q3 von 458,8 Millionen Euro (2001) auf 553,8 Millionen Euro steigern. Das bedeutet (inklusive Akquisitionen) ein Wachstum von 20,7 Prozent; um Übernahmen bereinigt, ist Bechtle in einem rückläufigen Marktumfeld um ein Prozent gewachsen.

Der Wachstumskurs von Bechtle ging dabei nicht zu Lasten der Profitabilität: Allein im dritten Quartal erzielte Bechtle ein EBT von 7,6 Millionen Euro (Q3 2001: 5,0 Millionen Euro, + 52,0 Prozent). In der Gesamtbetrachtung weist Bechtle nun zum 30.09. für Q1-Q3 ein EBT von 11,9 Millionen Euro aus (Vorjahreszeitraum: 10,3 Millionen Euro).

Damit liegt das Unternehmen erstmals in diesem Jahr über dem Vergleichswert des Vorjahres, wobei allerdings in 2001 noch planmäßige Firmenwertabschreibungen in Höhe von 2,6 Millionen

Euro zu Buche schlugen. Demgegenüber wurden in den ersten drei Quartalen 2002, bedingt durch Neuregelungen in den U.S.-GAAP, planmäßige Abschreibungen auf den Kundenstamm in

Höhe von 0,4 Millionen Euro vorgenommen. Damit liegt das EBITA vor Abschreibungen auf den Kundenstamm für den Neunmonatszeitraum mit 11,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Im dritten Quartal liegt Bechtle hingegen mit einem EBTA vor Abschreibungen auf den Kundenstamm von 7,6 Millionen Euro deutlich besser als im Vorjahr (5,7 Millionen Euro, + 33,3 Prozent).

Angesichts dieser Ergebnisse bestärkt sich die Erwartungshaltung hinsichtlich der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Bechtle geht zwar nicht von einer Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung aus, im Oktober gab es aber keine Anzeichen, die auf eine Verschlechterung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr hinweisen. Entscheidend für das Gesamtergebnis ist jedoch der Geschäftsverlauf im Dezember.

In der aktuellen Marktsituation bestätigt sich die Strategie, Geschäfte nicht um jeden Preis zu machen: Bechtle rechnet daher inzwischen damit, dass auch mit einem Umsatz von weniger als 800 Millionen Euro ein höheres Vorsteuerergebnis als 2001 möglich sein wird. An der Ergebnisprognose von leicht über 14,4 Millionen Euro (EBT) halten wir fest, der Umsatz sollte sich in einem Korridor zwischen 760 und 780 Millionen Euro bewegen.

Die Bechtle-Aktie im Kapitalmarktumfeld des dritten Quartals

"Blue Chips – Bloody Chips". Diese geflügelten Worte veranschaulichen wohl am Besten das Kapitalmarktumfeld, in dem sich die Bechtle-Aktie im Berichtszeitraum behaupten musste: Allein im dritten Quartal diesen Jahres verlor der Nikkei 13 Prozent an Wert, der britische FTSE 100 nahm um mehr als 27 Prozent ab, der S&P 500 büßte fast 29 Prozent ein und der Euro Stoxx schmolz gar um fast 30 Prozent. Internationales Schlusslicht: Der Dax, der mit einem Minus von 37 Prozent im dritten Quartal zum weltweiten Underperfomer wurde.

Die Indizes dienen zahlreichen Fondsmanagern als Basis ihrer Portfolios und so sind die "Bloody Chips" für viele Marktteilnehmer nicht nur zur allgemeinen Stimmungslage, sondern vielmehr zu dem Fluch geworden, der sich auf die Wertentwicklung ihres Portfolios gelegt hat. Alles in allem trugen die Kursverluste seit Mitte August schon beinahe die Züge einer bedingungslosen Kapitulation. Bei vielen Anlegern hat die Enttäuschung längst der Resignation Platz gemacht. Dies hat zum Teil zu Panikverkäufen geführt.

Durch die herben Verluste sind die Kapitalpolster vieler institutioneller Investoren so stark geschwunden, dass sie genötigt waren, selbst die einstigen Juwelen in ihren Beständen zu Kursen zu verschleudern, die langjährige Tiefststände markierten. Dies hat zusätzlichen Druck auf die Kurse ausgeübt und die Abwärtsspirale sich weiterdrehen lassen.

Auch am Neuen Markt hatte die Bechtle-Aktie schwer zu kämpfen. Der Nemax All Share startete am 01.07.2002 mit einem Eröffnungskurs von 678,57 Zählern und beendete den 30.09.2002 mit einem Schlusskurs von 389,03 Punkten. Damit verlor der Neue Markt im 3. Quartal 42,7 Prozent. Die IT-Services verloren im selben Zeitraum 30,6 Prozent. Bechtle eröffnete am 01.07.2002 mit einem Kurs von 5,90 Euro und schloß am 30.09.2002 bei 5,45 Euro. Das Minus von 0,45 Zählern oder rund 7,6 Prozent kann vor dem Hintergrund der Entwicklung an den Aktienmärkten als moderat bezeichnet werden.

Der Verlauf der Bechtle-Aktie im Vergleich zum Nemax All Share und börsennotierten Wettbewerbern seit 2002

Besondere Ereignisse im dritten Quartal

Anfang Juli veröffentlichte die Fachzeitschrift Computerpartner ein Ranking der 25 größten Systemhäuser Deutschlands bei dem sich Bechtle nach GE CompuNet mit 641 Millionen Euro Umsatz vom fünften (2001) auf den zweiten Platz vorgeschoben hat.

Am 9. Juli fand in München gemeinsam mit GE CompuNet ein Pressegespräch statt. Dabei wurde der Presse die zuvor bekannt gegebene Kooperation beider Unternehmen ausführlich vorgestellt.

Es folgten Kaufempfehlungen für die Bechtle-Aktie sowie positive Berichte der Presse. Am nächsten Tag erfuhr der Kurs eine deutliche Belebung und testete die Sechs-Euro-Marke.

Anfang August stieg der Kurs der Bechtle Aktie nach Bekanntgabe der vorläufigen Halbjahreszahlen deutlich: Mehrere Analysten empfahlen am gleichen Tag die Bechtle-Aktie zum Kauf. In der 3Sat-Börse nahm ein Teilnehmer des Börsenspiels die Bechtle-Aktie in sein Depot auf. Ende August stuften die Analysten von Independent Research Bechtle erneut mit "Übergewichten" ein.

Anfang September hat die IT-BUSINESS NEWS Bechtle den Award "Recommended Solution Provider" verliehen. In der Laudatio hieß es: "Geschäftsführung und Redaktionsleitung der Vogel IT-Medien wollen das konstante Wachstum, die Profitabilität (über 40 Quartale schwarze Zahlen) und auch die Flexibilität (Kooperation mit GE CompuNet) der Bechtle AG würdigen." Mitte September wurde die aktuelle Studie von GrowthPlus 500, einer europäischen Vereinigung mittelständischer Wachstumsunternehmer, veröffentlicht: Zu den 500 wachstumsträchtigsten und dynamischsten Unternehmen in Europa gehört auf Platz 33 auch die Bechtle AG.

Mitte September hat Bechtle in einem Asset Deal die Aktivitäten der Firma dcs Dittrich Computer Systeme GmbH in Solingen übernommen. 35 Mitarbeiter weiten mit einem Jahresumsatz von circa zehn Millionen Euro die Präsenz von Bechtle im Raum Solingen, Remscheid und Wuppertal aus.

Am 30.09.2002 hat der Vorstand der Bechtle AG mitgeteilt, bis zu 2.000.000 eigene Aktien auf Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juni 2002 zurückzukaufen. Der Rückkauf soll in erster Linie dem Erwerb von Unternehmen gegen Gewährung von Aktien dienen und erfolgt ausschließlich über die Börse.

Ereignisse nach dem Berichtszeitraum

Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Kooperation von Bechtle und GE CompuNet erhoben und die Genehmigung erteilt.

Zum 30. Oktober hat Jürgen Renz den Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen darum gebeten, ihn von seinem Amt als Vorstand zu entbinden. Der Aufsichtsrat ist dieser Bitte nachgekommen.

Seit mehreren Wochen ist Bechtle nach Marktkapitalisierung (gemäß Deutsche Börse) unter den 30 größten Nemax-Werten. Ende Oktober hat die Deutsche Börse ein vorläufiges Szenario veröffentlicht, demzufolge Bechtle die Aufnahme in den Nachfolgeindex des Nemax 50, dem TecDAX, finden würde.

Ausblick

Bechtle rechnet mit einem vergleichsweise ruhigen vierten Quartal 2002 und glaubt nicht an eine kurz- und mittelfristige Verbesserung der Branchenlage bis Mitte 2003. So scheinen bei einigen Distributoren die Umsätze um fünf bis zehn Prozent unter Vorjahr zu liegen. Die Marktteilnehmer richten sich darauf ein, dass das nächste Jahr noch härter wird als 2002.

Bechtle rechnet daher mit weiteren Konsolidierungen, während sich für das eigene Geschäft bislang kein Einbruch abzeichnet. Die allgemeine Stimmung bei Wettbewerbern scheint durch deutliche Umsatzrückgänge getrübt zu sein. Einmal mehr zeigt sich, dass Bechtle besser als der Markt abschneidet, auch weil Geschäfte nicht um jeden Preis gemacht werden. Bechtle geht mittlerweile davon aus, dass das Ergebnisziel auch mit einem Umsatz unterhalb der anvisierten 800 Millionen Euro erreichbar ist: ebenso erscheint gegenwärtig ein höheres Vorsteuerergebnis als 2001 denkbar.

Bechtle hält die Ergebnisprognose von leicht über 14,4 Millionen Euro (EBT) aufrecht und senkt die Umsatzerwartung von 800 Millionen Euro auf einen Korridor zwischen 760 und 780 Millionen Euro.

Lohnt der Aktienrückkauf?

Der Vorstand der Bechtle AG hat am 30. September 2002 per Adhoc-Meldung mitgeteilt, bis zu 2.000.000 eigene Aktien auf Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juni 2002 zurückzukaufen.

In den Wochen nach der Bekanntgabe stellten zahlreiche Privatanleger Bechtle die Frage: "Lohnt sich der Aktienrückkauf in diesem Marktumfeld überhaupt?"

Der Bechtle Vorstand ist fest davon überzeugt, dass der Markt das Unternehmen unterbewertet und dass deshalb der Aktienrückkauf eine sinnvolle Maßnahme ist: Denn mittelfristig lassen sich die Bechtle-Aktien hervorragend bei der Akquisition weiterer Unternehmen einsetzen.

Auch den Kleinaktionären bringt das Rückkaufprogramm Vorteile. Untersuchungen belegen: Aktienrückkäufe, die in Zeiten einer drastischen Underperformance durchgeführt werden, führen zu einer überdurchschnittlichen Entwicklung der Aktie am Markt. Das ergibt auch eine erst jüngst vorgestellte Studie von Professor Wolfgang Gerke (Universität Erlangen-Nürnberg), die den Zeitraum zwischen Anfang 1999 und März 2002 untersucht.

In Deutschland gab es in dieser Zeit 151 Aktienrückkäufe über die Börse. Wie auch bei Bechtle hatten die meisten dieser Rückkäufe einen Beweggrund: Den Erwerb eigener Aktien, um sie als Akquisitionswährung einzusetzen. Während in den USA aktuelle Studien eine Marktreaktion unmittelbar nach der Ankündigung der Aktienrückkäufe von zwei Das Aktienrückkaufprogramm kurz vorgestellt: Von der Ermächtigung zum Rückkauf kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals Gebrauch gemacht werden. Sie gilt bis zum 1. Dezember 2003. Der Rückkauf soll in erster Linie dem Erwerb von Unternehmen gegen Gewährung von Aktien dienen. Der Erwerb der Aktien erfolgt auschließlich über die Börse.

Laut Beschluss der Hauptversammlung darf Bechtle die eigenen Aktien nur zu einem Preis erwerben, der den Mittelwert der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main während der letzten fünf Börsentage nicht um mehr als zehn Prozent über- oder unterschreitet.

bis sechs Prozent ausweisen, ist in Deutschland im Schnitt ein wesentlich höherer Effekt zu beobachten. Bei Werten des Neuen Marktes fand Professor Gerke sogar einen Anstieg von rund neun Prozent.

Segmentberichterstattung Systemhäuser

Unabhängig von konjunkturellen Schwierigkeiten der Gesamtwirtschaft, konnte das Segment Systemhaus im dritten Quartal einen Umsatz- und Ergebnissprung verzeichnen. Wie auch in den Vorjahren präsentierte sich das dritte Quartal besser als die Quartale des ersten Halbjahres. Das EBITDA wurde um 15,3 Prozent auf 7,1 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 5,2 Millionen Euro und liegt damit um 48,6 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert von 3,5 Millionen Euro. Gründe hierfür waren die bessere Auslastung der Dienstleistungs-Mitarbeiter sowie erfolgsabhängige Bonifizierungen der Hersteller. Auch die im Mai diesen Jahres eingeleiteten Personalmaßnahmen haben zu merklichen Einsparungen geführt.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres wurde ein Umsatz von 415,0 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 356,3 Millionen Euro). Das ist ein Plus von 16,5 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2001 und eine Steigerung der Umsatzerlöse von 14,2 Prozent im Vergleich des zweiten mit dem dritten Quartal 2002.

Trotz verschiedener Übernahmeangebote für zahlreiche Systemhäuser, hielt sich Bechtle im vergangenen Quartal bei der Akquisitionspolitik zurück. Mitte Sep-

eCommerce

Wie gewohnt, hat die europäisch aufgestellte "Bechtle direkt" mit deutlichen Zuwachsraten zu den Konzernzahlen beigetragen. Das EBITDA konnte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert von 1,4 Millionen Euro um 85,7 Prozent auf 2,6 Millionen Euro gesteigert werden. Das EBIT entwickelte sich ebenfalls positiv und gewann um 1,1 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres.

Die Umsatzerlöse konnten in den ersten neun Monaten um rund 35,4 Prozent auf 138,8 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr: 102,5 Millionen Euro). Im Vergleich des zweiten zum dritten Quartal wurde der Umsatz um 3 Prozent auf 49,1 Millionen Euro erhöht.

Bechtle ist im Handelsgeschäft per eCommerce und Katalog außer in Deutschland in acht weiteren europäischen Ländern tätig. Alle Auslandsgesellschaften verzeichneten ein Umsatzplus gegenüber dem dritten Quartal des Jahres 2001.

Der erfolgreiche Verlauf des dritten Quartals schlägt sich auch in der Anzahl der Besucher auf den Internetseiten von Bechtle nieder: Während zum Halbjahresstand rund 50.000 Besucher täglich registriert wurden, waren es zum 30.09.2002 durchschnittlich etwa 54.000 bzw. weit über eine Viertelmillion in der Woche.

tember wurden im Rahmen eines Asset-Deals die Aktivitäten des Systemhauses Dittrich Computersysteme GmbH in Solingen übernommen. Die jetzt in Bechtle GmbH umbenannte Tochtergesellschaft beschäftigt 35 Mitarbeiter und hat sich vor allem auf SAP-Lösungen, Workgroupund Datawarehouse-Anwendungen sowie Archivierungs-lösungen für mittelständische Kunden spezialisiert.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach U.S.-GAAP für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2002 (2001)

Quartals-
bericht
01.07.2002-
30.09.2002
Quartals-
bericht
01.07.2001
30.09.2001
9-Monats-
bericht
01.01.2002
30.09.2002
9-Monats
bericht
01.01.2001
30.09.2001
Anhang TEuro TEuro TEuro TEuro
Umsatzerlöse
Herstellungskosten
204.864
180.010
161.136
139.111
553.826
487.051
458.799
400.134
Bruttoergebnis vom Umsatz 24.854 22.025 66.775 58.665
Vertriebskosten
Allgemeine und Verwaltungskosten
Sonstige betriebliche Erträge
(9) 10.543
9.714
2.900
11.108
8.322
2.162
30.963
31.080
6.773
28.426
26.370
5.427
Betriebsergebnis 7.497 4.757 11.505 9.296
Zinserträge/ -aufwendungen
Sonstiges Finanzergebnis
(10) 116
0
265
3
411
3
1.047
-1
Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteilen) 7.613 5.025 11.919 10.342
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (11) 2.599 2.050 4.299 4.116
Ergebnis vor Minderheitenanteilen 5.014 2.975 7.620 6.226
Minderheitenanteile 0 32 0 18
Periodenüberschuss 5.014 3.007 7.620 6.244
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 0,2482 0,1489 0,3772 0,3091
Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro 0,2482 0,1489 0,3772 0,3091
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(unverwässert)
20.200 20.200 20.200 20.200
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(verwässert)
20.200 20.200 20.200 20.200

Konzernbilanz zum 30. September 2002 (2001) nach U.S.-GAAP (ungeprüft)

Quartalsbericht
30.09.2002
Abschluss
31.12.2001
Aktiva
Anhang
TEuro TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Liquide Mittel
Wertpapiere des Umlaufvermögens
(1)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto
(2)
Vorräte
Latente Steuern
(11)
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige
Vermögensgegenstände
(3)
18.297
12.765
92.609
28.257
4.009
7.900
41.200
0
88.269
20.432
2.810
10.758
Kurzfristige Vermögensgegenstände, gesamt 163.837 163.469
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen, netto
Immaterielle Vermögensgegenstände, netto
Geschäfts- und Firmenwert, netto
Ausleihungen
(4)
10.109
9.564
58.336
0
10.500
4.442
50.650
213
Langfristige Vermögensgegenstände, gesamt 78.009 65.805
Aktiva, gesamt 241.846 229.274
Anhang
Passiva
TEuro TEuro
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen
Darlehen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Erhaltene Anzahlungen
Rückstellungen
(5)
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
Latente Steuern
(11)
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
(6)
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
4.098
35.820
180
12.785
1.325
1.541
10.219
3.540
1.040
31.753
3.573
13.764
926
1.313
11.176
3.424
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 69.508 66.969
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Darlehen, abzüglich kurzfristiger Anteil
(7)
9.032 1.634
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 9.032 1.634
Minderheitenanteile 0 7 0
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
20.200.000 genehmigte, begebene im Umlauf befindliche
Aktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00
Kapitalrücklage
(8)
Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen
Kumuliertes sonstiges Gesamtergebnis
20.200
134.588
8.356
162
20.200
134.452
5.803
146
Eigenkapital, gesamt 163.306 160.601
Passiva, gesamt 241.846 229.274

Cash-Flow-Rechnung zum Konzernabschluss nach U.S.-GAAP für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2002 (2001)

01.01.2002
30.09.2002
01.01.2001
30.09.2001
TEuro TEuro
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit:
Jahresergebnis
Anpassungen für:
7.620 6.244
Abschreibungen
Abnahme der Rückstellungen und Wertberichtigungen
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des
6.348
-580
8.131
-4.358
Anlagevermögens
andere aktivierte Eigenleistungen
Zunahme passive latente Steuern
Zunahme aktive latente Steuern
Zunahme des Nettoumlaufvermögens
Sonstiges
-224
-340
228
-1.199
-9.473
-70
-136
-539
616
-1.598
-122
57
Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete
Zahlungsmittel
2.310 8.295
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit:
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich
erworbener liquider Mittel
Erwerb von Anlagevermögen
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen
Investitionen in Finanzanlagen
-11.268
-7.386
452
213
-13.161
-5.670
464
-165
Für Investitionen eingesetzte Zahlungsmittel
Investitionen
-17.989 -18.532
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit:
Erlöse aus Eigenkapitalzuführungen
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- oder
langfristigen Darlehen
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen
Dividendenausschüttungen
136
11.217
-761
-5.067
0
0
-851
-5.025
Aus der Finanzierungstätigkeit erzielte (eingesetzte)
Zahlungsmittel
5.525 -5.876
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mitteln 16 72
Verminderung der liquiden Mittel
erminderung
liquiden
-10.138 -16.041
Liquide Mittel zu Beginn der Periode (einschließlich
Zahlungsmitteläquivalente)
41.200 49.193
Liquide Mittel am Ende der Periode 31.062 33.152
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*) Steuereffekt: + 28 TEuro

Zuführung Gewinnrücklagen

Konzernjahresüberschuss 30.09.2002 (Net Income)

Gewährte Aktienoptionen

Veränderung Unterschied aus Währungsumrechung**)

Eigenkapital zum 30. September 2002

20.200.000

20.200

134.588

2.351

6.005

162

163.306

7.636

-6.000

7.620

136

6.000

0

7.620

136

16

16

16

7.620

**) Steuereffekt: + 6 TEuro

Anhang zum Konzernabschluss (U.S.-GAAP) für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2002

I. Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

Dieser Quartalsbericht wurde im Einklang mit den Vorschriften der United States Generally Accepted Accounting Principles (U.S.-GAAP) erstellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Es wurden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2001 der Bechtle AG angewendet.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind die Bechtle AG, Gaildorf, und alle ihre mehrheitlich gehaltenen und beherrschten Tochtergesellschaften einbezogen. Nachdem die Bechtle AG Anfang des Jahres die restlichen 49 Prozent der Anteile an der Uhlmann GmbH, Stuttgart erworben hat, hält sie an sämtlichen einbezogenen Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar über die Zwischenholding Bechtle Beteiligungs-GmbH, Gaildorf, jeweils alle Anteile.

Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erworben bzw. gegründet und erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Unternehmen Sitz Erstkonsolidie-
rungszeitpunkt
Erwerb/
Gründung
Uhlmann GmbH (restliche 49 %) Stuttgart 01.01.2002 Erwerb
Bechtle Data AG *) Regensdorf, Schweiz 01.01.2002 Gründung
BDF Computersysteme Vertriebs
und Service GmbH
Nürnberg 01.01.2002 Erwerb
Bechtle GmbH Hamburg 01.01.2002 Gründung
Netzwerk GmbH Großostheim 01.03.2002 Gründung

*) die neugegründete Bechtle Data AG hat zum 1. Februar 2002 den Geschäftsbereich Data Division der Eurodis Schweiz AG übernommen.

Umsatzrealisierung

Für Software-Wartungsverträge und Garantieverlängerungen wurden passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEuro 3.540 (Vorjahr: TEuro 3.424) gebildet, die über die durchschnittliche Laufzeit der Verträge (in der Regel 12 Monate) aufgelöst werden.

Werbekosten

Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung werden bei ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Im Berichtszeitraum wurden TEuro 3.328 (01.01.-30.09.2001: TEuro 4.394) ergebniswirksam behandelt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden als "available for sale" eingestuft und somit mit dem Börsen- oder Marktpreis bewertet.

Sachanlagevermögen

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEuro 429 (Vorjahr: TEuro 480) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Geschäfts- und Firmenwert

Immaterielle Vermögensgegenstände

Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft Software-Entwicklungskosten in Höhe von TEuro 340 (01.01.-30.09.2001: TEuro 539) aktiviert. Bei einem Nettobuchwert von TEuro 1.343 zum 31.12.2001 und Abschreibungen im Berichtszeitraum von TEuro 502 ergibt sich zum 30.09.2002 ein Nettobuchwert von TEuro 1.181.

Kundenstamm

Kundenstämme werden linear über einen Zeitraum abgeschrieben, der von dem erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich wird von langfristigen Kundenbeziehungen ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen 5 und 12 Jahren.

Kundenstämme TEuro
Buchwert (30.09.2002) 4.894
Abschreibungsdauer (gewichteter Durchschnitt) 9,9 Jahre
Kumulierte Abschreibungen 477
Periodenaufwand (01.01.-30.09.2002) 402

Hinsichtlich der nächsten fünf Jahre betragen die zu erwartenden planmäßigen Abschreibungen auf Kundenstämme für das Jahr 2002 TEuro 532, TEuro 542 jährlich für die Jahre 2003 bis 2006 und TEuro 524 für das Jahr 2007.

Geschäfts- und Firmenwert

Bechtle wendet den im Juni 2001 vom Financial Accounting Standards Board (FASB) herausgegebenen Statement of Financial Accounting Standards (SFAS) No. 142, "Goodwill and Other Intangible Assets", mit Wirkung zum 01. Januar 2002 an.

Gemäß SFAS 142 sind Geschäfts- und Firmenwerte nicht mehr planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich in einem zweistufigen Verfahren auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen. Dieser sogenannte "Impairment Test" basiert auf dem Zeitwert und erfolgt auf Ebene sogenannter "Reporting Units", die entweder den Segmenten entsprechen oder eine Ebene darunter anzusiedeln sind.

Die erste Stufe der initialen Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte hat innerhalb von sechs Monaten nach erstmaliger Anwendung des Standards zu erfolgen. Ergibt sich dabei als Ergebnis, dass der Zeitwert einer Reporting Unit kleiner ist als deren Buchwert, so besteht potentieller Abwertungsbedarf, dessen Höhe dann in der zweiten Stufe der Werthaltigkeitsprüfung zu bemessen ist. Schließlich erforderliche Abschreibungen sind als umstellungsbedingte Einmal-Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert zu zeigen.

Bechtle hat die entsprechenden Untersuchungen im ersten Halbjahr 2002 durchgeführt. Es wurden zwei Reporting Units identifiziert, die identisch sind mit den beiden Segmenten "Systemintegration" und "eCommerce" aus der Segmentberichterstattung. Der Impairment Test, der auf Basis des "Discounted Cash Flow"- Verfahrens durchgeführt wurde, ergab für keine der beiden Reporting Units einen Abwertungsbedarf.

Zum 30.09.2002 hat Bechtle Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEuro 58.336 bilanziert. Diese umfassen den Stand per 31.12.2001 (TEuro 50.650) sowie die neu erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte der im 1. Quartal 2002 (TEuro 7.536) und im 3. Quartal 2002 (TEuro 112) erfolgten Unternehmensakquisitionen. Berücksichtigt sind außerdem nachträgliche Kaufpreisminderungen im Zusammenhang mit vertraglichen Garantieleistungen in Höhe von TEuro 40.

Aktienoptionsprogramm

Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms der Bechtle AG, BEST-Programm Nr. 1, Tranche 2002, wurde Führungskräften und wichtigen Leistungsträgern im März 2002 insgesamt 220.200 Bezugsrechte gewährt. Hat der Optionsberechtigte nach der Grundlaufzeit von einem Jahr bestimmte Erfolgsziele nicht erreicht, so erlöschen seine Optionen. Nicht erloschene Optionen können frühestens nach Ablauf weiterer zwei Jahre (Haltefrist) fünf Jahre lang (Ausübungsfrist) ausgeübt werden, aber nur sofern der Aktienkurs zum Ausübungszeitpunkt mindestens Euro 8,96 beträgt. Wird das Arbeitsverhältnis innerhalb der Haltefrist gekündigt, verfällt die Option. Bei Kündigung innerhalb der Ausübungsfrist muss die Option entweder ausgeübt werden oder sie verfällt. Die Option verfällt auch, wenn sie mit Ablauf des Programms am Ende der Ausübungsfrist nicht ausgeübt wurde. Im Falle der Ausübung erhält der Berechtigte pro Option nach Zahlung von Euro 7,79 (Ausübungspreis) eine Aktie der Bechtle AG. Zur Bedienung der Optionen ließ sich das Unternehmen auf der Hauptversammlung 2001 ein bedingtes Kapital von bis zu nominal TEuro 2.000 durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen Aktien genehmigen. Der Ausübungspreis wurde festgelegt als Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Bechtle AG im XETRA Handel in der Woche vom 11.03. bis 15.03.2002.

Die Bilanzierung des Aktienoptionsprogramms erfolgt gemäß SFAS 123. Hierbei wird der Gesamtwert der gewährten Optionen anteilig über die drei-jährige Sperrfrist als Personalaufwand mit der Gegenbuchung in der Kapitalrücklage erfasst.

Der Gesamtaufwand errechnet sich durch Multiplikation des Wertes der einzelnen Option zum Gewährungszeitpunkt mit der erwarteten Anzahl zur Ausübung kommender Optionen. In das finanzwirtschaftliche Optionsbewertungsmodell zur Bestimmung des Einzeloptionswertes (Euro 3,77) flossen folgende Parameter ein: Aktienkurs Euro 7,79, Ausübungspreis Euro 7,79, Bezugsverhältnis 1:1, Volatilität 62 Prozent, jährliche Dividendenausschüttung je Aktie Euro 0,25, erwartete Haltedauer als Optionslaufzeit 5,5 Jahre, risikoloser Zinssatz 4,5 Prozent p.a., Ausübungshürde von Euro 8,96. Die erwartete Anzahl zur Ausübung kommender Optionen (200.816 Stück) beruht auf den 228.200 ursprünglich gewährten Bezugsrechten und der Berücksichtigung einer geschätzten Kündigungsquote unter den Optionsberechtigten von jährlich vier Prozent.

Vom anzusetzenden Gesamtaufwand in Höhe von Euro 757.076 entfallen auf den Berichtszeitraum Euro 135.993, die aufwandswirksam gebucht wurden.

Die folgende Tabelle fasst Informationen über ausstehende Aktienoptionen zusammen:

preis Gesamtwert
am Tag der
Gewährung
Euro Euro
757.076
217.200 7,79 757.076
0
Im Berichtszeitraum gewährte Aktienoptionen 228.200
0
11.000
Stück Ausübungs-
7,79

Währungs- und Fremdwährungsumrechnung

Währungsumrechnungsdifferenzen infolge von Wechselkursschwankungen werden erfolgswirksam erfasst. Insgesamt sind im Berichtszeitraum TEuro 1 (01.01.-30.09.2001: TEuro 13 ertragswirksam) aufwandswirksam gebucht worden.

II. Weitere Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Wertpapiere des Umlaufvermögens / Available-for-sale securities

30.09.2002 Vorjahr
Available-for-sale securities
Festverzinsliche Wertpapiere
Wertpapiere
TEuro TEuro
Anschaffungskosten
Börsen- oder Marktwert
Unrealisierte Gewinne
Unrealisierte Verluste
12.694
12.765
96
25
0
0
0
0

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen werden individuell berechnet.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene pauschale Wertberichtigungen nach den Erfahrungen der Vergangenheit vorgenommen.

30.09.2002 Vorjahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Leistungen
TEuro TEuro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Pauschalwertberichtigung
Einzelwertberichtigung
94.211
1.214
388
89.428
884
275
92.609 88.269
30.09.2002 Vorjahr
Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten
TEuro TEuro
196 163
30.09.2002 Vorjahr
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände
ermögensgegenstände
TEuro TEuro
Zu erwartende Boni
Ausstehende Gutschriften
Steuererstattungsansprüche
Werbekostenzuschüsse
Debitorische Kreditoren
Verbindlichkeiten Löhne und Gehälter
Sonstige
2.942
1.975
1.908
450
230
106
93
1.435
1.879
3.342
699
377
114
2.749
7.704 10.595

3. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände

4. Ausleihungen

Mit Vertrag vom 08. Oktober 1998 wurde von der Bechtle GmbH & Co. KG, Mannheim, ein Darlehen über TEuro 213 zum Erwerb eines Grundstücks gewährt, welches zum 30. April 2002 zurückbezahlt wurde.

5. Rückstellungen

30.09.2002 Vorjahr
Rückstellung für
für
TEuro TEuro
Noch ausstehende Rechnungen 5.135 6.607
Tantiemen 1.529 884
Provisionen 1.345 1.564
Urlaubsguthaben 923 774
Garantien 636 779
Rechts- und Beratungskosten 456 417
Berufsgenossenschaft 433 482
Prämien 180 446
Schwerbehindertenabgabe 140 171
Sonstige Rückstellungen 2.008 1.640
12.785 13.764

6. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

30.09.2002 Vorjahr
TEuro TEuro
Umsatzsteuer 4.254 3.878
Sozialabgaben 2.234 1.981
Lohnsteuer und Kirchensteuer 1.291 1.152
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 144 76
Sonstige 2.296 4.089
10.219 11.176

7. Langfristige Darlehen, abzüglich kurzfristiger Anteil 7. abzüglich

30.09.2002 Vorjahr
TEuro TEuro
Baden-Württembergische Bank
- Darlehen zum Erwerb der Systemhaussparte
der Eurodis Schweiz AG
- Darlehen zur Finanzierung der
8.198 0
Bechtle GmbH & Co. KG, Darmstadt
Sparkasse Schwäbisch Hall - Crailsheim
Südwestbank AG
887
839
123
1.207
1.225
216
Langfristige Darlehen, gesamt 10.047 2.648
Kurzfristiger Anteil 1.015 1.014
Langfristige Darlehen, abzüglich kurzfristiger Anteil
Langfristige
abzüglich kurzfristiger
9.032 1.634

Zwei Darlehen zum Erwerb der Systemhaussparte der Eurodis Schweiz AG (Data der Eurodis AG Division) gegenüber der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von zusammen TEuro 8.198 valutieren in Schweizer Franken und haben eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2008, sie werden mit 3,44 Prozent verzinst. Sicherheiten bestehen in der Verpflichtung, die Mittel aus einer Weiterveräußerung der von der Eurodis AG übernommenen Vermögenswerte vorrangig für die Rückführung dieser Kredite zu verwenden.

Das Darlehen zur Finanzierung der Anteile an der Bechtle GmbH & Co. KG, Darmstadt, Darmstadt, gegenüber der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von TEuro 887 hat eine Laufzeit bis zum 1. Oktober 2004 und wird mit 4,5 Prozent verzinst. Sicherheiten bestehen in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten, der Verpflichtung zur Nichtbelastung von Forderungen und Vorräten sowie in der Verpflichtung, die Anteile an der Bechtle GmbH & Co. KG, Darmstadt, nicht ohne Zustimmung der Baden-Württembergischen Bank zu verkaufen.

Das Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall - Crailsheim, gegenüber - Crailsheim das als Betriebsmittelkredit gewährt wurde, hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2004 und wird mit 4,15 Prozent verzinst. Sicherheiten bestehen in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten.

Zwei Darlehen gegenüber der Südwestbank AG, Südwestbank AG die als Betriebsmittelkredite gewährt wurden, haben eine Laufzeit bis zum 01. Januar 2004 bzw. 31. Oktober 2004 und werden mit 4,6 Prozent bzw. 5,0 Prozent verzinst. Sicherheiten bestehen in einer Bürgschaft der Bechtle AG.

8. Kapitalrücklage

Im Zusammenhang mit der Gewährung von Aktienoptionen wurden im Berichtszeitraum Euro 135.993 als Personalaufwand mit der Gegenbuchung in der Kapitalrücklage erfasst.

9. Sonstige betrieblichen Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEuro 6.773 (01.01.-30.09.2001: TEuro 5.427) betreffen im Wesentlichen Werbekostenzuschüsse, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

10. Zinserträge /-aufwendungen

01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
TEuro TEuro
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
718
307
1.273
226
411 1.047

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind die bezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Der Steueraufwand setzt sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:

Steueraufwand 4.299 4.116
laufender Steueraufwand
latente Steuern
5.269
-970
4.320
-204
TEuro TEuro
01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001

Die Abstimmung zwischen den tatsächlichen Steueraufwendungen und dem Betrag, der sich unter Berücksichtigung eines Steuersatzes für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von rund 38 Prozent auf den Gewinn vor Ertragsteuern ergibt, stellt sich für das Berichtszeitraum wie folgt dar:

TEuro
Ergebnis vor Ertragsteueraufwand 11.919
Erwarteter Steueraufwand 4.576
steuerlich nicht wirksame Amortisation Kundenstämme 155
nur steuerlich wirksame Abschreibungen Firmenwerte -934
Periodenfremder Steueraufwand 383
Sonstiges 119
Tatsächlicher Steueraufwand 4.299

Nachstehend werden die Bestände der aktiven und passiven Steuerlatenzen dargestellt. Neben Veränderungen des laufenden Jahres enthalten diese auch im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zu erfassende aktive latente Steuern sowie Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen.

Aktive latente Steuern
Steuern
TEuro
TEuro
Verlustvorträge Inland
2.200
1.278
Kundenstamm Inland
706
744
Verlustvorträge Ausland
1.103
941
4.009
2.963
Abschreibungen aktive latente Steuern
0
153
Aktive latente Steuern
4.009
2.810
Passive latente Steuern
Verluste GmbH & Co. KG's
1.001
707
454
516
53
56
33
34
Passive latente Steuern
1.541
1.313

Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen, die nach den derzeitig landesrechtlichen steuerlichen Bestimmungen unbegrenzt vorgetragen werden können. Wir gehen davon aus, dass zukünftig ausreichend hohe Einkommen zur Verrechnung der Verlustvorträge erzielt werden. Ob bei Inkrafttreten der Begrenzung der Verlustvorträge im Rahmen der geplanten Steuergesetzesänderung nach dem Referentenentwurf zum Steuervergünstigungsabbaugesetz - SteVAG - vom 31. Oktober 2002 die Verlustvorträge nicht vollständig zur Verrechnung kommen könnten, wird derzeit geprüft.

Der für die Abgrenzung latenter Steuern grundsätzlich angewandte Steuersatz beträgt rund 38 Prozent.

Für die Berechnung latenter Steuererstattungsansprüche auf ausländische Verlustvorträge wird der tatsächliche Steuersatz zugrunde gelegt.

Die Verlustvorträge in Höhe von insgesamt TEuro 9.479 zum 30. September 2002, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, betreffen in- und ausländische Tochtergesellschaften. TEuro 3.054 (Vorjahr: TEuro 2.669) entfallen dabei auf Anlaufverluste ausländischer Gesellschaften. Die Verlustvorträge gelten nach den derzeitigen landesrechtlichen Steuergesetzen als unbefristet.

III. Akquisition neuer Firmen

Uhlmann GmbH, Stuttgart

Am 11. Januar 2002 wurden die restlichen 49 Prozent der Anteile an der Uhlmann GmbH gegen Zahlung von TEuro 659,5 in bar erworben, nachdem bereits im März 2001 der Erwerb von 51 Prozent der Unternehmensanteile erfolgte. Die Beteiligungen wurden im Rahmen der Erwerbsmethode in Höhe des anteiligen Gesamtkaufpreises von TEuro 766,9 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten (TEuro 2,6) angesetzt. Bei den jüngst erworbenen 49 Prozent der Anteile resultierte aus der Kapitalkonsolidierung unter Berücksichtigung eines anteiligen Nettovermögens von TEuro 79,5 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 295,8. Davon entfielen entsprechend SFAS 141 TEuro 118,3 auf den übernommenen Kundenstamm, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Der verbleibende Unterschiedsbetrag von TEuro 177,5 ist weder einem bilanzierten Vermögensgegenstand zurechenbar noch als gesonderter Vermögensgegenstand konkretisierbar und wird daher als Firmenwert angesetzt.

Die erworbene Uhlmann GmbH (15 Mitarbeiter) ergänzt als zweitgrößter Apple-Händler in Deutschland das Systemhaus-Segment der Bechtle-Gruppe und erweitert deren Produkt- und Servicepalette um das Apple-Umfeld.

Bilanziell stellt sich der 49-prozentige Unternehmensanteil wie folgt dar:

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte
Forderungen
übrige kurzfristige Vermögensgegenstände
202
310
43
555
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen
Kundenstamm
Geschäfts- und Firmenwert
42
118
177
337
Summe Vermögensgegenstände 892
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
115
402
517
Langfristige Verbindlichkeiten
erbindlichkeiten
0
Summe Verbindlichkeiten 517
Summe Vermögensgegenstände -
Summe Verbindlichkeiten =
375

BDF Computersysteme Vertriebs- und Service GmbH, Nürnberg

Am 14. Januar 2002 wurde die BDF Computersysteme Vertriebs- und Service GmbH gegen Zahlung von TEuro 2.397 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEuro 2 in bar erworben. Im Zusammenhang mit Ausschüttungen an die Altgesellschafter erhöhten sich die Anschaffungskosten im Juli nachträglich um TEuro 314. Der Unternehmenskauf wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Unter Berücksichtigung des übernommenen Nettovermögens, dessen Wert im Juli im Rahmen der endgültigen Bilanzaufstellung gegenüber dem vorläufigen Wert von TEuro 401 mit TEuro 383 festgestellt wurde, resultiert bei einem Kaufpreis von TEuro 2.713 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 2.330. In Anlehnung an SFAS 141 entfielen davon TEuro 999 auf den erworbenen Kundenstamm, der über zehn Jahre abgeschrieben wird. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEuro 1.331 wird als Firmenwert ausgewiesen, da dieser Betrag keinem bilanzierten Vermögensgegenstand zurechenbar ist und sich auch kein weiterer gesonderter Vermögensgegenstand konkretisieren lässt.

Mit der Übernahme der BDF Computersysteme Vertriebs- und Service GmbH (26 Mitarbeiter) wird das Systemhaus-Segment der Bechtle-Gruppe um den Standort Nürnberg und ein dort bestens etabliertes Unternehmen mit langjährigen Kundenbeziehungen erweitert.

Bilanziell stellt sich das Unternehmen wie folgt dar:

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte
Forderungen
übrige kurzfristige Vermögensgegenstände
462
1.223
218
1.903
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen
Kundenstamm
Geschäfts- und Firmenwert
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
120
999
1.331
69
2.519
Summe Vermögensgegenstände 4.422
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
711
998
1.709
Langfristige Verbindlichkeiten 0
Summe Verbindlichkeiten 1.709
Summe Vermögensgegenstände -
Summe Verbindlichkeiten =
2.713

Bechtle Data AG, Zürich-Regensdorf, Schweiz

Zum 1. Februar 2002 wurde der Geschäftsbereich Data Division (Systemhaus-Sparte) der Eurodis Schweiz AG übernommen und in die eigens zum Zweck der Übernahme gegründete Bechtle Data AG, Schweiz, überführt. Hierbei wurden gegen Zahlung eines Gesamtkaufpreises von TEuro 13.427 in bar lediglich die Warenvorräte (TEuro 4.453), die Sachanlagen (TEuro 306) und der Goodwill (TEuro 8.668) erworben.

Unter Anwendung von SFAS 141 entfallen TEuro 2.600 des Betrages für den Goodwill auf den übernommenen Kundenstamm, der über zehn Jahre abgeschrieben wird. Der verbleibende Goodwill (TEuro 6.068) ist weder einem bilanzierten Vermögensgegenstand zurechenbar noch als gesonderter Vermögensgegenstand konkretisierbar und wird daher als Firmenwert angesetzt.

Die übernommene Systemhaus-Sparte (30 Mitarbeiter) hat in der Schweiz eine führende Marktposition im ertragstarken Bereich der gehobenen IT-Systemlösungen, insbesondere bei der Systemintegration von High-End Compaq- und IBM-Computersystemen in Banken und Dienstleistungsunternehmen.

Bechtle war bislang in der Schweiz mit der Tochter Bechtle Comsoft Direct S.A. ausschließlich im eCommerce-Markt vertreten. Mit der Bechtle Data AG wird nun das Systemhaus-Segment und die Präsenz im attraktiven Markt von Lösungen für Applikationsserver und Speichersysteme erweitert. Bechtle profitiert zugleich von einem Know-How-Transfer in die deutschen Konzerntöchter, denen damit der Markteintritt in dieses lukrative Geschäftsfeld erleichtert wird.

Bilanziell stellt sich das Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs wie folgt dar:

TEuro
Kurzfristige Vermögensgegenstände
Warenvorräte
4.453
4.453
Langfristige Vermögensgegenstände
Sachanlagevermögen
Kundenstamm
Geschäfts- und Firmenwert
306
2.600
6.068
8.974
Summe Vermögensgegenstände 13.427
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0
Langfristige Verbindlichkeiten 0
Summe Verbindlichkeiten 0
Summe Vermögensgegenstände -
Summe Verbindlichkeiten =
13.427

Bechtle GmbH, Solingen

Zum 16. September 2002 wurde von der dcs Dittrich Computer Systeme GmbH, Augsburg, deren Geschäftsbetrieb in Solingen (IT-Systemhaus) übernommen. Der Geschäftsbetrieb wurde in die BCS Computervertrieb GmbH (ehemals TU Bechtle Verwaltungs-GmbH), Rottenburg, überführt. Die Gesellschaft wurde anschließend in Bechtle GmbH umfirmiert und sitzverlegt nach Solingen. Bei der Übernahme wurden gegen Zahlung eines Gesamtkaufpreises von TEuro 531 in bar lediglich die Sachanlagen (TEuro 72), die Warenvorräte (TEuro 209) und der Goodwill (TEuro 250) erworben.

Unter Anwendung von SFAS 141 entfällt der Betrag für den Goodwill in Höhe von TEuro 138 auf den übernommenen Kundenstamm, der über zehn Jahre abgeschrieben wird.

Mit dem übernommenen IT-Systemhaus (36 Mitarbeiter, davon 8 Auszubildende) wird das Segment Systemintegration der Bechtle-Gruppe um den Standort Solingen und einen dort etablierten Geschäftsbetrieb mit langfristigen Kundenbeziehungen erweitert.

IV. Pro-Forma-Informationen

Wenn die im Berichtszeitraum und im Vorjahr erworbenen Unternehmen bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2001 erworben worden wären, ergäben sich folgende ausgewählte Kennzahlen:

01.01.-
01.01.
30.09.2002
30.09.2001
TEuro
TEuro
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
558.110
7.612
537.664
4.844
Gewinn pro Aktie 0,3768 0,2398

V. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Forderungen der Gesellschaft sind unbesichert und das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass diese Beträge nicht bezahlt werden. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit keine wesentlichen Ausfälle seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen müssen.

Mietverträge

Die Gesellschaft hat für Büro- und Lagerräume nicht kündbare Mietverträge abgeschlossen. Die künftigen Mindest-Mietzahlungen aus diesen Verträgen betrugen zum 30. September 2002:

Geschäftsjahr TEuro
01.10.-31.12.2002 1.592
2003 5.760
2004 4.288
2005 3.285
2006 2.752
01.01.-30.09.2007 1.385
über 5 Jahre 5.805
Mindest-Mietzahlungen Gesamt 24.867

Die gesamten Mietaufwendungen im Berichtszeitraum betrugen TEuro 5.315 (01.01.- 30.09.2001: TEuro 4.437).

Leasingverträge

Die Gesellschaft mietet im Rahmen von in der Grundmietzeit unkündbaren Operate-Lease-Geschäften Gebäude, Fahrzeuge und verschiedene Dienstleistungen. In den Aufwendungen im Rahmen von Mietverträgen sind Zahlungen in Höhe von TEuro 1.981 (01.01.-30.09.2001: TEuro 1.339) aufwandswirksam erfasst worden. Die zukünftigen Verpflichtungen aus den vorgenannten Verträgen, die zum 30. September 2002 eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen TEuro 9.280.

Rechtsstreitigkeiten

Der Gesellschaft sind keine Vorgänge bekannt, die eine erhebliche nachteilige Auswirkung auf die Ertrags-, Liquiditäts- oder Finanzlage haben würden.

VI. Zusatzangaben zur Kapitalflussrechnung

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel Tätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel

Aus laufender betrieblicher Tätigkeit sind im Berichtszeitraum TEuro 2.310 zugeflossen (Vorjahreszeitraum: TEuro 8.295).

Für Investitionstätigkeit eingesetzte Zahlungsmittel Für Zahlungsmittel

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug TEuro 17.989 und ist im Wesentlichen auf die Zugänge bei den Firmenwerten von TEuro 11.268 im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochterunternehmen und Investitionen in das Sachanlagevermögen von TEuro 7.386 zurückzuführen.

Aus der Finanzierungstätigkeit erzielte Zahlungsmittel der erzielte

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von TEuro 5.525 resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs des Geschäftsbereichs Data Division der Eurodis Schweiz AG.

30.09.2002 Vorjahr
Finanzmittelfond TEuro TEuro
Flüssige Mittel
Wertpapiere
18.297
12.765
41.200
0
31.062 41.200
01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
Geldabfluss in der Periode TEuro TEuro
Zinsen 307 226
Ertragsteuern 4.299 4.116

VII. Nahestehende Parteien

Transaktionen mit Nahestehenden

Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Umsätze aus Geschäften mit Gesellschaftern, leitenden Angestellten oder von diesen kontrollierten Unternehmen erzielt worden.

Zwischen konsolidierten Gesellschaften und Vorstandsmitgliedern, Geschäftsführern, deren nahen Angehörigen und von diesen kontrollierten Unternehmen bestehen Mietverträge über verschiedene Objekte. Im Berichtszeitraum wurden hierfür Mietaufwendungen in Höhe von TEuro 167 (01.01.-30.09.2001: TEuro 584) erfolgswirksam berücksichtigt.

VIII. Segmentberichterstattung

Geschäftsstellen der Firmengruppen bestehen im Inland in Aachen, Berlin, Bottrop, Chemnitz, Cottbus, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Eschborn, Freiburg, Friedrichshafen, Gaildorf, Gera, Großostheim, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Höchberg, Ingolstadt, Karlsruhe, Kassel, Köln, Krefeld, Magdeburg, Mannheim, Mainhausen, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Regensburg, Rottenburg, Schorndorf, Schkeuditz, Schwarzheide, Solingen, Stuttgart, Sulz, Villingen-Schwenningen und Weimar.

Ausländische Geschäftsstellen bestehen in Bozen (Italien), Linz (Österreich), Son (Niederlande), Chippenham (Großbritanien), in Gland, Fehraltdorf und Regensdorf (Schweiz), Strasbourg (Frankreich), Turnhout (Belgien) und in Madrid (Spanien).

Die Verwaltung der Gruppengesellschaften ist im Wesentlichen in Gaildorf zentralisiert.

01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
Externe Umsätze nach Segmenten
Segmenten
TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
415.014
138.812
356.267
102.532
Unternehmen insgesamt 553.826 458.799
01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
Abschreibungen nach Segmenten
nach Segmenten
TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
5.376
972
7.251
880
Unternehmen insgesamt 6.348 8.131
01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
Betriebsergebnis nach Segmenten
Betriebsergebnis nach Segmenten
TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
7.450
4.055
6.928
2.368
Betriebsergebnis insgesamt
Finanzergebnis
11.505
414
9.296
1.046
Ergebnis vor Steuern 11.919 10.342
30.09.2002 Vorjahr
Bruttovermögen nach Segmenten
Segmenten
TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
185.054
56.792
179.411
49.863
Bilanzsumme 241.846 229.274
30.09.2002
Langlebige Wirtschaftsgüter *) nach Segmenten TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
16.879
2.794
12.041
2.901
Unternehmen insgesamt 19.673 14.942

*) Software, geleistete Anzahlungen, Kundenstämme und Sachanlagen.

30.09.2002 Vorjahr
Kundenstämme nach Segmenten TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
3.581
1.313
0
1.425
Unternehmen insgesamt 4.894 1.425
30.09.2002 Vorjahr
Geschäfts- und Firmenwerte nach Segmenten TEuro TEuro
Systemintegration
eCommerce
49.262
9.074
41.566
9.084
Unternehmen insgesamt 58.336 50.650

Geographische Informationen

Im Berichtszeitraum können die folgenden Beträge geographisch zugeordnet werden.

01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
TEuro TEuro
441.504
112.322
404.844
53.955
553.826 458.799

Die Umsätze werden dem Land zugeordnet, in dem das Unternehmen seinen Firmensitz hat. Es werden aus der Sicht der Gesellschaft ausschließlich Umsätze im eigenen Land getätigt.

Die langlebigen Wirtschaftsgüter verteilen sich folgendermaßen auf die Regionen:

30.09.2002 Vorjahr
Langlebige Wirtschaftsgüter *) nach Regionen
Langlebige
Regionen
TEuro TEuro
Inland
Ausland
14.555
5.118
12.625
2.317
Unternehmen insgesamt 19.673 14.942

Alle langlebigen Wirtschaftsgüter befinden sich in dem Land, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat.

*) Software, geleistete Anzahlungen, Kundenstämme und Sachanlagen.

IX. Gewinn je Stammaktie

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des gewöhnlichen und des verwässerten Nettogewinns je Stammaktie:

01.01.-
30.09.2002
01.01.-
30.09.2001
TEuro TEuro
(ausgenommen Stückzahl und Betrag je Aktie)
Periodenüberschuss / Nettogewinn
für Stammaktionäre
7.620 6.244
Gewichteter Durchschnitt der
ausstehenden Stammaktien
20.200.000 20.200.000
Gewinn und verwässerter Gewinn je Stammaktie 0,3772 0,3091

X. Vergütung der Organe

Vorstand

Die Bezüge des Vorstands der Bechtle AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt TEuro 669.

Aufsichtsrat

Die Bezüge des Aufsichtsrats der Bechtle AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEuro 27 (01.01.-30.09.2001: TEuro 28).

XI. Organe

Mitglieder des Vorstands

Gerhard Schick Vorstandsvorsitzender verantwortlich für Finanzen, Unternehmensplanung und Öffentlichkeitsarbeit

Ralf Klenk Chief Operating Officer verantwortlich für Segment Systemhäuser, Logistik & Service, IT und Personal Jürgen Renz verantwortlich für Segment eCommerce

Dr. Rainer Eggensperger verantwortlich für Geschäftsbereich Lösungen und Zukunftsaufgaben

Mitglieder des Aufsichtsrats

Klaus Winkler Geschäftsführer Vorsitzender des Aufsichtsrats

  • Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Sick AG, Waldkirch
  • Mitglied des Aufsichtsrats der Infoman AG, Stuttgart

Kurt Dobitsch Unternehmer Stellvertretender Vorsitzender

  • Aufsichtsratsvorsitzender der United Internet AG, Montabaur,
  • Mitglied des Aufsichtsrats der R+S AG, Denkendorf, der Finex AG, Ebersberg, der 1&1 Internet AG, Karlsruhe, der Adlink AG, Montabaur sowie der Nemetschek AG, München

Otto Beilharz Geschäftsführer

  • Mitglied des Aufsichtsrats der Kellner & Kunz AG, Wien

Anzahl der Aktien an der Bechtle AG

Den Vorstandsmitgliedern Dr. Rainer Eggensperger und Jürgen Renz wurden jeweils 10.000 Aktienbezugsrechte gewährt.

Vorstand 30.09.02 30.09.01
Gerhard Schick
Ralf Klenk
Jürgen Renz
Dr. Rainer Eggensperger
1.226.655
852.462
950
5.716
1.226.655
852.462
950
5.716
Aufsichtsrat 30.09.02 30.09.01
Klaus Winkler
- im Eigentum
- für BWK GmbH UnternehmensBeteiligungsGesellschaft
Kurt Dobitsch
Otto Beilharz
650
3.916.507
0
4.448
650
3.916.507
0
4.448

Gaildorf, im November 2002

Bechtle AG

Der Vorstand

www.bechtle.com www.bechtle.com .bechtle.com

Bechtle AG Postfach 166 74402 Gaildorf Deutschland

Telefon: +49 (0) 79 71 /95 02-24 Telefax: +49 (0) 79 71 /95 02-11 E-Mail [email protected]