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Bechtle AG Governance Information 2012

Apr 10, 2013

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Governance Information

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Publication

Bechtle AG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

AN UNSERE AKTIONÄRE

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bechtle Gruppe hat 2012 trotz gesamtwirtschaftlich schwieriger werdender Rahmenbedingungen ein gutes Geschäftsergebnis erzielt, auch wenn wir uns zu Jahresbeginn eine noch stärkere Leistung zugetraut hatten. Dennoch ist der Konzern seiner Strategie treu geblieben: Wachstum ja, aber nicht um jeden Preis. Nach zwei überaus erfolgreichen Ausnahmejahren ging es im abgeschlossenen Geschäftsjahr vor allem darum, die richtigen Weichen für eine prosperierende Zukunft zu stellen. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür haben wir mit den umfangreichen Investitionen zur Stärkung unseres Leistungsportfolios geschaffen. Der dafür notwendige Mitarbeiteraufbau geht kurzfristig zulasten des Ergebnisses. Perspektivisch jedoch werden diese Maßnahmen schon recht bald Früchte tragen. Bechtle ist auf Basis der bisherigen Entwicklung sehr gut aufgestellt und stärker als je zuvor. Ein großer Anteil an diesem Erfolg gehört den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Bechtle. Mit ihrer Leistungsfähigkeit, ihrer Kompetenz und ihrem Engagement sind sie ein wesentlicher Garant für die positive Entwicklung des Unternehmens. Für diese Leistung bedankt sich der Aufsichtsrat der Bechtle AG ganz ausdrücklich.

Der Aufsichtsrat nahm 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Wir haben den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und dabei die Geschäftsführung und -entwicklung der Gesellschaft eng begleitet und überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren oder in welche der Aufsichtsrat kraft Gesetzes oder Satzung einzubeziehen war, wurden wir unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Im Mittelpunkt der Beratungen standen 2012 die strategische Ausrichtung des Konzerns und in diesem Zusammenhang die Prüfung neuer Märkte sowie der Ausbau der Geschäftsfelder. Des Weiteren berieten wir intensiv zum Mitarbeiterausbau sowie zu den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen und den Baumaßnahmen am Standort Neckarsulm. Kennzeichnend für die Zusammenarbeit der Gremien war ein intensiver und offener Dialog.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte und zustimmungspflichtigen Vorgänge. Dazu zählten vor allem die Geschäftsentwicklung des Konzerns, maßgebliche Investitionsvorhaben, die Risikosituation, das Chancen- und Risikomanagement sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie.

Auch außerhalb der turnusgemäß festgelegten Sitzungen stand insbesondere der Vorstandsvorsitzende in engem Kontakt mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern. Zusätzlich unterrichtete der Vorstand das gesamte Gremium monatlich über wichtige operative Kennzahlen, die Erfüllung der Geschäftsplanung und die Beschäftigungssituation - jeweils für den Konzern, die Segmente sowie alle wesentlichen Tochtergesellschaften. In vierteljährlichen Sitzungen haben wir zudem das abgelaufene Quartal sowie die kurz- bis mittelfristigen Perspektiven intensiv erörtert.

Regelmäßig hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie mit der Vermögens- und Finanzlage und der Umsetzung der Strategie beschäftigt. Wir haben uns zudem kontinuierlich mit der Risikosituation auseinandergesetzt und aktiv das Kontroll- und Risikomanagementsystem der BECHTLE AG begleitet und fortgeschrieben.

Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Information durch den Vorstand sowie der eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion vollumfänglich nachkommen. Wir können bestätigen, dass der Vorstand in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat im Bedarfsfall regelmäßig die Rechts- und Complianceabteilung sowie das Konzerncontrolling zurate gezogen und das Risikomanagementsystem aktiv genutzt.

Sitzungen und Schwerpunkte

Im Berichtsjahr fanden fünf ordentliche Plenumssitzungen des Aufsichtsrats statt: am 26. Januar, 13. März (Bilanzsitzung für den Abschluss 2011), 20. Juli und 23. Oktober. Infolge des Ausscheidens von Gerhard Schick und der von der Hauptversammlung beschlossenen Ergänzungswahl von Prof. Dr. Thomas Hess hielt das Gremium am 19. Juni eine konstituierende Sitzung ab. Über Vorhaben oder Aspekte, die für die Entwicklung des Unternehmens von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, hat der Vorstandsvorsitzende den Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Neben den Sitzungsbeschlüssen fassten das Gremium beziehungsweise seine Ausschüsse in sachlich gebotenen, insbesondere in eilbedürftigen Fällen auch Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse bedurften, haben wir in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Gremium in seiner Bilanzsitzung den Jahresabschluss des Vorjahres festgestellt, den Konzernabschluss des Vorjahres gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt und die Unternehmensplanung 2012 verabschiedet.

Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:

die Strategie sowie Zwischenziele des Konzerns
die Unternehmensplanung 2012
die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns
die Zusammensetzung des Aufsichtsrats
die Prüfung von Akquisitionsvorhaben
die Erschließung neuer Ländermärkte
das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Vorstand der BECHTLE AG gab es im Berichtsjahr keine personellen Änderungen. Gerhard Schick schied am 19. Juni 2012 aus dem Aufsichtsrat aus. Neu in den Aufsichtsrat wählte die Hauptversammlung mit Wirkung zum 20. Juni Prof. Dr. Thomas Hess. Der Vorsitz des Gesamtplenums wurde mit Wirkung zum 20. Juni dem langjährigen Aufsichtsratsmitglied Klaus Winkler übertragen. In Anerkennung seiner großen unternehmerischen Leistungen für BECHTLE hat der Aufsichtsrat der BECHTLE AG Gerhard Schick zum Ehrenvorsitzenden des Gremiums ernannt. Gerhard Schick hat als Mitgründer und langjähriger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender die Entwicklung von BECHTLE entscheidend geprägt. Gemeinsam mit Ralf Klenk hat er eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte geschrieben und nach dessen Ausscheiden konsequent weitere Kapitel hinzugefügt. Seine Kompetenz, sein unternehmerisches Geschick, sein kaufmännischer Sachverstand wie auch seine Fähigkeit, das Unternehmen stets den Erfordernissen des Markts entsprechend weiterzuentwickeln, bestimmten seine überaus erfolgreiche Tätigkeit an der Spitze von BECHTLE. Der Aufsichtsrat dankt Gerhard Schick im Namen des Vorstands sowie aller Mitarbeiter der BECHTLE AG für seine herausragenden Verdienste und sein großes persönliches Engagement.

Arbeit der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur Wahrung seiner Aufgaben drei Ausschüsse gebildet. Der Prüfungsausschuss trat am 25. Januar, 12. März, 19. Juni, 9. und 19. Juli sowie am 22. Oktober 2012 zusammen. Zusätzlich tagte er im Rahmen von Telefonkonferenzen am 14. Mai, 27. Juni, 9. August sowie am 12. November 2012. Der Ausschuss beschäftigte sich 2012 vorrangig mit den Zwischenberichten, den vorbereitenden Prüfungen von Jahres- und Konzernabschluss, dem Gewinnverwendungsvorschlag sowie mit der Überprüfung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Gegenstand der Beratungen waren außerdem die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte sowie die Vereinbarung des Prüfungshonorars. Daneben standen auch zustimmungspflichtige Geschäfte - wie Akquisitionen und langfristige Verträge - sowie die Corporate Governance auf der Agenda.

Der Personalausschuss trat 2012 in drei Sitzungen am 25. Januar, 13. Juni und am 22. November zusammen. Im Mittelpunkt seiner Beratungen stand das Vergütungssystem des Vorstands.

Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG wurde 2012 nicht einberufen.

Beim Vorsitz der Ausschüsse ergaben sich Veränderungen: Bis zu seinem Ausscheiden leitete der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Schick den Personalausschuss. Dr. Jochen Wolf hatte bis zum 19. Juni den Vorsitz des Prüfungsausschusses inne. Er steht mit Wirkung zum 20. Juni nun dem Personalausschuss vor. Der Vorsitz des Prüfungsausschusses wurde dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Winkler übertragen.

Im Geschäftsjahr 2012 haben wir unsere Aufsichtsratstätigkeit gemäß dem Leitfaden "Effizienzprüfung im Aufsichtsrat" der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. evaluiert. Auf Basis der Auswertungen entwickeln wir weitere Empfehlungen für die zukünftige Arbeit im Aufsichtsrat. Die Umsetzung dieser Empfehlungen verfolgen wir im Gremium konsequent. Grundlegendes Ergebnis der Überprüfung ist, dass die Arbeitsabläufe und Prozesse im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Wir haben uns intensiv mit dem Regelwerk des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) auseinandergesetzt. Zur Kontrolle der Einhaltung des DCGK haben wir die Umsetzung der Empfehlungen überprüft. Wir haben zusammen mit dem Vorstand im Januar 2013 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG erneuert. Die Abweichungen von den Empfehlungen der Regierungskommission sind im Corporate-Governance-Bericht ausführlich erläutert. Die Entsprechenserklärungen der letzten fünf Jahre sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance sind den Aktionären im Internet unter www.bechtle.com/corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Plenum unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2012

Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 hat die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, gewählt. Sie hat nach der Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BECHTLE AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte der BECHTLE AG und des BECHTLE Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagement- und -früherkennungssystems geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der BECHTLE AG wurde nach IFRS aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass dieser Konzernabschluss die Bedingungen für eine Befreiung von der Aufstellung eines Abschlusses nach deutschem Recht erfüllt. Gegenstand der Prüfung waren auch das vom Vorstand einzurichtende Überwachungssystem zur Risikofrüherkennung sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die installierten Systeme geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Die Unterlagen zu den Abschlüssen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugesandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt. An der Bilanzsitzung am 12. März 2013 nahm auch der Abschlussprüfer teil.

Der Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gemäß Ziffer 7.2.1 des DCGK vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten ist. Ferner haben wir gemäß Ziffer 7.2.3 des DCGK den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus trafen wir gemeinsam mit dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer die Vereinbarung, dass er uns informiert beziehungsweise in den Prüfungsberichten vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand beziehungsweise Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum DCGK ergeben.

Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des DCGK überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Darin wird über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer beziehungsweise seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. In der Bilanzsitzung vom 12. März 2013 haben wir den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgend den Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und zur Zahlung einer Dividende von 1,00 € je Aktie schließt sich der Aufsichtsrat an. Wir sind mit Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands einverstanden und halten den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Besondere Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme beziehungsweise Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der BECHTLE AG sowie im Konzernlagebericht des BECHTLE Konzerns nicht enthalten.

Vorstand und Mitarbeiter von BECHTLE haben im zurückliegenden Geschäftsjahr sehr viel geleistet. Weichenstellungen für eine auch langfristig erfolgreiche und ertragreiche Zukunft des BECHTLE Konzerns wurden trotz schwierigem Marktumfeld vorangetrieben. Die Aktionäre von BECHTLE werden auch in den kommenden Jahren Freude an ihrem Unternehmen haben.

Neckarsulm, 12. März 2013

Für den Aufsichtsrat

Ihr Klaus Winkler, Vorsitzender

Konzernlagebericht

UNTERNEHMEN

KONZERNSTRUKTUR

Der Bechtle Konzern, einer der führenden Anbieter für Informationstechnologie in Europa, hat seine Organisations- und Managementstrukturkonsequent an der Strategie und den langfristigen Zielsetzungen der Vision 2020 ausgerichtet. Die strukturellen Maßnahmen im Berichtsjahr haben direkt oder indirekt zur Strategieumsetzung beigetragen und dienen damit der Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Mit einer segmentübergreifenden leistungsstarken Logistik, einer effizienten Vernetzung der dezentral geführten Systemhausstandorte sowie der europaweiten markenorientierten Ausrichtung im E-Commerce hat Bechtle eine wettbewerbsfähige und an den Markterfordernissen ausgerichtete Organisation geschaffen.

Rechtliche Struktur

Die BECHTLE AG mit Hauptsitz in Neckarsulm übernimmt als Konzernmutter und Holding für die Unternehmensgruppe die strategische Unternehmensplanung sowie die zentralen Aufgaben in den Bereichen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, Zentrale IT, Human Resources, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Recht sowie Compliance. Weitere Konzernbereiche sind die Personalentwicklung und die BECHTLE Akademie, die für die Aus- und Weiterbildung sowie für die Mitarbeiterentwicklung zuständig sind. Der Holding ebenfalls zugeordnet ist die BECHTLE Logistik & Service GmbH, in der vor allem die Funktionen Einkauf, Lager, Produktmanagement und Marketing organisiert sind.

03. HOLDINGSTRUKTUR DER BECHTLE AG

BECHTLE AG
Bechtle Systemhaus Bechtle Managed Bechtle E-Commerce Bechtle Holding
Holding AG Services AG Holding AG Schweiz AG

Unterhalb der BECHTLE AG hat der Konzern eine weitere Ebene von Holdinggesellschaften implementiert, in denen die Geschäftsfelder und Marken der beiden Reportingsegmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce gebündelt werden:

die BECHTLE SYSTEMHAUS HOLDING AG, Neckarsulm, unter deren Dach die Aktivitäten der IT-Systemhäuser in Deutschland und in Österreich zusammengefasst werden
die BECHTLE MANAGED SERVICES AG, Neckarsulm, in der die Outsourcing-Dienstleistungen gebündelt sind
die BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG, Rotkreuz, in der sich sämtliche Systemhaus- und E-Commerce-Gesellschaften der Schweiz, die Handelsaktivitäten aller ARP-Gesellschaften sowie das Softwarelizenzgeschäft aller COMSOFT DIRECT Gesellschaften wiederfinden
die BECHTLE E-COMMERCE HOLDING AG, Neckarsulm, in der die Handelsaktivitäten der BECHTLE DIRECT Gesellschaften vereint sind

Der dargestellten zweiten Holdingebene sind die rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften zugeordnet. Die deutschen und österreichischen Unternehmen werden überwiegend als GmbH oder GmbH & Co. KG geführt, die Schweizer Gesellschaften weitgehend in der Rechtsform einer AG. Die Gesellschaften im sonstigen Ausland sind jeweils in einer der GmbH vergleichbaren Rechtsform organisiert. An allen Tochtergesellschaften hält die BECHTLE AG unmittelbar oder über Beteiligungsgesellschaften 100 Prozent der Geschäftsanteile.

Zweck dieser zweistufigen Holdingstruktur ist es, die dezentral agierenden Tochtergesellschaften von administrativen und unternehmensübergreifenden Aufgaben weitgehend zu entlasten sowie eine klare Führungsorganisation abzubilden. Darüber hinaus werden Kompetenzen und Ressourcen gebündelt, um Synergien zu realisieren und im Einkauf sowie in der Logistik Skaleneffekte zu erzielen.

Im Berichtsjahr hat der Vorstand keine wesentlichen Veränderungen an der bestehenden rechtlichen Struktur des BECHTLE Konzerns vorgenommen.

Mit der dargestellten strategischen Holdingorganisation verfügt die BECHTLE AG über eine wesentliche strukturelle Voraussetzung, die zukünftige Entwicklung des Unternehmens erfolgreich zu gestalten. Dennoch deckt sich die rechtliche Struktur des BECHTLE Konzerns noch nicht vollständig mit der Managementbeziehungsweise Führungsstruktur des Unternehmens. Die Führungsstruktur orientiert sich in erster Linie an den Erfordernissen des operativen Geschäfts und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Märkte. Auf mittlere Sicht sollen Rechts- und Managementstruktur allerdings weitgehend aufeinander abgestimmt sein.

Managementstruktur

Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist nach wie vor die hierarchische Trennung der durch den Vorstand ausgeübten strategischen Konzernführung von der Leitung der operativen Einheiten. Damit trägt BECHTLE den stetig wachsenden Leitungsaufgaben und dem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung. Darüber hinaus gewährleisten wir somit eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung des Konzerns, eine stärkere Unterstützung der operativen dezentralen Einheiten durch die zentralen Geschäftsbereiche sowie die führungsorganisatorische Absicherung des weiteren Wachstums der BECHTLE AG. Die beiden Geschäftssegmente IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce sind nicht nur von abweichenden internen Strukturen und Marktanforderungen geprägt, sondern haben auch für ihre Expansion unterschiedliche Entwicklungsstrategien.

04. MANAGEMENTSTRUKTUR DER BECHTLE AG

BECHTLE ist im Segment IT-Systemhaus & Managed Services ausschließlich in der D-A-CH-Region vertreten. Im Segment IT-E-Commerce hingegen baut der Konzern seine europaweite Aufstellung konsequent aus und ist derzeit in insgesamt 14 Ländern präsent.

Die Leitung der operativen Einheiten erfolgt in beiden Geschäftssegmenten durch Bereichsvorstände. Neben den segmentübergreifenden Geschäftsbereichen verantworten die Bereichsvorstände im Segment IT-Systemhaus & Managed Services jeweils die Aktivitäten der BECHTLE IT-Systemhäuser in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich sowie Managed Services. Im Segment IT-E-Commerce werden durch sie die Handelsgeschäfte der Marken ARP sowie BECHTLE DIRECT und das Softwarelizenzgeschäft der COMSOFT DIRECT Gesellschaften gesteuert.

Die Logistik & Service GmbH ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden der BECHTLE AG zugeordnet, ebenso die zentralen Funktionen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, Zentrale IT, Human Resources und Personalentwicklung sowie Recht.

Standorte

Die Konzernzentrale der BECHTLE Gruppe ist in Neckarsulm. Hier haben neben der BECHTLE AG auch die Logistik & Service sowie die deutschen Zwischenholdings ihren Sitz.

Im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft des Segments IT-Systemhaus & Managed Services ist der Vor-Ort-Kontakt zum Kunden von entscheidender Bedeutung. Deshalb haben wir ein flächendeckendes Netz an IT-Systemhäusern, das sich auf über 65 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstreckt. In dieser Struktur agieren die Geschäftsführer der operativen Tochtergesellschaften als selbstständige Unternehmer mit hoher Eigenverantwortung in ihrem jeweiligen lokalen Markt. Ein konsequent ergebnisorientiertes Vergütungssystem unterstützt und fördert dabei das unternehmerische Handeln der Geschäftsführer.

Im Berichtsjahr hat der Konzern im Segment IT-Systemhaus & Managed Services seine flächendeckende Marktpräsenz sowie Technologieposition in der D-A-CH-Region vor allem durch Firmenkäufe weiter ausgebaut. So hat BECHTLE mit dem Kauf der KUMAtronik GmbH die starke Marktpräsenz in Süddeutschland verstärkt. Die bestehenden Standorte in Friedrichshafen und Stuttgart wurden vergrößert und Standorte in Ulm und Augsburg kamen neu dazu. Der Kauf der Redmond Integrators GmbH, Bochum, diente vor allem dem Ausbau der Kompetenz im zukunftsträchtigen Geschäft mit Microsoft-SharePoint-Lösungen. Neu gegründet wurde die BECHTLE Remarketing GmbH mit Sitz in Wesel. Das Tochterunternehmen ist auf die Vermarktung gebrauchter IT spezialisiert. Unseren Standort in Oldenburg haben wir im Juni 2012 geschlossen. Die Betreuung der Wirtschaftsregion Bremen/Oldenburg übernehmen nun unsere Systemhäuser in Bremen, Hamburg und Hannover.

05. SYSTEMHAUS-STANDORTE DER BECHTLE AG

Die BECHTLE Gruppe umfasst zum Zeitpunkt der Berichterstattung 55 IT-Systemhäuser sowie 22 Vertriebsbüros in 14 Bundesländern Deutschlands. In der Schweiz verfügt die BECHTLE AG über elf Systemhausstandorte in acht Kantonen und in Österreich über Lokationen in Wien und St. Pölten sowie weitere Vertriebsstützpunkte in Graz und Innsbruck.

Die BECHTLE AG unterhält im Segment IT-E-Commerce mit der Marke BECHTLE DIRECT Standorte in 14 europäischen Ländern. Der Konzern hat sich unter anderem aufgrund der Wachstumsaussichten im April 2012 für den Eintritt in den ungarischen Markt entschieden.

Mit der COMSOFT DIRECT, dem Spezialisten für Software und Lizenzmanagement, ist der Konzern aktuell in acht und mit der Handelsmarke ARP in fünf europäischen Ländern präsent. Darüber hinaus betreibt ARP eine Einkaufsgesellschaft in Taiwan.

06. E-COMMERCE-STANDORTE DER BECHTLE AG

Zur BECHTLE AG gehören damit insgesamt etwa 90 operative Unternehmen und Beteiligungen, die in der Anlage A zum Anhang aufgeführt sind. Der überwiegende Teil der IT-Systemhäuser sowie Service- und Handelsgesellschaften liegt in Deutschland sowie in der Schweiz. Der größte der insgesamt fast 70 Standorte in Europa ist zugleich der Sitz der Firmenzentrale in Neckarsulm mit mehr als 1.200 Mitarbeitern.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die IT wird von Unternehmen längst als Produktionsfaktor verstanden, der maßgeblich Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. Die Leistungsfähigkeit der IT wird damit zum kritischen Erfolgsfaktor, der an den geschäftlichen Erfordernissen der Kunden ausgerichtet werden muss. Die Dynamik der technologischen Innovation erhöht gleichzeitig die Komplexität und infolge steigen die Kundenanforderungen an den IT-Dienstleister. Kompetenz in der Breite und Tiefe ist daher ausschlaggebend für eine erfolgreiche Positionierung im Wettbewerb. Die Bechtle Gruppe hat ihr Geschäftsmodell und die internen Prozesse auf diese Komplexität und Dynamik konsequent ausgerichtet. Die Qualifikation und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter, unsere langjährigen Herstellerpartnerschaften, unsere logistische Kompetenz sowie unsere finanzielle Solidität überzeugen nicht nur mittelständische Unternehmen, sondern auch Kunden des öffentlichen Sektors und international agierende Großkonzerne.

Geschäftsfelder

Die BECHTLE AG gliedert ihre Aktivitäten in zwei Segmente. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betreut BECHTLE die Kunden von der IT-Strategieberatung über die Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services sowie Schulungen bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Internet, Katalog und Telefon gestützten Handelsaktivitäten des Konzerns. Mit den Marken ARP, BECHTLE DIRECT und COMSOFT DIRECT verfolgt BECHTLE in diesem Segment eine Mehrmarkenstrategie.

07. DIENSTLEISTER "ALLES AUS EINER HAND"

IT-INFRASTRUKTUR-DIENSTLEISTER
Leistungsstark vor Ort Industrialisierte zentrale Services
IT-Produkte IT-Lösungen Managed Services
Beschaffen Implementieren Betreiben
Umfangreiches Portfolio "People Business" - Kundennähe Einsatz industrialisierter zentraler
mit 51.000 Produkten durch Systemhaus-Betreuung Serviceeinheiten, 24 x 7
Führend im E-Procurement vor Ort Strategischer Outsourcingpartner
mit bios® 1.800 qualifizierte Spezialisten für IBM in Europa
Kompetente Beratung stehen regional zur Verfügung Mehr als 500.000 betreute
Leistungsstarke Logistik Multi-Vendor-Ansatz: IT-Arbeitsplätze
mehr als 7.000 Zertifizierungen
Optimale Technologieversorgung Beste Lösung - Kostensenkung und Konzentration
unabhängig vom Hersteller auf Kernkompetenz

Leistungsspektrum und Prozesse: IT-Systemhaus & Managed Services

Das Leistungsangebot von BECHTLE im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst die gesamte Wertschöpfungskette der IT. Wesentlich für das Dienstleistungsangebot ist, dass BECHTLE "alle s aus einer Hand" anbietet. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots, bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit Hard- und Software, ist BECHTLE in der Lage, für jeden Kunden eine bedarfsorientierte Lösung zu erarbeiten. Das Produktportfolio wird dabei kontinuierlich überprüft und den Markt- und Kundenerfordernissen angepasst.

Über 1.800 Servicemitarbeiter sowie zertifizierte Spezialisten und Systemingenieure bieten den Kunden im IT-Lösungsbereich Fachwissen, hohe Detailkompetenz, langjährige IT-Projekterfahrung und die Fähigkeit, individuelle Anforderungen schnell umsetzen zu können. In überregional tätigen Competence Centern hat BECHTLE Spezialisten-Know-how zu komplexen Lösungsthemen gebündelt. Mehr als 7.000 Zertifizierungen aller namhaften Hersteller garantieren höchste Qualifizierung bei unseren Serviceleistungen.

• BECHTLE IT - Lösungen.

Die BECHTLE IT-Lösungen bieten ein vollständig integriertes Portfolio zu den folgenden Themen:

• Client Management.

Client-Management-Lösungen von BECHTLE standardisieren und optimieren die IT-Arbeitsplatzlandschaft und schaffen so die technischen Voraussetzungen für zukunftssichere Bereitstellungskonzepte. Das Angebot reicht dabei von Mobile Solutions über Virtual Client und Print Solutions bis hin zu Software Deployment. Mit den Managed Workplace Services übernimmt BECHTLE die volle Funktions- und Kostenverantwortung bei gleichzeitiger Optimierung und laufender Modernisierung der IT-Arbeitsplätze des Kunden.

• Server & Storage.

Diese Leistungen umfassen die herstellerunabhängige Beratung, Projektierung und den Betrieb virtualisierter Server- und Storage-Systeme mittels automatisierter Lösungen. Durch die Auswahl einer geeigneten Infrastrukturlösung in Bezug auf technologische Leistungsfähigkeit, Stromversorgung und Kühlung sowie ein aktives Energiemanagement trägt BECHTLE dazu bei, die Energiekosten seiner Kunden deutlich zu senken. Als IT-Komplettanbieter verbindet BECHTLE effiziente Systemintegration mit umfangreichem Know-how bei Planung und Aufbau zukunftsfähiger Datacenter.

• Networking Solutions.

Ziel ist eine reduzierte Komplexität bei gleichzeitiger Kostensenkung. Eine vereinfachte Netzwerkverwaltung, WAN-Optimierung, die Anbindung mobiler Mitarbeiter, LAN-Security sowie der Aufbau von sicheren drahtlosen Netzwerken und die Berücksichtigung neuer Technologietrends wie BYOD bilden die Schwerpunkte einer zukunftsfähigen und kosteneffizienten Netzwerkinfrastruktur. Zertifizierte Experten von BECHTLE sorgen von de r Netzwerkanalyse bis hin zum Netzwerkbetrieb für eine hohe Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Infrastruktur. Gemeinsam mit führenden Herstellern vertreibt BECHTLE zu den Themen "Collaboration" und "Unified Communication" integrierte Konzepte für Konferenzlösungen, IP-Kommunikation, Instant Messaging, mobile Anwendungen und Telepresence.

• Virtualisierung.

Um signifikante Energie- und Kosteneinsparungen zu erzielen, setzen Unternehmen auf Virtualisierung als Basistechnologie für die Konsolidierung von Server-, Storage- und Netzwerkinfrasrukturen im Rechenzentrum. BECHTLE bietet von der Beratung bis zum Betrieb Virtualisierungslösungen für Server, Storage, Clients und Applikationen. Aufbauend auf der klassischen Konsolidierung und der Optimierung hinsichtlich Verfügbarkeit, Sicherheit und Management ermöglichen wir unseren Kunden den bestmöglichen Virtualisierungsgrad im Datacenter. Themen wie Automatisierung, Service-Level-Vereinbarungen und Prozessmanagement sowie Selfservices stehen dabei im Fokus.

• IT Security.

IT Security von BECHTLE umfasst Lösungskompetenz aus einer Hand und sorgt beim Kunden für maximalen Schutz der Unternehmensdaten im Rahmen der technischen und organisatorischen IT-Sicherheit. Unsere zertifizierten Sicherheitsexperten planen und entwickeln IT-Security-Strategien beziehungsweise implementieren und betreuen IT-Sicherheitsinfrastrukturen. Darüber hinaus bieten wir Lösungen rund um den betrieblichen Datenschutz. Qualifizierte Datenschutzbeauftragte mit Praxiserfahrung, IT-Sicherheitsbeauftragte und Juristen übernehmen kompetent und zuverlässig Beratung, Konzeption und Realisierung.

• Software.

BECHTLE ist wichtiger Software- und Beratungspartner für Industriekunden. Mit über 750 Softwarezertifizierungen realisieren unsere Anwendungsexperten Softwareprojekte mit Lösungen aus den Bereichen CAD, ERP/PPS, CRM, SAP, BI, DMS, Groupware und SharePoint. BECHTLE verbindet Expertenberatung im Lizenzmanagement mit umfangreichem Know-how zu marktführenden Anwendungslösungen im Mittelstand. Wir helfen, mit dem passenden Softwaremodell Kosten zu senken, unterstützen bei der Optimierung von Geschäftsprozessen und integrieren zukunftssichere, produktive Anwendungslösungen.

• Cloud Computing.

Den modernen Anforderungen an eine Erhöhung der geschäftlichen Flexibilität und Mobilität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung begegnet BECHTLE durch die Bereitstellung von speziellen Cloud Services und Cloud-Technologien auf Grundlage einer dynamischen Infrastruktur. Das Unternehmen verfügt in diesem Bereich über ein umfangreiches Leistungsangebot angefangen von der Beratung über die Integration und den Betrieb von Cloud-Technologien bis hin zu schlüsselfertigen Komplettlösungen. Zertifizierte Spezialisten und Business-Architekten identifizieren den Bedarf an cloudfähigen IT-Services und ermitteln auf dieser Basis die optimale Cloud-Strategie und Cloud-Architektur für den Kunden. Darüber hinaus agieren wir als herstellerunabhängiger Generalunternehmer und übernehmen die Verantwortung für die vollständige Cloud-Infrastruktur oder auch den Betrieb der implementierten Lösungen in Form von Managed Cloud Services.

08. LEISTUNGSANGEBOT MANAGED SERVICES

BECHTLE MANAGED SERVICES
Maintenance & Repair Managed Cloud Services Managed IT & Outsourcing
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• Clients • Infrastructure as a Service • Service Desk
• Drucker • Software as a Service • Managed Workplace
• Server • Managed Print Solutions
• Storage • Managed Datacenter
• Netzwerk • Managed Network & Security
• Managed Application

• Managed Services.

Mit Managed Services übernimmt BECHTLE die Verantwortung für definierte Betriebsaufgaben rund um die IT der Kunden. Abgestimmte Service-Level-Vereinbarungen stellen dabei die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur sicher. Mit dem Remote-Betrieb oder der Vor-Ort-Betreuung von Servern, Clients, Druckern und Netzwerken auf Basis standardisierter Betriebskonzepte sowie einem ganzheitlichen mehrsprachigen Benutzerservice für die IT-Infrastruktur der Kunden gewährleistet BECHTLE über den gesamten Lebenszyklus eine optimale Funktionsfähigkeit der IT-Systeme bei gleichzeitiger Kosteneffizienz. Individuelle Finanzierungsmodelle wie Leasing ergänzen dabei die technischen Lösungen.

• Maintenance & Repair.

Die IT-Infrastruktur von Unternehmen fällt in der Praxis häufig sehr heterogen aus. Die jeweiligen Hersteller verantworten lediglich eigene Produkte und bieten meist sehr unterschiedliche Service-Levels an. Die Gesamtverantwortung sowie die Koordination und Kontrolle zahlreicher Ansprechpartner liegen oft beim Kunden. BECHTLE sorgt hier mit einer zentralen Anlaufstelle sowie einer integrierten Garantie- und Ersatzteilabwicklung für einen effizienten Ablauf sämtlicher Serviceprozesse. Für die reibungslose Erbringung internationaler Maintenance & Repair Services greifen wir auf ein etabliertes weltweites Partnernetzwerk zurück.

• Managed Cloud Services.

Das Thema Cloud Computing setzt sich am Markt zunehmend durch und steht an der Schwelle zum breiten Einsatz auch in mittelständischen Unternehmen. Insbesondere hier suchen Geschäftskunden nach Einstiegslösungen, die einfach zu integrieren, flexibel zu nutzen und kompromisslos bei der Datensicherheit sind. Als Antwort auf diese Anforderungen bietet BECHTLE passgenaue Lösungsmodule als Managed Cloud Services an, die die Geschäftsprozesse unserer Kunden bestmöglich unterstützen. Auf Basis unserer Managed Cloud Services liefern wir bedarfsgerechte Lösungen, die die IT unserer Kunden kosteneffizient und zukunftsfähig macht. Die jeweiligen Leistungen werden auf der BECHTLE Cloud-Plattform bereitgestellt und sind entsprechend dem tatsächlichen Bedarf fakturierbar. Die Daten verbleiben dabei immer in Deutschland.

• Managed IT & Outsourcing.

BECHTLE hat sich auf Managed-IT- & Outsourcing-Leistungen spezialisiert und übernimmt die professionelle Bereitstellung von Arbeitsplatz- und Rechenzentrumsumgebungen unter strengen Service-Level-Vereinbarungen. Der Konzern ist dabei in der Lage, den Kunden zukunftsfähige adaptierbare IT-Konzepte anzubieten, die Vor-Ort-Leistungen, Unterstützung auf Abruf sowie Remote-Services in optimaler Weise miteinander kombinieren. BECHTLE arbeitet hier mit einem modularen Angebotskatalog mit über 500 vordefinierten Services, der für höchstmögliche Standardisierung steht.

• Remarketing.

Im September 2012 gründete BECHTLE eine Gesellschaft, die auf die Wiedervermarktung gebrauchter IT spezialisiert ist. BECHTLE baut damit seine Position als IT-Gesamtlösungsanbieter weiter aus, denn die Kunden profitieren bei Rolloutprojekten von einem Rundumservice. Durch die Kombination aus Neugeräteanlieferung und gleichzeitiger Rücknahme der Altgeräte gewährleisten wir als zuverlässiger IT-Logistikpartner den sicheren Abtransport der Systeme bis hin zu einer zertifizierten Datenlöschung. Darüber hinaus können die Altsysteme im Bedarfsfall einer ressourcenschonenden Wiederverwertung zugeführt werden.

• Competence Center.

Ein wichtiges Standbein im Leistungsspektrum von BECHTLE sind die sogenannten Competence Center. Bestimmte Schwerpunktdienstleistungen werden vom Markt stärker nachgefragt. Um den Kunden für diese Services immer das aktuell nötige Expertenwissen zur Verfügung stellen zu können, bündelt die BECHTLE Gruppe dieses Know-how in 13 Competence Centern. Die Competence Center stehen grundsätzlich allen Standorten im Rahmen der Leistungserbringung als interne Serviceeinheiten zur Verfügung.

• Schulungszentren.

Das maßgeschneiderte Seminarkonzept der 21 bundesweiten BECHTLE Schulungszentren folgt konsequent den Anforderungen des Markts. Bei mehr als 15.000 Seminarterminen zu 500 aktuellen Themen rund um die IT ist das Angebot breit gefächert. Für Kunden mit mehreren Niederlassungen ermöglicht diese Präsenz firmeneinheitliche Schulungen jeweils direkt vor Ort.

• Standortübergreifender Know-how-Transfer.

Bei der zunehmenden Komplexität und Vielfalt in der IT ist es für ein einzelnes Systemhaus schwierig, alle Themen in der nötigen Tiefe zu beherrschen. Um dennoch im regionalen Wettbewerb zu bestehen, hat BECHTLE auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter an der Fokussierung der IT-Leitthemen sowie am Konzept zum standortübergreifenden Know-how-Transfer gearbeitet. Ziel ist es, die Bereitstellung von Expertenwissen in allen Projekten gleichermaßen zu gewährleisten, unabhängig vom Sitz des jeweiligen Systemhauses. Ausgehend von den Competence Centern wird daher die Zusammenarbeit mit den Standorten der regionalen Cluster optimiert. Die einzelnen projektverantwortlichen Systemhäuser investieren beispielsweise in die Vertriebs- und Beratungsqualität der Schwerpunktthemen durch eine verstärkte Ausbildung der Mitarbeiter, unterstützen andere Systemhäuser bei Kundenprojekten und organisieren den erfolgreichen Wissenstransfer innerhalb eines Clusters. Es entsteht zunehmend ein System der "vernetzten Dezentralität" als schlagkräftige Organisationsform.

09. STANDORTÜBERGREIFENDER KNOW-HOW-TRANSFER

Leistungsspektrum und Prozesse: IT-E-Commerce

Im Segment IT-E-Commerce deckt BECHTLE als Fachhändler mit über 51.000 Artikeln - von der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln - alle gängigen Bereiche der IT ab. Während der Fokus bei BECHTLE DIRECT eher auf die klassische Hardware der marktführenden Hersteller gerichtet ist, findet der Kunde im Sortiment von ARP auch innovative Nischenprodukte. Darüber hinaus vertreiben die ARP-Gesellschaften mit ARP® und CLAXAN® Produkte unter eigenem Label und bieten den Kunden damit eine kostengünstige Alternative zu anderen bekannten Marken bei gleichem Qualitätsstandard.

Eine Besonderheit von BECHTLE DIRECT sind die sogenannten bios® -Shops. Hierbei handelt es sich um ein für die Bedürfnisse der Kunden maßgeschneidertes Onlinebeschaffungssystem, dessen Ziel es ist, Bestell- und Durchlaufzeiten zu verkürzen, Rahmenverträge unternehmensweit optimal auszunutzen, IT-Bestände automatisiert zu verwalten und dadurch Zeit und Kosten zu sparen. Über 21.000 BECHTLE Kunden haben europaweit mit bios® bereits ihre Prozesskosten bei der Beschaffung und Verwaltung von IT-Produkten spürbar reduziert. Bereits heute werden mehr als 40 Prozent aller Handelsaufträge der BECHTLE Gruppe über bios® -Plattformen abgewickelt. Die angebotenen Leistungen beschränken sich dabei aber nicht nur auf die Lieferung von Hard- und Software, sondern beginnen schon bei der umfassenden Beratung zu Produkten und Lösungen sowie der Erstellung von individuell zugeschnittenen Beschaffungskonzepten in Form von definierten Warenkörben und Rahmenverträgen.

10. ONLINEBESTELLUNG UND WARENVERSAND

Kunden, die bios® nutzen, profitieren von der hohen Flexibilität der Produktauswahl bei gleichzeitiger Standardisierung und können so gleichzeitig bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der eigenen IT-Infrastruktur sicherstellen.

Im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber setzt BECHTLE mit seinen bios® -Shops ebenfalls das Prinzip der kundenspezifischen Ansprache konsequent weiter fort. Mit der Unterteilung in die Themenbereiche Verwaltung, Gesundheitswesen, Forschung & Lehre sowie Kirche & Wohlfahrt trägt der Konzern der heterogenen Branchenausprägung der öffentlichen Hand stärker Rechnung. Die jeweiligen Bundes- und Landesbehörden, Kommunen, Kammern, Verbände sowie Bildungseinrichtungen können so auch ohne Ausschreibungen und weitere Verhandlungen auf die Sonderkonditionen der Hersteller zugreifen.

Im stark prozessgesteuerten IT-E-Commerce hat BECHTLE schlanke Abläufe etabliert, die für den Erfolg dieses Segments von großer Bedeutung sind. In gewisser Hinsicht sind die unterlegten Prozesse sogar Teil der eigentlichen Leistung. Beispielsweise wird eine Vielzahl der Bestellungen im IT-E-Commerce nach dem sogenannten Fulfilment-Prinzip abgewickelt: BECHTLE leitet eingehende Bestellungen direkt an Hersteller oder Distributoren weiter. Diese übernehmen den Versand der Ware an den Kunden im Namen und auf Rechnung von BECHTLE. Die Qualität des Versands - sie wird vor allem durch die Geschwindigkeit bestimmt - stellt BECHTLE über Vereinbarungen mit den Partnern und über tägliche Audits sicher. BECHTLE hält mithilfe des Fulfilment-Prinzips den Lagerbestand niedrig und reduziert das Risiko von Abwertungen der von sehr kurzen Innovationszyklen geprägten IT-Produkte. Der Kunde profitiert dabei von einer kurzen Lieferzeit: Bestellungen, die bis 16.30 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag versendet und in der Regel am nächsten Tag zugestellt.

Schlanke Prozesse und eine leistungsstarke Logistik sichern dem Unternehmen im Handelsgeschäft einen Wettbewerbsvorsprung. Denn die Zentralisierung von Produktmanagement, Einkauf und Lager garantiert wettbewerbsfähige Preise und sofortige Verfügbarkeit. Daher sind bei BECHTLE diese Teilbereiche für alle EU-Länder im Bereich Logistik & Service in Neckarsulm angesiedelt. Die Aktivitäten der Schweizer Systemhäuser sowie der ARP und COMSOFT Gesellschaften werden vom Logistikzentrum in Rotkreuz gesteuert. Um den zukünftigen Anforderungen an die Logistik gerecht zu werden, hat BECHTLE nach dem Ausbau der Gesamtlagerfläche und der Implementierung einer neuen Fördertechnik im Berichtsjahr die Einführung einer systemgestützten Lagerplatzverwaltung auf Basis von SAP in Neckarsulm erfolgreich abgeschlossen. Mithilfe der neuen Warehouse-Management-Lösung konnten Arbeitsabläufe insbesondere bei der Einlagerung der Produkte sowie der Kommissionierung von Warensendungen effizienter gestaltet und Fehlerquoten reduziert werden. Derzeit umfasst das zentrale Auslieferungslager in Neckarsulm eine Gesamtfläche von rund 20.000 Quadratmetern bei einer Kapazität von 7.300 Europalettenstellplätzen. Von den 51.000 angebotenen Produkten sind etwa 8.500 Artikel ständig am Lager vorrätig. Der durchschnittliche Ausstoß im Lager lag im Berichtsjahr bei 5.600 Paketen pro Tag.

Ein weiterer wichtiger Geschäftsprozess betrifft das Waren- und Preissystem sowie die einheitliche Artikeldatenbank, auf die europaweit alle Tochtergesellschaften zugreifen. Das von BECHTLE entwickelte Europäische Preissystem (EPS) liest jede Nacht mehr als 11 Millionen Preis- und Verfügbarkeitsinformationen von IT-Herstellern und Distributoren ein und kalkuliert in den jeweiligen nationalen Preisen. Über die primären Kriterien einer sofortigen europaweiten Lieferfähigkeit und des günstigsten Preises werden die Lieferanten ausgewählt. Tages- und marktaktuelle Produktinformationen stehen vollautomatisiert online für die landesspezifischen Webshops bereit.

Neben den Onlineshops und dem aktiven Telefonvertrieb gelten die Produktkataloge als weitere wichtige Vertriebsschiene im Handelsgeschäft von BECHTLE. Der Hauptkatalog von BECHTLE DIRECT erscheint zweimal im Jahr in fünf Sprachen und 17 internationalen Versionen mit einer Gesamtauflage von etwa 150.000 Exemplaren. Er ist in zwölf Produktkategorien gegliedert und enthält unter anderem Produktempfehlungen, die Artikel mit besonderer Funktion oder Ausstattung hervorheben, Infoseiten zu aktuellen IT-Trendthemen wie Cloud Computing oder Green IT, ein Hersteller- und Stichwortverzeichnis, ein umfangreiches Glossar zu IT-Fachbegriffen sowie weiterführende Verweise auf das vollständige Produktangebot der BECHTLE Onlineshops. Seit 2011 ist der BECHTLE IT-Katalog auch als App für iPad und iPhone verfügbar. Der ARP-Katalog wird in drei Sprachen zweimal jährlich mit einer Auflage von über 60.000 Exemplaren herausgegeben. In Deutschland erscheinen darüber hinaus regelmäßig BECHTLE Sonderkataloge zu speziellen Trendthemen. Die Kataloge mit detaillierten technischen Daten, Produktabbildungen und direkten Verweisen auf passendes Zubehör sind somit die optimale Ergänzung zur zentralen Onlineproduktdatenbank. Sie haben sich seit der ersten Ausgabe 1988 zum anerkannten Standardnachschlagewerk der IT-Branche entwickelt.

• Softwarelizenzierung.

Die im Bereich Softwarelizenzierung und -management in acht Ländern tätigen COMSOFT DIRECT Gesellschaften bieten den Kunden herstellerübergreifend ein Full-Service-Lösungsportfolio für Softwarelizenzen an. Die Unternehmen erhalten bei COMSOFT DIRECT individuell zugeschnittene Softwareprodukte und Lösungen. Das Angebot deckt dabei den gesamten Softwarelifecycle ab: von der Beratung über den Verkauf und die Beschaffung bis zur Wartung und zum entsprechenden Projektmanagement. Dieses Know-how wird immer wichtiger, denn die Lizenz- und Preismodelle der Hersteller werden zusehends komplexer. Gerade im Hinblick auf serviceorientierte Architekturen, in denen unterschiedliche Softwaremodule mit unzähligen Lizenzmodellen zum Einsatz kommen, wird diese Fachkompetenz kundenseitig zunehmend gefordert. COMSOFT DIRECT wählt aus seinem umfassenden Portfolio die optimalen Lizenzierungsmodelle aus und gewährleistet, dass die Kunden ihre Softwareapplikationen bestmöglich und kostenoptimiert einsetzen können. Teil des Angebots in diesem Geschäftsfeld ist dabei auch die Analyse der Lizenzierungssituation bei den Kunden, um das Optimum zwischen gesetzeswidriger Unterlizenzierung und unnötiger, kostenintensiver Überlizenzierung schnell zu erreichen.

• Software Asset Management.

Mit dem Einsatz einer modularen und zugleich kostengünstigen Software-Asset-Management-Lösung (SAM) erreichen wir eine professionelle Bestandsverwaltung der beim Kunden eingesetzten Softwarelizenzen. Durch Zugriff auf die vorhandenen IT-Bestandsinformationen wird dabei ein umfangreiches Bild über die im gesamten Unternehmen eingesetzte Software möglich, inklusive Verwendungshäufigkeit und Verteilung. In Verbindung mit der gegenwärtigen Unternehmenssituation und der geplanten Entwicklung lassen sich so umfangreiche Beratungspotenziale zur Lizenzoptimierung beim Kunden realisieren. Damit deckt COMSOFT DIRECT die gesamte Komplexität des Softwarelebenszyklus von der Einkaufsplanung über die Finanzierung, Beschaffung, Verteilung, Bereitstellung und Instandhaltung bis hin zur Ablösung ab und ermöglicht dem Kunden die kontinuierliche Optimierung seiner Produktivität bei gleichzeitig größtmöglicher Kosteneffizienz.

• Marktabdeckendes Softwareportfolio.

Analog zu BECHTLE DIRECT verfolgt der Konzern auch unter der Marke COMSOFT DIRECT die Strategie, mit einem umfangreichen Onlineportfolio über die eigenen Webshops jede businessrelevante Software zu tagessaktuellen Preisen anzubieten. Das Onlineangebotsspektrum von COMSOFT umfasst derzeit rund 10.000 Produkte von über 130 Herstellern und wird ständig erweitert. Es erstreckt sich von Betriebssystemen und Officepaketen über Softwareentwicklungswerkzeuge und Virtualisierungslösungen bis hin zu nützlichen Arbeitsplatztools. Neben der umfangreichen Auswahl hat der Kunde den zusätzlichen Vorteil, eine Vielzahl unterschiedlicher Bezugsquellen auf einen einzigen leistungsfähigen Anbieter zu konsolidieren.

Forschung und Entwicklung

Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt BECHTLE keine Forschungsaktivitäten. Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen finden jedoch sowohl zu eigenen Zwecken als auch im Rahmen von individuellen Kundenprojekten statt. Ebenso wird Software zur Abdeckung von speziellen Branchenanforderungen entwickelt und modular angeboten.

Im Geschäftsbereich Software & Anwendungslösungen ist es Teil des Angebots, zum Beispiel bei SharePoint- oder ERP-Projekten, Software im Kundenauftrag zu konzipieren, zu entwickeln und zu implementieren. Ein SharePoint-Projekt im abgeschlossenen Geschäftsjahr war die Entwicklung eines revisionssicheren Archivierungssystems. Diese Lösung gewährleistet eine revisionsfähige Archivierung für Rechnungen, Verträge und andere Dokumente inklusive Scanning und SAP-Integration auf Basis von Microsoft-Share-Point. Vorgangsbasierte Akten können so mithilfe der integrierten SharePoint-Suche und der Dokumentmetadaten flexibel abgebildet werden. Die Architektur setzt dabei vollständig auf den vom SharePoint-Server zur Verfügung gestellten Mechanismen und Schnittstellen für Archivierung und Recordsmanagement auf. Die Softwarelösung wurde von Microsoft in einem Architekturreview positiv bewertet.

Zudem entfiel Programmieraufwand auf die selbst erstellten Softwarelösungen BELOS, BECHTLE Manufacturing und BECHTLE Event & Ticketing. BELOS ist eine Ressourcenmanagementsoftware auf Basis von Lotus Notes zur Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Schulungen und Meetings. Die ursprünglich für den Eigenbedarf entwickelte Software wird mittlerweile aufgrund ihrer Sonderstellung am Markt von uns bundesweit vertrieben. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2013 soll eine neue webfähige Softwarelösung BELOS4WEB am Markt eingeführt werden, um der gestiegenen Nachfrage nach professionellen Lösungen im Veranstaltungsmanagement auf der Basis von offenen Webtechnologien Rechnung zu tragen. Mit BECHTLE Manufacturing bietet der Konzern auf Basis der ERP-Software Microsoft Dynamics ein umfassendes Gesamtpaket speziell für mittelständische Fertigungsunternehmen. Das Tool zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Funktionalität und Transparenz bei Projektmanagement, Ressourcen- und Absatzplanung, Produktionssteuerung, Service- und Reklamationsabwicklung sowie Benachrichtigungs- und Genehmigungsverfahren aus. BECHTLE Event & Ticketing - eine Anwendung ebenfalls auf Basis von Microsoft Dynamics - richtet sich gezielt an Unternehmen und Einrichtungen im Veranstaltungsbereich, die hohe Besucherzahlen abwickeln müssen. Die Softwarelösungen werden regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt. Im Competence Center Business Collaboration werden darüber hinaus individuelle Anwendungen für Lotus Notes, Webumgebungen und mobile Endgeräte entwickelt.

Weitere Entwicklungsarbeiten im Berichtsjahr betrafen die Pflege und Aktualisierung unserer Webseiten. Die Onlinelösungen der bestehenden Webshops unserer Handelsmarken ARP, BECHTLE DIRECT und COMSOFT wurden ab 1995 intern bei BECHTLE entwickelt. Seitdem übernimmt ein Team von Programmierern die kontinuierliche Pflege, die Weiterentwicklung der E-Commerce-Plattformen und die Implementierung neuer Länderseiten.

Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Entwicklungsleistungen. Kennzahlen zu F&E weist BECHTLE aufgrund des derzeit geringen Umfangs und der zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Bedeutung der Entwicklungsleistungen nicht aus.

Absatzmärkte

Die Kernzielgruppe von BECHTLE sind mittelständische Unternehmen. Dabei definiert BECHTLE den Mittelstand über die Anzahl der PC-Arbeitsplätze. Zum lokalen Mittelstand zählen Kunden mit 20 bis 50 PC-Arbeitsplätzen, der regionale Mittelstand umfasst Unternehmen mit 50 bis 250 computergestützten Arbeitsplätzen und im gehobenen Mittelstand sind Unternehmen mit 250 bis 2.000 PCs zusammengefasst. Neben dem klassischen Mittelstand spricht BECHTLE auch größere Unternehmen und Konzerne sowie öffentliche Auftraggeber mit mehr als 2.000 PC-Arbeitsplätzen an.

11. BRANCHENSEGMENTIERUNG DER BECHTLE AG NACH UMSATZ in %

BECHTLE bearbeitet den IT-Markt grundsätzlich branchenunabhängig. Lediglich die Besonderheiten der Ausschreibungsverfahren im Bereich der öffentlichen Auftraggeber haben dazu geführt, in dieser Kundengruppe eine stärker fokussierte und damit spezialisierte Kundenansprache umzusetzen. Der zentrale Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber unterstützt in dieser Funktion als interne Serviceeinheit die dezentralen Systemhäuser sowie die Handelsgesellschaften bei der Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen.

Geografisch ist BECHTLE im Segment IT-Systemhaus & Managed Services in der D-A-CH-Region tätig. Eine Ausnahme bildet das 2011 gegründete Vertriebsbüro in Brüssel. Im Segment IT-E-Commerce ist der BECHTLE Konzern europaweit aufgestellt.

Wettbewerbsposition

Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes bieten über 70.000 IT-Unternehmen in Deutschland ihre Produkte und Dienstleistungen an, wobei die Größe, das Leistungsspektrum und die Spezialisierung der IT-Unternehmen stark differieren. Die meisten sind rein lokal tätige Unternehmen, deren Jahresumsatz selten 5 MIO. € übersteigt. Die Gruppe der mittelgroßen IT-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von circa 50 MIO. € bis 250 MIO. € besteht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus circa 60 Unternehmen. Zu den größeren in Deutschland aktiven Systemhäusern zählen nur etwa 20 Unternehmen, darunter BECHTLE.

BECHTLE hat in Deutschland eine hervorragende Marktposition. Laut dem Fachmedium ChannelPartner belegte BECHTLE 2012 im deutschen Systemhausgeschäft gemessen am inländischen Umsatz den zweiten Platz unter den herstellerunabhängigen Häusern, mit deutlichem Abstand auf die folgenden Plätze. Wichtiger noch als die Höhe des Umsatzes ist die Wettbewerbsstärke. Gemäß einer ebenfalls von ChannelPartner unter deutschen Systemhäusern durchgeführten Umfrage zu den wichtigsten Wettbewerbern ist BECHTLE nach den regionalen Systemhäusern das am häufigsten genannte Unternehmen.

In der jährlichen Umfrage der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche unter Anwenderunternehmen zur Kundenfreundlichkeit belegte die BECHTLE AG 2012 in der Klasse über 250 MIO. € Jahresumsatz erneut einen führenden Platz unter den deutschen Systemhäusern. Bewertet wurden unter anderem die Qualität des Angebots sowie die Zufriedenheit mit dem ausgewählten Systemhaus. Anhand der Aussagen zu Projektmanagement, Kommunikation, Reaktionszeiten und Kompetenz wurde die Güte des Projektverlaufs ermittelt. Termintreue, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Betreuung nach Projektende waren ebenfalls Grundlage der Bewertung.

Das Gesamtvolumen des deutschen IT-Markts 2012 wird vom Branchenverband BITKOM zum Berichtszeitpunkt mit 72,8 MRD. € angegeben. Mit einem Jahresumsatz in Deutschland von rund 1,4 MRD. € beläuft sich der Marktanteil von BECHTLE auf aktuell etwa 2 Prozent. Die vom Fachmedium ChannelPartner jährlich erhobenen zehn größten IT-Unternehmen in Deutschland nehmen einen Marktanteil von circa 7 Prozent ein. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie stark fragmentiert der deutsche IT-Markt ist. Unverändert verbuchen die kleineren und mittleren Unternehmen den weitaus größten Marktanteil. Darüber hinaus war jedoch im Berichtsjahr zu beobachten, dass der Konsolidierungsdruck in der IT-Branche auf hohem Niveau anhielt und vor allem große Unternehmen ihre Marktposition durch Übernahmen ausbauten.

In der Schweiz zählt BECHTLE nach eigener Einschätzung im Systemhausgeschäft zu den Marktführern. In Österreich ist die BECHTLE AG mit zwei Systemhausstandorten in Wien und St. Pölten sowie weiteren Vertriebsniederlassungen in Graz und Innsbruck vertreten.

Im Bereich IT-E-Commerce sieht sich der Konzern in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden in der Spitzengruppe. In den übrigen europäischen Ländern ist BECHTLE in einer gefestigten Position, wobei in den jungen Märkten diese Stellung noch untermauert werden muss.

Umweltschutz

BECHTLE ist vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung dem Umweltschutz verpflichtet. So unterstützt der Konzern im Rahmen seiner Möglichkeiten einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Um dieses Engagement zu unterstreichen und vor allem auch innerhalb des Unternehmens zu verankern, hat die BECHTLE AG 2011 ein Umweltmanagementsystem (ums) nach ISO 14001 eingeführt und zertifizieren lassen. Damit ist es dem Unternehmen möglich, Umwelteinflüsse systematisch zu erfassen und die Umweltbelastungen kontinuierlich zu reduzieren. Diese Maßnahme konzentriert sich zunächst auf die BECHTLE AG als Einzelgesellschaft. Wir werden künftig prüfen, für welche Tochtergesellschaften es sinnvoll ist, das UMS zu übernehmen. Aufgrund der dezentralen Struktur der BECHTLE Gruppe ist nicht geplant, den Gesamtkonzern einzubeziehen. Gleichwohl gilt prinzipiell der Grundgedanke des UMS - schonender und verantwortungsvoller Umgang mit den eingesetzten Ressourcen - für alle Unternehmen im BECHTLE Konzern.

Das UMS bei der BECHTLE AG betrifft Einsparungen bei Energie (Strom und Wärme), beim Papierverbrauch, beim Wasser und bei den Emissionen durch Dienstreisen sowie eine konsequente Rückführung von Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf und eine weitgehende Ressourcenschonung bei Printerzeugnissen. Bei der jährlichen Evaluierung wurde im Berichtsjahr festgestellt, dass fast alle der im Vorjahr erstmals formulierten Ziele erreicht oder übertroffen wurden. Gleichzeitig haben wir neue Ziele definiert. So soll bei der Energieeinsparung zukünftig die Zentrale IT eine stärkere Rolle spielen. Vor allem durch den Einsatz modernster Virtualisierungstechnologien will der Konzern das Einsparpotenzial konsequent ausschöpfen. Die Ausweitung des Entsorgungskonzepts am Bechtle Platz 1 soll darüber hinaus durch die Einbeziehung des Caterers realisiert werden. Im zweiten Jahr seit Einführung des UMS handelt es sich hierbei weitgehend um Maßnahmen, die sich nicht auf einzelne Abteilungen beschränken und somit alle Gesellschaften betreffen, die am Hauptsitz in Neckarsulm ansässig sind.

Über die Einführung des UMS hinaus beachtet der BECHTLE Konzern Belange des Umweltschutzes im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. So bieten wir keine Produkte an, die Schadstoffe oder potenziell schädigende Stoffe enthalten und damit ein Risiko für Endanwender und Umwelt darstellen. BECHTLE verpflichtet seine Lieferanten, die Bestimmungen der EU-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (ROHS) vom März 2003 zu beachten. Zudem werden regelmäßig alle erworbenen Komponenten geprüft, um sicherzustellen, dass diese keine gefährlichen Stoffe enthalten. BECHTLE sorgt für eine umweltschonende Entsorgung der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus und kommt damit auch seinen Verpflichtungen im Rahmen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes nach. Das Unternehmen ist bereits seit 2005 im Elektro-Altgeräte-Register erfasst. Mit der Gründung der BECHTLE Remarketing GmbH im September 2012 verfügt BECHTLE nun selbst über die Möglichkeiten für eine umweltgerechte Verwertung von IT-Produkten. Darüber hinaus hat sich der Konzern im neuen Geschäftszweig darauf spezialisiert, ausgemusterte IT-Hardware von Kunden zu übernehmen, diese aufzubereiten und die Geräte in den Verwendungskreislauf zurückzuführen.

Ein wichtiges Thema für BECHTLE ist Green IT. Unternehmen, die heute noch nicht ausreichend für das Thema Green IT sensibilisiert sind, müssen in Zukunft mit steigenden Energiekosten, höheren Abgaben und nicht zuletzt mit negativer Presse rechnen. Eine professionelle Auseinandersetzung mit Green IT bietet dagegen die Chance, sich der sozialen Verantwortung zu stellen und das Thema Umweltschutz nicht nur als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, sondern gleichermaßen von niedrigeren Betriebskosten zu profitieren. Viele Unternehmen entscheiden sich heutzutage nicht mehr nur für den besten Angebotspreis, sondern betrachten die Kosten für den gesamten Lifecycle, was auch die permanent steigenden Energiekosten berücksichtigt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Mitarbeiter. Die Schulung der Mitarbeiter ergänzt die Zielsetzung, am Arbeitsplatz eine Sensibilisierung für die IT und die damit verbundenen laufenden Energiekosten nachhaltig zu gewährleisten. Das Unternehmen sieht sich als strategischer Partner für Green IT. Neben der hohen Servicequalität und der Hochverfügbarkeit der Systeme gehört die flexible Unterstützung der Geschäftsprozesse der Kunden zu den Aufgaben von BECHTLE.

Der Konzern reagiert auf den gestiegenen Bedarf nach verbrauchsärmeren IT-Produkten sowie energieeffizienten Konzepten mit einem erweiterten Dienstleistungs- und Produktangebot an umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren IT-Umgebungen. BECHTLE deckt von der Beratung über die Beschaffung bis zur Umsetzung sämtliche Stufen der wirtschaftlichen und ökologischen Optimierung von IT-Infrastrukturen ab. So werden Rechenzentren im Hinblick auf ihren Energieverbrauch und mögliche Einsparpotenziale analysiert. Einsparungen können beispielsweise durch Servervirtualisierung und -konsolidierung erzielt werden.

Nachhaltigkeit

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen beschäftigt sich BECHTLE auch mit den verschiedenen Aspekten des Themas Nachhaltigkeit. Wir verstehen unter nachhaltigem Handeln die Fähigkeit, gegenwärtige und zukünftige ökonomische, soziale und ökologische Herausforderungen, Risiken und Chancen so zu handhaben, dass die in unserer Vision 2020 angestrebten Wachstumsziele im Rahmen eines verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Vorgehens verwirklicht werden. BECHTLE war und ist ein langfristig ausgerichtetes Unternehmen. Unser Antrieb sind starke Ziele, formuliert in einer messbaren Vision. Nachhaltigkeit war von Anfang an Teil unserer strategischen Ausrichtung. Ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung gehören nach unserer Überzeugung zusammen. Und das bedeutet: Erfolgreich sind wir nur dann, wenn es uns gelingt, geschäftliche und gesellschaftliche Interessen in einem gesunden Gleichgewicht zu halten. Um das zu manifestieren, hat BECHTLE im Geschäftsjahr 2012 begonnen, einen Nachhaltigkeitskodex zu erarbeiten, der allen BECHTLE Mitarbeitern und Geschäftspartnern unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung und die wesentlichen Leitgedanken nahebringt.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Strategie und Steuerung der Bechtle Gruppe orientieren sich langfristig an der Vision 2020 und dienen der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht, unsere Position in den bestehenden Geschäftsfeldern zu stärken sowie neue Märkte zu erschließen, um nachhaltig profitabel zu wachsen. Dabei ist die Zufriedenheit unserer Kunden unser vorrangiges Ziel. Der Vorstand setzt daher für die Unterstützung seiner Führungsprozesse eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente ein, um die Geschäftsentwicklung zu bewerten und eine fortlaufende Überprüfung der Strategie in Bezug auf das Erreichen der im Branchenvergleich überdurchschnittlichen langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele zu gewährleisten.

Ziele und Strategie

Der Vorstand der BECHTLE AG hat sich mit der Vision 2020 ambitionierte Wachstumsziele gesetzt. Danach strebt der Konzern bis 2020 einen Gesamtumsatz von 5 MRD. € bei einer Vorsteuermarge von 5 Prozent sowie einen Beschäftigungszuwachs auf 10.000 Mitarbeiter an. Diese Zielstellung setzt ein durchschnittliches Wachstum der Erlöse von jährlich etwa 10 bis 15 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der Profitabilität voraus.

Mit kompetenter Beratung, neuen Technologien, bedarfsgerechten Dienstleistungen und einem innovativen Hardwareinfrastruktur- sowie Softwareangebot möchte BECHTLE auch künftig organisch wachsen. Dazu bauen wir unser Portfolio konsequent aus: zum Teil aus eigener Kraft, zum Teil in enger Abstimmung mit unseren Herstellerpartnern.

Darüber hinaus soll das Wachstum weiterhin durch Akquisitionen oder Neugründungen unterstützt werden. Bei den Akquisitionen stehen kleinere bis mittelgroße Unternehmen im Fokus, die regional, kunden- und/ oder leistungsbezogen die Marktposition der BECHTLE Gruppe stärken. Zielsetzungen sind daher die Ergänzung unserer IT-spezifischen Kompetenzen, die intensive Bearbeitung strategisch bedeutender Märkte sowie Kundengruppen und damit die Gewinnung von Marktanteilen. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services haben wir das Ziel, bis 2020 flächendeckend in der gesamten D-A-CH-Region vertreten zu sein und uns zum führenden IT-Partner der Industrie sowie der öffentlichen Auftraggeber zu entwickeln.

Im Segment IT-E-Commerce verfolgt BECHTLE auf Basis einer Mehrmarkenstrategie die konsequente Internationalisierung. Das Unternehmen ist bereits heute in insgesamt 14 Ländern Europas vertreten. Bis 2020 wird der Konzern seine führende Position im E-Commerce in Europa weiter ausbauen.

Ausbildung und Personalentwicklung sind vor dem Hintergrund des Fach- und Führungskräftemangels in der gesamten IT-Branche kritische Erfolgsfaktoren bei Umsetzung der Strategie und Verfolgen der langfristigen Wachstumsziele. Der Anspruch ist, durch entsprechend qualifiziertes Personal innovative, lösungsorientierte und effiziente Konzepte für die Kunden-IT bereitzustellen und sich auf diesem Weg in einem sich stark verändernden Umfeld wettbewerbsfähig zu positionieren.

12. UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER BECHTLE AG

Die in der Firmenphilosophie verankerten Grundwerte der BECHTLE AG sind zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Diese Werte untermauern in Verbindung mit den internen Führungsgrundsätzen, dem neu formulierten Nachhaltigkeitskodex und dem Verhaltenskodex die langfristigen strategischen Zielsetzungen. Dabei geben diese formulierten Inhalte allen Mitarbeitern eine Anleitung zur Zielerreichung an die Hand und bieten Orientierung im Managementprozess hinsichtlich einer effizienten und nachhaltigen Unternehmensführung und -steuerung.

Systeme und Instrumente

Der Vorstand der BECHTLE AG zeichnet für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum.

Die zur Steuerung der operativen Einheiten dienende Kurz- und Mittelfristplanung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Sie orientieren sich aber auch an der Entwicklung des Wettbewerbs- und Marktumfelds. Oberste Maxime für die Mitarbeiter der BECHTLE AG sind Wachstum und Renditeoptimierung durch zufriedene Kunden sowie das Erreichen der Marktführerschaft am eigenen Standort.

Als relevante Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele gelten Umsatz, Umsatzwachstum, Bruttomarge, Vorsteuerergebnis (EBT) sowie EBT-Marge. Über eine individuelle Erfolgsbeteiligung werden die Mitarbeiter motiviert, die vereinbarten Ziele engagiert zu verfolgen.

Auf jährlich stattfindenden Strategietagungen stellt der Vorstand Maßnahmen und messbare Zwischenschritte vor, über die BECHTLE das Erreichen seiner langfristigen Ziele anstrebt. Die kurzfristige Steuerung erfolgt durch die jährliche Fokusplanung, ein Strategiepapier der jeweiligen Gesellschaften sowie individuelle Planungsgespräche mit den Geschäftsführern. Im Rahmen der Fokusplanung treffen die Verantwortlichen eine erste Einschätzung zur Entwicklung wesentlicher GuV-Posten wie Umsatz, Deckungsbeitrag, Vertriebs- und Verwaltungskosten, EBT und Firmenwertabschreibungen sowie zur Beschäftigungssituation. Die Fokusplanung wird im Planungs- und Reportingsystem "DeltaMaster" gepflegt und gibt für das bevorstehende Geschäftsjahr den Benchmark für die Detailplanung vor. Plausibilisiert und untermauert werden diese Inhalte durch die zwischen dem Konzerncontrolling und der Geschäftsführung abgestimmten Personal-, Dienstleistungs- und Vertriebsplanungen. Die Daten hierfür werden automatisch vom Warenwirtschaftssystem bereitgestellt. Das Ergebnis der jeweiligen Prozessschritte fließt als operative Gesamtplanung in das eigens hierfür entwickelte EDV-System "Planos" ein. Aus Gründen der Datensicherheit und des Datenschutzes von personenbezogenen Informationen werden die Anwendungen "DeltaMaster" und "Planos" systemseitig voneinander getrennt betrieben. Alle Einzelplanungen bilden aggregiert die Basis für die Jahresplanung der BECHTLE Gruppe.

Die aus den Einzelgesprächen abgeleiteten operativen Ziele und Aufgaben werden durch die Geschäftsführer und Bereichsvorstände in die jeweiligen Einzelgesellschaften sowie Unternehmensbereiche beider Segmente kommuniziert und den individuellen Leistungszielen der Mitarbeiter zugrunde gelegt. Die unterjährige Entwicklung wird hierbei kontinuierlich durch datenbankgestützte Führungsinstrumente - wie den "DeltaMaster-Compass" - analysiert. Dabei handelt es sich um ein eigenentwickeltes Controlling-Cockpit, das seit 2011 zum Einsatz kommt. Bei Planabweichungen kann das Management auf diese Weise zeitnah geeignete Maßnahmen einleiten. Die Auswertung findet - in Form eines Benchmarks - mithilfe der sogenannten BECHTLE Scorecard statt, die unterschiedliche Performancekriterien in ein für alle Gesellschaften und Bereiche transparentes Leistungsranking überführt. Die operative Entwicklung aller IT-E-Commerce-Gesellschaften wird zusätzlich durch ein individuelles Softwaretool, das European Sales Cockpit ("ESC"), erfasst und analysiert.

Zur regelmäßigen Bewertung des Geschäftsverlaufs - auch für den Vergleich der Lokationen untereinander - stellt der Konzern den operativen Einheiten mit "DeltaMaster" detaillierte Wochen- und Monatsberichte mit einheitlich definierten Rentabilitätskennzahlen hinsichtlich Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag zur Verfügung. Die jeweiligen Informationen werden automatisiert von einem SQL-basierten Datawarehouse bereitgestellt, das sich direkt aus den ERP-Systemen SAP und Navision Financials speist. Ferner unterhalten einige Tochtergesellschaften ein eigenes Managementsystem zur operativen Steuerung ihrer Vertriebsaktivitäten. Darin integriert sind Effektivitätskennzahlen sowie auftrags- und kundenbezogene Größen, die eine unmittelbare Bewertung des Geschäftsverlaufs ermöglichen. Neben den Erfahrungen der Vertriebsmitarbeiter hinsichtlich Nachfrageverhalten und Investitionsneigung der Kunden wird zur zeitnahen Bewertung des Geschäftsverlaufs die Entwicklung der Einkaufspreise sowie des Angebotsbestands und der Auftragseingänge als unternehmensspezifischer Frühindikator gesehen.

Die unmittelbar geschäftsbezogenen Daten werden im Rahmen der Steuerung der Gesellschaften durch cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital, Kapitalbindungsdauer, DSO und DPO ergänzt. Die wesentlichen Einflussfaktoren des Cashflows stehen jedem Geschäftsführer beziehungsweise Bereichsvorstand in Form eines Cashflow-Cockpits mit den entsprechenden internen Benchmarks jederzeit im "DeltaMaster-Compass" zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass die Verantwortlichen frühzeitig auf mögliche Fehlentwicklungen einwirken können.

Neben den zentralen Managementinformationssystemen wie "DeltaMaster" "Planos" "Compass" und "ESC" setzt die BECHTLE AG im Rahmen der ressourcenorientierten Steuerung der Geschäftsprozesse die beiden ERP-Systeme Navision Financials und SAP ein. Die Finanzbuchhaltung wie auch die Steuerung der zentralen Logistik erfolgen komplett über SAP. Die optimale Abbildung der Geschäftsprozesse und die Standardisierung der angewandten Steuerungsinstrumente sind dabei wesentliche Kriterien für das Design der implementierten it. Damit ist sichergestellt, dass sowohl die Führungsstruktur wie auch die eingesetzten Systeme problemlos, abhängig vom weiteren Unternehmenswachstum, skalierbar bleiben.

Im Rahmen von Monats- und Quartalsabschlüssen, die den Führungskräften für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich zur Verfügung gestellt werden, findet nicht nur ein Vergleich der wirtschaftlichen Lage mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Planwerten statt, um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen. Das ERP-System Navision Financials dient an nahezu allen Standorten als zentrales Warenwirtschafts- und Vertriebsinformationssystem. Die beiden miteinander verzahnten Systeme fassen die für den Vertriebserfolg wesentlichen Informationen, wie etwa den Status der Vertriebsprozessphasen, die Koordination von Aufgaben im Vertriebsteam, Rechnungslegung sowie Auslieferung der Ware und den Stand der Forderungen, zusammen und hinterlegen diese mit entsprechenden Kennzahlen (zum Beispiel Kundenkontaktfrequenz, Angebotssumme beziehungsweise Deckungsbeitrag pro Vertriebsmitarbeiter und DSO).

Aggregiert über alle operativen Einheiten werden die Daten aus den verschiedenen Reportingsystemen auf Konzernebene für die Koordination von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, das frühzeitige Erkennen von Soll-Ist-Abweichungen sowie zur Einleitung geeigneter Maßnahmen genutzt.

Viele erfolgskritische Kenngrößen sind jedoch nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit, Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter sowie deren Führungsqualitäten, aber auch die Unternehmenskultur, die allenfalls qualitativ beschrieben werden können.

13. PLANUNGS- UND REPORTINGPROZESS DER BECHTLE AG

Zur besseren Abschätzung der Reputation im Markt orientiert sich das Management von BECHTLE zum Beispiel an Kundenbefragungen oder den Erhebungen und Auswertungen der Fachmedien, Branchenverbände und Marktforschungsinstitute. Die Ergebnisse dieser Studien werden unter anderem im Rahmen der strategischen Planung verwendet, um die Wahrnehmung des Unternehmens in Relation zum Wettbewerb einzuschätzen. Der Faktor Kundenzufriedenheit wird in beiden Segmenten des Unternehmens in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Die Ergebnisse dienen als Indikator für die Qualität der Kundenbindung und werden intern zur Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten eingesetzt.

Als deutliches Signal für eine erfolgreiche Kundenbindung wertet BECHTLE die jährlichen Umfrageergebnisse der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche nach dem kundenfreundlichsten Systemhaus in Deutschland. In der Kategorie der Unternehmen über 250 MIO. € Umsatz wurde der Konzern von den befragten Anwendern mit einem Notendurchschnitt von 1,95 (Vorjahr: 1,91) bewertet und erreichte damit einen führenden Platz im Gesamtranking. In Verbindung mit einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter helfen diese Analysen BECHTLE, die Kunden auch künftig umfassend, flexibel und kompetent zu beraten. Als unternehmensinterne Steuerungsgrößen finden dabei auch die personalbezogenen Daten wie Fluktuation und Qualifikation Verwendung. Ziele sind die systematische Entwicklung der Mitarbeiter in allen Qualifikationsfeldern sowie die Erhöhung der Motivation zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung.

Über die dargestellten eher operativ ausgerichteten Managementsysteme hinaus ergänzen weitere Systeme die geschäftspolitischen, strategischen Entscheidungen des Vorstands. Vor allem die Systeme im Rahmen des Qualitätsmanagements, des Umweltmanagements, der Compliance, des Risikomanagements und der Früherkennung sowie das interne Kontrollsystem (IKS) sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Damit ist neben der Soll-Ist-Überprüfung der rein finanziellen Steuerungsgrößen eine Kontrolle der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (*) im Unternehmen möglich. Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Überprüfung, Steuerung und Weiterentwicklung der strategischen Ziele sind mit diesen organisatorischen und systemhinterlegten Sicherungsmaßnahmen eine bessere Koordination und eine konsequente Ausrichtung der Aktivitäten aller Bereiche im Konzern im Sinne der nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens gegeben.

(*) Kontrolle der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren möglich

MITARBEITER

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen mit ihrer Kompetenz, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem Engagement für den Erfolg von Bechtle. Daher investieren wir konsequent in ihre Förderung. Zwei Dinge standen im Rahmen unserer Personalarbeit im abgeschlossenen Geschäftsjahr im Vordergrund, um auch künftig unsere Wachstumsziele realisieren zu können: die Aus- und Weiterbildung unserer bestehenden Mitarbeiter sowie der Ausbau der Belegschaft. Entscheidend für den zukünftigen Erfolg von Bechtle wird auch sein, dass wir im Wettstreit um hervorragende Fachkräfte gut positioniert sind. Mit den in diesem Jahr fortgesetzten Personalmaßnahmen und mit der Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl um 634 Mitarbeiter hat Bechtle dafür wichtige Voraussetzungen geschaffen.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Konzernweit beschäftigte BECHTLE zum 31. Dezember 2012 insgesamt 5.970 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr mit 5.479 Mitarbeitern erhöhte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten um 491 Personen. Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 5.780 Mitarbeiter für BECHTLE tätig (Vorjahr: 5.146 Mitarbeiter). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Konzern ist sowohl auf Akquisitionen als auch auf Neueinstellungen zurückzuführen.

Der Mitarbeiteraufbau fand fast ausschließlich im Inland statt. In Deutschland stieg der Personalstamm zum Jahresende um 485 Menschen auf 4.550 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.065 Mitarbeiter). Die Zahl der im Ausland tätigen Mitarbeiter lag mit 1.420 fast auf Vorjahresniveau (1.414).

14. MITARBEITER NACH REGIONEN per 31. Dezember

Nach Funktionsbereichen unterteilt verzeichneten wir das größte Wachstum im Bereich Dienstleistung. Dort waren konzernweit zum Stichtag 31. Dezember 2.718 Mitarbeiter beschäftigt, 212 mehr als im Vorjahr. Im Bereich Verwaltung erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 172 auf 1.364 und im Vertrieb um 100 auf 1.784 Beschäftigte.

15. MITARBEITER NACH BEREICHEN per 31. Dezember

Aus Gründen der internen Kostenrechnung sind bei den Angaben der Mitarbeiter nach Bereichen diejenigen in Elternzeit nicht berücksichtigt.

Auf Ebene der Geschäftssegmente stieg der Personalstand im Segment IT-Systemhaus & Managed Services auf 4.754 Mitarbeiter, nach 4.305 im Vorjahr. Im Segment IT-E-Commerce belief sich die Anzahl auf 1.216 Beschäftigte (Vorjahr: 1.174). Das Wachstum der Mitarbeiterzahlen war im dienstleistungsgeprägten Systemhaussegment mit 10,4 Prozent deutlich stärker als im europaweiten Handelsgeschäft mit 3,6 Prozent.

16. MITARBEITER NACH SEGMENTEN per 31. Dezember

Als europaweit tätiges Unternehmen verfügt BECHTLE bereits heute über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verschiedenen Kulturen und Nationalitäten sowie zwischen Frauen und Männern. Wir sind überzeugt, dass die Vielfalt der Belegschaft die Teamleistung fördert und damit nachhaltig zum unternehmerischen Erfolg beiträgt. Der Frauenanteil der Gesamtbelegschaft liegt derzeit bei rund 27 Prozent. Unter den Führungskräften sind 12 Prozent aller Beschäftigten weiblich, bei den Azubis sogar 30 Prozent. Der Anteil der Frauen in den Zentralbereichen ist mit 48 Prozent am höchsten, gefolgt von 40 Prozent im Segment E-Commerce. Am niedrigsten ist er mit circa 20 Prozent im Systemhaussegment.

17. FÜHRUNGSKRÄFTE: ANTEIL FRAUEN/MÄNNER per 31. Dezember

18. AUSZUBILDENDE: ANTEIL FRAUEN/MÄNNER per 31. Dezember

Personalaufwand und Gehaltsmodell

Der Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich Sozialabgaben stieg 2012 aufgrund der höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 10,8 Prozent und belief sich auf 326,3 MIO. € (Vorjahr: 294,6 MIO. €). Vor diesem Hintergrund stieg die Personalaufwandsquote von 14,8 Prozent auf 15,6 Prozent. Entsprechend hat sich auch die Personalintensität erhöht und beträgt, gemessen am Rohertrag, 62,4 Prozent (Vorjahr: 60,9 Prozent).

19. PERSONALKOSTEN

2012 2011 2010 2009 2008
Personal- und Sozialaufwand Mio. € 326,3 294,6 241,4 220,4 217,7
Personal- und Sozialaufwand je Mitarbeiter* Tsd. € 57,5 58,3 54,7 50,9 51,6
Personalaufwandsquote % 15,6 14,8 14,0 16,0 15,2

* Ohne Mitarbeiter in Elternzeit

Das Gehaltsmodell der meisten Mitarbeiter bei BECHTLE besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad im jeweiligen Verantwortungsbereich beziehungsweise nach der Entwicklung des Konzerns. Bei den Vertriebsmitarbeitern orientiert sich der variable Anteil an der Höhe des erzielten Deckungsbeitrags, während bei den Mitarbeitern im Dienstleistungssektor der Umsatz als Messgröße dient. Bei den Geschäftsführern richtet sich die erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich nach dem Erreichen der jeweils zu Jahresbeginn festgelegten Ergebnis- und Umsatzziele.

Aus- und Weiterbildung

BECHTLE setzt beständig auf die Ausbildung junger Menschen und sichert so den Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften. Ausbildung verstehen wir als eine Investition in die Zukunft mit dem Ziel, dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Im Jahr 2012 bot das Unternehmen 14 kaufmännische und technische Ausbildungsberufe in den Bereichen Fachinformatik, Systemelektronik sowie Lagerwirtschaft an. Zusätzlich bildet BECHTLE Studenten der Berufsakademie (Duale Hochschule Baden-Württemberg) aus.

136 Azubis begannen 2012 ihre Karriere bei BECHTLE. Insgesamt bildete BECHTLE zum Ende des Berichtsjahres 428 Nachwuchskräfte aus (Vorjahr: 356), davon 43 im Ausland. Trotz des starken Personalaufbaus liegt die Ausbildungsquote in Deutschland mit 8,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres von 7,8 Prozent. In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Zahl der Auszubildenden verdoppelt. Gut 30 Prozent der Ausbildungsplätze sind mit Frauen besetzt. Damit liegt BECHTLE weit über dem Branchenschnitt. Am stärksten nachgefragt war im Berichtsjahr der Ausbildungsberuf Fachinformatiker. Danach folgen Kaufleute im Groß- und Außenhandel und IT-Systemkaufleute. Unter den Studenten der Dualen Hochschule dominieren die Fachrichtungen Informatik, Wirtschaftsinformatik und BWL-Handel.

Um den Einstieg in das Unternehmen und den Berufsalltag zu erleichtern, nahmen alle Auszubildenden am sogenannten MIKADO-Programm für Azubis teil. Während der zweitägigen Einführungsveranstaltung lernen die Berufsanfänger BECHTLE und insbesondere die Konzernzentrale mit ihren Serviceeinheiten kennen.

BECHTLE sieht in einer bedarfsorientierten Ausbildung einen wichtigen Teil der eigenen Zukunftssicherung. So wurde auch im Berichtsjahr einem Großteil der Auszubildenden, die sich erfolgreich qualifizieren konnten, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten. BECHTLE hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausbildungsquote in Deutschland mittelfristig auf etwa 12 Prozent zu erhöhen. Am Stammsitz in Neckarsulm liegt die Ausbildungsquote bei 10,2 Prozent.

Die vom Unternehmen 1999 gegründete BECHTLE Akademie ergänzt die individuelle Ausbildung an den Konzernstandorten und bietet allen Mitarbeitern ein umfassendes Programm, das von laufenden Fortbildungsmaßnahmen über den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen bis hin zu themenübergreifenden Seminaren reicht. Auch die monatlichen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter liegen in der Verantwortung der BECHTLE Akademie. Die Aktivitäten der Akademie gliedern sich organisatorisch in den Bereich Personalentwicklung ein, dessen Aufgabe vor allem darin besteht, das Erreichen der Vision 2020 durch geeignete Maßnahmen im Rahmen der strategischen Personalentwicklung zu unterstützen. Im Berichtsjahr 2012 führte die BECHTLE Akademie 431 Veranstaltungen mit insgesamt 5.063 Teilnehmern durch und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Qualifizierung der BECHTLE Mitarbeiter. Neben den regelmäßigen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter lag der Fokus 2012 insbesondere auf Seminaren, die die Sozial- und Führungskompetenz sowie das Fachwissen fördern. 2012 starteten zudem Führungskräfteprogramme in englischer, französischer und spanischer Sprache. Es ist geplant, diese Programme 2013 fortzuführen und auszubauen.

Die Personalentwicklung hat 2012 das General-Management-Programm, ein Programm zur Nachwuchsförderung im Führungskräftebereich eingeführt, 2013 wird ein zweiter Durchgang starten. Darüber hinaus wird die Nachwuchsförderung um ein Junior-Management-Programm ergänzt, das die Förderung von Mitarbeitern mit Führungspotenzial zum Ziel hat. Beide Programme dienen dem Aufbau eines Talentpools, um künftig vermehrt strategisch wichtige Führungspositionen aus den eigenen Reihen mit herausragenden Managern besetzen zu können.

Das Traineeprogramm mit den Schwerpunkten "Vertrieb" und "Dienstleistung" ist 2012 erfolgreich angelaufen. 2013 soll das Programm um den Zweig "Vertrieb Öffentliche Auftraggeber" erweitert werden. Bereits im ersten Jahr wurde unser Traineeprogramm durch die Jobbörse Absolventa als karriereförderndes und faires Programm ausgezeichnet.

Um die Qualität der Weiterbildungsangebote und damit die Kompetenz der Mitarbeiter weiter zu verbessern, bieten wir das bereits 2009 für das Segment E-Commerce eingeführte vertriebsorientierte Schulungsportal iLearn mittlerweile konzernweit an. iLearn ist ein sowohl für Neueinsteiger als auch für Vertriebsprofis konzipiertes Schulungsangebot mit aktuell über 170 Einzelkursen für IT-Produkte, Prozesse und Vertriebsleitlinien in insgesamt zehn Sprachen. Die eigenständig am PC zu absolvierenden Kurse werden dabei mit Präsenzveranstaltungen der BECHTLE Akademie und der Ausbildungsroadmap bei BECHTLE DIRECT kombiniert. iLearn wird aktuell von mehr als 3.770 Mitarbeitern im Konzern genutzt. Ziel ist, mit iLearn eine einheitliche und dem technologischen Fortschritt entsprechende Produktkenntnis an allen Standorten sicherzustellen und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Das webbasierte Schulungsportal ist seit 2009 zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und wurde im Juli 2010 einer Qualitätssicherung durch Forrester Research unterzogen.

BECHTLE verfügt über eine im Branchenvergleich hohe Zertifizierungsdichte. Mit den nach Herstellervorgaben zertifizierten Mitarbeitern gewährleistet BECHTLE den Kunden jederzeit eine hohe Beratungsqualität und Lösungskompetenz. Auch 2012 bildeten die Maßnahmen zur Zertifizierung der Mitarbeiter einen Schwerpunkt im Rahmen der Personalarbeit.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Seit der Unternehmensgründung stehen bei Bechtle die Grundwerte eines ehrbaren Kaufmanns im Zentrum des unternehmerischen Handelns und Selbstverständnisses. Die hohen Erwartungen der Stakeholder sowie die gesellschaftliche Verantwortung waren und sind allen Entscheidungsträgern bei Bechtle stets bewusst. So hat sich Bechtle bereits zu den Werten und Regeln bekannt, die heute unter guter Corporate Governance verstanden werden, als diese noch nicht allgemein normiert und definiert waren. Diese Regeln sind für Vorstand und Aufsichtsrat wichtige Orientierungsstandards.

Vorstand und Aufsichtsrat berichten im Folgenden gemeinsam über die Corporate Governance bei der BECHTLE AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 A HGB veröffentlicht die BECHTLE AG im Internet.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die BECHTLE AG hat ausschließlich nennwertlose Inhaberstammaktien ausgegeben. Alle Aktien vermitteln das gleiche Stimmrecht. Um den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Interessen während der Hauptversammlung zu erleichtern, benennt der Vorstand Vertreter, denen die Aktionäre ihr Stimmrecht weisungsgebunden übertragen können. BECHTLE stellt sicher, dass die Stimmrechtsvertreter auch während der Hauptversammlung erreichbar sind. Eine elektronische Vollmachtserteilung ist möglich. Die Tagesordnung sowie die notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung werden im Internet zur Einsicht und zum Download bereitgestellt. Eine Briefwahl ist in der Satzung der BECHTLE AG nicht vorgesehen.

Die BECHTLE AG ist darauf bedacht, die Hauptversammlung effizient zu organisieren und nicht über Gebühr zeitlich auszudehnen. Dabei orientiert sich das Unternehmen an den Vorgaben des DCGK, wonach eine ordentliche Hauptversammlung im Regelfall spätestens nach vier bis sechs Stunden beendet sein sollte. Die Hauptversammlungen der letzten Jahre haben sich alle in diesem zeitlichen Rahmen bewegt.

Nach wie vor sehen Vorstand und Aufsichtsrat der BECHTLE AG von einer Internetübertragung der Hauptversammlung ab. Nach Meinung von Vorstand und Aufsichtsrat überwiegen die Organisationskosten sowie die rechtlichen Unsicherheiten einer Internetübertragung deren Nutzen für das Unternehmen und seine Aktionäre.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat steht dem Vorstand jederzeit beratend zur Seite und wird auf Basis einer Geschäftsordnung in alle bedeutenden Unternehmensentscheidungen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung, der Strategie sowie über das Risikomanagement, mögliche Risiken und Chancen der Unternehmensentwicklung und zu Compliance-Themen. Die Informations- und Berichtspflichten sind in der Geschäftsordnung näher festgelegt. Bei Eintreten außergewöhnlicher Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung oder die Leitung der Gesellschaft von Bedeutung sind, informiert der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Auch außerhalb der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen informiert sich der Aufsichtsrat in Gesprächen mit dem Vorstand und den Geschäftsführern über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen Geschäftsvorgänge. So kann er das operative Geschäft auf einer angemessenen Informationsgrundlage mit wertvollen Hinweisen und Empfehlungen begleiten. Grundsätzlich leitet der Vorstand seine Unterlagen rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen und in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden an die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter, sodass sich die Mitglieder angemessen auf die Sitzungen vorbereiten können. Für wichtige Geschäftsvorgänge sieht die Geschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor.

Vorstand

Die personelle Zusammensetzung des Vorstands sowie die Ressortzuständigkeiten sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. Vorstandsvorsitzender ist Dr. Thomas Olemotz.

Eine Geschäftsordnung regelt neben der Geschäftsverteilung auch die Zusammenarbeit im Vorstand, Mehrheitserfordernisse bei Beschlüssen sowie die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Für die Mitglieder des Vorstands ist eine Altersgrenze von 65 Jahren vorgesehen.

Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und der Besetzung von sonstigen Führungspositionen sind für die BECHTLE AG Qualifikation und Eignung von Bewerbern das maßgebliche Kriterium. Insoweit ist die Reichweite der vom DCGK geforderten Vielfalt bei der Besetzung von Führungspositionen eingeschränkt. Die Gesellschaft ist der Überzeugung, mit ihrem Prinzip der rein fachbezogenen Neutralität den Unternehmensinteressen am besten gerecht zu werden. Unter dieser Vorgabe achtet BECHTLE aber gleichwohl bei der Besetzung von Führungsteams auf Diversität und insbesondere die Berücksichtigung von Frauen und begrüßt Bestrebungen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Bereits heute sind bei BECHTLE 12 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt, ein im Branchenvergleich herausragender Wert (IT-Branche: 4 Prozent).

Vergütung des Vorstands

Im Berichtsjahr bestand die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einem fest vereinbarten Grundgehalt sowie einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung, die sich aus einer kurzfristig orientierten und einer auf drei Jahre angelegten langfristigen Komponente zusammensetzt. Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung sind das Vorsteuerergebnis, das Umsatzwachstum und die EBT-Marge sowie im Bereich der langfristigen Vergütungskomponente eine Mindestverzinsung des Eigenkapitals. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber Vorstandsmitgliedern hat es wie in der Vergangenheit im Berichtsjahr nicht gegeben.

Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 hat von der Opting-out-Möglichkeit des § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht. Damit ist die BECHTLE AG bis einschließlich 2015 von der Pflicht zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit (Ziffer 4.2.4 DCGK). Bei der mit drei Personen kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung in fixe und variable Anteile für ausreichende Transparenz.

Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die festen Bezüge des Vorstands 930 TSD. € (Vorjahr: 892 TSD. €) und die variablen Bestandteile 604 TSD. € (Vorjahr 1.602 TSD. €). Die Gesamtvergütung lag bei 1.534 TSD. € (Vorjahr: 2.494 TSD. €). Im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung bestehen Zusagen mit langfristiger Anreizwirkung. Die Kriterien zur Bemessung dieser Zusagen sind die Entwicklung von Umsatz, Vorsteuerergebnis und Eigenkapitalverzinsung in den Jahren 2012 bis 2014. Die Zusagen sind aufschiebend bedingt vom Erreichen der vorgegebenen Ziele abhängig und 2015 zur Auszahlung fällig. Der Gesamtbetrag bei Erreichen sämtlicher Ziele beträgt 2.284 TSD. €. Der auf das Geschäftsjahr 2012 entfallende Teil in Höhe von 604 TSD. € wurde durch Bildung von Rückstellungen berücksichtigt.

20. VERGÜTUNG DES VORSTANDS

in €
2012 2011
--- --- ---
Feste Bezüge 930.000 892.000
Variable Bezüge 604.000 1.602.000
Gesamt 1.534.000 2.494.000

Die Vorstandsmitglieder erhielten als Nebenleistung jeweils ein der Position angemessenes Dienstfahrzeug, das auch zum privaten Gebrauch genutzt werden durfte.

Der DCGK empfiehlt, die Abfindung eines Vorstandsmitglieds bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit auf zwei Jahresvergütungen zu begrenzen (Abfindungs-Cap) beziehungsweise nicht mehr als die Restlaufzeit des Vertrags zu vergüten (Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK). Der Aufsichtsrat der BECHTLE AG zielt darauf ab, die Vorstandsmitglieder möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden. Eine formale Begrenzung durch eine entsprechende Vereinbarung erachtet der Aufsichtsrat deshalb als nicht angebracht. Damit gelten in diesem Fall die gesetzlichen Regelungen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die gesetzlichen Regelungen den gegenseitigen Interessen beim Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausreichend Rechnung tragen und daher eine sachgerechte Grundlage bilden. Eine Ausnahme ist die vorzeitige Beendigung aufgrund eines Kontrollwechsels. Für diesen Fall wurde eine Obergrenze von drei Jahresvergütungen vereinbart. Dies gilt zunächst nur für den Vorstandsvorsitzenden, dessen Vertrag im Januar 2013 vorzeitig verlängert und im Zuge dessen angepasst wurde.

Bei der Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der BECHTLE AG in der Vergangenheit eine kürzere Bestelldauer als fünf Jahre vereinbart. Dies soll auch in Zukunft so gehandhabt werden.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der BECHTLE AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Nach dem Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen an, verschiedene Mitglieder haben einen besonderen internationalen Hintergrund und die überwiegende Zahl der Vertreter der Anteilseigner ist unabhängig. Die Arbeitnehmervertreter stehen teilweise in einem üblichen Anstellungsverhältnis zur Gesellschaft.

Mit Ende der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 ist der Unternehmensgründer und langjährige Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Schick aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in das Gremium gewählt wurde mit Wirkung zum 20. Juni 2012 Professor Dr. Thomas Hess, Leiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Den Vorsitz des Aufsichtsrats hatte bis zu seinem Ausscheiden Gerhard Schick inne. Außerdem saß er dem Personalausschuss vor. Vorsitzender des Prüfungsausschusses war bis zum 19. Juni 2012 Dr. Jochen Wolf. Als promovierter Diplom-Kaufmann, langjähriger Leiter Konzerncontrolling, kaufmännischer Geschäftsführer und Finanzvorstand sowie aktuell Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft verfügt er über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren (§ 100 Abs. 5 AktG, Ziffer 5.3.2 DCGK). Mit Wirkung zum 20. Juni 2012 wurde Klaus Winkler der Vorsitz des Kontrollgremiums übertragen. Er gehört dem Aufsichtsrat seit 1999 an und war bereits von 1999 bis 2004 dessen Vorsitzender. Im Prüfungsausschuss ist er seit dessen Bestehen tätig. Der Aufsichtsratsvorsitzende der BECHTLE AG pflegt naturgemäß einen intensiven Austausch mit dem Vorstand und ist besonders eng mit Abläufen im Unternehmen vertraut, sodass eine Trennung der Leitungspositionen von Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss aus Unternehmenssicht nicht zwingend geboten ist. Daher hat das Aufsichtsratsplenum zum 20. Juni 2012 Klaus Winkler mit dem Vorsitz im Prüfungsausschuss betraut. Klaus Winkler ist Bankkaufmann und Betriebswirt (VWA). Er war sieben Jahre Bereichsleiter Corporate Finance der BW-Bank, Stuttgart, und 13 Jahre Geschäftsführer der heutigen BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft. Seit 2003 ist er kaufmännischer Geschäftsführer der heller GmbH, Nürtingen, einem der führenden Werkzeugmaschinenhersteller in Europa. 2007 übernahm er den Vorsitz der Geschäftsleitung der heller GmbH. Er verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren (Ziffer 5.3.2 DCGK). Den Vorsitz im Personalausschuss hat seit dem 20. Juni Dr. Jochen Wolf inne (Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK).

Ein Nominierungsausschuss wurde nicht gebildet. Angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats hält der Aufsichtsrat einen solchen Ausschuss derzeit nicht für notwendig.

Der Aufsichtsrat ist darauf bedacht, seine Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrzunehmen. In einem Turnus von drei Jahren unterzieht der Aufsichtsrat seine Tätigkeit einer umfassenden Effizienzprüfung auf der Grundlage des Leitfadens der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. Im Berichtsjahr wurde eine solche Überprüfung vorgenommen mit dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat effizient arbeitet. Kommt der Aufsichtsrat zu der Ansicht, dass sich die Effizienz verschlechtert, wird die Überprüfung jährlich durchgeführt.

In Anlehnung an Ziffer 5.4.1 DCGK hat der Aufsichtsrat Ziele hinsichtlich seiner zukünftigen Zusammensetzung schriftlich fixiert. Der Aufsichtsrat strebt demnach an, dass mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder in besonderem Maße das Kriterium Internationalität erfüllen. Die Zahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder festzulegen hält der Aufsichtsrat dagegen nicht für sinnvoll. Derzeit erfüllt die überwiegende Zahl der Anteilseignervertreter das Merkmal "Unabhängigkeit', da sie in keiner persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen. Außerdem nehmen sie keine Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der BECHTLE AG wahr. Der Aufsichtsrat wird aber auch weiterhin Vertreter von Geschäftspartnern als Aufsichtsratsmitglieder vorschlagen, wenn deren spezifische Kenntnisse der Gesellschaft mehr nutzen, als mögliche Interessenkonflikte ihr schaden. Außerdem verfügt der Aufsichtsrat bereits heute über ein hohes Maß an Diversität. Insbesondere sind vier der zwölf Aufsichtsratsmitglieder Frauen. Daher hat das Gremium bislang noch keine konkreten Ziele zum Thema Vielfalt (Diversity) formuliert (Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK). Für eine Kandidatur für das Kontrollgremium sieht die Geschäftsordnung eine Altersgrenze von 70 Jahren vor.

Die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele sind gegenwärtig bereits erfüllt. Sie werden bei künftigen Wahlvorschlägen beachtet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Regelungen zur Vergütung des Aufsichtsrats blieben im Berichtsjahr unverändert. Sie wurden von der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 beschlossen und sind in Ziffer 11 der Satzung der BECHTLE AG erläutert. Die BECHTLE AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aus. Die Vergütungsstruktur trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der einzelnen Mitglieder Rechnung. Dabei werden der Vorsitz, der stellvertretende Vorsitz sowie die Tätigkeit beziehungsweise der Vorsitz in den Ausschüssen berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist nicht vorgesehen.

21. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

in € Name Grundvergütung Vorsitz/

Stellvertretung
Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Summe

2012
Summe

2011
Vertreter der Anteilseigner
Kurt Dobitsch 25.000 3.750 28.750 28.750
Prof. Dr. Thomas Hess (ab 20. Juni 2012) 13.320 1.500 14.820 0
Dr. Walter Jaeger 25.000 3.463 4.500 32.963 28.750
Gerhard Schick (bis 19. Juni 2012) 11.680 23.361 7.592 3.750 46.383 98.500
Karin Schick 25.000 3.750 28.750 28.750
Klaus Winkler 25.000 26.639 11.695 6.750 70.084 37.250
Dr. Jochen Wolf 25.000 12.500 16.250 7.250 61.000 61.000
Vertreter der Arbeitnehmer
Uli Drautz 25.000 12.500 13.000 7.250 57.750 57.750
Daniela Eberle 25.000 6.500 6.250 37.750 37.000
Jürgen Ergenzinger 25.000 3.000 28.000 28.750
Sonja Glaser-Reuss 25.000 3.750 28.750 28.750
Barbara Greyer 25.000 3.750 28.750 28.750
Siegfried Höfels 25.000 3.750 28.750 17.935
Gesamtsumme 492.500 491.250

Kredite oder Haftungsübernahmen zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern wurden nicht gewährt. Gleiches gilt im Übrigen für die Vorstandsmitglieder. Für das Berichtsjahr bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft.

D&O-Versicherung

Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Verletzen sie ihre Sorgfaltspflicht schuldhaft, können sie der BECHTLE AG gegenüber auf Schadenersatz haften. Zur Abdeckung dieses Risikos hat die Gesellschaft für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung - eine sogenannte Directors & Officers-Versicherung - abgeschlossen. Für den Vorstand wurde gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ein Selbstbehalt von 10 Prozent vereinbart, nicht aber für den Aufsichtsrat. Die BECHTLE AG ist der Ansicht, dass ein Selbstbehalt nicht dazu beiträgt, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu verbessern.

Interessenkonflikte

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen im Rahmen ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Interessenkonflikte, die etwa aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder Geschäftspartnern entstehen können, gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr weder bei Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitgliedern. Detaillierte Informationen zu den bestehenden Mandaten der Organmitglieder in Aufsichtsräten und ähnlichen Kontrollgremien anderer Gesellschaften finden Sie im Konzern-Anhang.

Transparenz

Zur Stärkung des Vertrauens der Aktionäre sowie der Öffentlichkeit praktiziert BECHTLE einen fairen, zeitnahen und offenen Dialog mit allen Stakeholdern. Für Vorstand und Aufsichtsrat gehören Offenheit und Transparenz zu den obersten Verhaltensgrundsätzen. Um eine Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer zu gewährleisten, werden alle kapitalmarktrelevanten Informationen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Wichtige Termine, Finanzberichte, Pressemitteilungen sowie Präsentationen werden Aktionären und Interessierten ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft bereitgestellt. Darüber hinaus bietet BECHTLE seinen Aktionären weiterhin an, sich per Wochenbericht aktuell über die Entwicklung der BECHTLE Aktie und wichtige Analysten- und Pressestimmen zu informieren.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Den Konzernabschluss und die Zwischenberichte erstellt BECHTLE nach den geltenden Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt.

Geprüft wurden der Jahres- und der Konzernabschluss erneut durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt worden war.

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat nach Ziffer 7.2.1 Abs. 1 DCGK vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Demnach bestehen keine geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und dem BECHTLE Konzern, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Prüfer begründen könnten. Auch hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht an der Buchführung oder der Aufstellung des Jahres- oder Konzernabschlusses mitgewirkt.

Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss sowie an der Bilanzsitzung am 12. März 2013 teil und berichtet über die Ergebnisse seiner Prüfung. Darüber hinaus steht er dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Fragen zur Abschlussprüfung zur Verfügung.

AKTIE

Trotz aller Turbulenzen nahm der deutsche Aktienmarkt 2012 eine insgesamt gute Entwicklung. Die Sorgen um die anhaltende Staatsverschuldung in einigen Ländern der Eurozone sowie die schwachen Vorgaben der Weltwirtschaft schlugen sich nicht in dem befürchteten Ausmaß in den Kursen nieder. Alle deutschen Leitindizes lagen im Berichtsjahr zweistellig im Plus. Auch der Wert unserer Papiere legte im Berichtsjahr um rund 16 Prozent zu. Für Anleger gerade in turbulenten Zeiten attraktiv ist die nachhaltige Dividendenpolitik der BECHTLE AG, die sich im aktuellen Dividendenvorschlag von 1,00 € für das zurückliegende Geschäftsjahr erneut widerspiegelt.

Aktienmarkt

Die Aktienmärkte starteten 2012 sehr zuversichtlich. Der geglückte Schuldenschnitt in Griechenland sowie rückläufige Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen erhöhten die Risikotoleranz vieler Marktteilnehmer und bescherten den Börsen bis zum Ende des ersten Quartals kräftige Kursschübe. Die überwiegend gute Berichterstattung der Unternehmen sorgte zusätzlich für eine positive Stimmung an den Finanzmärkten. Im Verlauf des zweiten Quartals haben die Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft jedoch wieder die Oberhand gewonnen. Insbesondere im europäischen Währungsraum fielen die Konjunkturindikatoren auf breiter Front. Angesichts der wirtschaftlichen Belastungen durch die Fortdauer der Schuldenkrise verschlechterte sich insbesondere ab Mai die Situation an den Aktienmärkten und die deutschen Leitindizes kehrten fast ausnahmslos zu ihren anfänglichen Einstandskursen zurück. Die schwächeren Konjunkturdaten blieben nicht ohne Auswirkungen auf die Gewinnschätzungen der Gesellschaften. Vor allem bei zyklischen Unternehmen hatte die Zuversicht im Jahresverlauf deutlich abgenommen, bis die schwierigen Rahmenbedingungen in den Schätzungen weitgehend Berücksichtigung fanden. Allerdings haben sich die generellen Befürchtungen, die schwachen Vorgaben aus der Wirtschaft und die Unsicherheit in der Eurozone könnten den Druck auf die Finanzmärkte erhöhen, nicht bewahrheitet. Stattdessen setzte im vierten Quartal eine spürbare Erholung ein. Alle deutschen Leitindizes verzeichneten 2012 zweistellige Zuwächse. Am stärksten legte der M DAX mit einem Plus von 31 Prozent zu. Der DAX gewann rund 25 Prozent. SDAX und TecDAX bilden mit einem Anstieg von jeweils 17 beziehungsweise 18 Prozent das Schlusslicht dieser Erfolgsreihe.

Kursentwicklung

Die BECHTLE Aktie startete am 2. Januar 2012 mit einem Schlusskurs von 26,42 € in das neue Börsenjahr. Nachdem das Papier bereits eine Woche später am 9. Januar auf seinen Jahrestiefststand von 25,50 € sank, nahm der Kurs im Anschluss daran einen sehr erfreulichen Verlauf. Die Aktie konnte im Vergleich zum TecDAX stärker zulegen, bis sie dann am 2. Mai 2012 ihren Jahreshöchstkurs von 35,10 € erreichte. Danach gab die Aktie bedingt durch das schlechtere Marktumfeld und infolge des Dividendenabschlags nach.

22. DIE BECHTLE AKTIE - KURSENTWICKLUNG JANUAR 2012 BIS FEBRUAR 2013 in €

23. DIE BECHTLE AKTIE - HÖCHST- UND TIEFSTKURSE JANUAR 2012 BIS FEBRUAR 2013 in €

24. DIE BECHTLE AKTIE - KURSENTWICKLUNG 2005 BIS 2012 in €

Insbesondere in den Sommermonaten fehlte es dem Papier an weiteren Impulsen, sodass der Kurs in eine volatile Seitwärtsbewegung mündete und in einer Bandbreite von 28 € bis 32 € notierte. Im Verlauf des November fiel die Aktie fast auf ihren Jahresanfangswert zurück. Zum Jahresende erholte sich das BECHTLE Papier wieder und schloss am 28. Dezember bei 30,65 €. Damit verzeichneten wir 2012 eine Kurssteigerung von 16 Prozent.

Parallel zur Kursentwicklung entwickelte sich auch die Marktkapitalisierung. Sie lag zum Jahresende bei 643,7 MIO. € und damit um 93,5 MIO. € höher als Ende 2011 mit 550,2 MIO. €. Im Ranking der Deutschen Börse wird BECHTLE per 31. Dezember 2012 bei der Marktkapitalisierung im TecDAX auf Rang 17 geführt. Im Vorjahr lag das Unternehmen noch auf Platz 15.

Der Handel mit BECHTLE Aktien fiel im Berichtsjahr aufgrund der allgemeinen Marktbedingungen etwas schwächer aus. Der durchschnittliche tägliche Börsenumsatz in BECHTLE Aktien betrug 1.281,6 TSD. € (Vorjahr: 1.460,2 TSD. €). In Stückzahlen gemessen entspricht das einem durchschnittlichen Handelsvolumen pro Tag von 42.143 BECHTLE Aktien (Vorjahr: 51.873). Trotz der geringeren Handelsaktivitäten verbesserten wir uns laut dem Dezember-Ranking der Deutschen Börse beim Börsenumsatz im TecDAX von Platz 23 auf Platz 16.

25. HANDELSDATEN DER BECHTLE AKTIE

2012 2011 2010 2009 2008
Kurs Jahresbeginn 26,42 30,39 18,65 13,28 27,86
Kurs Jahresende 30,65 26,20 28,99 18,79 13,66
Höchstkurs 35,10 34,35 30,65 20,50 27,86
Tiefstkurs 25,50 23,48 17,01 11,02 9,64
Performance - absolut +4,23 -4,19 +10,34 +5,51 -13,34
Performance - relativ % +16,0 -13,8 +55,4 +41,5 -49,4
Marktkapitalisierung - total1 Mio. € 643,7 550,2 608,8 394,6 289,6
Durchschnittlicher Umsatz je Handelstag2 Stück 42.143 51.873 30.543 37.129 69.743
Durchschnittlicher Umsatz je Handelstag2 1.281.620 1.460.183 705.260 538.189 1.228.978

Kursdaten Xetra-Schlusskurse

1 Zum Jahresende

2 Alle deutschen Börsen

Aktionärsstruktur

Größter Anteilseigner am Unternehmen ist unverändert Karin Schick mit 35,02 Prozent. Hierbei sind auch Aktien der Schick GmbH berücksichtigt, deren Gesellschafterin Karin Schick ist, sowie Aktien ihres minderjährigen Sohnes. Die Schick GmbH hatte am 25. Januar insgesamt 20.000 BECHTLE Aktien gekauft, wodurch sich die Beteiligung von Karin Schick im Berichtsjahr marginal erhöhte. Somit betrug der Streubesitz zum Ende des Berichtsjahres 64,98 Prozent. Er verteilt sich auf eine breite Anlegerstruktur aus privaten und institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland.

Im Berichtsjahr erreichten uns mehrere Stimmrechtsmitteilungen der Flossbach von Storch AG aus Köln. Die Investmentgesellschaft erhöhte ihre Beteiligung an BECHTLE von anfänglich rund 3 Prozent im März 2012 auf über 5 Prozent im Mai 2012. Im Januar 2013 teilte uns die Gesellschaft mit, dass ihr Anteilsbesitz mittlerweile auf über 10 Prozent (2.114.862 Aktien) angestiegen ist.

Dividende

Seit zwölf Jahren betreibt BECHTLE eine auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Im TecDAX gehört das Unternehmen zu den wenigen Titeln, die seit Börsennotierung ohne Unterbrechung jährlich Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Trotz der unter Vorjahr liegenden Ergebnisse, jedoch angesichts der sehr guten Liquiditätslage des Unternehmens sind Vorstand und Aufsichtsrat übereingekommen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 1,00 € pro Anteilsschein vorzuschlagen. Im Vorjahr schüttete die BECHTLE AG eine Regeldividende von 0,85 € sowie zusätzlich eine einmalige Sonderdividende von 0,15 € je Aktie aus. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung entspricht der Ausschüttungsvorschlag einer Anhebung der Regeldividende von 17,6 Prozent beziehungsweise von 15 Eurocent.

Zum 31. Dezember 2012 lag die Anzahl dividendenberechtigter Aktien bei 21.000.000 Stück. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2012 von 21,0 MIO. €. Die Dividendenquote läge demnach bei 37,1 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern (Vorjahr: 33,5 Prozent). Die Dividendenrendite beträgt damit bezogen auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie rund 3,3 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent).

Ergebnis je Aktie

Entsprechend der Ertragsentwicklung im Berichtsjahr fiel auch das Ergebnis je Aktie niedriger aus als im Vorjahr. Bei einer unveränderten Stimmrechtsanzahl von 21,0 Millionen Aktien und einem Nachsteuerergebnis von 56,6 MIO. € lag das EPS bei 2,69 € und damit um 9,8 Prozent beziehungsweise 30 Eurocent unter dem Vorjahr (2,99 €).

26. AKTIENKENNZAHLEN

2012 2011 2010 2009 2008
Dividendenberechtigte Aktien1 Stück 21.000.000 21.000.000 21.000.000 21.000.000 20.990.500
Ergebnis je Aktie 2,69 2,99 2,21 1,64 2,14
Ausschüttungssumme Mio. € 21,02 21,0 15,8 12,6 12,6
Bardividende je Aktie 1,002 1,00 0,75 0,60 0,60
Dividendenrendite1 % 3,32 3,8 2,6 3,2 4,4
Ausschüttungsquote % 37,12 33,5 33,9 36,8 27,4
Kurs-Gewinn-Verhältnis1 11,4 8,8 13,1 11,5 6,4

1 Zum Jahresende

2 Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung

Hauptversammlung

Die 12. ordentliche Hauptversammlung der BECHTLE AG fand am 19. Juni 2012 im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie in Heilbronn statt. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft begrüßten über 500 Aktionäre, die 70,76 Prozent des gesamten Grundkapitals der Gesellschaft repräsentierten. Nicht zuletzt die Abstimmungsergebnisse, die das hohe Vertrauen in das Management dokumentieren, trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei. Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden mit einer eindeutigen Mehrheit angenommen. Mit Ablauf der Hauptversammlung schied der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Schick aus dem Aufsichtsrat aus. Die Hauptversammlung wählte Prof. Dr. Thomas Hess als neues Mitglied in den Aufsichtsrat. Zum Nachfolger für den Vorsitz wählte das Kontrollgremium Klaus Winkler.

Kommunikation mit dem Kapitalmarkt

Die Sicht von Analysten auf ein Unternehmen hat wesentlichen Einfluss auf die Meinungsbildung von Aktionären und Investoren. Insgesamt haben 2012 zehn Häuser regelmäßig in ausführlichen Studien und aktuellen Kurzanalysen über BECHTLE berichtet: Berenberg Bank, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, fairesearch, Hauck & Aufhäuser, Landesbank Baden-Württemberg, Metzler, M.M. Warburg und WestLB. Die Berenberg Bank hatte ihr Coverage zum Unternehmen im Februar 2012 neu aufgenommen. Das Aktienresearch der WestLB wurde im Juli 2012 seitens der Bank eingestellt. Mit allen Häusern steht BECHTLE in regelmäßigem konstruktivem Dialog, der durch Besuche von Analysten am Unternehmenssitz, verschiedene Konferenzen und gemeinsame Roadshows intensiviert wurde.

Auch 2012 gab es zahlreiche intensive Kontakte zu bestehenden und potenziellen Investoren. In Einzelgesprächen, Roadshows und auf Investorenkonferenzen informierte BECHTLE über die wirtschaftliche Situation, die Unternehmensstrategie und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Darüber hinaus nutzen zahlreiche Investoren das Angebot, sich über BECHTLE auch im Rahmen eines persönlichen Gesprächs am Konzernsitz in Neckarsulm zu informieren.

Der Geschäftsbericht ist das Leitmedium in der Finanzberichterstattung und damit ein wesentliches Element der Kommunikation mit dem Finanzmarkt. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unserer Publikationen, um interessierte Leser über die Entwicklung des Unternehmens stets umfassend und transparent zu informieren. Daher war es 2012 ein besonderer Erfolg, dass sich unser Bericht beim Wettbewerb "Der beste Geschäftsbericht" des manager magazins, dem wohl angesehensten deutschen Geschäftsberichts-Ranking, den ersten Platz im TecDAX sichern konnte. Unter allen 160 bewerteten Unternehmen landete BECHTLE auf dem siebten Rang und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze.

Ein wichtiger Bestandteil der Investor-Relations-Tätigkeit ist nicht zuletzt der persönliche Kontakt mit Privatanlegern. Neben der Hauptversammlung hat BECHTLE auch im abgelaufenen Geschäftsjahr den Konzern im Rahmen der bereits zum achten Mal stattfindenden Aktionärstage privaten Anlegern vorgestellt. An drei Terminen im August, September und Oktober nutzten zahlreiche Aktionäre die Gelegenheit, sich am Hauptsitz in Neckarsulm über die Geschäfts- und Strategieausrichtung des Unternehmens zu informieren. Neben Präsentationen und Rundgängen ermöglicht die BECHTLE AG auf diesem Weg ihren Aktionären einen tiefen Einblick in das Unternehmen und erreicht so eine noch engere Bindung zu ihren Anteilseignern.

Die BECHTLE AG erzielte bei der Bewertung der IR-Arbeit für Privatanleger im Berichtsjahr bei Börse Online im TecDAX den zweiten Platz. Im Gesamtranking aller großen börsennotierten Gesellschaften landeten wir auf Platz acht. Börse Online untersuchte, wie Privatanleger die IR-Arbeit der 160 größten börsennotierten Gesellschaften beurteilen. Im Mittelpunkt der Umfrage standen die Glaubwürdigkeit und Verständlichkeit der Kommunikation der IR-Abteilungen. Die Anleger bewerteten die Möglichkeit zum direkten Dialog per Telefon, E-Mail, auf der Hauptversammlung sowie bei anderen Aktionärsveranstaltungen. Zudem wurden die Privataktionäre auch zur Qualität der Unternehmenswebsite befragt.

Der Internetauftritt der BECHTLE AG ist eine wichtige Informationsplattform für die Kommunikation mit Aktionären und dem Kapitalmarkt, die intensiv genutzt wird. Die Homepage wird seitens der Gesellschaft konsequent weiterentwickelt und die Inhalte werden regelmäßig aktualisiert. Darüber hinaus gewinnt das Thema Social Media im Rahmen der Finanzmarktkommunikation bei BECHTLE zunehmend an Bedeutung. So werden unsere Anleger regelmäßig auch über Facebook und Twitter zeitnah mit relevanten Informationen versorgt. Die Gesellschaft sieht darin einen zukunftsweisenden Service für ihre Aktionäre und Interessenten.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben dargestellt:

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2012 insgesamt 21.000.000 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 21.000.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien. Der auf die einzelne Aktie entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 1,00 €. Jede Aktie gewährt das Stimmrecht und ist dividendenberechtigt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, zum Tag der Berichterstellung, 27. Februar 2013, bekannt:

Karin Schick, Gaildorf, Deutschland: 35,02 Prozent, davon 28,82 Prozent direkt und 6,19 Prozent indirekt.
Flossbach von Storch AG, Köln, Deutschland: 10,07 Prozent, davon 10,07 Prozent indirekt.

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen, bei denen Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind, ohne ihre Kontrollrechte unmittelbar auszuüben, liegen nicht vor.

Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 f. AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Bestellung erfolgt für höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Abweichende Satzungsregelungen bestehen nicht. Gemäß Ziffer 6.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder legt der Aufsichtsrat fest. Gemäß Ziffer 6.4 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Er kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands bei Vorliegen eines wichtigen Grundes widerrufen, § 84 Abs. 3 AktG. Im Berichtsjahr gab es keine personellen Änderungen im Vorstand.

Die Voraussetzungen einer Satzungsänderung sind vor allem in den §§ 179 bis 181 AktG geregelt. Für eine Satzungsänderung ist ein mit mindestens einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasster Beschluss der Hauptversammlung erforderlich. Die Satzung kann eine von der gesetzlichen Bestimmung abweichende Kapitalmehrheit bestimmen, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere, und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der BECHTLE AG sieht keine derartige Regelung vor. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Dies ist bei der Gesellschaft durch die Regelung in Ziffer 10.4 der Satzung geschehen.

Der Vorstand ist gemäß §§ 202 ff. AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe bis zu 10.600.000 neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 10.600.000 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts sowie die Einzelheiten der Ausgabe der neuen Aktien. Ein Ausschluss des Bezugsrechts ist zulässig:

für Spitzenbeträge
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen
bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10 v. H. des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden oder die (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten ausgegeben werden beziehungsweise ausgegeben werden können, sofern die Schuldverschreibungen nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden
bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt

Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig. Der Vorstand verfügt aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 über eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Die Ermächtigung wurde am 16. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum 15. Juni 2015. Der Erwerb von eigenen Aktien muss über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf dabei den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem geeigneten Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien beziehungsweise im Fall eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten). Der Umfang der Ermächtigung ist auf bis zu 10 Prozent des Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung zum Rückkauf wurde zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt.

Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen. Eine andere Form der Veräußerung ist zulässig, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:

zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft
um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten

In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Veräußerungspreis (ohne Veräußerungsnebenkosten) für eine Aktie darf den durchschnittlichen Kurs der Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien beziehungsweise vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, liegen nicht vor.

Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden im Berichtsjahr nicht getroffen. Zum 1. Januar 2013 wurde im Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden für den Fall der vorzeitigen Beendigung aufgrund eines Kontrollwechsels eine Obergrenze von drei Jahresvergütungen vereinbart.

RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFT

Im Berichtsjahr ist die Wirtschaftsleistung in der EU gesunken. Nach Prognosen der Europäischen Kommission war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2012 in der EU um 0,3 Prozent rückläufig. Im Vorjahr verzeichnete diese Region noch ein Wachstum von 1,5 Prozent. Auch innerhalb der BECHTLE Märkte in der EU hat die Wirtschaftskraft im Berichtsjahr nachgelassen. Dabei reicht die Bandbreite von 0,0 Prozent in Frankreich und Großbritannien bis minus 3,2 Prozent in Portugal. Lediglich Deutschland, Irland, Österreich und Polen erreichten positive Wachstumsraten, jedoch auf niedrigem Niveau. Die Zuwächse liegen - außer in Polen mit 2,0 Prozent - durchweg unter 1 Prozent. Die für BECHTLE als Indikator relevanten Ausrüstungsinvestitionen sind 2012 in der EU mit minus 4,1 Prozent deutlich schwächer ausgefallen (Vorjahr: plus 4,2 Prozent). Allerdings gibt es mit Belgien, Irland, den Niederlanden, Österreich, Polen und Tschechien auch positive Beispiele innerhalb der BECHTLE Märkte mit Steigerungen zwischen 0,4 und 4,4 Prozent.

Gegen den Trend positiv entwickelt haben sich Deutschland und die Schweiz, die beiden wichtigsten BECHTLE Märkte. In der Schweiz lag das BIP 2012 nach einer Schätzung der dortigen Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes bei 1,0 Prozent, nach 1,9 Prozent im Vorjahr. Die Ausrüstungsinvestitionen sind dabei um 2,5 Prozent und die staatlichen Konsumausgaben um 2,0 Prozent gestiegen. In Deutschland kletterte das BIP nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Berichtsjahr um 0,7 Prozent. 2011 lag das Wachstum noch bei 3,0 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen waren mit minus 4,8 Prozent rückläufig (Vorjahr: plus 7,0 Prozent), während die staatlichen Investitionen mit 1,4 Prozent im Plus lagen. Hauptantrieb für das Wachstum in Deutschland waren die Exporte.

27. BIP-ENTWICKLUNG in %

BRANCHE

Die IT-Branche in der EU konnte sich im Berichtsjahr besser entwickeln als die Gesamtwirtschaft und legte nach Angaben des European Information Technology Observatory (EITO) um 1,2 Prozent zu. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von den zwei Segmenten Hardware und Software mit 2,2 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent getragen, während die Dienstleistungen lediglich um 0,3 Prozent stiegen. Die Schere bei den Hardwareumsätzen in den Ländern mit BECHTLE Präsenz ist 2012 weit auseinandergegangen. Sie reicht von minus 8,8 Prozent in Portugal und Spanien bis plus 9,4 Prozent in Tschechien und 21,0 Prozent in Ungarn. Auch bei der Software rangieren die von der Eurokrise härter getroffenen Länder am unteren Ende der Skala: Portugal mit minus 4,4 Prozent, Spanien mit minus 3,0 Prozent, Irland mit minus 1,5 sowie Italien mit minus 0,9 Prozent. Am oberen Ende finden sich Tschechien und Polen mit 8,5 beziehungsweise 6,1 Prozent.

In der Schweiz lag der IT-Markt bei einem Plus von 2,3 Prozent. Dienstleistungen sind um 1,6 Prozent gewachsen, Hardware und Software um 2,2 beziehungsweise 3,7 Prozent.

Die Entwicklung in Deutschland war überdurchschnittlich. Der heimische IT-Markt verzeichnete eine Zunahme um 3,1 Prozent. Wachstumstreiber waren hier Software sowie Hardware mit einem Plus von 4,4 beziehungsweise 4,2 Prozent. Das Wachstum innerhalb Hardware war ausschließlich getragen von Umsätzen mit Tablets, Multifunktionsdruckern sowie Speicherkomponenten. Die Umsätze mit allen anderen relevanten Produktgruppen waren rückläufig. Im Geschäft mit Unternehmenskunden ging der Umsatz mit Desktop-PCs sowie Notebooks um 0,5 beziehungsweise 0,7 Prozent leicht zurück. Bei den Dienstleistungen lag die Steigerungsrate 2012 bei 2,1 Prozent. Wachstumsträger waren das klassische Projektgeschäft mit 2,5 Prozent sowie Outsourcing-Dienstleistungen mit 2,7 Prozent.

GESAMTEINSCHATZUNG

Das Jahr 2012 zeigte zwei grundverschiedene Ausprägungen. In einigen Ländern, vor allem in Südeuropa, schrumpfte sowohl die Gesamtwirtschaft als auch der IT-Markt. Aufgrund der dort vorherrschenden Unsicherheit hielten sich Unternehmenskunden, aber auch staatliche Institutionen mit Investitionen zurück. Anders war das Bild in den Hauptmärkten von BECHTLE. In Deutschland und der Schweiz konnte sich die Gesamtwirtschaft vom gesamteuropäischen Trend abkoppeln. Allerdings war auch hier eine gewisse Verunsicherung zu spüren. So gingen beispielsweise die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland deutlich zurück. Die Marktdaten der beiden Länder lassen aber darauf schließen, dass vor allem die Bereiche Hard- und Software hiervon nicht betroffen waren. Die Investitionsneigung in die IT war ungebrochen hoch.

Im Geschäftsverlauf der BECHTLE AG 2012 spiegelt sich die Situation der Gesamtwirtschaft und der IT-Branche wider. Während das Geschäft in den südeuropäischen Ländern zum Teil hinter den Erwartungen zurückblieb, konnten wir in anderen Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und vor allem in Deutschland überdurchschnittliches Wachstum generieren und entsprechend unseren Marktanteil ausbauen.

Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Branchenkonjunktur mit einer stark differierenden Investitionsneigung bei Hard- und Software gab es in den BECHTLE Märkten 2012 keine wesentlichen Ereignisse außerhalb des Unternehmens, die sich nennenswert auf den Geschäftsverlauf auswirkten.

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

ERTRAGSLAGE

Der Bechtle Konzern blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Wir haben 2012 konsequent in unser Leistungsportfolio investiert und sind gleichzeitig schneller gewachsen als der Markt. Dies ist in unserem Geschäft immer auch mit einem Beschäftigungszuwachs verbunden - so auch im zurückliegenden Jahr. Vor dem Hintergrund einer im Jahresvergleich gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung profitierte Bechtle 2012 besonders von der guten Wettbewerbsposition in der Branche. Beide Geschäftssegmente verzeichneten insgesamt eine positive Entwicklung. Vor allem aber im Inland konnten wir unsere Marktstellung mit einem überdurchschnittlichen Wachstum deutlich stärken.

Auftragsentwicklung

BECHTLE geht beim Verkauf von Handelswaren und Dienstleistungen nach wie vor überwiegend kurzfristige Vertragsverhältnisse ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte mit sehr kurzen Bestell- und Lieferzeiten gekennzeichnet, während Projektgeschäfte im Segment IT-Systemhaus & Managed Services im Einzelfall auch Laufzeiten von bis zu einem halben Jahr aufweisen können. Die Laufzeiten von Outsourcing-Betriebsverträgen oder Rahmenverträgen können mit bis zu fünf Jahren deutlich darüber hinausgehen. Rahmenverträge fixieren zwar keine konkreten Abnahmemengen, sie legen aber bereits die Konditionen für künftige Lieferungen und Leistungen fest. In den Auftragsbestand und in die Auftragsentwicklung gehen sie nur insoweit ein, als bereits konkrete Bestellungen seitens des Auftragnehmers vorliegen. Im Übrigen werden Aufträge, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, grundsätzlich nur hinsichtlich ihres Auftragsvolumens für den Zeitraum bis zu einem Jahr berücksichtigt.

Der Auftragseingang während eines Geschäftsjahres entspricht weitgehend dem Umsatz in diesem Zeitraum. Er lag im Berichtsjahr mit 2,12 MRD. € rund 2 Prozent über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 2,08 MRD. €). Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services entsprach der Auftragseingang im Berichtsjahr mit 1,41 MRD. € dem Niveau des Vorjahres (1,40 MRD. €). Im IT-E-Commerce stieg der Auftragseingang von 0,68 MRD. € im Vorjahr um rund 3 Prozent auf 0,70 MRD. €. Die Auftragsreichweite beträgt im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wie im Vorjahr rund zweieinhalb Monate. Im IT-E-Commerce beträgt sie nur wenige Tage, denn im Handelssegment steht die unmittelbare und schnelle Auslieferung der Waren im Vordergrund.

Das Geschäftsfeld Managed Services ist im Rahmen der Übernahme der IT-Betriebsverantwortung beim Kunden durch langfristige Vertragsbeziehungen gekennzeichnet. Für dieses Geschäftsfeld veröffentlicht BECHTLE keine separaten Zahlen.

Der Auftragsbestand im Konzern betrug zum Jahresende rund 300 MIO. € gegenüber 281 MIO. €. im Jahr zuvor. Vom gesamten Auftragsbestand entfallen circa 293 MIO. € auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services (Vorjahr: 274 MIO. €) und etwa 7 MIO. € auf das IT-E-Commerce-Segment (Vorjahr: 7 MIO. €).

Umsatzentwicklung

BECHTLE ist es gelungen, im Geschäftsjahr 2012 erstmals die Marke von 2 MRD. € Umsatz zu überschreiten.

28. UMSATZ in Mio. €

Der Umsatzanstieg von 1.994,9 MIO. € im Vorjahr auf 2.096,8 MIO. € im Berichtsjahr betrug 5,1 Prozent. Mit 3,8 Prozent war der Großteil davon organisch.

Haupttreiber des Wachstums war das Deutschlandgeschäft im Segment IT-Systemhaus & Managed Services, das um fast 10 Prozent zulegte. Hier machten sich vor allem die zielgerichteten Maßnahmen bei der Ausbildung und Qualifizierung der Vertriebsteams sowie der Ausbau des Geschäftsbereichs Software & Anwendungslösungen bemerkbar. Ausgehend von der zunehmenden Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahresverlauf hat das Geschäft im zweiten Halbjahr 2012 im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Quartalen allerdings leicht an Dynamik verloren.

Diese Entwicklung wird auch bei einer Betrachtung der einzelnen Quartale deutlich. Die unterjährige Saisonalität des BECHTLE Geschäfts und die hohe Bedeutung des vierten Quartals bestehen unverändert. So ist über das gesamte Jahr hinweg zwar eine Steigerung der Umsätze erkennbar. Allerdings haben die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr - angefangen im ersten Quartal und zweiten Quartal mit 7 Prozent beziehungsweise 8 Prozent bis hin zum dritten und letzten Quartal 2012 mit jeweils 1 Prozent sowie 5 Prozent - spürbar abgenommen. Hierin zeigen sich weniger die Auswirkungen der Saisonalität als vielmehr der Einfluss der Konjunkturentwicklung im Jahresverlauf sowie insbesondere die Basiseffekte. Der Umsatz des vierten Quartals, der mit 612,3 MIO. € um 4,8 Prozent höher ausfiel als der Umsatz des vergleichbaren bisherigen Rekordquartals 2011, ist dennoch besonders positiv zu bewerten.

29. UMSATZENTWICKLUNG

in Mio. € Q1 Q2 Q3 Q4
2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Konzernumsatz 487,6 456,1 495,3 457,0 501,6 497,3 612,3 584,4
% vom Gesamtjahresumsatz 23,3 22,9 23,6 22,9 23,9 24,9 29,2 29,3

Angesichts der deutlichen Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl hat sich die Produktivität von BECHTLE im Berichtsjahr reduziert. Der Umsatz je Mitarbeiter belief sich bei 5.315 Vollzeitkräften (Vorjahr: 4.753) auf 395 TSD. € nach 420 TSD. € im Vorjahr.

Deutschland ist unverändert der wichtigste Markt für BECHTLE. Die Umsätze im Inland erreichten mit 1.433,9 MIO. € (Vorjahr: 1.315,2 MIO. €) einen Anteil von 68,4 Prozent (Vorjahr: 65,9 Prozent) am Gesamtumsatz. Der Auslandsanteil lag mit 663,0 MIO. € (Vorjahr: 679,7 MIO. €) bei 31,6 Prozent (Vorjahr: 34,1 Prozent). Damit verschob sich die Umsatzverteilung zugunsten des Inlands.

30. REGIONALE UMSATZVERTEILUNG in Mio. €

Überdurchschnittlich entwickelte sich 2012 der Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber. Der Umsatz mit dieser Kundengruppe stieg im Konzern um 12,8 Prozent auf 585,4 MIO. € (Vorjahr: 518,8 MIO. €). Die Erlöse in diesem Bereich nehmen einen Anteil am Gesamtumsatz von aktuell 27,9 Prozent ein (Vorjahr: 26,0 Prozent).

Kosten- und Ertragsentwicklung

Umsatzkosten.

Der um 5,1 Prozent höhere Konzernumsatz führte im Berichtsjahr zu einem deutlicheren Anstieg des Bruttoergebnisses um 7,1 Prozent auf 318,8 MIO. € (Vorjahr: 297,7 MIO. €). Da die Umsatzkosten im Vergleich zum Umsatz mit 4,8 Prozent unterproportional stiegen, verbesserte sich die Bruttomarge entsprechend von 14,9 Prozent auf 15,2 Prozent. Der Anstieg der Bruttomarge ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Handelsmarge und des Dienstleistungsanteils sowie auf Projekte mit höheren Deckungsbeiträgen insbesondere im Lösungsgeschäft zurückzuführen.

31. UMSATZKOSTEN/BRUTTOERGEBNIS

2012 20111 2010 2009 2008
Umsatzkosten Mio. € 1.778,0 1.697,2 1.486,4 1.179,8 1.213,3
Bruttoergebnis Mio. € 318,8 297,7 236,5 199,5 218,1
Bruttomarge % 15,2 14,9 13,7 14,5 15,2

1 Zahlen angepasst, siehe S. 154.

Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Die Vertriebskosten lagen 2012 bei 145,3 MIO. € und damit 14,3 Prozent über Vorjahr (127,1 MIO. €). Ursachen waren die durchschnittlich gestiegene Mitarbeiterzahl und die intensivierten Vertriebsaktivitäten. Dies führte zu einer Erhöhung der Vertriebskostenquote von 6,4 Prozent auf aktuell 6,9 Prozent. Die Verwaltungskosten legten um 10,6 MIO. € beziehungsweise 11,3 Prozent auf 104,2 MIO. € (Vorjahr: 93,7 MIO. €) zu. Der Aufwandsanstieg ist ebenfalls auf die im Jahresdurchschnitt höhere Anzahl von Mitarbeitern im Verwaltungsbereich zurückzuführen. Die Quote legte von 4,7 Prozent im Vorjahr auf aktuell 5,0 Prozent leicht zu.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 9,5 MIO. € auf 11,3 MIO. €. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten, die im Zusammenhang mit der starken operativen Geschäftsentwicklung stehen.

32. VERTRIEBSKOSTEN/VERWALTUNGSKOSTEN

2012 20111 2010 2009 2008
Vertriebskosten Mio. € 145,3 127,1 99,0 87,9 90,5
Vertriebskostenquote % 6,9 6,4 5,7 6,4 6,3
Verwaltungskosten Mio. € 104,2 93,7 86,0 76,2 75,7
Verwaltungskostenquote % 5,0 4,7 5,0 5,5 5,3

1 Zahlen angepasst, siehe S. 154.

Marketingkosten.

Die Marketingaufwendungen der BECHTLE AG sind Bestandteil der Vertriebskosten, mit Ausnahme der Aufwendungen für den BECHTLE Katalog, die den Umsatzkosten zugeordnet werden. Unterteilt auf die Segmente lagen die Marketingkosten im Berichtsjahr im IT-E-Commerce bei 2,0 MIO. € (Vorjahr: 2,0 MIO. €) und im IT-Systemhaus & Managed Services bei 2,5 MIO. € (Vorjahr: 2,4 MIO. €).

Als Handelsunternehmen vermarktet BECHTLE im Segment IT-E-Commerce Produkte Dritter. Wie in der Branche üblich stehen hier den Marketingkosten in den meisten Fällen Einnahmen in Form von Zuschüssen der Hersteller gegenüber. Auch im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wird ein Großteil der Marketingaktionen von Herstellern unterstützt. Die genannten Kosten wirken sich folglich nur unwesentlich auf die Ertragslage des Unternehmens aus.

Eines der wichtigsten Marketinginstrumente im IT-E-Commerce sind die Produktkataloge. Die Kataloge werden für alle Länder zentral erstellt. Die weiteren Marketingaktionen in diesem Segment betreffen hauptsächlich Produktwerbung über Mailings und den wöchentlichen Versand gedruckter Produktinformationen. Daneben betreibt BECHTLE auch Onlinewerbung. Die einzelnen Landesgesellschaften sind in der Auswahl ihrer Marketingmaßnahmen weitgehend frei, um den spezifischen Erfordernissen der jeweiligen Länder Rechnung tragen zu können.

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services führen die Systemhäuser die Marketingaktionen in den jeweiligen Zielregionen eigenverantwortlich durch. So gab es im Berichtsjahr wieder zahlreiche Veranstaltungen wie Kundenevents, IT-Foren und Hausmessen. Unterstützung erhalten die IT-Systemhäuser vom zentralen Veranstaltungsmanagement der BECHTLE AG sowie von der Unternehmenskommunikation.

Zusätzlich unterstützt die Holding in Bezug auf die strategischen Fokusthemen die Competence Center und die Zentralbereiche Managed Services, Öffentliche Auftraggeber sowie Software & Anwendungslösungen mit flankierenden Marketingaktivitäten. Sämtliche Aktionen dienen vor allem der Präsentation des Produkt- und Dienstleistungsspektrums von BECHTLE sowie der Kundenbindung. Wichtige Bestandteile der zentralen Marketingaktionen sind das Kundenmagazin BECHTLE update, der BECHTLE Mobile Day und der BECHTLE Competence Center Day (CC DAY).

Präsenz auf Fachmessen zeigt BECHTLE in der Regel nicht mit eigenen Ständen, sondern in Kooperation mit Herstellern oder Partnern auf deren Standflächen.

Ergebnissituation.

Trotz der Verbesserung beim Bruttoergebnis fiel das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) im Berichtsjahr mit 102,3 MIO. € um 2,4 Prozent niedriger aus (Vorjahr: 104,8 MIO. €), was im Wesentlichen auf die gestiegenen Personalkosten zurückzuführen ist. Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 5,3 Prozent auf 4,9 Prozent.

33. EBITDA in Mio. €

Die Abschreibungen lagen 2012 bei 21,7 MIO. € und damit um 18,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (18,4 MIO. €). Mit 16,0 MIO. € entfiel der größte Teil auf Software und Sachanlagen (Vorjahr: 12,8 MIO. €). Bei den Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die akquirierten Vermögenswerte sowie die Gebäude am Stammsitz Neckarsulm, die eigene EDV und die Büroausstattung. Zusätzlich fallen Abschreibungen im Rahmen des Sachanlagevermögens auf Mietereinbauten und Vermögenswerte an, die im Rahmen von längerfristigen Wartungsverträgen im Kundennutzen stehen.

Weitere Abschreibungen in Höhe von 4,5 MIO. € betrafen Kundenstämme und Kundenserviceverträge (Vorjahr: 4,7 MIO. €). Die Abschreibungsquote entspricht mit 1,0 Prozent in etwa dem Niveau des Vorjahres und ist gemessen an den übrigen Aufwandspositionen von nachrangiger Bedeutung. Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- und Firmenwerte (Impairment-Test) ergaben für 2012 weiterhin keinen Abwertungsbedarf.

Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) sank um 6,8 Prozent auf 80,5 MIO. € (Vorjahr: 86,4 MIO. €). Im Vorjahresergebnis war allerdings ein Sonderertrag von rund 1,4 MIO. € enthalten, bedingt durch die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung der Vorsorgepläne in der Schweiz. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 4,3 Prozent auf 3,8 Prozent.

34. EBIT in Mio. €

Die gestiegenen Darlehensverbindlichkeiten schlugen sich im Finanzaufwand des Konzerns nieder, sodass sich das Finanzergebnis nach minus 0,1 MIO. € im Vorjahr auf minus 1,3 MIO. € erhöhte.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel im Geschäftsjahr 2012 mit 79,3 MIO. € um 8,2 Prozent geringer aus als im Vorjahr mit 86,3 MIO. €. Trotz der im Jahresverlauf schwieriger werdenden Rahmenbedingungen konnte BECHTLE die Ergebnissituation unterjährig kontinuierlich verbessern. So verzeichneten wir im vierten Quartal 2012 eine neue Bestmarke im EBT von 28,6 MIO. € (Vorjahresquartal: 26,4 MIO. €).

35. EBT in Mio. €

Die EBT-Marge beläuft sich 2012 auf 3,8 Prozent nach 4,3 Prozent im Geschäftsjahr 2011. Dennoch liegt die Vorsteuermarge des BECHTLE Konzerns damit weiterhin auf einem für die Branche überdurchschnittlichen Niveau.

36. EBT-MARGE in %

Im Berichtsjahr sank der Ertragsteueraufwand um 3,7 Prozent auf 22,7 MIO. € (Vorjahr: 23,6 MIO. €). Die Steuerquote stieg auf 28,6 Prozent, nach 27,3 Prozent im Vorjahr. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf die höheren Ergebnisbeiträge der inländischen Tochtergesellschaften.

Das Ergebnis nach Steuern lag mit 56,6 MIO. € um 9,8 Prozent unter dem Vorjahr (62,7 MIO. €). Entsprechend ging das Ergebnis je Aktie (EPS) von 2,99 € auf 2,69 € zurück.

37. EPS in €

Grundlage für die Gewinnverwendung und damit die Dividendenausschüttung ist der Einzelabschluss der BECHTLE AG. Er weist einen Jahresüberschuss von 31,0 MIO. € aus (Vorjahr: 34,9 MIO. €). Nach Einstellung von 10,0 MIO. € (Vorjahr: 13,9 MIO. €) in die Rücklagen beläuft sich der Bilanzgewinn für 2012 unverändert zum Vorjahr auf 21,0 MIO. €. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn an die Aktionäre auszuschütten und der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende je Aktie von 1,00 € zu unterbreiten. Damit steigt die Regeldividende je Aktie im Vergleich zum Vorjahr um 0,15 €. Die Zahl der dividendenberechtigten Aktien beläuft sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung am 27. Februar 2013 unverändert auf 21.000.000 Stück.

Segmentbericht

IT-Systemhaus & Managed Services.

In dem Segment erzielte der Konzern 2012 einen Umsatz von 1.394,5 MIO. € (Vorjahr: 1.315,7 MIO. €). Das entspricht einer Steigerung von 6,0 Prozent beziehungsweise 78,8 MIO. €. Das Segment hat dabei von der guten Wettbewerbsposition und dem Ausbau des Lösungsgeschäfts profitiert. Außerdem machten sich der Beschäftigungszuwachs sowie die umfangreichen Qualifizierungsmaßnahmen bemerkbar. Insgesamt entfielen 66,5 Prozent der Konzernumsätze auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services (Vorjahr: 66,0 Prozent).

38. SEGMENTUMSATZ IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in Mio. €

Die Produktivität im Segment IT-Systemhaus & Managed Services reduzierte sich aufgrund des überdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachses. Der Umsatz je Mitarbeiter beträgt bei durchschnittlich 4.191 Vollzeitbeschäftigten (Vorjahr: 3.727 Mitarbeiter) 333 TSD. € (Vorjahr: 353 TSD. €).

Das Wachstum von BECHTLE auf dem Heimatmarkt lag im Berichtsjahr deutlich über den Wachstumsraten des deutschen IT-Marktes. Die inländischen Gesellschaften im Segment IT-Systemhaus & Managed Services steigerten ihre Erlöse um 9,8 Prozent auf 1.220,0 MIO. € (Vorjahr: 1.110,9 MIO. €) und konnten somit den Marktanteil in Deutschland wesentlich ausbauen.

Das Geschäft der Schweizer und österreichischen Systemhäuser verzeichnete hingegen einen spürbaren Rückgang. Der Auslandsumsatz im Segment ging um 14,8 Prozent von 204,8 MIO. € auf 174,5 MIO. € zurück. Ausschlaggebend hierfür war die Beendigung zweier Großkontrakte in der Schweiz.

39. UMSATZVERTEILUNG IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in Mio. €

Organisch lag der Segmentumsatz bei 1.368,1 MIO. € und damit 4,0 Prozent über Vorjahr (1.315,7 MIO. €). Die akquirierten Gesellschaften wurden im Berichtsjahr mit einem anteiligen Umsatzvolumen von 26,3 MIO. € in den Konzernabschluss einbezogen.

Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services sank 2012 um 11,0 Prozent auf 44,4 MIO. € (Vorjahr: 49,9 MIO. €). Ursächlich hierfür ist vor allem der überdurchschnittliche Anstieg der Personalkosten. Die EBIT-Marge reduzierte sich folglich von 3,8 Prozent auf 3,2 Prozent.

40. EBIT IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in Mio. €

41. EBIT-MARGE IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in %

IT-E-Commerce.

Der erzielte Umsatz im IT-E-Commerce ist auch 2012 ausschließlich auf organisches Wachstum zurückzuführen. Die Erlöse im Segment stiegen um 3,4 Prozent auf 702,4 MIO. € (Vorjahr: 679,2 MIO. €). Hier hat sich neben dem erfolgreichen Geschäft auf dem Heimatmarkt die gute Entwicklung in den Niederlanden und Großbritannien bemerkbar gemacht.

42. SEGMENTUMSATZ IT-E-COMMERCE in Mio. €

Der Anteil des Handelsgeschäfts am Gesamtumsatz reduzierte sich leicht von 34,0 Prozent auf 33,5 Prozent.

BECHTLE beschäftigte im Segment IT-E-Commerce 2012 auf Vollzeitbasis durchschnittlich 1.124 Arbeitskräfte (Vorjahr: 1.026). Der Umsatz pro Mitarbeiter fiel im Berichtsjahr auf 625 TSD. € (Vorjahr: 662 TSD. €), was vor dem Hintergrund der Neueinstellungen hauptsächlich auf die schwächere Konjunktur im Berichtsjahr zurückzuführen ist.

Der Umsatz der ausländischen IT-E-Commerce-Gesellschaften lag im Berichtsjahr bei 488,5 MIO. € und damit um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert (474,9 MIO. €). Die inländischen Handelsgesellschaften steuerten mit einem Wachstum von 4,7 Prozent 213,9 MIO. € (Vorjahr: 204,3 MIO. €) bei.

43. UMSATZVERTEILUNG IM SEGMENT IT-E-COMMERCE in Mio. €

BECHTLE profitierte im Segment IT-E-Commerce klar von der europaweiten Aufstellung, um gewisse Nachfrageschwankungen in einzelnen Ländern auszugleichen, und von den effizienten Prozessen, die in Anbetracht eines zunehmenden Preis- und Kostendrucks ein wirtschaftliches Arbeiten ermöglichen. Somit konnte im Berichtsjahr 2012 ein Segment-EBIT erzielt werden, das mit 36,1 MIO. € nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag (36,5 MIO. €). Ergebnismindernd haben sich hier die Anlaufkosten für den Start der neuen Landesgesellschaft in Ungarn ausgewirkt.

44. EBIT IM SEGMENT IT-E-COMMERCE in Mio. €

Die EBIT-Marge im Handelssegment beträgt 5,1 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorjahr und liegt damit unverändert auf einem für die Branche außerordentlichen Niveau.

45. EBIT-MARGE IM SEGMENT IT-E-COMMERCE in %

VERMÖGENSLAGE

Bechtle legt von jeher großen Wert auf eine starke und gesunde Bilanz. Das zeigt sich auch an den Kennzahlen 2012. Eine Eigenkapitalquote von 54,2 Prozent, eine Eigenkapitalrentabilität von 13,9 Prozent und eine Gesamtliquidität von 146,2 Mio. € sichern unsere finanzielle Flexibilität und unternehmerische Unabhängigkeit. Darüber hinaus ist Bechtle mit einer Nettoverschuldung von minus 72,4 Mio. € schuldenfrei und damit in der Lage, zukünftiges Wachstum - ob organisch oder akquisitorisch - problemlos zu finanzieren. Diese finanzielle Solidität ermöglicht es uns, konsequent an der Realisierung unserer ambitionierten Ziele der "VISION 2020" zu arbeiten.

Die Bilanzsumme des BECHTLE Konzerns ist im Berichtsjahr vor allem aufgrund des höheren Geschäftsvolumens sowie der getätigten Investitionen gestiegen. Sie betrug zum Stichtag 31. Dezember 2012 845,4 MIO. € und liegt damit um 5,2 Prozent über dem Vorjahr.

46. VERKÜRZTE BILANZ

in Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 297,6 281,6 206,3 164,5 157,0
Kurzfristige Vermögenswerte 547,9 521,8 447,5 356,1 339,1
Passiva
Eigenkapital 458,4 419,0 371,5 335,0 311,4
Langfristige Schulden 99,3 98,7 46,7 32,3 31,0
Kurzfristige Schulden 287,8 285,7 235,5 153,4 153,7
Bilanzsumme 845,4 803,4 653,7 520,7 496,1

Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte bei 297,6 Mio. € und damit 16,0 Mio. € beziehungsweise 5,7 Prozent über Vorjahr. Ausschlaggebend war hier das Sachanlagevermögen, das im Jahresvergleich um 14,9 MIO. € auf 94,5 MIO. € zunahm. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die im Berichtsjahr durchgeführten Bautätigkeiten am Stammsitz Neckarsulm sowie an den Standorten Freiburg und Karlsruhe zurückzuführen. Nachdem die Investitionen im Vorjahr vor allem bedingt durch Grundstücks- und Immobilienkäufe sowie die Bautätigkeiten einen außergewöhnlich hohen Wert von 61,1 MIO. € erreicht hatten, lagen sie im Berichtsjahr wieder auf einem normalisierten Niveau von 32,0 MIO. €. Entsprechend deutlich ging die Investitionsquote auf 29,4 Prozent zurück (Vorjahr: 82,1 Prozent).

Die Anlagenintensität lag zum Stichtag 31. Dezember 2012 bei 35,2 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr von 148,8 Prozent auf 154,0 Prozent.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 26,1 MIO. € auf 547,9 MIO. €. Hier haben sich in erster Linie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bemerkbar gemacht, die um 20,6 MIO. € auf 307,3 MIO. € gestiegen sind. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die im Jahresverlauf angewachsene Geschäftstätigkeit, insbesondere im Jahresschlussquartal. Die Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 1,2 Prozent auf gewohnt niedrigem Niveau (Vorjahr: 1,3 Prozent). Die Außenstandsdauer der Forderungen (DSO) hat sich aufgrund längerer Zahlungsziele in den von der Krise stärker betroffenen südeuropäischen Ländern erhöht und lag im Berichtsjahr bei 37,3 Tagen (Vorjahr: 35,8 Tage). Die Vorräte gingen zum 31. Dezember 2012 um 1,1 MIO. € auf 90,1 MIO. € zurück. Grund hierfür ist vor allem der hohe Lagerumschlag infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens im Jahresschlussquartal. Die Vorratshaltung in Relation zum Umsatz ging entsprechend von 4,6 Prozent auf 4,3 Prozent zurück. Der Wert zeigt, dass BECHTLE lediglich in geringem Umfang Kapital in Form von Warenbeständen bindet. Zudem ist ein Großteil der Vorräte unmittelbar an Projekte gebunden und im Kundenauftrag vorfinanziert. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 3,5 MIO. € auf 35,4 MIO. €. Ursächlich hierfür sind saisonal bedingte höhere Forderungen wie Rückvergütungen und Boni gegenüber Lieferanten sowie gestiegene Umsatzsteuerforderungen. BECHTLE investierte vor dem Hintergrund unsicherer Finanzmärkte stärker in kurz- bis mittelfristig verfügbare Anlagen. Entsprechend hat sich die Position der kurzfristigen Geld- und Wertpapieranlagen im Berichtsjahr von 16,2 MIO. € auf 35,9 MIO. € mehr als verdoppelt. Der Konzern verfügt zum Jahresende über liquide Mittel von 78,2 MIO. € (Vorjahr: 94,6 MIO. €).

Einschließlich der kurz- und langfristigen Geld- und Wertpapieranlagen erhöhte sich die Liquidität von 141,5 MIO. € auf 146,2 MIO. €.

Inflation und Währungsveränderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Vermögens. Die Inflationsraten im Berichtsjahr waren in den wesentlichen Märkten auf niedrigem Niveau und die Bilanzposten werden überwiegend in Euro gehalten. 2012 wurde das Nettovermögen durch erfolgsneutral erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen und die Absicherungen von Nettoinvestitionen ausländischer Geschäftsbetriebe im Wesentlichen aufgrund des stärkeren Schweizer Frankens im Saldo mit 71 TSD. € positiv beeinflusst (Vorjahr: 709 TSD. €).

Im wenig sachanlageintensiven Geschäft der BECHTLE AG wird der ROCE (Return on Capital Employed) üblicherweise wesentlich von der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden einerseits und der Ergebnisentwicklung andererseits geprägt. Der ROCE beläuft sich im Berichtsjahr auf 19,5 Prozent, nach 25,2 Prozent im Vorjahr. Zurückzuführen ist das auf den Ergebnisrückgang in Höhe von 6,8 Prozent gegenüber einem überdurchschnittlichen Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals um 20,2 Prozent.

47. ROCE/CAPITAL EMPLOYED

2012 2011 2010 2009 2008
ROCE % 19,5 25,2 21,0 15,7 22,7
Capital Employed Mio. € 411,9 342,7 288,6 272,2 264,9

Das Working Capital ist gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Prozent gestiegen. Auch bezogen auf die Bilanzsumme hat der Wert von 23,6 Prozent auf 25,0 Prozent zugenommen. Vor allem die erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich hier ausgewirkt.

48. WORKING CAPITAL

2012 2011 2010 2009 2008
Working Capital Mio. € 211,6 189,9 166,8 139,5 142,5
In % von der Bilanzsumme 25,0 23,6 25,5 26,8 28,7

Auf der Passivseite gab es außer im Eigenkapital - absolut betrachtet - nur geringe Änderungen. Die kurzfristigen Schulden stiegen um 2,1 MIO. € auf 287,8 MIO. €. Den größten Zuwachs mit 3,6 MIO. € gab es stichtagsbedingt bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben um 2,7 MIO. € zugelegt, vor allem aufgrund höherer Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen hingegen stichtagsbedingt um 2,8 MIO. € auf 146,0 MIO. € zurück.

Die langfristigen Schulden lagen zum Stichtag bei 99,3 MIO. €, fast auf dem Niveau des Vorjahres (98,7 MIO. €). Während die Pensionsrückstellungen bedingt durch die Anpassung der versicherungsmathematischen Parameter bei der Bewertung der Vorsorgepläne in der Schweiz um 4,0 MIO. € zurückgingen, stiegen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 3,9 MIO. €. Hintergrund war die Neuaufnahme eines Darlehens zur Finanzierung der Bautätigkeiten am Stammsitz. Der Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme ist von 12,3 Prozent auf 11,7 Prozent leicht gesunken.

Zum Abschlussstichtag existierten keine Haftungsverhältnisse gegenüber nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Es bestanden Investitionsverpflichtungen aufgrund von Bautätigkeiten in Höhe von 2,2 MIO. € (Vorjahr: 6,7 MIO. €).

Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr überdurchschnittlich um 9,4 Prozent von 419,0 MIO. € auf 458,4 MIO. €. Die Erhöhung resultiert aus den um 39,3 MIO. € angestiegenen Gewinnrücklagen. Die Eigenkapitalquote legte daher im Berichtsjahr von 52,2 Prozent auf 54,2 Prozent zu. Die Eigenkapitalrendite sank jedoch aufgrund des niedrigeren Nachsteuerergebnisses von 17,3 Prozent auf 13,9 Prozent.

49. EIGENKAPITAL- UND GESAMTKAPITALRENTABILITÄT

in % 2012 2011 2010 2009 2008
Eigenkapitalrendite 13,9 17,3 14,2 11,3 16,9
Gesamtkapitalrendite 7,9 9,8 8,7 7,4 10,7

Der Verschuldungsgrad hat sich mit Stand zum 31. Dezember 2012 weiter verbessert und beläuft sich aktuell auf 84,4 Prozent nach 91,7 Prozent im Vorjahr. Aufgrund der nach wie vor herausragenden Liquiditätssituation ergibt die Nettoverschuldung einen negativen Wert von 72,4 MIO. € (Vorjahr: minus 75,2 MIO. €).

Die Gesamtkapitalrentabilität, die als Kennzahl die Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals widerspiegelt, ist im Berichtsjahr vor dem Hintergrund des Ergebnisrückgangs von 9,8 Prozent auf 7,9 Prozent gesunken.

Wertangaben

Die Zeitwerte der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden sowie die kurzfristigen und langfristigen Wertpapieranlagen entsprechen grundsätzlich den Bilanzansätzen. Im Rahmen der langfristigen Vermögenswerte werden die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, das Sachanlagevermögen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen aus Ertragsteuern, die sonstigen Vermögenswerte sowie die Geldanlagen und die latenten Steuern nach fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Bilanzansätze der Geschäfts- und Firmenwerte sowie die in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Marke werden jährlich anhand von Impairment-Tests auf Basis der Nutzungswerte auf Werthaltigkeit geprüft. Die Nutzungswerte übersteigen die bilanzierten Wertansätze deutlich, sodass keine Wertminderungen auf diese Vermögenswerte vorgenommen wurden. Die langfristigen Schulden werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Immaterielle Werte

Das Vermögen eines Unternehmens besteht nicht nur aus quantifizierbaren Bestandteilen, sondern auch aus Elementen, die nur qualitativ beschreibbar sind. Die Mitarbeiter der BECHTLE AG zählen hierbei zweifelsfrei zu den wichtigsten Werten. Der Konzern berichtet dazu in einem gesonderten Kapitel.

Darüber hinaus sind die Lieferantenbeziehungen in beiden Geschäftssegmenten von hoher Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens. BECHTLE arbeitet mit über 300 Herstellern und rund 600 Distributoren europaweit zusammen. Auf der Grundlage einer engen Lieferantenbeziehung ist BECHTLE in der Lage, seinen Kunden eine umfassende Angebotspalette mit transparenten Marktpreisen sowie schneller Verfügbarkeit zu bieten. In der Regel erfolgt die Auslieferung bestellter Ware binnen 24 Stunden über sogenannte Fulfilment-Lösungen direkt vom Hersteller oder Distributor an den Kunden.

Durch die enge Partnerschaft zu den Herstellern - unter anderem über Produktmanager für die wichtigsten Hersteller im eigenen Haus - ist BECHTLE auch über neue Produktentwicklungen frühzeitig informiert und kann so sicherstellen, den Kunden immer eine optimale Lösung anzubieten.

Insbesondere im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft sind Kundenbeziehungen Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs. Gerade im Mittelstand sind Seriosität, Verlässlichkeit und Kontinuität unentbehrliche Determinanten einer Kundenbeziehung. BECHTLE ist seit 30 Jahren im IT-Markt tätig und hat sich von Beginn an auf das Kernkundensegment Mittelstand konzentriert. Das Unternehmen verfügt daher nicht nur über eine gewachsene Kundenbasis, sondern ist auch aufgrund langjähriger Erfahrungen in der Lage, bei neuen Kunden schnell eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung zu etablieren.

Die zum BECHTLE Konzern gehörenden Marken ARP, BECHTLE, BECHTLE DIRECT und COMSOFT DIRECT stellen aufgrund der breiten Marktakzeptanz sowie der hohen Marktdurchdringung einen immateriellen Wert für das Unternehmen dar. Das über Jahre erarbeitete positive Image der Marken - sowohl bei Kunden als auch bei Herstellern und Mitarbeitern - ist für den Geschäftserfolg des Konzerns daher von hoher Bedeutung.

FINANZLAGE

Bechtle konnte 2012 trotz aller Investitionen den operativen Cashflow wie auch den Free Cashflow steigern und hat damit entscheidend an Finanzkraft gewonnen. Auf Basis einer effizienten Kapitalstruktur und im Zusammenhang mit einer komfortablen Eigenkapitalausstattung sichern wir uns die finanzielle Flexibilität, um schnell und unabhängig auf Markterfordernisse und insbesondere sich kurzfristig ergebende Akquisitionschancen reagieren zu können. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um organisch und über Akquisitionen erfolgreich zu wachsen.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Finanzpolitik bei BECHTLE hat zum Ziel, die Finanzkraft des Konzerns auf hohem Niveau zu halten und damit die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung ausreichender Liquidität zu wahren. Dabei sollen Risiken weitgehend vermieden beziehungsweise wirkungsvoll abgesichert werden. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht daher zum Beispiel vor, dass spekulative Termingeschäfte aller Art nicht getätigt werden dürfen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Devisen, Waren und Wertpapiere sowie daran geknüpfte Termingeschäfte, soweit sie nicht der Absicherung des laufenden Geschäftsbetriebs dienen.

BECHTLE nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur zur Absicherung des operativen Geschäfts. Konkret waren dies im Berichtsjahr Devisentermingeschäfte sowie Zins- und Devisenswaps. Einen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet die Sicherung der Konzernwährung Euro. Bevorzugt werden Instrumente eingesetzt, die der Sicherung des Eigenkapitals in Euro dienen und gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung eine erfolgsneutrale Wirkung haben. Sicherungsmaßnahmen werden hauptsächlich gegenüber dem Schweizer Franken getroffen, da Vermögenspositionen und Cashflows außerhalb der Eurozone im Wesentlichen in dieser Währung gehalten beziehungsweise erwirtschaftet werden.

Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Falle möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen schnell auf vorhandene liquide Mittel zugreifen zu können. Damit werden rein finanzwirtschaftliche Ziele - wie die Optimierung der Finanzerträge - der Akquisitionsstrategie und dem Wachstum des Unternehmens untergeordnet. Diese finanzielle Flexibilität bildet die Grundlage dafür, sich in einem stark konsolidierenden Markt erfolgreich behaupten zu können. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen zentral durch das Treasury.

Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investmentgrade aufweisen. Anlagen im Bankensektor werden darüber hinaus nur getätigt, soweit sie einlagengesichert sind.

Kapitalflussrechnung

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent von 55,8 MIO. € auf 56,7 MIO. € gestiegen. Vor dem Hintergrund der unter Vorjahr liegenden Ergebnisse ist für die Zunahme des operativen Cashflows vor allem die Entwicklung des Nettovermögens ausschlaggebend. So verzeichnete der Konzern bei den Veränderungen der Vorräte einen Zugang von 1,8 MIO. €, während bei dieser Position im Vorjahr noch Mittelabflüsse von 14,3 MIO. € verbucht werden mussten. Der Mittelabfluss aus der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 17,9 MIO. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres mit 35,1 MIO. €. Hingegen beträgt der Mittelabfluss durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 4,5 MIO. € (Vorjahr: Mittelzufluss 17,0 MIO. €). Darüber hinaus fielen die Ertragsteuerzahlungen mit 22,6 MIO. € um 4,6 MIO. € höher aus als im Vorjahr, was auf die gestiegenen Ergebnisbeiträge der inländischen Tochtergesellschaften sowie auf Steuernachzahlungen für 2011 zurückgeführt werden kann. Die Veränderung der Abgrenzungsposten hatte einen Mittelabfluss von 0,8 MIO. € zur Folge (Vorjahr: Mittelzufluss 4,4 MIO. €).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt 56,0 MIO. €, nach 45,3 MIO. € im Vorjahr. Hier wirken sich vor allem die Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen aus, die um 22,9 MIO. € auf 38,4 MIO. € zulegten. Diese Anlagen tätigt BECHTLE vor dem Hintergrund des hohen Bestands an liquiden Mitteln und der Optimierung des Finanzergebnisses. Dem standen Einzahlungen in Höhe von 17,0 MIO. € (Vorjahr: 12,8 MIO. €) aus dem Verkauf von kurzfristigen Geld- und Wertpapieranlagen gegenüber. Für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen verbuchte der Konzern im Berichtsjahr Mittelabflüsse in Höhe von 31,9 MIO. € (Vorjahr: 28,9 MIO. €). Hauptsächlich betrifft dies die Bautätigkeiten am Stammsitz Neckarsulm sowie an den Standorten Freiburg und Karlsruhe. Darüber hinaus machten sich die im Vergleich zum Vorjahr geringeren M&A-Aktivitäten der BECHTLE AG bemerkbar. Die Auszahlungen für Unternehmenskäufe sanken von 14,9 MIO. € im Vorjahr auf aktuell 5,6 MIO. €.

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich 2012 auf 17,3 MIO. € nach 2,3 MIO. € im Vorjahr. Hier wirken sich vor allem die gestiegene Tilgung der Finanzverbindlichkeiten von 9,2 MIO. € (Vorjahr: 7,2 MIO. €) sowie die mit 16,1 MIO. € unter Vorjahr liegende Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (Vorjahr: 22,6 MIO. €) aus. Darüber hinaus schlug sich die Dividendenausschüttung mit 21,0 MIO. €, nach 15,8 MIO. € im Vorjahr, in der Kapitalflussrechnung nieder.

Der Free Cashflow verbesserte sich von 12,2 MIO. € auf 19,5 MIO. €. Im Zusammenhang mit den Nettozahlungsmitteln aus betrieblicher Tätigkeit wird die Höhe des Free Cashflows im Wesentlichen durch die Investitionen in Sachanlagen sowie durch die Akquisitionstätigkeit der BECHTLE AG bestimmt.

50. CASHFLOW

in Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Cashflow aus
Betriebstätigkeit 56,7 55,8 59,1 47,3 49,9
Investitionstätigkeit -56,0 -45,3 -47,6 -30,3 -18,1
Finanzierungstätigkeit -17,3 -2,2 -7,2 -17,8 -10,1
Liquide Mittel 78,2 94,6 85,5 76,5 77,3
Free Cashflow 19,5 12,2 41,8 34,4 28,3

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten werden im Anhang erläutert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses für den BECHTLE Konzern keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente betreffen bei der BECHTLE AG im Wesentlichen Operating-Leasingverträge. Detaillierte Angaben hierzu sind im Konzern-Anhang dargestellt.

Der Vorstand der BECHTLE AG sieht nach wie vor keinerlei Anzeichen für Liquiditätsengpässe des Konzerns. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um organisch und über Akquisitionen weiter zu wachsen.

STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN

Die Finanzierung des laufenden Geschäfts und notwendiger Ersatzinvestitionen erfolgte 2012 durch liquide Mittel und den operativen Cashflow. Der Mittelbedarf für die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen wurde durch liquide Mittel gedeckt. Zur Finanzierung des Erweiterungsbaus am Stammsitz Neckarsulm nahm BECHTLE im Dezember ein Darlehen in Höhe 10,0 MIO. € auf. Darüber hinaus waren mangels größerer Investitionsvorhaben weder strategische Finanzierungsmaßnahmen - wie Kapitalerhöhungen - von Bedeutung, noch war die Ausgabe von Anleihen notwendig.

Das Unternehmen weist mit 54,2 Prozent eine gute Eigenkapitalquote auf. Sie ist Ausdruck einer Finanzierungsstrategie, die grundsätzlich auf eine weitgehende Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern ausgerichtet ist. Dennoch sieht die Finanzierungsstrategie auch eine kontinuierliche Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung der Kapitalstruktur vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 66,3 MIO. € auf 73,7 MIO. € erhöht. Sie nehmen damit zum Stichtag 31. Dezember 2012 einen Anteil an der Bilanzsumme des Konzerns von 8,7 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent) ein. Der Verschuldungsgrad liegt bei 84,4 Prozent (Vorjahr: 91,7 Prozent). Neben dem Ziel einer Verbesserung des Leverage und einer damit verbundenen Optimierung der Kapitalstruktur, ist eine stabile Eigenkapitalquote Grundlage für ein höheres Verschuldungspotenzial und die finanzielle Flexibilität, um insbesondere sich kurzfristig ergebende Akquisitionschancen nutzen zu können. BECHTLE hält daher, neben langfristig angelegten Geld- und Wertpapieranlagen von 32,1 MIO. €, mit 114,1 MIO. € auch den Großteil seiner Finanzmittel in kurzfristig verfügbaren liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen vor.

Grundsätzlich verfolgt BECHTLE das Ziel, jederzeit ausreichend Zugang zu vielfältigen Finanzierungsquellen zu haben.

BILANZIELLE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN

Im Geschäftsjahr sind, soweit nicht nachfolgend aufgeführt, keine Wahlrechte ausgeübt oder bilanzielle Sachverhaltsgestaltungen gebildet worden, die im Falle einer anderen Ausübung beziehungsweise einer anderen bilanziellen Gestaltung einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten.

Angaben zum Einfluss der Verwendung von Schätzungen, der getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte, Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen und Eventualschulden sowie des Steueraufwands finden sich im Kapitel Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen des Konzern-Anhangs.

Eine bedeutende Anzahl von Tochtergesellschaften des BECHTLE Konzerns ist in der Schweiz tätig sowie ansässig und führt ihre Bücher in lokaler Währung (Schweizer Franken). Zur wirtschaftlichen Absicherung des EUR/CHF-Wechselkursrisikos in Bezug auf das Nettovermögen dieser Schweizer Tochtergesellschaften bedient sich BECHTLE entsprechender finanzieller Sicherungsinstrumente wie zum Beispiel Devisentermingeschäften. Dabei soll neben der wirtschaftlichen Absicherung auch eine Kompensation der aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften im Konzernabschluss (€) entstehenden und separat direkt im Eigenkapital zu erfassenden Umrechnungsdifferenzen erreicht werden. Hierzu qualifiziert beziehungsweise designiert BECHTLE diese Sicherungsbeziehung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 und erfasst Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument - soweit dieses effektiv absichert - entsprechend erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis. Ohne eine solche designierte Sicherungsbeziehung wären Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument vollständig erfolgswirksam im Ergebnis vor Steuern zu erfassen.

Bei der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfasst BECHTLE die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht gemäß der sogenannten Korridormethode (IAS 19.92), sondern gemäß IAS 19.93A stets in voller Höhe in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral direkt im Eigenkapital. Somit sind sämtliche bis zum Bilanzstichtag angefallenen versicherungsmathematischen Verluste vollständig im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Bei Anwendung der Korridormethode würde nur ein bestimmter Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der betreffenden Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst werden.

Im Zeitpunkt des Zugangs finanzieller Vermögenswerte oder finanzieller Verbindlichkeiten besteht ein einmalig ausübbares Wahlrecht, den Vermögenswert beziehungsweise die Verbindlichkeit fortan erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (IAS 39.9). BECHTLE hat von diesem Wahlrecht bislang keinen Gebrauch gemacht und bewertet ausgereichte Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Eine Ausübung des Wahlrechts zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert hätte bislang keine wesentlichen Änderungen der Wertansätze zur Folge gehabt.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Als europaweit agierendes Unternehmen in einer technologiegetriebenen Branche ist Bechtle fortlaufend mit zahlreichen Chancen und Risiken konfrontiert, die Auswirkungen auf das operative Geschäft haben können. Wir verfügen über entsprechend ausgestaltete Managementsysteme, um Chancen und Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Im Rahmen wertorientierter, auf die Zukunft ausgerichteter Führungsprozesse ist es zwingender Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns, Risiken bewusst und kontrolliert einzugehen, um sich bietende Chancen zu nutzen und wirtschaftlich nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Regelmäßig überprüfen wir unsere Systeme auf ihre Wirksamkeit und entwickeln sie bei Bedarf weiter.

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT

Grundverständnis

Im BECHTLE Konzern sind Risiko- und Chancenmanagement bestimmungsgemäß eng miteinander verzahnt. Das interne Chancenmanagement der BECHTLE AG leitet sich im Wesentlichen von der Strategie der Geschäftssegmente und deren Zielen ab. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt in erster Linie dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten und Holdinggesellschaften in Form der Bereichsvorstände und Geschäftsführer. Diese Aufgaben sind somit, wie auch das Risikomanagement, integraler Bestandteil des konzernweiten Planungs- und Steuerungssystems. Das Management der BECHTLE AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen und umfänglichen Szenarien zur Markt- und Konkurrenzsituation im Umfeld des Unternehmens sowie den kritischen Erfolgsfaktoren für die Unternehmensentwicklung. Daraus werden konkrete Chancenpotenziale für die jeweiligen Geschäftssegmente abgeleitet und in Planungsgesprächen zwischen Vorstand und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert sowie entsprechende Maßnahmen und Ziele im Rahmen der Potenzialausschöpfung vereinbart.

Risikomanagement wird bei der BECHTLE AG definiert als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Oberstes Ziel des Risikomanagements sind insbesondere das rechtzeitige Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken, deren Bewertung sowie das Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung, damit die Schadensfolgen aus dem möglichen Eintritt eines Risikos für das Unternehmen abgewendet oder minimiert werden können. Effizientes Risikomanagement stellt sicher, dass Mitarbeiter und Ressourcen so eingesetzt werden, dass das Erreichen der Unternehmensziele bestmöglich unterstützt wird.

Nach Auffassung des Managements ist es nicht Aufgabe des Risikomanagements, alle Risiken zu vermeiden. Um Chancen erfolgreich zu erschließen, muss ein Unternehmen innerhalb seiner unternehmerischen Tätigkeit bewusst Risiken eingehen. Dabei ist wichtig, dass die Risiken auf ein akzeptables Maß begrenzt und so gut wie möglich kontrolliert werden. Den Rahmen dafür setzt die Risikopolitik beziehungsweise -strategie im Sinne einer übergeordneten Grundausrichtung des Unternehmens. Die Risikostrategie gründet bei der BECHTLE AG auf der Unternehmenskultur, den Unternehmensgrundsätzen und den strategischen Unternehmenszielen, die das tägliche Handeln bestimmen und auf unterschiedlichste Weise als Orientierungshilfe bei allen Entscheidungen dienen. In der BECHTLE Firmenphilosophie, dem BECHTLE Verhaltenskodex ("Code of Conduct"), dem neu formulierten Nachhaltigkeitskodex sowie den BECHTLE Führungsgrundsätzen und den BECHTLE Leitlinien für soziale Medien sind die wesentlichen Elemente dieser kulturellen Grundprägung des Unternehmens verankert.

Im Rahmen der Vision 2020 verfolgt die BECHTLE AG das Ziel, im Segment IT-Systemhaus & Managed Services flächendeckend in der D-A-CH-Region vertreten zu sein und dabei der führende IT-Partner für Geschäftskunden und öffentliche Auftraggeber zu werden. Im Segment IT-E-Commerce wollen wir unsere führende Marktposition in Europa festigen und die Internationalisierung fortsetzen. Das angestrebte profitable Wachstum geht dabei zwingend einher mit dem Eingehen geschäftlicher Risiken. Dem muss auch die Risikopolitik der BECHTLE AG Rechnung tragen.

Organisation

Entsprechend dem organisatorischen Aufbau der BECHTLE Gruppe findet beim Risikomanagement eine klare Trennung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen der Konzernholding beziehungsweise den Zwischenholdings und den operativen Tochtergesellschaften sowie den einzelnen Führungsbereichen statt. Das Konzerncontrolling hat ein geeignetes Berichtswesen aufgebaut, das die frühzeitige Identifizierung erfolgsgefährdender Entwicklungen ermöglicht. Neben der Bereitstellung einer Vielzahl von Analysetools für die operativen Einheiten werden auf Grundlage von periodischen Auswertungen und Statistiken Erkenntnisse gewonnen, die ein effektives Risikomanagement in den einzelnen Bereichen unterstützen. Somit liegt ein wesentlicher Teil der Verantwortung für das aktive Risikomanagement bei den jeweiligen Geschäftsführern beziehungsweise Bereichsleitern. Dieses Grundprinzip entspricht im Übrigen der Dezentralität des Geschäftsmodells und der Führungsphilosophie der BECHTLE AG.

Die Risikomanagement-Organisation der BECHTLE AG übernimmt im Kern zwei Funktionen:

• Die prozessunabhängige Überwachung.

Diese umfasst die Kontrolle der Funktionsfähigkeit aller Prozesse. Ein wichtiger Teil der prozessunabhängigen Überwachung ist die interne Revision (Innenrevision). Sie prüft nachträglich das betriebliche Geschehen im Hinblick auf Ordnungs- und Zweckmäßigkeit. Die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der internen Revision ergibt sich aus § 91 Abs. 2 AktG. Bei der BECHTLE AG werden Aufgaben der internen Revision fortlaufend im Rahmen der Durchsicht der Monatsabschlüsse sowie anlassbezogen im Bereich Konzernrechnungswesen wahrgenommen. Die Eignung des vom Vorstand eingerichteten Risikofrüherkennungssystems sowie die Wirksamkeit der Einzelmaßnahmen zur Risikosteuerung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) werden vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung und unterjährig durch die Unternehmensleitung beurteilt.

• Das Frühwarn- und Überwachungssystem.

Die Struktur der Systeme ist auf die strategischen und operativen Bedrohungen ausgerichtet und gewährleistet die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und der sonstigen Unternehmensprozesse. Frühwarnsysteme unterstützen das Unternehmen dabei, Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren. Bei der Identifikation latenter Risiken richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Frühindikatoren. Im Zuge der Überwachung wird eine kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit, Angemessenheit und Effizienz der Maßnahmen einschließlich notwendiger Kontrollstrukturen im Hinblick auf die identifizierten Risiken vorgenommen.

Im Rahmen des Risikomanagements ist eine effektive Kommunikation über alle Hierarchiestufen hinweg von entscheidender Bedeutung für die Verzahnung mit dem operativen Geschäft. Ein wichtiges Instrument zu Organisation und Steuerung des notwendigen Informationsflusses ist in diesem Zusammenhang die Gremien- und Teamarbeit. Auf der obersten Ebene der BECHTLE AG sind dies die Aufsichtsrats-, Vorstands- und Risikomanagementsitzungen. Auf der Ebene der Geschäftsführung sind es vor allem die Bereichsvorstandssitzungen, Geschäftsführertagungen, Strategietagungen sowie Planungs- und Einzelgespräche mit dem Vorstand.

Konzernrechnungslegung

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben kapitalmarktorientierte Unternehmen im Konzernlagebericht die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben. BECHTLE lehnt sich beim IKS an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. an. Danach umfasst das IKS die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements (i) zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung oder Aufdeckung von Vermögensschäden), (ii) zu Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und (iii) zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Vorschriften.

Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen sowie den Konzernrechnungslegungsprozess sind bei der BECHTLE AG folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess der BECHTLE AG. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftssegmente eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen IKS sind konzernweit in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess erachtet das Management solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Konzernvorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftssegmente sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, der strategischen Geschäftssegmente sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Maßnahmen zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen IKS insbesondere durch die interne Revision

Risikoidentifikation und -bewertung

Um die relevanten Risiken der BECHTLE AG und ihrer Führungsbereiche möglichst vollständig zu erfassen, arbeitet das Unternehmen mit Risikoerfassungsbögen. Diese strukturieren verschiedene Risikoarten in Form einer Checkliste. Diese Liste kann inhaltlich von den an der Risikoidentifikation und -bewertung beteiligten Führungsverantwortlichen angepasst und ergänzt werden, um möglichen Besonderheiten einzelner Geschäftsfelder Rechnung zu tragen.

Der Risikoerfassungsbogen, der eine möglichst vollständige Übersicht denkbarer Risiken geben soll, ist die Grundlage für die Risikobewertung: Jedes Risiko wird in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und erwartete Schadenshöhe (Risikopotenzial) bewertet und in einer Risikomatrix hinsichtlich der Bedeutung (A-, B- und C-Risiken) positioniert. Die Bewertung gibt an, wie wahrscheinlich der Risikoeintritt für das zugrunde liegende Risikopotenzial ist. Das Ergebnis ist eine aggregierte Darstellung aller identifizierten Risiken in Form einer "Risikolandkarte", und zwar sowohl für die BECHTLE AG als Konzern als auch für jedes ihrer Geschäftssegmente.

Risikosteuerung

Auf die identifizierten Risiken reagiert das Unternehmen fallbezogen und mit unterschiedlichen Strategien:

Risikovermeidung: Der Verzicht auf die risikobehaftete Tätigkeit hat jedoch eventuell zur Folge, dass auch keine Chancen genutzt werden können
Risikobegrenzung: Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikoverminderung: Verringerung der durchschnittlichen Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikokompensation: Das Risiko wird durch das Unternehmen selbst getragen und durch ein gegenläufiges Geschäft wirtschaftlich kompensiert
Risikoüberwälzung: Übertragung des Risikos auf ein anderes (Versicherungs-)Unternehmen
Inkaufnahme des Risikos: Treffen keinerlei Gegenmaßnahmen

Risikoberichterstattung und -dokumentation

Das Management der BECHTLE AG hält mindestens einmal pro Jahr Risikomanagementsitzungen ab, deren inhaltlicher Bezug stetig überprüft und weiterentwickelt wird. So finden zusätzlich zur Risikomanagementsitzung der BECHTLE AG für jedes Segment und die einzelnen Führungsbereiche separate Sitzungen statt, in denen die Risiken explizit mit den Verantwortlichen besprochen und kontinuierlich neu bewertet werden. Der Vorstandsvorsitzende wohnt jeder dieser Sitzungen bei. Die betreffenden Bereichsvorstände sowie einzelne mit Controlling- und Risikomanagementaufgaben betraute Mitarbeiter nehmen an Besprechungen ebenfalls teil. Mit diesem Teilnehmerkreis sind alle für den Erfolg des Unternehmens wesentlichen Bereiche und Verantwortlichkeiten im Prozess des Risikomanagements eingebunden. Die Ergebnisse und Einschätzungen der Risikomanagementsitzungen werden mindestens einmal pro Jahr einer Überprüfung unterzogen. Ergänzend zu der regulären Berichterstattung und der Bewertung von Risiken im Rahmen dieser Sitzungen ist eine Ad-hoc-Berichterstattung vorgesehen, in der kritische Themen rechtzeitig an die zuständigen Gremien (Prüfungsausschuss, Aufsichtsrat) und die übrigen im Risikomanagementprozess involvierten Personen kommuniziert werden.

CHANCEN

Markt und Wettbewerb

Für die BECHTLE AG als ein Unternehmen der IT-Branche ergeben sich bei einer positiven Wirtschaftsentwicklung Chancen für ein erfolgreiches Wachstum. Aber auch bei einer stagnierenden oder zurückgehenden Gesamtwirtschaft kann BECHTLE über die Konsolidierung der Wettbewerbslandschaft von dieser Entwicklung profitieren sowie den relativen Marktanteil aus eigener Kraft ausbauen. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Konzern intensiv mit strategischen Markt- und Wettbewerbsanalysen und leitet daraus konkrete Wachstumsoptionen für die künftige Entwicklung ab. Darüber hinaus stehen selbstverständlich die Branchen- und Technologietrends im Fokus der Betrachtung, die unmittelbar Konsequenzen für das profitable Wachstum des Unternehmens haben.

Der IT-Markt ist geprägt von einer hohen Innovationsgeschwindigkeit und kurzen Produktzyklen. Die Bedeutung der Informationstechnologie nimmt aufgrund der fortschreitenden Technisierung stetig zu - sowohl im Alltagsleben, aber vor allem auch im industriellen Umfeld. Daher liegt in den als saturiert geltenden Märkten wie den Ländern Westeuropas nach wie vor ein großes und weiter steigendes Wachstumspotenzial. Vor allem hochwertige Dienstleistungen werden aufgrund der Komplexität der IT an Bedeutung gewinnen. Das Produkt- und Leistungsportfolio von BECHTLE deckt alle aktuellen und derzeit absehbaren Bedürfnisse industrieller Kunden ab. Die Voraussetzungen zur Erschließung der sich daraus ergebenden Wachstumspotenziale sind aufgrund der strukturellen und strategischen Aufstellung des Konzerns somit gegeben.

Der Systemhausmarkt, insbesondere im deutschsprachigen Raum, befindet sich seit mehreren Jahren in einer starken Konsolidierungsphase, die BECHTLE aktiv nutzt. Das Unternehmen hat auf Basis seiner soliden Finanzkraft und der guten Reputation seit dem Börsengang mehr als 40 Akquisitionen getätigt und damit seine Marktstellung kontinuierlich gestärkt. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Branchenbereinigung sowie der nach wie vor sehr guten Vermögenslage und Finanzausstattung des BECHTLE Konzerns ergeben sich für das Unternehmen auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen - etwa durch Zukäufe oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums. Auch im Berichtsjahr hat BECHTLE diese Chance genutzt und mehrere Unternehmen akquiriert.

Der BECHTLE Konzern nimmt eine führende Wettbewerbsstellung ein und kann aufgrund seiner dezentralen Struktur schnell und flexibel agieren, um die regionale Marktausschöpfung zu erhöhen. Zusätzlich ermöglicht die finanzielle Solidität des Unternehmens, Schwächen der Mitbewerber entschlossen auszunutzen. Der strategische Fokus im Berichtsjahr richtete sich vor allem auf die sich bietenden Chancen beim Ausbau des relativen Marktanteils in den jeweiligen Regionen.

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit an den Kapitalmärkten und der damit verbundenen unzureichenden Finanzierungsoptionen vieler mittelständischer Unternehmen ergeben sich zusätzliche Chancen für den BECHTLE Konzern. Die Notwendigkeit der Kunden, kurz- bis mittelfristig Kosten einzusparen, bedingt eine wachsende Nachfrage nach innovativen IT-Konzepten und Serviceleistungen. Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Informationstechnologie, denn langfristig werden Unternehmen nur dann einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil realisieren, wenn sie die IT als Produktionsfaktor verstehen und den Wandel der IT zum wertschöpfenden Unternehmensbereich erfolgreich gestalten.

Das Segment IT-E-Commerce soll in den nächsten Jahren - vor allem auch im Hinblick auf die Vision 2020 - stark wachsen. Hier liegen die Chancen neben der geplanten Entwicklung an den bereits existierenden Standorten vor allem in der weiteren Internationalisierung des Geschäfts auf der Grundlage einer Mehrmarkenstrategie. Die notwendigen Systeme und Prozesse wurden in den letzten Jahren fortlaufend verbessert und bilden eine verlässliche Basis für weiteres Wachstum.

Das Thema Klimaschutz hat sich unter dem Schlagwort Green IT bereits als eine feste Größe in der IT-Branche etabliert. Um den Anforderungen an eine umweltbewusste IT gerecht zu werden und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, hat BECHTLE ein innovatives Angebot an emissionsarmen energiesparenden Produkten eingeführt. Ferner bieten wir im Dienstleistungssektor kundenspezifische Lösungen an, die beispielsweise durch Konsolidierungs- oder Virtualisierungskonzepte ebenfalls zur Energieeinsparung der IT-Infrastruktur beitragen.

Kunden

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services bearbeitet BECHTLE die deutschsprachigen Märkte mit einem flächendeckenden Netz an Systemhäusern. Aufgrund der breit gefächerten Kundenstruktur sind die Einflüsse aus branchenbezogenen Konjunktursonderverläufen und speziellen investiven Rahmenbedingungen für das Unternehmen relativ gering. Zudem stellt die langjährige Präsenz von BECHTLE in diesem Segment für potenzielle Wettbewerber eine hohe Markteintrittsbarriere dar. Die starke Wettbewerbsposition im Mittelstand bietet für BECHTLE die Chance, die Marktführerschaft in diesem Bereich auszubauen und das eigene Geschäftsmodell branchenübergreifend auszurichten.

BECHTLE vermarktet seine Leistungen auch im Kundensegment der öffentlichen Auftraggeber und hat in den letzten Jahren die Aktivitäten in diesem Geschäftsbereich konsequent ausgebaut. Neben der grundsätzlichen Chance, die in der Verbreiterung des Kundenportfolios und dem damit erreichbaren höheren Geschäftsvolumen liegt, eröffnen die Spezialisierung auf die Anforderungen der öffentlichen Auftraggeber und die Berücksichtigung der Besonderheiten der Vergabepraxis in diesem Segment eine weitere Chance: Das Investitionsverhalten dieser Kundengruppe ist weniger konjunkturanfällig und häufig sogar antizyklisch.

Im Segment IT-E-Commerce sind wir mit den Marken ARP, BECHTLE DIRECT und COMSOFT DIRECT in 14 Ländern Europas tätig. Als künftige Wachstumschance sieht BECHTLE in diesem Segment neben einer breiteren Kundenansprache auch die gezielte Kundenbindung durch den Einsatz von bios® -Shops.

Neben BECHTLE DIRECT mit der Ausrichtung auf Unternehmenskunden wurde BECHTLE ÖA DIRECT als Angebotsplattform für Kunden im öffentlichen Bereich etabliert. Auch hier bieten sich die bereits angesprochenen Chancen aufgrund des antizyklischen Investitionsverhaltens öffentlicher Auftraggeber und der überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die BECHTLE in diesem Kundensegment in den letzten Jahren erzielt hat.

Hersteller und Distributoren

Die BECHTLE AG unterhält enge Partnerschaften zu allen bedeutenden Lieferanten und Herstellern der IT-Branche. Beispiele dafür sind die Kooperationen mit IBM im Bereich Outsourcing oder mit dem Telekommunikationsanbieter Colt im Cloud Computing. Die intensive Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen ermöglicht es uns, für die wachsende Bandbreite der Kundenanforderungen technologisch passende Lösungen anzubieten. Vor allem durch ein umfangreicheres Angebot an individuellen Servicelösungen für Unternehmenskunden und öffentliche Auftraggeber verbessert BECHTLE damit die eigenen Wachstumschancen. Darüber hinaus gehört die BECHTLE AG unter anderen zu den größten Partnern von Cisco, Citrix, Fujitsu, HP und VMware. Im Rahmen der Partnerschaften mit den bedeutendsten Lieferanten und Herstellern kann der Konzern fast ausschließlich auf Zertifizierungen mit dem höchsten Partnerstatus verweisen.

Zur Unterstützung der Zusammenarbeit hat BECHTLE für strategische Hersteller zusätzlich sogenannte Vendor Integrated Product Manager (VIPM) etabliert, die gleichermaßen die Interessen des Herstellers wie die von BECHTLE vertreten. So können beispielsweise Informationen der Hersteller zentral, zielgerichtet und unverzüglich an die zuständigen Mitarbeiter in der Beschaffung, im Vertrieb und im Dienstleistungsbereich des Unternehmens weitergegeben werden. Damit gewährleistet BECHTLE ein Leistungsangebot, das aus Kundensicht jederzeit dem neuesten Stand der Technik entspricht. Auf diese Weise steigt die Qualität der Vertriebsaktivitäten und die Kunden profitieren darüber hinaus sofort von den Vorteilen aus innovativen Produktaktionen der Hersteller. Im Gegenzug stellen beispielsweise die BECHTLE Produktkataloge für die Hersteller und Distributoren seit Jahren einen Vertriebskanal mit hohem Multiplikationseffekt dar.

Durch die Standardisierung der logistischen Abläufe und die Vereinheitlichung der Warenwirtschaftssysteme zwischen BECHTLE und den Partnern werden darüber hinaus zahlreiche Synergien realisiert. Dies führt nicht nur zu einer Verbreiterung des Produktangebots bei zunehmender Verfügbarkeit der Ware, sondern erhöht auch die Attraktivität von BECHTLE für andere Distributoren und Hersteller.

Leistungsspektrum

Unternehmenskunden erwarten von ihrem IT-Dienstleister zunehmend Komplettlösungen aus einer Hand. BECHTLE verfügt mit der Kombination aus Handel und Dienstleistung - sowie innerhalb der Dienstleistung mit der Mischung aus Projekt-, Service- und Finanzierungsgeschäft - über gute Voraussetzungen, um von diesem Trend zu profitieren. Darüber hinaus hat sich BECHTLE durch Akquisitionen, strategische Abkommen und durch speziell auf die Bedürfnisse und Trends des Markts ausgerichtete Competence Center entsprechend positioniert und durch qualifizierte Mitarbeiter verstärkt.

Bei der Beschaffung und beim Betrieb der IT haben viele Unternehmen die Realisierung von Einsparpotenzialen im Fokus. Bestehende Geschäftsprozesse werden überprüft und innovative IT-Managementmodelle wie beispielsweise Outsourcing gewinnen weiter an Bedeutung. Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, Betriebskosten stärker zu variabilisieren und die Kapitalbindung in Form von IT-Investitionen zu reduzieren. Aufgrund der stetig zunehmenden Relevanz der IT für alle Unternehmensprozesse sowie gewisser Sicherheitsbedenken auf Kundenseite hinterfragen viele Outsourcing-Kunden die Verlässlichkeit ihrer Partner. Dies hat unmittelbar Einfluss auf die Wahl der Dienstleister, die Preise sowie auf die Art und Weise, von wem externe Services bezogen werden. Für BECHTLE als wirtschaftlich sehr soliden, verlässlichen Partner mit guter Reputation können sich aufgrund des erweiterten Angebots an Outsourcing-Lösungen und Managed Services daher künftig attraktive Wachstumsmöglichkeiten ergeben. Die Kundenbeziehungen in diesem sogenannten Betriebsgeschäft sind meist langfristig angelegt, was der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung zugutekommt. Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts.

Eine neue Form der Beschaffung und des Betreibens von IT-Infrastrukturen und deren Anwendungen in Unternehmen hat sich unter dem Begriff Cloud Computing in der Branche etabliert. Beim Cloud Computing werden Rechenleistung, Speicher, Applikationen und IT-Services in Echtzeit über Datennetze bezogen. Der Preis der einzelnen Leistungen orientiert sich dabei an deren tatsächlicher Nutzung. Im Geschäftsfeld Cloud Computing sieht die IT-Branche ein großes Wachstumspotenzial, es stellt aber insbesondere mittelständische Anbieter von Software und IT-Services vor völlig neue Herausforderungen. So müssen nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sondern ganze Geschäftsmodelle, Vertriebsstrategien und Beratungsleistungen entsprechend den neuen Technologien angepasst werden. Die künftige Rolle der Serviceprovider am IT-Markt wird darin bestehen, Cloud Computing den Unternehmen nahezubringen. Dies kann entweder mittels eigener Cloud Services geschehen oder indem die Systemhäuser als Zwischenhändler fungieren und eine vermittelnde Rolle zwischen den großen Cloud-Anbietern und den Anwenderunternehmen einnehmen.

51. EBENEN UND ORGANISATIONSFORMEN VON CLOUD SERVICES

BECHTLE ist sowohl in Kooperation mit namhaften Partnern als auch mit einem eigenständigen Lösungsangebot im Cloud-Computing-Markt tätig. Die BECHTLE Systemhäuser können in diesem Zusammenhang auf ein breites Portfolio an Virtualisierungs- und Servertechnologien, Infrastrukturlösungen und sicherheitsrelevanten Applikationen verweisen und schaffen so die notwendigen kundenindividuellen Voraussetzungen für den Bezug und das Betreiben der IT aus der "Wolke". Darüber hinaus bietet der Konzern seinen Kunden Beratungs- und Integrationsleistungen rund um das Thema Cloud an, da die spezifischen Services oft in die bestehenden Systeme integriert und damit vernetzt werden müssen.

Unternehmensorganisation

Durch konsequente Ausrichtung der Unternehmensstruktur an der Strategie wurde eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um die sich aus den skizzierten Marktentwicklungen ergebenden Chancen nutzen zu können. Die mit rund 65 Lokationen flächendeckende Präsenz in Deutschland und der Schweiz sowie die Standorte in Österreich ermöglichen es uns, über die regionalen Systemhäuser sowohl lokale Mittelständler vor Ort zu adressieren als auch - in der Gesamtheit als Gruppe - überregionale Unternehmen und Konzerne als Kunden zu gewinnen, die einen großen IT-Dienstleister als zuverlässigen Partner bevorzugen. Trotz der hohen Bedeutung dezentraler Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen profitiert die BECHTLE Gruppe von ihrer Größe im Bereich der zentralisierten administrativen Aufgaben sowie den gebündelten Einkaufs- und Logistikprozessen durch die Nutzung entsprechender Skaleneffekte. Competence Center, spezialisierte Produktmanagementteams und Geschäftsfeldverantwortliche bündeln zusätzlich Know-how, das zentral allen Standorten zur Verfügung gestellt wird.

Durch die gewonnene Marktposition und die Kombination aus dezentralen und zentralen Strukturelementen verfügt BECHTLE über gute Voraussetzungen, die sich bietenden Marktchancen aktiv wahrzunehmen. So hat der Konzern im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber die Kompetenzen und Erfahrungen für dieses spezielle Marktsegment zentral gebündelt. Aus dem organisierten Zusammenspiel zwischen zentraler Unterstützung und dezentraler Marktbearbeitung durch die Systemhäuser ergeben sich verbesserte Chancen für Wachstum in diesem Markt - ein bewährtes Grundprinzip, dem BECHTLE im Übrigen auch im Geschäftsbereich Software & Anwendungslösungen sowie bei der Organisation des Bereichs Managed Services folgt.

Personal

Für BECHTLE haben die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, eine hohe Motivation und eine positive Unternehmenskultur große Bedeutung. Wesentliche Voraussetzung für ein gutes Klima im Unternehmen ist der praktizierte Führungsstil. Das Management des Unternehmens lebt die in der Unternehmensphilosophie verankerten Grundwerte vor und schafft ein offenes Klima des wechselseitigen Vertrauens. Kurze Kommunikationswege gehören ebenso dazu wie der offene Austausch zwischen den Unternehmensbereichen, Lokationen und Hierarchieebenen. Das ist wichtig, um vorhandenes Wissen nutzbar zu machen und um bei Entscheidungen sowohl die strategische als auch die operative Sicht angemessen berücksichtigen zu können.

Die Auseinandersetzung mit einem drohenden Fachkräftemangel stellt für BECHTLE ebenfalls eine Herausforderung dar. Durch die Verknappung qualifizierter Mitarbeiter ergeben sich möglicherweise jedoch auch Chancen - zum Beispiel wenn es dem Unternehmen gelingt, zum einen genügend Fachkräfte selbst auszubilden und zum anderen Mitarbeiter langfristig zu halten. So verfolgt BECHTLE mittelfristig das Ziel, die Ausbildungsquote in Deutschland auf circa 12 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus investiert BECHTLE stark in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Die 1999 gegründete BECHTLE Akademie stellt im zunehmend härter werdenden Wettbewerb um zukünftige Mitarbeiter einen wichtigen Baustein dar. Der Bereich Personalentwicklung ergänzt dabei die Aktivitäten der BECHTLE Akademie. Gleichzeitig stellt die Akademie eine bewährte organisatorische Plattform für die programmatische Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung dar. Ein Großteil der im Vorjahr eingeführten Entwicklungsprogramme für Mitarbeiter wurde 2012 intensiviert und ausgebaut.

RISIKEN

Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung des Managements zum Teil erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, den Aktienkurs sowie die Reputation des Unternehmens haben. Dennoch sind hier nicht alle Risiken dargestellt, denen der BECHTLE Konzern ausgesetzt ist. Sonstige Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen.

Gesamtwirtschaft und Branche

Die BECHTLE AG vertreibt IT-Produkte in 14 europäischen Ländern und bietet IT-Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Auch wenn vor allem eine hohe Abhängigkeit vom inländischen Markt besteht, hat die Entwicklung der europäischen Wirtschaft insgesamt entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von BECHTLE, da die Auslandsmärkte rund ein Drittel des Konzernumsatzes ausmachen.

Im Berichtsjahr verzeichneten viele Länder, in denen BECHTLE vertreten ist, eine rückläufige Wirtschaftsleistung. In den Ländern mit positivem BIP lag das Wachstum zum Großteil im niedrigen Bereich unter 1,0 Prozent. Bei einem weiterhin schwachen oder gar rückläufigen Konjunkturverlauf bestehen entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des BECHTLE Konzerns.

BECHTLE agiert in einem äußerst wettbewerbsintensiven und technologisch schnelllebigen Markt. Der hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität herrschende Wettbewerb prägt sowohl den IT-Handels- als auch den IT-Dienstleistungsbereich. Dabei werden wir mit einem steigenden Preis- und Margendruck sowie mit partiellen Nachfragerückgängen und extrem konjunkturanfälligen Wachstumsverläufen konfrontiert. Ferner durchläuft der IT-Markt permanent eine Phase der Konsolidierung, die zu einer Stärkung einzelner Wettbewerber und einer Veränderung der Marktanteile führen kann. Die Ertragslage des Unternehmens hängt wesentlich davon ab, inwieweit BECHTLE die Branchenkonsolidierung zur Erzielung eines eigenen überdurchschnittlichen Wachstums nutzen kann und mit welcher Effektivität und vor allem Effizienz es dem Konzern gelingt, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden nach intelligenteren IT-Lösungen gerecht zu werden.

Den Marktrisiken begegnet BECHTLE unter anderem durch eine Verstärkung von Geschäftsbereichen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial - wie beispielsweise Managed Services sowie Software & Anwendungslösungen. Das Geschäftsfeld Managed Services bietet durch seine Outsourcing-Dienstleistungen nicht nur attraktive Wachstumsperspektiven, sondern reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die kurzfristige Konjunkturabhängigkeit des BECHTLE Geschäfts. Durch den Ausbau des Geschäftsbereichs Software & Anwendungslösungen besetzen wir zudem wachstumsträchtige Nischenmärkte im CAD- und SharePoint-Umfeld. Der BECHTLE Konzern erweitert damit sein Lösungsportfolio, um als IT-Komplettanbieter die sich bietenden Geschäftssynergien der verschiedenen Kundensegmente optimal zu nutzen.

Um die Marktposition der BECHTLE AG in Europa weiter zu stärken, erschließt das Unternehmen im Segment IT-E-Commerce fortlaufend neue Ländermärkte. Dabei sieht sich BECHTLE mit politischen, volkswirtschaftlichen und rechtlichen Risiken in den jeweiligen Zielländern konfrontiert. Die Etablierung neuer Handelsgesellschaften erfordert darüber hinaus ein starkes Engagement im Vertrieb, das nicht immer erfolgreich sein muss. Die Umsätze und Ergebnisse können durch Anlaufkosten für Gründung und Personal sowie Investitionen in länderspezifische Verkaufs- und Marketingaktivitäten negativ beeinflusst werden. Außerdem besteht das Risiko, dass die gewählten Maßnahmen sich später als nicht tragfähig erweisen oder nicht die erwartete Marktakzeptanz finden. Die BECHTLE AG grenzt derartige Risiken sowie Risiken, die sich aus den rechtlichen, wirtschaftlichen oder unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen ergeben, durch umfangreiche Analysen und Prüfungen im Vorfeld des Markteintritts, ein einheitliches Beteiligungscontrolling für alle E-Commerce-Gesellschaften und einen sukzessiven Know-how-Transfer aus vorangegangenen Markterschließungen so gut wie möglich ein. Zudem ist es Teil einer Markteintrittsstrategie, geeignetes Fachpersonal sowie Führungskräfte zu gewinnen, die über detaillierte Kenntnisse des lokalen Markts und der sonstigen Rahmenbedingungen verfügen. Daher werden in der Regel die Führungspositionen in den neuen Landesgesellschaften mit einheimischen Managern besetzt, die allerdings vorab ein intensives Einarbeitungsprogramm in Deutschland durchlaufen.

Geschäftstätigkeit

Kostenstruktur.

Die Kostenstruktur der BECHTLE AG ist von einem hohen Personalkostenanteil geprägt, der nur mit zeitlicher Verzögerung einer veränderten Auslastung angepasst werden kann. In Phasen einer schwachen Konjunktur - wie es 2012 in vielen BECHTLE Märkten der Fall war - kann das Unternehmen, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Beschäftigung, die Funktionskosten nur mittelfristig in einem gewissen Umfang senken. Zudem müssen Maßnahmen, die die Personalkosten betreffen, immer auch das bestehende oder mögliche zukünftige Personalrisiko (Fachkräftemangel) berücksichtigen.

Beschaffung.

Den Risiken auf den Einkaufsmärkten begegnet die BECHTLE AG mit einem gezielten Lieferantenmanagement sowie einer speziell auf die Herstellerbelange ausgerichteten Organisation sogenannter Vendor Integrated Product Manager (VIPM), die auch eine enge Verzahnung der logistischen Prozesse im Konzern mit den Herstellern und Distributoren sicherstellen. Im Hinblick auf die Entwicklung der internationalen Beschaffungsmärkte sind diesen Maßnahmen jedoch Grenzen gesetzt. Sollte beispielsweise der branchenübliche Preisverfall aufgrund der verschärften Wettbewerbssituation überdurchschnittlich hoch ausfallen und zudem noch über einen längeren Zeitraum anhalten, kann dies die Profitabilität des Konzerns erheblich beeinflussen.

BECHTLE bezieht seine Produkte von allen namhaften Herstellern und Distributoren der IT-Branche. Europaweit beläuft sich ihre Zahl auf rund 300 Hersteller und mehr als 600 Distributoren. Fällt ein Partner als Lieferant aus, ist BECHTLE grundsätzlich kurzfristig in der Lage, vergleichbare Ersatzprodukte anzubieten. Der Konzern ist wirtschaftlich und existenziell von keinem Einzellieferanten abhängig. Bei auftretenden Lieferengpässen begegnen wir diesem Verfügbarkeitsrisiko durch ein aktives Lieferantenmanagement und eine angepasste Bevorratung. Letztere ist vor allem aufgrund der komfortablen Finanzlage des Konzerns auch kurzfristig möglich.

Die Entwicklung auf dem IT-Markt weist auf einen steigenden Wettbewerbs-, aber auch Preis- und Margendruck bei den Herstellern hin. Vor diesem Hintergrund haben im Berichtsjahr Hersteller in manchen Teilbereichen entgegen dem jahrelang anhaltenden Trend Preiserhöhungen durchgesetzt. Nicht in allen Fällen kann BECHTLE solche Preiserhöhungen an den Kunden in vollem Umfang weitergeben. Vor allem bei langfristigen Verträgen und Projekten besteht daher ein Risiko für die Ertragssituation des Konzerns. Der Margendruck seitens der Hersteller kann aber auch dazu führen, dass Hersteller die Zahlung von Boni an weitergehende Voraussetzungen koppeln als bisher, die Boni insgesamt gekürzt werden oder die Auszahlung vermehrt in Form von Sachwerten (beispielsweise kostenfreie Fortbildungen für Mitarbeiter) erfolgt. Eine solche Entwicklung könnte - je nach dem Grad der Veränderung - Einfluss auf die Ertragssituation der BECHTLE AG haben.

Über eine kontinuierliche Verbesserung der Beschaffungs-, Durchlauf- und Absatzprozesse minimiert BECHTLE Lagerrisiken und reduziert die Kapitalbindung. Dabei gilt der Grundsatz, Güter erst kurz vor der Auslieferung an den Kunden zu beziehen oder Distributoren als sogenannte Fulfilment-Partner zu beauftragen. Indem der Versand der bestellten Artikel an den Kunden in vielen Fällen direkt vom Hersteller beziehungsweise Distributor übernommen wird, hat das Unternehmen die Möglichkeit, Einsparungen im Bereich der Prozesskosten und Lagerhaltung zu realisieren.

Um bei der kurzfristigen Lagerhaltung Lieferengpässe zu vermeiden, sind die Beschaffungsprozesse eng mit den Systemen der Hersteller und Distributoren verzahnt. Das gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit und ermöglicht einen schnellen Lieferservice zum Kunden. Über die konzernweite Volumenbündelung durch zentrale Beschaffungs- und Logistikprozesse profitiert BECHTLE zudem von projektbezogenen, aber auch wirtschaftlichen Skaleneffekten.

Leistungsspektrum.

Im Bereich Managed Services bilden größtenteils Langzeitverträge die Geschäftsbasis. Die in solchen Projekten häufig verankerte Festpreisgarantie für Handelswaren kann beispielsweise durch eine Änderung der Kostenbasis während der Laufzeit Einfluss auf die zu erzielende Ergebnismarge haben. Darüber hinaus enthalten derartige Verträge gewisse Anforderungen hinsichtlich des Projektablaufs und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Diese Kriterien können bei Nichterfüllung eine Schadenersatzpflicht oder Vertragskündigung nach sich ziehen. Zudem trägt BECHTLE in der Funktion als Generalanbieter das Risiko von Vertragsstrafen aufgrund von Terminüberschreitungen, unvorhersehbaren Entwicklungen an den Projektstandorten, sowie mangelnder Leistungserbringung von Subunternehmen und eventuellen logistischen Schwierigkeiten.

Kunden.

Obwohl bei einzelnen Gesellschaften der BECHTLE Gruppe eine gewisse Abhängigkeit von wenigen Kunden besteht, verfügt der Konzern mit etwa 75.000 Kunden über eine sehr breite Basis. Damit sind wir von keinem Einzelkunden existenziell abhängig. Eine Konzentration von Ausfallrisiken auf einzelne Großkunden besteht zwar, gefährdet den Konzern jedoch im Eintrittsfall nicht. Die hohe Branchendiversität der Kunden streut darüber hinaus das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Branchenkonjunkturen. Dem potenziellen Bonitätsrisiko der Kunden begegnet BECHTLE durch sorgsame Prüfungen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen und ein konsequentes Forderungsmanagement.

IT.

Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, Controlling und Finanzbuchhaltung. So könnte ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit der für einen reibungslosen Bestellablauf notwendigen IT-Systeme nicht mehr gewährleistet ist. Mögliche Ursachen könnten Hardwareausfälle, Bedienungsfehler oder Störungen bei Geräten zur elektronischen Datenverarbeitung sein.

Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sind nur sehr schwer abzuschätzen. Durch Eindringen Unbefugter in das IT-System könnte ein Vertraulichkeitsrisiko entstehen. Zur Wahrung vertraulicher Informationen beim elektronischen Versand verwendet BECHTLE Verschlüsselungs- und Authentifizierungstechnologien sowie Firewalls. Trotz hoher Schutzmechanismen und Sicherheitsstandards besteht die Gefahr, dass interne und vertrauliche Informationen widerrechtlich verwendet werden könnten.

Datensicherung hat bei der BECHTLE Gruppe oberste Priorität. Das zentrale Rechenzentrum in Neckarsulm, das für die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller IT-Systeme im Konzern zuständig ist, hat deshalb ein Bündel von Sicherungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen entwickelt, das einen Ausfall der technischen IT-Systeme verhindert beziehungsweise die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering hält. Ein Integritätsrisiko, das sich generell durch falsche Verarbeitung, Datenverlust oder fehlerhafte Datenspeicherung ergeben könnte, besteht bei BECHTLE, soweit erkennbar, nicht.

BECHTLE schützt die IT-Systeme unter anderem durch Firewalls und strenge Sicherheitsvorschriften. Die Verfügbarkeit der IT-Systeme entspricht dem neuesten Stand der Technik. Dabei sichert die Zentrale IT den Betrieb zusätzlich durch redundant ausgelegte Datenleitungen ab. Die Netzwerkanbindung erfolgt an allen Standorten über Back-up-Leitungen. Für die Stabilität der IT-E-Commerce-Systeme setzt BECHTLE immer mehrere Provider mit gegenseitiger Sicherungsfunktion ein. Alle wesentlichen Produktionssysteme sind zweifach vorhanden und mit einem Hochverfügbarkeitsvertrag durch den Hersteller versehen. Die Systeme sind zusätzlich durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und ein Notstromaggregat abgesichert.

Personal.

Ausbildung, Motivation und Servicebereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten als wesentliche Erfolgsfaktoren für den BECHTLE Konzern. Zu den größten Personalrisiken zählen daher ein Know-how-Verlust infolge überdurchschnittlich hoher Fluktuation von qualifiziertem Personal sowie mangelnde Qualifikation und Leistungsorientierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ferner besteht in den stark wachsenden Geschäftsfeldern das Risiko, dass der Bedarf an qualifiziertem Personal nicht ausreichend gedeckt werden kann. BECHTLE ist daher nicht nur bestrebt, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen und sie erfolgreich zu integrieren, sondern sie vor allem auch dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Außerdem werden wir künftig noch stärker in die Ausbildung junger Menschen investieren. Mittelfristig soll daher die Ausbildungsquote in Deutschland auf rund 12 Prozent steigen.

Durch die weiterhin anhaltende Konsolidierung im IT-Markt besteht derzeit noch keine generelle Knappheit an gut ausgebildeten Mitarbeitern. In einzelnen Kompetenzbereichen ist ein Ersatz von hoch qualifizierten IT-Spezialisten hingegen schwieriger, was in diesen Fällen ein Risiko für den operativen Geschäftsablauf darstellen kann. In der Branche wird BECHTLE aber als attraktiver, stabiler Arbeitgeber wahrgenommen, was sich an der hohen Zahl qualifizierter und erfahrener Bewerber zeigt. Neben der Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds stehen die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung des Managementnachwuchses mittels interner Entwicklungsprogramme im Zentrum der Personalarbeit.

Haftung.

BECHTLE übernimmt im Handelsgeschäft gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine branchenübliche Haftung und vertragliche Gewährleistung für gelieferte Hardware. In diesem Zusammenhang reicht BECHTLE allerdings die Herstellergarantien nur weiter. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden - ohne dabei auf die Hersteller zurückgreifen zu können -, ist gering. Für den Fall, dass Garantieverlängerungen oder -erweiterungen gegenüber Kunden direkt übernommen werden müssen, hat BECHTLE entsprechende Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise angemessene Rückstellungen bilanziert. Im Dienstleistungs- und Projektgeschäft, insbesondere bei Managed-Services-Verträgen, strebt BECHTLE zur Minimierung von Haftungsrisiken stets die Vereinbarung von branchenüblichen und dem Vertragszweck angemessenen Haftungsbeschränkungen an. Im Berichtsjahr hat der Konzern eine Prozessbeschreibung für den Umgang mit Haftungsrisiken verabschiedet. Das Regelwerk gibt den Verantwortlichen wesentliche Schritte vor, die unter Risiko- und Chancenaspekten für eine ausgewogene Entscheidung und wirtschaftliche Durchführung von Geschäften mit erhöhtem Haftungsrisiko notwendig und beachtenswert sind. Für Haftungsansprüche, die sich aus Managementfehlern ergeben, besteht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen eine D&O-Versicherung.

Der Umfang des allgemeinen Versicherungsschutzes wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst. Negative finanzielle Auswirkungen von versicherbaren Risiken auf das Unternehmen sollen damit ausgeschlossen oder zumindest eingegrenzt werden.

Finanzen

Finanzinstrumente.

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Management auf Basis konzernweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle beachtet.

Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Devisentermingeschäften, Devisen- und Zinsswaps.

Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasury.

Fremdwährungen.

Währungsrisiken existieren insbesondere dort, wo Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Konzernmutter bestehen beziehungsweise entstehen werden. Das Fremdwährungsrisiko ist im Wesentlichen auf den Schweizer Franken beschränkt, da ein bedeutender Anteil des Auslandsgeschäfts in der Schweiz generiert wird. Mit Ausnahme der Schweiz, Großbritanniens und der osteuropäischen Länder Polen, Tschechien und Ungarn erfolgt die Beschaffung überwiegend in den Euroländern und somit auf Eurobasis. Im Einzelfall werden Waren in US-Dollar erworben. Zur Vermeidung des Währungsrisikos tätigt der BECHTLE Konzern Termingeschäfte in Schweizer Franken und in Britischen Pfund. Die Absicherung der fremdländischen Devisen bezieht sich auf die in der Schweiz und Großbritannien erwirtschafteten Zahlungsströme beziehungsweise auf die von den Landesgesellschaften gehaltenen Vermögenspositionen. Aufgrund des derzeitigen Geschäftsumfangs sind die BECHTLE Gesellschaften in den osteuropäischen Ländern von dieser Absicherung ausgenommen. Termingeschäfte zur Vermeidung des Währungsrisikos in US-Dollar werden fallweise getätigt, wenn Waren in US-Dollar bezogen werden oder Kunden sich die Zahlungen in US-Dollar ausbedungen haben.

Liquidität.

Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Bei der aktuellen Finanzlage des BECHTLE Konzerns zum Jahresende mit einem Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 146,2 MIO. € (Vorjahr: 141,5 MIO. €) und einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 56,7 MIO. € (Vorjahr: 55,8 MIO. €) ist der Eintritt eines Liquiditätsrisikos begrenzt. Darüber hinaus verfügt die BECHTLE AG über ein genehmigtes Kapital von bis zu 10,6 MIO. €, um bei Bedarf die Eigenkapitalbasis zu erhöhen.

Der Bereich Treasury der BECHTLE AG stellt die Liquiditätsversorgung für die Konzernbereiche sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings sicher. Darüber hinaus steuert er das Zinsänderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung marktrisikobehafteter Positionen.

Forderungen.

Die Bonität unserer Geschäftskunden spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine wichtige Rolle. BECHTLE könnte Risiken durch Forderungsausfälle ausgesetzt sein, weil die Kunden aufgrund unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder nicht vollständig nachkommen können. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive fortlaufender Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer Warenkreditversicherung.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden dadurch begrenzt, dass Anlagen ausschließlich im Rahmen festgelegter Limite nur bei Banken sehr guter Bonität erfolgen. Auch der Zahlungsverkehr wird nur über Banken abgewickelt, deren Bonität außer Frage steht.

Zinsen.

Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Die Zinsrisiken des BECHTLE Konzerns werden zentral analysiert und daraus folgende Maßnahmen durch das Konzernfinanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung. Die Risiken aus Zinsschwankungen bei variabel verzinsten Darlehen werden durch Zinsswaps eliminiert.

Sonstige

Akquisitionen.

Seit dem Börsengang 2000 hat die BECHTLE AG mehr als 40 Gesellschaften akquiriert. Unternehmensübernahmen sind essenzieller Bestandteil der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten Unternehmensstrategie. BECHTLE wird daher auch künftig die eigene Marktposition durch Akquisitionen gezielt stärken und ausbauen. Grundsätzlich besteht jedoch bei der Entscheidung für den Kauf einer Gesellschaft und deren Integration in den Konzernverbund immer auch ein unternehmerisches Risiko. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in die Gesellschaft gesetzten Erwartungen sich nicht in Gänze erfüllen. BECHTLE trägt diesem Risiko durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld (Due Diligence) Rechnung. Die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Akquisitionen erfolgen nach festgelegten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen. Zudem verfügt BECHTLE über langjährige Erfahrung bei der Integration von Unternehmen. Wir haben die dafür notwendigen Strukturen und Prozesse etabliert und arbeiten nach einem Post-Merger-Konzept, das die Bedürfnisse des Konzerns bei der Integration neu erworbener Unternehmen optimal abdeckt.

Das schnelle Unternehmenswachstum von BECHTLE in den vergangenen Jahren birgt ebenfalls Risiken. Einerseits binden die durch Zukäufe neu hinzugekommenen Unternehmen während der Integrationsphase Managementressourcen. Andererseits macht das rasche Wachstum eine kontinuierliche Anpassung und Erweiterung der Organisations- und Führungsstrukturen an die sich verändernden Rahmenbedingungen notwendig. Hierfür hat BECHTLE die entsprechenden Ressourcen im Unternehmen und Schlüsselpositionen im Management in der Vergangenheit stetig ausgebaut und verstärkt. Diesen Risiken stehen allerdings auch erhebliche unternehmerische Chancen für die weitere Entwicklung des Konzerns gegenüber.

Umweltschutz.

Das Angebotsspektrum des Konzerns beschränkt sich auf das Erbringen von IT-Dienstleistungen und den Handel mit Hard- und Software. BECHTLE verfügt somit weder über eine eigene technologische Entwicklung noch eine Produktion. Daher scheiden für das Unternehmen Umweltrisiken beziehungsweise Risiken, die sich aus einer geänderten Gesetzgebung im Bereich des Umweltschutzes ergeben, weitgehend aus.

Steuern.

Der Konzern ist in 14 europäischen Ländern operativ tätig und unterliegt somit unterschiedlichen steuerlichen Regelungen. Änderungen der steuerlichen Gesetzgebungen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können die geänderten Rahmenbedingungen Auswirkungen auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Der Konzern verfügt über eine zentrale Steuerabteilung, die die Beachtung der steuerlichen Gesetzgebungen und Regelungen im Inland sicherstellt. Im Ausland werden externe Berater hinzugezogen.

Compliance.

Der Umfang von Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern und staatlichen Unternehmen ist im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter gestiegen. Demzufolge ist BECHTLE auch in zunehmendem Maße an Projekten beteiligt, die von staatlichen Behörden und Organisationen finanziert werden. Um der sich verändernden Geschäftsstruktur Rechnung zu tragen und somit das Risiko eines möglichen Fehlverhaltens gegenüber allen Geschäftspartnern weitgehend einzugrenzen, hat die BECHTLE AG einen Verhaltenskodex ("Code of Conduct") eingeführt. Der Verhaltenskodex soll die Einhaltung der geltenden internationalen und nationalen Gesetze sowie Bestimmungen bei allen Tätigkeiten im Unternehmen gewährleisten und darüber hinaus Mindeststandards für verantwortungsvolles Handeln darstellen. Zeitgleich mit dem Verhaltenskodex hat BECHTLE ein Compliance Board eingerichtet, das aus dem kompletten Vorstand der BECHTLE AG und einem ständigen Vertreter des Fachbereichs Recht besteht. Das Compliance Board ist für die Mitarbeiter über eine eigens eingerichtete Telefonhotline und einen gesonderten E-Mail-Account erreichbar. Hinweise oder Verstöße werden vom Compliance Board überprüft und bewertet; gegebenenfalls veranlasst das Board sodann geeignete Maßnahmen. Um auch im Rahmen öffentlicher Aufträge ein mögliches Fehlverhalten der Mitarbeiter beim Umgang mit vertraulichen Daten einzugrenzen beziehungsweise bestmöglich auszuschließen, wurden die BECHTLE AG sowie die verantwortlichen Personen im Unternehmen einer Sicherheitsüberprüfung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterzogen. Die BECHTLE AG befindet sich seitdem in der Geheimschutzbetreuung des Bundes. Damit hat das Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen, Projekte der öffentlichen Hand, die der Geheimhaltung unterliegen, entsprechend den Kundenerwartungen abzuwickeln.

Rechtliches Umfeld.

Als international tätiger Konzern hat BECHTLE unterschiedliche nationale Gesetze zu beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - etwa bei der Gestaltung von Verträgen - Risiken ergeben, denen BECHTLE nach Bedarf über das frühzeitige Einschalten der zentralen internen Rechtsstelle oder externer Rechtsberater begegnet.

Das Unternehmen ist derzeit in keine Rechtsstreitigkeiten involviert, durch die ein negativer Effekt auf das Konzernergebnis zu erwarten wäre. Bei allen zukünftigen im Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehenden Rechtsstreitigkeiten würde die BECHTLE AG Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilden, wenn die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind.

GESAMTRISIKOBETRACHTUNG

Die Evaluierung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Resultat der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Nach Überzeugung des Managements sind die dargestellten Risiken begrenzt und überschaubar. Die Finanzbasis des Unternehmens ist solide. Die Eigenkapitalquote ist mit 54,2 Prozent (Vorjahr: 52,2 Prozent) gut und die Liquiditätssituation komfortabel.

Ein wichtiger Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch Dritte. Neben der internen, unternehmenseigenen Risikobewertung wird die Bonität beziehungsweise das aggregierte Ausfallrisiko von BECHTLE durch Banken und Wirtschaftsauskunfteien regelmäßig eingeschätzt und überwacht. BECHTLE wird dabei durchgängig mit einer sehr geringen Ausfallwahrscheinlichkeit bewertet. Die Wirtschaftsauskunftsdatei Bürgel hat BECHTLE mit einem Bonitätsindex von 1,1 eingestuft, wobei 1 für ein sehr geringes und 6 für ein sehr hohes Ausfallrisiko steht. Der von Creditreform ermittelte Bonitätsindex beträgt 112 (Stand: Januar 2013), wobei 100 das geringste Ausfallrisiko und 600 das höchste Risiko bedeutet. Eine Verschlechterung der Bewertungen beziehungsweise Ratings könnte zu erhöhten Kapitalkosten führen und sich negativ auf die Geschäftsaktivitäten auswirken.

Eine Bewertung der BECHTLE AG hinsichtlich der Kreditwürdigkeit von den Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's Investors Service, Fitch Ratings und Dominion Bond Rating Service existiert derzeit noch nicht.

Die BECHTLE AG ist sich des eigenen Chancen- und Risikoprofils für ihre unternehmerische Tätigkeit bewusst. Die dargestellten Maßnahmen tragen - in Verbindung mit einer tagesaktuellen Auswertung des Geschäftsverlaufs anhand operativer Kennzahlen - entscheidend dazu bei, dass BECHTLE die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die damit einhergehenden Risiken aus den Augen zu verlieren.

Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken erwartet der Vorstand darüber hinaus keine weiteren nennenswerten Beeinträchtigungen der Umsätze und Profitabilität des Unternehmens aus sonstigen regulatorischen Risiken. In der Summe sind für die BECHTLE AG keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Vorstand ist davon überzeugt, die sich bietenden Herausforderungen und Chancen auch zukünftig nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen.

NACHTRAGSBERICHT

VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 sind bei der BECHTLE AG keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens gehabt hätten.

Für Aussagen zur Lage zum Zeitpunkt der Berichterstellung vgl. Prognosebericht.

PROGNOSEBERICHT

Auf Basis einer starken Wettbewerbsposition als IT-Full-Service-Provider, des zukunftsfähigen Geschäftsmodells sowie der eingeleiteten strategischen und operativen Maßnahmen zur Umsetzung der langfristigen Ziele ist der Bechtle Konzern gut für die Zukunft aufgestellt. Auf dem Weg zur Zielerreichung werden wir unsere Präsenz in Europa weiter ausbauen und die Durchdringung in den für uns relevanten IT-Märkten steigern. Wir wollen stärker wachsen als der Markt und damit unseren Marktanteil erhöhen. Darüber hinaus werden wir unser Leistungsportfolio kontinuierlich weiterentwickeln und konsequent unser Angebot am Bedarf der Kunden ausrichten. Ziel von Bechtle ist es, europaweit eine führende Marktposition einzunehmen: technologisch innovativ, wachstumsstark, profitabel, als attraktiver Arbeitgeber sowie mit einer hohen Wertschätzung unserer Partner und Kunden.

RAHMENBEDINGUNGEN

2013 soll sich die wirtschaftliche Entwicklung in der EU auf niedrigem Niveau stabilisieren. Die Europäische Kommission rechnet mit einem BIP-Wachstum von 0,1 Prozent. In den EU-Ländern mit BECHTLE Präsenz werden lediglich für die Iberische Halbinsel, Italien, die Niederlande und Ungarn negative Werte prognostiziert. In den anderen BECHTLE Märkten werden Wachstumsraten zwischen 0,0 Prozent und 1,2 Prozent vorhergesagt. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen EU-weit um 0,2 Prozent zulegen. Die Schere zwischen den einzelnen Ländern wird sich allerdings stärker öffnen. Sie reicht von minus 4,3 Prozent in Frankreich bis plus 11,5 Prozent in Großbritannien. Die Prognosen für die staatlichen Investitionen liegen EU-weit bei minus 0,1 Prozent. In der Schweiz sieht die dortige Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes die Gesamtwirtschaft 2013 weiter im Aufwind. Das Wachstum soll 1,3 Prozent betragen. Allerdings sollen hier die Ausrüstungsinvestitionen nach dem Zuwachs im Berichtsjahr um 1,0 Prozent zurückgehen.

In Deutschland schwanken die BIP-Prognosen für 2013 nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten und staatlichen Stellen zwischen 0,3 und 1,0 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen sieht die EU-Kommission mit minus 0,9 Prozent rückläufig, die staatlichen Konsumausgaben sollen mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent hingegen zulegen.

In der IT-Branche wird 2013 wieder mit einem im Vergleich zur Gesamtwirtschaft höheren Wachstum gerechnet. So sollte der IT-Markt in der EU laut Marktforschungsinstitut EITO um 2,8 Prozent zulegen. Getragen werden soll diese Entwicklung vor allem von den Teilsegmenten Software mit einer Steigerung von 4,2 Prozent und Hardware mit einem Wachstum von 3,0 Prozent. Für Services wird eine Verbesserung von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorhergesagt. Die Hardwareumsätze in den Ländern mit BECHTLE Präsenz liegen außer in Deutschland alle im Plus, mit Wachstumsraten zwischen 0,3 Prozent in Polen und 8,7 Prozent in Tschechien. Ähnlich verhält es sich bei den Softwareumsätzen, die zwischen 0,3 Prozent in Italien und Spanien und 8,8 Prozent in Tschechien liegen sollen. Einzige Ausnahme bildet hier Portugal mit einem Rückgang von 2,9 Prozent. In der Schweiz wird der IT-Markt bei einem Plus von 3,4 Prozent erwartet. Die Hardwareumsätze sollen um 2,4 Prozent zulegen, Services um 3,0 Prozent und Software um 4,9 Prozent.

Die Prognose von EITO für den deutschen IT-Markt zeigt ein Wachstum von 2,8 Prozent. Als Wachstumstreiber wird das Segment Software mit 5,1 Prozent gesehen, Dienstleistungen sollen um 3,0 Prozent zulegen. Bei den Hardwareumsätzen erwartet EITO einen leichten Rückgang von 0,3 Prozent.

52. IT-AUSGABEN IN DEN BECHTLE MÄRKTEN 2000-2013 in Mrd. €

In Bezug auf die künftige erwartete wirtschaftliche Situation in den relevanten Ländermärkten sieht der BECHTLE Konzern weder durch eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen oder die Wechselkursentwicklung noch durch die Umsetzung umweltpolitischer Maßnahmen nennenswerte Einflüsse auf die Nachfrageentwicklung.

ENTWICKLUNG DES KONZERNS

Produkte und Absatzmärkte

Der europäische IT-Markt wird aufgrund der anhaltenden Konsolidierung stark in Bewegung bleiben. Die damit einhergehenden Konzentrationstendenzen könnten zu einer Verschärfung des Wettbewerbs und damit zu einem steigenden Preis- und Margendruck in der Branche führen. Die BECHTLE AG geht jedoch ungeachtet dieser Entwicklung aufgrund ihrer Finanzstärke und Wettbewerbsposition davon aus, auch zukünftig den Marktanteil überproportional steigern zu können und von dieser Konsolidierung zu profitieren.

Um den technologischen Trends in der IT und den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, arbeitet BECHTLE kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Etablierung eines hochwertigen Produkt- und Dienstleistungsangebots. Eine Schlüsselstellung im Segment IT-Systemhaus & Managed Services nimmt dabei der Ausbau des Angebots an speziellen IT-Lösungen ein. Neue Service- und Beratungskonzepte sowie individuelle Projektlösungen sollen angesichts hart umkämpfter Kundenbudgets und einer starken Fokussierung auf Kosteneinsparpotenziale in der IT zu einer Effizienzsteigerung der Geschäftsprozesse beim Kunden beitragen und uns damit wachstumsstarke Geschäftsfelder erschließen. Konzepte wie Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) als Elemente des Cloud Computing, die auf besser skalierbare und flexiblere IT-Kosten abstellen, werden insbesondere in den nächsten beiden Jahren diese Entwicklung beschleunigen. Durch die konsequente leistungsbezogene und vertriebliche Konzentration auf die aktuellen Fokusthemen Client Management, Server & Storage, Networking Solutions, Virtualisierung, Cloud Computing, IT-Security sowie Software & Anwendungslösungen trägt BECHTLE diesen Entwicklungen Rechnung und wird das Geschäft in den nächsten Jahren konsequent ausbauen.

Die wichtigsten Trends 2013 in der ITK-Branche:

53. TECHNOLOGIE- UND MARKTTRENDS in %*

* Mehrfachnennungen enthalten

Quelle: BITKOM-Branchenumfrage

Darüber hinaus sollen auch zukünftig das Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie die Marktpräsenz durch gezielte Zukäufe erweitert werden. Das vom technologischen Fortschritt getriebene hohe Innovationstempo in der IT-Branche wird in Teilen unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation nicht nachlassen. Im Bereich Beschaffung und Logistik intensiviert BECHTLE daher kontinuierlich die enge Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Lieferanten und Herstellern. Insbesondere durch unser Partnerprogramm "SPARC" soll die europaweite Verzahnung mit Herstellern und Distributoren weiter verbessert werden. Ziel ist, durch länderübergreifende einheitliche Einkaufsbedingungen, Produktspezifikationen und Marketingmaßnahmen Synergien in der Zusammenarbeit zu erschließen. Multinational tätige Unternehmen profitieren so von den Vorteilen einer zentralen Logistik und BECHTLE ist in der Lage, eine Ausstattung der Kunden mit identischen IT-Produkten zu festen Konditionen grenzüberschreitend zu gewährleisten. Vor allem durch enge Herstellerkontakte kann BECHTLE den Kunden immer technologisch aktuelle Lösungen und Produkte anbieten.

Der BECHTLE Konzern strebt an, seine Marktposition im Segment IT-E-Commerce durch die Gründung weiterer Tochtergesellschaften in Europa auszubauen. Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2013 werden wir mit unserer Handelsmarke ARP die Geschäftstätigkeit in Belgien aufnehmen. Dann ist BECHTLE mit ARP in sechs europäischen Ländern mit eigenen Landesgesellschaften vertreten. Das Marktforschungsinstitut EITO schätzt den belgischen IT-Markt 2013 auf ein Volumen von etwa 9,5 MRD. €. Mit 2,0 MRD. € entfallen davon rund ein Fünftel auf Investitionen in Hardware. Darüber hinaus evaluiert der Konzern im Handelsgeschäft mit der Marke BECHTLE DIRECT einen möglichen Markteintritt in der Türkei. Im Bereich Software und Lizenzierungsmanagement prüft der Konzern mit COMSOFT die Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft in Großbritannien. Auf Basis einer "Follower Strategy" im Segment IT-E-Commerce und eines effizienten Wissenstransfers zwischen den einzelnen Handelsgesellschaften sollen mittelfristig auch mit ARP und COMSOFT die Länder erschlossen werden, in denen BECHTLE DIRECT bereits erfolgreich etabliert ist.

Wesentliche Kenngrößen

Umsatz.

Die BECHTLE AG hat sich 2011 und 2012 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von circa 10 Prozent deutlich überproportional im Vergleich zum IT-Markt entwickelt. Wir gehen davon aus, dass sich der Konzern auch in den beiden kommenden Jahren erneut besser entwickelt als der für uns relevante IT-Gesamtmarkt. Dies bedeutet aufgrund des branchenüblichen Preisverfalls eine überdurchschnittliche Steigerung des Produktabsatzes und setzt vor allem eine bessere Kunden- und Marktdurchdringung voraus. Im Segment IT-E-Commerce sollen ein geschärftes Angebotsprofil, eine voranschreitende Expansion in Europa sowie fokussierte Vertriebsaktivitäten zu diesem Wachstum beitragen. Durch ein breiteres und vor allem hochwertigeres Leistungsportfolio, eine kontinuierliche Ausweitung der Aktivitäten in den Geschäftsbereichen Software & Anwendungslösungen sowie Öffentliche Auftraggeber und die Konzentration auf wachstumsstarke Geschäftsfelder im Systemhaus-Segment wird dieses Ziel ebenfalls unterstützt. In der Vision 2020 strebt BECHTLE einen Konzernumsatz von 5 MRD. € an, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von etwa 11 Prozent entspricht.

Im Rahmen der geplanten Entwicklung wird sich die regionale Verteilung der Erlöse in den folgenden Jahren voraussichtlich nicht merklich verschieben. Zum einen verzeichnet der Konzern durch die voranschreitende Internationalisierung des Geschäfts und die zunehmende Anzahl von IT-E-Commerce-Gesellschaften einen Anstieg des Auslandsumsatzes, an dem die Schweiz unverändert einen signifikanten Anteil einnehmen wird. Zum anderen wird jedoch auch das Wachstum auf dem angestammten Heimatmarkt infolge der starken Wettbewerbsposition und der Marktanteilsgewinne überdurchschnittlich ausfallen.

Sowohl das Segment IT-Systemhaus & Managed Services wie auch IT-E-Commerce werden zum Wachstum des BECHTLE Konzerns beitragen. Die Dynamik im europaweiten Handelsgeschäft sollte dabei in den kommenden Jahren in etwa der organischen Entwicklung des Bereichs IT-Systemhaus & Managed Services entsprechen. Bei der künftigen Umsatzentwicklung spielen auch strukturelle Verschiebungen zwischen den Segmenten eine Rolle. So bleibt es aus Konzernsicht erklärtes Ziel, standardisierte Hardwarebeschaffungsprozesse zunehmend aus dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services in das IT-E-Commerce-Segment zu verlagern, in dem die begleitenden Prozesse kostengünstiger abgebildet werden können.

Kosten.

Für die BECHTLE AG als handeltreibenden Dienstleister sind im Rahmen der Unternehmenssteuerung die Personalkosten von zentraler Bedeutung. Innerhalb der Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen stellen sie mit rund 70 Prozent die größte Kostenposition dar. Eine flexible Gestaltung der Personalkosten beispielsweise in konjunkturellen Schwächephasen ist angesichts des beratungsintensiven Geschäftsmodells von BECHTLE nur bedingt realisierbar. Im Vertrieb weisen die Aufwendungen zudem eine hohe Korrelation zur Umsatzentwicklung auf. Das Management geht für das laufende und kommende Jahr davon aus, dass die absoluten Aufwendungen für die beiden Funktionsbereiche Vertrieb und Verwaltung weiter ansteigen und jeweils circa 7 beziehungsweise etwa 5 Prozent des Umsatzes ausmachen werden.

Ergebnis.

Nachdem die Ergebnisse im abgeschlossenen Geschäftsjahr aufgrund des überdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachses unter dem Vorjahr lagen, rechnet der Vorstand damit, dass sich die Ergebnissituation der BECHTLE AG in den nächsten Jahren verbessern wird. BECHTLE arbeitet kontinuierlich daran, die Effizienz in der Leistungserbringung weiter zu optimieren und damit die Ertragsstärke zu steigern, sodass die EBT-Marge in den beiden Folgejahren - aus heutiger Sicht und unter der Voraussetzung, dass es zu keinen größeren konjunkturellen Verwerfungen kommt - bei rund 4 Prozent liegen sollte. Insgesamt ist der Vorstand überzeugt, dass es der BECHTLE AG auch in Zukunft gelingen wird, die im Branchenvergleich überdurchschnittliche Ergebnismarge sukzessive weiter auszubauen. Die Zielmarge beträgt für den Konzern bis 2020 rund 5 Prozent.

Die BECHTLE AG plant, ihre Aktionäre auch weiterhin mit einer attraktiven Dividende am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Die von den Gremien praktizierte Dividendenpolitik orientiert sich dabei in erster Linie an der Ertrags- und Liquiditätssituation des Konzerns und sieht eine Ausschüttungsquote von circa 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern vor. Der aktuelle Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2012 mit 1,00 € je Aktie entspricht einer Quote von mehr als 37 Prozent. Dies ist Ausdruck für die Zuverlässigkeit einer an den Interessen der Aktionäre ausgerichteten Ausschüttungspolitik der BECHTLE AG und ist vor dem Hintergrund der exzellenten Vermögens- und Liquiditätslage des Unternehmens zu sehen. Grundsätzliche Änderungen in der Dividendenpolitik des Unternehmens sind nicht geplant.

Vermögens- und Finanzlage

Liquidität.

Die BECHTLE AG verfügt über eine solide Bilanzstruktur und eine komfortable Liquiditätsausstattung. Diese finanzielle Stärke ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass BECHTLE kontinuierlich aus eigener Kraft wachsen und flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren kann. Vor allem die hohe Liquidität erweist sich in Wachstumsphasen als Wettbewerbsvorteil. Aus Kundensicht sind zudem die Finanzlage und damit die Solidität des IT-Partners zunehmend wichtig und damit ein wesentliches Entscheidungskriterium insbesondere bei der Vergabe von langfristigen Projekten. Dem Cashmanagement bei BECHTLE wird daher weiterhin eine besondere Bedeutung beigemessen. Die positive Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen ist Beweis für das erfolgreiche Liquiditätsmanagement und soll auch zukünftig fortgeführt werden. Zusätzlich zur freien Liquidität von über 146 MIO. € ist angesichts der sehr guten Bilanzrelationen das ratingneutrale Verschuldungspotenzial der BECHTLE AG erheblich. In Verbindung mit einer auch weiterhin positiven Entwicklung des operativen Cashflows verfügt BECHTLE damit über ausreichend Spielraum, um die gesteckten Ziele zu erreichen und das angestrebte überdurchschnittliche Wachstum problemlos finanzieren zu können.

Finanzierung.

Das Finanzergebnis, als Saldo aus Zinserträgen und Zinszahlungen, ist trotz einer positiven Entwicklung der liquiden Mittel abhängig von der Entwicklung des Zinsniveaus an den Finanzmärkten. Derzeit geht das Unternehmen für 2013 nicht von einer merklichen Veränderung der Anlagekonditionen aus. Die Entwicklung der Finanzerträge sollte daher prozentual mit der Veränderung der Wertanlagen einhergehen, ebenso wie sich die Finanzaufwendungen an der Höhe der zinstragenden Verbindlichkeiten orientieren. Nach dem Anstieg der Zinszahlungen im Berichtsjahr, bedingt durch den überwiegend fremdfinanzierten Rückkauf der Immobilien am Stammsitz der Gesellschaft, sollten sich diese Aufwendungen 2013 und 2014 unterdurchschnittlich entwickeln. Kleinere Akquisitionen können wie bisher aus dem laufenden Cashflow und den vorhandenen Liquiditätsbeständen finanziert werden, aber auch die Aufnahme von Fremdkapital ist problemlos möglich. Die Übernahme größerer Unternehmen könnte zu einem spürbaren Abfluss liquider Mittel führen, aber wahrscheinlicher wäre in einem solchen Fall die Finanzierung durch Aufnahme von Fremdkapital. Das wiederum könnte Einfluss auf die derzeitige Finanzierungsstruktur der BECHTLE AG haben, sodass der negative Finanzsaldo in diesem Fall stärker zunehmen würde. Darüber hinaus könnte BECHTLE auf die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten gemäß den gefassten Hauptversammlungsbeschlüssen zurückgreifen. Bis Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 10,6 Millionen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen.

Sofern in den nächsten zwei Jahren keine größeren Übernahmen erfolgen, wird sich die Bilanzstruktur im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2012 nicht wesentlich verändern.

Investitionen.

Die BECHTLE AG betreibt mit dem Handel von IT-Produkten und dem Angebot an IT-Dienstleistungen kein sonderlich anlageintensives Geschäft. Die Investitionsquote war bei BECHTLE in den letzten Jahren mit etwa 30 Prozent weitgehend konstant. Eine Ausnahme war 2011, wo durch den Erwerb der Grundstücke und Bestandsimmobilien sowie die Erweiterungsbauten am Stammsitz Neckarsulm die Investitionsquote bei über 80 Prozent lag. Da die Bautätigkeiten für das neue Verwaltungsgebäude in Neckarsulm zum Ende des Berichtsjahres abgeschlossen werden konnten, ist zumindest in den kommenden beiden Jahren - auch ohne Berücksichtigung möglicher Akquisitionen - wieder mit einer normalisierten Investitionsquote von rund 30 Prozent zu rechnen.

Darüber hinaus sind im laufenden Jahr übliche Ersatzinvestitionen geplant, die jedoch mit rund 16 MIO. € auf dem Niveau der Abschreibungen liegen sollten. Nicht geplante Investitionen aufgrund von Akquisitionen sind grundsätzlich möglich, da diese fester Bestandteil unserer Wachstumsstrategie sind.

Bereits seit etlichen Jahren unterstützt die BECHTLE AG einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Um dieses Engagement zukünftig zu verstärken, hat sich die BECHTLE AG im Rahmen des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 erneut weitreichende Ziele gesetzt. Das System soll daher in den kommenden Jahren auf weitere Konzerngesellschaften und Unternehmensbereiche am Stammsitz Neckarsulm ausgedehnt werden. Damit wird es zukünftig möglich sein, Umwelteinflüsse systematischer zu erfassen und die Umweltsituation kontinuierlich zu verbessern.

GESAMTEINSCHÄTZUNG

Die gesamtwirtschaftliche Lage ist zu Jahresbeginn 2013 noch geprägt von Unsicherheiten, vor allem bezüglich des Ausmaßes, der Fortdauer und der wirtschaftlichen Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise, zeigt aber dennoch Erholungstendenzen. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2013 nach zwei Rückgängen in Folge erstmals wieder gestiegen. Zwar beurteilen die befragten Experten die aktuelle Lage erneut etwas schlechter. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate fallen aber nun wieder vermehrt positiv aus und befinden sich auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren. In Deutschland ist der ifo-Geschäftsklimaindex im Januar das dritte Mal in Folge gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage wird nach einem Rückgang im Vormonat wieder etwas positiver beurteilt. Zudem haben sich die Aussichten auf die kommende Geschäftsentwicklung erneut deutlich verbessert. Die deutsche Wirtschaft startet daher hoffnungsvoll ins neue Jahr.

54. IFO-GESCHÄFTSKLIMAINDEX FÜR DIE GEWERBLICHE WIRTSCHAFT IN DEUTSCHLAND

Auch die IT-Branche verbreitet zu Jahresbeginn 2013 leichten Optimismus. Der ifo-Index für IT-Dienstleister stieg im Januar von 21 auf 26 Zähler. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich von 30 auf 33 Punkte. Der Ausblick auf die nächsten sechs Monate konnte deutlich um 7 Punkte zulegen, verharrt aber mit einem Wert von 20 Punkten im Januar auf relativ niedrigem Niveau.

Der Vorstand geht angesichts der soliden wirtschaftlichen Lage, der leicht verbesserten Stimmungsindikatoren sowie der Stärke des Konzerns aktuell davon aus, dass die Geschäftsentwicklung der BECHTLE AG in den kommenden zwei Jahren positiv und im Branchenkontext überdurchschnittlich sein wird. Das Management hat mit einer Reihe von strategischen Maßnahmen in den vergangenen Jahren eine gute Basis geschaffen, um das ertragsorientierte Wachstum von BECHTLE langfristig fortsetzen zu können. BECHTLE kann dabei aus einer Position der Stärke agieren.

Akquisitionen werden in allen Geschäftsfeldern auch in Zukunft integraler Bestandteil der Wachstumsstrategie bleiben. Im IT-E-Commerce setzt der Vorstand allerdings vor allem auf organisches Wachstum und plant weitere Unternehmensgründungen in den beiden kommenden Jahren beispielsweise in Belgien und Großbritannien. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services werden hingegen selektive Akquisitionen die regionale Aufstellung und das Kompetenzprofil der BECHTLE AG sinnvoll ergänzen.

Einen hohen Stellenwert werden nach wie vor die Personalentwicklung sowie die Ausbildung im Konzern haben. Mit einem erweiterten Qualifizierungsangebot und der Intensivierung der Managementprogramme will BECHTLE auch zukünftig in die Förderung von Nachwuchs- und Führungskräften investieren. Vorbehaltlich einer positiven Entwicklung der BECHTLE AG in den nächsten beiden Jahren wird der Konzern weiterhin die Beschäftigtenzahlen erhöhen und verstärkt auf die Ausbildung junger Menschen setzen. In diesem Zusammenhang hat sich die BECHTLE AG zur Sicherung der Zukunft mittelfristig das Ziel gesetzt, den Anteil der Auszubildenden in Deutschland auf circa 12 Prozent auszubauen.

Konzernabschluss

55. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. € Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse 1 2.096.835 1.994.881
Umsatzkosten 2 1.778.035 1.697.1851
Bruttoergebnis vom Umsatz 318.800 297.6961
Vertriebskosten 2 145.316 127.1451
Verwaltungskosten 2 104.238 93.6711
Sonstige betriebliche Erträge 3 11.274 9.5231
Betriebsergebnis 80.520 86.403
Finanzerträge 4 2.026 1.776
Finanzaufwendungen 4 3.290 1.890
Ergebnis vor Steuern 79.256 86.289
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5 22.695 23.566
Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der BECHTLE AG zustehend) 56.561 62.723
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € 6 2,69 2,99
Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert) in Tsd. Stück 21.000 21.000

1 Zahl angepasst, siehe S. 154.

56. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in Tsd. € Anhang 2012 2011
Ergebnis nach Steuern 56.561 62.723
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen 17 З.954 -З17
Ertragsteuereffekte -5З5 42
Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren З66 266
Ertragsteuereffekte -4З -19
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten -З4 -1ЗЗ
Ertragsteuereffekte 9 40
Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 65 -72
Ertragsteuereffekte -14 14
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe -187 -1.076
Ertragsteuereffekte 55 З14
Währungsumrechnungsdifferenzen 152 1.529
Summe Sonstiges Ergebnis 16 3.788 588
davon Ertragsteuereffekte -528 З91
Gesamtergebnis (den Aktionären der BECHTLE AG zustehend) 60.349 63.311

57. KONZERN-BILANZ

AKTIVA

in Tsd. € Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwerte 7 137.483 135.648
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8 20.991 22.348
Sachanlagevermögen 9 94.537 79.645
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 2.243 975
Forderungen aus Ertragsteuern 113 133
Latente Steuern 10 7.933 9.833
Sonstige Vermögenswerte 14 2.224 2.356
Geld- und Wertpapieranlagen 13 32.059 30.700
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 297.583 281.638
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11 90.065 91.190
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 307.348 286.773
Forderungen aus Ertragsteuern 927 1.072
Sonstige Vermögenswerte 14 35.423 31.955
Geld- und Wertpapieranlagen 13 35.888 16.219
Liquide Mittel 15 78.208 94.569
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 547.859 521.778
Aktiva, gesamt 845.442 803.416
Passiva
in Tsd. € Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 21.000 21.000
Kapitalrücklagen 145.228 145.228
Gewinnrücklagen 292.165 252.816
Eigenkapital, gesamt 16 458.393 419.044
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 17 10.744 14.786
Sonstige Rückstellungen 18 2.139 1.182
Finanzverbindlichkeiten 19 61.142 57.280
Latente Steuern 10 16.056 15.847
Sonstige Verbindlichkeiten 21 296 1.216
Abgrenzungsposten 22 8.902 8.359
Langfristige Schulden, gesamt 99.279 98.670
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 18 5.241 5.643
Finanzverbindlichkeiten 19 12.567 9.002
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20 145.964 148.799
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.906 8.735
Sonstige Verbindlichkeiten 21 74.963 72.237
Abgrenzungsposten 22 42.129 41.286
Kurzfristige Schulden, gesamt 287.770 285.702
Passiva, gesamt 845.442 803.416

58. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Gewinnrücklagen in Tsd. €
Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklagen Angesammelte

Gewinne
Erfolgsneutrale

Eigenkapital-

veränderung
Gesamt Eigenkapital,

gesamt (den Aktionären der

BECHTLE AG

zustehend)
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 1. Januar 2011 21.000 145.228 207.157 -1.902 205.255 371.483
Gewinnausschüttung für 2010 -15.750 -15.750 -15.750
Ergebnis nach Steuern 62.723 62.723 62.723
Sonstiges Ergebnis 588 588 588
Gesamtergebnis 0 0 62.723 588 63.311 63.311
Eigenkapital zum 31. Dezember 2011 21.000 145.228 254.130 -1.314 252.816 419.044
Eigenkapital zum 1. Januar 2012 21.000 145.228 254.130 -1.314 252.816 419.044
Gewinnausschüttung für 2011 -21.000 -21.000 -21.000
Ergebnis nach Steuern 56.561 56.561 56.561
Sonstiges Ergebnis 3.788 3.788 3.788
Gesamtergebnis 0 0 56.561 3.788 60.349 60.349
Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 21.000 145.228 289.691 2.474 292.165 458.393

59. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Tsd. € Anhang 2012 2011
Betriebliche Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern 79.256 86.289
Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
Finanzergebnis 1.264 114
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 21.748 18.361
Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 73 -39
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -157 238
Veränderung des Nettovermögens
Veränderung Vorräte 1.786 -14.341
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -17.948 -35.064
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -4.511 16.995
Veränderung Abgrenzungsposten -752 4.384
Veränderung übriges Nettovermögen -1.499 -3.200
Gezahlte Ertragsteuern -22.591 -17.955
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 23 56.669 55.782
Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Akquisitionen abzüglich übernommener liquider Mittel -5.641 -14.916
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -31.871 -28.904
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 328 197
Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen -38.361 -15.461
Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen sowie aus Rückzahlungen von langfristigen Vermögenswerten 16.972 12.784
Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen -187 -1.076
Erhaltene Zinszahlungen 2.729 2.094
Cashflow aus Investitionstätigkeit 24 -56.031 -45.282
Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -9.243 -7.182
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 16.086 22.551
Dividendenausschüttung -21.000 -15.750
Geleistete Zinszahlungen -3.125 -1.865
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 25 -17.282 -2.246
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel 283 838
Veränderung der liquiden Mittel -16.361 9.092
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 94.569 85.477
Liquide Mittel am Ende der Periode 78.208 94.569

Konzern-Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die BECHTLE AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Über ihre Tochtergesellschaften ist sie mit IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig sowie als IT-E-Commerce-Anbieter in 14 europäischen Ländern im IT-Handelsgeschäft aktiv. Der Konzern bietet so seinen Kunden herstellerübergreifend ein umfassendes Angebot rund um die IT-Infrastruktur und den IT-Betrieb aus einer Hand an.

BECHTLE ist seit 2000 an der Börse im Prime Standard notiert und seit 2004 im Technologieindex TecDAX gelistet. Die Aktien der Gesellschaft werden an allen deutschen Börsen gehandelt.

Der Konzernabschluss der BECHTLE AG für das Geschäftsjahr 2012 wurde am 27. Februar 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (IAS 10.17).

Die BECHTLE AG veröffentlichte eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes. Der aktuelle Stand der Erklärung wurde auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht.

II. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlagen der Bilanzierung

Die Muttergesellschaft BECHTLE AG ist als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315 a Handelsgesetzbuch verpflichtet, den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufzustellen. Alle für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards wurden übernommen. Die darüber hinaus vorzeitig angewandten International Financial Reporting Standards werden in den Angaben zu den neuen Rechnungslegungsverlautbarungen aufgeführt. Weiterhin wurden die nach § 315 a Abs. 1 Handelsgesetzbuch erforderlichen Angaben im Anhang dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Zugrundelegung historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Ausnahmen bildeten Wertpapiere und derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden als langfristige Posten dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt und auf volle Tausend gerundet (TSD. €). Abweichende Angaben werden explizit genannt.

Neue Rechnungslegungsverlautbarungen

Erstmals angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen.

Im Berichtsjahr erstmals angewendet hat BECHTLE die neuen beziehungsweise geänderten Standards und Interpretationen der nachfolgend genannten neuen Rechnungslegungsverlautbarungen, die vom IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht und von der EU übernommen worden waren (sogenanntes Endorsement). Der entsprechenden EU-Verordnung entstammt auch das nachfolgend jeweils angegebene Datum zur verpflichtenden Anwendung ("Inkrafttreten"):

Verlautbarung Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC Endorsement (EU) Inkrafttreten (EU)1
Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Verlautbarungen
Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" 20. Dezember 2010 11. Dezember 2012 1. Januar 2013
Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" 20. Dezember 2010 11. Dezember 2012 1. Juli 2013
Vorzeitige freiwillige Anwendung von Verlautbarungen
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" 16. Juni 2011 5. Juni 2012 1. Juli 2012
Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" 16. Dezember 2011 13. Dezember 2012 1. Januar 2013 1. Januar 2014
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" 16. Dezember 2011 13. Dezember 2012 1. Januar 2013
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und Folgeänderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" 12. Mai 2011 11. Dezember 2012 1. Januar 20142
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und Folgeänderungen an IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" 12. Mai 2011 11. Dezember 2012 1. Januar 20142
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" 12. Mai 2011 11. Dezember 2012 1. Januar 20142
IFRIC 20: "Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebauwerks" 19. Oktober 2011 11. Dezember 2012 1. Januar 2013

1 Verpflichtend anzuwenden spätestens mit Beginn des ersten an oder nach diesem genannten Datum beginnenden Geschäftsjahres.

2 Vorzeitige Anwendung nur gemeinsam möglich.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern".

Diese Änderungen enthalten eine teilweise Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen im Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40. Im Hinblick auf die bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oftmals schwierige Beurteilung, ob sich bestehende Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren, sehen die Änderungen nun vor, dass grundsätzlich eine Veräußerung anzunehmen ist. BECHTLE hält keine Immobilien als Finanzinvestition und hat auch keine entsprechenden Halteabsichten für die absehbare Zukunft. Die Anwendung dieser Änderungen hat daher bei BECHTLE keine Auswirkungen.

Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards".

Die am 20. Dezember 2010 veröffentlichten Änderungen ersetzen bisher bestehende Verweise auf festgelegte Anwendungszeitpunkte durch Verweis auf den Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS. Daneben wird klargestellt, wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der die IFRS aufgrund einer von drastischer Hochinflation geprägten funktionalen Währung nicht eingehalten werden konnten, wiederaufgenommen wird. BECHTLE ist bereits IFRS-Anwender und eine Tätigkeit in Hochinflationsländern ist weder gegeben noch in absehbarer Zukunft geplant. Entsprechend ergab die Anwendung der Änderungen bei BECHTLE keine Auswirkungen.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses".

Die Änderungen an IAS 1 beziehen sich auf die Darstellung des direkt im Eigenkapital erfassten sonstigen Ergebnisses. Bei erfolgsneutral gebuchten Gewinnen und Verlusten muss aufgrund dieser Änderung in Posten unterschieden werden, die in den kommenden Perioden erfolgswirksam erfasst werden (sogenanntes Recycling), und in Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließen werden. Durch die Anwendung dieses geänderten Standards ist die Anhangangabe zur Gesamtergebnisrechnung um die entsprechende Aufteilung ergänzt worden. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat diese Änderung aber nicht.

Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung".

Die Änderungen an IAS 32 betreffen die Voraussetzungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die bestehenden Regelungen wurden um zusätzliche Anwendungsleitlinien ergänzt, jedoch im Grundsatz beibehalten. Es wird bekräftigt, dass ein unbedingter und rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsanspruch auch bei Insolvenz der Gegenpartei und unabhängig von Ereignissen in der Zukunft vorliegen muss. Die Anwendung dieser Änderung hat bei BECHTLE keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben".

Die Änderungen ergänzen IFRS 7 um Angabepflichten in Verbindung mit Aufrechnungsvereinbarungen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (IAS 32). Die Anhangangaben sind sowohl bei Aufrechnung als auch bei getrenntem Ausweis der Vermögenswerte und Schulden verpflichtend. Die zusätzlich geforderten Angaben ermöglichen dem Abschlussadressaten, den positiven Effekt beziehungsweise bei nicht verrechneten Positionen den potenziellen Effekt der Aufrechnungsvereinbarung durch eine Überleitungsrechnung zu ermitteln. Die Anhangangaben von BECHTLE wurden entsprechend ergänzt. Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und Folgeänderung IAS 27 "Einzelabschlüsse".

IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition der Beherrschung eines Unternehmens und führt so zu einem einheitlichen Verständnis einer Mutter-Tochter-Beziehung. Eine Beherrschung liegt vor, wenn Entscheidungsgewalt über das Investment und ein Anspruch auf variable Ausschüttungen, deren Höhe vom Investierenden beeinflusst werden kann, bestehen. Die Beherrschung kann entweder gesellschaftsrechtlich, vertraglich oder wirtschaftlich begründet sein. Darüber hinaus werden grundlegende Konsolidierungsfragen, wie die Verwendung von einheitlichen Bilanzierungsmethoden, die Behandlung von Anteilen nichtbeherrschender Gesellschafter oder die Erstkonsolidierung geregelt. Diesbezüglich liegen zu den bisherigen Regelungen in IAS 27 (2008) keine wesentlichen Änderungen vor. IFRS 10 ersetzt Teile von IAS 27 (2008) und SIC-12. IAS 27 wurde im Zuge der Einführung von IFRS 10 dahin gehend angepasst, dass alle Vorschriften zum Konsolidierungskreis und Konzernabschluss gestrichen wurden. IAS 27 enthält die unveränderten Vorschriften für die Einzelabschlüsse und wurde demzufolge in IAS 27 "Einzelabschlüsse" umbenannt. BECHTLE besitzt bei allen nennenswerten Beteiligungen 100 Prozent der Anteile und war somit auch nach bisheriger Regelung beherrschend, sodass sich durch die Anwendung dieser Änderungen bei BECHTLE keine Auswirkungen ergeben haben.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und Folgeänderungen an IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen".

Dieser Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13. Gemeinschaftsunternehmen sind künftig immer nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die nicht in einer gesonderten Gesellschaft durchgeführt werden, sind die Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, die dem beteiligten Unternehmen zugeordnet werden, direkt im Konzernabschluss des jeweiligen Unternehmens zu erfassen. Die Änderungen von IAS 28 wurden im Zuge der Einführung von IFRS 11 vorgenommen. Dadurch, dass die Equity-Methode zukünftig sowohl bei den assoziierten Unternehmen als auch ausdrücklich bei Gemeinschaftsunternehmen zur Anwendung kommt, wurde IAS 28 in "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt. An der Methodik der Bilanzierung von Beteiligungen mithilfe der Equity-Methode wurden keine nennenswerten Änderungen vorgenommen. Aufgrund der Vollkonsolidierung aller Tochterunternehmen hat die Anwendung dieser Änderungen bei BECHTLE keine Auswirkungen.

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen".

IFRS 12 fasst die notwendigen Anhangangaben der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zusammen und ergänzt diese vor allem in Bezug auf Beteiligungen mit weniger als 100 Prozent Anteilsbesitz. Da BECHTLE bei allen nennenswerten Beteiligungen 100 Prozent Anteilsbesitz hat, hat die erstmalige Anwendung von IFRS 12 keine nennenswerten Auswirkungen auf den Umfang der Anhangangaben.

IFRIC 20: "Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebauwerks".

IFRIC 20 beschäftigt sich ausschließlich mit den Kosten für Abraumbeseitigung, die während der Erschließung einer Mine in Tagebauweise anfallen. Die Interpretation stellt klar, wann Vermögenswerte für derartige Erschließungskosten zu bilden sind und wann diese direkt im Aufwand erfasst werden müssen. Des Weiteren legt IFRIC 20 die Folgebewertung dieser Vermögenswerte fest. Das Geschäftsmodell von BECHTLE hat keinerlei Berührungspunkte zu Tagebauminen, sodass die Anwendung dieser neuen Interpretation keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BECHTLE hat.

Die sonstigen neuen beziehungsweise geänderten Standards und Interpretationen mit verpflichtender Anwendung für das Geschäftsjahr 2012 hat BECHTLE bereits zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 vorzeitig angewendet.

Noch nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen.

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die noch nicht verpflichtend anzuwenden ("Inkrafttreten") beziehungsweise von der EU noch nicht anerkannt sind. Bei noch ausstehendem "Endorsement" entstammt das genannte Datum zur verpflichtenden Anwendung den entsprechenden Verlautbarungen des IASB beziehungsweise IFRIC. Im Falle eines anschließenden "Endorsements" enthält die EU-Verordnung gegebenenfalls ein eigenes Datum zur verpflichtenden Anwendung. Bei noch fehlenden offiziellen deutschen Übersetzungen sind nachfolgend die originären englischen Bezeichnungen der Rechnungslegungsverlautbarungen genannt:

Verlautbarung Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC Endorsement Inkrafttreten1
Veröffentlichte Verlautbarungen, die noch nicht angewendet werden
Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 16. Juni 2011 5. Juni 2012 1. Januar 2013
Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" 13. März 2012 offen 1. Januar 2013
IFRS 9 "Financial Instruments" und Folgeänderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" 12. November 2009 28. Oktober 2010 16. Dezember 2011 offen 1. Januar 2015
Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 28. Juni 2012 31. Oktober 2012 offen 1. Januar 2013 1. Januar 2014
IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" 12. Mai 2011 11. Dezember 2012 1. Januar 2013
Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" (IASB 2011) 17. Mai 2012 offen 1. Januar 2013

1 Verpflichtend anzuwenden spätestens mit Beginn des ersten an oder nach diesem genannten Datum beginnenden Geschäftsjahres.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer".

Durch die Änderungen in IAS 19 müssen zukünftig die bei leistungsorientierten Pensionsplänen auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort im Eigenkapital erfasst werden; die optionale Korridormethode fällt somit weg. BECHTLE erfasst bereits seit Jahren sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital der jeweiligen Periode (IAS 19.93 a), sodass sich diesbezüglich keine Veränderungen ergeben werden. Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ist nach IAS 19 r zukünftig eine Beteiligung des Arbeitnehmers am Risiko des Versorgungsplans zu berücksichtigen. Durch eine vorzeitige Anwendung des geänderten Standards würde dieser sogenannte Risk-Sharing-Ansatz zu einer um 1,5 MIO. € geringeren Pensionsrückstellung führen, der Differenzbetrag wäre erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Eine weitere Änderung ist die Verwendung eines einheitlichen Zinssatzes zur Diskontierung der leistungsorientierten Verpflichtung und zur Berechnung der erwarteten Erträge aus Planvermögen. Dieser Zinssatz soll sich, wie bisher der Diskontierungszinssatz, an der Rendite von hochwertigen Unternehmensanleihen orientieren. Bei vorzeitiger Anwendung der Regelung läge der Zinsaufwand 2012 um 1,3 MIO. € höher. Für die Berechnung des Pensionsaufwands in 2013, der im vorliegenden Bericht aufgeführt wird, wurde die Renditeerwartung des Planvermögens bereits dem Diskontierungszinssatz angepasst. Der Standard fordert eine retrospektive Anpassung.

Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der international Financial Reporting Standards".

Die am 13. März 2012 veröffentlichten Änderungen betreffen die Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand, die zu nicht marktüblichen Zinssätzen gewährt werden, im Falle einer erstmaligen Anwendung der IFRS. Da BECHTLE bereits IFRS-Anwender ist und darüber hinaus keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der öffentlichen Hand hat, wird die erstmalige Anwendung dieser Änderungen bei BECHTLE keine Auswirkung haben. Der Standard fordert eine retrospektive Anpassung.

IFRS 9 "Financial Instruments" und Folgeänderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben".

IFRS 9 enthält einen neuen Ansatz zu Kategorisierung, Bewertung und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dies ist Teil des IASB-Projekts zum Ersatz von IAS 39. Schuldinstrumente sind abhängig von ihrer Beschaffenheit entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Änderungen des Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten hingegen dürfen im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Eine Ausnahmeregelung gilt für finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Bewertungsvorschriften von finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, wurden bezüglich der Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos geändert. Diese Wertänderungen müssen zukünftig erfolgsneutral erfasst werden. Im Dezember 2011 wurde vom IASB das Datum des Inkrafttretens auf den 1. Januar 2015 verschoben (davor 1. Januar 2013). Erst nach Bekanntgabe der weiteren Projektergebnisse, welche die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten umfassen sollen, können die potenziellen Auswirkungen auf den BECHTLE Konzern sinnvoll untersucht und quantifiziert werden. Die bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 verpflichtenden Anhangangaben wurden als Änderungen an IFRS 7 hinzugefügt.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12.

Die am 28. Juni 2012 veröffentlichten Änderungen müssen für Berichtsperioden beginnend am 1. Januar 2013 angewendet werden, sind im Gegensatz zu den Standards aber noch nicht von der EU bestätigt. Die Änderungen enthalten Klarstellungen und Erleichterungen für die erstmalige Anwendung der Standards bezüglich der Angabe von Vergleichszahlen. Die erstmalige Anwendung dieser nachträglichen Anpassungen der Standards wird bei BECHTLE keine nennenswerten Auswirkungen haben. Die am 31. Oktober 2012 veröffentlichen Änderungen betreffen die Bilanzierung von Investmentgesellschaften. Die Änderungen sind für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. BECHTLE bilanziert derzeit keine Investmentgesellschaft und plant für die Zukunft keine Gründung und keinen Erwerb, sodass bei Erstanwendung dieser Änderung keinerlei Auswirkungen auf die Berichterstattung von BECHTLE zu erwarten sind.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts".

IFRS 13 legt fest, wie der Fair Value ermittelt wird, sofern dieser in einem anderen Standard als Bewertungsmethode gefordert wird. IFRS 13 schafft für die Ermittlung des Fair Value ein einheitliches Rahmenkonzept und vereinheitlicht die notwendigen Anhangangaben. Dieser neue Standard führt jedoch nicht zu einer Ausdehnung der Fair-Value-Bewertung. Die Ermittlung der im Abschluss von BECHTLE mit dem Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden basiert wie in den Vorjahren auf Notierungen an öffentlichen Märkten oder davon abgeleiteten Inputdaten, sodass die Anwendung dieses neuen Standards keine nennenswerten Auswirkungen auf die bilanzierten Werte haben wird.

Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2009-2011".

Im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens werden Änderungen von geringem Umfang und niedriger Dringlichkeit gesammelt und jährlich in einem einzigen sogenannten Sammelstandard herausgegeben. Bei diesen Änderungen handelt es sich im Wesentlichen um die Beseitigung von Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards und ungenauen Formulierungen. Aus diesen Änderungen an den IFRS werden sich für BECHTLE bei ihrer erstmaligen Anwendung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Darstellung ergeben.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der BECHTLE AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse der BECHTLE AG und ihrer Tochterunternehmen sind konzernweit zum selben Bilanzstichtag erstellt worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3.32 als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Negative Unterschiedsbeträge sind nach IFRS 3.34 ff. erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt die Ergebnisse der erworbenen Gesellschaften ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Konsolidierungskreis

Im Konsolidierungskreis sind die BECHTLE AG, Neckarsulm, und alle ihre mehrheitlich gehaltenen und beherrschten Tochtergesellschaften enthalten. Die BECHTLE AG hält unverändert zum Vorjahr an sämtlichen konsolidierten Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile.

Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen:

Unternehmen Sitz Erstkonsolidierungszeitpunkt Erwerb/Gründung
Redmond Integrators GmbH Bochum 01.01.2012 Erwerb
KUMAtronik GmbH1 Markdorf 02.04.2012 Erwerb
Bechtle Immobilien GmbH Neckarsulm 16.04.2012 Gründung
Bechtle Finance GmbH Neckarsulm 12.12.2012 Gründung
ARP NV Neerpelt, Belgien 17.12.2012 Gründung

1 Inzwischen umfirmiert in Bechtle GmbH mit Sitz in Ulm.

Weitere Angaben zu den erworbenen Unternehmen befinden sich in Gliederungspunkt VIII. "Akquisitionen und Kaufpreisallokation".

Die im Geschäftsjahr 2012 neu gegründeten Unternehmen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Währungsumrechnung

Die Tochtergesellschaften von BECHTLE führen ihre Bücher in der lokalen Währung mit Ausnahme der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG, die als nichtoperative, reine Holdinggesellschaft mit hohen liquiden Mitteln in Euro den Euro als funktionale Währung bestimmt hat. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs zum Tag der Transaktion umgerechnet. Am Abschlusstag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, nichtmonetäre Bilanzposten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden ergebniswirksam erfasst. Abweichend davon werden Währungsumrechnungsdifferenzen, die auf Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb einer Tochtergesellschaft beruhen, erfolgsneutral in einem separaten Posten im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen der Konsolidierung werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung Euro gemäß IAS 21 umgerechnet. Die Erlös- und Aufwandskonten werden zum Durchschnittskurs des Berichtsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird auf der Basis historischer Kurse ermittelt. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse der für den BECHTLE Konzern wichtigen Währungen veränderten sich zum Euro wie folgt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- ---
Schweiz CHF 1,21 1,22 1,21 1,23
Großbritannien GBP 0,82 0,84 0,81 0,87
USA USD 1,32 1,29 1,28 1,39

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Umsatzrealisierung.

Die Umsatzerlöse enthalten Verkäufe von IT-Produkten sowie Dienstleistungen. Umsätze werden gemäß IAS 18 zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu beanspruchenden Entgelts abzüglich gewährter Skonti und Rabatte bewertet.

Umsätze aus dem Verkauf von IT-Produkten werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergehen, die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.

Umsätze aus Dienstleistungen werden nach der Erbringung der Leistung beziehungsweise nach der Abnahme durch den Kunden erfasst. Erlöse aus angearbeiteten Dienstleistungen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad am Bilanzstichtag erfasst, soweit das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann (IAS 11). Der Fertigstellungsgrad wird in Abhängigkeit des zugrunde liegenden Vertrags auf Basis der erbrachten Arbeitsleistung oder als Verhältnis der zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten bestimmt. Sofern das Ergebnis der angearbeiteten Dienstleistungen nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden diese nur in Höhe der angefallenen Aufwendungen erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind.

Wartungsverträge und andere im Voraus fakturierte Leistungen werden unter Berücksichtigung der bereits erbrachten Leistung über die Laufzeit abgegrenzt.

Forschungs- und Entwicklungskosten.

Mit Ausnahme der Entwicklungskosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung selbst genutzter oder zum Verkauf bestimmter Software anfallen, sind keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten zu verzeichnen. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen zu selbst erstellter Software.

Leasing.

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen.

Bei Finanzierungs-Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken trägt, die mit dem Eigentum verbunden sind (IAS 17). Ist der BECHTLE Konzern Leasingnehmer, wird der Leasinggegenstand zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und gleichzeitig bei den Verbindlichkeiten passiviert. Der Leasinggegenstand wird linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Ist der BECHTLE Konzern Leasinggeber, wird eine Leasingforderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts erfasst.

Bei Operating-Leasingverhältnissen werden die zu zahlenden Leasingraten beim Leasingnehmer als Aufwand und beim Leasinggeber als Ertrag erfasst.

Ergebnis je Aktie.

Das Ergebnis je Stammaktie (Earnings per Share oder EPS) wird gemäß IAS 33 berechnet. IAS 33 schreibt die Darstellung des Ergebnisses je Aktie für alle Gesellschaften, die Stammaktien ausgegeben haben, vor. Das Ergebnis je Aktie ist das auf die Aktionäre der BECHTLE AG entfallende Ergebnis nach Steuern geteilt durch den gewichteten Durchschnitt der ausstehenden Stammaktien.

Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als der Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber gemäß IFRS 3 angesetzten Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden darstellen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss identifizierten Geschäfts- und Firmenwerte stellen eine Zahlung dar, die in der Erwartung künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifiziert oder getrennt angesetzt werden können, geleistet wurde.

Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht abgeschrieben. Stattdessen werden sie gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte umfassen in der BECHTLE Gruppe Marken, Kundenstämme, erworbene Software, selbst erstellte Software, Kundenserviceverträge und Wettbewerbsverbote.

Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Markennamensrechten resultierenden Nutzen entspricht. Es ist von einer unbegrenzten Nutzungsdauer auszugehen, da es nach einer Analyse aller relevanten Faktoren keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der diese Markennamensrechte voraussichtlich Netto-Cashflows für den BECHTLE Konzern erzeugen werden. Folglich dürfen die Markennamensrechte gemäß IAS 38 nicht abgeschrieben werden, sondern sind gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Kundenstämme werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Kundenstämme werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Kundenstämmen resultierenden Nutzen entspricht. Kundenstämme werden linear über einen Zeitraum abgeschrieben, der vom erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich wird von langfristigen Kundenbeziehungen ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen fünf und zehn Jahren.

Erworbene Software wird zu Anschaffungskosten bewertet und linear über eine Nutzungsdauer von einem Jahr bis acht Jahren abgeschrieben.

Selbst erstellte Software wird unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Die Aktivierung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, die alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen enthalten. Die Kosten, die im Zeitraum vor der technischen Durchführbarkeit anfallen, werden als Forschungskosten sofort als Aufwand erfasst. Die lineare Abschreibung der aktivierten Kosten erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer Entstehung in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen.

Kundenserviceverträge werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Kundenserviceverträge werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Kundenserviceverträgen resultierenden Nutzen entspricht. Kundenserviceverträge werden über ihre jeweilige Restlaufzeit entsprechend dem aus ihnen resultierenden Nutzen abgeschrieben.

Wettbewerbsverbote werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Wettbewerbsverbote werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Wettbewerbsverboten resultierenden Nutzen entspricht. Wettbewerbsverbote werden linear über einen Zeitraum abgeschrieben, der vom erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich wird von langfristigen Wettbewerbsverboten ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen einem und zwei Jahren.

Bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen wird ein Werthaltigkeitstest vorgenommen, wenn Ereignisse oder Veränderungen eintreten, die auf eine geminderte Werthaltigkeit hindeuten. Dabei wird zur Prüfung der Werthaltigkeit im BECHTLE Konzern grundsätzlich der nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelte Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die nächsten drei Geschäftsjahre. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand auf Basis intern und extern verfügbarer Informationen angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.

Der Abschreibungsbedarf entspricht dem Betrag, um den der Buchwert den Nutzungswert übersteigt. Zum Zweck der Werthaltigkeitstests bei Geschäfts- und Firmenwerten werden diese ihren entsprechenden Cash-Generating Units zugeteilt. Im BECHTLE Konzern gibt es zwei Cash-Generating Units, die identisch mit den beiden Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce aus der Segmentberichterstattung sind. Vermögenswerte, die nicht länger dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt sind, werden zum Buchwert oder niedrigeren beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Wertminderungen vorgenommen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt zeitanteilig und hauptsächlich linear auf Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Büromaschinen 3 - 14 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 20 Jahre
Fuhrpark 2 - 8 Jahre
Gebäude 9 - 50 Jahre

Geringwertige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Kosten für Instandhaltung werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst.

Erstreckt sich die Bauphase eines Vermögenswerts über einen längeren Zeitraum, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten grundsätzlich gemäß IAS 23 aktiviert. Aufgrund der Finanzstruktur der BECHTLE Gruppe waren im Geschäftsjahr keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzern-Bilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet.

Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Der Wert der aktiven latenten Steuern, die in Vorperioden gebildet wurden, wird zum Bilanzstichtag dahin gehend überprüft, ob weiterhin mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass ein zukünftiger Nutzen realisiert wird. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit ein einklagbares Aufrechnungsrecht besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden. Der Ermittlung werden die im Jahr der Umkehrung geltenden Steuersätze zugrunde gelegt. Änderungen der Steuersätze werden berücksichtigt, soweit sie verabschiedet sind.

Vorräte

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt gemäß IAS 2 zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten (Durchschnittsmethode). Soweit erforderlich werden Abschläge auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit führten, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen angearbeiteten Dienstleistungen werden in Höhe der angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Aufwendungen bewertet.

Eigene Aktien

Die Gesamtkosten der erworbenen eigenen Aktien werden offen in einem separaten Posten als Kürzung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Anzahl ausstehender, das heißt im Umlauf befindlicher Aktien der Gesellschaft verringert sich entsprechend der Anzahl eigener Anteile. Unverändert bleibt dabei die Anzahl begebener, das heißt emittierter Aktien. Bei der Wiederveräußerung eigener Aktien entstehende Gewinne oder Verluste werden entsprechend IAS 32.33 erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Pensionsrückstellungen

Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen für Pensionen erfolgen gemäß IAS 19. Zu unterscheiden sind dabei grundsätzlich beitrags- und leistungsorientierte Pensionspläne.

Bei beitragsorientierten Plänen treffen den Arbeitgeber über die regelmäßige Entrichtung bestimmter Beiträge hinaus keinerlei Verpflichtungen. Zur Bewertung von Verpflichtungen oder Aufwendungen sind keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich, daher entstehen keine versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. BECHTLE hat keine beitragsorientierten Pensionspläne in nennenswertem Umfang.

Dagegen sind die aus leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtungen mittels versicherungsmathematischer Annahmen und Berechnungen unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen zu bewerten. Dabei können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auftreten.

BECHTLE erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht gemäß der sogenannten Korridormethode (IAS 19.92), sondern gemäß IAS 19.93 a stets in voller Höhe in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital (sonstiges Ergebnis innerhalb der Gewinnrücklagen). Somit sind sämtliche bis zum Bilanzstichtag angefallenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vollständig im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Bei Anwendung der Korridormethode würde nur ein bestimmter Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der betreffenden Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss künftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der zum Bilanzstichtag die bestmögliche Schätzung des Ausgabenbetrags darstellt, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung voraussichtlich erforderlich ist.

Sonstige Rückstellungen für Garantien werden entsprechend für die voraussichtliche Inanspruchnahme auf Basis von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen und der Umsätze gebildet.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Abgrenzungsposten

Der Abgrenzungsposten enthält bei BECHTLE sämtliche Umsatz- und Ertragsabgrenzungen. Dies beinhaltet insbesondere Anzahlungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten auf Wartungsverträge und Garantieleistungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe der noch zu erbringenden Leistungen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (zum Beispiel Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).

Nach IAS 39 werden folgende Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:

für Handelszwecke gehaltene Vermögenswerte mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (held for trading)
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity)
Kredite und Forderungen (loans and receivables)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale)
finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortised cost)
finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (financial assets and liabilities at fair value through profit on loss)

Finanzinstrumente werden, soweit nicht anders angegeben, zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert eines originären Finanzinstruments ist in der Regel der am Markt erzielbare Preis, zu dem das Finanzinstrument zwischen voneinander unabhängigen Parteien innerhalb einer Transaktion frei gehandelt werden kann. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten zu designieren, hat die BECHTLE Gruppe bislang keinen Gebrauch gemacht.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Langfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation sowie von den unterschiedlichen, gegebenenfalls landesspezifischen Rahmenbedingungen ab. Diese Beurteilung obliegt den einzelnen Portfolioverantwortlichen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der BECHTLE Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.

Geld- und Wertpapieranlagen

Geldanlagen, bestehend aus Termingeldanlagen und ähnlichen Geldanlagen bei Banken und anderen Finanzdienstleistungsinstituten sowie die im Berichtsjahr erstmals ausgewiesenen Zweitmarktpolicen mit ursprünglichen Fälligkeiten von mehr als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs, werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Wertpapiere werden grundsätzlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie beinhalten im Wesentlichen börsennotierte Unternehmensanleihen. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und erst bei Veräußerung sowie dauerhafter oder wesentlicher Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen zuvor erfolgswirksam erfasster Wertminderungen sind bei Eigenkapitalinstrumenten bis zur erfolgswirksamen Realisierung durch Verkauf erfolgsneutral im Eigenkapital abzugrenzen, bei Schuldinstrumenten hingegen ist eine dauerhafte, begründete Wertaufholung erfolgswirksam zu erfassen.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.

Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten werden Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der BECHTLE Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.

Derivate Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden nach der Methode der Bilanzierung zum Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte werden mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Methode) oder Marktwerte ermittelt.

Die BECHTLE Gruppe bedient sich Zinsswaps, um das aus zukünftigen Zinssatzschwankungen resultierende Zinsänderungsrisiko bei Finanzschulden zu vermindern. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden bei den als wirksamen Cashflow Hedge zu klassifizierenden Zinsswaps erfolgsneutral unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern gebucht. Der Marktwert von Zinsswaps bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve. Die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die dem unwirksamen Sicherungsinstrument zuzurechnen sind, erfolgt erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung.

Devisentermingeschäfte und Devisenswaps zur Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten (= Grundgeschäft) in fremder Währung werden als Fair Value Hedge bewertet. Ein Fair Value Hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Der Marktwert von Devisengeschäften wird auf Basis des Terminkurses des jeweiligen Währungspaars ermittelt. Die Änderung des Zeitwerts des Devisentermingeschäfts sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich ergebniswirksam erfasst.

Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Konzerngesellschaften dienen der Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus Tochtergesellschaften mit von der Konzernwährung Euro abweichenden funktionalen Währungen. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsgeschäft, die dem wirksamen Teil der Sicherungsgeschäfte zuzurechnen sind, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente, die nicht im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 bilanziert sind, werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung mit ihrem Marktwert berücksichtigt.

ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN

Position Bewertungsmethoden
Aktiva
Geschäfts- und Firmenwerte Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test)
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Kundenstämme (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Marken Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test)
Kundenserviceverträge (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Erworbene Software (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Selbst erstellte Software (Fortgeführte) Herstellungskosten der Entwicklung auf Basis direkt zurechenbarer (Einzel- und Gemein-)Kosten
Wettbewerbsverbote (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sachanlagevermögen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (Derivate)
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert
Geld- und Wertpapieranlagen
"Kredite und Forderungen" (Fortgeführte) Anschaffungskosten
"zur Veräußerung verfügbar" Erfolgsneutral zum Fair Value
Liquide Mittel (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Passiva
Pensionsrückstellungen Projizierte Einmalbeitragsmethode (IAS 19.64 ff.) mittels versicherungsmathematischer Gutachten
Sonstige Rückstellungen Erfüllungsbetrag (mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit)
Finanzverbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige Verbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten beziehungsweise Erfüllungsbetrag Beizulegender Zeitwert (Derivate)
Abgrenzungsposten Erfüllungsbetrag

Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Vorstands, die sich auf die ausgewiesene Höhe des Vermögens, der Schulden, der Erträge und Aufwendungen im Konzernabschluss sowie den Ausweis der sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Alle Schätzungen und Annahmen basieren jeweils auf dem aktuellen Kenntnisstand und sind nach bestem Wissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu vermitteln. Im Wesentlichen sind die nachfolgenden Sachverhalte betroffen:

Der Werthaltigkeitstest für die Geschäfts- und Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erfordert zur Bestimmung deren Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie die Wahl eines angemessenen Abzinsungssatzes zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows. Für die Schätzungen der zukünftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen.

Beim erstmaligen Ansatz von im Rahmen von Akquisitionen erworbenen Kundenstämmen, Kundenserviceverträgen und Wettbewerbsverboten ist die Bewertung ebenfalls mit Schätzungen zur Bestimmung der Nutzungswerte verbunden.

Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern der Vermögenswerte.

Zur Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern des Konzerns sind wesentliche Beurteilungen erforderlich. Insbesondere die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfordern Einschätzungen über die Höhe und Zeitpunkte des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien. Unsicherheiten bestehen weiterhin bezüglich zukünftiger Änderungen des Steuerrechts. Wenn Zweifel an der Realisierbarkeit der Verlustvorträge bestehen, werden diese nicht angesetzt oder wertberichtigt.

Die Vorräte enthalten Wertberichtigungen auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert. Die Höhe der Wertberichtigungen erfordert Einschätzungen und Annahmen über den voraussichtlich zu erzielenden Verkaufserlös.

Für zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Grundlage für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Struktur der Fälligkeit der Forderungssalden, Erfahrungen bezüglich der Ausbuchung von Forderungen in der Vergangenheit, die Einschätzung der Kundenbonität sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

Die Bewertung von Pensionen und ähnlichen Personalverpflichtungen beruht auf Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Faktoren. Diese Faktoren umfassen unter anderem versicherungsmathematische Annahmen wie zum Beispiel den Diskontierungszinssatz, erwartete Wertsteigerungen des Planvermögens, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen, Sterblichkeitsraten und frühestes Rentenalter. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen verbunden. Die Beurteilung der Quantifizierung der möglichen Höhe von Zahlungsverpflichtungen beruht auf der jeweiligen Situation und dem Sachverhalt. Für Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, wenn Verluste drohen, diese wahrscheinlich sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

III. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen in Höhe von 2.096.835 TSD. € (Vorjahr: 1.994.881 TSD. €) werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.

Kunden sind grundsätzlich (branchenunabhängig) nur gewerbliche Endabnehmer und öffentliche Auftraggeber.

Im Geschäftssegment IT-E-Commerce werden dabei ausschließlich IT-Handelsumsätze erzielt. Im Geschäftssegment IT-Systemhaus & Managed Services bestehen die Umsatzerlöse überwiegend aus IT-Handelsumsätzen und zu einem Anteil von circa. 25 bis 30 Prozent aus IT-Dienstleistungsumsätzen. Bezüglich des Dienstleistungsanteils im Segment IT-Systemhaus & Managed Services gab es einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der sowohl mit den erfolgten Akquisitionen als auch mit dem organischen Wachstum im Zusammenhang steht.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftssegmenten und Regionen ergibt sich aus den Segmentinformationen.

2 Aufwandsgliederung

Neue Managementinformationssysteme erlauben es, den Personalaufwand, der bei BECHTLE nach dem Materialaufwand der größte Aufwandsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung darstellt, verursachungsgerechter den Funktionsbereichen zuzuordnen. Die direkten Personalkosten können mithilfe der Zuordnung zum Mitarbeiter und dessen Funktion direkt zugewiesen werden. Im Geschäftsbericht 2011 wurde die Verteilung der Kosten hauptsächlich nach Köpfen durchgeführt. Gegenüber der Vorjahresberichterstattung sind die Personalaufwendungen in den Umsatzkosten um 4.625 TSD. € und in den Vertriebskosten um 5.088 TSD. € höher, die Verwaltungskosten sind dagegen um 9.713 TSD. € niedriger.

Darüber hinaus wurden die Erträge und Aufwendungen aus Wechselkursschwankungen, welche bisher im sonstigen betrieblichen Aufwand und den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten waren, in den Materialaufwand umgegliedert. Da BECHTLE die Kunden überwiegend in Inlandswährung fakturiert, entstehen Erträge und Aufwendungen aus Wechselkurschwankungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Wareneinkauf in Fremdwährung. Gegenüber dem Geschäftsbericht 2011 ist der Materialaufwand aufgrund der vorgenannten Anpassungen um 1.513 TSD. €, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3.030 TSD. € und die sonstigen betrieblichen Erträge um 4.543 TSD. € niedriger.

Insgesamt werden aufgrund vorgenannter Anpassungen gegenüber dem Geschäftsbericht 2011 die Umsatzkosten und die Vertriebskosten um 1.783 TSD. € beziehungsweise um 4.040 TSD. € höher und die Verwaltungskosten um 10.366 TSD. € niedriger ausgewiesen.

in Tsd. € Umsatzkosten Vertriebskosten Verwaltungskosten
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Materialaufwand 1.584.912 1.520.407 0 0 0 0
Personalaufwand 145.771 133.266 112.997 97.893 67.567 63.490
Abschreibungen 10.578 8.796 5.243 4.593 5.927 4.972
Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.774 34.716 27.076 24.659 30.744 25.209
Gesamtaufwendungen 1.778.035 1.697.185 145.316 127.145 104.238 93.671

Der wesentliche Teil des Materialaufwands entspricht Kosten für Handelsware. Im Materialaufwand ist netto ein Ertrag aus Wechselkursschwankung von 358 TSD. € enthalten (Vorjahr: 1.513 TSD. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Fahrzeugkosten in Höhe von 23.111 TSD. € (Vorjahr: 19.772 TSD. €), Aufwendungen für Büro- und Gebäudemieten in Höhe von 19.860 TSD. € (Vorjahr: 19.158 TSD. €), Kommunikationskosten in Höhe von 6.035 TSD. € (Vorjahr: 5.561 TSD. €), Marketingkosten in Höhe von 4.525 TSD. € (Vorjahr: 4.403 TSD. €), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 2.976 TSD. € (Vorjahr: 2.581 TSD. €) und sonstige im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Kosten.

3 Sonstige betriebliche Erträge

in Tsd. € 2012 2011
Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten 9.791 8.049
Erträge aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage 270 228
Mieterträge 159 146
Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten 119 110
Übrige 935 990
Sonstige betriebliche Erträge 11.274 9.523

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Schadensersatzleistungen, Versicherungserstattungen, Kostenweiterberechnungen sowie Erträge aus der Kontenbereinigung.

Im Geschäftsbericht 2011 waren Erträge aus Wechselkurschwankungen in Höhe von 4.543 TSD. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Im vorliegenden Bericht sind diese mit dem Aufwand aus Wechselkursschwankungen im Materialaufwand verrechnet. Aus diesem Grund ist der hier ausgewiesene Vorjahreswert entsprechend niedriger.

4 Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Die Finanzerträge von 2.026 TSD. € (Vorjahr: 1.776 TSD. €) enthalten Zinserträge aus Geldanlagen von 1.565 TSD. € (Vorjahr: 1.593 TSD. €) und Erträge aus Wertpapieren wie beispielsweise realisierte Kursgewinne und Zinserträge von Anleihen von 461 TSD. € (Vorjahr: 183 TSD. €).

Die Finanzaufwendungen von 3.290 TSD. € (Vorjahr: 1.890 TSD. €) enthalten Zinsaufwendungen von 3.290 TSD. € (Vorjahr: 1.861 TSD. €) sowie Wertberichtigungen in Höhe von 0 TSD. € (Vorjahr: 29 TSD. €).

5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind die gezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in Tsd. € 2012 2011
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern
Deutschland 16.147 15.962
Übrige Länder 4.792 5.851
Latente Steuern
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden 387 146
aus Verlustvorträgen 1.369 1.607
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.695 23.566

Die Abstimmung zwischen den tatsächlichen Steueraufwendungen und dem Betrag, der sich unter Berücksichtigung eines gewichteten inländischen und ausländischen Steuersatzes von rund 27 Prozent (Vorjahr: rund 27 Prozent) auf den Gewinn vor Ertragsteuern ergibt, stellt sich für das Berichtsjahr wie folgt dar:

in Tsd. € 2012 2011
Ergebnis vor Steuern 79.256 86.289
Erwarteter Steueraufwand 21.022 22.625
Steuerfreie Erträge -13 -6
Steuersatzänderung auf latente Steuern 62 98
Steueraufwand frühere Jahre 168 52
Steuerertrag frühere Jahre -166 -180
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 904 846
Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge -164 -514
Nicht angesetzte latente Steuern auf Verlustvorträge des laufenden Jahres 936 632
Abwertung bislang angesetzter latenter Steuern auf Verlustvorträge 60 65
Sonstige -114 -52
Tatsächlicher Steueraufwand 22.695 23.566

6 Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des Ergebnisses nach Steuern, das den Aktionären der BECHTLE AG zusteht:

2012 2011
Ergebnis nach Steuern Tsd. € 56.561 62.723
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien Stück 21.000.000 21.000.000
Ergebnis je Aktie 2,69 2,99

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der BECHTLE AG zustehend) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eigene Aktien verringern entsprechend die Anzahl ausstehender Aktien. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

IV. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

7 Geschäfts- und Firmenwerte

Die einzelnen Veränderungen der Geschäfts- und Firmenwerte im Berichtsjahr sowie deren Zuordnung zu den beiden Cash-Generating Units zeigt die nachfolgende Tabelle.

in Tsd. € IT-Systemhaus & Managed Services IT- E-Commerce Konzern
Cash-Generating Unit
Stand 01.01.2012 105.007 30.641 135.648
Akquisitionen des Berichtsjahres 1.573 0 1.573
Redmond Integrators GmbH 471 471
KUMAtronik GmbH1 329 329
Teilgeschäftsbetriebsbereich "SolidWorks" der SPI GmbH 462 462
Teilgeschäftsbetriebsbereich "SolidWorks" der Unicam Software GmbH 311 311
Währungsumrechnungsdifferenzen 149 113 262
Stand 31.12.2012 106.729 30.754 137.483

1 Inzwischen umfirmiert in Bechtle GmbH mit Sitz in Ulm.

Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte zum 30. September 2012 gemäß IAS 36 ergab wie die vorangegangenen Prüfungen weder für die Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services noch für die Cash-Generating Unit IT-E-Commerce einen Abwertungsbedarf.

Für die Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services wurde unter Verwendung eines Diskontierungssatzes von 7,8 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent) ein Nutzungswert in Höhe von 451 MIO. € ermittelt. Für die Cash-Generating Unit IT-E-Commerce wurde unter Verwendung eines Diskontierungssatzes von 8,3 Prozent (Vorjahr: 8,2 Prozent) ein Nutzungswert in Höhe von 343 MIO. € ermittelt. Die Diskontierungszinssätze basieren auf der geforderten Kapitalrendite beziehungsweise den Kapitalkosten des BECHTLE Konzerns und unterscheiden sich aufgrund der Kapitalstruktur der jeweiligen Cash-Generating Unit. Im Vergleich zum Vorjahr ist der risikolose Basiszinssatz weiter gesunken, jedoch die Marktrisikoprämie aufgrund der hohen Unsicherheit an den Märkten gestiegen, sodass der Diskontierungssatz nahezu unverändert ist. Die verwendeten Cashflow-Prognosen basieren auf den vom Management genehmigten individuellen Umsatz- und Kostenplanungen der nächsten zwei Jahre, die so auch in die variablen Vergütungssysteme für die Führungskräfte einfließen und in Übereinstimmung mit den externen Informationsquellen und Vergangenheitserfahrungen stehen. Die Cashflows für 2015 wurden auf Basis der Istdaten und der Plandaten entsprechend abgeleitet. Für die in der weiteren Zukunft liegenden Jahre wurden die Wachstumsraten sicherheitshalber durchgängig sehr risikoavers mit Werten nahe 0 Prozent veranschlagt. Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens deutlich abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- und Firmenwerten vorliegen würde. Die Werthaltigkeitsprüfung ist in die Stufe 3 der Bewertungshierarchie nach IFRS 7 einzuordnen.

Die Entwicklung der Geschäfts- und Firmenwerte ist in den Anlagen B und C zum Anhang abgebildet.

8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Marken 3.550 3.523
Kundenstämme 6.938 9.296
Erworbene Software 3.749 3.337
Selbst erstellte Software 529 82
Kundenserviceverträge 5.215 4.759
Wettbewerbsverbote 1.010 1.351
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 20.991 22.348

Die einzige bilanzierte Marke ARP Datacon hat eine unbegrenzte Nutzungsdauer und ist der Cash-Generating Unit IT-E-Commerce zugeordnet.

Der im Rahmen der Werthaltigkeitstests zur Ermittlung der Nutzungswerte für die Marke verwendete Diskontierungszinssatz spiegelt die vermögenswertspezifischen Risiken wider und wurde im Hinblick auf eine besonders vorsichtige Wertermittlung mit einem konkreten Wert von 15 Prozent nach Steuern relativ hoch angesetzt. Den verwendeten Cashflow-Prognosen liegen vom Management genehmigte Umsatz- und Kostenplanungen zugrunde. Weitergehende Wachstumsraten werden nur in inflationsausgleichender Höhe veranschlagt. Im Berichtsjahr wie in den Vorjahren überstieg der für die Marke ermittelte Nutzungswert den Bilanzwert. Durch Sensitivitätsanalysen wurde festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei der Marke ARP Datacon vorliegen würde. Die Veränderung des Buchwerts im Vergleich zum Vorjahr ist auf Währungsumrechnungsdifferenzen zurückzuführen.

in Tsd. € 2012
Kundenstämme
Buchwert (31.12.2012) 6.938
Verbleibende Restnutzungsdauer (gewichteter Durchschnitt) 1,8 Jahre
Kumulierte planmäßige Abschreibungen 14.737
Kumulierte Wertminderungen nach IAS 36 309
Währungsumrechnungsdifferenzen der kumulierten Abschreibungen 45
Planmäßige Abschreibungen 2012 3.411
Wertminderungen nach IAS 36 in 2012 309

Im Zusammenhang mit der Schließung der intelligent IT Solutions GmbH & Co. KG (iits) am Standort Oldenburg wurde der beim Erwerb der iits aktivierte Kundenstamm, welcher dem Segment IT-Systemhaus & Managed Service zugeordnet ist, zum 30. Juni 2012 um 309 TSD. € wertgemindert (IAS 36). Die ehemalige Niederlassung der iits in Bremen wird als eigenständige Gesellschaft (BECHTLE GmbH) fortgeführt, die iits-Niederlassungen in Cloppenburg und Hannover wurden in bestehende BECHTLE Standorte integriert. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte mithilfe seines Nutzungswerts. Der hierbei verwendete Diskontierungszinssatz spiegelt die vermögenswertspezifischen Risiken wider und wurde mit einem Wert von 15 Prozent nach Steuern angesetzt. Der zum Bewertungszeitpunkt 30. Juni 2012 verbliebene Kundenstamm in Höhe von 309 TSD. € hat eine Restnutzungsdauer von drei Jahren.

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in den Anlagen B und C zum Anhang dargestellt.

9 Sachanlagevermögen

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Grundstücke und Bauten 63.402 51.500
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.613 26.383
Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.522 1.762
Sachanlagevermögen 94.537 79.645

Die Erhöhung der Grundstücke und Bauten zum 31. Dezember 2012 betrifft im Wesentlichen den Erweiterungsbau der Konzernzentrale in Neckarsulm mit 11.366 TSD. €. Im Zusammenhang mit den baulichen Erweiterungen der Konzernzentrale in Neckarsulm bestehen zum Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 2.151 TSD. €.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen wurden nur in unwesentlicher Höhe vorgenommen.

Im Sachanlagevermögen zum 31. Dezember 2012 sind wie im Vorjahr keine geleasten Vermögenswerte nach IAS 17.20 beziehungsweise IAS 17.25 (Finanzierungs-Leasing) enthalten.

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in den Anlagen b und c zum Anhang dargestellt.

10 Latente Steuern

Nachstehend werden die Bestände der aktiven und passiven Steuerlatenzen dargestellt. Neben Veränderungen des laufenden Jahres enthalten diese auch im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zu erfassende latente Steuern sowie Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen.

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Verlustvorträge 3.990 5.017
Pensionsrückstellungen 2.074 2.628
Sonstige Rückstellungen 844 1.369
Sachanlagen 447 599
Immaterielle Vermögenswerte 200 0
Übrige 378 220
Aktive latente Steuern 7.933 9.833
in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Geschäfts- und Firmenwerte 10.597 9.318
Immaterielle Vermögenswerte 3.572 4.563
Forderungen 613 492
Vorräte 447 528
Sachanlagen 326 265
Sonstige Rückstellungen 254 262
Beteiligungen 35 151
Übrige 212 268
Passive latente Steuern 16.056 15.847

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements zur Realisierung der aktiven latenten Steuern. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können.

Die inländischen Verlustvorträge gelten nach den derzeitigen steuerlichen Bestimmungen als unbefristet. Die eingeschränkte Nutzung von Verlustverrechnungsmöglichkeiten (Mindestbesteuerung) im deutschen Steuerrecht sowie zeitliche Befristungen der ausländischen Verlustvorträge wurden bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt.

Bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, bestanden in Höhe von 320 TSD. € (Vorjahr: 682 TSD. €) für Körperschaftsteuer, 5.934 TSD. € (Vorjahr: 6.085 TSD. €) für Gewerbesteuer und 7.642 TSD. € (Vorjahr: 5.208 TSD. €) für Verluste von ausländischen Gesellschaften. Von den nicht genutzten ausländischen Verlustvorträgen verfallen 756 TSD. € (Vorjahr: 121 TSD. €) innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren.

Zum 31. Dezember 2012 waren wie im Vorjahr keine latenten Steuerschulden für Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochtergesellschaften von BECHTLE erfasst, da diese Gewinne entweder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften, für die keine Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich insgesamt auf 10.120 TSD. € (Vorjahr: 9.186 TSD. €).

Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt 353 TSD. € eigenkapitalmindernd (Vorjahr: 1.704 TSD. € eigenkapitalmindernd) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen.

11 Vorräte

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Handelswaren 91.078 92.341
Angearbeitete Dienstleistungen 1.654 1.738
Anzahlungen auf Vorräte 510 257
Wertberichtigungen -3.177 -3.146
Vorräte 90.065 91.190

Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 9.628 TSD. € (Vorjahr: 12.480 TSD. €). Der im Vorjahresabschluss angegebene Buchwert der wertberichtigten Vorräte wurde aufgrund einer inzwischen zur Verfügung stehenden verfeinerten Ermittlungssystematik angepasst. Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 384 TSD. € aufwandswirksam (Vorjahr: 353 TSD. €) erfasst.

Der Bilanzansatz der angearbeiteten Dienstleistungen entspricht den angefallenen Auftragskosten.

Die im Zusammenhang mit dem Verbrauch von Vorräten erfassten Aufwendungen sind im Materialaufwand enthalten.

12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 310.999 2.243 290.503 975
Wertberichtigungen -3.651 0 -3.730 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 307.348 2.243 286.773 975

Die Fälligkeitsstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

in Tsd. €
Überfällig und nicht wertberichtigt
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert Ganz bzw. teilweise

einzelwert-

berichtigt
Einzelwert-

berichtigung
Pauschalierte

Einzelwert-

berichtigung
Nicht überfällig und

nicht wertberichtigt
weniger als

30 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 307.348 1.154 -1.042 -2.609 225.987 72.742
31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 286.773 1.396 -1.287 -2.443 229.112 51.847
in Tsd. €
Überfällig und nicht wertberichtigt
--- --- --- --- ---
zwischen 31 und 60 Tagen zwischen 61 und 90 Tagen zwischen 91 und 180 Tagen größer 180 Tage
--- --- --- --- ---
31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.453 2.224 1.251 188
31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.827 1.631 539 151

Die Gesellschaft gewährt branchen- und landesübliche Zahlungsziele. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Forderungen der Gesellschaft sind mit Ausnahme der geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte für Forderungen aus Warenlieferungen nicht besichert. Entsprechend der Umsatzstruktur handelt es sich bei den ausgewiesenen Forderungen zum Großteil um Forderungen aus Warenlieferungen. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommt. BECHTLE musste in der Vergangenheit Ausfälle von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene Wertberichtigungen nach den Erfahrungen der Vergangenheit vorgenommen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

in Tsd. €
2012 2011
--- --- ---
Stand der Wertberichtigungen am 1. Januar 3.730 3.067
Kursdifferenzen/Konsolidierung 62 97
Verbrauch 391 345
Auflösungen 482 408
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 732 1.319
Stand der Wertberichtigungen am 31. Dezember 3.651 3.730

Der Gesamtbetrag der Zuführung von 732 TSD. € (Vorjahr: 1.319 TSD. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 327 TSD. € (Vorjahr: 952 TSD. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen von 405 TSD. € (Vorjahr: 367 TSD. €).

Die Aufwendungen aus der sofortigen Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 913 TSD. € (Vorjahr: 225 TSD. €). Erträge aus dem Zahlungseingang auf ausgebuchte Forderungen bestehen nur in unwesentlicher Höhe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zugeordnet.

13 Geld- und Wertpapieranlagen

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Geldanlagen 10.124 12.445 5.222 15.000
Wertpapieranlagen 25.764 19.614 10.997 15.700
Geld- und Wertpapieranlagen 35.888 32.059 16.219 30.700

Der Buchwert der Geldanlagen enthält Zinsabgrenzungen in Höhe von 124 TSD. € (Vorjahr: 222 TSD. €).

In den Geldanlagen sind neben Schuldscheindarlehen erstmalig Anlagen in Kapitallebensversicherungen, sogenannte Zweitmarktpolicen, in Höhe von 2.458 TSD. € enthalten.

Weitere Angaben zu den zum beizulegenden Zeitwert anzusetzenden Wertpapieren zeigt nachfolgende Tabelle:

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Anschaffungskosten 44.680 26.596
Buchwert 45.378 26.697
Unrealisierte Kursgewinne 691 325
Unrealisierte Kursverluste 0 -100
Zinsabgrenzung inkl. zinsäquivalenter Kursverluste1 7 -124

1 Bei Anleihenkauf über pari

Die unrealisierten Kursgewinne sind erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Die unrealisierten Kursverluste betreffen aufwandswirksam erfasste wesentliche Wertminderungen (IAS 39.67 ff.) aufgrund eines eingetretenen beziehungsweise wahrscheinlichen Kreditereignisses beim Emittenten. Die Zinsabgrenzung enthält neben der periodengerechten Zinsabgrenzung die seit Kauf erfolgswirksam erfassten Kursverluste, die beim Anleihenkauf über pari in der Renditeerwartung enthalten sind.

Für die Angaben nach IFRS 7 werden die Finanzinstrumente in Höhe von 22.569 TSD. € (Vorjahr: 20.222 TSD. €) der Klasse "Geldanlagen" und in Höhe von 45.378 TSD. € (Vorjahr: 26.697 TSD. €) der Klasse "Wertpapieranlagen" zugeordnet.

14 Sonstige Vermögenswerte

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Rückvergütung und sonstige Forderungen gegen Lieferanten 16.609 0 15.729 0
Mietkautionen 107 1.158 114 958
Ausgereichtes Darlehen an eine Vermietungsgesellschaft 41 596 39 637
Versicherungserstattungen 230 0 214 0
Forderungen an Personal 113 65 88 92
Übrige 732 0 455 0
Summe der Finanzinstrumente 17.832 1.819 16.639 1.687
Rechnungsabgrenzungsposten für Kundenwartungsverträge 8.587 347 8.725 662
Rechnungsabgrenzungsposten 4.422 58 3.438 7
Ansprüche aus Sozialkassen 1.790 0 1.271 0
Umsatzsteuerforderung 1.696 0 774 0
Vorauszahlungen 1.065 0 1.065 0
Forderungen aus sonstigen Steuern 31 0 43 0
Summe der anderen Vermögenswerte 17.591 405 15.316 669
Sonstige Vermögenswerte 35.423 2.224 31.955 2.356

Die sonstigen Vermögenswerte der Gesellschaft sind nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann.

Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente weisen zum jeweiligen Bilanzstichtag folgende Fälligkeiten auf:

in Tsd. €
Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt
--- --- --- --- --- --- --- ---
Buchwert weniger als 30 Tage zwischen 31 und 90 Tagen zwischen 91 und 180 Tagen zwischen 181 und 360 Tagen über 360 Tage
--- --- --- --- --- --- --- ---
31.12.2012
Finanzinstrumente 17.832 17.014 736 31 40 9 2
31.12.2011
Finanzinstrumente 16.639 16.275 291 47 14 9 3

Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht überfälligen Vermögenswerte ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die Angaben nach IFRS 7 in Höhe von 19.651 TSD. € der Klasse "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" (Vorjahr: 18.326 TSD. €) zugeordnet.

15 Liquide Mittel

Die liquiden Mittel von 78.208 TSD. € (Vorjahr: 94.569 TSD. €) beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.

Die liquiden Mittel werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Liquide Mittel" zugeordnet.

16 Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung als expliziter Abschlussbestandteil vor dem Konzern-Anhang dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2012 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2011 in 21.000.000 voll eingezahlte, ausgegebene Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Genehmigtes und bedingtes Kapital.

Gemäß Ziffer 4 Abs. 3 der Satzung der BECHTLE AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien um bis zu 10.600 TSD. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009).

Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, sofern (1. Fall) die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder (2. Fall) die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, zehn vom Hundert des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabekurs den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder (3. Fall) die Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien erfolgt, wenn der anteilige Betrag zehn vom Hundert des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen enthalten im Wesentlichen das Ausgabeaufgeld (Agio) aus durchgeführten Kapitalerhöhungen und beliefen sich zum 31. Dezember 2012 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2011 auf 145.228 TSD. €.

Gewinnrücklagen

Angesammelte Gewinne.

Auf der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 0,85 € (Vorjahr: 0,75 €) sowie eine einmalige Sonderdividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten (Dividendensumme 21.000 TSD. €). Die Zahlung der Dividende erfolgte am 20. Juni 2012. Im Vorjahr wurde mit Zahlungstag 8. Juni 2011 eine Dividendensumme von 15.750 TSD. € ausgeschüttet.

Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn und den Gewinnrücklagen der Gesellschaft geleistet werden, wie sie im Jahresabschluss der BECHTLE AG nach deutschem Handelsrecht ausgewiesen sind. Diese Beträge weichen von der Summe aus den Eigenkapitalien ab, wie sie im Konzernabschluss nach IFRS dargestellt sind. Die Festlegung der Ausschüttung künftiger Dividenden wird gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen. Bestimmende Faktoren sind insbesondere die Profitabilität, die Finanzlage, der Kapitalbedarf, die Geschäftsaussichten sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft. Da die Strategie von BECHTLE auf internes und externes Wachstum ausgerichtet ist, werden hierfür Investitionen notwendig sein, die - soweit möglich - eigenfinanziert werden sollen. Der Vorstand beschloss, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 21.000 TSD. € zur Ausschüttung der regulären Dividende in Höhe von 1,00 € je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden.

Neben der ausgezahlten Dividendensumme veränderten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr noch um das aus dem Ergebnis nach Steuern (56.561 TSD. €) und dem sonstigen Ergebnis (3.788 TSD. €) bestehende Gesamtergebnis in Höhe von 60.349 TSD. €. Entsprechend beliefen sich die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2012 auf 292.165 TSD. € (Vorjahr: 252.816 TSD. €). Im Vorjahr war neben der Dividendenausschüttung eine Veränderung aus dem Gesamtergebnis in Höhe von 63.311 TSD. € erfolgt.

Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis.

Das erfolgsneutral direkt im Eigenkapital zu erfassende sonstige Ergebnis setzt sich hinsichtlich seines kumulierten Stands zum Bilanzstichtag und seiner Veränderung im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- ---
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -10.434 -14.388
Ertragsteuereffekte 2.035 2.570
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren 691 325
Ertragsteuereffekte -67 -24
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten -406 -372
Ertragsteuereffekte 118 109
Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe -7 -72
Ertragsteuereffekte 0 14
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe -9.448 -9.261
Ertragsteuereffekte 2.752 2.697
Währungsumrechnungsdifferenzen 17.240 17.088
Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis 2.474 -1.314
in Tsd. €
01.01.- 31.12.2012 01.01.- 31.12.2011
--- --- ---
Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen 3.954 -317
Ertragsteuereffekte -535 42
Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren 366 266
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste 379 266
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung -13 0
Ertragsteuereffekte -43 -19
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste -44 -19
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung 1 0
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten -34 -133
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste -225 -313
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung 191 180
Ertragsteuereffekte 9 40
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste 65 92
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung -56 -52
Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 65 -72
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste -7 -72
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung 72 0
Ertragsteuereffekte -14 14
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste 0 14
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung -14 0
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe -187 -1.076
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste -187 -1.076
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Ertragsteuereffekte 55 314
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste 55 314
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 152 1.529
Erfolgsneutrales Ergebnis 3.788 588

Entsprechend belief sich das sonstige Ergebnis innerhalb des Gesamtergebnisses im Berichtsjahr auf 3.788 TSD. € (Vorjahr: 588 TSD. €). Das sonstige Ergebnis wie auch das Gesamtergebnis steht gänzlich den Aktionären der BECHTLE AG zu.

Eigene Anteile

Der Vorstand der BECHTLE AG wurde zuletzt durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Ein Erwerb eigener Aktien hat dabei den inhaltlichen Bedingungen des Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen.

Im Berichtsjahr erfolgten keine Transaktionen in eigene Aktien, sodass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2011 keinen Bestand an eigenen Aktien hielt.

Die Anzahl ausstehender Aktien betrug zum 31. Dezember 2012 unverändert zum Vorjahr 21.000.000 Stück. Der gemäß IAS 33 ermittelte gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien im Berichtsjahr belief sich entsprechend unverändert zum Vorjahr ebenso auf 21.000.000 Stück.

Nicht beherrschende Anteile

Im Berichtsjahr erfolgte keine Veränderung der - in der Vergangenheit Minderheitenanteile genannten - nicht beherrschenden Anteile, sodass zum 31. Dezember 2012 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2011 keine nicht beherrschenden Anteile existierten.

Kapitalmanagement

Im Rahmen des Kapitalmanagements (IAS 1.134 f.) legt BECHTLE den Fokus auf eine solide Kapitalstruktur mit hoher Eigenkapitalquote bei gleichzeitig hoher Kapitalrentabilität und auf eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie in diesem Zusammenhang auf cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital.

Mit 458.393 TSD. € belief sich das Eigenkapital von BECHTLE zum 31. Dezember 2012 auf einem hohen und gegenüber dem Vorjahr (419.044 TSD. €) verbesserten Wert, was sich auch in der guten Eigenkapitalquote von 54,2 Prozent (Vorjahr: 52,2 Prozent) ausdrückt. Das Eigenkapital (+9,4 Prozent) ist im Berichtsjahr stärker als das Fremdkapital (+0,7 Prozent) gestiegen. Dadurch und insbesondere aufgrund des gesunkenen Nachsteuerergebnisses im Berichtsjahr gingen die Eigenkapitalrendite auf 13,9 Prozent (Vorjahr: 17,3 Prozent) und die Gesamtkapitalrendite auf 7,9 Prozent (Vorjahr: 9,8 Prozent) zurück.

Zielsetzung des Kapitalmanagements von BECHTLE ist unverändert die Beibehaltung einer starken Eigenkapitalbasis, um das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes zu erhalten und um zukünftiges internes und externes Wachstum zu ermöglichen.

Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern auch Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben beziehungsweise eigene Anteile zurückkaufen und gegebenenfalls auch einziehen.

Die solide Kapitalstruktur des Konzerns ist auch Grundlage für finanzielle Flexibilität und weitgehende Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern, was für BECHTLE eine hohe Bedeutung hat. Ziel ist eine komfortable Liquiditätsausstattung zur Sicherstellung der jederzeit uneingeschränkten Zahlungsfähigkeit. Zum 31. Dezember 2012 verfügte BECHTLE über einen Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 146.155 TSD. € (Vorjahr: 141.488 TSD. €). Hinsichtlich der Struktur dieses Bestands steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Falle möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen jederzeit liquide zu sein und die entsprechenden Chancen nutzen zu können. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens.

Vor diesem Hintergrund haben auch cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital, Forderungslaufzeiten und andere Kapitalbindungsdauern eine entsprechend hohe Bedeutung. BECHTLE steuert diese Werte, um im operativen Leistungserstellungsprozess möglichst wenig Kapital und Liquidität zu binden. Das starke Umsatzwachstum im Berichtsjahr führte allerdings zu einem höheren Working Capital, das zum 31. Dezember 2012 211.595 TSD. € (Vorjahr: 189.881 TSD. €) betrug. BECHTLE definiert das Working Capital als Saldo aus bestimmten Bilanzposten (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Rechnungsabgrenzungsposten für Kundenwartungsverträge) auf der Aktivseite und bestimmten Bilanzposten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Abgrenzungsposten) auf der Passivseite.

Zum 31. Dezember 2012 beziehungsweise 31. Dezember 2011 wurden keine grundsätzlichen Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren im Kapitalmanagement vorgenommen.

17 Pensionsrückstellungen

Mit Ausnahme der Pensionspläne bei der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG, Rotkreuz, Schweiz, und ihren Tochtergesellschaften sowie bei der BECHTLE ONSITE SERVICES GmbH, Neckarsulm, bestehen in der BECHTLE Gruppe keine leistungsorientierten Pensionspläne.

Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Hier betrugen die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland im Berichtsjahr 14.888 TSD. € (Vorjahr: 12.840 TSD. €).

Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften.

Die Versorgungspläne der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG und ihrer Tochtergesellschaften sind zwar als beitragsorientierte Pläne vertraglich vereinbart, aber dennoch als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu bilanzieren, da eine finanzielle Beteiligung seitens der Gesellschaften im Falle einer Unterdeckung nicht ausgeschlossen werden kann.

Aufgrund nicht ausreichender Informationen seitens der von der Gruppe unabhängigen Vorsorgeeinrichtungen (Kollektivversicherungen) wurden die Pensionspläne gemäß IAS 19.30 bis 31. Dezember 2005 nicht als leistungsorientierte Pläne bilanziert.

Seit 1. Januar 2006 besteht für die in der Schweiz ansässigen Gesellschaften der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG die von der Gruppe unabhängige teilautonome "BECHTLE Pensionskasse", bei der es sich um eine Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Art. 331 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts und Art. 48 ff. Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) mit Sitz in Rotkreuz handelt. Damit ist seitdem die notwendige Transparenz vorhanden, um die Pensionspläne als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19.48 ff. bilanzieren zu können. Hierzu werden seit 1. Januar 2006 regelmäßig versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Darin sind zum 31. Dezember 2012 wie auch im Vorjahr die Zahlen der Pensionskasse in den Niederlanden enthalten, die die dort ansässigen Gesellschaften der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG abdeckt. Die nicht in der Schweiz und den Niederlanden ansässigen Tochtergesellschaften der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG sind beitragsorientiert über externe staatliche Vorsorgeeinrichtungen ihres jeweiligen Landes abgedeckt.

Per 31. Dezember 2011 hatte sich aus der Gegenüberstellung von Planvermögen (54.680 TSD. €) und leistungsorientierter Verpflichtung (68.876 TSD. €) eine Unterdeckung und zu bilanzierende Nettoverpflichtung in Höhe von 14.196 TSD. € ergeben, die entsprechend als Pensionsrückstellung ausgewiesen wurde. Diese bilanzierte Nettoverpflichtung war in Höhe von 14.534 TSD. € auf versicherungsmathematische Verluste zurückzuführen, die gemäß IAS 19.93 a nach Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst wurden.

Im Laufe des Berichtsjahres fielen versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 4.198 TSD. € an. Unter Berücksichtigung der Wechselkursänderungen von minus 114 TSD. € ergaben sich so zum 31. Dezember 2012 in den Gewinnrücklagen ausgewiesene versicherungsmathematische Verluste von 10.450 TSD. € abzüglich 2.039 TSD. € aktive latente Steuern.

Im Berichtsjahr überstiegen die geleisteten Arbeitgeberbeiträge die erfolgswirksam zu erfassenden Nettopensionsaufwendungen um 138 TSD. €. Dieser Betrag wurde entsprechend als Minderung des Personalaufwands (betrieblicher Aufwand) erfasst.

Nach Berücksichtigung der übrigen Wechselkursänderungen in Höhe von 225 TSD. € belief sich die zum 31. Dezember 2012 insgesamt zu bilanzierende Nettoverpflichtung und damit die Pensionsrückstellung auf 9.970 TSD. €. In dieser bilanzierten Nettoverpflichtung ist zum 31. Dezember 2012 die niederländische Pensionskasse mit einem Betrag von 1.071 TSD. € enthalten.

Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinne in Höhe von 3.954 TSD. € resultieren im Wesentlichen aus der jährlichen Anpassung der zur Bewertung der Pensionen verwendeten versicherungsmathematischen Parameter im Schweizer Teilkonzern. Dies hat im Jahr 2012 im Vergleich zu den Vorjahren zu größeren Änderungen bei den verwendeten Parametern geführt. Die Inflationsrate und die zukünftig erwartete Gehaltssteigerung wurden an die tatsächlichen Verhältnisse angepasst. Darüber hinaus wurde für die Austrittswahrscheinlichkeit ein BECHTLE spezifischer Faktor verwendet, der vom Schweizer Durchschnitt abweicht. Ohne diese Anpassungen läge die zu bilanzierende Pensionsverpflichtung um rund 3,6 MIO. € höher.

Bechtle Onsite Services GmbH.

Die Pensionsverpflichtungen der BECHTLE ONSITE SERVICES GmbH, Neckarsulm, resultieren aus einer Teilgeschäftsbetriebsübernahme zum 1. Oktober 2005 und wurden somit zum 31. Dezember 2005 auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens erstmals im BECHTLE Konzern bilanziert.

Die Verpflichtungen dieses leistungsorientierten Pensionsplans werden als unmittelbare Zusagen ohne Reservenauslagerung abgewickelt. Es handelt sich um ein rückstellungsfinanziertes Versorgungssystem ohne Fondsdeckung. Für die Bewertung werden regelmäßig versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Zum 31. Dezember 2011 betrug die bilanzierte Pensionsrückstellung 590 TSD. €. Die versicherungsmathematischen Gewinne beliefen sich auf 146 TSD. € (passive latente Steuern: 42 TSD. €).

Zum 31. Dezember 2012 erhöhte sich die Pensionsrückstellung um 184 TSD. € auf 774 TSD. €. Von dieser Erhöhung waren 130 TSD. € erfolgsneutral als versicherungsmathematischer Verlust (latente Steuern: 38 TSD. €) und 54 TSD. € aufwandswirksam zu erfassen.

In Summe ergaben die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Onsite Services GmbH und der Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften per 31. Dezember 2012 die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen 10.744 TSD. € (Vorjahr: 14.786 TSD. €).

Die Überleitungsrechnung für den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:

in Tsd. €
2012 2011
--- --- ---
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. 69.466 58.383
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 3.821 3.367
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.596 1.590
Arbeitnehmerbeiträge 2.725 2.290
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -2.168 -1.145
Plankürzung 0 -1.404
Unternehmenszusammenschlüsse 0 8.241
Gezahlte Versorgungsleistungen -2.230 -3.689
Wechselkursänderung 509 1.833
73.719 69.466

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird wie folgt übergeleitet:

in Tsd. €
2012 2011
--- --- ---
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. 54.680 45.156
Erwartete Erträge aus Planvermögen 1.591 1.643
Arbeitnehmerbeiträge 2.725 2.290
Arbeitgeberbeiträge 3.911 3.261
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.900 -1.046
Unternehmenszusammenschlüsse 0 5.621
Gezahlte Versorgungsleistungen -2.230 -3.689
Wechselkursänderung 398 1.444
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. 62.975 54.680

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung zu den in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungen:

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 73.719 69.466 58.383 43.471 39.692
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 62.975 54.680 45.156 34.840 30.833
Nettoverpflichtung 10.744 14.786 13.227 8.631 8.859
Bilanzierte Pensionsrückstellung 10.744 14.786 13.227 8.631 8.859

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettopensionsaufwendungen für die leistungsorientierten Versorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. €
2012 2011
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 3.821 3.367
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.596 1.590
Erwartete Erträge aus Planvermögen -1.591 -1.643
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -1.404
Nettopensionsaufwand für Leistungszusagen 3.826 1.910

Den leistungsorientierten Pensionsplänen und ihrer versicherungsmathematischen Bewertung liegen zum 31. Dezember 2012 die folgenden Parameter zugrunde:

Bechtle Holding Schweiz AG (Teilkonzern) Bechtle Onsite Services GmbH
Diskontierungszinssatz 1,90 % (Niederlande: 3,35 %) 3,50 %
Inflationsrate 1,00 % (Niederlande: 2,00 %) n/a
Langfristig erwartete Wertsteigerung des Planvermögens1 3,00 % (Niederlande: 4,40 %) n/a
Gehaltssteigerung (inkl. Inflationsrate) 1,50 % (Niederlande: 3,00 %) 0,00 %
Rentensteigerung 0,00 % 0,00 %
Austrittswahrscheinlichkeit, Sterblichkeit, Invalidität BVG 2010 (Schweiz); unternehmensspezifische Austrittswahrscheinlichkeit Heubeck Richttafeln 2005 G; alters- und dienstzeitabhängige Austrittswahrscheinlichkeit
Verheiratungswahrscheinlichkeit 80 % Mann, 30 % Frau; Altersdifferenz Ehemann zu Ehefrau beträgt 3 Jahre (Schweiz) Heubeck Richttafeln 2005 G
Frühestes Rentenalter Männer und Frauen zu 100 % im Alter von 64 Jahren (Schweiz) Männer und Frauen zu 100 % im Alter von 62 Jahren
Zuschlag für Langlebigkeit keiner keiner

1 Nur relevant für Aufwandsberechnung 2012. Nach IAS 19 R identisch mit Diskontierungszinssatz.

Die insgesamt erwartete Rendite ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der erwarteten Erträge aus den durch das Planvermögen gehaltenen Anlagekategorien. Die Einschätzung der erwarteten Erträge durch die Geschäftsführung basiert auf historischen Ertragsreihen und Marktvorhersagen von Analysten für die jeweiligen Vermögenswerte für die nächsten zwölf Monate.

Die Zusammensetzung des Planvermögens der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG stellt sich hinsichtlich der Investitionskategorien wie folgt dar:

31.12.2012
Schuldpapiere 26,9 %
Eigenkapitalpapiere 22,4 %
Immobilien 22,8 %
Andere Vermögenswerte 13,3 %
Liquidität 14,6 %

Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.491 TSD. € (Vorjahr: -417 TSD. €).

Die erfahrungsbedingten Anpassungen der leistungsorientierten Verpflichtung und des Planvermögens sind wie folgt:

in Tsd. €
2012 2011 2010 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
Erfahrungsbedingte Anpassung der leistungsorientierten Verpflichtung (Gewinn/Verlust) -279 -366 107 -196 4.075
Erfahrungsbedingte Anpassung des Planvermögens (Gewinn/Verlust) 1.897 -2.060 -655 1.097 -5.660

Die versicherungsmathematischen Gutachten für die BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG und die BECHTLE ONSITE SERVICES GmbH prognostizieren die nachfolgend dargestellten Werte für das Jahr 2013:

in Tsd. € 2013
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. 73.719
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 3.726
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.384
Arbeitnehmerbeiträge 2.229
Gezahlte Versorgungsleistungen -4.598
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. 76.460
in Tsd. € 2013
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. 62.975
Erwartete Erträge aus Planvermögen 1.237
Arbeitnehmerbeiträge 2.229
Arbeitgeberbeiträge 3.727
Gezahlte Versorgungsleistungen -4.593
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. 65.575
in Tsd. € 31.12.2013
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 76.460
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 65.575
Nettoverpflichtung 10.885
Bilanzierte Pensionsrückstellung 10.885
in Tsd. € 2013
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 3.726
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.384
Erwartete Erträge aus Planvermögen -1.237
Nettopensionsaufwand für Leistungszusagen 3.873

Der für 2013 angegebenen Nettopensionsaufwand entspricht dem IAS 19r, der ab 1. Januar 2013 verpflichtend anzuwenden ist.

18 Sonstige Rückstellungen

31.12.2011 Währungs-

umrechnung

und

Konsolidierung
Umgliederung Verbrauch Auflösung in Tsd. €

Zuführung
in Tsd. €

31.12.2012
Garantien und ähnliche Verpflichtungen 3.129 3 0 2.055 40 2.366 3.403
Personalkosten 2.158 -6 0 98 9 715 2.760
Rechts- und Beratungskosten 190 0 0 105 7 87 165
Investor Relations 180 0 0 180 0 350 350
Übrige 1.168 0 0 897 120 551 702
6.825 -3 0 3.335 176 4.069 7.380
Sonstige langfristige Rückstellungen 1.182 2 588 61 0 428 2.139
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 5.643 -5 -588 3.274 176 3.641 5.241

Die Rückstellungen für Garantien und ähnliche Verpflichtungen werden für die voraussichtliche Inanspruchnahme auf der Grundlage von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen gebildet. Die Rückstellungen für Personalkosten setzen sich im Wesentlichen aus Jubiläumsverpflichtungen und aus von zukünftigen Ereignissen abhängigen nachträglichen Personalzahlungen zusammen. Die Rechts- und Beratungskosten betreffen zum größten Teil Kosten für die Rechtsberatung. Die Rückstellungen für Investor Relations betreffen Kosten für Hauptversammlung und Geschäftsbericht. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen, Archivierungs- und Entsorgungskosten sowie ungewisse Verpflichtungen.

19 Finanzverbindlichkeiten, Zinsswaps und Kreditlinien

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
- Landesbank Baden-Württemberg, Darlehen für Erwerb Grundstücke und Bauten, betreffend die zentralen Logistik- und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm 1.237 28.546 1.217 29.784
- Landesbank Baden-Württemberg, Darlehen für bauliche Erweiterungen 2011 und 2012 1.250 17.625 750 8.875
- Kreissparkasse Heilbronn, Darlehen für diverse Akquisitionen 2010 und 2011 2.500 10.446 2.500 12.947
- Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Darlehen für diverse Akquisitionen 2008 857 1.714 857 2.571
- Dresdner Bank, Übernahme bestehender Darlehen aufgrund Akquisition (KfW-Kredite und IBH-Kredit) 372 1.170 264 1.542
- IKB Deutsche Industriebank, Darlehen zur Finanzierung der Verwaltungsgebäude der BECHTLE AG 417 521 417 937
- Lieferantendarlehen 2.823 1.120 2.654 624
Darlehen mit anfänglicher Laufzeit größer ein Jahr 9.456 61.142 8.659 57.280
Übrige Finanzverbindlichkeiten 3.111 0 343 0
Summe der Finanzverbindlichkeiten 12.567 61.142 9.002 57.280

Im Zusammenhang mit der vorzeitigen Auflösung des bestehenden Leasingverhältnisses betreffend die zentralen Logistik- und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm im Jahr 2011 bestehen vier Darlehen gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg mit einer Laufzeit bis 28. Februar 2022. Zwei der Darlehen (23.740 TSD. €) haben bis 28. Februar 2014 einen Zinssatz von 6,20 Prozent p. a. und danach bis zum Laufzeitende einen Zinssatz von 5,08 Prozent p. a. Dabei fallen bis 31. Dezember 2013 für eines dieser Darlehen vierteljährliche Annuitäten in Höhe von 481 TSD. € und für das andere Darlehen vierteljährliche Zinszahlungen an. Ab 31. März 2014 werden diese Darlehen zusammengefasst und vierteljährlich mit einer Annuität in Höhe von 596 TSD. € bedient. Die Schlussrate am 28. Februar 2022 beträgt 10.308 TSD. €. Der Zinssatz der zwei anderen Darlehen (6.043 TSD. €) beträgt 5,89 Prozent p. a. und ist bis 30. September 2018 fixiert. Eines dieser Darlehen (4.092 TSD. €) ist endfällig mit vierteljährlicher Zinszahlung, das andere Darlehen (1.951 TSD. €) wird mit einer vierteljährlichen Annuität von 70 TSD. € bedient. Als Sicherheit für alle Darlehen besteht eine entsprechende Grundschuld auf das Finanzierungsobjekt.

Im Zuge der baulichen Erweiterung am Stammsitz in Neckarsulm wurde 2012 ein Darlehen gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg in Höhe von 10.000 TSD. € und einer Laufzeit bis 31. Dezember 2032 aufgenommen. Es wurden ein Festzins von 2,70 Prozent p. a. und eine Zinsbindung bis 31. Dezember 2022 vereinbart. Ab 31. März 2013 wird das Darlehen vierteljährlich mit Raten in Höhe von 125 TSD. € getilgt. Als Sicherheit besteht eine entsprechende Grundschuld auf das Finanzierungsobjekt.

Weitere Darlehen zur Finanzierung der baulichen Erweiterung am Stammsitz Neckarsulm bestehen gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg in Höhe von 8.875 TSD. €. Die Tilgung ist dabei für 4.250 TSD. € mit Laufzeit bis 30. Juni 2021 und einem Festzins von 4,25 Prozent p. a. in vierteljährlichen Raten zu 125 TSD. € sowie für 4.625 TSD. € mit Laufzeit bis 30. Juni 2031 und einem Festzins von 4,65 Prozent p. a. (bis 30. Juni 2021) in vierteljährlichen Raten zu 63 TSD. € vereinbart. Als Sicherheit besteht eine entsprechende Grundschuld auf das Finanzierungsobjekt.

Ein Darlehen zur Akquisitionsfinanzierung in Höhe von 7.857 TSD. € gegenüber der Kreissparkasse Heilbronn hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2018. Es ist festverzinslich in Höhe von 3,70 Prozent p. a. und wird mit vierteljährlichen Zahlungen in Höhe von 357 TSD. € zu jedem Quartalsende getilgt. Sicherheiten bestehen lediglich in Form einer entsprechenden Negativerklärung.

Gegenüber der Kreissparkasse Heilbronn besteht ein weiteres Darlehen in Höhe von 5.089 TSD. € mit einer Laufzeit bis 30. September 2017. Es wird variabel verzinst (Euribor-3M + 45 Basispunkte) und mit vierteljährlichen Zahlungen in Höhe von jeweils 268 TSD. € zu jedem Quartalsende getilgt. Sicherheiten bestehen in einer Negativerklärung beziehungsweise Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken des variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit Bezugsbetrag in Höhe des Darlehensbetrags ist als Cashflow Hedge und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. BECHTLE zahlt den fixen Zinssatz von 1,86 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-3M. Die Laufzeit von Zinsswap und Darlehen sind deckungsgleich. Nach Berücksichtigung der Absicherung durch den Zinsswap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 2,31 Prozent. Der Marktwert des Zinsswaps betrug zum 31. Dezember 2012 -199 TSD. € (Vorjahr: -91 TSD. €) und wurde nach Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von 58 TSD. € (Vorjahr: 27 TSD. €) erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst.

Ein Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim in Höhe von 2.571 TSD. € hat eine Laufzeit bis 30. September 2015. Es wird variabel verzinst (Euribor-3M + 85 Basispunkte) und mit jährlichen Zahlungen in Höhe von 857 TSD. € jeweils zum 30. September getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung beziehungsweise in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken des variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglich 6.000 TSD. € ist als Cashflow Hedge und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. BECHTLE zahlt den fixen Zinssatz von 4,80 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-3M. Das Laufzeitende ist auf den 30. September 2015 festgelegt. Nach Berücksichtigung der Absicherung durch den Zinsswap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 5,65 Prozent. Der Marktwert des Zinsswaps am 31. Dezember 2012 betrug -207 TSD. € (Vorjahr: -281 TSD. €) und wurde nach Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von 60 TSD. € (Vorjahr: 82 TSD. €) erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst.

Mit Akquisition der SolidLine 2011 wurden drei bestehende KfW- und ein IBH-Förderdarlehen übernommen, die über die Dresdner Bank vermittelt wurden. Die Restschuld zum Bilanzstichtag beträgt 1.542 TSD. €. Alle diese Darlehen haben vierteljährliche Zinszahlungstermine. Die KfW-Darlehen weisen eine Laufzeit bis 31. März 2016, das der IBH bis 30. September 2015 auf. Zwei der KfW-Darlehen werden halbjährlich zum 31. März und zum 30. September mit einer Zahlung in Höhe von 101 TSD. € getilgt, das dritte wird ab 30. September 2013 halbjährlich jeweils in Höhe von 108 TSD. € getilgt. Die KfW-Darlehen weisen unterschiedliche Zinssätze von 3,70, 4,23 und 8,35 Prozent p. a. auf. Das IBH-Darlehen wird mit 3,55 Prozent p. a. verzinst und jeweils zum 31. März und 30. September mit einer Rate in Höhe von 31 TSD. € getilgt.

Das Darlehen gegenüber der IKB Deutsche Industriebank AG in Höhe von 938 TSD. € hat eine Laufzeit bis 31. März 2015. Es wird fest verzinst (3,70 Prozent p. a.) und mit vierteljährlichen Zahlungen in Höhe von 104 TSD. € jeweils zum Ende eines Kalenderquartals getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung beziehungsweise in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten.

Mehrere Darlehen eines Lieferanten in Höhe von insgesamt 3.943 TSD. € valutieren in Schweizer Franken (4.759 TSD. CHF) und sind unverzinst mit unterschiedlichen Rückzahlungsterminen in den Jahren 2013 und 2014.

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten sonstige Kontokorrentschulden von 3.111 TSD. € (Vorjahr: 343 TSD. €).

Die Gesellschaft verfügt über globale Kreditlinien in Höhe von 40.466 TSD. € (Vorjahr: 38.414 TSD. €), die sowohl für Bar- als auch Avalkredite genutzt werden können. Zum Bilanzstichtag waren hiervon 2.948 TSD. € (Vorjahr: 0 TSD. €) durch Barkredite und 7.194 TSD. € (Vorjahr: 7.580 TSD. €) durch Avalkredite beansprucht. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über reine Avalkreditlinien in Höhe von 7.581 TSD. € (Vorjahr: 7.630 TSD. €), die zum Bilanzstichtag in Höhe von 61 TSD. € (Vorjahr: 66 TSD. €) beansprucht waren. Insgesamt ergeben sich freie Kreditlinien von 37.844 TSD. € (Vorjahr: 38.398 TSD. €).

Die Finanzverbindlichkeiten werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Darlehen" zugeordnet.

20 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 145.964 0 148.799 0

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" zugeordnet.

21 Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 34.101 0 36.726 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.325 8 5.058 0
Verbindlichkeiten aus Akquisitionen 2.182 288 1.742 1.116
Kundenbonus 1.532 0 758 0
Jahresabschlusskosten 591 0 587 0
Miete und Mietnebenkosten 425 0 482 0
Nichtrealisierte Verluste aus Finanzderivaten 406 0 372 0
Reisekosten und Spesen 286 0 286 0
Telefon/Internet 264 0 264 0
Frachten 193 0 266 0
Versicherungen 168 0 259 0
Kautionen 100 0 100 100
Werbung 64 0 62 0
Verbindlichkeiten aus Währungssicherung 0 0 39 0
Übrige 2.128 0 1.642 0
Summe der Finanzinstrumente 47.765 296 48.643 1.216
Umsatzsteuer 18.791 0 16.079 0
Sozialabgaben 3.996 0 3.544 0
Lohn- und Kirchensteuer 3.775 0 3.314 0
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 636 0 657 0
Summe der anderen Verbindlichkeiten 27.198 0 23.594 0
Sonstige Verbindlichkeiten 74.963 296 72.237 1.216

Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen diverse im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die Angaben nach IFRS 7 in Höhe von 47.655 TSD. € (Vorjahr: 49.448 TSD. €) der Klasse "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" und 406 TSD. € (Vorjahr: 411 TSD. €) der Klasse "Finanzderivate" zugeordnet.

22 Abgrenzungsposten

in Tsd. €
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 11.590 0 10.132 0
Rechnungsabgrenzungsposten 30.539 8.902 31.154 8.359
Abgrenzungsposten 42.129 8.902 41.286 8.359

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Wartungsverträge und Garantieverlängerungen.

V. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2012 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode.

Die liquiden Mittel beinhalten unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entsprechen der Bilanzposition liquide Mittel. Effekte aus der Währungsumrechnung der liquiden Mittel werden bei der Berechnung gesondert gezeigt.

23 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 56.669 TSD. € (Vorjahr: 55.782 TSD. €) wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden Finanzergebnis, Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie die Veränderung wesentlicher Bilanzpositionen und des übrigen Nettovermögens berücksichtigt.

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten wie im Vorjahr die Veränderungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen werden um die aus Akquisitionen übernommenen Vermögenswerte und Schulden sowie um Einflüsse aus der Währungsumrechnung bereinigt.

24 Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die für Investitionen eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 56.031 TSD. € (Vorjahr: 45.282 TSD. €) beinhalten in 2012 im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Geld- und Wertpapieranlagen, Akquisitionen von Unternehmen sowie aus dem Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen. Vermindert werden diese Auszahlungen durch Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen, Sachanlagen und anderen Vermögenswerten sowie erhaltene Zinszahlungen.

Die Auszahlungen für Akquisitionen umfassen sowohl Kaufpreiszahlungen für im Berichtsjahr erworbene Unternehmen beziehungsweise Teilgeschäftsbetriebe in Höhe von 4.940 TSD. € (Vorjahr: 22.457 TSD. €) als auch Nachzahlungen für bedingte Kaufpreiserhöhungen in Vorjahren erworbener Unternehmen beziehungsweise Teilgeschäftsbetriebe in Höhe von 1.000 TSD. € (Vorjahr: 750 TSD. €). Im Rahmen dieser Akquisitionen wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 5.721 TSD. € (Vorjahr: 32.485 TSD. €), kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 4.952 TSD. € (Vorjahr: 17.766 TSD. €) - davon 299 TSD. € liquide Mittel (Vorjahr: 8.291 TSD. €) - sowie langfristige Schulden in Höhe von 302 TSD. € (Vorjahr: 7.243 TSD. €) und kurzfristige Schulden in Höhe von 5.148 TSD. € (Vorjahr: 17.422 TSD. €) übernommen.

Die Bruttozahlungsströme für den Erwerb und Verkauf von langfristigen Geld- und Wertpapieranlagen werden separat dargestellt. Die Zahlungsströme kurzfristiger Geld- und Wertpapieranlagen werden saldiert ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden höhere Umschichtungen aus freien liquiden Mitteln in Geld- und Wertpapieranlagen als im Vorjahr vorgenommen.

Der Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen enthält Zahlungen aus Devisentermingeschäften im Zusammenhang mit der Absicherung der Nettoinvestitionen in die englische und die schweizerischen Konzerngesellschaften. Im Berichtsjahr belief sich dieser Betrag auf -187 TSD. € (Vorjahr: -1.076 TSD. €).

25 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die für Finanzierungstätigkeiten eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 17.282 TSD. € (Vorjahr: 2.246 TSD. €) ergeben sich aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, der Dividendenausschüttung sowie geleisteten Zinszahlungen.

Bei langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden Bruttoeinzahlungen und -auszahlungen separat ausgewiesen. Die Zahlungsströme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen.

VI. WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Nachfolgende Tabellen zeigen Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7:

in Tsd. €
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2012 Klassen gemäß IFRS 7 Bewertungs-

kategorie
Buchwert Fortgeführte

Anschaffungskosten
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

erfolgwirksam
Zeitwert
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KuF 309.591 309.591 309.591
Wertpapiere ZVvfV 45.378 45.378 45.378
Geldanlagen KuF 22.569 22.569 22.375
Sonstige finanzielle Vermögenswerte KuF 19.651 19.651 19.723
Liquide Mittel KuF 78.208 78.208 78.208
Passiva
Darlehen FVzfA 73.709 73.709 81.337
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FVzfA 145.964 145.964 145.964
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FVzfA 47.655 47.655 47.655
Finanzderivate
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 406 406 406
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVezbZ 0 0 0
Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39: KuF 430.019 430.019 0 0 429.897
ZVvfV 45.378 0 45.378 0 45.378
FVzfA 267.328 267.328 0 0 274.956
FVezbZ 0 0 0 0 0
in Tsd. €
Wertansatz Bilanz nach IAS 39
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2011 Klassen gemäß IFRS 7 Bewertungs-

kategorie
Buchwert Fortgeführte

Anschaffungskosten
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

erfolgwirksam
Zeitwert
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KuF 287.748 287.748 287.748
Wertpapiere ZVvfV 26.697 26.697 26.697
Geldanlagen KuF 20.222 20.222 20.244
Sonstige finanzielle Vermögenswerte KuF 18.326 18.326 18.348
Liquide Mittel KuF 94.569 94.569 94.569
Passiva
Darlehen FVzfA 66.282 66.282 70.573
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FVzfA 148.799 148.799 148.799
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FVzfA 49.448 49.448 49.448
Finanzderivate
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 372 372 372
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVezbZ 39 39 39
Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39: KuF 420.865 420.865 0 0 420.909
ZVvfV 26.697 0 26.697 0 26.697
FVzfA 264.529 264.529 0 0 268.820
FVezbZ 39 0 0 39 39

Verwendete Abkürzungen für die Bewertungskategorien des IAS 39:

KuF = Kredite und Forderungen

ZVvfV = Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

FVzfA = Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

FVezbZ = Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Ausleihungen, Verbindlichkeiten und erhaltenen Darlehen werden als Barwerte der verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der laufzeitkongruenten und risikogewichteten Zinssätze ermittelt. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab. Die Klassen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Berichts- und im Vergleichsjahr als Fair Value Hedge bewertete, derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung in unwesentlicher Höhe. Der Zeitwert der Geldanlagen setzt sich aus dem Zeitwert der Schuldscheindarlehen, welcher auf Basis der mit laufzeitkongruenten Zinssätzen zuzüglich Risikoprämie abgezinsten Cashflows berechnet wurde, und den Rückkaufswerten der Zweitmarktpolicen zusammen.

Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder unmittelbar oder mittelbar auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern

Die unter Stufe 1 enthaltenen Wertpapiere sind börsennotiert und wurden mit dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Zur Bewertung der unter der Stufe 2 ausgewiesenen Finanzderivate wird auf die Ausführungen unter den "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen" verwiesen.

in Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Wertpapieranlagen 45.378 0 0 45.378 26.662 35 0 26.697
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzderivate 0 406 0 406 0 411 0 411

Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2012 gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen (Nettoergebnis):

in Tsd. € aus der Folgebewertung Nettoergebnis
aus Zinsen Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 710 426 -250 913 1.799 1.303
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -3.286 -68 0 0 -3.354 -1.896
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.130 0 0 177 1.307 843
Zu Handelszwecken gehalten (nur Derivate) 0 0 0 -30 -30 -251
Summe -1.446 358 -250 1.060 -278 -1

Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte entspricht den oben dargestellten Werten. Der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung der Zinsswaps beträgt 3.095 TSD. € (Vorjahr: 1.679 TSD. €).

Angaben zu saldierten und nicht saldierten Vermögenswerten und Schulden

Folgende Finanzinstrumente wurden in der Bilanz aufgrund eines gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Verrechnung beziehungsweise der bestehenden Absicht, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, saldiert (IAS 32).

in Tsd. € 2012 2011
Bruttobetrag

Verbindlichkeit
Bruttobetrag

Vermögenswert
bilanzierter

Nettobetrag
Bruttobetrag

Verbindlichkeit
Bruttobetrag

Vermögenswert
bilanzierter

Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39 307.387 307.348 87 286.860 286.773
Rückvergütung und sonstige Forderungen gegen Lieferanten 191 16.800 16.609 415 16.144 15.729
Bankkonten bei demselben Kreditinstitut 1.447 2.522 1.075 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 147.923 1.959 145.964 149.453 654 148.799
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.328 3 5.325 5.058 0 5.058
Zinsswap 456 50 406 696 324 372
Bankkonten bei demselben Kreditinstitut 0 0 0 1.156 1.116 40

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 39 TSD. € Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3 TSD. € Forderungen gegenüber Kunden enthalten. Die jeweiligen Kunden von BECHTLE haben aufgrund vertraglicher Vereinbarungen das Recht, diese Positionen miteinander zu verrechnen.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 1.959 TSD. € Forderungen gegenüber Lieferanten und in den Forderungen gegenüber Lieferanten 191 TSD. € Verbindlichkeiten enthalten. BECHTLE hat aufgrund vertraglicher Vereinbarung das Recht, diese Positionen miteinander zu verrechnen.

Die bilanzierten Werte der Zinsswaps setzen sich aus einer Verbindlichkeit und einer Forderung gegenüber den Bankinstituten zusammen. Die Verpflichtungen aus den Zinsswaps werden saldiert abgerechnet.

Zwei Bankkonten einer Tochtergesellschaft sind in den liquiden Mitteln miteinander verrechnet. Die beiden Konten werden bei demselben Kreditinstitut geführt und von beiden Parteien grundsätzlich saldiert betrachtet.

Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten

Währungsrisiko.

Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln, die nicht der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaften entsprechen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten in fremder Währung bestehen in der BECHTLE Gruppe aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in geringem Umfang mit externen Lieferanten und Kunden in EUR, CHF, GBP, PLN, CZK, HUF, USD und JPY.

Das Volumen der im jeweiligen Geschäftsjahr abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

2012 2011
Währungspaar Kauf Verkauf Kauf Verkauf
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EUR/GBP in Tsd. GBP 6.200 5.400 195 -
EUR/USD in Tsd. USD 28.578 19.538 41.815 38.959
EUR/HUF in Tsd. HUF - - - 4.767
CHF/EUR in Tsd. EUR 1.490 2.800 2.105 240
CHF/USD in Tsd. USD 200 - 440 492
CHF/JPY in Tsd. JPY 25.403 - - -

Diese Sicherungsgeschäfte dienen zur Absicherung gegen Risiken aus Wechselkursschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Die BECHTLE Gruppe sichert mit Devisentermingeschäften und Devisenswaps.

Zum Bilanzstichtag bestand aus obigen Devisengeschäften, die als Fair Value Hedge bewertet wurden, die Verpflichtung zum Einkauf von netto 4.993 TSD. USD (Vorjahr: Verkauf von 6.596 TSD. USD) und Verkauf von netto 400 TSD. GBP (Vorjahr: Einkauf von 59 TSD. GBP). Die Bewertung zum Zeitwert ergibt bei diesen Devisenderivaten keine Gewinne und Verluste. Weiterhin besteht bei Schweizer Konzerngesellschaften die Verpflichtung zum Kauf von netto 180 TSD. € und von netto 8.145 TSD. JPY aus Sicherungsgeschäften, die gemäß IAS 39 als zu Handelszwecken klassifiziert und damit erfolgswirksam bewertet wurden. Aus der Bewertung zum Stichtag resultierte keine nennenswerte Erfolgsauswirkung.

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das Konzernergebnis vor Steuern. Berücksichtigt werden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung aufgrund des geänderten Umrechnungskurses. Zum Bilanzstichtag bestehende Sicherungsgeschäfte sind bei der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

in Tsd. € 2012 2011
Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10 % gegenüber
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CHF +366 (-366) +247 (-247)
USD +915 (-915) +162 (-162)
GBP -40 (+40) -21 (+21)
JPY 7 (-7) 0 (-0)
CZK -3 (+3) 0 (-0)
HUF -1 ( +1) -1 ( +1)
PLN 0 (-0) +1 (-1)

Ferner können Schwankungen des EUR/CHF-Wechselkurses das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da ein bedeutender Anteil des Geschäfts in der Schweiz generiert wird. Um diese Erträge gegen EUR/CHF-Wechselkursrisiken abzusichern, wurden zu Beginn des Berichtsjahres 11,7 MIO. CHF (Vorjahr: 9 MIO. CHF) gegen EUR auf Termin zum Berichtsjahresende verkauft, ohne diese Sicherungsbeziehung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 zu qualifizieren beziehungsweise zu designieren. Da der Schweizer Franken gegenüber dem Euro im Berichtsjahr an Wert zulegte, resultierten aus diesem Devisentermingeschäft eine Erfolgsauswirkung in Höhe von -16 TSD. € (Vorjahr: -209 TSD. €) vor Steuern und im Gegenzug aus der Umrechnung der Schweizer Ergebnisse entsprechend positive Effekte.

In gleicher Weise wurden im Berichtsjahr auch die in Großbritannien im Jahr 2012 voraussichtlich erzielten Erträge gegen EUR/GBP-Wechselkursrisiken gesichert. Hierzu wurden 650 TSD. GBP (Vorjahr: 650 TSD. GBP) auf Termin verkauft. Aus diesem Devisentermingeschäft resultierte eine Erfolgsauswirkung in Höhe von -14 TSD. € (Vorjahr: -3 TSD. €).

Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften entstehen im Konzernabschluss (EUR) Umrechnungsdifferenzen, die separat direkt im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen werden. Zur weitgehenden Kompensation dieser erfolgsneutralen Währungsumrechnungsdifferenzen und als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 39.102, IFRIC 16) bediente sich BECHTLE im Berichtsjahr erneut eines entsprechenden EUR/CHF-Devisentermingeschäfts, das den Großteil dieser Währungsrisiken absicherte. Aus dem zu Berichtsjahresbeginn getätigten Verkauf von 60 MIO. CHF auf Termin Berichtsjahresende resultierte ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag in Höhe von -166 TSD. € (+49 TSD. € Ertragsteuereffekt). Im Vorjahr hatte aus dem im Januar 2011 getätigten Verkauf von 60 MIO. CHF auf Termin Jahresende 2011 ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag in Höhe von -1.071 TSD. € (+313 TSD. € Ertragsteuereffekt) resultiert.

In gleicher Weise wurde im Berichtsjahr auch das Nettovermögen in Großbritannien gegen EUR/GBP-Wechselkursrisiken gesichert. Aus dem entsprechenden Devisentermingeschäft (Verkauf von 1.000 TSD. GBP) ergab sich ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag in Höhe von -21 TSD. € (+6 TSD. € Ertragsteuereffekt). Im Vorjahr betrug der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag aus dem Sicherungsgeschäft des Nettovermögens in Großbritannien -5 TSD. € (+1 TSD. € Ertragsteuereffekt).

Im Gegenzug ergab sich im Konzerneigenkapital ein positiver Effekt aus dem Anstieg der Währungsumrechnungsdifferenzen um 152 TSD. € (Vorjahr: 1.529 TSD. €). Dieser beruht größtenteils auf der EUR/CHF-Konversion.

Zinsrisiko.

Das Zinsrisiko liegt für den BECHTLE Konzern vor allem bei den aus seinen liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen erwirtschafteten Zinserträgen.

Sowohl das variabel verzinsliche Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim als auch das variabel verzinsliche Darlehen gegenüber der Kreissparkasse Heilbronn sind durch einen entsprechenden Zinsswap als Cashflow Hedge vollständig gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. Zinsänderungen wirken sich hier lediglich auf die erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zum beizulegenden Zeitwert erfolgende Bewertung des Zinsswaps aus, da keine Ineffektivitäten bestehen. Nur in geringem Umfang und daher mit nur unwesentlichem Zinsrisiko bestehen darüber hinaus variabel verzinsliche Finanzinstrumente, bei denen ein Cashflowrisiko aufgrund sich möglicherweise verschlechternder Zinskonditionen gegeben ist, sowie festverzinsliche Finanzinstrumente mit Fair-Value-Risiko aufgrund in Abhängigkeit von Zinssätzen schwankender beizulegender Zeitwerte.

Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der liquiden Mittel sowie Geld- und Wertpapieranlagen des BECHTLE Konzerns zum Bilanzstichtag sowie unter Berücksichtigung der hierfür relevanten Zinssätze in den relevanten Währungen (EUR, CHF, GBP, USD, PLN, CZK, HUF) durchgeführt. Ein hypothetischer Rückgang beziehungsweise Anstieg dieser Zinssätze ab Berichtsjahresanfang um 100 Basispunkte beziehungsweise 1 Prozent p. a. (bei konstanten Wechselkursen) hätte zu einer Verringerung beziehungsweise Erhöhung der Zinserträge um 1.462 TSD. € geführt (Vorjahr: 1.415 TSD. €).

Bei den bestehenden Zinsswaps hätte ein solcher Rückgang (bis minimal 0 Prozent p. a.) beziehungsweise Anstieg der Zinssätze zu einer erfolgsneutral direkt im Eigenkapital zu erfassenden Veränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von -50 TSD. € beziehungsweise +181 TSD. € geführt (Vorjahr: -274 TSD. € beziehungsweise +264 TSD. €).

Liquiditätsrisiko.

Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten ergibt sich aus zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente. Nachfolgende Tabellen weisen die nicht abgezinsten Zahlungsverpflichtungen der entsprechenden Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag und Vorjahresstichtag entsprechend IFRS 7 aus.

Die Zahlungsströme der in Gliederungspunkt IV. Nr. 19 beschriebenen Darlehen und dazugehöriger Zinsswaps werden als zu 100 Prozent wirksamer Cashflow Hedge zusammengefasst. Auf Basis des zum Bilanzstichtag gültigen Euribor-3M von 0,187 Prozent würden sich aus den Zinsswaps zukünftige Zinszahlungen im Zeitraum von 2013 bis 2017 von insgesamt 128 TSD. € ergeben (Vorjahr: 506 TSD. € bei Euribor-3M von 1,36 Prozent im Zeitraum von 2012 bis 2017). Der Buchwert der Darlehen und Zinsswaps setzt sich aus 70.598 TSD. € Darlehen und 406 TSD. € Zinsswaps zusammen. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden abzüglich der negativen Marktwerte der Zinsswaps in Höhe von 406 TSD. € (Vorjahr 372 TSD. €) ausgewiesen. Die Zahlungsströme der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten übersteigen deren Buchwert aufgrund der Abzinsung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen.

Das Liquiditätsrisiko wird wöchentlich mithilfe einer 14-tägigen Liquiditätsvorschau gesteuert und überwacht.

in Tsd. € Finanzverbindlichkeiten
Darlehen und Zinsswaps Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
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Buchwert 31.12.2012 71.004 3.111 145.964 47.655
Cashflow 2013
Zinsen 3.069 0
Tilgung 9.512 3.111 145.964 47.370
Cashflow 2014
Zinsen 2.568 0
Tilgung 8.017 0
Cashflow 2015
Zinsen 2.238 0
Tilgung 6.702 300
Cashflow 2016
Zinsen 1.973
Tilgung 5.549
Cashflow 2017
Zinsen 1.761
Tilgung 5.156
Cashflow 2018
Zinsen 1.568
Tilgung 3.727
Cashflow 2019
Zinsen 1.418
Tilgung 3.106
Cashflow 2020
Zinsen 1.274
Tilgung 3.204
Cashflow 2021
Zinsen 1.128
Tilgung 3.057
Cashflow 2022
Zinsen 379
Tilgung 15.441
Cashflow 2023-20321
Zinsen 1.126
Tilgung 7.125

1 Cashflows der LBBW-Darlehen mit Buchwerten 31.12.2012: 4.625 Tsd. € und 10.000 Tsd. €

in Tsd. € Finanzverbindlichkeiten
Darlehen und Zinsswaps Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
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Buchwert 31.12.2011 66.311 343 148.799 49.487
Cashflow 2012
Zinsen 3.068 1
Tilgung 8.658 343 148.799 48.279
Cashflow 2013
Zinsen 2.804 1
Tilgung 6.814 1.250
Cashflow 2014
Zinsen 2.317
Tilgung 6.397
Cashflow 2015
Zinsen 2.000
Tilgung 6.202
Cashflow 2016
Zinsen 1.748
Tilgung 5.049
Cashflow 2017
Zinsen 1.550
Tilgung 4.656
Cashflow 2018
Zinsen 1.370
Tilgung 3.227
Cashflow 2019
Zinsen 1.234
Tilgung 2.606
Cashflow 2020
Zinsen 1.103
Tilgung 2.704
Cashflow 2021
Zinsen 971
Tilgung 2.557
Cashflow 2022
Zinsen 236
Tilgung 14.941
Cashflow 2023-20311
Zinsen 434
Tilgung 2.125

1 Cashflows des LBBW-Darlehens mit Buchwert 31.12.2011: 4.875 Tsd. €

Die liquiden Mittel sind auf über 20 Kreditinstitute beziehungsweise Finanzkonzerne verteilt. Es wird sichergestellt, dass das Guthaben bei einer Bank beziehungsweise bei einer Gruppe von Banken mit gleicher Einlagensicherung nicht den Maximalbetrag der jeweiligen Einlagensicherung übersteigt. Circa 39 Prozent der liquiden Mittel werden bei Instituten, die dem Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe angehören, vorgehalten, hieraus kann bei einem Ausfall von mehreren zu dieser Sicherungseinrichtung gehörenden Instituten ein Risiko entstehen.

Bei der Anlage von Wertpapieren wird neben einem hervorragenden Rating innerhalb Investment Grade auf eine Diversifizierung bezüglich Branchen, Ländern und Laufzeiten geachtet. Der maximale Anlagebetrag pro Wertpapier ist 5 MIO. €.

Geldanlagen werden in Instrumente mit Einlagensicherung getätigt. Zum 31. Dezember 2012 bestehen keine Anlagen ohne Einlagensicherung. Zum 31. Dezember 2012 hält BECHTLE Geldanlagen pro Haftungseinheit von maximal 10 MIO. €.

Ausfallrisiko.

Die Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte auf alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie landesspezifischer Einlagensicherungsfonds auf alle liquiden Mittel und Geldanlagen bestehen keine Sicherungen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Um Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden mittels einer fortlaufenden Bonitätsprüfung kundenspezifische Kreditrahmen festgelegt.

VII. SEGMENTINFORMATIONEN

Die Segmentinformationen erfolgen wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente".

Der BECHTLE Konzern ist derzeit in zwei Geschäftssegmenten tätig, dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services und dem Segment IT-E-Commerce. Die zwei Segmente unterscheiden sich in ihren Tätigkeitsbereichen und weisen unterschiedliche Abläufe im Handel mit IT-Produkten auf. Die strategische Ausrichtung und die verfolgte Expansionsstrategie sind verschieden.

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst das Leistungsangebot von BECHTLE die gesamte Wertschöpfungskette der IT - von der IT-Strategieberatung über die Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services sowie Schulungen bis hin zum Komplettbetrieb der it. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots, bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit Hard- und Software, ist BECHTLE hier in der Lage, für jeden Kunden eine unmittelbar an dessen Bedürfnissen und Wünschen ausgerichtete Lösung zu erarbeiten. In diesem Segment ist BECHTLE in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten, wo die flächendeckende dezentrale Organisation mit über 65 Standorten für besondere Kundennähe sorgt.

Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Internet, Katalog und Telefon gestützten reinen Handelsaktivitäten des Konzerns. BECHTLE DIRECT hier als IT-Fachhändler mit über 51.000 Artikeln - von der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln - alle gängigen Bereiche der IT ab und verfolgt dabei eine Mehrmarkenstrategie. Die Marke BECHTLE DIRECT ist derzeit in 14 europäischen Ländern vertreten und fokussiert auf die klassische Hardware der marktführenden Hersteller. Dagegen hat die Marke ARP auch innovative Nischenprodukte sowie Produkte unter eigenem Label im Sortiment. Sie ist in fünf Ländern Europas aktiv und betreibt zudem eine Einkaufsgesellschaft in Taiwan. Das Softwarelizenzgeschäft der Marke COMSOFT ist in acht europäischen Ländern präsent.

Gesellschaften der BECHTLE Gruppe bestehen überwiegend in Deutschland. Ausländische Gesellschaften befinden sich in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, der Schweiz, Spanien, Taiwan, Tschechien und Ungarn.

Die Verwaltung und die strategische Steuerung der einzelnen Gesellschaften sind im Wesentlichen in Gaildorf und Neckarsulm bei der BECHTLE AG als Konzernmutter mit dem Konzernvorstand zentralisiert.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.

Die verantwortliche Unternehmensinstanz im Sinne des IFRS 8.7 ist der Vorstand der BECHTLE AG, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services und dem Vorstand für IT-E-Commerce. Diese Instanz zeichnet für die konzernweite und bereichsübergreifende Überwachung und Steuerung des Konzernerfolgs sowie Ressourcenverteilung verantwortlich. Strategische Entscheidungen hinsichtlich der Allokation von Ressourcen für die beiden Segmente und die Bewertung der jeweiligen Ertragskraft werden ausschließlich in den Vorstandssitzungen der BECHTLE AG in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen. Der Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services und der Vorstand für IT-E-Commerce sind einzeln jeweils der Segmentmanager (IFRS 8.9) für das entsprechende Geschäftssegment. Im Rahmen dieser Funktion obliegen ihnen die Steuerung der Ressourcen und die Beurteilung der Leistungskraft für das von ihnen verantwortete Segment. Dabei führt der Segmentmanager auch die ihm untergeordneten Bereichsvorstände und Geschäftsführer in seinem Segment. Die Segmentmanager übernehmen gegenüber der leitenden Unternehmensinstanz die Verantwortung für ihren Bereich und treten regelmäßig mit dieser in Kontakt, zum Beispiel in Vorstandssitzungen, um über die Aktivitäten, Ergebnisse und Planungen ihres Segments zu berichten und zu diskutieren.

Die nachfolgend dargestellten Segmentinformationen entsprechen den im internen Berichts- und Steuerungssystem verwendeten Größen, die insbesondere auch von der Konzernleitung beziehungsweise der leitenden Unternehmensinstanz zur Erfolgsbeurteilung und zur Ressourcenallokation herangezogen werden. Die Erträge und Aufwendungen sowie Vermögenswerte und Schulden der Zentraleinheiten/-funktionen des BECHTLE Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den beiden Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Betriebsergebnis als Ergebnis vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen über die BECHTLE AG finanziert werden und externe Zinsaufwendungen/-erträge überwiegend dort entstehen. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und Finanzaufwendungen lediglich auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis vor Steuern im BECHTLE Konzern und unter Berücksichtigung der Steuern auf Konzernebene schließlich das Ergebnis nach Steuern im BECHTLE Konzern.

Dabei besteht eine asymmetrische Allokation (IFRS 8.27 f.) insofern, dass die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden der Segmente zinstragende Vermögenswerte und Schulden sowie Steuerforderungen und -schulden enthalten. Bei symmetrischer Zuordnung wären das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechend niedriger beziehungsweise die ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente entsprechend um Finanzerträge und -aufwendungen sowie Steuern erweitert.

Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind der Vollständigkeit und Transparenz halber nachfolgend hinsichtlich der Umsatzerlöse sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten auch explizit ausgewiesen. Die externen Umsatzerlöse stellen die Umsatzerlöse der beiden Segmente mit Konzernexternen dar und damit in Summe die konsolidierten Umsatzerlöse des BECHTLE Konzerns. Entsprechendes gilt für die Forderungen und Verbindlichkeiten beziehungsweise die Vermögenswerte und Schulden der beiden Segmente und in Summe des BECHTLE Konzerns.

Die ausgewiesenen Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf die immateriellen Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte) und das Sachanlagevermögen.

In der Segmentierung nach Regionen (Inland oder Ausland) sind die Umsätze dem Land zugeordnet, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Firmensitz hat. Aus der Sicht der jeweiligen Tochtergesellschaft werden ausschließlich Umsätze im eigenen Land getätigt. Ausgewiesen werden nur Umsätze mit Konzernexternen. Entsprechend sind die Vermögenswerte, Schulden und Investitionen basierend auf dem jeweiligen Firmensitz dem Inland (Deutschland) oder Ausland zugeordnet.

in Tsd. € 2012 2011
IT- Systemhaus & Managed Services IT- E-Commerce Gesamtkonzern IT- Systemhaus & Managed Services IT- E-Commerce Gesamtkonzern
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Nach Segmenten
Gesamtsegment-Umsatzerlöse 1.397.173 704.553 1.318.731 680.436
abzüglich der Umsatzerlöse mit anderem Segment -2.718 -2.173 -3.062 -1.224
Externe Umsätze 1.394.455 702.380 2.096.835 1.315.669 679.212 1.994.881
Abschreibungen 17.885 3.863 21.748 14.741 3.620 18.361
Betriebsergebnis 44.405 36.115 80.520 49.891 36.512 86.403
Finanzergebnis -1.264 -114
Ergebnis vor Steuern 79.256 86.289
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.695 23.566
Ergebnis nach Steuern 56.561 62.723
Investitionen 22.769 9.246 32.015 42.007 19.113 61.120
Investitionen durch Akquisitionen 5.160 0 5.160 31.219 0 31.219
in Tsd. € 2012 2011
IT- Systemhaus & Managed Services IT- E-Commerce Gesamtkonzern IT- Systemhaus & Managed Services IT- E-Commerce Gesamtkonzern
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Nach Segmenten
Gesamtsegment-Vermögenswerte 565.040 281.229 545.430 258.672
abzüglich der Forderungen gegenüber anderem Segment -179 -648 -217 -469
Vermögenswerte 564.861 280.581 845.442 545.213 258.203 803.416
Gesamtsegment-Schulden 262.956 124.920 258.906 126.152
abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber anderem Segment -648 -179 -469 -217
Schulden 262.308 124.741 387.049 258.437 125.935 384.372

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wurde der beim Erwerb der intelligent IT Solutions GmbH & Co. KG aktivierte Kundenstamm außerplanmäßig um 309 TSD. € wertgemindert. Darüber hinaus beschränkten sich die zahlungsunwirksamen Posten in den beiden Segmenten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen und die gewöhnlichen Bewegungen im Rahmen des betrieblichen Geschäftsgangs (zum Beispiel Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

in Tsd. € 2012 2011
Inland Ausland Gesamtkonzern Inland Ausland Gesamtkonzern
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Nach Regionen
Externe Umsatzerlöse 1.433.869 662.966 2.096.835 1.315.185 679.696 1.994.881
Investitionen 27.604 4.411 32.015 57.311 3.809 61.120
Investitionen durch Akquisitionen 5.160 0 5.160 24.835 6.384 31.219
in Tsd. € 2012 2011
Inland Ausland Gesamtkonzern Inland Ausland Gesamtkonzern
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Nach Regionen
Vermögenswerte 588.565 256.877 845.442 503.260 300.156 803.416
davon langfristige Vermögenswerte 207.060 90.523 297.583 184.386 97.252 281.638
Schulden 274.566 112.483 387.049 267.193 117.179 384.372

Von den externen Umsatzerlösen im Ausland entfallen 290.521 TSD. € auf die Schweiz (Vorjahr: 312.382 TSD. €). Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Taiwan, Tschechien und Ungarn, die einzeln jeweils unter 5 Prozent zu den externen Umsatzerlösen des BECHTLE Konzerns beitragen.

Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte). Von den langfristigen Vermögenswerten im Ausland entfallen 63.194 TSD. € auf die Schweiz (Vorjahr: 69.916 TSD. €). Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Taiwan, Tschechien und Ungarn, die einzeln jeweils unter 5 Prozent der langfristigen Vermögenswerte des BECHTLE Konzerns halten.

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 Prozent der Umsatzerlöse des BECHTLE Konzerns getätigt (IFRS 8.34).

Angaben zu den Mitarbeiterzahlen nach Segmenten und Regionen befinden sich in Gliederungspunkt X. "Sonstige Angaben, Mitarbeiter".

VIII. AKQUISITIONEN UND KAUFPREISALLOKATION

Redmond Integrators GmbH

Mit Erwerbszeitpunkt 1. Januar 2012 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Redmond Integrators GmbH, Bochum, erworben.

Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3.4 ff.).

Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei ein Kundenstamm (102 TSD. €) und ein Wettbewerbsverbot (220 TSD. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).

Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms, der über drei Jahre abgeschrieben wird, und des Wettbewerbsverbots, das über zwei Jahre abgeschrieben wird, wurden passive latente Steuern (102 TSD. €) gebildet.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen Nettovermögens (312 TSD. €) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 471 TSD. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Mit dem Erwerb der Redmond Integrators (15 Mitarbeiter) baut BECHTLE den Bereich Software & Anwendungslösungen im Segment IT-Systemhaus & Managed Services weiter aus. Die im Markt etablierte Redmond Integrators ist auf Lösungen rund um die wachstumsstarke SharePoint-Technologie spezialisiert. BECHTLE führt damit die Positionierung als IT-Lösungsanbieter konsequent fort und kommt dem Ziel, die Nummer eins für SharePoint-basierte Lösungen im deutschen Markt zu werden, wesentlich näher.

Bilanziell stellt sich die Akquisition zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt:

in Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 471
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 331
Sachanlagevermögen 59
Sonstige Vermögenswerte 8
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 869
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 59
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 332
Liquide Mittel 233
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 624
Summe Vermögenswerte 1.493
Langfristige Schulden
Latente Steuern 102
Langfristige Schulden, gesamt 102
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 17
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 450
Kurzfristige Schulden, gesamt 608
Summe Schulden 710
Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten 783

Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der Redmond Integrators enthält eine vom zukünftigen Geschäftsverlauf des erworbenen Unternehmens abhängige (bedingte) Kaufpreiszahlung in Höhe von bis zu 300 TSD. €. Unter Berücksichtigung der validierten Geschäftsplanung der Redmond Integrators betrug der zum Erwerbszeitpunkt beizulegende Zeitwert dieser bedingten Kaufpreiszahlung 283 TSD. €.

Die übrigen Anschaffungskosten (500 TSD. €) führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln.

Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Wertberichtigungen zu berücksichtigen.

In den für die Berichtsperiode ausgewiesenen Umsatzerlösen der BECHTLE Gruppe beziehungsweise im für die Berichtsperiode ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern der BECHTLE Gruppe ist die Redmond Integrators mit einem Betrag von 1.497 TSD. € beziehungsweise 0 TSD. € enthalten (IFRS 3.B64qi).

KUMAtronik GmbH

Mit Erwerbszeitpunkt 2. April 2012 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der KUMAtronik GmbH, Markdorf, erworben.

Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3.4 ff.).

Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei ein Kundenstamm (570 TSD. €) und ein Wettbewerbsverbot (110 TSD. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).

Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird, und des Wettbewerbsverbots, das über eineinhalb Jahre abgeschrieben wird, wurden passive latente Steuern (195 TSD. €) gebildet.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen Nettovermögens (1.361 TSD. €) ein Unterschiedsbetrag von 329 TSD. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Mit dem Erwerb der KUMAtronik (knapp 100 Mitarbeiter) baut BECHTLE die starke Marktpräsenz in Süddeutschland weiter aus. Die im Markt etablierte KUMAtronik verfügt neben dem Gesellschaftssitz in Markdorf am Bodensee noch über drei weitere Standorte in Augsburg, Stuttgart und Ulm. BECHTLE erweitert damit seine Wettbewerbsposition im Segment IT-Systemhaus & Managed Services in attraktiven Wirtschaftsräumen.

Bilanziell stellt sich die Akquisition zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt:

in Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 329
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 733
Sachanlagevermögen 196
Latente Steuern 244
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 1.502
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 556
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.915
Sonstige Vermögenswerte 135
Liquide Mittel 66
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 3.672
Summe Vermögenswerte 5.174
Langfristige Schulden
Latente Steuern 195
Langfristige Schulden, gesamt 195
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 465
Finanzverbindlichkeiten 560
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.114
Sonstige Verbindlichkeiten 358
Abgrenzungsposten 792
Kurzfristige Schulden, gesamt 3.289
Summe Schulden 3.484
Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten 1.690

Die Werte in obiger Tabelle weichen von den in der Zwischenberichterstattung angegebenen, vorläufigen Werten ab. Nach Erstellung der Zwischenberichte sind Fakten und Umstände bekannt geworden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden haben (IAS 3.45).

Die Anschaffungskosten führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe.

Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Wertberichtigungen zu berücksichtigen.

Die Niederlassungen der KUMAtronik in Augsburg und Ulm werden gemeinsam als eigenständige Gesellschaft (umfirmiert in BECHTLE GmbH) fortgeführt. Der Hauptsitz in Markdorf und die ehemalige Niederlassung in Stuttgart wurden in bestehende Gesellschaften der BECHTLE Gruppe integriert. Vor diesem Hintergrund sind die Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge der übernommenen Gesellschaft nicht gesondert ermittelbar.

Teilgeschäftsbetrieb "Vertriebsbereich SolidWorks" der SPI GmbH

Mit Erwerbszeitpunkt 1. August 2012 wurde von der SPI Systemberatung Programmierung Industrie-Elektronik GmbH, Ahrensburg, der Vertriebsbereich für die CAD-Software SolidWorks mit Standorten in Ahrensburg bei Hamburg, Münster und Greifswald erworben.

Bei dieser unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3.4 ff.) zu bilanzierenden Teilgeschäftsbetriebsübernahme wurden neben den bereits beim Verkäufer angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, Kundenserviceverträge (535 TSD. €), ein Kundenstamm (425 TSD. €) und ein Wettbewerbsverbot (346 TSD. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).

Im Zuge der Aktivierung der Kundenserviceverträge, die über zehn Jahre abgeschrieben werden, des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird, und des Wettbewerbsverbots, das über zwei Jahre abgeschrieben wird, wurden aktive latente Steuern (93 TSD. €) gebildet. Diese aktive latenten Steuern begründen sich im Bewertungsunterschied zwischen den nach Steuerrecht angesetzten Kundenserviceverträgen (1.630 TSD. €) und den nach IFRS angesetzten immateriellen Vermögenswerten.

Neben der Differenz bei der Bewertung der immateriellen Vermögenswerte bestehen bei den Vermögenswerten und Abgrenzungsposten ebenfalls Unterschiede bezüglich der Buchwerte in der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz. Hieraus resultieren aktive latente Steuern in Höhe von 92 TSD. €.

Unter Berücksichtigung der erworbenen Vermögenswerte (1.890 TSD. €) und Schulden (702 TSD. €) resultierte ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 462 TSD. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Schwerpunkt des übernommenen Teilgeschäftsbetriebs sind der Vertrieb der CAD-Software SolidWorks und die damit verbundene Beratung. BECHTLE übernahm dabei 19 Mitarbeiter an den Standorten Ahrensburg bei Hamburg, Münster und Greifswald sowie die bestehenden Kundenverträge. Nach den 2010 und 2011 erfolgten Akquisitionen der Solidpro und der SolidLine hat sich BECHTLE im CAD-Bereich durch diese Akquisition weiter verstärkt.

Bilanziell stellt sich die Übernahme zum Erwerbszeitpunkt wie folgt:

in Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 462
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.306
Sachanlagevermögen 20
Latente Steuern 185
Sonstige Vermögenswerte 3
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 1.976
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 376
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 376
Summe Vermögenswerte 2.352
Langfristige Schulden
Abgrenzungsposten 5
Langfristige Schulden, gesamt 5
Kurzfristige Schulden
Abgrenzungsposten 697
Kurzfristige Schulden, gesamt 697
Summe Schulden 702
Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten 1.650

Die Anschaffungskosten führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe.

Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Wertberichtigungen zu berücksichtigen.

Der übernommene Teilgeschäftsbetrieb wurde in die bestehende SolidLine integriert. Deshalb sind die Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge nicht gesondert ermittelbar.

Teilgeschäftsbetrieb "Vertriebsbereich SolidWorks" der Unicam GmbH

Mit Erwerbszeitpunkt 1. Dezember 2012 wurde von der Unicam Software GmbH, Georgensgmünd, der Vertriebsbereich für die CAD-Software SolidWorks erworben.

Bei dieser unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS 3.4 ff.) zu bilanzierenden Teilgeschäftsbetriebsübernahme wurden neben den bereits beim Verkäufer angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, Kundenserviceverträge (486 TSD. €), ein Kundenstamm (250 TSD. €) und ein Wettbewerbsverbot (206 TSD. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).

Im Zuge der Aktivierung der Kundenserviceverträge, die über zehn Jahre abgeschrieben werden, des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird, und des Wettbewerbsverbots, das über zwei Jahre abgeschrieben wird, wurden aktive latente Steuern (44 TSD. €) gebildet. Diese aktive latenten Steuern begründen sich im Bewertungsunterschied zwischen den nach Steuerrecht angesetzten Kundenserviceverträgen (1.100 TSD. €) und den nach IFRS angesetzten immateriellen Vermögenswerten.

Neben der Differenz bei der Bewertung der immateriellen Vermögenswerte bestehen bei den Vermögenswerten, sonstigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungsposten ebenfalls Unterschiede bezüglich der Buchwerte in der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz. Hieraus resultieren aktive latente Steuern in Höhe von 77 TSD. €.

Unter Berücksichtigung der erworbenen Vermögenswerte (1.343 TSD. €) und Schulden (554 TSD. €) resultierte ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 311 TSD. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.

Schwerpunkt des übernommenen Teilgeschäftsbetriebs sind der Vertrieb der CAD-Software SolidWorks und die damit verbundene Beratung. BECHTLE übernahm dabei 13 Mitarbeiter am Standort Georgensgmünd sowie die bestehenden Kundenverträge. Mit dieser Akquisition verstärkt sich BECHTLE nach den 2010, 2011 und 2012 getätigten Akquisitionen weiter im CAD-Bereich.

Bilanziell stellt sich die Übernahme zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in Tsd. €
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 311
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 942
Latente Steuern 121
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 1.374
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 280
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 280
Summe Vermögenswerte 1.654
Kurzfristige Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten und Abgrenzungsposten 554
Kurzfristige Schulden, gesamt 554
Summe Schulden 554
Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten 1.100

Die Anschaffungskosten führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe.

Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Wertberichtigungen zu berücksichtigen.

Der übernommene Teilgeschäftsbetrieb wurde in die bestehende Solidpro integriert. Deshalb sind die Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge nicht gesondert ermittelbar.

Beim Erwerb der SolidLine AG, Walluf, im Geschäftsjahr 2011 hatte sich BECHTLE vertraglich zur Zahlung bedingter, nachträglicher Kaufpreiserhöhungen von insgesamt bis zu 1.692 TSD. € verpflichtet. Im Februar 2012 wurde ein erster Teil dieser bedingten Kaufpreiserhöhung abgerechnet und ausgezahlt. Diese Zahlung in Höhe von 1.000 TSD. € entspricht dem bei der Erstkonsolidierung hierfür angesetzten Zeitwert zuzüglich der Aufzinsung für die Zeit zwischen Erwerbszeitpunkt und Zahltag. Der zweite Teil dieser nachträglichen Kaufpreiserhöhung von maximal 692 TSD. € wird im ersten Quartal 2013 abgerechnet. Den Verkäufern steht der Maximalbetrag zu. Der Differenzbetrag (292 TSD. €) zwischen dem bei der Erstkonsolidierung hierfür angesetzten Zeitwert zuzüglich der Aufzinsung und der nun bekannten Verbindlichkeit wurde erfolgswirksam erfasst.

IX. ANGABEN ZU VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Mitglieder des Vorstands

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender

Wohnort: Rabenau

Vorstand für Controlling, Finanzen, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Zentrale IT, Logistik & Service, Human Resources und Personalentwicklung sowie Recht

Vorsitzender des Aufsichtsrats

der BECHTLE E-COMMERCE HOLDING AG, Neckarsulm

der BECHTLE MANAGED SERVICES AG, Neckarsulm

der BECHTLE SYSTEMHAUS HOLDING AG, Neckarsulm

der PP 2000 BUSINESS INTEGRATION AG, Stuttgart

der SolidLine AG, Walluf
Präsident des Verwaltungsrats

der BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG, Rotkreuz

Michael Guschlbauer

Wohnort: Ludwigsburg

Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services, Qualitätsmanagement

Mitglied des Vorstands

der BECHTLE MANAGED SERVICES AG, Neckarsulm

der BECHTLE SYSTEMHAUS HOLDING AG, Neckarsulm
Mitglied des Aufsichtsrats

der PP 2000 BUSINESS INTEGRATION AG, Stuttgart

Jürgen Schäfer

Wohnort: Heilbronn

Vorstand für IT-E-Commerce

Mitglied des Vorstands

der BECHTLE E-COMMERCE HOLDING AG, Neckarsulm

des "Förderkreis der Hochschule Heilbronn e. V."
Vorsitzender des Verwaltungsrats

der Gustav-Berger Stiftung, Heilbronn
Mitglied des Aufsichtsrats

der RIXIUS AG, Mannheim

Die Verantwortung für Compliance, Risikomanagement sowie Unternehmensplanung und strategische Unternehmensentwicklung nimmt der Vorstand funktional gemeinschaftlich wahr.

ANZAHL DER AKTIEN AN DER BECHTLE AG

31.12.2012 31.12.2011
Dr. Thomas Olemotz 0 0
Michael Guschlbauer 0 0
Jürgen Schäfer 4.000 4.000

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands

Die für die Tätigkeit des Vorstands der BECHTLE AG gewährten Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 1.534 TSD. € (Vorjahr: 2.494 TSD. €). Die festen Bezüge beliefen sich auf 930 TSD. € (Vorjahr: 892 TSD. €) und die variablen Bezüge auf 604 TSD. € (Vorjahr: 1.602 TSD. €).

Im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung bestehen Zusagen mit langfristiger Anreizwirkung. Die Kriterien zur Bemessung dieser Zusagen sind die Entwicklung von Umsatz, Vorsteuerergebnis und Eigenkapitalverzinsung im Zeitraum von 2012 bis 2014. Die Zusagen sind aufschiebend bedingt vom Erreichen der vorgegebenen Ziele abhängig und 2015 zur Auszahlung fällig. Der Gesamtbetrag bei Erreichen sämtlicher Ziele beträgt 2.284 TSD. €. Der auf das Geschäftsjahr 2012 entfallende Teil in Höhe von 604 TSD. € wurde durch Bildung von Rückstellungen berücksichtigt.

Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Juni 2010 wird auf eine individualisierte Offenlegung der Bezüge des Vorstands verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Vergütung

Die Besetzung des Aufsichtsrats und deren Aktienbesitz der BECHTLE AG stellen sich wie folgt dar:

31.12.2012 31.12.2011
Vertreter der Anteilseigner
Kurt Dobitsch 0 0
Prof. Dr. Thomas Hess 0 0
Dr. Walter Jaeger 0 0
Gerhard Schick 0 0
Karin Schick 7.353.2871 7.333.287
Klaus Winkler 725 725
Dr. Jochen Wolf 0 0
Vertreter der Arbeitnehmer
Uli Drautz 0 1.644
Daniela Eberle 0 0
Jürgen Ergenzinger 0 0
Sonja Glaser-Reuss 1.000 1.000
Barbara Greyer 0 0
Siegfried Höfels 0 0

1 960.272 Aktien für Schick GmbH, 340.115 für Amaury Krief.

Die Vergütungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrugen 493 TSD. €.

Sämtliche übrigen Angaben zum Aufsichtsrat, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu machen sind, werden in der Anlage D zu diesem Anhang zusammengefasst.

X. SONSTIGE ANGEBEN

Operating-Leasingverhältnisse

Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die nach IAS 17 als "Operating lease" zu qualifizieren sind, mietet der Konzern Sachanlagen. Die hieraus resultierenden Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

BECHTLE hat im Rahmen von in der Grundmietzeit unkündbaren Operating-Leasinggeschäften Gebäude, Fahrzeuge und IT-Handelswaren gemietet. In den Aufwendungen im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden Zahlungen in Höhe von 26.682 TSD. € (Vorjahr: 25.520 TSD. €) erfasst.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus den vorgenannten Verträgen betragen zum 31. Dezember 2012 65.185 TSD. € (Vorjahr: 62.685 TSD. €).

Bei der Berechnung der Mindestleasingzahlungen sind vertraglich vereinbarte und in der Höhe bekannte Preisanpassungen berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen landesübliche Preisanpassungsklauseln sowie Mietverlängerungsoptionen, die bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben, da Höhe und Ausübung ungewiss sind.

in Tsd. €
fällig innerhalb eines Jahres 23.794
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 34.345
fällig nach 5 Jahren 7.046
Mindestleasingzahlungen 65.185

Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen tritt BECHTLE auch als Leasinggeber auf. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Vermietung von IT-Handelswaren. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt in der Regel zwischen 3 und 5 Jahren. Die entsprechenden Mindestleasingzahlungen aus diesen Verträgen betragen für 2013 4.892 TSD. € (Vorjahr für 2012: 5.104 TSD. €), für 2014 bis 2018 4.791 TSD. € (Vorjahr für 2013 bis 2017: 5.965 TSD. €) und damit in Summe 9.683 TSD. € (Vorjahr: 11.069 TSD. €).

Eventualverbindlichkeiten

Nach IAS 37.86 sind der Gesellschaft hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten keine Vorgänge bekannt, die eine erhebliche nachteilige Auswirkung auf die Ertrags-, Liquiditäts- oder Finanzlage haben würden oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten.

Mitarbeiter

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in Tsd. € 2012 2011
Löhne und Gehälter 276.784 252.171
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 49.551 42.478
Personalaufwand gesamt 326.335 294.649

Im Personalaufwand (Löhne und Gehälter) sind Abfindungsleistungen in Höhe von 932 TSD. € (Vorjahr: 982 TSD. €) enthalten (IAS 19.142).

Die Mitarbeiterzahlen im BECHTLE Konzern stellen sich insgesamt zum Bilanzstichtag und im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:

31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
Voll- und Teilzeitkräfte 5.438 5.026 5.315 4.753
Auszubildende 428 356 363 304
Mitarbeiter in Elternzeit 104 97 102 89
Aushilfen 140 141 136 142
Summe 6.110 5.620 5.916 5.288

In der oben aufgeführten durchschnittlichen Zahl von Voll- und Teilzeitkräften sind 106 (Vorjahr: 86) Geschäftsführer beziehungsweise Vorstandsmitglieder von Tochtergesellschaften enthalten.

Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie folgt auf:

31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
IT-Systemhaus & Managed Services 4.754 4.305 4.563 4.043
Inland 4.104 3.640 3.927 3.389
Ausland 650 665 636 654
IT-E-Commerce 1.216 1.174 1.217 1.103
Inland 446 425 443 388
Ausland 770 749 774 715

Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Elternzeit und ohne Aushilfen) wie folgt auf:

31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
Dienstleistung 2.718 2.506 2.611 2.375
Vertrieb 1.784 1.684 1.762 1.594
Verwaltung 1.364 1.192 1.305 1.088

Zu den Dienstleistungsmitarbeitern gehören alle Mitarbeiter, die für Kundenaufträge Leistungen erbringen. Vertriebsmitarbeiter sind Mitarbeiter, die in direktem vertrieblichen Kundenkontakt stehen. Zu den Verwaltungsmitarbeitern gehören alle Mitarbeiter, die nicht zu den Dienstleistungs- und Vertriebsmitarbeitern zählen; dies sind insbesondere Mitarbeiter im Einkauf, im Lager und in der Verwaltung.

Honorar des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für die BECHTLE AG und deren Tochtergesellschaften wurden folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2012 erfasst:

in Tsd. € 2012 2011
Abschlussprüfungen 474 422
Sonstige Leistungen 13 7
Honorar des Abschlussprüfers 487 429

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare der Konzernabschlussprüfung sowie der Prüfung der Abschlüsse der BECHTLE AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als einander nahestehende Unternehmen sind die BECHTLE AG und ihre sämtlichen (unmittelbaren oder mittelbaren) Tochtergesellschaften anzusehen. Alle diese Unternehmen sind im Konzernabschluss der BECHTLE AG konsolidiert.

BECHTLE nahestehende Personen sind Karin Schick als größter Anteilseigner der BECHTLE AG, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der BECHTLE AG sowie die jeweiligen nahen Familienangehörigen.

Neben ihrem Aufsichtsratsmandat als Vertreter der Anteilseigner übt Karin Schick bei der BECHTLE AG noch eine Teilzeit-Angestelltentätigkeit ohne wesentliche Vergütung aus.

Gerhard Schick, ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender, Mitgründer von BECHTLE und Vater von Karin Schick, stellt seine Erfahrung der BECHTLE Gruppe im Rahmen eines unentgeltlichen Beratervertrags auch weiterhin zur Verfügung.

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhielten im Berichtsjahr für ihr gewöhnliches Angestelltenverhältnis bei BECHTLE lohnsteuerliche Bezüge in Summe von 374 TSD. € (Vorjahr: 377 TSD. €).

Darüber hinaus gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr nennenswerte Geschäftsvorfälle zwischen BECHTLE und nahestehenden Unternehmen oder Personen.

Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264b HGB

Nachfolgende Gesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der BECHTLE AG sind und für die der Konzernabschluss der BECHTLE AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264 b HGB in vollem Umfang in Anspruch:

Unternehmen Sitz
Bechtle GmbH Berlin
Bechtle GmbH & Co. KG Bielefeld
Bechtle GmbH & Co. KG Bonn
Bechtle GmbH & Co. KG Chemnitz
Bechtle GmbH & Co. KG Darmstadt
Bechtle GmbH Dortmund
PSB GmbH Dreieich
Bechtle GmbH & Co. KG Duisburg
ITZ Informationstechnologie GmbH Essen
Bechtle GmbH Frankfurt
Bechtle GmbH Freiburg
Bechtle GmbH & Co. KG Friedrichshafen
Bechtle GmbH Hamburg
Bechtle GmbH Hannover
Bechtle GmbH & Co. KG Karlsruhe
Bechtle GmbH & Co. KG Krefeld
Bechtle IT-Systemhaus GmbH Krefeld
Bechtle GmbH & Co. KG Mannheim
Bechtle GmbH Meschede
Bechtle GmbH & Co. KG Münster
Bechtle E-Commerce Holding AG Neckarsulm
Bechtle Field Services GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Neckarsulm
Bechtle Logistik & Service GmbH Neckarsulm
Bechtle Managed Services AG Neckarsulm
Bechtle ÖA direct GmbH Neckarsulm
Bechtle Onsite Services GmbH Neckarsulm
Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle Systemhaus Holding AG Neckarsulm
Bechtle GmbH Nürnberg
Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG Ober-Mörlen
Bechtle GmbH Offenburg
Bechtle GmbH Radolfzell am Bodensee
Bechtle GmbH & Co. KG Regensburg
Bechtle GmbH & Co. KG Rottenburg am Neckar
Bechtle GmbH Schkeuditz
Bechtle GmbH Solingen
Bechtle GmbH Stuttgart
PP 2000 Business Integration AG Stuttgart
Bechtle GmbH Würselen
Bechtle GmbH Würzburg

XI. EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSJAHRES

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine besonderen Ereignisse bei BECHTLE eingetreten.

Neckarsulm, 27. Februar 2013

BECHTLE AG

Der Vorstand

Dr. Thomas Olemotz

Michael Guschlbauer

Jürgen Schäfer

TOCHTERUNTERNEHMEN DER BECHTLE AG* zum 31. Dezember 2012 (Anlage A zum Anhang)

60. TOCHTERUNTERNEHMEN - DEUTSCHLAND

Unternehmen Sitz
Bechtle GmbH Berlin
Bechtle GmbH & Co. KG Bielefeld
Redmond Integrators GmbH Bochum
Bechtle GmbH & Co. KG Bonn
Bechtle GmbH Bremen
Bechtle GmbH & Co. KG Chemnitz
Bechtle GmbH & Co. KG Darmstadt
ARP GmbH Dietzenbach
Bechtle GmbH Dortmund
PSB GmbH Dreieich
Bechtle GmbH & Co. KG Duisburg
ITZ Informationstechnologie GmbH Essen
Bechtle GmbH Frankfurt
Bechtle GmbH Freiburg
Bechtle GmbH & Co. KG Friedrichshafen
Bechtle Finanz- & Marketingservices GmbH Gaildorf
Bechtle GmbH Hamburg
HanseVision GmbH Hamburg
Bechtle GmbH Hannover
Bechtle GmbH & Co. KG Karlsruhe
Bechtle GmbH Köln
Bechtle GmbH & Co. KG Krefeld
Bechtle IT-Systemhaus GmbH Krefeld
SolidPro Informationssysteme GmbH Langenau
Bechtle GmbH & Co. KG Mannheim
Bechtle GmbH Meschede
Bechtle GmbH & Co. KG Münster
Bechtle direct GmbH Neckarsulm
Bechtle E-Commerce Holding AG Neckarsulm
Bechtle Finance GmbH Neckarsulm
Bechtle GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Neckarsulm
Bechtle Immobilen GmbH Neckarsulm
Bechtle Logistik & Service GmbH Neckarsulm
Bechtle Managed Services AG Neckarsulm
Bechtle ÖA direct GmbH Neckarsulm
Bechtle Onsite Services GmbH Neckarsulm
Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle Softwarelösungen GmbH Neckarsulm
Bechtle Systemhaus Holding AG Neckarsulm
Bechtle-Comsoft GmbH Neckarsulm
Bechtle GmbH Nürnberg
Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG Ober-Mörlen
PSB IT-Service GmbH Ober-Mörlen
Bechtle GmbH Offenburg
Bechtle GmbH Radolfzell am Bodensee
Bechtle GmbH & Co. KG Regensburg
Bechtle GmbH & Co. KG Rottenburg am Neckar
Bechtle GmbH Schkeuditz
Bechtle GmbH Solingen
Bechtle GmbH Stuttgart
PP 2000 Business Integration AG Stuttgart
Bechtle GmbH Ulm
HCV Data Management GmbH Walluf
Solid Line Aktiengesellschaft Walluf
Bechtle GmbH Weimar
Bechtle Remarketing GmbH Wesel
Bechtle GmbH Würselen
Bechtle GmbH Würzburg

* Der Anteil der BECHTLE AG (unmittelbar oder mittelbar) beträgt in allen Fällen jeweils 100 Prozent.

Nicht operativ tätige Gesellschaften:

Unternehmen Sitz
Bechtle Verwaltungs-GmbH Bielefeld
Bechtle Verwaltungs-GmbH Bonn
Bechtle Verwaltungs-GmbH Chemnitz
DA Bechtle Verwaltungs-GmbH Darmstadt
BO Bechtle Verwaltungs-GmbH Duisburg
FH Bechtle Verwaltungs-GmbH Friedrichshafen
Bechtle Data Verwaltungs-GmbH Gaildorf
Bechtle GmbH Gaildorf
Bechtle Kapitalbeteiligungs-Verwaltungs-GmbH Gaildorf
intelligent IT solutions Beteiligungs-GmbH Gaildorf
MH Bechtle Verwaltungs-GmbH Gaildorf
MS Mikro Software Gesellschaft für Systemanalyse und Engineering mbH Gaildorf
MVis informationssysteme GmbH Gaildorf
OCR Datensysteme GmbH Gaildorf
KA Bechtle Verwaltungs-GmbH Karlsruhe
MA Bechtle Verwaltungs-GmbH Mannheim
Bechtle Verwaltungs-GmbH Münster
Bechtle Field Services GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle Field Services Verwaltungs-GmbH Neckarsulm
Bechtle Remote Services Verwaltungs-GmbH Neckarsulm
HN Bechtle Verwaltungs-GmbH Neckarsulm
Bechtle Verwaltungs-GmbH Ober-Mörlen
REG Bechtle Verwaltungs-GmbH Regensburg
RB Bechtle Verwaltungs-GmbH Rottenburg am Neckar

61. TOCHTERUNTERNEHMEN - WELTWEIT

Unternehmen Land Sitz
ARP NV Belgien Neerpelt
Bechtle Brussels NV Belgien Neerpelt
Bechtle Comsoft NV Belgien Neerpelt
Bechtle direct NV Belgien Neerpelt
Bechtle direct SAS Frankreich Molsheim
Bechtle Management E.u.r.l. Frankreich Molsheim
Comsoft SOS Developers SAS Frankreich Valbonne
ARP SAS Frankreich Villebon-sur-Yvette
Bechtle direct Ltd. Großbritannien Chippenham
Bechtle direct Limited Irland Dublin
Bechtle direct S.r.l. Italien Bozen
Comsoft direct S.r.l. Italien Bozen
Bechtle direct B.V. Niederlande Eindhoven
Bechtle Holding B.V. Niederlande Eindhoven
Buyitdirect.com N.V. Niederlande Hoofddorp
ARP Nederland B.V. Niederlande Maastricht
ARP Supplies B.V. Niederlande Maastricht
Bechtle Data Management B.V. Niederlande Maastricht
Bechtle Management B.V. Niederlande Maastricht
Comsoft direct B.V Niederlande Maastricht
Bechtle direct GmbH Österreich Traun
HTH Consulting GmbH Österreich St. Pölten
Bechtle GmbH Österreich Wien
ARP GmbH Österreich Wiener Neudorf
Comsoft direct GmbH Österreich Wiener Neudorf
Bechtle direct Polska Sp.z.oo. Polen Breslau
Bechtle direct Portugal Unipessoal Lda Portugal Aveiro
Coma Services AG Schweiz Bremgarten
Gate informatic AG Schweiz Ecublens
Bechtle direct AG Schweiz Gland
Bechtle Marketing AG Schweiz Regensdorf
Bechtle Printing Solutions AG Schweiz Regensdorf
Bechtle Regensdorf AG Schweiz Regensdorf
ARP Management AG Schweiz Rotkreuz
ARP Schweiz AG Schweiz Rotkreuz
BECHTLE HOLDING SCHWEIZ AG Schweiz Rotkreuz
Bechtle Management AG Schweiz Rotkreuz
Bechtle Schweiz AG Schweiz Rotkreuz
Comsoft direct AG Schweiz Rotkreuz
Bechtle St. Gallen AG Schweiz St. Gallen
Solid Solutions AG Schweiz Zürich
Bechtle direct S.L. Spanien Madrid
Comsoft direct S.L.U. Spanien Madrid
ARP Datacon Ltd. Taiwan R.O.C. Taipei Hsien
Bechtle direct s.r.o. Tschechische Republik Prag
Bechtle direct Kft. Ungarn Budapest

62. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 (Anlage B zum Anhang)

in Tsd. € Anschaffungskosten
Stand am

01.01.2012
Veränderung durch

Akquisitionen
Sonstige

Zugänge
Währungs-

differenzen
Abgänge Umbuchungen/

Umgliederung
Stand am

31.12.2012
--- --- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwerte 135.648 1.573 0 262 0 0 137.483
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Marken 3.523 0 0 27 0 0 3.550
Kundenstämme 23.472 1.347 0 60 2.895 0 21.984
Erworbene Software 18.128 62 2.219 41 309 0 20.141
Selbst erstellte Software 2.094 0 533 0 0 0 2.627
Kundenserviceverträge 5.356 1.021 210 2 0 0 6.589
Wettbewerbsverbote 2.260 882 0 0 745 0 2.397
54.833 3.312 2.962 130 3.949 0 57.288
Sachanlagevermögen
Grundstücke und Bauten 53.238 0 11.717 0 0 1.693 66.648
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.779 238 15.231 163 8.812 652 77.251
Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.762 37 2.105 0 37 -2.345 1.522
124.779 275 29.053 163 8.849 0 145.421
315.260 5.160 32.015 555 12.798 0 340.192
in Tsd. € Kumulierte Abschreibungen
Stand am

01.01.2012
Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge Stand am

31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwerte 0 0 0 0 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Marken 0 0 0 0 0
Kundenstämme 14.176 3.720 45 2.895 15.046
Erworbene Software 14.791 1.851 39 289 16.392
Selbst erstellte Software 2.012 86 0 0 2.098
Kundenserviceverträge 597 776 1 0 1.374
Wettbewerbsverbote 909 1.223 0 745 1.387
32.485 7.656 85 3.929 36.297
Sachanlagevermögen
Grundstücke und Bauten 1.738 1.508 0 0 3.246
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.396 12.584 126 8.468 47.638
Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
45.134 14.092 126 8.468 50.884
77.619 21.748 211 12.397 87.181
in Tsd. € Buchwert
Stand am

31.12.2012
Stand am

31.12.2011
--- --- ---
Geschäfts- und Firmenwerte 137.483 135.648
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Marken 3.550 3.523
Kundenstämme 6.938 9.296
Erworbene Software 3.749 3.337
Selbst erstellte Software 529 82
Kundenserviceverträge 5.215 4.759
Wettbewerbsverbote 1.010 1.351
20.991 22.348
Sachanlagevermögen
Grundstücke und Bauten 63.402 51.500
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.613 26.383
Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.522 1.762
94.537 79.645
253.011 237.641

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 (Anlage C zum Anhang)

in Tsd. € Anschaffungskosten
Stand am

01.01.2011
Veränderung durch

Akquisitionen
Sonstige

Zugänge
Währungs-

differenzen
Abgänge Umbuchungen/

Umgliederung
Stand am

31.12.2011
--- --- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwerte 115.835 18.963 0 850 0 0 135.648
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Marken 3.421 0 0 102 0 0 3.523
Kundenstämme 25.777 4.378 150 282 7.115 0 23.472
Erworbene Software 15.532 21 2.625 148 198 0 18.128
Selbst erstellte Software 2.094 0 0 0 0 0 2.094
Kundenserviceverträge 2.240 3.049 55 12 0 0 5.356
Wettbewerbsverbote 895 1.515 0 0 150 0 2.260
49.959 8.963 2.830 544 7.463 0 54.833
Sachanlagevermögen
Grundstücke und Bauten 12.013 2.956 38.518 0 249 0 53.238
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.534 337 18.010 334 4.502 66 69.779
Anzahlungen und Anlagen im Bau 66 0 1.762 0 0 -66 1.762
67.613 3.293 58.290 334 4.751 0 124.779
233.407 31.219 61.120 1.728 12.214 0 315.260
in Tsd. € Kumulierte Abschreibungen
Stand am

01.01.2011
Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge Stand am

31.12.2011
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- und Firmenwerte 0 0 0 0 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Marken 0 0 0 0 0
Kundenstämme 17.016 4.076 199 7.115 14.176
Erworbene Software 13.032 1.812 138 191 14.791
Selbst erstellte Software 1.953 59 0 0 2.012
Kundenserviceverträge 70 526 1 0 597
Wettbewerbsverbote 190 869 0 150 909
32.261 7.342 338 7.456 32.485
Sachanlagevermögen
Grundstücke und Bauten 1.211 776 0 249 1.738
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.240 10.243 265 4.352 43.396
Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
38.451 11.019 265 4.601 45.134
70.712 18.361 603 12.057 77.619
in Tsd. € Buchwert
Stand am

31.12.2011
Stand am

31.12.2010
--- --- ---
Geschäfts- und Firmenwerte 135.648 115.835
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Marken 3.523 3.421
Kundenstämme 9.296 8.761
Erworbene Software 3.337 2.500
Selbst erstellte Software 82 141
Kundenserviceverträge 4.759 2.170
Wettbewerbsverbote 1.351 705
22.348 17.698
Sachanlagevermögen
Grundstücke und Bauten 51.500 10.802
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.383 18.294
Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.762 66
79.645 29.162
237.641 162.695

AUFSICHTSRATSMITGLIEDER (Anlage D zum Anhang)

63. AUFSICHTSRATSMITGLIEDER - VERTRETER DER ANTEILSEIGNER

Name Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG
Kurt Dobitsch 20. Mai 1999 Unternehmer Aufsichtsratsvorsitzender
• United Internet AG, Montabaur
• Nemetschek AG, München Mitglied des Aufsichtsrats
• 1&1 Internet AG, Karlsruhe
• DOCUWARE AG, Germering
• Graphisoft S.E., Budapest, Ungarn
• Singhammer IT Consulting AG, München
Prof. Dr. Thomas Hess 20. Juni 2012 Institutsdirektor
Dr. Walter Jaeger 17. Juni 2008 Kaufmann Aufsichtsratsvorsitzender
• Wirthwein AG, Creglingen Beiratsvorsitzender
• Hohenloher Spezialmöbelwerk Schaffitzel GmbH & Co. KG, Öhringen
• Horst Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim unter Teck
• Vollert Anlagenbau GmbH, Weinsberg
• GEMÜ Gebr. Müller GmbH & Co. KG, Ingelfingen
Gerhard Schick Aufsichtsratsvorsitzender bis 19. Juni 2012 22. März 2004 Kaufmann
Karin Schick 9. August 2004 Kfm. Angestellte
Klaus Winkler Aufsichtsratsvorsitzender seit 20. Juni 2012 20. Mai 1999 Geschäftsführer Mitglied des Aufsichtsrats
• IMS Gear GmbH, Donaueschingen (bis 01.01.2012)
• Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Beirats
• Dieffenbacher Holding GmbH & Co. KG, Eppingen
• Kapp GmbH & Co. KG, Coburg
Dr. Jochen Wolf 2. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 2. Oktober 2003 Geschäftsführer Aufsichtsratsvorsitzender
• Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Aufsichtsrats
• Bardusch GmbH + Co. KG, Ettlingen
• Bizerba GmbH & Co. KG, Balingen (seit 01.01.2013)
• IMS Gear GmbH, Donaueschingen
• LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach
• R-Biopharm AG, Darmstadt Mitglied des Verwaltungsrats
• E.G.O. Blanc & Fischer-Firmengruppe, Oberderdingen

64. AUFSICHTSRATSMITGLIEDER - VERTRETER DER ARBEITNEHMER

Name Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG
Uli Drautz Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 15. Oktober 2003 Ltd. kfm. Angestellter Mitglied des Aufsichtsrats
• Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm
• Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm
• Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm
• SolidLine AG, Walluf
• PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart
Daniela Eberle 15. Oktober 2003 Kfm. Angestellte
Jürgen Ergenzinger 17. Juni 2008 Gewerkschaftssekretär IG Metall, Verwaltungsstelle Heilbronn-Neckarsulm
Sonja Glaser-Reuss 17. Juni 2008 Kfm. Angestellte
Barbara Greyer 15. Oktober 2003 Gewerkschaftssekretärin ver.di, Landesbezirk Baden-Württemberg
Siegfried Höfels 17. Mai 2011 Techn. Angestellter

65. AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Prüfungsausschuss Personalausschuss
Klaus Winkler (Vorsitz ab 20. Juni 2012) Dr. Jochen Wolf (Vorsitz ab 20. Juni 2012)
Uli Drautz Uli Drautz
Daniela Eberle Klaus Winkler
Dr. Walter Jaeger
Dr. Jochen Wolf

WEITERE INFORMATIONEN

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der BECHTLE AG, Neckarsulm, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 A Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Heilbronn, 27. Februar 2013

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Strähle, Wirtschaftsprüfer

Hieronymus, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DES VORSTANDS

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Neckarsulm, 12. März 2013

BECHTLE AG

Der Vorstand

Dr. Thomas Olemotz

Michael Guschlbauer

Jürgen Schäfer