Earnings Release • Aug 12, 2021
Earnings Release
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Finanzbericht: 28752514
Bechtle ist als IT-Komplettanbieter mit rund 80 Systemhäusern in der DACH-Region aktiv und zählt mit 24 Tochtergesellschaften in 14 Ländern zu den führenden Onlinehändlern für Informationstechnologie in Europa. Mit dieser Kombination setzt Bechtle auf ein einzigartiges Geschäftsmodell, das IT-Dienstleistungen mit dem klassischen IT-Handelsgeschäft verbindet. Das 1983 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm bietet seinen mehr als 70.000 Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie dem Finanzmarkt ein lückenloses, herstellerunabhängiges Angebot rund um die gesamte IT aus einer Hand.
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services reicht das Leistungsspektrum vom Vertrieb von Hard- und Software über Anwendungslösungen sowie Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, Wartung und Schulung bis hin zum Angebot von Cloud Services oder zum Komplettbetrieb der Kunden-IT. Im zweiten Geschäftssegment, dem IT-E-Commerce, haben wir unser reines Handelsgeschäft gebündelt. Hier bieten wir unseren Kunden über Telefon und Internet Hardware sowie Standardsoftware an.
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| ― | Gesamtwirtschaft erholt |
| ― | Stimmungslage verbessert |
| ― | IT-Branche kämpft mit Lieferschwierigkeiten |
Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU war im ersten Halbjahr 2021 zweigeteilt. Während das erste Quartal noch belastet war von der zweiten und dritten Welle der COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Restriktionen, hat sich die wirtschaftliche Lage im zweiten Quartal wieder verbessert. Nach Zahlen der Europäischen Kommission vom Juli 2021 ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2021 EU-weit um 0,1 % zurück. Im zweiten Quartal konnte dann allerdings ein Plus von 1,3 % verbucht werden. Die Entwicklung in den EU-Ländern mit Bechtle Präsenz war sehr heterogen. Im ersten Quartal lagen die Werte zwischen einem Wachstum von 7,8 % in Irland bis hin zu einem Rückgang von 3,2 % in Portugal. Im zweiten Quartal drehte sich das Bild. Portugal war mit einem Wachstum von 3,3 % in der Spitzengruppe, stärker war nur Österreich mit 3,5 %. Irland bildete das Schlusslicht mit -2,7 %. Die Entwicklungen scheinen also zeitversetzt in den verschiedenen Ländern abgelaufen zu sein.
Deutschland verzeichnete im ersten Quartal mit -1,8 % einen stärkeren Rückgang als die EU, dafür war das Plus im zweiten Quartal mit 1,7 % auch etwas stärker.
Die ifo-Stimmungsindikatoren der deutschen Wirtschaft waren im ersten Halbjahr im Aufwind. Der Januar lag noch bei 90,6 Punkten. Danach ging es aber stegig bergauf. Der Juni verzeichnete dann mit 101,7 Zählern den höchsten Wert seit November 2018. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Aussichten für die nächsten Monate haben zu der Erholung beigetragen.
Der IT-Markt war im ersten Halbjahr 2021 von zwei gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Auf der einen Seite gab es nach wie vor eine hohe Nachfrage nach IT-Hardware. Andererseits konnte die hohe Nachfrage aufgrund der weiterhin anhaltenden Probleme in der Lieferkette nicht jederzeit bedient werden. Der weltweite Mangel an Chips und Halbleitern führte zu engen Verfügbarkeiten im IT-Markt und zu Lieferzeiten von zum Teil mehreren Monaten. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn das Marktforschungsinstitut IDC für PC-Verkäufe im Geschäftskundensegment in Westeuropa einen leichten Rückgang von 0,8 % im zweiten Quartal errechnet.
Die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex für IT-Dienstleister war im ersten Halbjahr hingegen positiv. Vom Januar mit 21,1 Punkten ging es kontinuierlich bergauf bis zum Juni mit 45,7 Punkten. Der Juni markierte damit zugleich den höchsten Wert der letzten zehn Jahre. Im Juli gab es dann allerdings einen kleinen Rücksetzer auf 40,0 Zähler, da die Aussichten für die nächsten Monate schlechter gesehen wurden.
Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa war auch im ersten Halbjahr 2021 von der COVID-19-Pan-demie geprägt, allerdings mit spürbaren Erholungstendenzen im zweiten Quartal. Die Rückgänge aus dem ersten Quartal konnten somit wettgemacht werden. Die Stimmungsindikatoren hellen sich seit Jahresbeginn auf.
Der IT-Markt scheint von der zwischenzeitlichen gesamtwirtschaftlichen Schwäche nicht betroffen gewesen zu sein. Allerdings leidet er unter der weltweiten Verknappung an Vorprodukten, insbesondere bei Chips und Halbleitern. Gleichwohl hat sich die Stimmung auch unter den deutschen IT-Dienstleistern seit Januar stetig gebessert.
In dem beschriebenen Marktumfeld hat sich Bechtle sehr gut entwickelt. Trotz der genannten Probleme lag das Umsatzwachstum im Halbjahr bei über 10 %. Als einem der größten IT-Systemhäuser in Europa fällt es Bechtle leichter, mit der momentanen Situation umzugehen als vielen der Wettbewerber. Das Wachstum von Bechtle liegt wiederum deutlich über dem Gesamtmarkt und wir gewinnen somit weiter Marktanteile.
Die Bechtle AG veröffentlicht keine Prognosen für einzelne Quartale, insofern erübrigt sich ein Vergleich von Ist- mit Planzahlen. Gleichwohl können wir sagen, dass die Wachstumsraten für den Umsatz der ersten sechs Monate im Rahmen unserer Erwartungen für das Gesamtjahr 2021 liegen. Die Wachstumswerte für das Ergebnis, und damit auch für die Marge, liegen hingegen über unseren Erwartungen. Wir haben daher mit einer Mitteilung vom 26. Juli die Prognose für diese beiden Eckwerte für das Gesamtjahr 2021 erhöht.
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| ― | Umsatzwachstum bei 10,4 % |
| ― | EBT-Marge sehr deutlich über Vorjahr |
| ― | Auftragsbestand 63 % über Vorjahr |
Bechtle geht beim Verkauf von IT-Produkten und bei der Erbringung von Dienstleistungen sowohl kurzfristige als auch über einen längeren Zeitraum laufende Vertragsverhältnisse ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte mit normalerweise kurzen Bestell- und Lieferzeiten gekennzeichnet. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services haben Projektgeschäfte Laufzeiten von einigen Wochen bis zu einem Jahr. Vor allem in den Bereichen Managed Services und Cloud Computing schließt Bechtle mit den Kunden Rahmen- und Betriebsführungsverträge ab, deren Laufzeiten meist mehrere Jahre betragen.
Im ersten Halbjahr 2021 lag der Auftragseingang bei rund 3.192 Mio. € und damit rund 21 % über Vorjahr (2.649 Mio. €). Der Zuwachs auf 2.012 Mio. € (Vorjahr: 1.725 Mio. €) im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betrug rund 17 %. Im Segment IT-E-Commerce lag der Auftragseingang mit 1.180 Mio. € (Vorjahr: 924 Mio. €) um fast 28 % über Vorjahr.
Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni bei 1.298 Mio. € und damit 63 % über Vorjahr (Vorjahr: 796 Mio. €). Davon entfallen 937 Mio. € (Vorjahr: 644 Mio. €) auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services sowie 361 Mio. € (Vorjahr: 152 Mio. €) auf das Segment IT-E-Commerce. Das überproportionale Wachstum dieser Kennzahl steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit den angesprochenen zunehmenden Lieferschwierigkeiten der Hersteller.
Im ersten Halbjahr 2021 konnte Bechtle den Umsatz trotz der COVID-19-Pandemie und den Lieferengpässen im IT-Markt um 10,4 % auf 2.943,0 Mio. € steigern. Das Umsatzwachstum im ersten Quartal lag mit 11,4 % über dem Wachstum von 9,3 % im zweiten Quartal. Die rein organischen Wachstumszahlen lagen aber mit 10,4 % im ersten Quartal und 9,3 % im zweiten Quartal näher beieinander. Mit 9,8 % erwirtschaftete Bechtle den Großteil des Wachstums im ersten Halbjahr organisch.
In der regionalen Betrachtung konnten die ausländischen Gesellschaften im ersten Halbjahr mit 13,5 % stärker zulegen als die inländischen Gesellschaften mit 8,5 %. Besonders hoch war die Wachstumsrate mit 17,7 % der ausländischen Gesellschaften im zweiten Quartal. Diese Entwicklung liegt unter anderem an den niedrigeren Vergleichswerten im Vorjahreszeitraum. Rein organisch entwickelten sich die Wachstumsraten im ersten Halbjahr mit 7,9 % im Inland und 13,1 % im Ausland.
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services lag das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr bei 7,0 %. Mit 6,1 % war das Umsatzwachstum zum Großteil organisch. Die Umsätze im Inland stiegen um 7,4 % und im Ausland um 5,0 %. Im zweiten Quartal zeigte das Segment IT-Systemhaus & Managed Services auch aufgrund der starken Geschäftsentwicklung im Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 1,2 %.
Das Segment IT-E-Commerce steigerte den Umsatz in den ersten sechs Monaten um 16,9 % auf 1.067,4 Mio. € (Vorjahr: 913,1 Mio. €). Nach unterschiedlichen Entwicklungen im In- und Ausland in den beiden Quartalen lagen die Wachstumsraten mit 17,3 % im Inland und 16,8 % im Ausland auf das Halbjahr betrachtet sehr nahe beieinander. Besonders stark waren die ausländischen Gesellschaften mit 30,3 % Umsatzwachstum im zweiten Quartal.
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| UMSATZ - KONZERN UND SEGMENTE | in Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| H1/2021 | H1/2020 | Veränderung | Q2/2021 | Q2/2020 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzern | 2.942.995 | 2.666.190 | 10,4 % | 1.432.793 | 1.310.516 | 9,3 % |
| Inland | 1.811.388 | 1.669.497 | 8,5 % | 879.846 | 840.749 | 4,7 % |
| Ausland | 1.131.607 | 996.693 | 13,5 % | 552.947 | 469.767 | 17,7 % |
| IT-Systemhaus & Managed Services | 1.875.605 | 1.753.059 | 7,0 % | 904.302 | 893.943 | 1,2 % |
| IT-E-Commerce | 1.067.390 | 913.131 | 16,9 % | 528.491 | 416.573 | 26,9 % |
Der Umsatz je Mitarbeitendem im Konzern stieg im ersten Halbjahr mit durchschnittlich 11.374 Voll- und Teilzeitkräften von 245 Tsd. € auf 259 Tsd. €. Im Bereich IT-Systemhaus & Managed Services lag der Umsatz je Mitarbeitendem bei 209 Tsd. €, nach 205 Tsd. € im Vorjahr. Im Segment IT-E-Commerce kletterte der Umsatz pro Mitarbeitendem von 390 Tsd. € auf 443 Tsd. €.
Die Umsatzkosten stiegen von Januar bis Juni 2021 mit 10,6 % etwas stärker als der Umsatz. Der Materialaufwand entwickelte sich mit 10,8 % leicht überproportional, ebenso wie der Personalaufwand innerhalb der Umsatzkosten mit 11,2 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hingegen um 11,4 % zurückgegangen. Hier haben sich im ersten Quartal die coronabedingten Kosteneinsparungen ausgewirkt und im zweiten Quartal die Auflösung eines Teils der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Vorgriff auf mögliche wirtschaftliche Folgen der COVID-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2020 gebildet wurden. Die Bruttomarge sank leicht von 15,0 % im Vorjahr auf 14,8 %. Das Bruttoergebnis lag mit 436,9 Mio. € um 9,4 % über dem Vorjahr (399,4 Mio. €). Im zweiten Quartal stieg die Bruttomarge von 15,0 % auf 15,4 %. Hintergrund ist ein nur unterproportionaler Anstieg des Materialaufwands und die genannten Effekte im sonstigen betrieblichen Aufwand.
Die Vertriebs- und Verwaltungskosten entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. Die Vertriebskosten stiegen mit 8,7 % unterproportional auf 168,7 Mio. €, nach 155,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Quote sank leicht von 5,8 % auf 5,7 %. Die Verwaltungskosten gingen um 4,0 % von 141,5 Mio. € auf 135,9 Mio. € zurück. Hintergrund ist unter anderem die teilweise Auflösung der genannten Wertberichtigungen sowie die Auflösung weiterer, kleinerer Rückstellungen. Die Verwaltungskostenquote sank entsprechend von 5,3 % auf 4,6 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen insbesondere aufgrund höherer Marketingzuschüsse bei 12,5 Mio. € und damit 3,0 Mio. € über dem Vorjahr (9,5 Mio. €).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte im Vorjahresvergleich um 21,5 % von 160,1 Mio. € auf 194,5 Mio. €. Die EBITDA-Marge liegt damit bei 6,6 % (Vorjahr: 6,0 %). Im zweiten Quartal stieg die Marge gegenüber dem Vorjahr von 6,4 % auf 7,5 %.
Die Abschreibungen stiegen nur leicht um 3,9 % auf 49,8 Mio. € an. Den größten Anteil hieran haben nach wie vor die Abschreibungen auf Sachanlagen, die im ersten Halbjahr bei 41,8 Mio. € lagen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 29,0 % auf 144,7 Mio. € stark zulegen (Vorjahr: 112,2 Mio. €). Die Marge liegt mit 4,9 % somit deutlich über dem Vorjahr (4,2 %).
Das Finanzergebnis lag bei -2,6 Mio. €, sodass der Konzern im ersten Halbjahr 2021 ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 142,2 Mio. € erzielen konnte. Das entspricht einer erheblichen Steigerung von 30,3 % über dem Vorjahreswert (109,1 Mio. €). Die EBT-Marge liegt damit bei 4,8 %, nach 4,1 % im Vorjahr. Im zweiten Quartal konnte die EBT-Marge sogar von 4,4 % auf 5,7 % gesteigert werden. Ohne die Einmaleffekte aus der Auflösung von Rückstellungen hätte die EBT-Marge bei sehr guten 5,0 % gelegen.
Der Steueraufwand stieg in den Berichtsquartalen um 29,1 % auf 41,1 Mio. €. Die Steuerquote lag damit bei 28,9 %, nach 29,2 % im Vorjahr.
Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 30,8 % von 77,3 Mio. € auf 101,1 Mio. €. Die Nettoumsatzrendite lag bei 3,4 % (Vorjahr: 2,9 %). Auf Basis von 42 Millionen Aktien stieg das Ergebnis je Aktie (EPS) auf 2,41 € (Vorjahr: 1,84 €). Im zweiten Quartal lag das EPS bei 1,37 €, ein Plus von 40,8 % gegenüber dem Vorjahr (0,97 €).
In der Segmentbetrachtung stellt sich die Ergebnissituation wie folgt dar:
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wuchs das EBIT im ersten Halbjahr 2021 um 30,2 % auf 94,6 Mio. € (Vorjahr: 72,7 Mio. €). Die EBIT-Marge stieg von 4,1 % im Vorjahr auf 5,0 %. Hier wirkten sich neben den bereits erwähnten Einmaleffekten zum einen ein unterproportionaler Anstieg des Materialaufwands aus, der sich insbesondere aus einer höheren Nachfrage der Kunden nach Dienstleistungen ergeben hat, und zum anderen eine hohe Effizienz bei der Serviceerbringung.
Das Segment IT-E-Commerce erwirtschaftete im Halbjahr ein EBIT von 50,1 Mio. €, ein Plus von 26,9 % gegenüber dem Vorjahr (39,5 Mio. €). Die Marge stieg damit von 4,3 % auf 4,7 %. Nachdem das zweite Quartal 2020 in diesem Segment stark von den europaweiten coronabedingten Restriktionen geprägt war, konnten die Gesellschaften im Berichtszeitraum deutlich aufholen.
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| EBIT - KONZERN UND SEGMENTE | in Tsd. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| H1/2021 | H1/2020 | Veränderung | Q2/2021 | Q2/2020 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzern | 144.747 | 112.167 | 29,0 % | 82.613 | 59.540 | 38,8 % |
| IT-Systemhaus & Managed Services | 94.617 | 72.662 | 30,2 % | 53.551 | 40.173 | 33,3 % |
| IT-E-Commerce | 50.130 | 39.505 | 26,9 % | 29.062 | 19.367 | 50,1 % |
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| ― | Bilanz spiegelt finanzielle Stärke |
| ― | Eigenkapitalquote bei 45,9 % |
| ― | Operativer und Free Cashflow erneut verbessert |
Die Bilanzsumme des Bechtle Konzerns lag zum Stichtag 30. Juni 2021 bei 2.628,8 Mio. € und damit leicht unter dem Wert vom 31. Dezember 2020 (2.687,1 Mio. €).
Die langfristigen Vermögenswerte veränderten sich lediglich geringfügig und lagen zum Stichtag bei 956,3 Mio. € nach 958,9 Mio. € zum 31. Dezember 2020. Die Anlagenintensität steigerte sich von 35,7 % auf 36,4 %.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken insgesamt um 55,7 Mio.€ auf 1.672,5 Mio.€. Die Vorräte stiegen um 38,0 % von 301,7 Mio. € auf 416,2 Mio. €. Grund hierfür ist eine deutlich höhere Bevorratung, um zumindest für gewisse Produktgruppen möglichst lange lieferfähig zu sein. Zum Teil konnte auch vorrätige Ware nicht ausgeliefert werden, weil einzelne Produkte eines Gesamtauftrags noch nicht lieferfähig waren. Dafür verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 77,0 Mio. € auf 800,2 Mio. €. Die durchschnittliche Außenstandsdauer unserer Forderungen (DSO) ging in den ersten sechs Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 41,9 Tagen auf 41,8 Tage leicht zurück. Die liquiden Mittel sanken aufgrund der Dividendenzahlung und vorzeitigen Tilgungen von langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 136,9 Mio. € auf 226,3 Mio. €. Einschließlich freier Kreditlinien verfügt Bechtle insgesamt über eine Liquiditätsreserve in Höhe von 431,5 Mio. €.
Das Working Capital ist im Vergleich zum Jahresende um 5,9 % gestiegen und lag zum Stichtag 30. Juni 2021 bei 691,3 Mio. €. Grund hierfür war vor allem der oben erwähnte Ausbau der Vorräte. Im Vorjahresvergleich ist das Working Capital nur um 1,3 % gestiegen. In Relation zum Umsatz sank das Working Capital damit von 25,6 % im Vorjahreszeitraum auf 23,5 % zum 30. Juni 2021.
Die langfristigen Schulden lagen zum 30. Juni 2021 mit 528,9 Mio. € um 70,9 Mio. € unter dem Niveau vom 31. Dezember 2020. Ursächlich hierfür ist vor allem der Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 70,7 Mio. € auf 322,9 Mio. € aufgrund von vorzeitigen Tilgungen.
Die kurzfristigen Schulden sanken um 31,5 Mio. € auf 893,7 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 14,1 % auf 218,0 Mio. €. Hintergrund sind die geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Personal aufgrund der im ersten Quartal ausgezahlten variablen Vergütungsbestandteile sowie gesunkene Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
Das Eigenkapital stieg zum 30. Juni 2021 von 1.162,0 Mio. € auf 1.206,2 Mio. €. Unsere Eigenkapitalquote erhöhte sich von 43,2 % am Jahresende 2020 auf 45,9 % zum Stichtag.
Die annualisierte Rendite auf das Eigenkapital ist von 16,1 % zum 30. Juni 2020 auf nun 18,4 % gestiegen.
Der Anlagendeckungsgrad steigerte sich von 121,2 % zum Jahresende auf 126,1 %. Die Nettoverschuldung des Konzerns beträgt 67,3 Mio. € zum Stichtag 30. Juni nach 9,3 Mio. € zum Jahresende. Der Verschuldungsgrad liegt mit 117,9 % unter dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2020 mit 131,2 %.
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | Mio. € | 2.628.8 | 2.687,1 |
| Liquide Mittel inkl. Geld- und Wertpapieranlagen | Mio. € | 286,6 | 403,2 |
| Eigenkapital | Mio. € | 1.206,2 | 1.162,0 |
| Eigenkapitalquote | % | 45,9 | 43,2 |
| Anlagendeckungsgrad | % | 126,1 | 121,2 |
| Nettoverschuldung | Mio. € | 67,3 | 9,3 |
| Verschuldungsgrad | % | 117,9 | 131,2 |
| Working Capital | Mio. € | 691,3 | 652,7 |
Die von Januar bis Juni 2021 aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Nettozahlungsmittel erhöhten sich von 40,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 47,3 Mio. €. Der Mittelabfluss aus dem Aufbau der Vorräte erhöhte sich zwar um 10,1 Mio. € auf 115,3 Mio. € (Vorjahr: 105,2 Mio. €). Auch der Mittelabfluss durch gezahlte Ertragssteuern stieg von 36,3 Mio. € auf 58,1 Mio. € an. Der Mittelabfluss für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerte sich hingegen und lag bei 0,5 Mio. €, nach 52,1 Mio. € im Vorjahr. Im zweiten Quartal lag der operative Cashflow bei 26,8 Mio. €, nach 17,1 Mio. € im Vorjahr.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag nach -111,7 Mio. € im Vorjahr bei -43,8 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum waren die Auszahlungen vor allem akquisitionsbedingt auf hohem Niveau. Die Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen sind hingegen gestiegen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -140,8 Mio. €, nach -4,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten im Berichtszeitraum und die Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten im Vorjahr zurückzuführen.
Der Free Cashflow hat sich von Januar bis Juni 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum sehr deutlich verbessert. Er ist mit 23,3 Mio. € positiv, nach -31,6 Mio. € im Vorjahr.
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| ― | Personalaufbau insbesondere durch Neueinstellungen |
| ― | Aus- und Weiterbildung bleibt im Fokus |
Der Bechtle Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2021 insgesamt 12.421 Mitarbeitende, davon 575 Auszubildende. Im Vergleich zum 30. Juni 2020 hat sich die Zahl der Mitarbeiter:innen damit um 466 Personen erhöht, ein Plus von 3,9 %. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl ist zum Großteil auf Neueinstellungen zurückzuführen.
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr um 3,6 %. Mit einem Plus von 7,4 % war der Anstieg im Ausland stärker als im Inland. Das Segment IT-E-Commerce verzeichnete einen Zuwachs der Belegschaft um 5,1 %, wobei die inländischen Gesellschaften mit 14,6 % deutlich stärker zulegten als die ausländischen Gesellschaften.
Mit insgesamt 3.298 Personen arbeitete zum 30. Juni 2021 über ein Viertel der Belegschaft im Ausland.
Von Januar bis Juni 2021 belief sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden im Konzern auf 12.321. Das sind 496 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum, ein Zuwachs um 4,2 %.
Der Personal- und Sozialaufwand lag im Zeitraum Januar bis Juni 2021 mit 439,2 Mio. € um 9,4 % über dem Vorjahreszeitraum (401,4 Mio. €). Die Aufwandsquote sank leicht von 15,1 % auf 14,9 %. Der Personal- und Sozialaufwand je Voll- und Teilzeitarbeitskraft betrug im ersten Halbjahr bei durchschnittlich 11.374 Mitarbeitenden (Vorjahr: 10.886) 38,6 Tsd. €, nach 36,9 Tsd. € im Vorjahr.
Die COVID-19-Pandemie stellte die Personalarbeit weiter vor große Herausforderungen. Bei Bechtle arbeiteten mit Einführung der Homeoffice-Pflicht im April erneut etwa 90 % der Beschäftigten von zu Hause. Nur unter strenger Einhaltung der gesetzlichen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzbestimmungen war das Arbeiten vor Ort möglich. Besondere Schutzmaßnahmen galten für die Mitarbeitenden in der Logistik, für die Arbeiten von zu Hause nicht möglich ist.
Sämtliche Recruitingevents konnten weiterhin nur virtuell stattfinden. Bechtle nutzte diese Möglichkeit auf vielfältige Weise und bot zum Beispiel regelmäßig Live-Talks an, in denen Interessierte sich über Bechtle als Ausbildungsbetrieb informieren konnten. Auch der Girls'Day fand wie im Vorjahr virtuell statt. Außerdem nahm Bechtle an extern organisierten Messen und Veranstaltungen teil, unter anderem an der über das Hochschulmarketing angebotenen bundesweiten Karriereauftaktveranstaltung meet.ME für Studentinnen und Absolventinnen aus dem MINT-Bereich.
Zum Ausbildungs- und Studienbeginn im Herbst haben wir bisher 227 neue Azubis und dual Studierende eingestellt. Zum 30. Juni 2021 befanden sich 575 junge Menschen bei Bechtle in Ausbildung oder einem dualen Studium. Das sind 79 weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Grund für den Rückgang ist die pandemiebedingte Verlängerung der Ausbildungsverträge ins dritte Quartal 2020.
Bereits das siebte Jahr in Folge erhielt Bechtle im Mai das "Best Recruiter" Siegel und belegt in der Branche dabei den ersten Platz. Im Gesamtranking liegt Bechtle auf einem sehr guten zehnten Platz. Die steigende Zahl an Bewerbungen belegt, dass Bechtle als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.
Mit einem vielfältigen Angebot an Seminaren, Webinaren und E-Learning-Kursen investiert Bechtle regelmäßig in die Weiterbildung aller Mitarbeitenden. Die Themen reichen von Präsentationsmethoden über Projektmanagement bis hin zu Produktschulungen. Auch an der Bechtle Akademie fanden im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres keine Präsenzveranstaltungen statt. Stattdessen wurden 301 Webinare angeboten, an denen insgesamt 3.830 Kolleginnen und Kollegen teilnahmen. E-Learning-Kurse haben sich während der COVID-19-Pandemie besonders bewährt. Im ersten Halbjahr 2021 wurde dieses Angebot der internen Fortbildung 38.667 mal genutzt. Das regelmäßig stattfindende Traineeprogramm speziell für Absolventen und Quereinsteiger schlossen 20 Teilnehmende erfolgreich ab, 20 neue Trainees starteten im ersten Halbjahr 2021.
Fester Bestandteil des Fortbildungsprogramms bei Bechtle sind das Junior Management Programm und das General Management Programm. Beide Programme haben unter anderem zum Ziel, Führungskompetenzen zu vermitteln und auszubauen und damit sicherzustellen, auch in Zukunft strategisch wichtige Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen zu können. Im ersten Halbjahr 2021 starteten 40 Teilnehmende im Junior Management Programm und 11 weitere im General Management Programm.
Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine eigene Forschung. Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen werden jedoch sowohl zu eigenen Zwecken als auch im Rahmen von individuellen Kundenprojekten erbracht. Ebenso wird Software zur Abdeckung von speziellen Branchenanforderungen entwickelt und modular angeboten. Im Geschäftsbereich Anwendungslösungen ist es Teil des Angebots, zum Beispiel bei SharePoint- oder ERP-Projekten, Software im Kundenauftrag zu konzipieren, zu entwickeln und zu implementieren. Der Umfang der Entwicklungsleistungen war im Berichtszeitraum in Relation zum Umsatz der gesamten Gruppe unwesentlich.
Strategie und Unternehmensführung des Bechtle Konzerns sind langfristig angelegt, sodass die Chancen und Risiken für die kommenden Monate grundsätzlich identisch sind mit den im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichten Angaben. Beherrschend ist derzeit nach wie vor die COVID-19-Pan-demie. Ihr Fortgang und ihre weiteren Auswirkungen auf das Privat- und Geschäftsleben sind immer noch nicht verlässlich absehbar. Die Unsicherheit bezüglich der kurz- bis mittelfristigen Geschäftsentwicklung ist noch hoch, was gerade im Mittelstand - dem Kernkundensegment von Bechtle - zu einer gewissen Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen führen kann. Umsatzrealisierung und Auftragseingang bei Bechtle deuten aber darauf hin, dass zumindest Investitionen in die IT bei den Kunden weiterhin sehr weit oben stehen.
Weiter konkretisiert und verschärft hat sich im ersten Halbjahr die Problematik in der Lieferkette. Auf dem globalen IT-Markt herrscht derzeit eine Verknappung an wichtigen Vorprodukten. Die Lieferengpässe bei Halbleitern, Chips und Displays werden auch in den nächsten Monaten und bis 2022 anhalten. Das wirkt sich infolge auf fast alle Produkte im IT-Markt aus. Daraus ergibt sich das Risiko für Bechtle, nicht wie gewohnt Auftragseingang zeitnah in Umsatz realisieren zu können. Der Effekt ist hier aber in den meisten Fällen nur eine Verschiebung der Umsätze in Folgequartale, sodass wir nur von einem eingeschränkten Risiko für die Ertragslage des Unternehmens ausgehen.
Auf der anderen Seite ergeben sich für Bechtle aus dieser Situation auch Chancen. In Zeiten einer Verknappung ist Verfügbarkeit das ausschlaggebende Kriterium bei einer Kaufentscheidung. Bechtle pflegt hervorragende Kontakte zu allen wesentlichen IT-Herstellern. Diese Kontakte zusammen mit der Größe von Bechtle und der Marktmacht im europäischen IT-Markt sichern uns einen privilegierteren Zugriff auf verfügbare Produkte als viele unserer Wettbewerber. Außerdem war und ist es Bechtle aufgrund seiner Finanzstärke möglich, auch kurzfristig den Vorratsbestand zu erhöhen und dadurch länger als manche Wettbewerber Verfügbarkeiten für die Kunden sicherzustellen. Das haben wir im ersten Halbjahr gemacht und werden auch weiterhin so verfahren. Aufgrund dessen sehen wir die Chance, dass Bechtle in dieser Situation neue Kunden gewinnen und den Marktanteil weiter ausbauen kann.
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| ― | Branchenrotation setzt Technologiewerte unter Druck |
| ― | Aktiensplit findet breite Zustimmung |
| ― | Dividende steigt auf 1,35 € |
Der Kapitalmarkt stand auch im ersten Halbjahr 2021 unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie. Rückläufige Corona-Neuinfektionen, Impffortschritte, aber auch eine sich abzeichnende Konjunkturerholung sowie die fortgeführte Niedrigzinspolitik der Notenbanken sorgten jedoch für einen positiven Start ins neue Börsenjahr. Leicht getrübt wurde die Stimmung zuletzt nur durch aufkommende Inflationssorgen. Anders als noch im Vorjahr profitierten nun eher konjunktursensitive Aktien, etwa von Anlagen-, Fahrzeug- und Maschinenbauern, sowie die Branchen Chemie und Logistik. Viele Gewinner des letzten Jahres, vor allem aus dem Technologiesektor, mussten dagegen Kursverluste hinnehmen. Der DAX verzeichnete mehrere Rekordhochs und gewann von Januar bis Ende Juni 13,2 % hinzu. Auch der MDAX und der TecDAX entwickelten sich mit einem Zuwachs von 10,6 % beziehungsweise 10,9 % positiv.
Ausgehend von einem hohen Kursniveau bei 178,40 € zum Jahresende 2020 erreichte der Kurs der Bechtle Aktie im Januar mit 182,50 € den höchsten Wert im Berichtszeitraum. Mit der einsetzenden Branchenrotation geriet unser Papier im Februar unter Druck und verlor rund 10 %. Zwar erholte sich der Kurs im weiteren Verlauf und kletterte mit nur wenigen leichten Rücksetzern bis Anfang Mai wieder auf Werte um 170,00 €. Doch die Aktie blieb volatil und büßte im Mai wieder etwas ein. Seit der Hauptversammlung Mitte Juni zeichnet sich aber ein positiver Trend ab. Die Bechtle Aktie schloss am 30. Juni 2021 bei 156,65 € und verlor damit im ersten Halbjahr 12,2 %.
Von Januar bis Juni 2021 wurden börsentäglich im Schnitt 84.534 Aktien gehandelt. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 156.811 Aktien. Der Tagesumsatz lag demzufolge mit durchschnittlich 13,8 Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Dennoch verbesserte sich Bechtle im Juni-Ranking der Deutschen Börse beim Börsenumsatz und rückte im MDAX auf Platz 57 (Vorjahr: Platz 66) und im TecDAX auf Platz 11 (Vorjahr: Platz 15) vor. Die Marktkapitalisierung lag zum 30. Juni bei 6.579,3 Mio. € und damit auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Im Börsenranking belegte das Unternehmen im MDAX Platz 57 (Vorjahr: Platz 48), im TecDAX Platz 10 (Vorjahr: Platz 8).
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| H1/2021 | H1/2020 | H1/2019 | H1/2018 | H1/2017 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs Halbjahresende | € | 156,65 | 157,00 | 101,00 | 66,10 | 56,30 |
| Performance | % | -12,2 | +25,4 | +48,9 | -4,9 | +13,8 |
| Höchstkurs (Schlusskurs) | € | 182,50 | 158,50 | 110,60 | 77,75 | 58,10 |
| Tiefstkurs (Schlusskurs) | € | 149,55 | 85,05 | 62,30 | 63,85 | 46,50 |
| Marktkapitalisierung - total 1 | Mio. € | 6.579,3 | 6.594,0 | 4.242,0 | 2.776,2 | 2.362,5 |
| 0 Umsatz je Handelstag 2 | Stück | 84.534 | 156.811 | 115.453 | 76.370 | 28.971 |
| 0 Umsatz je Handelstag2 | € | 13.789.353 | 20.172.898 | 10.002.420 | 5.443.012 | 2.989.478 |
1 Kursdaten Xetra Stand: 30. Juni
2 Alle deutschen Börsen
Die jährliche Hauptversammlung der Bechtle AG fand am 15. Juni 2021 statt, aufgrund der COVID-19-Pandemie wie im Vorjahr virtuell am Firmensitz in Neckarsulm. Die Aktionärinnen und Aktionäre oder deren Bevollmächtigte konnten die Hauptversammlung über ein Online-Portal live verfolgen und dort auch ihre Aktionärsrechte ausüben. Rund 77 % des Grundkapitals haben sich an der Abstimmung im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung beteiligt. Das ist annähernd der gleiche Wert wie bei einer Präsenz-Hauptversammlung. Alle Tagesordnungspunkte wurden mit breiten Mehrheiten beschlossen.
Bereits zum zweiten Mal nach 2017 stand eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe von Gratisaktien, ein sogenannter Aktiensplit, zur Abstimmung. Dabei werden auf jede vorhandene Stückaktie zwei neue Stückaktien an die Aktionär:innen ausgegeben. Auf diese Weise werden sowohl das Grundkapital als auch die Anzahl der ausgegebenen Aktien verdreifacht. Zugleich reduziert sich das Börsenkursniveau der einzelnen Bechtle Aktie rechnerisch entsprechend, ohne dass hierdurch der reale Wert der Beteiligungen der Aktionär:innen berührt wird. Der Handel in Aktien der Gesellschaft soll dadurch liquider und die Bechtle Aktie auch für breitere Anlegerkreise noch attraktiver gemacht werden. Die von der Hauptversammlung beschlossene Kapitalmaßnahme wurde am 29. Juli im Handelsregister eingetragen und wird vom 13. auf den 16. August 2021 durchgeführt.
Außerdem stimmte die Hauptversammlung der von Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2020 vorgeschlagenen Dividende von 1,35 € pro Aktie zu. Im Vorjahr schüttete die Bechtle AG eine Dividende von 1,20 € aus. Die Auszahlung pro Anteilsschein erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 15 Eurocent. Auf Basis der Dividendenzahlung von 56,7 Mio. € wurden 29,4 % des Konzernergebnisses nach Steuern an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet. Es ist die insgesamt 15. Erhöhung der Regeldividende und die elfte in Folge. Damit setzt sich die seit dem Börsengang im Jahr 2000 auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der Bechtle AG auch in diesem Jahr fort. Bezogen auf den Halbjahresschlusskurs liegt die Dividendenrendite bei 0,9 %.
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| 2021 | 2020 | 2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| Dividende | € | 1,35 | 1,20 | 1,00 |
| Ausschüttungsquote | % | 29,4 | 29,6 | 30,6 |
| Dividendenrendite 1 | % | 0,9 | 0,8 | 1,0 |
1 Stand: 30. Juni
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| ― | Konjunktur gewinnt an Fahrt |
| ― | Liefersituation im IT-Markt bleibt angespannt |
| ― | Bechtle erhöht Ergebnisprognose für 2021 |
Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU wird laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission vom Juli 2021 in den nächsten Monaten weiter positiv sein. Das Wachstum soll im dritten Quartal bei 2,7 % und im vierten Quartal bei 1,2 % liegen. Bei den EU-Ländern mit Bechtle Präsenz liegen die Wachstumserwartungen für das dritte Quartal innerhalb einer Spanne von 0,1 % in Irland bis 3,6 % in Deutschland, den Niederlanden und Österreich. Im vierten Quartal liegt die Spanne bei wiederum 0,1 % in Irland bis 2,7 % in Spanien. Für das Gesamtjahr 2021 wird EU-weit ein BIP-Wachstum von 4,8 % erwartet. Im kommenden Jahr soll das BIP in der EU mit 4,5 % das hohe Wachstumstempo halten.
Auch in Deutschland soll sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr weiter erholen. Im dritten Quartal soll das BIP um 3,6 % zulegen und im vierten Quartal um 1,4 %, so die Europäische Kommission. Für das Gesamtjahr 2021 soll das BIP-Wachstum bei 3,6 % liegen, 2022 dann mit noch stärkerer Dynamik bei 4,6 %.
Der deutsche IT-Markt soll laut Zahlen des Marktforschungsinstituts EITO vom Januar 2021 im laufenden Jahr um 2,8 % zulegen. Das stärkste Wachstum mit 4,3 % wird im Segment Hardware erwartet. Hier soll insbesondere die Nachfrage nach mobilen Endgeräten wie Tablets und Notebooks und die Ausstattung der Rechenzentren mit Servern und Storage für einen Schub sorgen. Dienstleistungsumsätze sollen um 1,1 % wachsen und Software um 4,1 %.
In Frankreich soll das Wachstum des IT-Markts 2021 bei 2,3 % liegen. Hardwareumsätze werden bei 3,8 % gesehen, auch hier getrieben von einer hohen Nachfrage nach rechenzentrumsnaher Infrastruktur sowie einem hohen Bedarf an Peripheriegeräten. EU-weit soll das Plus im IT-Markt 2021 bei 2,0 % liegen. Dabei werden die Hardwareumsätze bei 1,3 %, Services bei 1,4 % und Software bei 3,8 % gesehen.
Das erste Halbjahr 2021 stand weiterhin unter den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Gleichzeitig zeigten sich auch erhebliche Probleme in der Lieferkette. Bedingt durch die weltweit hohe Nachfrage nach IT-Produkten gab es eine Verknappung insbesondere bei Chips und Halbleitern. Lieferzeiten vieler Produkte haben sich zum Teil deutlich erhöht. Der Auftragseingang bei Bechtle, der sich normalerweise in etwa auf dem Niveau des Umsatzes entwickelt, liegt dieses Jahr deutlich höher. Auch der Auftragsbestand ist entsprechend stark angestiegen. Ungeachtet dessen konnte die Bechtle AG beim Umsatz sehr deutlich und beim Ergebnis sogar erheblich wachsen. Aufgrund der genannten Probleme in der Lieferkette und der erwartbaren Verschiebung von Umsätzen in Folgeperioden bleibt das Unternehmen allerdings dabei, für den Umsatz im Gesamtjahr deutliches Wachstum zu prognostizieren. Das Umsatzwachstum in den Berichtsquartalen und die Realisierung von weiterhin hoch einstelligem Wachstum ist beziehungsweise wäre angesichts der Liefersituation ein großer Erfolg. Bezüglich der Ergebnis- und Margensituation liegen wir operativ bereits zum Halbjahr über dem Zielkorridor unserer Erwartungen für das Gesamtjahr 2021. Die Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen im zweiten Quartal hat diese Entwicklung noch verstärkt. Wir rechnen auch im weiteren Jahresverlauf mit einer positiven Entwicklung. Der Vorstand hat daher beschlossen, die Prognose zu erhöhen. Wir gehen nun von einer sehr deutlichen Ergebnissteigerung aus, also über 10 %, und erwarten die EBT-Marge über Vorjahresniveau.
Übersicht über die Prognose wesentlicher Kennzahlen der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2021:
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| Prognose März 2021 | Prognose Juli 2021 | |
|---|---|---|
| Umsatz | Deutliches Wachstum (5-10 %) | Deutliches Wachstum (hoch einstellig) |
| EBT | Deutliches Wachstum (5-10 %) | Sehr deutliches Wachstum (>10 %) |
| EBT-Marge | Auf Vorjahresniveau (= 4,7 %) | Über Vorjahresniveau (> 4,7 %) |
Darüber hinaus gibt es keine Änderungen oder Konkretisierungen zur Prognose für das Geschäftsjahr 2021, wie wir sie im Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht haben.
Neckarsulm, 12. August 2021
Bechtle AG
Der Vorstand
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| in Tsd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.- 30.06.2021 | 01.04.- 30.06.2020 | 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 1.432.793 | 1.310.516 | 2.942.995 | 2.666.190 |
| Umsatzkosten | 1.212.797 | 1.114.095 | 2.506.129 | 2.266.775 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 219.996 | 196.421 | 436.866 | 399.415 |
| Vertriebskosten | 82.597 | 77.525 | 168.733 | 155.237 |
| Verwaltungskosten | 61.947 | 64.105 | 135.882 | 141.530 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.161 | 4.749 | 12.496 | 9.519 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 82.613 | 59.540 | 144.747 | 112.167 |
| Finanzerträge | 268 | 283 | 844 | 507 |
| Finanzaufwendungen | 1.690 | 1.764 | 3.412 | 3.560 |
| Ergebnis vor Steuern | 81.191 | 58.059 | 142.179 | 109.114 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 23.758 | 17.259 | 41.122 | 31.846 |
| Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) | 57.433 | 40.800 | 101.057 | 77.268 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € | 1,37 | 0,97 | 2,41 | 1,84 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert) in Tsd. Stück | 42.000 | 42.000 | 42.000 | 42.000 |
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| in Tsd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.- 30.06.2021 | 01.04.- 30.06.2020 | 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | 57.433 | 40.800 | 101.057 | 77.268 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | -68 | 77 | 117 | -1.639 |
| Ertragsteuereffekte | 14 | -14 | -24 | 315 |
| Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften | -12 | -77 | 234 | -123 |
| Ertragsteuereffekte | -12 | 7 | -102 | 4 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | -2.994 | 1.119 | 3.033 | 2.446 |
| Ertragsteuereffekte | 902 | -333 | -914 | -727 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 1.998 | -2.093 | -2.561 | 3.189 |
| Sonstiges Ergebnis | -182 | -1.314 | -217 | 3.465 |
| davon Ertragsteuereffekte | 904 | -340 | -1.040 | -408 |
| Gesamtergebnis (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) | 57.251 | 39.486 | 100.840 | 80.733 |
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| in Tsd. € | |||
|---|---|---|---|
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 446.648 | 448.313 | 443.671 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 104.321 | 113.241 | 120.249 |
| Sachanlagevermögen | 331.150 | 327.215 | 307.697 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 55.359 | 55.903 | 55.298 |
| Latente Steuern | 11.365 | 6.770 | 3.640 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7.424 | 7.448 | 7.413 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 956.267 | 958.890 | 937.968 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 416.160 | 301.663 | 390.224 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 800.213 | 877.1 73 | 742.214 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 3.362 | 2.289 | 2.237 |
| Sonstige Vermögenswerte | 166.167 | 143.928 | 139.033 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 60.311 | 40.002 | 40.001 |
| Liquide Mittel | 226.306 | 363.171 | 196.834 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 1.672.519 | 1.728.226 | 1.510.543 |
| Aktiva, gesamt | 2.628.786 | 2.687.116 | 2.448.511 |
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| in Tsd. € | |||
|---|---|---|---|
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 42.000 | 42.000 | 42.000 |
| Kapitalrücklagen | 124.228 | 124.228 | 124.228 |
| Gewinnrücklagen | 1.039.941 | 995.801 | 878.947 |
| Eigenkapital, gesamt | 1.206.169 | 1.162.029 | 1.045.175 |
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsrückstellungen | 32.762 | 31.022 | 31.335 |
| Sonstige Rückstellungen | 11.222 | 11.055 | 10.168 |
| Finanzverbindlichkeiten | 322.864 | 393.541 | 431.290 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.744 | 6.262 | 262 |
| Latente Steuern | 26.703 | 26.140 | 34.199 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 103.327 | 108.590 | 104.434 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 24.278 | 20.884 | 18.690 |
| Abgrenzungsposten | 1.047 | 2.393 | 1.326 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 528.947 | 599.887 | 631.704 |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige Rückstellungen | 25.856 | 22.831 | 13.513 |
| Finanzverbindlichkeiten | 31.093 | 18.913 | 25.029 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 424.839 | 425.875 | 356.275 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 35.106 | 45.964 | 17.979 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 218.033 | 253.921 | 203.376 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 123.497 | 130.594 | 122.076 |
| Abgrenzungsposten | 35.246 | 27.102 | 33.384 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 893.670 | 925.200 | 771.632 |
| Passiva, gesamt | 2.628.786 | 2.687.116 | 2.448.511 |
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Angesammelte Gewinne | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | Gesamt | Eigenkapital, gesamt (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital zum 1. Januar 2020 | 42.000 | 124.228 | 840.067 | 8.547 | 848.614 | 1.014.842 |
| Gewinnausschüttung für 2019 | -50.400 | -50.400 | -50.400 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 77.268 | 77.268 | 77.268 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 3.465 | 3.465 | 3.465 | |||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 77.268 | 3.465 | 80.733 | 80.733 |
| Eigenkapital zum 30. Juni 2020 | 42.000 | 124.228 | 866.935 | 12.012 | 878.947 | 1.045.175 |
| Eigenkapital zum 1. Januar 2021 | 42.000 | 124.228 | 982.214 | 13.587 | 995.801 | 1.162.029 |
| Gewinnausschüttung für 2020 | -56.700 | -56.700 | -56.700 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 101.057 | 101.057 | 101.057 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -217 | -217 | -217 | |||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 101.057 | -217 | 100.840 | 100.840 |
| Eigenkapital zum 30. Juni 2021 | 42.000 | 124.228 | 1.026.571 | 13.370 | 1.039.941 | 1.206.169 |
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| in Tsd. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.04.- 30.06.2021 | 01.04.- 30.06.2020 | 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Betriebliche Tätigkeit | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 81.191 | 58.059 | 142.179 | 109.114 |
| Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | ||||
| Finanzergebnis | 1.422 | 1.481 | 2.568 | 3.053 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 24.934 | 24.339 | 49.751 | 47.897 |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -21 | -1 | -57 | 15 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -7.284 | 1.739 | 4.420 | 8.114 |
| Veränderung des Nettovermögens | ||||
| Veränderung Vorräte | -61.009 | -15.320 | -115.252 | -105.190 |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.731 | 24.588 | 79.173 | 98.408 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24.311 | -64.973 | -456 | -52.127 |
| Veränderung passive Abgrenzungsposten | -13.828 | -11.092 | 3.264 | 8.706 |
| Veränderung übriges Nettovermögen | -4.151 | 17.403 1 | -60.109 | -41.183 1 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -21.525 | -19.153 | -58.137 | -36.281 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 26.771 | 17.070 1 | 47.344 | 40.526 1 |
| Investitionstätigkeit | ||||
| Auszahlungen für Akquisitionen abzüglich übernommener liquider Mittel | 6 | -47.224 | -285 | -49.784 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -16.410 | -11.307 | -26.154 | -26.653 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 1.088 | 2.099 | 2.396 | 4.323 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen | 0 | 0 | -50.309 | -40.001 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen sowie aus Rückzahlungen von langfristigen Vermögenswerten | 30.000 | 0 | 30.000 | 0 |
| Erhaltene Zinszahlungen | 101 | 247 | 584 | 446 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 14.785 | -56.185 | -43.768 | -111.669 |
| Finanzierungstätigkeit | ||||
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -60.397 | -3.192 | -64.609 | -6.516 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 308 | 57.031 | 6.111 | 75.160 |
| Dividendenausschüttung | -56.700 | -50.400 | -56.700 | -50.400 |
| Geleistete Zinszahlungen | -786 | -777 1 | -1.522 | -1.457 1 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverträgen | -12.010 | -10.786 | -24.082 | -21.563 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -129.585 | -8.124 1 | -140.802 | -4.776 1 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel | -111 | -986 | 361 | 556 |
| Veränderung der liquiden Mittel | -88.140 | -48.225 | -136.865 | -75.363 |
| Liquide Mittel zu Beginn der Periode | 314.446 | 245.059 | 363.171 | 272.197 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 226.306 | 196.834 | 226.306 | 196.834 |
1 Vorjahr angepasst
Die Bechtle AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, stellt als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315e HGB den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Entsprechend wurde auch der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2021 gemäß IFRS aufgestellt.
Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung im vorliegenden Zwischenbericht zum 30. Juni 2021 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende deutlich verkürzter Berichtsumfang gewählt.
Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt im Jahresverlauf dem Einfluss bestimmter saisonaler Schwankungen. In der Vergangenheit waren die Umsatz- und Ergebnisbeiträge im ersten Quartal tendenziell am niedrigsten und im vierten Quartal tendenziell am höchsten, geprägt durch ein traditionell besonders starkes Jahresendgeschäft. Daher können die Zwischenergebnisse nur eingeschränkt als Indikator für die Ergebnisse des gesamten Geschäftsjahres herangezogen werden.
Für bereits bestehende und unveränderte IFRS stimmen die in der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze mit denjenigen überein, die in der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 angewandt wurden.
Im Berichtszeitraum hat Bechtle die nachfolgenden neuen beziehungsweise geänderten Standards und Interpretationen angewendet, die vom IASB beziehungsweise vom IFRS IC veröffentlicht und von der EU übernommen worden waren:
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| Verlautbarung | Veröffentlichung durch das IASB/IFRS IC |
|---|---|
| Änderungen an IFRS 4 "Versicherungsverträge - Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9" | 25. Juni 2020 |
| Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IFRS 4 "Versicherungsverträge" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" - Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 | 27. August 2020 |
Aus diesen Änderungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem Konzernabschluss des Bechtle Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 gelesen werden.
Die Ermittlung des Steueraufwands erfolgt gemäß IAS 34 in der Zwischenberichtsperiode auf Basis des effektiven Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Steuern, die sich auf außergewöhnliche Sachverhalte beziehen, werden in dem Quartal berücksichtigt, in dem der zugrunde liegende Sachverhalt eintritt.
Aufgrund der nach wie vor unabsehbaren weltweiten Folgen der COVID-19-Pandemie unterliegen Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt. Diese Informationen wurden bei der Untersuchung der Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte, insbesondere der Forderungen, einbezogen.
Die Bilanzansätze der Geschäfts- und Firmenwerte sowie die in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Marken werden mit Ausnahme von Inmac WStore jährlich anhand von Impairment-Tests auf Basis der Nutzungswerte auf Werthaltigkeit geprüft. Aufgrund der getroffenen Annahmen und Sensitivitätsanalysen zum 31. Dezember 2020, sowie der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021, ergeben sich keine Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf. Der nächste jährliche durchzuführende Impairment-Test gemäß IAS 36 wird auf Basis der zum 30. September 2021 vorliegenden Informationen durchgeführt.
Im Rahmen der Umsatzrealisierung und der Beurteilung, ob Bechtle als Prinzipal oder Agent bei der Veräußerung von Standard-Softwarelizenzen ohne Customizing im indirekten Geschäft agiert, wurde an der bisherigen Vorgehensweise wie zum 31. Dezember 2020 unverändert festgehalten.
Um die Auslegung des IFRS 15 durch Bechtle (und der gesamten Software-Reseller-Branche) zu verifizieren, hat Bechtle am 10. Mai 2021 eine Eingabe zur Klärung des oben genannten Sachverhaltes an das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) übermittelt. Darin wird insbesondere die Frage thematisiert, ob die Pre-Sales-Beratung in diesem Kontext als eine signifikante Integrationsleistung für die kundenspezifische Lizenzierung zu würdigen ist.
Sofern das IFRS IC zu der Entscheidung kommt, dass Bechtle als Agent in diesen Sachverhalten agiert, würde Bechtle den Umsatz aus dem Verkauf von Standard-Software ohne Customizing im indirekten Geschäft um die Kosten für die Standard-Software ohne Customizing im indirekten Geschäft reduzieren. Da die Posten Umsatzerlöse und Umsatzkosten in gleicher Höhe reduziert werden, würde das Bruttoergebnis vom Umsatz im Rahmen der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung unverändert bleiben. Durch die Reduzierung der Umsatzerlöse bei gleich bleibendem Bruttoergebnis vom Umsatz würde sich die EBT-Marge bei einer Bilanzierung als Agent erhöhen.
Folgende Tabelle soll die mögliche Auswirkung bei einer Bilanzierung als Agent darstellen:
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| in Tsd. € | ||
|---|---|---|
| 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz aus dem Verkauf von Standard-Software ohne Customizing im indirekten Geschäft | 276.715 | 246.541 |
| Kosten für Standard-Software ohne Customizing im indirekten Geschäft | 257.868 | 228.178 |
| Umsatz aus dem Verkauf von Standard-Software ohne Customizing im indirekten Geschäft abzüglich der Kosten für gekaufte Software | 18.847 | 18.363 |
| Umsatz laut bisheriger Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung | 2.942.995 | 2.666.190 |
| Angepasster Umsatz bei einer Bilanzierung als Agent | 2.685.127 | 2.438.012 |
| EBT-Marge laut bisheriger Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung | 4,8 % | 4,1 % |
| Angepasste EBT-Marge bei einer Bilanzierung als Agent | 5,3 % | 4,5 % |
Die Gesamtumsätze aus dem Verkauf von Softwarelizenzen gliedern sich wie folgt:
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| in Tsd. € | ||
|---|---|---|
| 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- |
| Software inkl. Customizing | 158.688 | 145.521 |
| Standard-Software ohne Customizing - indirektes Geschäft | 276.715 | 246.541 |
| Standard-Software ohne Customizing - direktes Geschäft | 2.446 | 2.605 |
| Gesamtumsatz aus dem Verkauf von Softwarelizenzen | 437.849 | 394.667 |
Der Konsolidierungskreis umfasst die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre beherrschten Tochtergesellschaften. Die Bechtle AG hält unverändert zum Vorjahr an sämtlichen konsolidierten Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile und Stimmrechte.
Im Umsatz in Höhe von 2.942.995 Tsd. € (Vorjahr 2.666.190 Tsd. €) werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Umsatzerlöse:
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.-30.06.2021 | 01.01.-30.06.2020 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IT-Handelsumsatz | 1.398.912 | 1.054.861 | 2.453.773 | 1.330.954 | 901.435 | 2.232.389 |
| davon Software | 310.229 | 127.620 | 437.849 | 291.979 | 102.688 | 394.667 |
| IT-Dienstleistungsumsatz | 476.693 | 12.529 | 489.222 | 422.105 | 11.696 | 433.801 |
| Umsatz gesamt | 1.875.605 | 1.067.390 | 2.942.995 | 1.753.059 | 913.131 | 2.666.190 |
Im Geschäftssegment IT-E-Commerce werden dabei überwiegend IT-Handelsumsätze zeitpunktbezogen erzielt. Im Geschäftssegment IT-Systemhaus & Managed Services bestehen die Umsätze aus IT-Handelsumsätzen, die ebenfalls zeitpunktbezogen realisiert werden und zu einem Anteil aus IT-Dienstleistungsumsätzen, die entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen realisiert werden.
Kunden sind grundsätzlich (branchenunabhängig) nur gewerbliche Endabnehmer und öffentliche Auftraggeber. Die umsatzstärksten Produktgruppen im abgelaufenen Halbjahr waren Mobile Computing, Software, IT-Dienstleistung und Peripherie. Mit ihnen erwirtschaftete Bechtle rund 60 % des Gesamtumsatzes (Vorjahr: 58 %).
Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Umsatzerlöse in öffentliche Auftraggeber und gewerbliche Endabnehmer:
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.-30.06.2021 | 01.01.-30.06.2020 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Öffentliche Auftraggeber | 786.990 | 312.658 | 1.099.649 | 730.056 | 254.393 | 984.449 |
| Gewerbliche Endabnehmer | 1.088.615 | 754.732 | 1.843.346 | 1.023.003 | 658.738 | 1.681.741 |
| Umsatz gesamt | 1.875.605 | 1.067.390 | 2.942.995 | 1.753.059 | 913.131 | 2.666.190 |
Die Aufgliederung des Umsatzes nach Geschäftssegmenten und Regionen ergibt sich aus den Segmentinformationen.
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzkosten | Vertriebskosten | Verwaltungskosten | ||||
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| 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Materialaufwand | 2.255.638 | 2.036.618 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personal- und Sozialaufwand | 211.490 | 190.185 | 137.978 | 124.866 | 89.745 | 86.356 |
| Abschreibungen | 21.730 | 20.481 | 13.057 | 10.977 | 14.964 | 16.439 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17.271 | 19.490 | 17.698 | 19.394 | 31.173 | 38.736 |
| Gesamtaufwendungen | 2.506.129 | 2.266.774 | 168.733 | 155.237 | 135.882 | 141.531 |
Der Anstieg im Materialaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Geschäftsvolumen. Der Personal- und Sozialaufwand erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Anzahl an Beschäftigten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem aufgrund der COVID-19-Pandemie bedingten rückläufigen Kfz- und Reisekosten gesunken. Des Weiteren wurde die coronabedingte Risikovorsorge bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.500 Tsd. € verringert.
Im Materialaufwand ist netto ein Ertrag aus Wechselkursschwankungen von 1.630 Tsd. € enthalten (Vorjahr: netto 266 Tsd. € Aufwand).
Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Erträgen ist vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Marketingzuschüsse und sonstigen Vergütungen von Lieferanten zurückzuführen. Diese betrugen im ersten Halbjahr 2021 9.158 Tsd. € (Vorjahr: 6.337 Tsd. €) und machen damit den Großteil der sonstigen betrieblichen Erträge aus.
Die Finanzerträge enthalten Erträge aus täglich verfügbaren Einlagen, aus Geldanlagen und finanziellen Forderungen.
Die Finanzaufwendungen enthalten überwiegend Zinsaufwendungen der Finanzverbindlichkeiten.
Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des den Aktionär:innen der Bechtle AG zustehenden Ergebnisses nach Steuern je Aktie:
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| 01.01.- 30.06.2021 | 01.01.- 30.06.2020 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | Tsd. € | 101.057 | 77.268 |
| Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien | Stück | 42.000.000 | 42.000.000 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,41 | 1,84 |
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionär:innen der Bechtle AG zustehend) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eigene Aktien würden die Anzahl ausstehender Aktien entsprechend verringern. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
Das sonstige Ergebnis ist wesentlich durch die EUR/CHF-Wechselkursentwicklung geprägt. Im Vorjahreszeitraum gewann der Schweizer Franken gegenüber dem Euro an Wert, wohingegen die Schweizer Währung im ersten Halbjahr 2021 leicht an Wert verlor.
Die genaue Zusammensetzung des erfolgsneutral zu erfassenden sonstigen Ergebnisses hinsichtlich seiner Veränderung und seines kumulierten Stands ist in Gliederungspunkt V. "Erläuterungen zur Bilanz und zur Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.
Der Rückgang in den Geschäfts- und Firmenwerten sowie in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ist auf Währungsdifferenzen beziehungsweise auf die im ersten Halbjahr vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen. Die liquiden Mittel verminderten sich durch die im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 erhöhte Dividendenausschüttung und die vorzeitige Tilgung von Darlehen. Des Weiteren hat der starke Aufbau der Vorräte, um die Lieferfähigkeit von Bechtle gewährleisten zu können, zu einem Rückgang der liquiden Mittel geführt. Im Berichtszeitraum wurde in weitere kurzfristige Geldanlagen sowie in kurzfristige Wertpapiere investiert. In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind zum 30. Juni 2021 Vertragsvermögenswerte von 44.565 Tsd. € enthalten (31. Dezember 2020: 28.029 Tsd. €).
In der Hauptversammlung am 15. Juni 2021 wurde eine Kapitalerhöhung durch Gesellschaftsmittel beschlossen. Durch die Ausgabe von sogenannten Gratisaktien an die bestehenden Aktionäre wird das Grundkapital von 42.000.000 € auf 126.000.000 € erhöht. Der anteilige Betrag der einzelnen Aktien am Grundkapital beträgt weiterhin 1,00 €. Die neuen Aktien stehen den Aktionären im Verhältnis 1 : 2 zu, sodass auf jede bestehende Aktie zwei neue Aktien entfallen. Die neuen Aktien sind ab 1. Januar 2021 gewinnberechtigt. Mit 29. Juli 2021 wurde die Kapitalerhöhung im Handelsregister eingetragen und wirksam.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 30. Juni 2021 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2020 in 42.000.000 voll eingezahlte, ausgegebene Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
In der Hauptversammlung am 15. Juni 2021 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von 1,35 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Dividendenauszahlung erfolgte am 18. Juni 2021.
Das erfolgsneutral zu erfassende sonstige Ergebnis setzt sich hinsichtlich seines kumulierten Stands zum Bilanzstichtag und seiner Veränderung im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | -10.339 | 2.139 | -8.200 | -10.456 | 2.163 | -8.293 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften | 770 | 111 | 881 | 536 | 213 | 749 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | -5.474 | 1.533 | -3.941 | -8.507 | 2.447 | -6.060 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 24.630 | 0 | 24.630 | 27.191 | 0 | 27.191 |
| Sonstiges Ergebnis | 9.587 | 3.783 | 13.370 | 8.764 | 4.823 | 13.587 |
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.-30.06.2021 | 01.01. - 30.06.2020 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | 117 | -24 | 93 | -1.639 | 315 | -1.324 |
| Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften | 234 | -102 | 132 | -123 | 4 | -119 |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 346 | -102 | 244 | -11 | 4 | -7 |
| Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust | -112 | 0 | -112 | -112 | 0 | -112 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | 3.033 | -914 | 2.119 | 2.446 | -727 | 1.719 |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 3.033 | -914 | 2.119 | 2.446 | -727 | 1.719 |
| Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -2.561 | 0 | -2.561 | 3.189 | 0 | 3.189 |
| Sonstiges Ergebnis | 823 | -1.040 | -217 | 3.873 | -408 | 3.465 |
Der leichte Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf die üblichen saisonalen Schwankungen im Jahresverlauf mit einem umsatzstarken Schlussquartal zurückzuführen. Der Rückgang in den Finanzverbindlichkeiten ist insbesondere durch das vorzeitige Tilgen zweier Darlehen begründet. In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen wurde die Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 2.500 Tsd. € im Berichtszeitraum aufgelöst.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Erhöhung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit im Wesentlichen durch den Ergebnisanstieg und den geringeren Zahlungsmittelabfluss für die Begleichung von Verbindlichkeiten begründet. Gegenläufig wirkten der Anstieg der Vorräte, der Aufbau der Forderungen sowie die Veränderung im übrigen Nettovermögen.
Im Bereich der Investitionstätigkeit sind insbesondere geringere Auszahlungen für Akquisitionen sowie für Festgeldanlagen im Berichtszeitraum zu verzeichnen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird zum einen wesentlich durch die im Berichtszeitraum vorgenommene Tilgung von Finanzverbindlichkeiten bestimmt. Zum anderen führte die ausgeschüttete Dividende für das Geschäftsjahr 2020 von 57.600 Tsd. € zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Die Dividendensumme für das Geschäftsjahr 2019, die im Vorjahr ausgezahlt wurde, betrug 50.400 Tsd. €.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag Leasingforderungen in Höhe von 63.846 Tsd. € (31. Dezember 2020: 62.504 Tsd. €) enthalten. Die nicht diskontierten, jährlich fälligen Leasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:
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| in Tsd. € | ||
|---|---|---|
| 30.06.2021 | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 23.589 | 22.118 |
| Fällig zwischen 1 und 2 Jahren | 20.916 | 19.330 |
| Fällig zwischen 2 und 3 Jahren | 12.877 | 14.359 |
| Fällig zwischen 3 und 4 Jahren | 6.420 | 6.821 |
| Fällig zwischen 4 und 5 Jahren | 1.092 | 1.022 |
| Fällig nach 5 Jahren | 0 | 19 |
| Mindestleasingzahlungen | 64.894 | 63.669 |
Der Zinsanteil der Leasingzahlung entspricht dem noch nicht realisierten Finanzertrag.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Finanzinstrumente) werden nach IFRS 7 in Klassen zusammengefasst. Die Zuordnung der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente ist im vorliegenden Zwischenbericht analog zu der Zuordnung im Geschäftsbericht 2020.
Nach IFRS 13 werden die Bewertungstechniken, abhängig von den wesentlichen Parametern, auf denen die Bewertung basiert, in folgende drei Stufen eingeteilt:
Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder unmittelbar oder mittelbar auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen
Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern
Nachfolgende Tabelle stellt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 sowie deren Bewertungsstufe nach IFRS 13 und Bewertungskategorie nach IFRS 9 dar.
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Klasse gemäß IFRS 7 | Bewertungskategorie nach IFRS9 | Buchwert 30.06.2021 |
Zeitwert 30.06.2021 |
Buchwert 31.12.2020 | Zeitwert 31.12.2020 | Stufe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AK | 14.566 | 13.621 | 14.968 | 14.030 | 3 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AK | 777.160 | 777.160 | 855.604 | 855.604 | 2 |
| Langfristige Leasingforderungen | n.a. | 40.793 | 38.180 | 40.935 | 38.398 | 3 |
| Kurzfristige Leasingforderungen | n.a. | 23.053 | 23.053 | 21.569 | 21.569 | 2 |
| Wertpapiere | EwzbZ | 309 | 309 | 0 | 0 | 1 |
| Geldanlagen | ||||||
| Festgeldanlagen | AK | 60.002 | 60.002 | 40.002 | 40.002 | 2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AK | 100.269 | 100.269 | 91.137 | 91.137 | 3 |
| Finanzderivate | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 218 | 218 | 99 | 99 | 2 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | EwzbZ | 4.593 | 4.593 | 630 | 630 | 2 |
| Liquide Mittel | AK | 226.306 | 226.306 | 363.171 | 363.171 | 1 |
| Passiva | ||||||
| Darlehen | AK | 353.957 | 383.806 | 412.454 | 447.205 | 2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AK | 6.744 | 6.773 | 6.262 | 6.469 | 3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AK | 424.839 | 424.839 | 425.875 | 425.875 | 2 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | n.a. | 100.667 | 101.454 | 105.551 | 106.853 | 3 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | n.a. | 41.453 | 41.453 | 40.190 | 40.190 | 2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AK | 124.214 | 124.214 | 139.996 | 139.996 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | EwzbZ | 3.575 | 3.575 | 3.822 | 3.822 | 3 |
| Finanzderivate | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 624 | 624 | 0 | 0 | 2 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | EwzbZ | 525 | 525 | 1.641 | 1.641 | 2 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 | AK | 2.088.057 | 2.116.990 | 2.349.469 | 2.383.489 | |
| EwzbZ | 9.002 | 9.002 | 6.093 | 6.093 |
Verwendete Abkürzungen für Bewertungskategorien des IFRS 9:
AK = fortgeführte Anschaffungskosten
EwzbZ = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Während der Berichtsperiode gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.
Die Verbindlichkeiten aus Akquisitionen sind bedingte, nachträgliche Kaufpreiszahlungen (Earn-outs) für erfolgte Akquisitionen. An der Berechnungsmethodik und den Sensitivitäten erfolgten während des Berichtszeitraums keine wesentlichen Änderungen.
Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen stellt sich wie folgt dar:
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| Summe Gewinne und Verluste | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| erfolgsneutral | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Stufe 3 | 01.01.2021 | im Finanzergebnis erfasst | im sonstigen Ergebnis erfasst | im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst | Zugänge | Ausgleich/ Abrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 3.822 | 39 | -11 | 0 | 0 | -275 |
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| in Tsd. € | ||
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Stufe 3 | Umgliederung | 30.06.2021 |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 0 | 3.575 |
Die im Finanzergebnis als Aufwand erfassten 39 Tsd. € entfallen in voller Höhe auf die zum 30. Juni 2021 bilanzierten, in der Zukunft fälligen Zahlungen.
Für die Aufstellung der Segmentinformationen gelten dieselben Grundsätze wie im Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2020.
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.-30.06.2021 | 01.01. - 30.06.2020 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nach Segmenten | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtsegment-Umsatz | 1.897.939 | 1.069.639 | 1.772.764 | 916.584 | ||
| abzüglich des Umsatzes mit anderem Segment | -22.334 | -2.249 | -19.705 | -3.453 | ||
| Umsatz | 1.875.605 | 1.067.390 | 2.942.995 | 1.753.059 | 913.131 | 2.666.190 |
| Abschreibungen | -31.818 | -9.998 | -41.816 | -30.781 | -9.376 | -40.157 |
| Segmentergebnis | 99.082 | 53.600 | 152.682 | 76.932 | 42.975 | 119.907 |
| Abschreibungen aus Akquisitionen | -4.465 | -3.470 | -7.935 | -4.270 | -3.470 | -7.740 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 94.617 | 50.130 | 144.747 | 72.662 | 39.505 | 112.167 |
| Finanzergebnis | -2.568 | -3.053 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 142.179 | 109.114 | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -41.122 | -31.846 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 101.057 | 77.268 | ||||
| Investitionen | 36.067 | 11.267 | 47.334 | 53.821 | 12.153 | 65.974 |
| Investitionen durch Akquisitionen | 0 | 0 | 0 | 56.975 | 625 | 57.600 |
Im Segment IT-E-Commerce werden die Handelsumsätze überwiegend zeitpunktbezogen realisiert, da die Erfüllung der Leistungsverpflichtung von Bechtle durch Übertragung der Ware an den Kunden erfolgt. Die Handelsumsätze des Geschäftssegments IT-Systemhaus & Managed Services werden ebenfalls zeitpunktbezogen realisiert, wenn es sich hierbei um Warenlieferungen handelt. Des Weiteren können Kombinationen aus Warenlieferung und Dienstleistung erbracht werden, die im Wesentlichen mittels Kundenabnahme realisiert werden. Lediglich bei IT-Dienstleistungsumsätzen kann eine zeitraumbezogene Realisierung vorliegen. Der Umsatzanteil der reinen Dienstleistungsumsätze liegt in diesem Segment bei 25 % (Vorjahr: 24 %).
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| in Tsd. € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.-30.06.2021 | 01.01. - 30.06.2020 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nach Regionen | Inland | Ausland | Konzern | Inland | Ausland | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 1.811.388 | 1.131.607 | 2.942.995 | 1.669.497 | 996.693 | 2.666.190 |
| Investitionen | 38.912 | 8.422 | 47.334 | 50.775 | 15.199 | 65.974 |
| Investitionen durch Akquisitionen | 0 | 0 | 0 | 56.560 | 1.040 | 57.600 |
Die Gesamtsegmentvermögenswerte sind nicht Bestandteil des internen Reportings, sodass auf diese Angabe im Zwischenbericht verzichtet wird.
Erwerb nach dem Stichtag. Im August 2021 wurde der Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Anteile an der Cadmes B.V., Niederlande, und der Cadmes Systems B.V., Belgien, unterzeichnet. Der 1991 gegründete und im Schwerpunkt auf 3D-CAD-Software von Dassault Systèmes SOLIDWORKS spezialisierte Reseller beschäftigt derzeit gut 100 Mitarbeitende. Cadmes bleibt mit seinem etablierten Firmennamen und eigenem Markenaufritt in den angestammten Märkten in Benelux tätig. Der Kaufpreis für beide Gesellschaften beläuft sich auf 9.450 Tsd. € einschließlich übernommener Nettoliquidität. Der Kaufvertrag enthält keine bedingten Kaufpreiszahlungen. Das Closing ist noch von der Zustimmung des Herstellers Dassault Systemes abhängig.
Mit Vertragsdatum 1. Juni 2021 wurde die PSB IT-Service GmbH mit Sitz in Ober-Mörlen mit Wirkung zum 1. Juli 2021 veräußert. Die Gesellschaft beschäftigte 84 Mitarbeiter und war dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services (Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services) zugeordnet. Die Auswirkungen auf die Halbjahresberichterstattung der Bechtle AG sind von untergeordneter Bedeutung und nicht wesentlich.
Die Beschäftigtenzahlen stellen sich wie folgt dar:
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | 01.01.-30.06.2021 | 01.01.-30.06.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Voll- und Teilzeitkräfte ohne Abwesende | 11.517 | 11.170 | 11.374 | 10.886 |
| Auszubildende ohne Abwesende | 570 | 683 | 619 | 656 |
| Beschäftigte in Abwesenheit | 334 | 327 | 328 | 283 |
| Aushilfen | 394 | 371 | 378 | 338 |
| Summe | 12.815 | 12.551 | 12.699 | 12.163 |
Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Beschäftigtenzahlen (ohne Aushilfen) wie folgt auf:
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | 01.01.-30.06.2021 | 01.01.-30.06.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| IT-Systemhaus & Managed Services | 9.841 | 9.736 | 9.781 | 9.353 |
| Inland | 8.356 | 8.281 | 8.315 | 7.986 |
| Ausland | 1.485 | 1.455 | 1.466 | 1.367 |
| IT-E-Commerce | 2.580 | 2.444 | 2.540 | 2.472 |
| Inland | 767 | 674 | 751 | 678 |
| Ausland | 1.813 | 1.770 | 1.789 | 1.794 |
Nach Funktionsbereichen teilen sich die Beschäftigtenzahlen (ohne Beschäftigte in Abwesenheit und ohne Aushilfen) wie folgt auf:
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| 30.06.2021 | 31.12.2020 | 01.01.-30.06.2021 | 01.01.-30.06.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Dienstleistung | 5.860 | 5.695 | 5.779 | 5.617 |
| Vertrieb | 3.447 | 3.362 | 3.436 | 3.268 |
| Verwaltung | 2.780 | 2.796 | 2.778 | 2.657 |
| Summe | 12.087 | 11.853 | 11.993 | 11.542 |
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine besonderen Ereignisse bei Bechtle eingetreten.
Neckarsulm, 12. August 2021
Bechtle AG
Der Vorstand
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| Dr. Thomas Olemotz | Michael Guschlbauer | Jürgen Schäfer |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Neckarsulm, 12. August 2021
Bechtle AG
Der Vorstand
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| Dr. Thomas Olemotz | Michael Guschlbauer | Jürgen Schäfer |
Der vorliegende Zwischenbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Bechtle AG beziehen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den erwarteten abweichen.
Rechnungslegung und Berichterstattung folgen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Bei allen Prozentangaben im Bericht sind gegenüber den genannten Beträgen in Millionen Euro Rundungsdifferenzen möglich. Das Gleiche gilt bei Summen und Differenzen gegenüber den Einzelwerten.
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