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Bechtle AG — Annual Report 2018
Mar 28, 2019
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Annual Report
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Bechtle Aktiengesellschaft
Neckarsulm
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
AN UNSERE AKTIONÄRE
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
2018 war ein bemerkenswertes Jahr für die Bechtle AG: Die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte, die erstmalige Platzierung eines Schuldscheindarlehens, das Überschreiten der Marke von 10.000 Mitarbeitern, das Erarbeiten und die Kommunikation der neuen Vision 2030 sowie die Aufnahme in den MDAX sind nur einige der besonderen Ereignisse. Zudem war das Jahr geprägt von einer herausragenden wirtschaftlichen Entwicklung mit zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und Ergebnis. Jeder der genannten Punkte für sich ist schon ein Höhepunkt, in der Summe machen sie aber 2018 zu einem ganz besonderen Jahr in der Bechtle Historie. Der Aufsichtsrat war jederzeit in diese Entwicklung eingebunden und hat das Unternehmen auf seinem erfolgreichen Weg beratend unterstützt.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Das Gremium hat den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und dabei die Geschäftsführung und -entwicklung der Gesellschaft eng begleitet und überwacht. Dabei arbeiteten beide Gremien stets offen und konstruktiv zusammen.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte und zustimmungspflichtigen Vorgänge. Dazu zählten vor allem der Erwerb der Inmac WStore sowie weitere Akquisitionsvorhaben, die Wachstums- und Akquisitionsfinanzierung einschließlich der Platzierung eines Schuldscheindarlehens, die Geschäftsentwicklung des Konzerns, künftige Investitionen, die Risikosituation, das Chancen- und Risikomanagement sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie.
Auch außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen stand insbesondere der Vorstandsvorsitzende in engem Kontakt mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und in erster Linie mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Zusätzlich unterrichtete der Vorstand das gesamte Gremium monatlich über wichtige operative Kennzahlen, die Erfüllung der Geschäftsplanung und die Beschäftigungssituation - jeweils für den Konzern, die Segmente sowie alle wesentlichen Tochtergesellschaften. In vierteljährlichen Sitzungen haben wir zudem das jeweilige Quartal sowie die kurz- und mittelfristigen Perspektiven intensiv erörtert.
Regelmäßig hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns, der Vermögens- und Finanzlage sowie der Umsetzung der Unternehmensstrategie beschäftigt. Wir haben uns zudem kontinuierlich mit der Risikosituation auseinandergesetzt und aktiv bei der Fortentwicklung des Kontroll- und Risikomanagementsystems der Bechtle AG mitgewirkt.
Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Informationen durch den Vorstand sowie der eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion vollumfänglich nachkommen. Wir können bestätigen, dass der Vorstand in jeglicher Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat regelmäßig die Rechts- und Complianceabteilung sowie das Konzerncontrolling zurate gezogen sowie das Risikomanagementsystem aktiv genutzt.
SITZUNGEN UND SCHWERPUNKTE
Im Berichtsjahr fanden fünf ordentliche Plenumssitzungen des Aufsichtsrats statt: am 8. Februar, 14. März (Bilanzsitzung für den Jahres- und Konzernabschluss 2017), 12. Juni (konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats), 27. Juli und 19. Oktober 2018. Aufgrund langfristiger, bereits vor seiner Kandidatur terminierter Verpflichtungen konnte Dr. Lars Grünert im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teilnehmen.
Neben den Sitzungsbeschlüssen fasste das Gremium, beziehungsweise fassten seine Ausschüsse in sachlich gebotenen, insbesondere in eilbedürftigen Fällen auch Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse bedurften, haben wir in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen ausführlich erörtert. So hat das Gremium in seiner Bilanzsitzung am 14. März 2018 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Vorjahres gebilligt (wodurch Ersterer festgestellt wurde) sowie dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und der Unternehmensplanung 2018 zugestimmt.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
| ― | die Akquisition der Inmac WStore sowie weitere Akquisitionsvorhaben |
| ― | die Platzierung eines Schuldscheindarlehens |
| ― | die Vision 2020 und deren Zielerreichung |
| ― | die Erarbeitung der Vision 2030 |
| ― | die Wahlen zum Aufsichtsrat und die Wahlvorschläge der Anteilseignerseite |
| ― | die Strategie des Konzerns sowie die Zielerreichung bei der Umsetzung der Strategie |
| ― | die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns |
| ― | die Vergütung des Vorstands |
| ― | Nachhaltigkeit bei Bechtle und die nichtfinanzielle Konzernerklärung |
| ― | das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem |
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Im Vorstand der Bechtle AG gab es 2018 keine personellen Änderungen. Im Berichtsjahr fanden Wahlen zum Aufsichtsrat statt. Auf Arbeitnehmerseite schied Martin Meyer mit Ablauf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 aus dem Aufsichtsrat aus. Neu gewählt wurde Anton Samija. Auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 wurden auch die Vertreter der Anteilseigner gewählt. Nicht mehr zur Wahl standen Dr. Matthias Metz und Dr. Jochen Wolf. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Dr. Lars Grünert und Klaus Winkler. Im Anschluss an seine Wahl wurde Klaus Winkler wie vorgesehen zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr langjähriges Engagement und ihre Bereitschaft, an der erfolgreichen Entwicklung der Bechtle AG mitzuwirken.
ARBEIT DER AUSSCHÜSSE
Der Aufsichtsrat hat zur Wahrung seiner Aufgaben drei Ausschüsse gebildet.
Der Prüfungsausschuss trat am 7. Februar, 13. März, 29. Mai, 26. Juli, 18. Oktober und 17. Dezember 2018 zusammen. Zusätzlich tagte er im Rahmen von Telefonkonferenzen am 8. Mai, 9. August und 13. November 2018. Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich 2018 intensiv mit zustimmungspflichtigen Geschäften - vor allem mit der Akquisition der Inmac WStore und mit weiteren Akquisitionen, der Wachstums- und Akquisitionsfinanzierung einschließlich der Platzierung eines Schuldscheindarlehens sowie langfristigen Verträgen. Weitere Besprechungsthemen waren die Zwischenberichte, die vorbereitenden Prüfungen von Jahres- und Konzernabschluss, des nichtfinanziellen Konzernberichts, des Gewinnverwendungsvorschlags sowie die Überprüfung des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems. Gegenstand der Beratungen waren außerdem die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, die Vereinbarung des Prüfungshonorars sowie die Corporate Governance. Im Berichtsjahr war zudem die Entwicklung des Cashflows und des Working Capitals ein Schwerpunkt.
Der Personalausschuss trat 2018 in fünf Sitzungen am 30. Januar, 16. Februar, 27. August, 4. Oktober und 10. Dezember 2018 zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen des Personalausschusses standen das Vergütungssystem des Vorstands, die Weiterentwicklung der Führungsorganisation und Anstellungsverträge mit Bereichsvorständen.
Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG wurde 2018 nicht einberufen.
Der Aufsichtsrat evaluiert regelmäßig und gewissenhaft die Aufsichtsratstätigkeit gemäß dem Leitfaden "Effizienzprüfung im Aufsichtsrat" der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. Auf Basis der Anregungen aus dem Gremium wurden Handlungsempfehlungen entwickelt, im Plenum präsentiert und nach einer intensiven Besprechung in die Arbeit des Aufsichtsrats übernommen. Die Umsetzung dieser Empfehlungen verfolgen wir in unserem Gremium konsequent. Grundlegendes Ergebnis der zurückliegenden Effizienzprüfungen war, dass die Arbeitsabläufe und Prozesse im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind.
CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Wir haben uns intensiv mit dem Regelwerk des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) auseinandergesetzt. Zur Kontrolle der Einhaltung des DCGK haben wir die Umsetzung der Empfehlungen überprüft. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir im Februar 2019 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Abweichungen von den Empfehlungen der Regierungskommission sind im Corporate-Governance-Bericht ausführlich erläutert. Die Entsprechenserklärungen der letzten fünf Jahre sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance wurden und werden den Aktionären im Internet dauerhaft zugänglich gemacht. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Plenum unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung kodexgemäß informiert werden würde, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
→ Siehe Corporate-Governance-Bericht, S. 53 ff.
→ Siehe Entsprechenserklärung, bechtle.com/corporate-governance
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG 2018
Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 hat die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, gewählt. Sie hat nach der Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Bechtle AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte der Bechtle AG und des Bechtle Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagement- und -früherkennungssystems geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Gegenstand der Prüfung waren auch das vom Vorstand einzurichtende Überwachungssystem zur Risikofrüherkennung sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die installierten Systeme geeignet sind, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.
Die Unterlagen zu den Abschlüssen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugesandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt. An der Bilanzsitzung am 13. März 2019 nahm auch der Abschlussprüfer teil, der ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet hat.
Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben. In der Bilanzsitzung vom 13. März 2019 hat der Aufsichtsrat deshalb, den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgend, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, wodurch Ersterer gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und zur Zahlung einer Dividende von 1,00 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Wir sind mit Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands einverstanden und halten den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.
Der Aufsichtsrat hat auch die vom Vorstand erstellte nichtfinanzielle Konzernerklärung der Bechtle AG, die als gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht im Nachhaltigkeitsbericht 2018 der Bechtle AG enthalten ist, geprüft und in der Bilanzsitzung vom 13. März 2019 umfassend diskutiert. Der Vorstand erläuterte den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und beantwortete die Nachfragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach Abschluss der Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht einverstanden.
Der Erfolg der Bechtle AG ist alles andere als selbstverständlich. Er ist das Ergebnis der Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters, mit unermüdlicher Leistungsbereitschaft und hoher Motivation. Der Dank des gesamten Aufsichtsrats geht daher an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bechtle Gruppe, an die Bereichsvorstände und Geschäftsführer der Konzerngesellschaften sowie an die Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat ist stolz, ein solch erfolgreiches und hochgradig motiviertes und motivierendes Unternehmen beratend und kontrollierend zu begleiten.
Neckarsulm, 13. März 2019
Für den Aufsichtsrat
Klaus Winkler, Vorsitzender
Konzernlagebericht
UNTERNEHMEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Als herstellerunabhängiger Komplettanbieter ist es unser Anspruch, mit einem umfassenden Portfolio das ganze Spektrum an Produkten und Dienstleistungen rund um die IT von Unternehmen und öffentlichen Institutionen abzudecken. Dadurch sind wir in der Lage, jedem Kunden eine optimale und passgenaue Lösung für seinen IT-Bedarf anzubieten -das ist unser Geschäftsprinzip.
GESCHÄFTSMODELL
IT-Komplettanbieter.
Bechtle ist mit rund 70 Systemhäusern in der DACH-Region aktiv und zählt mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern zu den führenden Onlinehändlern für Informationstechnologie in Europa. Das 1983 gegründete IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm verbindet die Stärke und Solidität eines finanzkräftigen internationalen Konzerns mit der Nähe, persönlichen Betreuung und Flexibilität eines regionalen Dienstleisters. Bechtle bietet seinen 70.000 Kunden aus Industrie, Handel und dem Finanzsektor sowie dem öffentlichem Dienst ein lückenloses herstellerunabhängiges Angebot rund um die gesamte IT aus einer Hand.
Die Geschäftstätigkeit von Bechtle ist in zwei Segmente gegliedert: Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services reicht das Leistungsspektrum von IT-Strategieberatung über Vertrieb von Hard- und Software, Anwendungslösungen sowie Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, Wartung und Schulung bis hin zum Angebot von Cloud-Services oder zum Komplettbetrieb der Kunden-IT. Im zweiten Geschäftssegment, IT-E-Commerce, haben wir unser reines Handelsgeschäft gebündelt. Hier bieten wir unseren Kunden mit einer Mehrmarkenstrategie über Internet und Telesales Hardware sowie Standardsoftware an. Insgesamt umfasst unser Angebotsportfolio über 70.000 Produkte.
GESCHÄFTSSEGMENT
Segmente bearbeiten Markt gemeinsam.
In elf europäischen Ländern ist Bechtle ausschließlich mit E-Commerce-Gesellschaften, in Deutschland, Österreich und der Schweiz hingegen in beiden Segmenten vertreten. Hier bearbeiten die Segmente gemeinsam den Markt, um dadurch Marktanteil und Kundendurchdringung zu erhöhen.
Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Schritte unternommen, um die Zusammenarbeit zwischen den Segmenten weiter zu verbessern und damit auch das Cross-Selling-Potenzial zu erweitern. So bringen Vertriebsteams beider Segmente unter dem Namen BforB (Bechtle for Bechtle) ihre Stärken in gemeinsame Vertriebsaktivitäten ein. Das zunächst als Pilotprojekt gestartete BforB steht mittlerweile auch weiteren Systemhäusern in Deutschland zur Verfügung.
Im November 2017 ist die neue Onlineplattform von Bechtle gestartet. Unter der Adresse bechtle.com präsentiert sich seitdem ein digitaler Marktplatz, der dem Kunden auf einen Blick die gesamte Bandbreite des Leistungs- und Lösungsportfolios von Bechtle bietet. Damit wird auch die bisherige Trennung zwischen Bechtle Shop und Unternehmensseite aufgehoben. So können wir jeden Kunden ganzheitlich ansprechen und ihm gezielt weiterführende Lösungen anbieten. Gleichzeitig erhöhen wir damit die Kundenzufriedenheit und -durchdringung. Dieser digitale Marktplatz soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, um das Potenzial von bechtle.com zur Unterstützung unseres Vertriebs, aber auch zum Verkauf von Produkten und Services besser auszuschöpfen.
IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES
Leistungsangebot deckt die gesamte IT-Wertschöpfungskette ab.
Das Leistungsangebot von Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst die gesamte Wertschöpfungskette der IT. Themenschwerpunkte sind Digitalisierung, Cloud, Mobility, Security und IT als Service. Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist, dass Bechtle "alles aus einer Hand" anbietet. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots - bestehend aus unterschiedlichen, miteinander verknüpften Dienstleistungen und frei wählbaren Servicelevels - ist Bechtle in der Lage, für jeden Kunden eine passgenaue Lösung zu erarbeiten. Service- und Lösungsportfolio werden dabei kontinuierlich überprüft und den Markt- und Kundenerfordernissen angepasst.
Fast 4.500 Servicemitarbeiter sowie zertifizierte Spezialisten, System Engineers und Consultants bieten den Kunden bei IT-Dienstleistungen Fachwissen, hohe Detailkompetenz, langjährige IT-Projekterfahrung und die Fähigkeit, individuelle Anforderungen schnell umzusetzen. In derzeit 65 überregional tätigen Competence Centern hat Bechtle Spezialisten-Know-how zu komplexen Lösungsthemen gebündelt. Zahlreiche Zertifizierungen aller namhaften Hersteller garantieren höchste Qualifizierung bei unseren Serviceleistungen.
Höchste Qualifizierung durch Hersteller-Zertifizierungen
Die Mehrzahl im Namen von Bechtle Clouds ist Programm: Wir liefern für jedes Unternehmen die passende Cloud-Strategie.
―
Bechtle IT-Lösungen. Die IT in Unternehmen wird immer komplexer und die Anforderungen nehmen stetig zu. Die Bechtle IT-Lösungen unterstützen die Unternehmen, ihre Produktivität zu steigern und gleichzeitig Arbeitsabläufe zu verschlanken und zu vereinfachen:
→ Mehr zu den einzelnen Bechtle IT-Lösungen unter bechtle.com/it-loesungen
| ― | Business Applications. Die Digitalisierung stellt Unternehmen heutzutage vor neue Herausforderungen. Die Vernetzung von Menschen, Maschinen, Prozessen und Services wird immer umfassender. Sie erfordert zugleich intelligente Tools, die sich in das Unternehmensnetzwerk integrieren lassen. Bechtle bietet hier zahlreiche Applikationen zu den Themen Customer Relationship Management, Enterprise Resource Planning, CAD/CAM, Product Lifecycle Management, Collaboration, Enterprise Content Management, Business Intelligence, Virtual Reality sowie Künstliche Intelligenz. |
| ― | Datacenter. Im Rechenzentrum schlägt das digitale Herz eines Unternehmens. Fällt das Rechenzentrum aus oder funktioniert es nicht einwandfrei, hat dies auf Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen schwerwiegende Auswirkungen: Störungen von Betriebsabläufen oder hohe finanzielle Verluste sind die Folge. Die Kunden benötigen daher Architekturkonzepte für ausfallsichere, zukunftsfähige Rechenzentren. Bechtle bietet hier Beratung und Systemintegration bei Entwicklung von Strategien, Serverassessments, Datenanalysen, Konsolidierung von Netzwerk-, Server- und Storageressourcen, Beschaffung, Installation, Virtualisierung, Automatisierung und Inbetriebnahme der Netzwerk-, Server- und Storagestruktur sowie Integration von Back-up- und Archivierungslösungen. |
| ― | Modern Workplace. Unternehmen müssen sich der Herausforderung stellen, dass IT-Arbeitsplätze immer komplexer werden und somit aufwendiger zu managen sind. Hierbei sind vor allem Kosten, Sicherheit, Mobilität, Collaboration und Softwarebereitstellung wichtige Aspekte. All das muss eine Workplacelösung effektiv bewältigen können, damit die Unternehmensprozesse nicht ins Stocken geraten. Mit den Managed Workplace Services übernimmt Bechtle die volle Funktions- und Kostenverantwortung von IT-Arbeitsplätzen bei gleichzeitiger Optimierung und laufender Modernisierung. Zudem standardisieren Workplacelösungen von Bechtle die IT-Arbeitsplätze, optimieren die Ausstattung, beschleunigen die Prozesse und schaffen so die technischen Voraussetzungen für zukunftssichere Bereitstellungskonzepte. |
| ― | Networking. Immer mehr Systeme müssen über das Netzwerk kommunizieren und in dieses integriert werden. Das damit verbundene rasante Datenwachstum wirkt sich auf die benötigten Netzwerkkapazitäten aus. Verfügbarkeit und Sicherheit der IT sowie die Netzwerkinfrastruktur rücken damit in den Fokus. Auch die Mitarbeiter erwarten eine moderne Ausstattung für Kommunikation und Zusammenarbeit sowie die Flexibilität, unabhängig von Ort und Zeit auf Ressourcen des Unternehmens zugreifen zu können. Bechtle bietet hier umfassende Lösungen, angefangen vom Netzwerk-Basis-Check über Angebote von Enterprise Networking und Datacenter Networking bis hin zu Unified Communications. |
| ― | Security. IT-Sicherheit umfasst heute weit mehr als einen effektiven Firewallschutz. Das Thema Security muss ganzheitlich betrachtet und verstanden werden, zumal nicht wenige Angriffe von innen erfolgen. Bechtle Security bietet seinen Kunden ein umfangreiches Lösungsportfolio, um die maximale Sicherheit vor Cyberangriffen zu gewährleisten. Dabei kommt es auf eine ganzheitliche Ende-zu-Ende-Security-Lösung an - ganz gleich, ob es um Industrie 4.0, eine klassische IT-Infrastruktur, eine Cloud-Lösung oder um vernetztes mobiles Arbeiten geht. Die zertifizierten IT-Sicherheitsexperten von Bechtle planen und entwickeln IT-Security-Strategien beziehungsweise implementieren IT-Sicherheitsinfrastrukturen und betreuen diese mit 24/7-Monitoring. Darüber hinaus bieten wir Lösungen rund um betrieblichen Datenschutz und Datensicherheit. Qualifizierte Datenschutz- und IT-Sicherheitsbeauftragte übernehmen Beratung, Konzeption und Realisierung. |
| ― | Clouds. Den Anforderungen an eine Erhöhung der geschäftlichen Flexibilität und Mobilität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung begegnet Bechtle durch die Bereitstellung umfangreicher Cloud Services und Cloud-Technologien. Allerdings gibt es bei Cloud-Umgebungen keine Standardlösungen. Jedes Unternehmen hat vielmehr unterschiedliche Anforderungen, für die eine passende Cloud-Strategie gefunden werden sollte. Nur mit der richtigen Strategie und den passenden Cloud-Technologien können später die definierten Unternehmensziele erreicht werden. Als Multi-Cloud-Anbieter verfügt Bechtle über die nötigen Voraussetzungen, um jedem Kunden die für ihn passende Lösung anzubieten. Dies fängt zunächst bei der Cloud-Beratung an. Das Angebotsspektrum umfasst dann sowohl Private-Cloud- als auch Public-Cloud-Lösungen sowie die Cloud-Implementierung. Auch bei Cloud Services stehen die Sicherheitsaspekte an erster Stelle - vor allem die Frage, wo genau die Daten gespeichert werden. Viele Kunden bevorzugen Rechenzentren in Deutschland. Bechtle hat hierauf reagiert und betreibt seit 2017 ein Rechenzentrum in Frankfurt am Main, das höchsten Anforderungen hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit genügt. Unter dem Namen Bechtle Clouds sind die Angebote zu Public und Business Cloud Services gebündelt. → Mehr zu den Bechtle Cloud Services unter bechtle.com/clouds bechtle.com/clouds |
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IT Services. Viele Unternehmen möchten heutzutage die eigene IT oder Teile davon auslagern. Der Vorteil: Statt sich mit Administrations- und Technikfragen zu beschäftigen, kann sich das Unternehmen effizienter auf das Kerngeschäft konzentrieren. Die IT wird somit zu einer Dienstleistung, die man je nach Bedarf und Budget einkauft. Bechtle bietet hier ein umfassendes Portfolio, das alle Bereiche rund um den Betrieb der IT abdeckt:
→ Mehr zu den Bechtle IT-Services unter bechtle.com/it-services
| ― | Managed Services. Mit derzeit über 1 Million betreuten IT-Arbeitsplätzen und Datacenter-Systemen ist Bechtle auf die Bereitstellung kosteneffizienter Managed Services spezialisiert. Wir übernehmen hier die Verantwortung für definierte Betriebsaufgaben rund um die IT der Kunden. Mit dem Remote-Betrieb oder der Vor-Ort-Betreuung von Datacentern, Clients, Druckern und Netzwerken sowie einem ganzheitlichen mehrsprachigen Benutzerservice für die IT-Infrastruktur der Kunden gewährleistet Bechtle über den gesamten Lebenszyklus eine optimale Funktionsfähigkeit der IT-Systeme bei gleichzeitiger Kosteneffizienz. |
| ― | Professional Services. Unter Professional Services bieten wir alle notwendigen Planungs-, Architektur- und Implementierungsleistungen für den Aufbau zukunftsfähiger IT-Infrastrukturen an. Die rund 6.900 Technologiezertifizierungen sorgen dabei für höchste Fachkompetenz bei allen Fragen zu Cloud, Industrie 4.0, Mobility, Netzwerk- und Security-Themen oder bei Aufbau und Betrieb von Server- und Storagearchitekturen. Die Professional Services unterteilen sich in die drei Bereiche Projekt- und Service-Management, IT-Consulting sowie System Engineering. |
| ― | IT-Business-Architekten. Die Bechtle IT-Business-Architekten fokussieren darauf, die IT-Infrastruktur bei den Kunden so zu gestalten, dass die Weichen für die Zukunft optimal gestellt sind. Das beginnt in ersten Gesprächen durch einen praxisorientierten, objektiven Blick von außen und die folgende systematische Vertiefung in die individuellen IT-Strukturen vor Ort. Die Analyse reicht dabei von Interviews mit den verschiedenen Abteilungen bis hin zu gemeinsamen Innovationsworkshops. Nach der Erfassung des Istzustands konzipieren die Architekten die entsprechende optimale IT-Architektur für die Zukunft. |
| ― | Financial Services. Investitionen in IT umfassen nicht nur die Anschaffung von IT, sondern auch Wartungsverträge, Garantievereinbarungen, Lizenzmanagement, Versicherungen oder Asset Management. Gerade Unternehmen mit vielen nationalen und internationalen Standorten suchen nach Möglichkeiten, hohe Qualitätsstandards und wirtschaftliche Aspekte sinnvoll zu verknüpfen. Die Bechtle Financial Services AG agiert als BaFin-zugelassene Finanzierungsgesellschaft konzernweit in der Bechtle Gruppe und verbindet die Anforderungen von IT und Finanzwesen. |
| ― | Schulungen. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind der Grundstein des Erfolgs. In Zeiten der Digitalisierung ist es unersetzlich, Know-how und Qualifikationen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die 22 Bechtle Schulungszentren sind zertifizierter Trainingspartner namhafter Hersteller. Für Kunden mit mehreren Niederlassungen ermöglicht diese Präsenz firmeneinheitliche Schulungen jeweils direkt vor Ort. Mit mehr als 15.000 Seminarterminen zu 500 aktuellen Themen rund um die IT ist das Angebot breit gefächert. |
| ― | Remarketing. Die Bechtle Remarketing umfasst die komplette Lifecycle-Betreuung der Hardware. Die erfahrenen Bechtle Remarketing-Spezialisten prüfen und bewerten die Bestandsware, die ausgetauscht werden soll, und übernehmen die Hardware direkt beim Kunden vor Ort. Die Datenlöschung erfolgt in speziell dafür ausgestatteten und zertifizierten Räumen der Remarketing. Die Altsysteme werden von uns entweder zum Weiterverkauf aufbereitet oder umweltgerecht entsorgt. |
IT-E-COMMERCE
Umfassendes Portfolio an IT-Produkten in 14 europäischen Ländern.
Hardware und Software. Im Segment IT-E-Commerce bietet die Bechtle Gruppe ihren Kunden ein breites Portfolio an IT-Produkten - von der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln - und deckt damit alle gängigen Bereiche der IT ab. Die Marke Bechtle direct ist in 14 europäischen Ländern vertreten und hat sich in allen Märkten eine gute Wettbewerbsposition erarbeitet. Mit über 70.000 Produkten im Onlineshop wird Bechtle direct dem Anspruch gerecht, den Kunden ein vollumfängliches Angebot rund um IT-Infrastrukturen zu unterbreiten. So finden die Kunden in den Bechtle Shops jedes Produkt, das im Zusammenhang mit dem Betrieb der IT nötig ist. Die Marke ARP ist in sechs europäischen Ländern vertreten. Die ARP Gesellschaften fokussieren ihr Angebot auf mittelständische Unternehmen sowie den öffentlichen Bereich. Das Portfolio umfasst alle gängigen IT-Produkte. Die bislang lediglich von der ARP vertriebenen Produkte unter der Eigenmarke ARTICONA ergänzen seit dem Berichtsjahr das Sortiment aller Gesellschaften der Bechtle Gruppe. Darüber hinaus ist Bechtle mit der Marke Buyitdirect in den Niederlanden aktiv sowie seit dem Berichtsjahr mit der Inmac WStore in Frankreich.
Das Geschäft im Segment IT-E-Commerce ist von zwei Grundprinzipien geprägt: Auf der einen Seite steht der direkte persönliche Kontakt der Vertriebsmitarbeiter zum Kunden, der durch die aktive Ansprache bestehender oder potenzieller Kunden per Telefon gewährleistet wird. Dem Vertrieb kommt dabei eine Schlüsselrolle bei der Generierung von Umsatz über die Neukundenakquise und über Mehrgeschäft mit Bestandskunden zu. Insbesondere Kunden mit komplexen Anforderungen profitieren vom Kontakt mit dem persönlichen Ansprechpartner, der speziell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene individuelle Lösungen anbieten kann.
Auf der anderen Seite hat das Segment stark prozessgesteuerte schlanke Abläufe der Bestellabwicklung etabliert, die für den Erfolg im Bereich E-Commerce von großer Bedeutung sind. In gewisser Hinsicht sind die unterlegten Prozesse sogar Teil der eigentlichen Leistung. So wird zum Beispiel eine Vielzahl der Bestellungen im IT-E-Commerce nach dem sogenannten Fulfilment-Prinzip abgewickelt: Bechtle leitet eingehende Bestellungen direkt an Hersteller oder Distributoren weiter. Diese übernehmen den Versand der Ware an den Kunden im Namen und auf Rechnung von Bechtle. Die Qualität des Versands, die vor allem durch die Geschwindigkeit bestimmt wird, stellt Bechtle über Vereinbarungen mit den Partnern und tägliche Audits sicher. Der Kunde profitiert dabei mehrfach: Durch die Vernetzung der Onlineshops mit den Beständen von Herstellern und Distributoren kann eine hohe und jeweils aktuelle Verfügbarkeit gewährleistet werden. Auch die Lieferzeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Kunden: Bestellungen, die bis 16 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag versendet und in der Regel am nächsten Tag zugestellt. Schlanke Prozesse gewährleisten zudem, dass die Prozesskosten möglichst gering sind. Der Kunde erhält somit wettbewerbsfähige Preise und Bechtle kann nichtsdestotrotz eine interessante Marge realisieren. Zudem halten wir auf Basis des Fulfilment-Prinzips den Lagerbestand niedrig und reduzieren so das Risiko von Abwertungen der von sehr kurzen Innovationszyklen geprägten IT-Produkte.
→ Prozesssteuerung, Fulfilment-Prinzip, Versandqualität, tägliche Audits, kurze Lieferzeiten
Viele Kunden legen auch Wert auf eine einheitliche IT-Infrastruktur - oftmals über Ländergrenzen hinweg. Ein großer Vorteil vor allem für internationale Kunden ist deshalb ebenfalls die europäische Aufstellung von Bechtle. Sie profitieren dabei durch:
| ― | einheitliche/zentrale Prozesse, |
| ― | einheitliche Service Levels sowie |
| ― | Ansprechpartner in allen Ländern. |
Die Basis dafür bildet die Artikeldatenbank, die über alle Landesgesellschaften hinweg einheitlich ist. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal für Bechtle, denn kein anderer Wettbewerber - auch nicht die großen Hersteller - kann eine solche Einheitlichkeit in 14 Ländern Europas vorweisen.
Ein weiterer wichtiger Geschäftsprozess betrifft das Waren- und Preissystem sowie die einheitliche Artikeldatenbank, auf die alle Tochtergesellschaften europaweit zugreifen. Das von Bechtle entwickelte Europäische Preissystem (EPS) liest jede Nacht mehr als 48 Millionen Preis- und Verfügbarkeitsinformationen von IT-Herstellern und Distributoren ein und kalkuliert in den jeweiligen nationalen Preisen. Die Lieferanten werden primär über die sofortige europaweite Lieferfähigkeit und den günstigsten Preis ausgewählt. Tages- und marktaktuelle Produktinformationen stehen online vollautomatisiert für die landesspezifischen Webshops bereit.
→ Tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten
E-Procurement.
Eine Besonderheit bietet Bechtle mit den sogenannten bios(r)-Shops. Hierbei handelt es sich um ein für die Bedürfnisse der Kunden maßgeschneidertes Onlinebeschaffungssystem. Dessen Ziel ist es, Bestell- und Durchlaufzeiten zu verkürzen, Rahmenverträge unternehmensweit optimal auszunutzen, IT-Bestände automatisiert zu verwalten und dadurch Zeit und Kosten zu sparen. Rund 50 Prozent unserer europaweiten Kunden haben mit bios(r) ihre Prozesskosten bei der Beschaffung und Verwaltung von IT-Produkten spürbar reduziert. Mehr als 50 Prozent aller Handelsaufträge der Bechtle Gruppe werden über unsere E-Procurement Services auf bechtle.com abgewickelt. Die angebotenen Leistungen beschränken sich dabei aber nicht nur auf die Lieferung von Hard- und Software - sie beginnen vielmehr schon bei der umfassenden Beratung zu Produkten und Lösungen sowie der Erstellung von individuell zugeschnittenen Beschaffungskonzepten in Form von definierten Warenkörben und Rahmenverträgen. Kunden, die bios(r) nutzen, profitieren von der hohen Flexibilität der Produktauswahl bei gleichzeitiger Standardisierung und können so zudem bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der eigenen IT-Infrastruktur sicherstellen.
→ bios(r) steht für Bechtle Information & Ordering System, weitere Erläuterungen siehe Glossar, S. 228
→ Mit bios(r) spürbare Reduzierung der Prozesskosten und hohe Flexibilität in der Produktauswahl
Im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber setzt Bechtle mit seinen bios(r)-Shops ebenfalls konsequent auf das Prinzip der kundenspezifischen Ansprache. Mit der Unterteilung in die Themenbereiche Forschung & Lehre, Gesundheitswesen, Kirche & Wohlfahrt sowie Öffentliche Verwaltung tragen wir der heterogenen Branchenausprägung der öffentlichen Hand stärker Rechnung.
ABSATZMÄRKTE
Kunden aller Branchen, insbesondere aus dem Mittelstand, stehen im Fokus.
Bechtle verfügt über sehr große Erfahrung in der Betreuung mittelständischer Kunden. Daher gehört der Mittelstand zu unserer Kernzielgruppe. Die Größe eines Unternehmens definieren wir dabei über die Anzahl der PC-Arbeitsplätze. Die Mindestgröße beträgt 20 PC-Arbeitsplätze, die Obergrenze der Definition "Mittelstand" liegt bei 2.000 PCs. Neben diesem klassischen Mittelstand sprechen wir aber auch verstärkt größere Unternehmen und Konzerne sowie öffentliche Auftraggeber mit mehr als 2.000 PC-Arbeitsplätzen an.
Hinsichtlich der Branchen ist Bechtle für alle Kunden offen und nicht auf einzelne Branchen spezialisiert. Die Besonderheiten der Ausschreibungsverfahren im Bereich der öffentlichen Auftraggeber haben dazu geführt, dass wir für diese Kundengruppe eine stärker fokussierte und damit individuelle Kundenansprache etabliert haben. Der zentrale Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber unterstützt in dieser Funktion als interne Serviceeinheit die dezentralen Systemhäuser sowie die Handelsgesellschaften bei der Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen.
03. BRANCHENSEGMENTIERUNG DER BECHTLE AG NACH UMSATZ
Geografisch gesehen ist Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services in der DACH-Region tätig. Eine Ausnahme bildet das 2011 gegründete Vertriebsbüro in Brüssel, das speziell für das Geschäft mit den europäischen Institutionen etabliert wurde. Im Segment IT-E-Commerce ist der Bechtle Konzern europaweit aufgestellt und in insgesamt 14 Ländern vertreten. Auf Basis der 2014 ins Leben gerufenen Global IT Alliance (GITA) verfügt Bechtle außerdem über ein Netzwerk von Partnerunternehmen außerhalb der europäischen Grenzen.
Siehe Standorte, S. 38 ff.
WETTBEWERBSPOSITION
Bechtle ist in allen wesentlichen IT-Märkten führend.
Gemäß Statistischem Bundesamt bieten fast 90.000 IT-Unternehmen in Deutschland ihre Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen IT-Hardware, Software und IT-Services an. Dabei differieren die Größe, das Leistungsspektrum und die Spezialisierung der IT-Unternehmen stark. Rund 80.000 dieser IT-Unternehmen sind rein lokal tätige Unternehmen, deren Jahresumsatz 1 Mio. € nicht übersteigt. Rund 8.500 Unternehmen weisen einen Jahresumsatz von bis zu 50 Mio. € aus. Die Gruppe der mittelgroßen IT-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 50 Mio. € bis 250 Mio. € besteht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus rund 150 Unternehmen. Zu den größten in [Deutschland aktiven Systemhäusern zählen nur 30 Unternehmen, darunter Bechtle.
→ destatis.de
Bechtle hat in Deutschland eine hervorragende Marktposition. Laut dem Fachmedium Channel-Partner war unser Unternehmen, gemessen am inländischen Umsatz, auch 2018 die Nummer eins unter den Systemhäusern. Den Abstand zu den folgenden Unternehmen bauten wir weiter aus. Noch wichtiger als die Höhe des Umsatzes ist die Wettbewerbsstärke: Gemäß einer ebenfalls von Channel-Partner unter deutschen Systemhäusern durchgeführten Umfrage zu den wichtigsten Wettbewerbern ist Bechtle das mit über 50 Prozent am häufigsten genannte Unternehmen.
Das Gesamtvolumen des deutschen IT-Markts 2018 wird vom Marktforschungsinstitut EITO aktuell auf 79,9 Mrd. € beziffert. Hierin sind auch Umsätze mit Privatkunden enthalten, allerdings keine Telekommunikationsumsätze. Mit einem Jahresumsatz in Deutschland von rund 2,9 Mrd. € beläuft sich der Marktanteil von Bechtle auf etwa 4 Prozent. Die vom Fachmedium Channel-Partner jährlich erhobenen zehn größten Systemhäuser in Deutschland nehmen insgesamt einen Marktanteil von rund 15 Prozent ein. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, wie stark fragmentiert der deutsche IT-Markt nach wie vor ist. Unverändert haben die kleineren und mittleren Unternehmen den weitaus größten Marktanteil inne. An dieser Situation wird sich voraussichtlich - trotz des schon länger bestehenden Konsolidierungsdrucks - auch mittelfristig nichts ändern.
In der Schweiz zählt Bechtle nach eigener Einschätzung zu den Marktführern im Systemhausgeschäft. In Österreich ist die Bechtle AG derzeit mit sechs Systemhausstandorten vertreten. Unser Ziel ist es, die Marktposition dort weiter auszubauen.
Im Bereich IT-E-Commerce sieht sich der Konzern in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden in der Spitzengruppe. Mit der Übernahme der Inmac WStore zählt Bechtle auch in Frankreich zu den Marktführern. In den übrigen europäischen Ländern ist Bechtle in einer gefestigten Position.
→ Siehe Standorte, S. 38 f.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Entwicklungsleistungen für eigene Zwecke sowie für den Kunden.
Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine Forschung. Jedoch erbringen wir Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen sowohl zu eigenen Zwecken als auch im Rahmen von individuellen Kundenprojekten. Außerdem entwickeln wir Software zur Abdeckung von speziellen Branchenanforderungen und bieten diese modular an.
Im Geschäftsbereich Software & Anwendungslösungen konzipieren, entwickeln und implementieren wir unter anderem Software im Kundenauftrag - zum Beispiel bei SharePoint- oder ERP-Projekten. Die im Januar 2018 akquirierte Acommit AG in Horgen ist einer der führenden Schweizer Dienstleister für Software und IT-Infrastrukturlösungen. Das 1983 gegründete Unternehmen ist anerkannter Spezialist für ERP-Softwarelösungen auf Basis von Microsoft Dynamics NAV und der Eigenentwicklung DIAS.
Entwicklungsleistungen in größerem Umfang erbringt die Modus Consult AG, die seit 2015 zur Bechtle Gruppe gehört. Sie entwickelt unter anderem ERP-Lösungen auf der Basis von Microsoft Dynamics für verschiedene Branchen aus Fertigung und Handel. Daneben kommen in den Kundenprojekten auch Lösungen in den Bereichen Customer Relationship Management (CRM), Enterprise Content Management (ECM) und Business Intelligence (BI) zum Einsatz.
Im ERP/CRM-Umfeld stehen auf Basis von Microsoft Dynamics 365 Lösungen für folgende Industriebranchen zur Verfügung:
| ― | Modus Foodvision für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie |
| ― | Modus Engineering für den Maschinen- und Anlagenbau |
| ― | Modus Industry für die getaktete Serienfertigung von Kunststoffen und Metallbearbeitung |
| ― | Modus Furniture für die Möbelproduktion und den Möbelhandel |
| ― | Modus Bauvision für das Bauhaupt- und das Baunebengewerbe |
Leistungen umfassen auch eine serviceorientierte IT-Landschaft.
In alle genannten Branchenlösungen sind neben individuellen Entwicklungsleistungen in Kundenprojekten auch Entwicklungsleistungen in die Aktualisierung der Lösungen geflossen. Diese werden derzeit für die nächste Generation der ERP-Suiten von Microsoft umgebaut, so dass wir auch in Zukunft voll lieferfähig sein werden. Durch den Ausbau unseres SharePoint-Angebots als zentrales Graphical User Interface und die Integration der Prozesse mit der Microsoft Power Platform gelingt es uns, das gesamte Angebot der Microsoft Platform inklusive ausgewählter Drittanbieter für den Mittelstand nutzbar zu machen. Hier werden auch neue Themen wie das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz und Augmented Reality vorangetrieben. Modus Consult verbindet dabei nahtlos Cloud-Systeme mit lokal installierten Systemen.
In den ECM-Projekten kommen Produkte von ELO (Elektronischer Leitz Ordner) zum Einsatz. Hier hat Modus Consult ebenfalls eigene Standardmodule entwickelt, die in Kundenprojekten eingesetzt oder individualisiert werden.
Modus Consult unterstützt Kunden auch bei reinen CRM-Projekten. Diese sind bereits am stärksten durch den Cloud-Ansatz geprägt. Das CRM-Angebot umfasst sowohl Marketinglösungen als auch Sales-, Service-, User-Portal- und Supportfunktionalitäten.
Das Thema Business Intelligence deckt Modus Consult mit dem Produkt QlikView und QlikSense der Firma Qlik(r) ab. Basierend auf dem Qlik-Standard sind diverse sogenannte Modus View Solutions entstanden, die in Kundenprojekten eingesetzt und dort ebenfalls individualisiert werden können.
Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Entwicklungsleistungen.
STRUKTUREN
Bechtle ist das größte IT-Systemhaus in Deutschland und in 14 Ländern Europas aktiv. Damit sind wir einer der führenden Partner für innovative IT-Architekturen. Wesentlich für den Erfolg der Unternehmensgruppe ist das Prinzip der vernetzten Dezentralität. Die Gesellschaften vor Ort pflegen den Kundenkontakt und konzentrieren sich ganz auf ihre Kernkompetenzen. Zentrale Services werden in der Holding für alle Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt.
RECHTLICHE STRUKTUR
Kundenorientierte Legalstruktur.
Das Prinzip der vernetzten Dezentralität und die Fokussierung auf das Kerngeschäft bei unseren regionalen Tochtergesellschaften spiegeln sich auch in unseren rechtlichen Strukturen wider: Der Bechtle Konzern verfügt über eine klassische Holdingstruktur. Die Bechtle AG übernimmt als Konzernmutter und Holding für die gesamte Unternehmensgruppe sämtliche administrativen Aufgaben wie Controlling, Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, IT, Human Resources und Personalentwicklung, Recht sowie Compliance und Mergers & Acquisitions. Der Holding ebenfalls zugeordnet ist die Bechtle Logistik & Service GmbH. Hier sind konzernweit die Kompetenzen Einkauf, European Purchasing & Services, Lager/Logistik, Marketing, Produktmanagement, Adressmanagement sowie das Retouren- und Ersatzteilmanagement gebündelt.
Unterhalb der Bechtle AG ist eine weitere Ebene von Holdinggesellschaften angesiedelt, in denen die Geschäftsfelder und Marken der beiden Segmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce zusammengefasst werden, und die zunehmend Aufgaben der Geschäftsentwicklung wahrnehmen.
04. HOLDINGSTRUKTUR DER BECHTLE AG
Dieser zweiten Holdingebene sind die rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften zugeordnet. An allen Tochtergesellschaften hält die Bechtle AG unmittelbar oder über Beteiligungsgesellschaften 100 Prozent der Geschäftsanteile.
→ Für eine Übersicht der Tochterunternehmen siehe Anhang, S. 205 ff.
Zweck dieser zweistufigen Holdingstruktur ist:
| ― | die Entlastung der dezentral agierenden Tochtergesellschaften von administrativen und unternehmensübergreifenden Aufgaben, damit sie sich auf das Kerngeschäft konzentrieren können |
| ― | die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen, um Synergien zu realisieren und beispielsweise im Einkauf sowie in der Logistik Skaleneffekte zu erzielen |
| ― | die zentrale Bereitstellung vor allem von Outsourcing- und Cloud-Services, um die Auslastungen konzernweit zu optimieren, sowie |
| ― | eine klar ausgerichtete schlanke Führungsverantwortung und -zuständigkeit, die bei der Größe der Bechtle Gruppe unabdingbar sind |
Im Berichtsjahr hat der Vorstand die bestehende rechtliche Struktur des Bechtle Konzerns nicht wesentlich verändert.
MANAGEMENT
Managementstrukturen spiegeln vernetzte Dezentralität.
Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist die Trennung der strategischen Konzernführung durch den Vorstand von der Leitung der operativen Einheiten im Tagesgeschäft. Damit unterstreicht Bechtle das im Geschäftsmodell verankerte Prinzip der vernetzten Dezentralität. Gleichzeitig tragen wir so den umfangreichen und stetig wachsenden Leitungsaufgaben und dem sehr dynamischen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung.
→ bechtle.com/bereichsvorstaende
Als Bindeglied zwischen dem Konzernvorstand und den operativen Einheiten fungieren Bereichsvorstände: Dies sind zum einen die Bereichsvorstände für den segmentübergreifenden Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber und den Zentralbereich Finanzen. Die Bereichsvorstände im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wiederum verantworten die Aktivitäten der Bechtle IT-Systemhäuser in Deutschland - unterteilt in die Regionen Nord/Ost, West, Mitte und Süd -, den Bereich Managed Services, die Anwendungslösungen sowie die Systemhausaktivitäten in der Schweiz. Neu geschaffen wurde im Berichtsjahr die Position eines Bereichsvorstands im Segment E-Commerce, verantwortlich für die Region Mittelmeer (Frankreich, Spanien, Italien und Portugal). Vor Ort sind die Geschäftsführer für den Geschäftserfolg ihrer Gesellschaften verantwortlich. Bechtle fördert und unterstützt damit das unternehmerische Denken und die unternehmerische Verantwortung an allen Standorten. Das wird durch ein stark ergebnisorientiertes Vergütungssystem untermauert.
STANDORTE
Größter Standort ist die Zentrale in Neckarsulm.
Die Konzernzentrale der Bechtle Gruppe befindet sich in Neckarsulm.
Hier haben neben der Bechtle AG die Logistik & Service GmbH sowie die deutschen Zwischenholdings ihren Sitz. Mit knapp 1.700 Mitarbeitern ist Neckarsulm der größte Standort in unserem Konzern. Insgesamt gehören zur Bechtle AG rund 100 operative Unternehmen. Der überwiegende Teil der IT-Systemhäuser sowie Service- und Handelsgesellschaften liegt in Deutschland, gefolgt von der Schweiz.
→ Für eine Übersicht der Tochterunternehmen siehe Anhang, S. 205 ff.
Frankreich wird größenbezogen zweitwichtigster Markt.
Bechtle hat im Berichtsjahr mit der Inmac WStore die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte realisiert. Inmac mit Sitz in Roissy-en-France nahe Paris sowie Niederlassungen in Le Plessis-Robinson und Angoulême ist unter den Top 5 der IT-Anbieter in Frankreich. Mit der Akquisition ist Frankreich nach Deutschland der am Umsatz gemessen zweitgrößte Markt für Bechtle, im Segment IT-E-Commerce sogar der größte.
→ Siehe Anhang, Konsolidierungskreis, S.133
05. E-COMMERCE-STANDORTE DER BECHTLE AG
Insgesamt verfügen wir im Segment IT-E-Commerce mit der Marke Bechtle direct über Standorte in 14 europäischen Ländern. Mit der Marke ARP sind wir in sechs europäischen Ländern vertreten. Darüber hinaus betreibt ARP eine Einkaufsgesellschaft in Taiwan. Die Marke Comsoft direct war in diesem Segment im Berichtsjahr in zwei Ländern aktiv. Zum 1. Januar 2019 ist die Comsoft Niederlande mit der dortigen Bechtle direct Gesellschaft verschmolzen, sodass die Comsoft im Segment E-Commerce nur noch in Frankreich aktiv ist. Neu hinzugekommen ist die Marke Inmac WStore in Frankreich.
→ Siehe Geschäftstätigkeit, S. 26 und Prognose, S. 111 ff.
Drei neue Gesellschaften im Segment IT-Systemhaus.
Im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft des Segments IT-Systemhaus & Managed Services ist der Vor-Ort-Kontakt zum Kunden von entscheidender Bedeutung. Deshalb verfügen wir über ein flächendeckendes Netz an IT-Systemhäusern, das sich auf rund 70 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstreckt. In dieser Struktur agieren die Geschäftsführer der operativen Tochtergesellschaften als selbstständige Unternehmer mit hoher Eigenverantwortung in ihrem jeweiligen lokalen Markt.
→ bechtle.com/standorte
06. SYSTEMHAUS-STANDORTE DER BECHTLE AG
Im Berichtsjahr konnte Bechtle in diesem Segment drei Unternehmen in den Konzernverbund integrieren. Bereits im Januar 2018 übernahm Bechtle die Schweizer Acommit mit Stammsitz in Horgen sowie weiteren Standorten in Wallisellen, Lyss und Luzern. Ebenfalls aus der Schweiz kam im Mai die EvoluSys dazu, mit Sitz im westschweizerischen Coppet. Im Oktober schließlich akquirierte Bechtle die Stemmer GmbH mit Stammsitz in München und Niederlassungen in Duisburg, Karlsruhe, Köln, Siegen und Stuttgart. Zwei noch im Berichtsjahr gemeldete Akquisitionen - die Bücker GmbH mit Sitz im ostwestfälischen Hille und die Coffee GmbH mit Sitz im hessischen Angelburg und sieben weiteren Standorten in Deutschland - werden erst im laufenden Jahr wirksam, da zum Bilanzstichtag die kartellrechtlichen Genehmigungen noch ausstanden.
VISION, STRATEGIE UND STEUERUNG
Es ist unser Ziel, den langfristigen Unternehmenserfolg durch nachhaltiges profitables Wachstum sicherzustellen. Dabei ist die Kombination von langfristiger Orientierung und zeitnaher Steuerung des Geschäfts die Grundlage für unseren Erfolg. So ist es selbstverständlich Teil der Verantwortung des Managements, wichtige Kennzahlen in kürzeren Abständen im Blick zu behalten, um Fehlentwicklungen gegensteuern zu können. Genauso steht aber auch im Zentrum der unternehmerischen Aufgaben die langfristige Entwicklung des Bechtle Konzerns. Im Berichtsjahr haben wir die Vision 2030 erarbeitet und veröffentlicht und damit die langfristige Ausrichtung der Strategie des Bechtle Konzerns einmal mehr unterstrichen.
VISION UND STRATEGIE
Neue Vision gibt langfristige Orientierung. Bechtle hat bereits kurz nach der Unternehmensgründung langfristige Ziele in einer Vision formuliert. Etwa alle zehn Jahre haben wir seitdem die nächste Vision etabliert. Im Berichtsjahr haben wir die neue Vision 2030 erarbeitet und veröffentlicht. Neben wichtigen qualitativen Aussagen werden auch wieder Wachstumsziele genannt. Danach strebt der Konzern bis 2030 einen Gesamtumsatz von 10 Mrd. € bei einer Vorsteuermarge (EBT-Marge) von mindestens 5 Prozent an. Diese Zielstellung setzt ein durchschnittliches Wachstum der Umsätze von jährlich etwa 7 Prozent bei gleichzeitiger überdurchschnittlicher Steigerung der Profitabilität um jährlich mindestens 8 Prozent voraus.
→ Vision 2030, siehe S. 13
Akquisitionen waren von jeher Bestandteil der Bechtle Wachstumsstrategie. So sollen auch die Ziele der Vision 2030 sowohl organisch als auch durch Übernahmen erreicht werden. Organisch können wir auf unsere mittlerweile 35-jährige Erfahrung im IT-Markt und unsere hohe Marktdurchdringung bauen. Von 2008 bis 2018 ist es uns gelungen, eine durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate von 11,3 Prozent zu erzielen.
Das akquisitorische Wachstum kam in der Vergangenheit hauptsächlich über den Erwerb kleinerer bis mittelgroßer Unternehmen im Segment IT-Systemhaus & Managed Services zustande. Aber auch größere Unternehmen stehen bei der Prüfung passender Akquisitionen immer wieder im Fokus. So auch im Berichtsjahr mit der Akquisition der Inmac WStore. Sie gehört als reines Handelsunternehmen zu unserem Segment IT-E-Commerce und trägt mit einem Umsatz von über 400 Mio. € spürbar zum Wachstum bei. Wichtig ist für uns in erster Linie, dass eine Akquisition die Marktposition der Bechtle Gruppe regional, kunden- und/oder leistungsbezogen stärkt. Zielsetzungen sind daher die Ergänzung unserer IT-spezifischen Kompetenzen, die intensive Bearbeitung strategisch bedeutender Märkte beziehungsweise Kundengruppen und damit die Gewinnung von Marktanteilen.
Bechtle: Der IT-Zukunftspartner.
Erstmals hat eine Bechtle Vision auch eine Überschrift: "Bechtle: Der IT-Zukunftspartner." Darunter aufgeführt ist als oberste Maxime die Kundenorientierung, die sich am Erfolg des Kunden misst. Genauso wichtig sind unser Know-how und die Professionalität im Umgang mit der IT sowie unsere Hingabe an unsere Kernkompetenz, zusammengefasst in der Aussage: IT ist unsere Leidenschaft. Unser unternehmerisches Denken und unsere Unabhängigkeit finden sich wieder im Ziel einer EBT-Marge von mindestens 5 Prozent. Schließlich ist unser Anspruch formuliert, in den Märkten, in denen wir aktiv sind, Marktführerschaft zu erlangen.
Grundwerte bilden die Basis.
Die in der Firmenphilosophie verankerten Grundwerte der Bechtle AG sind zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Diese Werte untermauern in Verbindung mit den internen Führungsgrundsätzen, dem Nachhaltigkeitskodex und dem Verhaltenskodex die langfristigen strategischen Zielsetzungen und geben allen Mitarbeitern Orientierung hinsichtlich einer effizienten und nachhaltigen Unternehmensführung und -steuerung.
→ Unsere Grundwerte bieten Orientierung
Ausbildung und Personalentwicklung sind vor dem Hintergrund des Fach- und Führungskräftemangels in der gesamten IT-Branche kritische Erfolgsfaktoren für die Umsetzung der Strategie und das Verfolgen der langfristigen Wachstumsziele. Unser Anspruch ist es, durch entsprechend qualifiziertes Personal innovative, lösungsorientierte und effiziente Konzepte für die Kunden-IT bereitzustellen. So wollen wir uns in einem sich stark verändernden Umfeld wettbewerbsfähig positionieren.
→ Siehe Mitarbeiter, S. 49 ff.
07. UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER BECHTLE AG
SYSTEME UND INSTRUMENTE
Relevante Kenngrößen für die Unternehmenssteuerung definiert.
Der Vorstand der Bechtle AG ist für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum.
Die Kurz- und Mittelfristplanung, die der Steuerung der operativen Einheiten dienen, sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Sie orientieren sich gleichzeitig an der Entwicklung des Wettbewerbs- und Marktumfelds. Höchste Priorität für alle Mitarbeiter der Bechtle Gruppe haben Wachstum und Renditesteigerung durch erfolgreiche Kunden sowie das Erreichen der Marktführerschaft am eigenen Standort.
Als relevante Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele haben wir für Bechtle Umsatz, Umsatzwachstum, Bruttomarge beziehungsweise Deckungsbeitrag, Vorsteuerergebnis (EBT) sowie EBT-Marge definiert. Über eine individuelle Erfolgsbeteiligung werden die Mitarbeiter motiviert, die vereinbarten Ziele engagiert zu verfolgen.
Verschiedene Reportingsysteme stellen sicher, dass alle Einheiten jederzeit einen Überblick über die für sie relevanten Kennzahlen haben und das operative Geschäft dementsprechend steuern können. Die Daten werden über alle operativen Einheiten aus den verschiedenen Reportingsystemen aggregiert und auf Konzernebene für die Koordination von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, das frühzeitige Erkennen von Soll-Ist-Abweichungen sowie die Einleitung geeigneter Maßnahmen genutzt.
Auch nichtfinanzielle Aspekte stehen im Fokus. Viele erfolgskritische Kenngrößen sind jedoch nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit, Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter sowie deren Führungsqualitäten, Aspekte der Corporate Social Responsibility, aber auch die Werte und die Unternehmenskultur, die allenfalls qualitativ beschrieben werden können.
08. PLANUNGS- UND REPORTINGPROZESS DER BECHTLE AG
Zur besseren Bewertung der Reputation im Markt führt Bechtle zum Beispiel Kundenbefragungen durch oder orientiert sich an Erhebungen und Auswertungen der Fachmedien, Branchenverbände und Marktforschungsinstitute. Die Ergebnisse dieser Studien werden unter anderem im Rahmen der strategischen Planung verwendet, um die Wahrnehmung des Unternehmens in Relation zum Wettbewerb einzuschätzen. Der Faktor Kundenzufriedenheit wird in beiden Segmenten des Unternehmens in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Die Ergebnisse dienen als Indikator für die Qualität der Kundenbindung. Daraus leiten wir geeignete Maßnahmen ab, um die Vertriebsaktivitäten entsprechend auszurichten.
→ Siehe Wettbewerbsposition, S. 33 f.
In Verbindung mit einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter helfen diese Analysen Bechtle, die Kunden auch künftig umfassend, flexibel und kompetent zu beraten. Als unternehmensinterne Steuerungsgrößen gelten dabei auch personalbezogene Daten wie Fluktuation und Qualifikation. Ziele sind die systematische Entwicklung der Mitarbeiter in allen Qualifikationsfeldern sowie die Erhöhung der Motivation, um so die Mitarbeiterbindung weiter zu verbessern. Unser Unternehmen hat eine im Branchenvergleich niedrige Fluktuationsrate von 10,0 Prozent.
→ Aus- und Weiterbildung, Mitarbeitermotivation und -entwicklung für erfolgreiche Kundenbindung
NACHHALTIGKEIT
Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensstrategie verankert.
Bechtle ist von jeher ein langfristig ausgerichtetes Unternehmen. Unser Antrieb sind starke Ziele, formuliert in einer messbaren Vision. Nachhaltigkeit war von Anfang an Teil unserer strategischen Ausrichtung: Ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung gehören unserer Überzeugung nach untrennbar zusammen. Das bedeutet: Erfolgreich sind wir nur dann, wenn es uns gelingt, geschäftliche und gesellschaftliche Interessen in einem gesunden Gleichgewicht zu halten. Um dies zu unterstreichen, hat Bechtle 2013 einen Nachhaltigkeitskodex erarbeitet, der allen Bechtle Mitarbeitern und Geschäftspartnern unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung und die wesentlichen Leitgedanken nahebringt. Seit 2015 veröffentlichen wir außerdem einen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser enthält seit 2017 auch den Nichtfinanziellen Konzernbericht. Der Nachhaltigkeitsbericht ist unter bechtle.com/nachhaltigkeit zu finden. Im Berichtsjahr ist Bechtle dem United Nations Global Compact beigetreten und verpflichtet sich, dessen zehn Nachhaltigkeitsprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Antikorruption in seine Unternehmensstrategie zu integrieren und bei seinem wirtschaftlichen Handeln umzusetzen.
→ bechtle.com/nachhaltigkeit
MITARBEITER
Engagierte und kompetente Mitarbeiter tragen entscheidend zum Erfolg unseres Unternehmens bei. Sie bilden auch künftig eine wesentliche Grundlage für weiteres profitables Wachstum. Daher investiert Bechtle konsequent in die Aus- und Weiterbildung. Wir versetzen uns damit in eine gute Position, um langfristig talentierte Fachkräfte zu gewinnen und an uns zu binden.
ENTWICKLUNG DER MITARBEITERZAHLEN
Knapp 20 Prozent mehr Mitarbeiter bei Bechtle als im Vorjahr.
Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte Bechtle konzernweit 10.005 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr mit 8.353 Mitarbeitern erhöhte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten um 1.652 Personen beziehungsweise 19,8 Prozent. Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 9.083 Mitarbeiter für Bechtle tätig (Vorjahr: 7.968 Mitarbeiter), ein Plus von 14,0 Prozent. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist vor allem auf Neueinstellungen bedingt durch das Unternehmenswachstum, in diesem Jahr aber auch verstärkt auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen.
→ Siehe Anhang, Mitarbeiter, S. 198 f.
In Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl zum Jahresende um 890 Personen beziehungsweise 13,7 Prozent. Die Zahl der im Ausland tätigen Mitarbeiter erhöhte sich um 762 Kollegen beziehungsweise 40,7 Prozent. Damit arbeiten mehr als ein Viertel aller Mitarbeiter im Ausland.
09. MITARBEITER NACH REGIONEN
In der Betrachtung nach Funktionsbereichen betraf der größte Mitarbeiterzuwachs den Dienstleistungsbereich. Dort waren 2018 konzernweit 589 Personen beziehungsweise 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr beschäftigt. In der Verwaltung erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 523 Kollegen, eine Steigerung von 28,3 Prozent. Auch im Vertrieb ist die Zahl der Mitarbeiter um 519 Personen beziehungsweise 21,3 Prozent gestiegen.
10. MITARBEITER NACH BEREICHEN
Aus Gründen der internen Kostenrechnung sind bei den Angaben der Mitarbeiter nach Bereichen abwesende Mitarbeiter nicht berücksichtigt. Die Definition von "abwesend" haben wir zum Berichtsjahr geändert. Während in der Vergangenheit nur Mitarbeiter in Elternzeit hier berücksichtigt wurden, gelten jetzt Mitarbeiter als abwesend, wenn sie länger als sechs Wochen abwesend sind. Die Vorjahreszahlen haben wir entsprechend angepasst.
Auf Ebene der Geschäftssegmente ist die Zahl der Mitarbeiter insbesondere im Segment E-Commerce stark gestiegen. Allein durch die Inmac WStore kamen 474 neue Kollegen zum Unternehmen. Insgesamt legte die Zahl der Mitarbeiter im Segment IT-E-Commerce um 733 Personen bzw. 48,9 Prozent zu. Im Segment IT-Systemhaus und Managed Services ist die Belegschaft um 919 Personen bzw. 11,0 Prozent angewachsen.
11. MITARBEITER NACH SEGMENTEN
Wir sind überzeugt, dass die Vielfalt der Belegschaft die Teamleistung fördert und damit nachhaltig zum unternehmerischen Erfolg beiträgt. Als europaweit tätiges IT-Unternehmen verfügt Bechtle bereits heute über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den verschiedenen Kulturen und Nationalitäten sowie zwischen Frauen und Männern. Der Frauenanteil der Gesamtbelegschaft liegt wie im Vorjahr bei rund 27 Prozent. Unter den Führungskräften sind wie im Vorjahr 13 Prozent aller Beschäftigten weiblich. Bei den Azubis liegt der Frauenanteil bei über 24 Prozent. Mit 50 Prozent ist der Anteil der Frauen in den Zentralbereichen am höchsten, gefolgt von 40 Prozent im Segment E-Commerce und 20 Prozent im Systemhaussegment.
PERSONALAUFWAND UND GEHALTSMODELL
Personalaufwand unterproportional erhöht.
Der Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich Sozialabgaben ist 2018 unterproportional zum Umsatz um 16,3 Prozent gestiegen. Die Personalaufwandsquote ging entsprechend zurück. Die Personalintensität, gemessen am Rohertrag, betrug 60,3 Prozent (Vorjahr 61,0 Prozent).
14. PERSONALKOSTEN
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| 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|
| Personal- und Sozialaufwand | Mio. € | 590,7 | 507,7 |
| Personal- und Sozialaufwand je Mitarbeiter1 | Tsd. € | 66,7 | 65,4 |
| Personalaufwandsquote | % | 13,7 | 14,2 |
1 Ohne abwesende Mitarbeiter, Vorjahreszahl angepasst
Das Gehaltsmodell fast aller Mitarbeiter bei Bechtle besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad im jeweiligen Verantwortungsbereich beziehungsweise nach der Entwicklung des Konzerns. Bei den Vertriebsmitarbeitern orientiert sich der variable Anteil an der Höhe des erzielten Deckungsbeitrags, während bei den Mitarbeitern im Dienstleistungssektor der Umsatz als Messgröße dient. In der Verwaltung bemisst sich der variable Bestandteil nach dem Vorsteuerergebnis. Bei den Geschäftsführern richtet sich die erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich nach dem Erreichen der jeweils zu Jahresbeginn festgelegten Ergebnis- und Umsatzziele.
Ob im eigenen Team oder über Standorte hinweg: Der Austausch in einer Community wird von allen Kollegen geschätzt.
AUS- UND WEITERBILDUNG
Ausbildung sichert den Personalbedarf von morgen.
Um den Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften zu sichern, setzt Bechtle kontinuierlich auf die Ausbildung junger Menschen. Wir verstehen Ausbildung als eine Investition in die Zukunft mit dem Ziel, dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. In den vergangenen Jahren haben wir uns als gefragter Ausbildungsbetrieb für zahlreiche kaufmännische und technische Berufe etabliert. Außerdem bieten wir in Kooperation mit den dualen Hochschulen die Möglichkeit zum dualen Studium in verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen.
→ bechtle-azubit.de
Im Berichtsjahr begannen über 200 junge Menschen eine Ausbildung beziehungsweise ein duales Studium in unserem Unternehmen. Insgesamt befanden sich zum Ende des Berichtsjahres 648 junge Leute in Ausbildung (Vorjahr: 553), davon rund 80 im Ausland. Die technischen Ausbildungsberufe sind mit 326 Auszubildenden stärker vertreten als die kaufmännischen Ausbildungsberufe mit 240 jungen Leuten. 47 junge Menschen studierten in einem wirtschaftswissenschaftlichen, 35 in einem technischen Studiengang an einer dualen Hochschule. Die Ausbildungsquote in Deutschland lag mit 7,7 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 7,5 Prozent. Am Stammsitz in Neckarsulm liegt die Ausbildungsquote bei 9,7 Prozent. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Ausbildungsquote in Deutschland mittelfristig auf 12 Prozent zu erhöhen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, investiert Bechtle in ein innovatives Ausbildungsmarketing.
→ 648 Menschen in Ausbildung
Erfolgreiche Ausbildungskonzepte fortgeführt.
Unsere Ausbildungsinitiative AZUBIT besteht aus verschiedenen, einander ergänzenden Bausteinen. Damit überzeugen wir Schüler von unserer zukunftsorientierten und praxisnahen Ausbildung, in der man schnell Verantwortung übernehmen und seine Ideen einbringen kann. Zahlreiche Schüler nutzen außerdem das große Angebot von Schülerpraktika. Die Kooperation mit Schulen ist eine weitere Möglichkeit, junge Menschen auf Bechtle als attraktiven Ausbildungsbetrieb aufmerksam zu machen. Im Rahmen von Bewerbertrainings, Schulklassenbesuchen in unserer Konzernzentrale und Vorträgen in Schulklassen bieten wir Schülern authentische Einblicke in die Ausbildung in unserem Unternehmen und bauen einen persönlichen Kontakt zu den jungen Menschen auf. Zusätzlich nutzen wir zahlreiche Recruitingevents, um uns als Ausbildungsbetrieb zu präsentieren. Für das besondere Engagement für Studierende, Absolventen und Talente der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik erhielt Bechtle im Berichtsjahr das Arbeitgebersiegel "MINT Minded Company".
Um den Einstieg in unser Unternehmen und den Berufsalltag zu erleichtern, nehmen alle Auszubildenden an der zweitägigen Einführungsveranstaltung MIKADO teil. Hier lernen die Berufsanfänger Bechtle und insbesondere die Konzernzentrale mit ihren Serviceeinheiten kennen. Ein bewährtes Patenmodell, regelmäßig stattfindende Meetings und standortübergreifende Seminare bieten den jungen Menschen im Verlauf ihrer Ausbildung die Möglichkeit, sich auszutauschen und ein individuelles Netzwerk zu knüpfen. Es spricht für den Erfolg der Maßnahmen, dass wir nahezu allen Auszubildenden und dualen Studenten einen Übernahmevertrag anbieten können.
Bechtle Akademie bietet umfangreiches Fort- und Weiterbildungsangebot.
Die bereits 1999 gegründete Bechtle Akademie ergänzt die individuelle Ausbildung an den Konzernstandorten und bietet allen Mitarbeitern ein umfassendes Programm. Dieses reicht von laufenden Fortbildungsmaßnahmen über den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen bis hin zu themenübergreifenden Seminaren. Auch die monatlichen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter liegen in der Verantwortung der Bechtle Akademie. Organisatorisch sind die Aktivitäten der Akademie dem Bereich Personalentwicklung zugeordnet. Dessen Aufgabe besteht insbesondere darin, das angestrebte Wachstum des Bechtle Konzerns durch geeignete Maßnahmen im Rahmen der strategischen Personalentwicklung zu unterstützen. Im Berichtsjahr 2018 führte die Bechtle Akademie 523 Präsenzveranstaltungen mit insgesamt 6.904 Teilnehmern durch (Vorjahr: 432 Veranstaltungen mit 5.261 Teilnehmern). Darüber hinaus stehen allen Mitarbeitern die Seminare der Bechtle Schulungszentren zur Verfügung - ein integraler Bestandteil der Bechtle Systemhäuser.
Wir wollen die Qualität der Weiterbildungsangebote und damit die Kompetenz aller Mitarbeiter kontinuierlich verbessern. Daher bieten wir neben den Präsenzveranstaltungen der Akademie das Lernmanagementsystem iLEARN an - eine konzernweit genutzte Onlineweiterbildungsmöglichkeit mit breit gefächertem Themenspektrum. Damit verfügen wir sowohl für Neueinsteiger als auch für Professionals über ein zielgruppenspezifisches Schulungsangebot. Die Kurse stehen in bis zu zehn Sprachen für 14 europäische Länder zur Verfügung. Seit Oktober 2016 hat jeder Bechtle Mitarbeiter Zugang zu diesem Lernmanagementsystem. Ziel ist es, mit iLEARN ein einheitliches und ein dem technologischen Fortschritt entsprechendes Wissen an allen Standorten sicherzustellen und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Darüber hinaus erreichen wir sowohl zeitliche und räumliche Flexibilität als auch eine höhere Teilnehmerzufriedenheit bedingt durch das Lernen nach eigenem Rhythmus. Zudem verringern wir den Emissionsausstoß und senken die Kosten aufgrund schulungsbedingter Geschäftsreisen.
Das Bechtle zertifizierte IT-Business-Architekten-Programm wurde 2012 ins Leben gerufen, um den zunehmenden Anfragen unserer Kunden nach IT-Beratung und IT-strategischer Unterstützung gerecht zu werden. In diesem Programm lernen die Mitarbeiter an 13 Programmtagen, langfristige IT-Strategien zu erarbeiten, die an den Bedürfnissen der Geschäftsentwicklung der Kunden ausgerichtet sind. Mittlerweile sind über 50 zertifizierte Architekten in 30 Gesellschaften im Einsatz.
Traineeprogramm erhält erneut Qualitätssiegel.
Engagierten und IT-affinen Berufseinsteigern bietet Bechtle ein attraktives Traineeprogramm mit den Schwerpunkten "Vertrieb Industrie", "Vertrieb Öffentliche Auftraggeber" und "IT System Engineering/IT Consulting" an. Dieses war auch im Jahr 2018 wieder erfolgreich und erhielt nach einer intensiven Qualitätsprüfung durch das Trendence Institut in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München zum siebten Mal in Folge das Traineesiegel "Karriereförderndes & faires Trainee-Programm".
→ bechtle.com/trainee
Führungspositionen zunehmend aus den eigenen Reihen besetzen.
Um auch in Zukunft strategisch wichtige Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen zu können, hat die Personalentwicklung zwei Entwicklungsprogramme für Führungskräfte etabliert. Das Junior Management Programm wird seit 2013 jährlich für Mitarbeiter angeboten, die noch keine oder erste Führungsaufgaben wahrnehmen und weitergehendes Führungspotenzial zeigen. Der Schwerpunkt dieses Programms liegt auf der Mitarbeiterführung. Das General Management Programm startete erstmals 2011 mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung. Es zielt darauf ab, Führungskräfte mit weitergehendem Potenzial für Positionen mit General-Management-Aufgaben zu qualifizieren. In beiden Programmen werden die Mitarbeiter gemeinsam auf die Übernahme neuer Verantwortung vorbereitet. Sie erhalten darüber hinaus vielfältige individuelle Austausch- und Unterstützungsangebote wie zum Beispiel ein Mentoring mit erfahrenen Führungskräften. Alle Personalentwicklungsprogramme fördern den intensiven Austausch unter den Teilnehmern und innerhalb des gesamten Unternehmens mit dem Ziel, Wissen und Erfahrungswerte zu teilen und voneinander zu lernen.
Ausgezeichnet in der Mitarbeitergewinnung.
Im Jahr 2018 erhielt Bechtle erneut die Auszeichnung "Best Recruiters Gold". Damit erreichten wir zum vierten Mal in Folge den 1. Platz in der Branche IT, Software und Telekommunikation. Im Gesamtranking von insgesamt 423 getesteten Unternehmen in Deutschland belegten wir Platz 12. Diese Auszeichnung bestätigt die Strategie der Mitarbeitergewinnung in unserem Unternehmen. Im Berichtsjahr haben sich insgesamt 22.069 Kandidaten bei Bechtle beworben.
→ Weitere Informationen zur Personalarbeit unter bechtle.com/nachhaltigkeit
Erfreulich bei Bechtle: Auf die vielen Jobangebote bewerben sich nicht nur jede Menge, sondern vor allem die richtigen Kandidaten.
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
Die Unternehmensführung bei Bechtle ist darauf ausgerichtet, der Verantwortung gegenüber allen Stakeholdern gerecht zu werden. Unser Leitbild ist dabei von jeher das Selbstverständnis eines ehrbaren Kaufmanns. Das drückt sich auch heute noch in den Werten und der Unternehmenskultur aus und ist für Vorstand und Aufsichtsrat ein wichtiger Orientierungsstandard.
Vorstand und Aufsichtsrat berichten im Folgenden gemeinsam über die Corporate Governance bei der Bechtle AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB veröffentlicht die Bechtle AG auf ihrer Webseite.
→ bechtle.com/ corporate-governance
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Alle Aktien der Bechtle AG sind nennwertlose Inhaberstammaktien und gewähren das gleiche Stimmrecht. Um den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Rechte während der Hauptversammlung zu erleichtern, benennt der Vorstand einen Vertreter, den die Aktionäre mit der Ausübung ihres Stimmrechts bevollmächtigen können. Bechtle stellt sicher, dass der Stimmrechtsvertreter auch während der Hauptversammlung erreichbar ist. Die Einladung sowie die notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung werden im Internet veröffentlicht.
→ bechtle.com/hauptversammlung
Die Bechtle AG legt Wert darauf, die Hauptversammlung effizient zu organisieren und in einem angemessenen Zeitrahmen abzuhalten. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben des DCGK, wonach eine ordentliche Hauptversammlung spätestens nach vier bis sechs Stunden beendet sein sollte. Alle Hauptversammlungen der Bechtle AG der letzten Jahre haben sich in diesem Rahmen bewegt.
Die Hauptversammlung der Bechtle AG wird auch in Zukunft nicht im Internet übertragen werden. Die Organisationskosten einer Internetübertragung stehen nach Meinung von Vorstand und Aufsichtsrat in keinem Verhältnis zum Nutzen für das Unternehmen und seine Aktionäre.
ZUSAMMENARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
→ Siehe Bericht des Aufsichtsrats S. 18 ff.
Im dualistischen deutschen System sind die Geschäftsführung (durch den Vorstand) und deren Kontrolle (durch den Aufsichtsrat) streng voneinander getrennt. Gleichwohl arbeiten die beiden Gremien zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Aufsichtsrat steht dem Vorstand jederzeit beratend zur Seite und wird in alle bedeutenden Unternehmensentscheidungen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung und der Strategie sowie über das Risikomanagement, mögliche Risiken und Chancen der Unternehmensentwicklung und über die Compliance. Die Informations- und Berichtspflichten sind in der Geschäftsordnung des Vorstands näher erläutert. Bei Eintreten außergewöhnlicher Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung oder die Leitung der Gesellschaft von Bedeutung sind, informiert der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Auch außerhalb der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen informieren sich der Aufsichtsrat und insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende über die Lage des Unternehmens und wesentliche Geschäftsvorgänge. So kann der Aufsichtsrat das operative Geschäft auf einer angemessenen Informationsgrundlage mit wertvollen Hinweisen und Empfehlungen begleiten. Grundsätzlich leitet der Vorstand seine Unterlagen rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen und in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden an die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter, sodass sich die Mitglieder angemessen auf die Sitzungen vorbereiten können. Für wichtige Geschäftsvorgänge sieht die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor.
Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Verletzen sie ihre Sorgfaltspflicht schuldhaft, können sie der Bechtle AG gegenüber auf Schadenersatz haften. Zur Abdeckung dieses Risikos hat die Gesellschaft für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung - eine sogenannte Directors & Officers-Versicherung -abgeschlossen. Für den Vorstand wurde gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ein Selbstbehalt von 10 Prozent vereinbart, nicht aber für den Aufsichtsrat. Die Bechtle AG ist der Ansicht, dass ein Selbstbehalt nicht dazu beiträgt, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu verbessern.
VORSTAND
Die personelle Zusammensetzung des Vorstands sowie die Ressortzuständigkeiten sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, Vorstandsvorsitzender ist Dr. Thomas Olemotz.
→ bechtle.com/vorstand-aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Bechtle AG hat sich mit der Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand befasst. Derzeit liegt die Frauenquote im Vorstand bei 0 Prozent. Der Aufsichtsrat ist der festen Überzeugung, dass es im Unternehmensinteresse liegt, die Vorstände langfristig an das Unternehmen zu binden und im Unternehmen zu halten. Eine Änderung in der Besetzung des Vorstands ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote hält der Aufsichtsrat nicht für sinnvoll. Daher steht auch eine mögliche Aufstockung des Vorstands zur Sicherstellung einer Frauenquote nicht zur Diskussion. Der Aufsichtsrat hat daher die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand mit Wirkung ab dem 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2022 auf 0 Prozent festgelegt.
Der Vorstand der Bechtle AG hat Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Auch für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gilt neben dem Vorrang der Qualifikation bei der Besetzung die Maxime, Mitarbeiter langfristig an Bechtle zu binden. Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasst die Bereichsvorstände. Die Frauenquote in dieser Ebene beträgt aktuell 0 Prozent. Aus den vorgenannten Gründen hat der Vorstand mit Beschluss vom 29. Mai 2017 mit Wirkung ab dem 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2022 die Zielgröße für die erste Führungsebene auf 0 Prozent festgelegt.
Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasst die Verantwortlichen in geschäftsführender Position sowie diejenigen im engeren Führungskreis, die einem Vorstand direkt berichten. Der Frauenanteil in dieser Ebene lag zum 30. Juni 2017 bei 5,48 Prozent. Der Vorstand hat die Zielgröße für die zweite Führungsebene mit Beschluss vom 29. Mai 2017 mit Wirkung ab dem 1. Juli 2017 auf 5,5 Prozent festgelegt. Frist zur Erreichung dieser Zielgröße ist der 30. Juni 2022.
Für den Vorstand der Bechtle AG ist es selbstverständlich, dass sich das Unternehmen sowie alle Mitarbeiter gesetzeskonform verhalten. Um dies zu unterstreichen, wurde schon vor Jahren ein Code of Conduct veröffentlicht, der für alle Mitarbeiter verpflichtend ist und als Leitfaden zur Vermeidung von Verstößen ebenso wie für den Umgang mit Compliancefällen dient. Gleichzeitig wurde ein Compliance Board eingerichtet. Dieses besteht aus dem Vorstand der Bechtle AG und einem ständigen Vertreter des Fachbereichs Recht. Das Compliance Board ist für alle Mitarbeiter und auch für Externe über eine Telefonhotline und einen geschützten E-Mail-Account erreichbar. Es überprüft und bewertet gemeldete Hinweise oder Verstöße und veranlasst gegebenenfalls geeignete Maßnahmen. Zudem steht das Compliance Board den jeweils Verantwortlichen bei der Bewältigung compliancerelevanter Situationen beratend zur Seite. Das Compliance Board arbeitet die gemeldeten Vorfälle kontinuierlich auf und nutzt sie, um die Compliancevorgaben zu konkretisieren beziehungsweise weiterzuentwickeln.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Im Berichtsjahr bestand die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einem fest vereinbarten Grundgehalt sowie einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung, die sich aus einer kurzfristig orientierten und einer auf drei Jahre angelegten langfristigen Komponente (gleitende Berechnung) zusammensetzt. Kriterien zur generellen Bemessung der variablen Vergütung sind das Vorsteuerergebnis, das Umsatzwachstum und die EBT-Marge sowie im Bereich der langfristigen Vergütungskomponente eine Mindestverzinsung des Eigenkapitals. Darüber hinaus liegt es im Ermessen des Aufsichtsrats, dem Vorstand eine Sondertantieme zu gewähren. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber Vorstandsmitgliedern hat es im Berichtsjahr wie in der Vergangenheit nicht gegeben.
Die Bechtle AG weist die Vergütung des Vorstands individualisiert und unter Verwendung der Mustertabellen des DCGK aus. Diese Angaben erfolgen im Anhang.
Die Bechtle AG erfüllt weitgehend Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK, wonach die Vorstandsvergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Die Dienstverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder der Bechtle AG sehen hinsichtlich der Festvergütung und des weit überwiegenden Teils der variablen Vergütungsbestandteile die geforderten betragsmäßigen Höchstgrenzen vor. Nur hinsichtlich der Nebenleistungen sowie eines Teils der variablen Vergütungsbestandteile und damit auch der Vergütung insgesamt enthalten die Dienstverträge bislang keine betragsmäßigen Höchstgrenzen. Angesichts der Tatsache, dass die Vorstandsvergütung bereits heute in ihren wesentlichen Bestandteilen betragsmäßige Höchstgrenzen aufweist, ist die Gesellschaft der Ansicht, dass die vollständige Beachtung der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 DCGK weder der Bechtle AG noch deren Anteilseignern einen spürbaren Mehrwert bringen würde. Der Empfehlung soll daher auch künftig nur teilweise entsprochen werden.
Die Vorstandsmitglieder erhalten als Nebenleistung zur Vorstandsvergütung jeweils ein der Position angemessenes Dienstfahrzeug, das auch zum privaten Gebrauch genutzt werden darf.
Im Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Thomas Olemotz ist ein Abfindungs-Cap im Sinne von Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK nicht vorgesehen, da der Aufsichtsrat eine formale Begrenzung im Interesse der Gesellschaft als nicht angebracht erachtet. Der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK wurde und wird daher auch künftig nicht entsprochen. Für den Vorstandsvorsitzenden gelten im Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags die gesetzlichen Regelungen.
Darüber hinaus sieht der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden im Fall der berechtigten Ausübung des ihm zustehenden Sonderkündigungsrechts bei einem Change of Control die Zahlung einer einmaligen Entschädigung vor, für die eine Obergrenze von drei Jahresvergütungen vereinbart ist.
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat der Bechtle AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Nach dem Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören derzeit vier Frauen an. Verschiedene Mitglieder haben einen besonderen internationalen Hintergrund und alle Vertreter der Anteilseigner sind unabhängig. Die Arbeitnehmervertreter stehen teilweise in einem üblichen Anstellungsverhältnis zur Gesellschaft.
→ Siehe Anhang, Aufsichtsratsmitglieder, S. 212 f.
Im Berichtsjahr fanden Wahlen zum Aufsichtsrat statt. Auf der Arbeitnehmerseite wurde Anton Samija neu in den Aufsichtsrat gewählt. Uli Drautz, Daniela Eberle, Barbara Greyer, Volker Strohfeld und Michael Unser wurden wiedergewählt. Auf der Hauptversammlung vom 12. Juni 2018 wurden die vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Vertreter der Anteilseigner gewählt. Wiedergewählt wurden Kurt Dobitsch, Prof. Dr. Thomas Hess und Sandra Stegmann. Elke Reichart hatte dem Aufsichtsrat aufgrund gerichtlicher Bestellung bereits seit Dezember 2017 angehört. Die Hauptversammlung hat sie in diesem Amt bestätigt. Neu gewählt wurden Dr. Lars Grünert und Klaus Winkler. Klaus Winkler wurde im Anschluss an die Hauptversammlung in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wie vorgesehen zu dessen Vorsitzendem gewählt.
Die Bechtle AG ist gesetzlich verpflichtet, im Aufsichtsrat eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent einzuhalten. Derzeit liegt die Frauenquote in unserem Aufsichtsrat bei 33 Prozent.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bechtle AG ist entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Er pflegt naturgemäß einen intensiven Austausch mit dem Vorstand und ist besonders eng mit den Abläufen im Unternehmen vertraut, sodass eine Trennung der Leitungspositionen von Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss aus Unternehmenssicht nicht zwingend geboten ist.
Ein Nominierungsausschuss wurde nicht gebildet. Angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats hält der Aufsichtsrat einen solchen Ausschuss derzeit nicht für notwendig.
Lebensläufe für alle Aufsichtsratsmitglieder sollen jährlich aktualisiert auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht werden. Von dieser Empfehlung wurde in der Vergangenheit teilweise abgewichen. Der Aufsichtsrat wird aber künftig die Lebensläufe aller Aufsichtsratsmitglieder veröffentlichen.
Der Aufsichtsrat ist darauf bedacht, seine Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrzunehmen. In einem Turnus von drei Jahren unterzieht der Aufsichtsrat seine Tätigkeit einer umfassenden Effizienzprüfung auf der Grundlage des Leitfadens der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. Im Berichtsjahr wurde eine solche Überprüfung vorgenommen mit dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat effizient arbeitet. Kommt der Aufsichtsrat zu der Ansicht, dass sich die Effizienz verschlechtert, wird die Überprüfung jährlich durchgeführt.
In Anlehnung an Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK hat der Aufsichtsrat Ziele hinsichtlich seiner Zusammensetzung schriftlich fixiert. Der Aufsichtsrat strebt danach an, dass mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder in besonderem Maß das Kriterium Internationalität erfüllen. Die Zahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder festzulegen, hält der Aufsichtsrat dagegen nicht für sinnvoll. Derzeit erfüllen alle Anteilseignervertreter das Merkmal "Unabhängigkeit", da sie in keiner persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen. Außerdem nehmen sie keine Beratungs- oder Organfunktionen bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Bechtle AG wahr. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin Vertreter von Geschäftspartnern als Aufsichtsratsmitglieder vorschlagen, wenn deren spezifische Kenntnisse der Gesellschaft mehr nutzen als mögliche Interessenkonflikte ihr schaden. Aus den vorstehend genannten Gründen hält es der Aufsichtsrat auch nicht für sinnvoll, im Corporate-Governance-Bericht über die nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder zu informieren. Bezüglich Diversität hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, Ziele festzulegen. Schließlich verzichtet der Aufsichtsrat auch darauf, eine Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat festzulegen. Auch hier - ebenso wie bei der Besetzung von Vorstand und Führungspositionen sowie beim Umgang mit allen Mitarbeitern - strebt die Bechtle AG eine auf Langfristigkeit angelegte Zusammenarbeit an. In der Vergangenheit konnte die Bechtle AG immer wieder von der langjährigen Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder profitieren. Das soll auch in Zukunft so bleiben.
Zur Wahl in das Kontrollgremium sieht die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats - ebenso wie die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung festgesetzten Ziele - eine Altersgrenze von 70 Jahren vor.
Der Aufsichtsrat hat außerdem gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1, 2. Halbsatz DCGK ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet und beschlossen. Zusammengefasst muss danach jedes Aufsichtsratsmitglied unter anderem über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der ihm gesetzlich und satzungsmäßig obliegenden Aufgaben erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, mindestens ein Aufsichtsratsmitglied muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Darüber hinaus müssen die Aufsichtsratsmitglieder in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Zudem muss jedes Aufsichtsratsmitglied für die Wahrnehmung des Aufsichtsratsamts zeitlich ausreichend verfügbar sein. Hinsichtlich der fachlichen Fähigkeiten und Erfahrungen sollte jedes Mitglied über ein allgemeines Verständnis der Geschäftstätigkeit eines IT-Systemhauses, insbesondere des Marktumfelds, der einzelnen Geschäftsfelder, der Kundenbedürfnisse, der Regionen, in denen die Gesellschaft tätig ist, und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, verfügen. Zusätzlich sollen einzelne oder mehrere Mitglieder Sachverstand beispielsweise auf dem Gebiet Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, Betriebswirtschaftslehre, Corporate Governance sowie Compliance und Personalführung haben. Alle Mitglieder sollten außerdem fähig sein, die Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der zu bewertenden Geschäftsentscheidungen sowie die Jahresabschlussunterlagen zu bewerten und zu beurteilen.
Die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele für seine Zusammensetzung und die Vorgaben des Kompetenzprofils sind gegenwärtig erfüllt. Bei künftigen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung werden diese Ziele berücksichtigt und eine Erfüllung des Kompetenzprofils angestrebt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Regelungen zur Vergütung des Aufsichtsrats blieben im Berichtsjahr unverändert. Sie wurden durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 angepasst und sind in Ziffer 11 der Satzung der Bechtle AG erläutert. Die Vergütungsstruktur trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der einzelnen Mitglieder Rechnung. Dabei werden der Vorsitz, der stellvertretende Vorsitz sowie die Tätigkeit beziehungsweise der Vorsitz in den Ausschüssen berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung ist nicht vorgesehen. Die Bechtle AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aus. Diese Angaben erfolgen im Anhang.
→ bechtle.com/satzung
→ Siehe Anhang, S. 195
Kredite oder Haftungsübernahmen zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern wurden nicht gewährt. Gleiches gilt im Übrigen für die Vorstandsmitglieder. Für das Berichtsjahr bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft.
INTERESSENKONFLIKTE
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen im Rahmen ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Interessenkonflikte, die etwa aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder Geschäftspartnern entstehen können, bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr weder bei Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitgliedern. Detaillierte Informationen zu den bestehenden Mandaten der Organmitglieder in Aufsichtsräten und ähnlichen Kontrollgremien anderer Gesellschaften finden Sie im Konzern-Anhang.
→ Siehe Anhang, Aufsichtsratsmitglieder, S. 212 f.
TRANSPARENZ
Bechtle legt großen Wert auf eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit seinen Aktionären sowie weiteren Stakeholdern. Daher pflegt das Unternehmen einen fairen, zeitnahen und verlässlichen Dialog mit allen Stakeholdern. Für Vorstand und Aufsichtsrat gehören Offenheit und Transparenz zu den obersten Verhaltensgrundsätzen. Alle relevanten Informationen werden zeitgleich in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Finanztermine, Finanzberichte, Pressemitteilungen sowie Präsentationen werden auch auf der Internetseite der Gesellschaft bereitgestellt.
→ bechtle.com/investoren
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Den Konzernabschluss und den Halbjahresbericht erstellt Bechtle nach den geltenden Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt.
Geprüft wurden der Jahres- und der Konzernabschluss durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt worden war.
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat nach Ziffer 7.2.1 Abs. 1 DCGK vor Unterbreitung des Wahlvorschlags durch den Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Demnach bestehen keine geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ihren Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Bechtle Konzern und seinen Organmitgliedern andererseits, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Prüfer begründen könnten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat nicht an der Buchführung oder der Aufstellung des Jahres- oder Konzernabschlusses mitgewirkt.
Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss sowie an der Bilanzsitzung am 13. März 2019 teil und berichtet über die Ergebnisse seiner Prüfung. Darüber hinaus steht er dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Fragen zur Abschlussprüfung zur Verfügung.
Hüter der Kundendaten. Im Frankfurter Rechenzentrum von Bechtle sind physische und virtuelle Infrastrukturen von vielen Kunden bestens aufgehoben.
AKTIE
Die Bechtle AG blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Börsenjahr zurück. Unsere Aktie konnte sich in einem überaus schwierigen Marktumfeld behaupten, auch wenn der Kurs am Jahresende ein leichtes Minus verzeichnete. Durch die Aufnahme in den MDAX ist das Interesse an der Bechtle Aktie spürbar gestiegen. Das zeigt sich in einem deutlich erhöhten Handelsvolumen sowie vermehrten Anfragen vor allem internationaler Investoren. Für Anleger ist gerade in unsicheren Zeiten die nachhaltige Dividendenpolitik der Bechtle AG attraktiv.
Bechtle Aktie in MDAX aufgenommen.
Im Rahmen einer Neuausrichtung der Indizes der Deutschen Börse wurde die Bechtle Aktie am 24. September 2018 in den Börsenindex MDAX aufgenommen. Damit gehört Bechtle zu den 90 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Die Notierung im Technologieindex TecDAX - dem Bechtle seit dessen Gründung 2004 angehört - bleibt parallel zu der im MDAX bestehen.
AKTIENMARKT
Schwaches Börsenjahr 2018.
Die Entwicklung des europäischen Finanzmarkts wurde 2018 von politischen Ereignissen dominiert. Vor allem der Handelskonflikt zwischen China und den USA, die Unsicherheit über Italiens Haushaltspläne und nicht zuletzt die Brexit-Verhandlungen gaben den Anlegern und Investoren negative Impulse. Und auch wenn die globale Wirtschaft positiv in das Jahr 2018 startete, nahmen die Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunktur im Jahresverlauf spürbar zu.
Die deutschen Aktienmärkte reagierten zunächst mit stark volatilen Kursverläufen. So erreichte der DAX bereits im Januar ein neues Allzeithoch bei knapp 13.600 Punkten, sank im März unter 12.000 Punkte, um im Mai wieder auf 13.000 Punkte zu klettern. Ab der zweiten Jahreshälfte und vor allem gegen Ende des Börsenjahres verzeichneten alle Indizes deutliche Verluste. Der DAX, der MDAX und der SDAX verloren im Jahresverlauf mit minus 18,3 Prozent, minus 17,6 Prozent beziehungsweise minus 20,0 Prozent sogar zweistellig. Der Technologieindex TecDAX konnte sich etwas besser schlagen und verlor lediglich 3,1 Prozent.
KURSENTWICKLUNG
Bechtle Aktie behauptet sich in schwachem Marktumfeld.
Die Bechtle Aktie startete mit einer lang anhaltenden volatilen Phase in das Börsenjahr 2018. Im ersten Halbjahr notierte unser Papier in einer großen Bandbreite zwischen 64 € und 77 €. Den niedrigsten Stand des Jahres verzeichnete die Aktie am 4. April 2018 mit 63,85 €. Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte kletterte der Aktienkurs kontinuierlich und überflügelte dabei sämtliche Indizes. Am 12. September 2018 erreichte er ein neues Allzeithoch bei 89,90 €. Der allgemeinen Entwicklung der Aktienmärkte im vierten Quartal des Berichtsjahres konnte sich auch die Bechtle Aktie nicht entziehen. Sie musste ebenso wie der Markt Kursverluste hinnehmen und schloss das Börsenjahr bei einem Stand von 67,85 €. Mit einem Minus von 2,4 Prozent hat sich die Bechtle Aktie im Jahresverlauf jedoch besser entwickelt als die Vergleichsindizes.
→ Den aktuellen Aktienkurs finden Sie unter bechtle.com/aktie
Die Marktkapitalisierung lag zum Jahresende bei 2.849,7 Mio. €. Im Ranking der Deutschen Börse wurde Bechtle zum 31. Dezember 2018 bei der Marktkapitalisierung im TecDAX auf Rang 15 geführt und verlor - auch durch die Neuordnung der Indizes bedingt - vier Plätze. Im MDAX belegt Bechtle Rang 75.
17. HANDELSDATEN DER BECHTLE AKTIE
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014€ | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs Jahresende | € | 67,85 | 69,52 | 49,41 | 44,03 | 32,99 |
| Performance | % | -2,4 | +40,7 | + 12,2 | +33,5 | +33,4 |
| Höchstkurs (Schlusskurs) | € | 89,90 | 72,71 | 52,28 | 46,32 | 32,99 |
| Tiefstkurs (Schlusskurs) | € | 63,85 | 46,50 | 36,85 | 32,25 | 24,67 |
| Marktkapitalisierung - total1 | Mio. € | 2.849,7 | 2.919,8 | 2.075,2 | 1.849,3 | 1.385,6 |
| Durchschnittlicher Umsatz je Handelstag2 | Stück | 101.037 | 45.637 | 30.515 | 46.580 | 41.281 |
| Durchschnittlicher Umsatz je Handelstag2 | € | 7.668.425 | 3.604.891 | 2.789.577 | 3.452.399 | 2.452.888 |
1 Zum Jahresende
2 Alle deutschen Börsen
Der durchschnittliche tägliche Börsenumsatz hat sich 2018 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und liegt bei 7.668,4 Tsd. €. Auch das Handelsvolumen gemessen in Stückzahlen nahm signifikant zu. Durchschnittlich wurden pro Tag 101.037 Bechtle Aktien gehandelt, gut doppelt so viele wie im Vorjahr. Im Ranking der Deutschen Börse lag Bechtle beim Börsenumsatz im TecDAX auf Platz 20, nach Platz 22 im Vorjahr. Im MDAX wird Bechtle zum 31. Dezember 2018 auf Platz 89 geführt.
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Aktionärsstruktur nahezu unverändert.
Größte Anteilseignerin am Unternehmen ist weiterhin Karin Schick mit 35,02 Prozent der Anteile. Hierbei sind auch Aktien der Schick GmbH berücksichtigt, deren Gesellschafterin Karin Schick ist, sowie Aktien ihres Sohnes. Der Streubesitz betrug zum Ende des Berichtsjahres 64,98 Prozent. Er verteilt sich auf eine breite Anlegerstruktur aus privaten und institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland.
DIVIDENDE
Dividende wird regelmäßig erhöht.
Seit dem Börsengang im Jahr 2000 betreibt Bechtle eine auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Im TecDAX ist Bechtle eines der wenigen Unternehmen, die seit der Börsennotierung ohne Unterbrechung jährlich Gewinne an die Aktionäre ausschütten und die Dividende zudem regelmäßig erhöhen. Einen Rückgang hat es bei Bechtle noch nie gegeben - auch dies ist Ausdruck der Zuverlässigkeit der Ausschüttungspolitik der Bechtle AG, die stark an den Interessen der Aktionäre ausgerichtet ist.
Nach den im Jahr 2018 erzielten sehr guten Ergebnissen sind Vorstand und Aufsichtsrat übereingekommen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,00 € pro Anteilsschein vorzuschlagen. Im Vorjahr hat die Bechtle AG eine Dividende von 0,90 € je Aktie ausgeschüttet. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung entspricht der Ausschüttungsvorschlag einer Anhebung der Dividende um 11,1 Prozent. Dies wäre die neunte Erhöhung in Folge.
Zum 31. Dezember 2018 lag die Anzahl dividendenberechtigter Aktien bei 42.000.000 Stück. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2018 von 42,0 Mio. €. Die Ausschüttungsquote läge demnach bei 30,6 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern (Vorjahr: 33,0 Prozent). Die Dividendenrendite liegt bezogen auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie mit 1,5 Prozent leicht über Vorjahr (Vorjahr: 1,3 Prozent).
ERGEBNIS JE AKTIE
Ergebnis je Aktie liegt rund 20 Prozent über Vorjahr.
Mit den operativen Ergebnisverbesserungen stieg auch entsprechend das Ergebnis je Aktie (EPS). Bei einer Stimmrechtsanzahl von 42,0 Millionen Aktien und einem Nachsteuerergebnis von 137,1 Mio. € lag das EPS bei 3,27 € und damit 19,7 Prozent beziehungsweise 54 Eurocent über dem Vorjahr (Vorjahr: 2,73 €).
20. AKTIENKENNZAHLEN
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dividendenberechtigte Aktien1 | Stück | 42.000.000 | 42.000.000 | 21.000.000 | 21.000.000 | 21.000.000 |
| Ergebnis je Aktie | € | 3,27 | 2,73 | 4,92 | 4,42 | 3,63 |
| Ausschüttungssumme | Mio. € | 42,02 | 37,8 | 31,5 | 29,4 | 25,2 |
| Ausschüttungsquote | % | 30,62 | 33,0 | 30,5 | 31,7 | 33,1 |
| Bardividende je Aktie | € | 1,002 | 0,90 | 1,50 | 1,40 | 1,20 |
| Dividendenrendite1 | % | 1,52 | 1,3 | 1,5 | 1,6 | 1,8 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis1 | 20,8 | 25,5 | 20,1 | 19,9 | 18,2 |
→ Für weitere Kennzahlen siehe Mehrjahresübersicht, S. 224 ff.
1 Zum Jahresende
2 Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung
HAUPTVERSAMMLUNG
Alle vorgeschlagenen Kandidaten in den Aufsichtsrat gewählt.
Zur 18. ordentlichen Hauptversammlung der Bechtle AG begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft am 12. Juni 2018 rund 600 Aktionäre und Gäste im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie in Heilbronn. Die anwesenden Aktionäre repräsentierten 74,64 Prozent des gesamten Grundkapitals der Gesellschaft. Bei den anstehenden Wahlen des Aufsichtsrats wurden sämtliche von der Verwaltung vorgeschlagenen Kandidaten in den Aufsichtsrat gewählt. Auch die weiteren aufgerufenen Tagesordnungspunkte wurden mit eindeutigen Mehrheiten angenommen. Diese Tatsache unterstreicht abermals das hohe Vertrauen in Vorstand und Aufsichtsrat.
KAPITALMARKT
Zwölf Analysten berichten derzeit über die Bechtle Aktie.
Insgesamt berichteten 2018 zwölf Häuser in ausführlichen Studien und aktuellen Kurzanalysen über Bechtle: Baader Bank, Bankhaus Lampe, Berenberg, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Hauck & Aufhäuser, Kepler Cheuvreux, Landesbank Baden-Württemberg, M. M. Warburg, Metzler und die Quirin Privatbank. Letztere hat die Coverage des Unternehmens im November 2018 neu aufgenommen. Mit allen Häusern steht Bechtle in regelmäßigem konstruktivem Dialog. Dieser wird durch Besuche von Analysten am Unternehmenssitz, verschiedene Konferenzen und Roadshows verstärkt.
→ bechtle.com/analysteneinschaetzungen
Intensive Investor-Relations-Arbeit fortgesetzt.
Auch mit allen anderen interessierten Kapitalmarktteilnehmern stehen wir in kontinuierlichem Austausch: 2018 gab es zahlreiche Kontakte zu bestehenden und potenziellen Investoren. In Einzelgesprächen, auf Roadshows und Investorenkonferenzen informierte Bechtle über die wirtschaftliche Situation, die Unternehmensstrategie und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Großes Interesse fand auch ein Capital Markets Day, der im September im Rahmen des Bechtle IT-Forums in Frankfurt stattfand. Darüber hinaus nutzten zahlreiche Investoren die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Besuchs am Konzernsitz in Neckarsulm über Bechtle zu informieren.
Ein wichtiger Bestandteil der Investor-Relations-Tätigkeit ist darüber hinaus der persönliche Kontakt mit Privatanlegern. Neben der Hauptversammlung hat Bechtle im abgelaufenen Geschäftsjahr privaten Anlegern den Konzern im Rahmen der bereits zum 13. Mal stattfindenden Aktionärstage vorgestellt. Bei einer Präsentation und einer anschließenden Führung durch den Stammsitz erhielten die Aktionäre einen tieferen Einblick in unser Unternehmen. Diese Veranstaltung stärkt die Bindung zu unseren Anteilseignern.
Es ist für uns außerdem selbstverständlich, alle Kapitalmarktteilnehmer transparent, umfassend und zeitnah über alle wesentlichen Ereignisse in unserem Unternehmen zu informieren. Wir stellen deshalb auf unserer Website stets aktuelle Unternehmensinformationen wie Präsentationen, Finanzberichte sowie Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen zur Verfügung.
→ bechtle.com/ir
Sollten Sie weitere Informationen wünschen, besuchen Sie uns im Internet oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf.
→ Siehe Impressum, S. 236
ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach § 315a Abs. 1 HGB geforderten Angaben dargestellt:
Zum 31. Dezember 2018 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 42 Mio. € und war in 42.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Der auf jede einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1,00 €. Alle Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die mit den Stammaktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Der Gesellschaft sind zum Bilanzstichtag folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, bekannt:
Karin Schick, Gaildorf, Deutschland: 35,02 Prozent, davon 28,82 Prozent direkt und 6,19 Prozent indirekt. Änderungen bis zum Tag der Berichterstellung am 1. März 2019 haben sich nicht ergeben.
→ bechtle.com/aktionaersstruktur
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht.
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen, bei denen Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind, ohne ihre Kontrollrechte unmittelbar auszuüben, liegen nicht vor.
Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 f . AktG sowie in § 31 MitbestG geregelt. Von diesen gesetzlichen Bestimmungen abweichende Satzungsregelungen bestehen nicht. Gemäß Ziffer 6.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder legt der Aufsichtsrat fest. Gemäß Ziffer 6.4 der Satzung kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen.
Die Voraussetzungen einer Satzungsänderung sind in den §§ 179 bis 181 AktG geregelt. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, hat die Hauptversammlung der Bechtle AG dem Aufsichtsrat übertragen (vgl. Ziffer 10.4 der Satzung).
→ bechtle.com/satzung
Der Vorstand ist gemäß §§ 202 ff. AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Juni 2023 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 14 Mio. € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital gemäß Ziffer 4.3 der Satzung). Nähere Angaben hierzu finden sich im Anhang.
→ Siehe Anhang, Gezeichnetes Kapital, S. 158 f.
Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig. Der Vorstand verfügt durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 über eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Die Ermächtigung gilt bis zum 15. Juni 2020. Der Erwerb von eigenen Aktien muss über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf im Fall des Erwerbs über die Börse den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) und im Fall eines öffentlichen Kaufangebots oder einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten den Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an den fünf Börsenhandelstagen vor der Veröffentlichung der Entscheidung über die Abgabe des öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise vor der Veröffentlichung der Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten oder unterschreiten (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten). Der Umfang der Ermächtigung ist auf höchstens 10 Prozent des Grundkapitals beschränkt. Dabei werden andere Aktien der Gesellschaft, die diese bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71 ff. AktG zuzurechnen sind, berücksichtigt. Die Ermächtigung zum Rückkauf wurde zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt. Aktuell bestehen keine Pläne zur Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, liegen nicht vor.
Im Dienstvertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels eine Obergrenze der zu gewährenden Abfindung von drei Jahresvergütungen vereinbart. Sonstige Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots liegen nicht vor.
RAHMENBEDINGUNGNEN
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war 2018 weiterhin positiv, jedoch nicht mehr ganz so dynamisch wie im Vorjahr. Die IT-Branche wuchs in den meisten für Bechtle relevanten Märkten stärker als die Gesamtwirtschaft. Bechtle konnte die positiven Impulse nutzen und eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen sowie den Marktanteil weiter ausbauen.
GESAMTWIRTSCHAFT
Wirtschaftliche Entwicklung etwas schwächer als im Vorjahr.
Auch 2018 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der EU positiv. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte laut aktuellen Zahlen der Europäischen Kommission das hohe Niveau des Vorjahres zwar nicht ganz halten, legte aber dennoch um 1,9 Prozent zu (Vorjahr: 2,4 Prozent). Innerhalb der Bechtle Märkte in der EU variierte das Wachstum relativ stark. Am unteren Ende der Skala lagen mit einem Wachstum des BIP um 1,0 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent Italien sowie Belgien und Großbritannien. In der Spitzengruppe mit Wachstumsraten von 4,8 bzw. 5,1 Prozent waren Ungarn und Polen zu finden. Das stärkste Wachstum verzeichnete wie im Vorjahr Irland mit 6,8 Prozent. Die für Bechtle als Indikator relevanten Ausrüstungsinvestitionen legten 2018 in der EU mit 4,9 Prozent überproportional zu. Die Dynamik hat gegenüber dem Vorjahr (4,2 Prozent) zugenommen.
→ ec.europa.eu
In der deutschen Wirtschaft ist das Wachstumstempo 2018 etwas stärker zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das BIP im Berichtsjahr um 1,5 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent) und lag damit auf dem niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Die Ausrüstungsinvestitionen legten jedoch überdurchschnittlich um 4,5 Prozent zu, nach 3,7 Prozent im Vorjahr. Das Wachstum der staatlichen Investitionen blieb mit einem Plus von 1,1 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) dahinter zurück.
→ destatis.de
BRANCHE
Branchenentwicklung in den einzelnen Ländern und Segmenten uneinheitlich.
Der IT-Markt hat sich 2018 sehr gut entwickelt. In der EU und in den meisten relevanten Ländermärkten wuchs die Branche stärker als die Gesamtwirtschaft. Allerdings gingen die Wachstumsraten verglichen zum Vorjahr zurück. Das Marktforschungsinstitut EITO beziffert das Wachstum für den IT-Markt in der EU auf 2,6 Prozent, nach 3,8 Prozent im Vorjahr. Positiv dazu beigetragen haben die beiden Teilsegmente Services mit einem Plus von 2,6 Prozent und Software mit 6,0 Prozent. Das Segment Hardware soll laut den Marktforschern mit einem Minus von 2,0 Prozent rückläufig gewesen sein (Vorjahr: +4,3 Prozent). Mobile Endgeräte waren mit einem Rückgang von nur 0,3 Prozent weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr. Alle anderen Produktgruppen lagen allerdings mit knapp 3 Prozent im Minus. Bei den Hardwareumsätzen war die Entwicklung 2018 in den Ländern, in denen Bechtle vertreten ist, wieder ganz unterschiedlich: Fünf Länder konnten zulegen, darunter Ungarn als Spitzenreiter mit 6,1 Prozent und die für Bechtle im Hardwaremarkt wichtigen Länder Schweiz und Niederlande mit 4,2 beziehungsweise 4,0 Prozent. In allen anderen Ländern waren die Umsätze mit Hardware rückläufig, besonders stark in Italien mit -5,2 Prozent und Tschechien mit -6,8 Prozent.
→ eito.com
In Österreich wuchs der IT-Markt insgesamt um 2,7 Prozent; Hardware stieg um 1,0 Prozent, Services um 2,5 Prozent und Software um 4,6 Prozent. Die Schweiz konnte mit einem Wachstum von 4,0 Prozent sehr stark zulegen; die Serviceumsätze stiegen um 2,6 Prozent, Hardware um 4,2 Prozent und Software um 6,3 Prozent.
In Deutschland hat die Wachstumsdynamik des IT-Markts im Berichtsjahr nachgelassen. Nach 4,3 Prozent im Vorjahr legte der deutsche IT-Markt 2018 um 2,5 Prozent zu. Damit liegt er aber immer noch in etwa auf dem Niveau der EU. Die Entwicklung der Teilsegmente war in Deutschland jedoch durchwachsen. Das Hardwaregeschäft ging um 2,3 Prozent zurück, beeinflusst von einem stärkeren Rückgang im Privatkundengeschäft. Umsätze mit Industriekunden konnten in einzelnen Produktgruppen auch 2018 zulegen. Die Serviceumsätze erhöhten sich um 2,3 Prozent und Software legte um 6,3 Prozent zu.
GESAMTEINSCHÄTZUNG UND AUSWIRKUNGEN DES WIRTSCHAFTLICHEN UMFELDS
Bechtle wächst stärker als Gesamtwirtschaft und IT-Branche.
Trotz eines sowohl im Jahresverlauf als auch gegenüber dem Vorjahr nachlassenden Wachstumstempos kamen von der konjunkturellen Entwicklung im Berichtsjahr positive Impulse. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs in allen Ländern mit Bechtle Präsenz. Auch in Deutschland war die konjunkturelle Lage positiv. Die IT-Branche zeigte sich mit Wachstumsraten über dem gesamtwirtschaftlichen Niveau noch stabiler. Allerdings war auch in dieser Branche die Dynamik zum Teil geringer als im Vorjahr. Der Hardwaremarkt hatte in einigen Ländern mit Rückgängen zu kämpfen, wenn auch zum Teil durch das Privatkundensegment beeinflusst.
Die Bechtle AG hat den insgesamt weiterhin positiven Trend genutzt: Die Umsatzsteigerung lag in allen Regionen und in beiden Segmenten erheblich über dem Wachstum des IT-Markts insgesamt. Mit diesem überdurchschnittlichen Anstieg konnte Bechtle auch die meisten Wettbewerber übertreffen. Damit haben wir im Berichtsjahr unseren Marktanteil erneut ausgebaut.
Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Branchenkonjunktur gab es in den Bechtle Märkten 2018 keine wesentlichen Ereignisse außerhalb des Unternehmens, die sich nennenswert auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt haben. Der bevorstehende Brexit sowie die Verhandlungen zu seiner konkreten Ausgestaltung hatten weder auf die Landesgesellschaft im Vereinigten Königreich noch auf den Gesamtkonzern spürbare Auswirkungen.
Ob Datenbrille oder Datenhandschuh: Im Bechtle Logistikzentrum spiegelt sich auch die Zukunft der IT.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
ERTRAGSLAGE
Die außerordentlich positive Entwicklung der Bechtle AG im Geschäftsjahr 2018 ist auf zwei wesentliche Einflussfaktoren zurückzuführen: zum einen die sehr dynamische organische Umsatzentwicklung mit zweistelligen Steigerungsraten sowie zum anderen die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte - die Inmac WStore gehört seit September 2018 zur Bechtle Gruppe. Das Wachstum war in allen Quartalen stark und über das ganze Jahr breit getragen von beiden Segmenten und allen Regionen. Besonders stark war es - auch organisch - im internationalen E-Commerce.
AUFTRAGSENTWICKLUNG
Auftragseingang deutlich gegenüber Vorjahr gesteigert.
Bechtle geht beim Verkauf von IT-Produkten und bei der Erbringung von Dienstleistungen sowohl kurzfristige als auch längerfristige Vertragsverhältnisse ein: Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte mit sehr kurzen Bestell- und Lieferzeiten gekennzeichnet. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services haben Projektgeschäfte Laufzeiten von einigen Wochen bis zu einem Jahr. Vor allem in den Bereichen Managed Services und Cloud Computing schließt Bechtle mit seinen Kunden Rahmen- und Betriebsführungsverträge ab, deren Laufzeiten meist mehrere Jahre betragen.
Der Auftragseingang während eines Geschäftsjahres entspricht weitgehend dem Umsatz in diesem Zeitraum. Er lag im Berichtsjahr mit 4,33 Mrd. € rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert von 3,61 Mrd. €. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services stieg der Auftragseingang von 2,54 Mrd. € um 14 Prozent auf 2,91 Mrd. € und im Segment IT-E-Commerce von 1,07 Mrd. € um 32 Prozent auf 1,42 Mrd. €.
Der Auftragsbestand im Konzern betrug zum Jahresende rund 671 Mio. €; damit lag er rund 18 Prozent über dem Jahresendwert 2017 in Höhe von 569 Mio. €. Davon entfielen 563 Mio. € auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services (Vorjahr: 490 Mio. €) und 108 Mio. € auf das Segment IT-E-Commerce (Vorjahr: 79 Mio. €). Die Auftragsreichweite beträgt im Segment IT-Systemhaus & Managed Services rund zwei Monate. Im Handelssegment steht die unmittelbare und schnelle Anlieferung der Waren im Vordergrund, sodass die Auftragsreichweite bei etwa vier Wochen liegt.
UMSATZENTWICKLUNG
Umsatz übertrifft Vorjahreswert um 21,1 Prozent.
Bechtle hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2018 von 3.570,1 Mio. € um 21,1 Prozent auf 4.323,3 Mio. € erhöht und ist damit erheblich gewachsen. Das organische Wachstum lag bei 15,8 Prozent. Dies ist die zweithöchste organische Steigerungsrate in einem Geschäftsjahr seit dem Jahr 2002. Nur 2010 war das organische Wachstum mit fast 23 Prozent noch höher.
→ Siehe Anhang, Umsatzerlöse, S. 146
22. UMSATZ
Das Wachstum war breit getragen von allen Regionen und Segmenten. Besonders signifikant gewachsen ist mit rund 46 Prozent das internationale E-Commerce-Geschäft. Auch organisch haben die europäischen Handelsgesellschaften mit rund 24 Prozent am stärksten zugelegt.
Über das Jahr verteilt waren die Zuwächse durchweg zweistellig. Im Jahresverlauf verstärkte sich die Dynamik akquisitionsbedingt. Organisch gingen die Wachstumsraten auf hohem Niveau von Quartal zu Quartal leicht zurück.
23. UMSATZENTWICKLUNG
in Mio. €
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| Q1 | Q2 | Q3 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernumsatz | 955,4 | 803,1 | 965,0 | 822,2 | 1.049,6 | 873,9 |
| % vom Gesamtjahresumsatz | 22,1 | 22,5 | 22,3 | 23,0 | 24,3 | 24,5 |
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| Q4 | ||
|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- |
| Konzernumsatz | 1.352,9 | 1.070,9 |
| % vom Gesamtjahresumsatz | 31,3 | 30,0 |
Die Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der Voll- und Teilzeitkräfte lag mit 14,3 Prozent unter dem Anstieg des Umsatzwachstums. Somit konnte Bechtle die Produktivität im Berichtsjahr weiter steigern. Der Umsatz je Mitarbeiter belief sich bei 8.316 Voll- und Teilzeitkräften (Vorjahr: 7.276) auf 520 Tsd. €, nach 491 Tsd. € im Vorjahr.
→ Zur Berechung, siehe Mitarbeiter, S. 46
24. REGIONALE UMSATZVERTEILUNG
In Deutschland ist der Umsatz sehr deutlich und fast ausschließlich organisch bedingt um 13,6 Prozent gestiegen. Das Inland ist und bleibt damit für Bechtle der größte Markt. Der Anteil am Gesamtumsatz ist zwar bedingt durch die Akquisition der Inmac WStore in Frankreich gesunken, liegt aber dennoch weiterhin bei hohen 66,0 Prozent, nach 70,4 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz im Ausland stieg insbesondere akquisitionsbedingt um 38,8 Prozent.
KOSTEN- UND ERTRAGSENTWICKLUNG
EBT leicht unterproportional zum Umsatz erhöht.
Umsatzkosten.
Das Bruttoergebnis stieg im Berichtsjahr unterproportional zum Umsatz um 18,2 Prozent auf 642,9 Mio. € (Vorjahr: 543,8 Mio. €). Die Umsatzkosten haben sich im Vergleich zum Umsatz mit 21,6 Prozent überproportional erhöht. Grund hierfür ist der mit 22,2 Prozent nachfrage- und akquisitionsgetrieben hohe Anstieg des Materialaufwands. Der Personalaufwand der Mitarbeiter im Bereich Dienstleistung, deren Personalkosten in den Umsatzkosten anfallen, stieg hingegen unterproportional um 15,0 Prozent. Die Bruttomarge lag damit bei 14,9 Prozent (Vorjahr: 15,2 Prozent).
→ Siehe Anhang, Aufwandsgliederung, S. 146
25. UMSATZKOSTEN/BRUTTOERGEBNIS
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzkosten | Mio. € | 3.680,4 | 3.026,3 | 2.610,5 | 2.394,0 | 2.189,5 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 642,9 | 534,8 | 483,1 | 437,3 | 391,0 |
| Bruttomarge | % | 14,9 | 15,2 | 15,6 | 15,4 | 15,2 |
Vertriebs- und Verwaltungskosten.
Die Vertriebskosten stiegen 2018 mit 19,1 Prozent nur unterdurchschnittlich auf 257,2 Mio. € (Vorjahr: 216,0 Mio. €). Die Vertriebskostenquote ging daher von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent leicht zurück. Die Verwaltungskosten erhöhten sich von 173,4 Mio. € um 18,6 Prozent auf 205,7 Mio. €. Die Verwaltungskostenquote ging damit ebenfalls leicht von 4,9 Prozent auf 4,8 Prozent zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 15,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 9,8 Mio. €. Hintergrund sind höhere Bonuszahlungen der Hersteller und Distributoren.
→ Siehe Mitarbeiter, S. 48
26. VERTRIEBSKOSTEN/VERWALTUNGSKOSTEN
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vertriebskosten | Mio. € | 257,2 | 216,0 | 196,3 | 182,8 | 166,6 |
| Vertriebskostenquote | % | 5,9 | 6,0 | 6,3 | 6,5 | 6,5 |
| Verwaltungskosten | Mio. € | 205,7 | 173,4 | 153,0 | 138,4 | 124,0 |
| Verwaltungskostenquote | % | 4,8 | 4,9 | 4,9 | 4,9 | 4,8 |
Ergebnissituation.
Das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) kletterte im Berichtsjahr um 20,8 Prozent auf 237,1 Mio. € (Vorjahr: 196,2 Mio. €). Im Wesentlichen ist der Anstieg auf die mit 16,3 Prozent unterproportional gestiegenen Personalkosten und die relativ starke Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge zurückzuführen. Die EBITDA-Marge konnte mit 5,5 Prozent das Niveau des Vorjahres halten.
27. EBITDA
Die Abschreibungen lagen 2018 bei 42,0 Mio. € und damit um 31,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 31,9 Mio. €. Der relativ starke Anstieg ist unter anderem akquisitionsbedingt. Kaufpreisallokationen in Höhe von 3,0 Mio. € haben sich hier ausgewirkt, insbesondere infolge der Akquisition der Inmac WStore. Entsprechend war auch der Anstieg bei den Abschreibungen auf Kundenstämme mit über 100 Prozent am höchsten. Auf Software und Sachanlagen entfiel mit 35,1 Mio. € (Vorjahr: 28,0 Mio. €) gleichwohl der größte Anteil der Abschreibungen. Bei den Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die eigene IT, erworbene Vermögenswerte wie die Gebäude an verschiedenen Standorten, Mietereinbauten und Büroausstattung. Zusätzlich fallen Abschreibungen für Vermögenswerte an, die im Rahmen von längerfristigen Wartungsverträgen im Kundennutzen stehen.
Die Abschreibungsquote ist leicht gestiegen und lag zum Jahresende 2018 bei 1,0 Prozent (Vorjahr: 0,9 Prozent). Sie ist gemessen an den übrigen Aufwandspositionen von nachrangiger Bedeutung. Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- und Firmenwerte (Impairment-Tests) ergaben auch für 2018 keinen Abwertungsbedarf.
→ Siehe Wertangaben, S. 85
Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 18,8 Prozent auf 195,1 Mio. € (Vorjahr: 164,3 Mio. €). Die EBIT-Marge ging von 4,6 Prozent auf 4,5 Prozent zurück.
28. EBIT
Das Finanzergebnis, das sich auf -1,8 Mio. € belief, war von einem stärkeren Anstieg der Aufwendungen geprägt. Dies ist auf die im Rahmen der Akquisition der Inmac WStore deutlich gestiegenen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 18,7 Prozent auf 193,2 Mio. € (Vorjahr: 162,8 Mio. €). Im Jahresverlauf war das Ergebniswachstum im zweiten und vierten Quartal überdurchschnittlich, während es im ersten und dritten Quartal hinter der Umsatzentwicklung zurückblieb. Insgesamt konnte der starke Anstieg des Materialaufwands und der Abschreibungen nicht kompensiert werden, sodass die Ergebnisentwicklung zwar überaus positiv war, aber leicht hinter der Umsatzentwicklung zurückblieb. Im dritten und vierten Quartal haben sich auch die bereits erwähnten Effekte aus der Kaufpreisallokation der Inmac WStore bemerkbar gemacht.
29. EBT
Die EBT-Marge belief sich im Berichtsjahr auf 4,5 Prozent, nach 4,6 Prozent im Geschäftsjahr 2017. Trotz des relativ großen Effekts aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 3,0 Mio. € hätte die Marge aufgrund von Rundungsdifferenzen auch ohne diesen Effekt bei 4,5 Prozent gelegen.
30. EBT-MARGE
Im Berichtsjahr stieg der Ertragsteueraufwand um 16,3 Prozent auf 56,1 Mio. € (Vorjahr: 48,2 Mio. €). Die Steuerquote ging von 29,6 Prozent auf 29,0 Prozent zurück, bedingt durch höhere Ergebnisanteile aus dem Ausland mit zum Teil niedrigeren Steuerraten.
→ Siehe Anhang, Ertragsteuern, S. 148
Das Ergebnis nach Steuern lag mit 137,1 Mio. € um 19,7 Prozent über dem Vorjahr (114,6 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (EPS) belief sich auf 3,27 €, nach 2,73 € im Vorjahr.
31. EPS
Inflationseinflüsse auf die Ertragslage sind eher gering, da inflationsbedingte Einkaufspreissteigerungen auch an die Kunden weitergegeben werden können. Auswirkungen des Wechselkursrisikos auf die Ertragslage sind im Risikobericht beschrieben.
→ Siehe Fremdwährungen, S. 106 f.
Auf Grundlage dieser sehr erfreulichen Entwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, eine Dividende je Aktie von 1,00 € an die Aktionäre auszuschütten. Damit steigt die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent, die Ausschüttungsquote liegt bei 30,6 Prozent.
→ Siehe Dividende, S.65
SEGMENTBERICHT
Beide Segmente tragen zu der erfreulichen Entwicklung bei.
IT-Systemhaus & Managed Services.
Im Dienstleistungssegment erreichte Bechtle 2018 einen Umsatz von 2.906,3 Mio. €; das sind 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr mit 2.516,9 Mio. €. Insgesamt entfielen 67,2 Prozent der Konzernumsätze auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services (Vorjahr: 70,5 Prozent).
→ Siehe Anhang, Segmentinformationen, S. 182 ff.
32. SEGMENTUMSATZ IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES
Wachstumstreiber waren insbesondere die Systemhäuser in der Schweiz und in Österreich mit einem zum Teil auch akquisitionsbedingten Plus von 20,6 Prozent. Aber auch im Inland lag das Wachstum mit weitgehend organischen 14,7 Prozent auf einem sehr hohen Niveau. Nach wie vor gelingt es den Bechtle Systemhäusern, mit ihrem umfassenden und aktuellen Serviceangebot die vorhandene Nachfrage zu verstärken und damit Marktanteile zu gewinnen.
33. UMSATZVERTEILUNG IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES
Die Produktivität im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erhöhte sich aufgrund des gegenüber dem Umsatzanstieg unter durchschnittlichen Beschäftigungszuwachses. Der Umsatz je Mitarbeiter betrug bei durchschnittlich 6.640 Voll- und Teilzeitbeschäftigten (Vorjahr: 5.921 Mitarbeiter) 438 Tsd. € (Vorjahr: 425 Tsd. €).
Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wuchs 2018 um 10,1 Prozent auf 126,1 Mio. € (Vorjahr: 114,5 Mio. €). Die EBIT-Marge ging von 4,5 Prozent auf 4,3 Prozent zurück. Ursächlich hierfür sind unter anderem die aufgrund von Investitionen in den Vorjahren gestiegenen Abschreibungen.
IT-E-Commerce.
Das Segment IT-E-Commerce konnte im Berichtsjahr den Umsatz um 34,5 Prozent auf 1.417,0 Mio. € steigern (Vorjahr: 1.053,3 Mio. €). Dies ist insbesondere auf die Akquisition der Inmac WStore zurückzuführen. Aber auch organisch erhöhte sich der Umsatz um 18,8 Prozent.
36. SEGMENTUMSATZ IT-E-COMMERCE
Auch in diesem Segment waren die internationalen Gesellschaften die wesentlichen Wachstumstreiber. Der Umsatz stieg dort um 46,4 Prozent und lag im Berichtsjahr mit 1.092,0 Mio. € erstmals bei über 1 Mrd. €. Organisch betrug das Wachstum im Ausland 24,2 Prozent. Die deutschen Handelsgesellschaften weiteten ihren Umsatz um 5,7 Prozent auf 325,0 Mio. € aus (Vorjahr: 307,5 Mio. €).
37. UMSATZVERTEILUNG IM SEGMENT IT-E-COMMERCE
Auch der Umsatz pro Mitarbeiter konnte im Berichtsjahr zulegen. Er stieg bei durchschnittlich 1.676 Voll- und Teilzeitzeitkräften (Vorjahr: 1.355) auf 845 Tsd. € (Vorjahr: 777 Tsd. €).
Das EBIT im Segment IT-E-Commerce war im Berichtsjahr unter anderem bedingt durch den starken Anstieg der kaufpreisbedingten Abschreibungen unter Druck. Dennoch konnte das EBIT durch Effizienzsteigerungen und erste Synergieeffekte aus der Akquisition der Inmac WStore um 38,7 Prozent auf 69,0 Mio. € erhöht werden (Vorjahr: 49,8 Mio. €).
38. EBIT IM SEGMENT IT-E-COMMERCE
Die EBIT-Marge verbesserte sich von 4,7 Prozent auf 4,9 Prozent.
39. EBIT-MARGE IM SEGMENT IT-E-COMMERCE
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanz von Bechtle ist von jeher Ausdruck wirtschaftlicher Solidität und finanzieller Unabhängigkeit - dies gilt auch für das Geschäftsjahr 2018. Ausgehend von dieser Stärke haben wir mit der erfolgreichen Platzierung des ersten Schuldscheindarlehens der Unternehmensgeschichte zusätzlich von unserem bilanziellen Verschuldungspotenzial Gebrauch gemacht. Damit nutzen wir die aktuell attraktiven Möglichkeiten fremdfinanzierten Wachstums unter gleichzeitiger Wahrung der bewährten Solidität unserer Kennzahlen.
Bilanzsumme unter anderem akquisitionsbedingt deutlich erhöht.
Die Bilanzsumme des Bechtle Konzerns ist im Berichtsjahr unter anderem aufgrund der Akquisitionsfinanzierung stark gestiegen. Sie lag zum 31. Dezember 2018 bei 2.027,2 Mio. € und damit um 40,4 Prozent über dem Vorjahr.
→ Zur Vermögenslage der Segmente siehe Anhang, S. 185
40. VERKÜRZTE BILANZ
in Mio. €
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 659,3 | 415,2 | 368,2 | 344,4 | 321,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.367,9 | 1.028,2 | 901,1 | 806,0 | 694,7 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | 883,2 | 777,3 | 694,1 | 620,7 | 554,0 |
| Langfristige Schulden | 464,9 | 127,3 | 118,0 | 119,2 | 95,9 |
| Kurzfristige Schulden | 679,1 | 538,8 | 457,3 | 410,6 | 366,7 |
| Bilanzsumme | 2.027,2 | 1.443,4 | 1.269,3 | 1.150,4 | 1.016,6 |
Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 659,3 Mio. € um 58,8 Prozent über Vorjahr. Hier wirken sich vor allem die Veränderungen bei den Geschäfts- und Firmenwerten sowie den sonstigen immateriellen Vermögenswerten aus, die sich aufgrund der Akquisitionen im Berichtsjahr um 152,4 Mio. € bzw. 72,4 Mio. € stark erhöht haben. Aber auch das Sachanlagevermögen ist 2018 aufgrund von Investitionen weiter gestiegen. Die Ausgaben für Investitionen lagen mit 56,6 Mio. € unter dem Vorjahr (66,9 Mio. €). Die Investitionsquote ging auf 24,8 Prozent zurück (Vorjahr: 40,5 Prozent).
Die Anlagenintensität erhöhte sich und lag zum Stichtag 31. Dezember 2018 bei 32,5 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent). Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital verminderte sich im Berichtsjahr von 187,2 Prozent auf 134,0 Prozent.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 339,7 Mio. € beziehungsweise 33,0 Prozent auf 1.367,9 Mio. € gewachsen. Hier wirken sich in erster Linie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte aus; beide Positionen sind vornehmlich akquisitionsbedingt überdurchschnittlich angestiegen. Die Außenstandsdauer der Forderungen (DSO) ist von 40,2 Tagen leicht auf 41,3 Tage gestiegen. Hintergrund ist unter anderem der positive Geschäftsverlauf in den internationalen Gesellschaften mit zum Teil längeren Zahlungszielen. Die Vorratshaltung in Relation zum Umsatz stieg von 5,9 Prozent auf 6,5 Prozent. Hintergrund ist die Akquisition der Inmac WStore, die über ein eigenes Lager in Roissy-en-France, Frankreich, verfügt. Nach wie vor zeigt dieser Wert aber, dass Bechtle lediglich in geringem Umfang Kapital in Form von Warenbeständen bindet. Zudem ist ein Großteil der Vorräte unmittelbar an Projekte gebunden und im Kundenauftrag vorfinanziert. Die liquiden Mittel sind auch aufgrund der Verbesserungen im Cashflow um 83,0 Mio. € stark gestiegen.
Weiterhin sehr hohe Liquidität.
Insgesamt ist die Liquidität des Bechtle Konzerns - einschließlich der kurzfristigen Geld- und Wertpapieranlagen - mit 250,9 Mio. € sehr hoch (Vorjahr: 174,8 Mio. €). Zusätzlich zur Gesamtliquidität verfügt Bechtle über eine Liquiditätsreserve in Höhe von 102,9 Mio. € in Form nicht beanspruchter Bar-, Aval- und Geldmarktkreditlinien.
Inflation und Währungsveränderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Vermögens. Die Inflationsraten im Berichtsjahr lagen in den wesentlichen Märkten auf niedrigem Niveau und die Bilanzposten werden überwiegend in Euro gehalten. 2018 wurde das Nettovermögen durch erfolgsneutral erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen und die Absicherungen von Nettoinvestitionen ausländischer Geschäftsbetriebe im Saldo mit -0,8 Mio. € beeinflusst (Vorjahr: +5,1 Mio. €).
Angesichts des wenig sachanlageintensiven Geschäfts von Bechtle wird der ROCE (Return on Capital Employed) üblicherweise wesentlich von der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden einerseits sowie der Ergebnisentwicklung andererseits beeinflusst. Der ROCE belief sich im Berichtsjahr auf 20,6 Prozent, nach 22,3 Prozent im Vorjahr. Zurückzuführen ist der Rückgang im Wesentlichen auf die Bilanzverlängerung im Zuge der Akquisition der Inmac WStore und den damit einhergehenden überproportionalen Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals.
41. ROCE/CAPITAL EMPLOYED
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ROCE | % | 20,6 | 22,3 | 24,0 | 23,7 | 22,3 |
| Capital Employed | Mio. € | 948,2 | 738,0 | 601,0 | 546,4 | 486,4 |
Das Working Capital ist gegenüber dem Vorjahr um 17,8 Prozent und damit unterproportional zum Umsatz angestiegen. In Relation zum Umsatz ist der Wert von 13,8 Prozent auf 13,4 Prozent gesunken. Zwar sind die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hauptsächlich akquisitionsbedingt stark angestiegen. Dieser Effekt wurde jedoch durch einen - sowohl stichttags- als auch akquisitionsbedingten - stärkeren Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. So hat sich das Working Capital insgesamt leicht verbessert.
42. WORKING CAPITAL
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Working Capital | Mio. € | 580,8 | 492,9 | 375,6 | 294,9 | 291,3 |
| In % vom Umsatz | 13,4 | 13,8 | 12,1 | 10,4 | 11,3 |
Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Schulden um 140,2 Mio. € beziehungsweise 26,0 Prozent auf 679,1 Mio. €. Am stärksten haben sich mit 135,2 Mio. € stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 28,8 Mio. € gewachsen. Der Anstieg hängt unter anderem mit den Verbindlichkeiten gegenüber Personal zusammen, da die erfolgsorientierten Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs höher ausfielen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind aufgrund von Fälligkeiten um 46,1 Mio. € zurückgegangen.
Die langfristigen Schulden lagen zum Stichtag bei 464,9 Mio. € und damit 337,6 Mio. € über dem Vorjahr. Hier wirkt sich fast ausschließlich das bereits erwähnte Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 300 Mio. € bei den Finanzverbindlichkeiten aus. Diese sind von 69,9 Mio. € um 310,7 Mio. € auf 380,6 Mio. € gestiegen. Der Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme hat sich entsprechend von 8,8 Prozent auf 22,9 Prozent erhöht.
Eigenkapital hat sich um 13,6 Prozent erhöht.
Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um 13,6 Prozent auf 883,2 Mio. €. Die Erhöhung resultiert aus den um 105,9 Mio. € gestiegenen Gewinnrücklagen. Die Eigenkapitalquote verminderte sich trotzdem aufgrund der Bilanzverlängerung von 53,9 Prozent auf einen weiterhin sehr soliden Wert von 43,6 Prozent. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich von 16,9 Prozent auf 18,1 Prozent.
43. EIGENKAPITAL- UND GESAMTKAPITALRENTABILITÄT
in %
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalrendite | 18,1 | 16,9 | 17,1 | 17,2 | 15,6 |
| Gesamtkapitalrendite | 9,1 | 9,6 | 9,6 | 9,5 | 8,9 |
Der Verschuldungsgrad ist zum 31. Dezember 2018 aufgrund des Schuldscheindarlehens von 85,7 Prozent auf 129,5 Prozent gestiegen. Die Finanzverbindlichkeiten waren höher als die liquiden Mittel, das heißt, wir weisen erstmals bei der Nettoverschuldung einen positiven Wert aus: Er beträgt 142,6 Mio. €, nach -46,0 Mio. € im Vorjahr.
Die Gesamtkapitalrentabilität, die als Kennzahl die Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals widerspiegelt, ist im Berichtsjahr im Zuge der Bilanzverlängerung von 9,6 Prozent auf 9,1 Prozent zurückgegangen.
WERTANGABEN
Die Zeitwerte der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden entsprechen nahezu ausnahmslos den Bilanzansätzen. Im Rahmen der langfristigen Vermögenswerte werden die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, das Sachanlagevermögen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen aus Ertragsteuern, die sonstigen Vermögenswerte sowie die Geldanlagen und die latenten Steuern nach fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Bilanzansätze der Geschäfts- und Firmenwerte sowie die in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Marken werden jährlich anhand von Impairment-Tests auf Basis der Nutzungswerte auf Werthaltigkeit geprüft. Die Nutzungswerte übersteigen die bilanzierten Wertansätze deutlich, sodass keine Wertminderungen auf diese Vermögenswerte vorgenommen wurden. Die langfristigen Schulden werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
→ Siehe Anhang, S. 144 f.
→ Nutzungswerte der Geschäfts- und Firmenwerte, siehe Anhang, S. 149 f.
Vier Augen sind ein Team. Mit unterschiedlichen Perspektiven, die einander mit Blick auf jedwedes Thema ergänzen.
FINANZLAGE
Bechtle ist es über viele Jahre gelungen, die für Wachstum und Investitionen nötigen finanziellen Mittel aus dem laufenden Geschäft zu generieren. Dies zeigte sich auch 2018 in einer starken Verbesserung des operativen Cashflows. Gleichzeitig war das Berichtsjahr von der größten Akquisition der Unternehmensgeschichte geprägt. Dies hat sich entsprechend in den Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie im Free Cashflow ausgewirkt.
KAPITALFLUSSRECHNUNG
Free Cashflow geprägt von hohen Auszahlungen für Akquisitionen.
Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit lag 2018 mit 140,5 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahres von 54,3 Mio. €. Dazu haben neben dem höheren Vorsteuerergebnis vor allem Veränderungen im Nettovermögen beigetragen. Während bei den Vorräten der Mittelabfluss akquisitionsbedingt um 3,0 Mio. € über dem Vorjahr lag, konnte der Mittelabfluss durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 12,6 Mio. € reduziert werden. Besonders stark haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verändert: Während diese im Vorjahr noch zu einem Mittelabfluss von 5,5 Mio. € führten, konnte 2018 - auch akquisitionsbedingt - durch deren Aufbau ein Mittelzufluss von 69,0 Mio. € erzielt werden.
→ Siehe Vermögenslage, S. 82 f.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 280,6 Mio. €, nach 62,7 Mio. € im Vorjahr. Dies ist vor allem auf die um 220,9 Mio. € auf 232,6 Mio. € gestiegenen Auszahlungen für Akquisitionen zurückzuführen. Bechtle hat 2018 mit der Inmac WStore die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte realisiert. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen mit 56,4 Mio. € um 10,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert.
→ Siehe Anhang, S.172
Auch der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Kontext der Akquisition der Inmac WStore zu sehen. Insgesamt lag er bei 221,4 Mio. €, nach 33,6 Mio. € im Vorjahr. Die Zahlungsströme weisen die kurzfristige Überbrückungsfinanzierung der Inmac, deren Tilgung und die erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheindarlehens aus. Die bereits zum achten Mal in Folge erhöhte Dividendenausschüttung wirkte sich demgegenüber nur leicht aus.
Der Free Cashflow ist von -24,1 Mio. € auf -147,2 Mio. € gesunken. Ursächlich hierfür sind die beschriebenen Auszahlungen für Akquisitionen. Ohne diesen Einfluss wäre der Free Cashflow positiv.
44. CASHFLOW
in Mio. €
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus | |||||
| Betriebstätigkeit | 140,5 | 54,3 | 53,4 | 115,9 | 56,0 |
| Investitionstätigkeit | -280,6 | -62,7 | -41,4 | -34,5 | -25,9 |
| Finanzierungstätigkeit | 221,4 | 33,6 | -36,3 | -25,7 | -30,0 |
| Liquide Mittel | 245,4 | 162,4 | 140,4 | 164,8 | 106,7 |
| Free Cashflow | -147,2 | -24,1 | -7,0 | 74,9 | 29,3 |
Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten werden im Anhang erläutert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses für den Bechtle Konzern keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage.
→ Siehe Anhang, S. 169
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente betreffen bei der Bechtle AG im Wesentlichen Operating-Leasingverträge. Detaillierte Angaben hierzu sind im Konzern-Anhang dargestellt.
Der Vorstand der Bechtle AG sieht nach wie vor keinerlei Anzeichen für Liquiditätsengpässe des Konzerns. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um weiterhin organisch und über Akquisitionen zu wachsen.
→ Siehe Anhang, Operating-Leasingverhältnisse, S. 196
GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS
Finanzielle Unabhängigkeit.
Die Finanzpolitik bei Bechtle hat zum Ziel, die Finanzkraft des Konzerns auf hohem Niveau zu halten und damit die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung ausreichender Liquidität zu wahren. Dabei sollen Risiken weitgehend vermieden beziehungsweise wirkungsvoll abgesichert werden. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht daher zum Beispiel vor, dass spekulative Termingeschäfte aller Art nicht getätigt werden dürfen. Dies gilt insbesondere für Devisen, Waren und Wertpapiere sowie damit verbundene Termingeschäfte, soweit sie nicht der Absicherung des laufenden Geschäftsbetriebs dienen.
Bechtle nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur zur Absicherung des operativen Geschäfts. Im Berichtsjahr handelte es sich dabei um Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen sowie Zins- und Devisenswaps. Einen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet die Sicherung der Konzernwährung Euro. Wir setzen dafür Instrumente ein, die der Sicherung des Eigenkapitals in Euro dienen und gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung eine erfolgsneutrale Wirkung haben, aber auch Instrumente, die Zahlungsströme in ausländischen Währungen absichern und somit das Währungsrisiko in der Gewinn- und Verlustrechnung größtenteils minimieren. Sicherungsmaßnahmen werden gegenüber dem Schweizer Franken und dem Britischen Pfund getroffen, da Vermögenspositionen und Cashflows außerhalb der Eurozone im Wesentlichen in diesen Währungen gehalten und erwirtschaftet werden. Fallweise beziehungsweise projektbezogen werden Einkaufspreise in anderen Fremdwährungen oder vom Wechselkurs abhängige Preise mithilfe von Derivaten abgesichert.
→ Siehe Anhang, S. 142 f. und S. 173 ff.
Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Fall möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen schnell auf vorhandene liquide Mittel zugreifen zu können. Damit werden rein finanzwirtschaftliche Ziele - wie die Optimierung der Finanzerträge - der Akquisitionsstrategie und dem Wachstum des Unternehmens untergeordnet. Diese finanzielle Flexibilität bildet die Grundlage dafür, dass Bechtle sich in einem stark konsolidierenden Markt erfolgreich behaupten kann. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen zentral durch das Treasury.
Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investmentgrade aufweisen. Bei Geldanlagen innerhalb der Europäischen Union werden Anlagen mit entsprechender Einlagensicherung bevorzugt. In der Schweiz existiert eine derartige Sicherung nur in geringem Umfang, sodass hier Anlagen nur bei Banken mit einer sehr guten Bonitätsbewertung getätigt werden.
STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN
Erstmalig Schuldscheindarlehen erfolgreich begeben.
Die Finanzierung des laufenden Geschäfts und notwendiger Ersatzinvestitionen erfolgte 2018 durch liquide Mittel und den operativen Cashflow. Der Mittelbedarf für die im zweiten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres getätigten Akquisitionen wurde erstmals durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens gedeckt. Das Schuldscheindarlehen hatte ein Volumen von 300 Mio. € in vier Tranchen: zwei zu fünf und je eine zu sieben und zehn Jahren. Es war mehrfach überzeichnet; die Wertstellung erfolgte zum 9. November 2018.
Aufgrund der Akquisitionsfinanzierung kam es insgesamt zu einer Bilanzverlängerung und einer veränderten Gewichtung einzelner Positionen. Bechtle hat im Berichtsjahr das vorhandene Leveragepotenzial genutzt und die Fremdkapitalquote in der Bilanz erhöht. Der Verschuldungsgrad lag zum 31. Dezember 2018 bei 129,5 Prozent, nach 85,7 Prozent im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ist mit 43,6 Prozent nach wie vor hoch (Vorjahr: 53,9 Prozent) und ist die Grundlage für unsere finanzielle Flexibilität, um insbesondere Akquisitionschancen, die sich kurzfristig ergeben, auch zukünftig nutzen zu können. Bechtle hält daher seine Finanzmittel in Höhe von 250,9 Mio. € in liquiden Mitteln sowie kurzfristig verfügbaren Geld- und Wertpapieranlagen vor.
Grundsätzlich verfolgt Bechtle das Ziel, jederzeit ausreichend Zugang zu vielfältigen Finanzierungsquellen zu haben.
GESAMTEINSCHÄTZUNG
Der Vorstand der Bechtle AG schätzt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Berichterstellung als nach wie vor gut ein. Die auf Basis des Geschäftsjahres 2017 getroffenen Prognosen wurden weitestgehend erfüllt und die wirtschaftlichen Eckwerte 2018 bestätigen eindrucksvoll die wirtschaftliche Stärke von Bechtle. Nur die Bruttomarge und die EBT-Marge lagen im Berichtsjahr leicht unter unseren Erwartungen, was jedoch maßgeblich dem sehr hohen Umsatzwachstum geschuldet ist.
45. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
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| Prognose GB 2017 | Prognose H1 2018 | Ist 2018 | Vergleich | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Deutliche Steigerung gegenüber 2017 | Sehr deutliche Steigerung gegenüber 2017 | Wachstum: 21,1 % | Erfüllt |
| Umsatzkosten | Proportional zum Umsatz | - | Wachstum: 21,6 % | Erfüllt |
| Bruttomarge | > 15 % | - | 14,9 % | Nicht ganz erfüllt |
| Vertriebskostenquote | Rund 6 % | - | 5,9 % | Erfüllt |
| Verwaltungskostenquote | < 5 % | - | 4,8 % | Erfüllt |
| EBT | Deutliche Steigerung gegenüber 2017 | Sehr deutliche Steigerung gegenüber 2017 | Wachstum: 18,7 % | Erfüllt |
| EBT-Marge | Leichte Steigerung gegenüber 2017 | Leichte Steigerung gegenüber 2017 | Von 4,6 % auf 4,5 % | Nicht erfüllt |
| Dividende | Ausschüttungsquote von rund einem Drittel des EAT | - | Ausschüttungsquote: 33,0 % | Erfüllt |
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Jedes unternehmerische Handeln ist sowohl durch Chancen als auch durch Risiken geprägt, die sich gegenseitig bedingen. Das Chancen- und Risikomanagement bei Bechtle zielt darauf ab, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen zu bewerten. Auf dieser Grundlage wollen wir unternehmerisch sinnvolle Chancen wahrnehmen und geschäftliche Risiken so weit wie möglich begrenzen.
CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENT
GRUNDVERSTÄNDNIS
Chancen und Risiken sind aus Sicht des Bechtle Konzerns eng miteinander verzahnt. Das Realisieren einer Chance ist zumeist implizit mit einem Risiko verbunden. Daher erfassen und evaluieren wir einen Großteil der Chancen bereits im Rahmen des Risikomanagementsystems. Insoweit gelten alle in der Folge gemachten Aussagen zum Risikomanagement weitgehend auch für das Chancenmanagement. Aber auch unabhängig von der Verknüpfung mit einem Risiko werden Chancen erfasst. Das dazu etablierte, schlanker aufgebaute Chancenmanagement der Bechtle AG leitet sich im Wesentlichen von der Strategie der Geschäftssegmente und von deren Zielen ab. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt in erster Linie dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten und Holdinggesellschaften mit den Bereichsvorständen und Geschäftsführern. Diese Aufgaben sind, wie auch das Risikomanagement, integraler Bestandteil des konzernweiten Planungs- und Steuerungssystems. Das Management der Bechtle AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen und umfänglichen Szenarien zu Markt- und Konkurrenzsituation sowie mit den kritischen Erfolgsfaktoren für die Unternehmensentwicklung. Daraus werden konkrete Chancenpotenziale für die jeweiligen Geschäftssegmente abgeleitet. Diese werden dann in Planungsgesprächen zwischen Vorstand und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert sowie entsprechende Maßnahmen und Ziele im Rahmen der Potenzialausschöpfung vereinbart.
→ Siehe Vision und Strategie, S. 41 ff.
Die Bechtle AG definiert Risikomanagement als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit diesen Risiken. Oberstes Ziel des Risikomanagements sind das rechtzeitige Erkennen von Risiken, deren Bewertung sowie das Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung. So sollen Risiken vermieden oder die Schadenfolgen aus dem Eintritt eines Risikos für unser Unternehmen abgewendet oder minimiert werden. Die Bewertung reicht dabei von zu vernachlässigenden Risiken bis hin zu wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken.
Nach fester Überzeugung des Managements ist es nicht Aufgabe des Risikomanagements, alle Risiken zu vermeiden. Um die immanenten, mit Risiken verbundenen Chancen erfolgreich zu erschließen, muss ein Unternehmen innerhalb seiner unternehmerischen Tätigkeit bewusst Risiken eingehen. Dabei ist es wichtig, dass die Risiken auf ein akzeptables Maß begrenzt und so gut wie möglich kontrolliert werden sowie in einem angemessenen Gleichgewicht zu den begleitenden Chancen stehen. Den Rahmen dafür setzt die Risikopolitik beziehungsweise die Risikostrategie im Sinn einer übergeordneten Grundausrichtung des Unternehmens. Die Risikostrategie gründet bei der Bechtle AG auf der Unternehmenskultur, den Unternehmensgrundsätzen und den strategischen Unternehmenszielen. Diese bestimmen das tägliche Handeln und dienen auf unterschiedliche Weise als Orientierungshilfe bei allen Entscheidungen. In unserer Bechtle Firmenphilosophie, unserem Verhaltenskodex, unserem Nachhaltigkeitskodex sowie unseren Führungsgrundsätzen und unseren Leitlinien für soziale Medien sind die wesentlichen Elemente dieser kulturellen Grundprägung des Unternehmens verankert.
ORGANISATION
Entsprechend dem organisatorischen Aufbau der Bechtle Gruppe sind beim Risikomanagement Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen der Konzernholding beziehungsweise den Zwischenholdings und den operativen Tochtergesellschaften sowie den einzelnen Führungsbereichen klar getrennt. Das Konzerncontrolling hat ein Berichtswesen aufgebaut, das die frühzeitige Identifizierung erfolgsgefährdender Entwicklungen ermöglicht. Neben der Bereitstellung einer Vielzahl von Analysetools für die operativen Einheiten werden auf Grundlage von periodischen Auswertungen und Statistiken Erkenntnisse gewonnen, die ein effektives Risikomanagement in den einzelnen Bereichen unterstützen. Somit liegt ein wesentlicher Teil der Verantwortung für das aktive Risikomanagement bei den jeweiligen Geschäftsführern beziehungsweise Bereichsleitern. Dieses Grundprinzip entspricht ebenfalls der Dezentralität des Geschäftsmodells und der Führungsphilosophie der Bechtle AG. Gegenüber dem Vorjahr gab es keine wesentlichen Änderungen in der Organisation des Risikomanagements.
Die Risikomanagementorganisation der Bechtle AG übernimmt im Kern zwei Funktionen:
| ― | Die prozessunabhängige Überwachung. Diese umfasst die Kontrolle der Funktionsfähigkeit aller Prozesse. Ein wichtiger Teil der prozessunabhängigen Überwachung ist die interne Revision. Sie prüft nachträglich das betriebliche Geschehen im Hinblick auf Ordnungs- und Zweckmäßigkeit. Damit erfüllt der Vorstand auch seine gesetzliche Pflicht aus § 91 Abs. 2 AktG. Bei der Bechtle AG werden Aufgaben der internen Revision fortlaufend im Rahmen der Durchsicht der Auftragseingänge und der Monatsabschlüsse sowie anlassbezogen im Bereich Konzernrechnungswesen wahrgenommen. Die Eignung des vom Vorstand eingerichteten Risikofrüherkennungssystems sowie die Wirksamkeit der Einzelmaßnahmen zur Risikosteuerung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems werden vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung sowie unterjährig durch die Unternehmensleitung beurteilt. |
| ― | Das Frühwarn- und Überwachungssystem. Die Struktur der Systeme ist auf die strategischen und operativen Bedrohungen ausgerichtet und gewährleistet die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und der sonstigen Unternehmensprozesse. Frühwarnsysteme unterstützen das Unternehmen dabei, Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren. Bei der Identifikation latenter Risiken richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Frühindikatoren. Im Zuge der Überwachung werden Wirksamkeit, Angemessenheit und Effizienz der Maßnahmen einschließlich notwendiger Kontrollstrukturen kontinuierlich überprüft. |
Im Rahmen des Risikomanagements ist eine effektive Kommunikation über alle Hierarchiestufen hinweg von entscheidender Bedeutung für die Verzahnung mit dem operativen Geschäft. Wichtige Instrumente für die Organisation und Steuerung des notwendigen Informationsflusses sind daher die Gremien- und Teamarbeit. Auf der obersten Ebene der Bechtle AG sind dies die Sitzungen von Aufsichtsrat, Vorstand und Risikomanagement. Auf der Ebene der Geschäftsführung sind es vor allem die Bereichsvorstandssitzungen, Geschäftsführer- und Strategietagungen, Planungs- und Einzelgespräche sowie Round Tables mit dem Vorstand.
→ Siehe Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, S. 54
Sind wir im Plan? Die gemeinsame Abstimmung sichert den Erfolg von Projektprozessen.
KONZERNRECHNUNGSLEGUNG
Gemäß § 315 Abs. 4 HGB müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen im Konzernlagebericht auf die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess eingehen. Bechtle orientiert sich beim IKS an der Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW). Danach sind unter einem IKS die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zu verstehen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Konkrete Aufgaben und Ziele des IKS sind
| ― | die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit. Hierzu gehört auch der Schutz der materiellen und immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Verhinderung beziehungsweise Aufdeckung von Vermögensschädigungen, die durch das eigene Personal oder Dritte verursacht werden können; |
| ― | die Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften |
→ idw.de
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen IKS sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die kontinuierlich an die aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Die konzernweit definierten Kontrollen sind in einem Konzernrechnungswesenhandbuch festgelegt. Die in den Richtlinien und Organisationsanweisungen enthaltenen Vorgaben basieren einerseits auf gesetzlichen Normen und andererseits auf freiwillig definierten Unternehmensstandards.
Im Hinblick auf die Rechnungslegung wird so sichergestellt, dass die unternehmerischen Geschäftsvorfälle und Sachverhalte vollständig und richtig erfasst, aufbereitet sowie bilanziell abgebildet werden und damit eine korrekte Rechnungslegung gewährleistet ist.
→ Strukturierte Risikoerfassung
RISIKOIDENTIFIKATION UND -BEWERTUNG
Um sämtliche für die Bechtle AG relevanten Risiken möglichst vollständig zu erkennen, arbeitet das Unternehmen mit Risikoerfassungsbögen. Diese strukturieren verschiedene Risikoarten in Form einer Checkliste. Diese Liste kann inhaltlich von den an der Risikoidentifikation und -bewertung beteiligten Führungsverantwortlichen angepasst und ergänzt werden, um möglichen Besonderheiten einzelner Geschäftsfelder Rechnung zu tragen.
Der Risikoerfassungsbogen, der eine möglichst vollständige Übersicht denkbarer Risiken abbilden soll, ist die Grundlage für die Risikobewertung: Jedes Risiko wird in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und erwartete Schadenhöhe (Risikopotenzial) nach der Bruttomethode bewertet und in einer Risikomatrix hinsichtlich der Bedeutung (A-, B- und C-Risiken) eingeordnet. Das Ergebnis sind additive Darstellungen aller identifizierten Risiken in Form von "Risikolandkarten", und zwar sowohl für die Bechtle AG als Konzern wie auch für jedes ihrer Geschäftssegmente.
RISIKOSTEUERUNG
Auf die identifizierten Risiken reagiert das Unternehmen fallbezogen und mit unterschiedlichen Strategien.
| ― | Risikovermeidung: Verzicht auf die risikobehaftete Tätigkeit, allerdings mit der möglichen Folge, dass Chancen nicht genutzt werden können |
| ― | Risikobegrenzung: Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit |
| ― | Risikoverminderung: Verringerung der durchschnittlichen Eintrittswahrscheinlichkeit |
| ― | Risikokompensation: Das Risiko wird durch das Unternehmen selbst getragen und durch ein gegenläufiges Geschäft wirtschaftlich kompensiert |
| ― | Risikoüberwälzung: Übertragung des Risikos auf ein anderes (Versicherungs-) Unternehmen |
| ― | Inkaufnahme des Risikos: Es werden keinerlei Gegenmaßnahmen getroffen |
RISIKOBERICHTERSTATTUNG UND -DOKUMENTATION
Das Management der Bechtle AG hält mindestens einmal pro Jahr Risikomanagementsitzungen ab, deren inhaltlicher Bezug stetig überprüft und weiterentwickelt wird. Es finden zusätzlich zur Risikomanagementsitzung der Bechtle AG für jedes Segment und die einzelnen Führungsbereiche separate Sitzungen statt, in denen die Risiken explizit mit den Verantwortlichen besprochen und kontinuierlich neu bewertet werden. Die Vorstände wohnen jeder dieser Sitzungen bei. Die Bereichsvorstände sowie einzelne mit Controlling- und Risikomanagementaufgaben betraute Mitarbeiter nehmen ebenfalls an Besprechungen teil. Mit diesem Teilnehmerkreis sind alle für den Erfolg des Unternehmens wesentlichen Bereiche und Verantwortlichkeiten in den Prozess des Risikomanagements eingebunden. Quartalsweise erhält dieser Kreis auch eine Statusabfrage, in der die bisherige Bewertung von Risiken überprüft wird sowie mögliche neue Risiken abgefragt werden. Ergänzend zu der regulären Berichterstattung und der Bewertung von Risiken im Rahmen dieser Sitzungen ist eine Ad-hoc-Berichterstattung vorgesehen. Damit werden kritische Themen rechtzeitig an den Vorstand und in der Folge an die zuständigen Gremien (Prüfungsausschuss, Aufsichtsrat) sowie die übrigen in den Risikomanagementprozess involvierten Personen kommuniziert.
CHANCEN
MARKT UND WETTBEWERB
Die Bechtle AG ist auf dem IT-Markt aktiv und unterliegt damit wie alle Marktteilnehmer der Branchenkonjunktur sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Bei einer positiven Wirtschaftsentwicklung ergeben sich selbstverständlich Chancen für erfolgreiches Unternehmenswachstum. Aber auch bei einer stagnierenden oder zurückgehenden Gesamt- oder Branchenkonjunktur kann Bechtle über die Konsolidierung der Wettbewerbslandschaft von dieser Entwicklung profitieren und seinen relativen Marktanteil ausbauen. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Konzern intensiv mit strategischen Markt- und Wettbewerbsanalysen und leitet daraus konkrete Wachstumsoptionen für die künftige Entwicklung ab. Darüber hinaus stehen selbstverständlich die Branchen- und Technologietrends im Fokus, die unmittelbar Konsequenzen für das profitable Wachstum des Unternehmens haben.
→ Siehe Wettbewerbsposition, S. 33 f.
Der IT-Markt ist geprägt von einer hohen Innovationsgeschwindigkeit und kurzen Produktzyklen. Die Bedeutung der Informationstechnologie nimmt aufgrund der fortschreitenden Technisierung und des Trends zur Digitalisierung stetig zu. IT ist integrativer Bestandteil von Produktionsprozessen und somit ein bestimmender Erfolgsfaktor bei fast allen Unternehmen. Die Komplexität von IT führt gleichzeitig dazu, dass viele Unternehmen für den erfolgreichen und sicheren Betrieb ihrer IT-Infrastrukturen kompetente Partner benötigen, vor allem für hochwertige Dienstleistungen wie Managed oder Cloud Services. Auch beim Themenkomplex Digitalisierung, deren Ausprägungen heute noch nicht vollständig absehbar sind, bevorzugen die meisten Unternehmen die Einbindung eines Partners. Daher liegt nach wie vor ein großes und weiter steigendes Wachstumspotenzial in den als saturiert geltenden Märkten wie den Ländern West- und Mitteleuropas. Das Produkt- und Leistungsportfolio von Bechtle deckt alle aktuellen und derzeit absehbaren Bedürfnisse industrieller Kunden ab. Bechtle differenziert sich mit diesem umfassenden Angebot auch von einem Großteil der direkten Wettbewerber. Unser Unternehmen ist strategisch und strukturell entsprechend aufgestellt, um die sich ergebenden Wachstumspotenziale zu nutzen.
Der Systemhausmarkt, insbesondere im deutschsprachigen Raum, befindet sich seit mehreren Jahren in einer starken Konsolidierungsphase, die Bechtle aktiv nutzt. Auf Basis unserer soliden Finanzkraft und unserer guten Reputation haben wir seit dem Börsengang rund 75 Akquisitionen getätigt und damit unsere Marktstellung kontinuierlich gestärkt. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Branchenbereinigung sowie der nach wie vor sehr guten Vermögenslage und Finanzausstattung des Bechtle Konzerns ergeben sich für das Unternehmen auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen - etwa durch Zukäufe oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums. Auch im Berichtsjahr hat Bechtle diese Chance genutzt und vier Unternehmen akquiriert, darunter Inmac WStore - die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte.
→ Siehe Vision und Strategie, S. 41
Der Bechtle Konzern nimmt in Deutschland und Europa eine führende Wettbewerbsstellung ein. Aufgrund dieser Größe ergeben sich Chancen auf Kundenseite, da sich Bechtle mit einem umfassenden Produktportfolio gegenüber vor allem kleineren Wettbewerbern absetzen kann. Aber auch vonseiten der Herstellerpartner erhalten wir sehr hohe Wertschätzung. Trotz seiner Größe kann Bechtle aufgrund seiner dezentralen Struktur schnell und flexibel agieren, um etwaige Schwächen der Mitbewerber entschlossen auszunutzen und damit die jeweils regionale Marktausschöpfung zu erhöhen. So vereint der Konzern die Größe und Finanzkraft eines international agierenden Unternehmens mit der Schnelligkeit und Kundennähe eines lokal verwurzelten Mittelständlers.
KUNDEN
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services bedient Bechtle die DACH-Region mit einem flächendeckenden Netz von rund 70 Systemhäusern. Aufgrund der breit gefächerten Kundenstruktur sind die Einflüsse aus branchenbezogenen Konjunkturverläufen und speziellen investiven Rahmenbedingungen für das Unternehmen relativ gering. Die langjährige Präsenz von Bechtle im IT-Markt stellt für potenzielle Wettbewerber eine hohe Markteintrittsbarriere dar. Die starke Wettbewerbsposition im Mittelstand bietet für unser Unternehmen somit die Chance, die Marktführerschaft in diesem Bereich auszubauen und gleichzeitig das Großkundengeschäft zu intensivieren.
→ Siehe Grafik Branchensegmentierung, S.33
Im Segment IT-E-Commerce sind wir mit den Marken ARP und Bechtle direct in 14 Ländern Europas tätig. Bechtle will in den nächsten Jahren vor allem an den bereits existierenden Standorten weiter wachsen, aber auch neue Ländermärkte in Europa prüfen. Daneben sind aber auch eine breitere Kundenansprache sowie die weitere Internationalisierung des Geschäfts ein Wachstumsfaktor. Hier wollen wir auf der Grundlage unserer 2014 etablierten Global IT Alliance Kunden ansprechen. Auch unsere durch die Akquisition der Inmac WStore gewonnene marktführende Position im französischen Markt unterstützt uns, internationale Kunden zu gewinnen. Außerdem spielt die gezielte Kundenbindung durch den Einsatz von bios(r)-Shops eine wichtige Rolle.
→ Siehe Geschäftstätigkeit, IT-E-Commerce, S. 30 ff.
2017 startete die neue Onlineplattform von Bechtle. Mit dem neuen Auftritt unter bechtle.com vereinigt Bechtle perspektivisch das Handelsgeschäft der Onlineshops mit dem Dienstleistungsangebot der Systemhäuser im digitalen Außenauftritt. Damit ergibt sich die Chance, noch mehr Kunden das gesamte Leistungsportfolio von Bechtle anzubieten und vorhandene Potenziale besser auszuschöpfen.
Bechtle vermarktet seine Leistungen auch im Kundensegment der öffentlichen Auftraggeber und realisiert hier rund 30 Prozent seines Konzernumsatzes. Neben der grundsätzlichen Chance, die in der Verbreiterung des Kundenportfolios und dem damit erreichbaren höheren Geschäftsvolumen liegt, eröffnen die Spezialisierung auf die Anforderungen der öffentlichen Auftraggeber und die Berücksichtigung der Besonderheiten der Vergabepraxis in diesem Segment eine weitere Chance: Das Investitionsverhalten dieser Kundengruppe ist weniger konjunkturanfällig und häufig sogar antizyklisch.
→ Starke Kundenbasis
HERSTELLER UND DISTRIBUTOREN
Die Bechtle AG unterhält enge Partnerschaften zu allen bedeutenden Lieferanten und Herstellern der IT-Branche. Die intensive Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen ermöglicht es uns, für die wachsenden Anforderungen der Kunden technologisch passende Lösungen anzubieten. Vor allem durch ein umfangreiches Angebot an individuellen Servicelösungen für Unternehmenskunden und öffentliche Auftraggeber erhöht Bechtle damit seine Wachstumschancen. Im Rahmen der Partnerschaften mit den bedeutendsten Lieferanten und Herstellern kann der Konzern fast ausschließlich Zertifizierungen mit dem höchsten Partnerstatus vorweisen.
Um die Zusammenarbeit mit strategischen Herstellern zu forcieren, setzt Bechtle sogenannte Vendor Integrated Product Manager (VIPM) ein, die sowohl die Interessen des Herstellers als auch die von Bechtle vertreten. Chancen liegen hier beispielsweise darin, dass Informationen der Hersteller zentral, zielgerichtet und unverzüglich an die zuständigen Mitarbeiter in der Beschaffung, im Vertrieb und im Dienstleistungsbereich weitergegeben werden. Damit gewährleistet Bechtle für die Kunden ein Leistungsangebot, das jederzeit dem neuesten Stand der Technik entspricht. Auf diese Weise steigt die Qualität der Vertriebsaktivitäten und die Kunden profitieren zudem sofort von den Vorteilen innovativer Produkte der Hersteller. Im Gegenzug erhalten die Hersteller zeitnah und weitgehend ungefiltert eine Einschätzung von Anwendern über bestehende Produkte sowie Anforderungen für künftige Produkte.
Durch die Standardisierung der logistischen Abläufe und die Vereinheitlichung der Warenwirtschaftssysteme zwischen Bechtle und den Partnern werden zusätzlich zahlreiche Synergien realisiert. Dies führt nicht nur zu einer Verbreiterung des Produktangebots bei zunehmender Verfügbarkeit der Ware, sondern erhöht auch die Attraktivität von Bechtle für andere Distributoren und Hersteller. Zudem eröffnet sich für unser Unternehmen so die Chance einer weiteren Effizienzsteigerung und damit Kostenoptimierung.
LEISTUNGSSPEKTRUM
Unternehmenskunden erwarten von ihrem IT-Dienstleister vornehmlich Komplettlösungen aus einer Hand. Bechtle verfügt mit der Kombination aus Handel und Dienstleistung - sowie innerhalb der Dienstleistung mit der Mischung aus Projekt-, Managed-Services- und Finanzierungsgeschäft - über gute Voraussetzungen, um von diesem Trend zu profitieren. Darüber hinaus hat sich Bechtle durch Akquisitionen, strategische Abkommen sowie durch speziell auf die Bedürfnisse und Trends des Markts ausgerichtete Competence Center entsprechend positioniert und durch qualifizierte Mitarbeiter verstärkt. Diese kontinuierlichen Entwicklungen werden auch in Zukunft fortgeführt.
→ Siehe Geschäftssegmente, S. 26 ff.
Bei der Beschaffung und beim Betrieb der IT haben viele Unternehmen meist mehrere Themen im Blick: Wettbewerbsfähigkeit, Effizienzgewinn, Modernisierung oder Kostenoptimierung sind einige davon. Um diesen verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden, analysiert Bechtle beim Kunden bestehende Geschäftsprozesse, um auf dieser Basis Lösungen und IT-Managementmodelle wie beispielsweise Outsourcing oder Cloud Computing anzubieten. Auf Basis des breit gefächerten Portfolios von Bechtle kann für jeden Kunden eine speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnittene optimale Lösung erarbeitet werden. Als Komplettanbieter sieht Bechtle hier große Chancen gegenüber kleineren oder Nischenanbietern. Zudem legen Kunden bei der Auswahl ihres IT-Partners aufgrund der hohen und weiter zunehmenden Relevanz der IT für alle Unternehmensprozesse auf der einen Seite sowie gestiegener Sicherheitsbedenken auf der anderen Seite größten Wert auf die Verlässlichkeit ihres Dienstleisters. Bechtle kann neben seiner 35-jährigen Erfahrung und hohen Lösungskompetenz vor allem mit seiner starken und soliden Finanzkraft punkten. Diese Faktoren haben unmittelbar Einfluss auf die Wahl der Dienstleister, die Preise sowie auf die Art und Weise, von wem externe Services bezogen werden. Für Bechtle als wirtschaftlich sehr soliden, verlässlichen Partner mit guter Reputation können sich somit Chancen für weiteres attraktives Wachstum ergeben. Vor allem die Kundenbeziehungen im sogenannten Betriebsgeschäft können hiervon profitieren. Sie sind meist langfristig angelegt, was der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung zugutekommt. Ferner können im Betriebsgeschäft tendenziell eher höhere Margen erzielt werden als im klassischen Handels- oder Projektgeschäft.
Schon seit vielen Jahren vertreiben wir unter dem Dach der ARP Peripherieprodukte als Eigenmarke. Die ARP hat dafür eigens eine Einkaufsgesellschaft in Taiwan. Im Berichtsjahr haben wir diese Eigenmarke unter dem Namen ARTICONA für alle Gesellschaften der Bechtle Gruppe verfügbar gemacht. Das Portfolio umfasst zunächst 1.400 Produkte rund um IT-Zubehör und Anschlusstechnik. Somit können nun alle Kunden der Bechtle Gruppe von dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis der ARTICONA Produkte profitieren.
Im Cloud Computing steckt großes Wachstumspotenzial. Cloud Computing ist bei großen Unternehmen Alltag und wird auch von mittelständischen Kunden immer häufiger nachgefragt. Dabei werden Rechenleistung, Speicher, Applikationen und IT-Services in Echtzeit über Datennetze bezogen. Der Preis der einzelnen Leistungen orientiert sich an deren tatsächlicher Nutzung. Bechtle ist sowohl in Kooperation mit namhaften Partnern als auch mit einem eigenständigen Lösungsangebot im Cloud-Computing-Markt tätig. Die Bechtle Systemhäuser können in diesem Zusammenhang auf ein breites Portfolio an Virtualisierungs- und Servertechnologien, Infrastrukturlösungen und sicherheitsrelevanten Applikationen verweisen. So schaffen sie die notwendigen kundenindividuellen Voraussetzungen für den Bezug und das Betreiben der IT aus der "Wolke". Abgerundet wird das Angebot durch Beratungs- und Integrationsleistungen rund um das Thema Cloud, da die spezifischen Services oft in die bestehenden Systeme integriert und damit vernetzt werden müssen.
→ bechtle.com/clouds
Abgerundet wird das Cloud-Angebot durch Bechtle Clouds. Unter diesem Namen bündelt Bechtle Public und Business Cloud Services. Als Multi Cloud Service Provider bietet Bechtle Clouds neben eigenproduzierten Cloud-Diensten auch eine Vielzahl an Public-Cloud-Lösungen. Damit nutzen wir die Chance, von der steigenden Nachfrage nach Cloud Services im Mittelstand zu profitieren.
Auch das Thema Industrie 4.0 sowie die Digitalisierung insgesamt bieten dem Bechtle Konzern Chancen. Die Komplexität der industriellen IT-Landschaften wird ebenso weiter zunehmen wie die Relevanz der IT für Unternehmensabläufe und Produktionsprozesse. Unabhängig davon, wie sich die beiden genannten Trends konkret entwickeln werden, wird es für die meisten Unternehmen unerlässlich sein, einen kompetenten IT-Partner an der Seite zu haben und ihn in weiten Teilen in die Verantwortung für die IT einzubinden.
UNTERNEHMENSORGANISATION
Mit rund 70 Systemhäusern verfügt Bechtle über eine flächendeckende Präsenz in der DACH-Region. Wesentlich hierbei ist die dezentrale Ausrichtung der Bechtle Gruppe: Jeder Standort ist eine eigene rechtliche Einheit mit einem Geschäftsführer, der für die Geschäftsentwicklung in seinem Einzugsbereich verantwortlich ist. Das Prinzip der Dezentralität bietet Chancen, indem die Eigenverantwortlichkeit und das unternehmerische Denken in den einzelnen Standorten hochgehalten werden. Außerdem kann Bechtle über die lokal und regional verankerten Systemhäuser mittelständische Kunden auf Augenhöhe adressieren und zugleich - in der Gesamtheit als Gruppe und über die national agierenden E-Commerce-Gesellschaften - überregionale Unternehmen und Konzerne ansprechen, die einen großen IT-Dienstleister als zuverlässigen Partner bevorzugen. Trotz der hohen Bedeutung dezentraler Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen profitiert die Bechtle Gruppe durch die Nutzung entsprechender Skaleneffekte bei den zentral zusammengefassten administrativen Aufgaben sowie von den in der AG verankerten Einkaufs- und Logistikprozessen von ihrer Größe. Competence Center, spezialisierte Produktmanagementteams und Geschäftsfeldverantwortliche bündeln zusätzlich Know-how, das zentral allen Standorten zur Verfügung gestellt wird.
→ Siehe Management, S. 38
In ausgewählten Geschäftsfeldern konzentriert der Konzern die Kompetenzen und Erfahrungen für dieses spezielle Marktsegment bei der Konzernmutter. Aus dem organisierten Zusammenspiel zwischen zentraler Unterstützung und dezentraler Marktbearbeitung durch die Systemhäuser ergeben sich verbesserte Chancen für Wachstum im jeweiligen Markt - das ist beispielsweise der Fall in den Geschäftsbereichen Öffentliche Auftraggeber sowie Software & Anwendungslösungen und in den Bereichen Managed Services sowie Cloud Services.
PERSONAL
Im Geschäftsmodell von Bechtle spielen die Mitarbeiter die zentrale Rolle. Daher sind die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, eine hohe Motivation und eine positive Unternehmenskultur wichtige Faktoren für unseren Geschäftserfolg. Die weitere Erhöhung der Attraktivität von Bechtle als Arbeitgeber stellt sowohl eine Herausforderung als auch Chance dar. Über ein gezieltes Employer Branding positioniert sich Bechtle als attraktiver Arbeitgeber und nutzt über eine starke Arbeitgebermarke die Chance, sowohl neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen als auch die bestehenden Mitarbeiter langfristig zu binden.
→ Siehe Mitarbeiter, S. 49 ff.
Bei der Mitarbeitergewinnung stellt der Fachkräftemangel für Bechtle eine Herausforderung dar. Durch die begrenzte Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter ergeben sich möglicherweise jedoch Chancen - zum Beispiel, wenn es dem Unternehmen gelingt, genügend Fachkräfte selbst auszubilden und damit den Bedarf durch eigene Initiativen zu decken. Daher ist Ausbildung bei Bechtle eines der zentralen Themen in der Personalarbeit. Bechtle verfolgt mittelfristig das Ziel, die Ausbildungsquote in Deutschland auf rund 12 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus investieren wir stark in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Durch dieses aktive Angebot an Entwicklungsmöglichkeiten erhöht Bechtle die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter und bindet sie somit langfristig an das Unternehmen. Die stetig steigende Mitarbeiterzahl, verbunden mit der im Branchenvergleich sehr niedrigen Fluktuationsquote von rund 10 Prozent, zeigt, dass es Bechtle gut gelingt, die sich bietenden Chancen bei Mitarbeitergewinnung und -bindung aktiv zu nutzen.
→ Siehe Prognosebericht, S. 117
RISIKEN
Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung des Managements nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens und die Bewertung an den Kapitalmärkten haben. Dennoch sind hier nicht alle Risiken dargestellt, denen der Bechtle Konzern ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen. Häufig sind Risiken mit Chancen verbunden und es ist Aufgabe des Managements, im Einzelfall abzuwägen, ob man eine Chance wahrnimmt und damit ein Risiko eingeht oder ob man das Risiko vermeidet, sich damit aber eine Chance entgehen lässt.
RISIKOBEWERTUNG
Um geeignete Maßnahmen zur Risikobeherrschung einzuleiten, werden identifizierte Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer bei Eintritt erwarteten Schadenhöhe in Bezug auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Bechtle Konzerns bewertet und anschließend in einer Matrix als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Die zur Messung herangezogenen Definitionen werden für ein einheitliches Verständnis nachfolgend beschrieben.
→ Siehe Risikoidentifikation und -bewertung, S.93 f.
46. RISIKOPOTENZIAL EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| Hoch | Sehr wahrscheinlich |
| Mittel | Wahrscheinlich |
| Gering | Unwahrscheinlich |
47. RISIKOPOTENZIAL SCHADENHÖHE
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| Erwartete Schadenhöhe bei Eintritt des Risikos | Definition der Schadenhöhe |
|---|---|
| Hoch | Erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage |
| Mittel | Einige nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage |
| Gering | Schwache nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage |
48. RISIKOMATRIX
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| Erwartete Schadenhöhe | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gering | Mittel | Hoch | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Hoch | Mittleres Risiko | Hohes Risiko | Hohes Risiko | |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mittel | Geringes Risiko | Mittleres Risiko | Hohes Risiko |
| Gering | Geringes Risiko | Geringes Risiko | Mittleres Risiko |
GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE
Die Investitionsbereitschaft der Kunden ist unter anderem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den jeweiligen Ländermärkten, in Europa sowie weltweit abhängig. Daneben spielt das Vertrauen der Unternehmen in einen positiven Konjunkturverlauf eine große Rolle. Etwa zwei Drittel ihres Umsatzes erzielt die Bechtle AG in Deutschland, ein Drittel in den internationalen Märkten. Insofern hat die Entwicklung der europäischen Wirtschaft insgesamt und der deutschen Wirtschaft im Besonderen entscheidenden Einfluss auf unser Unternehmenswachstum. Bei einer schwächeren oder gar rückläufigen Konjunktur bestehen entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Bechtle Konzerns.
Bechtle agiert in einem äußerst wettbewerbsintensiven und technologisch schnelllebigen Markt. Der hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität herrschende Wettbewerb prägt sowohl den IT-Handels- als auch den IT-Dienstleistungsbereich. Dabei werden wir mit einem unverändert hohen Preis- und Margendruck sowie mit partiellen Nachfragerückgängen und konjunkturanfälligen Wachstumsverläufen konfrontiert. Ferner durchläuft der IT-Markt seit Jahren eine Phase der Konsolidierung, die zu einer Stärkung einzelner Wettbewerber und zu einer Veränderung der Marktanteile führen kann. Die Ertragslage hängt wesentlich davon ab, inwieweit Bechtle die Branchenkonsolidierung oder auch die eigene Stärke zur Erzielung eines überdurchschnittlichen Wachstums nutzen kann und mit welcher Effektivität und vor allem Effizienz es dem Konzern gelingt, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden nach intelligenten IT-Lösungen gerecht zu werden. Hier liegen Risiken und Chancen für das Unternehmen sehr nah beieinander.
In der zweiten Jahreshälfte 2018 und auch zu Jahresbeginn 2019 scheint sich die wirtschaftliche Lage etwas abgekühlt zu haben. Stimmungsindikatoren sind rückläufig und Prognosen für das BIP-Wachstum 2019 wurden zurückgenommen. Angesichts dieser aktuellen Situation schätzen wir die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Risiken aus Gesamtwirtschaft und Branchenkonjunktur als hoch ein. Einige nachteilige Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage könnten damit verbunden sein. Wir stufen dieses Risiko als hohes Risiko ein.
Der Brexit sowie die Unsicherheit über seine Abwicklung und konkreten Auswirkungen können zu einem Risiko für Bechtle werden, allerdings nur insoweit, als die Gesamtwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Unmittelbar betroffen von einem ungeregelten Brexit wäre Bechtle nur in einem geringen Umfang. Lediglich rund 1,6 Prozent des Konzernumsatzes erzielte Bechtle 2018 im Vereinigten Königreich. Auch gibt es keine wesentlichen Warenströme von oder nach Großbritannien. Insoweit sieht Bechtle Risiken durch den Brexit lediglich als Bestandteil des gesamtwirtschaftlichen Risikos.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Kostenstruktur.
Die Kostenstruktur der Bechtle Gruppe ist von einem hohen Personalkostenanteil geprägt, der nur mit zeitlicher Verzögerung an eine veränderte Auslastung angepasst werden kann. In Phasen einer schwächeren Konjunktur oder einer gebremsten Investitionsneigung der Kunden kann das Unternehmen, ohne wesentliche Eingriffe in die Beschäftigungssituation, die Funktionskosten nur mittelfristig in einem gewissen Umfang senken, beispielsweise durch Kurzarbeit oder durch das Ausnutzen der natürlichen Fluktuation. Sämtliche Maßnahmen, die die Personalkosten betreffen, müssen immer das bestehende oder mögliche zukünftige Personalrisiko (Fachkräftemangel) berücksichtigen. Bechtle ist daher darauf bedacht, Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden und für neue Bewerber als zuverlässiger Arbeitgeber eine hohe Attraktivität aufzuweisen. Das häufig eher kurzfristige Risiko einer Ertragsschwächung steht hier der langfristigen Chance eines erfolgreichen Employer Brandings und der Bindung qualifizierter Mitarbeiter gegenüber.
→ Siehe Personalaufwand, S. 48
Für die Ertragskraft des Bechtle Konzerns ist es wesentlich, dass das Gehaltsniveau aller Mitarbeiter insgesamt nicht überdurchschnittlich steigt. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels wird es künftig aber schwieriger werden, alle offenen Stellen mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen. Um Bewerber von unserem Unternehmen zu überzeugen, könnte Bechtle gezwungen sein, das Gehaltsniveau zu erhöhen. Durch eine Stärkung des Employer Brandings beziehungsweise der Arbeitgebermarke und den bereits langjährigen Fokus auf Aus- und Weiterbildung versucht Bechtle, diesem Risiko zu begegnen.
→ Siehe Chancen, Personal S. 99
Den Eintritt des Risikos aus Personalkostenentwicklungen und Gehaltsniveau schätzen wir als sehr wahrscheinlich ein. Einige nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Bechtle Konzerns könnten die Folge sein. Wir stufen dieses Risiko als hohes Risiko ein.
Beschaffung.
Bechtle bezieht seine Produkte von allen namhaften Herstellern und Distributoren der IT-Branche. Europaweit beläuft sich die Zahl auf rund 300 Hersteller und rund 1.700 Distributoren. In jedem Ländermarkt, in dem Bechtle vertreten ist, hat das Unternehmen ein enges Netzwerk mit Herstellern und Distributoren aufgebaut. Insbesondere die Verzahnung mit den Herstellern ist für den Erfolg des Geschäftsmodells von großer Bedeutung. Eine Verschlechterung oder gar ein Abbruch der Zusammenarbeit mit einem Hersteller wäre ein Risiko für die Bechtle Gruppe.
→ Siehe Chancen, Hersteller und Distributoren S. 97
Wir halten den Eintritt von Risiken aus der Zusammenarbeit mit Herstellern und Distributoren für wahrscheinlich. Einige nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage könnten die Folge sein. Wir stufen das Risiko als mittleres Risiko ein.
Die Entwicklung auf dem IT-Markt ist geprägt von einem steigenden Wettbewerbs-, aber auch Preis- und Margendruck. In den letzten Jahren gelang es einigen Herstellern, bei bestimmten Produktgruppen Preiserhöhungen durchzusetzen. Auch im Berichtsjahr sind die Preise für einzelne Produkte gestiegen. Nicht in allen Fällen kann Bechtle solche Preiserhöhungen an den Kunden in vollem Umfang weitergeben. Vor allem bei langfristigen Verträgen und Projekten besteht daher ein Risiko für die Ertragssituation des Konzerns, wenn auch in der Vergangenheit die Preispolitik der Hersteller meist ohne größere Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Bechtle blieb.
Risiken aus der Preispolitik der Hersteller klassifizieren wir als hohes Risiko. Den Eintritt des Risikos schätzen wir als wahrscheinlich ein. Bei Risikoeintritt erwarten wir erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage.
Die Bechtle AG versucht, Lagerhaltung auf ein absolut notwendiges Maß zu reduzieren. Größere Lager halten wir nur in Neckarsulm für Deutschland, in Roissy-en-France für Frankreich und in Rotkreuz für die Schweiz vor. Rund zwei Drittel des Lagerbestands sind projektgebundene Produkte, die Bechtle im Kundenauftrag hält. Insoweit ist das Preisänderungsrisiko für Bechtle auf den freien und damit abwertungsgefährdeten Lagerbestand limitiert. Gleichwohl birgt ein hoher Vorratsbestand Risiken, vor allem für die Entwicklung des Cashflows sowie für das Working Capital. Der Trend vonseiten einiger Kunden und Hersteller, die Vorratshaltung an Bechtle auszulagern, hat in den letzten Jahren zugenommen. Wir begegnen diesen Risiken durch verschiedene Maßnahmen im Rahmen unseres Working Capital-Managements.
Wir schätzen den Eintritt dieses Risikos als sehr wahrscheinlich ein und würden bei Risikoeintritt einige nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erwarten. Wir stufen dieses Risiko als hoch ein.
Leistungsspektrum.
Die IT-Welt ist von einem hohen Tempo des technologischen Fortschritts und daraus resultierender fortwährender Veränderung geprägt. Als Marktteilnehmer in diesem Markt muss Bechtle jederzeit bereit und in der Lage sein, neue Trends zu erkennen und bei Bedarf das Portfolio entsprechend anzupassen. Gleichermaßen muss regelmäßig geprüft werden, ob etablierte Prozesse und Abläufe sowie Produkte oder Leistungserbringung noch bedarfsgerecht sind. Hier besteht ein Risiko, dass Bechtle neue wesentliche Trends erst verspätet wahrnimmt und damit den Kunden nicht mehr ein zeitgemäßes Produktportfolio anbieten kann. Wir haben allerdings in unserer 35-jährigen Geschichte bewiesen, dass wir in der Lage sind, das hohe Tempo des IT-Markts mitzugehen und uns jederzeit den Gegebenheiten des Markts beziehungsweise den Anforderungen der Kunden anzupassen. Das Risiko wird für die Zukunft weitgehend durch die enge Verzahnung von Bechtle mit allen wichtigen Herstellern minimiert. Von wesentlichen technologischen Neuerungen hat Bechtle damit zu einem sehr frühen Stadium Kenntnis. Durch den engen Kontakt der Vertriebsteams zu den Kunden aus Industrie und öffentlicher Hand wird zudem gewährleistet, dass Bechtle sein Portfolio bei aufkommender Nachfrage der Kunden entsprechend anpasst. Wichtig ist aber auch, das traditionelle Geschäft nicht aus den Augen zu verlieren. Nach wie vor generiert Bechtle einen großen Anteil der Umsätze im Handels- und Projektgeschäft. Bechtle wird zur Risikominimierung auch in Zukunft auf dem Markt als Komplettanbieter auftreten.
Wir schätzen den Eintritt dieses Risikos als nicht unwahrscheinlich ein. Einige negative Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage können wir nicht ausschließen. Wir stufen das Risiko als mittleres Risiko ein.
→ Siehe Geschäftssegmente, S. 26 ff.
Bechtle konkurriert auf dem IT-Markt mit zahlreichen Anbietern. Neben anderen klassischen Systemhäusern und E-Commerce-Anbietern treten teilweise auch Hersteller über ihren Direktvertrieb als Wettbewerber auf. Vor allem Großkunden werden bereits heute von einigen Herstellern direkt betreut. Auch aufseiten der Distributoren gibt es Bestrebungen, Direktgeschäft mit Endkunden zu akquirieren und damit in Konkurrenz zu Bechtle zu treten. Vor allem im Cloud-Geschäft bieten auch multinationale Konzerne ihre Dienste an und versuchen, ihre Angebote direkt beim Kunden zu platzieren. Viele Kunden haben aufgrund der zunehmenden Komplexität von IT-Lösungen vermehrt Beratungsbedarf, weshalb selbst IT-fremde Unternehmen versuchen, auf dem IT-Services-Markt Fuß zu fassen. Die Wettbewerbsintensität kann daher in Zukunft steigen. Bechtle ist aber mit seiner flächendeckenden Präsenz in der DACH-Region insbesondere in der Kernkundenzielgruppe Mittelstand sowohl in Bezug auf Kundenansprache und Kundenbindung als auch bei Auslieferung und Erbringung von Services im Vorteil. Kein anderer Wettbewerber ist so stark in der Fläche vertreten und hat einen vergleichbar direkten Kundenzugang. Hersteller können darüber hinaus keine unabhängige Beratung anbieten, Distributoren sind bei der Bandbreite des Portfolios limitiert und Beratungsunternehmen haben keine originäre IT-Kompetenz. Durch eine konsequente Ausrichtung auf effiziente Vertriebsteams will Bechtle auch in Zukunft den Wettbewerbsvorsprung halten und damit das Risiko eines Eindringens von neuen Wettbewerbern in die Bechtle Kundschaft verringern.
Wir schätzen den Eintritt von Wettbewerbsrisiken als sehr wahrscheinlich ein und würden einige negative Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erwarten. Die Risiken werden als hoch eingestuft.
Mit der vernetzten Dezentralität ist Bechtle überall kundennah aufgestellt. Das schafft Verbundenheit für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Kunden.
Bechtle hat in beiden Segmenten insgesamt über 70.000 Kunden. Die Kundenzufriedenheit ist ein, wenn nicht sogar das maßgebliche Kriterium unserer Leistungen. Nur zufriedene Kunden sind bereit, Folgeaufträge an Bechtle zu vergeben oder die Geschäftsbeziehung auszuweiten. Zufriedene Kunden sind auch bereit, Bechtle weiterzuempfehlen, und helfen so mit, Neukunden zu gewinnen. Bechtle achtet bereits in der Angebotsphase darauf, weitgehend die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden abzudecken. Bei der Durchführung können Projektteams vom zentralen Projektmanagement Unterstützung erhalten. Schließlich eruieren wir regelmäßig die Kundenzufriedenheit, um Verbesserungspotenziale zu erkennen und zu realisieren.
→ Siehe Absatzmärkte, S. 32 f.
Den Eintritt dieses Risikos schätzen wir als nicht unwahrscheinlich ein. Es könnten sich einige negative Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ergeben. Das Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft.
IT.
In jedem Unternehmen ist der Einsatz von IT unumgänglich. Zahlreiche Geschäftsprozesse sind eng mit IT-Systemen und Anwendungen verknüpft, so auch bei Bechtle. Entsprechend ergeben sich aus dem Einsatz von IT Risiken unter anderem für Auftragsabwicklung, Warenwirtschaft, Controlling und Finanzbuchhaltung. So könnte ein Verfügbarkeitsrisiko für einen reibungslosen Prozess von Anfrage, Auftrag bis Auslieferung und Faktura entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit der dafür notwendigen IT-Systeme und Anwendungen nicht mehr gewährleistet ist. Mögliche Ursachen könnten Ausfälle von Hardware- beziehungsweise Netzwerkkomponenten oder Energiesteuerungen sowie Bedienungsfehler im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnologie sein.
Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Schäden durch externe Angriffe sind nur sehr schwer abzuschätzen. Durch Eindringen Unbefugter in das IT-System könnte ein Vertraulichkeitsrisiko entstehen oder die Systeme könnten nach einem Angriff nicht mehr reibungslos funktionieren.
Trotz hoher Schutzmechanismen und Sicherheitsstandards schätzen wir den Eintritt der IT-Sicherheitsrisiken als sehr wahrscheinlich ein. Es könnten sich erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ergeben. Die Risiken werden als hoch eingestuft.
Personal.
Als handeltreibender Dienstleister sind für die Bechtle AG die Mitarbeiter einschließlich ihrer Ausbildung, Motivation und Servicebereitschaft wesentliche Erfolgsfaktoren. Ebenso wichtig für den zunehmenden Wachstumskurs des Unternehmens ist die Fähigkeit, neue Mitarbeiter von Bechtle zu überzeugen und langfristig zu binden. Zu den größten Personalrisiken zählt daher - auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels -, dass es nicht gelingt, die erforderliche Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern für das Unternehmen zu gewinnen. Darüber hinaus bestehen Risiken bei der Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. So könnte es zu einem Know-how-Verlust infolge überdurchschnittlich hoher Fluktuation von qualifiziertem Personal kommen oder die Kundenzufriedenheit könnte unter mangelnder Qualifikation und Leistungsorientierung der Mitarbeiter leiden. Daher stehen neben der Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke Bechtle (Employer Branding) die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds, die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung des Managementnachwuchses mittels interner Entwicklungsprogramme im Zentrum der Personalarbeit. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verankerung und damit das Vorleben von Werten, Unternehmenskultur und Führungsgrundsätzen durch die Führungskräfte.
→ Siehe Aus- und Weiterbildung, S. 49 ff.
Bechtle ist beständig bestrebt, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen, sie erfolgreich zu integrieren und vor allem dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Im Rahmen des Employer Brandings festigen wir unseren Ruf als beliebter und zuverlässiger Arbeitgeber, um auch in Zukunft für Bewerber attraktiv zu sein. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich an der hohen Zahl qualifizierter Bewerbungen, die Bechtle regelmäßig erhält, sowie an der niedrigen Fluktuationsquote. Wesentlicher Bestandteil der Personalarbeit sind auch die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die Ausbildung junger Menschen. Mittelfristig soll die Ausbildungsquote in Deutschland auf rund 12 Prozent steigen.
Der Eintritt von Fluktuationsrisiken wird als wahrscheinlich eingeschätzt. Hier können einige nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage eintreten. Wir stufen das Risiko als mittleres Risiko ein. Das Risiko der Personalbeschaffung wird von uns als hohes Risiko eingestuft, da ein Eintritt des Risikos sehr wahrscheinlich ist und einige negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht ausgeschlossen werden können. Risiken aus der Abhängigkeit von Schlüsselpositionen im mittleren Management werden als mittleres Risiko eingeschätzt, da ein Eintritt des Risikos wahrscheinlich ist und einige negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht ausgeschlossen werden können.
FINANZINSTRUMENTE
Risikomanagement.
Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Management auf Basis konzernweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle beachtet.
→ Zur Quantifizierung der Risiken siehe Anhang, S. 177 ff.
Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Devisentermingeschäften, Devisenoptionen sowie Devisen- und Zinsswaps.
Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasury.
Fremdwährungen.
Währungsrisiken liegen insbesondere dort vor, wo Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Konzernmutter bestehen beziehungsweise entstehen werden. Das Fremdwährungsrisiko ist im Wesentlichen auf den Schweizer Franken beschränkt, da ein bedeutender Anteil des Auslandsgeschäfts in der Schweiz generiert wird. Mit Ausnahme der Schweiz, Großbritanniens und der osteuropäischen Länder Polen, Tschechien und Ungarn erfolgt die Beschaffung überwiegend in den Euroländern und somit auf Eurobasis. Teilweise werden Waren in US-Dollar oder anderen Währungen erworben, um Preisvorteile zu nutzen. Zur Vermeidung des Währungsrisikos schließt der Bechtle Konzern Termingeschäfte ab. Die Absicherung der von den Landesgesellschaften gehaltenen Vermögenspositionen in fremdländischen Devisen umfasst seit dem Geschäftsjahr 2018 alle Nicht-Euro-Länder. Termingeschäfte zur Vermeidung des Währungsrisikos in anderen Währungen werden fallweise getätigt, wenn Waren bezogen werden oder Kunden sich die Zahlungen in Fremdwährung ausbedungen haben. Bei einmaligen Beträgen mit im Regelfall kurzen Laufzeiten werden diese ökonomischen Sicherungen nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert. Bei länger laufenden Projekten und im Regelfall mehreren dazugehörigen Sicherungen werden die Regelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen angewendet. Die offenen Devisengeschäfte und die dazugehörigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden monatlich analysiert und auf ihre Wirksamkeit überprüft.
→ Siehe Anhang, Währungsrisiko, S. 177 ff.
→ Siehe Finanzlage, S. 86 ff.
Liquidität.
Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Die aktuelle Finanzlage des Bechtle Konzerns zum Jahresende mit einem Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 250,9 Mio. € (Vorjahr: 174,8 Mio. €) und nicht beanspruchten Bar-, Aval- und Geldmarktkreditlinien in Höhe von 102,9 Mio. € sowie einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 140,5 Mio. € (Vorjahr: 54,3 Mio. €) ist sehr solide und äußerst komfortabel. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Liquiditätsrisikos ist begrenzt.
Der Bereich Treasury der Bechtle AG stellt die Liquiditätsversorgung für die Konzernbereiche sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings sicher. Darüber hinaus steuert er das Zinsänderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung marktrisikobehafteter Positionen.
Forderungen.
Die Bonität unserer Geschäftskunden spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine wichtige Rolle. Bechtle könnte Risiken durch Forderungsausfälle ausgesetzt sein, weil die Kunden aufgrund unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder nicht vollständig nachkommen können. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive fortlaufender Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer Warenkreditversicherung.
Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden dadurch begrenzt, dass Anlagen ausschließlich im Rahmen festgelegter Limite nur bei Banken sehr guter Bonität erfolgen. Auch der Zahlungsverkehr wird nur über Banken mit höchster Bonität abgewickelt.
Zinsen.
Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Die Zinsrisiken des Bechtle Konzerns werden zentral analysiert und Maßnahmen, die sich daraus ergeben, durch das Konzernfinanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung.
→ Siehe Vermögenslage, S. 82 ff., und Anhang, Zinsrisiko, S. 179 f.
Der Eintritt von Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie der Eintritt von Risiken aus Zahlungsausfällen werden als unwahrscheinlich eingeschätzt. Moderate nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Alle Finanzrisiken werden als geringe Risiken eingestuft.
SONSTIGE
Akquisitionen.
Seit dem Börsengang 2000 hat die Bechtle AG 74 Gesellschaften akquiriert. Unternehmensübernahmen sind essenzieller Bestandteil der auf langfristiges profitables Wachstum ausgelegten Unternehmensstrategie. Bechtle wird daher auch künftig seine Marktposition durch Akquisitionen gezielt stärken und ausbauen. Grundsätzlich besteht jedoch bei der Entscheidung für den Kauf einer Gesellschaft und deren Integration in den Konzernverbund immer auch ein unternehmerisches Risiko. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die in die Gesellschaft gesetzten Erwartungen nicht vollständig erfüllen. Bechtle trägt diesem Risiko durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld (Due Diligence) Rechnung. Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Akquisitionen erfolgen nach festgelegten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen. Zudem verfügt Bechtle über langjährige Erfahrung bei der Integration von Unternehmen. Wir haben die dafür notwendigen Strukturen und Prozesse etabliert und arbeiten nach einem Post-Merger-Konzept, das die Bedürfnisse des Konzerns bei der Integration neu erworbener Unternehmen optimal abdeckt. Daher stehen für Bechtle bei Akquisitionen die Chancen gegenüber den Risiken klar im Vordergrund.
→ Siehe Standorte, S. 38 ff.
Wir halten den Eintritt der Risiken aus Akquisitionen für nicht unwahrscheinlich und können einige negative Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht vollständig ausschließen. Das Risiko wird als mittel eingestuft.
Compliance.
In Verträgen mit öffentlichen Auftraggebern, zunehmend aber auch bei Kunden aus der Privatwirtschaft und ebenso in den partnerschaftlichen Beziehungen mit den Herstellern, spielt das Thema Compliance eine große Rolle. Viele Kunden erwarten, dass sich der IT-Partner ausdrücklich zur Beachtung geltender Gesetze und Regelungen bekennt und die Einhaltung von Standards seriösen Handelns zusichert. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und somit das Risiko eines möglichen Fehlverhaltens gegenüber Geschäftspartnern weitgehend einzugrenzen, hat die Bechtle AG bereits vor einigen Jahren einen Verhaltenskodex ("Code of Conduct") eingeführt. Dieser soll die Einhaltung der geltenden internationalen und nationalen Gesetze sowie der Bestimmungen bei allen Tätigkeiten im Unternehmen gewährleisten und darüber hinaus Mindeststandards für verantwortungsvolles Handeln darstellen. Zeitgleich mit dem Verhaltenskodex hat Bechtle ein Compliance Board eingerichtet, das aus dem Vorstand der Bechtle AG und einem ständigen Vertreter des Fachbereichs Recht besteht. Das Compliance Board ist für die Mitarbeiter über eine eigens eingerichtete Telefonhotline und einen gesonderten E-Mail-Account erreichbar. Hinweise oder Verstöße werden vom Compliance Board überprüft und bewertet, gegebenenfalls veranlasst das Board sodann geeignete Maßnahmen. In konsequenter Weiterentwicklung des eigenen Verhaltenskodex hat Bechtle einen "Verhaltenskodex für Lieferanten von Gütern und Dienstleistungen" ausgearbeitet und verteilt. Der Kodex enthält die Grundsätze und Mindestanforderungen aus dem Bechtle Verhaltenskodex, zu denen sich auch die Bechtle Lieferanten mit ihrer Erklärung bekennen sollen.
→ Siehe Corporate Governance, S. 53 ff.
Trotz der eingerichteten Maßnahmen ist der Eintritt von Risiken aus den Strukturen und Prozessen bezüglich Compliance nicht unwahrscheinlich. Einige nachteilige Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Das Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft.
Rechtliches Umfeld.
Als international tätiger Konzern hat Bechtle unterschiedliche nationale Gesetze zu beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - etwa bei der Gestaltung von Verträgen - Risiken ergeben, denen Bechtle nach Bedarf über das frühzeitige Einschalten der internen Rechtsabteilung oder externer Rechtsberater begegnet.
Das Unternehmen ist derzeit in keine Rechtsstreitigkeiten involviert, durch die ein spürbarer negativer Effekt auf das Konzernergebnis zu erwarten wäre. Bei allen zukünftigen im Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehenden Rechtsstreitigkeiten würde die Bechtle AG Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilden, wenn die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind.
Flache Hierarchien, schlanke Strukturen, überschaubare Einheiten: In diesem Rahmen sind wir immer schnell entscheidungsfähig - und anderen voraus.
GESAMTBETRACHTUNG DER CHANCEN UND RISIKEN
Die Evaluierung der Gesamtchancen- und -risikosituation des Konzerns durch den Vorstand entsteht durch Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken und gegebenenfalls deren Abwägung gegenüber sich ergebenden Chancen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine wesentlichen Änderungen der Gesamtrisikoposition und der beschriebenen Risiken. Nach Überzeugung des Managements sind die dargestellten Risiken begrenzt und überschaubar. Die Finanzbasis des Unternehmens ist sehr solide. Die Eigenkapitalquote ist mit 43,6 Prozent trotz der Bilanzverlängerung und der Optimierung des Leveragepotenzials nach wie vor gut und die Liquiditätssituation komfortabel.
Ein wichtiger Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch Dritte. Neben der internen, unternehmenseigenen Risikobewertung wird die Bonität beziehungsweise das aggregierte Ausfallrisiko von Bechtle regelmäßig durch Banken und Wirtschaftsauskunfteien eingeschätzt und überwacht. Aufgrund der soliden Kapitalstruktur und der erstklassigen Finanzausstattung des Unternehmens erhält Bechtle schon seit Jahren hervorragende Bewertungen. Es ist nicht erkennbar, dass sich daran künftig etwas ändern sollte.
→ Exzellente Bonitätsbewertung
49. BONITÄTSBEWERTUNGEN BECHTLE AG
→ buergel.de
→ creditreform.de
→ www1.creditsafede.com
Eine Bewertung der Bechtle AG hinsichtlich der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's Investors Service, Fitch Ratings und Dominion Bond Rating Service existiert derzeit noch nicht.
Die Bechtle AG ist sich des eigenen Chancen- und Risikoprofils für ihre unternehmerische Tätigkeit bewusst. Die dargestellten Maßnahmen tragen - in Verbindung mit einer tagesaktuellen Auswertung des Geschäftsverlaufs anhand operativer Kennzahlen - entscheidend dazu bei, dass Bechtle die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die damit einhergehenden Risiken aus den Augen zu verlieren.
Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken erwartet der Vorstand darüber hinaus keine weiteren nennenswerten Beeinträchtigungen des Umsatzes und der Profitabilität des Unternehmens aus sonstigen Risiken. In der Summe sind für die Bechtle AG keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Vorstand ist davon überzeugt, die sich bietenden Herausforderungen und Chancen auch zukünftig nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen.
Prognosebericht
Bechtle hat sich in den letzten Jahren in einer sehr robusten und investitionsfreudigen Konjunkturlage äußerst positiv entwickelt. In den letzten Monaten hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage jedoch eingetrübt. Das erhöht die Unsicherheiten hinsichtlich der Prognose für das Geschäftsjahr 2019. Gleichwohl ist der Vorstand optimistisch. Denn die Aufstellung der Bechtle AG im Wettbewerbsumfeld ist einzigartig. Außerdem haben wir die Weichen für eine künftige erfolgreiche Entwicklung sowohl durch zahlreiche Investitionen als auch durch die Erarbeitung unserer Vision 2030 gestellt - unabhängig von kurzfristigen Konjunkturverläufen.
RAHMENBEDINGUNGEN
Wirtschaftswachstum schwächt sich weiter ab.
Die Europäische Kommission geht in ihrer Prognose vom Februar 2019 davon aus, dass sich das Wachstumstempo in der EU 2019 verlangsamen wird. Das BIP soll nur noch um 1,5 Prozent zulegen, nach 1,9 Prozent im Vorjahr. Diese gedämpfte Wachstumserwartung betrifft auch die Bechtle Märkte in der EU. Am unteren Ende der Skala liegt Italien mit einer Steigerung des BIP um lediglich 0,2 Prozent. Am stärksten wachsen sollen die drei osteuropäischen Länder und Irland als Spitzenreiter mit 4,1 Prozent. Sie sind zusammen mit Spanien die einzigen Länder mit Bechtle Präsenz, deren BIP über 2 Prozent zulegen soll. Die Wachstumsraten für Ausrüstungsinvestitionen sollen sich EU-weit mit 3,3 Prozent überproportional zum BIP entwickeln, aber dennoch ebenfalls geringer ausfallen als im Vorjahr (4,9 Prozent). Die Wachstumsprognose für die staatlichen Investitionen liegt für die EU bei 1,5 Prozent und damit leicht über Vorjahr (1,2 Prozent). 2020 soll das BIP in der EU mit 1,7 Prozent wieder etwas stärker wachsen, die Ausrüstungsinvestitionen sollen um 3,1 Prozent steigen.
Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird 2019 voraussichtlich weiter gegenüber den Vorjahren zurückgehen. Das BIP-Wachstum sieht die Europäische Kommission bei 1,1 Prozent, nach 1,5 Prozent im Berichtsjahr. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen laut der Europäischen Kommission um 2,9 Prozent wachsen, nach 4,7 Prozent im Berichtsjahr. Die staatlichen Konsumausgaben sollen mit 2,3 Prozent hingegen wieder stärker zulegen (2018: 1,3 Prozent). Im Jahr 2020 erwartet die Europäische Kommission für Deutschland wieder ein stärkeres BIP-Wachstum von dann 1,7 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen 2020 um 3,3 Prozent steigen, die staatlichen Konsumausgaben um 1,7 Prozent.
Etwas geringere Wachstumsdynamik für die IT-Branche prognostiziert.
Die IT-Branche soll auch 2019 wachsen, allerdings bei etwas nachlassender Dynamik. Der IT-Markt in der EU soll laut Zahlen von EITO 2019 um 2,2 Prozent wachsen, nach 2,6 Prozent im Berichtsjahr. Die Hardwareumsätze werden - wie fast immer in den ersten Prognosen zu Jahresbeginn - im Minus gesehen. Nach einem Minus von 2,0 Prozent im Berichtsjahr wird für 2019 ein Minus von 3,8 Prozent prognostiziert. Die Services sollen hingegen um 2,4 Prozent wachsen, Software um 5,9 Prozent. In den Ländern mit Bechtle Präsenz wird für die Entwicklung der Hardwareumsätze eine sehr breite Spanne vorhergesagt. Wachstum wird ausschließlich für Irland prognostiziert, dort allerdings mit einer herausragenden Dynamik von 37,7 Prozent. Alle anderen Länder werden im Minus gesehen. Schlusslicht sind voraussichtlich die Niederlande mit minus 8,9 Prozent und Großbritannien mit minus 8,4 Prozent. Für Frankreich, den zweitwichtigsten Ländermarkt für Bechtle, wird für 2019 ein Wachstum im IT-Markt von 2,7 Prozent vorhergesagt. Die Hardwareumsätze sollen hier allerdings um 1,8 Prozent zurückgehen. In der Schweiz wird ein Wachstum des IT-Markts 2019 von 2,9 Prozent erwartet. Die Hardwareumsätze sollen um 3,5 Prozent zurückgehen. Die Services sollen hingegen um 2,6 Prozent zulegen, Software um 6,2 Prozent.
Der deutsche IT-Markt soll 2019 mit 2,4 Prozent ähnlich stark wachsen wie im Berichtsjahr (2,5 Prozent). Für das Hardwaresegment wird allerdings auch hier ein Rückgang um 3,8 Prozent prognostiziert. Besonders stark soll der PC-Absatz im Consumergeschäft rückläufig sein, aber auch Umsätze mit Druckern und Servern werden deutlich im Minus gesehen. Lediglich Umsätze mit Storage sollen um 1,8 Prozent wachsen. Die Services werden mit 2,3 Prozent und Software mit 6,3 Prozent auf Vorjahresniveau erwartet.
Keine wesentlichen Auswirkungen auf die Nachfrage bei Bechtle erwartet.
In Bezug auf die künftige erwartete wirtschaftliche Situation in den relevanten Ländermärkten sieht der Bechtle Konzern weder durch eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen noch durch die Umsetzung politischer Maßnahmen nennenswerte Einflüsse auf die Nachfragesituation. Unmittelbare Auswirkungen des Brexits sind lediglich für unsere Landesgesellschaft in Großbritannien denkbar. Alle mittelbaren Einflüsse betreffen die Gesamtwirtschaft. Die Wechselkursentwicklung spielt in den meisten Ländern mit Bechtle Präsenz keine große Rolle, da diese dem Euroraum angehören und wir entsprechend in Euro einkaufen und fakturieren. Nennenswerte Umsätze in Fremdwährung werden lediglich in der Schweiz getätigt.
→ Siehe Risiken, S. 101
ENTWICKLUNG DES KONZERNS
PRODUKTE UND ABSATZMÄRKTE
Die digitale Transformation gewinnt in der Wirtschaft an Bedeutung. Um den technologischen Trends in der IT und den abgeleiteten wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, arbeitet Bechtle kontinuierlich an der Weiterentwicklung seines Produkt- und Dienstleistungsangebots. So haben wir im Berichtsjahr beispielsweise das Angebot der Bechtle Clouds als Multi Cloud Service Provider weiter ausgebaut.
Darüber hinaus wird Bechtle in den nächsten Jahren im Segment IT-Systemhaus & Managed Services das Angebot an speziellen IT-Lösungen erweitern. Dabei sehen wir Themen wie Mobility, Security, Storage, Modern Workplace, Networking Solutions und IT as a Service als Markttreiber. Bechtle ist in allen genannten Bereichen hervorragend aufgestellt, um den Kunden jederzeit Lösungen anbieten zu können, die den höchsten aktuellen technologischen Maßstäben entsprechen. Die Ausrichtung unseres Portfolios orientiert sich dabei immer an der Nachfrage unserer Kunden.
Digitalisierung im Fokus.
Bereits 2017 hat Bechtle begonnen, den Internetauftritt bechtle.com zu einem digitalen Marktplatz auszubauen. Hier präsentieren wir unseren Kunden die gesamte Breite des Leistungs- und Lösungsportfolios von Bechtle auf einen Blick. Unabhängig vom ursprünglichen Anliegen des Kunden und unabhängig davon, welchem Segment er zugeordnet ist, kann Bechtle jeden Kunden auf diese Weise ganzheitlich ansprechen und ihm gezielt weiterführende Lösungen anbieten. Damit erhöhen wir gleichzeitig die Kundenzufriedenheit und -durchdringung. Im Berichtsjahr haben wir die Aktivitäten zum Ausbau unseres digitalen Marktplatzes und zur weiteren Digitalisierung unseres Angebots in einem neuen Bereich Digital Business Services zusammengefasst. Für die künftige erfolgreiche Aufstellung von Bechtle sehen wir die Digitalisierung einer Vielzahl unserer Prozesse als unabdingbar an.
Bechtle wird von Marktkonsolidierung auch künftig profitieren.
Die schon seit Jahren andauernde Konsolidierung auf dem deutschen und europäischen IT-Markt wird sich auch 2019 fortsetzen. Vor allem kleinere Anbieter werden immer stärker Probleme haben, ihren Kunden Dienstleistungen in der geforderten Breite und Tiefe anzubieten. Das Tempo der Konsolidierung wird sich voraussichtlich aber weder 2019 noch darüber hinaus verschärfen. Die Bechtle AG wird von dieser Entwicklung aufgrund ihrer Finanzstärke, ihrer Wettbewerbsposition, ihrer dezentralen Aufstellung und ihrer sehr guten Reputation bei allen relevanten Kundengruppen profitieren. Wir gehen daher davon aus, auch zukünftig unseren Marktanteil überproportional steigern zu können.
Der Bechtle Konzern strebt an, seine Marktposition im Segment IT-E-Commerce durch den Ausbau der bestehenden Gesellschaften voranzutreiben. Die Gründung weiterer Tochtergesellschaften in Europa spielt dabei derzeit keine Rolle. Gleichwohl ist die weitere Internationalisierung ein wichtiges Thema für Bechtle. Wir werden diese durch unsere 2014 ins Leben gerufene Global IT Alliance (GITA) weiter vorantreiben - darüber sind wir in fast allen relevanten Wirtschaftsregionen weltweit vertreten.
WESENTLICHE KENNGRÖSSEN
Umsatz.
Der Bechtle AG gelingt es regelmäßig, mit einer hohen Dynamik und damit stärker als der Markt zu wachsen. So haben wir unseren Umsatz seit 2010 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von rund 12 Prozent sehr deutlich gesteigert und uns damit im Vergleich zum IT-Markt überdurchschnittlich gut entwickelt. Auch im langjährigen Mittel der Jahre von 2008 bis 2018 - das auch die Finanzkrise 2009 beinhaltet - lag die CAGR bei rund 11 Prozent. Das Wachstum war dabei seit 2008 weitgehend organisch. Trotz der zahlreichen gesamtwirtschaftlichen Risikofaktoren und der sich bereits zu Jahresbeginn abzeichnenden Abschwächung im Geschäftsklima gehen wir davon aus, dass wir unseren Umsatz 2019 gegenüber dem Berichtsjahr sehr deutlich steigern werden. Im Rahmen dieser Einschätzung sind insbesondere auch die Effekte aus den im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen berücksichtigt.
Die regionale Verteilung hat sich im Berichtsjahr durch die Akquisition der Inmac WStore zugunsten der internationalen Einheiten verschoben. Davon abgesehen erwarten wir aber in den nächsten Jahren keine größeren Veränderungen. Zum einen verzeichnet der Konzern durch die voranschreitende Internationalisierung des Geschäfts und das starke Wachstum der ausländischen IT-E-Commerce-Gesellschaften einen Anstieg des Auslandsumsatzes. Zum anderen werden wir auch in unserem Heimatmarkt infolge der starken Wettbewerbsposition und der Marktanteilsgewinne weiterhin erfolgreich agieren und wachsen.
Kosten.
Die Umsatzkosten sind in den letzten Jahren weitgehend parallel zum Umsatz gestiegen. Jahre mit sehr deutlichen Wachstumsraten wie 2017 und 2018 gehen üblicherweise mit einem höheren Hardwareanteil und so einem überproportionalen Anstieg des Materialaufwands einher. Daher war die Bruttomarge in diesen beiden Jahren etwas unter Druck. Nichtsdestotrotz konnten wir die Bruttomarge auf einem Niveau von rund 15 Prozent halten. Wir planen für 2019 mit einer Umsatzkostenentwicklung in etwa parallel zum Umsatz und einer Bruttomarge von weiterhin rund 15 Prozent. Für die Bechtle AG als Dienstleistungsunternehmen sind die Personalkosten von zentraler Bedeutung. Innerhalb der Vertriebskosten stellen sie mit rund 80 Prozent und innerhalb der Verwaltungskosten mit rund 60 Prozent die größten Positionen dar. Eine flexible Gestaltung der Personalkosten ist angesichts des zunehmend beratungsintensiven Geschäftsmodells von Bechtle und der dezentralen flächendeckenden Aufstellung der Systemhäuser sowie des Mangels an Fachkräften in einigen Bereichen nicht realisierbar. Zudem sind für Bechtle - auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels - die Mitarbeiterbindung und die Verlässlichkeit als Arbeitgeber deutlich wichtiger als kurzfristige Kostenoptimierungen. Im Vertrieb sind die Aufwendungen zudem unmittelbar mit der Umsatzentwicklung verbunden, da größere Vertriebsteams zu einem stärkeren Wachstum führen können. Das Management geht aufgrund des Wachstums im Konzern für 2019 davon aus, dass die absoluten Aufwendungen für die beiden Funktionsbereiche Vertrieb und Verwaltung weiter steigen werden. Ein überproportionales Wachstum versuchen wir jedoch zu vermeiden, sodass die jeweiligen Quoten zumindest auf dem Niveau des Berichtsjahres von rund 6 Prozent beziehungsweise unter 5 Prozent des Umsatzes liegen sollen.
Ergebnis.
Auch die Ergebnisentwicklung war in den letzten Jahren sehr zufriedenstellend. Die CAGR für das EBT liegt seit dem Geschäftsjahr 2010 bei 15 Prozent. Damit hat sich das Vorsteuerergebnis im langjährigen Mittel besser als der Umsatz entwickelt. Der Vorstand geht für 2019 davon aus, dass das Ergebnis sehr deutlich zulegen wird. Die EBT-Marge sollte entsprechend mindestens auf dem Niveau des Vorjahres (4,5 Prozent) liegen.
Aus der Währungsumrechnung des Schweizer Franken oder anderer für Bechtle relevanter Währungen zur Konzernwährung Euro sind keine wesentlichen Ergebnisauswirkungen zu erwarten, da wir Wechselkursschwankungen absichern. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wollen wir den Anteil höhermargiger Dienstleistungen weiter steigern. Im E-Commerce gilt es, das vor allem durch effiziente Prozesse und eine moderne Logistik erzielte hohe Margenniveau zu halten.
Die Bechtle AG plant, ihre Aktionäre auch weiterhin mit einer attraktiven Dividende am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Die Dividendenpolitik orientiert sich dabei in erster Linie an der Ertrags- und Liquiditätssituation des Konzerns und sieht eine Ausschüttungsquote von etwa einem Drittel des Ergebnisses nach Steuern vor. Der aktuelle Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2018 mit 1,00 € je Aktie entspricht einer Quote von 30,6 Prozent und liegt damit auf der Linie der Unternehmenspolitik. Grundsätzliche Änderungen in der Dividendenpolitik des Unternehmens sind nicht geplant.
Fortsetzung folgt. Die nächsten Jahre stehen im Zeichen der Bechtle Vision 2030. Wir freuen uns darauf.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Liquidität.
Die Bilanzstruktur hat sich im Berichtsjahr durch Akquisitionsfinanzierungen verändert. Dennoch verfügt Bechtle nach wie vor über eine hervorragende Liquiditätsausstattung. Diese finanzielle Stärke ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Bechtle kontinuierlich aus eigener Kraft wachsen und flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren kann. Die hohe Liquidität erweist sich hier als Wettbewerbsvorteil. Aus Kundensicht sind zudem die Finanzlage und die Solidität des IT-Partners äußerst wichtig und damit ein wesentliches Entscheidungskriterium insbesondere bei der Vergabe von langfristigen Projekten. Dem Cashmanagement bei Bechtle wird daher weiterhin eine besondere Bedeutung beigemessen. Zusätzlich zur freien Liquidität von 250,9 Mio. € ist angesichts der guten Bilanzrelationen das "ratingneutrale" Verschuldungspotenzial der Bechtle AG erheblich. In Verbindung mit einer auch weiterhin positiven Entwicklung des operativen Cashflows verfügt Bechtle damit über den nötigen Spielraum, um die gesteckten Ziele zu erreichen und das angestrebte überdurchschnittliche Wachstum problemlos - auch aus eigener Kraft - finanzieren zu können.
Finanzierung.
Die Finanzverbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens stark erhöht. Diese Positionen werden sich 2019 - es sei denn, es erfolgen größere Akquisitionen - nicht wesentlich ändern. Kleinere Akquisitionen könnten 2019 wie bisher aus dem laufenden Cashflow und den vorhandenen Liquiditätsbeständen finanziert werden; aber auch die Aufnahme von Fremdkapital ist jederzeit möglich. Die Übernahme größerer Unternehmen könnte zu einem spürbaren Abfluss liquider Mittel führen, aber wahrscheinlicher wäre in einem solchen Fall zumindest die teilweise Finanzierung durch Aufnahme von Fremdkapital oder andere Fremdfinanzierungsoptionen - wie im Berichtsjahr geschehen. Möglich wäre auch ein Rückgriff auf die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten gemäß den gefassten Hauptversammlungsbeschlüssen. Bis Juni 2023 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 14 Millionen Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen.
Sofern 2019 keine größeren Übernahmen erfolgen, wird sich die Bilanzstruktur im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2018 voraussichtlich nicht wesentlich verändern.
Investitionen.
Die Bechtle AG betreibt mit dem Handel von IT-Produkten und dem Angebot an IT-Dienstleistungen kein anlageintensives Geschäft. Die Investitionsquote lag 2018 bei rund 25 Prozent und damit im Rahmen des langjährigen Mittels. Die Investitionssumme belief sich 2018 auf 56,6 Mio. €. Neben dem Erwerb von Bestandsimmobilien sind hier vor allem Investitionen in interne Projekte wie unseren digitalen Marktplatz oder unsere Bechtle Clouds Plattform sowie höhere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen zu nennen. Auch im laufenden Jahr wird Bechtle weiter in die Zukunft des Unternehmens investieren. So haben im Februar 2019 Bautätigkeiten am Stammsitz Neckarsulm für ein neues Bürogebäude begonnen, die im zweiten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden sollen. Wir gehen davon aus, dass sich die Investitionen 2019 auf 50 bis 60 Mio. € belaufen werden.
Akquisitionen werden in allen Geschäftsfeldern auch in Zukunft integraler Bestandteil der Wachstumsstrategie bleiben. Im IT-E-Commerce setzt der Vorstand allerdings vor allem auf organisches Wachstum. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services werden hingegen selektive Akquisitionen auch künftig die regionale Aufstellung und das Kompetenzprofil der Bechtle AG sinnvoll ergänzen.
Einen hohen Stellenwert für unser Unternehmen werden nach wie vor die Personalentwicklung sowie die Ausbildung haben. Mit einem etablierten Qualifizierungsangebot und der konsequenten Fortführung der internen Managementprogramme will Bechtle auch zukünftig in die Förderung von Nachwuchs- und Führungskräften investieren. Auch 2019 plant der Vorstand - unabhängig von Akquisitionen -, die Beschäftigtenzahl zu erhöhen, jedoch unterproportional zum Umsatzwachstum. Ein Fokus der Personalpolitik bei Bechtle liegt weiterhin auf der Ausbildung junger Menschen. In diesem Zusammenhang hat sich die Bechtle AG zur Zukunftssicherung mittelfristig das Ziel gesetzt, den Anteil der Auszubildenden in Deutschland auf etwa 12 Prozent zu erhöhen.
GESAMTEINSCHÄTZUNG
Positiver Ausblick für Bechtle trotz Konjunktureintrübung.
Die gesamtwirtschaftliche Lage ist zu Jahresbeginn 2019 zwar noch positiv - allerdings haben sich die Rahmenbedingungen insgesamt verschlechtert. Zudem haben Unsicherheit und Konjunktursorgen deutlich zugenommen. Sowohl die Europäische Kommission als auch die Bundesregierung haben die Wachstumsprognosen für das Jahr 2019 nach unten korrigiert. Immerhin soll 2019 und 2020 in allen für Bechtle relevanten europäischen Ländern außer Italien das BIP-Wachstum noch über 1 Prozent liegen. Auch die Stimmung in der Wirtschaft hat sich zu Jahresbeginn eingetrübt. Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2019 von 6,6 auf minus 11,1 Punkte gefallen und liegt damit zum ersten Mal seit 2014 wieder unter null. Die Einschätzung der aktuellen Lage ist zwar noch positiv, die Erwartungen liegen mit minus 36,6 Punkten jedoch deutlich im negativen Bereich. In Deutschland ist der ifo-Geschäftsklimaindex seit August 2018 kontinuierlich gesunken und erreichte zu Jahresbeginn den niedrigsten Stand seit Februar 2016. Während die Einschätzung der aktuellen Lage auf hohem Niveau nur leicht zurückging, sind die Erwartungen für die nächsten sechs Monate stark gesunken.
51. IFO-GESCHÄFTSKLIMA DEUTSCHLAND
Auch in der IT-Branche ist die Stimmung verhalten. Der ifo-Index für IT-Dienstleister ist im Januar mit 37,4 Zählern auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Während die Beurteilung der aktuellen Lage im Vergleich zum Dezember sogar leicht im Aufwind war, sind die Erwartungen für die nächsten Monate weiter gesunken.
Der Vorstand rechnet gleichwohl mit einer positiven und im Branchenkontext überdurchschnittlichen Geschäftsentwicklung der Bechtle AG. Die Wachstumsraten werden gegenüber den beiden Jahren 2017 und 2018 voraussichtlich aber spürbar zurückgehen.
52. ÜBERSICHT DER PROGNOSEN ZUR ERTRAGSLAGE FÜR 2019
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| Konzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | Sehr deutliche Steigerung gegenüber 2018 | Deutliche Steigerung | Sehr deutliche Steigerung |
| Umsatzkosten | Proportional zum Umsatz | ||
| Bruttomarge | rund 15 % | ||
| Vertriebskostenquote | rund 6 % | ||
| Verwaltungskostenquote | < 5 % | ||
| EBT | Sehr deutliche Steigerung gegenüber 2018 | Deutliche Steigerung | Sehr deutliche Steigerung |
| EBT-Marge | Mindestens auf Vorjahresniveau | Mindestens auf Vorjahresniveau | Mindestens auf Vorjahresniveau |
| Dividende | Ausschüttungsquote von rund einem Drittel des EAT |
53. Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Erläuterungen hierzu siehe Anhang, insbesondere III., S. 146 ff.
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| Anhang | 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 1 | 4.323.318 | 3.570.124 | |
| Umsatzkosten | 2 | 3.680.384 | 3.026.329 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 642.934 | 543.795 | ||
| Vertriebskosten | 2 | 257.218 | 215.989 | |
| Verwaltungskosten | 2 | 205.688 | 173.396 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 15.053 | 9.842 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 195.081 | 164.252 | ||
| Finanzerträge | 4 | 1.338 | 1.133 | |
| Finanzaufwendungen | 4 | 3.177 | 2.581 | |
| Ergebnis vor Steuern | 193.242 | 162.804 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5 | 56.101 | 48.242 | |
| Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) | 137.141 | 114.562 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | € | 6 | 3,27 | 2,73 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert) | Tsd. Stück | 42.000 | 42.000 |
→ Erläuterungen hierzu siehe Anhang, insbesondere III., S. 146 ff.
54. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| Anhang | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| in Tsd. € | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | 137.141 | 114.562 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | 17 | 1.692 | 5.990 |
| Ertragsteuereffekte | -339 | -973 | |
| Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren | 1 | 0 | |
| Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten | 1.684 | -1.702 | |
| Ertragsteuereffekte | 3 | 504 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | 0 | 0 | |
| Ertragsteuereffekte | 0 | 0 | |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | -766 | 5.094 | |
| Ertragsteuereffekte | 228 | -1.511 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 4.077 | -7.284 | |
| Sonstiges Ergebnis | 16 | 6.580 | 118 |
| davon Ertragsteuereffekte | -108 | -1.980 | |
| Gesamtergebnis (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) | 143.721 | 114.680 |
→ Erläuterungen hierzu siehe Anhang, insbesondere IV., Nr. 16, S. 158 ff.
55. Konzern-Bilanz
AKTIVA
in Tsd. €
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| Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 7 | 345.938 | 193.538 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 8 | 121.120 | 48.721 |
| Sachanlagevermögen | 9 | 152.853 | 134.865 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 27.863 | 30.235 |
| Latente Steuern | 10 | 4.713 | 4.004 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14 | 6.771 | 3.833 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 659.258 | 415.196 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 11 | 280.331 | 211.319 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 754.069 | 581.919 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 1.357 | 1.340 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 14 | 81.227 | 58.783 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 13 | 5.543 | 12.444 |
| Liquide Mittel | 15 | 245.379 | 162.383 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 1.367.906 | 1.028.188 | |
| Aktiva, gesamt | 2.027.164 | 1.443.384 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 42.000 | 42.000 | |
| Kapitalrücklagen | 124.228 | 124.228 | |
| Gewinnrücklagen | 716.976 | 611.055 | |
| Eigenkapital, gesamt | 16 | 883.204 | 777.283 |
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsrückstellungen | 17 | 16.301 | 13.002 |
| Sonstige Rückstellungen | 18 | 11.052 | 7.190 |
| Finanzverbindlichkeiten | 19 | 380.640 | 69.917 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 40 | 96 |
| Latente Steuern | 10 | 41.107 | 21.069 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 21 | 4.858 | 2.292 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 22 | 10.895 | - |
| Abgrenzungsposten | 23 | 0 | 13.701 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 464.893 | 127.267 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige Rückstellungen | 18 | 9.162 | 7.129 |
| Finanzverbindlichkeiten | 19 | 12.872 | 58.930 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 372.338 | 237.160 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 12.509 | 10.733 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 21 | 159.957 | 131.118 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 22 | 96.120 | - |
| Abgrenzungsposten | 23 | 16.109 | 93.764 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 679.067 | 538.834 | |
| Passiva, gesamt | 2.027.164 | 1.443.384 |
56. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| in Tsd.€ | Gewinnrücklagen | Eigenkapital, gesamt [den Aktionären der Bechtle AG zustehend) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Angesammelte Gewinne | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | Gesamt | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital zum 1. Januar 2017 | 21.000 | 145.228 | 529.180 | -1.305 | 527.875 | 694.103 |
| Gewinnausschüttung für 2016 | -31.500 | -31.500 | -31.500 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 114.562 | 114.562 | 114.562 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 118 | 118 | 118 | |||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 114.562 | 118 | 114.680 | 114.680 |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 21.000 | -21.000 | ||||
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 | 42.000 | 124.228 | 612.242 | -1.187 | 611.055 | 777.283 |
| Eigenkapital zum 1. Januar 2018 | 42.000 | 124.228 | 612.242 | -1.187 | 611.055 | 777.283 |
| Gewinnausschüttung für 2017 | -37.800 | -37.800 | -37.800 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 137.141 | 137.141 | 137.141 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 6.580 | 6.580 | 6.580 | |||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 137.141 | 6.580 | 143.721 | 143.721 |
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 | 42.000 | 124.228 | 711.583 | 5.393 | 716.976 | 883.204 |
→ Erläuterungen hierzu siehe Anhang, insbesondere IV., Nr.16, S. 158 ff.
57. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| Anhang | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| in Tsd.€ | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Betriebliche Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 193.242 | 162.804 | |
| Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | |||
| Finanzergebnis | 1.839 | 1.448 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 41.977 | 31.930 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 348 | 138 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 4.585 | 3.708 | |
| Veränderung des Nettovermögens | |||
| Veränderung Vorräte | -31.846 | -28.884 | |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -86.724 | -99.293 | |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 69.029 | -5.541 | |
| Veränderung passive Abgrenzungsposten | 5.123 | 19.011 | |
| Veränderung übriges Nettovermögen | -940 | 14.684 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -56.108 | -45.744 | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 24 | 140.525 | 54.261 |
| Investitionstätigkeit | |||
| Auszahlungen für Akquisitionen abzüglich übernommener liquider Mittel | -232.572 | -11.711 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -56.429 | -67.173 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 1.291 | 494 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen sowie aus Rückzahlungen von langfristigen Vermögenswerten | 7.006 | 10.033 | |
| Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen | -766 | 5.093 | |
| Erhaltene Zinszahlungen | 858 | 589 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 25 | -280.612 | -62.675 |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -129.600 | -17.583 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 391.010 | 84.941 | |
| Dividendenausschüttung | -37.800 | -31.500 | |
| Geleistete Zinszahlungen | -2.243 | -2.280 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 26 | 221.367 | 33.578 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel | 1.716 | -3.196 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | 82.996 | 21.968 | |
| Liquide Mittel zu Beginn der Periode | 162.383 | 140.415 | |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 245.379 | 162.383 |
→ Erläuterungen hierzu siehe Anhang, insbesondere V., S. 171 f.
Konzern-Anhang
I. ALLGEMEINE ANGABEN
Die Bechtle AG (Amtsgericht Stuttgart, HRB 108581), Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Über ihre Tochtergesellschaften ist sie mit IT-Systemhäusern in Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz tätig sowie als IT-E-Commerce-Anbieter in 14 europäischen Ländern im IT-Handelsgeschäft aktiv. Der Konzern bietet so seinen Kunden herstellerübergreifend ein umfassendes Angebot rund um die IT-Infrastruktur und den IT-Betrieb aus einer Hand an.
Bechtle ist seit 2000 an der Börse im Prime Standard notiert und seit 2004 im Technologieindex TecDAX sowie seit 2018 im Börsenindex für mittlere Unternehmen MDAX gelistet. Die Aktien der Gesellschaft werden an allen deutschen Börsen gehandelt.
Der Konzernabschluss der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2018 wurde am 1. März 2019 durch den Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben (IAS 10.17).
Die Bechtle AG veröffentlichte eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes. Der aktuelle Stand der Erklärung wurde auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht.
→ bechtle.com/corporate-governance
II. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG
Die Muttergesellschaft Bechtle AG ist als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315e Handelsgesetzbuch verpflichtet, den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufzustellen. Alle für das Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards wurden übernommen.
Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Zugrundelegung historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Ausnahmen bildeten bestimmte Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden als langfristige Posten dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt und auf volle Tausend gerundet (Tsd. €). Abweichende Angaben werden explizit genannt.
NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN
Erstmals angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen.
Im Berichtszeitraum hat Bechtle die neuen beziehungsweise geänderten Standards und Interpretationen der nachfolgend genannten neuen Rechnungslegungsverlautbarungen angewendet, die vom IASB beziehungsweise vom IFRIC veröffentlicht und von der EU übernommen worden waren (sogenanntes "Endorsement"). Der entsprechenden EU-Verordnung entstammt auch das nachfolgend angegebene Datum zur verpflichtenden Anwendung ("Inkrafttreten"):
→ efrag.org
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| Verlautbarung | Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC | Endorsement (EU) | Inkrafttreten (EU) |
|---|---|---|---|
| Änderungen an IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" | 20. Juni 2016 | 26. Februar 2018 | 01. Januar 2018 |
| IFRS 9 "Finanzinstrumente" | 24. Juli 2014 | 22. November 2016 | 01. Januar 2018 |
| IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" einschließlich Änderungen an IFRS 15 "Inkrafttreten von IFRS 15" | 28. Mai 2014 und 11. September 2015 | 22. September 2016 | 01. Januar 2018 |
| IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" | 08. Dezember 2016 | 28. März 2018 | 01. Januar 2018 |
| Änderungen an IAS 40 "Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien" | 08. Dezember 2016 | 14. März 2018 | 01. Januar 2018 |
| Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" Zyklus 2014-2016, IFRS 1, IAS 28 | 08. Dezember 2016 | 07. Februar 2018 | 01. Januar 2018 |
IFRS 9 "Finanzinstrumente".
Bechtle wendet IFRS 9 erstmals zum 1. Januar 2018 an. Der Standard ersetzt IAS 39. Er führt eine neue Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ein. Dabei regelt der Standard die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten anhand der Zahlungsstrom- und Geschäftsmodelleigenschaften. Die Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerte erfüllen weiterhin die Kriterien für eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften des IAS 39. Die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst. Es ergeben sich daher keine Änderungen.
Darüber hinaus führt IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell ein, das auf alle finanziellen Vermögenswerte anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie auf Leasingforderungen und Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15. Dieses Modell sieht die Erfassung der erwarteten Kreditausfälle bereits zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes vor. Grundsätzlich bezieht sich dies zunächst auf die erwarteten Ausfälle der nächsten zwölf Monate. Bei einer Verschlechterung der Kreditrisiken wird die Betrachtung auf die gesamte Laufzeit des Instruments erweitert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Wertminderungsmodell von IFRS 9 angewendet, das heißt, es wird von vornherein die gesamte Laufzeit der Forderung gewürdigt. Für Bankguthaben, Darlehen sowie andere finanzielle Forderungen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind, werden die allgemeinen Wertminderungsregelungen von IFRS 9 herangezogen. Die Einschätzung der erwarteten künftigen Kreditverluste im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt auf Basis von aktuellen externen Ratings (Euler-Hermes). Hierbei kommt es zu keiner wesentlichen Wertveränderung im Vergleich zur bisher angewandten Methode (-50 Tsd. €). Auf eine Darstellung im Eigenkapital wurde daher verzichtet.
→ Siehe S. 154 ff.
Hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sieht IFRS 9 eine Abschaffung der im Rahmen des retrospektiven Effektivitätstests anzuwendenden Schwellenwerte vor. Stattdessen ist ein Nachweis über den wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft notwendig. Alle derzeit bestehenden Sicherungsbeziehungen werden unter Berücksichtigung des Wahlrechts noch nach IAS 39 bilanziert.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden".
IFRS 15 führt ein neues Modell zur Umsatzrealisierung ein. Er ersetzt die bisher geltenden IFRS-Standards und Interpretationen in diesem Bereich. IFRS 15 regelt die Umsatzrealisierung für alle Verträge mit Kunden. Kernstück des neuen IFRS 15 ist die Einführung eines Modells mit fünf Schritten, bei dem zunächst der Kundenvertrag und die hierin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen identifiziert werden. In den weiteren Schritten folgen die Ermittlung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen. Der Umsatz wird jeweils nach Erfüllung der einzelnen Leistungsverpflichtungen in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises realisiert. Handels- und Dienstleistungsumsätze werden grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung beziehungsweise Leistungserbringung realisiert. Innerhalb der Bechtle Gruppe erfolgt im Wesentlichen eine zeitpunktbezogene Realisierung.
Bechtle wendet IFRS 15 erstmals zum 1. Januar 2018 an. Die erstmalige Anwendung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die beiden Segmente IT-E-Commerce und IT-Systemhaus & Managed Services und somit auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 15 wurde die modifizierte retrospektive Methode angewandt. Vergleichszahlen der Vorjahresperiode wurden nicht angepasst. Darüber hinaus wurde das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung in Anspruch genommen; das heißt, IFRS 15 wird nur auf Verträge angewendet, die zum 1. Januar 2018 noch nicht erfüllt waren.
Bechtle realisiert seine Handels- und Dienstleistungsumsätze zum Zeitpunkt der Lieferung beziehungsweise Leistungserbringung.
Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 müssen Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten gebildet werden. Die Vertragsverbindlichkeiten werden separat in der Bilanz ausgewiesen. Die Vertragsverbindlichkeiten, die sich aus erhaltenen Kundenanzahlungen sowie aus im Voraus bezahlten Dienstleistungsverträgen ergeben, betrugen zum 1. Januar 2018 95.808 Tsd. € und zum 31. Dezember 2018 107.015 Tsd. €. Zum 1. Januar 2018 sowie zum 31. Dezember 2018 ergaben sich nur unwesentliche Vertragsvermögenswerte.
Aus dem Geschäftsfeld von Softwarelizenzverkäufen ergeben sich keine nennenswerten Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018.
Ferner führt IFRS 15 neue Angabepflichten ein, auf die im Anhang, Kapitel III, Nr. 1 näher eingegangen
→ Siehe S. 146
Noch nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen.
Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die noch nicht verpflichtend anzuwenden ("Inkrafttreten") beziehungsweise von der EU noch nicht anerkannt sind. Bei noch ausstehendem "Endorsement" entstammt das genannte Datum zur verpflichtenden Anwendung den entsprechenden Verlautbarungen des IASB beziehungsweise des IFRIC. Im Fall eines anschließenden "Endorsements" enthält die EU-Verordnung gegebenenfalls ein eigenes Datum zur verpflichtenden Anwendung.
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| Verlautbarung | Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC | Endorsement | Inkrafttreten1 |
|---|---|---|---|
| Veröffentlichte Verlautbarungen, die noch nicht angewendet werden | |||
| Änderungen an IFRS 3 "Definition eines Geschäftsbetriebs" | 22. Oktober 2018 | offen | 01. Januar 2020 |
| Änderungen an IFRS 9 "Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung" | 12. Oktober 2017 | 22. März 2018 | 01. Januar 2019 |
| IFRS 16 "Leasingverhältnisse" | 13. Januar 2016 | 31. Oktober 2017 | 01. Januar 2019 |
| Änderungen an IAS 1 und IAS 8 "Definition von wesentlich" | 31. Oktober 2018 | offen | 01. Januar 2020 |
| IAS 19 "Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen" | 07. Februar 2018 | offen | 01. Januar 2019 |
| IAS 28 "Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" | 12. Oktober 2017 | 08. Februar 2019 | 01. Januar 2019 |
| IFRIC 23 "Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern" | 07. Juni 2017 | 23. Oktober 2018 | 01. Januar 2019 |
| Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" Zyklus 2015-2017 | 12. Dezember 2017 | offen | 01. Januar 2019 |
| Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards | 29. März 2018 | offen | 01. Januar 2020 |
1 Verpflichtend anzuwenden spätestens mit Beginn des ersten an oder nach diesem genannten Datum beginnenden Geschäftsjahres.
Im Folgenden werden die für die Bilanzierung des Bechtle Konzerns relevanten Standards angeführt und deren Auswirkungen aufgezeigt:
IFRS 16 "Leasingverhältnisse".
Am 13. Januar 2016 hat das IASB mit IFRS 16 den neuen Rechnungslegungsstandard zur Leasingbilanzierung veröffentlicht. Der Standard betrifft mit seinen grundlegenden Neuerungen insbesondere die bilanzielle Erfassung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Für Leasingnehmer kommt es durch IFRS 16 zu wesentlichen Änderungen bei der Bilanzierung. Grundsätzlich sind, bis auf wenige Ausnahmen, im Rahmen von Leasingverträgen Vermögenswerte und Leasingschulden zu bilanzieren. Für Leasinggeber bleibt die Klassifizierung nach IAS 17 in Operating Lease und Finance Lease auch nach IFRS 16 erhalten. Bechtle ist nach IFRS 16 Leasingnehmer im Wesentlichen hinsichtlich angemieteter Geschäftsräume und geleaster Firmenfahrzeuge. Insoweit wird sich eine andere Bilanzierung nach IFRS 16 ergeben. Die neue Vorschrift wird daher zu einer Erhöhung der Konzernbilanzsumme führen. Zum einen werden die langfristigen Vermögenswerte durch die Aktivierung des Nutzungsrechts ansteigen. Zum anderen werden sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch die Passivierung des Barwerts der Leasingverbindlichkeit erhöhen. Aufgrund der durchgeführten Ermittlungen anhand der aktuell verfügbaren Daten wird mit einer Erhöhung der Bilanzsumme von circa 95 Mio. € gerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die als Operating Lease Aufwand erfassten Beträge um circa 31,8 Mio. € durch die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte von circa 31,4 Mio. € sowie den im Finanzergebnis erfassten Zinsaufwand von circa 0,8 Mio. € ersetzt. Dies führt zu einer Erhöhung des EBIT in 2019 von circa 0,4 Mio. €. Erstanwendungszeitpunkt ist der 1. Januar 2019 und erfolgt modifiziert retrospektiv.
IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung".
Am 7. Juni 2017 hat das IASB den IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung, herausgegeben. Die Interpretation ist auf zu versteuernde Gewinne und steuerliche Verluste, steuerliche Basen, nicht genutzte steuerliche Verluste, nicht genutzte Steuergutschriften sowie Steuersätze anzuwenden, falls Unsicherheit in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung nach IAS 12 besteht. IFRIC 23 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Bechtle erwartet keinen wesentlichen Einfluss aus der erstmaligen Anwendung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage.
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Bechtle AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse der Bechtle AG und ihrer Tochterunternehmen sind konzernweit zum selben Bilanzstichtag erstellt worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3.32 als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Negative Unterschiedsbeträge sind nach IFRS 3.34 ff. erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt die Ergebnisse der erworbenen Gesellschaften ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konsolidierungskreis umfasst die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre beherrschten Tochtergesellschaften. Die Bechtle AG hält unverändert zum Vorjahr an sämtlichen konsolidierten Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile und Stimmrechte.
→ Siehe Anlage A, Tochterunternehmen, S. 205 ff.
Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen:
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| Unternehmen | Sitz | Erstkonsolidierungszeitpunkt | Erwerb |
|---|---|---|---|
| Acommit AG | Horgen, Schweiz | 4. Januar 2018 | Erwerb |
| Acommit Group AG | Horgen, Schweiz | 4. Januar 2018 | Erwerb |
| EvoluSys SA | Coppet, Schweiz | 16. Mai 2018 | Erwerb |
| WStore Europe SAS | Roissy-en-France, Frankreich | 1. September 2018 | Erwerb |
| Inmac WStore SAS | Roissy-en-France, Frankreich | 1. September 2018 | Erwerb |
| Stemmer GmbH | München, Deutschland | 1. Dezember 2018 | Erwerb |
Die Bilanzierung von Unternehmenskäufen erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode.
Weitere Angaben zu den erworbenen Unternehmen befinden sich in Gliederungspunkt VIII. "Akquisitionen und Kaufpreisallokationen".
→ Siehe S. 187 ff.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Tochtergesellschaften von Bechtle führen ihre Bücher in der lokalen Währung mit Ausnahme der Bechtle Holding Schweiz AG, die als nichtoperative, reine Holdinggesellschaft mit hohen liquiden Mitteln in Euro den Euro als funktionale Währung bestimmt hat. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs zum Tag der Transaktion umgerechnet. Am Abschlusstag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, nichtmonetäre Bilanzposten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden ergebniswirksam erfasst. Abweichend davon werden Währungsumrechnungsdifferenzen, die auf Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb einer Tochtergesellschaft beruhen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Im Rahmen der Konsolidierung werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs in die Darstellungswährung des Konzerns, Euro, umgerechnet. Die Erlös- und Aufwandskonten werden zum Durchschnittskurs des Berichtsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird auf der Basis historischer Kurse ermittelt. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Die Wechselkurse der für den Bechtle Konzern wichtigen Währungen veränderten sich zum Euro wie folgt:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Schweiz | CHF | 1,13 | 1,17 | 1,16 | 1,11 |
| Großbritannien | GBP | 0,90 | 0,89 | 0,88 | 0,88 |
| USA | USD | 1,15 | 1,20 | 1,18 | 1,13 |
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Umsatzrealisierung. Bilanzierungsmethode ab 1. Januar 2018:
Die Umsätze enthalten Verkäufe von IT-Produkten sowie Dienstleistungen und werden gemäß IFRS 15 erfasst, der die Standards IAS 18 (Umsatzerlöse) und IAS 11 (Fertigungsaufträge) sowie zugehörige Interpretationen ersetzt. IFRS 15 schreibt ein einheitliches und umfassendes Modell zur Umsatzrealisierung vor. Vorgesehen ist ein fünfstufiges Rahmenmodell, mit dessen Hilfe die Höhe und der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung bestimmt werden sollen. Von zentraler Bedeutung ist grundsätzlich die Bestimmung der einzeln zu bilanzierenden Leistungsverpflichtungen und wie diese erfüllt werden. In den weiteren Schritten folgen die Ermittlung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen. Hierbei ist nach zeitpunkt- beziehungsweise zeitraumbezogener Realisierung zu unterscheiden.
Eine Umsatzrealisierung findet im Moment der Erfüllung der Leistungsverpflichtung statt. Die Leistungsverpflichtung ist erfüllt, wenn die Verfügungsmacht über das Gut oder die Dienstleistung auf den Kunden übergeht. Die für das Geschäftsumfeld von Bechtle bedeutendsten Indikatoren zur Übertragung der Verfügungsmacht stellen einerseits die Kundenabnahme sowie andererseits die Übertragung der am Eigentum verbundenen signifikanten Chancen und Risiken am Vermögenswert dar. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung kann sowohl zeitraum- als auch zeitpunktbezogen erfolgen. Liegt eine zeitraumbezogene Erfüllung vor, sind die Umsatzerlöse nach dem erreichten Leistungsfortschritt zu erfassen. Die Messung des Leistungsfortschritts erfolgt auf Basis der inputbasierten Methode.
Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die Bechtle im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Bechtle ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass sie bei ihren Umsatztransaktionen - mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten Vermittlungsleistungen im Zusammenhang mit Softwarelizenzverkäufen - als Prinzipal auftritt, da sie üblicherweise die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen innehat, bevor diese auf den Kunden übergehen.
Im Bereich unseres Geschäfts mit der Veräußerung von Softwarelizenzen agiert Bechtle als sogenannter Value Added Reseller. Der Verkauf von Softwarelizenzen steht immer im Zusammenhang mit umfangreichen Beratungsleistungen, die als integraler Bestandteil der Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden zu sehen sind. Nur die Kombination aus Beratungsleistung und Softwarelizenz stiftet den gewünschten Nutzen für den Kunden. Somit agiert Bechtle in diesem Bereich als Prinzipal. Agiert Bechtle hingegen nur als Agent, ist lediglich die Vermittlungsprovision als Umsatz zu erfassen, auf den Bechtle als Gegenleistung für die Vermittlungstätigkeit einen Anspruch besitzt.
Bechtle verzichtet darauf, seine zugesagten Gegenleistungen um eine Finanzierungskomponente zu reduzieren, sofern die Forderungslaufzeit maximal ein Jahr beträgt. Übersteigt die Forderungslaufzeit ein Jahr, wurden die Umsatzerlöse mittels Abzinsung auf den Zeitwert angepasst.
Gewährleistungsverpflichtungen erfüllen bei Bechtle in der Regel nicht die Anforderungen an eine eigenständige Leistungsverpflichtung, da sie nicht über das gesetzliche Maß hinausgehen. Diese werden als Rückstellungen ausgewiesen.
Anlaufkosten, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Managed-Service-Verträgen entstehen, sind nach IFRS 15 zu aktivieren und über die Vertragslaufzeit abzuschreiben, sofern diese zu einer verbesserten Nutzung von Ressourcen führen und zurückerlangt werden können. Im Geschäftsjahr 2018 spielen diese Kosten eine untergeordnete Rolle.
Vertriebsprovisionen, die im Zusammenhang mit langfristigen Managed-Service-Verträgen stehen, müssen nach IFRS 15.91 aktiviert werden, wenn der Zeitpunkt der Entstehung nicht mit dem Umsatzrealisationszeitpunkt zusammenfällt. Dies wäre der Fall, wenn die Vertriebsprovision bereits bei Vertragsabschluss fällig werden würde. Auch im Geschäftsjahr 2018 werden Vertriebsprovisionen auf Handelsgeschäfte und Dienstleistungen bei Bechtle zum Zeitpunkt der Lieferung beziehungsweise Leistungserbringung aufwandswirksam und damit zeitgleich zur Umsatzrealisierung erfasst.
Mit der Anwendung der Erleichterungsvorschrift gemäß IFRS 15.94 wurde auf die Aktivierung der Vertragsanbahnungskosten verzichtet.
Die Umsätze werden gemäß IFRS 15 zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu beanspruchenden Entgelts abzüglich Erlösschmälerungen und gewährter Skonti bewertet. Hingegen gibt es keine Gewährung von Mengenrabatten im Sinne einer variablen Gegenleistung sowie Vertragsabschlüsse mit variabler Preisgestaltung der Leistungsverpflichtung. Die Vereinbarung des Transaktionspreises erfolgt bei Bechtle mit Vertragsabschluss.
Rahmenverträge werden ohne die Verpflichtung einer festgelegten Mindestabnahmemenge mit Kunden geschlossen.
Bilanzierungsmethode bis 31. Dezember 2017:
Bis zum 31. Dezember 2017 wurden Umsätze aus dem Verkauf von IT-Produkten erfasst, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übergingen, die Höhe der Umsätze verlässlich bestimmt werden konnte und es hinreichend wahrscheinlich war, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.
Umsätze aus Dienstleistungen wurden nach der Erbringung der Leistung beziehungsweise nach der Abnahme durch den Kunden erfasst. Erlöse aus angearbeiteten Dienstleistungen wurden entsprechend dem Fertigstellungsgrad am Bilanzstichtag erfasst, soweit das Ergebnis verlässlich geschätzt werden konnte (IAS 18.20 ff.). Der Fertigstellungsgrad wurde in Abhängigkeit des zugrunde liegenden Vertrags auf Basis der erbrachten Arbeitsleistung oder als Verhältnis der zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten bestimmt. Sofern das Ergebnis der angearbeiteten Dienstleistungen nicht verlässlich geschätzt werden konnte, wurden diese nur in Höhe der angefallenen Aufwendungen erfasst, die wahrscheinlich einbringlich waren.
Wartungsverträge und andere im Voraus fakturierte Leistungen werden unter Berücksichtigung der bereits erbrachten Leistung über die Laufzeit abgegrenzt.
Forschungs- und Entwicklungskosten.
Mit Ausnahme der Entwicklungskosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung selbst genutzter oder zum Verkauf bestimmter Software anfallen, sind keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten zu verzeichnen. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen zu selbst erstellter Software.
→ Siehe Unternehmen, S. 34 f.
Leasing.
Bei Finanzierungs-Leasingverträgen gilt Folgendes: Dem Leasingnehmer wird das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken trägt, die mit dem Eigentum verbunden sind (IAS 17). Ist Bechtle Leasingnehmer, wird der Leasinggegenstand zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in gleicher Höhe eine Verbindlichkeit passiviert. Der Leasinggegenstand wird linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Die Verbindlichkeit wird anschließend nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Ist Bechtle Leasinggeber, wird eine Leasingforderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts erfasst.
Bei Operating-Leasingverträgen gilt Folgendes: Die zu zahlenden Leasingraten werden beim Leasingnehmer als Aufwand und beim Leasinggeber als Ertrag erfasst. Ist Bechtle Leasinggeber, wird der Vermögenswert in der Bilanz entsprechend angesetzt und linear gemäß der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als der Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber gemäß IFRS 3 angesetzten Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden darstellen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss identifizierten Geschäfts- und Firmenwerte entsprechen der Erwartung künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifiziert oder getrennt angesetzt werden können.
Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht abgeschrieben. Stattdessen werden sie gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte umfassen in der Bechtle Gruppe Marken, Kundenstämme, erworbene Software, selbst erstellte Software und Kundenserviceverträge.
Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden mit dem beizulegenden Zeitwert des Markennamensrechts bewertet. In der Vergangenheit wurde von einer unbegrenzten Nutzungsdauer ausgegangen, da es nach einer Analyse aller relevanten Faktoren keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der diese Markennamensrechte voraussichtlich Netto-Cashflows für den Bechtle Konzern erzeugen werden. Folglich dürfen die Markennamensrechte gemäß IAS 38 nicht abgeschrieben werden, sondern sind gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung zu überprüfen. Die im Berichtsjahr erworbene Marke wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.
Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Kundenbeziehungen werden in der Höhe bewertet, die dem aus der Kundenbeziehung resultierenden Nutzen entspricht. Kundenbeziehungen werden linear über einen Zeitraum abgeschrieben, der vom erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich wird von langfristigen Kundenbeziehungen ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen fünf und zehn Jahren.
Erworbene Software wird zu Anschaffungskosten bewertet und linear über eine Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren abgeschrieben.
Selbst erstellte Software wird unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Die Aktivierung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, die alle direkt zurechenbaren Einzelkosten beinhalten. Die Kosten, die im Zeitraum vor der technischen Durchführbarkeit anfallen, werden als Forschungskosten sofort als Aufwand erfasst. Die lineare Abschreibung der aktivierten Kosten erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.
Wettbewerbsverbote werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Wettbewerbsverbote werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Wettbewerbsverboten resultierenden Nutzen entspricht. Wettbewerbsverbote werden linear über die Dauer des Wettbewerbsverbots abgeschrieben. Bei Bechtle liegen die Nutzungsdauern bei zwei Jahren. Aktuell sind keine Wettbewerbsverbote aktiviert.
Bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit durchgeführt, der diese Vermögenswerte zugeordnet sind. Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen wird ein Werthaltigkeitstest vorgenommen, wenn Ereignisse oder Veränderungen eintreten, die auf eine geminderte Werthaltigkeit hindeuten. Dabei wird zur Prüfung der Werthaltigkeit im Bechtle Konzern grundsätzlich der nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelte Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die nächsten drei Geschäftsjahre. Die Planungsprämissen werden jeweils dem aktuellen Erkenntnisstand auf Basis intern und extern verfügbarer Informationen angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historischen Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.
Der Abschreibungsbedarf entspricht dem Betrag, um den der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests bei Geschäfts- und Firmenwerten werden diese ihren entsprechenden Cash-Generating Units zugeteilt. Vermögenswerte, die nicht länger dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt sind, werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum Buchwert oder niedrigeren beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.
Sachanlagevermögen.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen besteht zu einem Großteil aus Grund und Boden sowie Gebäuden. Diese Vermögenswerte werden von wenigen Gesellschaften gehalten. Im Rahmen der jährlichen Abschlusserstellung dieser Gesellschaften werden Anhaltspunkte oder veränderte Umstände überprüft, ob der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die planmäßige Abschreibung erfolgt zeitanteilig und hauptsächlich linear auf Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Büromaschinen | 2-11 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2-20 Jahre |
| Fuhrpark | 2-7 Jahre |
| Gebäude | 10-50 Jahre |
Geringwertige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über eine Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Kosten für Instandhaltung werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst.
Erstreckt sich die Bauphase eines Vermögenswerts über einen längeren Zeitraum, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten grundsätzlich gemäß IAS 23 aktiviert. Aufgrund der Finanzstruktur der Bechtle Gruppe waren im Geschäftsjahr keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 zu ihrem beizulegenden Zeitwert nur dann erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgen die Zuwendungen für die Anschaffung oder Herstellung von Vermögenswerten, werden die Zuwendungen aktivisch von den Investitionen abgezogen.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzern-Bilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet.
Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Der Wert der aktiven latenten Steuern, die in Vorperioden gebildet wurden, wird zum Bilanzstichtag dahin gehend überprüft, ob weiterhin mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass ein zukünftiger Nutzen realisiert wird. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit ein einklagbares Aufrechnungsrecht besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden von derselben Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden. Der Ermittlung werden die im Jahr der Umkehrung geltenden Steuersätze zugrunde gelegt. Änderungen der Steuersätze werden berücksichtigt, soweit sie verabschiedet sind.
Vorräte.
Die Bewertung der Handelswaren erfolgt gemäß IAS 2 zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten (Durchschnittsmethode). Soweit erforderlich werden Abschläge auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit führten, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Vertragssalden.
Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 müssen Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten gebildet werden, sofern ein Rechtsanspruch auf eine Gegenleistung besteht. Vertragssalden sind gemäß IFRS 15 als separater Bilanzposten auszuweisen. Auf den separaten Ausweis von Vertragsvermögenswerten wurde mangels Wesentlichkeit verzichtet. Die Vertragsverbindlichkeiten sind separat in der Bilanz dargestellt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Langfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Ausnahme bilden die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Diese Beurteilung obliegt den einzelnen Portfolioverantwortlichen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird darüber hinaus unter Berücksichtigung von Euler-Hermes-Ratings und entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten Rechnung getragen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der Bechtle Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.
Geld- und Wertpapieranlagen.
Geldanlagen werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Geldanlagen sind Termingeldanlagen und ähnliche Anlagen bei Banken und anderen Finanzdienstleistungsinstituten sowie Anlagen in Versicherungen mit ursprünglichen Fälligkeiten von mehr als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.
Wertpapieranlagen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Liquide Mittel.
Die liquiden Mittel werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.
Pensionsrückstellungen.
Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen für Pensionen erfolgen gemäß IAS 19. Zu unterscheiden sind dabei grundsätzlich beitrags- und leistungsorientierte Pensionspläne.
Bei beitragsorientierten Plänen treffen den Arbeitgeber über die regelmäßige Entrichtung bestimmter Beiträge hinaus keinerlei Verpflichtungen. Zur Bewertung von Verpflichtungen oder Aufwendungen sind keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich. Daher entstehen keine versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste. Bechtle hat keine beitragsorientierten Pensionspläne in nennenswertem Umfang.
Dagegen sind die aus leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtungen mittels versicherungsmathematischer Annahmen und Berechnungen unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen zu bewerten. Dabei können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auftreten, die unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital zu erfassen sind.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss künftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der zum Bilanzstichtag die bestmögliche Schätzung der Ausgabe darstellt, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung voraussichtlich erforderlich ist.
Sonstige Rückstellungen für Garantien werden entsprechend für die voraussichtliche Inanspruchnahme auf Basis von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen und der Umsätze gebildet.
Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Die passiven Abgrenzungsposten beinhalten im Vorjahr sämtliche Umsatz- und Ertragsabgrenzungen. Dies betraf insbesondere Anzahlungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten auf Wartungsverträge und Garantieleistungen. Die Abgrenzung erfolgte auf Basis der erzielten Einnahmen unter Berücksichtigung bereits erbrachter Leistungen. Die Erfüllung erfolgte gemäß Leistungsfortschritt gleichmäßig über den Vertragszeitraum.
Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Finanzverbindlichkeiten enthalten in der Bechtle Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente.
Sonstige Verbindlichkeiten enthalten sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Verbindlichkeiten und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Ausnahmen bilden die Verbindlichkeiten aus Akquisitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (IFRS 3.39). Verbindlichkeiten aus Akquisitionen haben grundsätzlich immer Fremdkapitalcharakter, da mit diesen Verbindlichkeiten stets eine Zahlungsverpflichtung erwächst beziehungsweise erwachsen kann.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Sie enthalten ausschließlich Finanzinstrumente. Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (zum Beispiel Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken). Gemäß IAS 32.11 ist ein Eigenkapitalinstrument ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Verbindlichkeiten begründet. Ergeben sich aus dem Finanzinstrument Zahlungsverpflichtungen (zum Beispiel auch nur bedingte), handelt es sich um Fremdkapital und nicht um Eigenkapital.
Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls angepasst um Transaktionskosten, die dem Erwerb oder der Ausgabe des Finanzinstruments direkt zurechenbar sind. Ausnahme hiervon stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente dar, die zum Transaktionspreis bewertet werden. Die Folgebewertung erfolgt entsprechend ihrer Bewertungskategorie nach IFRS 9:
Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte:
| ― | finanzielle Vermögenswerte werden nach IFRS 9 in die Klassifizierungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert eingeteilt und entsprechend bewertet. Werden finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, können die Aufwendungen und Erträge entweder vollständig im Periodenergebnis (at fair value through profit or loss) oder im sonstigen Ergebnis (at fair value through other comprehensive income) erfasst werden. |
Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten:
| ― | finanzielle Verbindlichkeiten werden nach IFRS 9, wie bereits nach IAS 39, in zwei Bewertungskategorien eingeteilt. Entweder in die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderung im Periodenergebnis. |
Eigenkapitalinstrumente:
| ― | Nach IFRS 9 sind in den Anwendungsbereich fallende Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz anzusetzen. Wertveränderungen werden im Periodenergebnis erfasst. Ein nicht zu Handelszwecken gehaltenes Eigenkapitalinstrument oder ein Eigenkapitalinstrument im Rahmen einer bedingten Vergütungsabrede bei Akquisitionen kann ab dem erstmaligen Ansatz unwiderruflich zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Gesamtergebnis (at fair value through other comprehensive income) bewertet werden. Eine Umgliederung der Beträge im sonstigen Gesamtergebnis, zum Beispiel bei Verkauf des Instruments, ist dann nicht mehr möglich. |
Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgte jedoch entsprechend ihrer Bewertungskategorie nach IAS 39:
| ― | Kredite und Forderungen (loans and receivables) zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
| ― | finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (financial assets and liabilities at fair value through profit or loss) erfolgswirksam zum Zeitwert |
| ― | bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity) unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| ― | finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortised cost) unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Die Kategoriezuordnung der jeweiligen Finanzinstrumente innerhalb der Bilanzpositionen ist in Kapitel VI. "Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7" dargestellt.
→ Siehe S. 173 ff.
Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden nach der Methode der Bilanzierung zum Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte werden mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Model-Methode) ermittelt. Der Zeitwert wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktdaten (Zinsen, Zinsstrukturkurve, Terminkurse) berechnet. Die Bonität des Schuldners wird mithilfe eines Zuschlagsverfahrens unter Berücksichtigung des Betrags, der Ausfallwahrscheinlichkeit und der Erlösquote bei Zahlungsunfähigkeit berechnet.
Die Bechtle Gruppe bedient sich Devisentermingeschäften sowie Devisenoptionen, um das aus zukünftigen Wechselkursschwankungen resultierende Währungsrisiko bei Forderungen und Verbindlichkeiten zu vermindern. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden bei den als wirksamer Cashflow Hedge zu klassifizierenden Sicherungsgeschäften erfolgsneutral unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern gebucht. Die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die dem unwirksamen Sicherungsinstrument zuzurechnen sind, erfolgt erfolgswirksam.
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Konzerngesellschaften dienen der Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus Tochtergesellschaften mit von der Konzernwährung Euro abweichenden funktionalen Währungen. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsgeschäft, die dem wirksamen Teil der Sicherungsgeschäfte zuzurechnen sind, werden erfolgsneutral erfasst. Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente, die nicht im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 bilanziert sind, werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung mit ihrem beizulegenden Zeitwert berücksichtigt.
ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Vorstands, die sich auf die ausgewiesene Höhe des Vermögens, der Schulden, der Erträge und Aufwendungen im Konzernabschluss sowie den Ausweis der sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Alle Schätzungen und Annahmen basieren jeweils auf dem aktuellen Kenntnisstand und sind nach bestem Wissen getroffen worden, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu vermitteln. Im Wesentlichen sind die nachfolgenden Sachverhalte betroffen:
Der Werthaltigkeitstest für die Geschäfts- und Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erfordert zur Bestimmung deren Nutzungswerts Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie die Wahl eines angemessenen Abzinsungssatzes zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows. Für die Schätzungen der zukünftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen.
Beim erstmaligen Ansatz von im Rahmen von Akquisitionen erworbenen Kundenbeziehungen, Marken und Wettbewerbsverboten ist die Bewertung ebenfalls mit Schätzungen zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verbunden.
Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen erfordern Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern der Vermögenswerte.
Zur Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern des Konzerns sind wesentliche Beurteilungen erforderlich. Insbesondere die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfordern Einschätzungen über die Höhe und Zeitpunkte des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien. Unsicherheiten bestehen weiterhin bezüglich zukünftiger Änderungen des Steuerrechts. Wenn Zweifel an der Realisierbarkeit der Verlustvorträge bestehen, werden diese nicht angesetzt oder wertberichtigt.
Die Vorräte enthalten Wertberichtigungen auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert. Die Höhe der Wertberichtigungen erfordert Einschätzungen und Annahmen über den voraussichtlich zu erzielenden Verkaufserlös.
Für zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Grundlage für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Struktur der Fälligkeit der Forderungssalden, Erfahrungen bezüglich der Ausfallwahrscheinlichkeit externer Kundenratings, die Einschätzung der Kundenbonität sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.
Die Bewertung von Pensionen und ähnlichen Personalverpflichtungen beruht auf Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Faktoren. Diese Faktoren umfassen unter anderem versicherungsmathematische Annahmen wie zum Beispiel den Diskontierungszinssatz, erwartete Wertsteigerungen des Planvermögens, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen, Sterblichkeitsraten und frühestes Rentenalter. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Ansatz und Bewertung der Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen verbunden. Die Beurteilung der Quantifizierung der möglichen Höhe von Zahlungsverpflichtungen beruht auf der jeweiligen Situation und dem Sachverhalt. Für Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, wenn Verluste drohen, diese wahrscheinlich sind und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.
Die Einordnung von Sicherungsinstrumenten in die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) erfordert Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die zugrunde liegenden Eintrittswahrscheinlichkeiten zukünftiger Transaktionen mit gesicherten Währungen und Zinsen.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
III. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1 UMSATZ
Im Umsatz in Höhe von 4.323.318 Tsd. € (Vorjahr: 3.570.124 Tsd. €) werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.
Die Gesellschaft gewährt branchen- und landesübliche Zahlungsziele (zwischen 5 und 50 Tagen).
Im Geschäftssegment IT-E-Commerce werden dabei ausschließlich IT-Handelsumsätze zeitpunktbezogen erzielt. Im Geschäftssegment IT-Systemhaus & Managed Services bestehen die Umsätze überwiegend aus IT-Handelsumsätzen, die ebenfalls zeitpunktbezogen realisiert werden und zu einem Anteil von circa 24 bis 30 Prozent aus IT-Dienstleistungsumsätzen, die entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen realisiert werden. Der Dienstleistungsanteil im Segment IT-Systemhaus & Managed Services liegt auf Vorjahresniveau.
Kunden sind grundsätzlich (branchenunabhängig) nur gewerbliche Endabnehmer und öffentliche Auftraggeber. Die umsatzstärksten Produktgruppen im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Mobile Computing, Software, IT-Dienstleistung und Peripherie. Mit ihnen erwirtschaftete Bechtle rund 54 Prozent des Gesamtumsatzes.
Die Aufgliederung des Umsatzes nach Geschäftssegmenten und Regionen ergibt sich aus den Segmentinformationen.
→ Siehe S. 182 ff.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Erlöse in Höhe von 93.764 Tsd. € erfasst, die Einzahlungen aus früheren Perioden betreffen.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine nennenswerten Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden, erfasst.
2 AUFWANDSGLIEDERUNG
in Tsd. €
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| Umsatzkosten | Vertriebskosten | Verwaltungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Materialaufwand | 3.359.051 | 2.748.121 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personal- und Sozialaufwand | 255.924 | 222.474 | 206.032 | 175.127 | 128.704 | 110.111 |
| Abschreibungen | 15.921 | 13.044 | 8.793 | 6.673 | 17.263 | 12.213 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 49.488 | 42.690 | 42.393 | 34.189 | 59.721 | 51.072 |
| Gesamtaufwendungen | 3.680.384 | 3.026.329 | 257.218 | 215.989 | 205.688 | 173.396 |
Der wesentliche Teil des Materialaufwands entspricht den Kosten für Handelsware. Im Materialaufwand ist netto ein Ertrag aus Wechselkursschwankung von 499 Tsd. € enthalten (Vorjahr: 1.561 Tsd. € Aufwand).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
| ― | Fahrzeugkosten in Höhe von 32.319 Tsd. € (Vorjahr: 30.135 Tsd. €) |
| ― | Aufwendungen für Büro- und Gebäudemieten in Höhe von 28.320 Tsd. € (Vorjahr: 26.262 Tsd. €) |
| ― | Kommunikationskosten in Höhe von 8.489 Tsd. € (Vorjahr: 7.847 Tsd. €) |
| ― | Marketingkosten in Höhe von 12.755 Tsd. € (Vorjahr: 8.764 Tsd. €) |
| ― | Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 16.489 Tsd. € (Vorjahr: 17.257 Tsd. €) |
| ― | Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2.819 Tsd. € |
| ― | Aufwendungen aus der sofortigen Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.035 Tsd. € und |
| ― | sonstige im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Kosten |
3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten | 12.138 | 6.276 |
| Erträge aus dem Betrieb einer Fotovoltaikanlage | 243 | 256 |
| Mieterträge | 249 | 344 |
| Übrige | 2.423 | 2.966 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15.053 | 9.842 |
Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten sind akquisitionsbedingt angestiegen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie in den Vorjahren im Wesentlichen Schadensersatzleistungen, Versicherungserstattungen sowie Erträge aus Sicherungsgeschäften.
4 FINANZERTRÄGE UND FINANZAUFWENDUNGEN
Die Finanzerträge in Höhe von insgesamt 1.338 Tsd. € (Vorjahr: 1.133 Tsd. €) bestehen aus Zinserträgen aus täglich verfügbaren Einlagen, aus Geldanlagen und finanziellen Forderungen von 1.330 Tsd. € (Vorjahr: 1.038 Tsd. €) und Erträgen aus Wertpapieren wie beispielsweise realisierten Kursgewinnen und Zinserträgen von Anleihen von 8 Tsd. € (Vorjahr: 95 Tsd. €).
Die Finanzaufwendungen von 3.177 Tsd. € (Vorjahr: 2.581 Tsd. €) beinhalten Zinsaufwendungen für Darlehen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr waren wie im Vorjahr weder Ineffektivitäten der Cashflow Hedges noch Wertberichtigungen von Geld- und Wertpapieranlagen vorhanden.
5 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Als Ertragsteuern sind die gezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Gezahlte bzw. geschuldete Steuern | ||
| Deutschland | 40.797 | 40.231 |
| Übrige Länder | 16.373 | 7.749 |
| Latente Steuern | ||
| aus zeitlichen Bewertungsunterschieden | -944 | 111 |
| aus Verlustvorträgen | -125 | 151 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 56.101 | 48.242 |
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für den Veranlagungszeitraum 2018 betrug 15,0 Prozent. Hieraus resultiert einschließlich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag eine Steuerbelastung von durchschnittlich 29,7 Prozent (Vorjahr: 29,6 Prozent). Die laufenden Steuern von ausländischen Tochterunternehmen werden auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind.
Die Abstimmung zwischen den tatsächlichen Steueraufwendungen und dem Betrag, der sich unter Berücksichtigung eines gewichteten inländischen und ausländischen Steuersatzes von rund 28,4 Prozent (Vorjahr: 28,4 Prozent) auf den Gewinn vor Ertragsteuern ergibt, stellt sich für das Berichtsjahr wie folgt dar:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 193.242 | 162.804 |
| Erwarteter Steueraufwand | 54.964 | 46.279 |
| Steuerfreie Erträge | -61 | -63 |
| Steuersatzänderung auf latente Steuern | 36 | 310 |
| Steueraufwand frühere Jahre | 136 | 1.706 |
| Steuerertrag frühere Jahre | -90 | -36 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1.249 | 1.198 |
| Zuschreibung/Zugang aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -725 | -659 |
| Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge | -89 | -449 |
| Nicht angesetzte latente Steuern auf Verlustvorträge des laufenden Jahres | 489 | 0 |
| Abwertung bislang angesetzter latenter Steuern auf Verlustvorträge | 55 | 18 |
| Earn-Out-Komponenten | 31 | 8 |
| Sonstige | 106 | -70 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 56.101 | 48.242 |
6 ERGEBNIS JE AKTIE
Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des Ergebnisses nach Steuern, das den Aktionären der Bechtle AG zusteht:
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| 2018 | 2017 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | Tsd. € | 137.141 | 114.562 |
| Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien | Stück | 42.000.000 | 42.000.000 |
| Ergebnis je Aktie | € | 3,27 | 2,73 |
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eigene Aktien verringern entsprechend die Anzahl ausstehender Aktien. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
IV. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
7 GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE
Die einzelnen Veränderungen der Geschäfts- und Firmenwerte im Berichtsjahr sowie deren Zuordnung zu den beiden Cash-Generating Units zeigt die nachfolgende Tabelle.
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| in Tsd.€ | |||
|---|---|---|---|
| Cash-Generating Unit | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2018 | 166.037 | 27.501 | 193.538 |
| Akquisitionen des Berichtsjahres | 25.173 | 124.127 | 149.300 |
| Acommit Group AG | 16.149 | 0 | 16.149 |
| EvoLuSys AG | 2.020 | 0 | 2.020 |
| Inmac WStore SAS | 0 | 124.127 | 124.127 |
| Stemmer GmbH | 7.004 | 0 | 7.004 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.657 | 443 | 3.100 |
| Stand 31.12.2018 | 193.867 | 152.071 | 345.938 |
→ Siehe S. 187 ff. für Informationen zu neu entstandenen Geschäfts- und Firmenwerten
Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte zum 30. September 2018 gemäß IAS 36 ergab wie die vorangegangenen Prüfungen weder für die Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services noch für die Cash-Generating Unit IT-E-Commerce einen Abwertungsbedarf.
→ Zu den Vermögenswerten und Schulden der Cash-Generating Units siehe S. 182 ff.
Bechtle bestimmt die erzielbaren Beträge seiner zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die risikoangepassten Diskontierungszinssätze werden auf Basis von Peergroup-Informationen für Beta-Faktoren, Fremdkapitalkosten sowie Verschuldungsgrad ermittelt. Der verwendete Kapitalkostensatz bei den Cash-Generating Units lag zum 30. September 2018 bei 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent) nach Steuern (WACC vor Steuern 6,9 Prozent, Vorjahr: 6,6 Prozent). Die verwendeten Cashflow-Prognosen basieren auf den vom Management genehmigten individuellen Umsatz- und Kostenplanungen des kommenden Jahres, die so auch in die variablen Vergütungssysteme für die Führungskräfte einfließen und in Übereinstimmung mit den externen Informationsquellen und Vergangenheitserfahrungen stehen. Im Rahmen der Planung wird auf das erwartete Wachstum sowie die Profitabilität der Produkte und Dienstleistungen zurückgegriffen. Die Cashflows für 2019 und 2020 wurden auf Basis der Istdaten und der Plandaten entsprechend den oben genannten Faktoren abgeleitet, die Cashflows für 2021 mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten von 2,0 Prozent fortgeschrieben. Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens deutlich abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- und Firmenwerten vorliegen würde. Beispielsweise würde sich weder bei einer Reduktion der jährlichen Free Cashflows der Cash-Generating Units um jeweils 20,0 Prozent noch bei einer Erhöhung des WACC auf 10,0 Prozent bei ansonsten unveränderten Inputparametern ein Wertminderungsbedarf ergeben.
→ Zum Planungsprozess und zu den Erwartungen siehe Unternehmenssteuerung, S. 41 ff. und Prognosebericht, S.111 ff.
Die Entwicklung der Geschäfts- und Firmenwerte ist in den Anlagen B und C zum Anhang abgebildet.
→ Siehe Anlagen B und C zum Anhang, S. 210 f.
8 SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Marken/Lizenzen | 16.861 | 6.765 |
| Kundenstämme | 63.341 | 5.322 |
| Erworbene Software | 18.882 | 16.777 |
| Selbst erstellte Software | 13.617 | 11.248 |
| Kundenserviceverträge | 8.419 | 8.609 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 121.120 | 48.721 |
Die bilanzierten Marken ARP (Buchwert 3.804 Tsd. €) und Modus (Buchwert 1.900 Tsd. €) haben eine unbegrenzte Nutzungsdauer. Die unbegrenzte Nutzungsdauer begründet sich in der Tatsache, dass sowohl die Gesellschaften der ARP sowie die Modus Consult AG mit ihren entsprechenden Marken ein wesentlicher Bestandteil des Bechtle Konzerns sind und insbesondere als rechtlicher Schutz zum Wettbewerb dienen. Die Marke Inmac (Buchwert 9.957 Tsd. €) hat eine Nutzungsdauer von zehn Jahren. Die Marke ARP und die Marke Inmac sind der Cash-Generating Unit IT-E-Commerce, die Marke Modus der Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services zugeordnet. Im Bereich selbst erstellte Software wurden im Berichtsjahr 4.535 Tsd. € für die neue Vertriebsplattform NEXT inklusive Online-Shop aktiviert.
Der im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitstests zur Ermittlung der Nutzungswerte für die Marken verwendete Diskontierungszinssatz basiert auf den vom Markt abgeleiteten Inputparametern und wurde analog zum Goodwill Impairment Test bei 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,4 Prozent) angesetzt. Den verwendeten Cashflow-Prognosen liegen vom Management genehmigte Umsatz- und Kostenplanungen zugrunde. Weitergehende Wachstumsraten werden nur in inflationsausgleichender Höhe veranschlagt. Im Berichtsjahr wie in den Vorjahren überstieg der für die Marke ermittelte Nutzungswert den Bilanzwert. Durch Sensitivitätsanalysen wurde festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei den Marken vorliegen würde. Die Veränderung des Buchwerts im Vergleich zum Vorjahr ist auf Währungsumrechnungsdifferenzen zurückzuführen.
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Kundenstämme | ||
| Buchwert (31.12.) | 63.341 | 5.322 |
| Verbleibende Restnutzungsdauer (gewichteter Durchschnitt) (Jahre) | 8,6 | 3,2 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen | 5.755 | 3.479 |
| Kumulierte Wertminderungen nach IAS 36 | 0 | 0 |
| Planmäßige Abschreibungen | 3.711 | 1.705 |
| Wertminderungen nach IAS 36 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen der kumulierten Abschreibungen | 65 | -76 |
Der wesentliche Zugang bei den Kundenstämmen in Höhe von 58.100 Tsd. € resultiert aus der Akquisition der WStore Europe SAS.
Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist in den Anlagen B und C zum Anhang dargestellt.
→ Siehe Anlagen B und C zum Anhang, S. 210 f.
9 SACHANLAGEVERMÖGEN
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 100.243 | 88.426 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.445 | 43.080 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.165 | 3.359 |
| Sachanlagevermögen | 152.853 | 134.865 |
Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.
Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf ein Gebäude in Höhe von 1.175 Tsd. € vorgenommen. Darüber hinaus ergaben sich keine weiteren Anhaltspunkte für eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Sachanlagevermögen.
Im Sachanlagevermögen zum 31. Dezember 2018 sind wie im Vorjahr in unwesentlicher Höhe geleaste Vermögenswerte (Finanzierungsleasing) enthalten. In den Grundstücken und Bauten ist ein Investitionszuschuss von 1.531 Tsd. € berücksichtigt.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in den Anlagen B und C zum Anhang dargestellt.
→ Siehe Anlagen B und C zum Anhang, S. 210 f.
10 LATENTE STEUERN
Nachstehend werden die Bestände der aktiven und passiven Steuerlatenzen dargestellt. Neben Veränderungen des laufenden Jahres enthalten diese auch im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zu erfassende latente Steuern sowie Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen.
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Sachanlagevermögen | 18.812 | 12.481 |
| Verbindlichkeiten | 7.594 | 4.336 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.649 | 1.602 |
| Pensionsrückstellungen | 3.535 | 2.858 |
| Verlustvorträge | 928 | 804 |
| Forderungen | 675 | 270 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 306 | 416 |
| Übrige | 483 | 480 |
| 36.982 | 23.247 | |
| Saldierung | -32.269 | -19.243 |
| Aktive latente Steuern (netto) | 4.713 | 4.004 |
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 30.511 | 8.157 |
| Forderungen | 15.494 | 14.344 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 14.567 | 14.258 |
| Abgrenzungsposten | 10.339 | 1.897 |
| Sachanlagevermögen | 1.266 | 728 |
| Vorräte | 254 | 248 |
| Sonstige Rückstellungen | 736 | 340 |
| Übrige | 209 | 340 |
| 73.376 | 40.312 | |
| Saldierung | -32.269 | -19.243 |
| Passive latente Steuern (netto) | 41.107 | 21.069 |
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements zur Realisierung der aktiven latenten Steuern. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können.
Die inländischen Verlustvorträge gelten nach den derzeitigen steuerlichen Bestimmungen als unbefristet. Die eingeschränkte Nutzung von Verlustverrechnungsmöglichkeiten (Mindestbesteuerung) im deutschen Steuerrecht sowie zeitliche Befristungen der ausländischen Verlustvorträge wurden bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt.
Weist eine steuerliche Einheit in der jüngeren Vergangenheit eine Verlusthistorie auf, werden latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen dieser Einheit nur angesetzt, wenn ausreichend zu versteuernde temporäre Differenzen oder substanzielle Hinweise für deren Realisierung vorliegen.
Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, sind wesentliche Annahmen und Schätzungen des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge bei verschiedenen Gesellschaften, die in 2017 und/oder 2018 einen Verlust erzielt haben, betragen 0 Tsd. € (Vorjahr: 277 Tsd. €), denen saldierte passive latente Steuern bei diesen Gesellschaften in Höhe von 0 Tsd. € (Vorjahr: 55 Tsd. €) gegenüberstehen. Aufgrund der Planungen der Gesellschaften und deren aktueller Ergebnisentwicklungen wird davon ausgegangen, dass die latenten Steueransprüche durch ausreichende steuerliche Gewinne realisiert werden.
Bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, bestanden für Körperschaftsteuer in Höhe von 2.135 Tsd. € (Vorjahr: 2.408 Tsd. €), für Gewerbesteuer in Höhe von 7.363 Tsd. € (Vorjahr: 7.409 Tsd. €) und für Verluste von ausländischen Gesellschaften in Höhe von 1.190 Tsd. € (Vorjahr: 1.880 Tsd. €).
Zum 31. Dezember 2018 waren wie im Vorjahr keine latenten Steuerschulden für Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochtergesellschaften von Bechtle erfasst, da diese Gewinne entweder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.
Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften, für die keine Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich insgesamt auf 24.034 Tsd. € (Vorjahr: 14.501 Tsd. €).
Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt 20.398 Tsd. € eigenkapitalmindernd (Vorjahr: 1.031 Tsd. € eigenkapitalmindernd) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Zu den Details bezüglich der erfolgsneutral erfassten latenten Steuern wird auf Kapitel 16 "Eigenkapital" verwiesen.
11 VORRÄTE
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Handelswaren | 287.839 | 217.818 |
| Anzahlungen auf Vorräte | 369 | 229 |
| Wertberichtigungen | -7.877 | -6.728 |
| Vorräte | 280.331 | 211.319 |
Der deutliche Anstieg der Vorräte begründet sich akquisitionsbedingt sowie in der für Großprojekte notwendigen Lagerhaltung.
Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 19.078 Tsd. € (Vorjahr: 18.015 Tsd. €). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Wertberichtigungen um 1.149 Tsd. € erhöht (Vorjahr: 419 Tsd. € Rückgang).
Die im Zusammenhang mit dem Verbrauch von Vorräten erfassten Aufwendungen sind im Materialaufwand enthalten.
12 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 763.875 | 27.863 | 588.975 | 30.235 |
| Wertberichtigungen | -9.806 | 0 | -7.056 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 754.069 | 27.863 | 581.919 | 30.235 |
Die Fälligkeitsstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Überfällig und nicht wertberichtigt | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert | Ganz bzw. teilweise einzelwertberichtigt | Einzelwertberichtigung | Wertberichtigung IFRS 9 | Nicht überfällig und nicht wertberichtigt | weniger als 30 Tage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2018 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 754.069 | 2.657 | -2.389 | -7.417 | 478.830 | 247.327 |
| 31.12.2017 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 581.919 | 3.504 | -1.945 | -5.111 | 463.109 | 103.889 |
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Überfällig und nicht wertberichtigt | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| zwischen 31 und 60 Tagen | zwischen 61 und 90 Tagen | zwischen 91 und 180 Tagen | größer 180 Tage | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2018 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.302 | 11.939 | 3.174 | 1.646 |
| 31.12.2017 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.524 | 3.514 | 1.904 | 1.531 |
Die Forderungen der Gesellschaft sind mit Ausnahme der geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte für Forderungen aus Warenlieferungen nicht besichert. Entsprechend der Umsatzstruktur handelt es sich bei den ausgewiesenen Forderungen zum Großteil um Forderungen aus Warenlieferungen. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommt. Bechtle musste in der Vergangenheit Ausfälle von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene Wertberichtigungen anhand von Ausfallwahrscheinlichkeiten einer Ratingagentur berücksichtigt. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die Bruttobuchwerte je Ratingklasse sind in nachfolgender Tabelle aufgeführt:
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| in Tsd.€ | ||
|---|---|---|
| Euler-Hermes-Rating Bonitätsklassen | Ausfallwahrscheinlichkeit | Bruttobuchwert |
| --- | --- | --- |
| 01-05: sehr hohe bis mittlere Kreditwürdigkeit | 0,8 % | 564.628 |
| 06: erhöhtes Risiko | 4,0 % | 35.583 |
| 07: hohes Risiko | 6,5 % | 10.428 |
| 08: sehr hohes Risiko | 10,0 % | 3.055 |
| 09: nicht kreditwürdig | 18,0 % | 831 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Stand der Wertberichtigungen am 1. Januar | 7.056 | 6.376 |
| Kursdifferenzen/Konsolidierung | 1.699 | -46 |
| Verbrauch | -327 | 291 |
| Auflösungen | 2.095 | 713 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 2.819 | 1.730 |
| Stand der Wertberichtigungen am 31. Dezember | 9.806 | 7.056 |
Die Aufwendungen aus der sofortigen Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 1.035 Tsd. € (Vorjahr: 397 Tsd. €). Erträge aus dem Zahlungseingang auf ausgebuchte Forderungen bestehen nur in unwesentlicher Höhe.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für die Angaben nach IFRS 7 je nach Fristigkeit den Klassen "kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" (738.622 Tsd. €) und "langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" (2.638 Tsd. €) sowie den Klassen "kurzfristige Leasingforderungen" (15.447 Tsd. €) und "langfristige Leasingforderungen" (25.225 Tsd. €) zugeordnet.
13 GELD- UND WERTPAPIERANLAGEN
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Geldanlagen | 5.543 | 0 | 10.442 | 0 |
| Wertpapieranlagen | 0 | 0 | 2.002 | 0 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 5.543 | 0 | 12.444 | 0 |
In den Geldanlagen sind zum Bilanzstichtag Rentenversicherungen als Kapitalanlage in Höhe von 5.543 Tsd. € (Vorjahr: 5.434 Tsd. €) enthalten.
Weitere Angaben zu den zum beizulegenden Zeitwert anzusetzenden Wertpapieren zeigt nachfolgende Tabelle:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | 0 | 2.011 |
| Buchwert | 0 | 2.002 |
| Zinsabgrenzung inkl. zinsäquivalenter Kursverluste1 | 0 | -9 |
1 bei Anleihenkauf über pari
Für die Angaben nach IFRS 7 werden die in den Geld- und Wertpapieranlagen enthaltenen Finanzinstrumente in Höhe von 5.543 Tsd. € (Vorjahr: 5.434 Tsd. €) der Klasse "Geldanlagen: Versicherungen" zugeordnet.
14 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rückvergütung und sonstige Forderungen gegen Lieferanten | 39.862 | 0 | 30.436 | 0 |
| Nichtrealisierte Gewinne aus Finanzderivaten | 312 | 0 | 541 | 0 |
| Forderungen an Personal | 304 | 39 | 352 | 24 |
| Mietkautionen | 256 | 2.166 | 213 | 1.538 |
| Ausgereichtes Darlehen an eine Vermietungsgesellschaft | 51 | 311 | 49 | 362 |
| Versicherungserstattungen | 45 | 69 | 31 | 66 |
| Übrige | 858 | 2 | 2.379 | 0 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 41.668 | 2.587 | 34.001 | 1.990 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 22.284 | 3.602 | 9.205 | 964 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten für Kundenwartungsverträge | 13.451 | 582 | 13.234 | 879 |
| Umsatzsteuerforderung | 2.914 | 0 | 717 | 0 |
| Ansprüche aus Sozialkassen | 809 | 0 | 1.446 | 0 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 68 | 0 | 41 | 0 |
| Vorauszahlungen | 13 | 0 | 139 | 0 |
| Summe nichtfinanzielle Vermögenswerte | 39.539 | 4.184 | 24.782 | 1.843 |
| Sonstige Vermögenswerte | 81.227 | 6.771 | 58.783 | 3.833 |
Die sonstigen Vermögenswerte der Gesellschaft sind nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Die Mietkautionen sind für angemietete Geschäftsräume als Sicherheit zugunsten des Vermieters hinterlegt worden.
Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente weisen zum jeweiligen Bilanzstichtag folgende Fälligkeiten auf:
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert | weniger als 30 Tage | zwischen 31 und 90 Tagen | zwischen 91 und 180 Tagen | zwischen 181 und 360 Tagen | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2018 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | 41.688 | 41.609 | 0 | 79 | 0 | 0 |
| 31.12.2017 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | 34.001 | 33.955 | 0 | 25 | 6 | 5 |
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| in Tsd.€ | |
|---|---|
| Überfällig und nicht wertberichtigt | |
| --- | --- |
| über 360 Tage | |
| --- | --- |
| 31.12.2018 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| 31.12.2017 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 10 |
Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der überfälligen Vermögenswerte ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die Angaben nach IFRS 7 in Höhe von
| ― | 43.601 Tsd. € (Vorjahr: 35.039 Tsd. €) der Klasse "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", |
| ― | 362 Tsd. € (Vorjahr: 411 Tsd. €) der Klasse "Langfristige Ausleihungen", |
| ― | 312 Tsd. € (Vorjahr: 541 Tsd. €) der Klasse "Finanzderivate" |
zugeordnet.
15 LIQUIDE MITTEL
Die liquiden Mittel in Höhe von 245.379 Tsd. € (Vorjahr: 162.383 Tsd. €) beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.
Die liquiden Mittel werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Liquide Mittel" zugeordnet. Aufgrund der sehr kurzen Laufzeiten und der Bonität unserer Vertragspartner erfolgt keine Wertminderung basierend auf erwarteten Kreditverlusten.
16 EIGENKAPITAL
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung als expliziter Abschlussbestandteil vor dem Konzern-Anhang dargestellt.
→ Siehe Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, S. 126
GEZEICHNETES KAPITAL
Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2018 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2017 in 42.000.000 voll eingezahlte, ausgegebene Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juni 2017 wurde das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln gemäß §§ 207 ff. AktG um 21.000 Tsd. € auf 42.000 Tsd. € durch Umwandlung eines Teilbetrags von 21.000 Tsd. € der in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Kapitalrücklage in Grundkapital erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde durchgeführt durch Ausgabe von 21.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 €. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2017 gewinnberechtigt.
Genehmigtes und bedingtes Kapital.
Gemäß Ziffer 4 Abs. 3 der Satzung der Bechtle AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Juni 2023 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien um bis zu 14.000 Tsd. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2018).
Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, sofern
| ― | 1. Fall: die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, 4.200 Tsd. € zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabekurs den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder |
| ― | 2. Fall: die Kapitalerhöhung zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.
KAPITALRÜCKLAGEN
Die Kapitalrücklagen enthalten im Wesentlichen das Ausgabeaufgeld (Agio) aus durchgeführten Kapitalerhöhungen und beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf 124.228 Tsd. € (Vorjahr: 124.228 Tsd. €).
GEWINNRÜCKLAGEN
Angesammelte Gewinne.
Auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 0,90 € je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten (Dividendensumme: 37.800 Tsd. €). Die Dividendenauszahlung erfolgte am 15. Juni 2018. Im Vorjahr wurde mit Zahlungstag 7. Juni 2017 eine Dividendensumme von 31.500 Tsd. € ausgeschüttet.
Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn und den Gewinnrücklagen der Gesellschaft geleistet werden, wie sie im Jahresabschluss der Bechtle AG nach deutschem Handelsrecht ausgewiesen sind. Diese Beträge weichen von der Summe aus den Eigenkapitalien ab, wie sie im Konzernabschluss nach IFRS dargestellt sind. Die Festlegung der Ausschüttung künftiger Dividenden wird gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen. Bestimmende Faktoren sind insbesondere die Profitabilität, die Finanzlage, der Kapitalbedarf, die Geschäftsaussichten sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft. Da die Strategie von Bechtle auf internes und externes Wachstum ausgerichtet ist, werden hierfür Investitionen notwendig, die - soweit möglich - eigenfinanziert werden sollen. Der Vorstand beschloss, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 42.000 Tsd. € zur Ausschüttung der regulären Dividende in Höhe von 1,00 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden.
Neben der für das Geschäftsjahr 2017 ausgezahlten Dividendensumme veränderten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr noch um das Gesamtergebnis in Höhe von 143.721 Tsd. €, bestehend aus dem Ergebnis nach Steuern (137.141 Tsd. €) und dem sonstigen Ergebnis (6.580 Tsd. €). Entsprechend beliefen sich die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2018 auf 716.976 Tsd. € (Vorjahr: 611.055 Tsd. €). Im Vorjahr war neben der Dividendenausschüttung eine Veränderung aus dem Gesamtergebnis in Höhe von 114.680 Tsd. € erfolgt.
Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis.
Das erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassende sonstige Ergebnis setzt sich hinsichtlich seines kumulierten Stands zum Bilanzstichtag und seiner Veränderung im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | -11.661 | 2.353 | -9.308 | -13.353 | 2.692 | -10.661 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren | 0 | 0 | 0 | -1 | 0 | -1 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten | 1.697 | -1 | 1.696 | 13 | -4 | 9 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | -12.307 | 3.596 | -8.711 | -11.541 | 3.368 | -8.173 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 21.716 | 0 | 21.716 | 17.639 | 0 | 17.639 |
| Sonstiges Ergebnis | -555 | 5.948 | 5.393 | -7.243 | 6.056 | -1.187 |
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01. - 31.12.2018 | 01.01. - 31.12.2017 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | Vor Steuern | Ertragsteuereffekt | Nach Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | 1.692 | -339 | 1.353 | 5.990 | -973 | 5.017 |
| Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten | 1.684 | 3 | 1.687 | -1.702 | 504 | -1.198 |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 1.721 | 3 | 1.724 | -1.227 | 363 | -864 |
| Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust | -37 | 0 | -37 | -475 | 141 | -334 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | -766 | 228 | -538 | 5.094 | -1.511 | 3.583 |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | -766 | 228 | -538 | 5.094 | -1.511 | 3.583 |
| Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 4.077 | 0 | 4.077 | -7.284 | 0 | -7.284 |
| Sonstiges Ergebnis | 6.688 | -108 | 6.580 | 2.098 | -1.980 | 118 |
Entsprechend belief sich das sonstige Ergebnis innerhalb des Gesamtergebnisses im Berichtsjahr auf 6.580 Tsd. € (Vorjahr: 118 Tsd. €). Das sonstige Ergebnis wie auch das Gesamtergebnis stehen gänzlich den Aktionären der Bechtle AG zu.
EIGENE ANTEILE
Der Vorstand der Bechtle AG wurde zuletzt durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Ein Erwerb eigener Aktien hat dabei den inhaltlichen Bedingungen des Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen. Diese Ermächtigung gilt bis 15. Juni 2020.
Im Berichtsjahr erfolgten keine Transaktionen in eigene Aktien, sodass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2017 keinen Bestand an eigenen Aktien hielt.
KAPITALMANAGEMENT
Im Rahmen des Kapitalmanagements (IAS 1.134 f.) legt Bechtle den Fokus auf eine solide Kapitalstruktur mit hoher Eigenkapitalquote bei gleichzeitig hoher Kapitalrentabilität und auf eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie in diesem Zusammenhang auf cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital.
Mit 883.204 Tsd. € belief sich das Eigenkapital von Bechtle zum 31. Dezember 2018 auf einem hohen und gegenüber dem Vorjahr (777.283 Tsd. €) verbesserten Wert. Das Eigenkapital (+13,6 Prozent) ist im Berichtsjahr schwächer als das Fremdkapital (+71,7 Prozent) angestiegen, was sich in einer niedrigeren Eigenkapitalquote von 43,6 Prozent (Vorjahr: 53,9 Prozent) ausdrückt. Der Anstieg des Fremdkapitals ist insbesondere durch den Anstieg der Finanzverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen begründet. Im Berichtsjahr wurden weitere Darlehen aufgenommen, die bestehenden wurden planmäßig getilgt. Das höhere Nachsteuerergebnis führt zu einer gestiegenen Eigenkapitalrendite von 18,1 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite verringert sich leicht auf 9,1 Prozent (Vorjahr: 9,6 Prozent).
Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bechtle ist unverändert die Beibehaltung einer starken Eigenkapitalbasis, um das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Markts zu erhalten und um zukünftiges internes und externes Wachstum zu ermöglichen.
Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern auch Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben beziehungsweise eigene Anteile zurückkaufen und gegebenenfalls auch einziehen.
Die solide Kapitalstruktur des Konzerns ist auch Grundlage für finanzielle Flexibilität und weitgehende Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern, was für Bechtle eine hohe Bedeutung hat. Ziel ist eine komfortable Liquiditätsausstattung zur Sicherstellung der jederzeit uneingeschränkten Zahlungsfähigkeit. Zum 31. Dezember 2018 verfügte Bechtle über einen Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 250.922 Tsd. € (Vorjahr: 174.827 Tsd. €). Hinsichtlich der Struktur dieses Bestands steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Fall möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen jederzeit liquide zu sein und die entsprechenden Chancen nutzen zu können. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury.
Vor diesem Hintergrund haben auch cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital, Forderungslaufzeiten und andere Kapitalbindungsdauern eine entsprechend hohe Bedeutung. Bechtle steuert diese Werte, um im operativen Leistungserstellungsprozess möglichst wenig Kapital und Liquidität zu binden. Das Umsatzwachstum sowie die für Großprojekte notwendige Lagerhaltung beziehungsweise teilweise Vorfinanzierung führten zu einem etwas höheren Working Capital, das zum 31. Dezember 2018 580.794 Tsd. € (Vorjahr: 492.865 Tsd. €) betrug. Bechtle definiert das Working Capital als Saldo aus bestimmten Bilanzposten (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten für Kundenwartungsverträge) auf der Aktivseite und bestimmten Bilanzposten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie passive Abgrenzungsposten) auf der Passivseite.
Zum 31. Dezember 2018 beziehungsweise 31. Dezember 2017 wurden keine grundsätzlichen Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren im Kapitalmanagement vorgenommen.
17 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Mit Ausnahme der Pensionspläne bei der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz, Schweiz, und ihren Tochtergesellschaften sowie bei der Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, bestehen in der Bechtle Gruppe keine leistungsorientierten Pensionspläne.
Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Hier betrugen die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland im Berichtsjahr 25.916 Tsd. € (Vorjahr: 23.747 Tsd. €). In Frankreich sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung akquisitionsbedingt auf 1.498 Tsd. € (Vorjahr: 702 Tsd. €) gestiegen.
Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften.
Die Versorgungspläne der Bechtle Holding Schweiz AG und ihrer Tochtergesellschaften sind zwar als beitragsorientierte Pläne vertraglich vereinbart, aber dennoch als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu bilanzieren, da eine finanzielle Beteiligung seitens der Gesellschaften im Fall einer Unterdeckung nicht ausgeschlossen werden kann.
Seit 1. Januar 2006 besteht für die in der Schweiz ansässigen Gesellschaften der Bechtle Holding Schweiz AG die von der Gruppe unabhängige teilautonome "Bechtle Pensionskasse" mit Sitz in Rotkreuz, bei dieser handelt es sich um eine Stiftung im Sinn von Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs. Die Pensionskasse entspricht den Regelungen des Schweizerischen Obligationenrechts und des Bundesgesetzes zur beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Damit ist seitdem die notwendige Transparenz vorhanden, um die Pensionspläne als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 bilanzieren zu können. Hierzu werden seit 1. Januar 2006 regelmäßig versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Die nicht in der Schweiz ansässigen Tochtergesellschaften der Bechtle Holding Schweiz AG sind beitragsorientiert über externe staatliche Vorsorgeeinrichtungen ihres jeweiligen Landes abgedeckt. Gemäß der Finanzierungsvereinbarung der Pensionskasse werden die Beiträge zu 40 Prozent von den Arbeitnehmern und zu 60 Prozent vom Arbeitgeber übernommen.
Mit den Akquisitionen der Acommit Group AG und der EvoluSys SA im Geschäftsjahr 2018 sind auch die Versorgungsansprüche auf Bechtle übergegangen. Gemäß der Finanzierungsvereinbarung der Sammelstiftung werden die Beiträge zu 50 Prozent von den Arbeitnehmern und zu 50 Prozent vom Arbeitgeber übernommen.
Bei einer Sanierung besteht für beide Pläne eine Nachschusspflicht von Bechtle in Höhe von mindestens 50 Prozent des Fehlbetrags. Bei Renteneintritt hat der Versicherte die Wahl zwischen einer monatlichen Rente, deren Höhe im Wesentlichen vom eingezahlten Kapital zuzüglich Zinsen abhängt, oder einer Einmalzahlung als Auszahlung des Kapitals. Die Mindestverzinsung ist staatlich vorgeschrieben.
Im Laufe des Berichtsjahres fielen versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 1.696 Tsd. € an. Unter Berücksichtigung der Wechselkursänderungen von plus 100 Tsd. € ergaben sich so zum 31. Dezember 2018 in den Gewinnrücklagen ausgewiesene versicherungsmathematische Verluste von 10.570 Tsd. € (Vorjahr: versicherungsmathematischer Verlust 12.366 Tsd. €) abzüglich 2.029 Tsd. € (Vorjahr: 2.399 Tsd. €) aktive latente Steuern.
Im Berichtsjahr überstiegen die geleisteten Arbeitgeberbeiträge die zu erfassenden Nettopensionsaufwendungen um 704 Tsd. €. Dieser Betrag wurde entsprechend ertragswirksam im Personalaufwand erfasst.
Nach Berücksichtigung der übrigen Wechselkursänderungen in Höhe von minus 119 Tsd. € belief sich die zum 31. Dezember 2018 insgesamt zu bilanzierende Nettoverpflichtung und damit die Pensionsrückstellung auf 15.965 Tsd. €. In dieser bilanzierten Nettoverpflichtung sind zum 31. Dezember 2018 die Akquisitionen in der Schweiz mit einem Betrag von 4.698 Tsd. € enthalten.
Schlechte Entwicklungen an den Kapitalmärkten sowie eine Änderung der Gesetzeslage durch den Staat sind in Bezug auf die Pensionsverpflichtung potenzielle Risiken für Bechtle. Darüber hinaus können Langlebigkeit der versicherten Personen sowie ein Ungleichgewicht von Bezugsberechtigten versus aktiven Versicherten Bechtle finanziell negativ beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird auf eine breite Streuung der Anlagenklassen geachtet. Das Risikomanagement der Bechtle Pensionskasse umfasst ebenso die Gleichverteilung von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern im Stiftungsrat sowie eine separate Geschäftsführung.
Bechtle Onsite Services GmbH.
Die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, resultieren aus einer Teilgeschäftsbetriebsübernahme zum 1. Oktober 2005 und wurden somit zum 31. Dezember 2005 auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens erstmals im Bechtle Konzern bilanziert. In Vorjahren sind mit weiteren Übernahmen von Teilgeschäftsbetrieben der IBM weitere Verpflichtungen übernommen worden. Die Arbeitgeberbeiträge sind abhängig vom Bruttogehalt der Versicherten. Die Arbeitnehmerbeiträge sind freiwillig. Es bestehen Zusagen zur garantierten Verzinsung des Versorgungskontos. Die Leistung ist abhängig vom Bruttojahresgehalt und von der Beschäftigungsdauer. Größtenteils handelt es sich um Versorgungspläne mit Kapitalauszahlung mit einem Einmalbetrag beziehungsweise in acht jährlichen Raten. Im Fall einer Unterdeckung muss Bechtle die Unterdeckung zu 100 Prozent allein decken. Die erstmalige Anwendung der Heubeck Richttafeln 2018 im Berichtsjahr hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Verpflichtung.
Im Jahr 2013 entschied sich Bechtle, für die Verpflichtungen eine Rückdeckungsversicherung abzuschließen. Vor 2013 wurden die Verpflichtungen dieses leistungsorientierten Pensionsplans als unmittelbare Zusagen ohne Reservenauslagerung abgewickelt.
Zum 31. Dezember 2018 verringerte sich die Pensionsrückstellung um 161 Tsd. € auf 336 Tsd. €. Im Laufe des Berichtsjahres fielen versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 104 Tsd. € an, somit ergaben sich zum 31. Dezember 2018 in den Gewinnrücklagen ausgewiesene versicherungsmathematische Verluste von 1.091 Tsd. € (Vorjahr: 987 Tsd. €) abzüglich 324 Tsd. € (Vorjahr: 293 Tsd. €) aktive latente Steuern.
Im Berichtsjahr überstiegen die geleisteten Arbeitgeberbeiträge die erfolgswirksam zu erfassenden Nettopensionsaufwendungen um 206 Tsd. €. Dieser Betrag wurde entsprechend als Minderung des Personalaufwands erfolgswirksam erfasst.
Schlechte Entwicklungen an den Kapitalmärkten können in Bezug auf diese Versorgungszusagen für Bechtle negative Auswirkungen haben. Sofern die Rückdeckungsversicherung am Markt die Überschüsse nicht in Höhe der zugesagten Verzinsung erwirtschaftet, ergibt sich für Bechtle ein zusätzlicher Finanzaufwand. Bechtle ist bestrebt, die übernommenen Zusagen zu erfüllen oder vorzeitig, sofern der Mitarbeiter zustimmt, abzugelten. Neue Zusagen werden nicht gegeben.
In Summe ergaben die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften und der Bechtle Onsite Services GmbH per 31. Dezember 2018 die in der Konzern-Bilanz als Pensionsrückstellung ausgewiesenen 16.301 Tsd. € (Vorjahr: 13.002 Tsd. €).
Die Überleitungsrechnung für den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. | 126.760 | 131.813 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) | 4.260 | 3.827 |
| Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) | 877 | 778 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.890 | 2.652 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | ||
| aufgrund demografischer Entwicklung | 4.061 | 0 |
| aufgrund Änderungen in den finanziellen Annahmen | -3.779 | -54 |
| aufgrund Erfahrungen | -3.266 | 1.736 |
| Plankürzung | -89 | -89 |
| Zugang durch Akquisition | 15.433 | 0 |
| Abgang durch Divestments | 0 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -8.426 | -3.303 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -1.271 | 0 |
| Wechselkursänderung | 4.927 | -10.600 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. | 142.377 | 126.760 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird wie folgt übergeleitet:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. | 113.758 | 111.889 |
| Zinsertrag | 782 | 675 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.890 | 2.652 |
| Arbeitgeberbeiträge | 4.286 | 4.028 |
| Aufwand/Ertrag aus Planvermögen im sonstigen Ergebnis erfasst | -1.391 | 7.473 |
| Plankürzung | -89 | -89 |
| Zugang durch Akquisition | 10.120 | 0 |
| Abgang durch Divestments | 0 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -8.366 | -3.289 |
| Verwaltungskosten | -293 | -265 |
| Wechselkursänderung | 4.379 | -9.316 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. | 126.076 | 113.758 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung zu der in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellung:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd.€ | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 142.377 | 126.760 | 131.813 | 108.166 | 99.535 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 126.076 | 113.758 | 111.889 | 92.267 | 87.545 |
| Nettoverpflichtung | 16.301 | 13.002 | 19.924 | 15.899 | 11.990 |
| Bilanzierte Pensionsrückstellung | 16.301 | 13.002 | 19.924 | 15.899 | 11.990 |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettopensionsaufwendungen für die leistungsorientierten Versorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) | 4.260 | 3.827 |
| Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) | 877 | 778 |
| Zinsertrag | -782 | -675 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -1.271 | 0 |
| Verwaltungskosten | 293 | 265 |
| Nettopensionsaufwand für Leistungszusagen | 3.377 | 4.195 |
Den leistungsorientierten Pensionsplänen und ihrer versicherungsmathematischen Bewertung liegen zum 31. Dezember 2018 beziehungsweise zum 31. Dezember 2017 die folgenden Parameter zugrunde:
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| Bechtle Holding Schweiz AG | ||
|---|---|---|
| 20181 | 20172 | |
| --- | --- | --- |
| Diskontierungszinssatz und erwartete Verzinsung | 0,6 % | 0,6 % |
| Inflationsrate | 0,5 % | 0,5 % |
| Gehaltssteigerung (inkl. Inflationsrate) | 1,0 % | 1,0 % |
| Rentensteigerung | 0,0 % | 0,0 % |
| Austrittswahrscheinlichkeit, Sterblichkeit, Invalidität | BVG 2015 Gen. | BVG 2010 (P2023) unternehmensspezifische Austrittswahrscheinlichkeit |
| Verheiratungswahrscheinlichkeit | 80 % Mann, 30 % Frau. Altersdifferenz Ehemann zu Ehefrau beträgt 3 Jahre (Schweiz) | 80 % Mann, 30 % Frau. Altersdifferenz Ehemann zu Ehefrau beträgt 3 Jahre (Schweiz) |
| Frühestes Rentenalter | Männer mit 65 Jahren und Frauen mit 64 Jahren zu 100 % (Schweiz) | Männer mit 65 Jahren und Frauen mit 64 Jahren zu 100 % (Schweiz) |
| Zuschlag für Langlebigkeit | keiner | keiner |
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| Bechtle Onsite Services GmbH | ||
|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- |
| Diskontierungszinssatz und erwartete Verzinsung | 1,7 % | 1,6 % |
| Inflationsrate | n. a. | n. a. |
| Gehaltssteigerung (inkl. Inflationsrate) | 1,6 % | 1,5 % |
| Rentensteigerung | 2,0 % | 2,0 % |
| Austrittswahrscheinlichkeit, Sterblichkeit, Invalidität | Heubeck Richttafeln 2018 G; alters- und dienstzeitabhängige Austrittswahrscheinlichkeit | Heubeck Richttafeln 2005 G; alters- und dienstzeitabhängige Austrittswahrscheinlichkeit |
| Verheiratungswahrscheinlichkeit | Heubeck Richttafeln 2018 G | Heubeck Richttafeln 2005 G |
| Frühestes Rentenalter | Zu 100 % mit 62 beziehungsweise 63 Jahren (zusageabhängig) | Zu 100 % mit 62 beziehungsweise 63 Jahren (zusageabhängig) |
| Zuschlag für Langlebigkeit | keiner | keiner |
1 inkl. Acommit AG und EvoluSys AG,
2 inkl. Steffen-Gruppe
Die folgende Sensitivitätsanalyse wurde im Hinblick auf die Parameter mit einem wesentlichen Einfluss auf die Verpflichtung durchgeführt. Die Sensitivitätsanalyse basiert darauf, dass sich nur der jeweils genannte Parameter ändert und alle anderen Parameter unverändert bleiben. Im Vorfeld des Geschäftsberichts wurde untersucht, welche der Parameter einen wesentlichen Einfluss auf die Verpflichtung haben. Über die in der folgenden Tabelle genannten Parameter hinaus würde sich die Verpflichtung bei einer Veränderung der anderen Parameter in einem realistischen Wertbereich nicht signifikant ändern.
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| Bechtle Holding Schweiz AG (inkl. Akquisitionen Schweiz) | Bechtle Onsite Services GmbH | |||
|---|---|---|---|---|
| Diskontierungssatz | +0,5 % | -0,5 % | + 1,0 % | -1,0 % |
| Verpflichtung sinkt um 8,1 % (8,0 %) | Verpflichtung steigt um 9,0 % (9,1 %) | Verpflichtung sinkt um 12,2 % (11,6 %) | Verpflichtung steigt um 15,1 % (17,6 %) | |
| Erwartete Verzinsung | +0,5 % | -0,5 % | ||
| Verpflichtung steigt um 3,0 % (3,1 %) | Verpflichtung sinkt um 2,9 % (2,9 %) |
Die Zusammensetzung des Planvermögens der Bechtle Holding Schweiz AG sowie der Steffen-Gruppe stellt sich hinsichtlich der Investitionskategorien wie folgt dar.
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| 31.12.2018 | ||
|---|---|---|
| Bechtle Holding Schweiz AG | Bewertungsklasse (IFRS 13) | |
| --- | --- | --- |
| Schuldpapiere | 17,2 % | Stufe 1 |
| Eigenkapitalpapiere | 26,0 % | Stufe 1 |
| Immobilienfonds | 23,0 % | Stufe 1 |
| Andere Vermögenswerte | 29,1 % | Stufe 2 |
| Liquidität | 4,7 % | Stufe 1 |
Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung der Bechtle Onsite Services GmbH entspricht dem ermittelten Wert des Versicherungsgebers.
Die durchschnittliche gewichtete Duration der Versicherten in der Schweizer Pensionskasse beträgt 16,1 Jahre und bei der Bechtle Onsite Services GmbH 13,7 Jahre.
Die Aufwendungen aus Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 609 Tsd. € (Vorjahr: 8.148 Tsd. € Ertrag).
Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren in den leistungsorientierten Pensionsplan einbezahlt:
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| 2018 in Tsd.€ |
|
|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 7.048 |
| Fällig zwischen 2 und 5 Jahren | 28.513 |
| Fällig zwischen 6 und 10 Jahren | 35.792 |
| Nettopensionsaufwand für Leistungszusagen | 71.353 |
Die versicherungsmathematischen Gutachten für die Bechtle Holding Schweiz AG und die Bechtle Onsite Services GmbH prognostizieren für das Jahr 2019 Arbeitnehmerbeiträge zu den leistungsorientierten Plänen in Höhe von 4.405 Tsd. €. Die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen werden mit 4.264 Tsd. € erwartet. Das Planvermögen wird sich voraussichtlich im Geschäftsjahr 2019 auf 126.507 Tsd. € erhöhen, sodass eine Nettoverpflichtung von 17.507 Tsd. € erwartet wird. Der Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen wird auf 4.783 Tsd. € prognostiziert.
18 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2018 | Währungsumrechnung und Konsolidierung | Umgliederung | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Garantien und ähnliche Verpflichtungen | 4.664 | 9 | 0 | 3.420 | 222 | 4.531 |
| Personalkosten | 7.902 | 15 | 0 | 2.584 | 103 | 2.589 |
| Rechts- und Beratungskosten | 235 | 1 | 0 | 168 | 25 | 181 |
| Investor Relations | 370 | 0 | 0 | 370 | 0 | 370 |
| Übrige | 1.148 | 3 | 0 | 1.164 | 69 | 2.340 |
| Summe sonstige Rückstellungen | 14.319 | 28 | 0 | 7.706 | 419 | 10.011 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 7.190 | 14 | 0 | 200 | 69 | 833 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 7.129 | 14 | 0 | 7.506 | 350 | 9.178 |
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| in Tsd.€ | ||
|---|---|---|
| Zuführung aus Akquisition | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- |
| Garantien und ähnliche Verpflichtungen | 455 | 6.017 |
| Personalkosten | 3.415 | 11.234 |
| Rechts- und Beratungskosten | 18 | 242 |
| Investor Relations | 0 | 370 |
| Übrige | 93 | 2.351 |
| Summe sonstige Rückstellungen | 3.981 | 20.214 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 3.284 | 11.052 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 697 | 9.162 |
Die Rückstellungen für Garantien und ähnliche Verpflichtungen werden für die voraussichtliche Inanspruchnahme auf der Grundlage von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen gebildet. Sofern im Einzelfall keine anderen Erkenntnisse vorliegen, werden je nach Produkt zwischen 0,1 Prozent und 0,25 Prozent des Nettoverkaufspreises als Garantierückstellungen angesetzt. Die Rückstellungen für Personalkosten setzen sich im Wesentlichen aus Jubiläumsverpflichtungen, aus von zukünftigen Ereignissen abhängigen nachträglichen Personalzahlungen sowie Steuer- und Sozialversicherungsnachzahlungen zusammen. Die Rechts- und Beratungskosten betreffen zum größten Teil Kosten für Beratungsleistungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen, Archivierungs- und Entsorgungskosten sowie ungewisse Verpflichtungen.
19 FINANZVERBINDLICHKEITEN
Im Geschäftsjahr wurden zur Akquisitionsfinanzierung vier Schuldscheindarlehen über insgesamt 300.000 Tsd. € aufgenommen. Die Laufzeiten der vier aufgenommenen Tranchen betragen fünf, sieben und zehn Jahre. Bis auf einen Anteil von 37.500 Tsd. € ist das Darlehen fix verzinst. Um das Zinsänderungsrisiko während der Phase bis zum endgültigen Zinsfixing zu eliminieren, wurden Zinsswaps abgeschlossen. Aus der Auflösung der Geschäfte Mitte Oktober 2018 hat die Bechtle AG 1.730 Tsd. € Barwertausgleich erhalten, der erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht und über die entsprechenden Laufzeitbänder ergebniswirksam aufgelöst wird. Die angefallenen Gebühren sind mit 375 Tsd. € in den Verwaltungskosten enthalten.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten sonstige Kontokorrentschulden von 593 Tsd. € (Vorjahr: 1.948 Tsd. €).
Die Gesellschaft verfügt über Kreditlinien in Höhe von 39.655 Tsd. € (Vorjahr: 39.486 Tsd. €), die sowohl für Bar- als auch Avalkredite genutzt werden können. Zum Bilanzstichtag waren hiervon 6.722 Tsd. € (Vorjahr: 7.049 Tsd. €) durch Avalkredite beansprucht. Diese Kreditlinien sind nicht zweckgebunden und ihre Gewährung unterliegt keinen Auflagen. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über reine Avalkreditlinien in Höhe von 5.109 Tsd. € (Vorjahr: 5.109 Tsd. €), die zum Bilanzstichtag in Höhe von 204 Tsd. € (Vorjahr: 213 Tsd. €) beansprucht waren. Darüber hinaus verfügt Bechtle über Geldmarktkreditlinien in Höhe von 70.000 Tsd. € (Vorjahr: 65.000 Tsd. €], die zum Bilanzstichtag in Höhe von 0 Tsd. € (Vorjahr: 45.000 Tsd. €) beansprucht waren. Insgesamt ergeben sich freie Kreditlinien von 107.838 Tsd. € (Vorjahr: 57.333 Tsd. €).
Im Berichtsjahr wurden die Konditionen von zwei Darlehensverträgen neu vereinbart. Die beiden Verträge mit einem Zinssatz von 5,89 Prozent hatten eine Zinsbindung, die zum 30. September 2018 ausgelaufen ist. Die neue Zinsvereinbarung beträgt 0,75 Prozent beziehungsweise 0,8 Prozent, sodass sich der Zinsaufwand in den Folgequartalen um 61 Tsd. € reduziert hat. Darüber hinaus wurden bereits im Geschäftsjahr 2011 zwei weitere Darlehensverträge mit einem Zinssatz von 6,2 Prozent auf 5,08 Prozent ab 1. März 2014 neu vereinbart. Alle vier Verträge weisen eine Laufzeit bis 2022 auf. Auf die Änderung des Bruttobuchwerts aufgrund des sich veränderten Effektivzinssatzes wurde mangels Wesentlichkeit verzichtet.
Die Finanzverbindlichkeiten werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Darlehen" zugeordnet.
20 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 40 Tsd. € (Vorjahr: 96 Tsd. €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
21 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | 79.574 | 0 | 66.599 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 11.366 | 20 | 8.292 | 7 |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 2.983 | 4.797 | 990 | 2.217 |
| Kundenbonus | 2.516 | 0 | 1.958 | 0 |
| Fahrzeugkosten | 1.502 | 0 | 2.048 | 0 |
| Miete und Mietnebenkosten | 741 | 36 | 925 | 64 |
| Jahresabschlusskosten | 715 | 0 | 696 | 0 |
| Werbung | 569 | 0 | 122 | 0 |
| Telefon/Internet | 397 | 0 | 360 | 0 |
| Nichtrealisierte Verluste aus Finanzderivaten | 339 | 0 | 470 | 0 |
| Versicherungen | 275 | 0 | 281 | 0 |
| Reisekosten und Spesen | 270 | 0 | 232 | 0 |
| Frachten | 161 | 0 | 126 | 0 |
| Übrige | 4.881 | 0 | 2.785 | 0 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 106.289 | 4.853 | 85.884 | 2.288 |
| Umsatzsteuer | 35.177 | 0 | 32.797 | 0 |
| Sozialabgaben | 9.287 | 0 | 4.953 | 0 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 7.643 | 0 | 6.159 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 1.561 | 5 | 1.325 | 4 |
| Summe nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 53.668 | 5 | 45.234 | 4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 159.957 | 4.858 | 131.118 | 2.292 |
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen diverse im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten.
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die Angaben nach IFRS 7 in Höhe von
| ― | 103.023 Tsd. € (Vorjahr: 84.495 Tsd. €) der Klasse "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten", |
| ― | 7.780 Tsd. € (Vorjahr: 3.207 Tsd. €) der Klasse "Verbindlichkeiten aus Akquisitionen", |
| ― | 339 Tsd. € (Vorjahr: 470 Tsd. €) der Klasse "Finanzderivate" |
zugeordnet.
22 VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN
Die Vertragsverbindlichkeiten setzen sich aus erhaltenen Kundenanzahlungen sowie im Voraus bezahlten Dienstleistungsverträgen zusammen und betrugen zum 1. Januar 2018 95.808 Tsd. €, aufgeteilt in 82.107 Tsd. € kurzfristige und 13.701 Tsd. € langfristige Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Vertragsverbindlichkeiten 107.015 Tsd. €, aufgeteilt in 96.120 Tsd. € kurzfristige sowie 10.895 Tsd. € langfristige Verbindlichkeiten.
23 PASSIVE ABGRENZUNGSPOSTEN
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum 31. Dezember 2018 16.109 Tsd. € (Vorjahr: 107.465 Tsd. € aufgeteilt in erhaltene Anzahlungen sowie kurz- und langfristige Rechnungsabgrenzungsposten).
V. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2018 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode.
Die liquiden Mittel beinhalten unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entsprechen der Bilanzposition liquide Mittel. Effekte aus der Währungsumrechnung der liquiden Mittel werden bei der Berechnung gesondert gezeigt.
24 CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 140.525 Tsd. € (Vorjahr: 54.261 Tsd. €) wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden Finanzergebnis, Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie die Veränderung ausgewählter wesentlicher Bilanzpositionen und des übrigen Nettovermögens berücksichtigt.
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten wie im Vorjahr die Veränderungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Der operative Cashflow hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen werden um die aus Akquisitionen übernommenen Vermögenswerte und Schulden sowie um Einflüsse aus der Währungsumrechnung bereinigt.
25 CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Die für Investitionen eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 280.612 Tsd. € (Vorjahr: 62.675 Tsd. €) beinhalten in 2018 im Wesentlichen Auszahlungen für Akquisitionen von Unternehmen sowie für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Vermindert werden diese Auszahlungen durch Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen, Sachanlagen und anderen Vermögenswerten sowie erhaltene Zinszahlungen.
Die Auszahlungen für Akquisitionen umfassen sowohl Kaufpreiszahlungen für im Berichtsjahr erworbene Unternehmen in Höhe von 260.950 Tsd. € (Vorjahr: 8.880 Tsd. €) als auch Nachzahlungen für bedingte Kaufpreiserhöhungen in Vorjahren erworbener Unternehmen in Höhe von 500 Tsd. € (Vorjahr: 3.957 Tsd. €). Im Rahmen dieser Akquisitionen wurden 28.737 Tsd. € liquide Mittel (Vorjahr: 1.035 Tsd. €) übernommen.
→ Siehe S. 187 ff.
Die Bruttozahlungsströme für den Erwerb und Verkauf von langfristigen Geld- und Wertpapieranlagen werden separat dargestellt, während die Zahlungsströme kurzfristiger Geld- und Wertpapieranlagen saldiert ausgewiesen werden. Im Vorjahr wurden fällige Geld- und Wertpapiere nur teilweise wiederangelegt, sodass eine Umschichtung aus Geld- und Wertpapieranlagen in freie liquide Mittel vorgenommen wurde.
Der Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen enthält Zahlungen aus Devisentermingeschäften im Zusammenhang mit der Absicherung der Nettoinvestitionen in die Konzerngesellschaften, deren Landeswährung nicht in Euro notiert. Im Berichtsjahr belief sich dieser Betrag auf -766 Tsd. € (Vorjahr: 5.094 Tsd. €).
→ Siehe S.173 ff.
26 CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Die für Finanzierungstätigkeiten eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 221.367 Tsd. € (Vorjahr: 33.578 Tsd. €) ergeben sich aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, der Dividendenausschüttung sowie geleisteten Zinszahlungen. Im Berichtsjahr leistete Bechtle im Vergleich zum Vorjahr höhere Tilgungszahlungen und nahm mehr Finanzmittel neu auf.
Bei langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden Einzahlungen und Auszahlungen separat ausgewiesen. Die Zahlungsströme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen.
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2017 | Cashflows | Akquisitionen | Kurseffekte | Änderungen im beizulegenden Zeitwert | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 69.917 | 310.723 | 0 | 0 | 0 | 380.640 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 58.930 | -46.149 | 87 | 4 | 0 | 12.872 |
| Summe Finanzierungsverbindlichkeiten | 128.847 | 264.574 | 87 | 4 | 0 | 393.512 |
VI. WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7
INFORMATIONEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH KATEGORIEN
Nachfolgende Tabelle stellt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 einander gegenüber.
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Klasse gemäß IFRS 7 | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2018 | Zeitwert 31.12.2018 | Buchwert 31.12.2017 01.01.2018 | Zeitwert 31.12.2017 01.01.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | KuF | AK | 2.638 | 2.616 | 4.979 | 5.056 |
| Langfristige Leasingforderungen | IAS 17 | IAS 17 | 25.225 | 25.037 | 25.256 | 25.006 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | KuF | AK | 738.622 | 738.622 | 570.922 | 570.922 |
| Kurzfristige Leasingforderungen | IAS 17 | IAS 17 | 15.447 | 15.447 | 10.997 | 10.997 |
| Wertpapiere | ZVvfV | EwzbZ | 0 | 0 | 2.002 | 2.002 |
| Geldanlagen | ||||||
| Schuldscheine | KuF | AK | 0 | 0 | 5.008 | 5.008 |
| Festgeldanlagen | KuF | AK | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungen | KuF | AK | 5.543 | 5.543 | 5.434 | 5.434 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | KuF | AK | 43.601 | 43.601 | 35.039 | 35.039 |
| Langfristige Ausleihungen | KuF | AK | 362 | 361 | 411 | 418 |
| Finanzderivate | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | n. a. | 9 | 9 | 20 | 20 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FV(A)ezbZ | EwzbZ | 303 | 303 | 521 | 521 |
| Liquide Mittel | KuF | AK | 245.379 | 245.379 | 162.383 | 162.383 |
| Passiva | ||||||
| Darlehen | FVzfA | AK | 393.512 | 418.714 | 128.847 | 134.048 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FVzfA | AK | 40 | 39 | 96 | 93 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FVzfA | AK | 372.338 | 372.338 | 237.160 | 237.160 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FVzfA | AK | 103.023 | 103.023 | 84.495 | 84.495 |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | FV(P)ezbZ | EwzbZ | 7.780 | 7.780 | 3.207 | 3.207 |
| Finanzderivate | ||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | n. a. | 8 | 8 | 0 | 0 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FV(P)ezbZ | EwzbZ | 331 | 331 | 470 | 470 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | KuF | 1.036.145 | 1.036.122 | 784.176 | 784.260 | |
| ZVvfV | 0 | 0 | 2.002 | 2.002 | ||
| FVzfA | 868.913 | 894.114 | 450.598 | 455.796 | ||
| FV(A)ezbZ | 303 | 303 | 521 | 521 | ||
| FV(P)ezbZ | 8.111 | 8.111 | 3.677 | 3.677 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 | AK | 1.905.058 | 1.930.236 | 1.234.774 | 1.240.056 | |
| EwzbZ | 8.414 | 8.414 | 6.200 | 6.200 |
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| in Tsd.€ | |
|---|---|
| Klasse gemäß IFRS 7 | Stufe |
| --- | --- |
| Aktiva | |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3 |
| Langfristige Leasingforderungen | 3 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3 |
| Kurzfristige Leasingforderungen | 3 |
| Wertpapiere | 1 |
| Geldanlagen | |
| Schuldscheine | 2 |
| Festgeldanlagen | 2 |
| Versicherungen | 3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3 |
| Langfristige Ausleihungen | 3 |
| Finanzderivate | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 2 |
| Liquide Mittel | 1 |
| Passiva | |
| Darlehen | 2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 3 |
| Finanzderivate | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 2 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 |
Verwendete Abkürzungen für die Bewertungskategorien des IAS 39:
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| KuF | \= Kredite und Forderungen |
| ZVvfV | \= Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
| FVzfA | \= Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| FV(A)ezbZ | \= Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
| FV(P)ezbZ | \= Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Verwendete Abkürzungen für Bewertungskategorien des IFRS 9:
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| AK | \= Anschaffungskosten |
| EwzbZ | \= Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Nach IFRS 13 ist für alle Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird beziehungsweise die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, darzulegen, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die Bewertungstechniken werden in folgende drei Stufen eingeteilt:
Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder unmittelbar oder mittelbar auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen
Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern
Die Wertpapiere aus dem Vorjahr waren börsennotiert und wurden mit dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Die Zahlungsströme der Finanzderivate mit Hedge-Beziehung werden innerhalb eines Zeitraums von zwei Monaten nach dem Bilanzstichtag eintreten. Die Finanzderivate ohne Hedge-Beziehung sind in die Unterkategorie "zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39) eingeordnet.
Verbindlichkeiten aus Akquisitionen sind bedingte, nachträgliche Kaufpreiszahlungen (Earn-outs) für erfolgte Akquisitionen (IFRS 3.58). Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte mithilfe der DCF-Methode. Neben der Planung des Geschäftsverlaufs der übernommenen Einheit wurde ein laufzeitadäquater Diskontierungszinssatz verwendet. Die Bonität des Schuldners Bechtle (IFRS 13.42 ff.) wurde mit einem Zuschlagsverfahren unter Berücksichtigung des Betrags der Ausfallwahrscheinlichkeit und Erlösquote bei Zahlungsunfähigkeit berücksichtigt. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem vertragsmäßig bei Fälligkeit zu zahlenden Betrag beläuft sich auf 316 Tsd. €, davon sind Änderungen des Ausfallrisikos nur in unwesentlichem Umfang enthalten. Der größte Einflussfaktor des beizulegenden Zeitwerts ist die Planung des Geschäftsverlaufs, die auf ergebnisorientierte Kennzahlen abstellt. Bei einer Reduktion der Zielerreichung auf 90 Prozent der beim Erwerb angenommenen Zielerreichung ergibt sich eine Verringerung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen um 10 Prozent, bei einem Anstieg auf 110 Prozent der beim Erwerb angenommenen Zielerreichung ergibt sich eine Erhöhung der Verbindlichkeiten um 0 Prozent. Die Fälligkeiten dieser Verbindlichkeiten liegen in den Jahren 2018 bis 2022.
In der Klasse Versicherungen sind Rentenversicherungen als Kapitalanlage enthalten. Diese Geldanlagen wurden im ersten Quartal 2014 getätigt und im Berichtsjahr erneut verlängert. Der Zeitwert der Rentenversicherungen entspricht der abgezinsten Garantieauszahlung zuzüglich einer Bonitätsbewertung.
Die Zeitwerte der Schuldscheine, Festgeldanlagen, langfristigen Ausleihungen, Darlehen sowie langfristigen Forderungen, Leasingforderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Barwerten der Cashflows unter Berücksichtigung der laufzeitkongruenten, risikogewichteten Zinssätze zuzüglich einer Bonitätswertberichtigung.
Für alle kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert (IFRS 7.29). Dies umfasst die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Leasingforderungen, Wertpapiere, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte, liquiden Mittel und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Während der Berichtsperiode gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.
Die Entwicklung der Finanzinstrumente in Stufe 3 als zum beizulegenden Zeitwert bewertet stellt sich wie folgt dar:
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe Gewinne und Verluste | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Stufe 3 | 01.01.2018 | im Finanzergebnis erfasst | erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst | im sonstigen betrieblichen Ertrag erfasst | Zugänge | Ausgleich/ Abrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 3.207 | 105 | 0 | 0 | 4.968 | -500 |
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| in Tsd.€ | ||
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Stufe 3 | Umgliederung | 31.12.2018 |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 7.780 |
Die im Finanzergebnis als Aufwand erfassten 105 Tsd. € entfallen auf die zum 31. Dezember 2018 bilanzierten, in der Zukunft fälligen Zahlungen.
Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen (Nettoergebnis):
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte AK | Vermögenswerte EwzbZ | Derivate ohne Hedge-Beziehung | Verbindlichkeiten AK | Verbindlichkeiten EwzbZ | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinserträge | 1.563 | 8 | 0 | 0 | 0 | |
| Zinsaufwendungen | 0 | 0 | 0 | -3.143 | 0 | |
| Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Fair-Value-Änderungen | 0 | 1 | -28 | 0 | -105 | |
| Aufwendungen aus Wertminderungen | -724 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Erträge aus Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gewinne/Verluste aus Währungsumrechnung | 266 | 0 | 0 | 233 | 0 | |
| Gewinne/Verluste aus Abgängen | -1.035 | 0 | -351 | 0 | 0 | |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Nettoergebnis | 2018 | 70 | 9 | -379 | -2.910 | -105 |
| Nettoergebnis | 2017 | -1.741 | 95 | 551 | -2.742 | 277 |
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| in Tsd.€ | |
|---|---|
| Summe | |
| --- | --- |
| Zinserträge | 1.571 |
| Zinsaufwendungen | -3.143 |
| Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen | 0 |
| Fair-Value-Änderungen | -132 |
| Aufwendungen aus Wertminderungen | -724 |
| Erträge aus Zuschreibungen | 0 |
| Gewinne/Verluste aus Währungsumrechnung | 499 |
| Gewinne/Verluste aus Abgängen | -1.386 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | 0 |
| Nettoergebnis | -3.315 |
| Nettoergebnis | -3.560 |
Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte entspricht den oben dargestellten Werten. Der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung des Zinsswaps beträgt 3.180 Tsd. € (Vorjahr: 2.159 Tsd. €). Der aus der Fair-Value-Bewertung resultierende Betrag der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Vermögenswerte in Höhe von 1 Tsd. € ist im abgelaufenen Geschäftsjahr neu entstanden. Aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis wurden 37 Tsd. € als Ertrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.
ANGABEN ZU SALDIERTEN UND NICHT SALDIERTEN VERMÖGENSWERTEN UND SCHULDEN
Folgende Finanzinstrumente wurden in der Bilanz aufgrund eines gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Verrechnung beziehungsweise der bestehenden Absicht, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, saldiert (IAS 32).
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bruttobetrag Verbindlichkeit | Bruttobetrag Vermögenswert | bilanzierten Nettobetrag | Bruttobetrag Verbindlichkeit | Bruttobetrag Vermögenswert | bilanzierter Nettobetrag | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 315 | 754.384 | 754.069 | 317 | 582.236 | 581.919 |
| Rückvergütung und sonstige Forderungen gegen Lieferanten | 1.239 | 41.101 | 39.862 | 845 | 31.281 | 30.436 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 375.788 | 3.450 | 372.338 | 239.437 | 2.277 | 237.160 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 11.391 | 25 | 11.366 | 8.311 | 19 | 8.292 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 315 Tsd. € Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 25 Tsd. € Forderungen gegenüber Kunden enthalten. Die jeweiligen Kunden von Bechtle haben aufgrund vertraglicher Vereinbarungen das Recht, diese Positionen miteinander zu verrechnen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 3.450 Tsd. € Forderungen gegenüber Lieferanten und in den Forderungen gegenüber Lieferanten 1.239 Tsd. € Verbindlichkeiten enthalten. Bechtle hat aufgrund vertraglicher Vereinbarung das Recht, diese Positionen miteinander zu verrechnen. Bei diesen Posten handelt es sich im Wesentlichen um Bonuserlöse, die Lieferanten an Bechtle beziehungsweise Bechtle an seine Kunden ausschüttet. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist stichtagsbedingt.
ANGABEN ZUM RISIKOMANAGEMENT VON FINANZINSTRUMENTEN
Währungsrisiko.
Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln, die nicht der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaften entsprechen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten in fremder Währung bestehen in der Bechtle Gruppe aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in geringem Umfang mit externen Lieferanten und Kunden.
Sicherungsgeschäfte dienen zur Absicherung gegen Risiken aus Wechselkursschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Die Bechtle Gruppe sichert mit Devisentermingeschäften, Devisenswaps und Devisenoptionen.
Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften entstehen im Konzernabschluss (EUR) Umrechnungsdifferenzen, die separat direkt im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen werden. Zur weitgehenden Kompensation dieser erfolgsneutralen Währungsumrechnungsdifferenzen und als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 39, IFRIC 16) bediente sich Bechtle im Berichtsjahr eines entsprechenden EUR/CHF-Devisentermingeschäfts, das den Großteil dieser Währungsrisiken absicherte. Schwankungen des EUR/CHF-Wechselkurses können das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da ein bedeutender Anteil des Geschäfts in der Schweiz generiert wird. Aus dem zu Berichtsjahresbeginn getätigten Verkauf von 62 Mio. CHF auf Termin resultierte zum Berichtsjahresende ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Verlust in Höhe von 793 Tsd. € (235 Tsd. € Ertragsteuereffekt). Im Vorjahr hatte aus dem getätigten Verkauf von 57 Mio. CHF auf Termin Jahresende 2017 ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn in Höhe von 4.997 Tsd. € (1.482 Tsd. € Ertragsteuereffekt) resultiert. In gleicher Weise wurde auch das Nettovermögen in Großbritannien gegen EUR/GBP-Wechselkursrisiken gesichert. Aus dem entsprechenden Devisentermingeschäft (Verkauf von 5 Mio. GBP) ergab sich ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn in Höhe von 15 Tsd. € (4 Tsd. € Ertragsteuereffekt). Im Vorjahr wurden 5 Mio. GBP auf Termin verkauft. Der im sonstigen Ergebnis erfasste Ertrag aus dem Sicherungsgeschäft des Nettovermögens betrug im Vorjahr 97 Tsd. € (29 Tsd. € Ertragsteuereffekt). Seit dem Berichtsjahr wurde auch das Nettovermögen der in Polen, Tschechien und Ungarn ansässigen Tochtergesellschaften gesichert. Hier ergaben sich ein im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn von 12 Tsd. € und ein korrespondierender Ertragsteuereffekt von 3 Tsd. €.
Im Gegenzug ergab sich im Konzerneigenkapital ein positiver Effekt aus den Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 4.077 Tsd. € (Vorjahr negativer Effekt: 7.284 Tsd. €). Diese beruhen größtenteils auf der EUR/CHF-Konversion.
Der auf den effektiven Teil der Währungssicherungen entfallende Gewinn (1.697 Tsd. €) wurde erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern (1 Tsd. €) im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Anteil der Sicherungsgeschäfte, deren dazugehörige Verbindlichkeit bereits bilanziell erfasst ist, wurde erfolgswirksam gebucht.
Über die genannten Einzelfälle hinaus werden regelmäßig für operative Zwecke im gewöhnlichen Geschäftsverlauf Sicherungsgeschäfte mit Laufzeiten bis maximal zwei Jahre und Einzelvolumen bis maximal 2 Mio. € abgeschlossen. Das Volumen dieser im jeweiligen Geschäftsjahr abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte ist in nachfolgender Tabelle dargestellt.
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| 2018 | 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währungspaar | Kauf | Verkauf | Kauf | Verkauf | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR/USD | in Tsd. USD | 127.794 | 64.041 | 49.331 | 34.056 |
| EUR/CHF1 | in Tsd. CHF | 78.239 | 72.000 | 62.3471 | 63.0001 |
| EUR/SEK | in Tsd. SEK | 116.173 | 15.500 | 56.430 | 0 |
| EUR/GBP | in Tsd. GBP | 11.095 | 9.688 | 6.833 | 7.596 |
| EUR/PLN | in Tsd. PLN | 6.297 | 6.817 | 0 | 0 |
| EUR/CZK | in Tsd. CZK | 11.800 | 14.372 | 0 | 0 |
| EUR/HUF | in Tsd. HUF | 230.000 | 258.017 | 0 | 0 |
| CHF/EUR1 | in Tsd. EUR | 9.767 | 0 | 3.4471 | 2751 |
| CHF/SEK | in Tsd. SEK | 16.187 | 9.469 | 9.408 | 0 |
| CHF/USD | in Tsd. USD | 3.820 | 0 | 750 | 0 |
| CHF/GBP | in Tsd. GBP | 1.807 | 0 | 700 | 0 |
| CHF/NOK | in Tsd. NOK | 8.897 | 2.024 | 43.309 | 0 |
1 Umgliederung Vorjahr aufgrund Notierungsanpassung
Zum Bilanzstichtag bestand aus diesen Devisengeschäften, die erfolgswirksam bewertet wurden, die Verpflichtung zum Einkauf von netto 1.576 Tsd. USD und 43.945 Tsd. SEK im Tausch gegen EUR sowie die Verpflichtung zum Einkauf von netto 1.615 Tsd. GBP, 1.953 Tsd. NOK, 101 Tsd. SEK und 3.337 Tsd. EUR im Tausch gegen CHF. Darüber hinaus bestand ein Anspruch auf den Verkauf von netto 144 Tsd. GBP im Tausch gegen EUR. Im Vorjahr bestanden Verpflichtungen zum Einkauf von netto 481 Tsd. GBP, 5.646 Tsd. USD, 15.479 Tsd. NOK und 56.430 Tsd. SEK im Tausch gegen EUR sowie die Verpflichtung zum Einkauf von netto 607 Tsd. GBP, 25.514 Tsd. NOK und 202 Tsd. SEK im Tausch gegen CHF. Darüber hinaus bestand ein Anspruch auf den Verkauf von netto 931 Tsd. EUR im Tausch gegen CHF. Aus der Bewertung resultierte ein Gewinn von 116 Tsd. € (Vorjahr: Verlust 69 Tsd. €).
Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das Konzernergebnis vor Steuern. Berücksichtigt werden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung aufgrund des geänderten Umrechnungskurses. Zum Bilanzstichtag bestehende Sicherungsgeschäfte sind bei der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
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|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||
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| Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10 % gegenüber | ||||
| USD | +2.372 | (-2.372) | +4.507 | (-4.507) |
| SEK | +710 | (-710) | +622 | (-622) |
| NOK | +36 | (-36) | +443 | (-443) |
| CHF | -4.763 | (+4.763) | +347 | (-347) |
| GBP | + 141 | (-141) | +266 | (-266) |
| PLN | + 17 | (-17) | + 12 | (-12) |
| CZK | -37 | (+37) | -9 | (+9) |
| HUF | -32 | (+32) | -25 | (+25) |
Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das sonstige Ergebnis (erfolgsneutral). Berücksichtigt sind hierbei die Veränderung der Zeitwerte der Derivate, die als Sicherungsbeziehung (IAS 39) bilanziert werden, sowie die Wertänderung der Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften mit der jeweiligen Währung als funktionale Währung.
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|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10 %% gegenüber | ||||
| CHF | +6.750 | (-6.750) | +5.674 | (-5.674) |
| GBP | +738 | (-738) | +645 | (-645) |
| PLN | + 145 | (-145) | + 110 | (-110) |
| HUF | +69 | (-69) | +65 | (-65) |
| CZK | +61 | (-61) | +44 | (-44) |
| USD | -153 | (+153) | -127 | (+127) |
Zinsrisiko.
Das Zinsrisiko liegt für den Bechtle Konzern vor allem bei den aus seinen liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen erwirtschafteten Zinserträgen. Die Zinsrisiken des Bechtle Konzerns werden zentral analysiert und Maßnahmen, die sich daraus ergeben, durch das Konzernfinanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung.
Nur in geringem Umfang und daher mit nur unwesentlichem Zinsrisiko bestehen darüber hinaus variabel verzinsliche Finanzinstrumente, bei denen ein Cashflow-Risiko aufgrund sich möglicherweise verschlechternder Zinskonditionen gegeben ist. Außerdem besteht ein unwesentliches Zinsrisiko für festverzinsliche Finanzinstrumente mit Fair-Value-Risiko aufgrund der in Abhängigkeit von Zinssätzen schwankenden beizulegenden Zeitwerte. Aus der variablen Tranche des im Berichtsjahr aufgenommenen Schuldscheindarlehens besteht ein geringes Zinsänderungsrisiko, das einer laufenden Überwachung unterliegt.
Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der liquiden Mittel sowie Geld- und Wertpapieranlagen des Bechtle Konzerns zum Bilanzstichtag sowie unter Berücksichtigung der hierfür relevanten Zinssätze in den relevanten Währungen durchgeführt. Ein hypothetischer Rückgang beziehungsweise Anstieg dieser Zinssätze ab Berichtsjahresanfang um 100 Basispunkte beziehungsweise 1,0 Prozent pro Jahr (bei konstanten Wechselkursen) hätte zu einer Verringerung beziehungsweise Erhöhung der Zinserträge um 2.134 Tsd. € geführt (Vorjahr: 1.748 Tsd. €).
Liquiditätsrisiko.
Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten ergibt sich aus zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente. Nachfolgende Tabellen weisen die nicht abgezinsten Zahlungsverpflichtungen der entsprechenden Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag und Vorjahresstichtag entsprechend IFRS 7 aus.
Das Liquiditätsrisiko wird wöchentlich mithilfe einer 14-tägigen Liquiditätsvorschau gesteuert und überwacht.
→ Angaben zum Liquiditätsmanagement siehe S. 107
→ Zu den Cashflows der Finanzverbindlichkeiten siehe S.169
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|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
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| Darlehen | Sonstige kurzfristige nicht derivative Verbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert 31.12.2018 | 392.919 | 593 | 372.378 | 110.803 |
| Cashflow 2019 | ||||
| Zinsen | 5.762 | 0 | 0 | 0 |
| Tilgung | 12.279 | 593 | 372.338 | 105.950 |
| Cashflow 2020 | ||||
| Zinsen | 5.554 | 0 | 0 | |
| Tilgung | 12.045 | 32 | 56 | |
| Cashflow 2021-2022 | ||||
| Zinsen | 9.886 | 0 | 94 | |
| Tilgung | 38.617 | 8 | 4.797 | |
| Cashflow 2023-2024 | ||||
| Zinsen | 7.981 | |||
| Tilgung | 93.264 | |||
| Cashflow 2025-2026 | ||||
| Zinsen | 5.535 | |||
| Tilgung | 133.762 | |||
| Cashflow 2027-2028 | ||||
| Zinsen | 3.712 | |||
| Tilgung | 102.952 |
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | ||||
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| Darlehen | Sonstige kurzfristige nicht derivative Verbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert 31.12.2017 | 126.899 | 1.948 | 237.256 | 87.702 |
| Cashflow 2018 | ||||
| Zinsen | 1.898 | 0 | 0 | 0 |
| Tilgung | 55.029 | 1.948 | 237.160 | 85.414 |
| Cashflow 2019 | ||||
| Zinsen | 1.721 | 0 | 0 | |
| Tilgung | 9.408 | 44 | 28 | |
| Cashflow 2020-2021 | ||||
| Zinsen | 2.795 | 0 | 0 | |
| Tilgung | 21.231 | 8 | 21 | |
| Cashflow 2022-2023 | ||||
| Zinsen | 527 | 0 | 294 | |
| Tilgung | 31.999 | 44 | 2.239 | |
| Cashflow 2024-2025 | ||||
| Zinsen | 103 | |||
| Tilgung | 6.162 | |||
| Cashflow 2026-2027 | ||||
| Zinsen | 28 | |||
| Tilgung | 3.070 |
Die liquiden Mittel sind auf 22 Kreditinstitute beziehungsweise Finanzkonzerne verteilt. Bei Bankeinlagen innerhalb der Europäischen Union wird sichergestellt, dass das Guthaben bei einer Bank beziehungsweise bei einer Gruppe von Banken mit gleicher Einlagensicherung nicht den Maximalbetrag der jeweiligen Einlagensicherung übersteigt. Rund 28 Prozent der liquiden Mittel werden bei Instituten, die dem Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe angehören, vorgehalten. Hieraus kann bei einem Ausfall von mehreren zu dieser Sicherungseinrichtung gehörenden Instituten ein Risiko entstehen. Die Schweizer Konzerngesellschaften halten bei Schweizer Großbanken etwa 25 Prozent der liquiden Mittel des Konzerns vor, hier existiert nur eine geringe gesetzliche Einlagensicherung.
→ Weitere Angaben zum Risikomanagement siehe S. 106 f.
Bei der Anlage von Wertpapieren wird neben einem hervorragenden Rating auf eine Diversifizierung bezüglich Branchen, Ländern und Laufzeiten geachtet. Der maximale Anlagebetrag pro Wertpapier beträgt 2 Mio. €.
Geldanlagen werden in Instrumente mit Einlagensicherung getätigt. Zum 31. Dezember 2018 hält Bechtle Geldanlagen pro Haftungseinheit von maximal 6 Mio. €.
Ausfallrisiko.
Die Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte auf alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie landesspezifischer Einlagensicherungsfonds auf alle liquiden Mittel und Geldanlagen bestehen keine Sicherungen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Bechtle stellt seinen Gläubigern, mit Ausnahme der Darlehensgeber für Bauten, nahezu ausnahmslos keine Sicherungen.
Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Fall möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen schnell auf vorhandene liquide Mittel zugreifen zu können. Damit werden rein finanzwirtschaftliche Ziele - wie die Optimierung der Finanzerträge - der Akquisitionsstrategie und dem Wachstum des Unternehmens untergeordnet. Diese finanzielle Flexibilität bildet die Grundlage dafür, sich in einem stark konsolidierenden Markt erfolgreich behaupten zu können. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen zentral durch das Treasury.
Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investmentgrade aufweisen. Bei Geldanlagen innerhalb der Europäischen Union werden Anlagen mit entsprechender Einlagensicherung bevorzugt. In der Schweiz existiert eine derartige Sicherung nur in geringem Umfang, sodass hier Anlagen nur bei Banken mit einer sehr guten Bonitätsbewertung getätigt werden.
Um Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden mittels einer fortlaufenden Bonitätsprüfung kundenspezifische Kreditrahmen festgelegt.
VII. SEGMENTINFORMATIONEN
Die Segmentinformationen erfolgen wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente".
Der Bechtle Konzern ist derzeit in zwei Geschäftssegmenten tätig, dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services und dem Segment IT-E-Commerce. Die zwei Segmente unterscheiden sich in ihren Tätigkeitsbereichen und weisen unterschiedliche Abläufe im Handel mit IT-Produkten auf. Die strategische Ausrichtung und die verfolgte Expansionsstrategie sind verschieden.
→ IT-Gesamtlösungsanbieter mit kundenspezifischen Kombinationen aus Dienstleistungen sowie Hard- und Software
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst das Leistungsangebot von Bechtle die gesamte Wertschöpfungskette der IT - von der IT-Strategieberatung über die Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services sowie Schulungen bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots, bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit Hard- und Software, ist Bechtle hier in der Lage, für jeden Kunden eine unmittelbar an dessen Bedürfnissen und Wünschen ausgerichtete Lösung zu erarbeiten. In diesem Segment ist Bechtle in Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz vertreten, wo die flächendeckende dezentrale Organisation mit rund 70 Standorten für besondere Kundennähe sorgt.
Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Onlineshop und Telefon gestützten reinen Handelsaktivitäten des Konzerns. Bechtle deckt hier als IT-Fachhändler mit über 70.000 Produkten im Webshop - von der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln - alle gängigen Bereiche der IT ab und verfolgt dabei eine Mehrmarkenstrategie. Die Marke Bechtle direct ist derzeit in 14 europäischen Ländern vertreten und fokussiert sich auf die klassische Hardware und Software der marktführenden Hersteller. Dagegen hat die Marke ARP auch innovative Nischenprodukte sowie Produkte unter eigenem Label im Sortiment. Sie ist in sechs Ländern Europas aktiv und betreibt zudem eine Einkaufsgesellschaft in Taiwan. Das Softwarelizenzgeschäft der Marke Comsoft direct ist in vier europäischen Ländern präsent. Seit dem 1. Januar 2017 sind die Aktivitäten der Comsoft-Gesellschaften in den drei Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services zugeordnet (vorher IT-E-Commerce).
→ Fachhändler mit über 70.000 Artikeln, Mehrmarkenstrategie
Gesellschaften der Bechtle Gruppe bestehen überwiegend in Deutschland. Ausländische Gesellschaften befinden sich in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, der Schweiz, Spanien, Taiwan, Tschechien und Ungarn.
Die Verwaltung und die strategische Steuerung der einzelnen Gesellschaften sind im Wesentlichen in Gaildorf und Neckarsulm bei der Bechtle AG als Konzernmutter mit dem Konzernvorstand zentralisiert.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.
Die verantwortliche Unternehmensinstanz im Sinne des IFRS 8.7 ist der Vorstand der Bechtle AG, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services und dem Vorstand für IT-E-Commerce. Diese Instanz zeichnet für die konzernweite und bereichsübergreifende Überwachung und Steuerung des Konzernerfolgs sowie Ressourcenverteilung verantwortlich. Strategische Entscheidungen hinsichtlich der Allokation von Ressourcen für die beiden Segmente und die Bewertung der jeweiligen Ertragskraft werden ausschließlich in den Vorstandssitzungen der Bechtle AG in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen. Der Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services und der Vorstand für IT-E-Commerce sind einzeln jeweils der Segmentmanager (IFRS 8.9) für das entsprechende Geschäftssegment. Im Rahmen dieser Funktion obliegen ihnen die Steuerung der Ressourcen und die Beurteilung der Leistungskraft für das von ihnen verantwortete Segment. Dabei führt der Segmentmanager auch die ihm untergeordneten Bereichsvorstände und Geschäftsführer in seinem Segment. Die Segmentmanager übernehmen gegenüber der leitenden Unternehmensinstanz die Verantwortung für ihren Bereich und treten regelmäßig mit dieser in Kontakt, zum Beispiel in Vorstandssitzungen, um über die Aktivitäten, Ergebnisse und Planungen ihres Segments zu berichten und zu diskutieren.
Die nachfolgend dargestellten Segmentinformationen entsprechen den im internen Berichts- und Steuerungssystem verwendeten Größen, die insbesondere auch von der Konzernleitung beziehungsweise der leitenden Unternehmensinstanz zur Erfolgsbeurteilung und zur Ressourcenallokation herangezogen werden. Die Erträge und Aufwendungen sowie Vermögenswerte und Schulden der Zentraleinheiten/-funktionen des Bechtle Konzerns sind dabei entsprechend den Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen in den beiden Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor akquisitionsbedingten Abschreibungen. Die Abschreibungen aus Akquisitionen beziehen sich auf die Geschäfts- und Firmenwerte, Kundenstämme, Kundenserviceverträge sowie Marken, die aus erfolgten Akquisitionen resultieren. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen über die Zentraleinheiten finanziert werden und externe Zinsaufwendungen/-erträge überwiegend dort entstehen. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und Finanzaufwendungen lediglich auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis vor Steuern im Bechtle Konzern und unter Berücksichtigung der Steuern auf Konzernebene schließlich das Ergebnis nach Steuern im Bechtle Konzern.
Dabei besteht eine asymmetrische Allokation (IFRS 8.27) insofern, dass die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden der Segmente zinstragende Vermögenswerte und Schulden sowie Steuerforderungen und -schulden beinhalten. Bei symmetrischer Zuordnung wären das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechend niedriger beziehungsweise die ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente entsprechend um Finanzerträge und -aufwendungen sowie Steuern erweitert.
Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind der Vollständigkeit und Transparenz halber nachfolgend hinsichtlich der Umsätze sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten auch explizit ausgewiesen. Der konsolidierte Umsatz ist die Summe der Umsätze der beiden Segmente mit Konzernexternen. Entsprechendes gilt für die Forderungen und Verbindlichkeiten beziehungsweise die Vermögenswerte und Schulden der beiden Segmente und in Summe des Bechtle Konzerns.
Die ausgewiesenen Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen.
In der Segmentierung nach Regionen (Inland oder Ausland) sind die Umsätze dem Land zugeordnet, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Firmensitz hat. Aus der Sicht der jeweiligen Tochtergesellschaft werden ausschließlich Umsätze im eigenen Land getätigt. Ausgewiesen werden nur Umsätze mit Konzernexternen. Entsprechend sind die Vermögenswerte, Schulden und Investitionen basierend auf dem jeweiligen Firmensitz dem Inland (Deutschland) oder Ausland zugeordnet.
→ Angaben zur Zusammensetzung des Umsatzes siehe S. 146
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|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||||
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| Nach Segmenten | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Gesamtkonzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Gesamtkonzern |
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| Gesamtsegment-Umsatz | 2.938.055 | 1.424.033 | 2.548.280 | 1.059.781 | ||
| abzüglich des Umsatzes mit anderem Segment | -31.765 | -7.005 | -31.408 | -6.529 | ||
| Umsatz | 2.906.290 | 1.417.028 | 4.323.318 | 2.516.872 | 1.053.252 | 3.570.124 |
| Abschreibungen | -27.3901 | -7.717 | -35.107 | -22.214 | -5.817 | -28.031 |
| Segmentergebnis | 130.374 | 71.577 | 201.951 | 118.400 | 49.751 | 168.151 |
| Abschreibungen aus Akquisitionen | -4.290 | -2.580 | -6.870 | -3.899 | 0 | -3.899 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 126.084 | 68.997 | 195.081 | 114.501 | 49.751 | 164.252 |
| Finanzergebnis | -1.839 | -1.448 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 193.242 | 162.804 | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -56.101 | -48.242 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 137.141 | 114.562 | ||||
| Investitionen | 46.460 | 10.166 | 56.626 | 53.245 | 13.621 | 66.866 |
| Investitionen durch Akquisitionen | 31.331 | 194.857 | 226.188 | 8.550 | 0 | 8.550 |
1 davon 1.175 Tsd. € außerplanmäßige Abschreibung auf ein Gebäude
Über die planmäßigen Abschreibungen hinaus wurde im Segment IT-Systemhaus & Managed Services eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1.175 Tsd. € auf ein Gebäude inklusive Grundstück vorgenommen. Ansonsten beschränken sich die zahlungsunwirksamen Posten in beiden Segmenten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr im Wesentlichen auf die gewöhnlichen Bewegungen im Rahmen des betrieblichen Geschäftsgangs (zum Beispiel Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).
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|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||||
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| Nach Segmenten | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Gesamtkonzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Gesamtkonzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtsegment-Vermögenswerte | 1.221.625 | 813.094 | 1.073.669 | 373.289 | ||
| abzüglich der Forderungen gegenüber anderem Segment | -5.726 | -1.829 | -3.474 | -100 | ||
| Vermögenswerte | 1.215.899 | 811.265 | 2.027.164 | 1.070.195 | 373.189 | 1.443.384 |
| Gesamtsegment-Schulden | 744.968 | 406.547 | 514.320 | 155.355 | ||
| abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber anderem Segment | -1.829 | -5.726 | -100 | -3.474 | ||
| Schulden | 743.139 | 400.821 | 1.143.960 | 514.220 | 151.881 | 666.101 |
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|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||||
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| Nach Regionen | Inland | Ausland | Gesamtkonzern | Inland | Ausland | Gesamtkonzern |
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| Umsatz | 2.854.859 | 1.468.459 | 4.323.318 | 2.512.262 | 1.057.862 | 3.570.124 |
| Investitionen | 49.845 | 6.781 | 56.626 | 61.674 | 5.192 | 66.866 |
| Investitionen durch Akquisitionen | 10.341 | 215.847 | 226.188 | 586 | 7.964 | 8.550 |
Vom konsolidierten Umsatz im Ausland entfallen 355.441 Tsd. € auf Frankreich (Vorjahr: 146.534 Tsd. €), 333.519 Tsd. € auf die Schweiz (Vorjahr: 320.783 Tsd. €) und 305.006 Tsd. € auf die Niederlande (Vorjahr: 231.111 Tsd. €). Der Umsatzanstieg in Frankreich resultiert im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr getätigten Akquisition. Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Taiwan, Tschechien und Ungarn, die einzeln jeweils unter 10 Prozent zum konsolidierten Umsatz des Bechtle Konzerns beitragen.
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| 2018 | 2017 | |||||
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| Nach Regionen | Inland | Ausland | Gesamtkonzern | Inland | Ausland | Gesamtkonzern |
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| Vermögenswerte | 1.142.011 | 885.153 | 2.027.164 | 987.339 | 456.045 | 1.443.384 |
| davon langfristige Vermögenswerte | 323.492 | 335.766 | 659.258 | 298.962 | 116.234 | 415.196 |
| Schulden | 827.418 | 316.542 | 1.143.960 | 492.672 | 173.429 | 666.101 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte). Von den langfristigen Vermögenswerten im Ausland entfallen 99.983 Tsd. € auf die Schweiz (Vorjahr: 77.149 Tsd. €) und akquisitionsbedingt 198.165 Tsd. € auf Frankreich. Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Taiwan, Tschechien und Ungarn, die einzeln jeweils unter 5 Prozent der langfristigen Vermögenswerte des Bechtle Konzerns halten.
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 Prozent des Umsatzes des Bechtle Konzerns erwirtschaftet (IFRS 8.34).
Angaben zu den Mitarbeiterzahlen nach Segmenten und Regionen befinden sich in Gliederungspunkt X. "Sonstige Angaben, Mitarbeiter".
→ Siehe S. 198 f.
VIII. AKQUISITIONEN UND KAUFPREISALLOKATIONEN
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Bechtle AG jeweils 100 Prozent der Anteile an folgenden Gesellschaften erworben:
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| Unternehmen | Sitz | Erstkonsolidierungszeitpunkt | Erwerb |
|---|---|---|---|
| Acommit AG | Horgen, Schweiz | 4. Januar 2018 | Erwerb |
| Acommit Group AG | Horgen, Schweiz | 4. Januar 2018 | Erwerb |
| EvoluSys SA | Coppet, Schweiz | 16. Mai 2018 | Erwerb |
| WStore Europe SAS | Roissy-en-France, Frankreich | 1. September 2018 | Erwerb |
| Inmac WStore SAS | Roissy-en-France, Frankreich | 1. September 2018 | Erwerb |
| Stemmer GmbH | München, Deutschland | 1. Dezember 2018 | Erwerb |
Die erforderlichen Angaben über die Transaktionen werden bis auf die Akquisition der WStore Europe SAS zusammengefasst dargestellt (IFRS 3 B65).
Die Bilanzierung der Unternehmenskäufe ist zum Bilanzstichtag, bis auf die Kaufpreisallokation der Stemmer GmbH aufgrund der zeitlichen Nähe zum Stichtag, abgeschlossen.
Mit Erwerbszeitpunkt 1. September 2018 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der WStore Europe SAS erworben. Die Gesellschäft hält 100 Prozent der Anteile an der operativ tätigen Inmac WStore SAS. Die Gesellschaft zählt zu den fünf größten E-Commerce-Händlern in Frankreich.
Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte mit Ausnahme einer Marke ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei ein Kundenstamm (58.100 Tsd. €) sowie ein Auftragsbestand (300 Tsd. €) neu als identifizierbarer Vermögenswert angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.). Die bereits vom Unternehmen bilanzierte Marke Inmac wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation neu mit 10.300 Tsd. € bewertet.
Im Zuge der Aktivierung der Kundenbeziehungen, des Auftragsbestands sowie der Marke wurden passive latente Steuern (21.998 Tsd. €) gebildet.
Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen Nettovermögens (107.773 Tsd. €) in Summe ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 124.127 Tsd. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Dieser Geschäfts- und Firmenwert wird steuerlich nicht anerkannt. Der Geschäfts- und Firmenwert basiert im Wesentlichen auf Synergien im Bereich Umsatz, die aus der Erweiterung des Portfolios und sich eröffnender Potenziale im Bereich von E-Commerce-Verträgen resultieren.
Mit dem Erwerb der WStore Europe SAS stärkt Bechtle seine Positionierung als umfassender IT-Anbieter im französischen Markt.
Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der WStore Europe SAS enthält keine vom zukünftigen Geschäftsverlauf des erworbenen Unternehmens abhängige bedingte Kaufpreiszahlung. Die Anschaffungskosten (231.900 Tsd. €) führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Die Anschaffungsnebenkosten (750 Tsd. €) wurden in der jeweiligen Periode aufwandswirksam erfasst und führten ebenfalls zu einem Abfluss von liquiden Mitteln.
Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen zu berücksichtigen.
Mit dem Erwerb der Acommit Group AG verstärkt sich Bechtle mit einem Dienstleister für Software und IT-Infrastrukturlösungen im Bereich IT-Systemhaus & Managed Services. Die Gesellschaft erstellt im Schwerpunkt branchenspezifische ERP-Lösungen, insbesondere für Kunden aus den Branchen Handel/Retail und konzentriert sich vor allem auf die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Die Acommit Group AG hält 100 Prozent der Anteile an der Acommit AG.
Mit dem Erwerb der EvoluSys SA gewinnt Bechtle einen anerkannten Spezialisten für Analytics- und Cloud-Lösungen auf Basis von Microsoft-Technologien für das Segment IT-Systemhaus & Managed Services. Die Gesellschaft bietet ihren Kunden ein komplettes Leistungsspektrum von der strategischen Beratung über Support und Training bis hin zu Konzeption und Umsetzung schlüsselfertiger Lösungen.
Mit dem Erwerb der Stemmer GmbH kann Bechtle einen Spezialisten für Netzwerklösungen, Unified Communications, IT-Security und Managed Services gewinnen. Innerhalb der Bechtle Gruppe wird der höchstzertifizierte Cisco- und NetApp-Partner dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services zugeordnet. Das Geschäftsjahr der Stemmer GmbH weicht vom Geschäftsjahr von Bechtle ab und läuft vom 1. April bis 31. März.
Neben den bereits von den erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei Kundenbeziehungen (5.566 Tsd. €) neu als identifizierbarer Vermögenswert angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).
Im Zuge der Aktivierung der Kundenbeziehungen wurden passive latente Steuern (1.383 Tsd. €) gebildet.
Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen Nettovermögens (8.035 Tsd. €) in Summe ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 25.173 Tsd. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Dieser Geschäfts- und Firmenwert wird steuerlich nicht anerkannt. Der Geschäfts- und Firmenwert basiert im Wesentlichen auf Synergien im Bereich Umsatz, die aus der Erweiterung des Portfolios und sich eröffnender Potenziale im Bereich von Managed-Service-Verträgen resultieren.
Die Anschaffungskosten der drei Gesellschaften (33.208 Tsd. €) führten in Höhe von 29.050 Tsd. € zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Die Kaufverträge aller drei Akquisitionen enthalten bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten von insgesamt 4.327 Tsd. €. Der beizulegende Zeitwert im Zeitpunkt der Akquisition beträgt 4.158 Tsd. €.
Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen zu berücksichtigen.
Die bilanzielle Darstellung der Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt zeigt folgende Tabelle:
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| in Tsd.€ | |||
|---|---|---|---|
| Summe Acommit Group AG EvoluSys AG Stemmer GmbH | Inmac WStore SAS | Zeitwerte | |
| --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- und Firmenwert | 25.173 | 124.127 | 149.300 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.670 | 69.883 | 75.553 |
| Sachanlagevermögen | 488 | 847 | 1.335 |
| Latente Steuern | 1.054 | 2.485 | 3.539 |
| Sonstige Vermögenswerte | 51 | 314 | 365 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 32.436 | 197.656 | 230.092 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 6.432 | 31.555 | 37.987 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.580 | 69.228 | 83.808 |
| Sonstige Vermögenswerte | 12.610 | 7.589 | 20.199 |
| Liquide Mittel | 3.213 | 25.524 | 28.737 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 36.835 | 133.896 | 170.731 |
| Summe Vermögenswerte | 69.271 | 331.552 | 400.823 |
| Langfristige Schulden | |||
| Sonstige Rückstellungen | 5.268 | 3.284 | 8.552 |
| Latente Steuern | 1.383 | 21.998 | 23.381 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 6.651 | 25.282 | 31.933 |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.936 | 56.021 | 64.957 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 447 | 4.580 | 5.027 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 10.415 | 13.210 | 23.625 |
| Abgrenzungsposten | 9.614 | 559 | 10.173 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 29.412 | 74.370 | 103.782 |
| Summe Schulden | 36.063 | 99.652 | 135.715 |
| Anschaffungskosten | 33.208 | 231.900 | 265.108 |
Im Zuge der Akquisitionen sind Nebenkosten in unwesentlichem Umfang angefallen, die erfolgswirksam in den Verwaltungskosten verbucht wurden.
Seit dem Erwerb haben die Acommit Group AG, die EvoluSys SA und die Stemmer GmbH in Summe 20,9 Mio. € zu den Umsatzerlösen und 1,8 Mio. € zum Ergebnis nach Steuern beigetragen. Die WStore Europe SAS hat seit dem Erwerb 166,1 Mio. € zu den Umsatzerlösen sowie 5,6 Mio. € zum Ergebnis nach Steuern beigetragen. Wäre der Akquisitionszeitpunkt der Neuakquisitionen zu Beginn des Berichtsjahres gewesen, läge der Umsatz des Bechtle Konzerns für den Berichtszeitraum bei 4.659 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern läge bei 147,0 Mio. € (IFRS 3.B64qii).
Erwerbe nach dem Stichtag.
Mit Erwerbszeitpunkt 28. Januar 2019 wurden sämtliche Anteile an der R. Bücker EDV-Beratung Datentechnik GmbH, Hille, gekauft. Das 1992 gegründete Unternehmen ist ein Spezialist für IT-Security.
Die Bestimmung beziehungsweise Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden sowie der übertragenen Gegenleistung liegt aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht vor (IFRS 3.B66). Entsprechende Wertangaben werden voraussichtlich bis zum Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 auf vorläufiger Basis (IFRS 3.45) vorliegen. Die Identifizierung eines möglichen Kundenstammes konnte bis zum Berichtszeitpunkt noch nicht abgeschlossen werden.
Mit dem Erwerb der R. Bücker EDV-Beratung Datentechnik GmbH (43 Mitarbeiter) verfügt Bechtle über ausgewiesene Experten im Wachstumsmarkt Security mit exzellenten Herstellerbeziehungen und branchenübergreifenden Kundenbeziehungen.
Die Anschaffungskosten (4.000 Tsd. €) führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der Anteile enthält keine bedingten Kaufpreiszahlungen.
Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen zu berücksichtigen.
Mit Erwerbszeitpunkt 1. Februar 2019 wurden des Weiteren sämtliche Anteile an der Coffee GmbH Computerlösungen für Fertigung und Entwicklung, Angelburg, gekauft. Das 1997 gegründete Unternehmen ist ein Spezialist für CAD-Software.
Die Bestimmung beziehungsweise Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden sowie der übertragenen Gegenleistung liegt aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht vor (IFRS 3.B66). Entsprechende Wertangaben werden voraussichtlich bis zum Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 auf vorläufiger Basis (IFRS 3.45) vorliegen. Die Identifizierung eines möglichen Kundenstammes konnte bis zum Berichtszeitpunkt noch nicht abgeschlossen werden.
Mit dem Erwerb der Coffee GmbH Computerlösungen für Fertigung und Entwicklung (70 Mitarbeiter) verfügt Bechtle über einen zertifizierten Partner für SOLIDWORKS und SolidCAM, der darüber hinaus das gesamte Produktspektrum der Hersteller abdeckt.
Die Anschaffungskosten (11.000 Tsd. €) führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der Anteile enthält keine bedingten Kaufpreiszahlungen.
Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen zu berücksichtigen.
IX. ANGABEN ZU VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
MITGLIEDER DES VORSTANDS
Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender
Wohnort: Heilbronn
Vorstand für Logistik & Service, Finanzen, Controlling und Risikomanagement, Human Resources und Personalentwicklung, IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, Mergers & Acquisitions, Recht und Compliance sowie Digital Business Services
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der AMARAS AG, Monheim an der Ruhr der Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm der Bechtle Financial Services AG, Berlin der Modus Consult AG, Gütersloh der PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart der SolidLine AG, Walluf |
| ― | Präsident des Verwaltungsrats der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz |
Michael Guschlbauer
Wohnort: Ludwigsburg
Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services, Qualitätsmanagement
| ― | Mitglied des Vorstands der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bechtle Financial Services AG, Berlin |
Jürgen Schäfer
Wohnort: Heilbronn
Vorstand für IT-E-Commerce
| ― | Mitglied des Vorstands der Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm des "Förderkreises der Hochschule Heilbronn e.V." |
| ― | Vorsitzender des Verwaltungsrats der Gustav-Berger-Stiftung, Heilbronn |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der RIXIUS AG, Mannheim |
ANZAHL DER AKTIEN AN DER BECHTLE AG
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Dr. Thomas Olemotz | 750 | 0 |
| Michael Guschlbauer | 0 | 0 |
| Jürgen Schäfer | 8.000 | 8.000 |
VERGÜTUNGEN DER MITGLIEDER DES VORSTANDS
Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die zur Auszahlung gekommenen festen Bezüge des Vorstands 2.820 Tsd. € (Vorjahr: 2.497 Tsd. €).
Die einjährige und mehrjährige variable Vergütung werden nach DCGK in der Tabelle der Zuflüsse und nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB sowie IAS 24.17 in der Tabelle der Gesamtbezüge in dem Jahr angegeben, für das sie gewährt und somit aufwandswirksam werden. Die Auszahlung erfolgt dann naturgemäß erst im Folgejahr. Laut DCGK ist in der Tabelle der gewährten Zuwendungen der Zielwert bei vollständiger Zielerreichung anzugeben, unabhängig von der tatsächlichen Zielerreichung. In der Tabelle der Zuflüsse nach DCGK und der Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird der tatsächlich erzielte Betrag, der im Folgejahr zur Auszahlung ansteht, angegeben.
Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Vergütung des Vorstands der Bechtle AG um eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung (Langfristbonusplan) ergänzt und im Geschäftsjahr 2014 wurde der Langfristbonusplan zusätzlich in zwei Komponenten unterteilt. Die eine Komponente bemisst sich nach dem organischen Wachstum (80 Prozent des Anspruchs) und wird jeweils für einen Dreijahreszeitraum beginnend ab dem Geschäftsjahr der Zusage gewährt. Die andere Komponente bemisst sich nach dem Wachstum auch durch Akquisitionen (20 Prozent des Anspruchs) und wird für den Zeitraum 2014 bis 2017 gewährt. Laut DCGK ist in der Tabelle "gewährte Zuwendungen" der Bonusplan zu nennen, der im Berichtsjahr gewährt wurde, das heißt der Bonusplan, dessen Laufzeit im Berichtsjahr beginnt (Tranche 2017 bis 2019 im Geschäftsjahr 2017 beziehungsweise Tranche 2018 bis 2020 im Geschäftsjahr 2018). Dabei ist der Zielwert zum Zeitpunkt der Zusage zu nennen, unabhängig davon, dass die Zusage vom Erreichen der vorgegebenen Ziele abhängig ist und die Auszahlung erst im Geschäftsjahr nach Ende der dreijährigen Laufzeit ansteht. In der Tabelle der Zuflüsse nach DCGK und der Gesamtbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB sind die mehrjährigen Komponenten zu nennen, deren Planlaufzeit im Berichtsjahr endeten, und zwar mit dem tatsächlich erreichten Wert, der dann im Folgejahr zur Auszahlung ansteht (Tranche 2015 bis 2017 im Geschäftsjahr 2017 und Tranche 2016 bis 2018 im Geschäftsjahr 2018 - jeweils organisches Wachstum - beziehungsweise akquisitorische Tranche 2014 bis 2017 - Wachstum auch durch Akquisitionen - im Geschäftsjahr 2017).
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 verteilen sich wie folgt:
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Olemotz Vorstandsvorsitzender | Michael Guschlbauer Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services, Qualitätsmanagement | Jürgen Schäfer Vorstand für IT-E-Commerce | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstandsbezüge | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 1.500 | 1.500 | 750 | 540 | 500 | 390 |
| Nebenleistungen | 18 | 21 | 39 | 34 | 13 | 12 |
| Summe | 1.518 | 1.521 | 789 | 574 | 513 | 402 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Tantieme | 740 | 740 | 370 | 220 | 245 | 175 |
| Sondertantieme1 | 250 | 0 | 100 | 0 | 100 | 0 |
| Summe | 990 | 740 | 470 | 220 | 345 | 175 |
| Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung | ||||||
| Zusagen 2015 (Tranche 2015 bis 2017) | 0 | 496 | 0 | 184 | 0 | 148 |
| Zusagen 2016 (Tranche 2016 bis 2018) | 496 | 0 | 184 | 0 | 148 | 0 |
| Akquisitionstranche (2014 bis 2017) | 0 | 256 | 0 | 170 | 0 | 143 |
| Summe | 496 | 752 | 184 | 354 | 148 | 291 |
| Gesamt | 3.004 | 3.013 | 1.443 | 1.148 | 1.006 | 868 |
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| in Tsd.€ | ||
|---|---|---|
| Gesamtbezüge | ||
| --- | --- | --- |
| Vorstandsbezüge | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Festes Jahresgehalt | 2.750 | 2.430 |
| Nebenleistungen | 70 | 67 |
| Summe | 2.820 | 2.497 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Tantieme | 1.355 | 1.135 |
| Sondertantieme1 | 450 | 0 |
| Summe | 1.805 | 1.135 |
| Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung | ||
| Zusagen 2015 (Tranche 2015 bis 2017) | 0 | 828 |
| Zusagen 2016 (Tranche 2016 bis 2018) | 828 | 0 |
| Akquisitionstranche (2014 bis 2017) | 0 | 569 |
| Summe | 828 | 1.397 |
| Gesamt | 5.453 | 5.029 |
1 Die Gewährung einer Sondertantieme Liegt im Ermessen des Aufsichtsrats.
Die Erfassung des Langfristbonusplans in den Rückstellungen erfolgt zeitanteilig. Im Abschluss wurden hierfür 946 Tsd. € (Vorjahr: 826 Tsd. €) aufwandsmäßig erfasst. Der Wert der Schuld für die Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 1.841 Tsd. € (Vorjahr: 1.861 Tsd. €).
Die gewährten Zuwendungen an die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 verteilen sich wie folgt:
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Olemotz Vorstandsvorsitzender ab 01.03.2007 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | Minimum 2018 | Maximum 2018 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 1.500 | 1.500 | 1.500 | 1.500 |
| Nebenleistungen | 18 | 18 | 18 | 21 |
| Summe | 1.518 | 1.521 | ||
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Tantieme | 0 | 740 | 740 | 740 |
| Sondertantieme | 250 | 0 | ||
| Summe einjährige variable Vergütung | 990 | 740 | ||
| Langfristbonusplan | ||||
| Zusagen 2017 (Tranche 2017 bis 2019) | 0 | 0 | 0 | 760 |
| Zusagen 2018 (Tranche 2018 bis 2020) | 0 | 760 | 760 | 0 |
| Summe mehrjährige variable Vergütung | 760 | 760 | ||
| Gesamtvergütung | 3.268 | 3.021 |
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Michael Guschlbauer Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services, Qualitätsmanagement ab 01.01.2009 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | Minimum 2018 | Maximum 2018 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 540 | 540 | 750 | 540 |
| Nebenleistungen | 39 | 39 | 39 | 34 |
| Summe | 789 | 574 | ||
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Tantieme | 0 | 370 | 370 | 220 |
| Sondertantieme | 100 | 0 | ||
| Summe einjährige variable Vergütung | 470 | 220 | ||
| Langfristbonusplan | ||||
| Zusagen 2017 (Tranche 2017 bis 2019) | 0 | 0 | 0 | 230 |
| Zusagen 2018 (Tranche 2018 bis 2020) | 0 | 380 | 380 | 0 |
| Summe mehrjährige variable Vergütung | 380 | 230 | ||
| Gesamtvergütung | 1.639 | 1.024 |
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jürgen Schäfer Vorstand für IT-E-Commerce ab 01.01.2009 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | Minimum 2018 | Maximum 2018 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 390 | 390 | 500 | 390 |
| Nebenleistungen | 13 | 13 | 13 | 12 |
| Summe | 513 | 402 | ||
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Tantieme | 0 | 245 | 245 | 175 |
| Sondertantieme | 100 | 0 | ||
| Summe einjährige variable Vergütung | 345 | 175 | ||
| Langfristbonusplan | ||||
| Zusagen 2017 (Tranche 2017 bis 2019) | 0 | 0 | 0 | 185 |
| Zusagen 2018 (Tranche 2018 bis 2020) | 0 | 255 | 255 | 0 |
| Summe mehrjährige variable Vergütung | 255 | 185 | ||
| Gesamtvergütung | 1.113 | 762 |
Die Zuflüsse an die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 verteilen sich wie folgt:
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Olemotz Vorstandsvorsitzender ab 01.03.2007 | Michael Guschlbauer Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services, Qualitätsmanagement ab 01.01.2009 | Jürgen Schäfer Vorstand für IT-E-Commerce ab 01.01.2009 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zuflüsse | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 1.500 | 1.500 | 750 | 540 | 500 | 390 |
| Nebenleistungen | 18 | 21 | 39 | 34 | 13 | 12 |
| Summe | 1.518 | 1.521 | 789 | 574 | 513 | 402 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Tantieme | 740 | 740 | 370 | 220 | 245 | 175 |
| Sondertantieme | 250 | 0 | 100 | 0 | 100 | 0 |
| Summe einjährige variable Vergütung | 990 | 740 | 470 | 220 | 345 | 175 |
| Langfristbonusplan | ||||||
| Zusagen 2015 (Tranche 2015 bis 2017) | 0 | 496 | 0 | 184 | 0 | 148 |
| Zusagen 2016 (Tranche 2016 bis 2018) | 496 | 0 | 184 | 0 | 148 | 0 |
| Akquisitionstranche (2014 bis 2017) | 0 | 256 | 0 | 170 | 0 | 143 |
| Summe mehrjährige variable Vergütung | 496 | 752 | 184 | 354 | 148 | 291 |
| Gesamtvergütung | 3.004 | 3.013 | 1.443 | 1.148 | 1.006 | 868 |
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND DEREN VERGÜTUNG
Die Besetzung des Aufsichtsrats und deren Vergütung stellen sich wie folgt dar:
in Tsd.€
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| Name | Grundvergütung | Vorsitz/Stellvertretung | Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Summe 2018 | Summe 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vertreter der Anteilseigner | ||||||
| Kurt Dobitsch | 30 | 8 | 8 | 46 | 45 | |
| Dr. Lars Grünert (ab 12.06.2018) | 17 | 1 | 18 | 0 | ||
| Prof. Dr. Thomas Hess | 30 | 4 | 7 | 41 | 34 | |
| Dr. Matthias Metz (bis 12.06.2018) | 13 | 29 | 7 | 5 | 54 | 117 |
| Elke Reichart | 30 | 5 | 35 | 2 | ||
| Sandra Stegmann | 30 | 4 | 6 | 40 | 34 | |
| Klaus Winkler (ab 12.06.2018) | 17 | 38 | 9 | 6 | 70 | 0 |
| Dr. Jochen Wolf (bis 12.06.2018) | 13 | 8 | 7 | 5 | 33 | 72 |
| Vertreter der Arbeitnehmer | ||||||
| Uli Drautz | 30 | 15 | 16 | 11 | 72 | 68 |
| Daniela Eberle | 30 | 8 | 8 | 46 | 45 | |
| Barbara Greyer | 30 | 3 | 33 | 34 | ||
| Martin Meyer (bis 12.06.2018) | 13 | 2 | 15 | 34 | ||
| Anton Samija (ab 12.06.2018) | 17 | 3 | 20 | 0 | ||
| Volker Strohfeld | 30 | 4 | 34 | 34 | ||
| Michael Unser | 30 | 3 | 33 | 33 | ||
| Gesamtsumme | 360 | 90 | 63 | 77 | 590 | 552 |
→ Weitere Angaben zum Aufsichtsrat siehe S. 57 ff.
Sämtliche übrigen Angaben zum Aufsichtsrat, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu machen sind, werden in der Anlage D zu diesem Anhang zusammengefasst.
→ Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsmitgliedern siehe Anlage D, S. 212 f.
X. SONSTIGE ANGABEN
OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSE
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die nach IAS 17 als "Operating Lease" zu qualifizieren sind, mietet der Konzern Sachanlagen. Die hieraus resultierenden Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Bechtle hat im Rahmen von in der Grundmietzeit unkündbaren Operating-Leasinggeschäften Gebäude, Fahrzeuge und IT-Handelswaren gemietet. In den Aufwendungen im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden Zahlungen in Höhe von 38.425 Tsd. € (Vorjahr: 36.508 Tsd. €) erfasst.
Der Nominalwert der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus den vorgenannten Verträgen beträgt zum 31. Dezember 2018 101.724 Tsd. € (Vorjahr: 86.907 Tsd. €).
Bei der Berechnung der Mindestleasingzahlungen sind vertraglich vereinbarte und in der Höhe bekannte Preisanpassungen berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen landesübliche Preisanpassungsklauseln sowie Mietverlängerungsoptionen, die bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben, da Höhe und Ausübung ungewiss sind.
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 34.114 | 29.5711 |
| Fällig zwischen 1 und 5 Jahren | 49.101 | 42.9211 |
| Fällig nach 5 Jahren | 18.509 | 14.4151 |
| Mindestleasingzahlungen | 101.724 | 86.9071 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund aktualisierter Datenauswertung
Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen tritt Bechtle auch als Leasinggeber auf. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Vermietung von IT-Handelswaren. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren. Die entsprechenden Mindestleasingzahlungen aus diesen Verträgen betragen für 2019 4.211 Tsd. € (Vorjahr für 2018: 5.891 Tsd. €), für 2020 bis 2024 4.664 Tsd. € (Vorjahr für 2019 bis 2023: 5.633 Tsd. €) und damit in Summe 8.875 Tsd. € (Vorjahr: 11.524 Tsd. €).
FINANCE-LEASING VERHÄLTNISSE
Im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen tritt Bechtle auch als Leasinggeber auf. Die Bechtle Financial Services AG fungiert als konzerninterner Absatzfinanzierer für die Systemhäuser in Endkundensituationen. Sie bietet als Finanzierungsinstrumente Miet- und Leasingmodelle im direkten Leasing und zur Refinanzierung der Systemhäuser sowie Ratenkäufe an. Hierbei geht die Bechtle Financial Services AG teilweise offene Restwerte ein, die über eine Konzerntochter der Bechtle AG, die Bechtle Remarketing GmbH, abgesichert werden. Die Bechtle Remarketing wertet die Objekte auf und vermarktet diese. Die Refinanzierung der Finanzierungsgeschäfte erfolgt in Form von Forfaitierungen (regressloser Forderungsverkauf) über unterschiedliche Refinanzierungspartner. Darüber hinaus refinanziert sich Bechtle Financial Services zur Ausnutzung von Zinsmargen über Konzernmittel. Aufgrund von im Geschäftsjahr 2018 neu abgeschlossenen Verträgen existieren nicht garantierte Restwerte von 4.988 Tsd. € (Vorjahr: 1.934 Tsd. €).
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag Leasingforderungen in Höhe von 29.095 Tsd. € (Vorjahr: 36.253 Tsd. €) enthalten. Die Überleitung der bilanzierten Nettoinvestition zur Bruttoinvestition unter Berücksichtigung der Restwerte ist in folgender Tabelle dargestellt.
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tilgung | Zins | Leasingzahlungen | Tilgung | Zins | Leasingzahlungen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 11.637 | 374 | 12.011 | 10.997 | 420 | 11.417 |
| Fällig zwischen 1 und 5 Jahren | 17.458 | 358 | 17.816 | 25.256 | 485 | 25.741 |
| Fällig nach 5 Jahren | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mindestleasingzahlungen | 29.095 | 732 | 29.827 | 36.253 | 905 | 37.158 |
Der Zinsanteil der Leasingzahlung entspricht dem noch nicht realisierten Finanzertrag. In den Leasingforderungen sind keine Wertberichtigungen enthalten.
MITARBEITER
Der Personal- und Sozialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 498.037 | 429.487 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 92.623 | 78.225 |
| Personal- und Sozialaufwand | 590.660 | 507.712 |
Im Personal- und Sozialaufwand (Löhne und Gehälter) sind Abfindungsleistungen in Höhe von 866 Tsd. € (Vorjahr: 1.601 Tsd. €) enthalten (IAS 19.171).
Die Mitarbeiterzahlen im Bechtle Konzern stellen sich insgesamt zum Bilanzstichtag und im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Voll- und Teilzeitkräfte | 9.130 | 7.5871 | 8.316 | 7.2761 |
| Auszubildende | 641 | 553 | 544 | 487 |
| Mitarbeiter in Abwesenheit | 234 | 2131 | 223 | 2051 |
| Aushilfen | 374 | 320 | 361 | 274 |
| Summe | 10.379 | 8.673 | 9.444 | 8.242 |
1 Anpassung Vorjahr: Umgliederung ab einer Abwesenheit länger sechs Wochen
In der oben aufgeführten durchschnittlichen Zahl von Voll- und Teilzeitkräften sind 111 (Vorjahr: 108) Geschäftsführer beziehungsweise Vorstandsmitglieder von Tochtergesellschaften enthalten.
Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie folgt auf:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| IT-Systemhaus & Managed Services | 7.772 | 6.853 | 7.285 | 6.518 |
| Inland | 6.744 | 5.962 | 6.290 | 5.682 |
| Ausland | 1.028 | 891 | 995 | 836 |
| IT-E-Commerce | 2.233 | 1.500 | 1.798 | 1.450 |
| Inland | 629 | 521 | 586 | 514 |
| Ausland | 1.604 | 979 | 1.212 | 936 |
Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Abwesenheit und ohne Aushilfen) wie folgt auf:
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Dienstleistung | 4.452 | 3.8631 | 4.169 | 3.6721 |
| Vertrieb | 2.951 | 2.4321 | 2.658 | 2.3491 |
| Verwaltung | 2.368 | 1.8451 | 2.033 | 1.7421 |
| Summe | 9.771 | 8.1401 | 8.860 | 7.7631 |
1 Anpassung Vorjahr: Umgliederung ab einer Abwesenheit länger sechs Wochen
Zu den Dienstleistungsmitarbeitern gehören alle Mitarbeiter, die für Kundenaufträge Leistungen erbringen. Vertriebsmitarbeiter sind Mitarbeiter, die in direktem vertrieblichem Kundenkontakt stehen. Zu den Verwaltungsmitarbeitern gehören alle Mitarbeiter, die nicht zu den Dienstleistungs- und Vertriebsmitarbeitern zählen; dies sind insbesondere Mitarbeiter im Einkauf, im Lager und in der Verwaltung.
HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für die Bechtle AG und deren Tochtergesellschaften wurden folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2018 beziehungsweise 2017 erfasst:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| in Tsd.€ | ||
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungen | 521 | 532 |
| Übrige Bestätigungsleistungen | 0 | 1 |
| Sonstige Leistungen | 42 | 36 |
| Honorar des Abschlussprüfers | 563 | 569 |
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare der Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen zulässige Nichtprüfungsleistungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards.
BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Als einander nahestehende Unternehmen sind die Bechtle AG und ihre sämtlichen (unmittelbaren oder mittelbaren) Tochtergesellschaften anzusehen. Alle diese Unternehmen sind im Konzernabschluss der Bechtle AG konsolidiert.
→ Siehe Anlage A, S. 205 ff.
Bechtle nahestehende Personen sind Karin Schick als größte Anteilseignerin der Bechtle AG, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Bechtle AG sowie die jeweiligen nahen Familienangehörigen.
Frau Karin Schick hat im Berichtsjahr das im dritten Quartal 2014 erworbene Grundstück inklusive Gebäude an Bechtle verkauft. Der bestehende Mietvertrag wurde somit aufgelöst. Die Bestimmung des Kaufpreises wurde anhand eines unabhängigen Gutachtens festgelegt und beträgt 4.300 Tsd. €.
Nach dem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat stellt Gerhard Schick, Vater von Karin Schick, seine Erfahrung der Bechtle Gruppe im Rahmen eines unentgeltlichen Beratervertrags weiterhin zur Verfügung.
Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhielten während ihrer Mitgliedschaft im Aufsichtsrat im Berichtsjahr für ihr gewöhnliches Angestelltenverhältnis bei Bechtle lohnsteuerliche Bezüge in Summe von 498 Tsd. € (Vorjahr: 529 Tsd. €).
Darüber hinaus gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr nennenswerte Geschäftsvorfälle zwischen Bechtle und nahestehenden Unternehmen oder Personen.
INANSPRUCHNAHME DES § 264 ABS. 3 BEZIEHUNGSWEISE DES § 264B HGB
Nachfolgende Gesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Bechtle AG sind und für die der Konzernabschluss der Bechtle AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264b HGB in Anspruch:
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| Unternehmen | Sitz |
|---|---|
| Bechtle Financial Services AG | Berlin |
| Bechtle GmbH | Berlin |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bielefeld |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Bielefeld |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bonn |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Bonn |
| Bechtle GmbH | Bremen |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Chemnitz |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Chemnitz |
| C-CAM GmbH | Chemnitz |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Darmstadt |
| DA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Darmstadt |
| ARP GmbH | Dietzenbach |
| Bechtle GmbH | Dortmund |
| PSB GmbH | Dreieich |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Duisburg |
| BO Bechtle Verwaltungs-GmbH | Duisburg |
| ITZ Informationstechnologie GmbH | Essen |
| Bechtle GmbH | Frankfurt am Main |
| Bechtle GmbH | Freiburg im Breisgau |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Friedrichshafen |
| FH Bechtle Verwaltungs-GmbH | Friedrichshafen |
| Bechtle Data Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| Bechtle Finanz-& Marketingservices GmbH | Gaildorf |
| Bechtle Kapitalbeteiligungs-Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| intelligent IT solutions Beteiligungs-GmbH | Gaildorf |
| MH Bechtle Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| MS Mikro Software Gesellschaft für Systemanalyse und Engineering mbH | Gaildorf |
| OCR Datensysteme GmbH | Gaildorf |
| MODUS Consult AG | Gütersloh |
| Bechtle GmbH | Hamburg |
| Bechtle Mobility GmbH | Hamburg |
| HanseVision GmbH | Hamburg |
| Bechtle GmbH | Hannover |
| ARP Europe GmbH | Heilbronn |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Karlsruhe |
| KA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Karlsruhe |
| Bechtle GmbH | Köln |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH | Krefeld |
| SolidPro Informationssysteme GmbH | Langenau |
| Bechtle GmbH | Leipzig |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Mannheim |
| MA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Mannheim |
| AMARAS AG | Monheim am Rhein |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Münster |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Münster |
| Bechtle Clouds GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle direct GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle E-Commerce Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle Field Services GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Field Services Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Finance GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH | Neckarsulm |
| Bechtle Hosting & Operations GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Hosting & Operations Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Immobilien GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Logistik & Service GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Managed Services AG | Neckarsulm |
| Bechtle ÖA direct GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Onsite Services GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Softwarelösungen GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Systemhaus Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle-Comsoft GmbH | Neckarsulm |
| HN Bechtle Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH | Nürnberg |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG | Ober-Mörlen |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Ober-Mörlen |
| PSB IT-Service GmbH | Ober-Mörlen |
| Bechtle GmbH | Offenburg |
| Bechtle GmbH | Radolfzell am Bodensee |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Regensburg |
| REG Bechtle Verwaltungs-GmbH | Regensburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Rottenburg am Neckar |
| RB Bechtle Verwaltungs-GmbH | Rottenburg am Neckar |
| Bechtle GmbH | Solingen |
| Bechtle GmbH | Stuttgart |
| PP 2000 Business Integration AG | Stuttgart |
| Bechtle GmbH | Ulm |
| HCV Data Management GmbH | Walluf |
| Solid Line Aktiengesellschaft | Walluf |
| Bechtle GmbH | Weimar |
| Bechtle Remarketing GmbH | Wesel |
| Bechtle GmbH | Würselen |
| Bechtle GmbH | Würzburg |
XI. EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSJAHRES
Mit Erwerbszeitpunkt 28. Januar 2019 wurden sämtliche Anteile an der R. Bücker EDV-Beratung Datentechnik GmbH, Hille, gekauft. Des Weiteren wurden mit Erwerbszeitpunkt 1. Februar 2019 sämtliche Anteile an der Coffee GmbH Computerlösungen für Fertigung und Entwicklung, Angelburg, gekauft.
→ Siehe S. 187 ff.
Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Kapitel VIII. Akquisitionen und Kaufpreisallokationen.
Darüber hinaus sind nach Ende des Berichtszeitraums keine weiteren besonderen Ereignisse bei Bechtle eingetreten.
Neckarsulm, 1. März 2019
Bechtle AG
Der Vorstand
Dr. Thomas Olemotz
Michael Guschlbauer
Jürgen Schäfer
TOCHTERUNTERNEHMEN DER BECHTLE AG
zum 31. Dezember 2018 (Anlage A zum Anhang)
58. TOCHTERUNTERNEHMEN - DEUTSCHLAND
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| Unternehmen | Sitz |
|---|---|
| Bechtle Financial Services AG | Berlin |
| Bechtle GmbH | Berlin |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bielefeld |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bonn |
| Bechtle GmbH | Bremen |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Chemnitz |
| C-CAM GmbH | Chemnitz |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Darmstadt |
| ARP GmbH | Dietzenbach |
| Bechtle GmbH | Dortmund |
| PSB GmbH | Dreieich |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Duisburg |
| ITZ Informationstechnologie GmbH | Essen |
| Bechtle GmbH | Frankfurt am Main |
| Bechtle GmbH | Freiburg im Breisgau |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Friedrichshafen |
| Bechtle Finanz-& Marketingservices GmbH | Gaildorf |
| Modus Consult AG | Gütersloh |
| Bechtle GmbH | Hamburg |
| Bechtle Mobility GmbH | Hamburg |
| HanseVision GmbH | Hamburg |
| Bechtle GmbH | Hannover |
| ARP Europe GmbH | Heilbronn |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Karlsruhe |
| Bechtle GmbH | Köln |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH | Krefeld |
| SolidPro Informationssysteme GmbH | Langenau |
| Bechtle GmbH | Leipzig |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Mannheim |
| AMARAS AG | Monheim am Rhein |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Münster |
| Bechtle Clouds GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle direct GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle E-Commerce Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle Finance GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH | Neckarsulm |
| Bechtle Hosting & Operations GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Immobilien GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Logistik & Service GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Managed Services AG | Neckarsulm |
| Bechtle ÖA direct GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Onsite Services GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Systemhaus Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle-Comsoft GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH | Nürnberg |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG | Ober-Mörlen |
| PSB IT-Service GmbH | Ober-Mörlen |
| Bechtle GmbH | Offenburg |
| Stemmer GmbH | Olching |
| Bechtle GmbH | Radolfzell am Bodensee |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Regensburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Rottenburg am Neckar |
| Bechtle GmbH | Solingen |
| Bechtle GmbH | Stuttgart |
| PP 2000 Business Integration AG | Stuttgart |
| Bechtle GmbH | Ulm |
| HCV Data Management GmbH | Walluf |
| Solid Line Aktiengesellschaft | Walluf |
| Bechtle GmbH | Weimar |
| Bechtle Remarketing GmbH | Wesel |
| Bechtle GmbH | Würselen |
| Bechtle GmbH | Würzburg |
Nicht operativ tätige Gesellschaften
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| Unternehmen | Sitz |
|---|---|
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Bielefeld |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Bonn |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Chemnitz |
| DA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Darmstadt |
| BO Bechtle Verwaltungs-GmbH | Duisburg |
| FH Bechtle Verwaltungs-GmbH | Friedrichshafen |
| Bechtle Data Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| Bechtle GmbH | Gaildorf |
| Bechtle Kapitalbeteiligungs-Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| intelligent IT solutions Beteiligungs-GmbH | Gaildorf |
| MH Bechtle Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| MS Mikro Software Gesellschaft für Systemanalyse und Engineering mbH | Gaildorf |
| OCR Datensysteme GmbH | Gaildorf |
| KA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Karlsruhe |
| MA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Mannheim |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Münster |
| Bechtle Field Services GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Field Services Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Hosting & Operations Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| HN Bechtle Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Ober-Mörlen |
| REG Bechtle Verwaltungs-GmbH | Regensburg |
| RB Bechtle Verwaltungs-GmbH | Rottenburg am Neckar |
59. TOCHTERUNTERNEHMEN - WELTWEIT
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| Unternehmen | Land | Sitz |
|---|---|---|
| ARP NV | Belgien | Neerpelt |
| Bechtle Brussels NV | Belgien | Neerpelt |
| Bechtle Central Support NV | Belgien | Neerpelt |
| Bechtle direct NV | Belgien | Neerpelt |
| Bechtle Management BVBA | Belgien | Neerpelt |
| ARP SASU | Frankreich | Molsheim |
| Bechtle direct SAS | Frankreich | Molsheim |
| Bechtle Management E.u.r.l. | Frankreich | Molsheim |
| Bechtle Comsoft SAS | Frankreich | Molsheim |
| Inmac WStore SAS | Frankreich | Roissy-en-France |
| WStore Europe SAS | Frankreich | Roissy-en-France |
| Bechtle direct Ltd. | Großbritannien | Chippenham |
| Bechtle direct Limited | Irland | Dublin |
| Bechtle direct S.r.l. | Italien | Bozen |
| Bechtle direct B.V. | Niederlande | Eindhoven |
| Bechtle Holding B.V. | Niederlande | Eindhoven |
| Buyitdirect.com N.V. | Niederlande | Hoofddorp |
| ARP Nederland B.V. | Niederlande | Maastricht |
| Articona International B.V. | Niederlande | Maastricht |
| Bechtle Management B.V. | Niederlande | Maastricht |
| Comsoft direct B.V. | Niederlande | Maastricht |
| smartpoint IT consulting GmbH | Österreich | Linz |
| Bechtle direct GmbH | Österreich | Traun |
| Bechtle GmbH | Österreich | Wien |
| Bechtle Management GmbH | Österreich | Wien |
| planetsoftware GmbH | Österreich | Wien |
| ARP GmbH | Österreich | Wiener Neudorf |
| Bechtle direct Polska Sp. z o.o. | Polen | Breslau |
| Bechtle direct Portugal Unipessoal Lda | Portugal | Aveiro |
| EvoluSys SA | Schweiz | Coppet |
| Acommit AG | Schweiz | Horgen |
| Bechtle direct AG | Schweiz | Morges |
| Acommit Group AG | Schweiz | Rotkreuz |
| ARP Europe AG | Schweiz | Rotkreuz |
| ARP Schweiz AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle Holding Schweiz AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle Logistics & Service AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle Management AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle Steffen Schweiz AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Comsoft direct AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Solid Solutions AG | Schweiz | Zürich |
| Bechtle direct S.L.U. | Spanien | Madrid |
| Comsoft direct S.L.U. | Spanien | Madrid |
| ARP Datacon Ltd. | Taiwan R.O.C. | Taipei Hsien |
| Bechtle direct s.r.o. | Tschechische Republik | Prag |
| Bechtle direct Kft. | Ungarn | Budapest |
| Steffen Informatik Inc. | Vereingte Staaten von Amerika | Hackensack/New Jersey |
60. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 (Anlage B zum Anhang)
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2018 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | Umbuchungen/ Umgliederung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 193.538 | 149.300 | 0 | 3.100 | 0 | 0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Marken und Lizenzen | 6.765 | 10.300 | 0 | 139 | 0 | 0 |
| Kundenstämme | 8.801 | 61.626 | 0 | 169 | 1.500 | 0 |
| Erworbene Software | 37.002 | 1.269 | 8.225 | 32 | 1.178 | 0 |
| Selbst erstellte Software | 17.498 | 18 | 5.374 | 0 | 0 | 0 |
| Kundenserviceverträge | 16.111 | 2.340 | 147 | 168 | 443 | 0 |
| Wettbewerbsverbote | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 86.177 | 75.553 | 13.746 | 508 | 3.121 | 0 | |
| Sachanlagevermögen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 102.632 | 0 | 14.464 | 0 | 0 | 1.843 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 115.352 | 1.335 | 25.573 | 672 | 6.764 | 332 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.359 | 0 | 2.843 | 28 | 890 | -2.175 |
| 221.343 | 1.335 | 42.880 | 700 | 7.654 | 0 | |
| 501.058 | 226.188 | 56.626 | 4.308 | 10.775 | 0 |
scroll
| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2018 | Stand am 01.01.2018 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Zugänge | Abschreibung nach IAS 36 | Währungsdifferenzen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 345.938 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Marken und Lizenzen | 17.204 | 0 | 0 | 343 | 0 | 0 |
| Kundenstämme | 69.096 | 3.479 | 0 | 3.711 | 0 | 65 |
| Erworbene Software | 45.350 | 20.225 | 0 | 7.378 | 0 | 32 |
| Selbst erstellte Software | 22.890 | 6.250 | 0 | 3.023 | 0 | 0 |
| Kundenserviceverträge | 18.323 | 7.502 | 0 | 2.816 | 0 | 29 |
| Wettbewerbsverbote | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 172.863 | 37.456 | 0 | 17.271 | 126 | ||
| Sachanlagevermögen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 118.939 | 14.206 | 0 | 3.315 | 1.175 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 136.500 | 72.272 | 0 | 20.216 | 0 | 594 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.165 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 258.604 | 86.478 | 0 | 23.531 | 0 | 594 | |
| 777.405 | 123.934 | 0 | 40.802 | 1.175 | 720 |
scroll
| in Tsd.€ | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Abgänge | Umbuchungen/ Umgliederung | Stand am 31.12.2018 | Stand am 31.12.2018 | Stand am 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 345.938 | 193.538 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Marken und Lizenzen | 0 | 0 | 343 | 16.861 | 6.765 |
| Kundenstämme | 1.500 | 0 | 5.755 | 63.341 | 5.322 |
| Erworbene Software | 1.167 | 0 | 26.468 | 18.882 | 16.777 |
| Selbst erstellte Software | 0 | 0 | 9.273 | 13.617 | 11.248 |
| Kundenserviceverträge | 443 | 0 | 9.904 | 8.419 | 8.609 |
| Wettbewerbsverbote | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.110 | 0 | 51.743 | 121.120 | 48.721 | |
| Sachanlagevermögen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 0 | 0 | 18.696 | 100.243 | 88.426 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.027 | 0 | 87.055 | 49.445 | 43.080 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 3.165 | 3.359 |
| 6.027 | 0 | 105.751 | 152.853 | 134.865 | |
| 9.137 | 0 | 157.494 | 619.911 | 377.124 |
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 (Anlage C zum Anhang)
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| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2017 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | Umbuchungen/ Umgliederung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 193.521 | 5.227 | 0 | -5.210 | 0 | 0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Marken und Lizenzen | 7.086 | 0 | 0 | -321 | 0 | 0 |
| Kundenstämme | 8.567 | 1.804 | 0 | -325 | 1.245 | 0 |
| Erworbene Software | 27.045 | 36 | 14.545 | -99 | 3.511 | -1.014 |
| Selbst erstellte Software | 9.366 | 24 | 7.095 | 0 | 1 | 1.014 |
| Kundenserviceverträge | 14.993 | 1.260 | 172 | -181 | 133 | 0 |
| Wettbewerbsverbote | 1.100 | 0 | 0 | 0 | 1.100 | 0 |
| 68.157 | 3.124 | 21.812 | -926 | 5.990 | 0 | |
| Sachanlagevermögen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 84.049 | 0 | 17.284 | 0 | 0 | 1.299 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 102.668 | 199 | 24.489 | -1.732 | 16.106 | 5.834 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.217 | 0 | 3.281 | 0 | 6 | -7.133 |
| 193.934 | 199 | 45.054 | -1.732 | 16.112 | 0 | |
| 455.612 | 8.550 | 66.866 | -7.868 | 22.102 | 0 |
scroll
| in Tsd.€ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2017 | Stand am 01.01.2017 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 193.538 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Marken und Lizenzen | 6.765 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kundenstämme | 8.801 | 3.095 | 0 | 1.705 | -76 | 1.245 |
| Erworbene Software | 37.002 | 18.619 | -12 | 5.232 | -96 | 3.468 |
| Selbst erstellte Software | 17.498 | 4.542 | 12 | 1.646 | 0 | 0 |
| Kundenserviceverträge | 16.111 | 5.646 | 0 | 2.011 | -22 | 133 |
| Wettbewerbsverbote | 0 | 917 | 0 | 183 | 0 | 1.100 |
| 86.177 | 32.819 | 0 | 10.777 | -194 | 5.946 | |
| Sachanlagevermögen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 102.632 | 11.604 | 0 | 2.602 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 115.352 | 70.664 | 0 | 18.551 | -1.419 | 15.524 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.359 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 221.343 | 82.268 | 0 | 21.153 | -1.419 | 15.524 | |
| 501.058 | 115.087 | 0 | 31.930 | -1.613 | 21.470 |
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| in Tsd.€ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umbuchungen/ Umgliederung | Stand am 31.12.2017 | Stand am 31.12.2017 | Stand am 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 0 | 193.538 | 193.521 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Marken und Lizenzen | 0 | 0 | 6.765 | 7.086 |
| Kundenstämme | 0 | 3.479 | 5.322 | 5.472 |
| Erworbene Software | -50 | 20.225 | 16.777 | 8.426 |
| Selbst erstellte Software | 50 | 6.250 | 11.248 | 4.824 |
| Kundenserviceverträge | 0 | 7.502 | 8.609 | 9.347 |
| Wettbewerbsverbote | 0 | 0 | 0 | 183 |
| 0 | 37.456 | 48.721 | 35.338 | |
| Sachanlagevermögen | ||||
| Grundstücke und Bauten | 0 | 14.206 | 88.426 | 72.445 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 72.272 | 43.080 | 32.004 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 3.359 | 7.217 |
| 0 | 86.478 | 134.865 | 111.666 | |
| 0 | 123.934 | 377.124 | 340.525 |
AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
(Anlage D zum Anhang)
61. AUFSICHTSRATSMITGLIEDER - VERTRETER DER ANTEILSEIGNER
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| Name | Zugehörigkeit | Ausgeübter Beruf | Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG |
|---|---|---|---|
| Kurt Dobitsch | seit 20. Mai 1999 | Unternehmer | Aufsichtsratsvorsitzender • United Internet AG, Montabaur damit konzernverbundene Mandate: - 1&1 Telecommunication SE, Montabaur (Mitglied, stellvertr. Vorsitzender) - 1&1 Mail & Media Application SE, Montabaur (Mitglied) - Drillisch AG, Maintal (Mitglied) - Drillisch online AG, Maintal (Mitglied) Aufsichtsratsvorsitzender • Nemetschek AG, München damit konzernverbundene Mandate: - Graphisoft S.E., Ungarn (Mitglied des Board of Directors) - Vectorworks Inc., Columbia, USA (Mitglied des Board of Directors) Mitglied des Aufsichtsrats • Singhammer IT Consulting AG, München |
| Dr. Lars Grünert | seit 12. Juni 2018 | Chief Financial Officer | |
| Prof. Dr. Thomas Hess | seit 20. Juni 2012 | Institutsdirektor | |
| Dr. Matthias Metz Aufsichtsratsvorsitzender | 5. Juni 2014 bis 12. Juni 2018 | Diplom-Kaufmann | Mitglied des Aufsichtsrats • FFS Bank GmbH, Stuttgart |
| Elke Reichart | seit 4. Dezember 2017 | Chief Digital Officer | |
| Sandra Stegmann | seit 9. Juni 2016 | Beraterin | |
| Dr. Jochen Wolf 2. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 2. Oktober 2003 bis 12. Juni 2018 | Sprecher der Geschäftsführung | Aufsichtsratsvorsitzender • Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Aufsichtsrats • Bardusch Beteiligungen GmbH und Co. KG, Ettlingen • Bizerba Management SE/Bizerba SE GmbH & Co. KG, Balingen • IMS Gear Management SE/IMS Gear SE & Co. KGaA, Donaueschingen • LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach • R-Biopharm AG, Darmstadt • E.G.O. Elektrogerätebau GmbH, Oberderdingen • Rafi GmbH & Co. KG, Berg/Ravensburg |
| Klaus Winkler Aufsichtsratsvorsitzender | 20. Mai 1999 bis 30. November 2013 seit 12. Juni 2018 | Geschäftsführer | Vorsitzender des Beirats • DIEFFENBACHER GmbH, Maschinen- und Anlagenbau, Eppingen Mitglied des Beirates • Kapp GmbH & Co. KG, Coburg Mitglied des Aufsichtsrats • VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH, Biberach |
62. AUFSICHTSRATSMITGLIEDER - VERTRETER DER ARBEITNEHMER
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| Name | Zugehörigkeit | Ausgeübter Beruf | Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG |
|---|---|---|---|
| Uli Drautz Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | seit 15. Oktober 2003 | Ltd. kfm. Angestellter | Mitglied des Aufsichtsrats • AMARAS AG, Monheim am Rhein • Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm • Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm • Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm • SolidLine Aktiengesellschaft, Walluf • PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart • Bechtle Financial Services AG, Berlin • MODUS Consult AG, Gütersloh |
| Daniela Eberle | seit 15. Oktober 2003 | Kfm. Angestellte | |
| Barbara Greyer | seit 15. Oktober 2003 | Gewerkschaftssekretärin ver.di, Landesbezirk Baden-Württemberg | |
| Martin Meyer | 18. Juni 2013 bis 12. Juni 2018 | Kfm. Angestellter | |
| Anton Samija | seit 12. Juni 2018 | Software VIPM | |
| Volker Strohfeld | seit 18. Juni 2013 | IT-Servicetechniker | |
| Michael Unser | seit 18. Juni 2013 | Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm | Mitglied des Aufsichtsrats • ThyssenKrupp IS, Essen • ThyssenKrupp SY, Essen |
63. AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
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| Prüfungsausschuss | Personalausschuss |
|---|---|
| Klaus Winkler (Vorsitz) | Klaus Winkler (Vorsitz) |
| Kurt Dobitsch | Uli Drautz |
| Uli Drautz | Prof. Dr. Thomas Hess |
| Daniela Eberle | |
| Sandra Stegmann |
WEITERE INFORMATIONEN
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Bechtle AG
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile.
Wir haben den Konzernabschluss der Bechtle AG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzerngewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bechtle AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1. UMSATZREALISIERUNG
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Die Umsatzerlöse der Bechtle AG basieren auf den unterschiedlichen Lieferungen von IT-Produkten sowie der Erbringung von Dienstleistungen mit verschiedenen Lieferwegen. Aufgrund der Vielfalt an komplexen Vertragsgestaltungen hinsichtlich der Lieferung und der teilweisen Vermittlung von Softwarelizenzen sowie der Erbringung weiterer integrierter Leistungsbestandteilen, ergibt sich ein erhöhtes Fehlerrisiko für die periodengerechte und ordnungsgemäße Realisierung der Umsatzerlöse insbesondere in Bezug auf die Klassifizierung der Bechtle AG als Prinzipal oder als vermittelnder Agent. Zudem war die erstmalige Anwendung von IFRS 15 im Geschäftsjahr 2018 aufgrund der notwendigen konzernweiten Würdigung von vertraglichen Grundlagen im Hinblick auf die neuen bilanzierungsrelevanten Kriterien für unsere Prüfung von Relevanz.
Prüferisches Vorgehen.
In unserem Prüfungsvorgehen haben wir die Umsatzerlöse der Bechtle AG nach ihrer Art (Lieferung von IT-Produkten, Erbringung von Dienstleistungen) und deren dazugehörigen internen Prozessabläufen differenziert und die wesentlichen internen Kontrollen zur korrekten Umsatzrealisierung getestet. Zudem haben wir gewürdigt, ob die Bilanzierungsrichtlinie der Bechtle AG eine geeignete Grundlage für einen nach IFRS Grundsätzen zu erstellenden Konzernabschluss ist. Für Lieferungen von IT-Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen haben wir Nachweise in Form von Kundenverträgen, Versandnachweisen und Abnahmeprotokollen erlangt, insbesondere für solche Umsatzerlöstransaktionen, die kurze Zeit vor oder nach dem Bilanzstichtag stattgefunden haben. Ergänzend hierzu haben wir analytische Prüfungshandlungen unter anderem anhand von Verhältnis- und Korrelationsanalysen durchgeführt. Hinsichtlich der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 haben wir uns mit den von der Bechtle AG eingerichteten Prozessen zur Implementierung des neuen Standards befasst. Im Rahmen der Lieferung von Softwarelizenzen haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommene Vertragsanalyse insbesondere - in Stichproben -gewürdigt, ob die von der Bechtle AG neben der Lieferung von Softwarelizenzen erbrachte Beratungsleistungen als integraler Bestandteil der Leistungsverpflichtung anzusehen sind und die Bechtle AG als Prinzipal für das Handelsgeschäft mit Softwarelizenzen tätig ist.
Darüber hinaus haben wir die von der Bechtle AG vorgenommenen Angaben zu der Umsatzrealisierung und den Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 im Konzernanhang unter Kapitel II. und Kapitel III. (1) gewürdigt. Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung der Umsatzerlöse ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben.
Die diesbezüglichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung hat die Bechtle AG im Konzernanhang unter Kapitel II. dargestellt.
2. BILANZIERUNG UND BEWERTUNG DES GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTS
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Der im Konzernabschluss der Bechtle AG ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften und stellt einen wesentlichen Bilanzposten dar. Das Management der Bechtle AG testet jährlich entsprechend IAS 36 den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert auf seine Werthaltigkeit für die beiden Zahlungsmittel generierenden Einheiten (cash generating units) IT-Systemhaus und Managed Services sowie IT-E-Commerce. Der Eintritt der vom Management getroffenen Annahmen, insbesondere der Eintritt der prognostizierten Cashflows, hängt sehr stark von der künftigen Nachfrageentwicklung sowie der Entwicklung des gesamten IT-Marktes ab. Angesichts des hohen Ermessensspielraums bei der Zugrundelegung der entsprechenden Bewertungsgrundlagen und der Komplexität des Berechnungsverfahrens und dem damit verbundenen Risiko wesentlicher falscher Angaben im Konzernabschluss haben wir den jährlich gebotenen Wertminderungstest im Rahmen unserer Abschlussprüfung als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert.
Prüferisches Vorgehen.
Wir haben die rechnerische Richtigkeit des angewandten Bewertungsmodells (Discounted-Cashflow-Verfahren) nachvollzogen. Die der vom Management vorgenommenen Planung der künftigen Cashflows zugrundeliegenden Annahmen haben wir unter anderem anhand der allgemeinen Entwicklung des IT-Markts sowie unter Berücksichtigung des geplanten Unternehmenswachstums und der bisherigen Profitabilität der Bechtle AG überprüft. Zudem haben wir die Planungsgenauigkeit des Managements untersucht, in dem wir die in der Vergangenheit vorgenommenen Prognosen mit der eingetretenen wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns abgeglichen haben. Die vom Management getroffenen Annahmen stimmen mit unseren Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der künftigen Cashflows überein.
Zur Beurteilung des angewandten Bewertungsmodells haben wir unsere Bewertungsspezialisten unterstützend einbezogen. Wir haben die bei der Berechnung getroffenen Bewertungsannahmen anhand von unabhängigen Marktindikatoren und Vergleichsunternehmen nachvollzogen. Zudem haben wir Prüfungshandlungen hinsichtlich der vom Management vorgenommenen Sensitivitätsanalyse durchgeführt. In diesem Zusammenhang haben wir analysiert, inwiefern möglich gehaltene Änderungen in den wesentlichen Bewertungsannahmen zu einer Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts führen würden. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen haben wir festgestellt, dass die verwendeten Parameter innerhalb einer vertretbaren Bandbreite liegen. Ergänzend haben wir die Angaben der Bechtle AG im Konzernanhang unter Kapitel II. und Kapitel III. (7) zu der Bewertung des Geschäfts- und Firmenwerts im Hinblick auf die sich ergebenen Anforderungen der Vorschriften nach IAS 36 gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben.
Die den Berechnungen zu Grunde liegenden Bewertungsgrundlagen und Berechnungsverfahren sowie die damit in Zusammenhang stehenden Ermessensspielräume und Sensitivitätsanalysen sind in Anmerkung Kapitel II. und Kapitel III. (7) des Konzernanhangs dargestellt.
3. KAUFPREISALLOKATION IM RAHMEN DER WSTORE-AKQUISITION
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Im zweiten Halbjahr 2018 hat der Bechtle Konzern 100 % der Anteile an der WStore Europe S.A.S., Roissy-en-France, Frankreich, und deren Tochterunternehmen Inmac WStore S.A.S., Roissy-en-France, Frankreich ("WStore"), erworben und den Erwerb als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Die Bilanzierung der Transaktion war im Rahmen unserer Prüfung aufgrund der Größenordnung sowie der Komplexität der im Rahmen der Kaufpreisallokation erforderlichen Annahmen und Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter und des damit verbundenen Risikos wesentlich falscher Darstellungen einer der bedeutsamsten Prüfungssachverhalte.
Prüferisches Vorgehen.
Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Kaufpreisallokation umfassten die Beurteilung des methodischen Vorgehens hinsichtlich der Identifizierung der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) sowie der konzeptionellen Beurteilung der Bewertungsmodelle unter Berücksichtigung der Vorgaben des IFRS 3. Die Gesellschaft hat für die Bewertung einen externen Bewertungsexperten beauftragt. Wir haben in diesem Zusammenhang die Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität der hinzugezogenen Bewertungsexperten beurteilt, uns ein Verständnis von der Tätigkeit der Bewertungsexperten verschafft und die Eignung des Bewertungsberichts, welcher von den gesetzlichen Vertretern zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte in Auftrag gegeben wurde, als Prüfungsnachweis gewürdigt.
Mit Unterstützung unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir die angewandten Bewertungsmethoden in Hinblick auf die sich ergebenen Anforderungen des IFRS 13 nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen (wie beispielsweise Wachstumsraten, Kapitalkostensätze oder Abschmelzungsraten) zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie der übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) im Erwerbszeitpunkt daraufhin analysiert, ob diese allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen entsprechen. Zusätzlich haben wir die Bewertungsmodelle rechnerisch nachvollzogen.
Ferner haben wir uns mit der Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden und der Abbildung der Erstkonsolidierung der WStore im Konsolidierungssystem befasst. Zudem haben wir die Angaben im Konzernanhang zum Erwerb der Anteile an der WStore im Hinblick auf die sich aus den Vorschriften nach IFRS 3 ergebenden Anforderungen gewürdigt.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs ergeben.
Verweis auf dazugehörige Angaben.
Weiterführende Angaben der Gesellschaft zum Erwerb der Anteile an der WStore sind im Konzernanhang in Kapitel VIII. "Akquisitionen und Kaufpreisallokationen" enthalten.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG sowie den "Bilanzeid" gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB, von denen wir jeweils eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben. Des Weiteren umfassen die sonstigen Informationen folgende Bestandteile des Geschäftsberichts, die uns nach Erteilung des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden: Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB, die nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß § 315b HGB und den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
| ― | holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO. Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Juni 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2000 als Konzernabschlussprüfer der Bechtle AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer. Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Heller.
Heilbronn, den 4. März 2019
**Ernst&Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Heller, Wirtschaftsprüfer
Moschall, Wirtschaftsprüfer
VERSICHERUNG DES VORSTANDS
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Neckarsulm, 1. März 2019
Bechtle AG
Der Vorstand
Dr. Thomas Olemotz
Michael Guschlbauer
Jürgen Schäfer
FINANZKALENDER
BILANZPRESSEKONFERENZ
Freitag, 15. März 2019, Stuttgart
DVFA-ANALYSTENKONFERENZ
Freitag, 15. März 2019, Frankfurt am Main
QUARTALSMITTEILUNG ZUM 31. MÄRZ/1. QUARTAL 2019
Freitag, 10. Mai 2019
HAUPTVERSAMMLUNG
Dienstag, 28. Mai 2019, 10:00 Uhr
Konzert- und Kongresszentrum Harmonie, Heilbronn
HALBJAHRESFINANZBERICHT ZUM 30. JUNI 2019
Freitag, 9. August 2019
QUARTALSMITTEILUNG ZUM 30. SEPTEMBER/3.QUARTAL 2019
Mittwoch, 13. November 2019
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