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Bechtle AG Annual Report 2009

Apr 21, 2010

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Annual Report

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Bechtle AG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Das Geschäftsjahr 2009 war das Jahr mit den schwierigsten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der bisherigen Bechtle-Geschichte. Erstmals seit Börsengang verzeichnete die Bechtle AG einen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand und das Unternehmen daher in besonderem Maße eng begleitet und unterstützt.

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahr. Dazu gehörten insbesondere die umfangreichen Prüfungs- und Kontrollpflichten, wie sie von der Rechtsprechung in den letzten Jahren präzisiert wurden. Wir haben den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und dabei die Geschäftsführung und -entwicklung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Von zentraler Bedeutung waren dabei die vom Vorstand getroffenen ergebnissichernden Maßnahmen. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit den neuen Gesetzen wie dem Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG), dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) oder dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG).

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung und -strategie, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns sowie über die Risikosituation und das Chancen- und Risikomanagement.

Zusätzlich zu den persönlichen Kontakten mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern unterrichtete der Vorstand das gesamte Gremium monatlich über die Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag sowie der Vorsteuerergebnisse und des Mitarbeiterstands für den Konzern, die Segmente sowie einzelne Tochtergesellschaften. In vierteljährlichen Sitzungen wurden zudem das abgelaufene Quartal sowie die kurz- bis mittelfristigen Perspektiven erörtert.

Darüber hinaus machte sich das Gremium selbst ein Bild vom Unternehmen. Regelmäßig hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen anhand firmeninterner Auswertungen mit der Geschäfts-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns und seiner Segmente sowie mit der Finanz- und Vermögenslage, der Umsetzung der Strategie, der Risikosituation, der Mitarbeiterentwicklung sowie dem Stand der im Berichtsjahr durchgeführten ergebnissichernden Maßnahmen beschäftigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie sein erster Stellvertreter hielten an der bewährten Vorgehensweise aus den Vorjahren fest, einzelne Tochterunternehmen an ihren Standorten persönlich zu besuchen. Sie verschafften sich so in direkten Gesprächen mit den Geschäftsführern einen detaillierten Überblick zum operativen Verlauf der Gesellschaften und informierten sich über Aufträge und Projekte besonderer Bedeutung.

Zu den eigenständigen Prüfungs- und Überwachungsmaßnahmen durch Mitglieder des Aufsichtsrats gehörten insbesondere auch die turnusmäßige Prüfung der Gewinn- und Verlustrechnungen einzelner Tochtergesellschaften, eine intensive Untersuchung auf Auffälligkeiten und ein Soll-Ist-Abgleich wichtiger Kennzahlen sowie die Teilnahme an Strategiesitzungen, Geschäftsführertagungen und an Sitzungen zum Risikomanagement.

Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Information durch den Vorstand sowie der eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungsfunktion vollumfänglich nachkommen. Die Einsichtnahme in Bücher und Schriften im Sinne des § 111 Abs. 2 AktG war über die Abschlussprüfung hinaus nicht erforderlich.

Sitzungen und Schwerpunkte

Im Berichtsjahr fanden vier Plenumssitzungen des Aufsichtsrats statt: am 5. Februar, 17. März (Bilanzsitzung für den Abschluss 2008), 21. Juli und 20. Oktober. Außerordentliche Sitzungen mussten nicht einberufen werden. Über Vorhaben, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, hat der Sprecher des Vorstands den Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert. Sofern erforderlich, wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse bedurften, wurden in den Aufsichtsrats- beziehungsweise Ausschusssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Gremium in seiner Bilanzsitzung den Jahres- und Konzern-Abschluss des Vorjahres gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt und die Unternehmensplanung 2009 verabschiedet.

Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:

die Konzernplanung 2009
die wirtschaftliche Lage des Bechtle-Konzerns
die vom Vorstand eingeleiteten Ergebnissicherungsmaßnahmen
der Beschluss des Vorstands zur Beendigung des Aktienrückkaufprogramms und zur Einziehung von 200.000 Aktien
die Prüfung möglicher Akquisitionsobjekte
die Entwicklung und der weitere Ausbau der Geschäftsbereiche Öffentliche Auftraggeber und Managed Services sowie
die konsequente Fortführung der Internationalisierung im IT-E-Commerce

Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Aufsichtsratsarbeit effizient abläuft.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet. Der Prüfungsausschuss tagte am 4. Februar, 16. März, 13. Mai, 10. August, 22. September, 19. Oktober und 10. November. Er beschäftigte sich 2009 vorrangig mit den Quartalsberichten beziehungsweise dem Zwischenbericht, den vorbereitenden Prüfungen von Jahres- und Konzern-Abschluss sowie mit der Überprüfung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems, vor allem auch vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage. Gegenstand der Beratungen war außerdem die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die Vereinbarung des Prüfungshonorars. Daneben waren auch zustimmungspflichtige Geschäfte - wie langfristige Verträge - sowie Fragen der Corporate Governance Themen der Sitzungen. Neben den Sitzungsbeschlüssen fasste der Ausschuss auch Beschlüsse im Umlaufverfahren.

Der Personalausschuss trat 2009 in zwei Sitzungen am 26. Februar und 15. Dezember zusammen. Im Mittelpunkt seiner Beratungen stand das Vergütungssystem des Vorstands, vor allem im Hinblick auf die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Neuerungen durch das am 5. August in Kraft getretene VorstAG.

Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste 2009 - ebenso wie in den Vorjahren - nicht einberufen werden.

Beim Vorsitz der Ausschüsse ergaben sich im Berichtsjahr keine Veränderungen: Dr. Jochen Wolf steht nach wie vor dem Prüfungsausschuss vor, Gerhard Schick ist Vorsitzender des Personalausschusses. In den Plenumssitzungen wurde das Gremium ausführlich über die Arbeit der beiden Ausschüsse informiert.

Der Corporate Governance Kodex empfiehlt zudem die Bildung eines Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der Bechtle AG hat keinen Nominierungsausschuss gebildet, da er ihn angesichts der derzeitigen Größe und Besetzung des Gremiums für entbehrlich hält.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Aufsichtsrat ergaben sich 2009 keine personellen Änderungen.

Auch das zum 1. Januar 2009 neu berufene Vorstandsgremium blieb im Berichtsjahr 2009 unverändert.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit dem Regelwerk des Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die Änderungen in der Fassung vom 18. Juni 2009. Zur Kontrolle der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat die Umsetzung der Empfehlungen überprüft. Aufsichtsrat und Vorstand haben zuletzt im Februar 2010 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG erneuert. Die Abweichungen von den Empfehlungen der Regierungskommission sind im Corporate Governance Bericht ausführlich erläutert. Sämtliche Entsprechenserklärungen sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance sind den Aktionären im Internet unter www.bechtle.com/corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht.

Jahres- und Konzern-Abschlussprüfung 2009

Als Abschlussprüfer und Konzern-Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 hat die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (früher: Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft), Heilbronn, gewählt. Sie hat nach der Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Bechtle AG, den Konzern-Abschluss sowie den Lagebericht für die Bechtle AG und den Bechtle-Konzern für das Geschäftsjahr 2009 unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagements- und -früherkennungssystems geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzern-Abschluss der Bechtle AG wurde nach IFRS aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass dieser Konzern-Abschluss die Bedingungen für eine Befreiung von der Aufstellung eines Abschlusses nach deutschem Recht erfüllt. Gegenstand der Prüfung waren auch das vom Vorstand einzurichtende Überwachungssystem zur Risikofrüherkennung sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die installierten Systeme geeignet sind.

Die Unterlagen zu den Abschlüssen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugesandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt. An der Bilanzsitzung am 16. März 2010 nahm auch der Abschlussprüfer teil, der ausführlich über die Prüfungsschwerpunkte und wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete. Er stand zudem für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzern-Abschlusses, des Lageberichts und des KonzernLageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Bilanzsitzung vom 16. März 2010 gemäß den Empfehlungen des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzern-Abschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2009 nach § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an. Der Aufsichtsrat ist mit dem Lagebericht und dem Konzern-Lagebericht des Vorstands einverstanden und hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen.

Die Bechtle AG hat nach Überzeugung des Aufsichtsrats das überaus schwierige Geschäftsjahr 2009 gut überstanden. Die vom Vorstand getroffenen Maßnahmen waren angemessen und zielführend. Vor allem stärkten sie die auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegte Unternehmensstrategie. Das Unternehmen ist für das laufende - nach wie vor sehr anspruchsvolle - Geschäftsjahr gut gerüstet. Die langfristige Planung für den Konzern mit der Vision 2020 ist für alle Beteiligten Anspruch und Zielvorgabe gleichermaßen.

Für die geleistete Arbeit und das große Engagement dankt der Aufsichtsrat den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gemeinsam haben sie auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein gutes Gesamtergebnis erzielt.

Neckarsulm, 16. März 2010

Für den Aufsichtsrat

Gerhard Schick, Vorsitzender

Konzern-Lagebericht

Unternehmen

Konzernstruktur

Die hohe Flächendeckung und Dezentralität der Systemhausstandorte sowie die europaweite Ausrichtung im E-Commerce trugen im Berichtsjahr 2009 entscheidend zur Stabilisierung des Geschäftsverlaufs von Bechtle bei. Unterstützt durch schlanke Zentralfunktionen der Bechtle AG und eine leistungsstarke Logistik ist diese Struktur konsequent an der Unternehmensstrategie ausgerichtet.

Rechtliche Struktur

Die Bechtle AG mit Hauptsitz in Neckarsulm übernimmt als Konzernmutter und Holding für die Unternehmensgruppe die strategische Unternehmensplanung sowie die zentralen Aufgaben in den Bereichen Controlling und Finanzen, Investor Relations, IT-Rechenzentrum, Personal, Qualitätsmanagement, Recht und Compliance sowie Unternehmenskommunikation. Eine weitere Zentralfunktion stellt die Bechtle Akademie dar, die für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie für die Personalentwicklung im Konzern zuständig ist. Der Holding ebenfalls zugeordnet ist die Bechtle Logistik & Service GmbH, in der die Zentralfunktionen Einkauf, Lager, Produktmanagement und die Katalogproduktion organisiert sind.

Holdingstruktur der Bechtle AG

Unterhalb der Bechtle AG hat der Konzern eine weitere Ebene von Holdinggesellschaften implementiert, in denen die Geschäftsfelder und Marken der beiden Reportingsegmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce gebündelt werden:

die Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm, unter deren Dach die Aktivitäten der IT-Systemhäuser in Deutschland, unterteilt in die Regionalbereiche Nord/Ost, Mitte und Süd sowie in Österreich, zusammengefasst werden
die Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm, unter der die Outsourcing-Dienstleistungen zusammengefasst werden
die Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz, in der sich die Aktivitäten der Schweizer IT-Systemhäuser, die Handelsaktivitäten der ARP Datacon-Gesellschaften sowie das Lizenzgeschäft der Comsoft direct-Gesellschaften wiederfinden
die Bechtle direkt Holding AG, Neckarsulm, in der die Handelsaktivitäten der Bechtle direkt-Gesellschaften vereint sind

Der dargestellten zweiten Holdingebene sind die rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften zugeordnet. Die deutschen und österreichischen Tochtergesellschaften werden überwiegend als GmbH oder GmbH & Co. KG geführt, die Schweizer Tochtergesellschaften weitgehend in der Rechtsform einer AG. Die Gesellschaften im sonstigen Ausland sind jeweils in einer der GmbH vergleichbaren Rechtsform organisiert. An allen Tochtergesellschaften hält die Bechtle AG unmittelbar oder über Beteiligungsgesellschaften 100 Prozent der Geschäftsanteile.

Schlanke Geschäftsprozesse durch Holdingstruktur

Zweck dieser zweistufigen Holdingstruktur ist es, die dezentral agierenden Tochtergesellschaften von administrativen und unternehmensübergreifenden Aufgaben weitgehend zu entlasten sowie Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um dadurch Synergien zu realisieren und im Einkauf sowie in der Logistik Skaleneffekte zu erzielen. Darüber hinaus ermöglicht diese Aufbauorganisation, das weitere Wachstum der Bechtle AG auch führungsorganisatorisch zu begleiten.

Mit der Strukturierung des Konzerns in eine strategische Holdingorganisation hat die Bechtle AG eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche zukünftige Entwicklung des Unternehmens geschaffen. Dennoch deckt sich die rechtliche Struktur des Bechtle-Konzerns noch nicht vollständig mit der Management- beziehungsweise Führungsstruktur des Unternehmens. Die Führungsstruktur orientiert sich in erster Linie an den Erfordernissen des operativen Geschäfts und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Märkte. Auf mittlere Sicht sollen Rechts- und Managementstruktur allerdings weitgehend aufeinander abgestimmt sein.

Managementstruktur

Im Berichtsjahr wurden die Führungsstrukturen der Bechtle AG durch die Schaffung zusätzlicher Leitungspositionen und die Ernennung von Bereichsvorständen weiter der Unternehmensgröße und den Marktanforderungen angepasst. Dabei waren neben der Stärkung der Wettbewerbssituation vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds vor allem drei Gründe ausschlaggebend: erstens die Sicherung der für Bechtle strategisch wichtigen Dezentralität als eines der obersten Geschäftsprinzipien im Systemhausbereich, zweitens die Etablierung skalierbarer und modularer Strukturen, die klar auf die künftigen Wachstumsfelder des Unternehmens ausgerichtet sind, und drittens die führungsorganisatorische Absicherung des weiteren Wachstums der Bechtle AG.

Managementstruktur der Bechtle AG

Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist nach wie vor die hierarchische Trennung der strategischen Konzernführung durch den Vorstand von der Leitung der operativen Einheiten. Damit trägt Bechtle den stark gewachsenen Leitungsaufgaben Rechnung und sichert eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung des Konzerns. Die beiden Geschäftssegmente IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce sind nicht nur von abweichenden Denkarten und Strukturen geprägt, sondern haben auch für ihre Expansion unterschiedliche Entwicklungsstrategien. Durch die zum 1. Januar 2009 vollzogene Erweiterung des Holdingvorstands und die neue Ressortverteilung hat die Bechtle AG dieser Tatsache insofern Rechnung getragen, als beide Segmente in einer eigenständigen Vorstandsverantwortung liegen.

Markteintritt in Polen

Bechtle ist im Segment IT-Systemhaus & Managed Services mit über 50 Standorten in der D-A-CH-Region vertreten. Im Segment IT-E-Commerce baut der Konzern seine europaweite Aufstellung weiter aus und hat im Berichtsjahr die Vorbereitungen für den Markteintritt in Osteuropa getroffen. Bechtle plant, im April 2010 mit einer eigenen Handelsgesellschaft in Polen zu starten.

Die Leitung der operativen Einheiten erfolgt durch sogenannte Bereichsvorstände. Neben dem segmentübergreifenden Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber verantworten die Bereichsvorstände im Segment IT-Systemhaus & Managed Services jeweils die Aktivitäten der Bechtle IT-Systemhäuser in Deutschland - unterteilt nach den Regionen Nord/Ost, Süd und Mitte -, in der Schweiz und in Österreich sowie Managed Services. Im Segment IT-E-Commerce werden durch sie die Handelsgeschäfte der Marken Bechtle direkt sowie ARP Datacon und das Lizenzgeschäft der Comsoft direct-Gesellschaften einheitlich gesteuert.

Der zentrale Bereich Logistik & Service ist weiterhin direkt dem Vorstandssprecher im Holdingvorstand zugeordnet, ebenso die übrigen zentralen Funktionen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, IT, Personal, Qualitätsmanagement sowie Recht (vgl. Organisationsstruktur, hintere Umschlagseite).

Im Segment IT-E-Commerce nahm Bechtle im Berichtsjahr eine Neustrukturierung der deutschen Niederlassung der ARP Datacon AG vor. Ziel war es, Synergien innerhalb der Bechtle-Gruppe stärker zu nutzen. Aus diesem Grund wurde die gesamte Logistik vom ARP-Standort Dietzenbach zum zentralen Bereich Logistik & Service in Neckarsulm verlagert.

Standorte

Die Konzernzentrale der Bechtle-Gruppe ist in Neckarsulm. Hier haben neben der Bechtle AG auch die zentralen Einheiten ihren Sitz. Das Finanzwesen hat seinen Sitz in Gaildorf.

Flächendeckendes Netz an IT-Systemhäusern

Im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft des Segments IT-Systemhaus & Managed Services ist der Vor-Ort-Kontakt zum Kunden von elementarer Bedeutung. Deshalb hat Bechtle ein flächendeckendes Netz an IT-Systemhäusern, das sich über mehr als 50 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstreckt. In dieser Struktur agieren die Geschäftsführer der operativen Tochtergesellschaften als selbstständige Unternehmer mit hoher Eigenverantwortung in ihrem jeweiligen lokalen Markt. Ein konsequent ergebnisorientiertes Vergütungssystem unterstützt und fördert dabei das unternehmerische Handeln der Geschäftsführer.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat der Konzern mit der Neugründung eines Systemhausstandorts in Dortmund seine flächendeckende Marktposition in Deutschland weiter gestärkt. Bechtle war bisher mit zwölf Systemhäusern im Bundesland Nordrhein-Westfalen vertreten. Neben dem Angebot an klassischen Systemhausdienstleistungen für primär mittelständische Kunden plant der Konzern, seine Kompetenz im Bereich der öffentlichen Hand in der Region künftig stärker auszubauen.

Aufgrund der erreichten breiten Flächendeckung des Bechtle-Konzerns ist jedoch auch eine fortlaufende Überprüfung der Effizienz und Effektivität der Standortstruktur erforderlich. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden in diesem Zusammenhang aber keine Standorte geschlossen beziehungsweise zusammengelegt. Der Konzern ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung mit 45 eigenen IT-Systemhäusern in zwölf Bundesländern Deutschlands präsent. In der Schweiz verfügt die Bechtle AG über zehn Systemhausstandorte in acht Kantonen und in Österreich über zwei in Wien.

Systemhausstandorte der Bechtle AG

Europäische Präsenz im E-Commerce

Die Bechtle AG unterhält im Segment IT-E-Commerce mit der Marke Bechtle direkt Standorte in elf europäischen Ländern. Im April 2010 folgt Polen als zwölftes Land. Der Konzern hat sich unter anderem aufgrund der Wachstumsaussichten und der sozioökonomischen Rahmendaten für den Eintritt in den polnischen Markt entschieden. Mit der Handelsmarke ARP Datacon ist Bechtle in fünf und mit Comsoft direct ebenfalls in fünf Ländern präsent.

E-Commerce-Standorte der Bechtle AG

Zur Bechtle AG gehören etwa 80 operative Unternehmen und Beteiligungen, die zusammen mit den jeweiligen Anteilsangaben in der Anlage A zum Anhang, S. 188 f. aufgeführt sind. Der größte Teil der IT-Systemhäuser, Niederlassungen, Service- und Handelsgesellschaften liegt in Deutschland sowie in der Schweiz. Der größte der insgesamt fast 70 Standorte in Europa ist zugleich der Sitz der Firmenzentrale in Neckarsulm mit rund 800 Mitarbeitern.

Geschäftstätigkeit

Die 1983 gegründete Bechtle AG ist mit über 50 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz aktiv und zählt mit Handelsgesellschaften in zwölf Ländern europaweit zu den führenden IT-E-Commerce-Anbietern. Seinen mehr als 56.000 überwiegend mittelständischen Kunden aus den verschiedensten Industrie- und Dienstleistungsbranchen sowie dem öffentlichen Sektor bietet Bechtle herstellerübergreifend ein lückenloses Angebot rund um die IT-Infrastruktur und den IT-Betrieb aus einer Hand.

Geschäftsfelder

Mehrmarkenstrategie im Handelssegment

Die Bechtle AG gliedert ihre Aktivitäten in die beiden Segmente IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betreut Bechtle die Kunden von der IT-Strategieberatung über die Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services sowie Schulungen bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Internet, Katalog und Telefon gestützten Handelsaktivitäten des Konzerns. Mit den Marken Bechtle direkt, ARP Datacon und Comsoft direct verfolgt Bechtle in diesem Segment eine Mehrmarkenstrategie.

Leistungsspektrum und Prozesse

IT-Systemhaus & Managed Services

Die Bechtle-Gruppe ist ein Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Das Leistungsangebot von Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst die gesamte Wertschöpfungskette der IT. Wesentlich für das Dienstleistungsangebot ist, dass Bechtle "Alles aus einer Hand" anbietet. Jede Lösung wird den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden entsprechend kombiniert. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots, bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit Hard- und Software, ist Bechtle in der Lage, für jeden Kunden eine individuelle Lösung zu erarbeiten. Das Produktportfolio wird dabei kontinuierlich überprüft und den Markt-und Kundenerfordernissen angepasst. Im Berichtsjahr hat der Konzern vor allem das Angebot im Bereich Managed Services und die Marktposition im Segment Öffentliche Auftraggeber weiter ausgebaut.

Bechtle IT-Lösungen

Über 1.600 Servicemitarbeiter sowie zertifizierte Spezialisten und Systemingenieure bieten im IT-Lösungsbereich Fachwissen, hohe Detailkompetenz, langjährige IT-Projekterfahrung und die Fähigkeit, individuelle Anforderungen schnell umsetzen zu können. In überregional tätigen Competence Centern hat Bechtle Spezialisten-Know-how zu komplexen Lösungsthemen gebündelt. Mehr als 200 Zertifizierungen aller namhaften Hersteller garantieren höchste Qualifizierung bei unseren Serviceleistungen. Die Bechtle IT-Lösungen bieten ein vollständig integriertes Portfolio zu den folgenden Fokusthemen:

Client Management

Das Angebot reicht von der IT-Architekturberatung bis zum Client Lifecycle Management mit automatisierten Prozessen von der Beschaffung über den Rollout bis zum End-of-Life. Für die Migration auf Windows 7 hält Bechtle zertifizierte Spezialisten und Rollout-Manager vor. Mit Print Solutions verfügt Bechtle über innovative Konzepte auf Basis von Full-Service- oder Klick-Preis-Modellen.

Server & Storage

Diese Leistungen umfassen die herstellerunabhängige Beratung, Projektierung und den Betrieb virtualisierter Server- und Storage-Systeme durch automatisierte Lösungen. Durch eine geeignete Infrastruktur für Stromversorgung und Kühlung, aktives Energiemanagement sowie effiziente, skalierbare Server- und Storage-Systeme sowie durch eine Energieeffizienzberatung im Vorfeld der Maßnahmen trägt Bechtle dazu bei, die Energiekosten zu senken.

Networking Solutions

Skalierbare Lösungen für LAN- und Unified-Communication-Infrastrukturen umfassen den Bereich "Networking Solutions". Zertifizierte Experten von Bechtle sorgen von der Netzwerkanalyse bis hin zum Netzwerkbetrieb für eine hohe Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Netzwerk-Infrastruktur. Gemeinsam mit führenden Herstellern vertreibt Bechtle zum Thema "Collaboration" integrierte Konzepte für Konferenzlösungen, IP-Kommunikation, Messaging, mobile Anwendungen und Telepresence.

Virtualisierung

Bechtle bietet von der Beratung bis zum Betrieb Virtualisierungslösungen für Server, Storage, Clients und Applikationen. Aufbauend auf der klassischen Konsolidierung und der Optimierung hinsichtlich Verfügbarkeit, Sicherheit und Management ermöglicht Bechtle seinen Kunden den größtmöglichen Virtualisierungsgrad im Data Center. Themen wie Automatisierung, Service-Level-Vereinbarungen und Prozessmanagement sowie Self-Services stehen dabei im Fokus.

IT Security

Bechtle verfügt über hochqualifizierte Spezialisten für IT-Sicherheit, die darüber hinaus hohe Kompetenz beim Design von sicheren LAN-Backbones und Weitverkehrsnetzen (WAN) besitzen. Die zertifizierten IT-Sicherheitsexperten planen, implementieren und betreuen IT-Sicherheitsinfrastrukturen. Darüber hinaus bietet Bechtle Beratung und Lösungen rund um den betrieblichen Datenschutz und die IT-Sicherheitsstrukturen. Qualifizierte Datenschutzbeauftragte mit Praxiserfahrung, IT-Sicherheitsbeauftragte und Juristen übernehmen kompetent und zuverlässig Beratung, Konzeption und Realisierung.

Business Applications

Bechtle Business Applications ist mit mehreren Standorten wichtiger Software- und Beratungspartner für mittelständische Firmen. Business Applications von Bechtle beinhalten Lösungen rund um Microsoft Dynamics, Business Intelligence, Dokumentenmanagement, Groupware-/Lotus-Notes-/ Domino-Lösungen und SAP.

Managed Services-Leistungen kundenindividuell abgestimmt

Mit Managed Services übernimmt Bechtle die Verantwortung für definierte Betriebsaufgaben rund um die IT der Kunden. Abgestimmte Service-Level-Vereinbarungen stellen dabei die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur sicher. Mit dem Remote-Betrieb oder der Vor-Ort-Betreuung von Servern, Clients, Druckern und Netzwerken auf Basis standardisierter Betriebskonzepte sowie einem ganzheitlichen Benutzerservice für die IT-Infrastruktur der Kunden gewährleistet Bechtle über den gesamten Lebenszyklus eine optimale Funktionsfähigkeit der IT-Systeme. Individuelle Finanzierungsmodelle wie Leasing ergänzen dabei die technischen Lösungen.

Leistungsangebot Managed Services

Bechtle Installationszentrum

Das Installationszentrum bietet alle Möglichkeiten, Kundenanforderungen zeitnah und kompetent zu erfüllen - von der individuellen Einzelinstallation bis zur Durchführung landesweiter Rollouts mit einem Durchsatz von bis zu 1.000 Systemen pro Tag.

Bechtle Field Services

Im Bereich Field Services bietet Bechtle eine große Zahl von Garantie- und Serviceleistungen an, die über die gesetzlich geforderte Gewährleistungspflicht hinausgehen. Um im Rahmen dieser Dienstleistung eine optimale Einsatzsteuerung zu gewährleisten, werden alle Meldungen zentral an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr aufgenommen und an die rund 300 Techniker weitergeleitet. Dadurch ist ein Service mit bis zu maximal zwei Stunden Reaktionszeit vor Ort realisierbar.

Bechtle Remote Services - Service Desk und Remote Management

Die IT-Infrastruktur eines Unternehmens muss reibungslos funktionieren. Bechtle bietet hierfür modulare Lösungen an, die sich optimal mit den notwendigen Vor-Ort-Leistungen bei den Kunden kombinieren lassen. Bechtle versteht sich im Service Desk als zentrale Anlaufstelle und kümmert sich um Störungsmeldungen und Serviceanfragen. Im Remote Management überwacht und betreibt Bechtle IT-Infrastruktursysteme im Bereich Server und Storage, LAN/WAN, Firewall und Security. Hier finden lückenlose Überwachung, Dokumentation und Problemlösung statt mit dem Ziel, eine höchstmögliche Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur sicherzustellen. Die modularen Lösungspakete bieten mehrstufige Service-Level-Vereinbarungen, die auf die Belange der Kunden optimal zugeschnitten sind.

Bechtle Onsite Services

Die Bechtle Onsite Services unterstützen die Serviceteams beim Kunden vor Ort dauerhaft im Rahmen von Outtasking- und Outsourcing-Verträgen. Die Onsite Services werden durch lokale Dienstleisterteams erbracht, die sich auf die Anforderungen der jeweiligen Kunden spezialisiert haben. Zudem ist es möglich, dass der Kunde seine IT vollständig auslagert und die Erbringung der IT-Prozesse Bechtle überlässt.

Bechtle Mittelstands-Konzept

Besonders für die Anforderungen des lokalen Mittelstands hat Bechtle das Bechtle Mittelstands Konzept (BMK) entwickelt. Mit der Abhängigkeit von der IT steigt bei Ausfällen das Risiko hoher finanzieller Schäden für die Unternehmen. Kleine und mittlere Firmen haben oft nicht die Ressourcen, um die notwendige Breite an unterschiedlichen IT-Spezialgebieten vorzuhalten. Zugleich steigen die rechtlichen Anforderungen bei zunehmender Komplexität der IT-Systeme. Das BMK greift diese Anforderungen auf. Bechtle übernimmt mit diesem Angebot die komplette IT-Verantwortung für Unternehmen mit bis zu 200 PC-Arbeitsplätzen zu einem fixen monatlichen Preis. Die Kunden erhalten bei kalkulierbaren Kosten die neueste Technologie und die Gewähr für einen professionellen, ausfallsicheren IT-Betrieb.

Competence Center bündeln konzernweit Expertenwissen

Competence Center und Schulungszentren

Ein wichtiges Standbein im Leistungsspektrum von Bechtle sind die sogenannten Competence Center. Bestimmte Schwerpunktdienstleistungen werden vom Markt stärker nachgefragt. Um den Kunden für diese Services immer das aktuell nötige Expertenwissen zur Verfügung stellen zu können, bündelt die Bechtle-Gruppe dieses Know-how in Competence Centern. Um den Markttrends und damit den Anforderungen der Kunden stärker Rechnung zu tragen, hat Bechtle die Fokussierung der Kerngeschäftsfelder weiter vorangetrieben und die Anzahl der Competence Center von zwölf im abgeschlossenen Berichtsjahr auf 13 erhöht. Diese Competence Center stehen grundsätzlich allen Standorten im Rahmen der Leistungserbringung als interne Serviceeinheiten zur Verfügung.

Das maßgeschneiderte Seminarkonzept der 19 bundesweiten Bechtle-Schulungszentren folgt konsequent den Anforderungen des Markts. Bei mehr als 10.000 Seminarterminen zu 400 aktuellen Themen rund um die IT ist das Angebot breit gefächert. Für Kunden mit mehreren Niederlassungen ermöglicht diese Präsenz firmeneinheitliche Schulungen jeweils direkt vor Ort.

IT-E-Commerce

Im Segment IT-E-Commerce bietet Bechtle als IT-Fachhändler mit über 41.000 IT-Produkten die gesamte Palette gängiger Produkte an. Darüber hinaus vermarktet der Konzern mit ARP Datacon auch Produkte unter eigenem Label.

Eine Besonderheit von Bechtle direkt sind die sogenannten bios-Shops (bios® = Bechtle Information & Ordering System). Hierbei handelt es sich um webbasierte Kundenshops, die ein festgelegtes individuelles Produktsortiment enthalten. Die bios-Kunden können so bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der IT-Infrastruktur sicherstellen. Zum Jahresende 2009 hatte Bechtle direkt rund 21.000 bios-Accounts bei Kunden installiert.

Logistik als Wettbewerbsvorteil

Im stark prozessabhängigen IT-E-Commerce hat Bechtle schlanke Abläufe etabliert, die für den Erfolg dieses Segments von großer Bedeutung sind. In gewisser Hinsicht sind die unterlegten Prozesse sogar Teil der eigentlichen Leistung. Beispielsweise wird ein Großteil der Bestellungen im IT-E-Commerce nach dem sogenannten Fulfilment-Prinzip abgewickelt: Bechtle leitet eingehende Bestellungen direkt an Hersteller oder Distributoren weiter. Diese übernehmen den Versand der Ware an den Kunden. Die Qualität des Versands - sie wird vor allem durch die Geschwindigkeit bestimmt -stellt Bechtle über Vereinbarungen mit den Partnern und über regelmäßige Audits sicher. Bechtle hält mithilfe des Fulfilment-Prinzips den Lagerbestand niedrig und reduziert das Risiko von Abwertungen der von sehr kurzen Innovationszyklen geprägten IT-Produkte. Der Kunde profitiert dabei von einer kurzen Lieferzeit: Bestellungen, die bis 16.00 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag versendet und in der Regel am nächsten Tag zugestellt. Schlanke Prozesse und eine leistungsstarke Logistik sichern dem Unternehmen im Handelsgeschäft einen Wettbewerbsvorsprung. Denn die Zentralisierung von Produktmanagement, Einkauf und Lager garantiert marktgerechte Preise und schnelle Lieferbereitschaft. Daher steuert Bechtle diese Teilbereiche für alle EU-Länder von seinem Logistikzentrum in Neckarsulm. Die Aktivitäten der Schweizer Systemhäuser sowie der ARP- und Comsoft-Gesellschaften werden von dem Logistikzentrum in Rotkreuz gesteuert.

Ein weiterer wichtiger Geschäftsprozess betrifft das Waren- und Preissystem sowie die einheitliche Artikeldatenbank, auf die europaweit alle Tochtergesellschaften zugreifen. Das von Bechtle entwickelte Europäische Preissystem (EPS) liest jede Nacht mehr als 4,7 Millionen Preis- und Verfügbarkeitsinformationen von IT-Herstellern und Distributoren ein und kalkuliert in den jeweiligen nationalen Preisen. Über die primären Kriterien einer sofortigen europaweiten Lieferfähigkeit und des günstigsten Preises werden die Lieferanten ausgewählt. Tages- und marktaktuelle Produktinformationen stehen vollautomatisiert online für die landesspezifischen Webshops bereit.

Neben den Onlineshops gelten die Produktkataloge als zweite wichtige Vertriebsschiene im Handelsgeschäft von Bechtle. Bis zu dreimal jährlich erscheinen die Kataloge in bis zu zwölf verschiedenen Landesversionen mit einer Auflage von 80.000 bis zu 150.000 Exemplaren. Die Kataloge mit detaillierten technischen Daten, Produktabbildungen und direkten Verweisen auf passendes Zubehör sind somit die optimale Ergänzung zur zentralen Online-Produktdatenbank. Sie haben sich seit der ersten Ausgabe 1991 zum anerkannten Standardnachschlagewerk der Branche entwickelt.

Softwarelizenzierung

Breites Lösungsportfolio im Bereich Softwarelizenzierung

Darüber hinaus intensivierte die Bechtle AG im Jahresverlauf die Aktivitäten im Bereich Softwarelizenzierung und -management. Die in diesem Geschäftsfeld in fünf Ländern tätigen Comsoft direct-Gesellschaften bieten den Kunden herstellerübergreifend ein Full-Service-Lösungsportfolio für Softwarelizenzen an. Unternehmen jeder Größenordnung erhalten bei Comsoft direct individuell zugeschnittene Softwareprodukte, Lösungen und Dienstleistungen. Das Angebot deckt dabei den gesamten Softwarelifecycle ab: von der Beratung über den Verkauf und die Beschaffung bis zur Wartung und zum entsprechenden Projektmanagement. Dieses Know-how wird immer wichtiger, denn die Lizenz- und Preismodelle der Hersteller werden zusehends komplexer. Gerade im Hinblick auf serviceorientierte Architekturen, in denen unterschiedliche Softwaremodule mit unzähligen Lizenzmodellen zum Einsatz kommen, wird diese Fachkompetenz kundenseitig zunehmend gefordert. Comsoft direct wählt aus seinem umfassenden Sortiment die optimalen Lizenzierungsmodelle aus und gewährleistet, dass die Kunden ihre Softwareapplikationen bestmöglich und kostenoptimiert einsetzen können. Teil des Angebots in diesem Geschäftsfeld ist dabei auch die Analyse der Lizenzierungssituation bei den Kunden, um das Optimum zwischen gesetzeswidriger Unterlizenzierung und unnötiger, kostenintensiver Überlizenzierung schnell zu erreichen.

Forschung und Entwicklung

Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine Forschungsaktivitäten. Auch Entwicklungsleistungen finden nur in sehr eingeschränktem Umfang statt und erfolgen vornehmlich für eigene Zwecke. Kennzahlen zu F & E weist Bechtle aufgrund des geringen Umfangs und der zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Bedeutung der Entwicklungsleistungen nicht aus.

Entwicklungsarbeiten im Berichtsjahr betrafen die Pflege und Aktualisierung der Webseiten. Zudem entfiel Programmieraufwand auf die beiden selbst erstellten Softwarelösungen BELOS und structura dynamic. BELOS ist eine Ressourcenmanagementsoftware zur Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Schulungen und Meetings. Die für den eigenen Bedarf entwickelte Software wird in geringem Umfang vermarktet. Mit structura dynamic bietet Bechtle auf Basis der Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics ein umfassendes Gesamtpaket speziell für mittelständische Hersteller. Das Tool zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Funktionalität und Transparenz bei Projektmanagement, Ressourcen- und Absatzplanung, Produktionssteuerung, Service- und Reklamationsabwicklung sowie Benachrichtigungs- und Genehmigungsverfahren aus. Die Softwarelösungen werden regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt.

Die Onlinelösungen der bestehenden Webshops von Bechtle direkt und ARP Datacon wurden 1995 intern bei Bechtle entwickelt. Seitdem übernimmt ein Team von Programmierern die kontinuierliche Pflege, die Weiterentwicklung der E-Commerce-Plattformen und die Implementierung neuer Länder wie beispielsweise im Rahmen der Markteinführungen in Irland, Portugal sowie aktuell in Polen. Auch auf die Unternehmensseite www.bechtle.com entfielen im Berichtsjahr Entwicklungsleistungen. Ein neues Content-Management-System (CMS) wurde den Bedürfnissen von Bechtle angepasst und im Jahresverlauf implementiert.

Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Entwicklungsleistungen.

Absatzmärkte

Die Kernzielgruppe von Bechtle sind mittelständische Unternehmen. Dabei definiert Bechtle den Mittelstand über die Anzahl der PC-Arbeitsplätze. Zum lokalen Mittelstand zählen Kunden mit 20 bis 50 PC-Arbeitsplätzen, der regionale Mittelstand umfasst Unternehmen mit 50 bis 250 PC-Arbeitsplätzen und im gehobenen Mittelstand sind Unternehmen mit 250 bis 2.000 PC-Arbeitsplätzen zusammengefasst.

Kundenzielgruppe Mittelstand

Diese größen- beziehungsweise potenzialbezogene Segmentierung des Mittelstands ist die einzige Eingrenzung des Bechtle-Absatzmarkts. Innerhalb der definierten Größen sind grundsätzlich alle Unternehmen potenzielle Bechtle-Kunden, unabhängig von der Branche.

Branchensegmentierung der Bechtle-Systemhäuser in Deutschland nach Umsatz

Trotz der grundsätzlich branchenunabhängigen Marktbearbeitung hat sich im Kundenkreis von Bechtle eine Branchenspezialisierung ergeben. Sie resultiert aus den Besonderheiten des Marktes wie beispielsweise den Ausschreibungsverfahren und wird im Unternehmen gesondert abgebildet. Der Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber unterstützt als interne Serviceeinheit die dezentralen Systemhäuser sowie die Bechtle direkt-Gesellschaften bei der Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen.

Geografisch ist Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services ausschließlich in der sogenannten D-A-CH-Region tätig. Im Segment IT-E-Commerce ist der Bechtle-Konzern europaweit aufgestellt (Kapitel Konzernstruktur, S. 19).

Wettbewerbsposition

Laut den Angaben des Statistischen Bundesamtes boten im Berichtsjahr 2009 über 70.000 IT-Unternehmen in Deutschland ihre Produkte und Dienstleistungen an, wobei die Größe, das Leistungsspektrum und die Spezialisierung der IT-Unternehmen stark differieren. Die meisten sind rein lokal tätige Unternehmen, deren Jahresumsätze selten 5 Mio. € übersteigen. Die Gruppe der mittelgroßen IT-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von circa 50 Mio. € bis 250 Mio. € besteht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus circa 100 Unternehmen. Zu den größeren in Deutschland aktiven Systemhäusern zählen nur etwa 20 Unternehmen, darunter Bechtle.

Bechtle hat in Deutschland eine hervorragende Marktposition. Laut dem Fachmedium ChannelPartner belegt Bechtle im deutschen Systemhausgeschäft gemessen am inländischen Umsatz den zweiten Platz unter den herstellerunabhängigen Systemhäusern, mit deutlichem Abstand auf die folgenden Plätze. Wichtiger noch als die Höhe des Umsatzes ist die Wettbewerbsstärke. Gemäß einer ebenfalls von ChannelPartner unter deutschen Systemhäusern durchgeführten Umfrage zu den wichtigsten Wettbewerbern ist Bechtle das am häufigsten genannte Unternehmen.

Kundenfreundlichkeit weiter gesteigert

In der jährlichen Umfrage der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche unter Anwenderunternehmen zur Kundenfreundlichkeit wurde die Bechtle AG 2009 in der Klasse über 250 Mio. € Jahresumsatz mit einem Notendurchschnitt von 1,92 (Vorjahr: 2,00) bewertet. Der Konzern liegt damit auf Platz zwei der kundenfreundlichsten Systemhäuser in Deutschland. Über 1.700 Projekte Kundenfreundlichkeit wurden in der dreiwöchigen Onlinebefragung beurteilt. Die Fragen betrafen unter anderem die Qualität des Angebots des ausgewählten Systemhauses. Anhand der Aussagen zum Projektmanagement, zur Kommunikation, zu Reaktionszeiten und Kompetenz wurde die Güte des Projektverlaufs ermittelt. Eingehaltene Termine, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Betreuung nach Projektende (Wartung, Schulung etc.) waren ebenfalls Grundlage der Bewertung.

In der Schweiz ist Bechtle nach eigenen Angaben im Systemhausgeschäft Marktführer. In Österreich ist die Bechtle AG seit dem Markteintritt 2008 mit zwei Systemhausstandorten in Wien vertreten.

Unverändert verbuchen die kleineren und mittleren Unternehmen zusammen den weitaus größten Marktanteil in der D-A-CH-Region. Darüber hinaus war im Berichtsjahr zu beobachten, dass es insbesondere vor dem Hintergrund der schlechteren konjunkturellen Rahmenbedingungen unter den mittleren Anbietern zu einer stärkeren Konsolidierung durch Fusionen und Übernahmen kam und große Anbieter ihre Marktposition zulasten der kleineren Anbieter ausbauten.

Im Bereich IT-E-Commerce sieht sich der Konzern in Deutschland und der Schweiz in der Spitzengruppe sowie in den übrigen europäischen Ländern in einer gefestigten Marktposition.

Umweltschutz

Die Bechtle AG ist als Handels- und Dienstleistungsunternehmen von Anforderungen des Umweltschutzes weniger betroffen als produzierende Unternehmen. Dennoch fühlt sich Bechtle dem Umweltschutz verpflichtet. So unterstützt der Konzern im Rahmen seiner Möglichkeiten einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen.

Die Gesellschaft bietet keine Produkte an, die Schadstoffe oder potenziell schädigende Stoffe enthalten und damit ein Risiko für Endanwender und Umwelt darstellen. Bechtle verpflichtet seine Lieferanten dazu, die Bestimmungen der EU-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) vom März 2003 zu beachten. Neben der Vereinbarung werden regelmäßig alle eingekauften Komponenten geprüft, um sicherzustellen, dass diese keine gefährlichen Stoffe enthalten. Bechtle sorgt für eine umweltschonende Entsorgung der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus und kommt damit auch seinen Verpflichtungen im Rahmen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes nach. Das Unternehmen ist bereits seit 2005 im Elektro-Altgeräte-Register erfasst.

Green IT wesentlicher Bestandteil des Leistungsangebots

Ein wichtiges Thema für Bechtle ist die sogenannte Green IT. Unternehmen, die heute noch nicht ausreichend für das Thema Green IT sensibilisiert sind, müssen in Zukunft mit steigenden Energiekosten, höheren Abgaben und nicht zuletzt auch mit negativer Presse rechnen. Eine professionelle Auseinandersetzung mit Green IT bietet dagegen die Chance, sich der sozialen Verantwortung zu stellen und das Thema Umweltschutz nicht nur als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, sondern gleichermaßen von niedrigeren Betriebskosten zu profitieren. Viele Unternehmen entscheiden sich heutzutage nicht mehr nur für den besten Angebotspreis, sondern betrachten die Kosten für den gesamten Lifecycle, was auch die permanent steigenden Energiekosten berücksichtigt. Ein anderer wichtiger Faktor ist der Mitarbeiter. Die Schulung der Mitarbeiter ergänzt die Zielsetzung, auch am Arbeitsplatz eine Sensibilisierung für die IT und die damit verbundenen laufenden Energiekosten nachhaltig zu gewährleisten. Das Unternehmen sieht sich als strategischer Partner für Green IT. Neben der hohen Servicequalität und der Hochverfügbarkeit der Systeme gehört die flexible Unterstützung der Geschäftsprozesse der Kunden zu den Aufgaben von Bechtle.

Der Konzern reagiert auf den gestiegenen Bedarf nach verbrauchsärmeren IT-Produkten sowie energieeffizienten Konzepten auch mit einem erweiterten Dienstleistungs- und Produktangebot an umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren IT-Umgebungen. Bechtle deckt von der Beratung über die Beschaffung bis zur Umsetzung sämtliche Stufen der wirtschaftlichen und ökologischen Optimierung von IT-Infrastrukturen ab. So werden Rechenzentren im Hinblick auf ihren Energieverbrauch und mögliche Einsparpotenziale analysiert. Einsparungen können beispielsweise durch Servervirtualisierung und -konsolidierung erzielt werden. Darüber hinaus finden sich im aktuellen Produktangebot von Bechtle zahlreiche energiesparende Hard- und Softwareprodukte.

Unternehmenssteuerung

Eine klare Strategie und das konsequente Verfolgen definierter Zielstellungen sind für die erfolgreiche Entwicklung eines Unternehmens unverzichtbar. Effiziente Steuerungssysteme gewinnen dabei gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten an Bedeutung. Im Berichtsjahr hat sich gezeigt, wie wichtig vor diesem Hintergrund ein kontinuierlicher Abgleich der erzielten Ergebnisse mit den zugrunde liegenden Planwerten ist. Nur so war es möglich, geeignete Maßnahmen im Rahmen der Steuerung des Unternehmens zu ergreifen und ein vergleichsweise gutes Ergebnis zu erzielen.

Ziele und Strategie

Profitables Wachstum als Unternehmensziel

Der Vorstand der Bechtle AG hat sich mit der 2007 formulierten Vision 2020 sehr ambitionierte Wachstumsziele gesetzt. Danach strebt Bechtle bis zum Jahr 2020 einen Konzernumsatz von 5 Mrd. € sowie eine Verdopplung der Beschäftigten auf 10.000 Mitarbeiter an. Diese Zielstellung setzt ein durchschnittliches Wachstum im Umsatz von jährlich 10 bis 15 Prozent voraus.

Mit neuen Technologien, höherwertigen Dienstleistungen und einem entsprechenden Hardwareinfrastruktur- sowie Softwareangebot als Teil einer Lösung für den Kunden möchte Bechtle auch künftig organisch wachsen. Dazu baut das Unternehmen sein Portfolio konsequent aus: zum Teil aus eigener Kraft, zum Teil in Zusammenarbeit mit wichtigen Herstellern. Ziel ist, innovative, lösungsorientierte und effiziente Konzepte für die IT mittelständischer Kunden bereitzustellen und sich auf diesem Weg vom Angebot der Wettbewerber sichtbar und nachhaltig abzuheben.

Darüber hinaus soll das Wachstum auch weiterhin durch attraktive Akquisitionen oder gezielte Neugründungen unterstützt werden. Bei den Akquisitionen stehen kleinere bis mittelgroße Unternehmen im Fokus, die regional kunden- und leistungsbezogen die Marktposition der Bechtle AG stärken. Zielsetzungen sind daher die Ergänzung der IT-spezifischen Kompetenzen, die intensive Bearbeitung strategisch bedeutsamer regionaler Märkte sowie Kundengruppen und damit die Gewinnung von Marktanteilen. Der Konzern hat im Segment IT-Systemhaus & Managed Services das Ziel, bis 2020 flächendeckend in der D-A-CH-Region vertreten zu sein und sich zum führenden IT-Partner des Mittelstands und der öffentlichen Hand zu entwickeln.

Im Segment IT-E-Commerce verfolgt Bechtle auf Basis einer Mehrmarkenstrategie eine konsequente Internationalisierung. Das Unternehmen ist bereits heute in insgesamt elf Ländern Europas präsent. Im April 2010 wird Polen als zwölftes Land folgen. Der Konzern wird seine Präsenz in Europa weiter ausbauen und bis 2020 eine führende Position im E-Commerce einnehmen. Erhebliches Potenzial für langfristiges Wachstum sieht Bechtle im Handel mit Hard- und Software auch jenseits der europäischen Grenzen.

Systeme und Instrumente

Der Vorstand der Bechtle AG zeichnet verantwortlich für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum.

Die zur Steuerung der operativen Einheiten dienende Kurz- und Mittelfristplanung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Sie orientieren sich aber auch an der Entwicklung des Wettbewerbs- und Marktumfelds. Oberste Maxime für die Mitarbeiter der Bechtle AG sind Wachstum und Gewinnerzielung durch zufriedene Kunden sowie das Erreichen der Marktführerschaft am eigenen Standort.

Als relevante Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele gelten Umsatz, Umsatzwachstum, Vorsteuerergebnis sowie das Vorsteuerergebnis bezogen auf den Umsatz (EBT-Marge). Über eine individuelle Erfolgsbeteiligung werden die Mitarbeiter motiviert, die vereinbarten Ziele engagiert zu verfolgen.

Konsequente kaufmännische Steuerung

Auf jährlich stattfindenden Strategietagungen stellt der Vorstand Maßnahmen und messbare Zwischenschritte vor, über die Bechtle das Erreichen seiner Ziele anstrebt. Ergänzt wird dies durch die jährlichen Strategie- und Fokuspapiere der jeweiligen Gesellschaften sowie individuelle Planungsgespräche mit den Geschäftsführern. Alle Einzelplanungen bilden aggregiert die Basis für die Gesamtjahresplanung der Bechtle-Gruppe.

Die aus den Einzelgesprächen abgeleiteten operativen Ziele und Aufgaben werden durch die Geschäftsführer in die jeweiligen Einzelgesellschaften sowie Unternehmensbereiche beider Segmente kommuniziert und den individuellen Leistungszielen der Mitarbeiter zugrunde gelegt. Die unterjährige Entwicklung wird hierbei kontinuierlich durch datenbankgestützte Führungsinstrumente analysiert, die im Berichtsjahr weiter ausgebaut und optimiert wurden. Als Folge möglicher Planabweichungen kann das Management so umgehend geeignete Maßnahmen einleiten. Die Auswertung findet - in Form eines Benchmarks - mithilfe der sogenannten Bechtle Scorecard statt, die unterschiedliche Performancekriterien in ein für alle Gesellschaften und Bereiche transparentes Leistungsranking überführt. Die operative Entwicklung aller IT-E-Commerce-Gesellschaften wird zusätzlich durch ein individuelles Softwaretool, das European Sales Cockpit (ESC), erfasst und analysiert.

Zur regelmäßigen Bewertung des Geschäftsverlaufs - auch im Vergleich zu anderen Lokationen -stellt der Konzern den operativen Einheiten darüber hinaus mit dem sogenannten Executive Information System (EIS) detaillierte Monatsberichte mit einheitlich definierten Rentabilitätskennzahlen hinsichtlich Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag zur Verfügung. Ferner unterhalten einige Tochtergesellschaften ein eigenes Managementsystem zur operativen Steuerung ihrer Vertriebsaktivitäten. Darin integriert sind Effektivitätskennzahlen sowie auftrags- und kundenbezogene Größen, die eine unmittelbare Bewertung des Geschäftsverlaufs ermöglichen. Neben den

Erfahrungen der Vertriebsmitarbeiter hinsichtlich Nachfrageverhalten und Investitionsneigung der Kunden wird zur zeitnahen Bewertung des Geschäftsverlaufs die Entwicklung der Einkaufspreise sowie der Auftragseingänge als unternehmensspezifischer Frühindikator gesehen.

Cashflow-Management auf Ebene der Tochtergesellschaften

Die unmittelbar geschäftsbezogenen Kennzahlen werden im Rahmen der Steuerung der Gesellschaften durch finanzielle Kennzahlen wie Cashflow, Working Capital, Kapitalumschlag, Investitionsquote und Return on Capital Employed (ROCE) ergänzt. So wird beispielsweise die Entwicklung der wesentlichen Einflussfaktoren des Cashflows jedem operativ verantwortlichen Geschäftsführer in Form eines sogenannten Cashflow-Cockpits monatlich zur Verfügung gestellt, um frühzeitig auf mögliche Fehlentwicklungen einzuwirken.

Neben dem EIS als zentralem Managementinformationssystem setzt die Bechtle AG im Rahmen der ressourcenorientierten Steuerung der Geschäftsprozesse die beiden ERP-(Enterprise Resource Planning-)Systeme Navision Financials und SAP ein. Finanzbuchhaltung, Controlling wie auch die Steuerung der zentralen Logistik erfolgen komplett über SAP. Die optimale Abbildung der Geschäftsprozesse und die Standardisierung der angewandten Steuerungsinstrumente sind dabei wesentliche Kriterien für das Design der implementierten IT. Damit ist sichergestellt, dass sowohl die Führungsstruktur wie auch die eingesetzten Systeme problemlos, abhängig vom weiteren Unternehmenswachstum, skalierbar bleiben.

Im Rahmen von Monats- und Quartalsabschlüssen, die den Führungskräften für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich im SAP-System zur Verfügung gestellt werden, findet nicht nur ein Vergleich der wirtschaftlichen Lage mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Planwerten statt, um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen. Das ERP-System Financials dient an allen Standorten als zentrales Warenwirtschafts- und Vertriebsinformationssystem. Die beiden miteinander verzahnten Systeme fassen die für den Vertriebserfolg wesentlichen Informationen, wie etwa den Status der Vertriebsprozessphasen, die Koordination von Aufgaben im Vertriebsteam, Rechnungslegung sowie Auslieferung der Ware und den Stand der Forderungen zusammen und hinterlegen diese mit entsprechenden Kennzahlen (zum Beispiel Kundenkontaktfrequenz, Angebotssumme beziehungsweise Deckungsbeitrag pro Vertriebsmitarbeiter und durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen).

Aggregiert über alle operativen Einheiten werden die Daten aus den verschiedenen Reportingsystemen auf Konzernebene für die Koordination von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen, das frühzeitige Erkennen von Soll-Ist-Abweichungen sowie zur Einleitung geeigneter Maßnahmen genutzt.

Viele der den Erfolg bestimmenden Größen, die das nachhaltige Wachstum der Bechtle-Gruppe beeinflussen, sind jedoch nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit, Qualifikation, Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter sowie deren Führungsqualitäten, aber auch die Unternehmenskultur, die allenfalls qualitativ beschrieben werden können.

Zur besseren Abschätzung der Reputation im Markt orientiert sich das Management von Bechtle zum Beispiel an Kundenbefragungen oder den Erhebungen und Auswertungen der Fachmedien, Branchenverbände und Marktforschungsinstitute. Die Ergebnisse dieser Studien werden unter anderem im Rahmen der strategischen Planung verwendet, um die Wahrnehmung des Unternehmens in Relation zum Wettbewerb einzuschätzen. Der Faktor Kundenzufriedenheit wird in beiden Segmenten des Unternehmens in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Die Ergebnisse dienen als Indikator für die Qualität der Kundenbindung und werden intern zur Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten eingesetzt. Als deutliches Signal für eine erfolgreiche Kundenbindung wertet Bechtle die diesjährigen Umfrageergebnisse der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche nach dem kundenfreundlichsten Systemhaus in Deutschland. Von den insgesamt 1.717 bewerteten Projekten entfielen über 500 auf Bechtle. In der Kategorie der Unternehmen über 250 Mio. € Umsatz verbesserte sich die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr von der Note 2,00 auf 1,92. In Verbindung mit einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter helfen diese Analysen Bechtle, die Kunden auch künftig fachgerecht und kompetent zu beraten. Als unternehmensinterne Steuerungsgrößen finden dabei auch die personalbezogenen Daten wie Fluktuation und Qualifikation Verwendung. Ziele sind die systematische Entwicklung der Mitarbeiter in allen Qualifikationsfeldern sowie die Erhöhung der Motivation zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung.

MITARBEITER

Bechtle sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die notwendigen Maßnahmen zur Ergebnissicherung wirkten sich zwangsläufig auch auf die Beschäftigung aus. Dabei war sich der Vorstand allerdings seiner sozialen Verantwortung jederzeit bewusst, ebenso wie die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nicht nachhaltig gefährdet werden durfte. Das Management des gesamten Konzerns agierte in diesem Zusammenhang mit viel Bedacht. Dies zeigt sich auch daran, dass die Mitarbeiterzahl 2009 nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Konzernweit beschäftigte Bechtle zum 31. Dezember 2009 insgesamt 4.354 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr mit 4.405 Mitarbeitern reduzierte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten um 51 Personen. Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 4.396 Mitarbeiter für Bechtle tätig (Vorjahr: 4.288 Mitarbeiter). Die Zunahme um 108 Beschäftigte ist darauf zurückzuführen, dass 2008 verstärkt Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres eingestellt wurden.

In Deutschland beschäftigte Bechtle zum Jahresende 2009 3.158 Mitarbeiter. Das sind elf Menschen weniger als im Vorjahr (3.169 Mitarbeiter). Die Zahl der im Ausland tätigen Mitarbeiter reduzierte sich von 1.236 auf 1.196.

Regionale Verteilung der Mitarbeiter per 31. Dezember

Nach Aufgabenbereichen unterteilt waren konzernweit zum Stichtag 31. Dezember 2009 930 Mitarbeiter in der Verwaltung beschäftigt, 67 mehr als im Vorjahr. Im Bereich Dienstleistung verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 36 auf 2.085 und im Vertrieb um 90 auf 1.263 Beschäftigte. Der Anstieg in der Verwaltung ist ausschließlich auf Umgliederungen von Mitarbeitern aus den anderen Funktionsbereichen zurückzuführen. Interne Prüfungen machten eine im Vergleich zum Vorjahr geänderte Zuordnung erforderlich.

Mitarbeiter nach Bereichen per 31. Dezember

Auf Ebene der Geschäftssegmente erweist sich der Personalstand im Segment IT-Systemhaus & Managed Services als relativ stabil. Zum Jahresende waren 3.443 Mitarbeiter in diesem Segment beschäftigt, nach 3.450 im Vorjahr. Im Segment IT-E-Commerce belief sich die Anzahl auf 911 Beschäftigte (Vorjahr: 955). Im Handelsgeschäft verzeichnete Bechtle im Vergleich zum Dienstleistungsgeschäft 2009 eine deutlich geringere Nachfrage, sodass eine entsprechende Anpassung der Mitarbeiterzahlen im In- und Ausland unumgänglich war.

Mitarbeiter nach Segmenten per 31. Dezember

Verantwortungsbewusster Umgang mit den Mitarbeitern

Darüber hinaus reagierte der Konzern auf die schwierige wirtschaftliche Situation mit der Aufhebung projektgebundener Arbeitsverhältnisse sowie mit Kurzarbeit. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services waren hauptsächlich Standorte in Kurzarbeit, die eine große Abhängigkeit von den Branchen Maschinenbau und Automotive aufweisen. Im Segment IT-E-Commerce beschränkte sich die Kurzarbeit auf die ARP Datacon in Deutschland und der Schweiz. In den Sommermonaten Juli und August wurde die Maßnahme auch auf den Zentralbereich Logistik & Service am Stammsitz in Neckarsulm ausgeweitet. Die Reduzierung der Arbeitszeit bei den betroffenen Gesellschaften betrug durchschnittlich 10 bis 20 Prozent.

Personalaufwand und Gehaltsmodell

Der Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich Sozialabgaben stieg 2009 aufgrund der höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 1,2 Prozent und belief sich auf 220,4 Mio. € (Vorjahr: 217,7 Mio. €). Vor dem Hintergrund der Umsatzentwicklung stieg die Personalaufwandsquote von 15,2 Prozent auf 16,0 Prozent. Die Personalintensität hat sich erhöht und beläuft sich, gemessen am Rohertrag, auf 63,8 Prozent (Vorjahr: 60,1 Prozent).

Personalkosten

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2005 2006 2007 2008 2009
Personal- und Sozialaufwand in Mio. € 179,5 192,6 203,3 217,7 220,4
Personal- und Sozialaufwand je Mitarbeiter in Tsd.1 50,4 50,5 50,3 51,6 50,9
Personalaufwandsquote in % 15,2 15,8 14,7 15,2 16,0

1 Ohne Mitarbeiter in Elternzeit beziehungsweise Wehr- oder Zivildienst

Das Gehaltsmodell aller Mitarbeiter bei Bechtle besteht grundsätzlich aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach dem Zielerreichungsgrad der jeweiligen Verantwortungsbereiche. Bei den Vertriebsmitarbeitern orientiert sich der variable Anteil an der Höhe des erzielten Deckungsbeitrags, während bei den Mitarbeitern im Dienstleistungssektor der Umsatz als Messgröße dient. Bei den Geschäftsführern richtet sich die erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich nach dem Erreichen der jeweils zu Jahresbeginn festgelegten Ergebnis- und Umsatzziele.

Aus- und Weiterbildung

Bechtle setzt beständig auf die Ausbildung junger Menschen und sichert so den Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften. Im Jahr 2009 bot das Unternehmen 14 verschiedene Ausbildungsberufe an - sowohl kaufmännische als auch technische, wie Fachinformatik, IT-Systemkaufmann und Systemelektronik sowie Lagerwirtschaft. Zusätzlich bildet Bechtle Studenten der Berufsakademie (Duale Hochschulen Baden-Württemberg) aus. Schwerpunkte sind hier die Studiengänge Informatik, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft und Handel.

Zahl der Auszubildenden gestiegen, Ausbildungsquote erhöht

Mit rund 920 Bewerbungen auf die für das Folgejahr ausgeschriebenen 31 Ausbildungsstellen lag das Interesse an einem Ausbildungsplatz bei Bechtle unverändert auf einem im Vergleich zum Vorjahr hohen Niveau. Zum Ende des Berichtsjahres befanden sich insgesamt 289 junge Menschen in Ausbildung (Vorjahr: 281), davon 30 Nachwuchskräfte im Ausland. Die Ausbildungsquote bezogen auf Vollzeitstellen erhöhte sich von 6,9 auf 7,2 Prozent.

Bechtle sieht in einer bedarfsorientierten Ausbildung einen wichtigen Teil der Zukunftssicherung des Unternehmens. So wurde auch im Berichtsjahr 2009 einem Großteil der Auszubildenden, die sich erfolgreich qualifizieren konnten, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten.

Bechtle verfügt über eine im Branchenvergleich hohe Zertifizierungsdichte. Mit den nach Herstellervorgaben zertifizierten Mitarbeitern gewährleistet Bechtle den Kunden jederzeit eine hohe Beratungsqualität und Lösungskompetenz. Auch 2009 bildeten die Maßnahmen zur Zertifizierung der Mitarbeiter einen Schwerpunkt im Rahmen der Personalarbeit.

Die vom Unternehmen 1999 gegründete Bechtle Akademie ergänzt die individuelle Ausbildung an den Konzernstandorten und bietet allen Mitarbeitern ein umfassendes Programm, das von laufenden Fortbildungsmaßnahmen über den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen bis hin zu themenübergreifenden Seminaren reicht. Auch die monatlichen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter liegen in der Verantwortung der Bechtle Akademie.

Im Jahr 2009 führte die Bechtle Akademie 324 Veranstaltungen mit insgesamt 3.393 Teilnehmern durch (Vorjahr: 319 Veranstaltungen mit insgesamt 3.759 Teilnehmern) und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung der Bechtle-Mitarbeiter. Der Schwerpunkt lag mit über 45 Prozent bei Prozessthemen, gefolgt von Weiterbildungsmaßnahmen für den Vertrieb mit über 24 Prozent. An dritter Stelle standen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter mit einem Anteil von rund 20 Prozent.

Internes webbasiertes Schulungsportal iLearn eingeführt

Um die Qualität der Weiterbildungsangebote und damit die Kompetenz der Mitarbeiter weiter zu verbessern, hat der Konzern im Segment IT-E-Commerce 2009 eine neue Plattform für das vertriebsorientierte Schulungsportal iLearn eingeführt. iLearn ist ein sowohl für Neueinsteiger als auch für Vertriebsprofis konzipiertes Schulungsangebot mit aktuell 68 Einzelkursen für IT-Produkte, Prozesse und Vertriebsleitlinien in insgesamt sechs Sprachen. Die eigenständig am PC zu absolvierenden Kurse können dabei auch mit Präsenzveranstaltungen der Bechtle Akademie und der Ausbildungsroad-map bei Bechtle direkt kombiniert werden. iLearn wird aktuell von mehr als 350 Vertriebsmitarbeitern in den europäischen E-Commerce-Standorten des Bechtle-Konzerns genutzt. Das webbasierte Schulungsportal ist seit 2009 zertifiziert nach DIN/ISO 9001. Ziel ist es, mit iLearn eine einheitliche und dem technologischen Fortschritt entsprechende Produktkenntnis an allen Standorten sicherzustellen und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Bechtle im europaweiten Handelsgeschäft weiter auszubauen.

Corporate-Governance-Bericht

Grundlage für eine gute Corporate Governance bei Bechtle sind eine enge und effiziente Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Interessen aller Anspruchs- und Interessengruppen (Stakeholder), eine offene Unternehmenskommunikation, die ordnungsgemäße Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Chancen und Risiken.

Grundverständnis

Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG bekennen sich umfassend zu den Prinzipien der Corporate Governance (vgl. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, S. 48 f.). Die Regeln sind für die Mitglieder beider Gremien wichtige Orientierungsstandards bei der verantwortungsbewussten Leitung und Kontrolle des Unternehmens.

Für Vorstand und Aufsichtsrat sind folgende Prinzipien der Corporate Governance von besonderer Bedeutung:

eine wirksame und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
eine hohe Transparenz in der Rechnungslegung und Finanzkommunikation
die Achtung der Aktionärsinteressen sowie
eine erfolgsorientierte Vergütung für Vorstand und Führungskräfte

Diese Prinzipien prägen seit Jahren sowohl das Selbstverständnis als auch das auf eine nachhaltige Wertschöpfung gerichtete Handeln der Organe des Konzerns.

Vorstand und Aufsichtsrat berichten im Folgenden gemeinsam über die Corporate Governance bei der Bechtle AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Hauptversammlung ist ein zentrales Organ der internen Willensbildung der Bechtle AG, über das die Aktionäre ihre Rechte wahrnehmen und ihre Stimmrechte ausüben können. Die Anteilseigner sind per Gesetz an grundlegenden Entscheidungen beteiligt - etwa der Besetzung des Aufsichtsrats, Satzungsänderungen, der Verwendung des Bilanzgewinns oder Ausgabe und Rückkauf von Aktien.

Stimmrechtsvertreter erleichtern Wahrnehmung der Aktionärsinteressen

Die Bechtle AG hat ausschließlich nennwertlose Inhaberstammaktien im Umlauf. Alle Aktien haben das gleiche Stimmrecht. Um den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Interessen während der Hauptversammlung zu erleichtern, benennt der Vorstand Vertreter, denen die Aktionäre ihr Stimmrecht weisungsgebunden übertragen können. Es wird sichergestellt, dass die Stimmrechtsvertreter während der Hauptversammlung jederzeit erreichbar sind. Die Tagesordnung einschließlich der notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung wird den Aktionären im Internet unter www.bechtle.com zur Einsicht und zum Download bereitgestellt.

Die Bechtle AG ist darauf bedacht, die Hauptversammlung effizient zu organisieren und nicht über Gebühr zeitlich auszudehnen. Dabei orientiert sich das Unternehmen an den Vorgaben des DCGK, wonach eine ordentliche Hauptversammlung im Regelfall spätestens nach vier bis sechs Stunden beendet sein sollte. Die Hauptversammlungen der letzten Jahre haben sich alle in diesem zeitlichen Rahmen bewegt.

Nach wie vor sehen Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG von einer kompletten Internetübertragung der Hauptversammlung ab. Nach Meinung der Verwaltung übersteigen die Organisationskosten sowie die rechtlichen Unsicherheiten den Nutzen für das Unternehmen und seine Aktionäre.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Das deutsche Aktiengesetz sieht eine strenge personelle Trennung von Leitung und Kontrolle des Geschäfts vor. Zu den wichtigsten Aufgaben des Aufsichtsrats gehören die Beratung und die Kontrolle des Vorstands bei der Führung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat wird daher auf Basis einer Geschäftsordnung in alle bedeutenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und steht dem Vorstand beratend zur Seite.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung, der Strategie sowie über mögliche Risiken und Chancen der Unternehmensentwicklung und zu Compliance-Themen. Bei Eintreten außergewöhnlicher Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung oder die Leitung der Gesellschaft von Bedeutung sind, informiert der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Auch außerhalb der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen informiert sich der Aufsichtsrat in Gesprächen mit dem Vorstand und den Geschäftsführern über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen Geschäftsvorgänge. So kann er das operative Geschäft auf einer angemessenen Informationsgrundlage mit wertvollen Hinweisen und Empfehlungen begleiten. Der Vorstand legt dem Aufsichtsrat zu Beginn jedes Geschäftsjahres seine Planungen zur Genehmigung vor. Über eventuelle Abweichungen von vorausgegangenen Planungen und deren Gründe legt er vor dem Aufsichtsrat Rechenschaft ab. Berichte, die der Vorstand gegenüber dem Aufsichtsrat mündlich abgibt, werden durch die Vorlage schriftlicher Unterlagen begleitet. Grundsätzlich leitet der Vorstand seine Unterlagen rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen und in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden an die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter, sodass sich die Mitglieder angemessen auf die Sitzungen vorbereiten können. Für wichtige Geschäftsvorgänge sieht die Geschäftsordnung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Nähere Informationen zu den genehmigungspflichtigen Geschäften finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats, S. 8 ff.

Vorstand

Der Vorstand der Bechtle AG bestand im Geschäftsjahr 2009 aus Dr. Thomas Olemotz, Michael Guschlbauer und Jürgen Schäfer. Thomas Olemotz ist als Vorstandssprecher verantwortlich für Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, IT, Logistik & Service, Personal, Qualitätsmanagement sowie Recht. Michael Guschlbauer ist für das Segment IT-Systemhaus & Managed Services und Jürgen Schäfer für das IT-E-Commerce-Geschäft verantwortlich.

Eine Geschäftsordnung regelt unter anderem die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit im Vorstand sowie die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Die Geschäftsordnung sieht für die Mitglieder des Vorstands eine Altersgrenze von 65 Jahren vor.

Vergütung des Vorstands

Mit dem zum 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) hat der Gesetzgeber neue Anforderungen hinsichtlich der Gestaltung der Vorstandsvergütung geschaffen. Ziel des VorstAG ist es, die Vergütung an einer nachhaltigen und auf Langfristigkeit ausgerichteten Unternehmensführung zu orientieren. Die Bechtle AG plant, bei den nächsten anstehenden Vertragsverlängerungen die Vorstandsvergütung neu zu strukturieren und damit den Anforderungen des VorstAG sowie den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des DCGK gerecht zu werden. Dies wird voraussichtlich ab dem Jahr 2011 der Fall sein.

Erfolgsabhängige Vorstandsvergütung

Momentan setzt sich die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer fixen und einer variablen, erfolgsabhängigen Komponente zusammen. Die erfolgsabhängige Komponente - sie entspricht der jährlichen Tantieme - hängt vom Erreichen definierter finanzieller Ziele ab. Diese Ziele werden jährlich vom Personalausschuss des Aufsichtsrats festgesetzt. Die Berechnung der erfolgsabhängigen Komponente fußt insbesondere auf dem Vorsteuerergebnis des Bechtle-Konzerns und orientiert sich am Erreichen festgelegter Schwellenwerte, die sich aus der Zukunftsplanung ergeben. Die Tantieme ist nach oben begrenzt. Sofern das tatsächliche Ergebnis um mehr als 50 Prozent hinter dem Gewinnziel zurückbleibt, entfällt ein Tantiemenanspruch.

Eine variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sowie Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen bislang nicht. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls nicht getroffen.

Die Hauptversammlung vom 20. Juni 2006 hat beschlossen, von der sogenannten Opting-out-Klausel Gebrauch zu machen. Damit ist die Bechtle AG gemäß § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich 2010 von der gesetzlichen Verpflichtung der individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit (Ziffer 4.2.4 DCGK). Bei der vergleichsweise kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung in fixe und variable Anteile für eine ausreichende Transparenz.

Für das Geschäftsjahr 2009 betrugen die festen Bezüge des Vorstands 768 Tsd. € (Vorjahr: 556 Tsd. €) und die Gesamtvergütung 1.266 Tsd. € (Vorjahr: 1.356 Tsd. €).

Vergütung des Vorstands in €

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20091 2008
Feste Bezüge 768.000 556.000
Variable Bezüge 498.000 800.000
Gesamt 1.266.000 1.356.000

1 Zu berücksichtigen sind hier die teilweise Neubesetzung und vor allem die Erweiterung des Vorstands zum 1. Januar 2009.

Die Vorstandsmitglieder erhielten als Nebenleistungen jeweils ein der Position angemessenes Dienstfahrzeug, das auch zum privaten Gebrauch genutzt werden durfte.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, die Abfindung eines Vorstandsmitglieds bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit ohne wichtigen Grund auf zwei Jahresvergütungen zu begrenzen (Abfindungs-Cap) beziehungsweise nicht mehr als die Restlaufzeit des Vertrags zu vergüten (Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK). Der Aufsichtsrat der Bechtle AG zielt darauf ab, die Vorstandsmitglieder möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden. Eine formale Begrenzung durch eine entsprechende Vereinbarung erachtet der Aufsichtsrat der Bechtle AG als nicht praktikabel. Damit gelten in diesem Fall die gesetzlichen Regelungen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die gesetzlichen Regelungen den gegenseitigen Interessen beim Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausreichend Rechnung tragen und daher eine sachgerechte Grundlage bilden. Dies soll auch künftig so gehandhabt werden. Es liegt nach Auffassung der Bechtle AG im Interesse der Gesellschaft, in diesem Punkt von der Kodex-Empfehlung abzuweichen. Den Grundgedanken der Empfehlung wird die Gesellschaft jedoch insoweit berücksichtigen, als im Falle der vorzeitigen einvernehmlichen Aufhebung eines Vorstandsvertrags eine Abfindungsregelung mit dem betroffenen Vorstandsmitglied angestrebt wird, die dem Gebot der Angemessenheit entspricht.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Bechtle AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz von 1976 setzt er sich zu gleichen Teilen aus Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Keines der Aufsichtsratsmitglieder steht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zum Vorstand, sodass Interessenkonflikten vorgebeugt ist. Die Arbeitnehmervertreter stehen teilweise in einem üblichen Anstellungsverhältnis mit der Gesellschaft.

Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat.

2009 keine personellen Änderungen im Aufsichtsrat

Den Vorsitz des Aufsichtsrats hält Gerhard Schick. Außerdem ist er Vorsitzender des Ausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG sowie des Personalausschusses. In seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender koordiniert Gerhard Schick die Aufgaben des Aufsichtsrats, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats im Außenverhältnis wahr. Darüber hinaus steht er in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand, um Fragen der strategischen Ausrichtung, der Geschäftsentwicklung sowie des Risikomanagements intensiv zu beraten. Den stellvertretenden Vorsitz des Aufsichtsrats hat Uli Drautz übernommen. Dr. Jochen Wolf hat den Vorsitz des Prüfungsausschusses inne. Als promovierter Diplom-Kaufmann, langjähriger Leiter Konzern-Controlling, kaufmännischer Geschäftsführer und Finanzvorstand sowie aktuell Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft verfügt er über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren (§ 100 Abs. 5 AktG, Ziffer 5.3.2 DCGK).

Ein Nominierungsausschuss ist nicht gebildet. Hier weicht Bechtle von der Empfehlung des DCGK (Ziffer 5.3.3) ab. Angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats hält der Aufsichtsrat die Bildung eines solchen Ausschusses derzeit für nicht notwendig.

Die Sitzungen des Aufsichtsrats bereiten die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer jeweils gesondert vor. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Im Berichtsjahr war dies nicht der Fall.

Bei der Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der Bechtle AG in der Vergangenheit eine kürzere Bestelldauer als fünf Jahre vereinbart. Dies soll auch in Zukunft so gehandhabt werden.

Der Aufsichtsrat ist darauf bedacht, seine Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrzunehmen. Im dreijährlichen Turnus findet daher auf der Grundlage des Leitfadens der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. eine umfangreiche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit statt. Die letzte Befragung wurde 2009 durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat effizient arbeitet. Kommt das Plenum zu der Ansicht, dass sich die Effizienz verschlechtert, wird die Effizienzprüfung jährlich durchgeführt.

Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Diese regelt insbesondere die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat. Für eine Kandidatur in den Aufsichtsrat sieht die Geschäftsordnung eine Altersgrenze von 70 Jahren vor.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2003 verabschiedet und sind in § 11 der Satzung der Bechtle AG festgehalten. Die Bechtle AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aus. Die Vergütungsstruktur trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der einzelnen Mitglieder Rechnung. Dabei werden der Vorsitz, der stellvertretende Vorsitz sowie die Tätigkeit in den Ausschüssen berücksichtigt.

Eine erfolgsabhängige Komponente beinhaltet die Vergütung entgegen der Empfehlung des DCGK (Ziffer 5.4.6 Abs. 2) nicht. Aus Sicht des Unternehmens ist es nicht notwendig, dass der Aufsichtsrat für das erfolgreiche und verantwortungsvolle Wahrnehmen seiner Aufgaben einer solchen Komponente bedarf.

Vergütung des Aufsichtsrats in €

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Name Grundvergütung Vorsitz/Stellvertretung Ausschusstätigkeit Summe 2009 Summe 2008
Vertreter der Anteilseigner
Kurt Dobitsch 20.000 20.000 20.000
Dr. Walter Jaeger 20.000 20.000 10.722
Gerhard Schick 20.000 20.000 12.500 52.500 52.500
Karin Schick 20.000 20.000 20.000
Klaus Winkler 20.000 5.000 25.000 25.000
Dr. Jochen Wolf 20.000 12.500 32.500 32.500
Vertreter der Arbeitnehmer
Udo Bettenhausen 20.000 20.000 19.056
Uli Drautz 20.000 10.000 10.000 40.000 40.000
Daniela Eberle 20.000 5.000 25.000 25.000
Jürgen Ergenzinger 20.000 20.000 10.722
Sonja Glaser-Reuss 20.000 20.000 10.722
Barbara Greyer 20.000 20.000 20.000

Kredite sowie sonstige Haftungserklärungen zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Gleiches gilt im Übrigen für die Vorstandsmitglieder. Für das Berichtsjahr bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft.

Derzeit wird geprüft, ob die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats hinsichtlich der gestiegenen Anforderungen an die Aufsichtsratstätigkeit noch angemessen ist.

D&O-Versicherung

Vorstand und Aufsichtsrat sind verpflichtet, den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung zu folgen. Verletzen sie ihre Sorgfaltspflicht schuldhaft, können sie der Bechtle AG gegenüber auf Schadenersatz haften. Zur Abdeckung des Risikos hat die Gesellschaft für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung - eine sogenannte Directors & Officers-Versicherung - abgeschlossen. Entgegen dem DCGK (Ziffer 3.8) ist ein Selbstbehalt weder für den Vorstand noch für den Aufsichtsrat vorgesehen. Für Vorstandsverträge ist nach den Neuregelungen des VorstAG nun ein Selbstbehalt von mindestens 10 Prozent des Schadens gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG gesetzlich vorgeschrieben. Aufgrund der Übergangsvorschrift von § 23 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Aktiengesetz sind bestehende Versicherungsverträge, bei denen sich die Gesellschaft gegenüber dem Vorstandsmitglied im Anstellungsvertrag zur Gewährung einer Versicherung ohne Selbstbehalt verpflichtet hat, weiter ohne Selbstbehalt zu führen. Die Bechtle AG nimmt diese Übergangsregelung in Anspruch und wird nach Auslaufen der bestehenden Verträge im Geschäftsjahr 2011 die D&O-Verträge für die Vorstände den Bestimmungen des AktG anpassen. Für Aufsichtsratsverträge empfiehlt der DCGK in Ziffer 3.8 Abs. 3 einen entsprechenden Selbstbehalt. Derzeit folgt die Bechtle AG dieser Empfehlung nicht und ist der Ansicht, dass ein angemessener Selbstbehalt nicht dazu beiträgt, das Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu verbessern. Die Bechtle AG prüft jedoch, ob im Zusammenhang mit einer Anpassung der Aufsichtsratsvergütung die Empfehlung für die Versicherung des Aufsichtsrats befolgt werden soll.

Interessenkonflikte

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Sie dürfen bei ihren Entscheidungen im Rahmen ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die Vorstandsmitglieder legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen und informieren die übrigen Vorstandsmitglieder. In seinem Bericht an die Hauptversammlung informiert der Aufsichtsrat über eventuell aufgetretene Interessenkonflikte und die Konsequenzen.

Die Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für Bechtle einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Die Ausübung von Nebentätigkeiten - dazu zählt auch die Ausübung von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns - bedarf der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Interessenkonflikte, die etwa aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder Geschäftspartnern entstehen können, gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr weder bei Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitgliedern. Detaillierte Informationen zu den gehaltenen Mandaten der Organmitglieder in Aufsichtsräten und ähnlichen Kontrollgremien finden Sie im Konzern-Anhang, Kapitel Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat sowie in der Anlage D, S. 181 f. und S. 194 f.

Transparenz

Kommunikation folgt dem Grundsatz "Fair Disclosure"

Zur Stärkung des Vertrauens der Aktionäre sowie der Öffentlichkeit setzt Bechtle auf einen seriösen, zeitnahen und offenen Dialog mit allen Aktionären und anderen Zielgruppen. Für Vorstand und Aufsichtsrat gehören Offenheit und Transparenz zu den obersten Verhaltensgrundsätzen. Um eine Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer zu gewährleisten, werden alle wichtigen kapitalmarktrelevanten Informationen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Termine, Finanzberichte, Pressemitteilungen sowie Präsentationen werden Aktionären und Interessierten ebenfalls auf der Firmenhomepage bereitgestellt. Darüber hinaus bietet Bechtle seinen Aktionären weiterhin an, sich per Wochenbericht aktuell über die Entwicklung der Bechtle-Aktie und wichtige Analysten- und Pressestimmen zu informieren. Auf Wunsch sendet Bechtle interessierten Anlegern Publikationen wie Geschäfts- und Quartalsberichte kostenfrei zu.

Angaben nach dem Wertpapierhandelsgesetz

Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen und befugt sind, wesentliche unternehmerische Entscheidungen des Emittenten zu treffen, sowie natürliche und juristische Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen, den Erwerb oder Verkauf von Bechtle-Aktien unverzüglich offenlegen, sofern der Betrag von 5.000 € innerhalb eines Kalenderjahres überschritten wird. Bechtle veröffentlicht alle Transaktionen dieser Art auf der Website unter der Rubrik Directors' Dealings und meldet sie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Im Berichtsjahr gab es folgende meldepflichtigen Transaktionen gemäß § 15a WpHG:

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Datum und Ort des Geschäfts Mitteilungspflichtige Person Angaben zur mitteilungspflichtigen Person Finanzinstrument Transaktion Preis pro Stück

in €
Stückzahl
12.05.2009 außerbörslich Ilse Schick Ehegattin einer Person mit Führungsaufgaben Aktie Verkauf 11,30 210.000
12.05.2009 außerbörslich Gerhard Schick Aufsichtsrat Aktie Verkauf 11,30 207.300
12.05.2009 außerbörslich Karin Schick Aufsichtsrat Aktie Kauf 11,30 417.300
18.12.2009 außerbörslich BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft Juristische Person in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben Aktie Verkauf 16,40 3.916.507
18.12.2009 außerbörslich BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Juristische Person in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben Aktie Kauf 16,40 3.916.507

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Datum und Ort des Geschäfts Geschäftsvolumen

in €
12.05.2009 außer- börslich 2.373.000
12.05.2009 außer- börslich 2.342.490
12.05.2009 außer- börslich 4.715.490
18.12.2009 außer- börslich 64.230.715
18.12.2009 außer- börslich 64.230.715

Nach § 26 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 21 Abs. 1 WpHG ist Bechtle auch verpflichtet, über wesentliche Änderungen seiner Aktionärsstruktur zu informieren, sobald ein Anleger durch Erwerb, Verkauf oder auf sonstige Weise 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, über- oder unterschreitet. Bechtle veröffentlicht diese Informationen nach Bekanntmachung durch den Aktionär gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.

Im Geschäftsjahr 2009 erreichten uns folgende Meldungen:

Die JPMorgan Chase & Co., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26. März 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 23. März 2009 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt.

Die JPMorgan Asset Management Holdings Inc., New York, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 26. März 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 23. März 2009 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt.

Die BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bechtle AG, Neckarsulm, Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 18. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent und 15 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 18,47 Prozent (das entspricht 3.916.507 Stimmrechten) beträgt.

Aktienbesitz von Organmitgliedern

Der Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der Bechtle AG stellt sich wie folgt dar:

Anzahl der Aktien an der Bechtle AG - Vorstand

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31.12.2009 31.12.2008
Dr. Thomas Olemotz 0 0
Michael Guschlbauer 0 0
Jürgen Schäfer 4.000 4.000

Anzahl der Aktien an der Bechtle AG - Aufsichtsrat

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31.12.2009 31.12.2008
Vertreter der Anteilseigner
Kurt Dobitsch 0 0
Dr. Walter Jaeger 0 0
Gerhard Schick 0 207.300
Karin Schick 7.208.2871 6.790.987
Klaus Winkler 725 725
Dr. Jochen Wolf 3.916.5072 3.916.5073
Vertreter der Arbeitnehmer
Udo Bettenhausen 0 0
Uli Drautz 1.644 1.644
Daniela Eberle 0 0
Jürgen Ergenzinger 0 0
Sonja Glaser-Reuss 1.000 1.000
Barbara Greyer 0 0

1 815.272 Aktien für Schick GmbH, 340.115 für Amaury Krief

2 Für BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH

3 Für BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Den Konzern-Abschluss und die Zwischenberichte erstellt Bechtle nach den geltenden Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, den Jahresabschluss der Bechtle AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Geprüft wurde der Abschluss erneut durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt worden war.

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat nach Ziffer 7.2.1 Abs. 1 des DCGK vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Demnach bestehen keine geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und dem Bechtle-Konzern, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Prüfer begründen könnten. Auch hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht an der Buchführung oder der Aufstellung des Jahres- oder Konzern-Abschlusses mitgewirkt.

Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss sowie an der Bilanzsitzung am 16. März 2010 teil und wird über die Ergebnisse seiner Prüfung berichten. Darüber hinaus wird er dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Fragen zur Abschlussprüfung zur Verfügung stehen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Am 5. Februar 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung erneuert und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht:

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Bechtle AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

Die nachfolgende Entsprechenserklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 5. Februar 2009 bis zum 4. August 2009 auf die Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 6. Juni 2008 und für den Zeitraum vom 5. August 2009 bis zum Zeitpunkt dieser Erklärung auf die Kodexfassung vom 18. Juni 2009. Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG erklären, dass seit der letzten Entsprechenserklärung am 5. Februar 2009 sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit Ausnahme der nachfolgenden Empfehlungen entsprochen wurde und künftig entsprochen wird:

Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen für Vorstand und Aufsichtsrat

Bei den D&O-Versicherungen für den Vorstand und Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vereinbart. Bei der D&O-Versicherung für den Vorstand wird aufgrund entsprechender dienstvertraglicher Zusagen, die erst bei einer Vertragsverlängerung geändert werden können, die gesetzliche Übergangsvorschrift in Anspruch genommen. Bei der D&O-Versicherung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist die Gesellschaft der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu erhöhen. (Ziffer 3.8 DCGK)

Nachhaltige Struktur der Vorstandsvergütung

Die Vergütungsregelung in den derzeitigen Vorstandsverträgen ist nach Ansicht des Aufsichtsrats angemessen und verleitet nicht zum Eingehen unangemessener Risiken. Die variablen Vergütungsteile haben aber aktuell keine mehrjährige Bemessungsgrundlage und negativen Entwicklungen wurde bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile keine Rechnung getragen. Die Bechtle AG folgt insoweit nicht dem Kodex. Der Aufsichtsrat prüft jedoch die Anpassung der Vorstandsvergütung an die Maßgaben des Kodex. (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 DCGK)

Abfindungs-Cap beim Abschluss von Vorstandsverträgen

Der Aufsichtsrat hat mit den Vorstandsmitgliedern keine Vereinbarung für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund getroffen. Damit gelten in diesem Fall die gesetzlichen Regelungen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die gesetzlichen Regelungen den gegenseitigen Interessen beim Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausreichend Rechnung tragen und daher eine sachgerechte Grundlage bilden. Dies soll auch künftig so gehandhabt werden. (Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK)

Individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung

Die Bechtle AG veröffentlicht die Vorstandsvergütung im Corporate Governance Bericht aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten. Diese Angaben werden aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 20. Juni 2006 nicht individualisiert ausgewiesen. Dieser Beschluss behält seine Gültigkeit bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2010 befindet. Bei der vergleichsweise kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung in fixe und variable Anteile für eine ausreichende Transparenz. (Ziffer 4.2.4 DCGK)

Bildung eines Nominierungsausschusses

Der Aufsichtsrat hält die Bildung eines Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt, angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats derzeit nicht für notwendig. (Ziffer 5.3.3 DCGK)

Erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats hat keinen erfolgsorientierten Bestandteil. Die Bechtle AG ist der Überzeugung, dass alle Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Tätigkeit mit einem Höchstmaß an Engagement und Leistungsbereitschaft sowie mit dem Blick auf den langfristigen Unternehmenserfolg ausüben. Für eine verantwortungsvolle Aufsichtsratsarbeit ist es aus Sicht der Gesellschaft daher nicht notwendig, zusätzlich eine erfolgsabhängige Vergütung zu erbringen. Die Gesellschaft hält dies bis auf Weiteres für sachgerecht. (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 DCGK)

Neckarsulm, 5. Februar 2010

Bechtle AG

Für den Vorstand

Dr. Thomas Olemotz

Für den Aufsichtsrat

Gerhard Schick

AKTIE

Der deutsche Aktienmarkt war 2009 von einer hohen Volatilität gekennzeichnet, der sich auch die Bechtle-Aktie nicht entziehen konnte. Ein offener Dialog und eine transparente Kommunikation sind gerade in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wichtig, um das Vertrauen in das Unternehmen und damit in die Aktie zu erhalten. Diesem Prinzip ist Bechtle auch im zurückliegenden Geschäftsjahr konsequent gefolgt.

Aktienmarkt

Zu Jahresbeginn sorgte die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise für eine Fortsetzung des Abwärtstrends an den Aktienmärkten, der Mitte März seinen Tiefpunkt fand. Nachdem am 6. beziehungsweise 9. März 2009 alle deutschen Leitindizes ihr Jahrestief erreicht hatten, begannen die Kurse kontinuierlich zu steigen. Im Sommer zeichnete sich zumindest eine leichte Erholung der Konjunktur ab, in deren Folge die Indizes nochmals anstiegen, um am Jahresende ihre Höchststände zu erreichen. Der DAX kam im Jahresverlauf auf ein Plus von annähernd 24 Prozent und schloss am letzten Handelstag des Jahres mit 5.957 Punkten nur knapp unterhalb der 6000er-Marke. Der SDAX stieg 2009 um fast 27 Prozent auf 3.549 Zähler, der MDAX schloss mit 7.507 Punkten 34 Prozent höher als vor Jahresfrist. Der TecDAX, in dem auch Bechtle notiert ist, startete am 2. Januar mit einem Schlusskurs von 525 Punkten, erreichte seinen Tiefststand von 405 Punkten am 6. März und schloss am letzten Handelstag des Jahres mit einem beachtlichen Plus von 56 Prozent bei einem Wert von 818 Zählern. Die Technologietitel konnten damit die größten Gewinne unter den deutschen Leitindizes verbuchen.

Kursentwicklung

Aktie 2009 deutlich im Plus

Die Bechtle-Aktie startete am 2. Januar 2009 mit einem Schlusskurs von 13,28 € in das neue Börsenjahr. Bereits am 16. Januar sank der Wert der Aktie auf den Jahrestiefststand von 11,02 €. Im weiteren Verlauf konnte die Aktie entgegen dem allgemeinen Trend zulegen und erreichte am 9. Februar einen Wert von 14,00 €. Anders als der TecDAX verlor die Bechtle-Aktie im Frühjahr nochmals und bewegte sich von Ende März bis Ende Juli auf einem Niveau zwischen 11,00 € und 13,00 €. Erst ab Anfang August folgte der Kurs den Leitindizes und erlebte einen kräftigen Anstieg, der am 31. August bei einem Schlusskurs von 18,78 € gipfelte und damit den TecDAX überflügelte. Kursschwankungen prägten den Herbst. Am 2. November lag der Wert bei 15,68 €, am 15. Dezember erreichte die Aktie ihr Jahreshoch von 20,50 €. Bechtle schloss am letzten Handelstag des Jahres bei 18,79 €. Insgesamt konnte das Papier im Berichtsjahr damit um 42 Prozent zulegen.

Die Bechtle-Aktie im Vergleich zum TecDAX

Januar 2009 bis Februar 2010

Die Kursentwicklung sorgte verglichen mit dem Vorjahr für eine höhere Marktkapitalisierung. Diese lag zum Jahresende bei 394,6 Mio. € und damit um 105,0 Mio. € höher als Ende 2008. Gemessen am Freefloat betrug der Börsenwert von Bechtle zum Stichtag 185,5 Mio. €, im Vorjahr lag er bei 140,5 Mio. €.

Durchschnittlich 37.129 Bechtle-Aktien wurden im Berichtsjahr an den deutschen Börsen pro Tag gehandelt. Im Vorjahr lag das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen mit 69.743 Papieren fast doppelt so hoch. Die im Jahresverlauf schwächer ausfallenden Börsenumsätze im TecDAX sind darauf zurückzuführen, dass vielfach Liquidität in konservative Anlageformen umgeschichtet wurde beziehungsweise die sogenannten Blue Chips bei Aktieninvestments verstärkt in den Fokus gerieten.

Im TecDAX-Ranking der Deutschen Börse belegte Bechtle per 31. Dezember 2009 bei der Marktkapitalisierung Platz 24 (Vorjahr: Platz 22). Infolge der verminderten Liquidität in der Aktie hat sich Bechtle gemessen am Handelsvolumen von Rang 23 auf Rang 28 verschlechtert.

Kennzahlen der Bechtle-Aktie

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2009 2008
Jahreseröffnungskurs 13,2 27,00
Jahresschlusskurs 18,79 13,66
Jahreshoch 20,50 27,86
Jahrestief 11,02 9,64
Performance im Jahresvergleich - absolut + 5,51 - 13,34
Performance im Jahresvergleich - prozentual % + 41,5 - 49,4
Marktkapitalisierung - total1 Mio. € 394,6 289,6
Marktkapitalisierung - Freefloat gewichtet1 Mio. € 185,5 140,5
Durchschnittlicher Umsatz je Handelstag2 Stück 37.129 69.743
Durchschnittlicher Umsatz je Handelstag2 538.189 1.228.978

1 Stand: 31. Dezember

2 Alle deutschen Börsen

Aktienrückkaufprogramm

Aktienrückkaufprogramm beendet

Bechtle hat das am 9. Oktober 2008 vom Vorstand beschlossene Aktienrückkaufprogramm im Berichtsjahr fortgesetzt. Insgesamt wurden im Rahmen des Programms 461.051 Aktien über die Börse gekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis betrug 11,24 € je Aktie. Nach Beendigung des Rückkaufprogramms hat die Gesellschaft beschlossen, 200.000 Aktien einzuziehen. Das Grundkapital der Bechtle AG beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 21.000.000 €. Die übrigen 261.051 Aktien wurden im vierten Quartal 2009 kursschonend über die Börse verkauft. Die Bechtle AG hält seitdem keine eigenen Aktien mehr.

Aktionärsstruktur

Im Verlauf des Jahres 2009 blieb die Aktionärsstruktur von Bechtle relativ konstant. Größter Anteilseigner ist unverändert Karin Schick, die Tochter eines der Unternehmensgründer, mit 34,33 Prozent. Hierbei sind auch Aktien der Schick GmbH berücksichtigt, deren Gesellschafterin Karin Schick ist, sowie Aktien ihres minderjährigen Sohnes. Die bereits vorbörslich in Bechtle investierte Unternehmensbeteiligungsgesellschaft BWK GmbH hält weitere 18,65 Prozent der Bechtle-Anteile.

Zum Streubesitz nach den Standards der Deutschen Börse zählen alle Aktien von Anteilseignern, die weniger als fünf Prozent des Grundkapitals besitzen. Ausgenommen hiervon sind vom Unternehmen selbst gehaltene Stücke. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Streubesitz 47,02 Prozent (Vorjahr: 47,52). Er verteilt sich auf eine breite Anlegerstruktur aus privaten und institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland.

Dividende

Dividendenvorschlag: 0,60 €

Seit dem Börsengang im Jahr 2000 betreibt Bechtle eine stabile und auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik. Im TecDAX gehört das Unternehmen nach wie vor zu den wenigen Titeln, die seit Börsennotierung jährlich Gewinne an die Aktionäre ausschütten. Auch in diesem Jahr sollen die Anteilseigner angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Für das Geschäftsjahr 2009 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,60 € je Aktie vor. Somit ist die Dividende das dritte Jahr in Folge stabil. Hintergrund für diese Entscheidung ist auch die gute Liquiditätslage der Bechtle AG, die eine Ausschüttung in dieser Höhe trotz deutlich gesunkenen Ergebnisses im Vorjahresvergleich zulässt.

Zum 31. Dezember 2009 lag die Anzahl dividendenberechtigter Aktien bei 21.000.000 Stück. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2009 von 12,6 Mio. €. Die Dividendenquote läge demnach bei 36,8 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern und Minderheitenanteilen. Die Dividendenrendite beträgt bezogen auf den Jahresschlusskurs 3,2 Prozent.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) lag im Berichtsjahr bei 1,64 € und damit 23,4 Prozent unter dem Vorjahr (2,14 €). Berechnungsgrundlage für das EPS sind die im Berichtsjahr durchschnittlich 20.853.034 im Umlauf befindlichen Aktien. Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen Aktien werden bei der Berechnung des EPS nicht berücksichtigt und wurden entsprechend tagesgenau abgezogen.

Kennzahlen

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2009 2008
Dividendenberechtigte Aktien1 Stück 21.000.000 20.990.500
Ergebnis je Aktie 1,64 2,14
Ausschüttungssumme Mio.€ 12,62 12,6
Bardividende je Aktie 0,602 0,60
Dividendenrendite1 % 3,2 4,4
Kurs-Gewinn-Verhältnis1 11,5 6,4

1 Stand: 31. Dezember

2 Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung

Investor Relations

Die Wahrnehmung von Bechtle am Kapitalmarkt liegt auf einem hohen Niveau. Gerade auch in Zeiten volatiler Märkte hat eine transparente und zuverlässige Kommunikation mit der "financial community" für Bechtle hohe Priorität.

Regelmäßige Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern

Die Sicht von Analysten auf ein Unternehmen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Meinungsbildung von Aktionären und Investoren. Insgesamt haben 2009 neun Häuser regelmäßig in ausführlichen Studien und aktuellen Kurzanalysen über Bechtle berichtet: Close Brothers Seydler, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Landesbank Baden-Württemberg, Merrill Lynch, Metzler, SES Research und WestLB. Zu allen steht Bechtle in regelmäßigem konstruktivem Dialog, der durch Besuche von Analysten am Unternehmenssitz, verschiedene Konferenzen und gemeinsame Roadshows intensiviert wurde. Die Empfehlungen der genannten Banken lauteten im abgeschlossenen Geschäftsjahr überwiegend auf Kaufen oder Halten.

Auch im Berichtsjahr 2009 gab es sehr intensive Kontakte zu bestehenden und potenziellen Investoren. In Einzelgesprächen, Roadshows und auf Konferenzen informierte Bechtle über die wirtschaftliche Situation, die Unternehmensstrategie und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Darüber hinaus haben interessierte Investoren verstärkt das Angebot genutzt, sich über Bechtle auch im Rahmen eines persönlichen Gesprächs am Konzernsitz in Neckarsulm zu informieren.

Rege Teilnahme an Aktionärstagen

Zu den zentralen Veranstaltungen im Rahmen des Unternehmenskalenders zählte die neunte ordentliche Hauptversammlung der Bechtle AG am 16. Juni 2009 in Heilbronn. Auch in diesem Jahr fanden nun schon zum fünften Mal die Aktionärstage der Bechtle AG statt. An drei Terminen im Juli, August und September nutzten rund 100 Aktionäre die Gelegenheit, sich am Hauptsitz in Neckarsulm über die Geschäfts- und Strategieausrichtung des Unternehmens zu informieren. Neben Präsentationen und Rundgängen ermöglicht die Bechtle AG auf diesem Weg ihren Aktionären einen tiefen Einblick in das Unternehmen und erreicht so eine noch engere Bindung zu ihren Anteilseignern.

Der Internetauftritt der Bechtle AG, www.bechtle.com, ist eine wichtige Informationsplattform für die Kommunikation mit Aktionären und dem Kapitalmarkt, die intensiv genutzt wird. Die Homepage wird seitens der Gesellschaft konsequent weiterentwickelt und die Inhalte werden regelmäßig aktualisiert.

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben dargestellt:

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt 21.000.000 €. Es ist eingeteilt in 21.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der auf die einzelne Aktie entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 1,00 €. Sämtliche Aktien der Gesellschaft wurden als auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen. Mit jeder Aktie sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen.

Das Grundkapital hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2008 geändert. Mit Eintragung ins Handelsregister am 23. Dezember 2009 wurde eine vom Vorstand in Ausübung der Ermächtigung der Hauptversammlung beschlossene Kapitalherabsetzung durch Einziehung von insgesamt 200.000 eigener Aktien um 200.000 € wirksam. Die Bechtle AG hatte die Aktien im Rahmen des im September 2009 beendeten Aktienrückkaufprogramms erworben.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten, zum 31. Dezember 2009 bekannt:

Karin Schick, Gaildorf, Deutschland: 28,82 Prozent (direkt)
Karin Schick, Gaildorf, Deutschland: 5,50 Prozent (indirekt)
BWK 2. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland: 18,65 Prozent (direkt)
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart, Deutschland: 18,65 Prozent (indirekt)

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen, bei denen Mitarbeiter am Kapital beteiligt sind und die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen nicht vor.

Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 f. AktG geregelt. Der Aufsichtsrat hat am 1. Januar 2009 Michael Guschlbauer und Jürgen Schäfer neu in den Vorstand berufen. Der Vertrag von Dr. Thomas Olemotz wurde zum 1. Januar 2009 gemäß der Regelungen in § 84 Abs. 1 vorzeitig verlängert. Von der in § 84 Abs. 2 festgelegten Möglichkeit, bei mehreren Vorstandsmitgliedern einen Vorsitzenden des Vorstands zu ernennen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Berichtsjahr keinen Gebrauch gemacht. Dr. Thomas Olemotz wurde jedoch zum Vorstandssprecher ernannt.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt in Ziffer 5.1.2 weitere Grundsätze die Bestellung des Vorstands betreffend. Demnach soll der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt achten. Außerdem soll er gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Bei Erstbestellungen sollte die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein. Eine Wiederbestellung bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung soll bei Verträgen, deren Laufzeit noch länger als ein Jahr ist, nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. Die Bechtle AG beachtet diese Empfehlungen vollumfänglich. Die Satzung enthält keine weitergehenden Regelungen zur Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Die Voraussetzungen einer Satzungsänderung sind vor allem in den §§ 179 bis 181 AktG geregelt. Für eine Satzungsänderung sind ein mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasster Beschluss der Hauptversammlung sowie die Eintragung der Satzungsänderung ins Handelsregister erforderlich. Die Satzung kann eine von der gesetzlichen Bestimmung abweichende Kapitalmehrheit bestimmen, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere, und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der Bechtle AG sieht keine derartige Regelung vor. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Dies ist bei der Gesellschaft durch die Regelung von Ziffer 10.4 der Satzung geschehen. Die Satzungsänderung wird erst wirksam, wenn sie in das Handelsregister des Sitzes der Bechtle AG eingetragen worden ist.

Der Vorstand ist gemäß §§ 202 ff. AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 10.600.000,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts sowie die Einzelheiten der Ausgabe der neuen Aktien. Ein Ausschluss des Bezugsrechts ist zulässig,

für Spitzenbeträge
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen
bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10 v. H. des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden oder die (ii) zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten ausgegeben werden beziehungsweise ausgegeben werden können, sofern die Schuldverschreibungen nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden
bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt

Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig, falls einer der dort geregelten Ausnahmetatbestände vorliegt. Die Gesellschaft verfügt aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 über eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Die Ermächtigung wurde am 16. Juni 2009 wirksam und gilt bis zum 15. November 2010. Der Erwerb von eigenen Aktien muss über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf dabei den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien beziehungsweise im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als zehn Prozent überschreiten und um nicht mehr als zehn Prozent unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Der Umfang der Ermächtigung ist auf bis zu zehn Prozent des Grundkapitals beschränkt. Der Rückkauf ist nur zur Verfolgung der im Beschluss festgelegten Zwecke zulässig. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr zeitweilig von dieser beziehungsweise der vor dem 16. Juni 2009 gültigen Ermächtigung Gebrauch gemacht (vgl. Kapitel Aktie, S. 52).

Das von der Hauptversammlung vom 1. Juni 2001 beschlossene bedingte Kapital in Höhe von 2.000.000,00 € wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 aufgehoben.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, liegen nicht vor.

Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden nicht getroffen.

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die Wirtschaftsleistung im Euroraum hat 2009 infolge der weltweiten Krisensituation stark abgenommen. Nach ersten Zahlen von Eurostat lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone bei minus 4,1 Prozent gegenüber einem leichten Wachstum von 0,7 Prozent im Vorjahr. In allen vier Quartalen des Berichtsjahres waren die Werte im Vergleich zu den Vorjahresquartalen rückläufig, wobei sich jedoch im Jahresverlauf eine leichte Erholung abzeichnete. So zeigen die Auswertungen von Eurostat im ersten Quartal einen Rückgang des BIP um 5,0 Prozent, im vierten Quartal lag das Minus bei 2,1 Prozent. Die Verbesserung im Jahresverlauf zeigt sich auch an der Entwicklung des BIP im Vergleich zu den jeweiligen Vorquartalen. Während im ersten Halbjahr in beiden Quartalen die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal abnahm, konnte das BIP ab dem dritten Quartal 2009 wieder zulegen - wenngleich das Wachstum im vierten Quartal 2009 mit 0,1 Prozent sehr verhalten ausfiel. Die Bruttoanlageinvestitionen waren sogar noch stärker betroffen als die Gesamtwirtschaft und gingen im Gesamtjahr um 11,6 Prozent zurück.

Wirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf

Auch die deutsche Wirtschaft war stark von der schwersten Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs geprägt. Das Statistische Bundesamt errechnete einen Rückgang des BIP um 5,0 Prozent, der größte Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Quartalsentwicklung verlief ähnlich zu der im Euroraum. Allerdings lag die deutsche Wirtschaft bereits im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal wieder im Plus, konnte dann aber das marginale Wachstum im Euroraum im vierten Quartal nicht nachzeichnen, sondern stagnierte. Vor allem die Exporte sowie Ausrüstungsinvestitionen brachen im Berichtsjahr stark ein. Während der Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen insgesamt bei minus 8,6 Prozent lag, gingen die Ausrüstungsinvestitionen sogar um 20,0 Prozent zurück. Einzig bei den Konsumausgaben waren Zuwächse zu verzeichnen: 0,4 Prozent bei den privaten und deutliche 2,7 Prozent bei den staatlichen Ausgaben. Hier zeigten sich die Auswirkungen der Abwrackprämie sowie der staatlichen Konjunkturpakete.

BRANCHE

Die IT-Branche in Europa bekam die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Berichtsjahr ebenfalls zu spüren. Nach Angaben des European Information Technology Observatory (EITO) schrumpfte der IT-Markt in der EU 2009 um 5,4 Prozent. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Hardwarehandel mit minus 11,8 Prozent. Das Geschäft mit Softwareprodukten ging um 4,5 Prozent zurück. In den großen IT-Märkten der EU war der Rückgang im Handel mit Hardware laut EITO unterschiedlich stark. Spanien verzeichnete ein Minus von 14,5 Prozent, Großbritannien lag bei minus 12,8 Prozent und Italien bei minus 11,7 Prozent. Die Hardwareverkäufe in Frankreich schrumpften um 10,6 Prozent. Im für Bechtle wichtigen Schweizer Markt verzeichneten die Hardwareumsätze einen Rückgang um 6,0 Prozent, der Softwarehandel entwickelte sich etwas besser, lag aber dennoch bei minus 1,6 Prozent. Lediglich die IT-Services registrierten mit plus 0,2 Prozent ein leichtes Wachstum.

Auch der deutsche IT-Markt stand 2009 ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise. Die Prognose des Branchenverbands BITKOM vom März 2010 rechnet mit einem Rückgang von 5,4 Prozent. Besonders betroffen war das Segment IT-Hardware mit einem Minus von 10,6 Prozent. Hier hatte man neben der Nachfrageschwäche auch noch mit dem enormen Preisdruck vor allem bei Druckern, Bildschirmen und PCs zu kämpfen. Auch das Segment Software verlor 5,2 Prozent. Die Einführung von Windows 7 im vierten Quartal kam zu spät, um hier noch spürbare Impulse zu setzen. Rückläufig war auch die Entwicklung bei IT-Services, die mit 2,5 Prozent im Minus lagen. Lichtblick waren die Outsourcing-Services mit einem Plus von 3,0 Prozent.

GESAMTEINSCHÄTZUNG

Positiver Geschäftsverlauf der deutschen Systemhäuser

Das Jahr 2009 war geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise. Während im ersten Halbjahr die Prognosen mehrheitlich nach unten korrigiert wurden, begann sich die Lagebeurteilung ab dem dritten Quartal etwas zu entspannen, verbunden mit einer leichten Anhebung der Prognosen. Die Bechtle AG konnte sich diesem rezessiven Umfeld nicht entziehen. Besonders deutlich waren die Rückgänge im Segment IT-E-Commerce. Im reinen Hardwaregeschäft machten sich gesamtwirtschaftliche Verwerfungen direkter und unmittelbarer bemerkbar als im Dienstleistungsgeschäft. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Bechtle auch 2009 volumenmäßig mehr Produkte abgesetzt hat als im Vorjahr. Dieser Entwicklung wirkte jedoch der Preisdruck beziehungsweise Preisverfall im Hardwarebereich entgegen. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services war der Geschäftsverlauf insbesondere im Inland positiver und das Niveau des Vorjahres konnte annähernd gehalten werden. Wichtige Impulse für beide Segmente kamen von der öffentlichen Hand. Bechtle profitierte zum einen von der erfolgreichen Aufbauarbeit des Geschäftsbereichs Öffentliche Auftraggeber in den Vorjahren. Zum anderen zeigte vor allem im zweiten Halbjahr das Konjunkturpaket 1 seine Wirkung und konnte die zurückhaltende Nachfrage aus der Industrie zumindest teilweise kompensieren.

Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gab es im vergangenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Ereignisse außerhalb des Bechtle-Konzerns, die sich nennenswert auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt haben.

Ertrags-, Vermögens - und Finanzlage

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2009 haben die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Entwicklung von Bechtle erheblich beeinflusst. Im Ausland gingen in vielen Ländern die Umsätze aufgrund der Wirtschaftskrise stark zurück. In Deutschland verlief das Geschäft hingegen vergleichsweise ausgeglichen. Die beiden Segmente IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce zeigten sich von der Krise unterschiedlich stark betroffen. Während der Umsatz im Handelsgeschäft rückläufig war, erwies sich die Nachfrage im Dienstleistungsgeschäft als weitgehend stabil. Nach einem vergleichsweise schwachen Jahresbeginn konnte Bechtle die Ergebnislage im Jahresverlauf kontinuierlich verbessern. Aufgrund eines sehr guten Jahresendgeschäfts verbuchte das Unternehmen im vierten Quartal sogar wieder Rekordumsätze.

Auftragsentwicklung

Bechtle geht beim Verkauf von Handelswaren und Dienstleistungen überwiegend kurzfristige Vertragsverhältnisse ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte mit sehr kurzen Bestell- und Lieferzeiten gekennzeichnet, während Projektgeschäfte im Segment IT-Systemhaus & Managed Services im Einzelfall auch Laufzeiten von bis zu einem halben Jahr aufweisen können. Die Laufzeiten von Betriebsverträgen können noch darüber hinausgehen.

Auftragseingang im vierten Quartal über Vorjahr

Aufgrund der heutigen Geschäftsstruktur deckt sich der Auftragseingang jedoch weitgehend mit dem Umsatz während eines Geschäftsjahres. Der Auftragseingang lag im Berichtsjahr mit rund 1,42 Mrd. € geringfügig unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 1,43 Mrd. €). Organisch lag der Auftragseingang rund 3,0 Prozent unter dem Vorjahr, wobei im vierten Quartal jedoch ein Zuwachs von 1,0 Prozent zu verzeichnen war. Auf Segmentebene hat sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services lag er mit 0,95 Mrd. € auf Vorjahresniveau, während er sich im Segment IT-E-Commerce mit 0,47 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr verminderte (Vorjahr: 0,48 Mrd. €). Die Auftragsreichweite beträgt im Segment IT-Systemhaus & Managed Services mehr als einen Monat und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Im IT-E-Commerce beträgt sie nach wie vor nur wenige Tage.

Das Geschäftsfeld Managed Services ist im Rahmen der Übernahme der IT-Betriebsverantwortung beim Kunden durch langfristige Vertragsbeziehungen gekennzeichnet. Für dieses Geschäftsfeld werden jedoch keine separaten Zahlen veröffentlicht.

Absatzsteigerungen wirken Preisverfall entgegen

Bechtle bietet ein umfassendes Produktspektrum mit derzeit rund 41.000 IT-Artikeln an. IT-Produkte unterliegen einem permanenten Preisverfall. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Preise insbesondere für PCs, Server, Notebooks und Drucker um circa 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, während die Auftragseingänge nur knapp unter dem Vorjahr lagen. Bechtle konnte dem Preisverfall durch eine entsprechende Steigerung der Stückzahlen entgegenwirken. Eine Aufschlüsselung der Auftragseingänge und -bestände nach Preis und Menge ist aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Produkte wenig aussagekräftig. Der Produktmix wird zudem wesentlich von den Herstellern und der Kundennachfrage bestimmt und nur in sehr eingeschränktem Maß von Bechtle aktiv gesteuert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zwei Großaufträge beim Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr und bei Dataport, dem Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der Trägerländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen, gewonnen, die für den gesamten Konzern von hoher Bedeutung sind und deren Umsatzvolumen über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren im größeren zweistelligen Millionenbereich liegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben diese beiden Aufträge mit rund 11 Mio. € zum Umsatz beigetragen.

Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende rund 139 Mio. € gegenüber 102 Mio. € im Jahr zuvor. Die Steigerung geht im Wesentlichen auf Lieferengpässe der Hersteller und Distributoren zum Jahresende zurück. Vom gesamten Auftragsbestand entfallen circa 120 Mio. € auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services (Vorjahr: 89 Mio. €) und etwa 19 Mio. € auf das Segment IT-E-Commerce (Vorjahr: 13 Mio. €).

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2009 erzielte der Konzern einen Gesamtumsatz von 1,38 Mrd. €. Bechtle setzte damit erstmals in der Unternehmensgeschichte weniger um als im Vorjahr.

Umsatz in Mio. €

Der Umsatz sank von 1.431,5 Mio. € im Vorjahr auf 1.379,3 Mio. €. Der Rückgang im Berichtsjahr beläuft sich auf 3,6 Prozent. Ohne Berücksichtigung der im Vorjahr durchgeführten Akquisitionen und Desinvestitionen ging der Konzernumsatz um 4,1 Prozent zurück.

Die Ursache für diese Entwicklung im Berichtszeitraum ist hauptsächlich in den ausländischen Systemhäusern und E-Commerce-Gesellschaften zu sehen, deren Umsätze knapp 6 Prozent beziehungsweise 9 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Während die deutschen Systemhäuser 2009 einen insgesamt ausgeglichenen Verlauf verzeichneten, wirkte sich hier vor allem der konjunkturell bedingte Nachfragerückgang aus. Beginnend mit einer leichten Erholung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im dritten Quartal 2009 konnte das Geschäft zum Jahresende wieder an Dynamik gewinnen.

Rekordumsatz im vierten Quartal

Diese Entwicklung wird auch bei einer Betrachtung der einzelnen Quartale deutlich. An der unterjährigen Saisonalität des Bechtle-Geschäfts und der hohen Bedeutung des vierten Quartals hat sich nichts geändert. So ist auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise unverändert über das Jahr hinweg eine Steigerung der Umsätze erkennbar. Der Umsatz des vierten Quartals, der mit 414,5 Mio. € rund 2,4 Prozent höher ausfiel als der Umsatz des vergleichbaren Rekordquartals 2008, ist daher besonders positiv zu bewerten.

Umsatzentwicklung in Mio. €

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Q1 Q2 Q3
2009 2008 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Konzernumsatz 318,9 336,9 322,6 344,5 323,3 345,4
% vom Gesamtjahresumsatz 23,1 23,5 23,4 24,1 23,4 24,1

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Q4
2009 2008
--- --- ---
Konzernumsatz 414,5 404,8
% vom Gesamtjahresumsatz 30,1 28,3

Bedingt durch die Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl bei gleichzeitig geringeren Erlösen weist Bechtle 2009 eine gesunkene Produktivität im Konzern aus. Der Umsatz je Mitarbeiter belief sich auf Basis von 4.058 Vollzeitkräften (Vorjahr: 3.971) auf 340 Tsd. € nach 360 Tsd. € im Vorjahr.

Deutschland ist unverändert der wichtigste Markt für Bechtle. Die Umsätze im Inland erreichten mit 921,6 Mio. € (Vorjahr: 938,9 Mio. €) einen Anteil von 66,8 Prozent (Vorjahr: 65,6 Prozent) am Gesamtumsatz. Der Auslandsanteil lag mit 457,7 Mio. € (Vorjahr: 492,6 Mio. €) bei 33,2 Prozent (Vorjahr: 34,4 Prozent). Damit verschob sich die Umsatzverteilung gegenüber dem Vorjahr leicht zugunsten des Inlands. Daran zeigt sich, dass die Nachfrage im Ausland in höherem Maß von der allgemeinen Wirtschaftskrise betroffen war als in Deutschland.

Regionale Umsatzverteilung in Mio. €

Deutliche Umsatzsteigerung mit öffentlichen Auftraggebern

Ungeachtet der Kaufzurückhaltung im industriellen Bereich entwickelte sich der Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber 2009 sehr erfreulich. Der Umsatz mit Kunden der öffentlichen Hand in Deutschland stieg um 32,8 Prozent auf 290,6 Mio. € (Vorjahr: 218,8 Mio. €). Die Erlöse in diesem Kundensegment nehmen einen Anteil am Gesamtumsatz von 21,1 Prozent ein (Vorjahr: 15,3 Prozent)

Kosten- und Ertragsentwicklung

Umsatzkosten

Der um 3,6 Prozent niedrigere Konzernumsatz führte im Berichtsjahr auch zu einer Verminderung des Bruttoergebnisses vom Umsatz. Da die Umsatzkosten lediglich um 2,8 Prozent gesunken sind, fällt der Rückgang beim Bruttoergebnis mit 8,5 Prozent auf 199,5 Mio. € (Vorjahr: 218,1 Mio. €) überproportional aus. Entsprechend verringerte sich auch die Bruttomarge von 15,2 Prozent auf 14,5 Prozent. Der unterproportionale Rückgang der Umsatzkosten ist zum einen auf die durchschnittlich gestiegene Mitarbeiterzahl im Bereich Herstellung und Dienstleistung zurückzuführen. Zum anderen trug der unvermindert anhaltende Preisdruck in der Branche zu dieser Entwicklung bei.

Umsatzkosten / Bruttoergebnis in Mio. €

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2005 2006 2007 2008 2009
Umsatzkosten 1.020,4 1.046,6 1.188,1 1.213,3 1.179,8
Bruttoergebnis 157,9 173,6 195,3 218,1 199,5
Bruttomarge in % 13,4 14,2 14,1 15,2 14,5

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten lagen 2009 bei 87,9 Mio. € und damit 2,8 Prozent unter Vorjahr (90,5 Mio. €). Die Vertriebskostenquote legte leicht von 6,3 Prozent auf 6,4 Prozent zu. Ursachen waren neben den Marketingaktivitäten in den neu erschlossenen Ländermärkten Irland und Portugal auch die reduzierten Marketingzuschüsse der Hersteller. Die Verwaltungskosten konnten nahezu konstant gehalten werden. Sie stiegen um 0,6 Prozent auf 76,2 Mio. € (Vorjahr: 75,7 Mio. €). Die Quote entwickelte sich erwartungsgemäß von 5,3 Prozent auf 5,5 Prozent. Allerdings wurde im Geschäftsjahr 2009 eine Umgliederung von Mitarbeitern zwischen den einzelnen Funktionsbereichen vorgenommen. Infolge weist Bechtle eine im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Zahl von Verwaltungsmitarbeitern aus. Die Maßnahmen zur Kostensenkung wirkten diesem Effekt zwar entgegen, konnten ihn aber ergebnisbezogen nicht vollständig kompensieren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 8,3 Mio. € auf 7,3 Mio. € gesunken. Im Vorjahr waren hier Sondereffekte aus dem Verkauf der TomTech in Höhe von 0,5 Mio. € enthalten. Zudem ergaben sich Veränderungen bei den Währungsumrechnungen.

Vertriebskosten / Verwaltungskosten in Mio. €

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2005 2006 2007 2008 2009
Vertriebskosten 68,5 73,7 81,4 90,5 87,9
Vertriebskostenquote in % 5,8 6,0 5,9 6,3 6,4
Verwaltungskosten 55,5 62,7 67,2 75,7 76,2
Verwaltungskostenquote in % 4,7 5,1 4,9 5,3 5,5

Marketingkosten

Die Marketingaufwendungen der Bechtle AG sind Bestandteil der Vertriebskosten, mit Ausnahme der Aufwendungen für den Bechtle-Katalog, die den Umsatzkosten zugeordnet werden. Unterteilt auf die Segmente lagen die Marketingkosten im Berichtsjahr im IT-E-Commerce bei 1,7 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €), im IT-Systemhaus & Managed Services bei 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €).

Als Handelsunternehmen vermarktet Bechtle im Segment IT-E-Commerce Produkte Dritter. Wie in der Branche üblich stehen hier den Marketingkosten in den meisten Fällen Einnahmen in Form von Zuschüssen der Hersteller gegenüber. Auch im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wird ein Großteil der Marketingaktionen von Herstellern unterstützt. Die genannten Kosten wirken sich folglich nur unwesentlich auf die Ertragslage des Unternehmens aus.

Eines der wichtigsten Marketinginstrumente im IT-E-Commerce sind die Kataloge von ARP Datacon und Bechtle direkt. Sie erscheinen zwei- beziehungsweise dreimal jährlich in einer Auflage von 80.000 sowie 150.000 Stück in bis zu zwölf Landesversionen. Die Ausgaben werden für alle Länder zentral erstellt. Die weiteren Marketingaktionen in diesem Segment betreffen hauptsächlich Produktwerbung über Mailings und den wöchentlichen Versand gedruckter Produktinformationen. Daneben betreibt Bechtle in begrenztem Umfang auch Onlinewerbung. Die einzelnen Landesgesellschaften sind in der Auswahl ihrer Marketingaktionen weitgehend frei, um den spezifischen Erfordernissen der jeweiligen Landesmärkte Rechnung tragen zu können. Zum Teil liegt der Schwerpunkt auf Onlinemarketing, zum Teil steht der Versand gedruckter Publikationen im Vordergrund.

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services mit seiner dezentralen Struktur sind es vor allem die Systemhäuser, die Marketingaktionen in ihren jeweiligen Zielregionen durchführen. So gab es im Berichtsjahr wieder zahlreiche Veranstaltungen wie Kundenevents, IT-Foren und Hausmessen. Sie werden von den jeweiligen Lokationen selbst verantwortet und durchgeführt. Unterstützung erhalten die IT-Systemhäuser vom zentralen Veranstaltungsmanagement der Bechtle AG sowie von der Unternehmenskommunikation.

CC Day verzeichnet Besucherrekord

Daneben gibt es unterstützend und flankierend Marketingaktivitäten der Holding, vor allem für die Competence Center oder den Zentralbereich Managed Services. Sämtliche Aktionen dienen vor allem der Präsentation des Produkt- und Dienstleistungsspektrums von Bechtle sowie der Kundenbindung. Wichtigste Bestandteile der zentralen Marketingaktionen sind das Kundenmagazin Bechtle update und der Bechtle Competence Center Day (CC Day). Das Bechtle update erscheint viermal jährlich und berichtet über aktuelle Ereignisse im Unternehmen sowie über erfolgreiche Projekte und stellt die Standorte des Bechtle-Konzerns vor. Am jährlich stattfindenden CC Day präsentiert Bechtle am Unternehmenssitz in Neckarsulm den Kunden, aber auch den eigenen Mitarbeitern die ganze Bandbreite des Dienstleistungsangebots. Im Berichtsjahr wurde der CC Day von rund 1.100 Interessierten besucht.

Präsenz auf Fachmessen zeigt Bechtle in der Regel nicht mit eigenen Ständen, sondern in Kooperation mit Herstellern oder Partnern auf deren Standflächen.

Ergebnissituation

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) sank trotz höherer Abschreibungen um 23,1 Prozent auf 57,0 Mio. € (Vorjahr: 74,1 Mio. €). Die EBITDA-Marge verringert sich entsprechend von 5,2 Prozent auf 4,1 Prozent.

EBITDA in Mio. €

Die Abschreibungen lagen bei 14,3 Mio. € und damit um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 13,9 Mio. €). Mit 10,1 Mio. € entfiel der größte Teil auf Software und Sachanlagen (Vorjahr: 9,6 Mio. €). Bei den Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die eigene EDV-und Büroausstattung. Zusätzlich entfallen die Abschreibungen im Rahmen des Sachanlagevermögens auf Mietereinbauten und Vermögenswerte, die im Rahmen von längerfristigen Wartungsverträgen im Kundennutzen stehen.

Weitere Abschreibungen in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €) betrafen Kundenstämme und Kundenserviceverträge. Der Anstieg hängt im Wesentlichen mit den im Vorjahr akquirierten Systemhausgesellschaften zusammen. Die Abschreibungen waren 2008 nur anteilig berücksichtigt und wurden im Berichtsjahr voll angesetzt.

Die Abschreibungsquote blieb mit 1,0 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres und ist gemessen an den übrigen Aufwandspositionen von nachrangiger Bedeutung. Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- und Firmenwerte (Impairment-Test) ergaben für 2009 erneut keinen Abwertungsbedarf.

Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) verringerte sich um 29,1 Prozent auf 42,7 Mio. € (Vorjahr: 60,2 Mio. €).

EBIT in Mio. €

Das Finanzergebnis als Saldo aus Finanzaufwand und -ertrag ging aufgrund der allgemeinen Entwicklung des Zinsniveaus zurück und lag im Berichtsjahr bei 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €).

Starker Ergebnisbeitrag im vierten Quartal

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich um 29,0 Prozent von 61,5 Mio. € auf 43,7 Mio. €. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds verbesserte sich die Ergebnissituation im Jahresverlauf vor allem dank der Kostensenkungsmaßnahmen. So verzeichnete die Bechtle AG im vierten Quartal einen Ergebnisbeitrag von 43,1 Prozent, der mit 18,8 Mio. € nur leicht unter dem Niveau des sehr starken Vorjahresquartals (20,2 Mio. €) lag.

EBT in Mio. €

Die EBT-Marge im Berichtsjahr ist mit 3,2 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent) nach wie vor auf einem für die Branche überdurchschnittlichen Niveau.

EBT-Marge in %

Der Ertragssteueraufwand reduzierte sich überdurchschnittlich um 41,6 Prozent von 16,1 Mio. € auf 9,4 Mio. €. Neben der gesunkenen Profitabilität ist das auf die Nutzung von Verlustvorträgen bei Tochtergesellschaften im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes zurückzuführen. Die Steuerquote reduzierte sich entsprechend von 26,2 Prozent auf 21,5 Prozent.

Das Ergebnis nach Steuern lag mit 34,3 Mio. € um 24,6 Prozent unter dem Vorjahr (45,4 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (EPS) verringerte sich entsprechend um 23,4 Prozent auf 1,64 € (Vorjahr: 2,14 €). Grund für den leicht geringeren Rückgang des EPS im Vergleich zum Nachsteuerergebnis war die infolge des Aktienrückkaufprogramms und der Einziehung von 200.000 Aktien geringere Zahl durchschnittlicher Aktien.

EPS in €

Verlässliche Ausschüttungspolitik

Grundlage für die Gewinnverwendung und damit die Dividendenausschüttung ist der Einzelabschluss der Bechtle AG. Er weist einen Jahresüberschuss von 17,7 Mio. € aus. Nach Einstellung von 5,3 Mio. € in die Rücklagen sowie dem Gewinnvortrag von 0,2 Mio. € beträgt der Bilanzgewinn für 2009 12,6 Mio. €. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn an die Aktionäre auszuschütten und der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende je Aktie von 0,60 € zu unterbreiten. Damit läge die Dividende je Aktie auf Vorjahresniveau. Die Zahl der dividendenberechtigten Aktien beläuft sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung am 4. März 2010 auf 21.000.000 Stück.

Segmentbericht

Die Aktivitäten des Bechtle-Konzerns werden den zwei Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce zugeordnet. Diese Aufteilung spiegelt die wesentlichen Säulen des Geschäftsmodells wider, das herstellerunabhängig den zentralen Direktvertrieb von IT-Produkten (IT-E-Commerce) mit der dezentralen Erbringung von Dienstleistungen und dem IT-Infrastrukturhandel (IT-Systemhaus & Managed Services) in einem integrativen Ansatz verbindet.

IT-Systemhaus & Managed Services

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erzielte die Bechtle AG 2009 einen Umsatz von 920,0 Mio. € (Vorjahr: 927,5 Mio. €). Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,8 Prozent beziehungsweise 7,6 Mio. €. Vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen konnte sich dieses Segment im Berichtsjahr gut behaupten. Die dienstleistungsgetriebenen Projekte und Serviceverträge sind meist mittel- oder langfristig geplant und daher weniger konjunkturanfällig als das kurzfristige reine Handelsgeschäft. Außerdem zahlten sich im Berichtsjahr die gute Wettbewerbsposition der Bechtle AG sowie die kontinuierlichen Qualifizierungsmaßnahmen der Vertriebsmitarbeiter aus. Insgesamt erzielte Bechtle 66,7 Prozent der Konzernumsätze in diesem Segment (Vorjahr: 64,8 Prozent).

Segmentumsatz IT-Systemhaus & Managed Services in Mio. €

Bedingt durch den Umsatzrückgang und die gestiegene Mitarbeiterzahl nahm im Berichtsjahr auch die Produktivität im Segment IT-Systemhaus & Managed Services ab. Die Umsatzerlöse je Mitarbeiter sanken im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 3.178 Vollzeitbeschäftigten (Vorjahr: 3.048 Mitarbeiter) um 4,9 Prozent auf 289 Tsd. € (Vorjahr: 304 Tsd. €).

Inländische Systemhäuser steigern Umsatzanteil

Der Umsatzanteil der inländischen Systemhäuser lag mit 779,3 Mio. € bei 84,7 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 84,0 Prozent mit 778,7 Mio. €).

Der Anteil der ausländischen Systemhäuser betrug 140,7 Mio. € nach 148,8 Mio. € im Vorjahr und macht 15,3 Prozent (Vorjahr: 16,0 Prozent) am Segmentumsatz aus

Umsatzverteilung im Segment IT-Systemhaus & Managed Services

Organisch lag der Umsatz in diesem Segment bei 905,0 Mio. € und damit 2,4 Prozent unter Vorjahr. Die im Vorjahr akquirierten Systemhausgesellschaften in Deutschland und Österreich verzeichneten einen Umsatz von 14,9 Mio. €.

Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services nahm 2009 um 33,0 Prozent auf 25,8 Mio. € (Vorjahr: 38,4 Mio. €) ab. Damit liegt der Wert deutlich unter Vorjahr. Die Ursache hierfür ist hauptsächlich in der im Verhältnis zu den Kosten unterproportionalen Umsatzentwicklung im Zusammenhang mit dem Anstieg der Personalkosten zu sehen.

EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services in Mio. €

Die EBIT-Marge verringerte sich folglich von 4,1 Prozent auf 2,8 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt vor allem die gesunkene Auslastung der Mitarbeiter im Segment IT-Systemhaus & Managed Services im Krisenjahr wider.

IT-E-Commerce

Im Segment IT-E-Commerce fiel der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 mit 459,4 Mio. € um 8,8 Prozent geringer aus (Vorjahr: 503,9 Mio. €). Hier haben sich die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung am stärksten gezeigt.

Segmentumsatz IT-E-Commerce in Mio. €

Zudem ist der im letzten Berichtsjahr vollzogene Verkauf der E-Commerce-Gesellschaft TomTech zu berücksichtigen. Die TomTech hatte im Vorjahr mit rund 8,6 Mio. € zum Umsatz beigetragen, weshalb der Umsatzrückgang organisch betrachtet im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 7,3 Prozent etwas geringer ausfiel. Der Anteil des Handelsgeschäfts am Gesamtumsatz ging von 35,2 Prozent im Vorjahr auf 33,3 Prozent leicht zurück.

Im Berichtsjahr war der Preisdruck vor allem bei Hardwareprodukten unverändert zu spüren. Zur Erzielung adäquater Umsätze mussten daher die Stückzahlen wesentlich erhöht werden. Allerdings ließen sich der Preisverfall einerseits und die nachlassende Nachfrage infolge der Wirtschaftskrise andererseits nicht vollständig kompensieren.

Bechtle beschäftigte im Segment IT-E-Commerce 2009 auf Vollzeitbasis durchschnittlich 880 Arbeitskräfte (Vorjahr: 923). Der Umsatz pro Mitarbeiter ging im vergangenen Jahr auf 522 Tsd. € zurück (Vorjahr: 546 Tsd. €).

Auslandsanteil im E-Commerce nimmt zu

Aufgrund der Internationalisierungsstrategie steigt der Auslandsanteil im IT-E-Commerce stetig an. Im Berichtsjahr lagen die Umsätze der ausländischen Gesellschaften bei 317,1 Mio. € (Vorjahr: 343,8 Mio. €), der Anteil damit bei 69,0 Prozent (Vorjahr: 68,2 Prozent). Die inländischen Handelsgesellschaften steuerten 142,3 Mio. € (Vorjahr: 160,2 Mio. €) bei, was einem Anteil von 31,0 Prozent (Vorjahr: 31,8 Prozent) am Segmentumsatz entspricht.

Umsatzverteilung im Segment IT-E Commerce

Das EBIT ging im Segment IT-E-Commerce im Berichtsjahr um 4,8 Mio. € von 21,8 Mio. € auf 16,9 Mio. € zurück. Hier wird deutlich, dass trotz Reduzierung der Mitarbeiterzahl die Kostenbasis in diesem Bereich nicht entsprechend der Umsatzentwicklung gesenkt werden konnte. Darüber hinaus standen auch 2009 unverändert Investitionen in die beiden jüngsten Bechtle-Märkte Irland und Portugal an. Zudem wurde der Markteintritt von Bechtle direkt in Polen sowie von Comsoft direct in Belgien vorbereitet.

EBIT im Segment IT-E-Commerce in Mio. €

Die EBIT-Marge im Handelssegment sank von 4,3 Prozent auf 3,7 Prozent. Mittelfristig gilt auch im IT-E-Commerce unverändert eine Zielmarge von 5 Prozent.

EBIT-Marge im Segment IT-E-Commerce in %

VERMÖGENSLAGE

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten rückt die Bedeutung einer soliden Bilanz wieder verstärkt in das Bewusstsein nicht nur des Kapitalmarktes, sondern auch der Partner und Kunden eines Unternehmens. Bechtle ist auch dank seiner hervorragenden bilanziellen Eckwerte unbeschadet durch das krisenbehaftete Berichtsjahr gekommen. Es ist dem Unternehmen sogar gelungen, maßgebliche Bilanzkennzahlen - allen voran die Eigenkapitalquote - weiter zu verbessern.

Die Bilanzsumme des Bechtle-Konzerns belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2009 auf 520,7 Mio. € und liegt damit um 24,6 Mio. € beziehungsweise 5,0 Prozent über dem Vorjahr.

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VERKÜRZTE BILANZ

in Mio. €
2005 2006 2007 2008 2009
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 140,3 143,0 145,6 157,0 164,5
Kurzfristige Vermögenswerte 273,6 275,2 305,9 339,1 356,1
Passiva
Eigenkapital 237,4 249,2 276,5 311,4 335,0
Langfristige Schulden 26,9 28,1 23,8 31,0 32,3
Kurzfristige Schulden 149,6 143,4 151,2 153,7 153,4
Bilanzsumme 413,9 420,8 451,4 496,1 520,7

Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte bei 164,5 Mio. € und damit 4,8 Prozent über Vorjahr. Das Sachanlagevermögen ist als Folge der Bautätigkeiten von Bechtle im Berichtsjahr um 4,0 Mio. € gestiegen. Hintergrund des Zuwachses um 5,2 Mio. € bei den latenten Steuern sind im Berichtsjahr erstmals aktivierte Verlustvorträge von Tochterunternehmen, die entsprechend steuerlich zu berücksichtigen waren. Geld- und Wertpapieranlagen trugen mit 3,0 Mio. € zum Anstieg bei. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte gingen aufgrund planmäßiger Abschreibungen um 4,6 Mio. € zurück. Bechtle akquirierte im Berichtsjahr keine Unternehmen, sodass die Geschäfts- und Firmenwerte mit 106,4 Mio. € in etwa auf dem Niveau von 2008 liegen. Die Investitionen sind bei Bechtle weitgehend konstant und betreffen hauptsächlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. So lag die Investitionsquote im Berichtsjahr mit 32,7 Prozent nur unwesentlich unter der Quote des Vorjahres (33,3 Prozent).

Die Anlagenintensität (Anteil langfristiger Vermögenswerte an der Bilanzsumme) liegt unverändert bei 31,6 Prozent. Der Deckungsgrad der langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr von 198,4 Prozent im Vorjahr auf 203,6 Prozent.

Liquiditätsreserve trotz Krisenjahr gesteigert

Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 356,1 Mio. € und somit 5,0 Prozent über Vorjahr. Ein wesentlicher Grund ist die Zunahme der Liquidität. Die liquiden Mittel einschließlich der Geld- und Wertpapieranlagen erhöhten sich von 77,6 Mio. € um 22,3 Prozent auf 95,0 Mio. €. Zusammen mit freien Kreditlinien in Höhe von 34,7 Mio. € (Vorjahr: 39,9 Mio. €) verfügt der Bechtle-Konzern über eine solide Liquiditätsreserve von 129,7 Mio. € (Vorjahr: 117,5 Mio. €), die ausreichend Spielraum für weitere Akquisitionen und das künftige Wachstum bietet. Von den zum Geschäftsjahresende zur Verfügung stehenden Kreditlinien in Höhe von rund 36,8 Mio. € hat Bechtle 2,1 Mio. € für Avalkredite in Anspruch genommen.

Die Vorräte stiegen zum 31. Dezember um 7,2 Mio. € auf 59,3 Mio. € durch ein höheres Geschäftsvolumen sowie einen Zuwachs der Auftragseingänge im Segment IT-Systemhaus & Managed Services zum Ende des Geschäftsjahres. Die Vorratshaltung (Relation der Vorräte zum Umsatz) stieg vor allem aufgrund des niedrigeren Gesamtjahresumsatzes von 3,6 Prozent auf 4,3 Prozent. Der Wert zeigt, dass Bechtle lediglich in geringem Umfang Kapital in Form von Warenbeständen bindet. Zudem ist ein Großteil der Vorräte unmittelbar an Projekte gebunden und im Kundenauftrag vorfinanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag gesunken und liegen mit 184,0 Mio. € um 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 188,4 Mio. €. Das Forderungsmanagement der Bechtle AG sorgt hier für eine vergleichsweise geringe Außenstandsdauer der Forderungen (DSO) von 36,2 Tagen (Vorjahr: 38,4 Tage).

Inflation und Wechselkurse hatten keinen entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Vermögens. Die Bilanzposten werden überwiegend in Euro berechnet und die Inflationsquoten im Berichtsjahr waren in den wesentlichen Märkten auf einem niedrigen Niveau.

Im wenig sachanlageintensiven Geschäft der Bechtle AG wird der ROCE (Return on Capital Employed) wesentlich von der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden einerseits und der Ergebnisentwicklung andererseits geprägt. In den vorangegangenen Jahren blieb der ROCE bei Bechtle mit einer Größenordnung von rund 20 Prozent weitgehend stabil. Im Berichtsjahr beläuft er sich auf 15,7 Prozent (Vorjahr: 22,7 Prozent). Diese Veränderung lässt sich vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung auf die Zunahme des durchschnittlich eingesetzten Kapitals zurückführen. Während sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um 29,1 Prozent reduzierte, beträgt die Steigerung von 264,9 Mio. € auf 272,2 Mio. € beim durchschnittlich eingesetzten Kapital 2,8 Prozent.

ROCE in % | Capital Employed in Mio. €

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2005 2006 2007 2008 2009
ROCE 20,0 19,7 23,4 22,7 15,7
Capital Employed 205,9 231,6 249,5 264,9 272,2

Das Working Capital ist gegenüber dem Vorjahr bezogen auf die Bilanzsumme von 28,7 Prozent auf 26,8 Prozent gesunken. Hintergrund sind der geringere Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Höhe der enthaltenen Anzahlungen in den Abgrenzungsposten zum Jahresende.

Working Capital in Mio. €

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2005 2006 2007 2008 2009
Working Capital 101,0 121,4 134,9 142,5 139,5
In % von der Bilanzsumme 24,4 28,9 29,9 28,7 26,8

Bechtle schuldenfrei

Auf der Passivseite sind die kurzfristigen Schulden mit 153,4 Mio. € in etwa auf dem Stand des Vorjahres (153,7 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Stichtag bei 79,5 Mio. € und damit 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 83,3 Mio. €. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden deutlich abgebaut und liegen bei 2,6 Mio. €, nach 10,5 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 40,8 Mio. € auf 42,4 Mio. €. Hauptbestandteil dieses Bilanzpostens sind die Verbindlichkeiten gegenüber Personal. Diese sind vor dem Hintergrund des Geschäftsverlaufs infolge der niedrigeren erfolgsorientierten Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter im Berichtsjahr gesunken. Zugenommen haben hingegen aufgrund des starken Geschäftsverlaufs im vierten Quartal die Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die Abgrenzungsposten erhöhten sich von 10,7 Mio. € auf 19,6 Mio. €. Das ist ebenfalls auf den positiven Geschäftsverlauf im Schlussquartal und insbesondere im Dezember zurückzuführen. Vor allem die Anzahlungen haben deutlich zugelegt. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Bechtle-Konzerns zum 31. Dezember 2009 erhöhten sich um 1,4 Mio. € auf 6,6 Mio. €. Insgesamt blieb der Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme mit 6,2 Prozent konstant.

Zum Abschlussstichtag existierten keine Haftungsverhältnisse gegenüber nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften sowie keine Investitionsverpflichtungen.

Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr um 23,5 Mio. € oder 7,5 Prozent von 311,4 Mio. € auf 335,0 Mio. €. Die Erhöhung resultiert aus den gestiegenen Gewinnrücklagen und dem Verkauf beziehungsweise der Einziehung eigener Anteile. Trotz der Bilanzverlängerung stieg die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr von 62,8 Prozent auf 64,3 Prozent. Die Eigenkapitalrendite sank aufgrund des niedrigeren Nachsteuerergebnisses auf 11,3 Prozent.

Eigenkapital - und Gesamtkapitalrentabilität in %

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2005 2006 2007 2008 2009
Eigenkapitalrendite 13,8 12,9 16,9 16,9 11,3
Gesamtkapitalrendite 8,3 8,0 10,3 10,7 7,4

Der Verschuldungskoeffizient des Bechtle-Konzerns hat sich im Berichtsjahr nochmals verbessert und belief sich auf 0,55 nach 0,59 im Vorjahr.

Die Gesamtkapitalrentabilität, die als Kennzahl die Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals widerspiegelt, hat sich im Berichtsjahr im Zuge der ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und aufgrund der Bilanzverlängerung verschlechtert und betrug zum 31. Dezember 2009 7,4 Prozent (Vorjahr: 10,7 Prozent).

Die Vermögenslage der Segmente ist im Anhang im Kapitel Segmentinformationen, S. 179 angegeben.

Zeitwertangabe

Die Zeitwerte der kurzfristigen Vermögenswerte entsprechen grundsätzlich den Bilanzansätzen. Das gilt gleichermaßen für die sonstigen immateriellen Vermögenswerte, das Sachanlagevermögen, die Forderungen aus Ertragssteuern, die Rechnungsabgrenzungsposten und sonstigen langfristigen Vermögenswerte sowie die latenten Steuern im Rahmen der langfristigen Vermögenswerte. Der dem jährlich durchgeführten Impairment-Test zugrunde liegende Bewertungsansatz wurde auf Basis eines Nutzungswerts, der unter Verwendung einer Discounted-Cashflow-Methode ermittelt wurde, errechnet. Der Nutzungswert übersteigt den bilanzierten Geschäfts- und Firmenwert sehr deutlich, sodass keine Wertminderungen auf diese Vermögenswerte entfallen. In welcher Höhe die Überdeckung auf firmen- und geschäftswertbildende Einflussfaktoren oder nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte entfällt, ist nicht quantifizierbar. Die Bilanzansätze der lang- und kurzfristigen Schulden entsprechen ebenfalls grundsätzlich den Zeitwerten.

Immaterielle Werte

Das Vermögen eines Unternehmens besteht nicht nur aus quantifizierbaren Bestandteilen, sondern auch aus Elementen, die nur qualitativ beschreibbar sind. Die Mitarbeiter der Bechtle AG zählen hierbei zweifelsfrei zu den wichtigsten Werten. Der Konzern berichtet dazu in einem gesonderten Kapitel auf S. 32 ff.

Enge Partnerschaft mit Herstellern und Distributoren

Darüber hinaus sind die Lieferantenbeziehungen für Bechtle in beiden Geschäftssegmenten von hoher Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens. Bechtle arbeitet mit über 300 Herstellern und rund 600 Distributoren europaweit zusammen. Auf der Grundlage einer engen Lieferantenbeziehung ist Bechtle in der Lage, seinen Kunden eine umfassende Angebotspalette mit transparenten Marktpreisen sowie schneller Verfügbarkeit zu bieten. In der Regel erfolgt die Auslieferung bestellter Ware binnen 24 Stunden über sogenannte Fulfilment-Lösungen direkt vom Hersteller oder Distributor an den Kunden.

Durch die enge Partnerschaft zu den Herstellern - unter anderem über Produktmanager für die wichtigsten Hersteller im eigenen Haus - ist Bechtle auch über neue Produktentwicklungen frühzeitig informiert und kann so sicherstellen, den Kunden immer eine optimale Lösung anzubieten.

Insbesondere im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft sind Kundenbeziehungen Dreh-und Angelpunkt des Erfolgs. Gerade im Mittelstand sind Seriosität, Verlässlichkeit und Kontinuität unentbehrliche Qualitäten der Kundenbeziehungen. Bechtle ist seit über 25 Jahren im IT-Markt tätig und hat sich von Beginn an auf das Kernkundensegment Mittelstand konzentriert. Das Unternehmen verfügt daher nicht nur über eine gewachsene Kundenbasis, sondern ist auch aufgrund langjähriger Erfahrungen in der Lage, bei neuen Kundenbeziehungen schnell eine erfolgreiche Basis zu schaffen.

Die zum Bechtle-Konzern gehörenden Marken Bechtle, Bechtle direkt, ARP Datacon und Comsoft direct stellen aufgrund der breiten Marktakzeptanz sowie der hohen Marktdurchdringung einen immateriellen Wert für das Unternehmen dar. Das über Jahre erarbeitete positive Image der Marken - sowohl bei Kunden als auch bei Herstellern und Mitarbeitern - ist für den Geschäftserfolg des Konzerns daher von hoher Bedeutung.

FINANZLAGE

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und des Rückgangs bei Umsatz und Ertrag ist es der Bechtle AG gelungen, den operativen Cashflow und die Liquiditätsreserven auf einem hohen Niveau zu halten und den Free Cashflow weiter zu steigern. Finanziell ist Bechtle gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Die sehr hohe Eigenkapitalquote und komfortable Liquiditätsausstattung bilden wesentliche Voraussetzungen, um das organische und akquisitorische Wachstum auch künftig aus eigener Kraft finanzieren zu können.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Finanzielle Unabhängigkeit sichert Handlungsspielräume

Die Finanzpolitik bei Bechtle hat zum Ziel, die Finanzkraft des Konzerns auf hohem Niveau zu halten und damit die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die Sicherstellung ausreichender Liquidität zu wahren. Dabei sollen Risiken weitgehend vermieden werden. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht daher vor, dass der Abschluss spekulativer Termingeschäfte aller Art der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Devisen, Waren und Wertpapiere, soweit die daran geknüpften Termingeschäfte nicht der Absicherung des laufenden Geschäftsbetriebs, einzelner Geschäftsvorfälle, Aufträge oder hiermit verbundener Risiken dienen oder nicht zum üblichen Geschäftsbetrieb gehören.

Bechtle nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur zu Absicherungszwecken. Konkret waren dies im Berichtsjahr Devisentermingeschäfte und Zinsswaps (vgl. Konzern-Anhang, Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten, S. 174 ff.). Einen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet die Sicherung der Konzernwährung Euro. Bevorzugt werden Sicherungsmaßnahmen eingesetzt, die der Sicherung des Eigenkapitals in Euro dienen und gleichzeitig in der Gewinn-und Verlustrechnung eine erfolgsneutrale Wirkung haben. Sicherungsmaßnahmen werden hauptsächlich gegenüber dem Schweizer Franken getroffen, da die Bestände ausländischer Vermögenspositionen und Cashflows in fremder Währung im Wesentlichen in Schweizer Franken gehalten beziehungsweise erwirtschaftet werden.

Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Falle möglicher Akquisitionen oder großer Projektvorfinanzierungen schnell auf vorhandene liquide Mittel zugreifen zu können. Damit werden rein finanzwirtschaftliche Ziele - wie die Optimierung der Finanzerträge - der Akquisitionsstrategie und dem Wachstum des Unternehmens untergeordnet.

Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investmentgrade aufweisen können. Eine weitgehende finanzielle Flexibilität bildet die Grundlage dafür, sich in einem stark konsolidierenden Markt zu behaupten. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen zentral durch das Treasury (vgl. Risikobericht, Kapitel Finanzen, S. 104 f.).

Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Bechtle-Konzerns weist im Berichtsjahr trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eine gute Entwicklung auf.

Operativer Cashflow auf hohem Niveau

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 46,7 Mio. € gesunken (Vorjahr: 49,9 Mio. €). Ausschlaggebend für den im Vergleich zum Ergebnis unterdurchschnittlichen Rückgang sind vor allem Veränderungen im Nettovermögen und niedrigere Ertragssteuerzahlungen. So lag der Mittelabfluss durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,0 Mio. € unter Vorjahr. Die Abgrenzungsposten stiegen um 9,0 Mio. €. Hierin enthalten sind Anzahlungen von Kunden zum Jahresende. Die Ertragssteuerzahlungen fielen mit 13,4 Mio. € entsprechend der Ergebnisentwicklung um 3,7 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr.

Gegenläufig war die Entwicklung der Kapitalverwendung bei den Vorräten und den Forderungen im Nettovermögen. Der Mittelabfluss durch den Aufbau der Vorräte stieg stichtagsbedingt um 3,4 Mio. € auf 7,3 Mio. €, während der Mittelzufluss aus dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 5,2 Mio. € um 1,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert lag.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg deutlich von 18,1 Mio. € auf 29,6 Mio. €. Hier wirkten sich vor allem die Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 18,0 Mio. € aus, die vor dem Hintergrund des hohen Bestands liquider Mittel und der Optimierung des Finanzergebnisses getätigt wurden. Die Auszahlungen für Akquisitionen hingegen gingen von 9,4 Mio. € auf 0,6 Mio. € zurück. Sie betrafen ausschließlich Restzahlungen für Akquisitionen aus dem Vorjahr.

Der Free Cashflow erhöhte sich von 28,3 Mio. € auf 33,8 Mio. €. Bei einem gesunkenen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit steht die Verbesserung ausschließlich im Zusammenhang mit der Akquisitionsstrategie der Bechtle AG im Berichtsjahr.

Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2009 auf 17,8 Mio. € nach 10,1 Mio. € im Vorjahr. Hier wirkten sich vor allem die höhere Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie der geringere Zufluss aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten aus. Durch den Verkauf eigener Aktien verzeichnete Bechtle einen Mittelzufluss von 4,5 Mio. €.

Die liquiden Mittel sanken zum Ende des Berichtszeitraums leicht um 0,8 Mio. € auf 76,5 Mio. € (Vorjahr: 77,3 Mio. €).

Cashflow in Mio. €

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2005 2006 2007 2008 2009
Cashflow aus
- Betriebstätigkeit 28,1 26,9 42,0 49,9 46,7
- Investitionstätigkeit - 20,2 - 19,3 - 9,5 - 18,1 - 29,6
- Finanzierungstätigkeit - 21,2 - 18,3 - 16,1 - 10,1 - 17,8
Liquide Mittel 48,2 36,7 52,3 77,3 76,5
Free Cashflow 6,4 5,7 25,8 28,3 33,8

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten werden im Konzern-Anhang, Kapitel Finanzverbindlichkeiten, Zinsswaps und Kreditlinien, S. 167 f. erläutert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Finanzergebnisses für den Bechtle-Konzern keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente, wie Forderungsverkäufe oder Haftungszusagen gegenüber Zweckgesellschaften, die nicht in den Konzern-Abschluss einbezogen sind, wurden im Berichtsjahr und auch in den vorausgegangenen Geschäftsjahren grundsätzlich nicht eingesetzt. Eine Ausnahme stellt der Erweiterungsbau am Firmensitz der Bechtle AG dar. Dieser ist über einen sogenannten Rückmietverkauf (sale and lease back) finanziert.

Liquidität ermöglicht weiteres Wachstum

Der Vorstand der Bechtle AG sieht nach wie vor keinerlei Anzeichen für Liquiditätsengpässe des Konzerns. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um organisch und über Akquisitionen weiter zu wachsen.

Strategische Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung des laufenden Geschäfts, notwendiger Ersatzinvestitionen sowie des Aktienrückkaufprogramms erfolgte 2009 durch liquide Mittel und den operativen Cashflow. Mangels größerer Investitionsvorhaben - insbesondere wurden keine Akquisitionen getätigt - waren keine Finanzierungsmaßnahmen von strategischer Bedeutung wie Kapitalerhöhungen oder die Ausgabe von Anleihen notwendig.

Das Unternehmen weist mit 64,3 Prozent eine vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote auf. Sie ist Ausdruck einer Finanzierungsstrategie, die grundsätzlich auf eine weitgehende Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern ausgerichtet ist. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 15,7 Mio. € auf 9,2 Mio. € zurückgeführt und betragen damit nur noch 1,8 Prozent der Bilanzsumme. Gleichermaßen ist die stabile Eigenkapitalquote jedoch auch Grundlage für ein höheres Verschuldungspotenzial und die finanzielle Flexibilität, um insbesondere sich kurzfristig ergebende Akquisitionschancen nutzen zu können. Bechtle hält daher, neben langfristig angelegten Geld- und Wertpapieranlagen von 3,0 Mio. €, mit 92,0 Mio. € auch den Großteil seiner Finanzmittel in kurzfristig verfügbaren liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen vor.

Die Finanzierungsstrategie sieht eine kontinuierliche Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung der Kapitalstruktur vor. Um den Leverage und damit die Effizienz der Kapitalstruktur zu verbessern, wurden im Zusammenhang mit dem Aktienrückkaufprogramm 200.000 Stück eigene Aktien eingezogen und das Grundkapital von 21,2 Mio. € auf 21,0 Mio. € herabgesetzt.

Grundsätzlich verfolgt Bechtle das Ziel, jederzeit ausreichend Zugang zu vielfältigen Finanzierungsquellen zu haben.

Bilanzielle Ermessensentscheidungen

Im Geschäftsjahr sind keine Wahlrechte ausgeübt oder bilanzielle Sachverhaltsgestaltungen gebildet worden, die im Falle einer anderen Ausübung beziehungsweise einer anderen bilanziellen Gestaltung einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten.

Angaben zum Einfluss der Verwendung von Schätzungen, der getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte, des Geschäfts- oder Firmenwerts, der zweifelhaften Forderungen, Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen und Eventualschulden sowie des Steueraufwands finden sich im Konzernhang, Kapitel Wesentliche Annahmen und Schätzungen, S. 146 f.

Eine Entscheidung in der Vergangenheit von wesentlicher bilanzieller Bedeutung betraf den Neubau der Konzernzentrale. Bechtle hat im Geschäftsjahr 2002 einen Leasingvertrag über das zentrale Logistik- und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm abgeschlossen. Alternativ wäre es denkbar gewesen das Gebäude zu erwerben. In diesem Fall hätte das Gebäude mit Anschaffungskosten von rund 31 Mio. € als Vermögenswert im Sachanlagevermögen bilanziert werden müssen, sodass sich die langfristigen Vermögenswerte und die Anlagenintensität auch in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend erhöht hätten. In Abhängigkeit von der Art der Finanzierung hätte sich auch ein nicht unwesentlicher Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage ergeben können. Im Falle einer Fremdfinanzierung hätten sich die langfristigen Schulden erhöht und die daraus resultierende Bilanzverlängerung auch zu einer geringeren Eigenkapitalquote geführt. Die Finanzierung über liquide Mittel hätte eine Reduzierung der finanziellen Flexibilität zur Folge gehabt. Die Finanzierung des Erweiterungsbaus in Neckarsulm erfolgte ebenfalls über bilanzunwirksames Leasing. Das Volumen beläuft sich daher auf insgesamt 38 Mio. €.

Bei der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfasst Bechtle die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht gemäß der sogenannten Korridormethode (IAS 19.92), sondern gemäß IAS 19.93A stets in voller Höhe in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral direkt im Eigenkapital. Somit sind sämtliche bis zum Bilanzstichtag angefallenen versicherungsmathematischen Verluste vollständig im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Bei Anwendung der Korridormethode würde nur ein bestimmter Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der betreffenden Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst werden.

Im Zeitpunkt des Zugangs finanzieller Vermögenswerte oder finanzieller Verbindlichkeiten besteht ein einmalig ausübbares Wahlrecht, den Vermögenswert beziehungsweise die Verbindlichkeit fortan erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (IAS 39.9). Bechtle hat von diesem Wahlrecht bislang keinen Gebrauch gemacht und bewertet ausgereichte Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Eine Ausübung des Wahlrechts zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert hätte bislang keine wesentlichen Änderungen der Wertansätze zur Folge gehabt.

Im Berichtsjahr wurde der IFRS 3R "Unternehmenszusammenschlüsse" vorzeitig angewandt. Durch die vorzeitige Anwendung wurden unter anderem Korrekturen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 4,5 Mio. € vermieden, die sich negativ auf das EBIT ausgewirkt hätten.

RISIKOBERICHT

Zu den Grundsätzen einer wertorientierten, verantwortungsbewussten und nachhaltigen Unternehmensführung gehört das Nutzen unternehmerischer Chancen bei gleichzeitig vorausschauender Steuerung der damit verbundenen Risiken. Die Früherkennung, Bewertung und Überwachung der Risiken ist bei Bechtle ebenso Bestandteil der Absicherung des langfristig profitablen Wachstums wie auch das aktive Management von Chancen im Rahmen der Unternehmensentwicklung.

Risiko - und Chancenmanagement

Grundverständnis

Risiko- und Chancenmanagement eng verzahnt

Im Bechtle-Konzern sind Risiko- und Chancenmanagement bestimmungsgemäß eng miteinander verzahnt. Unter einer Chance ist die Möglichkeit eines für das Unternehmen günstigen Ereignisses oder Verlaufs ebenso zu sehen wie eine mögliche positive Abweichung von einem geplanten Szenario. Das interne Chancenmanagement der Bechtle AG leitet sich im Wesentlichen von der Strategie der Geschäftssegmente und deren Zielen ab. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt in erster Linie dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten und Holdinggesellschaften. Diese Aufgaben sind somit, wie auch das Risikomanagement, integraler Bestandteil des konzernweiten Planungs- und Steuerungssystems. Das Management der Bechtle AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen und umfänglichen Szenarien zur Markt- und Konkurrenzsituation, den relevanten Kostentreibern und kritischen Erfolgsfaktoren im Umfeld des Unternehmens. Daraus werden konkrete Chancenpotenziale für die jeweiligen Geschäftssegmente abgeleitet und in Planungsgesprächen zwischen Vorstand und den Bereichsverantwortlichen diskutiert sowie entsprechende Ziele im Rahmen der Potenzialausschöpfung vereinbart.

Die Möglichkeit, dass ein Ereignis negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und damit auf die Zukunft des Unternehmens hat, wird als Risiko bezeichnet. Ein Risiko ist damit die Gefahr, dass Ziele nicht erreicht oder Strategien nicht erfolgreich umgesetzt werden. Dies umfasst alle internen und externen Ereignisse, Handlungen oder Versäumnisse, die eine potenzielle Bedrohung für den Erfolg oder die Existenz des Unternehmens darstellen. Dabei ist der Risikobegriff nicht auf negative Entwicklungen oder Ereignisse beschränkt, sondern bezieht sich ausdrücklich auch auf das Versäumen oder die mangelhafte Nutzung positiver Entwicklungsmöglichkeiten.

Risikomanagement wird bei der Bechtle AG definiert als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Oberstes Ziel des Risikomanagements sind insbesondere das rechtzeitige Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken, deren Bewertung sowie das Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung, damit die Schadensfolgen aus dem möglichen Eintritt eines Risikos für das Unternehmen minimiert oder abgewendet werden können. Effizientes Risikomanagement stellt sicher, dass Mitarbeiter und Ressourcen so eingesetzt werden, dass das Erreichen der Unternehmensziele bestmöglich unterstützt wird.

Orientierung an Unternehmenszielen

Es ist hingegen nicht Aufgabe des Risikomanagements, alle Risiken zu vermeiden. Um Chancen erfolgreich zu erschließen, muss ein Unternehmen innerhalb seiner unternehmerischen Tätigkeit bewusst Risiken eingehen. Dabei ist wichtig, dass die Risiken auf ein akzeptables Maß begrenzt und so gut wie möglich kontrolliert werden. Den Rahmen dafür setzt die Risikopolitik beziehungsweise -strategie im Sinne einer übergeordneten Grundausrichtung des Unternehmens. Die Risikostrategie gründet bei der Bechtle AG auf der Unternehmenskultur, den Unternehmensgrundsätzen und den strategischen Unternehmenszielen, die das tägliche Handeln bestimmen und auf unterschiedlichste Weise als Orientierungshilfe bei allen Entscheidungen dienen. In der Bechtle-Firmenphilosophie, dem Bechtle-Verhaltenskodex ("Code of Conduct") sowie den Bechtle-Führungsgrundsätzen sind die wesentlichen Elemente dieser kulturellen Grundprägung des Unternehmens verankert.

Im Rahmen der Vision 2020 verfolgt die Bechtle AG das Ziel, im Segment IT-Systemhaus & Managed Services flächendeckend in der D-A-CH-Region vertreten zu sein und dabei der führende IT-Partner des Mittelstands und der öffentlichen Hand zu werden. Im Segment IT-E-Commerce strebt der Konzern die Marktführerschaft in Europa an und setzt darüber hinaus die Internationalisierung jenseits der europäischen Grenzen weiter fort. Das angestrebte profitable Wachstum - mit 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5 Mrd. € zu erwirtschaften - geht dabei zwangsläufig Hand in Hand mit dem Eingehen geschäftlicher Risiken. Dem muss auch die Risikopolitik der Bechtle AG Rechnung tragen.

Organisation

Die Risikomanagement-Organisation bildet den institutionellen Rahmen für das Risikomanagement. Sie ermöglicht und unterstützt risikoorientierte Reaktionen der Entscheidungsträger. Entsprechend dem organisatorischen Aufbau der Bechtle-Gruppe findet beim Risikomanagement eine klare Trennung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen der Konzernholding beziehungsweise den Zwischenholdings und den operativen Tochtergesellschaften statt. Die Holding hat in ihrem Controlling ein geeignetes Berichtswesen aufgebaut, das die frühzeitige Identifizierung erfolgsgefährdender Entwicklungen ermöglicht. Neben der Bereitstellung einer Vielzahl von Analysetools für die operativen Einheiten werden auf Grundlage von periodischen Auswertungen und Statistiken geeignete Vorgaben für die Tochtergesellschaften definiert, die bei systematischer Anwendung zu einem sachgerechten und effektiven Risikomanagement führen. Somit liegt ein wesentlicher Teil der Verantwortung bei den Geschäftsführern ("Risk Owner"). Dieses Grundverständnis entspricht im Übrigen der Dezentralität des Geschäftsmodells und der Führungsphilosophie der Bechtle AG.

Funktional lassen sich im Rahmen der Risikomanagement-Organisation unterscheiden:

-Prozessunabhängige Überwachung

Diese umfasst die Kontrolle der Funktionsfähigkeit aller Prozesse. Ein wichtiger Teil der prozessunabhängigen Überwachung ist die interne Revision (Innenrevision). Sie prüft nachträglich das betriebliche Geschehen im Hinblick auf Ordnungs- und Zweckmäßigkeit. Die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der internen Revision ergibt sich aus § 91 Abs. 2 AktG. Bei der Bechtle AG werden Aufgaben der internen Revision fortlaufend im Rahmen der Durchsicht der Monatsabschlüsse sowie anlassbezogen im Bereich Konzernrechnungswesen wahrgenommen. Die Eignung des vom Vorstand eingerichteten Risikofrüherkennungssystems sowie die Wirksamkeit der Einzelmaßnahmen zur Risikosteuerung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) werden vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung und unterjährig durch die Unternehmensleitung beurteilt.

-Frühwarn- und Überwachungssystem

Die Struktur der Systeme ist auf die strategischen und operativen Bedrohungen ausgerichtet und gewährleistet die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und der sonstigen Unternehmensprozesse. Frühwarnsysteme sind Instrumente, die das Unternehmen dabei unterstützen, Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren. Bei der Identifikation latenter Risiken richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Frühindikatoren. Unter Überwachung wird dabei die kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit, Angemessenheit und Effizienz der Maßnahmen einschließlich notwendiger Kontrollstrukturen im Hinblick auf die identifizierten Risiken verstanden.

Effektive Kommunikation über alle Hierarchiestufen

Im Rahmen des Risikomanagements ist die effektive Kommunikation der wesentlichen Aufgaben und Inhalte über die Hierarchiestufen hinweg von entscheidender Bedeutung für die Verzahnung mit dem operativen Geschäft. Ein wichtiges Instrument zur Organisation und Steuerung des notwendigen Informationsflusses ist in diesem Zusammenhang die Gremien- und Teamarbeit. Auf der obersten Ebene der Bechtle AG sind dies die Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen sowie die Risikomanagementsitzungen. Auf der Ebene der Geschäftsführung sind es vor allem die Geschäftsführertagungen, Strategietagungen sowie Planungs- und Einzelgespräche mit dem Vorstand.

Konzernrechnungslegung (IKS)

Nach dem durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eingeführten § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben kapitalmarktorientierte Unternehmen im Konzern-Lagebericht die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben. Bechtle lehnt sich beim IKS an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf an. Danach umfasst das IKS die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements (i) zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschäden), (ii) zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und (iii) zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Vorschriften.

Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen sowie den Konzernrechnungslegungsprozess sind bei der Bechtle AG folgende Strukturen und Prozesse implementiert.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess bei Bechtle. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftssegmente eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen IKS sind konzernweit in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess erachtet das Management solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern-Abschlusses einschließlich Konzern-Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Konzernvorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftssegmente sowie auf Ebene der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften, der strategischen Geschäftssegmente sowie
in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern-Abschlusses einschließlich Konzern-Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Maßnahmen zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen IKS insbesondere durch die interne Revision

Risikoidentifikation und -bewertung

Systematische Erfassung relevanter Risiken

Um die relevanten Risiken der Bechtle AG möglichst vollständig zu erfassen, arbeitet das Unternehmen mit einem Risikoerfassungsbogen. Dieser strukturiert verschiedene Risikoarten in Form einer Checkliste. Diese Liste kann jedoch inhaltlich von den an der Risikoidentifikation und -bewertung beteiligten Führungsverantwortlichen angepasst werden, um möglichen Besonderheiten einzelner Geschäftsfelder Rechnung zu tragen.

Der Risikoerfassungsbogen, der eine möglichst vollständige Übersicht denkbarer Risiken geben soll, ist die Grundlage für die Risikobewertung: Jedes Risiko wird in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und erwartete Schadenshöhe (Risikopotenzial) bewertet und in einer Risikomatrix hinsichtlich der Bedeutung (A-, B-, C-Risiken) positioniert. Eine Bewertung gibt an, wie wahrscheinlich der Risikoeintritt für das zugrunde liegende Risikopotenzial ist. Das Ergebnis ist eine aggregierte Darstellung aller identifizierten Risiken in Form einer "Risikolandkarte", und zwar sowohl für die Bechtle AG als Konzern als auch für jedes ihrer Geschäftssegmente.

Auf die identifizierten Risiken reagiert das Unternehmen fallbezogen und mit unterschiedlichen Strategien:

Risikovermeidung: Der Verzicht auf die risikobehaftete Tätigkeit hat zur Folge, dass auch keine Chancen genutzt werden können
Risikoverminderung: Verringerung der durchschnittlichen Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikobegrenzung: Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit
Risikokompensation: Das Risiko wird durch das Unternehmen selbst getragen und durch ein gegenläufiges Geschäft kompensiert
Risikoüberwälzung: Übertragung des Risikos auf ein anderes (Versicherungs-)Unternehmen
Inkaufnahme des Risikos: Treffen keinerlei Gegenmaßnahmen

Risikoberichterstattung und -dokumentation

Einbindung der Aufsichtsgremien

Bei der Bechtle AG finden regelmäßig, mindestens zweimal pro Jahr, Risikomanagementsitzungen statt, deren inhaltliche Bezugsbereiche stetig weiterentwickelt werden. So findet zusätzlich zur Risikomanagementsitzung der Bechtle AG für jedes Segment eine separate Sitzung statt, in denen die Risiken der einzelnen Bereiche explizit mit den jeweils verantwortlichen Führungskräften besprochen werden. Die Vorstände und der Aufsichtsratsvorsitzende wohnen jeder dieser Sitzungen bei. Die Bereichsvorstände sowie einzelne mit Controlling- und Risikomanagementaufgaben betraute Mitarbeiter nehmen an Besprechungen ebenfalls teil. Mit diesem Teilnehmerkreis sind alle für den Erfolg des Unternehmens wesentlichen Bereiche und Verantwortlichkeiten im Prozess des Risikomanagements eingebunden. Ergänzend zu der regulären Berichterstattung von Risiken im Rahmen dieser Sitzungen ist eine Ad-hoc-Berichterstattung vorgesehen, in der kritische Themen rechtzeitig an die zuständigen Gremien (Prüfungsausschuss, Aufsichtsrat) und die übrigen im Risikomanagementprozess involvierten Personen kommuniziert werden.

Chancen

Markt und Wettbewerb

Als Unternehmen des IT-Dienstleistungs- und IT-E-Commerce-Markts ergeben sich bei einer positiven allgemeinen Wirtschaftsentwicklung Chancen für ein erfolgreiches Wachstum. Aber auch bei einer stagnierenden oder zurückgehenden Wirtschaftsleistung kann Bechtle über die Konsolidierung der Wettbewerbslandschaft von dieser Entwicklung profitieren sowie den relativen Marktanteil aus eigener Kraft ausbauen. Daher beschäftigt sich der Konzern intensiv mit strategischen Markt-und Wettbewerbsanalysen und leitet daraus konkrete Wachstumspotenziale für die künftige Entwicklung ab.

Darüber hinaus stehen selbstverständlich die Branchentrends im Fokus der Betrachtung, die unmittelbar Konsequenzen für das profitable Wachstum des Unternehmens haben.

Der Systemhausmarkt, vor allem im deutschsprachigen Raum, befindet sich seit einigen Jahren in einer Phase starker Konsolidierung, die Bechtle aktiv nutzt. Das Unternehmen hat auf der Basis seiner soliden Finanzkraft und seiner guten Reputation seit dem Börsengang über 30 Akquisitionen getätigt und damit seine Marktstellung gestärkt. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Branchenbereinigung sowie der nach wie vor sehr guten Vermögenslage und Finanzausstattung des Bechtle-Konzerns ergeben sich für das Unternehmen auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen - etwa durch Zukäufe oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums. Im Berichtsjahr hat das Management insbesondere aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zahlreiche Akquisitionsprojekte intensiv geprüft. Allerdings erfüllte kein Unternehmen die von Bechtle geforderten Kriterien.

Chancen erkennen. Chancen nutzen!

Als Reaktion auf die besondere Situation an den Märkten hatte der Konzern seine Strategietagung 2009 sowie die interne Kommunikation unter das Motto "Chancen erkennen. Chancen nutzen!" gestellt. Der ausgerufene Leitsatz begleitete ganzjährig auch die Vertriebsaktivitäten der IT-Systemhäuser.

Der Bechtle-Konzern nimmt eine führende Stellung im Wettbewerb ein und kann aufgrund seiner Dezentralität in der regionalen Marktausschöpfung schnell und flexibel reagieren. Zusätzlich ermöglicht die finanzielle Solidität des Unternehmens, die Schwächen der Mitbewerber gut auszunutzen. Der strategische Fokus im Krisenjahr richtete sich somit auf die sich bietenden Chancen beim Ausbau des relativen Marktanteils in den jeweiligen Regionen.

Gerade angesichts der gegenwärtigen Situation an den Finanzmärkten und deren Einfluss auf die Realwirtschaft ergeben sich weitere Chancen für den Bechtle-Konzern: Die Notwendigkeit der Kunden, kurzfristig Kosten einzusparen, bedingt eine wachsende Nachfrage nach innovativen IT-Konzepten sowie Serviceleistungen. Zusätzlich steigen die Anforderungen an die Informationstechnologie sowie die IT-Infrastruktur, denn langfristig werden Unternehmen nur dann einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil realisieren, wenn sie den Wandel der IT von der kostenverursachenden Abteilung zum wertschöpfenden Unternehmensbereich erfolgreich gestalten.

Die IT wird zunehmend zu einem Produktionsfaktor. Als Generalunternehmer mit einem vollständig integrierten Lösungsportfolio verbindet Bechtle Technologiekonzepte mit betriebswirtschaftlichen Prozessen und steigert somit den wirtschaftlichen Nutzen und die unternehmerische Leistungsfähigkeit der Kunden.

Im Segment IT-E-Commerce liegen die Chancen neben dem geplanten Wachstum an den bereits existierenden Standorten vor allem in der weiteren Internationalisierung des Geschäfts auf der Grundlage einer klaren Mehrmarkenstrategie. Die notwendigen Systeme und Prozesse wurden in den letzten Jahren fortlaufend verbessert und bilden eine verlässliche Basis für weiteres Wachstum. Im Berichtsjahr hat der Konzern den Markteintritt in Polen vorbereitet und wird dort voraussichtlich im zweiten Quartal 2010 eine eigene Landesgesellschaft eröffnen. Mittelfristig sind Markteintritte in weiteren europäischen Ländern sowie langfristig in Südamerika und Asien denkbar.

Das Thema Klimaschutz hat unter dem Schlagwort Green IT auch Eingang in die IT-Branche gefunden. Um den Anforderungen an eine umweltbewusste IT gerecht zu werden und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, hat Bechtle ein innovatives Angebot an emissionsarmen energiesparenden Produkten eingeführt. Ferner bietet Bechtle im Dienstleistungssektor kundenspezifische Lösungen an, die beispielsweise durch Serverkonsolidierung oder Virtualisierung von Anwendungen ebenfalls zur Energieeinsparung der IT-Infrastruktur beitragen (vgl. Kapitel Geschäftstätigkeit, S. 28).

Kunden

Marktführer im Mittelstand

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erreicht Bechtle die mittelständische Kundenziel-gruppe im deutschsprachigen Raum mit einem nahezu flächendeckenden Netz an Systemhäusern Aufgrund der breit gefächerten Kundenstruktur sind die Einflüsse aus branchenbezogenen Konjunkturverläufen und investiven Rahmenbedingungen für das Unternehmen relativ gering. Zudem stellt die langjährige Präsenz von Bechtle in diesem Segment für potenzielle Wettbewerber eine hohe Markteintrittsbarriere dar. Die klare Konzentration auf das Segment Mittelstand bietet für Bechtle die Chance, die Marktführerschaft weiter auszubauen und das eigene Geschäftsmodell branchenübergreifend zu positionieren.

Bechtle bietet seine Leistungen auch öffentlichen Auftraggebern an und hat in den letzten Jahren di Aktivitäten in diesem Geschäftsbereich konsequent ausgebaut. Neben der grundsätzlichen Chance, die in der Verbreiterung des Kundenportfolios und dem damit erreichbaren Volumen liegen, eröffnet die Fokussierung auf die Besonderheiten der öffentlichen Auftraggeber eine weitere Chance Das Investitionsverhalten der öffentlichen Hand ist weniger konjunkturanfällig und häufig sogar antizyklisch. Die staatlichen Konjunkturprogramme umfassten 2009 erhebliche Investitionen in IT-Infrastrukturprojekte sowie Hard- und Software, sodass die Ausgaben der öffentlichen Auftraggeber über dem Wert des Vorjahres lagen. Der Konzern konnte diese Chancen konsequent nutzen und ist in diesem Marktsegment im zurückliegenden Jahr um über 30 Prozent gewachsen.

Im Segment IT-E-Commerce ist das Unternehmen mit den Marken Bechtle direkt, ARP Datacon sowie Comsoft direct in ausgewählten Ländern Europas tätig. Als künftige Wachstumschance sieht Bechtle in diesem Segment neben einer breiteren Kundenansprache auch die verstärkte Kundenbindung durch den Einsatz von bios®-Shops (vgl. Kapitel Geschäftstätigkeit, S. 24).

Neben Bechtle direkt mit der Ausrichtung auf Unternehmenskunden wurde Bechtle ÖA direkt als Angebotsplattform für Kunden der öffentlichen Hand eingerichtet. Auch hier bieten sich die bereits angesprochenen Chancen aufgrund des antizyklischen Investitionsverhaltens öffentlicher Auftraggeber und der überdurchschnittlichen Wachstumsraten.

Hersteller und Distributoren

Die Bechtle AG unterhält im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit enge Partnerschaften zu allen bedeutenden Lieferanten und Herstellern in der Branche. Nur ein Beispiel dafür ist die Kooperation mit IBM im Bereich Outsourcing. Die intensive Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen ermöglicht es Bechtle, für die wachsende Bandbreite der Kundenanforderungen technologisch passende Lösungen anzubieten. Vor allem durch ein umfangreicheres Angebot an individuellen Lösungen für die Kunden des Mittelstands sowie der öffentlichen Hand, insbesondere im Service- und Softwarebereich, verbessert Bechtle damit die eigenen Wachstumschancen.

Zur Unterstützung dieser Zusammenarbeit hat Bechtle für strategische Hersteller zusätzlich sogenannte Vendor Integrated Product Manager (VIPM) etabliert, die gleichermaßen die Interessen des Herstellers wie die von Bechtle vertreten. So können beispielsweise Informationen der Hersteller zentral, zielgerichtet und unverzüglich an die zuständigen Mitarbeiter im Vertrieb und im Dienstleistungsbereich gegeben werden. Damit gewährleistet Bechtle für die Kunden ein Leistungsangebot, das jederzeit dem neuesten Stand der Technik entspricht. Auf diese Weise steigt die Qualität der Vertriebsaktivitäten von Bechtle und die Kunden profitieren darüber hinaus sofort von den Vorteilen aus Produktaktionen der Hersteller. Im Gegenzug stellt beispielsweise der Bechtle-Produktkatalog für die Hersteller und Distributoren seit Jahren einen Vertriebskanal mit hohem Multiplikationseffekt dar.

Verlässliche Partnerschaften als Teil des Geschäftsmodells

Durch die Standardisierung der logistischen Abläufe und die Vereinheitlichung der Warenwirtschaftssysteme zwischen den Partnern werden darüber hinaus zahlreiche Synergien realisiert. Dies führt nicht nur zu einer Verbreiterung des Produktangebots bei zunehmender Verfügbarkeit der Ware. Es erhöht auch die Attraktivität von Bechtle für andere Distributoren und Hersteller.

Leistungsspektrum

Unternehmenskunden erwarten von ihrem IT-Dienstleister zunehmend Komplettlösungen aus einer Hand. Bechtle verfügt mit seiner Kombination aus Handel und Dienstleistung sowie innerhalb der Dienstleistung mit der Mischung aus Projekt-, Service- und Finanzierungsgeschäft über gute Voraussetzungen, um von diesem Trend zu profitieren (vgl. Abschnitt Bechtle IT-Lösungen, S. 21). Darüber hinaus hat sich Bechtle durch Akquisitionen, strategische Abkommen und speziell auf die Bedürfnisse und Trends des Markts ausgerichtete Competence Center entsprechend positioniert und durch qualifizierte Mitarbeiter verstärkt.

Die derzeit unverändert schwierige Weltwirtschaftslage zwingt Unternehmen mehr denn je, die Geschäftsprozesse zu überprüfen. Sie weckt zugleich das Interesse an innovativen IT-Managementmodellen wie beispielsweise Outsourcing. Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, die Kosten zu variabilisieren, indem IT-Ausgaben ausschließlich als Betriebskosten zu Buche schlagen und Investitionen in die IT kein Kapital binden. Zudem hat der globale Wirtschaftsabschwung im Berichtsjahr zur Folge, dass viele Outsourcing-Kunden die Verlässlichkeit ihrer Partner hinterfragen. Dies hat Einfluss auf die Wahl der Dienstleister, die Preise sowie auf die Art und Weise, wie und von wo die externen Services erbracht werden. Für Bechtle können sich aufgrund des erweiterten Angebots an Outsourcing-Lösungen und Managed Services künftig attraktive Wachstumsmöglichkeiten ergeben. Die Kundenbeziehungen in diesem sogenannten Betriebsgeschäft sind meist langfristig angelegt, was der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung zugutekommt. Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts.

Finanzierungsmodelle ergänzen das Leistungsangebot

Auch vor dem Hintergrund einer restriktiveren Kreditvergabe im Umfeld des industriellen Mittelstands verzeichnen insbesondere die IT-Systemhäuser mit einem technologischen Komplettlösungspaket und einem erweiterten Angebot an Finanzierungsleistungen einen gewissen Wettbewerbsvorteil. Das Angebot von Leasingmodellen bietet besonders in wirtschaftlich schwierigen Phasen die Chance, wichtige IT-Projekte trotz sinkender Budgets umzusetzen. Zudem fördert diese Finanzierungsalternative die langfristige Kundenbindung und die Neukundengewinnung.

Unternehmensorganisation

Unternehmensstruktur folgt der Strategie

Durch eine konsequente Ausrichtung der Unternehmensstruktur an der Strategie wurde eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um die sich aus den skizzierten Marktentwicklungen ergebenden Chancen nutzen zu können. Die mit über 50 Lokationen nahezu flächendeckende Präsenz in Deutschland und der Schweiz sowie die zwei Standorte in Österreich ermöglichen es Bechtle, über die regionalen Systemhäuser sowohl lokale Mittelständler vor Ort zu adressieren als auch -in der Gesamtheit als Bechtle-Gruppe - überregionale Unternehmen und Konzerne als Kunden zu gewinnen, die einen großen IT-Dienstleister als zuverlässigen Partner benötigen. Trotz der hohen Bedeutung dezentraler Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen profitiert die Bechtle-Gruppe von ihrer Größe im Bereich der zentralisierten administrativen Aufgaben sowie den gebündelten Einkaufs- und Logistikprozessen durch das Erzielen deutlicher Skaleneffekte. Competence Center, spezialisierte Produktmanagementteams und Geschäftsfeldverantwortliche bündeln zusätzlich Know-how, das zentral allen Standorten zur Verfügung gestellt wird.

Über die gewonnene Marktposition und die Kombination aus dezentralen und zentralen Strukturelementen hat Bechtle gute Voraussetzungen, die Marktchancen aktiv wahrnehmen zu können. So hat der Konzern im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber die Kompetenzen und Erfahrungen für dieses spezielle Marktsegment zentral gebündelt. Aus dem organisierten Zusammenspiel zwischen zentraler Unterstützung und dezentraler Marktbearbeitung durch die Systemhäuser ergeben sich verbesserte Chancen für Wachstum in diesem Markt - ein bewährtes Grundprinzip, dem Bechtle im Übrigen auch bei der Organisation des Bereichs Managed Services folgt.

Personal

Kurze Kommunikationswege

Für Bechtle hat die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen eine hohe Bedeutung. Wesentlich für das Klima im Unternehmen ist der Führungsstil. Das Management des Unternehmens lebt die in der Unternehmensphilosophie verankerten Grundwerte vor und schafft ein offenes Klima des wechselseitigen Vertrauens. Kurze Kommunikationswege gehören ebenso dazu wie der offene Austausch zwischen den Unternehmensbereichen, Lokationen und Hierarchieebenen. Das ist wichtig, um vorhandenes Wissen nutzbar zu machen und um bei Entscheidungen sowohl die strategische als auch die operative Sicht angemessen berücksichtigen zu können. Darüber hinaus investiert Bechtle regelmäßig in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Die bereits angesprochene Bechtle Akademie (vgl. Kapitel Mitarbeiter, S. 35 f.) stellt im zunehmend härter werdenden Wettbewerb um zukünftige Mitarbeiter einen wichtigen Baustein dar.

Der im Berichtsjahr neu geschaffene Bereich Personalentwicklung ergänzt die Aktivitäten der Bechtle Akademie. Gleichzeitig stellt die Akademie eine bewährte organisatorische Plattform für die programmatische Umsetzung zukünftiger Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung dar. Die Bechtle AG unternimmt damit einen wichtigen Schritt zur zukünftigen personalstrategischen Ausrichtung.

Risiken

Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung des Managements zum Teil erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, den Aktienkurs sowie die Reputation des Unternehmens haben. Dennoch sind hier nicht alle Risiken dargestellt, denen der Bechtle-Konzern ausgesetzt ist. Sonstige Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen.

Gesamtwirtschaft und Branche

Die Bechtle AG vertreibt IT-Produkte in zwölf europäischen Ländern und bietet IT-Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Auch wenn eine hohe Abhängigkeit vom inländischen Markt besteht, hat - durch die Präsenz in verschiedenen europäischen Auslandsmärkten mit einem Anteil von rund einem Drittel der Umsätze - die Entwicklung der europäischen Wirtschaft insgesamt entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Bechtle.

Das Berichtsjahr war geprägt von der schwersten Wirtschaftskrise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Trotz einer deutlichen Aufhellung der Prognosen für 2010 bleiben die Aussichten für die wichtigen Märkte des Unternehmens und die Investitionsbereitschaft in der Industrie verhalten, mit entsprechenden Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Bechtle-Konzerns.

Bechtle agiert in einem äußerst wettbewerbsintensiven und technologisch schnelllebigen Markt. Der hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität herrschende Wettbewerb prägt sowohl den IT-Handels- als auch den IT-Dienstleistungsbereich. Dabei wird Bechtle mit einem steigenden Preis- sowie Margendruck, Nachfragerückgang und verlangsamten Wachstum konfrontiert. Ferner durchläuft der IT-Markt stärker als zuvor eine Phase der Konsolidierung, die zu einer Stärkung einzelner Wettbewerber und einer Veränderung der Marktanteile führen kann. Die Ertragslage des Unternehmens hängt wesentlich davon ab, mit welcher Effektivität und vor allem Effizienz es dem Konzern gelingt, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden nach intelligenteren IT-Lösungen gerecht zu werden.

Stärkung neuer Geschäftsfelder

Den Marktrisiken begegnet Bechtle unter anderem durch eine Verstärkung von Geschäftsbereichen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial - wie beispielsweise Managed Services. Dieses Geschäftsfeld bietet durch seine Outsourcing-Dienstleistungen nicht nur hervorragende Wachstumsperspektiven, sondern reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die Konjunkturabhängigkeit des allgemeinen Bechtle-Geschäfts.

Als weitere Maßnahme begegnete Bechtle dem allgemeinen konjunkturellen Risiko durch die Stärkung des Geschäftsbereichs Öffentliche Auftraggeber, dem insbesondere in den gegenwärtig wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine überdurchschnittliche Bedeutung zukommt, wie das zurückliegende Geschäftsjahr eindrucksvoll gezeigt hat.

Um die Marktposition der Bechtle AG in Europa weiter zu stärken, erschließt das Unternehmen im Segment IT-E-Commerce fortwährend neue Ländermärkte. Dabei sieht sich Bechtle mit politischen, volkswirtschaftlichen und rechtlichen Risiken in den jeweiligen Zielländern konfrontiert. Die Etablierung neuer Handelsgesellschaften erfordert darüber hinaus ein starkes Engagement im Vertrieb, das nicht immer erfolgreich sein muss. Die Umsätze und Ergebnisse könnten durch Anlaufkosten für Gründung und Personal sowie Investitionen in länderspezifische Verkaufs- und Marketingaktivitäten negativ beeinflusst werden. Außerdem besteht das Risiko, dass die gewählten Maßnahmen sich später als nicht tragfähig erweisen oder nicht die erwartete Marktakzeptanz finden. Die Bechtle AG grenzt derartige Risiken sowie Risiken, die sich aus den rechtlichen, wirtschaftlichen oder unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen ergeben, durch umfangreiche Analysen und Prüfungen im Vorfeld des Markteintritts, ein einheitliches Beteiligungscontrolling für alle E-Commerce-Gesellschaften und einen sukzessiven Know-how-Transfer aus vorangegangener Markterschließungen ein. Zudem ist es Teil einer Markteintrittsstrategie, geeignetes Fachpersonal sowie Führungskräfte zu gewinnen, die über detaillierte Kenntnisse des lokalen Marktes und der sonstigen Rahmenbedingungen verfügen.

Geschäftstätigkeit

Kostenstruktur

Die Kostenstruktur der Bechtle AG ist von einem hohen Personalkostenanteil geprägt, der nur mit zeitlicher Verzögerung an eine veränderte Auslastung des Personals angepasst werden kann. In Phasen einer schwachen Konjunktur kann Bechtle, ohne wesentliche Beeinträchtigung der Beschäftigung, die Funktionskosten nur mittelfristig in einem gewissen Umfang senken. Zudem müssen Maßnahmen, die die Personalkosten betreffen, immer auch das bestehende Personalrisiko (Fachkräftemangel) berücksichtigen. Dies hat sich auch im Berichtsjahr gezeigt: Während die Umsatzrückgänge im einstelligen Prozentbereich noch vergleichsweise moderat ausfielen, waren die Ergebnisse stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Der Konzern hat aufgrund der allgemein schlechten konjunkturellen Rahmenbedingungen und einer daraus resultierenden sinkenden Nachfrage zu Beginn des Berichtsjahres Maßnahmen zur Kostensenkung unter anderem beim Personal ergriffen. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens durfte dabei jedoch nicht gefährdet werden, sodass eine sehr differenzierte Vorgehensweise gewählt wurde. Die Auswirkungen waren vor allem im zweiten Halbjahr spürbar. So konnte der Abstand beim Ergebnis zum Vorjahr von Quartal zu Quartal kontinuierlich verringert werden. Allerdings bestand weiterhin eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Beschaffung

Den Risiken auf den Einkaufsmärkten begegnet die Bechtle AG mit einem gezielten Lieferantenmanagement sowie einer speziell auf die Herstellerbelange ausgerichteten Organisation sogenannter Vendor Integrated Product Manager (VIPM), die auch eine enge Verzahnung der logistischen Prozesse im Konzern mit den Herstellern und Distributoren sicherstellen. Im Hinblick auf die Entwicklung der internationalen Beschaffungsmärkte sind diesen Maßnahmen jedoch Grenzen gesetzt. Sollte beispielsweise der branchenübliche Preisverfall aufgrund der verschärften Wettbewerbssituation überdurchschnittlich hoch ausfallen und zudem noch über einen längeren Zeitraum anhalten, kann dies die Profitabilität des Konzerns erheblich beeinflussen.

Herstellerunabhängiges Produktangebot

Bechtle bezieht seine Produkte von allen namhaften Herstellern und Distributoren der IT-Branche. Europaweit beläuft sich ihre Zahl auf rund 300 Hersteller und mehr als 600 Distributoren. Fällt ein Partner als Lieferant aus, ist Bechtle grundsätzlich kurzfristig in der Lage, Ersatzprodukte anzubieten. Der Konzern ist wirtschaftlich und existenziell von keinem Einzellieferanten abhängig. Einen gewissen Schwerpunkt im Angebotsportfolio der Bechtle AG stellen jedoch die Produkte der Firma Hewlett Packard dar.

Die Entwicklung auf dem IT-Markt insbesondere vor dem Hintergrund der im Berichtsjahr vorherrschenden konjunkturellen Rahmenbedingungen weist auf einen ansteigenden Wettbewerbsdruck bei den Herstellern hin. Die Wettbewerbsintensität führt dazu, dass die gestellten Erwartungen gegenüber den Vertriebspartnern stetig zunehmen. Bechtle pflegt daher eine enge partnerschaftliche und professionelle Zusammenarbeit mit den Herstellern, um bestmöglich den Kunden-und Herstelleranforderungen gerecht zu werden.

Über eine kontinuierliche Verbesserung der Beschaffungs-, Durchlauf- und Absatzprozesse minimiert Bechtle Lagerrisiken und reduziert die Kapitalbindung. Dabei gilt der Grundsatz, Güter erst kurz vor der Lieferung an den Kunden zu beziehen oder Distributoren als sogenannte Fulfilment-Partner zu beauftragen. Indem der Versand der bestellten Artikel an den Kunden in vielen Fällen direkt vom Hersteller beziehungsweise Distributor übernommen wird, hat das Unternehmen die Möglichkeit, Einsparungen im Bereich der Prozesskosten und Lagerhaltung zu realisieren.

Um bei der kurzfristigen Lagerhaltung Lieferengpässe zu vermeiden, sind die Beschaffungsprozesse eng mit den Systemen der Hersteller und Distributoren verzahnt. Das gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit und ermöglicht einen schnellen Lieferservice gegenüber dem Kunden. Über die konzernweite Volumenbündelung durch zentrale Beschaffungs- und Logistikprozesse profitiert Bechtle zudem von wirtschaftlichen Skaleneffekten.

Leistungsspektrum

Im Bereich Managed Services bilden größtenteils Langzeitverträge die Geschäftsbasis. Die in solchen Projekten häufig verankerte Festpreisgarantie kann beispielsweise durch eine Änderung der Kostenbasis während der Laufzeit Einfluss auf die zu erzielende Ergebnismarge haben. Darüber hinaus beinhalten derartige Verträge gewisse Anforderungen hinsichtlich des Projektablaufs und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Diese Kriterien können bei Nichterfüllung eine Schadensersatzpflicht oder Vertragskündigung nach sich ziehen. Zudem trägt Bechtle in der Funktion als Generalanbieter das Risiko von Vertragsstrafen aufgrund von Terminüberschreitungen, unvorhersehbaren Entwicklungen an den Projektstandorten sowie mangelnder Leistungserbringung von Subunternehmen und eventueller logistischer Schwierigkeiten.

Kunden

Breite Kundenbasis reduziert Abhängigkeiten

Obwohl bei einzelnen Gesellschaften der Bechtle-Gruppe eine gewisse Abhängigkeit von wenigen Kunden besteht, verfügt der Konzern insgesamt über eine sehr breite Kundenbasis. Damit ist Bechtle von keinem Einzelkunden existenziell abhängig. Eine Konzentration von Ausfallrisiken auf einzelne Großkunden besteht nicht. Die hohe Branchendiversität der Kunden streut darüber hinaus das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Branchenkonjunkturen. Dem potenziellen Bonitätsrisiko der Kunden begegnet Bechtle durch sorgsame Prüfungen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen und ein konsequentes Forderungsmanagement.

IT

Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, Controlling und Finanzbuchhaltung. So könnte ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit von IT-Systemen nicht mehr gewährleistet ist, die für einen reibungslosen Bestellablauf notwendig sind. Mögliche Ursachen könnten Hardwareausfall, Bedienungsfehler oder Störungen bei Geräten zur elektronischen Datenverarbeitung sein.

Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sind nur sehr schwer abzuschätzen. Durch Eindringen Unbefugter in das IT-System könnte ein Vertraulichkeitsrisiko entstehen. Zur Wahrung vertraulicher Informationen beim elektronischen Versand verwendet Bechtle Verschlüsselungs- und Authentifizierungstechnologien sowie Firewalls. Trotz hoher Schutzmechanismen und Sicherheitsstandards besteht die Gefahr, dass interne und vertrauliche Informationen widerrechtlich verwendet werden könnten.

Datensicherung hat bei der Bechtle-Gruppe oberste Priorität. Das zentrale Rechenzentrum in Neckarsulm, das für die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller IT-Systeme zuständig ist, hat deshalb eine Strategie von Sicherungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen entwickelt, die einen Ausfall der technischen IT-Systeme verhindert beziehungsweise die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering hält. Ein Integritätsrisiko, das sich generell durch falsche Verarbeitung, Datenverlust oder fehlerhafte Datenspeicherung ergeben könnte, besteht bei Bechtle, soweit erkennbar, nicht.

Bechtle schützt die IT-Systeme unter anderem über Firewalls und strenge Sicherheitsvorschriften. Die Verfügbarkeit der IT-Systeme entspricht dem neuesten Stand der Technik. Bechtle sichert den Betrieb zusätzlich durch redundant ausgelegte Datenleitungen. Die Netzwerkanbindung erfolgt an allen Standorten über Backupleitungen. Für die Stabilität der IT-E-Commerce-Systeme setzt Bechtle immer mehrere Provider mit gegenseitiger Sicherungsfunktion ein. Alle wesentlichen Produktionssysteme sind zweifach vorhanden und mit einem Hochverfügbarkeitsvertrag durch den Hersteller versehen. Die Systeme sind zusätzlich durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und ein Notstromaggregat abgesichert.

Personal

Erfolgsfaktor Mensch

Ausbildung, Motivation und Servicebereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten als wesentliche Erfolgsfaktoren für den Bechtle-Konzern. Zu den größten Personalrisiken zählen daher ein Know-how-Verlust infolge überdurchschnittlich hoher Fluktuation von qualifiziertem Personal sowie mangelnde Qualifikation und Leistungsorientierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ferner besteht in den stark wachsenden Geschäftsfeldern das Risiko, dass der Bedarf an qualifiziertem Personal nicht ausreichend gedeckt werden kann. Bechtle ist daher nicht nur bestrebt, qualifizierte Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen und sie erfolgreich zu integrieren, sondern diese vor allem auch dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Durch die weiterhin anhaltende Konsolidierung im IT-Markt besteht keine Personalknappheit an gut ausgebildeten Vertriebsmitarbeitern. In einzelnen Kompetenzbereichen ist ein Ersatz von hoch qualifizierten IT-Spezialisten hingegen schwieriger, was in diesen Fällen ein Risiko für den operativen Geschäftsablauf darstellen kann. In der Branche wird Bechtle aber als attraktiver, stabiler Arbeitgeber wahrgenommen, was sich an der hohen Zahl qualifizierter und erfahrener Bewerber zeigt. Neben der Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds stehen die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung des Managementnachwuchses mittels interner Entwicklungsprogramme im Zentrum der Personalarbeit.

Haftung

Bechtle übernimmt im Dienstleistungs- sowie im Handelsgeschäft gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine branchenübliche vertragliche Gewährleistung für gelieferte Hardware. In diesem Zusammenhang reicht Bechtle allerdings die Herstellergarantien nur weiter. Das Risiko, von Kunden im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden - ohne dabei auf die Hersteller zurückgreifen zu können -, ist gering. Für den Fall, dass Garantieverlängerungen oder -erweiterungen gegenüber Kunden direkt übernommen werden müssen, hat Bechtle entsprechende Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise angemessene Rückstellungen bilanziert. Für Haftungsansprüche, die sich aus Managementfehlern ergeben, besteht eine D&O-Versicherung. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst. Negative finanzielle Auswirkungen von versicherbaren Risiken auf das Unternehmen sollen damit ausgeschlossen oder zumindest eingegrenzt werden.

Finanzen

Finanzinstrumente

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Management auf Basis konzernweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle beachtet.

Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Zinsswaps.

Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasury.

Fremdwährungen

Termingeschäfte zur Vermeidung von Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Konzernmutter bestehen beziehungsweise entstehen werden. Das Fremdwährungsrisiko ist im Wesentlichen auf den Schweizer Franken beschränkt, da ein bedeutender Anteil des Auslandsgeschäfts in der Schweiz generiert wird. Mit Ausnahme der Schweiz und Großbritanniens erfolgt die Beschaffung überwiegend in den Euroländern und somit auf Eurobasis. Im Ausnahmefall werden Waren in US-Dollar erworben. Zur Vermeidung des Währungsrisikos im Schweizer Franken und im US-Dollar wurden Termingeschäfte in Schweizer Franken beziehungsweise US-Dollar getätigt. Die Termingeschäfte zur Vermeidung des Währungsrisikos im Schweizer Franken bezogen sich auf die in der Schweiz erwirtschafteten Zahlungsströme im Schweizer Franken beziehungsweise auf die in der Schweiz gehaltenen Vermögenspositionen. Termingeschäfte zur Vermeidung des Währungsrisikos im US-Dollar wurden fallweise getätigt, wenn Waren im US-Dollar bezogen wurden oder Kunden sich die Zahlungen in US-Dollar ausbedungen haben (vgl. Konzern-Anhang, Kapitel Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten, Abschnitt Währungsrisiko, S. 174 f.).

Liquidität

Komfortable Liquiditätssituation

Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit eine ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgt durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Bei der bestehenden Finanzlage des Bechtle-Konzerns zum Jahresende mit einem Bestand an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 95,0 Mio. € (Vorjahr: 77,6 Mio. €), freien Kreditlinien in Höhe von 34,7 Mio. € (Vorjahr: 39,9 Mio. €) und einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 46,7 Mio. € (Vorjahr: 49,9 Mio. €) ist der Eintritt eines Liquiditätsrisikos begrenzt. Darüber hinaus verfügt die Bechtle AG über ein genehmigtes Kapital von bis zu 10,6 Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €), um bei Bedarf die Eigenkapitalbasis zu erhöhen.

Der Bereich Treasury der Bechtle AG stellt die Liquiditätsversorgung für die Konzernbereiche sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings sicher. Darüber hinaus steuert er das Zinsänderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung marktrisikobehafteter Positionen.

Forderungen

Die sich im Zuge der Wirtschaftskrise abzeichnende Kreditverknappung an den Finanzmärkten und damit die Bonität der Geschäftskunden spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine zunehmende Rolle. Bechtle könnte Risiken durch Forderungsausfälle stärker als in der Vergangenheit ausgesetzt sein, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten drastisch erschwert haben und dadurch die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder vollständig nachkommen könnten. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive fortlaufender Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer Warenkreditversicherung.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden dadurch begrenzt, dass kurzfristige Anlagen nur bei erstklassigen Adressen erfolgen. Kreditrisiken reduziert die Bechtle AG, indem sie Transaktionen ausschließlich im Rahmen festgelegter Limite mit Banken sehr guter Bonität tätigt. Auch der Zahlungsverkehr wird nur über Banken abgewickelt, deren Bonität außer Frage steht.

Zinsen

Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Bechtle hat die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in den vergangenen Jahren weiter reduziert. Zum Bilanzstichtag lagen Verbindlichkeiten mit Fälligkeit von über einem Jahr nur in begrenztem Umfang vor. Die Zinsrisiken des Bechtle-Konzerns werden zentral analysiert und daraus folgende Maßnahmen durch das Konzernfinanzwesen aktiv gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten regelmäßigen Überprüfung. Die Risiken aus Zinsschwankungen bei variabel verzinsten Darlehen werden durch Zinsswaps eliminiert (vgl. Konzern-Anhang, Kapitel Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten, Abschnitt Zinsrisiko, S. 175).

Sonstige

Akquisitionen und Desinvestitionen

Langjährige Erfahrung bei Akquisitionen

Der Bechtle-Konzern hat trotz umfangreicher Prüfungen im Berichtsjahr keine Akquisitionen getätigt. Dennoch sind Übernahmen und Beteiligungen unverändert essenzieller Bestandteil der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten Unternehmensstrategie. Seit dem Börsengang 2000 hat die Bechtle AG über 30 Gesellschaften akquiriert. Bechtle wird daher auch künftig die eigene Marktposition durch Akquisitionen gezielt stärken und ausbauen. Grundsätzlich besteht jedoch bei der Entscheidung für den Kauf einer Gesellschaft und deren Integration in den Konzernverbund ein unternehmerisches Risiko. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in die Gesellschaft gesetzten Erwartungen sich nicht in Gänze erfüllen. Bechtle trägt diesem Risiko durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld (Due Diligence) sowie durch Maßnahmen, die den Prozess der Akquisition unterstützen, Rechnung. Die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Akquisitionen erfolgen nach festgelegten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen. Zudem verfügt Bechtle über langjährige Erfahrung bei der Integration von Unternehmen. Das Unternehmen hat die dafür notwendigen Strukturen etabliert und arbeitet nach einem Konzept, das die Bedürfnisse des Konzerns bei der Integration neu erworbener Unternehmen optimal abdeckt.

Das schnelle Unternehmenswachstum von Bechtle in den vergangenen Jahren birgt ebenfalls Risiken. Einerseits binden die durch Zukäufe neu hinzugekommenen Unternehmen während der Integrationsphase Managementressourcen. Andererseits macht das rasche Wachstum eine kontinuierliche Anpassung und Erweiterung der Organisations- und Führungsstrukturen an die sich verändernden Rahmenbedingungen notwendig. Hierfür hat Bechtle die entsprechenden Ressourcen im Unternehmen und Schlüsselpositionen im Management in der Vergangenheit stetig ausgebaut und verstärkt. Diesen Risiken stehen allerdings auch erhebliche unternehmerische Chancen für die weitere Entwicklung des Konzerns gegenüber.

Das Wachstum sowie die strategischen Zielsetzungen der Bechtle AG erfordern darüber hinaus auch Desinvestitionen in bestimmten Bereichen und fördern damit wiederum die Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder. Diese Maßnahmen beinhalten das Risiko, bestimmte Geschäftstätigkeiten beziehungsweise ausgewählte operative Einheiten nicht wie geplant veräußern zu können.

Umweltschutz

Das Angebotsspektrum des Konzerns beschränkt sich auf das Erbringen von IT-Dienstleistungen und den Handel mit Hard- und Software. Bechtle verfügt somit weder über eine eigene technologische Entwicklung noch eine Produktion. Daher scheiden für das Unternehmen Umweltrisiken beziehungsweise Risiken, die sich aus einer geänderten Gesetzgebung im Bereich des Umweltschutzes ergeben, weitgehend aus.

Steuern

Der Konzern ist in zwölf europäischen Ländern operativ tätig und unterliegt somit unterschiedlichen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der steuerlichen Gesetzgebungen und Regelungen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können die geänderten Rahmenbedingungen Auswirkungen auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Der Konzern verfügt über eine zentrale Steuerabteilung, die die Beachtung der steuerlichen Gesetzgebungen und Regelungen im Inland sicherstellt. Im Ausland werden externe Berater hinzugezogen.

Compliance

Kodex regelt Verhaltenspraktiken

Der Umfang von Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern und staatlichen Unternehmen ist im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter gestiegen. Demzufolge ist Bechtle auch in zunehmendem Maße an Projekten beteiligt, die von staatlichen Behörden und Organisationen finanziert werden. Um der sich verändernden Geschäftsstruktur Rechnung zu tragen und somit das Risiko eines möglichen Fehlverhaltens gegenüber allen Geschäftspartnern weitgehend einzugrenzen, hat die Bechtle AG im Geschäftsjahr 2010 einen Verhaltenskodex ("Code of Conduct") implementiert. Dieser soll die Einhaltung der geltenden internationalen und nationalen Gesetze sowie Bestimmungen bei allen Tätigkeiten im Unternehmen künftig gewährleisten und darüber hinaus die Mindeststandards für Handlungen darstellen. Um auch im Rahmen öffentlicher Aufträge ein mögliches Fehlverhalten der Mitarbeiter beim Umgang mit vertraulichen Daten auszuschließen, wurden die Bechtle AG sowie die verantwortlichen Personen im Unternehmen einer Sicherheitsüberprüfung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterzogen. Die Bechtle AG befindet sich seitdem in der Geheimschutzbetreuung des Bundes. Damit hat das Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen, um Projekte der öffentlichen Hand, die der Geheimhaltung unterliegen, entsprechend den Kundenerwartungen abzuwickeln.

Rechtliches Umfeld

Als international tätiger Konzern hat Bechtle unterschiedliche nationale Gesetze zu beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - etwa bei der Gestaltung von Verträgen - Risiken ergeben, denen Bechtle nach Bedarf über das frühzeitige Einschalten von Rechtsberatern begegnet.

Das Unternehmen ist derzeit in keine Rechtsstreitigkeiten involviert, durch die ein negativer Effekt auf das Konzernergebnis zu erwarten wäre. Bei allen zukünftigen im Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehenden Rechtsstreitigkeiten würde die Bechtle AG Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilden, wenn die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind.

Gesamtrisikobetrachtung

Kein existenzielles Risiko erkennbar

Die Evaluierung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Resultat der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Nach Überzeugung des Managements sind die dargestellten Risiken begrenzt und überschaubar. Die Finanzbasis des Unternehmens ist solide. Die Eigenkapitalquote ist mit 64,3 Prozent (Vorjahr: 62,8 Prozent) überdurchschnittlich und die Liquiditätssituation komfortabel.

Ein wichtiger Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch Dritte. Neben der internen, unternehmenseigenen Risikobewertung wird die Bonität beziehungsweise das aggregierte Ausfallrisiko von Bechtle durch Banken und Wirtschaftsauskunfteien regelmäßig eingeschätzt und überwacht. Bechtle wird dabei durchgängig mit einer sehr geringen Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,07 bis 0,30 Prozent (bezogen auf den marktüblichen Einjahreszeitraum) bewertet. Das deckt sich mit den bei den Wirtschaftsauskunfteien Bürgel und Creditreform zugänglichen Bonitätsbewertungen für die Bechtle AG (Bonitätsindex Bürgel: 1,1 und Bonitätsindex Creditreform: 114, Stand: Februar 2010). Anhand dieser Ausfallwahrscheinlichkeiten leitet sich für Bechtle in der an den Finanzmärkten weltweit verbreiteten Ratingskala von Standard&Poor's das Rating A- bis BBB+ ab. In der bankenübergreifenden sechsstufigen Ratingskala IFD "Initiative Finanzstandort Deutschland" kann Bechtle in die beste Ratingstufe I eingeordnet werden (Ausfallwahrscheinlichkeit bis 0,3 Prozent auf ein Jahr). Eine Verschlechterung der Bewertungen beziehungsweise Ratings könnte zu erhöhten Kapitalkosten führen und sich negativ auf die Geschäftsaktivitäten auswirken.

Eine Bewertung der Bechtle AG hinsichtlich der Kreditwürdigkeit von den Ratingagenturen Standard&Poor's, Moody's Investors Service, Fitch Ratings und Dominion Bond Rating Service existiert derzeit noch nicht.

Die Bechtle AG ist sich des eigenen Chancen- und Risikoprofils für ihre unternehmerische Tätigkeit bewusst. Die dargestellten Maßnahmen tragen - in Verbindung mit einer tagesaktuellen Auswertung des Geschäftsverlaufs anhand operativer Kennzahlen - entscheidend dazu bei, dass Bechtle die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die damit einhergehenden Risiken aus den Augen zu verlieren.

Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken erwartet der Vorstand darüber hinaus keine weiteren nennenswerten Beeinträchtigungen der Umsätze und Profitabilität des Unternehmens aus sonstigen regulatorischen Risiken. In der Summe sind für die Bechtle AG keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Vorstand ist davon überzeugt, die sich bietenden Herausforderungen und Chancen auch zukünftig nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die Schweizer Comsoft direct AG startete zum 1. März 2010 mit einer neu gegründeten Gesellschaft in Belgien und verstärkt damit ihre internationale Präsenz. Der Spezialist für Softwaremanagement und Softwarelizenzierung innerhalb des Bechtle-Konzerns ist nunmehr in fünf europäischen Ländern vertreten.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bei der Bechtle AG keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens gehabt hätten.

Für Aussagen zur Lage zum Zeitpunkt der Berichterstellung vgl. Prognose, S. 119.

Prognosebericht

2010 und 2011 sollte die bereits im vierten Quartal 2009 spürbare Verbesserung der konjunkturellen Situation weiter voranschreiten. Inwieweit dieser fundamentale Trend kontinuierlich verläuft oder unterjährige Diskontinuitäten die wirtschaftliche Erholung beeinflussen, ist aktuell allerdings noch nicht absehbar.

Der Aufschwung der Gesamtwirtschaft wird auch zu einer Belebung der IT-Märkte führen. Der Konsolidierungsdruck in der Branche ist jedoch aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen und neuer Technologien unvermindert hoch. Bechtle sieht sich in diesem Kontext gut aufgestellt und wird daher auch weiterhin sich bietende Chancen nutzen, um die Wettbewerbsposition zu stärken und den Marktanteil auszubauen.

Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft in der Eurozone hat nach Prognosen der Europäischen Kommission die Krise überwunden. Für 2010 wird ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent vorausgesagt, 2011 rechnet man in Brüssel mit 1,5 Prozent.

IT-Markt wird von Aufschwung profitieren

Auch in Deutschland soll sich die Wirtschaft merklich erholen. Das Wachstum 2010 wird mehrheitlich bei 1,2 bis 1,6 Prozent gesehen. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen ebenfalls zulegen. Die Bundesregierung rechnet mit einem Plus von 1,5 Prozent, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) prognostiziert sogar 3,0 Prozent für das kommende Jahr. 2011 soll die BIP-Wachstumsrate 1,7 Prozent betragen.

Auch in der IT-Branche sind die Aussichten den Marktforschungsinstituten zufolge positiv. Der 2009 entstandene Investitionsstau wird sich in den beiden folgenden Jahren auflösen. Der IT-Markt in der EU soll laut Marktforschungsinstitut EITO 2010 zwar nur knapp um 0,2 Prozent wachsen, 2011 soll dann allerdings mit 3,5 Prozent deutlich im Plus liegen. Der Aufschwung wird voraussichtlich vor allem von einer steigenden Nachfrage nach Outsourcing-Services sowie Software getragen.

Der Branchenverband BITKOM prognostiziert für den deutschen IT-Markt im Jahr 2010 ein Wachstum von 1,4 Prozent. Die Services sollen dabei mit 2,2 Prozent besonders deutlich zulegen. Auch der Softwaremarkt ist mit 0,9 Prozent wieder im Plus. Das Segment Hardware wird mit plus 0,2 Prozent das niedrige Niveau des Vorjahres in etwa halten. Auch das Wachstum in Deutschland wird maßgeblich von einer steigenden Nachfrage nach Outsourcing-Leistungen getragen. Die Einführung des neuen Betriebssystems Windows 7 sowie der von der Bundesregierung angekündigte Ausbau der Breitbandnetze werden darüber hinaus für zusätzliche Wachstumsimpulse in den nächsten beiden Jahren sorgen.

IT-Ausgaben 2000 - 2010 in Mrd. €

Öffentliche Auftraggeber bleiben stabiler Wachstumsträger

Der Bereich der öffentlichen Verwaltung erweist sich trotz höherer Sozialkosten und zurückgehender Steuereinnahmen als vergleichsweise stabiler Wachstumsmarkt. Das Marktforschungsunternehmen IDC schätzt, dass die Ausgaben für Hardware, Software und IT-Services im öffentlichen Sektor Westeuropas bis 2013 auf mehr als 50,0 Mrd. € ansteigen werden. 2008 lagen die Investitionen noch bei rund 41,0 Mrd. €. Der Dienstleistungsanteil bei den IT-Ausgaben der Regierungen steigt dabei kontinuierlich, während der Hardwarebereich voraussichtlich 2010 einen leichten Rückgang verzeichnet. Ab 2011 wird eine Korrektur erwartet, wonach die Ausgaben bis 2013 annähernd gleich bleiben sollen. Auch die Softwareausgaben dürften ab 2010 leicht zunehmen.

In Bezug auf die künftige erwartete wirtschaftliche Situation in seinen Ländermärkten sieht der Bechtle-Konzern weder durch eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen oder die Wechselkursentwicklung noch durch die Umsetzung umweltpolitischer Maßnahmen nennenswerte Einflüsse auf die Nachfrageentwicklung.

Entwicklung des Konzerns

Produkte und Absatzmärkte

Der IT-Markt wird europaweit stark in Bewegung bleiben. Einige Unternehmen hatten im Krisenjahr 2009 erhebliche Nachfragerückgänge und dadurch Finanzierungsengpässe zu verzeichnen. Insbesondere die finanzielle Schwäche dieser Unternehmen wird 2010 und darüber hinaus zu einem verschärften Tempo der Konsolidierung in der Branche führen. Betroffen werden vor allem lokal und regional tätige Kleinunternehmen sein. Der intensivere Wettbewerb wird zu einem steigenden Druck auf Preise und Margen führen. Die Bechtle AG geht jedoch aufgrund ihrer Finanzstärke davon aus, 2010 und 2011 den Marktanteil auf dem Heimatmarkt Deutschland weiter auszubauen. Zudem eröffnen bestimmte marktbezogene Entwicklungen - etwa eine gesteigerte Bereitschaft zum Outsourcing der IT oder höhere Wachstumsraten in bestimmten Kundensegmenten wie öffentliche Auftraggeber - auch interessante Wachstumspotenziale.

Um die eigene Marktstellung zu stärken und den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, arbeitet Bechtle kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Etablierung eines hochwertigen Produkt- und Dienstleistungsangebots. Darüber hinaus stellen der Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber sowie die Internationalisierung im IT-E-Commerce Schwerpunkte in der Unternehmensentwicklung der Bechtle-Gruppe dar.

Konzentration auf Fokusthemen im Systemhausbereich

Eine Schlüsselstellung im Segment IT-Systemhaus & Managed Services nimmt der Ausbau des Angebots an IT-Lösungen speziell für die Bedürfnisse des Mittelstands ein. Neue Service- und Beratungskonzepte sowie individuelle Projektlösungen sollen angesichts sinkender Budgets und einer derzeit starken Fokussierung auf Kosteneinsparpotenziale zu einer effizienteren IT-Infrastruktur beim Kunden beitragen und Bechtle damit wachstumsträchtige Geschäftsfelder erschließen. Konzepte wie Cloud-Computing und Software-as-a-Service (SaaS), die auf skalierbaren und flexiblen Kosten basieren, beschleunigen diesen Wandel. Durch die inhaltliche und vertriebliche Konzentration auf die aktuell relevanten Fokusthemen Client Management, Server & Storage, Networking Solutions, Virtualisierung, IT-Security sowie Business Applications wird Bechtle das Geschäft der Systemhäuser maßgeblich weiterentwickeln.

Darüber hinaus soll auch zukünftig das Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie die Marktpräsenz durch gezielte Zukäufe erweitert werden.

Das vom technologischen Fortschritt getriebene hohe Innovationstempo in der IT-Branche wird unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation nicht nachlassen. Im Bereich Beschaffung und Logistik intensiviert Bechtle daher kontinuierlich die enge Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Lieferanten und Herstellern. Insbesondere durch das bereits im Berichtsjahr initiierte Partnerprogramm "SPARC" soll die Verzahnung mit Herstellern und Distributoren auf paneuropäischer Ebene weiter gefördert werden. Ziel ist, durch länderübergreifende einheitliche Einkaufsbedingungen, Produktspezifikationen und Marketingmaßnahmen Synergien zu schaffen. Europaweit ansässige Unternehmenskunden profitieren so von den Vorteilen einer zentralen Logistik und Bechtle ist in der Lage, eine Ausstattung mit identischen IT-Produkten zu festen Konditionen grenzüberschreitend zu gewährleisten. Vor allem durch enge Herstellerkontakte kann Bechtle den Kunden immer technologisch aktuelle Lösungen und Produkte anbieten.

In den Webshops bietet Bechtle die gesamte Bandbreite gängiger aktueller Produkte rund um die IT an. Wöchentlich nimmt das Unternehmen zwischen 250 und 300 Produktneuheiten bei Bechtle direkt in das Angebot auf. Darüber hinaus ändern sich durchschnittlich 40 Prozent der Preise des Produktangebots täglich. Höchste Aktualität bei Preis und Verfügbarkeit gehört damit ebenso zu den kritischen Erfolgsfaktoren wie eine zentrale Logistik, die mit schlanken Prozessen eine optimale Leistungsfähigkeit im Management der Warenströme sicherstellt.

Weitere Internationalisierung im E-Commerce

Der Bechtle-Konzern strebt im Segment IT-E-Commerce die Marktführerschaft in Europa an und plant, seine Präsenz durch die Gründung von weiteren Bechtle direkt-Tochtergesellschaften in Europa auszubauen. So wird ab April 2010 Bechtle direkt mit einer neuen Landesgesellschaft im polnischen Markt vertreten sein. Das Marktforschungsinstitut EITO schätzt den polnischen IT-Markt 2010 auf ein Volumen von knapp 6 Mrd. €. Mit rund 2,4 Mrd. € entfallen davon mehr als ein Drittel auf Investitionen in Hardware. Der Konzern plant, mit dem neuen E-Commerce-Unternehmen in Polen im dritten Jahr nach Markteintritt profitabel zu arbeiten. Mit der Marke ARP Datacon sollen mittelfristig die Länder erschlossen werden, in denen Bechtle direkt bereits vertreten ist.

Wesentliche Kenngrößen

Umsatz

Die Ungewissheit über den gesamtwirtschaftlichen Verlauf und die Stärke der konjunkturellen Erholung wirkt sich unmittelbar auf die Volatilität der Prognosen aus. Quantitative Aussagen in Bezug auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung sind auf Unternehmensebene daher wenig belastbar. Bechtle geht jedoch davon aus, sich insgesamt in den beiden kommenden Jahren relativ besser zu entwickeln als der IT-Gesamtmarkt und in beiden Segmenten einen höheren Umsatz als im Berichtsjahr zu erwirtschaften. Dies bedeutet aufgrund des Preisverfalls in der Branche eine überdurchschnittliche Steigerung des Produktabsatzes. Im Segment IT-E-Commerce sollen ein geschärftes Profil der Marken Bechtle direkt, ARP Datacon und Comsoft direct, eine voranschreitende Expansion in Europa sowie konsequente Vertriebsaktivitäten zu diesem Wachstum beitragen. Durch ein breiteres und vor allem hochwertigeres Leistungsangebot, eine kontinuierliche Ausweitung der Aktivitäten im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber sowie die Konzentration auf wachstumsstarke Geschäftsfelder im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wird dieses Ziel ebenfalls unterstützt. In der Vision 2020 strebt Bechtle einen Umsatz von 5 Mrd. € an, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mindestens 12,0 Prozent entspricht.

Im Rahmen der geplanten Entwicklung wird sich die regionale Verteilung der Erlöse in den folgenden Jahren - bedingt durch die voranschreitende Internationalisierung des Geschäfts und die zunehmende Anzahl von IT-E-Commerce-Gesellschaften - weiter zugunsten des Auslands auf circa 35 Prozent des Gesamtumsatzes verschieben. Von den Auslandsgesellschaften wird nach wie vor die Schweiz einen überdurchschnittlichen Anteil am Konzernumsatz haben.

Wachstum in beiden Geschäftssegmenten

Sowohl das Segment IT-Systemhaus & Managed Services wie auch IT-E-Commerce werden zum Wachstum des Bechtle-Konzerns beitragen. Gleichwohl sollte die Dynamik bei IT-E-Commerce in den kommenden Jahren wieder über der des Bereichs IT-Systemhaus & Managed Services liegen. Langfristig verknüpft sich damit die Erwartung, dass beide Segmente den gleichen Beitrag zum Gesamtumsatz leisten. Bei der künftigen Umsatzentwicklung spielen auch strukturelle Verschiebungen zwischen den Segmenten eine Rolle. So bleibt es aus Konzernsicht erklärtes Ziel, standardisierte Hardwarebeschaffungsprozesse zunehmend aus dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services in das IT-E-Commerce-Segment zu verlagern, in dem diese Abläufe kostengünstiger abgebildet werden können.

Kosten

Für die Bechtle AG als handeltreibenden Dienstleister sind im Rahmen der Unternehmenssteuerung die Personalkosten von zentraler Bedeutung. Innerhalb der Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen stellen sie mit rund 70 Prozent die größte Kostenposition dar. Eine flexible Gestaltung der Personalkosten beispielsweise in konjunkturellen Schwächephasen ist angesichts des beratungsintensiven Geschäftsmodells von Bechtle nur bedingt realisierbar. Im Vertrieb, insbesondere im IT-ECommerce, weisen die Aufwendungen zudem eine hohe Korrelation zur Umsatzentwicklung auf. Nach der schwachen Umsatzentwicklung 2009 geht das Management daher für das laufende und kommende Jahr davon aus, dass die Aufwendungen für den Vertrieb wieder ansteigen und circa 6,0 bis 7,0 Prozent des Umsatzes ausmachen werden. Die Verwaltungskostenquote sollte sich nach der im Berichtsjahr erfolgten Anpassung bezüglich der Zuordnung von Mitarbeitern und der damit zusammenhängenden Erhöhung der Quote 2010 und 2011 mit etwa 6,0 Prozent konstant entwickeln.

Ergebnis

Das Ergebnis der Bechtle AG im Berichtsjahr war belastet von den Auswirkungen der Finanz-und Wirtschaftskrise. Derzeit verdichten sich die Anzeichen für ein Ende der Krise und eine Normalisierung der wirtschaftlichen Dynamik. Unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einem neuerlichen Konjunktureinbruch kommt, rechnet der Vorstand damit, dass sich die Ergebnissituation der Bechtle AG in den nächsten beiden Jahren verbessern wird.

5 Prozent Ziel-EBT-Marge

Die ergebnissichernden Maßnahmen im Jahr 2009 waren erfolgreich, ohne dass die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gefährdet worden wäre. Kurzarbeit wird 2010 im Bechtle-Konzern voraussichtlich nur noch vereinzelt eingesetzt werden. Bechtle arbeitet kontinuierlich daran, die Effizienz in der Leistungserbringung weiter zu optimieren und damit die Ertragsstärke zu fördern. Insgesamt ist der Vorstand überzeugt, dass es der Bechtle AG auch in Zukunft gelingen wird, die Ergebnismarge auf einem für die Branche überdurchschnittlichen Niveau zu halten. Die Ziel-EBT-Marge beträgt unverändert 5 Prozent.

Vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung plant die Bechtle AG, ihre Aktionäre auch weiterhin mit einer attraktiven Dividende am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Die Ausschüttungsquote der vergangenen Jahre beläuft sich auf circa 30 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern. Der aktuelle Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2009 mit 0,60 € je Aktie bedeutet eine Quote von rund 40 Prozent. Dies ist aber kein Strategiewechsel, sondern drückt lediglich Konstanz und Zuverlässigkeit der Ausschüttungspolitik bei Bechtle auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aus und ist insbesondere vor dem Hintergrund der exzellenten Liquiditätslage des Unternehmens zu sehen. Grundsätzliche Änderungen in der Dividendenpolitik des Unternehmens sind nicht geplant.

Vermögens - und Finanzlage

Liquidität

Die Bechtle AG verfügt über eine solide Bilanzstruktur und eine komfortable Liquiditätsausstattung. Diese finanziellen Grundwerte sind Voraussetzung, damit Bechtle kontinuierlich aus eigener Kraft wachsen und flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren kann. Vor allem die hohe Liquidität erweist sich als Wettbewerbsvorteil, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Auch aus Kundensicht werden die Finanzlage und damit die Solidität des IT-Partners zunehmend zum Entscheidungskriterium. Das Cashmanagement hatte daher im Berichtsjahr besondere Bedeutung. Die positive Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen ist Beweis für das erfolgreiche Liquiditätsmanagement. Dies soll auch zukünftig fortgeführt werden. Zusätzlich zur Liquiditätsreserve von rund 130 Mio. € ist das Verschuldungspotenzial der Bechtle AG erheblich. In Verbindung mit einer auch weiterhin positiven Entwicklung des operativen Cashflows verfügt Bechtle damit über einen angemessenen Spielraum, um die gesteckten Ziele zu erreichen und das Wachstum problemlos finanzieren zu können.

Finanzierung

Vielfältige Finanzierungsoptionen

Das Finanzergebnis, als Saldo aus Zinserträgen und Zinszahlungen, ist trotz einer positiven Entwicklung des Bestands der liquiden Mittel abhängig von der Entwicklung des Zinsniveaus an den Finanzmärkten. Derzeit geht das Unternehmen für 2010 nicht von einer merklichen Verbesserung der Anlagekonditionen aus. Das Finanzergebnis sollte sich aber in etwa auf dem Niveau der Vorjahre halten können. Kleinere Akquisitionen können wie bisher aus dem laufenden Cashflow und den vorhandenen Liquiditätsbeständen finanziert werden. Die Übernahme größerer Unternehmen könnte möglicherweise zu einem spürbaren Abfluss liquider Mittel führen, aber wahrscheinlicher wäre in einem solchen Fall die Finanzierung durch Aufnahme von Fremdkapital. Das wiederum könnte Einfluss auf die derzeitige Finanzierungsstruktur der Bechtle AG haben, sodass ein negativer Finanzsaldo in diesem Fall grundsätzlich denkbar wäre. Darüber hinaus könnte Bechtle auf die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten gemäß den gefassten Hauptversammlungsbeschlüssen zurückgreifen. Bis Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 10,6 Mio. Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen.

Sofern in den nächsten zwei Jahren keine größeren Übernahmen erfolgen, wird sich die Bilanzstruktur nicht wesentlich verändern.

Investitionen

Investitionsquote bleibt konstant

Die Bechtle AG betreibt mit dem Handel von IT-Produkten und dem Angebot an IT-Dienstleistungen kein anlageintensives Geschäft. Die Investitionsquote war bei Bechtle in den letzten Jahren weitgehend konstant. Auch die zur Realisierung der Wachstumsziele erforderlichen Investitionen werden in den nächsten beiden Jahren nicht zu einer wesentlichen Veränderung der derzeitigen Investitionsquote von rund 30,0 Prozent führen.

Die geplanten Sachanlageinvestitionen und die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte werden etwa auf dem Niveau der voraussichtlichen Abschreibungen liegen. Schwerpunkte werden einerseits in den Ersatzinvestitionen für die Geschäftsausstattung der Vertriebs- und Servicegesellschaften und andererseits in den Erweiterungsinvestitionen für neue Gebäudeeinrichtungen und den Kapazitätsausbau gesehen. Ohne Berücksichtigung möglicher Akquisitionen wird sich die Höhe der bis 2011 geplanten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus heutiger Sicht gegenüber den Vorjahren nicht signifikant ändern. Im laufenden Jahr sind im Wesentlichen übliche Ersatzinvestitionen geplant, für die ein Volumen in der Größenordnung von rund 12 Mio. € vorgesehen ist. Darüber hinaus sind nicht geplante Investitionen aufgrund von Akquisitionen grundsätzlich möglich.

Gesamteinschätzung

Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigt zu Jahresbeginn ein uneinheitliches Bild. Auf der einen Seite wurden die Prognosen für das BIP-Wachstum 2010 in Deutschland teilweise auf mehr als 2 Prozent erhöht. Auch der ifo-Index für die EU befand sich weiter im Aufwärtstrend. Andererseits sank der ifo-Index für Deutschland im Februar überraschend und das Statistische Bundesamt veröffentlichte Zahlen, wonach die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal stagnierte und schlussfolgerte, die Erholung der Wirtschaft sei ins Stocken geraten. Letztlich überwiegen aber zu Jahresbeginn die positiven Einschätzungen und verhalten optimistischen Ausblicke.

In der IT-Branche überwiegt Anfang 2010 eine positive Stimmung. Der ifo-Index für IT-Dienstleister stieg im Januar auf 23 Zähler und damit auf den höchsten Wert seit Oktober 2008. Die aktuelle Lage wurde mit 18 Zählern positiv bewertet. Noch positiver ist der Ausblick auf die nächsten sechs Monate mit 28 Punkten, wenngleich dieser Wert leicht unter dem Vormonat liegt.

Die Bechtle AG ist gut in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Befürchtungen, das hervorragende Jahresendgeschäft 2009 sei lediglich ein singuläres Ereignis gewesen, bestätigten sich bislang nicht. Der Trend zur Normalisierung des Geschäfts und zu einer verstärkten Investitionsbereitschaft auf Kundenseite hält an. Dennoch entsprechen die aktuellen Zahlen noch nicht dem Niveau vor der Krise. Auch gibt es Branchen und Teilbereiche wie den Maschinenbau oder die Automobilindustrie, in denen unverändert Unsicherheit und Zurückhaltung zu spüren sind. Im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber verzeichnete Bechtle bisher jedoch kein Nachlassen der Dynamik. Hier dürfte das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket 2 im Jahresverlauf für weitere Impulse sorgen.

Vorstand rechnet mit überdurchschnittlich positiver Entwicklung der Bechtle AG

Der Vorstand geht angesichts der verbesserten wirtschaftlichen Lage und aufgrund der Stärke und Solidität des Konzerns aktuell davon aus, dass die Geschäftsentwicklung der Bechtle AG in den kommenden zwei Jahren positiv und im Branchenkontext überdurchschnittlich sein wird. Das Management hat mit einem umsichtigen Maßnahmenprogramm im Jahr der Wirtschaftskrise gute Voraussetzungen geschaffen, um in einem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld das ertragsorientierte Wachstum von Bechtle langfristig fortsetzen zu können.

Akquisitionen werden in allen Geschäftsfeldern auch in Zukunft integraler Bestandteil der Wachstumsstrategie bleiben. Im IT-E-Commerce setzt der Vorstand allerdings vor allem auf organisches Wachstum, während im Segment IT-Systemhaus & Managed Services selektive Akquisitionen die regionale Aufstellung und das Kompetenzprofil der Bechtle AG ergänzen können.

Einen hohen Stellenwert werden nach wie vor die Zertifizierungsmaßnahmen sowie die Aus-und Weiterbildung haben. Mit einem erweiterten Qualifizierungsangebot der Akademie und dem neuen Bereich Personalentwicklung will Bechtle auch zukünftig Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen fördern. Vorbehaltlich einer positiven Entwicklung der Bechtle AG in den nächsten beiden Jahren wird der Konzern wieder verstärkt Mitarbeiter einstellen, sodass die Beschäftigtenzahlen über denen des Berichtsjahres liegen dürften.

Konzern-Abschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 (2008)

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in Tsd. € Anhang 2009 2008
Umsatzerlöse (1) 1.379.307 1.431.462
Umsatzkosten (2) 1.179.770 1.213.331
Bruttoergebnis vom Umsatz 199.537 218.131
Vertriebskosten (2) 87.944 90.455
Verwaltungskosten (2) 76.171 75.709
Sonstige betriebliche Erträge (3) 7.290 8.262
Betriebsergebnis 42.712 60.229
Finanzerträge (4) 1.503 1.987
Finanzaufwendungen (4) 553 683
Ergebnis vor Steuern 43.662 61.533
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5) 9.404 16.105
Ergebnis nach Steuern 34.258 45.428
davon Anteil der Minderheiten 0 56
davon Anteil der Aktionäre der Bechtle AG 34.258 45.372
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert ) in € (6) 1,64 2,14
Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert) in Tsd. Stück 20.853 21.165

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 (2008)

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in Tsd. € Anhang 2009 2008
Ergebnis nach Steuern 34.258 45.428
Sonstiges Ergebnis Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen 423 - 4.038
Ertragssteuereffekte 33 791
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren 121 106
Ertragssteuereffekte - 30 - 27
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten - 20 - 448
Ertragssteuereffekte 16 119
Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 846 - 1.194
Ertragssteuereffekte - 66 66
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe - 665 0
Ertragssteuereffekte 194 0
Unterschied aus Währungsumrechnung - 721 9.558
Summe Sonstiges Ergebnis (16) 131 4.933
davon Ertragssteuereffekte 147 949
Gesamtergebnis 34.389 50.361
davon Anteil der Minderheiten 0 56
davon Anteil der Aktionäre der Bechtle AG 34.389 50.305

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2009 (31. Dezember 2008)

Aktiva

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in Tsd. € Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwerte (7) 106.395 105.823
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (8) 14.932 19.559
Sachanlagevermögen (9) 27.740 23.758
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12) 145 366
Forderungen aus Ertragssteuern 171 189
Latente Steuern (10) 9.874 4.696
Sonstige Vermögenswerte (14) 2.253 2.564
Geld- und Wertpapieranlagen (13) 3.000 0
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 164.510 156.955
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (11) 59.322 52.118
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (12) 183.979 188.402
Forderungen aus Ertragssteuern 1.656 1.545
Sonstige Vermögenswerte (14) 19.221 19.410
Geld- und Wertpapieranlagen (13) 15.510 338
Liquide Mittel (15) 76.467 77.300
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 356.155 339.113
Aktiva, gesamt 520.665 496.068
Passiva
in Tsd. € Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 21.000 21.200
Kapitalrücklagen 145.228 143.454
Gewinnrücklagen 168.733 149.042
Eigene Anteile 0 - 2.247
Eigenkapital, gesamt (16) 334.961 311.449
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen (17) 8.631 8.859
Sonstige Rückstellungen (18) 232 452
Finanzverbindlichkeiten (19) 6.604 5.185
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20) 97 284
Latente Steuern (10) 11.598 11.558
Sonstige Verbindlichkeiten (21) 302 473
Abgrenzungsposten (22) 4.820 4.153
Langfristige Schulden, gesamt 32.284 30.964
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen (18) 3.959 4.019
Finanzverbindlichkeiten (19) 2.561 10.466
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20) 79.460 83.250
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 5.455 4.448
Sonstige Verbindlichkeiten (21) 42.381 40.763
Abgrenzungsposten (22) 19.604 10.709
Kurzfristige Schulden, gesamt 153.420 153.655
Passiva, gesamt 520.665 496.068

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 (2008)

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in Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Eigene Anteile Eigenkapital ohne Minderheitenanteile
Angesammelte Gewinne Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital zum 1. Januar 2008 21.200 143.454 121.123 - 9.666 0 276.111
Gewinnausschüttung für 2007 - 12.720 - 12.720
Ergebnis nach Steuern 45.372 45.372
Sonstiges Ergebnis 0 4.933 4.933
Gesamtergebnis 0 0 45.372 4.933 0 50.305
Erwerb eigener Aktien - 2.247 - 2.247
Veräußerung erworbener eigener Aktien 0
Einziehung erworbener eigener Aktien 0
Erwerb ausstehender Minderheitenanteile 0
Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 21.200 143.454 153.775 - 4.733 - 2.247 311.449
Eigenkapital zum 1. Januar 2009 21.200 143.454 153.775 - 4.733 - 2.247 311.449
Gewinnausschüttung für 2008 - 12.445 - 12.445
Ergebnis nach Steuern 34.258 34.258
Sonstiges Ergebnis 131 131
Gesamtergebnis 0 0 34.258 131 0 34.389
Erwerb eigener Aktien - 2.946 - 2.946
Veräußerung erworbener eigener Aktien 1.574 2.940 4.514
Einziehung erworbener eigener Aktien - 200 200 - 2.253 2.253 0
Erwerb ausstehender Minderheitenanteile 0
Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 21.000 145.228 173.335 - 4.602 0 334.961

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in Tsd. € Minderheitenanteile Eigenkapital, gesamt
Eigenkapital zum 1. Januar 2008 354 276.465
Gewinnausschüttung für 2007 - 12.720
Ergebnis nach Steuern 56 45.428
Sonstiges Ergebnis 4.933
Gesamtergebnis 56 50.361
Erwerb eigener Aktien - 2.247
Veräußerung erworbener eigener Aktien 0
Einziehung erworbener eigener Aktien 0
Erwerb ausstehender Minderheitenanteile - 410 - 410
Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 0 311.449
Eigenkapital zum 1. Januar 2009 0 311.449
Gewinnausschüttung für 2008 - 12.445
Ergebnis nach Steuern 34.258
Sonstiges Ergebnis 131
Gesamtergebnis 0 34.389
Erwerb eigener Aktien - 2.946
Veräußerung erworbener eigener Aktien 4.514
Einziehung erworbener eigener Aktien 0
Erwerb ausstehender Minderheitenanteile 0
Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 0 334.961

Siehe auch die weiteren Erläuterungen zum Eigenkapital in Gliederungspunkt IV. Nr. 16.

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 (2008)

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in Tsd. € Anhang 2009 2008
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern 43.662 61.533
Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge Finanzergebnis - 950 - 1.304
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14.264 13.910
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 17 241
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 542 - 583
Veränderung des Nettovermögens Veränderung Vorräte - 7.276 - 3.867
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.206 6.859
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 3.939 - 7.976
Veränderung Abgrenzungsposten 9.534 517
Veränderung übriges Nettovermögen 138 - 2.320
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 60.080 67.010
Gezahlte Ertragssteuern - 13.415 - 17.069
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit (23) 46.665 49.941
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel -635 -9.367
Einzahlung aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen abzüglich abgegebener liquider Mittel 1.000 963
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -13.644 -13.683
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 386 398
Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen -17.977 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen sowie aus Rückzahlungen von langfristigen Vermögenswerten 43 1.632
Erhaltene Zinszahlungen 1.200 1.983
Für Investitionen eingesetzte Nettozahlungsmittel (24) -29.627 -18.074
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -10.290 -5.458
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 3.869 10.590
Dividendenausschüttung -12.445 -12.720
Auszahlungen zum Erwerb eigener Aktien -2.946 -2.247
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien 4.514 0
Geleistete Zinszahlungen -474 -301
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel (25) -17.772 -10.136
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel -99 3.269
Veränderung der liquiden Mittel -833 25.000
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 77.300 52.300
Liquide Mittel am Ende der Periode 76.467 77.300

Konzern-Abschluss

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Bechtle AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Über ihre Tochtergesellschaften ist sie mit IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig sowie als IT-E-Commerce-Anbieter in zwölf europäischen Ländern im IT-Handelsgeschäft aktiv und bietet so Unternehmenskunden herstellerübergreifend ein umfassendes Angebot rund um die IT-Infrastruktur und den IT-Betrieb aus einer Hand an.

Bechtle ist seit 2000 an der Börse im Prime Standard notiert und seit 2004 im Technologieindex TecDAX gelistet. Die Aktien der Gesellschaft werden an allen deutschen Börsen gehandelt.

Der Konzern-Abschluss der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2009 wurde am 4. März 2010 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (IAS 10.17).

Die Bechtle AG veröffentlichte eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes. Der aktuelle Stand der Erklärung wurde auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht.

II. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlagen der Bilanzierung

Die Muttergesellschaft Bechtle AG ist als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315a Handelsgesetzbuch verpflichtet, den Konzern-Abschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und wie sie in der EU anzuwenden sind aufzustellen. Alle für das Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards wurden übernommen. Die darüber hinaus vorzeitig angewandten International Financial Reporting Standards werden in den Angaben zu den neuen Rechnungslegungsverlautbarungen aufgeführt. Weiterhin wurden die nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch erforderlichen Angaben im Anhang dargestellt.

Der Konzern-Abschluss wurde grundsätzlich unter Zugrundelegung historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Ausnahmen bildeten Wertpapiere und derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden als langfristige Posten dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Konzern-Abschluss wurde in Euro aufgestellt und auf volle Tausend gerundet (Tsd. €). Abweichende Angaben werden explizit genannt.

Geänderter Ausweis

Die Bilanzposition "Wertpapiere" ist um Geldanlagen mit Laufzeit größer 3 Monate erweitert und entsprechend in "Geld- und Wertpapieranlagen" umbenannt worden. Zum 1. Januar 2008 und zum 31. Dezember 2008 hatte es keine Geldanlagen mit Laufzeit größer 3 Monate gegeben. Geldanlagen mit Laufzeit kleiner 3 Monate sind unverändert in der Bilanzposition "Liquide Mittel" enthalten.

Neue Rechnungslegungsverlautbarungen

Erstmals angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen

Im Berichtsjahr erstmals angewendet hat Bechtle die neuen beziehungsweise geänderten Standards und Interpretationen der nachfolgend genannten neuen Rechnungslegungsverlautbarungen, die vom IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht und von der EU übernommen worden waren (sogenanntes "Endorsement"). Der entsprechenden EU-Verordnung entstammt auch das nachfolgend jeweils angegebene Datum zur verpflichtenden Anwendung ("Inkrafttreten"):

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Standard Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC Endorsement Inkrafttreten1
Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses (überarbeitet 2007)" 6. September 2007 17. Dezember 2008 1. Januar 2009
IAS 23 "Fremdkapitalkosten (überarbeitet 2007)" 29. März 2007 10. Dezember 2008 1. Januar 2009
Änderungen des IAS 32 und IAS 1 14. Februar 2008 21. Januar 2009 1. Januar 2009
Änderungen des IAS 39 und IFRS 7 "Umgliederung finanzieller Vermögenswerte - Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften" 27. November 2008 9. September 2009 1. Juli 2008
Änderungen des IFRS 1 und IAS 27 "Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen" 22. Mai 2008 23. Januar 2009 1. Januar 2009
Änderung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" 17. Januar 2008 16. Dezember 2008 1. Januar 2009
Änderungen des IFRS 7 und IFRS 4 "Finanzinstrumente: Angaben" 5. März 2009 27. November 2009 1. Januar 2009
IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" 28. Juni 2007 16. Dezember 2008 1. Juli 2008
IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung" 5. Juli 2007 16. Dezember 2008 1. Januar 2009
"Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" 22. Mai 2008 23. Januar 2009 1. Januar 20092
Vorzeitige freiwillige Anwendung von Standards und Interpretationen
IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" 10. Januar 2008 3. Juni 2009 1. Juli 2009
IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" 27. November 2008 25. November 2009 1. Januar 2010
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" 10. Januar 2008 3. Juni 2009 1. Juli 2009
IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" 30. November 2006 25. März 2009 29. März 2009
IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien" 3. Juli 2008 22. Juli 2009 1. Januar 2010
IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" 3. Juli 2008 4. Juni 2009 1. Juli 2009

1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen

2 Mit Ausnahme von IFRS 5 (ab dem 1. Juli 2009)

IAS 1 "Darstellung des Abschlusses (überarbeitet 2007)"

Der geänderte Standard beinhaltet Änderungen bezüglich der Darstellung und Struktur des Abschlusses sowie dessen Mindestinhalts, ohne sich auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden und damit auf die eigentliche Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage auszuwirken. Neuer expliziter Abschlussbestandteil ist demnach eine Gesamtergebnisrechnung, in der über die erfolgswirksamen Ertrags- und Aufwandsposten (Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) hinaus die Bestandteile des erfolgsneutralen sonstigen Ergebnisses dargestellt werden und schließlich das Gesamtergebnis ausgewiesen wird. Im Wesentlichen ersetzt die Gesamtergebnisrechnung die bisherige Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen. Auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung ist expliziter Abschlussbestandteil geworden.

IAS 23 "Fremdkapitalkosten (überarbeitet 2007)"

Der geänderte Standard schreibt die Aktivierung von Fremdkapitalzinsen im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts vor. Das bisherige Wahlrecht, diese Zinsaufwendungen sofort aufwandswirksam zu erfassen, wurde gestrichen. Als qualifizierter Vermögenswert gilt ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Aufgrund der geringfügigen Bedeutung von qualifizierten Vermögenswerten für Bechtle hat die Anwendung dieses geänderten Standards keine wesentlichen Auswirkungen.

IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse"

Den Änderungen zufolge sind Transaktionen, durch die ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquote an einer Tochtergesellschaft ändert, ohne die Beherrschung über die Tochtergesellschaft zu verlieren, künftig als erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen zu bilanzieren. Behandelt wird zudem, wie ein Entkonsolidierungserfolg berechnet und eine verbleibende Restbeteiligung am ehemaligen Tochterunternehmen bewertet werden muss. Im Bechtle-Konzern betragen die Beteiligungsquoten grundsätzlich 100 Prozent. Die Anwendung dieses geänderten Standards hat für Bechtle keine wesentlichen Auswirkungen, da keine derartigen Transaktionen, insbesondere reduzierte Beteiligungsquoten an Tochtergesellschaften, bestehen oder absehbar sind.

Änderungen des IAS 32 und IAS 1

Die Änderungen beziehen sich insbesondere auf die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital bei der Bilanzierung von gesellschaftsrechtlichem Kapital mit Kündigungsrechten. Während dieses kündbare Kapital der Gesellschafter bislang als Verbindlichkeit auszuweisen war, kann es zukünftig unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital klassifiziert werden. Von Relevanz ist dies vor allem für Personengesellschaften. Bei Bechtle gibt es solche kündbaren Kapitaleinlagen nicht, da die Muttergesellschaft Bechtle AG eine börsennotierte Aktiengesellschaft ist und entsprechend einschlägige gesetzliche und gesellschaftsrechtliche Bestimmungen herrschen. Daher haben die Änderungen für Bechtle keine Auswirkungen.

Änderungen des IAS 39 und IFRS 7 "Umgliederung finanzieller Vermögenswerte - Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften"

Diese Überarbeitung der Änderungen soll lediglich das Datum des Inkrafttretens der Änderungen verdeutlichen. Demnach tritt jede Umklassifizierung, die am oder nach dem 1. November 2008 vorgenommen wird, mit dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Kraft. Umklassifizierungen jedoch, die vor dem 1. November 2008 vorgenommen wurden, können zum 1. Juli 2008 oder einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten. Umklassifizierungen können nicht rückwirkend zu einem Datum vor dem 1. Juli 2008 in Kraft treten. Bei der Anwendung der ursprünglichen Änderungen an IAS 39 und IFRS 7 ergaben sich keine Auswirkungen, da Bechtle keine derartigen Finanzinstrumente hält. Entsprechend wirken sich bei Bechtle auch die überarbeiteten Änderungen nicht aus.

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards"

Der überarbeitete Standard weist lediglich eine verbesserte Gliederungsstruktur zur besseren Verständlichkeit auf, regelungstechnische Änderungen sind nicht erfolgt. Entsprechend werden sich für Bechtle keine Auswirkungen aus der Anwendung dieses überarbeiteten Standards ergeben.

Änderungen des IFRS 1 und IAS 27 "Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen"

Die Änderungen adressieren Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bewertung von Beteiligungen im separaten Einzelabschluss eines Mutterunternehmens. Auf den Bechtle-Konzern-Abschluss haben diese Änderungen keine Auswirkungen.

Änderung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung"

Mit den Änderungen soll der Begriff Ausübungsbedingungen (vesting conditions) klarer definiert und die bilanzielle Behandlung der Annullierung (cancellation) eines Plans, die durch eine andere Partei als das Unternehmen veranlasst wurde, eindeutiger geregelt werden. Da bei Bechtle keine aktienbasierten Vergütungstransaktionen existieren, hat die Änderung an IFRS 2 keine Auswirkungen.

IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"

In IFRS 3 wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten.

Zum Bilanzstichtag wurden erstmalig aktive latente Steuern von 4.475 Tsd. € auf aus einer Akquisition stammende Verlustvorträge gebildet. Ohne die Ausübung des Wahlrechts der vorzeitigen Anwendung des Standards hätte der im Rahmen der Akquisition aktivierte Geschäfts- und Firmenwert aufwandswirksam verringert werden müssen.

Ferner wird sich die Anwendung dieses überarbeiteten Standards bei Bechtle auf die Bilanzierung neuer Unternehmenserwerbe auswirken. Hierbei ist insbesondere die geänderte Behandlung bedingter Kaufpreisanpassungen zu erwähnen, wie sie bei Unternehmenserwerben durch Bechtle in der Vergangenheit des Öfteren vorkamen. Dem überarbeiteten Standard zufolge sind bedingte Kaufpreisanpassungen im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen und im weiteren Verlauf erfolgswirksam neu zu bewerten.

Änderungen des IFRS 7 und IFRS 4 "Finanzinstrumente: Angaben"

Die Änderungen sehen erweiterte Angaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken vor. Zukünftig ist die angewandte Hierarchiestufe, die bei der Bewertung eines Finanzinstruments zum beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt wurde, anzugeben. Da Bechtle nur wenige Finanzinstrumente besitzt, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, haben die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen.

IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"

Diese Interpretation regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen, bei denen die öffentliche Hand mit privaten Unternehmen Verträge abschließt, die auf die Erfüllung öffentlicher Aufgaben gerichtet sind. Um diese Aufgaben zu erfüllen, nutzt das private Unternehmen Infrastruktur, die in der Verfügungsmacht der öffentlichen Hand bleibt. Das private Unternehmen ist für den Bau, den Betrieb und die Erhaltungsmaßnahmen der Infrastruktur verantwortlich. Für Bechtle hat diese Interpretation keine Auswirkungen, da die in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen keine Konzessionsnehmer im Sinne von IFRIC 12 sind.

IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme"

Diese Interpretation regelt die Bilanzierung von Kundenbindungsprogrammen, insbesondere die Erfassung von Erträgen und die bilanzielle Abgrenzung von daraus entstehenden Aufwendungen. Kunden gewährte Prämien sind demzufolge als eigener Umsatz separat von der Transaktion zu bilanzieren, im Rahmen derer sie gewährt wurden. Daher wird ein Teil des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistungen den gewährten Kundenprämien zugeordnet und abgegrenzt. Die Umsatzrealisierung erfolgt in der Periode, in der die gewährten Kundenprämien ausgeübt werden oder verfallen. Da bei Bechtle keine Kundenbindungsprogramme in wesentlichem Umfang bestehen, hat diese Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen.

IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung"

In dieser Interpretation wird klargestellt, wie die Obergrenze in Bezug auf den Überschuss in einem Pensionsplan, der als Vermögenswert angesetzt werden kann, zu ermitteln ist. Insbesondere, wenn Regeln über die Mindestdotierung des Pensionsplans zu beachten sind. Da bei Bechtle unter anderem keine Überschüsse aus einem Pensionsplan und kein entsprechend angesetzter Vermögenswert bestehen, hat diese Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen.

IFRIC 15 "Verträge über die Errichtung von Immobilien"

Diese Interpretation ist insbesondere für Immobilienentwickler relevant. Geregelt wird die Bilanzierung von Immobilienverkäufen, bei denen es vor Abschluss der Bauarbeiten zum Vertragsabschluss mit dem Erwerber kommt. Insbesondere klärt die Interpretation, in welchen Fällen IAS 11 oder IAS 18 anzuwenden ist und wann die entsprechenden Umsatzerlöse zu realisieren sind. Für Bechtle hat diese Interpretation keine Auswirkungen, da Bechtle keine Immobilienprojekte entwickelt und vertreibt.

IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb"

Diese Interpretation beantwortet Zweifelsfragen im Zusammenhang mit der Absicherung von Fremdwährungsrisiken bei Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Insbesondere wird durch die Interpretation festgelegt, welches Risiko gesichert werden kann, welche Konzernunternehmen das Sicherungsinstrument halten können und wie im Falle des Abgangs der ausländischen Einheit zu bilanzieren ist. Bei Bechtle existieren derartige Sicherungsbeziehungen bezüglich Fremdwährungsrisiken von Nettoinvestitonen in ausländische Geschäftsbetriebe erstmalig in beziehungsweise seit dem Berichtsjahr 2009, wie unter "Währungsrisiko" in Gliederungspunkt VI. "Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7" beschrieben.

"Verbesserungen der International Financial Reporting Standards"

Im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens werden Änderungen von geringem Umfang und niedriger Dringlichkeit gesammelt und jährlich in einem einzigen sogenannten Sammelstandard - auch Omnibus-Standard genannt - herausgegeben. Bei den Änderungen handelt es sich im Wesentlichen um die Beseitigung von Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards und ungenauen Formulierungen. Aus dem jährlichen Änderungsverfahren 2007 entstammt nun dieser erste veröffentlichte Sammelstandard, der 34 Änderungen enthält. Es handelt sich dabei zum einen um rechnungslegungsrelevante Änderungen und zum anderen um terminologische oder redaktionelle Änderungen. Die meisten der Änderungen sind erstmalig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Bechtle geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf den Bechtle-Konzern-Abschluss haben wird.

Noch nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden ("Inkrafttreten") beziehungsweise von der EU noch nicht anerkannt sind. Bei noch ausstehendem "Endorsement" entstammt das genannte Datum zur verpflichtenden Anwendung den entsprechenden Verlautbarungen des IASB beziehungsweise IFRIC. Im Falle eines anschließenden "Endorsement" enthält die EU-Verordnung gegebenenfalls ein eigenes Datum zur verpflichtenden Anwendung. Bei noch fehlenden offiziellen deutschen Übersetzungen sind nachfolgend die originären englischen Bezeichnungen der Rechnungslegungsverlautbarungen genannt:

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Standard Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC Endorsement Inkrafttreten1
Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet werden
IAS 24 (überarbeitet) "Related Party Disclosures" 4. November 2009 offen 1. Januar 2011
Änderung des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" 8. Oktober 2009 23. Dezember 2009 1. Februar 2010
"Geeignete Grundgeschäfte -Änderung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" 31. Juli 2008 15. September 2009 1. Juli 2009
Änderung des IFRS 1 "Additional Exemptions for First-time Adopters" 23. Juli 2009 offen 1. Januar 2010
Änderung des IFRS 2 "Group Cash-settled Share-based Payment Transactions" 18. Juni 2009 offen 1. Januar 2010
IFRS 9 "Financial Instruments" 12. November 2009 offen 1. Januar 2013
Änderungen des IFRIC 9 und IAS 39 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" 12. März 2009 30. November 2009 30. Juni 2009
Änderung des IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement" 26. November 2009 offen 1. Januar 2011
IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer" 27. November 2008 26. November 2009 1. November 2009
IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden" 29. Januar 2009 27. November 2009 1. November 2009
IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" 26. November 2009 offen 1. Juli 2010
Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" 16. April 2009 offen 1. Januar 2010

1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen

IAS 24 (überarbeitet) "Related Party Disclosures"

Mit der Überarbeitung soll insbesondere die Verständlichkeit und Eindeutigkeit des Standards erhöht werden, um damit eine einheitliche Anwendung in der Praxis sicherzustellen. Präzisiert wurde vor allem die Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen, zudem wurde eine Erleichterungsvorschrift für Unternehmen, die unter einem maßgeblichen Einfluss der öffentlichen Hand stehen, eingeführt. Die Anwendung des überarbeiteten Standards wird für Bechtle keine Auswirkungen haben.

Änderung des IAS 32 "Finanzinstrumente Darstellung"

Die Änderung betrifft den Ausweis von Bezugsrechten, die in einer fremden Währung auf eine feste Anzahl eigener Anteile gewährt werden. Diese Bezugsrechte werden künftig als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesen und nicht wie bisher als finanzielle Verbindlichkeiten. Da Bechtle keine Bezugsrechte auf eigene Anteile gewährt, wird die Anwendung des geänderten Standards keine Auswirkungen haben.

"Geeignete Grundgeschäfte - Änderung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"

Die Änderung ergänzt die Regelungen in den Bereichen der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie der Designation von Sicherungsgeschäften zur Absicherung eines einseitigen Risikos. Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Da bei Bechtle keine derartigen Sicherungsbeziehungen bestehen, hat die Anwendung des geänderten Standards keine Auswirkungen.

Änderung des IFRS 1 "Additional Exemptions for First-time Adopters"

Der geänderte Standard gewährt Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie und erstmaligen IFRS-Anwendern zusätzliche Ausnahmen bei der retrospektiven Anwendung aller zum Abschlussstichtag des ersten IFRS-Abschlusses geltenden Standards und Interpretationen. Entsprechend werden die Änderungen keine Auswirkungen auf Bechtle haben.

Änderung des IFRS 2 "Group Cash-settled Share-based Payment Transactions"

Die Änderung betrifft die Behandlung von aktienbasierten Zahlungsvereinbarungen, die unternehmenseigene Eigenkapitalinstrumente oder Eigenkapitalinstrumente eines Unternehmens desselben Konzerns beinhalten. Im Zuge der Änderungen werden IFRIC 8 und IFRIC 11 in den IFRS 2 integriert. Da bei Bechtle keine aktienbasierten Vergütungstransaktionen bestehen, wird die Anwendung des geänderten Standards keine Auswirkungen haben.

IFRS 9 "Financial Instruments"

IFRS 9 enthält einen neuen, weniger komplexen Ansatz zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Demnach gibt es zukünftig nur noch zwei anstatt vier Bewertungskategorien. Entgegen dem ursprünglichen Exposure Draft wurde der Anwendungsbereich von IFRS 9 auf finanzielle Vermögenswerte eingeschränkt. Bechtle geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung des neuen Standards einen wesentlichen Einfluss auf den Bechtle-Konzern-Abschluss haben wird.

Änderungen des IFRIC 9 und IAS 39 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate"

Die Änderung regelt die Behandlung eingebetteter Derivate, im Zuge der Umklassifizierung eines erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstruments. Da es bei Bechtle keine eingebetteten Derivate gibt, wird die Anwendung des Änderungsstandards keine Auswirkung haben.

Änderung des IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement"

Durch die Änderung wird zukünftig der wirtschaftliche Nutzen aus Beitragsvorauszahlungen des Unternehmens, die künftige Beitragszahlungen aufgrund der Mindestdotierungsverpflichtung vermindern, als Vermögenswert aktiviert. Die Anwendung der Änderung wird für Bechtle keine Auswirkungen haben.

IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer"

Diese Interpretation regelt die Bilanzierung von Sachdividendenausschüttungen an Eigentümer. Geregelt werden durch diese Interpretation insbesondere der Zeitpunkt des Ansatzes der Dividendenverpflichtung und deren Bewertung. Dabei ist der Unterschiedsbetrag zwischen der geleisteten Dividende und dem Buchwert der ausgekehrten Vermögenswerte erfolgswirksam zu erfassen. Da Sachdividendenausschüttungen bei Bechtle weder erfolgt noch geplant sind, sind aus dieser Interpretation bei Bechtle keine Auswirkungen zu erwarten.

IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden"

Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Vermögenswerten, die ein Unternehmen von Kunden erhält, um diesen im Gegenzug Zugang zu einem Netzwerk oder dauerhaften Zugang zu Dienstleistungen zu verschaffen. Die neuen Regelungen sind vor allem für Versorgungsunternehmen relevant, können aber auch in anderen Branchen, zum Beispiel bei Outsourcing-Verträgen, wie sie in der IT-Branche vorkommen, von Bedeutung sein. Vor diesem Hintergrund werden derzeit die Auswirkungen für Bechtle geprüft.

IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments"

Diese Interpretation verdeutlicht die Anforderungen in den IFRS, wenn ein Unternehmen die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu aushandelt und der Gläubiger dabei Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens zur vollen oder teilweisen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit akzeptiert. Da die Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente bei Bechtle bisher nicht erfolgt und zukünftig nicht geplant ist, wird die Anwendung dieser Interpretation keine Auswirkungen haben.

Änderungen an den IFRS

"Verbesserungen der International Financial Reporting Standards"

Im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens werden Änderungen von geringem Umfang und niedriger Dringlichkeit gesammelt und jährlich in einem einzigen sogenannten Sammelstandard - auch Omnibus-Standard genannt - herausgegeben. Bei den Änderungen handelt es sich im Wesentlichen um die Beseitigung von Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards und ungenauen Formulierungen. Bechtle geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf den Bechtle-Konzern-Abschluss haben wird.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzern-Abschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Bechtle AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3.51 als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Negative Unterschiedsbeträge sind nach IFRS 3.56 (b) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die KonzernGewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt die Ergebnisse der erworbenen Gesellschaften ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzern-Abschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre mehrheitlich gehaltenen und beherrschten Tochtergesellschaften einbezogen. Die Bechtle AG hält an sämtlichen einbezogenen Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile.

Eine Aufstellung der einbezogenen Tochterunternehmen ist in der Anlage A zu diesem Anhang zu finden.

Das nachfolgend genannte Unternehmen wurde im Berichtsjahr erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen:

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Unternehmen Sitz Erstkonsolidierungszeitpunkt Erwerb/ Gründung
Bechtle direct Portugal, Sociedade Unipessoal Lda Aveiro, Portugal 05.01.09 Gründung

Währungsumrechnung

Die Tochtergesellschaften von Bechtle führen ihre Bücher in der lokalen Währung, mit Ausnahme der Bechtle Holding Schweiz AG, die als inzwischen nichtoperative, reine Holdinggesellschaft mit hohen liquiden Mitteln in EUR ihre funktionale Währung im Berichtsjahr von CHF in EUR umgestellt hat. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs zum Tag der Transaktion umgerechnet. Am Abschlusstag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, nichtmonetäre Bilanzposten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden ergebniswirksam erfasst. Abweichend davon werden Währungsumrechnungsdifferenzen, die auf Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb einer Tochtergesellschaft beruhen, erfolgsneutral in einem separaten Posten im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen der Konsolidierung werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung Euro gemäß IAS 21 umgerechnet. Die Erlös- und Aufwandskonten werden zum Durchschnittskurs des Berichtsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird auf der Basis historischer Kurse ermittelt. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen veränderten sich zum Euro wie folgt:

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Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs
2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
Schweiz CHF 1,48 1,49 1,51 1,59
Großbritannien GBP 0,89 0,96 0,89 0,80
USA USD 1,44 1,40 1,39 1,47

Bilanzierungs - und Bewertungsgrundsätze

Umsatzrealisierung

Umsätze werden in den Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce getätigt, wobei nach Dienstleistungen und Handelswaren unterschieden wird.

Die Umsätze werden in Übereinstimmung mit IAS 18 nach der Erbringung der Leistung beziehungsweise nach der Abnahme durch den Kunden unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen erfasst. Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti werden dabei in Abzug gebracht. Zu diesem Zeitpunkt kann die Höhe der Erlöse verlässlich bemessen werden und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft ist hinreichend wahrscheinlich.

Erträge und damit im Zusammenhang stehende Aufwendungen werden unabhängig von den zugrunde liegenden Zahlungsströmen erfasst.

Wartungsverträge und andere im Voraus fakturierte Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung der bereits erbrachten Leistung über die Laufzeit abgegrenzt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Mit Ausnahme der Entwicklungskosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung selbst genutzter oder zum Verkauf bestimmter Software anfallen, sind keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten zu verzeichnen. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen zu selbst erstellter Software.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Stammaktie (Earnings per Share oder EPS) wird gemäß IAS 33 berechnet. IAS 33 schreibt die Darstellung des Ergebnisses je Aktie für alle Gesellschaften, die Stammaktien ausgegeben haben, vor. Das Ergebnis je Aktie ist das auf die Aktionäre der Bechtle AG entfallende Ergebnis nach Steuern geteilt durch den gewichteten Durchschnitt der ausstehenden Stammaktien.

Geschäfts- und Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als der Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber gemäß IFRS 3 angesetzten Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden darstellen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss identifizierten Geschäfts- und Firmenwerte stellen eine Zahlung dar, die in der Erwartung künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifiziert oder getrennt angesetzt werden können, geleistet wurde.

Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht abgeschrieben. Stattdessen werden sie gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte umfassen in der Bechtle-Gruppe Marken, erworbene Software, Kundenstämme, selbst erstellte Software und Kundenserviceverträge.

Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Markennamensrechten resultierenden Nutzen entspricht. Es ist von einer unbegrenzten Nutzungsdauer auszugehen, da es nach einer Analyse aller relevanten Faktoren keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der diese Markennamensrechte voraussichtlich Netto-Cashflows für den Bechtle-Konzern erzeugen werden. Folglich dürfen die Markennamensrechte gemäß IAS 38 nicht abgeschrieben werden, sondern sind gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Kundenstämme werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Kundenstämme werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Kundenstämmen resultierenden Nutzen entspricht. Kundenstämme werden linear über einen Zeitraum abgeschrieben, der vom erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich wird von langfristigen Kundenbeziehungen ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen fünf und zehn Jahren.

Erworbene Software wird zu Anschaffungskosten bewertet und linear über eine Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Selbst erstellte Software wird unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Die Aktivierung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, die alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten. Die Kosten, die im Zeitraum vor der technischen Durchführbarkeit anfallen, werden als Forschungskosten sofort als Aufwand erfasst. Die lineare Abschreibung dieser aktivierten Kosten erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswertes über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer Entstehung in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen.

Kundenserviceverträge werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Kundenserviceverträge werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Kundenserviceverträgen resultierenden Nutzen entspricht. Kundenserviceverträge werden über ihre jeweilige Restlaufzeit entsprechend dem aus ihnen resultierenden Nutzen abgeschrieben.

Bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird ein Werthaltigkeitstest mindestens jährlich durchgeführt. Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen wird ein Werthaltigkeitstest vorgenommen, wenn Ereignisse oder Veränderungen eintreten, die auf eine geminderte Werthaltigkeit hindeuten. Dabei wird zur Prüfung der Werthaltigkeit im Bechtle-Konzern grundsätzlich der nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelte Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die nächsten drei Geschäftsjahre. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.

Der Abschreibungsbedarf entspricht dem Betrag, um den der Buchwert des Vermögenswerts den Fair Value übersteigt. Vermögenswerte, die nicht länger dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt sind, werden zum Buchwert oder niedrigeren beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Zum Zweck der Werthaltigkeitstests bei Geschäfts- und Firmenwerten müssen diese ihren entsprechenden Cash-Generating Units zugeteilt werden. Im Bechtle-Konzern gibt es zwei Cash-Generating Units, die identisch mit den beiden Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce aus der Segmentberichterstattung sind.

Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Seit dem Geschäftsjahr 2009 werden Fremdkapitalkosten grundsätzlich gemäß IAS 23 aktiviert. Aufgrund der Finanzstruktur der Bechtle-Gruppe waren im Geschäftsjahr keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Wertminderungen vorgenommen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt zeitanteilig und hauptsächlich linear auf Grundlage der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Büromaschinen: 3 - 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 - 20 Jahre
Fuhrpark: 3 - 6 Jahre
Gebäude: 25 - 50 Jahre

Geringwertige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Kosten für Instandhaltung werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen.

Bei Finanzierungs-Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken trägt, die mit dem Eigentum verbunden sind (IAS 17). In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.

Bei Operating-Leasingverhältnissen werden Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzern-Bilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet.

Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger besteht. Der Ermittlung werden die im Jahr der Umkehrung geltenden Steuersätze zugrunde gelegt. Änderungen der Steuersätze werden berücksichtigt, soweit sie verabschiedet sind.

Vorräte

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt gemäß IAS 2 zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten (Durchschnittsmethode). Soweit erforderlich werden Abschläge auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit führten, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Langfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation sowie den unterschiedlichen gegebenenfalls landesspezifischen Rahmenbedingungen ab. Diese Beurteilung obliegt den einzelnen Portfolioverantwortlichen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der Bechtle-Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.

Geld- und Wertpapieranlagen

Geldanlagen, bestehend aus Termingeldanlagen und ähnlichen Geldanlagen bei Banken und anderen Finanzdienstleistungsinstituten mit ursprünglichen Fälligkeiten von mehr als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs, werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Wertpapiere werden grundsätzlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und erst bei Veräußerung sowie dauerhafter oder wesentlicher Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen zuvor erfolgswirksam erfasster Wertminderungen werden bis zur erfolgswirksamen Realisierung durch Verkauf erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt.

Eigene Aktien

Die Gesamtkosten der erworbenen eigenen Aktien werden offen in einem separaten Posten als Kürzung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Anzahl ausstehender, d.h. sich im Umlauf befindlicher Aktien der Gesellschaft verringert sich entsprechend der Anzahl eigener Anteile. Unverändert bleibt dabei die Anzahl begebener, d.h. emittierter Aktien. Bei der Wiederveräußerung eigener Aktien entstehende Gewinne oder Verluste werden entsprechend IAS 32.33 erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet. Bei der Einziehung erworbener eigener Aktien wurden 2009 das Gezeichnete Kapital um den eingezogenen Anteil am Grundkapital entsprechend gekürzt und die Kapitalrücklagen um denselben Betrag erhöht (§ 237 Abs. 5 AktG) sowie die Gewinnrücklagen schließlich um die Gesamtkosten der eingezogenen erworbenen eigenen Anteile reduziert.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis zu drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.

Pensionsrückstellungen

Die Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen für Pensionen erfolgt gemäß IAS 19. Zu unterscheiden sind dabei grundsätzlich beitrags- und leistungsorientierte Pensionspläne.

Bei beitragsorientierten Plänen treffen den Arbeitgeber über die regelmäßige Entrichtung bestimmter Beiträge hinaus keinerlei Verpflichtungen. Zur Bewertung von Verpflichtungen oder Aufwendungen sind daher keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste können nicht entstehen. Bechtle hat keine beitragsorientierten Pensionspläne in nennenswertem Umfang.

Dagegen sind die aus leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtungen mittels versicherungsmathematischer Annahmen und Berechnungen unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen zu bewerten. Dabei können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste auftreten.

Bechtle erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht gemäß der sogenannten Korridormethode (IAS 19.92), sondern gemäß IAS 19.93A stets in voller Höhe in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital (sonstiges Ergebnis innerhalb Gewinnrücklagen). Somit sind sämtliche bis zum Bilanzstichtag angefallenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vollständig im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Bei Anwendung der Korridormethode würde nur ein bestimmter Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der betreffenden Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss künftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der zum Bilanzstichtag die bestmögliche Schätzung des Ausgabenbetrags darstellt, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung voraussichtlich erforderlich ist.

Sonstige Rückstellungen für Garantien werden entsprechend für die voraussichtliche Inanspruchnahme auf Basis von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen und der Umsätze gebildet.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten und Finanzierungsleasing werden Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in Höhe des Barwerts aus den künftigen Mindestleasingraten passiviert.

Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der Bechtle-Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.

Abgrenzungsposten

Der Abgrenzungsposten beinhaltet bei Bechtle sämtliche Umsatz- und Ertragsabgrenzungen. Dies beinhaltet insbesondere Anzahlungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten auf Wartungsverträge und Garantieleistungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe der noch zu erbringenden Leistungen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (zum Beispiel Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).

Nach IAS 39 werden folgende Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:

für Handelszwecke gehaltene Vermögenswerte mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (held for trading)
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity)
ausgereichte Kredite und Forderungen (loans and receivables)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale)
finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert (financial assets and liabilities at fair value through profit or loss)

Finanzinstrumente werden, soweit nicht anders angegeben, zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert eines originären Finanzinstruments ist in der Regel der am Markt erzielbare Preis, das heißt der Preis, zu dem das Finanzinstrument zwischen voneinander unabhängigen Parteien innerhalb einer Transaktion frei gehandelt werden kann. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Ausgereichte Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren, hat die Bechtle AG bislang keinen Gebrauch gemacht. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat der Konzern von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht.

Derivate Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden nach der Methode der Bilanzierung zum Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte werden mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Methode) oder Marktwerte ermittelt.

Die Bechtle-Gruppe bedient sich Zinsswaps, um das aus zukünftigen Zinssatzschwankungen resultierende Zinsänderungsrisiko bei Finanzschulden zu vermindern. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird bei den als wirksamer Cashflow Hedge zu klassifizierenden Zinsswaps erfolgsneutral unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern gebucht. Der Marktwert von Zinsswaps bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve. Die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die dem unwirksamen Sicherungsinstrument zuzurechnen sind, erfolgt erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung.

Devisentermingeschäfte und Devisenswaps zur Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten (= Grundgeschäft) in fremder Währung werden als Fair Value Hedge bewertet. Ein Fair Value Hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Die Änderung des Zeitwerts des Devisentermingeschäfts sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich ergebniswirksam erfasst.

Absicherungen von Nettoinvestition in ausländische Konzerngesellschaften dient der Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus Tochtergesellschaften mit von der Konzernwährung Euro abweichenden funktionalen Währungen. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsgeschäft, die dem wirksamen Teil der Sicherungsgeschäfte zuzurechnen sind, werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente, die nicht im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 bilanziert sind, werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung mit ihrem Marktwert berücksichtigt.

Zusammenfassung ausgewählter Bewertungsmethoden:

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Position Bewertungsmethoden
Aktiva
Geschäfts- und Firmenwerte Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment Test)
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Kundenstämme (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Marker Anschaffungskosten (Folgebewertung)
Impairment Test)
Kundenserviceverträge (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Erworbene Software (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Selbst erstellte Software (Fortgeführte) Anschaffungskosten der Entwicklung auf Basis direkt zurechenbaren (Einzel- und Gemein-)Kosten
Sachanlagevermögen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert
Geld- und Wertpapieranlagen
"Kredite und Forderungen" (Fortgeführte) Anschaffungskosten
"zur Veräußerung verfügbar" Erfolgsneutral zum Fair Value
Liquide Mittel (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Passiva
Pensionsrückstellurgen Projizierte Einmalbeitragsmethode (IAS 19.64 ff.) mittels versicherungsmathematischer Gutachter
Sonstige Rückstellungen Erfüllungsbetrag (mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit)
Finanzverbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige Verbindlichkeiten Erfüllungsbetrag
Abgrenzungsposten Erfüllungsbetrag

Wesentliche Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Vorstands, die sich auf die ausgewiesene Höhe des Vermögens, der Schulden, der Erträge und Aufwendungen im Konzern-Abschluss sowie den Ausweis der sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Eventualschulden auswirken. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von diesen Schätzungen abweichen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu vermitteln.

Nachstehend werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten erläutert, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird.

Der Werthaltigkeitstest für die Geschäfts- und Firmenwerte, die sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erfordert zur Bestimmung deren Nutzungswertes Schätzungen der künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie die Wahl eines angemessenen Abzinsungssatzes zur Ermittlung des Barwerts dieser Cashflows. Für die Schätzungen der zukünftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branche zu treffen.

Die planmäßige Abschreibung von Sachanlagevermögen erfordert Einschätzungen und Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern der Vermögenswerte.

Zur Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern des Konzerns sind wesentliche Beurteilungen erforderlich. Insbesondere die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfordern Einschätzungen über die Höhe und Zeitpunkte des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien. Wenn Zweifel an der Realisierbarkeit der Verlustvorträge bestehen, werden diese nicht angesetzt oder wertberichtigt.

Die Vorräte enthalten Wertberichtigungen auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert. Die Höhe der Wertberichtigungen erfordert Einschätzungen und Annahmen über den voraussichtlich zu erzielenden Verkaufserlös.

Für zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Grundlage für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Struktur der Fälligkeit der Forderungssalden, Erfahrungen bezüglich der Ausbuchung von Forderungen in der Vergangenheit, die Einschätzung der Kundenbonität sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Faktoren. Diese Faktoren umfassen unter anderem versicherungsmathematische Annahmen wie zum Beispiel den Diskontierungszinssatz, erwartete Wertsteigerungen des Planvermögens, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen, Sterblichkeitsraten und frühestes Rentenalter. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen verbunden. Die Beurteilung der Quantifizierung der möglichen Höhe von Zahlungsverpflichtungen beruht auf der jeweiligen Situation und dem Sachverhalt. Für Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, wenn Verluste drohen, diese wahrscheinlich sind und ihre Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

III. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen in Höhe von 1.379.307 Tsd. € (Vorjahr: 1.431.462 Tsd. €) werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.

Kunden sind grundsätzlich (branchenunabhängig) nur gewerbliche Endabnehmer und öffentliche Auftraggeber.

Die genaue betragsmäßige Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftssegmenten und Regionen ergibt sich aus den Segmentinformationen (Gliederungspunkt VII.).

(2) Aufwandsgliederung

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in Tsd. € Umsatzkosten Vertriebskosten Verwaltungskosten
2009 2008 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Materialaufwand 1.043.059 1.079.543 0 0 0 0
Personalaufwand 102.418 100.447 65.664 67.116 52.336 50.147
Abschreibungen 6.388 6.206 3.861 4.001 4.015 3.703
Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.905 27.135 18.419 19.338 19.820 21.859
Gesamtaufwendungen 1.179.770 1.213.331 87.944 90.455 76.171 75.709

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Büro-und Gebäudemieten in Höhe von 17.827 Tsd. € (Vorjahr: 16.183 Tsd. €), Fahrzeugkosten in Höhe von 14.597 Tsd. € (Vorjahr: 14.932 Tsd. €), Kommunikationskosten in Höhe von 4.377 Tsd. € (Vorjahr: 4.233 Tsd. €), Marketing in Höhe von 3.376 Tsd. € (Vorjahr: 4.414 Tsd. €), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 2.287 Tsd. € (Vorjahr: 3.31G Tsd. €) und sonstige im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Kosten.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 2009 | 2008
Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten 5.276 4.057
Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen 918 1.564
Erträge aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage 213 176
Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten 96 183
Mieterträge 79 17
Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit zustehenden Bauvertragsleistungen 0 700
Ertrag aus Devisentermingeschäften (ohne qualifizierte/designierte Sicherungsbeziehung) 0 501
Gewinn aus der Veräußerung/Entkonsolidierung TomTech 0 466
Übrige 708 598
Sonstige betriebliche Erträge 7.290 8.262

Unter Verrechnung der in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten erfassten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ergibt sich im Berichtsjahr netto ein Ertrag von 150 Tsd. € (Vorjahr: Aufwand von 535 Tsd. €).

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Versicherungserstattungen, Kostenweiterbelastungen sowie Erträge aus der Kontenbereinigung.

(4) Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Die Finanzerträge in Höhe von 1.503 Tsd. € (Vorjahr: 1.987 Tsd. €) enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Zinserträge. Die Finanzaufwendungen in Höhe von 553 Tsd. € (Vorjahr: 683 Tsd. €) beinhalten in voller Höhe Zinsaufwendungen (Vorjahr: 278 Tsd. €). Weiterhin wurden im Vorjahr Wertberichtigungen auf zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (available for sale) in Höhe von 405 Tsd. € erfasst.

(5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragssteuern sind die gezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 2009 2008
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern Deutschland 10.510 12.542
Übrige Länder 3.823 3.169
Latente Steuern
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden - 251 - 73
aus Verlustvorträgen - 4.678 467
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.404 16.105

Die Abstimmung zwischen den tatsächlichen Steueraufwendungen und dem Betrag, der sich unter Berücksichtigung eines gewichteten inländischen und ausländischen Steuersatzes von rund 28 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent) auf den Gewinn vor Ertragssteuern ergibt, stellt sich für das Berichtsjahr wie folgt dar:

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in Tsd. € 2009 2008
Ergebnis vor Steuern 43.662 61.533
Erwarteter Steueraufwand 12.100 16.453
Auflösung passiver latenter Steuern auf Goodwill wegen Anwachsung 0 - 373
Steuerfreie Erträge - 30 - 314
Steuersatzänderung auf latente Steuern - 4 - 45
Steueraufwand frühere Jahre 592 0
Steuerertrag frühere Jahre -69 - 360
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 770 646
Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge - 4.777 - 532
Nicht angesetzte latente Steuern auf Verlustvorträge des laufenden Jahres 300 563
Abwertung bislang angesetzter latenter Steuern auf Verlustvorträge 418 0
Sonstige 104 67
Tatsächlicher Steueraufwand 9.404 16.105

(6) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des Ergebnisses nach Steuern ohne Minderheitenanteile je Stammaktie:

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2009 2008
Ergebnis nach Steuern (Tsd. €) 34.258 45.428
davon Anteil der Minderheiten (Tsd. €) 0 56
davon Anteil der Aktionäre der Bechtle AG (Tsd. €) 34.258 45.372
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien (Stück) 20.853.034 21.164.950
Ergebnis je Aktie (€) 1,64 2,14

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern ohne Minderheitenanteile und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eigene Aktien verringern entsprechend die Anzahl ausstehender Aktien. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

IV. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(7) Geschäfts- und Firmenwerte

Die einzelnen Veränderungen der Geschäfts- und Firmenwerte im Berichtsjahr sowie deren Zuordnung zu den beiden Cash-Generating Units zeigt die nachfolgende Tabelle.

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in Tsd. € IT-Systemhaus & Managed Services IT-E-Commerce Konzern
Cash-Generating Unit
Stand 01.01.2009 77.888 27.935 105.823
Nachträgliche Kaufpreisanpassungen Bechtle GmbH, Wien 500 0 500
Währungsumrechnungsdifferenzen (IAS 21.47) 35 37 72
Stand 31.12.2009 78.423 27.972 106.395

Die bisherigen Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- und Firmenwerte gemäß IAS 36 ergaben weder für die Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services noch für die Cash-Generating Unit IT-E-Commerce einen Abwertungsbedarf.

Den im Rahmen der Werthaltigkeitstests ermittelten Nutzungswerten für die Geschäfts- und Firmenwerte wurden Diskontierungszinssätze nach Steuern zwischen 8,6 und 8,8 Prozent (Vorjahr: 8,4 bis 8,8 Prozent) zugrunde gelegt, die der geforderten Kapitalrendite beziehungsweise den Kapitalkosten im Bechtle-Konzern entsprechen. Die verwendeten Cashflow-Prognosen basieren auf vom Management genehmigten individuellen Umsatz- und Kostenplanungen. Die Wachstumsraten für die in der weiteren Zukunft liegenden Jahre sind sicherheitshalber sehr risikoavers mit Werten nahe 0 Prozent veranschlagt. Die im Berichtsjahr ermittelten Nutzungswerte übersteigen die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte sehr deutlich. Durch Sensitivitätsanalysen wurde festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- und Firmenwerten vorliegen würde.

Weitere Einzelheiten zur im Berichtsjahr erfolgten Erhöhung des Geschäfts- und Firmenwertes um die nachträgliche Kaufpreisanpassung in Höhe von 500 Tsd. € sind in Gliederungspunkt VIII. "Akquisitionen" dargestellt.

Die Entwicklung der Geschäfts- und Firmenwerte ist des Weiteren in Anlagen B und C zum Anhang abgebildet.

(8) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Marken 2.889 2.879
Kundenstämme 9.053 12.957
Erworbene Software 2.847 3.370
Selbst erstellte Software 143 67
Kundenserviceverträge 0 286
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 14.932 19.559

Die Marke ARP Datacon hat eine unbegrenzte Nutzungsdauer und ist der Cash-Generating Unit IT-E-Commerce zuzuordnen. Die im Vorjahr wertberichtigte niederländische Marke Artikona wurde im Berichtsjahr ausgebucht. Der Markenname Artikona wird nicht mehr verwendet.

Durch Sensitivitätsanalysen wurde festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei der Marke ARP Datacon vorliegen würde. Der zur Ermittlung der Nutzungswerte für die Marke im Rahmen der Werthaltigkeitstests verwendete Diskontierungszinssatz spiegelt die vermögenswertspezifischen Risiken wider.

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in Tsd. € 2009
Kundenstämme
Buchwert (31.12.2009) 9.053
Verbleiberde Restnutzungsdauer (gewichteter Durchschritt) 2,5 Jahre
Kumulierte planmäßige Abschreiburgen 16.948
Kumulierte Wertminderurgen nach IAS 36 269
Währungsumrechnungsdifferenzern der kumulierter Abschreiburgen 48
Planmäßige Abschreibung 2009 3.893

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist im Einzelnen in Anlagen B und C zum Anhang dargestellt.

(9) Sachanlagevermögen

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in Tsd. € | 31.12.2009 31.12.2008
Grundstücke und Bauten 11.050 5.786
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.690 16.419
Anzahlurgen und Anlagen im Bau 0 1.553
Sachanlagevermögen 27.740 23.758

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen wurden nur in unwesentlicher Höhe vorgenommen.

In der Geschäftsausstattung zum 31. Dezember 2009 sind keine geleasten Vermögenswerte nach IAS 17.20 beziehungsweise IAS 17.25 (Finanzierungsleasing) enthalten (Vorjahr: 6 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2010 werden keine Leasingzahlungen zu leisten sein (Vorjahr: 6 Tsd. €), folglich liegt auch der Barwert bei 0 Tsd. € (Vorjahr: 6 Tsd. €).

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im Einzelnen in den Anlagen B und C zum Anhang dargestellt.

(10) Latente Steuern

Nachstehend werden die Bestände der aktiven und passiven Steuerlatenzen dargestellt. Neben Veränderungen des laufenden Jahres enthalten diese auch im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbener Unternehmen zu erfassende latente Steuern sowie Steuereffekte aus erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen.

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Verlustvorträge 7.092 2.574
Pensionsrückstellungen 1.726 1.668
Sonstige Rückstellungen 707 102
Sachanlagen 226 243
Übrige 123 109
Aktive latente Steuern 9.874 4.696

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Geschäfts- und Firmenwerte 6.841 5.755
Kundenstämme 2.074 3.059
Vorräte 551 623
Forderungen 531 421
Marken 528 527
Sachanlagen 496 571
Sonstige Rückstellungen 334 361
Beteiligungen 140 136
Aktivierte Eigenleistungen 40 0
Kundenserviceverträge 0 75
Übrige 63 30
Passive latente Steuern 11.598 11.558

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements zur Realisierung der aktiven latenten Steuern. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Hierbei wird die Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der passiven latenten Steuern sowie der zukünftigen steuerlichen Gewinne berücksichtigt.

Bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, bestanden in Höhe von 8.254 Tsd. € (Vorjahr: 1.671 Tsd. €) für Körperschaftsteuer, 9.156 Tsd. € (Vorjahr: 1.812 Tsd. €) für Gewerbesteuer und 8.128 Tsd. € (Vorjahr: 5.116 Tsd. €) für die Verluste von ausländischen Gesellschaften.

Für die Abgrenzung latenter Steuern im In- und Ausland werden jeweils die im Jahr der Umkehrung geltenden Steuersätze der jeweiligen Gesellschaft angesetzt.

Der latente Steueraufwand wurde - aufgrund durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ermöglichten und Anfang 2010 umgesetzten konzerninternen Umstrukturierungen - durch den Ansatz bisher nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge um 4.777 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) gemindert.

Die inländischen Verlustvorträge gelten nach den derzeitigen steuerlichen Bestimmungen als unbefristet. Die eingeschränkte Nutzung von Verlustverrechnungsmöglichkeiten (Mindestbesteuerung) im deutschen Steuerrecht wurde bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt. Die Verlustvorträge im Ausland verfallen teilweise nach fünf Jahren.

Zum 31. Dezember 2009 waren wie im Vorjahr keine latenten Steuerschulden für Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochtergesellschaften von Bechtle erfasst, da diese Gewinne entweder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften, für die keine Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich insgesamt auf 6.050 Tsd. € (Vorjahr: 5.558 Tsd. €).

(11) Vorräte

Der Lagerbestand der Gesellschaft besteht nahezu ausschließlich aus Handelswaren.

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Vorräte, brutto 61.268 53.972
Wertberichtigungen 1.946 1.854
Vorräte 59.322 52.118

Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte belief sich zum 31. Dezember 2009 auf 1.797 Tsd. € (Vorjahr: 3.387 Tsd. €). Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 92 Tsd. € aufwandswirksam (Vorjahr: 413 Tsd. € ertragswirksam) erfasst.

(12) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 186.310 145 191.218 366
Wertberichtigungen 2.331 0 2.816 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183.979 145 188.402 366

Die Fälligkeitsstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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in Tsd. € Buchwert Ganz bzw. teilweise einzelwertberichtigt Einzelwertberichtigung Pauschalierte Einzelwertberichtigung Nicht überfällig und nicht wertberichtigt Überfällig weniger als 30 Tage
31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183.979 884 783 1.548 141.803 38.793
31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 188.402 1.155 1.074 1.742 134.440 48.185

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in Tsd. € Überfällig
zwischen 31 und 60 Tagen zwischen 61 und 90 Tagen zwischen 91 und 180 Tagen größer 180 Tage
--- --- --- --- ---
31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.138 1.147 433 112
31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.334 1.597 507 0

Die Gesellschaft gewährt branchen- und landesübliche Zahlungsziele. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Forderungen der Gesellschaft sind mit Ausnahme der geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommt. Die Gesellschaft musste in der Vergangenheit Ausfälle von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene Wertberichtigungen nach den Erfahrungen der Vergangenheit vorgenommen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

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in Tsd. € 2009 2008
Stand der Wertberichtigungen am 1. Januar 2.816 2.683
Kursdifferenzen/Konsolidierung 2 44
Verbrauch 516 203
Auflösungen 775 513
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 804 805
Stand der Wertberichtigungen am 31. Dezember 2.331 2.816

Der Gesamtbetrag der Zuführung von 804 Tsd. € (Vorjahr: 805 Tsd. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 546 Tsd. € (Vorjahr: 501 Tsd. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 258 Tsd. € (Vorjahr: 304 Tsd. €).

Aufwendungen aus der sofortigen Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 448 Tsd. € (Vorjahr: 392 Tsd. €). Erträge aus dem Zahlungseingang auf ausgebuchte Forderungen bestehen nur in unwesentlicher Höhe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zugeordnet.

(13) Geld- und Wertpapieranlagen

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Geldanlagen 15.049 3.000 0 0
Wertpapieranlagen 461 0 338 0
Geld- und Wertpapieranlagen 15.510 3.000 338 0

Den Buchwert der Geldanlagen bilden die Anschaffungskosten in Höhe von 15.000 Tsd. € und Zinsabgrenzungen in Höhe von 49 Tsd. €.

Weitere Angaben zu den zum beizulegenden Zeitwert anzusetzenden Wertpapieren zeigt nachfolgende Tabelle:

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Anschaffungskosten 445 743
Buchwert 461 338
Unrealisierte Kursgewinne 121 0
Unrealisierte Kursverluste - 105 - 405

Die unrealisierten Kursgewinne sind erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die unrealisierten Kursverluste betreffen die in 2008 aufwandswirksam erfasste wesentliche Wertminderung (IAS 39.67 ff.).

Für die Angaben nach IFRS 7 werden die Finanzinstrumente in Höhe von 18.049 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) der Klasse "Geldanlagen" und in Höhe von 461 Tsd. € (Vorjahr: 338 Tsd. €) der Klasse "Wertpapieranlagen" zugeordnet.

(14) Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Rückvergütung und sonstige Forderungen gegen Lieferanten 13.689 0 10.358 0
Arbeitsbeschaffungsreserven (Sperrkonto Schweiz) 0 820 0 823
Ausgereichtes Darlehen an Vermietungsgesellschaft 0 750 0 793
Mietkautionen 124 557 460 316
Forderungen aus Verkauf TomTech 521 0 1.000 549
Forderungen an Personal 89 55 102 67
Versicherungserstattungen 119 0 84 0
Zinsabgrenzungen 280 0 61 0
Forderungen gegen eine Leasinggesellschaft 0 0 3.158 0
Arbeitgeberbeitragsreserve 0 0 51 0
Übrige 313 16 327 16
Summe der Finanzinstrumente 15.135 2.198 15.601 2.564
Rechnungsabgrenzungsposten 1.465 55 1.356 0
Ansprüche aus Sozialkassen 1.300 0 974 0
Vorauszahlungen 1.065 0 1.065 0
Umsatzsteuerforderung 125 0 191 0
Forderungen aus sonstigen Steuern 131 0 223 0
Summe der anderen Vermögenswerte 4.086 55 3.809 0
Sonstige Vermögenswerte 19.221 2.253 19.410 2.564

Die sonstigen Vermögenswerte der Gesellschaft sind nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann.

Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente weisen zum jeweiligen Bilanzstichtag folgende Fälligkeiten auf:

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in Tsd. € Buchwert Nicht überfällig Überfällig
weniger als 30 Tage zwischen 31 und 90 Tagen zwischen 91 und 180 Tagen Zwischen 181 und 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2009 Finanzinstrumente 15.135 14.739 317 25 10 12
31.12.2008 Finanzinstrumente 15.601 15.362 148 43 40 6

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in Tsd. € Überfällig Über 360 Tage
31.12.2009 Finanzinstrumente 32
31.12.2008 Finanzinstrumente 2

Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht überfälligen Vermögenswerte ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet.

(15) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel in Höhe von 76.467 Tsd. € (Vorjahr: 77.300 Tsd. €) beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.

Die liquiden Mittel werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Liquide Mittel" zugeordnet.

(16) Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung als explizitem Abschlussbestandteil vor dem Konzern-Anhang dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 ist in 21.000.000 (Vorjahr 21.200.000) voll einbezahlte ausgegebene Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Das Grundkapital wurde durch Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2008 beziehungsweise 16. Juni 2009 in Verbindung mit dem Beschluss des Vorstands vom 21. September 2009 und der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 2. Oktober 2009 von 21.200.000 € auf 21.000.000 € durch Einziehung von 200.000 Stückaktien in vereinfachter Form nach § 237 Abs. 3 Nr. 2 AktG herabgesetzt. Gemäß § 237 Abs. 5 AktG wurde in Höhe des auf die eingezogenen Aktien entfallenden Anteils am Grundkapital ein Betrag von 200.000 € der Kapitalrücklage zugeführt.

Weitere Angaben in diesem Zusammenhang sind unter "Eigene Aktien" dargestellt.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der Bechtle AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien um bis zu 10.600 Tsd. € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009). Die von der Hauptversammlung am 11. Juni 2004 bis zum 10. Juni 2009 entsprechend erteilte Ermächtigung wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 aufgehoben.

Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, sofern (i) die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder (ii) die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, zehn vom Hundert des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabekurs den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet oder (iii) die Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien erfolgt, wenn der anteilige Betrag zehn vom Hundert des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Das am 1. Juni 2001 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2001) in Höhe von 2.000 Tsd. € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 aufgehoben.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen enthalten im Wesentlichen das Ausgabeaufgeld (Agio) aus durchgeführten Kapitalerhöhungen und beliefen sich zum 31. Dezember 2009 auf 145.228 Tsd. € (Vorjahr: 143.454 Tsd. €).

Der im Berichtsjahr erfolgte Anstieg um 1.774 Tsd. € resultiert in Höhe von 200 Tsd. € aus der Einziehung eigener Aktien und in Höhe von 1.574 Tsd. € aus der Wiederveräußerung eigener Aktien, wie unter "Eigene Anteile" näher erläutert.

Gewinnrücklagen

Angesammelte Gewinne

Auf der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende in Höhe von 0,60 € je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Die Zahlung der Dividende erfolgte am 17. Juni 2009. Zu diesem Zeitpunkt belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 457.801 Stück und die Anzahl ausstehender Aktien entsprechend auf 20.742.199 Stück, sodass ausgezahlte Dividendensumme 12.445 Tsd. € (Vorjahr: 12.720 Tsd. €) betrug.

Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn und den Gewinnrücklagen der Gesellschaft geleistet werden, wie sie im Jahresabschluss der Bechtle AG nach deutschem Handelsrecht ausgewiesen sind. Diese Beträge weichen von der Summe aus den Eigenkapitalien ab, wie sie im Konzern-Abschluss nach IFRS dargestellt sind. Die Festlegung der Ausschüttung künftiger Dividenden wird gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen. Bestimmende Faktoren sind insbesondere die Profitabilität, die Finanzlage, der Kapitalbedarf, die Geschäftsaussichten sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft. Da die Strategie des Unternehmens auf internes und externes Wachstum ausgelegt ist, werden hierfür Investitionen notwendig sein, die - soweit möglich - intern finanziert werden sollen. Der Vorstand beschloss, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 12.600 Tsd. € zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,60 € je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden.

Darüber hinaus veränderten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr um das aus dem Ergebnis nach Steuern (34.258 Tsd. €) und dem sonstigen Ergebnis (131 Tsd. €) bestehende Gesamtergebnis in Höhe von 34.389 Tsd. € sowie um den aus der Einziehung eigener Aktien resultierenden Betrag in Höhe von -2.253 Tsd. €. Entsprechend beliefen sich die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2009 auf 168.733 Tsd. € (Vorjahr: 149.042 Tsd. €).

Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis

Zum Bilanzstichtag setzte sich das kumulierte erfolgsneutrale Ergebnis wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste der Personalvorsorge - 9.163 - 9.586
Ertragssteuereffekte 1.915 1.882
Nichtrealisierte Verluste aus Wertpapieren 121 0
Ertragssteuereffekte - 30 0
Nichtrealisierte Verluste/Gewinne aus Finanzderivaten - 389 - 369
Ertragssteuereffekte 114 98
Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 5 - 841
Ertragssteuereffekte 0 66
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe - 665 0
Ertragssteuereffekte 194 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 3.296 4.017
Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis - 4.602 - 4.733

Entsprechend belief sich das sonstige Ergebnis innerhalb des Gesamtergebnisses im Berichtsjahr auf 131 Tsd. € (Vorjahr: 4.933 Tsd. €).

Eigene Anteile

Der Vorstand der Bechtle AG hatte am 9. Oktober 2008 beschlossen, bis zu 2,12 Millionen eigene Aktien über die Börse (Xetra) zurückzukaufen. Grundlage für den Rückkauf ist der Beschluss der Hauptversammlung, der die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG dazu ermächtigt, eigene Aktien von bis zu zehn Prozent des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung aus dem Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 gilt bis zum 15. November 2010 und ersetzt die vorherige, ursprünglich bis 16. November 2009 geltende Ermächtigung aus dem Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2008.

Der Erwerb eigener Aktien erfolgt dabei über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien beziehungsweise im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des Kaufangebots um nicht mehr als zehn Prozent überschreiten und um nicht mehr als zehn Prozent unterschreiten. Im Übrigen haben Erwerb und Verwendung eigener Aktien dabei den inhaltlichen Bedingungen des Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen.

Die im Berichtsjahr und im Vorjahr erfolgten Transaktionen in eigenen Aktien sowie deren Bestände zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

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Anzahl Anteil am Grundkapital Preis je Aktie Gesamtpreis einschl. Transaktionskosten
Stück Tsd. € % Tsd. €
--- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2008 0
Käufe 209.500 210 0,99 10,70 2.247
Verkäufe 0
Einziehung 0
Stand zum 31. Dezember 2008 209.500 210 0,99 10,70 2.247
Stand zum 1. Januar 2009 209.500 210 0,99 10,70 2.247
Käufe 251.551 252 1,19 11,69 2.946
Verkäufe 261.051 261 1,23 17,33 4.514
Einziehung 200.000 200 0,94 11,24 2.253
Stand zum 31. Dezember 2009 0

Der Beschluss des Vorstands, den Aktienrückkauf zu beenden und 200.000 Stück der vorhandenen eigenen Aktien einzuziehen sowie die übrigen 261.051 Stück eigene Aktien wieder über die Börse zu verkaufen, erfolgte am 21. September 2009. Die zur Einziehung der Aktien erforderliche Zustimmung des Aufsichtsrats wurde am 2. Oktober 2009 erteilt.

Wie auch in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich, führte die Einziehung der erworbenen eigenen Aktien zur Reduzierung des gezeichneten Kapitals um 200 Tsd. € bei gleichzeitiger Erhöhung der Kapitalrücklage um denselben Betrag. Die Gewinnrücklagen verringerten sich entsprechend um die Anschaffungskosten der eingezogenen Aktien in Höhe von 2.253 Tsd. €. Bei der Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien überstieg der Verkaufserlös (4.514 Tsd. €) die Anschaffungskosten (2.940 Tsd. €) um 1.574 Tsd. €. Dieser Veräußerungsgewinn war erfolgsneutral in den Kapitalrücklagen zu erfassen.

Der Bestand an eigenen Aktien verringerte sich von 209.500 Stück zum 31. Dezember 2008 im Jahr 2009 um 209.500 Stück auf 0 Stück zum 31. Dezember 2009. Die Anzahl ausstehender Aktien betrug zum 31. Dezember 2008 entsprechend 20.990.500 Stück und zum 31. Dezember 2009 (nach Veräußerung und Einziehung) 21.000.000 Stück. Der gemäß IAS 33 ermittelte gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien im Berichtsjahr beläuft sich auf 20.853.034 Stück (Vorjahreszeitraum: 21.164.950 Stück).

Minderheitenanteile

Nach dem im Vorjahr erfolgten vollständigen Erwerb der verbliebenen Minderheitenanteile am Eigenkapital entstanden im Berichtsjahr keine neuen Minderheitenanteile, sodass zum 31. Dezember 2009 unverändert gegenüber dem Vorjahr keine Minderheitenanteile am Eigenkapital existierten.

Kapitalmanagement

Bechtle verfügt mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 64,3 Prozent (Vorjahr: 62,8 Prozent) über eine solide Eigenkapitalstruktur. Zielsetzung des Kapitalmanagements bei Bechtle ist die Beibehaltung der starken Eigenkapitalbasis, um das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes zu erhalten und um zukünftiges internes und externes Wachstum zu ermöglichen.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben beziehungsweise eigene Anteile zurückkaufen und gegebenenfalls auch einziehen. Zum 31. Dezember 2009 beziehungsweise 31. Dezember 2008 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

(17) Pensionsrückstellungen

Mit Ausnahme der Pensionspläne bei der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz, Schweiz, und ihren Tochtergesellschaften sowie bei der Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, bestehen in der Bechtle Gruppe keine leistungsorientierten Pensionspläne.

Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Zusammenhang mit der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Hier betrugen die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland im Jahr 2009 10.792 Tsd. € (Vorjahr: 10.461 Tsd. €).

Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften

Die Versorgungspläne der Bechtle Holding Schweiz AG und ihrer Tochtergesellschaften sind zwar als beitragsorientierte Pläne vertraglich vereinbart, aber dennoch als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu bilanzieren, da eine finanzielle Beteiligung seitens der Gesellschaften im Falle einer Unterdeckung nicht ausgeschlossen werden kann.

Aufgrund nicht ausreichender Informationen seitens der von der Gruppe unabhängigen Vorsorgeeinrichtungen (Kollektivversicherungen) wurden die Pensionspläne gemäß IAS 19.30 bis 31. Dezember 2005 nicht als leistungsorientierte Pläne bilanziert.

Seit 1. Januar 2006 besteht für die in der Schweiz ansässigen Gesellschaften der Bechtle Holding Schweiz AG die von der Gruppe unabhängige teilautonome "Bechtle Pensionskasse", bei der es sich um eine Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Art. 331 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts und Art. 48 ff. Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) mit Sitz in Rotkreuz handelt. Die nicht in der Schweiz ansässigen Gesellschaften der Bechtle Holding Schweiz AG sind über externe staatliche (Deutschland, Frankreich und Österreich) und private (Niederlande) Vorsorgeeinrichtungen abgedeckt. Mit der "Bechtle Pensionskasse" ist seit 1. Januar 2006 die notwendige Transparenz vorhanden, um die Pensionspläne als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19.48 ff. bilanzieren zu können. Hierzu werden seit 1. Januar 2006 regelmäßig versicherungsmathematische Gutachten erstellt.

Per 31. Dezember 2008 hatte sich so aus der Gegenüberstellung von Planvermögen (30.833 Tsd. € ) und leistungsorientierter Verpflichtung (39.255 Tsd. €) eine Unterdeckung und zu bilanzierende Nettoverpflichtung in Höhe von 8.422 Tsd. € ergeben, die entsprechend als Pensionsrückstellung ausgewiesen wurde. Diese bilanzierte Nettoverpflichtung war in Höhe von 9.736 Tsd. € auf versicherungsmathematische Verluste zurückzuführen, die gemäß IAS 19.93A nach Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst wurden.

Im Laufe des Berichtsjahres fielen versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 468 Tsd. € an. Unter Berücksichtigung von Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -23 Tsd. € ergaben sich so zum 31. Dezember 2009 in den Gewinnrücklagen ausgewiesene versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 9.2 91 Tsd. € abzüglich 1.949 Tsd. € aktive latente Steuern.

Im Berichtsjahr überstiegen die erfolgswirksam zu erfassenden Netto-Pensionsaufwendungen die geleisteten Arbeitgeberbeiträge um einen Betrag in Höhe von 150 Tsd. €, der entsprechend als zusätzlicher Personalaufwand (betrieblicher Aufwand) erfasst wurde.

Nach Berücksichtigung übriger Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 2 Tsd. € belief sich die zum 31. Dezember 2009 insgesamt zu bilanzierende Nettoverpflichtung und damit die Pensionsrückstellung somit schließlich auf 8.125 Tsd. €.

Bechtle Onsite Services GmbH

Die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, resultieren aus einer Teilgeschäftsbetriebsübernahme zum 1. Oktober 2005 und wurden somit zum 31. Dezember 2005 auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens erstmals im Bechtle-Konzern bilanziert.

Die Verpflichtungen dieses leistungsorientierten Pensionsplans werden als unmittelbare Zusagen ohne Reservenauslagerung abgewickelt. Es handelt sich um ein rückstellungsfinanziertes Versorgungssystem ohne Fondsdeckung. Für die Bewertung werden regelmäßig versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Zum 31. Dezember 2008 betrug die bilanzierte Pensionsrückstellung 437 Tsd. €. Die versicherungsmathematischen Gewinne beliefen sich auf 150 Tsd. € (passive latente Steuern: 39 Tsd. €).

Zum 31. Dezember 2009 erhöhte sich die Pensionsrückstellung um 69 Tsd. € auf 506 Tsd. €. Dieser Anstieg war in Höhe von 22 Tsd. € erfolgsneutral als versicherungsmathematischer Verlust (latente Steuern: 5 Tsd. €) und in Höhe von 47 Tsd. € aufwandswirksam zu erfassen.

In Summe ergaben die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Onsite Services GmbH und der Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften per 31. Dezember 2009 die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen 8.631 Tsd. €.

Die Überleitungsrechnung für den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar:

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in Tsd. € 2009 2008
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. 39.692 38.460
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 2.724 1.654
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.104 1.444
Arbeitnehmerbeiträge 1.754 1.719
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 651 - 2.473
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Gezahlte Versorgungsleistungen - 2.638 - 5.212
Währungsumrechnungsdifferenzen 184 4.100
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. 43.471 39.692

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird wie folgt übergeleitet:

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in Tsd. € 2009 2008
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. 30.833 32.685
Erwartete Erträge aus Planvermögen 1.187 1.547
Arbeitnehmerbeiträge 1.754 1.719
Arbeitgeberbeiträge 2.444 2.410
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.097 - 5.660
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0
Gezahlte Versorgungsleistungen - 2.638 - 5.212
Währungsumrechnungsdifferenzen 163 3.344
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. 34.840 30.833

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung zu den in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungen:

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. 43.471 39.692 38.460 39.363 559
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. 34.840 30.833 32.685 33.979 0
Nettoverpflichtung 8.631 5.775 5.384 559 8.859
Bilanzierte Pensionsrückstellungen 8.631 8.859 5.775 5.384 559

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Netto-Pensionsaufwendungen für die leistungsorientierten Versorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 2009 2008
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 2.724 1.654
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.104 1.444
Erwartete Erträge aus Planvermögen - 1.187 - 1.547
Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen 2.641 1.551

Den leistungsorientierten Pensionsplänen und ihrer versicherungsmathematischen Bewertung liegen die folgenden Parameter zugrunde:

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Bechtle Holding Schweiz AG (Teilkonzern) Bechtle Onsite Services GmbH
Diskontierungszinssatz 3,00% 5,50%
Inflationsrate 1,50% n/a
Langfristig erwartete Wertsteigerung des Planvermögens 4,00% ab 31.12.2008 "netto" (d. h. nach Verwaltungsaufwand) n/a
Gehaltssteigerung (inkl. Inflationsrate) 2,00% 0,00%
Rentensteigerung 0,00% 0,00%
Austrittswahrscheinlichkeit, Sterblichkeit, Invalidität BVG 2005 Heubeck Richttafeln 2005 G; alters- und dienstzeitabhängige Austrittswahrscheinlichkeit
Verheiratungswahrscheinlichkeit 80%; Altersdifferenz Ehemann zu Ehefrau beträgt 3 Jahre Heubeck Richttafeln 2005 G
Frühestes Rentenalter Männer und Frauen zu 100% im Alter von 64 Jahren Männer und Frauen zu 100% im Alter von 62 Jahren
Zuschlag für Langlebigkeit 3,00% keiner

Die insgesamt erwartete Rendite ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der erwarteten Erträge aus den durch das Planvermögen gehaltenen Anlagekategorien. Die Einschätzung der erwarteten

Erträge durch die Geschäftsführung basiert auf historischen Ertragsreihen und Marktvorhersagen von Analysten für die jeweiligen Vermögenswerte für die nächsten zwölf Monate.

Die Zusammensetzung des Planvermögens der Bechtle Holding Schweiz AG stellt sich hinsichtlich der Investitionskategorien wie folgt dar:

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31.12.2009
Schuldpapiere 41,5%
Eigenkapitalpapiere 25,0%
Immobilien 19,1%
Sonstiges 12,7%
Liquidität 1,7%

Die erfahrungsbedingten Anpassungen der leistungsorientierten Verpflichtung und des Planvermögens sind wie folgt:

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in Tsd. € 2009 2008 2007 2006 2005
Erfahrungsbedingte Anpassung der leistungsorientierten Verpflichtung (Gewinn) 196 4.075 341 - -
Erfahrungsbedingte Anpassung des Planvermögens (Gewinn) 1.097 - 5.660 1.448 - -

Die versicherungsmathematischen Gutachten für die Bechtle Holding Schweiz AG und die Bechtle Onsite Services GmbH prognostizieren die nachfolgend dargestellten Werte für das Jahr 2010:

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in Tsd. € 2010
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. 43.471
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 2.511
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.284
Arbeitnehmerbeiträge 1.821
Gezahlte Versorgungsleistungen - 2.186
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. 46.901

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in Tsd. € 2010
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. 34.841
Erwartete Erträge aus Planvermögen 1.433
Arbeitnehmerbeiträge 1.821
Arbeitgeberbeiträge 2.538
Gezahlte Versorgungsleistungen - 2.184
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. 38.449

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in Tsd. € 31.12.2010
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 46.901
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 38.449
Nettoverpflichtung 8.452
Bilanzierte Pensionsrückstellung 8.452

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in Tsd. € 2010
Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) 2.511
Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) 1.284
Erwartete Erträge aus Planvermögen - 1.433
Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen 2.362

(18) Sonstige Rückstellungen

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in Tsd. € 31.12.2008 Währungsumrechnung und sonstige Veränderung Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2009
Garantien 2.641 0 2.219 190 1.748 1.980
Sonstige Personalkosten 411 4 148 20 545 792
Rechts- und Beratungskosten 466 1 263 45 320 479
Investor Relations 180 0 180 0 180 180
Stilllegungskosten 108 0 24 84 0 0
Übrige 665 - 2 374 200 671 760
4.471 3 3.208 539 3.464 4.191
Sonstige langfristige Rückstellungen 452 - 199 91 6 76 232
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 4.019 202 3.117 533 3.388 3.959

Die Rückstellungen für Garantien werden für die voraussichtliche Inanspruchnahme auf der Grundlage von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen gebildet. Die sonstigen Personalkosten beinhalten im Wesentlichen Gehaltsnachzahlungen. Die Rechts- und Beratungskosten betreffen zum größten Teil Kosten für die Rechtsberatung. Die Rückstellungen für Investor Relations betreffen Kosten für Hauptversammlung und Geschäftsbericht. Die Rückstellung für Stilllegungskosten beinhalteten im Wesentlichen Mietverpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen, Archivierungs- und Entsorgungskosten sowie ungewisse Verpflichtungen.

Die sonstige Veränderung bei den kurz- beziehungsweise langfristigen Rückstellungen bezieht sich im Wesentlichen auf die geänderte Fristigkeit einer Personalrückstellung.

(19) Finanzverbindlichkeiten, Zinsswaps und Kreditlinien

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
- Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Darlehen für diverse Akquisitionen 2008 857 4.286 857 5.143
- 1KB Deutsche Industriebank, Darlehen zur Finanzierung der neuen Verwaltungsgebäude der Bechtle AG 417 1.771
- Lieferantendarlehen 822 547
- Deutsche Bank AG, Darlehen zum Erwerb der ARP Holding AG 0 0 2.728 0
- Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Darlehen zum Erwerb der ARP Holding AG 0 0 1.344 0
- Sonstige langfristige Darlehen 44 0 114 42
Darlehen mit anfänglicher Laufzeit größer ein Jahr 2.140 6.604 5.043 5.185
Übrige Finanzverbindlichkeiten 421 0 5.423 0
Summe der Finanzverbindlichkeiten 2.561 6.604 10.466 5.185

Ein Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim in Höhe von 5.143 Tsd. € hat eine Laufzeit bis 30. September 2015. Es wird variabel verzinst (Euribor-3M + 85 Basispunkte) und mit jährlichen Zahlungen in Höhe von 857 Tsd. € jeweils zum 30. September getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung beziehungsweise in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken des variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglich 6.000 Tsd. € ist als Cashflow Hedge und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. Bechtle zahlt den fixen Zinssatz von 4,8 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-3M. Das Laufzeitende ist auf den 30. September 2015 festgelegt. Nach Berücksichtigung der Absicherung durch den Zinsswap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 5,65 Prozent. Der Marktwert des Zinsswaps am 31. Dezember 2009 betrug -389 Tsd. € (Vorjahr: -369 Tsd. €) und wurde nach Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von 114 Tsd. € (Vorjahr: 98 Tsd. €) erfolgsneutral direkt im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr ergaben sich erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende ineffektive Marktwertänderungen.

Das Darlehen gegenüber der IKB Deutsche Industriebank AG in Höhe von 2.188 Tsd. € hat eine Laufzeit bis 31. März 2015. Es wird fest verzinst (3,7 Prozent p. a.) und mit vierteljährlichen Zahlungen in Höhe von 104 Tsd. € jeweils zum Ende eines Kalenderquartals getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung beziehungsweise in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten.

Das Darlehen eines Lieferanten in Höhe von 1.369 Tsd. € valutiert in Schweizer Franken (2.031 Tsd. CHF) und ist unverzinslich mit Rückzahlungsterminen am 1. Juli 2010 (822 Tsd. €) und am 1. Juli 2011 (547 Tsd. €).

Das Darlehen gegenüber der Deutschen Bank AG und ein Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim wurden planmäßig am 1. April 2009 vollständig getilgt.

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten (anfängliche Laufzeit kleiner ein Jahr) in Höhe von 421 Tsd. € enthalten zinsgünstige Darlehen eines Lieferanten in Höhe von 400 Tsd. € (Vorjahr: 4.898 Tsd. €) und sonstige Kontokorrentschulden in Höhe von 21 Tsd. € (Vorjahr: 525 Tsd. €).

Die Gesellschaft verfügt über globale Kreditlinien in Höhe von 36.846 Tsd. €. Zum Bilanzstichtag waren hiervon 0 Tsd. € durch Barkredite und 2.137 Tsd. € durch Avalkredite beansprucht, sodass sich freie Kreditlinien in Höhe von 34.709 Tsd. € ergeben.

Die Finanzverbindlichkeiten werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Darlehen" zugeordnet.

(20) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79.460 97 83.250 284

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 in voller Höhe (Vorjahr: 83.528 Tsd. € und 6 Tsd. € Klasse "Finanzierungsleasing") der Klasse "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" zugeordnet.

(21) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 20.091 0 21.375 123
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.357 0 3.284 0
Kundenbonus 661 0 606 0
Jahresabschlusskosten 609 0 653 0
Miete und Mietnebenkosten 526 0 392 0
Verbindlichkeiten Neubau 446 0 0 0
Nichtrealisierte Verluste aus Finanzderivaten 390 0 369 0
Kautionen 50 302 0 350
Telefon/Internet 223 0 187 0
Frachten 161 0 109 0
Werbung 136 0 34 0
Versicherungen 82 0 154 0
Verbindlichkeiten aus Akquisitionen 0 0 135 0
Übrige 1.336 0 2.043 0
Summe der Finanzinstrumente 28.068 302 29.341 473
Umsatzsteuer 10.083 0 7.111 0
Lohn- und Kirchensteuer 2.297 0 2.410 0
Sozialabgaben 1.680 0 1.672 0
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 253 0 229 0
Summe der anderen Verbindlichkeiten 14.313 0 11.422 0
Sonstige Verbindlichkeiten 42.381 302 40.763 473

Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen diverse im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die Angaben nach IFRS 7 in Höhe von 27.980 Tsd. € (Vorjahr: 29.445 Tsd. €) der Klasse "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" und 390 Tsd. € (Vorjahr: 369 Tsd. €) der Klasse "Finanzderivate" zugeordnet.

(22) Abgrenzungsposten

Die Abgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 12.991 0 5.627 0
Rechungsabgrenzungsposten 6.613 4.820 5.082 4.153
Abgrenzungsposten 19.604 4.820 10.709 4.153

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Wartungsverträge und Garantieverlängerungen.

V. WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2009 und das Vorjahr entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode.

Die Liquide Mittel beinhalten unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten und entsprechen der Bilanzposition Liquide Mittel. Effekte aus der Währungsumrechnung der liquiden Mittel werden bei der Berechnung gesondert gezeigt.

(23) Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 46.665 Tsd. € (Vorjahr: 49.941 Tsd. €) wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden Finanzergebnis, Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie die Veränderung wesentlicher Bilanzpositionen und des übrigen Nettovermögens berücksichtigt.

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten im Wesentlichen Veränderungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Im Vorjahr ist darüber hinaus der Gewinn aus dem Verkauf des Konzernunternehmens TomTech in Höhe von 466 Tsd. € enthalten.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen werden um die aus Akquisitionen (Entkonsolidierung) übernommenen (abgegebenen) Vermögenswerte und Schulden sowie um Einflüsse aus der Währungsumrechnung bereinigt.

(24) Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die für Investitionen eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 29.627 Tsd. € (Vorjahr: 18.074 Tsd. €) beinhalten in 2009 im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Geld- und Wertpapieranlagen. Vermindert werden diese Auszahlungen durch Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, konsolidierten Unternehmen und anderen Vermögenswerten sowie erhaltene Zinszahlungen.

Die Auszahlungen zum Erwerb von Konzernunternehmen beziehen sich in 2009 auf nachträgliche Kaufpreisanpassungen und Zahlungsverpflichtungen für Akquisitionen aus Vorjahren. Die Einzahlung aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen betreffen das im Vorjahr verkaufte Konzernunternehmen TomTech.

Die Bruttozahlungsströme für den Erwerb und Verkauf von langfristigen Geld- und Wertpapieranlagen werden separat ausgewiesen. Die Zahlungsströme kurzfristiger Geld- und Wertpapieranlagen werden saldiert ausgewiesen.

(25) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die für Finanzierungstätigkeiten eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 17.772 Tsd. € (Vorjahr: 10.136 Tsd. €) ergeben sich aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, der Dividendenausschüttung, dem Erwerb und Verkauf eigener Aktien sowie geleisteten Zinszahlungen.

Bei langfristigen Finanzverbindlichkeiten und eigenen Aktien werden Bruttoeinzahlungen und -auszahlungen separat ausgewiesen. Die Zahlungsströme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden saldiert ausgewiesen.

VI. WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Nachfolgende Tabellen zeigen Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7:

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in Tsd. € Bewertungs- kategorie Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral IAS 17 Zeitwert
31.12.2009 Klassen nach IFRS 7
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AKuF 184.124 184.124 184.124
Geldanlagen AKuF 18.049 18.049 18.049
Wertpapieranlagen ZVvfV 461 461 461
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AKuF 17.333 17.333 17.333
Liquide Mittel AKuF 76.467 76.467 76.467
Passiva
Darlehen FVzfA 9.165 9.165 9.165
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FVzfA 79.557 79.557 79.557
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FVzfA 27.980 27.980 27.980
Finanzderivate n. a. 390 390 390
Finanzierungsleasing n. a. 0
Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39: AKuF 295.973 295.973 0 0 295.973
ZVvfV 461 0 461 0 461
FVzfA 116.702 116.702 0 0 116.702

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in Tsd. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral IAS 17 Zeitwert
31.12.2008 Klassen nach IFRS 7
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AKuF 188.768 188.768 188.768
Wertpapieranlagen ZVvfV 338 338 338
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AKuF 18.165 18.165 18.165
Liquide Mittel AKuF 77.300 77.300 77.300
Passiva
Darlehen FVzfA 15.651 15.651 15.651
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FVzfA 83.528 83.528 83.528
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FVzfA 29.445 29.445 29.445
Finanzderivate n. a. 369 369 369
Finanzierungsleasing n. a. 6 6 6
Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39: AKuF 284.233 284.233 0 0 284.233
ZVvfV 338 0 338 0 338
FVzfA 128.624 128.624 0 0 128.624

Verwendete Abkürzungen für die Bewertungskategorien des IAS 39:

AKuF = Ausgereichte Kredite und Forderungen

ZVvfV = Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

FVzfA = Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die Buchwerte der Klassen nur unwesentlich von den beizulegenden Zeitwerten ab. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.

Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommene) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern

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in Tsd. € 31.12.2009 31.12.2008
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Stufe 1 Stufe 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte Wertpapieranlagen 461 461 338
Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzderivate 390 390 369

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in Tsd. € 31.12.2008
Stufe 3 Summe
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte Wertpapieranlagen 338
Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzderivate 369

Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2009 gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen (Nettoergebnis):

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in Tsd. € aus Zinsen aus der Folgebewertung aus Abgang Nettoergebnis
Währungsumrechnung Wertberichtigung 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Ausgereichte Kredite und Forderungen 1.503 - 184 - 29 - 448 842 1.194
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführter Anschaffungskosten - 553 334 - 219 - 713
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 - 299
Zu Handelszwecken gehalten (nur Derivate) 0 501
Summe 950 150 - 29 - 448 623 683

Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte entspricht den oben dargestellten Werten. Der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung der Zinsswaps beträgt 365 Tsd. €.

Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten

Währungsrisiko

Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und liquiden Mitteln, die nicht der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaften entsprechen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten in fremder Währung bestehen in der Bechtle-Gruppe im aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit Konzernunternehmen in der Schweiz und Großbritannien sowie in einzelnen Fällen aus in US-Dollar fakturierten Lieferungen.

Die Bechtle-Gruppe bedient sich in Einzelfällen Devisentermingeschäften und Devisenswaps zur Absicherung gegen Risiken aus Wechselkursschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Während des Berichtsjahres wurden EUR/CHF-Devisentermingeschäfte im Umfang von 6.480 Tsd. € (Vorjahr: 7.330 Tsd €) sowie EUR/USD-Termingeschäfte im Umfang von 1.015 Tsd. USD (Vorjahr: 6.569 Tsd. USD) und EUR/USD-Devisenswaps von 60 Tsd. USD (Vorjahr: 3.963 Tsd. USD) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestand aus verschiedenen Sicherungsbeziehungen, die gemäß IAS 39 als Fair Value Hedge bewertet wurden, die Verpflichtung zum Verkauf von US-Dollar in Höhe von netto 290 Tsd. USD (Vorjahr: 3.811 Tsd. USD).

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das Konzernergebnis vor Steuern. Berücksichtigt werden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufgrund des geänderten Umrechnungskurses. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

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in Tsd. € 2009 2008
Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10% gegenüber
CHF + 129 (- 129) - 306 (+ 306)
USD + 55 (- 55) + 140 (- 140)
GBP + 3 (- 3) + 5 (- 5)

Ferner können Schwankungen des EUR/CHF-Wechselkurses das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen, da ein bedeutender Anteil des Geschäfts in der Schweiz generiert wird. Zur wirtschaftlichen Absicherung der von den Tochtergesellschaften in der Schweiz im Jahr 2009 voraussichtlich erzielten Erträge gegen EUR/CHF-Wechselkursrisiken wurden zu Beginn des Berichtsjahres 7 Mio. CHF gegen EUR auf Termin Berichtsjahresende verkauft, ohne diese Sicherungsbeziehung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 zu qualifizieren beziehungsweise zu designieren. Da der EUR/ CHF-Kurs zu Berichtsjahresbeginn und -ende nahezu auf demselben Niveau lag, entstanden aus diesem Devisentermingeschäft keine nennenswerten Erfolgsauswirkungen. Im Vorjahr war in ähnlicher Weise ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener zahlungswirksamer Ertrag in Höhe von 501 Tsd. € (vor Steuern) realisiert worden (-133 Tsd. € Ertragssteuereffekt).

Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften entstehen im Konzern-Abschluss (EUR) Umrechnungsdifferenzen, die separat direkt im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen werden. Zur Kompensation dieser erfolgsneutralen Währungsumrechnungsdifferenzen und als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 39.102; IFRIC 16) bediente sich Bechtle erstmalig im Laufe des Berichtsjahres eines entsprechenden EUR/ CHF-Devisentermingeschäfts. Aus dem im Oktober 2009 getätigten Verkauf von 60 Mio. CHF auf Termin Berichtsjahresende resultierte ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag in Höhe von -665 Tsd. € (+194 Tsd. € Ertragssteuereffekt).

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko liegt für den Bechtle-Konzern vor allem bei den aus seinen liquiden Mitteln sowie Geld-und Wertpapieranlagen erwirtschafteten Zinserträgen.

Das variabel verzinsliche Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim ist durch einen entsprechenden Zinsswap als Cashflow Hedge vollständig gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert. Zinsänderungen wirken sich hier lediglich auf die erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zum beizulegenden Zeitwert erfolgende Bewertung des Zinsswaps aus, da keine Ineffektivitäten bestehen. Nur in geringem Umfang und daher mit nur unwesentlichem Zinsrisiko bestehen darüber hinaus variabel verzinsliche Finanzinstrumente, bei denen ein Cashflow-Risiko aufgrund sich möglicherweise verschlechternder Zinskonditionen gegeben ist, sowie festverzinsliche Finanzinstrumente mit Fair-Value-Risiko aufgrund in Abhängigkeit von Zinssätzen schwankender beizulegender Zeitwerte.

Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der liquiden Mittel sowie Geld- und Wertpapieranlagen des Bechtle-Konzerns zum Bilanzstichtag sowie unter Berücksichtigung der hierfür relevanten Zinssätze in den relevanten Währungen (EUR, CHF, GBP, USD) durchgeführt. Ein hypothetischer Rückgang beziehungsweise Anstieg dieser Zinssätze ab Berichtsjahresanfang um 100 Basispunkte beziehungsweise ein Prozent p. a. (bei konstanten Wechselkursen) hätte zu einer Verringerung beziehungsweise Erhöhung der Zinserträge um 950 Tsd. € geführt (Vorjahr: 773 Tsd. €).

Beim bestehenden Zinsswap hätte ein solcher Rückgang beziehungsweise Anstieg der Zinssätze zu einer erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zu erfassenden Veränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von insgesamt -179 Tsd. € beziehungsweise +173 Tsd. € geführt (Vorjahr: -230 Tsd. € beziehungsweise +218 Tsd. €).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten ergibt sich aus zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten. Nachfolgende Tabellen weisen die nicht abgezinsten Zahlungsverpflichtungen der entsprechenden Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag und Vorjahresstichtag entsprechend IFRS 7 aus.

Die Zahlungsströme der in Gliederungspunkt IV. Nr. 19 beschriebenen Darlehen und dazugehöriger Zinsswaps werden als zu 100 Prozent wirksamer Cashflow Hedge zusammengefasst. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zur besseren Abstimmung auch die nichtfinanziellen Verbindlichkeiten der Bilanzpositionen.

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in Tsd. € Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
Darlehen und Zinsswaps Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Unverzinsliche Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
--- --- --- --- --- ---
Buchwert 31.12.2009 8.744 421 79.557 0 42.683
Cashflow 2010
Zinsen 198 7
Tilgung 2.139 421 79.458 42.383
Cashflow 2011
Zinsen 160 6
Tilgung 1.822 99 100
Cashflow 2012
Zinsen 123 4
Tilgung 1.274 100
Cashflow 2013
Zinsen 86 2
Tilgung 1.274 100
Cashflow 2014
Zinsen 49
Tilgung 1.274
Cashflow 2015
Zinsen 18
Tilgung 961

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in Tsd. € Finanzverbindlichkeiten Darlehen und Zinsswaps Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Unverzinsliche Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Sonstige Verbindlichkeiten
Buchwert 31.12.2008 10.228 5.423 83.528 6 41.236
Cashflow 2009
Zinsen 174 7
Tilgung 5.043 5.423 83.266 6 40.763
Cashflow 2010
Zinsen 124 7
Tilgung 900 198 50
Cashflow 2011
Zinsen 102 6
Tilgung 857 99 146
Cashflow 2012
Zinsen 80 4
Tilgung 857 146
Cashflow 2013
Zinsen 59 2
Tilgung 857 146
Cashflow 2014
Zinsen 38
Tilgung 857
Cashflow 2015
Zinsen 16
Tilgung 857

Ausfallrisiko

Die Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie landesspezifischer Einlagensicherungsfonds auf Liquide Mittel und Geldanlagen bestehen keine Sicherungen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Weitere Angaben zum Risikomanagement und zur Ermittlung von Risikokonzentrationen des Bechtle-Konzerns für das Währungsrisiko, Zinsrisiko, Liquiditätsrisiko und andere Marktrisiken einschließlich seiner Ziele, Methoden und Prozesse sind im Risikobericht, S. 90 ff. dargestellt.

VII. SEGMENTINFORMATIONEN

Die Segmentinformationen erfolgen wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente". Diesen Standard hat Bechtle bereits im Jahr 2008 vorzeitig erstmalig angewendet.

Der Bechtle-Konzern ist derzeit in zwei Geschäftssegmenten tätig, dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services und dem Segment IT-E-Commerce. Die zwei Segmente unterscheiden sich in ihren Tätigkeitsbereichen und weisen unterschiedliche Abläufe im Handel mit IT-Produkten auf. Die strategische Ausrichtung und die verfolgte Expansionsstrategie sind verschieden.

Mit dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services bietet Bechtle mittelständischen Unternehmen, Finanzdienstleistern und öffentlichen Institutionen eine lückenlose Betreuung rund um IT-Infrastruktur und -Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, die Lieferung von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, die Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Die flächendeckende dezentrale Organisation mit über 50 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sorgt dabei für kurze Wege zum Kunden.

Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Internet, Katalog und Telesales gestützten reinen Handelsaktivitäten des Konzerns. Hier verfolgt Bechtle eine Mehrmarkenstrategie. Mit der Marke Bechtle direkt ist das Unternehmen derzeit in zwölf europäischen Ländern vertreten, die Marke ARP Datacon ist in fünf Ländern aktiv und das Softwarelizenzgeschäft der Comsoft-direct-Gesellschaften in fünf Ländern außerhalb Deutschlands. Bechtle bietet als IT-Fachhändler mit über 41.000 IT-Produkten die gesamte Palette gängiger Produkte an. Darüber hinaus vermarktet ARP Datacon in eingeschränktem Umfang Produkte unter eigenem Label.

Gesellschaften der Bechtle-Gruppe bestehen überwiegend in Deutschland. Ausländische Gesellschaften befinden sich in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen (ab April 2010), Portugal, der Schweiz, Spanien und Taiwan.

Die Verwaltung und insbesondere die strategische Steuerung der einzelnen Gesellschaften sind im Wesentlichen in Gaildorf und Neckarsulm bei der Bechtle AG als Konzernmutter mit dem Konzernvorstand zentralisiert.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzern-Abschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor.

Die dargestellten Segmentinformationen entsprechen den im internen Berichts- und Steuerungssystem verwendeten Größen, die insbesondere auch von der Konzernleitung zur Erfolgsbeurteilung und zur Ressourcenallokation herangezogen werden. Die Erträge und Aufwendungen sowie Vermögenswerte und Schulden der Zentraleinheiten/-funktionen des Bechtle-Konzerns sind dabei entsprechend der Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnisse in den beiden Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente ist dabei das Betriebsergebnis als Ergebnis vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen über die Bechtle AG finanziert werden und externe Zinsaufwendungen/-erträge überwiegend dort entstehen. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und Finanzaufwendungen lediglich auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis vor Steuern im Bechtle-Konzern und unter Berücksichtigung der Steuern auf Konzernebene schließlich das Ergebnis nach Steuern im Bechtle-Konzern.

Dabei besteht eine asymmetrische Allokation (IFRS 8.27 f) insofern, dass die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden der Segmente zinstragende Vermögenswerte und Schulden sowie Steuerforderungen und -schulden beinhalten. Bei symmetrischer Zuordnung wären das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechend niedriger beziehungsweise die ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente entsprechend um Finanzerträge und -aufwendungen sowie Steuern erweitert.

Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen. Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind der Vollständigkeit und Transparenz halber nachfolgend hinsichtlich der Umsatzerlöse sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten auch explizit ausgewiesen. Die externen Umsatzerlöse stellen die Umsatzerlöse der beiden Segmente mit Konzernexternen dar und damit in Summe die konsolidierten Umsatzerlöse des Bechtle-Konzerns. Entsprechendes gilt für die Forderungen und Verbindlichkeiten beziehungsweise die Vermögenswerte und Schulden der beiden Segmente und in Summe des Bechtle-Konzerns.

Die ausgewiesenen Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf die immateriellen Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte) und das Sachanlagevermögen. Bei den Investitionswerten erfolgte eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Zusammenhang mit hinsichtlich einer verbesserten, angemesseneren Darstellung überarbeiteten Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnissen, entsprechend derer die Investitionen der Zentraleinheiten/-funktionen des Bechtle-Konzerns vollständig in den beiden Segmenten IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce enthalten sind.

In der Segmentierung nach Regionen (Inland oder Ausland) sind die Umsätze dem Land zugeordnet, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Firmensitz hat. Aus der Sicht der jeweiligen Tochtergesellschaft werden ausschließlich Umsätze im eigenen Land getätigt. Ausgewiesen werden nur Umsätze mit Konzernexternen. Entsprechend sind die Vermögenswerte, Schulden und Investitionen basierend auf dem jeweiligen Firmensitz dem Inland (Deutschland) oder Ausland zugeordnet.

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in Tsd. € 2009 2008
IT-Systemhaus & Managed Services IT-E- Commerce Gesamtkonzern IT-Systemhaus & Managed Services IT-E- Commerce Gesamtkonzern
--- --- --- --- --- --- ---
Nach Segmenten
Gesamtsegment-Umsatzerlöse 920.958 459.472 928.216 504.010
abzüglich der Umsatzerlöse mit anderem Segment - 1.002 - 121 - 686 - 78
Externe Umsätze 919.956 459.351 1.379.307 927.530 503.932 1.431.462
Abschreibungen 10.236 4.028 14.264 9.402 4.508 13.910
Betriebsergebnis 25.768 16.944 42.712 38.444 21.785 60.229
Finanzergebnis 950 1.304
Ergebnis vor Steuern 43.662 61.533
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.404 16.105
Ergebnis nach Steuern 34.258 45.428
Investitionen 11.279 3.266 14.545 10.205 3.867 14.072
Investitionen durch Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 7.509 0 7.509
GesamtsegmentVermögenswerte 344.374 176.524 326.971 169.254
abzüglich der Forderungen ggüb. anderem Segment - 230 - 3 - 125 - 32
Vermögenswerte 344.144 176.521 520.665 326.846 169.222 496.068
Gesamtsegment-Schulden 119.126 66.811 122.559 62.217
abzüglich der Verbindlichkeiten ggüb. anderem Segment - 3 - 230 - 32 - 125
Schulden 119.123 66.581 185.704 122.527 62.092 184.619

Im Berichtsjahr beschränkten sich die zahlungsunwirksamen Posten in den beiden Segmenten auf die gewöhnlichen Bewegungen im Rahmen des betrieblichen Geschäftsgangs (zum Beispiel übliche Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Im Vorjahr waren über diese gewöhnlichen Bewegungen hinaus im Segment IT-E-Commerce noch die Wertminderung der Marke Artikona in Höhe von 600 Tsd. € sowie der Veräußerungsgewinn aus der Entkonsolidierung der TomTech in Höhe von 466 Tsd. € als wesentliche zahlungsunwirksame Posten enthalten.

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in Tsd. € 2009 2008
Inland Ausland Gesamtkonzern Inland Ausland Gesamtkonzern
--- --- --- --- --- --- ---
Nach Regionen
Externe Umsatzerlöse 921.578 457.729 1.379.307 938.868 492.594 1.431.462
Investitionen 12.519 2.026 14.545 10.988 3.084 14.072
Investitionen durch Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 4.148 3.361 7.509
Vermögenswerte 298.949 221.716 520.665 273.040 223.028 496.068
davon langfristige Vermögenswerte 92.423 56.644 149.067 88.392 60.748 149.140
Schulden 112.145 73.559 185.704 103.296 81.323 184.619

Von den externen Umsatzerlösen im Ausland entfallen 229.702 Tsd. € auf die Schweiz (Vorjahr: 250.870 Tsd. €). Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Portugal, Niederlande, Österreich, Spanien und Taiwan, die einzeln jeweils unter fünf Prozent zu den externen Umsatzerlösen des Bechtle-Konzerns beitragen.

Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte). Von den langfristigen Vermögenswerten im Ausland entfallen 30.398 Tsd. € auf die Schweiz (Vorjahr: 33.492 Tsd. €). Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Portugal, Niederlande, Österreich, Spanien und Taiwan, die einzeln jeweils unter fünf Prozent der langfristigen Vermögenswerte des Bechtle-Konzerns halten.

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als zehn Prozent der Umsatzerlöse des Bechtle-Konzern getätigt (IFRS 8.34).

Angaben zu den Mitarbeiterzahlen nach Segmenten und Regionen befinden sich in Gliederungspunkt X. "Mitarbeiter".

VIII. AKQUISITIONEN

Im Berichtsjahr fanden keine Akquisitionen beziehungsweise Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne von IFRS 3 statt.

Beim Erwerb der Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH (NBI), Duisburg, im Vorjahr verpflichtete sich Bechtle vertraglich zur Zahlung bedingter nachträglicher Kaufpreiserhöhungen. Die Höhe dieser nachträglich zu leistenden Kaufpreiszahlungen hängt weiterhin vom zukünftig (in den Jahren 2010 und 2011) erzielten Deckungsbeitrag des erworbenen Unternehmens ab und kann sich auf insgesamt maximal 500 Tsd. € belaufen. Die nachträgliche Erhöhung der Anschaffungskosten würde sich dann entsprechend in einem höheren Geschäfts- und Firmenwert niederschlagen.

Beim Erwerb der (inzwischen in Bechtle GmbH umfirmierten) SUPPORT EDV-Handelsgesellschaft mbH (supportEDV), Wien, Österreich, im Vorjahr verpflichtete sich Bechtle vertraglich zur Zahlung bedingter nachträglicher Kaufpreiserhöhungen. Die Höhe dieser nachträglich zu leistenden Kaufpreiszahlungen hing vom zukünftig erzielten Ergebnis vor Steuern des erworbenen Unternehmens ab und konnte sich auf insgesamt maximal 500 Tsd. € belaufen. Ende des Jahres 2009 wurden 500 Tsd. € als nachträgliche Erhöhung der Anschaffungskosten erfasst und ausbgezahlt, was sich entsprechend in einem höheren Geschäfts- und Firmenwert niedergeschlagen hat. Weitere Kaufpreisnachzahlungsverpflichtungen bestehen nicht.

IX. ANGABEN ZUM VORSTAND UND ZUM AUFSICHTSRAT

Mitglieder des Vorstands

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandssprecher.

Wohnort: Rabenau

Vorstand für Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und Investor Relations, IT, Logistik & Service, Personal, Qualitätsmanagement und Recht

Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz (ab. 2. März 2009)
Vorsitzender des Aufsichtsrats
- der Bechtle direkt Holding AG, Neckarsulm
-der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm
- der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm (ab 2. Juli 2009)
- der PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm (bis 1. Juli 2009)

Michael Guschlbauer

Wohnort: Ludwigsburg

Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services

Mitglied des Aufsichtsrats der Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm (bis 4. November 2009) der PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart

Jürgen Schäfer

Wohnort: Heilbronn Vorstand für IT-E-Commerce

Mitglied des Aufsichtsrats der Bechtle direkt Holding AG, Neckarsulm (bis 4. November 2009) der RIXIUS AG, Mannheim (seit 28. April 2009)

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|31.12.2009 31.12.2008
Dr. Thomas Olemotz 0 0
Michael Guschlbauer 0 0
Jürgen Schäfer 4.000 4.000

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands

Die für die Tätigkeit des Vorstands der Bechtle AG gewährten Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 1.266 Tsd. €. Die festen Bezüge betrugen 768 Tsd. € und die variablen Bezüge 498 Tsd. €.

Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 20. Juni 2006 wird auf eine individualisierte Offenlegung der Bezüge des Vorstands verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Vergütung

Die Vergütungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrugen 315 Tsd. €. Sämtliche übrigen Angaben zum Aufsichtsrat, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu machen sind, werden in der Anlage D zu diesem Anhang zusammengefasst.

Angaben aufgrund einer Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex sind im Corporate-Governance-Bericht, S. 37 ff. dargestellt.

X. SONSTIGE ANGABEN

Operating-Leasingverhältnisse

Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die nach IAS 17 als "Operating lease" zu qualifizieren sind, mietet der Konzern Sachanlagen. Die hieraus resultierenden Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bechtle hat im Rahmen von in der Grundmietzeit unkündbaren Operating-Leasinggeschäften Gebäude, Fahrzeuge und IT-Handelswaren gemietet. In den Aufwendungen im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen sind Zahlungen in Höhe von 23.610 Tsd. € (Vorjahr: 20.044 Tsd. €) erfasst worden.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus den vorgenannten Verträgen betragen zum 31. Dezember 2009 82.378 Tsd. € (Vorjahr: 85.859 Tsd. €).

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in Tsd. €
fällig innerhalb eines Jahres 20.087
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 34.626
fällig nach 5 Jahren 27.665
Mindestleasingzahlungen 82.378

Darin enthalten sind 37.929 Tsd. € aus dem Leasingvertrag über das zentrale Logistik- und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm aus dem Jahr 2002 sowie den entsprechenden Erweiterungsbau aus dem Jahr 2008/2009. Eigentümer des Gebäudes und Leasinggeber ist die Fabiana Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (Fabiana), München, an der die Bechtle AG weder direkt noch indirekt beteiligt ist. Nach Ablauf des Leasingvertrags im Jahr 2022 hat die Bechtle AG eine Kaufoption auf das Gebäude.

Im Gegenzug tritt Bechtle als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von IT-Handelswaren. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt in der Regel zwischen 3 und 4 Jahren. Die entsprechenden Mindestleasingzahlungen aus diesen Verträgen betragen für das Jahr 2010 4.979 Tsd. €, für 2011 bis 2013 5.869 Tsd. € und damit in Summe 10.848 Tsd. €.

Eventualschulden

Nach IAS 37.86 sind der Gesellschaft hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten keine Vorgänge bekannt, die eine erhebliche nachteilige Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage haben würden oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten.

Bedingte Kaufpreiserhöhungen standen zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 500 Tsd. € aus, wie in Gliederungspunkt VIII. "Akquisitionen" näher erläutert.

Mitarbeiter

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in Tsd. € 2009 2008
Löhne und Gehälter 187.028 185.961
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 33.390 31.749
Personalaufwand gesamt 220.418 217.710

Im Personalaufwand (Löhne und Gehälter) sind Abfindungsleistungen in Höhe von 1.612 Tsd. € (Vorjahr: 910 Tsd. €) enthalten (IAS 19.142).

Die Mitarbeiterzahlen im Bechtle-Konzern stellen sich insgesamt zum Bilanzstichtag und im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:

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31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
Vollzeitkräfte 3.989 4.056 4.058 3.971
Auszubildende 289 281 269 246
Mitarbeiter in Elternzeit bzw. Wehr- oder Zivildienst 76 68 69 71
Aushilfen 113 107 105 113
Summe 4.467 4.512 4.501 4.401

In der oben aufgeführten durchschnittlichen Zahl von Vollzeitkräften sind 70 (Vorjahr: 64) Geschäftsführer beziehungsweise Vorstandsmitglieder von Tochtergesellschaften enthalten.

Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie folgt auf:

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31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
IT-Systemhaus & Managed Services 3.443 3.450 3.460 3.309
Inland 2.858 2.830 2.847 2.708
Ausland 585 620 613 601
IT-E-Commerce 911 955 936 979
Inland 300 339 317 370
Ausland 611 616 619 609

Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Elternzeit beziehungsweise Wehr- oder Zivildienst und ohne Aushilfen) wie folgt auf:

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31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
Dienstleistung 2.085 2.121 2.107 2.070
Vertrieb 1.263 1.353 1.296 1.330
Verwaltung 930 863 924 817

Honorar des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzern-Abschlusses, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, wurden folgende Honorare als Aufwand im Geschäftsjahr 2009 erfasst:

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in Tsd. € 2009
Abschlussprüfungen 487
Steuerberatungsleistungen 12
Sonstige Leistungen, die für die Bechtle AG oder Tochterunternehmer erbracht wurden 47
Honorar des Abschlussprüfers 546

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare der Konzern-Abschlussprüfung sowie der Prüfung der Abschlüsse der Bechtle AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen.

Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden beziehungsweise die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzern-Abschluss einbezogen wurden.

Als nahestehende Personen im Bechtle-Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Bechtle AG sowie deren nahe Angehörige in Betracht.

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäfte mit Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und deren Angehörigen durchgeführt.

Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264b HGB

Nachfolgende Gesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Bechtle AG sind und für die der Konzern-Abschluss der Bechtle AG der befreiende Konzern-Abschluss ist, nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264b HGB in vollem Umfang in Anspruch:

Bechtle GmbH, Aachen
Bechtle GmbH, Berlin
Bechtle GmbH & Co. KG, Bielefeld
Bechtle GmbH & Co. KG, Bonn
Bechtle GmbH & Co. KG, Chemnitz
Bechtle GmbH & Co. KG, Darmstadt
Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH, Duisburg
ITZ Informationstechnologie GmbH, Essen
Bechtle GmbH, Freiburg
Bechtle GmbH & Co. KG, Friedrichshafen
Bechtle GmbH, Hamburg
Bechtle GmbH & Co. KG, Hannover
Bechtle GmbH & Co. KG, Karlsruhe
Bechtle GmbH & Co. KG, Krefeld
Bechtle IT-Systemhaus GmbH, Krefeld
Bechtle GmbH & Co. KG, Mannheim
Wrede Systemhaus GmbH, Meschede
Bechtle GmbH & Co. KG, Münster
Bechtle GmbH & Co. KG, Neckarsulm
Bechtle direkt GmbH, Neckarsulm
Bechtle direkt Holding AG, Neckarsulm
Bechtle Field Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
Bechtle Logistik & Service GmbH, Neckarsulm
Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm
Bechtle ÖA direkt GmbH, Neckarsulm
Bechtle GmbH & Co. KG, Oberhausen
Bechtle GmbH & Co. KG, Ober-Mörlen
Bechtle GmbH & Co. KG, Regensburg
Bechtle GmbH & Co. KG, Rottenburg
Bechtle GmbH, Schkeuditz
CSB IT-Systemhaus, Schorndorf
Bechtle GmbH, Solingen
Bechtle GmbH, Stuttgart
Bechtle GmbH, Würzburg

XI. EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSJAHRES

Die Schweizer Comsoft direct AG startete zum 1. März 2010 mit einer neu gegründeten Gesellschaft in Belgien und verstärkt damit ihre internationale Präsenz. Der Spezialist für Softwaremanagement und Softwarelizenzierung innerhalb des Bechtle-Konzerns ist nunmehr in fünf europäischen Ländern vertreten.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bei der Bechtle AG keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens gehabt hätten.

Neckarsulm, 4. März 2010

Bechtle AG

Der Vorstand

WESENTLICHE TOCHTERUNTERNEHMEN DER BECHTLE AG1

zum 31. Dezember 2009 (Anlage A zum Anhang)

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Firma Sitz
Bechtle GmbH Aachen
Bechtle GmbH Berlin
Bechtle GmbH & Co. KG Bielefeld
Bechtle GmbH & Co. KG Bonn
Bechtle GmbH & Co. KG Chemnitz
Bechtle GmbH & Co. KG Darmstadt
ARP Datacon GmbH Dietzenbach
PSB GmbH Dreieich
Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH Duisburg
ITZ Informationstechnologie GmbH Essen
Bechtle GmbH Essen
Bechtle GmbH Frankfurt
Bechtle GmbH Freiburg
Bechtle GmbH & Co. KG Friedrichshafen
Bechtle Finanz- & Marketingservices GmbH Gaildorf
Bechtle GmbH Hamburg
Bechtle GmbH Hannover
Bechtle GmbH & Co. KG Karlsruhe
Bechtle GmbH Köln
Bechtle GmbH Konstanz
Bechtle GmbH & Co. KG Krefeld
Bechtle IT-Systemhaus GmbH Krefeld
Bechtle GmbH Langenzenn
Bechtle GmbH & Co. KG Mannheim
Wrede Systemhaus GmbH Meschede
Bechtle GmbH & Co. KG Münster
Bechtle GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle direkt GmbH Neckarsulm
Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG Neckarsulm
Bechtle Logistik & Service GmbH Neckarsulm
Bechtle direkt Holding AG Neckarsulm
Bechtle Systemhaus Holding AG Neckarsulm
Bechtle Softwarelösungen GmbH Neckarsulm
Bechtle OA direkt GmbH Neckarsulm
Bechtle Managed Services AG Neckarsulm
Bechtle Onsite Services GmbH Neckarsulm
Bechtle GmbH & Co. KG Oberhausen
PSB IT-Service GmbH Ober-Mörlen
Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG Ober-Mörlen
Bechtle GmbH Offenburg
Bechtle GmbH & Co. KG Regensburg
Bechtle GmbH & Co. KG Rottenburg
Bechtle GmbH Schkeuditz
CSB IT-Systemhaus GmbH Schorndorf
Bechtle GmbH Solingen
Bechtle GmbH Stuttgart

1 Der Anteil der Bechtle AG (unmittelbar oder mittelbar) beträgt in allen Fällen jeweils 100 Prozent. Die vollständige Liste mit sämtlichen Tochterunternehmen wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Deutschland

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Firma Sitz
PP 2000 Business Integration AG Stuttgart
Bechtle GmbH Weimar
Bechtle GmbH Würzburg

Weltweit

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Firma Land Sitz
Bechtle direct NV Belgien Hamont-Achel
ARP SAS Frankreich Courtaboeuf
Bechtle direct SAS Frankreich Molsheim
Comsoft SOS Developers SAS Frankreich Sophia Antipolis
Bechtle direct Ltd. Großbritannien Chippenham-Wiltshire
Bechtle Direct Limited Irland Dublin
Bechtle direkt S.r.l. Italien Bozen
Bechtle direct B.V. Niederlande Eindhoven
Bechtle Holding B.V. Niederlande Eindhoven
Buyitdirect.com N.V. Niederlande Hoffddorp
Bechtle Management B.V. Niederlande Maastricht
ARP Nederland B.V. Niederlande Maastricht
ARP Supplies B.V. Niederlande Maastricht
Comsoft direct B.V. Niederlande Maastricht
Bechtle direkt GmbH Österreich Linz
Madras Computer Vertriebsgesellschaft m.b.H. Österreich Wien
Bechtle GmbH Österreich Wien
ARP Datacon GmbH Österreich Wiener Neudorf
Comsoft direct GmbH Österreich Wiener Neudorf
Bechtle direct Portugal Unipessoal Lda Portugal Aveiro
Bechtle Bern AG Schweiz Bern
Coma Services AG Schweiz Bremgarten
Bechtle Dübendorf AG Schweiz Dübendorf
Gate Informatic AG Schweiz Ecublens
Bechtle direct AG Schweiz Gland
Comsoft direct AG Schweiz Hünenberg
Bechtle Regensdorf AG Schweiz Regensdorf
Bechtle Marketing AG Schweiz Regensdorf
Bechtle Printing Solutions AG Schweiz Regensdorf
ARP Datacon AG Schweiz Rotkreuz
Bechtle Management AG Schweiz Rotkreuz
Bechtle Holding Schweiz AG Schweiz Rotkreuz
Bechtle St. Gallen AG Schweiz St. Gallen
Bechtle S.L. Spanien Madrid
ARP Datacon Ltd. Taiwan R.O.C. Taipei

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 (Anlage B zum Anhang)

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in Tsd. € Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2009 Veränderung des Konsolidierungskreises Sonstige Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge Umbuchungen/ Umgliederung Stand am 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Geschäfts- und Firmenwerte 105.823 0 500 72 0 0 106.395
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 3.479 0 0 10 600 0 2.889
2. Kundenstämme 27.336 0 0 37 1.103 0 26.270
3. Erworbene Software 12.824 0 1.224 10 247 0 13.811
4. Selbst erstellte Software 1.916 0 110 0 0 0 2.026
5. Kundenserviceverträge 1.220 0 0 0 1.220 0 0
46.775 0 1.334 57 3.170 0 44.996
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 6.478 0 3.951 0 0 1.521 11.950
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.975 0 8.760 16 3.417 32 49.366
3. Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.553 0 0 0 0 - 1.553 0
52.006 0 12.711 16 3.417 0 61.316
204.604 0 14.545 145 6.587 0 212.707

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in Tsd. € Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2009 Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge Umbuchungen/ Umgliederung
--- --- --- --- ---
I. Geschäfts- und Firmenwerte 0 0 0 0
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 600 0 0 600
2. Kundenstämme 14.379 3.893 48 1.103
3. Erworbene Software 9.454 1.721 17 228
4. Selbst erstellte Software 1.849 34 0 0
5. Kundenserviceverträge 934 284 2 1.220
27.216 5.932 67 3.151
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 692 208 0 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.556 8.124 63 3.067
3. Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 0
28.248 8.332 63 3.067
55.464 14.264 130 6.218

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in Tsd. € Buchwert Buchwert
Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2008
--- --- --- --- ---
I. Geschäfts- und Firmenwerte 0 0 106.395 105.823
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 0 0 2.889 2.879
2. Kundenstämme 0 17.217 9.053 12.957
3. Erworbene Software 0 10.964 2.847 3.370
4. Selbst erstellte Software 0 1.883 143 67
5. Kundenserviceverträge 0 0 0 286
0 30.064 14.932 19.559
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 0 900 11.050 5.786
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 32.676 16.690 16.419
3. Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 1.553
0 33.576 27.740 23.758
0 63.640 149.067 149.140

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 (Anlage C zum Anhang)

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in Tsd. € Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2008 Veränderung des Konsolidierungskreises Sonstige Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge1 Umbuchungen/ Umgliederung Stand am 31.12.2008
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Geschäfts- und Firmenwerte 99.909 3.433 389 2.389 297 0 105.823
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 3.187 0 0 292 0 0 3.479
2. Kundenstämme 22.859 3.475 0 1.267 265 0 27.336
3. Erworbene Software 11.609 9 1.669 354 817 0 12.824
4. Selbst erstellte Software 1.916 0 0 0 0 0 1.916
5. Kundenserviceverträge 1.038 140 0 42 0 0 1.220
40.609 3.624 1.669 1.955 1.082 0 46.775
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 4.778 0 1.700 0 0 0 6.478
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.901 452 8.761 1.066 6.257 52 43.975
3. Technische Anlagen und Maschinen 52 0 0 0 0 - 52 0
4. Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 1.553 0 0 0 1.553
44.731 452 12.014 1.066 6.257 0 52.006
185.249 7.509 14.072 5.410 7.636 0 204.604

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in Tsd. € Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2008 Zugänge Währungsdifferenzen Abgänge* Umbuchungen/ Umgliederung Stand am 31.12.2008
--- --- --- --- --- --- ---
I. Geschäfts- und Firmenwerte 0 0 0 0 0 0
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 0 600 0 0 0 600
2. Kundenstämme 10.476 3.375 670 142 0 14.379
3. Erworbene Software 8.540 1.520 188 794 0 9.454
4. Selbst erstellte Software 1.816 33 0 0 0 1.849
5. Kundenserviceverträge 563 349 22 0 0 934
21.395 5.877 880 936 0 27.216
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 576 116 0 0 0 692
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.565 7.917 647 5.600 27 27.556
3. Technische Anlagen und Maschinen 27 0 0 0 - 27 0
4. Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 0 0 0
25.168 8.033 647 5.600 0 28.248
46.563 13.910 1.527 6.536 0 55.464

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in Tsd. € Buchwert
Stand am 31.12.2008 Stand am 31.12.2007
--- --- ---
I. Geschäfts- und Firmenwerte 105.823 99.909
II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte
1. Marken 2.879 3.187
2. Kundenstämme 12.957 12.383
3. Erworbene Software 3.370 3.069
4. Selbst erstellte Software 67 100
5. Kundenserviceverträge 286 475
19.559 19.214
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 5.786 4.202
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.419 15.336
3. Technische Anlagen und Maschinen 0 25
4. Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.553 0
23.758 19.563
149.140 138.686

1 Enthalten Abgänge aus dem Verkauf der TomTech von 775 Tsd. € bei den Anschaffungskosten und 314 Tsd. € bei den kumulierten Abschreibungen.

AUFSICHTSRATSMITGLIEDER (Anlage D zum Anhang)

Vertreter der Anteilseigner

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Name Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz
Kurt Dobitsch 20. Mai 1999 Unternehmer Aufsichtsratsvorsitzender -United Internet AG, Montabaur -Nemetschek AG, München Mitglied des Aufsichtsrats -1 & 1 Internet AG, Karlsruhe -DOCUWARE AG, Germering -Graphisoft S.E., Budapest, Ungarn Mitglied des Verwaltungsrats -Hybris AG, Zürich, Schweiz
Dr. Walter Jaeger 17. Juni 2008 Kaufmann Aufsichtsratsvorsitzender -Wirthwein AG, Creglingen -Würth Finance International B.V., Amsterdam, Niederlande Mitglied des Aufsichtsrats -Läpple AG, Heilbronn (bis 10. Juni 2009) -Läpple Beteiligungs AG, Heilbronn (bis 10. Juni 2009) -Kaufland Stiftung & Co. KG, Neckarsulm -Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm Beiratsvorsitzender -Hohenloher Spezialmöbelwerk Schaffitzel GmbH & Co. KG, Öhringen -Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim unter Teck -Vollert Anlagenbau GmbH & Co. KG, Weinsberg -Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG, Nordheim (ab 8. Mai 2009) -GEMÜ Gebr. Müller GmbH & C0. KG, Ingelfingen
Gerhard Schick Aufsichtsratsvorsitzender 22. März 2004 Kaufmann Aufsichtsratsvorsitzender -Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm (bis 30. Juni 2009) Vorsitzender des Verwaltungsrats -Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz, Schweiz (bis 2. März 2009)
Karin Schick 9. August 2004 Kfm. Angestellte
Klaus Winkler 20. Mai 1999 Geschäftsführer Mitglied des Aufsichtsrats -IMS Gear GmbH, Donaueschingen Mitglied des Beirats -Dieffenbacher GmbH & Co., Eppingen -Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen

Vertreter der Anteilseigner

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Name Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz
Dr. Jochen Wolf 2. Oktober 2003 Geschäftsführer Aufsichtsratsvorsitzender
2. Stellvertretender - Storsack Holding GmbH, Viernheim
Aufsichtsrats Mitglied des Aufsichtsrats
Vorsitzender -Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart -IMS Gear GmbH, Donaueschingen -LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach -R-Biopharm AG, Darmstadt Mitglied des Verwaltungsrats -E.G.O. Blanc & Fischer-Firmengruppe, Oberderdingen Vorsitzender des Beirats -Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Beirats -Bardusch GmbH + Co. KG, Ettlingen -C. Hafner GmbH & Co. KG, Pforzheim -Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG, Ravensburg (bis 30. Juni 2009)

Vertreter der Arbeitnehmer

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Name Zugehörigkeit seit Ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz
Udo Bettenhausen 18. Januar 2007 Vertriebsbeauftragter
Uli Drautz Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 15. Oktober 2003 Ltd. kfm. Angestellter Mitglied des Aufsichtsrats -Bechtle direkt Holding AG, Neckarsulm -Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm -Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm -PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart
Daniela Eberle 15. Oktober 2003 Kfm. Angestellte
Jürgen Ergenzinger 17. Juni 2008 Gewerkschaftssekretär IG Metall, Verwaltungsstelle Heilbronn-Neckarsulm Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender - Läpple AG, Heilbronn (ab 15. Februar 2010)
Sonja Glaser-Reuss 17. Juni 2008 Kfm. Angestellte
Barbara Greyer 15. Oktober 2003 Gewerkschaftssekretärin ver.di, Landesbezirk Baden-Württemberg

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Zu dem Konzern-Abschluss und dem Konzern-Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Bechtle AG, Neckarsulm, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus KonzernGewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anhang - sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Heilbronn, den 4. März 2010

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Strähle, Wirtschaftsprüfer

Hieronymus, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DES VORSTANDS

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Neckarsulm, 15. März 2010

Bechtle AG

Der Vorstand

Dr. Thomas Olemotz

Michael Guschlbauer

Jürgen Schäfer