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BayWa AG — Interim / Quarterly Report 2024
Sep 27, 2024
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 34932829
BayWa Aktiengesellschaft
München
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024
Hinweise
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| ― | Die BayWa AG hat in einer Ad-hoc-Mitteilung vom 24. Juli 2024 vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2024 veröffentlicht und gleichzeitig die geplante Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts 2024 aufgrund der zu erstellenden Asset-Impairment-Tests vom 8. August 2024 auf den 27. September 2024 verschoben. Die jeweilige Beschreibung der Markt- und Branchenentwicklung in den drei Geschäftsfeldern Energie, Agrar und Bau wurde so weit wie möglich an den späteren Veröffentlichungszeitpunkt angepasst. Davon unberührt bleibt jeweils die Beschreibung der Geschäftsentwicklung in den sieben operativen Segmenten im Berichtszeitraum, das heißt im ersten Halbjahr 2024. |
| ― | Betragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden - sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine Nachkommastelle gerundet. Dadurch können sich geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben. |
| ― | Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen und die formale Anzeige von Geschlechtsidentitäten verzichtet. Die gewählte Form steht für alle Geschlechter (m/w/d). |
Konzernzwischenlagebericht
Überblick über den Geschäftsverlauf des BayWa-Konzerns
Vorbemerkung zur aktuellen Situation des BayWa-Konzerns
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht informiert über die Entwicklung des BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2024. Mit einer Ad-hoc-Mitteilung vom 24. Juli 2024 hat der Konzern vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2024, das heißt den Konzernumsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) veröffentlicht. Gleichzeitig hat der Konzern darüber informiert, dass aufgrund der rückläufigen Aktienkursentwicklung und der damit einhergehenden sinkenden Marktkapitalisierung der BayWa AG unter den Buchwert des Eigenkapitals umfangreiche Werthaltigkeitsüberprüfungen (Impairment-Tests) durchgeführt werden müssen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, die Veröffentlichung des vorliegenden Halbjahresfinanzberichts auf Ende September 2024 zu verschieben. Zudem wurde die für das Geschäftsjahr 2024 abgegebene EBIT-Prognose mit Verweis auf das zu diesem Zeitpunkt in Erstellung befindliche Sanierungsgutachten zurückgezogen. Die Beauftragung des Sanierungsgutachtens nach den Grundsätzen von IDW S 6 wurde durch die BayWa AG in einer Ad-hoc-Mitteilung am 12. Juli 2024 bekanntgegeben.
Die genannten Werthaltigkeitsüberprüfungen mussten in den zurückliegenden Wochen für sämtliche Vermögenswerte des BayWa-Konzerns im Anwendungsbereich von IAS 36 auf Ebene der sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units - CGUs) vorgenommen werden. Zwischenzeitlich konnten diese Überprüfungen auf Basis und unter Verwendung der Planungsdaten des ersten Entwurfs des Sanierungsgutachtens nach IDW S 6 abgeschlossen werden.
In einer weiteren Ad-hoc-Mitteilung am 24. September 2024 wurden der BayWa AG und dem BayWa-Konzern die Sanierungsfähigkeit in einem ersten Entwurf des Sanierungsgutachtens bestätigt. Voraussetzung für die Sanierung ist eine Restrukturierung über einen mehrjährigen Zeitraum. Als wesentliche Restrukturierungsmaßnahmen geht der Entwurf des Gutachtens u. a. von zahlreichen operativen Einsparmaßnahmen aus und sieht darüber hinaus Veräußerungen von einzelnen Geschäftsbereichen vor. Vor diesem Hintergrund ist mit teils erheblichen Ergebniseffekten in den kommenden Jahren zu rechnen, deren Höhe zum Veröffentlichungszeitpunkt des Halbjahresfinanzberichts 2024 noch nicht einschätzbar sind. Daher ist es dem Vorstand auf Basis der aktuellen Informationslage nicht möglich, eine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 abzugeben.
Der Vorstand geht aber aufgrund der konstruktiven Gespräche mit den Banken, weiteren Finanzierungspartnern und wesentlichen Stakeholdern davon aus, dass auf Basis des vorliegenden Entwurfs des Sanierungsgutachtens eine nachhaltige Sanierung sowie eine Neuregelung der Finanzierung für den BayWa-Konzern erreicht werden können. Das endgültige Gutachten wird im Dezember 2024 erwartet.
Konzernergebnis durch Wertminderungen (IAS 36) und schwache operative Entwicklung im Segment Regenerative Energien belastet
Die folgende Lageberichterstattung geht zunächst auf die operative Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 nach Segmenten ein und stellt daraufhin jeweils die Ergebnisse der Werthaltigkeitsüberprüfungen bzw. die erfassten Wertminderungen einschließlich der Gründe dafür dar.
Nach den ersten sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr 2024 erreichte der Konzernumsatz 10,7 Mrd. Euro und lag damit 14,7 Prozent hinter dem Vorjahreswert. Deutlich niedrigere Verkaufspreise für Erzeugnisse und Photovoltaikkomponenten sowie Absatzrückgänge im Handel mit Wärmeenergieträgern haben das erste Halbjahr geprägt. Für das erste Halbjahr reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 186,9 Mio. Euro auf 0,0 Mio. Euro.
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| In Mio. Euro | Q2/2024 | Q2/2023 | Veränderung in % | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vor Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Umsatz | 5.521,8 | 6.278,8 | -12,1 | 10.716,3 | 12.559,2 | -14,7 |
| EBIT | 61,3 | 95,1 | -35,5 | 0,0 | 186,9 | > -100,0 |
| Nach Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| EBIT | -160,8 | 95,1 | > -100,0 | -222,1 | 186,9 | > -100,0 |
Die Impairment-Tests gemäß IAS 36 betreffen neben den immateriellen Vermögenswerten einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten insbesondere Sachanlagen, at-Equity-bilanzierte Anteile und als Finanzinvestion gehaltene Immobilien. Aus den jüngst erstellten Tests resultierten nicht cashwirksame Wertminderungen in Höhe von insgesamt 222,2 Mio. Euro, die in Höhe von 176,1 Mio. Euro unter den Abschreibungen und in Höhe von 46,1 Mio. Euro im Beteiligungsergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam im Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2024 berücksichtigt wurden. Im Folgenden sind die erfassten Abschreibungen nach Segmenten tabellarisch zusammengefasst. Erläuterungen dazu finden sich im Anschluss an die Darstellungen der Geschäftsverläufe nach Segmenten, aber auch in den ausgewählten erläuternden Anhangsangaben als Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2024.
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| In Mio. Euro | Q1-2/2024 |
|---|---|
| Regenerative Energien | -171,5 |
| Energie | -4,5 |
| Cefetra Group | -13,8 |
| Agrar | -10,8 |
| Technik | -1,5 |
| Global Produce | 0,0 |
| Bau | -1,3 |
| Sonstige Aktivitäten | -18,8 |
| -222,2 |
Der starke Rückgang des operativen Konzernergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf das Geschäftsfeld Energie zurückzuführen. Im Segment Regenerative Energien hat sich der Preiskampf bei Photovoltaikkomponenten über Solarmodule hinaus auf weitere Komponenten wie Wechselrichter übertragen und die Handelsmargen im Vergleich zum Vorjahr stark sinken lassen. Auch im Energiehandel hat sich das Ergebnis durch niedrigere Margen aufgrund stark rückläufiger Strompreise und ausgelaufener Kontrakte, die zur Hochphase der Energiekrise geschlossen wurden, reduziert. Zudem gab in der Berichtsperiode anders als geplant keine wesentlichen Projektverkäufe. Hier rechnet der Konzern mit einem starken Abverkauf von Solar- und Windanlagen im Schlussquartal, allerdings dürften die ursprünglich geplanten Ergebnisziele im Segment Regenerative Energien nicht erreicht werden.
Mit einem mengen- und preisbedingten Rückgang hatte das Segment Energie zu kämpfen. Vor allem die schleppende Nachfrage nach Holzpellets bei gleichzeitig fallenden Preisen hat das operative Ergebnis zum Vorjahr geschmälert.
Die Prognosen für die globale Getreideernte 2024/25 gehen von einem leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr aus. Hinzu kommt, dass die Getreideexporte aus der Ukraine im Vergleich zum Vorjahr deutlich schneller abfließen, da der Frachtverkehr im Schwarzen Meer inzwischen wieder nahezu ungestört verläuft. Die verbesserte Logistik hat höhere Getreideexporte aus der Ukraine zur Folge. Das erhöhte Angebot sowie der Anstieg der Ernte haben die Getreidepreise unter Druck gesetzt, obwohl die weltweiten Lagerbestände abnehmen und die Ernte in der Europäischen Union witterungsbedingt leicht hinter der Menge aus dem Vorjahr erwartet wird. Trotz rückläufiger Erzeugerpreise konnte sich der internationale Handel mit Erzeugnissen im Segment Cefetra Group behaupten und Handelsopportunitäten nutzen, die sich aufgrund von Wettermärkten ergaben. Die höheren Volatilitäten begünstigten vor allem den Handel mit Soja. Schwächer als im Vorjahr entwickelte sich allerdings das Spezialitätengeschäft, weshalb das Halbjahresergebnis im Segment Cefetra Group hinter dem starken Vorjahr zurückblieb. Insgesamt liegt das Ergebnis jedoch über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre vor 2023. Der inländische Handel mit Erzeugnissen und Betriebsmitteln hatte sowohl mit fallenden Preisen als auch mit einer herausfordernden Witterung zu kämpfen. Trockenheit, Starkregen, Hagel und Überschwemmungen haben das Ernteergebnis geprägt. Für den Betriebsmittelhandel hatte die heterogene Witterung auch Vorteile. Die außergewöhnlich milde Witterung zu Beginn des Frühjahrs führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Düngemitteln. Die anschließend sehr feuchte Witterung kurbelte den Absatz bei Pflanzenschutzmitteln an. Der Handel mit Erzeugnissen konnte die Absatzmengen ebenfalls steigern und profitierte von der Ausübung der Terminkontrakte aus dem Vorjahr. Trotz steigender Absatzmengen waren die rückläufigen Preise sowohl für den Betriebsmittel- als auch für den Erzeugnishandel herausfordernd. Entsprechend lag das EBIT im Segment Agrar hinter dem des Vorjahres. Der Deutsche Bauernverband (DVB) geht in seiner Prognose von einer unterdurchschnittlichen Ernte aus. Die Auswirkungen der Extremwettereignisse werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu großen regionalen Unterschieden hinsichtlich der Erträge und Qualitäten führen.
Positiv entwickelte sich das Segment Technik. Der Absatz mit landtechnischen Maschinen konnte die bereits hohen Vorjahreszahlen übertreffen und verzeichnete ein starkes Servicegeschäft. Mit rund 50 Prozent trug das Segment Technik zum größten Ergebnisanteil im Geschäftsfeld Agrar bei.
Der Obsthandel im Segment Global Produce hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt. Im Vorjahr war das Segmentergebnis durch den Zyklon Gabrielle in Neuseeland und den damit verbundenen Kosten für die Beseitigung der Schäden auf den Apfelplantagen beeinträchtigt. Im Berichtszeitraum sind zwar die Plantagenverluste und Nachwirkungen des Zyklons noch immer spürbar, doch sowohl in der südlichen als auch in der nördlichen Hemisphäre konnten bessere Vermarktungspreise für Äpfel erzielt werden, sodass das geringere Vermarktungsvolumen teilweise kompensiert wurde. Zudem konnte ein Teil der noch ausstehenden Versicherungsleistung für die entstandenen Sturmschäden in Neuseeland vereinnahmt werden.
Die Entwicklungen im Segment Bau sind nach wie vor von der anhaltenden Baukrise geprägt. Das Frühjahr bzw. das zweite Quartal gehört in der Regel zu den umsatzstärksten Perioden, da diese Phase zum Baubeginn vieler Wohnobjekte genutzt wird. Allerdings blieb auch diese - im Normalfall - rege Bauperiode hinter den Erwartungen zurück. Die Investitionen vor allem in den Wohnungsbau fielen gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr nochmals geringer aus. Diese Entwicklung zeigt sich auch in der schwachen Nachfrage im Segment Bau. Trotz des positiven Ergebnisbeitrags der BayWa Bau Projekt GmbH konnte im Segment Bau nach sechs Monaten kein positives operatives Ergebnis erzielt werden. Das Ergebnis wird zudem durch Kosten für Prozessoptimierungsmaßnahmen und die Reduktion des Personalbestands belastet. Mit einer Erholung der Bauwirtschaft dürfte im zweiten Halbjahr nicht zu rechnen sein.
Geschäftsverlauf in den Segmenten im ersten Halbjahr 2024
Geschäftsfeld Energie
Markt- und Branchenentwicklung
Entwicklung erneuerbare Energien
Für das Gesamtjahr 2024 wird weltweit ein Zubau von Windenergieanlagen in Höhe von 124 Gigawatt (GW) prognostiziert. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von knapp 6 Prozent. Der Anteil an Onshore-Windenergie dürfte dabei 106 GW und an Offshore-Windenergie 18 GW betragen. Mit über 82 GW trägt China als größter Einzelmarkt maßgeblich zum Wachstum bei. Bei Solarenergie ist im laufenden Jahr weltweit ein Zubau von rund 593 GW zu erwarten, was einem Anstieg von rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Neben den Wachstumstreibern China und USA werden rund 14 Prozent des Zubaus bei Photovoltaik-(PV-)Anlagen auf die EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) entfallen. Der Ausbau von Solarenergie gewinnt auch in Deutschland an Dynamik. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 wurden Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 7,6 GW gebaut, was einem Zuwachs gegenüber der Vorjahresperiode um über 25 Prozent entspricht. Mit dem im Mai 2024 in Kraft getretenen Solarpaket I will die Bundesregierung den Ausbau der Solarenergie schneller vorantreiben und das Ausbauziel von insgesamt 215 GW bis 2030 bzw. 400 GW bis 2040 erreichen, um damit den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Das Gesetzespaket zielt u. a. darauf ab, den Bau und den Betrieb von PV-Anlagen zu entbürokratisieren. Erleichterungen sind dabei sowohl für kleine Balkonkraftwerke als auch für große Freiflächenanlagen vorgesehen. Beim Zubau von Windenergieanlagen ist in Deutschland dagegen ein Rückgang von knapp 16 Prozent auf 1,3 GW im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Neben zu langsamen Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwertransporte sowie zu geringen Flächenausweisungen verzögerte die unvorteilhafte Witterung den Ausbau von Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 2024. Das angestrebte Zubauziel von Windenergieanlagen der Bundesregierung für das Gesamtjahr 2024 von 6,9 GW dürfte damit schwerlich zu erreichen sein.
Im ersten Halbjahr 2024 wurde in Deutschland mit 140 Terawattstunden (TWh) ein Rekordwert an Ökostrom ins Netz eingespeist. Dies entspricht einem Anteil von 65 Prozent an der Nettostromerzeugung. Mit einer Produktion von knapp 60 TWh stellt die Onshore-Windenergie weiterhin den größten Anteil an erneuerbaren Energien, gefolgt von der Solarenergie mit rund 32 TWh. Die Offshore-Windenergie hat mit einer Leistung von rund 14 TWh zur Gesamtstromerzeugung beigetragen. Der durchschnittliche Strompreis für Deutschland am EPEX-Spotmarkt lag in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 mit 68 Euro pro Megawattstunde rund 35 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Preisrückgang dürfte neben dem größeren Angebot an Solarenergie auch auf die im Vergleich zur Vorjahresperiode günstigeren Erdgaspreise und damit geringeren Produktionskosten für Strom zurückzuführen sein. Der Anteil von Gas an der Stromerzeugung liegt in Deutschland derzeit bei rund 15 Prozent.
Der weltweite Markt für Solarkomponenten wird weiterhin von chinesischen Herstellern dominiert. Im vergangenen Jahr hat die chinesische Regierung über 130 Mrd. US-Dollar in den Ausbau der heimischen Solarindustrie investiert. In der Folge kam es zu einem Überangebot am Weltmarkt, was dazu führte, dass die Preise für Solarmodule sowie für Wechselrichter seit 2023 stark gefallen sind. Zum Ende des ersten Halbjahres 2024 lagen die Preise für Solarmodule rund 54 Prozent und für Wechselrichter rund 35 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Als Konsequenz und zur Unterstützung der landeseigenen Produktion haben einige Länder bereits erste Maßnahmen ergriffen. So haben etwa die USA ihre Zollsätze für Solarzellen aus China auf 50 Prozent verdoppelt.
Dennoch ist eine Trendumkehr bei den Solarmodulpreisen zu Beginn des zweiten Halbjahres 2024 noch nicht erkennbar. Obwohl viele Solarmodulproduzenten ihre Produktions- und Exportmengen bereits reduziert haben, übersteigt das Angebot erneut die Nachfrage und führte im August 2024 bei allen Leistungsklassen zu Preisrückgängen zwischen 4 und 11 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der schnelle Preisverfall, insbesondere bei leistungseffizienteren Solarmodulen, verhindert den Abverkauf der Altbestände mit niedrigeren Leistungsklassen. Diese verlieren zunehmend an Wert und belasten die Liquidität der Händler und Verarbeiter. Auch in China haben Solarmodulhersteller inzwischen ihre produzierte Menge auf 20 bis 50 Prozent der maximalen Produktionskapazität reduziert, da die Produktion nicht mehr kostendeckend ist und zu hohen Verlusten bei den Herstellern geführt hat.
Entwicklung Energie
Im ersten Halbjahr 2024 schwankte der Weltmarktpreis für Rohöl der Sorte Brent in einer Bandbreite von 75 bis 91 US-Dollar pro Barrel. Nachdem der Ölpreis Anfang April wegen der geopolitischen Risiken im Nahen Osten auf 91 US-Dollar pro Barrel geklettert war, geriet der Preis durch die schwächere Nachfrage seitens China, des weltweit größten Ölimporteurs, wieder unter Druck. Die OPEC-plus-Gruppe entschied sich Anfang Juni dafür, die in den Jahren zuvor beschlossenen Förderkürzungen bis in das Jahr 2025 zu verlängern. Bis Ende Juni stieg der Rohölpreis auf über 86 US-Dollar pro Barrel und lag damit rund 15 Prozent über dem Vergleichswert von 2023. Eine ähnliche Entwicklung nahm der Heizölpreis, der Ende des ersten Halbjahres 2024 bei rund 104 Euro pro 100 Liter und damit knapp 16 Prozent über den Tiefstpreisen der Sommermonate des Jahres 2023 lag. Aufgrund des milden Winters war im ersten Halbjahr 2024 allerdings eine rückläufige Nachfrage nach Wärmeenergie zu verzeichnen. Die CO2-Preiserhöhung, welche seit Anfang des Jahres gilt, dürfte zudem bereits im Vorjahr zu Vorzieheffekten geführt haben. Die Preise für Holzpellets haben sich im Vergleich zum Juni 2023 reduziert und lagen im Juni 2024 mit 264 Euro pro Tonne rund 30 Prozent unter dem Vorjahr. Aufgrund der letztjährigen Diskussionen um das Gebäudeenergiegesetz und die Förderungsbedingungen für Heizungsanlagen ist die Verunsicherung bei Verbrauchern weiterhin groß, was laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zu einer Investitionszurückhaltung am Heizungsmarkt führte. Die Absätze bei Wärmepumpen brachen von Januar bis Juni 2024 um über die Hälfte ein. Auch bei Pelletheizungen ist der Absatz in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Der Absatz bei Kraft- und Schmierstoffen entwickelte sich solide, blieb jedoch hinter dem Niveau des Vorjahres zurück.
Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2024 führten schwache Konjunkturerwartungen der großen Industrienationen USA, Europa und China sowie der Anstieg der russischen Rohölexporte zu rückläufigen Rohölpreisen am Weltmarkt. Ankündigungen von Produktionsunterbrechungen und Lieferstopps seitens Libyens ließen die Preise kurzfristig steigen. Allerdings setzte sich der Trend rückläufiger Rohölpreise nach einer schnellen Einigung zur Wiederaufnahme der Rohölproduktion durch Libyen wieder fort. Anfang September ist der Rohölpreis mit unter 73 US-Dollar pro Barrel auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2023 gefallen. In der Spitze reduzierte sich der Ölpreis damit innerhalb einer Woche um 11 Prozent. Marktexperten halten die jüngsten Preisrücksetzer für übertrieben und auch die OPEC-plus rechnet nach wie vor mit einer Unterversorgung am Markt. Die Rohölpreisentwicklung setzt im laufenden dritten Quartal auch den Preis für Heizöl unter Druck, der Anfang September rund 13 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Kunden dürften den starken Rückgang der Heizölpreise wieder zunehmend für Heizölkäufe nutzen.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsfeld Energie des BayWa-Konzerns setzt sich aus den Segmenten Regenerative Energien und Energie zusammen. Das Segment Regenerative Energien deckt wesentliche Teile der Wertschöpfungskette bei den erneuerbaren Energien ab. Das Segment Energie umfasst den Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen und bietet Lösungen für Wärme und Mobilität.
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| Umsatz | EBIT | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vor Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Segment Regenerative Energien | 1.809,3 | 3.046,1 | -40,6 | -102,8 | 98,4 | > -100,0 |
| Segment Energie | 1.231,0 | 1.329,2 | -7,4 | 3,0 | 9,3 | -67,7 |
| Geschäftsfeld Energie vor Wertminderungen |
3.040,3 | 4.375,3 | -30,5 | -99,8 | 107,7 | > -100,0 |
| Nach Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Segment Regenerative Energien | -274,3 | 98,4 | > -100,0 | |||
| Segment Energie | -1,5 | 9,3 | > -100,0 | |||
| Geschäftsfeld Energie nach Wertminderungen |
-275,8 | 107,7 | > -100,0 |
Segment Regenerative Energien
Das Segment Regenerative Energien war im ersten Halbjahr 2024 erneut mit herausfordernden Marktbedingungen konfrontiert, die sich in allen Geschäftseinheiten des Segments belastend ausgewirkt haben. Entsprechend verzeichnete das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber der Vorjahresperiode einen starken Rückgang. Im Handel mit Photovoltaik-(PV-)Komponenten führten anhaltende Überkapazitäten am Markt zu weiteren Preisrückgängen bei Solarmodulen und Wechselrichtern. Dies führte im ersten Halbjahr 2024 in der Geschäftseinheit Solar Trade zu negativen Handelsmargen und Bestandsabwertungen in Höhe von rund 30 Mio. Euro. Während der Absatz bei Solarmodulen sich stabil entwickelte, verringerten sich die Absatzmengen bei Wechselrichtern im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent.
Die Geschäftseinheit Independent Power Producer (IPP), wozu auch der Bereich des Energiehandels zählt, konnte nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Der starke Ergebnisrückgang im Energiehandel ist vor allem auf ausgelaufene kurzfristige Power Purchase Agreements (PPA) zurückzuführen, die zu attraktiven Konditionen geschlossen worden waren: Zu Beginn des Krieges gegen die Ukraine konnten entsprechende Risikoaufschläge eingepreist werden, die jedoch nicht benötigt bzw. realisiert wurden und sich im Ergebnis 2023 noch positiv gezeigt hatten. Zudem sind die Marktpreise für Strom 2023 und im Laufe des Jahres 2024 zurückgegangen, was in der Berichtsperiode zu einer Umsatz- und Margennormalisierung auch bei der Stromvermarktung aus eigenen Anlagen geführt hat. Im Projektgeschäft wurde im ersten Halbjahr 2024 nur eine geringe Anzahl an Projekten verkauft, überwiegend Projektrechte. Der Großteil der Projektverkäufe wird im Schlussquartal 2024 erwartet. In Summe sind für das Geschäftsjahr 2024 Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund 0,8 GW sowie Verkäufe von Projektrechten mit einer Gesamtleistung von 2,4 GW geplant. Durch die Fokussierung, Projekte bereits in einem früheren Entwicklungsstadium zu verkaufen, möchte die BayWa r.e. in einem Marktumfeld mit höheren Zinsen die Kapitalbindung im Projektgeschäft herunterfahren und die Liquiditätsstruktur nachhaltig verbessern.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Regenerative Energien
Im Segment Regenerative Energien resultierte aus den Impairment-Tests gemäß IAS 36 ein Wertminderungsbedarf von insgesamt 171,5 Mio. Euro, wovon mit 114,4 Mio. Euro der größte Teil auf die langfristigen Vermögenswerte der Geschäftseinheit IPP, also auf die eigenen Wind- und Solarkraftanlagen zur Vermarktung des erzeugten Stroms, entfallen. Die Abschreibungen sind insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich Bewertungsannahmen im Vergleich zum 31. Dezember 2023 verändert haben. Dies betrifft im Wesentlichen gesunkene Strompreiskurven, veränderte Annahmen zur Netzeinspeisung, steigende Kapitalkosten, vereinzelt veränderte Laufzeiten von Leasingverträgen sowie erhöhte Finanzierungskosten. Zudem wurden Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und langfristige Vermögenswerte vorgenommen. Einige dieser Wertberichtigungen sind bereits Bestandteil eingeleiteter und geplanter Restrukturierungsmaßnahmen, die eine Portfolio-Optimierung der BayWa r.e. vorsehen.
Segment Energie
Das EBIT des Segments Energie konnte im ersten Halbjahr 2024 erwartungsgemäß nicht an das Niveau der Vergleichsperiode anknüpfen. Das Wärmegeschäft war von einem milden Winter geprägt und entsprechend fiel die Nachfrage nach Wärmeenergieträgern wie Holzpellets und Heizöl geringer aus. Die Kaufbereitschaft der Heizölkunden dürfte zusätzlich durch die Erhöhung des CO2-Preises zu Beginn des Jahres 2024 und das allgemein höhere Preisniveau gehemmt worden sein. Die Verunsicherung der Verbraucher bei Heizungsmodernisierungen spiegelt sich im Absatzrückgang bei Wärmepumpen und Pelletheizungen wider. Gleichzeitig führten rückläufige Preise bei Holzpellets, mit denen die BayWa handelt, zu geringeren Handelsmargen. Dagegen verzeichnete der Handel mit Kraft- und Schmierstoffen eine positive Entwicklung. Der Absatz bei Kraftstoffen konnte um 4,3 Prozent zulegen und bei Schmierstoffen um 24,3 Prozent. Die Absatzsteigerung ist vermutlich vor allem auf einen witterungsbedingt früheren Betriebsstart bei Kunden im Agrar- und Bausektor in Süddeutschland zurückzuführen. Ein Überangebot am AdBlue-Markt im zweiten Quartal führte jedoch zu einem höheren Wettbewerb und reduzierten Gewinnspannen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2024 hat die BayWa Power Liquids GmbH ihre Kooperation mit Verbio bekannt gegeben. Damit ist das BayWa-Unternehmen mit 11 LNG-Tankstellen (LNG - Liquefied Natural Gas) ab sofort als Handelsvertreter für Verbio aktiv. Kunden beider Partner profitieren von der Kooperation durch eine noch bessere Netzabdeckung und können künftig auch mit der BayWa-Tankkarte an allen Tankstellen von Verbio tanken.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Energie
Die Werthaltigkeitsüberprüfungen im Segment Energie ergaben einen Impairmentbedarf von insgesamt 4,5 Mio. Euro. Von dieser Wertminderung waren insbesondere immaterielle Vermögenswerte in Form von unternehmensspezifisch entwickelter Software in der BayWa Haustechnik GmbH betroffen. Auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfielen Abschreibungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro.
Geschäftsfeld Agrar
Markt- und Branchenentwicklung
Entwicklung bei Getreide und Ölsaaten
Für das Getreidejahr 2024/25 wird nach Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) von August 2024 weltweit eine Erzeugung von rund 2,30 Mrd. Tonnen Getreide (ohne Reis) erwartet. Das entspricht einem Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der höheren Getreideernte steht allerdings ein höherer Verbrauch gegenüber, der zum dritten Mal in Folge zu einer knappen Getreidebilanz sowie zu einem leichten Abbau der Lagerbestände führen wird. Für die weltweite Ölsaatenproduktion erwartet die USDA eine Erntemenge von 691 Mio. Tonnen und damit eine Steigerung von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in den USA und Brasilien dürfte die Sojaernte größer ausfallen. Die Getreideernte der Europäischen Union wird insgesamt mit 269 Mio. Tonnen prognostiziert, was einem Rückgang von rund 1 Prozent entspricht. Die Rapsernte fällt in der Prognose um 14 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Dies ist auf die ungünstigen Wachstumsbedingungen vor allem für die Ernten in Deutschland, Frankreich, Rumänien und in den baltischen Ländern im Mai und Juni 2024 zurückzuführen. Späte Kälteeinbrüche, Hagel, Starkregen sowie ein stärkerer Schädlingsbefall haben in vielen Regionen Europas zu Ertragseinbußen geführt. Für Deutschland geht der Deutsche Raiffeisenverband in seiner Ernteschätzung von August 2024 von einer Rapsernte von 3,6 Mio. Tonnen und damit von rund 14 Prozent weniger Menge gegenüber dem Jahr 2023 aus. Die Getreideernte dürfte mit 39,1 Mio. Tonnen um 8,2 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen und unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liegen. Die Erträge und Qualitäten, insbesondere bei Wintergerste, entsprechen nicht den Erwartungen. Zudem führten in Deutschland anhaltende Niederschläge und schwere Gewitter immer wieder zu Unterbrechungen während der Ernte. Trotz einer weltweit knappen Getreideversorgung lagen in der Berichtsperiode die Preise für die meisten Getreidesorten unter dem Niveau des Vorjahres. Nachdem im April und Mai witterungsbedingte mögliche Ernteausfälle in wichtigen Anbaugebieten die Getreidepreise zeitweise ansteigen ließen, sind die Preise im Trend wieder rückläufig. Neben den nach oben korrigierten Ernteprognosen in den USA und Kanada dürfte auch der stärkere Wettbewerb im Handel mit westeuropäischem und Schwarzmeergetreide die Getreidepreise unter Druck gesetzt haben. So notierten Ende August 2024 die Preise für Weizen um 8 Prozent, für Mais um 19 Prozent und für Soja um 27 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Dagegen liegt der Preis für Raps mit 1 Prozent leicht über dem Vorjahr und dürfte auf die rückläufigen Ernteerwartungen in Europa zurückzuführen sein.
Entwicklung im Obsthandel
Der Obstanbau in Europa war im ersten Halbjahr 2024 von extremen Witterungsbedingungen geprägt. Hagel und Starkregen haben in Kombination mit wenigen Sonnenstunden in weiten Teilen Europas den Obstmarkt stark beeinträchtigt. Die Frostnächte im April während der Blütezeit dürften sich insbesondere auf die Obsternte in Belgien, Polen, Ungarn, Ostdeutschland und der Steiermark in Österreich negativ ausgewirkt haben. Entsprechend dürfte das EU-Apfelangebot Schätzungen zufolge mit 10,2 Mio. Tonnen das bereits geringe Vorjahresvolumen um 1,3 Mio. Tonnen unterschreiten. Für Deutschland prognostiziert die World Apple and Pear Association (WAPA) in der Schätzung von August 2024 ein Volumen von 793.000 Tonnen, das heißt eine um knapp 16 Prozent geringere Apfelernte im Vergleich zum Vorjahr und damit die kleinste deutsche Apfelernte seit 2017. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Während im Süden, in der Bodenseeregion, eine überdurchschnittliche Erntemenge mit großen Fruchtgrößen erwartet wird, sind in der Neckarregion vereinzelt Schäden zu verzeichnen. In Ostdeutschland, vor allem in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, wurden Volumenausfälle von 80 bis 90 Prozent bis hin zum Totalausfall gemeldet. Diese Prognosen dürften zu Preissteigerungen bei Obst, insbesondere bei Äpfeln, im weiteren Jahresverlauf führen. Die Apfelbestände aus der Ernte 2023 waren in Deutschland zum Juli 2024 weitestgehend geräumt und lagen 8 Prozent unter dem Vorjahr. Dementsprechend lagen die Apfelpreise im Juli mit 79 Cent pro Kilogramm rund 14 Prozent höher. Überschaubare Zufuhren aus Übersee, geringe Lagerbestände und eine kleinere Apfelernte in diesem Jahr bei gleichzeitig höheren Preisniveaus dürfte den Start in die neue Saison erleichtern. In der südlichen Hemisphäre fiel die diesjährige Apfelernte aufgrund kleinerer Größenprofile der Äpfel geringer aus als erwartet. Die kleinere Fruchtgröße könnte auf den Stress der Pflanzen durch den Zyklon Gabrielle im vergangenen Jahr und die Wetterbedingungen während der Blütezeit zurückzuführen sein. Gleichzeitig fielen aufgrund der vorteilhaften Witterung im Sommer, kurz vor der Ernte, die Lagerfähigkeit sowie Qualität der Äpfel hinsichtlich Aussehen, Textur und Geschmack besser aus und bieten gute Vermarktungschancen im zweiten Halbjahr.
Entwicklung bei Betriebsmitteln
Die Verfügbarkeit von Düngemitteln am Markt und geringere Produktionskosten aufgrund niedrigerer Energiepreise führten 2023 dazu, dass die Preise für Dünger nachgaben. Im Laufe des ersten Halbjahres 2024 haben sich die Düngemittelpreise stabilisiert, jedoch auf niedrigerem Niveau als 2023: Die Preise für die meisten Düngersorten, vor allem Stickstoffdünger, lagen Ende Juni 2024 dennoch zwischen 10 und 25 Prozent unterhalb der Preise aus dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Düngesaison startete 2024 mit einer hohen Nachfrage, nahm aber im weiteren Verlauf sukzessive ab. Die Zurückhaltung der Landwirte beim Düngemittelkauf ist wohl auf den vielen Regen zurückzuführen, vor allem im Norden und Nordwesten Deutschlands. Auf den aufgeweichten Böden war es den Landwirten nicht möglich, ihre Felder zu befahren und Dünger auszubringen. Zudem geht in der Mitte des Jahres die Ernte für ein laufendes Jahr bereits ihrem Ende entgegen, während der Höhepunkt des Düngemittelverkaufs üblicherweise im Frühjahr ist. Auch zu Beginn des dritten Quartals bleibt der Düngemittelhandel ohne nennenswerte Impulse. Die Landwirte halten sich aufgrund sinkender Getreidepreise mit Käufen zurück. Obwohl die Stickstoffproduzenten in Europa mit steigenden Herstellungskosten aufgrund gestiegener Gaspreise konfrontiert sind, bewegen sich die Preise im Handel für Stickstoffdünger seitwärts bzw. sind für Kalidünger weiter gesunken. Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht, was auf einen vermehrten Krankheitsbefall der Kulturen aufgrund der feuchtwarmen Witterung im ersten Halbjahr 2024 zurückzuführen ist. Folglich hat vor allem die Nachfrage nach Fungiziden zugelegt. Die Nachfrage nach Saatgut zeigt sich stabil auf Vorjahresniveau.
Entwicklung bei der Landtechnik
Die Neuzulassungszahlen von Traktoren in Deutschland verzeichneten von Januar bis Juni 2024 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum eine Steigerung von knapp 1 Prozent auf 16.723 Traktoren. Während die Neuzulassungen bei kleineren Traktoren unter 150 PS rückläufig waren, sind die Neuzulassungen für höher motorisierte Landmaschinen über 150 PS deutlich gestiegen. Positive Impulse für das zweite Halbjahr bringt das im Juli 2024 erweiterte Agrarpaket der Bundesregierung. Die neuen Regelungen umfassen u. a. eine Tarifglättung im Steuerrecht, um das Risiko von Gewinnschwankungen landwirtschaftlicher Betriebe abzufedern und für mehr Planungssicherheit zu sorgen. Die Stimmung in der Landwirtschaft in Deutschland hat sich gegenüber dem Frühjahr leicht verbessert. Über die Hälfte der befragten Landwirte und Lohnunternehmer in Deutschland planen Investitionen in den nächsten zwölf Monaten. Es ist davon auszugehen, dass sie vor allem in Maschinen und Gebäude sowie erneuerbare Energien investieren.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsfeld Agrar gliedert sich in die vier Segmente Cefetra Group, Agrar, Technik und Global Produce. Die Segmente Cefetra Group und Agrar decken den internationalen und nationalen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln ab. Das Segment Technik handelt mit landtechnischen Maschinen und Anlagen und bietet umfangreiche Serviceleistungen an. Das Segment Global Produce umfasst den weltweiten Handel mit Obst und Fruchtgemüse.
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| Umsatz | EBIT | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vor Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Segment Cefetra Group | 2.365,7 | 2.703,7 | -12,5 | 25,6 | 30,3 | -15,5 |
| Segment Agrar | 2.561,7 | 2.790,2 | -8,2 | 28,5 | 39,8 | -28,4 |
| Segment Technik | 1.296,4 | 1.187,1 | 9,2 | 63,0 | 41,2 | 52,9 |
| Segment Global Produce | 540,7 | 518,1 | 4,4 | 5,7 | -2,1 | > -100,0 |
| Geschäftsfeld Agrar | 6.764,5 | 7.199,1 | -6,0 | 122,8 | 109,2 | 12,5 |
| Nach Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Segment Cefetra Group | 11,8 | 30,3 | -61,1 | |||
| Segment Agrar | 17,7 | 39,8 | -55,5 | |||
| Segment Technik | 61,5 | 41,2 | 49,3 | |||
| Segment Global Produce | 5,7 | -2,1 | > -100,0 | |||
| Geschäftsfeld Agrar | 96,7 | 109,2 | -11,4 |
Segment Cefetra Group
Das Segment Cefetra Group verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 mit einem EBIT von 25,6 Mio. Euro eine solide Geschäftsentwicklung. Der Handel mit Standarderzeugnissen profitierte von marktspezifischen Entwicklungen in Südeuropa und einer starken Nachfrage, insbesondere nach Soja. In den Monaten April und Mai boten witterungsbedingt kurzfristig steigende Getreidepreise bessere Handelsopportunitäten, die Cefetra Group für sich nutzen konnte. Cefetra UK profitierte insbesondere von ihrer starken Marktposition als Partner für die Spirituosenindustrie. Die Geschäftsentwicklung im Handel mit Spezialitäten fiel dagegen schwächer aus als im Vorjahr. Bei der Tochtergesellschaft Cefetra Dairy haben unerwartet hohe Preissteigerungen bei Milchprodukten das Ergebnis belastet. Zudem beeinträchtigten operative Herausforderungen den Handel mit Trockenfrüchten und Nusskernen. Positiv entwickelten sich dagegen die Tochtergesellschaften Sedaco in Dubai, die Spezialitäten wie Nüsse, Körner und Hülsenfrüchte aus afrikanischer Herkunft vertreibt, sowie Tracomex in den Niederlanden. Tracomex liefert Agrarrohstoffe an die Lebensmittel- und Tierfutterindustrie.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Cefetra Group
Aus den Impairment-Tests im Segment Cefetra ergab sich über alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten hinweg ein Abschreibungsbedarf von 13,8 Mio. Euro, der im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 10,6 Mio. Euro, im Zuge von Akquisitionen aufgedeckte und aktivierte stille Reserven sowie weitere immaterielle Vermögenswerte in Form von unternehmensspezifischer Software betraf. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte betrifft neben der im Jahr 2022 erworbenen Heinrich Brüning GmbH vor allem einen Geschäfts- oder Firmenwert, der im Rahmen eines Asset-Deal der Cefetra Ltd. entstanden ist. Diese Wertminderungen sind im Wesentlichen von Planannahmen und Bewertungsparameter beeinflusst, die sich im ersten Halbjahr 2024 verändert haben.
Segment Agrar
Das Segment Agrar erzielte im ersten Halbjahr 2024 ein EBIT von 28,5 Mio. Euro und liegt damit signifikant unter dem des Vorjahres, aber immer noch über dem durchschnittlichen Ergebnisniveau der Berichtsperioden vor 2022. Das Volumen im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Getreide und Ölsaaten) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 um rund 13 Prozent. Während die Vorjahresperiode noch von der Vermarktung margenreicher Getreidekontrakte aus dem Jahr 2022 profitierte, normalisierten sich die Handelsspannen im ersten Halbjahr 2024 wieder auf niedrigerem Niveau. Das Düngemittelgeschäft profitierte von einem witterungsbedingten frühen Start in die Düngesaison 2024 in Süddeutschland, einem der Kerngebiete der BayWa, bei gleichzeitig niedriger Bevorratung der Landwirte im Vorjahr. Der Absatz von Düngemitteln stieg um knapp 16 Prozent. Die rückläufigen Preise lassen allerdings weniger Gewinnmargen zu als in den Vorjahren. Die feuchtwarme Witterung im Frühjahr führte zu vermehrtem Krankheitsbefall an den Pflanzen und ließ bei der BayWa im Bereich Pflanzenschutzmittel vor allem die Nachfrage nach Fungiziden steigen. Auch das Saatgutgeschäft verzeichnete höhere Absätze im Vergleich zum ersten Halbjahr im Vorjahr, insbesondere bei Saatmais und Saatgetreide. Die österreichische Tochtergesellschaft RWA profitierte von einer besseren Geschäftsentwicklung in Osteuropa und setzt mit dem Erwerb eines weiteren Futtermittelwerks in Kroatien ihre Futtermittelexpansion fort.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Agrar
Der Wertminderungsaufwand im Segment Agrar beläuft sich auf 10,8 Mio. Euro und betrifft im Wesentlichen den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie mit Betriebsmitteln in Süddeutschland. In dem Abschreibungsbetrag des Segments Agrar sind Abschreibungen auf den aus der Akquisition der EUROGREEN-Unternehmensgruppe resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2,1 Mio. Euro enthalten. Die Wertminderungen resultieren auch in diesem Segment insbesondere aus geänderten Planannahmen Bewertungsparameter, die sich im 1. Halbjahr 2024 ergeben haben.
Segment Technik
Das Segment Technik profitierte im ersten Halbjahr 2024 von einem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr sowie einer Vielzahl von Vertriebsaktionen. Das Wachstumschancengesetz der Bundesregierung, das seit April 2024 in Kraft ist und u. a. landwirtschaftlichen Betrieben Steuererleichterungen sowie erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten bietet, dürfte für zusätzliche Kaufimpulse und Investitionen in landtechnische Maschinen gesorgt haben. Der Absatz von Neumaschinen und Gebrauchtmaschinen stieg in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um rund 16 Prozent. Der Absatzanstieg bei Gebrauchtmaschinen ist vor allem auf Vertriebsaktionen über alle Vertriebskanäle hinweg zurückzuführen. Das Servicegeschäft profitierte von einem witterungsbedingt früheren Saisonstart in der Landwirtschaft und verzeichnete eine hohe Nachfrage nach Wartungsleistungen und Ersatzteilen. Vor diesem Hintergrund stieg das EBIT im Segment Technik im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 19,1 Mio. Euro auf 63 Mio. Euro.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Technik
Im Segment Technik waren mit 1,5 Mio. Euro Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte lediglich im unwesentlichen Bereich nötig. Diese betrafen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, also selbst erstellte oder erworbene Software und Lizenzen, die im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten in Süddeutschland und Österreich stehen.
Segment Global Produce
Das Segment Global Produce war im ersten Halbjahr 2024 von einer heterogenen Entwicklung mit teilweise besseren Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gekennzeichnet. Im inländischen Apfelgeschäft verlief der Abverkauf der Ernte aus 2023 bisher nach Plan. Das geringere Vermarktungsvolumen aufgrund der kleineren Apfelernte 2023 konnte teilweise durch höhere Apfelpreise kompensiert werden. Die Vermarktung konzentriert sich auf die Apfelsorten der Jonagold-Gruppe sowie auf diverse, sogenannte Clubsorten, die einer zentralen Qualitätskontrolle unterliegen und nur von einer begrenzten Zahl von Produzenten unter einem eigenen Markennamen in den Handel gebracht werden. Dadurch sollte es möglich sein, die Lager zu räumen und einen nahtlosen Übergang in die neue Saison zu gewährleisten. Im Handel mit tropischen Früchten wirken sich die Kaufzurückhaltung bei Premiumobst sowie höhere Logistikkosten weiterhin negativ auf das Ergebnis der Tochtergesellschaft TFC Holland B.V. aus. Zudem beeinträchtigten Extremwetterereignisse wie El Niño und La Niña, die zu einer instabilen Warenversorgung führen, den Handel mit tropischen Früchten. Um den Verpflichtungen gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel nachzukommen, musste die Ware teilweise über den Spotmarkt zu höheren Preisen zugekauft werden. Das Erntevolumen bei T&G Global in Neuseeland fällt vor allem bei der Sorte Envy kleiner aus als erwartet. Die kleineren Fruchtgrößen könnten auf den Stress der Pflanzen durch den Zyklon Gabrielle im vergangenen Jahr zurückzuführen sein. Jedoch ist die Fruchtqualität in Bezug auf Optik und Geschmack gegeben und bietet bei dem allgemein höheren Preisniveau gute Vermarktungschancen. Positiv wirken sich die gute Vermarktung nach Asien und Nordamerika sowie die Erholung des Marktes in Großbritannien aus. Lizenzvergaben haben ebenfalls positiv zur Ergebnisentwicklung beigetragen. Im zweiten Quartal konnte ein Teil der ausstehenden Versicherungsleistung (4 Mio. Euro) für den Schaden durch den Zyklon Gabrielle in Neuseeland vereinnahmt werden. Entsprechend verzeichnete das Segment Global Produce nach sechs Monaten im laufenden Jahr ein EBIT in Höhe von 5,7 Mio. Euro und verbesserte sich gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 7,8 Mio. Euro.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Global Produce
Im Rahmen der Impairment-Tests ergab sich im Segment Global Produce keine Notwendigkeit, immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen einschließlich des Bestands der fruchttragenden Obstpflanzen in Neuseeland oder als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien abzuschreiben. Bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten lag der ermittelte beizulegende Zeitwert über dem Buchwert der Vermögenswerte.
Geschäftsfeld Bau
Markt- und Branchenentwicklung
Entwicklung Bau
Der Umsatz des Bauhauptgewerbes mit Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlichem Bau sank im ersten Halbjahr 2024 um nominal 1 Prozent auf 48,6 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, real sogar um 2,3 Prozent. Impulse setzten der öffentliche Tiefbau, etwa durch Investitionen in die Infrastruktur der Energie- und Mobilitätswende, mit einem Zuwachs von nominal 5 Prozent sowie der gewerbliche Tiefbau mit einem Plus von nominal gut 10 Prozent. Der Wohnungsbau dagegen entwickelte sich weiterhin negativ und verzeichnete einen Rückgang des Umsatzes um nominal 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Baugenehmigungen im Bauhauptgewerbe gingen von Januar bis Juli 2024 um real etwa 10 Prozent zurück, während der Auftragseingang kalenderbereinigt um real 1,9 Prozent stieg. Wenngleich sich die Baupreise im Wohnungsbau eingependelt haben, bleiben sie auf hohem Niveau. Zinsen für Baukredite bei 10 Jahren Sollzinsbindung haben sich im ersten Halbjahr 2024 bei rund 3,7 Prozent bewegt, bis September 2024 bei rund 3,4 Prozent. Sie machen Baufinanzierungen im zinssensiblen Wohnungsbau dennoch weiterhin teuer. Preise für energieintensive Produkte wie Zement und Bitumen steigen seit Anfang des Jahres wieder, während die Preise anderer Baumaterialien wie Stahl, Bauholz und Glas deutlich gesunken sind. Baugenehmigungen und Aufträge im Wohnungsbau sind bis Mitte 2024 weiter zurückgegangen. Die Bundesregierung hat eine Reihe von Förderungsprogrammen aufgelegt und bietet sie über die KfW an: etwa klimafreundliche Neubauten, altersgerechte Umbauten und genossenschaftliches Wohnen. Wohneigentum für junge Familien wird über das Programm "Jung kauft Alt" gefördert. Beim Wohnungsbau halten sich Investoren jedoch wegen hoher Hürden bei der Förderung von Neubauten zurück, die z. B. den anspruchsvollen Effizienzhausstandard EH 40 vorsehen, die Zertifizierung nach Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude Plus" und den Verzicht auf Öl-, Gas- oder Biomasse-Heizungen. Auch sind die Förderprogramme zum Teil finanziell nicht gut ausgestattet.
Das Wohnungsbauprogramm der Bundesregierung sieht weiterhin ein Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr vor. Serielles und modulares Bauen sollen den Wohnungsneubau beschleunigen. Im Juli 2024 hat das Bundesbauministerium außerdem eine Leitlinie vorgelegt, die das einfache und kostengünstige Bauen (Gebäudetyp E) künftig regeln soll. Die Gesetzesänderung dazu soll im Herbst 2024 beschlossen werden. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) erwartet für 2024 jedoch einen weiteren Rückgang bei Wohnneubauten auf ca. 250.000 Wohneinheiten (2023: 295.000 Wohnungen).
Geschäftsverlauf
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| Umsatz | EBIT | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | Veränderung in % |
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| Vor Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Segment Bau vor Wertminderungen | 900,6 | 978,8 | -8,0 | -0,7 | 0,7 | > -100,0 |
| Nach Berücksichtigung der Wertminderungen nach IAS 36 | ||||||
| Segment Bau nach Wertminderungen | -2,0 | 0,7 | > -100,0 |
Segment Bau
Der BayWa-Konzern fasst im Segment Bau im Wesentlichen seinen Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammen. Die anhaltend schlechte Baukonjunktur, insbesondere im Wohnungsbau, führte im ersten Halbjahr 2024 zu einer schwächeren Nachfrage in nahezu allen Produktkategorien und traf den Baustoffhandel der BayWa hart. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Hochbau, während sich das Sortiment für Garten- und Landschaftsbau auf dem Niveau des Vorjahres bewegte. Auch die Tochtergesellschaften in Österreich sind vom Einbruch der Baukonjunktur betroffen. Steigende Kosten und ein erhöhter Wettbewerbsdruck haben zu einem Rückgang der Handelsmargen geführt und das Ergebnis gegenüber der Vorjahresperiode belastet.
Die BayWa Bau Projekt GmbH entwickelt sich planmäßig und hat im ersten Halbjahr 2024 mit 72 verkauften Wohneinheiten, darunter dem Gesamtverkauf eines Studentenwohnheims in Traunstein mit 60 Einheiten, positiv zum Ergebnis des Segments Bau im BayWa-Konzern beigetragen. Die Verluste im Baustoffhandel konnte das aber nicht kompensieren. Das Segment Bau konnte den Rückstand im zweiten Quartal 2024 reduzieren, schließt das erste Halbjahr 2024 jedoch mit einem negativen EBIT von 0,7 Mio. Euro ab. In dieses Ergebnis flossen rund 1,3 Mio. Euro für den Personalabbau durch Aufhebungsverträge ein. Das EBIT im ersten Halbjahr 2024 liegt damit um rund 1,4 Mio. Euro unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. Zu berücksichtigen ist, dass das EBIT der Vorjahresperiode bereits von der Sonderprämie zum 100-jährigen Bestehen der BayWa mit rund 7 Mio. Euro belastet war. Die BayWa nutzt die Zeit der Baukrise am Markt, um ihr Angebot an baunahen Dienstleistungen zu erweitern. Kunden aus dem Wohnungsbau, die Mehrfamilienhäuser planen, bietet die BayWa ein Qualitätssiegel an, das die Erfüllung von Anforderungen an die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität von Gebäuden sowie an der Qualität der Planungs- und Bauprozesse zertifiziert. Das Siegel sichert Kunden den Zugang zu Fördermitteln und festigt die Kundenbeziehung im Rahmen dieser Beratungsleistung. Die industrielle, modulare Vorfertigung, wie beispielsweise die Fertigung ganzer Badmodule, und damit Teile der Wertschöpfung von der Baustelle in die Produktionshalle zu verlagern, bleiben strategische Ansätze, um das Bauen effizienter und günstiger zu gestalten. Die BayWa ist mit mehreren Beteiligungen an industrieller Vorfertigung und an modularem Bauen beteiligt. Zuletzt durch die Beteiligung an H2X, die im ersten Halbjahr 2024 mit einem geringen Ergebnis beigetragen hat.
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im Segment Bau
Im Segment Bau lagen die Abschreibungen, die sich aus den Werthaltigkeitsüberprüfungen ergaben, in einem unwesentlichen Bereich und beliefen sich auf insgesamt 1,3 Mio. Euro. Neben selbst erstellter oder erworbener Software und Lizenzen entfiel der Großteil des Betrags auf Gebäude, die als Baustoffstandorte genutzt werden.
Sonstige Aktivitäten
Das EBIT der Sonstigen Aktivitäten umfasst neben Ergebnisbeiträgen aus Randaktivitäten einen Großteil der Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekte und betrug zum 30. Juni 2024 minus 22,2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 30,2 Mio. Euro).
Ergebnis der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 in den Sonstigen Aktivitäten
Die Abschreibungen betreffen vor allem große Teile der betriebsnotwendigen Software-Lösungen sowie Lizenzen und Ähnliches, die aktiviert wurden und nun in Höhe von insgesamt 18,8 Mio. Euro wertberichtigt werden mussten. Da die Sonstigen Aktivitäten neben den Overhead-Kosten vor allem sogenannte verteilungspflichtige Corporate Assets enthalten, die selbst keine zahlungsmittelgenerierenden Einheiten darstellen, musste dieses Segment auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der operativen Segmente verteilt und dort mitgetestet werden.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns
Vermögenslage zum 30. Juni 2024
Die Bilanzsumme des BayWa-Konzerns beläuft sich zum 30. Juni 2024 auf 12.496,7 Mio. Euro und liegt damit unter dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2023 (12.518,7 Mio. Euro). Das langfristige Vermögen des BayWa-Konzerns ist seit Jahresbeginn um 45,2 Mio. Euro auf 4.872,4 Mio. Euro gesunken. Dieser Entwicklung stehen im Wesentlichen zwei gegenläufige Effekte gegenüber: Verglichen mit dem Geschäftsjahresende stiegen die Sachanlagen - insbesondere aufgrund von Investitionen in der Geschäftseinheit Independent Power Producer (IPP) im Segment Regenerative Energien - auf 3.534,3 Mio. Euro (plus 95,2 Mio. Euro). Demgegenüber nahmen die immateriellen Vermögenswerte, insbesondere aufgrund von außerplanmäßigen Wertminderungen für sowohl firmenspezifische Software-Anwendungen als auch Geschäfts- oder Firmenwerte, um 101,2 Mio. Euro ab und belaufen sich zum 30. Juni 2024 auf 428,6 Mio. Euro. Die auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfallenden außerplanmäßigen Wertminderungen belaufen sich auf 32,6 Mio. Euro. Weitere außerplanmäßige Wertminderungen ergaben sich ebenso bei den at-Equity-bilanzierten Anteilen. Letztere sanken zum Ende des ersten Halbjahres auf 282,2 Mio. Euro (minus 33,2 Mio. Euro).
Das kurzfristige Vermögen des BayWa-Konzerns ist seit Jahresbeginn um 26,2 Mio. Euro auf 7.624,0 Mio. Euro gestiegen. Dieser Anstieg beruht auf unterschiedlichen Effekten: Aufgrund von Effizienzsteigerungen im Bestandsmanagement der Handelswaren im Segment Technik und im Solarhandelsgeschäft konnten die Vorräte des BayWa-Konzerns in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 um 330,1 Mio. Euro auf 3.993,4 Mio. Euro reduziert werden. Ebenso sanken die flüssigen Mittel auf 197,0 Mio. Euro (minus 36,3 Mio. Euro). Gegenläufig wirkte insbesondere der in der Bilanzposition "Kurzfristige übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte" enthaltene saisonübliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 338,3 Mio. Euro auf 2.003,3 Mio. Euro.
Das Eigenkapital des BayWa-Konzerns sank im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um 344,5 Mio. Euro auf 1.368,5 Mio. Euro. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem durch die außerplanmäßigen Wertminderungen belasteten Konzernfehlbetrag des ersten Halbjahrs 2024 (minus 290,5 Mio. Euro), aus negativen Bewertungseffekten aus der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (minus 18,7 Mio. Euro) sowie aus Währungsumrechnungsdifferenzen (minus 5,0 Mio. Euro). Demgegenüber wirkten sich die versicherungsmathematischen Gewinne aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen infolge eines leichten Anstiegs des Pensionsrechnungszinses in Höhe von 18,5 Mio. Euro positiv auf das Eigenkapital des BayWa-Konzerns aus.
Die langfristigen Schulden des BayWa-Konzerns belaufen sich zum Ende des ersten Halbjahres 2024 auf 5.288,8 Mio. Euro und liegen damit um 239,4 Mio. Euro über dem Vergleichswert zum Ende des Geschäftsjahres 2023 (5.049,4 Mio. Euro). Diese Entwicklung liegt sowohl im Anstieg der langfristigen Finanzschulden (plus 263,3 Mio. Euro auf 3.294,1 Mio. Euro) - bedingt durch eine höhere Inanspruchnahme der Konsortialfinanzierung - als auch in der Zunahme der langfristigen Verbindlichkeiten aus Derivaten (plus 11,8 Mio. Euro auf 68,5 Mio. Euro) begründet. Demgegenüber verringerten sich die langfristigen Pensionsrückstellungen aufgrund der Zinsentwicklung um 31,8 Mio. Euro auf 519,5 Mio. Euro.
Mit 5.839,4 Mio. Euro liegen die kurzfristigen Schulden des BayWa-Konzerns um 83,1 Mio. Euro über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2023. Ursächlich hierfür sind gegenläufige Entwicklungen: Rückgänge in den kurzfristigen Schulden konnten im ersten Halbjahr2024 sowohl bei den Finanzschulden (minus 247,8 Mio. Euro auf 2.145,4 Mio. Euro) als auch bei den übrigen Rückstellungen (minus 96,9 Mio. Euro auf 339,2 Mio. Euro) verzeichnet werden. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saisonal bedingt auf 1.833,2 Mio. Euro (plus 250,2 Mio. Euro), die kurzfristigen übrigen finanziellen Verbindlichkeiten auf 335,9 Mio. Euro (plus 100,5 Mio. Euro) und die kurzfristigen übrigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten auf 738,8 Mio. Euro (plus 76,8 Mio. Euro).
Finanzlage im ersten Halbjahr 2024
Ausgehend von einem Konzernhalbjahresfehlbetrag in Höhe von 290,5 Mio. Euro zum 30. Juni 2024 haben sich die Cash Earnings im Vorjahresvergleich um 171,9 Mio. Euro auf 93,8 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang im Vorratsbestand, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den sonstigen Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, verursachte im ersten Halbjahr 2024 einen Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 38,3 Mio. Euro. Ebenfalls führte der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, in Höhe von 319,0 Mio. Euro zu Zahlungsmittelzuflüssen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich somit nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 auf 350,9 Mio. Euro und liegt damit um 166,4 Mio. Euro unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Aus der Investitionstätigkeit des BayWa-Konzerns resultierte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 195,9 Mio. Euro. Es wurden liquide Mittel für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 245,6 Mio. Euro aufgewendet. Zahlungsmittelzuflüsse von 45,9 Mio. Euro resultierten hingegen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Abgang von Finanzanlagen führte im ersten Halbjahr zu einem Zahlungsmittelzufluss von 24,3 Mio. Euro. Aus dem Zugang von Finanzanlagen ergaben sich hingegen Zahlungsmittelabflüsse von 29,2 Mio. Euro.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf minus 191,9 Mio. Euro und ist vor allem auf Zinszahlungen in Höhe von 205,0 Mio. Euro, Dividendenzahlungen von Konzerngesellschaften in Höhe von 37,7 Mio. Euro und Auszahlungen für Leasingverpflichtungen in Höhe von 49,7 Mio. Euro zurückzuführen. Gegenläufig führte im Saldo die Rückführung von Finanzschulden in Höhe von 100,0 Mio. Euro zu einem Zufluss von Zahlungsmitteln. Im Vorjahr belief sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auf 274,2 Mio. Euro.
Insgesamt haben sich die flüssigen Mittel aufgrund der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit seit dem 31. Dezember 2023 um 36,4 Mio. Euro auf 197,0 Mio. Euro verringert.
Ertragslage im ersten Halbjahr 2024
Der BayWa-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 10.716,3 Mio. Euro und zeigt damit gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 ein Minus von 1.843,0 Mio. Euro. Rückläufige Umsatzzahlen sind insbesondere in den Segmenten Regenerative Energien (minus 1.236,8 Mio. Euro auf 1.809,3 Mio. Euro), Cefetra Group (minus 338,0 Mio. Euro auf2.365,7 Mio. Euro), Agrar (minus 228,5 Mio. Euro auf 2.561,7 Mio. Euro) und Energie (minus 98,2 Mio. Euro auf 1.231,0 Mio. Euro) zu verzeichnen. Umsatzsteigerungen erzielten hingegen die Segmente Technik (plus 109,3 Mio. Euro auf 1.296,4 Mio. Euro), Global Produce (plus 22,6 Mio. Euro auf 540,7 Mio. Euro) und Sonstige Aktivitäten (plus 4,9 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro).
Die Gesamtleistung des BayWa-Konzerns liegt mit 11.026,2 Mio. Euro um 1.777,8 Mio. Euro unter der Vergleichsperiode des Vorjahres. Neben den Umsatzerlösen als größter Treiber für diese Entwicklung wirkten die Bestandsveränderung von 101,3 Mio. Euro (plus 64,5 Mio. Euro) und die anderen aktivierten Eigenleistungen von 17,9 Mio. Euro (plus 7,4 Mio. Euro) dem Trend entgegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 190,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (197,6 Mio. Euro).
Der Materialaufwand sank im Vergleich zu den Umsatzerlösen leicht unterproportional um 1.584,1 Mio. Euro auf 9.628,6 Mio. Euro, sodass sich das Rohergebnis des BayWa-Konzerns um 193,7 Mio. Euro auf 1.397,6 Mio. Euro verringerte.
Der Personalaufwand in Höhe von minus 795,6 Mio. Euro verringerte sich ebenso wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von minus 466,8 Mio. Euro nur marginal (plus 1,7 Mio. Euro bzw. plus 11,5 Mio. Euro); beide liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Die Abschreibungen liegen aufgrund der zum 30. Juni 2024 notwendig gewordenen konzernweiten Werthaltigkeitsüberprüfung mit minus 325,7 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Ohne die außerplanmäßigen Impairments hätten sich die Abschreibungen mit minus 149,5 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau bewegt.
Infolge der durch die Ergebnisse der Impairment-Tests deutlich gestiegenen Abschreibung (plus 175,7 Mio. Euro) weist der BayWa-Konzern ein Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit für das erste Halbjahr 2024 in Höhe von minus 190,5 Mio. Euro aus, nachdem im Vorjahr ein positives Ergebnis (180,6 Mio. Euro) erzielt werden konnte.
Das Beteiligungsergebnis beläuft sich auf minus 31,6 Mio. Euro und liegt damit um 37,9 Mio. Euro unter dem Wert des ersten Halbjahres 2023.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des BayWa-Konzerns beläuft sich für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2024 auf minus 222,1 Mio. Euro und liegt damit um 409,90 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Das Zinsergebnis des ersten Halbjahres 2024 verschlechterte sich um 33,2 Mio. Euro und beläuft sich auf minus 187,3 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags von 118,9 Mio. Euro ergibt sich für das erste Halbjahr 2024 ein Konzernfehlbetrag in Höhe von 290,5 Mio. Euro nach 23,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2023.
Mitarbeiter
Der BayWa-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen Anstieg der Mitarbeiterzahl um 202 Personen auf 23.238. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten im Segment Global Produce um 132 auf 2.869 Beschäftigte infolge der Erntesaison in Neuseeland sowie aus der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 278 auf 4.870 im Segment Regenerative Energien. Im Segment Bau hat sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im ersten Halbjahr um 240 Mitarbeiter auf 4.415 reduziert. Der Rückgang ist neben der gewöhnlichen Personalfluktuation auf Personalmaßnahmen aufgrund der Konjunkturschwäche innerhalb der Baubranche zurückzuführen.
Ausblick
In einer Ad-hoc-Mitteilung am 24. September 2024 wurden der BayWa AG und dem BayWa-Konzern die Sanierungsfähigkeit in einem ersten Entwurf des Sanierungsgutachtens bestätigt. Voraussetzung für die Sanierung ist eine Restrukturierung über einen mehrjährigen Zeitraum. Als wesentliche Restrukturierungsmaßnahmen geht der Entwurf des Gutachtens u. a. von zahlreichen operativen Einsparmaßnahmen aus und sieht darüber hinaus Veräußerungen von einzelnen Geschäftsbereichen vor. Vor diesem Hintergrund ist mit teils erheblichen Ergebniseffekten in den kommenden Jahren zu rechnen, deren Höhe zum Veröffentlichungszeitpunkt des Halbjahresfinanzberichts 2024 noch nicht einschätzbar sind. Daher ist es dem Vorstand auf Basis der aktuellen Informationslage nicht möglich, eine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 abzugeben.
Der Vorstand geht aber aufgrund der konstruktiven Gespräche mit den Banken, weiteren Finanzierungspartnern und wesentlichen Stakeholdern davon aus, dass auf Basis des vorliegenden Entwurfs des Sanierungsgutachtens eine nachhaltige Sanierung sowie eine Neuregelung der Finanzierung für den BayWa-Konzern erreicht werden können. Das endgültige Gutachten wird im Dezember 2024 erwartet. Das Unternehmen wird zu gegebener Zeit über wesentliche Entwicklungen informieren.
Chancen- und Risikobericht
Der Chancen- und Risikobericht sowie das Risikomanagementsystem des BayWa-Konzerns sind im Lagebericht des BayWa-Konzernfinanzberichts 2023 beschrieben.
Die seit Jahresmitte veränderte Finanzlage erfordert eine Anpassung des Chancen- und Risikoberichts, das heißt der Beschreibung der Zusammensetzung der Risiko- und Chancen-Kategorien sowie der Klassifizierung von Risiken und Chancen im BayWa-Konzern.
Auf Basis des Chancen- und Risikoberichts für das Geschäftsjahr 2023 wurden für den Halbjahresfinanzbericht 2024 die 50 größten Einzelrisiken überprüft und teils im Wert angepasst. Darüber hinaus wurden, der aktuellen Situation geschuldet, neue Risiken aufgenommen.
In drei von insgesamt sieben Risikokategorien mussten Anpassungen in den jeweiligen Unterkategorien (Image, IT, Personal, Zinsen, Liquidität und Steuern) vorgenommen werden. Einzelne Risikoklassifizierungen haben sich aufgrund der Änderung des möglichen Schadenerwartungswerts gegenüber den Annahmen im Konzernfinanzbericht 2023 erhöht. Zudem haben sich die Chancen für den Konzern vorerst eingeschränkt, da die Stabilisierung der Liquiditätssituation des Konzerns Priorität hat und mögliche Geschäftsopportunitäten nicht wahrgenommen werden können.
Der Halbjahresfinanzbericht 2024 enthält keine umfangreichen und vollständigen Angaben zum Chancen- und Risikobericht. Die folgenden Erläuterungen sind deshalb in Verbindung mit dem Konzernfinanzbericht 2023 zu lesen.
Bestandsgefährdende Risiken
Durch erhebliche geplante und ungeplante Liquiditätsabflüsse hat sich die Liquiditätssituation des Konzerns im Juni 2024 deutlich verschlechtert. Zum 26. Juni 2024 wurde die 2019 begebene Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro zurückgezahlt. Neben diesem geplanten Liquiditätsabfluss flossen im zweiten Quartal 2024 insgesamt 218 Mio. Euro Finanzierungen aus dem Commercial-Paper-Programm zurück, davon allein 120 Mio. Euro in den letzten beiden Juni-Wochen. Gleichzeitig verschoben sich Liquiditätszuflüsse aus geplanten Projektverkäufen im Bereich der erneuerbaren Energien in den späteren Jahresverlauf. Der operative Cashflow wurde des Weiteren in der ersten Jahreshälfte durch die negative Ergebnisentwicklung insbesondere in den Segmenten Regenerative Energien und Bau belastet.
Um die Finanzierungssituation nachhaltig zu verbessern, hat der Vorstand Gespräche mit den Finanzierungspartnern aufgenommen. Liquiditätsverbessernde Maßnahmen wurden bereits eingeleitet. Gleichzeitig wurde ein Sanierungsgutachten nach IDW S 6 in Auftrag gegeben. Zudem wurden mit den wesentlichen kreditgebenden Banken Standstill-Vereinbarungen abgeschlossen. Die Vereinbarungen gelten zunächst bis zum 30. September 2024 mit einer Verlängerungsmöglichkeit bis zum 31. Dezember 2024. Falls die Vereinbarungen nicht über den 30. September 2024 verlängert werden können, ist der Fortbestand des Konzerns gefährdet bzw. ist ein Insolvenzrisiko nicht ausnahmslos auszuschließen.
Aufgrund der damit verbundenen Publizität am Finanz- und Kapitalmarkt sind weitere negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht auszuschließen. Liquiditätsabflüsse aus Finanzierungsqu<<<<<ellen soll mit dem Abschluss einer Stillhaltevereinbarung mit den Finanzierungspartnern entgegengewirkt werden. Der operative Cashflow wird aber auch in der zweiten Jahreshälfte maßgeblich durch die negative Ertragsentwicklung im Segment Regenerative Energien beeinträchtigt sein. Hier werden sich die geplanten und in Umsetzung befindlichen Projektverkäufe maßgeblich auf das Jahresende kumulieren. Des Weiteren wird der operative Cashflow in der zweiten Jahreshälfte saisonal durch den Ernteaufkauf in der Landwirtschaft beeinflusst.
Die genannten Effekte erfordern weitere Finanzierungsmaßnahmen, über die mit den Fremd- und Eigenkapitalfinanzierern fortlaufend gesprochen wird. Derzeit geht der Vorstand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass aufgrund des Fortgangs der Gespräche eine positive Fortführungsprognose für das Unternehmen besteht. Dennoch muss auf die Möglichkeit des Bestehens eines bestandsgefährdenden Risikos aufgrund zutage tretender Liquiditätslücken hingewiesen werden.
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| Risiken | Chancen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Risiko- klassifizierung |
Veränderung zum Konzernfinanz- bericht 2023 |
Chancen- klassifizierung |
Veränderung zum Konzernfinanz- bericht 2023 |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Marktrisiken und -chancen | |||||
| Absatzmarkt | signifikant | konstant | wesentlich | konstant | |
| Beschaffung | signifikant | konstant | wesentlich | konstant | |
| Wettbewerb | erheblich | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Image | signifikant | erhöht | wesentlich | reduziert | |
| Preis | substanziell | konstant | wesentlich | konstant | |
| Kundenverlust | gering | konstant | / | / | |
| Operative Risiken und Chancen | |||||
| Absatz | spürbar | konstant | wesentlich | reduziert | |
| Umwelteinfluss | signifikant | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Produktion | spürbar | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Bestand | spürbar | konstant | wesentlich | konstant | |
| Produktqualität | spürbar | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Schadenfall | signifikant | konstant | / | / | |
| Projekt | substanziell | konstant | wesentlich | reduziert | |
| Risiken und Chancen aus Aufbau- und Ablauforganisation | |||||
| IT | substanziell | erhöht | unwesentlich | konstant | |
| Qualität | signifikant | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Personal | substanziell | erhöht | wesentlich | reduziert | |
| Organisation | erheblich | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Finanzrisiken und -chancen | |||||
| Finanzmarkt | erheblich | konstant | wesentlich | konstant | |
| Beteiligungen | gering | konstant | wesentlich | konstant | |
| Forderungsausfall | erheblich | konstant | / | / | |
| Zinsen | erheblich | erhöht | wesentlich | reduziert | |
| Liquidität | substanziell | erhöht | wesentlich | reduziert | |
| Währung | erheblich | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Steuern | erheblich | erhöht | / | / | |
| Strategische Risiken und Chancen | |||||
| Unternehmensstrategie | gering | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Investitionen | gering | konstant | unwesentlich | reduziert | |
| Akquisitionen & Veräußerungen | gering | konstant | wesentlich | erhöht | |
| Marktentwicklung | signifikant | konstant | wesentlich | konstant | |
| Innovation und Technologie | erheblich | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Rechtliche Risiken und Chancen | |||||
| Verträge | signifikant | reduziert | / | / | |
| Gesetzesveränderungen | signifikant | konstant | unwesentlich | konstant | |
| Haftung und Versicherung | erheblich | konstant | / | / | |
| Gesetzesverletzungen | spürbar | reduziert | / | / | |
| Compliance-Risiken und -Chancen | |||||
| Korruption/Fraud | spürbar | konstant | / | / | |
| Produktsicherheit/Normen | gering | konstant | / | / | |
| Datenschutz | gering | konstant | / | / | |
| Einhaltung von Gesetzen & Richtlinien | substanziell | konstant | / | / | |
| Soziale Risiken | gering | konstant | / | / | |
| Ökologische Risiken | gering | konstant | / | / |
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| Risikoklassifizierung (mögliche Ergebniswirkung) nach Schadenserwartungswert | Beurteilung der Chancen | |
|---|---|---|
| gering = | ≤ 1,0 Mio. Euro | |
| spürbar = | ≤ 2,5 Mio. Euro | Qualitative Klassifizierung / Einordnung in "wesentlich" und "unwesentlich" |
| erheblich = | ≤ 5,0 Mio. Euro | |
| signifikant = | ≤ 10,0 Mio. Euro | |
| substanziell = | > 10,0 Mio. Euro |
Im Folgenden sind die wesentlichen Einzelrisiken mit einem Schadenerwartungswert von über 1 Mio. Euro beschrieben, die, im Vergleich zu ihrer Beschreibung im Konzernfinanzbericht 2023, erhöht oder hinzugekommen sind.
Compliance-Risiken
Ein neues Risiko ist daraus erwachsen, dass eine in Deutschland ansässige Anlegerschutzvereinigung angekündigt hat zu prüfen, ob das Unternehmen seinen Informationspflichten, insbesondere bei möglichen kursrelevanten Sachverhalten, rechtzeitig und vollständig, etwa durch Ad-hoc-Mitteilungen, nachgekommen ist.
Sollte nach Meinung der Anlegerschutzvereinigung ein Verstoß bestehen, soll entsprechend Klage auf Schadenersatz für die betroffenen Aktionäre erhoben werden. Die Klage könnte zunächst im Rahmen einer Musterfeststellungsklage geführt werden, der weitere Klagen folgen. Neben dem Klagerisiko besteht das Risiko, dass auf Antrag einer qualifizierten Minderheit von Aktionären, die zusammen 5 Prozent des Grundkapitals halten, eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden muss.
Ferner sind damit einhergehende Reputationsschäden für das Unternehmen nicht ausgeschlossen.
Operative Risiken
Klimaveränderungen und zunehmende Extremwetterereignisse wie Trockenheit, Regenstürme, Hagel oder starker Frost beeinflussen den Agrarbereich und können zu Ernteschäden oder teilweisen Ernteausfällen führen. Ein erhöhtes Risiko sieht der BayWa-Konzern vor allem bei der Tochtergesellschaft T&G Global in Neuseeland. Die Zunahme des Risikos ist damit begründet, dass ein Zyklon in Neuseeland im Jahr 2023 die Anbauplantagen für die Apfelproduktion nachhaltig belastet hat, was sich, bedingt durch niedrigere Erntemengen, auch in den Folgejahren auswirken wird. Aufgrund des Klimawandels kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Region häufiger von ähnlichen Naturkatastrophen getroffen wird.
Im Projektgeschäft des Segments Regenerative Energien kommt es aufgrund veränderter Marktbedingungen zu ungeplanten Verzögerungen. Geänderte Investorenerwartungen, gestiegene Kapitalkosten, erschwerte Finanzierungsbedingungen und langwierige Vertragsverhandlungen belasten derzeit die Vermarktung von Projekten. Die Unsicherheit über die Liquiditätslage des Konzerns erhöhen die Notwendigkeit der Sicherungsstellungen in Form von Avalen oder Barhinterlegungen.
Einige Projekte erfordern zudem komplexe und mit hohen Kosten verbundene Aufrüstungen des bestehenden Stromnetzes bzw. der Infrastruktur. Die dadurch entstehenden Verzögerungen können sich negativ auf eine kosten- und zeiteffiziente Projektabwicklung und auf die Höhe der Umsatzerlöse aus der Stromerzeugung auswirken.
Zeitliche Verschiebungen von Projekten können zudem dazu führen, dass bereits auf Lager befindliche Materialien wie beispielsweise Batterien oder Solartransformatoren veräußert oder auf andere Projekte verteilt werden müssen. Die Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken werden gegenüber dem Konzernfinanzbericht 2023 höher eingeschätzt, da sich die Marktbedingungen, vor allem im Bereich der Solarenergie, nachteilig entwickelt haben.
Beim Ausbau von Solar- und Windenergie müssen länderspezifische Natur- und Artenschutzmaßnahmen eingehalten werden. Bei der Umsetzung von Projekten kann es zu Anpassungsmaßnahmen kommen und es können spezielle Genehmigungen erforderlich werden, die zu hohen außerplanmäßigen und ergebnisbelastenden Kosten führen. Dies trifft vornehmlich auf einen Windpark in den USA zu. Bisher wurde fälschlicherweise unterstellt, dass die Genehmigungen für Natur- und Artenschutzmaßnahmen vom Käufer des Projekts beantragt und übernommen werden. Das Genehmigungsverfahren muss aber vom Verkäufer getragen werden, was zu einer Erhöhung der Projektkosten sowie einem Verzug des Projekts führen kann. Dementsprechend erhöht sich das Risiko.
Marktrisiken
In der aktuellen Situation ist das Unternehmen erhöhten Reputationsrisiken ausgesetzt, die sich unmittelbar und mittelbar auf die operative Geschäftsentwicklung auswirken können. Eine negative und teils spekulative Berichterstattung in den Tagesmedien führt zur Verunsicherung auf Lieferanten- und Kundenseite. Teils muss mit Liefersperren und veränderten Lieferketten gerechnet werden. Die breite regionale Aufstellung des Konzerns mit einer sehr breiten Stakeholderbasis verstärkt das Risiko eines Negativimages mit entsprechenden Ertragsauswirkungen.
Einzelne Agrarprodukte, die die BayWa aus Herkunftsländern wie beispielsweise Südafrika oder Asien bezieht und handelt, könnten negative Reaktionen bei Käufern hervorrufen. Aufgrund der höheren Anforderungen, die sich durch die EU-Entwaldungsverordnung und die EU-Richtlinie über Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) ergeben, sieht die BayWa für die Vermarktung dieser Produktgruppen ein erhöhtes Risiko. Zudem erfordert die Einhaltung dieser neuen Berichtspflichten einen höheren Verwaltungsaufwand, welcher die Handelsmargen reduziert. Um dieses Risiko zu minimieren und Reputationsschäden zu vermeiden, arbeitet die BayWa nur mit ausgewählten Lieferanten zusammen und achtet auf die Zertifizierung von Lieferketten aus kritischen Herkunftsländern.
Die BayWa r.e. ist in der Geschäftseinheit Independent Power Producer (IPP) gegenüber Vertragspartnern verpflichtet, eine bestimmte Menge Strom pro Stunde zu einem Festpreis zu liefern. Aufgrund von Extremwetterereignissen besteht jedoch das Risiko, dass in Zeiten geringerer Produktion der Strom zu höheren Preisen am Spotmarkt eingekauft werden muss und das Ergebnis belastet. Zunehmende Extremwetterereignisse führen zu einer Erhöhung des Risikos.
Finanzrisiken
Forderungsausfallrisiken
Auch im Debitorenbereich ist mit erhöhten Risiken zu rechnen. Der starke Anstieg der Insolvenzen in Deutschland signalisiert das höhere Risiko von Forderungsausfällen. Hier wird durch eine verstärkte Überwachung und Reduzierung der eingeräumten Kreditlimits im Forderungsmanagement entgegengewirkt.
Aufgrund des veränderten Zinsumfelds versuchen Kunden, Zahlungsziele zu verlängern, sodass Forderungen später beglichen werden. Verspätete Zahlungen erhöhen jedoch das Ausfallrisiko und verschlechtern die Liquiditätssituation der BayWa. Die BayWa begegnet diesem Kreditrisiko durch die laufende Überwachung der Forderungen und ihrer Absicherung mit Kreditversicherungen. Die Bedeutung des Mahnwesens, die Sensibilisierung der Mitarbeiter, ein gutes Versicherungsmanagement sowie die ständige Aktualisierung der Kreditrisikorichtlinien tragen dazu bei, dieses Risiko zu reduzieren.
Steuerrisiken
Steuerliche Risiken resultieren insbesondere aus Änderungen nationaler Steuergesetze und -regelungen. Die BayWa ist global in zahlreichen steuerlichen Jurisdiktionen aktiv. Änderungen bestehender Gesetzgebungen in diesen Ländern können zu erhöhten Steueraufwendungen führen, etwa die Beschränkung der Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen entsprechend der operativen Unternehmensleistung. Steuerliche Risiken erwachsen darüber hinaus aus geänderter Rechtsprechung und der Auslegung durch nationale Finanzbehörden. Feststellungen der nationalen Steuerbehörden in den verschiedenen Ländern können zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen und zudem Einfluss auf die Höhe der Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie auf die aktiven und passiven latenten Steuern haben. Ab dem Jahr 2024 besteht für multinationale Konzerne die Pflicht, die globale Mindestbesteuerung zu berücksichtigen. Damit ist auch die BayWa verpflichtet, pro Land eine fiktive Steuerberechnung durchzuführen. Vor diesem Hintergrund hat sich das Steuerrisiko erhöht.
Zinsrisiken
Aufgrund des nachhaltig gestiegenen Zinsumfelds haben sich die Finanzierungskosten erhöht. Nach dem rasanten Anstieg der Leitzinsen in den Jahren 2022 und 2023 verblieben die Zinssätze auf dem hohen Niveau auch über das erste Halbjahr 2024, trotz Zinssenkungen im Juni und September 2024. Diese Situation führt zu einer weiteren Verteuerung der Kapitalbeschaffung. Das Risiko steigender Zinskosten betrifft alle bestandsführenden Unternehmensteile. Dies erschwert beispielsweise bei der Cefetra Group eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung gegenüber ihren Kunden und Lieferanten, da die erhöhten Finanzierungskosten nur beschränkt weitergegeben werden können.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz.
Eine verschlechterte operative Performance schränkt die Bereitschaft kreditgebender Finanzierungspartner und Investoren ein, den Geschäftsbetrieb über Fremdmittel zu finanzieren. Neben dem beschriebenen Rückfluss aus Finanzierungsinstrumenten werden auch vereinzelt bilaterale Finanzierungen zurückgezogen, da sich die bankinternen Ratings des Unternehmens verschlechtert haben.
Siehe dazu auch die Ausführungen zu den bestandsgefährdenden Risiken in diesem Bericht.
Rechtliche Risiken
Die Unternehmen des Konzerns sind und werden auch künftig im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren konfrontiert. Bei einem Solarprojekt in den Niederlanden führten laufende Diskussionen mit einem Investor über Vertragskonditionen bereits im Jahr 2023 zu Projektverzögerungen. Eine Einigung wurde bisher noch nicht erzielt. Neben den Vertragsdifferenzen bezüglich des Solarparks ergibt sich ein zusätzliches Risiko für die Verzögerung des dazugehörigen Batteriespeicherprojekts.
Risiken der Aufbau- und Ablauforganisation
Im Bereich der Informationssicherheit ist das Risiko von Cyberangriffen und sonstigen Angriffen auf die IT-Infrastruktur insgesamt abstrakt und auch für den BayWa-Konzern gewachsen. Durch die international angespannte geopolitische Lage wird dieses Risiko mit einer höheren Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Um dieses Risiko zu minimieren, findet ein kontinuierliches Monitoring der Sicherheitssysteme statt. Zudem werden externe Penetrationstests durchgeführt, Notfallpläne überprüft und aktualisiert und Notfallübungen absolviert. Ferner besteht im geschäftsüblichen Rahmen eine versicherungsrechtliche Absicherung (Cyberversicherung).
Ein erhöhtes Risikoprofil wird auch für den Personalbereich definiert. Aufgrund der aktuellen Lage des BayWa-Konzerns besteht ein erhöhtes Fluktuationsrisiko, insbesondere im Spezialistenbereich, der durch den allgemeinen Fachkräftemangel am Markt ohnehin angespannt ist. Die vermeintliche Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens und der damit verbundenen Angst um den Fortbestand von Arbeitsplätzen erhöht den mentalen Stress bei Mitarbeitern. Dies könnte in der Folge zu Produktivitätsverlusten führen. Auch eine Erhöhung der Krankheitsquote kann in diesem Umfeld nicht ausgeschlossen werden. Die Abwanderung von leistungsstarken Fachkräften mit fundierten Marktkenntnissen und Kundenbeziehungen sowie eine erschwerte Bindung von Nachwuchskräften könnten sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken und zu einem erhöhten Rekrutierungsaufwand führen.
Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts 2023 lagen keine erkennbaren Anzeichen eines nachhaltigen Liquiditätsabflusses oder etwaiger Refinanzierungsschwierigkeiten vor.
Dies hat sich als Folge von starken Abflüssen im Commercial-Paper-Segment sowie ausgebliebener Einzahlungen aus dem operativen Bereich binnen weniger Wochen im Juni 2024 zu Ungunsten des Unternehmens verändert. Zudem haben ungünstige Marktbedingungen das Ergebnis des BayWa-Konzerns zuletzt stark belastet. Diese nicht vorhersehbaren Entwicklungen haben zu einer angespannten Finanzlage geführt.
Infolgedessen wurde von den Banken und Finanzierungspartnern ein Sanierungsgutachten nach IDW S 6 gefordert und von der BayWa AG im Juli 2024 beauftragt. Das Sanierungsgutachten kommt in einem ersten Entwurf zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen saniert und mittelfristig seine operative Wettbewerbs- und Renditefähigkeit wiederhergestellt werden kann. Voraussetzung ist die Verlängerung der Standstill-Vereinbarungen über den 30. September 2024 hinaus.
Vor diesem Hintergrund ergibt die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation, dass im Zusammenwirken der Einzelrisiken oder durch eine Nichtverlängerung der Standstill-Vereinbarungen der Fortbestand des Konzerns gefährdet sein könnte und ein Insolvenzrisiko nicht ausnahmslos auszuschließen ist.
Verkürzter Konzernzwischenabschluss
der BayWa AG zum 30. Juni 2024
Konzernbilanz
Aktiva
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| In Mio. Euro | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 428,6 | 529,8 |
| Sachanlagen | 3.534,3 | 3.439,1 |
| At-Equity-bilanzierte Anteile | 282,2 | 315,4 |
| Übrige Finanzanlagen | 236,8 | 248,4 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 36,4 | 37,1 |
| Ertragsteuerforderungen | 8,6 | 8,5 |
| Vermögenswerte aus Derivaten | 64,7 | 61,1 |
| Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 101,5 | 95,7 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 8,5 | 8,1 |
| Latente Steueransprüche | 170,8 | 174,4 |
| 4.872,4 | 4.917,6 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Wertpapiere | 1,1 | 1,0 |
| Vorräte | 3.993,4 | 4.323,5 |
| Biologische Vermögenswerte | 8,0 | 16,2 |
| Ertragsteuerforderungen | 180,1 | 69,2 |
| Vermögenswerte aus Derivaten | 282,0 | 285,3 |
| Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.564,8 | 2.204,8 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 397,6 | 464,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 197,0 | 233,3 |
| 7.624,0 | 7.597,8 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | 0,3 | 3,3 |
| Summe Aktiva | 12.496,7 | 12.518,7 |
Passiva
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| In Mio. Euro | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Ausgegebenes Kapital | 92,5 | 92,5 |
| Kapitalrücklage | 146,7 | 146,7 |
| Hybridkapital | 99,3 | 99,3 |
| Gewinnrücklagen | 674,2 | 662,4 |
| Sonstige Rücklagen | -271,4 | -124,2 |
| Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter | 741,3 | 876,7 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 627,2 | 836,3 |
| 1.368,5 | 1.713,0 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Pensionsrückstellungen | 519,5 | 551,3 |
| Langfristige übrige Rückstellungen | 87,2 | 92,0 |
| Finanzschulden | 3.294,1 | 3.030,8 |
| Leasingverbindlichkeiten | 971,9 | 972,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | 5,6 | 4,0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 0,2 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 68,5 | 56,7 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 29,3 | 30,0 |
| Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 180,6 | 182,5 |
| Latente Steuerschulden | 131,9 | 129,6 |
| 5.288,8 | 5.049,4 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Pensionsrückstellungen | 33,0 | 33,0 |
| Kurzfristige übrige Rückstellungen | 339,2 | 436,1 |
| Finanzschulden | 2.145,4 | 2.393,2 |
| Leasingverbindlichkeiten | 94,9 | 90,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | 1.833,2 | 1.583,0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 58,6 | 100,0 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 260,4 | 222,8 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 335,9 | 235,4 |
| Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 738,8 | 662,0 |
| 5.839,4 | 5.756,3 | |
| Summe Passiva | 12.496,7 | 12.518,7 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Fortgeführte Geschäftsbereiche
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| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 10.716,3 | 12.559,2 |
| Bestandsveränderung | 101,2 | 36,7 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 17,9 | 10,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 190,8 | 197,6 |
| Materialaufwand | -9.628,6 | -11.212,7 |
| Rohergebnis | 1.397,6 | 1.591,3 |
| Personalaufwand | -795,6 | -797,3 |
| Abschreibungen | -325,7 | -135,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -466,8 | -478,2 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -190,5 | 180,6 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen | -34,6 | 5,8 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 3,0 | 0,5 |
| Zinsertrag | 12,2 | 8,1 |
| Zinsaufwand | -199,5 | -162,3 |
| Finanzergebnis | -218,9 | -147,9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -409,4 | 32,7 |
| Ertragsteuern | 118,9 | -9,5 |
| Konzernhalbjahresüberschuss/-fehlbetrag | -290,5 | 23,2 |
| davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter | -141,4 | 22,7 |
| davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | -149,1 | 0,5 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | -4,22 | -0,01 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | -4,22 | -0,01 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Quartalsaufteilung
Fortgeführte Geschäftsbereiche
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| In Mio. Euro | Q1/2024 | Q2/2024 | Q1/2023 | Q2/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.194,5 | 5.521,8 | 6.280,4 | 6.278,8 |
| Bestandsveränderung | 44,7 | 56,5 | 37,4 | -0,7 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 9,9 | 8,0 | 3,4 | 7,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 105,6 | 85,2 | 84,9 | 112,7 |
| Materialaufwand | -4.699,0 | -4.929,6 | -5.664,5 | -5.548,2 |
| Rohergebnis | 655,7 | 741,9 | 741,6 | 849,7 |
| Personalaufwand | -401,7 | -393,9 | -373,7 | -423,6 |
| Abschreibungen | -72,3 | -253,4 | -67,0 | -68,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -241,3 | -225,5 | -210,6 | -267,6 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | -59,6 | -130,9 | 90,3 | 90,3 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen | -1,7 | -32,9 | 1,6 | 4,2 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 0,0 | 3,0 | -0,1 | 0,6 |
| Zinsertrag | 5,7 | 6,5 | 3,3 | 4,8 |
| Zinsaufwand | -97,2 | -102,3 | -80,5 | -81,8 |
| Finanzergebnis | -93,2 | -125,7 | -75,7 | -72,2 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -152,8 | -256,6 | 14,6 | 18,1 |
| Ertragsteuern | 44,7 | 74,2 | -4,2 | -5,3 |
| Konzernüberschuss/-fehlbetrag | -108,1 | -182,4 | 10,4 | 12,8 |
| davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter | -38,3 | -103,1 | 5,9 | 16,8 |
| davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | -69,8 | -79,3 | 4,5 | -4,0 |
Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis
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| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 |
|---|---|---|
| Konzernhalbjahresüberschuss/-fehlbetrag | -290,5 | 23,2 |
| Sonstige Ergebnisse aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen, die nicht nachträglich in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
-0,1 | 0,1 |
| Umgliederungen von im OCI erfassten Bewertungseffekten in die Gewinnrücklagen (ohne Recycling) | 0,0 | 0,0 |
| Nettogewinn/-verlust aus der Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (sog. OCI-Option) (ohne Recycling) |
-8,0 | -2,5 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | 18,5 | -2,8 |
| Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 10,4 | -5,2 |
| Sonstige Ergebnisse aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 |
| Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs von at-Equity-bilanzierten Beteiligungen |
0,0 | 0,0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -5,3 | -5,9 |
| Umgliederungen von Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0,3 | -0,1 |
| Cashflow Hedges | -23,5 | -24,2 |
| Umgliederungen von Nettogewinnen/-verlusten aus Cashflow Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung | 4,8 | 10,2 |
| Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -23,7 | -20,0 |
| Gesamtsumme der direkt im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen | -13,2 | -25,2 |
| davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter | -15,3 | -20,5 |
| davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 2,0 | -4,7 |
| Konzern-Gesamtergebnis | -303,8 | -2,1 |
| davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter | -156,7 | 2,1 |
| davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | -147,1 | -4,2 |
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
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| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 |
|---|---|---|
| Cash Earnings | 93,8 | 265,7 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 350,9 | 517,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -195,9 | -203,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -191,9 | -274,2 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -36,9 | 40,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 233,3 | 221,8 |
| Zugang/Abgang von Finanzmitteln infolge von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen | 0,6 | -3,1 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 197,0 | 258,8 |
Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| In Mio. Euro | Ausgegebenes Kapital |
Kapitalrücklage | Hybridkapital | Bewertungsrücklage | Übrige Gewinnrücklagen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 | 92,5 | 146,7 | 99,3 | 22,2 | 640,2 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,8 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Hybridkapital | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Veränderung bei den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI Option) und Ergebnissen aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -3,9 | 0,0 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 18,5 |
| Dividendenausschüttungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Cashflow Hedges | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -10,4 | 0,0 |
| Dividende Hybridkapital | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,7 |
| Konzernhalbjahresfehlbetrag 01.01.-30.06.2024 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06.2024 | 92,5 | 146,7 | 99,3 | 8,0 | 666,2 |
| Stand 01.01.2023 | 91,8 | 138,2 | 0,0 | 63,7 | 672,2 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -13,0 | 4,5 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Hybridkapital | 0,0 | 0,0 | 59,5 | 0,0 | 0,0 |
| Veränderung bei den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI Option) und Ergebnissen aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -1,2 | 0,0 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -2,9 |
| Dividendenausschüttungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Cashflow Hedges | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,5 | 0,0 |
| Dividende Hybridkapital | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| Konzernhalbjahresüberschuss 01.01.-30.06.2023 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand 30.06.2023 | 91,8 | 138,2 | 59,5 | 56,1 | 674,8 |
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| In Mio. Euro | Sonstige Rücklagen | Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter |
Anteile anderer Gesellschafter |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 | -124,2 | 876,7 | 836,3 | 1.713,0 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | 14,2 | 18,1 | -21,7 | -3,7 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | 0,0 | 0,0 | 0,7 | 0,7 |
| Hybridkapital | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Veränderung bei den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI Option) und Ergebnissen aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | -3,9 | -4,1 | -8,0 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | 0,0 | 18,5 | 0,0 | 18,5 |
| Dividendenausschüttungen | 0,0 | 0,0 | -31,2 | -31,2 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | -2,1 | -2,1 | -2,8 | -5,0 |
| Cashflow Hedges | 0,0 | -10,4 | -8,3 | -18,7 |
| Dividende Hybridkapital | -6,5 | -6,5 | 0,0 | -6,5 |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | -3,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Konzernhalbjahresfehlbetrag 01.01.-30.06.2024 | -149,1 | -149,1 | -141,4 | -290,5 |
| Stand 30.06.2024 | -271,4 | 741,3 | 627,2 | 1.368,5 |
| Stand 01.01.2023 | 33,8 | 999,7 | 909,3 | 1.909,0 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | -2,2 | -10,7 | -6,8 | -17,4 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | 0,0 | 0,0 | 20,8 | 20,8 |
| Hybridkapital | 0,0 | 59,5 | 0,0 | 59,5 |
| Veränderung bei den erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI Option) und Ergebnissen aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 0,0 | -1,2 | -1,2 | -2,4 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | 0,0 | -2,9 | 0,1 | -2,8 |
| Dividendenausschüttungen | -42,8 | -42,8 | -36,4 | -79,2 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | -7,1 | -7,1 | 1,1 | -6,0 |
| Cashflow Hedges | 0,0 | 6,5 | -20,5 | -14,0 |
| Dividende Hybridkapital | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | -0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Konzernhalbjahresüberschuss 01.01.-30.06.2023 | 0,5 | 0,5 | 22,7 | 23,2 |
| Stand 30.06.2023 | -19,0 | 1.001,3 | 889,1 | 1.890,4 |
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben
Vorbemerkung zur aktuellen Situation im BayWa-Konzern
Der Halbjahresabschluss 2024 des BayWa-Konzerns stellt auf die Verhältnisse zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2024 ab. Mit einer Ad-hoc-Mitteilung vom 24. Juli 2024 wurden vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2024, konkret den Konzernumsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) veröffentlicht. Gleichzeitig hat der Konzern darüber informiert, dass aufgrund der rückläufigen Aktienkursentwicklung und des damit einhergehenden Absinkens der Marktkapitalisierung der BayWa AG zum 30. Juni 2024 unter den Buchwert des Eigenkapitals umfangreiche Werthaltigkeitsüberprüfungen (Impairment-Tests) durchgeführt werden müssen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, die Veröffentlichung des vorliegenden Halbjahresfinanzberichts auf Ende September 2024 zu verschieben. Die Beauftragung eines Sanierungsgutachtens nach den Grundsätzen von IDW S 6 wurde durch die BayWa AG mit einer Ad-hoc-Mitteilung am 12. Juli 2024 bekannt gegeben.
Die Werthaltigkeitsüberprüfungen mussten in den zurückliegenden Wochen für sämtliche Vermögenswerte des BayWa-Konzerns im Anwendungsbereich von IAS 36 auf Ebene der sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating units - CGU) vorgenommen werden. Zwischenzeitlich konnten diese Überprüfungen auf Basis und unter Verwendung der Planungsdaten des ersten Entwurfs des Sanierungsgutachtens nach IDW S 6 abgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Werthaltigkeitsüberprüfungen werden in einem gesonderten Abschnitt zusammengefasst.
In einer weiteren Ad-hoc-Mitteilung am 24. September 2024 wurden der BayWa AG und dem BayWa-Konzern die Sanierungsfähigkeit in einem ersten Entwurf des Sanierungsgutachtens bestätigt. Voraussetzung für die Sanierung ist eine Restrukturierung über einen mehrjährigen Zeitraum. Als wesentliche Restrukturierungsmaßnahmen geht der Entwurf des Gutachtens u. a. von zahlreichen operativen Einsparmaßnahmen aus und sieht darüber hinaus Veräußerungen von einzelnen Geschäftsbereichen vor. Vor diesem Hintergrund ist mit teils erheblichen Ergebniseffekten in den kommenden Jahren zu rechnen, deren Höhe zum Veröffentlichungszeitpunkt des Halbjahresfinanzberichts 2024 noch nicht einschätzbar sind. Daher ist es dem Vorstand auf Basis der aktuellen Informationslage nicht möglich, eine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 abzugeben.
Der Vorstand geht aber aufgrund der konstruktiven Gespräche mit den Banken, weiteren Finanzierungspartnern und wesentlichen Stake-holdern davon aus, dass auf Basis des vorliegenden Entwurfs des Sanierungsgutachtens eine nachhaltige Sanierung sowie eine Neuregelung der Finanzierung für den BayWa-Konzern erreicht werden können. Das endgültige Gutachten wird im Dezember 2024 erwartet.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht des BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2024 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wird der Konzernzwischenabschluss in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2023 zu lesen. Alle neuen oder geänderten IFRS und Interpretationen des IFRS Interpretations Committee, die für den BayWa-Konzern erstmals zum 1. Januar 2024 verpflichtend anzuwenden waren, wurden beachtet. Für schon bestehende oder unveränderte IFRS stimmen die Bilanzierungs-, Bewertungs-, Konsolidierungs- und Ausweisgrundsätze mit Ausnahme der unten aufgeführten Änderung mit denjenigen überein, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 angewendet wurden. Diesbezüglich wird auf den Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2023 verwiesen. Die Berichtswährung der BayWa AG ist der Euro. Die Betragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden - sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine Nachkommstelle gerundet. Dadurch können sich geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 wurden die nach dem Verkauf wesentlicher Teile der FarmFacts GmbH verbleibenden Geschäftsaktivitäten des Segments Innovation und Digitalisierung dem Segment Sonstigen Aktivitäten zugeteilt. Damit wurde das Segment Innovation und Digitalisierung aufgelöst. In der (verkürzten) Segmentberichterstattung, die Teil dieser Anhangangaben ist, wurde die Darstellung des Vorjahres aus Gründen der Vergleichbarkeit angepasst und die Vorjahreszahlen wurden entsprechend geändert.
Annahmen und Schätzungen
Soweit im Rahmen der Berichterstattung Annahmen und Schätzungen vorgenommen wurden, bleiben diese in der Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im Geschäftsjahresvergleich unverändert. Es gibt keine berichtspflichtigen Änderungen mit einer wesentlichen Auswirkung auf die aktuelle Berichtsperiode.
Saison- und Konjunktureinflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Geschäftstypisch wirken sich saisonale Einflüsse auf nahezu alle Kernaktivitäten des Konzerns aus. Sie führen im Jahresverlauf zu Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis, die sich teilweise ausgleichen. In den Segmenten Global Produce und Agrar liegen die Hauptaktivitäten in den ersten drei Quartalen eines Geschäftsjahres, mit Schwerpunkt im zweiten Quartal. Im Segment Energie führen mehr konjunkturelle Einflüsse zu Geschäftsschwankungen. Die Preisentwicklung beeinflusst maßgeblich das Verbraucherverhalten und damit wesentlich die Umsatzentwicklung des Geschäftsfelds. Nachfragestaus lösen sich dann im Mehrjahresverlauf auf. Im Segment Regenerative Energien ergeben sich Schwankungen in Abhängigkeit von Projektverkäufen. Zudem können sich politische Einflussfaktoren durch Änderungen von Fördermaßnahmen auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Im Segment Bau verstärkt sich die Tätigkeit nach dem ersten Quartal und reduziert sich witterungsbedingt innerhalb des vierten Quartals.
Ergebnisse der Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 30. Juni 2024 im BayWa Konzern
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden aufgrund des Vorliegens von Anzeichen möglicher Wertminderungen gemäß IAS 36.12 auf Werthaltigkeit hin geprüft. Da der Buchwert des Nettovermögens der BayWa AG die Marktkapitalisierung zum Stichtag 30. Juni 2024 überstiegen hat, ist ein Anhaltspunkt für eine mögliche Wertminderung der Vermögenswerte bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (cash generating unit, CGU) gegeben.
Bei den Werthaltigkeitsüberprüfungen wurde der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis des höheren Betrags aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einerseits und Nutzungswert andererseits ermittelt. Die für die Werthaltigkeitsüberprüfungen herangezogenen Cashflows berücksichtigen grundsätzlich die Erkenntnisse aus dem ersten Entwurf des beauftragten Sanierungsgutachtens, das zum Ergebnis kommt, dass die BayWa AG unter bestimmten Voraussetzungen saniert und mittelfristig ihre operative Wettbewerbs- und Renditefähigkeit wieder hergestellt werden kann.
Der Wertminderungsbedarf wurde - nach Abwertung der Geschäfts- oder Firmenwerte - grundsätzlich anteilig auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte verteilt, wobei die einzelnen Vermögenswerte dabei nicht unter ihren erzielbaren Betrag abgeschrieben wurden. Im Ergebnis mussten im Halbjahresabschluss 2024 folgende Beträge als außerplanmäßige Abschreibungen über verschiedene Segmente hinweg erfasst werden:
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| In Mio. Euro | Q1-2/2024 |
|---|---|
| Regenerative Energien | -171,5 |
| Energie | -4,5 |
| Cefetra Group | -13,8 |
| Agrar | -10,8 |
| Technik | -1,5 |
| Global Produce | 0,0 |
| Bau | -1,3 |
| Sonstige Aktivitäten | -18,8 |
| -222,2 |
Basierend auf dem Grundsatz der Einzelbewertung sind derartige Werthaltigkeitsüberprüfungen grundsätzlich für einen einzelnen Vermögenswert durchzuführen. Regelmäßig generieren aber Vermögenswerte innerhalb eines Unternehmens nur in Verbindung mit anderen Vermögenswerten wirtschaftlichen Nutzen in Form von Zahlungsmittelzuflüssen. Vor diesem Hintergrund sind für die Zwecke des Impairment-Tests die kleinstmöglichen Gruppen von Vermögenswerten zu identifizieren, die eigenständige Zahlungsmittelzuflüsse erzeugen (sogenannte zahlungsmittelgenerierende Einheiten - ZGE bzw. cash generating units - CGU). Zur Abgrenzung der CGU bzw. der kleinsten Gruppen von Vermögenswerten, die weitestgehend unabhängige Zahlungsmittelzuflüsse generieren, sind im BayWa-Konzern mehrere Aspekte und Fragestellungen berücksichtigt, wobei den folgenden beiden besondere Bedeutung zukommt:
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| ― | Bestehen Produktionsverflechtungen (asset separation) und werden einzelne Vermögenswerte derart integriert genutzt, dass sie keine unabhängigen Zahlungsmittelzuflüsse generieren können? |
| ― | Bestehen Absatzverflechtungen (revenue separation) und sind die von einer Gruppe von Vermögenswerten generierten Zahlungsmittelzuflüsse unabhängig voneinander oder interdependent? |
Konkret erfolgt der Zuschnitt der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anhand unterschiedlicher Kriterien (z. B. Produktgruppen, Regionen, Standorte/Niederlassungen, Gesellschaften, Gruppen von Gesellschaften), die teilweise auch kombiniert werden (z. B. Produktgruppen und Regionen) und jeweils die Ebene reflektieren, die weitestgehend unabhängige Zahlungsmittelzuflüsse generiert.. Eine Ausnahme davon stellen die eigenen Energieanlagen in der Geschäftseinheit IPP im Segment Regenerative Energien dar. Hier wird jede einzelne Anlage, die fertiggestellt ist und sich in Betrieb befindet, als eigene CGU betrachtet.
Eine Überprüfung der Werthaltigkeit der at-Equity-bilanzierten Beteiligungen , die eigene CGU darstellen, wurde nur dann durchgeführt, wenn objektive Hinweise (1.) auf einen Schadenfall gemäß IAS 28.41A, (2.) auf signifikante Änderungen mit nachteiligen Folgen für das Unternehmen in seinem Umfeld oder (3.) auf eine Wertminderung durch einen signifikanten oder länger anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des Unternehmens vorgelegen hatten (IAS 28.41C). Dies war lediglich bei zwei Beteiligungen im Segment Regenerative Energien der Fall.
Außerplanmäßige Abschreibungen ergeben sich dann, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist definiert als der niedrigere Wert aus Nutzungswert (value in use) und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost of disposal). Im BayWa-Konzern wurde für alle CGU, die nicht dem Segment Regenerative Energien zuzuordnen sind, der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Die Nutzungswerte der CGU liegen unterhalb der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten, da Zahlungsströme aus künftigen Restrukturierungen, zu denen das Unternehmen nicht verpflichtet ist, unberücksichtigt bleiben. Dieser wurde dann dem Buchwert, der aus dem betriebsnotwendigen Kapital (capital employed) abgeleitet wurde, gegenübergestellt. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgte mittels Discounted-Cashflow-Verfahren (gemäß IFRS 13 mit Parametern der Stufe drei ermittelt). Im Segment Regenerative Energien wurde insbesondere für die Werthaltigkeitsüberprüfung der Energieanlagen in der Geschäftseinheit IPP der Nutzungswert zur Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen.
Corporate Costs und Corporate Assets wurden den daran partizipierenden und profitierenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mittels nachvollziehbarer Schlüssel weiterbelastet.
Aufgeteilt in Segmente und CGU stellt sich das Ergebnis des Werthaltigkeitstests zum 30. Juni 2024 im BayWa-Konzern wie folgt dar:
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| Beschreibung der Geschäftseinheit/CGU | Abschreibungsgründe | Abschreibungs- betrag in Mio. Euro |
Relevante GuV-Position |
Abgeschriebener Vermögenswert |
Diskontierungs- satz in Prozent |
|---|---|---|---|---|---|
| Regenerative Energien | |||||
| Independent Power Producer (IPP) (35 CGU) | Veränderte Bewertungsannahmen: gesunkener Strompreiskurven und Strommarktwertraten, gestiegener Zinsen und angepassten Einspeiseannahmen | 78,0 | Abschreibungen | Sachanlagen | 4.8-8,7 (abhängig vom Land) |
| Energy Solution (9 CGU) | Revision der Geschäftstätigkeit | 19,1 | Abschreibungen; Übriges Beteiligungsergebn is | Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 7,2 |
| Services - Operations EMEA (9 CGUs) | Fokussierung auf Kernmärkte | 11,7 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill | 8,6 |
| Holdings (Software) und Sonstiges (2 bzw. 3 CGU) | Revision der Geschäftstätigkeit | 24,0 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill | 8,6 |
| Regenerative Energien - at-Equity-bilanzierte Beteiligungen | |||||
| Amadeus Wind Holdings LLC | veränderte Bewertungsannahmen: gesunkener Strompreiskurven und Strommarktwertraten, gestiegener Zinsen und angepasster Einspeiseannahmen | 36,4 | Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen | At-Equity- bilanzierte Anteile | 4.8-8,7 (abhängig vom Land) |
| 2 weitere at-Equity-bilanzierte Beteiligungen | n/a | 2,3 | Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen | At-Equity- bilanzierte Anteile | 4.8-8,7 (abhängig vom Land) |
| Segment Energie | |||||
| Handel mit Kraftstoffen, Pellets, Schmierstoffen, Betrieb von Tankstellen, Haustechnik (101 CGU mit Impairment) | Rückgang der Nachfrage nach Pelletheizungen und Wärmepumpen speziell im Bereich Haustechnik; geänderte Planannahmen. | 4,5 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill | 8,35 |
| Segment Cefetra Group | |||||
| Internationaler Getreide und Spezialitätenhändler (7 CGU mit Impairment) | Insbesondere aufgrund geänderter Planannahmen und veränderter Bewertungsparameter | 13,8 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill | 8,35 |
| Segment Agrar | |||||
| Erfassungs- und Betriebsmittelgeschäft (7 CGU mit Impairment) | Insbesondere aufgrund geänderter Planannahmen und veränderter Bewertungsparameter | 10,8 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill | 8,35 |
| Segment Technik | |||||
| Segment Technik (6 CGU mit Impairment) | n/a - unwesentlich | 1,5 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte | n/a |
| Segment Bau | |||||
| Segment Bau (109 CGU mit Impairment) | n/a - unwesentlich | 1,3 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen | n/a |
| Sonstige Aktivitäten | |||||
| Verteilung von Corporate Assets auf (254 CGU mit Impairment) | Insbesondere aufgrund geänderter Planannahmen und veränderter Bewertungsparameter | 18,8 | Abschreibungen | Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen | n/a |
Die Werthaltigkeitstests wurden unter der Annahme einer Wachstumsrate von 1,0 Prozent erstellt.
Aus der Werthaltigkeitsüberprüfung resultierte ein Abschreibungsbedarf für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die einen Geschäfts- oder Firmenwert tragen in Höhe von 34,9 Mio. Euro. Im Segment Regenerative Energien beträgt die Abschreibung 21,3 Mio. Euro. Davon entfallen auf die Geschäftseinheit Energy Solutions 10,6 Mio. Euro, auf Services - Operations EMEA 3,5 Mio. Euro und auf Holdings (Software) und Sonstiges 7,2 Mio. Euro. Im Segment Cefetra Group wurden die Firmenwerte der Premium Crops Limited (Firmenwert aus Asset-Deal) in Höhe von 6,6 Mio. Euro und der Heinrich Brüning GmbH (3,3 Mio. Euro) vollständig abgeschrieben. Im Segment Agrar bestand aufgrund der Ergebnisse der Tests die Notwendigkeit, den Firmenwert der EUROGREEN-Unternehmensgruppe in Höhe von 2,1 Mio. Euro vollständig abzuschreiben. Der bilanzierte Firmenwert der Uwe Körner GmbH von 4,4 Mio. Euro wurde um 1,3 Mio. Euro abgeschrieben. Die Abschreibung des Firmenwerts der Pellog GmbH belastet das Segment Energie mit 0,2 Mio. Euro.
Der gesamten Werthaltigkeitsüberprüfung wurde jene Planung zugrunde gelegt, die auch Eingang in den kürzlich erstellten Entwurf eines Sanierungsgutachtens gefunden hat.
Änderungen im Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden neben der BayWa AG alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, auf die die BayWa AG direkt oder indirekt über Tochterunternehmen beherrschenden Einfluss nehmen kann.
Zum 30. Juni 2024 wurden insgesamt 590 Gesellschaften nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt; zum 31. Dezember 2023 waren es 582 Gesellschaften. Daneben wurden 31 assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 einbezogen (Bilanzstichtag des Vorjahres: 30 Gesellschaften).
Der Konsolidierungskreis hat sich im ersten Halbjahr 2024 wie folgt geändert:
Verbundene Unternehmen, die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden
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| In Prozent | Anteil am Kapital | Anteil am Kapital Vorjahr | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| BayWa r.e. Australia Offshore Wind Holdings Pty Ltd, Melbourne, Australien | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| BayWa r.e. Operation Services, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| BW Western Portfolio I LLC, Carlsbad, USA | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| Energy Storage System Holding B.V., Leeuwarden, Niederlande | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| ESS 1 B.V., Leeuwarden, Niederlande | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| Framstraße Grundbesitz GmbH, Kemnath | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| Keranna Energies SAS, Paris, Frankreich | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 12.02.2024 |
| PATENT CO. Hrvatska d.o.o., Osijek, Kroatien | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| T&G Apples Limited, Auckland, Neuseeland | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.06.2024 |
| T&G Kiwifruit Limited, Auckland, Neuseeland | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 30.04.2024 |
| Windpark Hesselertal GmbH & Co. KG, Gräfelfing | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
| Windpark Jembke GmbH & Co. KG, Gräfelfing | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2024 |
Gegründete Unternehmen, die erstmals in den Konzernabschluss einbezogen werden¹
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| In Prozent | Anteil am Kapital | Bemerkung |
|---|---|---|
| BayWa r.e. Solar Trade Purchasing Services B.V., Nimwegen, Niederlande | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 27.01.2022 |
1 Bei dem dargestellten Unternehmen bestand kein Anteilsbesitz im Vorjahr.
Verschmolzene Unternehmen
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| In Prozent | Anteil am Kapital Vorjahr |
Bemerkung |
|---|---|---|
| Fairgrow Limited, Auckland, Neuseeland | 100,0 | Verschmelzung auf T&G Processed Food Limited, Auckland, Neuseeland zum 01.01.2024 |
Unternehmen, die aufgrund von Beherrschungsverlust nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen werden¹
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| In Prozent | Anteil am Kapital Vorjahr |
Bemerkung |
|---|---|---|
| GK Alpha Mega Solar Project No. 1, Tokio, Japan | 100,0 | Verkauf zum 21.03.2024 |
| GK Alpha Mega Solar Project No. 2, Tokio, Japan | 100,0 | Verkauf zum 21.03.2024 |
| SOLAR CASTUERA, S.L., Madrid, Spanien | 100,0 | Verkauf zum 21.02.2024 |
1 Bei den dargestellten Unternehmen besteht jeweils kein Anteilsbesitz zum Ende des ersten Halbjahres 2024.
Zugänge durch Unternehmenserwerbe im ersten Halbjahr 2024
Zugang: PATENT CO. Hrvatska d.o.o., Osijek, Kroatien
Die RWA AG hat über die RWA International Holding GmbH, Korneuburg, Österreich, mit Wirkung zum 30. März 2024 100 Prozent der Anteile an dem kroatischen Mischfutterwerk AISLE40 d.o.o., Ivanic Grad, Kroatien, übernommen und am 24. Juni 2024 auf die neu gegründete PATENT CO. Hrvatska d.o.o., Osijek, Kroatien, verschmolzen. Das Mischfutterwerk produziert rund 80.000 Tonnen Mischfutter und Zusatzstoffe pro Jahr. Ziel der Akquisition ist die Stärkung der Aktivitäten und der Ausbau der Marktposition im Futtermittelbereich im südosteuropäischen Raum. Der beherrschende Einfluss besteht seit dem 30. März 2024. Ab diesem Zeitpunkt wird die PATENT CO. Hrvatska d.o.o. in den Konzernabschluss der BayWa AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Anschaffungskosten dieses Erwerbs belaufen sich für 100 Prozent der Anteile auf 2,6 Mio. Euro. Gemäß der vorläufigen Kaufpreisallokation resultiert ein Geschäftsoder Firmenwert in Höhe von 2,1 Mio. Euro. Die Transaktionskosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallen sind, belaufen sich nach aktuellem Stand auf 0,3 Mio. Euro.
Mit dem Erwerb der AISLE40 d.o.o., Ivanic Grad, Kroatien, mit anschließender Verschmelzung auf die PATENT CO. Hrvatska d.o.o., Osijek, Kroatien, resultieren folgende Zugänge an Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) und Schulden bewertet zu beizulegenden Zeitwerten (gegliedert nach Hauptgruppen) (vorläufige Werte):
Aktiva
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| In Mio. Euro | PATENT CO. Hrvatska d.o.o. (vorläufige Werte) |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - |
| Sachanlagen | 6,0 |
| Finanzanlagen | - |
| Vorräte | 0,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte | - |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0,3 |
| davon: Forderungen (brutto) | 0,3 |
| davon: als einbringlich betrachtete Forderungen | 0,3 |
| Latente Steueransprüche | - |
| Flüssige Mittel | 0,6 |
Passiva
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| In Mio. Euro | PATENT CO. Hrvatska d.o.o. (vorläufige Werte) |
|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | - |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | - |
| Kurzfristige Finanzschulden | 5,8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | 1,3 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | - |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 0,1 |
| Latente Steuerschulden | - |
| Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 0,5 |
| Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 0,5 |
| Anteil Minderheitsgesellschafter | - |
Die Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung lautet wie folgt:
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| In Mio. Euro | PATENT CO. Hrvatska d.o.o. (vorläufige Werte) |
|---|---|
| Übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Anteile | 2,6 |
| Nicht beherrschende Anteile an den erworbenen Unternehmen | - |
| Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 0,5 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 2,1 |
Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte.
Umsatz- und Ergebnisbeitrag der im Berichtszeitraum erstmals konsolidierten Gesellschaften
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| In Mio. Euro | PATENT CO. Hrvatska d.o.o. (vorläufige Werte) |
|---|---|
| Umsatzerlöse ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 0,4 |
| Gewinn/Verlust ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | -0,3 |
| Pro-forma-Umsatzerlöse für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.24 | 0,4 |
| Pro-forma-Gewinn/-Verlust für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.2024 | -0,5 |
Darüber hinaus lagen im ersten Halbjahr keine weiteren Unternehmensakquisitionen vor, die an dieser Stelle zu berichten wären.
Finanzinstrumente
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie stellt sich zum Berichtsstichtag 30. Juni 2024 wie folgt dar:
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| In Mio. Euro 30.06.2024 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Vermögenswerte aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Aktiva) |
148,6 | 185,5 | 12,5 | 346,6 |
| Wertpapiere | 24,5 | - | - | 24,5 |
| Wertpapiere (OCI-Option) | 63,8 | - | - | 63,8 |
| 237,0 | 185,5 | 12,5 | 434,9 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Passiva) |
152,5 | 145,7 | 30,6 | 328,9 |
| 152,5 | 145,7 | 30,6 | 328,9 |
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| In Mio. Euro 31.12.2023 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Vermögenswerte aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrumen t für Cashflow Hedge Accounting (Aktiva) |
116,1 | 223,8 | 6,4 | 346,3 |
| Wertpapiere | 24,4 | 0,0 | 0,0 | 24,4 |
| Wertpapiere (OCI-Option) | 73,6 | 0,0 | 0,0 | 73,6 |
| 214,1 | 223,8 | 6,4 | 444,3 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Passiva) |
96,1 | 146,0 | 37,4 | 279,5 |
| 96,1 | 146,0 | 37,4 | 279,5 |
Die Level der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:
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| Level 1 | Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten unverändert übernommenen Preise. |
| Level 2 | Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Level 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. |
| Level 3 | Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren). |
Im ersten Halbjahr 2024 wurden sowohl Einkaufs- als auch Verkaufskontrakte abgeschlossen, für welche die FVTPL-Option ausgeübt wurde. Bei diesen physischen Power Purchase Agreements (PPA) würde die Bilanzierung als Eigennutzungsverträge zu einer bilanziellen Inkongruenz führen, da die zugehörigen Gegengeschäfte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Bewertung der Kontrakte erfolgt anhand eines internen Bewertungsmodells auf Basis hauptsächlich nicht beobachtbarer Inputfaktoren unter Verwendung der Barwertmethode (Level 3). Die wesentlichen Bewertungsparameter sind hierbei die erwarteten Strompreise, die erwarteten Liefermengen sowie die Berücksichtigung von Risikoabschlägen, wobei die nicht beobachtbaren Inputfaktoren das Basisrisiko, den Market Value Advantage sowie die Capture Rate umfassen. Die Abschläge auf das Basisrisiko werden mit der auf historischen Marktpreisen basierenden Profit-at-Risk-Methode abgeleitet. Der Market Value Advantage wird je Anlage für den jeweiligen Erzeugungstyp (Wind Onshore, Photovoltaik) zum Durchschnittswert vergleichbarer installierter Systeme ins Verhältnis gesetzt, die geschätzte relative Mehr- oder Minderwertigkeit zum Gesamtmarktindex pro Erzeugungstyp aus der Spot-Bewirtschaftung wird in Form eines Auf- oder Abschlags bewertet. Daneben wird in Form der Capture Rate die zukünftig erwartete Wertigkeit des Erzeugungstyps marktscharf ermittelt und ins Verhältnis zum erwarteten Durchschnittsmarktpreis (Base-Preis) gesetzt. Der wesentliche Treiber für die erwartete Wertigkeit bei fluktuierenden Erzeugungstypen ist die negative Preis-Last-Korrelation, bedingt durch zukünftige Ausbaupfade der entsprechenden Technologie; die Capture Rates werden über die Aktualisierung der Ausbaupfade und ein Set von Wetter- bzw. Erzeugungsszenarien laufend kalibriert.
Im Zuge der Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert bei einer Änderung genannter nicht beobachtbarer Inputfaktoren ermittelt. Eine gleichzeitige Änderung des Basisrisikos und des Market Value Advantage um plus/minus 1 Prozent führt zu einem abweichenden beizulegenden Zeitwert von minus/plus 0,02 Prozent (Vorjahr: minus/plus 0,01 Prozent). Eine Änderung beider Faktoren um plus/minus 5 Prozent resultiert in einer Veränderung von minus/plus 0,09 Prozent (Vorjahr: minus/plus 0,03 Prozent) für das Portfolio Markt Deutschland. Für das Portfolio Markt Spanien resultiert eine Veränderung von minus/plus 1,25 Prozent aus der Änderung beider Faktoren um plus/minus 1 Prozent sowie eine Veränderung von minus/plus 6,23 Prozent aus der Änderung beider Faktoren um plus/minus 5 Prozent. Für das Portfolio Spanien existiert kein vergleichbarer Vorjahreswert, da das Portfolio in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 neu hinzugekommen ist. Grundsätzlich waren für beide Märkte gefallene Marktpreis- und Volatilitätsniveaus im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, die Änderung der Sensitivitäten ergibt sich im Wesentlichen aus den gesunkenen Marktwerten und der damit einhergehenden höheren Relation von Inputfaktoren zu beizulegendem Zeitwert. Für den Inputfaktor Capture Rate wird keine Sensitivität berechnet, da die Prognose für die Capture Rate während des kurzfristigen Zeithorizonts nahezu konstant bleibt. Das Basisrisiko ist somit als einziger wesentlicher Treiber der Sensitivität zu identifizieren, sodass keine weiteren alternativen Annahmen zu den verbleibenden Inputfaktoren erforderlich sind. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Basisrisiko und dem Market Value Advantage.
Der beizulegende Zeitwert der dem Level 3 zugeordneten PPA-Verträge, für welche die FVTPL-Option angewendet wird, entwickelte sich wie folgt:
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| In Mio. Euro | Finanzielle Vermögenswerte (Level 3) |
Finanzielle Verbindlichkeiten (Level 3) |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2024 | 6,4 | 37,4 |
| Abgänge | 0,0 | -18,4 |
| Erfolgswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | 6,1 | 11,6 |
| Stand 30.6.2024 | 12,5 | 30,6 |
| Stand 01.01.2023 | 0,0 | 69,3 |
| Abgänge | 0,0 | -12,3 |
| Erfolgswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | 6,4 | -19,6 |
| Stand 31.12.2023 | 6,4 | 37,4 |
Finanzschulden und Eigenkapitaltitel
Bei den von der BayWa AG in den Jahren 2014, 2015, 2018 sowie 2021, 2022 und 2023 platzierten Schuldscheindarlehen waren im ersten Halbjahr 2024 keine fällig. Zudem hat die BayWa AG keine Neuemissionen weiterer Schuldverschreibungen vorgenommen. Ebenso wurden bis zum 30. Juni 2024 keine neuen Eigenkapitaltitel emittiert.
Die im Jahr 2019 begebene Unternehmensanleihe, die als sogenannter Green Bond an der Luxemburger Börse mit der ISIN XS2002496409 gelistet war und ein Volumen von 500 Mio. Euro hatte, wurde am 26. Juni 2024 von der BayWa AG fristgerecht zurückgezahlt.
Im zweiten Quartal 2024 flossen insgesamt 218 Mio. Euro Finanzierung aus den Commercial-Paper-Programm zurück, davon allein 120 Mio. Euro in den letzten beiden Juni-Wochen.
Gewinnverwendung des Bilanzgewinns 2023
Die BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa-Konzerns hat in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) erstellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 einen Bilanzgewinn von 140.635.305,81 Euro ausgewiesen. Die Hauptversammlung hat am 11. Juni 2024 beschlossen, diesen Betrag vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. Eine Ausschüttung je dividendenberechtigter Stückaktie ist aus Gründen der Kapitalstärkung für das Geschäftsjahr 2023 nicht erfolgt.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie resultiert aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG nach Berücksichtigung der Dividende auf das Hybridkapital, geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.
Berichtspflichtige Sachverhalte
In der Halbjahresfinanzberichterstattung ist über Sachverhalte zu berichten, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflusst haben und die aufgrund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit ungewöhnlich sind. Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht enthält alle uns bekannten, als berichtspflichtig einzustufenden Sachverhalte. Darüber hinaus haben sich nach unserer Kenntnis keine Sachverhalte ergeben, die an dieser Stelle zu berichten wären.
Steuerberechnung
Sowohl für die Quartalsmitteilungen zum ersten und dritten Quartal als auch zum Halbjahresabschluss erfolgt im BayWa-Konzern im Gegensatz zum Bilanzstichtag am 31. Dezember keine ausführliche Steuerberechnung. Vielmehr wird der Steuersatz der BayWa AG in Höhe von 29,13 Prozent als Multiplikator für das Ergebnis vor Steuern verwendet, um so unterjährige, teils größere Schwankungen in der Konzernsteuerquote zu vermeiden. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, dass auf Basis des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Steueraufwands/-ertrags eine Hochrechnung auf das Jahresende bzw. das gesamte Geschäftsjahr nicht sinnvoll möglich ist.
Sofern aktive latente Steuern bilanziert sind, umfassen diese auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgeperioden ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.
Eventualschulden und Eventualforderungen
Weder bei den Eventualschulden noch bei den Eventualforderungen haben sich wesentliche Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2023 ergeben.
Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt und nach den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Sonstige berichtspflichtige Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag
Seit dem Stichtag 30. Juni 2024 hat die BayWa insgesamt vier Ad-hoc-Mitteilungen veröffentlicht:
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| ― | Am 12. Juli 2024 hat die BayWa AG bekannt gegeben, dass sie ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben hat. Damit reagiert die BayWa auf eine angespannte Finanzierungslage. Der Vorstand geht aufgrund konstruktiver Gespräche mit Finanzierungspartnern und aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen davon aus, dass die Finanzsituation nachhaltig gestärkt werden kann. |
| ― | Am 24. Juli 2024 veröffentlichte die BayWa AG eine weitere Ad-hoc-Mitteilung, mit der die vorläufigen Geschäftszahlen (Umsatz, EBITDA und EBIT) für das erste Halbjahr 2024 kommuniziert wurden. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen auf Ende September verschoben wird, um die erforderlich gewordenen Impairment-Tests gemäß IAS 36 durchzuführen. Schließlich wurde in dieser Pflichtmitteilung weiterhin bekannt gegeben, dass die EBIT-Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ausgesetzt wird. |
| ― | Am 15. August hat die BayWa AG mittels Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben, dass mit den wesentlichen kreditgebenden Banken Standstill-Vereinbarungen und darüber hinaus mit einem Kern-Banken-Kreis ein Überbrückungskreditvertrag mit einem Volumen von 272 Mio. Euro abgeschlossen werden konnte. Die Vereinbarungen gelten zunächst bis zum 30. September 2024 mit einer Verlängerungsmöglichkeit bis zum 31. Dezember 2024. |
| ― | Am 24. September schließlich wurde von der BayWa AG per Ad-hoc-Mitteilung publik gemacht, dass das beauftragte Sanierungsgutachten in einem ersten Entwurf zu dem Ergebnis kommt, dass die BayWa AG unter bestimmten Voraussetzungen saniert und mittelfristig ihre operative Wettbewerbs- und Renditefähigkeit wiederhergestellt werden kann. Wesentliche Grundlage dafür ist nach Einschätzung des Entwurfs des Gutachtens, dass die BayWa-Gruppe mit stabilem Ausblick operiert und in den wesentlichen Geschäftsbereichen eine führende Position hat. Voraussetzung für die Sanierung ist nach dem ersten Gutachtenentwurf eine Restrukturierung über einen mehrjährigen Zeitraum. |
Darüber hinaus haben sich seit dem Bilanzstichtag 30. Juni 2024 keine weiteren berichtspflichtigen Sachverhalte ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben.
Prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts
Der Halbjahresfinanzbericht wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa-Konzerns und ist im Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert. Die Aktivitäten des BayWa-Konzerns werden gemäß IFRS 8 nach Segmenten abgegrenzt. Die Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung. Sie ist so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - regelmäßig vorgelegt wird und damit als Grundlage für strategische Entscheidungen dient. Daraus resultiert eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden in einer gesonderten Spalte der Segmentberichterstattung gezeigt. Neben den dargestellten Abschreibungen bestehen keine wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten, die in der Segmentberichterstattung gesondert auszuweisen sind.
Die Geschäftsaktivitäten des Segments Regenerative Energien gliedern sich unter dem Dach der BayWa r.e. AG in die drei Bereiche Projects, Operations und Solutions. Der Bereich Projects befasst sich weltweit mit der Planung, Projektierung und dem Bau von Wind- und Solarenergieanlagen sowie der Veräußerung der betriebsfertigen Anlagen. Zuletzt wurden die Aktivitäten auch auf Offshore-Windenergieanlagen ausgeweitet. Der Bereich Operations umfasst planerische und technische Dienstleistungen, die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien, die technische und kaufmännische Betriebsführung, die Instandhaltung der Anlagen, den Energiehandel sowie die Vermarktung von Strom aus eigenen Anlagen als Independent Power Producer (IPP). Im Bereich Solutions werden Photovoltaiksysteme und -komponenten vertrieben und maßgeschneiderte Energielösungen für die Energieversorgung von Gewerbe- und Industriekunden entwickelt.
Das Segment Energie beinhaltet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen, AdBlue sowie Holzpellets und Wärmelösungen. Daneben bietet das Segment auch Lösungen in den Bereichen Elektromobilität, LNG (Liquefied Natural Gas) und digitale Mobilität.
Das Segment Cefetra Group ist auf den internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten spezialisiert und deckt als Supply Chain Manager die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb ab. Zu den Kunden zählen lokale und internationale Getreide- und Ölmühlen, Brauereien und Mälzereien, Hersteller von Stärke- und Futtermitteln sowie Hersteller von Bio-Kraftstoffen und Ethanol. Daneben wird im Segment Cefetra Group das Geschäft mit Waren wie Stärkeprodukten, Reis und Hülsenfrüchten, aber auch mit Bioprodukten gezielt ausgebaut. Das Segment Cefetra Group bedient so die wachsende Nachfrage der Lebens- und Futtermittelindustrie nach diesen Produkten.
Schwerpunkt des Segments Agrar ist das direkte Handelsgeschäft mit den Landwirten. Dazu versorgt es landwirtschaftliche Kunden in Deutschland über das ganze Jahr hinweg mit Betriebsmitteln, die für die landwirtschaftliche Produktion notwendig sind, z. B. mit Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmitteln sowie mit Futter- und Hygienemitteln für die Tierhaltung. Zudem erfasst das Segment nach der Ernte Agrarerzeugnisse wie Getreide, Ölsaaten oder Hopfen und vermarktet diese an lokale und regionale Verarbeiter, aber auch in Exportmärkte. Dafür verfügt es über eine hohe Lager- und Logistikleistung einschließlich Anschluss zur Ostsee über zwei Häfen. Über die Konzerngesellschaft RWA Raiffeisen Ware Austria AG, die mit über 400 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten enge Geschäftsbeziehungen unterhält, ist das Segment Agrar auch in Österreich flächendeckend vertreten.
Im Segment Technik ist der Vertrieb von Maschinen, Geräten und Anlagen für die Land-, Forst- und Kommunalwirtschaft in Deutschland und Österreich gebündelt. Das Segment deckt neben dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtmaschinen auch Wartungs- und Reparaturleistungen inkl. Ersatzteilservice ab. Die BayWa ist weltweit der größte Vertriebspartner des AGCO-Konzerns mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger sowie führend im globalen Vertrieb von CLAAS-Landmaschinen. Zum Kundenkreis zählen neben Agrar- und Forstbetrieben auch Wein- und Obstbauern, Kommunen und gewerbliche Unternehmen. Angeboten werden hier auch verschiedene Marken von Fahrzeugen für den Kehr-, Reinigungs- und Winterdienst sowie Mäh- und Sportplatztechnik. Darüber hinaus expandiert auch das Segment Technik in internationale Märkte wie die Niederlande, Südafrika und Kanada.
Das Segment Global Produce fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obst- und Gemüseanbau und den Handel mit diesen Produkten zusammen. In Deutschland ist die BayWa der bedeutendste Einzelvermarkter von heimischem Tafelkernobst für den Lebensmitteleinzelhandel. Haupterfassungsgebiet ist die Bodenseeregion. Im internationalen Kontext gehören zum Segment auch die neuseeländische T&G Global-Unternehmensgruppe mit Sitz in Auckland sowie der niederländische Südfrüchtehändler TFC Holland B.V., Maasdijk, mit denen die gesamte Wertschöpfungskette in der Obst- und Gemüsevermarktung global abgedeckt wird.
Das Segment Bau deckt das komplette Baustoffsortiment ab - von Tiefbau, Hochbau, Neubau, Renovierung und Modernisierung über Garten- und Landschaftsbau bis hin zu energetischen und baugesunden Lösungspaketen. Die Kernregion des Segments Bau liegt in Süddeutschland und Österreich. Das Produktspektrum richtet sich an Bauunternehmen, Kommunen, Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie den privaten Endverbraucher. Das Segment Bau bietet den Kunden zudem zahlreiche Spezialisierungen und vielfältige Dienstleistungen sowie Kompetenz und Unterstützung bei innovativen Themen wie gesundes Bauen und Energieeffizienz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Bereitstellung von Spezialsortimenten beispielsweise in den Bereichen Holzbau und Konstruktionsholz, Schalungszubehör und Betonfertigteile sowie Flachdachbau. Darüber hinaus kooperiert die BayWa in Deutschland mit Bauträgern bei der Realisierung von Bauprojekten.
Die Sonstigen Aktivitäten umfassen neben Randaktivitäten überwiegend die Aktivitäten des BayWa-Konzerns im Bereich Immobilien. Anfang des Geschäftsjahres 2024 wurde das Segment Innovation & Digitalisierung aus Wesentlichkeitsgründen aufgelöst und den Sonstigen Aktivitäten zugeteilt.
Neben den in den Segmenten ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden zusätzlich die Umsatzerlöse innerhalb und zwischen den Segmenten dargestellt. Eine Untergliederung der Umsatzerlöse nach einzelnen Produkten und Dienstleistungen wird auf Konzernebene aufgrund der Heterogenität der im Konzern abgesetzten Produkte nicht vorgenommen. Sowohl die Umsätze innerhalb als auch zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Steuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Segment ausgewiesen. Im BayWa-Konzern setzt sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus dem Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit zuzüglich des Ergebnisses aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und dem übrigen Beteiligungsergebnis zusammen. Nach der gleichen Logik ermittelt sich folglich auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).
Ein separater Ausweis pro Segment erfolgt weiterhin für das Vermögen, die Vorräte sowie die Verbindlichkeiten. Um die Aussagekraft der Segmentinformationen zu erhöhen, werden die Segmentverbindlichkeiten in den Segmenten Regenerative Energien, Cefetra Group, Global Produce und Bau konsolidiert dargestellt. Somit wird hier nicht auf die reinen Meldedaten in Summe rekurriert und die diesbezüglichen Konsolidierungseffekte werden nicht der Überleitungsspalte zugeordnet.
Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Segmente aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sowie Zugänge aus Unternehmenserwerben. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Segment im Jahresdurchschnitt.
Die Überleitung enthält im Wesentlichen die Abschreibung auf die im Rahmen von Kaufpreisallokationen aus Vorjahren aufgedeckten stillen Reserven und immateriellen Vermögenswerte.
Eine rechnerische Überleitung in den nachfolgenden Finanzinformationen nach Segmenten ist nicht möglich.
Segmentinformationen nach Regionen
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| Außenumsätze | Langfristige Vermögenswerte | |||
|---|---|---|---|---|
| In Mio. Euro | Q1-2/2024 | Q1-2/2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 3.954,1 | 4.779,8 | 1.856,6 | 1.982,6 |
| Österreich | 1.429,2 | 1.826,8 | 561,6 | 570,7 |
| Niederlande | 1.214,3 | 987,7 | 242,5 | 247,4 |
| Neuseeland | 160,4 | 157,0 | 304,6 | 306,4 |
| USA | 355,8 | 429,3 | 797,3 | 744,1 |
| Übriges Ausland | 3.602,5 | 4.378,6 | 1.109,8 | 1.066,5 |
| davon: restliches Europa | 3.119,9 | 3.907,4 | 842,1 | 818,4 |
| Konzern | 10.716,3 | 12.559,2 | 4.872,4 | 4.917,6 |
Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) für das erste Halbjahr 2024
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| In Mio. Euro Q1-2/2024 | Regenerative Energien |
Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.809,3 | 1.231,0 | 2.365,7 | 2.561,7 | 1.296,4 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 209,4 | 149,4 | 263,2 | 268,7 | 19,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,8 | 10,0 | 20,2 | 11,4 | 1,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.019,5 | 1.390,4 | 2.649,1 | 2.841,8 | 1.317,1 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | -102,4 | 11,7 | 30,3 | 49,8 | 77,7 |
| Abschreibungen | -171,9 | -13,2 | -18,5 | -32,1 | -16,2 |
| davon: Wertminderungen nach IAS 36 | -125,5 | -4,5 | -13,8 | -10,8 | -1,5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -274,3 | -1,5 | 11,8 | 17,7 | 61,5 |
| darin enthalten: Wertminderungen nach IAS 36 für at-Equity-bilanzierte Anteile und übrige Beteiligungen | -46,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -348,3 | -4,1 | -3,3 | -15,0 | 32,9 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||||
| Konzernhalbjahresfehlbetrag |
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| In Mio. Euro Q1-2/2024 | Global Produce | Bau | Sonstige Aktivitäten |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 540,7 | 900,6 | 10,9 | 0,0 | 10.716,3 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 73,3 | 27,0 | 13,0 | 0,0 | 1.023,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,0 | 0,6 | 2,1 | 0,0 | 46,1 |
| Umsatzerlöse gesamt | 614,0 | 928,2 | 26,0 | 0,0 | 11.786,1 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 23,0 | 17,6 | -4,1 | 0,0 | 103,6 |
| Abschreibungen | -17,3 | -19,6 | -36,7 | -0,2 | -325,7 |
| davon: Wertminderungen nach IAS 36 | 0,0 | -1,3 | -18,7 | 0,0 | -176,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 5,7 | -2,0 | -40,8 | -0,2 | -222,1 |
| darin enthalten: Wertminderungen nach IAS 36 für at-Equity-bilanzierte Anteile und übrige Beteiligungen |
0,0 | 0,0 | -0,1 | 0,0 | -46,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -4,6 | -26,3 | -40,5 | -0,2 | -409,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 118,9 | ||||
| Konzernhalbjahresfehlbetrag | -290,5 |
Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) für das erste Halbjahr 2023¹
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| In Mio. Euro Q1-2/2023 | Regenerative Energien |
Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 3.046,1 | 1.329,2 | 2.703,7 | 2.790,2 | 1.182,2 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 236,2 | 160,8 | 354,1 | 301,9 | 21,5 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 8,4 | 11,2 | 11,5 | 23,6 | 1,4 |
| Umsatzerlöse gesamt | 3.290,7 | 1.501,2 | 3.069,3 | 3.115,7 | 1.205,1 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 128,3 | 17,1 | 34,7 | 60,9 | 55,9 |
| Abschreibungen | -29,9 | -7,8 | -4,4 | -21,1 | -12,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 98,4 | 9,3 | 30,3 | 39,8 | 43,9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 34,4 | 7,6 | 14,0 | 9,1 | 28,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||||
| Konzernhalbjahresüberschuss |
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| In Mio. Euro Q1-2/2023 | Global Produce |
Bau | Sonstige Aktivitäten |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 518,1 | 978,8 | 10,9 | 0,0 | 12.559,2 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 71,4 | 31,5 | 11,3 | 0,0 | 1.188,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,0 | 0,6 | 2,1 | 0,0 | 58,8 |
| Umsatzerlöse gesamt | 589,5 | 1.010,9 | 24,3 | 0,0 | 13.806,7 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 15,2 | 19,0 | -14,8 | 5,8 | 322,1 |
| Abschreibungen | -17,3 | -18,3 | -18,4 | -6,0 | -135,2 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -2,1 | 0,7 | -33,2 | -0,2 | 186,9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -9,4 | -19,1 | -31,7 | -0,2 | 32,7 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -9,5 | ||||
| Konzernhalbjahresüberschuss | 23,2 |
1 Das Segment Innovation & Digitalisierung wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 aufgelöst und den Sonstigen Aktivitäten zugeteilt. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IFRS 8.29 angepasst.
Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz) zum 30. Juni 2024
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| In Mio. Euro 30.06.2024 | Regenerative Energien |
Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik |
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögen | 9.063,2 | 551,6 | 1.112,2 | 1.687,0 | 1.598,7 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 61,4 | 4,5 | 2,0 | 23,1 | 11,3 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,0 |
| Vorräte | 1.398,0 | 73,1 | 512,0 | 470,4 | 942,7 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schulden | 4.261,4 | 597,6 | 949,2 | 2.140,9 | 2.584,6 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 128,9 | 20,3 | 5,8 | 34,9 | 64,6 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 4.870 | 1.509 | 733 | 3.763 | 3.976 |
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| In Mio. Euro 30.06.2024 | Global Produce | Bau | Sonstige Aktivitäten* |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögen | 784,2 | 1.501,3 | 6.097,6 | -9.899,1 | 12.496,7 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 21,5 | 9,5 | 148,9 | 0,0 | 282,2 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 |
| Vorräte | 96,8 | 493,7 | 3,6 | 3,1 | 3.993,4 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schulden | 529,1 | 1.852,1 | 1.723,0 | -3.509,7 | 11.128,2 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 21,1 | 23,3 | 7,8 | 0,0 | 306,7 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 2.869 | 4.415 | 1.103 | 0,0 | 23.238 |
* vor Konsolidierung
Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz) zum 31. Dezember 2023¹
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| In Mio. Euro 31.12.2023 | Regenerative Energien |
Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik |
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögen | 4.763,0 | 535,5 | 1.114,6 | 1.799,2 | 1.503,4 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 103,3 | 4,5 | 2,0 | 22,6 | 10,5 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 |
| Vorräte | 1.413,9 | 92,4 | 532,7 | 860,3 | 921,2 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schulden | 3.677,1 | 515,0 | 930,7 | 1.705,1 | 1.712,3 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 441,5 | 27,3 | 18,8 | 52,1 | 32,1 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 4.592 | 1.472 | 709 | 3.761 | 3.931 |
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| In Mio. Euro 31.12.2023 | Global Produce | Bau | Sonstige Aktivitäten* |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögen | 718,9 | 1.131,7 | 6.127,6 | -5.175,2 | 12.518,7 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 20,7 | 4,7 | 147,1 | 0,0 | 315,4 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 3,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,4 |
| Vorräte | 45,3 | 456,5 | 2,8 | -1,6 | 4.323,5 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Schulden | 446,2 | 1.220,4 | 3.289,5 | -2.690,6 | 10.805,7 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 78,7 | 43,9 | 42,4 | 0,0 | 736,8 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 2.737 | 4.655 | 1.179 | 0,0 | 23.036 |
1 Das Segment Innovation & Digitalisierung wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 aufgelöst und den Sonstigen Aktivitäten zugeteilt. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IFRS 8.29 angepasst.
* vor Konsolidierung
Verkürzte Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern (GuV) - Quartalsaufteilung¹
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| In Mio. Euro | Q1/2024 | Q2/2024 | Q1-2/2024 | Q1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | ||||
| Regenerative Energien | 904,2 | 905,1 | 1.809,3 | 1.499,5 |
| Energie | 577,2 | 653,8 | 1.231,0 | 633,2 |
| Cefetra Group | 1.251,0 | 1.114,7 | 2.365,7 | 1.445,9 |
| Global Produce | 269,2 | 271,5 | 540,7 | 257,1 |
| Agrar | 1.232,8 | 1.328,9 | 2.561,7 | 1.484,8 |
| Technik | 592,3 | 704,1 | 1.296,4 | 539,9 |
| Bau | 363,7 | 536,9 | 900,6 | 414,4 |
| Sonstige Aktivitäten | 4,1 | 6,8 | 10,9 | 5,6 |
| Gesamt | 5.194,5 | 5.521,8 | 10.716,3 | 6.280,4 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | ||||
| Regenerative Energien | -43,0 | -59,4 | -102,4 | 70,8 |
| Energie | 2,7 | 9,0 | 11,7 | 8,3 |
| Cefetra Group | 17,1 | 13,2 | 30,3 | 18,9 |
| Global Produce | -1,2 | 24,2 | 23,0 | -3,9 |
| Agrar | 28,7 | 21,1 | 49,8 | 41,5 |
| Technik | 30,1 | 47,6 | 77,7 | 28,3 |
| Bau | -12,3 | 29,9 | 17,6 | 0,0 |
| Sonstige Aktivitäten | -11,1 | 7,0 | -4,1 | -5,1 |
| Überleitung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamt | 11,0 | 92,6 | 103,6 | 158,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | ||||
| Regenerative Energien | -65,2 | -209,1 | -274,3 | 53,0 |
| Energie | -1,6 | 0,1 | -1,5 | 4,5 |
| Cefetra Group | 14,9 | -3,1 | 11,8 | 17,1 |
| Global Produce | -9,9 | 15,6 | 5,7 | -12,6 |
| Agrar | 18,1 | -0,4 | 17,7 | 31,0 |
| Technik | 24,0 | 37,5 | 61,5 | 22,4 |
| Bau | -21,5 | 19,5 | -2,0 | -9,1 |
| Sonstige Aktivitäten | -20,0 | -20,8 | -40,8 | -14,4 |
| Überleitung | -0,1 | -0,1 | -0,2 | -0,1 |
| Gesamt | -61,3 | -160,8 | -222,1 | 91,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | ||||
| Regenerative Energien | -96,1 | -252,2 | -348,3 | 20,1 |
| Energie | -3,3 | -0,8 | -4,1 | 3,6 |
| Cefetra Group | 7,1 | -10,4 | -3,3 | 7,4 |
| Global Produce | -15,2 | 10,6 | -4,6 | -15,8 |
| Agrar | 0,1 | -15,1 | -15,0 | 16,2 |
| Technik | 9,1 | 23,8 | 32,9 | 14,8 |
| Bau | -33,6 | 7,3 | -26,3 | -18,2 |
| Sonstige Aktivitäten | -20,8 | -19,7 | -40,5 | -13,4 |
| Überleitung | -0,1 | -0,1 | -0,2 | -0,1 |
| Gesamt | -152,8 | -256,6 | -409,4 | 14,6 |
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| In Mio. Euro | Q2/2023 | Q1-2/2023 | Veränderung Q1-2 in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | |||
| Regenerative Energien | 1.546,6 | 3.046,1 | -40,6 |
| Energie | 696,0 | 1.329,2 | -7,4 |
| Cefetra Group | 1.257,8 | 2.703,7 | -12,5 |
| Global Produce | 261,0 | 518,1 | 4,4 |
| Agrar | 1.305,4 | 2.790,2 | -8,2 |
| Technik | 642,3 | 1.182,2 | 9,7 |
| Bau | 564,4 | 978,8 | -8,0 |
| Sonstige Aktivitäten | 5,3 | 10,9 | - |
| Gesamt | 6.278,8 | 12.559,2 | -14,7 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | |||
| Regenerative Energien | 57,5 | 128,3 | > -100,0 |
| Energie | 8,8 | 17,1 | -31,6 |
| Cefetra Group | 15,8 | 34,7 | -12,7 |
| Global Produce | 19,1 | 15,2 | 51,3 |
| Agrar | 19,4 | 60,9 | -18,2 |
| Technik | 27,6 | 55,9 | 39,0 |
| Bau | 19,0 | 19,0 | -7,4 |
| Sonstige Aktivitäten | -9,7 | -14,8 | -72,3 |
| Überleitung | 5,8 | 5,8 | > -100,0 |
| Gesamt | 163,3 | 322,1 | -67,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |||
| Regenerative Energien | 45,4 | 98,4 | > -100,0 |
| Energie | 4,8 | 9,3 | > -100,0 |
| Cefetra Group | 13,2 | 30,3 | -61,1 |
| Global Produce | 10,5 | -2,1 | > -100,0 |
| Agrar | 8,8 | 39,8 | -55,5 |
| Technik | 21,5 | 43,9 | 40,1 |
| Bau | 9,8 | 0,7 | > -100,0 |
| Sonstige Aktivitäten | -18,8 | -33,2 | 22,9 |
| Überleitung | -0,1 | -0,2 | - |
| Gesamt | 95,1 | 186,9 | > -100,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | |||
| Regenerative Energien | 14,3 | 34,4 | > -100,0 |
| Energie | 4,0 | 7,6 | > -100,0 |
| Cefetra Group | 6,6 | 14,0 | > -100,0 |
| Global Produce | 6,4 | -9,4 | -51,1 |
| Agrar | -7,1 | 9,1 | > -100,0 |
| Technik | 13,2 | 28,0 | 17,5 |
| Bau | -0,9 | -19,1 | 37,7 |
| Sonstige Aktivitäten | -18,3 | -31,7 | 27,8 |
| Überleitung | -0,1 | -0,2 | - |
| Gesamt | 18,1 | 32,7 | > -100,0 |
1 Das Segment Innovation & Digitalisierung wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 aufgelöst und den Sonstigen Aktivitäten zugeteilt. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IFRS 8.29 angepasst.
Versicherung
der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernhalbjahreszwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, 26. September 2024
BayWa Aktiengesellschaft
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| Der Vorstand |
| Marcus Pöllinger |
| Andreas Helber |
| Dr. Marlen Wienert |
| Reinhard Wolf |
Finanzkalender
Termine 2024
Veröffentlichung Zahlen zum 3. Quartal 2024
14. November 2024
Termine 2025
Konzernabschluss 2024
27. März 2025
Veröffentlichung Zahlen zum 1. Quartal 2025
8. Mai 2025
Hauptversammlung 2025
27. Mai 2025
Änderungen vorbehalten:
Der Finanzkalender der BayWa AG wird laufend auf der Website www.baywa.com (Investor Relations) aktualisiert.
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