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BayWa AG Interim / Quarterly Report 2021

May 6, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28194813

BayWa AG

München

Quartalsmitteilung - BayWa Konzern 1/​2021

BayWa Konzern 1/​2021

Hinweise

Betragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden - sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine Nachkommastelle gerundet. Dadurch können sich geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen und formale Anzeige von Geschlechtsidentitäten verzichtet. Die gewählte Form steht für alle Geschlechter (m/​w/​d).

Quartalsmitteilung 1

Überblick über den Geschäftsverlauf des BayWa Konzerns

Starker Jahresauftakt - Operative Segmente bestätigen Wachstumskurs

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Operatives Konzernergebnis (EBIT) nach den ersten drei Monaten deutlich im Plus
Ergebnissteigerung von allen drei operativen Kernsegmenten getragen
Segment Energie: BayWa r.e. renewable energy AG (BayWa r.e.) verkauft zweiten Solarpark in Japan; Klassische Energie profitiert von hoher Pelletnachfrage
Segment Agrar: positive Impulse durch Konjunkturpaket "Bauernmilliarde"; Cefetra Group (ehemals: BayWa Agri Supply & Trade) kann Preisrallye bei Erzeugnissen nutzen
Segment Bau: inländisches Baugeschäft floriert trotz temporärer Preissteigerungen für Baumaterialien

Die BayWa AG weist für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen erheblichen Umsatzanstieg um 10,4 Prozent auf rund 4,3 Mrd. Euro aus (Vorjahr: 3,9 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte in der Berichtsperiode signifikant zu. Es konnte von minus 27,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf 45,1 Mio. Euro gesteigert werden. Der positive Geschäftsverlauf wurde von allen drei operativen Kernsegmenten Energie, Agrar und Bau getragen.

Einen wesentlichen Anteil an der starken Ergebnisentwicklung hat das Geschäftsfeld Regenerative Energien im Segment Energie. Hier führte vor allem der Verkauf des 35 Megawatt (MW) großen Solarparks in Japan zu einem signifikanten Ergebnissprung gegenüber der Vorjahresperiode. Das Geschäftsfeld Klassische Energie verzeichnete eine hohe Absatzsteigerung bei festen Brennstoffen. Im Segment Agrar konnte die Cefetra Group den regen Handel sowie die Preisrallye an den internationalen Getreidebörsen nutzen und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich steigern. Im inländischen Agrarsektor erhöhte sich die Investitionsbereitschaft der Landwirte. Gestiegene Erzeugerpreise sowie die Zusicherung des Förderpakets der Bundesregierung, die "Bauernmilliarde", führten u. a. zu einer Erholung im Betriebsmittelhandel. Zudem profitierte das Geschäftsfeld Agrar von höheren Düngemittelpreisen. Auch im Geschäft mit landtechnischen Maschinen lag das Ergebnis deutlich über dem Rekordniveau des Vorjahres.

Im Geschäftsfeld Global Produce konnte das leicht rückläufige Marktvolumen bei Äpfeln durch eine überdurchschnittliche Preisentwicklung für Tafelobst weitestgehend kompensiert werden. Das Segment Bau konnte den saisonüblichen Auftaktverlust deutlich verringern. Neben der relativ milden Witterung, die eine nahezu uneingeschränkte Bautätigkeit im Berichtsquartal erlaubte, profitierte der Baustoffhandel der BayWa zudem von steigenden Preisen für Baumaterialien.

Die unsicheren Marktbedingungen aufgrund der Infektionskrankheit COVID-19 und die damit verbundenen Herausforderungen konnten im Berichtsquartal bewältigt werden. In Anbetracht der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind Prognosen für die Geschäftsentwicklung der BayWa AG im Geschäftsjahr 2021 mit erhöhten Unsicherheiten behaftet. Dennoch dürften die Perspektiven für den BayWa Konzern aufgrund des breiten systemrelevanten Geschäftsportfolios positiv bleiben.

Highlights des ersten Quartals 2021

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Aufsichtsbehörden genehmigen am 17. März 2021 die Durchführung der Kapitalerhöhung bei der BayWa r.e. GmbH
Umfirmierung der BayWa r.e. GmbH in eine Aktiengesellschaft
Umbenennung des Geschäftsfelds BayWa Agri Supply & Trade (BAST) in Cefetra Group am 1. Januar 2021
Vereinte Nationen und Bloomberg zeichnen BayWa AG für vorbildliches Klima-Engagement aus
Hauptversammlung auf den 11. Mai 2021 vorgezogen

1 Die vorliegende Quartalsmitteilung wurde nach IFRS-Grundsätzen erstellt. Es handelt sich nicht um einen Zwischenabschluss nach IAS 34 oder einen Abschluss nach IAS 1.

Vermögensentwicklung vom 1. Januar bis 31. März 2021

Die Bilanzsumme des BayWa Konzerns beträgt zum Ende des ersten Quartals 9.908,0 Mio. Euro und liegt somit um 863,6 Mio. Euro bzw. 9,5 Prozent über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2020. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den saisontypischen Anstieg der Vorräte zurückzuführen.

Im ersten Quartal 2021 stieg das Eigenkapital im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2020 um 566,6 Mio. Euro bzw. 45,1 Prozent auf 1.822,7 Mio. Euro. Der Anstieg beruht insbesondere auf der Kapitalerhöhung bei der BayWa r.e. renewable energy AG (BayWa r.e.), München. Mit einer Eigenkapitaleinlage in Höhe von 530 Mio. Euro übernehmen Fonds, die von dem Schweizer Investor Energy Infrastructure Partners AG betreut werden, 49 Prozent der Anteile an der BayWa r.e. Daneben trug auch der positive Konzernüberschuss des ersten Quartals 2021 zu der Entwicklung bei.

Die langfristigen Schulden belaufen sich zum 31. März 2021 auf 3.091,0 Mio. Euro und bewegen sich damit leicht über dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 3.036,0 Mio. Euro. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im ersten Quartal 2021 um 5,1 Prozent auf 4.994,3 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den um 601,6 Mio. Euro gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Entwicklung ist saisonal bedingt und spiegelt das Anwachsen der Vorrats- und Forderungsbestände wider. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang der Finanzschulden und der negativen Marktwerte um insgesamt 426,3 Mio. Euro aus.

Ergebnisentwicklung vom 1. Januar bis 31. März 2021

Die Umsatzerlöse des BayWa Konzerns lagen im ersten Quartal 2021 um 402,0 Mio. Euro bzw. 10,4 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums und belaufen sich auf 4.272,1 Mio. Euro. Demgegenüber lagen sowohl die Bestandsveränderung in Höhe von 126,3 Mio. Euro (minus 99,0 Mio. Euro) als auch die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 75,0 Mio. Euro (minus 43,7 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch Währungskurseffekte) unter dem Wert des ersten Quartals 2020. Die Gesamtleistung des BayWa Konzerns liegt mit 4.476,9 Mio. Euro über der des Vergleichszeitraums.

Im Einklang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse erhöhte sich der Materialaufwand um 184,9 Mio. Euro bzw. 5,0 Prozent auf 3.919,2 Mio. Euro, sodass das Rohergebnis im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 75,3 Mio. Euro bzw. 15,6 Prozent auf 557,7 Mio. Euro gesteigert werden konnte.

Die Zunahme des Personalaufwands um 24,1 Mio. Euro bzw. 8,9 Prozent auf 295,5 Mio. Euro geht in erster Linie auf gestiegene Mitarbeiterzahlen speziell im Geschäftsfeld Regenerative Energien zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 29,1 Mio. Euro bzw. 15,7 Prozent auf 156,6 Mio. Euro, insbesondere bedingt durch Währungskurseffekte. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen mit 57,9 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 52,9 Mio. Euro.

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf einen Gewinn von 47,7 Mio. Euro und liegt damit um 75,3 Mio. Euro über dem Niveau des ersten Quartals 2020.

Das Beteiligungsergebnis in Höhe von minus 2,6 Mio. Euro liegt um 2,4 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von minus 0,2 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das rückläufige Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen im Vorjahr zurückzuführen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des BayWa Konzerns beläuft sich im ersten Quartal 2021 auf 45,1 Mio. Euro und übertrifft das negative EBIT des ersten Quartals 2020 um 72,9 Mio. Euro.

Das Zinsergebnis der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2021 bewegt sich mit minus 24,2 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (minus 24,7 Mio. Euro).

Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands in Höhe von 6,2 Mio. Euro ergibt sich ein positiver Konzernüberschuss für das erste Quartal 2021 in Höhe von 14,7 Mio. Euro, der um 54,2 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums liegt.

Geschäftsverlauf in den Segmenten vom 1. Januar bis 31. März 2021

Segment Energie

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in % Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in %
--- --- --- --- --- --- ---
Regenerative Energien 662,1 383,5 72,6 33,7 - 8,9 > 100
Klassische Energie 377,3 486,2 - 22,4 3,3 4,9 - 32,7
Segment Energie 1.039,4 869,7 19,5 37,0 - 4,0 > 100

Im BayWa Konzern umfasst das Segment Energie neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das in der BayWa r.e. gebündelt ist.

Bei der BayWa r.e. wurden im Berichtsquartal zwei große Anlagenprojekte fertiggestellt und verkauft. Mit dem Verkauf des 35 MW großen Solarparks Isohara in Kita-Ibaraki City in Japan knüpft die BayWa r.e. an die erfolgreiche Veräußerung des 11,9 MW starken Solarparks Izumi im Dezember 2020 an. Mit dem 57,8 Hektar großen Projekt Isohara, das im Januar 2021 vollständig in Betrieb genommen wurde, kann der durchschnittliche Jahresverbrauch von rund 15.000 japanischen Haushalten abgedeckt werden. Darüber hinaus veräußerte die BayWa r.e. einen Windpark in Frankreich mit einer Gesamtleistung von 11 MW. Wie in den Vorjahren wird die Anzahl der Verkäufe von ErneuerbareEnergien-Anlagen im zweiten Halbjahr 2021 planmäßig stark ansteigen. Auch der Handel mit Solarmodulen verzeichnete eine für die Jahreszeit rege Nachfrage vor allem aus Europa und konnte den Absatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Insgesamt erzielte das Geschäftsfeld Regenerative Energien eine signifikante Steigerung des EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das EBIT im Geschäftsfeld Klassische Energie liegt unter dem Wert der Vergleichsperiode 2020. Dieser Rückgang ist insbesondere auf deutliche höhere Rohölpreise zurückzuführen. Der durchschnittliche Rohölpreis lag im ersten Quartal 2021 rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die anstehende Verteuerung - auch bedingt durch die Einführung der CO2-Bepreisung zu Beginn des Kalenderjahres -hatte im Vorjahr zu einer Bevorratung bei Heizöl geführt. Erwartungsgemäß hat sich der Heizölabsatz im Geschäftsfeld Klassische Energie daher gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu halbiert. Im Kraftstoffbereich sind die Absatzmengen in Folge des "Lockdowns" rückläufig. Hingegen konnte der Absatz von Holzpellets durch die Kapazitätserweiterungen im Vorjahr um rund 27 Prozent gesteigert werden. Auch der Handel mit Schmierstoffen konnte gegenüber der Vergleichsperiode um rund 10 Prozent zulegen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Energie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 41,0 Mio. Euro auf insgesamt 37,0 Mio. Euro. Der starke Anstieg ist im Wesentlichen auf den ertragreichen Verkauf des Solarparks in Japan zurückzuführen. In den Folgemonaten wird das Ergebnis insbesondere durch weitere Projektverkäufe im Geschäftsfeld Regenerative Energien bestimmt werden.

Segment Agrar

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in % Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in %
--- --- --- --- --- --- ---
Cefetra Group 1 1.258,0 1.090,7 15,3 11,0 3,7 > 100
Global Produce 216,0 201,4 7,2 1,0 1,1 - 9,1
Agrar 1.008,3 982,8 2,6 14,7 3,1 > 100
Technik 370,7 385,4 - 3,8 4,5 2,0 > 100
Segment Agrar 2.853,0 2.660,4 7,2 31,2 9,8 > 100

1 Ehemals: BayWa Agri Supply & Trade (BAST)

Das Segment Agrar gliedert sich in die vier Geschäftsfelder Cefetra Group (ehemals: BAST), Global Produce, Agrar und Technik. Die Geschäftsfelder Cefetra Group und Agrar decken den internationalen und nationalen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln ab. Das Geschäftsfeld Global Produce umfasst den weltweiten Handel mit Obst und Fruchtgemüse. Das Geschäftsfeld Technik handelt mit landtechnischen Maschinen und Anlagen und bietet umfangreiche Serviceleistungen an.

Das Segment Agrar erzielte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der Vorjahresperiode eine Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 21,3 Mio. Euro auf insgesamt 31,2 Mio. Euro. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistete die positive Entwicklung im internationalen und nationalen Handel mit Erzeugnissen, die vom starken Anstieg der Getreidepreise profitierte. Weltweit lagen die Preise für die meisten Getreidesorten um mindestens 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Grund hierfür sind widrige Witterungsbedingungen in einigen wichtigen Anbauregionen und die Befürchtung, dass die Ernte in Nordamerika und Europa kleiner ausfallen wird als erwartet. Zudem wurden die Preise durch die anhaltend hohe Nachfrage aus China gestützt. Die Unsicherheiten an den Getreidemärkten führten zu stärkeren Preisschwankungen, durch die sich vor allem bei der Cefetra Group Handelsopportunitäten für Standarderzeugnisse ergaben. Das Spezialitätengeschäft verzeichnete ebenfalls eine gute Entwicklung.

Auch der inländische Erzeugnishandel im Geschäftsfeld Agrar profitierte von diesen Marktentwicklungen und konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen. Zudem verzeichnete der Handel mit Betriebsmitteln nach den schwierigen Rahmenbedingungen im Vorjahr eine Erholung. So erhöhte sich die Nachfrage nach Saatgut und Düngemitteln, da steigende Getreidepreise zu einer Ausweitung der Anbauflächen geführt haben. Darüber hinaus legten die Düngemittelpreise seit Anfang des Jahres aufgrund steigender Energiepreise und kurzfristiger Lieferengpässe zu. Die im Vorjahr zu günstigeren Konditionen eingelagerten Düngemittel konnten im Berichtsquartal zu besseren Preisen abgesetzt werden und haben maßgeblichen Anteil an der positiven Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld Agrar. Beide Geschäftsfelder konnten ihr operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum erheblich steigern.

Das Geschäftsfeld Technik profitierte von einer anhaltend hohen Investitionsbereitschaft der Landwirte und konnte das EBIT gegenüber der Vorjahresperiode mehr als verdoppeln. Neben der Steigerung des Absatzes bei Gebrauchtmaschinen wurden vor allem mehr Wartungsarbeiten und Serviceleistungen in den Werkstätten nachgefragt. Dabei dürften von der "Bauernmilliarde" Kaufimpulse ausgegangen sein, die sich auch im weiteren Jahresverlauf noch verstärken könnten. Das neue "Investitionsprogramm Landwirtschaft" ist eines der größten Modernisierungsprogramme für die Landwirtschaft in der Geschichte der Bundesrepublik. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt damit gezielt landwirtschaftliche Betriebe, die in moderne Technologie investieren wollen, um mehr Klima-, Natur- und Umweltschutz umzusetzen.

Das Ergebnis im Geschäftsfeld Global Produce liegt nahezu auf Vorjahresniveau. In der laufenden Saison liegen die Preise für Äpfel aufgrund einer unterdurchschnittlichen Ernte erwartungsgemäß durchgehend über dem historischen Referenzzeitraum. Für den weiteren Jahresverlauf wird insbesondere die Erntemenge aus den neuseeländischen Anbauregionen von Bedeutung sein. Aufgrund von Hagelschäden wird ein Rückgang der Erntemengen im Vergleich zum Vorjahr erwartet, allerdings dürfte die Angebotsverknappung zu höheren Preisen führen. Im Handel mit exotischen Früchten wurden zu Jahresbeginn die neu installierten Softripe-Kammern zur punktgenauen Reifung von Avocados und Mangos am Standort Maasdijk in Betrieb genommen. Dies dürfte der TFC Holland B.V weitere Wettbewerbsvorteile sichern. Zudem ist im Berichtsquartal die Wiederöffnung des Gewächshauses in Al Ain, Vereinigte Arabische Emirate, erfolgt. Das Klimagewächshaus hatte den Betrieb aufgrund von Flutschäden vorübergehend einstellen müssen. Erste Lieferungen an die lokalen Handelsketten mit verschiedenen Tomatensorten sind bereits im April des laufenden Geschäftsjahres erfolgt.

Segment Bau

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in % Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in %
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Segment Bau 373,0 333,7 11,8 - 5,7 - 12,0 52,5

Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns im Wesentlichen der Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammengefasst. Der milde Winter führte zu einem frühen und dynamischen Saisonstart im Baustoffhandel. Wie im Vorjahr konnten bereits zu Beginn des Kalenderjahres in einigen Regionen die Aktivitäten auf den Baustellen wieder aufgenommen werden. Die günstigen Witterungsbedingungen sowie die weiterhin hohe Branchenauslastung führten zu Absatzsteigerungen in der gesamten Produktpalette. Aufgrund der milden Witterung verzeichneten insbesondere der Hochbau sowie der Dachausbau eine für diese Jahreszeit ungewöhnlich lebhafte Nachfrage. Zudem dürfte das Geschäftsfeld als systemrelevanter Bereich davon profitiert haben, dass die Baustoffstandorte im Inland von den befristeten Betriebsschließungen zur Eindämmung des Coronavirus nicht betroffen waren.

Die dynamische Preisentwicklung bei einigen Baumaterialien wie beispielsweise Holz, Dämmstoffen und Stahl ist auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen. Einerseits dürfte die hohe Nachfrage aus den USA und China nach Holz zu Engpässen geführt haben. Hinzu kommt, dass coronabedingt Produktionskapazitäten für etliche Baustoffe reduziert und Lieferketten gestört wurden. Derzeit kann die weltweit steigende Nachfrage durch die laufende Produktion daher nicht gedeckt werden. Andererseits sind steigende Energie- und Transportkosten u. a. durch die CO2-Bepreisung zu verzeichnen. In Summe haben diese Effekte in Kombination mit der guten Auslastung des Bausektors in den vergangenen Monaten zu erheblichen Preiserhöhungen und Lieferengpässen geführt.

Das Segment Bau konnte diese Sondersituation aufgrund seiner Lagerbestände und eines sehr diversifizierten und stabilen Lieferantennetzwerks nutzen und höhere Handelsspannen erzielen. Somit verringerte sich das saisonübliche negative EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in % Q1/​2021 Q1/​2020 Veränderung in %
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Segment Innovation & Digitalisierung 3,0 2,4 25,0 - 3,2 - 3,5 8,6

Das Segment Innovation & Digitalisierung bündelt alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in den Bereichen Digital Farming und eBusiness. Die leichte Umsatzsteigerung des Segments in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist auf den stetigen Ausbau des Produktangebots, die internationale Vertriebsausweitung und auf einen Zugewinn an Neukunden zurückzuführen. Im operativen Ergebnis wird dieses Wachstum durch die Investitionen insbesondere für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen jedoch egalisiert. Entsprechend weist das Segment im Berichtsquartal mit minus 3,2 Mio. Euro ein negatives EBIT auf dem Niveau des Vorjahres aus.

Sonstige Aktivitäten

Das EBIT der Sonstigen Aktivitäten mitsamt Überleitung setzt sich im Wesentlichen aus den Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekten zusammen und betrug zum 31. März 2021 minus 14,2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 18,2 Mio. Euro). Die Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für Absicherungsgeschäfte für Währungsrisiken und Einsparungen von Reisekosten, geringere Anzahl an Schulungen und den Ausfall von Großveranstaltungen zurückzuführen.

Ausblick

Das erste Quartal kann aufgrund der saisonal bedingt eingeschränkten Aussagekraft nicht als Maßstab für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im weiteren Jahresverlauf herangezogen werden. In Anbetracht der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind Prognosen für die Geschäftsentwicklung der BayWa AG im Geschäftsjahr 2021 mit erhöhten Unsicherheiten behaftet. Dennoch dürften die Perspektiven für den BayWa Konzern aufgrund des breiten systemrelevanten Geschäftsportfolios positiv bleiben und der Vorstand ist optimistisch, die geplanten Jahresziele des Konzerns zu erreichen.

Ausgewählte Finanzinformationen

Konzernbilanz zum 31. März 2021

Aktiva

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In Mio. Euro 31.03.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 439,4 436,7
Sachanlagen 2.542,7 2.468,5
At-Equity-bilanzierte Anteile 245,9 244,3
Übrige Finanzanlagen 208,1 194,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 42,9 51,0
Ertragsteuerforderungen 0,0 0,0
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 29,1 28,0
Latente Steueransprüche 313,4 285,1
3.821,5 3.707,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Wertpapiere 1,2 1,2
Vorräte 3.262,9 2.939,2
Biologische Vermögenswerte 11,2 12,8
Ertragsteuerforderungen 67,7 58,4
Finanzielle Vermögenswerte 372,9 496,0
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.171,0 1.655,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 189,7 168,4
6.076,6 5.331,7
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/​Veräußerungsgruppen 9,9 5,1
Summe Aktiva 9.908,0 9.044,4

Passiva

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In Mio. Euro 31.03.2021 31.12.2020
Eigenkapital
Ausgegebenes Kapital 90,6 90,6
Kapitalrücklage 121,7 121,7
Hybridkapital 296,3 296,3
Gewinnrücklagen 529,1 369,3
Sonstige Rücklagen 44,1 50,5
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter 1.081,8 928,4
Anteile anderer Gesellschafter 740,9 327,7
1.822,7 1.256,1
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 764,9 769,5
Langfristige übrige Rückstellungen 70,8 69,5
Finanzschulden 1.124,7 1.114,2
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 780,5 761,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 3,5 7,4
Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,1 0,1
Finanzielle Verbindlichkeiten 20,3 17,2
Übrige Verbindlichkeiten 87,6 88,6
Latente Steuerschulden 238,6 207,7
3.091,0 3.036,0
Kurzfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 30,2 31,4
Kurzfristige übrige Rückstellungen 306,2 300,0
Finanzschulden 1.935,4 2.217,1
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 72,8 72,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 1.566,0 964,4
Ertragsteuerverbindlichkeiten 40,0 38,1
Finanzielle Verbindlichkeiten 362,7 507,3
Übrige Verbindlichkeiten 681,0 621,7
4.994,3 4.752,3
Summe Passiva 9.908,0 9.044,4

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. März 2021

Fortgeführte Geschäftsbereiche

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In Mio. Euro Q1/​2021 Q1/​2020
Umsatzerlöse 4.272,1 3.870,1
Bestandsveränderung 126,3 225,3
Andere aktivierte Eigenleistungen 3,5 2,6
Sonstige betriebliche Erträge 75,0 118,7
Materialaufwand - 3.919,2 - 3.734,3
Rohergebnis 557,7 482,4
Personalaufwand - 295,5 - 271,5
Abschreibungen - 57,9 - 52,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 156,6 - 185,7
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 47,7 - 27,6
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen - 2,8 - 1,4
Übriges Beteiligungsergebnis 0,2 1,2
Zinsertrag 5,3 2,6
Zinsaufwand - 29,5 - 27,3
Finanzergebnis - 26,8 - 24,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 20,9 - 52,5
Ertragsteuern - 6,2 13,0
Konzernquartalsüberschuss/​-fehlbetrag 14,7 - 39,5
davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter 4,7 0,1
davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 10,0 - 39,6
EBIT 45,1 - 27,8
EBITDA 103,0 25,1
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,19 - 1,22
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) 0,19 - 1,22

München, 6. Mai 2021

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Klaus Josef Lutz

Andreas Helber

Marcus Pöllinger

Reinhard Wolf

Finanzkalender

Termine 2021

Virtuelle Hauptversammlung 2021

11.05.2021, 10.00 Uhr

Veröffentlichung Zahlen zum 2. Quartal 2021

05.08.2021, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call

05.08.2021, 10.30 Uhr - Telefon-Pressekonferenz

Veröffentlichung Zahlen zum 3. Quartal 2021

11.11.2021, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call

11.11.2021, 10.30 Uhr - Telefon-Pressekonferenz

Kontakt

Investor Relations

Arabellastraße 4

81925 München

[email protected]

www.baywa.com