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BayWa AG Annual Report 2010

May 16, 2011

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Annual Report

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BayWa AG

München

BayWa Jahresabschluss zum 31.12.2010

Geschäftsbericht 2010

Aufsichtsrat, Beirat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen

Raiffeisenverbandes e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender)
DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Hamburg
Kravag-Logistic Versicherungs-AG, Hamburg
Kravag-Sachversicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg
Landwirtschaftl. Rentenbank, Frankfurt a. M. (Verwaltungsrat)
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden
Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden
Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth eG, Bayreuth (Vorsitzender)

Ernst Kauer

Dipl.-Ing. agr., stellvertretender Vorsitzender,

Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale

Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian Konrad

Stellvertretender Vorsitzender (seit 04.08.2010),

Obmann der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICHWIEN reg.Gen.m.b.H., Wien

Weitere Mandate:

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Vorsitzender)
DO & CO Restaurants & Catering AG, Wien
LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien (Vorsitzender)
RAIFFEISENLANDESBANK NIEDERÖSTERREICH-WIEN AG, Wien (Vorsitzender)
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien (Vorsitzender)
Saint Louis Sucre S.A., Paris
Siemens AG Österreich, Wien (stellvertretender Vorsitzender)
Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender)
Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Gen. eG, Ochsenfurt
UNIQA Versicherungen AG, Wien (Vorsitzender)

Klaus Auhuber (bis 29.03.2010)

Rechtssekretär ver.di, München

Georg Fischer

Landmaschinenmechanikermeister

Dr. E. Hartmut Gindele

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Dr. h. c. Stephan Götzl

Verbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des

Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (stellvertretender Vorsitzender)
DVB Bank SE, Frankfurt am Main
SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach

Otto Kentzler

Dipl.-Ing., Präsident des Zentralverbandes des Deutschen

Handwerks

Weitere Mandate:

Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg
Dortmunder Volksbank eG, Dortmund (Vorsitzender)
Handwerksbau AG, Dortmund (Vorsitzender)
SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund(seit 29.06.2010 stellvertretender Vorsitzender)
SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund (stellvertretender Vorsitzender)

Peter König (seit 09.06.2010)

Gewerkschaftssekretär ver.di, Bayern

Stefan Kraft M.A.

Landesfachsekretär ver.di, Bayern

Erna Kurzwarth

Leiterin Regionales Verwaltungszentrum Oberbayern

der BayWa AG

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mandate:

Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten
RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (Vorsitzender)
RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen., Wien (Vorsitzender)

Albrecht Merz

Mitglied des Vorstands der DZ Bank AG

Weitere Mandate:

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall
R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden
TeamBank AG, Nürnberg (Vorsitzender)
VR-LEASING AG, Eschborn

Gunnar Metz

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG

Gregor Scheller

Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied

des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG

Weitere Mandate:

COVUM AG, Erlangen (Vorsitzender)
FIDUCIA IT AG, Karlsruhe (Vorsitzender)
R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden
Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft ForchheimeG, Forchheim (Vorsitzender)

Werner Waschbichler

Betriebsleiter Logistik

Bernhard Winter

Leiter Rechnungsprüfung Agrar

Mitglieder des Genossenschaftlichen Beirats

Wolfgang Eckert

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender, Vorsitzender des Vorstands der

VR-Bank eG

Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der Satzung

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender, Präsident des

Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mitglieder

Wolfgang Altmüller

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender des Vorstands der

VR meine Raiffeisenbank eG

Dietmar Berger

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen

Genossenschaftsverbandes e.V.

Franz Breiteneicher

Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land

Albert Deß (seit 30.03.2010)

MdEP

Günter Dreher

Dipl.-Verw.-Wiss., Mitglied des Vorstands der Augusta-Bank eG

Martin Empl

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Manfred Geyer

Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG

Gewerbebank

Erhard Gschrey

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender

des Vorstands des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Lorenz Hebert

Vorsitzender des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Lothar Hertzsch

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Mitglied des Vorstands der Reinsdorfer

Agrargenossenschaft eG (bis 30.06.2010)

Karl Hippeli

Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Ochsenfurt eG

Konrad Irtel

Sprecher des Vorstands der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG

Martin Körner

Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer

Franz Kustner

Landwirt

Alois Pabst

Landwirt

Hans Paulus

Dipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der

Raiffeisenbank im Stiftland eG

Josef Raffelsberger

Landwirt

Joachim Rukwied

Dipl.-Ing. (FH), Präsident des Landesbauernverbandes in

Baden-Württemberg e.V.

Hermann Schultes

Präsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen

Landes-Landwirtschaftskammer, Landwirt

Gerd Sonnleitner

Präsident des Deutschen Bauernverbandes und des Bayerischen

Bauernverbandes

Ludwig Spanner

Landwirt

Wolfgang Vogel

Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V.

Maximilian Zepf

Dipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank

Schwandorf-Nittenau eG

Mitglieder des Vorstands

Klaus Josef Lutz

(Vorstandsvorsitzender)

Finanzen (bis 15.11.2010), PR/Unternehmenskommunikation, Investor Relations (bis 15.11.2010), Revision, Zentrales Controlling (bis 15.11.2010), Recht (bis 15.11.2010), Konzernmarketing, Konzernentwicklung/Konzernstrategie, Konzern-Risikomanagement, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM) (bis 15.11.2010), Segment Bau (seit 15.11.2010), Personal und Obere Führungskräfte (seit 15.11.2010), Konzernlogistik und Organisation (seit 15.11.2010)

Externe Mandate:

Eramon AG, Gersthofen
Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg
MAN Nutzfahrzeuge AG, München
VK Mühlen AG, Hamburg (Vorsitzender)

Konzernmandate:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (1. stellvertretender Vorsitzender)
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (Vorsitzender)
RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München

Klaus Buchleitner

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Externes Mandat:

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien

Konzernmandate:

Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha (1. stellvertretender Vorsitzender)
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

Andreas Helber (seit 15.11.2010)

Finanzen, Investor Relations, Kredit, Corporate Real

Estate Management/Immobilien (CREM), Zentrales Controlling,

Informationssysteme, Recht, Regionale Verwaltungszentren

Konzernmandate:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

Frank Hurtmanns (bis 31.12.2010)

Baustoffe, Bau & Gartenmarkt, Franchise, Personal, Informationssysteme,

Konzernlogistik und Organisation

Externe Mandate:

Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation VVaG,

München

(bis 30.11.2010; stellvertretender Vorsitzender)
R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden (bis 30.11.2010)
update software AG, Wien (Vorsitzender)

Konzernmandat:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 22.11.2010)

Dr. Josef Krapf

Agrar, Obst

Externes Mandat:

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG,Ochsenfurt

Roland Schuler

Energie, Technik, BayWa r.e, Koordination Region Württemberg

Externes Mandat:

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG,Ochsenfurt

Konzernmandat:

RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München(seit 27.01.2010 Vorsitzender)

Ressortverteilung, Stand: 31.12.2010

BayWa-Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010

I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2010

Der BayWa-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2010 sehr erfolgreich entwickelt. Das diversifizierte Geschäftsmodell der BayWa wurde durch den fortgesetzten Abbau von Randaktivitäten und die Reinvestition der freigesetzten Mittel in den Kerngeschäftsbereichen und im neuen Geschäftsfeld der regenerativen Energien weiter gestärkt. Beim Umsatz verzeichnete der Konzern in sämtlichen Segmenten eine positive Entwicklung. Die erfreuliche Ergebnisentwicklung des BayWa-Konzerns resultiert aus wesentlichen Verbesserungen im operativen Geschäft.

Im Segment Agrar wurde die Geschäftsentwicklung durch steigende Absatzvolumina und die deutliche Preiserholung bei nahezu sämtlichen für die BayWa wichtigen Agrarprodukten geprägt. Das geringere Erntevolumen bei den meisten Agrarerzeugnissen führte zu einem Abbau der Lagerbestände und bei einigen bedeutenden Agrarrohstoffen zu einer die aktuelle Erntemenge übersteigenden Nachfrage. In der Folge erhöhten sich die Produktpreise erheblich. Auch bei den Betriebsmitteln waren am Markt wieder bessere Preise bei gleichzeitig steigenden Absätzen zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere für Düngemittel, da hier die Landwirte angesichts der verbesserten Erlössituation auf der Erzeugnisseite auch bereit waren, wieder höhere Preise für Dünger zu akzeptieren. Im Obstgeschäft wurden die deutlich geringeren Ernteerträge durch die gestiegenen Absatzpreise kompensiert. Daneben stieg der Umsatz durch die Akquisition des Früchtehändlers Frucom. Auch das Agrartechnikgeschäft profitierte durch eine erhöhte Investitionsbereitschaft von der verbesserten Einkommenssituation in der Landwirtschaft. In diesem Umfeld erzielte das Segment Agrar des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzwachstum um 235,3 Mio. Euro bzw. 7,2 Prozent auf 3.505,1 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich dabei von 44,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 63,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010 erhöht.

Das Segment Bau konnte im Baustoff-Fachhandel an der Verbesserung der allgemeinen Baukonjunktur partizipieren. Die Belebung der Neubautätigkeit im Wohnungsbau wie auch die stärkere Bautätigkeit des öffentlichen Sektors über die im Jahr 2009 aufgelegten Konjunkturprogramme führten zu einer Umsatzausweitung in der Sparte Baustoffe um 3,3 Prozent auf 1.370,8 Mio. Euro. Im Bau & Gartenmarktgeschäft wirkte sich die konjunkturelle Trendwende über ein verbessertes Konsumklima der privaten Haushalte positiv aus. Zudem profitierte das Bau & Gartenmarktgeschäft von den erfolgreich durchgeführten strategischen Maßnahmen zur Repositionierung des Geschäfts und den neu eröffneten Flaggschiff-Märkten in Illertissen und Grafenau. Der Umsatz der Sparte konnte um 18,5 Prozent auf 532,3 Mio. Euro gesteigert werden. Der Umsatz des Segments Bau erreichte insgesamt 1.903,1 Mio. Euro und liegt damit um 7,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim operativen Ergebnis (EBIT) war allerdings, bedingt durch Restrukturierungsaufwendungen, Anlaufkosten für die neuen Märkte sowie eine Neuausrichtung der Führungsstruktur, noch ein Rückgang um 5,9 Mio. Euro auf 18,3 Mio. Euro zu verzeichnen.

Im Segment Energie war die Absatzentwicklung im Wärmemarkt geprägt durch eine zurückhaltende Nachfrage nach Heizöl aufgrund der stark erhöhten Mineralölpreise. Bei den Kraftstoffen konnten dagegen bei wachsendem Fahrzeugbestand und im Zuge der Konjunkturerholung wieder steigenden Fahrleistungen Absatzzuwächse erzielt werden. Auch das Schmierstoffgeschäft profitierte von der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage, da insbesondere das Kfz-Werkstattgeschäft und die metallverarbeitende Industrie sich im Jahr 2010 deutlich belebt haben. Im Bereich der regenerativen Energien haben sich Aktivitäten der BayWa r.e im Geschäftsjahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. Das Geschäftsfeld BayWa r.e erzielte einen Umsatz von 254,8 Mio. Euro und erwirtschaftete ein EBIT von 21,1 Mio. Euro. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz des Segments Energie im Wesentlichen preisbedingt um 521,0 Mio. Euro oder 28,4 Prozent auf 2.358,5 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich um 12,6 Mio. Euro auf 30,3 Mio. Euro.

Der BayWa-Konzern steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2010 um 642,7 Mio. Euro bzw. 8,9 Prozent auf 7.903,0 Mio. Euro. Das EBIT stieg gegenüber Vorjahr um 11,7 Prozent auf 128,9 Mio. Euro. Dabei hat sich das Ergebnis vor Steuern auf 87,1 Mio. Euro erhöht. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 16,1 Prozent. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,50 Euro je Aktie vor.

II. Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Schwerpunkte des BayWa-Konzerns liegen in den Bereichen Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie ergänzenden Dienstleistungen. Hauptsitz der 1923 gegründeten Muttergesellschaft BayWa AG ist München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikkonzerne in Europa weiterentwickelt. Die Unternehmensaktivitäten gliedern sich in die 3 operativen Segmente Agrar, Bau und Energie. Die in den Branchen Agrarwirtschaft, Bauwirtschaft und Energieversorgung diversifizierte Geschäftstätigkeit stabilisiert das Geschäftsmodell der BayWa. Die Kernkompetenzen der Segmente liegen auf Handels- und Logistikleistungen, die in jedem Segment durch umfangreiche spezifische Dienstleistungsangebote ergänzt werden. Die BayWa ist stark in den ländlichen Regionen verankert. Einschließlich Franchise- und Partnerfirmen verfügt der Konzern über rund 3.000 Vertriebsstandorte in 16 Ländern. Deutschland, Österreich und Osteuropa sind dabei die Hauptvertriebsgebiete. Darüber hinaus hat die BayWa im Zuge des Ausbaus der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten von Amerika Fuß gefasst.

Der BayWa-Konzern

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Umsatz

(in Mio. Euro)
Mitarbeiter

(im Jahresdurchschnitt)
Agrar 3.505,1 6.637
Bau 1.903,1 6.562
Energie 2.358,5 1.192
Sonstige Aktivitäten 136,3 829

Traditionell erwirtschaftet der BayWa-Konzern den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2010 trug das Segment Agrar rund 44 Prozent zum Konzernumsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten auch weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und handelt mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie mit Futtermitteln für die Viehhaltung. Das Angebot der Sparte Technik umfasst das komplette Sortiment der Land- und Forstwirtschaftstechnik für die Außen- und Innenwirtschaft. Im Service bietet die Sparte über ein enges Netz eigener Werkstätten sowie mobiler Servicefahrzeuge Wartungs- und Reparaturleistungen an und verkauft Ersatzteile.

Rund 24 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf das Segment Bau. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa-Konzern die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. Bau & Gartenmärkte betreibt der Konzern überwiegend in ländlichen Regionen. Im Baustoff-Fachhandel und mit Bau & Gartenmärkten ist die BayWa zudem ein bedeutender Franchisegeber.

Das Segment Energie mit einem Anteil von rund 30 Prozent am Konzernumsatz vertreibt in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holzpellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Das im Jahr 2009 neu gegründete Geschäftsfeld BayWa r.e fasst die bestehenden und die neu erworbenen Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien zusammen. Die BayWa sieht dieses Geschäftsfeld als nachhaltiges Wachstumsgebiet an. Chancen ergeben sich aus dem notwendigen Umbau der Energieversorgung angesichts begrenzter Vorkommen der konventionellen Energieträger. Erneuerbare Energien versprechen mittel- und langfristig ein überdurchschnittliches Marktwachstum, an dem die BayWa durch die Bündelung ihrer Kompetenzen partizipiert.

Unter den Sonstigen Aktivitäten sind die Aktivitäten, die nicht zu den strategischen Kernkompetenzen der BayWa zählen, sowie sonstige Finanzbeteiligungen zusammengefasst. Sie trugen im Jahr 2010 noch rund 2 Prozent zum Umsatz des BayWa-Konzerns bei.

Die BayWa AG führt ihre Geschäfte in den drei Segmenten sowohl direkt als auch über ihre Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. In den Staaten Osteuropas, in denen der BayWa-Konzern überwiegend im Agrarhandel tätig ist, liegt die Geschäftsführung bei jeweils separaten Landesgesellschaften. Insgesamt umfasst der BayWa-Konzern neben der BayWa AG selbst 73 vollkonsolidierte Gesellschaften. Daneben wurden 7 Unternehmen der Animedica-Gruppe, bei denen die Führung gemeinschaftlich mit einem Partner erfolgte, bis zu ihrer Veräußerung mit Wirkung zum 30. September 2010 quotal konsolidiert. 14 Unternehmen werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der BayWa einbezogen.

Unternehmensziele, Strategie und Steuerung

Der BayWa-Konzern hat das Ziel, seine Position als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Bau und Energie langfristig sowohl durch organisches Wachstum als auch - wo dies zu attraktiven Konditionen möglich ist - durch Akquisitionen stetig weiterzuentwickeln.

Die Ertragskraft des Konzerns wird durch Skaleneffekte im Zuge des Umsatzwachstums und ein effizientes Kostenmanagement gesteigert. Auf der Kostenseite konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem darauf, die Effizienz der Standorte zu verbessern, die Prozesse zu optimieren und die Vertriebsstrukturen intensiver zu nutzen. Die Fokussierung auf ein effizientes Working-Capital-Management sowie die Optimierung der Kapitalallokation im Konzern werden den Spielraum für Investitionen erweitern und die Bilanzrelationen verbessern. Darüber hinaus wird eine ausgewogene Struktur aus Eigenkapital und Fremdkapitalfinanzierungen beachtet.

Die Unternehmensbereiche werden anhand strategischer und operativer Vorgaben sowie verschiedener finanzieller Kenngrößen geführt. Dabei stellen neben dem Umsatzwachstum das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bzw. die EBIT-Marge - das Verhältnis von EBIT zu Umsatz - sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wichtigsten Steuerungsgrößen dar. Das EBITDA gibt dabei die Fähigkeit der Bereiche an, nach den Investitionen in die Erhaltung des Kapitalstocks, finanzielle Überschüsse zu erwirtschaften und finanzielle Verpflichtungen zu bedienen. Daneben ist der Verschuldungsgrad, das heißt das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA, auf Konzernebene eine wichtige Kenngröße.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Steuerung der operativen Bereiche erstmals um ein wertorientiertes Steuerungselement ergänzt. Diese wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Optimierung des Kapitaleinsatzes im Konzern. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten tatsächlichen Kapitalkosten verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den Kapitalkosten liegt. Dieses Steuerungskonzept dient der langfristigen Portfoliooptimierung und strategischen Verbesserung der Kapitalallokation und gibt Informationen darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften.

Economic Profit der Segmente

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in Mio. Euro Agrar Bau Energie
Operatives Ergebnis nach Steuern (NOPAT) 64,100 17,567 26,001
ø investiertes Kapital 940,893 574,884 62,052
Economic Profit 0,119 - 21,525 21,781
ROIC (in Prozent) 6,81 3,06 41,90
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC) (in Prozent) 6,80 6,80 6,80
Differenz (ROIC ./. WACC) (in Prozent) 0,01 - 3,74 35,10

Die Segmente Agrar und Energie erzielten im Geschäftsjahr 2010 einen positiven Economic Profit. Damit haben diese Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaftet. Das Segment Bau erreichte zwar ein positives Ergebnis in Höhe von rund 17,6 Mio. Euro, der Vergleich mit den zugrunde zu legenden Kapitalkosten zeigt jedoch, dass dieses Ergebnis nicht ausreicht, um das durchschnittlich investierte Kapital dem Geschäftsrisiko entsprechend angemessen zu verzinsen.

Bei der Interpretation des wirtschaftlichen Ergebnisbeitrags (Economic Profit) ist zu berücksichtigen, dass es sich um ein mittel- und langfristiges Steuerungsinstrument zur Verbesserung des Kapitaleinsatzes im Unternehmen handelt.

Kurzfristig können die Ergebnisbeiträge beispielsweise durch hohe Investitionen in einzelnen Jahren oder außergewöhnliche Preisschwankungen auf den Absatzmärkten verzerrt werden.

Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsprozesse

Im Agrarbereich kommt der Logistikkompetenz der BayWa im Erfassungs- und Vermarktungsgeschäft der Ernte besondere Bedeutung zu. Die Ernteerfassung erfordert hohe Transport- und Lagerkapazitäten sowie ein reibungsloses Zusammenspiel der Wareneinlieferung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Warenpflege. In der anschließenden Vermarktungsphase ist insbesondere in Zeiten mit hoher Preisvolatilität die Kenntnis sowohl der lokalen wie auch der globalen Angebots- und Nachfrageverhältnisse für eine fundierte Einschätzung der Marktentwicklungen entscheidend. Der Ernte vor- und nachgelagert sind die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut und Betriebsmitteln, die Anbauberatung sowie der Vertrieb und der Service von Landtechnik, so dass das Segment Agrar der BayWa über das gesamte Jahr in engem Kontakt mit seinen Kunden aus der Landwirtschaft steht.

Im Obst- und Gemüsegeschäft ist die BayWa führender Anbieter von deutschem Tafelobst für den Lebensmitteleinzelhandel und mit 10 Standorten der größte Einzelvermarkter für deutsches Tafelkernobst sowie größter Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. Daneben erfasst, lagert, sortiert, verpackt und vermarktet die Sparte Obst als Vertragsvermarkter die Ware für Kunden im In- und Ausland. Über die Tochtergesellschaft Frucom versorgt die BayWa den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel mit Südfrüchten.

Die Sparte Technik ist Anbieter eines technischen Vollsortiments für den landwirtschaftlichen Maschinen-, Geräte- und Anlagenbedarf. Für den Ackerbau umfasst das Produktspektrum Traktoren, Lade- und Transportfahrzeuge, Maschinen zur Bodenbearbeitung und Aussaat, Geräte für die Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Erntemaschinen aller Art, spezielle Maschinen für Sonderkulturen wie Wein, Hopfen, Gemüse oder Obst sowie Bewässerungsanlagen. In der Stallungstechnik wird von Melk- und Kühlanlagen über Anlagen zur Futtermischung und automatischen Futtervorlage eine breite Produktpalette vertrieben. Für den Getreide- und Futtermittelanbau reicht das Angebot von der Trocknungs- und Reinigungstechnik über Lagerungstechnik bis zu Förder- und Mischanlagen. Für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe bietet die Sparte Technik Kommunalfahrzeuge für vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge an. Für die Forstwirtschaft reicht das Angebot von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden sowie Wegebaumaschinen bis hin zu Kleingeräten wie Motorsägen und Freischneidern einschließlich der erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service der Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Netz von Standorten sichergestellt.

Im Baugeschäft deckt die BayWa über den Baustoff-Fachhandel überwiegend den Bedarf kleiner und mittelständischer Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe und von Kommunen ab. Wichtige Kunden sind außerdem Bauherren und Hausbesitzer. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet aufgrund des hohen Gewichts oder Volumens und der dadurch bedingten hohen Transportkosten bei gleichzeitig relativ geringer Wertschöpfung die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor.

Dies und die unmittelbare Verfügbarkeit bilden die Gründe für die regional ausgerichtete Struktur im Baustoff-Fachhandel. Im Geschäft mit Ausbauprodukten stellen die Kenntnis neuer Trends bei Materialien und Technologien sowie eine entsprechende Beratung eine Kernkompetenz der BayWa dar.

Das Geschäft bei Bau & Gartenmarkt ist mit einem nischenbasierten Nahversorgerkonzept in erster Linie auf den regionalen Kunden ausgerichtet. Es verzeichnet einen sehr saisonalen Verlauf, da insbesondere im Frühjahr der Verkauf von Pflanzen und Zubehör einen wesentlichen Teil zum Umsatz beiträgt. Außerhalb der Pflanzperiode werden im Sommer insbesondere Artikel zur Frei zeitgestaltung und für den Bau im Außenbereich stark nachgefragt. Im Winter stehen dagegen der Innenausbau und Wohnaccessoires im Vordergrund. Somit ist die Sortimentsgestaltung im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Die BayWa profiliert sich im Baumarktgeschäft durch ein qualitativ hochwertiges Stammsortiment und eine intensive Beratung.

Beide Sparten handeln im operativen Geschäft unabhängig voneinander. Spartenübergreifend optimiert das Segment Bau seine Geschäftsaktivitäten durch die Zusammenlegung der Zentralfunktionen und die Bündelung des vorhandenen Know-hows, um den Kunden einen optimalen Service anbieten zu können.

Das Energiegeschäft der BayWa umfasst den Vertrieb von fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen sowie das neue Geschäftsfeld BayWa r.e, das als Kompetenzzentrum die Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien vorantreibt. Bei den fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen handelt es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft. Die BayWa hält keine eigene Bevorratung in großem Umfang vor. Dadurch sind die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Lagerbestand nur gering. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt im Wesentlichen durch eigene Energievertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 273 konzerneigene Tankstellen verkauft. Daneben werden auch Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmern beliefert. Wettbewerbsvorteile lassen sich in der Logistik und Distribution durch die Ausweitung des Vertriebsnetzes und eine stärkere Marktdurchdringung erzielen. Daher nutzt das Segment Energie regelmäßig Chancen zu Wachstum durch Akquisitionen. Die neben wenigen überregional tätigen Marktteilnehmern überwiegend mittelständisch geprägte Struktur des Brennstoffhandels bietet hierfür immer wieder gute Gelegenheiten. Im Schmierstoffvertrieb beliefert die BayWa traditionell vor allem die Landwirtschaft sowie kleine und mittlere Kunden im metallverarbeitenden Gewerbe und seit 2009 auch Industriekunden. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Im Bereich der regenerativen Energien hat die BayWa ihr Engagement im Jahr 2010 durch weitere Akquisitionen international diversifiziert. Neben Deutschland und bislang Spanien ist die BayWa nunmehr auch in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten von Amerika aktiv. Das Angebot umfasst Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse, Windkraftanlagen sowie Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus werden die Planung, Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten in dem neu gegründeten Geschäftsfeld BayWa r.e wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Synergien zu nutzen und an dem erwarteten Marktwachstum teilhaben zu können.

Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Die BayWa zählt zu den führenden Unternehmen im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. In ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und dem südlichen Brandenburg sowie flächendeckend in Österreich, verfügt die BayWa mit rund 1.100 Standorten über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Mit den rund 500 genossenschaftlichen Lagerhäusern in Österreich besteht eine enge Geschäftsbeziehung. Das Wettbewerbsumfeld bei den Agrarprodukten bildet eine Vielzahl privater mittelständischer Landhandelsunternehmen, die überwiegend nur lokal tätig sind. Daneben sind im Betriebsmittelgeschäft mehrere Großhandelsunternehmen auch überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein.

Im Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 900 Unternehmen mit etwa 2.100 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit rund 220 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa mit rund 40 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Mit 115 Märkten in Deutschland und in Österreich legt die BayWa im Bau & Gartenmarktgeschäft ihren Schwerpunkt auf die ländlichen Regionen.

Im Energiegeschäft verfügt die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt; daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen, besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Der Markt für erneuerbare Energien ist ein regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa ist mit ihrem Angebot in den drei Bereichen Biogas, Photovoltaik und Windenergie sowie Aktivitäten in den Ländern Deutschland, Österreich, Spanien, Großbritannien und den USA sowohl produktseitig als auch geografisch gut diversifiziert.

Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Das Segment Agrar ist sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Dabei haben in den letzten Jahren sowohl die Abhängigkeit der Preisentwicklung auf den regionalen Märkten von internationalen Einflüssen - wie Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt - als auch die wechselseitige Beeinflussung von Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung gewinnen zudem Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen einen zunehmenden Einfluss auf die Preisbildung in den regionalen Märkten. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht. Schließlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Ebenso üben Regulierungen beispielsweise durch die EU auf Preise und Strukturen in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus.

Im Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Wohnungsbau- oder Modernisierungsförderungsmaßnahmen - positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Dabei sind vor allem die Bereiche Tiefbau und Straßenbau stark vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit wirken sich Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen auf das Investitionsverhalten aus. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen durch Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen das Investitionsverhalten und die Nachfrage nach bestimmten Produkten.

Das Energiesegment wird vorwiegend durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl beeinflusst. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den regenerativen Energien führen steigende Preise für fossile Brennstoffe im Allgemeinen zu einer zunehmenden Nachfrage. Bei Biodiesel ist der Absatz allerdings maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen abhängig. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bislang noch von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 schneller und stärker als erwartet von der Rezession des Jahres 2009 erholt. Die globale Wirtschaftsleistung nahm real um 3,9 Prozent zu, das Volumen des Welthandels stieg - nach dem extremen Rückgang um 11,0 Prozent im Jahr 2009 - überproportional um 15,7 Prozent an. In den Industrieländern zeigte der Konjunkturverlauf 2010 ein differenziertes Bild. Einige Volkswirtschaften, namentlich Deutschland und Japan, verzeichneten ein kräftiges Wirtschaftswachstum, das vor allem von der Exportnachfrage aus den Schwellenländern und einer zunehmenden Belebung der Binnenkonjunktur getragen wurde. Demgegenüber blieb die Wirtschaftsentwicklung in den USA aufgrund der strukturellen Verwerfungen im Immobiliensektor und einer hohen Arbeitslosigkeit verhalten; 2010 dürfte der Anstieg des Buttoinlandsprodukts (BIP) hier 2,8 Prozent betragen haben. Im Euro-Raum hat die Wirtschaftsleistung 2010 durchschnittlich um 1,7 Prozent zugenommen. In einigen Ländern haben die angespannte Situation der Staatsfinanzen und der daraus resultierende Zwang zur Konsolidierung zur Verunsicherung der Wirtschaft, der Verbraucher und der Finanzmärkte geführt. Deutschland übernahm 2010 mit einem Wirtschaftswachstum um 3,6 Prozent im Euro-Raum die Rolle der Konjunkturlokomotive. Die deutsche Wirtschaft profitierte mit einer Zunahme der Exporte um 14,2 Prozent von der hohen Internationalisierung. Zudem wurde um 9,4 Prozent mehr in Ausrüstungen investiert als im Vorjahr. Der private Konsum und der Lageraufbau leisteten ebenfalls positive Beiträge zum Wirtschaftswachstum. Die österreichische Wirtschaftsleistung wuchs mit 2,0 Prozent etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raums. Das Wachstum wurde hauptsächlich durch den Anstieg der Exporte um 12,3 Prozent und eine in der Folge um 7,0 Prozent höhere Sachgütererzeugung getragen. In den Staaten Osteuropas, in denen die BayWa vertreten ist, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 im Durchschnitt um 2,4 Prozent, nach einem Rückgang um 3,3 Prozent im Vorjahr. Dabei reichte die Bandbreite der Wachstumsraten von 4,0 Prozent in der Slowakei über 3,6 Prozent in Polen, 2,3 Prozent in Tschechien, 1,5 Prozent in Serbien, 1,3 Prozent in Ungarn bis zu 1,0 Prozent in Slowenien. Lediglich in Kroatien verringerte sich die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr nochmals um 1,3 Prozent.

Branchentrend Agrar

Nachdem sich die Preise für Agrarerzeugnisse im ersten Halbjahr 2010, bedingt durch die qualitativ und mengenmäßig guten Ernten der beiden vorangegangenen Jahre, noch auf relativ niedrigem Niveau eher seitwärts bewegt hatten, setzte zur Jahresmitte ein starker Preisanstieg ein. Die Ursache hierfür lag in der großen Trockenheit während der Hauptvegetationsphase vieler Nutzpflanzen in Europa und in den GUS-Staaten sowie den dadurch bedingten geringeren Erwartungen an die Erntemengen und -qualitäten. Gestützt wurde dieser Preistrend durch das ungünstige Wetter während der Haupterntezeit im Spätsommer und Frühherbst, das zu weiteren Ernteausfällen führte. Insgesamt wird für das Getreidejahr 2010/11 ein Rückgang der Produktionsmenge von Weizen und Grobgetreide um 3,4 Prozent erwartet. Mit minus 5,8 Prozent fällt das Erntevolumen insbesondere bei Weizen voraussichtlich deutlich geringer aus als im Getreidejahr 2009/10 -erstmals seit drei Jahren liegt damit der Verbrauch von Brot-, Grob- und Futtergetreide über der Erntemenge. Als Reaktion darauf lagen die Ernteeinstandspreise um 70 bis 80 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die erntebedingten Mengenrückgänge in der pflanzlichen Erzeugung konnten somit durch die höheren Preise für die Landwirte mehr als ausgeglichen werden. Die Landwirte profitierten während der Aussaat- und Aufzuchtphase im ersten Halbjahr noch von günstigen Düngemittelpreisen, die deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen. In der Milchwirtschaft verbesserten sich die Erzeugerpreise im Jahresvergleich von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau aus um rund 25 Prozent; die Milchproduktion erhöhte sich um rund 1,5 Prozent. Für die Viehzucht waren in der Rinderzucht preis- und mengenbedingt leichte Zuwächse zu verzeichnen, die Geflügelzucht konnte das Produktionsvolumen ebenfalls steigern. Dagegen blieb der Produktionswert in der Schweinemast gegenüber dem Vorjahreswert nahezu konstant. Belastend wirkten sich im Jahresverlauf steigende Futtermittel- und Energiepreise auf die Landwirtschaft aus. Dennoch gehen die Prognosen des Deutschen Bauernverbands insgesamt von einem Anstieg der Nettowertschöpfung um 33 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro aus. Die Betriebseinkommen je Arbeitskraft sind damit von rund 22.000 Euro im Kalenderjahr 2009 auf rund 28.500 Euro im Jahr 2010 angestiegen. Die verbesserte Einkommenssituation der Landwirte hat sich auch in einer erhöhten Investitionsbereitschaft geäußert und insbesondere im zweiten Halbjahr zu vermehrten Bestellungen von Landmaschinen geführt.

Branchentrend Bau

Nachdem das erste Quartal 2010 in der Baubranche in Deutschland durch den harten Winter negativ beeinflusst war und zahlreiche Bauvorhaben erst mit Verzögerungen begonnen werden konnten, wirkten sich im weiteren Jahresverlauf eine ganze Reihe von Einflussfaktoren zunehmend positiv auf die Bauwirtschaft aus. Die im Vorjahr verabschiedeten Konjunkturprogramme führten in Deutschland zu einer deutlichen Belebung der Bautätigkeit im öffentlichen Hochbau. Dem stand zwar ein geringfügiger Rückgang der gewerblichen Bauinvestitionen um 1,0 Prozent gegenüber; insgesamt lag das Investitionsvolumen im Nichtwohnungshochbau jedoch um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nach 10 Jahren rückläufiger Investitionen im Wohnungsbau war im Jahr 2010 erstmals wieder eine Zunahme der Bauinvestitionen um 4,4 Prozent zu verzeichnen. Da die Wohnungsbauinvestitionen einen Anteil von rund 57 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen ausmachen, kommt der Entwicklung des Wohnungsbaus eine entscheidende Bedeutung für die Branchenentwicklung in Deutschland zu. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und sonstige Wohnungen lag mit 188.500 Einheiten um gut 6 Prozent über dem Vorjahreswert. Diese Trendwende ist vor dem Hintergrund des allgemein verbesserten Konjunkturklimas zu sehen. Daneben dürfte das sich allmählich abzeichnende Ende der Phase niedriger Zinsen einen positiven Einfluss auf die Investitionsentscheidungen gehabt haben. Der Anteil der Maßnahmen zur Sanierung, Renovierung und Modernisierung lag mit rund 73 Prozent der gesamten Investitionen im Hochbau weiterhin auf hohem Niveau. Insgesamt gehen die Schätzungen für das Jahr 2010 davon aus, dass sich die realen Bauinvestitionen in Deutschland um 2,8 Prozent erhöht haben. Auch in Österreich wirkte sich der lang anhaltende Winter negativ auf die Bautätigkeit aus. So lag der Produktionswert der österreichischen Hoch- und Tiefbauunternehmen mit Ende April 2010 mit 3,4 Mrd. Euro um 12,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im gesamten Jahr 2010 gingen die Bauinvestitionen um 4,0 Prozent zurück. Die Gründe hierfür liegen in der Kürzung der Wohnungsbauförderung, die zu einem Rückgang der neu errichteten Wohnungen führte, sowie in der Aussetzung der Förderprojekte zur thermischen Sanierung im Jahr 2010 mit einem Volumen von 100 Mio. Euro aufgrund der Notwendigkeit zur Konsolidierung der öffentlichen Budgets.

Branchentrend Energie

Trotz des relativ harten Winters 2009/10 blieb die Nachfrage nach Heizöl zum Jahresbeginn 2010 aufgrund des gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Preisniveaus und der noch überdurchschnittlichen Befüllstände gering. Nachdem auch in den Sommermonaten, trotz phasenweise sinkender Rohölpreise, das aus Sicht der Verbraucher günstige Preisniveau des Vorjahres nicht wieder erreicht wurde, belebte sich die Nachfrage erst im Spätsommer bei bereits wieder anziehenden Preisen. Allerdings wurden die Tanks der privaten Haushalte in der Erwartung wieder rückläufiger Preise vielfach nicht vollgetankt. Im Geschäft mit mineralischen Kraftstoffen waren im Jahresverlauf moderate Zuwächse der Absatzmengen im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung und wieder steigender Pkw-Zulassungszahlen zu verzeichnen. Bei weiterhin unterausgelasteten Raffineriekapazitäten konnten die Raffineriebetreiber im Markt Preiserhöhungen für die Verarbeitungsprodukte durchsetzen und dadurch die eigenen Margen verbessern. Daher lagen die Margen im Tankstellengeschäft auch im Jahresdurchschnitt 2010 über denen des Vorjahres. Im Bereich Schmierstoffe hat sich die Nachfrage im Gesamtjahr 2010 stark belebt, was im Wesentlichen auf die deutliche konjunkturelle Erholung der metallverarbeitenden Industrie und insbesondere der Kfz-Branche zurückzuführen ist. Bei den regenerativen Energien war das erste Halbjahr 2010 von einer Sondernachfrage nach Photovoltaikanlagen aufgrund von Vorzieheffekten vor dem Stichtag (30. Juni 2010) der nächsten Senkung der Einspeisevergütung gekennzeichnet. In der Folge ging das Geschäft im zweiten Halbjahr zurück.

Einen steigenden Energiebedarf umwelt- und klimaschonend zu decken, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Vor diesem Hintergrund haben Bundesregierung und Bundestag im Herbst 2010 das Energiekonzept 2050 verabschiedet. Danach sollen bis 2050 der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent gesteigert und der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt werden. Die CO2 -Emissionen sollen sich dadurch um 80 bis 95 Prozent verringern. Auch zahlreiche andere Länder haben vergleichbare Initiativen ergriffen. Regenerative Energien werden für einen regulierten Markt erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist. Trotz unterschiedlicher politischer Konzepte zur Förderung der erneuerbaren Energien ist die Entwicklungsrichtung klar vorgegeben.

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entwicklung der Konzerngeschäftssegmente

Entwicklung des Segments Agrar im Jahr 2010

In der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln erhöhte sich der Umsatz des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 um 7,2 Prozent auf 2.529,0 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist im Wesentlichen preisbedingt, da die Preise für Agrarerzeugnisse vom niedrigen Vergleichsniveau des Vorjahres auf breiter Front deutlich angestiegen sind. Dagegen fielen die Erntemengen im Durchschnitt über alle pflanzlichen Erzeugnisse hinweg geringer aus. Bei Getreide lag die Erzeugung um 3,4 Prozent unter dem Vorjahreserntevolumen. Der Getreideumschlag der BayWa erhöhte sich dagegen im Jahr 2010 um 3,8 Prozent auf 5,0 Mio. Tonnen, nach 4,8 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die trotz des geringeren Erntevolumens höhere Umschlagsmenge resultierte aus einer gestiegenen Verkaufsbereitschaft der Landwirte aufgrund der positiven Preisentwicklung. Bei Dünge- und Futtermitteln lag das Absatzvolumen um 15,6 Prozent bzw. 10,9 Prozent über den Vorjahreswerten. Das maßgeblich preisbedingte Umsatzwachstum führte beim EBITDA zu einem Anstieg um 20,1 Mio. Euro bzw. 35,4 Prozent auf 76,8 Mio. Euro. Da sich gleichzeitig die Abschreibungen um 1,3 Mio. Euro verringerten verbesserte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahreswert um 21,4 Mio. Euro bzw. 76,4 Prozent. Das Zinsergebnis lag trotz des deutlich höher zu finanzierenden Handelsvolumens mit minus 16,4 Mio. Euro lediglich um 0,6 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern der Sparte Agrarhandel damit gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2010 um 22,0 Mio. Euro auf 33,0 Mio. Euro verdreifacht.

Die Sparte Obst erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 mit 102,8 Mio. Euro einen um 23,4 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Zu dem Umsatzwachstum haben die erstmalige ganzjährige Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Obst- und Gemüsegroßmärkte in Ingelheim und Weisenheim ebenso beigetragen wie der seit Anfang des Jahres 2010 in den Konzern einbezogene Südfrüchtehandel Frucom. Daneben führten die um bis zu 15 Prozent geringeren Erntemengen bei Obst zu deutlichen Preissteigerungen. Das EBITDA der Sparte verbesserte sich um 1,0 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro. Nach um 0,5 Mio. auf 1,7 Mio. Euro erhöhten Abschreibungen verbesserte sich das EBIT um 17,9 Prozent auf 3,7 Mio. Euro. Das Zinsergebnis erreichte im Wesentlichen bedingt durch die Akquisitionsfinanzierungen minus 0,3 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahr noch nahezu ausgeglichen war. Insgesamt erwirtschaftete die Sparte Obst ein um 9,7 Prozent auf 3,5 Mio. Euro verbessertes Ergebnis vor Steuern.

Nach der Übernahme der Generalvertretung für den Landmaschinenhersteller Claas in den Regionen Niederbayern und südliches Oberbayern sowie der Markteinführung der Eigenmarke Tecparts für hochwertige Ersatz- und Verschleißteile im Jahr 2009 hat die Sparte Agrartechnik im Geschäftsjahr 2010 vom Ausbau ihrer Marktposition profitiert. Das Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen legte aufgrund der verbesserten Erlössituation der Landwirte deutlich zu. Daneben führten die ungünstigen Witterungsbedingungen während der Ernte zu einem steigenden Wartungs- und Reparaturbedarf bei Landmaschinen und einer höheren Nachfrage nach Ersatzteilen. So wuchs der Umsatz der Sparte um 46,7 Mio. Euro bzw. 5,6 Prozent auf 873,3 Mio. Euro. Erhöhte Aufwendungen im Zuge der Standortumstellungen auf die Marken Claas und Fendt/AGCO führten im EBITDA zu einem Rückgang um 1,5 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro. Bei gleichzeitig um 0,8 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro erhöhten Abschreibungen verminderte sich das EBIT der Sparte Technik um insgesamt 2,2 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Das Zinsergebnis verbesserte sich mit minus 8,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert geringfügig um 0,5 Mio. Euro. Insgesamt fiel das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2010 mit 2,1 Mio. Euro um 1,8 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr.

Im Segment Agrar insgesamt erhöhte sich der Umsatz damit gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Prozent auf 3.505,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. Das EBITDA des Segments verbesserte sich um 19,6 Mio. Euro auf 102,0 Mio. Euro, das entspricht einem Anstieg um 23,8 Prozent. Die Abschreibungen gingen im Berichtsjahr um 0,1 Mio. Euro auf 38,1 Mio. Euro zurück, so dass das EBIT des Segments Agrar überproportional um 19,7 Mio. Euro bzw. 44,6 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Bei einem um 0,8 Mio. Euro auf 25,3 Mio. Euro verminderten Finanzierungsaufwand stieg das Ergebnis vor Steuern um 20,5 Mio. Euro auf 38,6 Mio. Euro.

Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2010

Nach einem infolge des lang anhaltenden und harten Winters schwachen Jahresauftakt profitierte die Sparte Baustoffe des BayWa-Konzerns im weiteren Jahresverlauf von der zunehmenden Nachfrage durch die Konjunkturprogramme des öffentlichen Sektors sowie die Belebung im Wohnungsneubau. Im gewerblichen Baubereich blieb die Nachfrage im Geschäftsjahr 2010 dagegen noch verhalten. Mit einem Umsatzanstieg um 3,3 Prozent auf 1.370,8 Mio. Euro konnte die Sparte Baustoffe an den verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen partizipieren. Die Umsatzausweitung von 43,8 Mio. Euro entfällt jeweils zur Hälfte auf organisches Wachstum und auf den Erwerb der bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG mit dem Tochterunternehmen Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG in Nordrhein-Westfalen. Das EBITDA verminderte sich bedingt durch erhöhte Aufwendungen im Zuge der Neuausrichtung des Geschäfts um 22,0 Prozent auf 25,3 Mio. Euro. Nach Abschreibungen, die mit 16,7 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau lagen, wurde ein EBIT von 8,5 Mio. Euro, entsprechend einem Rückgang um 33,1 Prozent, erreicht. Bei einem um 1,9 Mio. Euro auf minus 5,5 Mio. Euro verbesserten Zinsergebnis verminderte sich das Ergebnis vor Steuern damit insgesamt um 2,3 Mio. Euro bzw. 43,1 Prozent auf 3,1 Mio. Euro.

Die Sparte Bau & Gartenmarkt profitierte maßgeblich von der Sortimentsumgestaltung sowie der strategischen Neuausrichtung zum Fachmarktkonzept und der Neueröffnung der entsprechend umgebauten Märkte. Der Umsatz der Sparte konnte um 18,5 Prozent auf 532,3 Mio. Euro gesteigert werden. Aufgrund der Anlaufkosten der neuen Märkte lag das EBITDA im Jahr 2010 mit 22,2 Mio. Euro noch um 0,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 22,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich infolge der vorgenommenen Investitionen in den Umbau der Märkte um 1,1 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro. Dadurch ergibt sich für das EBIT ein Rückgang um 1,6 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro. Der Nettozinsaufwand der Sparte verringerte sich gegenüber dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2010 um 0,4 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern mit 5,2 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Der Gesamtumsatz des Segments Bau erreichte im Berichtsjahr 1.903,1 Mio. Euro und liegt damit um 127,0 Mio. Euro bzw. 7,2Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBITDA des Segments verringerte sich demgegenüber um 7,7 Mio. Euro bzw. 13,9 Prozent. Nach Abschreibungen, die sich auf 29,2 Mio. Euro beliefen, verminderte sich das EBIT im Jahr 2010, nach 24,2 Mio. Euro im Vorjahr, um 5,9 Mio. Euro auf 18,3 Mio. Euro. Der Nettofinanzierungsaufwand des Segments verringerte sich deutlich um 2,3Mio. Euro auf 10,1 Mio. Euro. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern des Segments Bau mit 8,2 Mio. Euro um 3,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2010

Der Absatz des Segments Energie lag in allen Produktbereichen mit Ausnahme von Heizöl über dem Vorjahresniveau. Die Produktbereiche Kraftstoffe und Schmierstoffe profitierten mit Absatzzuwächsen um 5,0 bzw. 8,7 Prozent im Wesentlichen von der konjunkturellen Erholung. Beim Heizöl führte der starke Preisanstieg dagegen zu einem Absatzrückgang um 3,8 Prozent. Aufgrund überdurchschnittlich hoher Befüllstände zum Jahresbeginn fiel die Nachfrage im ersten Halbjahr 2010 deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum. In der zweiten Jahreshälfte blieb die Nachfragebelebung hinter den Erwartungen zurück, da viele private Haushalte auf dem erhöhten Preisniveau nur noch den unmittelbaren Bedarf gedeckt haben. Demgegenüber erhöhte sich der Umsatz des Segments insbesondere aufgrund der höheren Preise für Heizöl und Vergaserkraftstoffe im Jahr 2010 um 28,4 Prozent auf 2.358,5 Mio. Euro. Insgesamt erzielte das klassische Energiegeschäft der BayWa einen Umsatz von 2.103,7 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 15,3 Prozent. Die im Geschäftsfeld BayWa r.e zusammengefassten Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien trugen 254,8 Mio. Euro zum Umsatz des Segments bei, nach 12,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Ergebnisentwicklung des Segments Energie wurde im Jahr 2010 im Wesentlichen von der positiven Margenentwicklung im Wärmemarkt und im Tankstellengeschäft getragen. Auch der Schmierstoffbereich konnte sein Ergebnis verbessern.

Das EBITDA des Segments Energie verbesserte sich um 15,5 Mio. Euro bzw. 59,4 Prozent auf 41,7 Mio. Euro. Davon entfallen 24,2 Mio. Euro auf das Geschäftsfeld BayWa r.e. Nach Abzug der gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mio. Euro auf 11,4 Mio. Euro erhöhten Abschreibungen stieg das EBIT des Segments um 12,6 Mio. Euro bzw. 70,6 Prozent auf 30,3 Mio. Euro. Der Ergebnisbeitrag der BayWa r.e beträgt beim EBIT 21,1 Mio. Euro. Im Zuge Absatzfinanzierung und Akquisitionsfinanzierung ergab sich ein Nettofinanzaufwand von 4,5 Mio. Euro, nach 0,7 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern um 8,7 Mio. Euro auf 25,8 Mio. Euro verbessert.

Entwicklung der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2010

Die Sonstigen Aktivitäten umfassen zu Jahresende den Lebensmittelproduzenten Ybbstaler in Österreich sowie einige Finanzbeteiligungen, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind. Der Umsatzrückgang um 240,6 Mio. Euro auf 136,3 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung der Autohandelsaktivitäten der BayWa, die im Vorjahr noch bis 30. September im Konsolidierungskreis enthalten waren, sowie aus dem Verkauf von 75 Prozent des Anteils am Lebensmittelproduzenten Frisch & Frost in Österreich im Zuge der weiteren Fokussierung auf die Kernbereiche Agrar, Bau und Energie. Das EBITDA der Sonstigen Aktivitäten verringerte sich maßgeblich bedingt durch die Beteiligungsverkäufe um 11,3 Mio. Euro auf 58,9 Mio. Euro. Die Abschreibungen lagen mit 17,1 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres und das EBIT sank um 12,2 Mio. Euro auf 41,8 Mio. Euro. Das Beteiligungsergebnis stieg im Wesentlichen durch den Verkauf der Anteile an INTRADE um 5,2 Mio. Euro auf 35,8 Mio. Euro. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2010 mit 41,2 Mio. Euro um 12,6 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres.

Der Umsatz des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 mit 7.903,0 Mio. Euro erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Marktpreise für Agrarrohstoffe und Mineralölprodukte sowie durch die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien um 8,9 Prozent bzw. 642,7 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Mio. Euro auf 127,2 Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf Anlagenabgänge (31,7 Mio. Euro), laufende Vermietungserträge (23,5 Mio. Euro), regelmäßige Kostenerstattungen (14,8 Mio. Euro), Auflösungen von Rückstellungen (11,7 Mio. Euro) und wiederkehrende Werbekostenzuschüsse (5,1 Mio. Euro). Diese genannten Ergebnisbeiträge lagen insgesamt um rund 10,3 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen bedingt durch geringere Kursgewinne (3,2 Mio. Euro), niedrigere Erträge aus der Auflösung von negativem Goodwill (0,1 Mio. Euro) und durch verringerte übrige Erträge (27,7 Mio. Euro). Diese Ertragsposten lagen in Summe um 14,6 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau.

Ertragslage des BayWa-Konzerns

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in Mio. Euro 2006 2007 2008 2009 2010 Veränderung 2009/10 in Prozent
Umsatz 7.299,8 7.227,2 8.794,6 7.260,2 7.903,0 8,9
EBITDA 200,9 234,6 258,1 209,7 228,2 8,8
EBITDA-Marge (in Prozent) 2,7 3,2 2,9 2,9 2,9 -
EBIT 111,8 143,6 161,9 115,4 128,9 11,7
EBIT-Marge (in Prozent) 1,5 2,0 1,8 1,6 1,6 -
EGT 69,8 90,5 103,5 75,1 87,1 16,1
Konzernjahresüberschuss 57,4 71,8 76,7 59,4 66,8 12,5

Nach Abzug der aufgrund höherer Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 692,8 Mio. Euro bzw. 11,1 Prozent auf 6.937,0 Mio. Euro gestiegenen Materialaufwendungen ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 1.170,1 Mio. Euro, das um 36,1 Mio. Euro bzw. 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch tarifvertragliche Anpassungen im Konzern sowie die Zunahme der Mitarbeiterzahl insgesamt moderat um 2,3 Prozent bzw. 14,1 Mio. Euro auf 633,7 Mio. Euro. Erstmalig einbezogene Konzerngesellschaften trugen mit 6,2 Mio. Euro zu dem Anstieg bei. Dem stand eine Verminderung des Personalaufwands um 7,4 Mio. Euro durch die Endkonsolidierung veräußerter Gesellschaften gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 328,3 Mio. Euro insgesamt um 10,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Fuhrparkkosten (45,4 Mio. Euro), höheren Instandhaltungskosten im Zusammenhang mit Modernisierungsmaßnahmen an den Vertriebsstandorten (39,0 Mio. Euro), aus höheren Aufwendungen für Mieten und Pachten (30,3 Mio. Euro), einem Anstieg beim Aufwand für Fremdpersonal (20,8 Mio. Euro) und bei den übrigen Aufwendungen (26,2 Mio. Euro). Die im Geschäftsjahr 2010 in Summe um 18,2 Mio. Euro höheren Aufwendungen in diesen Positionen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Ausweitung des Geschäfts der BayWa. Demgegenüber fielen im Geschäftsjahr 2010 insgesamt um 7,0 Mio. Euro geringere Aufwendungen für Verluste aus Anlagenabgängen und Kursverluste sowie für Provisionen (10,0 Mio. Euro) an.

Das Ergebnis des BayWa-Konzerns vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern, EBITDA, erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 um 18,5 Mio. Euro bzw. 8,8 Prozent auf 228,2 Mio. Euro.

Die laufenden Abschreibungen in Höhe von 99,3 Mio. Euro lagen im BayWa-Konzern bedingt durch die höheren Investitionen in den Jahren 2009 und 2010 um 5,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Daneben waren aufgrund gesunkener Verkehrswerte gemäß IAS 40 außerplanmäßige Abschreibungen von 2,1 Mio. Euro auf zur Veräußerung vorgesehene Immobilien vorzunehmen.

Damit verbesserte sich das EBIT des BayWa-Konzerns um 13,5 Mio. Euro bzw. 11,7 Prozent auf 128,9 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, das dem EBITDA und dem EBIT zugerechnet wird, und dem Zinsergebnis zusammen. Die Erhöhung des Beteiligungsergebnisses um 6,6 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Ergebniszurechnungen von at-Equity-bilanzierten Minderheitsbeteiligungen zurückzuführen. Die Verringerung des Zinsergebnisses um 1,4 Mio. Euro auf minus 41,7 Mio. Euro ist im Wesentlichen durch die Akquisitionsfinanzierungen sowie die laufende Finanzierung des aufgrund erhöhter Marktpreise bei Agrar- und Mineralölerzeugnissen gestiegenen Working Capitals bedingt.

Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern um 12,1 Mio. Euro oder 16,1 Prozent auf 87,1 Mio. Euro. Zu der Ergebnisverbesserung haben das Segment Agrar mit 20,5 Mio. Euro und das Segment Energie mit 8,7 Mio. Euro beigetragen. Demgegenüber verringerte sich das Ergebnis des Segments Bau aufgrund von Einmalaufwendungen und Anlaufkosten um 3,6 Mio. Euro. Der Ergebnisbeitrag der Sonstigen Aktivitäten sank aufgrund der Beteiligungsveräußerungen um 12,6 Mio. Euro auf 41,2Mio. Euro.

Aufgrund der Ergebnisentwicklung erhöhten sich auch die Ertragsteuern des BayWa-Konzerns auf 20,3 Mio. Euro, gegenüber 15,7Mio. Euro im Vorjahr. Die Ertragsteuerquote beträgt damit 23,3Prozent (Vorjahr: 20,9 Prozent) und liegt im Rahmen der Erwartungen.

Nach Abzug der Ertragsteuern erwirtschaftete der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2010 einen Jahresüberschuss in Höhe von 66,8Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 59,4 Mio. Euro einer Ergebnissteigerung um 12,5 Prozent.

Das Ergebnis je Aktie (Earnings per share, EPS), ermittelt aus dem Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens bezogen auf die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 34.085.040 im Geschäftsjahr 2010 (dividendenberechtigte Aktien ohne eigene Aktien), verbesserte sich von 1,33 Euro im Vorjahr um 11,3 Prozent auf 1,48 Euro für das Geschäftsjahr 2010.

Finanzlage

Finanzmanagement

Ziel des Finanzmanagements des BayWa-Konzerns ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente.

Im BayWa-Konzern bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich.

Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines konzernweit angelegten Cash-Poolings sowie der taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software.

Die Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa. Im Wesentlichen betreibt der BayWa-Konzern sein Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring des konzernweiten Finanzengagements.

Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

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in Mio. Euro 2007 2008 2009 2010 Veränderung 2009/10 in Prozent
Eigenkapital 854,5 915,1 957,5 1.005,5 5,0
Eigenkapitalquote (in Prozent) 27,4 29,8 32,6 30,9 -
Kurzfristiges Fremdkapital 1.597,4 1.505,8 1.290,0 1.366,7 5,9
Langfristiges Fremdkapital 666,1 644,9 691,8 881,0 27,3
Fremdkapital 2.263,5 2.150,7 1.981,8 2.214,7 11,8
Fremdkapitalquote (in Prozent) 72,6 70,2 67,4 68,1 -
Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) 3.118,0 3.065,8 2.939,3 3.253,3 10,7

Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Handelstransaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst.

Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des BayWa-Konzerns besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen vollständig der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden aus den im Oktober 2010 emittierten Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert.

Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen.

Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird.

Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des BayWa-Konzerns.

Die BayWa hat durch die fortgesetzte konsequente Optimierung des Working Capitals und den erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss auch im Jahr 2010 die angestrebte Ziel-Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent übertroffen. Diese solide Ausstattung mit Eigenmitteln stellt für ein Handelsunternehmen einen sehr guten Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten.

Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Der Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden gegenüber dem Vorjahr um 52,8 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die ganzjährige Wirkung der Endkonsolidierung des Autohandels zum 30.September 2009 und dem damit verbundenen Abgang des Umlaufvermögens im Geschäftsjahr 2010 bedingt. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der Finanzierung des Wachstums der BayWa r.e.

Die Bilanzsumme des BayWa-Konzerns hat sich zum Stichtag 31.Dezember 2010 gegenüber dem Vorjahreswert um 314,0 Mio. Euro erhöht. Darin enthalten sind 200 Mio. Euro aus der Emission zweier Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von 5 und 7 Jahren. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 43,7 Mio. Euro zu. Darin enthalten ist ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen um 86,8 Mio. Euro, der im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Umsatzfinanzierung zu erhöhten Marktpreisen steht.

Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklung

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in Mio. Euro 2006 2007 2008 2009 2010
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 93,4 57,4 215,5 243,9 - 9,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 89,2 - 61,7 - 143,9 - 127,5 - 113,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 4,7 4,8 - 73,5 - 112,8 131,6
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 17,5 18,0 16,1 19,7 28,2

Der leicht negative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 resultiert bei einem im Vorjahresvergleich gestiegenen Konzernjahresüberschuss überwiegend aus einem preisbedingten Anstieg des Vorratsbestands sowie einem Anstieg der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte. Diese daraus resultierende negative Wirkung auf den Mittelzufluss konnte durch den mit dem Anstieg der Vorräte korrespondierenden Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur teilweise kompensiert werden.

Der im Vorjahresvergleich geringere Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist bei einem Anstieg der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände vorwiegend auf geringere Auszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie auf Einzahlungen aus Veräußerungen von Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen zurückzuführen, die im Zusammenhang mit der Fokussierung des BayWa-Konzerns auf seine Kernkompetenzen getätigt wurden.

Der positive Saldo des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich bei im Geschäftsjahr 2010 gezahlten Dividenden von 18,1 Mio. Euro vorwiegend aus der Aufnahme langfristiger Fremdmittel durch die Ausgabe von zwei Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von insgesamt 200,0 Mio. Euro.

Werden die Zahlungszuflüsse und -abflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zusammengefasst betrachtet, so wurden die Mittelabflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit und der Investitionstätigkeit aus dem Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit kompensiert, so dass sich insgesamt ein leichter Anstieg des Finanzmittelfonds im Vorjahresvergleich ergibt.

Finanzmittelausstattung und Kapitalerfordernisse

Die Finanzmittelausstattung des BayWa-Konzerns speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Daneben fließen dem Unternehmen Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen zu.

Die Kapitalerfordernisse umfassen die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich der Konzern über ein 300 Mio. Euro Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 49,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro) gezogen waren. Zum Jahresende 2010 war die Nachfrage im Commercial-Paper-Bereich höher als in den Jahren zuvor. Auch werden wieder Laufzeiten von bis zu drei Monaten von den Investoren angefragt. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 79,9 Mio. Euro (Vorjahr: 74,2 Mio. Euro) finanziert.

Im Rahmen der mittel- bis langfristigen Wachstumsfinanzierung des Unternehmens hat die BayWa die attraktiven Kapitalmarktkonditionen im Oktober 2010 genutzt und zwei Schuldscheindarlehen über 129,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren sowie 70,5 Mio. Euro mit einer 7-jährigen Laufzeit begeben. Die Schuldscheindarlehen wurden vom Markt sehr gut aufgenommen und waren mehrfach überzeichnet.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2010 hat der BayWa-Konzern 140,7 Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte (6,0 Mio. Euro) und Sachanlagen (134,7 Mio. Euro) investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, da moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen wesentliche Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse sind.

Es ist unverändert der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo dies möglich ist, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von Mietpreissteigerungen oder Veränderungen der Eigentümerstruktur. Damit erhöht das Immobilienvermögen die Stabilität des operativen Geschäfts. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Finanzierung des Unternehmenswachstums.

Zusammensetzung des Vermögens

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in Mio. Euro 2007 2008 2009 2010 Veränderung 2009/10 in Prozent
Langfristige Vermögenswerte 1.239,3 1.305,6 1.427,2 1.427,4 ±0
davon Grundstücke und Bauten 659,4 680,6 663,3 650,1
davon Finanzanlagen 147,2 172,6 226,5 258,3
davon Finanzimmobilien 82,4 75,2 78,8 71,6
Langfristige Vermögensquote (in Prozent) 39,7 42,6 48,6 43,8
Kurzfristige Vermögenswerte 1.875,1 1.755,5 1.507,4 1.776,8 17,8
davon Vorräte 1.083,2 1.101,3 905,0 1.062,3
Kurzfristige Vermögensquote (in Prozent) 60,1 57,3 51,3 54,6
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 3,6 4,7 4,7 49,1
Gesamtvermögen 3.118,0 3.065,8 2.939,3 3.253,3 10,7

Rund 44,2 Mio. Euro wurden im Jahr 2010 in neue Betriebsimmobilien investiert. Der Schwerpunkt lag auf der Fertigstellung von Betriebsgebäuden. So wurden die Büro-, Fertigungs- und Lagerkapazitäten der MHH Solartechnik GmbH in Tübingen, einer hundertprozentigen Tochter der BayWa r.e, für rund 4,8 Mio. Euro erweitert. In Kempten wurde mit rund 2,7 Mio. Euro ein neuer Baustoffstandort errichtet. In Waldkraiburg erfolgte der Umbau und die Erweiterung eines Bau & Gartenmarkts für über 2,0 Mio. Euro. In Ingelheim wurde eine neue, hochmoderne Obstsortieranlage mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Mio. Euro fertiggestellt. Darüber hinaus erfolgte in Dachau die Fertigstellung einer Werkstätte in Höhe von 1,4 Mio. Euro. In Kitzbühel in Österreich errichtete die Konzerntochter "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELSCHAFT m.b.H. einen neuen Bau & Gartenmarkt für rund 2,3 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Unternehmenserwerbe in einem Gesamtvolumen von 15,5 Mio. Euro getätigt.

Rund 35 Prozent der gesamten Investitionen des BayWa-Konzerns entfallen auf das Segment Agrar, 27 Prozent wurden im Segment Bau und 33 Prozent im Segment Energie investiert. Rund 5 Prozent entfallen auf Sonstige Aktivitäten.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich in ihrer Höhe insgesamt gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,2 Mio. Euro erhöht. Dabei haben sich jedoch erhebliche strukturelle Veränderungen ergeben. So verminderten sich die Positionen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen insgesamt durch die Veräußerungen von Randaktivitäten um 64,1 Mio. Euro. Dem standen Zugänge in Höhe von 164,1 Mio. Euro gegenüber, die in den Ausbau der Kerngeschäftsaktivitäten investiert wurden. Aufgrund des marktpreisbedingten Anstiegs der Vorräte sowie übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um insgesamt 250,3 Mio. Euro ging der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen der BayWa von 48,6 Prozent im Vorjahr auf 43,9 Prozent zurück.

Zu dem Anstieg der Bilanzsumme um 314,0 Mio. Euro hat auf der Aktivseite im Wesentlichen der preisbedingte Anstieg der Vorräte mit 157,3 Mio. Euro sowie der übrigen Forderungen und Vermögenswerte mit 93,9 Mio. Euro beigetragen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt der BayWa-Konzern auf die fristenkongruente Finanzierung des Vermögens. Kurzfristig fälligen Schulden auf der Kapitalseite, bestehend aus Finanzschulden, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, Steuer- und übrigen Verbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Rückstellungen von insgesamt 1.333,7 Mio. Euro, stehen kurzfristige Vermögenswerte von 1.776,8 Mio. Euro gegenüber. Die langfristigen Vermögenswerte werden indessen mit Eigenmitteln und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital zu rund 130 Prozent gedeckt. Die fristenkongruente Finanzierung ist bei der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel für die Finanzierungspartner der BayWa ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts des BayWa-Konzerns weiterhin als positiv. Die Ergebnisentwicklung im Agrargeschäft profitierte von der Preiserholung bei Agrarprodukten im Jahr 2010. Im Baugeschäft hat sich das Umfeld durch die Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage aufgehellt, und das Segment Bau hat durch zahlreiche Maßnahmen die Weichen für eine Steigerung der Ertragskraft gestellt. Im Energiegeschäft profitiert die BayWa im gewerblichen Geschäft ebenfalls von der verbesserten Konjunktur. Im Brennstoffgeschäft wirkte sich der erneute kalte Winter positiv auf den Absatz aus. Der Bereich der regenerativen Energien wurde im Jahr 2010 als eigenständiges Geschäftsfeld etabliert und wächst sowohl organisch als auch durch weitere Akquisitionen dynamisch. Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements konnte der Anteil der nicht strategischen Randaktivitäten des Konzerns weiter verringert werden. Mit seinem ausbalancierten Geschäftsportfolio hat der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2010 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt und verfügt über alle Voraussetzungen, um auch im Geschäftsjahr 2011 weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010 hat sich die Zahl der Mitarbeiter im BayWa-Konzern im Jahresdurchschnitt um 92 auf 15.220 Mitarbeiter verringert. In den Segmenten Agrar und Bau stieg die Zahl der Beschäftigten um 151 bzw. 99 Mitarbeiter an. Im Segment Energie stieg die Anzahl der Mitarbeiter insbesondere im Zuge der Unternehmenserwerbe im neuen Geschäftsfeld BayWa r.e um 220 Beschäftige. Der Rückgang der Beschäftigtenzahl bei den Sonstigen Aktivitäten steht ganz überwiegend im Zusammenhang mit dem Verkauf von Beteiligungen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 lag die Mitarbeiterzahl mit 16.432 um 255 über dem Stand zum Vorjahresultimo von 16.177.

Personalmanagement-Instrumente

Zur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse.

Ausbildung und Personalentwicklung

Die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der Personalstrategie des BayWa-Konzerns. Mit durchschnittlich über 1.000 Auszubildenden und einer Ausbildungsquote von 8,6 Prozent gehört speziell die Muttergesellschaft BayWa zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Ein spezielles Förderprogramm für junge Mitarbeiter bildet die Basis einer gezielten Personalentwicklung. Die weitere Qualifikation und Entwicklung der Mitarbeiter orientiert sich am Bedarf der Konzernunternehmen. Dabei liegt der Schwerpunkt mit einem Anteil von 70 Prozent der Maßnahmen nach wie vor auf den Fachschulungen der Sparten. Darüber hinaus nehmen die Bereiche Vertrieb und Verkauf, Führung und Management sowie Anwendungen der IT einen breiten Raum an den spartenübergreifenden Fortbildungsmaßnahmen ein.

Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im BayWa-Konzern

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2007 2008 2009 2010 Veränderung 2009/10
absolut in Prozent
--- --- --- --- --- --- ---
Agrar 6.568 6.672 6.486 6.637 151 2,3
Bau 6.379 6.500 6.463 6.562 99 1,5
Energie 860 886 972 1.192 220 22,6
Sonstige Aktivitäten 1.464 1.440 1.391 829 - 562 - 40,4
BayWa-Konzern 15.271 15.498 15.312 15.220 - 92 - 0,6

Integration schwerbehinderter Mitarbeiter im Konzern

Die Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen vor allem große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten können. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für rund 300 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa im Berichtsjahr eine Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Hierbei wurde u. a. ein Großauftrag für die laufende Erfassung und das Scannen von Belegen vergeben, der die Schaffung einer größeren Anzahl neuer Arbeitsplätze ermöglichte.

Corporate Social Responsibility(CSR)-Aktivitäten

Die BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Unternehmens, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate-Governance-Regeln definiert. CSR ist im Unternehmen nicht als eigenständiger Bereich institutionalisiert, vielmehr berücksichtigen die einzelnen Segmente der AG die Grundsätze der CSR in den jeweiligen Geschäftsaktivitäten beispielsweise durch ökologisches Handeln, Nachhaltigkeit, Förderung nachwachsender Rohstoffe, Verbraucherschutz und -aufklärung sowie den Dialog mit diversen gesellschaftlichen Gruppen.

Die BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Unternehmen um und stellt ihre nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Eine gute Unternehmensführung wird im Unternehmen durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Unternehmen gelebt.

Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt.

Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Unternehmens sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch gegenüber den Mitarbeitern. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung.

Die 1998 gegründete Stiftung ist ein Beispiel für das soziale und umweltbewusste Engagement der BayWa AG. Innerhalb der Bildungsprojekte, bei denen es um erneuerbare Energie und Ernährung in Deutschland, Osteuropa, Asien und Afrika geht, legt die BayWa Stiftung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitmotiv hinter den Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Fokus, dass Projektergebnisse nicht nach kurzer Zeit verpuffen, sondern ein Grundstein gelegt wird für bessere, nachhaltige und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Spenden fließen zu 100 Prozent in die Stiftung, da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem wird jeder gespendete Euro von der BayWa AG verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über das Engagement für die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft.

Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 87.611.471,36 Euro und ist eingeteilt in 34.223.231 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.861.289 vinkulierte und 118.691 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2011 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht.

Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von Aktien

Der Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht.

Zehn Prozent der Stimmrechte überschreitende Beteiligungen

Folgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries
Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Ergänzend zu §§ 84 f. AktG sieht § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands.

Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.696.151,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand besitzt keine Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Die Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Im BayWa-Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Konzernstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden.

Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns.

Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert.

Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement im BayWa-Konzern

Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten jedoch die BayWa weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist sehr stark auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten.

Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. So führten in Deutschland Investitionsanreize zu Beginn der 1990er-Jahre zu einem Bauboom, insbesondere in den neuen Bundesländern, dem anschließend ein lang anhaltender Abschwung mit einer strukturellen Kapazitätsbereinigung folgte. Die Abschaffung der Eigenheimzulage führte zu einer weiteren Abschwächung im privaten Wohnungsbau. Bis heute liegt die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 1990er-Jahre. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und Erbauung von Solaranlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlagen aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden können.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Aktienkurschancen und -risiken

Das Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Konzerns. Insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und Aufnahme kurzfristiger Kredite. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Unternehmen abbilden können.

Regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Subventionen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten.

Die im Lagebericht des Vorjahres erwähnte Anfechtungsklage von Aktionären gegen sämtliche auf der ordentlichen Hauptversammlung der BayWa AG am 4. Juni 2009 gefassten Beschlüssen wurde im Wege eines Vergleichs beigelegt.

Kreditrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und 2010 erstmalig Schuldscheindarlehen zum Einsatz.

Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken.

Rating des Unternehmens

Die Bonität der BayWa-Gruppe wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Auch während der Finanzkrise hatte der BayWa-Konzern zu keiner Zeit Schwierigkeiten, sich am Finanzmarkt Liquidität zu beschaffen. Im Gegenteil, der gute Ruf der BayWa hat es ihr ermöglicht, zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 200 Mio. Euro zu emittieren, die mehrfach überzeichnet waren. Dabei verzichtet die BayWa aus Kosten-Nutzen-Abwägungen bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Der BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst.

Der Jahresabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert.

Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen.

V. Nachtragsbericht

Die BayWa AG hat über ihre Gesellschaft Diermeier Energie GmbH, Straubing, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Geschäft mit Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoff, Holzpellets und AdBlue von der Diermeier GmbH & Cie. Mineralöl KG, Straubing, und der Hermann Diermeier KG, Straubing, erworben. Zusätzlich ist mit Wirkung zum 31. März 2011 der Erwerb weiterer Vermögensgegenstände von der Top Oil GmbH & Cie. Transport KG, Straubing, vertraglich vereinbart worden. Die Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 5,5 Mio. Euro.

Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Agrarhandelsgeschäft der Schnell & Söhne KG Agrarhandel, Schwabmünchen, übernommen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 3,0 Mio. Euro.

Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft BayWa r.e U.S. LLC am 3. Januar 2011 80 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen Focused Energy LLC, Santa Fe in New Mexico, erworben. Focused Energy beliefert als Premiumanbieter im Bereich Photovoltaik(PV)-Systemintegration Installateure in den USA, insbesondere auf den Kernmärkten Arizona, Kalifornien, Pennsylvania, New Mexico und Hawaii. Das Produktangebot umfasst hochwertige PV-Module, Wechselrichter und Montagesysteme. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte Focused Energy mit 14 Mitarbeitern Umsatzerlöse von 43 Mio. US-Dollar und ein deutlich positives EBIT von rund 4 Mio. US-Dollar. Die BayWa AG steigt mit dieser Akquisition in den dynamisch wachsenden US-Markt für Photovoltaikanlagen ein. Damit verschafft sich das Unternehmen Zugang zu einem der attraktivsten Wachstumsmärkte außerhalb Europas für diesen Bereich. Diese Übernahme ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Umsetzung der Wachstumsstrategie der BayWa bei den regenerativen Energien. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile an der Gesellschaft betrug 12,9 Mio. Euro.

Die BayWa AG wird über ihre Enkelgesellschaft RENERCO Renewable Energy Concepts AG zwei genehmigte und baureife Onshore-Windparks in Großbritannien von RWE Npower renewables, einer RWE Innogy Tochter, erwerben. Der Kaufpreis wird rund 17 Mio. Euro betragen. Die zwei genehmigten Projekte haben zusammen eine Leistung von 27 Megawatt (MW). Beide Onshore-Windparks - einer in England und einer in Schottland -sollen bis spätestens Ende 2012 fertiggestellt sein.

Ein Konsortium unter der Führung der Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, erwirbt 89 Prozent an der österreichischen OMV Wärme VertriebsgmbH. Das Konsortium besteht aus der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (51 Prozent), der "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT, Klagenfurt, Österreich (27 Prozent), und der BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich (11 Prozent). Der bisherige Alleineigentümer OMV Refining & Marketing GmbH zieht sich auf eine Finanzbeteiligung von 11 Prozent zurück. Der Erwerb dieser OMV Gesellschaft ist Teil der Wachstumsstrategie der BayWa in ihren Kernsegmenten.

Auch zukünftig will der Konzern durch den Zukauf von Mineralölhändlern im Segment Energie weiter wachsen.

Die Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, eine Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, und der Zucker-, Stärke und Fruchtkonzern AGRANA werden ihre im Bereich Fruchtsaftkonzentrat tätigen Tochtergesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH und AGRANA Juice Holding GmbH im Rahmen eines Joint Ventures zusammenlegen. Das Joint Venture, an dem AGRANA zu 50,01 Prozent beteiligt ist, wird von dieser vollständig konsolidiert. Die RWA hält eine Beteiligung von 49,99 Prozent, die nach Ablauf von 5 Jahren auf 50 Prozent aufgestockt werden kann. Der Firmensitz des Joint Ventures wird Kröllendorf, Niederösterreich, sein. Die Zusammenlegung der beiden Fruchtsaftkonzentrat-Unternehmen trägt den sich verändernden Märkten Rechnung, auf denen in den letzten Jahren sowohl eine zunehmende Konsolidierung bei den Konzentratherstellern als auch bei den Getränkeabfüllern zu verzeichnen ist.

Das Zusammengehen der beiden Gesellschaften stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf den zusehends globalen Fruchtsaftkonzentratmärkten und stellt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung des BayWa-Konzerns dar. Die kartellrechtliche Genehmigung steht derzeit noch aus.

VI. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst.

In der Sitzung am 30. März 2010 hat der Aufsichtsrat die Anpassung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung beschlossen. Die Struktur der Vergütung wurde insgesamt geändert und die variable Vergütung um eine langfristige Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ergänzt. Die Hauptversammlung am 18. Juni 2010 hat das Vergütungssystem für den Vorstand gebilligt.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich demnach ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei circa 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich zum einen am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) und zum anderen an individuell vereinbarten Zielen. Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen.

Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird jährlich ein Drittel an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausgezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlung aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart.

Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise ausschließlich anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise zudem anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 63. bzw. 65. Lebensjahr erreicht. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Konzern betragen 7,281 Mio. Euro (Vorjahr: 5,352 Mio. Euro), davon 2,522 Mio. Euro (Vorjahr: 1,228 Mio. Euro) variabel. Der Anteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen beträgt 0,325 Mio. Euro (Vorjahr: 0,364 Mio. Euro).

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns.

Die Hauptversammlung am 18. Juni 2010 hat folgende Neuregelung der Vergütung des Aufsichtsrats genehmigt, die mit Wirkung zum Beginn des seit dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres in Kraft getreten ist.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach Absatz 1 zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltene Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft.

Die Neuregelung der Vergütung wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 18. Juni 2010 in § 19 der Satzung aufgenommen.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,463 Mio. Euro (Vorjahr: 0,321 Mio. Euro), davon 0,192 Mio. Euro variabel (Vorjahr: 0,131 Mio. Euro).

Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung).

VII. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Nachdem die internationale Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 von Aufholeffekten nach der tiefen Rezession 2009 geprägt war, schwenkte die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte auf einen Wachstumspfad mit verhaltenerer Dynamik ein. Für das Jahr 2011 erwartet die Weltbank einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent, nach 3,9 Prozent im Vorjahr. Die Wirtschaftsentwicklung in einigen Industrieländern wird weiterhin von Unsicherheiten im Finanz- und Immobiliensektor und der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Finanzen sowie dem Zwang zum Abbau der Verschuldung der privaten Haushalte gedämpft. Vor diesem Hintergrund wird für die Industrieländer im laufenden Jahr ein durchschnittlicher Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent, nach 2,8 Prozent im Jahr 2010, erwartet. Das moderate Wirtschaftswachstum wird jedoch nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu reduzieren, was den privaten Konsum belastet. Die größten Wachstumsimpulse dürften wiederum von der starken Binnennachfrage in den Entwicklungs- und Schwellenländern ausgehen, deren Expansionsrate sich auf durchschnittlich rund 6,0 Prozent belaufen sollte. Für das Jahr 2012 gehen die Prognosen von geringfügig höheren Wachstumsraten der Wirtschaftsleistung aus, vor allem aufgrund einer schrittweisen Überwindung der Probleme und strukturellen Verwerfungen in einigen wichtigen Industrieländern. In diesem Szenario setzt die Weltbank das Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene mit 3,6 Prozent an, für die Industrieländer prognostiziert sie einen Zuwachs um 2,7 Prozent und für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Anstieg des BIP um durchschnittlich 6,1 Prozent erwartet.Auch in Deutschland werden sich die Aufholeffekte des Jahres 2010nicht fortschreiben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums von 3,6 Prozent im Jahr 2010 über 2,2 Prozent im laufenden Jahr auf 1,3 Prozent im Jahr 2012. Die anhaltend günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt dürfte zu einer Belebung des privaten Konsums führen. Dem steht nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme jedoch ein geringeres Wachstum der staatlichen Konsumausgaben gegenüber. So werden voraussichtlich auch im Jahr 2011 die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen mit einem erwarteten Anstieg um 9,6 Prozent bzw. 8,3 Prozent die treibenden Kräfte für das Wirtschaftswachstum bleiben. Auch im Jahr 2012 werden die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen mit einem geschätzten Plus von 6,0 Prozent bzw. 5,1 Prozent die dominierenden Wachstumstreiber sein, während sich der private und der staatliche Konsum mit Zuwächsen um jeweils 1,2 Prozent geringfügig unterdurchschnittlich entwickeln werden.

In Österreich wird sich die Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung 2011 fortsetzen und in einem Wirtschaftswachstum um 2,2 Prozent resultieren. Nach einer der internationalen Entwicklung folgenden Abschwächung der Wachstumsdynamik bis zur Jahresmitte wird für die zweite Jahreshälfte wieder ein stärkeres Wachstum erwartet. Wachstumstreiber bleiben die Exporte (8,3 Prozent) und die Sachgüterproduktion (6,5 Prozent) gefolgt von sich belebenden Ausrüstungsinvestitionen (4,5 Prozent). Dagegen werden von der Bautätigkeit (0,7 Prozent), dem privaten Konsum (0,9 Prozent und dem Handel (1,0 Prozent) nur geringe Impulse ausgehen. Für das Jahr 2012 liegen die Wachstumserwartungen für die Gesamtwirtschaft derzeit bei 2,0 Prozent. Im Jahr 2012 werden Exporte und Industrieproduktion voraussichtlich ein etwas geringeres Wachstum erreichen als im Jahr 2011.

In den Staaten Osteuropas wird für das Jahr 2011 ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum von im Durchschnitt 3,6 Prozent erwartet. Dabei reicht die Spannbreite der Wachstumsraten von 3,9 Prozent in Polen über 3,7 Prozent in der Slowakei, 3,0 Prozent in Serbien, 2,0 Prozent in Ungarn und Kroatien, 1,8 Prozent in Tschechien bis zu 1,7 Prozent in Slowenien.

Ausblick auf die Entwicklung der Marktsegmente

Ausblick für das Marktsegment Agrar

Die geringeren Erntemengen des Jahres 2010 lassen zum Ende des Getreide-Wirtschaftsjahres 2010/11 einen Rückgang der weltweiten Lagerbestände um rund 60 Mio. Tonnen erwarten. Im Getreidejahr 2009/10 erreichte die Weltproduktion rund 2.222 Mio. Tonnen, nach 2.237 Mio. Tonnen im Vorjahr. Für das Getreide-Wirtschaftsjahr 2010/11 wird auf Basis der aktuellen Prognosen mit 2.185 Mio. Tonnen ein um 1,7 Prozent geringeres Erntevolumen erwartet. Damit liegt die Erzeugungsmenge erstmals seit 4 Jahren wieder unter dem Verbrauch, und die Reichweite der Endbestände wird sich von 79 Tagen im Vorjahr auf geschätzte 67 Tage im Getreide-Wirtschaftsjahr 2010/11 verringern. Gleichzeitig haben sich die Endbestände seit dem Wirtschaftsjahr 2006/07 bis 2010/11 zwar um rund 51 Mio. Tonnen erhöht, allerdings bei einem um 140 Mio. Tonnen höheren Verbrauch. Die Schätzungen der Produktions- und Verbrauchsmengen liegen für das Wirtschaftsjahr 2011/12 mit 2.270 Mio. Tonnen ausgeglichen wieder in ähnlicher Größenordnung. Ob sich die gegenwärtige Hochpreisphase über das 1. Halbjahr dieses Jahres hinaus fortschreibt, hängt mit der Entwicklung der tatsächlichen Produktions- und Verbrauchszahlen ab.

Aus Sicht von Europa stößt die neue Ernte 2011 bei Weizen auf einen historisch niedrigen Endbestand und leere Getreideläger mit einer rechnerischen Reichweite von nur noch 9 Tagen, als Folge der hohen Nachfrage aus dem Weltmarkt.

Jährlichen Verbrauchssteigerungen von rund 40 Mio. Tonnen pro Jahr im Schnitt der letzten 5 Jahre steht eine schrumpfende Ackerfläche pro Kopf der Weltbevölkerung gegenüber. Bei begrenzten Anbauflächen stehen zukünftige Steigerungen der Flächenerträge im Wettbewerb zu den Steigerungsraten im Verbrauch. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig der positive Preistrend für Agrarerzeugnisse insgesamt weiter anhält und durch die Globalisierung der Märkte für Agrarprodukte und das zunehmende Interesse von Finanzinvestoren an der Anlageklasse Agrarrohstoffe sich die Volatilität in der Preisentwicklung weiter erhöhen könnte.

Ähnlich wie bei Getreide wird auch bei Mais für das Wirtschaftsjahr 2010/11, das am 30. September dieses Jahres endet, ein Nachfrageüberhang erwartet, obwohl die weltweite Produktion von Mais im Erntejahr 2010/11 einen Rekordwert von rund 816 Mio. Tonnen erreichen wird; eine um rund 4 Mio. Tonnen höhere Erntemenge als im Vorjahr. Gleichzeitig gehen die Prognosen von einem Anstieg des weltweiten Verbrauchs von 813 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr um rund 23 Mio. Tonnen auf 836 Mio. Tonnen aus. Die Lagerbestände verringern sich dadurch von rund 147 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 127 Mio. Tonnen. Vermutlich erst im Wirtschaftsjahr 2011/12 zeichnet sich eine leichte Entspannung ab, bei einer geschätzten Produktionsmenge von 860 Mio. Tonnen und einem Verbrauch von 845 Mio. Tonnen. In den Vereinigten Staaten von Amerika als dem wichtigsten Exporteur von Mais auf dem Weltmarkt wird mit einem Rückgang des Produktionsvolumens zwischen den Produktionszeiträumen 2009/10 und 2010/11 um 16,3 Mio. Tonnen von 332,5 Mio. Tonnen auf 316,2 Mio. Tonnen gerechnet. Mit 120 Mio. Tonnen im Jahr 2010 wird rund ein Drittel der amerikanischen Maisproduktion für die Erzeugung von Bioethanol eingesetzt. Der aktuell wieder stark gestiegene Rohölpreis macht die Ethanolproduktion interessanter. Ein zusätzlicher Maiseinsatz zur Ethanolerzeugung würde sich spürbar auf die globale Maisnachfrage auswirken und die bereits weltweit enge Bilanz weiter reduzieren, sofern das Angebot nicht entsprechend ausgeweitet wird. Auch in anderen Ländern steigt der Einsatz von Mais in der Energieerzeugung. So wird Mais in Deutschland in zunehmendem Maße auch für die Erzeugung von Biogas verwandt und findet einen zusätzlichen Absatzweg.

Die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel sind im Verlauf des Jahres 2010 kontinuierlich angestiegen. So erhöhten sich die Düngemittelpreise je nach Sorte zwischen 15 und 35 Prozent. Sie liegen damit allerdings noch weit unter den Spitzenwerten, die im Jahr 2008 erreicht worden waren. Für eine anhaltend aufwärts gerichtete Preisentwicklung spricht, dass der steigende Bedarf an Agrarrohstoffen nur durch anhaltend hohe Ernteerträge zu befriedigen ist und die Landwirtschaft mittelfristig zur Erzielung guter Ernteerträge auf den Einsatz von Düngemitteln angewiesen ist. Sofern die Mehrkosten beim Dünger durch eine ebenfalls positive Entwicklung in den Erzeugerpreisen kompensiert werden, ist zu erwarten, dass auch die Nachfrage nach Düngemitteln stabil bleiben wird. Im Jahr 2010 konnten die Landwirte ihre Erlössituation trotz steigender Kosten für Betriebsmittel verbessern. Bei einer überproportionalen Verteuerung der Düngemittel werden die Einsatzmengen jedoch zurückgehen, da die Landwirtschaft kurzfristig den Düngemitteleinsatz zu Lasten der Erntemenge reduzieren kann. Dies war beispielsweise im Jahr 2009 der Fall.

Die mittel- und langfristig positiven Einflussfaktoren - insbesondere bei einem weltweit wachsenden Bedarf an Agrarrohstoffen für die Verwertungsrichtungen menschlicher Ernährung, Futtermittel und Energie - werden auch in den kommenden Jahren weiter bestehen bleiben. Europa kommen das insgesamt hohe produktionstechnische Wissen, die technische Ausstattung der Betriebe und die ausgeglichenen klimatischen Produktionsvoraussetzungen zugute.

Die Landtechnik profitiert generell von der verbesserten Einkommenssituation der Landwirte im Jahr 2010. In der Milchwirtschaft haben sich die Milchpreise für die Erzeuger im Jahr 2010 von dem niedrigen Niveau des Jahres 2009 wieder deutlich erholt. Verbesserungen in den Vermarktungsergebnissen ergaben sich auch bei den pflanzlichen Agrarerzeugnissen. Auf Basis der derzeitigen Marktentwicklungen bei wesentlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kann für das Jahr 2011 im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ausgegangen werden. Von diesem Umfeld wird auch die Investitionsbereitschaft der Landwirte profitieren. Auf Basis von Umfragen wollen 38 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in der näheren Zukunft Investitionen tätigen. Das aggregierte Investitionsvolumen liegt dabei mit geschätzten 7 Mrd. Euro um rund 1 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert. In einem Umfeld verbesserter Preise für Agrarprodukte ist zu erwarten, dass bislang aufgeschobene Investitionen realisiert werden. Längerfristig sind die Perspektiven für die Branche ebenso positiv, da die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nur durch eine Intensivierung der Agrarproduktion zu befriedigen ist.

Ausblick für das Marktsegment Bau

Insgesamt gehen die Prognosen in Deutschland für das Jahr 2011 von einer Belebung der Bautätigkeit aus, die alle Sektoren erfassen soll. So wird für den Wohnungsbau, basierend auf den deutlich gestiegenen Baugenehmigungen des Jahres 2010, eine Steigerung der Bauinvestitionen um 2,5 Prozent erwartet. Im Nichtwohnbau wird ein moderates Wachstum um 0,9 Prozent erreicht und der Tiefbau soll um 1,6 Prozent zulegen. Nachdem im Jahr 2010 die Bautätigkeit neben dem starken Wohnungsbau vor allem von staatlichen Aufträgen profitierte, wird das Volumen im öffentlichen Bau mit dem Auslaufen der Konjunkturprogramme für Investitionen in Kindergärten, Schulen, Verkehrsprojekte und Krankenhäuser im Jahr 2011 bereits geringfügig rückläufig sein. Der Rückgang wird allerdings mit 2,1 Prozent geringer ausfallen, als noch vor einem Jahr erwartet, da sich zahlreiche Maßnahmen durch zeitliche Verzögerungen bis in das Jahr 2011 erstrecken. Bei den gewerblichen Bauinvestitionen ist dagegen im Zuge der fortgesetzten wirtschaftlichen Erholung mit einer Zunahme zu rechnen. Insgesamt wird für 2011 ein Wachstum der Bauinvestitionen um 1,9 Prozent erwartet. Der Aufschwung der Bauwirtschaft soll sich nach den derzeitigen Prognosen auch im Jahr 2012 fortsetzen. Insgesamt wird danach der Wohnungsbau erneut zulegen können und um 2,0 Prozent wachsen. Für den Nichtwohnbau wird 2012 mit 0,9 Prozent plus ein moderater Zuwachs auf dem Niveau des Jahres 2011 erwartet. Im Tiefbau wird der Rückgang der öffentlichen Aufträge durch gewerbliche Investitionen überkompensiert, so dass die Tiefbauinvestitionen um 0,6 Prozent über dem Wert des Jahres 2011 liegen.

In Österreich wurden die Prognosen für die Entwicklung der Bauwirtschaft zwar aktuell aufgrund der winterbedingten Einbußen bereits nach unten revidiert, immerhin wird nach dem deutlichen Einbruch des Jahres 2010 aber wieder mit einem geringfügigen Zuwachs bei den Bauinvestitionen von 0,7 Prozent gerechnet. Im Wohnungsbau ist aufgrund der reduzierten Fördermaßnahmen mit einem weiteren Rückgang der errichteten Wohnungen in den Jahren 2011 und 2012 zu rechnen. Positive Impulse werden dagegen durch die Wiederaufnahme der Förderprojekte zur thermischen Sanierung mit einem jährlichen Volumen von 100 Mio. Euro sowie durch eine Belebung der gewerblichen Investitionstätigkeit erwartet. Diese Entwicklung soll sich auch im Jahr 2012 mit einem Wachstum der Bauinvestitionen um 1,0 Prozent fortsetzen.

Ausblick für das Marktsegment Energie

Die Nachfrage nach Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen wird generell von der Ölpreisentwicklung, der Wirtschaftsaktivität und dem Witterungsverlauf beeinflusst. Durch die lange und ausgeprägte Kältephase des Winters 2009/10 lagen die Heizölverbräuche zwar auf einem hohen Niveau, die durchschnittlichen Befüllstände waren allerdings über dem Vorjahresniveau, so dass der Nachfüllbedarf im ersten Halbjahr 2010 geringer ausgefallen ist als im Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte zögerten die privaten Haushalte jedoch mit den Betankungen, weil sie nach dem starken Preisanstieg des Jahres 2009 von rund 40 US-Dollar auf knapp 80 US-Dollar auf einen Rückgang des Ölpreises warteten. Nach einem kurzzeitigen Rückgang des Ölpreises zum Jahresbeginn 2010 um rund 10 US-Dollar auf rund 70 US-Dollar stieg der Ölpreis im weiteren Jahresverlauf - lediglich unterbrochen von einer kurzen Phase im Frühsommer - allerdings kontinuierlich weiter auf ein Niveau um 95 US-Dollar zum Jahresende an. Dadurch gingen die Verbraucher mit unterdurchschnittlichen Befüllständen in die neue Heizsaison 2010/11. Vielfach wurden die Tanks nicht voll befüllt, sondern es wurde lediglich der kurzfristige Bedarf in der Hoffnung auf günstigere Preise gedeckt. Insofern ist von einem nennenswerten Nachholbedarf im Jahr 2011 auszugehen, der umso dringender ist, je länger der Winter anhält. Dem steht allerdings gegenwärtig das durch die politischen Unruhen in etlichen erdölproduzierenden Staaten Nordafrikas und der Golfregion weiter nach oben getriebene Preisniveau von um die 107 US-Dollar entgegen. Insgesamt ist jedoch zu erwarten, dass im Jahresverlauf, ausgehend von sehr niedrigen durchschnittlichen Befüllständen, eine Betankung erfolgen muss. Ferner konnte die BayWa ihr Marktgebiet durch Zukauf eines Brennstoffhändlers im Jahr 2010 weiter ausweiten. Daher kann auch für das Jahr 2011 insgesamt ein gesteigertes Absatzvolumen erwartet werden. Im Kraftstoffgeschäft ist aufgrund der verbesserten Wirtschaftslage, des erhöhten Pkw-Bestands und wieder steigenden Fahrleistungen ebenfalls von einem erhöhten Absatzniveau auszugehen. Im Bereich der Schmierstoffe wirkt sich die fortgesetzte Wirtschaftsbelebung am deutlichsten aus. Ferner führt die Belieferung von Industriekunden zu einer Umsatzausweitung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei steigenden Rohstoffpreisen die Preissensitivität der Kunden zunimmt. Dies kann zu einer Verlagerung der Nachfrage hin zu preisgünstigeren und damit häufig auch margenschwächeren Produkten führen.

Bei den regenerativen Energien sind die Voraussetzungen für ein langfristiges Wachstum durch die politischen Rahmenbedingungen gegeben. Durch das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept 2050 ist eine Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent vorgesehen. In der EU liegt das Ziel bei einem Anteil von mindestens 30 Prozent, das bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll. Nicht zuletzt gewinnt das Thema der nachhaltigen Energieversorgung auch in den USA einen wachsenden Stellenwert. Mit den Zukäufen im Jahr 2010 hat BayWa r.e die Weichen für die Teilnahme an einem geografisch diversifizierten Marktwachstum gestellt. Die planmäßige Reduzierung der Fördermaßnahmen in den verschiedenen Bereichen der erneuerbaren Energien - allen voran bei der Solarförderung - wird das mittel- und langfristige Wachstum nicht beeinträchtigen, sondern allenfalls zu kurzfristigen Schwankungen der Nachfrage um die jeweiligen Termine der Förderungskürzungen führen.

Erwartete Entwicklung der BayWa-Segmente

Ausblick Segment Agrar

Die allgemeine Stimmung in der Landwirtschaft in den Marktregionen des BayWa-Konzerns hat sich im Jahr 2010 und zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres spürbar aufgehellt. Durch die auf breiter Front verbesserte Erlössituation für Agrarerzeugnisse, wie beispielsweise Getreide und Milch, haben sich die Einkommen der Landwirte gesteigert. Es gibt Anzeichen dafür, dass die aktuelle Verbesserung der für Agrarerzeugnisse erzielbaren Erlöse von fundamentalen Faktoren getragen wird und damit von nachhaltigerer Natur ist. Zwar steigen auch die Kosten der Landwirtschaft in den Bereichen Dünge- und Futtermittel sowie Energie wieder deutlich an, per Saldo übersteigen jedoch die Mehrerlöse auf der Erzeugnisseite die Kostensteigerungen bei den Produktionsmitteln. Vor diesem Hintergrund wird sich die wirtschaftliche Lage im Verlauf dieses Jahres für die meisten Agrarbetriebe gegenüber dem Niveau des Jahres 2010 tendenziell weiter verbessern. Eine exakte Prognose bleibt allerdings schwierig, da sich Märkte auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Die Agrarwirtschaft bildet eine stabile Säule im Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns, da die Steigerung der Einkommen in der Landwirtschaft und die Erhöhung der Flächenproduktivität nur über den intensivierten Betriebsmitteleinsatz und Investitionen in Maschinen und Geräte zu erreichen sind. Die Kompetenzen der BayWa bei Logistik, Beratung und Dienstleistungen eröffnen zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird die BayWa in den Sparten Agrarhandel und Obst Marktbereinigungen in der Branche für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Die Verbesserung des Leistungsangebots, die Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz durch die kontinuierliche strategische Standort- und Vertriebsoptimierung bilden die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung beider Sparten.

Die verbesserte Ergebnissituation im Wirtschaftsjahr 2009/10 machte sich auch in einer erhöhten Investitionsbereitschaft der Landwirte bemerkbar. Für das Wirtschaftsjahr 2010/11 ist angesichts der erwarteten weiteren Verbesserung der Erlössituation für Agrarprodukte auch von einer Zunahme der Investitionen in Landtechnik auszugehen. Für das Ergebnis der Sparte Technik spielen jedoch neben dem Verkauf von Maschinen und Anlagen die Serviceleistungen eine bedeutende Rolle. Hier führen die höheren Investitionen der Vorjahre und der insgesamt steigende Mechanisierungsgrad generell zu einem erhöhten Bedarf an Werkstattleistungen. Zudem hat sich die BayWa in der Sparte Technik mit der Neuordnung der Vertriebs- und Wartungsaktivitäten für die Marken Claas und Fendt/AGCO noch kundenorientierter aufgestellt. Das Sortiment wurde durch Übernahme der Generalvertretung für Kehrmaschinen des Herstellers Johnston erweitert, was zusätzliche Geschäftspotenziale insbesondere mit den Kommunen eröffnet. Auf dieser Basis geht die BayWa davon aus, auch in den Jahren 2011 und 2012 weitere Zuwächse beim Umsatz erzielen zu können. Allerdings unterliegt die Investitionsbereitschaft und -fähigkeit in der Landwirtschaft aufgrund schwankender Ernteerträge und einer volatilen Erlösentwicklung starken Schwankungen, so dass keine aussagekräftigen Annahmen für eine fundierte Prognose für das Jahr 2011 zu treffen sind. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Sparte Technik sind jedoch positiv zu beurteilen, da die übergeordneten Trends mit der Schaffung größerer Betriebseinheiten, der Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen sowie dem geplanten Abbau von Agrarsubventionen in der EU ab 2013 einen stetig steigenden Technikeinsatz in der Landwirtschaft erfordern.

Insgesamt geht der BayWa-Konzern im Segment Agrar für das Jahr 2011 von einem steigenden Umsatz und einem verbesserten Ergebnis aus. Hierzu tragen u. a. die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Arrondierungen des Jahres 2010 im Agrarhandel bei, die sich im Jahr 2011 erstmals ganzjährig auswirken werden. Das Ausmaß der Umsatz- und Ergebnisverbesserung wird jedoch maßgeblich durch die Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst sein.

Ausblick Segment Bau

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld dürfte sich im Geschäftsjahr 2011 insgesamt günstig auf das Geschäft des Segments auswirken. Das moderate Wachstum im Wohnungsneubau wird hierzu ebenso beitragen wie Investitionen in Sanierung, Modernisierung und Renovierung, die mit einem Anteil von 70 bis 75 Prozent an den gesamten Wohnungsbauinvestitionen ohnehin einen stärkeren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben als der Neubau. Hier bestehen weiterhin kurz- bis mittelfristig große Potenziale bei der energetischen Sanierung. Schwankungen werden im Photovoltaikbereich erwartet, da hier die erneuten Reduzierungen der Einspeisevergütungen zum 1. Juli 2011 im weiteren Verlauf zu einem Nachfragerückgang führen könnten. Trotz des Auslaufens der staatlichen Konjunkturprogramme wird erwartet, dass die Nachfrage im öffentlichen Hoch- und Tiefbau in den Jahren 2011 und 2012 moderate Zuwächse verzeichnen kann. Die zurückgehende Nachfrage des öffentlichen Sektors wird im Zuge der fortgesetzten Wirtschaftserholung durch wachsende Investitionen aus Gewerbe und Industrie abgelöst. Die Perspektiven für die Sparte Baustoffestellen sich somit gegenüber dem Jahr 2010 etwas verbessert dar. Durch die Fokussierung auf die Bereiche Sanierung, Modernisierung und Renovierung, die durchgeführte Umgestaltung des Sortiments und die Maßnahmen zur Kostenreduzierung ist die Sparte Baustoffe im Wettbewerb gut aufgestellt. Die Marktposition konnte durch Übernahme von Wettbewerbern ausgeweitet werden. Durch das selektive Wachstum sowie einer konsequenten Ausrichtung nach Zielgruppen im Vertrieb werden Umsatz und Ergebnis der Sparte gestärkt. Vor diesem Hintergrund erwartet die Sparte Baustoffe insgesamt im Geschäftsjahr 2011 eine moderat positive Entwicklung der Erlöse. Die Ertragslage wird durch Optimierungsmaßnahmen, die Ausweitung der Wertschöpfung über Partnerschaften und den internationalen Ausbau des Franchisekonzepts stabilisiert. Daraus und aus dem Wegfall einmaliger Kostenbelastungen des Jahrs 2010 werden sich für die Sparte im Jahr 2011 positive Ergebniseffekte ergeben. Für das Jahr 2012 ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen, da Zuwächse im Wohnungsbau und eine allmähliche Belebung der gewerblichen Bautätigkeit abflachen werden.

Für das Jahr 2011 rechnet die Sparte Bau & Gartenmarkt mit Zuwächsen für die Umsätze auf bestehender Verkaufsfläche durch die im Jahr 2010 abgeschlossenen Maßnahmen zur Umgestaltung von Märkten und die Sortimentsoptimierung. So werden die im Jahresverlauf 2010 nach dem Umbau wieder eröffneten Märkte Illertissen, Grafenau und Waldkraiburg ganzjährig zum Umsatz beitragen. Das neue Fachmarktkonzept, das 2009 in Backnang gestartet wurde, hat bei den BayWa-Kunden sehr positive Resonanz gefunden. Auf dieser Basis werden im Jahr 2011 zwei Neubauten mit jeweils über 10.000 m2 Verkaufsfläche an den Start gehen. Daneben dürfte die Sparte vom verbesserten Konsumklima profitieren. Um in dem stark besetzten Wettbewerbsfeld als Nischenanbieter bestehen zu können, werden auch weiterhin Anpassungen an das jeweilige regionale Marktumfeld vorgenommen. Insgesamt sollten sich die erwartete positive Umsatzentwicklung und die im Jahr 2010 vorgenommenen Kostensenkungen in einer Verbesserung des Ergebnisses niederschlagen. Die Einmalaufwendungen für die Neueröffnungen belasten die Ergebnisentwicklungen. Die Wettbewerbfähigkeit nimmt jedoch weiter zu.

Insgesamt geht der BayWa-Konzern im Segment Bau für das Jahr 2011 von Zuwächsen beim Umsatz und einer Verbesserung des Ergebnisses aus. Auf der Kostenseite wirken sich insbesondere die spartenübergreifenden Synergieeffekte aufgrund der Zusammenlegung von Zentralfunktionen beider Sparten sowie der Wegfall von Einmalaufwendungen und Anlaufkosten neben den im operativen Geschäft erfolgreich umgesetzten Optimierungsmaßnahmen positiv aus. Angesichts einer weiteren Stabilisierung des allgemeinen konjunkturellen Umfelds ist das Segment Bau für das Jahr 2011 daher zuversichtlich.

Ausblick Segment Energie

Nach dem starken Anstieg des Rohölpreises zu Jahresbeginn 2011 aufgrund der Unruhen in mehreren nordafrikanischen Staaten und in Bahrain ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass das durchschnittliche Preisniveau für Rohöl im Jahr 2011 über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Der Rohölpreis wirkt sich mehr oder weniger unmittelbar auf die Preisbildung in sämtlichen Energiemärkten aus. Bei Heizöl liegen die Befüllstände der privaten Haushalte zum Jahresbeginn 2011 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Da aufgrund des stark anziehenden Preises viele Haushalte bislang nur den unmittelbaren Bedarf nachgetankt haben, geht die BayWa im Vergleich zur Absatzentwicklung im Jahr 2010 von einer Verstetigung des Heizölabsatzes im Jahresverlauf 2011 und einem über dem Vorjahresniveau liegenden Absatzvolumen aus. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2011aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und dem anhaltend hohen Interesse an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse um 10 bis 20 Prozent verzeichnen können. Der Kraftstoffabsatz dürfte von der erhöhten Anzahl zugelassener Fahrzeuge und steigenden Fahrleistungen im Zuge der positiven Wirtschaftsentwicklung sowie vom Ausbau des BayWa-Tankstellennetzes profitieren. Hinzu kommt der steigende Absatz zusätzlicher Produkte wie des AdBlue-Kraftstoffs fürLkws und von Autogas. Im Schmierstoffgeschäft kann eine Ausweitung der Umsätze im Zuge der fortgesetzten Konjunkturerholung und durch die Ausweitung des Geschäfts auf Industriekunden erwartet werden. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz im klassischen Energiegeschäft im Jahr 2011 voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen und auch für das Ergebnis ist eine Verbesserung zu erwarten. Die Strategie, innerhalb und außerhalb des bestehenden Vertriebsgebiets durch Übernahmen und Kooperationen zu wachsen, wird unverändert beibehalten. Längerfristig sind aufgrund der erheblichen Preisschwankungen und der Abhängigkeit des Absatzes insbesondere von Witterungseinflüssen Prognosen nur eingeschränkt möglich.

Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa im Jahr 2010 sowohl organisch als auch durch Akquisitionen weiter gewachsen. Für die im Jahr 2010 bereits ganzjährig bestehenden Aktivitäten erwartet die BayWa im Jahr 2011 eine Fortsetzung des dynamischen Wachstums. Allerdings wird die hohe Nachfrage des Vorjahres in Deutschland und Frankreich aufgrund der Senkung der Einspeisevergütungen im Solarbereich voraussichtlich nicht erreicht. Die im Jahresverlauf 2010 erworbenen Unternehmen Schradenbiogas GmbH & Co. KG sowie Focused Energy LLC in den USA werden den Umsatz der BayWa r.e durch die ganzjährige Einbeziehung im Jahr 2011 weiter steigern. Darüber hinaus geht das Unternehmen davon aus, dass auch die neuen Gesellschaften in ihren Märkten deutlich wachsen werden. Unverändert ist es die Zielsetzung der BayWa, im Bereich der erneuerbaren Energien eine EBIT-Marge von mindestens 5 Prozent zu erzielen. Mittelfristig ist der Ausbau des Geschäftsfelds auf ein Umsatzvolumen von bis zu 1 Mrd. Euro geplant. Dabei bleibt die weitere Internationalisierung ein strategischer Fokus, um sich von Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern unabhängiger zu machen. Zur weiteren Wachstumsfinanzierung hat sich der BayWa-Konzern in einem günstigen Kapitalmarktumfeld im Jahr 2010 durch Ausgabe zweier Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 200 Mio. Euro und einer Laufzeit von 5 bzw. 7 Jahren einen mittel- bis langfristigen Finanzrahmen geschaffen, auf den auch die BayWa r.e im Falle neuer Akquisitionen zurückgreifen kann.

Ausblick für den BayWa-Konzern

Auf Basis der beschriebenen Szenarien der Geschäftssparten ergibt sich für den BayWa-Konzern insgesamt ein optimistischer Ausblick auf das Jahr 2011. Im Segment Agrar ist mit einem Umsatz über dem Niveau des Vorjahres bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung zu rechnen. Das Segment Bau wird Umsatz und Ergebnis ebenfalls steigern können. Im Segment Energie wird das klassische Energiegeschäft sein Umsatzvolumen voraussichtlich ausweiten und die Margen behaupten können. Für das Geschäftsfeld BayWa r.e geht die BayWa von einer Fortsetzung des überdurchschnittlichen Wachstums und steigenden Ergebnisbeiträgen aus. Auf der Grundlage der aktuellen Marktverhältnisse ist davon auszugehen, dass der BayWa-Konzern seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2011 ausweiten und das operative Ergebnis weiter steigern wird. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte werden sich im Jahr 2011 in etwa auf dem Niveau der Jahre 2009 und 2010 bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Darüber hinaus wird die BayWa Gelegenheiten zum Ausbau der Kernaktivitäten durch Akquisitionen nutzen, sofern sich attraktive Möglichkeiten bieten. Der mittel- und langfristige Finanzierungsrahmen hierfür wurde durch die Begebung der Schuldscheindarlehen im Jahr 2010 geschaffen.

Die Entwicklung des BayWa-Konzerns über das Jahr 2011 hinaus wird im Wesentlichen von der weiteren Stärkung unserer operativen Aktivitäten und dem fortgesetzten Abbau nicht strategischer Randaktivitäten getragen. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Bau und Energie, die sich durch Marktbereinigungen in vielen Branchen und Regionen ergeben, wird die BayWa auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Konzerns realisieren. Maßnahmen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung sind ein permanenter Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Durch die Einführung der wertorientierten Unternehmenssteuerung wurde die Informationsgrundlage für die mittel- und langfristige Ausrichtung des BayWa-Konzerns erheblich verbessert.

Den Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien wird die BayWa als strategischen Fokus weiter vorantreiben. Hierzu ergeben sich auf Basis der bestehenden Gesellschaften hervorragende Wachstumsperspektiven. Darüber hinaus wird die BayWa hier auch durch Akquisitionen wachsen können.

Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Auch die verfeinerten Instrumente zur Risikobeurteilung und Steuerung leisten ihren Beitrag dazu, den BayWa-Konzern weiter zu stärken und gegen negative Markteinflüsse abzuschirmen. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung durch weiteres Wachstum in den Kerngeschäftsbereichen und eine Steigerung der operativen Ergebnisse auch im Jahr 2012 fortzusetzen.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, 28. Februar 2011

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Andreas Helber

Dr. Josef Krapf

Roland Schuler

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

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in Mio. Euro Anhang 2010 2009
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte ( C.1.) 64,134 65,555
Sachanlagen ( C.2.) 917,019 943,329
At-Equity-bilanzierte Anteile ( C.3.) 45,733 37,961
Übrige Finanzanlagen ( C.3.) 212,607 188,582
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ( C.4.) 71,639 78,833
Steuerforderungen ( C.5.) 7,564 6,310
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte ( C.6.) 16,810 15,841
Latente Steueransprüche ( C.7.) 91,844 90,770
1.427,350 1.427,181
Kurzfristige Vermögenswerte
Wertpapiere ( C.3.) 1,841 1,864
Vorräte ( C.8.) 1.062,329 905,005
Steuerforderungen ( C.5.) 21,478 10,815
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte ( C.6.) 662,941 569,988
Flüssige Mittel ( C.9.) 28,208 19,723
1.776,797 1.507,395
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte ( C.10.) 49,104 4,710
Summe Aktiva 3.253,251 2.939,286

PASSIVA

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in Mio. Euro Anhang 2010 2009
Eigenkapital ( C.11.)
Gezeichnetes Kapital 87,562 87,258
Kapitalrücklage 88,441 85,276
Gewinnrücklagen 577,113 580,656
Sonstige Rücklagen 85,313 49,698
Eigenkapital vor Anteile anderer Gesellschafter 838,429 802,888
Anteile anderer Gesellschafter 167,095 154,592
1.005,524 957,480
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen ( C.12.) 397,492 398,327
Langfristige übrige Rückstellungen ( C.13.) 64,372 66,798
Finanzschulden ( C.14.) 269,077 74,119
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing ( C.15.) 2,157 1,790
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen ( C.16.) 45,262 43,783
Übrige Verbindlichkeiten ( C.17.) 2,284 3,504
Latente Steuerschulden ( C.18.) 100,391 103,517
881,035 691,838
Kurzfristige Schulden
Pensionsrückstellungen ( C.12.) 27,534 27,351
Kurzfristige übrige Rückstellungen ( C.13.) 106,287 98,219
Finanzschulden ( C.14.) 537,675 590,485
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing ( C.15.) 0,558 0,465
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen ( C.16.) 549,495 462,743
Steuerverbindlichkeiten 39,404 29,920
Übrige Verbindlichkeiten ( C.17.) 72,732 80,785
1.333,685 1.289,968
Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten ( C.19.) 33,007 -,---
Summe Passiva 3.253,251 2.939,286

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

fortgeführte Geschäftsbereiche

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in Mio. Euro Anhang 2010 2009
Umsatzerlöse ( D.1.) 7.902,988 7.260,244
Bestandsveränderung 75,598 - 14,474
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,370 0,711
Sonstige betriebliche Erträge ( D.2.) 127,205 131,776
Materialaufwand ( D.3.) - 6.937,024 - 6.244,264
Rohergebnis 1.170,137 1.133,993
Personalaufwand ( D.4.) - 633,724 - 619,619
Abschreibungen - 99,326 - 94,367
Sonstige betriebliche Aufwendungen ( D.5.) - 328,250 - 318,043
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 108,837 101,964
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen ( D.6.) 7,194 1,747
Übriges Beteiligungsergebnis ( D.6.) 12,824 11,648
Zinsertrag ( D.7.) 3,474 4,395
Zinsaufwand ( D.7.) - 45,191 - 44,683
Finanzergebnis - 21,699 - 26,893
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 87,138 75,071
Ertragsteuern ( D.8.) - 20,296 - 15,679
Konzernjahresüberschuss 66,842 59,392
Davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter ( D.9.) 16,404 14,345
Davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 50,438 45,047
EBIT 128,855 115,359
EBITDA 228,181 209,726
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) ( D.10.) 1,48 1,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) ( D.10.) 1,48 1,33

Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis

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in Mio. Euro 2010 2009
Konzernjahresüberschuss 66,842 59,392
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn/-verlust aus der Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" - 1,384 1,278
Umgliederungen aufgrund des Abgangs finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" während der Berichtsperiode -,--- - 9,986
Währungsumrechnungsdifferenz 0,731 1,373
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen - 0,653 - 7,335
Davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter 0,073 0,782
Davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens - 0,726 - 8,117
Konzern-Gesamtergebnis 66,189 52,057
Davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter 16,477 15,127
Davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 49,712 36,930

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2010

(Anhang E.1.)

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in Mio. Euro 2010 2009
Konzernjahresüberschuss 66,842 59,392
Abschreibungen/Zuschreibungen von langfristigen Vermögenswerten
Immaterielle Vermögenswerte 9,080 7,192
Sachanlagen 84,846 84,534
Übrige Finanzanlagen 0,189 0,084
Finanzimmobilien 4,743 2,642
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
Veränderung latenter Steuern - 4,273 0,697
Equity-Ergebnisse abzüglich Dividenden - 7,194 - 1,747
Erfolgswirksam erfasster Aufwand in Bezug auf aktienbasierte Vergütung 1,387 1,292
Übrige - 2,216 - 0,682
Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen - 1,642 1,486
Zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge aus Sondereinflüssen
Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Finanzanlagen - 2,593 - 6,515
149,169 148,375
Zunahme/Abnahme der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen 7,866 - 17,342
Gewinne/Verluste aus Anlageabgängen - 29,019 - 28,043
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 265,686 207,820
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 128,295 - 66,916
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - 9,375 243,894
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe - 11,708 - 67,117
Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen (Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen) 16,550 0,433
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien 28,694 51,763
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien - 131,583 - 110,304
Einzahlungen aus Abgängen von übrigen Finanzanlagen 11,558 27,799
Auszahlungen für Investitionen in übrige Finanzanlagen - 27,044 - 30,061
Cashflow aus investitionstätigkeit - 113,533 - 127,487
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 2,082 1,939
Gezahlte Dividenden - 18,102 - 17,151
Einzahlungen/Auszahlungen aus der Aufnahme/für die Tilgung von (Finanz-)Krediten 147,608 - 97,605
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 131,588 - 112,817
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 8,680 3,590
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19,723 16,133
Abgang von Finanzmitteln infolge von Konsolidierungskreisveränderungen - 0,195 -,---
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 28,208 19,723

Zusätzliche Angaben

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in Mio. Euro 2010 2009
im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Zahlungsströme enthalten:
Ertragsteuerzahlungen - 15,085 - 12,743
Erhaltene Zinsen 3,526 3,980
Gezahlte Zinsen - 20,347 - 18,909
Erhaltene Dividenden und andere übernommene Ergebnisse 17,026 11,648
Die Ertragsteuerzahlungen sowie die gezahlten Zinsen sind sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr vollständig dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen. Die erhaltenen Dividenden und anderen übernommenen Ergebnissen entfallen wie im Vorjahr auf die Investitionstätigkeit. Von den erhaltenen Zinsen sind 0,347 Mio. Euro (Vorjahr: 0,404 Mio. Euro) der Investitionstätigkeit und 3,179 Mio. Euro (Vorjahr: 3,576 Mio. Euro) der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen.
im Cashflow aus investitionstätigkeit enthaltene Auszahlungen für Unternehmenserwerbe setzen sich wie folgt zusammen:
Kaufpreise für Unternehmenserwerbe - 15,541 - 81,476
- Zur Auszahlung gelangte Kaufpreise - 15,351 - 72,226
Übernommene Finanzmittelfonds aus Unternehmenserwerben 3,643 5,109

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anhang (C.11.)

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in Mio. Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung Übrige Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Eigenkapital vor Anteile anderer Gesellschafter
Stand 01.01.2009 86,911 82,391 10,405 524,963 71,604 776,274
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung 0,347 2,885 -,--- -,--- -,--- 3,232
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten -,--- -,--- - 8,776 -,--- - 8,776
Dividendenausschüttungen -,--- -,--- -,--- -,--- - 13,548 - 13,548
Währungsumrechnungsdifferenz -,--- -,--- -,--- -,--- 0,659 0,659
Einstellung in die Gewinnrücklagen -,--- -,--- -,--- 54,064 - 54,064 -,---
Konzernjahresüberschuss -,--- -,--- -,--- -,--- 45,047 45,047
Stand 31.12.2009/01.01.2010 87,258 85,276 1,629 579,027 49,698 802,888
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen -,--- -,--- 0,057 1,322 - 5,431 - 4,052
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung 0,304 3,165 -,--- -,--- -,--- 3,469
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten -,--- -,--- - 1,328 -,--- -,--- - 1,328
Dividendenausschüttungen -,--- -,--- -,--- -,--- - 13,588 - 13,588
Währungsumrechnungsdifferenz -,--- -,--- -,--- -,--- 0,602 0,602
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen -,--- -,--- - 3,594 3,594 -,---
Konzernjahresüberschuss -,--- -,--- -,--- -,--- 50,438 50,438
Stand 31.12.2010 87,562 88,441 0,358 576,755 85,313 838,429

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in Mio. Euro Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
Stand 01.01.2009 138,838 915,112
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen 0,541 0,541
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung 3,689 6,921
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten 0,068 - 8,708
Dividendenausschüttungen - 3,603 - 17,151
Währungsumrechnungsdifferenz 0,714 1,373
Einstellung in die Gewinnrücklagen -,--- -,---
Konzernjahresüberschuss 14,345 59,392
Stand 31.12.2009/01.01.2010 154,592 957,480
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen 0,540 - 3,512
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung -,--- 3,469
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten - 0,056 - 1,384
Dividendenausschüttungen - 4,514 - 18,102
Währungsumrechnungsdifferenz 0,129 0,731
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen -,--- -,---
Konzernjahresüberschuss 16,404 66,842
Stand 31.12.2010 167,095 1.005,524

Konzernanhangzum 31. Dezember 2010

Nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS)/

International Accounting Standards (IAS) sowie unter Berücksichtigung der erforderlichen zusätzlichen Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB

(A.) Grundlagen des BayWa-Konzernabschlusses

(A.1.) Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die BayWa AG hat ihren Sitz in 81925 München, Arabellastraße 4. Der BayWa-Konzern ist eine Gruppe von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Geschäftsbereichen Agrarhandel, Technik, Obst, Baustoffe, Bau & Gartenmarkt, Energie und Regenerative Energien. Das Geschäftssegment Agrarhandel umfasst den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln. Das gesamte Agrartechnikangebot wird im Geschäftssegment Technik abgebildet. Das Geschäftssegment Obst fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obsthandel zusammen. Im Geschäftssegment Baustoffe sind die Aktivitäten des Vertriebs von Baustoffen zusammengefasst. Das Segment Bau & Gartenmarkt bedient den Kunden im "Do-it-Yourself"-Markt. Das Geschäftssegment Energie bietet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Holzpellets. Im Geschäftssegment Regenerative Energien bietet der Konzern einerseits Dienstleistungen zur Projektierung von Windkraft- und Biogasanlagen sowie Solarparks an, andererseits betreibt der Konzern eigene Windkraft- und Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Das Angebot an regenerativen Energien wird durch den Vertrieb von Solarmodulen abgerundet.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die danach am Abschlussstichtag anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vollständig berücksichtigt. Der Konzernabschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns.

Der Konzernabschluss entspricht zudem der Vorschrift nach § 315a Abs. 1 HGB, die in Deutschland die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Rechnungslegungsstandards bildet.

Das Geschäftsjahr des BayWa-Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Abschlüsse der BayWa AG und deren Tochterunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Eine Ausnahme bilden die Abschlüsse der Deutschen Raiffeisen-Warenzentrale GmbH und der Raiffeisen Beteiligungs GmbH, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Beide Unternehmen haben mit dem 30. Juni einen abweichenden Bilanzstichtag. Für beide Unternehmen bilden Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2010 die Konsolidierungsgrundlage.

Die Rechnungslegung im Konzern der BayWa AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; sie sind unter Abschnitt C. und D. bei den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Konzernanhang aufgegliedert und erläutert.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. Euro; gerundet auf drei Nachkommastellen).

(A.2.) Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei der Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, bei der Vorratsbewertung, im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, dem Ansatz und der Bewertung aktiver latenter Steuern, der Bilanzierung und Bewertung von Pensions- und übrigen Rückstellungen sowie bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen in Übereinstimmung mit IAS 36.

Bei Rückstellungen für Pensionen sind der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends eine wichtige Schätzgröße. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors beeinflusst den Barwert der Verpflichtung aus den Altersversorgungsplänen.

Die Impairment-Tests für Geschäfts- und Firmenwerte beruhen auf zukunftsorientierten Annahmen. Änderungen dieser Annahmen würden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag überschreiten und daher außerplanmäßig abzuwerten wären. Die zugrunde liegenden Annahmen sind hauptsächlich durch die Marktsituation der Cash-Generating Unit beeinflusst.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktivierter latenter Steuern kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Bei Sachanlagen wurden Annahmen in Bezug auf die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Somit sind Abweichungen zur tatsächlichen Nutzungsdauer möglich, die jedoch eher gering einzuschätzen sind.

Bei Vorräten ergeben sich Schätzungen insbesondere im Zusammenhang mit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert. Die Schätzungen des Nettoveräußerungswerts basieren auf substanziellen Hinweisen, die zum Zeitpunkt der Schätzungen im Hinblick auf den für die Vorräte voraussichtlich erzielbaren Betrag verfügbar sind. Diese Schätzungen berücksichtigen Preis- oder Kostenänderungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Vorgängen nach der Berichtsperiode stehen, insoweit, als diese Vorgänge Verhältnisse aufhellen, die bereits am Ende der Berichtsperiode bestanden haben.

Die Bewertung der Einbringlichkeit von Forderungen unterliegt ebenfalls Annahmen, die insbesondere auf historischen Erfahrungswerten zur Einbringlichkeit beruhen.

Die Mietaufwendungen der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" unterliegen ebenfalls Schätzungen, basierend auf Erfahrungswerten.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Abschlussstichtag. Dabei wurden die konjunkturelle Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld des BayWa-Konzerns besonders berücksichtigt. Durch eine andere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen in künftigen Geschäftsperioden können sich Unterschiede zwischen den tatsächlichen Beträgen und den Schätzwerten ergeben. In solchen Fällen werden an folgenden Abschlussstichtagen die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.

(A.3.) Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Im laufenden Geschäftsjahr 2010 waren die folgenden vom IASB verabschiedeten Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

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Standard Titel Veröffentlicht durch das IASB Inkrafttreten* EU-Endorsement
Neue Standards und Interpretationen
IFRIC 15 Vereinbarungen über den Bau von Immobilien 03.07.2008 01.01.2009 23.07.2009
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer 27.11.2008 01.07.2009 27.11.2009
Überarbeitung von Standards und Interpretationen (Amendments)
Diverse Verbesserungen der IFRS (Annual Improvement Project 2007 - 2009) 16.04.2009 überwiegend zum 01.01.2010 24.03.2010
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 10.01.2008 01.07.2009 12.06.2009
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse 10.01.2008 01.07.2009 12.06.2009
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Geeignete Grundgeschäfte) 31.07.2008 01.07.2009 16.09.2009
IFRS 1 Umstrukturierung des Standards 27.11.2008 01.07.2009 26.11.2009
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung (Group-cash-settled share-based payment transactions) 18.06.2009 01.01.2010 24.03.2010
IFRS 1 Zusätzliche Ausnahmen für die erstmalige Anwendung der IFRS 23.07.2009 01.01.2010 24.03.2010

* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen.

Aus Gründen der Berichtseffizienz werden im Folgenden nur die Standards bzw. Interpretationen beschrieben, bei denen es zu Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung bzw. Berichterstattung und Offenlegung im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2010 kam bzw. aus heutiger Sicht mit Wahrscheinlichkeit in zukünftigen Geschäftsjahren noch kommen wird bzw. kommen könnte.

Die Anwendung dieser Standards bzw. Interpretationen im Geschäftsjahr 2010 erfolgte in Übereinstimmung mit den jeweiligen Übergangsvorschriften.

Verbesserungen der IFRS - Sammelstandard zur Änderung verschiedener International Financial Reporting Standards im Rahmen des Annual Improvement Project 2007 - 2009

Der Sammelstandard "Improvements to IFRS" enthält 15 verschiedene Änderungen an 12 bestehenden IFRS.

Von der Erleichterungsregel in IFRS 8.23, eine Bewertung der Schulden für jedes berichtspflichtige Segment nicht mehr in die Segmentberichterstattung aufzunehmen, wenn und soweit diese nicht Gegenstand der internen Berichterstattung an den Chief Operating Decision Maker sind, hat die BayWa AG nicht Gebrauch gemacht.

Ferner untersuchte die BayWa AG die Auswirkungen der Änderungen in IAS 17. Hierbei ergaben sich keine Änderungen in der Klassifizierung der Leasingverhältnisse.

Bei den weiteren Änderungen der Einzelstandards ergaben sich keine Auswirkungen auf die Bilanzierung, Bewertung und Berichterstattung.

Änderungen von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse"

Die geänderten Standards enthalten weitgehende Änderungen betreffend die Rechnungslegung von Unternehmenszusammenschlüssen, Transaktionen mit Minderheiten sowie bei Verlust der Kontrolle von Tochterunternehmen. Die Vorschriften des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" fanden bei den im Laufe des Geschäftsjahres 2010 durchgeführten Unternehmenszusammenschlüssen Anwendung. Ebenso wurden die Vorschriften des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" bei Verkäufen von Unternehmen des Konsolidierungskreises beachtet und die erforderlichen Zusatzangaben im Anhang gemacht.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards, Interpretationen und Änderungen

Folgende herausgegebene, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften des IASB wurden nicht vorzeitig angewandt:

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Standard Titel Veröffentlicht durch das IASB Inkrafttreten* EU-Endorsement
Neue Standards und Interpretationen
IFRS for SMEs IFRS für kleine und mittlere Unternehmen 09.07.2009 - noch offen
IFRS 9 Finanzinstrumente: Überarbeitung und Ersetzen aller bestehenden Standards, Klassifizierung und Bewertung 12.11.2009 01.01.2013 noch offen
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten (Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments) 26.11.2009 01.07.2010 24.07.2010
Überarbeitung von Standards und Interpretationen (Amendments)
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Klassifizierung von Bezugsrechten) 08.10.2009 01.02.2010 23.12.2009
IAS 24 Nahestehende Unternehmen und Personen 04.11.2009 01.01.2011 20.07.2010
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung (Prepayments of a Minimum Funding Requirement) 26.11.2009 01.01.2011 20.07.2010
IFRS 1 Geringfügige Änderungen an IFRS 1 (Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-time Adopters) 28.01.2010 01.07.2010 24.6.2010
Diverse Verbesserungen der IFRS (Annual Improvement Project 2008 - 2010) 06.05.2010 01.01.2011 erwartet Q1 2011
IFRS 7 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte - Angabepflichten 07.10.2010 01.07.2011 erwartet Q2 2011
IAS 12 Ertragsteuern (Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets) 20.10.2010 01.01.2011 erwartet Q3 2011
IFRS 1 Geringfügige Änderungen an IFRS 1 (Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-time Adopters) 20.10.2010 01.07.2011 erwartet Q3 2011

* für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen.

Eine vorzeitige freiwillige Anwendung dieser Standards im Konzernabschluss der BayWa AG ist nicht beabsichtigt.

Aus Gründen der Berichtseffizienz werden nachfolgend nur die Standards bzw. Interpretationen beschrieben, bei denen es auf Basis des derzeitigen Kenntnisstands in Bezug auf das Geschäftsmodell und der im BayWa-Konzern vorkommenden Geschäftsvorfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit in zukünftigen Geschäftsjahren zu Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung bzw. Berichterstattung und Offenlegung im Konzernabschluss kommen wird.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Im November 2009 hat das IASB den neuen Standard IFRS 9 zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Teil des dreistufigen Projekts zur vollständigen Ablösung von IAS 39. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt von der Steuerung der Finanzinstrumente ab (sog. Geschäftsmodell) und welche Produktmerkmale die einzelnen finanziellen Vermögenswerte haben.

Im Oktober 2010 wurden vom IASB zudem Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten in IFRS 9 veröffentlicht. Danach hat ein Unternehmen, das für die Bilanzierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten die Fair-Value-Option gewählt hat, den Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital (Other Comprehensive Income) und nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

In Anbetracht der Komplexität des Themengebiets des IFRS 9 ist eine Aussage über die Auswirkungen im Detail derzeit nicht verlässlich möglich. Eine Anwendung des Standards vor dem Geschäftsjahr 2013 ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

IFRS 7 "Finanzinstrumente"

Durch die im Oktober 2010 verabschiedeten Änderungen an IFRS 7 soll den Adressaten der Rechnungslegung ein besserer Einblick in Transaktionen zur Übertragung von finanziellen Vermögenswerten gewährt werden. Die zusätzlichen Berichtspflichten hieraus sollten für die BayWa AG von untergeordneter Bedeutung sein.

(B.) Angaben zur Konsolidierung

(B.1.) Konsolidierungskreis - Vollkonsolidierte Unternehmen nach IAS 27

In den Konzernabschluss der BayWa AG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der BayWa AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die BayWa AG unmittelbar oder mittelbar über die wirtschaftliche Kontrolle verfügt ("Control-Concept") und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt.

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Anteil am Kapital in % Bemerkung
Segment Agrar
Bayerische Futtersaatbau GmbH, Ismaning 72,7
BOR s r.o., Choceň, Tschechische Republik 92,8
Claas Südostbayern GmbH, München 90,0
F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Unterpremstätten, Österreich 100,0
Garant-Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich 100,0
Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg (ehem.: Mobau-Marba GmbH, Herten) 100,0 Erstkonsolidierung zum 19.01.2010
Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 85,0
Raiffeisen-Agro d.o.o., Beograd, Serbien 100,0
Sempol spol. s r.o., Trnava, Slowakei 100,0
TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen 70,0
EUROGREEN GmbH, Betzdorf 100,0 Erstkonsolidierung zum 21.01.2010
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz 100,0 Erstkonsolidierung zum 21.01.2010
EUROGREEN CZ s r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik 100,0 Erstkonsolidierung zum 21.01.2010
Segment Bau
AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien, Österreich 100,0
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, Ahaus 100,0
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,0
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.08.2010
Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.08.2010
IFS S.r.l., Bozen, Italien 51,0
Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld 100,0
ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München 100,0
BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich 51,0
Segment Energie
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Wien, Österreich 71,0
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart 100,0
Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg 50,0 Stimmrechtsmehrheit
Aufwind Nuevas Energias Sociedad Limitada, Barcelona, Spanien 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.07.2010
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Achtzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Neunzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn 100,0
Net Environment S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 Erstkonsolidierung zum 09.12.2010
Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden 94,5 Erstkonsolidierung zum 29.07.2010
r.e Biomethan GmbH, Regensburg 100,0 Erstkonsolidierung zum 17.05.2010
BayWa-Tankstellen-GmbH, München 100,0 Erstkonsolidierung zum 12.04.2010
BayWa r.e GmbH, München 100,0
MHH France S.A.S., Toulouse, Frankreich 90,0
MHH Solartechnik GmbH, Tübingen 100,0
RENERCO-Gruppe
RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München 87,8
RENERCO Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0
RENERCO Beteiligungs GmbH, München 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Les Eoliennes de Saint Fraigne SARL, Strasbourg, Frankreich 24,5 Minderheitsbeteiligung m. Aufstockungsrecht Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Livas 1 EPE, Kalamata, Griechenland 94,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Neuilly Saint Front Energies SAS, Bègles, Frankreich 70,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Umspannwerk Gürtelkopf GmbH & Co. KG, München 100,0
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, München 100,0
Ventus Vorpommern GmbH & Co. Windpark 1 KG, München 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Voyennes Energies SAS, Begles, Frankreich 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald 25,0 Minderheitsbeteiligung m. Aufstockungsrecht
Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 Erstkonsolidierung zum 22.01.2010
WP EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG, München 100,0
Windpark Kamionka GmbH, Grünwald 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.10.2010
Wind Park Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen 54,0 Erstkonsolidierung zum 14.10.2010
Windpark Namborn GmbH & Co. KG, München 25,0 Minderheitsbeteiligung m. Aufstockungsrecht Erstkonsolidierung zum 01.01.2010
Windpark Wegeleben GmbH & Co. KG, München 100,0
Wind am Speckberg GmbH, München 100,0
Segment sonstige Aktivitäten (inkl. Finanzbeteiligungen)
Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich 100,0
BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München 100,0
DRWZ-Beteiligungsgesellschaft mbH, München 64,3
IPV Immobilien Projektentwicklungs- und Verwertungs GmbH &Co. KG, München 100,0
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien, Österreich 100,0
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München (kurz: RI-Solution) 100,0
RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich 100,0
Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH, München 100,0
Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich 100,0
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen 99,9
Lukta Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Segmentübergreifende Tochterunternehmen
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich (kurz: UNSER LAGERHAUS) (Segmente: Agrar, Bau, Energie) 51,1
Raiffeisen-Agro Magyarország Kft., Székesfehérvár, Ungarn (Segmente: Agrar, Energie) 100,0
Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha, Österreich (Segmente: Agrar, Bau, Energie) 89,9
RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, (kurz: RWA AG) (Segmente: Agrar, Bau, Energie, Sonstige Aktivitäten) 50,0 Stimmrechtsmehrheit
RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Bratislava, Slowakei (Segmente: Agrar, Energie) 100,0

Die BayWa AG hat am 21. Januar 2010 im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Unternehmensgruppe EUROGREEN von der WOLF-Garten i. L. übernommen. Die EUROGREEN-Gruppe umfasst die EUROGREEN GmbH, Betzdorf, die EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz, sowie die EUROGREEN CZ s r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik, und ist Systemanbieter für die Pflege, Intensivpflege, Regeneration und Rekonstruktion von Nutzrasen und vertreibt u. a. ein umfassendes Sortiment an Spezialdüngemitteln und Saatgut für Rasen. Im letzten Geschäftsjahr vor dem Erwerb durch die BayWa AG erwirtschaftete die EUROGREEN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von über 17 Mio. Euro. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf die EUROGREEN-Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 21. Januar 2010, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag.

Die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile an den drei Gesellschaften EUROGREEN GmbH, Betzdorf, EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz, und EUROGREEN CZ s r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik, betrugen 2,849 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar ausbezahlte Kaufpreiskomponente.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,013 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der EUROGREEN-Gruppe erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,102 0,664 0,766
Sachanlagen 0,365 0,365
Finanzanlagen -,--- -,---
Vorräte 1,374 1,374
Forderungen 1,288 1,288
Latente Steueransprüche 0,157 0,157
Flüssige Mittel 0,982 0,982
Langfristige Verbindlichkeiten 0,724 0,724
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4,517 4,517
Latente Steuerschulden -,--- 0,187 0,187
- 0,973 0,477 - 0,496
Geschäfts- oder Firmenwert 3,345
Gesamtkaufpreis 2,849

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,275 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,232 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 21. Januar 2010, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die EUROGREEN-Gruppe bei einem Umsatz von 16,189 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 1,596 Mio. Euro.

Mit Kaufvertrag vom 2. Februar 2010 hat die BayWa AG 100 Prozent der bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach, zusammen mit dem Tochterunternehmen Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach, und der zugehörigen Komplementär-GmbH bs Baufachhandel Brands & Schnitzler Verwaltungs-GmbH, Mönchengladbach, im Rahmen eines Share-Deals mit Wirkung zum 8. April 2010 übernommen. Aufgrund einer aufschiebenden Bedingung hatte die BayWa AG auf dieses Unternehmen erst ab dem 1. August 2010 eine beherrschende Einflussnahme nach dem "Control-Concept". Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgt deshalb auf diesen Tag. Brands & Schnitzler ist ein Baustoff-Vollsortimenter, der mit seinen 2 Tiefbau-Fachhandlungen in Mönchengladbach-Wickrath und Neuss zusätzlich ein Spezialist für Tief-, Straßen- und Wegebau ist. Zwei weitere, ebenfalls in Mönchengladbach angesiedelte Betriebe decken die Schwerpunkte Garten- und Landschaftsbau sowie dekorativer Innenausbau ab.

Die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile betrugen 3,045 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im April ausbezahlte Kaufpreiskomponente (3,235 Mio. Euro) sowie eine Kaufpreisrückzahlung von 0,190 Mio. Euro.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,019 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG und der Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,005 0,413 0,418
Sachanlagen 3,292 0,435 3,727
Finanzanlagen 0,025 0,025
Vorräte 1,787 0,303 2,090
Forderungen 2,042 2,042
Latente Steueransprüche -,--- -,---
Flüssige Mittel 0,009 0,009
Langfristige Verbindlichkeiten 1,872 1,872
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4,704 4,704
Latente Steuerschulden 0,001 0,324 0,325
0,583 0,827 1,410
Geschäfts- oder Firmenwert 1,635
Gesamtkaufpreis 3,045

Wäre der Kauf der Gesellschaften bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 9,411 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,169 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. August 2010, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG zusammen mit dem Tochterunternehmen Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG bei einem Umsatz von 6,978 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von minus 0,095 Mio. Euro.

Mit Kaufvertrag vom 13. Juli 2010 hat die BayWa r.e GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2010 94,5 Prozent an der Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e GmbH auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 29. Juli 2010, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Erstkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Schradenbiogas GmbH & Co. KG wurde 1994 gegründet und betreibt 3 Biomethananlagen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 3,6 Megawatt. Hier werden jährlich bis zu 100.000 Tonnen unverpackte und verpackte organische Abfälle und die gleiche Menge an Gülle verarbeitet. Rund 50 Mitarbeiter sind an diesen Standorten beschäftigt. Zu den Kunden von Schradenbiogas zählen führende Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, der Lebensmittelindustrie sowie Kleinbetriebe, deren organische Abfälle das Unternehmen zum Großteil mit eigener Logistik entsorgt. Das Unternehmen realisierte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 5 Mio. Euro.

Die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile betrugen 6,368 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juli ausbezahlte Kaufpreiskomponente (6,001 Mio. Euro) sowie die Übernahme von Verbindlichkeiten in einer Höhe von 0,367 Mio. Euro.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,354 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Schradenbiogas GmbH & Co. KG erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,061 0,757 0,818
Sachanlagen 3,834 0,042 3,876
Finanzanlagen 0,005 0,005
Vorräte 0,042 0,042
Forderungen 1,241 1,241
Latente Steueransprüche -,--- -,---
Flüssige Mittel 0,196 0,196
Langfristige Verbindlichkeiten -,--- -,---
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1,137 1,137
Latente Steuerschulden 0,008 0,225 0,233
4,234 0,574 4,808
Anteiliges Nettovermögen 4,544
Geschäfts- oder Firmenwert 1,824
Gesamtkaufpreis 6,368
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Anteil am Nettovermögen 0,264

Der auf nicht beherrschende Anteile an der Schradenbiogas GmbH & Co. KG entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,264 Mio. Euro beinhaltet anteilig sowohl die zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die anteiligen stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren ermittelt. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 12 bis 14 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 10,9 Prozent zugrunde.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 2,892 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,174 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 29. Juli 2010, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Schradenbiogas GmbH & Co. KG bei einem Umsatz von 2,343 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,157 Mio. Euro.

Mit Kaufvertrag vom 29. April 2010 hat die BayWa r.e GmbH 50 Prozent an der r.e Biomethan GmbH, Regensburg, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Weitere 50 Prozent an der Gesellschaft werden über die Konzerngesellschaft Aufwind Neue Energien GmbH (Anteil am Kapital 50 Prozent mit Stimmrechtsmehrheit) gehalten, so dass sich der Konzernanteil an der r.e Biomethan GmbH auf 75 Prozent beläuft. Eine Einbeziehung in den Vollkonsolidierungskreis ist in der Vergangenheit aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Gesellschaft unterblieben. Die beherrschende Einflussnahme auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 17. Mai 2010, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt deshalb auf diesen Tag. Die r.e Biomethan GmbH ist eine Handelsplattform für Biomethan. Die Gesellschaft konzentriert sich auf Handel, Beratung und Zertifizierung im internationalen Biomethanmarkt. Auf ihrer unabhängigen Handelsplattform bündelt die r.e Biomethan GmbH Biomethanmengen, um diese den Endverbrauchern nach Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen.

Die Anschaffungskosten betrugen 0,504 Mio. Euro. Diese enthalten die vertraglich vereinbarte und im Mai ausbezahlte Kaufpreiskomponente (0,490 Mio. Euro) sowie die ursprünglichen Anschaffungskosten der Aufwind Neue Energien GmbH (0,014 Mio. Euro).

Transaktionskosten sind im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb nicht entstanden.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der r.e Biomethan GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte -,--- 0,951 0,951
Sachanlagen -,--- -,---
Finanzanlagen -,--- -,---
Vorräte 0,074 0,074
Forderungen 0,587 0,587
Latente Steueransprüche -,--- -,---
Flüssige Mittel 0,195 0,195
Langfristige Verbindlichkeiten -,--- -,---
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,731 0,731
Latente Steuerschulden -,--- 0,268 0,268
0,125 0,683 0,808
Anteiliges Nettovermögen 0,606
Geschäfts- oder Firmenwert - 0,102
Gesamtkaufpreis 0,504
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Anteil am Nettovermögen 0,202

Der aus dem Kauf der Gesellschaft entstandene negative Goodwill von 0,102 Mio. Euro ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Aus der Akquisition der r.e Biomethan GmbH konnte ein Gewinn generiert werden, da das erworbene Reinvermögen nach Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte den Kaufpreis übersteigt. Dies ist insbesondere auf das zukünftig aus dem bestehenden Kundenstamm der Gesellschaft zu erwartende Ertragspotenzial zurückzuführen.

Der auf nicht beherrschende Anteile an der r.e Biomethan GmbH entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,202 Mio. Euro beinhaltet anteilig sowohl die zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die anteiligen stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren ermittelt. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 16 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 12,2 Prozent zugrunde.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 1,611 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,062 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 17. Mai 2010, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die r.e Biomethan GmbH bei einem Umsatz von 2,181 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,245 Mio. Euro.

Mit Kaufvertrag vom 4. Mai 2010 hat die Aufwind Nuevas Energias Sociedad Limitada, Barcelona, Spanien, 100 Prozent der Anteile an der Net Environment S.L.U., Barcelona, Spanien, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 9. Dezember 2010, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Erstkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag.

Die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile betrugen 2,120 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember ausbezahlte Kaufpreiskomponente.

Transaktionskosten sind im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb nicht entstanden.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Net Environment S.L.U. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,600 0,600
Sachanlagen 8,545 8,545
Finanzanlagen -,--- -,---
Vorräte -,--- -,---
Forderungen 2,360 2,360
Latente Steueransprüche -,--- -,---
Flüssige Mittel 2,406 2,406
Langfristige Verbindlichkeiten 10,200 10,200
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3,327 3,327
Latente Steuerschulden -,--- -,---
0,384 0,384
Geschäfts- oder Firmenwert 1,736
Gesamtkaufpreis 2,120
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmes am Geschäfts- oder Firmenwert 0,868

Da die Kaufpreisallokation zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war, stellen die oben gemachten Angaben eine vorläufige Kaufpreisallokation dar.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,053 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,165 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 9. Dezember 2010, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Net Environment S.L.U. bei einem Umsatz von 0,064 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,021 Mio. Euro.

Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 2. Januar 2010 im Rahmen eines Asset-Deals das Heizöl- und Diesel-Endkundengeschäft der Firma Bielmaier GbR, Viechtach, übernommen. Die Anschaffungskosten für die Vermögenswerte betrugen 0,615 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro Kaufpreis
Immaterielle Vermögenswerte 0,340
Sachanlagen 0,275
Gesamtkaufpreis 0,615

Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden.

Eine verlässliche Angabe des Beitrags des übernommenen Geschäftsbetriebs zum Konzernergebnis ist aus systemtechnischen Gründen nicht möglich.

Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg, mit Wirkung zum 19. Januar 2010 im Rahmen eines Asset-Deals das Importgeschäft von Äpfeln und Kernobst aus Südamerika der Firma FRUCOM Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg, übernommen. Die Anschaffungskosten für die Vermögenswerte betrugen 0,040 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro Kaufpreis
Immaterielle Vermögenswerte 0,010
Sachanlagen 0,030
Gesamtkaufpreis 0,040

Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden.

Die Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg, wurde im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres auf die Tochtergesellschaft Mobau-Marba GmbH, Herten, verschmolzen. Die Mobau-Marba GmbH wurde daraufhin in Frucom Fruitimport GmbH umfirmiert.

Der Beitrag des übernommenen Geschäftsbetriebs zum Konzernergebnis seit dem 19. Januar 2010 beträgt 0,403 Mio. Euro.

Der Konzern hat am 31. Oktober 2010 75 Prozent seiner Anteile an der Frisch & Frost Nahrungsmittelgesellschaft m.b.H., Hollabrunn, Österreich veräußert. Die verbleibenden Anteile von 25 Prozent werden im Konzern seither als at-Equity-bilanzierte Anteile dargestellt.

Erhaltene Gegenleistung

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in Mio. Euro 2010
Erhaltene Gegenleistungen in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten für 75 Prozent der Anteile 7,140

Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

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in Mio. Euro 31.10.2010
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 0,187
Sachanlagen 25,044
Finanzanlagen 0,038
Aktive latente Steuern 1,152
26,421
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,089
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8,399
Vorräte 6,325
14,813
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen 2,319
Finanzschulden 3,562
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0,822
6,703
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Rückstellungen 0,580
Finanzschulden 13,930
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7,256
21,766
Nettovermögen zum Verkaufszeitpunkt 12,765

Veräußerungsverlust aus dem Abgang von Tochtergesellschaften

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in Mio. Euro 31.10.2010
Erhaltene Gegenleistung für 75 Prozente der Anteile 7,140
Fortführung 25 Prozent der Anteile at-Equity (bewertet zum Zeitwert anhand des Veräußerungspreises) 2,380
Aufgegebenes Nettovermögen - 12,765
Veräußerungsverlust - 3,245

Der Veräußerungsverlust ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung von Tochterunternehmen

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in Mio. Euro 31.10.2010
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Kaufpreis 7,140
Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 0,089
7,051

Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung werden 34 inländische und 51 ausländische Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ansatz in der Konzernbilanz für diese Unternehmen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die kumulierten Jahresergebnisse und das kumulierte Eigenkapital (unkonsolidierte HB I-Werte auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2010 wie folgt dar:

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Nicht einbezogene verbundene Unternehmen in Mio. Euro Anteil in Prozent zur Gesamtheit aller vollkonsolidierten Unternehmen
Jahresüberschuss - 0,353 0,65
Eigenkapital 15,272 1,31

(B.2.) Konsolidierungskreis - Gemeinschaftsunternehmen nach IAS 31

Unternehmen, die gemeinschaftlich mit einem oder mehreren anderen Partnern geführt werden, sind im Konzernabschluss quotal konsolidiert, das heißt, die Vermögens- und Schuldpositionen sowie die Aufwendungen und Erträge der Gemeinschaftsunternehmen werden in Höhe des Anteils des Konzerns in den Konzernabschluss einbezogen.

Die BayWa AG hat im Rahmen der Fokussierung ihres Beteiligungsportfolios auf Handel und Logistik zum 30. September 2010 ihre Beteiligung an der bisher quotal konsolidierten Animedica-Gruppe veräußert. Nach den Vorschriften der Quotenkonsolidierung waren damit bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung folgende Unternehmen in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen:

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Anteil am Kapital in Prozent Bemerkung
Segment Agrar
Animedica-Gruppe
ANIMEDICA Group GmbH, Senden 50,0 Endkonsolidierung zum 30.09.2010
aniMedica GmbH, Senden 50,0 Endkonsolidierung zum 30.09.2010
aniMedica Herstellungs GmbH, Senden 50,0 Endkonsolidierung zum 30.09.2010
aniMedica Polska Sp. z o.o., Weijherowo, Polen 50,0 Endkonsolidierung zum 30.09.2010
Dr. E. Gräub AG, Bern, Schweiz 50,0 Endkonsolidierung zum 30.09.2010
Friedrich Ernst GmbH & Co. Veterinär-pharmazeutische Präparate KG, Senden 50,0 Endkonsolidierung zum 30.09.2010

Die folgende Tabelle gibt für das Geschäftsjahr 2010 den Umsatz, den Rohertrag und die Ergebnisgrößen der bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen vor Konsolidierung wieder. Neben diesen Werten sind für das Vorjahr ergänzend die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag vor Konsolidierung angegeben:

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in Mio. Euro 2010 2009
Langfristige Vermögenswerte -,--- 14,671
Kurzfristige Vermögenswerte -,--- 10,468
Langfristige Schulden -,--- 4,293
Kurzfristige Schulden -,--- 10,607
Umsatz 16,289 31,384
Rohertrag 4,985 7,649
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 0,827 0,781
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 0,776 1,067
Jahresüberschuss 0,655 0,946

(B.3.) Assoziierte Unternehmen nach IAS 28

Nach der Equity-Methode werden nachstehende 14 (Vorjahr: 7) assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen der BayWa-Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, das heißt einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 Prozent und maximal 50 Prozent besitzt und die kein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind.

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Anteil am Kapital in Prozent Bemerkung
Segment Regenerative Energien
Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien 33,1
Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 32,2
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Haar b. München 50,0
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungs-GmbH, Haar b. München 50,0 erstmaliger Ansatz zum 01.01.2010
EEV Beteiligungs GmbH, Grünwald 49,0 erstmaliger Ansatz zum 01.01.2010
HKW-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3 erstmaliger Ansatz zum 01.01.2010
HKW Cottbus Verwaltungs GmbH, München 33,3 erstmaliger Ansatz zum 01.01.2010
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs-GmbH, Staßfurt 49,0 erstmaliger Ansatz zum 01.01.2010
BVT Technische Anlagen GmbH & Co. Blockheizkraftwerke KG, München 34,7 erstmaliger Ansatz zum 01.01.2010
Segment Sonstige Aktivitäten (inkl. Finanzbeteiligungen)
AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb am Neckar 49,0
Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8
Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 47,4
Frisch & Frost Nahrungsmittel-Gesellschaft m.b.H., Hollabrunn, Österreich 25,0 Übergang von Vollkonsolidierung 31.10.2010

Neben dem Beteiligungsbesitz und den nachfolgend angeführten Darlehensausreichungen bestehen zu sämtlichen oben dargestellten Gesellschaften keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen.

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Assoziiertes Unternehmen Darlehensstand 31.12.2010 in Euro Laufzeit Zinssatz
La Carracha 327.644,37 31.12.2018 erfolgsabhängig
Plana de Jarreta 631.396,14 31.12.2018 erfolgsabhängig
CRE 944 720,00 31.12.2011 0 Prozent
SGG 28.169.276,08 Rückführung bei Verkauf Kraftwerke 6-Monats-EURIBOR zzgl. 200 Basispunkte
30.073.036,59

Die Anteile dieser Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen:

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in Mio. Euro AHG Autohandelsgesellschaft mbH Deutsche Raiffeisen Warenzentrale GmbH Raiffeisen Beteiligungs GmbH Parque Eólico La Carracha S.L.
Bilanzsumme 82,236 29,747 20,145 38,123
Umsatzerlöse 304,092 209,246 -,--- 9,062
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,301 0,848 12,388 1,813
Vermögenswerte 82,236 29,747 20,145 38,123
Schulden 76,794 18,772 2,663 37,251
Anteil am Jahresergebnis 0,099 0,321 5,872 0,600
Buchwert der Finanzanlage 2,851 3,997 8,913 11,201

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in Mio. Euro Parque Eólico Plana de Jarreta S.L. CRE Project S.r.l. Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungs-GmbH EEV Beteiligungs GmbH
Bilanzsumme 37,017 54,305 62,700 0,051 0,019
Umsatzerlöse 8,381 3,177 30,354 -,--- -,---
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 1,257 0,977 - 1,552 0,001 0,001
Vermögenswerte 37,017 54,305 62,700 0,051 0,019
Schulden 36,670 48,499 70,737 0,005 0,006
Anteil am Jahresergebnis 0,404 0,478 - 0,766 -,--- -,---
Buchwert der Finanzanlage 10,878 2,901 -,--- 0,023 0,007

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in Mio. Euro HKW-Pool Verwaltungs-GmbH* HKW Cottbus Verwaltungs-GmbH* EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs-GmbH* BVT Technische Anlagen GmbH & Co. Blockheizkraftwerke Frisch & Frost Nahrungsmittel Gesellschaft m.b.H.
Bilanzsumme 0,103 0,441 0,154 0,132 47,477
Umsatzerlöse 0,904 0,752 1,060 0,572 68,349
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,744 0,638 0,881 0,397 - 0,559
Vermögenswerte 0,103 0,441 0,154 0,132 47,477
Schulden 0,010 0,047 0,012 0,039 27,942
Anteil am Jahresergebnis -,--- -,--- -,--- 0,138 0,103
Buchwert der Finanzanlage 0,009 0,009 0,027 0,033 4,884

Insgesamt 28 (Vorjahr: 36) assoziierte Unternehmen mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden nicht nach der Equity-Methode, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

* Mit Ausnahme der Buchwerte der Finanzanlage beziehen sich die angegebenen Werte auf das Jahr 2009.

(B.4.) Veränderung des BayWa-Konsolidierungskreises im Überblick

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konzern-Konsolidierungskreis, einschließlich Mutterunternehmen, wie folgt verändert:

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Inland Ausland Gesamt
Einbezogen zum 31.12.2009 37 31 68
davon vollkonsolidiert 29 26 55
davon quotal konsolidiert 4 2 6
davon at-Equity-bilanziert 4 3 7
Einbezogen zum 31.12.2010 51 36 87
davon vollkonsolidiert 41 32 73
davon quotal konsolidiert - - -
davon at-Equity-bilanziert 10 4 14

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in einer separaten Anteilsbesitzliste (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

(B.5.) Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen zum Erwerbszeitpunkt (Erwerbsmethode). Übersteigen die Anschaffungskosten die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so entsteht ein Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen wird. Der Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, anderenfalls wird der Firmenwert unverändert beibehalten. Sind die Anschaffungskosten geringer als die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so wird der Unterschiedsbetrag sofort ertragswirksam erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, sofern wesentlich, werden eliminiert. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden verrechnet.

(B.6.) Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse in Euro erfolgt gemäß IAS 21 ("Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Gesellschaften des BayWa-Konzerns betreiben ihre Geschäfte selbständig, so dass sie als "ausländische Geschäftsbetriebe" berücksichtigt werden. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und mit den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenz erhöhte sich im Berichtsjahr um 0,731 Mio. Euro.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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1 Euro Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung
Mittelkurs am Durchschnittskurs
--- --- --- --- --- ---
31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
--- --- --- --- --- ---
Polen PLN 3,975 4,105 4,011 4,323
Schweiz CHF 1,250 1,484 1,375 1,506
Serbien RSD 105,498 95,889 102,768 93,754
Tschechische Republik CZK 25,060 26,465 25,349 26,503
Ungarn HUF 278,750 270,840 276,149 278,680

(C.) Erläuterungen zur Bilanz

(C.1.) Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (in der Regel drei bis fünf Jahre) abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung der Vermögenswerte ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den angemessenen Teilen der Gemeinkosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: keine außerplanmäßigen Abschreibungen) vorgenommen.

Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Firmenwerte betreffen folgende Unternehmenserwerbe:

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in Mio. Euro 2010 2009
Aufwind Neue Energien GmbH 1,257 1,257
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H. 0,624 0,624
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG 0,696 0,696
BayWa Bau und Gartenmarkt Weinsberg GmbH & Co. KG (verschmolzen auf die BayWa AG) 1,008 1,008
BSF BauCenter GmbH (verschmolzen auf die BayWa AG) 0,492 0,492
Krois Baustoffe + Holz Handelsgesellschaft mbH (verschmolzen auf die BayWa AG) 0,665 0,665
Küppers-Unternehmensgruppe (verschmolzen auf die BayWa AG) 1,378 1,378
Lukta Sp. z o.o. 0,161 0,161
MHH Solartechnik GmbH 13,081 14,165
Mobau-Marba GmbH (Geschäftsbetrieb auf die BayWa AG übergegangen) 2,343 2,343
Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd GmbH 0,409 0,409
RWA SLOVAKIA spol. s r.o. 0,152 0,152
Sempol spol. s r.o. 0,245 0,245
Stark GmbH & Co. KG (Firmenwert aus Asset-Deal) 1,624 1,624
Voss GmbH & Co. KG 1,913 1,902
Wilhelm Bruchof GmbH & Co. KG (verschmolzen auf die BayWa AG) 1,364 1,364
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG 1,635 -,---
Schradenbiogas GmbH & Co. KG 1,824 -,---
EUROGREEN-Gruppe 3,345 -,---
Net Environment S.L.U. 0,868 -,---
Übrige 1,462 0,892
36,546 29,377

Die Veränderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Unternehmen in den Konzernabschluss sowie die Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der MHH Solartechnik GmbH aufgrund einer Kaufpreisrückerstattung in Höhe von 1,084 Mio. Euro und die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der Voss GmbH aufgrund einer Kaufpreisnachzahlung in Höhe von 0,011 Mio. Euro für gegebene Ergebnis- und Eigenkapitalgarantien des Verkäufers. Der Anstieg der übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte geht im Wesentlichen auf den Erwerb zusätzlicher Anteile an der Tochtergesellschaft Claas Südostbayern GmbH, München, zurück.

Von dem insgesamt ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag von 1,964 Mio. Euro in den Folgejahren steuerlich abzugsfähig.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Restbuchwerte der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-Generating Unit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Nutzungswerten verglichen.

Als Cash-Generating Unit sind zunächst die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten definiert, die sich in der Regel unmittelbar den Berichtssegmenten im BayWa-Konzern zuordnen lassen (vgl. Abschnitt B.1.). Im Falle der Verschmelzung rechtlich selbständiger Unternehmenseinheiten wird die jeweilige Betriebseinheit oder das jeweils geografisch abgegrenzte Segment der aufnehmenden Unternehmenseinheit als Cash-Generating Unit angesehen.

Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Cash-Generating Unit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich dabei auf die vom Management erstellten aktuellen Planungen auf einer 3-Jahres-Ebene sowie auf weitere Prämissen, die sich jeweils am aktuellen Kenntnisstand, an Marktprognosen sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit orientieren.

Den Zahlungsreihen liegen Abzinsungsfaktoren von durchschnittlich 7,2 Prozent zugrunde. Bei den Wachstumsraten wird von dem erwarteten Branchendurchschnitt ausgegangen. Zur Extrapolation der Prognoserechnung wird zur Weiterentwicklung auf Basis des dritten Planjahres eine derzeit für diesen Zeitraum erwartete Wachstumsrate von 2 Prozent zugrunde gelegt. Aus den durchgeführten Impairment-Tests ergab sich im Berichtsjahr kein Wertberichtigungsbedarf.

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten teilen sich so auf:

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in Mio. Euro 2010 2009
Zugang aus unternehmensinterner Entwicklung 0,973 1,905
Zugang aus gesondertem Erwerb 5,000 7,006
Zugang aus Unternehmenszusammenschlüssen 11,575 28,550
17,548 37,461

(C.2.) Sachanlagen

Das gesamte Sachanlagevermögen wird betrieblich genutzt. Es ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Anlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswerts. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 25 - 33
Wohngebäude 50
Grundstückseinrichtungen 10 - 20
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 11

Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von I-AS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Im Berichtsjahr wurden im Segment Agrar außerplanmäßige Abschreibungen bei der RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich, (0,005 Mio. Euro) und der RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Slowakei, (1,449 Mio. Euro) aufgrund eingeschränkter Nutzbarkeit in Höhe von insgesamt 1,454 Mio. Euro vorgenommen (Vorjahr: 0,162 Mio. Euro). Im Segment Bau wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,160 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) bei der "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich, vorgenommen und im Segment Sonstige Aktivitäten entstand ein Wertberichtigungsbedarf bei der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich, in Höhe von 0,113 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro). Die außerplanmäßigen Abschreibungen ergaben sich jeweils aus eingeschränkter Nutzbarkeit der jeweiligen Vermögensgegenstände und betreffen Abschreibungen von Grundstücken, Gebäuden und technischen Anlagen. Zur Ermittlung der außerplanmäßigen Abschreibung wurde der Buchwert der Grundstücke und Gebäude sowie der technischen Anlagen mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgte hierbei auf Basis des Nutzungswerts. Die außerplanmäßige Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst.

Da im Berichtsjahr die Gründe für einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert entfallen sind, erfolgte bei der "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich, eine Zuschreibung auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,657 Mio. Euro.

Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen stehen und nach IAS 23 aktivierungspflichtig wären, werden im BayWa-Konzernabschluss mangels qualifizierter Vermögenswerte nicht aktiviert.

Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasing ausgewiesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finance-Lease-Qualifikationen im Immobilienbereich und bei EDV-Hardware. Nach IAS 17 sind Leasingverhältnisse auf Basis von Chancen und Risiken danach zu beurteilen, ob dem Leasingnehmer (sog. Finance Lease) oder dem Leasinggeber (sog. Operate Lease) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist. Nach IFRS ist folglich der wirtschaftliche Gehalt solcher Transaktionen für die Beurteilung maßgeblich.

Im Wege des Finance Lease gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Im Sachanlagevermögen sind in Höhe von 3,183 Mio. Euro (Vorjahr: 2,255 Mio. Euro) als Finance Leases qualifizierte technische Anlagen und Maschinen enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Vereinzelt sind für die als Finance Leases klassifizierten Leasingverhältnisse Kaufoptionen am Ende der Laufzeit vereinbart. Über eine Ausübung der Kaufoptionen wird einzelfallbezogen jeweils am Ende der Laufzeit entschieden.

Die zukünftigen Leasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich insgesamt wie folgt:

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in Mio. Euro 2010 2009
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen Fällig innerhalb eines Jahres 0,652 0,580
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 2,475 1,977
Fällig nach mehr als fünf Jahren -,--- -,---
3,127 2,557
In den künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
Fällig innerhalb eines Jahres 0,094 0,115
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 0,318 0,187
Fällig nach mehr als fünf Jahren -,--- -,---
0,412 0,302
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
Fällig innerhalb eines Jahres 0,558 0,465
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 2,157 1,790
Fällig nach mehr als fünf Jahren -,--- -,---
2,715 2,255

Für Verträge, die als Operate Leases - im Wesentlichen Immobilienmietverträge, Fahrzeugleasing und Erbbaurechts-Vereinbarungen - klassifiziert sind, ergeben sich folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen:

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in Mio. Euro 2010 2009
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen
Fällig innerhalb eines Jahres 34,225 21,317
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 81,068 55,393
Fällig nach mehr als fünf Jahren 89,754 67,862
205,047 144,572

Im Geschäftsjahr wurden aus Operate-Leasing-Verhältnissen Mietaufwendungen in Höhe von 38,985 Mio. Euro geleistet.

(C.3.) At-Equity-bilanzierte Anteile, übrige Finanzanlagen und Wertpapiere

Die Finanzanlagen des BayWa-Konzerns setzen sich aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Anteilen an assoziierten und übrigen Beteiligungsunternehmen, Geschäftsguthaben bei Genossenschaften und Wertpapieren zusammen. Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "bis zur Endfälligkeit zu halten" zugeordnet und gemäß IAS 39 bilanziert und bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden stets zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert. Veränderungen des Zeitwerts werden erfolgswirksam unter dem übrigen Beteiligungsergebnis erfasst.

Der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind am Bilanzstichtag Wertpapiere mit beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 1,841 Mio. Euro (Vorjahr: 1,864 Mio. Euro) zugeordnet. Aufgrund ihres Handelscharakters werden sie unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten Vermögenswerte werden, sofern ein aktiver Markt existiert oder Zeitwerte mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können, mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Übrigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei zu Zeitwerten bilanzierten Vermögenswerten wird die Differenz zwischen ursprünglich angesetzten fortgeführten Anschaffungskosten und beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Für diejenigen Vermögenswerte, die zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt wurden, erfolgte eine Bewertung anhand festgestellter Börsennotierungen zum Bilanzstichtag.

Im Berichtsjahr erfolgten bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten Wertberichtigungen von insgesamt 1,384 Mio. Euro.

Die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Beteiligungen an der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, und an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, wurden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da für die Wertpapiere kein aktiver Markt existiert und somit kein marktgängiger Zeitwert ermittelt werden konnte. Die Ermittlung beizulegender Werte unter Zugrundelegung eines Ertragswertverfahrens war aufgrund nicht zur Verfügung stehender Daten nicht möglich.

Aufgrund der Zugehörigkeit beider Gesellschaften zum genossenschaftlichen Verbund ist zudem die Fungibilität der Beteiligungen eingeschränkt. Ebenso werden alle Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen ist eine Veräußerung derzeit nicht beabsichtigt.

In den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Bei bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden ausschließlich die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im BayWa-Konzern bestehen derzeit keine Vermögenswerte, die als "bis zur Endfälligkeit zu halten" klassifiziert sind.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2009Anhang (C.1. - C.4.)

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2009 Währungsdifferenzen Veränderung aus Konsolidierung Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 70,424 0,004 11,833 8,262 2,014 0,919
Firmenwerte 14,817 -,--- 15,966 -,--- 0,051 - 0,082
Geleistete Anzahlungen 1,638 -,--- -,--- 0,649 0,045 - 0,822
86,879 0,004 27,799 8,911 2,110 0,015
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.337,497 0,020 - 5,648 41,918 35,256 - 15,860
Technische Anlagen und Maschinen 512,133 0,110 54,455 17,700 10,373 3,627
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 346,522 - 0,001 - 6,254 34,047 29,978 0,984
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21,282 0,021 3,798 7,727 0,138 - 20,081
2.217,434 0,150 46,351 101,392 75,745 - 31,330
At-Equity-bilanzierte Anteile 10,695 24,743 2,523
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21,521 -,--- 2,574 2,966 2,888 - 4,981
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,700 -,--- 0,554 -,--- -,--- -,---
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 136,130 0,053 1,226 26,243 12,873 2,458
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen -,--- -,--- 17,263 0,579 -,--- -,---
Wertpapiere des Anlagevermögens 5,069 -,--- -,--- 0,272 0,450 -,---
Sonstige Ausleihungen 0,360 -,--- 2,529 -,--- 0,024 -,---
163,780 0,053 24,146 30,060 16,235 - 2,523
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Grundstücke 56,147 -,--- -,--- 0,033 5,384 6,916
Gebäude 75,174 -,--- -,--- 0,062 7,926 20,542
131,321 -,--- -,--- 0,095 13,310 27,458
Konzernanlagevermögen 2.610,109 0,207 123,039 140,458 107,400 - 3,857

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
31.12.2009 01.01.2009 Währungsdifferenzen Veränderung aus Konsolidierung Afa lfd. Jahr Afa Abgänge
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 89,428 49,673 0,005 - 0,182 7,192 2,004
Firmenwerte 30,650 1,775 -,--- - 0,486 -,--- 0,051
Geleistete Anzahlungen 1,420 0,021 -,--- -,--- -,--- -,---
121,498 51,469 0,005 - 0,668 7,192 2,055
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.322,671 656,892 0,017 - 4,337 35,663 11,821
Technische Anlagen und Maschinen 577,652 405,963 0,125 - 3,605 20,092 10,070
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345,320 246,085 0,006 - 3,845 28,718 27,740
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12,609 0,011 -,--- -,--- 0,060 0,010
2.258,252 1.308,951 0,148 - 11,787 84,533 49,641
At-Equity-bilanzierte Anteile 37,961 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19,192 12,525 -,--- -,--- -,--- -,---
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,254 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 153,237 - 11,100 -,--- 0,076 0,002 - 10,070
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 17,842 -,- -,--- -,--- -,--- -,---
Wertpapiere des Anlagevermögens 4,891 0,500 -,--- -,--- 0,082 0,050
Sonstige Ausleihungen 2,865 -,- -,--- -,--- -,--- -,---
199,281 1,925 -,--- 0,076 0,084 - 10,020
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Grundstücke 57,712 3,980 -,--- -,--- -,--- 0,101
Gebäude 87,852 52,180 -,--- -,--- 2,642 6,334
145,564 56,160 -,--- -,--- 2,642 6,435
Konzernanlagevermögen 2.762,556 1.418,505 0,153 - 12,379 94,451 48,111

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in Mio. Euro Abschreibungen Buchwerte
Zuschreibungen Umbuchungen 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -,--- - 0,035 54,649 34,779 20,751
Firmenwerte -,--- 0,035 1,273 29,377 13,042
Geleistete Anzahlungen -,--- -,--- 0,021 1,399 1,617
-,--- -,--- 55,943 65,555 35,410
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -,--- - 17,072 659,342 663,329 680,605
Technische Anlagen und Maschinen -,--- 0,477 412,982 164,670 106,170
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -,--- - 0,686 242,538 102,782 100,437
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,--- -,--- 0,061 12,548 21,271
-,--- - 17,281 1.314,923 943,329 908,483
At-Equity-bilanzierte Anteile -,--- -,--- -,--- 37,961 10,695
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen -,--- -,--- 12,525 6,667 8,996
Ausleihungen an verbundene Unternehmen -,--- -,--- -,--- 1,254 0,700
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 1,217 -,--- - 2,169 155,406 147,230
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen -,--- -,--- -,--- 17,842 -,---
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,189 -,--- 0,343 4,548 4,569
Sonstige Ausleihungen -,--- -,--- -,--- 2,865 0,360
1,406 -,--- 10,699 188,582 161,855
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Grundstücke -,--- 0,899 4,778 52,934 52,167
Gebäude -,--- 13,465 61,953 25,899 22,994
-,--- 14,364 66,731 78,833 75,161
Konzernanlagevermögen 1,406 - 2,917 1.448,296 1.314,260 1.191,604

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2010Anhang (C.1. - C.4.)

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2010 Währungsdifferenzen Veränderung aus Konsolidierung Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 89,428 0,043 - 4,494 4,891 2,786 - 3,488
Firmenwerte 30,650 -,--- 8,258 -,--- 1,755 - 0,002
Geleistete Anzahlungen 1,420 0,040 - 1,447 1,082 0,001 - 0,187
121,498 0,083 2,317 5,973 4,542 - 3,677
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.322,671 0,708 - 25,271 44,169 15,775 - 14,455
Technische Anlagen und Maschinen 577,652 0,739 - 23,419 22,734 30,994 - 27,381
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345,320 0,346 - 5,808 29,611 28,285 0,930
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12,609 - 0,055 3,861 38,218 0,880 - 11,470
2.258,252 1,738 - 50,637 134,732 75,934 - 52,376
At-Equity-bilanzierte Anteile 37,961 2,724 5,048 -,--- -,---
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19,192 -,--- - 0,157 14,441 1,223 2,536
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,254 -,--- -,--- -,--- 0,554 -,---
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 153,237 -,--- 3,287 0,536 7,057 - 2,536
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 17,842 -,--- -,--- 12,351 0,120 -,---
Wertpapiere des Anlagevermögens 4,891 -,--- - 0,003 0,107 -,--- 0,009
Sonstige Ausleihungen 2,865 -,--- 0,030 4,885 0,117 - 0,009
199,281 -,--- 3,157 32,320 9,071 -,---
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Grundstücke 57,712 0,001 -,--- 0,871 3,036 - 0,490
Gebäude 87,852 -,--- -,--- 1,423 4,840 1,122
145,564 0,001 -,--- 2,294 7,876 0,632
Konzernanlagevermögen 2.762,556 1,822 - 42,439 180,367 97,423 - 55,421

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
31.12.2010 01.01.2010 Währungsdifferenzen Veränderung aus Konsolidierung Afa lfd. Jahr Afa Abgänge
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 83,594 54,649 0,028 - 4,785 9,080 2,068
Firmenwerte 37,151 1,273 -,--- -,--- -,--- 0,643
Geleistete Anzahlungen 0,907 0,021 -,--- - 0,021 -,--- -,---
121,652 55,943 0,028 - 4,806 9,080 2,711
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.312,047 659,342 0,213 - 15,865 36,068 10,899
Technische Anlagen und Maschinen 519,331 412,982 0,417 - 14,045 21,340 24,506
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 342,114 242,538 0,190 - 3,995 28,095 25,106
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42,283 0,061 -,--- -,--- -,--- 0,062
2.215,775 1.314,923 0,820 - 33,905 85,503 60,573
At-Equity-bilanzierte Anteile 45,733 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34,789 12,525 -,--- -,--- -,--- 0,003
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,700 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 147,467 - 2,169 -,--- -,--- 0,017 - 2,152
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 30,073 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Wertpapiere des Anlagevermögens 5,004 0,343 -,--- -,--- 0,172 -,---
Sonstige Ausleihungen 7,654 -,--- -,--- 0,066 -,--- -,---
225,687 10,699 -,--- 0,066 0,189 - 2,149
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Grundstücke 55,058 4,778 -,--- -,--- 1,738 0,320
Gebäude 85,557 61,953 -,--- -,--- 3,005 2,865
140,615 66,731 -,--- -,--- 4,743 3,185
Konzernanlagevermögen 2.749,462 1.448,296 0,848 - 38,645 99,515 64,320

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in Mio. Euro Abschreibungen Buchwerte
Zuschreibungen Umbuchungen 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
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Immaterielle Vermögenswerte
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -,--- 0,009 56,913 26,681 34,779
Firmenwerte -,--- - 0,025 0,605 36,546 29,377
Geleistete Anzahlungen -,--- -,--- -,--- 0,907 1,399
-,--- - 0,016 57,518 64,134 65,555
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,657 - 6,270 661,932 650,115 663,329
Technische Anlagen und Maschinen -,--- - 0,996 395,192 124,139 164,670
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 0,089 241,633 100,481 102,782
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,--- -,--- - 0,001 42,284 12,548
0,657 - 7,355 1.298,756 917,019 943,329
At-Equity-bilanzierte Anteile -,--- -,--- -,--- 45,733 37,961
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen -,--- -,--- 12,522 22,267 6,667
Ausleihungen an verbundene Unternehmen -,--- -,--- -,--- 0,700 1,254
Beteiligungen an übrigen Unternehmen -,--- -,--- -,--- 147,467 155,406
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen -,--- -,--- -,--- 30,073 17,842
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,023 -,--- 0,492 4,512 4,548
Sonstige Ausleihungen -,--- -,--- 0,066 7,588 2,865
0,023 -,--- 13,080 212,607 188,582
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Grundstücke -,--- - 0,310 5,886 49,172 52,934
Gebäude -,--- 0,997 63,090 22,467 25,899
-,--- 0,687 68,976 71,639 78,833
Konzernanlagevermögen 0,680 - 6,684 1.438,330 1.311,132 1.314,260

(C.4.) Als Finanzinvestition gehaltene immobilien

Unter dem Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Investment Property) werden 180 (Vorjahr: 201) verpachtete bzw. nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt, wenn das Objekt fremdvermietet ist, es sich um freie Grundstücke und Freiflächen handelt, die nicht konkret zur Bebauung bzw. Nutzung vorgesehen sind, und bei gemischt genutzten Objekten, wenn die Eigennutzung von geringer Bedeutung ist. Bei den betroffenen Objekten handelt es sich im Wesentlichen um Lagerhäuser, Marktgebäude, Märkte, Hallen, Silos, landwirtschaftliche Grundstücke und sonstige unbebaute Grundstücke sowie in geringem Umfang um Büro- und Wohngebäude.

Entsprechend dem Wahlrecht in IAS 40 sind diese ausschließlich zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und werden mit den unter Abschnitt C.2. angegebenen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 71,639 Mio. Euro (Vorjahr: 78,833 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurden 2,645 Mio. Euro (Vorjahr: 2,642 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf Gebäude getätigt. Der Aufwand ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten. Im Berichtsjahr wurden Gebäude in Höhe eines Buchwerts von 0,125 Mio. Euro von den Sachanlagen in die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Weiterhin wurden Grundstücke mit einem Buchwert von 0,180 Mio. Euro von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in das Sachanlagevermögen umgegliedert.

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) dieser Objekte beträgt 148,706 Mio. Euro (Vorjahr: 161,632 Mio. Euro). Die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel nicht durch einen Gutachter ermittelt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag wurden überwiegend Ertragswertberechnungen durchgeführt. Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Aus der Gegenüberstellung der beizulegenden Zeitwerte und der Buchwerte der einzelnen Objekte hat sich im Berichtsjahr für vier Objekte ein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Aus diesem Grund wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Grundstücke in einer Höhe von 1,738 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) und auf Gebäude in einer Höhe von 0,360 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) vorgenommen. Dieser Aufwand ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten und dem Segment Sonstige Aktivitäten zuzuordnen.

Die erzielten Mieterträge betrugen 6,036 Mio. Euro (Vorjahr: 5,893 Mio. Euro), die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) für die Objekte, für die Mieterträge realisiert wurden, beliefen sich auf 0,590 Mio. Euro (Vorjahr: 0,531 Mio. Euro). Für die Objekte, für die keine Mieterträge realisiert wurden, betrugen die betrieblichen Aufwendungen 0,304 Mio. Euro (Vorjahr: 0,180 Mio. Euro).

(C.5.) Steuerforderungen

Die Steuerforderungen enthalten das langfristige Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG der BayWa AG und im Übrigen kurzfristige Steuererstattungsansprüche; sie setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro 2010 2009
Langfristige Steuerforderungen (mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 7,564 6,310
Kurzfristige Steuerforderungen (mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr) 21,478 10,815
29,042 17,125

(C.6.) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Die Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" setzt sich wie folgt zusammen; die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab:

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in Mio. Euro 2010 2009
Langfristige Forderungen (mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2,156 0,813
Sonstige Vermögenswerte inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 14,654 15,028
16,810 15,841
Kurzfristige Forderungen (mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 435,283 361,751
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11,335 19,825
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18,784 10,065
Positive Marktwerte Derivate 2,304 1,388
Sonstige Vermögenswerte inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 195,235 176,959
662,941 569,988

Nachfolgende Tabelle dokumentiert das Ausmaß der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken:

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in Mio. Euro Bruttowert 2010 Einzelwertberichtigte Forderungen Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind Davon: zum Abschlussstichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage 31 bis 60 Tage
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Forderungen 699,491 42,993 568,714 87,784 71,463 8,170

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in Mio. Euro Davon: zum Abschlussstichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
61 bis 90 Tage 91 Tage und mehr
--- --- ---
Forderungen 2,766 5,385

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in Mio. Euro Bruttowert 2009 Einzelwertberichtigte Forderungen Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen Überfällige Forderungen die nicht einzelwertberichtigt sind Davon: zum Abschlussstichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 30 Tage 31 bis 60 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen 608,578 39,009 491,314 78,255 64,603 8,590

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in Mio. Euro Davon: zum Abschlussstichtag nicht einzelwertberichtig und in den folgenden Zeitbändern überfällig
61 bis 90 Tage 91 Tage und mehr
--- --- ---
Forderungen 2,779 2,283

Die Kundenstruktur im BayWa-Konzern ist sowohl regional als auch in Abhängigkeit vom Segment stark diversifiziert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Kunden des BayWa-Konzerns Mindestanforderungen an die Bonität und darüber hinaus individuelle Höchstgrenzen für das Kreditlimit der einzelnen Kunden festgelegt. Der Forderungsbestand des BayWa-Konzerns setzt sich hauptsächlich aus einer Vielzahl von Kleinforderungen zusammen. Lediglich für eine geringe Anzahl von besonders bonitätsstarken Kunden werden Kreditlimits von über 1 Mio. Euro vergeben. Durch kontinuierliche Analysen des Forderungsbestands und besonderer Überwachung der Kunden mit hohen Kreditlimits ist eine frühzeitige Identifikation und Bewertung von Konzentrationsrisiken (Klumpenrisiken) sichergestellt. Bei 38 (Vorjahr: 22) Schuldnern betrugen die Kreditrisikopositionen zum 31. Dezember 2010 jeweils über 1 Mio. Euro. Für diese Kunden schätzt der Konzern das Ausfallrisiko als nicht wesentlich ein.

Wertberichtigungskonto:

Wesentliche Wertberichtigungen, die für die IFRS-7-Klasse "Kredite und Forderungen (LaR)" anzugeben sind, bestehen im BayWa-Konzern bei der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten; im Übrigen spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Rolle.

Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. Euro 2010 2009
Stand der Wertberichtigungen am 01.01. 22,749 20,001
Kursdifferenzen - 0,111 0,294
Veränderung Einzelwertberichtigung - 5,734 3,282
Veränderung pauschal ermittelte Einzelwertberichtigung 2,836 - 0,828
Stand der Wertberichtigungen am 31.12. 19,740 22,749

Der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Schätzungen zugrunde, die auf historischen Ausfallquoten basieren. Im Berichtsjahr ergab sich eine ertragswirksame Auflösung der Wertberichtigung um 5,402 Mio. Euro aufgrund von Zahlungseingängen auf wertberichtigte Forderungen sowie aufgrund eines geringeren Wertberichtigungsbedarfs auf zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen.

Die sonstigen Vermögenswerte enthalten vor allem noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften sowie Forderungen aus Grundstücksverkäufen. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 41,244 Mio. Euro (Vorjahr: 25,712 Mio. Euro) enthalten.

Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat der Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation(ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 79,942 Mio. Euro (Vorjahr: 74,194 Mio. Euro).

Von den ausgewiesenen Vorräten dienten zum Bilanzstichtag 0,243 Mio. Euro der Besicherung von Verbindlichkeiten.

(C.7.) Tatsächliche und latente Steueransprüche

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Berichtsstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst.

Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert (gesonderte Betrachtung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts) oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Latente Steueransprüche entstehen durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit solchen Investitionen und Anleihen, die nur in dem Maße erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können und davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in absehbarer Zukunft umkehren werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Berichtsstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswerts voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Berichtsstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts (entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital) erfasst werden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls außerhalb des Gewinns oder Verlusts zu erfassen. Daneben findet auch keine Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses ist der Steuereffekt bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einzubeziehen.

(C.8.) Vorräte

Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Leistungen und Waren ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) angewandt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt.

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro 2010 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25,403 31,453
Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 128,196 54,524
Fertige Erzeugnisse/Leistungen und Waren 908,730 819,028
1.062,329 905,005

Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungswerte werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Nur in Ausnahmen erfolgt eine pauschalierte Ermittlung. Am Bilanzstichtag erhöhten sich die Wertminderungen erfolgswirksam von 41,843 Mio. Euro im Vorjahr auf 68,542 Mio. Euro im Berichtsjahr. Erfolgswirksame Wertaufholungen erfolgten im Berichtsjahr nicht.

Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt sind, beträgt am Bilanzstichtag 523,604 Mio. Euro (Vorjahr: 558,588 Mio. Euro).

Von den ausgewiesenen Vorräten dienten zum Bilanzstichtag 4,374 Mio. Euro der Besicherung von Verbindlichkeiten.

Im Berichtsjahr wurden 0,767 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf unfertige Leistungen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 3,80 Prozent zugrunde gelegt. Der im Vorjahresvergleich erfolgte Anstieg der unfertigen Leistungen ist dem Segment Regenerative Energien zuzuordnen und resultiert aus im Bau befindlichen Windparkanlagen.

Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur.

(C.9.) Flüssige Mittel

Bei den flüssigen Mitteln in Höhe von 28,208 Mio. Euro (Vorjahr: 19,723 Mio. Euro) handelt es sich um Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Fälligkeit.

(C.10.) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten werden zum Bilanzstichtag 15 (Vorjahr: 14) Objekte ausgewiesen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Dabei handelt es sich vor allem um mit Lagerhäusern, Silos, Hallen oder Büro-/Wohngebäuden bebaute Grundstücke und unbebaute Grundstücke. Zudem sind in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten die Vermögensgegenstände von zwei Windparks aus dem Segment Regenerative Energien ausgewiesen, die zur Veräußerung im kommenden Geschäftsjahr vorgesehen sind.

Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte im BayWa-Konzern dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (2011) zu mehr als 50 Prozent wahrscheinlich ist.

Die Bewertungsvorschrift in IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte vorzunehmen sind.

Am Bilanzstichtag sind Vermögenswerte (im Wesentlichen die technischen Anlagen zweier Windparks und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) mit Buchwerten von insgesamt 49,104 Mio. Euro (Vorjahr: 4,710 Mio. Euro) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten beläuft sich auf insgesamt 61,887 Mio. Euro (Vorjahr: 9,683 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2010 mussten aufgrund der Differenz zwischen dem Buchwert und dem jeweils beizulegenden Zeitwert keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund Wertminderung vorgenommen werden.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte stammen aus folgenden Segmenten:

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in Mio. Euro 2010 2009
Agrar -,--- -,---
Bau -,--- -,---
Energie 36,765 0,019
Sonstige Aktivitäten 12,339 4,691
49,104 4,710

Aufgrund einer veränderten Darstellung in der Segmentberichterstattung des Konzerns erfolgt zum 31. Dezember 2010 abweichend von der Vorjahresdarstellung eine vollständige Zuweisung der als zur Veräußerung gehaltenen Immobilien zu den sonstigen Aktivitäten. Eine Verteilung auf die Segmente Agrar, Bau und Energie wird nicht mehr vorgenommen. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurde die Vorjahresdarstellung entsprechend angepasst. Bei den im Segment Energie zum Bilanzstichtag ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich vollständig um die zur Veräußerung vorgesehenen Windparks.

Die im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten realisierten Veräußerungsgewinne werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (Abschnitt D.2.) erfasst.

(C.11.) Eigenkapital

Die detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals zeigt die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Grundkapital

Das Grundkapital der BayWa AG in Höhe von 87,612 Mio. Euro (Vorjahr: 87,308 Mio. Euro) ist am 31. Dezember 2010 eingeteilt in 34.223.231 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.861.289 vinkulierte und 118.691 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2011 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien.

Für das ausgewiesene gezeichnete Kapital wurde gemäß IAS 32 das Grundkapital um den Nennwert der in Vorjahren zurückgekauften eigenen Anteile (19.500 Stück bzw. 0,050 Mio. Euro) gemindert; die Kapitalrücklage reduziert sich aus dem gleichen Grund um 0,063 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:

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Nicht vinkulierte Namensaktien Vinkulierte Namensaktien
Stand 01.01.2010 1.243.251 32.841.789
Ausgabe von Mitarbeiteraktien - 118.691
Stand 31.12.2010 1.243.251 32.960.480

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu nominal 4.696.151,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von 88,441 Mio. Euro (Vorjahr: 85,276 Mio. Euro) stammt mit 58,732 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus wurden mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der RWA AG sowie der WLZ AG, jeweils unter der Bewertung der hingegebenen Anteile mit dem historischen Börsenkurs, Aufgelder über dem Nominalwert der ausgegebenen BayWa-Aktien erzielt. Diese sind ebenfalls innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen.

Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2010 im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms 118.691 junge (ab 1. Januar 2011 dividendenberechtigte) vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Der Ausübungspreis der Mitarbeiteraktien betrug 17,54 Euro und damit 60 Prozent des Börsenkurses der vinkulierten BayWa-Namensaktien am Vortag in Höhe von 29,23 Euro gemäß der Beschlussfassung des BayWa-Vorstands über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung. Die Vorteilsgewährung in Höhe der Differenz zwischen tatsächlichem Kaufpreis und Börsenkurs wurde gemäß IFRS 2 in Höhe von 1,387 Mio. Euro aufwandswirksam in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen des Konzerns betragen am Bilanzstichtag 577,113 Mio. Euro (Vorjahr: 580,656 Mio. Euro). Davon entfallen 6,040 Mio. Euro (Vorjahr: 5,751 Mio. Euro) auf gesetzliche Rücklagen, 0,358 Mio. Euro (Vorjahr: 1,629 Mio. Euro) auf die Neubewertungsrücklage und 570,715 Mio. Euro (Vorjahr: 573,276 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Einstellungen und Entnahmen bei den Gewinnrücklagen ergeben sich sowohl beim Mutterunternehmen BayWa AG als auch bei den einbezogenen Tochterunternehmen.

Sonstige Rücklagen

Als sonstige Rücklagen sind im Wesentlichen der Konzern-Bilanzgewinn sowie ergebnisneutral eingestellte Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen insbesondere auf die an den Tochtergesellschaften in Österreich beteiligten Genossenschaften.

Kapitalmanagement

Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden und Eigenkapital. Sie wird in den Abschnitten C.11. bis C.18. näher erläutert. Das Eigenkapital beträgt rund 30,9 Prozent des Gesamtkapitals. Durch das vorgeschlagene Ausschüttungsvolumen in Höhe von 17,052 Mio. Euro wird die Eigenkapitalquote ex-Dividende auf 30,4 Prozent reduziert. Zielsetzung im Kapitalmanagementprozess des BayWa-Konzerns ist die Beibehaltung einer Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital von 30 zu 70 Prozent.

Nettoverschuldungsgrad

Das Management des BayWa-Konzerns überprüft und steuert die Kapitalstruktur in regelmäßigen Zeitabständen. Der derzeitige Nettoverschuldungsgrad, der sich aus dem Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital ergibt, beträgt:

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in Mio. Euro 31.12.2010 31.12.2009
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 809,467 666,859
./. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 28,208 - 19,723
Nettoschulden 781,259 647,136
Eigenkapital 1.005,524 957,480
Nettoschulden zu Eigenkapital (in Prozent) 78 68

Der Nettoverschuldungsgrad ist aufgrund des stark saisonal schwankenden Geschäftsverlaufs des BayWa-Konzerns im Jahresverlauf sehr volatil. Die angegebene Quote zum Geschäftsjahresende ist als singuläres Entscheidungskriterium einer Risikobetrachtung daher nur bedingt maßgeblich. Zum Vergleich werden daher auch die Werte zum 30. Juni angegeben.

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in Mio. Euro 30.06.2010 30.06.2009
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 503,020 552,570
./. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 40,293 - 41,024
Nettoschulden 462,727 511,546
Eigenkapital 968,172 922,903
Nettoschulden zu Eigenkapital (in Prozent) 48 55

(C.12.) Pensionsrückstellungen

In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von Einkommen und geleisteten Beiträgen übernimmt. Darüber hinaus werden für die betriebliche Altersvorsorge Pensionsrückstellungen für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen des BayWa-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Den bestehenden Altersversorgungszusagen des BayWa-Konzerns liegen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungspläne zugrunde. Sie basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Größtenteils handelt es sich um Endgehaltspläne. Die Verpflichtung der Unternehmen besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("defined benefit plans"). Die Versorgungszusagen der Konzerngesellschaften werden durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten und berücksichtigt biometrische Rechnungsgrundlagen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "defined benefit obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen eine Rolle, die für die Gesellschaften in Deutschland und Österreich jeweils gleichlautend festgelegt wurden. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Österreichs bestehen keine Versorgungszusagen.

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in Prozent 31.12.2010 31.12.2009
Abzinsungsfaktor 5,00 5,50
Gehaltstrend 2,50 - 3,00 3,00
Rententrend 1,15 - 2,50 1,00 - 2,00

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die u. a. in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden.

Hinsichtlich der Annahmen zur Lebenserwartung wurden die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) verwendet.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen u. a. Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den sogenannten Korridor (10 Prozent des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt) übersteigt bzw. unterschreitet. In diesem Fall würde der Differenzbetrag zwischen tatsächlicher und ausgewiesener Verpflichtung über die künftige durchschnittliche Restdienstarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer verteilt und als Gewinn bzw. Aufwand in der Ertragsrechnung berücksichtigt.

Nach der Umstellung der Berechnung der Pensionsrückstellung auf IAS 19 sind bislang keine entsprechend dieser Regelung zu verrechnenden Gewinne und Verluste entstanden. Die nach der Erhöhung des Rententrends aufgelaufenen, nicht verrechneten versicherungsmathematischen Verluste betragen zum Bilanzstichtag 24,754 Mio. Euro (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne 0,011 Mio. Euro).

Aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen resultiert ein Gesamtpensionsaufwand von 27,264 Mio. Euro (Vorjahr: 26,587 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

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in Mio. Euro 2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 4,050 3,966
+ Zinsanteil 23,214 22,621
\= Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge 27,264 26,587

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sind im Personalaufwand enthalten. Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie der Nettowert der bilanzierten Beträge auf Konzernebene folgendermaßen verändert:

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in Mio. Euro 2010 2009
DBO per 01.01. 425,667 423,379
+ Veränderungen im Konsolidierungskreis 0,309 0,039
+ Summe der erfolgswirksamen Beträge 27,264 26,587
+ / - Veränderung nicht realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 24,765 2,560
- Pensionszahlungen der Berichtsperiode - 27,880 - 26,939
+ / - Übernahme von Verpflichtungen - 0,345 0,041
\= DBO 31.12. 449,780 425,667

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in Mio. Euro 2010 2009
DBO per 31.12. 449,780 425,667
+ / - nicht realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste - 24,754 0,011
\= Nettowert der bilanzierten Beträge 31.12. 425,026 425,678

Die DBO der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. Euro 2006 2007 2008 2009 2010
465,905 417,331 423,379 425,667 449,780

Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Geschäftsjahre stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro 2006 2007 2008 2009 2010
- 2,643 - 1,114 - 2,903 - 1,030 2,512

Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir, dass voraussichtlich 25,879 Mio. Euro aufwandswirksam für leistungsorientierte Pensionspläne erfasst werden.

(C.13.) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen sind mit dem Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Die übrigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf:

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in Mio. Euro 2010 2009
Langfristige Rückstellungen (mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr)
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 58,139 61,075
Sonstige Rückstellungen 6,233 5,723
64,372 66,798
Kurzfristige Rückstellungen (mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr)
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 50,799 42,127
Sonstige Rückstellungen 55,488 56,092
106,287 98,219

In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für Jubiläumsaufwendungen, Abfertigungen, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie für Altersteilzeit enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Vorsorgen für Abbruchverpflichtungen, für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Umsatzboni und Rabatte sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Darüber hinaus sind erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Kosten für Altlasten, Nachlaufkosten sowie Prozessrisiken.

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2010 in Mio. Euro Stand 01.01.2010 Zuführung Umbuchung Aufzinsung Verbrauch Auflösung
Langfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 61,075 2,626 0,201 1,455 7,195 0,026
Sonstige Rückstellungen 5,723 1,054 - 0,096 0,034 0,192 0,291
66,798 3,680 0,105 1,489 7,387 0,317
Kurzfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 42,127 43,295 - 0,242 -,--- 32,323 2,061
Sonstige Rückstellungen 56,092 40,540 0,137 -,--- 31,980 9,291
98,219 83,835 - 0,105 -,--- 64,303 11,352

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2010 in Mio. Euro Kursdifferenzen Stand 31.12.2010
Langfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 0,003 58,139
Sonstige Rückstellungen 0,001 6,233
0,004 64,372
Kurzfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 0,003 50,799
Sonstige Rückstellungen - 0,010 55,488
- 0,007 106,287

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2009 in Mio. Euro Stand 01.01.2009 Zuführung Umbuchung Aufzinsung Verbrauch Auflösung
Langfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 57,871 9,404 -,--- 1,356 7,365 0,191
Sonstige Rückstellungen 6,589 0,173 -,--- -,--- 0,582 0,457
64,460 9,577 -,--- 1,356 7,947 0,648
Kurzfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 44,314 34,905 -,--- -,--- 33,338 3,758
Sonstige Rückstellungen 68,801 33,833 -,--- -,--- 43,492 3,018
113,115 68,738 -,--- -,--- 76,830 6,776

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2009 in Mio. Euro Kursdifferenzen Stand 31.12.2009
Langfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich -,--- 61,075
Sonstige Rückstellungen -,--- 5,723
-,--- 66,798
Kurzfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 0,004 42,127
Sonstige Rückstellungen - 0,032 56,092
- 0,028 98,219

(C.14.) Finanzschulden

Die Finanzschulden weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des BayWa-Konzerns aus, die zum Bilanzstichtag bestehen. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

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2010 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzschulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 486,684 169,477 99,600 755,761
Commercial Paper 49,300 -,--- -,--- 49,300
Genussrechtskapital 1,691 -,--- -,--- 1,691
537,675 169,477 99,600 806,752

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2009 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzschulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 577,094 44,532 29,587 651,213
Commercial Paper 11,700 -,--- -,--- 11,700
Genussrechtskapital 1,691 -,--- -,--- 1,691
590,485 44,532 29,587 664,604

Der BayWa-Konzern finanziert sich einerseits über Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen, für die keine Sicherheiten begeben werden. In Einzelfällen werden langfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen. Zudem platzierte die BayWa AG am 1. Oktober 2010 zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 200,0 Mio. Euro. Die Schuldscheindarlehen dienen der weiteren Diversifizierung der Konzernfinanzierung und bestehen aus zwei endfälligen Tranchen:

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2010 Darlehensbetrag nominal in Mio. Euro Fälligkeit Verzinsung
Schuldscheindarlehen 1 129,500 05.10.2015 6-Monats-EURIBOR zzgl. 1,15 %
Schuldscheindarlehen 2 70,500 05.10.2017 6-Monats-EURIBOR zzgl. 1,35 %

Die Schuldscheindarlehen wurden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Nominalwert entspricht, angesetzt. Die Schuldscheindarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kredite in Höhe von 483,748 Mio. Euro jederzeit fällig. Der Differenzbetrag in Höhe von 2,936 Mio. Euro betrifft den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der durchschnittliche effektive Zinssatz bei kurzfristigen Krediten beträgt derzeit ca. 1,8 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent) pro Jahr.

Aus dem von der BayWa AG aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro waren zum Bilanzstichtag Commercial Paper in Höhe von 49,300 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 31 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 1,23 Prozent begeben.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 13,962 Mio. Euro (Vorjahr: 25,957 Mio. Euro) grundpfandrechtlich gesichert.

Die Zeitwerte der Finanzschulden weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab.

Unter den Finanzschulden werden als Genussrechtskapital die stillen Beteiligungen von vier österreichischen Lagerhäusern an der RWA AG ausgewiesen. Die stillen Beteiligungen haben jeweils eine unbestimmte Laufzeit, die von den Lagerhäusern jederzeit kündbar ist. Die stillen Beteiligungen werden verzinst, der Zinssatz ist vertraglich fixiert. Aufgrund der Kurzfristigkeit infolge der jederzeit möglichen Kündigung entspricht der Fair Value dem Buchwert.

(C.15.) Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing

Unter den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden die passivierten Barwerte der künftigen Leasingraten (vgl. auch Abschnitt C.2.) ausgewiesen.

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2010 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 0,558 2,157 -,--- 2,715

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2009 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 0,465 1,790 -,--- 2,255

(C.16.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen

Langfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Rückzahlungsbeträgen in der Bilanz. Unterschiedsbeträge zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten neben Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungen. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von 43,948 Mio. Euro Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der KIRKA.

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zum 31.12.2010 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 456,741 1,314 -,--- 458,055
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8,602 -,--- -,--- 8,602
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 36,327 -,--- 43,948 80,275
Wechselverbindlichkeiten 0,142 -,--- -,--- 0,142
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 47,683 -,--- -,--- 47,683
549,495 1,314 43,948 594,757

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zum 31.12.2009 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 397,094 1,312 -,--- 398,406
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9,364 -,--- -,--- 9,364
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33,438 -,--- 42,471 75,909
Wechselverbindlichkeiten -,--- -,--- -,--- -,---
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22,847 -,--- -,--- 22,847
462,743 1,312 42,471 506,526

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Ansprüche der Kunden aus dem Kunden-Prämienprogramm der BayWa AG und weiterer Konzerngesellschaften enthalten. Gemäß IFRIC 13 sind die gewährten Prämien seitens des Unternehmens im Sinne des IAS 18.13 als einzeln abgrenzbarer Bestandteil eines Mehrkomponentengeschäfts (Haupt- und Nebenleistung) darzustellen. Bei der BayWa AG kommt die BayWa-Card zum Einsatz. Mit jedem Einkauf können Kunden Bonuspunkte sammeln, die dann in den BayWa-Filialen eingelöst werden können. Dabei wird dem Kunden mit jedem erworbenen Bonuspunkt ein Cent gutgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2010 entfällt ein Betrag von 0,919 Mio. Euro (Vorjahr: 0,775 Mio. Euro) auf noch nicht eingelöste Bonuspunkte.

(C.17.) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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zum 31.12.2010 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Soziale Sicherheit 2,392 -,--- -,--- 2,392
Erhaltene Zuschüsse 0,105 0,580 0,604 1,289
Übrige Verbindlichkeiten inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 70,235 0,744 0,356 71,335
72,732 1,324 0,960 75,016

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zum 31.12.2009 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Soziale Sicherheit 7,741 -,--- -,--- 7,741
Erhaltene Zuschüsse 0,251 0,843 1,210 2,304
Übrige Verbindlichkeiten inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 72,793 1,387 0,064 74,244
80,785 2,230 1,274 84,289

Die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab.

Bei den erhaltenen öffentlichen Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Zusammenhang mit Neuinvestitionen gewährt werden. Diese Zuschüsse werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 0,177 Mio. Euro (Vorjahr: 0,495 Mio. Euro). Diese wird unter dem sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.

(C.18.) Latente Steuerschulden

Die Abgrenzung passiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem "Temporary-Concept" des IAS 12. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Weitere Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern enthält Abschnitt D.8. "Ertragsteuern".

(C.19.) Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten

Bei den ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten von 33,007 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) handelt es sich vollständig um Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung der zur Veräußerung stehenden Windparks aufgenommen wurden.

(C.20.) Eventualschulden

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in Mio. Euro 2010 2009
Wechselobligo 4,402 5,188
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-,---) (-,---)
Bürgschaften 16,637 17,081
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-,---) (3,160)
Gewährleistungen 66,251 72,428
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-,---) (-,---)
Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter 12,439 1,116
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-,---) (0,500)

(C.21.) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den als Operate Lease ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen (C.2.) bestehen weitere, nachfolgend genannte finanzielle Verpflichtungen:

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in Mio. Euro 2010 2009
sonstige finanzielle Verpflichtungen
aus Rückkaufverpflichtungen 15,700 14,500
aus Haftsummen für Geschäftsanteile bei genossenschaftlichen Unternehmen 13,106 13,106

Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von 118,352 Mio. Euro (Vorjahr: 96,490 Mio. Euro) bestehen für den Erwerb von Sachanlagen (Immobilien, Fahrzeuge) und Vorräten.

(C.22.) Finanzinstrumente

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Finanzinstrument nach IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet und entsprechend behandelt. Finanzielle Vermögenswerte stellen im BayWa-Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzinvestitionen und flüssige Mittel dar. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Im BayWa-Konzern sind dies insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die finanziellen Vermögenswerte erstrecken sich auf folgende Klassen:

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind vor allem Finanzinvestitionen, also Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem Börsenkurs bzw. Marktpreis ergibt, soweit ein aktiver Markt eine realistische Bewertung zulässt. Die überwiegende Zahl der Vermögenswerte in dieser Kategorie wird nicht auf einem aktiven Markt gehandelt. Da die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode ebenfalls nicht möglich war, erfolgte die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten als bester Nachweis für den beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital in einer "Available-for-Sale"-Rücklage erfasst. Beim Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Gibt es objektive Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung, erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung.

Kredite und Forderungen (LaR): Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden Kredite und Forderungen in der Bilanz ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sie haben im BayWa-Konzern überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste werden direkt im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden.

Kassenbestände und Bankguthaben (Cash): Kassenbestände und Bankguthaben haben eine Laufzeit von maximal einem Jahr. Per Definition entspricht ihr Buchwert auch dem beizulegenden Zeitwert. Sie stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung überein.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Bedingungen eines Sicherungsinstruments erfüllen. Grundlage der Bewertung ist der Markt- bzw. Börsenwert. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Option, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt.

Die finanziellen Verbindlichkeiten erstrecken sich auf folgende Klassen:

Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC): Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert sind nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste sind direkt im Konzernergebnis erfasst.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT): In dieser Kategorie sind derivative Finanzinstrumente auszuweisen, die nicht in eine wirksame Sicherungsstrategie nach IAS 39 eingebunden sind und deren Marktwert aus der Folgebewertung zu einem negativen beizulegenden Zeitwert geführt hat. Die Marktwertveränderungen sind erfolgswirksam über das Konzernergebnis erfasst. Die Bewertung erfolgt zum Markt-/Börsenwert.

Daneben kommen im BayWa-Konzern auch Fair-Value-Hedges zur Absicherung von Vorräten durch Warentermingeschäfte zum Einsatz. Hierbei werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der zugeordneten Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst.

Die Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt.

Zur Absicherung, insbesondere der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Zins- und Währungsrisiken, werden im BayWa-Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Anwendung gelangen vor allem Caps, Swaps und Warentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem positiven oder negativen Marktwert.

Der BayWa-Konzern wickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in überwiegendem Umfang im Euro-Raum ab. Dementsprechend haben Fremdwährungen im Konzern eine untergeordnete Bedeutung. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen ungarischen Gesellschaften beziehen sich fast ausnahmslos auf den ungarischen Währungsraum. Geschäfte in ausländischer Währung werden vereinzelt im Agrarhandel, Bezugsaktivitäten überwiegend in der Gemeinschaftswährung abgeschlossen. Erfolgen dennoch Fremdwährungstermingeschäfte, so werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft gesichert. Da für diese Geschäfte kein effektiver Sicherungszusammenhang besteht, werden die Marktwerte anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden zum 31. Dezember 2010 Derivatgeschäfte in US-Dollar.

Im Rahmen des Finanzmanagements tätigt der Konzern in erster Linie die Aufnahme kurzfristiger Termingelder auf dem Kapitalmarkt. Die Mittelbeschaffung erfolgt jeweils auf dem regionalen Markt der operierenden Einheit. Dadurch ist der BayWa-Konzern in erster Linie einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet der Konzern durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen durch den Abschluss von Zinsswaps, -caps oder -collars. Die volumenmäßige Sicherung umfasst dabei stets nur einen Sockelbetrag der aufgenommenen Fremdmittel. Da kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Zinsderivate jeweils getrennt zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt.

Im BayWa-Konzern werden Warentermingeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Geschäften handelt es sich, soweit IAS 39 einschlägig ist, um Fair-Value-Hedges, für die ein effektiver Sicherungszusammenhang gegeben ist.

Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen den Bilanzpositionen und den IFRS-7-Klassen bzw. IAS-39-Bewertungskategorien, aufgegliedert in der Folgebewertung nach "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem ein Dritter die Rechte und Pflichten aus diesem Finanzinstrument übernehmen würde.

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zum 31.12.2010 in Mio. Euro IAS-39- Kategorie bzw. IFRS-7- Klasse Buchwert 31.12.2010 Folgebewertung Keine IFRS-7- Klasse
Fortgeführte Anschaffungs- kosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
At-Equity-bilanzierte Anteile AfS 45,733 45,733 -,--- -,--- -,---
Übrige Finanzanlagen AfS 174,246 147,467 26,779 -,--- -,---
Übrige Finanzanlagen LaR 38,361 38,361 -,--- -,--- -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 2,156 2,156 -,--- -,--- -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte LaR 14,654 14,276 -,--- -,--- 0,378
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere FAHfT 1,841 -,--- -,--- 1,841 -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 465,402 465,402
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Aktiva LaR 195,235 190,683 -,--- -,--- 4,552
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Derivate FAHfT 2,304 -,--- -,--- 2,304 -,---
Flüssige Mittel Cash 28,208 28,208 -,--- -,--- -,---
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden FLAC 269,077 269,077 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 2,157 2,157 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 45,262 45,262 -,--- -,--- -,---
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 2,284 0,601 -,--- -,--- 1,683
Derivate FLHfT 0,169 -,--- -,--- 0,169 -,---
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden FLAC 537,675 537,675 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 0,558 0,558 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 549,495 549,495 -,--- -,--- -,---
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 72,732 69,612 -,--- -,--- 3,120
Derivate FLHfT 3,748 -,--- -,--- 3,748 -,---
Aggregiert nach IAS-39-Kategorie/IFRS-7-Klasse
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte AfS 219,979 193,200 26,779 -,--- -,---
Kredite und Forderungen LaR 715,808 710,878 -,--- -,--- 4,930
Kassenbestände und Bankguthaben Cash 28,208 28,208 -,--- -,--- -,---
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 4,145 -,--- -,--- 4,145 -,---
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert FLAC 1.479,240 1.474,437 -,--- -,--- 4,803
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 3,917 -,--- -,--- 3,917 -,---

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zum 31.12.2009 in Mio. Euro IAS-39- Kategorie bzw. IFRS-7- Klasse Buchwert 31.12.2009 Folgebewertung Keine IFRS-7- Klasse
Fortgeführte Anschaffungs- kosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
At-Equity-bilanzierte Anteile AfS 37,961 37,961 -,--- -,--- -,---
Übrige Finanzanlagen AfS 166,620 155,405 11,215 -,--- -,---
Übrige Finanzanlagen LaR 21,962 21,962 -,--- -,--- -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 0,813 0,813 -,--- -,--- -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte LaR 15,028 14,747 -,--- -,--- 0,281
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere FAHfT 1,864 -,--- -,--- 1,864 -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 391,641 391,641 -,--- -,--- -,---
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Aktiva LaR 176,959 173,668 -,--- -,--- 3,291
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Derivate FAHfT 1,388 -,--- -,--- 1,388 -,---
Flüssige Mittel Cash 19,723 19,723 -,--- -,--- -,---
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden FLAC 74,119 74,119 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 1,790 1,790 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 43,783 43,783 -,--- -,--- -,---
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 3,504 1,388 -,--- -,--- 2,116
Derivate FLHfT 0,092 -,--- -,--- 0,092 -,---
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden FLAC 590,485 590,485 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing FLAC 0,465 0,465 -,--- -,--- -,---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 462,743 462,743 -,--- -,--- -,---
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 80,785 76,445 -,--- -,--- 4,340
Derivate FLHfT 0,810 -,--- -,--- 0,810 -,---
Aggregiert nach IAS-39-Kategorie/IFRS-7-Klasse
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte AfS 204,581 193,366 11,215 -,--- -,---
Kredite und Forderungen LaR 606,403 602,831 -,--- -,--- 3,572
Kassenbestände und Bankguthaben Cash 19,723 19,723 -,--- -,--- -,---
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 3,252 -,--- -,--- 3,252 -,---
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert FLAC 1.257,674 1.251,218 -,--- -,--- 6,456
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 0,902 -,--- -,--- 0,902 -,---

Nettogewinne und Nettoverluste

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar.

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2010 in Mio. Euro Aktiva Passiva
Kategorie FAHfT AfS LaR Cash FLHfT FLAC
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis
Equity-Bewertung von Beteiligungen -,--- 7,194 -,--- -,--- -,--- -,---
Erträge aus Beteiligungen -,--- 3,663 -,--- -,--- -,--- -,---
Aufwendungen aus Beteiligungen -,--- - 0,446 -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis aus Abgängen -,--- 4,494 -,--- -,--- -,--- -,---
Beteiligungsergebnis -,--- 7,711 -,--- -,--- -,--- -,---
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen -,--- 7,014 -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis aus Abgängen -,--- -1,901 -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen -,--- 5,113 -,--- -,--- -,--- -,---
Zinserträge -,--- -,--- 1,657 1,629
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung -,--- -,--- -,--- -,--- 0,188 -,---
Zinserträge Summe -,--- -,--- 1,657 1,629 0,188 -,---
Zinsaufwendungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -20,379
Zinsanteil Personalrückstellungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung -,--- -,--- -,--- -,--- - 0,143 -,---
Zinsaufwendungen Summe -,--- -,--- -,--- -,--- - 0,143 -20,379
Zinsergebnis -,--- -,--- 1,657 1,629 0,045 -20,379
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- 20,018 1,657 1,629 0,045 -20,379
Finanzergebnis
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis
Erträge aus Sicherungsgeschäften 3,225 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen -,--- -,--- 5,402 -,--- -,--- -,---
Aufwand aus Sicherungsgeschäften - 3,482 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen -,--- -,--- - 7,369 -,--- -,--- -,---
Summe Nettogewinne/-verluste - 0,257 -,--- - 1,967 -,--- -,--- -,---
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren -,--- - 1,384 -,--- -,--- -,--- -,---
Währungsumrechnung -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- - 1,384 -,--- -,--- -,--- -,---

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2010 in Mio. Euro Passiva Gesamt Überleitung
Kategorie keine Zuordnung Kein FI Finanzinstrument
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis
Equity-Bewertung von Beteiligungen -,--- 7,194 -,--- 7,194
Erträge aus Beteiligungen -,--- 3,663 -,--- 3,663
Aufwendungen aus Beteiligungen -,--- - 0,446 -,--- - 0,446
Ergebnis aus Abgängen -,--- 4,494 -,--- 4,494
Beteiligungsergebnis -,--- 7,711 -,--- 7,711
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen -,--- 7,014 -,--- 7,014
Ergebnis aus Abgängen -,--- - 1,901 -,--- - 1,901
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen -,--- 5,113 -,--- 5,113
Zinserträge -,--- 3,286 3,286
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung -,--- 0,188 -,--- 0,188
Zinserträge Summe -,--- 3,474 -,--- 3,474
Zinsaufwendungen -,--- -20,379 -,--- -20,379
Zinsanteil Personalrückstellungen -,--- -,--- -24,669 -,---
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung -,--- - 0,143 -,--- - 0,143
Zinsaufwendungen Summe -,--- -20,522 -24,669 -20,522
Zinsergebnis -,--- -17,048 -24,669 -17,048
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- 2,970 -24,669 2,970
Finanzergebnis -21,699
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis
Erträge aus Sicherungsgeschäften -,--- 3,225
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen -,--- 5,402
Aufwand aus Sicherungsgeschäften -,--- - 3,482
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen -,--- - 7,369
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- - 2,224
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren -,--- - 1,384
Währungsumrechnung 0,732 0,732
Summe Nettogewinne/-verluste 0,732 - 0,652

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2009 in Mio. Euro Aktiva Passiva
Kategorie FAHfT AfS LaR Cash FLHfT FLAC
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis
Equity-Bewertung von Beteiligungen -,--- 1,747 -,--- -,--- -,--- -,---
Erträge aus Beteiligungen -,--- 3,111 -,--- -,--- -,--- -,---
Aufwendungen aus Beteiligungen -,--- - 0,046 -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis aus Abgängen -,--- 0,434 -,--- -,--- -,--- -,---
Beteiligungsergebnis -,--- 3,499 -,--- -,--- -,--- -,---
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen 0,070 5,892 -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis aus Abgängen 2,187 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen 2,257 5,892 -,--- -,--- -,--- -,---
Zinserträge -,--- -,--- 1,931 2,316 -,--- -,---
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- 0,148
Zinserträge Summe -,--- -,--- 1,931 2,316 -,--- 0,148
Zinsaufwendungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -18,971
Zinsanteil Personalrückstellungen -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung -,--- -,--- -,--- -,--- - 0,353 -,---
Zinsaufwendungen Summe -,--- -,--- -,--- -,--- - 0,353 -18,971
Zinsergebnis -,--- -,--- 1,931 2,316 - 0,353 -18,823
Summe Nettogewinne/-verluste 2,257 11,138 1,931 2,316 - 0,353 -18,823
Finanzergebnis
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis
Erträge aus Sicherungsgeschäften 9,413 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen -,--- -,--- 5,866 -,--- -,--- -,---
Aufwand aus Sicherungsgeschäften - 8,044 -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen -,--- -,--- - 7,836 -,--- -,--- -,---
Summe Nettogewinne/-verluste 1,369 -,--- - 1,970 -,--- -,--- -,---
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren -,--- 1,278 -,--- -,--- -,--- -,---
Währungsumrechnung -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- 1,278 -,--- -,--- -,--- -,---

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2009 in Mio. Euro Passiva Gesamt Überleitung
Kategorie keine Zuordnung Kein FI Finanzinstrument
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis
Equity-Bewertung von Beteiligungen -,--- 1,747 -,--- 1,747
Erträge aus Beteiligungen -,--- 3,111 -,--- 3,111
Aufwendungen aus Beteiligungen -,--- - 0,046 -,--- - 0,046
Ergebnis aus Abgängen -,--- 0,434 -,--- 0,434
Beteiligungsergebnis -,--- 3,499 -,--- 3,499
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen -,--- 5,962 -,--- 5,962
Ergebnis aus Abgängen -,--- 2,187 -,--- 2,187
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen -,--- 8,149 -,--- 8,149
Zinserträge -,--- 4,247 -,--- 4,247
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung -,--- 0,148 -,--- 0,148
Zinserträge Summe -,--- 4,395 -,--- 4,395
Zinsaufwendungen -,--- -18,971 -,--- -18,971
Zinsanteil Personalrückstellungen -,--- -,--- -25,359 -,---
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung -,--- - 0,353 -,--- - 0,353
Zinsaufwendungen Summe -,--- -19,324 -25,359 -19,324
Zinsergebnis -,--- -14,929 -25,359 -14,929
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- - 1,534 -25,359 - 1,534
Finanzergebnis -26,893
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis
Erträge aus Sicherungsgeschäften -,--- 9,413
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen -,--- 5,866
Aufwand aus Sicherungsgeschäften -,--- - 8,044
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen -,--- - 7,836
Summe Nettogewinne/-verluste -,--- - 0,601
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren -,--- 1,278
Währungsumrechnung 1,373 1,373
Summe Nettogewinne/-verluste 1,373 2,651

In den Erträgen aus Beteiligungen sind die Dividendenzahlungen enthalten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Analyse der Fälligkeitstermine der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS-7-Klassen.

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2010 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC) 1.172,973 204,928 152,789 1.530,690
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 3,748 0,169 -,--- 3,917
1.176,721 205,097 152,789 1.534,607

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2009 in Mio. Euro Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC) 1.144,896 60,115 71,490 1.276,501
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 0,810 0,092 -,--- 0,902
1.145,706 60,207 71,490 1.277,403

Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC)" per 31. Dezember 2010 verteilen.

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in Mio. Euro Summe bis 6/2011 7-12/2011 2012-2015 > 2015
Zinsanteil 51,450 6,642 5,871 30,656 8,281
Tilgungsanteil 1.479,240 901,679 258,781 174,272 144,508
Summe 1.530,690 908,321 264,652 204,928 152,789

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 kommen im BayWa-Konzern Derivate im Rahmen von Fair Value Hedges für Warentermingeschäfte sowie Absicherungsgeschäfte für Zins- und Währungsrisiken in Form von Collars, Caps und Swaps zum Einsatz. Die beizulegenden Zeitwerte sind aus der angeführten Tabelle ersichtlich. Im Berichtsjahr sind Verluste in Höhe von 3,482 Mio. Euro und Gewinne in Höhe von 3,225 Mio. Euro im Rahmen der Zeitwertermittlung in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Fristigkeiten der Marktwerte für die derivativen Finanzinstrumente des Geschäftsjahres dargestellt.

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31.12.2010 Marktwerte
in Mio. Euro Gesamt Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Aktiva
Zinssicherungsgeschäfte 1,092 1,092 -,--- -,---
Waren- und Devisensicherungsgeschäfte 1,212 1,212 -,--- -,---
2,304 2,304 -,--- -,---
Passiva
Zinssicherungsgeschäfte 0,169 -,--- 0,169 -,---
Waren- und Devisensicherungsgeschäfte 3,748 3,748 -,--- -,---
3,917 3,748 0,169 -,---

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31.12.2009 Marktwerte
in Mio. Euro Gesamt Restlaufzei bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzei über fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Aktiva
Zinssicherungsgeschäfte 0,680 0,680 -,--- -,---
Waren- und Devisensicherungsgeschäfte 0,708 0,708 -,--- -,---
1,388 1,388 -,--- -,---
Passiva
Zinssicherungsgeschäfte 0,401 0,309 0,092 -,---
Waren- und Devisensicherungsgeschäfte 0,501 0,501 -,--- -,---
0,902 0,810 0,092 -,---

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit gegenläufigen Wertentwicklungen aus möglichen Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den der Konzern bei vorzeitiger Glattstellung des Derivatgeschäfts bezahlen müsste oder bekommen würde.

(C.23.) Risikomanagement

Chancen- und Risikomanagement

Die Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte "Risk Board". Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Der BayWa-Konzern nutzt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, er trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Im BayWa-Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden.

Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand der BayWa AG verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns.

Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement im BayWa-Konzern

Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung der Konzernunternehmen als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Dies versetzt die Unternehmensleitung der Konzernunternehmen in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter trägt maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten des Konzerns aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten jedoch den BayWa-Konzern weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns ist sehr stark auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie der BayWa-Konzern in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten.

Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig.

Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. So führten in Deutschland Investitionsanreize zu Beginn der 1990er-Jahre zu einem Bauboom, insbesondere in den neuen Bundesländern, dem anschließend ein lang anhaltender Abschwung mit einer strukturellen Kapazitätsbereinigung folgte. Die Abschaffung der Eigenheimzulage führte zu einer weiteren Abschwächung im privaten Wohnungsbau. Bis heute liegt die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 1990er-Jahre. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt der BayWa-Konzern mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt der BayWa-Konzern somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion des BayWa-Konzerns vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist der BayWa-Konzern auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und Erbauung von Solaranlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Aktienkurschancen und -risiken

Das Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Konzerns, insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, aus kurzfristigen Kreditaufnahmen sowie aus den im Berichtsjahr platzierten Schuldscheindarlehen. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzen die BayWa-Konzernunternehmen derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Konzern abbilden können. Aufgrund der variablen Verzinsung der Schuldscheindarlehen ist es zu keiner Erhöhung der Zinsrisiken für den Konzern gekommen.

Zinsänderungsrisiko

Im Geschäftsjahr liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 1,8 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 2,8 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 6,572 Mio. Euro führen, eine Veränderung dieses Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 0,8 Prozent würde zu einem geringeren Zinsaufwand in Höhe von 6,572 Mio. Euro führen.

Regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Subventionen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die Konzernunternehmen bilden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten.

Kreditrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht den Konzernunternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Kreditrisiken bestehen im ökonomischen Verlust eines finanziellen Vermögenswerts, im Ausfall der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Vertragspartners und seiner Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration auf wenige Vertragspartner (Klumpenrisiken). Kreditrisiken können in den IFRS-7-Klassen "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)", "Kredite und Forderungen (LaR)" und "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" eintreten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): In dieser Klasse befinden sich hauptsächlich Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere. Diese finanziellen Vermögenswerte unterliegen über die in dieser Klasse bisher getätigten Wertberichtigungen hinaus keinem weiteren Kreditrisiko. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Der BayWa-Konzern erachtet dieses als nicht bedeutend.

Kredite und Forderungen (LaR): Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge tritt der Konzern in ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Der Ausgleich erfolgt durch Übernahme und Vermarktung der Ernte. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet die Risikominimierung hierfür, aber auch für die übrigen Geschäftsbereiche. Dies geschieht durch die Installierung und laufende Überwachung von Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse.

Kassenbestände und Bankguthaben (Cash): Zu dieser Klasse gehören vor allem Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzen Restlaufzeit. Es bestehen keine Kreditrisiken.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): In dieser Kategorie befinden sich derivative Finanzinstrumente, die im BayWa-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten werden. Die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente sind vorwiegend international tätige Kreditinstitute, die über ein gutes, von einer externen Ratingagentur vergebenes Kreditrating verfügen. Darüber hinaus sind in dieser Klasse von Vermögenswerten in geringem Umfang Wertpapiere enthalten. Derzeit bestehen in dieser Klasse keine überfälligen Zahlungen oder Wertberichtigungen aufgrund von Ausfällen.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und 2010 erstmalig Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit und auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrukturen berücksichtigen dabei auch die Saisonalität der Geschäftstätigkeit. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Durch die im Jahr 2010 ausgegebenen Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von 5 und 7 Jahren wurde die mittel- bis langfristige Liquidität gesichert und die Liquiditätsrisiken gegenüber der kurzfristigen Finanzierung der Vorjahre reduziert.

Rating des Konzerns

Die Bonität der BayWa-Gruppe wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle, wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Auch während der Finanzkrise hatte der BayWa-Konzern zu keiner Zeit Schwierigkeiten, sich am Finanzmarkt Liquidität zu beschaffen. Im Gegenteil, der gute Ruf der BayWa hat es ihr ermöglicht, zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 200 Mio. Euro zu emittieren, die mehrfach überzeichnet waren. Dabei verzichtet die BayWa aus Kosten-Nutzen-Abwägungen bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Der BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet der BayWa-Konzern, indem er seinen Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert der BayWa-Konzern die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählen die Unternehmen des BayWa-Konzerns zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert der BayWa-Konzern aber auch einen großen Teil seiner zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Konzerngesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst.

Der Jahresabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert.

Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung sicherzustellen.

(D.) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

(D.1.) Umsatzerlöse

Die Erfassung von Umsätzen und Erträgen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Umsätze und Erträge werden abzüglich der Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen.

Die Gliederung nach Unternehmensbereichen und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung (Abschnitt E.2.) ersichtlich. Aufgrund der diversifizierten Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente werden intersegmentäre Umsätze nur in unwesentlichem Umfang getätigt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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in Mio. Euro 2010 2009
Ware 7.840,478 7.191,902
Dienstleistung 62,510 68,342
7.902,988 7.260,244

(D.2.) Sonstige betriebliche Erträge

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in Mio. Euro 2010 2009
Mieteinnahmen 23,471 22,574
Erträge aus Anlageabgängen 31,721 29,470
Erträge aus der Auflösung negativer Goodwill 0,102 6,515
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 11,669 7,424
Kostenerstattungen 14,762 12,713
Mitarbeiterbereitstellung 4,001 3,767
Werbezuschüsse 5,133 4,293
Kursgewinne 3,225 9,413
Eingänge abgeschriebene Forderungen/Auflösung von Wertberichtigungen 5,402 5,866
Übrige Erträge 27,719 29,741
127,205 131,776

Die übrigen Erträge umfassen Lizenzerträge und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die Mieteinnahmen verstehen sich inklusive den Erlösen aus Nebenkosten.

(D.3.) Materialaufwand

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in Mio. Euro 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.793,670 6.118,055
Aufwendungen für bezogene Leistungen 51,253 49,435
Vertriebsaufwand 92,101 76,774
6.937,024 6.244,264

(D.4.) Personalaufwand

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in Mio. Euro 2010 2009
Löhne und Gehälter 514,690 499,799
Aktienbasierte Vergütung 1,388 1,292
Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung und Abfertigung 44,075 46,388
(davon laufender Dienstzeitaufwand) (4,050) (3,966)
Soziale Abgaben 73,571 72,140
633,724 619,619

Die gesamten Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich nach Berechnung der Pensionsrückstellung nach IAS 19 auf 27,264 Mio. Euro (Vorjahr: 26,587 Mio. Euro). Davon werden der Teilbetrag in Höhe von 4,050 Mio. Euro unter dem Personalaufwand und der Teilbetrag von 23,214 Mio. Euro unter dem Zinsaufwand ausgewiesen.

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Anzahl 2010 2009
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 15.220 15.312
davon Gemeinschaftsunternehmen 82 155
Stand: 31. Dezember 16.432 16.177
davon Gemeinschaftsunternehmen 0 155

(D.5.) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Mio. Euro 2010 2009
Fuhrpark 45,376 40,421
Instandhaltung 38,974 36,022
Werbung 34,513 34,112
Energie 29,239 29,768
Mieten 30,318 28,875
Aufwand für Fremdpersonal 20,804 16,501
Nachrichtenaufwand 12,017 12,485
Provisionen 9,985 11,112
Versicherungen 9,185 9,403
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 17,003 17,888
Abschreibungen/Wertberichtigungen auf Forderungen 7,369 7,836
EDV-Kosten 2,772 2,313
Reisespesen 7,379 6,767
Bürobedarf 6,878 6,482
Sonstige Steuern 6,109 5,803
Verwaltungsaufwand 4,434 5,533
Aus- und Fortbildung 6,544 5,819
Abbruch- und Entsorgungsaufwand 7,009 7,204
Kursverluste 3,482 8,044
Verluste aus Anlageabgängen 2,703 4,049
Übrige Aufwendungen 26,157 21,606
328,250 318,043

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Vertriebs- und sonstige Kosten wie die Absicherung für betriebliche Risiken.

(D.6.) Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und übriges Beteiligungsergebnis

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in Mio. Euro 2010 2009
Gewinn/Verlust aus at-Equity-bilanzierten Anteilen 7,194 1,747
Erträge aus verbundenen Unternehmen 0,936 0,602
Erträge aus dem Abgang von verbundenen Unternehmen 0,001 2,192
Sonstige Beteiligungserträge und ähnliche Erträge 14,258 8,877
Abschreibungen und sonstige Aufwendungen auf Finanzanlagen - 2,371 - 0,023
Übriges Beteiligungsergebnis 12,824 11,648
20,018 13,395

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.

(D.7.) Zinsertrag und Zinsaufwand

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in Mio. Euro 2010 2009
Zinsen und ähnliche Erträge 3,286 4,247
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,321) (0,422)
Zinsen aus Fair-Value-Bewertung 0,188 0,148
Zinsertrag 3,474 4,395
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 20,276 - 18,909
(davon an verbundene Unternehmen) (- 0,173) (- 0,066)
Zinsen aus Fair-Value-Bewertung - 0,143 - 0,352
Zinsanteil Finanzierungsleasing - 0,103 - 0,063
Zinsanteil der Zuführung zur Pensionsrückstellung und anderen Personalrückstellungen - 24,669 - 25,359
Zinsaufwand - 45,191 - 44,683
Zinsergebnis - 41,717 - 40,288

(D.8.) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern gliedern sich wie folgt:

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in Mio. Euro 2010 2009
Tatsächliche Steuern - 24,569 - 14,982
Latente Steuern 4,273 - 0,697
- 20,296 - 15,679

Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Daneben wurden 0,374 Mio. Euro (Vorjahr: 0,028 Mio. Euro) aktive latente Steuern erfolgsneutral mit der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 2,407 Mio. Euro (Vorjahr: 3,110 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von 3 Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 10,392 Mio. Euro wurden nicht gebildet, weil man nicht von deren Nutzbarkeit ausgeht. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. zum Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der Steuersatz der BayWa AG beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert 28,18 Prozent.

Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet:

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in Mio. Euro Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5,759 6,115 68,409 70,961
Finanzanlagen 12,625 13,699 3,511 2,576
Umlaufvermögen 4,272 1,099 2,330 3,129
Sonstige Aktiva -,--- 1,421 9,135 5,403
Steuerliche Verlustvorträge 12,799 9,606 -,--- -,---
Rückstellungen 55,549 57,244 2,086 5,757
Verbindlichkeiten 12,396 12,875 -,--- 0,141
Sonstige Passiva 2,097 0,154 1,677 1,185
WB Aktive Latente Steuern - 11,953 - 9,547 -,--- -,---
Saldierung - 6,115 - 6,140 - 6,115 - 6,140
Konsolidierungen 4,415 4,244 19,358 20,505
91,844 90,770 100,391 103,517

Der tatsächliche Steueraufwand liegt 4,260 Mio. Euro unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland nach der derzeit geltenden Rechtslage, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie unter Berücksichtigung der Gewerbesteuerbelastung auf das Konzernergebnis vor Steuern, ergeben würde. Der rechnerische Steuersatz für die tatsächlichen Steuern von 28,18 Prozent ermittelt sich aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie der durchschnittlichen effektiven Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 12,35 Prozent. Passive latente Steuern für Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen wurden insoweit nicht bilanziert, da die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es daher wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen in Höhe von 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) wurden passive latente Steuern nicht gebildet.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom rechnerischen Steueraufwand gemäß Konzernsteuersatz zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:

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in Mio. Euro 2010 2009
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 87,138 75,071
Rechnerischer Steueraufwand bei Steuersatz von 28,18 Prozent 24,556 21,155
Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen - 1,356 - 1,192
Periodenfremde Steuern - 0,938 0,318
Veränderung permanente Differenzen - 1,080 - 0,206
Steuereffekt wegen steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 0,743 0,995
Gewerbesteuerliche Kürzungen und Hinzurechnungen - 1,074 - 1,574
Endkonsolidierungseffekt 2,463 - 0,617
Steuerfreie Einnahmen - 4,645 - 5,732
Veränderung Wertberichtigung für aktive latente Steuern 2,405 3,468
Steuereffekte aus Equity-Ergebnissen - 0,204 - 0,065
Sonstige steuerliche Effekte - 0,574 - 0,871
Ausgewiesene Ertragsteuer 20,296 15,679

(D.9.) Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter

Der anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 16,404 Mio. Euro (Vorjahr: 14,345 Mio. Euro) entfällt im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter der österreichischen Tochterunternehmen.

(D.10.) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ist das Ergebnis der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben.

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2010 2009
Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter in Mio. Euro 50,438 45,047
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien Stück 34.085.040 33.949.562
Unverwässertes Ergebnis je Aktie Euro 1,48 1,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie Euro 1,48 1,33
Vorgeschlagene Dividende je Aktie Euro 0,50 0,40

(E.) Weitere Angaben

(E.1.) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des BayWa-Konzerns

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des BayWa-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, also Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel sind aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im Euro-Raum von untergeordneter Bedeutung und werden deshalb nicht separat dargestellt. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Entsprechend den Vorgaben des IAS 7 wird die Kapitalflussrechnung in Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt. Diesen Cashflow erhält man durch Bereinigung von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträgen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt und umfasst die zahlungswirksamen Veränderungen im Konzernanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt und umfasst in erster Linie die zahlungswirksamen Veränderungen zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs und die Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Im Rahmen der indirekten Ermittlung wurden Veränderungen aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen eliminiert, da diese nicht zahlungswirksam sind. Daher ist ein Abgleich dieser Angaben mit den entsprechenden Werten in der Konzernbilanz nicht möglich.

(E.2.) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Aufteilung des Geschäftsbetriebs auf Segmente

Die Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa-Konzerns. Die Gliederung der Segmente folgt den Vorschriften des IFRS 8. Diese werden so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - in entsprechenden Berichten regelmäßig vorgelegt werden und so die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Damit ergibt sich eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Gegenüber dem Vorjahresabschluss wird als zusätzliches Subsegment bzw. zusätzliche Sparte des Segments Agrar das Subsegment "Obst" ausgewiesen, welches bislang im Subsegment "Agrarhandel" enthalten war. Weiterhin werden sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen für das Geschäftsjahr 2010 erstmalig in einer gesonderten Spalte der Segmentberichterstattung gezeigt und nicht mehr, wie noch in den Vorjahren, auf die einzelnen Segmente verteilt. Um die Vergleichbarkeit der Segmentberichterstattung mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurde die Vorjahresdarstellung entsprechend angepasst.

Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern

Im Subsegment Agrarhandel bedient der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette für die Produktion landwirtschaftlicher Güter. Dies umfasst die Lieferung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut und Futtermittel. Ebenfalls dem Agrarhandel zuzuordnen ist die Erfassung und Vermarktung von pflanzlichen Erzeugnissen. In der Sparte Technik werden neben dem Vertrieb von landwirtschaftlichen oder kommunalen Maschinen und Anlagen auch Werkstätten für Serviceleistungen betrieben. Im Subsegment Obst werden die Tätigkeiten des Konzerns im Bereich des Obsthandels zusammengefasst.

Im Subsegment Baustoffe ist der Vertrieb von Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau ausgewiesen. Die Sparte Bau & Gartenmarkt beinhaltet die Tätigkeiten im Einzelhandel.

Das Subsegment Energie beinhaltet im Wesentlichen den Handel von Mineralölen, Brennstoffen und Schmierstoffen sowie das Tankstellengeschäft. Das Subsegment Regenerative Energien bündelt die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der regenerativen Energien. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Projektentwicklung sowie im Handel und im Angebot von Dienstleistungen für den Anlagenbetrieb von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen.

Das Segment Sonstige Aktivitäten erfasst über die zugeordneten Tochtergesellschaften überwiegend den Handel mit Konsumgütern.

Neben den in den Subsegmenten ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten dargestellt. Die Umsätze mit anderen Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Subsegment ausgewiesen. Dies gilt ebenso für das Segmentvermögen mit der separaten Darstellung der Vorräte und die Segmentverbindlichkeiten. Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Subsegmente aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Subsegment im Jahresdurchschnitt.

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern

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in Mio. Euro 31.12.2010 Agrarhandel Obst Agrartechnik Agrar Baustoffe Bau & Gartenmarkt
Umsatzerlöse mit Dritten 2.528,981 102,820 873,317 3.505,118 1.370,829 532,266
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 267,817 7,094 274,911 11,529 30,336
Umsatzerlöse gesamt 2.796,798 102,820 880,411 3.780,029 1.382,358 562,602
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 76,753 5,464 19,743 101,960 25,281 22,205
Abschreibungen/Zuschreibungen - 27,364 - 1,729 - 8,964 - 38,057 - 16,742 - 12,411
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 49,389 3,735 10,779 63,903 8,539 9,794
Finanzergebnis - 16,386 - 0,271 - 8,661 - 25,318 - 5,482 - 4,641
davon: Zinsergebnis - 16,386 - 0,271 - 8,661 - 25,318 - 5,482 - 4,641
davon: Equity-Ergebnis -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis vor Steuern (EBT) 33,003 3,464 2,118 38,585 3,057 5,153
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresüberschuss
Vermögen 1.032,378 52,736 363,388 1.448,502 500,311 352,186
Vorräte 492,366 2,179 172,660 667,205 112,534 110,238
Schulden 623,416 17,112 343,533 984,061 328,828 168,799
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 41,973 3,509 11,973 57,455 26,593 17,685
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 3.675 186 2.776 6.637 4.085 2.477

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in Mio. Euro 31.12.2010 Bau Energie Regenerative Energien Energie Sonstige Aktivitäten Überleitung
Umsatzerlöse mit Dritten 1.903,095 2.103,699 254,823 2.358,522 136,253
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 41,865 104,959 12,875 117,834 57,873 - 492,483
Umsatzerlöse gesamt 1.944,960 2.208,658 267,698 2.476,356 194,126 - 492,483
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 47,486 17,586 24,153 41,739 58,923 - 21,927
Abschreibungen/Zuschreibungen - 29,153 - 8,299 - 3,100 - 11,399 - 17,104 - 3,613
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 18,333 9,287 21,053 30,340 41,819 - 25,540
Finanzergebnis - 10,123 - 0,040 - 0,733 - 0,773 35,137 - 20,622
davon: Zinsergebnis - 10,123 - 0,040 - 4,507 - 4,547 - 0,655 - 1,074
davon: Equity-Ergebnis -,--- -,--- 0,641 0,641 6,553 -,---
Ergebnis vor Steuern (EBT) 8,210 9,247 16,546 25,793 41,164 - 26,614
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresüberschuss
Vermögen 852,497 230,998 487,102 718,100 1.079,984 - 845,832
Vorräte 22 2,772 31,735 72,355 104,090 81,576 - 13,314
Schulden 497,627 306,247 466,429 772,676 515,572 - 522,209
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 44,278 11,246 44,050 55,296 9,371 -,---
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 6.562 940 252 1.192 829

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in Mio. Euro 31.12.2010 Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 7.902,988
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten
Umsatzerlöse gesamt 7.902,988
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 228,181
Abschreibungen/Zuschreibungen - 99,326
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 128,855
Finanzergebnis - 21,699
davon: Zinsergebnis - 41,717
davon: Equity-Ergebnis 7,194
Ergebnis vor Steuern (EBT) 87,138
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 20,296
Jahresüberschuss 66,842
Vermögen 3.253,251
Vorräte 1.062,329
Schulden 2.247,727
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 166,400
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 15.220

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern

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in Mio. Euro 31.12.2009 Agrarhandel Obst Agrartechnik Agrar Baustoffe Bau & Gartenmarkt
Umsatzerlöse mit Dritten 2.359,862 83,338 826,621 3.269,821 1.326,980 449,090
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 258,454 5,146 263,600 8,658 26,725
Umsatzerlöse gesamt 2.618,316 83,338 831,767 3.533,421 1.335,638 475,815
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 56,688 4,436 21,225 82,349 32,407 22,757
Abschreibungen/Zuschreibungen - 28,692 - 1,268 - 8,196 - 38,156 - 19,646 - 11,334
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 27,996 3,168 13,029 44,193 12,761 11,423
Finanzergebnis - 16,985 - 0,010 - 9,121 - 26,116 - 7,389 - 5,025
davon: Zinsergebnis - 16,985 - 0,010 - 9,121 - 26,116 - 7,389 - 5,025
davon: Equity-Ergebnis -,--- -,--- -,--- -,--- -,--- -,---
Ergebnis vor Steuern (EBT) 11,011 3,158 3,908 18,077 5,372 6,398
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresüberschuss
Vermögen 941,536 30,031 382,825 1.354,392 527,852 334,798
Vorräte 409,315 2,589 182,648 594,552 105,670 104,833
Schulden 611,211 17,092 305,150 933,453 354,710 169,724
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 39,938 2,660 11,807 54,405 14,216 21,913
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 3.542 186 2.758 6.486 4.217 2.246

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in Mio. Euro 31.12.2009 Bau Energie Regenerative Energien Energie Sonstige Aktivitäten Überleitung
Umsatzerlöse mit Dritten 1.776,070 1.825,018 12,461 1.837,479 376,874
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 35,383 83,708 83,708 48,630 - 431,321
Umsatzerlöse gesamt 1.811,453 1.908,726 12,461 1.921,187 425,504 - 431,321
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 55,164 24,236 1,954 26,190 70,242 - 24,219
Abschreibungen/Zuschreibungen - 30,980 - 8,230 - 0,176 - 8,406 - 16,244 - 0,581
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 24,184 16,006 1,778 17,784 53,998 - 24,800
Finanzergebnis - 12,414 - 0,616 - 0,056 - 0,672 30,405 - 18,096
davon: Zinsergebnis - 12,414 - 0,616 - 0,082 - 0,698 - 0,218 - 0,842
davon: Equity-Ergebnis -,--- -,--- - 0,067 - 0,067 1,814 -,---
Ergebnis vor Steuern (EBT) 11,770 15,390 1,696 17,086 53,780 - 25,642
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Jahresüberschuss
Vermögen 862,650 207,541 285,579 493,120 901,527 - 672,403
Vorräte 210,503 23,919 22,237 46,156 111,368 - 57,574
Schulden 524,434 280,771 127,982 408,753 527,067 - 411,901
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 36,129 9,718 40,677 50,395 66,342 -,---
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 6.463 949 23 972 1.391

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in Mio. Euro 31.12.2009 Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 7.260,244
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten
Umsatzerlöse gesamt 7.260,244
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 209,726
Abschreibungen/Zuschreibungen - 94,367
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 115,359
Finanzergebnis - 26,893
davon: Zinsergebnis - 40,288
davon: Equity-Ergebnis 1,747
Ergebnis vor Steuern (EBT) 75,071
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 15,679
Jahresüberschuss 59,392
Vermögen 2.939,286
Vorräte 905,005
Schulden 1.981,806
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 207,271
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 15.312

Segmentberichterstattung nach Regionen

Über die geforderte Berichterstattung nach IFRS 8 hinaus, in dem kein Sekundärsegment erforderlich ist, werden die Informationen zur Segmentberichterstattung nach Regionen auch weiterhin dargestellt. Hierbei richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden, wobei die Kernmärkte des Konzerns in Deutschland und Österreich liegen. Entsprechend werden diese beiden Länder gesondert gezeigt. Der Bereich übriges Ausland umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten des Konzerns in Osteuropa.

Segmentinformationen nach Regionen

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in Mio. Euro Umsatzerlöse Investitionen Vermögen
2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 5.159,850 4.872,823 121,974 176,080 2.177,084 2.003,522
Österreich 2.123,421 1.916,766 24,601 20,229 933,177 831,545
Übriges Ausland 619,717 470,655 19,825 10,962 142,990 104,219
Konzern 7.902,988 7.260,244 166,400 207,271 3.253,251 2.939,286

(E.3.) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die BayWa AG hat über ihre Gesellschaft Diermeier Energie GmbH, Straubing, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Geschäft mit Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoff, Holzpellets und AdBlue von der Diermeier GmbH & Cie. Mineralöl KG, Straubing, und der Hermann Diermeier KG, Straubing, erworben. Zusätzlich ist mit Wirkung zum 31. März 2011 der Erwerb weiterer Vermögensgegenstände von der Top Oil GmbH & Cie. Transport KG, Straubing, vertraglich vereinbart worden. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 5,457 Mio. Euro.

Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro Kaufpreis
Immaterielle Vermögenswerte 2,850
Sachanlagen und Vorräte 2,607
Gesamtkaufpreis 5,457

Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden.

Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Agrarhandelsgeschäft der Schnell & Söhne KG Agrarhandel, Schwabmünchen, übernommen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 3,000 Mio. Euro.

Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro Kaufpreis
Immaterielle Vermögenswerte 0,200
Sachanlagen und Vorräte 2,800
Gesamtkaufpreis 3,000

Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden.

Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft BayWa r.e U.S. LLC mit Wirkung zum 3. Januar 2011 80 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen Focused Energy LLC, Santa Fe in New Mexico, erworben. Focused Energy beliefert als Premiumanbieter im Bereich Photovoltaik(PV)-Systemintegration Installateure in den Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere auf den Kernmärkten Arizona, Kalifornien, Pennsylvania, New Mexico und Hawaii. Das Produktangebot umfasst hochwertige PV-Module, Wechselrichter und Montagesysteme. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte Focused Energy mit 14 Mitarbeitern Umsatzerlöse von 43 Mio. US-Dollar und ein positives EBIT von rund 4 Mio. US-Dollar. Die BayWa AG steigt mit dieser Akquisition in den dynamisch wachsenden US-Markt für Photovoltaikanlagen ein. Damit verschafft sich das Unternehmen Zugang zu einem der attraktivsten Wachstumsmärkte außerhalb Europas für diesen Bereich. Diese Übernahme ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Umsetzung der Wachstumsstrategie der BayWa bei den regenerativen Energien. Der vorläufige Kaufpreis für den Erwerb der Anteile an der Gesellschaft betrug 12,9 Mio. Euro. Die Kaufpreisallokation nach IFRS 3 war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht abgeschlossen.

Ein Konsortium unter der Führung der Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, erwirbt 89 Prozent an der österreichischen OMV Wärme VertriebsgmbH. Das Konsortium besteht aus der RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (51 Prozent), der "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT, Klagenfurt, Österreich (27 Prozent), und der BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich (11 Prozent). Der bisherige Alleineigentümer OMV Refining & Marketing GmbH zieht sich auf eine Finanzbeteiligung von 11 Prozent zurück. Der Erwerb dieser OMV-Gesellschaft ist Teil der Wachstumsstrategie des BayWa-Konzerns in ihren Kernsegmenten. Auch zukünftig will der Konzern durch den Zukauf von Mineralölhändlern im Segment Energie weiter wachsen. Aufgrund der noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigung wird im Übrigen auf Angaben im Sinne des IFRS 3 verzichtet.

Die Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, eine Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, und der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern AGRANA werden ihre im Bereich Fruchtsaftkonzentrat tätigen Tochtergesellschaften Ybbstaler Fruit Austria GmbH und AGRANA Juice Holding GmbH im Rahmen eines Joint Ventures zusammenlegen. Das Joint Venture, an dem AGRANA zu 50,01 Prozent beteiligt ist, wird zukünftig von dieser vollständig konsolidiert. Die RWA hält eine Beteiligung von 49,99 Prozent, die nach Ablauf von 5 Jahren auf 50 Prozent aufgestockt werden kann. Der Firmensitz des Joint Ventures wird Kröllendorf, Niederösterreich, sein. Die Zusammenlegung der beiden Fruchtsaftkonzentrat-Unternehmen trägt den sich verändernden Märkten Rechnung, auf denen in den letzten Jahren sowohl eine zunehmende Konsolidierung bei den Konzentratherstellern als auch bei den Getränkeabfüllern zu verzeichnen ist. Das Zusammengehen der beiden Gesellschaften stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf den zusehends globalen Fruchtsaftkonzentratmärkten und stellt einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung des BayWa-Konzerns dar. Aufgrund der noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigung wird im Übrigen auf Angaben im Sinne des IFRS 3 verzichtet.

Die BayWa AG wird über ihre Enkelgesellschaft RENERCO Renewable Energy Concepts AG 2 genehmigte und baureife Onshore-Windparks in Großbritannien von RWE Npower renewables, einer RWE Innogy Tochter, erwerben. Der Kaufpreis wird rund 17 Mio. Euro betragen. Die 2 genehmigten Projekte haben zusammen eine Leistung von 27 MW. Beide Onshore-Windparks - einer in England und einer in Schottland - sollen bis spätestens Ende 2012 fertiggestellt sein.

(E.4.) Rechtsstreitigkeiten

Die BayWa AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. besteht in angemessenem Umfang Versicherungsdeckung.

(E.5.) Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Entsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat.

Wir wurden am 12. November 2007 von der SKAGEN AS, Stavanger, Norwegen, informiert, dass der Fonds SKAGEN Global, welcher von der SKAGEN AS verwaltet wird, am 9. November 2007 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG überschritten hat und der Stimmrechtsanteil zu diesem Zeitpunkt 3,18 Prozent (1.076.340 Stimmrechte) beträgt.

Wir wurden am 7. August 2008 von S.W. Mitchell Capital LLP, London, England, informiert, dass S.W. Mitchell Capital LLP am 31. Juli 2008 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG unterschritten hat und an diesem Tag 2,9949 Prozent der Stimmrechte (was 977.740 Stimmrechten entspricht) gehalten hat. 2,9949 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG (berechnet aus 977.740 Stimmrechten) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der S.W. Mitchell Capital LLP zuzurechnen.

Die SMALLCAP World Fund, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 5. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von SMALLCAP World Fund, Inc., an den Stimmrechten der BayWa AG am 30. Dezember 2008 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt SMALLCAP World Fund, Inc., 2,96 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG (Stimmrechte, die aus 1.004.190 Stammaktien stammen).

Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 27. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Capital Research and Management Company an den Stimmrechten der BayWa AG am 23. Januar 2009 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt Capital Research and Management Company 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG. 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG wurden Capital Research and Management Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Am 30. Januar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH, Mödling, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der RWA Verbundservice GmbH an der BayWa AG am 30. Januar 2009 jeweils die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten und die RWA Verbundservice GmbH an diesem Tag 10,31 Prozent der Stimmrechte gehalten hat, was 3.500.625 Stimmen entspricht. Am 9. Februar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH mitgeteilt, dass Alleingesellschafterin der RWA Verbundservice GmbH die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien (Österreich), ist.

Die ,KORMUS' Holding GmbH, Wien, Österreich, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der ,KORMUS' Holding GmbH war ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 14,08 Prozent (das entspricht 4.770.940 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren ihr über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 30. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 30. September 2008 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese waren ihr über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H, Wien, Österreich, hat uns am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die ,KORMUS' Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,KORMUS' Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,KORMUS' Holding GmbH über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. kontrollierte Unternehmen zuzurechnen:

- RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und

- RWA Verbundservice GmbH

Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH kontrollierte Unternehmen zuzurechnen:

- RWA Verbundservice GmbH

Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden.

Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15,10, 5, und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt.

Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden."

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 15. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 5 Prozent am 7. Februar 2008 überschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 5,09 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.724.029 Stammaktien entspricht. 3,80 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG, was 1.286.829 Stammaktien entspricht, werden von SKAGEN Global verdipapirfond gehalten und sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 6 WpHG der SKAGEN AS zuzurechnen.

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 15. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 5 Prozent am 4. November 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 4,92 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.682.724 Stammaktien entspricht. 3,51 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG, was 1.201.141 Stammaktien entspricht, werden von SKAGEN Global verdipapirfond gehalten und sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 6 WpHG der SKAGEN AS zuzurechnen.

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 17. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Diese 2,45 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht, werden von SKAGEN Global verdipapirfond gehalten und sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 6 WpHG der SKAGEN AS zuzurechnen.

(E.6.) Nahestehende Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen jene Unternehmen und Personen, bei denen "eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben".

Maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 24 ist die Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens, aber nicht die Beherrschung dieser Politik. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, normalerweise durch einen Sitz im Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan, aber beispielsweise auch durch die Mitwirkung an der Unternehmenspolitik durch konzerninterne Geschäfte mit erheblichem Umfang, den Austausch von Führungspersonal oder durch die Abhängigkeit von technischen Informationen. Ein maßgeblicher Einfluss kann durch Anteilsbesitz, durch Satzung oder vertragliche Vereinbarungen begründet werden. Bei einem Anteilsbesitz wird ein maßgeblicher Einfluss gemäß den in IAS 28 "Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Vorschriften vermutet, wenn der Aktionär direkt oder indirekt 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, es sei denn, diese Vermutung kann eindeutig widerlegt werden. Unwiderlegbar vermutet wird dann ein maßgeblicher Einfluss, wenn die Politik des Unternehmens etwa durch eine entsprechende Besetzung der Aufsichtsorgane beeinflusst werden kann.

Bezogen auf den Aktionärskreis der BayWa AG beträfe die widerlegbare Vermutung eines maßgeblichen Einflusses die Stellung der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries. Hier kann aber dargelegt werden, dass es sich bei der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG um eine reine Finanzholding handelt, deren organisatorische und strukturelle Ausgestaltung nicht darauf ausgelegt ist, auf die BayWa Einfluss auszuüben. Darüber hinaus hat der Konzern mit der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG im Geschäftsjahr keine geschäftlichen Transaktionen im Sinne von IAS 24 durchgeführt, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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2010 in Mio. Euro Aufsichtsrat Vorstand Bayerische Raiffeisen- Beteiligungs-AG Nicht konsolidierte Gesellschaften > 50 % Nicht konsolidierte Gesellschaften > 20 % < 50 %
Forderungen 0 0 0 8 16
Verbindlichkeiten 0 0 0 9 2
Zinserträge 0 0 0 0 0
Zinsaufwendungen 0 0 0 0 0
Umsatzerlöse 0 0 0 12 98

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2009 in Mio. Euro Aufsichtsrat Vorstand Bayerische Raiffeisen- Beteiligungs-AG Nicht konsolidierte Gesellschaften > 50 % Nicht konsolidierte Gesellschaften > 20 % < 50 %
Forderungen 0 0 0 15 4
Verbindlichkeiten 0 0 0 6 4
Zinserträge 0 0 0 0 0
Zinsaufwendungen 0 0 0 0 0
Umsatzerlöse 0 0 0 10 71

Die mit den nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäftsvorfälle betreffen Warenverkäufe und Finanzierungen. Alle Geschäfte mit den genannten Unternehmen und Personen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der BayWa AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen, mit denen die BayWa AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.

(E.7.) Honorare des Konzernabschlussprüfers

Folgende Honorare des Konzernabschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden der BayWa AG und deren Tochtergesellschaften berechnet:

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in Mio. Euro 2010 2009
Für Abschlussprüfungen 0,585 0,545
Für andere Bestätigungsleistungen 0,056 0,026
Für Steuerberatungsleistungen 0,036 0,037
Für sonstige Leistungen 0,353 0,238

(E.8.) Organe der BayWa AG

Die Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats, Beirats und Vorstands sind auf den Seiten 1 bis 6 zu finden.

(E.9.) Gesamtbezüge des Vorstands und der Aufsichtsgremien

Die Vergütungen des Beirats betragen 0,083 Mio. Euro (Vorjahr: 0,083 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,463 Mio. Euro (Vorjahr: 0,321 Mio. Euro); davon sind 0,192 Mio. Euro (Vorjahr: 0,131 Mio. Euro) variabel. Die Bezüge des Vorstands summieren sich auf 7,281 Mio. Euro (Vorjahr: 5,352 Mio. Euro) und sind wie folgt ausgestaltet:

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in Mio. Euro 2010 2009
Gesamtbezüge des Vorstands 7,281 5,352
davon:
laufende Bezüge 5,109 3,711
geldwerte Vorteile 0,077 0,112
Zuweisungen zur Pensionsrückstellung 0,325 0,364
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1,770 1,165
Die laufenden Bezüge des Vorstands unterteilen sich in
fixe Gehaltsbestandteile 2,587 2,483
variable Gehaltsbestandteile kurzfristig 1,272 1,228
variable Gehaltsbestandteile langfristig 1,250 -,-

An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,259 Mio. Euro (Vorjahr: 3,281 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind mit 31,679 Mio. Euro (Vorjahr: 32,024 Mio. Euro) ausgewiesen.

In der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang bzw. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben.

(E.10.) Billigung des Konzernabschlusses und Offenlegung

Der Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2011 durch den Vorstand der BayWa AG zur Veröffentlichung freigegeben.

Folgende, in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen, wenden gemäß § 264 III HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:

- TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart

- BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München

- BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München

(E.11.) Gewinnverwendungsvorschlag

Die BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa-Konzerns weist in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 29. März 2011 festzustellenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 einen Bilanzgewinn von 17.052.270 Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

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0,50 Euro Dividende pro Stückaktie 17.052.270,00 Euro
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 Euro
17.052.270,00 Euro

Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt. Sie sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt. Dieser Teilbetrag wird zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

(E.12.) Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 4. August 2010 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.

München, den 28. Februar 2011

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Andreas Helber

Dr. Josef Krapf

Roland Schuler

Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes der BayWa AGzum 31. Dezember 2010

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent
In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich 51,1
AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien, Österreich 100,0
Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich 100,0
Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg 50,0
Aufwind Nuevas Energias Sociedad Limitada, Barcelona, Spanien 100,0
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Achtzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Neunzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn 100,0
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, Ahaus 100,0
Bayerische Futtersaatbau GmbH, Ismaning 72,7
BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München 100,0
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,0
BayWa r.e GmbH, München 100,0
BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich 51,0
BayWa-Tankstellen-GmbH, München 100,0
BOR s r.o., Choceň, Tschechische Republik 92,8
Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0
Claas Südostbayern GmbH, München 90,0
DRWZ-Beteiligungsgesellschaft mbH, München 64,3
EUROGREEN CZ s r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik 100,0
EUROGREEN GmbH, Betzdorf 100,0
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz 100,0
F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Unterpremstätten, Österreich 100,0
Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg (ehem. Mobau-Marba GmbH, Herten) 100,0
Garant-Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich 100,0
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Wien, Österreich 71,0
IFS S.r.l., Bozen, Italien 51,0
IPV Immobilien Projektentwicklungs- und Verwertungs- GmbH & Co. KG, München 100,0
Les Eoliennes de Saint Fraigne SARL, Strasbourg, Frankreich 24,51
Livas 1 EPE, Kalamata, Griechenland 94,0
Lukta Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
MHH France S.A.S., Toulouse, Frankreich 90,0
MHH Solartechnik GmbH, Tübingen 100,0
Net Environment S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
Neuilly Saint Front Energies SAS, Begles, Frankreich 70,0
r.e Biomethan GmbH, Regensburg 100,0
Raiffeisen Agro d.o.o., Beograd, Serbien 100,0
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0
Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 85,0
Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha, Österreich 89,9
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien, Österreich 100,0
RENERCO Beteiligungs GmbH, München 100,0
RENERCO Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0
Renerco Renewable Energy Concepts AG, München 87,8
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München 100,0
RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich 100,0
RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 50,02
RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Bratislava, Slowakei 100,0
Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden 94,5
Sempol spol. s r.o., Trnava, Slowakei 100,0
TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen 70,0
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart 100,0
Umspannwerk Gürtelkopf GmbH & Co. KG, München 100,0
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, München 100,0
Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH, München 100,0
Ventus Vorpommern GmbH & Co. Windpark 1 KG, München 100,0
Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld 100,0
Voyennes Energies SAS, Bègles, Frankreich 100,0
Wind am Speckberg GmbH, München 100,0
Wind Park Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen 54,0
Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald 25,01
Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Windpark Kamionka GmbH, Grünwald 100,0
Windpark Namborn GmbH & Co. KG, München 25,01
Windpark Wegeleben GmbH & Co. KG, München 100,0
WP EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG, München 100,0
Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich 100,0
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen 99,9
ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München 100,0
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
Agrarproduktenhandel GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,0
AgroMed Austria GmbH, Kremsmünster, Österreich 80,0
Agro-Property Kft., Kecskemét, Ungarn 100,0
Agrosaat d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100,0
Aufwind Biogas Betriebsgesellschaft mbH, München 100,0
Aufwind Schmack Nowa Energia Sp. z o.o., Poznań, Polen 90,0
Bautechnik Gesellschaft m.b.H., Linz, Österreich 100,0
BayWa Assekuranz-Vermittlung GmbH, München 100,0
BayWa CS GmbH, München 100,0
BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München 100,0
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0
BayWa InterOil Mineralölhandelsgesellschaft mbH, München 100,0
BayWa-Lager und Umschlags GmbH, München 100,0
Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach 100,0
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler Verwaltungs-GmbH, Mönchengladbach 100,0
Capella Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Celieno Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg 100,0
CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, München 100,0
Danufert Handelsgesellschaft mbH, Wien, Österreich 60,0
Danugrain GmbH, Krems an der Donau, Österreich 60,0
Diermeier Energie GmbH, Straubing 100,0
Donau-Tanklagergesellschaft mbH, Deggendorf 100,0
DTL Donau-Tanklagergesellschaft mbH & Co. KG, Deggendorf 100,0
Eoliennes de la Benate SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0
Felis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
GEM WIND FARM 1 Ltd., Manchester, Großbritannien 100,0
GEM WIND FARM 2 Ltd., Manchester, Großbritannien 100,0
Genam Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 71,0
Graninger & Mayr Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0
GVB Grundstücksverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0
GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0
HERA Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 51,0
Hungaro-Ybbstal Kft., Vesprém, Ungarn 100,0
Immobilia plus s r.o., Choceň, Tschechische Republik 100,0
Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun, Österreich 100,0
Jannis Beteiligungsgesellschaft mbH (ehem. BKN TechnikCenter GmbH), München 100,0
Karl Theis GmbH, München 100,0
Lesia a.s., Strážnice, Tschechische Republik 100,0
Magyar "Agrár-Ház" Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0
MD-Betriebs-GmbH, München 100,0
Menka Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
NOB-Betriebs-GmbH, München 100,0
Parco Solare Citrino S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Parco Solare Eliodoro S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Parco Solare Rubino S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Parco Solare Smeraldo S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Parco Solare Tobazio S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Parco Solare Zaffiro S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Polaris Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Prokyon Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Pyxis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Raiffeisen Trgovina d.o.o., Lenart, Slowenien 100,0
Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land, Hersbruck 52,0
RENERCO GEM 1 GmbH, München 100,0
RENERCO GEM 2 GmbH, München 100,0
RENERCO Sud-Est S.R.L, Bukarest, Rumänien 100,0
Renewable Energy Harvest Nine GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Ri-Solution Data GmbH, Wien, Österreich 100,0
RI-Solution Service GmbH, Auerbach 100,0
RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Korneuburg, Österreich 75,0
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l., Oradea, Rumänien 100,0
Saatzucht Gleisdorf Gesellschaft m.b.H., Gleisdorf, Österreich 66,7
Saint Solis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Schradenbiogas Betriebsgesellschaft mbH, München 100,0
Solarpark Lepus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Solarpark Scorpius GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Solarpark Taurus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Spica Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Süd-Treber Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 100,0
Syrma Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Talita Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0
Tierceline Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0
WHG Liegenschaftsverwaltung GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,0
Wind Park Belzyce Sp. z o.o., Warszawa, Polen 50,0
Wind Park Kotla Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Wind Park Lipnica Sp. z o.o., Nowy Targ, Polen 100,0
Windpark GHN GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Windpark Selmsdorf II GmbH & Co. KG, München 100,0
Wingenfeld Energie GmbH (ehem. BayWa Hessen Energie GmbH), Hünfeld 100,0
Ybbstaler Getränke Grundstoffe Vertriebsgesellschaft m.b.H., München 100,0
Yo-Pol Sp. z o.o., Warszawa, Polen 60,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen
AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb am Neckar 98,0
BVT Technische Anlagen GmbH & Co. Blockheizkraftwerke KG, München 34,7
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0
Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs-GmbH, Staßfurt 49,0
EEV Beteiligungs GmbH, Grünwald 49,0
Frisch & Frost Nahrungsmittel-Gesellschaft m.b.H., Hollabrunn, Österreich 25,0
HKW Cottbus Verwaltungs GmbH, München 33,3
HKW-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3
Parque EólicoLa Carracha S.L., Zaragoza, Spanien 33,1
Parque EólicoPlana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 32,2
Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 47,4
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Haar b. München 50,0
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungs GmbH, Haar b. München 50,0
Nicht nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung
AHG Automobilcenter GmbH, Horb am Neckar 100,0
AHG Servicegesellschaft mbH, Horb am Neckar 100,0
BAG-Autohandelsgesellschaft mbH, Bopfingen 100,0
Ba-Rie Grundstücksgesellschaft mbH, Landsberg am Lech 50,0
BHG Autohandelsgesellschaft mbH, Kehl 100,0
BHG Bau-Heimwerker-Garten-Center Landsberg GmbH, Landsberg am Lech 50,0
BLE Bau- und Land-Entwicklungsgesellschaft Bayern GmbH, München 25,0
BRVG Bayerischer Raiffeisen- und Volksbanken Verlag GmbH, München 25,0
Chemag Agrarchemikalien GmbH, Frankfurt am Main 30,0
DIYCO Einkaufsgesellschaft mbH, München 50,0
H-Ppack CVBA, Sint-Truiden, Belgien 50,0
InterSaatzucht GmbH & Co. KG, München 40,0
Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München 40,0
Kärntner Saatbaugenossenschaft reg.Gen.m.b.H., Klagenfurt, Österreich 33,3
Kartoffel-Centrum Bayern GmbH, Rain am Lech 50,0
KIRKA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 100,03
Lagerhaus Technik-Center GmbH & Co. KG, Korneuburg, Österreich 32,1
Lagerhaus Technik-Center GmbH, Korneuburg, Österreich 34,1
Land 24 Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main 24,9
LLT Lannacher Lager- und Transport Ges. m.b.H., Korneuburg, Österreich 50,0
Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Oberteuringen 50,0
raiffeisen.com GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 30,0
Raiffeisen-BayWa-Waren GmbH Lobsing-Siegenburg-Abensberg-Rohr, Lobsing 22,8
Raiffeisen-Landhandel GmbH, Emskirchen 23,4
VR erneuerbare Energien eG Kitzingen, Kitzingen 33,3
VR-LEASING DIVO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 47,04
VR-LEASING LYRA GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 47,04
Wiech Autohandelsgesellschaft mbH, Rottenburg 100,0
Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften
Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries 7,4
Eigenkapital in Tsd. Euro: 550.512
Jahresüberschuss/-fehlbetrag in Tsd. Euro: 12.734
Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mbH, München 11,4
Eigenkapital in Tsd. Euro: 7.602
Jahresüberschuss/-fehlbetrag in Tsd. Euro: 726
Südstärke GmbH, Schrobenhausen 6,5
Eigenkapital in Tsd. Euro: 111.221
Jahresüberschuss/-fehlbetrag in Tsd. Euro: 1.859
VK Mühlen AG, Hamburg 10,0
Eigenkapital in Tsd. Euro: 73.264
Jahresüberschuss/-fehlbetrag in Tsd. Euro: - 29.643

1 Minderheitsbeteiligung mit Aufstockungsrecht

2 Stimmrechtsmehrheit

3 Stimmrechtsanteil 19 %

4 Stimmrechtsanteil 24 %

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der BayWa Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie Überleitung zum Konzerngesamtergebnis, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 10. März 2011

Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Dr. Reitmayr) (Götz)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Die BayWa AG blickt auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück. Dies zeigt sich an den deutlichen Zuwachsraten beim Umsatz und Ergebnis - und nicht zuletzt auch an dem deutlich erhöhten Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung. Das diversifizierte Geschäftsmodell der BayWa AG hat sich gerade auch angesichts der Krise der Finanz- und Gütermärkte bewährt, und das Unternehmen ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Das vergangene Geschäftsjahr war nicht zuletzt geprägt durch den Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien und eine stärkere Internationalisierung der BayWa.

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde monatlich mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2010 konstruktiv und vertrauensvoll.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

In den vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens Gegenstand der Beratung. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit den verschiedenen Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert.

In der Sitzung am 30. März 2010 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 18. Juni 2010. In der Sitzung hat der Aufsichtsrat u. a. auch über die Anpassung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung beraten und beschlossen. Die Struktur der Vergütung wurde insgesamt geändert und die variable Vergütung um eine langfristige Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ergänzt. Die Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat diesem neuen Vergütungssystem mit einer Mehrheit von 97,23 Prozent der abgegebenen Stimmen zugestimmt.

In der Sitzung am 4. Mai 2010 befasste sich der Aufsichtsrat zunächst mit der weiteren Aufarbeitung von gegen die Gesellschaft geltend gemachten Schadensersatzansprüchen seitens früherer Franchisenehmer. Außerdem berichtete der Vorstand zu aktuellen Projekten im Zusammenhang mit potenziellen Unternehmensbeteiligungen und Unternehmenserwerben.

Gegenstand der Sitzung am 4. August 2010 war u. a. der Halbjahresabschluss 2010. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat mit Änderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse beschäftigt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über aktuelle strategische Projekte und Beteiligungsvorhaben. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Geschäftsentwicklung im Segment Energie.

Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem genehmigten Kapital von 2010 wurden im Zeitraum vom 6. Oktober bis 12. Oktober 2010 im Umlaufverfahren beschlossen.

In der Sitzung vom 10. November 2010 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Ausscheiden des Vorstandsmitglieds Frank Hurtmanns und der Neubestellung von Andreas Helber als Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 15. November 2010 sowie dessen Vergütung. Des Weiteren wurde in der Sitzung der 3. Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten und stellte die strategischen Kernthemen für das Geschäftsjahr 2011 vor. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses sowie des Strategie Ausschusses.

In der Bilanzsitzung am 29. März 2011 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2010 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 15. Juni 2011. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten befasst.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert.

Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Erna Kurzwarth, Albrecht Merz, Gunnar Metz und Gregor Scheller an. Gunnar Metz und Gregor Scheller sind durch die Aufsichtsratsmitglieder am 4. August 2010 in den Prüfungsausschuss gewählt worden; Dr. h. c. Stephan Götzl hat sein Mandat als Mitglied des Prüfungsausschusses niedergelegt. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Albrecht Merz. Damit folgt die BayWa AG der Anregung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben sollte. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Generalbevollmächtigten Finanzen in seiner Sitzung am 29. März 2010 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Die Berichte hierüber sowie die weiteren Prüfberichte und die Abschlussunterlagen wurden den Mitgliedern des Ausschusses rechtzeitig zugesandt. Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Prüfungsausschusses waren die Beurteilung der Risikolage und des bestehenden Risikomanagementsystems. Untersucht wurden insbesondere das Risikofrüherkennungssystem und das EDV-System.

Gegenstand der Sitzung am 9. November 2010 waren die Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Erteilung der Prüfungsaufträge, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2010 und des Prüfungshonorars. Außerdem wurde routinemäßig die Qualität der Internen Revision der BayWa AG überprüft.

Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 25. März 2011 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen.

Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer und Gregor Scheller an. Das Aufsichtsratsmitglied Albrecht Merz gehört dem Vorstandsausschuss seit Ende Juli 2010 nicht mehr an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Der Vorstandsausschuss hat sich im Berichtszeitraum zum einen mit dem Ausscheiden des früheren Vorstandsmitglieds Frank Hurtmanns beschäftigt. Außerdem befasste sich der Vorstandsausschuss mit den Einzelheiten des Anstellungsvertrags für das neue Vorstandsmitglied Andreas Helber und erarbeitete eine Empfehlung für die Entscheidung des Gesamtaufsichtsrats über die Vergütung des neuen Vorstandsmitglieds Helber.

Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel, Dr. E. Hartmut Gindele, Dr. h. c. Stephan Götzl, Dr. Johann Lang, Gunnar Metz, Ernst Kauer und Bernhard Winter an. Dr. Christian Konrad ist mit seiner Wahl zum weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden aus dem Strategie Ausschuss ausgeschieden. Außerdem ist Klaus Auhuber mit seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aus dem Strategie Ausschuss ausgeschieden. Neu in den Ausschuss gewählt wurde Bernhard Winter. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr dreimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen und Themen im Zusammenhang mit Corporate Governance wie der Neufassung der Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Insbesondere wurden zwei Akquisitionsvorhaben der BayWa r.e GmbH vorgestellt.

Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler, Dr. Johann Lang, Gregor Scheller, Georg Fischer und Werner Waschbichler an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2009 und den Investitionsetats für 2010 und 2011.

Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Dr. h. c. Stephan Götzl und Dr. Johann Lang an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Da derzeit bei der BayWa AG keine Aufsichtsratswahlen anstehen, hat der Nominierungsausschuss im Berichtszeitraum nicht getagt.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler und Bernhard Winter angehören, musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Corporate Governance

In dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sowie zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 4. August 2010 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.de veröffentlicht.

Mit einer Ausnahme haben im Berichtszeitraum alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2010 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 29. März 2011 zu.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns in der Sitzung vom 29. März 2011 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2010 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Die Unterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 25. März 2011 intensiv behandelt. Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 25. März 2011 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung am 29. März 2011 seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa-Konzerns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,50 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an.

Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 29. März 2011 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Peter König wurde durch das Registergericht des Amtsgerichts München am 9. Juni 2010 zum neuen Aufsichtsratsmitglied der BayWa AG bestellt. König gehört dem Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter an und ist Nachfolger von Klaus Auhuber, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 29. März 2010 niedergelegt hatte. König ist hauptberuflich als Gewerkschaftssekretär bei der Gewerkschaft ver.di tätig und betreut dort den Fachbereich Handel.

Dr. Christian Konrad ist in der Aufsichtsratssitzung vom 4. August 2010 zum weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden. Dr. Konrad gehörte dem Aufsichtsrat bereits zuvor als durch die Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied an.

Das Vorstandsmitglied Frank Hurtmanns, innerhalb des Vorstands der BayWa AG zuständig für Bau, Personal, Informationssysteme, Konzernlogistik und Organisation, ist aus persönlichen Gründen zum 31. Dezember 2010 aus dem Vorstand der BayWa AG ausgeschieden.

Mit Wirkung zum 15. November 2010 hat der Aufsichtsrat der BayWa AG den vorherigen Generalbevollmächtigten Andreas Helber zum Finanzvorstand der Gesellschaft berufen. Andreas Helber war seit seinem Eintritt im Jahr 2000 bei der BayWa AG Leiter des Finanzbereichs und berichtete direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Die Bereiche Informationssysteme und Corporate Real Estate Management wurden dem Vorstandsmitglied Andreas Helber übertragen. Die übrigen Bereiche, die zuvor von Frank Hurtmanns betreut worden waren, wurden in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden Klaus Josef Lutz integriert.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.

München, den 29. März 2011

Für den Aufsichtsrat

Manfred Nüssel, Vorsitzender